available by ,bayerische ,staatsbibliothek _/ ,bavarian ,state ,library47 ,handbuch der chemischen ,technologie zum ,gebrauche bei ,vorlesungen an ,universitten1 technischen ,hoch- und ,mittelschulen1 sowie zum ,selbstunterrichte fr ,chemiker1 ,techniker1 ,apotheker1 ,verwaltungsbeamte und ,gerichtsrzte4 ,von ,rudolf ,wagner1 ,doktor der ,staatswissenschaften und der ,philosophie1 knigl4 bayer4 ,hofrath1 ordentl4 ffentl4 ,professor der chem4 ,technologie an der staatswirthschaftlichen ,facultt der knigl4 ,julius-,maximilians-,universitt in ,wrzburg4 ,achte ,auflage4 ,mit #ccf ,holzschnitten4 ,leipzig ,verlag von ,otto ,wigand4 #ahga4 99 99 99 99 99 ,vorrede zur achten ,auflage4 ,der achten ,auflage meiner chemischen ,technologie1 die der siebenten nach zwei ,jahren schon folgt1 sind nur wenige ,worte mit auf den ,weg zu geben4 ,die ,anordnung des ,materials ist zwar in der vorliegenden ,auflage im wesentlichen unverndert geblieben1 doch habe ich1 den ,wnschen einiger ,fachgenossen ,gehr schenkend1 die ,rohstoffe und ,produkte der chemischen ,industrie und die ,technik des ,glases und der ,thonwaaren1 die in den frheren ,auflagen einen gemeinschaftlichen ,abschnitt bildeten1 in zwei gesonderte ,abtheilungen gebracht4 ,der mit der chemischen ,fabrikindustrie sich beschftigende ,abschnitt wurde vielfach erweitert und viele ,kapitel desselben vollstndig neu bearbeitet4 ,die ,schilderung der ,technik der ,kali- und ,ammoniaksalze1 so wie die der ,theerfarben1 ist der gesteigerten ,bedeutung dieser ,produkte entsprechend1 eine erweiterte und eingehendere geworden4 ,die chemischen ,formeln sind durchweg ,molekularformeln4 ,ungeachtet der theilweisen ,umarbeitung des ,buches und der vielen ,zustze und ,verbesserungen1 ist es der ,verlagshandlung gelungen1 durch grsseres ,format und compresseren ,druck die ,bogenzahl der vorigen ,auflage nicht zu berschreiten4 ,von der vorliegenden ,auflage erscheint unter meiner ,mitwirkung eine englische ,bearbeitung von ,herrn ,william ,crookes in ,london und eine franzsische ,uebersetzung von ,herrn ,professor ,l4 ,gautier in ,melle 7,deux-,svres74 ,eine unlngst in den ,niederlanden erschienene hollndische ,uebertragung 7der zum ,theil veralteten siebenten ,auflage7 ist ohne mein ,mitwissen und ohne ,erlaubniss meines ,verlegers verffentlicht worden4 ,die erste ,auflage des vorliegenden ,buches1 die ich als ,privatdocent der chemischen ,technologie in der philosophischen ,facultt der ,hochschule zu ,leipzig herausgab1 erschien im ,september #ahej4 ,die beiden nchsten ,auflagen1 von denen die zweite im ,mai #ahec und die dritte im ,juli #ahef versendet wurden1 bearbeitete ich von ,nrnberg aus1 wo ich vier ,jahre als ,professor der technischen ,chemie an der knigl4 ,gewerbeschule wirkte4 ,die nchsten fnf ,auflagen1 von denen die vierte im ,mai #ahei fnfte #ahfb sechste im ,october #ahfe siebente im ,mrz #ahfh verffentlicht wurde1 bearbeitete ich in ,wrzburg1 vielfach untersttzt durch ,beitrge und ,rathschlge von ,freunden und ,collegen1 denen ich hiermit1 nach ,beendigung der achten ,auflage1 meinen verbindlichsten ,dank abstatte4 ,universitt ,wrzburg1 den #aj4 ,dezember #ahgj4 ,dr4 ,rudolf ,wagner4 ,inhalt4 ,einleitung #a4 ,definition des ,begriffs ,technologie #a4 ,unterschiede zwischen ,gewerbelehre1 ,gewerbekunde und ,technologie #a4 ,mechanische ,technologie #b4 ,chemische ,technologie #b4 ,i4 ,abschnitt4 ,die chemische ,metallurgie1 die ,legirungen und die ,metallprparate4 7,seite #d-abf47 ,allgemeines #d4 ,metallurgie #d4 ,metallurgische ,httenkunde #d4 ,erze #d4 ,aufbereitung #e4 ,vorbereitung #e4 ,zugutemachen #f4 ,beschicken #f4 ,httenprodukte 7,edukte1 ,httenfabrikate1 ,zwischenprodukte1 ,abflle7 #f4 ,schlacken #g4 ,eisen #g4 ,eisenerze #h4 ,greek3 a7 ,roheisen #i4 ,ausbringen des ,eisens #i4 ,theorie des ,ausbringens #i4 ,hochofen und ,hochofenprocess #aj4 ,geblse #aa4 ,cylindergeblse #aa4 ,gang der ,schmelzung #ab4 ,chemischer ,process im ,hochofen #ac4 ,cyanverbindungen #ac4 ,vertheilung der ,temperatur im ,hochofen #ac4 ,gichtgase #ad4 ,gewinnung von ,salmiak daraus #ad4 ,roheisen #ae4 ,weisses ,roheisen #ae4 ,graues ,roheisen #ae4 ,zusammensetzung der ,roheisensorten #ae und #af4 ,eisengiesserei #af4 ,schacht- oder ,kupolofen #ag4 ,frmerei #ag4 ,adouciren 7,tempern7 #ah4 ,fonte mallable #ah4 ,emailliren von eisernen ,geschirren #ah4 ,greek3 b7 ,stabeisen #ai4 ,herdfrischung #ai4 ,schwedischer ,frischprocess #ba4 ,puddelprocess #ba4 ,theorie des ,eisenpuddelns #ba4 ,puddeln mit ,gas #ba4 ,verfeinerung des ,stabeisens auf dem ,walzwerk #bb4 ,blechfabrikation #bc4 ,drahtfabrikation #bc4 ,drahtseile #bd4 ,eigenschaften des ,stabeisens #bd4 ,greek3 g7 ,stahl #be4 ,gewinnungsarten des ,stahls #be4 ,i4 ,frischstahl #be4 #a7 ,herdfrischstahl #be4 #b7 ,flammenofenfrischstahl 7,puddelstahl7 #bf4 #c7 ,bessemerstahl #bf4 #d7 ,uchatius- und ,martinstahl #bg4 #e7 ,heaton- oder ,salpeterfrischstahl #bg4 ,,ii4 ,kohlungsstahl #bg4 ,cmentstahl #bh4 ,gussstahl #bh4 ,,iii4 ,flussstahl #bh4 ,glisentistahl #bh4 ,versthlen 7,einsatzhrtung7 #bh4 ,eigenschaften des ,stahls #bi4 ,anlassen 7,nachlassen7 von ,stahl #bi4 ,wolframstahl #cj4 ,damascenerstahl #cj4 ,zusammensetzung des ,stahls #cj4 ,stahlstich 7,siderographie7 #cj4 ,gegenwrtiger ,zustand der ,stahlindustrie #ca4 ,stahlproduktion #ca4 ,eisenprparate #ca4 ,eisenvitriol #ca4 ,eisenmennige #cb4 ,blutlaugensalz #cc4 aus ,blutlauge #cc4 mittelst ,stickstoff der ,luft #cd4 mittelst ,cyanbarium #cd4 mittelst ,schwefelkohlenstoff 7nach ,glis7 #cd4 mit schwefelsaurem ,ammon 7nach ,h4 ,fleck7 #cd4 ,rothes ,blutlaugensalz #cd4 ,cyankalium #ce4 ,cyansalz #cf4 ,berlinerblau #ce4 ,turnbull's ,blau #cf4 ,berlinerblau aus ,gaskalk #cf4 ,lsliches ,berlinerblau #cg4 ,kobalt #cg4 ,safflor oder ,zaffer #cg4 ,smalte #ch4 ,kobaltultramarin #ch4 ,coeruleum #ch4 ,rinmann's ,grn #ci4 ,kobaltoxydul #ci4 ,kobaltviolett #ci4 ,kobaltwolframiat #ci4 ,kobaltgelb #ci4 ,kobaltbronze #dj4 ,nickel #dj4 ,nickelerze #dj4 ,gewinnung des ,nickels #da4 ,concentrationsschmelzen auf ,stein #da4 auf ,speise #db4 auf ,schwarzkupfer oder ,nickelsauen #db4 ,darstellung von ,nickel auf trockenem ,wege #db4 auf nassem ,wege #db4 ,wrfelnickel #dc4 ,eigenschaften des ,nickels #dc4 ,nickelproduktion #dc4 ,kupfer #dc4 ,kupfererze #de4 ,kupfergewinnung in ,schachtfen #de4 ,garmachen #df4 ,saigern #dg4 ,zugutemachen der ,erze in ,flammenfen #dh4 ,gewinnung des ,kupfers aus oxydirten ,erzen #ej4 auf nassem ,wege #ej4 ,cmentkupfer #ej4 ,kupfer auf galvanischem ,wege #ea4 ,eigenschaften des ,kupfers #ea4 ,kupferproduktion #eb4 ,legirungen des ,kupfers #eb4 ,bronze #eb 7,kanonenmetall1 ,glockenmetall1 ,statuenbronze #eb74 ,messing #ec 7,tombak1 ,blattgold1 ,aichmetall1 ,sterrometall1 ,mnzmetall #ed74 ,bronzefarben #ed4 ,neusilber #ee 7,chinasilber1 ,perusilber1 ,alfnide1 ,christoflemetall1 ,alpaka #ee74 ,nickelmnzen #ee4 ,kupferamalgam 7,metallkitt7 #ef4 ,kupferprparate #ef4 ,kupfervitriol #ef4 ,doppelvitriol #eg4 ,kupferfarben #eg4 ,braunschweiger ,grn1 ,bremer ,grn #ei4 ,casselmann's ,grn #ei4 ,mineralgrn oder ,scheele's ,grn #ei4 ,mineralblau1 ,bergblau1 ,kalkblau1 ,oelblau1 ,schweinfurtergrn #ei74 ,zinnsaures ,kupferoxyd 7,gentele's ,grn #fj4 ,grnspan #fj u4 #fa74 ,blei #fa4 ,bleierze #fa4 ,gewinnung des ,bleies durch ,niederschlagsarbeit #fa4 durch ,rstarbeit #fb4 ,werkblei #fc4 ,frischprocess #fc4 ,eigenschaften und ,anwendung des ,bleies #fc4 ,schrotfabrikation #fd4 ,legirungen des ,bleies #fe4 ,bleiprparate #fe4 ,massicot #fe4 ,bleigltte #fe4 ,mennige #fe4 ,bleisuperoxyd #ff4 ,oxydirte ,mennige #ff4 ,bleizucker #ff4 ,chromsaures ,blei #ff 7,chromeisenstein #ff4 ,kaliumchromat #fg4 ,chromgelb #fh4 ,chromroth #fi4 ,chromoxyd #fi4 ,chromgrn #fi4 ,guignet's ,grn #fi4 ,chromalaun #fi4 ,chromchlorid #fi74 ,bleiweiss #fi 7nach der hollndischen ,methode #gj4 nach der sterreichischen #gj4 nach der englischen #gj4 nach der franzsischen #ga4 aus schwefelsaurem ,blei #gb4 aus ,chlorblei #gc4 ,basisches ,chlorblei #gc4 ,prfung von ,bleiweiss #gd74 ,zinn #gd4 ,zinnerze #gd4 ,gewinnung des ,zinnes #ge4 ,anwendung desselben #ge4 ,verzinnen #gf4 ,moir metallique #gf4 ,zinnprparate #gf4 ,musivgold #gf4 ,zinnsalz #gg4 ,natriumstannat #gg4 ,zinnchlorid #gg4 ,pinksalz #gg4 ,wismuth #gh4 ,vorkommen und ,gewinnung #gh4 ,eigenschaften und ,anwendung des ,wismuths #gi4 ,wismuthlegirungen #gi4 ,zink #gi4 ,zinkerze #gi4 ,gewinnung des ,zinkes in ,muffeln #hj4 in ,rhren #hj4 in ,tiegeln #ha4 ,zugutemachen der ,zinkblende #hb4 ,eigenschaften des ,zinkes #hb4 ,anwendung desselben und ,zinkproduktion #hc4 ,zinkprparate #hc 7,zinkweiss #hc4 ,zinkvitriol #hd4 ,chromsaures ,zink #hd4 ,chlorzink #hd4 ,lthsalz #hd4 ,zinkoxychlorr #hd74 ,kadmium #hd4 ,wood's ,legirung #he4 ,schwefelkadmium #he4 ,antimon #he4 ,antimonerze #he4 ,ausschmelzen von ,schwefelantimon #he4 ,darstellung von metallischem ,antimon durch ,rsten #hf4 durch ,eisen #hf4 ,eigenschaften des ,antimons #hf4 ,eisenschwarz #hg4 ,schriftgiessermetall #hg4 ,antimonprparate #hg 7,antimonoxyd #hg4 ,antimonsure #hg4 ,schwefelantimon #hg4 ,neapelgelb #hg4 ,antimonzinnober #hg74 ,arsen #hg4 ,arsenige ,sure #hh4 ,arsensure #hh4 ,realgar #hi4 ,operment #hi4 ,rusma #hi4 ,quecksilber #hi4 ,vorkommen #hi4 ,gewinnung des ,quecksilbers aus dem ,zinnober in ,idria #ij4 in ,spanien #ij4 in ,bhmen #ib4 in der ,rheinpfalz #ib4 ,eigenschaften des ,quecksilbers #ic4 ,quecksilberprparate #ic4 ,quecksilberchlorid #ic4 ,zinnober #ic4 ,knallquecksilber #id4 ,zndhtchen #id4 ,platin #ie4 ,platinerze #ie4 ,gewinnung des ,platins nach ,wollaston #if4 nach ,deville und ,debray #if4 ,eigenschaften des ,platins #ig4 ,platinschwamm und ,platinmohr #ig4 ,anwendungen des ,platins #ig4 ,platinlegirungen #ih4 ,elaylplatinchlorr #ih4 ,silber #ih4 ,silbererze #ih4 ,gewinnung des ,silbers durch ,ausschmelzen #ii4 durch europische ,amalgamation #ii4 durch amerikanische ,amalgamation #aja4 ,silberextraction nach ,augustin #aja4 nach ,ziervogel #aja4 nach v4 ,hauer #ajb4 nach ,patera #ajb4 nach ,percy #ajb4 nach ,rivero und ,gmelin #ajb4 ,extraction mittelst ,blei #ajb4 ,silberhaltiges ,werkblei #ajc4 ,entsilbern des ,werkbleies durch ,abtreiben #ajc4 durch ,pattinsoniren #ajc4 mittelst ,zink #ajd4 ,feinbrennen des ,silbers #ajd4 ,silberproduktion #aje4 ,chemisch reines ,silber #aje4 ,eigenschaften des ,silbers #aje4 ,legirungen des ,silbers #ajf4 ,mnzgewicht #ajf4 ,silberprobe #ajg 7durch ,kupellation #ajg4 ,titrirprobe #ajg4 ,hydrostatische ,probe #ajg74 ,versilbern #ajh4 ,schwarzfrben des ,silbers #ajh4 ,salpetersaures ,silber #ajh4 ,gold #aji4 ,vorkommen als ,berggold und ,waschgold #aji4 ,analysen von ,gediegengold #aji4 ,ferneres ,vorkommen des ,goldes #aji4 ,goldproduktion #aji4 ,gewinnung des ,goldes aus dem ,sande durch ,waschen #aji4 durch ,quecksilber #aaj4 durch ,natriumamalgamation #aaj4 durch ,verschmelzen #aaj4 durch ,behandeln mit ,alkali #aaj4 aus eingesprengtem ,golde #aaj4 ,extraction des ,goldes auf nassem ,wege #aaj4 ,goldscheidung #aaj 7durch ,schwefelantimon #aaj4 durch ,schwefel und ,bleigltte #aaj4 durch ,cmentation #aaj4 durch ,quartation #aaj4 durch ,schwefelsure oder ,affination #aaa4 ,chemisch reines ,gold #aab4 ,eigenschaften des ,goldes #aac4 ,legirungen1 ,frben des ,goldes #aac4 ,goldprobe #aad4 ,anwendungen des ,goldes #aad4 ,vergolden #aad 7mit ,blattgold #aad4 auf kaltem ,wege #aad4 auf nassem ,wege #aad4 ,feuervergoldung #aad74 ,goldpurpur #aae4 ,knallgold #aae4 ,braunstein und ,manganprparate #aae4 ,braunstein und ,braunsteinprobe #aaf4 ,kaliumpermanganat #aag4 ,verwendung desselben zur ,desinfection #aah4 ,aluminium #aah4 ,gewinnung aus ,chloraluminium-,chlornatrium #aah4 aus ,kryolith #aah4 ,eigenschaften des ,aluminiums #aah4 ,aluminiumbronze #aai4 ,anwendungen des ,aluminiums #aai4 ,magnesium #abj4 ,darstellung und ,eigenschaften des ,magnesiums #abj4 ,galvanotechnik #aba4 ,anwendung des ,galvanismus #aba4 ,elektrolytisches ,gesetz #aba4 ,galvanoplastik #aba4 ,vergoldung und ,versilberung auf galvanischem ,wege #abb4 ,verkupfern #abd4 ,verzinken #abd4 ,verzinnen #abd4 ,versthlen #abd4 ,galvan4 ,aetzen #abe4 ,metallochromie #abe4 ,elektrotypie #abe4 ,glyphographie #abe4 ,galvanographie #abf4 ,,ii4 ,abschnitt4 ,rohstoffe und ,produkte der chemischen ,industrie4 7,seite #abg-cjb47 ,kalisalze #abg4 ,kohlensaures ,kalium 7,potasche7 #abg4 ,quellen des ,kalis #abg4 ,i4 ,darstellung der ,kalisalze aus ,stassfurter ,salzen1 namentlich aus ,carnallit #abg 7,greek3 a7 ,darstellung von ,chlorkalium #abh4 ,greek3 b7 ,darstellung von ,kaliumsulfat #acj4 ,greek3 g7 ,darstellung von ,kaliumcarbonat oder ,mineralpotasche #aca4 ,,ii4 ,kalisalze aus ,feldspath #aca4 ,,iii4 ,kalisalze aus dem ,meerwasser #acb4 ,,iv4 ,kalisalze aus der ,asche der ,vegetabilien #acb 7,allgemeines ber ,holzasche #acc4 ,auslaugen der ,asche #acc4 ,versieden der ,rohlauge #acc4 ,glhen und ,calciniren der rohen ,potasche #acc4 ,zusammensetzung der ,potasche des ,handels #acf4 ,potasche aus ,hefenschlempe oder ,vinasse #acf74 ,v4 ,kalisalze aus der ,schlempekohle der ,rbenmelasse #acf 7,melassenasche #acg4 ,verarbeitung der ,melasse #acg4 ,schlempekohle #ach4 ,weissgebrannte ,schlempekohle oder ,salin #ach4 ,raffiniren desselben #aci4 ,raffinirte ,rbenpotasche #adj74 ,,vi4 ,kalisalze aus den ,seealgen oder ,tangen #adj 7,calcinationsverfahren #adj4 ,verkohlungsverfahren #adb4 ,extraction der ,algen mit ,wasser #adb74 ,,vii4 ,kalisalze aus dem ,schweisse der ,schafwolle #adb 7,methode von ,maumen #adb4 ,verfahren von ,havrez #adc74 ,darstellung gereinigter ,potasche #adc4 ,darstellung von ,aetzkali #add4 ,salpeter #ade4 ,vorkommen des natrlichen ,salpeters #ade4 ,gewinnung des ,salpeters in den ,salpeterplantagen #adf4 ,raffination des ,rohsalpeters #adh4 ,darstellung von ,kaliumsalpeter aus ,chilisalpeter #adi4 ,prfung des ,salpeters #aea4 ,anwendung desselben #aea4 ,natriumsalpeter #aeb4 ,vorkommen des ,jods darin #aec4 ,produktion von ,natriumsalpeter #aec4 ,salpetersure #aec4 ,gewinnung durch ,destillation von ,natriumsalpeter mit ,schwefelsure #aec4 ,bleichen der ,salpetersure #aed4 ,condensation derselben #aee4 ,andere ,methoden der ,salpetersuredarstellung #aef4 ,dichte der ,salpetersure #aeg4 ,rothe rauchende ,salpetersure #aeh4 ,anwendung der ,salpetersure #aeh4 ,technik der explosiven ,krper #aei4 a7 ,das ,schiesspulver und chemische ,principien der ,feuerwerkerei #aei4 ,schiesspulver #aei4 ,materialien #aei4 ,zerkleinern derselben in ,pulverisirtrommeln #aei4 in ,walzmhlen #aei4 in ,stampfmhlen #afj4 ,mengen und ,anfeuchten des ,satzes #afj4 ,verdichten desselben #afj4 ,krnen in ,sieben #afj4 in der ,congreve'schen ,krnmaschine #afa4 nach ,champy #afa4 ,poliren #afa4 ,trocknen des ,pulvers #afb4 ,ausstuben desselben #afb4 ,eigenschaften des ,pulvers #afb4 ,zusammensetzung #afc4 ,produkte der ,verbrennung #afc4 -- ,neue ,sprengpulver #afe 7,pyronone #afe4 ,saxifragin #afe4 ,schultze's ,pulver #afe4 ,lithofracteur #afe4 ,haloxylin #afe4 ,callou's ,pulver #afe4 ,sprengl #afe4 ,dynamit #afe4 ,dualin #afe4 ,pikratpulver #afe74 -- ,pulverprobe #afe4 -- ,weisses ,schiesspulver von ,augendre #aff4 ,verbrennungsprodukte desselben nach ,pohl #aff4 -- ,chemische ,principien der ,feuerwerkerei #afg 7,salpeterschwefel #afg4 ,grauer ,satz #afh4 ,chlorkalischwefel #afh4 ,frictions-,znder #afh4 ,satz zu ,zndnadelgewehren #afh4 ,brandstze #afh4 ,farbige ,feuer #afi74 b7 ,nitroglycerin #afi4 ,darstellung des ,nitroglycerins #agj4 ,zersetzungsprodukte #agj4 ,dynamit #agb4 ,dualin #agb4 c7 ,schiessbaumwolle #agc4 ,darstellung derselben #agc4 ,eigenschaften #agc4 ,schiessbaumwolle als ,surrogat des ,schiesspulvers #age4 ,collodium #age4 ,kochsalz #agf4 ,vorkommen #agf4 ,gewinnung desselben aus dem ,meerwasser #agg4 mit ,hlfe von ,salzgrten #agh4 von ,frost #agh4 von ,brennmaterial #agh4 ,gewinnung des ,steinsalzes #agi4 ,stassfurter ,mineralien #agi 7,anhydrit1 ,boracit1 ,carnallit #ahj4 ,kieserit1 ,sylvin1 ,tachhydrit1 ,kainit1 ,schnit oder ,pikromerit #ahj74 ,gewinnung der ,salzsoolen #aha4 ,darstellung des ,kochsalzes aus den ,soolen #aha4 ,gradiren der ,soole #ahc4 ,versieden der ,soole #ahc4 ,denaturiren des ,salzes #ahd4 ,eigenschaften des ,kochsalzes #ahe4 ,anwendung desselben #ahe4 ,salzproduktion #ahf4 ,sodafabrikation #ahf4 ,greek3 a7 ,natrliche ,soda #ahf4 ,trona ,urao #ahg4 ,greek3 b7 ,soda aus ,sodapflanzen #ahg4 ,greek3 g7 ,auf chemischem ,wege dargestellte ,soda #ahh4 ,verfahren von ,leblanc #ahh 7,erzeugung von ,sulfat #ahh4 ,umwandlung des ,sulfats in ,rohsoda #ahi74 ,sodafen #ahi4 ,sodaofen mit ,drehherd #aib4 ,auslaugen der ,rohsoda #aic4 ,abdampfen der ,lauge #aig4 ,sodasalz #aih4 ,krystallisirte ,soda #bjj4 ,theorie der ,sodabildung #bja4 ,verwerthung der ,sodarckstnde #bja4 ,regeneration des ,schwefels #bjb4 ,greek3 a7 ,darstellung der schwefelhaltigen ,lauge #bjb4 ,greek3 b7 ,zersetzung der ,lauge mit ,salzsure #bjc4 ,greek3 g7 ,darstellung des reinen ,schwefels #bjd4 ,sonstige ,methoden der ,sodafabrikation #bje4 ,sodagewinnung aus ,sulfat nach ,kopp #bje4 aus ,kochsalz nach ,schloesing #bjf4 aus ,kryolith #bjf4 aus ,bauxit #bjf4 aus ,natriumsalpeter #bjf4 ,aetznatron #bjg4 ,natriumbicarbonat #bjh4 ,sodaproduktion #bji4 ,jod- und ,bromgewinnung #bji4 ,vorkommen des ,jods #bji4 ,gewinnung des ,jods aus ,kelp #bji4 nach ,barruel #baj4 aus der ,tangkohle #baj4 aus dem ,chilisalpeter #baj4 ,eigenschaften des ,jods #baj4 ,jodproduktion #baj4 ,brom #baa4 ,gewinnung und ,anwendung des ,broms #baa4 ,bromproduktion #bab4 ,schwefel #bab4 ,vorkommen #bab4 ,gewinnung des ,schwefels durch ,ausschmelzen des natrlichen ,schwefels #bac4 ,destillation des ,schwefels #bad4 ,raffinirapparat von ,lamy #bad4 ,stangenschwefel #bae4 ,schwefelblumen #baf4 ,gewinnung von ,schwefel aus ,schwefelkies #baf4 durch ,rsten von ,kupferkies #bag4 als ,nebenprodukt der ,steinkohlengasfabrikation #bag4 als ,nebenprodukt bei der ,verarbeitung des ,kelps 7vegetabilischer ,schwefel7 #bag4 durch ,reaction von schwefliger ,sure auf ,kohle #bag4 ,anwendung und ,eigenschaften des ,schwefels #bah4 ,schwefelproduktion #bah4 ,schweflige ,sure #bai4 ,darstellung derselben #bai4 ,anwendung derselben #bbj4 -- ,schwefligsaures ,calcium #bbj4 -- ,unterschwefligsaures ,natrium #bbj4 ,schwefelsurefabrikation #bba4 ,rauchende ,schwefelsure aus ,eisenvitriol #bba4 aus schwefelsaurem ,eisenoxyd #bbb4 aus zweifach-schwefelsaurem ,natrium #bbb4 aus ,glaubersalz und ,borsure #bbb4 -- ,englische ,schwefelsure #bbb4 ,theorie der ,bildung derselben #bbc4 ,verbrennen des ,schwefels #bbd4 ,bleikammerapparat #bbe4 ,schwefelkiesrstfen #bbf4 ,gerstenhfer's ,rstofen #bbf4 ,kammersure #bbg4 ,concentration derselben in ,blei #bbh4 in ,platinapparaten #bbh4 ,breant's ,heber #bbh4 ,concentration in ,glasretorten #bbi4 ,schwefelsure mittelst schwefliger ,sure und ,chlor #bbi4 und ,salpetersure 7ohne ,bleikammer7 #bcj4 aus ,gyps #bcj4 ,anwendung und ,eigenschaften der ,schwefelsure #bcj4 ,schwefelkohlenstoff #bcb4 ,darstellung desselben #bcb4 ,eigenschaften und ,anwendung #bcc4 ,schwefelchlorr #bcc4 ,salzsure #bcd4 ,eigenschaften derselben #bce4 ,anwendung #bce4 ,glaubersalz #bcf4 ,directe ,darstellung desselben #bcf4 ,indirecte ,methode nach ,balard und ,merle #bcf4 nach ,longmaid #bcf4 nach de ,luna und ,clemm #bcf4 ,anwendung des ,glaubersalzes #bcf4 ,chlorkalk #bcg4 ,darstellung mittelst ,braunstein #bcg4 mittelst ,calciumchromat #bch4 nach ,schloesing #bch4 mittelst ,kupferchlorid #bch4 mittelst zweifach-chromsaurem ,chlorkalium #bch4 mittelst ,natriumnitrat #bci4 nach ,longmaid #bci4 nach ,oxland #bci4 nach ,maumen #bci ,chlorentwickelungsapparate #bci4 ,condensationsapparate #bci4 ,regeneration des ,mangansuperoxydes #bda4 ,theorie der ,chlorkalkbildung #bdc4 ,zusammensetzung des ,chlorkalkes #bdc4 ,eigenschaften desselben #bdc4 -- ,chlorometrie nach ,gay-,lussac #bdd4 nach ,penot-,mohr #bde4 nach ,wagner #bde4 ,chlorimetrische ,grade #bde4 -- ,chloralkalien #bde4 ,aluminiumhypochlorit #bdf4 ,magnesiumhypochlorit #bdf4 ,zinkhypochlorit #bdf4 ,bariumhypochlorit #bdf4 -- ,kaliumchlorat #bdf4 ,kaliumperchlorat #bdg4 ,alkalimetrie #bdg4 nach ,descroizilles #bdh4 nach ,gay-,lussac #bdh4 nach ,mohr #bdh4 nach ,fresenius und ,will #bdi4 nach ,grneberg #bej4 ,ammoniak und ,ammoniaksalze #bej4 ,quellen des ,ammoniaks #bej4 ,aetzammoniak #bea4 ,anwendung desselben #bea4 ,fabrikation desselben #beb4 ,i4 ,anorganische ,ammoniakquellen #bec4 #a7 ,natrliches kohlensaures ,ammoniak #bec4 #b7 ,natrliches ,ammonsulfat #bec4 #c7 ,vulkan4 ,ammoniak #bec4 #d7 ,ammoniak als ,nebenprodukt bei der ,bereitung von ,aetznatron #bed4 #e7 ,ammoniak als ,nebenprodukt der ,schwefelsurefabrikation #bed4 #f7 ,ammoniak aus dem ,stickstoff der ,luft #bed4 #g7 ,ammoniak aus ,cyanverbindungen #bed4 ,,ii4 ,organische ,ammoniakquellen #bed4 #h7 ,ammoniak aus ,steinkohlen ,greek3 a7 bei der ,gasbereitung #bee4 ,greek3 b7 bei der ,koksbereitung #bee4 ,greek3 g7 bei der ,verbrennung #bee4 ,apparate von ,mallet #bef4 von ,rose #beg4 von ,lunge #beh4 #i7 ,ammoniak aus gefaultem ,harn #bei4 ,apparat von ,figuera #bei4 #aj7 ,ammoniak durch trockne ,destillation von ,thiersubstanzen #bfj4 #aa7 ,ammoniak als ,nebenprodukt der ,rbenzuckerfabrikation #bfa4 -- ,technisch wichtige ,ammoniaksalze #bfa4 ,salmiak #bfa4 ,ammonsulfat #bfc4 ,ammoncarbonat #bfd4 ,ammonnitrat #bfd4 ,seifenfabrikation #bfe4 ,fettsubstanzen #bfe 7,palml #bfe4 ,illipe- oder1 ,bassial #bfe4 ,galambutter #bfe4 ,carapal #bfe4 ,vateriatalg #bfe4 ,cocosnussl #bff4 ,talg #bff4 ,schmalz #bff4 ,olivenl #bff4 ,thran #bfg4 ,andere ,oele #bfg4 ,oelsure #bfg4 ,colophonium #bfg74 ,lauge #bfg4 ,theorie der ,seifenbildung #bfh4 ,hauptsorten von ,seife #bfh4 ,kernseife #bgj4 ,baumlseife #bgj4 ,oelsureseife #bga4 ,harztalgseife #bgb4 ,gefllte ,seifen #bgb4 ,schmierseifen #bgc4 ,knochenseife1 ,kieselseife etc4 #bgd4 ,toilettenseifen #bge4 ,anwendung und ,wirkung der ,seife #bgf4 ,seifenprobe #bgf4 ,chemische ,seifenprobe #bgf4 ,unlsliche ,seifen #bgg4 ,borsure und ,borax #bgh4 ,borsure #bgi4 ,borsuremineralien #bgi4 ,borsuregewinnung in ,toscana #bgi4 durch natrliche ,soffionen #bgi4 durch ,bohrlcher #bhj4 ,theorie der ,bildung der ,borsure #bhj4 ,eigenschaften und ,verwendung derselben #bha4 ,borax #bha4 aus ,tinkal #bha4 aus ,borsure #bhb4 ,reinigen des ,borax #bhc4 ,borax aus ,boronatrocalcit oder ,tiza #bhd4 ,octadrischer ,borax #bhe4 ,anwendung des ,borax #bhe4 ,bordiamanten #bhf4 ,fabrikation des ,alauns1 des ,aluminiumsulfates und der ,aluminate #bhf4 ,vorkommen des ,alauns in der ,natur #bhf4 ,alaunerze #bhg4 ,darstellung des ,alauns aus ,alaunstein #bhg4 aus ,alaunschiefer und ,alaunerde #bhg 7,rsten der ,alaunerde #bhh4 ,auslaugen derselben #bhh4 ,concentriren der ,rohlauge #bhh4 ,mehlmachen #bhi4 ,waschen des ,mehls und ,umkrystallisiren #bhi74 aus ,thon #bij4 ,alum-cake #bij4 aus ,kryolith #bij4 aus ,bauxit #bia4 aus ,hohofenschlacken #bib4 aus ,feldspath #bib4 ,kaliumalaun #bib4 ,ammoniakalaun #bib4 ,natriumalaun #bic4 ,neutraler oder kubischer ,alaun #bic4 ,aluminiumsulfat #bic4 ,natrium-,aluminat #bid4 ,anwendung des ,alauns und des ,aluminiumsulfates #bie4 ,aluminiumacetat #bif4 ,ultramarin #bif4 ,natrliches ,vorkommen desselben #bif4 ,knstliches ,ultramarin #big4 ,materialien #big4 ,glaubersalz oder ,sulfat-,ultramarin #bih4 ,soda-,ultramarin #cjj4 ,kieselerde-,ultramarin #cjj4 ,theorie der ,ultramarinfabrikation #cja4 ,eigenschaften und ,anwendung des ,ultramarins #cja4 ,,iii4 ,abschnitt4 ,technik des ,glases1 der ,thonwaaren1 des ,gypses1 ,kalkes und ,mrtels4 7,seite #cjb-cif47 ,glasfabrikation #cjb4 ,allgemeines #cjb4 ,rohmaterialien #cjd4 ,entfrbungsmittel #cje4 ,glasscherben #cjf4 ,glashfen #cjg4 ,glasfen #cjh4 ,siemens' ,regeneratorofen #caj4 ,vorbereitung des ,satzes #cab4 ,fritten #cab4 ,heissschren #cab4 ,lutern #cac4 ,kaltschren #cac4 ,fehler des ,glases #cac4 ,eintheilung der ,glassorten #cad4 ,tafelglas #cae4 ,mondglas #cae4 ,walzenglas #caf4 ,spiegelglas #cah4 ,schleifen #cba4 ,belegen der ,spiegel #cba4 ,silberspiegel #cbb4 nach ,drayton #cbb4 nach v4 ,liebig #cbb4 nach ,lwe1 ,petitjean1 ,f4 ,bothe #cbb4 ,platinspiegel #cbb4 ,hohlglasfabrikation #cbc4 ,flaschen1 ,becherglser1 ,glasrhren #cbc4 ,gepresstes und gegossenes ,glas #cbd4 ,wasserglas #cbe 7,kaliumwasserglas #cbe4 ,natriumwasserglas #cbe4 ,doppelwasserglas #cbe4 ,fixirungswasserglas #cbe4 ,stereochromie #cbf74 ,krystallglas #cbg4 ,optisches ,glas #cbi4 ,flintglas #cbi4 ,kronglas #ccj4 ,strass #cca4 ,gefrbte ,glser #ccb4 ,glasmalerei #ccc4 ,email #ccd 7,beinglas #cce4 ,alabasterglas #cce4 ,reissteinglas #cce74 ,achatglas #cce4 ,eisglas #cce4 ,haematinon #cce4 ,astralit #ccf4 ,aventuringlas #ccf4 ,glasincrustationen #ccf4 ,faden- oder ,petinetglas #ccf4 ,glas als ,gespinnstfaser #ccg4 ,reticulirtes ,glas #ccg4 ,milleflori #ccg4 ,glasperlen #ccg4 ,hyalographie #cch4 ,keramik oder ,thonwaarenfabrikation #cci4 ,feldspath #cci4 ,bildung des ,thones #cdj4 ,porcellanerde #cdj4 ,eigenschaften des ,thones #cdj4 ,arten des ,thones #cdb 7,tpferthon #cdb4 ,walkerde #cdb4 ,mergel #cdb4 ,lehm #cdb4 ,lss #cdb74 ,zusammensetzung der ,kaoline #cdb4 ,eintheilung der ,thonwaaren #cdc4 -- ,i4 ,hartes ,porcellan #cdd 7,materialien #cdd4 ,schlmmen und ,trocknen der ,masse #cde4 ,kneten und ,faulen #cde4 ,formen der ,masse #cdf4 ,trocknen der ,porcellanobjecte #cdg4 ,glasur #cdg4 ,auftragen derselben durch ,eintauchen #cdh4 mittelst ,bestuben #cdh4 durch ,begiessen #cdi4 durch ,verflchtigen #cdi4 ,lster #cdi4 ,kasetten oder ,kapseln #cdi4 ,porcellanofen #cdi4 ,entleeren des ,ofens #cea4 ,fehler der ,porcellanmasse und der ,glasur #cea4 ,porcellanmalerei #cea4 ,decoriren des ,porcellans #ceb4 ,lithophanien #cec74 ,,ii4 ,weiches oder ,frittenporcellan #cec 7,franzsisches ,p4 #cec4 ,englisches ,p4 #ced4 ,parian #ced4 ,carrara #cee74 ,,iii4 ,steinzeug oder ,steingut #cee 7,feines weisses ,steinzeug #cee4 ,wedgwood #cee4 ,gemeines ,steinzeug #cee4 ,terralith und ,siderolith #ceh74 ,,iv4 ,fayence #ceh 7,majolika #ceh4 ,feine ,fayence #cei4 ,gemeine emaillirte ,fayence #cei4 ,verzierung der ,fayence #cei4 ,flowing colours #cfj4 ,lster #cfj74 ,etruskische ,vasen #cfa4 ,thnerne ,pfeifen #cfa4 ,khlkrge oder ,alcarrazas #cfa4 ,v4 ,gemeines ,tpfergeschirr #cfb4 ,bleiglasur #cfc4 -- ,,vi4 ,backstein-1 ,ziegel- und ,rhrenfabrikation #cfc 7,terracottwaaren #cfd4 ,ziegelmaterial #cfe4 ,vorbereitung des ,thones #cfe4 ,streichen der ,ziegel #cfe4 ,ziegelstreichmaschinen #cff4 ,pressziegel #cfh4 ,brennen in ,meilern #cfi4 in ,oefen #cfi4 ,ringofen von ,hoffmann u4 ,licht #cga4 ,feldziegeleien #cgb4 ,klinker #cgc4 ,dachziegel #cgc4 ,hohlziegel #cgc4 ,leichte ,ziegelsteine #cgd4 ,feuerfeste ,steine #cgd4 ,dinasteine #cge4 ,thon- und ,drainrhren #cge4 ,schmelztiegel #cge4 ,hessische ,tiegel #cgf4 ,charmottetiegel #cgf4 ,kalktiegel #cgf4 ,magnesiatiegel #cgf4 ,spinelltiegel #cgf4 ,bauxittiegel #cgf47 ,kalk und ,kalkbrennen #cgf4 ,vorkommen des ,kalkes #cgf4 ,kalkbrennen in ,meilern #cgg4 in ,oefen mit unterbrochenem ,gange #cgg4 mit ununterbrochenem ,gange #cgh4 in ,oefen zu doppelter ,benutzung #cgi4 ,eigenschaften des gebrannten ,kalkes #chj4 ,lschen des ,kalkes #chj4 ,anwendung des ,kalkes #chj4 ,mrtel #cha4 a7 ,luftmrtel #cha4 ,erhrten desselben #chb4 b7 ,hydraulischer ,mrtel #chc4 ,hydraulischer ,kalk #chd4 ,cmente #chd4 ,trass oder ,duckstein #chd4 ,puzzuolane #chd4 ,santorin #chd4 ,knstliche ,cmente #chd4 ,portland-,cment #che4 ,deutsches ,cment #chf4 ,concrete #chi4 ,festwerden und ,erhrten des hydraulischen ,mrtels #chi4 ,gyps und ,gypsbrennen #cij4 ,vorkommen des ,gypses #cia4 ,eigenschaften desselben #cia4 ,brennen des ,gypses #cia4 ,gypsbrennofen1 gewhnlicher #cib4 nach ,scanegatty #cic4 nach ,dumesnil #cic4 ,mahlen des ,gypses #cid4 ,anwendung desselben #cid4 ,gypsabgsse #cie4 ,stucco1 ,scaliogla #cie4 ,annalin #cie4 ,hrten des ,gypses #cie4 ,marmorcment #cie4 ,pariancment #cie4 ,,iv4 ,abschnitt4 ,die ,pflanzenstoffe und ihre technische ,anwendung4 7,seite #cig-egg47 ,technologie der ,pflanzenfaser #cig4 ,allgemeines ber ,pflanzenfaser #cig4 -- ,flachs #cih 7,rsten #cih4 ,brechen #cih4 ,botten #cih4 ,ribben #cii4 ,hecheln #cii4 ,ausbeute an ,flachs #djj4 ,spinnen des gehechelten ,flachses #djj4 ,zwirn #djj4 ,weben des ,leingarns #djj4 ,arten der ,leingewebe #djj74 -- ,hanf und andere ,gespinnstpflanzen #dja 7,chinesisches ,gras #dja4 ,rameehanf #djb4 ,rheahanf #djb4 ,jute #djb4 ,hibiscushanf #djb4 ,sunnhanf #djb4 ,neuseelndischer ,flachs #djb4 ,alohanf #djb4 ,manillahanf #djb4 ,ananashanf #djb4 ,pikahahanf #djb4 ,kokosnussfaser #djb74 ,baumwolle #djb 7,arten derselben #djc4 ,spinnen der ,baumwolle #djc4 ,garn #dje4 ,baumwollgewebe #dje74 ,stellvertreter der ,baumwolle #dje4 ,flachsbaumwolle #dje4 -- ,unterscheidung der ,baumwollfaser von der ,leinfaser #dje4 von dem ,seidenfaden #djf4 von der ,wollfaser #djg4 ,papierfabrikation #djh4 ,materialien derselben #djh4 ,lumpensurrogate #dji4 ,mineral4 ,surrogate #dji4 ,fabrikation des ,handpapiers #daj 7,zerkleinern und ,zertheilen der sortirten ,lumpen #daj4 durch ,faulen #daa4 im ,stampfgeschirr #dab4 im ,hollnder #dab4 ,bleichen des ,stoffes #dad4 ,antichlor #dad4 ,bereitung des ,ganzstoffes #dae4 ,blauen und ,leimen #dae4 ,verfertigen der ,papierbogen durch ,schpfen #daf4 ,papierformen #dag4 ,pressen und ,trocknen des ,papiers #dah4 ,leimen der ,papierbogen #dah4 ,ausrsten des ,papiers #dah4 ,papiersorten #dah74 ,maschinenpapier #dai 7,papiermaschinen #dai4 ,papierschneidemaschinen #dbb74 ,pappe #dbb 7,geschpfte ,pappe #dbb4 ,gekautschte ,pappe #dbc4 ,geleimte ,pappe #dbc74 ,papiermach #dbc4 ,papier aus farbigem ,stoffe #dbc4 ,buntpapier #dbd4 ,pergamentpapier #dbd4 ,strkemehl #dbe4 ,allgemeines #dbe4 ,eigenschaften desselben #dbe4 ,rohmaterialien #dbf4 ,strke aus ,kartoffeln #dbg4 ,verfahren von ,vlker #dbh4 ,trocknen der ,kartoffelstrke #dbi4 ,gewinnung von ,weizenstrke #dbi4 mit ,ghrung #dcj4 ohne ,ghrung #dca4 ,verfahren von ,martin #dca4 ,zusammensetzung und ,anwendung der ,strke #dca4 -- ,strke aus ,reis #dcb4 aus ,rosskastanien #dcb4 ,arrow-root #dcb4 ,cassavastrke #dcb4 ,sago #dcb4 -- ,dextrin #dcc4 ,zuckerfabrikation #dcd4 ,allgemeines und ,geschichtliches #dcd4 ,vorkommen und ,eigenschaften des ,zuckers #dce4 ,spec4 ,gewicht der ,zuckerlsungen #dcf4 ,saccharate #dcf4 ,a4 ,rohrzucker #dcg4 ,zusammensetzung des ,zuckerrohrs #dcg4 ,fabrikation #dch4 ,sorten des ,rohrzuckers #dci4 ,handelswerth derselben #dci4 ,melasse #dci4 ,raffination des ,rohrzuckers #ddj4 ,rohrzuckerproduktion #dda4 ,b4 ,rbenzucker #dda4 ,allgemeines und ,geschichtliches #dda4 ,arten der ,rbe #ddb4 ,ertrag #ddc4 ,chemische ,zusammensetzung der ,rbe #ddc4 ,saccharimetrie #ddd 7,chemische ,probe #ddd4 ,ghrungsprobe #dde4 ,physikalische ,bestimmung #dde74 ,darstellung des ,zuckers aus der ,rbe #ddf4 #a7 ,waschen und ,putzen der ,rben #ddf4 #b7 ,zerreiben der ,rbe #ddg4 ,gewinnung des ,saftes #ddg 7durch das ,reib- und ,pressverfahren #ddh4 ,presslinge #ddh4 ,saftgewinnung mit ,hlfe von ,centrifugen #ddi4 durch ,auslaugen des ,rbenbreies 7,maceration nach ,schtzenbach7 #ddi4 ,auslaugen der grnen ,schnitzel 7,dialyse1 ,diffusion1 ,osmose7 #dej74 #c7 ,scheidung des ,saftes #dej4 ,entkalkung desselben #dej4 ,luterung mit ,baryt #deb4 #d7 ,filtration des entkalkten ,saftes durch ,knochenkohle #dec4 ,kohlenfilter #dec4 ,abdampfpfannen #dee 7,gewhnliche ,pfannen #dee4 ,kipppfannen #dee4 ,pfanne von ,pecqueur #dee4 von ,brame-,chevallier #def4 von ,pclet #def4 ,vacuumpfannen #deg74 ,abdampfen des ,saftes #dei4 #e7 ,verkochen des ,saftes zur ,krystallisation #dei4 #f7 ,arbeit auf ,rohzucker oder auf ,brotzucker #dfj4 ,khlen und ,fllen #dfa4 ,decken und ,nutschapparate #dfa4 ,clairciren und ,centrifugen #dfa4 ,rbenzuckermelasse #dfc4 ,kandiszucker #dfc4 ,rbenzuckerproduktion #dfd4 ,c4 ,traubenzucker 7,kartoffelzucker1 ,strkezucker1 ,glycose1 ,dextrose7 #dfd4 ,vorkommen und ,eigenschaften #dfe4 ,darstellung aus ,trauben #dff4 aus ,strkemehl #dfg4 ,anwendung des ,traubenzuckers #dfg4 ,produktion an ,strkezucker #dfh4 ,ghrungsgewerbe #dfh4 ,allgemeines #dfh4 ,geistige ,ghrung #dfi4 ,hefe #dfi 7,ober- und ,unterhefe #dfi4 ,fortpflanzung derselben #dgj4 ,rolle der ,hefe bei der geistigen ,ghrung #dgj4 ,selbstghrung #dgj74 ,bedingungen der geistigen ,ghrung #dga4 ,charakteristik der ,ghrungsgewerbe #dga4 ,weinbereitung #dgb4 ,weinstock und seine ,hauptarten #dgb4 ,traubenlese #dgc4 ,pressen der ,trauben #dgc4 ,gewinnung des ,traubensaftes mit ,centrifugalapparaten #dgd4 ,bestandtheile des ,mostes #dgd4 ,ghrung desselben #dge4 ,abziehen und ,lagern des ,weines #dge4 ,bestandtheile des ,weines #dgf 7,alkoholgehalt des ,weines #dgf4 ,bestimmung desselben mit dem ,vaporimeter #dgg4 mit dem ,ebullioskop #dgg4 ,extractbestandtheile #dgi4 ,mineralbestandtheile und wohlriechende ,bestandtheile #dgi74 ,krankheiten des ,weines #dhj4 ,conserviren des ,weines durch ,erwrmen 7,pastriren7 #dha4 ,klren und ,gypsen des ,weines #dhb4 ,rckstnde der ,weinbereitung #dhb4 -- ,schaumweinfabrikation #dhc4 ,most- und ,weinverbesserung #dhe 7durch ,chaptalisiren #dhf4 durch ,gallisiren #dhf4 durch ,petiotisiren #dhg4 durch ,anwendung des ,frostes #dhg4 ,entsuern des ,weines #dhg4 durch ,calciumcarbonat #dhg4 durch ,zuckerkalk #dhg4 durch neutrales ,kaliumtartrat #dhg4 ,zusatz von ,weingeist #dhh4 ,zusatz von ,glycerin oder ,scheelisiren #dhh74 ,bierbrauerei #dhh4 ,allgemeines #dhh4 ,materialien der ,brauerei #dhi 7,getreide #dhi4 ,hopfen #dhi4 ,conserviren desselben #dij4 ,hopfensurrogate #dij4 ,wasser #dia4 ,ferment #dia74 ,i4 ,malzbereitung #dia 7,einweichen #dia4 ,keimen der gequellten ,gerste #dic4 ,trocknen und ,darren der gekeimten ,gerste #dic4 ,malzdarren #did4 ,statik der ,malzbereitung #die74 ,,ii4 ,bereitung der ,bierwrze #die 7,schroten des ,malzes #die4 ,maischen #dif4 ,decoctionsmethode #dig4 ,infusionsmethode #dii4 ,extractgehalt der ,wrze #dii4 ,kochen derselben #ejj4 ,hopfenhalten #ejj4 ,khlen der ,wrze #eja4 ,khlgelger #ejb74 ,,iii4 ,ghrung der ,bierwrze #ejb 7,unterghrung #ejc4 ,fassen und ,nachghrung #ejd4 ,oberghrung #eje74 ,dampfbrauerei #eje4 ,bestandtheile des ,bieres #eje4 ,bierprfung #ejf 7,balling's saccharometrische ,probe #ejh4 ,hallymetrische ,probe #eji74 ,nebenprodukte der ,brauerei #eaj 7,treber1 ,malzkeime1 ,khlgelger1 ,glattwasser1 ,oberteig #eaj74 ,besteuerung des ,bieres #eaa 7des ,malzes #eaa4 der gequellten ,gerste #eaa4 der ,wrze #eaa4 des fertigen ,bieres #eab74 ,spiritusfabrikation #eab4 ,allgemeines #eab4 ,technisch wichtige ,eigenschaften des ,alkohols #eab4 ,rohmaterialien der ,spiritusfabrikation #eac4 ,a4 ,darstellung der weingaren ,maische #ead 7aus ,getreide #ead4 aus ,kartoffeln mit ,malz #eae4 mittelst ,schwefelsure #eaf4 ,maische aus ,rben #eag4 aus den ,abfllen der ,zuckerfabrikation #eah4 aus ,rbenmelasse #eah4 aus ,wein #eah74 ,b4 ,destillation der weingaren ,maische #eai 7,gewhnlicher ,destillirapparat #ebj4 ,verbesserte ,destillirapparate #ebj4 von ,dorn #ebj4 von ,pistorius #eba4 von ,gall #ebd4 von ,schwarz #ebe4 von ,siemens #ebf4 von ,cellier-,blumenthal #ebg4 von ,derosne #ebh4 von ,laugier #ebi74 ,sulenapparat #ecj4 ,entfuselung #ecj4 ,ausbeute an ,alkohol #eca4 ,alkoholometrie #ecb4 ,beziehungen der ,brennerei zur ,landwirthschaft #ecc4 ,schlempe #ecc4 -- ,press- und ,pfundhefe #ecd4 ,kunsthefe #ece4 ,besteuerung des ,branntweins #ece 7,produktensteuer #ecf4 ,besteuerung des ,rohstoffes #ecf4 ,blasenzins #ecg4 ,maischraumsteuer #ecg74 ,brotbckerei #ecg4 ,allgemeines #ecg4 ,anmachen des ,mehles #ech4 ,kneten und ,knetmaschinen #eci4 ,backofen #edj4 ,surrogate des ,fermentes fr die ,brotghrung #eda4 v4 ,liebig's ,vorschlge #eda4 ,horsford's ,backpulver 7yeast powder7 #edb4 ,kohlensurebrot 7arated-bread7 #edb4 ,ausbeute an ,brot #edb4 ,zusammensetzung des ,brotes #edb4 ,verunreinigungen desselben #edb4 ,essigfabrikation #edc4 ,entstehungsweise des ,essigs #edc4 ,greek3 a7 ,darstellung des ,essigs aus alkoholhaltigen ,flssigkeiten #edc4 ,essig aus ,alkohol #edc 7,erscheinungen whrend der ,essigbildung #edd4 ,aeltere ,methode der ,essigbildung aus ,wein etc4 #ede4 ,schnellessigfabrikation #ede4 ,pasteur's ,methode der ,darstellung von ,essig mit ,hlfe von ,mycoderma #edg4 ,essigbildung mit ,hlfe von ,platinmohr #edh74 ,prfung und ,eigenschaften des ,essigs #edi4 ,acetometrie #edi4 ,greek3 b7 ,darstellung des ,essigs aus ,holzessig #eej4 ,trockne ,destillation des ,holzes #eea4 ,reinigen des ,holzessigs #eeb4 -- ,holzgeist #eec4 ,conservirung des ,holzes #eec4 ,allgemeine ,principien desselben #eed4 #a7 ,conservation des ,holzes durch ,entfernung des ,wassers vor seiner ,verwendung #eee4 #b7 durch ,entfernung der ,saftbestandtheile #eee4 #c7 durch ,luftcirculation um das ,holz #eef4 #d7 durch chemische ,vernderung der ,saftbestandtheile #eeg4 #e7 durch ,vererzung des ,holzes #eeh4 ,boucherie's ,methode #eeh4 ,tabak #eei4 ,arten der ,tabakpflanze #eei4 ,chemische ,bestandtheile der ,tabakbltter #eei4 ,tabakfabrikation #efj4 ,rauchtabak #efa4 ,schnupftabak #efb4 ,aetherische ,oele und ,harze #efc4 ,darstellung der therischen ,oele #efc4 durch ,auspressen #efc4 unter ,mitwirkung des ,wassers #efc4 ,ausziehen mittelst fetter ,oele #efc4 ,anwendung derselben in der ,parfmerie #efd 7,riechende ,wsser1 wie ,eau de ,cologne1 ,eau de mille fleurs #efd4 ,duftextracte #efd4 ,chemische ,parfms #efd4 ,parfmirte ,fette ,pommaden #efd74 in der ,liqueurfabrikation #efd4 -- ,harze #efe4 ,siegellack #efe4 ,asphalt #eff4 ,kautschuk #eff 7,eigenschaften #eff4 ,lsungsmittel #eff4 ,vulkanisirtes ,kautschuk #efg4 ,hornisirtes ,kautschuk #efh4 ,produktion und ,consumtion von ,kautschuk #efh74 ,guttapercha #efi 7,eigenschaften #efi4 ,lsungsmittel #efi4 ,anwendung der ,guttapercha #efi4 ,gemenge von ,guttapercha mit ,kautschuk #egj74 ,firnisse #egj 7,oelfirnisse #egj4 ,tapetenfirniss #ega4 ,druckschwrze #ega4 ,oellackfirnisse #ega4 ,weingeistlackfirnisse #egb4 ,terpentinllackfirnisse #egb74 ,pettenkofer's ,regenerationsverfahren fr ,oelgemlde #egc4 ,kitte #egc4 ,allgemeines #egc4 ,kalkkitte #egd 7,casenkitt #egd4 ,glas- und ,porcellankitt #egd74 ,oelkitt #egd 7,glaserkitt #egd4 ,glycerinkitt #egd74 ,harzkitt #egd 7,marineleim #ege4 ,zeiodelit #ege4 ,diatit #ege74 ,eisenkitt #ege4 ,strkekitt #ege4 ,v4 ,abschnitt4 ,die ,thierstoffe und ihre technische ,anwendung4 7,seite #egg-feb47 ,verarbeitung der ,wolle #egg4 ,abstammung und ,beschaffenheit der ,wolle #egg4 ,arten der ,wolle #egg4 ,zusammensetzung derselben #egh4 ,technisch wichtige ,eigenschaften der ,wolle #egi4 ,wsche1 ,schur und ,sortiren der ,wolle #ehj4 ,spinnen der ,streichwolle #eha4 ,kunst- und ,lumpenwolle #ehb4 ,tuchfabrikation #ehc 7,loden #ehc4 ,walken #ehc4 ,rauhen1 ,scheeren und ,ausrsten des ,tuches #ehc4 ,arten der tuchartigen ,zeuge #ehd74 ,verarbeitung der ,kammwolle #ehe4 ,kammwollzeuge #ehe4 ,verarbeitung der ,seide #ehf4 ,arten des ,seidenspinners #ehf4 ,zucht der ,seidenraupe #ehg4 ,chemische ,beschaffenheit der ,seide #ehh4 ,zubereitung der ,seide #ehh 7,sortiren der ,cocons #ehi4 ,haspeln und ,spinnen der ,seide #ehi4 ,mouliniren oder ,zwirnen der ,seide #ehi4 ,titriren und ,conditioniren der ,seide #ehi4 ,entschlen der ,seide #eij74 ,seidenweberei #eij4 ,arten der ,seidenzeuge #eia4 -- ,unterscheidung der ,seide von der ,wolle und den vegetabilischen ,gespinnstfasern #eib4 ,gerberei #eic4 ,allgemeines #eic4 ,anatomie der ,thierhaut #eic4 ,i4 ,roth- oder ,lohgerberei #eid4 ,gerbmaterialien #eid4 ,untersuchung derselben #eig4 ,hute #eih4 ,einzelne ,arbeiten der ,lohgerberei #eii4 ,reinmachen der ,haut #eii 7,einweichen der ,haut #eii4 ,reinigen der ,fleischseite #eii4 ,reinigen der ,haarseite #eii4 ,schwellen und ,treiben der ,hute #fjj74 ,gerben der geschwellten ,blsse #fjj 7,einsetzen in ,gruben #fjj4 ,gerben in der ,lohbrhe #fjj4 ,schnellgerberei #fjc4 ,zurichten der lohgaren ,hute #fjc4 des ,sohlleders #fjd4 des ,schmal- und ,fahlleders #fjd4 ,schlichten1 ,falzen und ,krispeln #fjd4 ,ponciren1 ,pantoffeln1 ,pressen1 ,aussetzen1 ,einfetten #fje74 ,juchten #fje4 ,saffian #fjf4 ,corduan #fjg4 ,lackirtes ,leder #fjg4 -- ,,ii4 ,alaun- oder ,weissgerberei #fjh 7,gemeine ,w4 #fjh4 ,ungarische ,w4 #faj4 ,franzsische oder ,erlanger ,w4 #faj4 ,lederbereitung mit unlslichen ,seifen #faa74 -- ,,iii4 ,smisch- oder ,oelgerberei #fab4 -- ,pergament #fac4 -- ,chagrin #fac4 -- ,fischhaut #fad4 ,leimfabrikation #fad4 ,allgemeines #fad4 ,lederleim #fae 7,kalken des ,leimgutes #fae4 ,versieden des ,leimgutes #faf4 ,formen der ,gallerte #fag4 ,trocknen des ,leims #fag74 ,knochenleim #fah4 ,flssiger ,leim #fai4 ,prfung des ,leims #fai 7nach ,graeger #fai4 nach ,risler-,beunat #fbj4 nach ,schattenmann #fbj4 nach ,weidenbusch #fbj4 nach ,lipowitz #fbj74 ,fischleim #fba4 -- ,leimsurrogate #fba 7,kleberleim #fbb4 ,eiweissleim #fbb4 ,casenleim #fbb74 -- ,elastischer ,leim #fbb4 ,phosphorfabrikation #fbb4 ,allgemeines #fbb4 ,materialien der ,fabrikation #fbb4 ,specielles der gewhnlichen ,phosphordarstellung #fbc 7,weissbrennen der ,knochen #fbc4 ,zersetzen der ,knochenerde durch ,schwefelsure #fbd4 ,destillation des ,phosphors #fbd4 ,raffination desselben #fbf4 ,formen des ,phosphors #fbf74 ,andere ,methoden der ,phosphordarstellung nach ,donovan #fbh4 nach ,cari-,montrand #fbh4 nach ,fleck #fbi4 nach ,gentele #fbi4 nach ,gerland #fbi4 nach ,minary und ,soudry #fbi4 ,eigenschaften des ,phosphors #fbi4 ,rother oder amorpher ,phosphor #fbi4 ,zndrequisiten #fca4 ,allgemeines und ,geschichtliches #fca 7,wasserstofffeuerzeug #fca4 ,chemisches ,feuerzeug #fca4 ,phosphorfeuerzeug #fcb74 ,fabrikation der phosphorhaltigen ,zndhlzer #fcc #a7 ,herstellung der ,holzdrhte #fcc4 #b7 ,bereitung der ,zndmasse #fce4 #c7 ,betupfen und ,trocknen der ,hlzchen #fcf74 ,antiphosphorfeuerzeuge #fcg4 mit amorphem ,phosphor #fcg4 ohne ,phosphor #fcg4 -- ,reibzndkerzchen #fch4 ,knochenkohle #fch4 ,darstellung und ,eigenschaften derselben #fci4 ,prfung #fci4 ,wiederbelebung der ,knochenkohle #fdj4 ,surrogate #fdj4 ,milch #fdj4 ,molken #fda4 ,milchzucker #fdb4 ,verhindern des ,sauerwerdens der ,milch #fdb4 ,prfung der ,milch #fdb4 ,anwendung derselben #fdc4 -- ,butter #fdc4 -- ,kse #fdd4 ,bildung und ,zusammensetzung des ,kse #fdd4 ,fleisch #fdf4 ,allgemeines #fdf4 ,bestandtheile des ,fleisches #fdf4 ,zubereitung desselben #fdf4 ,kochen des ,fleisches #fdh4 ,bouillontafeln #fdh4 ,fleischextract #fdi4 ,aufbewahren des ,fleisches #fdi 7nach ,appert #fdi4 durch ,wasserentziehung #fdi74 ,fleischzwieback #fej4 ,fleischextract-,brot von ,e4 ,jacobson #fej4 ,erbswurst #fea4 ,einsalzen des ,fleisches #fea4 ,ruchern desselben #fea4 ,cirio's ,verfahren der ,fleischconservation #feb4 ,conserviren mittelst ,essig #feb4 mit schwefliger ,sure #feb4 durch ,eis und ,frost #feb4 ,gefrorenes ,fleisch aus ,australien #feb4 ,,vi4 ,abschnitt4 ,die ,frberei und der ,zeugdruck4 7,seite #fec-fid47 ,frberei und ,zeugdruckerei im ,allgemeinen #fec4 ,farbstoffe #fec4 ,lacke und ,lackfarben #fee4 ,anstrich-1 ,tusch- und ,pastellfarben #fee4 ,zeugfarben #fee4 ,malerfarben #fee4 ,a4 ,theerfarbstoffe #fee4 ,kohlentheer #fee4 ,hauptbestandtheile desselben #fee4 ,ausbeute an den ,haupttheerprodukten #fee4 ,benzol 7,benzin7 #fee4 ,eigenschaften und ,darstellung desselben #fee 7,apparat von ,mansfield #fee4 ,verbesserter ,apparat #fef4 ,apparat von ,coupier #fef74 ,benzol aus ,steinkohlengas #feg4 -- ,nitrobenzol #feg4 -- ,rohanilin #feh4 ,darstellung nach ,bchamp #fei4 ,zusammensetzung des ,anilinls #fei4 ,anilinproduktion #fei4 -- ,i4 ,anilinfarben #fei4 #a7 ,anilinroth oder ,fuchsin #ffj4 #b7 ,anilinviolett #ffa4 ,mauven #ffa4 ,neu- oder ,jodviolett #ffa4 #c7 ,anilinblau #ffa4 ,toluidinblau #ffb4 ,bleuin #ffb4 ,naphtylblau #ffb4 #d7 ,anilingrn #ffb4 ,aldehydgrn #ffb4 ,jodgrn #ffb4 #e7 ,anilingelb #ffc4 ,chrysanilin #ffc4 #f7 ,anilinschwarz #ffc4 ,lukasschwarz #ffc4 #g7 ,anilinbraun #ffc4 ,bismarckbraun #ffc4 ,,ii4 ,carbolsurefarben #ffc4 ,carbolsure #ffc4 #a7 ,pikrinsure #ffd4 ,trinitrokresylsure #ffd4 ,victoriaorange 7,jaune-anglais7 #ffd4 #b7 ,phnicienne 7,phenylbraun7 #ffd4 #c7 ,grnat soluble oder ,granatbraun #ffd4 #d7 ,corallin #ffd4 ,paeonin #ffd4 ,rosolsure #ffe4 #e7 ,azulin 7,phenylblau7 #ffe4 ,farbstoff direkt aus ,nitrobenzol3 ,erythrobenzin #ffe4 -- ,,iii4 ,naphtalinfarben #ffe4 ,naphtalin #ffe4 ,benzosure #ffe4 ,naphtosure #ffe4 #a7 ,martiusgelb 7,manchestergelb1 ,naphtalingelb7 #fff4 #b7 ,magdalaroth 7,naphtalinroth7 #fff4 #c7 ,naphtalinviolett #ffg4 #d7 ,naphtalinblau #ffg4 -- ,,iv4 ,anthracenfarben #ffg4 ,anthracen #ffg4 ,darstellung von knstlichem ,alizarin 7,anthracenroth7 #ffh4 -- ,v4 ,farbstoffe aus ,cinchonin #ffh4 ,cyanin oder ,lepidinblau #ffh4 ,b4 ,pigmente des ,pflanzen- und ,thierreichs #ffh4 ,rothe ,farbstoffe #ffh 7,krapp #ffh4 ,krapplack #ffi4 ,krappblumen #ffi4 ,azale #ffi4 ,pincoffin #ffi4 ,garancin #ffi4 ,garanceux #fgj4 ,colorin #fgj4 ,kopp's ,krappprparate #fgj4 -- ,rothholz #fgj4 -- ,santelholz #fgj4 -- ,safflor #fga4 -- ,cochenille #fga4 -- ,lac-,dye #fgb4 -- ,orseille1 ,persio #fgb4 ,cudbear #fgb4 ,orseilleprparate #fgb74 ,blaue ,farbstoffe #fgb 7,indig #fgb4 ,indigproben #fgc4 ,indigblau #fgc4 ,indigcarmin #fgd4 -- ,campecheholz #fge4 -- ,lakmus #fge74 ,gelbe ,farbstoffe #fge 7,gelbholz #fge4 ,orlean #fgf4 ,gelbbeeren #fgf4 ,curcuma #fgf4 ,wau1 ,quercitron #fgf74 ,braune1 grne und schwarze ,farben #fgf4 -- ,tinte #fgg4 ,bleicherei #fgg4 ,theorie derselben #fgg4 ,bleichen der ,baumwolle #fgh4 der ,seide #fgh4 der ,wolle #fgi4 ,frberei #fgi4 ,allgemeines #fgi4 ,beizen #fhj4 ,wollfrberei #fha 7,blaufrben #fha4 ,indigblau #fha4 ,indigkpen #fha4 ,waidkpe #fha4 ,potaschenkpe #fhb4 ,vitriolkpe #fhb4 ,harnkpe #fhb4 ,opermentkpe #fhb4 ,zinnkpe #fhb4 ,schsischblau #fhc4 ,kaliblau #fhc4 ,holzblau #fhc4 -- ,gelbfrben #fhc4 -- ,rothfrben #fhd4 -- ,grnfrben #fhd4 -- ,schwarzfrben #fhd74 -- ,seidenfrberei #fhe4 -- ,baumwollfrberei #fhf4 -- ,trkischrothfrberei #fhg4 -- ,frben der leinenen ,zeuge #fhg4 ,zeugdruckerei #fhg4 ,allgemeines #fhg4 ,beizen #fhi4 ,verdickungsmittel #fhi4 ,reservagen #fhi4 ,aetzmittel #fhi 7,suren #fhi4 ,oxydirende ,mittel #fhi4 ,reducirende ,mittel #fij74 -- ,baumwollzeug- oder ,kattundruck #fij 7,kesselfarben #fij4 ,tafelfarben #fij4 ,dampffarben #fia4 ,aetzdruck #fia4 ,druck mit ,theerfarben #fib4 ,appretur der bedruckten ,zeuge #fic74 -- ,leinwanddruck #fic4 -- ,wollzeugdruck #fic 7,golgasdruck #fic4 ,berilldruck #fid4 -- ,seidendruck #fid4 ,mandarinage #fid4 ,bandanas #fid74 ,,vii4 ,abschnitt4 ,die ,beleuchtung4 7,seite #fie-gge47 ,beleuchtung #fie4 ,allgemeines #fie4 ,natur der ,flamme #fif4 ,arten der ,beleuchtung #fig4 ,i4 ,beleuchtung mittelst ,kerzen #fih4 #a4 ,stearinkerzen #fih 7,a4 ,darstellung der ,fettsuren durch ,verseifung mit ,kalk #fih4 mit ,baryt #fih4 mit ,thonerde-,natron #gjj4 mit vermindertem ,kalkzusatze und ,hochdruck #gjj4 mit ,schwefelsure und ,dampfdestillation #gjj4 mit ,wasser und ,hochdruck #gjc4 mit berhitzten ,wasserdmpfen #gjd4 ,b4 ,darstellung der ,kerzen #gje4 ,docht #gje4 ,giessen der ,kerzen #gje74 -- #b4 ,talgkerzen #gjg 7,gezogene ,kerzen #gjg4 ,gegossene ,kerzen #gjg74 -- #c4 ,paraffin- und ,belmontinkerzen #gjh4 ,kerzen aus ,fettsure #gji4 -- #d4 ,wachskerzen #gji 7,wachs #gji4 ,bleichen desselben #gji4 ,chemische ,eigenschaften des ,wachses #gaj4 ,chinesisches ,wachs #gaj4 ,andaquieswachs #gaj4 ,japan4 ,wachs #gaj4 ,carnaubawachs #gaj4 ,palmenwachs #gaj4 ,myrthenwachs #gaj4 ,darstellung der ,wachskerzen #gaj4 der ,kirchenkerzen #gaj4 der ,wachsstcke #gaj74 -- ,wallrathkerzen #gaa4 -- ,glycerin #gab 7,darstellung im ,grossen #gab4 ,anwendung desselben #gac4 ,nitroglycerin oder ,sprengl #gad74 ,,ii4 ,beleuchtung mittelst ,lampen #gad4 ,fette ,oele #gad4 ,reinigen derselben #gae4 ,solarl und ,petroleum #gaf4 ,lampen #gaf4 ,allgemeines #gaf4 ,eintheilung der ,lampen #gaf4 #a7 ,sauglampen #gaf4 #b7 ,drucklampen #gai 7,arostatische ,lampen #gbj4 ,hydrostatische ,l4 #gbj4 ,statische ,l4 #gbj4 ,mechanische ,l4 #gbj4 ,uhrlampe #gbj4 ,federlampe oder ,moderateur #gba74 #c7 ,solarl- und ,petroleumlampen #gbc4 ,,iii4 ,gasbeleuchtung #gbd4 ,allgemeines und ,geschichtliches #gbd4 ,i4 ,steinkohlengas #gbe4 ,zusammensetzung der ,gaskohle #gbf4 ,produkte der trockenen ,destillation derselben #gbf4 a7 ,darstellung des rohen ,gases #gbg 7,retorten #gbg4 ,verschluss der ,retorten #gbh4 ,retortenofen #gbi4 ,chargiren der ,retorten #gbi4 ,vorlage #gca74 b7 ,verdichtung der flchtigen ,destillationsprodukte #gca 7,condensatoren #gca4 ,scrubber #gcb4 ,exhaustor #gcc74 c7 ,reinigung des ,gases #gcd 7mit ,kalk #gcd4 mit ,suren und ,metallsalzen #gcd4 ,laming's ,mischung #gce74 ,gasbehlter #gce4 ,statik der ,gasbereitung #gcg4 ,vertheilung des ,leuchtgases #gch 7,rhrenleitung #gch4 ,hydraul4 ,ventil #gci4 ,gasdruckregulator #gci74 ,prfung des ,gases #gda 7gasometrisch #gda4 aus dem spec4 ,gewichte #gda4 photometrisch #gdb4 mit dem ,gasprfer #gdb74 ,gas am ,consumtionsorte #gdb4 ,gasuhren #gdc4 ,brenner #gdc4 ,nebenprodukte der ,gasbereitung #gdd 7,koks #gdd4 ,gaswasser #gdd4 ,theer #gde4 ,theerprodukte #gde4 ,asphalt #gdf4 ,gaskalk #gdf4 ,schwefel aus der ,laming'schen ,masse #gdf74 ,zusammensetzung des ,kohlengases #gdf4 ,,ii4 ,holzgas #gdf4 ,,iii4 ,torfgas #gdh4 ,,iv4 ,wassergas #gdi 7,platingas #gej4 ,gekohltes ,wassergas #gej4 nach ,frankland #gea4 nach ,leprince #geb4 nach ,isoard #geb4 nach ,baldamus und ,grne #geb4 ,carbonisirtes ,gas #geb4 ,luftgas #gec74 ,v4 ,oelgas #gec 7,suintergas #gec4 ,schieferl- und ,petroleumgas #ged4 ,hirzel's ,gasapparat #gee4 ,kreosotgas #gef74 ,,vi4 ,harzgas #gef4 ,andere ,beleuchtungsarten3 ,siderallicht 7,kalklicht1 ,drummond's ,licht7 #geg4 ,tessi du ,motay's ,beleuchtung mit ,hydro-,oxygen-,gas und ,magnesia #geg4 mit ,zirkonerde 7,zirkonlicht7 #geg4 ,magnesiumlicht #geg4 ,chathamlicht #geg4 -- ,elektrische ,beleuchtung #geg4 ,leuchtkraft der ,leuchtmaterialien #geh4 ,paraffin- oder ,solarlindustrie #gei4 ,paraffin aus ,petroleum #gei4 aus ,ozokerit und ,neft-gil #gfj4 durch trockene ,destillation #gfa 7,bereitung des ,theeres #gfa4 ,verarbeitung desselben #gfc4 ,b4 ,hbner's ,dampfdestillation #gfg4 ,ausbeute an ,paraffin #gfg4 ,eigenschaften des ,paraffins #gfh74 ,fabrikation des ,solarls #gfi4 ,petroleum #ggb4 ,vorkommen #ggb4 ,bildung des ,petroleums #ggb4 ,reinigen des rohen ,erdles #ggc4 ,constitution des ,erdles #ggc4 ,technologisches ber ,petroleum #ggd4 ,produktion #gge4 ,,viii4 ,abschnitt4 ,die ,heizung4 7,seite #ggf-hbh47 ,brennmaterialien im ,allgemeinen #ggf4 ,brenn- und ,flammbarkeit #ggg4 ,wrmeeffect #ggg4 ,ermittelung der ,brennkraft #ggg 7nach ,karmarsch #ggg4 nach ,berthier #ggh4 durch die ,elementaranalyse #ggh4 nach ,stromeyer #ggi74 ,specifischer und pyrometrischer ,wrmeeffect #ggi4 ,mechan4 ,aequivalent der ,wrme #ghj4 ,brennmaterialien im ,besondern #ghj4 ,holz #ghj4 ,holzkohlen #ghb 7,meilerverkohlung #ghd4 ,haufenverkohlung #ghe4 ,verkohlung in ,meilerfen #ghg4 ,ofenverkohlung #ghg4 in ,retortenfen #ghg4 ,schwedischer ,verkohlungsofen von ,schwarz #ghg4 ,verkohlung mit gleichzeitiger ,theerproduktion #ghh4 ,schwedischer ,thermokessel #ghi47 ,eigenschaften der ,holzkohle #ghi4 ,brennbarkeit und ,heizwerth derselben #gij4 ,roth- oder ,rstkohle #gij4 ,roth- oder ,rstholz #gia4 ,torf #gia4 ,bildung und ,zusammensetzung desselben #gia4 ,entwssern des ,torfes #gib4 ,presstorf #gic4 ,heizwerth des ,torfes #gid4 ,neue ,verwendungen des ,torfes #gid4 -- ,torfkohle #gid4 ,braunkohlen #gie4 ,bildung derselben #gie4 ,alaunerde #gif4 ,arten der ,braunkohle #gif4 ,zusammensetzung derselben #gif4 ,anwendung der ,braunkohle #gig4 ,steinkohlen #gig4 ,allgemeines und ,bildung der ,steinkohlenlager #gig4 ,accessorische ,bestandtheile der ,steinkohlen #gih4 ,eintheilung und ,charakteristik der ,steinkohlenarten #gih 7,anthracit #gih4 ,backkohle #gii4 ,gaskohle #gii4 ,sandkohle #gii4 ,sinterkohle #gii74 ,wrmeeffect der ,steinkohlen #hjj4 ,nutzbare ,verdampfungskraft der ,steinkohlen #hjj4 ,bogheadkohle #hja4 ,blattelkohle #hja4 ,wemysskohle #hja4 ,petroleum als ,brennstoff #hja4 ,verdampfungskraft desselben #hjb4 ,koks #hjb4 ,allgemeines #hjb4 ,nasse ,aufbereitung der ,steinkohle #hjb4 ,meilerverkokung #hjc4 ,ofenverkokung #hjc 7,geschlossene ,koksfen #hjd4 ,verkokungsfen der ,staubkohlen #hjd4 ,steinkohlenbackfen #hjd4 ,appolt's ,koksofen #hjg4 ,koksfen von ,marsilly #hjg4 von ,jones #hjg4 ,doppelkoksofen von ,fremmont und von ,gendebien #hjg4 von ,dubochet #hjg4 von ,dubochet-,powel #hjg4 ,koksofen von ,knab #hjg74 ,eigenschaften und ,brennwerth der ,koks #hjh4 ,zusammensetzung der ,koks #hjh4 ,knstliche ,brennstoffe #hji4 ,knstliche ,stckkohle oder ,peras #hji4 ,patentkohle von ,wylam und ,warlich #hji4 ,geformte ,holzkohle #hji4 ,kohlenziegel oder ,briquettes #hji4 ,gasgemenge als ,brennmaterial #hji 7,gichtgase #haa4 ,generatorgase #haa4 ,siemens' ,regeneratoren mit ,gasfeuerung #haa4 ,gas fr ,heizzwecke #haa74 ,heizung und ,feuerung #hab4 ,allgemeines #hab4 ,i4 ,heizung von ,wohnungen #hab 7directe ,heizung #hab4 ,kaminheizung #hab4 ,ofenkamine #hab4 ,ofenheizung #hac4 ,luftheizung #hag4 ,calorifres #hah4 ,kanalheizung #hai4 ,heisswasserheizung #hai4 ,dampfheizung #hbj4 ,combination von ,dampf- und ,wasserheizung #hbj4 ,gasheizung #hba4 ,heizung ohne die gewhnlichen ,brennmaterialien #hba74 ,,ii4 ,kesselfeuerung mit ,rauchverzehrung #hbb4 ,allgemeines #hbb4 ,rauchverzehrung und ,rauchentfernung durch ,waschen #hbc4 durch verbesserte ,roste #hbd 7,treppenrost #hbd4 ,etagenrost #hbd4 ,mobile ,roste #hbd4 ,kettenrost #hbd4 ,rotirender ,rost #hbd74 durch verbesserte ,brennstoffzufuhr #hbe 7,stanley's ,vorrichtung #hbe4 ,pultfeuerung #hbe4 ,schttelpultrost ,vogl's #hbe74 durch ungleiche ,rostbeschickung #hbg4 durch ,nebenstrme von ,luft #hbg4 ,resum ber den ,werth der rauchverhtenden ,feuerungen #hbh4 99 99 99 99 99 ,einleitung4 ,die wirtschaftliche ,thtigkeit des ,menschen ist eine dreifache1 sie ist entweder producirend oder veredelnd oder vertheilend 7umsetzend74 ,man unterscheidet demnach zwischen ,produktion oder ,gtererzeugung 7d4 i4 die ,ausbeutung von ,grund und ,boden71 und ,fabrikation und ,handel 7,tauschwirtschaft74 ,hiervon bildet nun die veredelnde ,arbeit1 die es mit der ,zubereitung und ,verarbeitung der ,rohstoffe zu thun hat1 das ,gewerbe im engern ,sinne oder diejenige ,gruppe von ,gewerben1 welche man ,gewerke nennt4 ,die ,lehre von den stoffveredelnden ,gewerben oder mit anderen ,worten die ,gewerkslehre1 ist die ,technologie4 ,dem ,sinne des ,wortes nach ist letztere die ,lehre von den ,knsten 7,greek3 techn1 logos74 ,in dieser allgemeinen ,bedeutung wre die ,technologie der ,inbegriff aller denkbaren ,kunstfertigkeiten4 ,um nun zu einiger ,begrnzung zu gelangen1 rechnet man zur ,technologie nur jene ,kunstfertigkeiten1 welche ,gegenstand dauernder ,beschftigung oder wirklichen ,erwerbs sind oder werden knnen1 mit alleiniger ,ausnahme derjenigen1 welche entweder wie die knstlerische ,thtigkeit im engern ,sinne1 -- obgleich dieselbe im ,schaffen von ,werthen jede ,industrie bertrifft -- vorzugsweise zur ,befriedigung des sthetischen ,gefhles zu dienen bestimmt sind1 oder zahlreicher solcher ,gewerbe 7,handwerke71 welche die von dem technologischen ,gewerbe zubereiteten ,stoffe zu fertigen ,artikeln fr den unmittelbaren ,gebrauch der ,consumenten verarbeiten4 ,in diesem ,sinne wird die ,technologie zur ,gewerbelehre1 ,gewerbekunde4 ,die ,ausdrcke ,technologie1 ,gewerbelehre1 ,gewerbekunde sind jedoch keineswegs gleichbedeutend4 ,bergbau und ,handel -- von denen es der erstere mit der ,occupation freiwilliger ,naturgaben1 der letztere mit der ,vertheilung des ,gtervorrathes von ,land zu ,land1 von ,ort zu ,ort 7,grosshandel7 oder an die einzelnen ,bewohner des nmlichen ,ortes 7,kleinhandel7 zu thun hat -- gehren als producirende und umsetzende 7vertheilende7 ,gewerbe in des ,gebiet der ,gewerbelehre1 sicherlich aber nicht in das der ,technologie4 ,bei einigen ,industriezweigen ist die ,stellung eine zweifelhafte2 dahin gehrt nicht das hufig mit dem ,bergwesen vereinigte ,httenwesen1 und die ,werkzeug- und ,maschinenlehre1 die ohne ,zweifel einen integrirenden ,theil der ,technologie ausmachen1 wol aber der ,eisenbahnbau1 der ,strassen- und ,brckenbau1 die ,schifffahrt1 die ,baukunst1 die ,artilleriewissenschaft u4 s4 w4 ,letztere ,zweige werden meist ,gegenstand specieller ,behandlung4 ,gewerkslehre und ,technologie sind identisch4 ,die ,technologie ist keine selbstndige ,wissenschaft mit eigenthmlichen ,grundstzen1 sondern sie fusst lediglich auf der ,anwendung der ,principien und ,erfahrungsstze der ,mechanik und der ,naturwissenschaft mit steter ,bercksichtigung des ,wirtschaftslebens1 zum ,zwecke der ,verarbeitung der ,rohmaterialien zu ,gegenstnden des physischen ,gebrauches4 ,sie ist demnach praktische ,naturwissenschaft und hat die ,aufgabe1 die technisch-industrielle ,thtigkeit auf ihre naturwissenschaftliche ,basis zurckzufhren1 und zu lehren1 auf welche ,weise dieselbe zum ,vortheil des wirthschaftlichen ,lebens und der sittlichen ,menschheit auszubeuten sei4 ,durch die ,verarbeitung der ,rohstoffe1 die entweder ,naturprodukte1 wie sie die ,urproduktion 7,berg- und ,salinenbau1 ,forstwirtschaft1 ,ackerbau1 ,viehzucht1 ,jgerei und ,fischerei7 liefert1 oder schon ,fabrikate 7aus den ,httenwerken1 chemischen ,fabriken1 ,sgereien1 ,spinnereien1 ,webereien1 ,gerbereien u4 s4 w47 sein knnen1 wird entweder nur deren ,form oder deren innere ,krperlichkeit 7,substanz1 ,materie7 verndert4 ,je nachdem nun das ,eine oder das ,andere geschieht1 zerfallen die smmtlichen ,gewerke1 deren ,wesen die ,technologie lehrt1 in mechanische und chemische4 ,man theilt deshalb auch die ,technologie ein in mechanische und chemische ,technologie4 ,die mechanische ,technologie umfasst diejenigen ,gewerke1 durch welche der ,rohstoff nur seiner ,form nach verndert wird1 seiner ,natur und ,substanz nach aber derselbe bleibt2 sie betrachtet z4 ,b4 die ,verarbeitung des ,holzes durch den ,schreiner1 ,zimmermann1 ,drechsler1 die ,umwandlung des ,eisens in ,schienen1 in ,blech und ,draht1 in ,gussgegenstnde1 die des ,silbers und ,goldes in ,schmuckgegenstnde1 in ,geschirre und ,mnzen1 die der ,kupferlegirungen und des ,stahles zu ,kanonen und zu ,glocken1 die der ,gespinnstfasern 7,flachs1 ,baumwolle1 ,jute1 ,ramee1 ,seide1 ,wolle7 zu ,gespinnsten 7,garn1 ,zwirn71 ,wirkwaaren und ,geweben 7,leinwand1 ,kper1 ,sammt1 ,band71 der ,lumpen zu ,papier1 des ,hornes zu ,kmmen1 der ,haare zu ,pinseln etc4 ,die chemische ,technologie dagegen hat es mit jenen ,gewerken zu thun1 durch welche der ,rohstoff seiner ,natur 7und selbstverstndlich auch seiner ,form7 nach verndert wird1 wie es der ,fall ist bei der ,extraction der ,metalle aus ihren ,erzen1 der ,umwandelung des ,bleies in ,bleiweiss und ,bleizucker1 des ,schwerspathes in ,chlorbarium und ,barytweiss1 des ,kryoliths in schwefelsaure ,thonerde1 ,alaun und ,soda1 des ,steinsalzes in ,sulfat und ,soda1 des ,carnallits und ,kainits in ,chlorkalium1 ,kaliumsulfat1 ,brom und ,potasche1 des ,kupfers in ,grnspan und ,vitriol2 des ,torfes und der ,boghead- und ,braunkohle in ,paraffin1 ,solarl und ,photogen2 der ,seetange in ,kelp und ,jod2 des ,oeles und ,fettes in ,seife und ,stearinkerzen1 des ,strkemehls in ,zucker und ,weingeist2 des ,weingeistes in ,essig2 der ,verarbeitung der ,gerste und des ,hopfens zu ,bier2 der ,ueberfhrung des ,roheisens in geschmeidiges ,eisen1 der des letzteren in ,stahl2 der ,verarbeitung der ,steinkohle auf ,koks1 ,gas und ,theer1 dieses ,kohlentheers auf ,benzol1 ,carbolsure1 ,anilinl1 ,anthracen1 ,asphaltpech und ,naphtalin1 der ,fabrikation von ,theerfarben1 7,rosanilin1 ,anilinblau1 ,manchestergelb1 ,bismarckbraun1 ,magdalaroth1 ,alizarin1 ,jodgrn1 ,pikrinsure7 u4 s4 w4 ,in den meisten ,fllen ist die ,bearbeitung des ,rohstoffes mechanisch und chemisch zugleich wie z4 ,b4 in der ,glasfabrikation1 in der man ,sand mit ,potasche1 ,glaubersalz oder ,soda und ,kalkstein zur ,glasmasse zusammenschmilzt und die so erhaltene ,masse zu ,gefssen und ,platten verarbeitet2 ferner in der ,rbenzuckerfabrikation1 bei welcher zwar der ,rohstoff1 der ,zucker1 seiner ,natur nach vllig unverndert bleibt1 auch die ,gewinnung des ,saftes etc4 eine rein mechanische ,operation ist2 die ,luterungsmethoden sind aber fast smmtlich chemische ,processe4 ,aehnliches gilt von der ,strkemehlfabrikation und der ,gerberei1 zum grossen ,theile auch von den ,operationen der ,frberei und ,zeugdruckerei4 ,die ,keramik 7d4 i4 die ,technologie der ,thonwaaren7 wird1 obgleich bei ihr die mechanische ,arbeit und das kunstgewerbliche ,element prdominiren1 doch meist den chemischen ,gewerben beigezhlt4 ,die ,lehre von den ,brennstoffen und den ,feuerungsanlagen 7d4 i4 die ,pyrotechnik7 bildet einen wichtigen und integrirenden ,theil der chemischen ,technologie4 ,eine strenge ,sichtung beider ,theile der ,technologie ist nicht mglich1 daher definiren wir chemische ,technologie als die ,lehre von denjenigen ,gewerken1 durch deren ,betrieb vorzugsweise die ,natur des ,rohstoffes verndert wird4 ,in der mechanischen ,gewerkslehre spielt die ,maschine in allen ihren ,nancen als ,motor oder ,kraftmaschine1 als ,transmission und ,regulator1 endlich als ,werkzeug- und ,fabrikationsmaschine1 eine weit hervorragendere ,rolle als in der chemischen ,technologie4 ,hier erstrecken sich die ,fortschritte und die mglichen ,verbesserungen hauptschlich3 #a7 auf ,ersparniss an ,rohstoff und wo nur immer thunlich1 auf ,regeneration desselben2 #b7 auf ,ersparniss an ,brennstoff und #c7 auf ,ersparniss an ,zeit durch ,abkrzung und ,verbesserung der einzelnen ,operationen4 ,in der ideellen chemischen ,fabrik -- dem ,thnen'schen ,staate der ,volkswirthschaftslehre vergleichbar -- giebt es1 streng genommen1 keine ,abflle1 sondern nur ,produkte 7,haupt- und ,nebenprodukte74 ,je besser daher in der realen ,fabrik die ,abflle verwerthet werden1 desto mehr nhert sich der ,betrieb seinem ,ideal1 desto grsser ist der ,gewinn4 ,i4 ,abschnitt ,die chemische ,metallurgie1 die ,legirungen und die ,metallprparate4 ,allgemeines4 ,sidenote3 ,begriff des ,wortes ,metallurgie4 ,die ,metallurgie im engeren ,sinne des ,wortes umfasst die ,lehre von den theils mechanischen1 theils chemischen ,processen und ,operationen1 durch welche die ,metalle und gewisse ,verbindungen derselben im ,grossen 7in ,httenwerken7 dargestellt werden4 ,wir haben es ausschliesslich mit den chemischen ,httenprocessen zu thun1 indem wir die ,vernderungen verfolgen1 welche das ,erz unter der ,hand des ,httenmannes erfhrt1 bis dahin1 wo das ,metall oder ein anderes ,httenprodukt daraus hervorgeht4 ,die ,metalle1 mit deren ,ausbringung sich die ,metallurgie beschftigt1 sind nicht sehr zahlreich2 die wichtigsten derselben sind3 ,eisen1 ,kobalt1 ,nickel1 ,kupfer1 ,blei1 ,chrom1 ,zinn1 ,wismuth1 ,zink1 ,antimon1 ,arsen1 ,quecksilber1 ,platin1 ,silber1 ,gold4 ,mit ,ausnahme des ,chroms und des ,kobalts 7welches letztere indessen auch seit #ahfb durch ,fleitmann zuerst auf metallurgischem ,wege im ,grossen gewonnen worden ist7 werden smmtliche ,metalle in den ,httenwerken fast nur metallisch dargestellt4 ,von dem ,nickel1 ,antimon und ,arsen stellt man ausserdem ,verbindungen dar4 ,an die genannten ,metalle schliessen sich an das ,aluminium und das ,magnesium1 welche indessen zur ,zeit noch nicht auf der ,htte1 sondern in chemischen ,fabriken dargestellt werden4 ,die ,metallurgie fhrt als ,theil der ,technologie die ,httenprocesse1 nach denen die ,ausbringung der ,metalle erfolgt1 auf physikalische und chemische ,prinzipien zurck4 ,die metallurgische ,httenkunde macht es sich dagegen zur ,aufgabe1 die auf genannten ,grundstzen ruhenden ,operationen nher zu beschreiben4 ,sidenote3 ,erze4 ,nur wenige ,metalle finden sich gediegen1 die meisten kommen in chemischen ,verbindungen im ,mineralreiche1 in den ,erzen vor1 worunter man gewhnlich ein ,gemenge einer oder mehrerer jener natrlichen ,verbindungen mit dem begleitenden ,gestein oder berhaupt aller ,mineralien versteht1 welche durch ihren ,metallgehalt die ,aufmerksamkeit des ,berg- und ,httenmannes auf sich zu lenken geeignet sind4 ,die ,erze sind das ,material1 das von dem ,httenmann zugute gemacht wird4 ,diejenigen ,stoffe1 mit denen das ,metall am hufigsten in den ,erzen verbunden vorkommt1 sind der ,sauerstoff und der ,schwefel4 ,in den ,erzen kommen die ,metalle in folgenden ,zustnden vor3 #a7 ,gediegen1 z4 ,b4 ,gold1 ,silber1 ,platin1 ,quecksilber1 ,kupfer und ,wismuth2 #b7 ,mit ,schwefel1 ,antimon oder ,arsen verbunden1 und zwar a7 als einfache ,erze1 z4 ,b4 ,zinnober ,hg,s1 ,bleiglanz ,pb,s1 ,speiskobalt ,co,as2 b7 als ,doppelerze1 z4 ,b4 ,buntkupfererz1 ,fe#b,s#c1 #c ,cu#b,s1 ,kupferkies ,fe#b,s#c1 ,cu#b,s1 ,rothgiltigerz ,sb#b,s#c1 #c;,ag,s2 #c7 ,mit ,sauerstoff verbunden als a7 basische ,oxyde1 z4 ,b4 ,eisenglanz ,fe#b,o#c1 ,zinnstein ,sn,o#b1 ,rothkupfererz ,cu#b,o2 b7 ,oxydhydrate1 z4 ,b4 ,brauneisenstein ,fe#b,o#c1 #c;,h#b,o2 c7 ,sauerstoffsalze1 z4 ,b4 ,malachit ,c ,cu ,o#c ,cu ,h#b,o2 #d7 ,mit ,schwefel und ,sauerstoff verbunden1 z4 ,b4 ,rothspiessglanzerz #b,sb#b ,s#c ,sb#b,o#c2 #e7 ,mit ,salzbildern verbunden1 z4 ,b4 ,hornsilber ,ag,cl2 #f7 ,in ,verbindung mit ,salzbildern und ,sauerstoff1 z4 ,b4 ,bleihornerz ,c ,pb ,o#c ,pb,cl#b4 ,sidenote3 ,aufbereitung4 ,die ,erze 7welche auf ,gngen1 in ,lagern1 in ,nestern oder in ,imprgnationen vorkommen7 sind theils mit ,erzen anderer ,metalle vermengt1 theils durch die ,gebirgsart verunreinigt1 in welcher die ,lagersttte des ,erzes sich befindet4 ,daher bedrfen die ,erze meist einer ,zertheilung und ,scheidung von den fremden ,erzen und den beigemengten erdigen ,massen 7,gangart1 taubes ,gestein74 ,die dies bezweckende ,arbeit1 mit anderen ,worten die mechanische ,reinigung der bergmnnisch gewonnenen ,erze heisst die ,aufbereitung4 ,sie bildet1 als die letzte der bergmnnischen ,arbeiten1 deren ,schluss4 ,hufig beginnt schon an der ,grube die ,scheidung1 indem man alles taube ,gestein bei ,seite wirft4 ,man sortirt die ,erze gewhnlich in drei ,haufen2 der erste ,haufen 7,stuferze7 ist so reichhaltig1 dass er direct in der ,htte verschmolzen werden kann2 der zweite ,haufen enthlt rmeres ,erz 7,mittelerz71 welches1 ehe es zugutegemacht werden kann1 aufbereitet werden muss2 der dritte ,haufen besteht zum grssten ,theile aus ,gangart1 so dass die geringe ,quantitt des darin enthaltenen ,erzes die ,ausbringungskosten nicht deckt4 ,die ,aufbereitung der ,erze geschieht entweder nur durch ,menschenhnde 7trockene ,aufbereitung71 oder durch ,maschinenkraft 7knstliche oder nasse ,aufbereitung74 ,der letzteren geht die erstere stets voran2 die nasse ,aufbereitung soll nur vollenden1 was durch die ,aufbereitung auf trockenem ,wege nicht mehr ausgefhrt werden konnte4 ,sidenote3 ,vorbereitung4 ,durch die ,operation der bergmnnischen ,aufbereitung erlangen die ,erze jene ,reichhaltigkeit1 welche zu der ,verarbeitung derselben in der ,htte erforderlich ist4 ,ehe man den ,schmelzprocess einleitet1 ist in vielen ,fllen eine ,vorbereitung der ,erze nothwendig1 die entweder im ,verwittern und ,abliegen der ,erze an der ,luft besteht1 oder in einer ,erhitzung ohne ,luftzutritt1 dem ,brennen1 oder mit ,luftzutritt1 dem ,rsten4 ,durch das ,verwittern und ,abliegen an der ,luft bezweckt man eine mechanische ,absonderung des ,lettens und ,schieferthones von den ,erznieren1 wie es hauptschlich bei den ,eisenerzen und bei dem ,galmei vorkommt1 auch zuweilen eine ,oxydation der ,eisenerze und des beigemengten ,schwefelkieses zu ,eisenvitriol1 der dann durch den ,regen fortgewaschen wird4 ,das ,brennen1 ,calciniren oder ,mrbebrennen soll gewisse ,erze1 wie ,eisensteine1 ,galmei1 ,kupferschiefer etc41 auflockern dadurch1 dass flchtige ,stoffe1 wie ,wasser1 ,kohlensure1 bituminse ,substanzen1 ausgetrieben werden1 oder allein durch die ausdehnende ,kraft der ,wrme4 ,durch das ,rsten bewirkt man eine hnliche1 aber durchgreifendere ,wirkung3 man erhitzt dabei die ,erze bis zu einer ,temperatur1 bei welcher noch keine ,schmelzung stattfindet1 wol aber chemische ,einwirkung der ,luft und ,wrme1 zuweilen auch fester ,zuschlge wie ,kochsalz auf das zu rstende ,erz stattfinden kann4 ,man will durch das ,rsten immer eine ,oxydation1 theils mit1 theils ohne ,verflchtigung bezwecken4 ,letzterer ,fall findet z4 ,b4 statt beim ,rsten des ,magneteisensteines 7,fe#b,o#c1 ,fe,o71 dessen ,oxydul allmhlich in ,oxyd bergeht4 ,bei einer ,oxydation mit ,verflchtigung kann dreierlei stattfinden1 nmlich3 #a7 eine ,verflchtigung gewisser ,bestandtheile durch ,oxydation2 dieser ,rstmethode werden gewhnlich ,schwefel-1 ,arsen- und ,antimonverbindungen unterworfen1 wobei schweflige ,sure1 arsenige ,sure und ,antimonoxyd sich verflchtigen1 whrend entweder ,metall hervortritt wie beim ,rsten von ,zinnober1 oder sich die ,metalle in ,oxyde oder in schwefelsaure ,salze umwandeln4 ,die verflchtigten ,substanzen lassen sich zum ,theil auffangen und nutzbar machen1 so die schweflige ,sure zur ,darstellung von englischer ,schwefelsure1 die arsenige ,sure etc42 #b7 eine ,verflchtigung gewisser ,bestandtheile durch ,reduction2 sie kommt seltener und hauptschlich bei schwefelsauren und arsensauren ,metalloxyden durch ,erhitzen derselben mit ,kohle vor1 wobei der ,schwefel als schweflige ,sure1 das ,arsen als solches entweicht2 #c7 eine ,verflchtigung durch ,ueberfhrung in ,chlormetalle1 wenn bei der ,rstung des ,erzes mit ,kochsalz bei ,zutritt der ,luft sich zum ,theil flchtige ,chlorverbindungen erzeugen1 wie es bei der ,silbergewinnung durch die europische ,amalgamation und nach der ,methode von ,augustin der ,fall ist4 ,sidenote3 ,zugutemachen4 ,auf die ,vorbereitung folgt das ,zugutemachen der ,erze1 wobei in der ,regel der ,schmelzprocess ,anwendung findet1 durch welchen man die ,ausbringung des ,metalles oder einer ,verbindung desselben beabsichtigt4 ,diejenigen chemischen ,operationen im ,grossen1 welche mit der ,ausbringung eines ,metalles oder einer ,verbindung desselben endigen1 nennt man ,httenprocesse4 ,nur selten macht man einzelne ,erzsorten fr sich allein zugute1 in den meisten ,fllen mischt man rmere und reichere ,erze derselben ,art1 um die ,erzmasse auf einen gewissen mittleren ,gehalt zu bringen4 ,diese ,mengungsarbeit nennt man das ,gattiren 7,maschen1 ,mischen1 ,mllern74 ,man bezweckt dabei auch die verschiedenen ,gangarten1 welche die ,erze begleiten1 in der ,weise zu mengen1 dass sie beim darauf folgenden ,schmelzen zur ,bildung einer ,schlacke von erforderlicher ,beschaffenheit beitragen4 ,wo durch das ,gattiren der ,erze eine solche ,beschaffenheit nicht herzustellen ist1 setzt man gewisse ,substanzen hinzu1 die man je nach ihrer ,wirkung ,zuschlge oder ,flsse nennt4 ,zuschlge veranlassen die ,abscheidung eines nutzbaren ,bestandtheils aus einem ,erze oder aus einem ,httenprodukte und dienen zu dessen ,ansammlung4 ,die ,zuschlge sind ,rstzuschlge wie ,kohle1 gebrannter ,kalk1 ,kochsalz1 ,schmelzzuschlge wie ,quarz und gewisse ,silicate 7,hornblende1 ,feldspath1 ,augit1 ,grnstein1 ,chlorit1 ,schlacken71 ,kalkmineralien wie ,kalkstein1 ,flussspath1 ,gyps1 ,schwerspath1 ,thonmineralien wie ,thonschiefer1 ,lehm u4 s4 w41 salzige ,zuschlge wie ,potasche1 ,borax1 ,glaubersalz1 ,salpeter1 metallische ,zuschlge wie ,eisen 7bei der ,zerlegung von ,zinnober und ,bleiglanz71 ,zink 7zur ,extraction des ,silbers aus ,werkblei71 ,arsen 7zur ,anreicherung des ,nickel- und ,kobaltgehaltes in ,speisen71 ,eisenhammerschlag1 ,rotheisenstein und ,braunstein 7beim ,frischen des ,roheisens72 salzige ,zuschlge1 zu welchen vorzglich die eisenoxydulreichen ,frischschlacken gehren1 welche entweder durch ihren ,sauerstoffgehalt 7beim ,eisenfrischen7 oder durch ihren ,eisengehalt als ,niederschlagsmittel 7zum ,niederschlagen des ,bleies aus dem ,bleiglanz7 wirken4 ,die ,flsse befrdern nur die ,abscheidung des ,metalles1 indem das ,erz leicht flssiger gemacht wird und die ausgebrachten ,metalltheilchen sich leichter vereinigen knnen4 ,man kann die ,flsse in drei ,abtheilungen bringen1 nmlich #a7 in solche1 die auf das ,schmelzgemenge nicht wesentlich chemisch einwirken1 sondern nur ,leichtflssigkeit und ,verdnnung bewirken2 hierher gehren ,flussspath1 ,borax1 ,kochsalz1 verschiedene ,schlackensorten1 #b7 in solche1 welche ausserdem noch reducirend wirken1 wie ein ,gemenge von ,weinstein und ,salpeter 7schwarzer ,fluss71 #c7 in diejenigen1 deren ,wirkung endlich auch noch in einer absorbirenden1 entweder von ,suren oder von ,basen besteht2 letztere ,abtheilung schliesst sich an die ,zuschlge an4 ,sidenote3 ,beschicken4 ,das ,vermengen der ,erze mit ,zuschlgen und ,flssen wird das ,beschicken 7,auflaufen7 genannt4 ,die ,menge der ,beschickung1 welche innerhalb einer bestimmten ,zeit 7in der ,regel #ab oder #bd ,stunden7 verarbeitet wird1 heisst ,schicht1 die auf einmal in einen ,schachtofen aufzugebende ,masse von ,beschickung mit ,brennstoff wird ,gicht oder ,charge genannt4 ,sidenote3 ,httenprodukte4 ,durch die ,httenprocesse werden die ,httenprodukte erzeugt1 welche sind #a7 durch den ,schmelzprocess fallende ,metalle -- ,edukte4 ,der relative ,grad ihrer ,reinheit wird bei edlen ,metallen mit fein 7,feinsilber1 ,feingold71 bei unedlen ,metallen mit gar oder roh 7,garkupfer1 ,roheisen7 bezeichnet4 ,ein hherer ,grad von ,reinheit wird durch das ,wort raffinirt ausgedrckt4 #b7 ,solche ,httenprodukte1 welche in den ,erzen nicht fertig gebildet enthalten sind1 sondern erst whrend des ,zugutemachens in der ,weise sich bilden1 dass mehrere ,bestandtheile der ,erze und der ,beschickung sich vereinigen1 nennt man ,httenfabrikate2 sie sind meist schon ,handelswaare2 es gehren hierher das antimon- und arsenhaltige ,hartblei1 der ,stahl1 die ,arsenikalien 7arsenige ,sure1 ,operment und ,realgar71 das ,schwefelantimon etc4 ,bei der ,erzeugung der ,edukte bilden sich vielfache ,nebenprodukte1 die1 wenn sie noch so viel von dem auszubringenden ,metalle enthalten1 dass die weitere ,verarbeitung mglich wird1 #c7 ,zwischenprodukte1 im entgegengesetzten ,falle1 in welchem sie als nicht schmelzwrdig aus der ,htte entfernt werden1 #d7 ,abflle heissen4 ,die ,zwischenprodukte sind ,legirungen 7,tellersilber aus ,silber1 ,kupfer und ,blei bestehend2 ,werkblei1 ,blei mit etwas ,silber und ,kupfer2 ,schwarzkupfer1 ,kupfer mit ,eisen1 ,blei etc471 ,schwefelmetalle 7,steine1 ,leche71 ,arsenmetalle 7,speisen1 so z4 ,b4 die ,kobalt- oder ,nickelspeise der ,blaufarbenwerke1 im wesentlichen ,arsennickel71 ,kohlenmetalle 7z4 ,b4 ,roheisen und ,stahl71 ,oxyde 7z4 ,b4 ,bleigltte74 ,sidenote3 ,schlacken4 ,die hauptschlichsten ,httenabflle sind die ,schlacken1 jene bei den meisten ,schmelzprocessen erfolgenden glas- und emailhnlichen ,massen1 deren wichtigste die ,silicatschlacken1 d4 h4 ,verbindungen der ,kieselsure mit ,erden 7besonders ,kalk1 ,magnesia1 ,thonerde7 und ,metalloxyden 7,eisenoxydul1 ,manganoxydul etc47 sind4 ,sie bilden sich bei ,schmelzprocessen aus den in den ,rohmaterialien nie fehlenden ,beimengungen und ,zuschlgen und erfllen bei der ,ausbringung der ,metalle den wichtigen ,zweck1 die mit ihnen zugleich sich ausscheidenden ,metall- oder ,schwefelmetallpartikelchen vor der oxydirenden ,geblseluft zu schtzen1 indem sie dieselben einhllen und ihnen endlich sich zu vereinigen gestatten4 ,sie leisten ausserdem auch als ,zuschlge oft wichtige ,dienste und werden nicht selten wegen eines in ihnen noch befindlichen ,metallgehaltes verschmolzen4 ,ihre ,beschaffenheit ist von ihrem ,gehalte an ,kieselsure abhngig2 in ,bezug darauf theilt man sie in ,sub-1 ,singulo-1 ,bi- und ,trisilicate4 ,das ,verhltnis des ,sauerstoffs der ,kieselsure zu dem ,sauerstoff der ,basen ist darin folgendes3 ,subsilicat #c 3 #f ,singulosilicat #c 3 #c ,bisilicat #f 3 #c ,trisilicat #c 3 #a ,die ,schlacken sind entweder glasig oder krystallinisch4 ,aus den krystallinischen ,schlacken scheiden sich oft krystallinische ,partien von ,silicaten aus1 welche vllig mit gewissen ,mineralien bereinstimmen1 so z4 ,b4 ,augit1 ,olivin1 ,wollastonit1 ,glimmer1 ,idokras1 ,chrysolith1 ,feldspath u4 s4 w4 ,die ,gemenge der ,singulosilicate geben im ,allgemeinen dnnflssige 7frische oder basische71 schnell erstarrende ,schlacken1 die ,bi- und ,trisilicate dagegen zhflssige 7saigere oder saure7 und nur langsam fest werdende4 ,soll eine ,schlacke dem ,schmelzprocess1 bei welchem sie fllt1 entsprechend zusammengesetzt sein1 so werden an ihr folgende ,eigenschaften verlangt3 #a7 ,ein geringeres specifisches ,gewicht als dasjenige des durch den ,schmelzprocess dargestellten ,produktes1 so dass sie dessen ,oberflche bedecken kann2 #b7 ,eine ,gleichartigkeit in der ganzen ,masse1 weil gegentheilig der ,schmelzprocess kein normaler war2 #c7 ,eine gewisse ,leichtschmelzbarkeit1 damit die ausgebrachten ,metallpartikelchen in ,folge ihres hheren specifischen ,gewichtes in der flssigen ,schlacke mit ,leichtigkeit niedersinken knnen2 #d7 ,eine bestimmte chemische ,zusammensetzung1 damit die ,schlacke auf das sich ausscheidende ,produkt nicht zerlegend einwirke4 ,das ,eisen4 7,fe #ef2 spec4 ,gew4 #g1g47 ,sidenote3 ,das ,eisen4 ,vorkommen desselben4 ,das ,eisen ist das wichtigste und ntzlichste aller ,metalle1 sein ,gebrauch ist mit allen ,zweigen der ,technik und fast allen ,bedrfnissen des ,lebens auf das ,innigste verwebt4 ,die ausserordentliche ,anwendung verdankt das ,eisen1 ausser seinem massenhaften ,vorkommen1 hauptschlich der ,leichtigkeit1 mit der es in ,folge eigenthmlicher ,modificationen bei seiner ,darstellung und ,verarbeitung1 unter gnzlich verndertem ,charakter1 mit neuen und immer nutzbaren ,eigenschaften auftritt4 ,so hufig nun auch ,mineralien sich finden1 welche ,eisen enthalten1 so eignen sich doch nur wenige davon zu ,eisenerzen und mit ,vortheil knnen nur die ,sauerstoffverbindungen des ,eisens zur ,darstellung im ,grossen angewendet werden4 ,die wichtigsten ,eisenerze 7,eisensteine7 sind folgende3 #a7 ,der ,magneteisenstein 7,fe#b,o#c1 ,fe,o ,fe#c,o#d7 ist das reichste ,eisenerz 7es enthlt gegen #gb p,ct4 ,eisen71 und findet sich allgemein verbreitet1 besonders aber in ,russland1 ,norwegen und ,schweden im krystallinischen ,schiefergebirge vor4 ,aus diesem ,eisenerz stellt man das berhmte schwedische ,eisen z4 ,b4 das von ,dannemora dar4 ,nicht selten wird es von ,schwefelkies1 ,bleiglanz1 ,kupferkies1 ,apatit u4 a4 ,mineralien begleitet1 wodurch seine ,brauchbarkeit als ,eisenerz beeintrchtigt wird4 #b7 ,der ,rotheisenstein oder der ,eisenglanz 7,fe#b,o#c7 enthlt #fi p,ct4 ,eisen4 ,der ,rotheisenstein findet sich in ,gngen und ,lagern im lteren ,gebirge1 so wie eingesprengt in ,gneuss1 ,granit u4 s4 w42 er kommt ferner im ,uebergangsgebirge vor und heisst nach seinen physikalischen ,eigenschaften ,glaskopf 7,blutstein71 ,eisenrahm1 ,eisenocker4 ,mit ,kieselerde gemengt heisst der ,rotheisenstein ,kieseleisenstein1 mit ,thon gemengt der rothe ,thoneisenstein1 mit ,kalkverbindungen gemengt ,minette1 mit sehr verschiedenem ,eisengehalt4 ,der ,eisenglanz ist krystallisirtes ,eisenoxyd1 dessen bedeutendste ,lagersttte sich auf der ,insel ,elba findet4 ,der ,rotheisenstein dient in seinen ,varietten als hauptschlichstes ,material der ,eisengewinnung in ,sachsen1 auf dem ,harz1 in ,nassau1 ,westfalen1 ,siegen1 ,oberhessen1 ,wrttemberg u4 s4 w4 #c7 ,der ,spatheisenstein 7,eisenspath1 ,stahlstein7 7,fe,c,o#c mit #dh1c p,ct4 ,eisen7 ist der ,hauptbestandtheil der metallfhrenden ,formation2 er enthlt fast immer grssere oder geringere ,mengen von kohlensaurem ,manganoxydul4 ,das kugelige1 nierenfrmige kohlensaure ,eisenoxydul heisst ,sphrosiderit4 ,ausserdem fhrt er in seinen verschiedenen ,zustnden die ,namen ,kohleeisenstein1 ,flinz1 ,blackband4 ,letzteres1 fr ,schottland 7und ,westfalen7 von grosser ,bedeutung1 ist ein ,gemenge von ,spatheisenstein mit ,kohle und ,schieferthon1 fltzartig in den oberen ,gebilden der ,steinkohlenformation abgelagert4 ,in ,steiermark und in ,siegen dient es zur ,fabrikation des ,rohstahls4 ,der ,thoneisenstein oder ,clayband1 besonders in ,england1 ,schottland1 ,westfalen1 ,schlesien und im ,banate sich findend1 ist ein inniges ,gemenge von ,spatheisenstein mit ,thonmineralien4 #d7 ,aus dem ,spatheisenstein entsteht durch die ,einwirkung von ,luft und von kohlensurehaltigem ,wasser als secundres ,produkt der ,brauneisenstein 7theils ,fe#b,o#c1 ,h#b,o1 theils ,fe#b,o#c1 #c;,h#b,o71 welcher je nach seinen physikalischen ,eigenschaften die ,namen ,lepidokrokit1 ,nadeleisenerz1 ,rubinglimmer 7,pyrosiderit7 und ,stilpnosiderit fhrt4 ,dieses ,eisenerz enthlt hufig kohlensaure ,kalkerde1 ,kieselsure1 ,thon u4 s4 w4 ,eine thonige ,variett ist der ,gelbeisenstein4 ,hierher drfte auch der ,bauxit1 ein ,gemenge von ,thonerdehydrat mit ,eisenoxydhydrat zu rechnen sein4 #e7 ,bohnerz1 kuglige ,krner meist mit concentrisch schaliger ,absonderung1 ein hufig im sdwestlichen ,deutschland und in ,frankreich in der ,juraformation vorkommendes ,eisenerz1 dessen ,entstehungsweise nicht bekannt ist4 ,es besteht entweder aus ,kieselsure1 ,eisenoxydul und ,wasser1 oder aus ,brauneisenstein und ,kieselthon4 #f7 ,der ,raseneisenstein 7,wiesenerz1 ,morasterz1 ,sumpferz1 ,limonit1 ,seeerz71 findet sich in der norddeutschen ,ebene1 in ,holland1 ,dnemark und im sdlichen ,schweden in ,torfmooren und unter dem ,rasen der ,wiesen4 ,er entsteht durch die ,einwirkung von kohlensurehaltigem1 ,eisenoxydul enthaltendem ,wasser auf ,vegetabilien4 ,er kommt in knolligen oder schwammartigen ,massen von brauner oder schwarzer ,farbe vor und besteht aus ,eisenoxydulhydrat1 ,manganoxyd1 ,phosphorsure1 organischen ,bestandtheilen und ,sand4 ,nach ,hermann besteht er aus ,eisenoxydhydrat1 ,manganoxydhydrat1 phosphorsaurem ,eisenoxyd und dreibasisch quellsatzsaurem ,eisenoxyd4 ,das daraus gewonnene ,eisen wird theils zum ,guss benutzt1 wozu es sich wegen seiner ,dnnflssigkeit und weil es die ,formen gut ausfllt1 besonders eignet1 theils aber auch in ,stabeisen verwandelt1 welches jedoch des ,phosphorgehaltes wegen brchig ist4 #g7 ,der ,franklinit 7,fe#b,o#c ,zn,o1 ,mn,o1 mit #de ,proc4 ,eisen1 #ba ,proc4 ,zink u4 #i ,proc4 ,mangan7 wird neuerlich in ,nordamerika 7,new-,jersey7 ebenfalls als ,eisenerz verwendet1 zugleich wird aber auch ,zink daraus gewonnen4 ,ausser den ,eisenerzen wendet man auch hier und da eisenoxydulreiche ,schlacken aus ,frischfeuern1 ,puddelfen etc41 welche #dj-ge p,ct4 ,eisen enthalten1 ferner ,bohr- und ,drehspne1 ,glhspan1 ,abflle von ,schmiedeeisen1 ,bruchstcke von ,roheisen etc4 entweder fr sich oder gemeinschaftlich mit ,eisenerzen zur ,darstellung von ,roheisen an4 ,in metallurgischer ,hinsicht theilt man die ,eisenerze in leicht und schwer reducirbare 7leicht- und schwerschmelzbare74 ,zu den ersteren gehren diejenigen1 welche bei der vorbereitenden ,rstung eine porse ,beschaffenheit annehmen1 die es den reducirenden ,hochofengasen ermglicht1 schnell zu reduciren und zu schmelzen2 dies ist der ,fall bei dem ,eisenspath1 welcher ,kohlensure1 und dem ,brauneisenstein1 welcher beim ,rsten ,wasser verliert4 ,schwer reducirbare ,eisenerze sind ,eisenglanz1 ,rotheisenstein und ,magneteisenstein4 ,greek3 a7 ,roheisen4 ,sidenote3 ,ausbringen des ,eisens4 ,das ,ausbringen des ,eisens aus den ,erzen grndet sich vorzugsweise auf folgende zwei ,eigenschaften3 #a7 ,theilchen von reinem oder fast reinem ,eisen1 im ,hochofen so gut als unschmelzbar1 kleben bei starker ,rothglhhitze zu grsseren ,massen zusammen 7,schweissbarkeit des ,eisens72 #b7 bei hoher ,temperatur bildet das ,eisen mit ,kohlenstoff eine leicht schmelzbare ,verbindung 7,kohleeisen1 ,roheisen1 ,gusseisen74 ,in frheren ,zeiten1 und jetzt nur noch sprlich in einigen ,gegenden1 war die directe ,darstellung des ,eisens 7,stabeisen7 aus den ,erzen durch die sogenannte ,rennarbeit oder ,luppenfrischerei sehr blich2 die ,rennarbeit lieferte zwar ein vorzglich reines und zhes ,stabeisen1 gestattete jedoch nur eine geringe ,ausdehnung der ,fabrikation und eine sehr unvollkommene ,benutzung der ,erze4 ,gegenwrtig gewinnt man das ,eisen1 indem man zuerst ,roheisen darstellt und dieses dann durch den ,puddlings- oder ,frischprocess entkohlt4 ,sidenote3 ,theorie des ,ausbringens4 ,das ,ausbringen des ,eisens zerfllt in das ,rsten und in das ,zugutemachen4 ,das ,rsten der ,eisenerze hat zum ,zweck1 gewisse ,substanzen1 wie das ,wasser und die ,kohlensure zu entfernen1 die ,masse dadurch mrber und porser und so zur ,reduction geschickter zu machen und das etwa vorhandene ,eisenoxydul in ,eisenoxyd berzufhren1 welches minder leicht verschlackt wird4 ,die gersteten ,eisenerze werden darauf 7unter ,stempeln1 ,pochhmmern oder ,walzwerken7 zerkleinert und reichere ,erze mit rmeren in dem ,verhltniss gemischt 7gattirt71 welches nach der ,erfahrung die grsste ,ausbeute giebt4 ,die gemengten ,erze1 welche aus einer ,sauerstoffverbindung des ,eisens und ,ganges 7,kieselsure oder ,kalk7 bestehen1 werden mit kohlehaltigen ,substanzen gemengt und stark erhitzt zu metallischem ,eisen reducirt1 denn3 ,fe#b,o#c #c;,c #c;,,co #b;,fe2 die ,kohle wirkt mithin bei dem ,ausbringen des ,eisens als ,brennmaterial und 7fr sich so wie als ,kohlenoxyd und ,kohlenwasserstoff7 als ,reductionsmittel4 ,nhme man den ,process in der ,weise vor1 dass man die zerkleinerten und gersteten ,erze mit ,kohle mengte und dem ,schmelzprocess unterwrfe1 so wrde man das ,eisen in fein zertheilter ,gestalt als schwammige ,metallmasse erhalten4 ,um nun das fein zertheilte ,eisen zu einer ,masse zu vereinigen1 setzt man vor dem ,ausschmelzen ,krper zu1 welche sich mit der ,gangart zu einer leichtflssigen ,glasmasse verbinden4 ,diese ,masse heisst die ,schlacke2 sie dient also dazu1 die in den ,erzen enthaltenen fremden und der ,qualitt des ,eisens zum ,theil schdlichen ,bestandtheile zu entfernen1 das ,zusammenfliessen der geschmolzenen ,metalltheilchen zu bewirken und das bereits gebildete ,roheisen vor der oxydirenden ,wirkung der ,geblseluft zu schtzen4 ,die ,schlacke ist ein ,gemenge mehrerer kieselsaurer ,salze1 das entweder mit den ,eisenerzen selbst bricht1 oder wie schon erwhnt wurde1 durch ,zusatz whrend des ,schmelzens erst entsteht4 ,es ist nothwendig1 dass die ,schlacke bei derselben ,temperatur schmilzt1 bei welcher das ,eisen flssig wird4 ,mangelt es an ,kieselsure1 so setzt man ,quarz1 ,sand1 mangelt es an ,basen1 so setzt man ,kalkstein oder ,flussspath hinzu4 ,das ,gemenge von rmeren und reicheren ,eisenerzen heisst die ,gattirung1 die mit den ,zuschlgen und ,flssen1 d4 h4 mit den schlackebildenden ,substanzen gemengte ,gattirung die ,beschickung1 welche nicht ber #ej p,ct4 ,eisen enthalten darf4 ,wenn ,eisen im breiartigen ,zustande mit ,kohle zusammenkommt1 wie dies bei dem ,ausbringen des ,eisens der ,fall ist1 so wird ein grosser ,theil der ,kohle von dem entstandenen dnnflssigen ,roheisen gelst2 beim ,erkalten des ,eisens scheidet sich der grsste ,theil der ,kohle krystallinisch als ,hochofengraphit ab1 whrend ein anderer ,theil der ,kohle mit dem ,eisen chemisch verbunden bleibt4 ,durch das ,ausschmelzen lsst sich demnach kein reines1 sondern nur kohlehaltiges ,eisen 7,roheisen1 ,gusseisen7 gewinnen4 ,sidenote3 ,hochofenprocess4 ,gegenwrtig fhrt man den ,schmelzprocess allgemein in ,hochfen1 zuweilen auch noch in ,blaufen 7,blasefen7 aus4 ,beide ,oefen unterscheiden sich wesentlich nur durch die ,art ihrer ,zustellung1 insofern die ,hochfen mit offener ,brust arbeiten1 d4 h4 einen ,vorherd haben1 aus welchem ein continuirliches ,abfliessen der ,schlacken mglich ist1 whrend die ,blaufen 7,blasefen7 ,oefen mit geschlossener ,brust sind1 aus deren ,herd ,roheisen und ,schlacke von ,zeit zu ,zeit abgestochen werden4 ,illustration3 ,fig4 #a4 ,sidenote3 ,beschreibung des ,hochofens4 ,ein ,hochofen ist ein mit starkem ,gemuer 7,rauhmauer ,a ,fig4 #a7 umgebener ,schachtofen von #ad bis #ce ,meter ,hhe1 dessen innerer ,theil der ,kernschacht oder die ,seele die ,gestalt zweier1 mit den ,grundflchen aneinander gefgter1 abgestutzter ,kegel hat4 ,die ,mauer des eigentlichen ,kernschachtes ,b umgiebt eine zweite1 welche den ,rauhschacht bildet1 an welche sich das ,mauerwerk des ,ofens1 die ,rauhmauer ,a anschliesst4 ,zwischen ,kern- und ,rauhschacht findet sich ein ,raum fr die ,fllung aufgespart1 welcher mit schlechten ,wrmeleitern 7,asche1 ,schutt7 angefllt ist und zugleich der ,ausdehnung des ,kernschachtes durch die ,wrme den nthigen ,spielraum gestattet4 ,der ,theil des ,kernschachtes von ,b nach ,c heisst der ,schacht1 von ,d nach ,e die ,rast4 ,der ,theil ,b1 wo der ,kernschacht den grssten ,durchmesser hat1 wird ,kohlensack oder ,bauch genannt4 ,unterhalb der ,rast zieht sich der ,raum zu dem ,gestell ,f zusammen1 dessen unterer ,theil 7der ,eisenkasten7 das geschmolzene ,roheisen aufnimmt4 ,in dem ,gestell1 der wichtigste ,theil des ,hochofens1 insofern in demselben der ,schmelzprocess vor sich geht1 befinden sich1 einander gegenber liegend1 zwei ,oeffnungen mit eingesetzten konischen ,rhren 7,formen7 7,fig4 #b71 in welche die ,mundstcke 7,dsen1 ,deusen1 ,deupen7 der ,windleitungsrhren1 welche den ,hochofen mit ,luft versehen1 eintreten4 ,der ,eintritt der ,luft in die ,dse wird1 wie in der ,zeichnung durch ein ,kegelventil oder nur durch ein ,schieberventil regulirt4 ,illustration3 ,fig4 #b4 ,die obere ,oeffnung des ,schachtes ,a heisst die ,gicht1 durch dieselbe wird die ,beschickung und ,brennmaterial in den ,hochofen gebracht4 ,letzterer ist entweder an einem ,abhange gebaut1 so dass man auf einem ,wege zur ,gicht gelangen kann1 oder es fhrt zu demselben die ,gichtbrcke ,p4 ,der untere ,theil des ,gestelles ist nach der ,vorderseite hin verlngert und bildet den ,vorherd1 welcher durch den ,wallstein ,m begrenzt ist4 ,auf der einen ,seite steht der ,wallstein von der ,wand ab und bildet eine ,spalte1 die sogenannte ,abstichffnung1 welche whrend des ,schmelzens mit ,thon verstopft ist1 darauf aber zum ,ablassen des geschmolzenen ,eisens und der ,schlacke dient4 ,der ,wallstein ist zum ,schutze mit einer ,eisenplatte bedeckt4 ,die ,brustwand reicht nicht bis auf den ,boden des ,herdes1 sondern endigt in einer bestimmten ,hhe ber demselben mit einem ,gewlbe oder ,stein1 dem ,tumpelstein o1 welcher durch ein massives ,eisenstck1 das ,tumpeleisen1 getragen wird4 ,den ,boden des ,herdes bilden die ,bodensteine1 die ,seitenwnde1 die ,backensteine1 die ,hinterwand ein ,rckstein4 ,sidenote3 ,geblse4 ,illustration3 ,fig4 #c4 ,zum ,speisen des ,hochofens mit ,luft wendet man jetzt allgemein das ,cylindergeblse an4 ,die zweckmssigste ,art desselben ist die ,figur #c abgebildete4 ,in dem gusseisernen ,cylinder ,a1 in dem der ,kolben c c auf und nieder bewegt werden kann1 geht die ,kolbenstange a luftdicht durch die ,stopfbchse e2 durch b und d communicirt der ,cylinder mit der freien ,luft1 durch f und g aber mit dem ,kasten ,e2 darin angebrachte ,klappen bewirken durch ,schliessen und ,oeffnen die ,fllung des ,kastens ,e mit ,luft4 ,durch ein bei i angebrachtes ,rohr strmt sie in den ,feuerraum des ,hochofens4 ,zum ,reguliren des ,geblses benutzt man einen grossen1 aus ,eisenblech luftdicht zusammengenieteten ,ballon1 in welchen man die ,luft aus dem ,kasten ,e treten lsst4 ,das ,princip desselben ist dem des ,gasbehlters in ,leuchtgasfabriken gleich4 ,die ,anwendung von erhitzter ,geblseluft ist eine der wichtigsten ,verbesserungen in dem ,eisenhttenwesen1 die erhitzte ,luft veranlasst nmlich eine ,verminderung des ,aufwandes an ,brennmaterial 7die ,brennstoffersparniss betrgt #a_/c-b_/e1 im ,durchschnitt also #j1cff des frher verbrauchten ,quantums7 und eine ,vermehrung der absoluten ,produktion um #ej ,proc42 dabei ist der ,ofengang regelmssiger und die ,arbeit im ,herde weit leichter1 obgleich man auf anderen ,htten das ,entgegengesetzte behauptet1 indem nicht nur ,strungen im regelmssigen ,gange des ,hochofens stattfanden1 sondern auch die bermssig hohe ,temperatur im ,gestell die feuerfestesten ,steine zu sehr angriff und daher die ,campagnen bedeutend abkrzte4 ,das ,erhitzen der ,geblseluft geschieht entweder durch die ,gichtgase1 oder durch besondere ,feuerungen in ,rhrenapparaten1 oder endlich durch ,siemens' ,regenerativsystem1 nach welchem man ,gicht- oder ,generatorgase durch einen mit feuerfesten ,steinen lose ausgefllten ,raum und dann nach ,abstellung der ,gase die kalte ,luft durch die glhend gewordenen ,steine leitet1 wobei sie sich zu weit hheren ,temperaturen erhitzen lsst1 als in ,rhrenapparaten1 deren ,material hohen ,temperaturen nicht widersteht4 ,man erhitzt die ,geblseluft bis auf #bjj-djj ,c4 ,koksfen erfordern pro ,minute gewhnlich #bjjj bis #djjj ,kubikfuss ,luft4 ,sidenote3 ,gang der ,schmelzung4 ,der ,hochofenbetrieb erfolgt auf folgende ,weise4 ,man heizt zuerst den ,ofen an1 indem man auf dessen ,boden ,holz anzndet und darauf das ,brennmaterial 7in ,deutschland frher meist ,holzkohlen1 gegenwrtig fast durchweg ,koks1 mitunter auch ,anthracit1 selten rohe ,steinkohle7 bringt1 bis endlich der ganze ,schacht mit glhenden ,kohlen angefllt ist4 ,zu gleicher ,zeit setzt man die ,geblse in ,thtigkeit und trgt schichtenweise ,erz- und ,kohlengichten ein4 ,in dem ,maasse1 als die ,kohlen verbrennen und ,erze und ,zuschlag schmelzen1 sinken die ,schichten allmhlig nieder4 ,die ,kieselerde schmilzt mit den vorhandenen ,erden und ,oxyden zu ,schlacke zusammen1 die durch ,eisenoxydgehalt gewhnlich gefrbt erscheint1 whrend das schon frher reducirte halbflssige ,eisen sich mit dem ,kohlenstoff zu leichtflssigem ,roheisen vereinigt4 ,das geschmolzene ,eisen sammelt sich am ,boden des ,gestelles an2 auf dem ,eisen schwimmen die geschmolzenen ,schlacken1 die man ber dem ,wallstein abfliessen lsst4 ,das flssige ,eisen1 das fast die ,hhe des ,wallsteins erreicht hat1 wird durch das ,einstossen der ,verstopfung der ,abstichffnung ber ,rinnen alle zwlf ,stunden abgestochen1 wobei es durch einen schon vorher im ,sande vor dem ,ofen gemachten ,ablassgraben nach den ,formen geleitet wird4 ,whrend des ,abstechens sind die ,geblse in ,ruhe4 ,roheisen in ,mulden nennt man ,flossen1 in ,barren ,gnze4 ,das ,schmelzen 7die ,campagne oder ,httenreise7 dauert gewhnlich so lange1 als der ,ofen aushlt1 oft mehrere ,jahre4 ,sidenote3 ,chemischer ,process im ,innern des ,hochofens4 ,illustration3 ,fig4 #d4 ,der beim ,niederschmelzen der ,beschickung im ,hochofen stattfindende chemische ,process ist in verschiedener ,hhe im ,hochofen ein sehr verschiedener4 ,beistehende ,figur #d zeigt das ,innere eines mit ,beschickung und ,brennmaterial gefllten ,hochofens im senkrechten ,durchschnitte4 ,die schmaleren ,schichten bedeuten die ,beschickung1 die breiteren das ,brennmaterial4 ,von der ,oberflche der flssigen ,schlacke f f an bis zum ,gichtniveau lsst sich das ,innere in fnf ,regionen oder ,zonen eintheilen1 nmlich3 #a7 in die ,vorwrmezone a b1 #b7 die ,reductionszone b c1 #c7 die ,kohlungszone c d1 #d7 die ,schmelzzone d e1 #e7 die ,verbrennungszone e f4 ,in dem oberen ,theile des ,schachtraumes1 der ,vorwrmzone1 wird die ,beschickung vorgewrmt und vollstndig ausgetrocknet4 ,innerhalb dieser ,zone gelangt das ,erz kaum zum schwachen ,glhen4 ,die ,reductionszone hat die betrchtlichste ,ausdehnung2 im unteren ,theile des ,schachtes1 besonders in der ,gegend des ,kohlensackes1 wird das ,eisenoxyd durch ,einwirkung der reducirenden ,gase zuerst zu ,eisenoxydul-,oxyd und endlich zu metallischem ,eisen reducirt4 ,die in dieser ,zone vorhandenen reducirenden ,agentien sind3 ,kohlenoxydgas1 ,kohlenwasserstoffgas1 ,cyanwasserstoffgas oder ,cyankaliumdmpfe4 ,an einer ,stelle dieser ,zone ist das ,eisen als hmmerbares ,eisen vorhanden4 ,noch tiefer im ,ofen1 in der ,kohlungszone findet die ,kohlung des ,eisens statt1 wodurch sich stahlartiges ,eisen bildet1 das mehr oder weniger zusammengesintert aus dem ,kohlungsraum in die ,schmelzzone gelangt und sich hier mit ,kohlenstoff zu ,gusseisen sttigt4 ,in der ,verbrennungs- oder ,oxydationszone1 im ,vergleich zu den brigen ,zonen nur von sehr geringem ,umfange1 trifft die aus den ,dsen in den ,ofen strmende ,luft auf ,kohlen1 welche sich in strkster ,weissglut befinden und bildet mit denselben ,kohlensure1 welche aber1 indem sie durch die hher liegenden ,schichten ,kohle strmt1 zu ,kohlenoxyd reducirt wird 7,,co#b ,c #b;,,co72 durch die ,verbrennung des in dem ,brennmaterial enthaltenen ,wasserstoffs wird aber auch ,wasser gebildet1 welches nebst dem durch die ,geblseluft eingefhrten ,wasserdampfe 7welchen man in der neueren ,zeit durch vorheriges ,leiten der ,geblseluft ber englische ,schwefelsure zu entfernen sucht71 durch die grosse ,hitze des mittleren ,theils in seine ,bestandtheile1 in ,wasserstoff und ,sauerstoff zerlegt wird4 ,der ,sauerstoff bildet mit der ,kohle ,kohlenoxyd1 whrend der ,wasserstoff mit der ,kohle ,kohlenwasserstoff bildet4 ,ausserdem tritt der ,stickstoff des ,brennmaterials 7der ,koks71 so wie ein ,theil des ,stickstoffs der eingeblasenen atmosphrischen ,luft mit der ,kohle zusammen und bildet ,cyan 7-metalle oder -wasserstoff7#a4 ,die reducirenden ,gase treffen die erhitzten ,erze und bewirken die ,reduction der ,metalloxyde1 whrend die ,gase 7,gichtgase1 ,hochofengase7 durch die ,gicht entweichen4 ,das reducirte ,eisen verbindet sich1 indem es tiefer sinkt1 mit ,kohlenstoff zu ,roheisen1 schmilzt dabei und wird durch die ,schlacke vereinigt4 ,indem das ,roheisen durch seine ,schwere herabsinkt und die ,region des ,ofens erreicht1 in welcher die ,hitze am strksten ist1 wirkt sein ,kohlenstoff auf die ,thonerde1 den ,kalk1 die ,kieselerde u4 s4 w41 deren ,metalle sich mit dem ,eisen verbinden4 #a ,nach der ,ansicht von ,berthelot 7#ahfi7 bildet sich hierbei zunchst ,kaliumacetylr ,c#b,k#b1 welches dann mit dem ,stickstoff direkt zu ,cyankalium #b7;,,cnk7 zusammentritt4 ,aus neueren ,untersuchungen geht hervor1 dass die bei dem ,hochofenprocess in so grosser ,menge sich bildende ,cyanwasserstoffsure1 indem sie sich mit den in dem ,brennmaterial und den ,schlacken enthaltenen ,alkalien und ,erden zu ,cyanmetallen vereinigt1 wesentlich bei der ,reduction der ,eisenerze mitwirkt4 ,auch die ,ansicht ist ausgesprochen worden1 dass selbst das ,roheisen nicht nur ,kohlenstoffeisen1 durch ,zersetzung von ,cyaneisen entstanden1 ist1 sondern ,cyaneisen 7vielleicht auch ,stickstoffeisen7 beigemengt enthlt2 es sei hierbei an die ,entdeckung ,whler's erinnert1 dass die ebenfalls durch den ,hochofenprocess entstehenden und in der sogenannten ,eisensau befindlichen ,titanwrfel kein metallisches ,titan1 sondern ,stickstofftitan-,titancyanr sind4 ,wie bedeutend die ,erzeugung von ,cyanmetallen bei den mit ,steinkohlen betriebenen ,hochfen sein mag1 geht aus einer ,untersuchung von ,bunsen und ,playfair ber den ,process der englischen ,roheisenbereitung hervor1 nach welcher in einem ,hochofen tglich gegen #bbe ,pfund ,cyankalium erzeugt werden4 ,eck zu ,knigshtte in ,oberschlesien bemerkte auch die ,bildung von ,cyankalium und ,schwefelcyankalium2 er berechnete aus dem ,kaligehalte des ,eisenerzes 7,thoneisenstein71 des ,zuschlages und der ,steinkohlen1 dass im ,ofen zu ,knigshtte tglich #ce-a_/b ,pfund ,cyankalium gebildet werden knnen4 ,in der ,schmelzzone findet auch ,reduktion der ,thonerde und ,kieselerde zu ,aluminium und ,silicium statt4 ,sidenote3 ,vertheilung der ,temperatur in dem ,hochofen4 ,fig4 #e zeigt die an den ,grenzen der verschiedenen ,zonen des ,hochofens herrschenden ,temperaturen4 ,die ,temperatur der ,verbrennungszone wrde eine hhere sein1 als es in der ,that der ,fall ist1 wenn nicht die ,umwandlung der ,kohlensure in ,kohlenoxyd durch ,aufnahme von ,kohlenstoff eine bedeutende ,temperaturerniedrigung zur ,folge htte4 ,das ,kohlensuregas verdoppelt nmlich sein ,volumen1 indem es durch ,aufnahme von ,kohle in ,kohlenoxyd bergeht2 dieses ,uebergehen des ,kohlenstoffs in den gasfrmigen ,zustand ist mit ,bindung von ,wrme verknpft4 ,wenn man bedenkt1 dass in den ,hochfen unter den gnstigsten nahe liegenden ,verhltnissen nur #af1ee ,proc4 ,brennmaterial im ,ofen zur ,realisation gelangen1 whrend #hc1de ,proc4 aber in der ,gicht in der ,form brennbarer ,gase verloren gehen1 so lag es nahe1 diese ,sidenote3 ,gichtgase4 ,gicht- oder ,hochofengase anzuwenden1 und dies ist auch mit dem glcklichsten ,erfolge zum ,schmelzen und ,frischen des ,eisens1 zum ,ausschweissen des gefrischten ,eisens in ,flammenfen1 zum ,erwrmen der ,geblseluft1 zum ,rsten der ,eisensteine1 zum ,darren und ,verkohlen des ,holzes etc4 geschehen4 ,illustration3 ,fig4 #e4 ,sidenote3 ,anwendung derselben zur ,darstellung von ,salmiak4 ,die ,anwendung derselben scheint aber noch keineswegs erschpft1 denn ,r4 ,bunsen und ,l4 ,playfair fanden1 dass die ,gase der ,steinkohlenhochfen ,ammoniak in solcher ,menge enthalten1 dass dessen ,gegenwart besonders in den tieferen ,theilen des ,ofenschachts schon durch den ,geruch zu erkennen ist4 ,die genannten ,chemiker gelangten zur ,ueberzeugung1 dass die ,verwerthung des ,ammoniaks auf die einfachste ,weise ausgefhrt werden knne1 indem man die ,gase vor ihrer ,verwendung als ,brennmaterial durch einen mit ,salzsure versehenen ,condensationsraum leitet4 ,wenn man die durch die ,verdichtung des ,ammoniaks erhaltene ,salmiaklsung fortwhrend in die ,pfanne eines geeigneten ,flammenofens fliessen lsst1 in welchem man einen kleinen ,theil des ,gasstromes ber der ,flssigkeit verbrennt1 so lsst sich der ,abdampfungsprocess dergestalt reguliren1 dass man den ,salmiak in einer fortwhrend abfliessenden1 concentrirten ,lsung als metallurgisches ,nebenprodukt erhlt4 ,aus dem ,alfreton-,hochofen in ,england knnte man auf diese ,weise tglich #b1dd ,centner ,salmiak als ,nebenprodukt1 ohne erhebliche ,kostenerhhung des ,betriebes und ohne die mindeste ,strung des ,processes gewinnen4 ,was die ,ammoniakbildung hierbei anlangt1 so hngt sie mit der oben erwhnten ,cyanbildung zusammen4 ,cyankalium zerfllt1 wenn es mit ,wasserdmpfen zusammenkommt1 in ,ammoniak und ameisensaures ,kali 7,,kcn #b;,h#b,o ,,nh#c ,,chko#b72 durch eine umgekehrte ,reaktion kann sich aus ameisensaurem ,ammoniak1 indem man aus demselben allen ,sauerstoff in ,form von ,wasser austreten lsst1 ,cyanwasserstoffsure bilden 7,,ch7,,nh#d7,o#b - #b;,h#b,o ,,chn74 ,sidenote3 ,roheisen oder ,gusseisen4 ,das durch den ,hochofenprocess erhaltene ,eisen heisst das ,roheisen oder ,gusseisen4 ,dasselbe besteht aus ,eisen1 ,kohlenstoff 7als ,graphit und in ,form von ,eisencarburet71 ,silicium 7als ,siliciumgraphit und in ,form von ,siliciumeisen71 ,schwefel1 ,phosphor1 ,arsen1 ,aluminium4 ,von dem ,kohlenstoffgehalte ist die ,farbe und die ,beschaffenheit des ,roheisens abhngig4 ,frher glaubte man1 dass die mehr oder weniger dunkle ,farbe des ,roheisens von einem grsseren oder geringeren ,kohlenstoffgehalte abhngig sei1 so dass die dunkelste ,sorte die grsste ,menge und die hellste die geringste ,menge ,kohlenstoff enthielte4 ,gegenwrtig ist aber bewiesen1 dass nicht die ,menge1 dass vielmehr die verschiedene ,art und ,weise1 wie der ,kohlenstoff 7und das ihm analoge ,silicium7 im ,roheisen vorkommt1 die ,beschaffenheit desselben bedingt1 dass ein ,theil des ,kohlenstoffs und ,siliciums mit dem ,eisen chemisch verbunden sei1 whrend der grsste ,theil des ,kohlenstoffs und des ,siliciums dem ,eisen nur mechanisch in ,form von ,graphit 7,kohlenstoffgraphit und ,siliciumgraphit7 beigemengt ist4 ,neue ,untersuchungen von ,frmy u4 ,a4 machen es brigens auch wahrscheinlich1 dass das ,roheisen fters stickstoffhaltig sei und der ,stickstoff mit die ,eigenschaften des ,roheisens bedinge1 whrend ,caron1 ,gruner und ,rammelsberg dieser ,ansicht entgegentreten4 ,man unterscheidet weisses und graues ,roheisen4 ,sidenote3 ,weisses ,roheisen4 ,das weisse ,roheisen ist charakterisirt durch silberweisse ,farbe1 ,hrte1 ,sprdigkeit1 starken ,glanz und grsseres specifisches ,gewicht4 ,letzteres betrgt #g1eh-g1fh4 ,zuweilen lassen sich in demselben ,prismen erkennen1 man nennt es dann ,spiegeleisen oder ,spiegelfloss 7,rohstahleisen72 diese ,eisensorte lsst sich als eine ,verbindung von ,c,fe#f oder genauer ,fe#f;,c ,fe#h;,c 7mit #e1ic ,proc4 ,c7 betrachten4 ,wird das ,gefge des weissen ,roheisens strahlig-faserig und geht die ,farbe desselben ins blulichgraue ber1 so heisst die ,variett blumiges ,floss4 ,wenn die weisse ,farbe noch mehr verschwindet und die ,bruchflchen anfangen zackig zu werden1 so erhlt man eine zwischen dem weissen und grauen ,roheisen in der ,mitte stehende ,variett1 das luckige ,floss4 ,sidenote3 ,graues ,roheisen4 ,das graue ,roheisen ist von hellgrauer bis dunkelschwarzgrauer ,farbe1 krnigem bis feinschuppigem ,gefge4 ,das specifische ,gewicht desselben ist im ,mittel #g1j1 also weit geringer als das des weissen ,roheisens4 ,es ist weniger hart als letzteres4 -- ,wenn in einem ,stcke beide ,roheisensorten1 entweder in besonderen ,lagen oder das eine in die ,masse des andern zerstreut vorkommen1 so heisst ein solches ,eisen halbirtes ,roheisen oder ,forelleneisen4 ,es dient vorzglich zu ,gusswaaren4 ,der chemische ,unterschied zwischen weissem und grauem ,roheisen liegt darin1 dass ersteres nur chemisch gebundenen ,kohlenstoff 7#d-e ,proc471 letzteres wenig gebundenen ,kohlenstoff 7#j1e-b ,proc471 aber viel mechanisch beigemengten 7#a1c-c1g ,proc47 enthlt4 ,in ,bezug auf den ,schmelzpunkt des ,roheisens ist zu erwhnen1 dass das weisse ,roheisen1 das am meisten ,kohlenstoff enthlt1 am leichtesten schmilzt2 das graue ,roheisen ist viel dnnflssiger als das weisse4 ,geschmiedet kann das ,roheisen nicht werden1 da es in der ,glhhitze zwar weich und mrbe wird1 dass es mit einer gewhnlichen ,holzsge leicht geschnitten werden kann1 unter dem ,hammer aber auseinander fliegt4 ,wegen der dnnflssigen ,beschaffenheit wird das graue ,roheisen vorzglich zu ,gusswaaren angewendet1 es fllt die ,formen mit grosser ,schrfe und ,reinheit aus1 whrend weisses ,roheisen mit stumpfen ,ecken und concaver ,oberflche erstarrt und deshalb nie zum ,giessen angewendet werden kann4 ,das graue ,roheisen ist ferner hinlnglich weich1 um gefeilt1 gehobelt1 gebohrt und gedreht werden zu knnen2 das weisse ,roheisen ist dagegen so hart1 dass es jeder mechanischen ,verarbeitung widersteht4 ,wird geschmolzenes graues ,roheisen rasch abgekhlt1 so geht es in weisses ,roheisen ber4 ,lsst man dagegen bei starker ,hitze geschmolzenes weisses ,roheisen langsam abkhlen1 so verwandelt es sich in graues ,roheisen4 ,auf die ,beschaffenheit des aus dem ,hochofen erhaltenen ,roheisens ist nicht nur die ,beschickung1 sondern auch hauptschlich die ,temperatur des ,ofens von grsstem ,einflusse4 ,es scheint1 als ob sich im ,hochofen bei jeder ,beschickung zuerst stets weisses ,roheisen bildet und dass dieses erst bei sehr gesteigerter ,temperatur in graues ,roheisen berzugehen vermag4 ,findet die ,reduction bei einem richtigen ,quantittsverhltniss zwischen ,erz1 ,zuschlag und ,brennmaterial statt1 so wird der ,gang des ,hochofens ein garer 7,gargang7 genannt4 ,man erhlt dadurch ein ,roheisen mit gehrigem ,kohlenstoffgehalt1 vorherrschend weisses ,roheisen4 ,die ,schlacke ist bei diesem ,gange niemals dunkel gefrbt1 weil sie nur wenig ,eisenoxydul enthlt4 ,wenn in ,folge von vorherrschendem ,erze1 also von mangelndem ,brennmaterial1 die ,temperatur1 welche zur vollstndigen ,kohlung des ,eisens erforderlich ist1 nicht erreicht wird1 so findet nicht selten nur unvollstndige ,reduction statt1 in dem eine grosse ,menge von ,eisenoxydul in die ,schlacke geht und derselben eine dunkle ,farbe ertheilt4 ,der ,gang des ,ofens wird in diesem ,falle ein bersetzter oder scharfer oder ,rohgang genannt4 ,durch berwiegendes ,brennmaterial1 wodurch die ,hitze im ,hochofen zu sehr gesteigert wird1 wird ein heisser1 hitziger oder bergarer ,gang des ,hochofens hervorgebracht und graues ,roheisen gebildet4 ,die ,resultate der chemischen ,untersuchung einiger ,roheisensorten mgen die ,zusammensetzung des ,roheisens im ,allgemeinen veranschaulichen3 #a4 ,spiegeleisen aus #ad ,th4 ,spatheisenstein1 #i ,th4 ,brauneisenstein erhalten 7,hammerhtte74 #b4 ,blumiges ,floss aus ,steiermark4 #c4 ,weisses ,roheisen4 #d4 ,halbirtes ,roheisen4 #e4 ,graues ,roheisen 7aus ,brauneisenstein mit ,holzkohle74 #f4 ,graues ,roheisen 7aus ,brauneisenstein und ,spatheisenstein74 #g4 ,graues ,roheisen 7aus ockrigem ,brauneisenstein mit ,koks erblasen74 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 #g4 ,gebundener ,kohlenstoff #e1ad #d1ib #b1ia #b1gh #j1hi #a1jc #j1eh ,graphit #j #j #j #a1ii #c1ga #c1fb #b1eg ,schwefel #j1jb #j1jag #j1ja #j -- -- -- ,phosphor #j1jh #j #j1jh #a1bc -- -- -- ,silicium #j1ee #j #j #h1ga -- -- -- ,mangan #d1di #j #a1gi #j -- -- -- ,das ,zeichen --1 dass auf den ,krper nicht geprft1 das ,zeichen #j1 dass der ,krper nicht gefunden wurde4 ,m4 ,buchner fand bei einer ,untersuchung des ,kohlenstoff- und ,siliciumgehaltes des ,roheisens3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 ,c,greek3 g #d1ad #c1hj #d1ji #c1ge #c1ca #c1jc ,c,greek3 b -- -- -- -- -- -- ,si #j1ja #j1ja #j1bf #j1bg ,spur #j1ae #a4 #b4 #c4 #d4 ,spiegeleisen1 grossblttrig oder vollkommen krystallinisch4 #e4 #f4 ,luckiges ,roheisen4 #g4 #h4 #i4 #aj4 #aa4 #ab4 ,c,greek3 g #c1dj #b1gj #b1ac #c1fj #c1cd #b1gb ,c,greek3 b -- -- -- -- ,si #j1ad #j1ab #j1aj #j1ff #j1aj #j1bj #g4 #h4 #i4 ,weisses grelles ,roheisen4 #aj4 ,weisses ,gusseisen4 #aa4 ,halbirtes ,roheisen4 #ab4 ,stark halbirtes ,roheisen4 #ac4 #ad4 #ae4 #af4 #ag4 #ah4 ,c,greek3 g #b1ag #a1ce #a1ah #j1ga #j1ch #j1bf ,c,greek3 b #b1aa #b1dg #b1db #b1gi #c1bh #c1hc ,si #j1ji #j1gj #j1ff #a1ec #a1fb #j1ei #ac4 ,minder halbirtes ,gusseisen4 #ad4 #ae4 #af4 ,graues ,gusseisen4 #ag4 ,schaumiges1 grobkrniges ,roheisen4 #ah4 ,ueberkohltes schwarzgraues ,roheisen4 ,sidenote3 ,statistica ber ,roheisenproduktion4 ,die ,roheisenerzeugung auf der ganzen ,erde betrgt gegenwrtig 7#ahgj7 reichlich #bjj ,millionen ,zollcentner1 davon kommen auf ,england1 ,wales und ,schottland #aae1jjj1jjj ,zollcentner ,frankreich #bd1ejj1jjj ,nordamerika #bj1bjj1jjj ,preussen #af1cjj1jjj ,belgien #h1ijj1jjj ,oesterreich #f1gej1jjj ,russland #f1jjj1jjj ,schweden #d1ejj1jjj ,luxemburg #a1ajj1jjj ,bayern #gcb1jjj ,sachsen #bhj1jjj ,wrttemberg #ach1jjj ,baden #af1jjj ,hessen #bej1jjj ,braunschweig #ij1jjj ,thringen #ah1jjj ,australien #b1jjj1jjj ,italien #j1gej1jjj ,spanien #a1bjj1jjj ,norwegen #j1ejj1jjj ,dnemark #j1cjj1jjj ----------------------- #bji1ebd1jjj ,zollcentner im ,werth von ungefhr #fej ,millionen ,thaler4 ,sidenote3 ,eisengiesserei1 ,umschmelzen des ,roheisens4 ,sidenote3 ,schacht- oder ,kupolofen4 ,illustration3 ,fig4 #f4 ,illustration3 ,fig4 #g4 ,zur ,herstellung der ,eisengusswaaren verwendet man meist ein schwach halbirtes graues ,roheisen1 welches sich durch grosse ,dichtigkeit1 ,festigkeit1 scharfes ,ausfllen der ,form und hinreichende ,weichheit zur mechanischen ,bearbeitung auszeichnet4 ,obgleich das ,giessen direkt aus dem ,hochofen 7,hochofenguss7 geschehen kann1 zieht man es vor1 die ,flossen oder ,gnze umzuschmelzen 7,umschmelzebetrieb71 dies geschieht entweder in ,tiegeln1 in ,schachtfen oder in ,flammenfen4 ,tiegel 7von ,graphit oder feuerbestndigem ,thon7 wendet man nur zum ,giessen kleiner ,gegenstnde an1 man schmilzt gewhnlich darin #e-h ,pfund4 ,am hufigsten findet der ,schacht- oder ,kupolofen ,anwendung2 ,fig4 #f und #g zeigen einen solchen ,ofen2 er besteht aus einem cylindrischen ,schachtofen von #b1e-c1e ,meter ,hhe1 in welchem man durch die ,gicht das ,roheisen und das ,brennmaterial 7,holzkohlen oder ,koks7 schichtweise in den ,schacht ,a eintrgt2 die ,oeffnungen c und d dienen zur ,einfhrung der ,dsen des ,geblses4 ,die nach der ,rinne ,b fhrende ,oeffnung ist whrend des ,schmelzens verschlossen2 wenn das geschmolzene ,eisen die ,oeffnung a erreicht hat1 wird dieselbe vermittelst ,thon verschlossen und die zuerst in a befindliche ,dse in die ,oeffnung d gelegt4 ,das geschmolzene ,eisen wird entweder in die ,form unmittelbar geleitet1 oder in eiserne1 mit ,thon berstrichene ,giesspfannen gelassen und nach der ,form hingetragen4 ,auch hierbei hat die ,benutzung von heisser ,geblseluft bedeutende ,ersparniss an ,brennmaterial zur ,folge gehabt4 ,sidenote3 ,flammenofen4 ,das ,umschmelzen des ,roheisens in ,flammenfen endlich geht in einem gewhnlichen ,flammenofen auf die ,weise vor sich1 dass man das ,eisen auf dem mit ,sand bedeckten ,schmelzherde1 der in der ,richtung seiner ,lnge etwas geneigt ist und an dessen tieferliegenden schmalen ,seite das ,stichloch zum ,abstechen des geschmolzenen ,eisens befindlich ist1 schmelzen lsst und dann absticht4 ,auf dem ,feuerherde befindet sich ,steinkohlenfeuer1 dessen ,flamme ber eine niedrige ,scheidewand 7die ,feuerbrcke7 hinweg ber den ,schmelzherd zieht1 denselben in seiner ganzen ,lngenausdehnung bestreicht und endlich in einen hohen ,schornstein tritt4 ,aus dem ,stichloche luft das ,eisen entweder direkt in die ,formen1 oder man fllt damit lehmbestrichene ,kellen und ,pfannen1 die von den ,arbeitern zu den ,formen getragen und dort durch ,umneigen ausgegossen werden4 ,in einem ,flammenofen lassen sich mehr als #ej ,centner ,roheisen auf einmal umschmelzen4 ,hierbei ist zu bercksichtigen1 dass das ,roheisen whrend des ,umschmelzens in ,flammenfen mit der atmosphrischen ,luft in ,berhrung kommt1 dadurch theilweise entkohlt und zu ,gusswaaren untauglich wird4 ,sidenote3 ,formerei4 ,ein wesentlicher und schwieriger ,theil der ,eisengiesserei besteht in der ,herstellung der ,gussformen4 ,je nach den ,materialien1 aus denen die ,formen bestehen1 unterscheidet man #a7 ,sandguss in ,formen aus ,sand1 der so fein sein muss1 dass die feinsten ,gegenstnde sich darin abdrcken lassen1 und so zusammenhaften1 dass die schrfsten ,kanten stehen bleiben2 er enthlt so viel ,thon1 dass er sich beim ,befeuchten mit ,wasser ballt2 er wird vorher durch einen ,zusatz von ,kohlenstaub locker gemacht1 damit die ,wasserdmpfe1 die bei der ,berhrung des heissen ,gusseisens mit dem feuchten ,sand sich bilden1 leicht entweichen knnen4 ,bei ,gegenstnden1 die auf der einen ,seite eben sind1 wie ,gitter1 ,platten1 ,rder etc41 wendet man den ,herdguss an1 d4 h4 man giesst auf einem ,theile der ,httensohle1 der mit ,formsand bedeckt ist2 in diesem ,formsand ist das ,modell so eingedrckt1 dass dessen ,oberflche horizontal ist4 ,zu zusammengesetzten ,gusswaaren1 z4 ,b4 zu ,tpfen1 wendet man den ,kastenguss an4 ,die ,sandformen werden vor dem ,eingiessen des ,eisens nicht getrocknet2 #b7 der ,masseguss in ,formen aus ,sand und ,lehm1 wobei die ,formen vor dem ,giessen sorgfltig getrocknet werden mssen2 #c7 der ,lehmguss in ,formen aus ,lehm1 der gesiebt1 angefeuchtet und1 um das ,reissen beim ,trocknen zu verhten1 mit ,pferdemist durchknetet ist2 #d7 der ,schalenguss 7,kapselguss7 in gusseiserne ,formen4 ,letzterer wird nur selten und zwar nur zu ,hartwalzen zum ,ausstrecken des ,blechs1 die eine grosse ,hrte besitzen mssen1 und fr ,eisenbahnwagenrder benutzt4 ,er grndet sich auf die ,eigenschaft des grauen ,roheisens1 im geschmolzenen ,zustand durch schnelle ,abkhlung rasch zum ,erstarren gebracht1 in hartes weisses ,roheisen berzugehen4 ,giesst man daher das ,roheisen in gusseiserne ,formen 7,coquillen71 welche die ,wrme schnell ableiten1 so wird die ussere ,schicht in ,folge der schnellen ,abkhlung weiss und hart4 ,so kann man ,walzen giessen1 die an der ,oberflche sehr hart und doch1 weil sie im ,innern aus grauem ,roheisen bestehen1 nicht sprde und zerbrechlich sind4 ,der am hufigsten angewendete ,eisenguss ist der ,sandguss1 man benutzt ihn zum ,giessen von ,ofenplatten1 ,rdern1 ,gittern1 ,roststben etc4 ,den ,masseguss wendet man an1 wenn man ein ,zusammenstrzen einer ,sandform zu frchten hat2 man benutzt diesen ,guss zum ,giessen von eisernen ,rhren und ,kanonen4 ,zur ,herstellung der letzteren findet das halbirte ,roheisen ,anwendung1 indem dasselbe ,zhigkeit mit ,elasticitt und einer gewissen ,hrte vereinigt2 es scheint indessen1 als werde das ,roheisen 7und auch das bisher angewendete ,geschtzmetall7 in der ,geschtzgiesserei in der ,zukunft vollstndig durch den ,gussstahl ersetzt werden1 wie die ,fabrikate von ,krupp in ,essen beweisen4 ,man benutzt den ,masseguss auch zu den sogenannten ,galanteriewaaren aus ,eisenguss 7,schreibezeuge1 ,leuchter1 ,ringe etc474 ,den ,lehmguss wendet man endlich fr sehr grosse ,gegenstnde an1 und besonders fr solche1 wozu man kein besonderes ,modell machen will oder kann1 z4 ,b4 zum ,giessen von grossen ,kesseln1 ,glocken etc4 ,man unterscheidet dabei drei ,haupttheile3 a7 den ,kern1 der an ,grsse und ,gestalt dem ,innern des ,gussstcks gleichkommt1 b7 das ,modell 7,hemd1 ,eisenstrke7 und c7 den ,mantel 7die ,einhllung des ,modells74 ,die ,lehmformen werden scharf getrocknet4 ,der ,kunstguss1 d4 i4 die ,anfertigung von ,monumenten1 ,statuen etc41 ist gleichfalls ,lehmguss2 hierzu beginnt aber in der neuern ,zeit das ,zink das ,gusseisen zu verdrngen4 ,bei solchen ,gegenstnden1 welche viel ,erhabenheiten auf ihrer ,oberflche und besonders eine solche ,form haben1 dass ein theilweises ,abheben des ,mantels nicht ausfhrbar ist1 wie z4 ,b4 bei dem ,guss von ,grabmonumenten1 ,kunstfen1 ,statuen u4 s4 w41 wird auf den gebrannten ,kern die ,form in ,wachsabgssen aufgetragen4 ,das von dem ,modelleur angefertigte ,modell wird in ,gyps abgegossen1 und es werden so viel einzelne ,gypsformen dargestellt1 als des ,abhebens wegen nthig sind4 ,man giesst das ,wachs in die einzelnen ,formen1 trgt die ,wachsabgsse auf den ,kern und setzt sie auf demselben vorsichtig zusammen4 ,diese ,wachsform wird mit feingeschlmmtem ,thon1 der mit etwas ,graphit gemischt worden ist1 berpinselt1 und nachdem dies mehrere male geschehen ist1 die ,form mit einer strkeren1 mit ,kuhhaaren untermengten ,thonschicht umgeben4 ,ist der ,ueberzug getrocknet1 so schmilzt man das ,wachs durch ,erwrmen der ,form heraus4 ,sidenote3 ,adouciren4 ,tempern4 ,nach dem ,gusse werden die ,gusswaaren durch mechanische ,bearbeitung vollendet1 es werden z4 ,b4 die ,giessnhte abgehauen1 der eingebrannte ,sand von der ,oberflche abgelst u4 s4 w4 ,oft mssen die ,eisengsse ausgebohrt 7wie ,kanonen71 oder 7wie ,maschinentheile7 abgedreht1 ciselirt1 gehobelt1 gefrst1 gedreht und geschliffen werden4 ,da dieselben nun durch schnelles ,erkalten auf der ,oberflche oft solche ,hrte und ,sprdigkeit besitzen1 als wren sie aus weissem ,roheisen gegossen und dadurch nicht mit ,feilen1 ,meisseln etc4 bearbeitet werden knnen1 so sucht man solchen ,eisengssen durch das ,adouciren 7,tempern1 ,anlassen7 die nthige ,weichheit zu ertheilen4 ,das ,adouciren besteht wesentlich in anhaltendem starken ,glhen der ,gussstcke in einer ,einhllung und sehr langsamem ,erkalten4 ,das ,adouciren geschieht entweder auf physikalischem oder auf chemischem ,wege4 ,im ersteren ,falle1 in welchem keine chemische ,vernderung eintritt und das ,harteisen nur durch ,anderslagerung der ,molekle in weiches ,eisen bergeht1 berzieht man die ,gegenstnde mit ,lehm und glht sie zwischen ,kohlen aus1 oder man glht sie einfach unter trockenem ,kiessand1 oder in mit ,kohlenstaub angefllten ,kapseln bei nicht anhaltender ,rothglhhitze4 ,sollen die ,gusswaaren durch das ,adouciren zugleich eine gewisse ,festigkeit erhalten1 welche dem ,stahl und ,stabeisen eigenthmlich ist1 so muss die ,einhllung und lnger anhaltende ,hitze chemisch1 d4 h4 entkohlend1 einwirken4 ,als ,hlle benutzt man ein ,cementirpulver aus ,kohle1 ,knochenasche1 ,eisenhammerschlag1 rothem ,eisenoxyd1 ,braunstein oder ,zinkoxyd4 ,gleichmssig und durch die ganze ,masse hindurch entkohlten ,eisenguss nennt man hmmerbaren1 schmiedbaren ,eisenguss 7fonte mallable74 ,auf diese ,weise stellt man neuerdings unzhlige kleine ,gegenstnde aus ,gusseisen dar1 die man frher zu schmieden pflegte1 wie z4 ,b4 ,schlssel1 ,lichtputzen1 ,schnallen u4 s4 w4 ,durch ,einsatzhrtung 7siehe bei ,stahl7 lassen sich diese ,gegenstnde oberflchlich versthlen1 so macht man jetzt z4 ,b4 gegossene ,scheeren und ,messer 7selbst ,rasirmesser71 die sich von den sthlernen kaum unterscheiden lassen4 ,man berzieht die gegossenen ,gegenstnde hufig mit einem ,firniss von ,steinkohlentheer und ,graphit oder ,leinlfirniss und ,kienruss1 oder bronzirt oder brnirt dieselben4 ,sidenote3 ,emailliren von eisernen ,geschirren4 ,die eisernen ,kochgeschirre pflegt man1 um sie gegen das ,rosten und den ,einfluss schwacher ,suren zu schtzen1 auf der inneren ,seite zu emailliren2 dies geschieht1 indem man die ,flche durch verdnnte ,schwefelsure von ,oxyd befreit1 einen aus ,borax1 ,quarz1 ,feldspath1 ,thon und ,wasser bestehenden ,brei in dem ,gefsse umherschwenkt1 auf den feuchten ,ueberzug ein feines ,pulver von ,feldspath1 ,soda1 ,borax und ,zinnoxyd streut und darauf die ,geschirre in einer ,muffel bis zum ,schmelzen der ,glasmasse erhitzt4 ,das in ,frankreich fabricirte glasirte ,eisen ist ein hnliches emaillirtes ,eisen4 ,die ,glasurmasse wird durch ,zusammenschmelzen von #acj ,th4 ,flintglaspulver1 #bj-a_/b ,th4 kohlensaurem ,natron und #ab ,th4 ,borsure dargestellt4 ,man benutzt das glasirte ,eisen hauptschlich statt der ,zinkgefsse und verzinnter ,blechgeschirre1 namentlich verfertigt man daraus ,zuckerhutformen und ,krystallisirgefsse fr ,stearinsure4 ,greek3 b7 ,schmiede- oder ,stabeisen4 ,sidenote3 ,stabeisen oder ,frischeisen4 ,in lteren ,zeiten#b und auch gegenwrtig noch in ,steiermark1 ,illyrien1 ,italien1 ,schweden1 ,ostindien1 ,borneo1 ,madagaskar1 brachte man1 wie bereits ,seite #i gesagt1 das ,stabeisen direct aus den ,erzen aus1 indem man dieselben auf einem ,herde mit ,kohlen unter ,mitwirkung eines ,geblses reducirte und den erhaltenen ,klumpen von reducirtem ,eisen sofort ausschmiedete4 ,gegenwrtig hat man diese wenig ergiebige ,gewinnungsart 7,luppenfrischerei oder ,rennarbeit7 verlassen und stellt allgemein zuerst ,roheisen und aus diesem das ,stabeisen dar4 ,derjenige ,process1 durch welchen das ,roheisen in ,stabeisen oder ,frischeisen verwandelt wird1 heisst der ,frischprocess2 er beruht der ,hauptsache nach auf der ,entfernung der grssten ,menge des ,kohlenstoffs und der brigen fremden ,krper des ,roheisens durch ,oxydation4 ,man verwendet zum ,frischen nur weisses ,roheisen1 und zwar mglichst kohlenstoffarmes1 weil es vor dem ,schmelzen erweicht1 lange dnnflssig bleibt und daher den oxydirenden ,agentien eine grssere ,oberflche darbietet2 auch verbrennt der chemisch gebundene ,kohlenstoff des weissen ,roheisens leichter als der ,graphit des grauen ,roheisens4 ,der ,frischprocess oder das ,frischen geht entweder vor sich3 #a7 auf ,herden 7,herdfrischung oder deutscher ,frischprocess71 oder #b7 in ,flammenfen 7,puddelprocess oder englischer ,frischprocess74 ,die ,bereitung des ,stabeisens #c7 durch ,einblasen von ,luft in das geschmolzene ,roheisen 7nach dem ,verfahren von ,bessemer7 wird beim ,stahl beschrieben werden4 ,sidenote3 ,herdfrischung4 ,illustration3 ,fig4 #h4 ,illustration3 ,fig4 #i4 ,bei dem ,frischprocess wird das weisse ,roheisen 7oder1 wenn graues ,roheisen1 vorher gefeintes und dadurch in die weisse ,modification -- ,feineisen1 ,feinmetall -- bergefhrtes ,roheisen7 in ,platten von #a-a1c ,meter ,lnge1 #bg ,centim4 ,breite und #d-i ,centim4 ,strke in dem vertieften vierseitigen ,feuerraum a des ,herdes b 7,fig4 #h7 so eingeschmolzen1 dass das schmelzende ,roheisen erst im flssigen ,zustande dem ,winde des ,geblses ausgesetzt ist4 ,diese ,vertiefung ist mit eisernen ,platten ausgelegt und erhlt durch die ,dse c die nthige ,geblseluft zugefhrt4 ,zuerst fllt man den ,feuerraum mit glhenden ,holzkohlen1 lsst das ,geblse an und bringt das ,roheisen in ,gnzen auf den ,herd b1 das in dem ,maasse in die ,herdvertiefung geschoben wird1 als es an der vorderen ,seite abschmilzt4 ,durch die ,geblseluft wird fortwhrend ,kohlenstoff aus dem ,roheisen zu ,kohlensure verbrannt und das ,roheisen entkohlt4 ,der den ,gnzen anhngende ,sand1 die durch ,oxydation des ,siliciums des ,roheisens entstandene1 sowie die durch die ,holzkohlenasche in die ,masse gelangte ,kieselerde kommen ebenfalls bei dem ,frischen in ,betracht2 diese ,krper verbinden sich nmlich mit dem gleichzeitig entstehenden ,eisenoxydul zu basisch kieselsaurem ,eisenoxydul1 zu der sogenannten ,rohschlacke 7in #ajj ,theilen #fh1hd ,eisenoxydul und #ca1af ,kieselsure7#c1 die ber dem geschmolzenen ,eisen steht und whrend des ,einschmelzens von ,zeit zu ,zeit abgelassen wird1 ohne das ,eisen jedoch gnzlich von der ,schlacke zu entblssen4 ,diese ,schlacke wird zu der nchsten ,schmelzung mit ,eisenhammerschlag 7,oxydul-,oxyd7 gemengt gegeben1 um die ,entkohlung des ,eisens zu bewirken4 ,wenn man nmlich ,roheisen 7,kohleneisen7 mit ,eisenoxyduloxyd und basisch kieselsaurem ,eisenoxydul glht1 so giebt das ,eisenoxyduloxyd an den ,kohlenstoff des ,roheisens ,sauerstoff ab1 und es bilden sich ,kohlenoxyd und ,stabeisen4 ,bei der ,frischung werden auch alle anderen in dem ,roheisen enthaltenen ,stoffe1 wie ,aluminium1 ,phosphor1 ,mangan u4 s4 w41 als ,thonerde1 ,phosphorsure1 ,manganoxydul in die ,schlacke getrieben4 -- ,nach dem ,einschmelzen des ,eisens werden die ,schlacken abgelassen und die ,eisenstcke unter hufigem ,wenden dem ,wind des ,geblses ausgesetzt2 das ,eisen wird1 indem es immer mehr und mehr seinen ,kohlenstoff verliert1 dnnflssiger und schmilzt ab4 ,dieser ,process 7das ,rohaufbrechen7 wird so lange fortgesetzt1 bis das ,eisen gar ist4 ,die sich nach dem ,rohaufbrechen bildende ,schlacke wird um so reicher an ,eisenoxydul1 je mehr sich das ,eisen der ,gare nhert1 wodurch sie endlich zur ,garschlacke 7ungefhr ,si,o#d;,fe#b7 wird1 welche ebenso wie die mit ,hammerschlag versetzte ,rohschlacke als ,zusatz zur ,befrderung der ,entkohlung des ,eisens benutzt wird4 ,die ,garschlacke ist niemals krystallinisch1 sondern stets dicht und von grsserem spec4 ,gewicht als die ,rohschlacke4 ,nach dem ,rohaufbrechen nimmt der ,frischer das ,garaufbrechen vor1 das darin besteht1 die ganze ,eisenmasse durch verstrkte ,hitze halbflssig zu machen1 damit sich die ,schlacke abscheide4 ,nach beendigtem ,gareinschmelzen hebt man die gefrischte ,eisenmasse 7,deul1 ,luppe1 ,klump1 ,wolf7 aus dem ,feuer heraus und bringt sie noch glhend unter den ,aufwerfhammer a 7,fig4 #i71 welcher durch eine ,welle und durch ,daumen in ,bewegung gesetzt wird4 ,durch die ,schlge des ,hammers werden alle ,schlackentheile ausgepresst4 ,der ,deul wird darauf in ,stcke 7,schirbel7 zerschnitten und diese werden dann zu ,stben ausgeschmiedet4 ,aus #ajj ,theilen ,roheisen erhlt man im ,durchschnitt #gj-ge ,theile ,stabeisen4 #b ,von den neuerdings aufgetauchten ,verfahren der directen ,darstellung von ,eisen und ,stahl aus den ,erzen von ,chenot1 ,uchatius u4 ,a4 wird beim ,stahl die ,rede sein4 #c ,mitscherlich1 ,hausmann1 ,bothe u4 ,a4 haben gezeigt1 dass die nicht selten krystallisirt vorkommende ,rohschlacke die ,zusammensetzung und die ,krystallform des ,olivins besitzt4 ,sidenote3 ,schwedischer ,frischprocess4 ,der schwedische ,frischprocess 7die ,wallonenschmiede7 unterscheidet sich von der deutschen ,frischung dadurch1 dass nur geringe ,mengen des ,eisens auf einmal in ,arbeit kommen und dass man keine ,schlacke zusetzt4 ,die ,entkohlung geht aber nur durch den ,sauerstoff der ,luft vor sich4 ,dieses ,verfahren erfordert viel ,brennmaterial1 auch oxydirt sich ein nicht unbedeutender ,theil des ,eisens2 das erhaltene ,eisen enthlt aber keine ,schlacke und ist daher dichter4 ,sidenote3 ,puddelprocess4 ,sidenote3 ,puddelfen4 ,illustration3 ,fig4 #aj4 ,illustration3 ,fig4 #aa4 ,der ,puddelprocess 7oder das ,frischen im ,flammenofen74 ,in ,lndern1 in denen die ,holzkohlen wegen ihres hohen ,preises zum ,frischen des ,roheisens nicht angewendet werden knnen1 benutzt man die ,steinkohlen4 ,spter wurde die ,steinkohle anstatt der ,holzkohle auch auf dem ,continent beim ,frischen angewendet1 welche eine grssere ,produktion ermglicht1 und obgleich die ,qualitt des so erhaltenen ,eisens eine untergeordnete ist1 doch auch konomisch sich als praktisch erweist4 ,da wegen des ,schwefelgehaltes der ,steinkohlen eine unmittelbare ,berhrung derselben mit dem ,eisen vermieden werden muss1 so wendet man zum ,entkohlen des ,roheisens ,flammenfen 7,puddelfen7 an4 ,fig4 #aj zeigt einen ,puddelofen im ,vertikaldurchschnitt1 ,fig4 #aa im ,horizontaldurchschnitt4 ,f ist der ,rost1 ,a der ,puddelherd und ,c der ,canal1 durch welchen die ,gase in den ,schornstein gelangen4 ,der ,puddelherd ,a besteht aus einem viereckigen eisernen ,kasten1 in welchen atmosphrische ,luft ungehindert durch den ,rost eintreten kann4 ,auf diesen ,herd bringt man eine ,decke von ,frischschlacken1 zu welchen man ,hammerschlag gesetzt hat1 und erhitzt die ,masse1 bis ihre ,oberflche weich geworden ist4 ,das zu entkohlende ,roheisen 7am besten weisses ,roheisen7 wird in ,quantitten von #cjj-cej ,pfd4 bis zum ,erweichen erhitzt1 sodann mittelst einer ,krcke ber die ,herdsohle des ,ofens ausgebreitet und unter fortwhrendem ,erhitzen umgerhrt 7gepuddelt74 ,d und ,e sind ,arbeitsffnungen1 die leicht geschlossen und geffnet werden knnen4 ,auf dem breiigen ,eisen zeigen sich blaue ,flmmchen von brennendem ,kohlenoxydgase und das ,eisen wird zher und steifer4 ,der grsste ,theil der beim ,puddelprocess sich bildenden ,schlacke fliesst vorn im ,ofen von dem ,eisen ber die schiefe ,ebene ,b ab1 und wird1 von ,zeit zu ,zeit durch eine ,oeffnung o abgelassen4 ,nach beendigtem ,puddeln vereinigt man das auf der ,herdsohle ausgebreitete ,eisen zu ,bllen und befreit es unter dem ,stirnhammer oder durch ein ,quetschwerk von der ,schlacke4 ,wo graues oder halbirtes ,roheisen zum ,puddeln angewendet werden muss1 wird dasselbe1 wie oben bereits erwhnt1 vor dem eigentlichen ,puddeln durch ,einschmelzen im ,flammenofen durch das ,feinmachen in weisses ,roheisen1 in ,feineisen 7,feinmetall7 verwandelt4 ,die ,theorie des ,eisenpuddelns ist folgende3 ,beim ,zustrmen von ,luft zu dem auf dem ,herde des ,flammenofens eingeschmolzenen ,roheisen bildet sich eine nicht unbedeutende ,menge von ,eisenoxydul-,oxyd1 dessen ,sauerstoff den ,kohlenstoff des ,roheisens in ,gestalt von ,kohlenoxydgas entfernt1 das in mit blulicher ,flamme verbrennenden ,blschen entweicht4 ,mit der fortschreitenden ,entkohlung wird die ,masse immer strengflssiger und es bilden sich in ihrem ,innern feste ,krper von ,schmiedeeisen1 deren ,menge zunimmt und welche mit dem ,rhreisen zusammengehuft und lose aneinander geschweisst werden4 ,dadurch trennt sich das noch kohlehaltige ,eisen und wird durch fortgesetztes ,umrhren vllig entkohlt4 ,in der ,praxis ist jedoch dieser ,process nicht so einfach1 dies hat darin seinen ,grund1 dass es #a7 nicht wohl mglich ist1 alles ,eisenoxydul-,oxyd mit dem ,kohleeisen in ,berhrung zu bringen1 weshalb leicht ,oxyd in dem ,eisen bleibt1 wodurch der ,zusammenhang der einzelnen ,theile aufgehoben wird4 ,dieses berschssige ,oxyd sucht man durch ,zusatz von ,rohschlacke zu entfernen1 welche dadurch in ,garschlacke bergeht4 ,durch die ,abscheidung des ,eisenoxydul-,oxydes wird ein ,eisenverlust von #d-e ,proc4 herbeigefhrt1 zu dem noch durch das ,verbrennen des ,kohlenstoffs etwa #e ,proc4 kommen4 ,ein anderer ,grund liegt #b7 in einem ,gehalte des ,roheisens an ,hochofenschlacke und mechanisch anhngender ,kieselerde etc4 ,whrend des ,puddelns vereinigt sich die freie ,kieselerde mit der ,hochofenschlacke2 kommt nun in dem letzteren ,stadium des ,processes diese kieselerdereiche ,schlacke mit dem ,eisenoxydul bei mangelndem ,kohlenstoff in ,berhrung1 so giebt sie ihre ,kieselerde theilweise an das ,eisenoxydul ab und bildet mit demselben ,garschlacke1 welche an den ,wnden und der ,sohle des ,ofens adhrirt1 und eine basische1 strengflssige ,hochofenschlacke1 welche mit dem ,eisen gemengt bleibt4 ,diese ,schlacke zu entfernen1 ist der ,puddelprocess nach seinem gegenwrtigen ,stande durchaus unfhig4 ,der ,faulbruch eines ,eisens1 von welchem diese ,schlacke zwei oder mehrere ,procente ausmacht1 erklrt sich dadurch auf eine ganz ungezwungene ,weise4 ,sidenote3 ,mit ,gas4 ,in neuerer ,zeit wendet man hufig1 anstatt den ,flammenofen mittelst ,steinkohlen und atmosphrischer ,luft zu heizen1 als ,brennmaterial ,gicht- oder ,hochofengase an1 oder auch ,generatorgase4 ,so nennt man die in einer schachtfrmigen ,vorrichtung -- dem ,generator -- durch unvollstndige ,verbrennung von ,brennmaterial 7gewhnlich solchem1 das wie ,holzabflle1 ,holzkohlen und ,braunkohlenklein1 ,torf etc4 als festes ,brennmaterial nicht anwendbar ist7 erzeugten brennbare ,gase von hnlicher ,zusammensetzung wie die ,gichtgase1 jedoch mit vorwaltendem ,kohlenoxydgas4 ,der ,generator ist unmittelbar bei dem ,flammenofen angelegt1 sodass die darin erzeugten ,gase fast ebenso heiss zur ,verbrennung gelangen1 als sie aus dem ,generator entweichen4 ,seit einigen ,jahren wendet man hierbei die ,siemens'sche ,regenerationsfeuerung an1 welche den hchsten ,effect giebt4 ,das ihr zu ,grunde liegende ,princip hat den ,grundgedanken mit der calorischen ,maschine gemein4 ,so wie nmlich dort seiner ,zeit ,drahtgeflechte zur ,anwendung kamen1 um die verlorene ,hitze von der austretenden auf die zutretende ,luft zu bertragen1 so werden bei den ,siemens'schen ,regeneratoren mit ,gasfeuerung lose mit feuerfesten ,ziegeln angefllte ,kammern dazu verwendet1 um die in dem verbrauchten1 dem ,schornstein zustrmenden ,gase enthaltene ,wrme aufzufangen und nutzbar in den ,herd der ,verbrennung zurckzufhren4 ,sind zwei solcher ,kammern vorhanden1 so wird durch eine wechselseitige ,wrmeaufnahme und ,abgabe der ,kammern ,zweierlei erreicht3 zunchst eine grosse ,menge ,wrme1 die sonst zu ,verlust gegangen wre1 zu ,gute gemacht1 dann das ,feuer mit heisser ,luft gespeist und mithin die ,verbrennungstemperatur gesteigert4 ,dabei bleibt die ,siemens'sche ,einrichtung aber keineswegs stehen1 denn zwei andere ,kammern wrmen auch das ,brennmaterial vor1 welches zu dem ,behufe stets in einem ,generator zuvor in ,gas verwandelt wird4 ,diesem ,heizgas entsprechen ebenso wie der dem ,feuer zuziehenden ,luft zwei ,heizkammern1 welche abwechselnd ,wrme aufspeichern und abgeben4 ,eisen1 welches zu viel ,phosphor enthlt1 wird davon befreit1 indem man whrend des ,puddelns in das geschmolzene ,eisen das sogenannte ,schafhutl'sche ,mittel1 ein ,gemenge von ,braunstein1 ,kochsalz und ,thon eintrgt4 ,nach ,richter trgt ,bleigltte besser zur ,oxydation des ,schwefels des ,roheisens bei als ,braunstein4 ,auch ,wasserdmpfe im berhitzten ,zustande hat man zur ,entfernung des ,schwefels anzuwenden vorgeschlagen4 ,sidenote3 ,verfeinerung des ,stabeisens4 ,illustration3 ,fig4 #ab4 ,sidenote3 ,walzwerk4 ,illustration3 ,fig4 #ac4 ,man verarbeitet das ,stab- oder ,schmiedeeisen1 das durch den ,stirnhammer1 durch ,quetschwerke oder ,walzwerke von den ,schlacken befreit worden ist1 auf den ,walzwerken zu ,grobeisen4 ,ein ,walzwerk 7,fig4 #ab7 hat wesentlich folgende ,einrichtung4 ,,bb' und ,,aa' sind cannelirte1 gusseiserne ,walzenpaare1 von denen ,,aa' zum ,walzen von ,flachstben1 ,,bb' zum ,walzen von ,quadratstben bestimmt sind4 ,durch die ,schrauben oo knnen die oberen ,cylinder den unteren beliebig genhert werden4 ,aus den ,rhren ii fliesst ,wasser auf die sich erhitzenden ,theile des ,walzwerks4 ,die ,vorrichtung ,,mn dient dazu1 das ,walzwerk ausser ,verbindung mit der bewegenden ,kraft zu setzen4 ,die ,rder ,f und c bertragen die ,bewegung auf die ,rder ,f' und c'1 die an den oberen ,walzen ,a' und ,b' sitzen und bewirken eine ,umdrehung derselben in entgegengesetzter ,richtung4 ,die durch den ,hammer in die geeignete ,form versetzten glhenden ,eisenstcke passiren immer kleinere ,oeffnungen des ,walzwerkes und werden so verdnnt und gestreckt4 ,sehr dnne ,stbe schneidet man auf den ,schneidewerken1 welche 7,fig4 #ac7 aus abwechselnd grsseren und kleineren versthlten ,scheiben1 die auf eisernen ,wellen fest eingekeilt sind1 bestehen4 ,man unterscheidet das ,stabeisen als ,quadrateisen mit quadratischem ,durchschnitte1 ,flacheisen1 dessen ,querschnitt ein ,rechteck ist1 mit verschiedenem ,verhltnisse von ,breite und ,dicke1 ,rundeisen mit kreisfrmigem ,durchschnitte4 ,die dnnste ,sorte des ,flacheisens heisst ,band- oder ,reifeisen2 unter ,zaineisen oder ,krauseisen versteht man nicht glatt geschmiedetes ,quadrateisen mit eingekerbten ,flchen 7,eindrcke des ,hammers72 dnne vierkantige ,sorten des ,stabeisens sind ,nageleisen4 ,ausserdem unterscheidet man noch ,faoneisen von dem verschiedensten ,querschnitt 7,eisenbahnschienen74 ,sidenote3 ,blechfabrikation4 ,das zur ,blechfabrikation angewendete ,eisen muss weich und zhe sein1 damit dasselbe die ,bearbeitung bei abnehmender ,temperatur am lngsten aushalte1 ohne sprde zu werden4 ,man unterscheidet grssere und kleinere ,bleche4 ,da die letzteren gewhnlich verzinnt werden1 nennt man auch diese ,weissbleche1 die grsseren ,schwarzbleche4 ,bei der ,anfertigung des ,schwarzbleches wird das ,stabeisen 7,flacheisen7 glhend1 so wie es aus den ,walzen herauskommt1 vermittelst der ,blechscheere in kleinere ,platten 7,strze7 zerschnitten und diese nach dem ,erhitzen in einem ,flammenofen zwischen glatten ,walzen 7,blechwalzwerke7 gestreckt4 ,die ,strze gehen viermal durch die ,walzen1 wobei nach jedesmaligem ,durchgange die ,walzen enger zusammengeschraubt werden4 ,bevor die ,strze unter die ,walze kommen1 muss das ,oxyd 7der ,glhspan7 abgeschlagen werden1 damit er sich nicht eindrcke4 ,frher und auch noch jetzt stellt man in einigen ,gegenden das ,eisenblech durch ,hmmern dar 7geschlagenes ,blech72 obwol auf diese ,weise die ,bleche nicht vollkommen gleichmssig hergestellt werden knnen1 so zieht man sie dennoch zu gewissen ,zwecken1 wie z4 ,b4 zu ,dampfkesseln1 den gewalzten ,blechen vor4 ,die ,anfertigung des ,weissbleches und des galvanisirten 7mit ,zink berzogenen7 ,bleches ist der des ,schwarzbleches hnlich4 ,von der ,verzinnung des ,weissbleches wird bei dem ,zinn die ,rede sein4 ,sidenote3 ,drahtfabrikation4 ,illustration3 ,fig4 #ad4 ,illustration3 ,fig4 #ae4 ,zur ,drahtfabrikation benutzt man ein zhes1 festes1 im ,bruche fadiges ,eisen4 ,ehedem benutzte man ,zangen1 mit deren ,hlfe man des ,eisen durch ,lcher zu ,draht zog2 jetzt wendet man fr die grberen ,sorten ,walzwerke1 fr die feineren ,sorten ,ziehscheiben an4 ,die ,anwendung des ,walzwerkes erstreckt sich nur auf die dickeren ,sorten ,eisendraht bis etwa zu #a_/d ,zoll herab4 ,ein hierzu anwendbares ,walzwerk besteht aus drei ,walzen mit correspondirenden runden ,rinnen1 die bei ihrer ,umdrehung die zwischen sie gesteckten ,eisenstangen fassen1 und in die ,form jener ,rinnen pressen4 ,die ,walzen des ,walzwerkes werden mit solcher ,geschwindigkeit in ,bewegung gesetzt1 dass sie #bdj ,umlufe in einer ,minute machen4 ,da ihr ,durchmesser #h ,zoll betrgt1 so ist die ,umfangsgeschwindigkeit #h1cg ,fuss in einer ,secunde oder #h ,fuss #d-a_/b ,zoll ,draht kommen in einer ,secunde aus den ,walzen hervor4 ,der feinere ,draht wird verfertigt1 indem man grberen ,draht durch zweckmssig gestaltete1 unbewegliche ,oeffnungen in harten ,krpern zieht1 und dieses ,durchziehen in fortschreitend kleineren ,lchern wiederholt1 bis die erforderliche ,feinheit des ,drahtes erfolgt ist4 ,der ausgeglhte ,draht1 der bis zu #d-a_/b ,linie im ,durchmesser ausgewalzt worden ist1 wird auf die ,haspel ,a 7,fig4 #ad7 gelegt4 ,das eine vorn etwas zugespitzte ,ende des ,drahtes steckt man durch das ,loch des ,zieheisens ,b1 dessen ,durchmesser etwas kleiner als der des ,drahtes ist1 befestigt ihn an den ,haken c 7,fig4 #ae7 der konisch geformten ,trommel 7,ziehscheibe1 ,leier1 ,bobine7 ,c1 welche durch die horizontale ,betriebswelle ,d 7,fig4 #ad7 und durch ineinander eingreifende konische ,rder in ,bewegung gesetzt wird4 ,durch eine mechanische ,ausrckung kann die ,ziehscheibe in ,ruhe oder ,bewegung gesetzt werden4 ,der ,fig4 #ae abgebildete ,durchschnitt derselben1 sowie die ,zeichnung ,fig4 #ad macht jede weitere ,beschreibung unnthig4 ,die ,gestalt der ,ziehlcher ist fr den ,erfolg des ,drahtziehens von grosser ,bedeutung4 ,zur ,erzielung von rundem und gleichmssigem ,draht mssen die ,ziehlcher vllig kreisfrmig und mglichst glatt sein4 ,wren die ,lcher durch die ganze ,dicke der ,ziehplatte cylindrisch1 d4 h4 von gleichbleibendem ,durchmesser1 so wrde in den meisten ,fllen der durchzuziehende ,draht eher abreissen1 als sich pltzlich verdnnen lassen4 ,aus diesem ,grunde macht man im ,allgemeinen die ,lcher trichterfrmig4 ,die ,zieheisen bestehen aus ,stahl2 zum ,ziehen feiner ,drhte setzt man auch gebohrte ,edelsteine an die ,stelle der ,zieheisen4 ,der ,eisendraht lsst sich kaum fter als drei- bis fnfmal ziehen1 ohne des ,glhens bedrftig zu sein4 ,wird der ,draht in nicht ganz verschlossenen ,gefssen geglht1 so bildet sich auf der ,oberflche ,oxyd1 welches vor dem wiederholten ,ziehen durch ,beizen mit verdnnter ,schwefelsure sorgfltig entfernt werden muss4 ,man hat gefunden1 dass1 wenn in der ,sure etwas ,kupfervitriol aufgelst wird1 die auf dem ,eisen sich niederschlagende1 usserst dnne ,kupferhaut das nachherige ,ziehen1 durch ,verminderung der ,reibung im ,ziehloche1 erleichtert4 ,der dnnste ,eisendraht1 welcher im ,handel vorkommt1 hat einen ,durchmesser von #a_/aff ,zoll1 man nennt ihn ,bleidraht4 ,durch ,verzinken wird der ,draht hufig vor ,oxydation geschtzt4 ,dass der ,draht beim ,ausglhen etwas von seiner ,sprdigkeit verliert1 ist bekannt4 ,wird ja der kufliche ,eisendraht1 der zum ,ueberstricken von ,tpfen etc4 dient1 vorher geglht1 damit er nicht so leicht bricht4 ,die vielfltigen ,benutzungen des ,eisendrahtes sind allgemein bekannt4 ,eine neue und besonders fr das ,berg- und ,salinenwesen1 fr die ,drahtseil- oder ,kettenschifffahrt 7,touage71 ferner fr unterseeische ,telegraphenleitungen sehr wichtige ,anwendung des ,drahtes ist die ,vorfertigung der ,drahtseile1 welche aus ,eisendrhten ebenso gebildet werden1 wie die gewhnlichen ,taue aus ,hanffden1 und gegen die ,hanfseile und eisernen ,ketten1 an deren ,stelle sie bei der ,erzfrderung jetzt ziemlich allgemein getreten sind1 sowol vermehrte ,sicherheit als bedeutende ,kostenersparniss gewhren4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,stabeisens4 ,das ,stabeisen1 ,frischeisen1 ,schmiedeeisen1 geschmeidige ,eisen ist ein ,aggregat von ,fasern1 welche nach ,fuchs durch ,aneinanderreihung von hchst kleinen ,krystallen gebildet sind4 ,durch starke ,erschtterungen1 ,stsse etc41 aber auch durch ,erhitzen und ,ablschen in ,wasser wird der ,zusammenhang zwischen den kleinsten ,theilchen aufgehoben und die faserige ,textur geht in die krnige ber2 es wird in diesen ,fllen minder fest1 wie die ,erfahrungen an ,eisenbahnwagenaxen und ,kettenseilen beweisen4 ,es ist von hellgrauer ,farbe1 krnigem oder zackigem ,bruche2 sein specifisches ,gewicht ist von #g1fj-g1ij 7der des chemisch reinen ,eisens ist #g1hdd74 ,der ,kohlenstoffgehalt betrgt #j1bd-j1hd ,proc41 von welchem nur ,spuren von ,kohlenstoff mechanisch beigemengt sind4 ,das ,stabeisen ist demnach ein ,gemenge von ,eisen mit etwas ,kohleeisen4 ,die chemische ,untersuchung einiger ,stabeisensorten gab folgende ,resultate3 #a7 ,englisches ,stabeisen aus ,sd-,wales2 #b7 weiches ,stabeisen von ,mgdesprung am ,harz2 #c7 ,schwedisches ,dannemora-,eisen4 #a4 #b4 #c4 ,eisen #ih1ijd #ih1ifc #ih1gge ,kohlenstoff #j1daa #j1djj #j1hdc ,silicium #j1jhd #j1jad #j1aah ,mangan #j1jdc #j1cjc #j1jed ,kupfer -- #j1cbj #j1jfh ,phosphor #j1jda -- -- ,es ist eigenthmlich fr das ,schmiedeeisen1 dass es im glhenden ,zustande in kaltes ,wasser getaucht nicht sprde wird und noch schmiedbar ist4 ,es ist weit weicher als das weisse und hellgraue ,gusseisen und lsst sich leicht feilen1 mit ,meissel1 ,hobelmaschine etc4 bearbeiten4 ,das ,schmiedeeisen schmilzt weit schwerer als das ,roheisen2 in der ,weissglhhitze wird es weich1 so dass zwei ,stcke durch ,hammerschlge1 durch ,walzen oder ,pressen zu einem einzigen vereinigt werden knnen4 ,diese ,eigenschaft1 welche man die ,schweissbarkeit nennt1 theilt das ,eisen mit dem ,platin1 ,palladium1 ,kalium und ,natrium4 -- ,das durch die ,herdfrischung oder durch ,puddeln erhaltene ,stabeisen ist mehr oder weniger mit fremden ,substanzen verunreinigt4 ,wenn es ,schwefel1 ,arsen oder ,kupfer enthlt1 so zerbrckelt es1 wenn es rothglhend gehmmert wird1 man nennt dann das ,eisen rothbrchig2 durch ,silicium wird das ,eisen hart und mrbe 7faulbrchig71 durch ,phosphor kaltbrchig1 d4 h4 es lsst sich zwar glhend verarbeiten1 bricht aber beim ,erkalten schon beim ,biegen4 ,calcium macht das ,stabeisen hadrig1 d4 h4 es hrt auf1 schweissbar zu sein4 ,was die ,anwendbarkeit der verschiedenen ,stabeisensorten fr praktische ,zwecke betrifft1 so ist hartes krystallinisches ,eisen berall dort vorzuziehen1 wo der ,reibung zu widerstehen ist1 wie z4 ,b4 zu den ussersten ,theilen der ,tyres1 zu den ,kpfen der ,eisenbahnschienen1 ferner zu ,gegenstnden1 welche eine dauernde ,politur erhalten sollen4 ,zhes fadiges ,eisen eignet sich dagegen am besten fr ,maschinenteile1 den ,fuss von ,eisenbahnschienen1 fr ,ketten und ,anker1 berhaupt fr ,gegenstnde1 bei welchen ,widerstandsfhigkeit gegen ,last und ,schlag ,haupterforderniss ist4 ,greek3 g7 ,der ,stahl4 ,sidenote3 ,stahl4 ,der ,stahl unterscheidet sich vom ,roh- und ,stabeisen durch seinen ,kohlenstoffgehalt1 vom ,roheisen durch seine ,schweissbarkeit1 vom ,stabeisen durch seine ,schmelzbarkeit4 ,in ,bezug auf den ,kohlenstoffgehalt liegt er in der ,mitte zwischen ,roheisen und ,stabeisen4 ,ob der ,stickstoffgehalt1 der neuerdings in vielen ,stahlsorten wahrgenommen worden ist1 wesentlich ist fr den ,begriff ,stahl1 lsst sich nach dem gegenwrtigen ,stande der ,frage ber die ,constitution des ,stahls nicht mit ,bestimmtheit beantworten4 ,man kann den ,stahl gewinnen a7 direct aus ,eisenerzen als ,rennstahl3 #a7 durch ,reduction der ,erze im ,holzkohlenfeuer eines ,geblseherdes 7durch ,rennarbeit71 wobei der ,stahl als ungeschmolzener ,klumpen zum ,vorschein kommt 7natrlicher ,stahl72 #b7 durch ,glhen der ,erze mit ,kohle ohne ,schmelzung 7,cementstahl aus ,erzen72 #c7 durch ,schmelzen der ,erze mit ,kohle in ,tiegeln1 wobei der ,stahl als flssige ,masse erhalten wird 7,gussstahl aus ,erzen72 b7 durch theilweise ,entkohlung von ,roheisen als ,frischstahl3 #d7 durch ,frischen in ,herden mittelst ,holzkohlenfeuerung 7,herdfrischstahl72 #e7 durch ,frischen in ,flammenfen bei ,steinkohlen- oder ,gasfeuerung 7,puddelstahl oder ,flammenofenfrischstahl72 #f7 durch ,einblasen von ,luft in flssiges ,roheisen 7,bessemerstahl72 #g7 durch ,glhen des ,roheisens mit entkohlenden ,substanzen ohne ,schmelzung 7,glhstahl72 #h7 durch ,schmelzen des ,roheisens mit entkohlenden ,substanzen 7,gussstahl aus ,roheisen4 ,sind die entkohlenden ,substanzen ,eisenerze1 so heisst der ,stahl ,erzstahl72 #i7 durch ,behandeln des geschmolzenen ,roheisens mit ,natriumnitrat 7,heatonstahl1 ,hargreavesstahl1 ,salpeterfrischstahl72 c7 durch ,kohlung von ,schmiedeeisen als ,kohlungsstahl3 #aj7 durch ,glhen mit ,kohle ohne ,schmelzung 7gewhnlicher ,cementstahl72 #aa7 durch ,schmelzen mit ,kohle 7,gussstahl und ,schmiedeeisen72 d7 durch ,combination von b und c als ,flussstahl3 #ab7 durch ,schmelzen von ,roheisen und ,schmiedeeisen4 ,der in frherer ,zeit direct aus den ,erzen dargestellte ,stahl hiess ,wolfsstahl1 wenn er durch ,verschmelzen der ,erze in ,herden erhalten1 und ,osemund- oder ,blasestahl1 wenn der ,stahl in ,blau- oder ,blasfen dargestellt worden war4 ,der indische ,stahl oder ,wootz wird in ,indien noch heutzutage direct aus den ,erzen dargestellt4 ,das vor einigen ,jahren aufgetauchte ,verfahren der directen ,stahlbereitung von ,chenot1 nach welchem reine und reiche ,eisenerze durch reducirende ,gase zu ,eisenschwamm reducirt werden1 welcher dann in ,oel getaucht und geglht wird1 ist in der ,that keine directe ,stahlbildung1 sondern nur ,erzeugung von ,stahl durch ,kohlung von ,stabeisen4 ,aehnliche ,darstellungsarten des ,stahls direct aus den ,erzen sind die von ,gurlt und von ,liebermeister4 ,je nach der ,darstellungsweise unterscheidet man daher nachstehende verschiedene ,stahlsorten3 ,sidenote3 ,frischstahl4 ,i4 ,der ,frischstahl1 durch theilweise ,entkohlung des ,roheisens erhalten1 kann entweder sein3 #a7 ,herdfrischstahl 7,schmelzstahl1 natrlicher ,stahl1 ,mock72 zu seiner ,darstellung dient hauptschlich ein aus ,spatheisenstein erblasenes ,roheisen 7,rohstahleisen71 welches in ,steiermark1 ,krnten1 ,krain und ,tirol1 ferner im ,thringerwalde 7,schmalkalden und ,suhl7 und endlich in den preussischen ,regierungsbezirken ,arnsberg und ,coblenz 7im ,siegenschen7 in grossen ,quantitten als ,spiegeleisen und luckiges und blumiges ,floss1 grsstentheils mit ,holzkohlen1 zum ,theil auch mit ,koks erblasen wird4 ,aus gewhnlichem grauen ,roheisen kann man zwar auch ,rohstahl darstellen1 er ist jedoch von geringerer ,qualitt4 ,das ,rohstahlfeuer hat im ,wesentlichen die ,einrichtung eines ,frischfeuers1 doch unterscheidet sich das ,stahlfrischen vom ,eisenfrischen dadurch1 dass man das ,garwerden des ,roheisens durch ,behandeln unter dem ,winde zu bewirken sucht1 whrend das ,roheisen beim ,eisenfrischen stets vor oder ber dem ,winde gehalten werden muss4 ,dadurch wird der ,kohlenstoff nur allmhlich verbrannt und der ,arbeiter hat es in seiner ,gewalt1 den ,process in dem ,augenblick zu unterbrechen1 wo der ,stahl gar ist4 #b7 ,flammenofenfrischstahl oder ,puddelstahl4 ,ein allgemein anerkannter ,fortschritt in der ,stahlfabrikation ist dadurch eingetreten1 dass man aus sehr verschiedenen ,sorten von ,roheisen durch den ,puddelprocess mit ,steinkohlen ,puddelstahl erzeugt1 welcher bei einem sehr billigen ,preise zu ,bandagen fr ,locomotiv- und ,eisenbahnwagenrder und andere grssere und schwerere ,gegenstnde verwendet wird4 ,besonders wichtig ist der ,puddelstahl als ,material fr die ,gussstahlfabrikation4 ,der steirische und krntnische ,schmelzstahl ist zwar weit theurer als der ,puddelstahl1 zu einzelnen bestimmten ,zwecken aber auch unersetzbar1 wie zu ,schneidewaaren1 ,klingen1 ,sgen1 ,federn1 ,feilen4 ,im ,allgemeinen verwendet man den ,puddelstahl immer mehr und mehr zu ,zwecken1 zu denen man sonst ,holzkohlenstabeisen gebrauchte4 #c7 ,bessemerstahl4 ,die ,anwendung eines ,stromes atmosphrischer ,luft zum ,entkohlen des flssigen ,roheisens1 um aus diesem direct ,stahl darzustellen1 bildet die ,basis des ,bessemerprocesses1 durch welchen der nach dem ,erfinder ,henry ,bessemer in ,sheffield 7#ahee7 benannte ,bessemerstahl 7,bessemer steel7 dargestellt wird4 ,wenn beim ,verfrischen des ,roheisens zu ,stahl1 sei es nun im ,frischherde oder im ,puddelofen1 zwar die ,luft durch ihren ,sauerstoff thtig ist1 um die ,entkohlung des ,roheisens zu bewirken1 so ussert sie doch ihre ,wirkung dort nur auf die ,aussenflche kleinerer oder grsserer ,eisentheilchen und die ,operation schreitet daher nur langsam vorwrts2 zugleich ist die ,temperatur nicht hoch genug1 um den resultirenden ,stahl1 welcher strengflssiger ist als das ,roheisen1 flssig zu erhalten4 ,daher kommt es1 dass durch den ,frischprocess der ,stahl in ,form einer teigigen ,masse erhalten wird1 deren ,ungleichfrmigkeit man durch nachheriges ,umschmelzen zu beseitigen sucht4 ,bessemer dagegen treibt grosse ,mengen ,luft durch ein sehr heiss geschmolzenes ,roheisenquantum und vollendet so dessen ,entkohlung und ,umwandelung in ,stahl in ausserordentlich kurzer ,zeit4 ,dabei erhht sich die ,temperatur in ,folge der ,verbrennung des ,kohlenstoffs1 einer kleinen ,menge ,eisen und der vorhandenen fremden ,stoffe 7,silicium1 ,aluminium1 ,phosphor etc47 dergestalt1 dass auch nach ,beendigung der ,entkohlung der resultirende ,stahl flssig bleibt -- ein in konomischer ,hinsicht wichtiges ,moment -- und sofort in ,formen gegossen werden kann4 ,man bedient sich bei der ,bereitung des ,bessemerstahls eines kleinen1 einige ,fuss hohen ,schachtofens oder einer eifrmigen1 von ,eisenblech gemachten und mit feuerfestem ,thonbeschlag ausgeftterten ,retorte 7,birne1 ,convertor71 in welche einige ,zoll ber dem ,boden1 durch fnf1 aus feuerfestem ,thon bestehende1 #c_/h ,zoll weite ,formen stark gepresster ,wind eingefhrt werden kann4 ,auf der halben ,hhe des ,ofens ist eine ,oeffnung angebracht1 durch welche flssiges ,roheisen aus dem ,hochofen eingeleitet werden kann2 auf der entgegengesetzten ,seite befindet sich am ,boden eine mit ,lehm verschlossene ,oeffnung1 durch welche der ,stahl abgestochen werden kann4 ,sobald der ,wind eingelassen und der ,ofen etwa zur ,hlfte mit flssigem ,roheisen angefllt worden ist1 entsteht heftiges ,aufkochen des ,metalles mit ,flammen und ,funkensprhen 7was darauf zu beruhen scheint1 dass unvollstndig entkohltes ,eisen und mit fein eingemengtem ,oxyd beladenes ,eisen durcheinander geschttelt werden74 ,je nach der ,dauer der ,einwirkung 7#aj-be ,minuten7 bildet sich ,stahl oder ,stabeisen4 ,in neuerer ,zeit scheint man nach dem sogenannten englischen ,verfahren es vorzuziehen1 die ,entkohlung des ,roheisens1 selbst in dem ,falle1 wo ,stahl 7oder ,bessemermetall7 fabricirt werden soll1 fast vollstndig1 d4 h4 ziemlich bis zum ,zustande des ,schmiedeeisens zu treiben und dann eine gewisse ,menge geschmolzenes weisses ,roheisen 7,spiegeleisen7 zuzumischen4 ,nach dem schwedischen ,verfahren treibt man die ,entkohlung nur so weit1 dass die ,stahlbildung eingetreten ist4 ,man stellt daraus dar ,dampfkesselbleche1 ,radbandagen 7,tyres71 ,federn1 ,wagenaxen1 ,eisenbahnschienen1 ,kanonen1 ,kanonenkugeln und schwere hrtere ,gegenstnde4 ,weniger geeignet erscheint der ,bessemerstahl zu ,werkzeugen1 wie ,bohrer1 ,meissel1 ,drehsthle1 ,feilen etc41 namentlich in solchen ,fllen1 wo es auf die ,erzielung einer dauerhaften ,schrfe ankommt4 ,der weiche ,bessemerstahl 7,bessemereisen7 hat sich als ein ausgezeichnetes ,material zur ,herstellung dnner ,bleche erwiesen1 welche verzinnt oder zur ,erzeugung von gepressten und vertieften ,gegenstnden verwendet werden4 ,von ,england aus verbreitete sich seit #ahfb der ,bessemerprocess nach ,schweden1 ,frankreich1 dem norddeutschen ,bunde1 ,sddeutschland1 ,oesterreich1 ,russland und ,italien4 ,auch in ,nordamerika hat man seit #ahff mit der ,errichtung von ,bessemerhtten begonnen4 ,nach einer bei ,gelegenheit der ,pariser ,ausstellung vom ,jahre #ahfg gemachten ,schtzung werden jhrlich folgende ,mengen von ,bessemerstahl producirt1 woraus zugleich zu ersehen1 wie gross der ,lohn ist1 den ,bessemer von seiner ,erfindung in ,england erntet1 da die von den ,htten an ihn zu entrichtende ,patenttaxe pro ,centner #a_/c ,thaler betrgt3 ,htten ,converters ,centner4 ,england in #ae und #ej per ,woche #abj1jjj ,preussen #f #bb #bi1bjj ,frankreich #f #ab #ag1fjj ,oesterreich #f #ad #ac1jjj ,schweden #g #ae #aj1fjj ,die in ,seraing 7in ,belgien7 existirende ,bessemerhtte soll wchentlich gegen #abjj ,centner ,bessemerstahl produciren4 ,in ,oberitalien bestehen zwei ,bessemerhtten4 ,aus den vorstehenden ,erhebungen ergiebt sich1 dass die ,productionsfhigkeit an ,bessemerstahl in ,europa fast das ,quantum von #i1e ,millionen ,centner erreicht1 wenngleich die wirkliche ,production im ,jahre #ahfi nicht ber #f ,millionen ,centner ausgemacht haben drfte1 wovon gegen #gj ,proc4 auf ,england kommen4 #d7 ,uchatius- und ,martinstahl4 ,an den ,bessemerstahl schliesst sich der vom k4 k4 ,obersten ,uchatius im ,jahre #ahef dargestellte ,uchatiusstahl an1 der direct aus dem ,roheisen dargestellt wird1 indem man granulirtes1 aus ,magneteisenstein erblasenes ,roheisen mit ,spatheisensteinpulver beschickt und die ,beschickung im ,graphittiegel schmilzt und den erhaltenen ,stahl in ,zaine giesst4 ,nach der vor einigen ,jahren von ,e4 ,martin aufgetauchten ,modification1 die den in neuester ,zeit vielbesprochenen ,martinstahl liefert1 wird das ,schmelzen nicht mehr in ,tiegeln1 sondern auf der muldenfrmigen ,sohle eines ,flammenofens mit ,hlfe eines ,siemens'schen ,regenerativ-,gasofens ausgefhrt4 ,es wird eine ,partie ,roheisen eingeschmolzen und in das unter einer ,schlackendecke stehende ,bad in gewissen ,zwischenrumen so lange ,schmiedeeisen eingetragen1 bis eine ,schpfprobe nachweist1 dass die ganze ,masse die sehnige ,natur des ,schmiedeeisens angenommen hat4 ,durch ,zusatz einer bestimmten ,menge ,roheisen wird alsdann die ,masse in ,stahl verwandelt4 ,der ,martinstahl ist ,massegussstahl und dient zu ,eisenbahnschienen1 ,bandagen und hauptschlich ,gewehrlufen4 ,den ,tunner'schen ,glhstahl 7#ahee7 oder hmmerbares ,gusseisen erhlt man durch ,glhen von weissem ,roheisen mit sauerstoffabgebenden ,krpern 7,eisenoxyd1 ,braunstein1 ,zinkoxyd74 #e7 ,heatonstahl4 ,nach dem ,verfahren von ,heaton 7mit welchem im ,princip das ,verfahren von ,hargreaves und eine neue ,methode der ,stahlbereitung von ,bessemer -- #ahfi -- identisch sind7 wird das ,roheisen mit ,natronsalpeter gefrischt4 ,hierdurch wird nicht nur das ,roheisen entkohlt1 sondern auch der ,phosphor und der ,schwefel in ,form von ,phosphat und ,sulfat in die ,schlacke getrieben4 ,die ,einfhrung des ,salpeterfrischens in die ,eisenindustrie scheint grosse ,wichtigkeit erlangen zu wollen4 ,sidenote3 ,kohlungsstahl4 ,,ii4 ,die zweite ,hauptstahlart ist der ,kohlungsstahl 7,cementstahl71 welcher durch anhaltendes ,glhen von ,stabeisen mit kohlehaltigen ,substanzen1 die zugleich ,stickstoff enthalten1 dargestellt wird4 ,um einen guten ,cementstahl zu erzeugen1 ist es nothwendig1 gutes ,stabeisen anzuwenden1 wie es ,schweden 7namentlich ,dannemora7 und der ,ural liefert4 ,das schwedische ,eisen 7aus ,magneteisenstein und ,rotheisenstein dargestellt7 gelangt in grosser ,menge nach ,frankreich und ,england1 um dort in ,cementstahl bergefhrt zu werden1 da das englische ,eisen und selbst das beste nur zu gewhnlichen ,stahlsorten zu verwenden ist4 ,der ,cementstahl 7und neuerdings auch der ,bessemerstahl7 ist das ,hauptmaterial der englischen ,gussstahlfabrikation1 die ihren ,sitz in ,sheffield hat4 ,das ,verfahren bei der ,cementstahlfabrikation ist folgendes3 ,die ,eisenstbe werden schichtenweise mit dem kohlehaltigen ,pulver 7,cementirpulver7 in thnerne ,ksten eingelegt1 diese werden luftdicht verschlossen4 ,zwei solche ,ksten sind in einem ,ofen angebracht1 der mit ,steinkohlen1 selten mit ,holz gefeuert wird und #f ,tage in der ,rothglut bleibt1 worauf man ihn erkalten lsst und die in ,stahl verwandelten ,stbe herausnimmt4 ,ein ,ofen enthlt #cjj-cej ,ctr4 ,eisen4 ,die ,cementirpulver mssen die zur ,bildung von ,cyankalium nthigen ,bedingungen oder bereits fertig gebildetes ,cyanmetall1 wie z4 ,b4 ,cyanbarium1 enthalten1 da1 wie aus neueren ,untersuchungen hervorzugehen scheint1 das ,cyan 7,,cn7 als ,trger des ,kohlenstoffs bei der ,cementstahlbildung angesehen werden muss4 ,der durch ,cementiren erhaltene ,rohstahl ist nach der ,operation brchig und auf seiner ,oberflche gewhnlich blasig 7daher sein ,name ,blasenstahl74 ,sidenote3 ,gerbstahl4 ,sowol der ,roh- als auch der ,cementstahl sind sehr ungleichartig und lassen sich daher nicht direct verarbeiten1 sondern mssen vorher durch ,gerben oder ,raffiniren homogen gemacht werden4 ,das ,gerben geschieht dadurch1 dass man die rohen ,stbe zu dnnen flachen ,stben ausreckt1 diese rothglhend in kaltes ,wasser wirft1 mehrere davon zu einem ,bndel 7eine ,zange oder ,garbe7 zusammenlegt1 weissglhend macht und dann wieder unter dem ,hammer oder zwischen ,walzen ausreckt4 ,der ,gerbstahl fhrt1 weil er auch zu ,tuch- und ,schafscheeren verwendet wird1 den ,namen ,scheerenstahl4 ,das ,gerben eignet sich besser fr den ,rohstahl als fr den ,cementstahl1 bei dessen ,raffination das ,umschmelzen geeigneter ist4 ,sidenote3 ,gussstahl4 ,der ,gussstahl1 welcher in der modernen ,industrie zur ,darstellung von ,kanonen1 ,glocken1 ,eisenbahn-,radreifen 7,bandagen1 ,tyres71 ,achsen und anderen ,theilen von ,locomotiven1 ,anker1 ,gewehrlufen1 ,pumpenstangen und als ,werkzeugstahl eine so wichtige ,verwendung gefunden1 wird durch ,umschmelzen von ,frischstahl 7,herdfrischstahl und ,flammenofenfrischstahl71 ,martinstahl1 ,bessemermetall oder ,kohlungsstahl dargestellt4 ,durch zweckmssige ,auswahl des einzuschmelzenden ,materials lsst sich jede gewnschte ,beschaffenheit des ,gussstahls erlangen4 ,das ,schmelzen des ,stahles geschieht in feuerfesten ,tiegeln 7ohne ,geblse7 entweder bei ,glhfeuer von ,koks oder mittelst ,steinkohlenflammenfeuer in nach ,art der ,glasfen construirten ,flammengefssfen oder endlich mit ,gasfeuerung und ,siemens'schen ,regeneratoren4 ,der geschmolzene ,stahl wird in eiserne ,barrenformen gegossen4 ,nach dem ,erkalten werden die ,stahlbarren wieder glhend gemacht und unter ,hmmern oder zwischen ,walzen ausgereckt2 das so bearbeitete ,metall heisst alsdann raffinirter ,gussstahl4 ,derselbe ist weit vorzglicher als ,stahl aus demselben ,eisen1 das aber durch ,gerben von rohem ,cementstahl bereitet wurde4 ,in ,preussen hat sich die ,gussstahlfabrikation hauptschlich auf das ,ruhrsteinkohlenbecken concentrirt1 und die bedeutendste ,fabrik dort und wol berhaupt ,europas ist die von ,fr4 ,krupp in ,essen1 deren ,hauptmaterial ,puddelstahl ist#d4 ,bei der ,vollkommenheit des ,gussstahles und der ,mglichkeit dieses in ,beziehung auf ,festigkeit1 ,zhigkeit1 ,elasticitt und ,hrte beste aller ,materialien durch ,giessen in die gewnschte ,form bringen zu knnen1 ist der ,anwendung des ,gussstahls ein grosses ,feld geffnet und der ,maschinenconstruction ein weites unschtzbares ,mittel geboten4 #d ,im ,jahre #ahfd producirte die ,krupp'sche ,gussstahlfabrik mit #ffjj ,arbeitern #ed ,millionen ,pfd4 ,gussstahl4 ,in der ,fabrik befinden sich #cfc ,dampfmaschinen 7mit #cafj ,pferdekraft7 und #cd ,dampfhmmer4 ,im ,januar #ahff beschftigte das ,etablissement ber #hjjj ,arbeiter4 ,die ,produktion von #ahfe betrug #ajj1 die von #ahff etwa #abj ,millionen ,pfd4 ,gussstahl4 ,die #ahfg auf dem ,marsfelde in ,paris ausgestellte ,krupp'sche ,gussstahlkanone wog #ajjj ,ctr4 ,die ,bochumer ,gussstahlfabrik hatte unter anderm auch eine ,glocke von fast #cjj ,centner ,gewicht geliefert1 so wie ein interessantes ,gussstahlobject1 bestehend aus #bb aneinanderhngenden1 ein einziges ,stck bildenden ,wagenrdern4 ,sidenote3 ,stahl aus ,schmiedeeisen und ,roheisen4 ,,iii4 ,eine dritte ,stahlsorte ist die durch ,zusammenschmelzen von ,roheisen 7,spiegeleisen7 und ,schmiedeeisen dargestellte4 ,die ,zhigkeit1 ,hrte und ,schweissbarkeit des so erhaltenen ,stahles -- im ,jahre #ahfg auf der ,pariser ,ausstellung in der italienischen ,abtheilung unter dem ,namen ,glisentistahl ausgestellt -- sind von der ,quantitt des zugesetzten ,schmiedeeisens abhngig4 ,in gewisser ,hinsicht ist der ,martinstahl hierher zu rechnen4 ,sidenote3 ,versthlen4 ,oftmals ist es zu gewissen technischen ,zwecken hinreichend1 weiches ,eisen nur auf seiner ,oberflche in ,stahl zu verwandeln4 ,man nennt diese ,operation die ,versthlung oder die ,einsatzhrtung2 sie wird ausgefhrt1 indem man den zu versthlenden ,gegenstand auf der ,oberflche mittelst ,smirgel reinigt1 ihn mit einem kohlehaltigen ,cementpulver 7vergl4 ,seite #bg7 einschichtet und in einem gewhnlichen ,windofen ohne ,geblse glht4 ,an der ,oberflche verwandelt man das ,eisen in ,stahl1 indem man dasselbe im glhenden ,zustande mit ,blutlaugensalzpulver oder mit einem ,gemenge von ,thon und ,boraxpulver berstreut4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,stahls4 ,sidenote3 ,anlassen des ,stahls4 ,sidenote3 ,stahl mit anderen ,metallen4 ,sidenote3 ,damascenerstahl4 ,stahl ist von lichtgrauweisser ,farbe1 nicht sehr starkem ,glanz1 krnigem und gleichartigem ,bruche1 und von je dichterem ,korne1 je besser er ist4 ,die krnige ,textur des ,stahles ist charakteristisch2 guter weicher ,stahl zeigt nie die grobkrnige ,textur des grauen ,roheisens1 noch das ,sehnige des ,schmiedeeisens4 ,gehrteter ,stahl gleicht auf seiner ,bruchflche dem feinsten ,silber und die ,krner sind kaum mit unbewaffnetem ,auge zu unterscheiden4 ,er lsst sich1 gleich dem ,schmiedeeisen1 im glhenden ,zustande schneiden und schweissen2 nur ist er dabei vorsichtiger zu behandeln1 um eine ,entkohlung zu vermeiden4 ,er ist ferner schmelzbar wie das ,gusseisen und vereinigt deshalb die ,vorzge desselben mit denen des ,schmiedeeisens4 ,durch ,eintauchen von weichem ,stahl in verdnnte ,salzsure oder ,salpetersure wird die ,textur desselben blossgelegt1 welches ,mittel zur ,beurtheilung und ,vergleichung der ,qualitt des ,stahles anwendbar ist4 -- ,sein specifisches ,gewicht variirt zwischen #g1fb-g1ha4 ,es vermindert sich beim ,hrten 7z4 ,b4 von #g1ib auf #g1ee74 ,der ,kohlenstoffgehalt differirt von #j1f-a1i ,proc4 ,durch den grsseren ,gehalt an ,kohlenstoff nimmt die ,festigkeit und ,hrte des ,stahles zu4 ,der ,stahl enthlt keinen ,graphit4 ,die sich als ,elasticitt ussernde ,biegsamkeit1 welche guter ,stahl in hohem ,grade besitzt1 nimmt mit der ,hrte ab4 ,im glhenden ,zustande abgelscht1 gewinnt der ,stahl an ,hrte und ,sprdigkeit1 so dass er ,glas ritzt und der ,feile widersteht4 ,ein polirtes ,stahlstck nimmt bei allmligem ,erhitzen nach und nach verschiedene ,farben 7,anlauffarben7 an4 ,durch das ,erhitzen des ,stahls bildet sich nmlich auf der ,oberflche desselben eine dnne ,oxydschicht1 welche die ,farben dnner ,schichten zeigt1 die wir an den ,seifenblasen und dann bemerken1 wenn wir einen ,tropfen ,oel auf ,wasser giessen2 die wir ferner bei der ,metallochromie wahrzunehmen ,gelegenheit haben4 ,man nennt diese ,operation1 welche das farbige ,anlaufen des ,stahles zum ,zwecke hat1 das ,anlassen 7,nachlassen74 ,zur richtigen ,beurtheilung der ,temperatur und des davon abhngigen ,hrtegrades bedient man sich der ,anlauffarben4 ,da es ziemlich schwierig ist1 ein ,stahlstck gleichmssig zu erwrmen1 so bedient man sich zuweilen zu diesem ,zwecke der ,metallbder4 ,man benutzt verschiedene ,legirungen von ,zinn und ,blei1 die man bis auf ihren ,schmelzpunkt erhitzt4 ,in das geschmolzene ,metall wird der glasharte ,stahl so lange eingetaucht1 bis er die ,temperatur des ,metallbades angenommen hat4 ,folgende ,tabelle giebt die ,zusammensetzung der ,metallbder1 wie sie fr das ,anlassen schneidender ,stahlinstrumente durch ,erfahrung am zweckmssigsten befunden worden ist3 ,name des ,instruments4 ,metallbad4 ,schmelz- ,anlauffarbe4 punkt4 ---------------------------------------- ---------------------------- ,pb4 ,sn4 ,lanzetten #g #d #bbj ,kaum blassgelb4 ,rasirmesser #h #d #bbh ,blassgelb bis strohgelb4 ,federmesser #h-a_/b #d #bcb ,strohgelb4 ,scheeren #ad #d #bed ,braun4 ,aexte1 ,hobeleisen1 ,taschenmesser #ai #d #bfe ,purpurfarbig4 ,klingen1 ,uhrfedern1 ,crinolinfedern #dh #d #bhh ,hellblau4 ,dolche1 ,bohrer1 feine ,sgen #ej #b #bib ,dunkelblau4 ------------------- ,hand-1 ,lochsgen in kochendem ,leinl #caf ,schwarzblau4#e ,je niedriger man den ,stahl erhitzt1 um so hrter1 aber auch um so sprder bleibt er4 ,es ist nicht in ,abrede zu stellen1 dass noch andere ,substanzen als ,kohle ,eisen in ,stahl umzuwandeln vermgen2 das ,hrten des ,eisens mittelst ,borax deutet darauf hin1 dass der ,kohlenstoff durch das der ,kohlenstoffgruppe ungehrige ,bor1 vielleicht auch durch ,silicium ersetzt werden knne4 ,ferner ist es ausser allem ,zweifel1 dass ausser dem ,kohlenstoff ,beimengungen anderer ,metalle dem ,stahl vorzgliche ,eigenschaften ertheilen knnen1 so verdankt der ,wolframstahl1 welcher seit einigen ,jahren1 namentlich in ,steiermark1 erzeugt wird1 seine vorzglichen ,eigenschaften1 die in besonderer ,festigkeit und grosser ,hrte bestehen1 dem ,vorhandensein von kleinen ,mengen ,wolfram4 ,eine berhmte ,sorte des ,stahls ist der ,damascenerstahl1 der zur ,herstellung der ,damascenerklingen dient1 zu welchem jedoch das ,rohmaterial aus ,kabul in ,afghanistan bezogen wird2 er besitzt die ,eigenschaft1 wenn seine ,oberflche mit ,sure getzt wird1 ungleichfrmige ,adern 7,damascirung7 zu zeigen2 auch durch ,umschmelzen verliert er diese ,eigenschaft nicht4 ,man hat sie durch die ,annahme zu erklren gesucht1 dass der ,kohlenstoff mit dem ,eisen in verschiedener ,weise verbunden sei1 und dass diese verschiedenen ,kohlenstoffverbindungen je nach ihrer grsseren oder geringeren ,neigung zu krystallisiren sich trennen4 ,dieser ,stahl 7auch ,wootz genannt7 wird in ,ostindien von den ,eingebornen dargestellt1 indem das nach einem sehr unvollkommenen ,processe dargestellte ,roheisen in zerhacktem ,zustande mit #aj ,proc4 zerschnittenem ,holze der ,cassia auriculata gemengt1 das ,gemenge in ,schmelztiegel gebracht und darin mit ,blttern der ,asclepias gigantea bedeckt wird2 die ,tiegel werden mit feuchtem ,thon verstrichen und in einem ,ofen bei mglichst niederer ,temperatur ungefhr #b-a_/b ,stunde lang erhitzt4 ,der erhaltene aluminiumhaltige ,stahl wird vor dem ,ausschmieden nochmals erhitzt4 #e ,im ,allgemeinen giebt man die gelbe ,anlauffarbe ,werkzeugen1 welche sehr hart bleiben sollen1 mithin allen zur ,bearbeitung des ,eisens und von harten ,gesteinen dienenden1 dann ,rasirmessern1 chirurgischen ,instrumenten1 ,grabsticheln1 ,stempeln1 ,zieheisen etc42 die purpurrothe ,farbe meist den ,werkzeugen zur ,holzbearbeitung2 die violette bis dunkelblaue ,farbe erhalten ,gegenstnde1 die zugleich ,elasticitt 7,federhrte7 besitzen sollen1 wie ,uhrfedern1 ,klingen1 ,sensen1 ,sicheln1 ,hand- und ,lochsgen4 ,als ,beispiel der ,zusammensetzung einiger ,stahlsorten seien folgende ,analysen angefhrt3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 #g4 ,eisen #ig1ia #ih1aed #ih1fjb #ih1ge #ii1ja #ii1ab #ii1cea ,kohlenstoff ,c,greek3 g ,c,greek3 b #a1fi #a1gcj #a1chj #a1jb #j1da #j1jaj ,spur #j1ae #j1jh #a1hg #j1ecb ,silicium #j1jc #j1bjb #j1jjf #j1jd -- #j1aj #j1jcb ,schwefel ,spur #j1jjc -- -- -- -- #j1jja ,phosphor -- -- ,spur -- -- -- #j1jja ,mangan -- -- #j1jab -- -- -- -- ,kupfer #j1cg -- -- -- -- -- -- #ajj1jj #ajj1jjj #ajj1jjj #ajj1jj #ii1e #aja1ji #ii1iag #a7 ,raffinirter ,gerbstahl von ,siegen4 #b7 ,gussstahl von ,schmalkalden4 #c7 ,puddelstahl4 #d7 ,russische ,gussstahlkanone4 #e7 ,cementstahl von ,elberfeld4 #f7 ,englischer ,cementstahl4 #g7 ,kruppstahl4 ,sidenote3 ,stahlstich4 ,zum ,graviren und ,aetzen von ,stahl 7,siderographie7 benutzt man ,platten aus ,gussstahl1 entkohlt sie auf der ,oberflche1 um sie zum ,graviren geeignet zu machen und verwandelt sie nach dem ,graviren wieder in ,stahl4 ,eine solche ,platte dient als ,matrize1 um mittelst derselben ,patrizen anzufertigen1 die zur beliebigen ,uebertragung des ,stiches auf andere ,platten benutzt werden4 ,zur ,anfertigung der ,patrizen dient eine ,walze aus ,gussstahl1 die eine so grosse ,oberflche besitzen muss1 dass diese die ,platte gerade bedeckt4 ,die ,walze wird auf der ,oberflche entkohlt und sodann gegen die ,matrize gepresst1 sodass die ,zeichnung erhaben auf der ,matrize zum ,vorschein kommt4 ,die ,patrize wird darauf gehrtet und kann nun benutzt werden1 um auf ,kupfer oder weich gemachte ,stahlplatten die ,zeichnung zu bertragen4 ,anstatt des ,gravirens der ,platten wendet man auch das ,aetzen an1 zeichnet wie gewhnlich und tzt sodann die ,zeichnung in den ,stahl mittelst einer ,aetzflssigkeit ein2 als solche benutzt man ,salpetersure oder salpetersaures ,silberoxyd oder schwefelsaures ,kupferoxyd4 ,eine vorzgliche ,aetzflssigkeit ist eine ,auflsung von #b ,th4 ,jod und #e ,th4 ,jodkalium in #dj ,th4 ,wasser4 ,sidenote3 ,gegenwrtiger ,zustand der ,eisenindustrie4 ,die internationalen ,industrieausstellungen zu ,london 7#ahea und #ahfb7 und ,paris 7#ahee und #ahfg7 haben die enormen ,fortschritte der ,stahlindustrie seit einem ,vierteljahrhundert vor ,augen gefhrt4 ,die in der ,that bewunderungswrdigen ,erfolge lassen sich in folgende zwei ,punkte zusammenfassen3 #a7 ,fr einen bedeutenden ,theil der jetzigen ,stahlfabrikation tritt als bezeichnend das ,streben nach massenhafter und wohlfeiler ,produktion solchen ,stahles auf1 welcher -- in ,folge grsserer ,festigkeit und geringerer ,abnutzbarkeit -- vortheilhaft als ,ersatz des ,schmiedeeisens und der ,bronze zu grossen ,objecten verwendet werden kann1 keineswegs aber zu feineren ,arbeiten ohne ,weiteres eine gleiche ,brauchbarkeit besitzt4 ,man braucht in dieser ,hinsicht nur an die ,kanonen1 die ,eisenbahnschienen1 die ,thurmglocken1 die ,wellbume fr ,dampfboote u4 s4 w4 zu erinnern1 welche in ,menge schon aus ,stahl hergestellt werden4 ,auf vorzgliche ,gte des ,stahles wird ,verzicht geleistet1 daher die steigende ,ausdehnung der ,fabrikation von ,puddelstahl auf ,kosten der ,schmelz- und ,rohstahlbereitung und in der ,gussstahlfabrikation1 die besonders zur ,erzeugung eines ,massestahls von homogener ,beschaffenheit geeignet ist1 die ,einfhrung von ,methoden1 welche auf die directe ,verwendung des ,roheisens 7nach den ,verfahren von ,bessemer1 ,heaton1 ,hargreaves1 ,martin und ,uchatius71 ja selbst auf die der ,eisenerze 7nach den ,vorschlgen von ,chenot1 ,liebermeister und ,gurlt7 sich sttzen4 #b7 ,ein neues1 usserst schtzbares ,material ist der ,stahlindustrie in dem zhen ,massen- oder ,maschinengussstahl geworden1 welcher1 zu verhltnissmssig niedrigen ,preisen dargestellt1 ,anwendungen gestattet1 zu denen man frher nur ,schmiedeeisen nahm4 ,in diese ,kategorie gehrige ,stahlsorten sind der ,krupp'sche ,maschinengussstahl1 der ,bessemerstahl1 sowie jene ,stahlsorten1 welche man 7wie den ,martinstahl7 durch ,zusammenschmelzen von ,roheisen oder ,schmiedeeisen oder mit ,eisenoxyd erhlt4 ,wie es scheint1 wird der ,gussstahl das ,schmiedeeisen im ,maschinenbau verdrngen1 sich auch an die ,stelle des kohlenstoffreicheren harten oder ,werkzeugstahles setzen1 sofern es sich um ,artikel handelt1 welche der knstlichen ,hrtung nicht bedrfen4 ,diese ,umwlzung1 welche der ,stahlindustrie einen total vernderten ,charakter verleiht1 ist bereits in bedeutendem ,grade fortgeschritten und entwickelt sich tglich mehr4 ,die jhrliche ,stahlproduktion in ,europa lsst sich 7#ahgj7 auf #f1bhe1jjj ,zollcentner 7 #ej ,kilogr47 schtzen1 davon kommen auf ,grossbritannien #b1cjj1jjj ,frankreich #a1cej1jjj ,belgien #abe1jjj ,norddeutscher ,bund #a1abj1jjj ,oesterreich #ijj1jjj ,schweden #bej1jjj ,russland #aej1jjj ,italien #ge1jjj ,spanien #ae1jjj ------------------ #f1bhe1jjj ,centner4 ,von den #a1abj1jjj ,ctr4 ,stahl1 welche der norddeutsche ,bund producirt1 kommen auf die lteren preussischen ,provinzen 7annhernd7 #iih1jjj ,ctr42 diese vertheilen sich auf ,westphalen #ghj1jjj ,rheinprovinz #aid1jjj ,schlesien #ah1jjj ,sachsen #h1jjj ---------------- #iih1jjj ,centner4 ,von den #a1cej1jjj ,centnern ,stahl1 welche ,frankreich producirt1 sind ,herd- und ,puddelstahl #cfj1jjj ,cementstahl #aej1jjj ,gussstahl #ahj1jjj ,bessemerstahl #ffj1jjj ------------------ #a1cej1jjj ,centner4 ,eisenprparate4 ,sidenote3 ,eisenvitriol4 ,der ,eisenvitriol 7grner ,vitriol1 ,kupferwasser1 schwefelsaures ,eisenoxydul1 ,ferrosulfat 7,fe,s,o#d #g;,h#b,o7 kommt in grnlichen ,krystallen im ,handel vor1 die einen zusammenziehenden1 tintenartigen ,geschmack besitzen1 an der ,luft leicht verwittern und sich dabei mit einem gelben ,pulver -- basisch schwefelsaurem ,eisenoxyd -- berziehen1 zu welchem zuletzt die ,krystalle gnzlich zerfallen4 #ajj ,th4 krystallisirter ,eisenvitriol 7im chemisch reinen ,zustande7 bestehen aus3 #bf1aj ,th4 ,eisenoxydul1 #bi1ij ,schwefelsure1 #dd1jj ,wasser4 ,sidenote3 ,darstellung des ,eisenvitriols neben der ,alaunfabrikation4 ,sidenote3 ,darstellung des ,eisenvitriols auf ,bhnen4 ,sidenote3 ,aus abdestillirtem ,schwefelkies4 ,sidenote3 ,aus ,eisen und ,schwefelsure4 ,da die ,alaunerze1 welche zur ,alaunfabrikation angewendet werden1 stets ,schwefelkies 7,fe,s#b71 sei es als ,eisenkies oder als ,vitriolkies1 enthalten1 welcher durch ,verwittern und ,rsten in schwefelsaures ,eisenoxydul und ,eisenoxyd bergeht1 so erhlt man den ,eisenvitriol sehr hufig als ,nebenprodukt bei der ,alaunfabrikation1 indem man die eisenhaltigen ,mutterlaugen abdampft und krystallisiren lsst4 ,in einigen ,gegenden1 wie zu ,goslar am ,harz1 gewinnt man zuerst durch ,abdampfen der ,flssigkeit1 die man durch ,auslaugen der verwitterten ,kiese erhalten hat1 ,eisenvitriol1 und setzt zu der zurckgebliebenen ,lsung eine ,kali- oder ,ammoniakverbindung1 um daraus ,alaun zu gewinnen4 -- ,aus ,stein- und ,braunkohlenlagern1 in denen sich hufig ,schwefelkies und ,magnetkies in grosser ,menge findet1 die sich leicht zu ,eisenvitriol und ,schwefelsure oxydiren1 gewinnt man den ,eisenvitriol1 indem man in einer mit ,lehm wasserdicht gemachten ,grube das ,erz ausbreitet und dort jahrelang liegen lsst4 ,die ,grube ist nach der einen ,seite zu geneigt1 auf dieser ,seite befindet sich ein ebenfalls wasserdichter ,behlter4 ,wenn es auf diese ,haufen 7,bhnen7 regnet1 so lst das ,wasser den entstandenen ,eisenvitriol auf und fliesst in den ,behlter1 in welchem sich ,eisenabflle befinden1 um das ,eisenoxyd in ,oxydul umzuwandeln und die freie ,schwefelsure abzustumpfen4 ,aus diesem ,behlter pumpt man die ,lsung in die ,abdampfpfannen1 in welchen sie zur ,krystallisation abgedampft wird4 ,in ,gegenden1 in welchen vortheilhaft aus ,schwefelkies ,schwefel destillirt werden kann1 benutzt man den abdestillirten ,schwefelkies 7,schwefelbrand1 ,abbrand7 durch ,verwitternlassen und ,auslaugen auf ,eisenvitriol4 ,aus den zur ,eisenvitriolfabrikation verwendeten ,erzen gehen natrlicherweise mancherlei fremde ,bestandtheile in den ,eisenvitriol ber1 die denselben verunreinigen4 ,zuweilen stellt man den ,eisenvitriol aus ,eisenabfllen und ,kammersure oder solcher ,schwefelsure dar1 welche bereits zur ,reinigung von ,rohpetroleum etc4 gedient hat4 ,sidenote3 ,aus ,spatheisenstein und ,schwefelsure4 ,sidenote3 ,traubenvitriol4 ,sidenote3 ,schwarzvitriol4 ,dort1 wo die localen ,verhltnisse es gestatten1 gewinnt man ,eisenvitriol oft sehr wohlfeil durch ,auskochen von gepochten ,eisenfrisch- und ,puddelschlacken mit ,schwefelsure4 ,wo ,spatheisenstein 7kohlensaures ,eisenoxydul ,fe,c,o#c7 rein vorkommt1 kann man sich desselben zur ,bereitung des ,eisenvitriols bedienen1 indem man das ,mineral in ,schwefelsure lst und die ,lsung zum ,krystallisiren abdampft4 ,die im ,grossen erhaltene ,eisenvitriollsung wird in die ,krystallisirgefsse gegossen1 in welche man gewhnlich ,holzstbe oder ,strohhalme gestellt hat4 ,die an den ,stben sich absetzenden ,krystalle bilden den sogenannten ,traubenvitriol4 ,die am ,boden und an den ,wandungen befindlichen ,krystalle1 die ,tafeln1 sind minder schn krystallisirt4 ,durch verschiedene ,metallsalze verunreinigt1 existirt im ,handel eine fast dunkelbraune ,art von ,eisenvitriol1 der sogenannte ,schwarzvitriol1 der aber auch zuweilen auf den ,htten angefertigt wird1 indem man grnen ,eisenvitriol durch einen ,aufguss von ,erlenblttern oder ,gallpfeln schwarz frbt4 ,sidenote3 ,anwendung des ,eisenvitriols4 ,der ,eisenvitriol dient hauptschlich als ,desinfectionsmittel1 dann auch in der ,frberei zum ,schwarzfrben1 indem das ,oxydul des ,eisenvitriols sich zu ,oxyd oxydirt1 und in diesem ,zustande durch die in den ,gallpfeln1 der ,eichenrinde1 dem ,quercitron1 dem ,gelbholz1 dem ,fustikholz u4 s4 w4 enthaltene ,gerbsure in gerbsaures ,eisenoxyd verwandelt wird2 es wird ferner angewendet zur ,bereitung der ,tinte1 zum ,desoxydiren des ,indigs 7,bereitung der kalten ,kpe71 zum ,reinigen des ,leuchtgases1 zum ,fllen des ,goldes aus seinen ,lsungen2 zur ,darstellung von ,berlinerblau und zum ,blaufrben1 zur ,darstellung der rauchenden ,schwefelsure und noch zu vielen anderen ,zwecken4 ,sidenote3 ,eisenmennige4 ,die ,eisenmennige 7minium de fer71 die seit einiger ,zeit zum ,anstreichen als ,ersatzmittel der gewhnlichen ,mennige empfohlen worden ist1 besteht aus ,eisenoxyd und ,thon und erscheint als ein feines ,pulver von dunkelrothbrauner ,farbe4 ,eine hollndische ,eisenmennige bestand aus3 ,eisenoxyd #he1eg ,thon #h1dc ,wasser #f1jj ------ #ajj1jj ,die ,eisenmennige ist zum ,anstreichen weit vortheilhafter als die ,bleimennige4 ,die ,kosten eines ,anstriches verhalten sich wie #bj 7,eisenmennige7 und #ci 7,bleimennige74 ,in vorzglicher ,qualitt wird die ,eisenmennige in der ,fabrik von ,schloer und ,leroux zu ,hellziehen in der bayerischen ,oberpfalz producirt4 -- ,sidenote3 ,blutlaugensalz4 ,das gelbe ,blutlaugensalz 7,ferrocyankalium1 ,kaliumeisencyanr1 blausaures ,eisenoxydul-,kali oder ,blausalz2 ,k#d;,fe,cy#f #c;,h#b,o71 ist ein in technischer ,beziehung beraus wichtiger ,krper4 ,das ,blutlaugensalz krystallisirt in grossen1 blass citronengelben ,prismen1 die luftbestndig und nicht giftig sind1 bitterlich sss schmecken1 sich in #d ,th4 kaltem und #b ,th4 siedendem ,wasser1 aber nicht in ,alkohol lsen4 ,es besteht in #ajj ,theilen aus3 #cg1jc ,kalium1 #ag1jd ,kohlenstoff1 ,cyan1 #ai1hi ,stickstoff1 #ac1be ,eisen1 #ab1gi ,wasser4 ,bei der ,temperatur des siedenden ,wassers verlieren die ,krystalle ihr ,wasser4 ,illustration3 ,fig4 #af4 ,illustration3 ,fig4 #ag4 ,im ,grossen stellt man das ,blutlaugensalz dar1 indem man stickstoffhaltige ,kohle1 wie die aus ,horn1 ,blut1 ,klauen1 ,wollstaub1 ,lederabschnitten1 mit ,potasche 7d4 h4 mglichst schwefelfreies ,kaliumcarbonat7 in eisernen ,gefssen glht4 ,man nimmt entweder auf #ajj ,th4 ,potasche #ge ,th4 einer solchen ,kohle1 oder nach ,runge auf #ajj ,th4 ,potasche #djj ,th4 ,hornkohle und #aj ,th4 ,eisenfeile4 ,das ,zusammenschmelzen der ,rohmaterialien geschieht entweder in geschlossenen eisernen ,gefssen 7,muffeln1 ,birnen7 oder in offenem ,flammenofenfeuer4 ,die ,muffel oder die ,birne 7,fig4 #af7 ist ein ei- oder birnenfrmiger gusseiserner ,kessel a von #a1b ,meter ,durchmesser in der ,lnge und #j1h ,meter in der ,breite2 ihre ,seitenwnde sind #ab-ae ,centim4 stark4 ,am vordern ,theile befinden sich eine ,mndung von #bg ,centim4 ,durchmesser mit einem kurzen1 nach aussen etwas geschweiften ,hals und am hintern ,theile ein kegelfrmiger dreieckiger ,zapfen von #bg-cj ,centim4 ,lnge4 ,die ,muffel ist in etwas geneigter ,lage in einen ,ofen eingemauert 7sodass der ,zapfen etwas tiefer liegt als die ,mndung7 und der ,bauch in dem ,ofenraum frei liegt und auf der untern und obern ,seite von der vom ,rost b aufsteigenden ,flamme getroffen wird4 ,der ,rauch zieht durch c ab4 ,die ,mauerffnung g1 durch die man zu dem ,schmelzkessel gelangt1 ist durch eine eiserne ,platte m geschlossen1 wobei jedoch die der ,birne entstrmenden ,gase ungehindert durch c nach dem ,schornstein e entweichen knnen4 ,in der ber dem ,schmelzkessel befindlichen ,pfanne i wird spter die ,lauge verdampft4 ,da diese ,muffeln sehr bald durchlchert sind1 so ist ihr ,gebrauch sehr kostspielig4 ,durch ,umdrehen der ,muffel im ,ofen1 sodass die durchlcherte ,stelle nach oben kommt1 und ,verschmieren derselben mit ,lehm kann sie allerdings noch einige ,zeit benutzt werden4 ,diese ,gefsse sind jedoch jetzt fast berall durch gusseiserne ,kessel ersetzt1 welche die ,sohle eines ,flammenofens bilden4 ,der ,kessel oder die ,schale a 7,fig4 #ag7 ist #aj ,centim4 dick1 hat einen ,durchmesser von #a-a1h ,meter und einen etwa #aj ,centim4 hohen ,rand4 ,auf den ,rost b in einer ,schachtfeuerung wird das ,brennmaterial geworfen1 dessen luftfreie ,flamme ber die ,feuerbrcke g in den ,schmelzraum und dann nach dem etwas tiefer liegenden ,fuchs c in den ,schornstein e geht1 wenn man es nicht vorzieht1 die ,verbrennungsgase vorerst unter eine oder zwei ,abdampfpfannen zu fhren4 ,die erhaltene schwarze ,masse1 die sogenannte ,schmelze1 wird mit siedendem ,wasser ausgezogen4 ,die ,flssigkeit heisst die ,rohlauge oder ,blutlauge4 ,aus ihr krystallisirt beim ,erkalten ,blutlaugensalz heraus1 das durch ,umkrystallisiren gereinigt wird4 ,die ausgelaugten ,rckstnde 7die ,schwrze oder der ,satz7 werden als ,dnger verwendet4 ,die ,theorie der ,bildung des ,blutlaugensalzes ist folgende3 ,es treten kohlensaures ,kalium1 schwefelsaures ,kalium1 stickstoffhaltige ,kohle und ,eisen in ,wechselwirkung4 ,durch die ,einwirkung der ,kohle entsteht ,kalium und ,schwefelkalium4 ,letzteres giebt seinen ,schwefel an das ,eisen ab und bildet ,schwefeleisen1 whrend zugleich der ,stickstoff der ,kohle durch ,veranlassung des ,kaliums mit dem ,kohlenstoff ,cyan bildet1 welches mit dem ,kalium zu ,cyankalium zusammentritt4 ,beim ,auslaugen der ,schmelze mit ,wasser zersetzen sich ,cyankalium und ,schwefeleisen gegenseitig1 wodurch ,blutlaugensalz und ,schwefelkalium entsteht1 welches aufgelst in der ,mutterlauge zurckbleibt4 ,nach ,emil ,meyer 7#ahfh7 ist es vortheilhafter1 zur ,ueberfhrung des ,cyans in ,ferrocyan eine andere ,eisenverbindung als das ,schwefeleisen zu whlen4 ,er empfiehlt in dieser ,beziehung ,eisencarbonat4 ,das ,ferrocyankalium krystallisirt berdies aus ,lsungen1 die frei von ,schwefelkalium sind1 viel vollstndiger und reiner4 v4 ,liebig hat nachgewiesen1 dass in der ,schmelze nur ,cyankalium und das ,eisen1 nicht aber ,blutlaugensalz enthalten ist4 ,erst durch ,behandeln der ,schmelze mit ,wasser oder durch die ,einwirkung von feuchter ,luft erzeugt sich ,blutlaugensalz4 ,hufig setzt man bei dem ,schmelzprocesse ,leder1 getrocknetes ,blut etc4 unverkohlt zu1 was den ,vortheil hat1 dass das sich entwickelnde ,ammoniak die ,bildung von ,cyankalium veranlasst4 ,ein sehr zweckmssiges ,material der ,blutlaugensalzfabrikation ist nach ,p4 ,havrez 7in ,verviers7 der ,wollschweiss1 welcher nicht nur das ,kali1 sondern auch eine gewisse ,menge ,stickstoff und ausserdem ,heizmaterial liefert4 #ajj ,kil4 ,wollschweiss enthalten #dj ,kil4 ,kaliumcarbonat1 #a-b ,kil4 ,cyankalium und ber #ej ,kil4 brennbare ,kohlenwasserstoffe1 deren ,heizwerth mindestens dem von #dj ,kil4 ,steinkohle gleich ist4 ,man hat auch versucht1 durch die ,einwirkung von ,ammoniak auf glhendes ,kaliumcarbonat1 sowie unter ,mitwirkung des ,stickstoffs der atmosphrischen ,luft ,cyankalium zu erzeugen4 ,letztere ,methode besteht darin1 dass man mit #cj ,proc4 ,kaliumcarbonat getrnkte1 gepulverte ,holzkohle in stehenden1 weiten1 thnernen ,cylindern #aj ,stunden lang in der ,weissglhhitze erhlt und ,luft durchleitet4 ,die durchgeglhte ,kohle wird mit gepulvertem ,spatheisenstein gemengt und ausgelaugt4 ,es hat indessen nicht den ,anschein1 als ob dieses neue ,verfahren fr jetzt das ltere zu verdrngen geeignet wre4 ,mehr ,aussicht auf ,erfolg hat die ,darstellung von ,cyanbarium mit ,hlfe des atmosphrischen ,stickstoffes1 da der ,baryt erfahrungsmssig weit leichter als das ,kali ,kohlenstoff und ,stickstoff zu ,cyan vereinigt1 und die ,ueberfhrung des ,cyanbariums in ,blutlaugensalz4 ,nach dem ,verfahren von ,glis 7#ahfa7 stellt man ,blutlaugensalz durch gegenseitige ,einwirkung von ,schwefelkohlenstoff und ,schwefelammon dar2 das so erhaltene ,sulfocarbonat wandelt man durch ,schwefelkalium in ,schwefelcyankalium um1 wobei ,schwefelammon und ,schwefelwasserstoff verflchtigt werden4 ,das ,schwefelcyankalium endlich wird durch ,glhen mit ,eisen in ,blutlaugensalz 7und ,schwefeleisen7 bergefhrt4 ,nach einem im ,jahre #ahfc von ,h4 ,fleck beschriebenen ,verfahren der ,blutlaugensalzfabrikation bildet sich durch ,einwirkung eines ,gemisches von schwefelsaurem ,ammon1 ,schwefel und ,kohle auf schmelzendes ,schwefelkalium zunchst ,schwefelcyankalium in der ,schmelzmasse4 ,die ,hlfte des als schwefelsaures ,ammon angewendeten ,stickstoffes bleibt als ,cyan in der ,schmelze1 whrend die andere ,hlfte als ,schwefelammon entweicht1 welches wieder in schwefelsaures ,ammon bergefhrt wird4 ,das ,schwefelcyankalium setzt sich mit metallischem ,eisen in ,cyankalium und ,schwefeleisen um1 welches letztere wieder dazu dient1 um die ,bildung von ,blutlaugensalz in der ,schmelzlsung zu bewirken4 ,sidenote3 ,anwendung des gelben ,blutlaugensalzes4 ,das gelbe ,blutlaugensalz dient in der ,technik zur ,darstellung des rothen ,blutlaugensalzes1 des ,berliner ,blaues1 des ,cyankaliums1 in der ,frberei zur ,erzeugung von ,blau und ,braunroth1 sowie zur oberflchlichen ,umwandlung des ,eisens in ,stahl 7,einsatzhrtung74 ,seit etwa zwanzig ,jahren wird es auch zur ,fabrikation von sogenanntem amerikanischem oder weissen ,schiesspulver und gewissen ,sorten von ,sprengpulver verwendet4 ,sidenote3 ,rothes ,blutlaugensalz4 ,das rothe ,blutlaugensalz 7,ferridcyankalium1 ,kaliumeisencyanid oder ,gmelins ,salz2 ,k#c;,fe,cy#f7 ist ein ebenfalls in der ,frberei hufig angewendeter ,krper4 ,dieses ,salz krystallisirt in wasserfreien1 schnen rothen ,sulen1 die sich in #d ,th4 ,wasser lsen4 ,es besteht in #ajj ,theilen aus3 #ce1eh ,kalium1 #ba1fc ,kohlenstoff ,cyan1 #be1ed ,stickstoff #ag1bi ,eisen4 ,man stellt es dar1 indem man entweder durch eine ,lsung des gelben ,blutlaugensalzes ,chlorgas leitet1 bis ,eisenoxyd nicht mehr gefllt wird und die ,lsung zum ,krystallisiren abdampft2 oder auf trockenem ,wege1 indem man fein zerriebenes gelbes ,blutlaugensalz der ,wirkung von ,chlorgas aussetzt1 wobei es hufig umgerhrt1 oder in einem ,fasse1 welches sich langsam um seine ,achse dreht und in welches man das ,chlorgas einleitet1 bewegt werden muss4 ,sobald man bemerkt1 dass das ,chlor unabsorbirt durch die ,masse hindurchgeht1 muss die ,operation unterbrochen und das ,pulver der ,wirkung des ,chlors entzogen werden4 ,man lst dann in mglichst wenig ,wasser2 rothes ,blutlaugensalz krystallisirt heraus1 whrend ,chlorkalium gelst bleibt3 ,k#d;,fe,cy#f ,cl ,k,cl ,k#c;,fe,cy#f4 ,gelbes ,blutlaugensalz4 ,rothes ,blutlaugensalz4 ,nach ,e4 ,reichardt 7#ahfi7 lsst sich das ,chlor mit gutem ,erfolge durch ,brom ersetzen4 ,das rothe ,blutlaugensalz dient hauptschlich zum ,blaufrben von ,wollstoffen und 7mit ,natron- oder ,kalilauge gemischt7 als ,aetzmittel 7,mercer's ,liquor7 in der ,kattundruckerei4 ,sidenote3 ,cyankalium4 ,das ,cyankalium oder blausaure ,kali 7,k,cy7 findet in der galvanischen ,vergoldung und als ,reductionsmittel vielfache ,anwendung4 ,ausserdem wird es in neuerer ,zeit vielfach zur ,herstellung des ,grnat soluble 7isopurpursaures ,kali7 aus ,pikrinsure benutzt4 ,es steht zu erwarten1 dass diese ,verbindung bald im ,grossen und billiger dargestellt werden wird1 um eine noch ausgedehntere ,anwendung zu erlangen4 ,man erhlt es1 indem man getrocknetes ,blutlaugensalz in einem ,porzellantiegel erhitzt1 so lange noch ,stickstoffgas entweicht4 ,am ,boden des ,tiegels sondert sich ,kohleneisen ab1 whrend das darber stehende ,cyankalium abgegossen wird 7,k#d;,fe,cy#f #d,k,cy ,fe,c#b #b,n74 ,aus #aj ,th4 ,blutlaugensalz erhlt man #g ,th4 ,cyankalium4 ,dass das ,cyankalium als ,hochofenprodukt sich bildet1 ist ,seite #ac angegeben worden4 ,nach ,liebig's ,methode erhitzt man ein ,mol4 ,blutlaugensalz mit einem ,mol4 kohlensaurem ,kali4 ,zehn ,theile ,blutlaugensalz geben nach diesem ,verfahren #h1h ,th4 ,cyankalium1 das mit #b1b ,th4 cyansaurem ,kali gemengt ist4 ,fr technische ,zwecke ist ein ,gemenge von ,cyankalium mit ,cyannatrium 7,cyansalz genannt7 bedeutend wohlfeiler4 ,man stellt es dar1 indem man #i ,th4 trockenes gelbes ,blutlaugensalz mit #b ,th4 trockenem ,natriumcarbonat zusammenschmilzt4 ,die ,masse schmilzt sehr bald und das ,eisen des ,blutlaugensalzes sondert sich vollstndig und leicht von der dnnflssigen ,masse ab4 ,das so dargestellte ,cyansalz wird an der ,luft minder leicht zersetzt als das ,cyankalium und lsst sich bei weit niedrigerer ,temperatur darstellen4 ,sidenote3 ,berliner ,blau4 ,berliner ,blau1 ,pariser ,blau1 ,eisencyanrcyanid4 ,man unterscheidet drei verschiedene ,sorten ,berlinerblau1 die sich von einander durch ihre ,bereitungsweise und ihre ,zusammensetzung unterscheiden1 nmlich das neutrale1 das basische ,berlinerblau und ein ,gemisch von beiden4 ,greek3 a7 ,das neutrale ,berlinerblau 7,pariserblau1 ,erlangerblau1 ,hamburgerblau7 wird erhalten1 indem man eine ,lsung von gelbem ,blutlaugensalz in eine ,lsung von ,eisenchlorid oder in die eines ,eisenoxydsalzes giesst4 ,es bildet sich ein prchtig blauer1 sehr voluminser ,niederschlag1 welcher sich nur schwierig auswaschen lsst und stets eine gewisse ,menge gelbes ,blutlaugensalz enthlt1 das durch ,auswaschen nicht entfernt werden kann4 ,greek3 b7 ,das basische ,berlinerblau entsteht durch ,fllen von gelbem ,blutlaugensalz mit ,eisenoxydullsung1 wodurch ein weisser ,niederschlag von ,eisencyanr sich bildet1 welcher an der ,luft oder durch oxydirende ,agentien blau wird1 indem ein ,theil des ,eisens sich oxydirt1 wodurch ein anderer ,theil ,eisencyanr jenes ,cyan aufnimmt und dadurch in ,cyanid bergeht1 welches sich mit dem brig gebliebenen ,cyanr zu ,berlinerblau vereinigt1 welchem ,eisenoxyd beigemischt ist4 ,man giebt an1 das basische ,berlinerblau unterscheide sich von dem neutralen dadurch1 dass es im ,wasser lslich sei4 ,dies ist insofern nicht richtig1 als die ,lslichkeit dieser ,verbindung durch einen ,gehalt an ,blutlaugensalz bedingt ist4 ,greek3 g7 ,da man im ,fabrikbetriebe aber weder reines ,eisenoxydul- noch ein reines ,eisenoxydsalz anwendet1 sondern immer ein oxydhaltiges ,eisenoxydulsalz1 so besteht der ,niederschlag anfangs immer aus einem ,gemenge von neutralem ,berlinerblau mit weissem ,eisencyanr1 welches spter in basisches ,berlinerblau bergeht4 ,das ,berlinerblau des ,handels ist daher immer ein ,gemisch von neutralem mit basischem ,berlinerblau in wechselnden ,verhltnissen4 ,als ,eisenoxydulsalz wendet man allgemein ,eisenvitriollsung an1 die durchaus frei von ,kupfer sein muss1 indem ,kupfersalze mit ,blutlaugensalz einen chocoladebraunen ,niederschlag geben4 ,sidenote3 ,aelteres ,verfahren der ,darstellung von ,berlinerblau4 ,nach dem lteren ,verfahren lst man den ,eisenvitriol und den ,alaun in siedendem ,regen- oder ,flusswasser1 klrt die ,flssigkeit durch ,decantiren und schttet sie noch heiss unter bestndigem ,umrhren in die heisse ,blutlauge so lange1 als noch ein ,niederschlag erfolgt4 ,man zieht die ber dem ,niederschlage stehende ,flssigkeit ab und ersetzt sie durch frisches ,wasser1 lsst wieder absetzen und fhrt damit fort1 bis alles schwefelsaure ,kali entfernt ist4 ,man bringt nun den ,niederschlag auf ,seihetcher zum ,abtropfen und unterwirft ihn dann der ,anfeuerung4 ,zu diesem ,zwecke erhitzt man den im ,wasser suspendirten ,niederschlag bis zum ,sieden1 setzt dann ,salpetersure hinzu1 kocht noch einige ,minuten1 entleert das ,ganze in einen ,bottich und setzt englische ,schwefelsure hinzu4 ,nach ,verlauf von einigen ,tagen wird der unterdessen blau gewordene ,niederschlag ausgewaschen1 an der ,luft etwas getrocknet1 ausgepresst1 in kleine lnglich viereckige ,stckchen zerschnitten1 in schwach geheizten ,trockenkammern getrocknet und zuletzt in einem bis auf etwa #hj geheizten ,raume getrocknet4 ,da sich das ,berlinerblau nach dem ,austrocknen nur mit grosser ,schwierigkeit in den ,zustand feinster ,zertheilung zurckfhren lsst1 den es frisch gefllt hatte1 so bringt man es auch als ,teig 7en pte7 in den ,handel4 ,die dem ,berlinerblau beigemengte ,thonerde hat sich aufs ,innigste mit dem ,blau gemischt und vergrssert so die ,quantitt1 ohne die ,intensitt der ,farbe zu beeintrchtigen4 ,sind dem ,berlinerblau grssere ,mengen ,thonerde beigemengt1 so wird seine ,farbe natrlich lichter und es heisst dann ,mineralblau1 obgleich man unter dieser ,benennung auch zu ,pulver geriebene ,kupferlasur oder durch ,fllung von salzsaurem oder salpetersaurem ,kupferoxyd erzeugtes1 mit ,kalk verunreinigtes ,kupferoxyd versteht4 ,sidenote3 ,neuere ,methoden der ,darstellung von ,berlinerblau4 ,nach neueren ,methoden lsst sich das ,berlinerblau auf folgende ,weise am besten herstellen3 #a7 ,es beruht auf der ,anwendung des ,chlors im ,knigswasser zur ,zersetzung des weissen ,niederschlags1 in bekannter ,weise aus ,blutlaugensalz und ,eisenvitriol dargestellt4 ,der ,eisenvitriol muss mglichst oxydfrei sein4 ,es muss ferner die ,blutlaugensalzlsung noch heiss niedergeschlagen werden1 damit eine ,oxydation des ,niederschlages und die dadurch herbeigefhrte vorzeitige ,bluung desselben so viel als thunlich vermieden werde4 ,deshalb muss auch der weisse ,niederschlag sogleich und zwar mglichst schnell abfiltrirt werden4 ,nur das durch oxydirende ,einwirkung des ,chlors1 der ,salpetersure etc4 auf den weissen ,niederschlag entstandene ,blau besitzt die erforderliche ,intensitt der ,farbe1 whrend der an der ,luft blau gewordene ,niederschlag1 selbst wenn er durch ,digestion mit ,salzsure von dem beigemengten ,eisenoxydulhydrat befreit wurde1 stets eine wenig ausgiebige ,farbe liefert4 ,das ,auswaschen und ,trocknen erfolgt wie gewhnlich4 #b7 ,nach einem anderen ,verfahren geschieht das ,anbluen des weissen ,niederschlages durch ,eisenchlorid 7oder schwefelsaures ,eisenoxyd71 welches dadurch zu ,eisenchlorr 7oder schwefelsaurem ,eisenoxydul7 reducirt wird1 das man darauf anstatt des ,eisenvitriols zur ,herstellung des weissen ,niederschlages benutzt4 #c7 ,eine andere ,methode grndet sich darauf1 dass das ,anbluen des weissen ,niederschlages auch durch eine ,auflsung von ,manganchlorid 7,mn#b;,cl#f7 zu bewirken ist4 ,das ,vortheilhafte dieser ,methode ist lediglich durch lokale ,verhltnisse bedingt4 ,da der ,handelswerth der ,manganerze von ihrem ,gehalte an ,mangansuperoxyd abhngt1 die gewhnlichen ,erze aber meistens ziemlich viel ,manganoxyd beigemengt enthalten1 das denselben durch ,salzsure in der ,klte entzogen worden kann1 so liesse sich durch ,digestion der ,manganerze mit ,salzsure der ,handelswerth derselben steigern und zu gleicher ,zeit ein ,anbluungsmittel fr die ,fabrikation von ,berlinerblau gewinnen4 ,auch eine ,auflsung von ,chromsure 7gewhnlich ein ,gemisch von zweifach chromsaurem ,kali mit ,schwefelsure7 lsst sich zum ,anbluen des weissen ,niederschlages anwenden1 indessen ist auch diese ,methode nur unter gewissen ,bedingungen anzuempfehlen1 da das sich bildende ,chromoxydsalz in der ,kegel schwer zu verwerthen sein wird4 ,sidenote3 ,turnbull's ,blau4 ,sidenote3 ,berlinerblau aus ,steinkohlengas und ,knochen4 ,turnbull's ,blau4 ,wird eine ,lsung von rothem ,blutlaugensalz mit einer ,lsung von schwefelsaurem ,eisenoxydul vermischt1 deren ,menge jedoch nicht zu vollstndiger ,zersetzung des rothen ,blutlaugensalzes hinreicht1 so erhlt man den in ,england unter dem obigen ,namen bekannten ,niederschlag1 der wesentlich aus ,fe#b;,cy#c1 #c ,fe,cy besteht1 ausserdem auch noch chemisch gebundenes gelbes ,blutlaugensalz enthlt4 ,seit einigen ,jahren ist von ,mallet1 ferner von ,gautier-,bouchard mit ,erfolg versucht worden1 ,berlinerblau aus den ,nebenprodukten der ,gasfabrikation aus ,steinkohlen darzustellen1 so aus dem ammoniakalischen ,wasser1 ferner aus der zum ,reinigen des ,gases angewendeten ,laming'schen ,mischung und aus dem ,kalk1 womit das ,steinkohlengas gereinigt worden ist4 ,dieser ,gaskalk enthlt nicht nur ,cyancalcium und ,cyanammonium1 sondern auch ziemlich viel freies ,ammoniak4 ,um letzteres besonders zu gewinnen1 setzt man den ,gaskalk ,wasserdmpfen aus und leitet das sich entwickelnde ,ammoniak in ,schwefelsure4 ,das ,zurckbleibende wird mit ,wasser ausgelaugt4 ,die ,lauge enthlt die ,cyanverbindungen gelst2 aus ihr wird auf gewhnliche ,weise ,berlinerblau erzeugt4 ,nach ,versuchen von ,krafft geben #ajjj ,kilogr4 ,gaskalk1 nach dem angegebenen ,verfahren behandelt1 #ab-ae ,kilogr4 ,berlinerblau und #ae-bj ,kilogr4 ,ammoniaksalz4 ,phipson giebt an1 #a ,tonne ,newcastlekohle gbe eine ,quantitt ,cyan1 welche #e-h ,pfd4 ,berlinerblau entspricht4 ,auch bei der ,fabrikation der ,thierkohle stellt man nebenbei ,berlinerblau dar4 ,sidenote3 ,lsliches ,berlinerblau4 ,lsliches ,berlinerblau4 ,da das gewhnliche ,berlinerblau seiner ,unlslichkeit im ,wasser wegen nur als ,deckfarbe ,anwendung finden kann1 das basische ,berlinerblau aber nur bei ,gegenwart von ,blutlaugensalz sich lst1 so ist die ,entdeckung1 dass reines ,berlinerblau sich in ,oxalsure lse und in dieser ,gestalt als ,saftfarbe ,anwendung finden knne1 fr die ,farbentechnik von grosser ,wichtigkeit4 ,nach dem von dem ,entdecker angegebenen ,verfahren soll man das ,berlinerblau #a-b ,tage lang mit concentrirter ,salzsure oder auch mit concentrirter ,schwefelsure1 welche letztere nach dem ,vermischen mit dem ,berlinerblau mit einem gleichen ,quantum ,wasser verdnnt wird1 digeriren1 darauf die ,sure beseitigen1 das ,berlinerblau vollstndig auswaschen1 trocknen und in ,oxalsure lsen4 ,das zweckmssigste ,mengenverhltnis zur ,darstellung einer haltbaren ,lsung besteht in #h ,th4 mit ,schwefelsure behandeltem ,berlinerblau1 #a ,th4 ,oxalsure und #bef ,th4 ,wasser4 ,nach anderen ,angaben erhlt man in ,wasser vollkommen und leicht lsliches ,berlinerblau #a7 durch ,fllen einer wsserigen ,lsung von ,eisenjodr mit ,blutlaugensalz1 sodass letzteres jedoch im ,ueberfluss bleibt2 #b7 durch ,vermischen einer ,lsung von ,eisenchlorid in therhaltigem ,weingeist mit wsseriger ,blutlaugensalzlsung4 ,reines ,berlinerblau ist dunkelblau1 hat einen kupferhnlichen ,glanz und ,strich1 ist in ,wasser und ,alkohol unlslich und wird durch alkalische ,lsungen und concentrirte ,suren1 sowie durch ,erhitzen zersetzt4 ,je leichter und lockerer1 um so besser ist es4 ,man verwendet es besonders in der ,wassermalerei und als ,leimfarbe1 seltener in der ,oelmalerei4 ,die vorzglichste ,anwendung findet das ,berlinerblau in der ,frberei fr ,wolle und ,baumwolle und in der ,zeugdruckerei4 ,das ,verfahren1 es auf ,seide anzuwenden1 heisst nach seinem ,erfinder ,bleu-,raymond4 ,das auf ,seide hervorgebrachte ,bleu de ,france ist aus ,berlinerblau1 aber auf eigenthmliche ,weise ohne alle ,eisenbeize1 nur mit ,ferrocyanwasserstoffsure 7durch ,behandeln von ,ferrocyankalium mit ,schwefelsure erhalten7 dargestellt4 ,beim ,kochen und gleichzeitiger ,einwirkung der ,luft giebt diese ,sure unter ,freiwerden von ,blausure ,berlinerblau4 ,wie schon angefhrt1 enthlt das ,berlinerblau hufig ,thonerde1 den geringeren und helleren ,sorten 7dem ,mineralblau7 sind ausserdem ,schwerspath und gefllter schwefelsaurer ,baryt 7,barytweiss71 ,kaolin1 ,zinkweiss und ,magnesia beigemengt4 ,nach den ,angaben von ,pohl soll das ,berlinerblau mit ,strkekleister1 der mit ,jodtinctur geblut ist1 vermischt im ,handel vorgekommen sein4 ,das ,kobalt4 7,co #ei2 spec4 ,gew4 #h1g47 ,sidenote3 ,metallisches ,kobalt4 ,das ,kobalt kommt in der ,natur hauptschlich als ,speiskobalt 7,co,as#b mit #c-bd ,proc4 ,kobalt und #j-ce ,proc4 ,nickel7 und als ,kobaltglanz 7,co,as,s1 mit #cj-cd ,proc4 ,kobalt7 vor4 ,in neuerer ,zeit stellt man in ,iserlohn und auf dem schsischen ,blaufarbenwerke ,pfannenstiel bei ,aue metallisches ,kobalt im ,grossen dar4 ,es besitzt eine stahlgraue ,farbe mit einem ,stich ins ,rthliche1 hat lebhaften ,metallglanz1 lsst sich gut poliren1 ist geschmeidig1 dehnbar und bertrifft an ,zhigkeit das ,eisen4 ,erst in sehr hoher ,temperatur schmilzt es4 ,von verdnnten ,suren wird es langsam1 von ,salpetersure und ,knigswasser leichter aufgelst4 ,sidenote3 ,kobaltfarben4 ,die auf ,kobaltfarben zu verarbeitenden ,erze werden1 um das ,kobalt zu oxydiren1 den ,schwefel und das ,arsen zu verflchtigen1 gerstet4 ,im gersteten ,zustande heissen die ,kobalterze ,safflor oder ,zaffer4 ,je nach der ,reinheit der gersteten ,kobalterze unterscheidet man ordinre 7,,os71 mittlere 7,,ms7 und feine 7,,fs und ,,ffs7 ,safflore4 ,sie bestehen wesentlich aus ,kobaltoxyd1 -,oxydul1 ,arsen1 ,nickel1 mit ,spuren von ,mangan-1 ,wismuthoxyd u4 s4 w4 ,die ,safflore werden zur ,darstellung der ,kobaltfarben angewendet4 ,in ,schweden stellt man ,safflore durch ,fllen einer ,lsung von schwefelsaurem ,kobaltoxydul mit einer ,lsung von kohlensaurem ,kali dar4 ,man stellt aus dem ,safflor dar3 die ,smalte1 das ,kobaltultramarin1 das ,coeruleum 7,coelin7 und das ,rinmann'sche ,grn 7,kobaltgrn1 ,schsischgrn71 an welche sich das ,kobaltgelb1 das ,kobaltviolett und die ,kobaltbronze anschliessen4 ,sidenote3 ,smalte4 ,es ist bekannt1 dass ,glser durch ,kobaltverbindungen blau gefrbt werden4 ,schmelzt man ,zaffer 7unreines ,kobaltoxydul7 mit ,kieselerde und ,kali zusammen1 so erhlt man ein intensiv blaues ,glas1 das im feingemahlenen ,zustande unter dem ,namen ,smalte oder blaue ,farbe bekannt ist4 ,der ,erfinder derselben ist der bhmische ,glasmacher ,christoph ,schrer1 welcher in der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts lebte4 ,er verkaufte sein ,geheimniss den ,englndern1 welche ,farbemhlen anlegten und das ,kobalt aus ,sachsen kommen liessen4 ,zu gleicher ,zeit entstanden in ,bhmen #aa ,farbemhlen4 ,alle diese ,werke gingen aber ein1 als ,kurfrst ,johann ,i4 die ,kobaltausfuhr aus ,sachsen verbot und selbst die noch bestehenden ,farbenwerke bei ,schneeberg anlegte4 ,man stellt die ,smalte auf den ,blaufarbenwerken dar1 indem man die gersteten ,kobalterze mit ,quarzsand und ,potasche in ,hfen in einem ,glasofen zusammenschmilzt2 das erhaltene ,glas wird1 sowie es aus dem ,ofen kommt1 abgelscht1 wodurch es mrbe wird und zerfllt4 ,darauf wird das ,glas in ,pochwerken gepocht und mit ,wasser auf ,mhlen fein gemahlen4 ,das feingemahlene ,pulver lsst man mit ,wasser in ,waschfssern stehen1 was sich zuerst absetzt1 ist das grbere ,streublau 7,streusand71 das auf die ,mhle zurckgegeben oder in den ,handel gebracht wird4 ,aus der trben ,flssigkeit setzen sich nach und nach ab ,couleur 7grberes ,pulver71 ,eschel und ,sumpfeschel4 ,durch wiederholtes ,mahlen und ,auswaschen stellt man aus der gewhnlichen ,smalte verschiedene ,sorten dar4 ,die beste1 d4 h4 die kobaltreichste ,sorte ,smalte heisst ,knigsblau4 ,eigenthmlich ist es1 dass das ,kobaltoxydul1 dessen ,salze 7auch das kieselsaure ,kobaltoxydul7 sonst eine rothe ,frbung besitzen1 in der ,smalte ,tiefblau erzeugt4 ,eine ,reihe von ,r4 ,ludwig in ,schwarzenfels 7im preussischen ,regierungsbezirk ,fulda7 ausgefhrter ,versuche hat gezeigt1 dass die frbende ,substanz der ,smalte ,kali-,kobaltoxydul-,silicat ist1 in welchem sich der ,sauerstoff der ,sure zu dem der ,base wie #f 3 #a verhlt4 ,ludwig fand in #ajj ,theilen norwegischer ,smalte deutscher ,smalte 7hhere ,couleur7 7hohe ,eschel7 7grobe blasse ,couleur7 ,kieselerde #gj1hf #ff1bj #gb1aa ,kobaltoxydul #f1di #f1ge #a1ie ,kali und ,natron #ba1da #af1ca #a1hj ,thonerde #j1dc #h1fd #bj1jd ,ausserdem finden sich darin kleine ,mengen von ,eisenoxydul1 ,kalk1 ,nickeloxydul1 ,arsensure1 ,kohlensure und ,wasser1 mitunter auch ,blei- und ,eisenoxyd4 ,in einer prchtigen ultramarinhnlichen ,smalte waren nach ,oudemans jun4 #e1g ,kobaltoxydul enthalten4 ,die ,potasche kann in der ,smaltefabrikation nicht durch ,soda ersetzt werden1 weil ,kobalt-,natronglser niemals rein blau gefrbt sind4 ,sidenote3 ,kobaltspeise4 ,da bei dem ,rsten der ,kobalterze das ,rsten nicht lange genug fortgesetzt wird1 um das in den ,erzen enthaltene ,nickel zu oxydiren1 so schmilzt dieses ,metall in den ,hfen mit den noch vorhandenen ,metallen zu einer ,masse zusammen1 welche ,kobaltspeise genannt wird4 ,sie ist von weisser1 ins ,rthliche gehender ,farbe1 starkem ,metallglanz und feinkrnigem ,bruch und besteht aus ,nickel #dj-ef1 ,arsen #bf-dd1 ausserdem aus ,kupfer1 ,eisen1 ,wismuth1 ,schwefel u4 s4 w4 ,eine aus dem schsischen ,erzgebirge stammende ,speise bestand nach einer von mir 7#ahgj7 ausgefhrten ,analyse aus3 ,nickel #dh1bj ,kobalt #a1fc ,wismuth #b1dd ,eisen #j1fe ,kupfer #a1ic ,arsen #db1jh ,schwefel #c1jg ------ #ajj1jj ,die ,kobaltspeise 7,nickelspeise7 ist das hauptschlichste ,material zur ,darstellung des ,nickels4 ,sidenote3 ,anwendung der ,smalte4 ,man benutzt die ,smalte zum ,bluen des ,papiers1 der ,leinwand1 zum ,blaufrben des ,krystallglases und des ,emails etc4 ,wegen ihrer ,hrte eignet sie sich nicht besonders zum ,bluen des ,papiers1 da ein mit ,smalte geblutes ,papier die ,feder stumpf macht4 ,in der neueren ,zeit ist die ,smalte in ihrer ,anwendung zum ,bluen zum grossen ,theil durch das knstliche ,ultramarin verdrngt worden4 ,sidenote3 ,kobaltultramarin4 ,das ,kobaltultramarin1 ,leithener oder ,thnard's ,blau 7,bleu ,thnard7 ist eine aus ,thonerde und ,kobaltoxydul 7,kobaltoxydul-,aluminat7 bestehende ,farbe1 welche zuerst von ,wenzel in ,freiberg1 dann zum zweiten ,male von ,gahn in ,falun und endlich zum dritten ,male von ,thnard in ,paris und von v4 ,leithener in ,wien entdeckt wurde4 ,man stellt das ,kobaltultramarin dar1 indem man eine ,alaunlsung mit der ,lsung eines ,kobaltoxydulsalzes mischt und dann durch kohlensaures ,natron fllt oder sofort ,natronaluminat mittelst ,chlorkobalt zersetzt4 ,der aus ,thonerdehydrat und ,kobaltoxydulhydrat bestehende ,niederschlag wird ausgewaschen1 getrocknet und anhaltend geglht4 ,nach ,louyet soll man das gallertartige ,thonerdehydrat 7am vortheilhaftesten dasjenige1 welches bei der ,verarbeitung des ,kryoliths und ,bauxits gewonnen wird7 mit phosphorsaurem und arsensaurem ,kobaltoxydul mengen1 worauf schon in der ,rothglhhitze die blaue ,farbe entstehen soll4 ,die ,gegenwart von ,phosphorsure oder ,arsensure begnstigt auch in der ,that die ,verbindung der ,thonerde mit dem ,kobaltoxydul und erhht die ,schnheit des ,kobaltultramarins4 ,die ,farbe desselben kommt bei ,tageslicht dem ,ultramarin fast ganz gleich1 bei knstlichem ,lichte erscheint sie aber1 wie die meisten ,kobaltfarben1 schmutzig violett4 ,diese ,verbindung ist luft- und feuerbestndig und wird in der ,wasser-1 ,oel- und ,porcellanmalerei benutzt4 ,sidenote3 ,coeruleum4 ,das ,coeruleum 7,coelin7 ist eine neue lichtblaue ,farbe fr die ,oel- und ,aquarellmalerei1 welche in ,england dargestellt wird und die vortreffliche ,eigenschaft besitzt1 beim ,lampenlichte nicht violett zu erscheinen4 ,es ist zinnsaures ,kobaltoxydul 7,sn,o#b1 ,co,o71 gemengt mit ,zinnsure und ,gyps und besteht aus #di1f ,th4 ,zinnoxyd1 #ah1f ,kobaltoxydul und #ca4h ,th4 ,gyps4 ,sidenote3 ,rinmann'sches ,grn4 ,das ,rinmann'sche ,grn 7,kobaltgrn1 ,zinkgrn1 ,schsischgrn7 ist die dem ,kobaltultramarin entsprechende grne ,verbindung1 in welcher die ,thonerde durch ,zinkoxyd ersetzt ist4 ,man stellt diese ,farbe dar1 indem man ,zinkvitriollsung mit ,kobaltoxydullsung mengt1 das ,gemenge vermittelst kohlensauren ,natrons fllt1 den ,niederschlag auswscht1 trocknet und glht4 ,es besteht aus #hh ,th4 ,zinkoxyd und #ab ,th4 ,kobaltoxydul4 ,sidenote3 ,kobaltoxydul4 ,das in der ,porcellan- und ,glasmalerei angewendete ,kobaltoxydul 7,kobaltoxyd7 ist wohl von der ,smalte und dem ,safflor zu unterscheiden4 ,man stellt es auf den ,blaufarbenwerken und in chemischen ,fabriken theils auf trockenem1 theils auf nassem ,wege dar4 ,ersteren schlgt man in ,england und ,norwegen1 letzteren in ,sachsen und auf den tunaberger ,kobaltwerken in ,schweden ein4 ,das schwarze ,kobaltoxyd des ,handels 7,,rko7 besteht zum grssten ,theile aus reinem ,kobaltoxyd 7,co#b,o#c7 und wird wahrscheinlich dargestellt1 indem man ,kobaltoxydulhydrat oder kohlensaures ,kobaltoxydul bei ,zutritt der ,luft lngere ,zeit erhitzt4 ,der grsste ,theil des im ,handel vorkommenden ,kobaltoxydes wird in den ,nickelfabriken als ,nebenprodukt auf nassem ,wege dargestellt4 ,man unterscheidet ,,rko ,hyperoxyd1 ,,pko phosphorsaures ,oxydulhydrat1 ,,ako arsensaures ,oxydulhydrat1 ,,koh kohlensaures ,oxydulhydrat4 ,geglhtes phosphorsaures ,kobaltoxydul 7von der ,formel ,p#b,o#c1 #b ,co,o7 wird als violette ,farbe unter dem ,namen ,kobaltviolett beim ,tapetendruck und in der ,zeugdruckerei angewendet4 ,wolframsaures ,kobaltoxydul 7geglht7 ist neuerdings als blaue ,farbe empfohlen worden4 ,sidenote3 ,chemisch reines ,kobaltoxydul4 ,chemisch reines ,kobaltoxydul1 wie es bisweilen zur ,erzeugung zarter ,farben angewendet werden muss1 stellt man am besten dar1 indem man #a ,th4 gerstetes und gepulvertes ,kobalterz mit #b ,th4 zweifach schwefelsaurem ,kali erhitzt1 bis keine ,schwefelsure mehr entweicht4 ,die erkaltete ,masse1 welche aus schwefelsaurem ,kali1 schwefelsaurem ,kobaltoxydul und unlslichen arsensauren ,salzen besteht1 wird mit ,wasser ausgezogen und die ,lsung zur ,abscheidung des mglicherweise vorhandenen ,eisens mit etwas ,kobaltoxydulhydrat digerirt4 ,die vom ausgeschiedenen ,eisenoxydulhydrat abfiltrirte ,lsung wird durch kohlensaures ,natron gefllt und der entstandene ,niederschlag nach dem ,auswaschen geglht4 ,sidenote3 ,salpetrigsaures ,kobaltoxydul-,kali4 ,das salpetrigsaure ,kobaltoxydul-,kali oder ,kobaltgelb wurde zuerst von ,fischer in ,breslau durch ,vermischen einer ,kobaltoxydullsung mit salpetrigsaurem ,kali dargestellt4 ,es erscheint als gelber1 kristallinischer ,niederschlag1 welcher in ,wasser ganz unlslich ist4 ,st4 ,evre untersuchte den gelben ,krper und hob besonders1 wegen seiner schnen ,farbe1 welche vollkommen der des ,jaune indien 7euxanthinsaure ,magnesia7 hnlich ist1 und seiner ,bestndigkeit unter dem ,einflusse oxydirender und schwefelnder ,substanzen1 seine ,anwendbarkeit in der ,oel- und ,aquarellmalerei hervor4 ,man stellt die gelbe ,verbindung nach ,st4 ,evre dar1 indem man aus salpetersaurem ,kobaltoxydul-,kali durch einen geringen ,ueberschuss von ,kali rosenrothes ,kobaltoxydul-,kali fllt und in den ,brei ,stickstoffoxydgas leitet oder einfacher nach ,hayes1 indem man ,dmpfe von ,untersalpetersure in eine mit etwas ,kali versetzte ,lsung von salpetersaurem ,kobaltoxydul leitet1 wo alles ,kobalt in ,kobaltgelb bergefhrt wird4 ,da das salpetrigsaure ,kobaltoxydul-,kali auch aus unreinen ,kobaltoxydullsungen vollkommen frei von ,nickel1 ,eisen etc4 gefllt wird1 so ist es auch in der ,porcellan- und ,glasmalerei allen anderen ,kobaltprparaten vorzuziehen1 wenn es sich um die ,herstellung einer reinen blauen ,nance handelt4 ,sidenote3 ,kobaltbronze4 ,kobaltbronze1 ein dem violetten ,chromchlorid sehr hnliches metallglnzendes1 violettes1 schuppiges ,pulver1 kommt seit einiger ,zeit aus dem ,blaufarbenwerke ,pfannenstiel in den ,handel und ist phosphorsaures ,kobaltoxydul-,ammoniak4 ,das ,nickel4 7,ni #ei2 spec4 ,gew4 #h1ig-i1bf47 ,sidenote3 ,nickel1 dessen ,vorkommen4 ,das ,nickel kommt in folgenden ,nickelerzen vor3 dem ,kupfernickel 7,rothnickelkies7 ,ni,as 7mit #d1d ,proc4 ,ni71 dem ,antimonnickel ,ni,sb 7mit #ca1d ,proc4 ,ni71 dem ,weissnickelkies ,ni,as#b 7mit #bh1b ,proc4 ,ni7 und berhaupt den nickelreichen ,varietten des ,speiskobalts1 dem ,nickel- oder ,haarkies ,ni,s 7mit #fd1h ,proc4 ,ni7 und dem ,nickelantimonglanz ,ni,s#b ,ni 7,sb1 ,as#b7 7mit #bf1h ,proc4 ,ni74 ,zu ,rewdansk am ,ural findet sich kieselsaures ,nickeloxydulhydrat als ,rewdanskit 7mit #ab1f ,proc4 ,ni71 das auf ,nickel verarbeitet wird4 ,hufig ist auch ein mit ,nickelerzen imprgnirter ,magnetkies und ,schwefelkies ,gegenstand der ,nickelgewinnung1 auch die ,kobaltspeise der ,blaufarbenwerke 7vergl4 ,s4 #ch7 und gewisse bei manchen ,kupferhttenprocessen erzeugte ,produkte1 so z4 ,b4 der ,nickelvitriol1 der bei der ,verhttung des ,kupferschiefers in ,mansfeld als ,nebenprodukt auftritt4 ,auch in manchen ,braunsteinsorten findet sich ,nickel 7und ,kobalt71#f so wie in gewissen ,magneteisensteinen 7in einem solchen aus ,pragaten in ,tyrol fand ,th4 ,petersen #a1gf ,ni,o74 #f ,in ,england stellt man aus den ,rckstnden der ,chlorbereitung mittelst ,braunstein ,kobalt und ,nickel dar4 ,nach ,gerland giebt #a ,tonne ,braunstein #b1e ,kil4 ,nickel und #e ,kil4 ,kobalt4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,nickels4 ,die im ,mineralreiche sich findenden ,nickelverbindungen sind im reinen ,zustande hchst selten nur das ,material zur ,darstellung des ,nickels1 in den meisten ,fllen kommen die ,nickelerze mit anderen ,erzen oder erdigen ,substanzen gemengt vor1 sodass hnlich wie bei der ,kupfergewinnung der eigentlichen ,nickeldarstellung meist ein ,concentrationsschmelzen vorausgeht4 ,als ,concentrationsmittel verwendet man bei ,erzen1 welche das ,nickel als ,schwefelmetall enthalten1 ,schwefeleisen1 bei ,erzen dagegen1 in denen das ,nickel neben ,arsen vorkommt1 das ,arsen4 ,das ,produkt ist in dem ersten ,falle ,stein1 in dem zweiten ,speise4 ,aus diesen nickelhaltigen ,produkten1 zu denen auch zuweilen ,schwarzkupfer sich gesellt1 stellt man dann auf trockenem oder auf nassem ,wege entweder metallisches ,nickel oder eine ,legirung desselben mit ,kupfer dar4 ,die ,nickelgewinnung zerfllt daher in zwei ,phasen1 nmlich ,i4 ,in das ,concentrationsschmelzen1 welches die ,ansammlung des ,nickels der ,erze ,greek3 a7 in einen ,stein1 ,greek3 b7 in ,speise1 oder ,greek3 g7 in ,schwarzkupfer bezweckt2 ,,ii4 ,in die ,ausscheidung des ,nickels 7oder der ,nickellegirung7 aus dem ,produkte des ,concentrationsschmelzens1 was ,greek3 a7 auf trockenem oder ,greek3 b7 auf hydrometallurgischem ,wege geschehen kann4 ,seitdem man erkannt hat1 dass bei der ,darstellung einer ,nickelkupferlegirung1 behufs der ,fabrikation von ,neusilber1 gerade die werthvollsten ,eigenschaften des ,nickels -- seine weisse ,farbe1 seine ,widerstandsfhigkeit gegen chemische ,agentien -- maskirt werden1 zieht man vor1 reines ,nickel darzustellen4 ,sidenote3 ,concentrationsschmelzen der ,nickelerze4 ,das ,concentrationsschmelzen der ,nickelerze ,greek3 a7 auf ,stein findet besonders ,anwendung1 wenn die ,nickelerze in ,schwefelkies und ,magnetkies vorkommen1 und beruht darauf1 dass durch ,schmelzen des theilweise gersteten ,erzes mit ,quarz oder kieselerdereichen ,substanzen das beim ,rsten entstandene ,eisenoxyd zum grssten ,theile verschlackt wird1 whrend das gleichfalls oxydirte ,nickel1 welches leichter reducirbar ist als das ,eisenoxyd1 metallisch wird und in dem ,stein1 welcher aus den unzersetzten ,schwefelmetallen und reducirten ,sulfaten entsteht1 sich ansammelt4 ,ist das ,erz zugleich kupferhaltig1 so wird dasselbe noch vollstndiger im ,stein concentrirt als das ,nickel4 ,befindet sich zu viel ,eisenoxydul im ,rstgut1 so wird ein ,theil davon in ,berhrung mit ,kohle zu ,eisen reducirt1 welches entweder vom ,stein aufgenommen wird oder als nickelhaltige ,eisensau sich abscheidet4 ,durch ,wiederholung des ,rstprocesses und des reducirenden solvirenden ,schmelzens des ,steins1 wobei das ,eisenoxydul in die ,schlacke geht1 lsst sich das ,eisen immer mehr und mehr abscheiden4 ,noch vollstndiger entfernt man das ,eisen1 dessen ,abscheidung spter bei der ,fabrikation von ,nickelmetall grosse ,schwierigkeiten macht1 wenn der im ,schachtofen concentrirte ,stein im ,spleissofen oder ,garherd verblasen1 d4 i4 einem oxydirenden ,schmelzen bei ,geblseluft ausgesetzt wird4 ,ein noch besseres ,resultat giebt ein ,concentriren des gersteten ,steins im ,flammenofen unter ,zusatz von ,quarz1 ,schwerspath und ,kohle1 wobei ,schwefelbarium sich bildet1 welches unter ,bildung von ,baryt in der ,beschickung enthaltenes oxydirtes ,nickel und ,kupfer schwefelt1 whrend der ,baryt mit dem ,quarz und dem ,eisenoxydul zu einer leichtflssigen ,schlacke zusammentritt4 ,auf der ,isabellenhtte zu ,dillenburg 7,nassau7 wird der nickelhaltige ,schwefel- und ,kupferkies1 welcher im ,durchschnitt #g1e ,proc4 ,nickel enthlt1 auf folgende ,weise zu gute gemacht4 ,das ,erz wird zunchst in berwlbten ,rststadeln gerstet1 zerschlagen im ,krummofen ohne ,zuschlge 7da die ,erze ,kieselerde1 ,thonerde und ,kalk in gengender ,menge enthalten7 mit ,koks auf ,rohstein 7a7 verschmolzen1 welcher gerstet und dann in demselben ,ofen mit ,schlackenzustzen auf ,concentrationsstein 7b7 verschmolzen wird4 ,um den ,eisengehalt zu vermindern1 aber noch so viel ,schwefel darin zu lassen1 dass der ,stein der ,zerkleinerung wegen sprde bleibt1 wird derselbe im ,herde verblasen1 wodurch der ,raffinationsstein 7c7 entsteht1 aus welchem dann auf nassem ,wege ,nickel oder ,nickellegirung dargestellt wird4 7a7 7b7 7c7 ,nickel #ai #bd #ce ,kupfer #ac #ci #dc ,eisen #ce #ab #b ,schwefel #cc #be #bj --- --- --- #ajj #ajj #ajj ,auf hnliche ,weise verfhrt man zu ,klefva in ,schweden1 auf der ,aurorahtte zu ,gladenbach im ,grossherzogthum ,hessen und zu ,varallo in ,piemont4 ,greek3 b7 ,das ,concentrationsschmelzen der ,nickelerze auf ,speise findet ,anwendung1 wenn das ,nickel als ,arsennickelverbindung in den ,erzen enthalten ist1 ferner bei arsen- und antimonhaltigen ,speisen1 welche bei der ,kupfer-1 ,silber- und ,bleigewinnung zuweilen fallen1 endlich auch bei gewissen arsenfreien ,httenprodukten1 z4 ,b4 nickelhaltigen ,kupferschlacken1 in welch letzterem ,falle ein ,arseniciren des ,materials 7meist durch ,zusatz von ,arsenkies ,fe,as ,fe,s#b1 welcher beim ,erhitzen fr sich in ,as und in #b ,fe,s zerfllt7 stattfindet4 ,unterwirft man eine wesentlich aus ,nickel1 ,eisen und ,arsen bestehende ,verbindung zunchst einer theilweisen ,rstung und dann das ,rstgut einem reducirenden und solvirenden ,schmelzen1 so geht das ,eisen zum grssten ,theil in die ,schlacke1 whrend das oxydirte ,nickel zu ,metall1 sowie vorhandene arsensaure ,salze zu ,arsenmetallen 7,speise7 reducirt werden1 in welchen das ,nickel sich ansammelt1 da dasselbe grssere ,verwandtschaft zum ,arsen als zum ,schwefel hat4 ,ist in der ursprnglichen ,verbindung zugleich ,kupfer enthalten1 so geht dasselbe in die ,speise1 lsst sich aber daraus als ,stein darstellen1 wenn man ausser mit ,arsenkies noch ,schwefelkies beschickt1 welcher das vorhandene ,kupfer schwefelt4 ,durch wiederholtes ,rsten und solvirendes ,schmelzen der ,speise1 zu welchem mitunter noch ein ,verblasen sich gesellt1 lsst sich der ,eisengehalt immer mehr und mehr verringern1 wobei namentlich ein ,zuschlag von ,schwerspath und ,quarz gute ,dienste geleistet hat4 ,man verschmilzt arsenhaltige ,nickelerze auf ,speise z4 ,b4 zu ,sangerhausen im ,mansfeld'schen1 zu ,schladming in ,steiermark und zu ,birmingham 7wo man ,erze von ,dubschan in ,ungarn und auch spanische ,erze zu gute macht71 whrend man in ,freiberg und am ,unterharze bei der ,kupfer-1 ,silber- und ,bleigewinnung erhaltene ,speisen concentrirt1 auf der ,altenauer ,htte 7,oberharz7 und zu ,joachimsthal in ,bhmen arsenfreie ,httenprodukte1 z4 ,b4 nickelhaltige ,kupferschlacken oder nickelhaltige ,rckstnde von der ,silberextraction1 auf ,nickelspeise verschmilzt4 ,die ,nickelspeisen enthalten #dj-ee ,proc4 ,nickel1 #cj-dj ,proc4 ,arsen1 ausserdem ,schwefel1 ,eisen1 ,wismuth1 ,kupfer4 ,greek3 g7 ,das ,concentrationsschmelzen auf ,schwarzkupfer oder ,nickelsauen4 ,bei sehr geringem ,nickelgehalt der ,kupfererze sammelt sich derselbe in den obersten ,kupferscheiben beim ,garen in solcher ,menge an1 dass deren ,verarbeitung auf ,nickel vortheilhaft erscheint4 ,wille fand in ,garkupfer aus dem ,kupferschiefer bei ,riechelsdorf in ,hessen #ac1f #ab1h #b1i #ab1a #g1h ,proc4 ,nickel4 ,in den obersten ,garkupferscheiben findet sich das ,nickel zuweilen in ,nickeloxydulkrystallen4 ,sidenote3 ,darstellung von ,nickel oder von ,nickelkupferlegirung4 ,,ii4 ,die ,darstellung von metallischem ,nickel oder einer ,legirung desselben mit ,kupfer aus dem ,produkte der ,concentrationsarbeit geschieht entweder ,greek3 a7 auf trockenem oder ,greek3 b7 auf hydrometallurgischem ,wege4 ,greek3 a7 ,nickelgewinnung auf trockenem ,wege4 ,die bisher befolgten ,methoden der ,darstellung des ,nickels auf trockenem ,wege fhrten zu keinem gengenden ,ergebniss4 ,durch wiederholtes ,rsten von ,nickelspeise mit ,kohlenpulver und ,holzspnen1 wie es von v4 ,gersdorf vorgeschlagen worden ist1 lsst sich zwar ,nickeloxyd erhalten1 welches dann durch ,kohle zu ,metall reducirt werden kann1 das ,nickeloxyd ist aber stets mit arsensaurem ,nickeloxyd und das daraus dargestellte ,nickel mit ,arsen verunreinigt1 wodurch das ,nickel und das ,neusilber sprde wird und die ,eigenschaft erlangt1 an der ,luft bald braun anzulaufen4 ,auch das ,eisen1 welches das ,nickel in der ,speise immer begleitet1 lsst sich auf dem angegebenen ,wege nicht entfernen4 ,bessere ,resultate giebt das von ,h4 ,rose im ,jahre #ahfc vorgeschlagene ,verfahren1 arsenfreies ,nickel aus ,nickelspeise dadurch darzustellen1 dass man die gepulverte ,speise mit ,schwefel mengt und erhitzt1 wobei unter ,bildung von ,schwefelnickel ,schwefelarsen verflchtigt wird4 ,ein etwaiger ,arsenrckstand kann durch ,rsten des ,schwefelnickels und nochmaliges ,erhitzen mit ,schwefel vllig entfernt werden4 ,das zuletzt beim ,rsten erfolgende schwefelsaure ,nickeloxydul entlsst beim starken ,glhen seine ,schwefelsure4 ,das ,oxyd wird durch ,kohle reducirt4 ,zu ,dillenburg hat man aus dem ,raffinationsstein 7aus ,nickel1 ,kupfer1 ,eisen und ,schwefel bestehend7 dadurch eine ,nickelkupferlegirung darzustellen versucht1 dass man den gepochten ,stein vollstndig abrstete und dann in ,mengen von #ajj ,pfd4 mit #de ,pfd4 ,soda in einem ,flammenofen bei ,rothglhhitze behandelte1 um den ,schwefel als ,schwefelnatrium lslich zu machen4 ,man laugt ,schwefelnatrium und schwefelsaures ,natron mit ,wasser aus4 ,greek3 b7 ,nickelgewinnung auf nassem ,wege4 ,der hydrometallurgischen ,nickelausscheidung geht gewhnlich ein ,rsten der ,erze oder nickelhaltigen ,httenprodukte 7,speise1 ,stein7 voraus1 um das vorhandene ,eisen in das in ,suren lsliche ,eisenoxyd berzufhren1 das ,nickel1 ,kupfer und ,kobalt aber entweder als ,sulfate in ,wasser oder als ,oxyde oder basische ,salze in ,suren 7,schwefelsure1 ,salzsure7 lslich zu machen4 ,aus der ,lsung wird das ,nickel durch ein entsprechendes ,reagens als ,oxyd oder als ,sulfuret gefllt und aus dem ,niederschlage metallisches ,nickel oder ,kupfernickellegirung dargestellt4 ,die ,gewinnung des ,nickels auf nassem ,wege zerfllt folglich in drei ,phasen1 nmlich #a7 ,darstellung der ,nickellsung4 ,werden nickelhaltige ,steine 7mit oder ohne ,zusatz von ,eisenvitriol7 gerstet1 so bilden sich zunchst die schwefelsauren ,salze der vier ,metalle ,eisen1 ,kupfer1 ,nickel und ,kobalt1 welche bei gesteigerter ,temperatur in verschiedenen ,hitzgraden sich zersetzen1 am ersten das schwefelsaure ,eisenoxydul und ,oxyd1 am schwierigsten das schwefelsaure ,kobaltoxydul4 ,aus dem ,rstgut lsst sich mittelst ,wasser der grsste ,theil des ,nickels und ,kobalts1 auch etwas ,kupfer extrahiren1 whrend das ,eisen nebst einem ,theil des ,kupfers 7mit kleinen ,mengen von ,kobalt und ,nickel7 ungelst zurckbleiben4 ,aus dem ,rckstande lsst sich durch ,suren das ,kupferoxydul und ,nickeloxydul extrahiren4 ,wird das ,rstgut sofort mit ,salzsure extrahirt1 so lst sich mehr ,kupferoxyd als ,nickeloxydul2 aus dem ,rckstande lsst sich durch heisse concentrirte ,sure ,nickel- und ,eisenoxyd extrahiren4 ,aus der ,speise lsst sich das ,arsen entfernen und das ,nickel in ,lsung bringen1 wenn man die gerstete ,speise mit einem ,gemenge von ,natronsalpeter und ,soda glht1 das entstandene arsensaure ,natron mit ,wasser auszieht1 den ,rckstand mit ,schwefelsure behandelt und dann unter ,zurcklassung von ,eisenoxyd ,nickel- und ,kobaltvitriol extrahirt4 ,nach dem ,vorschlage von ,whler kann man das ,arsen durch ,schmelzen der ,speise mit ,schwefelnatrium und ,auslaugen der ,masse in ,gestalt von ,sulfosalz entfernen4 #b7 ,die ,fllung des ,nickels aus der ,lsung geschieht auf verschiedene ,weise1 so nach ,stapff 7#aheh7 durch ,kreide1 mittelst deren man durch fractionirte ,fllung bei verschiedenen ,temperaturen zuerst ,eisen und ,arsen1 dann ,kupfer abscheiden kann1 sodass nur noch ,nickel in der ,lsung sich befindet1 aus welcher das ,nickel durch eisenfreie ,kalkmilch gefllt wird4 ,nach ,louyet 7#ahdi7 wendet man zum ,fllen des ,eisens etwas ,chlorkalk und ,kalkmilch an2 der ,niederschlag1 welcher alles ,eisen und ,arsen enthlt1 wird abfiltrirt4 ,aus dem sauren ,filtrat fllt man durch ,schwefelwasserstoff ,wismuth1 ,blei und ,kupfer und kocht das ,filtrat mit ,chlorkalk1 wodurch das ,kobalt als ,superoxyd ausgeschieden wird1 whrend das ,nickel allein in ,lsung bleibt4 ,um reines ,kobaltoxyd zu erhalten1 muss man die ,fllung durch ,chlorkalk so vorsichtig leiten1 dass noch etwas ,kobalt beim ,nickel bleibt1 da eine ,beimengung von ,kobalt dem ,nickel nicht schadet4 ,in ,joachimsthal fllt man aus der sauren ,flssigkeit1 aus welcher durch ,schwefelwasserstoffgas das ,kupfer entfernt wurde1 das ,nickel durch zweifach-schwefelsaures ,kali in ,gestalt von schwer lslichem schwefelsaurem ,nickeloxydul-,kali1 wo dann nickelfreies ,kobalt in der ,lsung bleibt1 welches durch kohlensaures ,natron gefllt wird4 #c7 ,die ,ueberfhrung des ,nickelniederschlags in ,nickelmetall 7oder in ,kupfernickel7 kann beispielsweise auf folgende ,weise geschehen3 ,das aus der schwefelsauren ,nickeloxydullsung mit ,kalkwasser gefllte ,nickeloxydulhydrat wird durch ,filtriren und ,pressen so verdichtet1 dass es getrocknet werden kann1 was in einem ,trockenflammenofen durch die abziehende ,flamme des ,verblaseofens geschieht4 ,nach dem ,trocknen wird der ,niederschlag mit ,wasser gemahlen und mit salzsurehaltigem ,wasser so lange gewaschen1 bis aller ,gyps1 welcher dem ,niederschlage in der ,menge von #h-ab ,proc4 beigemengt war1 entfernt ist4 ,das reine ,nickeloxydul wird nun mit gewissen consistenzgebenden ,mitteln 7man nahm frher ein ,gemenge von ,roggenmehl mit ,rbenmelasse7 zu einem steifen ,teig eingestampft1 der in ,wrfel von #a1e-c ,centim4 ,seite zerschnitten wird4 ,diese ,wrfel werden schnell getrocknet und nach dem ,trocknen mit ,kohlenstaub in ,tiegeln oder vertikal stehenden ,thoncylindern bei starker ,hitze zu ,metall reducirt1 was bei dem kupferhaltigen ,nickel leicht1 in #a-a_/b ,stunden1 bei dem reinen ,nickel dagegen schwerer von statten geht und #c ,stunden starker ,weissglhhitze beansprucht4 ,das kupferhaltige ,nickel1 ,kupfernickel1 tritt hierbei in wirkliche ,schmelzung1 whrend das reine ,nickel seiner ,strengflssigkeit wegen nur in einen stark zusammengesinterten1 dem usseren ,ansehen nach vllig compacten ,zustand bergeht und so als ,wrfelnickel in kleinen1 etwas unregelmssigen ,wrfeln von etwa #a ,centim4 ,seitenlnge in den ,handel kommt1 denen man zuweilen durch ,rotirenlassen mit ,wasser in ,fssern den gewnschten ,metallglanz ertheilt4 ,auf der ,isabellenhtte bei ,dillenburg wird das ,kupfernickel nicht mehr zu ,wrfeln geformt1 sondern nach ,art des ,rosettenkupfers zu ,scheiben gerissen4 ,um die ,neusilberfabrikanten zur ,abnahme des ,rosettennickels zu bewegen1 ist auf der ,htte dafr ,sorge getragen1 dass die ,mischungsverhltnisse immer dieselben bleiben2 sie sind gegenwrtig #ff1fg ,proc4 ,kupfer und #cc1cc ,proc4 ,nickel4 ,das ,wrfelnickel enthlt #id-ii ,proc4 ,nickel4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,nickels4 ,das reine ,nickel ist fast silberweiss mit einem geringen ,stich ins ,gelbliche1 strengflssig1 ziemlich hart1 sehr dehnbar und politurfhig1 hat einen bedeutenden ,glanz und ein spec4 ,gewicht von #h1ig-i1bf4 ,im reinen ,zustande lsst es sich walzen1 schmieden und zu ,draht ziehen4 ,die ,zhigkeit des ,nickels zu der des ,eisens verhlt sich wie #i 3 #g4 ,es bietet manche ,analogie mit dem ,eisen dar1 unterscheidet sich aber durch seine grssere ,widerstandsfhigkeit gegen chemische ,agentien von demselben2 seiner silberhnlichen ,farbe wegen und weil es den ,einflssen von ,luft1 ,wasser und vielen ,suren widersteht1 findet es zur ,herstellung silberhnlicher ,legirungen1 namentlich des ,neusilbers oder ,argentans 7siehe ,kupfer7 und neuerdings auch als ,mnzmetall 7in der ,schweiz1 in ,belgien und in ,nordamerika7 ,anwendung4 ,die seit einiger ,zeit aufgekommene sogenannte ,drittel-,silberlegirung 7tiers-argent71 die sicherlich grosse ,verbreitung finden wird1 besteht aus3 ,silber #bg1ef ,kupfer #ei1jf ,zink #i1eg ,nickel #c1db ----- #ii1fa ,die ,produktion an ,nickel ist gegenwrtig 7#ahgj7 eine sehr bedeutende#g1 wie folgende ,angaben zeigen3 ,der norddeutsche ,bund producirt #fhjj ,centner ,oesterreich #bjjj ,belgien #hjj ,frankreich #djj ,norwegen #abjj -------------- #aa1bjj ,centner im ,werthe von etwa #a ,million ,thaler4 #g ,die ,nickelfabrik von ,fleitmann und ,witte in ,iserlohn producirt jhrlich fr #bjj bis #bej1jjj ,gulden ,nickel4 ,in ,belgien stellt man das ,nickel aus italienischen ,erzen dar2 auf dem unter ,kntzel's ,leitung stehenden ,nickelwerk zu ,val benoit bei ,lttich verarbeitet man ,magnetkies von ,varallo in ,oberitalien1 der einen ,nickel- und ,kobaltgehalt von #b1e-e ,proc4 besitzt4 ,schweden producirt jhrlich gegen #afjj ,ctr4 ,nickelkupfer und ,nickelstein4 ,das ,kupfer4 7,cu #fc1d2 spec4 ,gew4 #h1i47 ,sidenote3 ,kupfer4 ,vorkommen desselben4 ,das ,kupfer ist eines der am hufigsten vorkommenden ,metalle4 ,es war schon in den ltesten ,zeiten bekannt und wurde von den ,griechen und ,rmern zum grssten ,theil von der ,insel ,cypern bezogen1 daher der ,name ,cuprum1 ,kupfer4 ,es findet sich zum ,theil gediegen1 meist aber oxydirt und geschwefelt4 ,zu den oxydirten ,kupfererzen gehren das ,rothkupfererz1 der ,kupferlasur und ,malachit1 zu den geschwefelten der ,kupferglanz1 ,kupferkies1 das ,buntkupfererz und die ,fahlerze4 ,der grsste ,theil des angewendeten ,kupfers wird aus den geschwefelten ,kupfererzen gewonnen4 ,sidenote3 ,kupfererze4 ,das gediegene ,kupfer kommt in grosser ,menge am ,oberen ,see in ,nordamerika und in ,chile vor4 ,unter dem ,namen ,kupfersand und ,kupferbarilla werden gegenwrtig grosse ,mengen von ,erz aus ,chile in ,england eingefhrt1 welches aus etwa #fj-hj ,proc4 ,kupfer und #bj-dj ,proc4 ,quarz besteht4 ,das ,rothkupfererz 7,kupferoxydul7 ,cu#b,o 7mit #hh1h ,proc4 ,kupfer7 findet sich theils in ,oktadern krystallisirt1 theils derb und eingesprengt 7,cornwallis74 ,ein inniges ,gemenge von ,kupferoxydul mit ,eisenocker fhrt den ,namen ,ziegelerz4 ,der ,kupferlasur 7mit #ee ,proc4 ,kupfer7 ist eine ,verbindung von kohlensaurem ,kupferoxyd mit ,kupferoxydhydrat 7#b;,cu,c,o#c ,cu,h#b,o#b71 und kommt in schnen blauen ,krystallen1 theils derb und eingesprengt vor4 7,cornwallis1 frher zu ,chessy bei ,lyon47 ,der ,malachit 7mit #eg ,procent ,kupfer7 ist basisch kohlensaures ,kupferoxydhydrat 7,cu,c,o#c ,cu,h#b,o#b und kommt theils in schiefen rhombischen ,sulen1 theils tropfsteinartig und faserig 7,atlaserz71 theils erdig 7,kupfergrn71 meist mit ,kupferlasur vor 7,ural1 ,australien1 ,canada74 ,der ,kupferglanz1 ,kupferglas1 ,halbschwefelkupfer 7,cu#b,s7 mit #hj ,proc4 ,kupfer1 das ,buntkupfererz1 eine ,verbindung von ,kupferglanz mit ,anderthalb-,schwefeleisen 7#c;,cu#b,s ,fe#b,s#c7 mit #ee1ed ,proc4 ,kupfer1 und der ,kupferkies 7,cu#b,s ,fe#b,s#c oder ,cu,fe,s#b7 mit #cd1f ,proc4 ,kupfer1 sind die wichtigsten der zur ,kupfergewinnung angewendeten ,schwefelverbindungen des ,kupfers4 ,der ,kupferkies ist hufig mit ,eisenkies gemischt1 auch ,silber und ,nickel kommen als ,begleiter vor4 ,auch der bei den ,bleierzen angefhrte ,bournonit 7mit #ab1gf ,proc4 ,kupfer7 gehrt hierher4 ,der ,kupferschiefer ist ein im ,zechstein vorkommender bituminser ,mergelschiefer1 dessen ,masse geschwefelte ,kupfererze 7,kupferglanz1 ,kupferkies1 ,buntkupfererz7 fein eingesprengt enthlt4 ,er kommt besonders im ,mansfeld'schen1 zu ,stollberg am ,harz1 zu ,riechelsdorf in ,hessen vor4 ,die ,fahlerze sind ,verbindungen elektropositiver ,schwefelmetalle 7namentlich ,schwefelkupfer7 und ,schwefelsilber mit den elektronegativen ,sulfureten ,schwefelarsen und ,schwefelantimon4 ,wegen des ,silbergehaltes rechnet man die ,fahlerze gewhnlich zu den ,silbererzen4 ,sie enthalten #ad-da1ej ,proc4 ,kupfer4 ,noch ist zu den ,kupfererzen zu rechnen der ,atakamit 7#c;,cu,h#b,o#b ,cu,cl#b7 mit #ef ,proc4 ,kupfer1 welcher sich besonders in ,chile und anderen ,gegenden der ,westkste von ,sdamerika1 ferner in ,sdaustralien findet und in den ,kupferwerken von ,swansea verhttet wird4 ,zu ,pulver gemahlen kommt er von ,peru aus als ,streusand unter dem ,namen ,arsenillo nach ,europa4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,kupfers4 ,je nach der ,beschaffenheit der ,kupfererze ist die ,gewinnung des ,kupfers eine verschiedene4 ,wenn sie bei den oxydirten 7ockrigen7 ,kupfererzen auf eine einfache ,reduction durch ,kohle unter ,zusatz eines ,flussmittels zurckgefhrt werden kann1 ist doch die ,menge der in der ,natur vorkommenden oxydirten ,kupfererze sehr gering2 man verschmilzt sie deshalb meist mit den geschwefelten 7kiesigen7 ,erzen4 ,wir betrachten in ,folgendem die ,gewinnung des ,kupfers3 #a7 ,aus oxydirten ,erzen4 #b7 ,aus geschwefelten ,erzen4 #c7 ,auf nassem ,wege4 ,die ,kupfergewinnung aus den kiesigen ,erzen geschieht entweder in ,schachtfen oder in ,flammenfen4 ,bei dem ,schmelzen in ,flammenfen bewirkt man die ,reduction des aus dem ,kupferstein durch ,rsten erhaltenen ,kupferoxydes nicht durch ,kohle1 sondern durch den ,schwefel des ,steines selbst4 ,dadurch wird der ,kupfergehalt immer mehr in dem ,steine concentrirt1 bis endlich zur ,zersetzung der letzten ,schwefelantheile geschritten werden kann4 ,diese ,zersetzung wird durch das ,abrsten des concentrirten ,kupfersteins und das zu gleicher ,zeit stattfindende ,schmelzen desselben bewirkt1 worauf bis zur vollstndigen ,abscheidung des ,schwefels die ,luft ungehindert zutreten kann4 ,dabei bildet sich stets ,kupferoxydul1 sodass zuletzt das gereinigte ,kupfer sich im ,zustande des bergaren ,garkupfers befindet4 ,bei dem ,verschmelzen der ,kupfererze in den ,schachtfen befolgt man zwar das nmliche ,verfahren1 den ,kupfergehalt des ,erzes zuerst im ,kupferstein zu concentriren1 die ,reduction des ,kupferoxydes in dem gersteten ,stein geschieht aber nicht durch den ,schwefel1 sondern durch die ,kohle1 womit die ,beschickung im ,schachtofen geschichtet ist4 ,daraus folgt der wesentliche ,unterschied des ,zustandes1 in dem sich das ,kupfer -- abgesehen von der ,verunreinigung mit anderen ,metallen -- nach beendigtem ,schmelzprocess befinden muss4 ,durch den ,schachtofen erhlt man nie ein bergares oder ein mit ,kupferoxydul verunreinigtes1 sondern stets ein kohlehaltiges ,kupfer4 ,es wird demnach weder durch den ,schachtofen1 noch durch den ,flammenofen ein hammergares ,kupfer erhalten werden knnen2 die ,mittel aber1 dem ,kupfer die ,hammergare zu ertheilen1 mssen bei dem in dem ,flammenofen dargestellten ,kupfer gnzlich verschieden sein von den bei dem durch ,verschmelzung im ,schachtofen erhaltenen ,kupfer angewendeten4 ,sidenote3 ,das ,zugutemachen der ,kupfererze in ,schachtfen4 ,die beim ,zugutemachen der geschwefelten ,kupfererze in ,schachtfen stattfindenden ,processe bestehen in der ,regel darin1 dass man die ,erze rstet1 wobei ein ,theil des ,schwefels1 ,arsens und ,antimons verflchtigt wird1 ein ,theil der in den ,erzen enthaltenen ,metalle in schwefelsaure ,salze 7,vitriole71 arsensaure und antimonsaure bergeht1 whrend ein ,theil des ,erzes sich dem ,rsten entzieht4 ,bei dem reducirenden ,schmelzen 7,rohschmelzen1 ,erzschmelzen7 des ,rstgutes unter ,zusatz von schlackebildenden ,materialien wird zuvrderst das ,kupferoxyd zu metallischem ,kupfer reducirt1 whrend die ,vitriole sich wieder in ,schwefelmetalle verwandeln1 die mit dem metallischen ,kupfer und den unzersetzt gebliebenen ,schwefelmetallen den kupferreicheren ,rohstein 7,kupferstein7 bilden1 und aus den vorhandenen antimon- und arsensauren ,metalloxyden sich durch ,reduction ,antimon- und ,arsenmetall 7,speise7 erzeugt4 ,die brigen ,metalloxyde1 namentlich das zu ,oxydul reducirte ,eisenoxyd1 verbinden sich mit den ,zuschlgen zu ,schlacke4 ,durch ,wiederholung des ,rst- und reducirenden ,schmelzprocesses 7,concentrationsschmelzen71 erhlt man zuletzt neben einer geringen ,quantitt ,stein 7,dnnstein oder ,lech71 metallisches ,kupfer 7,rohkupfer1 ,schwarzkupfer71 mit fremden ,metallen verunreinigt1 von welchen es durch ein oxydirendes ,schmelzen 7,rohgarmachen7 befreit wird1 indem die fremden ,metalle als ,oxyde theils verflchtigt werden1 theils in die ,schlacke 7,garschlacke7 gehen4 ,das ,garkupfer 7,rosettenkupfer1 ,scheibenkupfer7 enthlt1 weil bei dem ,rohgarmachen der ,rstprocess gewhnlich zu weit getrieben wird1 ,kupferoxydul1 wodurch seine ,dehnbarkeit vermindert wird4 ,durch ein schnelles reducirendes ,schmelzen1 durch ,umschmelzen zwischen ,kohlen auf einem ,herde wird das ,kupferoxydul reducirt und es bildet sich geschmeidiges 7hammergares7 ,kupfer4 ,durch das ,raffiniren des ,kupfers in ,flammenfen wird zweckmssig das ,roh- und ,hammergarmachen zu einem ,process vereinigt4 ,illustration3 ,fig4 #ah4 ,illustration3 ,fig4 #ai4 ,illustration3 ,fig4 #bj4 ,das ,rohschmelzen der gersteten ,erze zu ,rohstein 7,kupferstein7 geschieht in ,schachtfen1 theils mit ,holzkohlen1 theils mit ,koks4 ,fig4 #ah zeigt den vertikalen ,durchschnitt des ,schachtofens1 ,fig4 #ai dessen vordere ,ansicht1 mit ,beseitigung der vorderen ,mauer1 um den innern ,schmelzbau sichtbar zu machen4 ,fig4 #bj zeigt endlich den untern ,theil dieses ,ofens4 t t sind die ,oeffnungen fr die ,dsen des ,geblses2 durch die ber dem ,sohlenstein befindlichen beiden ,oeffnungen o o 7,augen7 und zwei kurze ,kanle 7,spuren7 rinnt der flssige ,inhalt des ,ofens in die beiden schalenfrmigen ,vertiefungen ,c' ,c' 7,spurtiegel74 ,da das gerstete ,kupfererz 7,kupferkies etc47 stets ,eisenoxyd enthlt1 so wrde durch eine einfach reducirende ,schmelzung leicht ,eisen reducirt werden4 ,um dies zu vermeiden1 setzt man schlackebildende ,substanzen hinzu 7,quarz oder kieselsurereiche ,zuschlge74 ,das in dem ,ofen zu ,oxydul reducirte ,eisenoxyd tritt mit der ,kieselerde zu einer leichtflssigen ,schlacke zusammen4 ,das beim ,rsten entstandene ,kupferoxyd und ,kupferoxydul wird durch das in dem ,rstgut enthaltene ,schwefeleisen zu metallischem ,kupfer reducirt 7#c;,cu,o ,fe,s ,,so#b ,fe,o #c;,cu74 ,whrend der ,verschlackung scheiden sich die ,schwefelmetalle ab und sammeln sich im untern ,theile des ,ofens als ,kupferstein 7,rohstein71 ein ,gemenge von ,schwefelkupfer1 ,schwefeleisen und anderen ,schwefelmetallen mit einem durchschnittlichen ,kupfergehalt von etwa #cb ,proc4 ,die zugleich gebildete ,schlacke fhrt den ,namen ,rohschlacke 7,schwielschlacke74 ,das ,rsten des ,kupfersteins hat dessen mglichst vollstndige ,oxydation unter ,beseitigung des vorhandenen ,schwefels zum ,zweck4 ,der erfolgte ,spurrost wird in einem ,schachtofen mit einem ,zuschlag von ,schlacke verschmolzen1 welcher ,process das ,spuren oder die ,concentrationsarbeit genannt wird4 ,der fallende ,stein heisst der ,spurstein oder ,concentrationsstein1 der etwa #ej ,proc4 ,kupfer enthlt1 vollstndig abgerstet und zu ,schwarzkupfer verschmolzen wird4 ,sind die ,roh- und ,spursteine silberhaltig1 so werden sie vor weiterer ,behandlung entsilbert1 was frher durch die ,amalgamation1 gegenwrtig nach dem ,ziervogel'schen ,verfahren 7siehe ,silber7 geschieht1 wenn man nicht vorzieht1 erst das metallische ,kupfer durch den ,saigerprocess mittelst ,blei vom ,silber zu trennen4 ,man umgeht bei reinen ,kupfererzen das ,spuren und verschmilzt den vollstndig abgersteten ,kupferstein zu ,schwarzkupfer 7,rohkupfer1 ,gelbkupfer7 durch die ,schwarzkupferarbeit 7,schwarzmachen1 ,rohkupferschmelzen74 ,dies geschieht in ,schachtfen von geringerer ,hhe 7,krummfen7 als die beim ,schmelzen der gersteten ,kupfererze angewendeten4 ,der ,schwefelgehalt des ,steines ist durch das ,rsten so weit verringert worden1 dass er das nun reducirte ,kupfer nicht mehr aufzunehmen vermag4 ,es scheidet sich deshalb neben einer geringen ,menge ,stein 7,dnnstein1 ,oberlech1 ,armstein7 als ,schwarzkupfer ab1 welches #ic-ie ,proc4 ,kupfer enthlt4 ,schwarzkupfer aus ,mansfeld enthielt nach ,fach 7#ahff73 ,kupfer #ic1di ,blei #a1di ,zink #a1dg ,eisen #a1jc ,nickel #a1be ,kobalt ,silber #j1jc ,schwefel #j1ii ----- #ii1ge ,sidenote3 ,garmachen4 ,das ,schwarzkupfer oder ,rohkupfer wird nun durch ein krftiges oxydirendes ,schmelzen von den ,verunreinigungen 7,schwefel und beigemengte fremde ,metalle7 befreit1 wobei sich die ,verunreinigungen frher verschlacken als das ,kupfer4 ,dieser ,process heisst das ,garmachen des ,schwarzkupfers und wird ausgefhrt #a7 im kleinen ,garherde 7,herdgarmachen72 #b7 im grossen ,garherde oder ,spleissofen2 #c7 im ,zugflammenofen oder ,raffinirofen4 ,sidenote3 ,auf dem ,herde4 ,illustration3 ,fig4 #ba4 ,illustration3 ,fig4 #bb4 ,das ,herdgarmachen wird auf dem ,garherde vorgenommen1 dessen vertikalen ,durchschnitt ,fig4 #ba1 dessen perspectivische ,ansicht ,fig4 #bb zeigt4 ,dieser ,herd besteht aus einem ,gemuer1 auf dessen oberer ,flche eine halbkugelfrmige ,vertiefung a1 die ,herdgrube1 angebracht ist4 b ist eine gusseiserne ,deckplatte des ,herdes4 ,zwei ,dsen1 von denen die eine bei h sichtbar ist1 treiben ,wind in das ,feuer und auf die ,oberflche des ,kupfers4 ,man schmilzt nun ,schwarzkupfer unter ,zusatz von ,kohlen unter ,mitwirkung des ,geblses nieder4 ,schwefel1 ,arsen und ,antimon verflchtigen sich4 ,eisenoxyd und die brigen nicht flchtigen ,oxyde scheiden sich mit dem ,kupferoxydul der ,kieselsure aus der ,herdmasse zu ,schlacke verbunden auf der ,oberflche des ,kupfers als ,garschlacke ab1 die von ,zeit zu ,zeit abgezogen wird4 ,nach dem ,garwerden des ,kupfers wird das ,geblse abgehangen1 die ,oberflche des ,kupfers von ,kohlen und ,schlacken befreit und dieselbe unter ,aufstreuen von ,kohlenklein so weit abgekhlt1 dass das ,kupfer1 ohne eine ,explosion befrchten zu mssen1 mit ,wasser oberflchlich zur ,abkhlung gebracht werden kann4 ,es bildet sich eine dnne ,scheibe 7,rosette71 welche abgehoben und alsbald in kaltem ,wasser abgelscht wird1 um die ,oxydation des ,kupfers zu verhten4 ,so fhrt man fort1 ,wasser aufzusprengen und ,scheiben abzuheben1 bis der ,herd fast entleert ist4 ,man nennt diese ,arbeit das ,scheibenreissen1 ,spleissen1 ,rosettiren4 ,das so erhaltene ,kupfer ist das ,rosettenkupfer1 ,garkupfer1 ,scheibenkupfer4 ,sidenote3 ,garmachen im grossen ,garherde4 ,illustration3 ,fig4 #bc4 ,das ,garmachen im grossen ,garherde oder ,spleissofen 7,geblseflammenofen7 ist in ,folge der ,unvollkommenheit des ,herdgarmachens eingefhrt worden4 ,der ,spleissofen ist dem ,silbertreibherd hnlich4 ,fig4 #bc zeigt ihn im vertikalen ,durchschnitte4 ,a ist der ,schmelzherd1 ,b der ,spleissherd 7es sind zwei solcher ,herde vorhanden71 n die ,form des ,geblses1 l der ,rost fr das ,brennmaterial4 ,das ,verfahren ist dem ,herdgarmachen hnlich4 ,wenn das ,kupfer die ,gare erreicht hat1 wird es in die ,spleissherde abgelassen und in diesen in ,rosettenkupfer verwandelt4 ,da bei diesem ,garmachen das ,brennmaterial vom ,schmelzgute getrennt ist1 so findet eine vollstndigere ,reinigung des ,kupfers statt1 als im kleinen ,herde4 ,sidenote3 ,saigerung4 ,bei ,verarbeitung silberhaltiger ,kupfererze wird das ,schwarzkupfer vor dem ,garmachen der ,operation des ,saigerns unterworfen1 wenn man es nicht vorzieht1 zur ,entsilberung die ,ziervogel'sche ,wasserlaugerei 7s4 ,silber7 anzuwenden4 ,diese ,operation beruht darauf1 dass ,kupfer und ,blei sich zusammenschmelzen lassen1 dass aber beim ,erkalten beide ,metalle nicht verbunden bleiben1 und eine ,legirung von vielem ,kupfer mit wenig ,blei sich bildet und das brige ,blei sich ausscheidet4 ,die ,absonderung geschieht zum grssten ,theil nach dem specifischen ,gewichte1 die unterste ,schicht bildet silberhaltiges ,blei4 ,lsst man die flssige ,masse langsam erkalten1 so fliesst das ,blei mit dem ,silber verbunden aus1 bei schnellem ,erkalten erhlt man dagegen ein inniges ,gemenge beider ,metalle4 ,das ,silber wird von dem ,blei durch ,abtreiben oder durch ,pattinsoniren geschieden4 ,wie schon erwhnt1 ist das auf dem kleinen und grossen ,herde dargestellte ,kupfer meist kupferoxydulhaltig4 ,bei einem ,oxydulgehalt von #a1a ,proc4 ist aber das ,kupfer so wenig dehnbar und geschmeidig1 dass es sich bei gewhnlicher ,temperatur nicht mehr bearbeiten lsst1 ohne schieferig zu werden und ,kantenrisse zu bekommen4 ,bei einem ,kupferoxydulgehalte von #a-a_/b ,proc4 wird die ,verminderung der ,festigkeit auch schon in erhhter ,temperatur bemerklich und das ,kupfer wird kalt- und rothbrchig4 ,dies ist der ,zustand des ,kupfers1 welchen man in ,deutschland mit dem ,namen des bergaren bezeichnet4 ,dieses mit ,kupferoxydul verunreinigte ,kupfer kann nur durch ,reduction des ,oxyduls seine vorige ,festigkeit wieder erhalten4 ,der dies bezweckende ,process wird das ,hammergarmachen und das dabei erhaltene ,kupfer hammergares ,kupfer genannt4 ,mansfelder ,garkupfer enthielt nach ,steinbeck 7#ahfd73 ,kupfer #id1cg ,silber #j1jb ,nickel #j1cf ,eisen #j1je ,blei #j1fj ,sauerstoff #j1eh ,schwefel #j1jb ------ #ajj1jj ,sidenote3 ,das ,zugutemachen der ,erze in ,flammenfen4 ,der grosse ,reichthum ,grossbritanniens an dem fr den ,flammenofenprocess sich am besten eignenden ,brennstoff1 der ,steinkohle1 fhrte wol zuerst auf die ,idee1 anstatt des ,zugutemachens der ,kupfererze in ,schachtfen die ,gewinnung des ,kupfers in ,flammenfen einzufhren4 ,mit dieser1 in ,bezug auf ,grossbritannien vortheilhaften wirthschaftlichen ,seite1 vereinigt die ,anwendung der ,flammenfen zugleich vielfache ,vortheile von allgemeiner ,wichtigkeit1 namentlich ist das nach dem englischen ,verfahren gewonnene ,kupfer weit vorzglicher als das der brigen ,kupferwerke1 wenn es auch dem aus russischen und australischen ,erzen gewonnenen an ,gte nachsteht4 ,die bedeutendsten englischen ,kupferwerke sind zu ,swansea2 sie erhalten ihre ,erze aus den ,kupferminen in ,cornwall1 ,nord-,wales1 ,westmoreland1 den angrenzenden ,theilen von ,lancashire und ,cumberland1 aus ,schottland und ,irland u4 s4 w41 doch werden auch grosse ,mengen von eingefhrten ,erzen 7aus ,chili1 ,peru1 ,australien1 ,cuba und ,norwegen7 verschmolzen4 ,ausserdem befinden sich noch ,kupferwerke auf der ,insel ,anglesea1 in ,staffordshire und bei ,liverpool4 ,die englischen ,kupfererze bestehen meist aus ,kupferkies mit beigemengtem ,schwefelkies1 nicht selten auch etwas ,zinnkies und ,arsenkies1 und ,gangart4 ,die hauptschlichsten ,processe des englischen ,kupfergewinnungsverfahrens bestehen in folgenden ,operationen3 #a7 ,rsten des kiesigen ,kupfererzes 7calcination72 #b7 ,verschmelzen der gersteten ,erze zu ,rohstein 7melting for coarse metal72 #c7 ,rsten des ,rohsteines 7calcination of coarse metal72 #d7 ,darstellen des weissen ,concentrationssteines 7white metal7 durch ,verschmelzen des gersteten ,rohsteins mit reichen ,erzen2 #e7 ,darstellen eines blauen ,concentrationssteines 7blue metal7 durch ,verschmelzen des gersteten ,rohsteines mit gersteten ,erzen von mittlerem ,kupfergehalt2 #f7 ,darstellen eines rothen und weissen ,steines durch ,verschmelzen der bei den vorhergehenden ,operationen gewonnenen ,schlacken2 #g7 ,rstschmelzen des blauen ,steines ,no4 #e und ,darstellung des weissen ,extrasteines2 #h7 ,rstschmelzen des weissen ,extrasteines und ,darstellung des ,concentrationssteines2 #i7 ,rstschmelzen des gewhnlichen weissen ,steines und der kupferhaltigen ,bden zum ,zweck der ,darstellung von ,schwarzkupfer 7blistered copper1 ,blasenkupfer72 #aj7 ,raffiniren des ,schwarzkupfers4 ,nach ,gurlt's ,ansicht lassen sich alle ,operationen des ,zugutemachens der ,kupfererze in ,flammenfen auf hchstens zwei ,rstungen und drei ,schmelzungen zurckfhren1 nmlich auf #a7 das ,rsten der gepulverten ,erze unter ,zusatz von ,kochsalz oder ,chlorcalcium1 um flchtige ,chloride zu bilden2 #b7 das ,verschmelzen der gersteten ,erze bei ,erzeugung einer mehr saigeren ,schlacke auf ,rohstein2 #c7 das ,rstschmelzen des ,rohsteines mit erhitzter ,geblseluft auf ,schwarzkupfer mit oder ohne ,zuschlag von chlorhaltigen ,substanzen2 #d7 das ,raffiniren des ,schwarzkupfers4 ,sidenote3 ,rsten der ,erze4 ,das ,rsten der kiesigen ,kupfererze ist im ,allgemeinen von dem auf dem ,continent gebruchlichen ,verfahren nicht verschieden4 ,das ,erz erleidet whrend des ,rstens keinen wesentlichen ,gewichtsverlust1 indem die ,aufnahme an ,sauerstoff so ziemlich den ,verlust an ,schwefel1 ,antimon1 ,arsen etc4 compensirt4 ,das ,produkt des ,rstens ist ein schwarzes ,pulver1 dessen ,farbe vom ,kupfer- und ,eisenoxyd herrhrt4 ,whrend des ,rstens entwickeln sich weisse ,rauchwolken1 aus schwefliger ,sure1 arseniger ,sure etc4 bestehend4 ,in neuerer ,zeit hat man durch ,einfhrung zweckmssiger ,rstapparate1 namentlich des ,gerstenhfer'schen ,rstofens1 die schweflige ,sure fr die ,schwefelsurefabrikation zu verwerthen gesucht4 ,sidenote3 ,verschmelzen der gersteten ,erze4 ,illustration3 ,fig4 #bd4 ,das ,verschmelzen der gersteten ,erze zu ,roh- oder ,kupferstein geschieht in den ,schmelzfen4 ,die ,figur #bd stellt einen solchen ,schmelzofen1 wie er zu ,swansea gebruchlich ist1 dar4 ,der ,herd verengert sich gegen seine ,mndung hin1 sodass er eine ,art von ,mulde bildet1 ,k ist der ,fllungstrichter1 ,g ist eine mit kaltem ,wasser gefllte ,grube4 ,die ,operation des ,kupfersteinschmelzens durch den ,flammenofenprocess bezweckt das ,kupfer von der ,gangart und einem ,theil der in dem gersteten ,erze enthaltenen fremden ,metalloxyde durch ein reducirendes und auflsendes ,schmelzen abzuscheiden4 ,der ,schwefel ist hierbei von ,wichtigkeit1 indem die unzersetzt gebliebenen ,schwefelmetalle beim ,schmelzen die ,oxyde und die schwefelsauren ,salze zerlegen4 ,es verwandeln sich zunchst ,eisenoxyd und ,schwefeleisen in schweflige ,sure und ,eisenoxydul1 welches letztere mit der vorhandenen ,kieselsure zu ,schlacke zusammentritt4 ,bei gesteigerter ,temperatur wird das ,kupferoxyd von dem ,schwefeleisen und ,schwefelkupfer unter ,bildung von ,eisenoxydul und metallischem ,kupfer zerlegt1 welches letztere sich zum ,theil in dem entstandenen ,kupferstein auflst1 zum ,theil auch durch das ,eisenoxyd zu ,kupferoxydul reducirt wird1 das bei der hchsten ,temperatur des ,ofens sich verschlackt4 ,indem nun durch lebhaftes ,rhren der geschmolzenen ,masse ,stein und ,schlacken in innige ,berhrung kommen1 setzt sich das in dem ,steine enthaltene ,schwefeleisen mit dem ,kupferoxydul der ,schlacken in ,schwefelkupfer und kieselsaures ,eisenoxydul um1 sodass dem ,kupfer fast jeder ,weg zur ,verschlackung abgeschnitten ist4 ,sidenote3 ,rsten des ,rohsteines4 ,sidenote3 ,concentrationsstein4 ,sidenote3 ,roh- oder ,schwarzkupfer4 ,sidenote3 ,garmachen des ,schwarzkupfers4 ,das ,rsten des ,rohsteines geschieht meist in denselben ,flammenfen1 welche zu dem ,rsten des ,erzes ,anwendung finden4 ,der ,zweck des ,rstens ist hauptschlich1 das ,eisen zu oxydiren und den ,schwefel bis auf ein gewisses ,quantum zu verflchtigen und zu verbrennen4 ,eine gewisse ,menge ,schwefel in dem ,rstprodukte ist nothwendig1 weil ausserdem das ,concentrationsschmelzen nicht oder doch nur mit ,kupferverlust ausfhrbar wre4 ,auf das ,rsten folgt die ,darstellung des weissen ,concentrationssteines4 ,zu diesem ,zwecke wird der gerstete ,rohstein mit reichen ,kupfererzen beschickt1 welche fast kein ,schwefeleisen1 sondern nur ,schwefelkupfer1 ,kupferoxyd und ,quarz in solchen ,verhltnissen enthalten1 dass der ,schwefelkies durch den ,sauerstoff der ,oxyde oxydirt wird1 wobei alles ,kupfer mit dem berschssigen ,kupfer zu ,stein zusammentritt1 das zu ,oxydul oxydirte ,eisen aber mit dem ,quarz kieselsaures ,eisenoxydul bildet4 ,das ,schmelzen geschieht auf hnliche ,weise wie das ,rohsteinschmelzen4 ,der sich bildende weisse ,concentrationsstein ist fast von der ,zusammensetzung des ,kupferglanzes 7,cu#b,s7 und wird in ,sandformen abgestochen4 ,der weisse ,stein wird auf ,roh- oder ,schwarzkupfer verschmolzen4 ,man bringt den zu verarbeitenden ,stein auf die ,herdsohle eines von dem ,schmelzofen nicht verschiedenen ,ofens und lsst das ,glhfeuer #ab-bd ,stunden lang einwirken4 ,im ,anfange darf die ,hitze nicht bis zum ,schmelzen gehen1 nur gegen das ,ende wird sie erhht4 ,durch dieses ,rstschmelzen wird der ,schwefel in ,gestalt von schwefliger ,sure beseitigt und zugleich entweder durch ,verflchtigung allein oder durch den ,sauerstoff und ,verschlackung die ,verunreinigung1 wie ,arsen1 ,kobalt1 ,nickel1 ,zinn1 ,eisen u4 s4 w41 entfernt4 ,whrend des ,einschmelzens zerlegen sich ,kupferoxydul und ,schwefelkupfer gegenseitig zu schwefliger ,sure und metallischem ,kupfer 7#b;,cu#b,o ,cu#b,s ,,so#b #f;,cu74 ,das geschmolzene ,rohkupfer wird in ,formen abgestochen4 ,es berzieht sich auf der ,oberflche mit schwarzen ,blasen1 weshalb es ,blasenkupfer genannt wird4 ,auf der ,bruchflche zeigt es ein porses1 bienenzelliges ,ansehen1 welches von den ,gasen und ,dmpfen 7schweflige ,sure1 ,arsendmpfe7 herrhrt1 welche sich bei dem ,aufkochen des ,rohkupfers entwickeln4 ,das ,roh- oder ,schwarzkupfer ist schon ziemlich rein1 von ,schwefel1 ,eisen und anderen ,metallen fast frei4 ,die letzte ,operation des englischen ,flammenofenprocesses ist das ,garmachen des ,schwarzkupfers1 welches auf der ,sohle eines ,flammenofens 7,zugflammenofen7 ausgefhrt wird4 ,zuerst wird schwach erhitzt1 um die ,oxydation zu beendigen4 ,nach ungefhr sechs ,stunden gerth das ,kupfer in ,fluss4 ,nachdem alles ,kupfer in dem ,sumpfe niedergeschmolzen ist und der ,ofen sich in starker ,hitze befindet1 wird die kupferoxydulreiche1 rthlich gefrbte ,schlacke abgezogen4 ,es wird die ,oberflche des geschmolzenen ,kupfers mit ,holzkohlenpulver bedeckt und darauf in das flssige ,metallbad eine hlzerne ,rhrstange1 gewhnlich von ,birkenholz1 gebracht4 ,man nennt diese ,operation das ,schumen oder ,polen2 sie hat die ,reduction des vorhandenen ,kupferoxyduls durch die aus der hlzernen ,rhrstange unter ,aufschumen des ,kupfers sich entwickelnden reducirenden ,gase zum ,zweck4 ,darauf hat das ,kupfer die ,hammergare4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,kupfers aus oxydirten ,erzen4 ,die ,darstellung des ,kupfers aus oxydirten ,erzen ist einfach4 ,die ,erze werden mit ,kohle in einem ,schachtofen niedergeschmolzen1 indem man sie mit den erforderlichen ,zuschlgen versetzt1 um eine leichtflssige ,schlacke1 die kein ,kupfer aufnimmt1 zu erzielen4 ,das erfolgende ,schwarzkupfer wird in ,spleissfen gar gemacht und in ,blcken als ,rosettenkupfer in den ,handel gebracht4 ,zu ,chessy bei ,lyon verschmilzt man ,malachit1 ,kupferlasur und ,rothkupfererz4 ,es findet dabei durch ,verschlackung ein nicht unbedeutender ,kupferverlust statt4 ,auf den sibirischen ,kupferhtten am ,ural giebt man den oxydirten ,kupfererzen einen ,zuschlag von kiesigen ,kupfererzen und von ,schwefelkies1 wobei das ,kupfer durch den ,schwefel vor der ,verschlackung geschtzt und in einen ,stein verwandelt wird1 den man auf ,schwarzkupfer verschmilzt4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,kupfers auf nassem ,wege4 ,die ,gewinnung des ,kupfers auf nassem ,wege 7die hydrometallurgische ,kupfergewinnung7 findet in neuerer ,zeit immer mehr und mehr ,anwendung und ist das ,resultat der ,uebertragung der ,erkenntnisse der analytischen ,chemie in das praktische ,leben4 ,die grosse ,leichtigkeit1 mit welcher das ,kupfer in ,lsung gebracht und daraus gefllt wird1 gab die ,veranlassung1 den nassen ,weg der ,kupferextraction zu versuchen1 wenn der trockene ,weg wegen ,kupferarmuth der ,erze keine konomisch vortheilhaften ,resultate giebt4 ,eine der ltesten ,methoden der hydrometallurgischen ,kupfergewinnung ist die durch ,cementation4 ,sie besteht in dem ,ausfallen des ,kupfers aus ,kupfervitriollsung durch metallisches ,eisen2 solche ,lsungen kommen theils fertig gebildet als ,grubenwsser oder ,cementwsser vor1 theils werden sie knstlich durch ,behandeln von armen oxydirten ,kupfererzen mit schwefligsauren ,dmpfen oder durch ,extraction des ,kupfers mittelst ,salzsure oder verdnnter ,schwefelsure oder auch nur durch ,rsten von kiesigen ,erzen und ,auslaugen des erzeugten ,kupfervitriols bereitet4 ,das durch ,fllen von metallischem ,kupfer aus ,lsungen durch ,eisen erhaltene ,kupfer nennt man ,cementkupfer4 ,auf der ,insel ,anglesea hebt man die ,cementwsser zuerst in ein grosses ,bassin1 um sie durch ,absetzen von ,eisenocker zu klren1 und leitet sie darauf in die ,cementgruben1 in welchen sich das zur ,zersetzung des ,kupfervitriols bestimmte alte ,guss- und ,schmiedeeisen befindet4 ,von ,zeit zu ,zeit muss das ,eisen bewegt werden1 damit die oxydirte ,flche sich abscheuere4 ,von ,zeit zu ,zeit werden die ,bodenstze in den ,smpfen aufgerhrt und die trbe ,flssigkeit mit allem ,schlamm in grosse ,smpfe geleitet1 in welchen sich der ,schlamm absetzt1 der in einem ,trockenofen bei ,flammenfeuer getrocknet wird4 ,der ,kupfergehalt des ,schlammes ist sehr verschieden1 der reichste enthlt ungefhr #ej ,proc4 ,kupfer1 durchschnittlich kann man einen ,kupfergehalt von #ae ,proc4 annehmen1 da der ,hauptbestandtheil des ,schlammes basisch schwefelsaures ,eisenoxyd ist4 ,dem ,anhaften des ausgeschiedenen ,kupfers an dem ,eisen wird vorgebeugt1 wenn in dem ,apparate1 in welchem die ,fllung vor sich geht1 eine ,rhrvorrichtung befindlich ist1 hnlich der in den ,maischmaschinen4 ,zu ,herrengrund bei ,neusohl in ,niederungarn1 wo frher betrchtliche ,mengen von ,cementkupfer gewonnen wurden1 ist die ,gewinnung jetzt sehr unbedeutend4 ,dagegen zu ,schmllnitz in ,oberungarn und zu ,rio tinto in ,sdspanien hat die ,cementkupferbereitung eine grosse ,ausdehnung erhalten4 ,in ,norwegen schlgt man das ,kupfer aus den ,lsungen 7nach ,sinding's ,verfahren7 durch ,schwefelwasserstoff nieder und verarbeitet das gefllte ,kupfer entweder auf ,kupfervitriol oder auf metallisches ,kupfer4 ,kupferkieshaltige ,pyrite werden1 nachdem sie durch ,abrsten ihren ,schwefel als schweflige ,sure 7zum ,zweck der ,schwefelsurefabrikation7 abgegeben haben1 meist auch noch auf nassem ,wege entkupfert2 man kann das ,kupfer mit einer ,lsung von ,eisenchlorid ausziehen und aus der ,lsung 7nach dem ,vorschlage von ,gossage7 das ,kupfer mittelst ,schwefeleisen fllen4 ,arme ockerige ,erze1 die nicht mehr mit ,vortheil geschmolzen werden knnen1 werden durch ,rsten mit ,schwefelkies oder durch ,calciniren mit ,eisenvitriol oder berhaupt auf irgend eine ,weise1 wobei schweflige ,sure sich entwickelt1 auf ,kupfervitriol verarbeitet4 ,auch aus kiesigen ,kupfererzen hat man unter ,umstnden mit ,gewinn ,cementkupfer dargestellt1 so verwandelt z4 ,b4 ,bankart die ,kupfererze durch ,rsten in ,sulfate1 schlgt aus deren ,lsung das ,kupfer durch ,eisen nieder und gewinnt aus der ,lauge ,eisenvitriol4 ,sidenote3 ,kupfer auf galvanischem ,wege erhalten4 ,das durch ,anwendung des galvanischen ,stromes erhaltene ,kupfer ist das reinste2 vor einiger ,zeit ist vorgeschlagen worden1 bei dem ,fllen von ,cementkupfer1 um an ,eisen und ,zeit zu sparen1 die ,elektricitt anzuwenden4 ,dass der ,kupfervitriol auf elektrolytischem ,wege unter ,abscheidung von cohrentem ,kupfer zersetzt werden kann1 ist eine fr galvanoplastische ,darstellungen wichtige ,thatsache4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,kupfers4 ,das ,kupfer zeichnet sich durch seine bekannte rothe ,farbe aus1 ist stark glnzend und obgleich ziemlich hart1 doch so dehnbar1 dass es sich zu den feinsten ,drhten ziehen und zu dnnen ,blttchen schlagen lsst4 ,durch ,erwrmen steigert sich seine ,dehnbarkeit4 ,es hat einen hakigen1 krnigen ,bruch1 ein spec4 ,gewicht von #h1i 7#a ,kubikfuss ,kupfer wiegt #def-dgf ,pfd47 und schmilzt bei einer ,temperatur von #abjj 7,pouillet7 oder #adjj 7,daniell7 7etwas leichter als ,gold1 etwas schwerer als ,silber74 ,reines ,kupfer fliesst in dnnen1 schnell erstarrenden ,strmen1 das mit ,oxydul verunreinigte fliesst trge1 erstarrt langsamer und stets in dicken ,massen4 ,das geschmolzene ,kupfer hat eine eigenthmliche meergrne ,farbe4 ,zu ,gusswaaren eignet sich das ,kupfer nicht1 indem es1 vermuthlich wenn es zu heiss gegossen wird1 nur porse und blasige ,gsse liefert4 ,beim ,erkalten dehnt es sich scheinbar 7es steiget7 aus1 d4 h4 es scheint nach dem ,erstarren einen grssern ,raum einzunehmen als im geschmolzenen ,zustande4 ,durch dieses ,ausdehnen wird das ,kupfer zur ,bearbeitung unter dem ,hammer und dem ,walzwerk unbrauchbar1 weil der ,zusammenhang der ,masse auf mechanische ,weise1 durch krystallinische ,gefge und durch ,hhlungen und ,zwischenrume1 welche im ,innern der ,masse sich bilden1 unterbrochen wird4 ,damit das ,ausdehnen oder ,steigen des ,kupfers nicht stattfinde1 ist es unerlsslich1 das ,metall 7wie ,c4 ,stlzel vorgeschlagen7 unter einer ,kohlendecke zu schmelzen1 oder das flssige ,metall bis zu einer gewissen ,temperatur sich abkhlen zu lassen und es dann in geschlossene ,formen zu giessen1 damit es schnell erstarre4 ,zink1 ,blei 7etwa #j1a ,proc471 ,kalium und andere ,metalle entziehen dem ,kupfer die ,eigenschaft1 zu steigen4 ,auch eine gewisse ,quantitt beigemengtes ,kupferoxydul verhindert das ,steigen des ,kupfers in den ,formen1 doch lsst sich diese ,eigenschaft in der ,praxis nicht anwenden1 weil ,kupferoxydul das ,kupfer kaltbrchig macht4 ,reines ,kupfer zeigt vor dem ,erstarren die ,eigenschaft des ,kupferregens oder des ,spratzens1 d4 h4 es werden1 noch ehe die ,erstarrung auf der ,oberflche eintritt1 ,kupferkgelchen 7,streu- und ,spritzkupfer7 als ein feiner und oft sehr dichter ,regen mit grosser ,gewalt in die ,hhe geschleudert4 ,bei hherer ,temperatur und bei ,luftzutritt verbrennt des ,kupfer mit schner grner ,flamme4 ,an der feuchten ,luft berzieht es sich nach und nach mit kohlensaurem ,kupferoxydulhydrat 7sogenanntem ,grnspan74 ,im ,feuer bei ,luftzutritt nimmt es anfangs ,regenbogenfarben an1 spter berzieht es sich mit einer braunrothen ,rinde von ,kupferoxydul1 welche nach und nach eine schwarze ,farbe annimmt und beim ,ablschen des glhenden ,metalls in ,wasser oder beim ,hmmern und ,biegen in ,schuppen abfllt 7,kupferasche1 ,kupferhammerschlag74 ,in dem ,zustande1 in welchem das ,kupfer durch den ,schmelzprocess auf den ,kupferhtten 7als ,werkkupfer7 gewhnlich dargestellt wird1 ist es mit anderen ,metallen1 vorzglich mit ,eisen1 ,antimon1 ,arsen1 in einigen ,fllen vorzugsweise mit ,blei1 in anderen mit ,zinn1 zuweilen auch mit ,zink1 und fast stets mit ,schwefel verunreinigt4 ,reischauer fand in einem vollkommen dehnbaren ,werkkupfer #a1dh ,proc4 solcher in ,salpetersure unlslicher ,stoffe 7,antimon1 ,blei1 ,zinn1 ,eisen1 ,nickel74 ,bei einem grsseren ,quantum fremder ,krper besitzt es bei jeder ,temperatur einen so geringen ,grad von ,festigkeit1 dass es sich durch ,hmmern und ,walzwerke nicht bearbeiten lsst4 ,selbst zu ,gusswaaren 7zu ,statuenguss7 ist dieses unreine ,kupfer nicht geeignet1 theils weil ihm die ,kupferfarbe abgeht1 theils weil es den ,einflssen der ,atmosphre nicht widerstehen kann4 ,man benutzt das ,kupfer zu ,siedepfannen in ,zuckerfabriken1 ,kesseln1 ,blasen und ,khlapparaten in ,brennereien und ,brauereien1 zum ,beschlagen der ,schiffe1 zur ,scheidemnze1 zum ,graviren 7,kupferstich und ,kupferwalzen im ,zeugdruck71 zur ,fabrikation des ,kupfervitriols1 der ,kupferfarben etc4 ,raffinirtes ,kupfer aus ,mansfeld enthielt nach ,steinbeck 7,juni #ahfh73 ,kupfer #ii1bh ,silber #j1jb ,nickel #j1cb ,eisen #j1jf ------ #ajj1jj ,die ,kupferproduktion auf der ganzen ,erde betrgt gegenwrtig 7#ahgj7 etwa #a1cjj1jjj ,ctr41 davon kommen auf ,russland #acj1jjj ,ctr4 ,england #cej1jjj ,oesterreich #fj1jjj ,chile #bhj1jjj ,nordamerika #bjj1jjj ,preussen #eg1ejj ,spanien #dj1jjj ,schweden #dj1jjj ,belgien #bj1jjj ,sachsen #gjj ,cuba #dj1jjj ,bolivia und ,peru etc4 #cj1jjj ,der ,preis des ,kupfers betrgt im ,mittel #dj ,thlr4 der ,centner2 als ,gesammtwerth des jhrlich producirten ,kupfers ergiebt sich demnach die ,summe von #eb ,mill4 ,thlr4 ,sidenote3 ,legirungen des ,kupfers4 ,kupferlegirungen4 ,von diesen ,legirungen erwhnen wir als die wichtigsten die ,bronze1 das ,messing und das ,neusilber4 ,sidenote3 ,die ,bronze4 ,die ,bronze ist eine ,legirung aus ,kupfer und ,zinn oder ,kupfer1 ,zinn und ,zink1 oder endlich ,kupfer und ,aluminium4 ,durch den ,zusatz von ,zinn oder von ,zinn und ,zink oder endlich von ,aluminium wird das ,kupfer leichtflssiger und daher brauchbarer zum ,guss1 dichter und deshalb politurfhiger2 es wird ferner hrter1 sprder1 klingender und tnender und ist 7mit ,ausnahme der ,aluminiumlegirung7 weit wohlfeiler als reines ,kupfer1 wodurch es ebenfalls zu vielen ,zwecken geeigneter wird4 ,ein geringer ,zusatz von ,phosphor 7#j1ab-j1ej ,proc47 macht einige dieser ,legirungen homogener und geschmeidiger4 ,die hauptschlichsten ,arten der ,bronze sind ,glockenmetall1 ,kanonenmetall und ,statuenbronze4 ,greek3 a7 ,glockenmetall 7,glockengut1 ,glockenspeise7 besteht durchschnittlich aus #gh ,th4 ,kupfer und #bb ,th4 ,zinn4 ,es muss ,klang mit ,hrte und ,festigkeit verbinden4 ,es ist ein sprdes ,metall und deshalb ist die ,behandlung der ,glocke auf der ,drehbank nicht mehr ausfhrbar2 die ,glocke muss demnach den ,ton1 den sie erhalten soll1 durch den ,guss1 durch ihre ,form und durch die ,metallmischung erhalten4 ,zuweilen wird dem ,metall1 um ,zinn zu ersparen1 ,zink und ,blei zugesetzt1 was leicht schdlich sein kann4 ,ein ,vorurtheil ist es hingegen1 dass1 um der ,glocke einen besonders hellen ,klang zu verschaffen1 ,silber beigemischt werden msse4 ,greek3 b7 ,kanonenmetall 7,geschtzmetall1 ,stckgut1 ,kanonengut7 besteht durchschnittlich aus #ij ,th4 ,kupfer und #i ,th4 ,zinn und muss mechanisch und chemisch dauerhaft sein4 ,die mechanische ,dauerhaftigkeit erfordert #a7 ,zhigkeit1 damit das ,geschtz nicht beim ,entznden der ,ladung1 wobei dasselbe einem ,drucke von wenigstens #abjj-aejj ,atmosphren ausgesetzt ist1 gesprengt werde2 #b7 ,elasticitt1 damit den durch die hufigen und stossweisen ,gasentwickelungen auf die ,cohsion geschehenden ,angriffen entgegengetreten werde2 #c7 ,hrte1 welche die beim ,anschlagen des ,geschosses entstehenden ,vertiefungen in der innern ,wand des ,geschtzes 7der ,seele71 die sogenannten ,kugellager1 verhindern soll4 ,die chemische ,bestndigkeit endlich verlangt die mglichst grsste ,unangreifbarkeit des ,geschtzes durch die ,luft1 durch die ,zersetzungsprodukte des ,schiesspulvers und der ,schiessbaumwolle und durch die bei der ,entzndung derselben bewirkte hohe ,temperatur4 ,das ,kanonenmetall von der oben angegebenen ,zusammensetzung hat die ,eigenthmlichkeit1 sich zu entmischen1 entweder durch eine ,art ,saigerung1 indem zinnreiche leichtflssige ,legirungen von den zinnarmen strengflssigen sich trennen1 oder auch durch ,verbrennen1 indem das ,zinn leichter und frher verbrennt als das ,kupfer und die ,legirung dadurch stets zinnrmer wird4 ,diese ,neigung zum ,entmischen ist beim ,giessen der ,geschtze eine ,quelle von grossen ,schwierigkeiten4 ,in neuerer ,zeit hat man und wie es scheint1 nicht ohne ,erfolg1 durch ,zusatz von etwas ,phosphor 7#j1ab-j1ej ,proc47 das ,geschtzmetall gleichfrmiger zu machen gesucht4 ,greek3 g7 ,statuenbronze zu ,bildsulen1 ,bsten1 ,verzierungen besteht aus ,kupfer1 ,zinn1 ,blei und ,zink4 ,sie muss so zusammengesetzt sein1 dass sie im geschmolzenen ,zustande dnnflssig genug ist1 um die ,gussform vollstndig auszufllen und einen reinen scharfen ,guss zu liefern1 der sich leicht ciseliren lsst und eine schne ,patina annimmt4 ,die ,reiterstatue des ,knigs ,ludwig ,,xiv4 in ,paris 7#afii beendigt7 besteht aus #ia1dj ,kupfer1 #e1ec ,zink1 #a1gj ,zinn und #a1cg ,blei2 die ,reiterstatue von ,ludwig ,,xv4 aus #hb1fe ,kupfer1 #aj1cj ,zink1 #d1aj ,zinn und #c1ae ,blei2 die von ,heinrich ,,iv4 7auf dem ,pont neuf zu ,paris7 aus #hi1fb ,kupfer1 #d1bj ,zink1 #e1gj ,zinn und #j1dh ,blei4 ,man schtzt an der ,statuenbronze die ,eigenschaft1 sich bald mit einer gleichmssigen und schn grnen ,oxydschicht 7,antikbronze1 ,patina7 zu berziehen1 eine ,schicht1 deren ,bildung man auch hufig durch ,anwendung chemischer ,mittel befrdert4 ,die ,aluminiumbronze 7aus #ij ,th4 ,kupfer und #aj ,th4 ,aluminium bestehend7 wird wegen ihrer schnen ,farbe in vielen ,fllen angewendet1 wo man sich sonst des ,messings bedient htte4 ,sidenote3 ,das ,messing4 ,das ,messing 7,gelbguss7 gehrt zu den ltesten und am lngsten bekannten ,legirungen4 ,zink und ,kupfer verbinden sich in allen ,verhltnissen mit einander1 aber nur das ,messing hat unter allen ,legirungsverhltnissen allein technische ,anwendung gefunden4 ,die ,quantitt der beiden ,metalle im ,messing variirt je nach der ,anwendung1 die von dem ,messing gemacht werden soll4 ,durchschnittlich betrgt der ,zinkgehalt #cj ,proc4 ,im ,allgemeinen ertheilt ein geringerer ,zinkgehalt dem ,messing eine dunklere rthlichgelbe ,frbung1 ein grsserer ,zinkgehalt eine lichtere gelbliche ,frbung4 ,je grsser der ,kupfergehalt ist1 desto dehnbarer ist das ,messing4 ,in kaltem ,zustande ist das ,messing hmmerbar und lsst sich strecken1 walzen und zu ,draht ausziehen2 in heissem ,zustande erhlt es leicht ,brche und ,risse4 ,ein hmmerbares oder schmiedbares ,messing 7yellow metal71 welches sich in der ,glhhitze unter ,hammer und ,walzen strecken lsst1 erhlt man durch ,zusammenschmelzen von #dj ,th4 ,zink mit #fj ,th4 ,kupfer4 ,das ,messing hat vor dem reinen ,kupfer vielfache ,vorzge4 ,es hat eine angenehmere ,farbe1 oxydirt sich nicht so leicht1 besitzt grssere ,hrte und ,steifheit 7und eignet sich nur deshalb zu ,blechgefssen und ,stecknadeln71 niedrigeren ,schmelzpunkt und ist im geschmolzenen ,zustande weit dnnflssiger1 ohne beim ,erstarren wie das ,kupfer blasig zu werden2 es ist aus diesem ,grunde1 und weil es weit billiger ist als ,kupfer1 zu ,gusswaaren ein schtzbares ,material4 ,ein ,zusatz von ,blei 7#a-b ,proc47 macht das ,messing zur ,bearbeitung auf der ,drehbank geeignet2 solches ,messing lsst sich auch besser feilen1 da es die ,feilen nicht verschmiert4 ,die ,fabrikation des ,messings geschieht auf zweifache ,weise3 #a7 entweder durch ,zusammenschmelzen von ,galmei1 ,kohle und ,schwarzkupfer1 oder #b7 durch ,zusammenschmelzen von metallischem ,zink mit ,garkupfer4 ,die ,messingbereitung mittelst ,galmei ist die lteste und jetzt schon fast allgemein aufgegebene ,methode4 ,man bedient sich dazu solcher ,oefen1 in welchen #g-i ,tiegel aus feuerfestem ,thon zu gleicher ,zeit eingesetzt werden knnen4 ,die ,tiegel stehen auf einem ,rost4 ,man benutzt gewhnlich gersteten ,galmei und zinkhaltigen ,ofenbruch der ,hochfen4 ,da man mit ,galmei dem ,messing nicht mehr als #bg-bh ,proc4 ,zink geben kann1 so setzt man kurz vor dem ,giessen der geschmolzenen ,masse ,galmei zu4 ,frher liess man die ,messingfabrikation in zwei ,operationen zerfallen3 die erste bezweckte die ,herstellung einer ,legirung 7,arcoschmelzen71 welche nur #bj ,proc4 enthielt2 bei der zweiten verband man das ,arco 7,rohmessing1 ,stckmessing7 mit einer neuen ,zinkmenge1 um es in eigentliches ,messing zu verwandeln 7,tafelmessingschmelzen74 ,das ,arcoschmelzen ist ein sehr unvortheilhaftes ,verfahren1 weil die ,schmelzkosten dadurch unnthig vergrssert werden1 doch war man frher der ,ansicht1 es werde durch ein besonderes ,arco- und ,tafelmessingschmelzen ein besseres ,produkt erhalten4 ,das ,arcoschmelzen fllt gegenwrtig hinweg und man giebt dem ,metallgemisch1 wenn es in ,fluss gekommen ist1 das noch mangelnde ,zink4 ,auf gleiche ,weise verfhrt man mit dem ,ofenbruche1 aus welchem allein1 ohne ,zusatz von metallischem ,zink1 kein ,messing hergestellt werden kann4 ,beim ,guss zu ,tafelmessing wird der ,inhalt aus allen ,tiegeln in einem ,tiegel 7dem sogenannten ,giesser71 welcher vor dem ,messingschmelzofen in einer ,grube 7dem ,monthal7 steht1 zusammengegossen1 das flssige ,metall mit einem eisernen ,stabe 7,kaliol7 umgerhrt und die ,oberflche gereinigt1 worauf der ,inhalt in die bestimmten ,formen gegossen wird4 ,der ,guss in eisernen ,formen gelingt nicht gut1 wenn es sich um die ,herstellung dnner ,platten handelt1 daher giesst man zwischen ,granittafeln1 von denen je zwei eine ,gussform ausmachen4 ,die ,granittafeln erhalten einen ,ueberzug aus ,lehm und ,kuhmist und werden vor dem ,gusse gut angewrmt4 ,es knnen gegen #bj ,tafeln gegossen werden1 ehe man den ,lehmberzug zu erneuern braucht4 ,die gegossenen ,tafeln werden hierauf berarbeitet1 um die ,gussnaht zu beseitigen und dann vermittelst einer ,circularsge in ,stcke von passender ,form zerschnitten4 ,die ,fabrikation des ,messings aus ,zink kann auf verschiedene ,weise ausgefhrt werden4 ,die einfachste und vorzglichste ,methode besteht in der ,anwendung gewhnlicher ,tiegel1 in welche ,kupfer und ,zink mit einander geschichtet eingetragen werden und eine starke ,decke von ,kohlenstaub erhalten4 ,kupfer und ,zink werden in zolldicken ,stcken angewendet4 ,ein ,arcoschmelzen findet bei diesem ,verfahren nicht statt4 ,bisweilen setzt man auch schon dnngewalztes ,kupferblech ,zinkdmpfen aus1 um es in ,messingblech berzufhren4 ,dem ,messing hnliche ,legirungen sind ,tombak 7rothes ,messing1 ,rothmetall71 welches auf etwa #he ,th4 ,kupfer #ae ,th4 ,zink enthlt4 ,aus #b ,th4 ,zink und #aa ,th4 ,kupfer stellt man in ,nrnberg und ,frth die ,legirung dar1 die von den dasigen ,metallschlgern zu ,blattgold 7,goldschaum7 verarbeitet wird4 ,andere ,kupferzinklegirungen von goldhnlicher ,farbe1 die jetzt keine oder doch nur sprliche ,anwendung finden1 sind3 ,prinzmetall1 ,semilor1 ,orede1 ,mannheimer ,gold1 ,pinchbak etc4 ,das in neuerer ,zeit aufgetauchte ,aichmetall besteht aus #fj ,th4 ,kupfer1 #ch1b ,th4 ,zink und #a1h ,eisen4 ,es ist wesentlich schmiedbares ,messing4 ,das ,sterrometall ist von hnlicher ,zusammensetzung1 jedoch weit hrter4 ,das ,muntzmetall1 in ,england zu ,schiffsbeschlgen1 zu ,bolzen1 ,schiffsngeln u4 dgl4 vielfach angewendet1 besteht aus ,kupfer und ,zink in ,verhltnissen1 welche zwischen #ej ,proc4 ,zink und #fc ,proc4 ,kupfer bis zu #ci ,proc4 ,zink und #ej ,proc4 ,kupfer schwanken4 ,die ,legirung zur ,kupferscheidemnze besteht in ,frankreich und ,schweden aus #ie ,th4 ,kupfer1 #d ,th4 ,zinn und #a ,th4 ,zink1 in ,dnemark aus #ij ,th4 ,kupfer1 #e ,th4 ,zinn1 #e ,th4 ,zink4 ,das unter dem ,namen ,weissmessing vorkommende ,metallgemisch besteht wie das ,bathmetall aus #ee ,th4 ,kupfer und #de ,th4 ,zink1 und wie das ,ldenscheider ,knopfmetall aus #bj ,th4 ,kupfer und #hj ,th4 ,zink4 -- ,die ,bronzefarben 7,metall- oder ,staubbronze71 welche gegenwrtig zum ,bronziren von ,gyps- und ,holzgegenstnden1 sowie von ,metallgusswaaren1 ferner in der ,buch- und ,steindruckerei1 in der ,lackirerei1 in der ,wachsleinwand- und ,tapetenfabrikation ausgedehnte ,anwendung finden1 werden aus den ,abfllen der ,metallschlgerei1 aus der sogenannten ,schawine durch ,feinreiben und ,erhitzen mit etwas ,oel1 ,talg1 ,paraffin oder ,wachs dargestellt2 die hierbei sich bildenden schnen ,farben 7violett1 kupferroth1 orange1 goldgelb1 grn7 sind ,anlauffarben4 ,die ,legirung zu diesen ,bronzefarben ist3 fr helle ,nancen ,kupfer #hc1 ,zink #ag1 fr rothe ,nancen ,kupfer #id-ij1 ,zink #f-aj1 fr kupferrothe ,nancen ,kupfer #ajj4 ,der ,kupfergehalt der ,bronzefarben bei verschiedenen ,mustern ergab sich bei der ,analyse folgendermaassen3 ,greek3 a7 ,franzsische ,bronzen3 ,kupferroth #ig1cb ,proc4 ,orange #id1dd ,blassgelb #ha1bi ,greek3 b7 ,englische ,bronzen3 ,orange #ij1hb ,hochgelb #hb1cg ,blassgelb #hj1db ,greek3 g7 ,bayerische ,bronzen3 ,kupferroth #ih1ib ,proc4 ,violett #ih1hb ,orange #ie1cj ,hochgelb #ha1ee ,speisegelb #hb1cd ,sidenote3 ,das ,neusilber4 ,das ,neusilber 7,argentan1 ,pakfong1 ,weisskupfer7 ist eine ,legirung aus ,kupfer1 ,nickel1 ,zink oder ,zinn1 die man auch betrachten kann als ,messing mit einem ,zusatze von #a_/f-a_/c ,nickel4 ,das ,neusilber ist von fast silberweisser ,farbe1 von dichtkrnigem oder feinzackigem ,bruche1 #h1d-h1g spec4 ,gewicht und ist hrter1 aber fast ebenso dehnbar als gewhnliches ,messing4 ,es ist im hohen ,grade politurfhig4 ,bei der ,bereitung des ,neusilbers werden ,zink1 ,kupfer und ,nickel im zerkleinerten ,zustande1 letzteres meist als ,wrfelnickel angewendet4 ,man bringt die ,metalle gemengt in einen ,tiegel1 doch in der ,weise1 dass oben und unten etwas ,kupfer zu liegen kommt1 bedeckt das ,ganze mit ,kohlenpulver und schmilzt1 wobei fters mit einem eisernen ,stabe umgerhrt wird4 ,gutes ,neusilber gleicht #ablthigem ,silber und nimmt eine schne ,politur an1 welche an der ,luft unverndert bleibt4 ,es wird von sauren ,flssigkeiten weit weniger als ,kupfer und ,messing angegriffen1 weshalb es ohne ,gefahr zu ,geschirren1 in denen ,speisen aufbewahrt werden sollen1 ,anwendung finden kann4 ,die ,zusammensetzung des ,neusilbers ist3 ,kupfer #ej-ff ,zink #ai-ca ,nickel #ac-ah1e ,in ,sheffield werden nachstehende ,sorten gefertigt3 ,kupfer4 ,nickel4 ,zink4 ,ordinr #h #b #c-a_/b ,weiss #h #c #c-a_/b ,electrum #h #d #c-a_/b ,strengflssig #h #f #c-a_/b ,tutenay #h #c #f-a_/b ,das ,neusilber ist selbst auf dem ,probirsteine kaum vom #ablthigen ,silber zu unterscheiden4 ,befeuchtet man aber den ,strich mit ,salpetersure1 so wird er rascher gelst als der von ,silber1 und auf ,zusatz von ,chlornatriumlsung erfolgt keine ,trbung4 ,das im ,handel vorkommende ,alfnide1 aus dem man gegenwrtig ,milchkannen1 ,theeservice1 ,gabeln1 ,lffel u4 s4 w4 fabricirt1 ist galvanisch versilbertes ,neusilber1 welches etwa #b ,proc4 seines ,gewichtes an ,silber enthlt und sich durch vollkommene ,aehnlichkeit mit silbernen ,gefssen und ,gerthschaften bei bedeutend billigerem ,preise empfiehlt4 ,dem ,chinasilber hnlich sind die unter dem ,namen ,perusilber1 ,chinasilber1 ,christoflemetall und ,alpaka aufgetauchten ,legirungen4 ,das tiers-argent 7,drittel-,silberlegirung7 besteht aus #bg1e ,silber und #fb1e ,kupfer1 ,nickel und ,zink4 ,eine andere silberhaltige ,nickellegirung wird in der ,schweiz seit #ahej als ,scheidemnzmetall angewendet4 ,es sollen in #ajjj ,th4 enthalten die ,stcke von ,silber4 ,kupfer4 ,zink4 ,nickel4 #bj ,rappen #aej #ejj #bej #ajj #aj #ajj #eej #bej #ajj #e #ej #fjj #bej #ajj ,das eigenthmliche ,verfahren1 das ,silber anstatt mit ,kupfer mit ,neusilber zu legiren1 wurde wol durch das ,bestreben hervorgerufen1 der geringhaltigen ,silberscheidemnze ein weniger unehrenhaftes ,aussehen zu verleihen1 als das ,scheidemnzsilber darbietet1 wenn es abgegriffen ist4 ,die ,schweizer ,mnzen werden allerdings durch die ,abnutzung nicht roth1 nehmen aber dagegen eine nicht angenehme1 schmutzig gelbe ,farbe an4 ,in ,belgien wendet man seit etwa zehn ,jahren eine hnliche ,legirung 7aus #be ,th4 ,nickel und #ge ,th4 ,kupfer7 zu den #e-1 #aj- und #bj-;,centimesstcken an4 ,auch in den ,vereinigten ,staaten ,nordamerikas prgt man gegenwrtig ,scheidemnzen 7,centstcke71 enthaltend #ab ,th4 ,nickel und #hh ,th4 ,kupfer4 ,das unter dem ,namen ,suhler ,weisskupfer im ,handel vorkommende ,metall enthlt #hh ,th4 ,kupfer1 #h1ge ,th4 ,nickel und #a1ge ,th4 ,antimon4 ,sidenote3 ,kupferamalgam4 ,eine ,verbindung von #cj ,th4 ,kupfer und #gj ,th4 ,quecksilber1 die man erhlt1 indem man ,kupferpulver mit salpetersaurem ,quecksilberoxydul befeuchtet1 darauf mit heissem ,wasser bergiesst und durch ,reiben die nthige ,menge ,quecksilber incorporirt1 ist unter dem ,namen ,metallkitt bekannt2 sie ist eine weiche ,masse1 die nach einigen ,stunden erhrtet4 ,kupferprparate4 ,sidenote3 ,kupfervitriol4 ,der ,kupfervitriol 7,kupfersulfat1 ,cupricumsulfat1 schwefelsaures ,kupferoxyd1 cyprischer oder blauer ,vitriol7 findet sich in der ,natur als ,ueberzug1 oder in derben1 nierenfrmigen ,massen1 oder aufgelst im ,cementwasser4 ,er krystallisirt in schnen blauen1 triklinodrischen ,sulen1 welche sich in #b ,th4 heissem und #d ,th4 kaltem ,wasser1 nicht aber in ,alkohol lsen4 ,das krystallisirte schwefelsaure ,kupferoxyd besteht in #ajj ,theilen aus3 #cb1ad ,th4 ,schwefelsure1 #ca1gi ,kupferoxyd1 #cf1jg ,wasser2 seine ,formel ist ,cu,s,o#d #e;,h#b,o4 ,sidenote3 ,gewinnung das ,kupfervitriols4 ,man stellt den ,kupfervitriol chemisch rein dar1 indem man metallisches ,kupfer mit concentrirter ,schwefelsure erhitzt2 das ,kupfer wird hierbei auf ,kosten eines ,theils des ,sauerstoffs der ,schwefelsure oxydirt1 whrend schweflige ,sure entweicht 7,cu #b;,h#b,,so#d ,cu,s,o#d #b;,h#b,o ,,so#b74 ,oft ist die ,darstellung der schwefligen ,sure der ,hauptgrund zur ,gewinnung des ,kupfervitriols auf diesem ,wege4 ,wird das ,kupfer 7am besten ist hier das zertheilte ,cementkupfer anwendbar7 vorher in ,rstherden in ,kupferoxyd bergefhrt1 so erspart man die ,hlfte der ,schwefelsure4 ,im ,grossen gewinnt man den ,kupfervitriol1 indem man #a7 des natrlich vorkommende ,cementwasser zum ,krystallisiren abdampft1 #b7 indem man in einem ,flammenofen ,kupferplatten bis zum ,siedepunkte des ,schwefels erhitzt1 den ,ofen verschliesst und ,schwefel hineinwirft4 ,der ,schwefel verbindet sich mit dem ,kupfer zu ,schwefelkupfer 7,cu#b,s71 das in einem ,flammenofen bei sehr geringer ,hitze oxydirt wird 7,cu#b,s #e,o ,cu,s,o#d ,cu,o72 die gerstete ,masse wird in einen ,kessel gebracht und so viel ,schwefelsure hinzugesetzt1 als nothwendig ist1 alles ,kupferoxyd zu sttigen4 ,die klare ,lsung wird vom ungelsten ,rckstande abgegossen und zur ,krystallisation hingestellt4 ,man gewinnt den ,kupfervitriol #c7 indem man den ,concentrationsstein oder ,spurstein1 der ungefhr #fj ,proc4 ,kupfer enthlt1 mit ,schwefelsure behandelt2 zu diesem ,zwecke wird der ,stein mehrere ,male gerstet1 dnn in ,kasten geschttet und mit ,wasser ausgezogen4 ,die ,auflsung wird in bleiernen ,gefssen abgedampft und in kupfernen ,gefssen zum ,krystallisiren hingestellt4 ,aus der von den ,krystallen abgegossenen ,mutterlauge fllt man das ,kupfer durch metallisches ,eisen1 weil der daraus dargestellte ,kupfervitriol zu eisenhaltig ausfallen wrde4 ,der auf diese ,weise gewonnene ,kupfervitriol ist der wohlfeilste2 er enthlt ungefhr #c ,proc4 ,eisenvitriol und zuweilen1 wenn die ,kupfersteine nickelhaltig waren1 auch ,nickelvitriol#h4 ,hufig stellt man auch den ,kupfervitriol aus ,kupferabfllen1 ,kupferasche1 ,kupferhammerschlag durch ,erhitzen derselben in einem ,flammenofen bis zur vollstndigen ,oxydation und ,lsung des ,oxydes in verdnnter ,schwefelsure dar4 #d7 ,in ,marseille verarbeitet man ,malachit durch ,lsen desselben in ,schwefelsure auf ,kupfervitriol4 #e7 ,neuerdings stellt man 7nach ,sinding's ,verfahren7 in ,norwegen ,kupfervitriol dar1 indem man kupferhaltige ,eisenkiese rstet1 das ,rstprodukt mit ,wasser auszieht1 aus der ,lauge das ,kupfer mittelst ,schwefelwasserstoff fllt und das ,schwefelkupfer nach dem ,trocknen durch eine vorsichtig durchgefhrte ,flammenofenrstung zu ,vitriol oxydirt4 #f7 ,in grosser ,menge erhlt man den ,kupfervitriol als ,nebenprodukt bei der ,affinirmethode oder bei der ,scheidung des ,goldes vom ,silber4 ,bei dieser ,methode wird das goldhaltige ,silber mit ,schwefelsure behandelt1 wodurch schwefelsaures ,silberoxyd gebildet wird1 whrend das ,gold ungelst zurckbleibt4 ,die ,lsung des schwefelsauren ,silberoxydes wird mit metallischem ,kupfer zusammengebracht2 es lst sich von letzterem ein ,molekl in der ,schwefelsure auf1 whrend das ,silber metallisch gefllt wird 7,ag#b,,so#d ,cu ,cu,s,o#d #b;,ag74 ,der auf diese ,weise dargestellte ,kupfervitriol ist vollkommen rein4 #g7 ,auch bei der hydrometallurgischen ,silbergewinnung nach ,ziervogel's ,verfahren erhlt man ,kupfervitriol als ,nebenprodukt4 ,der aus den ,abfllen bei dem ,kupferhttenprocess gewonnene ,kupfervitriol wird von beigemengtem ,eisenoxydul durch ,erhitzen in einem ,flammenofen bis zur beginnenden ,zersetzung befreit1 das ,eisenoxydul wird in ,oxyd verwandelt1 das beim ,auflsen der ,masse ungelst zurckbleibt4 ,nach einem anderen1 von ,bacco angegebenen1 ,verfahren lst man den zu reinigenden ,kupfervitriol in ,wasser und vermischt die ,lsung mit kohlensaurem ,kupferoxyd1 welches alles ,eisen1 auch das in ,gestalt von ,eisenoxydul vorhandene1 als ,oxyd fllt1 whrend eine entsprechende ,menge ,kupferoxyd sich auflst4 ,nach gengender ,einwirkung wird die reine ,kupfervitriollsung von dem ,niederschlage abfiltrirt4 #h ,der aus den nickelhaltigen ,krtzkupfergranalien im ,mansfeld'schen dargestellte ,kupfervitriol enthlt 7nach ,herter's #ahfe ausgefhrter ,analyse7 noch #j1jhc ,proc4 ,nickel4 ,sidenote3 ,doppelvitriol4 ,unter ,doppelvitriol oder gemischtem ,vitriol versteht man einen aus ,kupfervitriol und ,eisenvitriol bestehenden1 zusammenkrystallisirten ,vitriol4 ,der ,salzburgervitriol 7,doppel-,adler7 enthlt #gf ,proc41 der ,admonter #hc ,proc4 und der ,doppel-,admonter #hj ,proc4 schwefelsaures ,eisenoxydul4 ,zuweilen findet sich in dem gemischten ,vitriol auch noch schwefelsaures ,zinkoxyd 7weisser ,vitriol74 ,in der neueren ,zeit wird aber der gemischte ,vitriol weniger hufig angewendet4 ,sidenote3 ,anwendung des ,kupfervitriols4 ,der ,kupfervitriol findet hufig ,anwendung zur ,darstellung der ,kupferfarben 7zu welchem ,behufe er frei von ,eisen- und ,zinkvitriol sein muss71 des essigsauren ,kupferoxydes1 zum ,verkupfern1 zum ,brniren des ,eisens1 zum ,frben des ,goldes1 zum ,schwarzfrben von ,tuch und ,wollgarn1 als ,reservage in der kalten ,indigkpe1 zum ,erweichen des ,getreides vor dem ,sen und zur ,erzeugung galvanoplastischer ,abdrcke4 ,seit etwa zwanzig ,jahren gehen grosse ,mengen von ,kupfervitriol nach ,mexiko und ,peru1 um dort bei dem ,ausbringen von ,silber 7nach der amerikanischen ,amalgamation7 verwendet zu werden4 ,sidenote3 ,kupferfarben4 ,kupferfarben4 ,von den vielen ,farben1 in welchen ,kupfer den frbenden ,bestandtheil ausmacht1 seien folgende beschrieben3 #a7 ,braunschweigergrn1 #b7 ,bremergrn und ,bremerblau1 #c7 ,casselmann's ,grn1 #d7 ,mineralgrn1 #e7 ,schweinfurtergrn4 ,sidenote3 ,braunschweigergrn4 ,mit dem ,namen ,braunschweigergrn bezeichnet man verschiedene ,kupferverbindungen1 welche als ,malerfarbe ,anwendung finden4 ,was gegenwrtig im ,handel unter diesem ,namen vorkommt1 ist basisch kohlensaures ,kupferoxyd 7,cu,c,o#c ,cu,h#b,o#b7 und eine ,nachahmung des ,berggrn1 welches entweder fein gemahlener ,malachit oder ein ,bodensatz aus kupferhaltigen ,cementwssern ist4 ,man gewinnt das ,braunschweigergrn1 indem man ,kupfervitriol mit kohlensaurem ,natron oder kohlensaurem ,kalk1 oder ,kupferchlorid1 durch ,zersetzen von ,kupfervitriol mit ,kochsalz erhalten1 mit einem kohlensauren ,alkali zersetzt1 den entstandenen ,niederschlag mit heissem ,wasser auswscht und ihn dann mit ,schwerspath1 ,permanentweiss1 ,zinkweiss oder ,gyps1 nicht selten auch mit ,schweinfurtergrn nancirt4 ,eine ,sorte ,braunschweigergrn1 welche jedoch gegenwrtig nicht mehr benutzt zu werden scheint1 ist eine ,art knstlichen ,atakamits1 ein ,kupferoxychlorid1 welchem nach ,ritthausen die ,formel ,cu,cl#b1 #c;,cu,o #c;,h#b,o zukommt4 ,das im ,handel vorkommende ,braunschweigergrn ist meist mit dem arsenhaltigen ,schweinfurtergrn gemengt4 ,das ,berggrn ist als ,wasser-1 ,oel- und ,kalkfarbe anwendbar4 ,sidenote3 ,bremerblau oder ,bremergrn4 ,das ,bremerblau oder ,bremergrn ist wesentlich ,kupferoxydhydrat und erscheint in ,gestalt einer usserst lockeren und hellblauen ,masse1 deren ,farbe jedoch etwas ins ,grnliche geht4 ,je reiner blau und je lockerer die ,farbe1 desto hher steht es im ,preise4 ,als ,wasser- und ,leimfarbe giebt es ein helles ,blau 7weshalb es ,bremerblau genannt wird71 mit ,oel angewendet1 geht dagegen die ursprngliche blaue ,farbe schon nach #bd ,stunden in ,grn ber1 welches dadurch entsteht1 dass sich das ,kupferoxyd des ,bremergrns chemisch mit den ,bestandtheilen des ,oeles 7,oelsure1 ,palmitinsure7 zu grner ,kupferseife verbindet4 ,das ,bremergrn kommt in verschiedenen ,nancen im ,handel vor1 welche durch ,vermischen des ,niederschlages mit leichten weissen ,krpern1 namentlich von ,brei aus fein geschlemmtem ,gyps hergestellt werden4 ,als ,ausgangspunkt der ,fabrikation dient gegenwrtig fast berall ,kupferoxychlorid 7,cu,cl#b1 #c;,cu,o #d;,h#b,o74 ,der zur ,darstellung dieser ,verbindung eingeschlagene ,weg ist ohne ,einfluss auf die ,eigenschaften der fertigen ,farbe1 insofern man nur mit ,sorgfalt darauf bedacht ist1 dass der blassgrne ,brei1 in den ,fabriken ,oxyd genannt1 kein ,kupferchlorr 7,cu#b;,cl#b7 enthlt4 ,die ,bereitung geschieht nach der ,vorschrift von ,gentele auf folgende ,weise3 #a7 #aab1e ,kilogr4 ,kochsalz und #aaa ,kupfervitriol1 beide vollkommen eisenfrei1 werden im trockenen ,zustande mit ,wasser zu einem dicken ,brei gemahlen1 wobei sich die aufgelsten ,portionen zu ,kupferchlorid und schwefelsaurem ,natron umsetzen3 #b7 #aab1e ,kilogr4 altes ,schiffskupfer werden in quadratzollgrosse ,stcke zerschnitten1 in ein ,fass geschttet1 in welchem sich mit ,schwefelsure angesuertes ,wasser befindet und krftig umgerhrt1 hierdurch wird alles ,oxyd von der ,oberflche des ,kupfers entfernt4 ,man wscht das ,kupfer mit ,wasser rein ab4 #c7 ,das gereinigte ,kupfer wird nun in den sogenannten ,oxydirksten mit dem aus ,kupferchlorid und ,glaubersalz bestehenden ,brei in #a_/b ,zoll dicken ,lagen aufgeschichtet und diese ,substanzen in einem ,keller oder sonstigen ,raume der gegenseitigen ,einwirkung berlassen4 ,das ,kupferchlorid nimmt zuerst ,kupfer auf und verwandelt sich dadurch in ,kupferchlorr1 letzteres geht durch ,aufnahme von ,sauerstoff und ,wasser in die oben erwhnte unlsliche1 grne1 basische ,verbindung ber4 ,um deren ,bildung zu befrdern1 wird die ,masse whrend des ,verweilens in den ,oxydirksten alle #b-c ,tage mit einer kupfernen ,schaufel umgeschaufelt4 ,da bekanntlich das ,kupferchlorr beim ,behandeln mit ,alkalien und alkalischen ,erden gelbes oder rothes ,kupferoxydul abscheidet1 so darf auch nicht die geringste ,spur von ,kupferoxydul zurckbleiben1 weil sich sonst bei weiterer ,verarbeitung die reine ,farbe des ,bremergrn trben wrde4 ,in manchen ,fabriken hat man zur ,beseitigung des ,kupferchlorrs den ,brei ,jahre lang unter fterem ,umschichten stehen lassen1 ehe man ihn weiter verarbeitet4 ,man erreicht denselben ,zweck1 wenn man das feuchte ,gemenge von ,zeit zu ,zeit vor der jedesmaligen ,umarbeitung trocken werden lsst1 wobei die ,luft an die ,stelle des verdunsteten ,wassers tritt und so eine vollstndige ,oxydation bewirkt4 ,nach beendigter ,oxydation1 in der ,regel nach #c-e ,monaten1 hebt man die zerfressene ,kupfermasse aus den ,oxydationsksten1 bringt sie in einen ,schlmmbottich und wscht sie mit geringen ,mengen ,wasser zu einem dnnen ,schlamm1 welchen man von dem unoxydirten ,kupfer trennt4 #d7 ,auf je #f solche ,eimer ,schlamm setzt man #f ,kilogr4 ,salzsure und lsst das innige ,gemisch #a-b ,tage lang stehen4 #e7 ,in einen anderen ,bottich1 den ,blaubottich oder ,blauback1 bringt man fr je #f ,eimer des mit ,salzsure versetzten ,schlammes #ae ,eimer klare und farblose ,kalilauge4 ,man verdnnt den angesuerten ,schlamm noch mit #f ,eimern ,wasser und trgt den ,inhalt der sauren ,btte schnell in die ,kalilauge in dem ,blaubottich ein1 whrend einige ,arbeiter den ,inhalt des letzteren unausgesetzt umrhren4 ,die basische ,kupferverbindung geht durch die ,behandlung mit ,salzsure in grnes neutrales ,kupferchlorid ber1 welches letztere sich mit dem ,kali in ,chlorkalium und blaues ,kupferoxydhydrat 7,bremerblau7 umsetzt4 #f7 ,nachdem das ,ganze eine ziemlich steife ,consistenz angenommen hat1 lsst man es #a-b ,tage lang stehen1 darauf wird der ,niederschlag durch wiederholtes ,umrhren mit ,wasser und ,decantiren von dem ,kali und ,chlorkalium befreit1 hierauf auf ,seihetchern einige ,wochen feucht erhalten und der ,luft ausgesetzt und zuletzt gepresst1 zerschnitten1 und bei einer ,temperatur1 welche #cj-ce ,c4 nicht berschreiten darf1 getrocknet1 indem bei hherer ,temperatur das ,hydratwasser entweichen und das ,bremerblau in schwarzbraunes ,kupferoxyd bergehen wrde4 ,nach anderen ,vorschriften erhlt man das ,bremerblau auf folgende ,weise3 #a7 #ej ,kilogr4 fein zerschnittenes ,kupferblech wird mit #cj ,kilogr4 ,kochsalz unter ,befeuchten von #ae ,kilogr4 zuvor mit dem dreifachen ,volumen ,wasser verdnnter ,schwefelsure gemischt4 ,hierbei wird ,salzsure frei1 welche unter ,mitwirkung der ,luft das ,kupfer zuerst in ,kupferchlorid1 dann in ,chlorr berfhrt1 woraus sich durch weitere ,oxydation das basische ,kupferchlorid bildet1 welches man auf die angegebene ,art durch ,kalilauge zersetzt4 #b7 ,man besprengt nach ,habich das ,kupferblech mit einer ,auflsung von ,kupferhammerschlag 7,kupferasche7 in reiner ,salzsure1 um die basische ,chlorkupferverbindung zu bilden4 #c7 ,man versetzt neutrales salpetersaures ,kupferoxyd mit einer zur ,zersetzung unzureichenden ,menge von kohlensaurem ,kali oder ,natron2 der anfnglich sich bildende flockige ,niederschlag von kohlensaurem ,kupferoxyd verwandelt sich unter ,abgabe von ,kohlensure nach und nach in basisch salpetersaures ,kupferoxyd 7,cu,n#b,o#f ,cu,h#b,o#b71 welches sich als schweres grnes ,pulver absetzt4 ,man bergiesst dieses ,kupfersalz mit einer ,auflsung von ,zinkoxydkali 7durch ,auflsen von ,zinkweiss in ,kalilauge erhalten71 wodurch man eine tiefblaue1 hchst lockere ,farbe von grosser ,deckkraft erhlt1 welche aus zinksaurem ,kupferoxyd mit geringer ,beimischung von hchst basisch salpetersaurem ,kupferoxyd besteht4 #d7 ,ein magnesiahaltiges ,bremerblau erhlt man durch ,fllen einer ,auflsung von ,kupfervitriol1 ,bittersalz und etwas ,weinstein durch ,potasche1 indem man die ,auflsung der ersteren in die ,potaschenlsung giesst und von letzterer einen ,ueberschuss anwendet4 ,sidenote3 ,casselmann's ,grn4 ,die von ,w4 ,casselmann #ahfe entdeckte schne arsenfreie grne ,farbe -- ,casselmann's ,grn -- wird dargestellt1 indem man eine siedend heisse ,lsung von ,kupfervitriol mit einer siedenden ,lsung von essigsaurem ,alkali vermischt4 ,der sich bildende ,niederschlag ist ein basisches ,kupferoxydsalz von der ,formel 7,cu,s,o#d #c;,cu,h#b,o#b #d;,h#b,o74 ,getrocknet und zerrieben bildet diese ,farbe1 nchst dem ,schweinfurter ,grn1 die schnste aller ,kupferfarben weshalb ihre ,verwendung anstatt der arsenhaltigen ,kupferfarben sehr anzuempfehlen ist4 ,sidenote3 ,mineralgrn und ,mineralblau4 ,das ,mineralgrn oder ,scheele's ,grn1 eine gegenwrtig nur noch selten angewendete1 nur wenig deckende ,farbe1 besteht wesentlich aus ,kupferoxydhydrat und arsenigsaurem ,kupferoxyd4 ,man erhlt es1 indem man eine ,auflsung von #a ,kilogr4 reinem1 eisenfreiem ,kupfervitriol in #ab ,liter ,wasser lst und mit einer ,lsung von #cej ,gramm arseniger ,sure in #a ,kilogr4 gereinigter ,potasche und #h ,liter ,wasser unter bestndigem ,umrhren versetzt4 ,der entstehende grasgrne ,niederschlag wird mit warmem ,wasser ausgewaschen und getrocknet4 ,habich schlug vor1 die ,flssigkeit1 welche arsenige ,sure und ,kupfervitriol enthlt1 nicht mit tzendem oder kohlensaurem ,kali oder ,natron1 sondern mit zinksaurem ,kali zu fllen2 man erhlt eine zwar hellere1 aber usserst brillante ,farbe4 ,zuweilen versteht man unter ,mineralgrn fein geriebenen ,malachit oder auch basisches ,kupferoxydhydrat4 ,obgleich man unter ,mineralblau in der ,regel die helleren1 mit ,thon oder ,kaolin etc4 versetzten ,sorten von ,berlinerblau versteht1 so bezeichnen ,andere mit diesem ,namen oder dem ,namen ,bergblau 7cendres bleues7 eine blaue ,malerfarbe1 welche ehedem durch ,mahlen und ,schlmmen der reinsten ,stcken des ,kupferlasurs 7#b;,cu,c,o#c ,cu,h#b,o#b7 in ,tyrol und zu ,chessy bei ,lyon dargestellt wurde4 ,gegenwrtig soll man es darstellen1 indem man eine ,lsung von salpetersaurem ,kupferoxyd mit ,aetzkalk1 nach anderen ,angaben mit ,kali fllt und den noch feuchten1 aber ausgewaschenen ,niederschlag mit ,kreide1 ,gyps oder ,schwerspath nancirt4 ,in ,frankreich wird das ,bergblau zum ,theil noch feucht in ,form eines ,teiges verkauft4 ,die unter dem ,namen ,kalkblau 7auch ,neuwiederblau genannt7 in ,gestalt viereckiger ,stcken oder quadratischer ,tafeln in dem ,handel vorkommende blaue ,farbe wird durch ,fllen einer ,lsung von #ajj ,th4 ,kupfervitriol und #ab-a_/b ,th4 ,salmiak mittelst der ,kalkmilch von #cj ,th4 gebranntem ,kalk in der ,klte dargestellt4 ,die ,farbe besteht aus ,kupferoxydhydrat und schwefelsaurem ,kalk und ist nach der ,formel #b7;,ca,s,o#d1 #b;,h#b,o7 #c;,cu,h#b,o#b zusammengesetzt4 ,es ist eine reinere blaue ,nance als das ,bremerblau1 besitzt im ,wasser ziemliche ,deckkraft1 aber wenig in ,oel4 ,sidenote3 ,oelblau4 ,das ,oelblau1 eine ,farbe1 welche mit ,oelen und ,firnissen zusammengerieben ein herrliches ,veilchenblau giebt1 ist ,schwefelkupfer 7,cu,s74 ,man wendet hierzu theils das in der ,natur als ,kupferindig vorkommende ,schwefelkupfer1 theils das knstlich dargestellte an4 ,man erhlt das ,oelblau durch ,zusammenschmelzen von fein zertheiltem metallischem ,kupfer mit ,kaliumschwefelleber und ,behandeln der geschmolzenen ,masse mit ,wasser1 wobei das ,schwefelkupfer in kleinen glnzenden blulichen ,krystallen zurckbleibt1 welche nach dem ,trocknen fein zerrieben werden4 ,sidenote3 ,schweinfurtergrn4 ,das ,schweinfurtergrn ist die schnste und beliebteste1 aber auch die gefhrlichste aller ,kupferfarben2 es fhrt auch den ,namen ,wienergrn1 ,neuwiedergrn1 ,mitisgrn1 ,kirchbergergrn1 ,kaisergrn1 ,papageigrn etc4 etc41 je nachdem das eigentliche ,schweinfurtergrn rein oder mit ,schwerspath1 schwefelsaurem ,bleioxyd und ,chromgelb nancirt ist4 ,die ,zusammensetzung und die ,darstellungsweise des ,schweinfurtergrn war ,fabrikgeheimniss1 bis v4 ,liebig und nach ihm ,braconnot die ,bereitungsart verffentlichten4 ,nach der ,untersuchung von ,ehrmann ist das ,schweinfurtergrn im reinen ,zustande eine ,verbindung von neutralem essigsauren ,kupferoxyd mit arsenigsaurem ,kupferoxyd nach der ,formel 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b #c7;,cu,o1 ,as#b,o#c7i ,cu und besteht in #ajj ,th4 aus ,kupferoxyd #ca1bi ,th4 arseniger ,sure #eh1fe ,essigsure #aj1jf #i ,diese ,formel ist eine durchaus empirische und die eigentliche ,zusammensetzung des ,schweinfurtergrns ist noch zu ermitteln4 ,ein ,theil des ,kupfers ist als ,oxydul1 ein ,theil des ,arsens als ,arsensure da4 ,nach der ,angabe von ,ehrmann lst man gleiche ,gewichtstheile arseniger ,sure und neutralen ,grnspans1 jedes fr sich1 in ,wasser1 und mischt die concentrirten ,lsungen siedend heiss mit einander4 ,es bildet sich sofort ein flockiger olivengrner ,niederschlag von arsenigsaurem ,kupferoxyd1 whrend die ,flssigkeit freie ,essigsure enthlt4 ,wenn der ,niederschlag in der ,flssigkeit ruhig stehen bleibt1 so verringert er sein ,volumen und wird dicht und krystallinisch2 zugleich bilden sich in ihm grne ,stellen1 welche nach und nach grsser werden1 bis nach ,verlauf von einigen ,stunden er vollstndig in eine intensiv grne1 krnig krystallinische ,masse bergegangen ist4 ,diese neue ,verbindung ist das ,schweinfurtergrn2 sie wird abfiltrirt und gewaschen2 sie scheint auf die ,weise zu entstehen1 dass aus je vier ,moleklen arsenigsauren ,kupferoxydes ein ,molekl arseniger ,sure aus- und eine quivalente ,menge von ,essigsure eintritt4 ,die ,vorschrift von ,braconnot1 mit ,hlfe von ,kupfervitriol ,schweinfurtergrn zu bereiten1 ist mit einigen ,abnderungen die gegenwrtig in den ,fabriken angewendete4 ,nach ihr lst man #ae ,kilogr4 ,kupfervitriol in der kleinsten ,menge siedenden ,wassers und vermischt die heisse ,lsung mit einer gleichfalls heissen und concentrirten ,lsung von arsenigsaurem ,kali oder ,natron1 welche #bj ,kilogr4 arsenige ,sure enthlt4 ,es bildet sich sofort ein schmutziggrner ,niederschlag4 ,indem man zu der ,flssigkeit #ae ,liter concentrirten ,holzessigs oder so viel setzt1 dass sie nach ,essigsure riecht1 verwandelt sich der ,niederschlag in ,schweinfurtergrn1 welches1 um die ,abscheidung und ,beimengung von arseniger ,sure zu verhindern1 sogleich abfiltrirt und mit siedendem ,wasser ausgewaschen wird4 ,es kommt demnach bei der ,fabrikation von ,schweinfurtergrn darauf an1 mglichst billig auf nassem ,wege neutrales arsenigsaures ,kupferoxyd darzustellen und dieses durch ,digestion mit verdnnter ,essigsure in arsenig-essigsaures ,kupferoxyd berzufhren4 ,das ,schweinfurtergrn ist als ,oel- und ,wasserfarbe anwendbar2 in ,oel deckt es nicht besonders1 trocknet aber gut2 auf frischem ,kalk lsst sich die ,farbe nicht anwenden1 denn der ,aetzkalk entzieht ihr die ,essigsure und es hinterbleibt gelbgrnes arsenigsaures ,kupferoxyd1 welches keine angenehme ,farbe hat4 ,es bildet ein aus smaragdgrnen1 mikroskopischen ,krystallen bestehendes ,pulver1 dessen ,farbe um so satter ist1 je grsser die ,krystalle sind2 beim ,zerreiben wird die ,farbe heller4 ,es befindet sich im ,handel als krystallinisches ,pulver und im zerriebenen ,zustande als amorphes ,schweinfurtergrn4 ,am ,lichte und an der ,luft ist es unvernderlich4 ,es ist unlslich in ,wasser2 bei lngerem ,kochen mit ,wasser wird es wahrscheinlich unter ,verlust von ,essigsure braun4 ,es ist bekannt1 dass in ,zimmern mit feuchten ,wnden1 deren ,tapeten ,schweinfurtergrn enthalten1 sich ein widriger und ,kopfschmerzen verursachender ,geruch zeigt1 der von einer sich entwickelnden flchtigen ,arsenverbindung1 wahrscheinlich ,arsenwasserstoff1 herrhrt4 ,sidenote3 ,zinnsaures ,kupferoxyd4 ,zinnsaures ,kupferoxyd oder ,gentele's ,grn1 durch ,fllen von ,kupfervitriol mit zinnsaurem ,natron1 ,auswaschen und ,trocknen des ,niederschlages enthalten1 ist eine schn grne und giftfreie ,kupferfarbe4 ,sidenote3 ,grnspan4 ,sidenote3 ,anwendung des ,grnspans4 ,grnspan oder essigsaures ,kupfer kommt im ,handel vor als neutraler oder krystallisirter ,grnspan und als basischer ,grnspan4 ,der neutrale oder krystallisirte ,grnspan ist neutrales essigsaures ,kupferoxyd 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b ,h#b,o _/ ,cu das ursprnglich von den ,hollndern allein dargestellt wurde1 die1 um andere ,fabriken irre zu leiten1 das ,prparat mit dem ,namen destillirter ,grnspan bezeichneten4 ,der basische oder blaue ,grnspan wird im ,grossen hauptschlich in der ,umgegend von ,montpellier dargestellt2 man verfhrt dabei1 indem man die ,weintreber in ,fsser oder grossen irdenen ,hfen sich selbst berlsst4 ,der in den ,trebern enthaltene ,zucker geht unter ,mitwirkung der gleichzeitig vorhandenen ,fermente in ,alkohol und dieser dann in ,essigsure ber4 ,dabei erhht sich die ,temperatur betrchtlich4 ,wenn nach ,verlauf von #c-d ,tagen ein deutlicher ,essiggeruch sich entwickelt1 werden die ,treber mit erhitzten ,kupferblechen1 die man vorher mit einer ,auflsung von ,grnspan bestrichen und wieder getrocknet hat1 in irdenen ,hfen geschichtet4 ,diese ,hfen werden in einem ,keller1 dessen ,temperatur #aj-ab betrgt1 mit ,strohmatten bedeckt1 aufgestellt4 ,wenn sich auf den ,blechen eine hinreichend starke ,decke von ,grnspan gebildet hat1 kratzt man dieselbe ab1 knetet den ,grnspan in einem ,fasse mit ,wasser an und bringt den ,brei in lederne ,beutel1 denen man durch ,pressen eine viereckige ,form giebt4 ,die vom ,grnspan befreiten ,bleche werden von ,neuem benutzt1 bis dieselben gnzlich aufgelst sind4 ,dieser ,grnspan ist blau und wird blauer oder franzsischer ,grnspan genannt1 er hat die ,formel 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b1 ,cu,h#b,o#b #e;,h#b,o _/ ,cu4 ,auf andere ,weise erhlt man den ,grnspan1 indem man1 wie z4 ,b4 in ,grenoble1 ,kupferplatten mit ,essig befeuchtet und an einem warmen ,orte aufstellt1 oder ,kupferplatten mit ,flanelllappen1 welche mit ,essig getrnkt sind1 schichtet2 dieser ,grnspan ist von grner ,farbe und hat die ,formel 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b1 #b;,cu,h#b,o#b _/ ,cu4 -- ,der neutrale ,grnspan wird erhalten #a7 durch ,auflsen des basischen ,salzes in ,essigsure2 #b7 durch ,zersetzen von ,kupfervitriol mit ,bleizucker ,cu,s,o#d7;,c#b;,h#c,o7#b ,o#b ,pb,s,o#d7;,c#b;,h#c,o7#b ,o#b4 ,pb ,cu ,nach der ersten ,methode lst man den basischen ,grnspan in #d ,th4 destillirtem ,essig oder ,holzessig unter ,erwrmen in einem kupfernen ,kessel auf1 decantirt die klare ,flssigkeit und dampft sie dann bis zum ,erscheinen einer ,salzkruste ab1 worauf sie in hlzerne ,gefsse gebracht wird1 in denen sich der neutrale ,grnspan an hineingestellte ,holzstbe ansetzt4 ,nach dem zweiten ,verfahren werden die ,lsungen gemischt1 die ,flssigkeiten von dem ausgeschiedenen schwefelsauren ,bleioxyd abgegossen und unter ,zusatz von etwas ,essigsure zum ,krystallisiren abgedampft4 ,anstatt des ,bleizuckers wendet man zur ,zersetzung des ,kupfervitriols auch essigsauren ,kalk und neuerdings auch essigsauren ,baryt an4 ,der neutrale ,grnspan kommt im ,handel in ,trauben 7grappes7 vor1 die aus dunkelgrnen1 undurchsichtigen ,sulen bestehen1 sich in #ac1d ,th4 kaltem und #e ,th4 siedendem ,wasser1 in #ad ,th4 siedendem ,alkohol lsen4 -- ,man wendet beide ,grnspansorten an als ,oel- und ,wasserfarbe#aj1 zur ,bereitung von ,kupferfarben 7,schweinfurtergrn71 in der ,frberei und ,druckerei1 beim ,vergolden und in frherer ,zeit zur ,darstellung der ,essigsure4 #aj ,in ,russland verwendet man den ,grnspan vielfach als ,malerfarbe in ,oel2 zu dem ,ende wird er mit ,bleiweiss zusammengerieben1 wodurch eine ,zersetzung in kohlensaures ,kupfer und in basisches essigsaures ,blei vor sich geht2 ersteres giebt dem noch unzersetzten ,bleiweiss eine hellblaue ,farbe1 welche aber nach dem ,anstriche in ,oel allmhlich in das angenehme ,grn bergeht1 welches die russischen grnen ,dcher fast allgemein darbieten4 ,das ,blei4 7,pb #bjg2 spec4 ,gew4 #aa1cg47 ,sidenote3 ,blei4 ,vorkommen desselben4 ,das ,blei ist seit den ltesten ,zeiten bekannt4 ,in der ,natur kommt es nur sehr selten gediegen1 hufig aber an ,schwefel gebunden als ,bleiglanz 7,pb,s7 und als ,bournonit 7,spiessglanzbleierz7 vor4 ,letzteres ,bleierz besteht aus #da1gg ,th4 ,blei1 #ab1gf ,kupfer1 #bf1ja ,antimon und #ai1df ,schwefel 7#c;,cu#b,s1 ,sb#b,s#c #bc,pb,s1 ,sb#b,s#c71 und wird auf ,blei und ,kupfer verarbeitet4 ,ausserdem findet es sich noch als ,weissbleierz 7,cerussit1 kohlensaures ,bleioxyd1 ,pb,c,o#c71 als ,grnbleierz 7,pyromorphit1 phosphorsaures ,bleioxyd1 #c,p#b,o#e1 #c,pb,o ,pb,cl#b71 als ,mimetesit 7arsensaures ,bleioxyd1 #c;,as#b,o#e1 #c,pb,o ,pb,cl#b71 als ,vitriolbleierz 7,anglesit1 schwefelsaures ,bleioxyd1 ,pb,s,o#d71 als ,gelbbleierz 7molybdnsaures ,bleioxyd1 ,pb,mo,o#d7 und als ,rothbleierz 7,krokoit1 chromsaures ,bleioxyd1 ,pb,cr,o#d74 ,sidenote3 ,gewinnung des ,bleies durch ,niederschlagsarbeit4 ,man gewinnt das ,blei gewhnlich aus dem ,bleiglanz4 ,derselbe 7#hf1eg ,blei und #ac1dc ,schwefel und stets etwas ,silber enthaltend7 ist von bleigrauer ,farbe1 vollkommenem ,metallglanz1 krystallisirt in ,wrfeln1 ist sprde und hat ein spec4 ,gewicht von #g1ge4 ,ausser zur ,bleigewinnung1 dient er auch feingemahlen 7als ,glasurerz oder ,alquifoux7 zum ,glasiren des ,tpferzeuges1 zur ,herstellung des ,pattinson'schen ,bleiweisses1 auch wol als ,streusand und zur ,verzierung von ,bijouteriearbeiten4 ,der ,bleiglanz findet in neuerer ,zeit auch zur ,reindarstellung des ,platins aus den ,platinerzen ,anwendung4 ,die ,gewinnung geschieht entweder durch ,niederschlagsarbeit oder durch ,rstarbeit4 ,die ,gewinnung des ,bleies aus dem ,bleiglanze durch ,niederschlagsarbeit grndet sich auf das ,verhalten des metallischen ,eisens zu ,bleiglanz4 ,wenn man nmlich ,schwefelblei mit metallischem ,eisen erhitzt1 so bildet sich ,schwefeleisen und metallisches ,blei 7,pb,s ,fe ,fe,s ,pb74 ,bei der ,niederschlagsarbeit wird der ,bleiglanz1 der von dem fremden ,gestein durch ,ausschmelzen oder ,schlmmen getrennt worden ist1 mit ,eisengranalien gemengt -- die man erhlt1 indem man geschmolzenes ,roheisen in ,wasser giesst -- und in einem ,schachtofen niedergeschmolzen4 ,man erhlt metallisches ,blei und ,bleistein1 welcher letztere wesentlich aus ,schwefeleisen1 ,schwefelblei und etwas ,schwefelkupfer besteht4 ,anstatt des metallischen ,eisens wendet man zur ,abscheidung des ,bleies aus dem ,bleiglanz auch ,eisenerze1 ,eisenfrischschlacken u4 s4 w4 an1 welche auch noch durch ihren ,sauerstoff entschwefelnd wirken4 ,illustration3 ,fig4 #be4 ,illustration3 ,fig4 #bf4 ,illustration3 ,fig4 #bg4 ,fig4 #be1 #bf und #bg zeigen einen ,bleischmelzofen4 ,b ist der ,ofenschacht1 ,,cd der ,herd und ,tiegel des ,ofens1 wie die ,zeichnung zeigt1 zum ,theil ausserhalb des ,ofens4 ,von ,d kann durch einen ,canal das flssige ,metall in den ,stichtiegel abgelassen werden4 ,die aus dem ,schachte entweichenden ,gase gehen1 ehe sie in die ,esse ,f gelangen1 durch ,kammern1 in welchen sich die durch das ,geblse ,o fortgerissenen ,erztheilchen absetzen4 ,die gattirten ,erze1 mit ,eisengranalien vermischt1 werden in abwechselnden ,schichten in den ,ofen eingetragen4 ,die flssigen ,produkte sammeln sich in dem ,tiegel ,d an4 ,die ,produkte sind silberhaltiges ,blei und ,bleistein mit #cj und mehr ,pfund ,blei und #c und mehr ,pfund ,silber im ,centner1 ferner mit einem grsseren oder geringeren ,kupfergehalte4 ,je nach der ,quantitt und ,qualitt der in dem ,steine enthaltenen ,metalle wird derselbe gerstet und auf ,vitriol oder ,cementkupfer verarbeitet oder mit reichen ,bleischlacken und ,eisengranalien verschmolzen und auf ,blei verarbeitet4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,bleies durch ,rstarbeit4 ,die ,gewinnung des ,bleies aus dem ,bleiglanze durch ,rsten in ,flammenfen grndet sich auf des ,verhalten des ,bleioxydes und schwefelsauren ,bleioxydes gegen ,bleiglanz4 ,durch die ,einwirkung des ,sauerstoffs der atmosphrischen ,luft wird ein ,theil des ,bleiglanzes zu ,bleioxyd und schwefliger ,sure oxydirt1 nebenbei bildet sich auch schwefelsaures ,bleioxyd4 ,durch den ,sauerstoff des schwefelsauren ,bleioxydes und des reinen ,bleioxydes wird der ,schwefel des noch unzersetzt gebliebenen ,bleiglanzes oxydirt und entfernt 7#c,pb,o ,pb,s #d,pb ,,so#b ,o2 ,pb,s,o#d ,pb,s #b,pb #b,,so#b74 ,ist bei dem ,rstungsprocesse berschssiger ,bleiglanz vorhanden1 so bildet sich ein ,bleisubsulfuret 7,pb#b,s71 aus welchem metallisches ,blei1 indem der ,rckstand sich hher schwefelt1 aussaigert 7#b,pb#b,s #b,pb,s #b,pb74 ,illustration3 ,fig4 #bh4 ,auf diesen ,process1 ,rstsaigerprocess genannt1 mit welchem die ,anwendung von ,flammenfen mit vertieften ,herde verbunden ist1 grndet sich das englische ,verfahren der ,bleigewinnung4 ,die gewhnliche ,einrichtung der ,flammenfen zum ,verschmelzen der ,bleierze in ,derbyshire und ,cumberland geht aus der ,zeichnung ,fig4 #bh hervor4 ,der ,herd1 welcher aus ,schlacken zusammengeschmolzen ist1 ruht auf einer massiven ,mauer4 ,die ,flche desselben ist von allen ,seiten gegen die ,abstichseite geneigt4 ,hier befindet sich die ,abstichffnung und in deren tiefster ,stelle des ,stichloch1 aus welchem das ,blei in den ,vortiegel abfliesst4 ,der ,ofen ist mit sechs ,thrffnungen o o versehen1 von denen sich drei auf der ,abstichseite und eine gleiche ,anzahl auf der ,rckseite befinden4 ,die zu verhttenden ,erze werden durch eine verschliessbare1 trichterfrmige ,oeffnung ,t auf den ,herd des ,ofens gebracht4 ,gewhnlich werden jedesmal #af ,ctr4 ,bleischliche eingetragen und in einer ,zeit von #f-g ,stunden verarbeitet4 ,der ,aufwand an ,steinkohlen betrgt1 dem ,gewichte nach1 ungefhr die ,hlfte des ,gewichtes der ,erze4 ,das ,erz wird gleichmssig ber den ,herd ausgebreitet4 ,hierauf verschliesst man die ,thren des ,ofens1 damit dieser allmlig sich erwrme4 ,nach zwei ,stunden ffnet man wieder1 bis der den ,ofen erfllende ,rauch verschwunden ist4 ,dann schliesst man aufs ,neue und giebt ein starkes ,feuer4 ,spter werden die ,thren zum zweiten ,male geffnet und das ,erz abwechselnd durch die eine und die andere ,seitenffnung des ,ofens umgerhrt4 ,die ,masse wird nun teigig und das ,blei rinnt von allen ,seiten ab4 ,man setzt die ,arbeit des ,umrhrens etwa eine ,stunde lang fort und dann fngt die ,masse an1 in einen fast flssigen ,zustand berzugehen4 ,diese ,neigung zum ,flssigwerden befrdert man durch ,zustze von ,flussspath4 ,sobald sie vollkommen dnnflssig ist1 lsst man die oberste ,schlacke abfliessen4 ,man bringt diese ,schlacke durch ,begiessen mit ,wasser zum ,erstarren4 ,man nennt sie weisse ,schlacke2 sie ist von weisser oder lichtgrauer ,farbe1 hat ein emailhnliches ,aussehen und enthlt oft bis zu #bb ,proc4 schwefelsaures ,bleioxyd4 ,durch die mittlere ,thr wird dann ,steinkohlenklein geworfen1 um die auf dem ,metalle zurckgebliebene zhflssige und noch reichhaltige ,schlacke zum ,erstarren zu bringen4 ,zuletzt wird die ,stichffnung aufgemacht und des ,blei in den ,stichtiegel abgestochen4 ,sidenote3 ,werkblei4 ,sidenote3 ,frischprocess4 ,das durch die ,niederschlags- oder durch die ,rstarbeit gewonnene ,blei heisst ,werkblei und enthlt ,silber1 ,kupfer1 ,antimon u4 s4 w4 ,um das ,silber aus demselben abzuscheiden1 unterwirft man das ,werkblei der ,entsilberung1 entweder auf dem ,treibherde oder durch ,pattinsoniren oder endlich dem ,behandeln mit ,zink nach dem ,verfahren von ,corduri 7s4 ,silber74 -- ,die durch den ,treibprocess entstandene ,bleigltte wird entweder als solche verwerthet oder durch den ,frischprocess zu metallischem ,blei reducirt4 ,das ,frischen geht in ,flammenfen vor sich1 auf deren ,herden man die ,bleigltte mit ,kohlen schichtet4 ,das auf diesem ,wege gewonnene ,blei enthlt hufig ,kupfer1 ,antimon1 auch wol etwas ,silber4 ,es ist daher minder weich 7,hartblei7 als das aus reiner ,gltte dargestellte ,blei 7,weichblei74 ,die ,zusammensetzung verschiedener ,freiberger ,bleisorten ergiebt sich aus nachstehenden ,analysen von ,reich3 ,antimonblei4 ,rohes ,raffinirtes ,hartblei4 ,muldener ,halsbr4 ,werkblei4 ,blei4 ,htte4 ,htte4 ,blei #ig1gb #ii1bh #hg1fj #ij1gf #hg1fj ,arsen #a1cf #j1af #g1ij #a1bh #j1dj ,antimon #j1gb ,spur #b1hj #g1ca #aa1fj ,eisen #j1jg #j1je ,spur #j1ac ,spur ,kupfer #j1be #j1be #j1dj #j1ce ,spur ,silber #j1di #j1ec -- -- -- ,sidenote3 ,eigenschaften des ,bleies4 ,sidenote3 ,anwendung des metallischen ,bleies4 ,das ,blei1 wie es als raffinirtes und pattinsonirtes ,blei im ,handel vorkommt1 zeigt eine eigenthmlich lichtgraue ,farbe4 ,es ist im ,ganzen wenig geneigt1 krystallinisches ,gefge anzunehmen und zeigt auf der ,bruchflche ein gleichartiges geschmolzenes ,ansehen1 doch erhlt man es bei gewissen metallurgischen ,arbeiten krystallisirt in ,formen des ,tesseralsystems 7,combinationen von ,wrfel und ,oktader71 so z4 ,b4 beim ,pattinsoniren4 ,das ,blei zeichnet sich durch ,weichheit und ,biegsamkeit aus1 daher es einen ziemlich hohen ,grad von ,dehnbarkeit1 aber nur geringe absolute ,festigkeit besitzt4 ,frisch geschabt oder geschnitten zeigt es einen starken ,glanz1 der aber an der ,luft sich bald verliert4 ,an den ,hnden1 auf ,papier und auf leinenen ,zeugen frbt es stark ab4 ,die ,hrte wird durch ,bearbeitung nicht merklich erhht4 ,sein spec4 ,gewicht #aa1cg4 ,ein ,kubikfuss ,blei wiegt daher ber #fjj ,pfd4 ,das aus den ,erzen dargestellte ,blei ist fast immer mehr oder weniger mit anderen ,metallen verunreinigt4 ,gewhnliche ,verunreinigungen sind ,kupfer und ,antimon1 selten kleine ,quantitten von ,arsen und ,zink1 noch seltener ,eisen4 ,eine andere hufige ,verunreinigung des ,bleies ist die mit ,bleioxyd1 von dem geringe ,mengen dem ,metalle mechanisch beigemengt sind4 ,durch diese ,beimengung vermindert sich die ,geschmeidigkeit und ,dehnbarkeit betrchtlich1 dagegen widersteht ein so verunreinigtes ,blei strker der ,kraft1 mit der es zusammengedrckt wird4 ,wenn demnach das ,blei zum ,tragen von ,lasten ,verwendung finden soll1 ist die ,verunreinigung mit ,oxyd vortheilhaft4 ,kommt dagegen die ,dehnbarkeit in ,betracht1 wie bei der ,herstellung von ,bleiblech1 so ist beim ,verschmelzen die ,bildung des ,oxydes zu verhten4 ,das ,blei gehrt zu den leichtflssigen ,metallen1 es schmilzt schon bei #ccb2 es erstarrt ruhig und mit eingesenkter ,oberflche4 ,bis fast zum ,schmelzpunkt erhitzt1 wird es sprde und bricht durch starkes ,hmmern in ,stcke4 ,bei starker ,weissglhhitze gerth es bei ,abschluss der ,luft in eine kochende ,bewegung und verdampft4 ,das ,blei lsst sich nur schwierig feilen1 indem die ,feilspne ihrer ,weichheit wegen die ,vertiefungen der ,feile verstopfen4 ,das ,blei nimmt hchstens #a1e ,proc4 ,zink und #j1jg ,proc4 ,eisen auf1 dagegen um so mehr ,kupfer1 je hher die ,temperatur ist4 ,die ,anwendung des ,bleies ist eine sehr vielfltige4 ,man benutzt es in der ,form von ,bleiplatten zu ,siedepfannen fr ,schwefelsure1 ,vitriol und ,alaun1 zu ,bleikammern bei der ,fabrikation der englischen ,schwefelsure1 ferner zu ,wasser- und ,gasleitungsrhren1 ,retorten1 in dnnen ,folien zum ,einwickeln des ,schnupftabaks 7,tabakblei71 eine durchaus unstatthafte ,anwendung1 da der ,tabak bleihaltig wird1 zur ,fabrikation des ,schrots1 zum ,giessen von ,kugeln1 zu ,bleimantelgeschossen fr gezogene ,kanonenrohre1 zu ,legirungen1 bei httenmnnischen ,processen zum ,ausbringen gewisser ,metalle1 wie des ,silbers und ,goldes1 zur ,darstellung des ,bleizuckers1 der ,mennige und des ,bleiweisses4 ,sidenote3 ,schrotfabrikation4 ,der ,flintenschrot ist bezglich seiner ,herstellung insofern interessant1 als man sich dabei keiner ,giessform bedient1 da er in der ,that aus erstarrten ,bleitropfen besteht4 ,die ,schrotfabrikation begreift fnf verschiedene ,operationen3 #a7 das ,schmelzen des ,bleies2 #b7 das ,krnen des geschmolzenen ,metalles2 #c7 das ,sortiren der ,bleikrner nach ihrer ,grsse2 #d7 die ,sonderung der unregelmssig geformten ,schrotkrner von den runden2 #e7 das ,scheuern und ,gltten der ,krner4 ,reines ,blei wird in der ,schrotfabrikation nicht angewendet1 sondern stets mit geringen ,quantitten ,arsen legirt1 wodurch es die ,eigenschaft erhlt1 sich leichter krnen zu lassen4 ,die ,menge des zuzusetzenden ,arsens richtet sich nach der ,qualitt des angewendeten ,bleies4 ,gewhnlich setzt man #j1c-j1h ,proc4 ,arsen hinzu4 ,zu viel ,arsen bewirkt eine linsenfrmige ,abplattung der ,krner1 zu wenig eine lnglichrunde ,form4 ,man setzt das ,arsen entweder in ,natur oder als ,schwefelarsen oder arsenige ,sure zu4 ,setzt man das ,arsen als arsenige ,sure zu1 so bedeckt man die ,oberflche des geschmolzenen ,bleies mit ,kohlenstaub und steigert die ,hitze sofort bis zur ,rothglut4 ,das ,arsen wird in grobes ,papier gewickelt in einem eisernen ,drahtkorbe in das geschmolzene ,blei eingetragen und gut umgerhrt4 ,zum ,krnen des ,bleies bedient man sich ,blechkessel mit flachem ,boden 7,schrotform71 die siebartig mit runden ,lchern von gleichem ,durchmesser versehen sind4 ,wollte man das ,blei einfach in die ,schrotform giessen1 so wrden sich weit mehr ovale als runde ,krner bilden4 ,in der ,form muss sich daher eine porse ,masse befinden1 welche sich fest an die ,wnde anlegt und das flssige ,blei in einer ,temperatur erhlt1 dass es weder zu leicht noch zu schwierig durch die ,poren fliesst4 ,dazu eignet sich das von dem geschmolzenen ,metall abgeschpfte ,gekrtz4 ,indem sich das flssige ,metall durch das ,gekrtz einen ,weg brechen muss und in einzelnen ,tropfen durch die ,formlcher fliesst1 nimmt es whrend des freien ,falles1 wie die ,tropfen jeder anderen ,flssigkeit1 ,kugelgestalt an4 ,die ,temperatur des geschmolzenen ,bleies richtet sich nach der ,schrotnummer1 bei grobem ,schrot muss sie so sein1 dass ein hineingehaltener ,strohhalm kaum gebrunt wird4 ,man erbaut eigene hohe thurmartige ,gebude1 auf deren ,hhe sich die ,schrotform befindet4 ,statt der ,thrme kann auch ein tiefer ,brunnen oder ,schacht dienen4 ,die whrend des ,herabfallens erstarrten ,schrotkrner werden in einem ,gefsse mit ,wasser aufgefangen1 welches auf #ajj ,th4 #j1jbe ,th4 ,schwefelnatrium gelst enthlt1 um durch ,bildung eines dnnen ,ueberzugs von ,schwefelblei die ,oxydation der ,schrotkrner an der ,luft zu verhindern4 ,nach einem durchaus verschiedenen ,principe wird der sogenannte ,centrifugalbleischrot dargestellt4 ,man dreht nmlich eine horizontale ,scheibe1 welche auf einer verticalen ,spindel befestigt und mit einer siebartig durchlcherten ,scheidewand aus ,messingblech versehen ist1 mit einer ,randgeschwindigkeit von #ajjj ,fuss per ,minute und giesst die geschmolzene ,bleilegirung auf dieselbe4 ,das ,metall wird durch die ,lcher der ,seitenwand in ,folge der ,centrifugalkraft in regulren1 glnzenden1 gleichgrossen ,krnern auf einen um die ,scheibe kreisfrmig angebrachten ,schirm aus ,leinwand geworfen1 ohne dass dieselben oval oder cylindrisch werden4 ,die gleichfalls in ,centrifugalbewegung versetzte und sich mit grosser ,geschwindigkeit erneuernde ,luftmasse bringt die ,krner zum ,erstarren1 noch ehe sie den ,leinwandschirm berhren4 ,die beim ,durchgehen durch eine und dieselbe ,schrotform entstehenden ,krner sind nicht von gleicher ,grsse4 ,man sortirt sie deshalb durch ,siebe mit kreisrunden ,lchern4 ,sind die ,schrotkrner nach der ,grsse sortirt1 so mssen auch noch diejenigen abgesondert werden1 welche nicht vollkommen rund sind oder andere ,fahler haben4 ,zu diesem ,zwecke bedient man sich einer etwas gegen den ,horizont geneigten und mit ,randleisten versehenen langen ,tafel1 an deren ,seiten ,rinnen angebracht sind und welche in horizontaler ,richtung hin und her bewegt wird4 ,die runden ,krner fallen in einen ,kasten1 der zu ihrer ,aufnahme bereit steht1 whrend die fehlerhaften1 birnfrmigen ,schrote entweder liegen bleiben oder seitwrts in die ,rinne und von da in einen besonderen ,kasten laufen4 ,die letzte ,operation ist das ,scheuern und ,gltten4 ,zu dem ,ende giebt man sie nebst ,graphit 7auf #ajj1jjj ,th4 ,schrot #f ,th4 ,graphit7 in die ,scheuertonne1 die sich um eine eiserne horizontale ,axe bewegt1 und lsst so lange rotiren1 bis der ,schrot den erforderlichen ,grad von ,gltte und ,glanz erlangt hat4 ,anstatt des ,graphits hat man in ,england ,quecksilber oder ,zinnamalgam zum ,ueberziehen der ,schrotkrner angewendet1 wodurch die ,krner einen vorbergehenden weissen ,glanz annehmen2 das ,quecksilber erhht jedoch die ,fabrikationskosten1 ohne das ,fabrikat zu verbessern4 ,wenn eine weisse oder bronzehnliche ,farbe der ,schrotkrner verlangt wrde1 mchte es zweckmssiger sein1 beim ,gltten anstatt des ,graphits ,bronzepulver in die ,scheuertonne zu geben4 ,der ,bleiverlust in der ,schrotfabrikation betrgt gegen #b ,proc4 ,gewhnlich werden zehn verschiedene ,schrotkaliber gefertigt und zwar von ,nr4 #j1 dem grbsten1 bis zu ,nr4 #i oder #aj1 dem feinsten4 ,die kleinsten ,krner fhren den ,namen ,vogeldunst1 die grbsten 7von ,erbsengrsse7 ,rehposten oder ,schwanenschrot4 ,sidenote3 ,legirungen des ,bleies4 ,von den ,legirungen des ,bleies sind zu erwhnen das ,schnellloth der ,klempner 7gleiche ,theile ,blei und ,zinn71 die ,legirung zu ,orgelpfeifen 7#if ,th4 ,blei und #d ,th4 ,zinn71 die ,legirung der ,weissgiesser 7,blei1 ,antimon und ,zinn71 die ,legirung zu ,schiffsngeln 7#c ,th4 ,zinn1 #b ,th4 ,blei1 #a ,th4 ,antimon71 das ,calain der ,chinesen1 aus welchem die ,folien zum ,ausfttern der ,theekisten verfertigt werden 7#abf ,th4 ,blei1 #ag1e ,th4 ,zinn1 #a1be ,th4 ,kupfer und eine ,spur ,zink72 andere ,legirungen zu ,lettern und zu der ,chemitypie siehe unten4 ,bleiprparate 7mit ,einschluss der ,chromprparate74 ,sidenote3 ,bleigltte4 ,das ,bleioxyd ,pb,o findet in der ,industrie ,anwendung in zweierlei ,gestalt1 entweder als ,massicot oder als ,bleigltte4 ,das ,massicot 7gelbes ,bleioxyd7 ist ein gelbes ,pulver1 hufig mit einem ,stich ins ,rthliche1 welches entweder durch ,erhitzen von kohlensaurem oder salpetersaurem ,bleioxyd oder durch ,calcination von ,blei auf einem ,flammenherd gewonnen wird4 ,vor dem ,bekanntwerden des chromsauren ,bleioxydes wurde es als gelbe ,malerfarbe angewendet4 ,es schmilzt in der ,rothglhhitze leicht zu einer glasartigen ,masse1 dem ,bleiglas1 welches indessen in den meisten ,fllen ein ,gemisch von geschmolzenem ,bleioxyd mit kieselsaurem ,bleioxyd ist4 ,die ,bleigltte ist geschmolzenes krystallinisches ,bleioxyd und wird als ,httenprodukt bei dem ,silberverhttungsprocesse beim ,abtreiben des ,reichbleies vom ,pattinsoniren gewonnen4 ,sie enthlt stets grssere oder geringere ,mengen von ,kupferoxyd1 etwas ,antimonoxyd1 auch kleine ,mengen von ,silberoxyd1 endlich auch zuweilen metallisches ,blei 7,wittstein will darin #a1be-c1aj ,proc4 ,blei gefunden haben74 ,durch ,digestion mit einer ,lsung von kohlensaurem ,ammoniak kann sie von dem beigemengten ,kupferoxyd befreit werden4 ,das ,bleioxyd absorbirt aus der ,luft ,kohlensure1 in geschmolzenem ,zustande verbindet es sich leicht mit der ,kieselerde und den ,silicaten und bildet mit den letzteren leicht schmelzbare ,glser4 ,es lst sich in ,essigsure1 ,salpetersure1 sehr verdnnter ,salzsure1 es lst sich ferner in ,kali- und ,natronlauge durch ,kochen auf4 ,in kohlensaurem ,ammoniak1 kohlensaurem ,kali und ,natron ist es unlslich4 ,es findet ,anwendung in der ,glasfabrikation zur ,darstellung von ,krystallglas1 ,flintglas und ,strass1 in der ,potterie zu ,glasur und als ,fluss in der ,porcellan- und ,glasmalerei1 zur ,bereitung von ,lein- und ,mohnlfirniss1 von ,bleipflaster 7lsaurem ,bleioxyd71 von ,kitt1 ,mennige und essigsaurem ,bleioxyd4 ,eine ,lsung von ,bleioxyd in ,natronlauge 7,natriumplumbat7 wird zur ,bereitung von zinnsaurem ,natron angewendet2 sie dient ferner zum ,schwarzfrben von ,horn 7namentlich in der ,kammfabrikation1 um gewhnlichem ,horn das ,aussehen von ,bffelhorn oder1 rtlich angewendet1 von ,schildkrot zu geben7 und von ,haaren 7zu diesem ,behufe nur in sehr verdnnter ,lsung anwendbar71 sowie in der ,metallochromie zur ,erzeugung der ,regenbogenfarben auf ,messing und ,bronze4 ,sidenote3 ,mennige4 ,die ,mennige1 ,minium1 ist eine ,verbindung von ,bleioxyd mit ,bleisuperoxyd von der ,formel ,pb#c,o#d4 ,man stellt die ,mennige dar1 indem man1 wie z4 ,b4 zu ,villach1 ,bleioxyd in einem ,ofen bei ,luftzutritt erhitzt4 ,der zu diesem ,zwecke dienende ,ofen ist ein ,flammenofen1 dessen ,herd mit ,ziegelsteinen gepflastert ist2 auf diesen ,herd bringt man das ,bleioxyd1 in die ,feuerungsrume das ,brennmaterial1 dessen ,flamme ber den ,herd schlgt und durch den ,schornstein entweicht4 ,der ,luftzug darf nur ein sehr geringer sein1 da ausserdem das ,bleioxyd schmelzen und in ,bleigltte bergehen wrde1 welche nicht zu ,mennige oxydirt werden kann4 ,whrend des ,erhitzens wird fortwhrend umgerhrt4 ,hufig erzeugt man die ,mennige aus ,bleioxyd1 das man aus metallischem ,blei in dem ,flammenofen selbst dargestellt hat2 es geschieht dies z4 ,b4 in den ,fabriken von ,bigaglia in ,venedig1 von ,roard zu ,clichy und auf der ,bleihtte zu ,shrewsbury1 in welchen man an den heissen ,stellen des ,ofens ,blei in ,massicot1 an den weniger heissen letzteres unter ,umrhren in ,mennige verwandelt4 ,die reinste ,mennige erhlt man durch ,glhen von kohlensaurem ,bleioxyd in einem ,flammenofen2 sie fhrt den ,namen ,pariser ,roth4 ,neuerdings stellt man auch die ,mennige 7nach ,burton's ,verfahren7 durch ,erhitzen von schwefelsaurem ,bleioxyd mit ,chilesalpeter und ,soda und ,auslaugen der erhitzten ,masse mit ,wasser dar2 ,mennige bleibt zurck1 whrend schwefelsaures und salpetrigsaures ,natron sich lsen4 -- ,man benutzt die ,mennige zur ,fabrikation des ,bleiglases1 zur ,darstellung von ,kitt fr ,glasrhren1 ,dampfleitungsrhren und zum ,verstreichen von ,fugen von ,kesseldeckeln1 und als ,farbenmaterial1 als ,wasser- und als ,oelfarbe2 sie ist in beiden ,fllen von grosser ,deckkraft u4 s4 w4 ,sidenote3 ,bleisuperoxyd4 ,durch ,behandeln der ,mennige mit ,salpetersure erhlt man das ,bleisuperoxyd ,pb,o#b als braunes ,pulver1 welches bei der ,fabrikation der ,zndwaaren in grosser ,quantitt ,anwendung findet1 obgleich man hierzu das auf nassem ,wege aus ,bleizucker und ,chlorkalk dargestellte ,superoxyd vorzieht4 -- ,das1 was man in den ,zndholzfabriken oxydirte ,mennige nennt1 ist ein zur ,trockne gebrachtes ,gemisch von ,salpetersure mit ,mennige und besteht aus salpetersaurem ,bleioxyd1 ,bleisuperoxyd und unzersetzter ,mennige4 ,sidenote3 ,verbindungen des ,bleioxydes4 ,von ,bleisalzen1 die in den ,gewerben ,anwendung finden1 sind folgende die wichtigsten3 ,sidenote3 ,bleiacetat4 ,das ,bleiacetat 7,bleizucker1 essigsaures ,bleioxyd7 77,c#b;,h#c,o7#b ,o#b #c;,h#b,o7 7 ,pb 7 besteht in #ajj ,theilen aus3 #eh1ga ,bleioxyd1 #bg1jh ,essigsure1 #ad1ba ,wasser1 krystallisirt in vierseitigen ,sulen1 die sich in #a1ff ,th4 ,wasser und #h ,th4 ,alkohol lsen2 beim ,erhitzen zerlegt es sich in ,bleicarbonat1 das zurckbleibt und in sich verflchtigendes ,aceton4 ,mit ,schwefelsure bildet es ,bleisulfat und ,essigsure4 ,man stellt es dar1 indem man ,bleigltte oder besser noch ,massicot in bleiernen oder verzinnten kupfernen ,pfannen1 mit destillirtem ,essig oder ,holzessig behandelt1 die geklrte ,flssigkeit abdampft und in ,porcellanschalen oder hlzernen ,ksten krystallisiren lsst4 ,aus #ajj ,th4 ,bleigltte erhlt man #aej ,th4 ,bleizucker4 ,man wendet denselben in der ,frberei1 zur ,bereitung der essigsauren ,thonerde 7,rothbeize71 bei der ,firnissbereitung und zur ,darstellung von ,farbematerialien1 namentlich von ,bleiweiss und ,chromgelb1 an4 ,von dem dreibasisch essigsauren ,bleioxyd 7dem ,bleiessig7 wird bei der ,bleiweissfabrikation die ,rede sein4 ,sidenote3 ,bleichromat4 ,sidenote3 ,chromeisenstein4 ,bleichromat4 ,den ,ausgangspunkt fr das ,bleichromat und fr alle ,chromprparate bildet der ,chromeisenstein1 der wesentlich aus ,eisenoxydul und ,chromoxyd 7,fe,o1 ,cr#b,o#c oder ,cr#b;,fe,o#d7 besteht1 also ein ,magneteisenstein ist1 in welchem das ,eisenoxyd durch das isomorphe ,chromoxyd ersetzt ist4 ,ebenso findet sich hufig ein ,theil des ,chromoxydes durch ,thonerde und ,eisenoxyd1 ein ,theil des ,eisenoxyduls durch ,magnesia und ,chromoxydul vertreten4 ,er ist eisengrau bis pechschwarz4 ,von dem ,gehalte an ,chromoxyd ist der ,werth des ,chromeisensteins abhngig4 ,nach den ,analysen von ,clouet 7#ahfi7 enthielt im ,durchschnitte ,chromeisen von ,baltimore #de ,proc4 ,chromoxyd ,norwegen #dj ,frankreich #cg-ea ,kleinasien #ec ,ungarn #ca vom ,ural #di1e von ,californien #db1b ,sidenote3 ,kaliumchromat4 ,kaliumchromat4 a7 ,gelbes oder neutrales ,kaliumchromat ,cr,o#b ,o#b _/ ,k#b oder ,k#b;,cr,o#d wird dargestellt1 indem man gemahlenen und geschlmmten ,chromeisenstein mit ,potasche und ,salpeter gemengt auf der ,sohle eines ,flammenofens schmilzt4 ,durch den ,sauerstoff des ,salpeters werden ,chromoxyd und ,eisenoxydul hher oxydirt1 ersteres zu ,chromsure4 ,aus der zerstossenen ,masse zieht man durch ,kochen mit ,wasser das gebildete ,kaliumchromat1 unzersetzt gebliebenes ,kaliumcarbonat und etwas ,kaliumaluminat und ,kaliumsilicat aus4 ,die ,lsung wird durch ,holzessig zersetzt1 wodurch ,thonerde und ,kieselerde zu ,boden fallen1 und darauf bis zum ,erscheinen einer ,salzhaut abgedampft4 ,das ,kaliumchromat krystallisirt in citronengelben undurchsichtigen ,sulen heraus1 die sich leicht in ,wasser1 nicht aber in ,alkohol lsen und grosse ,neigung zeigen1 in ,kaliumbichromat berzugehen4 ,schwefelsure und ,salpetersure verwandeln es sogleich in diese ,verbindung4 b7 ,das doppelt-chromsaure ,kali oder ,kaliumbichromat ,k#b;,cr#b,o#g krystallisirt in wasserfreien1 morgenrothen ,prismen1 die sich in #aj ,th4 ,wasser lsen4 ,die ,lsung wirkt in hohem ,grade tzend4 ,bei starkem ,erhitzen entwickelt es ,sauerstoff1 whrend ,chromoxyd und ,kaliumchromat zurckbleibt4 ,man stellt dieses ,salz durch ,behandeln der neutralen ,verbindung mit ,salpetersure oder ,schwefelsure dar4 ,salpetersure ist vorzuziehen1 weil man hier neben dem ,kaliumchromat den leicht zu verwerthenden ,salpeter erhlt1 welcher in der ,mutterlauge bleibt1 nachdem das chromsaure ,kali durch ,krystallisation ausgeschieden worden ist4 ,jacquelain hat in der neueren ,zeit1 wie jedoch schon frher ,stromeyer1 empfohlen1 das ,kalksalz als ,ausgangspunkt zur ,darstellung der chromsauren ,salze zu benutzen2 er schlgt vor1 ,chromeisenstein mit ,kreide unter hufiger ,erneuerung der ,oberflche zu glhen1 die fein gemahlene ,masse in heissem ,wasser zu vertheilen und unter stetem ,umrhren ,schwefelsure bis zur schwach sauren ,reaction zuzusetzen4 ,das ,kalksalz1 welches nach dem ,glhen ,calciumchromat war1 ist nach dem ,behandeln mit ,wasser und ,schwefelsure in ,calciumbichromat bergegangen4 ,ausser dieser ,verbindung enthlt die ,lsung noch etwas schwefelsaures ,eisenoxyd1 das mittelst ,kreide gefllt wird4 ,die ,lsung enthlt nur noch ,calciumbichromat und etwas ,gyps4 ,das ,kaliumbichromat lsst sich aus diesem ,salze einfach darstellen1 indem man eine ,lsung von ,kaliumcarbonat auf ,calciumbichromat einwirken lsst1 es bildet sich ,calciumcarbonat1 whrend die ,lsung des ,kaliumbichromates zum ,krystallisiren abgedampft wird4 ,tilghman schlgt vor1 gepulverten ,chromeisenstein mit #b ,th4 ,kalk und #b ,th4 ,kaliumsulfat gemengt1 #ah-bj ,stunden lang in einem ,flammenofen zu glhen4 ,eine andere von demselben vorgeschlagene ,methode besteht darin1 ,chromeisenstein mit ,feldspathpulver und ,kalk zu glhen4 ,nach ,swindells soll man den ,chromeisenstein1 mit einem gleichen ,gewicht ,chlornatrium oder ,chlorkalium gemengt1 in einem ,flammenofen bis zur angehenden ,weissglhhitze unter fortwhrendem ,darberleiten von stark erhitzten ,wasserdmpfen erhitzen4 ,es entsteht ,natrium- oder ,kaliumchromat4 ,die wichtigste ,verbesserung in der ,darstellung des ,kaliumchromates besteht in der ,ersetzung des ,salpeters durch ,potasche und der ,anwendung eines ,ofens1 welcher der atmosphrischen ,luft zu dem ,gemisch zu treten erlaubt1 sodass die ,oxydation des ,chromeisens auf ,kosten des atmosphrischen ,sauerstoffs vor sich geht2 endlich auch in dem ,zusatz von ,kalk1 wodurch nicht allein an ,alkali gespart1 sondern auch die ,oxydation wesentlich erleichtert wird1 indem die ,masse eine teigige ,consistenz annimmt1 welche mit ,leichtigkeit umgerhrt werden kann4 ,letzterer ,umstand ist nicht unwichtig1 denn1 wendet man ,alkali allein an1 so schmilzt das ,gemisch zu einer dnnen ,flssigkeit1 in welcher der ,chromeisenstein zu ,boden sinkt und die ,luft mithin auf ihn nicht einwirken kann4 ,sidenote3 ,anwendungen des ,kaliumchromates4 ,vor dem ,jahre #ahbj fand das ,kaliumchromat nur zur ,darstellung von ,bleichromat ,anwendung4 ,ersteres wurde damals auf kostspielige ,weise aus dem ,chromeisenstein durch ,calciniren desselben mit ,salpeter dargestellt4 ,im genannten ,jahre ermittelte ,kchlin die ,anwendbarkeit des ,bichromates als ,aetzbeize auf ,trkischroth1 wodurch der ,impuls zu einer ausgedehnten ,anwendung dieses ,salzes gegeben wurde4 ,hierauf folgten andere technische ,anwendungen1 namentlich in der ,frberei1 von welchen speciell erwhnt sei die ,erzeugung von ,chromgelb und ,chromorange im ,zeugdruck1 das ,chromschwarz mit ,blauholz1 die ,oxydation von ,katechu und von ,berlinerblau1 der ,enlevagendruck1 um ,weiss auf indigoblauem ,grunde zu erzeugen1 das ,bleichen von ,palml und hnlichen ,fetten1 die ,herstellung von gewissen ,zndmassen in der ,zndholz- und ,zndrequisitenfabrikation1 die ,darstellung von chromsaurem ,quecksilberoxydul und ,chromoxyd fr die ,porcellanmalerei und ,decoration der ,thonwaaren und in jngster ,zeit die ,fabrikation von ,smaragdgrn oder ,vert ,guignet1 das als ,krperfarbe im ,zeugdruck hufige ,anwendung findet4 ,grosse ,mengen von ,kaliumchromat finden auch in der ,theerfarbenindustrie zur ,fabrikation von ,anilinviolett1 ,anilingrn und von ,alizarin aus ,anthracen ,anwendung4 ,neuerdings wird das ,kaliumchromat auch zur ,darstellung von ,chlorgas verwendet1 ebenso auch zuweilen zum ,entfuseln des ,branntweins und zum ,reinigen des aus ,holzessig dargestellten ,essigs4 ,der ,verbrauch von ,bichromat fr die genannten ,zwecke ist ein so bedeutender1 dass die ,darstellung dieses ,salzes einen nicht unwichtigen ,gewerbzweig ausmacht#aa4 ,in den letzten ,jahren sucht man in dem ,zeugdruck das ,kaliumbichromat durch das zweifach-chromsaure ,ammoniak zu ersetzen4 #aa ,nach ,j4 ,persoz 7#ahfi7 giebt es sechs ,fabriken1 die sich mit der ,darstellung von ,kaliumchromat befassen1 nmlich zwei in ,schottland1 eine in ,frankreich1 eine zu ,drontheim in ,norwegen und eine zu ,kazan am ,ural4 ,alle ,fabriken produciren jhrlich gegen #fj1jjj ,centner4 ,sidenote3 ,bleichromat4 ,man unterscheidet dreierlei ,verbindungen der ,chromsure mit dem ,blei1 nmlich neutrales ,bleichromat 7,chromgelb71 basisches 7,chromroth7 und ein ,gemenge von neutralem mit basischem 7,chromorange74 ,das neutrale ,bleichromat oder ,chromgelb ,pb,cr,o#d stellt man auf zweierlei ,weise dar3 entweder #a7 durch ,niederschlagen von ,kaliumchromat mit ,bleiacetat oder #b7 aus ,bleisulfat oder ,chlorblei4 ,nach der ersten ,methode stellt man zunchst eine ,bleiauflsung dar1 wozu man sich kleiner ,holzbottiche bedient1 die terrassenfrmig geordnet sind4 ,man fllt die ,bottiche mit gekrntem ,blei1 schliesst die ,hhne und gibt in den obersten ,bottich eine ,fllung von ,essig4 ,nach etwa #aj ,minuten ffnet man den ,hahn am ,boden und lsst die ,flssigkeit in den zweiten1 von da in den dritten und vierten ,bottich laufen4 ,der ,essig kommt in dem ,sammelbottich an1 ohne erhebliche ,bleimengen aufgenommen zu haben4 ,es soll auch durch diese erste ,operation das ,blei nur benetzt und zur ,oxydation geneigt gemacht werden4 ,die ,bottiche bleiben ohne ,essigfllung stehen1 bis das ,blei sich mit einem blulich weissen ,hutchen bedeckt4 ,der oberste ,bottich erhlt dann seine ,essigladung2 nach #a_/b-a ,stunde erfolgt die ,entleerung des ,essigs in den zweiten ,bottich u4 s4 f41 bis die gesttigte ,bleilsung1 basisches ,bleiacetat 7,bleiessig7 enthaltend1 unten im ,sammelbottich anlangt4 ,zum ,behufe der ,chromgelbfabrikation wird die ,lauge mit so viel ,essig versetzt1 dass sie eben sauer zu reagiren beginnt und dann zum ,abklren in einen grsseren ,laugenbottich gebracht4 ,in einem zweiten ,laugenbottich hlt man sich eine ,auflsung von #be ,kilogr4 ,kaliumbichromat in #ejj ,liter ,wasser vorrthig4 ,man giesst von der ,bleilauge so lange in die ,chromlsung1 als noch in letzterer ein ,niederschlag erfolgt1 wscht den ,niederschlag aus1 versetzt ihn1 wenn eine ordinre ,sorte ,chromgelb hergestellt werden soll1 mit ,gyps1 ,schwerspath oder auch ,permanentweiss 7geflltes ,bariumsulfat7 und trocknet ihn4 ,nach ,liebig stellt man ,chromgelb aus dem ,bleisulfat1 welches in grosser ,menge aus den ,kattundruckereien zu erhalten ist1 dar1 indem man dasselbe mit einer warmen ,lsung von gelbem ,kaliumchromat digerirt4 ,je nachdem grssere oder geringere ,mengen des ,bleisulfates in ,chromat bergefhrt wurden1 entstehen mehr oder weniger hellgelbe ,farben4 ,nach ,habich giebt es zwei ,doppelverbindungen von ,chromat mit ,sulfat1 welche den ,formeln ,pb,s,o#d ,pb,cr,o#d und #b,pb,s,o#d ,pb,cr,o#d entsprechen4 ,die erste derselben bildet sich1 wenn eine ,lsung von ,kaliumbichromat mit der entsprechenden ,menge ,schwefelsure versetzt und mit der ,bleilsung gefllt wird4 ,die zweite ,verbindung entsteht1 wenn der ,schwefelsurezusatz etwa um das ,doppelte erhht wird4 ,sie zeigt dieses ,aufquellen im feuchten ,zustande nicht1 sondern bildet nach dem ,trocknen eine feurige1 fast schwefelgelbe ,farbe von feurigem ,bruche4 ,nach ,anthon erhlt man ein schnes ,chromgelb1 wenn man #ajj ,th4 frisch geflltes ,chlorblei mit einer ,lsung von #dg ,th4 ,kaliumbichromat digerirt4 ,sidenote3 ,chromroth4 ,das basische ,bleichromat oder ,chromroth 7,chromzinnober1 sterreichischer ,zinnober71 ,pb,cr,o#d ,pb,h#b,o#b ist eine rothe ,farbe1 welche in neuerer ,zeit vielfach als ,anstreichfarbe angewendet wird1 und entsteht aus dem neutralen ,bleichromat dadurch1 dass man demselben die ,hlfte seiner ,chromsure durch ,kali1 entweder durch ,schmelzen mit ,salpeter oder durch ,kalilauge entzieht4 ,nach ,liebig und ,whler stellt man das ,chromroth dar1 indem man ,salpeter 7am zweckmssigsten ein ,gemenge nach gleichen ,theilen von ,kalium- und ,natriumnitrat7 bei ganz schwacher ,glhhitze zum ,schmelzen bringt und nach und nach in kleinen ,antheilen reines ,chromgelb eintrgt4 ,die ,masse im ,tiegel wird mit ,wasser ausgezogen und das sich abscheidende ,chromroth nach gutem ,auswaschen getrocknet4 ,das so erhaltene ,chromroth ist von prchtig zinnoberrother ,farbe und besteht aus lauter glnzenden ,krystallpartikelchen4 ,auf nassem ,wege stellt man nach ,dulong das ,chromroth durch ,fllen von essigsaurem ,bleioxyd mit einer ,lsung von ,kaliumchromat1 zu welchem ,kali gesetzt worden ist1 dar4 ,alle ,chromrothe1 von dem dunkelsten ,zinnoberroth bis zur matten ,mennigfarbe1 unterscheiden sich von einander nur durch die ,grsse der ,krystalle1 aus welchen das ,pulver besteht4 ,zerreibt man nmlich ,chromroth von der verschiedensten ,nance zu einem gleichfrmig feinen ,pulver1 so resultirt bei allen ein ,produkt von gleicher ,dunkelheit und die brillante mit dem ,zinnober wetteifernde ,farbe ist verschwunden4 ,soll demnach ein ,chromroth von grosser ,farbentiefe hergestellt werden1 so muss man der ,krystallbildung ,vorschub leisten und insbesondere jede ,strung derselben durch ,umrhren u4 s4 w4 vermeiden4 ,gemenge von neutralem und basischem ,bleichromat kommen in verschiedenen ,nancen unter dem ,namen ,chromorange in den ,handel4 ,man erhlt sie durch ,fllen von basischem ,bleiacetat 7,bleiessig7 mit ,kaliumchromat1 durch ,kochen von ,chromgelb mit ,kalkmilch1 oder endlich durch ,behandeln von ,chromgelb mit einer zur ,ueberfhrung in ,chromroth nicht hinreichenden ,menge ,kali4 ,anthon empfiehlt zur ,darstellung von ,chromorange #ajj ,th4 ,chromgelb mit #ee ,th4 ,kaliumchromat oder #ab-ah ,th4 ,aetzkalk zu ,kalkmilch gelscht1 zu behandeln4 ,sidenote3 ,chromoxyd4 ,das ,chromoxyd ,cr#b,o#c1 das in der ,glasfrberei1 ,porcellan- und ,glasmalerei unter dem ,namen ,chromgrn vielfache ,anwendung findet1 wird auf verschiedene ,weise dargestellt4 ,im wasserfreien ,zustande wendet man es als ,schleifmaterial1 zum ,ueberziehen der ,streichriemen der ,rasirmesser und als unzerstrbare und unnachahmliche ,druckfarbe fr gewisse ,banknoten an4 ,am schnsten und in einem ,zustande1 der in technischer ,beziehung allen ,anforderungen entspricht1 erhlt man es durch ,glhen von chromsaurem ,quecksilberoxydul4 ,leider ist die ,darstellungsart zu complicirt und zu kostspielig1 um im ,grossen angewendet zu werden4 ,lassaigne schlgt vor1 gleiche ,molekle von gelbem ,kaliumchromat und ,schwefel zu glhen und die geglhte ,masse mit ,wasser auszuziehen4 ,nach ,whler mischt man gelbes ,kaliumchromat mit ,salmiak1 glht und laugt mit ,wasser aus1 wobei das ,chromoxyd zurckbleibt4 ,man erhlt es auch durch ,calciniren eines ,gemenges von ,kaliumbichromat mit ,kohle und ,auslaugen des entstandenen ,kaliumcarbonates mit ,wasser4 ,chromoxydhydrat 7nach der ,formel ,cr#d;,h#f,o#i zusammengesetzt7 kommt seit einiger ,zeit entweder fr sich oder in ,verbindung mit ,borsure oder ,phosphorsure als schne grne ,farbe und als ,ersatzmittel des ,schweinfurter ,grns unter den ,namen ,mittlergrn1 ,smaragdgrn1 ,pannetier's ,grn1 ,arnaudon's ,grn1 ,matthieu-,plessy's ,grn im ,handel vor4 ,guignet's ,grn besteht in #ajj ,th4 aus ,chromoxyd #gf1be ,borsure #aa1ga ,wasser #ab1jd ------ #ajj1jj ,nach ,scheurer-,kestner ist jedoch die ,anwesenheit der ,borsure im ,guignet'schen ,grn blos eine zufllige und nicht nothwendige4 ,sidenote3 ,chromalaun4 ,der ,chromalaun ,cr#b _/ ,k#b #d,,so#d #bd;,h#b,o1 in dunkelvioletten oktaedrischen ,krystallen auftretend1 bildet sich in grosser ,menge als ,nebenprodukt bei der ,fabrikation gewisser ,theerfarben 7,anilinviolett1 ,anilingrn1 ,anthracenroth74 ,er findet ,anwendung als ,mordant in der ,frberei1 zum ,unlslichmachen von ,leim und ,gummi1 so wie zur ,anfertigung wasserdichter ,stoffe4 ,hufig stellt man auch aus ihm wieder ,kaliumchromat dar4 ,sidenote3 ,chromchlorid4 ,das ,chromchlorid1 ,cr#b;,cl#f1 am besten durch ,zersetzen von ,schwefelchrom mit ,chlor dargestellt1 ist eine in violetten ,blttchen krystallisirende1 glnzende1 glimmerartige ,masse1 die als ,farbematerial1 besonders in der ,buntpapierfabrikation1 ,anwendung finden kann4 ,sidenote3 ,bleiweiss4 ,sidenote3 ,bleiweissfabrikation nach der hollndischen ,methode4 ,illustration3 ,fig4 #bi4 ,illustration3 ,fig4 #cj4 ,das ,bleiweiss 7basisches ,bleicarbonat von der ,formel #b,pb,c,o#c ,pb,h#b,o#b7 wird auf verschiedene ,weise dargestellt4 ,man unterscheidet die hollndische1 franzsische und englische ,methode4 ,die hollndische ,methode der ,bleiweissfabrikation ist auf die ,erscheinung begrndet1 dass metallisches ,blei in ,berhrung mit ,essigdmpfen1 ,kohlensure und ,sauerstoff bei geeigneter ,temperatur in ,bleiweiss verwandelt wird4 ,die ,mittel1 nach dieser ,methode ,bleiweiss zu fabriciren1 sind verschieden4 ,in ,holland und ,belgien1 auch in einigen deutschen ,fabriken1 wird das ,blei in dnnen1 spiralfrmig gewundenen ,blechen in irdene1 inwendig glasirte ,tpfe 7,fig4 #bi7 gesetzt1 auf deren ,boden sich ordinrer mit ,bierhefe gemischter ,essig befindet2 die ,tpfe werden mit ,bleiplatten bedeckt und in ,pferdemist eingegraben4 ,ein derartig vorgerichtetes ,mistbad 7,fig4 #cj7 wird ,looge genannt4 ,durch die in dem ,pferdemiste eintretende ,ghrung wird die ,temperatur erhht1 der ,essig verdampft und giebt dadurch unter ,mitwirkung des ,sauerstoffs zur ,bildung von basischem ,bleiacetat ,anlass4 ,durch die in dem ghrenden ,miste erzeugte ,kohlensure wird das basische ,bleiacetat 77,c#b;,h#c,o7#b_/,pb ,o#b1 #c,pb,h#b,o#b7 zersetzt in ,bleiweiss und neutrales ,bleiacetat4 ,in den meisten ,fabriken ,deutschlands und namentlich ,oesterreichs 7so zu ,klagenfurt und ,wolfsberg in ,krnthen7 hat man den ,gebrauch des ,dngers gnzlich beseitigt4 ,man nennt diese ,methode der ,bleiweissdarstellung das ,kammerverfahren4 ,anstatt der ,tpfe werden geheizte ,kammern benutzt1 in denen der ,lnge nach in mehrfachen ,reihen ber einander ,latten sich befinden1 ber welche die ,bleiplatten1 dachfrmig gebogen1 gehngt werden4 ,der ,boden der ,kammern ist mit einer ,schicht ,lohe1 ,frchten1 ,weinlager1 faulenden ,stoffen u4 s4 w4 bedeckt1 durch welche ,essig langsam durchsickert4 ,rationeller ist folgende ,einrichtung3 ,der ,boden der ,kammer ist eine mit durchlcherten ,dielen bedeckte ,kufe1 in welcher sich erwrmter ,essig befindet4 ,durch die ,oeffnungen der ,dielen gelangen die ,essigdmpfe in die ,kammern4 ,in allen diesen ,fllen werden die ,bleibleche von ihrer ,oberflche nach innen zu1 allmlig in ,bleiweiss verwandelt4 ,dieses ,rohprodukt wird von dem ,gehalte an ,bleiacetat durch ,auswaschen von dem unangegriffenen1 metallischen ,blei durch ,schlmmen befreit und kommt dann erst als reines ,bleiweiss in den ,handel4 ,eine jetzt in ,england gebruchliche ,modification der hollndischen ,bleiweissfabrikation besteht darin1 dass man das feingekrnte1 mit #a bis #a1e ,proc4 ,essig befeuchtete ,blei in die1 vom ,boden aus mit ,dampf auf ungefhr #ce erwrmten ,fcher eines hlzernen ,kastens bringt1 in welchen ein ,strom von ,kohlensure und hinreichend ,dampf geleitet wird1 um die ,atmosphre im ,innern und das ,blei eben feucht zu halten4 ,nach #aj-ad ,tagen ist die ,umwandlung vollendet4 ,das rohe ,bleiweiss wird wie gewhnlich gewaschen und geschlmmt4 ,sidenote3 ,nach der englischen ,methode4 ,nach der englischen ,methode wird ,blei in einem ,kessel geschmolzen1 aus welchem es auf die ,sohle eines grossen ,flammenofens fliesst1 zu welchem ein ,geblse fortwhrend ,luft fhrt4 ,das ,blei zertheilt sich1 bietet der ,luft eine grosse ,oberflche dar und fliesst zu einer ,rinne1 deren ,seitenwnde mit kleinen ,oeffnungen durchbohrt sind1 durch welche die ,bleigltte abfliesst1 whrend das schwerere ,blei auf dem ,boden der ,rinne bleibt4 ,die fein zertheilte ,bleigltte1 welche man auf diese ,weise erhlt1 wird mit #a_/ajj ihres ,gewichtes in ,wasser aufgelsten ,bleizuckers befeuchtet und hierauf in horizontale ,trge gebracht1 die oben verschlossen sind und unter einander communiciren4 ,in diesem ,zustande wird durch die ,bleigltte ein ,strom von unreiner ,kohlensure geleitet1 die in einem ,flammenofen durch ,verbrennung von ,koks erzeugt wird4 ,die ,geblse1 welche den ,flammenofen speisen1 bringen einen hinreichenden ,druck hervor1 um das ,gas durch ,rhren1 die durch kaltes ,wasser abgekhlt werden1 bis zu der ,gltte zu treiben4 ,krcken1 die durch eine ,dampfmaschine bewegt werden1 rhren das ,oxyd bestndig um1 wodurch die ,verbindung der ,kohlensure mit dem ,oxyd begnstigt wird4 ,das auf diese ,weise erhaltene ,bleiweiss deckt sehr gut und wird von den ,englndern dem auf nassem ,wege erhaltenen vorgezogen4 ,sidenote3 ,bleiweissfabrikation nach der franzsischen ,methode4 ,illustration3 ,fig4 #ca4 ,die franzsische ,methode oder das ,verfahren von ,thnard und ,roard ist das bei weitem allgemeinere ,verfahren der ,bleiweissfabrikation4 ,da dasselbe auch das rationellste ist1 so verweilen wir ein wenig lnger bei demselben4 ,die ,methode besteht darin1 ,bleigltte in ,essigsure 7rectificirtem ,holzessig7 aufzulsen1 um eine ,lsung von basischem ,bleiacetat 7,bleiessig1 7,c#b;,h#c,o7#b _/ ,pb ,o#b #b,pb,h#b,o#b7 zu erzeugen4 ,indem man dann durch diese ,lsung ,kohlensuregas leitet1 werden zwei ,molekle ,bleioxyd als ,bleiweiss ausgefllt1 whrend neutrales ,bleiacetat1 in ,lsung zurckbleibt4 ,indem man die zurckbleibende ,lsung von ,neuem mit ,bleigltte digerirt1 bildet sich wieder basisches ,bleiacetat 7,bleiessig71 aus welchem durch ,kohlensure abermals zwei ,molekle ,bleioxyd als ,bleiweiss ausgefllt werden4 ,sidenote3 ,der ,apparat der ,bleiweissfabrikation zu ,clichy4 ,in ,clichy bei ,paris stellt man auf normale ,weise das ,bleiweiss in folgendem ,apparate durch ,zersetzen des ,bleiessigs 7basisches ,bleiacetat7 mittelst ,kohlensure dar4 ,in dem ,bottich ,a 7,fig4 #ca7 bewirkt man die ,auflsung von ,bleigltte in ,essigsure1 welche durch den ,rhrer ,,bc beschleunigt wird2 aus diesem ,bottich fliesst die ,lsung des dreibasisch essigsauren ,bleioxydes in das aus verzinntem ,kupferblech bestehende ,reservoir ,e1 in welchem sich metallisches ,blei1 ,kupfer und andere unlsliche ,substanzen absetzen4 ,die klare ,flssigkeit fliesst aus ,e in den zur ,zersetzung bestimmten ,kasten1 der mit einem ,deckel bedeckt ist1 durch welchen #hjj ,rhren bis ungefhr #cb ,centimeter tief unter das ,niveau der ,flssigkeit fhren4 ,diese ,rhren sind durch die gemeinsame grssere ,rhre gg verbunden1 welche wiederum mit dem ,waschkasten ,p in ,verbindung steht4 ,in diesem ,waschkasten sammelt und reinigt sich die ,kohlensure1 welche in einem kleinen ,kalkofen ,g durch die ,zersetzung von #b-a_/b ,maasstheilen ,kreide und einem ,maasstheile ,koks unter ,mitwirkung von atmosphrischer ,luft erzeugt wird4 ,frher wurde die ,kohlensure durch ,verbrennen von ,holzkohle erzeugt4 ,nach ,verlauf von #ab bis #ad ,stunden ist die ,zersetzung beendigt4 ,man lsst die ber dem ,bleiweiss stehende klare ,lsung von neutralem essigsauren ,bleioxyd in den ,kasten i und den ,bodensatz in das ,reservoir ,o fliessen4 ,vermittelst einer ,pumpe ,r pumpt man die ,lsung von dem neutralen essigsauren ,bleioxyd in den ,bottich ,a zurck und fngt die ,operation von ,neuem an4 ,das in dem ,reservoir ,o befindliche ,bleiweiss wird wiederholt mit ,wasser gewaschen und das erste ,waschwasser mit der ,flssigkeit in dem ,bottich ,a vereinigt4 ,das ausgewaschene ,bleiweiss wird getrocknet4 ,um ,kohlensuregas behufs der ,bleiweissfabrikation wohlfeil darzustellen1 ist vorgeschlagen worden1 ein ,gemenge von kohlensaurem ,kalk1 ,kohle und ,braunstein zu glhen 7,ca,c,o#c ,c #c,mn,o#b ,mn#c,o#d ,ca,o #b;,,co#b72 man verwendet wohl auch die ,kohlensure1 die sich bei der ,ghrung der ,bierwrze und ,branntweinmaische entwickelt1 oder man benutzt endlich1 wo sich die ,gelegenheit darbietet1 das der ,erde entstrmende ,kohlensuregas1 indem man es durch ein ,pumpwerk aufsaugt und durch ,rhren dahin leitet1 wo es benutzt werden soll4 ,bei ,brohl in der ,nhe des ,laacher ,sees wurde auf diese ,weise die ,kohlensure zur ,bleiweissfabrikation benutzt4 ,nach der jetzt nicht mehr gebruchlichen ,methode von ,button und ,dyer wird ein inniges ,gemisch von schwach befeuchteter ,bleigltte mit einer geringen ,menge ,bleizuckerlsung in einen langen steinernen ,trog gebracht und dann unter fortwhrendem ,durcharbeiten mittelst einer ,maschine heisses ,kohlensuregas darber geleitet4 ,ist alle ,bleigltte in ,bleiweiss verwandelt1 so wird die ,masse gemahlen4 ,nach ,pallu 7#ahei7 bringt man 7mittelst der ,centrifugalmaschine7 fein zertheiltes ,blei auf eine schiefe ,ebene und befeuchtet es daselbst mit ,essigsure4 ,nach einer ,stunde etwa ist das ,blei in essigsaures und in kohlensaures ,salz bergegangen4 ,darauf lsst man ber die geneigte ,ebene eine ,bleizuckerlsung fliessen1 welche das krystallisirte ,acetat auflst und das ,bleiweiss fortfhrt und letzteres in einem ,bottich absetzt4 ,die darber stehende klare ,flssigkeit wird ber eine zweite ,tafel gegossen u4 s4 f4 ,nach einem hnlichen ,principe stellt ,grneberg 7#ahfj7 ,bleiweiss dar1 indem er gekrntes ,blei der ,rotation und der gleichzeitigen ,einwirkung von ,luft1 ,essigsure und ,kohlensure aussetzt4 ,sidenote3 ,bleiweiss aus ,bleisulfat4 ,das ,bleisulfat 7,pb,s,o#d7 wird in ansehnlicher ,menge als ,nebenprodukt bei verschiedenen chemischen ,operationen1 z4 ,b4 bei der ,darstellung der essigsauren ,thonerde aus ,alaun und ,bleizucker1 oder bei der ,essigsure aus ,bleizucker und ,schwefelsure1 als werthloses ,nebenprodukt erzeugt1 das der schwierigen ,reduction wegen bis jetzt nicht mit ,vortheil auf metallisches ,blei verarbeitet werden und seines geringen ,deckungsvermgens wegen auch nicht anstatt ,bleiweisses ,anwendung finden konnte4 ,seit einiger ,zeit hat man in ,frankreich angefangen1 das schwefelsaure ,bleioxyd durch kohlensaure ,alkalien in ,bleiweiss umzuwandeln4 ,man wendet zu diesem ,zwecke kohlensaures ,ammoniak oder ,natriumcarbonat an4 ,payen empfiehlt diese ,methode fr ,gegenden1 in denen schwefelsaures ,bleioxyd zu haben ist4 ,um das ,bleisulfat vortheilhaft auf metallisches ,blei zu benutzen1 wird dasselbe lufttrocken mit #fg ,proc4 ,kreide1 #ab-af ,proc4 ,kohle und #cg ,proc4 ,flussspath gemischt1 in einem ,ofen geschmolzen4 ,es wird hierbei zuerst ,bleicarbonat gebildet1 das sodann durch die ,kohle reducirt wird2 auf der andern ,seite entsteht schwefelsaurer ,kalk1 mit welchem der ,flussspath zu ,schlacke zusammenschmilzt3 7,pb,s,o#d ,ca,c,o#c #b;,c n,fl#b;,ca ,pb #c;,,co ,ca,s,o#d n,fl#b;,ca74 ,auf nassem ,wege kann man es reduciren1 indem man es1 wie ,bolley will1 mit ,zink und ,wasser zusammenbringt1 wobei ,chlorzink und metallisches ,blei entsteht4 ,nach dem ,vorschlage von ,krafft fhrt man das ,bleisulfat durch ,kochen mit ,bariumacetat in ,bleizucker 7und in ,barytweiss7 ber4 ,sidenote3 ,theorie der ,bleiweissfabrikation4 ,abgesehen von der zuletzt erwhnten ,darstellungsart des ,bleiweisses aus dem schwefelsauren ,bleioxyd1 ist die ,bleiweissbildung nach allen angefhrten ,methoden abhngig3 #a7 von der ,bildung von basischem ,bleiacetat2 #b7 von der ,zersetzung dieser ,verbindung in neutrales ,bleiacetat und in ,bleiweiss4 ,betrachtet man das ,bleiweiss einfach als ,bleicarbonat1 so lsst sich die ,bleiweissbildung durch folgende zwei ,formeln anschaulich machen3 ,i4 #b ,c#b;,h#c,o ,o #c,pb,o 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b1 #b,pb,h#b,o#b2 ,h ,pb ,essigsure4 ,bleioxyd4 ,basisches ,bleiacetat4 ,,ii4 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b1 #b,pb,h#b,o#b #b;,,co#b #b,pb,c,o#c ,pb ,bleicarbonat4 7,c#b;,h#c,o7#b ,o#b ,pb ,basisches ,bleiacetat4 ,neutral4 ,bleiacetat4 ,man sieht ein1 dass eine betrchtliche ,menge ,bleiweiss durch eine verhltnissmssig geringe ,menge von neutralem essigsauren ,bleioxyd erzeugt werden kann4 ,die ,bleiweisserzeugung wrde auf diese ,weise ohne ,grenzen sein1 wenn nicht das ,bleiweiss eine gewisse ,menge ,bleizucker enthielte1 wenn ferner bei der ,fabrikation der ,verlust an ,essigsure vermieden werden knnte4 ,sidenote3 ,bleiweiss aus ,chlorblei4 ,sidenote3 ,basisches ,chlorblei als ,surrogat des ,bleiweisses4 ,nach ,tourmentin wird ,bleiweiss mittelst basischen ,chlorbleies 7aus ,kochsalz und ,bleigltte7 dargestellt1 indem man diese ,verbindung mit ,wasser umrhrt1 durch das ,gemenge einen ,strom ,kohlensuregas leitet und die ,flssigkeit in einem bleiernen ,kessel mit ,kreidepulver so lange kocht1 bis sie filtrirt nicht mehr durch ,schwefelammonium geschwrzt wird4 ,das gebildete ,bleiweiss wird durch ,waschen von dem ,kochsalz befreit1 geschlmmt und getrocknet4 ,das basische ,chlorblei1 das von ,pattinson als ,ersatzmittel des ,bleiweisses vorgeschlagen worden ist1 wird dargestellt1 indem man eine heisse ,lsung von ,chlorblei 7,pb,cl#b7 die im ,kubikfuss #djj-ejj ,grm4 enthlt1 mit einem gleichen ,volumen gesttigten ,kalkwassers vermischt4 ,es setzt sich sogleich ein weisser ,niederschlag 7,pb,cl#b ,pb,h#b,o#b7 ab1 der getrennt1 gewaschen und getrocknet wird4 ,das ,chlorblei wird durch ,zersetzen von fein gemahlenem ,bleiglanz in bleiernen ,kesseln mit concentrirter ,salzsure dargestellt4 ,das sich hierbei entwickelnde ,schwefelwasserstoffgas wird durch eine ,rhre abgeleitet1 entzndet und die ,flamme in eine ,schwefelsurekammer geleitet1 um auf diese ,weise den ,schwefel des ,bleiglanzes zur ,schwefelsurefabrikation zu benutzen4 ,das ,pattinson'sche ,bleiweiss ist nicht ganz schneeweiss1 sondern von einer etwas ins ,brunliche gehenden ,farbe1 welche aber in allen ,fllen1 wo das ,bleiweiss mit etwas ,schwarz oder ,blau versetzt werden soll1 kaum zu bemerken sein wird4 ,dagegen besitzt es eine ausgezeichnete ,deckkraft4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,bleiweisses4 ,bleiweiss ist im reinen ,zustande blendend weiss1 ohne ,geruch und ,geschmack4 ,je nach der ,darstellungsart zeigt das ,bleiweiss ein verschiedenes ,aussehen2 von den in den ,tpfen gelegenen ,bleiblttern erhlt man das sogenannte ,schieferweiss1 das in ,gestalt dnner ,platten in den ,handel kommt4 ,diejenigen ,bleiplatten1 mit denen die ,tpfe zugedeckt waren1 bekommen eine dickere ,kruste1 aus denen das gemeine ,bleiweiss gebildet wird4 ,das ,kremser ,weiss ist reines ,bleiweiss1 mittelst ,gummiwasser in ,tfelchen geformt4 ,perlweiss ist mit etwas ,berlinerblau oder ,indigo versetzt4 ,mulder1 ,grneberg u4 ,a4 fanden das im ,handel vorkommende ,bleiweiss zusammengesetzt aus #b ,mol4 kohlensaurem ,bleioxyd und #a ,mol4 ,bleioxydhydrat #b7,pb,c,o#c7 ,pb,o1 ,h#b,o4 #ajj ,th4 kufliches ,bleiweiss 7von verschiedener ,bezugsart7 enthielten3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 #g4 #h4 ,bleioxyd #hc1gg #he1ic #hf1dj #hf1be #hd1db #hf1gb #hf1e #hf1ea ,kohlensure #ae1jf #aa1hi #aa1ec #aa1cg #ad1de #aa1bh #aa1c #aa1bf ,wasser #a1ja #b1ja #b1ac #b1ba #a1cf #b1jj #b1b #b1bc #a4 ,kremserweiss4 #b4 ,geflltes ,bleiweiss aus ,magdeburg4 #c4 ,harzer ,bleiweiss4 #d4 ,kremserweiss4 #e4 ,kohlensaures ,bleioxyd1 durch ,nachahmung der hollndischen ,methode von ,hochstetter selbst erzeugt4 #f4 ,bleiweiss aus ,offenbach4 #g4 ,bleiweiss aus ,klagenfurt4 #h4 ,englisches ,bleiweiss1 nach der hollndischen ,methode dargestellt4 ,was die deckenden ,eigenschaften des ,bleiweisses anbelangt1 so scheint es sicher zu sein1 dass dieselben von dem ,aggregationszustande abhngen2 ein durch ,fllung erhaltenes lockeres1 krystallinisch krniges ,bleiweiss deckt weniger1 als ein nach der hollndischen ,methode bereitetes1 dichteres4 ,es scheint1 als ob die grssere ,deckkraft des ,bleiweisses mit dem grsseren ,gehalte an ,hydrat zunehme4 ,sidenote3 ,verflschung des ,bleiweisses4 ,man versetzt das ,bleiweiss in den ,fabriken hufig 7in neuerer ,zeit jedoch minder oft7 mit ,schwerspath 7zu #cj1ff1 selbst bis zu #gb ,proc47 und schwefelsaurem ,bleioxyd1 seltener mit ,witherit 7kohlensaurem ,baryt71 ,kreide1 ,gyps oder ,thon4 ,ein ,zusatz von ,schwerspath zum ,bleiweiss behufs des ,oelanstrichs ist nicht rationell1 da der ,schwerspath keine ,deckkraft hat und somit viel ,oelfirniss ohne ,zweck consumirt wird4 ,reines ,bleiweiss muss sich in verdnnter ,salpetersure vollstndig lsen1 durch berschssig zugesetztes ,aetzkali darf in der klaren ,lsung kein ,niederschlag entstehen 7,kreide72 der in ,salpetersure unlsliche ,rckstand deutet auf ,gyps1 ,schwerspath oder schwefelsaures ,bleioxyd4 ,das ,bleisalz verrth sich dadurch1 dass eine ,probe desselben auf ,kohle vor dem ,lthrohre erhitzt1 ,metallkgelchen zeigt2 ,schwerspath giebt sich dadurch zu erkennen1 dass eine ,probe mit ,kohle erhitzt und der ,rckstand mit verdnnter ,salzsure bergossen1 mit ,gypslsung einen weissen ,niederschlag erzeugt2 ,gyps ebenso behandelt1 giebt mit ,gypslsung keinen1 wol aber mit oxalsaurem ,ammoniak einen weissen ,niederschlag4 ,nach ,w4 ,stein ermittelt man in einem ,gemenge von ,bleiweiss mit ,schwerspath die ,menge des ,bleiweisses am einfachsten durch den ,glhverlust1 welcher im directen ,verhltnisse zur ,menge des kohlensauren ,bleioxydes steht4 ,derselbe betrgt bei unvermischten ,proben durchschnittlich #ad1e ,proc4 ,ein ,gemenge von #cc1c ,th4 ,bleiweiss und #ff1f ,th4 ,schwerspath verlor beim #ff1f #cc1c #hj #bj #ej #ej ,glhen #d1e-e ,proc4 #f1e-g #ac #aj-aj1d ,sidenote3 ,anwendung des ,bleiweisses4 ,die ,anwendung des ,bleiweisses als ,malerfarbe1 zum ,kitt1 zum ,leinlfirniss1 zur ,darstellung der ,mennige ist bekannt4 ,mit der ,anwendung des ,bleiweisses ist der ,nachtheil verbunden1 dass dasselbe durch ,schwefelwasserstoff ausserordentlich leicht afficirt und in ,schwefelblei verwandelt wird4 ,thnard hat vorgeschlagen1 die durch ,verwandlung des ,bleiweisses in ,bleisulfuret schwarz gewordenen ,oelgemlde durch ,behandeln derselben mit ,wasserstoffsuperoxyd zu restauriren4 ,durch den 7als ,ozon vorhandenen7 ,sauerstoff dieser ,verbindung wird nmlich das ,schwefelblei in weisses ,bleisulfat verwandelt4 ,das ,zinn4 7,sn #aah2 spec4 ,gew4 #g1bh47 ,sidenote3 ,zinn4 ,vorkommen und ,gewinnung desselben4 ,illustration3 ,fig4 #cb4 ,das ,zinn findet sich in der ,natur nie gediegen1 sondern oxydirt als ,zinnstein 7,sn,o#b mit #gi ,proc4 ,zinn71 und als ,schwefelzinn mit anderen ,schwefelmetallen verbunden in ,zinnkies 7#b;,cu#b,s ,sn,s#b7 #b7;,fe,s1 ,zn,s71 ,sn,s#b mit #bf-bi ,proc4 ,zinn vor4 ,der ,zinnstein1 so wie er sich als ,bergzinnerz im ,gebirgsgestein1 auf ,lagern1 ,stockwerken1 ,gngen1 im ,granit1 ,syenit u4 a4 m41 oder auf secundrer ,lagersttte1 den sogenannten ,seifenwerken oder ,zinnseifen 7,ablagerungen von verschiedenartigen ,gerllen1 besonders von ,kieseln1 mit ,zinnsteingerllen7 als ,seifenzinn 7,holzzinn1 ,cornish-,zinn7 findet1 enthlt ausser dem ,zinnoxyd ,schwefel1 ,arsen1 ,zink1 ,eisen1 ,kupfer und andere ,metalle4 ,doch kommt der ,zinnstein im ,schuttland1 im ,sande der ,flsse 7z4 ,b4 in ,cornwall1 auf ,malacca1 ,banca7 zuweilen als fast chemisch reine ,zinnsure vor4 ,ueberhaupt giebt der ,zinnstein der ,seifenwerke 7weil hier die ,natur die mechanische ,scheidung bereits ausgefhrt hat7 ein weit reineres ,zinn als das ,bergzinnerz4 ,letzteres wird zuerst durch ,pochen und ,schlmmen von der anhngenden ,bergart und durch ,rsten vom ,schwefel1 ,arsen und ,antimon befreit4 ,in ,sachsen findet sich der ,zinnstein in einem jngeren ,granit1 der1 vom lteren ,gebirge umgeben1 ein ,stockwerk bildet4 ,er ist von ,wolfram1 ,molybdnglanz1 ,schwefel- und ,arsenkies begleitet und fhrt den ,namen ,zinnzwitter4 ,nachdem zu ,altenberg 7im schsischen ,erzgebirge7 gebruchlichen ,verfahren wird das gerstete ,zinnerz im ,schachtofen 7,fig4 #cb ,i u4 ,,ii71 von etwa #c ,meter ,hhe1 dessen ,wnde aus ,granit construirt und der auf einem ,mauerwerke von ,gneiss ruht1 verschmolzen4 ,ein solcher ,schachtofen besteht aus dem ,schacht ,a und dem ,vorherd ,b1 der ,bodenstein ,d besteht aus einem ,stck und ist muldenfrmig nach d zu ausgehauen4 ,der ,vorherd ,b steht durch eine ,stichffnung mit einem eisernen ,kessel in ,verbindung2 bei o mndet die ,dse des ,geblses4 ,das ,erz wird mit ,kohlen 7und mit ,zinnschlacken7 geschichtet2 das reducirte ,zinn sammelt sich auf dem ,vorherd ,b1 von welchem es in den ,kessel ,c fliesst4 ,es enthlt aber ,eisen und ,arsen4 ,von diesen ,beimengungen wird es befreit1 indem man es auf einem ,herde1 der mit glhenden ,kohlen bedeckt ist1 aussaigert2 das reine ,zinn schmilzt zuerst1 fliesst durch die ,kohlen und sammelt sich auf dem ,stichherde an1 whrend eine strengflssige ,legirung von ,zinn mit ,eisen u4 s4 w4 in ,krnern zurckbleibt4 ,man nennt dieselbe ,drner und die ,operation des ,aussaigerns das ,pauschen4 ,die ,zinnschlacken werden von ,zeit zu ,zeit verschmolzen 7das ,schlackentreiben71 wobei sich ,zinn und eine ,art ,ofensau1 ,hrtlinge genannt1 bilden1 welche eben so wie die ,drner aus einer ,legirung von ,eisen und ,zinn bestehen4 ,das im ,schachtofen erhaltene ,zinn ist sehr rein und enthlt kaum #a_/aj ,proc4 von fremden ,metallen2 es ist das ,krnerzinn4 ,die zurckbleibende schwerer schmelzbare ,legirung wird nochmals umgeschmolzen und als ,blockzinn in den ,handel gebracht4 ,das in ,bhmen und ,sachsen ausgebrachte ,metall fhrt1 je nachdem es in ,stangen geformt1 oder in dnne ,bltter gegossen worden ist1 den ,namen ,stangenzinn oder ,rollzinn4 ,das gleichzeitige ,vorkommen des ,zinnsteins mit dem ,wolfram erschwert zuweilen die ,darstellung des reinen ,zinnes ausserordentlich4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,zinnes4 ,das ,zinn besitzt eine silberweisse ,farbe mit einem geringen ,stich ins ,bluliche1 verbunden mit dem vollkommensten ,metallglanze1 welcher dem ,glanze des ,silbers sehr nahe kommt4 ,nchst dem ,blei ist das ,zinn das weichste der ,metalle1 doch besitzt es schon so viel ,hrte1 dass eine frei schwebende ,zinnstange beim ,anschlagen einen ,klang hren lsst4 ,reines ,zinn nimmt die ,eindrcke mit dem ,nagel des ,fingers kaum mehr an4 ,beim ,biegen knirscht es um so strker1 je reiner es ist4 ,das ,zinn ist ausserordentlich geschmeidig und lsst sich zu dnnen ,blttern ausstrecken4 ,die ,dehnbarkeit ist geringer4 ,beim ,reiben ertheilt das ,zinn den ,fingern einen eigenthmlichen und lange anhaftenden ,geruch4 ,das spec4 ,gewicht des reinen ,zinnes ist #g1bh1 das durch ,hmmern und ,walzen bis auf #g1bi erhht werden kann4 ,ein ,kubikfuss ,zinn kann je nach den vorhandenen ,verunreinigungen #cge-djj ,pfd4 wiegen4 ,bis fast auf den ,schmelzpunkt erhitzt1 wird das ,zinn sprde und lsst sich durch krftige ,hammerschlge zertheilen4 ,sein ,schmelzpunkt ist bei #bbh4 ,dient das ,zinn zu ,gusswaaren1 so hngen ,glanz und ,festigkeit gnzlich von der ,temperatur des geschmolzenen ,zinnes im ,augenblicke des ,ausgiessens ab2 war es so stark erhitzt1 dass die ,oberflche des ,metalles ,regenbogenfarben zeigte1 so erscheint es nach dem ,erstarren auf der ,oberflche gestreift und rothbrchig2 war es dagegen zu wenig erhitzt1 was sich durch das matte ,ansehen der ,oberflche zu erkennen giebt1 so ist es auch nach dem ,erstarren matt und kaltbrchig4 ,das ,zinn hat nach dem ,erstarren den grssten ,glanz und die meiste ,festigkeit1 wenn die entblsste ,oberflche des flssigen ,metalles rein und spiegelhell erscheint4 ,bei starker ,weissglhhitze beginnt das ,zinn zu sieden und sich langsam zu verflchtigen4 ,das geschmolzene ,zinn bedeckt sich an der ,luft mit einer grauen1 aus ,zinnoxydul und metallischem ,zinn bestehenden ,haut1 ,zinnkrtze genannt4 ,durch fortgesetztes ,schmelzen bei ,luftzutritt verwandelt sich das ,zinn vollstndig in gelblichweisses ,zinnoxyd 7,zinnasche74 ,an der ,luft bsst das ,zinn nach und nach seinen ,glanz ein4 ,sidenote3 ,anwendung des ,zinnes4 ,man wendet das ,zinn an zu ,legirungen 7,kanonenmetall1 ,bronze1 ,glockenmetall7 und frher hufiger als jetzt zu ,geschirren zum ,haus- und ,tischgebrauch1 zu ,destillirhelmen1 ,khlapparaten und ,rhren1 zu ,kesseln fr ,frber und ,apotheker etc4 ,in ,verbindung mit ,blei wird das ,zinn zu den ,zinngeschirren verarbeitet1 weil diese ,legirungen hrter sind als jeder der ,componenten fr sich und daher der ,abnutzung besser widerstehen4 ,eine ,legirung von ,zinn mit ,blei heisst #bpfndig1 wenn sie auf #a ,pfd4 ,zinn #a ,pfd4 ,blei enthlt2 sie heisst #cpfndig1 wenn sie auf #b ,pfd4 ,zinn #a ,pfd4 ,blei enthlt etc4 ,theils durch ,walzen1 theils durch ,schlagen unter dem ,stanniolhammer stellt man aus dem ,zinn die ,zinnfolie 7,stanniol7 dar1 von welcher die strkere ,sorte 7,spiegelfolie7 zum ,belegen der ,spiegelplatten1 die dnnere 7,folie7 zum ,ausfttern von ,bchsen1 ,ksten1 zum ,einwickeln von ,chocolade1 ,seife1 ,kse u4 s4 w4 benutzt wird4 ,das ,schlagsilber oder unechte ,blattsilber 7,silberschaum7 ist ,zinn mit etwas ,zink versetzt und in dnne ,blttchen ausgeschlagen4 ,zinn mit kleinen ,mengen ,kupfer1 ,antimon und ,wismuth legirt1 bildet das hufig zu ,lffeln u4 s4 w4 verarbeitete ,compositionsmetall4 ,eine hnliche ,legirung ist das ,britanniametall1 das neuerdings zu ,lffeln1 ,leuchtern1 ,zuckerdosen1 ,kaffee- und ,theetpfen hufige ,anwendung findet1 indem es mehr als ,zinn dem ,ansehen des ,silbers sich nhert1 bei grsserer ,hrte auch grsseren ,glanz annimmt und leichtere ,formen erlaubt4 ,es lsst sich auch zu ,blech verarbeiten4 ,es besteht aus #aj ,th4 ,zinn und #a ,th4 ,antimon4 ,da das im ,handel vorkommende ,zinn gewhnlich mit anderen ,metallen verunreinigt ist1 die smmtlich ein hheres spec4 ,gewicht als das ,zinn haben1 so hat man in der ,bestimmung des spec4 ,gewichts des ,zinnes ein ,mittel1 seine ,reinheit zu prfen4 ,je geringer das spec4 ,gewicht ist1 desto reiner ist das ,zinn4 ,eine ,legirung von ,zinn und ,blei zeigt in den gebruchlichsten ,legirungsverhltnissen folgende spec4 ,gewichte3 ,verhltnisse4 ,spec4 ,gew4 ,verhltnisse4 ,spec4 ,gew4 #a ,th4 ,sn4 #a ,th4 ,pb4 #h1hfd #a ,th4 ,sn4 #d ,th4 ,pb4 #aj1ahc #b #c #i1bfe #c #b #h1dig #a #b #i1eec #b #a #h1bbf #b #e #i1ggj #e #b #h1aji #a #c #i1ichg #c #a #g1iid #b #g #aj1jgcd ,durch ,glhen des ,zinnes an der ,luft erhlt man die ,zinnasche1 die zum ,poliren von ,glas und ,metall und zum ,weissfrben des ,emails dient4 ,sidenote3 ,verzinnen4 ,sidenote3 ,verzinnen von ,kupfer4 ,sidenote3 von ,messing4 ,sidenote3 von ,eisenblech4 ,oft berzieht man ,gefsse aus anderen ,metallen mit ,zinn1 was ,verzinnung genannt wird4 ,bedingungen des ,verzinnens sind1 dass die ,oberflche des zu verzinnenden ,metalles rein1 d4 h4 oxydfrei sei1 und dass beim ,auftragen des geschmolzenen ,zinnes die ,oxydation desselben verhindert werde4 ,die zu verzinnenden ,gegenstnde werden deshalb vorher durch ,scheuern1 ,abschaben oder durch saure ,beizen gereinigt4 ,die ,oxydation des aufgetragenen ,zinnes wird durch ,colophonium und ,salmiak vermindert1 welche beide ,substanzen das entstandene ,oxyd augenblicklich wieder reduciren4 ,die ,verzinnung des ,kupfers1 ,messings und ,schmiedeeisens geht leicht vor sich1 indem man das zu verzinnende ,gefss fast bis zum ,schmelzpunkte des ,zinnes erhitzt1 geschmolzenes ,zinn darauf schttet und das ,metall vermittelst eines ,bschels ,werg1 der mit etwas ,salmiak bestreut worden ist1 auf der ,oberflche des ,kupfers durch ,reiben vertheilt4 ,gegenstnde von ,messing1 wie ,stecknadeln1 werden behufs des ,verzinnens in einen verzinnten ,kessel mit ,zinnkrnern 7,weisssud oder ,zinnsud71 und mit einer ,lsung von saurem weinsauren ,kali 7,cremor tartari7 einige ,stunden lang gekocht4 ,die verzinnten ,gegenstnde werden mit ,kleie oder mit ,sgespnen abgerieben4 ,um ,eisenbleche zu verzinnen1 werden die ,bleche erst mit sauer gewordenem ,kleienwasser und mit ,schwefelsure gebeizt1 darauf in schmelzenden ,talg und dann in geschmolzenes ,zinn eingetaucht4 ,durch den ,talg wird die ,oxydation des ,zinnes verhindert4 ,nachdem die ,bleche hinreichend mit ,zinn berzogen sind1 werden sie aus dem ,zinnbade entfernt1 durch ,schlagen mit einer ,ruthe oder durch eine ,hanfbrste von berflssigem ,zinn befreit und mit ,kleie gereinigt4 ,die auf diese ,weise verzinnten ,bleche haben den ,fehler grosser ,weichheit und ,leichtflssigkeit1 was nach ,budy und ,lammatsch dadurch vermieden werden kann1 dass man das ,zinn mit #a_/af ,nickel legirt4 ,der hhere ,preis der ,legirung soll dadurch compensirt werden1 dass man nur halb so viel bedrfe4 ,sidenote3 ,moir metallique4 ,wenn man verzinntes ,blech mit ,suren behandelt1 so geschieht es hufig1 dass sich auf der ,oberflche des ,zinnes perlmutterartig glnzende ,zeichnungen zeigen1 die davon herrhren1 dass das ,zinn bei schnellem ,erkalten krystallisirt4 ,durch ,behandeln des ,bleches mit ,suren1 am besten mit einem ,gemenge von #b ,th4 ,salzsure1 #a ,th4 ,salpetersure1 und #c ,th4 ,wasser werden die krystallinischen ,stellen blosgelegt1 die1 durch die ungleiche ,reflexion des ,lichtes1 mattere und lichtere ,stellen zeigen4 ,man nennt solches ,blech gemort oder geflammt 7moir metallique74 ,zinnprparate4 ,sidenote3 ,musivgold4 ,das ,musivgold 7,zinnsulfid ,sn,s#b7 wird im ,grossen dargestellt1 indem man ein ,amalgam1 aus #d ,th4 ,zinn mit #b ,th4 ,quecksilber bestehend1 mit #b-a_/c ,th4 ,schwefel und #b ,th4 ,salmiak innig mischt1 das ,gemenge in einen ,kolben giebt1 welchen man in einem ,sandbade1 ungefhr zwei ,stunden lang1 anfangs nicht vllig bis zum ,glhen1 dann nach und nach strker erhitzt4 ,zuerst entweicht der ,salmiak1 darauf sublimirt das ,quecksilber als ,zinnober mit kleinen ,mengen von ,zinnchlorid verunreinigt1 und zurck bleibt das ,musivgold1 von welchem jedoch in den meisten ,fllen nur die obere ,schicht aus einem brauchbaren ,prparat besteht1 whrend die untere ,schicht als missfarbig abgesondert wird4 ,der ,vorgang bei der ,bildung des ,musivgoldes nach der gegebenen ,vorschrift scheint folgender zu sein3 ,das ,zinn zersetzt den ,salmiak und bildet ,zinnchlorr1 welches sich mit unzersetztem ,salmiak verbindet1 ausserdem ,wasserstoff und ,ammoniak4 ,der ,wasserstoff verbindet sich im ,augenblicke des ,freiwerdens mit dem ,schwefel zu ,schwefelwasserstoff1 welcher mit dem ,ammoniak zu ,ammoniumsulfhydrat zusammentritt4 ,letztere ,verbindung setzt sich mit dem ,zinnchlorr zu ,salmiak und ,einfach-,schwefelzinn um4 ,das ,einfach-,schwefelzinn geht sofort durch ,aufnahme von ,schwefel in ,musivgold ber4 ,es ist auch mglich1 dass das ,ammoniumsulfhydrat sich mit dem ,schwefel zu einem ,ammoniumpolysulfuret vereinigt1 welches unmittelbar aus dem ,zinnchlorr ,musivgold bilden kann4 ,das ,quecksilber verflchtigt sich als ,zinnober und scheint hierbei keinen andern ,zweck zu haben1 als zu bewirken1 dass das ,musivgold fr ,augenblicke ,gasform annehmen kann4 ,der ,salmiak und das ,quecksilber wirken aber auch physikalisch gnstig bei der ,bildung von ,musivgold ein1 indem sich beide von der ,rothglhhitze verflchtigen und daher jede ,wrmemenge binden1 welche eine hhere ,temperatur erzeugen und eine ,zersetzung des ,musivgoldes nach sich ziehen wrde4 ,es ist brigens ,thatsache1 dass ,musivgold untadelhaft auch ohne ,quecksilber dargestellt werden kann4 ,das ,musivgold erscheint1 wenn die ,operation gut gelungen1 in zarten goldgelben oder brunlichgelben metallglnzenden ,schuppen1 welche sich zwischen den ,fingern wie ,talg anfhlen lassen4 ,es lst sich in ,schwefelkalimetallen zu ,sulfosalzen1 aus denen durch ,zusatz von ,suren nichtkrystallinisches gelbes ,zweifach-,schwefelzinn ausgeschieden wird4 ,mglich1 dass es gelingen wird1 durch sehr langsame ,abscheidung des ,zweifach-,schwefelzinns aus einer ,lsung von ,zinnsulfid-,schwefelnatrium das ,musivgold auf nassem ,wege zu erhalten4 ,es lsst sich auf die ,oberflche der ,krper in den dnnsten ,schichten zertheilen und wird zur unechten ,vergoldung auf ,holz1 ,gyps1 ,pappe1 ,papiermach1 ,messing1 ,kupfer etc4 verwendet1 indem man es mit ,eiweiss auftrgt2 man berzieht es nachher1 wie bei ,lampen1 mit einem ,lack4 ,gegenwrtig ist es zum grossen ,theile durch die weit schneren ,bronzepulver 7,bronzefarben7 verdrngt worden und findet nur noch beim ,bronziren der ,lampenfsse ,anwendung1 da das gewhnliche ,bronzepulver durch das sauer reagirende ,rbl bald aufgelst werden wrde4 ,ehedem gebrauchte man es auch zum ,bestreichen des ,reibkissens der ,elektrisirmaschinen4 ,sidenote3 ,zinnsalz4 ,das ,zinnsalz1 7,chlorzinn ,sn,cl#b7 wird im krystallisirten ,zustande 7,sn,cl#b #b;,h#b,o7 durch ,auflsen von ,zinnspnen in ,salzsure und ,abdampfen der ,lsung dargestellt4 ,nach ,nllner soll man die ,salzsure1 so wie sie sich aus den ,retorten entwickelt1 sogleich auf granulirtes ,zinn1 das in ,vorlagen von ,steingut eingefllt ist1 einwirken lassen1 und die aus den ,vorlagen abfliessende concentrirte ,zinnsalzlsung in zinnernen ,pfannen unter ,zusatz von granulirtem ,zinn eindampfen4 -- ,das ,zinnsalz erscheint in farblosen1 durchsichtigen ,krystallen1 die sich sehr leicht in ,wasser lsen4 ,die ,lsung scheidet sehr bald ein basisches ,salz ab4 ,diese ,abscheidung wird durch ,zusatz von ,weinsure vermieden4 ,man benutzt das ,zinnsalz als ,reductionsmittel von ,indigo1 ,eisenoxyd und ,kupferoxyd und als ,beizmittel1 hauptschlich zur ,darstellung der rothen ,farben mit ,cochenille#ab und in der ,krapp- und ,trkischrothfrberei zum ,aviviren und ,rosiren4 #ab ,das sogenannte salpetersaure ,zinn der ,frber wird durch ,auflsen von gekrntem ,zinn in ,knigswasser erhalten2 diese ,auflsung fhrt in der ,frberei auch den ,namen ,physik1 ,composition1 ,rosirsalz2 sie enthlt ,zinnchlorid 7,sn,cl#d7 und ,zinnchlorr4 ,eine ,verbindung des ,zinnchlorids mit ,salmiak 7,sn,cl#d #b,,nh#d;,cl7 wird unter dem ,namen ,pinksalz in der ,kattundruckerei als ,beize benutzt4 ,eine concentrirte wsserige ,lsung dieses ,salzes ndert sich beim ,kochen nicht1 die verdnnte aber lsst alles in dem ,doppelsalze enthaltene ,zinnoxyd durch ,kochen fallen4 ,dieses ,verhalten1 sowie seine neutrale ,eigenschaft machen das ,pinksalz besonders geeignet1 anstatt des immer sauer reagirenden ,zinnchlorrs als ,beizmittel zu dienen4 ,das reine ,zinnchlorid wird in ,frankreich vielfach zur ,bereitung von ,fuchsin verwendet4 ,in flssiger ,form dient es unter ,anderem zum ,frben mit ,jodgrn auf ,wolle und ,halbwolle nach dem von ,th4 ,peters in ,chemnitz 7#ahfi7 angegebenen vortrefflichen ,verfahren4 ,man erhlt es in schnen grossen ,krystallen von der ,formel ,sn,cl#d #e;,h#b,o bei ,dr4 ,gerlach in ,kalk bei ,cln a4_/,rh4 ,sidenote3 ,natriumstannat4 ,das ,natriumstannat 7,sodastannat1 ,zinnoxyd-,natron71 eine gegenwrtig in der ,frberei und ,zeugdruckerei hufig angewendete ,verbindung1 lsst sich auf verschiedene ,weise darstellen4 ,frher erhielt man dieselbe dadurch1 dass man metallisches ,zinn mit ,chilisalpeter verquickte1 die erhaltene ,masse auflste und zur ,krystallisation abdampfte4 ,nach der von ,young vorgeschlagenen ,methode ist die ,reduction des ,zinnes aus seinen ,erzen berflssig2 nach ihr schmilzt man den ,zinnstein mit ,aetznatron zusammen und lsst die klare ,lsung der geschmolzenen ,masse krystallisiren4 ,eisen1 ,kupfer u4 dergl41 die sich in kleiner ,menge stets in dem ,zinnstein finden1 werden durch das berschssige ,natron als unlsliche ,oxyde abgeschieden4 ,brown fand1 dass sich beim ,kochen von metallischem ,zinn mit ,bleioxyd und ,natronlauge unter ,abscheidung von metallischem ,blei ,natriumstannat bildet4 ,darauf grndet ,hffely seine ,methode der ,darstellung von ,natriumstannat4 ,man digerirt in einem ,metallgefsse ,bleigltte mit ,natronlauge von ungefhr #bb ,proc4 ,natrongehalt und verdnnt die entstandene ,lsung1 wenn man das zu erzeugende ,natriumstannat in ,lsung aufbewahren will1 und zwar ber dem ,niederschlage4 ,in die ,lsung des ,natriumplumbates1 welche zur ,beschleunigung der ,operation erhitzt wird1 bringt man granulirtes ,zinn1 worauf ,blei in ,form von ,bleischwamm sich ausscheidet und ,natriumstannat sich bildet4 ,man kann jedoch auch sofort die ,natronlauge mit ,bleigltte und granulirtem ,zinn zusammenbringen und das ,gemisch kochen1 bis alles ,zinn gelst ist4 ,in den letzten ,jahren ist in ,england in der ,frberei ein ,doppelsalz von ,natron mit ,arsensure und ,zinnsure 7,zinnoxyd7 in ,gebrauch gekommen4 ,die ,anwendung dieses giftigen ,doppelsalzes als ,ersatz fr reines zinnsaures ,natron1 welche nur durch die damit verbundene ,ersparniss veranlasst wurde1 ist aber keineswegs zu rechtfertigen4 ,das ,natriumstannit -- ,prparir- oder ,grundirsalz -- wird der ,wohlfeilheit wegen auch zuweilen durch ,auflsen von ,zinnsalz in berschssiger ,natronlauge dargestellt4 ,in diesem ,falle bildet sich allerdings ,natriumstannit-,zinnoxydul-,natron1 7,sodastannit71 welches sich aber durch die ,kohlensure der ,luft in kohlensaures ,kali und ,zinnoxydul zersetzt2 letzteres geht an der ,luft sofort in ,zinnoxyd ber4 ,auch beim ruhigen ,stehen der ,lsung von ,natriumstannit zersetzt sich das ,zinnoxydul in ,zinn und ,zinnoxyd2 ersteres geht in der ,luft nach und nach in ,zinnoxyd ber4 ,das ,wismuth4 7,bi #baj2 spec4 ,gew4 #i1gi47 ,sidenote3 ,wismuth4 ,vorkommen und ,gewinnung desselben4 ,das ,wismuth ist eines der seltener vorkommenden ,metalle2 es findet sich im ,erzgebirge1 in ,peru und in ,australien meist gediegen auf ,kobalt- und ,silbergngen im ,granit1 ,gneus1 ,glimmerschiefer1 und im ,uebergangs- und ,kupferschiefergebirge4 ,ausserdem kommt es oxydirt vor als ,wismuthocker 7,bi,o#c mit #hi1i ,proc4 ,wismuth71 mit ,schwefel verbunden als ,wismuthglanz 7,bi,s#c mit #hj1ih ,proc4 ,wismuth7 und als ,wismuthkupfererz 7mit #dg1bd ,proc4 ,wismuth74 ,da das ,wismuth meist gediegen vorkommt1 so ist die ,gewinnung desselben ziemlich einfach1 da man es in ,folge seines niederen ,schmelzpunktes durch ,aussaigern 7,ausschmelzen7 von der ,gangart trennen kann4 ,sidenote3 ,wismuthsaigerofen4 ,illustration3 ,fig4 #cc4 ,bei ,schneeberg im schsischen ,erzgebirge besteht ein ,wismuthsaigerofen1 auf welchem man das ,wismuth auf folgende ,weise ausbringt4 ,die durchschnittlich #d-ab ,proc4 ,wismuth enthaltenden ,erze werden so viel als mglich von der ,gangart getrennt und in haselnussgrossen ,stcken in gusseiserne ,rhren ,a 7,fig4 #cc7 eingetragen1 welche durch das ,feuer auf dem ,roste geheizt werden1 das ausgeschmolzene ,wismuth fliesst in eiserne ,npfe ,b1 die durch darunter befindliche glhende ,kohlen erhitzt werden4 ,in diesen ,npfen befindet sich ,kohlenpulver1 welches das flssige ,wismuth vor der ,oxydation schtzt4 ,die in den ,rhren zurckbleibenden ,erze werden in einen mit ,wasser angefllten ,kasten ,d gedrckt4 ,man gewinnt auf diese ,weise etwa #b_/c vom ,wismuth1 indem der ,rest in den ,rckstnden verbleibt4 -- ,bei der ,verarbeitung mit ,kobaltspeise 7siehe ,seite #ch7 gewinnt man das ,wismuth als werthvolles ,nebenprodukt4 ,auch aus der ,testasche vom ,raffiniren des ,blicksilbers stellt man in ,freiberg auf nassem ,wege ,wismuth dar1 indem man dieselbe mit verdnnter ,salzsure extrahirt1 aus der ,flssigkeit fllt man durch ,wasser basisches ,chlorwismuth1 welches nach dem ,trocknen durch ,schmelzen mit ,soda reducirt wird4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,wismuths4 ,das ,wismuth ist ein rthlichweisses ,metall1 von starkem ,glanz1 grossblttriger ,textur1 ,hrte und solcher ,sprdigkeit1 dass es gepulvert werden kann4 ,bei vorsichtigem ,hmmern ist es jedoch etwas dehnbar4 ,es schmilzt bei #bdi 7nach ,crighton71 nach ,erman bei #bfe und erstarrt bei #bdb mit bedeutender ,volumenvergrsserung4 ,sein specifisches ,gewicht #i1gii4 ,die ,zusammensetzung von schsischem 7,greek3 a7 und von peruanischem 7,greek3 b7 ,wismuth ist folgende3 7,greek3 a7 7,greek3 b7 ,wismuth #if1gca #ic1cgb ,antimon #j1fbe #d1egj ,arsen #j1dcb -- ,kupfer #a1fhb #b1jeh ,schwefel #j1ecj -- -------------------- #ajj1jjj #ajj1jjj ,sidenote3 ,anwendung des ,wismuths4 ,man benutzt das ,wismuth zu ,legirungen1 als ,oxyd mit ,borsure und ,kieselsure geschmolzen zu optischen ,glsern1 neuerdings in sehr bedeutender ,menge zu ,porcellanlsterfarben1 und als basisch salpetersaures ,wismuthoxyd zu weisser ,schminke 7,blanc de fard74 ,unter den ,legirungen des ,wismuths sind die mit ,blei1 ,zinn und ,kadmium 7s4 d47 die wichtigeren4 ,newton's leichtflssige ,legirung besteht aus #h ,th4 ,wismuth1 #c ,th4 ,zinn und #e ,th4 ,blei und schmilzt bei #id1e ,c4 ,rose's ,metall besteht aus #b ,th4 ,wismuth1 #a ,th4 ,blei und #a ,th4 ,zinn und schmilzt bei #ic1ge ,c4 ,ein geringer ,zusatz von ,kadmium macht diese ,legirungen noch leichtflssiger4 ,eine ,legirung von #c ,th4 ,blei1 #b ,th4 ,zinn und #e ,th4 ,wismuth1 deren ,schmelzpunkt bei #ia1ff ,c4 liegt1 eignet sich zum ,abklatschen 7,clichiren7 von ,holzschnitten1 ,druckformen1 ,stereotypen u4 s4 w4 ,ehe man z4 ,b4 einen ,holzschnitt in die ,masse abgedrckt1 muss dieselbe schon so weit erkaltet sein1 dass sie teigig zu werden anfngt4 ,das ,wismuth eignet sich zu diesem ,zwecke ganz besonders wegen seiner ,ausdehnung beim ,erstarren4 ,eine hnliche ,legirung benutzt man zu ,metallbdern1 um ,stahlarbeiten darin anzulassen1 ferner zu ,stiften1 welche anstatt der ,graphitstifte auf besonders 7mit ,knochenasche7 prparirten ,papieren dienen4 ,endlich hat man eine ,wismuthlegirung von bestimmtem ,schmelzpunkte angewendet1 um dem ,explodiren der ,dampfkessel vorzubeugen2 zu diesem ,zwecke verschliesst man ein kurzes ,rohr1 das in dem ,dampfkessel eingeschraubt ist1 mit einer ,platte von dieser ,legirung2 wenn die ,temperatur der ,dmpfe bis zum ,schmelzpunkte der ,legirung steigt1 so schmilzt die ,platte und die ,dmpfe entweichen4 ,das ,zink4 7,zn #fe1b2 spec4 ,gew4 #g1a-g1c47 ,sidenote3 ,zink4 ,vorkommen desselben4 ,das ,zink kommt in der ,natur nie gediegen1 sondern an ,schwefel gebunden als ,zinkblende 7,zn,s7 mit #fg ,proc4 ,zink und zuweilen kleinen ,mengen von ,indium1 oxydirt als edler ,galmei1 kohlensaures ,zinkoxyd oder ,zinkspath 7,zn,c,o#c7 mit #eb ,proc4 und als gewhnlicher ,galmei oder ,kieselzinkerz 7eine ,verbindung von ,zinksilicat mit ,wasser7 mit #ec1h ,proc4 ,zink vor4 ,ausserdem findet es sich als ,rothzinkerz1 ein durch ,manganoxyd rthlich gefrbtes ,zinkoxyd1 als ,gahnit 7,al,zn,o#d7 und in einigen ,fahlerzen4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,zinkes4 ,das ,verfahren der ,gewinnung des ,zinkes aus seinen ,erzen besteht im ,wesentlichen in der ,behandlung der gersteten ,zinkerze 7gebrannter ,galmei oder gerstete ,blende7 in einem ,schacht- oder ,gefssofen1 in welchen man ein ,gemenge von ,erz1 ,zuschlag und ,brennmaterial von oben aufgiebt2 die ,verbrennung darin wird durch ein ,geblse unterhalten4 ,erz1 ,zuschlag und ,brennstoff werden in solchen ,verhltnissen angewendet1 dass das in den ,erzen enthaltene ,zink sich reduciren und verflchtigen kann1 whrend alle anderen ,bestandtheile mit dem ,zuschlage ,schlacken bilden4 ,das ,brennmaterial wird in solcher ,menge aufgegeben1 dass es nicht nur zur vollstndigen ,reduction gengt1 sondern in grossem ,ueberschusse vorhanden ist1 damit vor den ,formen nicht etwa ein oxydirendes ,gas wie ,kohlensure entstehen knne4 ,der ,zuschlag muss so beschaffen sein1 dass bei der ,bildung der ,schlacke in keinem ,falle eine oxydirende ,substanz sich bilden kann4 ,erfordert z4 ,b4 die ,beschaffenheit des ,erzes die ,benutzung von ,kalk als ,zuschlag1 so wendet man denselben gebrannt und nicht als kohlensauren an4 ,man leitet vorzugsweise getrocknete ,luft in den ,ofen4 ,die ,produkte der ,behandlung sind #a7 ,zinkdmpfe1 die sich in abgekhlten ,canlen verdichten1 #b7 die durch die ,verbrennung erzeugten ,gase1 welche zum ,heizen des ,dampfkessels der ,geblsemaschine1 zum ,brennen des als ,fluss verwendeten ,kalkes1 zum ,umschmelzen des destillirten ,rohzinkes und zum ,trocknen und ,rsten der ,erze verwendet werden1 #c7 die nicht flchtigen ,stoffe 7,schlacken1 ,stein1 reducirte ,metalle74 ,sidenote3 ,destillation des ,zinkes in ,muffeln4 ,illustration3 ,fig4 #cd4 ,illustration3 ,fig4 #ce4 ,illustration3 ,fig4 #cf4 ,die ,destillation des ,zinkes aus seinen ,erzen 7,galmei7 aus muffelhnlichen ,destillationsgefssen1 ist in ,oberschlesien 7,knigshtte1 ,lydogniahtte etc471 ,stolberg bei ,aachen1 in ,westphalen1 ,belgien etc4 blich4 ,die ,muffeln werden ber ,schablonen aus feuerfestem ,thon und zerstossenen gebrannten ,muffelscherben gefertigt4 ,die vordere ,seite der ,muffel hat zwei ,oeffnungen2 die untere ist mit einer ,platte a 7,fig4 #cd und #ce7 verschlossen1 welche entfernt wird1 wenn die ,destillationsrckstnde herausgenommen werden sollen4 ,oben ist ein kniefrmig gebogenes ,rohr eingesetzt1 welches bei c mit einer whrend der ,destillation verschlossenen ,oeffnung versehen ist1 durch welche die ,beschickung eingetragen wird4 ,durch die ,oeffnung d trpfelt das flssige ,zink in den darunter befindlichen ,raum4 ,frher wendete man ,oefen mit #f-aj ,muffeln1 gegenwrtig solche mit #bj an4 ,die ,muffeln stehen in dem gewlbten ,zinkofen 7,fig4 #cf71 zu beiden ,seiten einer langen ,rostfeuerung auf ,bnken1 so das sie die ,flamme des ,brennmaterials so viel als mglich umspielt4 ,fig4 #cf zeigt die ussere ,ansicht des ,ofens4 ,das destillirende ,zink wird in den ,rumen t1 t aufgefangen4 ,das bei ,beginn der ,destillation sich bildende ,zinkoxyd enthlt fast alles ,kadmiumoxyd und wird zur ,darstellung des ,kadmiums verwendet4 ,im ,anfange sind die ,verdichtungsrume noch so khl1 dass die ,zinkdmpfe sich nicht zu flssigem1 sondern sofort zu festem1 fein zertheiltem ,metall verdichten1 welches den ,namen ,zinkrauch fhrt4 ,in einem ,zinkrauch aus ,schlesien fanden sich gegen #ih ,proc4 ,zink4 ,die spter sich bildenden ,zinktropfen 7,tropfzink7 werden durch ,schmelzen gereinigt2 man giesst das geschmolzene ,metall in ,form von ,tafeln und liefert es 7als ,werkzink7 in den ,handel4 ,sidenote3 ,destillation des ,zinkes ,in ,rhren4 ,illustration3 ,fig4 #cg4 ,illustration3 ,fig4 #ch4 ,illustration3 ,fig4 #ci4 ,illustration3 ,fig4 #dj4 ,nach der belgischen ,methode 7auf der ,vieille montagne7 geschieht die ,reduction des ,galmei und die ,destillation des ,zinkes in ,thonrhren1 welche reihenweise und etwas geneigt neben und bereinander liegen4 ,die ,rhren 7,fig4 #cg7 sind cylindrisch1 gewhnlich #a ,meter lang und haben eine ,weite von #ah ,centimeter im ,lichten4 ,die ,dicke der ,rhren betrgt #e ,centimeter4 ,sie sind an dem einen ,ende geschlossen4 ,mit der vorderen ,oeffnung berhren die ,rhren die ,vorwand des ,ofens2 sie dient zum ,eintragen der ,beschickung1 zum ,abziehen der ,zinkdmpfe und zum ,entfernen der ,destillationsrckstnde4 ,an jeder dieser ,rhren wird eine gusseiserne1 #be ,centimeter lange ,ansetzrhre 7,fig4 #ch7 befestigt und an diese endlich noch eine #bj ,centimeter lange ,rhre von ,eisenblech 7,fig4 #ci7 geschoben1 welche inwendig mit ,lehm verstrichen ist1 in der sich die ,zinktropfen sammeln4 ,fig4 #dj zeigt den senkrechten ,durchschnitt eines belgischen ,zinkdestillationsofens4 ,das ,rsten geschieht meist in ,schachtfen4 ,die ,destillirrhren kommen in acht ,reihen bereinander in den ,ofen4 ,zu diesem ,behufe befinden sich in der hinteren ,mauer b d des ,ofens acht vorspringende ,bnke1 auf welchen das geschlossene ,ende der ,rhren ruht4 ,man giebt den ,rhren eine geringe ,neigung nach vorn4 ,das ,eintragen der ,beschickung in die ,rhren geschieht tglich ,morgens #f ,uhr2 die ,rhren 7,fig4 #dj7 werden abgenommen1 der ,rckstand aus der ,retorte entfernt1 die ,beschickung durch die ,ansetzrhre 7,fig4 #ch7 in die ,destillirrhren gebracht und die ,eisenblechrhren wieder aufgeschoben4 ,die ,blechrhren werden auf gusseisernen ,vorlagen befestigt4 ,sidenote3 ,destillation des ,zinkes in ,tiegeln4 ,illustration3 ,fig4 #da4 ,nach der englischen ,zinkgewinnungsmethode 7in ,wales1 ,sheffield1 ,birmingham7 findet eine sogenannte abwrts gehende ,destillation und zwar in ,tiegeln statt4 ,die ,reduktionsfen sind so eingerichtet1 dass auf dem ,herde #f bis #h ,tiegel c c 7,fig4 #da7 aufgestellt werden knnen4 ,das ber den ,tiegeln und der ,feuerung befindliche ,gewlbe ist mit ,oeffnungen versehen1 durch welche man zu den ,tiegeln gelangen kann4 ,die ,tiegel sind aus feuerfestem ,thon gefertigt4 ,in der ,mitte des ,bodens der ,tiegel befindet sich eine ,oeffnung1 aus welcher die ,zinkdmpfe sich in die ,verdichtungsrhren begeben4 ,beim ,fllen verstopft man diese ,oeffnung mittelst eines ,holzpfropfens1 der in der ,hitze bald verkohlt4 ,das ,eintragen der ,beschickung in die ,tiegel geschieht durch eine im ,deckel des ,tiegels befindliche ,oeffnung1 die auch noch ungefhr zwei ,stunden nach dem ,eintragen offen bleibt1 bis eine blaue ,frbung der ,flamme die beginnende ,reduktion anzeigt4 ,darauf wird die ,oeffnung im ,deckel durch eine ,platte aus feuerfestem ,thon geschlossen1 die ,verdichtungsrhre an die untere ,tiegelffnung gefgt und darunter das zur ,aufnahme des ,zinkes bestimmte ,gefss gestellt1 welches fters mit ,wasser gefllt wird1 um das ,umherspritzen des niederfallenden ,zinkes zu verhten4 ,die untere ,mndung der ,fallrhre bleibt aber immer noch einige ,zoll ber dem ,niveau des ,wassers4 ,das destillirende ,zink sammelt sich in ,tropfen und als feines ,pulver mit ,zinkoxyd gemengt in den ,gefssen und wird demnchst in eisernen ,gefssen umgeschmolzen4 ,das auf der ,oberflche sich abscheidende ,oxyd wird abgeschpft und das ,metall in ,formen gegossen4 ,sidenote3 ,zinkgewinnung aus ,blende4 ,zum ,zugutemachen der ,zinkblende giebt es zwei ,wege3 nach dem einem rstet man und fhrt sie in den ,zustand des ,oxydes ber1 worauf man wie bei dem ,galmei verfhrt2 nach dem anderen und vortheilhafteren macht man die ,zinkblende direct zu gute4 ,dies geschieht dadurch1 dass man eine zur gnzlichen ,entschwefelung der ,blende und ,freiwerden des ,zinkes hinreichende ,menge ,eisenerz zusetzt4 ,als ,zuschlag wird gebrannter ,kalk angewendet4 ,enthalten die zuzusetzenden ,eisenerze ,wasser und ,kohlensure1 so mssen letztere durch vorhergehende ,rstung entfernt werden1 damit keine ,substanz in den ,ofen gelangt1 welche das reducirte ,zink wieder oxydiren kann4 ,giebt das ,eisenerz ,veranlassung zur ,bildung einer grossen ,menge von oxydirenden ,substanzen1 so wird die ,zinkblende direct mit ,roh- oder ,schmiedeeisen zu gute gemacht4 ,swindells hat vorgeschlagen1 die ,zinkblende mit ,kochsalz zu rsten1 wobei ,glaubersalz und ,chlorzink sich bilden1 aus der durch ,auslaugen erhaltenen ,flssigkeit zuerst krystallisirtes ,glaubersalz zu gewinnen1 dann daraus das ,zinkoxyd durch ,kalk niederzuschlagen und ersteres auf gewhnliche ,weise zu reduciren4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,zinkes4 ,das ,zink ist von grauweisser1 ins ,bluliche gehender ,farbe1 von meist bltterig krystallinischem1 bisweilen sehr kleinbltterigem ,gefge1 mit starkem ,metallglanz auf den ,flchen4 ,farbe1 ,gefge und ,glanz ndern sich in verschiedener ,richtung ab1 je nachdem das ,zink mit anderen ,metallen mehr oder weniger verunreinigt ist4 ,nach ,bolley hat das nahe der ,schmelzhitze ausgegossene ,zink nach dem schnellen ,erkalten ein spec4 ,gewicht von #g1agh1 langsam erkaltet von #g1ade1 das in der ,glhhitze ausgegossene schnell erkaltet #g1aji1 langsam erkaltet1 #g1abj4 ,durch ,hmmern und ,walzen wird das spec4 ,gewicht bis auf #g1b1 sogar bis auf #g1c erhht4 ,ein ,kubikfuss ,zink wiegt demnach #cfj-cij ,pfd4 ,das ,zink ist etwas hrter als das ,silber1 aber weniger hart als das ,kupfer2 es lsst sich schwer mit der ,feile bearbeiten1 weil das ,metall sehr bald die ,zhne der ,feile verstopft1 leichter mit der ,raspel4 ,im reinen ,zustande hat es fast ,silberklang4 ,im ,allgemeinen gehrt es zu den sprden ,metallen und besitzt nur geringe absolute ,festigkeit 7sie betrgt fr den ,quadratzoll im gegossenen ,zustande nur etwa #bejj1 bei ,draht und ,blech dagegen #af1gjj-ai1hjj ,pfd474 ,dem ,zusammendrcken dagegen widersteht es mit grosser ,kraft4 ,zink im vollkommen reinen ,zustande ist schon bei gewhnlicher ,temperatur etwas dehnbar und kann zu dnnen ,blechen ausgetrieben werden1 ohne ,kantenrisse zu erhalten4 ,diese ,dehnbarkeit verschwindet aber schon durch geringe ,verunreinigung mit anderen ,metallen1 sodass das nicht vollkommen reine ,zink bei gewhnlicher ,temperatur unter dem ,hammer zerspringt4 ,das ,zink schmilzt bei #dab4 ,bei angehender ,weissglhhitze 7bei #ajdj nach ,deville und ,troost7 verflchtigt es sich und lsst sich bei ,abschluss der ,luft destilliren4 ,bei #ejj entzndet es sich und verbrennt mit grnlicher1 hellleuchtender ,flamme zu nicht flchtigem ,zinkoxyd 7,zinkweiss74 ,in der ,wrme dehnt sich das ,zink sehr stark und zwar unter allen technisch wichtigen ,metallen am strksten aus 7von #j-ajj im ,lngendurchmesser um #a_/caj1 das gehmmerte um #a_/cbb71 weshalb sich das geschmolzene ,zink beim ,erstarren sehr stark zusammenzieht4 ,beim ,ausgiessen des ,zinkes mssen die gusseisernen ,formen stark erhitzt und die ,temperatur des geschmolzenen ,zinkes nicht sehr erhht werden1 damit die ,erstarrung allmlig und bei einer mglichst geringen ,temperaturdifferenz erfolge4 ,die ,dehnbarkeit des ,zinkes ist zwischen #ajj und #aej am grssten und selbst das mit allen ,metallen verunreinigte ,zink lsst sich bei dieser ,temperatur ausdehnen4 ,diese ,eigenschaft des ,zinkes1 in einer die ,siedehitze des ,wassers etwas bersteigenden ,temperatur dehnbar zu sein und im ausgedehnten ,zustande es auch bei gewhnlicher ,temperatur zu bleiben1 ist fr die ,technik von unschtzbarem ,werthe4 ,ueber #aej verringert sich die ,geschmeidigkeit des ,zinkes1 bei #bjj ist das ,metall so sprde1 dass es zu ,pulver gestossen werden kann4 ,durch berhitzte ,wasserdmpfe oxydirt sich ,zink 7,h#b,o ,zn ,zn,o ,h#b71 von welcher ,eigenschaft man beim ,entzinken des ,bleies ,gebrauch macht4 ,an feuchter ,luft berzieht sich das ,zink mit einer ,haut von ,oxyd1 welche die darunter liegenden ,zinktheile vor weiterer ,oxydation schtzt4 ,seiner leichten ,oxydirbarkeit durch ,wasser und ,suren wegen eignet es sich nicht zu ,koch- und ,milchgeschirren4 ,die das kufliche ,zink verunreinigenden ,metalle sind ,eisen und ,blei4 ,ein ,bleigehalt von #j1e ,proc4 macht das ,zink geschmeidiger2 man giebt deshalb dem zur ,blechfabrikation dienenden ,zink zuweilen einen geringen ,bleizusatz4 ,fr ,zink1 welches zu ,messing benutzt werden soll1 ist ein ,bleigehalt schon von #j1be ,proc4 hchst schdlich1 indem dadurch die ,festigkeit des ,messings bedeutend abnimmt4 ,ein ,eisengehalt von #j1c ,proc4 -- gewhnlich eine ,folge des ,umschmelzens des ,zinkes in eisernen ,kesseln -- ist auf die ,geschmeidigkeit des ,zinkes ohne ,einfluss4 ,durch einen grsseren ,eisengehalt wird aber das ,zink sprde und brchig4 ,im ,allgemeinen ist das ,galmeizink reiner als das ,blendezink4 ,der beim ,auflsen des ,zinkes in ,suren bleibende schwarze ,rckstand1 frher fr ,zinkcarburet gehalten1 besteht aus ,eisen1 ,blei und ,kohle4 ,mit ,eisen in ,berhrung1 bewahrt das ,zink das ,eisen vor ,oxydation 7galvanisirtes ,eisen74 ,das ,zink fllt viele andere ,metalle aus ihren ,lsungen1 so namentlich ,kupfer1 ,silber1 ,blei1 ,kadmium1 ,arsen etc4 ,die ,auflslichkeit des ,zinkes in verdnnten ,suren ist um so grsser1 je mehr dasselbe mit fremden ,metallen verunreinigt ist4 ,das kufliche ,zink lsst sich durch wiederholte ,destillation1 besonders wenn der zuerst bergehende ,antheil1 aus kadmiumhaltigem ,zink bestehend1 beseitigt und die ,destillation nicht bis zur ,verflchtigung des ganzen ,zinkes fortgesetzt wird1 von dem grssten ,theile der fremden ,metalle trennen4 ,sidenote3 ,anwendung des ,zinkes4 ,das ,zink findet ,anwendung als ,blech zum ,dachdecken1 zu ,gefssen1 zu ,rinnen und ,rhren1 zur ,druckerei1 zu ,platten und ,cylindern fr galvanische ,apparate1 den ,zinklegirungen 7,messing1 ,bronze1 ,goldschaum1 leonische ,waaren1 ,bronzefarben71 als ,bestandtheil der galvanischen ,batterie1 zum ,entsilbern des ,werkbleies1 zur ,darstellung von ,wasserstoff unter ,mitwirkung von ,wasser und ,schwefelsure oder ,salzsure 7,h#b,,so#d ,zn ,zn,s,o#d ,h#b7 zum ,protegiren des ,eisens1 zum ,ueberziehen der ,telegraphendrhte und berhaupt zur ,verzinkung von ,draht1 ,ketten und ,blech1 zur ,bereitung von ,zinkvitriol1 ,zinkweiss u4 s4 w4 ,eine ,hauptanwendung des ,zinkes ist die zu ,gusswaaren 7,zinkguss7 anstatt der ,bronze1 des ,gusseisens und selbst der ,steinmetzarbeiten 7zu architektonischen ,zwecken74 ,neuerdings stellt man ,karttschen aus ,zink dar4 ,die ,zinkproduktion 7#ahgj7 ist etwa folgende3 ,schlesien #ghj1jjj ,centner4 ,die rheinischen ,gesellschaften #bbj1jjj ,die ,vieille ,montagne #gjd1jjj ,die brigen belgischen ,gesellschaften #aij1jjj ,spanien #cj1jjj ,england #aej1jjj ,frankreich #aj1jjj ,oesterreich #dj1jjj ,polen #cj1jjj ------------------ #b1aed1jjj ,centner4 ,zinkprparate4 ,sidenote3 ,zinkweiss4 ,das ,zinkweiss1 ,zinkoxyd1 ,zn,o1 das jetzt hufig als ,ersatzmittel fr ,bleiweiss angewendet wird1 stellt man aus schlesischem oder belgischem ,zink durch ,erhitzen an der ,luft dar4 ,zu diesem ,zwecke bringt man das ,zink in ,retorten aus ,glashfenmasse1 welche denen der ,leuchtgasfabriken sehr hnlich und mit einer ,oeffnung versehen sind1 durch welche sie beschickt werden1 und wodurch die ,zinkdmpfe entweichen4 ,die ,retorten liegen zu #h-ah in zwei rckwrts zusammenstossenden ,reihen in einem ,flammenofen4 ,sobald die ,retorten bis zum ,weissglhen erhitzt worden sind1 werden #a-b ,zinktafeln in jede ,retorte gebracht4 ,das ,metall verwandelt sich in ,dmpfe1 welche durch die ,oeffnung der ,retorte entweichen und sogleich nach ihrem ,austritt aus der ,retorte einen bis auf #cjj erhitzten ,luftstrom treffen1 durch welchen das ,zink verbrannt und in ,zinkoxyd verwandelt wird4 ,das entstandene lockere ,zinkoxyd wird durch den ,luftstrom fortgerissen und in ,kammern gefhrt1 in welchen es sich allmlig absetzt4 ,das so erhaltene ,zinkoxyd ist von weisser ,farbe und kann sofort1 ohne ,mahlen oder ,schlmmen mit dem ,firniss verrieben werden4 ,auch durch ,behandeln von ,zink mit berhitzten ,wasserdmpfen erhlt man 7unter ,wasserstoffentwicklung7 ,zinkoxyd4 ,das ,zinkweiss kommt etwas theurer zu stehen als das ,bleiweiss1 deckt aber besser und zwar decken #aj ,gewichtstheile ,zinkweiss denselben ,flchenraum wie #ac ,gewichtstheile ,bleiweiss4 ,der ,zinkweissanstrich hat ferner vor dem ,bleiweissanstrich den ,vortheil1 dass er auch bei schwefelwasserstoffhaltigen ,ausdnstungen eine weisse ,farbe behlt4 ,durch ,zusatz verschiedener ,metallfarben kann man dem ,zinkweiss jede beliebige ,frbung ertheilen1 so grn durch ,rinmann's ,grn1 blau durch ,ultramarin1 citronengelb durch ,schwefelkadmium und chromsaures ,zink1 orangegelb durch ,schwefelantimon1 schwarz durch ,kienruss4 ,sidenote3 ,zinkvitriol4 ,der ,zinkvitriol1 ,zinksulfat1 schwefelsaures ,zinkoxyd1 auch weisser ,vitriol oder ,galitzenstein 7,zn,s,o#d #g;,h#b,o71 kommt theils in der ,natur als neueres ,gebilde durch ,verwitterung der ,zinkblende entstanden vor1 theils wird er knstlich aus der ,blende dargestellt1 theils auch als ,nebenprodukt bei der ,entwickelung von ,wasserstoff erhalten4 ,er kommt in weissen ,stcken vor1 die zusammenziehend metallisch schmecken und als ,zusatz zu den trocknenden ,oelen bei der ,firnissbereitung1 zur ,feuerversilberung1 zum ,desinficiren der ,kloaken und in den ,kattundruckereien benutzt werden4 ,beim ,erhitzen zerfllt der ,zinkvitriol in ,zinkoxyd1 schweflige ,sure und ,sauerstoff 7neue und praktische ,methode der ,darstellung des ,sauerstoffs im ,grossen74 ,sidenote3 ,chromsaures ,zinkoxyd4 ,das ,zinkchromat 7chromsaures ,zinkoxyd71 durch ,fllen von ,zinkvitriol mit ,kaliumbichromat erhalten1 ist ein schn gelber ,niederschlag1 der in dem ,kattundruck ,anwendung findet1 da er sich in ,ammoniak lst und nach der ,verflchtigung des ,ammoniaks als unlsliches ,pulver wieder abscheidet4 ,seit einiger ,zeit kommt auch ein basisches ,zinkchromat unter dem ,namen ,zinkgelb in dem ,handel vor4 ,sidenote3 ,chlorzink4 ,das ,chlorzink ,zn,cl#b erhlt man durch ,auflsen von metallischem ,zink in ,salzsure oder am vortheilhaftesten als ,nebenprodukt in den ,soda- und ,schwefelsurefabriken1 wenn man die berflssige und hufig kaum zu verwerthende ,salzsure noch warm auf gemahlene ,zinkblende einwirken lsst und den entweichenden ,schwefelwasserstoff sogleich durch ,verbrennen zu schwefliger ,sure und ,wasser wieder zur ,schwefelsurefabrikation benutzt4 ,die erhaltene ,lsung wird bis zur ,syrupconsistenz abgedampft4 ,wasserfrei erhlt man das ,chlorzink durch ,erhitzen eines ,gemenges von ,zinkvitriol und ,kochsalz 7,zn,s,o#d #b,na,cl ,na#b,,so#d ,zn,cl#b71 wobei ,chlorzink sublimirt4 ,ihrer ,eigenschaft wegen1 gewisse organische ,substanzen in ,folge von ,wasserentziehung mehr oder minder zu verndern1 lsst sich eine concentrirte ,chlorzinklsung in vielen ,fllen anstatt der englischen ,schwefelsure verwenden4 ,so ist z4 ,b4 das ,chlorzink im ,stande1 die ,schwefelsure beim ,lutern des ,brennls zu ersetzen1 da das ,chlorzink nur die ,unreinigkeiten1 nicht aber das ,oel selbst angreift4 ,da die ,farbstoffe des ,krapps durch ,chlorzink nicht verndert werden1 dagegen die ,holzfaser dadurch zerstrt wird1 so ist es sehr wahrscheinlich1 dass man ,krapp ebenso wol durch ,chlorzinklsung als durch ,schwefelsure in ,garancin wird berfhren knnen4 ,dass dort1 wo die ,schwefelsure durch ,bildung gepaarter ,substanzen wirkt1 wie z4 ,b4 beim ,auflsen des ,indigs1 oder wo sie zur ,zersetzung von ,salzen dient1 wie z4 ,b4 bei der ,ausscheidung der ,stearinsure aus dem ,kalksalze1 das ,chlorzink nicht als ,ersatzmittel angewendet werden kann1 bedarf kaum der ,erwhnung4 ,neuerdings ist das ,chlorzink auch beim ,verseifen der ,fette behufs der ,abscheidung der ,stearinsure anstatt der ,schwefelsure angewendet worden1 ebenso bei der ,bereitung des ,pergamentpapieres und des ,aethers4 ,mit dem grssten ,vortheil hat man das ,chlorzink zum ,conserviren von ,holz1 namentlich der ,eisenbahnschwellen1 benutzt1 ferner 7nach den ,vorschlgen von ,varrentrapp und ,rostaing7 zum ,zersetzen des ,chlorkalkes1 zum ,bleichen der ,papiermasse und zum ,leimen derselben4 ,in ,england findet es unter den ,namen ,sir ,william ,burnett's ,fluid oder ,drew's ,desinfectant als ,desinfectionsmittel vielfache ,anwendung4 ,das sogenannte ,lthsalz ist eine ,verbindung von ,chlorzink mit ,salmiak 7#b,,nh#d;,cl ,zn,cl#b72 in ,lsung als ,lthwasser erhlt man es durch ,auflsen von #c ,loth ,zink in starker ,salzsure und ,zusetzen von #c ,loth ,salmiak4 ,zinkoxychlorr 7basisch salzsaures ,zinkoxyd71 dadurch erhalten1 dass man in flssiges ,chlorzink 7oder ,eisen- oder ,manganchlorr7 ,zinkweiss 7,zinkoxyd7 einrhrt1 ist in neuerer ,zeit von ,sorel als plastische ,masse 7,metallkitt1 ,zahnkitt7 vorgeschlagen worden4 ,das ,kadmium4 7,cd #aab2 spec4 ,gew4 #h1f47 ,sidenote3 ,kadmium4 ,das ,kadmium1 ein seltener vorkommendes und technisch noch wenig benutztes ,metall1 ist ein fast steter ,begleiter des ,zinkes in den ,zinkerzen1 besonders in dem schlesischen ,galmei1 aber auch in der ,zinkblende4 ,es wurde #ahag fast gleichzeitig von ,stromeyer in ,hannover und ,hermann in ,schnebeck entdeckt4 ,das ,kadmium steht hinsichtlich seiner ,eigenschaften in der ,mitte zwischen ,zinn und ,zink2 es ist zinnweiss1 stark glnzend1 dehnbar und hmmerbar und verliert an der ,luft nach und nach seinen ,glanz4 ,es hat ein spec4 ,gewicht von #h1f1 schmilzt bei #cfj1 siedet bei #hfj 7nach ,deville und ,troost2 bei #gdf1b nach ,becquerel7 und lsst sich leicht destilliren4 ,in den ,handel kommt es gewhnlich in #fj-ij ,grm4 schweren ,stben4 ,schlesischer ,galmei enthlt bis #e ,proc4 und darber1 ,galmei von ,wiesloch ber #b ,proc41 ,zinkblende vom ,oberharz #j1ce-j1gi ,proc41 ,blende von ,przibram #a1gh ,proc41 von ,eaton in ,nordamerika #c1b ,proc4 ,kadmium4 ,der ,kadmiumgehalt dieser ,erze concentrirt sich in dem brunlichen ,rauche1 der im ,anfang der ,zinkdestillation sich zeigt4 ,dieser ,rauch1 aus reinem und kohlensaurem ,zink und ,kadmium bestehend1 dient als ,kadmiumerz4 ,die ,reduktion desselben geschieht mittelst ,holzkohle in kleinen1 cylindrischen1 gusseisernen ,retorten1 die mit konischem ,vorstoss von ,eisenblech versehen sind4 ,das in dem ,vorstosse befindliche ,metall wird in ,gestalt von ,stangen von ,fingerdicke in den ,handel gebracht4 ,die ,gesammtproduktion von ,kadmium in ,belgien 7jedoch nicht aus belgischen1 sondern aus spanischen ,zinkerzen7 betrgt jhrlich nicht viel ber #e ,ctr41 in ,schlesien etwa #b ,ctr4 ,mit ,blei1 ,zinn und ,wismuth bildet es ,wood's ,metalllegirung4 ,eine ,legirung von #c ,th4 ,kadmium1 #d ,th4 ,zinn1 #ae ,th4 ,wismuth und #h ,th4 ,blei schmilzt schon bei #gj4 ,sie findet als ,metallkitt ,anwendung4 ,fr ,clichs empfiehlt ,hofer-,grosjean eine ,legirung von #ej ,th4 ,blei1 #cf ,th4 ,zinn und #bb1e ,th4 ,kadmium4 ,von den ,kadmiumprparaten findet nur das ,schwefelkadmium 7,cd,s7 als gelbe ,malerfarbe 7,jaune brillant7 und in der ,feuerwerkerei zur ,erzeugung von blauem ,feuer ,anwendung4 ,man erhlt sie am schnsten durch ,fllen einer ,lsung von schwefelsaurem ,kadmium mit ,schwefelnatrium1 ,auswaschen1 ,pressen und ,trocknen des ,niederschlages4 ,das ,antimon4 7,sb #abb2 spec4 ,gew4 #f1gab47 ,sidenote3 ,antimon4 ,das ,antimon 7,spiessglanz1 ,spiessglas7 findet sich am hufigsten mit ,schwefel verbunden als ,grauspiessglanzerz oder ,antimonglanz mit #ga1e ,proc4 ,antimon 7,sb#b,s#c71 der auf ,lagern und ,gngen im ,granit1 und im krystallinischen ,schiefer- und ,uebergangsgebirge bricht4 ,auch findet sich das ,antimon als ,antimonoxyd 7,sb#b,o#c7 und zwar in den beiden ,mineralien ,valentinit 7rhombisch7 und ,senarmontit 7tesseral72 letzteres kommt in grosser ,menge in ,constantine 7in ,algerien7 und auf ,borneo vor4 ,man gewinnt es1 indem man das ,grauspiessglanzerz 7,schwefelantimon7 aus den ,erzen ausschmilzt4 ,das ,ausschmelzen geschieht in einigen ,gegenden1 wie auf dem ,wolfsberg bei ,harzgerode1 in ,tiegeln b1 deren ,boden durchlchert sind und die auf kleineren ,tiegeln c stehen1 die rund herum von heissem ,sand oder ,asche umgeben sind4 ,zu beiden ,seiten der ,tiegel sind ,mauern mit ,zuglchern aufgefhrt 7,fig4 #db74 ,illustration3 ,fig4 #db4 ,um das ,brennmaterial besser zu benutzen1 wendet man an anderen ,orten1 so in ,ungarn1 eine hnliche ,vorrichtung mit zwei ,tpfen oder ,tiegeln an1 bringt die ,tiegel aber in der ,weise auf den ,herd eines ,flammenofens1 dass nur die oberen1 beschickten ,tiegel von der ,flamme bestrichen werden4 ,die unteren ,tiegel stehen ausserhalb des ,ofens vor jedem grsseren ,tiegel in kleinen ,gewlben und sind mit den ,tiegeln durch ,thonrhren in ,verbindung gesetzt4 ,fig4 #dc zeigt den ,verticaldurchschnitt1 ,fig4 #dd den ,grundriss des zum ,aussaigern angewendeten ,ofens4 ,eine ,erluterung der ,zeichnung ist berflssig4 ,illustration3 ,fig4 #dc4 ,illustration3 ,fig4 #dd4 ,illustration3 ,fig4 #de4 ,am schnellsten lsst sich die ,aussaigerung des ,schwefelantimons bewerkstelligen1 wenn man das ,antimonerz unmittelbar auf den geneigten ,herd eines ,flammenofens 7,fig4 #de7 bringt und dafr sorgt1 dass das aussaigernde ,schwefelantimon von dem tiefsten ,punkte des ,herdes durch eine ,rinne e nach einem ausserhalb des ,ofens befindlichen ,recipienten f fliesst4 ,erst nachdem das ,erz sich in einem erweichten ,zustande befindet und eine ,schlackendecke sich gebildet hat1 wird die ,abstichffnung verschlossen und das ,feuer verstrkt4 ,das noch im ,erze zurckgebliebene ,schwefelmetall sammelt sich unter der ,schlacke und wird nach ,beendigung der ,operation abgestochen4 ,das metallische ,antimon stellt man aus dem ,schwefelantimon auf zweierlei ,weise dar1 entweder rstet man das ausgesaigerte ,schwefelantimon oder man zersetzt es durch angemessene ,zuschlge4 ,zur ,gewinnung des ,antimons mittelst der ,rstarbeit wird das ,schwefelantimon auf der ,sohle eines ,flammenofens unter bestndigem ,umrhren gerstet1 bis es zum grssten ,theil in antimonsaures ,antimonoxyd bergefhrt worden ist4 ,das gerstete ,produkt1 die ,spiessglanzasche1 wird in ,tiegeln reducirt4 ,zur ,reduction wrde schon ,erhitzen allein gengen1 da das ,rstgut immer unzersetztes ,schwefelantimonium enthlt 7#c,sb#d,o#h #d,sb#b,s#c #bj,sb #ab,,so#b71 da sich aber ,antimonoxyd verflchtigen wrde1 wenn man keine ,decke anwendete1 so vermischt man die ,spiessglanzasche mit rohem ,weinstein oder ,kohle und kohlensaurem ,natrium4 ,zur ,reduction gengt starke ,rothglhhitze4 ,man lsst den ,regulus langsam unter der ,schlackendecke erstarren1 damit er jene sternfrmig krystallinische ,oberflche erhalte1 welche man im ,handel begehrt4 ,zweckmssig entfernt man den ,schwefel aus dem ,schwefelantimon durch ,eisen4 ,durch die alleinige ,anwendung des ,eisens ist der ,erfolg der ,zersetzung ein ungnstiger1 weil die ,trennung des ,schwefeleisens von dem ,antimon wegen des fast gleichen specifischen ,gewichts beider ,substanzen nur schwierig ausgefhrt werden kann4 ,aus diesem ,grunde und um der ,schwefelverbindung ausser einem geringeren specifischen ,gewicht grssere ,leichtflssigkeit zu geben1 setzt man kohlensaures oder schwefelsaures ,alkali hinzu4 #ajj ,th4 ,schwefelantimon1 #db ,th4 ,schmiedeeisen1 #aj ,th4 calcinirtes schwefelsaures ,natrium und #c-a_/c ,th4 ,kohle haben sich als passendes ,verhltniss bewhrt4 ,um zugleich einen arsenfreien ,regulus zu erlangen1 schmilzt man das nach der angegebenen ,vorschrift erhaltene ,antimon und zwar #af ,th4 desselben1 den man1 wenn er noch nicht eisenhaltig genug ist1 mit #b ,th4 ,schwefeleisen versetzen kann1 mit #a ,th4 ,schwefelantimon und #b ,th4 trockener ,soda zusammen und erhlt die ,masse eine ,stunde lang im ,fluss4 ,den ,regulus schmilzt man noch ein zweites ,mal mit #a-a_/b ,th4 und ein drittes ,mal mit #a ,th4 ,soda1 bis die ,schlacke hellgelb ist4 ,zur ,abscheidung des ,arsens scheint die ,gegenwart von ,schwefeleisen ,bedingung zu sein1 indem wahrscheinlich eine dem ,arsenkies hnlich zusammengesetzte ,verbindung entsteht4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,antimons4 ,das im ,handel vorkommende ,antimon ist niemals chemisch rein1 sondern enthlt ,arsen1 ,eisen1 ,kupfer und ,schwefel4 ,der ,einfluss dieser ,verunreinigungen auf die physikalischen ,eigenschaften des ,antimons ist um so weniger bekannt1 als man die ,eigenschaften des reinen ,antimons selbst so gut als noch nicht kennt4 ,durch ,schmelzen des ,antimons mit ,antimonoxyd reinigt man das ,antimon2 das ,oxyd oxydirt dabei den ,schwefel und das ,eisen und wird in demselben ,verhltniss reducirt4 ,das ,antimon ist fast silberweiss mit einem ,stich ins ,gelbliche1 besitzt starken ,metallglanz und eine bltterig krystallinische ,struktur4 ,es krystallisirt ebenso wie das isomorphe ,arsen und ,wismuth in deutlichen ,rhombodern1 hat ein spec4 ,gewicht von #f1gab und schmilzt bei #dcj ,c4 ,beim ,erstarren dehnt sich das geschmolzene ,metall nicht aus4 ,es ist ziemlich feuerbestndig und beginnt erst in starker ,weissglhhitze sich zu verflchtigen4 ,es ist ausserordentlich sprde und nicht dehnbar und lsst sich sehr leicht in ,pulver verwandeln4 ,an ,hrte bertrifft es das ,kupfer4 ,mit anderen ,metallen vereinigt es sich leicht und ertheilt denselben im ,allgemeinen ,sprdigkeit4 ,zinn und ,blei wird zuweilen durch ,zusatz von etwas ,antimon hart gemacht4 ,da das ,antimon an der ,luft ziemlich unverndert bleibt1 so hat man jngst den ,vorschlag gemacht1 ,kupfer zum ,schutze mit einer ,schicht von ,antimon zu berziehen4 ,das unter dem ,namen ,eisenschwarz vorkommende und zum ,bronziren von ,gyps- und ,papiermachfiguren1 auch von ,zinkgussgegenstnden angewendete ,pulver1 durch welches diese ,figuren das ,ansehen von blankem ,stahl erhalten1 ist fein zertheiltes ,antimon1 aus einer ,antimonlsung durch ,ausfllen mittelst ,zink erhalten4 ,sidenote3 ,legirungen des ,antimons4 ,das ,antimon wird in grsster ,menge von den ,schriftgiessern gebraucht4 ,das ,schriftgiessermetall besteht aus #a ,th4 ,antimon und #d ,th4 ,blei1 ausserdem hufig noch aus einer geringen ,menge ,kupfer4 ,antimonprparate4 ,sidenote3 ,antimonoxyd4 ,das ,antimonoxyd1 7,sb#b,o#c71 durch ,rsten von ,schwefelantimon oder durch ,fllen von ,chlorantimonlsung mit kohlensaurem ,natrium1 ,auswaschen und ,trocknen des ,niederschlages dargestellt1 ist neuerdings als ,bleiweisssurrogat vorgeschlagen worden4 ,seiner ,eigenschaft wegen1 bei ,gegenwart von ,alkali ,sauerstoff aufzunehmen und dadurch in ,antimonsure ,sb#b,o#e berzugehen1 die zur ,bereitung von ,anilinroth unlngst in ,vorschlag gebracht worden ist1 kann man das ,antimonoxyd zur ,umwandelung des ,nitrobenzols in ,anilin1 ferner zur ,darstellung von ,jodcalcium benutzen4 ,im letztem ,falle trgt man in ,antimonoxyd1 welches in ,kalkmilch suspendirt ist1 ,jod ein1 so lange als dasselbe sich noch lst4 ,sidenote3 ,schwefelantimon4 ,das ausgesaigerte ,schwefelantimon 7,sb#b,s#c7 findet sich im ,handel meist in der kegelfrmigen ,gestalt der ,gefsse1 in denen es erstarrt2 es ist metallischglnzend1 graphitfarben1 sehr weich und auf dem ,bruche strahlig krystallinisch4 ,es enthlt gewhnlich ,eisen1 ,blei1 ,kupfer und ,arsen4 ,es findet zum ,ausbringen des ,goldes aus goldhaltigem ,silber1 in der ,veterinrmedicin1 in der ,feuerwerkerei und zur ,bereitung der ,zndpillen der ,zndnadelgewehre ,anwendung4 ,neapelgelb4 ,das ,neapelgelb1 eine orangegelbe1 sehr bestndige ,oel- und ,schmelzfarbe1 ist wesentlich antimonsaures ,bleioxyd und wird auf folgende ,weise dargestellt3 ,man mengt #a ,th4 ,brechweinstein 7,antimon-,kalium-,tartrat7 mit #b ,th4 ,bleinitrat und #d ,th4 ,kochsalz1 glht das ,gemenge bei mssiger ,rothglhhitze zwei ,stunden lang1 sodass es schmilzt1 und bringt die geglhte ,masse nach dem ,erkalten in ,wasser1 wo sie zu einem feinen ,pulver zerfllt und das ,kochsalz sich auflst4 ,fr ,schmelzfarben wird das ,neapelgelb1 um es heller zu machen1 mit ,bleiglas zusammengeschmolzen4 ,neuerdings stellt man es durch ,rsten eines ,gemenges von antimoniger ,sure mit ,bleigltte dar4 ,sidenote3 ,antimonzinnober4 ,der ,antimonzinnober 7,antimonoxysulfuret von der ,formel ,sb#f,s#f,o#c ein dem ,zinnober an ,farbe hnliches ,prparat1 wird erhalten1 indem man ,natrium- oder ,calciumdithionit auf ,antimonchlorr und ,wasser einwirken lsst2 es bildet sich beim ,erhitzen bis zum ,sieden ein ,niederschlag1 der sich leicht absetzt1 ausgewaschen und getrocknet wird4 ,er bildet ein carminrothes zartes ,pulver von sammethnlicher ,beschaffenheit4 ,luft und ,licht verndern ihn nicht4 ,er kann als ,wasserfarbe wie als ,oelfarbe ,verwendung finden4 ,um ihn im ,grossen darzustellen1 verfhrt man auf folgende ,weise3 #a7 ,man rstet ,schwefelantimon in einem ,luftstrom1 welchem ,wasserdampf beigemengt ist2 das ,schwefelantimon verwandelt sich hierbei zum grssten ,theile in ,antimonoxyd4 ,die beim ,rsten sich bildende schweflige ,sure dient zur ,darstellung von ,calciumdithionit 7aus den ,sodarckstnden74 ,das ,antimonoxyd wird in gewhnlicher ,salzsure gelst4 #b7 ,man fllt mit ,dampf geheizte grosse ,holzbottiche zu #g_/h mit der ,lsung des ,calciumdithionits an1 setzt dann nach und nach ,antimonchlorrlsung zu und erhitzt unter ,umrhren bis auf etwa #fj4 ,die ,reaction tritt bald ein und es bildet sich ein orangerother ,niederschlag1 der nach dem ,absetzenlassen auf einem ,leinwandfilter gesammelt1 ausgewaschen und bei etwa #ej getrocknet wird4 ,das ,arsen4 7,as #ge2 spec4 ,gew4 #e1f47 ,sidenote3 ,arsen4 ,das ,arsen findet sich in der ,natur entweder gediegen oder mit ,schwefel1 ,metallen und ,schwefelmetallen verbunden4 ,die ,oxydationsstufen des ,arsens kommen dagegen in der ,natur nie in solcher ,menge vor1 dass eine technische ,benutzung desselben mglich wre4 ,das ,arsen ist ein fester krystallinischer ,krper von stahlgrauer glnzender ,farbe4 ,man stellt es durch ,sublimation des in der ,natur vorkommenden gediegenen ,arsens oder durch ,erhitzen von ,arsenkies 7,fe,s#b ,fe,as#b7 und ,arsenikalkies 7,fe#d;,as#f7 dar oder auch durch ,reduktion des weissen ,arsens 7der arsenigen ,sure3 ,as#b,o#c #c;,c #c;,,co #b;,as74 ,es erscheint im ,handel in schwarzgrauen1 metallglnzenden ,krusten und fhrt den ,namen ,fliegenstein1 ,scherbenkobalt oder ,npfchenkobalt1 der zuweilen #h-aj ,proc4 ,schwefelarsen beigemengt erhlt4 ,das reine ,arsen findet nur selten ,anwendung1 man benutzt es bei der ,fabrikation von ,schrot und zur ,erzeugung eines ,lichtes 7durch ,verbrennen von ,arsen in einem ,strom von ,sauerstoff71 welcher unter dem ,namen ,indisches ,feuer zu trigonometrischen ,signalen benutzt wird4 ,sidenote3 ,arsenige ,sure4 ,illustration3 ,fig4 #df4 ,die arsenige ,sure oder das weisse ,arsen1 ,as#b,o#c 7,rattengift1 ,giftmehl1 ,httenrauch71 wird bei der ,verarbeitung arsenhaltiger ,erze in den ,blaufarbenwerken1 auf ,zinn- und ,silberhtten u4 dgl4 als ,nebenprodukt gewonnen1 indem man die arsenhaltigen ,erze in ,flammenfen rstet und die sich entwickelnden ,dmpfe durch ,kanle und ,kammern leitet1 um die arsenige ,sure zu verdichten4 ,in ,schlesien wird ,arsenkies eigens zur ,gewinnung von arseniger ,sure gerstet4 ,man erhlt auf diese ,weise die arsenige ,sure in pulverfrmigem ,zustande1 als ,arsen- oder ,giftmehl2 um sie zu raffiniren1 wird dieses ,pulver sublimirt4 ,das ,sublimiren geschieht in eisernen ,kesseln a 7,fig4 #df71 auf welche man eiserne ,ringe b c d und auf diese eine ,haube e stellt1 welche vermittelst der ,rhren mit der ,kammer i in ,verbindung steht4 ,neben dieser ,kammer befinden sich noch einige andere ,kammern4 ,nachdem alle ,fugen verstrichen worden sind1 beginnt die ,sublimation4 ,die ,hitze muss dabei so gesteigert werden1 dass die in der ,kammer i sich ansammelnde arsenige ,sure weich zu werden beginnt2 nach dem ,erkalten erscheint sie als ein vollkommenes ,glas 7,arsenglas7 mit muscheligem ,bruche1 ,glasglanz und ,durchsichtigkeit1 das mit der ,zeit weiss1 porcellanartig1 opal- und wachsartig glnzend wird4 ,sie ist wie alle anderen ,arsenprparate im hchsten ,grade giftig4 ,zuweilen finden sich in der arsenigen ,sure kleine ,mengen von ,schwefelarsen und von ,antimonoxyd4 ,man benutzt die arsenige ,sure in der ,kattundruckerei1 zur ,reinigung des ,glases 7namentlich des ,krystallglases7 whrend des ,schmelzens1 zur ,darstellung von ,arsenprparaten 7arsenigsaure ,alkalien1 ,schweinfurtergrn und andere ,kupferfarben71 beim ,ausstopfen von ,thierblgen1 in alkalischer ,lsung zur ,ueberfhrung des ,nitrobenzols in ,anilin1 in ,salzsure gelst zum ,graubeizen von ,messing und zuweilen zum ,hrten von ,eisen u4 s4 w4 ,sidenote3 ,arsensure4 ,die ,arsensure1 7,h#c;,as,o#d71 erhalten durch ,kochen von #djj ,kilogramm arseniger ,sure mit #cjj ,kilogr4 ,salpetersure 7oder ,knigswasser7 von #a1ce spec4 ,gewicht und ,abdampfen der ,lsung bis zur ,trockne oder in neuerer ,zeit weit vortheilhafter durch ,leiten von ,chlorgas in ,wasser1 in welchem arsenige ,sure sich suspendirt befindet1 wird zuweilen anstatt der ,weinsure in der ,zeugdruckerei und ausserdem zur ,bereitung gewisser ,theerfarben1 namentlich des ,rosanilins oder ,fuchsins#ac1 angewendet4 ,das saure ,natriumarseniat 7saures arsensaures ,natron71 welches gegenwrtig in den ,frbereien und ,zeugdruckereien als ,befestigungsmittel der ,beizen1 berhaupt als ,surrogat des ,kuhkothes verwendet wird1 und aus #be ,th4 ,natron und #ge ,th4 ,arsensure besteht1 wird durch vorsichtiges1 aber lngere ,zeit fortgesetztes ,erhitzen von #cf ,th4 arseniger ,sure mit #cj ,th4 ,natriumnitrat oder vortheilhafter durch ,erhitzen eines ,gemenges von trockenem ,natriumarsenit und ,natriumnitrat 7oder auch als ,nebenprodukt bei der ,darstellung von ,anilin aus ,nitrobenzol7 erhalten4 #ac ,es giebt ,anilinfarbenfabriken1 die jhrlich ber #bjjj ,ctr4 ,arsensure consumiren4 ,sidenote3 ,schwefelarsen4 ,unter den ,schwefelungsstufen des ,arsens giebt es zwei1 die in der ,technik ,anwendung finden2 es sind dies der ,realgar und das ,operment4 ,sidenote3 ,realgar4 ,sidenote3 ,weissfeuer4 ,realgar1 rothes ,arsen1 ,rubinschwefel1 ,rauschroth 7,as#b,s#b7 kommt schon in der ,natur hufig auf ,erzgngen krystallinisch oder in deutlichen ,krystallen vor und wird knstlich dargestellt1 indem man ,schwefel mit berschssigem ,arsen oder arseniger ,sure zusammenschmilzt1 oder im ,grossen ,arsenkies mit ,schwefelkies der ,destillation unterwirft4 ,realgar erscheint als rubinrothe ,masse von muscheligem ,bruche1 die mit salpetersaurem ,kali gemengt und angezndet unter ,verbreitung eines weissen glnzenden ,lichtes verbrennt4 ,auf dieser ,eigenschaft beruht seine ,anwendung zu ,weissfeuer2 der ,satz dazu besteht aus #bd ,th4 ,salpeter1 #g ,th4 ,schwefel und #b ,th4 ,realgar4 ,das in ,england unter dem ,namen indisches ,feuer zu trigonometrischen ,signalen benutzte ,licht erhlt man durch ,verbrennen von metallischem ,arsen in einem ,strome von ,sauerstoff4 ,sidenote3 ,operment4 ,sidenote3 ,rusma4 ,operment1 ,auripigment1 ,rauschgelb 7,as#b,s#c7 findet sich ebenfalls in der ,natur und wird knstlich durch ,zusammenschmelzen von ,schwefel mit arseniger ,sure oder ,realgar1 oder durch ,destillation von einer entsprechenden ,mischung von ,arsenkies und ,schwefelkies dargestellt4 ,es erscheint in derben1 hellorangegelben1 durchsichtigen ,massen1 die fast stets arsenige ,sure enthalten1 sodass das auf trockenem ,wege dargestellte gelbe ,schwefelarsen vielleicht 7analog dem ,antimonzinnober7 als ein ,arsenoxysulfuret betrachtet werden kann4 ,auf nassem ,wege erhlt man es durch ,fllen einer salzsauren ,lsung von arseniger ,sure mit ,schwefelwasserstoffgas1 oder durch ,zersetzen von ,schwefelarsen-,schwefelnatrium 7,as#b,s#c1 ,na#b,s durch ,schmelzen von arseniger ,sure mit ,schwefel und kohlensaurem ,kali dargestellt7 mit verdnnter ,schwefelsure4 ,man benutzt es in der ,frberei als ,reductionsmittel des ,indigs und zur ,darstellung des ,rusmas2 letzteres besteht aus #i ,th4 ,kalk und #a ,th4 ,operment mit etwas ,wasser zu einem ,teig gemacht4 ,es wird von den ,orientalen als ,enthaarungsmittel angewendet1 lsst sich aber zweckmssig durch das ,calciumsulfhydrat1 erhalten durch ,leiten von ,schwefelwasserstoffgas in ,kalkbrei1 bis letzterer eine graublaue ,farbe angenommen hat1 ersetzen4 ,das ,quecksilber4 7,hg #bjj2 spec4 ,gew4 #ac1e47 ,sidenote3 ,quecksilber4 ,vorkommen und ,gewinnung4 ,das ,quecksilber gehrt zu den seltener vorkommenden und nur sparsam in der ,erdrinde vertheilten ,metallen4 ,die wichtigen ,vorkommnisse sind3 #a7 ,gediegen ,quecksilber1 zuweilen etwas ,silber enthaltend1 kommt fast in allen ,quecksilberbergwerken1 doch meist nur in geringer ,quantitt1 in ,gestalt von ,trpfchen vor1 die in den ,hhlungen des porsen ,gesteines haften4 #b7 ,zinnober 7,hg,s mit #hf1bi ,quecksilber und #ac1ga ,schwefel72 er bricht auf ,lagern und ,gngen im krystallinischen ,schiefergebirge1 im ,uebergangs- und ,fltzgebirge1 besonders mit ,quecksilber1 auch mit ,schwefelkies und anderen ,erzen1 in ,begleitung von ,quarz1 ,eisenspath1 ,kalkspath etc41 und kommt zuweilen auch auf secundren ,lagersttten1 in losen abgerundeten ,stcken vor4 ,die ausgezeichnetsten ,fundorte des ,zinnobers sind ,almaden und ,almadenejas in ,spanien1 wo er schon im ,alterthume gewonnen wurde1 und ,idria in ,krain4 ,ferner findet sich der ,zinnober in der bayerischen ,rheinpfalz 7bei ,wolfstein1 am ,stahlberge1 ,moschellandsberg1 am ,potzberge bei ,kusel71 bei ,olpe in ,westphalen1 in einigen ,gegenden ,krntens1 zu ,eisenerz in ,steiermark1 ,horzowitz in ,bhmen1 an mehreren ,orten ,ungarns und ,siebenbrgens1 zu ,vall'alta in ,venetien1 am ,ural1 in ,china und ,japan1 in dem ,district ,sarawak auf ,borneo1 in ,mexico1 zu ,huancavelica in ,peru und in sehr bedeutender ,menge in ,californien4 ,der ,zinnober 7welcher auch die ,namen ,stahlerz1 ,korallenerz1 ,ziegelerz fhrt7 ist das ,hauptquecksilbererz4 ,hierher verdient auch das ,quecksilberlebererz ,erwhnung1 ein unreiner1 mit vielen thonigen und bituminsen ,theilen gemengter ,zinnober oder auch ein zinnober- und paraffinreicher ,kohlenschiefer4 ,das ,vorkommen des ,lebererzes ist1 so viel bekannt1 auf ,krain beschrnkt4 ,von den brigen ,quecksilbererzen sei nur noch das ,quecksilberfahlerz mit #b-ae ,proc4 ,quecksilber erwhnt4 ,die ,production an ,quecksilber 7#ahgj7 ist annhernd folgende3 ,spanien #bb1jjj ,ctr4 ,californien #ef1jjj ,peru #cbjj ,oesterreich1 ,zollverein und ,frankreich #bfjj ,italien ,toscana #gjj ,agordo in ,venetien ---------- #hd1ejj ,ctr4 ,die ,gewinnung des ,quecksilbers aus dem ,zinnober geschieht #a7 durch ,rsten und zwar in ,schachtfen1 wobei die ,verdichtung der ,quecksilberdmpfe in gemauerten oder eisernen ,kammern vor sich geht wie in ,idria1 oder in rhrenartig zusammengefgten ,thongefssen 7,aludeln7 wie zu ,almaden in ,spanien2 #b7 durch ,zerlegen des ,zinnobers in geschlossenen ,rumen durch ,zuschlge wie durch ,eisenhammerschlag oder durch ,kalk1 wie in ,bhmen und in der ,pfalz4 ,sidenote3 ,verfahren in ,idria4 ,illustration3 ,fig4 #dg4 ,illustration3 ,fig4 #dh4 ,illustration3 ,fig4 #di4 ,die ,apparate1 die zur ,gewinnung des ,quecksilbers in ,idria ,anwendung finden1 sind durch die ,zeichnungen ,fig4 #dg1 #dh und #di versinnlicht4 ,a ist ein ,rstofen1 welcher auf beiden ,seiten mit einer ,reihe von ,verdichtungskammern ,c1 ,c 444 ,d in ,verbindung steht4 ,das zu rstende ,erz schttet man in groben ,stcken auf das ,gewlbe nn' des ,ofens1 welcher mit zahlreichen ,oeffnungen versehen ist1 und fllt den ,raum ,v vollstndig damit an2 auf das ,gewlbe pp' kommt ,erz in kleinen ,stcken1 endlich auf r r' bringt man ,staub und die quecksilberhaltigen ,rckstnde frherer ,operationen4 ,nachdem der ,ofen beschickt ist1 entzndet man das ,brennmaterial1 gewhnlich ,buchenholz1 auf dem ,roste4 ,man steigert nach und nach die ,hitze bis zum ,dunkelrothglhen und erhlt sie darin #aj-ab ,stunden4 ,durch den stattfindenden starken ,zug gelangt die zum ,rsten des ,schwefels erforderliche ,luft in den ,ofen4 ,durch die hohe ,temperatur entweicht der ,zinnober aus dem ,erz in ,dampfgestalt und verwandelt sich durch die ,einwirkung des ,sauerstoffs der ,luft in schweflige ,sure und metallisches ,quecksilber 7,hg,s #b,o ,,so#b ,hg74 ,die ,verbrennungsprodukte entweichen durch ein ,rohr in die massiven1 mit ,cement berzogenen ,verdichtungskammern ,c ,c4441 deren ,sohle aus festgestampftem ,thon in ,form zweier gegen einander geneigter ,ebenen besteht1 von welchen das condensirte ,quecksilber in einer ,steinrinne in ein ,reservoir aus ,porphyr abfliesst4 ,in der letzten ,kammer fliesst aus dem ,wasserbehlter fortwhrend kaltes ,wasser ein4 ,die letzten ,spuren von ,quecksilber verdichten sich in den ,rauchkammern ,d ,d4 ,um ,brennmaterial und ,zeit zu ersparen1 hat man in der neueren ,zeit in ,idria ,versuche mit ,flammenfen angestellt1 welche eine ununterbrochene ,quecksilberdestillation gestatten4 ,sidenote3 ,verfahren in ,spanien4 ,illustration3 ,fig4 #ej4 ,illustration3 ,fig4 #ea4 ,illustration3 ,fig4 #eb4 ,bei der ,einrichtung in ,almaden geschieht die ,verdichtung der ,quecksilberdmpfe in ,aludeln1 d4 i4 birnfrmigen1 an beiden ,enden offenen ,gefssen von gebranntem ,thon1 welche so in einander gefgt werden1 dass1 wie ,fig4 #ej zeigt1 das dnnere ,ende des einen in das weitere des anderen passt1 und dass nach dem ,lutiren der ,fugen mit ,thon und ,asche lange ,reihen -- ,aludelschnre -- entstehen4 ,der ,ofen ,a 7,fig4 #ea und #eb7 ist ein cylindrischer ,schachtofen1 der durch ein durchbrochenes ,gewlbe in zwei ,abtheilungen getheilt ist4 ,in der untern ,abtheilung wird gefeuert1 in die obere wird das ,erz gebracht1 in der ,weise1 dass zu unterst grosse ,stcke eines zinnoberhaltigen ,sandsteines gebracht werden1 der wegen geringen ,gehaltes keine weitere ,scheidung zulsst2 auf diese ,steine bringt man das reiche ,erz4 ,ein ,gewlbe schliesst oben den ,ofen2 die ,oeffnung zum ,eintragen der obersten ,schichten ist mit einer lutirten ,thonplatte bedeckt4 ,die ,dmpfe treten zuerst in die ,kammern c c und dann in die zwlf ,aludelreihen4 ,jede ,reihe ist #bj-bb ,meter lang und zhlt #dd ,aludeln2 es sind demnach #ebh ,aludeln in jedem ,ofen4 ,die ,reihen liegen auf dem geneigten ,aludelplan4 ,aus der am tiefsten ,punkte liegenden ,aludel bei f fliesst das verdichtete ,quecksilber durch eine ,rinne g in die steinernen ,behlter h h4 ,die in den ,aludeln nicht verdichteten ,dmpfe gelangen in die ,kammer ,b1 wo sie sich vollstndig niederschlagen4 ,der ,rauch entweicht durch den ,schornstein b4 ,das mit ,russ verunreinigte ,quecksilber wird dadurch gereinigt1 dass man es ber eine etwas geneigte ,flche fliessen lsst4 ,der ,russ adhrirt der ,flche1 whrend das ,quecksilber ziemlich rein in einen ,sumpf abfliesst4 ,der russige ,staub wird ebenso wie der in der ,kammer ,b sich ansammelnde gesammelt und von ,neuem destillirt4 ,die in dem ,ofen eingesetzte ,erdmasse betrgt #bej-cjj ,ctr41 welche #be-cj1 zuweilen1 obgleich selten1 #fj ,ctr4 liefert4 ,das ,quecksilber wird in schafledernen ,beuteln oder auch in schmiedeeisernen ,flaschen versendet4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,quecksilbers durch ,zerlegen des ,schwefelquecksilbers durch ,zuschlge4 ,illustration3 ,fig4 #ec4 ,verfahren zu ,horzowitz in ,bhmen4 ,der mit ,thoneisenstein brechende ,zinnober wird mit #a_/d-a_/c ,eisenhammerschlag 7,eisenoxydul-,oxyd7 beschickt und in einem ,glockenofen 7,fig4 #ec7 auf eiserne ,teller oder ,schalen b b gebracht1 die an einem eisernen ,dorne befestigt und mit einer eisernen und in ,wasser tauchenden ,glocke e e bedeckt sind4 ,die ,glocke befindet sich in einem gemauerten ,ofenschachte und wird durch ,steinkohlenfeuer zum ,glhen gebracht4 ,das niederfallende ,quecksilber sammelt sich in dem ,wasser in d an4 ,jede ,glocke1 deren sechs in einem ,ofen sich befinden1 enthlt #a_/b ,ctr4 ,erz und #a_/d ,ctr4 ,hammerschlag1 zu deren ,verarbeitung #cj bis #cf ,stunden erforderlich sind4 ,verfahren in der ,rheinpfalz4 ,die ,gruben am ,rosswalde bei ,stahlberg1 nrdlich von ,rockenhausen1 wurden schon im ,jahre #adaj erffnet4 ,man gewann anfnglich ,eisenkies und silberhaltige ,kupfererze und lernte erst spter das ,zugutemachen der ,quecksilbererze4 ,etwas neuer als die ,gruben am ,stahlberge sind jene im ,landsberge bei ,moschel1 im ,potzberge bei ,kusel und bei ,wolfstein2 brigens fallen ,entdeckung und ,benutzung der dortigen ,quecksilbererzlagersttten gleichfalls ins #ae4 ,jahrhundert4 ,der ,zinnober ist in ,sandstein eingesprengt4 ,der ,quecksilbergehalt des ,gesteines macht gewhnlich #j1jje und zuweilen #j1ja ,proc4 aus4 ,soll die ,ausbeute an ,quecksilber die ,kosten des ,ausbringens lohnen1 so muss der ,quecksilbergehalt des ,erzes #a_/fjj betragen4 ,man nimmt die ,zersetzung des ,schwefelquecksilbers in eisernen ,retorten1 von denen #cj-ej ,stck in einem ,galeerenofen liegen1 durch ,kalk vor1 wobei ,quecksilberdmpfe entweichen und ein ,gemenge von ,schwefelcalcium1 unterschwefligsaurem und schwefelsaurem ,kalk zurckbleibt4 ,zu ,obermoschel enthlt jede ,retorte ein ,gemenge von #dj ,pfd4 reichem ,erz und #ae-ah ,pfd4 ,kalk1 und ist mit einer thnernen ,vorlage versehen1 welche zur ,hlfte mit ,wasser gefllt ist4 ,die zusammengefgten ,stellen werden mit ,lehm lutirt4 ,man steigert allmlig die ,hitze bis zum ,rothglhen4 ,jede ,operation dauert zehn ,stunden4 ,nach deren ,beendigung wird der ,inhalt der ,vorlagen in ein mit ,wasser geflltes ,thonbecken gezogen und darin verwaschen2 das ,quecksilber bleibt darin zurck1 das ,wasser aber fliesst nebst einem schwarzen ,pulver 7,quecksilberschwarz71 wahrscheinlich aus fein zertheiltem ,quecksilber und ,schwefelquecksilber bestehend1 ab4 ,dieses schwarze ,pulver wird gesammelt und mit ,kalk einer neuen ,destillation unterworfen4 ,am ,landsberge werden smmtliche ,retorten jedesmal mit #e ,ctr4 und #a-b ,ctr4 ,kalk besetzt4 ,die ,destillation dauert sechs ,stunden4 ,drei ,destillationen liefern ungefhr #a_/b ,ctr4 ,quecksilber4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,quecksilbers4 ,sidenote3 ,anwendung des ,quecksilbers4 ,das ,quecksilber ist metallglnzend1 zinnweiss1 bei gewhnlicher ,temperatur tropfbar flssig1 bei -#ci1e wird es fest1 dehnbar1 es siedet bei #cfj4 ,sein spec4 ,gewicht #ac1e4 ,es verbindet sich mit vielen ,metallen und bildet mit denselben die ,amalgame1 es verbindet sich leicht mit ,blei1 ,wismuth1 ,zink1 ,zinn1 ,silber1 ,gold1 schwer mit ,kupfer1 nicht mit ,eisen1 ,nickel1 ,kobalt und ,platin4 ,auf dieser ,eigenschaft1 sich mit den meisten ,metallen zu verbinden1 beruht seine ,anwendung zur ,scheidung einiger ,metalle1 wie des ,goldes und ,silbers von den ,erzen 7,amalgamation1 ,verquickung72 man benutzt ,amalgame zum ,spiegelbelegen1 zur ,feuervergoldung1 fr das ,reibzeug der ,elektrisirmaschinen4 ,das ,quecksilber findet ferner ,anwendung zur ,anfertigung physikalischer ,instrumente1 zur ,darstellung der ,secretage fr ,hutmacher 7einer ,lsung von ,quecksilber in ,salpetersure71 zur ,fabrikation des ,sublimats1 ,zinnobers1 ,knallquecksilbers u4 s4 w4 ,fr die ,naturwissenschaft ist das ,quecksilber ganz unentbehrlich4 ,ohne dasselbe wrde die ,gasometrie noch wenig ausgebildet sein und die ,wrmelehre1 sowie die ,lehre vom ,luftdruck noch auf einem niedrigen ,standpunkte sich befinden4 ,neuerdings ist gefunden worden1 dass durch geeigneten ,natriumzusatz zum ,quecksilber das ,auflsungsvermgen desselben fr gewisse ,metalle 7besonders ,gold und ,silber7 betrchtlich erhht wird4 ,ferner ist die ,beobachtung gemacht worden1 dass ,natrium das ,quecksilber in einen starren ,krper berfhrt1 der mit ,leichtigkeit und ohne die ,anwendung geeigneter ,gefsse transportirt und durch ,digestion mit schwefelsurehaltigem ,wasser leicht wieder vom ,natrium getrennt werden kann4 ,quecksilberprparate4 ,sidenote3 ,verbindungen des ,quecksilbers4 ,von den ,verbindungen des ,quecksilbers1 die technische ,anwendung finden1 sind nachstehende ,prparate die wichtigsten4 ,sidenote3 ,quecksilberchlorid4 ,das ,quecksilberchlorid 7,sublimat71 ,hg,cl#b 7in #ajj ,th4 #gc1h ,th4 ,quecksilber und #bf1b ,th4 ,chlor7 wird durch ,sublimation eines ,gemenges von schwefelsaurem ,quecksilberoxyd mit ,kochsalz oder auf nassem ,wege durch ,auflsen von ,quecksilberoxyd in ,salzsure1 oder endlich durch ,kochen einer ,chlormagnesiumlsung mit ,quecksilberoxyd 7,mg,cl#b ,hg,o ,hg,cl#b ,mg,o7 dargestellt4 ,im sublimirten ,zustande bildet es eine weisse kristallinische ,masse1 die bei #bfj schmilzt1 bei #bij siedet1 sich in #ac1e ,th4 ,wasser von #bj und in #a1he ,th4 ,wasser von #ajj1 ferner in #b1c ,th4 kaltem und in #a1ah ,th4 siedendem ,alkohol auflst4 ,das ,quecksilberchlorid findet ,anwendung zum ,conserviren von ,holz 7,kyanisiren71 zur ,bereitung von ,anilinroth1 im ,zeugdruck als ,reservage1 zum ,stahltzen und zur ,darstellung anderer ,quecksilberprparate4 ,als ,holzconservationsmittel hat man jngst die ,verbindung ,hg,cl#b1 #b ,k,cl1 die man durch ,kochen von ,carnallit mit ,quecksilberoxyd erhlt1 in ,vorschlag gebracht4 ,sidenote3 ,zinnober4 ,der ,zinnober 7,schwefelquecksilber1 ,quecksilbersulfid1 ,mercuriumsulfid7 ,hg,s kommt1 wie schon erwhnt1 in der ,natur als natrlicher ,zinnober in rothen1 derben ,massen oder in durchsichtigen1 rothen ,krystallen vor1 und war schon zu ,plinius' ,zeiten unter dem ,namen ,minium bekannt4 ,man stellt jedoch den ,zinnober1 um ihn als ,farbematerial anzuwenden1 stets knstlich und zwar auf trockenem ,wege und auf nassem dar4 ,auf trockenem ,wege erhlt man den ,zinnober1 indem man #edj ,th4 ,quecksilber mit #ge ,th4 ,schwefel innig mengt und das entstandene schwarze ,pulver in eisernen ,gefssen bei mssigem ,feuer bis zum ,schmelzen1 und darauf in irdenen1 nur lose verstopften ,gefssen im ,sandbade erhitzt4 ,die sublimirte ,masse erscheint cochenillerothglnzend1 im ,bruche faserig2 sie giebt beim ,zerreiben ein scharlachrothes ,pulver1 den prparirten ,zinnober1 dessen ,farbe um so schner ist1 je reiner die ,materialien und je freier die schwarze ,verbindung von berschssigem ,schwefel war4 ,einigen ,chemikern zufolge soll man die ,scharlachfarbe des ,zinnobers dadurch sehr erhhen1 dass man dem ,gemenge vor dem ,sublimiren #a ,proc4 ,schwefelantimon zusetzt und den ,zinnober nach dem ,zerreiben ,monate lang an einem dunklen ,orte mit verdnnter ,salpetersure digerirt oder den etwa beigemengten ,schwefel durch ,digestion mit ,kalilauge entfernt4 ,auf nassem ,wege erhlt man den ,zinnober1 indem man weissen ,prcipitat 7,mercur4 praecipit4 alb4 s4 ,hydrarg4 amidato-bichlorat41 ,,nh#b;,hg,cl1 das man durch ,fllen einer ,auflsung von ,quecksilbersublimat mit ,ammoniak erhlt7 mit einer ,auflsung von ,schwefel in ,schwefelammonium digerirt 7,liebig7 oder nach ,martius1 indem man #a ,th4 ,schwefel1 #g ,th4 ,quecksilber und #b-c ,th4 concentrirter ,schwefelleberlsung ,tage lang mit einander schttelt4 ,nach der ,brunner'schen ,methode1 die den schnsten ,zinnober liefert1 mengt man #aad ,th4 ,schwefel mit #cjj ,th4 ,quecksilber und setzt zur ,beschleunigung des ,processes etwas ,kalilsung zu4 ,auf einfache ,weise geschieht das ,mischen dadurch1 dass man beide ,bestandtheile in gut verschlossene1 starke ,flaschen bringt und dieselben an irgend einen sich hin und her bewegenden ,balken einer ,dampfmaschine oder den einer ,sgemhle befestigt4 ,die schwarze ,verbindung wird mit einer ,lsung von #ge ,th4 ,kali in #djj ,th4 ,wasser gemischt und im ,wasserbade bei #de erhitzt4 ,nach einigen ,stunden nimmt die ,masse eine rothe ,farbe an2 sie wird zur ,abkhlung in kaltes ,wasser gegossen1 auf ,filtern gesammelt1 gewaschen und getrocknet4 -- ,der im ,handel vorkommende ,zinnober wurde frher mitunter mit ,mennige1 ,eisenoxyd und ,chromzinnober verflscht2 gegenwrtig kommt nicht selten ,gyps 7bis zu #ae-bj ,proc47 beigemengt vor4 ,beim ,erhitzen bleiben diese ,substanzen zurck4 ,mennige1 das gewhnlichste ,verflschungsmittel des ,zinnobers1 lsst sich auch dadurch nachweisen1 dass ein mit ,mennige verflschter ,zinnober beim ,ueberziehen mit ,salpetersure -- in ,folge von ,bleisuperoxydbildung -- braun wird und mit ,salzsure behandelt ,chlorgas entwickelt4 ,reiner ,zinnober ist in ,natriumsulfhydrat 7,na,s,h7 leicht und vollkommen lslich4 ,sidenote3 ,knallquecksilber4 ,das ,knallquecksilber oder knallsaure ,quecksilberoxyd ,c#b;,hg#b,n#b,o#b besteht in #ajj ,theilen aus #gg1jf ,th4 ,quecksilberoxyd und #bc1id ,th4 ,knallsure1 vorausgesetzt1 dass man die ,existenz der noch niemals fr sich dargestellten ,knallsure zugiebt4 ,nach einer neueren1 wie es scheint1 richtigeren ,anschauung1 die zuerst von ,gerhardt ausgesprochen wurde1 ist das ,knallquecksilber eine ,nitroverbindung und kann betrachtet werden als ,cyanmethyl1 in welchem der ,wasserstoff des ,methyls durch ,untersalpetersure und durch ,quecksilber ersetzt worden ist ,c ,hg#b _/ ,,no#b1 ,,cn4 ,es wurde von ,howard entdeckt und frher ,howard's ,knallpulver genannt4 ,es wird im ,grossen auf folgende ,weise dargestellt4 ,man lst bei gelinder ,wrme #b ,pfd4 ,quecksilber in #aj ,pfd4 ,salpetersure von #a1cc spec4 ,gewicht und versetzt die ,lsung mit noch #aj ,pfd4 ,salpetersure4 ,die ,flssigkeit wird in sechs tubulirte ,retorten vertheilt und in jede ,retorte zu der noch warmen ,flssigkeit #aj ,liter ,alkohol von #j1hcc spec4 ,gewicht zugegossen4 ,misst man ,quecksilber1 ,salpetersure und ,alkohol1 so nimmt man auf #a ,volumen ,quecksilber #g-a_/b ,volumen ,salpetersure und #aj ,volumen ,alkohol4 ,nach ,verlauf von einigen ,minuten beginnt eine grosse ,menge ,gas sich zu entwickeln1 und es bildet sich ein weisser ,niederschlag1 der auf einem ,filter gesammelt und zur ,entfernung der ,sure mit kaltem ,wasser gewaschen wird4 ,das ,filter wird darauf mit dem ,niederschlage auf einem ,kupferbleche oder auf einer ,porcellanplatte1 welche durch ,wasserdampf nicht bis zu #ajj erwrmt wird1 ausgebreitet und getrocknet4 ,aus #ajj ,th4 ,quecksilber erhlt man auf diese ,weise #aah-abh ,th4 ,knallquecksilber2 nach der ,theorie msste man #adb ,th4 erhalten4 ,der getrocknete ,niederschlag wird in kleine ,partien getheilt und eine jede derselben in ,papier eingeschlagen1 besonders aufbewahrt4 ,das knallsaure ,quecksilberoxyd bildet weisse1 durchsichtige ,krystallnadeln1 die bis zu #ahf erhitzt oder heftig gestossen mit starkem ,knalle detoniren4 ,vorzglich leicht explodirt das ,knallquecksilber auf ,eisen1 wenn es mit einem eisernen ,instrumente geschlagen wird4 ,mit #cj ,proc4 ,wasser gemischt1 lsst es sich ohne ,gefahr auf einer ,marmortafel mit einem hlzernen ,pistill fein reiben4 ,sidenote3 ,zndhtchen4 ,das ,knallquecksilber wird in grosser ,menge zum ,fllen der ,zndhtchen gebraucht4 ,die ,zndhtchen sind aus dnn gewalztem ,kupferblech gefertigt1 die1 um das ,auseinanderspringen whrend des ,entzndens zu vermeiden1 hufig an den ,seiten gespalten sind4 ,um die ,zndhtchen zu fllen1 reibt man #ajj ,th4 ,knallquecksilber auf ,marmortafeln mit ,reibern oder ,walzen aus ,buchsbaumholz mit #cj ,th4 ,wasser fein und setzt zu dem ,brei #ej ,th4 ,salpeter1 oder #fb1e ,th4 ,salpeter und #bi ,th4 ,schwefel1 oder #fj ,th4 ,mehlpulver4 ,der nasse ,brei wird auf ,papierunterlagen getrocknet und vermittelst ,haarsieben gekrnt4 ,die ,krner werden auf ,papier ausgebreitet und in flachen ,holzksten getrocknet4 ,auf das in das ,zndhtchen gelegte ,korn des ,zndpulvers wird in manchen ,fabriken ein kleines ,kupferplttchen gelegt1 das fest auf die ,zndmasse aufgepresst wird4 ,andere ,fabriken berkleiden das ,korn mit einer weingeistigen ,lsung von ,schellack1 ,mastix oder ,sandarak1 welche aber wegen der oxydirenden ,einwirkung auf das ,kupfer zu verwerfen sind2 am zweckmssigsten ist eine ,auflsung von ,mastix in ,terpentinl4 ,das ,korn wird in dem ,htchen mit einer ,harzauflsung befestigt und zum ,schutze vor der ,feuchtigkeit mit dieser ,lsung berzogen4 ,ein ,kilogramm ,quecksilber1 das man in ,knallquecksilber verwandelt1 ist zur ,fllung von #dj1jjj ,zndhtchen ausreichend4 ,fr ,jagdflinten reicht diese ,menge fr #eg1fjj ,zndhtchen hin4 ,obgleich das ,knallquecksilber weit schneller explodirt als das ,schiesspulver1 so geschieht doch die ,explosion langsam genug1 um ein ,projectil fortschleudern zu knnen4 ,auf diesem ,umstande beruht die ,mglichkeit1 mit ,zndhtchen ohne ,pulver zu schiessen4 ,das ,platin4 7,pt #aig1d2 spec4 ,gew4 #ba1j-bc1j47 ,sidenote3 ,platin4 ,vorkommen4 ,das ,platin findet sich nur gediegen und zwar in geringer ,menge in dem ,platinerze1 das besonders in ,sdamerika 7,columbia7 im aufgeschwemmten ,lande und am ,ural in ,form kleiner1 rundlicher1 metallglnzender1 stahlgrauer ,krner vorkommt4 ,in der neueren ,zeit hat man auch gediegenes ,platin unter ,waschgold in ,californien1 im ,oregongebirge1 in ,brasilien1 auf ,hati1 ferner in ,australien und auf der ,insel ,borneo gefunden1 endlich auch jngst im norwegischen ,kirchspiele ,roeraas als ,krnereinsprengung in felsigem ,gesteine#ad4 ,dass das ,platin berhaupt viel allgemeiner verbreitet sei1 als man frher annahm1 geht aus den ,untersuchungen v4 ,pettenkofer's hervor1 in welchen nachgewiesen wird1 dass alles ,silber1 das nicht direct aus einer ,scheidung herrhrt1 einen geringen ,platingehalt habe4 ,das ,platin wurde von den ,spaniern in ,amerika entdeckt1 von denen es anfnglich fr ,silber gehalten wurde1 bis #ageb ,scheffer das ,platin als eigenthmliches ,metall erkannte4 #ad ,auf den bei ,ibbenbren in ,westfalen gelegenen ,bleigruben soll im ,mai #ahgj ,platin gefunden worden sein4 ,sidenote3 ,platinerz4 ,die unter dem ,namen ,platinerz1 gediegen ,platin1 rohes ,platin1 in dem ,handel vorkommenden ,erze sind ,gemenge von ,platin mit ,palladium1 ,rhodium1 ,iridium1 ,osmium1 ,ruthenium1 ,eisen1 ,kupfer und ,blei1 und enthalten ausserdem gewhnlich noch ,krner von ,osmium-,iridium1 ,gold1 ,chromeisen1 ,titaneisen1 ,spinell1 ,zirkon und ,quarz4 ,nach der ,zerstrung der ,gebirgsmassen1 in denen es enthalten war1 ist es von den ,fluthen fortgerissen worden4 ,boussingault fand in ,sdamerika in einem ,gange von verwittertem ,syenit die primre ,lagersttte des ,platins1 und am ,ural ist es jedenfalls der ,serpentin1 in welchem das ,platinerz vorkommt1 der durch geologische ,ereignisse zerstrt und weggewaschen wurde1 mit ,zurcklassung der darin enthaltenen schweren ,mineralien1 wie z4 ,b4 ,chromeisen1 ,titaneisen1 ,zirkon u4 s4 w4 ,auf ,borneo findet sich dem ,platinerz ,rutheniumsesquisulfuret beigemengt1 welchem ,whler 7#ahff7 den mineralogischen ,namen ,laurit gab4 ,berzelius 7a71 ,svanberg 7b und c71 ,bleekerode und ,weil 7e7 fanden bei der ,analyse des ,platinerzes von ,ural 7a71 ,columbien 7b71 ,choco 7c71 ,borneo 7d7 und ,californien 7e73 a b c d e ,platin #hf1ej #hd1cj #hf1af #ga1hg #eg1ge ,rhodium #a1ae #c1df #b1af -- #b1de ,iridium -- #a1df #a1ji #g1ib #c1aj ,palladium #a1aj #a1jf #j1ce #a1bh #j1be ,osmium -- #a1jc #j1ig #j1dh #j1ha ,osmium-,iridium #a1ad -- #a1ia #h1dc #bg1fe ,kupfer #j1de #j1gd #j1dj #j1dc #j1bj ,eisen #h1cb #e1ca #h1jc ,kalk -- #j1ab -- #h1dj #g1gj ,quarz -- #j1fj -- ,im ,durchschnitt betrgt nach ,h4 ,deville der ,platingehalt bei ,platinerzen aus ,columbien #gf1h-hf1bj ,proc4 ,californien #gf1e-he1ej ,oregon #ej1de ,australien #ei1hj-fa1dj ,sibirien #gc1e-gh1i ,borneo #eg1ge-gj1ba ,die jhrliche ,ausbeute an ,platin betrgt #ce-ej ,centner1 wovon auf den ,ural #bh-dj ,centner1 auf ,columbia und ,brasilien #f-h ,centner kommen4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,platins aus den ,platinerzen4 ,das ,platin wird aus den ,erzen 7nach dem lteren1 jedoch von den ,pariser ,platinfabrikanten ,chapuis und ,desmoutis ,quennessen noch heutzutage angewendeten ,verfahren von ,wollaston7 auf folgende ,weise gewonnen4 ,nach dem ,waschen werden dieselben bis zum ,rothglhen erhitzt und darauf mit ,salzsure behandelt4 ,dann bergiesst man diese ,erze mit kaltem ,knigswasser1 um das ,gold zu entfernen1 filtrirt ab und behandelt den ,rckstand in einer ,retorte von ,neuem mit ,knigswasser4 ,die abdestillirte ,flssigkeit enthlt ,osmiumsure1 der ungelste ,rckstand ,osmium-,iridium1 ,ruthenium1 ,chromeisenstein und ,titaneisen1 whrend in der ,flssigkeit ,palladium1 ,platin1 ,rhodium und eine geringe ,menge ,iridium enthalten sind4 ,diese ,lsung wird mittelst kohlensauren ,natriums neutralisirt und mit einer ,lsung von ,cyanquecksilber versetzt1 wodurch das ,palladium als ,cyanpalladium ausgeschieden wird#ae4 ,die vom ,cyanpalladium abfiltrirte ,flssigkeit wird durch ,abdampfen concentrirt und mit einer gesttigten ,lsung von ,salmiak versetzt1 wodurch ,platinsalmiak 7,pt,cl#d1 #b,,nh#d;,cl7 mit einer ,spur ,iridium gefllt wird4 ,behufs der technischen ,anwendung ist diese geringe ,beimischung des ,platins vortheilhaft zu nennen1 da es dem ,platin die zum ,verarbeiten nthige ,hrte ertheilt4 ,der ,platinsalmiak wird getrocknet und geglht1 wodurch das metallische ,platin als schwammige ,masse1 als ,platinschwamm1 zurckbleibt4 ,der ,platinschwamm wird in eisernen ,cylindern1 die mit sthlernen ,kolben versehen sind1 bei der ,rothglhhitze zusammengepresst und diese ,operation so lange wiederholt1 bis das ,platin das ,ansehen von geschmolzenem ,platin hat und zum ,verarbeiten hinreichend compact ist4 ,nach ,descotil und ,hess soll man die ,platinerze behufs der ,abscheidung des ,platins mit der #b-d;fachen ,menge ,zink zusammenschmelzen1 die entstehende gleichartige sprde ,masse pulvern und sieben1 mit verdnnter ,schwefelsure das ,zink und den grssten ,theil des ,eisens ausziehen1 die zurckbleibende ,masse erst zur ,entfernung von ,eisen1 ,kupfer und ,blei mit ,salpetersure und dann mit ,knigswasser behandeln1 welches den ,rckstand seiner ,zertheilung wegen weit besser lst1 und darauf wie gewhnlich verfahren4 ,jeanetty 7in ,paris7 machte das ,platin durch ,zusatz von ,arsen leicht schmelzbar und entfernte das ,arsen durch ,verflchtigen4 #ae ,aus einer ,legirung von ,palladium mit ,wasserstoff hat ,th4 ,graham 7#ahfi7 ,denkmnzen prgen lassen4 ,sidenote3 ,verfahren von ,deville und ,debray4 ,das vorzglichste ,verfahren der ,gewinnung des ,platins aus dem ,platinerze ist das von ,h4 ,deville und ,h4 ,debray im ,jahre #ahei angegebene1 welches darauf beruht1 dass das ,blei alle ,metalle des ,platinerzes auflst1 mit alleiniger ,ausnahme des ,osmium-,iridiums und des ,eisens4 ,man schmilzt das ,platinerz in einem ,flammenofen mit dem gleichen ,gewicht ,bleiglanz zusammen 7wobei das ,eisen einen ,theil des ,bleiglanzes zersetzt und daraus metallisches ,blei abscheidet7 und erhlt dadurch einen ,regulus1 auf dessen ,grund das ,osmium-,iridium sich befindet1 whrend auf dem ,regulus eine ,bleischlacke schwimmt4 ,der platinhaltige ,regulus wird hierauf auf dem ,treibherde 7siehe ,silber7 abgetrieben1 wobei alle fremden ,metalle sich verflchtigen oder sich in die ,herdmasse ziehen1 whrend das zurckbleibende ,platin durch ,umschmelzen in ,kalktiegeln gefeint wird2 der ,kalk wirkt hierbei auf alle ,unreinigkeiten des ,platins wie ,silicium1 ,eisen1 ,kupfer u4 dergl4 ein und verwandelt sie in schmelzbare ,verbindungen1 die sich in die porse ,masse der ,schmelzgefsse ziehen4 ,das ,heizmaterial ist ,leuchtgas1 das mit ,sauerstoff verbrannt wird4 ,um #a ,kilogr4 ,platin zu schmelzen1 braucht man #ajj ,liter ,sauerstoff und #cjj ,liter ,leuchtgas#af4 ,das nach der ,schmelzmethode erhaltene ,platin wird noch unter den ,hammer gebracht und geschmiedet1 um es dicht zu machen4 #af ,die ,firma ,johnson1 ,matthey u4 ,co4 in ,london hat auf der internationalen ,ausstellung des ,jahres #ahfb durch einen massiven1 #b-a_/c ,ctr4 schweren ,block von reinem ,platin 7im ,werthe von #he1jjj ,frcs47 eine ,probe dafr abgelegt1 dass sie die ,schmelzung der grssten ,massen ,platin1 die je auf einmal zur ,verarbeitung kommen drften1 nach der ,schmelzmethode von ,deville und ,debray vllig in der ,gewalt hat4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,platins4 ,sidenote3 ,platinschwamm und ,platinmohr4 ,sidenote3 ,gehmmertes und geschmolzenes ,platin und ,anwendung desselben4 ,das ,platin ist ein fast silberweisses1 doch etwas ins ,stahlgraue gehendes sehr glnzendes1 hmmer- und streckbares ,metall1 das so weich ist1 dass es mit der ,scheere geschnitten werden kann4 ,es lsst sich zu fast mikroskopischen ,drhten ausziehen2 zu diesem ,behufe berzieht man einen ,platindraht mit ,silber und lsst das ,stck durch die ,drahtstrecke gehen2 wenn der ,draht mglichst fein ausgezogen ist1 behandelt man denselben mit ,salpetersure1 die das ,silber lst1 das ,platin aber unangegriffen lsst4 ,das spec4 ,gewicht des ,platins ist #ba1j-bc1j4 ,es lsst sich schweissen und im ,knallgasgeblse schmelzen4 ,sein ,schmelzpunkt liegt bei #adfj-adhj 7nach ,deville74 ,man kennt das ,platin als ,platinschwamm1 als ,platinmohr und als gehmmertes und geschmolzenes ,platin4 ,platinschwamm und ,platinmohr haben beide die ,eigenschaft1 ,gase und besonders ,sauerstoff in ausserordentlich bedeutender ,menge in ihren ,poren aufzunehmen2 kommt daher ,wasserstoffgas mit diesen ,krpern zusammen1 so verbindet sich derselbe mit dem ,sauerstoff unter ,mitwirkung des ,platins als prdisponirenden ,krpers zu ,wasser4 ,diese ,verbindung geht aber unter so grosser ,wrmeentwickelung vor sich1 dass das ,platin ins ,glhen kommt4 ,der darauf geleitete ,wasserstoff wird deshalb entzndet4 ,auf den eben beschriebenen ,vorgang grndet sich das bekannte ,dbereiner'sche ,wasserstofffeuerzeug4 ,der ,platinmohr ist hchst fein zertheiltes ,platin1 als schwarzes ,pulver erscheinend1 das man entweder darstellt1 indem man schwefelsaures ,platinoxyd mit kohlensaurem ,natron und ,zucker kocht1 wodurch das ,platinmohr als schwarzes ,pulver zu ,boden fllt1 oder indem man ,zink mit ,platin zusammenschmilzt und die ,legirung mit verdnnter ,schwefelsure behandelt4 ,der ,platinmohr besitzt die ,eigenschaft1 ,sauerstoff zu absorbiren in noch hherem ,grade als der ,platinschwamm1 er dient zur ,erzeugung von ,essig aus ,alkohol4 ,das gehmmerte ,platin kann durch ,austreiben oder auch durch ,schmelzen und ,giessen verarbeitet werden4 ,um seine ,verarbeitung haben sich in neuerer ,zeit ,heraeus in ,hanau1 ferner die ,pariser ,firmen ,gebr4 ,chapuis1 ,desmoutis u4 ,quennessen1 ,godart u4 ,labordenave1 endlich und vor ,allen ,matthey in ,london hchst verdient gemacht4 ,es dient zur ,anfertigung vieler chemischer und technischer ,apparate1 die durch hohe ,temperatur und die meisten ,agentien nicht angegriffen werden1 nichtsdestoweniger aber mit der grssten ,vorsicht zu behandeln und namentlich vor der ,berhrung mit tzenden ,alkalien1 schmelzendem ,salpeter1 freiem ,chlor 7,knigswasser71 ,schwefel 7,schwefellebern71 ,phosphor1 geschmolzenen ,metallen und leicht reducirbaren ,metalloxyden zu hten sind4 ,man fertigt aus dem ,platin ,bleche1 ,drhte1 ,tiegel1 ,lffel1 ,lthrohrspitzen1 ,blitzableiterspitzen1 ,retorten1 ,zangen1 ,kessel fr ,affinirwerksttten und ,schwefelsurefabriken#ag2 man benutzt es ferner zur ,construction galvanischer ,elemente1 zu ,senflffeln1 zu ,galanteriewaaren1 ,uhrketten1 ,dosen1 zu ,glhlampen und zum ,ueberziehen von ,kupferschalen1 ,porcellan1 ,steingut und ,glas4 ,in der neueren ,zeit hat man das ,platin auch in der ,porcellanmalerei zur ,hervorrufung eines grauen ,tones angewendet4 ,in ,russland hat man seit dem ,jahre #ahbh ,platin zu ,mnzen und zwar zu ,drei-1 ,sechs- und ,zwlfrubelstcken ausgeprgt2 nach der ,ukase vom #bb4 ,juni #ahde ist aber die ,ausprgung von ,platinmnzen 7die im ,ganzen #ad1bej ,kilogr4 ausmachte7 eingestellt1 und sind die umlaufenden zurckgezogen worden4 ,in ,frankreich fertigt man gegenwrtig aus ,platin ,denkmnzen und ,preismedaillen4 7,die erste ,platinmnze wurde in ,paris #agii durch den ,graveur ,duvivier geprgt4 ,sie trug das ,bildniss des ,ersten ,consuls4 ,im ,jahre #aghh ward ,ludwig ,,xvi4 eine ,taschenuhr berreicht1 in welcher die ,axe und die ,zhne des ,steigrades aus ,platin gefertigt waren47 ,platindrahtgewebe werden1 durch eine ,wasserstoffgasflamme glhend gemacht1 als ,leuchtmittel 7,platingas7 benutzt4 ,nach ,kraut enthlt mancher ,platindraht ,barium oder eine ,bariumverbindung4 #ag ,ein ,concentrirkessel fr ,schwefelsure 7von ,matthey7 zur tglichen ,concentration von #h ,tonnen 7 #afj ,ctr47 ,schwefelsure kostet bei ,johnson1 ,matthey u4 ,co4 #fb1ejj ,frcs2 ein ,kessel fr #e ,tonnen 7 #ajj ,ctr47 #da1jjj ,frcs4 ,das zu letzterem ,kessel erforderliche ,platin hat einen ,metallwerth von #bg1ejj ,frcs4 ,sidenote3 ,platinlegirungen4 ,das ,platin schmilzt leicht mit den meisten ,metallen zusammen4 ,wichtig ist eine von ,deville dargestellte ,legirung aus #gh1g ,th4 ,platin und #ba1c ,th4 ,iridium1 welche fast nicht von ,knigswasser angegriffen wird und zugleich hart und hmmerbar ist4 ,legirungen mit #aj-ae ,proc4 ,iridium widerstehen den ,reagentien und dem ,feuer weit besser als ,platin1 sie sind strengflssiger als letzteres1 dabei hrter und daher die aus ihnen gefertigten ,gefsse nicht so leicht aus der ,form zu bringen4 ,auch eine ,legirung von #ib ,th4 ,platin1 #e ,th4 ,iridium und #c ,th4 ,rhodium widersteht den ,agentien besser als ,platin 7nach ,chapuis74 ,eine dem ,gold in ,bezug auf ,farbe1 ,glanz und ,dauer hnliche ,legirung besteht nach ,bolzani aus #c ,th4 ,platin und #ac ,th4 ,kupfer4 ,eine ,legirung von ,platin mit ,gold zu chemischen ,gerthen verarbeitet1 soll nach ,percy der ,einwirkung der ,alkalien vortrefflich widerstehen4 ,mit ,stahl nach gleichen ,gewichtsverhltnissen versetzt1 bildet das ,platin eine ,legirung1 die als ,spiegelmetall von keiner anderen ,legirung bertroffen wird2 ihre ,farbe ist weiss und ihr spec4 ,gewicht #i1hfb4 ,sidenote3 ,elaylplatinchlorr4 ,das ,elaylplatinchlorr 7,pt,c#b;,h#c;,cl#b7 wird erhalten1 indem man ,platinchlorid in ,weingeist auflst1 die ,lsung im ,wasserbade verdampft und das ,auflsen und ,abdampfen mehrmals wiederholt4 ,wenn man in die sehr verdnnte ,lsung des ,abdampfungsrckstandes ,gegenstnde aus ,glas oder ,porcellan taucht und dieselben sodann ber der ,lampe erhitzt1 so erhalten sie einen spiegelnden ,ueberzug von metallischem ,platin4 ,eine hnliche ,substanz wendet man zur ,erzeugung von ,platinlster in der ,decoration von ,porcellangegenstnden an4 ,das ,silber4 7,ag #ajh2 spec4 ,gew4 #aj1e-aj1g47 ,sidenote3 ,silber4 ,vorkommen desselben4 ,das ,silber kommt in der ,natur ziemlich hufig1 und zwar theils gediegen 7meist goldhaltig71 theils mit ,arsen1 ,antimon1 ,tellur und ,quecksilber verbunden1 theils als ,schwefelmetall mit anderen ,sulfureten vereinigt1 selten als ,oxyd an ,suren gebunden vor4 ,die am hufigsten vorkommenden ,silbererze sind3 ,das ,silberglaserz oder der ,silberglanz1 ,silbergehalt #hd-hf ,proc4 7,ag#b,s71 das ,dunkel-,rothgltigerz1 ,silbergehalt #eh-ei ,proc4 7#c;,ag#b,s ,sb#b,s#c71 das lichte ,rothgltigerz1 ,silbergehalt #fd-fd1e ,proc4 7#c;,ag#b,s ,as#b,s#c71 der ,miargyrit 7,ag#b,s ,sb#b,s#c71 das ,sprdglaserz 7#f;,ag#b,s ,sb#b,s#c71 ,silbergehalt #fg-fh ,proc41 der ,polybasit 7,ag#b,s1 ,cu#b,s7#i1 ,sb#b,s#c1 ,silbergehalt #fd-gb1fi ,proc41 und das ,weissgltigerz 7,fe,s1 ,zn,s1 ,cu#b,s7#d1 ,sb#b,s#c 7,pb,s1 ,ag,s7#d1 ,sb#b,s#c1 ,silbergehalt #cj-cb1fi ,proc4 ,ausserdem findet sich das ,silber sehr hufig im ,bleiglanz1 dessen ,silbergehalt gewhnlich zwischen #j1ja-j1jc ,proc4 schwankt1 zuweilen #j1e1 selten #a1j ,proc4 erreicht1 in den ,kupfererzen3 ,kupferglanz1 ,kupferkies und ,buntkupfererz mit #j1jbj-a1aja ,proc4 ,silbergehalt1 in den ,fahlerzen 7vergl4 ,s4 #dd71 in den ,zinkerzen3 ,zinkblende und ,galmei u4 s4 w4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,silbers4 ,das httenmnnische ,verfahren der ,darstellung des ,silbers kann geschehen3 ,i4 auf nassem ,wege3 #a7 mittelst ,quecksilber a7 europische b7 amerikanische ,amalgamation2 #b7 mittelst ,auflsung und ,fllung3 a7 ,augustin's ,methode1 b7 ,ziervogel's ,methode1 c7 sonstige ,methoden4 ,,ii4 auf trockenem ,wege3 #a7 ,gewinnung von silberhaltigem ,blei2 #b7 ,abscheidung des ,silbers aus silberhaltigem ,blei3 a7 ,abtreiben auf dem ,treibherde1 b7 ,concentriren des ,silbers im ,werkblei 7,pattinsoniren71 c7 ,entsilberung des ,werkbleies durch ,zink1 d7 ,feinmachen des ,blicksilbers4 ,sidenote3 ,durch ,ausschmelzung4 #a7 ,das ,ausschmelzen des ,silbers aus den ,erzen findet nur selten statt und kann nur mit ,erzen vorgenommen werden1 die sehr reich an gediegenem ,silber sind4 ,sidenote3 ,durch ,ausziehen des ,silbers mittelst ,amalgamation4 ,sidenote3 ,europische ,amalgamation4 #b7 ,die ,gewinnung des ,silbers durch ,quecksilber oder der ,amalgamationsprocess wird nur bei sehr silberarmen ,erzen 7aber auch bei silberhaltigem ,kupferstein1 bei ,speise etc47 angewendet1 die ungefhr #ajj bis #abj ,grm4 im ,zollcentner enthalten4 ,das in ,europa gebruchlich gewesene ,verfahren#ah ist folgendes1 welches in vier ,hauptoperationen3 #a7 in das ,rsten1 #b7 in das ,amalgamiren1 #c7 in die mechanische ,scheidung des ,silberamalgams vom berschssigen ,quecksilber und #d7 in die ,verflchtigung des ,quecksilbers aus dem ,silberamalgam zerfllt4 ,man setzt zu den zu amalgamirenden ,erzen #aj ,proc4 ,kochsalz und rstet das ,gemenge1 um ,antimon und ,arsen zu verflchtigen1 welche im oxydirten ,zustande in besonderen ,rumen aufgefangen werden4 ,durch die gegenseitige ,einwirkung des ,kochsalzes und gersteten ,schwefelkieses1 aus welchem durch das ,rsten schwefelsaures ,eisenoxyd geworden1 entstehen schwefelsaures ,natrium1 ,eisenchlorid und entweichende schweflige ,sure4 ,das ,eisenchlorid giebt sein ,chlor an das ,silber ab und bleibt als ,eisenoxyd zurck4 ,ferner haben sich gebildet schwefelsaures ,kupferoxyd1 schwefelsaures ,eisenoxyd1 welche den noch unvernderten ,theil des ,schwefelsilbers zu schwefelsaurem ,silberoxyd oxydiren1 whrend sie selbst zu ,oxydulsalzen reducirt werden4 ,durch die ,einwirkung des noch unvernderten ,kochsalzes bildet sich ,chlorsilber und schwefelsaures ,natrium4 ,die brigen vorhandenen ,metalle werden ebenso wie das ,silber in ,chlormetalle verwandelt4 ,die braune ,masse wird nach beendigtem ,rsten gemahlen und auf die ,amalgamirfsser gebracht1 in denen sie mit ,wasser1 ,eisenstckchen und ,quecksilber gemengt #af-ah ,stunden lang herumgedreht wird1 indem die ,fsser in jeder ,minute sich #bj-bb ,mal um ihre ,axe drehen4 ,durch das ,eisen werden alle vorhandenen ,metalle regulinisch ausgeschieden1 whrend sich das frei gewordene ,chlor mit dem ,eisen zu ,eisenchlorr verbindet4 ,die reducirten ,metalle verbinden sich mit dem ,quecksilber zu ,amalgam4 #ah ,in ,freiberg trat #aheh die nasse ,silbergewinnung durch ,auslaugen nach ,augustin an die ,stelle der bis dahin blichen ,amalgamation4 ,zur ,verdeutlichung des ,wesens des ,amalgamationsverfahrens nehmen wir an1 es solle aus einem ,silbererz1 bestehend aus3 7,cu#b,s1 ,ag,s1 ,fe,s7 7,as#b,s#c1 ,sb#b,s#c7 nach dieser ,methode das ,silber ausgeschieden werden#ai4 ,nach dem ,rsten 7das bei dem vorliegenden ,beispiele in ,aufnahme von #cj ,mol4 ,sauerstoff besteht7 mit ,kochsalz 7,cl,na7 haben sich folgende ,krper gebildet3 7,cu#b;,cl#b1 ,ag,cl1 ,fe,cl#b7 #c,na#b,,so#d zurckbleibende ,krper ,as#b,o#c ,sb#b,o#c #f,,so#b sich verflchtigende ,krper4 ,in den ,amalgamirfssern verwandeln sich unter ,mitwirkung des ,eisens1 ,quecksilbers und ,wassers die zurckbleibenden ,krper in3 7,cu#b;,cl#b1 ,ag,cl1 ,fe,cl#b7 #c,na#b,,so#d #c;,fe n,hg #c,na#b,,so#d 7,cu1 ,ag1 n,hg7 #d;,fe,cl#b74 ,amalgam4 #ai ,bei diesem ,beispiele ist auf die zugleich sich bildenden flchtigen ,chlorverbindungen 7,chlorschwefel1 ,arsenchlorid1 ,antimonchlorid etc47 keine ,rcksicht genommen worden4 ,wer ausfhrliche ,belehrung ber den ,vorgang bei der obigen ,rstung sucht1 den verweise ich auf das ,werk von ,b4 ,kerl1 ,metallurg4 ,httenkunde1 #ahfa3 ,bd4 ,i4 pag4 #fe2 #ahfe3 ,bd4 ,,iii4 #a4 ,abtheil4 p4 #bag4 ,illustration3 ,fig4 #ed4 ,nach beendigtem ,rotiren sammelt sich das ,amalgam am unteren ,theile der ,fsser an und wird durch den nach unten gerichteten ,spund abgelassen4 ,das ablaufende ,amalgam fliesst durch einen zwillichen ,sack in steinerne ,trge1 das ,silberamalgam concentrirt sich in dem ,sacke1 whrend das flssige ,quecksilber abluft4 ,zur ,trennung des berschssigen ,quecksilbers vom ,silberamalgam wird der ,sack darauf zugeschnrt und zwischen ,brettern ausgepresst4 ,das in dem ,sacke zurckbleibende feste ,amalgam#bj wird zum ,ausglhen auf eiserne ,teller b b 7,fig4 #ed7 gebracht1 welche in der ,mitte einen hohlen ,dorn haben1 sodass ein ,teller auf den anderen gesetzt werden kann4 ,der unterste ,teller b ist auf einer eisernen ,stange c befestigt1 die in der ,mitte eines mit ,wasser angefllten ,kastens d steht1 das ,ganze wird mit einer eisernen ,glocke e bedeckt1 sodass der innere ,raum luftdicht abgesperrt ist4 ,durch ein ausserhalb der ,glocke befindliches ,kohlenfeuer wird das ,quecksilber aus dem ,amalgam dampffrmig ausgetrieben1 das1 keinen ,ausweg findend1 in dem ,wasser des ,kastens d sich condensirt4 ,das ,silber bleibt nebst den anderen in dem ,amalgam enthaltenen ,metallen auf den eisernen ,tellern zurck4 ,durch die ,vorrichtung g kann die ,glocke aufgezogen und niedergelassen werden4 ,es heisst in diesem ,zustande ,tellersilber 7,anquicksilber1 ,amalgamirmetall7#ba4 ,jetzt benutzt man gewhnlich zur ,trennung des ,silbers vom ,quecksilber einen ,apparat1 welcher aus einer weiten gusseisernen1 in einem ,ofen befindlichen ,rhre besteht1 an deren einem ,ende eine rechtwinkelig nach abwrts gebogene ,rhre befestigt ist1 whrend sie an dem anderen ,ende luftdicht verschliessbar ist und mit dem ,amalgam beschickt wird4 ,das nach abwrts gebogene ,rohr fhrt unter ,wasser1 in welchem sich das condensirte ,quecksilber absetzt4 ,in der neueren ,zeit hat man die ,benutzung gespannter ,wasserdmpfe zur ,destillation des ,quecksilbers aus dem ,amalgam empfohlen4 ,um es von dem grssten ,theile der fremden ,metalle zu befreien1 wird das ,tellersilber in ,graphittiegeln1 mit ,kohlenpulver bestreut1 noch einmal umgeschmolzen4 ,selbst nach dem ,umschmelzen 7,raffinatsilber7 enthlt es aber noch #c-e ,loth ,kupfer auf die ,mark1 von welchem es durch ,abtreiben oder durch ,affiniren befreit wird4 #bj ,das feste ,silberamalgam besteht nach ,kersten aus ,silber #aa1j ,quecksilber #hd1b ,kupfer #c1e ,blei #j1a ,zink #j1b #ba ,freiberger ,tellersilber bestand nach ,lampadius aus ,silber #ge1j ,quecksilber #j1g ,kupfer #ba1b ,blei #a1e ,freiberger ,raffinatsilber nach ,plattner aus ,silber #ga1ee ,kupfer #bh1ja ,sidenote3 ,amerikanische ,amalgamation4 ,die amerikanische ,amalgamation ist in ,mexico1 ,peru und ,chile blich4 ,die zur ,amalgamation bestimmten ,silbererze1 hauptschlich ,rothgltigerz1 ,fahlerz1 seltener ,chlorsilber und gediegen ,silber1 werden trocken gepocht1 ohne vorher gewaschen zu werden1 und nachher mit ,wasser gemahlen1 bis sie einen hohen ,grad von ,feinheit erlangt haben1 was zum ,gelingen der ,operation unerlsslich ist4 ,das gepochte ,erz wird in die ,erzmhlen gebracht1 unter deren ,steinen aus ,porphyr oder ,basalt das ,mahlen vor sich geht4 #f-h ,ctr4 ,erz brauchen dazu #bd ,stunden2 die ,arbeiter befeuchten das ,erz von ,zeit zu ,zeit1 damit es die ,consistenz eines dnnflssigen ,schlammes habe4 ,der ,brei gelangt nun auf einen mit ,steinplatten ausgelegten ,hofraum1 der etwas abschssig ist1 damit das ,regenwasser abfliessen kann4 ,nach einigen ,tagen setzt man ,magistral1 d4 i4 gersteten und feingeriebenen ,kupferkies 7,fe,cu,s#b7 hinzu in der ,menge von #a_/b-c ,proc41 lsst auch diesen durch ,treten einkneten und setzt sodann nach und nach ,quecksilber hinzu1 ungefhr das ,sechsfache von dem in dem ,erz befindlichen ,silber 7die ,incorporation74 ,das ,durchtreten wird einen ,tag um den andern #b-e ,monate lang wiederholt1 bis die ,entsilberung beendigt zu sein scheint1 darauf wird der ,quickbrei in ausgemauerten ,cisternen verwaschen1 um das ,amalgam zu scheiden1 welches durch ,pressen in ,zwillichscken vom berschssigen ,quecksilber befreit und destillirt wird4 ,die ,theorie der ,amalgamation ist folgende3 ,der ,kupferkies wird durch das ,rsten in schwefelsaures ,kupferoxyd und schwefelsaures ,eisenoxyd bergefhrt1 welche beiden ,salze sich mit dem ,kochsalze zu ,kupfer- und ,eisenchlorid und schwefelsaurem ,natrium umsetzen4 ,diese beiden ,chloride wirken nun auf das vorhandene metallische ,silber und bilden ,chlorsilber1 whrend sie selbst zu ,chlorren reducirt werden1 whrend das beim ,verwitterungsprocesse gebildete schwefelsaure ,silberoxyd direct mit dem ,kochsalze sich umsetzt4 ,zugleich findet auch eine chlorende ,einwirkung des ,kupfer- und ,eisenchlorides auf das ,schwefelsilber1 sowie auf die brigen ,schwefelmetalle statt4 ,das ,chlorsilber wird vom ,kochsalze aufgelst und das ,silber aus dieser ,lsung durch das ,quecksilber ausgeschieden1 welches letztere in ,quecksilberchlorr bergeht4 ,das reducirte ,silber wird von nicht verndertem ,quecksilber aufgenommen4 ,die amerikanische ,amalgamation ist mit grossem ,zeitaufwande und enormem ,quecksilberverluste 7da fr jedes ,molekl ,silber1 welches aus dem ,chlorsilber reducirt wird1 #a ,molekl ,quecksilberchlorr 7,hg#b;,cl#b7 sich bildet7 verbunden1 dagegen kann man nach dieser ,methode ohne ,brennmaterial und mit geringer ,arbeit ,erze behandeln1 welche so arm sind1 dass die meisten anderen ,methoden nicht anwendbar sein wrden4 ,sidenote3 ,augustin's ,methode der ,silbergewinnung4 ,die lteste hydrometallurgische ,silbergewinnungsmethode ist die von ,augustin -- die sogenannte ,kochsalzlaugerei --2 dieselbe grndet sich auf die ,bildung eines leicht lslichen ,doppelchlorrs1 wenn ,chlorsilber mit einer berschssigen concentrirten ,lsung von ,kochsalz in der ,wrme zusammengebracht wird1 und auf die ,fhigkeit des ,kupfers1 aus der concentrirten ,lsung dieser ,verbindung das ,silber vollstndig abzuscheiden4 ,die durch ,pochen und ,mahlen in ein ,mehlpulver verwandelten1 wesentlich aus ,schwefelkupfer1 ,schwefelsilber und ,schwefeleisen bestehenden ,kupfersteine werden zuerst ohne ,kochsalz gerstet1 dadurch bildet sich zuerst ,eisensulfat1 dann ,kupfersulfat und zuletzt bei hherer ,temperatur ,silbersulfat1 wobei schon alles ,eisensulfat und ein grosser ,theil des ,kupfersulfats bereits zersetzt ist1 sodass das ,rstgut nach ,beendigung des ,vorrstens aus ,eisenoxyd1 ,kupferoxyd1 kleinen ,mengen von ,kupfersulfat besteht4 ,darauf wird durch fortgesetztes ,rsten mit ,kochsalz das ,silbersulfat in ,chlorsilber bergefhrt4 ,das ,rstgut wird mit heisser concentrirter ,kochsalzlsung ausgezogen1 wobei das ,chlorsilber gelst wird4 ,aus der ,flssigkeit scheidet man durch metallisches ,kupfer das ,silber und aus der sich bildenden kupferchlorrhaltigen ,lauge das ,kupfer durch ,eisen ab4 ,sidenote3 ,ziervogel's ,methode der ,silbergewinnung4 ,die ,ziervogel'sche ,silberextractionsmethode oder die ,wasserlaugerei geht anfangs denselben ,weg wie die ,methode ,augustin's1 trennt sich von derselben aber insofern1 als beim ,rsten kein ,kochsalz zugegeben wird4 ,das ,rstgut1 wesentlich aus ,silbersulfat1 wenig ,kupfersulfat1 viel ,kupferoxyd und ,eisenoxyd bestehend1 wird mit heissem ,wasser ausgezogen1 welches das ,silber- und das ,kupfersulfat auflst4 ,aus dieser ,lsung wird das ,silber durch metallisches ,kupfer niedergeschlagen und als ,nebenprodukt ,kupfersulfat erhalten4 ,im ,mansfeld'schen wendet man die ,methode ,ziervogel's schon seit mehreren ,jahren zur ,entsilberung der ,kupfersteine an2 sie ist weniger complicirt und erfordert1 weil das ,auslaugen schneller von statten geht1 weniger ,rstkosten und ,arbeitslohn1 als das ,verfahren von ,augustin1 dagegen ist die ,rstoperation schwieriger auszufhren1 es werden reichere ,steine erfordert und in der ,regel bleiben reichere ,rckstnde4 ,bei ,gegenwart von ,arsen und ,antimon ist ,ziervogel's ,verfahren nicht anwendbar1 weil sich beim ,rsten ,silberarseniat und ,silberantimoniat bilden1 die in ,wasser unlslich sind4 ,ein ,bleigehalt verursacht dagegen leicht ,sinterungen1 wodurch die ,rstung erschwert wird4 ,sidenote3 ,andere ,methoden der hydrometallurgischen ,silbergewinnung4 ,silberextraction mittelst unterschwefligsauren ,natriums und ,chlornatriums4 ,nach v4 ,hauer's ,vorschlag rstet man die ,erze wie nach der europischen ,amalgamation mit ,kochsalz1 um das ,silber in ,chlorsilber zu verwandeln1 und lst letzteres in einer ,lsung von ,natriumdithionit 7,natriumhyposulfit7 auf4 ,aus der ,lsung wird das ,silber durch ,kupfer oder ,zinn niedergeschlagen4 ,auch ,patera schlgt1 veranlasst durch die ,unbequemlichkeit1 mit welcher die ,anwendung einer heissen concentrirten ,kochsalzlsung zur ,silberextraction nach ,augustin's ,verfahren verknpft ist1 ebenfalls ,natriumdithionit vor4 ,aehnliche ,vorschlge sind auch von ,percy gemacht worden1 welcher ausserdem auf die ,anwendbarkeit des ,chlorkalkes und ,chlors zur ,umwandlung des ,silbers in ,chlorsilber aufmerksam macht4 ,schon von ,rivero und ,gmelin wurde vorgeschlagen1 die ,silbererze nach dem ,rsten mit ,kochsalz mit ,ammoniakflssigkeit zu digeriren1 aus der ammoniakalischen ,flssigkeit das ,chlorsilber durch ,schwefelsure zu fllen und durch ,schmelzen mit einem ,flussmittel zu reduciren4 ,erwhnenswerth ist auch die sogenannte ,schwefelsurelaugerei1 bei welcher silberhaltige ,kupfersteine oder auch ,schwarzkupfer mit heisser verdnnter ,schwefelsure behandelt wird1 wobei ,kupfersulfat in ,lsung geht1 das ,silber aber im ,rckstande bleibt1 welcher durch ,verbleien entsilbert wird4 ,sidenote3 ,silbergewinnung auf trockenem ,wege4 ,die ,extraction des ,silbers aus seinen ,erzen mittelst ,blei beruht3 #a7 ,auf der ,eigenschaft des ,bleies1 ,schwefelsilber unter ,bildung von ,schwefelblei und ,abscheidung von metallischem ,silber zu zersetzen3 ,ag#b,s geben ,ag#b,pbn n,pb ,pb,s ,andere dem ,silber beigemengte ,schwefelmetalle1 besonders ,schwefelkupfer und ,schwefeleisen1 werden vom ,blei weniger zersetzt4 ,die ,produkte der ,schmelzung sind silberhaltiges ,blei und silberfreier ,stein1 aus ,schwefelblei1 ,schwefelkupfer und ,schwefeleisen bestehend4 ,die ,ausziehung des ,silbers durch ,blei erfolgt um so vollstndiger1 je kupferrmer die ,erze sind4 #b7 ,auf der zersetzenden ,einwirkung von ,bleioxyd und schwefelsaurem ,bleioxyd auf ,schwefelsilber1 in deren ,folge silberhaltiges ,blei und schweflige ,sure sich bilden3 ,ag#b,s geben ,pb#b;,ag#b und ,ag#b,s geben ,pb,ag #b,pb,o ,,so#b ,pb,s,o#d #b,,so#b #c7 ,auf der reducirenden ,einwirkung von ,blei auf ,silberoxyd oder auf schwefelsaures ,silberoxyd3 #b,pb geben ,pb,o und #c,pb geben ,pb,ag ,ag#b,o ,ag#b,pb ,ag#b,,so#d #b,pb,o #b,,so#b #d7 ,auf der grsseren ,verwandtschaft des ,silbers zum ,blei als zum ,kupfer4 ,wird silberhaltiges ,kupfer mit ,blei zusammengeschmolzen1 so entsteht ein ,gemenge von leichtflssigem silberhaltigem ,blei und einer schwer schmelzbaren ,legirung von ,kupfer und ,blei4 ,ersteres kann von letzterem durch ,aussaigerung getrennt werden4 ,sidenote3 ,gewinnung von silberhaltigem ,blei 7,werkblei74 ,der ,bleiarbeit werden eigentliche ,silbererze1 welche gerstete kiesige ,erze1 silberhaltige ,kupfer- und ,bleierze in gerstetem oder ungerstetem ,zustande1 gersteter silberhaltiger ,scherbenkobalt u4 s4 w4 unterworfen4 ,das ,wesentliche der ,bleiarbeit besteht darin1 dass man die zu entsilbernden ,substanzen mit geschmolzenem ,blei behandelt4 ,es resultirt ebenso wie beim ,zugutemachen von silberhaltigem ,bleiglanz 7vgl4 ,seite #fc7 silberhaltiges ,werkblei4 ,die ,entsilberung des ,werkbleies kann geschehen #a7 auf dem ,treibherde1 #b7 durch das ,pattinsoniren1 #c7 vermittelst ,zink4 ,sidenote3 ,die ,treibarbeit4 ,illustration3 ,fig4 #ee4 ,das ,treiben 7oder ,abtreiben7 auf ,treibherden wird mit dem silberhaltigen ,blei sowol auf den ,silberhttenwerken1 als auf den ,bleihttenwerken vorgenommen4 ,es beruht darauf1 dass das oxydirbare ,blei von den nicht oder nur schwer oxydirbaren ,metallen1 mit denen es gemischt ist1 durch einfache oxydirende ,schmelzung abgeschieden wird1 indem man dafr sorgt1 dass das entstehende ,bleioxyd theils abgezogen wird1 theils in die ,poren des ,treibherdes sich einzieht4 ,die dadurch sich stets erneuernde ,oberflche des ,metallbades wird so lange oxydirt1 als die ,metalllegirung noch ,blei enthlt1 bis zuletzt das ,silber im reinen ,zustande zurckbleibt4 ,der ,treibherd ist ein runder ,geblse-,flammenofen mit einer angebauten ,feuerung ,f 7,fig4 #ee72 der ,herd ,a ist mit einer aus ,blech gefertigten und inwendig mit feuerfestem ,thon ausgeschlagenen ,haube ,b bedeckt1 welche durch die ,vorrichtung ,d aufgehoben und niedergelassen werden kann4 ,der ,herd wird aus ausgelaugter ,asche oder besser aus ,kalkmergel geschlagen1 in der ,mitte befindet sich eine ,vertiefung c zum ,ansammeln des ,silbers1 b ist der ,feuerraum4 ,in dem aus ,bruchsteinen bestehenden1 den ,herd einschliessenden ,raum1 dem ,ofenkranz1 befindet sich #a7 das ,glttloch1 welches mit ,herdmasse whrend der ,arbeit so weit geschlossen gehalten wird1 dass sich dasselbe mit der oberen ,flche des im ,treibofen eingeschmolzenen ,werkbleies im ,niveau befindet1 sodass die ber dem ,metall sich bildende ,gltte abfliessen kann4 ,sobald die ,menge des ,werkbleies abnimmt1 wird der ,herdmasse im ,glttloch durch ,auskratzen derselben ein niedriges ,niveau gegeben2 diese rinnenfrmige ,vertiefung heisst die ,glttgasse2 #b7 das ,blechloch 7,schrloch7 ,p1 in der ,regel gegenber der ,feuerbrcke1 dient zum ,eintragen der ,herdmasse und der ,werke2 #c7 die ,formen des ,geblses a und a'4 ,die ,treibarbeit wird bei gesteigerter ,temperatur so lange fortgesetzt1 bis sich das auf dem ,herde zurckgebliebene ,silber nur noch mit einer dnnen ,schicht von ,bleigltte berzieht1 die ebenso schnell zu verschwinden scheint1 als sie entsteht4 ,das ,entstehen und ,verschwinden des ,hutchens giebt sich durch ein ,farbenspiel1 das ,blicken des ,silbers1 zu erkennen4 ,sobald diese ,erscheinung wahrgenommen wird1 hrt man mit dem ,feuern auf1 khlt das ,blicksilber durch ,besprengen mit ,wasser und hebt es aus dem ,ofen4 ,das abfliessende flssige ,bleioxyd erstarrt beim ,erkalten zu einer blttrig krystallinischen ,masse von gelber oder rthlich gelber ,farbe1 ,bleigltte 7vergl4 ,seite #fe74 ,sidenote3 ,das ,pattinsoniren4 ,das ,pattinsoniren4 ,der ,treibprocess ist bei einem sehr geringen ,silbergehalte des ,bleies nicht mehr lohnend4 ,es gilt im ,allgemeinen als ,regel1 dass ,werkblei mit einem geringeren ,silbergehalt als #j1ab ,proc4 nicht mehr vertrieben werden kann4 ,der ,umstand nun1 dass viele ,bleiglanze ,englands ein ,werkblei geben1 welches nur #j1jc-j1je ,proc4 ,silber enthlt1 mithin nicht treibwrdig ist1 bewog #ahcc ,pattinson in ,newcastle1 ,versuche ber neue ,trennungsmethoden anzustellen1 welche ihn zur ,entdeckung des nach ihm genannten ,krystallisirprocesses fhrten1 durch welchen es mglich geworden ist1 den ,silbergehalt armer ,bleie 7bis herab zu #j1jji ,proc4 ,silber7 so weit zu concentriren1 dass neben hchst silberarmem ,kaufblei treibwrdige ,werke erfolgen4 ,indessen wendet man das ,verfahren auch als ,concentrationsarbeit bei schon treibwrdigem ,blei an4 ,das ,pattinsoniren1 so wie es gegenwrtig 7so zu ,stolberg bei ,aachen1 an der ,lahn1 in ,schlesien1 am ,oberharz etc47 ausgefhrt wird1 grndet sich auf die ,erscheinung1 dass1 wenn man eine hinreichende ,menge von silberhaltigem ,blei in einem eisernen ,kessel einschmilzt und die flssige ,masse gleichmssig sich abkhlen lsst1 in derselben sich kleine ,krystalle 7,octader1 an ihren ,enden verwachsen7 bilden1 deren ,menge fortwhrend zunimmt4 ,werden diese ,krystalle mit ,hlfe eines durchlcherten ,lffels herausgeschpft und untersucht1 so findet man1 dass sie weit rmer an ,silber sind als die ursprngliche ,legirung1 whrend in dem flssig gebliebenen ,theile das ,silber sich concentrirt hat4 ,schmilzt man diese ,krystalle und verfhrt auf gleiche ,art1 so bilden sich von ,neuem ,krystalle1 die abermals silberrmer sind als die frheren4 ,die ersten ,anschsse sind die silberrmsten1 die spteren werden immer silberreicher4 ,das einer ,reihe derartiger ,separationen unterworfene ,blei ist nach ,beendigung der ,arbeit in einen kleinen und reichen ,theil1 ,reichblei 7mit #j1e-a1e ,proc4 ,silber7 und einen grssern1 sehr silberarmen ,theil1 ,armblei 7mit #j1jja bis #j1jjc ,procent ,silber7 getrennt worden4 ,als ,grenze1 bis zu welcher die ,anreicherung des ,silbers im ,blei durch des ,pattinsoniren fortgesetzt werden kann1 sind #b1e ,proc4 ,silber im ,blei anzunehmen4 ,die ,grenze1 bis zu der man in den ,pattinsoniranstalten bei den einzelnen ,krystallisationen mit dem ,ausschpfen der ,krystalle zu gehen pflegt1 ist verschieden2 am gebruchlichsten ist das ,drittel- und das ,achtelsystem4 ,bei ersterem schpft man bei jeder ,krystallisation #b_/c1 bei letzterem #g_/h des ,kesselinhaltes dem ,volumen nach an ,krystallen aus1 sodass resp4 #a_/c und #a_/h flssiges ,blei 7,mutterlauge7 zurckbleibt4 ,die erstere verlangt eine grssere ,anzahl von ,arbeitern und von ,kesseln und ist bei silberreicherem ,blei am ,platze1 das ,achtelsystem dagegen eignet sich besser fr sehr armes ,blei4 ,in neuerer ,zeit hat ,boudchen eine ,modification des ,pattinsonirens eingefhrt1 welche darin besteht1 dass man die ,bleikrystalle nicht ausschpft1 sondern sie in dem ,bade lst und in demselben in ,bewegung erhlt1 damit sie nicht zusammenwachsen und silberhaltiges ,blei einschliessen1 und dass man zuletzt das angereicherte flssige ,blei am ,boden des ,kessels abzieht4 ,in allen ,fllen arbeitet man mit grossen ,massen 7#bjj ,ctr47 damit der ,zeitraum des ,abkhlens mglichst gross sei4 ,das ,reichblei wird abgetrieben 7auf der ,friedrichshtte bei ,tarnowitz geben #ajj ,th4 ,reichblei beim ,abtreiben #a1bh ,th4 ,silber74 ,sidenote3 ,entsilberung des ,werkbleies mittelst ,zink4 ,die ,entsilberung des ,werkbleies durch ,zink ist im ,jahre #ahej von ,parkes in ,vorschlag gebracht1 in jngster ,zeit aber erst durch ,corduri 7in ,toulouse7 u4 ,a4 ausgebildet und in die ,praxis eingefhrt worden4 ,diese ,methode1 die nach dem gegenwrtigen ,standpunkte zu urtheilen 7,mai #ahgj71 das ,pattinsoniren vollstndig verdrngen wird1 grndet sich darauf1 dass #a7 ,blei und ,zink mit einander keine ,legirung bilden2 #b7 die ,verwandtschaft des ,silbers zum ,zink grsser ist als die zum ,blei4 ,man trgt in einen eisernen ,kessel #bj ,ctr4 ,werkblei ein1#bb versetzt diese nach dem ,schmelzen mit #a ,ctr4 geschmolzenem ,zink und lsst es nach gehrigem ,umrhren so lange stehen1 bis das ,zink an der ,oberflche zu einem ,kuchen erstarrt1 den man vom ,bleiherd abhebt4 ,das ,zink wird 7nach dem lteren ,verfahren7 von dem ,silber durch ,destillation geschieden4 ,nach ,beendigung der ,destillation nimmt man die ,rckstnde heraus und treibt1 nachdem man etwas ,blei hinzugefgt hat1 wie gewhnlich auf dem ,treibherde ab4 ,das condensirte ,zink dient zur ,entsilberung neuer ,quantitten ,blei4 ,nach dem neuen 7von ,corduri eingefhrten7 ,verfahren oxydirt man1 zum ,zweck der ,trennung des ,silbers vom ,zink letzteres im glhenden ,zustande durch berhitzten ,wasserdampf 7,zn ,h#b,o ,zn,o ,h#b74 -- ,das bei der ,entsilberung des ,werkbleies durch ,zink zurckbleibende zinkhaltige ,werkblei wird durch ,erhitzen mit ,chlorblei oder einer ,mischung von ,bleisulfat und ,chlornatrium 7oder ,stassfurter ,chlorkalium7 entzinkt1 wobei sich ,chlorzink bildet 7,zn ,pb,cl#b ,zn,cl#b ,pb74 #bb ,auf dem ,httenwerke zu ,call in der ,eifel enthlt das ,werkblei durchschnittlich #j1be ,kil4 ,silber in #ajjj ,kilogr4 ,sidenote3 ,feinbrennen des ,blicksilbers4 ,feinbrennen des ,blicksilbers4 ,das unmittelbar aus den ,erzen gewonnene ,silber1 mag es nun durch ,amalgamation oder durch ,bleiarbeit1 oder endlich durch ,niederschlagen aus seiner ,lsung durch metallisches ,kupfer dargestellt worden sein1 ist niemals rein1 sondern enthlt immer noch mehrere ,procente anderer ,metalle4 ,auch bei der ,treibarbeit wird der ,process nie so lange fortgesetzt1 bis alle fremden ,metalle vollkommen oxydirt wren1 und gewhnlich betrgt der ,silbergehalt des ,blicksilbers oft nicht ganz #ie ,proc4 7in ,tarnowitz1 wie oben bemerkt1 nur #ic1g ,proc474 ,die ,reinigung des ,silbers von allen ,beimischungen anderer ,metalle durch ,oxydation nennt man das ,feinbrennen des ,silbers4 ,enthlt das ,silber nur noch ,blei oder macht letzteres den vorwiegenden ,bestandtheil des fremden ,metalles aus1 so ist das ,feinbrennen nichts als ein fortgesetzter ,treibprocess1 welcher aber nicht auf den grossen ,herden der ,treibfen1 sondern in einem mehr concentrirten ,raume vorgenommen wird4 ,macht dagegen das ,blei nicht den berwiegenden ,bestandtheil der ,verunreinigungen aus1 so wird erst dem ,silber durch ,schmelzen ein ,zusatz von ,blei gegeben und darauf erst die ,oxydation vorgenommen4 ,stets entstehen beim ,feinbrennen kleine ,quantitten von ,bleigltte1 welche man aber nicht wie bei dem ,treibprocess von der ,oberflche des ,silbers ablaufen1 sondern von der gewhnlichen ,masse 7,knochenasche1 ,mergel7 absorbiren lsst1 aus welcher die ,gefsse1 deren man sich zum ,feinbrennen bedient1 gefertigt sind4 ,im ,allgemeinen lassen sich drei ,arten des ,feinbrennens unterscheiden1 nmlich #a7 das ,feinbrennen in ,testen1 ,schalen oder eisernen ,ringen1 welche mit ,knochenasche ausgefttert sind1 vor dem ,geblse2 #b7 das ,feinbrennen unter der ,muffel2 #c7 das ,feinbrennen im ,flammenofen4 ,letzteres ,verfahren ist das vortheilhafteste und einfachste4 #ajj ,th4 ,blicksilber geben #if1h ,th4 ,brandsilber 7mit #ii1i ,proc4 ,silber74 ,sidenote3 ,silberproduktion4 ,die jhrliche ,produktion an ,silber schtzt man 7nach ,angaben von #ahfh7 auf circa #fj ,mill4 ,thaler2 von letzterer ,summe kommen auf ,russland #a1ejj1jjj ,thlr4 ,schweden und ,norwegen #ejj1jjj ,grossbritannien #a1fbj1jjj ,preussen mit dem ,harz #a1djj1jjj ,sachsen #ibj1jjj ,das brige ,deutschland #a1hjj1jjj ,oesterreich #hj1jjj ,frankreich #b1ajj1jjj ,spanien #dbe1jjj ,australien und ,oceanien #d1ijj1jjj ,chile #g1fjj1jjj ,bolivia #fjj1jjj ,peru #e1dhj1jjj ,ecuador #bdj1jjj ,brasilien #ah1jjj ,mexiko #cj1jjj1jjj ,vereinigte ,staaten #fjj1jjj ,sidenote3 ,chemisch reines ,silber4 ,chemisch reines ,silber erhlt man1 indem man kupferhaltiges ,silber in ,salpetersure lst1 aus der ,lsung das ,silber durch ,kochsalz oder ,salzsure fllt und das entstandene ,chlorsilber reducirt4 ,zu diesem ,zwecke trgt man es in schmelzendes kohlensaures ,kali ein oder glht es mit ,colophonium und ,potasche4 ,auf nassem ,wege reducirt man ,chlorsilber1 indem man dasselbe mit ,zink und verdnnter ,salzsure zusammenbringt 7#b;,ag,cl ,zn ,cl,h ,zn,cl#b ,ag#b ,cl,h74 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,silbers4 ,das reine ,silber 7,feinsilber7 ist von rein weisser ,farbe und von starkem ,glanz1 der durch ,politur ausserordentlich erhht wird4 ,auf dem frischen ,bruche hat es ein mehr geflossenes und dichtes1 als ein hakiges ,ansehen4 ,es ist weicher als ,kupfer1 aber hrter als ,gold4 ,im reinen ,zustande ist es am weichsten und besitzt einen dumpfen ,klang4 ,es ist ausserordentlich dehnbar und geschmeidig und bertrifft in dieser ,beziehung mit ,ausnahme des ,goldes alle brigen ,metalle4 ,hchst geringe ,beimischungen anderer ,metalle vermindern die ,dehnbarkeit und ,geschmeidigkeit2 ein ,kupfergehalt ist dagegen nicht nachtheilig1 ein ,goldgehalt sogar vortheilhaft4 ,sehr nachtheilig ist dagegen ein ,gehalt von ,blei und ,antimon4 ,durch ,schmelzen mit ,kohle verliert des ,silber an ,geschmeidigkeit und erhlt bei ,bearbeitung unter dem ,hammer und ,walzwerk ,risse und ,sprnge4 ,durch das ,umschmelzen des ,silbers im ,graphittiegel wird das ,silber in seinen ,eigenschaften nicht verndert4 ,das spec4 ,gewicht des ,silbers ist ungefhr #aj1e und kann durch ,hmmern bis auf #aj1g erhht werden4 ,die absolute ,festigkeit des ,silbers ist geringer als jene des ,kupfers4 ,in der ,wrme dehnt es sich von #j-ajj um #a_/ebd aus und schmilzt bei #iaf 7nach ,deville74 ,bei sehr hoher ,temperatur1 die nur durch das ,knallgasgeblse1 durch ,brennspiegel oder durch galvanische ,batterien hervorgebracht werden kann1 verflchtigt sich das ,silber#bc4 ,im geschmolzenen ,zustande und bei ,luftzutritt absorbirt das ,silber ,sauerstoffgas1 welches erst bei dem ,erkalten des ,silbers1 oft mit ,gerusch und unter ,umherspritzen von flssigem ,silber1 entweicht 7,spratzen oder ,sprtzen des ,silbers74 ,enthlt das ,silber eine geringe ,quantitt ,blei oder etwa #a ,proc4 ,kupfer1 so erstarrt es ruhig mit concaver ,oberflche1 indem es nach dem ,erkalten ein geringeres ,volumen einnimmt als im geschmolzenen ,zustande4 ,das ,silber wird von schwachen ,suren nicht angegriffen1 von ,salpetersure aber schon in der ,klte1 von concentrirter ,schwefelsure beim ,erhitzen gelst4 #bc ,stass 7in ,brssel7 hat neuerdings 7#ahfi7 behufs der ,darstellung von chemisch reinem ,silber durch die ,knallgasflamme #ej ,grm4 ,silber berdestillirt4 ,sidenote3 ,legirungen des ,silbers4 ,das ,silber bildet mit ,blei1 ,zink1 ,wismuth1 ,zinn1 ,kupfer und ,gold ,legirungen1 von denen die mit ,blei fr die ,gewinnung des ,silbers von ,wichtigkeit ist4 ,die wichtigste der ,legirungen ist aber die mit ,kupfer1 weil das reine ,silber als zu weich1 fast nie1 sondern nur mit ,kupfer legirt1 verarbeitet wird4 ,diese ,legirungen sind hrter und klingender als reines ,silber4 ,in ,deutschland bezeichnete man frher allgemein und zuweilen gegenwrtig noch den ,gehalt dieser ,legirungen an reinem ,silber auf die ,weise1 dass man die ,lothe angiebt1 die in der ,mark enthalten sind4 7,eine ,mark #af ,loth2 ein ,loth #ah ,grn47 ,eine feine ,mark #af ,loth ,feinsilber4 ,eine rauhe oder beschickte ,mark enthlt ,kupfer und ,silber in verschiedenen ,verhltnissen2 #ablthig heisst z4 ,b4 ,silber1 das in der ,mark auf #d ,loth ,kupfer #ab ,loth ,silber enthlt4 ,in ,frankreich und seit #ahgj fast allgemein auch in ,deutschland bezeichnet man das ,feinsilber mit #ajjj_/ajjj und deutet den ,feingehalt der ,legirungen durch ,tausendtheile an4 ,wren die ,silbermnzen in allen ,staaten gleichmssig legirt1 so wrde der ,mnzverkehr ausserordentlich einfach sein1 da man dann den ,werth der fremden ,mnzsorten in einheimische nur nach dem ,gewicht zu reduciren brauchte4 ,da dies aber nicht der ,fall ist1 so wird durch den ,mnzfuss eines ,landes der ,feingehalt 7,korn7 und das ,gewicht 7,schrot7 bestimmt und angegeben1 wie viel einer gewissen ,art ,mnzstcke aus einer feinen ,mark geprgt werden sollen4 ,sidenote3 ,mnzgewicht4 ,in ,deutschland war bis zum ,jahre #aheg die klnische ,mark oder ,vereinsmark 7 #bcc1hee ,grm47 das ,mnzgewicht4 ,die feine ,mark ,silber lieferte nach dem #ad ,thalerfusse #ad ,thaler1 #bd-a_/b ,guldenfusse #bd-a_/b ,gulden oder #di halbe ,gulden1 #bj ,guldenfusse #bj ,conventionsgulden4 ,sidenote3 ,neuer ,mnzfuss4 ,nach dem ,wiener ,mnzvertrage vom #bd4 ,januar #aheg gelten in allen deutschen und sterreichischen ,staaten folgende ,bestimmungen3 #a7 ,das ,pfund 7#a_/b ,kilogr47 dient der ,ausmnzung zur ,grundlage4 #b7 ,mit ,festhaltung der reinen ,silberwhrung wird die ,mnzverfassung der betheiligten ,staaten in der ,art geordnet1 dass1 je nachdem in denselben die ,thaler- oder ,guldenrechnung eingefhrt ist1 entweder der #cj ,thalerfuss 7an ,stelle des frheren #ad ,thalerfusses7 zu #cj ,thalern aus dem ,pfunde ,feinsilber1 oder der #de ,guldenfuss zu #de ,gulden aus dem ,pfunde ,feinsilber1 und der #eb-a_/b ,guldenfuss 7an ,stelle des frheren #bd-a_/b ,guldenfusses7 zu #eb-a_/b ,gulden aus dem ,pfunde ,feinsilber1 als ,landesmnzfuss gilt4 #c7 ,unter ,mnzen der ,thalerwhrung sind die des #cj ,thalerfusses1 der sterreichischen ,whrung die des #de ,guldenfusses1 der sddeutschen ,whrung die des #eb-a_/b ,guldenfusses zu verstehen4 #d7 ,der ,feingehalt wird nicht mehr wie frher in ,lothen1 sondern wie in ,frankreich und ,england in ,tausendtheilen ausgedrckt4 #e7 ,das ,mischungsverhltniss der ,vereinsmnzen ist #ijj ,silber1 #ajj ,kupfer4 ,es werden demnach #ac-a_/b doppelte oder #bg einfache ,vereinsthaler #a ,pfd4 wiegen#bd4 ,die ,abweichung im ,mehr oder ,weniger darf im ,feingehalte nie mehr als drei ,tausendtheile1 im ,gewicht aber bei den einzelnen ,vereinsthalern nie mehr als vier ,tausendtheile seines ,gewichtes betragen4 ,die ,feinheit kann mithin #j1hig oder #j1ijc sein2 das ,gewicht von #cj ,vereinsthalern kann #dih oder #ejb ,grm4 7anstatt #ejj ,grm47 ausmachen4 #f7 ,die ,silberscheidemnze wird nie nach einem leichtem ,mnzfusse als #cd-a_/b ,thaler in ,thalerwhrung1 #ea-c_/d ,gulden sterreichischer ,whrung und #fj-c_/h ,gulden sddeutscher ,whrung ausgeprgt4 7,die preussischen #a_/f ,thaler haben einen ,silbergehalt von #j1ebj1 die ,silbergroschen von #j1bbj47 #bd ,ein ,vereinsthaler wiegt somit #ah1eah ,grm4 und enthlt #af1fff ,grm4 ,silber4 ,in den ,lndern des lateinischen ,mnzvereins 7,frankreich1 ,italien1 ,belgien1 ,portugal und ,schweiz71 welchen sich nach der ,revolution von #ahfh auch ,spanien angeschlossen hat1 prgt man aus #a ,kilogr4 ,silber von #ijj_/ajjj #bjj ,franken 7 #bbb-b_/i ,franken aus #a ,kilogr4 ,feinsilber72 die #a und #b ,frankenstcke1 ebenso auch die #ej und #bj ,centimesstcke werden seit #ahfe nur zu #hce_/ajjj ,silbergehalt ausgeprgt4 7#a ,kilogr4 ,silber von #j1ijj #bj ,fnffrankenstcken47 ,in ,england prgt man aus einem ,troy-,pound 7 #cgc1bdh ,grm47 ,silber von #ibe_/ajjj #ff ,schilling1 aus einem ,troy-,pound ,feinsilber #ga-ac_/cg ,schilling4 ,sidenote3 ,legirung der ,silberarbeiter4 ,was die ,legirung der ,silberarbeiter betrifft1 so bestehen in den meisten ,lndern gesetzliche oder usuelle ,legirungsverhltnisse1 aus welchen die ,silberarbeiten gefertigt werden4 ,silber von dem vorgeschriebenen ,feingehalt heisst ,probesilber4 ,es hlt in ,bayern#be1 ,oesterreich #ac ,loth -- ,grn #j1hab ,preussen1 ,sachsen etc4 #ab -- #j1gej ,england #ad #ad1d #j1ibe a4 #ae #c1f #j1iej ,frankreich b4 #ab #ad1d #j1hjj #be ,kosten #ejj ,grm4 ,feinsilber #eb-a_/b fl4 s4 ,w41 so kosten #ejj ,grm4 #aclthiges ,silber 7 #j1hab7 #db1f fl4 7#a_/cb ,pfd4 #a ,loth davon #a1ca fl474 ,seit einiger ,zeit findet die sogenannte ,drittel-,silberlegirung 7tiers-argent71 angeblich aus #a_/c ,silber und #b_/c ,nickel1 aber factisch aus #bg1ef ,proc4 ,silber und #ei ,proc4 ,kupfer1 #i1eg ,proc4 ,zink und #c1db ,proc4 ,nickel bestehend1 in der ,silberarbeiterei ,anwendung4 ,der ,verkaufspreis dieser ,legirung ist #ij ,frcs4 per ,kilogr4 ,die aus derselben gefertigten ,bestecke und ,tafelgeschirre lassen nichts zu wnschen brig1 sie besitzt grssere ,hrte als ,silber und lsst sich trefflich ciseliren4 ,sidenote3 ,silberprobe4 ,um den ,feingehalt einer ,legirung 7vorausgesetzt1 dass dieselbe nur aus ,silber und ,kupfer besteht7 kennen zu lernen1 wendet man #a7 die ,probe auf trockenem ,wege1 die ,kupellation1 #b7 die ,probe auf nassem ,wege1 die ,titrirmethode1 #c7 die ,hydrostatische ,probe an4 ,sidenote3 ,probe auf trockenem ,wege4 ,der eigentlichen ,probe auf trockenem ,wege oder der ,kupellation geht eine approximative ,bestimmung des ,feingehaltes der zu untersuchenden ,probe voran1 die darin besteht1 dass man mit der ,probe einen ,strich auf den ,probirstein 7,basalt1 ,kieselschiefer7 macht und ebenso mit ,probirnadeln1 die aus ,legirungen derselben ,metalle verfertigt und ihrer ,zusammensetzung nach bekannt sind4 ,aus der ,aehnlichkeit der ,farbe der ,striche schliesst man auf die ,aehnlichkeit der ,legirung2 hierbei ist jedoch der ,umstand nicht ausser ,acht zu lassen1 dass die ,oberflche von ,silberlegirungen durch ,ansieden hufig silberreicher gemacht worden ist4 ,darauf schmilzt man die ,legirung auf einer ,kapelle 7d4 h4 einem kleinen ,gefsse1 das aus #c_/d ausgelaugter ,asche von harten ,hlzern und #a_/d gebrannten ,knochen angefertigt ist7 mit ,blei zusammen1 und zwar mit einer um so grsseren ,menge desselben1 je geringer der ,silbergehalt ist4 ,zuerst macht man die ,kapelle in einer ,muffel glhend1 bringt dann das ,blei hinein und wenn dieses geschmolzen ist1 auch die ,silberprobe4 ,kupfer und ,blei oxydiren sich und ziehen sich in die porse ,masse der ,kapelle4 ,wenn die ,oberflche des geschmolzenen ,silbers oxydfrei erscheint1 so ist die ,kupellation beendigt4 ,nach dem ,erkalten wird das ,silberkorn gewogen und daraus der ,feingehalt der ,legirung berechnet4 ,man stellt stets zwei ,proben an1 die1 wenn sie ,gltigkeit haben sollen1 bis auf #a_/aaeb bereinstimmen mssen4 ,sidenote3 ,probe auf nassem ,wege4 ,die ,probe auf nassem ,wege oder die ,titrirmethode wurde wegen der ,ungenauigkeit der ,kupellation auf ,veranlassung der franzsischen ,regierung von ,gay-,lussac ausfindig gemacht4 ,sie ist leichter auszufhren und bis auf #a_/bjjj #a_/bj ,proc4 genau4 ,diese ,methode beruht auf der ,eigenschaft des ,kochsalzes1 das ,silber aus seiner salpetersauren ,lsung als ,chlorsilber niederzuschlagen4 ,da man weiss1 dass #e1dbgd ,grm4 ,kochsalz genau #a ,grm4 ,silber aus seiner ,lsung fllen1 so kann man bei ,anwendung der gewhnlichen ,titrirapparate einen ,schluss auf den ,feingehalt der aufgelsten ,legirung ziehen4 ,sidenote3 ,hydrostatische ,probe4 ,fr diejenigen ,flle1 in welchen die ,silberproben durch ,kupellation und durch ,titriren nicht zulssig sind1 wie z4 ,b4 bei dem geprgten ,gelde1 sucht ,karmarsch die hydrostatische ,probe zu substituiren1 nach welcher durch alleinige ,bestimmung des spec4 ,gewichtes einer ,kupfer-,silberlegirung der ,feingehalt angegeben wird4 ,da ,kupfer und ,silber beim ,legiren sich ausdehnen1 eine ,legirung aber um so dichter wird1 je mehr sie dem mechanischen ,druck unterworfen war1 so liegt darin eine ,unsicherheit der ,basis der hydrostatischen ,silberprobe1 welche die ,probe nicht fr gegossenes und wenig bearbeitetes1 sondern nur ausschliesslich fr geprgtes ,silber anwendbar macht4 ,bei geprgtem ,silber weichen die berechneten ,resultate von der ,probe durch ,kupellation selten mehr als #c ,grn1 d4 i4 #aj1d_/ajjj ab4 ,die empirische ,regel der ,bestimmung des ,silbers nach der hydrostatischen ,methode ist folgende3 ,man subtrahirt von dem gefundenen spec4 ,gewichte der ,legirung die ,zahl #h1had1 hngt dem ,reste zwei ,nullen an und dividirt diese ,zahl1 die jetzt als ,ganzes gilt1 durch #egi4 ,der ,quotient giebt den ,feingehalt in ,grnen an4 ,es sei z4 ,b4 das spec4 ,gewicht einer ,legirung #aj1jgf1 so ist der ,feingehalt derselben #baf ,grn oder #j1gej1 denn3 #aj1jgf - #h1had #a1bea und #abeajj_/egi #baf4 ,sidenote3 ,versilbern4 ,sidenote3 durch ,plattiren1 ,sidenote3 durch ,feuer1 ,sidenote3 auf kaltem ,wege1 ,sidenote3 auf nassem ,wege4 ,das ,ueberziehen von ,metallen mit ,silber oder das ,versilbern kann geschehen #a7 durch ,plattiren1 #b7 durch ,feuer 7,feuerversilberung71 #c7 auf kaltem1 #d7 auf nassem und #e7 auf galvanischem ,wege4 ,um ,kupferblech mit einer ,schicht von feinem ,silber zu berziehen 7,plattiren71 bringt man auf die sorgfltig gereinigte ,oberflche des ,kupfers eine ,auflsung von salpetersaurem ,silberoxyd1 wodurch eine dnne ,silberschicht entsteht4 ,auf diese ,schicht bringt man eine ,silberplatte1 glht beide und streckt sie dann unter ,walzen1 ,kupferdraht lsst sich schon bersilbern1 indem man auf denselben ,silberblech legt und ihn dann heiss durch cannellirte ,walzen gehen lsst4 -- ,das ,versilbern im ,feuer geschieht mit ,hlfe eines ,silberamalgams oder eines ,gemenges von #a ,th4 geflltem ,silber1 #d ,th4 ,salmiak1 #d ,th4 ,kochsalz1 #a_/d ,th4 ,quecksilberchlorid1 das man auf die sorgfltig gereinigte ,oberflche des ,metalles aufreibt2 aus dem ,ueberzuge von ,silberamalgam wird das ,quecksilber durch ,ausglhen entfernt4 ,zum ,versilbern der ,knpfe empfiehlt man einen ,teig von #dh ,th4 ,kochsalz1 #dh ,th4 ,zinkvitriol1 #a ,th4 ,quecksilberchlorid und #b ,th4 ,chlorsilber4 -- ,behufs der ,versilberung auf kaltem ,wege wird die gereinigte ,oberflche des zu versilbernden ,metalles mit einem mit ,wasser angefeuchteten ,gemenge von gleichen ,theilen ,chlorsilber1 ,kochsalz1 #b_/c ,kreide und #b ,th4 ,potasche mittelst eines ,korkes angerieben1 bis die gewnschte ,silberfarbe zum ,vorschein gekommen ist4 ,nach ,prof4 ,stein soll man #a ,th4 salpetersaures ,silberoxyd mit #c ,th4 ,cyankalium zusammenreiben und so viel ,wasser hinzusetzen1 dass ein dicker ,brei entsteht1 welchen man mit einem wollenen ,lappen rasch und gleichfrmig aufreibt4 ,roseleur und ,lavaux empfehlen zu gleichem ,zwecke ein ,bad aus #ajj ,th4 schwefligsaurem ,natrium und #ae ,th4 irgend eines ,silbersalzes4 ,thiede1 ,uhrmacher in ,berlin1 schlug vor1 die ,uhrzifferbltter dadurch mit einer schnen1 matten1 weissen krnigen ,silberschicht zu berziehen1 dass man mittelst ,kupfer geflltes ,silber mit einem ,gemenge von gleichen ,theilen ,kochsalz und ,weinstein mit den ,fingern auf die ,kupfer- und ,bronzeplatten einreiht4 ,um ,eisen zu versilbern1 muss dasselbe erst mit einer ,schicht ,kupfer berzogen werden4 ,bei der auf nassem ,wege bewirkten ,versilberung oder dem ,silbersud wird das zu versilbernde ,metall in eine siedend heisse ,lsung von gleichen ,theilen ,weinstein und ,kochsalz mit #a_/d ,chlorsilber gebracht1 bis die ,versilberung hinreichend eingetreten ist4 ,von der galvanischen ,versilberung1 welche die jetzt allgemein gebruchlichere ist1 wird am ,ende des ,kapitels von den ,metallen die ,rede sein4 ,sidenote3 ,schwarzfrben des ,silbers4 ,das jetzt gebruchliche ,schwarzfrben von silbernen ,gegenstnden1 das sogenannte ,oxydiren oder ,galvanisiren des ,silbers wird entweder durch ,schwefel oder durch ,chlor bewirkt2 ersterer giebt einen blauschwarzen1 letzteres einen braunen ,ton4 ,die ,frbung durch ,schwefel wird durch ,eintauchen des ,gegenstandes in ,schwefelkaliumlsung1 die durch ,chlor durch ,eintauchen in eine ,lsung von ,kupfervitriol und ,salmiak hervorgebracht4 ,sidenote3 ,silbernitrat4 ,sidenote3 ,zeichentinte4 ,das ,silbernitrat 7,silbersalpeter1 ,hllenstein7 ,ag,n,o#c wird aus kupferhaltigem ,silber dargestellt1 indem man dasselbe in ,salpetersure lst1 die ,lsung zur ,trockne verdampft und den ,rckstand bis zum vollstndigen ,zersetzen des salpetersauren ,kupferoxydes erhitzt4 ,die zurckbleibende ,masse wird mit ,wasser ausgezogen1 filtrirt und zum ,krystallisiren abgedampft2 die erhaltenen ,krystalle werden geschmolzen und in ,form von ,stngelchen gebracht4 ,man benutzt das ,silbernitrat zum ,wegbeizen von ,wucherungen in der ,chirurgie1 in grsster ,menge zu photographischen ,zwecken 7in ,berlin wurden im ,jahre #ahfi allein mehr als #aae ,ctr4 ,silber auf ,silbernitrat verarbeitet7#bf und endlich zum ,zeichnen der ,wsche4 ,eine dazu anwendbare ,zeichentinte 7unauslschliche ,tinte7 besteht aus zwei verschiedenen ,flssigkeiten1 wovon die eine1 mit welcher man die zu beschreibende ,stelle befeuchtet1 aus einer ,lsung von ,pyrogallussure in einem ,gemisch von ,wasser und ,weingeist1 die andere1 womit man schreibt1 aus einer mit etwas arabischem ,gummi versetzten ammoniakalischen ,lsung von ,silbersalpeter besteht4 7,das ,anilinschwarz1 auf dem ,gewebe mittelst ,anilinlsung und einer ,lsung von ,kupferchlorid und chlorsaurem ,natrium hervorgerufen1 ist als waschchte ,zeichentinte sehr zu empfehlen74 ,das ,sel ,clment1 welches in neuerer ,zeit fr photographische ,zwecke warm empfohlen wird1 ist ein geschmolzenes ,gemenge von ,silbernitrat mit ,natrium- und ,magnesiumnitrat4 ,es soll vor dem reinen ,silbernitrat mancherlei ,vorzge besitzen4 #bf ,nach einer ,schtzung ist die ,grsse des ,silberverbrauches in der ,photographie gegenwrtig 7#ahgj7 jhrlich in ,deutschland #djj ,ctr4 ,frankreich #djj ,england #djj ,nordamerika #bjj --------- #adjj ,ctr4 im ,werthe von #d1bjj1jjj ,thalern4 ,das ,gold4 7,au #aig2 spec4 ,gew4 #ai1e-ai1f47 ,sidenote3 ,gold1 ,vorkommen und ,gewinnung desselben4 ,das ,gold findet sich fast nur gediegen und zwar als ,berggold auf seiner ursprnglichen ,lagersttte1 meist auf ,gngen1 seltener auf ,lagern1 vorzglich in ,gesellschaft von ,quarz1 ,schwefelkies und ,brauneisenstein2 dann secundr als ,waschgold 7,goldsand7 in ,krnern1 ,blttchen und abgerundeten ,stcken im ,sande der ,flsse und im ,seifengebirge1 dem von ,flssen aufgeschwemmten lockeren ,lande1 dessen ,hauptmasse aus ,thon- und ,quarzsand besteht1 zwischen welchen ,glimmerblttchen1 ,gerlle von ,syenit1 ,chloritschiefer1 ,krner von ,chromeisen und ,magneteisen1 ,spinell1 ,granat u4 s4 w4 sich befinden4 ,im gediegenen ,zustande enthlt es stets mehr oder weniger ,silber1 so das ,elektrum1 das ,palladgold u4 s4 w4 ,nach neueren ,analysen enthielt ,gediegengold aus ,i4 ,,ii4 ,siebenbrgen ,sdamerika ,sibirien ,californien ,australien ,gold #fd1gg #hh1jd #hf1ej #hi1fj #ii1b #ie1g ,silber #ce1bc #aa1if #ac1bj #aj1jf #j1dc #c1i ,eisen und andere ,metalle -- -- #j1cj #j1cd #j1bh #j1b ,ausserdem trifft man das ,gold hufig im gediegenen ,tellur und ,tellursilber1 zuweilen im ,rothgltigerz1 ferner in ,schwefelkies1 ,kupferkies1 im ,antimonglanz1 in der ,zinkblende1 dem ,arsenkies 7z4 ,b4 dem von ,reichenstein in ,oberschlesien7 und nach ,eckfeldt in allen ,arten von ,bleiglanz und in manchen ,thonsorten4 ,afrika1 ,ungarn1 der ,ural1 ,australien und ,amerika1 7,mexico1 ,brasilien1 ,peru1 ,californien1 ,columbien1 ,victoria in ,neuholland etc47 liefern die grsste ,menge des ,goldes4 ,die ,goldausbeute soll nach den vorhandenen 7bis ,ende #ahfi reichenden7 ,angaben betragen #djj ,millionen ,thaler4 ,diese ,summe vertheilt sich etwa in folgender ,weise3 ,californien #ajj1jjj1jjj ,thlr4 ,die brigen ,theile der ,union #de1jjj1jjj ,britisch-,columbia #h1fjj1jjj ,mexiko #ce1jjj1jjj ,sdamerika #bj1jjj1jjj ----------------- ,ganz ,amerika #bjh1fjj1jjj ,thlr4 ,russland #ca1jjj1jjj ,thlr4 ,uebriges ,europa #aj1jjj1jjj ,asien und ,afrika #ad1jjj1jjj ,australien 7,neusdwales1 ,queensland1 ,westaustralien1 ,sdaustralien1 ,victoria7 #aaj1ejj1jjj ,neuseeland und ,tasmanien #ag1jjj1jjj ,alle brigen ,lnder #h1ijj1jjj ----------------- ,summa #aia1djj1jjj ,thlr4 ,im ,ganzen daher #bjh1fjj1jjj ,thlr4 #aia1djj1jjj ----------------- #djj1jjj1jjj ,thlr4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,goldes aus dem ,goldsande durch ,waschen4 ,sidenote3 durch ,quecksilber1 ,sidenote3 durch ,verschmelzen1 ,sidenote3 durch ,behandeln mit ,alkali4 ,sidenote3 ,aus eingesprengtem ,golde4 ,die ,gewinnung des ,goldes richtet sich nach der ,art des ,vorkommens4 ,die grsste ,menge des circulirenden ,goldes wird aus dem ,goldsande oder verwitterten goldhaltigen ,felsarten durch ,auswaschen des ,waschgoldes gewonnen4 ,man nimmt das ,waschen hufig in hlzernen ,npfen oder in ,krbisflaschen vor1 die mit dem goldhaltigen ,sand angefllt sind2 man schttelt diesen ,sand so lange mit ,wasser1 bis die grsste ,menge fortgewaschen ist4 ,in anderen ,districten geschieht das ,waschen in ,wiegen auf schiefgestellten ,tafeln1 ,wasch- oder ,schlmmherden4 ,das so erhaltene ,gold ist nicht rein1 sondern mit ,krnern von ,titaneisen1 ,magneteisen u4 s4 w4 vermischt4 ,die ,ausziehung des ,goldes aus dem ,goldsande durch ,quecksilber wird in sogenannten ,quick- oder ,goldmhlen vorgenommen1 in welchen der durch ,wasser aufgeschwemmte ,sand in vielfache ,berhrung mit dem ,quecksilber kommt4 ,durch ,zusatz von etwas ,natrium zum ,quecksilber 7,natriumamalgamation7 wird nach den ,versuchen von ,h4 ,wurtz die ,extraction des ,goldes erleichtert und vervollstndigt4 ,das erhaltene ,goldquecksilber wird durch ,pressen in ,beuteln von ,leder1 ,barchent oder ,zwillich vom berschssigen ,quecksilber befreit und das zurckbleibende ,amalgam in eisernen ,retorten oder ,glockenfen geglht4 ,am vollstndigsten wird das ,gold aus dem ,goldsande durch ,ausschmelzen gewonnen1 wobei man #be-cj ,mal mehr ,gold als durch ,verwaschen gewinnt4 ,man verschmilzt den ,goldsand in ,eisenhochfen mit ,flussmitteln auf goldhaltiges ,roheisen und scheidet daraus das ,gold mittelst ,schwefelsure ab4 ,nach dem ,vorschlage von ,hardings soll man das ,gold aus goldfhrenden ,quarzen dadurch gewinnen1 dass man den ,quarz unter ,hochdruck in ,alkalilauge lst1 wodurch sich als ,nebenprodukt ,wasserglaslsung bildet4 ,befindet sich ,gold eingesprengt in ,kupfer- und ,bleierzen1 so behandelt man diese ,erze auf gewhnliche ,weise1 d4 h4 man rstet sie und wscht sie aus4 ,bei goldreichen ,erzen wendet man die ,amalgamation an4 ,in anderen ,fllen wendet man die ,eintrnkungsarbeit an1 welche darin besteht1 dass man die goldhaltigen ,schwefelmetalle rstet und schmilzt4 ,den erhaltenen ,rohstein1 in welchem sich das ,gold angesammelt befindet1 rstet man abermals1 schmilzt ihn nach dem ,rsten mit ,bleigltte zusammen1 welche das in dem ,rohstein enthaltene ,gold in sich aufnimmt und von letzterem durch ,abtreiben auf dem ,treibherde geschieden wird4 ,sidenote3 ,extraction des ,goldes aus armen gldischen ,erzen4 ,bei der ,extraction armer gldischer ,erze1 z4 ,b4 der ,arsenabbrnde von ,reichenstein in ,schlesien1 hat man die ,behandlung derselben mit ,chlorwasser oder einer angesuerten ,chlorkalklsung in ,anwendung gebracht4 ,das ,gold lst sich in dem ,chlorwasser als ,goldchlorid 7,au,cl#c7 auf1 und wird aus der ,lsung durch ,eisenvitriol 7oder durch ,schwefelwasserstoff7 niedergeschlagen4 ,diese ,methode1 von ,plattner ermittelt und von ,th4 ,richter1 ,georgi und ,duflos geprft1 drfte manche bisher gebruchliche ,extractionsmethoden des ,goldes zu verdrngen im ,stande sein4 ,nach ,allain kann man aus ,kiesen1 welche zuvor gerstet und durch ,behandlung mit ,schwefelsure von ,eisen1 ,zink1 ,kupfer etc4 befreit worden sind1 mittelst ,chlorwasser noch #a_/aj1jjj ,gold extrahiren4 ,sidenote3 ,goldscheidung4 ,das nach vorstehenden ,methoden erhaltene ,gold enthlt kleine ,beimischungen von anderen ,metallen und stets ,silber4 ,um das ,gold von diesen ,beimischungen zu scheiden1 wendet man folgende ,methoden an3 #a7 die ,goldscheidung durch ,schwefelantimon 7,sb#b,s#c72 #b7 die ,goldscheidung durch ,schwefel und ,bleigltte2 #c7 die ,goldscheidung durch ,cementation2 #d7 die ,scheidung in die ,quart 7,quartation72 #e7 die ,goldscheidung durch ,schwefelsure 7,affinirung74 ,da die letztere ,methode der ,goldscheidung alle brigen verdrngt hat1 so wird es hinreichend sein1 die vier ersten nur kurz zu erwhnen4 ,sidenote3 ,durch ,schwefelantimon4 #a7 ,die ,goldscheidung durch ,schwefelantimon oder das ,giessen des ,goldes durch ,spiessglanz geht vor sich1 indem man die ,goldlegirung 7,gold1 ,silber1 ,kupfer u4 a471 die mindestens #fj ,proc4 enthlt1 in einem ,graphittiegel bis zum ,schmelzen erhitzt und dann gepulvertes ,schwefelantimon 7in der ,menge von #b ,th4 auf #a ,th4 der ,legirung7 eintrgt4 ,die geschmolzene ,masse wird in eine mit ,oel ausgestrichene gusseiserne ,form gegossen4 ,nach dem ,erkalten findet man die ,masse in zwei ,schichten gesondert1 von denen die obere1 das ,plachmal 7,plagma7 aus ,schwefelsilber1 ,schwefelkupfer und ,schwefelantimon1 die untere aus dem ,knig 7dem ,antimongold7 besteht4 ,durch ,wiederholung dieses ,processes wird das ,plachmal von noch beigemengtem ,golde befreit4 ,das ,gold aus dem ,knig wird vom ,antimon durch ,erhitzen der ,legirung unter der ,muffel oder vor dem ,geblse1 wobei das ,antimon wegraucht1 getrennt1 und das zurckbleibende ,gold mit ,borax1 ,salpeter und ,glaspulver zusammengeschmolzen4 ,sidenote3 ,durch ,schwefel4 #b7 ,die ,goldscheidung durch ,schwefel und ,bleigltte 7,scheidung durch ,guss und ,fluss1 ,pfannenschmied'scher ,process7 bezweckt nicht die vollstndige ,trennung des ,goldes von seinem ,legirungsmetall 7,silber1 ,kupfer71 sondern nur das ,concentriren in einer geringeren ,quantitt ,silber1 als in der ursprnglichen4 ,die ,goldscheidung durch ,schwefel ist demnach eine ,concentrationsarbeit1 eine ,vorbereitungsarbeit fr die ,scheidung auf nassem ,wege1 besonders fr die ,scheidung durch die ,quart4 ,die ,absicht bei dieser ,scheidung ist demnach nur die ,ersparung an ,salpetersure4 ,es wird die granulirte goldhaltige ,legirung mit #a_/g ,th4 befeuchteten ,schwefelpulvers in einen glhenden ,graphittiegel eingetragen und mit ,kohlenpulver bedeckt4 ,der ,tiegel wird #b-b-a_/b ,stunden in einer schwachen ,glhhitze erhalten und dann bis zum ,schmelzen erhitzt4 ,enthielt die ,legirung grssere ,mengen ,gold1 so sondert sich jetzt ein goldreiches ,silber ab1 whrend nur eine sehr kleine ,menge des ,goldes in dem ,plachmal zurckbleibt4 ,war die ,legirung dagegen sehr arm an ,gold1 so findet eine derartige ,absonderung entweder gar nicht oder nur unvollstndig statt4 ,um diese zu bewirken1 streut man auf die geschmolzene ,masse ,bleigltte 7auf jede ,mark ,silber #a- #a-a_/b ,loth71 deren ,sauerstoff einen ,theil des ,schwefelsilbers zu schwefliger ,sure verbrennt1 whrend die freigewordene1 quivalente ,quantitt ,silber mit dem grssten ,theil des ,goldes ausfllt4 ,das reducirte ,blei schmilzt mit den ,schwefelmetallen zusammen4 ,sidenote3 ,durch ,cementation4 #c7 ,bei der ,goldscheidung durch ,cementation wird die goldhaltige ,legirung in feinen ,granalien oder in ,gestalt dnner ,bleche mit ,cementpulver 7aus #d ,th4 ,ziegelmehl1 #a ,th4 ,kochsalz und #a ,th4 geglhtem ,eisenvitriol bestehend7 in einem ,tiegel 7der ,cementirbchse7 geschichtet und derselbe einer allmlig gesteigerten1 mehrstndigen ,hitze ausgesetzt4 ,durch ,einwirkung des ,eisenvitriols auf ,kochsalz entwickelt sich ,chlor1 welches das ,silber in ,chlorsilber umwandelt1 das ,gold aber nicht angreift4 ,das ,chlorsilber wird von dem ,ziegelmehl aufgesogen4 ,nach dem ,erkalten kocht man die ,masse mit ,wasser aus1 um die ,goldgranalien und ,bleche zu gewinnen4 ,unlngst 7#ahfi7 hat ,f4 ,b4 ,miller 7in ,sidney7 auf die ,eigenschaft des ,chlorgases auf ,gold bei hherer ,temperatur nicht einzuwirken1 ,silber1 ,kupfer und andere ,metalle dagegen in ,chlormetalle berzufhren1 eine neue ,methode der ,goldscheidung gegrndet4 ,sidenote3 ,scheidung in die ,quart4 #d7 ,die ,scheidung auf nassem ,wege oder die ,scheidung in die ,quart oder die ,quartation hat davon ihren ,namen1 dass man frher annahm1 dass1 wenn man die ,scheidung des ,goldes vom ,silber auf nassem ,wege vornehmen wolle1 der ,silbergehalt das ,dreifache des ,goldgehaltes betragen msse4 ,m4 von ,pettenkofer's ,untersuchungen haben aber gezeigt1 dass die doppelte ,menge von ,silber hinreichend sei1 um durch gehrig concentrirte ,salpetersure1 durch hinreichendes ,kochen aus einer ,legirung von ,gold und ,silber letzteres aufzulsen4 ,man schmilzt bei dieser ,scheidung die ,legirung mit der erforderlichen ,menge ,silber zusammen1 granulirt das ,metallgemisch und bergiesst es in einem ,platinkessel mit vollkommen chlorfreier ,salpetersure von #a1cbj spec4 ,gewicht4 ,silber wird gelst1 whrend ,gold zurckbleibt4 ,das ,gold wird in einem ,tiegel mit ,borax und ,salpeter umgeschmolzen4 ,sidenote3 ,goldscheidung durch ,schwefelsure4 #e7 ,die ,goldscheidung durch ,schwefelsure oder die ,affinirung ist schon in der ,krze bei dem ,kupfervitriol 7s4 ,s4 #ef7 angegeben worden4 ,sie empfiehlt sich vor der ,quartation mittelst ,salpetersure durch grssere ,einfachheit1 ,wohlfeilheit und durch den ,umstand1 dass man mit ,hlfe dieser ,methode ,legirungen von fast jedem ,goldgehalte scheiden kann4 ,um sie auszufhren1 darf die ,legirung nicht ber #bj ,proc4 ,gold und #aj ,proc4 ,kupfer enthalten4 ,am vortheilhaftesten soll nach den ,erfahrungen von ,m4 v4 ,pettenkofer die ,scheidung mit einer ,legirung vor sich gehen1 die in #af ,th4 nicht viel mehr als #d und nicht viel weniger als #c ,th4 ,gold1 das brige ,silber und ,kupfer enthlt4 ,meist wird die ,legirung in ,form von ,granalien angewendet4 ,zur ,auflsung dienten frher ,platingefsse1 jetzt wendet man allgemein gusseiserne ,kessel oder ,porcellangefsse an4 ,die zur ,scheidung angewendete ,schwefelsure muss ein spec4 ,gewicht von #a1hdh haben4 ,man bergiesst in dem ,gefsse #a ,molek4 der ,legirung mit #b ,molek4 an ,schwefelsure und erhitzt1 bis nach #ab ,stunden die ,lsung des ,silbers und des ,kupfers vollstndig vor sich gegangen ist4 ,die whrend dieser ,operation sich entwickelnden ,dmpfe von ,schwefelsure und schwefliger ,sure werden entweder in eine ,esse abgeleitet oder besser noch1 wie von ,poizat bei ,paris zur ,fabrikation von ,schwefelsure oder auch zur ,herstellung von ,antichlor verwendet4 ,wenn alles ,silber in ,sulfat umgewandelt worden ist1 wird die ,lsung in eine ,bleipfanne abgegossen1 das darin zu einem ,krystallbrei erstarrte ,silbersulfat wird mit einem eisernen ,spaten ausgestochen und in bleierne1 mit heissem ,wasser gefllte ,fllpfannen gethan 7#a ,th4 ,silbersulfat lst sich in #hh ,th4 siedendem ,wasser74 ,das ,ausfllen des ,silbers geschieht durch ,kupferblechstreifen4 ,die entstehende ,lsung von ,kupfersulfat wird1 nachdem die freie ,schwefelsure durch ,kupferoxyd neutralisirt worden ist1 auf ,kupfersulfat verarbeitet4 ,das ungelst zurckbleibende ,gold wird durch ,kochen mit ,natriumcarbonat und ,behandlung mit ,salpetersure von beigemengtem ,eisenoxyd1 ,schwefelkupfer1 ,bleisulfat befreit1 getrocknet und mit etwas ,salpeter umgeschmolzen4 ,die ,anwendung dieser ,scheidungsart hat es mglich gemacht1 kupferhaltiges ,silber mit einem ,goldgehalte von #a_/ab-a_/aj ,proc41 den man in allen lteren ,silbermnzen findet1 zu affiniren4 ,nach ,m4 v4 ,pettenkofer's ,untersuchungen enthlt das auf diese ,weise erhaltene ,gold noch etwas ,silber und ,platin 7#ig1j ,th4 ,gold1 #b1h ,th4 ,silber und #j1b ,th4 ,platin71 von welchen ,metallen es durch ,umschmelzen mit ,salpeter und ,natriumbisulfat befreit wird4 ,die ,pariser ,affiniranstalten liefern dem ,eigenthmer des zu affinirenden goldhaltigen ,silbers sowol das ,silber1 als auch das abgeschiedene ,gold zurck und erhalten fr ihre ,arbeit nur das in der ,legirung enthaltene ,kupfer nebst #e-e-a_/b ,franken fr das ,kilogramm des affinirten ,metalles4 ,enthlt die ,legirung weniger als #a_/aj ,gold1 so behalten sie #a_/bjjj des ,goldes und alles ,kupfer1 liefern dagegen alles brige ,gold und alles ,silber ab und zahlen ausserdem eine ,prmie von #ge ,centimes auf das ,kilogramm feingemachten ,metalles4 ,verlangt der ,eigenthmer alles ,gold und ,silber zurck1 so berechnet der ,affineur #b ,franken #aj-fh ,centimes 7je nach dem ,cours des ,silbers7 pro ,kilogramm und behlt ausserdem das ,kupfer4 ,fr das ,affiniren von silberhaltigem ,gold zahlt man in ,paris ebenfalls #e ,franken pro ,kilogramm4 ,in ,paris und ,umgegend werden jhrlich fr #acj ,mill4 ,franken fr die ,bank von ,frankreich1 fr die ,mnze und fr die ,privatspeculation affinirt4 -- ,die badische ,regierung bergab einer ,scheideanstalt in ,frankfurt a4 ,m4 den ,kronenthaler 7eine ,geldmnze1 die laut ,mnzvereinbarung vom #g4 ,august #aheh bis zum ,jahre #ahfd aus dem ,verkehr verschwunden sein musste7 zum ,einschmelzen unter folgenden ,bedingungen3 #a7 ,fr ,schmutz wird #a_/ajjj in ,abzug gebracht2 #b7 ,der ,feingehalt der ,kronenthaler wird nach der ,probe zu #j1hgf 7d4 h4 in #a ,kilogr4 ,kronenthaler #hgf ,grm4 ,feinsilber7 berechnet2 #c7 ,die ,rcklieferung geschieht in ,barren zu #j1iij-j1iih ,feingehalt2 #d7 fr das ,gold1 das die ,scheideanstalt aus #a ,kilogr4 ,silber zieht1 hat sie #cj ,kreuzer 7 #a ,frank #g ,centimes7 zu vergten2 der ,mehrbetrag an ,gold ist das1 was sie daran verdient4 ,sidenote3 ,chemisch reines ,gold4 ,um chemisch reines ,gold zu erhalten1 lst man ,gold in ,knigswasser auf1 dampft die ,lsung zur ,trockne1 lst das zurckbleibende ,goldchlorid in ,wasser und fllt das ,gold daraus durch ,eisenvitriollsung3 ,goldchlorid #b7;,au,cl#c7 ,gold #b;,au ,eisenvitriol #f;,fe,s,o#d geben ,schwefelsaures ,eisenoxyd #b;,fe#b #c,,so#d ,eisenchlorid ,fe#b;,cl#f ,nach ,jackson erhlt man das ,gold in ,gestalt eines gelben ,schwammes1 wenn man zu concentrirter ,goldchloridlsung kohlensaures ,kali und eine ziemliche ,menge krystallisirter ,oxalsure setzt und die ,lsung rasch bis zum ,sieden erhitzt2 ,goldchlorid #b7;,au,cl#c7 ,gold #b;,au ,oxalsure #c;,c#b;,h#b,o#d geben ,salzsure #f;,cl,h ,kohlensure #f;,,co#b4 ,auch das ,wasserstoffsuperoxyd schlgt 7nach ,reynolds7 das ,gold aus der sauren ,lsung in schnen metallglnzenden ,flittern nieder3 ,goldchlorid #b7;,au,cl#c7 ,gold #b;,au ,wasserstoffsuperoxyd #c;,h#b,o#b geben ,salzsure #f;,cl,h ,sauerstoff #f,o4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,goldes4 ,man wendet zum ,fllen des ,goldes zuweilen auch ,chlorantimon oder ,chlorarsen an4 ,das nach dem einen oder dem anderen ,verfahren erhaltene ,gold wird in einem ,graphittiegel unter einer ,boraxdecke umgeschmolzen4 ,die ,farbe des ,goldes ist allgemein bekannt1 aber schon hchst geringe ,mengen anderer ,metalle knnen die goldgelbe ,farbe dieses ,metalls modificiren4 ,durch ,poliren nimmt es hohen ,glanz an4 ,an ,hrte bertrifft es nur wenig das ,blei1 dagegen ist es das geschmeidigste aller ,metalle4 ,neben der ,geschmeidigkeit und ,dehnbarkeit besitzt das ,gold grosse absolute ,festigkeit1 welche jener des ,silbers fast gleich kommt4 ,die ,elasticitt ist unbedeutend1 daher es auch wenig ,klang besitzt4 ,das spec4 ,gewicht des ,goldes geht von #ai1be im gegossenen und nicht ausgestreckten ,zustande bis #ai1ee1 selbst bis zu #ai1f1 wenn es durch ,bearbeitung verdichtet worden ist4 ,gold dehnt sich beim ,erwrmen von #j bis #ajj um #a_/fhb aus1 schmilzt bei #ajcg 7nach ,deville7 und zieht sich nach dem ,guss in den ,formen stark zusammen1 woraus hervorgeht1 dass es im geschmolzenen ,zustande betrchtlich ausgedehnt worden sein muss4 ,schmelzendes ,gold leuchtet mit meergrner ,farbe4 ,die ,eigenschaft des ,goldes1 an der ,luft1 im ,wasser und bei der ,berhrung mit allen ,suren1 mit ,ausnahme des ,knigswassers1 unverndert zu bleiben1 erhht den ,werth des ,goldes betrchtlich4 ,nach ,versuchen von ,hatchett vermindern schon sehr kleine ,mengen von ,blei1 ,antimon und ,wismuth die ,dehnbarkeit des ,goldes2 die brigen technisch wichtigen ,metalle folgen bezglich ihres ,einflusses auf die ,dehnbarkeit in nachstehender ,reihe3 ,arsen1 ,zink1 ,nickel1 ,zinn1 ,platin1 ,kupfer und ,silber1 so dass in der ,that nur zwei ,metalle1 ,kupfer und ,silber1 existiren1 welche mit dem ,golde legirt werden knnen1 um ihm mehr ,hrte zu ertheilen1 ohne seine ,dehnbarkeit merklich zu beeintrchtigen4 ,unter allen ,metallen hat das ,gold die grsste ,verbindungsfhigkeit mit dem ,quecksilber4 ,das zu dnnen ,blttern ausgeschlagene ,gold lsst das ,licht1 je nach dem ,grade seiner ,ausplattung1 bald mit blauer1 bald mit grner ,farbe durchfallen4 ,sidenote3 ,legirungen des ,goldes4 ,feines ,gold wird seiner ,weichheit wegen nicht verarbeitet2 es wird nur zum ,blattgold und zum ,malen und ,decoriren von ,glas oder ,porcellan angewendet#bg4 ,das so verarbeitete ,gold ist stets mit ,kupfer oder mit ,silber legirt1 ein solches ,gemisch ist weit hrter als feines ,gold4 ,man berechnet die ,goldlegirungen nach ,karat und ,grn2 man theilt die ,mark #a_/b ,pfund in #bd ,karate1 den ,karat in #ab ,grn4 ,unter #ahkartigem ,golde versteht man solches1 das auf die ,mark #ah ,karat ,gold und #f ,karat ,kupfer oder ,silber enthlt4 ,die ,kupferlegirung wird die rothe ,karatirung1 die ,silberlegirung die weisse ,karatirung genannt2 eine ,legirung mit beiden ,metallen heisst gemischte ,karatirung4 ,diese verschiedenen ,legirungen werden behufs der ,verarbeitung zu ,goldarbeiten1 nach gesetzlichen ,bestimmungen dargestellt4 ,so verarbeitet man in ,frankreich #ah1 #bj und #bbkartiges1 in ,deutschland #h1 #ad und #ahkartiges ,gold4 ,zu leichteren ,waaren verarbeitet man oft auch #fkartiges 7,joujou-,gold71 oder noch schlechteres1 wobei dem usseren ,ansehen durch ,vergoldung nachgeholfen werden muss4 ,die sterreichischen ,ducaten haben einen ,feingehalt von #bc ,karat #i ,grn1 die hollndischen von #bc ,karat #f-f1i ,grn1 die engl4 ,victoria's #bb ,karat1 die preussischen ,wilhelmsd'or #ba-b_/c ,karat1 die ,zwanzigfrankenstcke 7#f1dea ,grm4 zu #ijj_/ajjj ,feingehalt7 #ba ,karat #g-a_/e ,grn4 ,nach dem ,wiener ,mnzvertrage vom #bd4 ,januar #aheg werden in allen deutschen und sterreichischen ,staaten ,vereinshandelsmnzen in ,gold unter der ,benennung ,krone und ,halbe ,krone ausgeprgt und zwar #a7 die ,krone zu #aj ,gramm ,feingold1 #b7 die ,halbe ,krone zu #e ,gramm ,feingold4 ,das ,mischungsverhltniss dieser ,goldmnze ist ,gold #ijj ,kupfer #ajj ,es werden demnach #de ,kronen und #ij ,halbe ,kronen ein ,pfund 7 #ejj ,gramm7 wiegen4 7,das ,werthverhltniss von ,silber und ,gold ist etwa #a 3 #ae1c bis #a 3 #ae1e47bh #bg ,das ,gold wird zur ,decoration von ,thonwaaren in grsserer ,menge verbraucht als man sich vorstellen mag4 ,im ,jahre #ahfi wurden in ,england allein 7hauptschlich in den ,potterien ,staffordshire's7 fr diesen ,zweck nahezu fr #cej bis #djj1jjj ,thaler ,gold consumirt4 #bh ,nach dem internationalen ,mnzvertrage vom #bc4 ,decbr4 #ahfe ist in den ,lndern des lateinischen ,mnzvereins 7,frankreich1 ,spanien1 ,portugal1 ,belgien1 ,italien und ,schweiz7 das ,preisverhltniss zwischen ,gold und ,silber zu #a 3 #ae-a_/b angenommen4 ,in ,frankreich ist jedoch die praktische ,werthrelation beim ,austausch von fremdem ,silber gegen franzsisches ,gold -- in ,folge der ,kosten der ,umprgung1 die gegenwrtig 7#ahgj7 #c_/d ,proc4 betragen -- nicht #a 3 #ae1ej1 sondern wie #a 3 #ae1fa4 ,der ,mnzverein umfasst 7nach der ,einverleibung ,venetien's in ,italien und nachdem nach der ,vertreibung der ,bourbonen auch in ,spanien wirthschaftlich geordnetere ,verhltnisse ,platz gegriffen haben7 heute #ij ,millionen europische ,staatsangehrige4 ,sidenote3 ,frben des ,goldes4 ,alle ,goldlegirungen zeigen nach dem ,poliren eine ,farbe1 welche von der des reinen ,goldes verschieden ist1 sie erscheinen rthlichweiss oder blassgelb4 ,um diesen ,legirungen nun die hochgoldgelbe ,farbe des ,goldes zu ertheilen1 pflegt man sie durch ,kochen in einer ,flssigkeit 7,goldfarbe71 aus ,kochsalz1 ,salpeter und ,salzsure bestehend1 zu frben4 ,die ,wirkung der ,goldfarbe beruht auf ihrer ,eigenschaft1 durch das aus ihr sich entwickelnde ,chlor aus dem vergoldeten ,gegenstand etwas ,gold aufzulsen und es sodann als ein dnnes ,hutchen reinen ,goldes auf der ,oberflche wieder abzusetzen4 ,der ,zweck des ,frbens kann eben so gut durch eine schwache galvanische ,vergoldung erreicht werden4 ,sidenote3 ,goldprobe4 ,um den ,feingehalt einer ,goldlegirung zu ermitteln1 bedienen sich die ,goldarbeiter des ,probirsteines und der ,probirnadeln 7siehe ,seite #ajg71 und behandeln den ,strich mit verdnntem ,knigswasser1 um aus dem ,verschwinden oder ,unverndertbleiben einen ,schluss auf den ,goldgehalt zu ziehen4 ,wie sich von selbst versteht1 kann diese ,methode nur annhernde ,resultate geben2 man hat ferner dabei zu bercksichtigen1 dass die ,oberflche der zu prfenden ,legirung durch ,frben und ,ansieden hufig goldreicher gemacht worden ist1 dass also1 bei ,bijouteriearbeiten namentlich1 die ersten ,striche auf dem ,probirsteine nicht entscheiden4 -- ,am besten nimmt man die ,goldprobe durch ,kupellation vor4 ,zu diesem ,zwecke schmilzt man das goldhaltige ,korn1 je nach seiner ,farbe1 mit dem dreifachen1 doppelten oder gleichen ,gewichte an ,silber und mit ungefhr der zehnfachen ,menge an ,blei zusammen1 und treibt dann ab4 ,nach dem ,abtreiben plattet man das silberhaltige ,korn aus und digerirt das ,blech mit ,salpetersure1 das zurckbleibende ,gold wird ausgewaschen1 getrocknet1 geglht und gewogen4 ,sidenote3 ,technische ,anwendung des ,goldes4 ,man wendet das ,gold bekanntlich an zu ,gerthen1 ,schmucksachen1 zu ,mnzen und zum ,ueberziehen metallener ,gegenstnde mit ,gold 7,vergoldung72 die ,bedeutung desselben in der ,porcellan- und ,glasmalerei wurde schon erwhnt4 ,sidenote3 ,vergolden4 ,das ,vergolden geschieht entweder durch ,blattgold1 auf kaltem ,wege1 auf nassem ,wege1 durch die ,feuervergoldung oder auf galvanischem ,wege4 ,sidenote3 ,vergolden durch ,blattgold4 ,mit ,blattgold 7geschlagenem ,gold7 vergoldet man ,holz1 ,stein und dergl4 ,das zu diesem ,zwecke angewendete ,blattgold wird dargestellt1 indem man feines ,gold zuerst in ,stangen 7,zaine7 ausgiesst1 diese dann zu ,platten ausschlgt und durch ,walzen in ,bleche verwandelt4 ,zwanzig ,ducaten geben ,goldblech von #ej ,fuss ,lnge und #a ,zoll ,breite1 welche man in ,stckchen 7,quartiere7 von #a ,zoll ,lnge schneidet4 ,diese ,bleche werden zuerst zwischen ,pergamentblttern 7,pergamentform71 darauf zwischen ,goldschlgerhutchen1 der usseren feinen ,haut vom ,blinddarme des ,rindes 7,hautform7 geschlagen4 ,die fertigen ,goldplttchen werden in kleine ,bcher aus sehr glattem ,papier eingelegt1 das mit etwas ,bolus oder ,rthel bestrichen ist1 um das ,anhaften des ,goldes zu verhindern4 ,der ,abfall 7,schawine1 ,krtze7 dient zur ,darstellung der ,goldbronze 7,muschelgold1 ,malergold74 ,die mit ,blattgold zu vergoldenden ,gegenstnde werden zuerst mit einem ,gemenge von ,bleiweiss und ,firniss oder ,leim und ,kreide berstrichen und dann mit ,blattgold bedeckt4 ,eiserne und sthlerne ,gegenstnde1 wie ,sbelklingen1 ,gewehrlufe1 werden zuerst mit ,salpetersure behandelt1 dann erhitzt1 bis sie blau anlaufen und mit ,blattgold berdeckt4 ,sidenote3 ,auf kaltem ,wege4 ,sidenote3 ,auf nassem ,wege4 ,auf kaltem ,wege vergoldet man1 indem man feines ,gold in ,knigswasser lst1 in diese ,goldlsung ,leinwandlppchen taucht1 dieselben trocknet und dann zu ,zunder verbrennt4 ,die ,asche 7,goldzunder7 enthlt fein zertheiltes ,gold und ,kohle1 das man vermittelst eines in ,salzwasser getauchten ,korkes auf die vorher gereinigte und polirte ,oberflche des zu vergoldenden ,kupfers1 ,messings oder ,silbers aufreibt4 ,die ,vergoldung auf nassem ,wege geschieht1 indem man die ,gegenstnde in eine verdnnte ,goldchloridlsung oder in ein siedend heisses ,gemenge von verdnnter ,goldchloridlsung mit einer ,lsung von kohlensaurem ,natron oder ,kali taucht4 ,eisen und ,stahl1 die auf diese ,weise vergoldet werden sollen1 werden zuerst mit einer ,kupfervitriollsung verkupfert4 ,eisen und ,stahl lassen sich auch dadurch auf nassem ,wege vergolden1 dass man die ,gegenstnde zuerst mit ,salpetersure tzt und dann mit einer ,lsung von ,goldchlorid in ,aether bestreicht und erhitzt4 ,als ,bad zum ,vergolden auf nassem ,wege ist auch in der neueren ,zeit eine ,lsung von ,goldchlorid in pyrophosphorsaurem ,natrium empfohlen worden4 ,sidenote3 ,feuervergoldung4 ,die ,gegenstnde sollen sich fast augenblicklich vergolden4 ,die ,feuervergoldung wird besonders bei ,gegenstnden von ,bronze1 ,messing und ,silber angewendet4 ,sie geht auf dieselbe ,weise wie die entsprechende ,feuerversilberung vor sich1 indem man auf die zu vergoldende ,flche mit ,hlfe einer ,lsung von ,quecksilber in ,salpetersure ein ,goldamalgam auftrgt und den ,gegenstand behufs des ,abdampfens des ,quecksilbers erhitzt1 wobei das ,gold als dnne ,schicht auf dem ,gegenstande zurckbleibt4 ,das hier angewendete ,goldamalgam besteht aus #b ,th4 ,gold und #a ,th4 ,quecksilber4 ,man ertheilt der ,vergoldung entweder durch ,poliren ein glnzendes ,ansehen oder man mattirt sie4 ,letzteres geschieht1 indem man den zu mattirenden ,gegenstand mit einem geschmolzenen ,gemenge von ,salpeter1 ,alaun und ,kochsalz erhitzt und ihn sodann in kaltes ,wasser taucht4 ,auch stellenweise lsst sich das ,mattiren ausfhren1 indem man die spter zu polirenden ,stellen mit einem ,gemenge von ,kreide1 ,zucker und ,gummi bedeckt 7aufspart7 und das ,mattiren auf die nicht bedeckten ,theile ausfhrt4 ,das ,mattiren grndet sich darauf1 dass aus dem schmelzenden ,salzgemenge sich ,chlorgas entwickelt1 welches das ,gold tzt und dadurch matt macht4 ,soll die ,vergoldung die rthliche ,frbung der ,kupferkaratirung besitzen1 so taucht man die ,bronze nach dem ,verrauchen des ,quecksilbers in geschmolzenes ,glhwachs oder ,vergolderwachs 7ein ,gemenge von ,wachs1 ,bolus1 ,grnspan und ,alaun7 und lsst das ,wachs ber ,kohlenfeuer abbrennen4 ,hierbei wird das ,kupferoxyd des ,grnspans zu ,kupfer reducirt1 das sich mit dem ,golde zu rother ,karatirung verbindet4 ,stahl und ,eisen werden vorher verkupfert4 ,um bei der ,feuervergoldung die ,anwendung des gesundheitsschdlichen ,quickwassers 7salpetersaure ,quecksilberlsung7 und das umstndliche ,auftragen des ,amalgam zu vermeiden1 bringt ,masselotte in ,paris die zu vergoldenden ,stcke in ein basisches ,bad eines ,quecksilbersalzes1 verbindet sie mit der ,kathode einer galvanischen ,batterie und lsst den ,strom durchgehen1 bis die ,stcke vollstndig mit ,quecksilber berzogen sind1 vergoldet 7resp4 versilbert7 sie dann in einem sehr reichen ,bad und bringt sie dann nochmals in das erste ,bad1 wo sie bei ,durchleitung des ,stromes mit einer zweiten ,quecksilberschicht bedeckt werden4 ,zuletzt lsst man die ,stcke in einem ,ofen mit verschliessbarer ,glaswand abrauchen1 wobei kein ,arbeiter zugegen zu sein braucht4 ,man erhlt so eine sehr schne und solide ,vergoldung4 ,nach ,h4 ,struve besteht die bei der ,feuervergoldung zurckbleibende ,schicht nicht aus reinem ,gold1 sondern aus einem quecksilberarmen ,goldamalgam 7mit #ac1c-af1i ,proc4 ,quecksilber74 ,von der ,vergoldung auf galvanischem ,wege wird in dem folgenden ,abschnitte die ,rede sein4 ,sidenote3 ,goldpurpur4 ,der ,goldpurpur oder ,purpur des ,cassius ist ein zuerst von ,cassius in ,leyden #afhc dargestelltes ,goldprparat1 das bekanntlich angewendet wird1 um ,glasflssen eine ,purpurfarbe zu ertheilen4 ,man stellt ihn dar1 indem man eine ,lsung von ,goldchlorid mit ,zinnsesquichlorid versetzt4 ,nach ,bolley verfhrt man am zweckmssigsten1 wenn man #aj1g ,th4 ,zinnchlorid-,chlorammonium mit ,zinn digerirt1 bis dasselbe aufgelst ist1 mit #ah ,th4 ,wasser verdnnt1 die ,goldlsung mit #cf ,th4 ,wasser verdnnt und beide ,flssigkeiten vermischt4 -- ,er erscheint als braunes1 purpurrothes oder schwarzes ,pulver1 ber dessen chemische ,constitution noch nicht entschieden ist1 ob es goldsaures ,zinnoxyd oder zinnsaures ,goldoxyd ist4 ,dass das ,gold darin nicht im feinzertheilten metallischen ,zustande1 sondern oxydirt enthalten ist1 ist wahrscheinlicher als die neuerdings von ,knaffl1 ,fischer u4 ,a4 ausgesprochene ,ansicht1 dass das ,gold darin in einer purpurrothen ,modification enthalten sei4 ,nach dieser ,ansicht wre der ,goldpurpur nichts ,anderes1 als eine ,mischung von hchst fein vertheiltem metallischem ,golde mit ,zinnoxyd4 ,nach anderen ,forschern 7namentlich ,th4 ,scheerer in ,freiberg7 erschiene keine ,combination fr den ,goldpurpur wahrscheinlicher als ,au#b,o1 ,sn#b,o#c4 ,ein gut zubereiteter ,goldpurpur muss #ci1fh ,proc4 ,gold enthalten4 ,sidenote3 ,goldsalz4 ,das ,goldsalz1 welches in der ,photographie zur ,tonung der ,papierbilder ,anwendung findet1 ist entweder ,goldchlorid-,chlornatrium 7,au,cl#c1 ,na,cl #b;,h#b,o7 oder ,goldchlorid-,chlorkalium 7#b;,au,cl#c1 ,k,cl #e;,h#b,o74 ,der ,braunstein und die ,manganprparate4 ,sidenote3 ,der ,braunstein4 ,das in technischer ,beziehung allein wichtige ,manganerz ist der durch ,aufbereiten der ,erze gewonnene ,braunstein 7,mangansuperoxyd1 ,pyrolusit1 ,polianit1 ,graubraunsteinerz1 ,weichmanganerz1 ,glasmacherseife71 welcher in reinem ,zustande #fc1fd ,mangan und #cf1cf ,sauerstoff enthlt und nach der ,formel ,mn,o#b zusammengesetzt ist1 aber in der ,regel geringe ,mengen von ,baryt1 ,kieselerde und ,wasser1 nicht selten auch grssere ,mengen von ,nickel1 ,kobalt und ,thallium enthlt4 ,ausserdem sind von bisweilen angewendeten ,manganerzen anzufhren der ,braunit ,mn#b,o#c1 der ,manganit ,mn#b,o#c1 ,h#b,o1 der ,hausmannit ,mn#c,o#d1 ,manganoxydul zum ,theil ersetzt durch ,kali1 ,baryt1 ,magnesia1 ,kupferoxydul etc4 ,der ,braunstein des ,handels ist meist ein ,gemenge von ,pyrolusit mit ,hausmannit1 ,braunit und anderen ,manganerzen4 ,der ,braunstein dient zur ,bereitung von ,sauerstoffgas1 von ,chlor und unterchlorigsauren ,salzen 7,chlorkalk71 zur ,darstellung des ,broms aus den ,mutterlaugen von der ,verarbeitung der ,stassfurter ,carnallite und ,kainite1 zur ,jodgewinnung aus dem ,kelp1 zum ,entfrben und ,frben des ,glases1 in der ,glas- und ,emailmalerei1 zur braunen ,tpferglasur1 zur ,frbung der ,masse gewisser ,arten feineren ,steingutes1 zum ,frben und ,marmoriren der ,seifen1 beim ,eisenpuddeln1 in der ,frberei und ,zeugdruckerei zur ,erzeugung von ,bisterbraun1 zur ,darstellung des bermangansauren ,kalis1 welches in der ,desinfection eine grosse ,rolle spielt etc4 ,die wichtigste ,anwendung des ,braunsteins ist die zur ,entwickelung von ,chlor4 ,sidenote3 ,braunsteinproduktion4 ,die ,produktion an ,braunstein in ,deutschland ist etwa folgende3 ,grossherzogthum ,hessen3 ,giessen #aej1jjj ,ctr4 ,battenberg #bejj #aee1cjj ,ctr4 ,rossbach #bjjj ,eimelrod #hjj ,nassau #djj1jjj ,stromberg bei ,kreuznach #be1jjj ,crettnich bei ,birkenfeld #a1djj ,grossherzogthum ,baden #a1ejj ,knigreich ,bayern 7bei ,gpfersgrn7 #hjj ,oesterreich 7,platten in ,bhmen7 #c1bjj ,knigreich ,sachsen #d1jjj ,ilfeld und ,elbingerode am ,harze #fj1jjj ,schmalkalden #b1ejj ,frstenthum ,schwarzburg-,sondershausen #ab1jjj ,herzogthum ,sachsen-,gotha 7,liebenstein7 #fj1jjj ------------ #fee1gjj ,ctr4 ,sidenote3 ,braunsteinprobe4 ,der ,handelswerth des ,braunsteins ist abhngig3 #a7 von der ,quantitt des ausserhalb des ,manganoxyduls 7,mn,o7 vorhandenen ,sauerstoffs oder auch des ,chlors1 welche der ,braunstein zu entwickeln vermag2 #b7 von den ,beimengungen an in ,sure lslichen ,substanzen 7kohlensaurer ,kalk1 kohlensaurer ,baryt1 ,eisenoxyd71 welche bei der fabrikmssigen ,anwendung des ,braunsteins zur ,chlorentwickelung einen ,theil der benutzten ,sure sttigen2 auch knnen zwei verschiedene1 von jenen ,beimengungen freie ,braunsteinsorten1 um eine gleiche ,menge ,chlor zu entwickeln1 verschiedene ,quantitten ,sure erfordern und dadurch ungleichen ,werth erhalten2 dies ist z4 ,b4 der ,fall1 wenn eine ,braunsteinsorte ausser ,mangansuperoxyd 7,mn,o#b7 auch ,manganoxyd 7,mn#b,o#c7 und zwar als ,hydrat enthlt4 ,durch beigemengte ,gangarten wie ,quarz1 ,schwerspath wird der ,preis durch den ,raum und das ,gewicht1 welche sie auf dem ,transporte nutzlos einnehmen1 sehr erhht2 #c7 von dem ,wassergehalte1 der bis zu #ae ,proc4 betragen kann4 ,nach den ,versuchen von ,fresenius ist die zum ,trocknen des ,braunsteins geeignetste ,temperatur #abj1 weil dabei alles hygroskopische ,wasser1 aber kein ,hydratwasser fortgeht4 ,fr ,handelszwecke ist es bequemer und vollkommen ausreichend1 den fein gepulverten ,braunstein in dnner ,schicht sechs ,stunden lang bei #ajj zu trocknen1 zumal auch in ,england alle ,braunsteinproben mit bei #ajj getrockneten ,pulvern angestellt werden und eine allgemeine ,uebereinstimmung in diesem ,punkte nicht hoch genug angeschlagen werden kann4 ,da die bei #ajj getrockneten ,braunsteine bei vollstndigem ,trocknen bei #abj noch #j1c bis #j1e ,proc4 ,feuchtigkeit abgeben1 so lsst sich ja nthigenfalls der eine ,zustand auf den anderen mit ,leichtigkeit reduciren4 ,unter der grossen ,anzahl der vorgeschlagenen ,braunsteinproben sei die zuerst von ,thomson und ,berthier vorgeschlagene und spter von ,will und ,fresenius vereinfachte ,methode angefhrt1 welche sich darauf grndet1 dass ein ,molekl ,mangansuperoxyd mit ,schwefelsure bergossen und erhitzt1 durch seinen frei werdenden ,sauerstoff ein ,molekl ,oxalsure in zwei ,molekle ,kohlensure umzuwandeln vermag4 #a ,mol4 ,mangansuperoxyd ,mn,o#b #a ,mol4 ,mangansulfat ,mn,s,o#d #a ,mol4 ,schwefelsure ,h#b,,so#d geben #b ,mol4 ,kohlensure #b;,,co#b #a ,mol4 ,oxalsure ,c#b;,h#b,o#d #b ,mol4 ,wasser #b;,h#b,o4 ,aus dem ,gewichte der entwichenen ,kohlensure lsst sich dann leicht der ,gehalt des ,braunsteins an ,mangansuperoxyd berechnen4 ,illustration3 ,fig4 #ef4 ,zur ,ausfhrung der ,braunsteinprobe nach ,will und ,fresenius bedient man sich des in ,fig4 #ef abgebildeten ,apparates4 ,zwei ,glasklbchen ,a und ,b werden durch luftdicht geschlossene ,korke vermittelst einer rechtwinklig gebogenen ,glasrhre verbunden1 welche in dem ,kolben ,a nur bis durch den ,kork1 in ,b aber bis auf den ,boden reicht4 ,in jedem ,kolben befindet sich noch eine an beiden ,seiten offene ,glasrhre c und d4 ,in den ,kolben ,a bringt man das ,gemenge des zu untersuchenden1 vorher bei #abj getrockneten ,braunsteins mit der ,oxalsure oder des oxalsauren ,kalis und so viel ,wasser1 dass der ,kolben ungefhr bis zum dritten ,theile angefllt ist4 ,den ,kolben ,b fllt man zur ,hlfte mit englischer ,schwefelsure an4 ,nachdem dies geschehen1 verschliesst man die obere ,oeffnung der ,rhre c mit etwas ,wachs und wgt den ,apparat2 darauf zieht man mit dem ,munde durch die ,rhre d etwas ,luft aus dem ,kolben1 so dass beim ,entfernen des ,mundes eine kleine ,quantitt ,sure in den ,kolben ,a tritt4 ,die ,entwickelung der ,kohlensure tritt sofort ein2 sie entweicht durch die ,schwefelsure in den ,kolben ,b und wird dadurch getrocknet4 ,lsst die ,kohlensureentwickelung nach1 so saugt man abermals etwas ,schwefelsure herber und fhrt so fort1 bis aller ,braunstein zersetzt ist1 was ungefhr #e bis #aj ,minuten ,zeit erfordert4 ,die ,beendigung des ,versuches erkennt man nicht nur in dem ,aufhren der ,kohlensureentwickelung1 sondern auch daran1 dass kein schwarzes ,pulver mehr am ,boden des ,kolbens sich befindet4 ,nach vollendeter ,kohlensureentwickelung entfernt man das ,wachs bei c und saugt lngere ,zeit bei d1 um alle ,kohlensure aus dem ,apparate zu entfernen4 ,durch nochmaliges ,wgen erfhrt man den ,gewichtsverlust und daraus durch ,berechnung die ,quantitt des in dem ,braunstein enthaltenen ,mangansuperoxydes1 da sich zwei ,molekle ,kohlensure 7#b;,,co#b #hh7 zu einem ,molekl ,mangansuperoxyd 7,mn,o#b7 verhalten wie die gefundene ,kohlensure zu x4 ,wendet man zu dem ,versuche #b1ih ,gramm getrockneten ,braunstein an und dividirt die ,quantitt der ,kohlensure durch #c1 so sind die ,centigramme der entwichenen ,kohlensure der ,ausdruck des ,procentgehaltes an reinem ,superoxyd4 ,auf einen ,theil ,braunstein wendet man #a-a_/b ,th4 neutrales ,kaliumoxalat an4 ,braunsteinsorten1 welche kohlensaure ,erden enthalten1 werden von diesen ,beimengungen vor dem ,versuche befreit1 indem man eine gewogene ,menge des ,braunsteins mit sehr verdnnter ,salpetersure digerirt1 den ,braunstein dann auf ein ,filter bringt1 mit ,wasser auswscht und dann mit dem ,filter vorsichtig in das ,klbchen ,a wirft1 worauf die ,operation wie gewhnlich vorgenommen wird4 ,von anderen ,braunsteinproben seien noch die von ,nolte und einige volumetrische ,proben erwhnt4 ,das ,wesen der von ,nolte empfohlenen ,probe besteht darin1 dass der ,braunstein fr jedes ,atom ,superoxyd als ,salzsure #a ,atom ,chlor frei macht und dieses wiederum #b ,atome ,kupfer in ,chlorr verwandeln kann4 ,man bergiesst #j1fhg ,gramm ,braunstein in einem ,kolben mit starker ,salzsure und ,eisenchlorrlsung1 welche #j1i ,gramm ,eisen enthlt1 setzt #b1j ,gramm ,kupferblech hinzu und erhitzt1 bis die dunkelbraune ,lsung hellgelb geworden ist4 ,das ungelst gebliebene ,kupfer wird gewogen4 ,betrug der ,gewichtsverlust #j1gh ,gramm1 so enthielt der ,braunstein #gh ,proc4 ,mn,o#b4 ,auf titriranalytischem ,wege fhrt man die ,braunsteinprobe aus3 #a7 indem man nach ,mohr den ,braunstein durch ,schwefelsure unter ,zusatz von berschssiger titrirter ,oxalsure versetzt1 und den unzersetzt gebliebenen ,theil der ,oxalsure durch ,chamaeleonlsung ermittelt2 #b7 indem man aus dem ,braunstein mittelst ,salzsure ,chlor sich entwickeln lsst und das ,chlor entweder mittelst arseniger ,sure bestimmt1 welche durch das ,chlor in ,arsensure bergefhrt wird 7,as#b,o#c #d;,cl #b;,h#b,o ,as#b,o#e #d;,cl,h71 oder durch das ,chlor ,jod aus einer ,jodkaliumlsung abscheidet 7,cl ,,jk ,j ,cl,k7 und des ,jod mittelst schwefliger ,sure oder unterschwefligsaurem ,natriums bestimmt2 #c7 indem man den ,braunstein in einem ,gemenge von ,eisenchlorr und ,salzlsung lst 7,mn,o#b #c;,fe,cl#b #d;,h,cl ,mn,cl#b ,fe#b;,cl#f #b;,h#b,o ,fe,cl#b7 und den unzersetzt gebliebenen ,antheil ,eisenchlorr mittelst ,chamaeleon oder zweifach chromsaurem ,kali bestimmt4 ,kaliumpermanganat4 ,sidenote3 ,uebermangansaures ,kalium4 ,das bermangansaure ,kalium 7,k,mn,o#d71 welches zu ,desinfections- und ,bleichzwecken1 so wie als ,oxydationsagens in der volumetrischen ,analyse vielfach benutzt wird1 verdankt seine ,anwendung seinem grossen ,ozongehalte4 ,mit ,sure1 z4 ,b4 verdnnter ,schwefelsure zusammengebracht1 bildet es ,manganoxydul und ,ozon 7,mn#b,o#g #b,mn,o #e,o74 ,man stellt das ,kaliumpermanganat 7zu technischen ,zwecken7 auf folgende ,weise dar4 #ejj ,kilogr4 ,kalilauge von #de ,b4 7 #a1dd spec4 ,gewicht7 werden mit #aje ,kilogr4 ,kaliumchlorat eingedampft und whrend des ,eindampfens mit #ahj ,kilogr4 gepulverten ,braunsteins gemengt und das ,erhitzen so lange fortgesetzt1 bis die ,masse ruhig fliesst4 ,man rhrt bis zum ,erkalten4 ,die pulverige ,masse wird nun in kleinen eisernen ,kesseln zur ,rothgluth erhitzt1 bis sie halbflssig geworden1 die erkaltete ,masse zerschlagen1 dann in einem ,kessel mit viel ,wasser erhitzt und eine ,stunde der ,ruhe berlassen4 ,die von dem ausgeschiedenen ,mangansuperoxydhydrat abgegossene klare ,lsung wird hierauf zur ,krystallbildung abgedampft4 #ahj ,kilogr4 ,braunstein geben #ih-ajj ,kilogr4 krystallisirtes ,permanganat4 ,der ,vorgang hierbei ist annhernd folgender3 ,greek3 a7 ,beim ,schmelzen der ,mischung bildet sich ,kaliummanganat und ,chlorkalium3 #f,mn,o#b #b,k,cl,o#c #ab,,koh 7#c,k#b,mn,o#d7 ,k,cl #f;,h#b,o2 ,greek3 b7 ,beim ,auflsen der ,schmelze zerfllt das mangansaure ,kali in ,kalihydrat1 ,mangansuperoxydhydrat und bermangansaures ,kali3 #c,k#b,mn,o#d #f;,h#b,o #d,,koh #b,k,mn,o#d ,mn,o#b #d;,h#b,o4 ,es geht folglich #a_/c der ,mangansure unter ,bildung von ,mangansuperoxyd verloren4 ,dasselbe ist der ,fall1 wenn man nach den ,vorschlgen von ,tessi du ,motay die ,ueberfhrung des mangansauren ,kalis in bermangansaures durch schwefelsaure ,magnesia bewirkt3 #c,k#b,mn,o#d #b,mg,s,o#d #b,k,mn,o#d ,mn,o#b #b,k#b,,so#d #b,mg,o4 ,aus diesem ,grunde ist die ,idee ,staedeler's1 das mangansaure ,kali durch ,chlor in bermangansaures berzufhren1 eine sehr beachtenswerthe3 ,k#b,mn,o#d ,cl ,k,cl ,k,mn,o#d4 ,zu ,desinfectionszwecken dient meist ein ,gemenge von ,kali- und ,natronsalz oder auch nur bermangansaures ,natron1 welches von ,h4 ,b4 ,condy in ,london in die ,technik eingefhrt wurde4 ,eine ,lsung davon ist ,condy's liquid2 ein ,gemisch von bermangansaurem ,natron und schwefelsaurem ,eisenoxyd 7nicht ,eisenoxydul7 ist unter dem ,namen ,khne's ,desinfectionsmittel bekannt4 ,ausser zum ,desinficiren und ,bleichen wendet man das bermangansaure ,kali zur ,erzeugung von ,manganbraun auf ,baumwolle und unter dem ,namen ,chamaeleonbeize zum ,frben gewisser ,holzarten an4 ,das ,aluminium4 7,al #bg1d2 spec4 ,gew4 #b1e47 ,sidenote3 ,gewinnung4 ,das ,aluminium 7,alumium1 ,thonerdemetall71 als ,thonerde 7,aluminiumoxyd7 zu den verbreitetsten ,elementen auf der ,erdoberflche gehrend1 wurde im ,jahre #ahbg von ,whler in ,gttingen entdeckt und durch ,reduction von ,chloraluminium mittelst ,kalium dargestellt4 ,deville beschftigte sich seit #ahec mit der ,darstellung des ,aluminiums und fand1 dass es sich weit weniger leicht oxydire1 als man bis dahin geglaubt hatte1 dass es auch beim ,schmelzen und ,giessen sich nicht oxydire1 in siedendem ,wasser blank bleibe und durch verdnnte ,suren nicht angegriffen werde4 ,deville's ,mittheilung veranlasste durch die in seiner ,abhandlung ausgesprochene ,hoffnung1 das in der ,natur so beraus verbreitete ,aluminium werde grosse technische ,wichtigkeit erlangen1 dass auf kaiserliche ,rechnung dieses ,metall in ,javelle bei ,paris fabrikmssig dargestellt wurde4 ,gegenwrtig existiren in ,frankreich zwei ,aluminiumfabriken 7zu ,salyndres und zu ,amfreville bei ,rouen7 und eine in ,england 7zu ,washington bei ,newcastle-on-,tyne74 ,das ,aluminium wird durch ,zersetzen von ,chloraluminium-,chlornatrium mittelst ,natrium dargestellt4 ,das ,natrium wird durch ,glhen eines ,gemenges von #ajj ,th4 calcinirter ,soda1 #ae ,th4 ,kreide und #de ,th4 ,steinkohle erhalten2 hierzu ist nicht einmal die zur ,zinkgewinnung nthige ,temperatur erforderlich4 ,das ,chloraluminium wird erhalten1 indem ein geglhtes ,gemenge von reiner ,thonerde1 durch ,glhen von ,ammoniakalaun oder besser aus dem ,bauxit dargestellt1 mit ,kochsalz und mit ,steinkohlentheer gemengt1 in einer eisernen ,gasretorte bei gelindem ,glhen mit ,chlorgas behandelt wird1 wobei die ,kohle mit dem ,sauerstoff der ,thonerde zu ,kohlenoxyd1 das ,aluminium mit dem ,chlor und dem ,chlornatrium zusammentritt1 sich als ,chloraluminium-,chlornatrium verflchtigt und in einer gemauerten1 im ,innern mit ,fayence ausgekleideten ,kammer verdichtet wird4 ,hier ist eine ,verunreinigung des ,chlor-,aluminiums mit ,eisenchlorid nicht zu vermeiden1 weshalb denn auch das ,pariser ,aluminium immer eisenhaltig ist4 ,aus dem ,chloraluminium-,chlornatrium wird das ,aluminium dadurch ausgeschieden1 dass man es in ,dampfform oder besser auf der ,sohle eines ,flammenofens mit ,natrium zusammenbringt1 wobei freies ,aluminium und eine aus ,chloraluminium-,chlornatrium und berschssigem ,chlornatrium bestehende wenig flchtige ,salzmasse sich bildet1 welche das metallische ,aluminium umschliesst4 ,h4 ,rose in ,berlin wandte zu seinen ,versuchen nicht das knstlich dargestellte ,chloraluminium1 sondern den ,kryolith1 eine ,verbindung von ,fluoraluminium mit ,fluornatrium 7,al#b;,fl#f #f,na,fl7 an4 ,indem man den ,kryolith in der ,hitze mit ,natrium behandelt1 bildet sich ,aluminium und ,fluornatrium1 welches letztere durch ,behandeln mit ,aetzkalk in ,aetznatron und ,fluorcalcium bergefhrt wird4 ,auch aus dem ,bauxit hat man neuerdings ,aluminium darzustellen versucht4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,aluminiums4 ,eine reine blanke ,flche des ,metalles erscheint grauweiss von einem ,farbenton1 welcher zwischen der ,farbe des ,zinnes und jener des ,zinkes liegt2 es hat ein spec4 ,gewicht von #b1e1 ist hrter als ,zinn1 aber weicher als ,zink und ,kupfer1 etwa eben so hart als ,feinsilber2 es hat einen starken ,klang2 es ist nicht sehr biegsam und bricht mit unebener1 zackig feinkrniger ,flche2 es ist leicht zu feilen1 verstopft aber den ,feilhieb wie ,zinn oder ,blei4 ,unter dem ,hammer zeigt es sich geschmeidig1 doch erhlt es bei etwas starkem ,austreiben viele ,kantenrisse4 ,es lsst sich zu ,blech auswalzen2 das ,blech ist leicht zerbrechlich1 zeigt grosse ,steifheit1 jedoch keine auffallende ,elasticitt4 ,aluminiumblech von ,papierdnne kann wiederholt hin- und hergebogen werden1 ehe es zerbricht4 ,es lsst sich auch gleich dem ,gold und dem ,silber zu den dnnsten ,blttern 7,blattaluminium7 ausschlagen1 welche anstatt des ,blattsilbers ,anwendung finden4 ,es lsst sich nur schwer zu ,draht ziehen4 ,es hlt sich an der ,luft sehr gut und ertrgt selbst ,glhhitze1 ohne sich betrchtlich zu oxydiren1 doch bildet sich auf der ,oberflche ein dnnes ,hutchen von ,thonerde1 das beim ,schmelzen und ,giessen die ,vereinigung der ,metalltheilchen erschwert4 ,man wendet daher ein ,flussmittel an1 wozu sich ,chlorkalium besonders eignet4 ,der ,schmelzpunkt des ,aluminiums liegt bei etwa #gjj4 ,in ,salzsure und ,natron- oder ,kalilauge lst es sich unter strmischer ,wasserstoffentwickelung4 ,salpetersure1 verdnnte1 wie concentrirte1 sind1 kalt und warm angewendet1 ohne alle ,einwirkung4 ,durch ,quecksilber wird es nicht amalgamirt1 mit ,zinn bildet es eine ziemlich harte1 aber doch streckbare ,legirung1 mit ,kupfer bildet es die ,aluminiumbronze 7aus #ij bis #ie ,proc4 ,kupfer und #aj bis #e ,proc4 ,aluminium bestehend72 sie hat ihrer goldhnlichen ,farbe wegen ,anwendung gefunden4 ,ebenso wie das ,eisen und ,zink legirt sich das ,aluminium mit ,blei nicht4 ,das im ,handel vorkommende ,aluminium ist stets von ,silicium und ,eisen verunreinigt4 ,man hat bis #j1g ,proc4 ,silicium und #d1f-g1e ,proc4 ,eisen1 im ,aluminiumdraht #c1g ,proc4 ,silicium und #a1f ,proc4 ,eisen gefunden#bi4 #bi ,rammelsberg fand 7#ahfh7 in einer aus ,kryolith und ,natrium in einem ,porcellantiegel dargestellten ,aluminiumsorte #aj1df ,proc4 ,silicium6 ,die ,darstellung von reinem ,aluminium drfte somit wohl noch ein ,problem sein4 ,sidenote3 ,anwendung des ,aluminiums4 ,nach dem auf der internationalen ,industrieausstellung in ,paris #ahfg zu ,tage getretenen ,standpunkte der gegenwrtigen ,aluminiumindustrie kann man dem ,aluminium eine grosse technische ,bedeutung nicht einrumen4 ,doch sind einige seiner ,anwendungen immerhin von ,interesse4 ,so hat man z4 ,b4 sogleich bei dem ,bekanntwerden dieses ,metalles die ,frage aufgeworfen1 ob das ,aluminium nicht zum ,mnzprgen angewendet werden knnte4 ,durch ,leichtigkeit und ,reinlichkeit wrde solche ,mnze sehr angenehm sein1 und das ,falschmnzen wre ausgeschlossen1 weil kein anderes hier anwendbares ,metall ein so geringes spec4 ,gewicht hat4 ,mit der ,zeit wird man ohne ,zweifel dahin gelangen2 aber fr jetzt sind noch zu viele ,modificationen in den ,verhltnissen der ,fabrikation zu erwarten und noch zu viele ,ungleichheiten zwischen den verschiedenen ,lndern in ,beziehung auf die ,gewinnung des ,metalls vorhanden4 ,man knnte hinzufgen1 dass ein ,metall1 welches sich in ,seifensiederlauge begierig auflst1 nicht den fr ,geld 7abgesehen von ,scheidemnze7 unerlsslichen ,charakter eines edeln ,metalls an sich trgt2 dass das ,mnzmetall auch fr andere ,gebrauchszwecke vorzgliche ,tauglichkeit haben muss1 wenn es sich in ,werthschtzung erhalten soll2 besonders aber1 dass ,silber und ,gold durch keinerlei ussere ,einflsse1 selbst nicht durch ,auflsung in ,suren etc4 eigentlich verloren gehen1 sondern durch leichte ,verfahrungsarten mit wenig ,kosten wiederhergestellt werden knnen1 wogegen das ,aluminium1 in ,thonerde verwandelt1 vllig werthlos ist und zu seiner ,wiederherstellung ganz ebenso grossen ,kostenaufwand wie zu der ersten ,gewinnung erfordert4 ,zudem vergesse man nicht1 dass ,gold und ,silber ihren hohen ,werth zum wesentlichen ,theile ihrem seltenen ,vorkommen verdanken2 ,aluminium aber knnte in jeder chemischen ,fabrik ohne ,schwierigkeit bereitet werden4 ,es wre daher die ,geldprgung aus ,aluminium ein den ,grundbedingungen des ,geldwesens widersprechendes ,unternehmen2 und wenn schon das russische ,platingeld sich nicht halten konnte1 so htte das ,aluminiumgeld noch hundertfach weniger ,aussicht4 ,aber zur ,verfertigung von ,denkmnzen1 ,preismedaillen bei ,ausstellungen1 ,rechenpfennigen1 ,spielmarken und ,gewichten hat das ,aluminium schon ziemlich mannichfaltige ,anwendungen gefunden1 zu welchen es durch seine ,geschmeidigkeit und seine ,unvernderlichkeit an der ,luft ausgezeichnet geeignet ist1 zumal es durch das ,leuchtgas und die ,ausdnstung der ,abtritte nicht leidet1 welche das ,silber1 das ,kupfer und deren ,legirungen so schnell schwrzen4 ,gegen diese ,anwendungen ist gerade kein ,einwurf zu erheben2 die ,vorliebe dafr wird sich aber grsstentheils auf ,curiosittenliebhaber beschrnken4 ,medaillen aus ,britanniametall geprgt und galvanisch versilbert1 sehen brigens weit schner aus als die wenigstens zwanzigmal so theuern ,aluminiummedaillen1 und gengen gewiss ,jedem1 der silberartiges ,aussehen ohne die grossen ,kosten des ,silbers wnscht4 ,die ,schmuckwaarenfabrikation hat sich schnell des ,aluminiums bemchtigt1 dessen ,leichtigkeit fr ,armbnder und ,kopfschmuck hchst schtzbar ist1 und welches vermge seiner ,gussfhigkeit1 seiner ,geschmeidigkeit beim ,prgen1 seiner ,tauglichkeit zu ciselirter ,arbeit1 seines unvernderlichen ,glanzes1 seines schnen ,matt1 selbst seiner ,farbe1 welche jene des ,goldes hebt1 einen vortrefflichen ,ersatz fr das ,silber in allen den ,fllen gewhrt1 wo nicht ,gold ausschliesslich der ,stoff des ,schmuckes ist4 -- ,es scheint1 dass das ,aluminium in der ,schmuckfabrikation etwa eine ,rolle spielen knnte1 wie jetzt die des ,platins ist1 nmlich zur ,herstellung weisser ,verzierungen auf ,goldwaaren2 selbstndige ,schmuckgegenstnde aus ,aluminium drften ebenso wenig ,liebhaber finden als solche aus ,platin1 weil ihre ,farbe nicht schn genug ist4 ,aus dem nmlichen ,grunde ist eine erfolgreiche ,concurrenz mit dem ,silber nicht zu erwarten1 und wollte man etwa das ,aluminium versilbern1 so fiele jeder ,grund weg1 es dem viel wohlfeileren ,neusilber und ,britanniametall vorzuziehen4 ,ein ,pariser ,fabrikant hat den ,vortheil erkannt1 welchen er aus dem neuen ,metall ziehen konnte3 er wendet es in vielerlei ,gestalten an1 zu eingelegter ,arbeit1 zum ,ausfttern der ,fcher in ,chatoullen u4 dgl41 zu ,deckeln auf ,glsern1 zu kleinen ,gefssen und ,gerthen jeder ,art2 er will es selbst statt ,krystallglas gebrauchen1 um den ,reisenecessaires die grsste ,leichtigkeit zu verleihen4 ,ein ,schritt weiter und man kommt zur ,anfertigung massiv aus ,aluminium gegossener1 ciselirter1 guillochirter1 damascirter ,tabakdosen1 ,bchsen1 ,etuis u4 dgl4 ,petschafte1 ,federhalter1 ,schreibzeuggarnituren1 ,briefbeschwerer1 ,cigarrengestelle1 ,hemdknpfe1 ,jagdgerthe1 ,stock- und ,reitpeitschenknpfe1 ,fingerhte1 ,pferdegeschirrbeschlge1 ,statuetten1 ,leuchter1 ,armleuchter1 ,verzierungen auf ,tischuhren1 ,becher1 ,vasen und tausend andere ,artikel bieten sich von selbst dar4 ,die ,vergoldung wird diese ,benutzungen des ,aluminiums noch bedeutend erweitern4 ,man macht bereits aus ,aluminium ,hausschlssel1 ,dessertmesserklingen1 ,messer- und ,gabelhefte1 ,lffel1 ,gabeln1 ,serviettenringe1 ,brillengestelle1 ,fassungen fr ,opernglser1 ,sextanten1 ,nivellirinstrumente u4 s4 w4 -- ,kein ,zweifel1 dass man alle die genannten ,waaren1 und viele mehr1 aus ,aluminium machen kann1 aber wir sind berzeugt1 dass bei dem hohen ,preise -- das ,kilogramm kostet #ahgj immer noch #abj-adj ,frcs4 -- die ,liebhaber sich meist verlieren werden1 sobald der ,reiz der ,neuheit verschwunden ist4 ,fr eine dauernde und allgemeine ,anwendung ist das ,aluminium bei seinem immer noch hohen ,preise nicht schn und edel genug4 ,die ,uhrmacherkunst1 die ,fabrikation chirurgischer und musikalischer ,instrumente1 die ,verfertigung knstlicher ,gebisse knnten aus der ,benutzung des ,aluminiums manchen ,vortheil ziehen4 ,das ,magnesium4 7,mg #bd2 spec4 ,gewicht #a1gdc47 ,sidenote3 ,magnesium4 ,das ,magnesium1 welches in unerschpflichen ,mengen als ,chlor- und ,brommagnesium im ,meerwasser und im ,carnallit1 als ,magnesiumsulfat im ,kieserit1 ,schoenit und ,kainit und als ,carbonat in dem ,magnesit und den ,dolomiten sich findet1 ausserdem als ,silicat einen ,hauptbestandtheil vieler ,gesteine ausmacht1 ist seit einigen ,jahren1 gleich dem ,aluminium1 in den ,kreis der technisch benutzten ,metalle gezogen worden4 ,es ist silberweiss1 auf dem frischen ,bruche bald schwach krystallinisch1 bald feinkrnig oder selbst fadig4 ,es hat etwa die ,hrte des ,kalkspathes und luft an der ,luft etwas an1 aber nicht schneller als das ,zink1 auch geht die ,vernderung nicht tief4 ,es schmilzt nahe dem ,schmelzpunkte des ,zinkes4 ,etwas oberhalb des ,schmelzpunktes entzndet es sich und verbrennt mit blendend weissem ,licht zu ,magnesia4 ,die ,lichtintensitt des in ,sauerstoff verbrennenden ,magnesiums bertrifft die einer ,kerzenflamme um mehr als das ,fnfhundertfache4 ,es lsst sich auch zu ,draht ziehen4 ,sein specifisches ,gewicht ist #a1gdc4 ,es lsst sich leicht feilen1 bohren1 sgen und zu ,blech ausschlagen1 ist aber kaum ductiler als ,zink bei gewhnlicher ,temperatur4 ,es geht nahezu bei derselben ,temperatur in ,dampf ber wie das ,zink und kocht wie dieses4 ,das geschmolzene ,magnesium ist teigig1 wenig beweglich und lsst sich schwer formen4 ,die ,anwendung des ,magnesiums beschrnkt sich vor der ,hand auf die des ,magnesiumdrahtes1 der beim ,verbrennen in einer ,gas- oder ,wasserstoffflamme das in der ,photographie1 als ,signallicht und zu ,beleuchtungszwecken verwendbare ,magnesiumlicht giebt4 ,im ,kriege ,england's gegen ,theodor von ,abyssinien 7#ahfh7 wurde von dem ,magnesiumlichte ein ausgedehnter ,gebrauch gemacht4 ,ausserdem ist es in seiner ,legirung mit ,kupfer statt des ,zinkes zur ,messingfabrikation1 mit ,zink zu ,feuerwerkszwecken vorgeschlagen worden4 ,man stellt das ,magnesium ganz analog dem ,aluminium dar1 indem man eine geeignete ,magnesiumsverbindung durch ,erhitzen mit ,natrium reducirt1 so ,chlormagnesium 7nach ,bunsen1 ,deville und ,caron71 ,magnesiumnatriumfluorr 7,tissier71 ,magnesiumnatriumchlorr 7,sonstadt71 ,tachhydrit 7,magnesiumcalciumchlorr ,h4 ,schwarz71 ,carnallit 7,magnesiumkaliumchlorr ,reichardt74 ,petitjean will ,magnesium durch ,einwirkung von ,kohlenwasserstoffen auf ,schwefelmagnesium oder durch ,zusammenschmelzen des letzteren mit ,eisenfeile darstellen4 ,ob die ,vorschlge ,marquart's1 ,magnesium durch ,destillation von ,dolomit oder ,magnesit mit ,kohle in ,zinkretorten darzustellen1 zu einem gnstigen ,resultate fhren werden1 sei der ,zukunftsmetallurgie anheimgegeben4 ,das ,magnesium wird von der unter der ,leitung ,mellor's stehenden ,magnesium ,metal ,company in ,manchester und der ,american ,magnesium ,company in ,boston im ,grossen dargestellt4 ,die englische ,fabrik stellt jhrlich gegen #bj ,centner ,magnesium dar4 ,die ,galvanotechnik4 ,sidenote3 ,anwendung des ,galvanismus4 ,sidenote3 ,elektrolytisches ,gesetz4 ,es ist gewiss eine der hervorragendsten ,eigenschaften der strmenden ,elektricitt1 dass gewisse zusammengesetzte ,krper durch dieselbe in ihre ,bestandtheile zerlegt werden1 wobei sich die ,bestandtheile an den ,stellen abscheiden1 an welchen der ,strom in den zu zersetzenden ,krper eintritt2 der eine ,bestandtheil befindet sich an der ,eintrittsstelle des elektrischen ,stromes in die ,flssigkeit1 der andere ,bestandtheil an der ,austrittsstelle4 ,die ,wissenschaft und das ,gewerbewesen haben aus dieser ,eigenschaft den grssten ,nutzen gezogen und noch sind von derselben die grssten ,entdeckungen zu erwarten4 ,die ,zerlegung eines zusammengesetzten ,krpers durch strmende ,elektricitt wird die ,elektrolyse genannt2 derjenige ,krper1 der fhig ist1 durch ,elektricitt zerlegt zu werden1 heisst ein ,elektrolyt2 die ,stellen des ,ein- und ,austrittes die ,elektroden und zwar die ,eintrittsstelle oder der positive ,pol die ,anode1 und die ,austrittsstelle oder der negative ,pol die ,kathode4 ,die ,bestandtheile des durch ,elektricitt zerlegten ,krpers nennt man die ,ionen1 und zwar den an der ,anode 7dem ,pole7 ausgeschiedenen ,bestandtheil das ,anion1 und den an der ,kathode auftretenden ,krper das ,kation4 ,derjenige elektrische ,strom1 der die ,elektrolyse von einem ,molekl ,wasser zu bewirken vermag1 ist im ,stande1 in jedem anderen binr zusammengesetzten ,krper1 der von dem elektrischen ,strom durchstrmt wird1 ebenfalls ein ,molekl zu zersetzen4 ,daraus geht hervor1 dass die durch den elektrischen ,strom zerlegten ,gewichtsmengen sich wie die chemischen ,aequivalente verhalten4 ,dieses ,gesetz wurde von ,faraday aufgestellt1 es ist unter dem ,namen des elektrolytischen bekannt4 ,die ,physik lehrt1 dass die an der ,anode 7dem ,pole7 sich ansammelnden ,krper elektronegative sind1 weil ungleichnamige ,elektricitten sich anziehen und gleichnamige sich abstossen4 ,die an der ,kathode 7dem - ,pole7 sich ansammelnden sind demnach die elektropositiven4 ,weil ,wasser das gewhnliche ,auflsungsmittel der ,krper ist1 so treten hufig seine ,bestandtheile bei der ,elektrolyse mit ins ,spiel und veranlassen secundre ,erscheinungen4 ,so giebt z4 ,b4 ,kupfervitriol an der ,anode ,sauerstoffgas und an der ,kathode metallisches ,kupfer1 indem das an letzterer auftretende ,kupferoxyd durch den zugleich auftretenden ,wasserstoff des ,wassers zu ,kupfer oxydirt wird4 ,der dagegen an der ,anode frei gewordene ,sauerstoff verbindet sich mit dem daselbst befindlichen1 als ,leiter dienenden ,zink zu ,zinkoxyd1 das mit der ,schwefelsure zu ,zinksulfat zusammentritt4 ,fr jedes ,aequivalent ,kupfer 7 #fc1d71 das gefllt wird1 lst sich ein ,aequivalent ,zink 7 #fe1b7 auf4 ,wendet man anstatt des ,kupfervitriols passende ,lsungen von ,gold1 ,silber u4 s4 w4 an1 so kann man auch auf galvanischem ,wege vergolden1 versilbern u4 dgl4 ,von der technischen ,anwendung der ,elektrolyse seien folgende ,flle angefhrt3 ,sidenote3 ,galvanoplastik4 #a7 ,galvanoplastik4 ,wie oben gesagt wurde1 lagert sich das aus dem ,kupfersulfat elektrolytisch abgeschiedene ,kupfer an der ,kathode in zusammenhngender ,form ab4 ,durch fortgesetzte ,operationen kann man das ,kupfer zu einer solchen ,dicke anwachsen lassen1 dass dasselbe von den ,rndern der ,form1 auf welcher die ,abscheidung geschah1 losgetrennt werden kann und einen ,abdruck der ,form darstellt4 ,auf diesem ,umstande beruht die ,galvanoplastik1 die #ahci von v4 ,jacobi in ,petersburg und fast gleichzeitig von ,spencer in ,liverpool erfunden wurde4 ,diese ,kunst wurde verbessert von ,bequerel1 ,elsner1 ,smee1 ,ruolz1 ,elkington1 ,christofle1 ,bouilhet1 ,meidinger1 ,klein1 ,oudry1 ,feuquires1 ,braun1 ,varrentrapp u4 v4 ,a4 ,die ,metalllsung1 welche zur ,darstellung galvanoplastischer ,abdrcke angewendet wird1 ist stets eine gesttigte ,lsung von ,kupfersulfat4 ,die ,form 7das ,modell oder die ,matrize71 auf welcher die ,ablagerung vor sich gehen soll1 darf aus keinem ,metall bestehen1 das von der ,kupfervitriollsung angegriffen wird1 namentlich nicht aus ,zinn1 ,zink oder ,eisen4 ,zuweilen wendet man ,kupfer an1 das mit einer dnnen ,schicht ,silber 7auf nassem ,wege7 berzogen worden ist4 ,hufiger benutzt man ,formen aus ,gyps und ,guttapercha4 ,damit der ,strom gleichmssig gehe1 ist es wesentlich1 das ,zink1 das sich an dem elektropositiven ,pol befindet1 zu amalgamiren4 ,das ,amalgamiren geschieht1 indem man das ,zink in ,salzsure eintaucht1 dann einige ,tropfen ,quecksilber darauf fallen lsst1 und dieselben durch ,reiben oder ,brsten auf der ,oberflche verbreitet4 ,sidenote3 ,anfertigung von ,kupferplatten4 ,um ,kupferplatten auf galvanischem ,wege zu erzeugen1 dient folgender ,apparat4 ,in einem hlzernen ,troge1 der mit ,harz ausgegossen ist1 bringt man am ,boden die gravirte ,platte an1 auf der sich das ,kupfer ablagern soll4 ,ueber derselben ist ein ,holzrahmen angebracht1 der an seiner unteren ,seite mit einer ,blase1 mit ,pergament oder mit einer porsen ,thonplatte1 einem sogenannten ,diaphragma1 verschlossen ist4 ,unmittelbar ber diesem ,rahmen befindet sich eine ,zinkplatte1 die vermittelst eines ,bleistreifens mit der ,kupferplatte verbunden ist4 ,in den ,trog giesst man eine in der ,klte gesttigte ,kupfervitriollsung1 die man durch ,hineinlegen einiger ,stckchen ,kupfervitriol gesttigt erhlt4 ,um den inneren ,theil des ,rahmens bringt man eine concentrirte ,lsung von ,zinkvitriol4 ,von grosser ,wichtigkeit ist die ,galvanoplastik fr die ,herstellung von ,matrizen fr die ,schriftgiesserei1 von ,stereotypplatten1 zur ,vervielfltigung von ,holzschnitten1 zur billigen und getreuen ,reproduktion von ,kunstgegenstnden 7massive ,objecte1 ,statuen1 ,monumente7 u4 s4 w4 geworden4 ,sidenote3 ,anfertigung von ,medaillen4 ,um ,medaillen und hnliche kleine ,gegenstnde galvanoplastisch nachzubilden1 benutzt man einige ,elemente einer schwachen galvanischen ,batterie4 ,an der ,kathode befestigt man die ,platte1 auf welcher der ,niederschlag erfolgen soll1 in verticaler ,stellung1 und ihr gegenber die ,platte1 welche das ,material zu der neuen ,platte liefern soll1 ebenfalls in verticaler ,stellung4 ,in dem ,verhltniss1 als sich ,metall an der ,kathode niederschlgt1 lst sich ,metall an der ,anode1 sodass die ,flssigkeit immer gleichmssig concentrirt ist4 ,nicht leitende ,substanzen1 die man galvanoplastisch nachbilden will1 wie ,gypsabgsse1 ,wachs-1 ,paraffin- oder ,stearinsureabdrcke macht man auf der ,oberflche durch ,graphit1 ,silber- und ,goldbronze oder ,eisenoxyd-,oxydul leitend2 so kann man auf diese ,art ,kupfer auf ,gyps oder ,stearinsure niederschlagen4 ,gyps muss vor dem ,auftragen von ,graphit mit ,paraffin oder ,stearinsure eingelassen werden1 damit er keine ,flssigkeit einsaugen kann4 ,die ,guttapercha eignet sich ihrer ,eigenschaft wegen1 in heissem ,wasser zu einer plastischen teigartigen ,masse zu erweichen1 sich in diesem ,zustande in alle ,formen pressen zu lassen und nach dem ,erkalten genau die ,form zu behalten1 in welche sie gepresst wurde1 besonders gut zur ,herstellung von ,formen1 die man gleichfalls durch ,graphit etc4 leitend macht4 -- ,um einen zhen1 geschmeidigen ,kupferabsatz zu erhalten1 hat v4 ,kobell vorgeschlagen1 die ,kupfervitriollsung mit einem ,zusatz von ,zinkvitriol und ,glaubersalz zu versehen4 -- ,das ,kupfer wird galvanisch nur dann im cohrenten regulinischen ,zustande gefllt1 wenn die ,kupfervitriollsung in ziemlich concentrirter ,form angewendet wird und der elektrische ,strom gerade hinreicht1 die ,metalllsung1 aber nicht auch ,wasser zu ersetzen4 ,entwickelt sich neben dem abgeschiedenen ,metalle auch noch ,wasserstoff an der ,kathode1 so wird das ,metall nicht in cohrenter ,form1 sondern in ,gestalt eines dunklen ,pulvers abgeschieden4 ,sidenote3 ,vergoldung1 ,versilberung u4 s4 w4 auf galvanischem ,wege4 ,sidenote3 ,goldlsung4 ,sidenote3 ,silberlsung4 #b7 ,vergoldung1 ,versilberung u4 s4 w4 auf galvanischem ,wege4 ,um ,gegenstnde von ,kupfer1 ,bronze1 ,messing u4 s4 w4 auf galvanischem ,wege zu vergolden1 muss die ,oberflche derselben vollkommen gereinigt sein4 ,das ,reinigen geschieht durch ,eintauchen des ,gegenstandes in siedende ,natronlauge1 wodurch das ,fett und der ,schmutz aus den ,vertiefungen entfernt werden4 ,man bedient sich zur ,vergoldung1 wie auch zur ,versilberung allgemein der galvanischen ,batterie mit einer ,zersetzungszelle und zwar ist die jetzt von ,smee construirte ,batterie1 die aus platinirtem ,silberblech1 das mit amalgamirtem ,zinkblech umgeben ist1 die bei weitem gebruchlichere4 ,die ,elemente dieser ,batterie hngen in bleiernen1 inwendig verpichten ,gefssen4 ,als ,zersetzungsflssigkeit benutzt man die ,verbindung des ,cyankaliums mit ,gold oder ,silber4 ,eine ,auflsung von ,cyankalium in ,wasser hat die ,eigenschaft1 fein zertheiltes metallisches ,gold1 ,goldoxyd1 ,gold- oder ,silberchlorid zu lsen und ,doppelcyanre zu bilden1 deren ,lsung sich am besten als ,zersetzungsflssigkeit eignet4 ,die zu vergoldenden oder versilbernden ,gegenstnde werden in die ,zersetzungszelle mittelst eines ,drahtes eingehngt1 der mit dem positiven ,pole der ,batterie in ,verbindung steht4 ,ein zweiter ,draht ist mit dem negativen ,pole der ,batterie verbunden1 der in der ,zersetzungszelle in ein angenietetes ,platinblech endet4 ,anstatt der ,leitungsdrhte wendet man sehr zweckmssig ,drahtseile an4 ,der ,process der galvanischen ,vergoldung oder ,versilberung dauert nur einige ,minuten1 deshalb hngt man die ,anode nicht ein1 sondern bewegt dieselbe in der ,auflsung mit der ,hand hin und her1 damit die ,vergoldung gleichmssig ausfalle4 ,anstatt der ,anode aus ,platin1 wendet man zweckmssig ,bleche aus ,gold oder ,silber an1 die von dem sich ausscheidenden ,cyan nach und nach aufgelst werden2 dadurch wird bezweckt1 dass der ,gehalt der ,lsung an ,gold und ,silber stets gleich bleibt4 ,um eine geeignete ,goldlsung zu bereiten1 wendet man #ajj ,gramme ,cyankalium auf ein ,liter destillirtes ,wasser an4 ,fr diese ,lsung lst man #g ,gramme ,feingold in ,knigswasser1 dampft die ,lsung im ,wasserbade vorsichtig zur ,trockne1 lst den ,rckstand in etwas destillirtem ,wasser und setzt die ,flssigkeit zu der ,lsung des ,cyankaliums4 -- ,da die ,lsung des ,goldchlorids1 das sich durch ,auflsen von ,gold in ,knigswasser bildet1 trotz des ,abdampfens noch freie ,sure enthalten kann1 die aus der ,cyankaliumlsung ,blausure entwickelt1 so hat man vorgeschlagen1 das ,gold aus dieser ,lsung mittelst ,eisenvitriol zu fllen1 das fein zertheilte ,gold auf einem ,filter zu sammeln1 mit destillirtem ,wasser auszuwaschen und dann in die erwrmte ,cyankaliumlsung zu bringen1 in der sich das ,gold lst4 ,nach ,braun lst man das ,gold in ,knigswasser1 dampft die vom ausgeschiedenen ,chlorsilber abfiltrirte ,lsung1 zu welcher man ,kochsalzlsung gesetzt hatte 7auf #c ,th4 ,gold #aj ,th4 ,kochsalz71 zur ,trockne ein1 lst den ,rckstand in ,wasser und fllt die ,lsung mit berschssigem ,ammoniak4 ,der ,niederschlag 7,knallgold7 wird ausgewaschen und in einer hinreichenden ,menge von ,cyankalium gelst4 ,nach dem ,herzog von ,leuchtenberg ist es zweckmssig1 der ,goldlsung etwas ,aetzkali zuzusetzen4 ,elsner benutzt anstatt des ,cyankaliums das ,blutlaugensalz1 das schon vorher von ,elkington und ,ruolz vorgeschlagen worden war4 ,man lst zu diesem ,zwecke #bh ,gr4 gewalztes ,gold in ,knigswasser1 verdampft die ,lsung im ,wasserbade zur ,trockne1 lst den ,rckstand in ,wasser und setzt zu der ,lsung #baj ,gr4 mit etwas ,wasser angerhrter ,magnesia4 ,die entstandene goldsaure ,magnesia wird auf einem ,filter mit ,wasser ausgewaschen und dann mit ,salpetersure behandelt1 welche die ,magnesia auflst1 das ,goldoxyd zurcklsst4 ,nach hinreichendem ,auswaschen wird das ,gold in einer ,auflsung von #ejj ,gr4 ,blutlaugensalz in #d ,litern ,wasser gelst4 ,die ,lsung zum ,versilbern auf galvanischem ,wege stellt man dar1 indem man gut ausgewaschenes1 frisch geflltes ,chlorsilber in ,cyankaliumlsung 7#ajj ,gr4 ,cyankalium auf #a ,liter ,wasser7 eintrgt1 so viel sich darin aufzulsen vermag1 und zu dieser ,lsung eine gleiche ,menge von der ,cyankaliumlsung setzt4 ,die galvanische ,versilberung ist auf ,kupfer1 ,glockengut1 ,messing1 ,tombak1 ,roh- und ,stabeisen direct mit gutem ,erfolge ausfhrbar2 ,zinn und polirter ,stahl mssen dagegen vorher galvanisch verkupfert werden1 wenn die ,versilberung dauerhaft sein soll2 ,zink muss auf jeden ,fall vorher verkupfert sein4 ,sehr beliebt sind gegenwrtig die aus ,neusilber und aus ,britanniametall hergestellten und galvanisch versilberten ,gegenstnde1 welche unter dem ,alfnide 7,chinasilber vgl4 ,seite #ee7 in dem ,handel vorkommen4 ,auf #a ,quadratmeter ,metallflche hat man von #a1j bis zu #bb1j1 ja selbst #bdj ,grm4 ,silber niedergeschlagen1 die ,dicke der ,silberschicht mithin #a_/idjj1 #a_/dej1 #a_/db ,millimeter betrug4 ,man giebt den galvanisch versilberten ,metallwaaren in ,england zuweilen einen schwachen ,ueberzug von ,palladium zur ,verhtung des ,schwarzwerdens durch schwefelwasserstoffhaltige ,exhalationen4 ,sidenote3 ,kupferlsung4 ,eben so empfiehlt man eine ,lsung von #a ,th4 ,cyansilber in #ajj ,th4 ,wasser4 ,zur galvanischen ,verkupferung ist eine ,auflsung von ,kupferoxyd in ,cyankalium die tauglichste ,zersetzungsflssigkeit4 ,um sie darzustellen1 erhitzt man eine ,kupfervitriollsung mit etwas ,kali und ,traubenzucker1 bis sich ein ,absatz von rothem ,kupferoxydul gebildet hat1 den man auf einem ,filter mit destillirtem ,wasser auswscht und in einer ,cyankaliumlsung lst4 ,nach der von ,weil 7in ,paris7 eingefhrten trefflichen ,methode der galvanischen ,verkupferung von ,gusseisen1 ,stahl und ,stabeisen wendet man als ,zersetzungsflssigkeit eine ,lsung von #cej ,grm4 ,kupfersulfat1 #aejj ,grm4 ,kalium-,natrium-,tartrat 7,seignettesalz71 #djj-ejj ,grm4 ,aetznatron in #aj ,liter ,wasser gelst an4 ,oudry's ,verfahren der galvanischen ,verkupferung von ,eisen1 welche in ,paris zur ,verkupferung der ,gascandelaber1 der ,fontainen am ,concordienplatze etc4 etc4 ,anwendung gefunden1 unterscheidet sich von der gewhnlichen galvanischen ,verkupferung in zwei ,richtungen4 ,einmal dadurch1 dass das ,kupfer nicht unmittelbar auf das ,eisen gefllt1 sondern dass dieses vorerst mit einer fr ,wasser und saure ,flssigkeiten undurchdringlichen ,hlle berzogen und dieses sodann durch ,einreiben von ,graphit fr den galvanischen ,strom leitend gemacht wird1 und dann dadurch1 dass das ,ausfllen des ,kupfers in der ,regel so lange fortgesetzt wird1 bis eine ,kupferschicht von #a bis #b ,millimetern ,dicke gebildet ist1 wodurch die ,verkupferung sehr dauerhaft wird4 ,die ,oberflche der ,artikel1 welche verkupfert werden sollen1 bedarf nicht erst einer oft mhsamen ,reinigung von ,eisenoxyd1 sondern sie wird nur allenfalls mit ,meissel und ,feile abgeglichen und mit einer ,brste aus ,eisendraht gereinigt4 ,hierauf werden dieselben mit einer gut deckenden und schnell trocknenden ,farbe zwei ,mal berstrichen1 deren frbender ,bestandtheil meistens aus ,mennige besteht1 und sonach wird der ,ueberzug mit ,graphit gut eingerieben4 ,im ,falle irgend ein ,theil vorzugsweise der ,abnutzung ausgesetzt ist1 kann dieser1 wie dies z4 ,b4 mit den ,fssen der ,gascandelaber in ,paris geschieht1 vor der ,bedeckung mit der ,farbe mit ,kupferblech bekleidet werden1 welches natrlich nicht bemalt wird4 ,die solcher ,gestalt prparirten ,eisenstcke werden nun in eine concentrirte ,lsung von ,kupfervitriol gelegt und mit einer entsprechenden ,anzahl galvanischer ,elemente in ,verbindung gesetzt4 ,hat man z4 ,b4 einen gewhnlichen ,gascandelaber zu verkupfern1 so wird dieser in eine etwas saure ,lsung von ,kupfervitriol in einem seiner ,grsse entsprechenden ,holzreservoir eingelegt und von allen ,seiten mit porsen ,thoncylindern von ungefhr #j1e ,meter ,hhe und #ab ,centimeter ,durchmesser umgeben1 welche ,cylinder verdnnte ,schwefelsure enthalten1 in welche ,zinkcylinder eingesetzt sind1 die unter einander durch ,leitungsdrhte verbunden werden2 hiernach werden beide ,enden sammt dem ,mitteltheil des ,candelabers in leitende ,verbindung mit den ,zinkelementen gesetzt4 ,zur ,ausfllung einer #a ,millimeter dicken ,kupferlage bei einem solchen ,candelaber sollen #d-a_/b ,tage gengen4 ,die grossen ,fontainen des ,concordienplatzes1 welche verkupfert worden sind1 sollen aber #b ,monate im ,bade gelegen haben4 ,der ,preis fr das ,verkupfern ist fr ,stcke von der ,grsse gewhnlicher ,candelaber #i ,fr41 kann aber fr grosse ,kunstgegenstnde bis auf #be ,fr4 per ,kilogramm ausgefllten ,kupfers steigen4 ,wenn die ausgefllte ,kupferlage sehr dick ist1 so wird deren ,oberflche ein wenig knollig1 und muss daher1 wenn sie vollkommen glatt sein soll1 mit der ,feile etwas abgeglichen werden4 ,sidenote3 ,zink- und ,zinnlsung4 ,zum ,verzinken des ,eisens kann man eine ,lsung von ,zinksulfat anwenden4 ,das mit einer ,zinkhaut berzogene ,eisen fhrt den ,namen galvanisirtes ,eisen2 dasjenige1 welches im ,handel diesen ,namen fhrt1 ist jedoch nicht auf galvanischem ,wege mit ,zink berzogen1 sondern auf gewhnlichem ,wege verzinktes ,eisen4 ,zum ,verzinnen wendet man eine ,zinnauflsung an1 welche man dadurch gebildet hat1 dass man als ,zersetzungsflssigkeit ,aetznatronlauge1 als ,kathode ein ,eisenblech1 als ,anode eine ,zinnstange benutzt4 ,auch ein galvanisches ,ueberziehen mit ,eisen 7,versthlen7 findet statt4 ,seit einer ,reihe von ,jahren pflegt man gestochene ,kupferplatten 7nach dem von ,h4 ,meidinger angegebenen ,verfahren7 mit ,eisen zu berziehen 7zu versthlen71 um solche fr lngeren ,gebrauch tauglich zu machen4 ,dies geschieht1 indem man ein ,bad von ,eisenvitriol und ,salmiak anwendet1 eine ,eisenplatte am ,zinkpol und die zu versthlende ,platte am ,kupferpol befestigt und in die ,flssigkeit einhngt4 ,die so versthlten ,platten zeigen eine grauweisse glnzende ,farbe4 ,ist die zwar sehr dnne1 aber dennoch usserst harte ,eisenschicht1 welche #ejjj-ae1jjj ,abdrcke aushlt1 abgenutzt1 so kann die nmliche ,platte beliebig oft von ,neuem versthlt werden1 ohne dass sie irgendwie darunter leidet4 ,die ,anwendung von eisernen ,clichs 7nach der ,methode von ,klein1 ,feuquires und ,varrentrapp#cj dargestellt71 berhaupt das ,verfahren der ,reduction des ,eisens auf galvanischem ,wege ist als ein sehr bedeutender ,fortschritt in der ,galvanotechnik anzusehen4 #cj ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie1 #ahfh p4 #ada u4 #ade4 ,sidenote3 ,das ,aetzen auf galvanischem ,wege4 ,das ,aetzen auf galvanischem ,wege grndet sich auf die ,thatsache1 dass unter gewissen ,bedingungen die an den ,elektroden ausgeschiedenen ,stoffe sich mit denselben chemisch verbinden4 ,erfolgt eine ,verbindung1 so wird die ,elektrode nach und nach zerstrt4 ,regulirt man dieses ,zerstren dergestalt1 dass die ,elektrodenplatte durch ,ueberziehen mit ,aetzgrund 7aus #d ,th4 ,wachs1 #d ,th4 ,asphalt und #a ,th4 schwarzem ,pech dargestellt7 bis auf gewisse freigelassene ,stellen unzerstrbar ist1 so hat man alle ,bedingungen zum ,aetzen4 ,in die mit ,aetzgrund bedeckte ,kupferplatte wird die beabsichtigte ,zeichnung bis auf das blanke ,metall einradirt1 und darauf als positive ,elektrode einer constanten ,kette in ,kupfervitriollsung1 einer anderen als negative ,elektrode dienenden blanken ,kupferkette gegenber gestellt4 ,whrend sich die letztere mit ,kupfer berzieht1 wird an den radirten ,stellen durch den ,sauerstoff des zersetzten ,wassers ,kupferoxyd gebildet und dieses von der in ,kupfervitriol frei gewordenen ,schwefelsure immer wieder aufgenommen und entfernt4 ,sidenote3 ,metallochromie4 #d7 ,metallochromie oder galvanische ,metallfrbung4 ,auch zusammengesetzte ,krper1 wie z4 ,b4 ,metalloxyde1 knnen durch den galvanischen ,strom in cohrenter ,form auf ,metallflchen niedergeschlagen werden4 ,bleioxyd 7,bleigltte7 hat vorzglich die ,eigenschaft1 aus seiner ,lsung in ,aetzkali oder ,aetznatron als ,superoxyd abgeschieden zu werden4 ,becquerel hat darauf ein ,verfahren begrndet1 ,metalle mit diesem ,superoxyd zu berziehen1 das unter dem ,namen ,metallochromie oder galvanische ,metallfrbung bereits ,anwendung gefunden hat1 da dasselbe die ,hervorbringung verschiedener ,farben gestattet4 ,diese ,farben gehren in die bekannte ,kategorie der ,farben dnner ,schichten4 ,bringt man in eine vollkommen gesttigte ,auflsung von ,bleioxyd in ,aetzkali eine ,platte1 die mit der ,anode einer galvanischen ,batterie in ,verbindung steht1 whrend ihr gegenber eine ,platinplatte als ,kathode dient1 so wird auf der ,platte ,bleisuperoxyd abgelagert1 und die ,farbe ndert sich mit der ,dicke der ,schicht2 ist die gewnschte ,wirkung erreicht1 so muss der ,krper sogleich aus der ,flssigkeit genommen und abgewaschen werden4 ,hlt man die ,spitze ruhig ber eine ,stelle1 so entstehen um dieselbe herum die bekannten ,nobili'schen ,farbenringe4 ,um diese zu vermeiden1 muss man die ,elektrode in fortwhrender ,bewegung und in einer gewissen ,entfernung von der ,oberflche des ,krpers halten4 ,die ,metallochromie findet ,anwendung zur ,verzierung von ,gegenstnden aus ,kupfer1 ,tombak und ,messing1 welche vorher eine dnne galvanische ,vergoldung empfangen haben4 ,die ,hauptfarbe ist grn oder purpurroth1 welche in ,nebenfarben 7hellroth1 blau1 violett1 gelb7 bergeht4 ,anstatt der ,lsung des ,bleioxydes in ,aetzkali kann man auch eine mit ,kalilauge versetzte ,lsung von ,kupfervitriol und ,kandiszucker in ,wasser anwenden4 ,sidenote3 ,elektrotypie4 ,elektrotypie4 ,um ,lettern auf galvanoplastischem ,wege zu vervielfltigen1 wird der ,lettersatz mit ,spatien in solcher ,ausdehnung umgeben1 als die ,grsse der von jeder ,letter darzustellenden ,matrize es erfordert4 ,der ,satz wird dann mit ,schnren festgebunden1 an den ,rndern mit ,wachs umgeben1 davon ein galvanoplastischer ,abdruck erzeugt und die einzelnen ,matrizen mit einer ,scheere ausgeschnitten4 ,auf der ,rckseite werden dieselben verzinnt und mit ,lettermetall zur gehrigen ,dicke ausgegossen4 ,zur ,erzeugung von ,stereotypplatten und zur ,copirung von ,holzschnitten ist die ,guttapercha als ,material zur ,matrize besonders geeignet4 ,sidenote3 ,glyphographie4 ,die ,glyphographie ist eine ,anwendung der ,galvanoplastik1 um ,holzschnitte nachzuahmen4 ,sie ist eine ,erfindung ,palmer's in ,london und ist durch ,v4 ,ahner in ,leipzig verbessert worden4 ,seitdem die galvanisch in ,kupfer oder ,eisen reproducirten ,holzschnitte als ,clichs allgemein ,anwendung gefunden1 hat die ,glyphographie allen ,boden verloren4 ,sie bezweckt die von dem ,knstler ausgefhrte ,zeichnung direct in eine ,typenplatte zu verwandeln2 die ,zeichnung kann dabei in ihrer natrlichen ,richtung1 nicht verkehrt wie beim ,holzschnitt1 gemacht werden1 worin besonders bei solchen ,sachen1 in welchen viel ,schrift vorkommt1 eine grosse ,erleichterung ist4 ,das ,verfahren1 soweit es bekannt ist1 besteht in ,folgendem3 ,eine vollkommen eben geschliffene ,kupferplatte wird mit ,schwefelleberlsung angestrichen und dadurch ihre ,oberflche geschwrzt2 die mit ,wasser abgesplte und gereinigte ,platte wird mit einem weissen ,radirgrund versehen1 der aus einer ,mischung von ,burgunderpech1 weissem ,wachs1 ,colophonium1 ,wallrath und schwefelsaurem ,blei besteht4 ,in diesen weissen ,grund zeichnet der ,knstler mit den dazu bestimmten ,nadeln1 sodass der schwarze ,grund blossgelegt wird und die ,zeichnung schwarz auf weiss erscheint4 ,die fertige ,radirung wird dem ,galvanoplastiker bergeben1 welcher nunmehr die mechanischen ,beihlfen zur ,erzeugung eines galvanoplastischen ,abdruckes besorgt4 ,es werden vor ,allem die breiten weissen ,flchen mittelst einer dicken1 breiartigen ,firnissmasse erhht1 damit sie nicht berwachsen4 ,dann wird die ,platte copirt und der galvanoplastische ,abdruck auf einem ,holzklotze befestigt1 sodass er mit dem ,letternsatze gleiche ,hhe erhlt und gleichzeitig mit diesem abgedruckt werden kann4 ,von der radirten ,platte knnen auch ,gypsabgsse hergestellt und hiervon ,stereotypplatten abgegossen werden1 und es scheint1 als ob dieser ,vorgang in ,england hufiger angewendet wird1 als die galvanoplastische ,copie1 da berdies die ,druckerschwrze von galvanoplastischen ,modellen nie so gut angenommen wird1 als von ,stereotypplatten4 ,eine1 wie es scheint1 der ,glyphographie sehr hnliche ,methode zur ,herstellung von ,reliefplatten fr den ,buchdruck ist von den ,herren ,haase und ,shne in ,prag in ,anwendung gebracht1 jedoch nicht verffentlicht worden4 ,sidenote3 ,galvanographie4 ,kurze ,zeit 7#ahdb7 nach der ,entdeckung der ,galvanoplastik durch ,jacobi wurde durch v4 ,kobell in ,mnchen die ,idee gefasst1 die neue ,kunst zu benutzen1 um in ,tuschmanier gemalte ,bilder auf galvanischem ,wege in ,kupfer vertieft dargestellt1 zu copiren1 dass sie nun durch druckbare ,platten vervielfltigt werden knnen1 welche ,kunst mit dem ,namen ,galvanographie bezeichnet worden ist4 ,es wird auf eine glatte und versilberte ,kupferplatte eine ,tuschzeichnung in ,oelfarbe 7v4 ,kobell empfiehlt eine mit ,dammarfirniss versetzte und mit ,graphit abgeriebene ,lsung von ,wachs in ,terpentinl7 gemalt2 sobald die ,farbe eingetrocknet ist1 wird darauf eine ,kupferplatte erzeugt1 welche dann unmittelbar zum ,abdruck in der ,kupferdruckpresse dient und dieselbe ,tuschzeichnung1 wie sie der ,knstler auf der ,platte hervorbrachte1 in beliebiger ,anzahl von ,abdrcken auf ,papier wiedergiebt4 ,die ,abdrcke nhern sich am meisten der sogenannten ,aquatinta-,manier1 unterscheiden sich aber von ihr durch ausserordentliche ,weichheit der ,schattirungen1 welche in der ,that denen eines getuschten ,bildes tuschend hnlich sind2 die ,platten ertragen ohne betrchtliche ,abnutzung ber #fjj ,abdrcke4 ,die ,bilder werden in einer ,farbe gemalt1 damit die ,tuschzeichnung durch hheres oder flaches ,auftragen der ,farbe eine ,art ,relief bildet1 das sich in der galvanoplastischen ,platte vertieft darstellt und zur ,aufnahme der ,druckerschwrze dient1 die alle diese ,vertiefungen in demselben ,verhltnisse ausfllt und dann an die ,oberflche des ,papiers sich anheftet4 ,,ii4 ,abschnitt4 ,rohstoffe und ,produkte der chemischen ,industrie4 ,das ,kaliumcarbonat4 7,k#b;,,co#c #ach1b2 in #ajj ,th4 #fh1b ,th4 ,kali und #ca1h ,th4 ,kohlensure47 ,sidenote3 ,quellen des ,kalis4 ,das ,kaliumcarbonat 7kohlensaures ,kali7 in der ,form1 in welcher es im ,handel vorkommt1 fhrt den ,namen ,potasche1 weil in frherer ,zeit das meiste ,kaliumcarbonat aus der ,asche 7,holzasche7 gewonnen wurde4 ,das ,kali findet sich in reichlichster ,menge in der ,natur und zwar niemals frei1 sondern als ,silicat1 als ,chlorkalium1 als ,kaliumsulfat1 als pflanzensaures ,kalium und endlich als fettsaures ,kalium4 ,es kommt im ,mineralreich und in der organischen ,natur vor4 ,fr technische ,zwecke benutzbare ,kaliquellen sind gegenwrtig folgende3 ,i4 die ,stassfurter und ,kaluczer ,salzmineralien ,a4 ,anorganische ,carnallit1 ,sylvin1 ,kainit und ,schoenit1 ,kaliquellen ,,ii4 der ,feldspath und hnliche ,gesteine1 ,,iii4 das ,meerwasser und die ,mutterlauge der ,salinen1 ,,iv4 der natrliche ,kalisalpeter2 ,v4 die ,asche der ,vegetabilien1 ,b4 ,organische ,,vi4 die ,schlempekohle von der ,verarbeitung der ,kaliquellen ,rbenmelasse1 ,,vii4 die ,tange 7als ,nebenprodukt der ,jodgewinnung71 ,,viii4 der ,schweiss der ,schafwolle4 ,sidenote3 ,kalisalze aus den ,stassfurter ,salzmineralien4 ,i4 ,aus den ,stassfurter und ,kaluczer ,kalimineralien1 dem 7in neuerer ,zeit auch fr die ,bromgewinnung wichtig gewordenen7 ,carnallit1 ferner aus dem ,sylvin 7,cl,k7 und dem ,kainit 7einer ,verbindung von ,kaliumsulfat mit ,magnesiumsulfat und ,chlormagnesium7 stellt man gegenwrtig grosse ,mengen von ,kalisalzen dar1 namentlich aus dem ,carnallit1 welcher in der obersten ,region des ,stassfurter ,steinsalzlagers 7brigens auch an anderen ,orten1 so z4 ,b4 zu ,kalucz in ,galizien1 in der ,nhe der ,lemberg-,czernowitzer ,bahn2 ferner zu ,maman in ,persien7 sich findet1 nach der ,formel ,k,cl1 ,mg ,cl#b _/ ,br#b #f;,h#b,o und1 abgesehen von dem ,brom1 in #ajj ,th4 aus ,chlorkalium #bg ,chlormagnesium #cd ,wasser #ci --- #ajj ,die ,fabrikation der ,kalisalze aus den ,salzmineralien der ,carnallit-,region zerfllt ,greek3 a7 in die ,darstellung von ,chlorkalium2 ,greek3 b7 ,kaliumsulfat2 ,greek3 g7 ,fabrikation von ,potasche4 ,greek3 a7 ,darstellung von ,chlorkalium4 ,nach dem ursprnglichen 7#ahfa patentirten7 ,verfahren ,a4 ,frank's wurden die ,abraumsalze im ,flammenofen mit oder ohne ,wasserdampf einem ,glhprocesse unterworfen und dann mit ,wasser extrahirt4 ,aus der ,lauge sollte durch ,eindampfen und ,aussoggen das ,chlorkalium gewonnen werden4 ,diesem ,verfahren liegt die ,thatsache zu ,grunde #a7 dass der ,carnallit des ,abraumsalzes durch ,wasser in ,chlorkalium und ,chlormagnesium sich spaltet und #b7 letzteres beim ,glhen in ,wasserdampf sich zersetzt in ,salzsure1 die entweicht1 und in zurckbleibende ,magnesia4 ,beim ,betrieb im ,grossen gab das ,verfahren jedoch ungengende ,resultate4 ,in ,folge des ,vorhandenseins anderer ,chlormetalle in dem ,abraumsalze 7,chlornatrium und ,tachhydrit7 geht die ,zersetzung des ,carnallits nur partiell und usserst langsam vor sich4 ,ausserdem giebt der ,kieserit des ,abraumsalzes zur ,bildung von ,schoenit ,veranlassung1 welches ,doppelsalz das erhaltene ,chlorkalium verunreinigt4 ,endlich findet sich dem ,chlorkalium noch fast alles ,chlornatrium beigemengt1 das in dem ,abraumsalz sich fand4 ,es war eine glckliche ,idee ,grneberg's1 vor der ,verarbeitung der ,abraumsalze deren ,bestandtheile einer mechanischen ,separation zu unterwerfen4 ,die ,grundzge dieses ,verfahrens sind folgende3 ,das ,abraumsalz besteht der ,hauptsache nach aus den drei ,salzen1 dem ,carnallit mit dem spec4 ,gew4 #a1fah ,kochsalz #b1bjj ,kieserit #b1eag ,wenn das ,abraumsalz grob gemahlen und zu verschiedenen ,kornsorten gleicher ,grsse gesiebt wird1 so lassen sich die einzelnen ,salze dem specifischen ,gewichte nach trennen in ,apparaten1 wie sie im ,bergwesen zur ,trennung der ,erze von der ,gangart benutzt werden4 ,anstatt ,wasser1 welches die ,salze whrend des ,setzprocesses lsen wrde1 wird eine gesttigte ,chlormagnesiumlsung1 die als letzte ,mutterlauge massenhaft erhalten wird und keinen ,einfluss auf die zu scheidenden ,salze ausbt1 angewendet4 ,der ,carnallit1 als das specifisch leichteste der ,abraumsalzbestandtheile1 bildet nach der ,setzung die obere ,schicht der gesetzten ,salze1 das ,kochsalz die mittlere und der ,kieserit die unterste ,lage4 ,die drei ,schichten werden durch sauberes ,abheben getrennt4 ,die ,carnallitlage wird zur ,chlorkaliumfabrikation verwendet4 ,das ,kochsalz1 die mittlere ,schicht1 ist so frei von ,kali1 dass es direct verwendet werden kann4 ,der ,kieserit endlich geht1 nachdem er durch ,waschen mit kaltem ,wasser von dem anhngenden ,kochsalz befreit worden ist1 in die weiter unten zu beschreibende ,fabrikation von ,kaliumsulfat ber4 ,illustration3 ,fig4 #eg4 ,illustration3 ,fig4 #eh4 ,die meisten ,fabriken in ,stassfurt verarbeiten jedoch die ,abraumsalze so1 wie sie von der ,grube geliefert werden1 und zwar nach folgendem ,verfahren1 das aus fnf auf einander folgenden ,operationen besteht4 #a7 ,auslaugen des ,carnallits mit einer zur vlligen ,lsung unzureichenden ,menge heissen ,wassers1 wodurch hauptschlich nur ,chlorkalium und ,chlormagnesium gelst werden1 die grsste ,menge des ,kochsalzes und des ,magnesiumsulfates aber zurckbleibt2 #b7 ,auskrystallisiren des ,chlorkaliums durch ,abkhlung2 #c7 ,abdampfen und ,abkhlung der ,mutterlauge1 wodurch eine zweite ,krystallisation von ,chlorkalium erhalten wird2 #d7 nochmaliges ,abdampfen und ,abkhlung der ,mutterlaugen1 wo das ,doppelsalz von ,chlorkalium und ,chlormagnesium 7knstlicher ,carnallit7 erhalten wird1 welcher dann ebenso wie der natrliche verarbeitet wird2 #e7 ,auswaschen des ,chlorkaliums1 ,trocknen und ,einpacken4 ,illustration3 ,fig4 #ei4 #a7 ,der ,carnallit wird in gusseiserne ,auslaugegefsse gebracht und mit #c_/d seines ,gewichts von ,wasser1 welches zum ,waschen von ,chlorkalium gedient hat und viel ,kochsalz und etwas ,chlorkalium enthlt1 bergossen und dann durch ein ringfrmiges ,rohr ,t 7,fig4 #ei7 ,dampf von #abj ,c4 hineingeleitet4 ,in der ,fabrik von ,douglas1 welche gemahlenen ,carnallit verarbeitet1 fassen die ,bottiche 7,fig4 #eg1 #eh1 #ei7 #bj ,tonnen davon1 sind mit einem dicht schliessenden ,deckel bedeckt1 in welchem nur eine ,oeffnung zum ,entweichen des berflssigen ,dampfes befindlich ist4 ,eine von einer ,dampfmaschine bewegte verticale eiserne ,welle ,c mit ,armen geht durch die ,achse des ,gefsses und bewegt das ,salz bestndig umher4 ,dies dauert etwa drei ,stunden1 worauf man zwei ,tage ruhig stehen lsst4 ,die ,auflsung ist dann ganz gesttigt und zeigt #cb ,b4 ,der obere ,hahn r wird nun geschlossen und ein unterer r' mit einer auswrts gehenden ,rhre s geffnet4 ,der ,dampf drckt die ,lsung in diese hinauf nach dem ,krystallisationsraume4 ,der ,rckstand1 welcher etwa #a_/c des angewendeten ,carnallits betrgt1 wird noch ein oder zwei ,mal mit ,wasser ausgelaugt4 ,illustration3 ,fig4 #fj4 ,illustration3 ,fig4 #fa4 #b7 ,die ,krystallisationsgefsse aus ,eisenblech oder ,holz sind entweder flache ,ksten oder hlzerne ,fsser von #a1bj ,meter ,durchmesser und #a1e bis #a1i ,meter ,hhe4 ,beim langsamen ,abkhlen krystallisirt das ,chlorkalium mit etwas ,kochsalz gemischt und stark mit ,chlormagnesium imprgnirt4 ,das an den ,seiten der ,gefsse sich ansetzende ist reiner und enthlt etwa #gj ,proc4 ,chlorkalium1 das ,bodensalz unreiner 7#ee ,proc474 ,in flachen ,gefssen geht die ,abkhlung schneller1 das ,salz ist feiner1 was zu weiterer ,verwendung vortheilhaft ist1 aber es ist unreiner als das grber krystallisirte und verlangt lngeres und sorgfltigeres ,auswaschen4 ,man nimmt dazu reines ,wasser1 welches man eine ,stunde darauf stehen lsst und dann abzapft4 ,dieses ,wasser dient1 wie oben erwhnt1 zum ,auskochen des ,carnallits4 ,eine einzige solche ,waschung bringt das grob krystallisirte von den ,seiten der ,gefsse auf #hj ,proc4 ,chlorkalium1 das fein krystallisirte verlangt zwei bis drei ,waschungen4 ,die meisten ,fabriken liefern das ,salz mit diesem ,gehalt von #hj ,proc41 einige wenige treiben es auf #he bis #ij ,proc4 #c7 ,das ,eindampfen der ersten ,mutterlauge geschieht in eisernen ,pfannen von verschiedener ,grsse4 ,da beim ,eindampfen reichlich ,kochsalz niederfllt1 welches am ,boden festbrennen knnte1 so lsst man die ,flammen nur seitlich die ,wnde des ,kessels 7wie ,fig4 #fa zeigt7 umsplen und rhrt bestndig um1 damit sich an diesen das ,salz nicht festsetzt4 ,nachdem die ,lauge auf etwa #b_/c ihres ,volumens eingedampft ist1 zeigt sie #cc ,b4 ,man lsst sie dann in die ,krystallisationsgefsse ablaufen und nimmt das niedergefallene ,salz aus den ,pfannen heraus4 ,es besteht aus #fj-fe ,proc4 ,kochsalz1 #f ,proc4 ,chlorkalium und #cj ,proc4 des ,doppelsalzes von ,magnesiumsulfat und ,kaliumsulfat1 das unter dem ,namen ,schoenit oder ,pikromerit auch fertig gebildet unter den ,stassfurter ,salzen auftritt4 ,es wird als ,dnger verwandt4 ,in einigen ,fabriken erhitzt man die ,abdampfkessel durch ,dampf4 ,vier ,rhren ,t 7,fig4 #fj7 liegen dazu parallel den langen ,seiten im ,kessel und ffnen sich dann in den ,raum ,u zwischen dem ,kessel und einem ihn umgebenden ,mantel4 ,der unbenutzte ,dampf entweicht durch das ,rohr ,t'4 ,die ,concentration geht schneller als bei der directen ,erhitzung4 ,die ,krystallisation der zweiten ,lauge giebt eine neue ,quantitt ,chlorkalium1 welches aber nur #ej-fj ,proc4 enthlt und #b-c ,waschungen erfordert1 um auf #hj gebracht zu werden4 #d7 und #e7 ,die zweite ,mutterlauge wird bis auf #ce ,b4 concentrirt1 wobei ein hnliches ,salzgemenge wie bei der ersten ,concentration niederfllt1 welches mit diesem vereinigt wird4 ,dieses ,gemenge enthlt dann gegen #aj ,proc4 ,kali und wird mit ,vortheil als ,dnger verwandt4 ,diese concentrirte ,lauge giebt nun aber beim ,krystallisiren nicht ,chlorkalium1 sondern knstlichen ,carnallit1 welcher ebenso behandelt wird wie der natrliche1 nur ist die ,arbeit bei seiner grsseren ,reinheit viel einfacher und rascher4 ,man lst etwa drei ,tonnen davon auf einmal in heissem ,wasser auf1 was drei ,stunden erfordert1 lsst zwei ,stunden ruhig stehen und zapft dann in die ,krystallisationsgefsse ab4 ,da der knstliche ,carnallit nur wenig ,kochsalz enthlt1 so fllt das ,chlorkalium viel reiner aus und man kann es durch ,auswaschen auf #he-ij ,proc4 bringen4 ,das durch ,waschen gereinigte ,chlorkalium wird schnell getrocknet1 entweder in einem ,flammenofen1 wo es eine schwache ,calcination erleidet1 oder auf dem metallenen ,boden einer ,kammer1 welche durch ,rhren erhitzt wird1 die durch die ,feuerluft eines ,braunkohlenfeuers geheizt werden4 ,nach dem ,trocknen wird das ,salz zerdrckt1 gesiebt und in ,fsser von ,tannenholz gepackt1 welche etwa #ejj ,kilogr4 enthalten4 ,sie werden dann in der ,fabrik selbst auf ,waggons der ,magdeburger ,eisenbahn geladen und nach den verschiedenen europischen ,mrkten versandt4 ,das kufliche ,chlorkalium1 welches #hj-hf ,proc4 ,k,cl4 enthlt1 wandert entweder in die ,salpeterfabriken1 wo es mit ,natriumsalpeter in ,kaliumsalpeter umgesetzt wird1 oder in die ,alaunfabriken1 oder man verwendet es zur ,darstellung von ,kaliumchlorat und ,kaliumchromat1 oder endlich dient es zur ,fabrikation von ,kaliumsulfat und ,kaliumcarbonat4 ,greek3 b7 ,darstellung von ,kaliumsulfat4 ,das ,kaliumsulfat lsst sich darstellen a7 aus ,chlorkalium und ,schwefelsure2 b7 aus ,chlorkalium und ,schwefelkies1 durch den ,longmaid'schen ,rstprocess 7siehe ,sodafabrikation7 und in vielen ,fllen der chlorirenden ,rstung in der ,metallurgie1 wenn das bisher bliche ,kochsalz durch ,chlorkalium ersetzt wird2 c7 aus ,chlorkalium und ,kieserit2 d7 aus dem ,kainit4 ,die ,umsetzung von ,chlorkalium in ,kaliumsulfat durch ,glaubersalz1 die wiederholt zur ,darstellung von ,kaliumsulfat versucht wurde1 hat sich im ,grossen als nicht praktisch erwiesen1 weil die beiden ,sulfate der ,alkalien allzugrosse ,neigung haben1 sich mit einander zu einem ,doppelsalze zu verbinden4 ,die sub a und b genannten ,methoden knnen nur unter gewissen ,bedingungen mit ,gewinn ausgebt werden4 ,in ,england stellt man jedoch fabrikmssig ,kaliumsulfat aus dem ,chlorkalium 7der ,kelpfabriken7 und aus ,schwefelsure dar4 ,dies geschieht genau in derselben ,weise1 wie die ,umwandlung des ,kochsalzes in ,glaubersalz bei der ,sodafabrikation1 und in den identischen ,apparaten und ,oefen4 ,eine weit grssere ,bedeutung als die vorstehenden ,methoden haben die sub c und d angefhrten ,verfahren1 das ,kaliumsulfat mit ,hlfe der ,schwefelsure des ,kieserits darzustellen4 ,die ,hauptgrundzge des von ,h4 ,grneberg eingefhrten ,verfahrens sind folgende3 ,man beginnt mit der ,darstellung von ,schoenit 7vergl4 ,s4 #abi7 und gleichzeitig auch von ,carnallit1 indem man ,chlorkalium und ,kieserit heiss lst und die ,lsung krystallisiren lsst3 #d ,mol4 ,kieserit #b ,mol4 ,schoenit1 #c ,chlorkalium #a ,carnallit2 ,beide ,salze1 der ,schoenit und der knstliche ,carnallit werden durch ,krystallisation geschieden und ersteres nach folgendem ,schema mit ,chlorkalium zerlegt3 #d ,mol4 ,schoenit #d ,mol4 ,kaliumsulfat1 #c ,chlorkalium #b ,schoenit1 #a ,carnallit4 ,die einzelnen ,salze werden durch ,krystallisation getrennt und das zuerst sich ausscheidende ,kalisulfat durch ,waschen mit kaltem ,wasser gereinigt4 ,wie weit die ,anreicherung des ,kalisulfates aus dem ,schoenit durch blosses ,umkrystallisiren desselben und ohne ,chlorkaliumzusatz getrieben werden kann1 ist noch zu ermitteln4 ,es scheint aber festzustehen1 dass in dem zur ,potaschenfabrikation bestimmten schwefelsaurem ,kali ein einige ,procente betragender ,schoenitgehalt nicht ungern gesehen wird4 ,seitdem der ,kainit in dem ,hangenden der ,kalisalze der ,carnallit-,region massenhaft gefunden worden1 dient auch er zur ,darstellung von ,kaliumsulfat4 ,zu dem ,ende wird der ,kainit mit ,wasser behandelt und dadurch in ,folge ,austretens von ,chlormagnesium in ,schoenit bergefhrt3 ,kainit ,schoenit minus ,chlormagnesium ,der ,schoenit wird dann mit ,chlorkalium in ,kaliumsulfat umgewandelt4 ,das ,kaliumsulfat ist entweder ,zwischenprodukt fr die ,potaschendarstellung oder ,handelsartikel fr die ,alaunfabrikation oder endlich einer der wichtigsten ,bestandtheile der ,kalidngerfabrikate4 ,greek3 g7 ,darstellung von ,kaliumcarbonat 7,mineralpotasche74 ,behufs der technisch vortheilhaftesten ,ueberfhrung von ,chlorkalium und schwefelsaurem ,kali in ,potasche sind zahlreiche ,vorschlge gemacht worden1 die aber zum kleinsten ,theil nur realisirbar sind4 ,das einzige von der ,praxis adoptirte ,verfahren der ,darstellung von ,mineralpotasche ist eine ,nachbildung des ,leblanc'schen ,sodabildungsprocesses4 ,das ,leblanc'sche ,verfahren1 von ,h4 ,grneberg 7#ahfe7 zuerst zur ,potaschedarstellung angewendet1 hat sich nicht berall bewhrt1 so fhrt z4 ,b4 ,lunge an1 dass in einer englischen ,fabrik langjhrige und kostspielige ,versuche1 ,leblanc's ,process zur ,potaschenfabrikation einzufhren1 zu einem negativen ,resultate gefhrt htten4 ,es war dort berhaupt nur dann mglich1 eine brauchbare ,handelswaare zu erzeugen1 wenn man eine bedeutende ,menge 7bis zur ,hlfte7 amerikanischer ,perlasche mit hineinarbeitete4 ,der eigentliche ,grund des ,scheiterns der ,versuche ist nicht bekannt geworden2 doch scheint es1 als ob die erzielte ,potasche ein gar zu unscheinbares ,ansehen gehabt htte2 man konnte sie nicht1 wie die ,soda1 einfach weissbrennen1 sondern musste sie auflsen1 wieder eindampfen und calciniren und diesen ,process sogar mehrfach wiederholen1 was natrlich zu kostspielig wurde4 ,ein hnliches ,verfahren macht sich nur fr wirkliche gereinigte ,potasche 7fr ,glasfabrikanten7 bezahlt1 welche dann auch wirklich in derselben ,fabrik in grossem ,maassstabe1 aber nur aus amerikanischer ,perlasche dargestellt wurde4 ,vermuthlich zeigte sich bei den ,versuchen ber knstliche ,potasche nach ,leblanc's ,verfahren auch der ,uebelstand1 welchen schon vor einigen ,jahren ,e4 ,kopp bei hnlichen ,versuchen in der grossen ,sodafabrik in ,dieuze bei ,nancy beobachtet hat3 nmlich die ,bildung von ,cyankalium1 wol auch cyansaurem ,kali1 welche nur schwierig zu entfernen sind4 ,in ,kalk bei ,cln und in ,stassfurt werden grosse ,mengen ,mineralpotasche von tadelloser ,beschaffenheit nach ,leblanc's ,process seit ,jahren dargestellt4 ,das ,nhere des ,verfahrens wird zur ,zeit noch geheim gehalten4 ,bekannt ist1 dass man 7schoenithaltiges7 ,kaliumsulfat mit ,kreide und ,steinkohlenklein calcinirt und die calcinirte ,masse mit ,wasser auslaugt1 wobei ,mineralpotasche in ,lsung geht und ,schwefelcalcium zurckbleibt1 aus welchem man nach ,schaffner's ,verfahren ,schwefel regenerirt4 ,die ,gegenwart einer gewissen ,menge ,schoenit oder ,magnesiumsulfat in dem zur ,fabrikation von ,mineralpotasche bestimmten ,kaliumsulfat ist eher vortheilhaft als schdlich1 indem durch die ,magnesia die ,rohpotasche pors wird und leichter und vollstndiger ausgelaugt werden kann1 als die mit reinem ,kaliumsulfat dargestellte ,rohpotasche4 ,sidenote3 ,kali aus ,feldspath4 ,,ii4 ,kalisalze aus ,feldspath4 ,die analytische ,chemie hat gezeigt1 dass in den verbreitetsten ,arten von ,mineralien1 die als ,gemengtheile ganzer ,gebirgsmassen vorkommen1 eine unversiegbare ,kaliquelle sich findet4 ,der ,kaligehalt einiger der bekanntesten ,gebirgsarten und ,fossilien ist folgender3 #aj-af ,proc4 im ,kalifeldspath 7,orthoklas7 und in einigen feldspathreichen ,fossilien4 #h-aj ,proc4 im ,kaliglimmer4 #g-h ,proc4 im ,glaukonit1 ,phonolith1 ,trachyt4 #f-g ,proc4 im ,granulit und ,porphyr1 ,glimmerschiefer4 #e-f ,proc4 im ,granit1 ,syenit1 ,gneis4 #a-b ,proc4 im ,dolerit1 ,basalt1 ,kaolin1 ,thon1 ,lehm4 ,vor dem ,auffinden der ,kalischtze in ,stassfurt1 ,kalucz u4 a4 ,o4 stand die ,kaligewinnungsfrage aus ,feldspath und hnlichen ,gesteinen permanent auf der ,tagesordnung in der technischen ,chemie4 ,gegenwrtig ist begreiflicherweise angesichts der blhenden ,mineralkalisalzindustrie aus ,carnallit und ,kainit die ,feldspathkalifrage ad calendas graecas vertagt und alle ,vorschlge1 welche die ,extraction des ,kalis aus dem ,feldspath zum ,zwecke hatten1 haben heute nur noch historisches ,interesse zu beanspruchen4 ,das beste ,verfahren zur ,darstellung der ,kalisalze aus dem ,feldspath ist das von ,ward 7#aheg7 angegebene1 bei welchem das ,fluor als ,aufschliessungsmittel des ,feldspaths dient4 ,es besteht wesentlich darin1 dass man den bis zur ,feine des ,portland-,cmentes gemahlenen ,feldspath mit feingepulvertem ,flussspath 7die ,menge des ,fluors darin soll der im ,gestein enthaltenen ,kalimenge quivalent sein7 und einem ,gemisch von ,kreide und ,kalkhydrat mengt und in ,gypsfen1 ,gasretorten1 ,cementbrennfen etc4 frittet und die gefrittete ,masse1 die in ,folge des ,kreidezusatzes pors und deshalb leicht auszulaugen ist1 mit ,wasser auslaugt1 wo der ,kali des ,feldspaths sofort als ,aetzkali in die ,lsung bergeht4 ,der ,rckstand vom ,auslaugen giebt nach dem ,brennen und ,mahlen einen hydraulischen ,mrtel4 ,sidenote3 ,kalisalze aus dem ,meerwasser4 ,,iii4 ,kalisalze aus dem ,meerwasser4 ,die ,gewinnung der ,kalisalze aus dem ,meerwasser1 namentlich aus dem ,wasser des mittellndischen ,meeres1 welches nach einer ,analyse von ,usiglio in #aj1jjj ,gewichtstheilen #e1je ,gewichtstheile ,kali enthlt1 geht auf dieselbe ,weise vor sich1 wie die ,verarbeitung der ,mutterlaugen der ,salinen von ,schnebeck1 ,drrenberg u4 s4 w41 die bereits zu ,anfang dieses ,jahrhunderts von ,herrmann in ,schnebeck eingefhrt wurde4 ,die ,kalisalzgewinnung wird am ,mittelmeere im grossen ,maassstabe von der ,compagnie ,merle in ,alais 7,gard7 ausgebt4 ,das gegenwrtig angewendete ,verfahren von ,balard und ,merle liefert unter ,anwendung von knstlicher ,klte mittelst des ,carr'schen ,apparates von #a ,kubikmeter ,mutterlauge von #bh ,b4 7entsprechend circa #ge ,kubikmeter ,meerwasser7 #dj ,kilogr4 wasserfreies ,natriumsulfat1 #abj raffinirtes ,seesalz1 #aj ,chlorkalium4 ,vor einigen ,jahren noch liess man die auf #bh ,b4 7 #a1bbe spec4 ,gew47 gebrachten ,mutterlaugen knstlich abkhlen1 um sie auf ,chlorkalium zu verarbeiten1 heutzutage zieht man es vor1 die ,mutterlaugen in den ,salzgrten selbst sich concentriren zu lassen1 wobei folgende drei ,sorten ,salz nach einander sich absetzen3 a7 das erste ,salz1 welches aus der bis #cb ,b4 7 #a1bff spec4 ,gew47 concentrirten ,mutterlauge sich abscheidet1 ist nur unreines ,seesalz2 b7 das zweite ,salz1 zwischen #cb und #ce ,b4 7 #a1bff bis #a1bii7 sich absetzend1 besteht aus gleichen ,theilen ,kochsalz und ,bittersalz und heisst gemischtes ,salz2 c7 das dritte ,salz1 welches zwischen #ce und #cg ,b4 7 #a1bii bis #a1cba7 sich abscheidet1 heisst ,sommersalz2 es enthlt noch ,kochsalz und ,bittersalz1 aber auch alles ,kali und zwar zum ,theil als ,schoenit1 zum ,theil auch als ,carnallit4 ,das zweite ,salz 7gemischtes ,salz7 wird sofort aufgelst und die ,lsung in die ,carr'sche ,eismaschine gebracht1 wo sich in ,folge von ,umsetzung der ,bestandtheile ,glaubersalz krystallisirt ausscheidet4 ,das dritte ,salz 7,sommersalz7 wird in siedendem ,wasser gelst2 beim ,erkalten scheidet sich die ,hlfte des ,kalis als ,kainit ab2 aus der ,mutterlauge1 die ausser ,carnallit noch ,kochsalz und ,bittersalz enthlt1 erhlt man durch ,abkhlung noch ,glaubersalz und durch ,abdampfen der ,flssigkeit und durch ,versetzen derselben mit ,chlormagnesium einer frheren ,operation1 alles ,kali in ,form von ,carnallit1 welches durch ,auflsen in bekannter ,weise in seine beiden ,bestandtheile1 ,chlorkalium und ,chlormagnesium1 zerlegt wird4 ,auf diese ,weise ist es gelungen1 von dem in der ,mutterlauge befindlichen ,kali #de ,proc4 als ,chlorkalium und #ee ,proc4 als ,schoenit zu gewinnen4 ,letzteres wird von der ,compagnie ,merle auf ,kaliumsulfat und auf ,potasche verarbeitet4 ,sidenote3 ,kali aus der ,pflanzenasche4 ,,iv4 ,kalisalze aus der ,asche der ,vegetabilien4 ,verbrennt man eine ,pflanze oder einzelne ,theile derselben1 so bleibt ein unverbrennlicher ,rckstand1 den man ,asche nennt4 ,dieser ,rckstand enthlt die anorganischen ,bestandtheile1 welche die ,pflanze whrend ihrer ,vegetation aus dem ,boden genommen4 ,sie besteht aus ,kali1 kleinen ,mengen von ,natron1 ,lithion und ,rubidion1 ,kalk1 ,magnesia1 etwas ,eisen- und ,manganoxydul und zwar gebunden an ,phosphorsure1 ,schwefelsure1 ,kieselsure1 ,chlor1 ,brom1 ,jod1 ,fluor und ,kohlensure4 ,die in der ,asche sich findenden ,verbindungen sind nicht durchgehends dieselben1 welche in den ,pflanzen vorkommen2 die zum ,einschern erforderliche hohe ,temperatur zerstrt vorhandene ,verbindungen und bildet neue4 ,die ,quantitt und ,qualitt der ,asche ist nicht bei allen ,pflanzen gleich2 whrend die am ,meeresstrande und im ,meere selbst wachsenden ,pflanzen vorzugsweise ,natron 7,soda7 enthalten1 sind die ,binnenpflanzen besonders kalireich2 die ,aschenmenge ist nicht allein bei den verschiedenen ,pflanzen eine verschiedene1 sondern es geben auch die verschiedenen ,pflanzentheile verschiedene ,quantitten4 ,die saftreichsten ,pflanzen und ,pflanzentheile geben im ,allgemeinen die meiste ,asche1 ,kruter grssere ,mengen als ,strucher1 letztere grssere ,mengen als ,bume1 ,bltter und ,rinde der ,bume mehr als der ,stamm4 ,es ist einleuchtend1 dass die ,menge der in dem ,pflanzensafte enthaltenen auflslichen unorganischen ,bestandtheile1 also hauptschlich die ,quantitt der ,salze der ,alkalien1 in den saftreichsten ,pflanzentheilen am grssten sein muss4 ,bttinger fand in der ,buchenholzasche #ba1bg ,proc4 lsliche ,bestandtheile1 #gh1gc unlsliche ,die lslichen ,bestandtheile waren ,kaliumcarbonat #ae1dj ,proc4 ,kaliumsulfat #b1bg ,natriumcarbonat #c1dj ,chlornatrium #j1bj ----------- #ba1bg ,proc4 ,der ,werth einer ,asche als ,rohstoff der ,potaschenfabrikation wird hauptschlich durch ihren ,gehalt an ,kaliumcarbonat bestimmt4 ,nachstehende ,hlzer und ,vegetabilien liefern im ,durchschnitt in #ajjj ,th4 folgende ,mengen an ,potasche3 ,fichte #j1de ,buchenrinde #f1jj ,pappel #j1ge ,farnkraut #f1bf ,buche #a1de ,maisstengel #ag1ej ,eiche #a1ec ,bohnenstengel #bj1j ,buchsbaum #b1bf ,sonnenblumenstengel #bj1j ,weide #b1he ,brennnesseln #be1jc ,rster #c1ij ,wickenkraut #bg1ej ,weizenstroh #c1ij ,disteln #ce1cg ,rinde von ,eichensten #d1bj ,trockne ,weizenstengel vor ,wollgras #e1jj der ,blthe #dg1j ,binse #e1jh ,wermuthkraut #gc1j ,weinrebe #e1ej ,erdrauchkraut #gi1j ,gerstenstroh #e1hj ,nach ,hss geben #ajjj ,theile ,asche4 ,potasche4 ,asche4 ,potasche4 ,fichtenholz #c1dj #j1de ,weidenholz #bh1j #b1he ,buchenholz #e1h #a1bg ,weinreben #cd1j #e1ej ,eschenholz #ab1b #j1gd ,farnkraut #cf1d #d1be ,eichenholz #ac1e #a1ej ,wermuth #ig1d #gc1jj ,ulmenholz #be1e #c1ij ,erdrauch #bai1j #gi1ij ,die ,gewinnung der ,potasche aus der ,asche der ,vegetabilien zerfllt in drei ,hauptoperationen1 nmlich a7 in das ,auslaugen der ,asche2 b7 in das ,versieden der ,rohlauge2 c7 in das ,glhen oder ,calciniren der rohen ,potasche4 ,in ,bezug auf die ,verbrennungsmethode der zur ,potaschenbereitung verwendeten ,vegetabilien ist derjenigen der ,vorzug zu geben1 bei welcher dafr gesorgt ist1 dass die ,verbrennung nur langsam erfolgt1 da bei zu lebhaftem ,luftzug und zu starkem ,feuer ein ,theil der ,asche mechanisch mit fortgerissen1 ein anderer ,theil durch ,reduktion der ,alkalien zu ,metallen verflchtigt wird1 keine unverbrannte ,kohlentheilchen zurckbleiben und der ,asche keine ,kalisalze entzogen werden knnen1 welches letztere leicht geschieht1 wenn die ,asche auf feuchtem ,erdboden dargestellt wurde4 ,die im ,walde durch ,niederbrennen von ,bumen und ,struchern erhaltene ,asche heisst ,waldasche1 die als ,nebenprodukt in den ,feuerungsanlagen gewonnene ,ofen- oder ,herdasche fhrt dagegen den ,namen ,brennasche4 ,die ,brennasche kann verflscht sein mit schon ausgelaugter ,asche 7,bckelasche71 sie kann ausserdem ,torfasche1 ,braunkohlen- und ,steinkohlenasche enthalten4 ,annhernd kann man die ,asche auf ihren ,gehalt an lslichen ,salzen auf die ,weise prfen1 dass man eine bestimmte ,menge davon mit einer gewogenen ,menge siedendem ,wasser auslaugt und dessen specifisches ,gewicht nach dem ,auslaugen mit ,hlfe eines ,arometers ermittelt4 ,je hher das specifische ,gewicht der ,lauge sich zeigt1 desto grsser wird im ,allgemeinen der ,gehalt der ,asche an auflslichen ,salzen sein4 ,in frheren ,zeiten wurde die ,waldasche von besonderen ,arbeitern1 den ,aescherern oder ,aschenschwelern1 meist im ,walde selbst mit ,wasser oder mit ,aschenlauge zu einem ,teig geknetet1 getrocknet1 calcinirt und in diesem ,zustande an die ,potaschensieder abgegeben1 die sie dann weiter reinigten4 ,von dieser ,art ist der ,okras oder ,ochras1 ein ,mittelding zwischen roher ,asche und ,potasche1 das in ,ostpreussen in der ,umgegend von ,danzig und in ,schweden bereitet wird4 a7 ,das ,auslaugen der ,asche bezweckt die ,trennung der lslichen ,salze der ,holzasche1 die circa #be-cj ,proc4 vom ,gesammtgewicht ausmachen1 von den im ,wasser unlslichen4 ,es geschieht in ,holzbottichen von der ,gestalt eines umgekehrten abgeschnittenen ,kegels1 in welchen sich ber dem eigentlichen ,boden ein zweiter durchlcherter befindet1 der auf einem hlzernen ,kreuze ruht und mit ,stroh bedeckt ist4 ,diese ,auslaugebottiche1 ,aescher genannt1 ruhen neben einander auf einem ,gerste1 jeder ist am unteren ,theile mit einem ,zapfen versehen1 um die ,lauge ableiten zu knnen4 ,unter jedem ,aescher befindet sich ein zum ,theil in die ,erde gegrabenes ,gefss 7ein ,sumpf71 das zum ,aufnehmen der ,rohlauge aus dem ,aescher dient4 ,die auszulaugende1 durch ,sieben von einem grossen ,theile der ,kohlepartikelchen befreite ,asche wird in einem besonderen ,kasten1 dem ,netzkasten1 mit kaltem ,wasser benetzt1 mit ,schaufeln durch einander gearbeitet und #bd ,stunden ruhig liegen gelassen4 ,dieses ,benetzen und ,liegenlassen im benetzten ,zustande hat zum ,zweck1 nicht nur das sptere ,auslaugen zu erleichtern1 sondern auch die ,menge der ,potasche dadurch zu erhhen1 dass whrend des ,liegenlassens das in der rohen ,asche vorhandene ,kaliumsilicat durch die ,kohlensure der ,luft in ,kaliumcarbonat und ,kieselsure zersetzt wird4 ,ist die ,asche hinreichend mit ,wasser imprgnirt1 so beschickt man die ,aescher damit und stampft die ,asche darin fest4 ,nachdem die obere ,flche geebnet ist1 wird kaltes ,wasser aufgegossen1 bis die ,lauge am ,zapfenloche auszufliessen anfngt4 ,die zuerst in den ,sumpf abfliessende ,lauge enthlt gewhnlich gegen #cj ,proc4 lsliche ,salze4 ,wenn der ,gehalt nur noch #aj ,proc4 betrgt1 setzt man das ,auslaugen mit heissem ,wasser fort1 so lange als noch etwas gelst wird4 ,die schwachen ,laugen lsst man durch neue ,aescher gehen1 um alle ,lauge auf einen ,salzgehalt von #bj-be ,proc4 zu bringen4 ,obgleich durch das sptere ,auslaugen mit heissem ,wasser auch das ,kaliumsulfat der ,asche aufgelst und der ,potasche einverleibt wird1 so zieht man doch dieses ,verfahren vor1 weil man dadurch das ,gewicht des ,produktes vermehrt und ja auch zu gewissen ,zwecken der ,kaligehalt des ,kaliumsulfates mitwirkt4 ,der nach dem ,auslaugen in dem ,aescher bleibende ,rckstand 7,seifensiederasche7 ist in ,folge des ,gehalts an ,calciumphosphat als ,dngemittel von ,werth4 ,man verwendet ihn ferner zur ,fabrikation von grnem ,bouteillenglas1 sowie in den ,salpetersiedereien zum ,bau der ,salpeterhaufen4 b7 ,das ,versieden der ,lauge4 ,die durch ,auslaugen der ,holzasche gewonnene ,lauge ist dunkelbraun gefrbt1 indem das ,kaliumcarbonat aus den nur unvollstndig verkohlten ,holzstckchen ,humussubstanz mit brauner ,farbe auflst4 ,das ,abdampfen oder ,versieden der ,lauge geschieht in flachen eisernen ,pfannen oder ,kesseln unter fortwhrendem ,zusatz von frischer ,lauge1 bis eine herausgenommene ,probe der ,lauge 7die gare ,lauge7 krystallinisch erstarrt4 ,ist dieser ,zeitpunkt eingetreten1 so mssigt man das ,feuer2 es scheidet sich an den ,wandungen der ,pfanne eine ,salzkruste ab1 welche sich vergrssert1 bis endlich alle ,lauge in eine trockene ,salzmasse verwandelt ist1 welche man nach dem ,erkalten mit ,hlfe von ,hammer und ,meissel aus der ,pfanne schlgt4 ,die so erhaltene ,potasche heisst rohe ,potasche oder ,fluss oder ausgeschlagene ,potasche2 sie erscheint als eine dunkelbraun gefrbte ,masse und enthlt gegen #f ,proc4 ,wasser4 ,diese ,methode des ,abdampfens ist mit dem ,uebelstand behaftet1 dass der ,boden der ,pfanne oder des gusseisernen ,kessels1 in welchem das ,versieden vor sich geht1 in dem ,grade1 als er sich mit einer strkeren ,salzrinde berzieht1 strker erhitzt wird1 als der obere ,theil1 wodurch sehr leicht ein ,durchbrennen oder ein ,zerspringen desselben herbeigefhrt wird2 bei dem ,ausschlagen der ,salzmasse kann ferner leicht eine ,beschdigung der ,pfanne stattfinden4 ,man wendet deshalb auch folgende ,methode der ,eindampfung an3 ,man versiedet die ,lauge in dem ,kessel unter fortwhrendem ,zufluss von neuer ,lauge1 bis ,salz sich abzuscheiden beginnt2 hierauf hemmt man den ,zufluss frischer ,lauge und bringt den ,inhalt des ,kessels unter fortwhrendem ,umrhren mit eisernen ,rhrhaken zur ,trockne4 ,dieses ,rhren beschleunigt das ,trocknen und verhindert das ,ansetzen der ,potasche an die ,wnde des ,abdampfgefsses4 ,die ,potasche bleibt als braunes ,pulver zurck1 welches gegen #ab ,proc4 ,wasser enthlt4 ,die so erhaltene ,potasche heisst zum ,unterschied von der ausgeschlagenen ausgerhrte ,potasche4 ,in einigen ,potaschefabriken trennt man das in der ,lauge enthaltene ,kaliumsulfat zum grssten ,theile von der ,potasche1 indem man die bis zu einer gewissen ,consistenz eingedampfte ,lauge1 bei welcher jedoch noch kein kohlensaures ,kali krystallinisch sich ausscheiden kann1 in hlzernen ,bottichen unter fterem ,umrhren erkalten lsst4 ,es scheidet sich dadurch der grsste ,theil des ,kaliumsulfates krystallinisch aus4 ,die darber stehende ,flssigkeit wird abgezapft und zur ,trockne verdampft4 ,hufig wird jedoch die ,potasche erst bei ihrer ,verwendung von dem ,kaliumsulfat befreit1 so z4 ,b4 in den ,blutlaugensalzfabriken4 ,das ausgeschiedene ,kaliumsulfat wird zur ,darstellung von ,kalialaun oder zur ,glasfabrikation verwendet4 c7 ,das ,calciniren der rohen ,potasche bezweckt die vollstndige ,entwsserung und die ,zerstrung der frbenden organischen ,substanzen4 ,frher nahm man das ,calciniren in eisernen ,tpfen 7,potten1 daher der ,name ,pott-,asche oder ,potasche7 vor1 gegenwrtig geschieht es allgemein in besonderen ,calcinirfen 7,fig4 #fb71 die sich von anderen ,flammenfen durch die doppelte ,feuerung unterscheiden4 ,gewhnlich sind zwei solcher ,oefen neben einander aufgefhrt4 ,die ,flammen der beiden ,feuerungen 7von denen die eine ,a in ,fig4 #fb im ,durchschnitt abgebildet ist7 schlagen in der ,mitte zusammen und gehen dann durch die ,arbeitsffnung o in den vor dem ,ofen angebrachten ,schornstein ,k4 ,die ,feuerung geschieht mit ,holz4 ,zwischen den beiden ,feuerbrcken liegt der #a-a1c ,meter breite ,arbeitsraum 7,calcinirherd7 ,c4 ,illustration3 ,fig4 #fb4 ,das ,heizen des ,calcinirofens erfordert viel ,brennmaterial2 es ist deshalb in den ,potaschesiedereien die ,einrichtung getroffen1 dass das ,calciniren dann erst seinen ,anfang nimmt1 wenn eine recht grosse ,menge roher ,potasche vorrthig ist und man also eine ,zeit lang fortcalciniren kann4 ,zuerst wrmt man den ,ofen gehrig aus1 welches #e-f ,stunden ,zeit erfordert4 ,hierbei muss man mssig zu feuern anfangen und es ist der ,ofen ausgeheizt genug1 wenn man im ,gewlbe des ,ofens keine dunkle ,flecken mehr wahrnimmt2 bei diesem ,zustande des ,ofens knnen die beim ,verbrennen des ,holzes sich bildenden ,wasserdmpfe im ,innern des ,ofens sich nicht mehr verdichten4 ,ist der ,ofen gehrig ausgewrmt1 so wird der ,anfang mit dem ,eintragen der in ,stcke von der ,grsse eines ,hhnereies zerschlagenen ,potasche gemacht4 ,bei einem ,ofen1 welcher #c ,ctr4 rohe ,potasche fasst1 geschieht dies auf folgende ,weise3 ,man theilt zuerst den ,centner in drei gleiche ,theile1 trgt hiervon das ,drittel mit eisernen ,schaufeln fast ganz vorn in den ,ofen und legt die eingetragene ,potasche so1 dass sie eine quer ber den ,herd laufende ,lage bildet und dass1 wenn die beiden anderen ,drittel auf dieselbe ,weise eingetragen werden1 nur erst das vorderste ,drittel der ,herdflche mit ,potasche bedeckt ist4 ,nach einigen ,minuten trgt man das zweite und wieder nach einigen ,minuten das dritte ,drittel des eingetheilten ,centners der rohen ,potasche ein4 ,ist nun auf diese ,weise das vorderste ,drittel der ,herdflche mit ,potasche berlegt worden1 so wird auf dieselbe ,weise auch der zweite und dritte ,centner ,potasche eingetragen und also der ganze ,herd gleich dick mit ,potasche belegt4 ,unter fortgesetztem mssigem ,heizen fngt die ,potasche an zu schumen und es entweicht das in ihr enthaltene ,wasser4 ,durch ,umrhren mit eisernen ,haken sucht man das ,festbacken der ,potasche an der ,herdsohle zu verhindern und die ,entwsserung zu befrdern4 ,nach etwa einer ,stunde ist die ,potasche entwssert1 sie fngt in dieser ,zeit ,feuer1 wird anfangs durch ,verkohlung der organischen ,substanzen schwarz1 sehr bald aber durch ,verbrennung der kohligen ,theile heller und heller1 bis ihre ,oberflche weissglnzend wird4 ,sie wird nun mit der ,schaufel gewendet1 der vordere ,theil in den ,hintergrund des ,ofens gebracht und der hintere ,theil nach dem vorderen ,raume hin4 ,die ,hitze ist genau zu reguliren1 um die ,einwirkung des kohlensauren ,kalis auf die ,silicate der ,herdsohle und das ,schmelzen der ,potasche zu verhten4 ,das ,calciniren und das zeitweilige ,umrhren wird fortgesetzt1 bis eine herausgenommene ,probe auch im ,innern keine schwarzen ,punkte mehr zeigt4 ,die fertige ,potasche wird mit einer eisernen ,krcke aus dem ,ofen ausgezogen und auf einen vor demselben befindlichen1 mit ,backsteinen gepflasterten ,platze1 dem ,khlherde1 erkalten gelassen4 ,nach dem ,erkalten wird die ,potasche sogleich in ,fsser geschlagen1 die1 da die ,potasche leicht ,flssigkeit anzieht1 mglichst dicht sein mssen4 ,in den ,vereinigten ,staaten und in ,canada stellt man die auf dem europischen ,markte mit dem ,namen amerikanische ,potasche bezeichnete ,potaschesorten dar1 von denen dreierlei ,produkte zu unterscheiden sind1 nmlich #a7 die ,potasche1 die auf dieselbe ,weise gewonnen wird wie in ,europa2 #b7 die ,perlasche1 die man aus der ,potasche durch ,auslaugen mit ,wasser1 ,absetzenlassen der ,lauge1 ,abdampfen bis zur ,trockne und ,calciniren der zurckbleibenden weissen ,salzmasse erhlt2 #c7 die ,steinasche ist ein ,gemenge von 7nicht calcinirter7 ,potasche mit ,aetzkali und wird dargestellt1 indem man die ,lauge vor dem ,abdampfen mit ,aetzkalk theilweise tzend macht und dann hartsiedet4 ,sie findet sich im ,handel in ,bruchstcken von #f bis #aj ,centim4 ,dicke1 ist1 hnlich dem ,aetznatron1 steinhart und durch beigemengtes ,eisenoxyd roth gefrbt4 ,sie enthlt bis zu #ej ,proc4 ,kalihydrat4 ,die ,zusammensetzung der ,potasche des ,handels ist eine ziemlich vernderliche1 wie folgende ,beispiele von ,potaschenanalysen zeigen3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 #g4 #h4 ,kaliumcarbonat #gh1j #gd1a #ga1d #fh1j #fi1i #ch1f #di1j #ej1hd ,natriumcarbonat -- #c1j #b1c #e1h #c1a #d1b -- #ab1ad ,kaliumsulfat #ag1j #ac1e #ad1d #ae1c #ad1a #ch1h #dj1e #ag1dd ,chlorkalium #c1j #j1i #c1f #h1a #b1a #i1a #aj1j #e1hj ,wasser -- #g1b #d1e -- #h1h #e1c -- #aj1ah ,unlslicher ,rckstand #j1b #j1a #b1g #b1c #b1c #c1h -- #c1fj #a4 von ,kasan1 von ,hermann2 #b4 von ,toscana2 #c4 und #d4 von ,nordamerika 7#d4 war von rthlicher ,farbe72 #b41 #c4 und #d4 analysirt von ,pesier2 #e4 von ,russland2 #f4 aus den ,vogesen 7#e4 und #f4 analysirt von ,pesier72 #g4 aus ,helmstedt in ,braunschweig1 von ,limpricht2 #h4 aus ,russland1 von ,bastelaer4 ,die calcinirte ,potasche ist theils weiss1 theils perlgrau1 gelblich1 rthlich oder blulich4 ,die rthliche ,frbung rhrt her von ,eisenoxyd1 die bluliche von kleinen ,mengen ,kaliummanganates2 sie erscheint als eine harte1 aber leichte1 porse und nicht krystallinische ,salzmasse1 die sich niemals vollstndig in ,wasser lst4 ,in frherer ,zeit stellte man grosse ,mengen von ,potasche aus ,weinrckstnden dar4 ,der ,wein enthlt ,kaliumbitartrat4 ,in solchen ,lndern1 in denen der ,wein behufs der ,spiritusgewinnung destillirt wird1 bleibt in der ,brennblase dieser ,weinstein mit andern ,krpern gemengt als ,hefenschlempe oder ,vinasse zurck4 ,man trocknete sie und verkohlte und calcinirte den ,rckstand1 um dadurch eine sehr gesuchte ,potasche zu erhalten4 #a ,hectoliter ,hefenschlempe gab im ,durchschnitt #a ,kilogr4 kohlensaures ,kali4 ,wie gross die ,menge der so dargestellten ,potasche war1 ergiebt sich daraus1 dass in den #ai weinproducirenden ,departements ,frankreichs jhrlich #i-aj ,millionen ,hectoliter ,schlempe erhalten werden1 die man gegenwrtig auf ,weinstein1 auf ,glycerin und auf ,weinsure verarbeitet4 ,sidenote3 ,kali aus der ,melasse4 ,v4 ,kalisalze aus der ,schlempekohle von der ,rbenmelasse4 ,den ,potaschearten1 die man durch ,einschern von ,vegetabilien erhlt1 hat sich eine neue ,sorte ,potasche angereiht1 deren ,fabrikation eine grosse wirtschaftliche ,bedeutung erlangt hat4 ,wir sprechen von der ,potasche aus den ,zuckerrben1 die zuerst in ,frankreich von ,dubrunfault dargestellt wurde4 ,in den ,zollverein wurde ihre ,fabrikation #ahdj durch ,h4 ,varnhagen in ,mucrena in der preuss4 ,provinz ,sachsen eingefhrt4 ,unter den ,pflanzen1 die bei der ,verbrennung eine kalireiche ,asche hinterlassen1 steht die ,zuckerrbe mit oben an4 ,bereits im ersten ,decennium des laufenden ,jahrhunderts1 als die ,rbenzuckerindustrie ,wurzel zu fassen begann1 bezeichnete der franzsische ,agronom ,mathieu de ,dombasle die ,rbe als eine der beachtenswerthesten ,pflanzen in ,hinsicht auf die ,produktion von ,kalisalzen4 ,er suchte die ,rbe sogar gleichzeitig zur ,erzeugung von ,zucker und von ,potasche zu verwenden1 indem er vorschlug1 die ,rbenpflanze whrend der ,cultur zu entblttern und die ,bltter durch ,verbrennen auf ,potasche zu verarbeiten4 ,der ,versuch hatte ihm gelehrt1 dass #ajj ,kilogr4 trockne ,rbenbltter #aj1e ,kilogr4 ,asche hinterlassen1 aus welcher #e1a ,kilogr4 ,potasche dargestellt werden konnte4 ,die ,praxis zeigte aber bald das ,irrige in der ,anschauungsweise ,dombasle's4 ,die ,entbltterung vertrug sich nicht mit der ,erzeugung zuckerreicher ,rben und die ,kalisalzgewinnung fiel der ,vergessenheit anheim4 ,gegen das ,jahr #ahch nahm ,dubrunfault die ,frage wieder auf4 ,nachdem durch die ,erfahrung dargethan1 dass alle ,alkalisalze1 welche die ,rbe whrend ihrer ,vegetation aufgenommen1 in den ,saft bergehen und sich nach der ,abscheidung des grssten ,theiles des ,zuckers in der ,mutterlauge1 in der sogenannten ,melasse concentriren1 suchte er die ,melasse zu verwerthen1 indem er den ,zucker darin durch ,ghrung in ,alkohol verwandelte und nach dem ,abdestilliren desselben den salzreichen ,rckstand1 die ,schlempe oder ,vinasse1 zur ,trockne brachte1 die trockne ,masse durch ,verkohlen in die ,schlempekohle berfhrte und endlich durch ,calcination derselben und ,raffination der zurckbleibenden ,salzmasse ,potasche und andere ,kalisalze darstellte4 ,von nun an ward die ,gewinnung der ,potasche aus der ,schlempekohle der ,melassebrennereien ein blhender ,industriezweig4 ,im ,jahre #ahfe erreichte sie das enorme ,quantum von #bdj1jjj ,centnern1 welche sich auf folgende ,lnder vertheilen3 ,frankreich #if1jjj ,ctr4 ,zollverein #hf1jjj ,oesterreich #ch1jjj ,belgien #bj1jjj ------------ #bdj1jjj ,ctr4 ,wenn noch im ,jahre #ahfb zur ,zeit der ,londoner ,ausstellung die ,potaschegewinnung aus ,rbenmelasse als irrationell bezeichnet werden konnte1 indem es vernnftiger sei1 die ,kalisalze der ,melasse den ,rbenfeldern zurckzuerstatten1 als sie in den ,handel zu bringen1 so ist heute die ,sachlage eine andere4 ,mit ,recht verkauft der ,rbenzuckerfabrikant die ,kalisalze der ,melasse und giebt dem ,boden in ,form von billigem ,stassfurter ,kalidnger das1 was demselben durch die ,vegetation der ,rbe entzogen wurde4 ,indem das ,kaliprparat durch den ,rbenorganismus wandert1 findet im technologischen ,sinne eine ,veredelung1 d4 h4 eine ,wertherhhung statt4 ,die ,rbenmelasse1 wie sie aus den ,zuckerfabriken in die ,melassebrennereien gelangt1 um dort in ,spiritus und in ,schlempekohle verwandelt zu werden1 besteht in #ajj ,theilen aus ,brunner4 ,fricke4 ,lange4 ,heidenpriem4 ,wasser #ae1b #ah1j #ah1e #ai1j #ai1g ,zucker #di1j #dh1j #ej1g #df1i #di1h ,salzen und organischen ,substanzen #ce1h #cd1j #cj1h #cd1a #cj1e ,ein ,bild von der ,zusammensetzung der ,melassenasche geben folgende ,analysen von ,heidenpriem3 #a4 #b4 #c4 ,kali #ea1gb #dg1fg #ej1ch ,natron #h1jj #aa1dc #h1bi ,kalk #e1jd #c1fj #c1ab ,magnesia #j1ah #j1aj #j1ah ,kohlensure #bh1ij #bg1id #bh1gj ,phosphorsure1 ,kieselsure1 ,chlor1 ,eisenoxyd etc41 was an ,hundert fehlt4 ,der ,aschengehalt betrgt #aj bis #ab ,proc4 ,nach ,dubrunfault ist der alkalimetrische ,grad der ,rbenmelassen nahezu eine constante ,grsse4 ,die ,asche von #ajj ,grm4 ,melasse neutralisirt im ,mittel #g ,grm4 ,schwefelsure 7,h#b,,so#d74 ,die ,verarbeitung der ,melasse geschieht gegenwrtig auf folgende ,weise3 ,zunchst wird die ,melasse mit ,wasser oder besser mit ,schlempe auf #h-aa ,b4 reducirt und mit #j1e-a1e ,proc4 reiner ,mineralsure versetzt4 ,letzterer ,zusatz hat nicht nur den ,zweck1 die alkalische ,beschaffenheit der ,melasse aufzuheben1 sondern auch den nicht ghrungsfhigen rechtsdrehenden ,rohrzucker in ghrungsfhigen linksdrehenden ,zucker berzufhren4 ,frher wendete man hierzu die ,schwefelsure an1 aber auf die ,empfehlung von ,a4 ,wurtz hin wendet man gegenwrtig allgemein die ,salzsure an4 ,man umgeht dadurch die unangenehme ,bildung von ,schwefelkalimetallen aus den ,sulfaten unter ,mitwirkung der in der ,melasse enthaltenen organischen ,krper4 ,die ,kehrseite der ,anwendung der ,salzsure zeigt sich in der grsseren ,schwierigkeit der ,abscheidung der ,salze aus der ,schlempe1 da die ,chlorre1 die sich nun bilden1 leichter lslich sind als die ,sulfate4 ,die mit ,salzsure versetzte ,melasse wird mit ,hefe der ,ghrung berlassen und nach ,beendigung der ,ghrung der ,alkohol abdestillirt4 ,die in der ,brennblase zurckbleibende ,schlempe ist eine dnne ,flssigkeit von etwa #d ,b41 die neben unzersetzter ,hefe1 ,ammoniaksalzen und sonstigen organischen ,krpern smmtliche anorganische ,salze des ,rbensaftes enthlt4 ,das ,kali ist wol zum grssten ,theile als ,kaliumnitrat darin1 obgleich ein ,theil der ,salpetersure whrend der ,ghrung der mit ,salzsure angesuerten ,melasse entweicht und mitunter zur ,bildung rother ,dmpfe in dem ,ghrungslokale ,veranlassung giebt4 ,evrard will den ,salpeter sogar aus der eingedampften ,rbenmelasse durch ,krystallisation erhalten und durch ,ausschleudern reinigen4 ,die ,sure der ,schlempe wird durch ,calciumcarbonat neutralisirt und dann in ,kesseln oder flachen ,pfannen abgedampft4 ,die zur ,verdampfung der ,schlempe dienende ,einrichtung besteht aus dem ,heizofen und einer im ,ganzen #bj1c ,meter langen ,pfanne4 ,diese letztere ist in zwei ,abtheilungen getheilt1 davon die eine grssere und #ad1c ,meter lange die eigentliche ,abdampfpfanne ist2 die andere umfasst den #f ,meter langen ,calcinirofen4 ,beide haben eine ,breite von im ,ganzen #a1f ,meter2 die lichte ,weite betrgt #b ,meter und die ,hhe der ,pfanne #j1cd ,meter2 das ,gewlbe darber ist #j1f ,meter hoch2 es ist aus ,charmottesteinen angefertigt4 ,der ,ofen hat eine ,breite von #a1c ,meter und die ,rostflche betrgt #c1c ,quadratmeter4 ,die ,abdampfung geschieht mit ,oberfeuerung2 die ,flamme und die ,feuergase gehen zunchst ber die ,feuerbrcke und streichen dann der ganzen ,lnge nach ber die ,pfanne hin4 -- ,zunchst dem ,ofen ist die ,calcinirpfanne aufgebaut1 dahinter die ,abdampfpfanne1 welche dicht an den ,schornstein anschliesst1 so dass die ,dmpfe sofort in denselben abgefhrt werden4 ,die aus den ,blasen nach beendigter ,destillation abgedampfte ,schlempe wird zunchst in einer ,cisterne gesammelt4 ,eine ,pumpe fhrt dieselbe alsdann in ein ber der ,abdampfpfanne nicht weit vom hinteren ,ende derselben aufgestelltes ,reservoir1 von wo dieselben im continnirlichen ,strahle nach der ,abdampfpfanne abfliesst4 ,im ,anfange der ,schicht werden beide ,pfannen mit der ,schlempe gefllt2 spter wird die in der ,abdampfpfanne concentrirte ,lauge in dem erforderlichen ,maasse in die ,calcinirpfanne abgelassen und hier schliesslich zur ,trockne verdampft4 ,die ,calcinirpfanne wird tglich einmal entleert und wird im ,durchschnitt eine tgliche ,ausbeute von etwa #e-e-a_/b ,ctnr4 ,schlempekohle erzielt4 ,als ,zusammensetzung der ,schlempekohle ergiebt sich annhernd folgende3 ,in ,wasser unlsliche ,bestandtheile #bc ,proc4 ,kaliumsulfat #aj1jg ,chlorkalium #aa1fa ,kaliumcarbonat #ca1dj ,natriumcarbonat #bc1bf ,kieselsure u4 ,kaliumhyposulfit ,spur ---------- #ii1cd ,illustration3 ,fig4 #fc4 ,in den meisten ,melassebrennereien des norddeutschen ,bundes wird die ,schlempekohle an die ,salpeterfabriken abgegeben1 in andern ,brennereien1 namentlich in denen ,belgiens und ,frankreichs1 wird die ,schlempekohle durch ,calcination1 ,auslaugen und ,krystallisirenlassen der einzelnen ,salze weiter verarbeitet4 ,zu dem ,ende dampft man die dnne ,schlempe in ,pfannen bis auf #ch-dj ,b4 7 #a1cc-a1ce spec4 ,gew47 ab und bringt die concentrirte ,schlempe zum ,verkohlen und ,calciniren in einen ,ofen1 dessen ,construktion aus beistehender ,zeichnung erhellt 7,fig4 #fc74 ,die eingedampfte ,schlempe kommt zunchst in das ,reservoir ,v1 aus welchem es in den ,ofen abgelassen werden kann4 ,der ,ofen hat drei ,abtheilungen1 hnlich einem ,sulfat- oder ,glaubersalzofen4 ,auf den ,rost ,g der ersten ,abtheilung kommt das ,brennmaterial1 in die zweite ,abtheilung ,m 7den ,calcinirraum7 die trockne ,masse1 die durch ,abdampfen der ,schlempe in der dritten ,abtheilung des ,ofens ,m' sich bildet4 ,vor jeder dieser ,abtheilungen befindet sich eine ,arbeitsthr1 ebenso eine ,thr an der andern ,seite des ,ofens bei ,p4 ,die zum ,calciniren erforderliche ,luft strmt theils durch den ,rost ,g1 theils durch ,oeffnungen ,b in der ,brustmauer der ,feuerung ein4 ,wie oben bereits bemerkt1 luft die bis auf #ch-dj abgedampfte ,schlempe in die als ,abdampfpfanne fungirende ,abtheilung ,m'1 welche von ,m durch eine ,brcke ,a' getrennt ist4 ,durch die ,einwirkung der ,hitze wird sie bald dick und teigig1 durch fleissiges ,rhren mit ,krcken ,r sucht man das ,zusammenballen der ,masse zu vermeiden4 ,nachdem sie zur ,trockne gebracht1 schaufelt man die braungefrbte ,salzmasse ber ,a' nach dem ,calcinirraum ,m und lsst in die ,pfanne ,m' neue ,schlempe fliessen4 ,die ,salzmasse in ,m fngt alsbald an sich zu entznden und stsst widrig riechende ,dmpfe aus4 ,der ,calcinirprocess oder das ,weissbrennen wird brigens wesentlich befrdert theils durch den ,luftstrom1 der durch die ,oeffnungen bei ,b einstrmt1 theils durch das in der ,salzmasse enthaltene salpetersaure ,kali4 ,die ,temperatur darf brigens dabei nicht zu hoch steigen1 weil sonst die ,salze zu einer compacten1 schwer auszulaugenden ,masse schmelzen und das ,kaliumsulfat zu ,schwefelkalium reducirt werden wrde1 welches letztere aus der ,potasche nicht entfernt werden knnte4 ,die weissgebrannte ,schlempekohle1 oder das ,salin1 so wie es aus dem ,calcinirofen kommt1 enthlt #aj bis #be ,proc4 unlsliche ,substanzen 7,calciumcarbonat1 ,kohle und ,calciumphosphat7 und #c bis #d ,proc4 ,feuchtigkeit2 der ,rest besteht aus ,kalium- und ,natriumcarbonat1 ,kaliumsulfat und ,chlorkalium1 zuweilen auch aus namhaften ,mengen von ,cyankalium4 ,das ,verhltniss des ,kalis zum ,natron ist kein constantes und ist abhngig von der ,beschaffenheit des ,bodens1 auf welchem die ,rbe gewachsen4 ,in ,frankreich hat man die ,beobachtung gemacht1 dass die ,melassenpotasche aus dem ,departement du ,nord minder kalireich sei als aus den ,departements der ,oise und der ,somme4 ,im ,allgemeinen aber wird man annehmen knnen1 dass die ,salzmasse oder ,salin im ,mittel enthalte #g-ab ,proc4 ,kaliumsulfat #ah-bj ,natriumcarbonat #ag-bb ,chlorkalium #cj-ce ,kaliumcarbonat ,folgende ausfhrliche ,analysen des ,salins geben ein ,bild der ,zusammensetzung der weissgebrannten ,schlempekohle3 a4 b4 c4 d4 ,wasser und ,unlsliches #bf1bb #ai1hb #ag1dg #ac1cf ,kaliumsulfat #ab1ie #i1hh #b1ee #c1bb ,chlorkalium #ae1hg #bj1ei #ah1de #af1fb ,chlorrubidium #j1ac #j1ae #j1ah #j1ba ,natriumcarbonat #be1eb #ai1ff #ai1bb #af1ed ,kaliumcarbonat #bc1dj #bi1ij #db1ac #ej1je --------------------------- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,die lslichen ,salze der weissgebrannten ,schlempekohle werden nach dem von ,kuhlmann angegebenen ,raffinirverfahren von einander geschieden4 ,zunchst wird die ,salzmasse durch cannelirte ,walzen gemahlen4 ,hierauf kommt das zerkleinerte ,material in die ,auslaugebottiche1 von denen ein jeder #bf1d ,centner fasst4 ,das ,auslaugen geschieht methodisch1 genau so wie in den ,sodafabriken4 ,die aus den ,bottichen ablaufende ,lauge hat eine ,dichte von #a1bbi 7 #bg ,b474 ,der ,rckstand dient als ,dngemittel4 ,die ,lauge luft in ein grosses ,reservoir von #baj ,hektoliter ,inhalt und wird mit abgngiger ,wrme bis auf #a1bf 7 #cj ,b47 eingeengt4 ,bei diesem ,concentrationsgrade scheidet sich nach dem ,erkalten der ,lauge ein grosser ,theil des ,kaliumsulfates ab1 welches man ausschpft1 abtrocknen lsst und durch ,abwaschen mglichst von der anhngenden ,mutterlauge befreit4 ,es enthlt #hj ,proc4 ,kaliumsulfat und ausserdem ,kaliumcarbonat und organische ,krper und wird nach dem ,leblanc'schen ,process in ,potasche bergefhrt4 ,die ,lauge von #cj ,b4 wird nun in ,kesseln von #ij ,hektoliter ,capacitt mit ,hlfe von ,dampf von drei ,atmosphren bis auf #db ,b4 7 #a1djh7 eingedampft4 ,hierbei scheidet sich ein ,gemenge von ,natriumcarbonat und ,kaliumsulfat ab1 welches oft #cj alkalimetrische ,grade zeigt4 ,die ,lauge kommt nun in ,krystallisirgefsse1 in denen man sie bis auf #cj ,c41 aber nicht weiter1 abkhlen lsst4 ,whrend des ,erkaltens krystallisirt ,chlorkalium heraus 7#ij ,proc4 ,chlorkalium und einige ,procente ,natriumcarbonat1 entsprechend #c-e alkalimetrischen ,graden74 ,wenn aus ,mangel an ,aufsicht die ,temperatur der ,krystallisationsgefsse unter #cj ,c4 fallen sollte1 so berziehen sich die ,chlorkaliumkrystalle mit ,krystallen von ,natriumcarbonat1 was begreiflicher ,weise sorgfltigst zu vermeiden ist4 ,die ,flssigkeit1 welche nun eine ,dichte von #db ,b4 und eine ,temperatur von #cj ,c4 besitzt1 wird in grossen ,pfannen von #bj ,hektoliter ,inhalt im ,winter bis zu #a1did ,dichte 7 #dh ,b471 ,sommer #a1ea 7 #di ,b47 abgedampft4 ,whrend dieser ,arbeit fllt ,natriumcarbonat in reichlicher ,menge nieder2 die ersten ,antheile davon zeigen #hb alkalimetrische ,grade1 spter nimmt aber die ,reinheit ab bis auf #ej ,grade4 ,nachdem das ,natriumcarbonat sich abgeschieden1 bringt man die ,lauge in kleine ,krystallisirgefsse von #b-a_/b ,hektoliter ,inhalt1 in welchen man die ,lauge sich selbst berlsst4 ,jedes ,gefss giebt nahezu #acj ,kilogr4 ,krystalle von wechselnder ,zusammensetzung1 denen aber ein ,doppelsalz von der ,formel 7,k#b;,,co#c ,na#b;,,co#c #ab ,h#b,o7 zu ,grunde liegt4 ,die dunkelgefrbte ,mutterlauge davon wird in einem ,flammenofen abgedampft und calcinirt und bildet eine halbraffinirte ,potasche1 die durch ,eisenoxyd rthlich gefrbt ist und den ,namen ,rothsalz fhrt4 ,dieses ,produkt wird mit ,wasser ausgelaugt und die ,lauge bis auf #a1ea-a1ebe ,dichte 7 #di-ej ,b47 gebracht1 wobei sich viel ,kaliumsulfat und ,natriumcarbonat absetzen4 ,die ,mutterlauge wird zur ,trockne gebracht und im ,flammenofen weissgebrannt4 ,das so erhaltene ,produkt ist raffinirte ,potasche und besteht durchschnittlich in #ajj ,theilen aus ,kaliumcarbonat #ia1e ,natriumcarbonat #e1e ,chlorkalium und ,kaliumsulfat #c1j ----- #ajj1j ,das frher ausgeschiedene ,natriumcarbonat von #hj-he alkalimetrischen ,graden wird durch ,waschen mit einer kalten und gesttigten ,lsung von ,natriumcarbonat von den ,kalisalzen befreit und dadurch ein ,produkt erhalten1 welches #ij alkalimetrische ,grade zeigt4 ,die zum ,abdampfen der concentrirten ,laugen und zum ,weissbrennen des trocknen ,produkts dienenden ,oefen mssen bis zum ,rothglhen erhitzt sein1 bevor man die ,flssigkeit auf die ,backsteinsohle des ,ofens bringt4 ,denn bei unzureichendem ,vorwrmen filtrirt die ,lauge in das ,gemuer ein und zerstrt es in der krzesten ,zeit4 ,die whrend des ,raffinirprocesses abgeschiedenen ,salze -- ,kaliumsulfat und ,chlorkalium -- werden weiter gereinigt4 ,das ,doppelsalz der beiden ,alkalicarbonate wird mit kleinen ,mengen siedenden ,wassers behandelt1 wodurch das ,kaliumcarbonat in ,lsung geht1 die beim ,abdampfen eine sehr reine ,potasche liefert4 ,folgende ,analysen raffinirter ,rbenpotaschesorten mgen ein ,bild von deren ,zusammensetzung geben3 a4 b4 c4 ,kaliumcarbonat #hh1gc #id1ci #hi1c ,natriumcarbonat #f1dd ,spuren #e1f ,kaliumsulfat #b1bg #j1bh #b1b ,chlorkalium #a1jj #b1dj #a1e ,jodkalium #j1jb #j1aa -- ,wasser #a1ci #a1gf -- ,unlsliches #j1ab -- -- a und b ,potasche aus ,waghusel in ,baden1 c franzsische doppelt raffinirte ,potasche4 ,die rohen ,rbenpotaschen 7nicht zu verwechseln mit der sogenannten ,rohpotasche1 mit welchem ,namen man gewhnlich das ,produkt des ,weissbrennens der ,schlempekohle1 das ,salin1 bezeichnet7 zeigen folgende ,zusammensetzung3 a4 b4 c4 d4 e4 ,kaliumcarbonat #ec1i #gi1j #gf1j #dc1j #cb1i ,natriumcarbonat #bc1a #ad1c #af1c #ag1j #ah1e ,kaliumsulfat #b1i #c1i #a1ai #d1g #ad1j ,chlorkalium #ai1f #b1h #d1af #ah1j #af1j a franzsische ,potasche1 b aus ,valenciennes1 c aus ,paris1 d aus ,belgien1 e aus ,magdeburg4 ,sidenote3 ,kalisalze aus den ,seealgen4 ,,vi4 ,kalisalze aus den ,seealgen oder ,tangen4 ,aus den ,seetangen werden als ,nebenprodukt der ,jod- und ,bromgewinnung grosse ,mengen von ,kalisalzen dargestellt4 ,man wendet dazu drei verschiedene ,methoden an1 nmlich a7 die ltere oder das ,calcinationsverfahren1 welches die ,tange verbrennt und die zurckbleibende ,asche einem methodischen ,auslauge- und ,krystallisirprocess unterwirft2 b7 das ,verkohlungsverfahren oder ,stanford's ,methode1 nach welcher die ,tange durch trockne ,destillation in ,tangkohle bergefhrt werden1 welche gleichfalls dem ,auslaugen unterworfen wird4 ,die hierbei auftretenden ,produkte der trocknen ,destillation 7photogenhnliche ,flssigkeiten7 vermindern die ,herstellungskosten der ,kalisalze2 c7 nach einem dritten 7von ,kemp und ,wallace7 vorgeschlagenen ,verfahren werden die ,seetange mit ,wasser ausgekocht1 die ,abkochung wird eingedampft und der ,rckstand vorsichtig eingeschert4 ,das hauptschlich angewendete ,verfahren ist das ltere4 ,es wird ausgebt in ,frankreich an den ,ksten der ,bretagne und der ,basse-,normandie1 insbesondere in den ,umgebungen von ,brest und ,cherbourg2 ferner in ,schottland und ,irland4 ,die ,fabrikation der ,kalisalze beginnt mit der ,einscherung der ,pflanzen1 wodurch eine halbverglaste ,masse entsteht1 welche man in ,frankreich ,varech oder ,vraic1 in ,england und ,schottland ,kelp nennt4 ,man unterscheidet den getrifteten ,tang oder die ,treibalgen und den geschnittenen ,tang oder die ,schnittalgen2 der von beiden ,sorten gelieferte ,kelp zeigt in ,hinsicht auf ,zusammensetzung und auf ,handelswerth grosse ,verschiedenheiten4 ,der geschnittene ,tang 7,fucus serratus und ,f4 nodosus71 in der ,volkssprache der ,normandie ,meereiche genannt1 wchst auf den ,felsen und ,klippen und am ,meeresufer und muss gesammelt werden2 der getriftete ,tang 7,laminaria digitata71 im ,munde des ,volkes ,seequecke und ,seeruthe genannt1 dagegen wird von den ,wogen an die ,kste geworfen2 er enthlt #be ,proc4 mehr ,kali und #cjj ,proc4 mehr ,jod1 als der geschnittene ,tang4 ,letzterer ist also nicht nur kalirmer1 als der getriftete ,tang1 sondern enthlt auch mehr ,natron und hat deshalb einen geringeren ,werth4 ,der getriftete ,tang ist ferner reicher an ,chloralkalien1 als an schwefelsauren ,salzen2 bei den geschnittenen ,tangen gilt das ,gegentheil4 ,da der ,preis des kohlensauren ,kalis den der ,soda bersteigt und das ,chlorkalium weit mehr werth ist1 als das ,chlornatrium1 so ist es begreiflich1 dass die getrifteten ,tange 7abgesehen von der grsseren ,jodmenge1 die sie enthalten7 eine weit kostbarere ,kaliquelle darbieten1 als die geschnittenen ,tange4 ,es folgt daraus1 dass die westlichen ,ksten ,grossbritanniens1 die vom ,ocean besplt und durch die ,strme reichlich mit getriftetem ,tang versehen werden1 eine weit bessere ,varechsorte liefern mssen1 als die stlichen ,ksten1 die eine mehr geschtzte ,lage haben und an welchen sich vorzugsweise der geschnittene ,tang findet4 ,allerdings ist vieler ,orten dieser natrliche ,vortheil zum ,theil durch die ,sorglosigkeit der ,landleute1 die mit der ,einscherung des ,tangs sich beschftigen1 compensirt4 ,der ,kelp hat im ,durchschnitt folgende ,zusammensetzung3 ,unlsliches #eg1jjj ,kaliumsulfat #aj1bjc ,chlorkalium #ac1dgf ,chlornatrium #af1jah ,jod #j1fjj ,andere ,salze #b1gjc ------- #ajj1jjj ,den besten ,kelp der ,westkste liefert die ,insel ,rathlin4 ,die ,tonne ,rathlin-,kelp 7 #bb-a_/b ,ctr47 hat in ,glasgow einen ,werth von #g-a_/b bis #aj-a_/b ,pfd4 ,sterl4 7 #ahg1ej bis #bfb1ej ,frcs471 whrend der ,galway-,kelp in ,folge des absichtlich oder zufllig beigemengten ,sandes nur #b bis #c ,pfd4 7 #ej bis #ge ,frcs47 kostet4 #bb ,tonnen ,tang im feuchten ,zustande liefern #a ,tonne ,kelp guter ,mittelqualitt1 #e bis #f ,ctr4 ,chlorkalium1 #c ,ctr4 ,kaliumsulfat4 ,das kufliche ,chlorkalium besteht aus #hj ,proc4 ,chlorkalium1 #h bis #i ,proc4 ,wasser und #aa bis #ab ,proc4 ,chlornatrium und ,natriumsulfat4 ,das ,kaliumsulfat aus ,kelp besteht etwa zur ,hlfte aus ,kaliumsulfat1 zur anderen ,hlfte aus #bj ,proc4 ,wasser und #cj ,proc4 eines ,gemenges von ,kochsalz und ,glaubersalz4 ,die ,verarbeitung des ,kelps geschieht in ,schottland auf folgende ,weise3 ,die erste ,operation1 die mit dem ,kelp vorgenommen wird1 ist die1 ihn mittelst grosser ,hmmer in kleine ,stcke von der ,grsse der kleinen ,chausseesteine zu zerschlagen4 ,so vorbereitet wird er in grossen gusseisernen ,gefssen mit heissem ,wasser bergossen1 um alle lslichen ,bestandtheile auszuziehen4 ,es wird dabei wie beim ,auslaugen der rohen ,soda verfahren1 indem dieselbe ,flssigkeit mit verschiedenen ,quantitten ,kelp zusammengebracht wird1 zuerst mit beinahe schon ganz ausgelaugtem und erst zuletzt mit frischem ,kelp1 bis die ,flssigkeit #cf bis #dj ,grad ,tw4 oder ein specifisches ,gewicht von #a1ah bis #a1bj zeigt4 ,der bei diesem ,auslaugen bleibende ,rckstand betrgt #cj bis #dj ,proc4 des ,kelps und bildet eine dunkelgrne erdartige ,masse1 der ,hauptsache nach aus ,kieselerde bestehend 7wol meist von dem den ,seepflanzen vor dem ,verbrennen noch anhngenden ,sande herrhrend71 ferner aus ,calcium- und ,magnesiumcarbonaten1 -sulfaten und -phosphaten und ,stckchen unverbrannter ,kohle4 ,dieser ,rckstand wird von ,glashtten1 welche ,bouteillen anfertigen1 gern gekauft4 ,der so erhaltene wsserige ,auszug des ,kelps wird in gusseisernen fast halbkugelfrmigen ,kesseln von #b1a-b1b ,meter ,durchmesser ber freiem ,feuer abgedampft2 er enthlt der ,hauptsache nach ,chlorkalium1 viel weniger ,chlornatrium1 ,kaliumsulfat1 ,kaliumcarbonat1 ,natriumcarbonat1 endlich ,jodkalium1 ,schwefelkalium und ,kalium- und ,natriumdithionit2 diese ,salze werden zum grssten ,theile nur durch abwechselndes ,abdampfen und ,abkhlen in ,folge ihrer verschiedenen ,lslichkeit getrennt4 ,das ,kaliumsulfat als das bei weitem unlslichste1 fllt schon whrend des ersten ,eindampfens fortwhrend zu ,boden und wird von den umstehenden ,arbeitern mit grossen siebartig durchlcherten ,lffeln herausgeschpft und noch feucht als plate sulfate in den ,handel gebracht4 ,nachdem dieses ,salz ziemlich vollstndig entfernt ist1 lsst man die ,flssigkeit in ein grosses gusseisernes ,gefss 7cooler7 abfliessen1 wo beim ,erkalten eine grosse ,menge ,chlorkalium herauskrystallisirt und sich an den ,gefsswnden festsetzt4 ,die ,mutterlauge hiervon wird wieder nach dem ,kessel zurckgebracht4 ,bei dem weiteren ,eindampfen fngt nun das ,chlornatrium an herauszukrystallisiren4 ,dasselbe hat die ,eigenthmlichkeit1 in heissem ,wasser nur sehr unbedeutend mehr lslich zu sein1 als in kaltem1 whrend die ,lslichkeit der meisten anderen ,salze mit der ,temperatur ausserordentlich zunimmt4 ,man kann daher mit der ,concentration der ,lauge immer fortfahren1 bis man glaubt1 dass auch schon ,chlorkalium mit herausfallen knnte4 ,dann schpft man das zu ,boden fallende ,kochsalz heraus und bringt die ,lauge wieder zur ,krystallisation einer neuen ,menge ,chlorkalium in die ,khlgefsse1 ohne besorgen zu mssen1 dasselbe durch ,chlornatrium verunreinigt zu erhalten4 ,auf diese ,weise verfhrt man viermal und erhlt vier ,krystallisationen von ,chlorkalium4 ,die erste ,krystallisation davon enthlt etwa #hf bis #ij ,proc4 reines ,chlorkalium1 das brige ist meist ,kaliumsulfat2 die zweite und dritte ,krystallisation sind sehr rein und enthalten #if bis #ih ,proc4 ,chlorkalium2 die vierte enthlt schon etwas ,natriumsulfat beigemischt4 ,die nach der vierten ,krystallisation bleibende ,mutterlauge wird nicht wieder eingedampft2 sie zeigt #ff bis #gf ,grad ,tw4 oder ein spec4 ,gewicht von #a1cc bis #a1ch2 sie enthlt noch ,natriumsulfat1 ,schwefelverbindungen der ,alkalien und unterschwefligsaure ,salze derselben1 die kohlensauren ,alkalien und ,jodkalium4 ,diese ,flssigkeit wird in einem flachen offenen1 unter freiem ,himmel stehenden ,gefsse langsam mit verdnnter ,schwefelsure versetzt4 ,es erfolgt ein heftiges ,aufbrausen1 indem ,kohlensure und ,schwefelwasserstoff gasfrmig davon gehen2 an der ,oberflche setzt sich in ,folge der ,zersetzung der ,polysulfurete und ,hyposulfite ein dicker ,schaum von reinem ,schwefel ab4 ,man schpft ihn zum ,abtropfen und ,trocknen ab1 um ihn dann in den ,handel zu bringen4 ,nachdem die genannten ,gase vollstndig entwichen sind1 mischt man die ,flssigkeit mit einer noch grsseren ,quantitt ,schwefelsure1 fgt eine gewisse ,menge feingemahlenen ,braunstein hinzu und verarbeitet die ,mischung auf ,jod 7siehe dieses74 ,da bei der ,verarbeitung der ,seealgen durch ,einschern und ,auslaugen der ,asche 7,kelp1 ,varech7 grosse ,mengen werthvoller ,stoffe1 insbesondere namhafte ,antheile von ,jod1 durch ,verflchtigung verloren gehen1 so hat man versucht1 die ,einscherung zu umgehen und die ,algen durch ,destillation nur zu verkohlen4 ,die ,tang- oder ,algenkohle ist alsdann 7analog der ,schlempekohle7 das ,material zur ,darstellung der ,kalisalze und des ,jods4 ,diese ,methode wird allgemein das ,stanford'sche ,verfahren genannt4 ,die ,algen werden getrocknet1 zu ,kuchen zusammengepresst1 hnlich dem ,presstorf1 und dann in ,gasretorten der trocknen ,destillation unterworfen4 ,die ,produkte der ,destillation werden in gewhnlicher ,weise aufgesammelt4 ,die so erhaltene ,algen- oder ,tangkohle giebt beim ,behandeln mit siedendem ,wasser alle ,salze 7,jodre1 ,chlorre1 ,sulfate etc47 ab und zeichnet sich nach dem ,trocknen durch grosses ,entfrbungsvermgen aus4 ,die ,fucuskohle enthlt #cc ,proc4 ,kohle1 der ,rest besteht aus ,alkali- und ,erdsalzen4 ,die flchtigen ,produkte sollen auf ,paraffin1 ,photogen1 ,essigsure1 ,ammoniaksalze und ,leuchtgas verarbeitet werden4 ,bei der ,destillation geben #ajj ,th4 frische ,algen #fh1e-gb1e ,th4 ammoniakalisches ,wasser1 #d1j ,theer1 #g1j-g1e ,algenkohle1 #b1j-b1e ,leuchtgas4 ,obgleich ,stanford's ,verfahren durchaus rationell zu nennen ist1 so zeigen sich doch bei seiner ,ausfhrung im ,grossen mannichfache ,schwierigkeiten1 die seine ,einfhrung in ,frankreich und ,schottland verhindert haben4 ,ebenso unausfhrbar erwiesen sich die ,vorschlge von ,kelp und ,wallace1 die ,algen mit ,wasser zu extrahiren und aus dem ,auszuge die ,salze und insbesondere das ,jod zu gewinnen4 ,was die ,menge der aus den ,seealgen gewonnenen ,kalisalze betrifft1 so belief sich dieselbe im ,jahre #ahfe nach ,joulin in ,frankreich auf #a1ejj1jjj ,kilogr4 ,schottland1 ,irland und ,england auf #a1bjj1jjj ------------------ #b1gjj1jjj ,kilogr4 #ed1jjj ,ctr4 ,angesichts der riesigen ,stassfurter und ,kaluczer ,chlorkaliumfabrikation hat somit die ,kalisalzgewinnung aus ,seealgen nur noch geringe ,bedeutung4 ,sidenote3 ,kalisalze aus dem ,wollschweisse4 ,,vii4 ,kalisalze aus dem ,schweisse der ,schafwolle4 ,es ist bekannt1 dass mit den ,krutern und ,grsern1 welche die ,schafe auf der ,weide fressen1 dem ,boden grosse ,mengen von ,kali entzogen werden1 welche1 nachdem sie durch den ,schaforganismus gewandert1 zugleich mit dem ,schweiss durch die ,haut ausgeschieden und in der ,wolle als ,wollschweiss 7suint7 abgelagert werden4 ,die ,untersuchungen ,chevreul's haben gezeigt1 dass der ,wollschweiss fast den dritten ,theil des ,gewichts roher ,merinowolle ausmacht und dass der in kaltem ,wasser lsliche ,theil aus dem ,kalisalze einer ,fettsure 7sudorate potassique1 suintate de potasse7 besteht4 ,nach ,reich und ,ulbricht sind die im ,wollschweiss enthaltenen ,suren ,verbindungen der ,oel- und ,stearinsure1 wahrscheinlich auch der ,palmitinsure4 ,der ,schweiss findet sich in geringerer ,menge in grober ,wolle als in feiner4 ,im ,durchschnitte betrgt er #ae ,proc4 vom ,gewicht des rohen ,vliesses4 ,die ,menge des ,wollschweisses1 welche beim ,waschen der ,wolle in ,lsung tritt1 und das ,quantum des darin enthaltenen ,kalis ist so bedeutend1 dass im ,jahre #ahfj von den franzsischen ,technikern ,maumen und ,rogelet auf die ,verarbeitung des ,wollschweisses eine ,methode der ,potaschengewinnung gegrndet wurde1 welche in den ,centren der franzsischen ,wollindustrie1 in ,rheims1 ,elbeuf und ,fourmies1 ,wurzel gefasst hat4 ,man kauft die ,waschwsser nach einem ,tarif1 der sich nach der ,concentration dieser ,wsser richtet 7#ajjj ,kilogr4 ,wolle geben ,waschwsser1 welche nach ,chandelon bei einem spec4 ,gewicht von #a1jc mit #e ,fr4 #dh ,ct41 von #a1je mit #aj ,fr4 #de ,ct41 von #a1be mit #ah ,fr4 #dg ,ct4 bezahlt werden71 dampft dieselben zur ,trockne ab und erhitzt den trocknen kohligen ,rckstand in ,gasretorten1 wobei ,kohlenwasserstoffgas und ,ammoniak sich entwickeln1 die durch ,gasreiniger geleitet werden1 damit das ,ammoniak zurckgehalten und das ,kohlenwasserstoffgas als ,leuchtgas ,anwendung finden knne4 ,in dem kohligen ,rckstand in der ,retorte sind die ,kalisalze enthalten1 welche mittelst ,wasser extrahirt werden4 ,die durch ,auslaugen erhaltene ,flssigkeit enthlt ,kaliumcarbonat und ,kaliumsulfat und ,chlorkalium1 die man nach dem gewhnlichen ,verfahren durch ,abdampfen und ,krystallisirenlassen von einander trennt4 ,der ausgelaugte ,rckstand enthlt erdige ,krper und eine kohlige ,substanz1 die so fein zertheilt ist1 dass sie als schwarze ,farbe ,anwendung finden knnte4 ,nach ,maumen und ,rogelet enthlt ein ,vliess von #d ,kilogr4 ,schwere #fjj ,grm4 ,wollschweiss1 welcher #aih ,grm4 reines ,kaliumcarbonat zu liefern vermag4 ,nach einer ,schtzung von ,fuchs reducirt sich die ,menge ,wollschweiss auf #cjj ,grm41 worin ,kaliumsulfat #g1e ,grm4 #b1e ,proc4 ,kaliumcarbonat #acc1e #dd1e ,chlorkalium #i1j #c1j organische ,stoffe #aej1j #ej1j ----------------------- #cjj1j ,grm4 #ajj1j ,proc4 ,die ,wollfabrikanten von ,rheims waschen jhrlich #aj ,millionen ,kilogr4 ,wolle ,elbeuf #ae ,fourmies #b -------------------------- #bg ,millionen ,kilogr4 ,wolle welche von #f1gej1jjj ,stck ,schafen geliefert werden4 ,diese ,quantitt ,wolle wrde nach ,maumen #a1afg1gej ,kilogr4 ,potasche liefern knnen1 einen ,werth von #hj-ij1jjj ,pfd4 ,sterl4 reprsentirend4 ,maumen und ,rogelet schtzen die ,anzahl der ,schafe in ,frankreich auf #dg ,millionen ,stck2 knnte man aus der ,wolle derselben alles ,kali gewinnen1 so wrde ,frankreichs ,boden alles ,kali liefern1 das die franzsische ,industrie bedarf4 ,diese ,wolle knnte nmlich an ,kaliumcarbonat #ab ,mill4 ,kilogr4 liefern1 daraus1 sagen die ,urheber des neuen ,verfahrens1 knne man darstellen #ag-a_/b ,mill4 ,kilogr4 ,salpeter und #ahgj ,mill4 ,patronen1 jede mit #ab1e ,grm4 ,schiesspulver4 7,nach ,p4 ,havrez 7in ,verviers7 ist es vortheilhafter1 wenn man den ,wollschweiss1 welcher in neuester ,zeit 7#ahfi7 von ,mrcker und ,schulze#ca einer genauen ,untersuchung unterworfen wurde1 gleichzeitig auf ,kaliumcarbonat und ,blutlaugensalz1 als wenn man ihn nur auf ,kaliumcarbonat verarbeitet47 #ca ,journ4 fr prakt4 ,chemie ,bd4 #ajh p4 #aic-bjh4 ,begreiflicherweise kann die neue ,potaschengewinnung nur in den ,mittelpunkten der ,wollindustrie ,eingang finden1 der kleine ,landwirth wird immer besser thun1 mit seinen ,wollwaschwssern den ,boden zu dngen und somit ihm das zurckzugeben1 was er durch die ,vegetation1 die als ,schaffutter diente1 verlor4 ,wirthschaftlich wichtiger ist die ,einfuhr von auslndischem ,wollschweiss4 ,so hat ,england allein im ,jahre #ahfh aus ,australien und vom ,cap #fc ,mill4 ,kilogr4 rohe ,wolle erhalten1 die #a_/c ,wollschweiss enthielten4 ,aus diesem ,schweisse knnten #g-h ,mill4 ,kilogr4 reine ,potasche im ,werthe von #f1djj1jjj ,frcs4 erhalten werden4 ,ist nun auch durch die ,stassfurter ,kalisalzindustrie die ,verarbeitung des ,schafwollschweisses auf ,potasche in den ,hintergrund gedrngt1 so bietet doch diese eigenthmliche ,potaschegewinnung ,stoff genug zum ,nachdenken fr den ,schafzchter und fr den ,physiologen4 ,denn sehr nahe liegt der ,gedanke1 dass1 da die ,bildung des ,wollhaares und ,abscheidung von ,kalisalzen in dem ,organismus des ,schafes zu gleicher ,zeit und an dem nmlichen ,orte stattfinden1 mglicherweise eine vermehrte ,kalizufuhr die ,qualitt der ,wolle beeinflussen knnte4 ,wenn es sich um die ,produktion von ,wollsorten mit bestimmten ,eigenschaften handelt1 wre es vielleicht vortheilhaft1 das ,lecksalz zeitweilig durch ,stassfurter ,chlorkalium zu ersetzen4 ,es ist bemerkenswerth1 dass die ,schafe einem ,gemenge von ,chlorkalium und ,chlornatrium den ,vorzug geben vor reinem ,kochsalz4 ,darstellung gereinigter ,potasche4 ,in frherer ,zeit1 als man die ,potasche vorzugsweise durch ,auslaugen der ,holzasche erhielt1 musste die ,potasche als ein ,gemenge von ,kaliumcarbonat1 ,kaliumsulfat und ,chlorkalium betrachtet werden1 in welchem der ,gebrauchswerth der einzelnen ,kalisalze ein sehr verschiedener war4 ,seitdem das ,kaliumcarbonat aus der ,schlempekohle und auf chemischem ,wege durch ,umsetzung von ,chlorkalium und ,kaliumsulfat dargestellt wird und somit ein reineres ,produkt als frher in den ,handel kommt1 sucht man die ,rohlauge methodisch zu verarbeiten1 wie es bei der ,darstellung der amerikanischen ,potasche1 bei der ,verarbeitung der ,salze der ,schlempekohle und des ,kelpes der ,fall ist1 und die einzelnen ,salze derselben in mglichst reiner ,gestalt auszuscheiden4 ,kaliumcarbonat1 wie es als ,laboratoriums- oder pharmaceutischer ,artikel auftritt1 erhielt man frher durch ,glhen von ,weinstein oder eines ,gemenges von ,weinstein und ,salpeter1 oder auch durch ,glhen von essigsaurem ,kali4 ,gegenwrtig stellt man es durch vorsichtiges ,glhen eines ,gemenges von ,kaliumsalpeter mit berschssiger ,kohle1 oder durch ,glhen von ,kaliumcarbonat dar4 ,in ,england geschieht die ,darstellung von ,kaliumcarbonat fabrikmssig4 ,man verwendet es dort zur ,flintglasfabrikation4 ,das ,flintglas ,englands verdankt seine ,farblosigkeit wol nicht allein der ,anwendung von ,bleiglas berhaupt1 sondern im ,speciellen auch der ,verwendung ganz reiner ,materialien4 ,das hier in ,rede stehende ,prparat ist reines krystallisirtes ,kaliumcarbonat mit #af bis #ah ,proc4 ,wassergehalt1 was nicht ganz #b ,moleklen ,krystallwasser entspricht2 das zweite ,molekl wird durch die ,hitze bei der ,fabrikation schon theilweise ausgetrieben4 ,das ,salz erscheint in kleinen ,wrfeln4 ,als ,rohmaterial dient die amerikanische ,perlasche2 dieselbe hat drei ,flammenofen-,operationen zu passiren1 bevor sie in dem ,schlussstadium anlangt4 ,zuerst wird sie in einem ,flammenofen von der ,bauart eines gewhnlichen ,sodaofens geschmolzen und zwar unter ,zusatz von ,sgespnen1 um das tzende ,kali und ,schwefelkalium in kohlensaures zu verwandeln4 ,die geschmolzene ,asche wird nun aufgelst und die ,lsung durch ,ruhe geklrt1 dann von dem ,bodensatze klar abgezogen und in einem ,flammenofen zur ,trockne verdampft2 die ,masse stellt jetzt ein grauschwarzes ,pulver dar4 ,nun wird sie noch einmal aufgelst1 die ,lsung durch ,absitzenlassen geklrt und in einem dritten ,flammenofen zur ,trockne verdampft2 jetzt erscheint das ,produkt erst weiss4 ,es wird nun zum dritten ,male aufgelst1 so weit verdampft1 dass beim ,erkalten alles schwefelsaure ,kali herauskrystallisirt und die ,mutterlauge davon wiederum so lange eingedampft1 bis sie beim ,erkalten zu einer ,krystallmasse mit dem oben erwhnten ,wassergehalte erstarrt4 ,die specifischen ,gewichte von ,lsungen von ,kaliumcarbonat 7bei #ae7 sind 7nach ,gerlach73 ,proc4 ,spec4 ,gew4 ,proc4 ,spec4 ,gew4 #a #a1jji #cj #a1cja #b #a1jah #ce #a1ceh #d #a1jcf #dj #a1dah #e #a1jde #de #a1dhj #aj #a1jib #ej #a1edd #ae #a1ada #ea #a1eeg #bj #a1aib #eb #a1egjd #be #a1bde #eb1jbd #a1egjg ,sidenote3 ,aetzkali4 ,darstellung von ,aetzkali4 ,das ,aetzkali 7,kaliumhydroxyd1 ,,kho1 in #ajj ,theilen aus #hc1ig ,kali und #af1jc ,wasser bestehend7 wird gegenwrtig1 namentlich in ,england1 fabrikmssig dargestellt4 ,die hauptschlich dazu angewendete ,methode besteht darin1 ,kaliumcarbonat1 7wie es aus dem ,chlorkalium der ,kaluczer ,sylvine1 der ,stassfurter ,carnallite1 der ,schlempekohle und des ,kelps durch ,leblanc's ,process gewonnen wurde7 in ,form von ,rohpotasche 7d4 h4 mit ,schwefelcalcium und ,kalkhydrat gemengt1 wie dieselbe aus dem ,calcinirofen kommt7 mit ,wasser auszulaugen und die ,lauge durch ,behandeln mit ,aetzkalk kaustisch zu machen4 ,vortheilhafter1 d4 h4 zeit- und materialersparender ist es1 wenn man die ,quantitt ,steinkohle1 welche man dem ,gemenge von ,kaliumsulfat und ,kalkstein behufs der ,fabrikation von ,mineralpotasche zusetzt1 etwas vergrssert1 die ,schmelzung entsprechend lnger whren lsst und die gewonnene ,rohpotasche sofort mit ,wasser von #ej ,c4 auslaugt4 ,man umgeht dadurch die nachtrgliche ,kaustificirung der ,rohlauge durch ,kalk4 ,die ,lauge wird1 um an ,brennstoff beim ,abdampfen zu sparen1 nach dem von ,dale gegebenen ,beispiele zum ,speisen des ,dampfkessels benutzt und darin bis auf das spec4 ,gewicht von #a1be gebracht4 ,hierauf wird sie in offenen ,pfannen unter ,ausschpfung der sich ausscheidenden fremden ,salze zur ,trockne abgedampft4 ,man verwendet gegenwrtig vielfach das ,aetzkali zur ,umsetzung des ,natriumsalpeters in ,kalisalpeter und 7neben ,aetznatron7 zur ,darstellung der ,oxalsure aus ,sgespnen4 ,unter denjenigen ,reaktionen1 bei denen ,aetzkali auftritt1 sind fr die ,bereitung von ,aetzkali rtlich beachtenswerth3 #a7 ,zersetzung von ,kaliumsulfat mit ,aetzbaryt2 #b7 ,ueberfhrung von ,chlorkalium in ,kieselfluorkalium und ,zersetzen des letzteren durch ,aetzkalk2 #c7 ,glhen von ,kalisalpeter mit ,kupferblech4 ,folgende ,tabelle zeigt den ,gehalt der ,kalilauge an ,kali bei den verschiedenen spec4 ,gewichten3 ,spec4 ,gewicht4 ,grade nach ,baum4 ,kaliprocente4 #a1jf #i #d1g #a1aa #ae #i1e #a1ae #ai #ac1j #a1ai #bd #af1b #a1bc #bh #ai1e #a1bh #cb #bc1d #a1ci #da #cb1d #a1eb #ej #db1i #a1fj #ec #df1g #a1fh #eg #ea1b ,der ,salpeter4 7,,kno#c #aja1b4 ,in #ajj ,th4 #df1e ,th4 ,kali und #ec1e ,th4 ,salpetersure47 ,sidenote3 ,salpeter4 ,der ,salpeter 7,kalisalpeter1 ,kaliumnitrat7 kommt theils fertig gebildet in der ,natur vor1 theils wird er als chemisches ,produkt knstlich dargestellt4 ,es ist bekannt1 dass an den ,mauern der ,stlle hufig ,auswitterungen 7,mauerfrass1 ,salpeterfrass7 beobachtet werden1 die zum grssten ,theil aus salpetersauren ,salzen bestehen4 ,eben so findet man diese ,auswitterung in ,hhlen und auf der ,oberflche des ,bodens in ,spanien1 ,ungarn1 ,aegypten1 ,ostindien 7am ,ganges und auf ,ceylon7 und mehreren ,theilen ,sdamerikas 7so namentlich zu ,tacunga im ,staate ,ecuador72 in ,chile und ,peru findet man sogar salpetersaures ,natrium 7,chilesalpeter7 in ungeheuren ,massen in einer ,erstreckung von mehr als #cj ,meilen unter einer ,schicht von ,thon4 ,sidenote3 ,vorkommen des natrlichen ,salpeters4 ,der natrliche ,salpeter kommt unter sehr verschiedenen ,verhltnissen vor1 welche jedoch smmtlich die ,mitwirkung organischer ,substanzen erkennen lassen2 er bedeckt den ,boden mit ,efflorescenzen1 die gleich einer ,vegetation ppig emporwuchern4 ,wird der ,salpeter durch ,abkehren entfernt1 so whrt es nicht lange und es sind neue ,ausblhungen da1 die der ,ernte harren4 ,so gewinnt man den ,salpeter aus dem durch die ,ueberschwemmungen des ,ganges abgelagerten ,schlamme1 so erhlt man in ,spanien den ,kalisalpeter durch ,auslaugen des ,ackerbodens1 welcher demnach nach ,belieben als ,salpeterplantage oder als ,weizenfeld benutzt wird4 ,in den natrlichen ,salpeterbildungssttten bildet sich der ,salpeter unter sehr verschiedenen ,bedingungen1 er entsteht in der ,ackererde im intensiven ,sonnenlicht so gut als wie im ,schatten des ,waldbodens und der ,dunkelheit der ,hhlen2 in allen ,fllen muss aber eine ,bedingung erfllt sein1 nmlich das ,vorhandensein organischer ,stoffe1 des ,humus1 welcher durch seine langsame ,verbrennung die ,salpeterbildung einleitet4 ,trockene ,luft1 regenarme oder regenlose ,gegend1 sind die unerlsslichen ,bedingungen nicht nur zur ,bildung1 sondern auch zur ,conservation des ,salpeters4 ,eine andere1 aber vom ,klima unabhngige ,bedingung ist das ,vorhandensein von verwittertem krystallinischen ,gestein1 das ,feldspath als ,gemengtheil enthlt4 ,aus dem ,kali dieses ,gesteins bildet sich nun der ,kalisalpeter1 der in ,folge seiner mangelnden ,hygroskopicitt durch ,capillaritt an die ,oberflche gelangt und durch die erwhnten ,ausblhungen sich kund giebt4 ,alle bis jetzt bekannten natrlichen ,salpeterbildungssttten sind mit dem feldspathigen ,element versehen1 auch die von ,tacunga1 deren ,boden aus ,trachyten und ,tuff entstanden ist1 die unter den vulkanischen ,gesteinen des ,staates ,ecuador vorherrschen4 ,zwischen der ,fruchtbarkeit und der ,salpeterbildung eines ,erdreichs findet ein thatschlicher ,zusammenhang statt4 ,dies gilt ebenso gut fr ,sdamerika wie fr die salpeterhaltigen ,felder ,spaniens1 die nach ,belieben des ,cultivators ,salpeter oder ,weizen liefern1 wie fr die ,ufer des ,ganges1 welche ,kehrsalpeter geben neben den ppigsten ,tabak-1 ,mais- und ,indigpflanzen4 ,der ,ursprung der ,salpetersure ist wie oben erwhnt in der langsamen ,verbrennung der stickstoffhaltigen organischen ,substanzen zu suchen1 die in dem ,humus enthalten sind1 und nicht in der ,salpetersure der ,luft1 in welcher bekanntlich1 wie die ,untersuchungen von ,boussingault1 ,millon1 ,zabelin1 ,schnbein1 ,froehde1 ,bttger und ,meissner gelehrt haben1 durch ,elektricitt und durch die geheimnissvolle ,rolle des ,ozons sich auch immense ,mengen von ,salpetersure und salpetriger ,sure bilden4 ,wie ,goppelsrder's ,untersuchungen gezeigt haben1 findet sich in den natrlich vorkommenden ,salpetersorten fast durchweg etwas salpetrige ,sure4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,salpeters4 ,in ,lndern1 in welchen wie z4 ,b4 in ,ungarn1 der ,salpeter auswittert1 ist die ,gewinnung desselben sehr einfach2 man laugt die salpeterhaltige ,erde 7,gayerde1 ,gaysalpeter1 ,kehrsalpeter7 mit ,wasser1 oft unter ,zusatz von ,potasche1 aus1 um den in der ,erde enthaltenen salpetersauren ,kalk zu zersetzen1 verdampft die ,lauge und bringt dieselbe zur ,krystallisation4 ,den ,salpeterbildungsprocess der ,natur ahmt man in den ,salpeterplantagen knstlich nach1 in denen man alle ,bedingungen1 welche die ,salpeterbildung begnstigen1 zu erfllen sucht4 ,die ,vortheile der ,salpeterplantagen sind frher bertrieben dargestellt worden2 gegenwrtig ist man1 namentlich seitdem die ,fabrikation des ,conversionssalpeters und die ,einfuhr von indischem ,salpeter den ,verbrauch in ,europa zum grossen ,theile deckt1 in den meisten ,lndern des nrdlichen ,europas zu der ,einsicht gekommen1 dass es weit grsseren ,nutzen bringe1 das hierzu erforderliche ,land1 den ,dnger und die ,arbeitskraft dem ,ackerbau zuzuwenden4 ,als ,materialien whlt man ,erde1 die reich ist an ,calciumcarbonat1 wie ,mergel1 ,bauschutt1 ,holz-1 ,torf-1 ,braunkohlen-1 ,steinkohlenasche1 ,staub und ,koth von ,chausseen1 ,abfall aus ,stuben1 ,stllen1 ,stdten1 ,schlamm aus ,teichen und ,schleusen1 ,kalkrckstnde aus ,soda-1 ,gas-1 ,papierfabriken1 ,bleichereien1 ,asche und ,kalk von ,seifensiedern etc41 und als ,stickstofflieferer3 dngerhaltige ,materialien oder ,dnger selbst1 thierische ,abflle1 wie ,fleisch1 ,sehnen1 ,hute1 ,blut aller ,art aus den ,schlachthusern und ,wasenmeistereien1 ,rckstnde aus chemischen ,fabriken1 aus ,gerbereien und ,leimfabriken1 von wollenen ,lumpen aus ,tuchfabriken2 man schichtet auch nicht selten die frischen thierischen ,abflle mit ,vegetabilien1 namentlich mit solchen1 welche1 wie ,kartoffelkraut1 ,runkelrbenbltter1 ,bilsenkraut1 ,nesseln1 ,sonnenblumen1 ,borretsch etc41 ,salpeter enthalten1 und begiesst die ,haufen von ,zeit zu ,zeit mit ,jauche oder ,glle4 ,die ,principien1 welche man bei der zweckmssigsten ,mischung der ,erde zur ,salpeterbildung zu befolgen hat1 sind dieselben1 welche die ,agriculturchemie zur ,herstellung des ,compostes kennen gelehrt hat4 ,aus der prparirten ,erde1 ,muttererde1 welche man mit ,stroh oder mit ,reissig durchflicht1 um der ,luft mglichst allseitig ,zutritt zu gestatten1 bildet man auf einem geneigten1 festgeschlagenen ,lehmboden ,haufen von #b-b-a_/b ,meter ,hhe von der ,form einer abgestutzten ,pyramide4 ,man kann auch in besonderen ,haufen 7,faulhaufen7 die ,fulniss der thierischen ,substanzen einleiten und die so erhaltene ,masse mit der brigen ,erde mischen4 ,wenn die ,salpetererde der ,reife sich nhert1 lsst man die ,haufen austrocknen2 es bildet sich dann an der ,oberflche eine #f-aj ,centimeter dicke ,rinde1 welche reicher ist an salpetersauren ,salzen als die andere ,masse1 da sich durch ,capillarwirkung die ,lauge an die ,oberflche zieht und dort ihr ,wasser verliert4 ,diese ,kruste wird so oft abgekratzt1 bis der ,kern des ,haufens der ,luft zu wenig ,oberflche darbietet1 wo er dann mit bereits ausgelaugter ,erde umkrnzt oder ganz abgetragen und neu aufgebaut wird4 ,in der ,schweiz gewinnt man in mehreren ,cantonen den ,salpeter in den ,stllen1 welche in der ,regel an ,bergabhngen liegen1 sodass blos der ,eingang zu ebener ,erde ist1 whrend der gegenberliegende ,theil des ,gebudes einige ,fuss hher ist als der ,boden und auf ,pfhlen ruht4 ,auf diese ,weise ist der gedielte ,boden des ,stalles vom ,erdboden durch eine ,luftschicht getrennt4 ,unter dem ,stalle wird eine ,grube von #j1f-a1j ,meter ,tiefe gegraben2 diese ,grube fllt man mit einer porsen ,erde1 welche den erforderlichen ,kalkgehalt hat1 und tritt dieselbe fest4 ,diese ,erde absorbirt den ,harn der ,thiere4 ,nach #b-c ,jahren nehmen die ,salpetersieder in den leerstehenden ,sommerstallungen die ,bodenbretter ab1 entfernen die ,salpetererde aus der ,grube und laugen dieselbe mit ,wasser aus4 ,die ,lauge wird in einer ,htte1 in welcher ein ,kessel in einem in die ,erde eingegrabenen ,herde eingesenkt ist1 versotten4 ,die ausgelaugte ,erde kommt in die ,stlle zurck4 ,es lohnt sich erst nach sieben ,jahren1 aus demselben ,stalle wieder ,salpeter zu gewinnen4 ,ein einziger ,stall soll #ej-bjj ,pfd4 ,rohsalpeter liefern1 nach anderen ,angaben kann sich der ,ertrag bei einem ,stalle auf #aj ,ctr4 belaufen4 ,die ,lauge wird mit ,asche und ,aetzkalk versetzt1 vom ,bodensatze abgegossen1 in der ,siedehtte eingedampft und der ,krystallisation berlassen4 ,man lsst die ,krystalle in ,krben abtropfen1 verpackt sie in ,scke und versendet sie an die ,raffiniranstalten der ,pulvermhlen4 ,in ,schweden1 wo jeder ,grundbesitzer zur ,lieferung von ,salpeter an die ,behrde als ,steuer verpflichtet ist1 sind die salpeterbildenden ,materialien in hlzerne ,ksten oder ,schuppen eingetragen1 werden darin von ,zeit zu ,zeit mit ,rindsharn bergossen und umgeschaufelt4 ,nach #b-c ,jahren ist die ,erde reif4 ,sidenote3 ,behandeln der reifen ,salpetererde4 ,aus der reifen ,salpetererde wird in den ,salpetersiedereien der ,kalisalpeter auf folgende ,weise dargestellt3 a7 die ,erde wird mit ,wasser ausgelaugt 7,darstellung der ,rohlauge72 b7 die ,lauge 7,rohlauge7 wird gebrochen1 d4 h4 sie wird mit der ,lsung eines ,kaliumsalzes zusammengebracht1 um das vorhandene ,calcium- und ,magnesiumnitrat in ,kaliumnitrat zu verwandeln 7,brechen der ,rohlauge72 c7 die gebrochene ,lauge wird abgedampft1 um den ,salpeter 7,rohsalpeter7 krystallisirt zu erhalten2 d7 der ,rohsalpeter wird gelutert und raffinirt4 ,sidenote3 ,darstellung der ,rohlauge4 ,die siedewrdige ,erde wird mit ,wasser ausgelaugt1 um die in ,wasser lslichen ,bestandtheile von den unlslichen zu trennen4 ,hierbei ist das ,auslaugen mit der geringsten ,menge ,wasser vorzunehmen1 um spter bei der ,verdampfung an ,brennmaterial zu ersparen4 ,laugen von #ab-ac ,proc4 ,gehalt sind siedewrdig4 ,sidenote3 ,brechen der ,rohlauge4 ,die ,rohlauge 7in ,oesterreich ,grundwasser genannt7 enthlt die ,nitrate von ,calcium1 ,magnesium1 ,kalium und ,natrium1 ,chlorcalcium1 ,chlormagnesium1 ,chlorkalium1 ,ammoniaksalze und vegetabilische und thierische ,substanzen4 ,um die ,nitrate des ,calciums und ,magnesiums1 welche sich in der ,rohlauge vorfinden1 in ,kaliumnitrat berzufhren1 wird die ,rohlauge gebrochen1 d4 h4 es wird die ,rohlauge mit einer ,auflsung von #a ,th4 ,potasche in #b ,th4 ,wasser versetzt3 ,calciumnitrat ,ca7,,no#c7b ,kaliumnitrat #d,,kno#c ,magnesiumnitrat ,mg7,,no#c7b geben ,calciumcarbonat ,ca,c,o#c ,kaliumcarbonat #b,k#b;,,co#c ,magnesiumcarbonat ,mg,c,o#c ,zu gleicher ,zeit werden auch die ,chlorre des ,calciums und ,magnesiums zersetzt und in ,chlorkalium und ,calcium- und ,magnesiumcarbonat zerlegt4 ,von der ,potaschenlsung wird so lange zugesetzt1 als noch ein ,niederschlag in der ,flssigkeit sich bildet4 ,um einen ,maasstab fr die ,quantitt der zuzusetzenden ,potaschenlsung zu haben1 macht man mit etwa #a_/b ,liter der ,rohlauge eine vorlufige ,probe1 welche ,menge ,potaschenlsung zugesetzt werden muss1 bis kein ,niederschlag mehr entsteht4 ,zuweilen wendet man zum ,brechen der ,rohlauge auch ,kaliumsulfat anstatt der ,potasche an4 ,die ,anwendung des ,kaliumsulfates verlangt zuerst eine ,zersetzung der ,magnesiasalze der ,rohlauge durch ,kalkmilch und nachheriges ,abdampfen2 auf ,zusatz von ,kaliumsulfat scheidet sich sodann ,calciumsulfat aus 7,ca7,,no#c7b ,k#b,,so#d #b,,kno#c ,ca,s,o#d74 ,auch bei der ,anwendung von ,chlorkalium zum ,brechen der ,lauge entfernt man zuerst die ,magnesiasalze mittelst ,kalkmilch4 ,hierauf setzt man zu der decantirten ,flssigkeit die erforderliche ,quantitt eines ,gemenges von ,chlorkalium und ,glaubersalz nach gleichen ,moleklen4 ,hierdurch wird der ,kalk als ,gyps niedergeschlagen2 das entstandene ,natriumnitrat setzt sich mit dem ,chlorkalium zu ,kaliumsalpeter und ,kochsalz um4 ,sidenote3 ,versieden der ,rohlauge4 ,illustration3 ,fig4 #fd4 ,die von dem aus kohlensauren ,erden bestehenden ,absatz klar abgegossene ,rohlauge besteht aus einer ,lsung von ,kaliumnitrat1 ,chlorkalium und ,chlornatrium1 kohlensaurem ,ammoniak und berschssiger ,potasche2 ausserdem finden sich darin frbende ,stoffe1 jedoch weniger als vorher4 ,das ,versieden der ,lauge geschieht in kupfernen ,kesseln 7,fig4 #fd71 deren ,anlage so gemacht ist1 dass die ,feuergase durch die den ,kessel umgebenden ,zge c c unter die ,vorwrmpfanne ,d und von da in den ,schornstein q gehen4 ,in einigen ,fabriken benutzt man die entweichende ,wrme zum ,trocknen des ,salpetermehls4 ,in den ,siedekessel lsst man durch einen ,hahn so viel ,rohlauge nachfliessen1 als durch das ,kochen ,wasser entweicht4 ,am dritten ,tage etwa fangen die ,chlormetalle 7,chlornatrium1 ,chlorkalium7 an sich auszuscheiden1 der ,arbeiter muss nun ,sorge tragen1 dieselben nicht anbrennen zu lassen1 was zu ,explosionen oder mindestens zu ,strungen des ,betriebes ,anlass geben knnte2 zu diesem ,zwecke wendet er eine hlzerne1 keilfrmig zugeschrfte ,stange an1 mit deren ,hlfe er die bereits ausgeschiedenen festen ,theile umrhrt4 ,nach jedesmaligem ,umrhren schpft er das ,lockergewordene mit einem kupfernen ,siebe heraus4 ,da sich dessenungeachtet an den ,wandungen des ,kessels ,kesselstein ansetzt1 so wendet man jetzt fast allgemein den ,pfuhleimer1 d4 h4 ein flaches ,gefss m an1 welches man mittelst einer ,kette h in die ,mitte der ,lauge ungefhr #f ,centimeter vom ,boden des ,kessels herablsst4 ,der ,pfuhleimer wird mit ,backsteinen beschwert4 ,die ausgeschiedenen festen ,theile setzen sich nmlich nicht sofort als ,kesselstein ab1 sondern bleiben einige ,zeit in der ,flssigkeit suspendirt1 indem sie von dem ,boden des ,kessels an den ,wnden hinaufgetrieben werden1 um von der ,oberflche in der ,mitte wieder auf den ,boden zu gelangen4 ,durch den ,pfuhleimer wird nun das ,herabfallen derselben auf den ,boden verhindert1 indem sich darin nach und nach alle festen ,theile ansammeln4 ,da in dem ,pfuhleimer kein ,kochen stattfindet1 so fallen auch die einmal hineingekommenen ,theilchen nicht wieder heraus4 ,von ,zeit zu ,zeit wird dieses ,gefss emporgezogen und in einen ber den ,kessel befindlichen1 mit ,lchern versehenen ,kasten geleert1 aus welchem die den festen ,theilchen anhngende ,lauge wieder in den ,kessel zurckluft4 ,das in dem ,kessel ,abgeschiedene besteht grsstentheils aus kohlensauren ,erden und ,gyps4 ,nachdem ein ,theil der ,verunreinigungen durch den ,pfuhleimer entfernt worden ist1 enthlt die ,lauge hufig noch ,chlornatrium4 ,da dieses ,salz nicht gleich dem ,salpeter in heissem ,wasser leichter lslich ist als in kaltem1 so krystallisirt es schon whrend des ,abdampfens heraus4 ,man entfernt dann den ,pfuhleimer aus der ,lauge2 das ,chlornatrium scheidet sich an der ,oberflche der ,flssigkeit und am ,boden des ,kessels aus und wird mit einem ,schaumlffel herausgenommen4 ,sobald das ,kochsalz reichlich herauskrystallisirt1 hat die ,lauge die zum ,krystallisiren erforderliche ,strke erreicht4 ,ist die ,lauge in der ,that gar1 so erstarrt ein ,tropfen derselben1 auf kaltes ,metall gebracht1 sogleich zu einer festen ,masse4 ,man kann auch ein ,wenig der zu prfenden ,lauge in einen ,blechlffel schpfen und sehen1 ob nach der ,abkhlung der ,salpeter in ,nadeln anschiesst4 ,die gare ,lauge wird in besondere ,bottiche gebracht und darin #e-f ,stunden stehen gelassen2 whrend dieser ,zeit setzen sich noch mehr ,unreinigkeiten ab1 die ,lauge klrt sich und khlt zum ,theil aus4 ,ist die ,abkhlung bis auf etwa #fj vorgeschritten1 so schpft man die klare ,lauge in kupferne ,krystallisirgefsse4 ,nach zweimal #bd ,stunden ist die ,krystallisation beendigt2 man trennt nun die ,mutterlauge 7,altlauge1 ,hecklauge71 welche dem nchsten ,rohsieden zugesetzt wird1 von den ,krystallen4 ,sidenote3 ,lutern oder ,raffiniren des ,rohsalpeters4 ,der ,rohsalpeter 7,salpeter vom ersten ,sude7 ist gelb gefrbt und enthlt durchschnittlich #bj ,proc4 zerfliessliche ,chlormetalle1 ,erdsalze und ,wasser4 ,die die ,entfernung der ,verunreinigungen bezweckende ,operation nennt man das ,lutern oder ,raffiniren des ,salpeters4 ,ein grosser ,theil des ,salpeters wird gegenwrtig einfach durch ,raffiniren des indischen ,salpeters#cb dargestellt4 ,die ursprngliche ,methode der ,salpetergewinnung durch ,auslaugen salpeterhaltiger ,erden ist in ,europa nur noch an wenigen ,orten in ,anwendung4 #cb ,aus ,indien 7,bombay1 ,madras1 ,pegu7 wurden in ,england folgende ,mengen von indischem ,salpeter eingefhrt3 #ahfj #af1dfj1cjj ,kilogr4 #ahfd #bb1bei1hdj ,kilogr4 #ahfa #ae1fij1aej #ahfe #bg1bdd1cfj #ahfb #bb1afb1djj #ahff #bi1cbb1djj #ahfc #bj1bch1bej #ahfg #bi1dbj1fjj #ahfh #cc1jfb1jjj ,das ,raffiniren grndet sich darauf1 dass der ,salpeter in heissem ,wasser sich weit leichter lst als die beiden ,chlorre ,chlornatrium und ,chlorkalium4 ,man bringt in einen ,kessel #ab ,ctr4 7 #fjj ,liter7 ,wasser und lst darin #bd ,ctr4 ,rohsalpeter bei gelinder ,wrme auf2 darauf erhitzt man die ,lsung bis zum ,sieden und trgt noch #cf ,ctr4 ,rohsalpeter ein4 ,enthielt der ,rohsalpeter #bj ,proc4 ,chloralkalien1 so wird der ,salpeter von der angewendeten ,wassermenge in der ,siedehitze gelst1 von den ,chloralkalien bleibt dagegen ein ,theil ungelst zurck und wird aus dem ,kessel herausgekrckt4 ,der auf der ,oberflche der ,flssigkeit sich zeigende ,schaum wird mit einer ,schaumkelle abgenommen4 ,darauf sucht man die noch nicht abgeschiedenen organischen ,stoffe durch ,leim niederzuschlagen4 ,gewhnlich rechnet man auf #a ,ctr4 ,rohsalpeter #bj-ej ,grm4 ,tischlerleim1 welche in etwa #b ,liter ,wasser aufgelst werden4 ,damit keine ,krystallisation des ,salpeters eintrete1 setzt man der ,flssigkeit so viel ,wasser zu1 dass die ,totalmenge desselben #bj ,ctr4 7#ajjj ,liter7 betrage4 ,der ,leim reisst alle in der ,flssigkeit schwimmenden ,krper mit sich auf die ,oberflche1 wodurch eine grosse ,menge ,schaum entsteht1 der sofort abgenommen wird4 ,die ,flssigkeit wird nach dem ,abschumen etwa #ab ,stunden auf der ,temperatur von #hh erhalten und dann vorsichtig in die kupfernen ,krystallisirbecken geschpft1 deren ,boden nach der ,mitte zu abschssig ist und an dem einen ,ende hher steht als an dem anderen4 ,in diesen ,becken khlt sich die ,lauge ab und es wrden sich grosse ,salpeterkrystalle bilden1 wenn man dies nicht absichtlich durch ,umrhren mit ,krcken verhinderte1 wodurch ,salpetermehl sich bildet4 ,das ,salpetermehl kommt aus den ,krystallisirbecken in die ,waschgefsse1 kleine ,trge von #aj ,fuss ,lnge auf #d ,fuss ,breite1 von der ,gestalt der ,auslaugeksten1 jedoch mit einem ,doppelboden versehen1 von welchem der innere durchlchert ist4 ,seitlich befinden sich zwischen den beiden ,bden mit ,zapfen zu verschliessende ,lcher4 ,das ,salpetermehl wird hierin mit #fj ,pfd4 einer gesttigten ,lsung reinen ,salpeters bergossen und bei geschlossenen ,zapfen #b-c ,stunden damit in ,berhrung gelassen2 dann zapft man ab1 lsst abtropfen und wiederholt diese ,operation zweimal1 erst mit #fj ,pfd41 dann mit #bd ,pfd4 ,salpeterlsung1 indem man nach jedem ,aufguss der ,salpeterlsung mit einer gleichen ,menge ,wasser nachwscht4 ,die zuerst ablaufenden ,waschwsser1 welche die ,chloralkalien enthalten1 werden beim ,raffiniren des ,rohsalpeters zugesetzt1 die letzten ,waschwsser -- fast reine ,salpeterlsungen -- werden bei den ersten ,waschungen anderen ,salpetermehls angewendet4 ,nachdem man das ausgewaschene ,salpetermehl einige ,zeit auf dem ,waschkasten gelassen hat1 wird es in einer ,trockenpfanne bei gelinder ,wrme getrocknet1 gesiebt und verpackt4 ,in einigen preussischen ,salpeterfabriken bringt man es aus dem ,waschkasten in den sogenannten ,aufschttekasten und dann auf ,trockentafeln1 welche mit ,leinwand berzogen sind4 ,sidenote3 ,darstellung des ,kaliumnitrates aus ,chilisalpeter4 ,seit etwa zwanzig ,jahren stellt man sehr bedeutende ,mengen von ,kaliumsalpeter aus dem ,chilisalpeter dar4 ,man nennt diesen ,salpeter zum ,unterschiede von dem indischen und ,plantagensalpeter ,conversionssalpeter4 ,es lassen sich folgende vier ,methoden anwenden3 #a7 ,es wird das ,natriumnitrat mit ,chlorkalium zerlegt4 ,der ,vorgang ist dabei folgender3 #ajj ,kilogr4 ,natriumnitrat geben #aai1a ,kilogr4 ,kaliumsalpeter #hg1i ,chlorkalium #fh1h ,kochsalz4 ,longchamp und nach ihm ,anthon und ,kuhlmann haben dieses ,verfahren empfohlen4 ,es wird auch in der ,that gegenwrtig hufig im ,grossen benutzt1 da die ,zersetzung beider ,salze eine schnelle und vollstndige ist1 das abfallende ,kochsalz leicht von allem anhngenden ,salpeter befreit werden kann1 ebenso auch die ,reinigung des ,salpeters vom ,kochsalz einfach und vollstndig ist4 ,es sei hierbei erwhnt1 dass in einigen ,lndern die ,steuerbehrde von dem dabei abfallenden ,kochsalze die ,salzsteuer erhebt4 ,das erforderliche ,chlorkalium wird durch die ,zersetzung des ,carnallits erzeugt1 oder auch bei der ,verarbeitung des ,kelps oder der ,schlempekohle und der ,kaluczer ,sylvine gewonnen4 ,in einem gusseisernen ,kessel von etwa #djjj ,liter ,inhalt werden quivalente ,mengen von ,chilisalpeter und ,chlorkalium aufgelst1 genau nach der ,procentigkeit der jedesmal vorliegenden ,handelswaare berechnet4 ,der ,chilisalpeter schwankt in der ,regel nur unbedeutend um #if ,proc42 aber das ,chlorkalium von #fj-ij ,proc41 man nimmt gewhnlich #g ,ctr4 des ersteren und die entsprechend berechnete ,menge der letzteren4 ,zuerst wird das ,chlorkalium fr sich aufgelst1 bis die ,lsung #a1bjj-a1baj 7heiss gemessen7 zeigt2 dann wird der ,chilisalpeter zugesetzt und nun so lange gefeuert1 bis die ,flssigkeit #a1ejj zeigt2 das sich fortwhrend ausscheidende ,chlornatrium wird1 sowie es sich bildet1 herausgekrckt und auf einer schiefen ,ebene so ablaufen gelassen1 dass die ,mutterlauge in den ,kessel zurckfliesst4 ,es wird dann noch gewaschen1 bis es hchstens #a_/b ,proc4 ,salpeter enthlt1 und auch die ,waschwsser werden in den ,kessel gegeben4 ,wenn die ,lauge im ,kessel auf #a1ejj gekommen ist1 lsst man sie kurze ,zeit absitzen1 wobei das niederfallende ,salz allen ,schmutz mit sich reisst1 und lsst dann die klare ,lauge nach den ,krystallisirgefssen laufen4 ,in der ursprnglichen ,patentbeschreibung ist eine ,grdigkeit von #a1eej vorgeschrieben2 dies zeigte sich aber nicht vortheilhaft1 weil bei solcher ,concentration die ,lauge theils whrend des ,absitzens1 theils beim ,ablaufen schon stark krystallisirte und die ,rinnen verstopfte4 ,die ,krystallisirgefsse sind ganz flach1 sodass schon nach #bd ,stunden die ,krystallisation vollstndig ist2 durch gelegentliches ,umrhren erreicht man es1 dass die ,krystalle so fein wie ,bittersalz fallen4 ,die ,mutterlauge wird abgezogen und die ,krystalle vollstndig abtropfen gelassen4 ,dann bergiesst man die ,krystalle mit so viel ,wasser1 dass sie davon bedeckt werden1 und lsst dies #g-h ,stunden stehen2 hierauf zieht man es ab und berlsst die ,krystalle ber ,nacht dem ,abtropfen2 am nchsten ,tage wiederholt man dasselbe ,verfahren noch einmal4 ,natrlich kann man die ,waschungen1 wenn nthig1 beliebig oft fortsetzen2 aber ein hinreichender ,grad der ,reinheit wird meist schon nach dem zweiten ,male erreicht sein4 ,die erste ,mutterlauge1 sowie alle ,waschwsser kehren in den ursprnglichen ,auflsekessel zurck4 #b7 ,es wird der ,natriumsalpeter durch ,chlorbarium in ,bariumsalpeter bergefhrt und dieser dann durch ,kaliumsulfat oder ,potasche in ,kaliumnitrat verwandelt4 ,greek3 a7 #he ,kilogr4 ,natriumnitratgeben#acj1e ,kilogr4 ,bariumnitrat1 #abb ,chlorbarium #eh1e ,kochsalz4 ,greek3 b7 #acj1e ,kilogr4 ,bariumnitrat #hg1b ,kilogr4 ,kaliumsulfat brauchen bei ihrer ,umwandelung oder in ,kaliumsalpeter #fi1b ,kaliumcarbonat4 ,bei ,anwendung von ,kaliumsulfat erhlt man als ,nebenprodukt ,barytweiss1 welches sich gut verwerthen lsst1 in dem andern ,falle ,bariumcarbonat1 welches durch ,salzsure wieder in ,chlorbarium bergefhrt werden kann4 ,stellt man sich die ,frage1 ob die ,nachtheile1 die aus dem ,hereinziehen der ,barytverbindungen in diesen ,process1 erwachsen knnen1 sich durch die ,vortheile aufwiegen lassen1 so sind besonders die folgenden ,momente als leitend festzuhalten3 a7 ,lohnt es sich1 aus dem natrlichen vorkommenden ,bariumcarbonat durch ,umwandlung in ,chlorbarium 7vielleicht durch ,verdichtung der in der ,sodafabrikation zuletzt entweichenden ,salzsuredmpfe durch ,witherit erhalten7 und ,fllen mit verdnnter ,schwefelsure das ,barytweiss als ,hauptprodukt darzustellen1 so ist anzunehmen1 dass ein werthvolles ,nebenprodukt den ,mehraufwand an ,arbeit wohl lohnen werde2 b7 der ,umweg und die dadurch vermehrte ,arbeit wird reichlich compensirt durch grssere ,ausbeute und reineres ,produkt4 #c7 ,es wird der ,natriumsalpeter durch ,potasche in ,kaliumsalpeter bergefhrt1 wobei als ,nebenprodukt reine ,soda fllt3 #he ,kilogr4 ,natriumsalpeter geben #aja1b ,kilogr4 ,kaliumsalpeter #fi1b ,kaliumcarbonat #ec ,soda 7calcinirte74 ,diese ,art der ,salpeterfabrikation hat sich erst seit dem ,krimkriege 7#ahed-ee7 in ,deutschland eingebrgert1 und zwar ist ,wllner in ,cln als derjenige ,chemiker anzusehen1 welcher zuerst ,conversionssalpeter mittelst ,potasche fabrikmssig darstellte4 ,die politischen und geographischen ,verhltnisse ,deutschlands liessen in jener ,zeit ,preussen vor ,allem als fr diese ,fabrikation geeignet erscheinen1 und zwar war es nchst ,harburg ,stettin1 welches durch seine gnstige ,lage 7,seeverbindung mit ,russland7 in dieser ,hinsicht am meisten bevorzugt war1 und woselbst alsbald das erste grssere ,werk fr diesen ,industriezweig gegrndet wurde4 ,dieses ,werk vermochte jedoch trotz seinem bedeutenden ,umfange seiner ,zeit nicht den tglich gesteigerten ,anforderungen der russischen ,regierung zu gengen2 es entstanden nach und nach andere ,fabriken und kleinere ,werke dehnten sich aus1 sodass nach ,beendigung des ,krieges bereits an fnf ,orten ,deutschlands diese ,salpeterfabrikation in grsserem ,umfange betrieben wurde4 ,im ,jahre #ahfb wurden in ,deutschland nach diesem ,principe in acht ,fabriken circa #g1ejj1jjj ,pfd4 ,kalisalpeter dargestellt4 ,diese starke ,concurrenz hatte das ,sinken der ,salpeterpreise zur nchsten ,folge1 aber sie spornte auch die einzelnen ,producenten zur fortwhrenden ,vervollkommnung ihrer ,fabrikation und in gleichem ,maasse zur ,aufsuchung billigerer ,rohstoffe fr dieselbe an4 ,whrend frher fast ausschliesslich das aus dem ,kelp gewonnene ,chlorkalium zur ,salpeterfabrikation angewendet wurde1 ging man whrend des ,krimkrieges zur ,verwendung der russischen ,potasche ber4 ,doch auch dieser ,rohstoff wurde alsbald zu theuer1 und man wandte sich zu der aus der ,rbenmelasse als ,nebenprodukt gewonnenen ,schlempekohle4 ,die entstehenden neuen ,fabriken wurden lediglich fr ,verarbeitung dieses letzteren ,rohstoffes angelegt4 ,freilich stiegen bei ,verwendung so unreiner ,rohstoffe auch die ,schwierigkeiten der ,fabrikation1 denn es galt1 aus diesen ,rohstoffen nicht allein einen reinen ,salpeter1 sondern auch eine hochgrdige ,soda zu gewinnen4 ,dies ist nun gelungen und es wird in den ,salpeterfabriken1 die ,conversionssalpeter mittelst ,potasche darstellen1 eine ,soda erzielt1 welcher der nach dem ,leblanc'schen ,verfahren erhaltenen nichts nachgiebt4 #d7 ,es wird der ,natriumsalpeter durch ,aetzkali zerlegt1 welche sich vollstndig zu ,kaliumsalpeter und ,aetznatron umsetzen4 ,dieses zuerst von ,landmann und ,gentele1 spter in modificirter ,form von ,schnitzer empfohlene und von ,c4 ,nllner in die ,praxis eingefhrte ,verfahren wird in einer ,salpeterfabrik in ,lancashire 7nach der ,beschreibung von ,lunge7 in folgender ,weise ausgefhrt4 ,zu ,kalilauge von #a1e spec4 ,gewicht wird eine quivalente ,menge von ,natriumsalpeter zugesetzt und nach kurzer ,einwirkung zur ,krystallisation gebracht4 ,den sich ausscheidenden ,kaliumsalpeter trennt man von der ,mutterlauge1 welche jetzt bedeutend weniger als #a1ej zeigt1 dampft diese wieder bis zu demselben spec4 ,gewicht ein und lsst wiederum erkalten4 ,man erhlt eine zweite ,krystallernte von ,kaliumsalpeter2 die ,mutterlauge ist gewhnlich so gut wie ganz frei davon und enthlt nur ,aetznatron und verunreinigende ,salze2 zuweilen jedoch ist sie noch so reich an ,salpeter1 dass man eine dritte ,krystallisation desselben vornehmen muss4 ,was sich whrend des ,eindampfens abscheidet1 ist meist ,natriumcarbonat1 herstammend von dem ,chlornatriumgehalte des ,handelschlorkaliums1 welcher sich natrlich ebenfalls als kohlensaures ,salz wiederfindet4 ,die geringen ,mengen unzersetzten ,chlorkaliums1 ,chlornatriums und ,calciumsulfates bleiben fast ganz in der ,mutterlauge von kaustischer ,soda zurck4 ,die letztere wird weiter eingedampft1 zuletzt bis zum glhenden ,flusse1 und berhaupt mit ihr ganz wie gewhnlich verfahren4 ,man erlangt jedoch aus ihr nie ein ,aetznatron von so schner weisser ,farbe1 wie es sich jetzt hufig im ,handel findet1 sondern es behlt immer eine schwach bluliche ,frbung4 ,der in beiden ,krystallisationen erhaltene ,salpeter wird in eisernen ,gefssen mit kaltem ,wasser1 resp4 frheren ,waschwssern1 so lange gewaschen1 bis er nur noch #j1a ,proc4 ,chlornatrium enthlt3 die ,waschwsser werden bei den folgenden ,operationen in systematischer ,reihenfolge weiter verwendet4 ,den gewaschenen ,salpeter lst man in eisernen ,kesseln in der ,hitze auf und lsst ihn in anderen eisernen ,kesseln erkalten1 wobei fter umgerhrt wird4 ,das ausgeschiedene ,krystallmehl wird von ,neuem gewaschen1 bis der gewnschte ,grad von ,reinheit erreicht ist4 ,trotzdem ausschliesslich eiserne ,gefsse in ,anwendung sind1 findet man doch kein ,eisen im ,salpeter2 natrlich werden die ,gefsse immer vollkommen sauber gehalten4 ,zum ,trocknen des ,salpeters dient eine ,kammer aus ,ziegeln1 ganz so gebaut1 wie man hufig die ,chlorkalkkammern trifft3 nmlich in zeltartiger ,form1 also ein spitzbogiges ,gewlbe1 vom ,boden aus aufsteigend und im ,scheitel #b ,meter hoch1 sodass ein ,mann darin arbeiten kann4 ,die ,breite ist etwa #b ,meter1 die ,lnge #e ,meter4 ,salpeter wird darin auf hlzernen ,gersten ausgebreitet und durch eiserne ,rhren1 welche darin herumgefhrt sind und die heisse ,luft einer ,feuerung leiten1 wird die ,temperatur auf #gj ,c4 gehalten2 das ,trocknen erfolgt daher sehr schnell4 ,sidenote3 ,prfung des ,salpeters4 ,prfung des ,salpeters4 ,reiner ,salpeter erstarrt nach vorsichtigem ,schmelzen zu einer weissen ,masse1 die auf dem ,bruche grobstrahlig ist4 ,eine ,verunreinigung von #a_/hj ,chlornatrium macht den ,bruch schon etwas krnig1 bei #a_/aj ist der ,kern schon nicht mehr strahlig und weniger durchsichtig und bei #a_/cj ist das ,strahlige nur noch an den ,kanten zu bemerken4 ,das ,nmliche geschieht durch eine ,verunreinigung mit salpetersaurem ,natron4 ,diese ,methode 7von ,g4 ,schwartz7 benutzt die ,behrde in ,schweden1 wo jeder ,grundbesitzer verpflichtet ist1 eine gewisse ,menge ,salpeter an den ,staat abzugeben4 -- ,andere ,methoden1 wie die von ,riffault1 ,huss1 ,gay-,lussac1 sind theils zeitraubend1 theils fr die ,praxis nicht geeignet4 ,die ,methode von ,riffault beruht auf der ,eigenschaft einer gesttigten ,salpeterlsung1 bei der ,temperatur1 bei welcher sie gesttigt ist1 noch ,chlornatrium aufnehmen zu knnen4 ,die ,methode des k4 k4 ,obersten ,huss grndet sich darauf1 dass eine bestimmte ,menge ,wasser nur eine bestimmte ,menge ,salpeter bei einer gewissen ,temperatur gelst enthalten kann4 ,man hat daher nur nthig1 durch ,versuche zu ermitteln1 bis zu welcher ,temperatur ,salpeterlsungen von verschiedener ,concentration abgekhlt werden mssen1 damit ,salpeter sich auszuscheiden beginne2 aus dieser ,temperatur lsst sich der ,gehalt an reinem ,salpeter berechnen4 ,die beste ,methode1 den raffinirten ,salpeter1 der zur ,schiesspulverfabrikation angewendet werden soll1 auf ,chlormetalle 7,kochsalz7 zu prfen1 besteht darin1 eine ,lsung desselben mit einer ,lsung von ,silbernitrat zu versetzen4 ,es darf dadurch keine oder nur eine sehr geringe ,trbung und kein ,niederschlag erfolgen4 ,g4 ,werther bediente sich sehr zweckmssig zur ,ermittelung des ,chlorgehaltes1 sowie des ,schwefelsuregehaltes titrirter ,lsungen von ,silber- und ,bariumnitrat4 ,die ,lsungen sind so abgestimmt1 dass jeder ,theilstrich der ,silberlsung #j1jjd ,grm4 ,chlor und jeder ,theilstrich der ,bariumlsung #j1jjb ,grm4 ,schwefelsure entspricht4 ,man kann nun entweder in derselben ,lsung zuerst den ,chlor- und hierauf sogleich den ,schwefelsuregehalt ermitteln1 oder man kann in zwei besonderen ,glsern in verschiedenen ,proben ,chlor und ,schwefelsure bestimmen4 ,nach der ,probe von ,reich erhitzt man #j1e ,grm4 trockenen1 gepulverten ,salpeter mit dem #d-f;fachen ,quarzpulver gemengt bis zum ,dunkelrothglhen2 es wird alle ,salpetersure ausgetrieben und der ,gewichtsverlust giebt den ,gehalt des ,salpeters an ,salpetersure4 ,schwefelsaure ,salze oder ,chlorverbindungen werden bei der angegebenen ,temperatur nicht zersetzt4 ,ist der ,gewichtsverlust d1 so hatte man #a1hgd4 d ,kaliumsalpeter1 oder #a1egd4 d ,natriumsalpeter4 ,al4 ,mller schlgt zur ,bestimmung der ,salpetersure eine ,methode vor1 die sich darauf grndet1 dass fr ,kalium und ,natrium ,,no#c ,cl und durch ,zersetzung des ersteren durch das letztere je ein ,atom um #eb-ce1e #bf1e leichter wird4 ,der gewogene ,salpeter wird mit concentrirter ,salzsure wiederholt zur ,trockne gebracht1 bis alle ,salpetersure entfernt ist2 der ,rckstand wird geglht und gewogen4 ,chemisch reiner ,kaliumsalpeter darf mit ,kaliumcarbonat1 ,chlorbarium1 ,silbernitrat und ,kaliummetaantimoniat keinen ,niederschlag geben4 ,zieht ,salpeter ,feuchtigkeit aus der ,luft1 so ist dies ein ,zeichen1 dass er ,natriumsalpeter enthlt oder beim ,schmelzen1 wenn ein solches stattgefunden hat1 zu stark erhitzt und theilweise zerstrt worden ist4 ,nach ,r4 ,bttger ist fast aller im ,handel vorkommende ,salpeter durch salpetrigsaures ,kali mehr oder weniger verunreinigt4 ,sidenote3 ,anwendung des ,kaliumsalpeters4 ,der ,salpeter wird zu den mannigfaltigsten ,zwecken angewendet2 seine ,hauptanwendungen sind folgende3 #a7 zur ,fabrikation des ,schiesspulvers2 #b7 zur ,darstellung der englischen ,schwefelsure und der ,salpetersure2 #c7 in der ,glasfabrikation zum ,reinigen der ,glasmasse2 #d7 als ,oxydations- und ,flussmittel bei verschiedenen ,metallarbeiten2 als ,flussmittel verwendet man hufig ein ,gemenge von ,salpeter mit ,weinstein1 welches ,gemenge zuweilen vorher erhitzt wird4 ,erhitzt man ein ,gemenge von #a ,th4 ,salpeter mit #b ,th4 ,weinstein1 so entsteht der schwarze ,fluss1 d4 i4 ein ,gemenge von ,kaliumcarbonat mit fein zertheilter ,kohle4 ,erhitzt man gleiche ,theile ,salpeter und ,weinstein1 so erhlt man den weissen ,fluss1 d4 i4 ein ,gemenge von ,kaliumcarbonat mit unzersetztem ,salpeter4 ,beide ,vorschriften werden in den ,gewerben hufig benutzt2 da aber der ,salpeter bei der ersten ,vorschrift smmtlichen ,sauerstoff1 bei der zweiten einen ,theil desselben einbsst1 so ist es einleuchtend1 dass der schwarze ,fluss zweckmssiger durch ,mengen von ,potasche mit ,russ1 der weisse ,fluss durch ,mengen von ,potasche mit etwas ,salpeter dargestellt werden kann4 ,der schwarze ,fluss wird benutzt1 wenn ,metalle nur umgeschmolzen werden sollen1 der weisse dagegen1 wenn sich ein ,theil der ,metalle oxydiren soll2 #e7 zum ,einpkeln des ,fleisches neben ,kochsalz und zuweilen auch ,zucker2 #f7 zur ,bereitung des ,schnellflusses und ,knallpulvers4 ,der ,schnellfluss von ,baum ist ein ,gemenge von #c ,th4 ,salpeter1 #a ,th4 ,schwefelpulver und #a ,th4 ,sgespnen 7am besten von harzreichem ,holze72 bringt man in dieses ,gemenge eine ,silber- oder ,kupfermnze1 so schmilzt diese1 weil sich leicht schmelzbare ,schwefelmetalle 7,schwefelsilber und ,schwefelkupfer7 bilden4 ,das ,knallpulver ist ein ,gemisch von #c ,th4 ,salpeter1 #b ,th4 ,kaliumcarbonat und #a ,th4 ,schwefel1 welches in einem ,schlchen ber der ,lampe erhitzt1 heftig explodirt1 indem es durch seine ganze ,masse hindurch auf einmal zersetzt wird und dabei grosse ,quantitten ,gas sich entwickeln3 ,salpeter #f,,kno#c ,stickstoffgas #f,n ,potasche #b,k#b;,,co#c ,kohlensure #b;,,co#b ,schwefel #e,s ,kaliumsulfat #e,k#b,,so#d #g7 als ,dngemittel in der ,landwirthschaft2 #h7 zur ,darstellung vieler chemischer und pharmaceutischer ,prparate2 #i7 zum ,frischen des ,eisens 7,salpeterfrischen7 nach dem ,verfahren von ,heaton 7vergl4 ,seite #bg74 ,sidenote3 ,natriumsalpeter4 ,der ,natriumsalpeter 7,natriumnitrat1 salpetersaures ,natron1 kubischer ,salpeter1 ,chilisalpeter7 ,na,n,o#c 7in #ajj ,th4 aus #cf1dg ,th4 ,natron und #fc1ec ,th4 ,salpetersure bestehend7 findet sich im ,district ,atacama und ,tarapaca1 nicht weit vom ,hafen ,yquique in ,peru 7drei ,tagereisen von ,conception7 in ,lagern 7caliche oder terra salitrosa genannt7 von wechselnder ,dicke 7#j1c-a1j ,meter7 in einer ,erstreckung von mehr als #cj ,meilen 7bis in die ,nhe von ,copiapo im ,norden von ,chile71 mit ,thon bedeckt4 ,die ,lager bestehen fast ganz aus reinem1 trockenem1 hartem ,salz und liegen fast unmittelbar unter der ,oberflche des ,erdreiches4 ,an anderen ,orten in ,peru bildet der ,natriumsalpeter1 der ber ,valparaiso1 dem ,hauptstapelplatze des in ,peru1 ,bolivien und ,chile gewonnenen ,salpeters1 als ,chilisalpeter nach ,europa gebracht wird1 den ,hauptgemengtheil einer sandigen ,ablagerung1 welche an einzelnen ,stellen bis zur ,oberflche der ,erde herauftritt1 whrend sie an anderen ,stellen bis zu einer ,tiefe von hchstens #b1f ,meter unter der ,bodenflche liegt4 ,der ungereinigte ,chilisalpeter stellt eine aus krystallinischen ,bruchstcken bestehende1 meist brunlich oder gelblich gefrbte1 etwas feuchte ,masse dar1 indessen kommt dieses ,salz gewhnlich an ,ort und ,stelle des ,vorkommens durch ,auflsen in ,wasser und ,eindampfen der ,lsung bis zur ,trockne ganz oder halb gereinigt in den ,handel4 ,eine ,probe davon enthielt3 ,natriumnitrat #id1jc ,natriumnitrit #j1ca ,chlornatrium #a1eb ,chlorkalium #j1fd ,natriumsulfat #j1ib ,natriumjodat #j1bi ,chlormagnesium #j1if ,borsure ,spuren ,wasser #a1if ------- #ajj1jj ,er lsst sich nur bedingt zur ,fabrikation des ,schiesspulvers1 wol aber zu der des ,sprengpulvers benutzen1 da er ,feuchtigkeit aus der ,luft anzieht1 dagegen verwendet man ihn zur ,darstellung der ,salpetersure1 der englischen ,schwefelsure1 zum ,reinigen des ,aetznatrons1 zur ,darstellung des ,chlors in den ,chlorkalkfabriken1 zur ,fabrikation von arsensaurem ,natron1 zum ,einpkeln des ,fleisches1 zur ,glasbereitung1 zur ,bereitung von ,bleioxychlorr 7als ,bleiweisssurrogat71 zur ,regeneration des ,braunsteins1 bei der ,bereitung von ,mennige1 in sehr bedeutender ,menge zur ,umwandelung des ,roheisens in ,stahl nach dem ,verfahren von ,hargreaves 7#ahfh7 und ,heaton 7#ahfi71 und hauptschlich zur ,fabrikation des ,kaliumsalpeters1 seitdem das ,chlorkalium 7durch ,zersetzen des ,carnallits und ,reinigen des ,sylvins1 als ,produkt der ,kelpverarbeitung und aus der ,schlempekohle7 so beraus billig in den ,handel gebracht wird4 ,seit etwa #cj ,jahren hat er in ,folge seiner gnstigen ,wirkung auf das ,wachsthum der ,halmfrchte eine wichtige ,anwendung in der ,agricultur als ,dngemittel erhalten4 ,in dem ,chilisalpeter findet sich stets etwas salpetrigsaures ,natrium1 ausserdem sind darin kleine ,mengen von ,jod enthalten1 welches sich in den ,mutterlaugen1 die man beim ,reinigen des ,chilisalpeters durch ,umkrystallisiren erhlt1 ansammelt4 ,in ,tarapaca stellt man tglich #dj ,kil4 ,jod dar4 ,nach ,l4 ,krafft enthlt #a ,kilogr4 ,rohsalpeter #j1ei ,grm4 ,jod4 ,nach ,nllner 7#ahfh7 spielten bei der ,bildung der sdamerikanischen ,salpeterlager die stickstoffhaltigen ,jodsammler1 die ,seetange1 eine ,hauptrolle4 ,der ,jodgehalt des ,chilisalpeters wrde demnach denselben ,ursprung haben1 wie das ,jod der schottischen und franzsischen ,fabriken4 ,folgende ,zusammenstellung zeigt die ,grsse der ,ausfuhr an ,natriumsalpeter aus ,sdamerika3 #ahcj #ah1gjj ,ctr4 #aheh #a1bbj1bdj ,ctr4 #ahfe #b1iib1jjj ,ctr4 #ahce #adj1cii #ahfj #a1gcb1afj #ahff #c1jdj1jjj #ahdj #bbg1cfb #ahfa #a1hbe1agj #ahfg #c1ejb1jjj #ahde #cgf1bci #ahfb #b1bee1cej #ahfh #c1hde1jjj #ahej #eaa1hde #ahfc #b1jfc1jjj #ahfi #b1ife1jjj #ahec #hff1bda #ahfd #b1ebc1jjj ,die ,salpetersure4 ,sidenote3 ,salpetersure4 ,gewinnung derselben4 ,die ,salpetersure 7,,nho#c7 wird fast durchgngig durch ,zersetzen von ,natriumsalpeter 7seltener ,kaliumsalpeter7 mittelst ,schwefelsure und ,verdichtung der hierbei sich bildenden ,dmpfe erhalten4 ,sidenote3 ,darstellung der ,salpetersure4 ,illustration3 ,fig4 #fe4 ,man stellt die ,salpetersure fabrikmssig dar1 indem man in einen gusseisernen ,kessel ,a 7,fig4 #fe7 durch die obere ,oeffnung das salpetersaure ,salz 7,kalium- oder ,natriumnitrat7 einfhrt und mit ,hlfe eines ,trichters ,schwefelsure auf das ,salz giesst1 den ,kessel verschliesst und durch eine mit ,lehm ausgeftterte eiserne ,rhre ,b mit dem glsernen ,retortenhalse ,c verbindet1 der in die als ,vorlage dienende steinerne ,flasche ,d mndet4 ,die ,flasche ,d steht durch ein ,rohr mit einer zweiten hnlichen ,flasche ,d' in ,verbindung1 diese mit einer dritten u4 s4 f41 in welcher die in der ersten ,flasche nicht condensirten ,dmpfe aufgefangen werden4 ,der ,kessel wird durch den seitlich vorhandenen ,feuerherd erhitzt1 die ,verbrennungsgase entweichen durch den ,rauchfang ,g ,h4 ,im ,anfange der ,operation ist der in dem ,kanal vorhandene ,schieber d niedergeschoben1 so dass er den unteren ,kanal schliesst2 der ,rauch geht dann durch ,e und erwrmt die ,vorlagen ,d1 ,d' und ,d''1 was erforderlich ist1 um ein ,springen derselben durch die berdestillirende heisse ,sure zu verhten4 ,sobald die ,destillation im ,gange ist1 stellt man den ,schieber so1 dass ,e geschlossen ist und die ,verbrennungsgase nur durch den unteren ,kanal ,g entweichen knnen4 ,die in den ersten als ,vorlage dienenden ,flaschen enthaltene ,salpetersure ist fr den ,verkauf hinlnglich stark1 whrend die spteren1 in welche zur besseren ,condensation der ,dmpfe ,wasser durch die ,oeffnung b1 b'1 b'' eingegossen worden war1 eine schwchere ,sure1 das gewhnliche ,scheidewasser1 enthalten4 ,hufig wendet man zur ,destillation der ,salpetersure ,galeerenfen an1 wobei man die ,salpetersure aus glsernen ,retorten destillirt4 ,beabsichtigt man chemisch reine ,salpetersure darzustellen1 so stellt man die zuerst bei der ,destillation bergehende ,portion als salzsurehaltig bei ,seite4 ,die anzuwendenden ,quantitten der ,materialien betragen auf #cj ,kilogr4 ,kaliumsalpeter #bi ,kilogr4 engl4 ,schwefelsure #ag ,natriumsalpeter #ad1f ,das bei ,anwendung von ,natriumsalpeter zurckbleibende ,natriumbisulfat dient entweder zur ,darstellung rauchender ,schwefelsure oder mit ,kochsalz geglht zur ,bereitung von ,sulfat und von ,salzsure4 ,die auf diese ,weise erhaltene ,salpetersure 7,,nho#c7 erscheint als farblose1 durchsichtige ,flssigkeit von #a1ee spec4 ,gewicht und #hj ,c4 ,siedepunkt4 ,an der ,luft raucht sie1 indem sie aus derselben ,feuchtigkeit anzieht4 ,mit ,wasser zusammengebracht1 erhitzt sich die ,salpetersure und ihr ,siedepunkt steigt4 ,eine ,sure aus #ajj ,th4 ,salpetersure 7,,nho#c7 und #ej ,th4 ,wasser bestehend1 siedet erst bei #abi2 bei weiterer ,verdnnung erniedrigt sich der ,siedepunkt1 so dass beim ,erhitzen einer verdnnten ,salpetersure ber #ajj zuerst ,wasser mit etwas ,salpetersure bergeht1 bis endlich der ,siedepunkt nach und nach wieder bis auf #acj gestiegen ist1 bei welcher ,temperatur das doppelte ,scheidewasser 7von #a1ce-a1de spec4 ,gewicht7 berdestillirt4 ,das gewhnliche einfache ,scheidewasser hat ein spec4 ,gewicht von #a1ai-a1be4 ,sidenote3 ,bleichen der ,salpetersure4 ,illustration3 ,fig4 #ff4 ,die strkere ,salpetersure ist gewhnlich durch ,untersalpetersure gelb oder roth gefrbt2 wenn es sich darum handelt1 eine farblose1 von ,untersalpetersure vollkommen freie ,salpetersure darzustellen1 unterwirft man sie dem ,bleichen4 ,zu dem ,ende erhitzt man dieselbe in glsernen ,ballons1 die in einem bis auf #hj-ij erhitzten ,wasserbade sich befinden 7,fig4 #ff71 so lange1 als noch rothe ,dmpfe entweichen1 welche letztere man entweder in eine ,schwefelsurekammer leitet und sie sofort verwerthet oder sie durch ein ,rohr ins ,freie fhrt4 ,durch dieses ,erhitzen wird zugleich die vorhandene ,salzsure in ,gestalt von ,chlor verflchtigt4 ,von vielleicht vorhandener ,schwefelsure kann man die ,salpetersure durch ,destillation ber salpetersauren ,baryt und von den letzten ,spuren von ,salzsure durch ,destillation ber salpetersaures ,silberoxyd befreien4 ,sidenote3 ,condensation der ,salpetersure4 ,in neuerer ,zeit sind in der ,salpetersurefabrikation ,verbesserungen aufgetaucht1 die sich theils auf die ,umgehung des ,bleichens1 theils auf die ,condensationsapparate beziehen4 ,in erster ,hinsicht ist eine in der ,fabrik von ,chev in ,paris bliche ,vorrichtung anzufhren4 ,es ist dem ,praktiker bekannt1 dass die rothen ,dmpfe bei der ,fabrikation der ,salpetersure sich nur bei ,beginn und gegen das ,ende der ,destillation bilden4 ,man braucht daher nur fractionirt zu destilliren1 um einerseits rothe ,sure1 andererseits weisse ,sure zu erhalten1 die1 ohne der ,bleichung zu bedrfen1 sofort in den ,handel gebracht werden kann4 ,zu dem ,ende wendet man einen ,hahn aus ,steinzeug von der in ,fig4 #fg abgebildeten ,form an1 dessen ,rohr ,a mit dem ,destillirapparat in ,verbindung steht1 whrend die ,rohre ,b und ,b' in verschiedene zum ,auffangen bestimmte ,ballons mnden4 ,der ,hahn ist so gebohrt1 dass man nach ,belieben die ,communikation zwischen ,a und ,b'1 wobei ,b' abgeschlossen ist1 oder zwischen ,a und ,b herstellen kann4 ,durch geeignetes ,stellen des ,hahnes kann man daher die rothe ,sure von der weissen vollstndig und kostenfrei trennen4 ,illustration3 ,fig4 #fg4 ,illustration3 ,fig4 #fh4 ,eine zweite ,verbesserung von ,plisson und ,devers bezieht sich auf den ,condensationsapparat1 der hier aus einer ,batterie von #aj ,flaschen besteht1 von denen #f unten offen sind und in ,trichter endigen1 so dass sie in die ,mndungen gewhnlicher ,flaschen passen4 ,g 7,fig4 #fh7 zeigt eine solche unten offene ,flasche4 ,aus dem hinter dem ,mauerwerk ,m versteckten ,cylinder geht ein ,rohr aus ,steinzeug1 mit welchem ein zweimal gebogenes ,glasrohr ,g in ,verbindung steht1 das in eine der drei ,mndungen der ersten ,flasche ,a fhrt4 ,in dieser ,flasche sammelt sich das zuerst ,uebergehende1 das was vielleicht bersteigt1 und berhaupt alle ,unreinigkeiten4 ,die ,flasche ,a ist inwendig mit einem kleinen ,rohr ,t versehen1 das einen hydraulischen ,verschluss bewirkt in der ,weise1 dass1 wenn die ,flssigkeit in der ,flasche eine ,hhe von einigen ,centimetern erreicht hat1 der ,ueberfluss durch das ,rohr ,t in die gut verschlossene ,flasche ,a' abfliesst4 ,in der zweiten ,mndung der ,flasche ,a ist ein ,trichter1 durch welchen ,wasser aus ,f in die ,flasche ,a fliesst und die ,condensation untersttzt4 ,durch das ,glasrohr ,f gehen die ,suredmpfe in die ,flasche ,b1 welche ebenso wie die beiden ,flaschen ,b' und ,b'' die in ihnen verdichteten ,produkte durch das ,rohr ,t' in den ,ballon ,a'' fhrt4 ,die in ,b nicht condensirten ,dmpfe gehen nach ,c und von da nach ,d2 in diesen beiden ,flaschen verdichtet sich ein ,theil der ,sure1 der nach ,b und endlich nach ,a'' fliesst2 der nicht condensirte ,rest geht durch das ,glasrohr ,g nach ,d'2 dann nach ,c'' und endlich nach ,b'1 worin die verdichteten ,theile sich ansammeln4 ,von da gehen die ,dmpfe durch die ,flaschen ,b'' ,c'' ,d'' und aus der letzten ,flasche das1 was noch nicht verdichtet ist1 in den ,rauchfang4 ,aus den ,mariotte'schen ,flaschen ,f' und ,f'' fliesst ,wasser zu1 was im ,verein mit dem ,wasser aus ,f die producirte ,sure bis auf #cf ,b4 7 #a1ca spec4 ,gewicht #db1b ,proc4 ,n#b,o#e7 verdnnt4 ,um jedem ,druck in den ,flaschen ,a' und ,a'' vorzubeugen1 geht ein ,rohr ,h und ein hnliches ,h' 7in der ,abbildung weggelassen7 von ,t und ,t' ab1 um die nicht verdichteten ,dmpfe in die ,flasche ,b'' zu fhren1 wo sie sich mit dem nicht condensirten ,reste vereinigen4 -- ,der ganze ,apparat1 der auf den ersten ,anblick complicirt zu sein scheint1 ist usserst leicht zu handhaben2 die ,suredmpfe condensiren sich im ,anfange in der ,flasche ,a1 aus welcher sie in einen besonderen ,recipienten ,a' gefhrt werden1 darauf verdichten sie sich in den ,flaschen ,b ,b' ,b''1 aus welchen das ,produkt in den allgemeinen ,recipienten ,a'' fliesst4 ,illustration3 ,fig4 #fi4 ,illustration3 ,fig4 #gj4 ,dieser neue ,verdichtungsapparat ist usserst vortheilhaft4 ,einmal zusammengesetzt1 braucht er nur sehr selten auseinander genommen zu werden4 ,die ,handarbeit des ,leerens und ,zusammenfgens bei dem gewhnlichen ,apparate und der damit zusammenhngende grosse ,kittverbrauch fallen bei dem neuen ,apparate hinweg4 ,in ,folge des langen ,weges1 den die ,dmpfe zurckzulegen haben1 geht die ,condensation vollstndiger vor sich1 wie die ,ausbeute von #acb-acd ,kilogr4 ,sure von #cf auf #ajj ,kilogr4 ,salpetersure beweist1 whrend ltere ,apparate nur #abe-abh ,kilogr4 liefern4 ,die innere ,einrichtung der ,flaschen und der den hydraulischen ,schluss bewirkende ,hebetrichter ergiebt sich aus ,folgendem4 ,in jeder der ,flaschen der unteren ,reihe befindet sich ein gebogenes ,rohr aus ,steinzeug ,t 7,fig4 #fi71 dessen ,mndung ,o ins ,freie geht2 eine spaltenfrmige ,oeffnung ,l stellt die ,communikation zwischen der ,flssigkeit und dem ,innern der ,rhre her2 die ,flssigkeit kann demnach in der ,flasche nur bis zu einer gewissen ,hhe sich ansammeln4 ,es ist klar1 dass hierdurch die ,flasche einen hydraulischen ,schluss erhlt4 -- ,der ,hebetrichter besteht aus einem steinernen ,rohre von etwa #c ,centim4 ,durchmesser1 dessen ,seitenwand der ,lnge nach durchbohrt ist 7,fig4 #gj72 die in das ,innere der ,rhre gelangende ,flssigkeit kann mithin nur bis zur ,oeffnung ,o steigen2 sobald diese ,hhe erreicht ist1 fliesst die ,flssigkeit in demselben ,verhltniss aus1 als durch den ,trichter ,e nachstrmt4 ,sidenote3 ,andere ,methoden der ,salpetersuredarstellung4 ,ausser durch die ,einwirkung von ,schwefelsure auf ,kalium- oder ,natriumnitrat1 lsst sich ,salpetersure aus den ,nitraten auch noch auf andere ,art darstellen4 ,von den vielen ,vorschlgen in dieser ,hinsicht seien einige der besseren angefhrt3 #a7 ,einwirkung von ,manganchlorr 7,rckstnde von der ,chlorbereitung7 auf ,natriumnitrat4 ,wenn ein ,gemenge beider ,salze bis auf etwa #bcj erhitzt wird1 so entwickeln sich salpetrige ,dmpfe 7,,no#b ,o7 und es bleibt ein ,manganoxyd zurck1 welches wieder zur ,chlorentwickelung dienen kann3 #e,mn,cl#b 7#b,mn,o #c,mn,o#b7 und geben #aj,na,cl #aj,na,n,o#c #aj,,no#b #b,o ,indem man das ,gemenge von ,untersalpetersure und ,sauerstoff in den ,condensationsapparat mit ,wasser zusammen bringt1 verwandelt es sich in ,salpetersure2 der ,ueberschuss der ,untersalpetersure zersetzt sich in ,salpetersure und ,stickstoffoxyd4 ,wenn die in den ,apparaten enthaltene ,luft hinreichend ist1 um die ganze ,menge des letzteren wieder in ,salpetersure zu verwandeln1 so wiederholt sich dieser ,vorgang2 wenn dagegen die ,luftmenge unzureichend ist1 so lst das ,stickstoffoxyd sich in der ,salpetersure auf und der ,ueberschuss desselben entweicht in die ,luft4 ,aus zahlreichen ,versuchen1 welche ,kuhlmann unter ,benutzung von ,thonretorten anstellte1 hat sich ergeben1 dass #ajj ,th4 salpetersaures ,natrium nach diesem ,verfahren im ,mittel #abe-abf ,th4 ,salpetersure von #ce liefern4 ,es ist dies nahezu dieselbe ,ausbeute wie beim gewhnlichen ,verfahren 7#abg-abh ,proc474 ,es wurden auch ,versuche mit anderen ,chlorren1 namentlich mit ,chlorcalcium1 ,chlormagnesium und ,chlorzink angestellt1 wobei ein entsprechender ,vorgang eintrat1 nmlich ,salpetersure1 ,chlornatrium und ,kalk1 ,magnesia oder ,zinkoxyd gebildet wurden2 #b7 ,einwirkung gewisser ,sulfate auf salpetersaure ,alkalisalze4 ,kuhlmann hat durch viele ,versuche bewiesen1 dass die schwefelsauren ,salze1 selbst solche1 welche sehr bestndig sind und keineswegs die ,rolle einer ,sure spielen1 die ,zersetzung der salpetersauren ,alkalisalze bewirken knnen4 ,mangansulfat zersetzt ,natriumnitrat unter ,bildung hnlicher ,produkte wie beim ,manganchlorr4 ,aehnliche ,reaktionen finden statt mit ,zinksulfat1 mit ,magnesiumsulfat1 ja selbst mit ,gyps2 #c7 aus ,natriumnitrat und ,kohle1 wobei neben ,soda ,salpetersure auftritt2 #d7 aus ,natriumnitrat und ,kieselerde 7oder ,thonerde74 ,mit der ,darstellung der ,salpetersure mit der ,bereitung von ,natriumsilicat und von ,soda2 #e7 aus ,bariumnitrat und ,schwefelsure 7ohne ,destillation74 ,die vom ,barytweiss abgegossene ,salpetersure 7von #aj bis #aa ,b47 kann durch ,kochen bis auf #be ,b4 gebracht werden4 ,sidenote3 ,dichten der ,salpetersure4 ,nach ,j4 ,kolb steht das specifische ,gewicht einer ,salpetersure mit seinem ,gehalt an concentrirter ,salpetersure in folgendem ,zusammenhange3 #ajj ,theile enthalten ,dichte ,,nho#c ,n#b,o#e bei #j bei #ae ,c4 ---------------------------------------- ----- #ajj1jj #he1ga #a1eei #a1ecj #ig1jj #hc1ad #a1edh #a1ebj #id1jj #hj1eg #a1ecg #a1eji #ib1jj #gh1he #a1ebi #a1ejc #ia1jj #gh1jj #a1ebf #a1dii #ij1jj #gg1ae #a1ebb #a1die #he1jj #gb1hf #a1ejc #a1dgh #hj1jj #fh1eg #a1dhd #a1dfj #ge1jj #fd1bh #a1dfe #a1ddb #fi1if #fj1jj #a1ddd #a1dbc #fe1jg #ee1gg #a1dbj #a1djj #fj1jj #ea1dc #a1cic #a1cgd #ee1jj #dg1ad #a1cfe #a1cdf #ej1ii #dc1gj #a1cda #a1cbc #de1jj #ch1eg #a1cjj #a1bhd #dj1jj #cd1bh #a1bfg #a1bea #cc1hf #bi1jb #a1bbf #a1baa #cj1jj #be1ga #a1bjj #a1ahe #be1ga #bb1jd #a1aga #a1aeg #bc1jj #ai1ga #a1aec #a1ach #bj1jj #ag1ad #a1acb #a1abj #ae1jj #ab1he #a1jii #a1jhi #aa1da #i1gg #a1jge #a1jfg #d1jj #c1db #a1jbf #a1jbb #b1jj #a1ga #a1jac #a1jaj ,folgende ,tabelle giebt vergleichende ,angaben der ,dichte und der ,grade nach ,baum3 ,grade ,dichte4 #ajj ,theile enthalten bei#ajj ,theile enthalten bei nach #j #ae ,c4 ,baum4 ,,nho#c ,n#b,o#e ,,nho#c ,n#b,o#e ---------------------------------------- ----------------------- #f #a1jdd #f1g #e1g #g1f #f1e #g #a1jeb #h1j #f1i #i1j #g1g #i #a1jfg #aj1b #h1g #aa1d #i1h #aj #a1jge #aa1d #i1h #ab1g #aj1i #ae #a1aaf #ag1f #ae1a #ai1d #af1f #bj #a1afa #bd1b #bj1g #bf1c #bb1e #be #a1baj #ca1d #bf1i #cc1h #bh1i #cj #a1bfa #ci1a #cc1e #da1e #ce1f #ce #a1cba #dh1j #da1a #ej1g #dc1e #dj #a1chd #eh1d #ej1j #fa1g #eb1i #de #a1ded #gb1b #fa1i #gh1d #gb1b #df #a1dgj #gf1a #fe1b #hc1j #gd1a #dg #a1dhe #hj1b #fh1g #hg1a #gd1g #dg ,b4 entsprechen #if ,twaddle #df #ib #de #hh #dc #hd #db #hj #ch #gj #cd #fj #bi #ej #be #dj #bj #cj #ad #bj #g #bj ,salpetersure von #a1eb siedet bei #hf #a1ej #ii #a1de #aae #a1db #abc #a1dj #aai #a1ce #aag #a1cj #aac #a1bj #ajh #a1ae #ajd ,sidenote3 ,rauchende ,salpetersure4 ,wenn man bei ,darstellung der ,salpetersure auf #a ,molekl ,kaliumnitrat #a ,molekl ,schwefelsure verwendet1 so erhlt man als ,destillat eine rothgelbe ,flssigkeit1 aus einem ,gemenge von ,salpetersure und ,untersalpetersure bestehend4 ,die ,flssigkeit fhrt den ,namen rothe rauchende ,salpetersure4 ,bei ,anwendung gleicher ,molekle von ,kaliumnitrat und ,schwefelsure wird nmlich nur die ,hlfte der ,salpetersure ausgetrieben1 die andere ,hlfte aber zerlegt in ,untersalpetersure und ,sauerstoff1 welche erstere sich mit der unzerlegten ,salpetersure zu rauchender ,salpetersure vereinigt4 ,wendet man dagegen zur ,zersetzung des ,kalium- oder ,natriumnitrates zwei ,molekle ,schwefelsure an1 so erhlt man alle ,salpetersure unzersetzt und in der ,retorte bleibt ,kalium- oder ,natriumbisulfat zurck4 ,bei ,anwendung von ,natriumnitrat braucht man jedoch1 da dieses ,nitrat weit leichter von der ,schwefelsure zersetzt wird1 als die entsprechende ,kaliumverbindung1 erfahrungsgemss nicht #b ,molekle ,schwefelsure anzuwenden4 ,man begngt sich mit #a1be-a1ej ,moleklen4 #ajj ,th4 ,chilisalpeter geben #abj-aaj ,th4 ,salpetersure von #cf ,b4 ,zum ,zwecke der ,darstellung von rauchender ,salpetersure setzt man in neuerer ,zeit bei der gewhnlichen ,darstellung der ,salpetersure einen ,krper zu1 welcher zersetzend auf sie einwirkt4 ,frher wendete man hierzu ,schwefel an1 gegenwrtig ,strkemehl4 ,nach ,c4 ,brunner's ,vorschrift wird ein ,gemenge von #ajj ,th4 ,salpeter mit #c-a_/b ,th4 ,strkemehl in einer ,retorte mit #ajj ,th4 englischer ,schwefelsure von #a1he spec4 ,gewicht bergossen4 ,die ,destillation beginnt gewhnlich schon ohne ,erwrmung4 ,durch schwaches ,erhitzen wird sie beendigt4 #ajj ,th4 ,kaliumnitrat liefern auf diese ,weise ungefhr #fj ,th4 stark roth gefrbte rauchende ,salpetersure4 ,es ist anzurathen1 die ,retorte nur bis zu #a_/c anzufllen4 ,sidenote3 ,anwendung der ,salpetersure4 ,die technische ,anwendung der ,salpetersure beruht auf ihrer ,eigenschaft1 mit gewissen ,krpern zusammengebracht1 in ,stickoxyd und ,untersalpetersure und in ,ozon zu zerfallen1 letzteres bildet entweder mit dem betreffenden ,krper ein ,oxyd oder es oxydirt ihn zu eigenthmlichen ,verbindungen1 whrend die ,untersalpetersure bei ,gegenwart organischer ,verbindungen zuweilen in die ,zusammensetzung der organischen ,krper eintritt und sogenannte ,nitroverbindungen 7,nitrobenzol oder knstliches ,bittermandell1 ,nitronaphtalin1 ,nitroglycerin oder ,sprengl1 ,nitromannit1 ,schiessbaumwolle1 ,martiusgelb1 ,pikrinsure7 bildet4 ,eine grosse ,anzahl der ,metalle lst sich in ,salpetersure1 wenn dieselbe nicht zu concentrirt ist4 ,hchst concentrirte ,salpetersure kann mit ,blei und ,eisen zusammengebracht werden1 ohne dass eine ,zersetzung der ,salpetersure stattfindet4 ,eiweisshnliche ,krper 7,haut1 ,wolle1 ,seide1 ,horn1 ,federn7 werden durch starke ,salpetersure dauernd gelb gefrbt 7wahrscheinlich durch ,bildung von ,pikrinsure71 daher ihre ,anwendung zum ,gelbfrben der ,seide etc42 lngere ,zeit fortgesetzte ,einwirkung der ,salpetersure auf die genannten ,stoffe fhrt ihre gnzliche ,zerstrung und theilweise ,ueberfhrung in ,pikrinsure herbei4 ,viele stickstofffreie organische ,stoffe1 wie ,cellulose1 ,strkemehl1 ,zucker etc41 werden durch die ,einwirkung von ,salpetersure unter ,bildung von ,oxalsure zerstrt4 ,kurze ,einwirkung sehr verdnnter ,salpetersure fhrt das ,strkemehl in ,dextrin1 concentrirte ,salpetersure fhrt es in das explosive ,xylodin ber4 ,die ,eigenschaft der ,salpetersure1 gewisse ,farbstoffe1 wie das ,indigblau1 zu zerstren1 benutzt man in der ,kattundruckerei1 um durch ,aufdrucken von ,salpetersure auf blauem ,grunde gelbe ,muster zu erzeugen1 ferner in der ,tuchweberei zum ,gelbbeizen der ,sahlleisten1 damit die ,tuche das ,aussehen von in der ,wolle gefrbten ,geweben annehmen1 bei denen die gelben ,leisten angewebt sind4 ,in der ,hutfabrikation verwendet man eine ,auflsung von ,quecksilber in ,salpetersure1 um die glatten ,haare zum ,verfilzen geeignet zu machen4 ,ein ,hauptverbrauch der ,salpetersure ist der zur ,fabrikation der ,schwefelsure2 sie findet ferner in der ,metallverarbeitung mannichfache ,anwendung1 so u4 ,a4 um ,stahl und ,kupfer zu tzen1 zum ,gelbbrennen des ,messings und der ,bronze1 zum ,frben des ,goldes1 zur ,bereitung der unter dem ,namen ,rouille zum ,schwarzfrben der ,seide angewendeten ,eisenbeize 7in ,lyon allein verbraucht man von dieser ,beize tglich gegen #bej ,centner71 zur ,bereitung der ,pikrinsure aus ,carbolsure1 des ,martiusgelbes aus dem ,naphtalin1 des ,nitrobenzols und ,nitrotoluols der ,anilinfabriken1 zur ,darstellung der ,phtalsure 7aus ,naphtalin7 behufs der knstlichen ,fabrikation der ,benzosure1 zur ,bereitung von ,anthrachinon zum ,zweck der ,alizarindarstellung aus ,anthracen1 zur ,fabrikation des ,silbernitrates 7bei der enormen ,ausbreitung der ,photographie ein wichtiger ,gebrauch der ,salpetersure71 der ,arsensure 7fr die ,fuchsinbereitung71 des ,knallquecksilbers1 des ,sprengls 7und der beiden ,prparate ,dynamit und ,dualin7 u4 s4 w4 ,technik der explosiven ,krper4 a7 ,das ,schiesspulver und chemische ,principien der ,feuerwerkerei4 ,sidenote3 ,schiesspulver4 ,allgemeines4 ,das gewhnliche ,schiesspulver ist ein gekrntes ,gemenge von ,kaliumsalpeter1 ,schwefel und ,kohle in bestimmten ,verhltnissen4 ,bei einer ,temperatur von etwa #cjj und bei der ,berhrung mit glhenden oder brennenden ,krpern oder endlich durch ,reibung und ,schlag entzndet es sich1 verbrennt mit einer gewissen ,geschwindigkeit und giebt als ,verbrennungsprodukte ,stickstoff1 ,kohlensure oder ,kohlenoxydgas und als ,rckstand ein ,gemenge von ,kaliumsulfat und ,kaliumcarbonat4 ,wenn die ,entzndung in einem verschlossenen ,gefsse vor sich geht1 so erleiden die ,wnde durch die grosse ,menge der sich entwickelnden heissen ,gase einen solchen ,druck1 dass sie unfehlbar zerreissen wrden1 wenn nicht1 wie in dem ,geschtz1 die ,einrichtung getroffen wre1 dass ein ,theil der ,wand nachgiebt4 ,auf diese ,weise wird die ,kugel nach einer ,richtung hin fortgeschleudert4 ,dabei ist wohl zu beachten1 dass nur derjenige ,theil der entwickelten ,gase zur ,wirkung kommt1 welcher gebildet wird1 so lange die ,kugel den ,lauf noch nicht verlassen hat2 je langsamer also ein ,pulver abbrennt1 je geringer ist seine ,wirkung auf das ,projectil4 ,sidenote3 ,fabrikation des ,schiesspulvers4 ,die zur ,pulverfabrikation dienenden ,materialien mssen von der grssten ,reinheit sein1 der ,salpeter darf keine ,chlormetalle1 der ,schwefel keine schweflige ,sure enthalten1 deshalb wendet man nie ,schwefelblumen1 sondern stets ,stangenschwefel an4 ,die grsste ,aufmerksamkeit ist auf die ,wahl der ,kohle zu verwenden4 ,zur ,darstellung der ,kohle verwendet man ,pflanzen1 die eine vorzglich ausgebildete ,bastfaser besitzen1 wie ,flachs und ,hanf4 ,von ,bumen whlt man mehrjhrige ,zweige1 deren ,durchmesser ungefhr #e-i ,centim4 betrgt4 ,in dem grssten ,theile von ,deutschland1 ,frankreich und ,belgien verkohlt man hauptschlich ,faulbaumholz 7,prunus ,padus71 aber auch ,holz der ,pappel1 ,linde1 ,erle1 ,weide1 ,rosskastanie1 in ,england schwarze ,corneliuskirsche und ,erle1 in ,italien nur ,hanf1 in ,spanien ,hanf1 ,flachs1 ,weinreben1 ,weiden1 ,oleander und ,taxus1 in ,oesterreich ,hundsbeer-1 ,haselstrauch oder ,erle2 die ,kohle dieser ,vegetabilien eignet sich1 wegen ihrer leichten ,zerreiblichkeit1 am besten zur ,pulverfabrikation4 ,alle die genannten ,substanzen geben bei der ,verkohlung1 die man in ,cylindern1 die denen der ,gasanstalten hnlich sind1 in ,gruben1 in ,kesseln1 mittelst erhitzten ,wasserdampfes1 vornimmt1 ungefhr #ce-dj ,proc4 ,kohle4 ,wenn bei der ,verkohlung des ,holzes die mglichst niedrige ,temperatur angewendet worden ist1 so erhlt man eine rthlichbraune1 glatte1 mit vielen ,querrissen versehene ,kohle1 die ,rothkohle 7charbon roux74 ,die durch ,erhitzen in ,cylindern gewonnene ,kohle bezeichnet man ziemlich unpassend1 zum ,unterschied von anderer1 durch ,verkohlen von ,holz in ,gruben erhalten1 mit dem ,namen destillirter ,kohle4 ,sidenote3 ,reiben und ,mengen der ,materialien4 ,die mechanische ,bereitung des ,schiesspulvers zerfllt in3 #a7 das ,pulverisiren der ,materialien2 #b7 das ,mischen derselben2 #c7 das ,anfeuchten des ,pulversatzes2 #d7 das ,verdichten desselben2 #e7 das ,krnen und ,sortiren des ,pulvers2 #f7 das ,poliren desselben2 #g7 das ,trocknen und #h7 das ,ausstuben des ,pulvers4 ,sidenote3 ,das ,pulverisiren der ,materialien4 ,das ,pulverisiren oder ,zerkleinern der ,materialien kann auf dreierlei ,weise geschehen1 entweder a7 durch die ,pulverisirtrommeln1 oder b7 durch ,walzmhlen1 oder endlich c7 durch ,stampfmhlen4 a7 ,das ,zerkleinern der ,materialien mit ,hlfe der ,pulverisirtrommeln wurde zuerst ,ende des vorigen ,jahrhunderts in ,folge des ausserordentlichen ,bedarfs an ,schiesspulver durch die franzsischen ,revolutionskriege angewendet4 ,es eignet sich dieses ,verfahren 7,revolutionsverfahren7 sehr gut zum ,pulverisiren der ,pulverbestandtheile1 indem es bequem ist1 frdert und keinen ,staub erzeugt4 ,die dazu angewendeten ,trommeln bestehen aus zwei starken ,holzscheiben1 welche durch ,bretter zu einem hohlen ,cylinder verbunden sind4 ,im ,innern befinden sich vorspringende ,leisten1 durch welche die herabfallenden ,kugeln aufgehalten werden4 ,die ,trommel ist inwendig mit ,leder berzogen4 ,man bringt die zu pulverisirende ,substanz mit einer gewissen ,anzahl bronzener ,kugeln von #a_/d ,zoll ,durchmesser in die ,trommel1 die auf einer ,axe ruht und um dieselbe drehbar ist4 ,man pulverisirt nun ,kohle und ,schwefel 7jeden dieser ,krper fr sich71 da der in ,gestalt von ,salpetermehl erhaltene ,salpeter schon die nthige ,feinheit besitzt4 b7 ,die ,zerkleinerung durch ,walzmhlen mit vertical auf einem ,bodensteine umlaufenden schweren ,walzen ist gegenwrtig sehr gebruchlich4 c7 ,die ,zerkleinerung durch ,stampfmhlen geschieht gegenwrtig nur noch in kleineren ,fabriken4 ,die ,stampfen1 von denen in der ,regel #aj-ab in einer ,reihe nach einander durch eine ,daumenwelle gehoben werden1 sind von ,holz 7,ahorn- oder ,weissbuchenholz7 und mit einem ,schuh aus ,bronze versehen4 ,die ,stampfen haben bei einer ,lnge von #h ,fuss ein ,gewicht von ungefhr #a ,ctr4 und machen in der ,minute #dj-fj ,stsse4 ,die ,stampflcher sind in einem ,troge von ,eichenholz 7dem ,grubenstock7 birnenfrmig ausgemeisselt4 ,in jedem ,loche stampft man #af-bj ,pfd4 ,substanz auf einmal4 ,in der ,schweiz wendet man anstatt der ,stampfen ,hmmer an4 ,sidenote3 ,das ,mengen der ,materialien und das ,anfeuchten des ,salzes4 ,das ,mengen der gepulverten ,materialien geht in den ,mengtrommeln vor sich1 welche sich von den ,pulverisirtrommeln dadurch unterscheiden1 dass sie aus ,leder bestehen4 ,das ,mengen dauert mit #ajj ,kilogr4 ,satz und #aej ,kilogr4 ,bronzekugeln etwa #c ,stunden bei #aj ,umdrehungen in der ,minute4 ,in den ,fabriken1 in denen man ,walzmhlen oder ,stampfmhlen anwendet1 schliesst sich das ,mengen sofort an das ,pulverisiren an4 ,der ,satz wird mit #a-b ,proc4 ,wasser befeuchtet1 was gewhnlich durch eine an der ,axe der ,walze angebrachte und mit einem ,ventil versehene ,giessvorrichtung bewerkstelligt wird4 ,eine salbenhnliche ,beschaffenheit deutet die ,vollendung des ,mengens an4 ,man verbindet zuweilen das ,pulverisiren der ,kohle und des ,schwefels in ,trommeln mit dem ,mengen des ,satzes in ,walzmhlen4 ,bei ,anwendung von ,stampfmhlen werden ,schwefel und ,kohle1 welche vorher fr sich durch #ajjj ,stsse zerkleinert worden sind1 mit dem ,salpeter gemischt und eine ,zeit lang bearbeitet4 ,nach #bjjj und spter nach #djjj ,stssen wird der ,inhalt der ,stampflcher ausgewechselt1 es werden wieder #djjj ,stsse gegeben u4 s4 f41 bis nach ,verlauf von elf ,stunden #dj1jjj ,stsse gegeben worden sind4 ,man wiederholt das ,auswechseln des ,inhalts #f-h mal4 ,dort1 wo man sich der ,trommeln zum ,mengen der ,materialien bedient1 folgt auf das ,mengen die ,operation des ,anfeuchtens4 ,zu diesem ,zwecke kommt der trockene ,satz aus den ,trommeln in einen hlzernen ,kasten1 ber welchem sich ein siebhnlich durchlchertes ,rohr befindet1 durch welches von ,zeit zu ,zeit der ,satz mit ,wasser besprengt wird1 bis derselbe1 wobei mit einem ,holzspatel wiederholt umgerhrt wird1 #h-aj ,proc4 ,wasser enthlt4 ,sidenote3 ,das ,verdichten des ,satzes4 ,wenn1 wie erwhnt1 in den ,stampfmhlen das ,verdichten mit dem ,mengen zusammenfllt1 so ist bei ,anwendung von ,trommeln und ,walzmhlen eine besondere ,operation1 das ,verdichten des ,satzes1 nothwendig4 ,in den franzsischen und preussischen ,pulvermhlen geschieht die ,verdichtung durch ,zusammenpressen des ,satzes zwischen zwei ,walzen von #j1f ,meter ,durchmesser1 von welchen die untere von ,holz1 die obere von ,bronze ist4 ,zwischen beiden ,walzen bewegt sich ein ,tuch ohne ,ende1 auf welches an der einen ,seite der befeuchtete ,satz gelegt wird4 ,auf der andern ,seite kommt derselbe als ,pulverkuchen von #a-b ,centim4 ,dicke und dem ,ansehen und fast der ,hrte des ,thonschiefers heraus4 ,die ,operation des ,verdichtens ist fr die ,eigenschaften des ,pulvers von grosser ,wichtigkeit4 ,je strker der dabei angewendete ,druck ist1 desto mehr wirksame ,bestandtheile1 bis zu einer gewissen ,grenze1 befinden sich in einem bestimmten ,volumen und desto grsser ist die bei der ,zersetzung entwickelte ,gasmenge4 ,je grsser die ,zusammenpressung ist1 desto langsamer zersetzt sich des ,pulver1 desto niedriger ist die ,temperatur und demnach auch die ,ausdehnung der ,gase4 ,war das ,pulver dagegen nur einem sehr schwachen ,drucke ausgesetzt1 so wird das ,pulver in seiner ganzen ,masse pltzlich zersetzt und wirkt explodirend4 ,sidenote3 ,das ,krnen des ,pulverkuchens und das ,sortiren des ,pulvers4 ,das ,krnen des ,pulverkuchens geschieht entweder #a7 durch ,siebe oder #b7 durch ,walzen 7,congreve'sche ,methode71 oder #c7 nach dem ,verfahren von ,champy4 ,die ,krnmethode in ,sieben geschieht auf folgende ,weise3 ,die ,siebe selbst bestehen aus runden hlzernen ,rahmen1 zwischen welchen mit ,lchern versehenes ,pergament eingespannt ist4 ,die ,lcher haben verschiedene ,dimensionen4 ,man unterscheidet die ,siebe je nach der ,grsse ihrer ,lcher und dem ,zwecke1 wozu sie gebraucht werden1 als ,schrotsiebe1 welche zum ,zerbrckeln oder ,schroten des verdichteten ,pulverkuchens dienen2 es wird ein ,lufer 7eine linsenfrmige ,scheibe7 aus hartem ,holz 7,guajakholz1 ,vogelbeer- oder ,eichenholz7 auf das ,sieb gelegt und letzteres und der ,lufer durch ,schtteln bewegt4 ,durch die zweite ,art der ,siebe1 das ,kornsieb1 wird dem geschroteten ,pulver die erforderliche ,grsse des ,kornes ertheilt2 durch die dritte ,art endlich1 das ,sortir- oder ,staubsieb1 werden die gleich grossen ,krner von den brigen und der ,staub von dem gekrnten ,pulver gesondert4 ,man wendet in deutschen und franzsischen ,fabriken hufig die ,krnmaschine von ,lefebvre mit acht ,sieben an1 die in einen achteckigen ,holzrahmen eingesetzt sind4 ,die ,congreve'sche ,krnmaschine besteht aus drei ,paar ,messingwalzen von #j1fe ,meter ,durchmesser1 welche mit #b ,millimeter hohen1 flachen1 vierseitigen ,pyramiden 7sogenannten ,diamantspitzen7 versehen sind4 ,die obersten ,walzen sind grobzhniger als die anderen4 ,der geschrotete ,pulverkuchen wird dem obersten ,walzenpaare durch ein ,tuch ohne ,ende zugefhrt4 ,die ,art der ,beschickung des ,tuches ist eigenthmlich3 der ,boden des viereckigen ,kastens1 in welchem der ,pulverkuchen sich befindet1 kann nmlich nach ,art eines ,kolbens sich senken und heben2 nachdem dieser ,kasten mit verdichtetem ,pulverkuchen gefllt ist1 steigt der ,boden1 durch die ,maschine in ,bewegung gesetzt1 langsam aufwrts und lsst aus einer seitlichen ,oeffnung die ,pulvermasse gleichmssig auf das ,tuch fallen4 ,indem das geschrotete ,pulver zwischen den ,walzen hindurchgeht1 wird es gekrnt und fllt dann auf zwei ,systeme von ,sieben aus ,drahtgeflecht1 welche durch die ,maschine1 welche sie fortbewegt1 zugleich eine rttelnde ,bewegung erhalten4 ,unter den ,walzenpaaren liegt ein langes1 geneigtes ,sieb1 dessen ,maschen so eng sind1 dass sie das ,kanonenpulver nicht1 wol aber das ,musketenpulver und den ,staub hindurchlassen4 ,unter ihm in paralleler ,lage befindet sich ein zweites feines ,sieb1 welches nicht das ,musketenpulver1 sondern nur den ,staub hindurchfallen lsst4 ,unter diesem endlich liegt ebenfalls geneigt der ,boden des ,siebapparates1 auf welchem der ,staub sich ansammelt4 ,die ,quantitt des ,staubes ist bei der ,congreve'schen ,krnmaschine verhltnissmssig eine geringe1 da durch diese ,maschine nur eine zerbrckelnde1 aber keine zerknirschende ,wirkung auf den ,pulverkuchen ausgebt wird4 ,in der ersten franzsischen ,revolution machte sich das ,bedrfniss eines schnelleren ,verfahrens der ,darstellung des ,pulvers und vorzugsweise der ,operation des ,krnens fhlbar4 ,man erreichte ein schnelleres ,krnen und zugleich ein rundes ,pulver durch das ,verfahren von ,champy4 ,der dabei angewendete ,apparat besteht in einer hlzernen ,trommel1 durch deren hohle ,axe ein mit feinen ,lchern versehenes ,kupferrohr mitten in der ,trommel mndet4 ,durch die ,brause strmt ,wasser als ein feiner ,regen in den ,pulversatz4 ,die ,trommel wird um ihre ,axe bewegt4 ,jedes ,wassertrpfchen bildet den ,mittelpunkt eines ,pulverkornes1 welches unablssig in dem feuchten ,pulversatze sich herumbewegt und sich auf diese ,weise abrundet und durch concentrische ,schichten einem ,schneeball hnlich sich vergrssert4 ,das ,rotiren der ,trommel wird eingestellt1 sobald die ,krner die erforderliche ,grsse erreicht haben4 ,die ,krner sind fast vollkommen kugelfrmig1 aber nicht von gleicher ,grsse4 ,durch ,sieben sortirt man die ,krner von einander und von dem ,staube4 ,die zu grossen ,krner werden aufs ,neue pulverisirt4 ,die zu feinen ,krner wendet man dagegen bei der nchsten ,operation an1 welches1 indem es den ,kern bildet1 sehr leicht grssere ,krner giebt4 ,nach dem ,berner ,verfahren stellt man runde ,pulverkrner dar1 indem man das gekrnte eckige ,pulver in ,barchentscken sich drehen lsst1 wodurch die eckigen ,krner sich abrunden und zugleich gltten4 ,durch diese ,methode wird ein grosser ,theil des ,pulvers in ,staub verwandelt4 ,sidenote3 ,das ,poliren des gekrnten ,pulvers4 ,das ,poliren1 ,gltten oder ,schleifen des gekrnten ,pulvers hat zum ,zweck1 nicht nur die ,krner von allem ,staub zu befreien1 sondern deren ,oberflche zu gltten4 ,zu diesem ,behufe bringt man etwa #e ,ctr4 gekrntes ,pulver in eine ,trommel1 wie sie zum ,pulverisiren der ,materialien und zum ,mengen des ,pulversatzes angewendet wird1 und lsst die ,trommel1 natrlich ohne ,kugel und ,leisten1 einige ,stunden sich langsam um ihre ,axe drehen4 ,in anderen ,lndern bedient man sich zum ,gltten des ,pulvers lnglicher ,tonnen 7,rollfsser71 welche mit ,hlfe einer durch die ,axe gehenden ,welle umgedreht werden knnen4 ,man vermehrt die ,reibung der ,pulverkrner dadurch1 dass in dem ,fasse in der ,richtung der ,axe viereckige ,stbe angebracht sind4 ,der in ,holland gebruchliche ,zusatz von ,graphit whrend des ,polirens ist nachtheilig1 indem er die ,leichtentzndlichkeit auf ,kosten des ,glanzes verringert4 ,sidenote3 ,trocknen des ,pulvers4 ,in kleinen ,pulvermhlen setzt man das ,pulver1 in dnne ,schichten ausgebreitet1 zum ,trocknen der ,luft oder der ,sonnenwrme aus1 auch bedient man sich daselbst eines in der ,mitte des ,trockenraumes stehenden ,ofens1 welcher im ,zimmer selbst geheizt wird1 whrend das ,pulver auf ,horden an den ,wnden ausgebreitet liegt4 ,in grsseren ,pulverwerken wendet man knstliche ,trocknungsmethoden an4 ,es ist fr die ,qualitt des ,pulvers wichtig1 dass das ,trocknen nur langsam geschehe1 ausserdem treten von zu schnellem ,trocknen noch folgende ,nachtheile ein3 a7 es zieht sich aus dem ,pulver1 besonders wenn dasselbe sehr feucht und nicht polirt ist1 mit dem entweichenden ,wasser ,salpeter auf die ,oberflche und die ,krner backen sehr zusammen2 b7 es entstehen durch den entweichenden ,wasserdampf ,kanle in den ,krnern1 welche deren ,dichte verringern und eine grssere ,oberflche hervorbringen1 demnach auch die ,ursache einer grsseren ,hygroskopie werden2 c7 ein schnell getrocknetes ,pulver liefert mehr ,abgang beim ,ausstuben4 ,aus diesen ,grnden wird selbst in ,pulverwerken1 in denen knstliche ,trocknungsmethoden angewendet werden1 das ,pulver vorher in luftigen und warmen ,rumen einer kurzen ,lufttrocknung unterworfen4 ,sidenote3 ,ausstuben des getrockneten ,pulvers4 ,in einigen ,fabriken wird das ,pulver nach beendigter ,trocknung in der erwhnten ,trommel nochmals eine kurze ,zeit polirt4 ,in anderen und zwar in den meisten ,fabriken lsst man das zweite ,poliren weg und beschliesst mit dem ,ausstuben die ,fabrikation des ,pulvers4 ,diese ,operation geht in schrg aufgehngten ,scken oder ,schluchen von ,zwillich vor sich1 welche durch eine einfache ,vorrichtung in rttelnde ,bewegung versetzt werden1 wodurch der ,staub durch die feinen ,oeffnungen des ,zwillichs geht1 das ,pulver aber in einen ,kasten fllt4 ,der ,abgang beim ,ausstuben betrgt ungefhr #j1adh ,proc4 vom ,gewichte des angewendeten ,pulvers2 er ist reicher an ,kohle als das ,schiesspulver und darf daher nicht zu neuem ,satze hinzugegeben werden4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,pulvers4 ,ein gutes ,pulver muss1 ausser der zweckmssigen ,zusammensetzung1 gewisse physikalische ,eigenschaften haben1 aus welchen man einen ,schluss auf seine ,gte ziehen kann4 ,diese ,eigenschaften sind folgende3 #a7 ,es muss schieferfarbig 7blaugrauschwarz7 sein2 eine blos blulichschwarze ,farbe deutet auf ein zu grosses ,verhltniss an ,kohle1 eine zu schwarze ,farbe auf vorhandene ,feuchtigkeit4 ,wurde bei der ,fabrikation anstatt der schwarzen ,kohle ,rstkohle 7charbon roux7 angewendet1 so hat das ,pulver eine brunlichschwarze ,farbe2 #b7 es darf nicht glnzend polirt sein3 einzelne schimmernde ,punkte auf der ,oberflche deuten auf ,salpeter1 der sich dort durch ,krystallisation ausgeschieden hat2 #c7 die ,krner mssen nahezu gleiche ,grsse haben1 wenn das ,pulver nicht absichtlich ein ,gemenge von zweierlei ,sorten ist2 #d7 die ,krner mssen beim ,drcken in der ,hand gleichsam knirschen2 sie mssen so fest sein1 dass sie sich mit den ,fingern in der flachen ,hand nicht leicht zerreiben lassen2 #e7 die ,krner mssen nach dem ,zerdrcken einen unfhlbaren ,staub bilden2 scharfe ,theile1 die durch das ,gefhl darin unterschieden werden1 deuten auf nicht hinlnglich fein gepulverten ,schwefel2 #f7 das ,pulver darf nicht abfrben1 wenn man es ber den ,handrcken oder ber ,papier rollen lsst1 sonst enthlt es ,mehlpulver oder zu viel ,feuchtigkeit2 #g7 ein kleines ,hufchen ,pulver auf weissem ,papier entzndet1 muss schnell verbrennen1 ohne einen ,rckstand zu hinterlassen und ohne das ,papier zu entznden2 schwarze ,flecken deuten auf zu viel oder schlecht gemengte ,kohle2 sieht man nach dem ,abbrennen des ,pulvers auf dem ,papier gelbe ,streifen1 so ist dasselbe mit dem ,schwefel der ,fall2 bleiben kleine ,krner zurck1 so ist das ,pulver nicht gut gemengt2 lassen sich diese ,krner nicht weiter entznden1 so enthlt es unreinen ,salpeter1 ein ,fall1 der gegenwrtig kaum noch vorkommt2 brennt das ,pulver endlich ,lcher in das ,papier1 so ist es feucht oder von sehr untergeordneter ,qualitt4 ,dass ,pulversorten von gleichem kubischen ,gewichte nicht gleiches spec4 ,gewicht haben1 lehrt folgende ,tabelle4 ,es hatten3 #a ,kubikfuss 7preuss47 in ,pfunden ,spec4 ,gewicht ,geschtzpulver von ,neisse 7ord47 #fj #a1gg 7neue ,fabrik7 #fj #a1fg ,berlin #fj #a1fc ,russland 7ord47 #fj-e_/af #a1ef ,bern 7,no4 #f7 #ei-c_/h #a1fg ,gewehrpulver von ,berlin 7neue ,fabrik7 #fj #a1fc ,bern 7,no4 #d7 #fj-e_/h #a1fg ,hounslow #ei #a1gb ,prschpulver von ,berlin 7alte ,fabrik7 #fb #a1gg ,prschpulver von ,le ,bouchet #ei-a_/d #a1hg ,sehr grobkrn4 ,pulver1 niederlndisch 7ord47 #fj-c_/af #a1hg sterreichisches #fd-c_/h #a1gb ,das ,pulver kann ber #ad ,proc4 ,feuchtigkeit aus der ,luft absorbiren4 ,hat es nicht mehr als #e ,proc4 absorbirt1 so erhlt es durch das ,trocknen seine frhere ,wirksamkeit wieder2 enthlt es aber mehr ,feuchtigkeit1 so verliert es die ,eigenschaft1 rasch zu verbrennen1 und beim ,trocknen berziehen sich die einzelnen ,krner mit einer ,salpeterkruste1 wodurch die gleichfrmige ,mischung und folglich auch die ,wirksamkeit des ,pulvers leidet4 ,selbst gutes1 anscheinend trockenes ,pulver enthlt wenigstens #b ,proc4 ,wasser4 ,das ,pulver lsst sich durch ,stoss und ,temperaturerhhung entznden4 ,in ,bezug auf die ,entzndlichkeit des ,schiesspulvers durch ,schlag und ,stoss hat man gefunden1 dass am leichtesten durch den ,schlag von ,eisen auf ,eisen1 von ,eisen auf ,messing1 von ,messing auf ,messing eine ,entzndung vor sich gehe1 minder leicht von ,blei auf ,blei1 von ,blei auf ,holz1 am wenigsten leicht von ,kupfer auf ,kupfer oder von ,kupfer auf ,bronze4 ,wird trockenes ,pulver schnell einer ,temperatur von #cjj ,c4 ausgesetzt1 so verpufft es4 ,ganz dasselbe geht vor sich1 wenn auch nur an einem kleinen ,theile eines ,pulverquantums die nthige ,temperaturerhhung bewirkt wird1 wie es der ,fall ist bei der ,berhrung mit der ,lunte oder dem glhenden ,stahlstckchen des ,feuerstahls oder endlich der ,flamme des explodirenden ,knallquecksilbers4 ,es wird gegenwrtig als ausgemacht angesehen1 dass unter den ,pulverbestandtheilen die ,kohle zuerst ,feuer fngt und darauf die ,entzndung auf die brigen ,materialien bertrgt4 ,was die zuerst von ,hearder beobachtete ,nichtentzndlichkeit des ,pulvers unter dem ,recipienten einer ,luftpumpe durch einen glhend gemachten ,platindraht betrifft1 so hat v4 ,schrtter gefunden1 dass ,schiesspulver1 welches sich im ,vacuum der ,luftpumpe befindet1 mit der ,spirituslampe rasch erhitzt1 immer explodirt4 ,zu hnlichen ,ergebnissen gelangte ,f4 ,a4 ,abel in ,woolwich4 ,sidenote3 ,zusammensetzung des ,schiesspulvers4 ,das ,schiesspulver besteht ziemlich genau aus je #b ,mol4 ,kaliumnitrat1 #a ,mol4 ,schwefel und #c ,mol4 ,kohle1 demnach in #ajj ,th4 aus3 #gd1hd ,salpeter1 #aa1hd ,schwefel1 #ac1cb ,kohle 7,no4 ,i74 ,mit dieser ,zusammensetzung stimmt annhernd die der besten ,jagd- und ,flintenpulver berein4 ,die ordinren oder ,sprengpulver enthalten auf gleiche ,molekle ,salpeter und ,schwefel #f ,molekle ,kohle1 mithin in #ajj ,theilen3 #ff1jc ,salpeter1 #aj1de ,schwefel1 #bc1eb ,kohle 7,no4 ,,ii74 ,sidenote3 ,produkte der ,verbrennung4 ,bunsen und ,schischkoff fanden ein ,jagd- und ,scheibenpulver zusammengesetzt aus3 ,salpeter #gh1ii ,schwefel #i1hd ,kohlenstoff #g1fi ,kohle ,wasserstoff #j1da ,sauerstoff #c1jg ,asche ,spuren ------- #ajj1jj ,der ,pulverrckstand bestand aus ,kaliumsulfat #ef1fb ,kaliumcarbonat #bg1jb ,kaliumhyposulfit #g1eg ,schwefelkalium #a1jf ,kaliumhydroxyd #a1bf ,schwefelcyankalium #j1hf ,salpeter #e1ai ,kohle #j1ig ,ammoncarbonat ,schwefel ,spuren ------- #ajj1ee ,aus dieser ,analyse folgt1 dass der ,pulverrckstand wesentlich aus ,kaliumsulfat und ,kaliumcarbonat und nicht1 wie frher angenommen wurde1 aus ,schwefelkalium besteht4 ,fr den ,pulverdampf wurde folgende ,zusammensetzung gefunden3 ,kaliumsulfat #fe1bi ,kaliumcarbonat #bc1dh ,kaliumhyposulfit #d1ij ,schwefelkalium -- ,kaliumhydroxyd #a1cc ,schwefelcyankalium #j1ee ,salpeter #c1dh ,kohle #a1hf ,ammonsesquicarbonat #j1aa ,schwefel -- ------ #ajj1jj ,daraus lsst sich der ,schluss ziehen1 dass der ,pulverrauch im ,wesentlichen die ,zusammensetzung des ,pulverrckstandes besitzt1 dass darin der ,schwefel und ,salpeter des ,pulvers etwas vollstndiger zu ,kaliumsulfat verbrannt sind und statt des fehlenden ,schwefelkaliums kohlensaures ,ammoniak auftritt4 ,die gasfrmigen ,verbrennungsprodukte zeigen folgende ,zusammensetzung in #ajj ,raumtheilen3 ,kohlensure #eb1fg ,stickstoff #da1ab ,kohlenoxyd #c1hh ,wasserstoff #a1ba ,schwefelwasserstoff #j1fj ,sauerstoff #j1eb ,stickoxydul -- ------ #ajj1jj ,die festen ,verbrennungsprodukte 7,rckstand und ,rauch71 die sich bei vorstehenden ,gasen bildeten1 bestanden aus ,kaliumsulfat #fb1aj ,kaliumcarbonat #ah1eh ,kaliumhyposulfit #d1hj ,schwefelkalium #c1ac ,schwefelcyankalium #j1de ,kaliumnitrat #e1dg ,kohle #a1jg ,schwefel #j1bj ,ammonsesquicarbonat #d1bj ------ #ajj1jj ,die ,umsetzung1 welche das ,schiesspulver beim ,abbrennen erleidet1 lsst sich durch folgendes ,schema ausdrcken3 ,grm4 ,salpeter #j1ghi ,k#b,,so#d #j1dbb #a ,grm4 ,schwefel #j1jih ,k#b;,,co#c #j1abf ,pulver ,kohle ,c #j1jgf giebt ,k#b,s#b,o#c #j1jcb ,h #j1jjd verbrannt ,k#b,s #j1jba ,o #j1jcj ,rckstand ,,kcns #j1jjc #j1fhj ,,kno#c #j1jcg ,c #j1jjg ,s #j1jja 7,,nh#d7b;,,co#c #j1jbh ,kubik- ,grm4 centim4 ,n #j1jii #gi1dj ,gase ,,co#b #j1bja #aja1ga #j1cad ,,co #j1jji #g1di ----- ,h #j1jjjb #b1cd #j1iid ,,sh#b #j1jjah #a1af ,o #j1jjad #a1jj ------ #aic1aj ,bei verschiedenem ,druck bilden sich indessen verschiedene ,verbrennungsprodukte1 wie die ,versuche von ,craig und die jngsten von ,n4 ,fedorow 7#ahfi7 unwiderlegbar gezeigt haben4 ,das ,schiesspulver ist durch keine andere bekannte ,substanz zu ersetzen1 da andere hnliche ,stoffe1 wie ,knallquecksilber1 ,kaliumchlorat u4 s4 w41 zu schnell explodiren und das ,geschtz unfehlbar zertrmmern1 andere ,stoffe1 wie die ,schiessbaumwolle1 unter den ,zersetzungsprodukten ,wasser und salpetrige ,sure erzeugen1 die auf die ,wnde des ,geschtzes und auf den nachfolgenden ,schuss von grossem ,einflusse sind4 ,sidenote3 ,neue ,sprengpulver4 ,unter dem ,namen ,pyronone ist krzlich ein neues ,sprengpulver aufgetaucht1 welches aus #eb1e ,th4 ,natriumnitrat1 #bj ,th4 ,schwefel und #bg1e ,th4 ,gerberlohe besteht4 ,es ist weit billiger als das gewhnliche ,sprengpulver1 ob auch wirksamer1 ist zu bezweifeln4 ,zweckmssiger ist das von ,wynands unter dem ,namen ,saxifragin eingefhrte ,sprengpulver1 aus #gf ,th4 ,bariumnitrat1 #bb ,th4 ,holzkohle und #b ,th4 ,kalisalpeter bestehend4 ,das von ,hauptmann ,e4 ,schultze #ahfd erfundene neue ,schiess- und ,sprengpulver besteht aus ,holzkrnern1 die mit ,salpetersure und ,schwefelsure behandelt und dann mit einer ,lsung von ,salpeter getrnkt und endlich getrocknet werden4 ,es wird in ,edgeworthlodge in ,hampshire dargestellt4 ,bndisch hat ein ,verfahren erfunden1 das ,schultze'sche ,pulver zu einem festen ,krper zusammenzupressen1 wodurch er in kleinerem ,umfange die grsste ,kraft enthlt und sich gefahrlos transportiren lsst4 ,das unter der ,bezeichnung ,lithofracteur#cc in ,belgien angewendete weisse ,sprengpulver ist eine explosive ,substanz1 welche sich dem ,pyroxylin an die ,seite stellt4 ,das ,haloxylin von ,neumeyer und ,fehleisen ist ein ,gemenge von ,kohle1 ,salpeter und ,blutlaugensalz4 -- ,das ,sprengpulver von ,callou ist ein ,gemenge von ,kaliumchlorat und ,operment4 -- ,das unter dem ,namen ,sprengl 7,nitroleum7 vorkommende flssige ,sprengprparat ist ,nitroglycerin1 aus welchen man die weiter unten zu beschreibenden ,sprengmischungen ,dynamit und ,dualin darstellt4 ,seit einigen ,jahren findet in ,england und ,frankreich das pikrinsaure ,kalium zum ,fllen der zur ,zerstrung der ,panzerplatten der ,kriegsschiffe bestimmten ,bomben ,anwendung1 ebenso zur ,darstellung des sogenannten ,pikratpulvers4 #cc ,vergl4 ,c4 ,luckow1 ,ueber ,sprengpulver und ,sprengpulversurrogate1 namentlich ber verbesserten ,lithofracteur4 ,deutz #ahfi4 ,sidenote3 ,pulverprobe4 ,um die ,kraft des ,schiesspulvers zu messen1 die bei gleichen ,bestandtheilen von der mechanischen ,bearbeitung abhngig ist1 bedient man sich der ,probemrser1 der ,stangenprobe1 der ,hebelprobe1 der ,pendelprobe und des ,chronoskops4 ,ersterer besteht aus einem bronzenen ,mrser1 der eine ,kugel von #eh-f_/aj ,pfd4 7#bi1d ,kilogr47 unter einem ,winkel von #de durch eine ,ladung von #ib ,grm4 des ,pulvers fortschleudert4 ,die ,bohrung des ,mrsers hat #aia ,millimeter im ,durchmesser und #bci ,millimeter ,tiefe4 ,das ,pulver muss die ,kugel #bbe ,meter weit schleudern4 ,sehr gutes ,pulver trgt #bej1 ja #bfj ,meter weit4 ,die ,stangenprobe besteht aus einem vertikal liegenden ,mrser1 der durch #bb-be ,grm4 ,pulver ein ,gewicht von #h ,pfd4 hebt1 das sich zwischen gezhnten ,stangen bewegt4 ,aus der ,hhe1 bis zu welcher das ,gewicht gehoben wird1 lsst sich auf die ,gte des ,pulvers ein ,schluss ziehen4 ,bei der ,hebelprobe giebt die ,grsse der ,reactionsbewegung den ,maassstab der ,kraftusserung des zu probirenden ,pulvers4 ,an einem ,winkelhebel1 dessen ,arme senkrecht auf einander stehen1 befindet sich an dem ,ende des bei der ,anwendung horizontal stehenden ,armes ein kleiner ,bller1 der mit #cj ,graden ,pulver geladen und darauf mit ,hlfe eines eingesetzten ,stupinenfadens entzndet wird4 ,durch die ,reactionskraft des ausstrmenden ,gases wird der ,bller mit seinem ,arme nach abwrts gedrckt1 der andere ,arm dagegen mit dem daran befindlichen ,gegengewichte gehoben und zwar um so mehr1 je strker das ,pulver ist4 ,ein kleiner ,steller an dem ussersten ,endpunkte des ersten ,hebelarmes gleitet whrend seiner ,bewegung nach abwrts an den ,zhnen eines vertikal dagegen stehenden ,bogens und verhindert das ,zurckgehen des ,hebels in seine alte ,lage4 ,das ,mittel von vier ,schssen wird als das erforderliche ,maass der ,strke des ,pulvers angesehen4 ,bei der ,hebelprobe soll ,sprengpulver #bb ,grade ,stckpulver #fj ,scheibenpulver #acj ,musketenpulver #hj schlagen4 ,bei der ,pulverprobe von ,regnier 7prouvette main de ,regnier71 welche vorzglich in ,frankreich zur ,prfung des ,jagdpulvers ,anwendung findet1 wird die ,wirkung1 sowohl die vor- als rckwrts wirkende1 des ,pulvers auf eine ,elasticitt einer ,stahlfeder ausgebt4 ,an der zweischenkeligen freihngenden ,stahlfeder ist die kleine ,kanone so befestigt1 dass sie sich mit der ,mndung an das ,ende des einen ,schenkels1 mit der ,traube dagegen an ein mit dem anderen ,schenkel fest verbundenes1 hakenfrmiges ,querstck von ,eisen sttzt4 ,es ist mithin die ,gesammtkraft des sich zersetzenden ,pulvers in ,wirksamkeit1 beide ,schenkel einander zu nhern1 indem der eine ,schenkel durch die vorwrts wirkende ,kraft1 der andere durch die ,reactionskraft bewegt wird4 ,der ,grad dieser ,annherung wird an einem mit ,lufen versehenen ,gradbogen abgelesen4 ,gewhnliches ,jagdpulver zeigt an diesem ,instrumente #ab1 das feinste aber #ad4 ,die ,pendelprobe oder das ballistische ,pendel 7pendule ballistique7 hat zweierlei ,einrichtung1 entweder wird dabei die ,grsse der ,reactionsbewegung in ,graden an einem ,bogen gemessen1 welche ein pendelartig aufgehngter ,kanonenlauf beim ,abfeuern zeigt1 oder auch die ,wirkung der ,kugel auf den als ,pendel aufgehngten ,kugelfang beobachtet4 ,in der sogenannten hydrostatischen ,pulverprobe ist eine kleine ,kanone senkrecht auf einem ,schwimmer befestigt4 ,in ,folge der ,reactionsbewegung wird letzterer bis zu einer gewissen ,tiefe in das ,wasser eingetaucht4 ,man drckt die ,tiefe in ,graden aus4 ,auch das elektromagnetische ,chronoskop 7namentlich den elektroballistischen ,chronographen von le ,bouleng7 hat man zur ,ermittelung der ,geschwindigkeit von ,geschossen angewendet4 ,mit ,hlfe dieses ,apparates misst man die ,zeit1 und somit die ,geschwindigkeit1 welche die ,kugel braucht1 um einen bestimmten ,weg zurckzulegen1 dadurch1 dass die ,kugel in dem ,momente1 wo sie den ,lauf verlsst1 den ,schlussdraht einer elektromagnetischen ,kette zerreisst1 wodurch der ,zeiger einer ,uhr in ,bewegung gesetzt wird1 whrend durch den ,aufschlag der ,kugel auf die ,fangplatte die ,kette geschlossen und dadurch die ,uhr arretirt wird4 ,aus dem ,wege1 welchen inzwischen der ,zeiger zurckgelegt hat1 lsst sich die ,zeit ablesen4 ,bei der von ,melsens 7in ,brssel7 jngst in ,vorschlag gebrachten calorimetrischen ,probe ist der ,haupttheil ein ,apparat1 aus einem mit ,quecksilber gefllten ,holzgefsse bestehend1 in welches der ,probemrser eingefhrt wird4 ,zu ,messung der vor und nach dem ,schusse bestehenden ,temperaturen des den ,mrser umgebenden ,quecksilbers dienen zwei ,thermometer4 ,die ,differenz beider ,temperaturen dient als ,anhaltepunkt zur ,bestimmung der beim ,schiessen mit einer bestimmten ,pulversorte freigewordenen ,wrmemenge4 ,sidenote3 ,weisses ,schiesspulver4 ,im ,jahre #ahdi ist von ,augendre eine neue ,art ,schiesspulver1 als weisses ,pulver zusammengesetzt worden1 welches auch unter der ,bezeichnung deutsches ,weisspulver oder amerikanisches ,pulver ,anwendung findet4 ,dasselbe besteht aus gelbem ,blutlaugensalz1 ,kaliumchlorat und ,rohrzucker1 und entzndet sich sowol als feiner ,staub1 wie im gekrnten ,zustande bei ,berhrung mit rothglhenden ,krpern oder mit der ,flamme4 ,durch ,reibung zwischen polirten ,krpern entzndet es sich nicht1 eben so wenig durch ,schlag von ,holz auf ,holz oder von ,holz auf ,metall4 ,es hat vor dem gewhnlichen ,schiesspulver folgende ,vorzge3 ,es besteht aus unvernderlichen ,substanzen und kann daher durch ,abwgen der ,bestandtheile immer von derselben ,beschaffenheit erhalten werden4 ,seine ,bestandtheile sind an der ,luft unvernderlich4 ,die ,fabrikation erfordert wenig ,zeit4 ,die ,kraft des ,pulvers ist weit grsser2 man kann in demselben ,raume mehr ,schsse unterbringen4 ,endlich hat es noch den ,vorzug1 dass der ,staub dieselbe ,wirkung hat wie das gekrnte ,pulver2 man kann daher das ,krnen ersparen4 ,als ,schattenseiten des neuen ,pulvers werden angefhrt3 ,es oxydirt die eisernen ,lufe stark1 wodurch sich sein ,gebrauch auf ,bronzelufe und zum ,fllen der hohlen ,projectile beschrnkt4 ,es ist viel leichter entzndlich als das gewhnliche ,schiesspulver1 indessen nicht so leicht wie andere ,gemische mit chlorsaurem ,kali4 ,vor ,allem mchte aber der hohe ,preis die ,anwendung des neuen ,pulvers untersagen4 ,j4 ,j4 ,pohl hat 7#ahfa7 das neue ,pulver untersucht und als das beste quantitative ,mischungsverhltniss ermittelt ein ,gemenge aus #bh ,th4 ,blutlaugensalz1 #bc ,rohrzucker1 #di ,kaliumchlorat welches ein sehr gut abbrennendes ,pulver liefert und nahezu dem ,verhltnisse #a ,mol4 ,blutlaugensalz1 #a ,rohrzucker1 #c ,kaliumchlorat4 entspricht1 welches in #ajj ,th4 #bh1ag ,th4 ,blutlaugensalz1 #bb1gh ,th4 ,rohrzucker und #di1je ,th4 ,kaliumchlorat enthlt4 ,ueber die ,verbrennungsprodukte dieses ,schiesspulvers ist um so weniger ohne genaue ,analysen etwas ,bestimmtes zu sagen1 als das ,abbrennen im ,freien oder im geschlossenen ,raume1 sowie rasch oder absichtlich verlangsamt1 von ,einfluss auf die ,art der ,zerlegung sein werden4 ,nimmt man hierbei mglichste ,zerlegung an1 so knnte die ,zersetzung nach folgendem ,schema vor sich gehen3 #ajj ,th4 ,pulver liefern3 ,stickstoff #a1hfe ,th4 ,kohlenoxyd #aa1aib ,kohlensure #ag1ehg ,wasser #af1ghh ---------- ,summa der gasfrmigen ,produkte #dg1ddb ,th4 ,ferner3 ,cyankalium #ag1che ,th4 ,chlorkalium #bi1hdj ,kohleneisen 7,fe,c#b7 #e1ccc ---------- ,summa der nicht flchtigen ,theile #eb1eeh ,th4 ,auf ,raumtheile bezogen1 lieferten hingegen #ajj ,grm4 bei #j ,c4 und #gfj ,millimeter ,barometerstand3 ,stickstoff #aibg1j ,cubikcentim4 ,kohlenoxyd #hidb1i ,kohlensure #hidb1i ,wasserdampf #bjhfg1i -------------------- #djfhj1d ,cubikcentim4 ,die ,verbrennungstemperatur berechnet man zu #bfjd1e1 somit betrgt die ,menge der gelieferten ,gase #dcaafb ,cubikcentim4 ,sidenote3 ,feuerwerkerei1 chemische ,principien derselben4 ,chemische ,principien der ,feuerwerkerei4 ,unter dem ,namen ,feuerwerksstze versteht man in der ,artillerietechnik und in der ,lustfeuerwerkerei gewisse ,mischungen von brennbaren ,krpern1 wie ,kohle1 ,schwefel u4 s4 w41 mit ,sauerstoff abgebenden1 d4 h4 die ,verbrennung unterhaltenden ,krpern1 von welchen letzteren hauptschlich der ,salpeter und das ,kaliumchlorat in ,anwendung kommen4 ,diese ,mischungen sollen je nach dem ,zwecke1 den sie zu erfllen haben1 unter grsserer oder geringerer ,gas-1 ,licht- und ,wrmeentwickelung bald schneller1 bald minder schnell verbrennen4 ,je nach ihrer ,bestimmung nennt man diese ,mischungen ,brandstze1 ,zndstze1 ,leuchtstze u4 s4 w4 ,das ,princip1 das bei einer rationellen ,anfertigung von ,feuerwerksstzen befolgt werden soll1 ist1 dass man von den ,materialien keinen ,ueberschuss weder der brennbaren ,krper1 noch der ,verbrennungsunterhalter1 und von den zur ,verbrennung nichts beitragenden fremden1 jedoch unvermeidlichen ,substanzen1 wie z4 ,b4 von den die pulverfrmigen ,stze zusammenhaltenden ,bindemitteln1 nur die unumgnglich nothwendige ,quantitt anwende4 ,es lsst sich theoretisch sehr leicht ermitteln1 in welchem ,gewichtsverhltniss die brennbaren ,krper und die ,verbrennungsunterhalter unter einander zu mischen seien4 ,so wre es z4 ,b4 bei der ,mischung von ,salpeter und ,schwefel behufs eines ,feuerwerksatzes unzweckmssig1 auf #b ,aeq4 ,salpeter #a ,aeq4 ,schwefel 7#a71 oder auf #b ,aeq4 ,salpeter #c ,aeq4 ,schwefel 7#b7 anzuwenden2 im letzteren ,falle htte man zu viel des brennbaren ,krpers1 im ersteren ,falle zu viel des ,verbrennungsunterhalters angewendet3 7#a7 ,s kann aus #b,,kno#c hchstens #c,o aufnehmen1 daher bleiben #c,o unbenutzt4 7#b7 #c,s und #b,,kno#c geben entweder ,k#b,s und #b,,so#c oder ein ,gemenge von ,k#b,,so#d1 ,k#b,s und ,,so#b2 in beiden ,fllen ist ,schwefel brig1 der unbenutzt bleibt4 ,in vielen ,fllen sind wir aber nicht im ,stande1 theoretisch die ,art der ,zersetzung der ,feuerwerksstze anzugeben1 weil die ,verwandtschaftskraft der in den ,stzen in ,wechselwirkung tretenden ,krper von den bekannten ,gesetzen abweicht1 je nachdem ,nebenumstnde1 die theoretisch noch nicht ermittelt sind1 auf den ,zersetzungsprocess ihren ,einfluss ausben4 ,die zweckmssigsten ,mischungsverhltnisse knnen bis jetzt nur durch ,versuche ermittelt werden4 ,erst dann1 wenn man die constant auftretenden ,zersetzungsprodukte der ,feuerwerksstze erkannt und gewisse ,fragen bezglich der ,wrmeentwickelung bei der ,verbrennung der brennbaren ,krper in den ,stzen zu verschiedenen ,oxydationsstufen1 und bezglich der specifischen ,wrme beantwortet haben wird1 erst dann wird man im ,stande sein1 zur ,beurtheilung des ,werthes und der ,wirksamkeit eines ,satzes chemische ,grundstze anzuwenden4 ,bei der ,beurtheilung der ,mischungsverhltnisse aus alter ,zeit traditionell berlieferter ,feuerwerksstze hat sich gezeigt1 dass die der ,theorie am besten entsprechende ,zusammensetzung mancher ,stze schon ehemals durch ,versuche richtig ermittelt war4 ,die meisten aber haben die durch die wissenschaftlichen ,principien erforderlichen ,vernderungen erlitten4 ,zuweilen behlt man indessen auch alte ,stze bei1 welche die ,wissenschaft nicht zu rechtfertigen vermag1 welche sich aber in der ,anwendung gut bewhren4 ,sidenote3 ,die gebruchlichsten ,feuerwerksstze4 ,die am hufigsten angewendeten ,stze bestehen aus ,salpeter1 ,schwefel und ,kohle1 und zwar in dem ,verhltniss wie im ,schiesspulver1 oder mit ,ueberschuss von ,schwefel und ,kohle4 ,gewisse ,stze enthalten anstatt des ,salpeters oder neben demselben ,kaliumchlorat und gewisse ,salze1 welche letztere nicht zur ,verbrennung wesentlich sind1 sondern der ,mischung whrend des ,brennens ein lebhaftes ,licht oder eine bestimmte ,frbung ertheilen4 ,hierher gehren die ,signal- und ,leuchtstze4 ,sidenote3 ,schiesspulver4 ,feuerwerksstze1 die bei schneller ,verbrennung grosse ,quantitten von ,gas und stark treibende ,kraft entwickeln sollen1 enthalten vorzugsweise ,schiesspulver4 ,will man eine verhltnissmssig langsame ,verbrennung erzielen1 so wendet man das ,pulver in nicht gekrntem ,zustande1 als ,mehlpulver1 und mehr oder minder stark zusammengepresst1 wie z4 ,b4 in den ,raketen an4 ,beabsichtigt man dagegen eine pltzliche ,verbrennung des ,schiesspulvers1 wie z4 ,b4 in den ,kanonenschlgen1 so wendet man gekrntes ,pulver an4 ,sidenote3 ,salpeterschwefel4 ,sidenote3 ,grauer ,satz4 ,der ,salpeterschwefel ist ein ,gemisch von #b ,mol4 ,salpeter 7#ge ,gewichtsth47 und #a ,mol4 ,schwefel 7#be ,gewichtsth471 das als ,hauptbestandtheil fr diejenigen ,stze angewendet wird1 welche langsamer verbrennen und zu gleicher ,zeit starkes ,licht entwickeln sollen4 ,fr sich allein ist der ,salpeterschwefel keiner ,anwendung fhig1 weil er nicht die zu seinem ,fortbrennen nthige ,wrme entwickelt1 ferner als treibende ,kraft nicht benutzt werden kann1 da er im gnstigsten ,falle nur #a ,mol4 schweflige ,sure zu liefern im ,stande ist3 #b,,kno#c ,s ,k#b,,so#d ,,so#b ,n1 d4 i4 auf #a ,volumen der ,mischung nur etwa #g1bh ,volumen ,gas4 ,aus diesen ,grnden vermischt man den ,salpeterschwefel entweder mit ,kohle oder mit ,mehlpulver4 ,ein solches ,gemisch1 das sich durch die ,praxis bewhrt hat und den ,namen grauer ,satz fhrt1 besteht aus #ic1df ,proc4 ,salpeterschwefel und #f1ed ,mehlpulver4 ,dieses ,gemisch wird als ,grundmischung fr andere ,stze benutzt1 die langsam verbrennen und dabei intensives ,licht entwickeln sollen4 ,bezglich der ,lichtentwickelung ist der graue ,satz eine vorzgliche ,mischung1 weil sich bei der ,verbrennung desselben ein nicht flchtiges und unschmelzbares ,salz1 ,kaliumsulfat bildet1 das in der ,flamme der verbrennenden ,mischung zum ,glhen gebracht wird4 ,alle ,leuchtstze1 die bei ihrer ,verbrennung farbiges ,licht erzeugen sollen1 mssen nach jenem ,princip angefertigt sein1 und namentlich muss das ,salz1 welches die ,frbung erzeugen soll1 bei der ,temperatur der ,verbrennung des ,satzes noch feuerbestndig sein4 ,sidenote3 ,mischungen von ,kaliumchlorat4 ,sidenote3 ,frictions-,zndsatz4 ,sidenote3 ,satz zu ,zndnadelgewehren4 ,das ,kaliumchlorat ,k,cl,o#c giebt im ,gemisch mit brennbaren ,krpern seinen ,sauerstoff vollstndig1 leichter und mit grsserer ,schnelligkeit als der ,salpeter ab4 ,man benutzt daher dieses ,salz als ,gemengtheil zu ,stzen1 bei denen schnelle ,entzndlichkeit und schnelle ,verbrennung in ,betracht kommen4 ,ein ,gemisch von ,kaliumchlorat 7#hj ,gewichtsth47 mit ,schwefel 7#bj ,gewichtsth471 ,chlorkalischwefel genannt1 wurde frher als ,zusatz zu den schnell verbrennlichen ,theilen solcher ,feuerwerksstze benutzt1 welche aus langsamer verbrennlichen ,salzen bestanden4 ,ein ,gemenge von ,schwefel1 ,kohle und ,kaliumchlorat stellt ein sehr wirksames ,percussionspulver dar4 ,ein ,gemenge von gleichen ,gewichtstheilen ,schwefelantimon und ,kaliumchlorat wird ausschliesslich zur ,zndung gebraucht2 es ist durch ,reibung1 ,schlag und ,stoss entzndlich und findet zur ,entzndung des ,schiesspulvers mittelst der sogenannten ,schlagrhren in groben ,geschtzen ,anwendung4 ,noch sicherer wirkt die ,armstrong'sche ,mischung1 aus rothem ,phosphor und ,kaliumchlorat bestehend4 ,der ,satz fr ,zndnadelgewehre besteht entweder aus einem ,gemenge von ,kaliumchlorat und ,schwefelantimon oder aus einer ,knallquecksilbermischung4 ,folgende ,vorschrift liefert ein gutes ,prparat3 #af ,th4 ,kaliumchlorat1 #h ,th4 ,schwefelantimon1 #d ,th4 ,schwefelblumen1 #a ,th4 ,kohlenpulver werden mit etwas ,gummiwasser oder ,zuckerwasser angefeuchtet1 worauf man noch fnf ,tropfen ,salpetersure hinzusetzt4 ,von diesem ,satze befindet sich eine kleine ,menge 7die ,zndpille7 an der ,patrone4 ,die ,reibung einer im ,augenblicke des ,abdrckens schnell vorwrts geschobenen sthlernen ,nadel bewirkt die ,entzndung des ,satzes4 ,in ,england bedient man sich wieder der obigen ,mischung aus amorphem ,phosphor und ,kaliumchlorat4 ,die explosiven ,krper und ihre ,anwendbarkeit in der ,kriegsfeuerwerkerei sind1 wenn man von dem ,knallquecksilber absieht1 noch nicht gehrig studirt4 ,beachtung und ,verwendung verdienen der ,nitromannit 7,knallmannit71 die pikrinsauren ,alkalien und vor ,allem das weiter unten erwhnte ,nitroglycerin4 ,dessignolle1 welcher bei der ,bereitung des ,pulvers den ,salpeter durch ,kaliumpikrat ersetzen will1 sah bei der ,explosion des pikrinsauren ,kaliums verschiedene ,produkte sich bilden1 je nachdem die ,entzndung in freier ,luft 7,greek3 a7 oder unter ,druck 7,greek3 b7 stattfand4 ,es bilden sich in beiden ,fllen3 ,greek3 a7 #b;,c#f;,h#b,k7,,no#b7c,o ,k#b;,,co#c #e;,c #b,n ,,no ,kaliumpikrat ,,no#b #d;,,co#b #b;,,chn4 ,greek3 b7 ,k#b;,,co#c #f;,c #c,n #e;,,co#b #b;,h#b ,o4 ,auch das ,knallanilin 7chromsaures ,diazobenzol1 durch die ,einwirkung von salpetriger ,sure auf ,anilin und ,fllen des ,produktes mit einer salzsauren ,lsung von zweifach-chromsaurem ,kali erhalten71 ist nach ,caro und ,griess ein ,krper1 welcher das ,knallquecksilber ersetzen knnte4 ,sidenote3 ,brandstze4 ,die ,brandstze bestehen wesentlich aus ,mehlpulver und grauem ,satz1 und gewissen organischen ,substanzen wie ,pech1 ,harz1 ,theer1 die sich leicht entznden und leicht verbrennlich sind1 zu ihrer vollstndigen ,verbrennung jedoch eine viel lngere ,zeit brauchen1 als die am langsamsten verbrennenden ,feuerwerksstze4 ,die ,temperatur1 die sich bei der ,verbrennung der ,stze erzeugt1 ist eine viel hhere1 als die zum ,entznden von ,holz erforderliche1 sie ist aber zu schnell vorbergehend1 um eine ,entwickelung der brennbaren ,gase aus dem ,holze1 die zum ,fortbrennen desselben nothwendig ist1 zu bewirken4 ,eine lngere ,zeit whrende ,hitze erzeugen nur jene organischen ,substanzen1 indem sie1 durch den ,feuerwerkssatz entzndet1 ,kohlenwasserstoffe entwickeln1 welche die ,entzndung von ,holz und hnlichen brennbaren ,krpern bewirken4 ,sidenote3 ,farbige ,feuer4 ,von den ,salzen1 die zu farbigen ,feuern ,anwendung finden1 sind es die salpetersauren ,verbindungen des ,baryts1 ,strontians und des ,natrons1 sowie das schwefelsaure ,kupferammoniak4 ,das sogenannte ,kaltgeschmolzenzeug1 aus grauem ,satz1 ,mehlpulver und ,schwefelantimon1 die unter ,branntwein zusammengerhrt werden1 bestehend1 wird zum weissen ,feuer benutzt4 ,die in der ,kriegsfeuerwerkerei gebruchlichen ,mischungsverhltnisse sind folgende1 fr #ajj ,theile berechnet3 ,grn ,roth ,gelb ,blau ,weiss ,kaliumchlorat #cb1g #bi1g -- #ed1e -- ,schwefel #i1h #ag1b #bc1f -- #bj ,holzkohle #e1b #a1g #c1h #ah1a -- ,bariumnitrat #eb1c -- -- -- -- ,strontiumnitrat -- #de1g -- -- -- ,natriumnitrat -- -- #i1h -- -- ,kupfer-,ammon-,sulfat -- -- -- #bg1d -- ,salpeter -- -- #fb1h -- #fj ,schwefelantimon -- #e1g -- -- #e ,mehlpulver -- -- -- -- #aecd #cd ,es ist vielleicht nicht berflssig1 daran zu erinnern1 dass das ,zusammenreiben der ,materialien sehr gefhrliche ,explosionen zur ,folge haben kann4 ,die ,materialien sind einzeln fein zu reiben und blos mit der ,hand unter einander zu mengen4 ,eine schne weisse ,flamme1 welche mit einem prachtvoll blauen ,rande umgeben ist1 erhlt man nach ,uhden aus #bj ,th4 ,salpeter1 #e ,th4 ,schwefel1 #d ,th4 ,schwefelkadmium und #a ,th4 ,kohle4 ,chlorthallium giebt in geeigneter ,mischung eine prchtig grne ,flamme4 ,das ,magnesiumlicht ist gleichfalls zu pyrotechnischen ,zwecken in neuerer ,zeit vorgeschlagen worden4 ,unter den die ,farbe ertheilenden ,salzen sind selbstverstndlich diejenigen die vorzglichsten1 deren ,sure durch ,sauerstoffabgabe den ,verbrennungsprocess zu untersttzen im ,stande ist4 ,in dieser ,beziehung wrden die chlorsauren ,salze der die ,frbung ertheilenden ,basen die vortheilhaftesten sein1 da die ,chlorsure ihren ,sauerstoff leichter und vollstndiger abgiebt als die ,salpetersure4 ,der ,anwendung dieser ,salze stehen aber mehrere ,hindernisse entgegen3 sie werden theils an der ,luft leicht feucht1 theils zersetzen sie sich ausserordentlich leicht1 sogar freiwillig und unter ,explosion1 endlich sind sie noch nicht durch den ,handel zu beziehen4 -- ,anstatt der salpetersauren ,salze des ,bariums und ,strontiums wendet man auch hufig die ,carbonate derselben an4 ,nach ,dessignolle und ,casthelaz lassen sich prchtige farbige ,flammen mit pikrinsaurem ,ammoniak erhalten und zwar aus folgenden ,mischungen3 ,gelb ,pikrins4 ,ammoniak #ej ,pikrins4 ,eisenoxydul #ej ,grn ,pikrins4 ,ammoniak #dh ,salpeters4 ,barium #eb ,roth ,pikrins4 ,ammoniak #ed ,salpeters4 ,strontium #df b7 ,nitroglycerin4 ,sidenote3 ,nitroglycerin4 ,das ,nitroglycerin 7,sprengl1 ,nitroleum1 ,trinitrin1 ,glycerylnitrat1 ,glonon7 wurde im ,jahre #ahdg im ,laboratorium von ,professor ,pelouze in ,paris durch ,sobrero entdeckt1 von dem ,schweden ,alfred ,nobel im ,jahre #ahfb aber zuerst fabrikmssig dargestellt und als ,sprengmaterial in die ,technik eingefhrt4 ,es hat die ,formel ,c#c;,h#e,n#c,o#i oder ,c#c;,h#e ,o#c1 es ist mithin ,glycerin ,c#c;,h#e ,o#c1 in welchem #c ,at4 7,,no#b7c ,h#c durch #c ,at4 ,,no#b ersetzt sind4 ,bei der ,verbrennung desselben geben #ajj ,theile ,wasser #bj ,th4 ,kohlensure #eh ,sauerstoff #c1e ,stickstoff #ah1e --------- #ajj1j ,th4 ,da das spec4 ,gewicht des ,sprengls #a1f ist1 so giebt #a ,vol4 davon bei der ,verbrennung ,wasserdampf #eed ,vol4 ,kohlensure #dfi ,sauerstoff #ci ,stickstoff #bcf --------- #abih ,vol4 ,nach in ,belgien angestellten ,versuchen bilden sich bei der ,verbrennung des ,nitroglycerins grosse ,mengen von ,stickoxydul und kein freier ,sauerstoff2 der ,vorgang bei der ,explosion lsst sich mithin durch folgende ,gleichung veranschaulichen3 #b ,molek4 ,kohlensure #f;,,co#b ,nitroglycerin ,c#c;,h#e,n#c,o#i ,wasser #e;,h#b,o ,stickoxydul ,n#b,o ,stickstoff #d,n ,nach der ,angabe ,nobel's werden bei der ,entzndung des ,sprengls diese ,gase auf das ,achtfache ihres ,volumens ausgedehnt4 ,mithin gbe #a ,vol4 ,sprengl #aj1chd ,vol4 ,gase1 whrend #a ,vol4 ,pulver nur #hjj ,vol4 bildet4 ,die ,kraft des ,sprengls verhlt sich folglich zu der des ,pulvers dem ,volumen nach wie #ac 3 #a1 dem ,gewichte nach wie #h 3 #a4 ,zum ,zwecke der ,darstellung mischt man rauchende ,salpetersure von #di-ej ,b4 mit der doppelten ,gewichtsmenge concentrirter ,schwefelsure4 #ccjj ,grm4 des wohlerkalteten ,gemisches von ,schwefelsure und ,salpetersure bringt man in einen ,glaskolben -- anstatt dessen kann man auch einen ,topf von ,steingut oder eine ,porcellanschale benutzen -- welches in einer mit kaltem ,wasser gefllten ,wanne steht1 und lsst dann langsam und unter bestndigem ,umrhren #ejj ,grm4 ,glycerin von #cj-ca ,b4 hineinfliessen4 ,nach der von ,e4 ,kopp 7#ahfh7 gegebenen ,vorschrift wendet man ein vorher bereitetes ,suregemisch von #c ,th4 rauchender ,schwefelsure von #ff ,b4 und #a ,th4 rauchender ,salpetersure von #di-ej ,b4 7,nitrirsure7 zum ,nitriren des ,glycerins an4 ,auf #cej ,grm4 ,glycerin rechnet man #bhjj ,grm4 ,nitrirsure4 ,von grsster ,wichtigkeit ist es1 eine merkliche ,erwrmung des ,gemisches zu vermeiden1 indem sonst eine strmische ,oxydation des ,glycerins1 mit ,bildung von ,oxalsure1 eintreten wrde4 ,aus diesem ,grunde muss das ,gefss1 in welchem die ,umwandlung des ,glycerins in ,nitroglycerin stattfindet1 fortwhrend durch kaltes ,wasser von aussen abgekhlt werden4 ,ist das ,ganze innig gemischt1 so lsst man es #e-aj ,minuten lang ruhig stehen und giesst es dann in das fnf- bis sechsfache ,volumen kalten ,wassers1 welches vorher in rotirende ,bewegung versetzt worden ist4 ,sehr rasch sinkt nun das entstandene ,nitroglycerin in ,form eines schweren ,oeles nieder2 man sammelt dasselbe durch ,decantiren in einem mehr hohen als breiten ,gefsse1 wscht es in demselben einmal mit ,wasser1 decantirt dieses und giesst das ,nitroglycerin in ,flaschen4 ,dasselbe ist jetzt zum ,verbrauche fertig1 wenn auch in diesem ,zustande noch etwas sure- und wasserhaltig1 indess bleibt dies ohne ,nachtheil1 da1 wenn das ,prparat bald nach seiner ,darstellung verwendet wird1 diese ,beimischungen auch seinem ,detoniren keineswegs ,eintrag thun4 ,es ist immer anzurathen1 das ,nitroglycerin nie zu transportiren1 sondern den fr einen ,tag erforderlichen ,bedarf an ,ort und ,stelle des ,verbrauches selbst darzustellen4 ,das ,nitroglycerin ist eine lartige ,flssigkeit von gelber bis brunlicher ,farbe1 schwerer als ,wasser4 ,im ,wasser ist es unlslich1 lslich dagegen in ,alkohol1 ,aether u4 s4 w4 ,einer selbst wenig intensiven1 jedoch lnger anhaltenden ,klte ausgesetzt1 krystallisirt es in langen ,nadeln4 ,das beste ,mittel1 ,nitroglycerin zur ,detonation zu bringen1 ist ein recht krftiger ,stoss und ,schlag2 brigens lsst sich leicht und ohne grosse ,gefahr mit ihm umgehen4 ,in dnner ,schicht flach ausgegossen1 lsst es sich durch einen brennenden ,krper nur schwierig entznden und es brennt nur theilweise ab2 man kann ein ,nitroglycerin enthaltendes ,flschchen gegen einen ,stein werfen1 so dass es zerbricht1 ohne dass das ,prparat explodirt4 ,auch lsst es sich durch vorsichtiges ,erwrmen ohne ,zersetzung verflchtigen2 fngt es aber dabei lebhaft an zu kochen1 so droht ,detonation4 ,lsst man einen ,tropfen ,nitroglycerin auf eine mssig heisse ,gusseisenplatte fallen1 so verflchtigt er sich ruhig2 ist die ,platte rothglhend1 so entzndet sich der ,tropfen unmittelbar und brennt ebenso wie ein ,pulverkorn ohne ,gerusch ab4 ,wenn dagegen die ,platte nicht rothglhend1 indessen doch so heiss ist1 dass das ,nitroglycerin sofort in's ,kochen gerth1 so zersetzt sich der ,tropfen pltzlich unter heftiger ,detonation4 ,uebrigens kann das ,nitroglycerin1 namentlich wenn es unrein und sauer ist1 nach ,verlauf einer bestimmten ,zeit eine freiwillige ,zersetzung erleiden1 welche von ,gasentwickelung und ,bildung von ,oxalsure begleitet ist4 ,dieselbe rhrt wahrscheinlich von einer hnlichen ,ursache her1 wie die freiwilligen ,explosionen des ,nitroglycerins1 deren beklagenswerthe ,wirkungen durch die ,zeitungen bekannt geworden sind4 ,da das ,nitroglycerin in sehr gut zugestopften ,flaschen eingeschlossen war1 so konnten die bei seiner freiwilligen ,zersetzung entstandenen ,gase nicht entweichen1 bten folglich einen starken ,druck auf das ,nitroglycerin aus1 und unter diesen ,verhltnissen war der geringste ,stoss und die schwchste ,erschtterung hinreichend1 die ,explosion hervorzurufen4 ,man muss daher 7nach ,k4 ,list7 dafr sorgen1 dass die sich entwickelnden ,gase ungehindert entweichen knnen1 was bei ruhigem ,stehen durch losen ,verschluss1 beim ,versenden durch ,sicherheitsventile geschehen kann4 ,auch durch ,vermeidung von ,erwrmung lsst sich1 wie es scheint1 der ,zersetzung vorbeugen4 ,um das ,sprengl unexplodirbar zu machen1 lst ,a4 ,nobel dasselbe in reinem ,holzgeist 7,methylalkohol7 auf4 ,aus dieser ,lsung kann man das ,nitroglycerin mit allen seinen ,eigenschaften durch ,behandeln mit ,wasser wieder abscheiden4 ,zu vorstehendem ,vorschlage bemerkt ,ch4 ,seely1 dass derselbe in mehreren ,beziehungen bedenklich sei1 #a7 wegen der ,kosten des ,holzgeistes und des ,nitroglycerinverlustes beim ,auswaschen1 #b7 wegen der ,flchtigkeit des ,holzgeistes1 der zum ,theil an der ,luft entweicht1 so dass das ,nitroglycerin ungeschtzt zurckbleiben knne2 #c7 sei eine chemische ,wirkung zwischen beiden ,substanzen wahrscheinlich und #d7 sei der ,holzgeist und dessen ,dampf sehr entzndlich und gebe letzterer1 mit ,luft gemischt1 ein explodirendes ,gemenge4 ,in ,amerika sind noch verschiedene andere ,vorschlge aufgetaucht1 das ,nitroglycerin unexplodirbar zu machen4 ,so ist empfohlen worden1 dasselbe -- hnlich wie es ,gale fr ,schiesspulver mittelst ,glassand bewirken will -- mit ,sand oder einem hnlichen ,krper zu vermengen1 wodurch aber das ,gewicht und ,volumen vergrssert und durch die ,adhsion des ,sprengls am ,sande ,verlust herbeigefhrt wird4 ,h4 ,wurtz macht den sehr beachtenswerthen ,vorschlag1 das ,nitroglycerin mit einer gleich dichten ,lsung von ,zink-1 ,kalk- oder ,magnesianitrat zu einer ,emulsion zu verarbeiten und die ,emulsion bei dem ,gebrauch mit ,wasser zu versetzen1 worauf das ,sprengl sich abscheidet und durch ,decantiren von dem ,zusatze getrennt werden kann4 ,seely schlgt endlich vor1 der ,zersetzung des ,sprengls dadurch vorzubeugen1 dass man darin eine kleine ,menge einer ,substanz suspendirt1 welche jede ,spur der sich etwa bildenden ,sure neutralisirt 7ohne dabei jedoch ein ,gas zu bilden74 ,der ,geschmack des ,nitroglycerins ist zuckerartig1 zugleich aber brennend und gewrzhaft4 ,es wirkt giftig2 schon in sehr kleinen ,dosen verursacht es heftigen ,kopfschmerz4 ,sein ,dampf wirkt hnlich und dieser ,umstand knnte der ,verwendung des ,prparates in tiefen ,stollen und auf wetternthigen ,strecken1 wo die ,dmpfe nicht so leicht abziehen knnen1 wie bei ,steinbruchs- und ,tagebauen1 mglicherweise hinderlich sein4 ,rationeller ist der ,vorschlag von ,e4 ,kopp in ,saverne4 ,danach sollen die ,steinbrecher1 anstatt das ,sprengl zu kaufen1 das richtig bereitete ,gemisch von ,schwefelsure und ,salpetersure und hchst concentrirtes und wohlgereinigtes ,glycerin1 sowie endlich die wenigen ,mess-1 ,mischungs- und ,trennungsapparate beziehen und das ,sprengl selbst darstellen4 ,in den ,hnden eines intelligenten1 gut instruirten ,arbeiters wird sich diese ,methode stets als die wenigst gefhrliche bewhren4 ,eines gebten ,chemikers bedarf es zur ,ausfhrung solcher ,versuche im kleinern ,maassstab nicht4 ,es soll tglich nur die am gleichen ,tag verbrauchte ,menge ,sprengl dargestellt werden4 ,es ist freilich auch damit nicht das volle ,maass der wnschenswerthen ,gefahrlosigkeit gegeben1 da die ,hilfsmittel in den ,steinbrchen und ,bergwerken stets etwas mangelhaft sein werden1 ,strungen der ,arbeit nahe liegen1 sichere ,aufbewahrungsorte schwer zu finden sind u4 s4 w4 ,es steht ganz fest1 dass die ,wirkungen des ,sprengles die jedes andern bisher gebrauchten ,sprengmittels bertreffen4 ,es bietet den ,vortheil grosser ,arbeits- und ,zeitersparniss beim ,bohren der ,lcher1 grssere ,leichtigkeit des ,besetzens derselben und neuer ,anwendungen1 z4 ,b4 zum ,sprengen von ,metallblcken4 ,diese ,vortheile sind trotz aller angefhrten ,schattenseiten desselben so gross1 dass wir von der vorschreitenden ,wissenschaft und ,technik viel eher ,vervollkommnungen und gewisse ,sicherungsmittel gegen die mannichfaltigen ,gefahren1 die es zur ,stunde noch involvirt1 zu erwarten haben1 als dass die ,furcht vor ,unglcksfllen es verdrngen werde4 ,ein ,verbot des ,sprengles in seiner heutigen ,unvollkommenheit1 wie es z4 ,b4 nach gemachten ,erfahrungen in ,belgien1 ,newcastle1 in ,wales1 ,stockholm und ,sydney in vielen ,lndern erfolgte1 glauben wir vorlufig als vollberechtigt erklren zu mssen4 ,ein ,gemisch1 das zur ,darstellung des ,nitroglycerins sehr geeignet ist1 wird nach ,nobel erhalten1 wenn man in #c-a_/b ,th4 ,schwefelsure von #a1hc spec4 ,gewicht #a ,th4 ,kalisalpeter lst und abkhlt4 ,es krystallisirt dann ein ,salz aus1 welches aus #a ,mol4 ,kali1 #d ,mol4 ,schwefelsure und #f ,mol4 ,wasser besteht4 ,jene ,sure scheidet beim ,abkhlen auf #j fast die ganze ,menge des gebildeten ,salzes aus und kann von letzterem durch vorsichtiges ,abgiessen befreit werden4 ,tropft man einer solchen ,sure ,glycerin zu1 so geht sehr rasch die oben erwhnte ,bildung des eigentlichen ,sprengles vor sich1 welches durch ,wasser abgeschieden und gewaschen das ,trinitroglycerin darstellt4 ,sidenote3 ,nobels ,dynamit4 ,unter dem ,namen ,dynamit#ce bringt ,nobel seit #ahfg ein neues ,sprengmaterial in den ,handel1 welches dadurch hergestellt wird1 dass man irgend einen porsen ,krper in ,pulverform z4 ,b4 ,holzkohle1 ,infusorienerde oder ,kieselguhr mit ,sprengl trnkt4 ,gewhnlich besteht es aus #ge ,th4 ,nitroglycerin und #be ,th4 ,kieselerde4 ,es hat vor dem reinen ,nitroglycerin 7wie die ,versuche von ,bolley und ,kundt gelehrt haben7 den ,vorzug1 selbst durch den strksten ,stoss nicht zu explodiren4 ,das ,pulver bedarf in ,folge dessen einer knstlichen ,zndung1 wobei es eine solche ,gewalt ausbt1 dass selbst ohne ,besatz die grssten ,eisenblcke gesprengt werden4 ,es verbrennt in offenem ,raume oder unter blicher ,verpackung ohne ,explosion4 ,es entwickelt bei seiner ,verbrennung in der ,luft etwas salpetrige ,dmpfe1 bei seiner ,explosion nur ,kohlensure1 ,stickstoff und ,wasserdampf1 also unschdliche ,gase4 ,es entwickelt bei der ,verbrennung keinen ,rauch1 aber hinterlsst weisse ,asche4 ,es erleidet keine ,vernderung durch ,feuchtigkeit4 ,in geschlossenem ,raume mit sehr starker ,widerstandsfhigkeit explodirt es durch ,funken2 unter allen anderen ,umstnden erfolgt die ,explosion nur durch knstliche ,zndung4 ,die ,vorzge gegen ,sprengpulver sind3 ,grosse ,arbeitsersparniss1 weil weniger ,bohrlcher von geringerem ,durchmesser erforderlich sind4 ,eine grosse ,beschleunigung der ,arbeit1 da sich die ,sprengungen doppelt so rasch1 wie bei ,schiesspulver ausfhren lassen4 ,ersparniss von ,sprengmaterialkosten4 ,das ,dynamit kostet vier ,mal so viel1 leistet aber acht ,mal so viel als ,pulver4 ,die fast vollstndige ,gefahrlosigkeit4 ,unschdlichkeit der ,explosionsgase und ,abwesenheit von ,rauch4 ,einfache ,anwendung bei nassen ,bohrlchern4 ,da weniger ,bohrlcher erforderlich sind1 ,ersparniss von ,gezhkosten4 ,fr den ,gebrauch bedient man sich geleimter ,papierpatronen1 in welche das ,pulver fest eingedrckt wird4 ,in ,kohle kann das ,pulver locker verwendet werden4 ,zur ,zndung bedient man sich einer ,zndschnur mit aufgeschobenem und mittelst ,zange darauf festgekniffenen ,patentzndhtchen4 ,diese wird #c ,centimeter tief in das ,pulver geschoben1 dies fest angedrckt und die ,patrone mit einem ,papierstpsel geschlossen4 ,der ,besatz wird aus losem ,sand hergestellt4 ,als ,vorsichtsmaassregeln schreibt man vor3 ,vermeiden des ,stubens mit dem ,pulver1 weil der ,staub giftig ist1 und ,fllen der ,patrone mit einem ,lffel aus demselben ,grunde4 ,ferner soll es im ,interesse der ,oekonomie gerathen sein1 mglichst enge ,bohrlcher zu bohren1 da sie bei der grossen ,kraft des ,dynamits ausreichen4 7,nobel verkauft das ,dynamit mit ,emballage in ,fssern von #ej ,pfund per ,pfund zu #ah ,sgr4 ,patentzndhtchen fr ,dynamit kosten #ajj ,stck #ae ,sgr47 ,beim ,transport bietet das ,dynamit keine ,gefahr der ,explosion dar4 ,das von ,dittmar erfundene ,dualin ist ein ,gemisch von ,nitroglycerin mit ,sgespnen1 oder ,holzzeug der ,papierfabriken1 das vorher mit einem ,gemisch von ,salpeter- und ,schwefelsure behandelt wurde4 #ce ,auch bei der ,fabrikation des ,dynamits sind ,unglcksflle nicht ausgeschlossen4 ,am #bf4 ,januar #ahgj fand in der ,dynamitfabrik zu ,dnwald bei ,cln a4_/,r4 eine ,explosion statt1 welche #ae ,menschen das ,leben kostete2 eine nicht minder verhngnissvolle am #bi4 ,mai #ahgj zu ,krmmel 7,herzogthum ,lauenburg71 sowie am #b4 ,april zu ,waldenburg 7,oberschlesien74 c7 ,schiessbaumwolle4 ,sidenote3 ,schiessbaumwolle4 ,die ,schiessbaumwolle 7,schiesswolle1 ,pyroxylin1 ,fulmicoton7 wurde #ahdf gleichzeitig von ,schnbein in ,basel und von ,r4 ,bttger in ,frankfurt a4 ,m4 entdeckt4 ,nach der #ahdf von ,w4 ,knop 7in ,leipzig7 verffentlichten ,methode der ,darstellung nimmt man gleiche ,volumen ,schwefelsure von #a1hd spec4 ,gewicht und rauchende ,salpetersure 7nach ,lenk #c ,gewichtstheile ,schwefelsure auf #a ,gewichtstheil ,salpetersure71 mischt beide ,flssigkeiten in einer ,porcellanschale und taucht dann in die ,flssigkeit so viel gekrempelte und durch ,auskochen in ,sodalsung von aller ,fettsubstanz befreite ,baumwolle1 als die ,flssigkeit aufzunehmen vermag1 bedeckt das ,gefss mit einer ,glasplatte und lsst das ,ganze bei gewhnlicher ,temperatur einige ,minuten lang stehen4 ,darauf nimmt man die ,baumwolle heraus1 wscht sie mit kaltem ,wasser1 trocknet sie in warmer ,luft und krempelt sie nach dem ,trocknen1 um alle zusammengeballten ,theile zu zertheilen4 ,die ,baumwolle darf nicht zu lange ,zeit in dem ,suregemisch stehen bleiben1 weil sie sich sonst unter heftiger ,entwickelung rother ,dmpfe auflsen wrde4 ,die in der ,pulverfabrik zu ,paris hinsichtlich der vortheilhaftesten ,fabrikation der ,schiessbaumwolle angestellten ,versuche fhrten zu folgenden ,erfahrungsstzen3 #a7 gleiche ,theile ,schwefel- und ,salpetersure und gereinigte ,baumwolle2 #b7 die beste ,zeitdauer scheint #aj-ae ,minuten zu sein2 #c7 das einmal gebrauchte ,gemisch kann nochmals benutzt werden1 dann aber ist die ,baumwolle eine lngere ,zeit einzutauchen2 #d7 das ,prparat muss langsam getrocknet werden1 namentlich darf man dasselbe1 so lange es feucht ist1 keiner hheren ,temperatur als #ajj aussetzen2 #e7 durch ,imprgniren mit ,salpetersure erhlt die ,baumwolle noch mehr ,kraft4 ,sidenote3 ,eigenschaften der ,schiessbaumwolle4 ,die ,schiessbaumwolle hat das ,ansehen gewhnlicher ,baumwolle und ist selbst unter dem ,mikroskop nicht von derselben zu unterscheiden4 ,sie fhlt sich aber rauher an und hat an ,elasticitt verloren2 sie ist in ,wasser1 ,alkohol und ,essigsure unlslich1 schwer lslich in reinem ,aether1 leicht lslich in alkoholhaltigem ,aether und ,essigther4 ,bei lngerem ,aufbewahren erleidet die ,schiessbaumwolle eine freiwillige ,zersetzung1 die sogar mit einer ,selbstentzndung endigen kann2 bei dieser ,zersetzung entwickeln sich ,wasserdmpfe und salpetrige ,sure1 und der zurckbleibende ,theil enthlt ,ameisensure4 ,die ,angaben ber die ,temperatur1 bei welcher die ,schiessbaumwolle sich entzndet1 sind nicht bereinstimmend4 ,hufig lsst sich die ,schiessbaumwolle bei #ij-ajj ohne ,gefahr der ,entzndung trocknen1 whrend die ,entzndung schon bei #dc vorgekommen sein soll4 ,die ,explosion aber eines kleinen mit ,schiessbaumwolle angefllten ,magazins im ,bois de ,vincennes in ,paris1 das an einem ,tage stark von der ,sonne beschienen wurde1 sowie die frchterlichen ,explosionen in le ,bouchet und ,faversham1 wo die ,temperatur des ,trockenraumes nicht ber #de-ej steigen konnte1 machen die grsste ,vorsicht beim ,trocknen und der ,aufbewahrung der ,schiessbaumwolle nothwendig4 ,sie entzndet sich ferner durch starken ,stoss und ,schlag und hinterlsst nach der ,verbrennung keine ,spur von ,rckstand4 ,auf gekrntem ,schiesspulver abgebrannt1 entzndet sich dasselbe nicht4 ,die ,schiessbaumwolle ist sehr hygroskopisch und lsst sich selbst lngere ,zeit unter ,wasser aufbewahren1 ohne ihre explosiven ,eigenschaften einzubssen4 ,nach den besten ,analysen hat die ,schiessbaumwolle die ,formel der ,trinitro-,cellulose1 ,c#f;,h#g7,,no#b7c,o#e1 sie ist demnach zu betrachten als ,baumwolle ,c#f;,h#aj,o#e1 in welcher #c ,atome ,wasserstoff durch #c ,atome ,untersalpetersure ersetzt worden sind4 ,in #ajj ,theilen besteht sie aus ,kohlenstoff #bd1bd ,wasserstoff #b1cf ,sauerstoff #ei1bf ,stickstoff #ad1ad ------ #ajj1jj ,wenn wir von der ,schwefelsure1 deren ,anwendung zur ,darstellung der ,schiessbaumwolle durch ihre wasserbildende ,eigenschaft bedingt ist1 absehen1 so lsst sich die ,umwandlung der ,baumwolle in ,schiessbaumwolle durch folgende ,gleichung ausdrcken3 ,c#f;,h#aj,o#e #c;,,hno#c ,c#f;,h#g7,,no#b7c,o#e #c;,h#b,o ,baumwolle ,schiessbaumwolle ,wenn bei der ,darstellung die ,cellulose gnzlich in ,trinitro-,cellulose bergeht1 so mssen #ajj ,th4 ,baumwolle #ahe ,th4 ,schiessbaumwolle geben2 wenn sie sich in ,binitro-,cellulose verwandelt1 mssen #ajj ,th4 ,baumwolle #aee ,th4 ,schiessbaumwolle bilden4 ,die ,versuche gaben ein mittleres ,resultat2 #ajj ,th4 ,baumwolle gaben3 ,pelouze 7bei #aj ,versuchen7 7#ahdi7 #afh-agj ,th4 ,schiessbaumwolle4 ,schmidt und ,hecker 7#ahdh7 #afi ,vankerckhoff und ,reuter 7#ahdi7 #agf1b ,w4 ,crum 7#ahej7 #agh ,redtenbacher1 ,schrtter u4 ,schneider 7#ahfd7 #agh v4 ,lenk 7#ahfb7 #aee ,blondeau 7#ahfe7 #afe1be ,die ,zersetzungsprodukte der entzndeten ,schiessbaumwolle sind im luftleeren ,raume ,kohlenoxyd1 ,wassergas und ,stickstoffgas2 im luftleeren ,raume dieselben ,krper1 ausserdem aber noch salpetrige ,sure und ,cyan4 #a ,grm4 ,schiessbaumwolle giebt nach ,emil ,schmidt bei der ,verbrennung im ,vacuum #ehh ,kubikcentim4 ,gas4 ,nach der ,analyse von ,krolyi bestehen die ,gase in ,volumenprocenten aus ,kohlenoxyd #cj ,kohlensure #bj ,sumpfgas #aj ,stickoxyd #i ,stickstoff #h ,wasserdampf #bc --- #ajj #a ,gewichtstheil ,schiessbaumwolle wirkt so viel wie #d1e-e ,th4 ,schiesspulver4 ,sidenote3 ,schiessbaumwolle als ,ersatzmittel des ,schiesspulvers4 ,sidenote3 ,fernere ,anwendung der ,schiessbaumwolle4 ,die ,anwendung der ,schiessbaumwolle anbelangend1 so scheint es1 als ob sich dieselbe als ,ersatzmittel fr das ,schiesspulver nicht praktisch erweisen wollte4 ,obgleich es den ,anschein hat1 als wre die ,schiessbaumwolle ihrer ,leichtigkeit1 ,reinlichkeit1 der ,gefahrlosigkeit des ,transports wegen1 dem ,schiesspulver vorzuziehen1 so liegen doch bedeutende ,unbequemlichkeiten in ihrem grossen ,volumen und den damit verbundenen ,schwierigkeiten des ,transports1 so wie in der ,erzeugung einer grossen ,menge von ,feuchtigkeit 7,wasser und salpetrige ,sure7 in dem ,rohre1 welche beim ,schuss nachtheiliger als der feste ,pulverrckstand wirkt4 ,im stark comprimirten ,zustand wirkt die ,schiessbaumwolle durchaus nicht2 sie ist demnach zu ,zndern1 ,raketen u4 s4 w4 nicht anwendbar4 ,die gnstigsten ,resultate wurden bei der ,anwendung der ,schiessbaumwolle zum ,sprengen erhalten4 ,pelouze empfiehlt die ,schiessbaumwolle mit ,kaliumchlorat gemengt zur ,fllung der ,zndhtchen2 die so dargestellten ,zndhtchen sind aber weder sicher noch krftig genug4 ,fr die ,verwendung der ,schiessbaumwolle als ,pulversurrogat ist es als ein namhafter ,fortschritt zu betrachten1 dass es in den letzten ,jahren den ,bestrebungen ,abel's gelungen ist1 die ,schiessbaumwolle mechanisch der ,art zu verarbeiten1 dass sie hinsichtlich ihres ,effektes dem ,pulver hnlich ist4 ,gewhnlich wird die ,schiessbaumwolle immer in losem1 faserigem oder wolligem ,zustande angewendet2 in der neuesten ,zeit wurde sie auch zu ,lunten1 ,garn oder ,zwirn gesponnen und in ,form von ,flechten oder ,bndern zu ,patronen verarbeitet4 ,dadurch will man bezwecken1 die ,schiessbaumwolle dem ,schiesspulver mglichst hnlich zu machen1 indem sie durch dieselbe auf mechanischem ,wege in eine feste1 zusammenhngende ,masse verwandelt und als solche zu ,krnern oder zu irgend einer anderen ,form verarbeitet wird1 welche die zur ,erzielung einer gewissen ,schnelligkeit oder ,intensitt der ,verbrennung erforderliche ,oberflche und ,dichtigkeit besitzt4 ,das ,verfahren zur ,behandlung der ,schiessbaumwolle1 welchem man in der ,praxis den ,vorzug giebt1 ist das folgende3 ,zunchst wird die ,baumwolle auf bekannte ,weise in ,schiessbaumwolle verwandelt1 zu welchem ,behufe man vorzugsweise die ,form von losen ,lunten 7,vorgespinnst7 anwendet4 ,nachdem das ,prparat durch ,auswaschen in laufendem ,wasser und in einer sehr verdnnten ,alkalilsung gereinigt worden ist1 wird es mittelst einer der ,stoffmhle 7,hollnder7 der ,papierfabriken hnlichen ,maschine zu einem ,brei oder ,zeug zerkleinert1 welcher dann durch die gewhnlichen ,processe1 mittelst deren man ,papierzeug in verschiedene ,formen bringt1 zu ,blttern 7,bogen71 ,scheiben1 ,cylindern oder anderen durchbrochenen oder massiven ,krpern geformt wird4 ,dem ,zeuge oder ,breie kann man eine geringe ,menge von ,gummi oder von einem anderen in ,wasser lslichen ,bindemittel zusetzen4 ,um der ,masse jeden erforderlichen ,grad von ,dichtigkeit und ,festigkeit zu ertheilen1 unterwirft man sie im noch feuchten ,zustande dem ,drucke hydraulischer oder anderer ,pressen4 ,zum ,krnen der ,schiessbaumwolle werden die erwhnten ,bogen1 ,scheiben etc4 zu ,stckchen von der erforderlichen ,grsse zerschnitten1 oder der noch ,wasser und ausserdem eine geringe ,menge ,bindemittel enthaltende ,zeug wird in ein ,gefss gebracht1 welchem man eine schwingende ,bewegung ertheilt1 wodurch er rasch in ,krnchen von verschiedener ,grsse verwandelt wird1 die dann noch sortirt werden knnen1 falls dies fr nthig befunden werden sollte4 ,bei diesen mechanischen ,processen knnen anstatt ,wasser auch andere ,flssigkeiten1 z4 ,b4 ,holzgeist1 ,weingeist1 ,aether oder ,gemische von diesen ,flssigkeiten1 mit oder ohne ein in diesen ,flssigkeiten lsliches ,bindemittel zur ,anwendung kommen4 ,anstatt die ganze ,masse der ,schiessbaumwolle in ,zeug oder ,brei zu verwandeln1 kann man auch einen ,theil derselben in ihrem ursprnglichen ,zustande lassen und mit dem ,brei in solchen ,verhltnissen mengen1 dass das ,gemenge nach dem ,pressen eine feste1 zusammenhngende ,masse von der erforderlichen ,dichtigkeit bildet4 ,diese solide ,schiessbaumwolle kann1 mag sie nun aus ,zeug 7,brei7 allein1 oder aus einem ,gemenge von diesem mit faserigem ,pyroxylin dargestellt worden sein1 auch noch mit ,collodium1 also mit lslicher ,schiessbaumwolle1 in flssiger oder gelster ,form berzogen oder damit imprgnirt werden4 ,solche feste ,schiessbaumwolle kann auch aus ,gemengen mehrerer ,schiessbaumwollsorten von verschiedener ,zusammensetzung1 deren ,eigenschaften bekannt sind1 d4 h4 aus ,schiessbaumwolle1 welche in ,gemischen von ,alkohol und ,aether1 und in reinem oder mit ,alkohol gemischtem ,holzgeist lslich ist1 und aus ,pyroxylin1 welches sich in diesen ,flssigkeiten nicht lst1 dargestellt werden2 in diesem ,falle knnen entweder beide oder nur eine von den beiden ,schiessbaumwollsorten in ,zeug oder ,brei verwandelt werden1 whrend die andere ihren faserigen ,zustand beibehlt2 oder es knnen auch beide ,sorten im faserigen ,zustande mit einander gemengt werden4 ,die ,umwandlung dieser ,gemenge in feste ,massen kann dann entweder durch ,druck allein -- sofern nmlich eine oder beide ,varietten ,breiform -- oder dadurch bewirkt werden1 dass die in dem ,gemenge vorhandene lsliche ,schiessbaumwolle durch ,behandlung mit den oben genannten1 als ,lsungsmittel wirkenden ,flssigkeiten als ,bindemittel benutzt wird1 in welchem ,falle die ,gemenge mit oder ohne die ,anwendung von ,druck in feste ,massen verwandelt werden knnen4 ,neuerdings ist die ,schiessbaumwolle zum ,filtriren starker ,suren und hnlicher energisch wirkender ,agentien empfohlen worden4 ,sidenote3 ,collodium4 ,maynard benutzt die ,auflsung der ,schiessbaumwolle in ,aether als klebendes ,mittel und bezeichnet dasselbe mit dem ,namen ,collodium oder ,klebther4 ,diese ,lsung ist von ,syrupconsistenz4 ,bringt man dieselbe als dnnen ,ueberzug auf die ,haut1 so bildet sich durch ,verdunsten des ,aethers eine fest anhngende1 undurchdringliche ,schicht4 ,sie dient in der ,chirurgie zum ,verschliessen von ,schnittwunden statt des englischen ,pflasters1 zur ,erzeugung photographischer ,bilder auf ,glas1 als wasserdichter ,ueberzug statt des ,harzfirnisses1 so z4 ,b4 bei der ,fabrikation der ,salonzndhlzchen etc4 ,wenn man dieselbe der ,luft aussetzt1 so verdunstet der darin enthaltene ,aether und hinterlsst ein dnnes1 festes ,hutchen1 das in ,wasser und ,weingeist vollkommen unlslich ist und1 mit der trockenen ,hand gerieben1 in hohem ,grade negativ elektrisch wird4 ,eine vollkommen zusammenhngende und luftdichte ,platte von ,collodium kann so dnn dargestellt werden1 dass sie die ,farben der ,newton'schen ,ringe zeigt4 ,legray stellt durch folgendes ,verfahren eine ,schiessbaumwolle dar1 die sich vollstndig in ,aether lst3 ,man mischt #hj ,grm4 pulverisirten und getrockneten ,kalisalpeter mit #abj ,grm4 englischer ,schwefelsure2 die breiartige ,mischung wird1 wenn sie sich zu stark erhitzt haben sollte1 durch ,eintauchen des ,gefsses in kaltes ,wasser abgekhlt2 hierauf bringt man #d ,grm4 getrockneter ,baumwolle hinein und arbeitet sie mit einem ,porcellan- oder ,glasspatel etwa fnf ,minuten lang darin herum4 ,man bringt nun das ,ganze in eine ,schale mit ,regenwasser1 und sucht so schnell als mglich durch ,zapfen und ,drcken die ,sure von der ,baumwolle zu trennen4 ,nachdem durch mehrmaliges ,auswaschen mit erneuerten ,portionen frischen ,wassers alle ,sure entfernt worden1 trocknet man die ,baumwolle in gelinder ,wrme4 ,nach ,mann 7in ,st4 ,petersburg7 kommt es bei der ,bereitung der ,collodiumbaumwolle vorzglich auf den ,wassergehalt der ,schwefelsure1 auf die ,temperatur und ,zeit bei der ,einwirkung und auf die ,gegenwart einer gewissen ,menge ,untersalpetersure in der ,salpetersure an4 ,eine ,schwefelsure von #a1hcj-a1hce bei #ae 7enthaltend #id ,proc4 ,monohydrat7 eignet sich am besten zur ,zersetzung des ,salpeters4 ,in einem ,glascylinder bergiesst man #bj ,th4 gepulverten ,salpeter mit #ca ,th4 ,schwefelsure und rhrt beide so lange um1 bis der ,salpeter ganz zergangen ist4 ,in die noch heisse ,mischung1 deren ,temperatur aber hchstens #ej betragen darf1 trgt man alsdann die ,baumwolle ein und arbeitet gut durch1 worauf man den ,cylinder mit einer ,glasplatte bedeckt und das ,ganze ungefhr #bd ,stunden lang bei einer ,temperatur von #bh-cj stehen lsst4 ,das ,gemenge wird mit kaltem ,wasser so lange ausgewaschen1 bis die zurckbleibende ,wolle nicht mehr sauer reagirt4 ,die noch feuchte ,wolle wird zuletzt durch die ,behandlung mit kochendem ,wasser von den letzten ,spuren schwefelsauren ,kalis1 die von der ,faser der ,baumwolle hartnckig zurckgehalten werden1 befreit4 ,bleibt die ,baumwolle #e-f ,tage lang bei ungefhr #cj in der ,mischung liegen1 so gewinnt die ,collodiumwolle nur an ,gte4 ,eine #aj-bj ,minuten lange ,behandlung der ,baumwolle giebt ein vollkommenes ,prparat4 ,auch mit ,natronsalpeter kann ,collodiumwolle erhalten werden2 man wendet an #cc ,th4 ,schwefelsure von #a1hj spec4 ,gewicht1 #ag ,th4 ,natronsalpeter und #a_/b ,th4 ,baumwolle4 ,nach ,bchamp erhlt man stets lsliche ,schiessbaumwolle1 wenn man die ,baumwolle in das noch heisse ,gemisch von ,salpeter und ,schwefelsure eintaucht und nicht wartet1 bis dasselbe erkaltet ist2 im entgegengesetzten ,falle ist das ,produkt unlslich1 man kann es aber lslich machen1 indem man es ein zweites ,mal in das warme ,gemenge der ,sure mit dem ,salpeter eintaucht4 ,essigther1 essigsaures ,methyloxyd1 ,holzgeist und ,aceton lsen gleichfalls die ,collodiumwolle auf2 alkoholfreier ,aether scheint auf dieselbe nicht einzuwirken4 ,gewhnlich wendet man zum ,lsen von #a ,th4 ,collodiumwolle ein ,gemisch von #ah ,th4 ,aether und #c ,th4 ,alkohol an4 ,sidenote3 ,anhang zur ,schiessbaumwolle4 ,durch gleiches ,behandeln mit dem oben erwhnten ,suregemisch kann man auch ,werg1 ,holzspne1 ,papier 7,pyropapier71 ,stroh1 ,zucker1 ,strke und besonders1 wie bekannt1 auch ,glycerin und ,mannit explosiv machen4 ,das ,kochsalz4 ,sidenote3 ,vorkommen4 ,das ,kochsalz 7,salz1 ,chlornatrium7 besteht aus ,chlor ,cl #ce1e #fj1da ,natrium ,na #bc #ci1ei ------------- #eh1e #ajj1jj und ist sowol im festen ,zustande 7als ,steinsalz71 als auch aufgelst im ,meerwasser und als ,salzsoole in der ,rinde des ,erdkrpers in reichlichster ,menge vorhanden4 ,als ,steinsalz findet es sich in grossen ,massen4 ,es kommt mit ,zwischenlagern von ,thon und ,gyps in grossen1 fast ganz reinen ,stcken in ,lagern von bedeutender ,mchtigkeit1 meist erst in ,tiefen von #ajj ,meter vor4 ,massenhafte ,steinsalzlager finden sich in den ,tertirgebilden der ,karpathen und zwar im ,norden derselben bei ,wieliczka1 ,bochnia1 ,laczko1 ,stebnik u4 s4 w41 in der sdlichen ,abdachung bei ,szlatina1 ,vizackna u4 s4 w42 in der ,kreideformation bei ,cardona in der spanischen ,provinz ,catalonien2 in den ,alpen und zwar in den ,ostalpen ,bayerns1 ferner in ,salzburg1 ,steiermark und ,tyrol sind die allbekannten ,salzlager von ,berchtesgaden1 ,hall1 ,hallein1 ,aussee1 ,hallstadt1 ,ischl u4 s4 w4 ,in der ,triasformation kommen wichtige ,salzlager vor im ,teutoburger ,walde1 in ,wrttemberg1 in der preussischen ,provinz ,sachsen1 obenan die ,salzlager von ,stassfurt und ,erfurt1 und in der ,mark ,brandenburg zu ,sperenberg bei ,berlin#cf4 ,bemerkenswerth ist das gleichzeitige ,vorkommen von ,steinsalz und ,erdl 7,petroleum7 in den ,alpen1 den ,karpathen1 im asiatischen ,russland1 in ,syrien1 ,persien und an den ,abfllen des ,himalaya2 in ,afrika1 in ,algerien und ,abyssinien2 in ,amerika1 sowol in der ,union und in ,canada1 als auch am ,fusse der peruanischen und bolivischen ,anden etc4 ,nicht selten findet sich das ,steinsalz mit ,thon oder ,mergel gemengt und bildet dann den ,salzthon und das ,haselgebirge4 ,von der ursprnglichen ,lagersttte des ,steinsalzes ist sein secundres ,vorkommen zu unterscheiden4 ,atmosphrische ,wasser1 welche in die ,tiefe dringen1 lsen ,salztheile auf und fhren sie auf die ,oberflche4 ,auf solche ,weise bilden sich sowol einzelne ,salzquellen1 als auch ,salzsmpfe und ,salzseen1 aus denen durch allmlige ,verdampfung das ,salz sich wieder abscheidet2 damit steht auch das ,vorkommen des ,kochsalzes als ,efflorescenz aus dem ,boden der ,salzsteppen 7,steppensalz1 ,wstensalz1 ,erdsalz7 in ,zusammenhang4 ,bekanntere ,salzseen sind der salzige ,see bei ,eisleben1 der ,eltonsee in der ,nhe der ,wolga1 das ,todte ,meer und der durch die ,mormonen bekannt gewordene ,salt-,lake bei ,utah im ,osten von dem ,felsengebirge in ,nordamerika4 ,was die ,bildung der ,salzquellen oder ,soolen betrifft1 so erleidet es keinen ,zweifel1 dass sie ihren ,kochsalzgehalt durch ,auslaugung von ,steinsalz sich aneigneten4 ,der grossen ,verbreitung der ,fltzformation1 welche durch das ,vorkommen von ,steinsalz sich besonders auszeichnet1 entspricht die grosse ,anzahl von ,salzquellen in ,deutschland4 ,das ,kochsalz findet sich ferner im ,meerwasser gelst als ,see- oder ,meersalz1 oder in den ,polargegenden auf den ,eisflchen in ,krnerform abgeschieden1 wo es den ,namen ,rassol fhrt4 ,endlich ist nicht unerwhnt zu lassen1 dass das ,chlornatrium bei gewissen chemischen ,processen massenhaft als chemisches ,produkt auftritt1 so z4 ,b4 in der ,salpeterfabrikation aus ,natriumnitrat und ,chlorkalium4 #cf ,die im norddeutschen ,bunde gelegenen ,steinsalzlager wurden in folgenden ,teufen erbohrt3 ,heinrichshall bei ,gera #ia ,meter ,stotternheim 7,s4-,weimar7 #ccd ,erfurt #cde ,artern #bhf ,stassfurt #bei ,schningen 7,braunschweig7 #eai ,schnebeck #eee ,sidenote3 ,gewinnung des ,kochsalzes aus dem ,meerwasser4 ,das ,meerwasser der verschiedensten ,gegenden enthlt immer dieselben ,bestandtheile4 ,die ,verschiedenheit in der ,menge derselben ist usserst gering und wird durch gewisse rtliche ,verhltnisse1 durch den ,untergrund des ,meeres1 durch die ,verdnnung des ,meerwassers an den ,ksten und ,mndungen der ,flsse durch ,flusswasser1 durch ,eismassen in den ,polargegenden u4 s4 w4 bedingt4 ,das spec4 ,gewicht des ,meerwassers schwankt bei #ag zwischen #a1jbfi und #a1jbhi2 das des ,rothen ,meeres ist weit hher und betrgt #a1jcjf4 ,in #ajj ,th4 ,meerwasser sind enthalten3 ,grosser ,atlantischer ,nordsee4 ,rothes ,ocean4 ,ocean4 ,meer4 ,chlornatrium #b1ehgg #b1geeh #b1eeac #c1jcj ,bromnatrium #j1jdja #j1jcbf #j1jcgc #j1jfd ,kaliumsulfat #j1acei #j1agae #j1aebi #j1bie ,calciumsulfat #j1afbb #j1bjdf #j1afbb #j1agi ,magnesiumsulfat #j1aajd #j1jfad #j1jgjf #j1bgd ,chlormagnesium #j1dcde #j1cbfj #j1dfda #j1djd ,chlorkalium -- -- -- #j1bhh ---------------------------------------- ----------------- #c1dgjh #c1eeai #c1dchd #d1ecd ,das in den verschiedenen ,meeren aufgelste ,salz ist1 wie folgt1 zusammengesetzt3 ,a3 ,kaspisches ,meer4 ,b3 ,schwarzes ,meer4 ,c3 ,ostsee#cg4 ,d3 ,nordsee durchschnittl4 von #g ,stellen4 ,e3 ,mittellnd4 ,meer durchschnittl4 von #c ,stellen4 ,f3 ,atlant4 ,ocean durchschnittl4 von #c ,stellen4 ,g3 ,todtes ,meer durchschnittl4 von #e ,stellen4 ,a ,b ,c ,d ,e ,f ,g ,gehalt feste ,salzmasse #j1fc #a1gg #a1gg #c1ca #c1cg #c1fc #bb1cj berhaupt ,wasser #ii1cg #ih1bc #ih1bc #if1fi #if1fc #if1cg #gg1gj ,die gelsten festen ,bestandtheile enthalten in #ajj ,theilen ,chlornatrium #eh1be #gi1ci #hd1gj #gh1jd #gg1jg #gg1jc #cf1ee ,chlorkalium #a1bg #a1jg -- #b1ji #b1dh #c1hi #d1eg ,chlorcalcium -- -- -- #j1bj -- -- #aa1ch ,chlormagnesium #aj1jj #g1ch #i1gc #h1ha #h1gf #g1hf #de1bj ,bromnatrium und -,magnesium -- #j1jc -- #j1bh #j1di #a1cj #j1he ,calciumsulfat #g1gh #j1fj #j1ac #c1hb #b1gf #d1fc #j1de ,magnesiumsulfat #ai1fh #h1cb #d1if #f1eh #h1cd #e1bi -- ,calcium- und ,magnesiumcarbonat #c1jb #c1ba #j1dh #j1ah #j1aj -- -- ,stickstoffh4 u4 bituminse ,substanzen -- -- -- -- -- -- #a1jj #cg ,im ,ostseewasser aus dem grossen ,sunde zwischen den ,inseln ,oesel und ,moon fand ,baron ,sass 7#ahff7 bei #a1jjdgd spec4 ,gewicht nur #j1fff ,proc4 feste ,bestandtheile4 #a ,kubikmeter ,meerwasser enthlt mithin etwa #bh-ca ,kilogr4 ,chlornatrium und #e-f ,kilogr4 ,chlorkalium4 ,man erhlt das ,kochsalz aus dem ,meerwasser a7 vermittelst der ,salzgrten durch ,verdunstung2 b7 mit ,hlfe von ,frost2 c7 mit ,hlfe von ,brennmaterial4 ,sidenote3 ,mit ,hlfe von ,salzgrten4 ,die ,gewinnung des ,kochsalzes aus dem ,meerwasser in den ,meersalinen mit ,hlfe von ,salzgrten erstreckt sich in ,europa in den am ,atlantischen ,ocean gelegenen ,lndern 7,frankreich1 ,spanien1 ,portugal7 nur bis zum #dh nrdl4 ,breite4 ,ausser an den ,ksten des ,oceans wird von ,seiten ,frankreichs und ,spaniens die ,meersalzgewinnung am ,mittelmeere1 ,italiens am ,tyrrhenischen und ,adriatischen ,meere1 ,oesterreichs in ,istrien und ,dalmatien betrieben4 ,sie geschieht auf folgende ,weise3 ,man legt die ,salzgrten in einer flachen ,gegend am ,meeresufer an und zwar so1 dass sie gegen die ,flut geschtzt sind2 das ,meerwasser geht zuerst in ein grosses ,reservoir1 in welchem es hchstens #b ,meter oder mindestens #j1c ,meter hoch steht4 ,in diesem ,behlter setzen sich alle ,substanzen ab1 welche suspendirt in dem ,meerwasser sich befanden4 ,durch einen hlzernen ,kanal luft das ,wasser in kleinere ,behlter1 aus welchen es durch unterirdische ,rhren in die ,grben fliesst1 welche den ,salzgarten allenthalben umgeben1 in welchen sich das ,seesalz zum grossen ,theil auf der ,oberflche des ,wassers abscheidet4 ,das ,salz wird gesammelt und auf den ,gngen angehuft4 ,man bildet aus dem herausgenommenen ,salze entweder ,kegel oder ,pyramiden1 welche man durch ,bedecken mit ,seegras oder ,stroh gegen den ,regen schtzt4 ,indem diese ,haufen sich lngere ,zeit berlassen bleiben1 ziehen die zerfliesslichen ,salze -- das ,chlormagnesium und das ,chlorcalcium -- sich in den ,boden und hinterlassen das ,seesalz ziemlich rein4 ,die in den ,salzgrten verbleibende ,mutterlauge wird auf ,chlorkalium 7vergl4 ,seite #acb71 ,glaubersalz und ,magnesiasalze verarbeitet1 nach einem ,verfahren1 welches ursprnglich von ,herrmann in ,schnebeck herrhrt und in ,frankreich von ,balard eingefhrt und von ,merle verbessert wurde4 ,sidenote3 ,mit ,hlfe von ,frost4 ,auch durch ,frost lsst sich aus dem ,meerwasser das ,kochsalz gewinnen4 ,die dabei angewendete ,methode grndet sich darauf1 dass eine ,lsung von ,kochsalz bei einer ,temperatur von einigen ,graden unter dem ,gefrierpunkte des ,wassers sich spaltet in fast reines gefrierendes ,wasser und eine flssigbleibende reichhaltigere ,soole4 ,entfernt man das ,eis und setzt man die ,flssigkeit von ,neuem der ,klte aus1 so lsst sich wieder ein ,theil ihres ,wassers als ,eis entfernen und man erhlt endlich eine ,salzsoole1 aus welcher sich durch schwaches ,eindampfen schon ,kochsalz ausscheidet4 ,um ein reineres ,produkt zu erhalten1 reinigt man die ,soole vor dem ,eindampfen durch ,kalk1 wodurch die ,magnesiasalze ersetzt werden4 ,sidenote3 ,mit ,hlfe von ,brennmaterial4 ,das mit ,hlfe von ,brennmaterial aus dem ,meerwasser dargestellte ,kochsalz 7sel ignifre7 wird in der ,normandie1 besonders zu ,avranchin1 in den ,laverien auf folgende ,weise gewonnen4 ,man benutzt dort den salzhaltigen ,sand an der ,meereskste1 um des ,seewasser mit dem darin enthaltenen ,salze zu sttigen4 ,das so erhaltene salzreiche ,seewasser wird darauf abgedampft4 ,hufig wird am ,ufer ein ,damm oder ,wall von ,meeressand aufgeworfen1 welcher zur ,zeit der hchsten ,flut vom ,meere berflutet wird4 ,in der ,zwischenzeit von einer ,flut zur andern wird der ,sand theilweise trocken und bedeckt sich an der ,oberflche mit einer ,efflorescenz von ,seesalz4 ,nur der vollkommen trockene ,sand wird gesammelt und zwar tglich zwei bis drei ,mal an der nmlichen ,stelle4 ,die heissen ,sommertage sind fr das ,sammeln des ,sandes am gnstigsten4 ,um den ,sand auszulaugen1 werden hlzerne ,ksten angewendet1 deren ,bden aus schwachen ,brettern bestehen1 die man mit ,strohschichten bedeckt4 ,die ,ksten werden mit dem salzhaltigen ,sand gefllt und ber denselben in jeden ,kasten ,seewasser gegossen4 ,indem dasselbe durch den ,sand sickert1 erhlt es ein specifisches ,gewicht von #a1ad bis #a1ag4 ,die ,dichte dieser ,soole wird mit ,hlfe dreier ,wachskugeln bestimmt1 die mit ,blei belastet sind4 ,die ,salzsieder zu ,avranchin halten ,soole von #a1af specifischem ,gewicht fr die zum ,abdampfen am meisten sich eignende4 ,das ,wasser wird in flachen viereckigen ,bleipfannen eingesotten4 ,whrend des ,siedens wird fleissig abgeschumt und von ,zeit zu ,zeit neues ,salzwasser nachgefllt1 bis das ,salz sich krystallisch auszuscheiden beginnt4 ,ist dieser ,zeitpunkt gekommen1 so setzt man noch eine kleine ,menge ,salzwasser hinzu1 um die ,bildung von neuem ,schaum zu bewirken1 welchen man wieder entfernt4 ,hierauf wird unter fortwhrendem ,umrhren die ,masse zur ,trockne gebracht4 ,die so erhaltene fein zertheilte1 aber hchst unreine ,masse wird in einem ,korb ber der ,siedepfanne aufgehngt4 ,durch die ,einwirkung der ,wasserdmpfe werden die zerfliesslichen ,salze -- ,chlormagnesium und ,chlorcalcium -- zum grssten ,theile entfernt4 ,darauf bringt man das ,salz in ein ,magazin1 dessen ,boden aus durch ,auslaugen gereinigtem1 trocknem und festgestampftem ,sand besteht4 ,hier vollendet sich die ,reinigung des ,salzes von den zerfliesslichen ,salzen1 wodurch es noch gegen #bj bis #bh ,proc4 an ,gewicht verliert4 ,das so erhaltene ,salz ist weiss und sehr rein4 #gjj bis #hjj ,liter ,salzwasser liefern1 je nach dem ,salzgehalt des angewendeten ,sandes1 #aej bis #bbe ,kilogr4 ,salz4 ,zu ,ulverstone in ,lancashire wendet man jetzt noch ein ,verfahren zur ,gewinnung des ,seesalzes aus dem ,meerwasser an1 welches dem franzsischen sehr hnlich ist4 ,eine andere ,methode ist zu ,lymington an der ,kste von ,hampshire1 so wie auf der ,insel ,wight gebruchlich2 sie besteht darin1 das ,seewasser durch natrliche ,verdampfung etwa bis zu #a_/f des ursprnglichen ,volumens zu concentriren und die erhaltene ,soole in gewhnlicher ,art in ,pfannen zu verdampfen4 ,das ,concentriren geschieht in den sogenannten ,sonnenwerken oder ,auswerken1 welche mit den gewhnlichen ,salzgrten bereinstimmen und sich von diesen nur dadurch unterscheiden1 dass das concentrirte ,meerwasser nicht bis zur ,ausscheidung des ,salzes in den ,bassins stehen bleibt4 ,in und bei ,liverpool gewinnt man den ,salzgehalt des ,meerwassers auf die ,weise1 dass man sich desselben zum ,auflsen des zu raffinirenden ,steinsalzes bedient4 ,das ,vortheilhafte dieses ,verfahrens ist einleuchtend1 wenn man erwgt1 dass dabei mindestens noch #b1c ,proc4 ,kochsalz aus dem ,meerwasser gewonnen werden knnen4 ,an der ,ostkste ,englands gestattet es der niedrige ,preis der ,steinkohlen1 das ,meerwasser durch unmittelbares ,versieden auf ,kochsalz zu benutzen1 ohne es vorher durch ,verdunstung zu concentriren4 ,aus den ,salzseen 7vergl4 ,seite #agf7 scheidet sich whrend der heissen ,jahreszeit ,salz mitunter in so grosser ,menge ab1 dass es wie eine ,kruste den ,boden bedeckt4 ,der ,eltonsee allein liefert jhrlich auf diese ,weise #bj ,millionen ,kilogr4 ,salz4 ,enorme ,mengen ,salz werden ferner aus dem merkwrdigen ,salt-,lake im von den ,mormonen bewohnten ,territorium ,utah in ,nordamerika gewonnen4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,steinsalzes4 ,das ,steinsalz ist sehr hufig von ,anhydrit1 ,thon und ,mergel begleitet4 ,nicht selten findet sich das ,steinsalz in unregelmssigen stockfrmigen ,massen eingeschlossen1 welche im ,wesentlichen aus ,thon bestehen 7,salzthon72 oder es werden die ,salzmassen durch ,mergellager 7,haselgebirge7 eingeschlossen und von anderen ,gebirgsarten getrennt4 ,im ,steinsalze selbst befinden sich zuweilen andere ,mineralien abgesondert1 so z4 ,b4 der ,brongniartin 7,na#b,,so#d ,ca,s,o#d7 bei ,villarrubia in ,spanien1 und die merkwrdigen ,mineralien des ,steinsalzlagers in ,stassfurt4 ,das ,steinsalzlager bei ,stassfurt ist mit einer ,decke von bitteren1 bunten und zerfliesslichen ,salzen1 sogenanntem ,abraumsalz 7aus #ee ,proc4 ,carnallit1 ,sylvin und ,kainit1 #be ,proc4 ,kochsalz1 #af ,proc4 ,kieserit und #d ,proc4 ,chlormagnesiumhydrat bestehend71 in einer ,dicke von nahezu #fe ,meter versehen1 welches ber #ab ,proc4 ,kali enthlt und dadurch fr die ,technik als neue und beraus wichtige ,kaliquelle auftritt4 ,die ,zusammensetzung des ,steinsalzes zeigt sich aus folgenden ,analysen3 ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,,iv4 ,v4 ,,vi4 ,chlornatrium #ajj1jj #ii1he #ii1ib #ii1dc #ih1ad #ii1fc ,chlorkalium -- -- -- -- ,spur #j1ji ,chlorcalcium -- ,spur -- #j1be -- #j1bh ,chlormagnesium ,spur #j1ae #j1jg #j1ab -- -- ,calciumsulfat -- -- -- #j1bj #a1hf -- ---------------------------------------- - #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,i4 ,weisses ,steinsalz von ,wieliczka1 ,,ii4 weisses und ,,iii4 gelbes ,steinsalz von ,berchtesgaden1 ,,iv4 von ,hall in ,tyrol1 ,v4 ,knistersalz von ,hallstadt1 ,,vi4 ,steinsalz von ,schwbischhall4 ,das sogenannte ,knistersalz1 welches zu ,wieliczka in krystallinisch-krnigen ,massen vorkommt1 hat die ,eigenthmlichkeit1 bei der ,auflsung in ,wasser unter kleinen ,detonationen ,gas zu entwickeln4 ,die mikroskopischen ,hhlen1 in denen sich das ,gas eingeschlossen befindet1 erleiden allmlig in dem ,maasse1 als das ,salz sich lst1 eine ,verdnnung ihrer ,wnde1 die das ,gas sehr bald befhigt1 die ,wnde unter ,explosion zu durchbrechen und zu entweichen4 ,das entweichende ,gas ist entzndlich4 ,es besteht aus comprimirten ,kohlenwasserstoffgasen1 welche1 wenn das ,knistersalz von unterirdischen ,wassern aufgelst1 zum ,theil als ,gas zum ,ausstrmen gelangen1 theils im verdichteten ,zustande als ,petroleum oder ,bergl ausfliessen4 ,beachtenswerth ist1 wie schon oben erwhnt1 das gleichzeitige ,vorkommen von ,petroleum und ,steinsalz an vielen ,orten4 ,die im ,stassfurter ,steinsalzlager sich findenden ,mineralien sind nach ,f4 ,bischof1 ,reichardt1 ,zincken u4 ,a4 folgende3 ,a ,chemische ,formel4 ,b ,in #ajj ,gewichtstheilen sind enthalten3 ,c ,spec4 ,gewicht d4 ,verbindung4 ,d #ajj ,gewichtstheile ,wasser lsen bei #ah-c_/d;,c4 ,e ,synonym und ,bemerkungen4 ,a ,b ,c ,d ,e ,anhydrit ,ca,s,o#d #ajj ,calciumsulfat4 #b1ifh #j1bj ,karste- nit4 #bf1hb ,magnesia4 fast ,boracit ,b#af,o#cj #fb1eg ,borsure4 #b1iaunls- ,stassfur- ,cl#b,mg#gaj1fa ,chlormagnesium4 lich4 tit4 #bf1gf ,chlorkalium4 ,carnallit ,k,mg,cl#c #cd1ej ,chlormagnesium4#a1fah #fd1e ,enthlt #f ,h#b,o #ch1gd ,wasser4 ,brom4 ,eisen- ,fe#b,o#c #ajj ,eisenoxyd4 #c1ce unls-,eisen- glimmer lich4 glanz4 ,eisen- rahm4 ,mg,s,o#d #hg1aj ,magnesium- #dj1i ,martin- ,kieserit ,h#b,o#ch sulfat4 #b1eag sit8 #ab1ij ,wasser4 #b;,ca,s,o#d #de1ah ,calciumsulfat4 zer- ,mg,s,o#d #ai1ic ,magnesium- #b1gbj setzt ,polyhalit ,k#b,,so#d sulfat4 sich #b;,h#b,o #bh1ij ,kaliumsulfat4 bei der #e1ii ,wasser4 ,aufl- sung4 ,steinsalz ,na,cl #ajj ,chlornatrium4 #b1bjj #cf1b ,scht- zellit4 ,sylvin ,k,cl #ajj ,chlorkalium4 #b1jbe #cd1e ,hvelit4 ,leopol- dit4 ,ca,cl#b #ba1ej ,chlorcalcium4 ,tach- #b,mg,cl#b #cf1ih ,chlormagnesium4#a1fga #afj1c hydrit #ab;,h#b,o #da1eb ,wasser4 ,k#b,,so#d #cf1cd ,kaliumsulfat4 ,kainit ,mg,s,o#d #be1bd ,magnesium- ,enthlt ,mg,cl#b sulfat4 ,brom4 #f;,h#b,o #ah1ie ,chlormagnesium4 #ai1dg ,wasser4 ,schnit ,k#b,,so#d #dc1ah ,kaliumsulfat4 oder ,mg,s,o#d #bi1he ,magnesium- ,pikro- #f;,h#b,o sulfat4 merit #bf1ig ,wasser4 #ch ,der sehr verschiedene ,wassergehalt1 der bei den ,analysen des ,kieserits gefunden wurde1 machen es nach ,rammelsberg nicht unwahrscheinlich1 dass dieses ,mineral ursprnglich wasserfrei ist4 ,der ,sylvin kommt ausser in ,stassfurt auch noch in grsster ,menge im ,hangenden des oberen ,salzthonlagers bei ,kalucz in ,galizien vor4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,steinsalzes4 ,das ,verfahren zur ,gewinnung des ,steinsalzes ist ein sehr verschiedenes1 je nachdem das ,steinsalz zu ,tage tritt oder durch ,schchte1 ,stollen1 ,schrfe oder ,bohrlcher entweder unter der ,erdoberflche oder unter einer ,gebirgsdecke vorkommt4 ,tritt das ,steinsalz zu ,tage1 so wird es steinbruchhnlich gewonnen und diese ,methode der ,gewinnung ist natrlich die einfachste und billigste4 ,ist aber die unterirdische bergmnnische ,gewinnung erforderlich1 so ist dieselbe um so kostspieliger1 in je grsserer ,tiefe das ,steinsalz lagert4 ,hufig ist aber nicht nur die ,tiefe der ,steinsalzlager unter der ,oberflche der ,erde1 sondern auch die ,beschaffenheit der ,ablagerung selbst1 auch wol die einmal eingefhrte ,art der ,benutzung des ,steinsalzes auf die ,wahl der ,gewinnungsart von ,einfluss4 ,oefters ist das ,steinsalz aus ,gemengen von ,steinsalz1 ,salzthon1 ,gyps1 ,dolomit etc4 zusammengesetzt2 das so verunreinigte ,steinsalz wrde als ,kochsalz nicht angewendet werden knnen1 sondern erst durch ,auflsen und ,versieden in ,siedesalz umgewandelt werden mssen4 ,im letzteren ,falle sucht man die ,frderungs- und ,auflsungskosten dadurch zu ersparen1 dass man der ,natur das ,geschft des ,auflsens auf der ,lagersttte selbst bertrgt und die gesttigte ,salzlsung zu ,tage frdert4 ,ob man durch ,schchte 7senkrechte ,gruben7 oder durch ,stollen 7horizontale ,gnge1 welche von aussen bis zu dem ,salzlager gefhrt werden7 am zweckmssigsten den ,sulzberg erreicht1 darber entscheidet nicht nur die ,tiefe desselben1 sondern auch die ,art des zu durchbrechenden ,gesteines und die ,mglichkeit1 zudringende ,wsser abzuleiten4 ,fr den ,bau auf ,steinsalz ist es ein hchst gnstiger ,umstand1 dass in das ,steinsalzgebirge so leicht kein ,wasser eindringt1 indem der das ,steinsalz umgebende ,salzthon das ,wasser zurckhlt und das massive ,steinsalz sich durch die entstehende gesttigte ,soole einen natrlichen ,schutzdamm gegen das eindringende ,wasser bildet4 ,nicht allein nur die unbedeutende ,menge des ,wasserzuflusses1 sondern auch das massenhafte ,vorkommen des ,steinsalzes1 dessen ,cohsionsverhltnisse es gestatten1 dass hangende ,steinsalz- und ,salzthonmassen keine ,untersttzung brauchen1 durch deren ,beschaffung die ,gewinnungsarbeiten1 z4 ,b4 bei den ,steinkohlen1 so bedeutend erschwert und vertheuert werden1 tragen zur ,erleichterung des ,bergbaues auf ,steinsalz wesentlich bei4 ,ist das ,gebirge1 welches das ,steinsalz bedeckt1 frei von ,spalten1 durch welche ,wasser eintreten kann1 so lassen sich ,steinsalzmassen auf weite ,strecken ausbrechen1 ohne den darber lagernden ,schichten eine ,sttze zu geben4 ,diese ,abbaumethode fhrt den ,namen ,glockenbau2 sie ist in den sdstlichen ,karpathenlndern gebruchlich4 ,eine andere ,abbaumethode ist der ,kammerbau1 bei welchem das ,steinsalz in durch mchtige ,pfeiler von einander getrennten ,rumen 7,kammern7 weggenommen wird4 ,sidenote3 ,gewinnung der ,salzsoolen4 ,die ,salzsoolen finden sich in der ,natur in den ,salzquellen4 ,in den letzten ,jahrzehnden hat man die ,natur dadurch untersttzt1 dass man sich den ,salzlagern1 welche die sssen ,quellen in ,salzquellen berfhrten1 durch ,bohrlcher zu nhern oder dieselben zu erreichen suchte4 ,die ,bohrlcher sind mithin knstlich dargestellte ,soolquellen von solcher ,reichhaltigkeit1 dass nach und nach die ,benutzung der schwachen natrlichen ,salzquellen berflssig wird4 ,der ,salzgehalt eines ,bohrloches ist begreiflicherweise am grssten1 wenn das ,steinsalzlager selbst erreicht worden ist2 in einzelnen ,fllen wird durch ein ,bohrloch eine ,anreicherung einer salzarmen ,soole herbeigefhrt4 ,um die natrlichen ,soolquellen zu gewinnen1 werden dieselben gefasst1 d4 h4 sie werden in einen ,schacht oder ,brunnen 7,soolbrunnen71 welcher zugleich als ,reservoir fr grssere ,mengen von ,soole dienen kann1 vereinigt4 ,da die meisten natrlichen ,soolen zu salzarm sind1 um sofort versotten werden zu knnen1 sondern erst durch den ,gradirprocess einen ,theil ihres ,wassergehaltes verlieren mssen1 so ist es beim ,heben der ,soole aus dem ,brunnen am vortheilhaftesten1 dieselbe sogleich auf die ,gradirhuser zu heben4 ,aelter als die ,gewinnung der gesttigten ,salzsoole mit ,hlfe von tiefen ,bohrlchern ist die ,darstellung der gesttigten ,soolen auf der ,salzlagersttte in den sogenannten ,sinkwerken1 ,whren oder ,sulzenstcken4 ,das lteste ,verfahren zum ,auslaugen des steinsalzhaltenden ,salzthones bestand darin1 in den ,salzthon eine ,grube oder eine ,cisterne auszugraben und diese mit ,wasser auszufllen4 ,nachdem das ,wasser alles ,salz aufgelst hatte1 wurde es ausgeschpft und in ,kesseln eingekocht4 ,das ausgelaugte ,gebirge heisst ,heidengebirge4 ,die aus den ,sinkwerken abgelassene ,soole bleibt in ,reservoiren zum ,abklren einige ,tage ruhig stehen1 ehe sie versotten wird4 ,von der ,bereitung gesttigter ,soolen in den ,sinkwerken unterscheidet sich die ,gewinnung zahlreicher oder gesttigter ,soolen mit ,hlfe von ,bohrlchern4 ,diese ,soole stammt entweder von einer fliessenden ,salzquelle oder einem ,soolreservoir im ,steinsalzgebirge oder endlich davon her1 dass ,grubenwasser oder absichtlich eingeleitetes ,tagewasser ,steinsalz im ,gebirge auflste4 ,es ist einleuchtend1 dass ein jedes ,bohrloch als der senkrechte ,schenkel einer communicirenden ,rhre1 deren anderer ,schenkel durch gegen den ,horizont geneigte ,quellen gebildet wird1 in der ,that ein artesischer ,brunnen ist2 diese ,quellen werden durch das ,bohrloch frher mit der ,erdoberflche in ,verbindung gesetzt1 als es bei dem natrlich fortgesetzten ,laufe der ,quellen geschehen sein wrde4 ,die zur ,hebung der ,soole erforderliche ,kraft ist von der ,hhe abhngig1 bis zu welcher die ,quelle im ,bohrloche aufsteigt4 ,ist die ,steigkraft so gross1 dass sich das ,wasser nicht nur bis zur ,mndung des ,bohrloches1 sondern durch aufgesetzte ,rhren noch ber die ,erdoberflche erheben wrde1 so wird die hebende ,kraft in der ,pumpe 7das ,einsetzen und ,bewegen eines ,kolbens7 berflssig4 ,die aus den ,bohrlchern gehobene ,soole ist meist durch ,schlammtheilchen von ,salzthon oder von ,gyps getrbt4 ,die ,soole muss deshalb in den ,reservoirs einige ,zeit zum ,abklren stehen bleiben1 ehe sie zum ,sieden verwendet wird4 ,zum ,fortleiten der ,soole wendet man hlzerne und gusseiserne ,rhren1 frher auch ,bleirhren an4#ci #ci ,in ,berchtesgaden wird die berschssige ,sinkwerkssoole nach ,reichenhall geleitet1 mit der dortigen ,quellsoole gattirt und auf den drei ,salinen ,reichenhall1 ,traunstein und ,rosenheim auf ,salz verarbeitet4 ,die ,lnge der ,soolenleitung von ,berchtesgaden ber ,reichenhall nach ,rosenheim betrgt #ab1e deutsche ,meilen1 wozu noch eine fast #a1e ,meilen lange ,rhrenleitung vom ,theilungspunkte bei ,hammer bis nach ,traunstein kommt1 so dass eine fast #ad ,meilen lange ,rhrenfahrt erforderlich gewesen1 um die ,verbindung zwischen smmtlichen sdbayerischen ,salinen zu ,stande zu bringen4 ,man theilt je nach der ,art der ,verunreinigung die ,soolen in zwei ,klassen1 die ,soolen erster ,klasse sind mit schwefelsauren ,salzen 7,bittersalz1 zuweilen auch ,glaubersalz7 und mit ,chlormagnesium verunreinigt1 die ,soolen zweiter ,klasse enthalten neben dem ,kochsalz ,chlorcalcium und ,chlormagnesium4 ,die ,soolen1 besonders diejenigen1 welche durch ,torfgrnde oder ,braunkohlenlager fliessen oder in einem solchen ,terrain zu ,tage treten1 enthalten frbende organische ,substanzen 7,humussure1 ,quellsure1 ,quellsatzsure74 ,sidenote3 ,darstellung des ,kochsalzes aus den ,soolen4 ,die ,gewinnung des ,kochsalzes aus den ,soolen zerfllt in zwei ,operationen3 a7 in die ,anreicherung der ,soolen ,greek3 a7 durch ,erhhung des ,salzgehaltes1 ,greek3 b7 durch ,verminderung des ,wassergehaltes2 b7 in das ,versieden der siedewrdigen ,soole4 ,sidenote3 ,die ,anreicherung der ,soolen4 ,die natrlichen ,soolquellen enthalten selten so viel ,kochsalz1 dass sie siedewrdig erscheinen4 ,es folgt daraus die ,nothwendigkeit1 ihren ,salzgehalt zu erhhen 7die ,soole anzureichern71 was entweder 7,greek3 a7 geschehen kann durch ,auflsen von ,salz 7,steinsalz71 welches im natrlichen ,zustande oft nicht zu verwenden ist und deshalb dem ,reinigungsprocess unterworfen werden muss1 oder 7,greek3 b7 durch ,verminderung des ,wassergehaltes ohne ,anwendung von ,brennmaterial4 ,ob das ,anreicherungsmittel ,steinsalz oder ,meersalz oder gesttigte knstliche ,salzsoole2 ob ferner das ,auflsungsmittel schwache ,quellsoole oder ,meerwasser oder eine nicht gesttigte ,bohrlochs- oder ,sinkwerkssoole ist1 hat auf die ,bereitung der ,soole keinen ,einfluss4 ,bedient man sich zur ,anreicherung der ,quellsoole zugleich des ,steinsalzes und der ,gradirung1 so ist es am zweckmssigsten1 das zur ,anreicherung anzuwendende ,steinsalz unter die ,dornenwnde des letzten ,gradirfalles zu bringen4 ,sidenote3 ,durch ,gradiren4 ,die ,anreicherung einer ,soole durch ,verminderung des ,wassergehalts heisst das ,gradiren der ,soole4 ,diese ,anreicherung kann geschehen durch ,frostklte 7,eisgradirung7 oder durch ,verdunsten des ,wassers 7eigentliche ,gradirung74 ,die eigentliche ,gradirung durch ,verdunstung eines ,theiles des ,wassers ist a7 ,sonnengradirung1 b7 ,tafelgradirung1 c7 ,dach- oder ,pritschengradirung1 d7 ,trpfelgradirung4 ,die ,sonnengradirung wird bei der ,gewinnung des ,seesalzes in den ,salzgrten angewendet und geschieht auch in den ,salzseen ,russlands1 aus welchen des ,salz blos durch ,verdunsten des ,wassers mittelst der ,sonnenwrme ausgeschieden wird4 ,setzt man die ,sonnengradirung bis zur ,aussonderung des ,salzes fort1 so nennt man das so erhaltene ,salz ,sonnensalz4 ,die ,tafelgradirung1 eine zu ,reichenhall versuchsweise angewendete ,verdunstungsmethode1 besteht darin1 die zu gradirende ,soole langsam aus staffelfrmig unter einander gestellten ,reihen von ,kasten herabfliessen zu lassen4 ,die ,soole wird also bis in die oberste ,reihe von ,kasten gehoben1 luft aus dieser in die zweite ,reihe1 dann in die dritte1 vierte ,reihe u4 s4 f41 bis sie endlich in die unterste ,kastenreihe gelangt1 aus welcher die ,soole in ein ,bassin luft1 um entweder zur ,siedung abgegeben zu werden oder noch einmal zur weiteren ,concentration die ,kastenreihe durchzumachen4 ,die ,vorzge der ,tafelgradirung vor der ,sonnengradirung sollen darin bestehen1 dass der ,abdampfungsprocess beschleunigt wird4 ,die ,dach- oder ,pritschengradirung ist keine besondere ,gradirmethode1 sondern es ist die ,bedachung der ,soolenbehlter nebenbei dazu benutzt worden1 die in das ,reservoir zu leitende ,soole auf der geneigten ,flche1 welche die ,bedachung der ,behlter bildet1 langsam niederfliessen zu lassen4 ,an hellen ,sonnentagen kann die dadurch bewirkte ,anreicherung der ,soole eine sehr bedeutende sein4 ,man hat ferner eine ,seil- oder ,strickgradirung vorgeschlagen1 bei welcher die ,soole an ,seilen herabrinnt4 ,werden anstatt der ,seile ,streifen aus ,leinwand angewendet1 so heisst die ,gradirung ,coulissengradirung4 ,sidenote3 ,dorn- oder ,trpfelgradirung4 ,die wichtigste ,gradirung ohne ,feuer ist die ,trpfel- oder ,dorngradirung4 ,die ,gradirhuser oder ,leckwerke haben ,dornwnde1 aus ,balkengersten bestehend1 deren ,zwischenrume mit ,dornen 7,schwarzdorn oder ,schlehdorn1 ,prunus spinosa7 ausgelegt sind4 ,jede ,gradirwand1 deren ,lnge sich nach der ,grsse der ,saline richtet1 steht mit ihrem ,fusse ber einem aus ,bohlen construirten wasserdichten ,behlter 7dem ,sumpfe1 ,bassin oder ,hlter71 welcher die an den ,dornen herabrinnende gradirte ,soole aufzunehmen bestimmt ist4 ,der obere ,theil der ,gradirhuser ist zuweilen mit einem ,dache versehen1 hufig auch nicht4 ,auf dem ,gradirhause luft der ganzen ,lnge nach ein wasserdichter ,kasten 7der ,tropfkasten oder ,soolkasten71 der die zum ,gradiren bestimmte ,soole aufnimmt4 ,der ,tropfkasten ist mit ,tropfhhnen versehen1 aus welchen die ,soole in ,rinnen1 an denen ,einschnitte sich befinden1 luft2 aus diesen ,einschnitten gelangt die ,soole auf die ,dornen4 ,die ,grsse des ,soolenabflusses aus den ,tropfhhnen wird durch das ,stellen der ,hhne regulirt4 ,die sogenannte ,geschwindstellung ist eine ,umstellungsvorrichtung1 welche den ,zweck hat1 die ,soole bei genderter ,richtung des ,windes auf die entgegengesetzte ,seite der ,dornwnde zu leiten4 ,die bewegenden ,krfte auf den ,salinen zum ,aufbringen der ,soole auf die ,gradirhuser1 so wie zur weiteren ,fortleitung der gefallenen ,soole sind ,wasserrder1 ,gpel1 ,dampfmaschinen und ,windmhlen4 ,man lsst die ,soole wiederholt von den ,gradirwerken herabfallen4 ,die ,soole kann durch das ,gradiren bis zu #bf ,proc4 ,salzgehalt angereichert werden1 obgleich eine solche ,lthigkeit auf wenigen ,salinen erreicht wird4 ,die ,trpfelgradirung ist nicht nur ein ,anreicherungsprocess1 sondern auch ein ,reinigungsprocess1 indem ein ,theil des ,rohsalzgehaltes der ,soole1 der nicht ,kochsalz ist1 auf den ,dornen der ,wnde als ,dornstein zurckbleibt4 ,die ,beschaffenheit dieses ,steines hngt zwar von der ,zusammensetzung der ,quellsoole ab1 doch ist seine ,zusammensetzung ziemlich bereinstimmend4 ,meist besteht er nur aus ,gyps und auf dem ersten ,soolfalle aus ,calciumcarbonat1 wenn die ,soole viel ,calciumbicarbonat aufgelst enthielt4 ,wenn nach einigen ,jahren der ,dornstein zu stark wird1 mssen die ,dornen herausgenommen und durch frische ersetzt werden4 ,der ,dornstein wird im getrockneten und gemahlenen ,zustande als ,dngemittel verwendet4 ,in den ,smpfen1 welche die gradirte ,soole aufnehmen1 setzt sich ein dicker ,schlamm ab1 ,zunder oder ,sinter genannt4 ,er besteht aus ,gyps1 ,calciumcarbonat und ,eisenoxydhydrat4 ,die ,trpfelgradirung hat in neuerer ,zeit1 seitdem die ,bohrlcher fast allenthalben siedewrdige ,soole liefern1 viel von ihrer ,bedeutung eingebsst4 ,sidenote3 ,das ,versieden derm ,soole4 ,die ,aufgabe des ,siedeprocesses ist1 das ,maximum an reinem und trocknem ,salze mit dem ,minimum an ,brennstoff aus einer gegebenen ,soole darzustellen4 ,die ltesten ,siedeeinrichtungen waren kesselartige ,gefsse4 ,gegenwrtig wendet man ,siedepfannen aus zusammengenieteten gehmmerten ,eisenblechplatten an1 deren ,lnge #aj ,meter1 deren ,tiefe #j1f ,meter betrgt4 ,sie ruhen theils auf gemauerten ,pfeilern1 theils auf den ,mauern1 wodurch zugleich der ,zug bedingt wird4 ,die ,pfannen sind mit einem ,dampfmantel 7,brodemfang7 versehen1 welcher oberhalb des ,daches ausmndet und die ,wasserdmpfe in die ,luft fhrt4 ,die ,soole1 welche man in die ,siedepfanne bringt1 enthlt1 je nachdem sie gradirte ,quellsoole oder ,bohrsoole ist1 #ah bis #bf ,proc4 ,salz2 die ,pfannen werden damit bis zur ,hhe von #j1c ,meter angefllt4 ,in vielen ,salinen zerfllt der ,siedeprocess in zwei ,abtheilungen3 a7 in die ,wasserverdampfung bis zur ,sttigung der ,soole in der ,siedehitze 7das ,stren71 b7 in die ,wasserverdampfung von der siedend gesttigten ,soole1 damit das ,salz sich krystallinisch abscheide 7das ,soggen1 ,soogen oder ,socken74 ,das ,sieden wird ununterbrochen mehrere ,wochen fortgesetzt4 ,es sondert sich dabei ,gyps und schwefelsaures ,natrium theils als ,schaum1 welcher abgenommen wird1 theils als ,absatz aus1 welchen man mit einer ,krcke herausschafft4 ,sobald sich auf der ,oberflche der siedenden ,soole eine ,salzhaut bildet1 hat die ,soole die ,gare erreicht und man schreitet zum ,soggen des ,salzes4 ,whrend der ,periode des ,soggens wird die ,temperatur der ,flssigkeit auf #ej erhalten4 ,dabei fllt nun die entstandene ,salzhaut aus der ,soole in kleinen ,krystallen zu ,boden1 es bildet sich eine neue ,haut u4 s4 f41 bis sich endlich keine oder nur eine sehr schwache ,salzhaut erzeugt4 ,von nun an wird das gesoggte ,salz ausgewirkt1 d4 h4 mit ,schaufeln 7,soggestielen7 herausgenommen und in konische ,krbe aus ,weidengeflecht 7,salzkrbe7 gebracht1 die man auf einem an dem ,brodemfang angebrachten ,gerste abtropfen lsst1 bis nichts mehr abfliesst1 worauf man das ,salz in der ,trockenkammer 7,darrstube71 welche auf dem ,bodenraume des ,siedehauses 7der ,salzkothe7 angebracht sind1 trocknet und zuletzt in ,fsser oder ,tonnen bringt4 ,die ,menge der ,mutterlauge1 welche nach ,ablauf einer ,siedeperiode von zwei1 drei oder mehreren ,wochen zurckbleibt1 ist1 mit der ,menge der versottenen ,soole verglichen1 eine sehr geringe4 ,frher wurde sie meist weggegossen oder zu ,bdern gebraucht4 ,gegenwrtig bereitet man daraus ,chlorkalium1 schwefelsaures ,natron1 schwefelsaure ,magnesia1 knstliches ,bitterwasser1 auf einzelnen ,salinen 7,schnebeck und ,kreuznach7 auch ,brom4 ,begreiflicherweise erhlt man aus einer ,soole niemals die ,salzmenge1 welche man nach dem ,salzgehalte der eingelassenen ,soole erhalten sollte1 indem theils fremdartige ,stoffe als ,pfannenstein beim ,sieden abgeschieden werden1 theils ein gewisser ,theil des ,salzes in der ,mutterlauge bleibt4 ,hierin und in dem ,verlust1 welcher aus dem mechanischen ,verstreuen des ,salzes bei den ,arbeiten des ,wirkens und dem ,transportiren des ,salzes nach den ,trockenstuben und nach den ,magazinen sich zeigt1 besteht der ,siedeverlust4 ,dieser betrgt in den ,salinen zu ,reichenhall #h ,procent1 ,traunstein #h ,rosenheim #h ,schnebeck #i1be ,bei ,soole aus ,bohrlchern ist er zwar geringer1 doch betrgt er auch hier noch #d bis #f ,procent4 ,sidenote3 ,denaturirung des ,salzes4 ,in ,folge des monopolistischen ,zwanges1 welchem das ,kochsalz bei der ,gewinnung und dem ,verkaufe 7bis #ahfg7 unterworfen war1 kommt es vor1 dass das ,kochsalz absichtlich durch die ,administration verunreinigt 7denaturirt7 wird1 damit es zu dem innerlichen ,gebrauche untauglich werde und nur zu technischen ,zwecken oder als ,viehsalz 7,lecksalz7 oder endlich als ,dngemittel ,anwendung finde4 ,nach der ,bestimmung des deutschen ,zollbundesrathes vom #h4 ,mai #ahfh ber die ,salzdenaturirung sind in smmtlichen ,zollvereinsstaaten als ,mischungsmittel bestimmt worden3 fr ,vieh- und ,dngsalz #a_/d ,proc4 ,eisenoxyd oder ,rthel 7eisenschssiger ,thon71 ausserdem #a ,proc4 ,pulver von unvermischtem ,wermuthkraut wenn ,siedesalz1 und wenn ,steinsalz fr ,viehsalzbereitung verwendet wird1 #a_/b ,proc4 desselben ,pulvers4 ,das ,wermuthpulver kann auch durch die doppelte ,menge ,heuabflle in vllig zerkleinertem ,zustande theilweise ersetzt werden1 und zwar so1 dass zum ,siedesalze mindestens noch #a_/d1 zum ,steinsalz mindestens noch #a_/h ,proc4 ,wermuthpulver verwendet werden muss4 ,auch darf bei ,steinsalz1 statt #a_/b ,proc4 ,wermuthpulver1 #a_/d ,proc4 ,holzkohle zugefgt werden4 ,die ,denaturirung aber des zu gewerblichen ,zwecken bestimmten ,salzes hat zu geschehen durch ,beimischung von #e ,proc4 calcinirtem oder mit #aa ,proc4 krystallisirtem ,glaubersalz1 oder endlich mit #e ,proc4 ,kieserit und #a_/b ,proc4 gemahlener ,holzkohle oder ,asche4 ,ausserdem sind mit ,genehmigung fr chemische ,fabriken1 ,seifensiedereien1 ,gerbereien etc4 auch andere fr sie besonders passende ,denaturirungsmittel zulssig4 7,im ,grossherzogthum ,hessen nimmt man seit #ahgj zum ,denaturiren des ,salzes zum ,eisenfrischen #aj ,proc4 ,braunstein oder #c ,proc4 conc4 ,schwefelsure mit #d ,th4 ,wasser2 fr die ,feilenfabrikation #e ,proc4 ,klauenmehl oder #b-a_/b ,proc4 ,klauenmehl mit #b-a_/b ,proc4 ,photogen oder #cc-a_/c ,proc4 ,lederpulver47 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,kochsalzes4 ,das ,kochsalz krystallisirt in farblosen ,wrfeln oder in einer ,form1 die sich auf die ,wrfelform zurckfhren lsst4 ,nach der ,grsse der ,wrfel unterscheidet man grob-1 mittel- und feinkrniges ,salz1 ferner ,salz von mildem und von scharfem ,korn4 ,ersteres besteht aus vollkommen ausgebildeten ,wrfeln und fhlt sich daher rauh und scharf an4 ,das milde ,salz besteht zum ,theil aus kleinen tafelfrmigen und spiessigen ,krystallen und lsst sich mit der ,hand zusammenballen1 whrend das ,salz von grobem und scharfem ,korn auseinanderfllt1 sobald der ,druck nachlsst4 ,die ,grsse der ,krystalle hngt von der ,zeit ab1 in der die ,verdampfung der ,soole erfolgt1 man hat demnach in der ,beschleunigung und ,verzgerung des ,abdampfprocesses ein einfaches ,mittel1 ,salz von beliebiger ,korngrsse darzustellen4 ,soll ,salz von grobem ,korne dargestellt werden1 so muss das ,niedersinken der auf der ,oberflche der ,soole sich ausscheidenden ,krystalle durch ,ruhigstehenlassen der ,flssigkeit verzgert werden4 ,das sogenannte ,sonntagssalz1 welches whrend des ,sonntags und der ,feiertage1 an denen nicht gesoggt wird1 in den ,pfannen sich abscheidet1 ist ein derartiges grobkrniges ,salz4 ,vollkommen reines ,kochsalz ist nicht hygroskopisch2 in dem gewhnlichen ,siedesalz sind es auch nur die ,beimengungen von ,chlormagnesium und ,chlorcalcium1 welche das ,salz hygroskopisch machen4 ,der ,wassergehalt des ,salzes betrgt #b1e-e1e ,proc4 ,beim ,erhitzen des ,kochsalzes bis zur ,glhhitze verknistert oder decrepitirt es1 indem die zwischen den ,lamellen der ,krystalle eingeschlossene ,mutterlauge ,wasserdmpfe entwickelt und die ,krystalle zersprengt4 ,in der hellen ,rothglhhitze schmilzt das ,salz zu einer farblosen lartigen ,flssigkeit1 in der ,weissglhhitze verflchtigt es sich unverndert4 ,das ,kochsalz ist leicht lslich in ,wasser1 #ajj ,theile ,wasser lsen bei #ab ,c4 #ce1ia ,theile ,kochsalz4 ,es ist eine ,eigenthmlichkeit des ,kochsalzes1 von heissem ,wasser nicht in bedeutend grsserer ,menge aufgelst zu werden1 als in kaltem4 ,um das ,verhltniss des ,kochsalzes zum ,wasser in einer ,soole auszudrcken1 braucht man den ,ausdruck ,lthigkeit oder ,procentigkeit4 ,eine #aelthige ,soole besteht mithin in #ajj ,gewichtstheilen aus #ae ,gewichtstheilen ,kochsalz und #he ,theilen ,wasser4 ,die ,grdigkeit der ,soole bezeichnet die ,gewichtsmenge ,wasser der ,soole1 welche #a ,gewichtstheil ,kochsalz enthlt1 so ist eine #ae1f;grdige ,soole eine solche1 in welcher #a ,gewichtstheil ,kochsalz von #ae1f ,gewichtstheilen ,wasser in ,lsung gehalten wird4 ,die ,pfndigkeit der ,soole drckt die ,salzmenge in ,pfunden aus1 welche in einem ,kubikfuss ,soole enthalten ist4 ,die ,lthigkeit einer ,soole lsst sich aus dem specifischen ,gewichte nach folgender von ,gerlach 7#ahei7 revidirten ,tabelle ermitteln3 ---------------------------------------- ------------------------ ,lthigkeit4 ,spec4 ,lthigkeit4 ,spec4 ,lthigkeit4 ,spec4 ,gewicht4 ,gewicht4 ,gewicht4 #a #a1jjge #g1e #a1jefe #af #a1abjf #a1e #a1jaac #h #a1jfjc #ag #a1abhb #b #a1jaea #h1e #a1jfda #ah #a1aceg #b1e #a1jahh #i #a1jfgi #ai #a1adcc #c #a1jbbf #i1e #a1jgaf #bj #a1aeaj #c1e #a1jbfd #aj #a1jged #ba #a1aeic #d #a1jcjb #aj1e #a1jgib #bb #a1afge #d1e #a1jcci #aa #a1jhbi #bc #a1ageh #e #a1jcgg #aa1e #a1jhfg #bd #a1ahdj #e1e #a1jdae #ab #a1jije #be #a1aibb #f #a1jdeb #ac #a1jihj #bf #a1bjji #f1e #a1jdij #ad #a1ajee #bf1ci #a1bjdc #g #a1jebf #ae #a1aaca ,sidenote3 ,anwendung des ,kochsalzes4 ,die beraus wichtige und ausgedehnte ,anwendung des ,kochsalzes ist so bekannt1 dass es hier eines nheren ,eingehens darauf kaum bedarf4 ,ausser als ,nahrungsmittel 7ein ,mensch von #ge ,kilogr4 ,gewicht enthlt #j1e ,kilogr4 ,kochsalz und braucht jhrlich #g1ge ,kilogr47 dient das ,kochsalz zu ,zwecken der ,agricultur und ,viehzucht1 zur ,bereitung der ,soda1 des ,chlors1 des ,salmiaks1 in der ,weissgerberei 7zur ,bereitung der ,alaunbeize71 in der ,loh- oder ,rothgerberei 7beim ,schwitzen der ,hute71 zur chlorirenden ,rstung der ,silbererze 7in der ,amalgamation und in dem ,verfahren der ,silbergewinnung von ,augustin71 bei der ,aluminiumfabrikation1 zur ,darstellung des ,natriums1 zum ,salzen der ,brunnen1 zum ,aussalzen der ,seife1 zum ,glasiren von ,thongeschirren 7schmilzt man ,kochsalz mit eisenhaltigem ,thon zusammen1 so oxydirt sich das ,natrium auf ,kosten des ,eisens zu ,natron1 welches sich mit der ,thonerde und ,kieselerde zu ,glasur verbindet1 whrend das ,eisen sich mit dem ,chlor als ,chloreisen verflchtigt71 zum ,conserviren von ,schiffsbauholz und ,eisenbahnschwellen1 zum ,einsalzen der ,fische1 des ,fleisches und der ,butter 7es hlt sich ,butter mit ,kochsalz unter ,zusatz von #b ,proc4 ,chlorcalcium gesalzen1 weit besser als mit reinem ,salz gesalzene2 die ,anwendung geschieht so1 dass man das ,kochsalz mit einer sehr concentrirten ,lsung des ,chlorcalciums befeuchtet74 ,die jhrliche ,produktion an ,salz betrug #ahgj in ,england #cb1djj1jjj ,ctr4 ,russland #bj1jjj1jjj ,oesterreich #aj1jjj1jjj ,frankreich #aj1ejj1jjj ,italien #e1jjj1jjj ,portugal und ,spanien #ad1jjj1jjj ,zollverein #aj1jjj1jjj ,norddeutscher ,bund #g1e ,mill4 ,ctr4 ,sddeutschland#dj #b1e ,schweiz #fjj1jjj #dj ,das ,knigreich ,bayern producirt jhrlich an ,stein- und ,siedesalz in ,berchtesgaden #aej1jjj ,ctr4 ,reichenhall #bjj1jjj ,traunstein #bjj1jjj ,rosenheim #bge1jjj ,die ,sodafabrikation4 7,soda oder ,natriumcarbonat1 ,na#b;,,co#c #ajf4 ,in #ajj ,th4 #eh1e ,th4 ,natron und #da1e ,th4 ,kohlensure47 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,alle ,soda1 deren sich die ,industrie bedient1 hat dreierlei ,ursprung1 sie ist nmlich entweder ,greek3 a7 natrliche ,soda1 oder ,greek3 b7 aus ,vegetabilien 7der ,zuckerrbe und den ,sodapflanzen und ,seealgen7 stammende1 oder endlich ,greek3 g7 auf chemischem ,wege dargestellte ,soda1 indem man gewisse in der ,natur massenhaft vorkommende ,natriumverbindungen 7,steinsalz1 ,glaubersalz1 ,natriumsalpeter1 ,kryolith7 unter gleichzeitiger ,gewinnung von ,nebenprodukten 7z4 ,b4 ,salzsure1 ,chlorkalk1 ,schwefel1 ,kaliumnitrat1 ,alaun1 ,natriumaluminat7 in ,soda berfhrt4 ,greek3 a7 ,natrliche ,soda4 ,sidenote3 ,vorkommen der natrlichen ,soda4 ,in der ,natur findet sich die ,soda als ,bestandtheil vieler ,mineralquellen1 z4 ,b4 der zu ,karlsbad#da1 der zu ,burtscheid bei ,aachen1 zu ,vichy in ,frankreich1 des ,geisers auf ,island1 ferner als ,auswitterung an vulkanischen ,gesteinen1 z4 ,b4 ,trass1 aber auch ,gneuss 7so bei ,bilin in ,bhmen71 so wie als anderthalb-kohlensaures ,natrium 7,natrium-,pyrocarbonat ,c#c,o#h,na#d #c;,h#b,o7 in grosser ,menge und zwar aufgelst im ,wasser der sogenannten ,natronseen4 ,aegypten1 ,centralafrika 7besonders in der ,provinz ,munio des ,knigreichs ,bornu1 wie ,dr4 ,barth angiebt71 die ,ebenen lngs des kaspischen und schwarzen ,meeres1 ,californien 7so der ,owen ,lake71 ,mexiko und mehrere sdamerikanische ,staaten haben solche ,seen aufzuweisen4 ,in der grossen ungarischen ,ebene wittert in der heissen ,jahreszeit kohlensaures ,natrium als krystallinische ,salzdecke1 rohe ,soda oder ,szks aus1 welche eingesammelt und in den ,handel gebracht wird#db4 ,die gyptische ,soda fhrt den ,namen ,trona 7daher der ,name ,natron74 ,in ,columbia gewinnt man ,soda1 dort zu ,lande ,urao genannt1 aus einem ,see1 der #dh engl4 ,meilen von der ,stadt ,merida entfernt und in einem kleinen ,thal liegt1 welches von den ,eingeborenen ,la ,lagunilla genannt wird4 ,in der heissen ,jahreszeit krystallisirt die ,urao aus dem ,wasser heraus1 welches von ,tauchern mit ,lebensgefahr von dem #c ,meter tiefen ,boden des ,salzsees heraufgeholt wird4 ,die ,gewinnung des ,salzes dauert ungefhr zwei ,monate und bringt ungefhr #afjj ,ctr4 ,unter der spanischen ,regierung1 welche die ,urao eben so wie den ,tabak zum ,monopol gemacht hatte1 wurde diese ,soda zu ,venezuela zur ,bereitung des ,mo oder eingedickten ,tabaksaftes verwendet4 ,in jngster ,zeit ist ein1 wie man behauptet1 unerschpfliches ,lager von natrlicher ,soda in ,virginien aufgefunden worden#dc4 #da ,die ,karlsbader ,quelle frdert jhrlich gegen #acc1gjj ,ctr4 kohlensaures ,natrium zu ,tage4 #db ,die ,einsammlung der ,szks in ,ungarn1 welche im ,jahre #aheb noch gegen #ag1jjj ,ctr4 betrug1 machte im ,jahre #ahfa #hjjj ,ctr41 #ahfd #fjjj ,ctr4 und im ,jahre #ahfi kaum noch #eejj ,ctr4 aus4 #dc ,vergl4 ,chemical ,news #ahgj ,nr4 #ech p4 #abi4 ,wahrscheinlich entsteht das kohlensaure ,natrium der ,natronseen durch ,zersetzen des ,kochsalzes mittelst kohlensauren ,kalkes2 mglicherweise bildet es sich auch aus dem schwefelsauren ,natrium1 das durch die ,einwirkung organischer ,substanzen zu ,schwefelnatrium reducirt wird1 welches sich durch die im ,wasser gelste ,kohlensure in anderthalb-kohlensaures ,natrium umwandelt4 ,die natrliche ,soda wird selten exportirt1 sondern in den ,lndern verwendet1 in welchen sie producirt wird1 mit ,ausnahme der gyptischen ,trona1 die in erheblichen ,mengen nach ,venedig geht1 um dort bei der ,fabrikation von ,glasperlen ,verwendung zu finden4 ,im ,handel findet sie sich meist mit ,wstensand vermischt und in ,ziegelform gebracht4 ,greek3 b7 ,aus ,vegetabilien stammende ,soda 7,sodaasche74 ,sidenote3 ,soda aus den ,sodapflanzen und der ,zuckerrbe4 ,eben so wie die ,binnenpflanzen aus dem ,boden von den ,alkalien hauptschlich ,kali aufnehmen1 das man als ,kaliumcarbonat in der ,asche dieser ,pflanzen trifft 7siehe ,potasche71 enthalten die am ,meeresgestade1 im ,meere selbst1 in ,salzsteppen u4 s4 w4 wachsenden ,pflanzen unter ihren anorganischen ,bestandtheilen mehr oder weniger ,natrium 7an ,schwefelsure1 sowie an organische ,suren7 gebunden1 welche ,verbindungen beim ,verbrennen und ,auslaugen der ,asche 7unter ,mitwirkung des in der ,asche befindlichen ,kalkes7 kohlensaures ,natrium geben4 ,ausser den im ,meere selbst vegetirenden ,fucusarten sind es besonders die ,gattungen ,salsola1 ,atriplex1 ,salicornia etc41 welche zur ,fabrikation von ,soda verwendet und zu diesem ,zwecke in gewissen ,gegenden cultivirt werden4 ,um aus diesen ,pflanzen die ,soda zu gewinnen1 werden dieselben abgemht1 die ,fucusarten zur ,ebbezeit ans ,land gebracht und am ,strande getrocknet4 ,diese ,pflanzen werden darauf in ,gruben zu ,asche verbrannt4 ,die ,hitze steigert sich dabei so sehr1 dass die ,asche in ,fluss gerth und nach dem ,erkalten eine harte1 graubraune1 schlackenartige ,masse darstellt4 ,die ,masse fhrt den ,namen rohe ,soda oder ,sodaasche4 ,der ,gehalt der rohen ,soda an ,natriumcarbonat ist sehr verschieden2 er variirt von #c-cj ,procent4 ,man verarbeitet sie durch ,auslaugen und ,abdampfen der ,lauge4 ,je nach den verschiedenen ,lndern und den verschiedenen ,gewinnungsarten unterscheidet man folgende ,sodasorten3 a7 ,barilla1 ,soda von ,alicante1 ,malaga1 ,cartagena1 den canarischen ,inseln2 man gewinnt sie aus der ,barilla 7,salsola soda71 welche an der spanischen ,kste angebaut wird4 ,sie enthlt #be bis #cj ,proc4 ,natriumcarbonat4 b7 ,salicor oder ,soda von ,narbonne1 durch ,verbrennen von ,salicornia annua erhalten1 welche ,pflanze man ausset und nach der ,samenentwickelung erntet1 enthlt #ad ,proc4 ,natriumcarbonat4 c7 ,blanquette oder ,soda von ,aigues-mortes1 aus den zwischen ,aigues-mortes und ,frontignan vorkommenden ,strandpflanzen3 ,salicornia europaea1 ,salsola tragus1 ,salsola ,kali1 ,statice limonium1 ,atriplex portulacoides etc4 dargestellt1 enthlt nur #c-h ,proc4 ,natriumcarbonat4 d7 ,der ,blanquette-,soda etwa gleichwerthig ist die im sdlichen ,russland viel gebrauchte ,araxessoda1 welche in ,armenien im ,districte ,scharus auf der ,araxeshochebene dargestellt wird4 e7 ,noch geringer als die vorstehende ,sorte ist die ,vareksoda 7,tangsoda71 welche in der ,normandie und in der ,bretagne aus verschiedenen ,tangen1 besonders dem ,blasentang 7gomon1 fucus vesiculosus7 bereitet wird4 f7 ,mit der ,vareksoda ziemlich gleichwerthig ist der ,kelp1 den man an den westlichen ,ksten ,grossbritanniens 7in ,schottland1 ,irland und auf den ,orkneyinseln7 aus verschiedenen ,salsola- und ,tangarten 7,fucus serratus und ,f4 nodosus1 ferner ,laminaria digitata71 hier und da wie z4 ,b4 auf der ,insel ,jersey aus ,seegras 7,zostera marina7 darstellt4 #dhj ,ctr4 getrocknete ,see- und ,strandpflanzen liefern gegen #bj ,ctr4 ,kelp und diese nur #ej-ajj ,pfund ,natriumcarbonat4 ,trotz des so geringen ,sodagehaltes waren vor der ,einfhrung der ,sodafabrikation aus ,kochsalz allein auf den ,orkneyinseln gegen #bj1jjj ,personen mit der ,kelpgewinnung beschftigt4 ,gegenwrtig wird der ,kelp hauptschlich auf ,jod und auf ,chlorkalium 7vergl4 ,seite #adj7 verarbeitet4 g7 ,unter den ,sodasorten vegetabilischer ,abkunft ist auch die aus der ,zuckerrbe stammende ,soda anzufhren1 die bei der ,verarbeitung der ,schlempekohle der ,rbenmelassebrennereien neben ,potasche 7vergl4 ,seite #ach7 in grosser ,menge auftritt4 ,sie enthlt 7nach den #ahfh ausgefhrten ,analysen von ,tissandier7 stets einige ,procente kohlensaures ,kalium4 ,greek3 g7 ,auf chemischem ,wege dargestellte ,soda4 ,sidenote3 ,chemische ,soda4 ,der geringe ,gehalt der franzsischen ,sodaaschen an kohlensaurem ,natrium versetzte ,frankreich lange ,jahre hindurch in eine grosse ,abhngigkeit von ,spanien4 ,alle die zahlreichen ,methoden1 die von den franzsischen ,chemikern ausfindig gemacht wurden1 aus dem ,kochsalze eine der ,barilla an ,wohlfeilheit und ,gte gleichkommende ,soda zu liefern1 fhrten zu keinem ,resultate und grosse ,geldpreise1 welche die ,pariser ,akademie der ,wissenschaften auch fr die ,lsung der ,aufgabe ausgesetzt hatte1 wurden nicht errungen4 ,nach wie vor gingen von ,frankreich aus jhrlich #bj bis #cj ,millionen ,franken fr ,soda nach ,spanien4 ,erst in ,folge der ,revolutionskriege1 wo die ,einfuhr von ,soda und ,potasche gehemmt war und alle ,potasche1 die ,frankreich selbst erzeugte1 sofort von den ,salpetersiedern und ,pulverfabrikanten consumirt wurde1 lernte man die ,mittel kennen und anwenden1 aus ,koch- oder ,steinsalz in ergiebiger ,weise ,soda zu gewinnen4 ,der ,wohlfahrtsausschuss decretirte im ,jahre #agic1 dass ihm ber alle ,sodafabriken die genauesten ,angaben mitzutheilen seien4 ,der ,fabrikant ,leblanc war unter den ersten1 welche diesem ,aufrufe ,folge leisteten1 und die ,grundstze1 nach denen er im ,begriff stand1 eine ,sodafabrik zu errichten1 der allgemeinen ,benutzung berliess4 ,es wurde von der ,beurtheilungscommission fr das zweckmssigste erklrt und ist auch bis auf die heutige ,zeit das fast ausschliesslich angewendete ,verfahren geblieben4 ,nachdem die ,wiedergewinnung des ,schwefels aus den ,sodarckstnden mit ,erfolg ins ,leben getreten ist1 sind die ,sodafabriken zugleich ,werksttten geworden fr eine grossartige ,schwefelgewinnung4 ,sidenote3 ,verfahren von ,leblanc4 ,der ,process der ,sodafabrikation nach ,leblanc zerfllt gegenwrtig in vier ,phasen3 a7 in die ,erzeugung von ,natriumsulfat aus ,koch- oder ,steinsalz und ,schwefelsure oder gewissen ,sulfaten1 oder aus ,kochsalz und ,schwefelkies und hnlichen ,schwefelmetallen durch ,rsten2 b7 in die ,umwandlung des ,sulfates in den ,sodafen 7mittelst eines ,gemenges von ,kreide und ,steinkohlenklein7 in ,rohsoda2 c7 in die ,ueberfhrung der ,rohsoda in gereinigte ,soda 7oder in ,aetznatron7 durch ,auslaugen und ,abdampfen4 d7 in die ,wiedergewinnung des ,schwefels aus den ,sodarckstnden4 ,sidenote3 ,sulfatfen4 ,illustration3 ,fig4 #ga4 ,a7 ,die ,erzeugung von ,sulfat aus ,kochsalz geschieht meist durch ,kammerschwefelsure4 ,wie bedeutend der ,schwefelsureverbrauch zu diesem ,zwecke ist1 geht daraus hervor1 dass #ej-ge ,proc4 aller fabricirten ,schwefelsure zur ,sulfatbereitung dienen4 ,die zur ,condensation der ,salzsuredmpfe angewendete ,methode ist in ,england allgemein die seit #ahcf von ,gossage eingefhrte1 welche im ,wesentlichen aus ,koksthrmen besteht1 in welchen die salzsauren ,dmpfe mit kaltem ,wasser zusammentreffen4 ,die ,koksthrme oder auch einfach ,condensatoren genannt1 sind viereckige ,thrme von etwa #ab-ad ,meter ,hhe und #a1c ,meter innerer ,weite1 aus ,bruchsteinen gebaut1 die von ,salzsure nicht angegriffen werden und mit einem ,mrtel aus ,theer und ,lehm gemauert4 ,eine nicht ganz bis oben hinaufreichende ,scheidewand theilt den ,ofen in zwei ,abtheilungen1 welche beide mit ,koksstckchen gefllt sind1 die auf einem steinernen ,roste liegen4 ,auf die ,koks fliesst fortwhrend von oben kaltes ,wasser4 ,die unter den ,rost der ersten ,abtheilung geleiteten sauren ,dmpfe gehen aufwrts und geben an das ihnen entgegenkommende ,wasser die meiste ,salzsure ab1 gehen dann in der zweiten ,abtheilung abwrts und entweichen endlich in den ,schornstein4 ,die entstandene flssige ,salzsure1 die sich unterhalb der ,roste ansammelt1 wird abgelassen4 ,die ,verdichtung der ,salzsure in den ,koksthrmen war aber nie so vollkommen1 dass nicht kleine ,mengen davon mit den ,gasen in die ,luft entwichen wren1 bis die ,sulfatfen eine wesentliche ,verbesserung erfuhren4 ,diese ,oefen waren anfnglich offene ,flammenfen1 in welchen die ,schwefelsure auf das ,kochsalz in der ,weise reagirte1 dass das salzsaure ,gas zugleich mit den ,verbrennungsprodukten der ,steinkohle entwich4 ,das so verdnnte und heisse ,gas befand sich somit unter den zur ,verdichtung ungnstigsten ,bedingungen1 wenn es mit ,wasser zusammengebracht wurde4 ,im ,jahre #ahcf liess sich ,gossage einen geschlossenen ,flammenofen patentiren1 welcher zuerst und whrend der ersten ,phase der ,zersetzung als ,destillirapparat wirkte und spter erst1 durch directe ,feuerung erhitzt1 als offener ,ofen fungirte1 um die ,umwandlung des ,kochsalzes in ,sulfat zu vollenden4 ,durch ,combination dieses ,ofens mit den ,condensatoren gelang es in der ersten ,phase eine concentrirte1 zur ,chlorkalkfabrikation geeignete ,sure1 und in der zweiten ,phase der ,zersetzung eine schwache ,sure zu erhalten4 ,dieser ,ofen wurde im ,jahre #ahci durch ,gamble wesentlich verbessert2 wenigstens scheint der ,genannte der erste gewesen zu sein1 welcher die beiden ,phasen der ,zersetzung in zwei verschiedenen ,abtheilungen des ,ofens ,g und ,e 7,fig4 #ga7 vor sich gehen liess4 ,allgemein wurde das ,princip dieses ,verfahrens angewendet und lange ,zeit bedienten sich die ,sodafabrikanten eines ,flammenofens1 der durch eine nach ,belieben zu verschliessende oder zu ffnende ,oeffnung mit einer ,art ,muffel communicirte1 deren ,boden aus einer starken eisernen ,platte bestand4 ,die ,flamme der ,feuerung ging1 nachdem sie den ,flammenofen erhitzt hatte1 um die ,muffel herum und dann in den ,schornstein4 ,die ,muffel selbst communicirte mit einem ,verdichtungsapparate ,m ,m'1 welcher concentrirte ,salzsure lieferte4 ,nach diesem ,verfahren liess man das ,kochsalz auf die gusseiserne ,sohle der ,platte ,g fallen und die vorher erwrmte ,schwefelsure darber fliessen4 ,es fand eine lebhafte ,reaktion statt und die ,hlfte oder fast #b_/c der ,salzsure entwichen und konnten leicht verdichtet werden1 da die sauren ,dmpfe nicht mit den ,verbrennungsgasen der ,feuerung gemengt waren4 ,das so erhaltene ,produkt war ein ,gemenge von ,natriumbisulfat mit ,kochsalz3 #b,na,cl ,h#b,,so#d ,na,h,s,o#d ,na,cl ,h,cl und wurde dann in den ,flammenofen ,e gekrckt1 whrend die ,muffel eine neue ,ladung von ,salz und ,schwefelsure empfing4 ,in dem ,flammenofen1 dessen ,temperatur weit hher war1 als die der ,muffel1 ging das ,gemenge von ,kochsalz und ,bisulfat in ,salzsure und neutrales ,sulfat ber3 ,na,h,s,o#d ,na,cl ,na#b,,so#d ,h,cl ,die hierbei sich entwickelnde ,salzsure war aber nur schwer zu condensiren1 weil sie mit ,stickstoff1 ,kohlensure und ,kohlenoxydgas gemengt war4 ,trotz des ,condensationsthurmes entwich ein ,theil der ,salzsure in die ,luft und es bedurfte sehr complicirter ,apparate und besonderer ,vorsichtsmaassregeln1 um bei der ,anwendung der eben beschriebenen ,sulfatfen eine gengende ,condensation zu erzielen4 ,sidenote3 ,neuer ,sulfatofen4 ,alle diese ,uebelstnde sind verschwunden1 seitdem man die ,construktion der ,sulfatfen in folgender ,weise verbessert hat4 ,der neue ,ofen1 welcher nichts zu wnschen brig lsst1 besteht aus zwei ,muffeln1 von denen die eine aus ,gusseisen1 die andere aus ,backsteinen gemauert ist4 ,der innere ,theil der ersteren reprsentirt ein ,segment einer hohlen gusseisernen ,kugel von #i ,fuss 7 #b1gd ,meter7 ,durchmesser und #a ,fuss #i ,zoll 7 #j1eb ,meter7 ,tiefe4 ,er steht auf einer ,backsteinlage und ist mit einem gusseisernen ,deckel versehen1 der gleichfalls ein ,kugelsegment von #a ,fuss 7 #j1cj ,meter7 ,tiefe im ,centrum darstellt4 ,in dem ,deckel befinden sich zwei durch ,thren verschlossene ,oeffnungen2 die eine davon dient zum ,eintragen des ,kochsalzes1 whrend durch die andere das ,gemenge in die ,backsteinmuffel geschafft wird4 ,die ,feuerung befindet sich seitlich von der gusseisernen ,muffel und die ,flamme derselben lsst man zunchst auf den ,deckel wirken1 dann auf die ,schale4 ,die erforderliche ,wrme wird somit durch ,transmission der ,substanzen in der ,muffel gegeben1 und die ,gase1 die in diesem ,falle nicht mit ,luft vermischt werden1 entwickeln sich bei einer verhltnissmssig nicht hohen ,temperatur4 ,die ,backsteinmuffel liegt neben der eisernen ,muffel und stellt eine ,kammer von etwa #cj ,fuss ,lnge 7#i1ad ,meter7 und #i ,fuss ,breite 7#b1gd ,meter7 dar2 unter der aus ,backsteinen gemauerten ,sohle befindet sich eine ,reihe von ,zgen2 ihr oberer ,theil besteht aus einem dnnen ,gewlbe von ,backsteinen1 welches ein zweites ,backsteingewlbe trgt2 in dem ,raume zwischen beiden circulirt die ,flamme4 ,an einer der beiden ,seiten der ,backsteinmuffel befindet sich die ,feuerung1 deren ,flamme zunchst in dem ,raume zwischen den beiden ,gewlben circulirt und dann durch die ,zge geht1 die unter der ,sohle liegen4 ,auf diese ,weise geht die ,wrme durch das ,mauerwerk der ,wlbung und der ,sohle auf das ,gemenge von ,bisulfat und ,kochsalz in der ,muffel ber4 ,will man mit diesem ,apparat arbeiten1 so bringt man #a_/b ,tonne ,kochsalz in die vorgewrmte eiserne ,muffel und darauf die erforderliche ,menge ,schwefelsure 7von #a1g spec4 ,gew47#dd4 ,die ,masse wird von ,zeit zu ,zeit durchgekrckt4 ,sie verdickt sich allmhlig und nach #a-a_/b ,stunde etwa 7nachdem #b_/c der ,salzsure entwichen sind7 ist sie so consistent geworden1 dass sie durch den ,communikationskanal in die ,backsteinmuffel geschafft werden kann1 welche auf lebhafter ,rothglhhitze erhalten wird1 damit das salzsaure ,gas vollstndig entweiche4 ,will man whrend dieser ,phase der ,operation eine concentrirte ,sure erhalten1 so khlt man das ,gas vor seinem ,eintritt in den ,condensator ab2 diese ,vorsichtsmaassregel ist aber berflssig1 wenn man schwache ,sure darzustellen beabsichtigt4 ,es ist eine ,einrichtung zur ,unterbrechung der ,communikation zwischen beiden ,muffeln vorhanden1 so1 dass die aus den beiden ,muffeln entweichenden ,gase getrennt aufgefangen werden knnen4 ,mittelst dieser ,verbesserungen und zweckmssigen ,condensatoren von hinlnglicher ,capacitt und mit der erforderlichen ,menge ,wasser gespeist1 lsst sich die ,fabrikation des ,sulfates mit ,leichtigkeit so leiten1 dass die ,nachbarschaft der ,fabrik nicht die geringste ,belstigung erfhrt4 #dd ,die ,menge der zum ,zersetzen des ,kochsalzes verwendeten ,schwefelsure wird so gewhlt1 dass #a bis #c ,proc4 ,kochsalz unzersetzt bleiben4 ,man ist in diesem ,falle sicher1 ein vllig neutrales ,sulfat zu erhalten4 #ajj ,theile ,kochsalz brauchen zur vollstndigen ,zersetzung3 #ie ,th4 ,schwefelsure von #fj ,b4 #a1gj spec4 ,gew4 #ajd #ee #a1fb ,seit zwanzig ,jahren wendet ,tennant in ,glasgow hnliche ,oefen in seiner ,fabrik an1 in welcher wchentlich bis zu #ejj ,tonnen 7 #aj1jjj ,ctr47 ,kochsalz zersetzt werden und zwar inmitten einer dichten ,bevlkerung4 ,dank diesen verbesserten ,einrichtungen ist es mglich gewesen1 ,sodafabriken in den ,stdten selbst anzulegen4 ,die neuen ,oefen1 welche in ,belgien durch das ,gesetz vorgeschrieben sind1 werden auf dem ,continent hufig belgische ,oefen genannt4 ,trotz alledem erheben sich in ,england in den ,sodafabrikationsdistrikten immer noch ,klagen ber nicht gengende ,condensation der ,salzsuredmpfe4 ,sidenote3 ,die ,umwandlung des ,sulfates in ,rohsoda4 ,b7 ,die ,umwandlung des ,sulfates in ,rohsoda4 ,das ,sulfat wird behufs seiner ,umwandlung in ,soda mit ,kreide 7zuweilen auch mit ,kalkhydrat7 und ,kohle gemischt und das ,gemenge auf dem ,herde eines ,flammenofens geschmolzen4 ,die drei ,materialien werden nur oberflchlich mit einander gemischt4 ,die von ,leblanc aufgestellten ,mischungsverhltnisse sind3 #ajj ,th4 ,sulfat1 #ajj ,calciumcarbonat1 #ej ,kalk4 ,in zehn verschiedenen ,fabriken schwankt der auf #ajj ,th4 ,sulfat angewendete kohlensaure ,kalk zwischen #ij bis #aba ,theile1 die ,kohle zwischen #dj und #ge4 ,der natrliche kohlensaure ,kalk wird neuerdings in einigen ,fabriken zum ,theil durch den ,kalk der ausgelaugten und entschwefelten ,sodarckstnde ersetzt4 ,illustration3 ,fig4 #gb4 ,illustration3 ,fig4 #gc4 ,in ,england wendet man meist ,flammenfen mit zwei ,etagen 7balling-furnaces7 an 7,fig4 #gb74 ,ehedem wurde der ,ofen mit dem gepulverten und gemischten ,material beschickt1 whrend man heutzutage es vorzieht1 die ,materialien in ,stcken anzuwenden1 damit man die ,sodablcke pors genug erhlt1 um ihr ,zertheilen zu befrdern und das ,auslaugen zu erleichtern4 ,in ,deutschland haben die ,sodafen gewhnlich nur einen ,herd 7,fig4 #gc71 auch sind sie weit grsser4 ,in ,england bleibt das ,gemenge1 welches in der oberen ,etage durch die verlorene ,wrme vorbereitet wurde1 nur etwa eine halbe ,stunde lang auf dem unteren ,herde1 welcher den eigentlichen ,arbeitsofen 7working-furnace7 ausmacht4 ,in den deutschen ,sodafabriken wird das in den stark angeheizten ,flammenofen gebrachte ,gemisch von ,sulfat1 ,calciumcarbonat und ,kohlenklein ,m erhitzt1 bis die ,masse in breiigen ,fluss kommt1 wobei unter fortwhrendem ,bearbeiten der ,masse mit langen eisernen ,krcken ,k ,blasen von ,kohlenoxyd aus der ,masse hervorbrechen und mit blauer ,flamme verbrennen4 ,so wie die ,flmmchen erscheinen1 wird die ,masse sofort durch die ,arbeitsffnungen ,p ,p aus dem ,ofen gekrckt und in flache ,blechksten auf ,wgen ,c befindlich gebracht1 in welchen sie erkaltet4 ,es ist schwierig zu sagen1 ob das englische oder das continentale ,verfahren das vortheilhaftere sei4 ,vom theoretischen ,standpunkte aus scheint die englische ,methode den ,vorzug zu verdienen4 ,da man weniger ,substanz 7etwa #g ,centner1 in den continentalen ,fabriken dagegen #cj-gj ,centner7 auf einmal verarbeitet1 so ist die ,arbeit weniger mhsam1 die ,manipulation leichter und das ,gemisch bleibt krzere ,zeit einer intensiven ,hitze ausgesetzt1 welche wohl einen ,verlust von ,natrium durch ,verflchtigung nach sich ziehen knnte4 ,in englischen ,fabriken verliert man nach den ,untersuchungen von ,wright 7#ahfg7 bei der ,umwandelung von ,sulfat in ,soda #bj ,proc4 des im ,sulfat enthaltenen ,natriums4 ,dieser ,verlust vertheilt sich in folgender ,weise3 ,unzersetztes ,sulfat #c1di ,unlsliche ,natriumverbindungen #e1dd ,verflchtigung von ,natrium #a1ad ,in den ,rckstnden bleibendes ,natrium #c1fa ,verlust beim ,abdampfen und ,calciniren der ,laugen #f1ef ----------- #bj1bd ,proc4 ,sidenote3 ,sodaofen mit ,drehherd4 ,illustration3 ,fig4 #gd4 ,eine eigenthmliche ,art ,sodaofen ist der ,ofen mit ,drehherd 7,fig4 #gd74 ,im ,jahre #ahec schlugen ,elliot und ,russell die ,vereinfachung der ,sodafabrikation durch die ,anwendung eines ,drehofens vor1 wodurch das ,rhren der ,masse mit der ,hand entbehrlich wird4 ,im ,wesentlichen besteht diese ,einrichtung darin1 dass der ,herd des ,ofens von einem ,cylinder gebildet wird1 welcher um seine horizontale ,axe gedreht werden kann4 ,spter wurde der ,ofen durch ,stevenson und ,williamson verbessert4 ,nach dieser ,methode kommt das ,gemenge von ,sulfat1 ,kalkstein und ,kohle in den eisernen ,cylinder ,a1 der inwendig mit feuerfesten ,steinen berkleidet ist4 ,aeusserlich sind an demselben zwei ,rippen ,b angegossen1 mit denen der ,cylinder auf zwei ,paaren von mit entsprechenden ,nuthen versehenen ,rdern ,c ruht4 ,das eine ,paar ,rder ist mit einer ,axe versehen1 durch deren ,drehung den ,rdern und durch diese dem ,cylinder eine ,drehung mitgetheilt wird4 ,die ,feuerluft des ,ofens ,d strmt durch die ,oeffnung ,e in den ,cylinder und geht dann durch ,f in das ,pfannengewlbe ,g und dann durch den ,fuchs ,k in den ,schornstein4 ,nachdem das ,innere des ,cylinders bis zum ,rothglhen erhitzt worden ist1 bringt man die fr eine ,operation geeignete ,menge der ,materialien auf einem ,eisenbahnwagen ,j durch einen1 mit dem ,cylinder nicht in fester ,verbindung stehenden ,rumpf oder ,trichter ,h in den ,cylinder4 ,nachdem die ,hitze etwa #aj ,minuten lang auf den ,inhalt des ,cylinders gewirkt hat1 setzt man die ,rder in ,bewegung und lsst den ,cylinder eine halbe ,umdrehung machen4 ,darauf lsst man ihn wieder etwa #e ,minuten lang in ,ruhe1 worauf man ihm wieder eine halbe ,umdrehung giebt4 ,in dieser ,weise wird fortgefahren1 bis die ,masse im ,cylinder in ,fluss gerth1 was nach etwa einer ,stunde der ,fall ist4 ,dann wird der ,cylinder in continuirliche ,drehung versetzt1 so dass er in je drei ,minuten sich ein ,mal umdreht4 ,der ,fortgang der ,operation wird nun von ,zeit zu ,zeit durch ,oeffnen einer in dem ,cylinder angebrachten ,thre beobachtet4 ,ergiebt sich dabei die ,beendigung des ,processes1 so lsst man die ,sodaschmelze in untergestellte eiserne ,gefsse aus dem ,cylinder abfliessen4 ,die ,oeffnungen ,b und ,b' dienen zum ,fllen und zum ,entleeren4 ,die ,vortheile des ,drehofens liegen auf der ,hand4 ,da man kein ,werkzeug zum ,umrhren der ,masse braucht1 so kann der ,ofen geschlossen bleiben2 die inwendige ,lage von ,backsteinen hat grosse ,dauer und die ,ersparniss an ,handarbeit ist ganz bedeutend4 ,ein ,cylinder von #aa ,fuss ,lnge 7 #c1ce ,meter7 und #g1e ,fuss ,durchmesser 7 #b1be ,meter7 zersetzt #ad ,centner ,sulfat 7 #gjj ,kilogr47 in einer ,zeit von zwei ,stunden und zwar zum ,kostenpreise von #b ,sh4 #a ,penny 7 #b ,fr4 #fj ,cent47 pro ,tonne4 ,von einer ,verflchtigung von ,alkali kann bei dem ,umstande1 dass der ,ofen geschlossen bleibt1 selbstverstndlich keine ,rede sein4 ,die vorstehende1 in der ,that etwas khne ,neuerung ist sehr verschieden beurtheilt worden4 ,einige ,fabrikanten halten sie fr eine wichtige ,verbesserung1 whrend andere der ,ansicht sind1 dass sie zu kostspielig sei1 der ,betrieb leicht ,strungen erlitte und die ,controle der ,operation grosse ,schwierigkeiten mache4 ,eine ,thatsache spricht aber entschieden zu ,gunsten des neuen ,verfahrens1 nmlich auf den ,jarrow ,chemical ,works 7,south-,shields71 wo der ,drehherd lngst eingefhrt war1 hat man nach und nach drei neue ,oefen nach dem nmlichen ,principe errichtet1 was sicher nicht der ,fall gewesen wre1 wenn der erste ,ofen nicht befriedigende ,resultate geliefert htte4 ,seit einigen ,jahren fhrt man den ,drehherd auch auf dem ,continente ein4 ,die ,rohsoda hat annhernd folgende ,zusammensetzung3 ,natriumcarbonat #de ,schwefelcalcium #cj ,aetzkalk #aj ,calciumcarbonat #e ,fremde ,krper #aj --- #ajj ,betrchtliche ,mengen von ,rohsoda werden namentlich in ,england ohne weitere ,behandlung zur ,seifenfabrikation1 in der ,bleicherei und zur ,fabrikation von ,bouteillenglas verwendet4 ,sidenote3 ,auslaugen der ,rohsoda4 ,c7 ,ueberfhrung der ,rohsoda in gereinigte ,soda durch ,auslaugen und durch ,abdampfen1 ,greek3 a7 ,das ,auslaugen der ,rohsoda4 ,die ,rohsoda wird durch ,auslaugen mit ,wasser in eine ,lsung von ,natriumcarbonat und in einen unlslichen ,rckstand 7,sodarckstand1 ,sodakalk1 ,sodamark7 zerlegt4 #ajj ,th4 ,rohsoda geben dabei in ,wasser lslicher #de1j ,theile ,sodarckstand #eh1g ------------ #ajc1g ,theile ,die ,blcke der englischen ,rohsoda sind im ,allgemeinen von dunklerer ,farbe und weit kohlereicher als die ,soda der continentalen ,fabriken4 ,vor dem ,auslaugen setzt man sie gewhnlich #a-b ,tage lang der ,luft aus1 in einigen ,fabriken sogar #aj-ab ,tage1 nicht nur um sie vollstndig erkalten zu lassen1 sondern auch1 damit sie etwas zerfallen1 wodurch die sptere ,behandlung erleichtert wird4 ,die lteste ,methode des ,auslaugens bestand darin1 die ,rohsoda fein zu mahlen und das gesiebte ,pulver mit der vierfachen ,gewichtsmenge ,wasser anzurhren4 ,nachdem das ungelst ,gebliebene sich abgesetzt1 decantirte man die erhaltene ,sodalsung1 die mit einem neuen ,rohsodaquantum zusammengebracht wurde1 und diesen ,vorgang wiederholte man drei- bis viermal4 ,zugleich wurde die vom ersten ,bottich abgegossene ,sodalsung durch reines ,wasser ersetzt1 welches nach und nach von einem ,bottich zum andern wanderte4 ,auf diese ,weise wurden der ,rohsoda alle lslichen ,bestandtheile entzogen4 ,wie leicht einzusehen1 litt dieses ,auslaugeverfahren an mehreren ,uebelstnden2 einmal ist hierbei die lsende ,kraft des ,wassers keine ununterbrochene1 indem sie sich nur im ,moment des ,umrhrens ussern kann2 die gelsten ,mengen sind daher nie betrchtlich4 ,das andere ,mal erfordert dasselbe viel ,handarbeit4 ,es findet daher wol nirgends mehr ,anwendung4 ,illustration3 ,fig4 #ge4 ,die ,methode des ,auslaugens durch einfache ,filtration1 wegen der vielen ,arbeit auch keineswegs zu empfehlen1 besteht darin1 die ,rohsoda in ,ksten aus ,schwarzblech zu bringen1 die mit einem siebhnlich durchlcherten falschen ,boden versehen sind und sie darin mit ,wasser zusammenzubringen4 ,eine ,reihe von ,blechksten ,a1 ,b1 ,c1 ,d 444 7,fig4 #ge71 von #a1e ,meter ,hhe1 #a1h ,meter ,breite und #b ,meter ,lnge1 ist neben einander auf einer ,erhhung aus ,mauerwerk aufgestellt4 #be ,centim4 vom ,boden entfernt befindet sich der durchlcherte falsche ,boden von ,holz oder von gelochtem ,bleche4 ,eine ber den ,ksten angebrachte hlzerne ,rhrenleitung ,k1 die durch die ,eisen ,f1 ,f' gehalten wird1 leitet durch die ,zapfen t1 t' und t'' die ,flssigkeit in die ,ksten4 ,an letzteren sind unterhalb des falschen ,bodens ,hhne r1 r' und r'' angebracht1 durch welche man die ,flssigkeit aus den ,ksten in die ,rinne ,k' ablassen kann4 ,die ,rohsodablcke kommen in ,stcke von ,kopfesgrsse zerschlagen auf den falschen ,boden1 wo sie einem wiederholten ,auslaugungsprocess unterworfen werden4 ,nehmen wir an ein ,system der drei ,ksten ,a1 ,b1 ,c und den ,kasten ,a mit frischer ,rohsoda1 ,b mit einmal und ,c mit zweimal ausgelaugter ,rohsoda beschickt1 so lsst man in jeden der drei ,ksten durch die ,rinne ,k die letzten ,ausssswsser einer vorhergehenden ,auslaugung treten4 ,diese ,wsser bleiben acht ,stunden in jedem ,kasten4 ,nach ,ablauf dieser ,zeit lsst man die ,lauge 7die #cj ,b4 zeigt7 durch r in die ,rinne ,k' abfliessen1 ebenso auch die weit schwcheren ,laugen aus ,b und ,c1 die in grossen ,reservoirs sich mit der ,lauge aus ,a mischen und deren ,titre auf etwa #be ,b4 herabdrcken4 ,man lsst von ,neuem ,ausssswasser auf ,a und ,b und in einen vierten1 mit neuer ,rohsoda beschickten ,kasten ,d laufen2 nach acht ,stunden leitet man die ,laugen in das ,reservoir1 das bereits die ,laugen der ersten ,arbeit enthlt1 u4 s4 w4 fort4 ,dadurch ist es mglich1 ununterbrochen eine ,lauge von #be ,b4 ,dichte zu haben4 ,nachdem der ,inhalt eines jeden ,kastens einer dreimaligen ,auslaugung unterworfen worden war1 beendigt man das ,aussssen der ,rckstnde mit bis auf #ej ,c4 erwrmtem ,wasser4 ,die hierbei gewonnenen ,flssigkeiten dienen1 wie oben bemerkt1 zum ,auslaugen der ,soda in den ,ksten ,a1 ,b und ,c4 ,illustration3 ,fig4 #gf4 ,illustration3 ,fig4 #gg4 ,der von ,clment ,desormes eingefhrte ,auslaugeapparat besteht 7,fig4 #gf7 aus einer ,anzahl von staffelfrmig aufgestellten ,eisenblechksten4 ,die ,anzahl der ,ksten betrgt #ab bis #ad1 die ,abbildung hat deren nur fnf1 ,a1 ,b1 ,c1 ,d1 ,e4 ,der oberste ,kasten ,a ist von ,gusseisen und doppelt so gross als die brigen4 ,durch gebogene ,rhren1 welche etwa #ae ,centim4 ber dem ,boden angebracht sind1 kann die ,flssigkeit jedes hher stehenden ,kastens in den zunchst tiefer stehenden fliessen1 also aus ,a nach ,b1 aus ,b nach ,c und so fort4 ,der unterste ,kasten ,e giebt die ,flssigkeit in die ,klrksten ,f ,f' ab1 von denen sechs vorhanden sind und welche unter einander durch ,rhren in ,verbindung stehen1 die etwa #c ,zoll unter dem oberen ,rande sich befinden4 ,die auszulaugende und fein gemahlene ,rohsoda kommt in siebartig durchlcherte ,blechgefsse f f1 e e1 d d u4 s4 w4 ,soll das ,auslaugen beginnen1 so werden die ,auslaugeksten mit warmem ,wasser gefllt1 hierauf werden zwei ,blechgefsse je mit #ej ,kilogr4 ,rohsoda beschickt1 mittelst einer durch die ,handhaben gesteckten ,stange1 in den untersten ,auslaugekasten ,e gehngt1 nach #be-cj ,minuten werden sie herausgenommen1 in ,d eingehngt1 whrend in ,e zwei neue kommen1 und so wird fort operirt1 so dass nach #h ,stunden1 wenn #ad ,auslaugeksten vorhanden sind1 nicht allein in dem ersten ,kasten ,a sich ,sodagefsse befinden1 welche alle ,ksten passirt haben1 sondern dass schon zwei solcher ,gefsse f f aus ,a herausgenommen und zum ,abtropfen auf k gestellt sind4 ,nach einer halben ,stunde wird aus diesen ,gefssen der ,rckstand in einen ,karren geleert1 um aus der ,fabrik entfernt zu werden1 whrend e e an die ,stelle von f f zum ,abtropfen kommen1 d d an die ,stelle von e e u4 s4 f41 in ,e endlich zwei neugefllte ,gefsse4 ,jedesmal wenn zwei neue ,gefsse in den untersten ,ksten eingehngt werden1 lsst man nun in den obersten ,kasten ,a ohngefhr doppelt so viel ,wasser fliessen1 als das ,volumen der ,soda betrgt4 ,das ,wasser verdrngt die schwerere ,lauge am ,boden1 diese fliesst durch das ,rohr in das nchstfolgende ,gefss ,b1 macht hier wieder die schwerere ,lauge nach ,c berfliessen u4 s4 w41 so dass zuletzt die fast gesttigte ,lsung aus ,e in die ,klrksten ,f ,f luft1 wo sich die aufgeschwemmten trbenden ,substanzen ablagern4 ,die ,temperatur muss in den ,auslaugeksten auf #de bis #ej ,c4 erhalten werden1 nicht hher1 weil sonst1 wie man sagt1 das ,schwefelcalcium eine ,zersetzung erleidet4 ,zum ,erwrmen dienen ,dampfrhren1 welche in die ,ksten mnden1 etwa in einem ,dritttheile ihrer ,hhe4 ,auch in den ,klrksten wird die ,lauge durch ,dampf erwrmt1 damit nicht ,salz auskrystallisire4 ,das ,einhngen der ,soda in durchlcherten ,gefssen in die ,auslaugeksten ist das bekannte ,verfahren1 bei welchem man die aufzulsenden oder auszulaugenden ,substanzen an die ,oberflche des ,lsungsmittels bringt1 was das ,gelstwerden ausserordentlich beschleunigt1 indem die entstandene concentrirte ,lauge sich dabei nicht um den aufzulsenden ,krper ansammelt und so die fernere ,einwirkung des ,lsungsmittels hindert1 sondern zu ,boden fliesst und daher stets dem ,lsungsmittel ,platz macht4 ,haben die ,seihgefsse eine so bedeutende ,grsse1 dass sie1 mit ,soda gefllt1 nicht von den ,arbeitern direct translocirt werden knnen1 so geschieht dies mittelst eines verschiebbaren ,flaschenzuges4 ,der ,flaschenzug ist nmlich an einem kleinen ,wagen befestigt1 welcher oben auf einer ,eisenbahn luft1 die sich ber die ,reihe der ,auslaugeksten hinzieht4 ,durch ,fig4 #gg sind zwei ,auslaugeksten in vergrssertem ,maassstabe und von etwas vernderter ,einrichtung dargestellt4 ,jeder ,kasten ist hier in der ,mitte durch eine senkrechte doppelte ,scheidewand in zwei ,abtheilungen getheilt1 welche durch die ,oeffnungen a und b mit einander in ,verbindung stehen4 ,in den ,raum zwischen den beiden ,scheidewnden mnden die ,dampfrhren h h2 g g sind die ,ueberlaufrhren2 n n 444 die ,seiher von ,eisenblech1 an den schmalen ,seitenwnden mit durchlochten ,laschen versehen1 um die ,stange zum ,translociren hindurchstecken zu knnen4 ,dieses ,auslaugeverfahren findet noch in vielen ,sodafabriken ,anwendung4 ,nach ,angaben von ,drre soll der nachstehend beschriebene ,apparat dem eben beschriebenen noch vorzuziehen sein4 ,es stehen vier schmiedeeiserne oder gusseiserne ,ksten von etwa #a1f ,meter ,lnge1 #a1f ,meter ,breite und #a1fe ,meter ,tiefe terrassenfrmig4 ,von der1 zu faustgrossen ,stcken zerschlagenen rohen ,soda kommen in jeden dieser ,ksten #aj ,centner mit der nthigen ,menge ,wasser4 ,das ,auslaugen erfolgt in #ab ,stunden1 whrend der die ,soda vier ,mal translocirt wird1 und zwar nach jedesmal #c ,stunden in den zunchst hher stehenden ,laugekasten1 so dass der ,rckstand nach #ab ,stunden als erschpft aus dem obersten ,kasten ausgeworfen wird4 ,in den beiden obersten ,ksten findet das ,auslaugen kalt statt1 im dritten ,kasten bei etwa #dd ,c41 im vierten bei #ef ,c4 ,die ,lauge gelangt aus dem obersten ,kasten ohne ,weiteres in den folgenden1 aus diesem aber erst in eine ,cisterne1 wo sie durch ,dampf erwrmt wird2 zwischen dem dritten und vierten ,kasten ist ebenfalls ein ,gefss eingeschaltet1 in welchem die ,lauge auf ihrem ,wege nach dem vierten ,kasten auf #ef ,c4 gebracht wird4 ,whrend man nun in den obersten ,kasten alle drei ,stunden ,wasser nachgiebt1 fliesst aus dem untersten ,kasten die ,lauge mit der geeignetsten ,concentration 7#bd ,b47 in ein grsseres ,reservoir4 ,vier solcher ,reihen von ,ksten1 mit den dazu gehrenden ,wrmegefssen1 bilden ein ,system4 ,illustration3 ,fig4 #gh4 ,auf rationelle und konomisch vortheilhafte ,weise wurde das ,problem des ,auslaugens der ,rohsoda zuerst durch ,james ,shanks in ,st4 ,helens gelst4 ,das neue ,verfahren -- die methodische ,filtration -- grndete sich auf die ,thatsache1 dass eine ,lsung um so dichter wird1 je mehr ,salze sie gelst enthlt1 und dass einer ,flssigkeitssule einer schwachen ,lauge von einer gewissen ,hhe durch eine minder hohe ,flssigkeitssule einer strkeren ,lauge das ,gleichgewicht gehalten wird4 ,nach diesem ,principe stehen die ,bottiche in der ,zahl von vier bis acht 7,fig4 #gh7 in einer ,reihe horizontal neben einander2 durch dieselben luft ,wasser1 welches1 indem es die ,bottiche durchstrmt1 die ,soda auslaugt und dadurch von ,bottich zu ,bottich dichter wird2 das ,niveau der ,flssigkeit sinkt von ,bottich zu ,bottich1 von dem ersten an1 der reines ,wasser enthlt1 bis zu dem letzten1 von welchem gesttigte ,lauge abluft4 ,obgleich also die ,bottiche in einer ,horizontalebene stehen1 ist doch das ,niveau der ,flssigkeit darin staffelfrmig4 ,die ,bottiche haben #b1f ,meter ,lnge und ,breite und #b ,meter ,tiefe1 und sind mit einem falschen ,boden ,f versehen1 der aus gelochtem ,blech zusammengesetzt ist und durch einen ,rost getragen wird4 ,vom ,boden eines jeden ,bottichs geht ein ,blechrohr ,t1 welches an beiden ,seiten offen ist und dessen untere ,oeffnung diagonal geschnitten ist1 bis an die ,oberflche und trgt seitlich ein kurzes ,rohr t1 welches1 wie aus der ,zeichnung hervorgeht1 einen ,bottich mit dem andern verbindet4 ,durch die mit ,hhnen versehenen ,wasserleitungsrohre r1 r'1 r1 r1 kann jeder ,bottich mit ,wasser versehen werden4 ,durch die am ,boden der ,bottiche befindlichen ,hhne ,r und ,r' kann die ,lauge in die ,rinne c' geleitet werden4 ,vier ,waschungen sind in der ,regel gengend4 ,betrachten wir nun die vier ,bottiche1 welche in der ,zeichnung dargestellt sind4 ,der eine ,bottich enthlt ,rohsoda1 die bereits drei ,waschungen durchgemacht hat1 sie enthlt daher nur geringe ,mengen lslicher ,salze4 ,dieser ,bottich 7,i7 erhlt demnach ,ausssswasser1 welches dann1 nachdem es der ,soda alles ,lsliche entzogen1 in den ,bottich 7,,ii7 gelangt1 dessen ,soda erst zweimal ausgewaschen worden war2 hierauf geht die ,lauge in den ,bottich 7,,iii71 dessen ,inhalt erst ein einziges ,mal mit ,wasser in ,berhrung gewesen war1 und endlich in den mit frischer ,rohsoda beschickten ,bottich 7,,iv74 ,von da aus luft die ,lauge nach dem ,reservoir4 ,der ,bottich 7,i7 wird mit neuer ,rohsoda versehen und ndert durch in die ,oeffnungen der ,blechrohre gebrachte ,zapfen den ,marsch der ,lauge in der erforderlichen ,weise ab4 ,diese ,anordnung gestattet dem ,arbeiter1 sich zwei nebeneinanderstehende ,bottiche herauszusuchen und den einen davon zum ,eintritts-1 den andern zum ,austrittsbottich zu machen4 ,da die ,bottiche abwechselnd gefllt und entleert werden1 so enthlt derjenige1 der zuletzt beschickt wurde1 auch die reichhaltigste ,substanz und die gesttigtste ,flssigkeit1 die am dichtesten ist und deshalb am tiefsten steht2 folglich ist dieser ,bottich bis zur neuen ,reihenfolge1 der ,austrittsbottich1 aus welchem man die gesttigte ,lauge gewinnt4 ,andererseits enthlt der ,bottich1 in welchem in diesem ,moment die erschpfteste ,masse sich befindet1 die schwchste ,lauge und diese folglich im hchsten ,niveau4 ,dieser ,bottich bildet selbstverstndlich das ,eintrittsgefss fr das reine ,wasser4 ,sobald die ,beschickung in diesem ,bottich vllig erschpft ist1 entfernt man sie und ersetzt sie durch neue ,beschickung2 durch ,oeffnen einer ,reihe von ,hhnen wird dieser ,bottich in den ,austrittsbottich bergefhrt4 ,zugleich leitet man den ,strom kaltes ,wasser in den benachbarten ,bottich u4 s4 w4 ,je mehr ,bottiche eine ,reihe enthlt1 um so eher lsst sich eine bestimmte ,menge ,rohsoda in einer gegebenen ,zeit erschpfen4 ,es giebt jedoch praktische ,grenzen1 die nicht berschritten werden drfen1 sowol fr die ,anzahl der ,auslaugungsgefsse1 als auch fr die ,schnelligkeit des ,wasserstromes4 ,es gengt1 dass die ablaufende ,lauge eine ,dichte von etwas unter #a1c 7#a1bg bis #a1bhf7 habe2 ein ,kubikfuss der ,lsung 7 #j1jbh ,kubikmeter7 enthlt alsdann #d1e bis #d1ie ,kilogr4 feste ,bestandtheile1 was einem ,gehalt von ungefhr #ac1e ,proc4 vom ,gewichte der ,flssigkeit entspricht4 ,die ,vortheile des neuen ,auslaugeverfahrens in seiner ,anwendung auf ,sodafabrikation sind folgende3 #a7 der ,transport der ,rohsoda von ,bottich zu ,bottich fllt hinweg1 da die ,soda in demselben ,behlter bleibt vom ,anfang an bis zu ,ende und man erspart betrchtlich an ,handarbeit2 #b7 da die rohe ,soda von der ,flssigkeit bedeckt bleibt1 so setzt sie sich niemals so fest zusammen1 wie es nach dem lteren ,verfahren hufig geschieht und wodurch das ,auslaugen so bedeutend erschwert wird4 ,im ,gegentheile die umgebende ,flssigkeit trgt die rohe ,soda hydrostatisch1 so dass die ,masse immer porser wird in dem ,maasse1 als das ,auslaugen fortschreitet1 wodurch das ,auslaugen befrdert und vervollstndigt wird2 #c7 der abwrts gehende ,strom der ,flssigkeit nimmt den dichtesten ,theil der ,lsung mit fort1 so dass die ,operation mit geringeren ,wassermengen1 in weniger ,zeit und weit vollstndiger verluft1 als wenn die ,filtration eine aufsteigende gewesen wre2 #d7 die ,schnelligkeit und das ,continuirliche der ,operation entziehen das ,alkali schleunigst der ,einwirkung des unlslichen ,calciumsulfuretes und krzen die ,dauer der graduellen ,reaktionen1 durch welche sich lsliche ,schwefelmetalle bilden und zwar zum grossen ,nachtheile fr das ,produkt2 #e7 die grosse ,concentration der so gewonnenen ,lauge krzt die ,abdampfungsdauer ab1 wodurch ganz wesentlich an ,brennstoff gespart wird4 ,die ,beschaffenheit der durch ,auslaugen der ,rohsoda gewonnenen und durch ,absetzenlassen geklrten ,lauge ist von der ,beschaffenheit der ,rohsoda1 von der ,dauer der ,einwirkung der ,luft und des ,wassers und der dabei angewandten ,temperatur abhngig1 so dass allgemeine ,angaben darber nicht gemacht worden knnen4 ,kynaston1 ,scheurer-,kestner und ,j4 ,kolb haben nachgewiesen1 dass die trockne ,rohsoda kein ,aetznatron enthlt und dass dessen ,gegenwart in der ,lauge nur von der ,einwirkung des ,kalkes auf das ,natriumcarbonat bei ,gegenwart von ,wasser herrhrt4 ,auch das ,schwefelnatrium kann in einer normal bereiteten ,rohsoda nur spurenweise vorkommen1 aber die ,menge des ,schwefelnatriums1 das in der ,lauge sich findet1 kann noch weit mehr variiren als die des ,aetznatrons1 und ist nur von der ,art und ,weise des ,auslaugens abhngig4 ,meistens ist es ,natriummonosulfuret1 das in der ,lauge enthalten ist1 entstnde auch ,polysulfuret1 so wrde es durch das zugleich vorhandene ,aetznatron in ,monosulfuret verwandelt werden4 ,das ,eisen ist als ,eisenoxyd in der ,rohsoda1 erst bei der ,einwirkung von ,wasser verwandelt es sich in ,schwefeleisen1 das in dem vorhandenen ,schwefelnatrium sich auflst und die ,laugen grn oder gelbbraun frbt4 ,die ,menge des ,wassers1 die man zum ,auslaugen der ,rohsoda anwendet1 ist ohne ,einfluss auf die ,kausticitt der ,lauge1 whrend die ,schwefelnatriummenge1 wie oben bemerkt1 mit dem ,wasserquantum1 der ,digestionsdauer1 der ,temperatur- und ,concentrationszunahme gleichfalls zunimmt4 ,dies ist eine ,folge der vermehrten ,lslichkeit des ,schwefelcalciums1 welches mit ,wasser in ,calciumsulfhydrat und ,kalkhydrat zerfllt2 erstere ,verbindung giebt dann mit dem ,aetznatron ,schwefelnatrium und zwar um so leichter1 je concentrirter die ,lauge ist4 ,auch kohlensaures ,natrium setzt sich mit dem ,schwefelcalcium um3 je verdnnter die ,lsung1 je hher die ,temperatur und je lnger die ,einwirkung war4 ,fr die ,praxis folgt aus den ,arbeiten ,j4 ,kolb's1 dass man die ,rohsoda rasch auslaugen1 dabei mglichst wenig ,wasser anwenden und die ,temperatur so niedrig wie mglich halten muss4 ,es wre ein immenser ,fortschritt1 erfnde man einen ,apparat1 mittelst dessen man die ,rohsoda in der ,klte in einigen ,stunden 7und nicht1 wie bei den jetzt angewendeten ,apparaten1 in einigen ,tagen7 auslaugen knnte1 und bei welchem man nur so wenig ,wasser anzuwenden brauchte1 dass man sofort ganz concentrirte ,laugen erhielte4 ,diese ,laugen wrden dann frei von ,schwefelnatrium sein4 ,als ,beispiel der ,zusammensetzung einer ,rohlauge sei die ,analyse einer solchen ,lauge 7aus der chemischen ,produkten-,fabrik von ,matthes und ,weber zu ,duisburg a_/,rh47 angefhrt4 ,spec4 ,gewicht #a1be4 #a ,liter ,lauge enthlt #cac1i ,grm4 festes ,salz1 welches in #ajj ,th4 zusammengesetzt war aus ,natriumcarbonat #ga1bej ,natriumhydroxyd #bd1ejj ,kochsalz #a1hej ,natriumsulfit #j1ajb ,natriumhyposulfit #j1cfi ,schwefelnatrium #j1bce ,cyannatrium #j1jhg ,thonerde #a1eaj ,kieselerde #j1ahf ,eisen ,spuren ------- #ajj1jga ,eine ,rohlauge aus dem ,klrkessel der ,rhenania bei ,aachen hatte ein spec4 ,gewicht von #a1beb und enthielt ein ,liter #caa ,grm4 festen ,rckstand4 ,sidenote3 ,abdampfen der ,lauge4 ,greek3 b7 ,abdampfen der ,lauge4 ,die durch ,absetzenlassen in den ,klrbassins von allen suspendirten ,theilchen befreite ,rohlauge enthlt wesentlich ,natriumcarbonat und ,aetznatron1 ausserdem ,kochsalz und andere ,natronsalze in geringer ,menge4 ,beachtenswerth ist die ,gegenwart von ,schwefeleisen-,schwefelnatrium in der ,rohlauge1 welches die ,ursache der ,frbung des ,sodasalzes beim ,eindampfen ist4 ,werden die ,laugen abgedampft1 sobald sie die ,auslaugeapparate verlassen haben1 so befrdert man die ,suspension des ,sulfosalzes und man erhlt ein gefrbtes ,salz4 ,um die ,abscheidung dieser fr den ,betrieb strenden ,eisenverbindung zu befrdern1 ist es daher absolut nthig1 dass die ,laugen im abgekhlten und wenig concentrirten ,zustande in den ,klrbassins lngere ,zeit verweilten4 ,das ,sulfosalz kann jedoch auch durch ,oxydation beseitigt werden1 wie es in ,england nach dem ,verfahren von ,gossage mit ,hlfe der atmosphrischen ,luft geschieht4 ,als oxydirende ,agentien wendet man auch ferner ,chlorkalk und besonders ,natriumsalpeter an4 ,auch die ,anwendung eines ,bleisalzes oder von ,kupferoxyd oder von ,spatheisenstein ist in ,vorschlag gebracht worden4 ,da nach ,j4 ,kolb's ,versuchen das ,eisenmonosulfuret in ,aetznatron und ,natriumcarbonat unlslich ist1 so kann durch ,zusatz von ,eisenvitriol das ,sulfosalz in ,eisenmonosulfuret und ,natriumsulfat bergefhrt werden4 ,das ,monosulfuret scheidet sich schnell ab und die darberstehende vollkommen farblose ,flssigkeit liefert vllig weisses ,salz4 ,die ,verarbeitung der ,lauge geschieht auf zweierlei ,weise1 nmlich ,greek3 a7 nach der einen ,art wird die ,rohsodalauge ohne ,weiteres zur ,trockne eingedampft1 so dass keine ,mutterlauge bleibt4 ,in diesem ,falle erhlt man ein gleichartiges ,produkt1 in welchem alle ,bestandtheile der ,lauge1 auch das ,aetznatron unverndert sich finden2 ,greek3 b7 nach der anderen ,art dampft man die ,lauge 7hnlich wie die ,kochsalzlsung2 vergl4 ,seite #ahd7 bis zu einem gewissen ,grade ein1 aus der bersttigten und siedenden ,flssigkeit scheidet sich nun das kohlensaure ,natron als krystallinisches ,pulver 7,sodasalz7 und zwar als ,salz mit #a ,molekl ,wasser ,na#b;,,co#c ,h#b,o aus4 ,in dem ,maasse1 als die ,ausscheidung erfolgt1 zieht man es heraus 7soggt es74 ,whrend des ,verdampfens und ,soggens fliessen immer neue ,mengen ,lauge aus dem ,reservoir oder den hher stehenden ,pfannen zu1 und dies so lange1 ,wochen oder ,monate hindurch1 als noch ein gengend reines ,salz erhalten wird4 ,anfangs ist begreiflich in der ,lauge die ,menge des ,carbonates sehr berwiegend ber die ,menge der anderen1 oben genannten ,bestandtheile der ,lauge1 aber mit der ,zeit wird das ,verhltniss immer ungnstiger4 ,dies hat zur ,folge1 dass das sich ausscheidende ,carbonat im ,laufe der ,verdampfungsperiode immer weniger rein wird1 indem sich gleichzeitig mit ihm immer mehr und mehr ,kochsalz und ,sulfat ausscheiden und die anhngende unreine ,mutterlauge das ,salz immer strker verunreinigt4 ,die schliesslich bleibende ,mutterlauge 7,rothlauge7 enthlt vorzugsweise nur ,aetznatron und ,schwefelnatrium1 weil deren reichliches ,vorhandensein das ,lsungsvermgen der ,lauge fr die ,salze fast auf ,null reducirt4 ,das ausgesoggte und durch ,abtropfenlassen oder durch ,centrifugiren von der ,mutterlauge so viel als mglich befreite ,sodasalz wird auf dem ,herde eines mit ,koksfeuerung versehenen ,flammenofens unter ,umrhren ausgetrocknet und calcinirt1 um das ,schwefelnatrium der anhngenden ,mutterlauge zu oxydiren und ein vllig weisses ,produkt zu erhalten4 ,das ,produkt ist die calcinirte ,soda4 ,die ,qualitt dieser ,soda1 der ,gehalt an ,carbonat1 ist sehr verschieden1 das heisst es kommen sehr verschiedene ,sorten dieser ,soda in den ,handel4 ,sie entstehen dadurch1 dass man das1 whrend des ,eindampfens der ,lauge sich ausscheidende ,salz1 nach der ,zeitdauer des ,verdampfens1 in verschiedene ,classen theilt4 ,das zuerst erhaltene ,salz 7der erste ,ausschlag7 liefert die beste ,sorte2 beim weiteren ,verdampfen wird das ,salz1 wie gesagt1 immer weniger rein1 und es liegt in der ,hand des ,sodafabrikanten1 wie viele ,sorten ,soda er darstellen will4 ,meistens lassen die ,fabrikanten den ,gehalt von fnf zu fnf ,procent abnehmen und garantiren den ,gehalt4 ,eine ,soda1 welche #ij ,proc4 alkalisches ,natron enthlt1 heisst #ij;grdige ,soda2 eine ,soda von #gj ,procent ,gehalt an alkalischem ,natron wird #gj;grdig genannt4 ,das ,uebrige ist ,sulfat und ,kochsalz1 neben einer kleinen ,menge von ,sulfit1 das bei dem ,calciniren entstanden ist4 ,illustration3 ,fig4 #gi4 ,wird nach der oben angegebenen ,methode die ,rohsodalauge ohne weiteres bis zur ,trockne verdampft1 so dass keine ,mutterlauge bleibt1 so bedient man sich eines ,flammenofens 7,fig4 #gi74 ,man stampft zuerst auf der ,ofensohle eine dicke ,lage ,sodasalz fest1 damit die einzudampfende ,lauge nicht mit den ,backsteinen in ,berhrung kommt4 ,sobald der ,ofen durch das auf ,a brennende ,koksfeuer dunkle ,rothglhhitze angenommen1 lsst man die bis auf #cc abgedampfte ,lauge aus der ,vorwrmpfanne ,d und ,e in den ,ofen fliessen4 ,sobald die ,lauge das heisse ,sodasalz berhrt1 beginnt heftiges ,sieden1 die ,masse steigt und fllt und lsst sich leicht zur ,trockne bringen4 ,durch ,umrhren mit eisernen ,krcken erhlt man das ,salz pulvrig4 ,sobald eine gengende ,menge ,salz erhalten worden ist1 hemmt man das ,nachfliessen der ,lauge und zieht das trockne ,salz aus dem ,ofen4 ,durch die ,klappen ,f1 ,g und die ,zge ,c1 ,c' ist es mglich1 die ,verbrennungsgase entweder in den ,schornstein oder unter die ,laugenpfannen ,d und ,e zu leiten4 ,j4 ,brown erhielt bei der ,analyse von ,sodasalz1 durch ,eindampfen der ,rohlauge3 ,i4 ,,ii4 ,natriumcarbonat #fh1ijg #fe1eac ,natriumhydroxyd #ad1dcc #af1jgb ,natriumsulfit #g1jah #g1hab ,natriumhyposulfit #b1bca #b1acd ,schwefelnatrium #a1cad #a1edb ,chlornatrium #c1igb #c1hfb ,natriumaluminat #a1jaf #a1bcb ,natriumsilicat #a1jcj #j1hjj ,unlsliche ,substanz #j1had #j1igd --------------- #ajj1jjj #ajj1jjj ,dieses ,salz wird dann in einem ,flammenofen stark erhitzt1 durch diesen ,process wird das ,schwefelnatrium in ,natriumsulfit und ein ,theil des ,hydrates in ,natriumcarbonat umgewandelt4 ,das ,salz ist1 so wie es aus dem ,ofen kommt1 zum ,verkaufe fertig4 ,in den grossen ,alkaliwerken in und bei ,new-,castle wird es aufgelst und nachher mit ,kohlensure behandelt2 das so dargestellte ,salz enthlt weniger ,aetznatron4 ,ein weit besseres ,produkt erhlt man nach der oben erwhnten anderen ,methode1 nmlich durch ,abdampfen der ,lauge nicht bis zur ,trockne1 sondern nur bis zu einem gewissen ,concentrationsgrade1 wobei kleine ,krystalle von ,sodasalz 7,na#b;,,co#c ,h#b,o7 sich abscheiden4 ,was die ,art und ,weise des ,abdampfens der ,lauge betrifft1 so sind heutzutage zwei verschiedene ,verfahren im ,schwange4 ,nach dem einen ,verfahren wirkt die ,wrme auf die ,oberflche der ,flssigkeit2 das ,abdampfen geschieht in viereckigen ,pfannen aus ,kesselblech1 welche auf der ,sohle des ,flammenofens eingemauert sind4 ,es findet ein schnelles oberflchliches ,sieden statt und die ,oberflche der ,flssigkeit bedeckt sich mit ,salzkrusten1 die der ,arbeiter zerstrt1 damit unaufhrlich neue ,portionen der ,flssigkeit mit der ,wrme in ,berhrung kommen4 ,von ,zeit zu ,zeit wird das zu ,boden gesunkene ,salz durch ,seitenffnungen herausgekrckt und zum ,abtropfen auf eine geneigte ,ebene gebracht4 ,diese ,abdampfungsmethode ist konomisch und frdernd1 sie hat aber den ,nachtheil die sauern ,verbrennungsprodukte -- ,kohlensure und schweflige ,sure -- in unmittelbaren ,contakt mit der alkalischen ,lauge zu bringen und dadurch zu veranlassen1 dass das ,aetznatron in ,carbonat und ein ,theil des letzteren in ,sulfit bergeht1 welches letztere spter durch ,oxydation in ,sulfat verwandelt wird4 ,nach dem zweiten ,verfahren wirkt die ,wrme auf den ,boden der ,pfanne4 ,dadurch ist allerdings die ,berhrung der ,verbrennungsprodukte mit der ,lauge abgeschnitten1 dagegen leidet hierbei die ,pfanne weit mehr und es bedarf besonderer ,vorsichtsmaassregeln1 um dem ,verbrennen der ,pfanne durch den ,absatz einer die ,wrme nicht leitenden ,salzschicht vorzubeugen4 ,gamble in ,st4 ,helens wendet1 um dem genannten ,uebelstande auszuweichen1 eine ,pfanne von eigenthmlicher ,form an1 die im ,querdurchschnitt dem eines ,bootes analog ist4 ,diese ,pfanne fhrt auch den ,namen ,bootpfanne4 ,die ,flamme1 gewhnlich die verlorene ,wrme der ,sodafen1 spielt gegen die geneigten ,wnde1 deren ,neigung die ,extraktion des ,salzes erleichtert1 welche man auf dieselbe ,weise wie das ,kochsalz aus den ,pfannen der ,salinen auswirkt und dann abtropfen lsst4 ,gleichviel ob nach der ersten oder zweiten ,methode dargestellt1 bringt man das erzielte ,produkt in einen ,flammenofen1 in welchem es oxydirt und mit ,kohlensure verbunden wird2 das ,schwefelnatrium geht hierbei zum grssten ,theile in ,sulfit und ,sulfat ber4 ,das so erhaltene ,sodasalz besitzt eine graue ,farbe4 ,um es zu reinigen1 lst man es mittelst ,dampf in der kleinsten ,menge ,wasser1 lsst die ,lsung sich absetzen1 decantirt die klare ,flssigkeit und dampft sie von ,neuem zur ,trockne ab4 ,auf diese ,weise erhlt man vollkommen weisses ,sodasalz 7raffinirte ,soda74 ,noch reiner lsst sich das ,produkt erhalten1 wenn man nach ,ralston das unreine ,salz methodisch mit einer kalten und gesttigten ,lsung von reinem ,natriumcarbonat wscht1 wodurch nur die fremden ,salze1 ,chlornatrium1 ,schwefelnatrium und ,sulfat1 gelst werden1 whrend das ,natriumcarbonat vollkommen rein zurckbleibt4 ,wie oben erwhnt1 dampft man in der ,regel nicht bis zur ,trockne1 sondern nur bis zu einem bestimmten ,concentrationspunkt ab1 der durch die ,erfahrung ermittelt wird1 und schpft die dabei niederfallenden ,krystalle heraus4 ,durch ,variirenlassen des relativen ,volumens der ,flssigkeit erhlt man mehr oder minder reine ,produkte4 ,dampft man z4 ,b4 die gewhnliche ,lauge aus den ,auslaugegefssen 7von #a1bhf spec4 ,gew47 bis auf #g_/ab ihres ,volumens ab und nimmt man dabei sich ausscheidendes ,salz heraus1 so erhlt man ein ,produkt1 welches einem gereinigten ,sodasalz von #eg ,proc4 entspricht4 ,dampft man dann den ,rest der ,lauge auf #c_/g ihres ,volumens ab1 so entspricht das ausgeschiedene ,salz einer ,soda von #ej ,proc4 ,die zur ,trockne verdampften ,mutterlaugen geben ein sehr kaustisches ,produkt1 das alle lslichen ,unreinigkeiten enthlt4 ,kuhlmann in ,lille stellt diese fractionirten ,produkte einfach durch ,abdampfen der ,lauge in graduirten ,pfannen dar4 ,die ,reinigung der ,rohlauge lsst sich ohne ,mitwirkung von ,feuer ausfhren1 wenn man nach ,gossage 7#ahec7 die ,lauge1 welche ,schwefeleisen durch das vorhandene ,schwefelnatrium gelst enthlt1 langsam durch einen ,koksthurm filtrirt1 in welchem die ,flssigkeit einen in entgegengesetzter ,richtung sich bewegenden ,luftstrom trifft4 ,hierdurch wird das ,schwefelnatrium oxydirt und das ,schwefeleisen unlslich ausgeschieden4 ,die ,zusammensetzung von raffinirter ,soda sei nach den ,analysen von ,tissandier 7#ahfi7 durch folgende ,beispiele versinnlicht3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,feuchtigkeit #b1bb #c1aa #a1ae #a1jj #j1dj ,unlsliches #j1ab #j1bb #j1jh -- #j1jf ,chlornatrium #ab1dh #f1da #c1bh #b1aa #j1ii ,sulfat #h1ea #c1be #b1ae #a1ej #j1ce ,carbonat #gf1fg #hg1ja #ib1cd #ie1ci #ih1bj ---------------------------------------- - #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,die ,natriumhydroxyd haltigen ,sodasorten haben nach ,tissandier folgende ,zusammensetzung3 #a4 #b4 #c4 #d4 ,feuchtigkeit #b1aj #a1ej #b1dh #a1ch ,unlsliches #j1ab #j1aa #j1ba #j1ji ,chlornatrium #d1cb #b1dc #c1ej #d1aa ,sulfat #h1hj #a1fb #b1ae #b1ej ,carbonat #hb1dg #hh1ji #hd1ed #ha1fg ,natriumhydroxyd #b1aa #f1be #g1ab #aj1be ------------------------------ #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,illustration3 ,fig4 #hj4 ,illustration3 ,fig4 #ha4 ,behufs der ,darstellung von krystallisirter ,soda oder ,sodakrystallen1 ,na#b;,,co#c #aj;,h#b,o 7mit #fc ,proc4 ,wasser7 lst man die calcinirte ,soda in heissem ,wasser bis zur ,sttigung1 klrt die ,flssigkeit durch ,absetzenlassen und lsst sie in eisernen ,gefssen bis zum ,erkalten stehen1 wo die ,soda in grossen ,krystallen sich absetzt4 ,man lst das ,sodasalz in ,kesseln aus ,schwarzblech von konischer ,gestalt 7,fig4 #hj71 in welche durch das ,rohr ,c ein ,dampfstrom geleitet wird4 ,die aufzulsende ,soda kommt in den siebhnlich durchlcherten ,blechkasten ,d1 welcher durch ,kolben gehoben und gesenkt werden kann4 ,der ,kessel wird durch den ,hahn ,b zu #c_/d mit ,wasser gefllt und dann der mit ,soda beschickte ,kasten in das ,wasser getaucht1 whrend durch ,c ,dampf eingeleitet wird4 ,es findet schnelle ,temperaturerhhung statt1 in deren ,folge die ,soda sich lst4 ,sobald die ,lauge eine ,dichte von #cj bis #cb ,b4 zeigt1 leitet man sie in die ,krystallisirgefsse aus ,schwarzblech1 die #e ,meter lang1 #b ,meter breit und #j1de ,meter tief sind und an einem luftigen ,orte sich befinden4 ,bei mittlerer ,temperatur ist nach ,verlauf von #e-f ,tagen die ,krystallbildung beendigt4 ,nachdem die ,mutterlauge durch eine am ,boden der ,krystallisirgefsse befindliche ,oeffnung abgelassen worden ist1 die man dann auf eine geringgrdige ,soda verarbeitet1 lst man die ,krystalle von den ,wandungen und unterwirft sie einer nochmaligen ,krystallisation4 ,zu dem ,ende lst man die ,sodakrystalle in einem konischen ,blechkessel ,a 7,fig4 #ha71 der direkt durch die ,flamme der ,feuerung ,c erhitzt wird4 ,mit ,hlfe der ,zge ,d1 ,d kann die ,flamme den ,kessel berall umspielen4 ,der ,kessel wird mit ,krystallen gefllt1 durch das ,rohr ,b etwas ,wasser zugeleitet und dann erhitzt4 ,das ,krystallwasser reicht hin1 um alles ,salz zum ,schmelzen zu bringen4 ,nachdem dies erreicht1 entfernt man das ,feuer1 deckt den ,kessel mit einem ,holzdeckel zu und lsst die ,flssigkeit sich absetzen4 ,ist die ,klrung vor sich gegangen1 so leitet man die ,lauge mit ,hlfe von ,hebern in ein ,reservoir1 giebt sie dann in viereckige ,kasten von ,gusseisen1 die einen ,durchmesser von #dj-ej ,ctm4 haben4 ,hier beginnt die ,krystallisation1 die nach acht ,tagen beendigt ist4 ,die ,krystallbildung wird durch ,einhngen #f-i ,centim4 breiter ,eisenstbe in die ,flssigkeit wesentlich befrdert4 ,nachdem die ,mutterlauge von den ,krystallen entfernt1 stellt man die ,kasten kurze ,zeit in einen ,kessel mit siedendem ,wasser1 wodurch die ,krystalle von den ,wnden in ,folge angehender ,schmelzung sich ablsen1 so dass durch blosses ,umdrehen des ,kastens die ,krystallmasse in einem ,stck herausfllt4 ,nach dem ,abtropfenlassen zerschlgt man die ,masse und lsst sie in einer bis auf #ae-ah ,c4 erwrmten ,trockenkammer trocknen1 worauf man sie1 um jeglicher ,verwitterung vorzubeugen1 sofort in ,fsser packt4 ,das ,krystallisirtsein der ,soda bietet stets ,garantie fr grosse ,reinheit4 ,der allgemeineren ,anwendung der krystallisirten ,soda steht ihr grosser ,wassergehalt entgegen1 der die ,fracht unnthigerweise vertheuert4 ,der ,verbrauch derselben ist trotzdem in ,england ein weit betrchtlicherer als in ,frankreich und ,deutschland1 wo1 wenn von der pharmaceutischen ,verwendung abgesehen wird1 ihr ,gebrauch lediglich auf die ,flle sich beschrnkt1 wo die ,gegenwart von ,aetznatron in der ,soda von ,nachtheil sein knnte4 -- ,sidenote3 ,theorie des ,leblanc'schen ,sodabildungsprocesses4 ,theorie der ,sodabildung4 ,der chemische ,process1 durch welchen das ,natriumcarbonat nach der ,methode von ,leblanc sich bildet1 ist erst durch neuere ,untersuchungen von ,gossage und durch ,scheurer-,kestner aufgehellt worden4 ,frher nahm man1 nach der ,erklrung von ,dumas an1 dass beim ,calciniren eines ,gemenges von ,sulfat1 ,calciumcarbonat und ,kohle1 letztere unter ,kohlenoxydgasbildung das ,sulfat zu ,schwefelnatrium reducire1 welches dann durch das ,calciumcarbonat unter ,bildung von ,natriumcarbonat und ,calciumoxysulfuret1 und ,entweichen eines ,theiles der ,kohlensure zersetzt werde 7,greek3 a7 ,na#b,,so#d #d;,c ,na#b,s #d;,,co#b2 7,greek3 b7 #b,na#b,s #c;,ca,c,o#c #b,na#b;,,co#c ,ca,o1 #b;,ca,s ,,co#b4 ,nach ,unger's ,ansicht1 mit welcher im wesentlichen die von ,e4 ,kopp 7#ahfe7 harmonirt1 verliert1 nachdem sich das ,schwefelnatrium gebildet hat1 das ,calciumcarbonat die ,kohlensure und es bleibt ein ,gemenge zurck von ,aetzkalk1 ,schwefelnatrium und ,kohle1 welches sich zu ,calciumoxysulfuret und ,aetznatron umsetzt1 welches letztere durch ,aufnahme von ,kohlensure in ,folge des ,verbrennens von ,kohle in ,natriumcarbonat bergeht4 ,letztere ,ansicht ist wol diejenige1 die der ,wahrheit am nchsten kommt1 nur ist es1 wie ,scheurer-,kestner1 ,dubrunfault1 ,j4 ,kolb und ,th4 ,petersen 7#ahfj bis #ahfi7 nachgewiesen haben1 nicht nthig1 die ,existenz eines ,calciumoxysulfuretes anzunehmen1 um die ,nichteinwirkung des ,schwefelcalciums auf das ,natriumcarbonat zu erklren1 da ,schwefelcalcium fast unlslich in ,wasser ist 7#ab1ejj ,th4 ,wasser lsen bei #ab1f nur #a ,th4 ,schwefelcalcium74 ,mit dieser ,anschauungsweise stimmen auch die von ,pelouze 7#ahff7 erhaltenen ,resultate berein4 ,whrend des ,sodabildungsprocesses im ,soda ,ofen geht der vorhandene ,kohlenstoff nur in ,kohlensure ber1 nmlich3 ,greek3 a7 #e,na#b,,so#d #aj;,c #e,na#b,s #aj;,,co#b2 ,greek3 b7 #e,na#b,s #g;,ca,c,o#c #e,na#b;,,co#c #e;,ca,s #b;,ca,o #b;,,co#b4 ,da sich jedoch whrend der ,operation der ,sodabildung und namentlich gegen das ,ende derselben aus dem schmelzenden ,gemenge ,kohlenoxydgas entwickelt und mit blauer ,flamme verbrennt1 eine ,gasentwickelung1 welche selbst noch fort dauert1 nachdem die ,schmelze aus dem ,ofen gezogen worden ist1 so muss dieses ,kohlenoxyd1 obgleich es ein secundres ,produkt ist1 mit in die ,gleichung aufgenommen werden4 ,die ,bildung des ,kohlenoxydes ist gleichwol von grosser ,wichtigkeit1 weil das ,auftreten dieses ,krpers den ,moment wahrnehmen lsst1 wo die ,hitze hinlnglich hoch und die ,hauptreaktion beendigt ist4 ,durch die ,untersuchungen ,unger's ist es ausser allem ,zweifel1 dass bei der ,reduktion des ,sulfates durch ,kohle sich nur ,kohlensure und kein ,kohlenoxydgas entwickelt4 ,das ,kohlenoxyd bildet sich also nicht whrend der ,reduktion des ,sulfates1 sondern ist das ,resultat der ,einwirkung der ,kohle auf die berschssig angewendete ,kreide oder den ,kalkstein4 ,die ,reduktion des ,calciumcarbonates durch ,kohle findet erst bei weit hherer ,temperatur statt als die ,reduktion des ,sulfates2 sie folgt auf die letztere1 d4 h4 nach ,beendigung der ,hauptreaktion4 ,in diesem ,stadium ist das ,natriumcarbonat fertig gebildet4 ,man hat demnach drei ,phasen in dem ,sodabildungsprocesse zu unterscheiden1 nmlich ,greek3 a7 zuerst findet ,reduktion des ,sulfates unter ,entwickelung von ,kohlensure statt 7,na#b,,so#d #b;,c ,na#b,s #b;,,co#b72 ,greek3 b7 hierauf geht die doppelte ,zersetzung zwischen dem entstandenen ,schwefelnatrium und dem ,calciumcarbonat vor sich 7,na#b,s ,ca,c,o#c ,na#b;,,co#c ,ca,s72 ,greek3 g7 zuletzt findet theilweise 7und durch das ,erkalten der ,masse aufgehaltene7 ,reduktion des berschssig angewendeten ,calciumcarbonates durch die ,kohle statt 7#b;,ca,c,o#c #b;,c #b;,ca,o #d;,,co74 ,beim ,auslaugen giebt der entstandene ,aetzkalk zur ,bildung von ,aetznatron ,veranlassung4 ,die ,theorie verlangt mithin auf #ajj ,th4 ,sulfat nur gegen #bj ,th4 ,kohle4 ,der bliche ,zusatz von berschssigem ,kohlenstoff 7#dj bis #ge ,proc47 gewhrt aber in zweifacher ,beziehung ,vortheil1 nmlich einmal als ,ersatz fr denjenigen zu dienen1 welcher im ,laufe der ,operation in ,folge unvollkommener ,mischung zu ,oxyd reducirt worden ist2 das andere ,mal erlaubt der ,zusatz genau den ,zeitpunkt wahrzunehmen1 wo die ,reaktion beendigt ist1 da die ,schmelze der ,einwirkung der ,ofenhitze entzogen werden muss1 nachdem die ,entwickelung von ,kohlenoxyd begonnen und bevor sie aufgehrt hat4 ,sidenote3 ,verwerthung der ,sodarckstnde4 ,verwerthung der ,sodarckstnde4 ,wie frher bereits hervorgehoben1 liefert das ,leblanc'sche ,sodaverfahren1 wenn man von der ,kryolithsoda und von der bei der ,darstellung des ,conversionssalpeters auftretenden ,soda absieht1 trotz der unzhligen ,versuche1 dasselbe durch andere ,methoden und ,processe zu ersetzen1 noch immer beinahe ausschliesslich die ungeheuren ,mengen von ,soda1 ,aetznatron und ,bicarbonat1 welche gegenwrtig verbraucht werden4 ,diesen ,vorzug vor allen anderen ,processen verdankt ,leblanc's ,methode unzweifelhaft grossentheils der ,erzeugung der ,sodarckstnde1 insofern diese eben die werthvolle ,eigenschaft besitzen1 sich von dem in der ,rohsoda enthaltenen ,alkali durch das ,auslaugen leicht und vollstndig trennen zu lassen4 ,gleichwol sind diese ,rckstnde stets als die grsste ,schattenseite dieses so wichtigen ,zweiges der chemischen ,industrie betrachtet worden4 ,die grosse ,menge von ,schwefel1 welche in die ,fabrikation eingetreten1 ist in diesen ,rckstnden untergegangen und zwar der ,art1 dass nach einer ,mittheilung von ,a4 ,oppenheim der in der ,sodafabrik von ,dieuze 7in ,lothringen7 in den festen ,rckstnden aufgespeicherte ,schwefel auf #c-c_/d ,millionen ,franken geschtzt wird4 ,jede ,tonne ,alkali giebt nicht weniger als #a-a_/b ,tonnen trockenen ,rckstand und die auf diese ,weise erzeugten enormen ,massen werden gewhnlich in der ,nhe der ,fabriken aufgehuft1 wo sie oft ganze ,berge von betrchtlicher ,hhe bilden4 ,diese ,rckstande entwickeln1 zumal bei heissem ,wetter1 bedeutende ,mengen von ,schwefelwasserstoff1 welches die ,bewohner der ,nachbarschaft in der nachtheiligsten ,weise belstigt2 berdies werden aus ihnen durch den ,regen und durch die mit den ,halden in ,berhrung kommenden ,tagewsser grosse ,quantitten einer mehr oder weniger intensiv gelb gefrbten1 ,calciumsulfuret und ,calciumpolysulfuret enthaltenden ,flssigkeit ausgelaugt1 welche das ,wasser aller ,brunnen und ,wasserlufe1 zu denen sie ,zutritt hat1 vergiftet4 ,diese ,uebelstnde werden durch den ,gehalt der ,rckstnde an ,schwefel bedingt1 welcher nicht weniger als #hj ,proc4 der gesammten1 bei der ,sodafabrikation verwendeten ,schwefelmenge betrgt und offenbar einen sehr grossen ,verlust reprsentirt4 ,alle ,versuche und ,anstrengungen1 diesen ,schwefel auf einfache und billige ,weise wieder zu gewinnen und damit die ,schdlichkeit1 ja ,gefhrlichkeit dieser ,rckstnde fr das ,allgemeinwohl zu beseitigen1 sind bis vor ,kurzem gescheitert1 obgleich viele ,chemiker und ,techniker diesem ,gegenstande seit #cj bis #dj ,jahren viel ,zeit und ,geld geopfert haben4 ,unter diesen ,mnnern nehmen ,w4 ,gossage und ,guckelberger 7in ,ringkuhl bei ,kassel7 mit die ersten ,pltze ein4 ,sehr zahlreiche ,methoden zur ,wiedergewinnung des ,schwefels aus den ,sodarckstnden sind beschrieben und patentirt worden2 jedoch war es bis auf die neueste ,zeit durch keine derselben gelungen1 die hauptschlichste praktische ,schwierigkeit der ,frage -- die ,behandlung so bedeutender ,rckstandsmengen ohne zu grossen ,aufwand von ,arbeit und ,geld -- zu berwinden4 ,erst seit #ahfc etwa wird ,schwefel aus ,sodarckstnden in regelmssigem ,betriebe gewonnen und zwar nach drei verschiedenen ,verfahren von ,guckelberger 7durch ,l4 ,mond in modificirter ,form in die ,praxis eingefhrt71 von ,max ,schaffner 7in ,aussig7 und von ,p4 ,w4 ,hofmann 7in ,dieuze74 ,die ,schwefelregeneration machte seitdem so rasche ,fortschritte1 dass zur ,pariser ,ausstellung #ahfg nicht weniger als sieben ,fabriken ,proben von solchem aus ,alkalirckstnden dargestellten ,schwefel eingesendet hatten1 welcher nach den drei verschiedenen ,methoden regenerirt worden war4 ,alle diese ,methoden beruhen auf demselben ,principe1 nmlich auf der ,umwandlung der in den ,rckstnden enthaltenen unlslichen ,calciumsulfurete in lsliche ,verbindungen vermittelst einer ,oxydation durch den atmosphrischen ,sauerstoff1 ,auslaugen der oxydirten ,masse und ,fllung des in die ,laugen bergegangenen ,schwefels durch eine starke ,sure1 wozu in der ,praxis selbstverstndlich ,salzsure verwendet wird4 ,sidenote3 ,m4 ,schaffner's1 ,schwefelregeneration4 ,wir mssen uns begngen1 nur eines dieser ,verfahren zu beschreiben1 und zwar ,m4 ,schaffner's ,regenerationsverfahren4 ,dasselbe zerfllt in folgende ,arbeiten3 ,greek3 a7 die ,darstellung der schwefelhaltigen ,lauge1 ,greek3 b7 die ,zersetzung der erhaltenen ,lauge1 ,greek3 g7 die ,darstellung des ,schwefels4 ,greek3 a7 ,behufs der ,darstellung der schwefelhaltigen ,lauge werden die ,sodarckstnde einem ,oxydationsprocesse an der ,luft unterworfen1 indem man dieselben in grosse ,haufen aufstrzt4 -- ,der ,haufen erwrmt sich nach einiger ,zeit und es beginnt die ,bildung von ,polysulfureten und bei weiterer ,oxydation die ,bildung von unterschwefligsauren ,salzen4 ,die ,praxis lehrt sehr bald durch ,beurtheilung der ,farbe1 wie lange man den ,haufen liegen lassen muss4 ,nach einigen ,wochen hat nmlich der ,haufen im ,innern eine gelbgrne ,farbe und er ist zum ,auslaugen reif4 ,er wird aufgehackt1 die grssern ,stcke zerschlagen1 bleibt noch etwa #bd ,stunden an der ,luft liegen1 wo dann die gewnschte ,oxydation vollstndig wird4 -- ,das ,auslaugen geschieht mit kaltem ,wasser wie beim ,auslaugen der rohen ,soda1 so dass man es am ,schlusse nur mit concentrirten ,laugen zu thun hat4 ,nach diesem ,auslaugeprocess werden die ,sodarckstnde noch einmal oxydirt1 indem man sie in #a ,meter tiefe und ebenso breite ,gruben bringt1 die neben den ,auslaugekasten liegen4 ,diese ,oxydation in ,gruben1 wobei die durch den ,zersetzungsprocess frei werdende ,wrme mehr zusammengehalten wird1 als in freien ,haufen1 geht rascher vor sich als die erste ,oxydation4 ,durch den frhern ,auslaugeprocess ist die ,masse nun porser als bei der ersten ,oxydation und somit hat auch die ,luft mehr ,zutritt und es bilden sich darum neben ,polysulfureten auch mehr unterschwefligsaure ,salze4 ,statt nach dem ersten ,auslaugen die ,sodarckstnde aus dem ,auslaugegefss zur zweiten ,oxydation in eine ,grube zu bringen1 kann man sie auch im ,auslaugegefss liegen lassen und die zweite ,oxydation knstlich beschleunigen1 dass man mit einem ,ventilator die ,gase aus einem ,kamin1 in welches ,feuerungsanlagen einmnden1 unter den doppelten ,boden des ,auslaugegefsses fhrt4 ,man erspart hierdurch an ,arbeitslhnen1 indem das einmalige ,aus- und ,einfahren aus dem ,auslaugebassin in die ,grben umgangen wird4 ,zugleich ist diese ,art der ,oxydation eine sehr energische1 indem in #h-aj ,stunden der ,process vollendet und die ,masse abermals zum ,auslaugen reif ist4 ,je nach ,beschaffenheit der ,sodarckstnde kann man diese ,oxydation #c-d ,mal wiederholen4 ,die ,rauchgase1 die im ,wesentlichen aus ,wasserdampf1 berschssiger warmer ,luft und ,kohlensure bestehen1 haben alle ,eigenschaften1 um auf das ,schwefelcalcium in der ,art zersetzend einzuwirken1 dass ,polysulfuret und unterschwefligsaures ,salz entsteht4 ,die ,gase drfen jedoch nicht zu warm zur ,anwendung gelangen4 ,die ,laugen1 die man von der ersten ,oxydation erhlt1 bestehen hauptschlich aus ,polysulfuret neben unterschwefligsauren ,salzen2 bei den ,laugen von der zweiten ,oxydation ist das unterschwefligsaure ,salz vorherrschend und die ,laugen der dritten ,oxydation enthalten noch mehr unterschwefligsaures ,salz4 ,smmtliche ,laugen vereinigen sich in einem gemeinsamen ,reservoir4 ,das ,produkt dieser ganzen ,manipulation ist also eine ,lauge von einem bestimmten ,gehalt an ,polysulfureten des ,calciums neben einem gewissen ,gehalt an unterschwefligsauren ,salzen4 ,illustration3 ,fig4 #hb4 ,greek3 b7 ,die ,zersetzung der ,lauge mit ,salzsure geschieht in geschlossenen ,apparaten aus ,gusseisen oder ,stein4 ,die ,zersetzung ist darauf basirt1 dass unterschwefligsaures ,salz durch ,salzsure schweflige ,sure entwickelt unter ,ausscheidung von ,schwefel 7,ca,s#b,o#c #b ,h,cl giebt ,ca,cl#b ,,so#b ,s ,h#b,o74 ,ferner1 dass schweflige ,sure das ,polysulfuret unter ,ausscheidung von ,schwefel in unterschwefligsaures ,calcium verwandelt 7#b ,ca,s#a #c ,,so#b #b ,ca,s#b,o#c ,s#a74 ,durch ,titrirung wird die ,schwefellauge auf ihren ,gehalt an ,polysulfuret und unterschwefligsaures ,salz geprft und darnach der ,sodarckstand schwcher oder strker oxydirt4 ,in ,praxis ist der ,ausfllapparat aus ,gusseisen oder ,stein2 ,fig4 #hb zeigt den ,ausfllapparat von ,gusseisen1 wie er in den meisten ,fabriken eingefhrt ist4 ,a und ,b enthalten die zur ,zersetzung bestimmte ,lauge4 l ist die ,laugenleitung1 durch einen darin befindlichen ,gummischlauch wird die ,lauge bald durch q in das ,gefss ,a geleitet1 bald durch q' in das ,gefss ,b4 ,t und ,t' sind ,thonrhren und dienen zum ,eingiessen der ,salzsure4 ,die ,rhren c und d correspondiren ebenfalls mit dem ,glasapparat1 c sitzt auf dem ,deckel von ,a1 whrend sein langer ,schenkel in die ,flssigkeit von ,b einmndet1 bei d ist dies der umgekehrte ,fall1 der kurze ,schenkel sitzt auf dem ,deckel von ,b1 whrend der lange ,schenkel in die ,flssigkeit von ,a eintaucht4 ,der ,hahn a wird geschlossen1 wenn die ,gase durch c in die ,flssigkeit von ,b treten sollen1 ,hahn b wird geschlossen und a geffnet1 wenn die ,gase durch d in die ,flssigkeit von ,a treten sollen4 ,durch das ,rohr ,r entweicht das etwa berschssige ,gas4 ,nach erfolgter ,zersetzung mit ,salzsure lsst man durch das ,ventil ,v oder ,v' ,dampf einstrmen1 um die letzte von der ,flssigkeit absorbirte schweflige ,sure berzutreiben4 ,ist der ,process beendigt1 so fliesst der ,schwefel mit der ,chlorcalciumlauge durch die ,oeffnung ,o oder ,o' aus4 ,zuerst ffnet man den ,holzstpsel p und lsst den grssern ,theil der ,chlorcalciumlauge abfliessen4 ,um zu erfahren1 ob alle schweflige ,sure bergetrieben ist1 ffnet man den ,holzhahn h oder h' und berzeugt sich durch den ,geruch1 ob noch schweflige ,sure entweicht4 ,die ,hhne f und f' sind vorhanden1 um sich von der gehrigen ,fllung des ,apparates mit ,lauge und von dem ,gang der ,zersetzung berzeugen zu knnen4 ,der ,gang der ,arbeit ist ganz derselbe wie beim ,glasapparat4 ,zum ,zweck der ,reinigung sind alle ,rhren mit ,deckel versehen4 ,der so erhaltene ,schwefel ist feinkrnig1 enthlt etwas ,gyps1 hauptschlich vom ,schwefelsuregehalt der ,salzsure herrhrend1 er fliesst sammt der ,chlorcalciumlauge in eine ,rinne g und von hier in ein ,bassin mit doppeltem ,boden2 die ,lauge fliesst hier ab und der ,schwefel bleibt zurck1 er wird mit ,wasser abgewaschen und gelangt dann zum ,schmelz- oder ,reinigungsprocess4 ,greek3 g7 ,die ,darstellung des reinen ,schwefels geschieht durch folgenden einfachen ,process1 der direct reinen ,schwefel liefert1 welcher als raffinirter ,schwefel in den ,handel gebracht werden kann4 ,der ,schwefel von dem ,ausfllapparat wird mit so viel ,wasser in einen gusseisernen geschlossenen ,kessel gebracht1 dass die ,masse eine breiartige ,consistenz hat2 man lsst sodann ,dampf einstrmen1 der einen ,ueberdruck von #a-c_/d ,atmosphren hat1 und rhrt dabei um4 ,es schmilzt auf diese ,weise der ,schwefel unter ,wasser1 die an dem ,schwefel adhrirende ,chlorcalciumlauge wird vom ,wasser aufgenommen und der ,gyps ist als feines ,krystallpulver im ,wasser suspendirt4 ,der unter ,wasser geschmolzene ,schwefel sammelt sich im tiefsten ,theil des ,kessels an und kann nun abgelassen und in die gewnschten ,formen gegossen werden4 ,ist aller ,schwefel abgeflossen1 so fliesst sodann das gypshaltige ,wasser ab1 da ,schwefel und ,wasser sich scharf nach dem spec4 ,gewicht scheiden4 ,gleichzeitig mit dem ,schwefel giebt man eine kleine ,quantitt ,kalkmilch in den ,schmelzkessel1 um etwa noch vorhandene freie ,sure unschdlich zu machen4 ,aus dem berschssigen ,kalk bildet sich beim ,schmelzen ,schwefelcalcium und wenn der zum ,schmelzen gelangende ,schwefel arsenhaltig ist1 so lst sich das ,schwefelarsen in ,schwefelcalcium auf und somit wird das ,schwefelarsen in das ber dem geschmolzenen ,schwefel stehende ,wasser gefhrt4 ,die ,vortheile des ,schmelzens unter ,wasser sind daher einleuchtend3 ,man hat nicht nthig1 den gefllten ,schwefel sorgfltig auszuwaschen und zu trocknen1 die ,destillation wird erspart und durch denselben ,process wird der ,schwefel vom ,arsen befreit4 ,endlich hat die ,art des ,schmelzens unter ,dampfdruck auch noch den ,vortheil1 dass der ,schwefel nur so weit erhitzt wird1 dass er sich gerade im dnnflssigsten ,zustande befindet und nicht berhitzt werden kann1 was beim nachherigen ,giessen in ,formen sehr erwnscht ist4 ,um den ,schmelzkessel zu versinnlichen1 wie derselbe in der ,praxis ausgefhrt ist1 mag beistehende ,skizze 7,fig4 #hc und #hd7 dienen4 ,illustration3 ,fig4 #hc4 ,illustration3 ,fig4 #hd4 ,ein gusseiserner ,cylinder ,b liegt in einem schmiedeeisernen ,cylinder ,a1 die ,stirnseiten sind mit einander verschraubt4 ,der ,apparat liegt nach einer ,seite geneigt1 damit sich der geschmolzene ,schwefel am tiefsten ,theil ansammeln kann4 ,in den innern ,cylinder ,b kommt der ,schwefel mit dem nthigen ,wasser und es befindet sich in diesem ,cylinder eine ,welle mit ,armen zum ,umrhren der ,masse4 ,der ,rhrer wird durch ,maschinenkraft mittelst des ,zahnrades ,r bewegt4 ,an beiden ,enden der ,rhrerwelle befinden sich ,stopfbchsen4 ,bei m wird der ,schwefel eingebracht1 es ist dies ein ,mannlochverschluss 7wie bei ,dampfkesseln74 ,der ,dampf strmt aus einem besondern ,dampfkessel bei a in den schmiedeeisernen ,cylinder ein1 umgiebt also den gusseisernen ,cylinder ,b1 strmt bei o in den innern ,cylinder und nach beendigter ,schmelzung lsst man den ,dampf durch d und das ,ventil v entweichen4 ,der geschmolzene ,schwefel wird durch eine besondere ,ablassvorrichtung bei z abgelassen4 ,s ist ein ,sicherheitsventil4 ,auf diese ,weise gewinnt man etwa #ej-fj ,proc4 des in den ,sodarckstnden enthaltenen ,schwefels in ,form von chemisch reinem ,schwefel4 ,auf einen ,centner ,schwefel werden #b-b-a_/d ,centner ,salzsure gebraucht4 ,bei denjenigen ,fabriken1 wo die ,salzsure grossen ,werth hat1 kann man auch die ,rckstnde der ,chlorkalkfabrikation mit in ,anwendung bringen und dadurch chemisch reinen ,schwefel erhalten4 ,die ,rckstnde der ,chlorkalkfabrikation1 die im ,wesentlichen aus ,manganchlorr mit viel freier ,salzsure neben ,eisenchlorid bestehen1 werden zu diesem ,zweck wie folgt behandelt3 ,zuerst werden die ,chlorrckstnde von ihrem ,gehalte an ,eisenchlorid befreit4 ,man lsst zu diesem ,zwecke diese ,rckstnde in ein ,gefss fliessen und durch ein ,trichterrohr ,schwefellauge in kleinen ,quantitten einlaufen4 ,es entwickelt sich sofort ,schwefelwasserstoffgas und dieses reducirt das ,fe#b;,cl#f zu ,fe,cl#b4 ,man rhrt dabei um4 ,ohne weitere ,reaktion erkennt man schon an der ,farbe1 wenn die ,reduktion vorber ist4 ,der sich hier ausscheidende ,schwefel ist von graugelber ,farbe1 derselbe wird von ,zeit zu ,zeit gesammelt und in den ,schwefelfen verbrannt4 ,wenn die ,chlorkalkrckstnde auf diese ,weise prparirt sind1 so enthalten sie also kein ,eisenchlorid4 ,im ,ausfllapparat knnen nun dieselben wie ,salzsure verwendet werden4 ,bei ,erklrung des ,vorgangs im ,ausfllapparat wurde gezeigt1 dass die ,polysulfurete immer durch die schweflige ,sure der vorhergehenden ,zersetzung in unterschwefligsaure ,salze bergefhrt wurden4 ,wenn also die ,zersetzung mit ,salzsure erfolgt1 so ist kein ,schwefelcalcium mehr vorhanden4 ,statt ,salzsure wendet man nun die prparirten ,chlorrckstnde an und es wirken die in denselben vorhandenen freien ,salze nun ebenso gut zersetzend auf die unterschwefligsauren ,salze1 als reine ,salzsure4 ,schwefelmangan und ,schwefeleisen kann sich nicht bilden1 da gewhnlich kein ,schwefelcalcium mehr vorhanden ist4 ,sollte aber doch etwas ,schwefelcalcium vorhanden sein1 so setzt man etwas ,salzsure zu1 bevor man die ,chlorrckstnde anwendet4 ,man kann auf diese ,weise #c_/d der ganzen ,salzsure ersparen1 die sonst nthig wre1 und erhlt doch reinen ,schwefel4 ,sidenote3 ,sonstige ,verfahren der ,darstellung von ,soda aus ,glaubersalz4 ,andere ,methoden der ,sodafabrikation4 ,unter den sonstigen 7fast zahllosen7 ,verfahren der ,darstellung von ,soda sind folgende erwhnenswerth4 ,nach ,kopp's ,verfahren der ,sodafabrikation 7das auf die ,versuche des ,p4 ,malherbe -- #aggg -- sich sttzt und frher unter dem ,namen des ,alban'schen ,verfahrens bekannt war7 mischt man ,natriumsulfat1 ,eisenoxyd1 ,kohle und schmilzt in einem gewhnlichen ,sodaschmelzofen3 #b;,fe#b,o#c geben ,fe#d,na#f,s#c #c,na#b,,so#d beim #ad ,,co #af;,c ,calciniren #b;,,co#b ,die rohe eisenhaltige ,soda absorbirt an der ,luft ausser ,wasser ,sauerstoff und ,kohlensure und verwandelt sich in ,natriumcarbonat und einen unlslichen ,rckstand von natriumhaltigem ,schwefeleisen ,fe#d,na#b,s#c3 ,fe#d,na#f,s#c #b,na#b;,,co#c #b,o geben ,fe#d,na#b,s#c #b;,,co#b ,das ,auslaugen wird mit ,wasser von #cj-dj vorgenommen4 ,ist die ,lufttemperatur nicht zu hoch1 so liefern die starken ,lsungen im ,allgemeinen ohne vorheriges ,concentriren nach #bd-dh ,stunden eine reichliche und schne ,krystallisation von grossen farblosen ,sodakrystallen4 ,der unlsliche ,rckstand wird getrocknet und gerstet2 die dabei sich entwickelnde schweflige ,sure wird in den ,bleikammern sofort wieder in die ,schwefelsure bergefhrt1 welche wieder zur ,umwandlung von ,kochsalz in ,sulfat dient1 so dass also derselbe ,schwefel immer wieder benutzt wird3 ,fe#d,na#b,s#c geben #b;,fe#b,o#c #ad,o ,na#b,,so#d #b,,so#b ,aus dem ,rstrckstande wird das ,sulfat durch ,auslaugen entfernt4 ,es ist nicht zu lugnen1 dass das ,kopp'sche ,verfahren1 welches auch von ,stromeyer und ,waldeck empfohlen wird1 vor der ,methode von ,leblanc gewisse ,vorzge darbietet4 ,sidenote3 ,directe ,ueberfhrung von ,kochsalz in ,soda4 ,eine directe ,ueberfhrung des ,kochsalzes in ,soda ist auf mannichfache ,weise versucht worden1 ohne dass das ,problem in gengender ,weise gelst worden wre4 ,man muss indessen zugeben1 dass in dieser ,richtung noch viel zu leisten mglich ist4 ,bringt man ,ammonbicarbonat in concentrirter ,lsung mit gesttigter ,salzsoole zusammen1 oder besser noch1 mischt man die ,salzsoole mit fein gepulvertem ,ammonbicarbonat und lsst die ,mischung nach wiederholtem ,umrhren einige ,stunden ruhig stehen1 so sondert sich das schwer lsliche ,natriumbicarbonat als krystallinisches ,pulver aus und die darberstehende ,flssigkeit ist eine wsserige ,salmiaklsung4 ,da das ,natriumbicarbonat schon in schwacher ,rothglhhitze in ,natriummonocarbonat bergeht1 so hat man darauf ein ,verfahren der ,sodafabrikation begrndet4 ,so haben ,dyar und ,hemming in ,england eine fabrikmssige ,bereitung der ,soda aus ,kochsalz und ,ammonbicarbonat ausgefhrt2 mit welchem konomischen ,erfolge1 ist nicht bekannt4 ,das neue ,verfahren von ,schloesing und ,rolland1 auf welches dieselben #ahee fr ,england ein ,patent erhielten1 enthlt einige ,verbesserungen1 obgleich es im ,grunde dem vorstehenden ,verfahren gleich ist4 ,schloesing benutzt zur ,sodafabrikation eine concentrirte ,kochsalzlsung1 welche mit ,ammoniak gesttigt ist1 und ,kohlensuregas4 ,die erste ,operation besteht darin1 ,ammoniak und ,kohlensure auf ,kochsalzlsung einwirken zu lassen4 ,man wendet hierzu an auf #ajj ,theile ,wasser #cj-cc ,theile ,kochsalz1 #h-a_/b-aj ,theile ,ammoniak und ,kohlensure im ,ueberschuss4 ,die ,absonderung des unlslich ausgeschiedenen ,bicarbonates von der ,flssigkeit bildet die zweite ,operation4 ,man bewirkt dieselbe mittelst eines ,centrifugalapparates4 ,soll die ,soda vollkommen rein werden1 so wscht man das ,salz im ,centrifugalapparate mit einer ,lsung von ,bicarbonat4 ,die dritte ,operation1 das ,calciniren des ,bicarbonates und die dadurch bewirkte ,ueberfhrung in ,soda1 wird in einem ,cylinder aus ,eisenblech ausgefhrt4 ,die entweichende ,kohlensure wird aufgefangen4 ,die vierte und fnfte ,operation bezwecken die ,wiedergewinnung der ,kohlensure und des ,ammoniaks aus der ,flssigkeit1 von welcher das ,bicarbonat durch den ,centrifugalapparat getrennt worden ist4 ,man erhitzt die ,flssigkeit erst fr sich in einem ,kessel1 wobei ,kohlensure und ,dmpfe von kohlensaurem ,ammon entweichen4 ,diese leitet man durch einen ,cylinder1 in welchem eine gleichartige kalte ,flssigkeit ber ,koks herabrinnt4 ,diese ,flssigkeit absorbirt dabei die ,ammoniakdmpfe1 lsst aber die ,kohlensure weiter gehen1 welche aufgefangen wird4 ,die ,flssigkeit wird darauf mit ,kalkmilch erhitzt1 so dass das ,ammoniak ausgetrieben wird4 ,nachdem die ,flssigkeit von ,kohlensure und ,ammoniak befreit ist1 wird sie durch ,absetzenlassen geklrt und dann das noch darin enthaltene ,kochsalz durch ,abdampfen wieder gewonnen1 was die sechste ,operation bildet4 -- ,nach ,versuchen von ,heeren 7#aheh7 ist vorstehendes ,verfahren mehr zur ,darstellung von ,bicarbonat1 als von ,soda geeignet1 doch sollen neuerdings 7durch die ,bemhungen von ,margueritte und de ,sourdeval7 ,verbesserungen ,platz gegriffen haben1 in der ,anwendung des ,principes der ,dephlegmation der ,alkoholdmpfe zur ,extraction des kohlensauren ,ammons bestehend1 welche dem ,verfahren ,zukunft zu sichern scheinen4 ,sidenote3 ,soda aus ,kryolith4 ,gegenwrtig werden grosse ,mengen von ,soda bei der ,verarbeitung des ,kryoliths 7,al#b;,fl#f1 #f,na,fl7 gewonnen1 indem man das ,mineral durch ,erhitzen mit ,kalk aufschliesst3 #a ,mol4 ,kryolith geben #f ,mol4 ,fluorcalcium #f ,kalk #a ,natrium-,aluminat ,letztere ,verbindung ist in ,wasser lslich und wird durch ,kohlensure zersetzt1 wobei sich ,thonerde niederschlgt1 die auf ,alaun verarbeitet wird1 und ,soda in ,lsung bleibt4 #ajj ,kilogr4 ,kryolith geben #dd ,kilogr4 trocknes ,aetznatron1 #ge calcinirte ,soda1 #bjc krystallisirtes ,natriumcarbonat1 #aai1e ,natriumbicarbonat4 ,aus dem ,bauxit 7siehe unter ,alaun7 gewinnt man auf hnliche ,weise durch ,aufschliessen desselben mit ,glaubersalz und ,kohle neben ,thonerde ,soda#de4 #de ,im ,jahre #ahfg verarbeiteten fnf ,fabriken ,deutschlands #aej1jjj ,ctr4 ,kryolith auf etwa #bgj1jjj ,ctr4 calcinirte ,soda4 ,die ,pennsylvania ,salt manufacturing ,company verarbeitet in ihrer ,fabrik zu ,natrona bei ,pittsburgh jhrlich gegen #ej1jjj ,ctr4 ,kryolith4 ,sidenote3 ,soda aus ,natriumsalpeter4 ,bei der ,ueberfhrung des ,natriumsalpeters in ,kaliumsalpeter mittelst ,kaliumcarbonat 7vergl4 ,seite #aej7 werden gegenwrtig nicht unbedeutende ,mengen hochgrdiger ,soda gewonnen4 ,das ,natrium des ,natriumsalpeters kann berhaupt auf folgende ,weise in ,soda 7oder ,aetznatron7 bergefhrt werden3 a7 durch ,glhen von ,natriumsalpeter mit ,kohle2 b7 durch ,erhitzen von ,natriumsalpeter mit ,kieselerde und ,zersetzen des kieselsauren ,natriums durch ,kohlensure2 c7 durch ,glhen von ,natriumsalpeter mit ,braunstein2 d7 durch ,zersetzen des ,natriumsalpeters ,greek3 a7 mit ,kaliumcarbonat1 ,greek3 b7 mit ,aetzkali2 in letzterem ,falle tritt neben ,kaliumsalpeter ,aetznatron auf4 ,sidenote3 ,aetznatron4 ,aetznatron 7oder ,natriumhydroxyd ,na,h,o74 ,seit dem ,jahre #ahea wird das ,aetznatron entweder in ,form hchst concentrirter ,lauge1 oder hufiger noch als geschmolzenes ,natronhydrat 7in #ajj ,th4 ,aetznatron aus #gg1e ,th4 ,natron und #bb1e ,th4 ,wasser bestehend7 in den ,sodafabriken dargestellt und unter dem ,namen ,soda- oder ,seifenstein in den ,handel gebracht4 ,lange ,zeit hindurch stellte man nach althergebrachter ,weise das ,aetznatron durch ,behandeln nicht zu concentrirter ,lsungen von ,rohsoda mit ,aetzkalk dar4 ,um an ,brennmaterial behufs des ,abdampfens so verdnnter ,flssigkeiten zu sparen1 ahmt man jetzt in vielen ,fabriken das von ,dale gegebene ,beispiel nach1 der die verdnnte ,natronlsung zum ,speisen seines ,dampfkessels benutzt und ohne ,inconvenienzen die ,lauge darin bis auf das spec4 ,gewicht von #a1bd bis #a1be bringt4 ,hierauf wird die ,lauge in gusseisernen ,kesseln bis auf #a1i spec4 ,gewicht abgedampft1 bei welchem ,concentrationsgrade sie beim ,erkalten erstarrt4 ,das gegenwrtig im ,grossen angewendete ,verfahren der ,darstellung von ,aetznatron ist folgendes3 ,die ,anwendung des ,kalkes zur ,umwandelung der ,soda in ,aetznatron ist lngst verlassen1 vielmehr stellt man bei der ,sodafabrikation sofort ,aetznatron an4 ,dies geschieht dadurch1 dass man die ,quantitt ,steinkohle1 welche man dem ,gemisch von ,sulfat und ,kalkstein 7,kreide7 zusetzt1 etwas vergrssert und die gewonnene ,rohsoda sofort mit ,wasser von #ej auslaugt4 ,nachdem man die ,lauge sich hat klren lassen1 concentrirt man sie rasch bis auf #a1e spec4 ,gewicht1 wobei sich ,natriumcarbonat1 ,natriumsulfat und ,kochsalz am ,boden ausscheiden und die ,flssigkeit eine ziegelrothe ,farbe 7sie heisst ,rothlauge7 annimmt1 von einer eigenthmlichen ,verbindung von ,schwefelnatrium und ,schwefeleisen herrhrend4 ,die ,lauge wird nachher in grossen gusseisernen ,kesseln oder ,pfannen erhitzt und1 nachdem sie eine hohe ,temperatur erreicht hat1 nach und nach auf je #ajj ,kilogr4 zu erzielendes ,aetznatron mit #c-d ,kilogr4 ,natriumsalpeter versetzt4 ,in dem ,verhltnisse als das ,wasser entweicht1 reagirt der ,natronsalpeter auf das ,schwefelnatrium und des immer vorhandene ,cyannatrium ein und es findet reichliche ,ammoniak- und ,stickstoffgasentwickelung statt4 ,ein ,theil dieses ,ammoniaks rhrt von der ,zersetzung der ,cyanre her1 ein anderer und zwar grsserer ,theil ist eine ,folge der ,oxydation der ,schwefelmetalle1 wobei ,wasser zersetzt wird und der ,wasserstoff die ,salpetersure zu ,ammoniak reducirt4 ,wenn die abgedampfte ,masse die ,dunkelrothglhhitze erreicht1 bemerkt man auf der ,oberflche fein zertheilten ,graphit als ,zersetzungsprodukt des ,cyans4 ,der ,vorgang bei der ,oxydation des ,schwefelnatriums durch ,natriumsalpeter kann durch folgende zwei ,gleichungen ausgedrckt werden3 ,greek3 a7 #b,na#b,s #b,na,n,o#c #d;,h#b,o #b,na#b,,so#d #b,na,h,o #b,,nh#c2 ,greek3 b7 #e,na#b,s #h,na,n,o#c #d;,h#b,o #e,na#b,,so#d #h,na,h,o #h,n4 ,nach ,pauli ist die ,art der ,reaktion zum grssten ,theile von der ,temperatur der erhitzten ,lauge abhngig4 ,zwischen #ach und #adc geht der ,natronsalpeter einfach in salpetersaures ,natron ber1 bei #aee entwickelt sich ,ammoniak unter strmischem ,aufsieden der ,flssigkeit4 ,die ,menge des sich hierbei entwickelnden ,ammoniaks ist so bedeutend1 dass eine ,condensation desselben lohnend erscheint2 man wrde in diesem ,falle den zum ,abdampfen dienenden ,kessel mit einem gewhnlichen ,koksthurm verbinden4 ,bei neuer ,concentration der ,lauge1 so dass der ,siedepunkt weit hher steigt als #aee1 hrt die ,ammoniakentwickelung auf und es findet reichliche ,entwickelung von ,stickstoffgas statt4 ,um an ,natriumnitrat zu sparen -- #a ,tonne #bj ,ctr4 ,aetznatron nehmen immerhin #j1ge bis #a ,ctr4 ,natriumnitrat in ,anspruch -- oxydirt man die ,lauge1 aus welcher die ,soda durch ,krystallisirenlassen ausgeschieden wurde1 dadurch in einigen ,fabriken1 dass man dieselbe durch einen ,koksthurm laufen und dort einem ,luftstrom begegnen lsst3 das ,schwefeleisen1 welches durch das ,schwefelnatrium in ,lsung erhalten worden war1 schlgt sich hierbei nieder4 ,in anderen ,fabriken treibt man mit ,hlfe einer ,luftpumpe atmosphrische ,luft #f-h ,stunden lang in dnnen ,strahlen durch die heisse ,lauge4 ,dadurch wird das ,schwefelnatrium oxydirt und die ,flssigkeit entfrbt4 ,sidenote3 ,neuere ,methoden der ,darstellung von ,aetznatron4 ,seit einigen ,jahren stellt man auch ,aetznatron durch ,zersetzen einer ,lsung von ,natriumsulfat mit ,aetzbaryt dar1 wobei als ,nebenprodukt ,barytweiss auftritt4 ,neuerdings ist von ,ungerer anstatt des ,baryts ,aetzstrontian in ,vorschlag gebracht worden4 ,das ,aetznatron wird ausserdem dargestellt bei der ,verarbeitung des ,kryolith auf schwefelsaure ,thonerde 7siehe ,alaun71 oder durch ,glhen von ,natriumsalpeter mit ,braunstein2 ferner durch ,zersetzen von ,kieselfluornatrium oder ,fluornatrium mit ,aetzkalk4 ,man reinigt das ,aetznatron durch zwlfstndiges ,schmelzen in einem eisernen ,tiegel1 wo alle ,salze und alle ,thonerde und ,kieselerde unlslich sich ausscheiden4 ,wo es auf grosse ,reinheit ankommt1 stellt man gegenwrtig ,aetznatron auf synthetischem ,wege durch ,zusammenbringen von ,natrium mit ,wasser 7unter ,beobachtung der hierbei gebotenen ,vorsichtsmaassregeln7 dar4 ,nach den ,untersuchungen von ,dalton entspricht ein spec4 ,gewicht der ,natronlauge ,procenten an ,natriumhydroxyd 7,na,h,o7 #b1jj #gg1h #a1he #fc1f #a1gb #ec1h #a1fc #df1f #a1ef #da1b #a1ej #cf1h #a1dg #cd1j #a1dd #ca1j #a1dj #bi1j #a1cf #bf1j #a1cb #bc1j #a1bi #ai1j #a1bc #af1j #a1ah #ac1j #a1ab #i1j #a1jf #d1g ,das ,aetznatron findet seine ,hauptanwendung in der ,seifenfabrikation1 in der ,verarbeitung und ,reinigung der ,produkte der trocknen ,destillation der ,braunkohle1 des ,torfes etc4 zum ,zwecke der ,darstellung von ,paraffin1 ,solarl und ,carbolsure1 zum ,reinigen des ,petroleums1 zur ,bereitung des ,natronwasserglases etc4 ,sidenote3 ,natriumbicarbonat4 ,das ,natriumbicarbonat 7zweifach-kohlensaures ,natron7 ,na,h,c,o#c 7in #ajj ,theilen aus #cf1i ,th4 ,natron1 #aj1gc ,th4 ,wasser und #eb1cg ,th4 ,kohlensure bestehend7 wird dargestellt1 indem man gewaschenes ,kohlensuregas durch eine ,auflsung von ,natriumcarbonat leitet4 ,war die ,lsung concentrirt1 so scheidet sich das ,bicarbonat als krystallinisches ,pulver aus1 war sie verdnnt1 so erhlt man grosse ,krystalle4 ,da das ,kohlensuregas jedoch nur langsam von der ,lsung absorbirt wird1 so ist es vortheilhafter1 die ,kohlensure auf das krystallisirte oder zum ,theil verwitterte ,natriumcarbonat einwirken zu lassen4 ,man nimmt ein inniges ,gemenge von #a ,theil krystallisirtem ,natriumcarbonat mit #d ,theilen verwittertem ,salz oder auch ein ,gemenge beider ,salze zu gleichen ,gewichtstheilen und bewirkt die ,sttigung dieses ,gemenges am einfachsten durch ,hinstellen in flachen ,schalen neben ghrenden ,most1 ,bierwrze oder ,branntweinmaische4 ,bei der ,bereitung von sogenanntem ,wassergas fr ,beleuchtungszwecke 7aus glhenden ,koks und ,wasserdmpfen7 kann man die ,reinigung des ,gases von der ,kohlensure sehr gut mit der ,bereitung von ,bicarbonat verbinden4 ,wo ,kohlensure der ,erde entstrmt1 ist die ,bereitung dieses ,salzes sehr vereinfacht4 ,durch die ,einwirkung des ,kohlensuregases auf das krystallisirte kohlensaure ,natrium entsteht zuerst ,sesquicarbonat 7dem ,urao und der ,trona entsprechend7 und aus diesem erst ,bicarbonat4 ,die neun ,mischungsgewichte ,wasser1 welche aus jedem ,mischungsgewicht des krystallisirten ,natriumcarbonates hierbei austreten1 lsen einen ,theil des ,natriumcarbonates auf und sammeln sich in einem ,reservoir an4 ,diese ,lsung dient bei weiteren ,operationen zum ,befeuchten der zu behandelnden ,krystalle4 ,zuweilen stellt man auch das ,kohlensuregas durch die ,einwirkung von ,schwefelsure auf ,calciumcarbonat oder1 wo es die ,umstnde erlauben1 von ,salzsure auf ,marmor1 ,dolomit oder ,magnesit dar4 ,das so erhaltene ,bicarbonat wird in einem ,strome ,kohlensuregas bei etwa #dj getrocknet4 ,man hat ferner vorgeschlagen1 das ,bicarbonat dadurch darzustellen1 dass man dem ,natriummonocarbonat die ,hlfte seines ,natriums durch eine ,sure entzieht1 wobei die andere ,hlfte mit der ,kohlensure zu ,bicarbonat zusammentritt4 ,man lst zu diesem ,zwecke #bh-a_/b ,theile krystallisirtes ,natriumcarbonat in der doppelten ,gewichtsmenge warmen ,wassers und bringt die ,lsung in einen grossen ,glasballon4 ,darauf bringt man durch eine bis auf den ,boden des ,ballons reichende ,trichterrhre #d-i_/aj ,th4 englische ,schwefelsure in die ,flssigkeit1 wobei dieselbe nicht bewegt werden darf4 ,beim ruhigen ,stehenlassen scheidet sich nach einigen ,tagen das ,bicarbonat in ,krystallen ab1 welche mit ,wasser abgesplt und getrocknet werden4 -- ,durch ,fllen einer concentrirten ,kochsalzlsung mit ,ammonbicarbonat erhlt man sofort einen ,niederschlag von ,natriumbicarbonat1 whrend die darberstehende ,flssigkeit ,salmiak enthlt4 ,das ,natriumbicarbonat krystallisirt in monoklinischen ,tafeln1 reagirt schwach alkalisch und verliert schon bei #gj1 so wie beim ,kochen seiner ,lsung ,kohlensure und geht in ,monocarbonat ber4 ,an trockner ,luft verwandelt es sich nach und nach in ,sesquicarbonat4 ,man benutzt es zur ,entwickelung von ,kohlensure bei der ,herstellung von moussirenden ,getrnken1 zum ,entsuern des ,bieres1 bei der ,bereitung von ,brot ohne ,ghrung 7mit ,salzsure oder mit saurem ,calciumphosphat71 zum ,fllen der ,thonerde aus der ,natrium-,aluminat-,lsung 7in der ,kryolith- und ,bauxit-,industrie71 so wie zur ,bereitung eines ,bades zum ,vergolden und ,verplatiniren4 ,endlich ist es in neuerer ,zeit zum ,entschlen der ,seide und zum ,reinigen der ,wolle vorgeschlagen worden4 ,es soll die ,seide und die ,wolle weit weniger angreifen als ,seife und ,ammoniak4 #a ,gramm dieses ,salzes giebt1 mit einer ,sure vollstndig zersetzt1 ungefhr #bgj ,kubikcentimeter ,kohlensuregas1 entsprechend #j1eb ,grm4 ,die ,grsse der ,sodaproduktion in ,europa ist gegenwrtig 7#ahgj7 ungefhr folgende3 ,grossbritannien #f1bej1jjj ,centner ,frankreich #b1fjj1jjj ,zollverein #a1fej1jjj ,oesterreich #cej1jjj ,uebrige ,lnder #a1jjj1jjj ------------------ #aa1hej1jjj ,centner ,die ,jod- und ,bromgewinnung4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,jods4 ,das ,jod findet sich im ,meerwasser und wandert von da in die vegetabilischen ,jodsammler1 die ,seealgen oder ,tange1 durch deren ,verarbeitung der grsste ,theil des in der ,industrie verwendeten ,jodes dargestellt wird4 ,auch in dem rohen ,chilisalpeter1 so wie in einigen ,salzsoolen1 so in derjenigen der ,saline ,sulza 7,sachsen-,weimar71 kommt das ,jod in namhafter ,menge vor4 ,das ,vorkommen des ,jodes im ,mineralreiche als ,bleijodr und in den ,phosphoriten von ,amberg in ,bayern und von ,diez 7an der ,lahn7 in dem preussischen ,regierungsbezirke ,wiesbaden1 ist ohne alle technische ,bedeutung4 ,der ,hauptsitz der ,jodfabrikation ist ,glasgow in ,schottland1 wo #ab ,fabriken sich befinden1 ausserdem sind zwei ,fabriken in ,irland und zwei 7,brest und ,cherbourg7 in ,frankreich4 ,illustration3 ,fig4 #he4 ,illustration3 ,fig4 #hf4 ,sidenote3 ,aus ,kelp4 ,zum ,zweck der ,jodgewinnung werden die ,seealgen 7vergl4 ,seite #adj7 eingeschert und die erhaltene ,asche 7,kelp oder ,varech7 in folgender ,weise behandelt3 ,man laugt den in kleine ,stcke zerschlagenen ,kelp mit ,wasser aus1 wobei sich #fj-gj ,proc4 lsen und #cj-dj ,proc4 ,kelpabfall bleiben4 ,die ,lauge 7von #a1ah-a1bj spec4 ,gew47 enthlt ,chloralkalien1 ,alkalisulfate und -carbonate1 ,jodkalium1 ,schwefelkalium und unterschwefligsaure ,alkalien4 ,durch ,eindampfen und ,abkhlen der ,lauge erhlt man nach und nach daraus ,kaliumsulfat1 ,chlorkalium und ,kochsalz4 ,die ,mutterlauge davon wird in offenen flachen ,gefssen mit verdnnter ,schwefelsure versetzt1 wobei unter heftiger ,entwickelung von ,kohlensure und ,schwefelwasserstoff ein dicker ,schaum von ,schwefel sich bildet1 der abgeschpft1 getrocknet und in den ,handel gebracht wird4 ,nachdem die ,gase entwichen sind1 setzt man zu der ,flssigkeit noch mehr ,schwefelsure und eine entsprechende ,menge ,braunstein 7,verfahren von ,wollaston7 und bringt die ,mischung in ein grosses bleiernes ,destillirgefss ,c 7,fig4 #he71 wobei sich ,jod entwickelt1 welches in den ,thonvorlagen ,b1 ,b'1 ,b''1 ,b''' als eine feste krystallinische ,masse sich absetzt4 ,in der grossen ,jodfabrik von ,paterson in ,glasgow wendet man zum ,destilliren des ,jods einen gusseisernen halbkugelfrmigen ,kessel von etwa #a1c ,meter ,durchmesser an1 auf welchem sich ein bleierner ,deckel mit zwei ,helmen von ,steinzeug befindet1 welche letztere die ,joddmpfe in zwei ,systeme von thnernen ,vorlagen 7jedes zu #d-e ,stck7 fhren4 ,in ,cherbourg gewinnt man das ,jod aus der ,lauge 7nach dem ,verfahren von ,barruel7 einfach durch ,einleiten von ,chlorgas4 ,nach der letzteren ,methode wird das ,jod aus dem ,jodmagnesium ausgeschieden und durch ,chlor ersetzt 7,mg,j#b ,cl#b ,mg,cl#b ,j#b74 ,einer neueren ,methode zufolge destillirt man die ,jodalkalimetalle behufs ihrer ,ausscheidung des ,jods mit ,eisenchloridlsung1 wobei alles ,jod bergeht 7#b,na,j ,fe#b;,cl#f #b;,j #b,na,cl #b;,fe,cl#b74 ,das ,jod ist in ,wasser sehr wenig lslich und fllt als schwarzes ,pulver zu ,boden4 ,bei der ,ausscheidung durch ,chlor muss genau die zur ,zersetzung des ,jodmagnesiums nothwendige ,menge ,chlor angewendet werden2 war die ,menge des ,chlors zu gering1 so scheidet sich kein ,jod aus2 im entgegengesetzten ,falle bildet sich ,chlorjod und freies ,brom1 welche beide ,krper zum ,theil dampffrmig entweichen4 ,das abgeschiedene ,jod wird von der darber stehenden ,flssigkeit getrennt1 zum ,abtropfen in ein thnernes1 mit ,lchern versehenes ,gefss gebracht und auf ,lschpapier vollends getrocknet4 ,bei allen diesen ,operationen muss die ,anwendung von ,metall vermieden werden4 ,das so erhaltene ,jod wird durch ,sublimation gereinigt4 ,zu dieser ,operation dient der in beistehender ,figur 7,fig4 #hf7 abgezeichnete ,apparat1 der aus steinernen ,retorten ,c1 ,c die sich in dem ,sandbade ,b befinden1 welches durch eine darunter befindliche ,feuerung erwrmt wird1 besteht4 ,in eine jede dieser ,retorten bringt man ungefhr #dj ,pfund ,jod1 umschttet sie vollstndig mit ,sand1 damit sich kein ,jod an dem oberen ,theile condensire und den ,retortenhals verstopfe4 ,der ,retortenhals fhrt in die ,vorlagen ,r1 ,r1 in welchen sich das ,jod krystallinisch ansetzt4 ,die zur ,seite der ,vorlagen befindlichen ,rhren ab1 ab leiten die bei der ,sublimation sich entwickelnden ,wasserdmpfe ab4 #a ,tonne ,kelp giebt #d1jg ,kilogr4 ,jod4 ,sidenote3 ,verfahren der ,jodgewinnung nach ,stanford und ,moride aus dar ,tangkohle4 ,nach der von ,e4 ,c4 ,stanford #ahfb vorgeschlagenen ,methode der ,jodgewinnung 7vergl4 ,seite #adb7 werden die ,tange nicht eingeschert1 sondern einer ,destillation mit berhitzten ,wasserdmpfen unterworfen1 wodurch der ,verflchtigung des ,jodes vorgebeugt wird und die bei der ,destillation sich entwickelnden theerartigen ,produkte und brennbaren ,gase mit verwerthet werden knnen4 ,die so erhaltene ,tangkohle wird nach dem ,erkalten mit ,wasser extrahirt und die ,lsung der ,salze in bekannter ,weise auf ,jod1 ,chlorkalium etc4 verarbeitet4 ,die flchtigen ,produkte sind ,leuchtgas1 ,essigsure1 ,ammoniak1 ,minerall und ,paraffin4 ,nach der #ahff von ,moride in ,nantes beschriebenen ,modification vorstehenden ,verfahrens wird die durch ,auslaugen der ,tangkohle erhaltene ,lsung in durch ,dampf geheizten ,pfannen abgedampft und aus der ,flssigkeit ,kaliumsulfat1 ,chlorkalium etc4 gewonnen4 ,nachdem er nun die ,mutterlauge mit ,chlor oder mit ,untersalpetersure versetzt hat1 extrahirt er das ,jod mit ,benzin 7nicht ,benzol7 in einem ,apparat1 welcher so eingerichtet ist1 dass das ,benzin das ,jod sofort an ,natron oder ,kali abgiebt1 worauf es wieder auf's ,neue jodlsend wirkt4 ,die jodhaltige ,flssigkeit wird auf gewhnliche ,art auf ,jod verarbeitet4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,jodes aus dem ,chilisalpeter4 ,der rohe ,chilisalpeter 7welcher nach der von ,nllner ausgesprochenen ,ansicht jodhaltigen ,seetangen sein ,dasein verdankt7 enthlt constant #j1jei bis #j1age ,proc4 ,jod und zwar in ,gestalt von ,natriumjodat1 dann in geringer ,menge als ,jodnatrium und ,jodmagnesium4 ,die beim ,raffiniren des ,rohsalpeters oder die bei dessen ,umwandelung in ,kaliumsalpeter fallenden ,mutterlaugen1 welche #j1bh bis #j1cf ,proc4 ,jod enthalten1 werden auf ,jod verarbeitet1 indem man in die ,lauge schweflige ,sure leitet1 bis das ausgeschiedene ,jod sich wieder zu lsen beginnt4 ,neuerdings giebt man der salpetrigen ,sure den ,vorzug vor der schwefligen ,sure4 ,das abgeschiedene ,jod wird wie gewhnlich getrocknet und durch ,sublimation gereinigt4 ,das in der ,flssigkeit in ,form von ,jodmetallen noch enthaltene ,jod wird mit ,hlfe von ,chlor ausgefllt4 ,sidenote3 ,eigenschaften und ,anwendung des ,jod4 ,das ,jod 7,j #abg2 spec4 ,gewicht #d1id7 erscheint als ein schwarzgrauer1 krystallinischer1 metallglnzender ,krper1 dem ,graphit nicht unhnlich1 der sich beim ,erhitzen in ,dmpfe verwandelt1 welche 7nach ,stas7 im gesttigten ,zustande blau1 im verdnnten violett sind4 ,es schmilzt bei #aae ,c4 und siedet ber #bjj ,c4 ,das ,jod lst sich etwas in ,wasser1 leicht in ,alkohol und ,aether1 ,jodwasserstoffsure1 ,jodkalium1 ,schwefelkohlenstoff1 ,chloroform1 ,benzol1 einer wssrigen ,lsung von schwefliger ,sure und einer ,lsung von unterschwefligsaurem ,natrium4 ,eine ,auflsung des ,jodes mit ,strke zusammengebracht1 frbt letztere violett4 ,vorgekommene ,verflschung des ,jodes mit ,kohlenpulver oder ,graphit lsst sich durch ,behandeln mit ,alkohol oder ,natriumhyposulfit1 in welchem ,jod vollkommen lslich sein muss1 oder durch ,sublimation auffinden4 ,bisweilen hat man auch das ,gewicht des ,jodes durch ,wasserzusatz zu vermehren gesucht4 -- ,man wendet das ,jod in grosser ,menge in der ,photographie1 zur ,bereitung des ,jodquecksilbers1 des ,jodkaliums und anderer ,jodprparate an#df4 ,in neuerer ,zeit benutzt man es auch zur ,herstellung gewisser ,theerfarben1 so z4 ,b4 des ,jodvioletts und ,jodgrns1 ferner zur ,bereitung des blauen ,cyanins1 welches aus der ,jodverbindung einer aus der flchtigen ,base ,lepidin sich bildenden basischen ,verbindung besteht4 ,im ,jahre #ahfi wurden in der ,farbenfabrikation consumirt circa #ijj ,centner ,jod1 hiervon kommen auf den norddeutschen ,bund #fej ,ctr4 auf ,frankreich1 ,england und die ,schweiz #bej ,die ,produktion an ,jod betrug #ahfi ,schottland und ,irland #ahbi ,ctr4 ,frankreich #acbd ,tarapaca #cjj --------- #cdec ,ctr4 #df ,von dem grossen ,verbrauche des ,jods fr die ,photographie kann die ,notiz einen ,begriff geben1 dass eine einzige ,fabrik in ,berlin jhrlich #cj1jjj ,pfd4 ,jodkalium 7wozu ber #bjj ,ctr4 ,jod gebraucht werden7 fabricirt4 ,sidenote3 ,bromgewinnung4 ,bromgewinnung4 ,das ,brom findet sich in geringer ,menge im ,meerwasser4 #a ,liter desselben enthlt #j1jfa ,grm4 ,brom4 ,dagegen sind die ,mutterlaugen mehrerer ,salinen wie z4 ,b4 der zu ,schnebeck 7bei ,magdeburg71 ferner die ,mutterlauge von der ,verarbeitung der ,stassfurter ,kalisalze 7insbesondere des ,carnallits und des ,kainits7 so reich an ,brom1 dass die ,darstellung dieses ,krpers daraus lohnend erscheint4 ,um die ,beimengung des ,chlors mglichst zu vermeiden1 versetzt man die ,mutterlauge zunchst mit verdnnter ,schwefelsure1 wobei ,brom- und ,chlorwasserstoffsure frei werden1 um das ,gemenge dann bis auf #abj zu erwrmen und so die flchtige ,chlorwasserstoffsure von der minder flchtigen ,bromwasserstoffsure zu trennen1 welche in der ,flssigkeit zurckbleibt4 ,beim ,erkalten derselben scheiden sich noch schwefelsaure ,salze ab4 ,die von den ,krystallen getrennte saure ,flssigkeit wird mit ,braunstein und ,schwefelsure destillirt4 ,als ,vorlage dienen zwei ,woulff'sche ,flaschen1 von denen die erste leer bleibt1 die zweite aber ,natronlauge enthlt4 ,in der ersten condensiren sich ,wasser1 etwas ,brom1 ,bromoform und ,bromkohlenstoff1 whrend die ,bromdmpfe in die zweite ,flasche gehen und sich dort zu ,bromnatrium und ,natriumcarbonat lsen4 ,die ,lauge wird zur ,trockne verdampft1 der ,rckstand geglht 7um das ,natriumbromat in ,bromnatrium zu verwandeln7 und mit ,schwefelsure und ,braunstein destillirt1 wodurch man reines ,brom erhlt1 welches man am besten unter concentrirter ,schwefelsure auffngt und aufbewahrt4 ,nach einem andern ,verfahren von ,leisler 7#ahff in ,england patentirt7 lsst man das ,brom aus der magnesiahaltigen ,flssigkeit 7z4 ,b4 aus der ,mutterlauge von der ,verarbeitung der ,kainite1 ,carnallite und ,tachhydrite oder aus dem ,wasser des todten ,meeres7#dg durch ,kaliumbichromat und eine ,sure unter ,mitwirkung von ,wrme abscheiden und das auf diese ,weise verflchtigte ,brom durch einen mit metallischem ,eisen beschickten ,condensator leiten1 so dass ,bromeisen entsteht1 aus welchem sich dann reines ,brom oder eine ,bromverbindung mit ,leichtigkeit darstellen lsst4 ,der vom ,patenttrger angewendete ,apparat ist eine ,destillirblase1 deren unterer ,theil aus ,eisen besteht1 whrend der obere1 der ,helm1 aus ,blei oder aus ,steinzeug angefertigt1 gerumig1 von domartiger oder gewlbter ,form und mit einem gebogenen1 aus ,blei oder aus ,steinzeug bestehenden ,ableitungsrohre versehen ist4 ,dieses ,rohr fhrt zu einem irdenen ,recipienten1 der ungefhr wie eine ,woulff'sche ,flasche geformt1 aber am ,boden mit einer ,vorrichtung zum ,ablassen der in ihm enthaltenen ,flssigkeit versehen ist4 ,die ,blase wird bis etwa zum oberen ,rande des gusseisernen ,bodens oder ,untertheils mit der zu verarbeitenden ,flssigkeit gefllt und dann mittelst eines gewhnlichen1 unter ihr angebrachten ,ofens geheizt4 ,whrend die ,flssigkeit sich erhitzt1 wird eine gesttigte kalte ,lsung von ,kaliumbichromat zugesetzt2 dann wird das ,ganze tchtig durch einander gerhrt4 ,bevor die ,flssigkeit die ,temperatur von #ff ,c4 angenommen hat1 wird auf je #ajj ,volumen der zu verarbeitenden ,flssigkeit #a ,volumen ,salzsure zugesetzt1 welche vorher mit ihrem drei- bis vierfachen ,volumen ,wasser verdnnt worden ist1 und dann wird wiederum tchtig durchgerhrt1 so dass alles sich gehrig vermischt4 ,darauf wird der ,helm aufgesetzt1 ,ableitungsrohr1 ,recipient und ,condensator werden mit einander verbunden und smmtliche ,verbindungen lutirt1 nachdem der ,condensator vorher mit ,drehspnen von ,schmiedeeisen1 welche mglichst gross1 leicht und spiralfrmig sein sollen1 gefllt worden ist4 ,das ,feuer wird so regulirt1 dass der ,inhalt der ,blase ununterbrochen und ruhig im ,kochen bleibt und ein gleichmssiger ,dampfstrahl durch den ,condensator blst1 bis kein ,brom weiter bergeht4 ,das mit dem ,dampfe bergegangene ,brom verbindet sich mit dem im ,condensator enthaltenen ,eisen2 das entstandene ,bromeisen lst sich in der geringen1 im ,condensator verdichteten ,menge ,wasser und fliesst aus demselben in ein untergesetztes ,gefss4 ,sobald die ,bromentwickelung aufgehrt hat1 wird die ,blase geffnet und die rckstndige ,flssigkeit aus derselben mittelst eines ,hebers abgezogen2 darauf wird die ,blase von neuem beschickt1 die ,beschickung wiederum mit ,kaliumbichromat und ,salzsure versetzt und die ,destillation wiederholt4 ,das ,eisen braucht erst nach mehreren ,operationen erneuert zu werden1 da jedes ,mal nur eine geringe ,menge desselben verbraucht wird4 ,das erhaltene ,bromeisen wird nach dem gewhnlichen ,verfahren in ,bromkalium oder eine andere ,bromverbindung umgewandelt4 ,zur ,darstellung von ,brom wird das ,bromeisen in geeigneten ,retorten mit ,kaliumbichromat und ,sure erhitzt und das bergehende ,brom condensirt und aufgefangen4 ,zur ,erleichterung der ersteren ,entwickelung des ,broms knnen ,stckchen von ,feuerstein1 ,quarz oder dergl4 in die ,destillirblase gebracht worden2 oder es wird ,luft oder ,dampf durch die in ihr enthaltene ,flssigkeit geblasen1 um den ,uebertritt der ,dmpfe in den ,condensator zu beschleunigen4 -- ,das ,brom ist das einzige1 bei gewhnlicher ,temperatur flssige ,nichtmetall4 ,es erscheint als ,flssigkeit1 die in ,masse betrachtet dunkelrothbraun1 in dnnen ,schichten hyazintroth gefrbt ist2 der ,geruch ist stark und sehr unangenehm und dem des ,chlors hnlich4 ,eingeathmet wirkt das ,gas hnlich dem ,chlor1 nur schwcher4 ,das ,brom ist in ,wasser weniger lslich als das ,chlor2 die wssrige ,lsung ist gelbroth und wird im ,lichte gleich dem ,chlorwasser unter ,freiwerden von ,sauerstoff und ,bildung von ,bromwasserstoffsure zersetzt4 #ajj ,th4 ,bromwasser enthalten bei #ae #c1bbf ,th4 ,brom4 ,mit ,wasser bildet das ,brom bei #j ein festes krystallisirtes ,bromhydrat4 ,das ,brom lst sich leicht in ,aether1 ,alkohol1 ,chloroform1 ,schwefelwasserstoff und ,bromwasserstoffsure4 ,in wssriger1 schwefliger ,sure lst es sich 7,,so#b ,h#b,o #b;,br ,,so#c #b;,br,h7 zu ,bromwasserstoffsure2 es siedet bei #fc und verwandelt sich dadurch in dunkelrothe ,dmpfe4 ,bei -#g1c erstarrt es zu einer bleigrauen1 bltterigen1 graphithnlichen ,masse4 ,gegen ,farbstoffe verhlt sich das ,brom wie das ,chlor2 organische ,substanzen werden von ,brom gebrunt4 ,das ,brom wird bekanntlich hnlich dem ,jod 7als ,bromkalium1 ,bromammon1 ,bromkadmium und unterbromigsaures ,kali7 in der ,photographie und als ,arzneimittel ausserdem seit einiger ,zeit 7in ,form von ,bromthyl1 ,bromamyl und ,brommethyl7 zur ,erzeugung gewisser ,theerfarben 7z4 ,b4 fr ,hofmann's ,blau und fr das aus dem ,anthracen dargestellte knstliche ,alizarin7 massenhaft verwendet4 -- ,als ,desinfectionsmittel ist es ebenfalls bedeutungsvoll4 ,bei der ,darstellung des ,ferridcyankaliums lsst sich nach ,e4 ,reichardt 7#ahfi7 das ,chlor mit gutem ,erfolge durch ,brom ersetzen4 ,die fabrikmssige ,bromdarstellung aus den ,carnallit-1 ,tachhydrit- und ,kainitmutterlaugen ist zuerst von ,a4 ,frank in ,stassfurt 7seit #ahff7 ausgebt worden4 -- ,die ,bromproduktion mag sich gegenwrtig 7#ahgj7 auf #aaej ,centner belaufen2 dieselben vertheilen sich auf ,stassfurt #djj ,centner ,frankreich #ajj ,schottland #cjj ,nordamerika #cej ------------- #aaej ,centner4 #dg ,nach einer ,untersuchung von ,lartet enthlt #a ,liter ,wasser des todten ,meeres bei #cjj ,meter ,tiefe #g1jic ,grm4 7#j1g ,proc47 ,brom4 ,der ,schwefel4 ,sidenote3 ,schwefel4 ,der ,schwefel1 im ,vereine mit der ,steinkohle1 dem ,steinsalz und dem ,eisen eine der ,grundlagen der heutigen chemischen ,industrie ausmachend1 findet sich hufig im gediegenen ,zustande im ,gyps und in den damit in ,verbindung stehenden ,thon- und ,mergellagern1 im ,fltz- und im tertiren ,gebirge1 selten auf ,lagern und ,gngen1 im krystallinischen ,schiefer- und ,uebergangsgebirge2 ferner auf und in ,braun- und ,steinkohlenfltzen4 ,ausserdem kommt er besonders als vulkanisches ,sublimationsprodukt vor1 so in den ,solfataren bei ,neapel4 ,in ,gngen und ,ablagerungen findet er sich am verbreitetsten auf ,sicilien1 von wo aus fast ganz ,europa mit ,schwefel versorgt wird1 ferner in ,aegypten an den ,ufern des rothen ,meeres1 namentlich des ,golfs von ,suez1 auf den jonischen ,inseln 7besonders auf ,corfu71 am ,clear- oder ,borax-lake in ,californien#dh und am ,popocatepetl 7im mexikanischen ,staate ,puebla71 wo man jhrlich ber #bjjj ,ctr4 ,schwefel sammelt4 ,der ,schwefel setzt sich auch aus den ,schwefelquellen 7z4 ,b4 dem ,aachner ,wasser7 ab4 ,der ,schwefel kommt ferner mit ,metallen verbunden als ,schwefelkies 7,fe,s#b mit #ec1c ,proc4 ,schwefel und nicht selten etwas ,thallium in dem ,pyrit und in dem ,markasit oder ,vitriolkies71 ,kupferkies1 ,bleiglanz1 ,zinkblende1 ,rothgltigerz u4 s4 w4 und mit ,sauerstoff als ,schwefelsure im ,anhydrit1 ,gyps1 ,kieserit1 ,schwerspath1 ,clestin u4 s4 w4 vor#di4 ,das ,vorkommen des ,schwefels in ,gestalt von natrlichem ,schwefelwasserstoff und schwefliger ,sure ist fr die ,technik von keiner ,bedeutung4 ,von grosser ,tragweite ist dagegen das mit ,erfolg gekrnte ,streben der modernen ,industrie1 den ,schwefel aus gewissen ,fabrikationsrckstnden 7z4 ,b4 von der ,soda- und ,potaschenbereitung7 zu regeneriren6 #dh ,der kalifornische ,schwefel kommt nicht in ,stangenform1 sondern in ,holzkisten gegossen von #ajj ,kilogr4 ,gewicht im ,handel vor4 #di ,der ,schwefelgehalt der schwefelhaltigen ,mineralien ist folgender3 ,pyrit 7,fe,s#b7 enthlt #ec1c ,proc4 ,schwefel4 ,kupferkies 7,fe#b;,cu#f,s#f7 #cd1i ,magnetkies 7,fe#g,s#h oder nach ,th4 ,petersen ,fe,s7 #ci1e ,bleiglanz 7,pb,s7 #ac1de ,zinkblende 7,zn,s7 #cc1j ,kieserit 7,mg,s,o#d ,h#b,o7 #bc1e ,anhydrit 7,ca,s,o#d7 #bc1e ,gyps 7,ca,s,o#d #b;,h#b,o7 #ah1f ,steinkohle 7namentlich ,gaskohle7 #a1j ,die ,steinkohlenmenge1 welche jhrlich in ,london zur ,leuchtgasbereitung verwendet wird1 enthlt #bjj1jjj ,ctr4 ,schwefel1 entsprechend #fab1ejj ,ctr4 ,schwefelsure6 ,illustration3 ,fig4 #hg4 ,illustration3 ,fig4 #hh4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,schwefels durch ,ausschmelzen und ,lutern4 ,die ,gewinnung des vulkanischen ,schwefels geht1 je nach der ,natur des ,rohmaterials und der ,reichhaltigkeit desselben1 entweder durch ,ausschmelzen oder durch ,destillation vor sich4 ,bei reichem ,rohstoffe geschieht das ,ausschmelzen in gusseisernen ,kesseln ,a 7,fig4 #hg71 welche durch ein auf dem ,roste ,a befindliches ,kohlenfeuer gelinde erhitzt werden4 ,whrend des ,schmelzens wird die ,masse mit einem ,eisenstocke umgerhrt4 ,nachdem der darin enthaltene ,schwefel geschmolzen ist1 schpft man das ,gestein mit dem ,lffel ,c heraus und giesst den ,schwefel zuletzt in eine mit ,wasser benetzte ,mulde oder in eine ,blechpfanne ,d4 ,nach dem ,erkalten wird die ,schwefelmasse in ,stcke geschlagen und in ,fsser verpackt in den ,handel gebracht4 ,das ausgeschpfte ,gestein wird1 ebenso wie rmeres schwefelhaltiges ,gestein in ,haufen oder in ,schachtfen 7,fig4 #hh7 ausgeschmolzen1 wobei als ,brennstoff ein ,theil des ,schwefels selbst dient4 ,in dem ,gestelle dieses ,ofens entzndet man eine kleine ,menge unreinen ,schwefels und fllt nach und nach den ,schacht ,e mit groben ,bruchstcken des erdigen ,schwefels an1 die sehr bald an der ,oberflche sich entznden und den geschmolzenen ,schwefel austreten lassen4 ,die ,oeffnungen f1 f1 f liefern die zur ,verbrennung eines ,theiles des ,schwefels erforderliche ,luft4 ,der ausgeschmolzene ,schwefel1 der sich im unteren ,theile des ,schachtes ansammelt1 wird durch den ,kanal g in ,holz- oder ,blechgefsse abgestochen4 ,weit besser als in ,schachtfen gelingt das ,ausschmelzen des ,schwefels in ,meilern4 ,illustration3 ,fig4 #hi4 ,weit rationeller als das vorstehende ,verfahren ist die ,gewinnung des ,schwefels durch ,destillation1 wobei man nicht mehr wie frher irdene ,tpfe als ,retorte und ,vorlage1 sondern einen wirklichen ,destillirapparat 7,fig4 #hi7 anwendet4 ,a ist ein ,kessel aus ,gusseisen1 welcher nach der ,fllung mit ,rohmaterial mit einem eisernen ,deckel geschlossen wird4 ,die ,art der ,heizung und der ,weg1 welchen die ,verbrennungsgase um den ,kessel und um den ,vorwrmer ,d zurckzulegen haben1 ist aus der ,zeichnung ersichtlich4 ,die ,schwefeldmpfe entweichen durch das eiserne ,rohr m in den ,condensator ,b1 aus welchem der flssige ,schwefel in das ,gefss k luft4 ,das vorgewrmte ,material wird aus ,d durch ,hinwegnahme eines ,schiebers bei p in den mittlerweile entleerten ,destillirkessel gebracht4 ,seit einigen ,jahren saigert man den ,vorschlgen von ,e4 u4 ,p4 ,thomas gemss1 den ,schwefel aus seinen ,erzen mittelst ,wasserdampf von #acj aus1 mithin nach demselben ,principe1 nach welchem ,m4 ,schaffner den aus den ,sodarckstnden regenerirten ,rohschwefel reinigt4 ,dass man in neuester ,zeit auch versucht hat1 den ,schwefel aus dem ,gestein durch ,extraction mit ,schwefelkohlenstoff oder auch mit ,steinkohlentheerl von #j1hh zu gewinnen1 sei nur beilufig erwhnt4 ,der durch ,ausschmelzen erhaltene ,schwefel ist der ,rohschwefel2 ,mne erhielt bei der ,analyse von ,proben sicilianischen ,schwefels folgende ,resultate3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,schwefel 7in ,,cs#b lslich7 #ij1a #if1b #ia1c #ij1j #hh1g ,kohlige ,substanz #a1j #j1e #j1g #a1a #a1j ,schwefel 7in ,,cs#b unlslich7 #b1j -- #a1e #b1a #a1g ,kieselsand #b1c #a1e #c1c #b1h #e1e ,kalkstein 7bisweilen ,clestin7 #d1a #a1h #b1e #c1j #b1h ,verlust #j1e -- #j1g #a1j #j1c ,die unteren ,partien der ,brote von ,rohschwefel enthalten oft bis zu #be ,proc4 fremder ,krper4 ,um ihn von den erdigen ,theilen zu befreien1 wird der ,rohschwefel der ,raffination unterworfen und beliebig entweder in ,form von ,stangen als ,stangenschwefel oder als feines ,pulver als ,schwefelblumen in den ,handel gebracht4 ,illustration3 ,fig4 #ij4 ,sidenote3 ,raffinirapparat von ,lamy4 ,sidenote3 ,stangenschwefel4 ,sidenote3 ,schwefelblumen4 ,der zur ,raffination des ,schwefels dienende von ,michel in ,marseille construirte und von ,lamy verbesserte ,apparat besteht wesentlich aus einem oder aus zwei gusseisernen ,cylindern ,b 7,fig4 #ij71 welche die ,stelle einer ,retorte vertreten1 und einer grossen ,kammer ,g1 welche als ,vorlage dient4 ,der erste ,cylinder ,b wird durch den darunter befindlichen ,feuerraum erhitzt4 ,die ,flamme umspielt den ,cylinder und entweicht nebst den ,verbrennungsgasen durch den ,schornstein ,e1 nachdem sie vorher durch die ,zge ,c einen ,theil ihrer ,wrme an den ,kessel ,d abgegeben hat1 in welchem der ,schwefel eine vorlufige ,reinigung erleidet und durch das ,rohr ,f in den ,cylinder ,b fliesst4 ,die ,cylinder ,b'' mnden in die gewlbte ,schwefelkammer1 welche aus ,backsteinen construirt ist4 ,an dem einen ,ende der ,kammer ist eine 7in der ,abbildung nicht angegebene7 ,thrffnung1 welche von ,innen durch eine mit ,blei berzogene ,thr von ,eisenblech1 von ,aussen durch ,backsteine geschlossen ist4 ,am unteren ,theile der ,kammer ist in einer gusseisernen ,platte ein rundes ,loch1 welches durch eine konische ,stange ,j1 ,h verschlossen oder geffnet werden kann4 ,der durch ,h ausfliessende ,schwefel luft in den ,kessel ,l1 neben welchen ein in ,fcher abgetheilter ,drehbottig ,m sich befindet1 in welchen der ,schwefel in ,stangenform gebracht wird2 die ,schwefelstangen werden bei ,n aufgespeichert4 ,soll ,stangenschwefel dargestellt werden1 so verfhrt man auf folgende ,weise3 ,man beschickt einen jeden ,cylinder mit ,rohschwefel1 lutirt die ,schliessdeckel und erhitzt den einen ,cylinder2 sobald die ,destillation darin bis zur ,hlfte vorgeschritten ist1 beginnt man mit dem ,erhitzen des zweiten ,cylinders4 ,die ,verbrennungsgase aus beiden ,herden steigern die ,temperatur des ,kessels ,d dergestalt1 dass der ,schwefel schmilzt und sich dadurch reinigt1 sowohl durch ,absetzen der schweren ,unreinigkeiten1 als auch durch ,verdunstung des darin enthaltenen ,wassers und ,abscheidung leichter ,krper an der ,oberflche4 ,sobald die ,destillation des ersten ,cylinders vorber ist1 beschickt man ihn von ,neuem und zwar aus dem ,kessel ,d mit ,hlfe des ,rohres ,f4 ,jede ,destillation dauert vier ,stunden2 man erhlt mit den beiden ,cylindern in #bd ,stunden in sechs ,operationen #ahjj ,kilogr4 ,schwefel4 ,da die ,temperatur in der ,kammer stets ber #aab bleibt1 so erhlt sich der ,schwefel darin flssig4 ,sobald die ,schicht des geschmolzenen ,schwefels dick genug ist1 zieht man ihn in den kleinen ,kessel ,l ab und schpft ihn in ,holzformen4 ,will man ,schwefelblumen darstellen1 so ist das ,verfahren das nmliche1 nur darf die ,temperatur in der ,kammer #aaj nicht berschreiten1 weil sonst der ,schwefel schmilzt4 ,um diese niedere ,temperatur zu erhalten1 nimmt man in dem ,zeitraume von #bd ,stunden nur zwei ,destillationen #aej ,kilogr4 vor4 ,sobald die am ,boden der ,kammer befindliche ,schicht von ,schwefelblumen eine gewisse ,hhe erreicht hat1 ffnet man die erwhnte ,thre und schaufelt die ,schwefelblumen heraus4 ,neuerdings 7#ahed7 ist der ,apparat ,lamy's durch ,dujardin wesentlich verbessert worden4 ,bei der ,destillation des ,schwefels findet ein ,verlust von #aa-bj ,proc4 statt1 welcher zum ,theil in dem ,verbrennen von ,schwefel seinen ,grund hat4 ,der grauschwarze ,rckstand in den ,kesseln fhrt den ,namen ,schwefelschlacke4 ,die im ,handel sich findenden ,schwefelblumen enthalten stets schweflige ,sure und ,schwefelsure1 wovon man sie zum grssten ,theile durch ,auswaschen mit ,wasser befreien kann4 ,sidenote3 ,darstellung des ,schwefels durch ,destillation von ,schwefelkies4 ,ausser aus vulkanischem ,schwefel gewinnt man gegenwrtig grosse ,schwefelmengen auf folgende ,weise3 #a7 aus ,eisenkies oder ,pyrit ,fe,s#b4 ,dieses ,mineral besteht in #ajj ,theilen aus #df1g ,theilen ,eisen und #ec1c ,theilen ,schwefel und ist demnach so zusammengesetzt1 dass1 wenn man ihm genau die ,hlfte des ,schwefels entzieht1 ,eisen und ,schwefel in einem solchen ,verhltniss mit einander verbunden zurckbleiben1 dass durch ,oxydation dieser ,verbindung ,eisenvitriol sich bildet4 ,der ,schwefelkies kann mithin #bf1fe ,theile ,schwefel verlieren1 ohne dadurch durch ,eisenvitrioldarstellung untauglich zu werden4 ,wollte man jedoch die ,hlfte des in dem ,schwefelkies enthaltenen ,schwefels durch ,erhitzen austreiben1 so wrde eine ,temperatur anzuwenden sein1 bei welcher das zurckbleibende ,einfach-,schwefeleisen schmelzen1 sich in die zur ,destillation angewendeten ,thoncylinder ziehen und dieselben zerstren wrde4 ,man begngt sich deshalb1 nur #ac-ad ,proc4 ,schwefel aus dem ,schwefelkies durch ,erhitzen abzuscheiden1 wobei der ,rckstand pulverfrmig bleibt und die ,destillationsgefsse nicht angreift4 ,illustration3 ,fig4 #ia4 ,das bliche ,verfahren der ,darstellung von ,schwefel aus ,schwefelkies durch ,destillation ist folgendes3 ,man erhitzt den ,schwefelkies in konischen ,rhren aus feuerfestem ,thon ,a ,a1 welche1 wie ,fig4 #ia zeigt1 geneigt ber einer ,feuerung liegen4 ,die untere ,oeffnung wird mit einer siebhnlich durchlcherten ,scheibe aus gebranntem ,thon verschlossen1 welche den ,schwefelkies herabzufallen verhindert und doch dem ausgeschmolzenen ,schwefel entweder im flssigen ,zustande oder als ,schwefeldmpfe ,austritt gestattet4 ,an diesem ,ende befindet sich eine thnerne ,rhre b1 durch welche der ,schwefel in eine mit ,wasser versehene ,vorlage ,c gelangt4 ,die konischen ,rhren werden mit grblich gepochtem ,schwefelkies beschickt1 mit auflutirten ,thonplatten verschlossen und dann erhitzt4 ,der in der ,vorlage befindliche ,rohschwefel ist von graugrner ,farbe und wird durch ,schmelzen zum ,theil gereinigt2 der so erhaltene ,schwefel kommt in ,stcken als geschmolzener ,schwefel in den ,handel4 ,um ihn von beigemengtem ,schwefelarsen zu befreien1 lutert man ihn durch ,destillation4 ,der ,rckstand von der ,luterung des ,rohschwefels ist der ,rossschwefel1 welcher in der ,thierheilkunde ,anwendung findet4 ,der aus ,schwefelkiesen gewonnene ,schwefel verdankt seine orangegelbe ,farbe hufiger beigemengtem ,thallium als dem ,arsen4 ,crookes fand in spanischem ,pyritschwefel bis zu #j1bi ,proc4 ,thallium4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,schwefels durch ,rsten von ,kupferkies4 #b7 durch ,rsten von ,kupferkies4 ,es lsst sich der ,schwefel aus den ,kiesen auch durch ,rstung 7,kernrsten7 gewinnen4 ,hierbei ist der ,schwefel ,nebenprodukt bei der ,gewinnung des ,kupfers2 aus kiesigen ,kupfererzen 7gewhnlich ,kupferkies7 wurde frher am ,unterharz in tropfsteinhnlicher ,gestalt der sogenannte ,jungfernschwefel gewonnen1 indem man den ,schwefel aus einer ,oeffnung in die ,seite des ,rsthaufens heraustropfen liess4 ,gegenwrtig gewinnt man den ,schwefel noch durch ,rsten von ,kupferkiesen zu ,agordo 7in ,venedig71 zu ,wicklow in ,irland und in ,mhlbach 7,salzburg71 wo man im ,jahre #ahfh gegen #bjjj ,ctr4 ,rohschwefel producirte4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,schwefels als ,nebenprodukt der ,steinkohlengasfabrikation4 #c7 als ,nebenprodukt der ,steinkohlengasfabrikation4 ,bei der ,reinigung des ,steinkohlengases wendet man zum ,entschwefeln ein ,gemenge von ,eisenoxyd mit porsen ,krpern 7z4 ,b4 ,sgespne7 an -- die sogenannte ,laming'sche ,mischung -- in welcher sich der ,schwefel 7,fe#b,o#c ,h#b,s #b;,fe,o ,h#b,o ,s7 bis zur ,menge von #dj ,proc4 ansammelt4 ,nach dem ,patent von ,hills rstet man sie in einem besonderen ,rstofen1 um schweflige ,sure fr die ,schwefelsurefabrikation und andererseits ,eisenoxyd zu erzeugen1 welches von ,neuem zur ,entschwefelung des ,gases verwendet wird4 #a ,tonne 7 #bj ,ctr47 des ,gemenges giebt #a1be ,tonnen englischer ,schwefelsure4 ,die ,steinkohlenmenge1 welche in ,london jhrlich zur ,leuchtgasbereitung verwendet wird1 enthlt #bjj1jjj ,ctr4 ,schwefel1 entsprechend #fab1ejj ,ctr4 englischer ,schwefelsure4 #d7 aus den ,sodarckstnden4 ,die beim ,auslaugen der nach ,leblanc's ,process erhaltenen ,rohsoda verbleibenden ,rckstnde1 wesentlich aus ,calciumsulfuret bestehend1 liefern gegenwrtig1 indem man sie dem von ,m4 ,schaffner1 ,guckelberger 7und ,l4 ,mond7 und ,p4 ,w4 ,hofmann herrhrenden ,regenerationsverfahren 7vergl4 ,seite #bjb7 unterwirft1 namhafte ,mengen von regenerirtem ,schwefel4 ,die bei der ,fabrikation der ,mineralpotasche 7aus dem ,kaliumsulfat der ,kainite und der ,carnallite7 sich bildenden ,rckstnde werden gleichfalls 7in ,kalk bei ,cln und in ,stassfurt7 auf ,schwefel verarbeitet#ej4 #ej ,die ,regenerirung des ,schwefels aus den ,sodarckstnden 7,seite #bjb7 hat bereits grosse ,ausdehnung gewonnen2 so liefert z4 ,b4 der sterreichische ,verein fr chem4 und metallurg4 ,produktion zu ,aussig 7,director ,max ,schaffner7 jhrlich #dej1jjj ,kilogr4 7 #ijjj ,ctr47 ,stangenschwefel 7aus den ,sodarckstnden7 in den ,handel4 ,auch die unter ,hasenclever's ,leitung stehende ,rhenania in ,aachen producirt massenhaft regenerirten ,schwefel4 ,ebenso auch ,mannheim1 ,ringkuhl bei ,kassel und die meisten englischen ,sodafabriken4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,schwefels durch ,reaction von ,schwefelwasserstoff auf schweflige ,sure4 #e7 aus schwefliger ,sure und ,schwefelwasserstoff4 ,dumas machte die ,beobachtung1 dass1 wenn man #a_/c ,schwefelwasserstoffgas verbrennt und die erzeugte schweflige ,sure nebst #b_/c ,schwefelwasserstoffgas in eine feucht zu erhaltende ,kammer leitet1 man fast allen ,schwefel erhalten knne4 ,schweflige ,sure ,,so#b ,schwefel #c,s ,schwefelwasserstoff #b;,h#b,s geben ,wasser #b;,h#b,o ,diese ,reaction1 wobei brigens fast die ,hlfte des ,schwefels durch ,bildung von ,pentathionsure 7die jedoch zweckmssig in unterschweflige ,sure bergefhrt werden kann7 verloren geht1 ist nun hufig zu ,grunde gelegt worden1 um den ,schwefel aus ,gyps1 ,schwerspath1 dem ,rckstande der ,sodafabrikation wieder zu gewinnen4 ,das ,verfahren kommt bei allen ,vorschlgen darauf hinaus1 dass man z4 ,b4 ,schwerspath durch ,glhen mit ,kohle zu ,schwefelbarium reducirt1 letzteres mit ,salzsure bergiesst1 um auf der einen ,seite ,chlorbarium1 auf der anderen ,schwefelwasserstoffgas zu erhalten1 welches man entweder zum ,theil verbrennt und dann1 nach obiger ,reaction1 durch unverbrannten ,schwefelwasserstoff in ,schwefel berfhrt oder das ,schwefelwasserstoffgas sofort in ,wasser leitet1 in welches zugleich schwefligsaures ,gas1 durch ,rsten von ,schwefelkies erzeugt1 geleitet wird#ea4 ,durch eine hnliche ,reaction erhlt man auch ,schwefel als wichtiges ,nebenprodukt bei der ,verarbeitung des ,kelps auf ,kalisalze und auf ,jod4 ,in der ,jodfabrik von ,paterson in ,glasgow betrgt die jhrliche ,ausbeute an 7vegetabilischem7 ,schwefel aus ,kelp gegen #bjjj ,ctr4 ,nach ,e4 ,kopp lsst sich aus dem ,schwefelwasserstoffgas auch durch unvollstndige ,verbrennung desselben 7,h#b,s ,o ,h#b,o ,s7 ,schwefel konomisch vortheilhaft gewinnen4 #ea ,dass man den ,schwefel aus dem ,schwefelwasserstoff auch durch ,leiten des letzteren ,gases in ,eisenchlorid erhalten kann1 ist bereits von der ,technik bercksichtigt und neuerdings 7#ahfb7 von ,gossage wieder empfohlen worden4 ,sidenote3 ,durch ,reaction von schwefliger ,sure auf ,kohle4 #f7 aus schwefliger ,sure und ,kohle4 ,leitet man schweflige ,sure ber glhende ,kohlen1 so verbrennen letztere zu ,kohlensure und der ,schwefel wird ausgeschieden4 ,auf diese ,weise erhlt man beim ,rsten der ,zinkblende z4 ,b4 zu ,borbeck bei ,essen namhafte ,mengen von ,schwefel4 ,sidenote3 ,durch ,erhitzen von ,schwefelwasserstoff4 #g7 aus ,schwefelwasserstoff4 ,schwefelwasserstoffgas zerfllt1 wenn es durch rothglhende ,rhren geleitet wird1 in seine ,bestandtheile4 ,sidenote3 ,eigenschaften und ,anwendung des ,schwefels4 ,der ,schwefel besitzt in seinem gewhnlichen ,zustande eine eigenthmliche gelbe ,farbe1 die bei #ajj dunkler wird und bei -#ej fast verschwindet1 lsst sich leicht pulverisiren1 hat ein spec4 ,gewicht von #a1ih-b1jf1 schmilzt bei #aae zu einer dnnflssigen gelben ,flssigkeit1 beginnt bei #afj dickflssiger und pomeranzengelb zu werden1 wird bei #bbj zh und rthlich1 zwischen #bdj und #bfj sehr zh und rothbraun1 ber #cdj wieder etwas flssiger1 bis er1 ohne seine dunkle ,farbe zu verlieren1 bei #dbj zu sieden beginnt und sich in dunkelrothbraune ,dmpfe verwandelt4 ,wenn man bis auf #bcj erhitzten ,schwefel durch ,eintauchen in ,wasser pltzlich abkhlt1 so erhlt man ihn weich und plastisch und er kann in diesem ,zustande zu ,abdrcken von ,medaillen und berhaupt ,gravirarbeiten benutzt werden4 ,da er nach einigen ,tagen seine ursprngliche ,hrte wieder erlangt1 so knnen die ,abdrcke1 die er liefert1 wieder als ,matrizen dienen zur ,verfertigung sehr reiner ,formen4 ,wird der ,schwefel bei ,zutritt der ,luft erhitzt1 so verbrennt er zu schwefliger ,sure4 ,er lst sich nicht in ,wasser1 in unbedeutender ,menge in absolutem ,alkohol und ,aether1 weit leichter in erwrmten fetten und flchtigen ,oelen 7zu ,schwefelbalsam71 leicht in ,schwefelkohlenstoff1 ,steinkohlentheerl1 ,benzol und ,chlorschwefel#eb4 ,er lst sich ferner beim ,kochen mit ,natron- oder ,kalilauge1 mit ,lsungen von ,schwefelkalium oder -,calcium1 mit ,lsungen gewisser ,sulfosalze 7z4 ,b4 der ,verbindung ,sb#b,s#c1 ,na#b,s1 welche dadurch in ,sb#b,s#e1 ,na#b,s bergeht7 und endlich mit schwefligsauren ,alkalien1 welche dadurch in unterschwefligsaure ,salze bergefhrt werden4 #eb ,nach ,cossa 7#ahfh7 lsen #ajj ,th4 ,schwefelkohlenstoff bei #ae ,c4 #cg1ae ,th4 ,schwefel #ajj #ch #id1eg #ajj #dh1e #adf1ba #ajj ,benzol #bf #j1if #ajj #ga #d1cg #ajj ,aether #bc1e #j1ig #ajj ,chloroform #bb #a1bj #ajj ,anilin #acj #he1bg nach ,pelouze 7#ahfi7 #ajj ,th4 ,theerl von #j1hh spec4 ,gew4 #acj #dc1jj ,man benutzt den ,schwefel zur ,schwefelsurefabrikation1 zur ,bereitung des ,schiesspulvers1 der ,zndrequisiten und ,schwefelfden1 zum ,schwefeln des ,hopfens1 des ,weines1 zum ,einpudern des ,weinstockes 7bei der ,traubenkrankheit7#ec1 zur ,bereitung von schwefliger ,sure1 schwefligsauren und unterschwefligsauren ,salzen1 ,schwefelkohlenstoff1 zur ,herstellung von ,zinnober1 ,musivgold und anderen ,schwefelmetallen1 zur ,fabrikation von ,ultramarin1 zum ,kitten1 zum ,vulkanisiren und ,hornisiren des ,kautschuks und der ,guttapercha u4 s4 w4 #ec ,wie gross der ,verbrauch an ,schwefel zum ,einpudern der ,trauben geworden ist1 erhellt aus einer ,mittheilung von ,w4 ,sartorius von ,waltershausen 7,journal fr ,landwirthschaft von ,w4 ,henneberg1 #ahfc1 ,bd4 ,,viii1 p4 #fb7 nach welcher in einem ,jahre gegen #hej1jjj ,ctr4 ,schwefel ,siciliens 7also gegen #bj-be ,proc4 der ,gesammtproduktion7 theils fr ,sicilien1 theils fr ,italien1 ,frankreich und ,spanien zu diesem ,zwecke verbraucht werden4 ,der meiste ,schwefel kommt1 wie oben bemerkt1 aus ,sicilien4 ,die ,totalausfuhr ,siciliens betrug #ahec #a1hjj1jjj ,ctr4 #ahed #b1ajj1jjj #ahee #b1jjj1jjj #ahef #b1ejj1jjj #aheg #b1djj1jjj #aheh #c1jjj1jjj #ahei #b1ijj1jjj #ahfj #b1ejj1jjj #ahfa #b1hjj1jjj #ahfb #c1bjj1jjj #ahfc #c1ejj1jjj #ahfd #c1gej1jjj #ahfe #c1eej1jjj #ahff #c1hbh1jjj #ahfg #c1gbd1jjj #ahfh #d1jeb1jjj 7deren ,werth auf #cg ,mill4 ,lire angegeben wird74 ,die ,schwefelproduktion in ,europa betrgt 7#ahgj7 gegen #g ,mill4 ,ctr41 davon kommen auf ,italien #f1hfj1jjj ,ctr4 ,spanien #hj1jjj ,oesterreich #db1jjj ,norddeutscher ,bund #ae1ejj ,belgien #h1jjj ,uebriges ,europa #g1jjj -------------- #g1jab1ejj ,ctr4 ,der regenerirte ,schwefel ist hierbei selbstverstndlich nicht mit in ,betracht gezogen4 ,schweflige ,sure und unterschweflige ,sure4 ,sidenote3 ,die schweflige ,sure4 ,die schweflige ,sure 7,,so#b oder wasserhaltig ,h#b,,so#c7 lsst sich gewinnen a7 durch ,oxydation des ,schwefels1 b7 durch ,reduction der ,schwefelsure1 c7 durch ,combination von a7 und b74 ,die ,darstellung der schwefligen ,sure durch ,oxydation des ,schwefels geschieht ,greek3 a7 durch ,verbrennen von ,schwefel 7,stangenschwefel oder ,schwefelblumen7 an der ,luft2 ,greek3 b7 durch ,rsten von ,schwefel- oder ,kupferkies1 oder der ,laming'schen ,mischung der ,leuchtgasfabriken2 ,greek3 g7 durch ,erhitzen von ,braunstein mit ,schwefelpulver4 ,die ,darstellung der schwefligen ,sure durch ,rsten von ,schwefelmetallen 7,pyrite1 ,kupferkies1 ,zinkblende1 ,kupferstein1 ,bleistein etc47 zu metallurgischen ,zwecken ist ohne ,zweifel die vortheilhafteste und die im grssten ,maassstabe ausgebte1 namentlich 7seit der ,einfhrung des ,gerstenhfer'schen ,rstofens7 behufs der ,fabrikation von ,schwefelsure4 ,wo die schweflige ,sure als ,conservationsmittel von ,nahrungsstoffen und ,rohmaterialien zur ,fabrikation von ,nahrungsmitteln dienen soll1 wie z4 ,b4 beim ,schwefeln des ,hopfens1 des ,weins etc41 darf diese ,art der ,darstellung von schwefliger ,sure nicht ,platz greifen1 weil die so erzeugte schweflige ,sure stets mit arseniger ,sure gemengt ist4 ,das ,laming'sche ,mittel der ,leuchtgasfabriken1 ein ,gemenge von ,eisenoxyd mit anderen ,krpern1 in welchem sich beim ,reinigen des ,gases der ,schwefel bis zur ,menge von #dj ,proc4 ansammelt1 wird durch ,rsten regenerirt1 wobei colossale ,mengen schwefliger ,sure sich bilden1 welche in ,london zur ,schwefelsurefabrikation verwendet wird4 ,durch ,erhitzen von ,metalloxyden mit ,schwefel kann nur unter gewissen ,bedingungen mit ,nutzen schweflige ,sure dargestellt werden4 ,man wendet an entweder ,braunstein oder ,kupferoxyd1 ersterer giebt1 je nach dem ,gewichtsverhltniss der ,materialien1 entweder nur die ,hlfte oder smmtlichen angewendeten ,schwefel in ,gestalt von schwefliger ,sure4 ,auch durch ,erhitzen von ,eisenvitriol mit ,schwefel 7,fe,s,o#d #b,s ,fe,s #b,,so#b7 stellt man zuweilen schweflige ,sure dar4 ,zinkvitriol giebt beim ,erhitzen schweflige ,sure und ,sauerstoff 7,zn,s,o#d ,,so#b ,o ,zn,o74 ,kieserit 7,mg,s,o#d ,h#b,o7 mit ,kohle gemengt und erhitzt1 giebt alle ,schwefelsure als schweflige ,sure ab4 ,die ,darstellung der schwefligen ,sure durch ,reduction der ,schwefelsure findet hufig ,anwendung1 doch ist in den meisten ,fllen die schweflige ,sure ,nebenprodukt4 ,man reducirt die ,schwefelsure durch ,erhitzen derselben mit gewissen ,metallen1 wie ,kupfer1 ,quecksilber oder ,silber3 ,schwefelsure #b;,h#b,,so#d ,kupfersulfat ,cu,s,o#d ,kupfer ,cu geben ,schweflige ,sure ,,so#b ,wasser #b;,h#b,o ,es bildet sich hierbei eine kleine ,menge ,schwefelkupfer4 ,in ,fllen1 in denen eine ,verunreinigung der schwefligen ,sure mit ,kohlensure und ,kohlenoxydgas nicht nachtheilig ist1 reducirt man die ,schwefelsure durch ,kohlenstaub1 ,hobelspne1 ,sgespne etc4 ,schwefelsure #b;,h#b,,so#d ,schweflige ,sure #b,,so#b ,kohle ,c geben ,kohlensure ,,co#b ,wasser #b;,h#b,o ,da bei dieser ,operation ,schwefelsure und ,holz endlich vollstndig in schweflige ,sure1 ,kohlensure und ,wasser bergehen1 so kann die ,gasentwickelung ununterbrochen stattfinden1 wenn man nur von ,zeit zu ,zeit bald neues ,holz1 bald neue ,schwefelsure zusetzt4 ,schwefelsuredmpfe zerfallen beim ,ueberhitzen in schweflige ,sure und ,sauerstoffgas 7,h#b,,so#d ,,so#b ,o ,h#b,o74 ,die ,reduction der ,schwefelsure durch ,schwefel ist als ein combinirtes ,verfahren der ,darstellung der schwefligen ,sure durch ,oxydation und durch ,reduction zu betrachten3 ,schwefelsure #b;,h#b,,so#d ,schweflige ,sure #c,,so#b ,schwefel ,s geben ,wasser #b;,h#b,o ,die ,operation ist indessen sehr ungestm und schwer zu regeln1 da der ,schwefel schon bei einer ,temperatur schmilzt1 die weit niedriger ist1 als die1 bei der die ,reaction stattfindet4 ,mit der schwefligen ,sure geht ferner hufig ,schwefeldampf ber1 welcher sich in den ,gasleitungsrhren absetzt und dieselben verstopft4 ,die schweflige ,sure ist bei gewhnlicher ,temperatur ein farbloses1 stechend riechendes ,gas von #b1ba spec4 ,gewicht4 ,sie lst sich in ,wasser in betrchtlicher ,menge 7#a ,vol4 ,wasser absorbirt bei #ah #dd ,vol4 ,gas74 ,in ,weingeist lst sie sich noch reichlicher als in ,wasser4 ,bei ,gegenwart von ,wasser treten alle hheren ,oxydationsstufen des ,stickstoffs an die schweflige ,sure ,sauerstoff ab und verwandeln dieselbe zu ,schwefelsure1 whrend sie selbst zu ,stickoxyd reducirt werden4 ,chlor verwandelt die feuchte schweflige ,sure gleichfalls in ,schwefelsure2 ,jod verhlt sich ebenfalls oxydirend4 ,mit ,schwefelwasserstoff zusammengebracht1 findet ,schwefelausscheidung statt4 ,die ,hauptanwendung der schwefligen ,sure in der ,technik ist eine ebenso wichtige als mannichfaltige1 sie dient zur ,schwefelsurefabrikation1 in der ,papierfabrikation als ,antichlor1 zur ,fabrikation der ,e4 ,kopp'schen ,krappprparate1 zur ,bereitung des ,natriumhyposulfits1 seit einiger ,zeit zur ,fabrikation von ,ammonsulfat aus ,harn etc4 7das sich bildende schwefligsaure ,ammoniak geht an der ,luft nach und nach in schwefelsaures ,salz ber72 zum ,aufschliessen von ,alaunschiefer behufs der ,alaunfabrikation 7,laminne's ,patent72 zum ,extrahiren des ,kupfers aus gewissen ,kupfererzen2 zum ,conserviren 7,schwefeln7 der eingemachten ,frchte1 des ,weines1 des ,hopfens1 der comprimirten ,gemse1 des ,fleisches1 des ,dextrinsyrups1 des ,zuckersaftes bei der ,rben- und ,rohrzuckerfabrikation1 zum ,maischen der ,kartoffeln und des ,mais in der ,spiritusbereitung1 zum ,bleichen von thierischen ,substanzen 7,seide1 ,wolle1 ,badeschwmme1 ,federn1 ,leim1 ,darmsaiten1 ,hausenblase71 welche durch ,chlor nicht farblos1 sondern gelb gefrbt werden1 von ,korb- und ,strohgeflechten1 von arabischem ,gummi etc4 ,das ,bleichen durch schweflige ,sure lsst sich auf zwei wesentlich von einander verschiedene ,ursachen zurckfhren1 nmlich in den meisten ,fllen auf eine blosse ,verhllung1 in einigen wenigen ,fllen aber auf eine wirkliche ,zerstrung des ,farbstoffes4 ,die ,pigmente der meisten blauen und rothen ,blumen1 ,frchte u4 s4 w4 gehen mit der schwefligen ,sure farblose ,verbindungen ein3 die ,farbe ist aber nicht zerstrt4 ,eine durch schweflige ,sure gebleichte ,rose erhlt durch ,befeuchten mit verdnnter ,schwefelsure ihre ursprngliche rothe ,farbe wieder4 ,die ,farbstoffe der gelben ,blumen verhalten sich indifferent gegen schweflige ,sure und werden durch dieselbe nicht gebleicht4 ,manche ,farben1 wie das ,indigblau1 das ,carmin und der gelbe ,farbstoff der ,seide1 werden anfnglich durch schweflige ,sure nicht gebleicht1 spter aber findet eine ,bleichung statt dadurch1 dass unter dem ,einflusse des ,lichtes der mit ihr gemengte ,sauerstoff1 d4 h4 als ,ozon1 eine ,zerstrung der genannten ,farben vermittelt4 ,die sauerstoffentziehende ,eigenschaft der schwefligen ,sure hat man auch in neuerer ,zeit als ,feuerlschmittel benutzt4 ,sidenote3 ,calciumsulfit4 ,das ,calciumsulfit 7neutrales schwefligsaures ,calcium7 ,s,ca#b,o#c ,h#b,o 7in #ajj ,th4 #da ,th4 schweflige ,sure enthaltend71 verdient alle ,beachtung1 indem in dieser ,verbindung die schweflige ,sure in einem ,zustande in den ,handel gebracht werden kann1 in welchem sie ,haltbarkeit1 leichte ,transportfhigkeit und billigen ,preis vereinigt4 ,bei der ,anwendung macht man die schweflige ,sure durch ,schwefelsure oder ,salzsure frei4 -- ,das ,bariumsulfit ist dem ,calciumsalz vielleicht noch vorzuziehen4 ,sidenote3 ,natriumhyposulfit4 ,das unterschwefligsaure ,natrium 7,natriumhyposulfit1 ,natriumdithionit71 ,s#b,na#b,o#c #e;,h#b,o1 ein in neuerer ,zeit vielfltig und zwar zu photographischen ,zwecken1 in der ,metallurgie 7nach ,patera7 zum ,lsen des ,chlorsilbers aus den mit ,kochsalz gersteten ,silbererzen und 7nach ,stromeyer7 zur hydrometallurgischen ,kupfergewinnung1 in der ,kattundruckerei als ,mordant1 als ,antichlor in der ,papierfabrikation u4 s4 w4 angewendetes ,salz1 lsst sich auf verschiedene ,weise darstellen4 ,nach ,anthon mengt man #d ,theile calcinirtes ,natriumsulfat mit #a-a-a_/d ,theil ,holzkohlenpulver1 befeuchtet das ,gemenge und setzt es1 in einen ,tiegel oder ein eisernes ,gefss gepackt1 #f-aj ,stunden der ,rothglhhitze aus4 ,die ,masse wird zerkleinert1 mit ,wasser befeuchtet und in dnnen ,lagen der ,einwirkung von schwefliger ,sure ausgesetzt4 ,die wsserige filtrirte ,lsung lsst man abdampfen und krystallisiren4 ,nach ,e4 ,kopp's ,methode 7die von ,m4 ,schaffner in ,aussig ausgebildet wurde7 stellt man zunchst unterschwefligsaures ,calcium dar1 indem man schweflige ,sure auf das beim ,auslaugen der ,rohsoda zurckbleibende ,calciumsulfuret der ,sodafabriken 7vergl4 ,seite #bjb7 einwirken lsst1 und das so erhaltene ,kalksalz durch eine ,lsung von ,natriumsulfat zersetzt1 wobei sich ,gyps niederschlgt und unterschwefligsaures ,natrium in ,lsung bleibt4 ,neuerdings wandelt man die ,pentathionsure 7,s#e,o#e1 ,h#b,o71 die in grosser ,menge bei der ,reaction von ,schwefelwasserstoff und schwefliger ,sure behufs der ,schwefeldarstellung 7vergl4 ,s4 #bag7 sich bildet1 durch ,kochen mit ,natronlauge in unterschwefligsaures ,natrium 7#b,s#e,o#e1 ,h#b,o #c;,h#b,o #e,s#b,o#b1 ,h#b,o7 um4 ,es hat die in technischer ,beziehung so wichtige ,eigenschaft1 mit ,silberoxyd ein leicht lsliches ,doppelsalz 7unterschwefligsaures ,silber-,natrium7 zu bilden und deshalb unlsliche ,silberverbindungen1 wie ,jodsilber und ,chlorsilber1 mit ,leichtigkeit aufzulsen1 daher seine ,anwendung in der ,daguerreotypie und ,photographie und zur hydrometallurgischen ,silbergewinnung4 ,unterschwefligsaures ,natrium lst ,jod in grosser ,menge1 darauf beruht seine ,anwendung in der ,chlorometrie und berhaupt den jodometrischen ,methoden1 von denen einige auch in technischer ,hinsicht von ,wichtigkeit sind4 ,eine mit schwefligsaurem ,natrium versetzte ,lsung von unterschwefligsaurem ,natrium lst ,malachit und ,kupferlasur in ,form von unterschwefligsaurem ,kupferoxydul-,natrium auf2 diese ,eigenschaft ist von ,stromeyer zur hydrometallurgischen ,kupfergewinnung benutzt worden4 ,endlich benutzt man das unterschwefligsaure ,natrium auch zur ,darstellung des ,antimonzinnobers und zur ,bereitung von ,anilin- oder ,aldehydgrn 7,emeraldin74 ,das unterschwefligsaure ,blei und die ,kupferverbindung hat man als ,bestandtheil der ,zndmasse phosphorfreier ,zndhlzchen anzuwenden vorgeschlagen4 ,in grosser ,menge verwendet man das unterschwefligsaure ,natrium anstatt der ,soda zum ,reinigen der ,wsche4 ,die ,eigenschaft des ,natriumhyposulfits1 bei verhltnissmssig niederer ,temperatur in seinem ,krystallwasser zu schmelzen und nach dem ,erkalten wieder zu erstarren1 verwerthet ,h4 ,fleck zum ,verschliessen der ,glasrhren mit ,zndmasse bei ,sprengarbeiten unter ,wasser4 ,wie enorm der ,verbrauch an unterschwefligsaurem ,natrium ist1 geht daraus hervor1 dass eine chemische ,fabrik 7die ,rhenania bei ,aachen7 davon jhrlich #bjjj ,centner darstellt4 ,die unter ,schaffner's ,leitung stehende ,fabrik in ,aussig producirt gegenwrtig sogar #fjjj ,centner4 ,die ,schwefelsurefabrikation4 7,schwefelsure ,h#b,,so#d mit dem ,mischungsgewicht #aif besteht in #ajj ,theilen aus #ha ,th4 wasserfreier ,schwefelsure und #ah1e ,th4 ,wasser4 ,technisches ,mischungsgewicht #ajf47 ,sidenote3 ,schwefelsure4 ,man unterscheidet in der ,fabrikation und im ,handel zwei ,sorten ,schwefelsure3 a7 die rauchende oder ,nordhuser ,schwefelsure 7,vitrioll71 destillirt aus ,eisenvitriol oder ,natriumbisulfat oder ,ferrisulfat 7schwefelsaurem ,eisenoxyd71 oder durch ,zersetzen von ,glaubersalz mit ,borsure behufs der ,fabrikation von ,borax2 b7 die englische oder gewhnliche ,schwefelsure1 entweder aus schwefliger ,sure durch ,oxydation mittelst ,salpetersure erzeugt1 oder1 wiewohl usserst selten aus natrlichen ,sulfaten1 wie z4 ,b4 ,gyps1 abgeschieden4 ,sidenote3 ,rauchende ,schwefelsure4 a7 ,rauchende ,schwefelsure4 ,in der ,rothglhhitze werden alle schwefelsauren ,salze zersetzt1 mit ,ausnahme der schwefelsauren ,verbindungen der ,alkalien und alkalischen ,erden4 ,es knnten deshalb alle schwefelsauren ,salze1 mit ,ausnahme der genannten1 zur ,fabrikation der rauchenden ,schwefelsure ,anwendung finden4 ,seiner ,billigkeit wegen giebt man dem ,eisenvitriol zum ,brennen des ,vitriolls den ,vorzug4 ,dieses ,salz zerfllt in der ,rothglhhitze in ,eisenoxyd1 wasserfreie ,schwefelsure und schweflige ,sure3 ,eisenoxyd ,fe#b,o#c ,eisenvitriol #b;,fe,s,o#d liefert ,schwefelsure ,,so#c ,schweflige ,sure ,,so#b ,man wrde durch das ,brennen des ,eisenvitriols wasserfreie ,schwefelsure erhalten1 wenn es mglich wre1 denselben vollstndig zu entwssern4 ,es bleibt bestndig ,wasser zurck und man erhlt deshalb die sogenannte rauchende ,schwefelsure1 ein vernderliches ,gemenge von wasserfreier ,schwefelsure mit der englischen ,schwefelsure 7,h#b,,so#d74 ,illustration3 ,fig4 #ib4 ,die ,darstellung der rauchenden ,schwefelsure geschieht auf folgende ,weise3 ,die ,eisenvitriollsung oder ,vitriolmutterlauge wird bis zur ,trockne abgedampft und in ,kesseln mglichst entwssert4 ,die trockene und geschmolzene ,salzmasse 7,vitriolstein7 wird in dem ,brennofen 7,fig4 #ib7 weiter behandelt2 dieser ,ofen ist ein ,galeerenofen1 in welchem die ,feuerung in zwei ,reihen von feuerfesten irdenen ,kolben ,a1 deren ,hlse so eingemauert sind1 dass die ,mndungen der ,vorlagen ,b1 ,b bequem in dieselben eingefhrt und verkittet werden knnen1 erhitzt4 ,wenn die ,kolben -- ein jeder mit #b1e ,pfd4 der ,masse -- beschickt worden sind1 fngt man an zu erhitzen2 die zuerst bergehende schweflige ,sure enthaltende wasserhaltige ,schwefelsure wird gewhnlich nicht aufgefangen4 ,beginnen aber weisse ,nebel von wasserfreier ,schwefelsure sich zu zeigen1 so legt man die ,vorlagen1 welche ungefhr #cj ,grm4 ,wasser enthalten1 vor und beginnt die ,destillation1 nachdem die ,fugen mit ,kitt lutirt worden sind4 ,nach #bd bis #cf ,stunden ist die ,destillation beendigt4 ,die ,kolben werden von ,neuem gefllt und bei beginnender ,destillation dieselben ,vorlagen mit der schon bergegangenen ,sure abermals vorgelegt4 ,nach viermaligem ,abtreiben hat das ,vitrioll die erforderliche ,concentration4 ,der in den ,retorten bleibende ,rckstand ist rothes1 noch etwas ,schwefelsure enthaltendes ,eisenoxyd 7,colcothar1 ,caput mortuum ,vitrioli1 ,pariser ,roth74 ,die ,ausbeute an rauchender ,schwefelsure betrgt zwischen #de bis #ej ,proc4 vom ,gewicht des entwsserten ,eisenvitriols#ed4 ,man destillirt weit zweckmssiger ,ferrisulfat 7,eisenoxydsulfat71 aus ,colcothar und englischer ,schwefelsure bereitet1 wobei man das in dem ,kolben zurckbleibende ,eisenoxyd immer wieder benutzen kann4 ,hufig bringt man auch in die ,vorlage englische ,schwefelsure und leitet in diese wasserfreie ,schwefelsure1 die man durch ,brennen von vollkommen entwssertem ,eisenvitriol oder besser durch ,erhitzen von schwefelsaurem ,eisenoxyd erhlt4 ,das bei der ,bereitung der ,salpetersure aus ,chilisalpeter als ,rckstand bleibende ,natriumbisulfat 7,na,h,s,o#d7 wird gegenwrtig hier und da ebenfalls zur ,fabrikation der rauchenden ,schwefelsure benutzt4 ,bei der ,destillation bleibt ,glaubersalz und ein ,theil des ,wassers zurck1 whrend ein ,gemenge von wasserfreier ,schwefelsure mit englischer ,schwefelsure bergeht4 ,man hat auch in ,frankreich angefangen1 mit der ,fabrikation von ,borax die von rauchender ,schwefelsure zu verbinden4 ,zu diesem ,zwecke destillirt man ein ,gemenge von calcinirtem ,glaubersalz und ,borsure und leitet die sich entwickelnden ,dmpfe von wasserfreier ,schwefelsure in englische ,schwefelsure4 ,die rauchende ,schwefelsure ist lartig1 von brunlichgelber bis dunkelbrauner ,farbe und stechendem ,geruche nach schwefliger ,sure4 ,an der ,luft raucht sie2 beim ,erhitzen giebt sie ,dmpfe von wasserfreier ,schwefelsure4 ,ihr spec4 ,gewicht #a1hf-a1ib4 ,man benutzt sie fast nur noch zum ,auflsen des ,indigs4 #d ,th4 rauchender ,schwefelsure lsen #a ,th4 ,indig1 whrend von der englischen #h ,th4 dazu erforderlich sind4 #ed ,in ,davidsthal in ,bhmen erhlt man aus #ad ,ctr4 ,vitriolstein 7geschmolzenem ,eisenvitriol7 in #cf ,stunden #e-a_/b ,ctr4 rauchende ,schwefelsure4 ,sidenote3 ,englische ,schwefelsure4 ,die englische oder gewhnliche ,schwefelsure 7,h#b,,so#d7 besteht in ihrer hchsten ,concentration in #ajj ,theilen aus #ha1e ,th4 ,schwefelsure und #ah1e ,th4 ,wasser4 ,ihre ,darstellung im ,grossen datirt aus dem ,jahre #agdf1 in welchem ,jahre ,dr4 ,roebuck von ,birmingham die erste ,bleikammer zu ,preston-,pans in ,schottland baute4 ,nach dem ,verfahren der ,schwefelsurefabrikation1 nach welchem man schweflige ,sure in geeigneter ,weise mit ,salpetersure oder salpetriger ,sure zusammenbringt1 ist nach ,r4 ,weber's 7#ahff7 und ,winkler's 7#ahfg7 verffentlichten ,versuchen wol kaum zu bezweifeln1 dass folgender ,vorgang stattfindet4 ,die ,oxydation der schwefligen ,sure erfolgt in der ,bleikammer unter ,einfluss des ,wasserdampfes hauptschlich durch den ,sauerstoff der salpetrigen ,sure1 welche sich hierbei in ,stickoxydgas verwandelt4 ,letztere ,sure bewirkt die ,oxydation1 sobald sie von berschssigem ,wasser aufgenommen ist4 ,die ,lsung derselben bildet sich1 indem das ,wasser entweder die in der ,bleikammer verbreitete freie salpetrige ,sure unverndert aufnimmt oder die ,untersalpetersure zerlegt4 ,die ,zersetzung der erzeugten ,salpetersure erfolgt namentlich unter ,beihlfe der schon gebildeten ,schwefelsure4 ,das ,wasser disponirt hier zur ,schwefelsurebildung in derselben ,weise wie bei anderen1 durch die schweflige ,sure bewirkten ,reductionsprocessen4 ,durch die anwesende atmosphrische ,luft wird das ,stickoxyd zu ,untersalpetersure oder salpetriger ,sure oxydirt4 ,die ,untersalpetersure wird weiter zersetzt und bei fortwhrend zustrmender schwefliger ,sure ist der ,process der ,schwefelsurebildung ein ununterbrochener4 ,unter ,umstnden giebt die salpetrige ,sure in ,berhrung mit schwefliger ,sure und berschssigem ,wasser leicht ,anlass zur ,bildung von ,stickoxydul1 wodurch ,verluste an nutzbaren ,oxyden des ,stickstoffs entstehen4 ,die mitunter sich bildenden ,krystalle1 ,bleikammerkrystalle1 nach ,r4 ,weber aus 7,h#b,,so#d ,n#b,o#c1 ,,so#c7 bestehend1 entstehen nur bei fehlerhafter ,leitung des ,processes1 nur bei ,mangel an ,wasser4 ,illustration3 ,fig4 #ic4 ,illustration3 ,fig4 #id4 ,sidenote3 ,das neuere ,verfahren der ,schwefelsurefabrikation4 ,die heutige ,methode der ,schwefelsurefabrikation wurde #aggd von einem ,zeugdrucker in ,rouen eingefhrt und von ,chaptal verbessert4 ,der heutzutage berall bliche ,apparat besteht im ,wesentlichen aus vier ,theilen1 nmlich #a7 einem ,ofen 7,brenner7 ,f 7,fig4 #ic71 in welchem schweflige ,sure durch ,verbrennen von ,schwefel oder durch ,rsten von ,eisenkies erzeugt wird2 die schweflige ,sure entweicht durch das ,rohr ,t und fhrt mit sich die ,salpetersure und die salpetrigen ,dmpfe1 welche mittelst besonderer ,apparate in dem ,ofen ,f sich erzeugen#ee1 #b7 einem mit ,koksstcken gefllten ,apparat1 in welchem von oben nach unten ein ,strom salpetriger ,schwefelsure luft2 #c7 einer ,anzahl von ,kammern aus ,bleiplatten 7,bleikammern7 ,a1 ,a' und ,a''1 in denen die ,bildung der ,schwefelsure unter ,mitwirkung von ,wasserdmpfen 7,hochdruckdmpfen7 vor sich geht und endlich #d7 einem grsseren mit ,koks angefllten ,apparate ,k 7,gay-,lussac'schen ,condensationsapparat71 in welchem ,schwefelsure von #ff ,b4 7 #a1hd spec4 ,gew47 von oben nach unten luft und welcher die ,bestimmung hat1 die ,untersalpetersure und die salpetrige ,sure 7nicht aber das ,stickoxydgas1 wie man vor ,winkler's ,untersuchung glaubte7 den aus der letzten ,kammer einstrmenden ,gasen zu entziehen1 ehe dieselben ins ,freie gelangen4 ,der ,ofen1 in welchem das ,verbrennen des ,schwefels geschieht1 hat folgende ,einrichtung 7,fig4 #id74 ,auf aus ,backsteinen aufgefhrten ,mauern1 die durch ,bgen mit einander verbunden sind1 liegt etwa #hj ,centimeter ber dem ,boden eine starke eiserne ,platte1 die nach vorn etwas geneigt ist4 ,auf dieser ,platte ruhen die ,seitenmauern1 whrend die hintere ,seite und die ,decke des ,ofens gleichfalls aus ,eisenplatten gebildet sind4 ,dasselbe gilt auch von der ,vorderseite des ,ofens1 in welchem mehrere 7#c-f7 grssere ,oeffnungen ,p1 ,p' und ,p'' sich befinden1 die durch eiserne mit hlzernen ,handhaben versehene ,thren verschlossen werden4 ,im ,innern auf der ,eisenplatte1 welche die ,herdsohle bildet1 sind der ,lnge nach drei eiserne ,schienen von etwa #aj ,centim4 ,hhe angebracht1 welche den ,herd in #c oder #f ,abtheilungen 7der ,anzahl der ,thren entsprechend7 theilen4 ,bei ,h1 ,h' und ,h'' sind ,luftlcher angebracht4 ,von der eisernen ,platte1 welche die ,decke des ,ofens bildet1 geht ein weites ,rohr ab1 welches die in dem ,ofen gebildeten ,gase und ,dmpfe abfhrt4 ,beim ,betriebe des ,ofens bringt der ,arbeiter in jede ,abtheilung des ,ofens etwa #ej ,kilogr4 ,schwefelstcke und zndet die ,oberflche derselben an2 der ,zug durch die ,lcher ,h1 ,h' wird der ,art regulirt1 dass die erforderliche ,menge ,schwefel zu schwefliger ,sure verbrennt1 aber kein ,schwefel sublimirt4 ,im letzteren ,falle wrde die producirte ,schwefelsure trbe und milchig ausfallen#ef4 ,der ,schwefelofen hat indessen nicht nur den ,zweck1 schweflige ,sure zu liefern1 sondern er soll auch zugleich die salpetrigsauren ,dmpfe neben der schwefligen ,sure bilden4 ,zu dem ,ende wird in den geschmolzenen ,schwefel in jede ,abtheilung des ,ofens mittelst einer ,tiegelzange ein mit ,fssen versehener ,tiegel ,n gebracht1 in welchem ein ,gemisch von ,natriumsalpeter und ,schwefelsure von #eb ,b4 7 #a1ef spec4 ,gew47#eg sich befindet4 ,durch die ,verbrennungswrme des ,schwefels entwickelt sich aus diesem ,gemisch ,untersalpetersure und ,salpetersure1 welche mit der schwefligen ,sure gemengt durch das gusseiserne ,rohr ,t entweichen4 ,das ,rohr ,t geht zunchst durch einen hlzernen1 mit kaltem ,wasser versehenen ,khlapparat ,b1 um die ,temperatur der ,dmpfe zu erniedrigen und fhrt sie dann in den untern ,theil a des von ,gay-,lussac eingefhrten ,condensationsapparates ,c1 welcher der ,denitrificateur genannt wird4 ,die ,einrichtung desselben ist aus ,fig4 #ie ersichtlich4 ,ueber der leeren ,abtheilung des aus ,bleiplatten oder ,sandstein bestehenden ,apparates befindet sich ein mit ,blei berzogener ,eisenrost ,g1 unterhalb desselben die ,dmpfe durch ,m einstrmen4 ,oberhalb des ,rostes erhebt sich die ,kokssule1 ber welche1 wie erwhnt1 salpetrige ,schwefelsure fliesst1 welche von der ,condensation der letzten ,produkte in den ,kammern herrhrt4 ,diese ,sure gelangt durch ,dampfdruck1 hnlich wie bei einem ,montejus aus dem ,gefss ,j in die ,mariotte'sche ,flasche ,v1 von wo aus sie durch ,t auf den ,schaukelapparat und von da durch ,t' nach der ,kokssule luft1 jedoch vorher durch eine ,brause in dem als hydraulischen ,verschluss dienenden ,deckel ,a1 ,f fein zertheilt wird4 ,indem nun diese ,sure mit den noch warmen ,gasen in innige ,berhrung kommt1 giebt sie alle salpetrigen ,verbindungen in ,dampfform ab1 welche sich den ,gasen beimischten und durch die ,oeffnung m 7,fig4 #ic7 in die ,bleikammern gelangen4 ,die denitrificirte ,sure luft durch des ,rohr t in das ,reservoir ab4 #ee ,zur ,umwandlung von #a ,kilogr4 ,schwefel in ,schwefelsure braucht man folgende ,luftmengen1 wenn der ,schwefel vorhanden ist als freier ,schwefel #ebge ,liter ,luft 7mit #dbbj ,liter ,stickstoff7 ,pyrit #feie 7 #ebgf 7 #ef ,der ,theorie nach sollen in den ,schwefelofen auf je #a ,mol4 ,schwefel nicht mehr als #c ,mol4 ,sauerstoff eintreten1 nmlich #b1 um schweflige ,sure zu bilden1 und das #c4 ,mol4 zur ,umwandlung der letzteren in ,schwefelsure1 mit anderen ,worten1 #a ,kilogr4 ,schwefel braucht #aejj ,grm4 #ajee ,liter ,sauerstoff #ebge ,liter ,luft 7welche #dbbj ,liter ,stickstoff enthalten74 ,um dieser ,grenze so viel als mglich sich zu nhern1 hat man vielfache ,vorschlge gemacht4 ,so wendet man in einigen ,fabriken zur ,regelung der ,luftzufuhr ein ,anemometer1 besonders das von ,combes an1 welches durch ein ,rohr mit dem ,schwefelofen in ,verbindung steht1 sodass alle in den ,ofen strmende ,luft das ,anemometer passiren muss4 ,in ,belgien wendet man zuweilen das von ,stas vorgeschlagene ,verfahren an1 nach welchem man einestheils nur die zum ,verbrennen des ,schwefels erforderliche ,luft zutreten lsst1 anderntheils durch ein mit ,klappen versehenes ,rohr die genau gemessene ,luftmenge1 die zur ,ueberfhrung der schwefligen ,sure in ,schwefelsure gehrt4 ,welches ,verfahren auch angewendet werden mag1 die aus den ,kammern tretende ,luft darf nicht mehr als #b-c ,proc4 ,sauerstoff enthalten4 ,durch sorgfltige ,ueberwachung der ,schwefelfen ist es dem ,fabrikanten gelungen1 aus #ajj ,kilogr4 kuflichem ,schwefel #cjf ,kilogr4 ,schwefelsure von #a1hdc spec4 ,gewicht zu erhalten1 whrend nach der gewhnlichen ,methode selten mehr als #bhj-bij ,kilogr4 gewonnen werden4 #eg ,auf #ajj ,th4 ,schwefel rechnet man etwa #f1 hchstens #h ,th4 ,natriumsalpeter 7oder eine entsprechende ,menge ,salpetersure74 ,illustration3 ,fig4 #ie4 ,in den ,bleikammern geht nun die ,bildung der ,schwefelsure vor sich4 ,hufig ist nur eine ,bleikammer vorhanden1 welche wie in ,fig4 #ic durch ,wnde aus ,bleiplatten ,r1 ,r' in drei ,abtheilungen getheilt ist1 die mit ihrem untern ,ende in die ,schwefelsure tauchen1 womit der ,boden der ,kammern bedeckt ist4 ,durch ,rohre ist1 wie aus der ,zeichnung ersichtlich1 die ,communication zwischen den ,kammerabtheilungen hergestellt4 ,die ,rhren v1 v' und v'' fhren ,dampfstrahlen in die ,kammern1 welche die ,gase mischen und das zur ,schwefelsurebildung erforderliche ,wasser zufhren4 ,in der mittleren ,abtheilung oder ,kammer1 der grssten von allen1 geht die ,hauptbildung der ,sure vor sich1 die an den ,wnden der ,kammer sich niederschlgt und mit vielem ,wasser verbunden 7als ,kammersure7 auf dem ,boden der ,kammer sich ansammelt4 ,die in der letzten ,abtheilung befindlichen ,gase1 welche nur sehr wenig schweflige ,sure enthalten und hauptschlich aus atmosphrischem ,stickstoff und salpetrigen ,dmpfen bestehen1 gehen durch das ,rohr ,t' nach dem ,reservoir aus ,bleiblech ,d1 in welchem sich die letzten ,antheile der ,schwefelsure niederschlagen4 ,in dem ,rohr ,t' ist ein ,schaufenster ,l1 durch welches man die ,farbe der ,gase wahrnehmen kann4 ,aus dem ,reservoir ,d gehen die ,gase durch das ,rohr ,t'' nach dem von ,gay-,lussac und ,lacroix eingefhrten ,apparat ,k1 in welchem sie alle salpetrigsauren ,verbindungen abgeben4 ,dasselbe grndet sich auf die ,lslichkeit der salpetrigen ,sure in concentrirter ,schwefelsure und auf die ,bildung einer ,verbindung beider ,krper4 ,er besteht wesentlich aus einer ,kokssule von #h-aj ,meter ,hhe1 ber welche aus der ,mariotte'schen ,flasche ,m' ,schwefelsure von #fb oder #fd ,b4 mittelst eines ,schaukelapparates strmt4 ,die ,schwefelsure nimmt aus den ,gasen alle salpetrige ,sure auf und geht durch die ,bleirhre h h in ein ,reservoir ,j1 aus welchem die ,sure durch ,dampfdruck mittelst h' nach der ,mariotte'schen ,flasche geleitet werden kann#eh4 ,das ,rohr ,t''' endlich fhrt die ,gase in den ,fabrikschornstein ab4 -- ,was die ,capacitt der ,bleikammern betrifft1 so ist fr je #bj ,kilogr4 ,schwefel1 die in #bd ,stunden umgewandelt werden1 ein ,kammerraum von #ajjj ,kubikfuss rh4 7 #cj ,kubikmeter7 erforderlich4 ,da hierbei etwa #f,o ,kilogr4 ,schwefelsurehydrat entstehen1 so erzeugt obiger ,raum von #ajjj ,kubikfuss pro ,stunde etwa #b1e ,kilogr4 ,schwefelsure4 #eh ,die ,absorption der salpetrigen ,dmpfe durch ,schwefelsure in dem ,koksthurm ist in neuester ,zeit in ,folge des niedrigen ,preises des ,natriumsalpeters an vielen ,orten aufgegeben worden4 ,illustration3 ,fig4 #if4 ,sidenote3 ,anwendung von ,eisenkies zur ,bildung schwefliger ,sure4 ,die zur ,schwefelsurebildung erforderliche schweflige ,sure wird nicht immer durch ,verbrennen von ,schwefel in ,substanz1 sondern auch noch auf andere ,weise erzeugt1 so z4 ,b4 durch ,erhitzen von ,kieserit mit ,kohle oder durch ,rsten von ,schwefelmetallen 7,eisen- und ,magnetkies1 ,kupferkies1 ,zinkblende#ei1 ,kupferrohstein#fj etc47 zu metallurgischen ,zwecken oder direct zum ,behufe der ,schwefelsurefabrikation4 ,in letzterer ,hinsicht verdient hauptschlich der ,eisenkies oder ,pyrit ,fe,s#b 7mit #ec1e ,proc4 ,schwefel7 ,beachtung4 ,reiche ,fundorte dieses technisch so wichtigen ,minerals sind z4 ,b4 in der ,provinz ,huelva in ,spanien1 in der ,grafschaft ,wicklow in ,irland1 in ,belgien1 in ,schweden und ,norwegen1 in ,england 7in ,dorset1 ,devon und ,cornwall71 am ,harz1 im bayerischen ,walde1 bei ,meggen an der ,ruhr-,sieg-,bahn u4 s4 w4 ,auch der beim ,aufbereiten der ,steinkohlen bleibende ,rckstand wird1 wenn er reich an ,schwefelkies ist1 zur ,schwefelsurefabrikation verwendet4 ,in ,england1 wo dieser ,rckstand fr ,schwefelsure zum ,aufschliessen der ,phosphate in den ,dngerfabriken vielfach verwendet wird1 fhrt er den ,namen ,scotch gold4 ,das ,rsten der ,pyrite geschieht in besonderen ,oefen 7,kilns72 die ,pyrite kommen entweder in ,pulverform oder in ,stcken von etwa ,nussgrsse zur ,anwendung4 ,die ,construction der zum ,rsten der ,pyrite dienenden ,oefen ist eine sehr verschiedene1 hufig sind sie jedoch ,schachtfen1 den gewhnlichen ,kalkfen nicht unhnlich4 ,in neuerer ,zeit sind jedoch die ,kilns durch ,oefen mit ,rosten ersetzt worden1 bei welchen die quadratischen ,roststbe mittelst eines ,schlssels drehbar gemacht sind1 wodurch sich deren ,fugen nach ,belieben mehr ffnen und schliessen lassen4 ,man kann dadurch die ,verbrennung auf das ,genaueste reguliren4 ,die vollkommenste ,rstung geht jedoch in den seit #ahfd aufgetauchten und glnzend bewhrten ,gerstenhfer'schen ,rostfen vor sich4 ,dieser ,ofen 7,terrassen- oder ,schttofen7 7,fig4 #if7 grndet sich auf die ,bewegung des ,erzes durch den ,fall in der einen und ,bewegung der erhitzten ,verbrennungsluft in der entgegengesetzten ,richtung4 ,um das ,erz eine gengende ,zeit im ,ofen verweilen zu lassen1 was auch die ,einfhrung eines grobem ,pulvers gestattet1 ohne dem ,schachte eine zu grosse ,hhe zu geben1 wird die ,geschwindigkeit des ,erzes durch den ,stoss gegen ,bnke gehemmt1 die in gewissen ,zwischenrumen in dem ,schachte angebracht sind4 ,das zerkleinte ,erz fllt durch die mit canellirten ,walzen versehenen ,vertheilungstrichter a auf thnerne ,trger oder ,bnke b und rutscht von einer ,etage auf die andere1 wobei dasselbe durch die glhenden ,ofenwnde1 welche vorher durch ,feuerung auf einem wegnehmbaren ,rost erhitzt sind1 entzndet wird und unter ,einfluss der durch c oder besser seitlich eintretender ,geblseluft oder gewhnlicher ,zugluft fortrstet4 ,das auf die ,sohle des1 wohl nach unten zusammengezogenen1 ,ofens gefallene ,rstgut wird durch eine seitliche ,oeffnung ausgezogen4 ,die schweflige ,sure gelangt durch ,canle d oder einen seitlichen ,canal in ,schwefelsurekammern1 nachdem sie nthigenfalls ,flugstaubkammern passirt hat4 #ei ,in der ,rhenania bei ,aachen und in ,zwickau verwendet man z4 ,th4 ,zinkblende bei der ,schwefelsurebereitung4 #fj ,auf den ,mansfelder ,kupferhtten erhielt man #ahfh durch ,rsten der ,rohsteine im ,gerstenhfer'schen ,ofen gegen #aj1jjj ,ctr4 ,das ,communion-,bergamt ,goslar producirte #ahfg #ej1jjj ,ctr4 und die erzgebirgischen ,htten #ff1jjj ,ctr4 metallurgischer ,schwefelsure4 ,erzeugt man die salpetrigen ,dmpfe wie gewhnlich mittelst ,natriumsalpeter und ,schwefelsure1 so wird das ,gemenge dieser beiden ,krper in ,tiegeln gleichfalls in den ,ofen gebracht4 ,bei der ,verwendung von ,kiesen zur ,erzeugung der schwefligen ,sure tritt der ,uebelstand auf1 dass das ,volumen der ,verbrennungsgase weit betrchtlicher ist als bei ,anwendung von sicilianischem ,schwefel2 diese ,zunahme ist eine ,folge der ,oxydation des ,eisens der ,pyrite1 welche ,stickstoff im ,ueberschuss den ,gasen zugesellt 7#b;,fe,s#b #aa,o #d,,so#b ,fe#b,o#c74 ,whrend #a ,kilogr4 freier ,schwefel zu seiner ,ueberfhrung in ,schwefelsure nur #ebge ,liter ,luft bedarf1 braucht #a ,kilogr4 ,schwefel in ,form von ,pyrit angewendet1 #feie ,liter ,luft4 ,die aus dem ,rstofen kommenden ,gase1 welche nicht nur aus schwefligsaurem ,gase1 sondern1 wie ,fortmann 7#ahfh7 gezeigt1 auch aus ,dmpfen von wasserfreier ,schwefelsure bestehen1 gehen1 ehe sie in die ,bleikammern gelangen1 in vier besondere kleine ,kammern 7,vorkammern71 in welchen die mechanisch mit fortgerissenen und die leichter condensirbaren flchtigen ,krper 7,eisenoxyd1 ,selen1 ,thalliumverbindungen1 arsenige ,sure etc47 sich ablagern4 ,dieser ,absatz 7,schlamm7 gab bei der ,untersuchung seiner ,zeit die ,veranlassung zur ,entdeckung des ,selens 7#ahag7 und des ,thalliums 7#ahfb71 welches letztere in sehr vielen ,pyriten1 namentlich in den ,kiesen von ,meggen im ,siegerlande sich findet#fa4 ,obgleich in den ,vorkammern ein grosser ,theil arseniger ,sure sich absetzt1 so ist es doch kaum mglich1 mittelst der ,pyrite eine arsenfreie ,schwefelsure darzustellen1 so dass man immer noch sicilianischen ,schwefel anwendet1 wo man vllig freie ,schwefelsure erhalten will4 #fa ,carstanjen fand 7#ahfh7 in dem ,flugstaube aus den ,kiesrstfen der ,oranienburger ,schwefelsurefabrik1 welche ,pyrite aus ,meggen rstet1 #c1e ,proc4 ,thallium4 ,die schweflige ,sure1 die in dem ,httenrauch und in den gasigen ,produkten des ,erzrstens enthalten ist1 wird in neuerer ,zeit an vielen ,orten auf ,schwefelsure verarbeitet1 so z4 ,b4 auf den ,freiberger ,schmelzhtten1 auf der ,muldner und ,halsbrckner ,htte in ,sachsen1 in ,oker am ,unterharze4 ,an letzterem ,orte ist der ,betrieb der ,schwefelsurefabrik auf die ,abrstung von ,kupfer- und ,bleierzen basirt#fb4 #fb ,wie gross die ,menge des ,schwefels ist1 die beim ,erzrsten meist noch verloren geht1 ergiebt sich aus einer -- im ,jahre #ahfa angestellten -- ,berechnung ,leplay's1 nach welcher der jhrlich in den ,htten von ,sd-,wales ausgetriebene ,schwefel einen ,werth von #bjj1jjj ,pfd4 ,sterl4 7 #a1c ,mill4 ,thlr47 reprsentirt4 ,jhrlich gingen gegen #df1jjj ,tonnen 7 #ajjj ,kilogr47 in die ,luft1 welche der ,atmosphre #ib1jjj ,tonnen schwefliger ,sure 7entsprechend #a1djj1jjj ,ctr4 engl4 ,schwefelsure7 zufhrten6 ,durch die ,einfhrung der ,gerstenhfer'schen ,rstfen ist diesem ,verluste zum grossen ,theile vorgebeugt4 ,sidenote3 ,kammersure4 ,die ,sure1 welche sich aus den verschiedenen ,bleikammern in einem ,hauptreservoir angesammelt hat 7,kammersure71 wird von hier abgezogen1 sobald sie ein spec4 ,gewicht von #a1e oder #ej ,b4 oder #ajd ,tw4 erreicht hat4 ,diese ,sure wird entweder1 wie z4 ,b4 zum ,aufschliessen der ,phosphate in den ,dngerfabriken1 in der ,sodafabrikation1 der ,darstellung von ,stearinsure1 ,salpetersure1 ,eisenvitriol etc41 sofort verwendet oder1 wenn sie versendet werden soll1 durch ,abdampfen zur hchsten ,concentration gebracht4 ,ist sie arsenhaltig1 so wird sie vor dem ,abdampfen durch ,behandeln mit ,schwefelwasserstoffgas von dem ,arsen befreit4 ,illustration3 ,fig4 #ig4 ,sidenote3 ,concentration der ,kammersure4 ,sidenote3 ,in ,bleipfannen4 ,die ,concentration der ,kammersure zerfllt in zwei verschiedene ,phasen4 ,die erste kann in ,bleigefssen ausgefhrt werden1 die zweite dagegen erfordert die ,anwendung von ,platin- oder ,glasgefssen4 ,in ,bleipfannen kann die ,schwefelsure nur bis zu einer gewissen ,concentration gebracht werden1 weil sonst das ,blei angegriffen und sogar schmelzen wrde4 ,schwache ,schwefelsure greift das ,blei nur wenig an1 concentrirte und siedende ,sure dagegen bildet unter ,entwickelung von schwefliger ,sure ,bleisulfat4 ,manche ,fabrikanten concentriren ihre ,sure bis zu #fj ,b4 7 #a1ga spec4 ,gew47 in den ,bleipfannen1 andere nur bis zu #ee 7 #a1ei spec4 ,gew471 noch andere nur bis zu #eb ,b4 7 #a1ed spec4 ,gew474 ,die zur ,concentration angewendeten ,bleipfannen sind viereckig1 weit und ziemlich flach und ruhen auf ,eisenplatten1 so dass sie nicht unmittelbar von dem ,feuer getroffen werden4 ,ihre ,aufstellung ist terrassenfrmig 7,fig4 #ig71 so dass die erste m1 unter deren ,vordertheil der ,rost liegt1 am niedrigsten steht1 und die beiden brigen n durch die erwrmte ,luft1 die unter denselben fortstrmt1 erwrmt werden4 ,die ,schwefelsure wird daher in der ersten ,pfanne am strksten1 in der letzten ,pfanne am schwchsten erhitzt4 ,die ,sure darf in den ,bleipfannen hchstens #bd-cf ,centimeter hoch stehen4 ,nachdem die ,sure in den ,bleipfannen bis zur erforderlichen ,concentration gelangt ist1 bringt man sie 7als ,pfannensure7 zur weiteren ,concentration in ,glas-1 ,steingut- oder ,platingefsse4 ,illustration3 ,fig4 #ih4 ,illustration3 ,fig4 #ii4 ,sidenote3 ,im ,platinkessel4 ,der heutzutage hufig angewendete ,concentrirapparat aus ,platin#fc 7,fig4 #ih7 befindet sich neben den ,bleipfannen2 die ,einrichtung ist so getroffen1 dass die ,feuerung des ,kessels mit dem ,feuerraum ,a communicirt4 ,er wird von der ,pfanne1 in der das ,niveau fast unvernderlich bei n ist1 durch den ,bleiheber x gespeist1 dessen lngerer ,schenkel in ein ,gefss taucht1 das mit ,hlfe einer fixen ,rolle bis ber das ,niveau n gehoben und auch wieder bis zur ,rinne d niedergelassen werden kann4 ,sobald das erstere der ,fall ist1 steht die ,schwefelsure in der ,pfanne und dem ,gefsse in gleichem ,niveau und der ,heber ist geschlossen2 wirkt aber der ,heber gesenkt1 so beginnt der ,heber an zu spielen und die ,sure fliesst durch den ,ausguss c und den ,trichter d in den ,kessel ,b4 ,der auf demselben befindliche kleinere ,hut ,c mndet in das ,schlangenrohr eines ,khlapparates1 in welchem die berdestillirte verdnnte ,sure verdichtet wird4 ,die condensirte ,flssigkeit besteht zuerst aus ,wasser mit sehr wenig ,sure4 ,sobald aber die ,temperatur der siedenden ,sure bis auf #caj-cbj gestiegen ist1 verdichtet sich in dem ,khlapparat die concentrirteste ,sure4 ,seit einiger ,zeit bringt man im ,innern der ,platinblase eine ,vorrichtung an1 wodurch die an den ,seitenwnden sich verdichtende ,flssigkeit1 anstatt in die concentrirte ,sure zurckzufliessen1 nach aussen abgeleitet wird4 ,dadurch findet die ,concentration der ,sure weit schneller statt als bei den gewhnlichen ,apparaten#fd4 #fc ,ein in der chem4 ,fabrik zu ,griesheim bei ,frankfurt a4 ,m4 aufgestellter ,concentrirapparat fr eine ,produktion von circa #ej ,ctr4 ,sure aus der ,platinfabrik von ,johnson1 ,matthey u4 ,co4 in ,london kostete #ihaf fl4 s4 ,w4 7incl4 ,fracht und ,zoll74 #fd ,eine solche ,platinblase von #c ,hektoliter ,capacitt1 in #bd ,stunden #fj-gj ,ctr4 ,sure von #ff liefernd1 kostete frher nebst ,zubehr #dd1jjj ,frcs4 ,um die bis zu #a1gh-a1hj 7 #fc-ff ,b47 specifischem ,gewicht concentrirte ,sure aus dem ,kessel zu entfernen1 bedient man sich des ,breant'schen ,hebers 7,fig4 #ii72 derselbe ist von ,platin4 ,sein ausserhalb des ,kessels befindlicher ,schenkel ist ungefhr #e ,meter lang und mit einer #ae ,centimeter weiten kupfernen ,rhre von #cf ,centimeter ,lnge versehen1 welche bei a aus ,m mit kaltem ,wasser gefllt wird1 whrend das erwrmte ,wasser bei b abfliesst4 ,zur ,vermehrung der ,oberflche des ,hebers theilt sich das ,hauptrohr in vier enge ,rhren4 ,man fllt den ,heber1 indem man den ,hahn bei c schliesst1 dann bei dem ,kugelventile b und dem bei e ,schwefelsure eingiesst2 darauf giesst man zum luftdichten ,verschluss in die ,kugelventile etwas ,schwefelsure und ffnet den ,hahn bei c1 worauf die ,schwefelsure abfliesst4 ,msste man mit dem ,abziehen der ,sure warten1 bis dieselbe sich in dem ,kessel abgekhlt htte1 so wrde man ,zeit verlieren und der ,kessel nicht in einem seinem hohen ,preise entsprechenden ,verhltnisse benutzt werden knnen4 ,die ,sure tritt siedend heiss in den krzeren ,schenkel des ,hebers1 der in dem ,khlapparate ,k liegt1 khlt sich aber1 whrend sie durch den lngeren ,schenkel fliesst1 ab und gelangt ziemlich erkaltet in die zur ,versendung dienenden ,krge oder ,ballons ,a1 ,a'1 ,a''4 ,sidenote3 ,concentration in ,glasgefssen4 ,illustration3 ,fig4 #ajj4 ,dort1 wo die ,glasretorten zu billigem ,preise zu haben sind1 concentrirt man die ,schwefelsure in ,glasretorten1 welche in der ,zahl von #aj in ,sandbdern in einem ,galeerenofen 7,fig4 #ajj7 liegen4 ,diese ,retorten werden in grosser ,menge und guter ,qualitt von der ,firma ,stone1 ,fawdry and ,stone in ,birmingham geliefert4 ,die ,retorten sind mit ,allongen versehen1 welche in irdene ,ballons mnden1 um die sich entwickelnden ,dmpfe zu condensiren1 oder sie bestehen aus ,retorte und ,glashelm4 ,in ,england werden #gj ,proc4 aller fabricirten ,schwefelsure in ,glasgefssen concentrirt4 ,neuerdings bedient man sich zum ,concentriren der ,schwefelsure zuweilen auch gusseiserner ,kessel4 ,sidenote3 ,andere ,methoden der ,schwefelsurefabrikation4 ,von den vielen in neuerer ,zeit aufgetauchten ,principien der ,darstellung der ,schwefelsure auf anderen als dem gewhnlichen ,wege seien einige der wichtigeren erwhnt4 ,hahner oxydirt die schweflige ,sure bei ,gegenwart von ,wasserdmpfen durch ,chlor3 ,schweflige ,sure ,,so#b ,schwefelsure ,h#b,,so#d ,wasserdmpfe #b;,h#b,o geben ,salzsure #b;,cl,h ,chlor #b;,cl ,das ,chlor wird aus der bei der ,sodafabrikation entstehenden ,salzsure erzeugt4 ,soll die ,schwefelsure wieder zur ,zersetzung von ,kochsalz dienen1 so braucht sie begreiflicher ,weise nicht von der ,salzsure befreit zu werden4 ,dem von ,persoz beschriebenen ,verfahren der ,schwefelsuredarstellung liegen folgende zwei ,reactionen zu ,grunde3 #a7 ,oxydation der schwefligen ,sure durch ,salpetersure1 indem man die schweflige ,sure entweder in bis auf #ajj erhitzte ,salpetersure leitet1 welche vorher mit dem vier- bis sechsfachen ,volumen ,wasser verdnnt wurde1 oder in eine ,mischung von einem salpetersauren ,salze mit ,salzsure1 wodurch sich nun ,chloruntersalpetersure ,n#b;,cl#d,o#b bildet2 #b7 die ,dmpfe der ,untersalpetersure werden wieder mittelst des ,sauerstoffs der ,luft unter ,mitwirkung von ,wasserdmpfen zu ,salpetersure oxydirt1 welche man darauf wieder zur ,oxydation von schwefliger ,sure verwendet4 ,das ,verfahren von ,persoz soll folgende ,vortheile bieten3 #a7 es macht die ,bleikammern berflssig2 #b7 es lsst sich schweflige ,sure beliebigen ,ursprungs anwenden1 wenn sie auch mit ,stickstoff1 ,kohlensure und anderen ,gasen gemengt ist4 ,die schweflige ,sure lsst sich daher nicht nur durch ,verbrennung von ,schwefel und ,rsten von ,schwefelmetallen1 sondern auch auf die ,weise erzeugen1 dass man ,eisen-1 ,kupfer- und ,zinkvitriol bei erhhter ,temperatur der ,einwirkung von ,sauerstoff1 ,kohlenoxyd1 ,kohle oder organischen ,substanzen aussetzt1 wobei schweflige ,sure sich entwickelt und ein ,metall oder ein ,oxyd zurckbleibt1 sodass sich mit der ,schwefelsurefabrikation auch die ,gewinnung gewisser ,metalle verknpfen lsst2 es wird immer wieder die nmliche ,salpetersure benutzt4 ,um die ,schwefelsure aus dem ,gyps und hnlichen ,sulfaten darzustellen1 sind schon unzhlige ,vorschlge gemacht worden1 ohne dass es bis jetzt gelungen wre1 nur eines der verschiedenen vorgeschlagenen ,verfahren in die ,praxis einzufhren4 ,im ,folgenden seien einige dieser ,vorschlge nher angefhrt3 ,tilghman bringt ,gypsstcke in einem vertikal stehenden1 inwendig mit ,magnesit berzogenen ,thoncylinder zur starken ,rothglhhitze1 leitet durch den ,boden und die damit verbundenen glhenden ,thonrhren ,wasserdmpfe und durch den ,deckel die gasfrmigen ,zersetzungsprodukte -- nmlich ,sauerstoff1 ,schwefelsure und schweflige ,sure -- nach den ,bleikammern4 ,in der ,retorte soll ,aetzkalk zurckbleiben2 in gleicher ,weise wird ,bittersalz behandelt4 ,shanks bringt in einen steinernen ,behlter gepulverten ,gyps und ,chlorblei und eine grssere ,menge bis auf #ej-fj erhitztes ,wasser4 ,die ,mischung muss tchtig umgerhrt werden4 ,beide ,salze zersetzen sich sehr schnell3 ,gyps ,ca,s,o#d #b;,h#b,o ,chlorcalcium ,ca,cl#b ,chlorblei ,pb,cl#b geben ,schwefels4 ,blei ,pb,s,o#d ,wasser #b;,h#b,o ,das ,chlorcalcium bleibt aufgelst1 whrend das schwefelsaure ,blei einen ,niederschlag bildet1 welchen man1 nachdem das ,chlorcalcium getrennt wurde1 mit ,salzsure und zwar1 um eine vollstndige ,zersetzung zu bewirken1 mit mehr als einem ,mischungsgewicht behandeln muss3 ,schwefelsaures ,blei ,pb,s,o#d ,chlorblei ,pb,cl#b ,salzsure #b;,cl,h geben ,schwefelsure ,h#b,,so#d ,die ,mischung wird umgerhrt und bis auf etwa #fj erhitzt1 wobei ,chlorblei sich am ,boden ansammelt und die ,schwefelsure in die ,lsung bergeht4 ,die ,schwefelsure wird auf die gewhnliche ,weise concentrirt4 ,das ,chlorblei dient wieder zur ,zersetzung von schwefelsaurem ,calcium4 ,ein hnliches ,verfahren ist von v4 ,seckendorff beschrieben worden4 ,leitet man salzsaures ,gas ber bis zum ,glhen erhitzten ,gyps1 so entweicht ,schwefelsure und ,chlorcalcium bleibt zurck3 ,gyps ,ca,s,o#d ,schwefelsure ,h#b,,so#d ,salzsure #b;,h,cl geben ,chlorcalcium ,ca,cl#b ,sidenote3 ,eigenschaften und ,anwendung der ,schwefelsure4 ,die hchst concentrirte englische ,schwefelsure von der ,formel ,h#b,,so#d enthlt #ah1df ,proc4 ,wasser1 hat ein spec4 ,gewicht von #a1hdh und ist eine im reinen ,zustande vollkommen farblose ,flssigkeit1 welche aber gewhnlich durch zufllig hineingerathene ,staubtheilchen gelblich oder brunlich gefrbt ist4 ,ihre ,consistenz ist eine dickflssige und lartige4 ,sie zerstrt viele organische ,stoffe unter ,abscheidung von ,kohle1 raucht nicht an der ,luft und ist in so hohem ,grade hygroskopisch1 dass sie nach und nach das ,fnfzehnfache ihres ,volumens ,wasser anzuziehen vermag4 ,mit ,wasser gemischt1 entbindet sie grosse ,mengen von ,wrme4 ,die ,schwefelsure besitzt unter allen flchtigen ,suren die grsste ,verwandtschaft zu den ,basen und treibt beim ,erhitzen alle brigen flchtigen ,suren aus ihren ,salzen aus2 dagegen wird die ,schwefelsure aus ihren ,salzen in der ,glhhitze ausgetrieben durch ,kieselsure1 ,borsure und ,phosphorsure4 ,der ,siedepunkt der hchst concentrirten ,sure liegt bei #cch4 ,tabelle ber den ,gehalt der englischen ,schwefelsure an wasserfreier ,schwefelsure bei verschiedenem spec4 ,gewicht und #ae1e ,temperatur3 ,schwefelsurehydrat4 ,specifisches ,wasserfreie ,gewicht4 ,sure4 #ajj #a1hdhe #ha1ed #ii #a1hdge #hj1gb #ih #a1hdfj #gi1ij #ig #a1hdci #gi1ji #if #a1hdaj #gh1bh #ie #a1hcgf #gg1dj #id #a1hccf #gf1fe #ic #a1hbij #ge1hc #ib #a1hbcc #ge1jb #ia #a1hagi #gd1bj #ij #a1haae #gc1ci #hi #a1hjdc #gb1eg #hh #a1gifb #ga1ge #hg #a1ghgj #gj1id #hf #a1gggd #gj1ab #he #a1gfgc #fi1ca #hd #a1gegj #fh1di #hc #a1gdfe #fg1fh #hb #a1gcfj #ff1hf #ha #a1gbde #ff1je #hj #a1gabj #fe1bc #gi #a1fiic #fd1db #gh #a1fhgj #fc1fj #gg #a1fgej #fb1gh #gf #a1ffcj #fa1ig #ge #a1febj #fa1ae #gd #a1fdae #fj1cd #gc #a1fcba #ei1ee #gb #a1fbjd #eh1ga #ga #a1fjij #eg1hi #gj #a1eige #eg1jh #fi #a1ehfh #ef1bf #fh #a1egfj #ee1de #fg #a1efdh #ed1fc #ff #a1eejc #ec1hb #fe #a1ecij #ec1jj #fd #a1ebhj #eb1ah #fc #a1eagj #ea1cg #fb #a1ejff #ej1ee #fa #a1difj #di1gd #fj #a1dhfj #dh1ib #ei #a1dgfj #dh1aa #eh #a1dffj #dg1bi #eg #a1defj #df1eh #ef #a1ddfj #de1fh #ee #a1dcfj #dd1he #ed #a1dbfe #dd1jc #ec #a1dagj #dc1bb ,die ,grade nach ,baum 7rationelle ,scala7 und nach ,twaddle entsprechen folgenden spec4 ,gewichten3 ,grade nach ,baum4 ,grade nach ,twaddle4 ,spec4 ,gewicht4 #ff #afh #a1hd #fc #aed #a1gg #fj #adj #a1gj #eg #acj #a1fe #ej #ajd #a1eb #de #hh #a1dd #dj #gf #a1ch #ce #fb #a1ca #cj #eb #a1bf #be #db #a1ba 7,die ,scala der ,baum'schen ,arometer ist sehr hufig von den ,mechanikern empirisch und fehlerhaft erhalten worden1 indem dieselben den ,punkt1 bei welchem das ,instrument in ,schwefelsure von blicher 787 ,concentration einsinkt1 mit #ff bezeichnen1 den ,abstand zwischen diesem ,punkte und dem ,wasserpunkte in #ff ,theile theilen und die ,theilung ber #ff fortsetzen4 ,factisch ist die concentrirte englische ,schwefelsure nach der ,formel ,,so#c #a-a_/b;,h#b,o zusammengesetzt2 sie enthlt #ia-ib ,proc4 ,schwefelsurehydrat ,,sh#b,o#d oder ,,so#c1 ,h#b,o und hat das spec4 ,gewicht von #a1hb-a1hc4 ,die ,schwefelsure findet eine ausserordentlich ausgedehnte und mannichfache ,anwendung1 davon sei angefhrt3 zur ,darstellung vieler ,suren 7,salpetersure1 ,salzsure1 schweflige ,sure1 ,kohlensure1 ,weinsure1 ,citronensure1 ,stearinsure1 ,palmitinsure und ,oelsure1 ,phosphorsure71 zur ,darstellung des sauren ,calciumphosphates 7oder schwefelsauren ,knochenmehls als ,dnger fr ,rben1 ,gras und ,cerealien71 zur ,bereitung des ,chlors1 der ,stearinkerzen 7zum ,zersetzen der ,kalkseife71 des ,phosphors 7zum ,zersetzen der ,knochenerde71 zur ,fabrikation von ,glaubersalz behufs der ,sodadarstellung1 und der ,fabrikation von ,kaliumsulfat 7aus dem ,chlorkalium des ,carnallits7 zum ,zwecke der neuern ,methode der ,potaschendarstellung1 schwefelsaurem ,ammoniak 7z4 ,b4 bei der ,reinigung des ,leuchtgases71 ,alaun und ,vitriol 7,eisen- und ,kupfervitriol71 ,barytweiss1 zuweilen zum ,zersetzen des ,kryoliths1 zur ,darstellung von ,wasserstoffgas1 zur ,darstellung des ,nitrobenzols in den ,theerfarben-,fabriken1 zur ,scheidung des ,goldes vom ,silber1 zur ,entsilberung des ,kupfersteins und des ,schwarzkupfers durch die sogenannte ,schwefelsurelaugerei1 zum ,raffiniren des ,rbls1 ,solarls1 ,petroleums und ,paraffins1 zum ,verseifen der ,fette und ,oele1 zum ,auflsen des ,indigos1 zur ,darstellung des ,garancins und anderer ,krappprparate 7auch zur ,darstellung des knstlichen ,alizarins aus dem ,anthracen71 zur ,fabrikation des ,strkezuckers1 in der ,spiritusfabrikation 7nach ,leplay7 anstatt des ,malzes zur ,umwandlung der ,strke in ,dextrose1 zur ,fabrikation des ,pergamentpapiers1 zur ,bereitung des ,mineralspiritus aus ,steinkohlen1 der ,wichse1 als desinficirendes ,mittel1 zum ,entwssern der ,geblseluft fr ,eisenhochfen1 zum ,trocknen der ,luft fr ,trockenrume 7z4 ,b4 fr ,leim71 zum ,beizen des ,eisenblechs vor seiner ,umwandelung in ,weissblech u4 s4 w4 ,der ,schwefelkohlenstoff4 ,sidenote3 ,schwefelkohlenstoff4 ,der ,schwefelkohlenstoff 7,schwefelalkohol1 ,kohlensulfid ,,cs#b71 im ,jahre #agif von ,lampadius in ,freiberg entdeckt und in #ajj ,theilen aus #ae1h ,th4 ,kohlenstoff und #hd1b ,th4 ,schwefel bestehend1 wird gewonnen1 indem man dampffrmigen ,schwefel mit glhenden ,kohlen zusammenbringt1 oder gewisse ,schwefelmetalle1 wie ,schwefelkies1 ,schwefelantimon1 ,zinkblende etc4 mit ,kohle destillirt#fe4 ,die ,ausbeute an ,schwefelkohlenstoff ist 7nach ,sidot und ,w4 ,stein7 am grssten1 wenn man den ,schwefeldampf bei mittlerer ,rothglut auf die ,kohle einwirken lsst4 #fe ,hchst beachtenswerth ist der ,vorschlag von ,sussex 7vergl4 ,b4 ,kerl1 ,httenkunde1 #ahfc2 ,bd4 ,,ii4 p4 #dge7 beim ,zugutemachen kiesiger ,kupfererze den ,schwefel durch ,kohlezusatz in ,form von ,schwefelkohlenstoff zu entfernen4 ,illustration3 ,fig4 #aja4 ,bei der ,fabrikation des ,schwefelkohlenstoffs wendet man zweckmssig den ,apparat von ,peroncel 7,fig4 #aja7 an4 ,a ist eine thnerne ,gasretorte1 steht auf einer steinernen ,unterlage ,b und ist in einem ,ofen eingemauert4 ,auf dem ,cylinderdeckel befinden sich zwei ,anstsse ,e1 ,e2 in den einen derselben ist ein ,porcellanrohr eingekittet1 welches fast bis auf den ,boden des ,cylinders geht2 es ruht auf einer ,lage von ,kohlenstckchen1 mit welchen der ,boden des ,cylinders bedeckt ist4 ,sonst ist der ,cylinder mit ,kohlenstckchen angefllt4 ,durch die mit dem ,porcellanrohr versehene ,oeffnung ,e wird der ,schwefel nachgeworfen1 durch die andere ,oeffnung von ,zeit zu ,zeit die ,kohle nachgegeben4 ,die sich bildenden ,dmpfe von ,schwefelkohlenstoff entweichen durch das ,seitenrohr ,h und durch ,t in die ,vorlage ,j aus ,steinzeug1 in welcher sich ein ,theil des ,schwefelkohlenstoffs verdichtet und durch ,k in die mit ,wasser gefllte ,florentiner ,flasche ,l fliesst und von da durch den ,schenkel ,m in des ,gefss ,o tritt1 aus welchem es mit ,hlfe des ,hahnes ,n abgelassen werden kann4 ,die in dem ,ballon ,j nicht condensirten ,dmpfe gehen durch das ,rohr ,p1 ,p in den ,khlapparat ,t1 aus welchem es bei ,r in die bereit gehaltene ,vorlage fliesst4 ,der so erhaltene ,schwefelkohlenstoff wird in einem ,destillirapparate aus ,zink im ,wasser oder mit ,hlfe von ,dampf rectificirt4 ,cloz empfiehlt1 vor der ,rectification den ,schwefelkohlenstoff #bd ,stunden lang mit etwas ,quecksilberchlorid zu digeriren4 ,auf diese ,weise lassen sich mit ,leichtigkeit1 vorausgesetzt1 dass der ,cylinder ,a eine ,hhe von etwa #b1a ,meter und einen ,durchmesser von #j1c ,meter habe1 #b ,ctr4 ,schwefelkohlenstoff darstellen4 ,trotz der sorgfltigsten ,khlung erhlt man niemals diejenige ,quantitt ,schwefelkohlenstoff1 welche man der ,rechnung nach aus dem angewandten ,gewicht ,schwefel erhalten sollte1 der ,grund davon liegt nicht nur in der unvermeidlichen ,verflchtigung eines ,theils des ,schwefelkohlenstoffs whrend der ,darstellung und ,rectification1 sondern auch wahrscheinlich in der gleichzeitigen ,bildung von ,einfach-,schwefelkohlenstoff 7,,cs1 dem ,kohlenoxyd entsprechend71 welcher neben dem gewhnlichen ,zweifach-,schwefelkohlenstoff in grsserer ,menge sich bildet4 ,der so erhaltene ,schwefelkohlenstoff enthlt #aj bis #ab ,proc4 ,schwefel aufgelst und ausserdem ,schwefelwasserstoff1 welche ihm einen hchst unangenehmen ,geruch ertheilen4 ,man reinigt ihn durch ,rectification1 indem man in den ,rectificationsapparat ,chlorkalklsung bringt1 welche den ,schwefelwasserstoff zerstrt1 und die ,rectification dann dadurch einleitet1 dass man ,wasserdampf von #a ,atmosphre unter die ,blase leitet4 ,um den ,schwefelkohlenstoff in den ,condensationsgefssen vor der ,verdunstung zu schtzen1 erhlt man ihn unter einer ,schicht ,wasser von #bj-cj ,centim4 ,hhe4 ,im reinen ,zustande ist der ,schwefelkohlenstoff eine wasserhelle1 dnnflssige und leicht bewegliche1 das ,licht sehr stark zerstreuende und daher lebhafte ,farben spielende ,flssigkeit von eigenthmlichem an ,chloroform erinnerndem ,geruche und aromatischem ,geschmacke4 ,specifisches ,gewicht #a1bfhd4 ,der ,siedepunkt liegt bei #df1e und verflchtigt sich deshalb bei gewhnlicher ,temperatur schon stark4 ,bei -#ie wird er unter gewhnlichen ,verhltnissen nicht fest1 leitet man aber auf die ,oberflche von ,schwefelkohlenstoff einen krftigen ,luftstrom1 so lsst sich 7nach ,wartha7 starrer ,schwefelkohlenstoff als schneeartige ,kruste darstellen4 ,mit ,wasser verbindet er sich nicht1 mit ,weingeist1 ,aether und hnlichen ,flssigkeiten ist er in allen ,verhltnissen mischbar4 ,harze1 ,oele1 ,kautschuk1 ,guttapercha1 ,kampher1 ,schwefel1 ,phosphor und ,jod lst er in grosser ,menge 7#ajj ,theile ,schwefelkohlenstoff lsen bei #ae ,c4 #cg1ae ,th4 und bei #ch ,c4 #id1eg ,th4 ,schwefel74 ,er ist usserst leicht entzndlich und verbrennt mit rthlich-blauer ,flamme zu schwefliger ,sure und ,kohlensure4 ,ein ,gemenge seines ,dampfes mit ,sauerstoff oder mit atmosphrischer ,luft giebt eine heftig explodirende ,verbindung4 ,ein ,gemenge von ,stickoxyd mit ,schwefelkohlendmpfen giebt beim ,entznden ein hchst intensives ,licht1 das zu photographischen ,zwecken angewendet worden ist4 ,bis auf die neuere ,zeit stand der technischen ,anwendung des ,schwefelkohlenstoffes der hohe ,preis desselben im ,wege4 ,dass er in der ,technik wichtige ,benutzung finden werde1 ist schon von dem ,entdecker ,lampadius vorhergesehen worden1 der ihn unter ,anderem zur ,bereitung von ,firnissen 7,bernstein- und ,mastixfirniss71 von ,kitten und zur ,bearbeitung von ,kautschuk vorschlug4 ,der eigentliche ,urheber der modernen ,verwendung des ,schwefelkohlenstoffs in der ,industrie ist ,jesse ,fisher in ,birmingham 7#ahdc74 ,in seine ,fusstapfen traten spter ,e4 ,deiss und ,seyfferth 7in ,braunschweig74 ,seit lngerer ,zeit wird der ,schwefelkohlenstoff in der ,fabrik von ,deiss in ,pantin in drei ,retorten in der ,quantitt von #ejj ,kilogr4 in #bd ,stunden dargestellt und zwar so1 dass dem ,fabrikanten das ,kilogramm ,schwefelkohlenstoff nur auf #ej ,centimes zu stehen kommt4 ,gegenwrtig 7#ahgj7 kommt diese ,flssigkeit zum ,preise von #cj ,fr4 fr #ajj ,kilogr4 in den ,handel4 ,bis zum ,jahre #ahej war die einzige technische ,anwendung des ,schwefelkohlenstoffs in grsserem ,maassstabe die zum ,vulkanisiren und zum ,lsen von ,kautschuck4 ,in neuerer ,zeit hat man vorgeschlagen1 #a7 denselben zum ,ausziehen des ,fettes aus den ,knochen1 die zur ,darstellung der ,knochenkohle bestimmt sind1 zu benutzen4 ,man knnte auf diese ,weise #aj-ab ,proc4 ,fett gewinnen4 #b7 ,zum ,extrahiren der ,oele aus den lhaltigen ,samen 7,oliven1 ,raps1 ,rbsen1 ,leinsamen1 ,mohnsamen71 zum ,ausziehen von ,schwefel aus schwefelhaltiger ,erde1 zum ,extrahiren von bituminsen ,gesteinen#ff4 #c7 ,zum ,entfetten der ,wolle2 das aus der ,wolle ausgezogene ,fett lsst sich zur ,seifenbereitung benutzen4 #d7 ,zum ,extrahiren der ,gewrze 7,pfeffer1 ,nelken1 ,knoblauch1 ,zwiebeln7 behufs der ,darstellung lslicher ,gewrze4 #e7 ,zur ,fabrikation von ,blutlaugensalz nach dem ,verfahren von ,glis 7vergl4 ,seite #cd7 und von ,schwefelcyanammon behufs der ,darstellung der ,serpents de ,pharaon4 #f7 ,zur ,reinigung des rohen ,paraffins 7nach ,alcan's ,methode74 #g7 ,zur ,bereitung des ,fenian ,fire oder ,liquid ,fire1 einer ,lsung von ,phosphor in ,schwefelkohlenstoff1 womit ,brandgeschosse fr gezogene ,geschtze gefllt werden4 #h7 ,bei der galvanischen ,versilberung setzt man dem ,silberbade eine geringe ,menge ,schwefelkohlenstoff zu1 um sofort einen glnzenden ,ueberzug zu erhalten4 #i7 ,zum ,tdten der ,ratten1 des ,kornwurmes1 der ,motten wird der ,schwefelkohlenstoff mit grossem ,erfolg angewendet4 ,die ,gewinnung der fetten ,oele durch ,extraction mittelst ,schwefelkohlenstoff oder die chemische ,oelgewinnung nimmt gegenwrtig schon grossartige ,dimensionen an4 ,zu ,moabit bei ,berlin1 zu ,ludwigshafen a_/,rh41 zu ,stargardt in ,pommern und zu ,grimma in ,sachsen stellt man auf diese ,weise ,oel aus ,raps1 ,leinsamen1 ,baumwollsamen1 ,palmkernen etc4 dar1 welches sich durch grosse ,reinheit auszeichnet4 ,eben so hat ,deiss in ,brssel und ,london1 ferner in ,pisa1 ,sevilla und ,lissabon grosse ,fabriken gegrndet1 in welchen ,olivenl theils aus ,oliven1 theils aus ,olivenpresslingen durch ,extraction dargestellt wird4 #aj7 ,versuchsweise zum ,betriebe von ,dampfmaschinen4 #ff ,extractionsapparate der ,art sind u4 a4 von ,seyfferth1 von ,lunge1 von ,moussu etc4 construirt worden4 ,sidenote3 ,das ,schwefelchlorr4 ,anhangsweise sei hier das ,schwefelchlorr 7,cl#b,s#b7 erwhnt1 eine ,verbindung1 welche man in neuerer ,zeit zum ,vulkanisiren des ,kautschuks angewendet hat4 ,es bildet eine lartige ,flssigkeit von #a1fj specifischem ,gewichte1 brunlicher ,farbe1 erstickendem ,geruche1 raucht an der ,luft und siedet bei #add4 ,sie ist schwerer als ,wasser und zersetzt sich1 damit zusammengebracht1 sehr bald in schweflige ,sure1 ,salzsure1 etwas ,schwefelsure und ,schwefel4 ,das ,schwefelchlorr ist ein gutes ,lsungsmittel fr ,schwefel2 ,rapsl wird durch ,schwefelchlorr in eine kautschukhnliche ,masse bergefhrt1 ,leinl in ,firniss verwandelt4 ,man erhlt das ,schwefelchlorr1 indem man gewaschenes und getrocknetes ,chlorgas durch geschmolzenen und bis auf #abe bis #acj erhitzten ,schwefel leitet4 ,es entsteht sofort ,schwefelchlorr1 welches mit fortgerissenen ,schwefeldmpfen in eine abgekhlte ,vorlage destillirt4 ,um das so erhaltene ,schwefelchlorr von dem mechanisch beigemengten ,schwefel zu befreien1 wird es destillirt1 wobei ,schwefel zurckbleibt4 ,die ,salzsure und das ,glaubersalz4 ,illustration3 ,fig4 #ajb4 ,illustration3 ,fig4 #ajc4 ,sidenote3 ,salzsure4 ,wie schon oben bei der ,beschreibung der ,sodafabrikation aus ,kochsalz angegeben worden ist1 wird das bei der ,sodafabrikation aus den ,sulfatfen 7vergl4 ,seite #ahi7 entweichende chlorwasserstoffsaure ,gas in ,wasser aufgefangen und die ,lsung unter dem ,namen ,salzsure in den ,handel gebracht4 ,zum ,zwecke der ,condensation fhrt entweder ein ,rohr aus dem ,raume1 in welchem die ,zersetzung des ,kochsalzes durch die ,schwefelsure vorgenommen wurde1 in den ,koksthurm und in ,condensationsflaschen1 oder man bedient sich des 7,fig4 #ajb1 #ajc und #ajd in zwei ,durchschnitten und im ,aufrisse7 abgebildeten ,apparates4 ,dieser ,apparat besteht aus mehreren neben einander liegenden gusseisernen cylindrischen ,gefssen von #a1g ,meter ,lnge und #j1gj ,meter ,durchmesser4 ,die ,wanddicke der ,cylinder betrgt #c ,centimeter4 ,die ,cylinder sind an beiden ,enden offen und werden mit gusseisernen ,deckeln 7hnlich wie ,gasretorten7 verschlossen1 welche mit ,hlfe von ,thonkitt aufgelegt werden4 ,in dem vordern ,deckel befindet sich eine ,oeffnung o zum ,abfhren der chlorwasserstoffsauren ,dmpfe4 ,in dieser ,oeffnung liegt eine ,allonge a aus ,steinzeug oder ,blei1 welche die ,dmpfe in den ,verdichtungsapparat leitet4 ,der hintere ,deckel hat gleichfalls eine ,oeffnung d1 in welcher ein ,bleitrichter sich befindet4 ,die ,disposition des ,apparates ist der ,art1 dass die ,flamme der ,feuerung ,o erst um die ,cylinder -- von denen gewhnlich zwei ,paar 7,fig4 #ajc7 in einem ,ofen liegen -- herum und dann erst in den ,schornstein ,f geht4 ,der ,ofen ist durch ein flaches ,gewlbe ,b geschlossen4 ,soll die ,arbeit beginnen1 so giebt man jedem ,cylinder #aej ,kilogr4 ,steinsalz 7oder auch eine entsprechende ,menge ,chlorkalium1 wenn man die ,darstellung von ,kaliumsulfat beabsichtigt71 das man in dem ,cylinder gleichmssig ausbreitet1 lutirt den ,deckel auf und giebt durch den ,bleitrichter die zur ,zersetzung des ,salzes erforderliche ,menge ,schwefelsure von #ff ,b4 auf4 ,nachdem dies geschehen1 wird der ,trichter entfernt und die ,oeffnung durch einen ,thonpfropfen verschlossen4 ,nach beendigter ,reaction wird das ,sulfat1 das beilufig #ahj ,kilogr4 wiegt1 entfernt1 der ,cylinder von neuem mit ,salz beschickt u4 s4 f4 ,die ,condensationsapparate bestehen 7,fig4 #ajb und #ajd7 aus ,strngen zum ,theil mit ,wasser gefllter ,woulf'scher ,flaschen1 von denen das erste ,paar hufig durch den ,khlapparat ,e ,e mit kaltem ,wasser gekhlt wird4 ,zur ,condensation der letzten ,antheile des salzsauren ,gases wendet man ,regenkammern oder ,koksthrme an4 ,illustration3 ,fig4 #ajd4 ,dass das ,chlormagnesium in wssriger ,lsung1 wie es bei der ,verarbeitung des ,carnallits erhalten wird1 beim ,abdampfen bis zur ,trockne und ,erhitzen des ,rckstandes all sein ,chlor als ,salzsure abgiebt1 ist fr die ,salzsuregewinnung beachtenswerth4 ,sidenote3 ,eigenschaften der ,salzsure4 ,die ,salzsure bildet eine farblose1 hufig durch ,eisenchlorid gelblich gefrbte ,flssigkeit von stechendem ,geschmack4 ,bei #bj kann das ,wasser das #dge;fache seines ,volumens an chlorwasserstoffsaurem ,gase absorbiren2 die alsdann gesttigte ,flssigkeit enthlt #db1he ,proc4 ,chlorwasserstoff- oder salzsaures ,gas1 ihr spec4 ,gewicht #a1ba4 ,folgende ,tabelle zeigt das spec4 ,gewicht der ,salzsure von verschiedener ,concentration und den ,gehalt derselben an reinem salzsauren ,gase 7bei #g ,c474 ,specifisches ,grade nach ,grade nach ,sureprocente4 ,gewicht4 ,baum4 ,twaddle4#fg #a1ba #bf #db #db1he #a1bj #be #dj #dj1hj #a1ai #bd #ch #ch1hh #a1ah #bc #cf #cf1cf #a1ag #bb #cd #cd1cd #a1af #ba #cb #cb1cb #a1ae #bj #cj #cj1cj #a1ad #ai #bh #bh1bh #a1ac #ah #bf #bf1bf #a1ab #ag #bd #bd1bd #a1aa #ae1e #bb #bb1bb #a1aj #ad1e #bj #bj1bj #a1ji #ab #ah #ah1ah #a1jh #aa #af #af1af #a1jg #aj #ad #ad1ad #a1jf #i #ab #ab1ab #a1je #h #aj #aj1aj #a1jd #f #h #h1jh #a1jc #e #f #f1jf #a1jb #c #d #d1jd #a1ja #b #b #b1jb #fg ,die ,grade der in ,england blichen ,twaddle'schen ,arometerscala bieten bei der ,salzsure den beachtenswerthen ,umstand dar1 dass die ,grade nach ,twaddle ziemlich genau mit den ,sureprocenten zusammenfallen4 ,sidenote3 ,anwendung der ,salzsure4 ,die ,salzsure wird in der grssten ,masse zur ,darstellung des ,chlorkalkes1 ,kaliumchlorates und anderer ,chlorprparate angewendet1 sie dient ferner zur ,fabrikation des ,salmiaks1 des ,chlorantimons1 des ,leims und des ,phosphors1 zur ,darstellung der ,kohlensure bei der ,mineralwasserfabrikation1 zur ,herstellung von ,natriumbicarbonat2 zum ,reinigen der ,thierkohle in den ,rbenzuckerfabriken#fh1 in der ,bleicherei als ,ersatz fr die ,schwefelsure1 zur ,ueberfhrung des rechtsdrehenden ,zuckers in den linksdrehenden bei der ,verarbeitung der ,rbenmelasse auf ,spiritus1 zur hydrometallurgischen ,kupfer-1 ,nickel-1 ,kadmium-1 ,zink- und ,wismuthgewinnung1 zur ,behandlung gewisser ,eisenerze1 um dieselben vor der ,verhttung von der ,phosphorsure zu befreien1 zur ,darstellung von ,superphosphat in den ,dngerfabriken1 zum ,auflsen verschiedener ,metalle 7,zinn7 entweder fr sich1 oder mit ,salpetersure gemischt1 als ,knigswasser2 ferner zum ,beseitigen des ,kesselsteines1 so wie zur ,verhtung der ,bildung desselben1 zum ,reinigen von eisenhaltigem ,sand in der ,glasfabrikation1 zum ,ablschen und ,reinigen der ,koks1 zur ,herstellung von feuerfestem ,thon4 ,eine wichtige ,anwendung der ,salzsure findet endlich in der ,baumwollindustrie statt1 nmlich zur ,zersetzung der ,kalkseife1 die sich beim ,beuchen der mit ,fett imprgnirten ,baumwollgewebe mit ,kalk bildet4 ,seit einigen ,jahren wurden grosse ,mengen von ,salzsure zur ,regeneration des ,schwefels aus den ,sodarckstnden consumirt4 ,frher versendete man die ,salzsure in ,glasballons oder ,steinzeugkruken1 die oft mehr ,werth hatten1 als die ,sure selbst2 jetzt benutzt man in ,england zur ,versendung ,fsser1 die inwendig mit einer #a_/d ,zoll dicken ,schicht von ,guttapercha berzogen sind4 #fh ,man kann den ,salzsureverbrauch einer ,rbenzuckerfabrik1 welche #ahj1jjj ,ctr4 ,rben in der ,campagne verarbeitet1 auf mindestens #djj bis #ejj ,ballons veranschlagen4 ,sidenote3 ,glaubersalz4 ,das ,glaubersalz1 ,natriumsulfat1 schwefelsaures ,natrium oder schlechtweg ,sulfat genannt 7,na#b,,so#d #aj;,h#b,o1 in #ajj ,th4 aus #ai1c ,th4 ,natron1 #bd1g ,th4 ,schwefelsure und #ef ,th4 ,wasser1 im wasserfreien ,zustande als ,na#b,,so#d aus #dc1f ,th4 ,natron und #ef1d ,th4 ,schwefelsure bestehend71 wird1 wie aus dem ,vorstehenden hervorgeht1 zum grssten ,theile durch ,zersetzen des ,kochsalzes mit ,schwefelsure dargestellt4 ,ausserdem findet es sich in der ,natur in den ,mineralien ,thenardit 7,na#b,,so#d7 und ,brogniartin oder ,glauberit 7,na#b,,so#d ,ca,s,o#d71 in vielen ,mineralwssern1 wie in dem ,carlsbader und ,pllnaer ,wasser1 in dem ,meerwasser und in den meisten ,salzsoolen4 ,ausser durch ,zersetzen des ,kochsalzes mit ,schwefelsure 7die sogenannte directe ,darstellungsart71 oder durch ,zersetzen von ,natriumsalpeter behufs der ,darstellung von ,salpetersure1 kann man das ,sulfat auch indirect darstellen1 d4 h4 ohne ,schwefelsure4 ,die wichtigsten der in dieser ,beziehung in ,vorschlag gebrachten ,methoden sind folgende3 #a7 ,verfahren von ,balard und ,merle1 nach welchem durch doppelte ,zersetzung aus ,kochsalz und ,bittersalz 7oder ,kieserit nach ,grneberg1 den ,vorschlgen des ,prinzen zu ,schnaich-,carolath und nach ,clemm7 des ,meerwassers1 der ,mutterlaugen der ,salinen unter dem ,einflusse niederer ,temperatur 7entweder im ,winter oder durch ,klteerzeugung mittelst des ,carr'schen ,eisapparates7 ,glaubersalz und ,chlormagnesium erzeugt wird2 #b7 ,verfahren von ,longmaid1 wobei ,schwefelkies oder kiesige ,kupfererze mit ,kochsalz gerstet werden1 indem man durch gebrannten ,kalk oder durch ,schwefelsure getrocknete ,luft zufhrt4 ,es entwickelt sich hierbei ,chlorgas4 ,das ,rstgut wird ausgelaugt und dadurch ,sulfatlsung erhalten1 der ,rckstand aber auf ,kupfer verarbeitet2 #c7 ,verfahren von de ,luna und ,clemm4 ,bittersalz oder ,kieserit mit ,kochsalz geglht1 geben unter ,entwickelung von ,salzsure ein ,gemenge von ,sulfat und ,magnesia2 #d7 ,verfahren von ,kuhlmann 7vergl4 ,seite #aef74 ,bittersalz mit ,natriumsalpeter geglht1 giebt unter ,entwickelung von ,untersalpetersure ,sulfat2 #e7 ,beim ,zugutemachen der ,abflle1 die sich bei der ,aufbereitung des ,braunkohlen- und ,torftheeres auf ,paraffin und ,leuchtl ergeben1 erhlt man 7nach ,perutz und ,breitenlohner7 betrchtliche ,mengen von ,sulfat4 ,das ,sulfat1 so wie es in den ,sodafabriken als ,zwischenprodukt auftritt1 enthlt durchschnittlich #ic-ig ,proc4 ,natriumsulfat und #b-c ,proc4 ,chlornatrium4 ,sidenote3 ,anwendung4 ,das ,sulfat dient in grsster ,menge zur ,fabrikation der ,soda1 des ,ultramarins und des ,glases2 im letzteren ,falle kommt nur das ,natron desselben in ,betracht2 man schmilzt dasselbe mit ,kohle und ,kieselerde 7,quarz7 zusammen1 durch die ,einwirkung der ,kohle wird die ,schwefelsure des ,glaubersalzes zu schwefliger ,sure reducirt1 diese durch die ,kieselerde 7,kieselsure7 ausgetrieben und es bleibt ,natriumsilicat zurck4 ,behufs der ,anwendung in der ,glasfabrikation wird das ,glaubersalz vorher vom ,eisen gereinigt1 indem man das ,eisenoxyd nach dem ,lsen des ,salzes mit ,kalk fllt1 die klare ,lsung wieder abdampft und das ,produkt trocknet4 ,auf gleiche ,weise kann man aus ,sulfat durch ,zusammenschmelzen desselben mit ,sand und ,kohle ,wasserglas darstellen1 auch nach hnlichem ,princip aus ,sulfat durch ,thonerde oder durch ,bauxit ,natrium-,aluminat erhalten4 ,nicht unbedeutende ,mengen von ,sulfat finden ferner beim ,ausbringen des ,antimons aus den 7kiesigen7 ,antimonerzen 7z4 ,b4 zu ,bouc und ,septmes bei ,marseille7 ,verwendung4 ,neuerdings wendet man das ,sulfat mit vielem ,vortheile in der ,frberei1 namentlich in der ,wollfrberei als ,hlfsmaterial an4 ,sidenote3 ,zweifach-schwefelsaures ,natrium4 ,zweifach-schwefelsaures ,natrium oder ,natriumbisulfat 7,na,h,s,o#d71 das man in grossen durchsichtigen ,krystallen erhlt1 wenn man #a ,molekl schwefelsaures ,natrium und #a ,molekl englischer ,schwefelsure zusammen in ,wasser lst und die ,lsung in der ,wrme verdampfen lsst1 wird in neuerer ,zeit mit chlormagnesiumhaltigem ,abraumsalz gemischt zur ,entzinkung des ,bleies 7nach der ,entsilberung desselben durch ,zink2 vergl4 ,seite #ajd7 angewendet4 ,als ,nebenprodukt erhlt man das ,natriumbisulfat bei der ,bereitung der ,salpetersure aus ,natriumsalpeter und ,schwefelsure und beim ,verarbeiten des ,kryoliths mittelst ,schwefelsure4 ,der ,chlorkalk und die ,chloralkalien4 ,sidenote3 ,chlorkalk und ,chloralkalien4 ,chlor im ,allgemeinen4 ,es ist eine der wichtigsten ,eigenschaften des gasfrmigen ,chlors1 welches man z4 ,b4 erhlt1 wenn man ,salzsure mit einem ,superoxyd1 z4 ,b4 ,braunstein 7,mangansuperoxyd7 erhitzt1 organische ,pigmente und ,miasmen zu zerstren und deshalb als ,bleichmittel und ,anticontagium 7,desinfectionsmittel71 ausserdem aber auch noch als ,oxydationsmittel und als ,solvens1 so z4 ,b4 bei der ,extraction von ,gold aus kiesigen ,erzen etc4 vielfache ,anwendung zu finden4 ,das ,chlorgas ist bei gewhnlicher ,temperatur und bei gewhnlichem ,luftdruck ein grnlichgelbes ,gas von #a1cc spec4 ,gewicht1 von erstickendem ,geruch1 das vom ,wasser in grosser ,menge absorbirt wird 7#b1e ,vol4 ,gas von #a ,vol4 ,wasser7 und dann das ,chlorwasser bildet4 ,die bleichende ,eigenschaft des gasfrmigen1 so wie des in ,wasser gelsten ,chlorgases beruht auf seiner grossen ,verwandtschaft zum ,wasserstoff1 nach welcher es den organischen ,stoffen direkt ,wasserstoff entzieht und dieselben auf diese ,weise zerlegt1 oder1 und dies geschieht in den meisten ,fllen1 eine ,wasserzersetzung bewirkt1 in deren ,folge die frbenden ,substanzen durch den als ,ozon ausgeschiedenen 7oder zerlegten87 ,sauerstoff des ,wassers oxydirt und in ,kohlensure und ,wasser bergefhrt werden4 ,in beiden ,fllen bildet sich ,salzsure1 was bei der ,anwendung des ,chlors zum ,bleichen wohl zu bercksichtigen ist4 ,indem ,chlor mit einem organischen ,krper zusammenkommt1 entzieht das ,chlor einen ,theil des ,wasserstoffs der organischen ,verbindung und bildet ,salzsure1 whrend hufig der ausgetretene ,wasserstoff in dem organischen ,krper durch ,chlor vertreten wird4 ,bei der ,bleiche von leinenen oder baumwollenen ,stoffen1 von ,papierzeug durch ,chlor wird nicht die ,faser angegriffen1 sondern nur der die ,faser frbende kohlenstoffreiche ,krper durch das bei der ,wasserzersetzung freiwerdende ,ozon zu farblosen ,krpern oxydirt4 ,durch ,chlor knnen nur stickstofffreie organische ,krper gebleicht werden1 stickstoffhaltige nehmen eine gelbe ,farbe an4 ,das ,chlor ist weder als ,gas1 noch in seiner wsserigen ,lsung transportabel2 man benutzt deshalb zum ,bleichen nicht das ,chlor in ,substanz1 sondern eine ,verbindung des ,chlors mit ,sauerstoff1 die unterchlorige ,sure1 und zwar1 da sie im freien ,zustande nicht existiren kann1 als unterchlorigsaures ,salz oder ,hypochlorit4 ,in den ,salzen verbindet man die unterchlorige ,sure mit ,calcium1 ,kalium oder ,natrium1 zuweilen auch ,magnesium1 ,aluminium1 ,barium und ,zink4 ,die ,verbindung des ,calciumhydroxydes mit der unterchlorigen ,sure ist der wesentliche ,bestandtheil des ,chlorkalks1 ,bleichkalks oder ,bleichpulvers4 ,der ,chlorkalk wurde im ,jahre #agii von ,ch4 ,tennant in ,glasgow zum ersten ,male fabrikmssig dargestellt4 ,fast durchweg bildet seine ,fabrikation einen ,nebenzweig der ,sodafabrikation nach ,leblanc's ,process4 ,sidenote3 ,darstellung des ,chlorkalkes4 ,man stellt den ,chlorkalk im ,grossen auf folgende ,weise dar3 ,in ,fabriken1 in welchen ,soda und ,chlorkalk zu gleicher ,zeit fabricirt werden1 erhlt man das ,chlor1 indem man das ,kochsalz1 das durch ,schwefelsure in ,glaubersalz verwandelt werden soll1 mit ,braunstein 7,mangansuperoxyd7 mengt und erhitzt4 ,der ,vorgang hierbei ist folgender3 ,kochsalz #b,na,cl ,glaubersalz ,na#b,,so#d ,braunstein ,mn,o#b geben schwefelsaures ,mangan ,mn,s,o#d und ,chlor #b;,cl und #b;,h#b,o ,schwefelsure #b;,h#b,,so#d ,in anderen ,fabriken wendet man zur ,chlordarstellung ,braunstein und ,salzsure1 oder ,braunstein1 ,schwefelsure und ,salzsure an2 im ersteren ,falle erhlt man nur die ,hlfte des in der ,salzsure enthaltenen ,chlors1 whrend die andere ,hlfte an ,mangan gebunden1 als ,manganchlorr zurckbleibt1 denn3 ,braunstein 7,mn,o#b71 ,chlor 7,cl#b7 ,salzsure 7#d;,cl,h7 geben ,manganchlorr 7,mn,cl#b7 ,wasser 7#b;,h#b,o74 ,im zweiten ,falle erhlt man die ganze ,menge des in der ,salzsure enthaltenen ,chlors1 denn3 ,braunstein 7,mn,o#b71 schwefelsaures ,mangan 7,mn,s,o#d7 ,salzsure 7#b;,cl,h7 geben ,chlor 7,cl#b7 ,schwefelsure 7,h#b,,so#d7 ,wasser 7#b;,h#b,o74 ,wie ,clemm gezeigt hat1 kann man das ,chlormagnesium1 welches bei der ,verarbeitung der ,carnallite und ,kainite so massenhaft auftritt1 zur ,chlordarstellung verwenden1 indem man die ,chlormagnesiumlsung bis auf #dd ,b4 7 #a1dce spec4 ,gew47 eindickt und mit so viel ,braunsteinpulver mischt1 dass auf #a ,mol4 ,mn,o#b #b ,mol4 ,mg,cl#b kommen4 ,die erkaltete ,masse wird in kleinen ,stckchen der ,einwirkung von ,wasserdmpfen von #bjj bis #cjj ,c4 ausgesetzt1 wobei sich ,chlorgas entwickelt4 ,chlordarstellung ohne ,braunstein4 ,von den hier in ,betracht kommenden ,methoden sind folgende die wichtigeren3 #a7 das auf ,vorschlgen von ,mac-,dougal und ,rawson beruhende ,verfahren von ,j4 ,shanks1 welches in der grossen chemischen ,fabrik von ,st4 ,helens in ,lancashire eingefhrt ist4 ,nach demselben wird ,calciumchromat durch ,salzsure zerlegt1 wobei sich ,chromchlorid und ,chlorcalcium bilden und ein ,theil des ,chlors frei wird 7#b;,ca,cr,o#d #af;,h,cl ,cr#b;,cl#f #b;,ca,cl#b1 #c;,h#b,o #f;,cl74 ,aus #aeh ,th4 ,chromsure kann man somit #ajf ,th4 ,chlor erhalten4 ,das hierbei erhaltene ,chromchlorid wird mit ,calciumcarbonat gefllt1 abermals durch ,glhen mit ,kalk in ,chromat umgewandelt u4 s4 f4 ,obwol dieses ,verfahren nur unter ganz besonderen ,umstnden ,anwendung finden drfte1 so verdient es doch jedenfalls ,beachtung4 ,eine ,schattenseite desselben ist1 dass nur #c_/h des ,chlors der ,salzsure frei werden1 whrend mit ,braunstein #a_/b frei wird4 #b7 ,schloesing's ,methode bezweckt1 alles in der ,salzsure enthaltene ,chlor zur ,ausnutzung zu bringen4 ,lsst man auf ,mangansuperoxyd ein ,gemenge von ,salpetersure und ,salzsure einwirken1 so beobachtet man1 dass ber einem gewissen ,grade der ,concentration beim ,erwrmen eine ,mischung von ,chlor mit den rthlichen ,produkten des ,knigswassers entweicht1 dass man aber bei geringerem ,concentrationsgrade bis zum ,sieden erhitzen kann1 ohne ein anderes ,gas als ,chlor zu erhalten1 indem die ,salpetersure sich vollstndig mit dem entstandenen ,manganoxydul zu ,nitrat verbindet1 whrend aus der ,salzsure ,chlor und ,wasser entsteht4 ,andererseits bleibt beim ,rsten des erhaltenen ,nitrates ,mangansuperoxyd zurck1 whrend die entweichenden rothen ,dmpfe bei ,gegenwart von ,luft und ,wasser wieder ,salpetersure bilden4 ,das ,manganoxyd und die ,salpetersure knnen demnach1 abgesehen von den unvermeidlichen ,verlusten1 immer wieder zur ,darstellung von ,chlor dienen2 die ,salpetersure spielt hier1 indem sie den ,sauerstoff zur ,zersetzung der ,salzsure aus der ,luft herbeifhrt1 eine hnliche ,rolle wie bei der ,schwefelsurebereitung4 ,die ,zersetzung des ,nitrates beginnt bei #aej und verluft bei #age-ahj regelmssig bis zu ,ende2 das rckstndige ,oxyd ist ziemlich dicht und sehr reich an ,superoxyd 7in einem ,fall #ic1c ,proc4 reines ,superoxyd neben etwas ,kalk und ,eisen74 #c7 ,nach ,a4 ,vogel's ,methode zersetzt man ,kupferchlorid in der ,wrme1 wobei #c ,mol4 ,kupferchlorid #a ,mol4 ,chlor abgeben 7nach ,laurens wre der ,vorgang3 #b;,cu,cl#b ,cl#b ,cu#b;,cl#b74 ,das krystallische ,kupferchlorid wird mit dem halben ,gewicht ,sand vermischt1 vollstndig entwssert und das trockene ,gemenge in ,thonretorten auf #bej-cjj erhitzt1 wobei das ,chlorgas sich entwickelt4 ,den ,rckstand in den ,retorten1 aus ,kupferchlorr-,chlorid bestehend1 verwandelt man wieder in ,chlorid1 indem man ihn in ,salzsure gemischt #ab ,stunden lang der ,luft aussetzt4 ,mit dem so regenerirten ,chlorid stellt man von ,neuem ,chlorgas dar4 ,a4 ,mallet hat dieses beachtenswerthe ,verfahren durch ,construktion eines rotirenden ,apparates1 der zu gleicher ,zeit auch zur technischen ,sauerstoffdarstellung benutzt werden kann1 in die ,praxis einzufhren gesucht4 #ajj ,kilogr4 ,kupferchlorr geben #f bis #g ,kubikmeter ,chlor4 ,da man1 nach ,mallet's ,angaben1 binnen #bd ,stunden mindestens #d-e ,operationen auszufhren vermag1 so wird man mit #ajj ,kilogr4 ,rohmaterial innerhalb dieser ,zeit #bjj-cjj ,kilogr4 ,chlorkalk darstellen knnen4 #d7 ,wenn man nach ,pligot #c ,th4 ,kaliumbichromat mit #d ,th4 concentrirter ,salzsure und etwas ,wasser so gelinde erwrmt1 dass keine ,chlorentwicklung stattfindet1 so erhlt man beim ,erkalten der ,flssigkeit ,krystalle von zweifach-chromsaurem ,chlorkalium ,k,cl1 ,cr,o#c4 ,diese ,krystalle geben beim ,erhitzen bis auf #ajj ihr ,chlor fast vollstndig ab4 ,der ,rckstand kann durch ,auflsen in ,salzsure wieder in das ursprngliche ,salz verwandelt werden4 #e7 ,nach ,dunlop's ,patent vom ,jahre #ahec stellt man in der ,fabrik von ,tennant in ,glasgow das zur ,chlorkalkbereitung erforderliche ,chlor dar1 indem man ,schwefelsure auf ein ,gemisch von #c ,mol4 ,kochsalz und #a ,mol4 ,natriumsalpeter einwirken lsst1 wobei ,chlorgas und ,untersalpetersure sich entwickeln4 ,die ,untersalpetersure lsst man aus dem ,gemenge durch concentrirte ,schwefelsure absorbiren1 welche als nitrirte ,schwefelsure zur ,schwefelsurefabrikation dient4 ,es bleibt ,glaubersalz 7oder vielmehr1 da man aus praktischen ,grnden #f ,mol4 ,schwefelsure verwendet1 ,natriumbisulfat7 zurck4 #f7 ,bei der chlorirenden ,rstung der ,schwefelmetalle entwickelt sich ,chlor4 ,longmaid hat nun #ahej ein ,verfahren der ,darstellung von ,glaubersalz aus ,kochsalz und ,schwefelkies1 unter gleichzeitiger ,entwickelung von ,chlor1 angegeben1 welches seitdem eine gewisse ,berhmtheit erlangt und zahlreiche ,nachahmer gefunden hat4 ,auf das nmliche ,prinzip luft ein von einem belgischen ,chemiker beschriebenes ,chlordarstellungsverfahren hinaus3 ,man stellt zunchst schwefelsaures ,eisenoxyd durch directe ,verbindung von ,eisenoxyd mit ,schwefelsure dar1 mischt dann dieses ,sulfat mit ,kochsalz und erhitzt das ,gemenge in einem ,strome trockener ,luft1 wobei das ,kochsalz alles ,chlor abgiebt4 #g7 ,nach den ,vorschlgen von ,oxland erhlt man aus 7durch ,schwefelsure getrocknetem7 chlorwasserstoffsaurem ,gase ,chlor1 indem man #a ,vol4 des trockenen ,gases mit #b ,vol4 ,luft gemischt durch ein glhendes ,rohr streichen lsst1 wo sich ,chlor und ,wasser bilden4 #h7 ,nach ,maumen endlich erhlt man ,chlorgas 7gemengt mit ,stickstoffgas71 wenn man ein ,gemisch von #a ,th4 ,salmiak1 #c ,th4 salpetersaurem ,ammoniak und #af ,th4 ,quarzsand erhitzt 7,,nh#d;,cl #b7,,nh#d7,,no#c ,cl #e,n #f;,h#b,o74 ,der ,zusatz von ,sand ist nthig1 um einer ,explosion vorzubeugen4 -- ,sidenote3 ,chlorentwickelungsapparate4 ,illustration3 ,fig4 #aje4 ,illustration3 ,fig4 #ajf4 ,zur ,chlorentwickelung dienen folgende ,apparate4 ,wendet man zur ,chlorentwickelung ,salzsure und ,braunstein an1 so benutzt man grosse ,steinzeuggefsse1 welche mit einer weiten ,oeffnung zum ,einfllen und zum ,ausleeren bestimmt und mit engeren ,rhrenabstzen versehen sind1 in welche die ,ableitungsrhren zu sitzen kommen4 ,die ,erhitzung wird bewerkstelligt durch ,wasserdampf4 ,zu dem ,ende setzt man mehrere solche ,gefsse in einen ,kasten von ,holz oder ,mauerwerk mit hlzernem ,deckel so ein1 dass nur die ,hlse und aus den ,seitenwnden die ,ablassrhren hervorragen1 wobei die ,fugen durch ,filz sorgfltig verschlossen sind1 um das ,entweichen des ,wasserdampfes zu hindern1 der aus einem ,dampfkessel in die ,ksten geleitet wird4 ,das ,erhitzen wird so lange fortgesetzt1 bis die kleineren ,leitungsrhren da heiss zu werden anfangen1 wo das ,gas in sie eintritt4 ,fig4 #aje zeigt einen solchen ,apparat im ,durchschnitte4 ,a das ,chlorentwickelungsgefss1 a ,oeffnung zum ,einfllen1 b zur ,ableitung des ,gases1 c ,ablassrohr1 ,b ,kasten1 worin das ,entwickelungsgefss sitzt und in welchen ,wasserdampf geleitet werden kann4 ,die ,hlse a und b ragen aus dem ,deckel hervor2 sie sind mit einem ,rande r rund herum umgeben1 in welchen ,thonkitt eingedrckt werden kann1 der dann1 mit weichem ,leder noch berbunden1 eine dichte ,verschliessung hervorbringt4 ,benutzt man dagegen zur ,chlorentwickelung ,kochsalz1 ,schwefelsure und ,braunstein1 so muss der ,apparat eine strkere ,erhitzung gestatten4 ,fig4 #ajf zeigt einen hierzu tauglichen ,apparat im ,durchschnitte4 ,er besteht theils aus ,eisen1 theils aus ,blei4 ,der eiserne ,theil ist eine flache1 kesselfrmige ,schale mit vorstehendem ,rande a a1 der mit ,lchern in kurzen ,distanzen durchbohrt ist1 um eiserne ,schrauben durchstecken zu knnen4 ,sie besitzt ein ,ausflussrohr b1 ihre ,eisenstrke kann #c-e ,centim4 betragen1 wogegen der vorstehende ,rand bei #b-c ,centim4 ,dicke hinreichend stark genug ist2 dieser eiserne ,theil ist es1 durch welchen die ,erwrmung ohne ,gefahr geschehen kann2 derselbe ist mit gewhnlicher ,kesseleinmauerung versehen4 ,der bleierne ,theil vergrssert das ,gefss und enthlt die ,fll- und ,ableitungsvorrichtungen4 ,es ist ein ,cylinder d d aus #a-a1e ,centim4 dicken ,bleiplatten gefertigt ohne ,lthung und blos durch ,einschmelzung von ,blei zusammengefgt4 ,der untere ,theil ist offen und hat eine der eisernen ,schale genau entsprechende ,flantsche1 in welche entsprechende ,lcher gebohrt werden4 ,ein eiserner ,ring1 zur ,verstrkung auf die ,flantsche gelegt1 erlaubt es durch hindurchgesteckte ,schrauben1 den ,blei- und ,kesselrand oder eben die ,flantschen so fest zusammenzuschrauben1 dass das ,gefss an der ,fuge fr ,flssigkeiten dicht ist4 ,der obere ,theil des ,cylinders bildet ein ,gewlbe1 in welchem sich ein ,bleitrichter mit einer innen und aussen gebogenen ,rhre1 ferner ein ,ableitungsrohr fr das ,chlor1 endlich eine ,oeffnung mit ,hals von starkem ,blei und gebogen befindet4 ,in diese ,oeffnung kommt ein mit ,blei berzogener ,holzkeil1 der fest eingeschlagen und mit ,thonkitt umgeben wird4 ,durch diese ,oeffnung f wird das ,gemenge der ,materialien eingetragen4 ,die ,schwefelsure wird durch den ,bleitrichter zugegossen4 ,man erhitzt so lange1 bis die ,gasableitungsrhren sich zu erhitzen anfangen4 ,sidenote3 ,condensationsapparate4 ,illustration3 ,fig4 #ajg4 ,das ,chlorgas tritt durch ,m in eine vierseitige ,kammer aus ,platten von ,sandstein oder ,steinzeug oder aus ,backsteinen gemauert1 welche mit ,asphaltkitt zusammengefgt und mit ,theer oder ,asphaltfirniss berzogen sind4 ,auch ,bleikammern sind hier und da im ,gebrauch4 ,die ,kammer besteht 7,fig4 #ajg7 aus mehreren ,etagen1 deren ,boden in jeder mehrere ,zoll mit zu ,pulver gelschtem ,kalkhydrat bedeckt ist4 ,das ,chlorgas wird schnell und unter ,wrmeentwickelung absorbirt4 ,die ,temperatur darf nicht hher als #be steigen1 weil sich sonst chlorsaurer ,kalk bildet1 der nicht bleichend wirkt4 ,eine nachtheilige ,temperaturerhhung wird durch langsames ,zuleiten des ,gases verhindert4 ,sobald kein ,chlor mehr absorbirt wird1 nimmt man den fertigen ,chlorkalk durch die an der vorderen ,seite befindlichen ,thren aus den ,kammern und beschickt diese und den ,entwickelungsapparat von ,neuem4 -- ,der gesttigte ,chlorkalk wird in der ,fabrik hufig mit ,kalkhydrat verdnnt oder gestreckt4 ,illustration3 ,fig4 #ajh4 ,handelt es sich um die ,darstellung von flssigem ,chlorkalk1 so wendet man zweckmssig folgenden ,apparat 7,fig4 #ajh7 an4 ,zwei bis vier ,gefsse aus ,steinzeug ,a von etwa #b ,hektoliter ,capacitt stehen in einem ,gefsse aus ,blei ,b1 deren ,boden auf einer gusseisernen ,platte ,c ruht1 unter welcher die ,feuerung ,d sich befindet4 ,die ,chlorentwickelungsgefsse stehen auf ,unterstzen ,f von ,steinzeug4 ,eine concentrirte ,chlorcalciumlsung in ,b dient als ,bad4 ,der ,braunstein kommt in die siebhnlich durchlcherte ,steinzeugrhre ,i4 ,die ,salzsure wird durch die ,trichterrhre ,k zugegossen4 ,durch die ,bleirhre s geht das ,gas zunchst in die ,waschflasche ,r und dann durch die ,rhre n in das mit ,braunsteinstckchen angefllte ,bleigefss ,t1 in welchem die dem ,chlor beigemengten ,salzsuredmpfe zersetzt werden1 ehe sie durch das ,rohr m in das ,absorptionsgefss ,s gelangen4 ,letzteres ist ein mit ,blei ausgelegtes liegendes ,fass1 in welchem eine hlzerne ,welle mit speichenartigen ,armen sich befindet1 auf welchen durchlcherte ,tafeln von ,guttapercha ausgespannt sind4 ,die ,zapfen der ,welle sind von ,guajakholz1 die ,lager von hornisirtem ,kautschuk4 ,auf der einen kreisrunden ,seite des ,fasses tritt die ,welle durch eine ,stopfbchse und trgt hier eine ,kugel o zum ,drehen4 ,das ,chlor tritt ber den ,spiegel der ,flssigkeit ein1 wird durch die ,rhrvorrichtung continuirlich in die ,kalkmilch ,z eingetrieben und auf diese ,weise rasch absorbirt4 ,eine ,rhre fhrt aus dem ,absorptionsgefss in ein kleines ,gefss1 worin sie #ah-bd ,centim4 unter ,wasser taucht2 aus letzterem fhrt eine ,rhre ins ,freie1 damit1 wenn die ,absorption mit der ,chlorentwickelung nicht ,schritt zu halten vermag1 keine zu grosse ,spannung in den ,entwicklern ,a entstehe4 ,wie bei dem festen ,chlorkalk ist auch hier die vollstndige ,sttigung mit ,chlor zu vermeiden1 ebenso hat man sich vor ,temperaturerhhung zu hten1 da ,schlieper nachgewiesen hat1 dass continuirliche ,lsungen dadurch ,sauerstoffgas entwickeln1 verdnnte dagegen ,calciumchlorat liefern4 ,sidenote3 ,verwerthung der ,rckstnde von der ,chlorentwickelung4 ,da bei der ,chlorkalkdarstellung fast durchgngig von dem ,braunstein und der ,salzsure ausgegangen wird1 so bestehen die ,chlorrckstnde wesentlich aus einer ,lsung von ,manganchlorr neben freier ,salzsure4 ,die zahlreichen ,vorschlge1 welche die ,verwerthung der ,chlorrckstnde zum ,zweck haben1 lassen sich eintheilen ,greek3 a7 in solche1 welche die ,regeneration von ,mangansuperoxyd beabsichtigen1 und ,greek3 b7 in solche1 bei denen dies nicht der ,fall ist4 ,die ersteren sind bei ,weitem die wichtigeren und haben eine um so grssere industrielle ,tragweite1 als in den meisten ,fllen mit der ,verwerthung der ,chlorrckstnde die der ,sodarckstnde 7vergl4 ,seite #bje7 verbunden ist4 ,sidenote3 ,dunlop's ,verfahren4 ,greek3 a7 ,regeneration des ,mangansuperoxydes4 ,wenn man von ,balmain's ,vorschlgen absieht1 nach welchen man das ,manganchlorr mit dem ,ammoniakwasser der ,gasfabriken neutralisiren1 die ber dem ,niederschlage stehende ,flssigkeit auf ,salmiak verarbeiten und den ,niederschlag in einem ,flammenofen so lange erhitzen soll1 bis er aufhrt wie ,zunder zu brennen und zum ,theil in ,mangansuperoxyd verwandelt worden ist1 welches wiederum zur ,chlorentwickelung dienen kann1 so ist das von ,dunlop herrhrende ,verfahren der ,braunsteinregeneration1 das in der ,fabrik von ,ch4 ,tennant in ,glasgow angewendet wird1 eines der ltesten und besten4 ,forchhammer hat vor lngerer ,zeit gefunden1 dass ,mangancarbonat beim ,erhitzen bis auf #bfj ,c4 in ,mangansuperoxyd bergehe4 ,nach dreistndigem ,erhitzen ist alle ,kohlensure ausgetrieben und man hat eine ,verbindung von #b,mn,o#b ,mn,o4 ,auf diese ,grundlagen sttzt sich ,dunlop's ,verfahren1 welches in zwei ,phasen zerfllt1 nmlich #a7 in die ,umwandelung des ,manganchlorrs in ,carbonat2 #b7 in die ,ueberfhrung des ,carbonates in ,mangansuperoxyd4 ,nachdem die ,chlorrckstnde sich geklrt haben1 setzt man ,calciumcarbonat 7in neuerer ,zeit auch ,kalkmilch7 zu und neutralisirt dadurch die berschssige ,sure4 ,dadurch wird zugleich das ,eisenoxyd unlslich abgeschieden4 ,nach ,absetzenlassen des ,niederschlags erhlt man eine ziemlich reine ,manganchlorrlsung1 die in grossen flachen ,gefssen mit fein gepulverter ,kreide innig zusammengerhrt wird4 ,die dadurch erhaltene dickmilchige ,flssigkeit bringt man nun zur weiteren ,zersetzung in einen grossen gusseisernen ,kessel von #c ,meter ,durchmesser und #bg ,meter ,lnge4 ,durch die ganze ,lnge des ,kessels geht eine starke schmiedeeiserne ,welle1 an welcher gusseiserne ,arme als ,rhrer angebracht sind4 ,an jedem ,ende der ,welle1 die durch ,stopfbchsen aus dem ,kessel tritt1 steht eine ,dampfmaschine1 welche die ,welle in ,umdrehung versetzt und so den kohlensauren ,kalk fortwhrend im ,manganchlorr suspendirt erhlt4 ,in diesen ,cylinder lsst man ,hochdruckdampf eintreten und die ,masse bei #b ,atmosphrendruck durcharbeiten2 bei diesem ,druck und der ihm entsprechenden ,temperatur erfolgt die ,zersetzung des ,manganchlorrs durch das ,calciumcarbonat4 ,das so erhaltene ,mangancarbonat wird durch ,auswaschen von allem ,chlorcalcium befreit und dann zu grossen ,haufen zum ,ablaufen des ,wassers aufgeschichtet und kommt hierauf nach dem ,rstofen1 wo zunchst die ,kohlensure entfernt und gleichzeitig das ,oxydul zu ,superoxyd oxydirt wird4 ,auf dem ,fussboden1 der ,sohle des ,ofens1 geht in der ,mitte ein aus ,ziegeln gemauerter ,feuerkanal entlang1 theilt sich am ,ende in zwei starke gusseiserne ,rhren1 die zu beiden ,seiten des gemauerten ,kanals zurckkehren und auf diese ,weise die ,wrme auf der ganzen ,bodenflche des ,ofens mglichst gleichmssig verbreiten4 ,seiner ,hhe nach zerfllt derselbe in vier ,etagen1 die durch ,schienengeleise gebildet sind1 auf denen kleine niedrige ,wagen mit flachen ,ksten aus ,eisenblech mittelst ,ketten langsam durch die ganze ,lnge des ,ofens hindurch bewegt werden knnen4 ,das ,mangancarbonat kommt zuerst noch im halb feuchten ,zustande auf einen ,wagen der obersten ,etage1 langt dann vllig getrocknet und schon mit ,verlust eines ,theils der ,kohlensure am hinteren ,theile des ,ofens an1 wird hier nach der nchst darunterliegenden ,etage hinabgelassen und kommt in dieser1 wo die ,temperatur schon hher ist1 wieder zurck1 tritt dann nach der dritten ,etage1 wo die ,oxydation mehr und mehr fortschreitet1 bis endlich das ursprngliche ,mangancarbonat in der untersten ,etage als ,mangansuperoxyd aus dem ,ofen herausgenommen wird2 dabei geht die ,farbe desselben1 sowie die ,oxydation vorschreitet1 durch ,braun in ,schwarz ber4 ,die vordere und hintere ,stirnflche des ,ofens sind nur durch bewegliche ,blechklappen geschlossen1 so dass immer hinreichend ,sauerstoff zur ,oxydation in den ,ofen gelangen kann4 ,die eigentliche ,feuerung befindet sich unterhalb des ,fussbodens und muss ausserordentlich sorgfltig regulirt werden1 da alles auf die ,temperatur ankommt4 ,bei einer zu hohen ,temperatur wrde man nmlich statt des ,superoxyds nur ,oxyd-,oxydul erhalten1 dagegen wrde bei einer zu niedrigen ,temperatur das ,mangancarbonat nur partiell zersetzt sein4 ,sidenote3 ,gatty's ,verfahren4 ,ein anderes beachtenswerthes ,regenerationsverfahren des ,braunstein ist das von ,gatty herrhrende4 ,die ,rckstnde bestehen entweder aus ,manganchlorr oder ,mangansulfat2 man verwandelt diese ,salze in ,mangannitrat1 das man dann durch ,erhitzen zersetzt1 oder mengt die ,rckstnde mit ,natriumnitrat und erhitzt dann4 ,die ,rckstnde werden zu dem ,ende bis zur ,syrupconsistenz abgedampft und dann mit ,natriumsalpeter gemengt3 auf #gi ,kilogr4 ,manganchlorr wendet man an #ajf ,kilogr4 ,natriumnitrat4 #ie ,manganvitriol ,das ,gemenge wird bei mssiger ,wrme getrocknet und sodann in einem eisernen ,cylinder bis zum ,dunkelrothglhen erhitzt4 ,die sich entwickelnden ,dmpfe von salpetriger ,sure benutzt man zur ,schwefelsurefabrikation4 ,der ,rckstand in dem ,cylinder besteht aus einem ,gemenge von ,mangansuperoxyd und ,chlornatrium oder ,glaubersalz1 je nachdem ,manganchlorr oder ,manganvitriol vorlag4 ,durch ,auslaugen erhlt man das ,mangansuperoxyd rein4 ,ist mit letzterem ,chlornatrium gemengt1 so unterbleibt das ,auslaugen und man verwendet das ,gemenge ohne ,weiteres zur ,chlorbereitung4 ,sidenote3 ,hofmann's ,verfahren4 ,wichtiger als die vorstehenden ,regenerationsverfahren sind diejenigen ,methoden1 die ,combinationen sind der ,verwerthung der ,chlor- und der ,sodarckstnde 7vergl4 ,seite #bje74 ,das von ,p4 ,w4 ,hofmann in ,dieuze herrhrende und durch ,e4 ,richters' ,arbeiten besttigte ,verfahren ist3 ,das ,manganchlorr wird durch sogenannte gelbe ,lauge1 die man durch ,auslaugen der ,rckstnde von der ,sodabereitung erhalten1 in ,schwefelmangan bergefhrt4 ,der sich bildende ,niederschlag besteht aus ,schwefelmangan #ee1j ,schwefel #dj1j ,manganoxydul #e1j ----- #ajj1j ,nach dem ,trocknen wird derselbe gerstet und die sich bildende schweflige ,sure in die ,bleikammern der ,schwefelsurefabrik geleitet4 ,die zurckbleibende ,asche besteht aus ,mangansulfat #dd1e ,mangansuperoxyd #ah1i ,manganoxydul #cf1f ----- #ajj1j ,sie wird mit ,natriumnitrat gemischt und bis auf #cjj erhitzt4 ,es bildet sich ,glaubersalz und ,mangannitrat1 welches sofort in ,mangansuperoxyd und ,untersalpetersure zerfllt3 ,greek3 a7 ,mn,s,o#d #b,na,n,o#c ,mn7,,no#c7b ,na#b,,so#d2 ,greek3 b7 ,mn7,,no#c7b ,mn,o#b #b,,no#b4 ,das ,glaubersalz wird ausgelaugt4 ,die rothen ,dmpfe treten in die ,bleikammer ein oder werden auf ,salpetersure verarbeitet4 ,der ,rckstand ist als ,chlorquelle 7nach den ,angaben von ,p4 ,w4 ,hofmann2 ob immer oder nur in einzelnen mit besonderer ,sorgfalt dargestellten ,proben1 sei dahingestellt7 dem ,braunstein gleichwerthig4 ,er ist eisenfrei4 ,sidenote3 ,weldon's ,verfahren4 ,hchst beachtenswerth erscheint ,w4 ,weldon's ,regenerationsverfahren4 ,dasselbe besteht einfach darin1 dass zu den wesentlich aus ,manganchlorr bestehenden ,rckstnden auf jedes ,molekl ,manganchlorr #b ,mol4 ,kalkhydrat zugesetzt werden1 worauf dann in das aus ,manganoxydul1 ,kalkhydrat und ,chlorcalcium bestehende ,gemisch atmosphrische ,luft eingepresst wird4 ,dadurch wird das weisse ,oxydulhydrat rasch auf eine sehr dunkel gefrbte hhere ,oxydationsstufe gebracht1 welches sich mit dem ,kalk zu ,calciummanganit 7,ca,mn,o#c oder ,mn,o#b1 ,ca,o7 verbindet4 ,nachdem sich diese ,verbindung abgesetzt hat1 wird die ber ihm stehende ,chlorcalciumlsung zum grssten ,theile abgezogen und jenes ist dann zur ferneren ,behandlung mit ,salzsure behufs der ,chlorentwickelung bereit4 ,bei dieser bildet sich wieder genau ebenso viel ,manganchlorr1 als vorher in ,oxyd umgewandelt wurde4 ,diese ,reihe von einfachen ,operationen wird nun auf gleiche ,weise wiederholt und damit wird beliebig lange fortgefahren4 ,auf diese ,art wird das ,mangan in einem und demselben ,gefsse einem bestndigen ,kreislaufe regelmssig wiederkehrender ,umwandlungen unterworfen1 insofern es zunchst aus ,chlorr in ,oxydul1 aus ,oxydul in ,superoxyd 7als ,calcium-,manganit71 welches bei der ,behandlung mit ,salzsure ,chlor abzugeben vermag und dann wieder in ,chlorr umgewandelt wird1 und so fort4 ,die ausserordentliche ,einfachheit des ,weldon'schen ,verfahrens sichert demselben einen unbedingten ,vorzug gegenber anderen1 zu gleichem ,zwecke vorgeschlagenen1 mehr oder weniger complicirten und in ,folge dessen nicht ohne grssere oder geringere ,schwierigkeiten ausfhrbaren ,methoden1 die ausserdem kostspielige ,apparate erheischen4 ,sidenote3 ,andere ,methoden der ,verwerthung der ,chlorrckstnde4 ,greek3 b7 ,verwerthung der ,chlorrckstnde ohne ,regeneration von ,mangansuperoxyd4 ,nicht immer hat man die ,erzeugung von ,mangansuperoxyd bei der ,verarbeitung der ,chlorrckstnde im ,auge4 ,so fllt ,m4 ,schaffner in ,aussig das ,manganchlorr mit ,kalk und calcinirt den ,niederschlag nach dem ,trocknen in einem ,flammenofen4 ,man erhlt so ein eisenhaltiges ,manganoxyd-,oxydul1 welches beim ,hohofenprocess als ,zuschlag dient4 ,das ,eisen erhlt hierdurch einen grossen ,mangangehalt1 der es zum ,bessemerprocess geeignet macht4 ,aus der nebenbei sich bildenden ,chlorcalciumlsung wird durch ,kammerschwefelsure fr die ,papierfabrikation als ,fllstoff besonders gut geeigneter ,gyps 7,annalin7 gefllt4 ,in der von ,malherbe vorgeschlagenen und von ,e4 ,kopp verbesserten ,methode der ,sodafabrikation aus ,schwefelnatrium und ,eisen 7vergl4 ,seite #bje7 lsst sich das ,eisenoxyd und ,eisencarbonat durch die entsprechenden ,manganverbindungen ersetzen4 ,mangancarbonat kann ferner ,schwefelnatrium in ,soda berfhren und zur ,fabrikation der bermangansauren ,salze ,verwendung finden4 ,anton ,leykauf 7in ,nrnberg7 will die ,chlorrckstnde zur ,darstellung einer violetten ,farbe 7,nrnberger ,violett71 einer ,verbindung von ,manganoxyd und ,ammoniak mit ,phosphorsure verwenden4 ,es ist endlich nicht unerwhnt zu lassen1 dass die ,chlorrckstnde ebenso gut wie ,eisenvitriol1 ,zinkvitriol und ,chlorzink als desodorisirendes ,desinfectionsmittel ,verwendung finden knnen4 ,sidenote3 ,theorie der ,bildung des ,chlorkalkes4 ,die ,theorie der ,bildung des ,chlorkalkes ist folgende3 ,wenn ,chlorgas mit ,kalkhydrat 7,ca,h#b,o#b7 zusammenkommt1 so verbindet sich ein ,theil des ,sauerstoffs des ,kalkes mit ,chlor zu unterchloriger ,sure1 welche mit dem unzersetzten ,kalk unterchlorigsauren ,kalk bildet1 whrend ein anderes ,aequivalent ,chlor mit dem seines ,sauerstoffs beraubten ,calcium zu ,chlorcalcium zusammentritt1 denn3 ,kalkhydrat #b;,ca,h#b,o#b ,calciumhypochlorit ,ca7,cl,o7#b ,chlor #b;,cl#b geben ,chlorcalcium ,ca,cl#b ,wasser #b;,h#b,o ,ein so zusammengesetzter ,chlorkalk besteht in #ajj ,theilen aus ,calciumhypochlorit #di1ca ,chlorcalcium #ch1bh ,wasser #ab1da ------ #ajj1jj oder aus ,chlor #dh1ij ,kalk #ch1fi ,wasser #ab1da ------ #ajj1jj ,ein idealer ,chlorkalk1 wie er vorstehender ,zusammensetzung entspricht1 kommt im ,handel nicht vor4 ,eine gute ,chlorkalksorte1 die #bf1eb ,proc4 wirksames ,chlor enthielt1 hat folgende ,zusammensetzung3 ,calciumhypochlorit #bf1gb ,chlorcalcium #be1ea ,kalk #bc1je ,gebundenes ,wasser mit ,feuchtigkeit #bd1gb ------ #ajj1jj welche man zur bessern ,uebersicht auch so darstellen kann3 ,calciumhypochlorit #bf1gb ,chlorcalcium 7wirksames7 #bj1gb ,chlorcalcium 7berschssiges7 #d1gi ,kalkhydrat 7,ca,h#b,o#b7 #cj1df ,weiteres gebundenes ,wasser und ,feuchtigkeit #ag1ca ------ #ajj1jj ,nach ,fresenius 7#ahfa7 ist der ,chlorkalk ein ,gemenge von #a ,molek4 ,ca7,cl,o7#b mit #b ,molek4 basischem ,chlorcalcium von der ,formel ,ca,cl#b1 #b;,ca,h#b,o#b #b;,h#b,o4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,chlorkalkes4 ,der ,chlorkalk erscheint als ein weisses ,pulver1 das aus ,calciumhypochlorit1 ,chlorcalcium und berschssigem gelschten ,kalke besteht2 in #aj ,th4 ,wasser lsen sich die bleichenden ,verbindungen auf1 whrend der berschssige ,kalk zurckbleibt4 ,das ,chlor des ,chlorcalciums im ,chlorkalke wirkt ebenfalls bleichend1 indem beim ,behandeln des ,chlorkalkes mit ,suren die freigewordene unterchlorige ,sure und die ,salzsure sich zu ,wasser und ,chlor umsetzen 7 ,cl ,o ,h ,h ,o ,cl 7 7 ,h ,cl ,h ,cl 7 ,die bleichende ,wirkung des ,chlorkalks erfolgt nicht sogleich1 wenn nicht zugleich eine ,sure zugefgt wird#fi4 ,anstatt der ,sure wendet man auch zweckmssig ,zinkvitriol 7oder ,chlorzink7 an1 es fallen ,gyps und ,zinkoxyd aus und unterchlorige ,sure bleibt in ,lsung#gj4 -- ,die ,anwendung des ,chlorkalkes ist schon angefhrt worden4 ,in den meisten ,fllen lsst sich seine ,wirkung auf eine ,oxydation in ,folge von ,ozonbildung zurckfhren4 ,man wendet den ,chlorkalk mitunter zur ,darstellung von ,sauerstoffgas an 7#a ,kilogr4 ,chlorkalk von der ,formel ,ca7,cl,o7#b giebt #acb1b ,grm4 oder #ib1d ,liter ,sauerstoff74 #fi ,man benutzt diese ,eigenschaft des ,chlorkalkes1 um auf trkischroth gefrbtem ,zeuge weisse ,muster hervorzubringen1 indem man die ,muster vermittelst mit ,gummi verdickter ,weinsure aufdruckt und die ,zeuge sodann etwa eine ,minute lang in ,chlorkalklsung taucht4 #gj ,in den letzten ,jahren sind an mehreren ,orten ,explosionen von verschlossenen ,gefssen mit ,chlorkalk wahrgenommen worden 7,ca7,cl,o7#b ,ca,cl#b #b;,ca,cl#b ,o#b74 ,um den ,chlorkalk weniger leicht zersetzbar zu machen1 hat man vorgeschlagen1 ihn sofort nach seiner ,bereitung fein zu mahlen und ihn in ,fsser einzustampfen1 in welchen er nach kurzer ,zeit ,steinhrte annimmt4 ,sidenote3 ,chlorometrie4 ,da in dem ,chlorkalk nur die ,menge des darin enthaltenen unterchlorigsauren ,calciums mit seinem ,aequivalent ,chlorcalcium bei seiner ,anwendung in ,betracht kommen kann1 so bestimmt dieselbe seinen ,werth4 ,die ,operation1 durch welche man die ,menge des in dem ,chlorkalk enthaltenen verwerthbaren ,chlores erfhrt1 fasst man mit dem ,namen der ,chlorometrie zusammen4 ,lange ,zeit begngte man sich1 die entfrbende ,eigenschaft des ,chlorkalkes auf eine ,indigolsung1 deren ,gehalt man genau kannte1 mit der eines gleichen ,volumens ,chlor auf dieselbe ,lsung zu vergleichen2 da sich aber eine ,indigolsung leicht verndert1 ferner der ,indigo nicht immer von gleicher ,gte zu erhalten ist1 so ist diese ,methode nicht genau und wird jetzt nicht mehr befolgt4 ,sidenote3 ,probe von ,gay-,lussac4 ,gay-,lussac benutzt die oxydirende ,einwirkung des ,chlorkalks auf arsenige ,sure4 ,als ,vergleichungspunkt dient ein ,volumen trocknes ,chlorgas1 das in einem ,volumen ,wasser gelst ist4 ,wenn man diese ,lsung in eine in #ajj ,theile getheilte 7graduirte7 ,rhre giesst1 so entspricht jeder ,theil einem ,hundertstel ,chlor4 ,andererseits stellt man eine ,lsung von arseniger ,sure in ,salzsure und ,wasser dar1 von der ,strke1 dass bei gleichem ,volumen beide ,lsungen sich gegenseitig zersetzen4 ,die ,zersetzung geht 7indessen keineswegs glatt7 auf folgende ,weise vor sich3 ,arsenige ,sure ,as#b,o#c ,arsensure ,as#b,o#e ,wasser #b;,h#b,o geben ,salzsure #d;,cl,h ,chlor #b;,cl#b ,das ,wasser wird hierbei zersetzt1 der ,sauerstoff desselben verbindet sich mit der arsenigen ,sure und bildet ,arsensure1 whrend der ,wasserstoff des ,wassers mit dem ,chlor zusammentritt4 ,gewhnlich nimmt man ein ,liter ,chlorgas1 das man in einem ,liter destillirten ,wasser lst2 andererseits bereitet man eine ,normallsung von arseniger ,sure1 welche durch das ,liter ,chlorwasser vollstndig zu ,arsensure oxydirt wird4 ,nimmt man nun eine ,lsung von ,chlorkalk oder einer anderen zum ,bleichen angewendeten ,chlorverbindung1 deren ,entfrbungsvermgen man kennen lernen will1 so kann man1 wenn man diese ,flssigkeit in eine ,lsung von arseniger ,sure giesst1 aus der ,menge derselben1 die zum ,zersetzen des ,hypochlorites erforderlich ist1 auf die in der ursprnglichen ,lsung enthaltene ,chlormenge einen sicheren ,schluss ziehen4 ,um dieses ,verfahren auszufhren1 nimmt man z4 ,b4 #aj ,grammen ,chlorkalk1 zerreibt denselben mit ,wasser und setzt dann so viel destillirtes ,wasser hinzu1 dass das ,volumen der ,lsung genau ein ,liter betrgt4 ,hierauf bringt man vermittelst einer ,pipette #aj ,kubikcentimeter der ,lsung der arsenigen ,sure in ein ,becherglas1 setzt zu derselben einen ,tropfen ,indigolsung1 damit die ,flssigkeit schwach gefrbt erscheint1 und fgt dann aus der erwhnten ,brette ,chlorkalklsung hinzu1 bis die ,frbung fast nicht mehr zu bemerken ist4 ,darauf setzt man abermals einen ,tropfen ,indigolsung hinzu und dann so lange ,chlorkalklsung1 bis die ,flssigkeit entfrbt und wasserhell ist4 -- ,zur ,darstellung der normalen ,lsung der arsenigen ,sure wendet man #d1d ,gr4 arsenige ,sure1 #cb1j ,gr4 reine ,salzsure und eine hinlngliche ,menge ,wasser1 um ein ,liter zu fllen1 an4 ,enthalten #aj ,grm4 ,chlorkalk #a ,liter ,chlorgas1 so hat er #ajj ,grade4 ,sidenote3 ,probe von ,penot4 ,penot hat das ,verfahren von ,gay-,lussac dahin abgendert1 dass er statt der sauren ,lsung der arsenigen ,sure arsenigsaures ,natrium und statt der ,indigolsung ein farbloses jodirtes ,papier anwendet1 das sich durch die geringste ,menge freie ,sure blau frbt4 ,zur ,bereitung des jodirten ,papiers erhitzt man #a ,gr4 ,jod1 #g ,gr4 krystallisirtes ,natriumcarbonat1 #c ,gr4 ,strkemehl mit #a_/d ,liter ,wasser bis zur ,auflsung und ,entfrbung1 verdnnt sodann auf #a_/b ,liter und trnkt damit weisses ,papier4 ,die ,arsenprobeflssigkeit ist eine ,auflsung von #d1dd ,gr4 arseniger ,sure und #ac ,gr4 krystall4 ,natriumcarbonat1 die auf #a ,liter verdnnt ist4 ,man giesst dieselbe aus der ,brette in die ,chlorkalklsung 7#aj ,gr4 ,chlorkalk auf #a ,liter71 bis ein ,tropfen der letzteren das jodirte ,papier nicht mehr frbt4 ,mohr hat vorstehendes ,verfahren modificirt2 er bereitet die ,arsenflssigkeit durch ,auflsen von #d1ie ,gr4 arseniger ,sure und #aj ,gr4 ,natriumbicarbonat in ,wasser und ,verdnnen der ,flssigkeit bis zu #a ,liter2 er stellt ferner eine ,jodlsung dar durch ,auflsen von #ab1g ,gr4 ,jod vermittelst ,jodkalium und ,verdnnen mit ,wasser bis zu #a ,liter4 ,das jodirte ,papier ist einfaches ,jodstrkepapier4 ,man fhrt die ,chlorkalkprobe aus1 indem man ,chlorkalk mit ,wasser zerreibt und abschlmmt1 bis alle ,theile schweben1 dann ,arsenlsung hinzusetzt1 bis das ,betupfen eines ,jodkaliumstrkepapiers keine blauen ,flecken mehr erzeugt1 alsdann ,strkelsung zufgt und mit ,jodlsung blau titrirt4 ,zu #a ,grm4 ,chlorkalk brachte man #gb ,kubikcentim4 arsenigsaures ,natrium2 es wurden verbraucht #j1b ,kubikcentim4 ,jodlsung 7,titre3 gleich stark wie ,arsenlsung1 d4 h4 ,volumen gegen ,volumen71 folglich blieben #ga1h ,kubikcentim4 arsenigsaures ,natrium4 ,der ,chlorkalk enthlt demnach #be1dfj ,proc4 wirksames ,chlor1 da jeder ,kubikcentimeter der verbrauchten ,arsenlsung #j1jjcee ,gr4 wirksamem ,chlor entspricht 7#j1jjcee #ga1h #j1bedf74 ,sidenote3 ,probe von ,r4 ,wagner4 ,nach meiner ,methode 7#ahei7 wird die ,chlorkalkprobe auf jodometrischem ,wege ausgefhrt1 indem man aus einer mit ,salzsure angesuerten schwachen ,jodkaliumlsung 7#a und #aj7 durch die obige ,chlorkalklsung ,jod ausscheidet und die ausgeschiedene ,jodmenge mittelst ,natriumhyposulfit bestimmt3 ,jod #b;,j ,jodnatrium #b,na,j ,natriumhyposulfit geben,natriumtetrathionat ,na#b,s#d,o#f #b,na#b,s#b,o#c #e;,h#b,o ,wasser #e;,h#b,o ,die ,ausfhrung der ,probe geschieht auf folgende ,weise3 #ajj ,kubikcentimeter der milchigen ,chlorkalklsung 7 #a ,grm4 ,chlorkalk71 durch ,lsen von #aj ,grm4 ,chlorkalk in ,wasser bis zu #a ,liter 7unter ,anwendung der ,schttelflasche7 erhalten1 mischt man mit #be ,kubikcentim4 ,jodkaliumlsung und setzt verdnnte ,salzsure bis zur sauren ,reaction hinzu4 ,die klare1 dunkelbraune ,lsung wird mit ,natriumhyposulfit 7#bd1h ,grm4 ,salz in #a ,liter2 #a ,kubikcentim4 der ,lsung entspricht #j1jabg ,grm4 ,jod oder #j1jjcee ,grm4 ,chlor7 farblos titrirt4 ,sidenote3 ,chlorimetrische ,grade4 ,in ,deutschland1 ,england1 ,russland und ,amerika drckt man die ,strke des ,chlorkalkes in ,graden aus1 welche gleich sind den ,procenten an wirksamem ,chlor1 in ,frankreich 7und auch in einigen deutschen ,fabriken7 dagegen bedeuten die ,grade die ,anzahl ,liter ,chlorgas von #j und #gfj ,millimeter ,barometerstand1 welche aus #a ,kilogr4 des zu prfenden ,chlorkalkes frei gemacht werden knnen4 ,folgende ,tabelle giebt die chlorimetrischen ,grade fr ,frankreich und fr ,deutschland 7und ,england7 an3 ,franzsisch4 ,deutsch4 #fc #bj1jb #fe #bj1fe #gj #bb1bd #ge #bc1hc #hj #be1db #he #bg1ja #ij #bh1fj #ajj #ca1hj #aje #cc1cf #aaj #cd1ie #aae #cf1ed #abj #ch1ac #abe #ci1gb #abf #dj1jd ,die ,procente berechnet man aus den franzsischen ,graden durch ,multiplication der letzteren mit #j1cah 7#a ,liter ,chlorgas #ce1e ,krithen wiegt #c1ah ,grm474 ,sidenote3 ,chloralkalien4 ,von den sogenannten ,chloralkalien wendet man das unterchlorigsaure ,kalium oder ,chlorkali 7,eau de ,javelle7 und die entsprechende ,natriumverbindung 7,eau de ,labarraque7 an4 ,man stellt diese ,bleichflssigkeiten 7,fleckwasser7 dar1 indem man durch eine ,lsung tzender 7#a7 oder kohlensaurer 7#b7 ,alkalien ,chlorgas leitet3 7#a7 #b,na,o,h ,cl#b ,na,o,cl ,na,cl ,h#b,o2 7#b7 #b,na#b;,,co#c ,cl#b ,h#b,o ,na,o,cl ,na,cl #b,na,h,c,o#c2 oder indem man ,chlorkalk mit ,wasser auszieht und die ,flssigkeit mit ,natriumcarbonat oder ,natriumsulfat behandelt2 es scheidet sich ,calciumcarbonat oder -sulfat ab1 whrend ,hypochlorit und ,chlorr des ,alkalimetalles gelst bleiben4 ,das ,aluminiumhypochlorit 7,chloralaunerde oder ,wilson's ,bleichflssigkeit7 wird durch ,vermischen von ,chlorkalklsung und ,aluminiumsulfat erhalten2 es wirkt lediglich durch ,abgabe von ,ozon1 wobei ,chloraluminium entsteht4 ,magnesiumhypochlorit 7,chlormagnesia1 ,ramsay's oder ,grouvelle's ,bleichflssigkeit71 durch ,zersetzen von ,chlorkalk mit ,bittersalz dargestellt1 ist1 wie die ,thonerdeverbindung ein energisches ,bleichmittel4 ,vor dem ,chlorkalk hat sie 7nach den ,versuchen von ,jokisch7 bei ihrer ,anwendung zum ,bleichen zarterer ,stoffe den ,vorzug des ,fehlens der ,nebenwirkung einer tzenden alkalischen ,erde4 ,neuerdings ist ,zinkhypochlorit 7,varrentrapp's ,bleichsalz7 als krftiges ,bleichmittel empfohlen worden2 man versetzt ,chlorkalk mit ,zinkvitriol oder mit ,chlorzink1 im ersteren ,falle fallen ,gyps und ,zinkvitriol nieder und unterchlorige ,sure bleibt in ,lsung1 die im zweiten ,falle mit ,chlorcalcium gemengt ist4 ,auch ,bariumhypochlorit1 welches mit verdnnter ,schwefelsure versetzt unter ,abscheidung von ,barytweiss unterchlorige ,sure liefert1 verdient ,beachtung4 ,sidenote3 ,kaliumchlorat4 ,das ,kaliumchlorat 7chlorsaures ,kalium71 ,k,cl,o#c 7in #ajj ,th4 #ch1e ,kali und #fa1e ,chlorsure71 ein in weissen1 tafelfrmigen rhombischen ,krystallen krystallisirendes ,salz1 wurde frher dargestellt1 indem man ,chlorgas durch eine concentrirte ,lsung von ,kaliumcarbonat leitete1 wobei alle ,kohlensure entwich und eine ,lsung entstand1 die ,kaliumchlorat und ,chlorkalium enthielt4 ,das ,kaliumchlorat krystallisirt aus der ,flssigkeit zuerst heraus4 ,die ,mutterlauge liefert beim ,abdampfen ,chlorkalium4 ,die ,krystalle von ,kaliumchlorat werden mit kaltem ,wasser abgewaschen und durch ,umkrystallisiren gereinigt4 #ajj ,kilogr4 ,potasche geben #i-aj ,kilogr4 ,kaliumchlorat4 ,gegenwrtig stellt man nach der von ,graham angegebenen und von v4 ,liebig verbesserten ,methode das ,kaliumchlorat dar1 indem man das ,chlorgas auf ,kalkmilch bei hherer ,temperatur einwirken lsst2 es entsteht ,chlorcalcium und ,calciumchlorat1 welches letztere durch ,chlorkalium zersetzt wird4 ,die gewhnliche ,darstellungsmethode besteht darin1 dass man ,chlorgas in eine ,mischung auf #a ,mol4 ,chlorkalium und #f ,mol4 ,kalkhydrat1 welche mit ,wasser zu einem dnnen ,brei angerhrt ist1 leitet4 ,aus der ,lsung krystallisirt beim ,eindampfen und ,erkaltenlassen das ,kaliumchlorat heraus1 whrend ,chlorcalcium in der ,mutterlauge bleibt4 ,illustration3 ,fig4 #aji4 ,man benutzt hierzu den ,fig4 #aji abgebildeten ,apparat4 ,b1 ,b 444 sind ,chlorentwickler aus ,steinzeug1 die in einem ,wasser- oder ,chlorcalciumbade stehen4 ,durch das ,bleirohr f f geht das ,chlorgas zunchst in das khlgehaltene ,bleigefss ,c1 um es von ,wasserdampf und beigemengter ,flssigkeit zu befreien und dann durch g in das mit ,blei ausgeftterte ,absorptionsgefss ,a1 in welchem sich ,kalkmilch befindet4 ,e ist ein eiserner1 mit ,blei berzogener ,rhrer1 h ein ,rohr zum ,ableiten des nicht absorbirten ,gases1 ,d ein ,rohr zum ,ablassen des ,inhaltes4 ,die ,kalkmilch kommt erwrmt auf #ej-fj ,c4 in das ,gefss ,a oder wird darin durch eingeleiteten ,dampf auf diese ,temperatur erhitzt2 durch die ,einwirkung des ,chlors steigt dann die ,temperatur fast bis zum ,siedepunkt4 ,ungeachtet der hohen ,temperatur entsteht neben ,calciumchlorat stets etwas ,calciumhypochlorit4 ,sobald das ,chlor nicht mehr aufgenommen wird1 lsst man die trbe ,flssigkeit in einen ,behlter von ,blei1 oder mit ,blei ausgefttert1 zur ,ablagerung des ,ungelsten4 ,die geklrte ,flssigkeit verdampft in ,bleipfannen auf #be-cj ,b41 wobei das ,hypochlorit vollstndig in ,chlorat verwandelt wird1 dann setzt man das ,chlorkalium1 in heissem ,wasser gelst1 hinzu1 verdampft noch etwas und lsst krystallisiren4 ,der ,rechnung nach ist auf #b-a_/d ,th4 angewandten ,kalk #a ,th4 ,chlorkalium erforderlich2 man pflegt indess auf #c ,th4 ,kalk #a ,th4 ,chlorkalium zu nehmen4 ,auch durch ,kochen einer ,chlorkalklsung und ,eindampfen derselben bis zur ,trockne bildet sich ,calciumchlorat1 das durch ,kaliumcarbonat oder ,chlorkalium in ,kaliumchlorat bergefhrt wird4 ,alter ,chlorkalk1 der seine ,bleichkraft zum grssten ,theile schon verloren1 enthlt ,calciumchlorat und lsst sich vortheilhaft noch zur ,fabrikation von ,kaliumchlorat anwenden4 ,das ,kaliumchlorat krystallisirt in perlmutterglnzenden ,blttchen1 die luftbestndig sind1 sich in #af ,th4 ,wasser von #ae1 #h ,th4 ,wasser von #ce und #a1f ,th4 ,wasser von #ajj auflsen1 beim ,erhitzen ,sauerstoff abgeben und beim ,zusammenreiben mit brennbaren ,krpern auf das heftigste explodiren4 #a ,kilogr4 ,kaliumchlorat giebt beim starken ,glhen oder beim ,erhitzen mit #j1e ,kilogr4 ,braunstein oder #a ,kilogr4 ,eisenoxyd #cia1b ,grm4 oder #bgc1e ,liter ,sauerstoffgas4 ,es findet jetzt hauptschlich ,anwendung in der ,feuerwerkerei als ,zusatz zur ,masse der ,zndhtchen und der ,zndpillen der ,zndnadelgewehre1 als ,bestandtheil des weissen oder amerikanischen ,schiesspulvers1 zur ,bereitung der ,zndrequisiten und des ,kaliumpermanganates und als oxydirendes ,mittel in der ,zeugdruckerei1 z4 ,b4 zur ,erzeugung von ,anilinschwarz4 ,zu letzterem ,zweck setzt man den aufzudruckenden ,farben einige ,procente ,kaliumchlorat zu und fixirt die ,farbe nach dem ,aufdrucken durch ,hochdruckwasserdmpfe 7#c-d ,atmosphren74 ,bei dieser hohen ,temperatur findet eine ,zersetzung des ,kaliumchlorates in ,berhrung mit der organischen ,substanz statt1 wodurch eine ,oxydation und theilweise ,zerstrung des ,farbstoffes stattfindet4 ,hufig wird der ,farbstoff durch diese ,behandlung auch lebhafter und schner4 ,seit einigen ,jahren findet das berchlorsaure ,kalium 7,kaliumperchlorat1 ,k,cl,o#d7 in der ,feuerwerkerei als ,ersatz fr das gefhrliche chlorsaure ,kali ,anwendung4 ,die mit ihm dargestellten ,feuerwerksstze zeigen wegen des strkeren ,sauerstoffgehaltes des ,salzes grsseren ,glanz und intensiveres ,licht4 ,die ,alkalimetrie4 ,sidenote3 ,alkalimetrie4 ,die ,potasche 7sei sie aus der ,holzasche1 aus der ,schlempekohle der ,rbenmelasse1 aus dem ,kelp oder in der chemischen ,fabrik aus dem ,chlorkalium des ,meerwassers oder des ,carnallits oder des ,kaliumsulfates der ,kainite dargestellt7 ist ein ,gemenge von ,kaliumcarbonat mit anderen ,kalium- oder ,natriumsalzen und die ,soda ein ,gemenge von ,natriumcarbonat mit fremden ,salzen 7hauptschlich ,sulfat und ,kochsalz74 ,in den meisten ,fllen richtet sich der ,werth beider ,krper nach der ,menge des in ihnen enthaltenen kohlensauren ,alkalis4 ,seitdem man die ,gewerbe auf naturgesetzliche ,grundlagen zurckzufhren sich bemht1 war man daher bedacht1 ein ,verfahren auszumitteln1 durch welches man den ,gehalt der ,potasche an reinem ,kaliumcarbonat mit einer fr technische ,zwecke gengenden ,genauigkeit auf eine leicht und schnell ausfhrbare ,weise bestimmen knne4 ,die ,chemie zeigt hierzu zwei ,wege1 nmlich a7 die ,suremenge zu bestimmen1 welche erforderlich ist1 um das ,kaliumcarbonat zu neutralisiren2 b7 die ,quantitt der ,kohlensure zu ermitteln1 welche durch ,zusatz einer strkern ,sure aus der ,potasche ausgetrieben werden kann4 ,beide ,verfahren knnen selbstverstndlich nur ,anwendung finden1 wenn ausser dem kohlensauren ,alkali keine anderen kohlensauren ,salze in der ,potasche sich finden4 ,alle ,methoden1 welche den ,gehalt der ,potasche an ,kaliumcarbonat zu ermitteln den ,zweck haben1 werden kalimetrische ,methoden und die ,gesammtheit derselben ,kalimetrie 7,potassometrie7 genannt4 ,die ,prfungsmethoden der ,potasche und der ,soda 7,sodametrie7 fasst man auch hufig unter dem ,namen ,alkalimetrie zusammen4 ,sidenote3 ,volumetrische ,probe4 ,nach dem lteren von ,descroizilles zuerst angewendeten und spter von ,gay-,lussac verbesserten ,verfahren1 dessen ,idee von ,richter ausgegangen1 ist die ,quantitt ,schwefelsurehydrat1 welche man braucht1 um aus dem ,kaliumcarbonat der ,potasche alle ,kohlensure auszutreiben1 der ,maassstab1 nach welchem man den ,werth der ,potasche bestimmt4 ,die ,wgungen1 die man sonst bei chemisch-technischen ,untersuchungen anzuwenden pflegt1 sind hierbei so viel als thunlich in ,messungen verwandelt1 weshalb diese ,methode auch die volumetrische ,probe oder1 weil man bei ihr eine ,sure von genau bestimmtem ,suregehalt 7titre7 anwenden muss1 die ,titrirprobe genannt wird4 ,die ,probesure erhlt man durch ,vermischen von #ajj ,grm4 reiner ,schwefelsure von #a1hdb specifischem ,gewicht mit #ajjj ,grm4 7 #ajjj ,kubikcentimeter #a ,liter7 destillirtem ,wasser4 ,anstatt diese ,quantitt zu wgen1 kann man auch #ed1bfh ,kubikcentimeter der ,schwefelsure mit #a ,liter ,wasser vermischen4 #ej ,kubikcentimeter der ,probesure sind hinreichend1 um #d1hjg ,grm4 ,kali in schwefelsaures ,kali zu verwandeln4 ,die ,bretten sind die gewhnlichen1 in der ,titriranalyse blichen4 ,man fllt die ,brette1 welche in #ajj halbe ,kubikcentimeter getheilt ist1 bis zum ,punkte #j mit ,probesure an1 darauf wgt man #d1hjg ,grm4 ,potasche ab1 lst diese ,menge in siedendem ,wasser und setzt zu der ,lsung so lange von der ,probesure aus der ,brette1 bis die ,sttigung erfolgt ist4 ,um den ,sttigungspunkt genau bestimmen zu knnen1 wird die ,lsung der ,potasche mit etwas ,lakmustinctur blulich gefrbt2 mit dem ,zugiessen der ,probesure hrt man dann erst auf1 wenn die ,lsung eine weinrothe ,farbe angenommen hat4 ,aus der ,zahl der verbrauchten halben ,kubikcentimeter der ,probesure schliesst man dann auf den ,gehalt der untersuchten ,potasche4 ,um ganz sicher zu gehen1 rechnet man von der verbrauchten ,menge #a_/b ,grad ab4 ,angenommen1 man htte #fj halbe ,kubikcentimeter zur ,sttigung der ,potasche gebraucht1 so wrde demzufolge die ,potasche #ei-a_/b;grdig sein4 ,wenn ausser dem ,kaliumcarbonat noch ,sulfurete1 ,sulfite und ,hyposulfite in der ,potasche vorhanden sind1 so entstehen bei dieser ,prfungsmethode der ,potasche ,fehler1 welche indessen bei der gewhnlichen ,potasche unbercksichtigt gelassen werden knnen4 ,aus den gefundenen ,procenten ,kali berechnet man die ,procente ,kaliumcarbonat1 indem man die ,kaliprocente mit #a1dg multiplicirt4 ,zeigt z4 ,b4 eine ,potasche einen ,gehalt an ,kali 7,k#b,o7 von #ej ,proc41 so enthlt sie #ej #a1dg #gc1e ,proc4 ,kaliumcarbonat4 ,sidenote3 ,probe von ,mohr4 ,mohr hat die volumetrische ,potaschenprobe wesentlich verbessert4 ,diese ,verbesserungen beziehen sich theils auf die ,apparate1 theils auf die ,probesure4 ,die frhere ,brette von ,gay-,lussac hat mehrere ,fehler1 welche sich bei jedem ,gebrauche derselben fhlbar machen4 ,vor ,allem ist es schwierig1 das ,instrument genau bis an #j zu fllen2 es ist ferner nicht mglich1 whrend des ,giessens die ,quantitt der verbrauchten ,flssigkeit abzulesen4 ,diese ,uebelstnde beseitigt ,mohr durch die krystallisirte ,oxalsure 7,c#b;,h#b,o#d1 #b;,h#b,o #abf2 #a_/b ,mol4 #fc71 die sich zu diesem ,zwecke dadurch empfiehlt3 #a7 dass sie stark sauer ist und der ,schwefelsure in ihrer ,wirkung auf ,lakmus nicht nachsteht2 #b7 dass sie im trockenen ,zustande unverndert bleibt1 nicht zerfliesst und nicht verwittert und deshalb auf der ,wage in beliebiger ,menge mit grosser ,genauigkeit gewogen werden kann2 #c7 dass ihre ,lsung beim ,aufbewahren sich nicht zersetzt und nicht wie die ,lsung der ,weinsure und ,citronensure schimmelt2 #d7 dass sie in heissen und siedenden ,flssigkeiten nicht flchtig ist4 #fc ,grm4 der ,oxalsure 7 #a_/b ,mol47 werden in ,wasser gelst1 so dass die ,lsung genau #a ,liter betrgt4 ,dieser sauren ,probeflssigkeit entspricht eine zweite1 die aus einer ,auflsung von ,aetzkali 7,,koh7 besteht4 ,sie ist so titrirt1 dass beim ,vermischen derselben mit einem gleichen ,volumen der ,probeoxalsure der letzte ,tropfen ,kalilsung die ,farbe der zugesetzten ,lakmustinktur aus ,roth in ,blau berfhrt1 was jedesmal durch einen einzigen ,tropfen gelingt1 wenn die ,lsung kohlensurefrei ist4 ,zu einer kalimetrischen ,probe wiegt man von der geglhten und wasserfreien ,potasche #a_/bj ,mol4 in ,gramme ab1 mithin #f1iaa ,grm4 ,potasche oder #e1cb ,grm4 ,soda4 ,da die ,probeflssigkeit in #ajjj ,kubikcentim4 #a_/b ,mol4 ,oxalsure enthlt1 so wrden #ajj ,kubikcentim4 dieser ,flssigkeit genau #a_/bj ,mol4 des ,alkalis sttigen4 ,man bringt die ,potasche mit etwas ,lakmustinktur in eine kleine ,kochflasche und lsst einen ,strahl ,probesure hinzu1 welche die ,potasche unter ,aufbrausen zersetzt4 ,die ,farbe geht aus ,blau in ,violett ber und das ,aufbrausen wird schwcher4 ,man bringt nun die ,flssigkeit zum ,kochen und lsst noch mehr ,probesure hinzu1 bis die ,farbe vollkommen zwiebelroth geworden1 dann lsst man noch ,probesure im ,ueberschuss bis zu den nchsten vollen #e-f ,kubikcentim4 hinzu4 ,das ,alkali ist nun entschieden bersttigt2 durch ,kochen1 ,schtteln und ,hineinblasen und zuletzt ,aussaugen mit einer ,glasrhre wird die letzte ,spur ,kohlensure entfernt4 ,der ,sttigungspunkt des ,alkalis ist jetzt um #b-e ,kubikcentim4 berschritten und diess muss genau bestimmt werden4 ,man fllt jetzt eine in #a_/aj ,kubikcentim4 getheilte ,handpipette bis an den ,nullpunkt mit ,aetzkali und lsst dasselbe tropfenweise in die rothe ,alkaliflssigkeit fallen1 indem dieselbe dabei umgeschwenkt wird4 ,die ,farbe geht jetzt rasch aus ,hellroth in ,violett und dann pltzlich in klares ,blau ber4 ,man liest nun die verbrauchten ,kubikcentimeter ,aetzkali ab und zieht sie von den verbrauchten ,kubikcentimetern ,probesure ab2 der ,rest giebt die ,procente an reinem ,kaliumcarbonat4 #c1de ,grm4 #a_/dj ,mol4 ,potasche brauchten z4 ,b4 #cf ,kubikcentimeter ,probesure und #c ,kubikcentimeter ,probekali #cc ,kubikcentimeter ,probesure #ff ,proc4 ,kaliumcarbonat 7da anstatt #a_/bj ,mol4 nur #a_/dj ,mol4 angewendet worden war1 so mussten die ,kubikcentimeter der ,sure verdoppelt werden1 um ,procente zu erhalten74 ,sidenote3 ,probe von ,fresenius und ,will4 ,unter den kalimetrischen ,verfahren1 die sich auf die ,ermittelung der ,kohlensuremengen grnden1 welche durch ,zusatz einer strkern ,sure aus der ,potasche ausgetrieben werden1 steht das von ,fresenius und ,will oben an4 ,der dazu angewendete ,apparat ist bereits bei ,gelegenheit der ,braunsteinprobe 7vergl4 ,seite #aaf7 beschrieben worden4 ,in den ,kolben ,a bringt man die abgewogene ,potasche und fllt alsdann den ,kolben bis zum dritten ,theil mit ,wasser an2 ,b wird bis zur ,hlfte mit gewhnlicher englischer ,schwefelsure angefllt4 ,die ,rhre a ist mit ihrem ,ende b durch ein ,wachskgelchen verschlossen4 ,die ,pfropfen werden alsdann aufgesetzt und der ,apparat wird gewogen4 ,man saugt nun aus der ,rhre d etwas ,luft und verdnnt somit die ,luft im ganzen ,apparate4 ,die ,folge davon ist1 dass die in ,b befindliche ,schwefelsure in der ,rhre c in die ,hhe steigt und in den ,kolben ,a herberfliesst4 ,die sich in ,a entwickelnde ,kohlensure kann nur durch die ,schwefelsure entweichen1 wo sie alles ,wasser abgiebt4 ,wenn nach fterem ,saugen durch neues ,hinzutreten von ,schwefelsure keine ,kohlensure sich mehr entwickelt1 so entfernt man das ,wachs vom ,ende der ,rhre a und saugt bei d so lange1 bis alle ,kohlensure1 mit welcher der ,apparat noch erfllt war1 durch ,luft ersetzt ist4 ,man lsst den ,apparat erkalten1 trocknet ihn ab und wgt ihn1 nachdem man das ,wachskgelchen wieder auf a gebracht hat4 ,da die ,gewichtsverminderung nothwendig dem ,gewicht der entwichenen ,kohlensure gleich sein muss1 so erfhrt man hierdurch die ,menge der ,kohlensure und somit auch die des reinen ,kaliumcarbonates1 welche derselben entspricht4 ,es ist klar1 dass vorstehendes ,verfahren1 je nach der ,zusammensetzung der ,potasche1 auf geeignete ,weise abgendert werden muss4 ,alle ,salze1 welche flchtige ,suren enthalten1 mssen1 wenn sie in der ,potasche vorkommen1 einen strenden ,einfluss auf die ,methode ausben2 ,calciumcarbonat ist hierbei nicht in ,betracht zu ziehen1 da dasselbe1 falls es zugegen sein sollte1 durch blosses ,behandeln der ,probe mit ,wasser getrennt werden kann4 ,enthlt dagegen die ,potasche ,schwefelkalium1 ein ,sulfit oder ein ,hyposulfit1 so setzt man zu der ,probe eine ,messerspitze voll gelben ,kaliumchromates2 sowohl der ,schwefelwasserstoff1 als auch die schweflige ,sure werden dadurch im ,momente des ,freiwerdens zersetzt und die entstehenden ,produkte oder ,edukte 7,chromsulfat1 ,wasser und ,schwefel7 bleiben smmtlich zurck4 ,enthlt die ,potasche tzendes ,kali1 wie es bei den nordamerikanischen ,potaschen der ,fall ist1 so wrde das ,verfahren einen zu geringen ,kaligehalt angeben4 ,in diesem ,falle1 der bei deutschen und russischen ,potaschen indessen selten eintritt1 befeuchtet man die ,potasche vorher mit ,ammoncarbonat1 trocknet und glht sie4 ,sidenote3 ,ausdruck des ,handelswerthes4 ,da die ,potasche usserst hygroskopisch ist1 so reicht es keineswegs hin1 um den ,handelswerth derselben richtig zu bestimmen1 lediglich anzugeben1 wie viel ,kaliumcarbonat darin enthalten ist1 sondern diese ,angabe muss sich auf wasserfreie ,potasche beziehen und man muss auch noch wissen1 wie viel ,wasser sie enthlt4 ,um den ,wassergehalt zu erfahren1 erhitzt man eine gewogene ,menge1 z4 ,b4 #aj ,grm41 ,potasche in einem ,schlchen von ,eisenblech ber der ,weingeist- oder ,gaslampe oder ber einem ,kohlenfeuer so lange1 bis alles ,wasser ausgetrieben ist1 was man daran erkennt1 dass eine darber gehaltene ,glasscheibe sich nicht mehr beschlgt1 wozu in der ,regel fnf ,minuten gengend sind4 ,der ,gewichtsverlust1 in ,decigrammen ausgedrckt1 zeigt den ,wassergehalt in ,procenten an4 ,von dieser so getrockneten ,potasche werden #f1bc ,grm4 abgewogen und auf die angegebene ,weise weiter behandelt4 ,da #f1bi ,grm4 ,potasche und #d1hd ,grm4 ,soda1 wenn sie reines ,carbonat wren1 genau #b ,grm4 ,kohlensure enthalten1 so zeigen je #b ,centigramme ,verlust ein ,procent ,carbonat an4 ,betrug der ,gewichtsverlust des ,apparates bei der ,prfung einer ,potasche #a1fd 7 #afd ,centigramme71 so enthielt diese ,potasche #afd_/b #hb ,proc4 ,kaliumcarbonat4 ,fr den wissenschaftlichen ,gebrauch wrde es gengen1 die so erhaltenen ,resultate in ,procenten auszudrcken und z4 ,b4 zu sagen1 eine ,potasche enthlt in #ajj ,theilen ,kaliumcarbonat #hb fremde ,salze #h ,wasser #aj --- #ajj ,fr den commerciellen ,verkehr jedoch und um den ,handelswerth 7titre7 der ,potasche auszudrcken1 ist diese ,methode unbequem1 da die ,potasche ,wasser anzieht und mit dem ,wassergehalt ihre ,zusammensetzung sich ndert4 ,will und ,fresenius haben daher eine andere1 weit zweckmssigere ,methode angegeben1 von welcher es wnschenswerth wre1 dass sie allgemein angenommen wrde4 ,nach derselben bezieht sich die ,angabe des ,procentgehalts der ,potasche immer auf den wasserfreien ,zustand2 dieser ,procentgehalt wird durch den unvernderlichen ,zhler eines ,bruches ausgedrckt1 whrend man den wechselnden ,wassergehalt durch einen vernderlichen ,nenner bezeichnet4 ,angenommen1 man wolle bezeichnen1 dass eine ,potasche im wasserfreien ,zustande #fj ,proc4 ,kaliumcarbonat enthielte1 so wrde man schreiben #fj_/ajj2 stellt man sich vor1 dieselbe zge nunmehr so viel ,feuchtigkeit an1 dass #ajj ,pfund derselben #aje oder #aji wgen1 so htte man in dem ersten ,falle #fj_/aje1 im zweiten #fj_/aji4 ,es wird also nach dieser ,bezeichnungsweise von dem ,fabrikanten der ,preis der ,potasche im wasserfreien ,zustande festgesetzt und der ,gehalt der ,waare durch einen ,bruch bezeichnet in der ,art1 dass der ,zhler den ,gehalt an ,kaliumcarbonat angiebt1 whrend der ,nenner #ajj die ,abwesenheit von ,wasser bezeichnet4 ,potasche von #fj_/ajj kostet z4 ,b4 #ah fl4 ,der mit der ,aufnahme von ,wasser sich vergrssernde ,nenner giebt alsdann dem ,kufer an1 wieviel von der wasserhaltigen ,waare ihm fr gleichen ,preis geliefert werden muss4 ,wird aus der ,potasche von #fj_/ajj durch ,wasseraufnahme solche zu #fj_/aje oder #fj_/aji1 so drfen alsdann #aje oder #aji ,pfund derselben gleichfalls nur #ah fl4 kosten4 ,es ist einleuchtend1 dass diese ,bezeichnungsweise bei gleicher ,einfachheit weit grssere ,sicherheit als die frhere gewhrt4 ,jeder ,zweifel wird dadurch ausgeschlossen1 jedem ,missverstndnisse vorgebeugt4 ,der ,kufer braucht1 falls er sich auf die ,gewissenhaftigkeit des ,fabrikanten verlassen kann1 nur eine ,wasserbestimmung zu machen1 um den wirklichen ,werth der zu kaufenden ,waare zu beurtheilen4 ,er braucht1 mit anderen ,worten1 nur den ,nenner des ,bruches zu prfen1 weil dieser dem ,wechsel unterworfen ist1 den unvernderlichen ,zhler nimmt er als richtig an4 ,den ,gehalt der ,soda giebt man in der ,regel in ,graden an4 ,in ,frankreich versteht man darunter ,procente an ,natriumcarbonat1 in ,england ,procente an ,aetznatron4 ,da nun ,natriumcarbonat in #ajj ,theilen aus #eh1f ,theilen ,natron und #da1d ,theilen ,kohlensure besteht1 so sind z4 ,b4 #hj franzsische ,bezeichnung #df1i englische ,bezeichnung4 #hf #ej1e #if #eb1h ,sidenote3 ,grneberg's ,verfahren der ,werthermittelung der ,potasche4 ,die im ,vorstehenden erwhnten ,methoden der ,potascheprfung haben ihre grossen ,mngel1 weil sie die in den ,potaschesorten enthaltene ,soda unbercksichtigt lassen und die ,qualitt der ,kalisalze summarisch behandeln4 ,und doch sind diese ,kalisalze fr den ,techniker von sehr verschiedenem ,werth2 das ,kaliumcarbonat ist mehr werth als das ,chlorkalium1 letzteres wieder weniger als das ,kaliumsulfat4 ,es bleibt somit nichts brig1 als bei ,werthermittelung von ,potaschen vollstndige ,analysen auszufhren1 d4 h4 jedes der darin enthaltenen ,salze zu bestimmen1 fr jedes der ,salze einen ,werth per ,procent auszusetzen und diese ,werthe sodann zu einer den ,werth des ,produktes ausdrckenden ,gesammtsumme zu vereinigen4 ,durch ,anwendung der ,titriranalyse ist dies gegenwrtig leicht4 ,der ,gang der von ,h4 ,grneberg beschriebenen ,methode ist folgender3 ,es wird der alkalimetrische ,gehalt der zu untersuchenden ,potasche nach der ,gay-,lussac'schen ,methode als ,kaliumcarbonat gesucht1 das ,chlor mit salpetersaurem ,silber1 die ,schwefelsure mit salpetersaurem ,blei bestimmt4 ,das vorhandene ,kali wird als ,weinstein abgeschieden und hieraus berechnet4 ,smmtliches gefundene ,chlor wird auf ,chlorkalium und smmtliche ,schwefelsure auf ,kaliumsulfat berechnet1 der an ,chlor und ,schwefelsure nicht gebundene ,rest des gefundenen ,kali1 abgesehen von zu vernachlssigenden kleinen ,quantitten ,kaliumsilicates1 welches als ,carbonat gefunden wird1 ist als ,kaliumcarbonat vorhanden und wird als solches berechnet4 ,das so ermittelte ,kaliumcarbonat wird von den alkalimetrisch gefundenen ,potascheprocenten in ,abrechnung gebracht und der verbleibende ,rest auf ,natriumcarbonat im ,verhltniss von #fi1a 3 #ec1j calculirt4 ,das ,ammoniak und die ,ammoniaksalze4 ,sidenote3 ,allgemeines ber ,ammoniak4 ,das ,ammoniak findet sich fertig gebildet in der ,luft und in ,gestalt von ,ammoniaksalzen in einigen ,mineralien1 auch entsteht es in betrchtlicher ,menge als vulkanisches ,produkt4 ,die grsste ,menge des ,ammoniaks und der ,ammoniaksalze1 welche in der ,technik ,verwendung finden1 wird jedoch gewonnen durch trockne ,destillation der ,steinkohlen1 der ,knochen und hnlicher ,thiersubstanzen1 durch ,fulniss des ,harnes und ,destillation der ammoniakhaltigen ,flssigkeit und durch ,einwirkung von berhitzten ,wasserdmpfen auf gewisse ,cyanverbindungen4 ,die ,gewinnung des ,ammoniaks durch ,reduktion der ,salpetersure und aus den ,hohofengasen ist gleichfalls erwhnenswerth4 ,die von der ,technik benutzten ,quellen des ,ammoniaks sind3 #a7 das natrliche kohlensaure ,ammoniak1 #b7 die ,herstellung von ,ammoniaksalzen bei der ,borsuregewinnung1 #c7 der vulkanische ,salmiak1 ,greek3 a7 ,anorganische #d7 ,ammoniak aus der ,salpetersure beim ,quellen4 ,reinigen von ,aetznatron1 #e7 dem ,stickoxyd und der salpetrigen ,sure1 #f7 dem ,stickstoff der ,luft1 #g7 gewissen ,cyanverbindungen2 #h7 die ,steinkohle liefert ,ammoniak a7 bei der trocknen ,destillation behufs der ,leuchtgasbereitung1 ,greek3 b7 ,organische b7 bei deren ,ueberfhrung in ,koks1 ,quellen4 c7 bei ihrer ,verbrennung als ,brennmaterial2 #i7 ,ammoniak aus gefaultem ,harn1 #aj7 durch ,destillation der ,knochen1 #aa7 aus ,rbensaft4 ,das ,ammoniak ,,nh#c besteht aus #a ,vol4 ,stickstoff und #c ,vol4 ,wasserstoff1 welche sich zu #b ,vol4 ,ammoniakgas verdichtet haben1 ist ein farbloses ,gas1 besitzt den bekannten durchdringenden ,geruch und tzenden alkalischen ,geschmack4 ,wasser absorbirt bei #ae das #gbg-1 bei #j das #ajej;fache seines ,volumens an ,ammoniakgas und die so erhaltene ,ammoniakflssigkeit 7,salmiakgeist1 ,ammonhydroxyd7 hat das spec4 ,gewicht von #j1hbd 7 #ca1c ,proc4 ,,nh#c74 ,fr den technischen und pharmaceutischen ,gebrauch ist aber eine geringhaltige ,flssigkeit zweckmssiger und haltbarer und man stellt fast durchgngig ,salmiakgeist von #j1ifj spec4 ,gewicht 7 #i1ge ,proc4 ,,nh#c7 dar4 ,folgende ,tabelle giebt den ,zusammenhang des spec4 ,gewichtes des ,salmiakgeistes mit seinem ,gehalte an ,ammoniak an3 ,spec4 ,gewicht4 ,,nh#c ,proc4 #j1hge #cb1ej #j1hbd #ca1cj #j1ijj #bf1jj #j1ije #be1ci #j1ibe #ai1ed #j1icb #ag1eb #j1idg #ac1df #j1iea #ab1j #j1iec #aa1e #j1iee #aa1j #j1ieg #aj1e #j1iei #aj1j #j1ifa #i1e #j1ifc #i1j #j1ife #h1e #j1ifh #h1j #j1igj #g1e #j1igb #g1j #j1igd #f1e #j1igf #f1j #j1igh #e1e ,auch in ,alkohol ist das ,ammoniakgas in reichlicher ,menge lslich4 ,der ,salmiakgeist findet zahlreiche technische ,anwendungen1 so z4 ,b4 zum ,extrahiren der ,orseillefarbstoffe aus den ,flechten1 der ,cochenille1 als ,beizezusatz in der ,schnupftabakfabrikation1 zum ,reinigen des ,leuchtgases von ,kohlensure und ,schwefelwasserstoff1 zum ,verseifen der ,fette und ,oele1 nach dem ,vorschlage von ,glis zur ,fabrikation des ,blutlaugensalzes mit ,hlfe von ,schwefelkohlenstoff1 zum ,auflsen des ,silbers 7,chlorsilbers7 aus den ,erzen1 als ,antichlor in den ,bleichereien1 in den ,lack- und ,farbenfabriken u4 dgl4 ,was die ,anwendung des ,salmiakgeistes zum ,extrahiren des ,kupfers aus kiesigen ,kupfererzen betrifft1 so ist von ,g4 ,barruel im ,jahre #aheb behauptet worden1 dass sich das ,kupfer ohne vorhergehende ,rstung aus den ,erzen 7,kupferkies1 ,fahlerz7 durch ,ammoniak ausziehen lasse4 ,zu dem ,ende solle man durch das feingepulverte1 mit ,salmiakgeist angerhrte ,erz einen ,luftstrom treiben4 ,das ,kupfer lse sich vollstndig auf und verbleibe nach dem ,abdestilliren der ammoniakalischen ,flssigkeit als ,kupferoxyd in schwarzen glimmerartigen ,blttchen4 v4 ,hauer erhielt1 als er diese ,methode versuchte1 unbefriedigende ,resultate4 ,schnbein hat den ,vorgang1 der bei der ,kupfergewinnung durch ,ammoniak stattfindet1 studirt und gefunden1 dass es nicht sowol das ,ammoniak ist1 welches aus den ,kupfererzen das ,kupfer als ,oxyd auflst1 als vielmehr die durch ,oxydation des ,ammoniaks gebildete salpetrige ,sure4 ,in ,anschluss an die ,arbeit von ,schnbein hat ,tuttle gefunden1 dass die ,oxydation des ,ammoniaks gleichzeitig mit der des ,kupfer stattfinde und durch diese bedingt sei4 ,was die praktische ,verwendung des vorstehenden ,verfahrens anlangt1 so wurde bei einem am ,rheine angestellten ,versuche gefunden1 dass das ,ammoniak1 obgleich man in luftdichten ,gefssen arbeitete1 nur zum ,theil wiedergewonnen werden kann4 v4 ,liebig hat diese ,erscheinung aus der ,beobachtung von ,way 7die indessen thatschlich von ,bronner zu ,wiesloch bei ,heidelberg herrhrt7 zu erklren gesucht1 dass die thonigen ,bestandtheile des am ,rhein angewendeten ,kupferschiefers das ,ammoniak der ,lsung entziehen1 hnlich wie dies bei ,ackerkrume der ,fall ist4 ,damit ist aber auch der ,anwendung des ,salmiakgeistes zur ,kupferextraktion das ,urtheil gesprochen1 da es kein ,mittel giebt1 die ,absorption desselben durch das ,erzpulver zu verhten4 ,die ,eigenschaft thonreicher ,erden und hnlich constituirter ,mischungen1 ,ammoniak und ,ammoniaksalze aus ihren wsserigen ,lsungen aufzunehmen und unlslich zu machen1 ist berhaupt stets bei der technischen ,verwendung des ,ammoniaks ins ,auge zu fassen4 ,handelt es sich darum1 das in den ,erzen als ,malachit und ,lasur enthaltene ,kupfer bei starkem ,kalkgehalt der ,erze in ,lsung zu bringen1 so kann man mit ,erfolg1 wie die ,versuche von ,langsdorf zu ,thal-,itter gezeigt haben1 ,ammoniak 7sowol tzendes1 als auch kohlensaures7 verwenden4 -- ,erwhnenswerth ist die ,anwendung des ,salmiakgeistes zur knstlichen ,eiserzeugung nach dem ,verfahren von ,carr2 das ,princip dieser ,eisbildung beruht auf der ,austreibung des ,ammoniakgases aus seiner wsserigen ,lsung durch ,erwrmen1 welches sofort in einem hinreichend starken ,condensator aufgefangen und durch ,abkhlung und ,druck verflssigt wird4 ,wird nun die ,retorte nach ,austreibung des ,ammoniakgases in kaltes ,wasser gestellt1 so entsteht ein ,vacuum in dem ,apparate und es erfolgt eine abermalige ,verdampfung des im ,condensator befindlichen flssigen ,ammoniaks1 das wieder von dem ,wasser in der ,retorte absorbirt wird4 ,um aber von ,neuem seinen gasfrmigen ,zustand zu erlangen1 muss es bedeutende ,mengen ,wrme aufnehmen1 die es seiner nchsten ,umgebung entzieht1 wodurch die zur ,eiserzeugung erforderliche ,temperaturerniedrigung entsteht4 ,die ,carr'sche ,eismaschine liefert fr jedes verbrannte ,kilogramm ,kohle #aj ,kilogr4 ,eis4 -- ,nicht mit ,stillschweigen ist endlich der ,vorschlag von ,fournier zu bergehen1 das ,ammoniakgas als ,prfungsmittel fr die ,dichtheit der ,leuchtgasleitungsrhren zu benutzen4 ,zu diesem ,behufe leitet man das ,leuchtgas durch ,salmiakgeist1 ehe es in die ,leitung gelangt4 ,man braucht nun blos bei geschlossenen ,brennern lngs der smmtlichen ,theile der ,leitung einen mit ,salzsure befeuchteten ,glasstab oder rothes ,lakmuspapier hinzufhren1 um die undichten ,stellen zu entdecken4 ,oft ist brigens schon der ,geruch ausreichend1 um die ,undichtheiten zu erkennen4 -- ,was die ,wichtigkeit des ,ammoniaks und der ,ammoniaksalze im ,allgemeinen betrifft1 so nimmt dieselbe von ,tag zu ,tag zu und zwar nicht nur fr die ,zwecke der ,agricultur und insofern das ,ammoniak ein unentbehrlicher ,krper fr die ,salpeterbildung ist1 sondern auch1 weil in vielen ,fllen das ,ammoniak an die ,stelle des ,kali zu industriellen ,zwecken tritt4 ,in neuerer ,zeit ist des ,ammoniakgas auch als ,motor angewendet worden4 ,diese ,ammoniakgaskraftmaschinen grnden sich darauf1 dass aus wsseriger ,ammoniaklsung durch ,erhitzung das ,gas ausgetrieben wird4 ,das ,gas lsst man in einer ,kolbenmaschine wirken1 welche ebenso wie eine ,dampfmaschine mit ,condensation eingerichtet ist4 ,nachdem das ,ammoniakgas in dem ,cylinder thtig gewesen1 wird es von kaltem ,wasser absorbirt4 ,diese ,lsung wird von ,neuem zur ,entwickelung von ,ammoniakgas benutzt4 ,derartige ,maschinen sind construirt worden von v4 ,waeyenberch u4 ,a4 ,tellier schlgt das ,ammoniakgas zum ,luftleermachen von ,tonnen und ,fssern vor1 ,frommont construirte mit ,ammoniakgas betriebene ,pumpen4 ,sidenote3 ,darstellung des ,salmiakgeistes4 ,der ,salmiakgeist wird dargestellt1 indem man ,salmiak oder ,ammonsulfat in der ,wrme durch ,aetzkalk zersetzt und das sich entwickelnde ,ammoniakgas von kaltem ,wasser verschlucken lsst4 ,in der ,praxis wird der ,kalk immer im ,ueberschuss angewendet1 so dass gleiche ,theile ,ammoniaksalz und ,kalk genommen werden4 ,bei gewissen technisch-chemischen ,operationen entweicht ,ammoniakgas in grosser ,menge1 so z4 ,b4 bei der ,bereitung von ,ammoncarbonat durch ,sublimation eines ,gemenges von ,salmiak und ,kreide1 wobei auf #ajj ,th4 des erhaltenen ,ammoncarbonates gegen #ad ,th4 ,ammoniakgas frei werden1 die von ,wasser aufgefangen und auf ,salmiakgeist benutzt werden knnen4 ,es ist durch ,wagner aufmerksam gemacht worden1 dass unter gewissen rtlichen ,verhltnissen die ,fabrikation von ,salmiakgeist 7zu technischem ,gebrauche7 mit der des ,barytweiss verknpft werden kann1 indem man aus einer ,lsung von ,ammonsulfat die ,schwefelsure mittelst ,aetzbaryt als ,barytweiss ausfllt und die klare ,flssigkeit von dem ,niederschlage trennt4 ,illustration3 ,fig4 #aaj4 ,zur ,darstellung des ,salmiakgeistes im ,grossen wendet man den ,fig4 #aaj im ,durchschnitt abgebildeten ,apparat an4 ,zur ,entwickelung des ,gases dient eine gusseiserne ,blase ,a1 die bis an die obere ,wlbung in einen ,ofen eingemauert ist4 ,den ,hals der ,blase verschliesst eine durch ,mennigekitt verdichtete und mit ,schrauben befestigte eiserne ,platte1 durch welche ein eisernes ,rohr m das ,ammoniakgas nach dem ,waschgefsse ,b fhrt4 ,letzteres besteht aus einem in einen ,holzbottich eingesetzten verschlossenen ,blechgefss1 durch dessen obere ,mndung ein weites ,rohr o eintritt1 in welches das ,gasleitungsrohr m mndet4 ,das ,waschgefss ist nur so weit mit ,wasser angefllt1 dass das ,rohr n und das ,gasleitungsrohr o eben in dasselbe tauchen1 da im ,laufe der ,operation aus der ,blase ,a ziemlich viel ,wasser berdestillirt1 das sich in ,b verdichtet4 ,man bringt #ajj ,th4 gelschten ,kalkes mit ,wasser zu einem dnnen ,kalkbrei angerhrt in die ,blase und fgt1 nachdem der ,kalkbrei vllig erkaltet ist1 #ajj ,th4 gepulverten ,salmiak oder schwefelsaures ,ammoniak unter ,umrhren des ,kalkbreies mit einem eisernen ,stabe zu4 ,nachdem der ,deckel lutirt und aufgeschraubt1 beginnt man mit der ,feuerung auf dem ,roste ,c4 ,das in dem ,deckel der ,blase befindliche ,quecksilbermanometer b gestattet den ,gang der ,entwickelung zu beobachten4 ,das ,ammoniakgas tritt aus dem ,waschgefss durch das ,rohr t in den von ,brunnquell vorgeschlagenen ,absorptionsapparat ,d1 welcher berall zu empfehlen ist1 wo man unter geringem ,druck arbeitet4 ,dieser ,apparat besteht aus einem grossen ,kasten und vier flachen ,ksten a' a'' a''' a'''' mit ihrer ,mndung nach unten gekehrt und einer auf den andern gestellt4 ,in den ,boden der letzteren ,ksten sind abwechselnd auf dem einen1 bei dem nchsten auf dem andern ,ende der schmalen ,seite ,ausschnitte angebracht4 ,der ,kasten ist mit ,wasser gefllt4 ,tritt nun durch das ,gasleitungsrohr t ,ammoniakgas in den ,kasten a''''1 so wird sich dasselbe unter demselben zu einer sich vergrssernden ,blase 7etwa wie die ,luftblasen unter dem ,eise7 ausbreiten1 bis es die ,oeffnungen erreicht hat1 durch welche sodann das ,gas in einzelnen ,blasen aufsteigt1 um unter dem zweiten1 dritten und vierten ,boden dasselbe ,spiel zu beginnen4 ,der ,kasten wird in einen ,holzbottich eingesetzt1 in welchem zum ,zweck der ,abkhlung ,wasserwechsel stattfindet4 ,die eiserne ,blase ,a hat eine solche ,capacitt1 dass sie #bj ,kilogr4 ,ammonsulfat und #hj ,liter ,wasser zu fassen vermag4 ,die ,arbeit ist beendigt1 wenn der ,boden der ,blase bis zum ,dunkelrothglhen erhitzt ist und das ,quecksilber im ,manometer am niedrigsten steht4 ,die im ,waschapparat ,b befindliche ,flssigkeit lsst sich zum ,anrhren des gelschten ,kalkes bei einer spteren ,operation wieder verwenden4 ,in neuerer ,zeit stellt man grosse ,mengen von 7zu technischem ,gebrauch bestimmten7 ,salmiakgeist direct aus dem ,gaswasser der ,leuchtgasfabriken dar1 indem man dasselbe mit ,kalkhydrat destillirt 7siehe unten74 ,die durch die ,untersuchungen von ,h4 ,rose1 ,persoz und ,rammelsberg bekannte ,thatsache1 dass ,chlorcalcium ,ammoniakgas aufnimmt und beim ,erhitzen wieder abgiebt1 hat ,knab zur ,magazinirung des ,ammoniakgases zu verwenden gesucht4 ,whrend strkster ,salmiakgeist nur #be ,proc4 ,,nh#c enthlt1 finden sich in dem ,knab'schen ,prparat #ej ,proc4 ,fr den ,transport ist der ,vorschlag ,knab's nicht ohne ,interesse4 ,sidenote3 ,anorganische ,ammoniakquellen4 ,bevor die ,darstellung der ,ammoniaksalze aus ,knochen1 ,steinkohlen und ,harn geschildert werden wird1 seien in der ,krze ,i4 die anorganischen ,quellen des ,ammoniaks1 von denen einige bereits industrielle ,bedeutung erlangt haben1 angefhrt4 #a7 ,das natrliche kohlensaure ,ammoniak findet sich in grosser ,menge in den ,guanolagern von ,peru1 ,chile und der ,westkste von ,patagonien4 ,nach ,deutschland kam es als ,handelsartikel zuerst im ,jahre #ahdh4 ,die ,analyse einer ,probe ergab #bj1dd ,ammoniak1 #ed1ce ,kohlensure1 #ba1ed ,wasser und #ba1ed unlsliche ,theile1 wonach es ,ammonbicarbonat 7,,nh#d7;,,hco#c ist4 #b7 ,die ,gewinnung von natrlichem ,ammonsulfat als ,nebenprodukt der ,borsurefabrikation in ,toskana hat seit einigen ,jahren riesige ,dimensionen angenommen4 ,die ,suffioni enthalten nmlich ausser der ,borsure die ,sulfate von ,kali1 ,natron1 ,ammoniak1 ,rubidion etc4 ,wie gross die ,menge dieser ,substanzen ist1 erhellt aus einem in ,travale angestellten ,versuche4 ,vier ,suffioni ergaben innerhalb #bd ,stunden nicht weniger als #ejjj ,kilogr4 ,salz1 bestehend aus #aej ,kilogr4 ,borsure1 #aejj ,kilogr4 7 #cj ,ctr47 ,ammonsulfat1 #agej ,kilogr4 ,bittersalz1 #gej ,kilogr4 ,eisen- und ,manganvitriol etc4 ,das ,ammoniak ist wahrscheinlich ein ,produkt der stickstoffhaltigen organischen ,krper1 die in reichlicher ,menge in den ,gebirgen ,toskana's vorkommen4 ,das ,erdreich in der ,umgebung der ,lagunen enthlt ,ammonsulfat in grosser ,menge2 in ,verbindung mit ,eisen-1 ,natrium- und ,magnesiumsulfat bildet es das von ,bechi entdeckte ,mineral ,boussingaultit4 #c7 ,die ,ammoniaksalze vulkanischen ,ursprungs haben fr die ,technik wenig ,interesse4 ,ammonsulfat findet sich als ,mascagnin als ,sublimat am ,vesuv und ,aetna4 ,ebenso auch ,salmiak1 welcher hufiger und zuweilen in grosser ,menge vorkommt2 so fand es sich z4 ,b4 auf dem ,aetna in den ,jahren #afce und #affi in solcher ,menge1 dass es eingesammelt und nach den ,stdten ,catania und ,messina zum ,verkauf gebracht werden konnte4 ,der ,strom von #ahcb setzte so viel ,salmiak ab1 dass der ,fhrer des ,geologen ,elie de ,beaumont's durch das ,einsammeln desselben seinen ,lebensunterhalt gewinnen konnte4 #d7 ,bei zahlreichen anorganisch-chemischen ,processen bildet sich ,ammoniak1 bei nur wenigen jedoch in solcher ,menge1 dass dessen ,gewinnung vortheilhaft erscheint4 ,dies ist z4 ,b4 der ,fall bei der ,bereitung von ,aetznatron 7vergl4 ,seite #bjg7 und dem ,reinigen desselben durch ,natriumnitrat4 ,die ,menge des sich hierbei entwickelnden ,ammoniaks ist so bedeutend1 dass eine ,condensation desselben lohnend erscheint2 man htte in diesem ,falle den zum ,abdampfen der ,lauge dienenden ,kessel mit einem gewhnlichen ,koksthurme zu verbinden4 ,stellt man ,natriumarsenit dadurch dar1 dass man arsenige ,sure in ,natronlauge lst1 die ,lsung des ,natriumarsenits zur ,trockne verdampft und den ,rckstand mit ,natriumnitrat mischt und erhitzt1 so findet gleichfalls bedeutende ,ammoniakentwickelung statt4 #e7 ,auch als ,nebenprodukt der ,schwefelsurefabrikation hat man ,ammoniak zu gewinnen gesucht1 indem man die entweichenden salpetrigen ,dmpfe in ,ammoniak umwandelt4 ,nach ,w4 ,neath leitet man diese ,dmpfe mit ,wasserdampf gemischt durch eine bis zur ,rothglhhitze erhitzte ,retorte1 die mit ,holzkohlenstckchen angefllt ist4 ,das hierbei entstandene ,ammoniak wird auf gewhnliche ,weise durch ,schwefelsure aufgefangen4 ,es ist nicht wahrscheinlich1 dass vorstehendes ,verfahren mit ,erfolg zur ,verdichtung und ,verwerthung der aus der ,bleikammer entweichenden ,dmpfe wird ,anwendung finden knnen1 da die ,absorption der salpetrigen ,dmpfe durch ,schwefelsure nichts zu wnschen brig lsst2 jedoch lsst sie sich vielleicht unter ,umstnden in chemischen ,fabriken benutzen1 so z4 ,b4 bei der ,darstellung des ,nitrobenzols in den ,anilinfabriken1 der ,oxalsure1 der ,pikrinsure etc4 #f7 ,vielfache ,versuche1 den ,stickstoff der ,luft auf directem ,wege in ,ammoniak berzufhren1 haben bisher zu keinem praktischen ,ergebniss gefhrt4 ,beachtenswerth vielleicht ist der ,vorschlag ,fleck's1 ein ,gemenge von ,stickstoff1 ,kohlenoxyd und ,wasserdampf ber glhendes ,kalkhydrat zu leiten1 wobei sich ,ammoniak und ,kohlensure bilden3 ,stickstoff #b,n ,ammoniak #b,,nh#c ,kohlenoxyd #c;,,co geben und ,wasser #c;,h#b,o ,kohlensure #c;,,co#b #g7 ,wichtiger ist die indirecte ,benutzung des atmosphrischen ,stickstoffs zur ,ammoniakbildung4 ,nach den ,vorschlgen von ,margueritte bildet man zunchst ,cyanbarium und treibt den ,stickstoff desselben bei #cjj durch einen ,dampfstrom in ,gestalt von ,ammoniak aus4 ,nach dem englischen ,patente calcinirt man in einem ,tiegel ,bariumcarbonat mit #bj bis #cj ,proc4 ,steinkohlentheer1 um die ,masse zu zertheilen und pors zu machen4 ,nachdem auf diese ,weise ,baryt dargestellt worden ist1 lsst man abkhlen und bringt das kohlehaltige ,gemisch in eine thnerne oder eiserne ,retorte4 ,hierauf lsst man einen ,strom ,luft einstrmen1 welcher vorher mit ,wasserdampf gesttigt wurde1 indem man ihn ber siedendes ,wasser streichen liess4 ,sorgt man dafr1 dass das ,gemisch constant auf einer ,temperatur von #cjj erhalten wird1 so entweicht ,ammoniak in reichlicher ,menge1 indem smmtlicher ,stickstoff des zuerst entstandenen ,cyanbariums in ,form von ,ammoniak ausgetrieben wird4 ,der in ,form von ,carbonat zurckbleibende ,baryt wird immer wieder verwendet4 ,die ,praxis hat sich noch nicht ber den ,werth des vorstehenden ,verfahrens ausgesprochen4 ,bei dieser ,gelegenheit sei die merkwrdige ,ammoniakentwickelung erwhnt1 welche stattfindet1 wenn die ,rohsoda aus dem ,ofen kommt1 und bis zum ,erkalten der ,masse fortwhrt4 ,ohne ,zweifel bildet sich dieses ,ammoniak durch die ,einwirkung der feuchten ,luft auf die ,cyanalkalimetalle1 die in der rohen ,soda in nicht unbetrchtlicher ,menge sich finden4 ,in der chemischen ,fabrik von ,kuhlmann in ,lille werden zur ,zeit ,versuche ber die erwhnte ,ammoniakerzeugung angestellt4 ,auch die ,bildung des ,ammoniaks in den mit ,koks betriebenen ,hohfen ist bei dieser ,gelegenheit anzufhren2 wenn man in ,betracht zieht1 dass nach ,bunsen und ,playfair der ,alfreton-,hochofen tglich mindestens #bbd1g ,pfd4 ,cyankalium erzeugt1 und in demselben ,hohofen aus den ,gichtgasen tglich #b-ad_/ajj ,ctr4 ,salmiak als ,nebenprodukt ohne erhebliche ,kostenerhhung des ,betriebes und ohne die mindeste ,strung des ,eisenprocesses gewonnen werden knnen1 so liegt die ,vermuthung nahe1 dass dieses ,ammoniak ein ,zersetzungsprodukt der whrend des ,hohofenprocesses sich bildenden ,cyanre sei4 ,sidenote3 ,organische ,ammoniakquellen4 ,weit wichtiger fr den ,techniker als die anorganischen ,bildungsweisen das ,ammoniaks sind ,,ii4 die organischen ,quellen1 unter denen #h7 die ,steinkohle oben an steht4 ,die ,steinkohle giebt ihren ,stickstoff1 welcher im ,durchschnitte #j1ge ,proc4 vom ,gewicht der lufttrocknen ,kohle ausmacht1 als ,ammoniak bei drei ,anwendungen der ,kohle ab1 nmlich ,greek3 a7 bei der trocknen ,destillation behufs der ,leuchtgasbereitung1 wo das ,ammoniak in dem ,condensations- oder ,gaswasser auftritt1 welches im ,wesentlichen eine wsserige ,lsung von ,ammonsesquicarbonat ist4 ,diese ,quelle des ,ammoniaks ist eine reichlich sprudelnde4 ,in ,london allein destillirt man jhrlich #a ,million ,tonnen ,steinkohle zur ,leuchtgasfabrikation2 nimmt man an1 dass aller ,stickstoff als ,salmiak gewonnen werden knne1 so erhielte man gegen #aid1dfj ,ctr4 davon als jhrliches ,produkt2 ,greek3 b7 bei der ,ueberfhrung der ,steinkohle in ,koks bildet sich ebenfalls ,ammoniak1 welches man neuerdings ebenfalls in ,ammoniaksalze berzufhren gesucht hat4 ,nach zahlreichen erfolglos gebliebenen ,versuchen ist es in jngster ,zeit auf den grossen ,kokswerken in ,alais in ,frankreich gelungen1 ,ammoniaksalze mit ,vortheil zu gewinnen4 ,auch in den ,kokswerken der ,socit de carbonisation de la ,loire bei ,st4 ,etienne werden in dem ,knab'schen ,koksofen grosse ,mengen von ,ammoniaksalzen gewonnen4 ,es sei bei dieser ,gelegenheit darauf aufmerksam gemacht1 dass bei der immer noch im ,steigen begriffenen ,wichtigkeit der ,theerfarben die ltere ,methode der ,koksbereitung verlassen und ein neues ,verfahren eingefhrt werden sollte1 welches die ,gewinnung des der ,theerfarbenindustrie unentbehrlichen ,benzols gestattet und die der ,ammoniaksalze erleichtert2 ,greek3 g7 bei der ,verbrennung der ,steinkohlen als ,brennmaterial entweicht ein ,theil des ,stickstoffs derselben als ,ammoniak4 ,obgleich die ,bedingungen1 unter denen die ,steinkohle unter einer ,feuerung am vollstndigsten und besten verbrennt1 gerade diejenigen sind1 bei denen die ,bildung des ,ammoniaks verhtet wird1 und die ,condensation des ,ammoniaks aus den ,rauchgasen auf grosse ,schwierigkeiten stsst1 so liegen doch vielfache ,versuche vor1 das fr die ,technik so beraus wichtige ,problem zu lsen4 ,eine ,entziehung des ,ammoniaks aus den ,verbrennungsgasen dadurch1 dass man dieselben ber ,gyps1 ,eisenvitriol1 ,manganchlorr1 verwitterte ,braunkohle u4 dgl4 leitet1 bietet ,schwierigkeiten dar1 es scheint daher vortheilhafter1 sogleich bei der ,verbrennung der ,steinkohle dahin zu streben1 dass das ,ammoniak in den ,verbrennungsgasen in ,form eines leicht condensirbaren ,salzes1 z4 ,b4 von ,salmiak1 enthalten sei4 ,es werden zu dem ,ende die ,kohlen mit einer ,lsung von ,chlormagnesium befeuchtet1 wozu ,mutterlauge der ,salinen oder der ,verarbeitung des ,carnallits ,anwendung finden kann4 ,die bei der ,verbrennungstemperatur aus dem ,chlormagnesium sich entwickelnde ,salzsure verbindet sich mit dem gleichzeitig entstandenen ,ammoniak zu ,salmiak4 ,die ,verbrennungsgase werden aus dem ,rauchfange in eine ,kammer geleitet1 vielleicht unter ,mitwirkung eines ,exhaustors1 worin sich der ,salmiak absetzt1 der durch ,sublimation gereinigt wird4 ,kuhlmann liess die aus dem zum ,brennen der ,knochen dienenden ,ofen austretenden1 mit den ,verbrennungsgasen der ,steinkohlen gemischten ,dmpfe1 bevor sie in den ,schornstein gelangten1 durch einen grossen steinernen ,behlter strmen1 in welchem durch eine ,art ,schpfrad bestndig ,chlormanganlsung gehoben und in ,regenform ausgegossen wurde4 ,die salmiakhaltige ,flssigkeit wurde auf ,salmiak verarbeitet4 ,das ,resultat entsprach jedoch nicht den gehegten ,erwartungen1 da der sich schnell absetzende ,russ der ,absorption ,hindernisse bereitete4 ,sidenote3 ,ammoniak aus den ,condensationswasser der ,gasfabriken4 ,wie aus ,vorstehendem folgt1 haben die ,ergebnisse der ,bestrebungen1 den ,stickstoff der ,steinkohle bei der ,koksbereitung und bei ihrer ,benutzung als ,brennmaterial als ,ammoniak zu verwerthen1 fr die ,technik der ,gegenwart nur untergeordnete ,bedeutung1 desto wichtiger ist die trockne ,destillation der ,steinkohle zum ,zwecke der ,leuchtgasbereitung1 welche die hauptschlichste ,ammoniakquelle ist1 die berhaupt existirt4 ,bei der ,destillation der ,steinkohle bilden sich ausser den gasigen ,produkten1 die das ,leuchtgas ausmachen1 ,dmpfe1 die nach ihrer ,verdichtung als ,theer und als ,gas- oder ,condensationswasser auftreten4 ,letzteres ist im ,wesentlichen eine wsserige ,lsung von ,ammonsesquicarbonat1 welches ausserdem noch ,schwefelammon und ,cyanammon1 neben geringen ,mengen von ,schwefelcyanammon und ,salmiak enthlt4 ,durch ,theerbestandtheile ist es ferner stets gefrbt und verunreinigt4 ,der ,gehalt an ,ammoniak ist selbstverstndlich kein constanter2 derselbe hngt ab von dem ,feuchtigkeitsgrade der ,gaskohlen1 dem ,stickstoffgehalte derselben und der bei der ,destillation eingehaltenen ,temperatur4 ,je hher letztere ist und je lnger dieselbe einwirkt1 desto mehr wird der ,stickstoff der ,steinkohle als ,ammoniak auftreten1 whrend er ausserdem zum ,theil als ,anilin1 ,chinolin1 ,lepidin u4 s4 w41 zum ,theil auch als ,cyan auftritt4 ,in der ,steinkohle in dem ,zustande 7mit etwa #e ,proc4 hygroskopischem ,wasser71 wie sie in den ,gasfabriken ,anwendung findet1 ist #j1ge ,proc4 ,stickstoff enthalten4 #ajj ,kilogr4 einer solchen ,steinkohle knnen demnach unter den gnstigsten ,verhltnissen nur #j1ia ,kilogr4 ,ammoniak liefern#ga4 ,im ,durchschnitt hat man gefunden1 dass #a ,kubikmeter ,gaswasser wenigstens #ej ,kilogr4 trocknes ,ammonsulfat giebt1 so dass zur ,herstellung von #ajj ,kilogr4 dieses ,salzes #bj ,hektoliter 7 #dj ,ctr47 ,gaswasser erforderlich sind4 #ga ,nach ,a4 ,w4 ,hofmann 7,report by the ,juries1 ,london #ahfc p4 #eg7 giebt die ,steinkohle bei der ,destillation sogar nur #a_/c ihres ,stickstoffs ab1 #b_/c davon bleiben in dem ,koks4 ,genaue ,versuche in dieser ,richtung liegen jedoch nicht vor4 ,das ,ammoniak des ,gaswassers lsst sich auf verschiedene ,weise gewinnen4 ,dort1 wo man ,absatzquellen fr unreinen ,salmiak 7oder ,ammonsulfat7 und billiges ,brennmaterial hat1 kann man das ,gaswasser direct mit ,salzsure neutralisiren und die ,flssigkeit dann verdampfen4 ,ein solches ,verfahren findet z4 ,b4 in einer ,salmiakfabrik zu ,liverpool statt1 wo man whrend der kalten ,jahreszeit wchentlich gegen #cjj ,ctr4 ,rohsalmiak darstellt4 ,in den meisten ,fllen wird das ,gaswasser einer ,dampfdestillation unterworfen1 um das ,ammoncarbonat daraus zu entfernen1 welches entweder auf ,ammonsulfat 7wie bei dem von ,mallet construirten ,apparat7 oder auf ,salmiakgeist 7wie bei der ,vorrichtung ,rose's7 verarbeitet wird4 ,illustration3 ,fig4 #aaa4 ,sidenote3 ,mallet's ,apparat4 ,der ,apparat ,mallet's1 der in mehreren grsseren ,gasfabriken angewendet wird und ,fig4 #aaa im ,vertikaldurchschnitte dargestellt ist1 grndet sich darauf1 dass ,wasserdampf in grosse mit ,gaswasser angefllte ,gefsse geleitet wird1 aus denen er das reine oder kohlensaure ,ammon1 je nachdem man vorher ,kalk zusetzt oder nicht1 austreibt1 welches in eine saure ,flssigkeit gelangt1 wodurch es in schwefelsaures ,ammoniak bergefhrt wird4 ,er besteht aus zwei 7oder drei7 staffelfrmig ber einander stehenden ,kesseln ,a und ,b aus starkem ,eisenblech4 ,a steht direct ber der ,feuerung und ist am ,deckel mit einem ,bleirohr c versehen1 welches in die ,flssigkeit des zweiten eingemauerten ,kessels ,b taucht1 welcher nach und nach erwrmt wird4 ,jeder ,kessel ist mit einem ,mannloch b und e und mit einem ,rhrapparat a und a' versehen4 ,die beiden ,kessel ,a und ,b stehen unter sich ausser durch das ,rohr c auch noch durch das ,rohr d in ,verbindung1 durch welches das erschpfte ,gaswasser aus ,b nach ,a gelangen kann1 um aus ,a durch ein mit ,hahn versehenes ,rohr 7in der ,zeichnung nicht sichtbar7 abzufliessen4 ,die beiden ,kessel werden mit ,gaswasser unter ,zusatz von ,kalkmilch angefllt4 ,es wird das ,ammoniak frei und es bilden sich ,calciumcarbonat und ,schwefelcalcium1 welche nach dem ,austreiben des ,ammoniaks in dem ,wasser zurckbleiben4 ,die zu behandelnden ,gaswsser gelangen schon vorgewrmt mittelst des ,rohres h aus dem ,khlapparat ,d in die beiden ,kessel4 ,der ,khlapparat ,d wird durch die ,trichterrhre g aus dem ,reservoir ,e gespeist4 ,das aus dem ,kessel ,a sich entwickelnde ,ammoniakgas geht nebst einem ,dampfstrom in den ,kessel ,b1 erwrmt das daselbst befindliche ,gaswasser und treibt das ,ammoniak aus demselben aus4 ,das ,gas geht aus ,b durch das ,rohr c' in den ,waschapparat und von da in den ,khlapparat ,d1 in welchem mit ,gaswasser gekhlt wird1 und zuletzt in den ,khlapparat ,f1 den man mit gewhnlichem ,wasser khlt4 ,das in beiden ,khlapparaten condensirte ,wasser und das ,ammoniakgas gelangen in das ,gefss ,g1 aus welchem die ,pumpe ,r die ,flssigkeit in das ,waschgefss ,c fhrt1 aus welchem es von ,zeit zu ,zeit in den ,kessel ,b abgelassen wird1 um das ,ammoniak ein zweites ,mal auszutreiben4 ,das nicht verdichtete ,ammoniakgas geht aus dem ,gefsse ,g in einen ,woulf'schen ,apparat4 ,die erste ,flasche ,h enthlt ,olivenl1 welches die dem ,ammoniak beigemengten ,kohlenwasserstoffe zurckhalten soll1 die ,flasche ,i ,natronlauge1 um das ,gas von allen fremden ,krpern zu befreien1 die letzte ,flasche endlich ist zur ,hlfte mit reinem ,wasser angefllt4 ,aus dieser letzten ,waschflasche geht das ,ammoniakgas in ein grosses1 mit ,blei ausgefttertes ,gefss ,l1 welches verdnnte ,schwefelsure1 wenn man ,ammonsulfat darstellen will1 oder ,wasser enthlt1 wenn man ,salmiakgeist darzustellen beabsichtigt4 ,das ,gefss ,l wird mit kaltem ,wasser gekhlt und ist mit einer ,trichterrhre i zum ,einfllen der ,sure und mit einem ,rohre versehen1 welches das nicht absorbirte ,gas in das mit ,wasser gefllte ,gefss fhrt4 ,der ,inhalt des ,sttigungsgefsses ,l wird nach geschehener ,neutralisation zum ,krystallisiren verdampft4 ,illustration3 ,fig4 #aab4 ,sidenote3 ,rose's ,apparat4 ,handelt es sich um die ,darstellung von ,salmiakgeist1 so kann der von ,rose in ,schningen bei ,braunschweig construirte ,apparat1 welcher in ,fig4 #aab im vertikalen ,durchschnitt abgebildet ist1 empfohlen werden4 ,dieser ,apparat besteht aus dem direct erhitzten ,kessel ,a1 den ,vorwrmern ,b und ,c1 welche durch die ,verdichtungsrhren d1 e und f erhitzt werden1 ferner aus den durch die ,leitung g mit den ,condensatoren verbundenen ,absorptionsgefssen ,d1 ,e und ,f1 von welchen die beiden letzteren durch die ,gasfilter ,g und ,h mit einander in ,verbindung stehen4 ,das vorgewrmte ,gaswasser in ,b und ,c kann durch die mit ,hhnen versehenen ,rhren m und l in den ,kessel geleitet werden1 whrend das kalte ,gaswasser nicht in den ,kessel1 sondern stets in die beiden ,khlapparate ,b und ,c kommt4 ,der ,kessel wird mit #b_/c seines ,volumens an ,gaswasser und #a_/c ,kalkhydrat beschickt4 ,die blechernen ,gasfilter ,g und ,h sind durch ,bleirohr mit einander verbunden und mit frisch ausgeglhter ,holzkohle beschickt1 welche aus dem durchgehenden ,gase alle brenzlichen ,stoffe aufnimmt4 ,von den ,absorptionsgefssen enthlt ,d ,salzsure1 dagegen ,e und ,f reines ,wasser4 ,nachdem ,kessel1 ,vorwrmer und ,absorptionsgefsse beschickt und die ,gasfilter aufgesetzt sind1 beginnt die ,feuerung unter dem ,kessel ,a2 das mit ,wasserdampf gemischte ,ammoniakgas verliert in den ,condensatoren e und f einen ,theil seines ,wassers1 welches in den ,kessel zurckluft4 ,in die ,flssigkeit im ,kessel ist eine mit ,messingfeile gefllte ,blechhlse b eingelassen1 in welcher ein ,thermometer angebracht ist4 ,sobald die ,temperatur #ib-id ,c4 zeigt1 wird der ,hahn h geffnet und der bisher offene ,hahn i geschlossen1 damit das ,ammoniakgas in die ,salzsure des ,gefsses ,d strme4 ,nachdem die ,gasfilter1 durch welche das ,ammoniakgas bisher gereinigt wurde1 durch neue ersetzt sind1 schliesst man h und lsst das ,gas wieder durch i nach ,e und von da aus durch die ,gasfilter ,g und ,h nach dem ,hauptabsorptionsgefsse ,f treten4 ,die ,gasfilter werden erneuert1 sobald die ,temperatur im ,kessel ,a auf #if1 #ih und #ajj gestiegen ist4 ,hat die ,temperatur #ajc ,c4 erreicht 7dabei ist vorausgesetzt1 dass der ,siedepunkt des ,wassers an dem betreffenden ,orte #ajj ,c4 ist71 so ist aus der ,flssigkeit in ,a alles ,ammoniak entwichen und man lsst sie durch den ,hahn a abfliessen4 ,der ,kessel wird von ,neuem mit ,kalk und mit dem vorgewrmten ,gaswasser aus den ,vorwrmern ,b und ,c beschickt4 ,whrend die ,temperatur im ,kessel ,a nach und nach auf #ajc steigt1 erwrmt sich der ,vorwrmer ,b auf #ij und ,c auf #be-cb4 ,das ,gefss ,f enthlt #aej-abj ,liter ,wasser1 welche in ,salmiakgeist von #j1iaj-j1ibj specifisches ,gewicht bergefhrt werden4 ,vorstehend beschriebener ,apparat1 bei welchem durch die glsernen ,sicherheitsrhren c und n eine ,controle fr die ,grsse des ,gasdruckes geboten ist1 kann in den ,gasfabriken so angebracht werden1 dass die belriechenden ,gaswsser aus den cementirten und verschlossenen ,cisternen in gusseisernen ,rhren in die ,vorwrmer geleitet werden knnen und auf diese ,weise die ,verarbeitung ohne alle ,belstigung fr die ,umwohnenden vor sich geht4 ,illustration3 ,fig4 #aac4 ,sidenote3 ,lunge's ,apparat4 ,vorstehendem ,apparat ist bei weitem der von ,g4 ,lunge angegebene vorzuziehen4 a 7,fig4 #aac7 ist der ,destillirkessel1 b das ,gasrohr1 welches sich in die ,schlange c fortsetzt1 die in dem mit ,ammoniakwasser gefllten ,gefsse d aus ,eisenblech 7besser als von ,holz1 ausser wenn dieses mit ,blei ausgelegt ist7 liegt4 ,das ,rohr e mit ,hahn gestattet es1 den ,inhalt von d nach a fliessen zu lassen1 wenn dieses nach ,beendigung der ,arbeit entleert worden ist4 ,das ,ablassrohr f ist so angebracht1 dass es nicht leicht durch den ,kalk verstopft und jedenfalls ohne ,schwierigkeit gereinigt werden kann4 g ist das ,kegel- oder ,kugelventil1 welches whrend der ,arbeit das ,ablassrohr f verschliesst4 ,der rechenfrmige ,rhrer h dient dazu1 um den ,kalk nicht am ,boden anbrennen zu lassen und ihn vor dem ,ablassen aufzurhren4 h ist das ,fllrohr fr das ,gefss d4 ,man bemerke auch das ,verbindungsrohr i1 dessen ,hahn geffnet wird1 wenn die ,flssigkeit in d zu heiss wird und ,dmpfe entbindet2 diese gehen dann durch i nach b und c1 gemeinschaftlich mit den ,dmpfen aus dem ,kessel a4 ,sie gehen weiter nach dem ,waschgefsse k1 welches man mit ,kalkmilch fllen kann2 auch knnte man es z4 ,b4 mit ,holzkohle beschicken1 man msste dann nur statt des ,flltrichters eine weitere ,oeffnung anbringen4 ,dann gehen die ,dmpfe in das ,absorptionsgefss l1 welches aus ,holz1 mit ,blei ausgelegt1 besteht4 ,das ,blei darf nicht gelthet1 sondern muss mit der ,knallgasflamme zusammengeblasen sein4 ,das ,gas tritt durch das unten trichterfrmig erweiterte ,bleirohr m ein2 unter diesem steht eine ,bleischale4 ,diese ist als ,verbesserung angebracht1 weil der ,bleiboden da1 wo die ,dmpfe direct auf ihn blasen1 sehr schnell zerstrt wird2 auch kann man das ,gasrohr nicht aufwrts biegen1 weil es sich dann zu leicht verstopfen wrde4 o ist ein kleineres1 oben offenes ,gefss von ,holz mit ,bleiverkleidung1 in welches man die ,sureballons ausleert2 die ,sure dann fliesst durch den mit ,thonhahn versehenen ,heber p in das ,saturationsgefss l ab1 indem man ihre ,menge so regulirt1 dass die ,flssigkeit nur immer eben sauer bleibt4 ,die entweichenden ,dmpfe werden in der ,haube r aufgefangen und durch ein weites 7punktirt angegebenes7 ,rohr in den nchsten ,schornsteinzug1 am besten aber noch durch ein brennendes ,feuer gefhrt4 ,man kann auch den ,zugcanal von dem ,kessel a her unter dem ,boden von l her fhren1 welcher dann natrlich nicht eine ,unterlage von ,holz1 sondern von ,eisen haben muss2 aber dies ist kaum nthig1 da schon ohnehin eine usserst reichliche ,ausscheidung von ,salz in l stattfindet4 ,man zieht dasselbe von der offenen ,vorderseite 7rechts7 aus auf dem geneigten ,boden nach der ,vertiefung s hin1 in welcher ein durchlcherter ,bleieimer steht2 wenn dieser voll von ,salz ist1 zieht man ihn vermittelst der abgebildeten ,kette und ,rolle in die ,hhe1 was durch ,hlfe des ,gegengewichtes t ohne alle ,mhe geschehen kann1 lsst ihn einige ,augenblicke abtropfen und entleert ihn dann in den ,weidenkorb u1 von welchen mehrere an der ,seitenwand das ,gefss l entlang stehen4 ,im ,uebrigen wird verfahren wie bei dem ,apparate von ,rose1 nur ist kein ,abdampfen erforderlich1 da alle ,mutterlaugen nach l zurcklaufen4 ,sidenote3 ,ammoniak aus gefaultem ,harne4 ,eine wichtige ,ammoniakquelle ist #i7 der gefaulte ,harn4 ,wenn stickstoffhaltige organische ,krper der ,fulniss unterliegen1 so bildet sich stets ,ammoniak und zwar1 wenn der organische ,krper eine ,protensubstanz war1 zum ,theil als kohlensaures ,ammoniak1 zum ,theil als ,schwefelammon4 ,war dagegen der organische ,krper schwefelfrei1 und nur solche knnen zur ,herstellung des ,ammoniaks ,verwendung finden1 so bildet sich nur ,ammoncarbonat4 ,dies ist der ,fall bei der ,fulniss des ,harnes1 wo der ,harnstoff ,,ch#d,n#b,o unter ,wasseraufnahme in ,ammoncarbonat bergeht4 ,der gefaulte ,harn wird entweder fr sich benutzt1 so z4 ,b4 zum ,entschweissen der ,wolle und zum ,entfetten des ,tuches1 oder der ,destillation unterworfen4 ,das ,destillat nennt man ,harngeist4 ,illustration3 ,fig4 #aad4 ,zur ,destillation eignet sich besonders der von ,figuera in dessen ,fabrik zu ,bondy bei ,paris angewendete ,apparat1 der auch in ,deutschland bekannt zu werden verdient4 ,der ,inhalt der ,latrinen und ,kloaken von ,paris wird in la ,villette deponirt und von da mittelst colossaler ,pumpen in ein ,leitungsrohr getrieben1 welches1 mit dem ,ourcq-,canal parallel laufend1 in der ,entfernung von einigen ,kilometern in die grossen ,reservoirs mndet1 die in der ,nhe von ,bondy1 mitten im ,walde gleichen ,namens liegen4 ,nach einiger ,zeit scheidet sich in diesen ,reservoiren eine feste ,masse ab1 welche nach berstandener ,ghrung und dem ,trocknen als ,poudrette in den ,handel gelangt4 ,die ber diesem ,absatz stehende ziemlich klare ,flssigkeit zapft man in andere ,bassins ab4 ,man nennt diese ,flssigkeit ,eaux vannes1 wir wollen sie ,glle nennen4 ,sowie dieselbe in die ,bassins kommt1 enthlt sie nur wenig ,ammoniak1 das aber in grosser ,menge sich bildet1 sobald die ,flssigkeit in ,fulniss tritt4 ,nach etwa einem ,monat ist die ,flssigkeit zur ,destillation reif4 ,der ,apparat ,figuera's 7,fig4 #aad7 besteht wesentlich aus einem ,dampfkessel1 dessen ,dampf in zwei grosse ,eisenblechcylinder strmt1 die mit gefaulter ,glle angefllt sind2 das ausgetriebene kohlensaure ,ammoniak verdichtet sich zunchst in dem bleiernen ,schlangenrohre eines ,khlapparates und gelangt im tropfbarflssigen ,zustande in eine saure ,flssigkeit1 wodurch es in ,ammonsulfat bergefhrt wird4 ,die ,einrichtung des ,apparates ist folgende3 ,der ,holzbottich ,a fasst #bej ,hektoliter ,glle und wird durch das ,rohr h gefllt4 ,c und ,c' sind zwei ,blechgefsse von je #ajj ,hektoliter ,capacitt1 ,p und ,p' sind hnliche1 doch weit kleinere ,gefsse1 deren ,bestimmung weiter unten angegeben werden wird4 ,beim ,beginn der ,arbeit wird der #acj ,hektoliter fassende ,dampfkessel ,w mit der durch die vorhergehende ,destillation fast erschpften ,flssigkeit aus ,c und ,c' gefllt2 sie enthlt noch kleine ,mengen von ,ammoniak und ist ausserdem so heiss1 dass die ,operation ununterbrochen fortgehen kann4 ,die in ,a vorgewrmte ,glle geht durch ein vom ,boden des ,bottiches ,a ausgehendes ,rohr nach ,c und von da durch das ,rohr h'' nach ,c''1 worauf ,a mit neuer ,glle gespeist wird4 ,der ,dampfkessel ist mit drei ,rhren versehen2 ,t ist das ,dampfrohr1 das ,rohr m geht in den ,kessel bis auf einige ,centimeter vom ,boden herab und erhebt sich hier ber die ,bedachung der ,fabrik2 n ist ein ,sicherheitsrohr und zeigt zugleich durch ,emporsteigen von ,schaum an1 sobald die ,flssigkeit im ,dampfkessel bis zur unteren ,mndung des ,rohres m gefallen ist2 v endlich ist ein gewhnliches mit ,hahn verschlossenes ,rohr4 ,der in dem ,dampfkessel entwickelte ,dampf geht durch das ,rohr ,t und nimmt die kleine ,menge ,ammoniak mit sich1 welche die ,flssigkeit im ,dampfkessel noch enthielt2 der ,dampf geht zunchst nach ,c und entwickelt daraus kohlensaures ,ammoniak1 welches durch das ,rohr t in das ,gefss ,p entweicht4 ,letzteres ,gefss hat folgenden ,zweck3 ,der in ,c einstrmende ,dampf bewirkt ein ,wallen der ,flssigkeit und betrchtliches ,schumen4 ,unter normalen ,verhltnissen steigt der ,schaum in dem ,rohr t empor und darf selbst in ,p eine gewisse ,hhe erreichen1 das ,gefss aber nie anfllen1 weil sonst der ,schaum in das ,rohr ,t' steigen und die ,flssigkeit in dem ,gefsse ,c' verunreinigen wrde4 ,um den ,stand des ,schaums in dem ,gefsse ,p zu erkennen1 nimmt der ,arbeiter von ,zeit zu ,zeit einen der drei ,holzpfropfen heraus1 welche drei ,oeffnungen in verschiedener ,weite an der ,seite verschliessen1 und sieht1 durch welche ,oeffnung der ,schaum ausfliesst4 ,hlt er den ,gang der ,operation fr zu heftig1 so mssigt er das ,feuer unter dem ,dampfkessel4 ,aus dem ,gefss ,p geht der ,dampf durch ,t' nach ,c'1 wo er auf die nmliche ,weise wirkt wie in ,c1 entweicht durch das ,rohr t'1 passirt durch das zweite ,probegefss ,p' und geht von da mittelst des ,rohres ,t'' in das ,bleirohr des ,khlapparates1 wo er durch die ,glle1 die als ,khlwasser dient1 condensirt wird4 ,die verdichteten ,produkte begeben sich durch das ,rohr t'' in einen mit ,bleiplatten ausgeftterten ,bottich1 der die zur ,sttigung des ,ammoniaks erforderliche ,menge ,schwefelsure enthlt4 ,nach beendigter ,destillation1 die ungefhr zwlf ,stunden dauert1 wird der ,dampfkessel durch das ,rohr v ausgeleert und sofort wieder mit ,glle aus ,c und ,c' angefllt1 worauf die ,arbeit von ,neuem beginnt4 ,der ,ammoniakgehalt der in ,bondy verarbeiteten ,glle ist ein nicht constanter2 im ,durchschnitt aber lsst sich annehmen1 dass #a ,kubikmeter 7etwa #dj ,kubikfuss7 #i-ab ,kilogr4 ,ammonsulfat liefern4 ,jede ,destillation giebt gegen #bjj ,kilogr4 davon4 ,da die ,fabrik in ,bondy mit eilf ,apparaten arbeitet1 so producirt sie tglich etwa #bbjj ,kilogr4 7 #ej ,ctr47 ,ammonsulfat1 was einem ,quantum von #bejj bis #cjjj ,hektoliter ,glle entspricht4 -- ,wie wichtig die ,gewinnung von ,ammoniaksalzen aus dem ,harn werden knnte1 geht aus dem ,umstande hervor1 dass1 wenn man in ,paris die #hjj1jjj ,kubikmeter ,harn1 die jhrlich in den ,gossen und ,abzugscanlen verloren gehen1 auf ,ammoniak verarbeiten wollte1 man ungefhr #g-hjj1jjj ,kilogr4 ,ammonsulfat 7 #adj-afj1jjj ,ctr47 gewinnen wrde4 ,sidenote3 ,ammoniak aus ,knochen4 #aj7 ,durch trockne ,destillation von ,thiersubstanzen1 als der ,knochen1 des ,horns 7,hufe von ,pferden1 ,rindvieh1 ,hornspne von ,horndrehern71 der ,abgnge von ,huten 7,schwanz-1 ,kopf- und ,fussenden aus den ,gerbereien71 des ,fleisches gefallener ,thiere1 getrockneter menschlicher oder thierischer ,excremente etc41 zersetzt sich die organische ,substanz und der grsste ,theil derselben geht in ,gestalt von ,ammoncarbonat1 ,wasser1 ,cyan und ,schwefelammon und eines ,oeles1 ,thierl oder ,knochenl ber1 in welchem ,anderson ausser einigen ihrer ,constitution nach noch unbekannten ,basen 7,pyrrolbasen7 und einer ,reihe von ,basen der ,aethylaminreihe1 folgende organische ,basen nachgewiesen hat3 ,pyridin ,c#e;,h#e,n1 ,picolin ,c#f;,h#g,n1 ,lutidin ,c#g;,h#i,n und ,collidin ,c#h;,h#aa,n4 ,der organische ,theil der genannten ,thiersubstanzen enthlt #ab bis #ah ,proc4 ,stickstoff1 so z4 ,b4 der ,knochenknorpel #ah ,proc41 so dass der ,stickstoffgehalt der ,knochen1 in denen der ,knorpel #a_/c des ,gewichtes ausmacht1 gegen #f ,proc4 betrgt4 ,bffelhorn enthlt #ag ,proc41 wollene ,lumpen enthalten #aj ,proc41 altes ,leder #f1g ,proc4 ,stickstoff4 ,die ,menge des ,ammoniaks in den ,produkten der ,destillation wechselt nicht nur nach der ,art und ,gte der ,rohmaterialien1 sondern auch nach der ,art der ,destillation und ,khlung und nach der bei ersterer angewendeten ,temperatur4 ,das ,ammoncarbonat1 welches bei der trocknen ,destillation als ,hauptprodukt sich bildet1 setzt sich zum ,theil in den ,khlgefssen im festen ,zustande als sogenanntes ,hirschhornsalz 7sal cornu cervi7 ab1 oder bleibt zum ,theil in der wssrigen ,flssigkeit gelst 7,hirschhorngeist1 spiritus cornu cervi74 ,illustration3 ,fig4 #aae4 ,die ,fabrikation der ,ammoniaksalze durch trockne ,destillation von ,thiersubstanzen1 einst schwunghaft betrieben und die hauptschlichste ,ammoniakquelle bildend1 hat seit der allgemeinen ,verbreitung der ,leuchtgasfabrikation aus ,steinkohle und der ,verarbeitung der dabei fallenden ,condensationswsser auf ,ammoniaksalze allen ,boden verloren und geschieht nur noch dort1 wo die ,verkohlung der ,thiersubstanz die ,fabrikation von ,knochenkohle1 von ,blutlaugensalz und von ,phosphor zum ,zwecke hat4 ,in fast allen diesen ,fllen wird die ,darstellung der ,ammoniaksalze als ein notwendiges ,uebel betrachtet4 ,die ,thiersubstanzen1 z4 ,b4 die ,knochen1 werden auf die ,weise verkohlt1 dass man dieselben in eiserne ,retorten oder ,cylinder bringt1 hnlich denen1 in welchen die ,steinkohlen zum ,zwecke der ,leuchtgasbereitung destillirt werden1 und die entweichenden ,produkte in ,vorlagen und ,khlapparaten auffngt4 ,fig4 #aae zeigt einen solchen ,apparat4 ,die zur ,destillation der ,knochen dienenden fnf ,retorten sind in dem ,gewlbe eines ,ofens eingemauert und sind an ihrem hinteren ,ende mit ,rhren c c versehen1 welche die sich bildenden ,gase und ,dmpfe in die erste ,bleikammer ,b leiten2 was sich darin nicht verdichtet1 geht durch das ,rohr d in die zweite ,bleikammer ,c4 ,die in den ,kammern verdichtete ,masse wird durch ,sublimation in eisernen ,tpfen ,d ,d mit bleiernen ,deckeln gereinigt4 ,unterwirft man nicht ,knochen1 sondern andere ,thiersubstanzen1 wie ,horn1 ,wolllumpen1 ,kalbshaare oder ,lederabflle zum ,zwecke der ,blutlaugensalzbereitung der trocknen ,destillation1 so erhlt man kein festes ,ammoncarbonat1 sondern eine ammoniakalische ,flssigkeit von #ac-ae ,b41 welche auf verschiedene ,weise zu gute gemacht werden kann4 ,das ammoniakalische ,wasser wird entweder fr sich mit ,schwefelsure oder ,salzsure neutralisirt1 wobei sich in der ,regel noch braune ,theerflocken abscheiden1 und dann nach dem ,filtriren auf die entsprechenden ,salze verarbeitet1 oder auf andere ,weise verwerthet4 ,so schlgt ,gentele hierzu folgenden ,weg ein in dem ,falle1 dass die ,phosphorfabrikation nicht als selbstndiger ,industriezweig1 sondern neben der ,fabrikation von ,knochenleim1 ,salmiak und ,blutlaugensalz betrieben wird4 ,der ,betrieb steht dann in folgendem ,zusammenhange3 ,die zur ,herstellung von ,blutlaugensalz angewendeten ,thierstoffe werden verkohlt2 die ,thierkohle dient zur ,blutlaugensalzfabrikation2 das als ,nebenprodukt gewonnene ,ammoncarbonat wird zur ,bereitung von ,salmiak benutzt4 ,die ,knochen werden nach ihrer ,entfettung mit ,salzsure ausgezogen und der zurckbleibende ,knorpel auf ,knochenleim verarbeitet4 ,das in der ,salzsure aufgelste ,calciumphosphat fllt man mit ,ammoncarbonat und verwendet es zur ,phosphordarstellung4 ,die ber dem ,niederschlage stehende ,salmiaklsung wird auf ,salmiak verarbeitet4 ,wo die ,oertlichkeit es gestattet1 verwendet man die ,mutterlaugen von ,salzsoolen1 von der ,verarbeitung des ,carnallits auf ,chlorkalium1 vom ,meerwasser etc41 welche smmtlich reich an ,chlormagnesium sind1 zur ,darstellung von ,salmiak1 indem man diese ,flssigkeiten mit dem ,hirschhorngeist fllt4 ,die zu verschiedenen ,zeiten von ,dyar und ,hemming1 ,schloesing u4 ,a4 gemachten ,vorschlge1 das ,ammoncarbonat haltige ,wasser durch ,mischen mit concentrirter ,kochsalzlsung und ,einleiten von ,kohlensuregas zur ,fabrikation von ,salmiak und von ,natriumbicarbonat zu verwenden1 sind im ,grossen kaum praktisch ausfhrbar4 ,sidenote3 ,ammoniak aus ,rben4 ,ammoniak #aa7 als ,nebenprodukt der ,rbenzuckerfabrikation4 ,beim ,kochen des ,rbensaftes entwickelt sich ,ammoniak in reichlicher ,menge1 welches man auf ,ammonsulfat verarbeitet4 ,das ,ammoniak ist ein ,zersetzungsprodukt der in dem ,rbensafte sich findenden ,asparaginsure und des ,betans4 ,eine ,fabrik1 die jhrlich #bjj1jjj ,ctr4 ,rben verarbeitet1 knnte #hgg ,ctr4 ,ammonsulfat 7nach ,renard1 #ahfi7 als ,nebenprodukt gewinnen4 ,sidenote3 ,technisch wichtige ,ammoniaksalze4 ,technisch wichtige ,ammoniaksalze4 ,der ,salmiak 7,chlorammonium1 salzsaures ,ammoniak7 ,,nh#d;,cl besteht in #ajj ,theilen aus ,ammoniak #ca1hc ,ammon #cc1ge oder ,salzsure #fh1bb ,chlor #ff1be und kam in frherer ,zeit aus ,aegypten1 welches vom #ac4 ,jahrhundert an bis zur zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts das ausschliessliche ,privilegium besass1 ganz ,europa mit ,salmiak zu versorgen4 ,man bereitete den ,salmiak in ,aegypten durch ,verbrennen des ,kameelmistes1 wo derselbe als ,brennmaterial dient4 ,die ,nahrung des ,kameels besteht fast nur als ,salzpflanzen4 ,der ,salmiak findet sich theils fertig gebildet in der ,kameelglle1 theils und zwar hauptschlich bildet er sich erst beim ,verbrennen des ,mistes aus den in den ,excrementen enthaltenen stickstoffhaltigen ,substanzen und den ,chlormetallen 7,chlorkalium1 ,chlornatrium74 ,in dem beim ,verbrennen des an der ,sonne getrockneten ,kameelmistes sich bildenden ,russ ist der ,salmiak enthalten4 ,er wurde sorgfltig gesammelt und dann in besonderen ,anstalten der ,sublimation unterworfen4 ,illustration3 ,fig4 #aaf4 ,auf ,grund der in ,aegypten gemachten ,erfahrungen hat man in ,gegenden1 wo der ,mist nur wenig ,werth hat und als ,brennmaterial dient durch ,nachahmung jenes ,vorganges ,salmiakfabriken zu grnden versucht1 indem man die ,excremente der ,thiere mit ,kochsalz vermischte1 diese trocknete und dann verbrannte4 ,in ,europa stellte man zuerst ,salmiak durch trockne ,destillation der ,oelkuchen und aus dem beim ,brennen der ,pechkohle sich bildenden ,russ dar4 ,die erste ,salmiakfabrik ,deutschlands war die der ,gebrder ,gravenhorst in ,braunschweig 7#agei74 ,heutzutage wird der ,salmiak aus dem ,ammoniak dargestellt1 welches als ,produkt der trocknen ,destillation der ,knochen und der ,steinkohlen1 sowie der ,destillation des gefaulten ,harnes auftritt4 ,man erhlt1 wie oben ausfhrlich errtert1 durch ,neutralisation des ,gaswassers mit ,salzsure 7vergl4 ,seite #bef71 als ,nebenprodukt bei der ,fabrikation von ,knochenleim und ,phosphor 7vergl4 ,seite #bfa71 aus ,ammoncarbonat und ,kochsalzlsung1 chlormagnesiumhaltiger ,mutterlauge etc4 7vergl4 ,seite #bfa7 und endlich aus ,ammonsulfat und ,kochsalz4 ,der auf die eine oder die andere ,weise erhaltene1 stets gelblich gefrbte ,rohsalmiak muss behufs seiner ,reinigung sublimirt werden4 ,die ,sublimation geschieht in gusseisernen flachen ,kesseln w 7,fig4 #aaf71 die aus ,platten zusammengenietet und inwendig mit feuerfesten ,steinen ausgesetzt sind4 ,unter dem ,kessel befindet sich die ,feuerung4 ,nachdem der ,salmiak in den ,kessel eingetragen und festgestampft worden ist1 beginnt man den ,kessel vorsichtig zu erwrmen1 bis aus dem ,salmiak alles ,wasser ausgetrieben worden ist4 ,darauf legt man auf den ,rand des ,kessels einen ,ring aus ,lehmbrei und drckt in diesen einen ,deckel aus ,gusseisen ,f1 ,g und ,h1 welcher die ,gestalt eines ,uhrglases hat4 ,diese ,deckel lassen sich mittelst der ,rollen und ,gewichte ,b1 ,c und ,d heben und senken4 ,anstatt dieser ,deckel wendet man auch ,hauben von ,blei an1 deren obere ,oeffnung mit einer eisernen ,stange lose verschlossen ist4 ,damit der ,deckel whrend der ,sublimation durch den ,druck im ,innern nicht abgeworfen werde1 beschwert man ihn mit ,gewichten oder befestigt ihn sonst auf dem ,kessel4 ,die ,eisenstange wird whrend der ,sublimation von ,zeit zu ,zeit herausgezogen1 um den nicht verdichteten ,dmpfen ,ausgang zu verschaffen4 ,nach und nach verstrkt man das ,feuer4 ,die ,temperatur ist mit grosser ,sorgfalt zu reguliren2 wre die ,wrme zu gering1 so wrde man ein lockeres und undurchsichtiges ,produkt erhalten und nicht das feste und durchscheinende ,produkt1 wie es im ,handel gewnscht wird4 ,bei zu hoher ,temperatur dagegen knnten die in dem ,rohsalmiak enthaltenen organischen ,substanzen verkohlen und durch die sich hierbei bildenden flchtigen ,produkte den ,salmiak verunreinigen4 ,die ,erfahrung hat gelehrt1 dass es vortheilhaft sei1 mglichst grosse ,sublimationsgefsse1 etwa von #b-a_/b-c ,meter innerem ,durchmesser anzuwenden4 ,wenn der sublimirte ,kuchen eine ,dicke von #f-ab ,centim4 erreicht hat1 unterbricht man die ,sublimation1 entfernt die erhrtete ,masse aus dem ,deckel oder der ,haube und befreit sie mittelst eines ,hobels von anhngenden ,unreinigkeiten4 ,eine neben den ,sublimirfen befindliche ,trockenvorrichtung1 welche mit ,hlfe des ,schiebers ,e und der ,vorrichtung ,a verschlossen werden kann1 dient zum ,trocknen des zu sublimirenden ,salmiaks4 ,illustration3 ,fig4 #aag4 ,gegenwrtig geschieht das ,sublimiren des ,salmiaks hufig auch in ,tpfen oder auch in ,glaskolben4 ,der zu sublimirende ,salmiak wird mit #bj-cj ,proc4 seines ,gewichtes gepulverter ,thierkohle gemengt und das ,gemisch in einer erhitzten ,schale aus ,thon oder aus ,blei bis zur staubigen ,trockne erwrmt und dann in die ,sublimirgefsse gebracht4 ,diese sind in einigen ,fabriken ,tpfe ,b und ,m 7,fig4 #aag7 aus ,steinzeug1 welche in zwei ,reihen auf einem ,gewlbe ber einer ,feuerung ,g stehen4 ,jeder ,topf ist #ej ,centimeter hoch4 ,oben wird durch eine eiserne ,platte1 welche jedem ,topfe entsprechende ,ausschnitte hat1 das ,ganze geschlossen4 ,jeder ,topf wird mit einem andern topfhnlichen ,gefsse1 meist einem ,blumentopfe1 bedeckt4 ,die ,sublimirtpfe stehen bis an den ,blumentopf in ,sand4 ,in ,fabriken1 wo man ,glaskolben zum ,sublimiren verwendet1 sind diese ,kolben #fj ,centim4 hoch1 mit einem ,durchmesser von #cj ,centim4 und mit einem etwas abgeplatteten ,boden versehen4 ,an der ,stelle1 wo der ,hals auf den ,kolben aufsitzt1 sind sie abgesprengt4 #af dieser ,kolben1 von denen ein jeder mit #i ,kilogr4 des ,gemisches von ,salmiak mit ,kohle beschickt ist1 werden in zwei ,reihen auf einen ,galeerenofen gebracht und in eiserne ,sandkapellen eingesetzt1 so dass die ,kolben etwa #a_/c ihrer ,hhe ber den ,kapellenrand hervorragen4 ,der ,kolben wird bis fast an den ,hals mit einer fingerdicken ,sandschicht belegt1 vorher aber mit einer ,bleiplatte berdeckt4 ,im ,anfange der ,operation lsst man einige ,minuten die ,salmiakdmpfe aus dem offen gehaltenen ,kolben entweichen1 damit die im ,kolben befindliche ,luft ausgetrieben werde1 und bedeckt dann die ,kolbenffnung mit einer gut schliessenden ,bleiplatte4 ,sobald letztere mit einem glasartig glnzenden ,sublimat bedeckt erscheint1 wird der ber die ,kapelle sich erhebende ,kolbentheil von allem ,sande entblsst und nun ,sorge getragen1 dass die ,bleiplatten nicht zu fest an den ,kolben backen1 zu welchem ,behufe der ,arbeiter von ,zeit zu ,zeit an die untere ,bleiflche klopft4 ,erscheint der ,salmiak glasig und wird beim ,anklopfen die ,bleiplatte nicht mehr unter ,entwickelung von ,dampf gehoben1 so lsst man die ,platte ruhig auf dem ,kolben1 damit der ,salmiak zu einer glashnlichen ,masse sublimire4 ,dem vollstndigen ,verschliessen der oberen ,oeffnung muss durch zeitweiliges ,nachbohren mit einem spitzigen ,eisen vorgebeugt werden4 ,nach #ab bis #af ,stunden ist die ,sublimation beendigt4 ,es werden dann die ,bleiplatten entfernt und durch ,korkpfropfen oder durch ,baumwollbusche ersetzt1 und die ,kapellen langsam erkalten gelassen4 ,whrend des ,abkhlens dehnt sich der ,salmiak aus und sprengt die ,glaskolben4 ,der von den ,glasscherben befreite ,salmiakhut wird mittelst eines ,messers von allen unreinen ,stellen durch ,schaben befreit und dann in ,hutform verpackt4 ,der auf diese ,art sublimirte ,salmiak ist krystallinisch und vollkommen weiss4 ,handelt es sich darum1 ihn vollkommen frei von ,eisen zu haben1 so mischt man den zu sublimirenden ,salmiak mit #e ,proc4 saurem ,calciumphosphat oder #c ,proc4 ,ammonphosphat4 ,hierdurch wird des ,chloreisen zersetzt und das ,eisen bleibt als ,phosphat in der ,retorte zurck1 whrend der ,salmiak im eisenfreien ,zustande sublimirt4 ,der im ,handel vorkommende ,salmiak ist entweder sublimirt oder krystallisirt4 ,ersterer bildet meniskenhnliche ,scheiben von #e-ae ,kilogr4 ,gewicht 7die englischen ,salmiakbrote sind bis zu #ej ,kilogr4 schwer71 welche weiss und durchscheinend1 fett glnzend1 klingend und aus parallelen faserigen und splittrigen ,schichten gebildet sind4 ,gewhnlich sind sie aus mehreren ,schichten gebildet4 ,der krystallisirte ,salmiak oder die ,salmiakblume wird erhalten1 indem man den durch ,umkrystallisiren gereinigten ,salmiak mit siedend gesttigter ,salmiaklsung zu einem dicken ,brei anrhrt und diesen dann in ,zuckerformen aus ,steinzeug oder glasirtem ,eisen stampft1 nach dem ,abtropfen der ,lauge aus der ,form entfernt und die ,brote nach dem vollstndigen ,trocknen in blaues ,papier gepackt in den ,handel bringt4 -- ,der ,salmiak findet in grosser ,menge in der ,arzneikunde ,anwendung4 ,in der ,technik verwendet man ihn beim ,verzinnen und ,verzinken des ,kupfers1 ,eisens und ,messings1 sowie beim ,lthen4 ,ausserdem dient derselbe in der ,zeugdruckerei1 der ,farbenfabrikation1 vor dem ,bekanntwerden des ,deville'schen ,verfahrens in der ,platingewinnung und ,fabrikation des ,platinschwammes1 in der ,schnupftabakfabrikation1 zur ,herstellung von ,eisenkitt 7#a ,th4 ,salmiak1 #b ,th4 ,schwefel und #ej ,th4 ,eisenfeilspne71 von reinem ,salmiakgeist1 ,ammoncarbonat und anderen ,ammoniakprparaten4 ,sidenote3 ,ammonsulfat4 ,das ,ammonsulfat 7schwefelsaures ,ammoniak7 7,,nh#d7b,,so#d findet sich in der ,natur in kleiner ,menge in dem ,mineral ,mascagnin1 in grosser ,menge neben der ,borsure in ,toskana und macht einen ,bestandtheil des ,boussingaultits 7vergl4 ,seite #bec7 aus4 ,man erhlt es1 wie schon in dem ,vorhergehenden erwhnt1 durch ,neutralisation von ,ammoncarbonat aus dem ,condensationswasser der ,gasfabriken1 den ,produkten der trocknen ,destillation der ,knochen1 des gefaulten ,harnes mit ,schwefelsure 7,kammersure71 oder durch ,zersetzen desselben mit ,gyps oder mit ,eisenvitriol4 ,es wird durch ,abdampfen und ,krystallisirenlassen der ,lsung gewonnen4 ,die bei ,anwendung von ,theerwasser in der ,regel braungefrbten ,krystalle lassen sich durch ,wiederauflsen1 ,filtriren der ,lsung durch ,thierkohle und ,krystallisiren reinigen oder dadurch1 dass man die ,lsung bis zur ,krystallisation bringt und die aus der ,flssigkeit whrend des ,abdampfens sich abscheidenden ,krystalle herauskrckt1 sie in ,krben abtropfen lsst und sie dann auf erwrmten ,platten von ,charmottesteinen scharf trocknet4 ,hierdurch werden die anhngenden ,theertheile bis zur vlligen ,zersetzung erhitzt1 ohne dass das ,ammonsulfat eine ,vernderung erleidet1 welches man nun durch ,behandeln mit ,wasser1 ,filtriren und ,abdampfen der ,lsung in vllig reinem ,zustande erhlt4 ,fr die ,darstellung des ,ammonsulfates ist es von ,belang1 dass durch ,sttigen von ,ammoncarbonat mit schwefliger ,sure 7durch ,rsten von ,pyriten1 ,zinkblende etc4 erhalten7 dargestelltes ,ammonsulfit an der ,luft nach und nach in ,ammonsulfat bergeht4 ,dieses ,salz ist das wichtigste aller ,ammoniaksalze1 insofern es den ,ausgangspunkt zur ,fabrikation des ,salmiaks1 des ,ammoncarbonates1 ,salmiakgeistes etc4 bildet4 ,fr sich findet es ausgedehnte ,anwendung in der ,alaunfabrikation und von ,dngerprparaten4 ,eine wsserige ,lsung von ,ammonsulfat 7#a 3 #aj7 ist empfohlen worden1 um leicht feuerfangende ,gewebe und ,gespinnste vor der ,entflammung zu schtzen4 ,sidenote3 ,ammoncarbonat4 ,das ,ammoncarbonat1 wie es in der ,technik und ,pharmacie ,verwendung findet1 ist sogenanntes anderthalb-kohlensaures ,ammon oder ,ammonsesquicarbonat und ist nach der ,formel 7,,nh#d7d;,c#c,o#h oder #b7,,nh#db;,,co#c7 ,,co#b zusammengesetzt4 ,es wird entweder direct aus den ,produkten der trocknen ,destillation der ,knochen oder durch ,sublimiren eines ,gemenges von ,salmiak mit ,kreide gewonnen4 ,was die erstere ,methode betrifft1 so erhlt man bei der trocknen ,destillation von ,knochen ausser dem ,hirschhorngeist1 der wesentlich eine wsserige ,lsung von kohlensaurem ,ammon ist1 in den aus ,steinplatten zusammengefgten ,condensationskammern ein festes ,sublimat von kohlensaurem ,ammon 7,hirschhornsalz71 welches durch beigemengten ,thiertheer und ,oel eine brunlichgelbe ,farbe besitzt und durch ,sublimation in reines kohlensaures ,ammon bergefhrt wird4 ,fr pharmaceutische ,zwecke stellt man das kohlensaure ,ammon durch ,sublimation eines ,gemenges von ,kreide mit ,salmiak oder besser mit ,ammonsulfat dar4 ,zur ,sublimation wendet man denselben ,apparat an1 dessen man sich zum ,reinigen des ,hirschhornsalzes bedient4 ,in die ,sublimirgefsse bringt man ein ,gemenge von #d ,th4 ,kreide1 #d ,th4 ,ammonsulfat und #a ,th4 ,holzkohlenpulver4 ,die ,temperatur wird nach und nach bis zum schwachen ,glhen des ,kesselbodens gesteigert4 ,man erhlt stets ein reines und weisses ,sublimat4 ,das hierbei in reichlicher ,menge sich entwickelnde ,ammoniakgas lsst man von mit ,schwefelsure imprgnirten ,koksstckchen oder auch von ,wasser absorbiren1 wenn man ,salmiakgeist darstellen will4 ,kunheim stellt das ,ammoncarbonat durch ,zersetzen von ,salmiak mit ,bariumcarbonat dar1 wobei ,chlorbarium als ,nebenprodukt erhalten wird4 ,das ,ammoncarbonat bildet in frisch sublimirtem ,zustande eine weisse krystallinische und durchscheinende ,masse1 die an der ,luft unter ,aufnahme von ,wasser ,ammoniak abgiebt und dadurch oberflchlich in ,ammonbicarbonat 7,ammonhydrocarbonat 7,,nh#d ,,co#c7 bergeht2 letzteres giebt sich als ,ueberzug von weissem ,krystallmehl zu erkennen1 ,h welches durch ,schaben und ,brsten leicht entfernt werden kann4 ,seines stechenden ,geruches wegen fhrt das kohlensaure ,ammoniak den ,namen ,riechsalz4 ,das unreine kohlensaure ,ammoniak ist das ,rohmaterial zur ,herstellung der brigen ,ammoniaksalze1 ferner verwendet man es zu gleichen ,zwecken wie das unreine ,aetzammoniak als ,fleckwasser1 zum ,lsen von ,fett1 zum ,extrahiren von ,flechtenfarbstoffen in der durch die ,anilinfarbenfabrikation in den ,hintergrund gedrngten ,herstellung der ,orseille u4 s4 w4 ,das reine ,ammoncarbonat findet in der ,heilkunde ,anwendung und wird ausserdem in der ,zucker- und ,lebkuchenbckerei zum ,auftreiben des ,teiges angewendet4 ,sidenote3 ,ammonnitrat4 ,das ,ammonnitrat 7salpetersaures ,ammon7 7,,nh#d7,,no#c1 durch ,umsetzung aus ,ammonsulfat und ,kaliumnitrat erhalten1 wobei aus der ,flssigkeit zuerst ,kaliumsulfat sich abscheidet und das in der ,flssigkeit bleibende ,ammonnitrat durch ,abdampfen und ,krystallisirenlassen der ,lsung gewonnen wird1 krystallisirt in sechsseitigen ,sulen wie der ,salpeter und lst sich ausserordentlich leicht in ,wasser4 ,beim ,auflsen in ,wasser bewirkt es eine derartige ,temperaturabnahme1 dass man es als sogenanntes ,gefriersalz zur ,herstellung von ,eis in den ,glaciren benutzt hat4 ,beim ,erhitzen zerfllt es in ,stickoxydulgas und ,wasserdampf 7,n#b,o #b;,h#b,o71 eine ,eigenschaft1 von der vielleicht bei der ,bereitung von ,sprengpulver ,gebrauch gemacht werden knnte4 -- ,die ,seifenfabrikation4 ,sidenote3 ,seife4 ,allgemeines4 ,die ,seife in des ,wortes gewhnlicher ,auffassung ist das ,produkt der ,einwirkung von tzenden ,alkalien auf ,fette und besteht wesentlich aus stearinsaurem1 palmitinsaurem und lsaurem ,kalium oder ,natrium4 ,war gleich die ,seife lngst schon vor unsrer ,zeitrechnung bekannt1 so konnte doch die ,fabrikation derselben erst rationell und schwunghaft betrieben werden1 seitdem einerseits ,chevreul in seinen classischen ,untersuchungen uns mit der ,natur der ,fette und somit auch mit dem ,wesen des ,verseifungsprocesses bekannt machte1 andererseits die ,entwickelung der ,sodaindustrie einen wichtigen ,anstoss gab4 ,nicht lnger auf die theuere ,potasche und die unsichere und stets geringe ,ausbeute an ,soda aus ,barilla1 ,blanquette1 ,salicor1 ,kelp und ,varech beschrnkt1 konnte sich die ,seifenindustrie in einer ,weise entwickeln1 welche frher nicht geahnt wurde4 ,als mchtiger ,hebel der ,sodafabrikation1 die auf das innigste mit fast allen ,zweigen chemischer ,gewerbsthtigkeit verschmolzen ist1 bildet die ,seifenbereitung eines der wichtigsten ,glieder in der ,entwickelungsgeschichte der chemischen ,gesammtindustrie4 ,sidenote3 ,rohstoffe der ,seifenfabrikation4 ,die zur ,fabrikation der ,seife angewendeten ,rohmaterialien sind zweierlei ,art1 sie sind ,fettsubstanzen und ,lsungen von tzenden ,alkalien oder ,laugen4 ,die wichtigsten dieser ,fettsubstanzen sind folgende3 ,das ,palml ist ein vegetabilisches ,fett1 welches aus der ,frucht einer ,palmenart1 ,avoira ,elais oder ,elais guianensis1 nach ,anderen dagegen von ,cocos butyracea1 ,c4 nucifera und ,areca oleracea in ,guinea und ,guyana gewonnen wird4 ,es ist von rothgelber ,farbe1 von ,butterconsistenz und von starkem und angenehmem ,geruch1 welcher an den der ,veilchenwurzel erinnert4 ,im frischen ,zustande schmilzt es bei #bg1 der ,schmelzpunkt steigt aber mit der ,zeit bis auf #ca und selbst #cf1 da die in dem ,palml enthaltenen ,fette sich mit der ,zeit in ,glycerin und freie fette ,suren zersetzen4 ,es besteht zum grssten ,theile aus ,palmitin und kleinen ,mengen von ,olen4 ,das ,palmitin1 frher mit dem ,margarin verwechselt1 wird durch ,alkalien verseift und dadurch in ,glycerin und palmitinsaures ,kalium verwandelt3 ,palmitin 7,tripalmitin7 ,c#c;,h#e ,o#c 7,c#af;,h#ca,o7#c ,glycerin ,c#c;,h#e ,o#c ,h#c ,kaliumhydroxyd #c,,koh ,kaliumpalmitat #c ,c#af;,h#ca,o ,o ,k ,die ,palmitinsure1 der ,stearinsure sehr hnlich und oft mit dieser verwechselt1 ist eine feste1 weisse und kristallinische fette ,sure1 welche bei #fb schmilzt4 ,das ,palml enthlt oft #a_/c seines ,gewichtes freie ,palmitinsure und diese ,menge nimmt mit dem ,alter des ,oeles noch zu4 ,der rothgelbe ,farbstoff des ,palmles wird whrend der ,verseifung nicht zerstrt1 so dass die aus rohem ,palml dargestellte ,seife 7,palmseife1 palm-soap7 eine gelbe ,farbe besitzt4 ,zerstrt man aber den ,farbstoff des ,palmles durch chemische ,mittel wie ,kaliumbichromat und ,schwefelsure 7,bleichen des ,palmles71 so erhlt man ein nur schwach gefrbtes ,fett1 das bei der ,verseifung eine weisse ,seife liefert4 ,das ,illipe- oder ,bassial1 ein dem ,palml sehr hnliches ,fett1 wird aus den ,samen von ,bassia latifolia1 eines am ,himalaya wachsenden ,baumes1 durch ,auspressen gewonnen4 ,es ist gelb1 wird aber nach und nach am ,lichte weiss und besitzt einen schwachen1 nicht unangenehmen ,geruch4 ,bei gewhnlicher ,temperatur hat es ,butterconsistenz4 ,sein spec4 ,gewicht #j1ieh4 ,es schmilzt bei #bg-cj4 ,es ist wenig lslich in ,alkohol1 leicht lslich in ,aether1 ,kali und ,natron verseifen es leicht2 es bildet sich dabei ,oelsure1 sowie zwei feste fette ,suren von verschiedenem ,schmelzpunkte4 ,die ,galambutter1 von ,bassia butyracea1 wird zuweilen mit ,palml verwechselt1 mit dem sie viel ,aehnlichkeit hat1 jedoch rther von ,farbe ist1 schon bei #bj-ba schmilzt und sich brigens wie das ,palml verhlt4 ,sie kommt aus dem ,innern von ,afrika4 ,an diese beiden ,fette schliesst sich an das ,carapal1 aus dem ligen ,kerne einer ,species von ,persoonia1 einer in ,bengalen und auf ,coromandel wachsenden ,palme1 und der ,vateriatalg 7,pineytalg1 malabarischer ,talg71 aus den ,frchten von ,vateria indica gewonnen2 ersteres ist hellgelb und scheidet sich bei #ah in ,oel und festes ,fett2 letzterer weisslichgelb1 wachsartig und schmilzt bei #ce4 ,eine neue ,fettsubstanz1 welche zur ,seifenbereitung verwendet wird1 ist der ,mafurratalg1 welchen die ,bewohner von ,mozambique aus einer in ,europa wenig bekannten ,frucht 7,mafurra- oder ,mafutrakerne71 von der ,grsse der kleinen ,cacaobohnen1 durch ,auskochen mit ,wasser gewinnen4 ,die ,mafurrakerne werden nicht nur von ,mozambique1 sondern auch von ,madagaskar und der ,insel ,runion bezogen4 ,das ,fett ist gelblich1 riecht wie ,cacaobutter und ist leichter schmelzbar als ,talg4 ,das ,fett der ,samen ,brindonia indica1 das zu ,goa als ,nahrungsmittel1 zu ,einreibungen1 als ,leuchtmaterial und zur ,bereitung von ,seife verwendet wird1 ist fast weiss1 schmilzt bei #dj1 ist unlslich in kaltem und sehr wenig lslich in siedendem ,alkohol4 ,das ,cocosnussl wird aus dem ligen ,kerne der ,cocosnsse 7,cocos nucifera1 ,c4 butyracea71 die in ,vorder- und ,hinterindien1 besonders an der ,kste von ,malabar und ,bengalen1 sowie auf ,ceylon und den ,malediven1 ausserdem in ,brasilien wachsen1 durch ,auspressen und ,auskochen mit ,wasser1 in neuerer ,zeit jedoch auch in ,deutschland aus importirten ,kernen durch ,extraktion mit ,schwefelkohlenstoff gewonnen4 ,es ist ein weisses ,fett von der ,consistenz des ,schweineschmalzes1 aber bltteriger ,beschaffenheit und unangenehmem ,geruch4 ,es schmilzt bei #bb und erstarrt erst bei #ah-bj4 ,es besteht zum grssten ,theil aus einem eigenthmlichen ,fette1 dem ,cocinin1 und aus kleinen ,mengen von ,olen4 ,ersteres zerfllt beim ,verseifen in ,glycerin und in ,cocinsure 7,cocostearinsure7 ,c#ac;,h#bf,o#b4 ,man hat begonnen1 die ,oelkerne der ,cocosnsse1 welche im ,handel den ,namen ,copperah fhren1 nach ,europa zu schaffen und erst hier auszupressen oder zu extrahiren4 ,w4 ,wicke erhielt 7#ahfj7 aus ,copperah #fa1eg ,proc4 ,fett4 ,das ,cocosnussl ist seit etwa #b ,decennien eine der wichtigsten ,fettsubstanzen fr die ,seifensiederei geworden1 indem es sich vorzugsweise zur ,herstellung der sogenannten gefllten ,seifen eignet4 ,der ,talg 7,unschlitt1 graisse1 suif1 tallow7 wird durch ,ausschmelzen 7,auslassen7 namentlich des in der ,bauchhhle angesammelten ,fettes des ,rindviehs und der ,schafe gewonnen4 ,die ,hrte des ,talges richtet sich nach der ,art des ,thieres1 welches ihn lieferte1 und nach der ,ftterungsweise4 ,die grsste ,hrte erreicht der ,talg bei ,trockenftterung1 die geringste bei ,ftterung mit den ,abfllen der ,brauerei und ,brennerei4 ,der russische ,talg ist weit hrter als der deutsche1 eine ,folge der in ,russland lnger als acht ,monate whrenden ,trockenftterung4 ,im ,allgemeinen schmilzt der ,talg bei #cg und enthlt #ge ,proc4 seines ,gewichtes starres ,fett1 aus ,stearin 7,tristearin7 und ,palmitin 7,tripalmitin7 bestehend1 der ,rest ist ,olen 7,triolen74 ,talg1 der zu lange aufbewahrt wurde1 ehe man ihn aus dem ,zellgewebe ausschmolz1 hat einen sehr blen ,geruch und meist auch eine dunkle ,farbe4 ,die ,trennung des ,fettes von der ,zellensubstanz kann auf zweierlei ,weise bewirkt werden1 einmal durch einfaches ,erhitzen des rohen ,talges1 wodurch die ,zellenwand eintrocknet1 sich zusammenzieht und dem ,zelleninhalt1 dem ,fett1 auszutreten gestattet1 oder das andere ,mal durch gnzliche oder theilweise ,zerstrung der ,membrane durch chemische ,mittel1 entweder durch ,schwefelsure oder durch ,salpetersure oder durch ,lauge4 ,eine der besten unter den vorgeschlagenen ,methoden ist die von d',arcet1 bei welcher man sich der ,schwefelsure bedient und in verschlossenen ,kesseln arbeitet4 ,die ,schwefelsure entmischt die sich bildenden ,dmpfe und zerstrt zum grossen ,theil ihre nachtheiligen ,wirkungen1 zugleich erhlt man mehr und besseren ,talg4 ,bei ,anwendung eines verschlossenen ,kessels leitet man die sich entwickelnden ,dmpfe entweder in den ,feuerraum oder in einen ,verdichtungsapparat4 ,man wendet nach d',arcet auf #ajj ,th4 in ,stcke zerschnittenen ,talg #a ,th4 ,schwefelsure und #ej ,th4 ,wasser an4 ,whrend bei dem gewhnlichen ,verfahren des ,ausschmelzens der ,verlust gewhnlich #ae ,proc4 betrgt1 vermindert er sich bei dem d',arcet'schen ,verfahren auf #e-h ,proc4 ,das ,schmalz 7,schweineschmalz7 findet in ,europa seines hohen ,preises wegen in der ,seifensiederei nur selten ,anwendung1 in grosser ,menge dagegen in ,nordamerika1 namentlich in ,cincinnati1 wo enorme ,quantitten von ,schweinefett producirt werden1 welche man fabrikmssig in festes ,fett 7#db-dd ,proc47 und in flssiges ,schmalzl 7lardoil71 gegen #ef-eh ,proc4 des ursprnglichen ,fettes betragend1 trennt4 ,letzteres soll in ,amerika zur ,verflschung des ,olivenles ,verwendung finden4 ,das ,oliven- oder ,bauml wird in der ,provence1 in ,italien und ,spanien1 an der nordafrikanischen ,kste etc4 aus den ,oliven1 den ,frchten des ,oelbaumes 7,olea europaea71 aus der ,familie der ,jasmineen1 gewonnen4 ,es ist fr die ,gte des ,oeles nothwendig1 die ,einsammlung der ,oliven zu der geeignetsten ,zeit vorzunehmen1 d4 h4 in den ,monaten ,november und ,december4 ,nur die vollkommen reifen ,oliven geben ein ,oel ohne allen ,nebengeschmack1 die nicht hinlnglich zur ,reife gelangten liefern ein herbes und bitteres ,oel1 die berreifen dagegen ein dickes1 leicht ranzig werdendes4 ,im sdlichen ,frankreich befolgt man bei der ,darstellung des ,olivenles folgendes ,verfahren3 ,die reifen ,oliven werden auf einer ,mhle gemahlen und dadurch in einen ,brei verwandelt2 der ,brei kommt in platte1 aus ,binsen geflochtene ,krbe oder ,scke oder zweckmssiger in rosshaarene ,pressbeutel und darin unter die ,presse4 ,das beim ersten ,pressen erhaltene ,oel ist die vorzglichste ,sorte und heisst ,jungfernl 7huile vierge74 ,nach dem ersten ,pressen enthlt der ,brei noch eine nicht unbetrchtliche ,menge ,oel2 um dasselbe zu gewinnen1 bergiesst man den ,brei mit siedendem ,wasser und bringt ihn dann von ,neuem unter die ,presse4 ,ungeachtet des zweimaligen ,auspressens bleibt immer noch ,oel genug in den ,oelkuchen oder ,oeltrestern 7grignons7 zurck1 um die weitere ,behandlung derselben vortheilhaft zu machen4 ,das durch das zweite ,auspressen gewonnene ,oel besitzt eine schngelbe ,farbe1 hat aber eine grssere ,neigung zum ,ranzigwerden als das ,jungfernl4 ,gewisse ,sorten davon verwendet man in der ,trkischrothfrberei1 zum ,einfetten der ,wolle behufs des ,vorspinnens u4 s4 w4 ,dasjenige1 das zur ersten ,anwendung fhig ist1 heisst ,tournantl1 das zum ,einfetten der ,wolle dienende ,lampantl4 ,ersteres reagirt sauer1 enthlt also freie fette ,suren1 ist dick1 trbe und ranzig und besitzt die ,eigenschaft1 mit kohlensauren ,alkalien eine emulsionhnliche ,flssigkeit zu bilden1 die in der ,trkischrothfrberei den ,namen ,weissbad fhrt4 ,ein dickes1 unreines1 sogenanntes ,huile d'enfer scheidet sich in den ,cisternen ab1 in denen man das zum ,auspressen der ,oliven benutzte ,wasser aufbewahrt4 ,der zweimal ausgepresste ,brei wird nochmals gemahlen und darauf ausgepresst4 ,das durch dieses ,verfahren gewonnene ,oel 7,nachl7 eignet sich nur zur ,seifenfabrikation4 ,seit einer ,reihe von ,jahren hat man an verschiedenen ,orten die ,extraktion des ,olivenls aus den ,oliven mittelst ,schwefelkohlenstoff dem ,auspressen vorgezogen4 ,der ,thran 7,fischthran71 aus dem ,speck der ,bartenwale oder ,walfische1 der ,potfische1 der ,delphine und hauptschlich der ,flossenfssler 7,seehunde1 ,seelwen1 ,walrosse7 und anderer ,seesugethiere gewonnen1 ist verschieden je nach der ,thierart und der ,bereitungsweise4 ,er hat ein spec4 ,gewicht von #j1ibg bei #bj1 scheidet bei #j etwas festes ,fett ab1 lst sich in grsseren ,mengen ,weingeist und besteht aus ,olen1 ,stearin und kleinen ,mengen von ,glyceriden der ,valeriansure und hnlichen flchtigen fetten ,suren4 ,der ,thran ist nicht nur ein wichtiges ,material der ,seifenfabrikation1 sondern dient auch zum ,einfetten des ,leders1 zur ,fabrikation von smischgarem ,leder u4 s4 w4 ,das ,hanfl1 aus den ,hanfsamen 7,cannabis sativa7 gewonnen1 welche etwa #be ,proc4 davon liefern1 ist im frischen ,zustande hellgrn1 nimmt spter eine braungelbe ,farbe an4 ,es dient hauptschlich zur ,bereitung der grnen ,seife4 ,das ,leinl1 ebenfalls trocknend1 wird aus dem ,leinsamen 7,linum usitatissimum7 gewonnen1 der #bb ,proc4 giebt4 ,sein spec4 ,gew4 ist #j1icie bei #ab4 ,es besteht zum grssten ,theil aus einem lartigen ,glyceride1 das bei der ,verseifung eine von der ,oelsure verschiedene ,sure liefert2 es enthlt auch etwas ,palmitin4 ,das ,ricinusl von ,ricinus communis verhlt sich beim ,verseifen dem ,cocosnussl sehr hnlich4 ,wenn die ,ricinusstaude1 wie in ,frankreich und in ,algerien die ,aussichten dazu vorhanden sind1 eine ausgedehntere ,cultur wird erfahren haben1 drfte das ,ricinusl einige ,wichtigkeit fr die ,seifenfabrikation erlangen4 ,das ,rapsl giebt fr sich1 mit ,alkalien versotten1 eine schlechte1 schaumige und krmlige ,seife2 diese unangenehmen ,eigenschaften werden nach ,alex4 ,mller beseitigt1 wenn man das ,rapsl vorher in ,rapselaidin berfhrt1 was auf folgende ,weise geschieht3 ,man giesst in einen hlzernen ,bottich zu je #a ,ctr4 ,rapsl #a ,pfd4 ,salpetersure1 die mit #a-a_/b-b ,pfd4 ,wasser verdnnt wird1 mischt einige eiserne ,ngel hinzu und rhrt ,oel und die saure ,flssigkeit mit einem hlzernen ,spatel wiederholt durcheinander4 ,indem die sich bildende salpetrige ,sure auf das ,oel einwirkt1 erstarrt dasselbe nach und nach zu einer gelben ,fettmasse1 welche nach einigen ,wochen1 wenn die ,consistenz nicht mehr zunimmt1 direct mit ,natronlauge verseift werden kann4 ,die bei der ,stearinkerzenfabrikation in grosser ,menge abfallende rohe ,oelsure 7eine ,auflsung von unreiner ,stearinsure und ,palmitinsure in ,oelsure7 ist gleichfalls ein wichtiges ,material zur ,herstellung der ,seife4 ,der bei der ,destillation des ,terpentinles bleibende1 gelblich bis undurchsichtigschwarzbraune ,rckstand1 das ,colophonium1 wird aus ,nordamerika in grosser ,menge nach ,europa gebracht und hier zur ,fabrikation der ,harzseife1 zum ,leimen der ,papiermasse und1 mit ,talg- und ,oelseife vermischt1 als gelbe ,seife verwendet4 ,sidenote3 ,lauge4 ,das zweite wichtige ,rohmaterial der ,seifensiederei bildet die ,lauge1 eine wsserige ,lsung von ,aetzkali oder ,aetznatron4 ,die ,lauge hat nicht nur insofern ,bedeutung1 als sie einen ,bestandtheil der ,seife ausmachen soll1 sondern auch weil sie durch ihre chemische ,einwirkung auf die ,fette eine ,zerlegung derselben und eine ,umwandlung in ,seifen bewirkt4 ,in der ,regel stellt der ,seifenfabrikant die ,lauge selbst dar und zwar frher meist mit ,hlfe von ,holzasche und ,potasche1 gegenwrtig meist mittelst ,soda4 ,die ,umwandlung der ,alkalicarbonate in tzende geschieht auf die gewhnliche ,weise mit ,hlfe von gebranntem ,kalk4 ,neuerdings liefern indessen die chemischen ,fabriken dem ,seifenfabrikanten das ,aetznatron unter dem ,namen ,soda- oder ,seifenstein 7vergl4 ,seite #bjg7 fix und fertig4 ,die ,herstellung der ,seifensiederlauge aus ,holzasche geschieht auf folgende ,weise3 ,man bringt die gesiebte ,asche auf den gepflasterten ,boden1 besprengt dieselbe mit so viel ,wasser1 dass sie zusammenballt1 arbeitet sie mit einer ,schaufel durcheinander und bildet daraus einen ,haufen4 ,nachdem man in den ,aschenhaufen eine ,vertiefung gemacht hat1 bringt man #a_/aj-a_/ab ,th4 gebrannten ,kalk in dieselbe und begiesst ihn mit so viel ,wasser1 dass er sich lscht1 whrend des ,lschens wird er mit ,asche bedeckt4 ,nachdem der gelschte ,kalk mit der ,asche gut durcheinandergearbeitet ist1 kommt die ,masse zum ,auslaugen in den ,aescher1 ein aus ,fassdauben oder auch aus ,gusseisen bestehendes ,gerth1 welches die ,gestalt eines #a_/d von der ,spitze abgeschnittenen ,kegels besitzt2 an seinem ,boden1 nach der vordern ,seite zu1 befindet sich ein ,hahn4 ,inwendig trgt der ,boden ein etwa fnf ,zoll hohes ,holzkreuz1 auf welchem ein zweiter durchlcherter ,boden liegt1 so dass zwischen den beiden ,bden die ,lauge sich ansammeln kann4 ,unter dem ,hahne befindet sich in der ,regel ein grosser ,behlter aus ,holz oder ,eisen1 welcher zum ,aufnehmen der abfliessenden ,lauge bestimmt ist4 ,die fest gedrckte ,masse in dem ,aescher wird mit etwas ,stroh bedeckt und so oft mit ,wasser begossen1 bis nichts mehr davon aufgenommen wird4 ,darauf wird der ,hahn geffnet und die abfliessende ,lauge in dem ,sumpfe angesammelt4 ,man giesst von ,zeit zu ,zeit ,wasser auf den ,aescher nach1 bis das zuletzt abfliessende reines ,wasser ist4 ,gewhnlich gewinnt man drei verschiedene ,sorten von ,lauge1 nmlich #a7 die ,feuer- oder ,meisterlauge mit #ah-bj ,proc4 ,kaligehalt1 #b7 die ,abrichtelauge1 welche #h-aj ,proc4 ,kali1 und #c7 die schwache ,lauge1 welche nur #a-d ,proc4 davon enthlt4 ,die letztere ,lauge wird bei der ,anstellung eines neuen ,aeschers statt des blossen ,wassers auf die auszulaugende ,asche gegossen4 ,das bei der ,kryolithzersetzung auftretende ,natrium-,aluminat findet in ,nordamerika unter dem ,namen ,natrona refined ,saponifier zum ,verseifen ,anwendung4 ,anstatt der tzenden ,alkalien lsst sich auch ,schwefelnatrium zur ,verseifung anwenden4 ,sidenote3 ,theorie der ,seifenbildung4 ,theorie der ,seifenbildung4 ,man nahm frher an1 dass die ,fette und ,oele als solche die ,eigenschaft besssen1 sich mit den ,alkalien zu verbinden1 bis ,chevreul in seiner ,untersuchung ber die ,fettsubstanzen die ,entdeckung machte1 dass die ,fette1 wenn sie aus ihrer ,seifenverbindung ausgeschieden werden1 andere ,eigenschaften besitzen1 als vorher4 ,dieser ,chemiker wies nach1 dass alle ,fette aus eigenthmlichen ,suren1 der ,stearinsure1 ,palmitinsure 7,margarinsure7 und ,oelsure als nicht flchtigen ,suren und gewisse riechende ,fette ausserdem aus einer gewissen ,anzahl flchtiger ,fettsuren1 wie der ,buttersure1 ,caprin-1 ,capron-1 ,capryl-1 ,valeriansure u4 s4 w4 und einer sssschmeckenden ,substanz bestehen1 die zwar schon frher von ,scheele entdeckt und ,oelsss genannt1 von ,chevreul aber genauer untersucht und mit dem ,namen ,glycerin bezeichnet wurde4 ,in ,folge der ,forschungen ,berthelot's und anderer ,chemiker nimmt man an1 dass alle in der ,seifenfabrikation in ,betracht kommende ,oele und ,fette ,aether des ,glycerins ,c#c;,h#h,o#c seien1 welches letztere als ein trivalenter ,alkohol 7,c#c;,h#e _/ ,h#c7 ,o#c angesehen wird4 ,so ist z4 ,b4 das ,palmitin1 welches den ,hauptbestandtheil des ,palmles ausmacht1 ,glyceryltripalmitat oder ,tripalmitin1 d4 h4 ,glycerin1 in welchem #c ,atome ,wasserstoff durch das ,radical der ,palmitinsure ersetzt sind3 7,c#c;,h#e _/ #c;,c#af;,h#ca,o7 ,o#c4 ,analog sind ,stearin 7,tristearin7 und ,olen 7,triolen7 constituirt4 ,verseift man die ,fette1 z4 ,b4 ,palml1 mit tzenden ,alkalien1 z4 ,b4 mit ,aetznatron1 so zerfllt das ,fett 7d4 i4 der ,aether7 in ,alkohol 7d4 i4 ,glycerin7 und in ,natriumpalmitat 7d4 i4 ,seife7 nach folgender ,gleichung3 ,tripalmitin ,c#c;,h#e ,o#c geben ,glycerin ,c#c;,h#e ,o#c #c;,c#af;,h#ca,o ,h#c und ,aetznatron #c ,na,o,h und ,seife 7,natriumpalmitat7 #c ,c#af;,h#ca,o ,o ,na ,das bei dem ,verseifungsprocess 7,saponification7 sich bildende ,glycerin bleibt1 nachdem die ,seife abgeschieden1 in der ,lauge1 die gegenwrtig das ,hauptmaterial zur ,darstellung des werthvollen ,glycerins abgiebt4 ,fette1 welche1 wie die tropischen ,pflanzenfette 7,palml und ,cocosnussl71 die fetten ,suren zum ,theil schon im freien ,zustande enthalten1 lassen sich begreiflicherweise weit leichter verseifen1 als vollkommen neutrale ,fette1 wie ,talg und ,olivenl1 bei welchen die ,lauge zunchst erst eine ,umsetzung in fette ,suren und ,glycerin zu bewirken hat4 ,die ,oelsure1 das ,nebenprodukt der ,stearinkerzenfabrikation1 lsst sich schon durch ,alkalicarbonat in ,seife berfhren1 ebenso das ,colophonium1 welches wesentlich aus einer ,harzsure1 der ,pininsure1 besteht4 ,die ,seifenbildung vermittelst ,oelsure und ,colophonium ist demnach kein eigentlicher ,verseifungsprocess1 weil das ,charakteristische desselben1 die ,glycerinbildung1 fehlt4 ,die ,zerlegung eines ,fettes durch ,alkali geschieht nicht pltzlich und durch die ganze ,masse hindurch1 wie die ,zersetzung eines unorganischen ,salzes1 sondern hat mehrere ,phasen zu durchlaufen4 ,nachdem zuerst eine emulsionhnliche ,mischung der ,fettsubstanz mit der ,lauge sich gebildet hat1 entstehen saure fettsaure ,salze1 die die brige ,fettsubstanz suspendirt enthalten1 bis endlich nach und nach auch das freie ,fett der ,einwirkung des ,alkalis unterliegt und die sauren ,salze in neutrale1 in ,seife bergehen4 ,mit ,kaliumhydroxyd 7,kalilauge7 verseift bilden die ,fette stets weiche1 mit ,natriumhydroxyd 7,natronlauge7 stets harte ,seifen4 ,man theilt demnach die ,seifen ein ,greek3 a7 in harte oder ,natriumseifen1 ,greek3 b7 in weiche oder ,kaliumseifen2 man unterscheidet ferner je nach der angewendeten ,fettsubstanz ,talgseife1 ,oelseife1 ,palmlseife1 ,oelsureseife1 ,cocosnusslseife1 ,thranseife1 ,harzseife u4 s4 w4 ,in technischer ,hinsicht kann man die ,seifen 7die harten oder ,natriumseifen7 eintheilen in #a7 ,kernseife1 #b7 geschliffene ,seife1 #c7 gefllte ,seife4 ,die ,kernseife hat davon ihren ,namen1 dass die fertige ,seife nach der ,scheidung aus ihrer ,lsung durch ,kochsalz 7durch das ,aussalzen7 zum ,kern zu sieden1 d4 h4 zu einer gleichfrmig geschmolzenen blasenfreien ,masse zu vereinigen ist1 in welcher nach dem ,erstarren feine ,krystallfden wahrgenommen werden knnen4 ,die der ,seife immer in kleinen ,mengen anhngenden ,unreinigkeiten setzen sich in dem nicht krystallisirenden ,theile der ,seife ab und bilden die natrliche ,marmorirung 7,fluss oder ,faser74 ,die regelrecht ausgesalzene ,seife sondert sich zuerst von der ,unterlauge in ,gestalt halbflssiger1 rundlicher ,klmpchen oder ,kerne4 ,die ,kernseife allein ist reine ,seife1 indem sie durch die ,operation des ,aussalzens vom ,glycerin und der berschssigen ,lauge und anderen ,unreinigkeiten1 ferner von berschssigem ,wasser befreit wurde4 ,die grosse ,mehrzahl der ,seifenfabrikanten stellt gegenwrtig die ,kernseife nicht mehr dar4 ,die geschliffene oder glatte ,seife entsteht durch das sogenannte ,schleifen der ,kernseife4 ,lsst man nmlich die fertige ,kernseife in dem ,siedekessel mit ,wasser oder sehr schwacher ,lauge sieden1 so nimmt die ,seife einen ,theil ,wasser auf1 verliert dagegen die ,fhigkeit zu krystallisiren oder eine ,marmorirung anzunehmen4 ,es findet demnach bei der ,herstellung der geschliffenen ,seife ebenso das ,aussalzen und die ,abscheidung der hauptschlichsten ,unreinigkeiten statt1 wie bei der ,kernseife1 von welcher sich die geschliffene ,seife nur durch einen grsseren ,wassergehalt unterscheidet4 ,die gefllte ,seife1 gegenwrtig leider die gebruchlichste1 ist die geringste aller ,seifensorten1 indem eine solche ,seife bei ihrer ,bereitung nicht so weit ausgesalzen wurde1 dass sich die ,unterlauge von der ,seife getrennt htte1 wo also der ganze ,inhalt des ,siedekessels zusammenbleibt1 um als ,seife verkauft zu werden4 ,beim ,erkalten erstarrt nmlich das ,ganze zu einer festen ,seife1 welche den bedeutenden ,wassergehalt durch ihr ,ansehen nicht verrth4 ,diese ,eigenthmlichkeit1 selbst bei grossem ,wassergehalt trocken und hart zu erscheinen1 besitzt besonders die ,cocosnusslseife1 weshalb denn auch seit der allgemeinen ,verbreitung des ,cocosnussles die ,anfertigung der gefllten ,seifen einen um so grssern ,aufschwung erhalten musste1 als sie ihre wasserbindende ,eigenschaft auch anderen ,seifen 7,palmlseife1 ,talgseife u4 s4 w47 mittheilen4 ,seifen dieser ,art sind oft so stark gefllt1 dass eine ,produktion von #bej-cjj ,th4 frischer ,seife aus #ajj ,th4 ,fett etwas ganz ,gewhnliches ist4 ,sidenote3 ,hauptsorten von ,seife4 ,hauptsorten von ,seife4 ,die deutsche ,talgkernseife ist wesentlich ein ,gemenge von ,natriumstearat mit ,natriumpalmitat und wird meist auf indirectem ,wege dargestellt durch ,verseifen von ,talg mit ,kalilauge und ,ueberfhren des so entstandenen ,kaliumstearates und -palmitates durch ,kochsalz 7durch das ,aussalzen7 in die ,natriumverbindung4 ,der ,siedekessel ist von der ,form eines an der ,spitze abgerundeten ,kegels2 der untere ,theil1 der die ,abrundung des ,kegels bildet und mit dem ,feuer in ,berhrung kommt1 besteht entweder aus genietetem ,eisenblech oder ist von ,eisen gegossen4 ,der obere kegelfrmige ,theil1 der sogenannte ,sturz1 ist in der ,regel aus ,tannenholz gebildet und hat die ,gestalt eines sich nach oben erweiternden ,fasses ohne ,boden2 in neuerer ,zeit besteht der ,sturz nicht selten aus einer mit ,cement verputzten ,mauerung4 ,der ,sturz hat hauptschlich zum ,zweck1 der whrend des ,siedens stark schumenden ,masse ,raum zum ,steigen zu verschaffen4 ,man beabsichtige z4 ,b4 #aj ,ctr4 ,talg in ,seife umzuwandeln1 so fllt man den ,kessel mit der erforderlichen ,menge ,feuerlauge 7ungefhr #ejj ,liter7 von #bj ,proc4 7 #a1bbf spec4 ,gewicht71 giebt den ,talg hinzu1 bedeckt den ,kessel mit einem beweglichen ,deckel und kocht die ,masse unter bisweiligem ,umrhren fnf ,stunden lang und trgt noch nach und nach ,feuerlauge nach4 ,in diesem ,zustande zeigt die ,masse eine durchsichtige1 gallertartige ,beschaffenheit und wird ,seifenleim genannt4 ,wenn der ,seifenleim die gehrige ,consistenz hat1 so darf er auf ,zusatz frischer ,lauge nicht dnner werden1 von dem ,rhrspaten nicht tropfenweise1 sondern als ein zusammenhngender ,strahl abfliessen1 auf eine kalte ,stein- oder ,metallplatte gegossen1 zu einer dichten ,gallerte erstarren4 ,die ,seifenleimbildung wird befrdert1 wenn man nicht auf einmal1 sondern nur nach und nach die ,lauge zugiebt4 ,nach den ,untersuchungen von ,mge-,mouris kann man jedoch das ganze ,laugenquantum auf einmal zusetzen1 wenn man das ,fett zuvor durch ,eigelb1 ,galle1 eiweissartige ,krper oder ,seife emulsionirt oder in den kugelfrmigen ,zustand 7tat globulaire7 versetzt hat4 ,wie ,fr4 ,knapp gezeigt1 ist es auf alle ,flle vortheilhaft1 das ,fett mit der erforderlichen ,laugenmenge in ,emulsion zu verwandeln1 die ,mischung lngere ,zeit ohne ,erwrmen oder bei etwa #ej ,c4 stehen zu lassen und die so auf kaltem ,wege vorgebildete ,seife durch eine kurze nachtrgliche ,behandlung in der ,siedehitze nun zu vollenden4 ,nimmt man die ,verseifung mit ,natronlauge vor1 so bedient man sich einer ,lauge von #aj-ab ,b4 7 #a1jgb-a1jhh spec4 ,gewicht74 ,nachdem die ,verseifung erfolgt ist1 schreitet man zum ,aussalzen1 welches darin besteht1 der heissen ,masse ,kochsalz zuzusetzen4 ,man rechnet auf #ajj ,pfd4 ,talg #ab-af ,pfd4 ,salz4 ,die ,masse wird im ,sieden erhalten1 bis der ,seifenleim zu einer weissen griesartigen ,masse geronnen ist und sich unter derselben eine klare ,flssigkeit1 die sogenannte ,unterlauge1 abscheidet1 welche abgelassen wird4 ,ist eine ,vorrichtung zum ,ablassen nicht vorhanden1 so schpft man die ,seife in den ,khlbottich4 ,der ,zweck des ,aussalzens ist1 die ,kaliumseife durch das ,kochsalz zum ,theil in ,natriumseife zu verwandeln1 indem sich ,chlorkalium bildet1 das neben im ,ueberschusse angewendetem ,kochsalze in der ,mutterlauge gelst bleibt2 ausserdem bewirkt das ,aussalzen1 dass die ,seife von der ,unterlauge und dadurch von einer ,wassermenge befreit wird1 welche die spteren ,laugenzustze bis zur ,unwirksamkeit verdnnen wrde4 ,der gewonnene ,seifenleim kommt darauf in den ,kessel zurck2 es wird schwchere ,lauge1 die ,abrichtelauge1 darauf gegossen und bis zum ,sieden erhitzt4 ,die ,seife lst sich abermals zu einem klaren ,leime auf1 der aber zum grssten ,theil aus ,natronseifenleim besteht4 ,whrend des ,siedens wird fortwhrend ,abrichtelauge zugegeben4 ,ehe dies aber geschieht1 ist ein wiederholtes ,aussalzen erforderlich4 ,frher1 bei ,anwendung roher und sehr unreiner ,materialien1 war man oft genthigt1 das ,aussalzen vier bis fnf ,mal zu wiederholen4 ,durch das ,einkochen wird die ,seife immer mehr und mehr concentrirt1 sie wird zuerst weich1 blasenwerfend 7zach7 und aufsteigend4 ,sobald das ,schumen aufhrt1 die ,seife aufpoltert und im ,kerne siedet1 schpft man sie von ,neuem von der ,unterlauge hinweg in die ,khlbtte4 ,der ,zweck dieses zweiten ,siedens ist1 die ,seife1 welche bis dahin eine schaumige ,beschaffenheit besass1 zu einer gleichmssig geschmolzenen und blasenfreien ,masse zu vereinigen4 ,diese ,vereinigung befrdert man1 indem man die ,masse vor dem ,erkalten mit einem eisernen ,stabe schlgt 7,kerben der ,seife74 ,durch das ,schlagen wird die ,seife marmorirt und erhlt die sogenannten ,mandeln oder ,blumen4 ,die fertige ,seife wird nun gefrbt4 ,zu diesem ,zwecke bringt man sie noch flssig in die ,seifenform oder ,lade1 einen viereckigen ,kasten aus ,tannenholz1 der zum ,auseinandernehmen eingerichtet ist1 und lsst sie darin erkalten4 ,der durchlcherte ,boden der ,form ist mit ,leinwand bedeckt1 damit die der ,seifenmasse noch beigemengte ,lauge abfliessen kann4 ,nach dem ,erkalten wird die ,form auseinandergenommen1 die fertige ,seife mittelst eines ,lineals abgetheilt und mit dem aus ,draht gefertigten ,seifenschneider in ,tafeln oder ,riegel geschnitten1 die zum vlligen ,austrocknen einem luftigen ,orte ausgesetzt werden4 ,in neuerer ,zeit wendet man auch eine ,maschine von ,lesage zum ,zerschneiden der ,seife in ,stcke an4 #aj ,ctr4 ,talg geben durchschnittlich #af-b_/c ,ctr4 ,seife1 die an der ,luft noch um #aj ,proc4 eintrocknet4 ,da selbst durch wiederholtes ,aussalzen eine vollstndige ,umwandlung der ,kaliumseife in ,natriumseife nicht stattfindet1 so ist die gewhnliche deutsche ,kernseife immer mit einer grossen ,menge ,kaliumseife gemengt1 welche ihr eine beim ,gebrauch angenehme ,geschmeidigkeit verleiht4 ,nach von ,a4 ,c4 ,oudemans 7#ahfi7 angestellten ,versuchen wird sogar nur etwa die ,hlfte des ,kaliums durch ,natrium ersetzt4 ,sidenote3 ,baumlseife4 ,die ,baumlseife1 auch ,marseiller1 venetianische oder spanische ,seife genannt1 wird in sdlichen ,gegenden1 in denen der ,oelbaum cultivirt wird1 mit ,baum- oder ,olivenl bereitet1 zu welchem man hufig andere ,oele1 wie ,leinl1 ,mohnl1 ,sesaml1 ,erdnussl1 ,baumwollsamenl etc4 gesetzt hat4 ,man wendet bei der ,herstellung der ,baumlseife zwei ,arten von ,lauge an3 die eine davon enthlt nur ,aetznatron und wird zum ,vorsieden benutzt2 die zweite enthlt neben ,aetznatron noch ,kochsalz und dient zum ,abscheiden des ,seifenleims und zum ,klarsieden der ,seife4 ,das ,vorsieden soll die ,bildung einer ,emulsion1 aus ,oel und verdnntem ,alkali bestehend1 bewirken2 diese ,emulsion befrdert1 wie man lange vor ,mge-,mouris' ,untersuchungen wusste1 die ,seifenbildung1 indem sie das mit ,wasser nicht mischbare ,oel in einem fein vertheilten ,zustande enthlt1 wodurch die ,berhrungspunkte mit dem ,alkali betrchtlich vergrssert werden4 ,um den ,seifenleim von einem grossen ,theil des mit der ,natronlauge zugesetzten ,wassers zu befreien1 wendet man kochsalzhaltige ,natronlauge an1 durch welche sich der ,seifenleim1 ein ,gemenge von fertiger ,seife und ,oelemulsion1 von dem ,wasser trennt 7das ,ausscheiden des ,seifenleims1 relargage74 ,die dritte ,operation1 das ,klarsieden endlich1 vollendet die ,verseifung des ,seitenleims4 ,durch die ,anwendung von kochsalzhaltiger ,natronlauge ist man im ,stande1 die ,seifenmasse in einem solchen ,zustande zu erhalten1 in welchem sie ,alkali aufnehmen kann1 ohne jedoch dabei ,wasser zu binden4 ,das ,vorsieden geschieht mit einer ,aetznatronlauge von #f bis #i ,b4 7 #a1jda-a1jfd spec4 ,gewicht7 in grossen ,kesseln mit geneigten ,wnden und kupfernen ,boden1 welche gegen #bej ,ctr4 fassen knnen4 ,man erhitzt die ,lauge bis zum ,sieden und setzt dann das zu verseifende ,oel hinzu4 ,zur ,befrderung der ,verbindung wird von ,zeit zu ,zeit umgerhrt4 ,die ,masse gelangt bald ins ,sieden und schumt4 ,nach und nach nimmt der ,schaum ab und verschwindet endlich gnzlich4 ,durch fortgesetztes ,sieden erlangt die ,masse ,consistenz und es steigen schwrzliche ,dmpfe auf1 von der ,zersetzung eines kleinen ,theiles des consistenten ,seifenleimes durch den berhitzten ,kupferkessel herrhrend2 sowie dieser ,zeitpunkt eingetreten ist1 verdnnt man die ,masse mit strkerer ,lauge von #bj ,b4 7 #a1aeg spec4 ,gewicht74 ,beabsichtigt man die ,fabrikation von blulichweisser ,seife1 so setzt man gegen das ,ende des ,siedens etwas ,eisenvitriol in den ,kessel2 je mehr man ,eisenvitriol anwendet1 desto dunkler fllt die blaue ,farbe der ,seife aus4 ,nachdem die ,masse die gehrige ,consistenz erlangt hat und vollkommen homogen geworden ist1 ist die ,operation des ,vorsiedens beendigt4 ,wollte man die ,verseifung nun dadurch zu vollenden suchen1 dass man der ,masse strkere ,lauge hinzusetzte1 so wrde man zu keinem ,resultate gelangen1 weil die grosse ,wassermenge1 welche man in ,gestalt von ,vorsiedelauge der ,masse zuzusetzen genthigt war1 die starke ,lauge bis zur ,unwirksamkeit verdnnen wrde4 ,es folgt daraus die ,nothwendigkeit1 diese ,wassermenge abzuscheiden1 was durch den ,zusatz von kochsalzhaltiger ,lauge geschieht4 ,durch das ,aussalzen scheidet sich der ,seifenleim in ,flocken und zwar nach einigen ,stunden so vollstndig ab1 dass die ,unterlauge durch eine am ,boden des ,kessels befindliche ,oeffnung1 die gewhnlich mit einem hlzernen ,zapfen verschlossen ist1 abgelassen werden kann4 ,nach dem ,abziehen beginnt das ,klarsieden der ,seife mit kochsalzhaltiger ,lauge von #ah-bj4 ,nachdem das ,gemenge einige ,stunden lang gekocht hat1 wird die ,unterlauge abermals abgezapft und durch neue kochsalzhaltige ,lauge von #bj-bh ersetzt4 ,durch fortgesetztes schwaches ,kochen erlangt die ,seife nach und nach eine gewisse ,consistenz2 sie ist aber bei weitem noch nicht gargesotten4 ,sobald die ,lauge alles ,alkali an das ,oel abgegeben hat1 wird die ,unterlauge zum dritten ,male abgezogen und neue ,lauge zugegeben4 ,das ,ablassen und ,nachgiessen wird nach ,umstnden #d-f ,mal wiederholt4 ,ist die ,seife gargesotten1 so lsst sie ein cohrentes ,korn wahrnehmen2 sie hat ferner den ,oelgeruch verloren und einen angenehmen1 entfernt an ,veilchen erinnernden dafr angenommen4 ,der ,kern auf der ,hand plattgedrckt1 breitet sich nach dem ,erkalten zu einer festen1 schuppigen ,masse aus4 ,nach dem letzten ,laugenzusatz soll das ,sieden des ,seifenleims whrend des ,winters #aj-ab ,stunden lang1 whrend des ,sommers #ab-ah ,stunden lang fortgesetzt werden4 ,die gargesottene ,seife erstarrt beim ,erkalten zu einer homogenen blaugraugefrbten ,masse1 deren ,farbe von ,schwefeleisen 7entstanden durch den zugesetzten ,eisenvitriol und das ,schwefelnatrium der ,natronlauge7 und ,eisenseife herrhrt4 ,diese bluliche ,frbung ist aber fr das ,auge nicht angenehm1 man sucht deshalb diese ,frbung in ,adern hervorzubringen1 was durch ,marmoriren geschieht4 ,die ,eisenseife ist bei niedriger ,temperatur in dem gargesottenen ,seifenleime nicht lslich1 sie scheidet sich deshalb beim ruhigen ,stehen der ,seifenmasse am ,boden des ,gefsses aus1 whrend der obere ,theil aus weisser ,seife besteht4 ,rhrt man nun die ,seife1 anstatt sie whrend des ,erkaltens ruhig stehen zu lassen1 zu der rechten ,zeit um1 so wird sich die gefrbte ,eisenseife1 anstatt sich am ,boden abzusetzen1 in der ,masse verbreiten und bluliche ,adern bilden1 welche man durch das ,marmoriren zu erhalten sucht4 ,in englischen ,fabriken geschieht das ,marmoriren dadurch1 dass man zu der fast gargesottenen ,seife eine concentrirte ,lsung von roher schwefelnatriumhaltiger ,soda setzt2 durch ,umrhren der vorher mit ,eisenvitriol versetzten ,masse entsteht die ,marmorirung4 ,die fertige ,seife wird aus dem ,kessel genommen1 in lange1 hlzerne1 etwas geneigt gestellte ,formen geschpft und in denselben erkalten gelassen4 ,nach acht bis zehn ,tagen hat die ,seife die erforderliche ,consistenz erlangt4 ,durch die ,einwirkung der atmosphrischen ,luft gehen das ,schwefeleisen und die ,eisenseife allmlig in ,eisenoxydseife ber1 wodurch die ,adern oberflchlich eine brunlich gelbe ,frbung annehmen4 ,bei sorgfltiger ,arbeit liefert eine ,millerole ,olivenl 7 #fd ,liter oder #eh-fj ,kilogr47 #ij-ie ,liter ,kernseife4 ,bei der ,fabrikation der weissen ,oelseife ist der ,gang derselbe1 nur mssen ,lauge und ,oel besonders rein sein4 ,eine normale ,marseiller ,marmorseife soll enthalten3 ,i4 ,,ii4 ,fette ,suren #fc #fb ,alkali #ac #aa ,wasser #bd #bg ------------ #ajj #ajj ,sidenote3 ,oelsureseife4 ,die ,oelsureseife oder ,olenseife wird aus der rohen ,oelsure dargestellt1 die als ,nebenprodukt der ,stearinkerzenfabrikation auftritt1 falls man sich zur ,verseifung des ,talgs und des ,palmles des ,kalkes bedient4 ,die nach dem ,destillationsverfahren erhaltene ,oelsure ist zur ,seifendarstellung minder geeignet4 ,die ,oelsure wird entweder mit kohlensaurem ,natrium oder mit ,aetznatron in ,seife bergefhrt4 ,das erstere ,verfahren hat den ,uebelstand1 dass durch die ,kohlensureabgabe ein starkes ,aufschumen stattfindet1 was leicht ein ,uebersteigen zur ,folge hat4 ,nach ,pitman soll man die ,oelsure mit trockenem krystallisirten ,natriumcarbonat durch ,erhitzen in ,seife berfhren4 ,dies geschieht in einem ,kessel1 welcher entweder durch freies ,feuer erhitzt wird oder besser mit einem ,morfit'schen ,quirl1 durch welchen sowol mit ,hlfe des durch die ,rhren des ,quirls geleiteten ,dampfes die ,erhitzung1 als auch das ,umrhren der ,masse erfolgt1 versehen ist4 ,der ,kessel wird bis zu einem ,drittheil mit ,oelsure angefllt und diese erhitzt1 wobei man #e ,proc4 ,harz zusetzt4 ,fr feinere ,seifen nimmt man von dem ,harz ,umgang4 ,ist das ,harz in der ,oelsure vollstndig gelst1 so setzt man nach und nach das gepulverte ,natriumcarbonat hinzu1 indem man den ,quirl langsam sich umdrehen lsst und mit dem ,erhitzen fortfhrt4 ,ist das erforderliche ,quantum ,soda zugesetzt1 hat das ,schumen aufgehrt und ist die ,masse dick geworden1 so fllt man sie in eine ,form1 in welcher sie beim ,erkalten zu fester ,seife erstarrt4 ,bei ,anwendung von ,aetznatron bringt man die ,hlfte der erforderlichen ,lauge von #bj-be ,b4 7 #a1ae-a1bj spec4 ,gewicht7 in den ,kessel und erhitzt bis zum ,sieden4 ,dann setzt man unter ,umrhren die ,oelsure zu4 ,nachdem die ,leimbildung vor sich gegangen1 siedet man unter ,zusatz von neuer ,lauge weiter1 bis die ,seife sich ausscheidet1 was durch ,kochsalzzusatz wesentlich erleichtert wird4 ,sowie die ,unterlauge sich abgeschieden1 wird die ,seife in die ,form geschpft und gekrckt1 bis sie starr zu werden beginnt4 ,nicht selten setzt man der ,oelsureseife1 um ihr grssere ,hrte zu geben1 ein kleines ,quantum 7#e-h ,proc47 ,talg zu4 #ajj ,kilogr4 bei der ,kalkverseifung erhaltene ,oelsure geben #aej-afj ,kilogr4 ,seife4 ,durch ,destillation gewonnene ,sure giebt stets etwas weniger4 ,eine gute franzsische ,oelsureseife enthlt3 ,fette ,suren #ff ,natron #ac ,wasser #ba --- #ajj ,sidenote3 ,harztalgseife4 ,gelbe ,harztalgseife4 ,das ,colophonium und das gewhnliche ,fichtenharz verbinden sich in der ,siedehitze leichter als die ,fette mit ,alkalien und selbst mit kohlensauren4 ,die auf diese ,weise erhaltene ,verbindung ist aber nur uneigentlich ,seife zu nennen4 ,sie hat keine ,consistenz und kann nicht ohne ,nachtheil zum ,einseifen gebraucht werden4 ,ein ganz anderes ,produkt wird erhalten1 wenn man zu dem ,harz eine gewisse ,menge ,talg mischt2 man erhlt dann die sogenannte gelbe ,harztalgseife4 ,diese in ,england in grosser ,menge fabricirte ,seife ist sehr consistent und in ,wasser leicht lslich4 ,zu ihrer ,darstellung bereitet man zuerst gewhnliche ,talgseife und erst wenn dieselbe gargesotten worden ist setzt man #ej-fj ,proc4 ausgesuchtes ,harz1 das vorher zur ,beschleunigung der ,verbindung in kleine ,stcke geschlagen worden ist1 hinzu4 ,man rhrt die ,masse um1 bis das ,harz vollstndig aufgelst und verseift ist4 ,der ,seifenleim nimmt eine schne gelbe ,farbe an und wird etwas dnnflssig und gleichartig4 ,ist gargesotten1 so zieht man die ,unterlauge ab und giesst den ,seifenleim in einen ,kessel1 wo er mittelst einer ,lauge von #g-h geschmolzen und auf gleiche ,weise wie die weisse ,seife gereinigt wird4 ,es scheiden sich ,eisen- und ,thonerdeseife ab1 der entstandene ,schaum wird abgenommen und die ,seife in hlzerne oder weissblechene ,formen zum ,erstarren gegossen4 ,man verbessert die braune ,farbe der ,harztalgseife gewhnlich durch ,zusatz von ,palml zum ,talg1 wodurch die ,seife auch einen angenehmen ,geruch erhlt4 ,das ,palml wird gewhnlich nur als ,zusatz zum ,talg benutzt1 jedoch stellt man auch aus reinem ,palml ,seife unter gleichzeitigem ,zusatz von ,colophonium dar4 ,die in ,deutschland hufig dargestellte ,palmlseife ist hinsichtlich der ,bereitung der ,harztalgseife sehr hnlich4 ,man verseift ein ,gemenge von #b ,th4 ,talg und #c ,th4 ,palml mit ,kali- oder ,natronlauge auf die gewhnliche ,weise und mischt die fertige ,seife mit einer ,harzseife1 aus #a ,th4 ,harz und der nthigen ,menge ,kalilauge bereitet4 ,sidenote3 ,gefllte ,seifen4 ,gefllte ,seifen4 ,die ,thatsache1 dass dem mit ,natronlauge bereiteten ,seifenleim eine gewisse ,menge ,wasser einverleibt werden kann1 ohne sein ,aussehen wesentlich zu beeintrchtigen1 sowie das ,bestreben des ,publikums1 trotz der gesteigerten ,preise der in der ,seifenfabrikation angewendeten ,fette1 den ,bedarf an ,seife so wohlfeil als mglich sich zu verschaffen1 hat die ,veranlassung gegeben1 dass viele ,seifenfabrikanten nur noch gefllte ,seifen 7vergl4 ,seite #bfi7 fabriciren und auf die ,herstellung von ,kernseife geradezu verzichten4 ,die gefllten ,seifen sind nicht so weit ausgesalzen1 dass sich die ,unterlauge von dem ,seifenleim abgeschieden htte2 es bleibt demnach der ganze ,kesselinhalt beisammen1 um als ,seife verkauft zu werden4 ,da die der ,seife einverleibte ,unterlauge nun wesentlich neben ,glycerin und ,salzen aus ,wasser besteht1 so ist demnach ,wasser derjenige ,stoff1 durch den sich der ,seifenfabrikant fr den gesteigerten ,preis der ,fettsubstanzen schadlos zu halten sucht4 ,diese ,art ,seife1 auch ,eschweger ,seife 7,schweizerseife1 knstliche ,kernseife7 genannt1 erscheint in ihrem frischen1 wasserreichen ,zustande vollkommen hart und trocken und hat durch die geringere ,quantitt des verwendeten ,fettes einen im ,vergleich mit der ,kernseife geringeren ,preis1 ein ,umstand1 der ihr zahlreiche ,freunde zugefhrt hat4 ,man versteht es1 aus #ajj ,kilogr4 ,fettsubstanz ber #cjj ,kilgr4 anscheinend guter und harter ,seife zu erzielen2 wenn nun auch die gegenwrtig im ,handel vorkommenden ,seifen nicht so stark gefllt sind1 so ist doch eine ,produktion von #bjj-bbj ,th4 frischer ,seife aus #ajj ,th4 ,fett etwas ganz ,gewhnliches4 ,namentlich das ,cocosnussl1 welches seit dem ,jahre #ahcj in grsserer ,menge in der deutschen ,seifenfabrikation verbraucht wird1 eignet sich zu gefllten ,seifen1 indem es anderen ,fetten die ,eigenschaft ertheilt1 gefllte ,seifen zu bilden4 ,der ,verlauf bei der ,fabrikation der ,cocosnusslseife ist ein etwas anderer1 als bei den vorher erwhnten ,seifen4 ,mit schwachen ,laugen bildet das ,cocosnussl nicht jenes milchartige ,gemisch1 das man bei anderen ,seifensorten bemerkt1 sondern das ,oel schwimmt als klares ,fett obenauf1 nur wenn durch fortgesetztes ,sieden die ,lauge die gehrige ,consistenz erreicht hat1 tritt die ,verseifung ein und geht pltzlich und rasch vor sich4 ,deshalb wendet man zur ,darstellung dieser ,seifensorte sogleich eine starke ,natronlauge an4 ,die ,cocosnusslseife lsst sich nicht von der ,unterlauge trennen1 weshalb nie ,kalilauge angewendet werden darf1 weil sonst alles beim ,aussalzen entstehende ,chlorkalium mit in die ,seife bergehen wrde4 ,man muss1 da hierbei eine ,trennung der ,seife von der ,lauge nicht stattfindet1 nur die genau nothwendige ,menge ,aetzlauge anwenden4 ,reine ,cocosnusslseife erhrtet schnell4 ,sie ist weiss1 alabasterartig1 durchscheinend1 leicht und gut schumend1 jedoch von widrigem ,geruch1 der bis jetzt noch durch kein ,mittel entfernt werden konnte4 ,gegenwrtig wird indessen das ,cocosnussl nur selten fr sich1 sondern als ,zusatz zu ,palml und ,talg verseift4 ,man kann auf diese ,weise ,seife ohne alles ,sieden1 durch blosse ,erwrmung bis auf #hj ,c4 durch ,einleiten von ,dampf bis zum ,schmelzen des ,fettes1 mit starker ,natronlauge und durch fleissiges ,umrhren in kurzer ,zeit in grosser ,quantitt darstellen 7,seife auf kaltem ,wege1 chemische ,seife74 ,die so erhaltene ,seife ist1 obgleich sehr wasserhaltig1 hart und vollkommen trocken4 ,bei lngerem1 monatelangem ,liegen an der ,luft tritt allerdings eine nicht unbetrchtliche ,gewichtsabnahme und eine geringe ,volumenverminderung ein und es entstehen auf der ,oberflche reichliche ,efflorescenzen4 ,b4 ,unger 7#ahfi7 schlgt vor1 die ,eschweger ,seife in folgender ,weise darzustellen3 ,man verseift einerseits ,palml mit ,natronlauge und salzt wie gewhnlich aus4 ,das ,produkt ist ,natriumpalmitat4 ,andererseits verseift man ,cocosl mit kohlensurehaltiger ,aetznatronlauge1 fgt die ,palmlseife hinzu und kocht4 ,in der ,regel nimmt man auf #b ,th4 ,palml #a ,th4 ,cocosl4 ,auf #ajj ,th4 ,cocosl rechnet man #ad1c ,th4 ,aetznatron 7,na#b,o7 und #ab1h ,th4 ,natriumcarbonat4 ,letzteres ist unumgnglich nthig zur ,seifenbildung4 ,nach ,unger's ,ansicht besteht die ,eschweger ,seife aus #e ,mol4 fettsaurem ,natrium1 #a ,mol4 ,natriumcarbonat und x ,mol4 ,wasser1 wobei x eine hohe1 aber keineswegs schwankende ,zahl ist4 ,den gefllten ,seifen giebt man hufig eine knstliche ,marmorirung1 welche natrlich nicht auf eine ,bildung von ,kern sich grndet1 sondern eine einfache ,frbung ist1 die in folgender ,weise ausgefhrt wird3 ,man bringt die frbende ,substanz 7,eisenroth1 ,braunroth1 ,frankfurter ,schwarz7 in eine kleine ,menge der ,seife1 so dass diese durch und durch gleichmssig gefrbt erscheint4 ,diese ,masse wird nun abwechselnd mit der nicht gefrbten so in die ,form geschpft1 dass ,schichten von ungleicher ,dicke sich bilden1 denen durch ,umrhren leicht eine ,marmorirung ertheilt werden kann4 ,eine solche ,marmorirung lsst sich indessen leicht von der durch natrlichen ,fluss gebildeten unterscheiden4 ,sidenote3 ,weiche ,seifen4 ,wie oben erwhnt1 bildet das ,kali mit den ,fetten1 sowohl mit den festen1 als auch mit den ,oelen1 nur weiche ,seifen 7,schmierseifen71 welche an der ,luft nicht austrocknen1 sondern aus derselben ,wasser an sich ziehen und eine ,gallerte bilden4 ,in der ,regel sind diese sogenannten ,seifen unreine ,lsungen von ,kaliumoleat in berschssiger ,kalilauge1 gemengt mit dem bei der ,verseifung ausgeschiedenen ,glycerin4 ,die weichen ,seifen knnen daher nur mit ,kalilauge bereitet werden1 obgleich man aus praktischen ,grnden fast immer einen ,theil ,kalium durch ,natrium ersetzt4 ,das ,aussalzen fllt hinweg1 da sonst die weiche ,seife in harte ,natriumseife bergefhrt wrde1 was man nicht beabsichtigt2 es erfolgt somit keine ,trennung des ,seifenleims von der ,unterlauge1 die mit all' ihren ,unreinigkeiten der ,seife einverleibt bleibt4 ,in ,folge der grossen ,lslichkeit und der alkalischen ,beschaffenheit der weichen ,seife1 erhlt sie fr gewisse ,anwendungen den ,vorzug vor der ,natriumseife1 so unter ,anderem zum ,walken und ,entfetten des ,tuches und anderer ,wollzeuge4 ,zur ,herstellung der ,lauge wendet man nie ,holzasche1 sondern immer die weit reinere ,potasche an2 man macht sie auf die gewhnliche ,weise mit ,aetzkalk kaustisch und bereitet ,laugen von verschiedenem ,gehalt2 die schwchere1 sogenannte ,verbindungslauge1 darf blos ,aetzkali enthalten1 die strkere1 die ,sprenglauge1 enthlt neben ,aetzkali auch noch ,kaliumcarbonat1 da die ,praxis gelehrt hat1 dass die ,verseifung der ,oele leichter geschieht1 wenn die ,laugen eine gewisse ,menge ,kaliumcarbonat enthalten4 ,von den ,fettarten wendet man folgende an3 ,thran 7namentlich ,sdseethran71 ,hanfl1 ,rbl1 ,leinl und ,leindotterl4 ,die ,wahl der ,fette richtet sich theils nach dem ,preise1 theils nach der ,jahreszeit2 im ,winter verarbeitet man die sogenannten weichen oder warmen ,oele1 welche bei #j noch nicht gestehen wie das ,hanfl1 das ,lein- und ,leindotterl1 das ,sommerrbsenl u4 s4 w42 im ,sommer dagegen die harten ,oele1 wie ,winterrbsenl1 ,sdseethran und ,hringsthran4 ,damit demnach die weiche ,seife im ,sommer keine zu weiche ,beschaffenheit habe1 muss in derselben mehr ,kaliumpalmitat im ,verhltniss zum ,oleat sein als bei der ,winterseife4 ,hufig verseift man ein ,gemenge verschiedener ,oele oder von ,hanfl mit ,palml oder ,talg1 von ,thran und ,talg u4 s4 w4 ,das ,sieden der weichen ,seife beginnt mit einer mssig starken ,lauge von #h-aj ,proc4 ,kaligehalt1 wobei sich anfnglich eine ,art ,emulsion bildet1 die nach und nach ihre trbe ,beschaffenheit verliert und zugleich mehr fadenziehend wird4 ,das ,ueberschumen der ,seife wird durch ,schlagen mit einem ,rhrscheit 7das ,wehren7 verhindert4 ,sobald alles ,kali der ,lauge gebunden ist1 wird neue und zwar strkere ,lauge zugesetzt und mit dem ,sieden und dem ,laugenzusatz fortgefahren1 bis die ,seife beim ,erkalten nicht mehr trbe wird und zu einer klaren zhen ,masse erstarrt4 ,enthlt die ,seife einen zu grossen ,ueberschuss an ,aetzkali1 was am einfachsten durch den ,geschmack wahrgenommen werden kann1 so setzt man eine entsprechende ,menge ,oel zu4 ,nachdem das ,vorsieden vorber1 beginnt das ,klarsieden1 durch welches das berschssige ,wasser entfernt werden soll4 ,zur ,vermeidung des langwierigen ,abdampfens ziehen es mehrere ,fabrikanten vor1 sogleich concentrirte ,lauge zum ,verseifen anzuwenden4 ,sobald die ,seife whrend des ,klarsiedens einen ,theil des ,wassers verloren hat1 bemerkt man statt des blossen ,aufwallens auf der ,oberflche die ,bildung handgrosser ,bltter1 welche sich ber- und ineinanderschieben 7das ,blttern der ,seife74 ,nimmt eine herausgenommene ,probe der ,seife beim vollkommenen ,erkalten auf einer ,glasplatte eine so zhe ,beschaffenheit an1 dass sie von dem ,glase abgezogen werden kann1 so ist die ,seife fertig4 ,nach dem ,erkalten wird sie1 in ,tonnen gefllt1 in einem ,kellerlokale aufbewahrt4 ,der ,schmierseife kann ein ziemliches ,quantum ,natronwasserglaslsung einverleibt werden1 ohne dass ein ,aussalzen eintritt oder die ,seife ein verndertes ,ansehen zeigt4 ,in neuerer ,zeit wendet man zum ,fllen von ,schmierseifen auch ,lsungen von ,kaliumsulfat1 ferner ein ,gemenge von ,alaun und ,kochsalz oder auch1 und zwar vorzugsweise1 ,kartoffelstrke an4 ,sidenote3 ,verschiedene andere ,seifen4 ,verschiedene andere ,seifen4 ,andere weiche ,seifen sind eine aus ,schweinefett dargestellte1 welche mit dem therischen ,oele der bittern ,mandeln oder der ,mirbanessenz 7,nitrobenzol7 versetzt als ,mandelseife kosmetischen ,zwecken dient2 ferner eine in ,england versuchsweise fabricirte ,fischseife aus ,fischen1 ,talg und ,harz2 ,wollseife1 nach ,chaptal aus ,scheerwolle1 ,kalilauge u4 s4 w4 ,die sogenannte ,knochenseife ist nichts als ein ,gemenge von gewhnlicher ,harz- oder ,cocosnusslseife mit ,knochengallerte4 ,zur ,fabrikation dieser ,seife worden ,knochen mit ,salzsure behandelt1 um das darin enthaltene ,calciumphosphat aufzulsen und die zurckbleibende1 mit ,wasser gut ausgewaschene ,gallerte zu dem ,seifenleim whrend des ,siedens gegeben4 ,eine andere ,art ,knochenseife ist die ,liverpool-,armenseife1 welche smmtliche ,bestandtheile der ,knochen1 also nicht nur die ,gallerte1 sondern auch die ,knochenerde enthlt4 ,die in ,stcke zerschlagenen ,knochen werden mit ,kalilauge erweicht und die erweichte ,masse unter fortwhrendem ,sieden mit dem zu verseifenden ,oele gemischt4 ,da es bei der ,knochenseife darauf abgesehen ist1 dem ,unbemittelten fr wenig ,geld ein grosses ,stck ,seife zu liefern1 so fllt natrlicherweise bei deren ,fabrikation das ,aussalzen und ,abscheiden von der ,mutterlauge weg4 ,die ,kieselseife ist gewhnliche ,oel- oder ,talgseife1 in welche man1 um sie ersparender zu machen1 ,kieselerde eingerhrt hat4 ,anstatt der ,kieselerde setzt man auch gepulverten ,bimsstein hinzu und erhlt die ,bimssteinseife4 ,in ,england und in ,nordamerika stellt man die ,kieselseife dar1 indem man die ,kieselerde nicht mechanisch1 sondern als ,wasserglaslsung der ,seife zumischt4 ,nach ,versuchen von ,seeber kann jedoch eine ,vormischung der harten ,talg- und ,oelseifen mit ,wasserglas nur in geringem ,grade stattfinden1 da bei grsseren ,mengen ein ,aussalzen eintritt4 ,anders verhlt sich die ,cocosnusslseife1 welche bei einem ,gehalt von #bd ,proc4 kieselsaurem ,natron und #ej ,proc4 ,wasser noch eine merkwrdige ,hrte zeigt4 ,wie ,storer angiebt1 stellt man in den ,vereinigten ,staaten wasserglashaltige ,seifen in der ,weise dar1 dass man das ,wasserglas zu der aus dem ,kessel in die ,form geschpften noch heissen ,seifenlsung setzt und hierauf die ,mischung bis beinahe zum ,erstarrungsmomente tchtig durcheinander rhrt4 ,von dem ,wasserglas1 welches eine ,dichte von #ce ,b4 7 #a1ca spec4 ,gewicht7 hat1 werden #be bis #dj1 ja sogar #fj ,proc4 zu der ,seifenlsung gesetzt4 ,diese ,art der ,wasserglasseife soll die ,harzseife vollstndig ersetzen knnen4 ,seitdem durch die ,verarbeitung des ,kryoliths ,natrium-,aluminat massenhaft auftritt1 bedient man sich einer ,lsung desselben zur ,herstellung einer thonerdehaltigen ,seife4 ,sidenote3 ,toiletten-,seifen4 ,toilettenseifen4 ,in ,england bereitet der ,toilettenseifenfabrikant in ,folge der ,steuergesetze seine ,seife nur in seltenen ,fllen selbst1 sondern bezieht sie von dem eigentlichen ,seifenfabrikanten und verwandelt sie durch ,umschmelzen1 ,parfmiren und ,formen in die ,toilettenseife4 ,die feineren ,sorten der englischen ,toilettenseife besitzen daher neben den ihnen eigenthmlichen ,vorzgen auch noch alle guten ,eigenschaften der gewhnlichen ,seife4 ,in ,frankreich und ,deutschland dagegen wird die ,seifenmasse in der ,regel von dem ,parfmisten selbst und zwar meist durch das sogenannte kalte ,verfahren erzeugt1 nach welchem es usserst schwierig ist1 eine gute ,toilettenseife zu erzielen4 ,denn abgesehen davon1 dass das ,produkt bei unvollkommener ,verseifung nicht schumt1 hat die ,gegenwart von freiem ,alkali erfahrungsgemss noch den ,uebelstand1 dass sich die verwendeten therischen ,oele unter dessen ,einfluss vielfach rasch verndern und dass das ,aroma der ,seifen nach kurzer ,zeit abstirbt4 ,eine vllig neutrale1 kein berschssiges ,fett und ,alkali enthaltende ,seife kann durch das kalte ,verfahren nur nach langer ,erfahrung gewonnen werden1 indem man stets bedacht ist1 die ,materialien von immer gleicher ,beschaffenheit zu whlen4 ,man stellt die ,toilettenseife auf dreierlei ,weise dar1 nmlich3 #a7 durch ,umschmelzen von ,rohseife1 #b7 durch die sogenannte kalte ,parfmirung von fertiger geruchloser ,seife4 #c7 durch directe ,bereitung4 ,die ,methode des ,umschmelzens wird einfach auf diese ,weise ausgefhrt1 dass man die feingehobelte ,seife unter fortwhrendem ,umkrcken in einem ,kessel schmilzt und nach dem vollstndigen ,schmelzen der ,seife die ,riechstoffe zusetzt und das ,ganze gehrig mischt1 ehe man es in die ,form bringt4 ,nach dem ,verfahren der kalten ,parfmirung wird die kalte geruchlose ,seife in ,riegel geschnitten1 diese werden auf einer ,maschine in ,spne verwandelt1 diese mit den ,riechstoffen bergossen1 mit den ,pigmenten versehen und zwischen ,walzen malaxirt1 bis die ,seife gleichmssig gefrbt und parfmirt erscheint4 ,die ,maschine verwandelt die ,seifenmasse in breite ,tafeln von beliebiger ,dicke4 ,eine hierzu verwendbare ,maschine -- ,pilirmaschine -- ist von ,fr4 ,struve in ,leipzig construirt worden4 ,die vermittelst derselben dargestellten ,seifen heissen gestossene oder pilirte ,seifen4 ,bei der directen ,bereitung der ,toilettenseifen wird der aus den reinsten ,materialien selbst bereiteten ,seife das ,aroma und das ,pigment in noch weichem ,zustande einverleibt4 ,als ,materialien wendet man an ,zinnober1 ,corallin und ,fuchsin fr ,roth1 die violetten ,theerfarben fr ,violett1 ,ultramarin fr ,blau1 eine ,lsung von ,krmelzucker in ,lauge fr ,braun oder besser ,caramel4 ,die pfirsichblthfarbigen ,adern1 welche gewisse ,sorten von englischer parfmirter ,seife durchziehen1 sollen durch ,zusatz von etwas ,weinstein zu der mit ,bittermandell parfmirten ,seife entstehen4 ,wir fhren beispielsweise die ,vorschrift zur ,bereitung einiger ,toilettenseifen an3 ,die ,windsorseife erhlt man auf folgende ,weise3 ,man verseift #dj ,pfd4 ,hammeltalg und #ae bis #bj ,pfd4 ,olivenl mit ,natronlauge von #ai und macht die ,seife mit #ae;grdiger1 zuletzt mit #bj;grdiger ,lauge fertig und richtet sie ebenso ab wie eine ,kernseife1 doch muss sie neutral sein und darf keinen ,laugenberschuss haben4 ,nachdem die ,seife gargesotten ist1 lsst man sie #f bis #h ,stunden im ,kessel ruhig stehen1 damit sich die ,unterlauge mglichst vollstndig absondere1 und bringt sie in eine flache ,form und drckt sie so lange1 bis sich kein ,fluss mehr zeigt4 ,man parfmirt sie mit einem ,gemisch von ,kmmell1 ,bergamottl1 ,lavendell1 spanischem ,hopfenl und ,thymianl4 ,die gewnschte braune ,farbe ertheilt man ihr mit gebranntem ,zucker4 ,die ,rosenseife 7savon la rose7 stellt man durch ,zusammenschmelzen von #c ,th4 ,oelseife mit #b ,th4 ,talgseife und etwas ,wasser dar2 der ,seifenkrper wird durch ,rosenl1 ,nelkenl u4 s4 w4 parfmirt und durch ,zinnober gefrbt4 ,die als ,rasirseife angewendete ,bartseife muss schumen1 darf aber kein freies ,alkali enthalten4 ,man stellt sie zuweilen durch ,kochen von ,fettsuren mit einem ,gemenge von ,natrium- und ,kaliumcarbonat und ,parfmiren der ,seife mit ,pfeffermnzl dar4 ,hufig sind die ,bartseifen mit ,kali bereitete ,schmierseifen4 ,die leichte oder ,schaumseife 7montirte ,seife7 hat bei gleichem ,volumen nur die ,hlfte weniger ,substanz als die brigen ,seifen4 ,um sie zu bereiten1 wird ,oelseife 7,palml- oder ,olivenlseife7 unter ,zusatz von #a_/c-a_/h ,volumen ,wasser geschmolzen und ununterbrochen mit einem mit ,flgeln versehenen ,rhrapparat gerhrt1 bis die schumende ,masse das doppelte ,volumen erreicht hat4 ,darauf wird sie in ,formenksten geschpft4 ,bemerkenswerth ist1 dass nur ,oelseifen1 nicht aber ,talgseifen ,schaumseifen bilden knnen4 ,die ,schaumseifen werden mit verschiedenen therischen ,oelen parfmirt4 ,die transparenten oder durchscheinenden ,seifen stellt man dar1 indem man in ,spne geschnittene1 vollkommen getrocknete ,talgseife mit einem gleichen ,gewicht ,alkohol bergiesst und das ,gemenge in einer ,destillirblase erhitzt1 bis die ,seife gelst ist4 ,darauf lsst man die geschmolzene ,masse erkalten1 damit alle ,unreinigkeiten sich absetzen1 und giesst nach einigen ,stunden die klare ,flssigkeit in weissblechene ,formen1 in welchen den ,seifentafeln verschiedene ,erhabenheiten aufgedrckt werden4 ,die ,seife wird erst nach #c-d ,wochen fest und brauchbar4 ,zur ,frbung der transparenten ,seife wendet man einen alkoholischen ,auszug von ,cochenille und ,alkanna oder auch ,anilinfarben fr ,roth und ,pikrinsure oder auch ,martiusgelb fr ,gelb an4 ,das ,parfmiren geschieht sehr hufig mit ,zimmetl1 nicht selten jedoch auch mit einem ,gemisch von ,thymianl1 ,majoranl und ,sassafrasl4 ,die seit einigen ,jahren aufgekommenen ,glycerinseifen werden noch anders dargestellt1 indem man eine alkoholische ,lsung von gewhnlicher ,seife mit ,glycerin versetzt und vor der ,mischung den ,alkohol durch ,erwrmen verdunstet2 oder1 indem man #e ,ctr4 ,seife in einer gleichen ,menge ,glycerin in einem mittelst ,dampf geheizten ,kupferkessel lst und die ,lsung auf bliche ,weise in ,formen giesst1 worauf die erstarrte durchscheinende ,seife zu kleinen ,stckchen zerschnitten wird1 welche dann noch beschnitten und in beliebige ,formen gepresst werden knnen4 ,eine ,lsung von ,seife in berschssigem ,glycerin 7#ce 3 #cj7 bildet die flssige ,glycerinseife1 welche klar und von der ,farbe und ,consistenz gereinigten ,honigs ist4 ,beide ,seifenvarietten werden mit therischen ,oelen parfmirt4 ,sidenote3 ,anwendung der ,seife4 ,anwendung und ,wirkungsweise der ,seife4 ,die ,seife wendet man bekanntlich an zum ,reinigen der ,haut1 der ,wsche1 der ,tuche1 der ,wollzeuge1 zum ,bleichen1 als ,schmiermittel1 um die ,reibung zu verhindern1 zur ,darstellung lithographischer ,tinte u4 s4 w4 ,die reinigende ,eigenschaft der ,seife hat man vielfach dem in ihr enthaltenen ,kali zugeschrieben und die ,frage1 warum man nicht lieber geradezu ,alkalien1 kohlensaure oder tzende1 anwende1 dahin beantwortet1 dass freies ,alkali wol im ,allgemeinen zu tzend sein mchte4 ,das ,alkali1 obwol es durch seine ,verbindung mit den fetten ,suren wesentlich milder geworden ist1 hat doch seine ,fhigkeit nicht verloren1 sich mit ,schmutz mancherlei ,art1 namentlich mit fettigen ,substanzen zu verbinden4 ,die chemische ,erklrung dieses eigenthmlichen ,verhaltens lsst sich in der von ,chevreul beobachteten ,thatsache finden1 dass sich die neutralen ,salze der ,alkalien der fetten ,suren 7,stearinsure1 ,palmitinsure1 ,oelsure7 bei ihrer ,auflsung in ,wasser zersetzen1 wobei zweifach-fettsaures ,salz sich unlslich ausscheidet1 whrend ,alkali frei wird4 ,durch das freie ,alkali wird die anhngende ,unreinigkeit von der ,faser entfernt und durch die ausgeschiedenen fettsauren ,salze eingehllt und so ein erneutes ,niederschlagen derselben verhindert4 ,der ,seifenschaum hlt die ,schmutztheilchen ebenfalls suspendirt4 ,die ,fettsuren in der ,seife sind als ,einhllungsmittel und ,trger der ,alkalien anzusehen1 wie zugleich als ,schutzmittel gegen den ,uebergang der ,alkalien in den kohlensauren ,zustand4 ,sidenote3 ,seifenprobe4 ,seifenprobe4 ,wenn man die im ,vorstehenden entwickelten ,ansichten ber die ,wirkungsweise der ,seife festhlt1 so sind auch schon im ,allgemeinen die ,principien gegeben1 auf welchen die richtige ,beurtheilung der ,werthbestimmung der ,seife beruht4 ,je grsser in einer gegebenen ,seife die ,quantitt der eigentlichen fettsauren ,verbindung ist1 desto grsser ist ihr ,werth4 ,eine normale ,seife sollte neben dem fettsauren ,alkali nur noch freies ,wasser enthalten und es giebt demnach die ,wasserbestimmung schon einen werthvollen ,anhaltepunkt der ,bestimmung des ,werthes der ,seife4 ,da es nun der ,seifenfabrikant in seiner ,macht hat1 je nach der ,natur der angewendeten ,fettsubstanzen aus #ajj ,th4 ,fett #cjj ,th4 anscheinend guter und harter ,seife zu fabriciren1 so zeigt sich die ,wichtigkeit der ,wasserbestimmung4 ,mit der ,wassermenge in genauer ,beziehung steht eine andere ,eigenschaft der ,seifen1 die bei ihrer ,werthbestimmung nicht unbercksichtigt gelassen werden darf4 ,wenn der ,wassergehalt der ,seife so gering ist1 dass er eine gewisse fr jede andere ,seifensorte besondere ,grenze berschritten hat1 so werden die ,seifen so hart1 dass es grosse ,mhe kostet1 durch ,reiben die nthige ,menge abzulsen1 wobei1 abgesehen von dem unnthigen ,kraftaufwande1 die zu reinigenden ,stoffe betrchtlich leiden4 ,dieser ,uebelstand ist jedoch von untergeordneter ,bedeutung1 da der materielle ,werth einer derartigen ,seife um so grsser ist1 und man erinnere sich1 wie es frher zur ,zeit der ,kernseife in geordneten ,haushaltungen ,gebrauch war1 ,kernseife ,jahrzehnte hindurch aufzubewahren1 ehe man sie in ,gebrauch nahm4 ,auf der andern ,seite wird die ,seife bei zu grossem ,wassergehalt zu leicht lslich in ,wasser1 wodurch ein grosser ,verlust herbeigefhrt wird4 ,der ,hrtegrad der ,seife bildet demnach einen zweiten ,faktor1 der bei der ,werthbestimmung der ,seife zu bercksichtigen ist4 ,viele ,seifen enthalten #b bis #c ,proc4 ,glycerin4 ,aber nicht der ,wassergehalt und der ,zustand der ,hrte einer ,seife sind als die einzigen ,kriterien bei der ,beurtheilung einer ,seife in ,betracht zu ziehen4 ,es kommen noch andere ,umstnde in ,betracht4 ,die nach dem ,austrocknen der ,seife zurckbleibende ,substanz muss1 wenn die untersuchte ,seife als ,kernseife verkauft worden war1 neutrales fettsaures ,alkali sein und darf weder freies ,alkali1 noch ,kochsalz1 noch unverseiftes ,fett enthalten4 ,das ,vorhandensein von freiem ,alkali nach ,w4 ,stein durch ,calomel1 durch ,quecksilberchlorid1 nach ,naschold auch durch salpetersaures ,quecksilberoxydul nachweisbar -- ist in den meisten ,fllen nachtheilig1 in einzelnen wieder vortheilhaft2 unverbundenes ,fett dagegen verhindert die ,bildung von reichlichem ,seifenschaum und ertheilt der ,seife nach einiger ,zeit einen ranzigen ,geruch4 ,aus dem ,vorstehenden folgt1 dass die richtige ,werthbestimmung der ,seife eigentlich eine chemische ,analyse einschliesst4 ,da1 wie frher hervorgehoben1 an die ,stelle der ,kernseifen gefllte ,seifen und zwar bermssig stark gefllte getreten sind1 so wre es an der ,zeit1 dem ,missbrauche mit der ,seife eine ,grenze zu stecken4 ,ebenso gut1 wie in den meisten ,lndern gesetzliche ,bestimmungen ber erlaubte und nicht erlaubte ,zustze zu den edlen ,metallen und zum ,zinn bestehen1 wrden hnliche ,bestimmungen ber den erforderlichen ,gehalt der ,kernseife und der gefllten ,seife sich aus dem ,grunde rechtfertigen1 weil die ,beurtheilung der ,seifen nach dem usseren ,ansehen so ungemein schwer ist1 dass schon die ,unterscheidung der beiden ,hauptabtheilungen1 der ,kernseife und der gefllten und geschliffenen1 grosse ,uebung und ,kenntniss voraussetzt4 7,hinsichtlich der ,details der ,seifenprfung sei auf die ,lehrbcher der technischen ,untersuchungsmethoden von ,p4 ,bolley und von ,alex4 ,bauer1 sowie auf die treffliche ,abhandlung von ,a4 ,span -- #ahfi -- verwiesen47 ,sidenote3 ,unlsliche ,seifen4 ,unlsliche ,seifen4 ,alle ,seifen1 welche nicht ,kali oder ,natron zur ,base haben1 sind in ,wasser unlslich4 ,viele dieser unlslichen ,seifen sind fr die ,technik von grosser ,wichtigkeit und drften noch ausgedehnterer ,anwendung fhig sein4 ,die ,calciumseife spielt eine wichtige ,rolle in der ,stearinkerzenfabrikation4 ,man erhlt sie entweder direct durch ,verseifen von ,fett mit ,kalkhydrat oder ,aetzkalk oder durch ,zerlegen von in ,wasser lslicher ,seife mit einem lslichen ,kalksalze2 sie bildet sich daher fortwhrend1 wenn ,seife in hartem ,wasser gelst worden soll4 ,die ,barium- und die ,strontiumseife sind der ,calciumseife sehr hnlich4 ,magnesiumseife bildet sich nur schwierig auf directem ,wege1 indirect bildet sie sich unter ,anderem beim ,auflsen von gewhnlicher ,seife in ,meerwasser4 ,die ,aluminiumseife ist ohne ,zweifel eine der wichtigsten unlslichen ,seifen2 ,thonerde verseift die ,fette nicht1 wenn man aber ,kalium- oder ,natrium-,aluminat anwendet1 so bildet sich ,aluminiumseife1 welche wiederholt vorgeschlagen worden ist1 um ,gewebe1 ,holz u4 dgl4 wasserdicht zu machen4 ,so schlgt ,jarry vor1 ,holz 7,eisenbahnschwellen7 durch ,trnken mit ,aluminiumoleat oder -stearat vor ,feuchtigkeit zu schtzen1 was wol beachtet zu werden verdient4 ,das in den letzten ,jahren vielfach zur ,anwendung gekommene ,mittel1 ,zeuge durch ,behandeln mit ,aluminiumacetat und dann mit ,seifenlsung wasserdicht zu machen1 beruht gleichfalls auf der ,bildung von ,aluminiumseife4 ,beim ,aviviren mit ,thonerdesalzen gebeizter und gefrbter und bedruckter ,zeuge mit einer ,lsung von ,seife bildet sich auch ,aluminium-,oleat1 das auch zuweilen als ,leim in der ,papierfabrikation ,anwendung findet4 ,die ,manganseife wird durch ,zersetzen von ,mangansulfat mit gewhnlicher ,seife oder durch ,auflsen von ,mangancarbonat in ,oelsure durch ,kochen dargestellt4 ,sie findet als ,siccativ ,anwendung4 ,die ,zinkseife1 durch doppelte ,zersetzung aus ,zinksulfat und ,seife oder durch ,verseifen aus ,zinkweiss 7,zinkoxyd7 mit ,olivenl oder ,fett in der ,wrme dargestellt1 bildet eine gelblichweisse ,masse1 die1 nach der ersten ,methode erhalten1 schnell zu einer zerreiblichen ,masse eintrocknet1 durch ,verseifen von ,zinkweiss bereitet dagegen als pflasterhnliche ,substanz 7,zinkpflaster7 erscheint4 ,die ,zinkseife bildet sich ferner bei der ,anwendung von ,zinkweiss als ,oelfarbe4 ,die ,bleiseife 7,bleipflaster7 wird durch ,verseifen von ,bleigltte oder ,bleiweiss mit ,olivenl oder durch ,zersetzung von ,bleiacetat mit lslicher ,seife erhalten4 ,eine gelblichweisse pflasterhnliche ,masse1 die auch in dem ,bleiglttfirniss enthalten ist4 ,die ,zinnseife1 durch doppelte ,zersetzung von ,zinnchlorr oder ,zinnchlorid mit ,seife erhalten1 bildet sich beim ,aviviren der mit ,zinnlsung vorgeheizten und mit ,krappprparaten ausgefrbten ,zeuge4 ,die ,kupferseife entsteht durch ,fllen von ,kupfervitriollsung mit ,seife2 sie ist eine grne1 trockene und sprde werdende1 wenig in ,alkohol1 leichter in ,aether und ,oelen lsliche ,masse1 welche man auch durch ,kochen von ,oelsure mit ,kupfercarbonat darstellen kann4 ,sie macht einen ,bestandtheil des ,glhwachses aus4 ,ein ,gemenge von ,kupfer- und ,eisenseife1 durch ,fllen einer ,lsung von ,kupfer- und ,eisenvitriol mit ,seife dargestellt1 dient mit ,bleiglttfirniss und ,wachs zusammengeschmolzen1 um ,gypsabgssen einen sehr dauerhaften grnen1 bronzehnlichen ,ueberzug zu geben4 ,die ,quecksilberseife1 aus ,quecksilberchlorid und ,seife dargestellt1 ist klebrig1 schwierig trocknend1 weiss1 wird durch ,luft und ,licht grau und in der ,wrme flssig2 ist schwer in ,alkohol1 leicht in ,oel lslich4 ,nach den ,versuchen von ,deyeux liefert ,quecksilberlsung mit ,oel und ,wasser gekocht ,quecksilberpflaster4 ,quecksilberseife findet sich ferner in alter ,quecksilbersalbe und ,quecksilberpflaster der ,officinen1 whrend die frisch bereiteten ,prparate das ,quecksilber metallisch und hchst fein zertheilt enthalten4 ,die ,silber-1 ,gold- und ,platinseife1 durch doppelte ,zersetzung dargestellt1 haben bis jetzt keine ,anwendung gefunden4 ,die ,goldseife mchte zur ,erzeugung von ,glanzvergoldung auf ,porcellan1 die ,silberseife als haarschwrzendes ,mittel ,beachtung verdienen4 -- ,die ,borsure und der ,borax4 ,sidenote3 ,borsure4 ,die ,borsure kommt in der ,natur vor in dem ,sassolin ,h#c;,,bo#c aus ,borsureanhydrid 7,b#b,o#c7 #ef1de und ,wasser #dc1ee ------ #ajj1jj bestehend1 ferner in folgenden ,mineralien3 ,boracit 7,magnesiumborat mit ,chlormagnesium7#gb mit #fb1e ,proc4 ,borsure ,rhodicit 7,calciumborat7 #cj-de ,tiza oder ,boronatrocalcit #cj-dd ,hydroboracit #dg ,tinkal oder ,borax 7,natriumborat7 #cf1ec ,datolith 7,boro-,silicat7 #ah ,botryolith 7desgl47 #bj1ce ,axinit 7desgl47 #b-f1f ,turmalin 7,schrl7 7desgl47 #b-aa1h #gb ,der in den ,steinsalzlagern ,stassfurts vorkommende ,stassfurtit ist als eine dichte ,variett des ,boracit zu betrachten4 ,er findet sich in der ,carnallitregion des ,salzlagers vor1 indessen so vereinzelt1 dass die jhrliche ,ausbeute nur #bjj ,ctr4 betrgt4 ,in geringer ,menge kommt die ,borsure auch in vielen ,mineralwssern und im ,meerwasser vor4 ,der ,larderellit 7,ammonborat7 und der ,lagonit 7,ferricumborat71 die beide in geringen ,mengen in ,toscana gefunden wurden1 haben nur mineralogisches ,interesse4 ,die ,borsure findet sich als ,sassolin in mehreren vulkanischen ,gegenden1 besonders auf einer der liparischen ,inseln 7,volcano7 in ,gesellschaft von ,schwefel1 in den heissen ,quellen von ,sasso bei ,siena und vor ,allem in einem ,landstrich zwischen ,volterra und ,massa maritima in ,toscana1 in welchem an vielen ,punkten borsurehaltige ,wasserdmpfe aus ,klften und ,spalten des ,bodens 7,soffioni7 hervorstrmen4 ,hffer und ,mascagni wiesen zuerst #aggf die ,borsure in diesen ,dmpfen nach4 ,es bilden sich kleine ,smpfe#gc und die ,ausbeute dieser ,lagoni wurde fr ,toscana eine reiche ,erwerbsquelle4 ,die ,borsurelagunen liegen zerstreut auf einem ,raume von etwa sechs ,meilen im ,umfange4 ,seit dem ,jahre #ahah wurden knstliche ,lagunen angelegt1 um die ,borsure der ,soffioni fabrikmssig zu gewinnen4 ,die ersten ,lagunen entstanden um ,monte ,cerboli und somit war der ,grund gelegt zu dem ,orte1 welcher spter nach dem ,besitzer ,larderel1 ,larderello genannt wurde4 ,spter entstanden noch mehrere andere ,borsurefabriken1 so zu ,lustignano1 am ,monte rotondo1 zu ,san ,federigo1 ,castel nuovo1 ,sasso1 ,serrazano und ,lago1 von denen eine jede #h1 #ae1 #ag1 #cj1 selbst #ce ,lagunen besitzt4 ,es wird die ,hitze der ,soffioni zum ,abdampfen der ,borsurelsung angewendet4 #ahci betrug die ,produktion der ,borsure auf den ,werken der ,erben ,larderel's #gag1ccc ,kilogr41 #ahfg betrug sie #b1cej1jjj ,kil4 #ajj ,kilogr4 ,borsure kosten gegenwrtig #aj-ej fl4 ,seit #ahed ist die ,borsuregewinnung in ,toscana in ein neues ,stadium getreten1 indem auf die ,anregung hin von ,gazzeri in ,florenz durch ,durval knstliche ,soffioni angelegt werden dadurch1 dass man einfach in den borsurehaltigen ,grund bohrte4 ,durval hatte in der ,nhe von ,monte rotondo auf ,tiefe von #aej-ah,o ,fuss 7#ahfb7 bereits #ah knstliche ,soffionen erbohrt1 welche jhrlich ber #bjj1jjj ,kil4 ,borsure liefern4 #gc ,diese ,smpfe fhren die ,namen ,fumacchi1 ,fumarole1 ,soffioni1 ,mofetti4 ,der ,boden der natrlichen ,lagunen ist aus ,schlamm gebildet1 der durch ein scheinbares ,sieden ununterbrochen bewegt wird1 eine ,erscheinung1 die von der unausgesetzten ,bildung von ,fumarolen herrhrt4 ,in der ,regel finden sich die ,mndungen der ,dampfquellen an den tiefsten ,stellen der ,thler2 das daraus durch ,abkhlung condensirte ,wasser verbreitet sich dann ber das umliegende ,terrain und bildet daraus einen ,sumpf1 in welchem sich alle in den ,fumarolen enthaltenen verdichtbaren ,stoffe absetzen4 ,nach einer ,untersuchung von ,payen bestehen die ,dmpfe der ,fumarolen aus durch ,abkhlung verdichtbaren und nicht verdichtbaren ,stoffen4 ,die ersteren bestehen aus ,wasser1 schwefelsaurem ,kalk1 schwefelsaurer ,magnesia1 schwefelsaurem ,ammoniak1 ,chloreisen1 ,salzsure1 organischer ,substanz1 einem therischen ,oele von ,fischgeruch1 ,thon1 ,sand und kleiner ,menge von ,borsure2 der nicht condensirte gasfrmige ,theil der ,fumarolen bestand aus ,kohlensure #j1egc ,stickstoff #j1cdh ,sauerstoff #j1jfeg ,schwefelwasserstoff #j1jacc ,den ,angaben ,payens1 dass die ,fumarolen fast keine ,spur von ,borsure enthielten1 zuwider1 fand ,c4 ,schmidt 7aus ,dorpat71 dass in den ,fumarolen1 noch ehe sie in das ,wasser der ,lagunen treten1 ,borsure enthalten sei1 dass die unmittelbar ohne ,wasserzutritt verdichteten ,dmpfe prformirte ,borsure neben ,kohlensure und ,ammoniak in grosser1 ,schwefelwasserstoff in kleiner ,menge enthalten4 ,das ,fumarolenliquidum enthlt ungefhr #j1a ,proc4 ,borsure4 ,sidenote3 ,theorie der ,bildung der natrlichen ,borsure4 ,dumas und mit ihm ,payen stellen zur ,erklrung der ,bildung der vulkanischen ,borsure die ,hypothese auf1 dass im ,innern der ,erde ein ,lager von ,schwefelbor 7,b#b,s#c7 sich befinde1 welches1 wenn es mit dem ,meerwasser in ,berhrung kommt1 sich mit dem ,wasser zu ,borsure und ,schwefelwasserstoff umsetze4 ,allerdings ist eine ,schwefelwasserstoffentwickelung in den ,lagunen stets zu bemerken1 welche aber wahrscheinlich nur in einem zuflligen ,zusammenhange mit der ,borsure steht4 ,p4 ,bolley erklrte die ,bildung der ,borsure und des ,sassolins aus dem ,verhalten des ,borax zu ,salmiak1 da sich ebenso wie der ,borax1 auch der ,boracit1 ,datolith1 ,turmalin und ,axinit verhlt4 ,in vulkanischen ,gegenden ist bekanntlich das ,vorkommen des ,salmiaks etwas sehr ,gewhnliches2 es bedarf daher nur zur ,borsurebildung des gleichzeitigen ,vorkommens eines solchen ,minerals4 ,bei berschssigem ,salmiak wird nmlich der ,borax vollstndig in ,chlornatrium und ,borsure zerlegt1 wahrscheinlich geschieht dasselbe auch bei andern ,borsureverbindungen4 ,die ,hypothese ,bolley's nimmt zur ,erklrung der ,bildung der vulkanischen ,borsure den ,salmiak1 ebenfalls ein vulkanisches ,produkt1 zu ,hlfe1 welches indessen1 andern ,beobachtungen zufolge1 nicht vor der ,borsure schon da war1 sondern sich gleichzeitig mit derselben bildete4 ,nach einer zuerst von mir im ,jahre #ahea ausgesprochenen ,ansicht1 die #ahed durch ,prof4 ,becchi in ,florenz als eine gegrndete ,anerkennung fand1 befindet sich im ,erdinnern ,borstickstoff 7,,bn71 welcher ebenso wie der von ,whler knstlich dargestellte durch heisse ,wasserdmpfe in ,borsure und ,ammoniak zerlegt wird4 ,auch ,warington 7#ahed7 und ,popp 7#ahgj7 leiten die ,entstehung der ,borsure und des ,ammoniaks in ,vulkanen aus der ,zersetzung von ,borstickstoff durch ,wasserdmpfe ab2 ersterer will an der ,borsure und dem ,salmiak von der liparischen ,insel ,volcano noch unzersetzten ,borstickstoff gefunden haben4 ,es unterliegt keinem ,zweifel1 dass auch durch die ,zerlegung borsurehaltiger ,gesteine durch ,salzsure oder ,schwefelsure in vulkanischen ,gegenden sich ,borsure bilden kann4 ,neuerdings 7#ahfb7 neigt sich ,becchi mehr der ,ansicht zu1 dass die ,borsure das ,resultat der ,zersetzung von ,calciumborat sei4 ,specielle ,versuche haben ihn gelehrt1 dass ein ,strom berhitzten ,dampfes ber rothglhendes ,calciumborat geleitet1 reichliche ,mengen von ,borsure mit sich fortreisst4 ,in den ,serpentinen und ,kalkgesteinen1 welche in der ,nhe der ,soffioni sich finden1 hat ,c4 ,schmidt allerdings ,borsure nachgewiesen4 ,das gleichzeitig auftretende ,ammoniak hlt er fr ein ,produkt der stickstoffhaltigen organischen ,krper1 die in reichlicher ,menge in den ,gebirgen ,toscanas vorkommen#gd4 #gd ,die ,menge des neben der ,borsure vorkommenden ,ammoniaks ist auffallend gross1 so gaben vier ,soffioni bei ,travale innerhalb #bd ,stunden #aej ,kilogr4 ,borsure und #aejj ,kilogr4 ,ammonsulfat4 ,sidenote3 ,gewinnung der ,borsure4 ,um die ,borsure zu gewinnen1 stellt man ber den natrlichen ,zerklftungen1 aus welchen sich die ,fumarolen entwickeln1 oder den knstlichen von ,durval angelegten ,soffionis1 mit ,wasser angefllten ,bassins 7knstliche ,lagunen7 her1 in welche so viel als mglich ,soffioni mnden4 ,die ,soffioni verdichten sich in diesem ,wasser4 ,sobald das ,wasser die nthige ,menge von ,borsure aufgenommen hat1 wird sie aus den verschiedenen ,lagunen in eine grosse gemauerte ,cisterne abgelassen4 ,aus dieser ,cisterne fliesst die ,lsung in die ,abdampfpfannen4 ,zum ,abdampfen der ,borsurelsung benutzt man die ,wrme derjenigen ,soffioni1 welche wegen ungnstiger ,lage sich nicht zur ,anlegung von ,lagunen eignen4 ,man umgiebt die ,dampfquellen mit einem hlzernen ,kamin und leitet sie in gemauerten unterirdischen ,kanlen unter die ,abdampfbatterien4 ,in den ,pfannen setzen sich noch verschiedene ,unreinigkeiten1 namentlich ,gyps ab4 ,sobald die ,lsung ein spec4 ,gewicht von #a1jgj-a1jh bei #hj zeigt1 bringt man sie in hlzerne1 mit ,blei ausgeftterte ,krystallisirgefsse1 in welchen sich die ,borsure krystallinisch absetzt2 man lsst in ,krben die ,mutterlauge abtropfen und trocknet sie in einem ,trockenofen1 der ebenfalls durch die ,wrme der ,soffioni geheizt wird4 ,auf vorstehende ,weise wird im ,allgemeinen in ,toscana die ,borsure gewonnen4 ,es lassen sich aber nicht alle ,borsure fhrenden ,terrains nach dem gewhnlichen ,verfahren ausbeuten2 man hat deshalb zur ,gewinnung der ,borsure aus dem ,wasser des ,monte-rotondo-,sees mit ,erfolg ein neues ,verfahren eingefhrt4 ,der ,borsuregehalt dieses ,wassers betrug ursprnglich nur etwa #a_/bjjj und wegen dieses geringen ,gehaltes wurde dasselbe nicht zur ,borsuregewinnung benutzt4 ,das den ,see umgebende ,terrain lsst hier und da schwache ,dampfstrme hervortreten1 die1 wenn sie in gewhnlicher ,weise benutzt worden wren1 keine erhebliche ,menge von ,borsure gegeben haben wrden2 das ,abdampfen des ,wassers mittelst ,brennmaterial war aber bei dem geringen ,gehalt desselben nicht statthaft4 ,der ,see wurde daher mit einem ,graben umgeben1 der das ,quellwasser1 welches sonst in den ,see floss1 sowie den grssern ,theil des sonst in den ,see fliessenden ,regenwassers1 auffngt4 ,in ,folge dieser ,einrichtung enthlt das ,wasser des ,sees nun etwa #b pro ,mille ,borsure1 also in gleichem ,gewichte #d ,mal so viel als frher4 ,man hat ferner durch die oben erwhnten ,durval'schen ,bohrlcher 7knstliche ,soffioni7 der toscanischen ,borsuregewinnung mchtig ,vorschub geleistet4 ,in neuester ,zeit endlich hat man eine ,verbesserung des ,betriebes dadurch eingefhrt1 dass man einen ,theil der aus den natrlichen und knstlichen ,soffioni verdichtet und mit der so erhaltenen ,flssigkeit die ,lagunen speist4 ,in dem ,grade1 als der ,verbrauch der ,borsure zugenommen hat1 macht man bezglich ihrer ,reinheit immer grssere ,ansprche4 ,frher begngte man sich mit einer ,sure1 welche #gj-hj ,proc4 ,borsurehydrat enthielt1 gegenwrtig will man nur gereinigte ,sure1 die hchstens #aj ,proc4 ,unreinigkeiten enthlt4 ,man reinigt sie durch ,umkrystallisiren und ,behandeln der ,lsung mit ,thierkohle4 ,clouet schlgt vor1 die rohe ,borsure behufs ihrer ,reinigung mit #e ,proc4 gewhnlicher ,salpetersure zu vermischen1 die ,masse einige ,stunden lang liegen zu lassen und sie dann in einem ,ofen zu erhitzen4 ,durch diese ,behandlung werden sowol die organischen ,stoffe als auch die ,ammoniaksalze1 welche in der rohen ,borsure enthalten sind1 zerstrt und verflchtigt1 und man erhlt aus derselben einen viel reineren ,borax als bei der ,anwendung der rohen ,sure4 ,ausser ,toscana liefert die ,insel ,vulcano ,borsure in den ,handel2 man schtzt die von ,vulcano stammende ,borsuremenge auf #cjjj ,kilogr4 jhrlich4 ,ehedem1 als die ,borsure nur mehr pharmaceutische ,verwendung fand1 bereitete man die ,borsure1 indem man #a ,th4 ,borax in #d ,th4 siedendem ,wasser lste und #a_/c ,th4 ,schwefelsure oder besser #a_/b ,th4 ,salzsure von #a1b spec4 ,gew4 zusetzte4 ,die ,sure scheidet sich dabei beim ,erkalten ab und wird durch ,umkrystallisiren gereinigt4 ,in #ajj ,th4 kuflicher toscanischer ,borsure fand ,h4 ,vohl 7#ahff73 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,borsure #de1aiif #dg1fcbj #dh1bceg #de1bdhg #dh1acad ,krystallwasser #cd1hiaf #ce1fihc #cg1babg #cd1ijaj #ch1jfaj ,angezogenes ,wasser #d1ejai #b1ehfj #a1jbcg #d1diij #a1ebdj ,schwefelsure #i1face #g1ijif #h1ddbc #i1ehcc #g1hafa ,kieselsure #j1haba #a1bhdj #j1fjjj #j1bacd #j1jhfa ,sand #j1biia #j1ejjj #j1ajjj #j1ggbb #j1daed ,eisenoxyd #j1abff #j1afca #j1jibj #j1ajcj #j1jdca ,manganoxydul #j1jjca ,spuren ,spuren ,spuren ,spuren ,thonerde #j1eghf #j1jhjb #j1jejd #j1acei #j1agcf ,kalk #j1jaji #j1cjee #j1eagh ,spuren ,spuren ,magnesia #j1fjhj ,spuren ,spuren ,spuren ,spuren ,kali #j1ahja #j1beea #j1eagh #j1fadj #j1dacd ,ammoniak #b1ihia #c1eafe #c1eafi #c1gfei #c1jhij ,natron #j1jjbi ,spuren ,spuren ,spuren ,spuren ,chlornatrium #j1ajab #j1jeie #j1jdja #j1afga #j1jcba ,organische ,substanzen und ,verlust #j1jiah #j1jaja #j1jaja -- #j1jddi ---------------------------------------- ------------------------- #ajj1jjjj #ajj1jjjj #ajj1jjjj #ajj1jjjj #ajj1jjjj ,sidenote3 ,eigenschaften und ,verwendung der ,borsure4 ,die gereinigte krystallisirte ,borsure krystallisirt in perlmutterglnzenden ,blttchen1 verliert bis ber #ajj erhitzt die ,hlfte ihres ,krystallwassers1 ohne zu schmelzen1 whrend die andere ,hlfte erst in der ,glhhitze und ,schmelzen unter starkem ,aufblhen ausgetrieben werden kann4 ,nach dem ,erkalten erscheint die wasserfreie ,sure als ein durchsichtiges1 hartes1 sprdes ,glas von #a1hc spec4 ,gewichte4 #a ,th4 ,borsure lst sich in #be1f ,th4 ,wasser bei #ae ,c4 und in #b1i ,th4 bei #ajj4 ,eine bei #h gesttigte ,lsung hat ein spec4 ,gewicht von #a1jad4 ,die ,borsure ist eine feuerbestndige ,sure und treibt1 mit schwefelsauren ,salzen erhitzt1 aus letzteren die ,schwefelsure aus4 ,mit ,wasser- und ,alkoholdmpfen verflchtigt sie sich4 ,sie ertheilt der ,alkoholflamme eine grne ,frbung4 ,in chemischer ,hinsicht verhlt sie sich der ,kieselsure sehr hnlich4 ,die ,borsure wird hauptschlich zur ,fabrikation des ,borax1 zum ,glasiren gewisser ,porcellanarten und als ,zusatz zur ,masse einiger ,thonwaaren und in wsseriger ,lsung mit ,schwefelsure vermischt zum ,trnken der ,dochte bei der ,stearin- und ,paraffinkerzenfabrikation verwendet4 ,ausserdem dient sie zum ,frben des ,goldes1 zum ,aetzen von ,eisen und ,stahl zum ,zweck der ,verzierung1 zur ,darstellung von ,flintglas1 und knstlichen ,edelsteinen4 ,seit dem ,jahre #ahei benutzt man auch die ,borsure bei der ,fabrikation desjenigen ,chromoxydhydrates1 welches unter dem ,namen ,smaragdgrn1 ,pannetier's ,grn1 ,vert-,guignet1 im ,handel sich findet4 ,sidenote3 ,borax4 ,der ,borax oder das borsaure ,natrium enthlt im wasserfreien ,zustande ,na#b;,b#d,o#g und besteht in #ajj ,th4 aus ,borsureanhydrid 7,b#b,o#c7 #fi1je ,natron 7,na#b,o7 #cj1ie ------ #ajj1jj ,er findet sich fertig gebildet in der ,natur in einigen alpinischen ,seen in den ,schneegebirgen von ,indien1 ,china1 ,persien1 auf ,ceylon1 namentlich in dem ,see ,teschu-,lumbu in ,gross-,thibet1 welcher fnfzehn ,tagereisen von dem ,orte gleiches ,namens liegt und frher grosse ,mengen von ,borax lieferte4 ,ausserdem kommt er in grsserer ,quantitt bei ,potosi in ,bolivien und 7wie es scheint in unerschpflicher ,menge7 im ,borax ,lake#ge und im ,pyramid ,lake 7letzterer in ,humboldt-,county1 ,nevada7 in ,californien vor4 ,der durch freiwillige ,verdunstung durch die ,sonnenwrme aus dem ,wasser der ,boraxseen herauskrystallisirte ,borax wurde frher in grosser ,menge unter dem ,namen ,tinkal1 ,tinkana1 ,swaga oder ,pounxa in ,europa eingefhrt4 ,es erschien in kleinen sechsseitigen1 mehr oder minder abgeplatteten ,krystallen1 die bisweilen farblos1 bald aber auch gelblich oder grnlich waren und immer eine erdige ,rinde zeigten1 die sich fettig anfhlte und seifenhnlich roch4 ,die ,raffinirung des rohen ,borax geschah in ,venedig1 welches lange ,zeit ausschliesslich im ,besitz des ,geheimnisses der ,raffinationsmethode war1 und spter in ,holland4 ,am ,boraxsee oder ,clear ,lake in ,californien 7#ej deutsche ,meilen nrdlich von ,s4 ,francisco7 wird der boraxhaltige ,schlamm aus dem ,see durch ,baggern gewonnen1 an der ,sonne getrocknet und dann ausgelaugt#gf4 #ge ,das ,wasser des ,borax-,see's hat 7nach einer ,analyse von ,moore von #ahgj7 ein spec4 ,gewicht von #a1jbg und enthlt in #a ,liter #ce1bc ,grm4 feste ,bestandtheile1 darunter #c1if ,grm4 ,borax4 #gf ,die ,boraxfabrikation am ,clear ,lake liefert tglich #bjjj ,kilogr4 ,borax4 ,die ,reinigung des ,tinkal lsst sich auf verschiedene ,weise ausfhren4 ,nach der lteren ,methode bringt man ihn auf einen ,spitzbeutel und wscht ihn mit einer ,lsung von ,natron1 welche #e ,proc4 davon enthlt1 so lange1 als die ,flssigkeit noch gefrbt hindurchluft2 durch dieses ,auswaschen wird der ,borax von der anhngenden ,fettsubstanz befreit1 welche mit der ,soda zu einer im ,wasser leicht lslichen ,seife zusammentritt4 ,nachdem der ,borax gut abgetropft ist1 lst man ihn in siedendem ,wasser und giebt auf #ajj ,th4 des zu raffinirenden ,salzes #ab ,th4 krystallisirtes ,natriumcarbonat zu und filtrirt dann die ,lsung4 ,nach dem ,filtriren wird die ,lsung durch ,abdampfen bis auf #ah-bj ,b4 gebracht und in hlzernen1 mit ,blei ausgeftterten ,gefssen krystallisiren gelassen4 ,damit keine ,krystallkrusten1 sondern einzelne1 wol ausgebildete ,krystalle sich bilden1 ist es nothwendig1 dass die ,flssigkeit sehr langsam sich abkhle4 ,nach einem andern ,verfahren bergiesst man denselben mit einer kleinen ,menge kalten ,wassers und setzt nach und nach unter ,umrhren #a ,proc4 ,kalkhydrat hinzu4 ,nach einiger ,zeit wird siedendes ,wasser zugesetzt und die ,flssigkeit durchgeseiht4 ,es bleibt hierbei die ,fettsubstanz1 welche den ,tinkal verunreinigte1 als unlsliche ,calciumseife zurck4 ,zu der ,flssigkeit setzt man #b ,proc4 ,chlorcalcium1 seiht wieder durch1 dampft die ,flssigkeit ab und lsst krystallisiren4 ,clouet zertheilt den ,tinkal1 um ihn zu reinigen1 zu ,pulver1 mischt ihn mit #aj ,proc4 ,natriumnitrat und calcinirt die ,mischung bei mssigem ,feuer in einer gusseisernen ,pfanne1 wobei die ,fettsubstanzen zerstrt werden4 ,man lst die calcinirte ,masse nachher in ,wasser auf und trennt die ,lsung von der zurckgebliebenen ,kohle1 worauf man aus ihr durch ,abdampfen und ,krystallisiren ohne ,weiteres rohen ,borax enthlt4 ,sidenote3 ,borax aus ,borsure4 ,seit dem ,jahre #ahah begann in ,frankreich die ,fabrikation von ,borax mittelst ,borsure1 wodurch sich der ,preis des ,borax um #c_/d erniedrigte4 ,dieses ,verfahren ist gegenwrtig das allein bliche4 ,je nach dem ,wassergehalt des krystallisirten ,borax und seiner ,krystallform unterscheidet man #a7 den gewhnlichen 7natrlichen oder knstlichen7 oder prismatischen ,borax1 #b7 den octadrischen ,borax1 welcher nur die ,hlfte des ,krystallwassers des prismatischen ,borax enthlt3 ,der prismatische ,borax 7,na#b;,b#d,o#g #aj;,h#b,o7 besteht aus ,borsure #cf1f ,natron #af1b ,krystallwasser #dg1b ----- #ajj1j ,der octadrische ,borax 7,na#b;,b#d,o#g #e;,h#b,o7 aus ,borsure ,natron #fi1cf ,krystallwasser #cj1fd ------ #ajj1jj ,illustration3 ,fig4 #aah4 ,die ,fabrikation des prismatischen ,borax geschieht auf folgende ,weise3 ,man lst in einem mit ,bleiblech ausgeftterten ,bottich ,a 7,fig4 #aah71 der durch ,wasserdmpfe erwrmt werden kann1 #bf ,ctr4 krystallisirtes ,natriumcarbonat in etwa #aejj ,litern ,wasser und erhitzt bis zum ,sieden4 ,der ,dampfkessel ,c dient zur ,bildung der ,wasserdmpfe1 die durch das ,dampfrohr c in den ,bottich geleitet werden und bei m ausstrmen4 ,durch die ,hhne b und r wird die ,flssigkeit aus ,a abgelassen4 ,durch das weite ,rohr a1 das durch einen ,deckel genau verschlossen werden kann1 trgt man die aufzulsenden ,substanzen ein4 ,nachdem die ,lsung vor sich gegangen und die ,flssigkeit siedet1 wird die ,borsure in ,quantitten von #h-aj ,pfd4 eingetragen4 ,neben der ,kohlensure entwickeln sich auch kleine ,mengen von ,ammoncarbonat1 welche durch das in dem ,deckel des ,apparates ,a befindliche ,ableitungsrohr o in ein ,gefss mit verdnnter ,schwefelsure gelangen1 von welcher das ,ammoniak zurckgehalten wird4 ,zur ,sttigung der erwhnten #bf ,ctr4 ,soda hat man gegen #bd ,ctr4 roher ,borsure nothwendig4 ,die siedend gesttigte ,lsung zeigt #ba-bb ,b4 und hat eine ,temperatur von #ajd4 ,wre sie dichter1 so setzt man etwas ,wasser hinzu2 zeigte sie sich dagegen zu verdnnt1 so lst man eine kleine ,menge von rohem ,borax in ihr auf1 um sie bis auf #ba ,b4 zu bringen4 ,die ,lsung bleibt in dem ,bottich ,a ruhig stehen1 damit sich alle unlslichen ,substanzen daraus abscheiden4 ,die geklrte ,lauge gelangt dann durch den ,hahn r in die ,krystallisirgefsse ,p ,p1 der abgeschiedene ,schlamm durch b in das untergesetzte ,gefss ,k4 ,die ,krystallisirgefsse sind aus ,holz und mit ,bleiblech ausgefttert4 ,nach #b-c ,tagen ist die ,krystallisation beendigt4 ,die ,mutterlauge wird aus allen ,krystallisirbottichen in das ,gefss ,h gelassen4 ,die ,krystalle kommen zum ,abtropfen auf die geneigte ,ebene ,m4 ,der so erhaltene ,borax erscheint in kleinen zerbrckelten ,krystallen1 die behufs der ,reinigung umkrystallisirt werden mssen4 ,die hierbei gewonnene ,mutterlauge dient zum ,lsen neuer ,mengen von ,soda4 ,nach drei bis vier ,operationen enthlt die ,mutterlauge eine gengende ,quantitt ,glaubersalz1 um aus den ,laugen sich krystallinisch abscheiden zu knnen4 ,zu diesem ,behufe lsst man die ,lauge bis auf #cj sich abkhlen4 ,da die ,lslichkeit des ,glaubersalzes in ,wasser bei einer ,temperatur von #cc ihr ,maximum erreicht1 so ist es klar1 dass die ,krystallisation des ,glaubersalzes erst beginnen kann1 sobald die des ,borax beendigt ist4 ,nach der ,krystallisation des ,glaubersalzes giebt die in einem eisernen ,kessel abgedampfte ,mutterlauge noch eine ,krystallisation von ,borax1 deren ,mutterlauge wieder auf ,glaubersalz verarbeitet wird4 ,die letzten ,mutterlaugen geben beim ,eindampfen bis zur ,trockne eine ,salzmasse1 die in der ,glasfabrikation noch benutzt werden kann4 ,bischof wirft die ,frage auf1 ob es nicht vortheilhafter sein mchte1 dem ,wasser der ,lagunen ,natron zuzusetzen und an ,ort und ,stelle in ,toscana ,borax darzustellen1 als in ,frankreich und ,liverpool aus der toscanischen ,borsure ,borax zu fabriciren4 ,es wrde auch dadurch der ,verlust an ,borsure vermindert1 welcher in ,larderel's ,fabrikanlagen durch deren ,verflchtigung entsteht4 ,jean macht den ,vorschlag1 in der ,boraxfabrikation das ,natriumcarbonat durch ,schwefelnatrium zu ersetzen und das sich bei der ,boraxbildung entwickelnde ,schwefelwasserstoffgas 7das doch jedenfalls eine ,quelle von ,inconvenienzen fr die ,boraxfabrik sein wird7 auf ,schwefelsure oder auf ,schwefel zu verarbeiten4 ,sidenote3 ,reinigen des ,borax4 ,illustration3 ,fig4 #aai4 ,um den rohen ,borax zu reinigen1 lst man ihn in dem mit ,blei ausgeftterten hlzernen ,bottich ,a 7,fig4 #aai71 welcher durch eingeleitete ,wasserdmpfe erhitzt wird4 ,man fllt den ,bottich mit ,wasser und hngt den zu reinigenden ,borax in einem ,drahtsiebe unter die ,oberflche der ,flssigkeit4 ,auf je #ajj ,th4 ,borax setzt man #e ,th4 krystallisirtes ,natriumcarbonat hinzu und fhrt mit dem ,auflsen neuer ,quantitten fort1 bis die ,lauge #bb ,b4 zeigt4 ,nachdem die ,lsung durch ,absetzen sich geklrt hat1 lsst man sie durch den ,hahn ,c in das ,khlschiff ,b fliessen4 ,um jeden ,verlust an ,lauge zu verhten1 besteht der ,boden unter ,b aus wasserdichtem ,cment und ist geneigt1 damit die etwa verschttete ,lauge in einen ,kanal abfliesse4 ,die ,krystallisirgefsse bestehen aus starkem ,holz und enthalten im ,innern ein ,bleigefss2 sie werden mit der ,lauge bis auf einen ,zoll vom ,rande angefllt und mit einem ,deckel dicht verschlossen4 ,beim ,erkalten entsteht nun durch ,verdichtung der ,wasserdmpfe auf der ,oberflche der ,lauge eine geringe ,wasserschicht1 wodurch der ,entstehung kleiner ,krystalle auf der ,oberflche vorgebeugt wird4 ,geschhe dies nicht1 so wrden diese ,krystalle zu ,boden fallen und sich daselbst zu ,krystallkrusten vereinigen4 ,da man grosse ,krystalle zu erhalten sucht1 so muss die ,abkhlung der ,flssigkeit mglichst langsam geschehen4 ,zu diesem ,zwecke sind die ,zwischenrume ,h mit einem schlechten ,wrmeleiter1 gewhnlich mit ,wolle ausgestopft4 ,die ,krystallisation erfordert je nach der ,temperatur der usseren ,luft #af-bh ,tage4 ,nach dieser ,zeit hat die ,lauge immer noch eine ,temperatur von #bg-bh ,c4 ,wollte man die ,flssigkeit noch weiter sich abkhlen lassen1 so wrden auch fremde ,substanzen mit dem ,borax sich abscheiden4 ,die ,mutterlauge wird dann mit ,hlfe eines ,hebers mglichst schnell von den ,krystallen abgezogen und in flache ,krystallisirgefsse gegeben1 wo sich noch kleine ,krystalle bilden4 ,die in dem ,gefss ,b erzielten grossen ,boraxkrystalle werden mit ,hlfe eines ,schwammes von der anhngenden ,mutterlauge befreit2 darauf wird das ,krystallisirgefss schnell wieder mit dem ,deckel bedeckt4 ,ohne diese ,vorsichtsmaassregel wrden die ,krystalle zu schnell abkhlen und ,sprnge und ,zerklftungen erhalten4 ,nach einigen ,stunden bricht man die ,krystalle aus dem ,gefsse heraus1 ohne jedoch dabei die ,krystalle und das ,blei der ,gefsse zu beschdigen4 ,die ,krystalle werden auf hlzernen ,tafeln getrocknet und nach dem ,sortiren verpackt4 ,frher pflegte man den ,krystallen zuvor durch ,rtteln in ,sieben die abgestumpften ,kanten und ,ecken1 und das weisse ,pulver1 womit der raffinirte ,tinkal in ,folge des ,transportes berzogen war1 zu geben1 da die ,consumenten darin ,kennzeichen einer guten ,qualitt zu sehen glaubten4 ,gegenwrtig ist dieses ,vorurtheil besiegt4 ,in englischen ,fabriken wendet man bei der ,darstellung von ,borax aus ,borsure folgendes ,verfahren an3 ,man schmilzt die rohe ,borsure mit ihrem halben ,gewichte calcinirter ,soda auf dem ,herde eines ,muffelofens ein2 die ,masse frittet zunchst und gerth dann in schaumigen ,fluss1 wobei sie fortwhrend durch ,rhrkrcken umgearbeitet wird4 ,das ,ammoniak1 welches als schwefelsaures ,salz einen erheblichen ,bestandtheil der rohen ,borsure ausmacht1 entweicht bei diesem ,processe1 mit ,kohlensure verbunden1 durch eine ,oeffnung im ,gewlbe des ,ofens nach einer ,verdichtungskammer 7vergl4 ,seite #bfa74 ,die aus dem ,ofen kommende ,schmelze wird in eisernen ,kesseln in der ,wrme ausgelaugt1 die ,lsung durch ,absetzen von den suspendirten ,theilchen geklrt und dann in kleineren ,gefssen mglichst langsam abgekhlt1 um schne ,krystalle zu erhalten4 ,wie ,seite #bbb erwhnt wurde1 hat man auch in ,frankreich angefangen1 mit der ,fabrikation von rauchender ,schwefelsure die von ,borax zu verbinden4 ,zu diesem ,zwecke destillirt man ein ,gemenge von calcinirtem ,glaubersalz und ,borsure und verarbeitet den in der ,retorte bleibenden ,rckstand von ,borax durch ,auflsen und ,krystallisirenlassen4 ,nach der ,methode von ,khnke wendet man zur ,neutralisation der ,borsure nicht ,natriumcarbonat1 sondern ,natriumhydroxyd 7,aetznatron7 an und lsst den ,borax aus einer sehr alkalischen ,lsung krystallisiren4 ,in neuerer ,zeit stellt man ,borax aus dem oben erwhnten natrlichen ,calcium-,borat oder ,calcium-,natrium-,borat 7,tiza oder ,boronatrocalcit7#gg dar1 welches gegenwrtig in grosser ,menge aus ,tarapaca in ,peru und von der ,westkste ,afrika's nach ,europa gelangt4 ,da die ,aufschliessung des ,minerals mit ,schwefelsure nur ungengende ,resultate gegeben1 so wendet man 7nach den ,vorschlgen von ,lunge7 zur ,darstellung von ,borax aus ,tiza die ,zersetzung mit ,salzsure an4 ,zu dem ,ende bergiesst man das gemahlene und geschlmmte ,material mit zwei ,dritteln seines ,gewichtes kuflicher ,salzsure und der doppelten ,menge ,wasser1 und digerirt in mssiger ,wrme1 noch besser bei ,siedehitze1 so lange1 bis die ,zersetzung vollstndig ist1 was bald eintritt4 ,besonders zu ,ende der ,digestion muss man die ,wrme steigern1 um sicher alle ,borsure in ,lsung zu behalten2 auch muss man zu diesem ,zwecke das verdampfte ,wasser bis auf sein ursprngliches ,volumen ergnzen4 ,man lsst nun in der ,hitze absetzen und trennt die klare ,lsung von dem unbedeutenden ,rckstande durch ,decantiren oder ,abhebern4 ,beim ,erkalten krystallisirt die ,borsure fast vollstndig heraus1 whrend ,chlornatrium und ,chlorcalcium in der ,mutterlauge bleiben1 nebst einer geringen ,menge berschssiger ,salzsure4 ,die angegebene ,menge von zwei ,dritteln des ,minerals an ,salzsure bezieht sich brigens auf einen ,mittelgehalt desselben von #dj ,proc4 an ,borsure und muss bei erheblicher ,abweichung davon entsprechend abgendert werden4 ,die herauskrystallisirte ,borsure lsst man abtropfen1 presst oder schleudert sie aus1 wscht sie einmal mit kaltem ,wasser1 schleudert sie nochmals aus und erhlt sie dann fast vollkommen rein1 so dass sie nach der ,behandlung mit ,soda schon bei der ersten ,krystallisation reinen ,borax giebt4 ,die ,rckstnde von der ,digestion mit ,salzsure sammelt man an und behandelt sie noch einmal fr sich mit heisser ,salzsure4 ,in der ,mutterlauge von der ,borsurekrystallisation1 welche mit den anderen ,salzen fast gesttigt ist1 bleibt so wenig ,borsure1 dass ihre ,gewinnung kaum lohnen drfte2 man kann sie aber auch noch hieraus fast vollstndig durch ,niederschlagen mit ,kalk erhalten4 -- ,die ,aufschliessung des ,boronatrocalcits mit ,soda bietet vielfache ,schwierigkeiten dar1 doch wird sie in ,england fabrikmssig ausgebt4 ,auch auf die ,verwendbarkeit der ,stassfurter ,boracite oder ,stassfurtite zur ,darstellung von ,borax ist aufmerksam gemacht worden4 #gg ,nach ,whler nach der ,formel ,na#b;,b#d,o#g #b;,ca,b#d,o#g #ah;,h#b,o zusammengesetzt4 ,der prismatische ,borax bildet fast farblose und durchsichtige ,krystalle von #a1ge spec4 ,gewicht1 welche sich in #ab ,th4 kaltem und #b ,th4 siedendem ,wasser zu einer schwach alkalisch reagirenden ,flssigkeit auflsen4 ,an der ,luft verwittern die ,krystalle nur oberflchlich1 zerspringen meistens beim ,erwrmen und blhen sich dann zu einer schwammigen ,masse auf 7calcinirter ,borax71 die in der ,glhhitze zu einem durchsichtigen ,glase 7,boraxglas7 schmilzt1 welches aus der ,luft nur sehr langsam ,wasser aufnimmt und dabei seine ,durchsichtigkeit verliert4 ,sidenote3 ,octadrischer ,borax4 ,der octadrische ,borax 7,na#b;,b#d,o#g #e;,h#b,o7 wird auf folgende ,weise erhalten3 ,man lst prismatischen ,borax in siedendem ,wasser1 bis die siedende ,lsung #cj ,b4 7 #a1bfj spec4 ,gewicht7 zeigt4 ,darauf berlsst man die ,flssigkeit einer langsamen und regelmssigen ,abkhlung4 ,wenn die ,temperatur bis auf #gi ,c4 gesunken ist1 fangen die octadrischen ,krystalle an sich zu bilden und dies dauert fort1 bis die ,temperatur nur noch #ef betrgt4 ,von dieser ,zeit an giebt die ,mutterlauge nur noch prismatische ,krystalle4 ,versumt man die ,mutterlauge zu gehriger ,zeit abzugiessen1 so erhlt man ein ,gemenge von prismatischem und octadrischem ,borax4 ,buran verfhrt bei ,darstellung des octadrischen ,borax auf hnliche ,weise4 ,er verdampft die ,auflsung bis zu #cb ,b4 7 #a1bhb71 darauf verschliesst er den ,kessel1 um die ,abkhlung mglichst zu verlangsamen4 ,wenn #aj ,ctr4 in ,arbeit genommen worden waren1 so ffnet er nach ,verlauf von #f ,tagen den ,kessel1 giesst den noch flssigen ,theil ab und nimmt den gebildeten octadrischen ,borax heraus1 der als dichte ,rinde sich abgelagert hat4 ,auf ihrer ,oberflche sieht man einen ,anfang prismatischer ,krystallisation1 welche durch mechanische ,mittel abgesondert wird4 ,indischer ,tinkal und chinesischer halbraffinirter ,borax soll bisweilen aus octadrischem ,borax bestehen4 ,der octadrische ,borax kommt im franzsischen ,handel unter dem ,namen calcinirter ,borax1 ,juwelierborax1 ,rindenborax u4 s4 w4 vor4 ,er unterscheidet sich von dem prismatischen ,borax ausser durch die ,krystallform und den ,wassergehalt dadurch1 dass er ein spec4 ,gewicht von #a1ha hat und die ,krystalle eine weit grssere ,hrte besitzen1 denn der gewhnliche ,borax wird durch den octadrischen geritzt4 ,der prismatische ,borax zerklftet sich und zerspringt schon bei einem ,temperaturwechsel1 der #ae betrgt1 der octadrische aber behlt unter gleichen ,umstnden seinen ,zusammenhang4 ,whrend der gewhnliche ,borax im ,wasser sowol als in feuchter ,luft durchsichtig bleibt und in trockener ,luft an der ,oberflche verwittert1 werden die ,krystalle des octadrischen ,borax1 dem ,wasser und der feuchten ,luft ausgesetzt1 undurchsichtig1 wobei sie nach und nach fnf ,aequivalente ,wasser aufnehmen und in den prismatischen ,borax bergehen4 ,beim ,erhitzen schmilzt er leicht und blht sich whrend des ,schmelzens weit weniger auf als der prismatische ,borax4 ,sidenote3 ,anwendung des ,borax4 ,die ,anwendung des ,borax ist eine sehr mannigfaltige4 ,geschmolzener ,borax hat die ,eigenschaft1 bei hoher ,temperatur ,metalloxyde zu lsen und mit denselben durchsichtige1 nicht gefrbte ,glser zu bilden1 so wird z4 ,b4 ,borax durch ,kobaltoxydul blau1 durch ,chromoxyd grn gefrbt4 ,auf diese ,eigenschaft1 welche man in der analytischen ,chemie zum ,erkennen und ,unterscheiden gewisser ,metalloxyde vor dem ,lthrohr benutzt1 ist auch seine ,anwendung zum ,lthen basirt4 ,der ,borax ist ferner ein hufiger ,bestandtheil des ,strass1 einiger ,glassorten und ,emails1 sowie vieler ,glas- und ,porcellanfarben4 ,in grsster ,menge benutzt man ihn zur ,glasur der feineren ,fayence und irdener ,thonwaaren1 auch zuweilen als ,zusatz zur ,masse gewisser ,thonarten4 ,bei der ,ausscheidung vieler ,metalle aus ihren ,erzen kann der ,borax als ,flussmittel benutzt werden2 in der ,that benutzt man den rohen ,borax in ,sdamerika 7unter dem ,namen ,quemason7 zum ,kupferschmelzen4 ,der ,borax bildet mit ,schellack 7in dem ,verhltnis von #a ,th4 ,borax auf #e ,th4 ,harz7 einen in ,wasser lslichen ,firniss1 welcher in der ,hutfabrikation 7gewhnlich mit ,anilinschwarz gemengt1 wenn es sich um schwarze ,hte handelt7 zum ,steifen der ,filzhte ,anwendung findet2 mit ,casen giebt er eine ,flssigkeit1 die sich durch grosse ,klebekraft auszeichnet und anstatt einer ,lsung von arabischem ,gummi gebraucht werden kann4 ,man hat ferner den ,vorschlag gemacht1 den ,borax statt der ,seife zum ,entschlen der ,seide1 statt der ,soda bei der ,wsche1 zum ,reinigen der ,haare1 zu kosmetischen ,zwecken etc4 zu verwenden4 ,in der ,zeugdruckerei und ,frberei hat man ihn wiederholt zur ,fixation der mineralischen ,mordants 7namentlich ,thonerde und ,eisenoxyd71 so wie als ,menstruum in ,wasser unlslicher ,farbstoffe1 endlich auch als ,surrogat des ,kuhkothbades anzuwenden vorgeschlagen4 ,in ,folge seiner ,eigenschaft1 die ,fette zu emulsiren1 kann der ,borax zur ,darstellung der ,weissbder dienen4 ,mit einer ,lsung von arabischem ,gummi giebt ,borax eine sehr consistente ,gallerte4 ,nach ,clouet ist ein ,gemenge von ,borsure und ,kalium- oder ,natriumnitrat in manchen ,fllen ein besseres ,flussmittel1 als ,borax4 ,er nimmt #ajj ,th4 ,borsure und #ajj ,th4 ,kalium- oder ,natriumnitrat1 befeuchtet das ,gemenge mit etwa #aj ,proc4 ,wasser und lsst es in einem emaillirten eisernen ,kessel flssig werden1 worauf er es auf ,bleiplatten giesst4 ,nach dem ,erkalten bildet die ,masse weisse krystallinische ,platten1 die in den ,handel gebracht werden knnen4 ,die mit ,kaliumnitrat bereitete ,masse ist namentlich fr die ,fabrikation von ,krystallglas1 die mit ,natriumnitrat dargestellte fr die ,emailfabrikation geeignet4 ,borax ist das zweckmssigste ,mittel zur ,vertilgung der ,schaben 7,blatta orientalis74 ,wsserige ,boraxlsung ist zum ,imprgniren des ,holzes behufs seiner ,conservation in ,vorschlag gebracht worden4 ,das ,zink- und ,manganborat finden als ,siccativ in der ,firnissbereitung ,anwendung4 ,das ,chromborat findet zur ,darstellung der unter den ,namen ,vert-,guignet1 ,pannetier's ,grn1 ,smaragdgrn bekannten grnen ,farbe ,anwendung4 ,sidenote3 ,bordiamanten4 ,whler und ,h4 ,deville haben #aheg nachgewiesen1 dass das dem ,kohlenstoff so beraus nahe stehende ,bor ebenso wie der ,kohlenstoff in zwei allotropischen ,zustnden aufzutreten vermag1 nmlich krystallisirt 7diamanthnlich#gh7 und amorph4 ,der ,bordiamant wird auf zweierlei ,weise dargestellt1 nmlich durch ,reduktion von geschmolzener ,borsure mit ,aluminium3 ,borsure ,b#b,o#c ,thonerde ,al#b,o#c ,aluminium #b;,al geben ,bor #b;,b oder durch ,ueberfhren von amorphem ,bor in krystallisirtes4 ,diese letztere ,methode giebt ein besseres ,resultat als die erstere4 ,man bringt ein ,gemenge von #ajj ,grm4 wasserfreier ,borsure mit #fj ,grm4 ,natrium in einen kleinen1 bis zum vollen ,glhen erhitzten ,tiegel von ,gusseisen1 schttet darauf #dj bis #ej ,grm4 ,kochsalz und bedeckt den ,tiegel4 ,sobald die ,reaktion vorber ist1 rhrt man die ,masse1 welche das reducirte amorphe ,bor in einem geschmolzenen ,gemenge von ,borsure1 ,borax und ,kochsalz vertheilt enthlt1 mit einem eisernen ,stabe um und giesst sie dann in mit ,salzsure angesuertes ,wasser4 ,man filtrirt das ,bor ab1 wscht es mit salzsurehaltigem ,wasser und lsst es auf porsen ,steinen bei gewhnlicher ,temperatur trocknen4 ,geschmolzenes ,eisen fhrt bekanntlich amorphen ,kohlenstoff in krystallinischen 7in ,graphit7 ber2 auf hnliche ,weise wird durch schmelzendes ,aluminium amorphes ,bor in krystallisirtes verwandelt4 ,man verfhrt dabei auf folgende ,weise3 ,ein kleiner hessischer ,tiegel wird mit amorphem ,bor angefllt1 dann wird bis zu einer gewissen ,tiefe ein ,loch ausgebohrt und in dieses eine #d-f ,grm4 schwere ,stange gestellt4 ,man setzt den ,tiegel darauf #a-a_/b-b ,stunden lang einer ,temperatur aus1 welche hinreicht1 um ,nickel zu schmelzen4 ,nach dem ,erkalten sind gewhnlich schon an der ,oberflche des ,aluminiums schne ,borkrystalle zu bemerken4 ,man lst die ,masse in verdnnter ,salzsure auf1 wobei alle eingeschlossenen ,borkrystalle zum ,vorschein kommen4 ,von dem zugleich mit entstandenen ,borgraphit lassen sich die ,bordiamanten durch ,schlmmen leicht trennen4 ,die ,bordiamanten krystallisiren tetragonal1 sind durchsichtig1 bald granatroth1 bald honiggelb1 im vollkommen reinen ,zustande jedoch vollkommen farblos und von grossem ,lichtbrechungsvermgen1 ,glanz und einer ,hrte1 welche der der ,diamanten gleich ist oder dieselbe noch bertrifft2 die ,krystalle ritzen den ,korund mit ,leichtigkeit1 greifen selbst den ,diamant etwas an4 ,die ,entdeckung der ,bordiamanten kann mit der ,zeit fr die ,technik mglicherweise von ,wichtigkeit werden4 #gh ,der sogenannte ,borgraphit ist nach neueren ,untersuchungen ,whler's 7,februar #ahfg7 ,boraluminium von der ,formel ,al,b#b4 ,die ,fabrikation des ,alauns1 des ,aluminiumsulfates und der ,aluminate4 ,sidenote3 ,alaun4 ,allgemeines4 ,der ,alaun ist ein aus ,aluminiumsulfat1 ,kalium- oder ,ammonsulfat und ,krystallwasser bestehendes ,salz1 welches je nach der ,natur des darin enthaltenen ,alkalisulfates als ,kaliumalaun und ,ammonalaun unterschieden wird4 ,zu dem ,alaun sind in dem letzten ,jahrzehend ,aluminiumsulfat und ,natrium-,aluminat gekommen1 um der ,technik reines1 namentlich eisenfreies ,thonerdesalz zu liefern4 ,sidenote3 ,vorkommen des ,alauns in der ,natur4 ,der ,alaun1 besonders der ,kaliumalaun 7,al#b _/ ,k#b7 #d,,so#d #bd;,h#b,o findet sich als ,ausblhung oder ,auswitterung nicht selten auf dem ,alaunschiefer1 seltener in ausgebildeten ,krystallen1 als vielmehr als ,federalaun 7,federsalz1 ,haarsalz1 ,keramohalit74 ,er findet sich vorzugsweise in vulkanischen ,gegenden1 zumal in den ,solfataren1 in schwefelkieshaltigen ,thonlagern1 auf ,stein- und ,braunkohlenlagersttten vor4 ,in der ,nhe der ,vulkane entsteht der ,alaun1 indem die sich bildende schweflige ,sure#gi bei ,gegenwart von ,luft und ,feuchtigkeit in ,schwefelsure bergeht1 welche auf die in den ,laven enthaltene ,thonerde und ,kali einwirkt4 ,der natrliche ,alaun hat indessen mehr mineralogisches als technisches ,interesse1 indem aller ,alaun1 der sich gegenwrtig im ,handel findet1 knstlich dargestellt ist4 #gi ,von grosser ,wichtigkeit fr die ,erklrung der ,bildung des natrlichen ,alauns ist die ,beobachtung ,fr4 ,knapp's1 dass beim ,rsten der ,pyrite neben schwefliger ,sure auch ,schwefelsure in namhafter ,menge auftritt4 ,sidenote3 ,materialien der ,fabrikation des ,alauns4 ,die fabrikmssige ,darstellung des ,alauns 7des ,aluminiumsulfates und des ,natrium-,aluminats7 grndet sich auf geeignetes und massenhaftes ,vorkommen gewisser ,thonerdeverbindungen1 welche die ,rohmaterialien dieses ,industriezweiges abgeben4 ,je nach ihren ,bestandtheilen zerfallen diese ,materialien 7,alaunerze7 in folgende vier ,gruppen3 #a7 ,in solche1 in denen die zur ,alaunbildung erforderlichen ,bestandtheile 7,aluminium1 ,kalium und ,schwefelsure7 in solcher ,menge vorhanden sind1 dass eine ,ausscheidung derselben ohne ,zusatz von ,alkalisalz lohnend erscheint4 ,hierher gehren der ,alaunstein1 so wie gewisse ,sorten von ,alaunschiefer2 #b7 ,in solche1 in denen nur die ,elemente zur ,bildung des ,aluminiumsulfates 7,aluminiumsilicat und ,schwefelkies7 vorhanden sind1 das ,alkalisalz ganz oder doch zum grssten ,theile zugesetzt werden muss4 ,zu dieser ,gruppe gehren die ,alaunschiefer und die ,alaunerze aus der ,braunkohlenformation oder die eigentliche ,alaunerde2 #c7 ,in solche1 welche nur das ,aluminium enthalten und denen mithin ,schwefelsure und ,alkalisalze zugesetzt werden muss4 ,in diese ,abtheilung gehren ,greek3 a7 die ,thone1 ,greek3 b7 der ,kryolith 7,fluoraluminium-,fluornatrium71 ,greek3 g7 der ,bauxit 7eisenoxydhaltiges ,thonerdehydrat71 ,greek3 d7 die ,hohofenschlacken1 die man in neuerer ,zeit auch auf ,thonerdeprparate zu verarbeiten sucht2 #d7 ,zu der vierten ,gruppe wrden alle jene ,materialien der ,alaunfabrikation zu rechnen sein1 welche wie der ,feldspath ,aluminium und ,kalium in einer zur ,alaungewinnung geeigneten ,menge enthalten und denen mithin nur ,schwefelsure zugesetzt werden muss4 ,sidenote3 ,darstellung des ,alauns aus ,alaunstein4 #a4 ,gruppe4 ,der ,alaunstein oder ,alunit kommt nur in vulkanischen ,gegenden vor und ist das ,produkt der ,einwirkung von schwefligsauren ,dmpfen auf trachitische oder andere ,gebirgsarten1 die reich an ,feldspath 7,feldspathlava7 sind4 ,der am lngsten bekannte ,fundort des ,alaunsteins ist ,tolfa bei ,civita-,vecchia im ,kirchenstaate4 ,ferner findet sich der ,alaunstein in grsserer ,menge zu ,munkcs in ,ungarn4 ,der krystallisirte ,alaunstein besteht aus ,kalium-,aluminium-,sulfat und ,aluminiumhydroxyd 7nach ,al4 ,mitscherlich3 ,k#b,,so#d ,al#b7,,so#d7c #b7;,al#b,o#c1 #c;,h#b,o774 ,der ,alaunstein verliert schon bei angehender ,rothglhhitze sein ,wasser und geht in eine ,verbindung ber1 aus welcher das ,wasser ,alaun auszieht1 whrend auf ungebrannten ,alaunstein das ,wasser nicht einwirkt4 ,ist der ,alaunstein zu stark erhitzt worden1 so ussert das ,wasser keine ,wirkung mehr darauf1 indem in starker ,rothglhhitze sich das ,aluminiumsulfat in ,thonerde1 schweflige ,sure und ,sauerstoff zersetzt1 auch das ,kaliumsulfat sich zerlegt1 dessen ,kalium mit der ,kieselerde und ,thonerde zusammentritt4 ,aus diesem ,verhalten des ,alaunsteines in der ,hitze ergiebt sich dessen ,behandlung1 um daraus ,alaun zu gewinnen4 ,es wird zu ,tolfa das ,mineral in ,stcke zerschlagen und dann entweder in ,haufen oder in ,oefen1 welche entweder unsern ,kalkfen hnlich oder ,flammenfen sind1 gerstet1 worauf der gerstete ,stein in grossen lnglich gemauerten ,bhnen1 die mit gemauerten ,grben umgeben sind1 in mssig hohen ,haufen ausgeschttet und mit ,wasser begossen wird4 ,der gerstete ,alaunstein zerfllt dadurch zu einem blassrthlichen ,brei1 welcher nun mit heissem ,wasser ausgelaugt wird1 worauf die klare ,lauge1 ohne weitern ,zusatz1 zum ,krystallisationspunkte versotten wird4 ,der rmische ,alaun hat die ,eigenthmlichkeit1 beim ,erkalten der ,lsung erst in ,octadern und dann in ,wrfeln zu krystallisiren2 man nennt ihn deshalb auch kubischen ,alaun4 ,wenn man letzteren in ,wasser lst und die ,lsung bei #ajj erhitzt1 so setzt sich basischer ,alaun ab und die darber stehende ,flssigkeit giebt beim ,abdampfen octadrischen ,alaun4 ,lsst man aber die ,flssigkeit ber dem ,niederschlage stehen1 so lst sich der letztere beim ,erkalten wieder auf und die ,lsung giebt beim ,krystallisiren wieder kubischen ,alaun4 ,erinnert man sich des ,umstandes1 dass bei der ,fabrikation des rmischen ,alauns der ,alaun beim ,ausziehen des gersteten ,alaunfels mit berschssiger ,thonerde zusammenkommt1 so ist es einleuchtend1 dass man gewhnlichen ,alaun in kubischen umwandeln kann1 wenn man die ,lsung des ersteren mit ,thonerdehydrat digerirt und die ,lsung nur auf #dj erwrmt4 ,die fleischrothe ,farbe des rmischen1 ebenso des neapolitanischen ,alauns rhrt von etwas mechanisch eingeschlossenem ,eisenoxyd her1 welches beim ,lsen der ,krystalle in ,wasser ungelst zurckbleibt4 ,sidenote3 ,darstellung des ,alauns aus ,alaunschiefer und ,alaunerde4 #b4 ,gruppe4 ,weit wichtiger als die ,gewinnung des ,alauns aus dem ,alaunstein ist die ,fabrikation desselben aus den eigentlichen ,alaunerzen1 dem ,alaunschiefer und der ,alaunerde4 ,sidenote3 ,alaunschiefer4 ,der ,alaunschiefer ist ein von ,schwefelkies durchdrungener1 durch ,kohle stark gefrbter ,thonschiefer oder ,schieferthon1 welcher sich hufig in der unmittelbaren ,nhe von ,steinkohlenfltzen findet4 ,er kommt vor in ,oberbayern1 im preussischen ,regierungsbezirke ,dsseldorf und ,trier1 in ,sachsen1 ,bhmen1 am ,harze1 in ,belgien bei ,lttich u4 s4 w4 ,nur an wenigen ,orten1 wo der ,alaunschiefer ,feldspath enthlt1 findet sich in dem ,schiefer so viel ,alkali1 dass ein fernerer ,zusatz von ,alkalien zu der gesttigten ,lauge behufs der ,darstellung nicht mehr nthig ist4 ,sidenote3 ,alaunerde4 ,die ,alaunerde ist eine mit vielen erdigen ,theilen und ,schwefelkies 7,vitriolkies7 gemengte ,braunkohle oder auch ein mit ,bitumen und ,schwefelkies gemengter ,thon4 ,gewhnlich ist sie erdig1 im ,grossen zuweilen schieferig4 ,sie findet sich in der norddeutschen ,ebene in der ,nhe der ,oder bei ,freienwalde1 ,gleissen1 ,schermeisel und in der ,oberlausitz bei ,muskau2 sie kommt ferner vor zu ,kreuzkirch bei ,neuwied und auf der ,rhn4 ,der ,schwefel ist in der ,alaunerde theils im freien ,zustande 7durch ,schwefelkohlenstoff ausziehbar71 theils als ,vitriolkies und ,eisenkies enthalten4 ,das ,eisen befindet sich darin theils als ,schwefelkies1 theils als ,eisenhuminat4 ,sidenote3 ,darstellung des ,alauns aus der ,alaunerde und aus dem ,alaunschiefer4 ,die ,darstellung des ,alauns daraus zerfllt in folgende sechs ,operationen3 ,sidenote3 ,rsten der ,alaunerde4 #a7 ,die ,rstung der ,alaunerde ist die bei ,weitem wichtigste aller ,operationen1 da ein grosser ,theil der ,alaunwerke nur durch mglichst billige ,erzeugung des ,aluminiumsulfates bei den theuren alkalischen ,zuschlagsmitteln seine ,existenz behaupten kann4 ,ob zur ,erzielung des ,maximums an ,aluminiumsulfat die ,erze einem wirklichen ,rstprocesse unterworfen werden mssen1 oder ob ein blosses ,verwitternlassen derselben ausreicht1 darber muss die ,beschaffenheit der einzelnen ,erze und die ,erfahrung entscheiden4 ,der ,vorgang1 welcher bei dem ,verwitterungs- und ,rstprocesse stattfindet1 ist folgender3 ,bei dem ,verwitterungsprocess wird das ,eisenbisulfuret1 das sich in der ,alaunerde in ,gestalt von ,vitriolkies oder ,wasserkies befindet1 durch ,aufnahme von ,sauerstoff in ,eisenvitriol und ,schwefelsure verwandelt1 welche letztere1 indem sie auf den ,thon einwirkt1 eine quivalente ,menge ,aluminiumsulfat bildet4 ,durch des ,rsten geht das ,eisenbisulfuret in ,monosulfuret und ,schwefel ber1 welcher letztere ebenso wie der in der ,alaunerde enthaltene freie ,schwefel zu schwefliger ,sure verbrennt1 die zersetzend auf den ,thon einwirkt und ,aluminiumsulfit und -sulfat bildet4 ,erstere geht in ,folge des ,liegenlassens des gersteten ,haufens an der ,luft nach und nach in schwefelsaure ,thonerde ber4 ,das ,eisenmonosulfuret geht durch den ,rstprocess in ,eisenvitriol und letzterer in unlsliches ,ferrisulfat ber1 wobei die ,schwefelsure frei wird1 die einen neuen ,antheil ,thon zersetzt4 ,werden die ,erze sogleich nach der ,rstung verarbeitet1 so geben sie etwa um #a_/f weniger ,aluminiumsulfat1 als solche1 die nach der ,rstung etwa noch ein ,jahr der ,luft ausgesetzt werden4 ,zu ,ampsin bei ,lttich leitet man die beim ,rsten von ,zinkblende sich bildende schweflige ,sure 7nach dem ,patente von de ,laminne7 nebst ,wasserdmpfen in alte ,alaunschieferhalden1 wodurch sich reichlich ,aluminiumsulfat bildet1 das man durch ,auslaugen gewinnt4 ,sidenote3 ,auslaugen4 #b7 ,das ,auslaugen der gersteten ,alaunerze geschieht in den ,auslaugeksten 7dem ,waschwerk71 in welche das ,erz gekarrt wird4 ,diese ,ksten stehen in fnf ,reihen neben einander3 die erste ,reihe ist um eine ,kastenhhe hher als die zweite und diese gleichfalls um eine hher als die dritte4 ,die ,ksten haben eine ,lnge von etwa #f-g ,meter1 eine ,breite von #e und eine ,hhe von #a1c ,meter und stehen auf einem ,boden von festgestampftem ,thon4 ,sie werden zu #c_/d mit ,erz und darauf mit ,wasser angefllt4 ,entfernt man einen unten am ,kasten befindlichen ,zapfen1 so fliesst die ,lauge vermittelst einer ,rinne in einen zweiten ,auslaugekasten1 von da in einen dritten und so fort4 ,hat die ,lauge noch nicht ein spezifisches ,gewicht von #a1af erreicht1 so wird sie auf frisches ,erz geschttet4 ,das ausgelaugte ,erz1 welches sich vorher nicht entzndet hatte1 wird wieder auf ,haufen geschttet1 der ,verwitterung nochmals unterworfen und spter noch einmal ausgelaugt4 ,man leitet die ,lauge in ,ksten1 in welchen sie so lange stehen bleibt1 bis die grberen ,unreinigkeiten sich abgesetzt haben1 worauf aus diesen die geklrte ,lauge durch einen gemauerten ,kanal in einem vor dem ,siedehaus befindlichen bedeckten ,behlter oder auch in das ,siedehaus selbst gefhrt wird4 ,sidenote3 ,abdampfen der ,lauge4 #c7 ,das ,concentriren der rohen ,lauge durch ,abdampfen geschieht in bleiernen ,pfannen1 welche man zuweilen durch gusseiserne ersetzt4 ,da diese aber leicht springen1 ferner durch die saure ,flssigkeit leicht angegriffen werden1 bleierne ,pfannen dagegen leicht durchschmelzen1 so hat man gegenwrtig auf den meisten ,alaunwerken die zweckmssige ,einrichtung getroffen1 dass die ,lauge in gemauerten ,rumen1 welche den ,herd eines ,flammenofens bilden1 sich befindet und die ,flamme und heisse ,luft ber die ,oberflche hinstreichen4 ,da hierbei die ,rohlauge durch ,russ und ,flugasche verunreinigt wird1 so verdient die von ,bleibtreu auf den rheinischen ,alaunwerken eingefhrte ,gasheizung alle ,beachtung4 ,die ,behandlung der rohen ,lauge whrend des ,concentrirens ist von ihrer ,beschaffenheit und der ,quantitt des darin enthaltenen ,eisenvitriols abhngig4 ,da gewhnlich der ,eisenvitriol in grosser ,menge in der rohen ,lauge enthalten ist1 so sind in ,deutschland viele ,alaunwerke zugleich ,vitriolwerke4 ,ist die ,menge des ,eisenvitriols in der rohen ,lauge zu gering1 als dass sich eine ,verarbeitung derselben auf ,vitriol verlohnte1 so nimmt man keine ,rcksicht darauf1 sondern dampft die ,rohlauge ab1 bis sie ein spec4 ,gewicht von #a1dj zeigt4 ,whrend des ,siedens der ,lauge scheidet sich basisches ,ferrisulfat aus und die ,lauge nimmt eine rothgelbe ,farbe und schlammige ,beschaffenheit an1 weshalb sie1 ehe man zum ,alaunmachen schreitet1 geklrt werden muss4 ,das ,klren geschieht in den ,sedimentir- oder ,schlammksten1 grossen1 aus hlzernen ,bohlen zusammengefgten ,ksten1 deren ,fugen wasserdicht verkittet sind4 ,nachdem darin der ,vitriolschmand sich abgeschieden und die ,lauge sich geklrt hat1 wird sie in die ,prcipitirksten 7,rttel- oder ,schttelksten7 geleitet um dort gefllt zu werden4 ,sidenote3 ,mehlmachen4 #d7 ,die ,prcipitation der ,gut- oder ,garlauge oder des ,mehlmachen geschieht durch ,zusatz eines ,kaliumsalzes1 wenn man ,kaliumalaun1 eines ,ammonsalzes1 wenn man ,ammonalaun darstellen will4 ,die ,lsung des ,alkalisalzes wird der ,fluss oder das ,prcipitirmittel genannt4 ,indem das ,aluminiumsulfat der ,lauge mit dem ,alkalisalze zusammentritt1 bildet sich ,alaun1 welcher in dem ,flssigkeitsquantum1 das in der ,lauge und dem ,fluss enthalten ist1 in der ,klte sich nicht lst und daher zum grssten ,theile sich abscheidet4 ,die ,bildung grsserer ,krystalle1 welche ,mutterlauge einschliessen und dadurch verunreinigt wrden1 sucht man durch ,umrhren der ,lauge zu verhindern4 ,der ,alaun scheidet sich in ,gestalt eines feinen krystallinisches ,pulvers als ,alaunmehl aus1 welches von der anhngenden ,mutterlauge durch ,waschen befreit werden kann4 ,frher wendete man als ,fllungsmittel ,holzaschenlauge1 gefaulten ,harn u4 s4 w4 an1 jetzt benutzt man entweder ,chlorkalium 7aus ,schlempekohle1 aus ,kelp oder ,carnallit71 oder das bei der ,zersetzung des ,kainits auftretende ,kaliumsulfat4 ,chlorkalium ist nur dann mit ,vortheil anwendbar1 wenn die ,lauge grssere ,mengen von ,eisenvitriol enthlt1 welcher sich damit zu ,kaliumsulfat und ,eisenchlorr umsetzt4 ,potasche ist nur dann mglich1 wenn die ,lauge die zur ,neutralisation erforderliche ,menge freier ,schwefelsure enthlt1 ausserdem wrde sich ein ,theil der schwefelsauren ,thonerde als unlslicher ,alaun abscheiden4 ,als ,ammonsalz wendet man fast nur das schwefelsaure ,salz an4 #ajj ,th4 ,aluminiumsulfat bedrfen zur ,fllung ,chlorkalium #dc1e ,th4 ,kaliumsulfat #ej1i ,ammonsulfat #dg1h ,die ber dem ,alaunmehl stehende ,mutterlauge ist schwach grnlich gefrbt und enthlt nur noch wenig ,alaun1 dagegen ,chloreisen 7,eisenchlorr und -chlorid71 ,ferro- und ,ferrisulfat1 ,magnesiumsulfat oder ,chlormagnesium1 je nachdem man zum ,fllen des ,alaunmehls sich der ,sulfate oder der ,chlormetalle bedient hatte4 ,man verarbeitet sie auf unreinen ,alaun1 ,eisenvitriol oder benutzt sie zur ,darstellung von ,ammonsulfat4 ,sidenote3 ,waschen und ,umkrystallisiren4 #e7 ,das so gewonnene ,alaunmehl wird gewaschen1 um es von anhngender ,mutterlauge zu befreien4 ,zu diesem ,zwecke benutzte man frher eine ,waschbank1 eine aus etwa #a1c ,meter breiten ,bohlen gefertigte geneigte ,ebene1 die sich unter einem ,winkel von etwa #ae gegen den ,horizont neigt4 ,unter der ,waschbank befindet sich ein ,sumpf1 zur ,aufnahme des abfliessenden ,waschwassers bestimmt4 ,hier wurde nun das den ,prcipitirksten entnommene ,alaunmehl mit kaltem ,wasser gewaschen4 ,das in den ,sumpf ablaufende ,wasser wurde mit neuer ,alaunlauge versotten4 ,seit einiger ,zeit fhrt man das ,waschen des ,mehls in einer ,centrifuge mit #hjj-ajjj ,umdrehungen per ,minute aus4 ,das gewaschene ,alaunmehl wird #f7 durch ,umkrystallisiren in die ,form von grsseren ,krystallen gebracht1 wodurch der ,alaun grssere ,reinheit erhlt als in der ,gestalt von ,alaunmehl4 ,in den deutschen ,alaunwerken lst man zu diesem ,zwecke das ,alaunmehl in #dj ,proc4 seines ,gewichtes siedendem ,wasser in hlzernen1 mit ,blei ausgeftterten ,bottichen 7,wachspfannen7 und leitet die heisse ,lsung in die ,krystallisir- oder ,wachsfsser4 ,die ,krystallisation des ,alauns in denselben erfolgt sehr bald und ist je nach der ,temperatur der ,luft in #h-aj ,tagen beendigt4 ,nach vollendeter ,krystallisation findet sich nur in der ,mitte des ,fasses noch eine geringe ,quantitt flssiger ,lauge1 whrend der ganze brige ,raum mit ,alaunkrystallen angefllt ist4 ,das ,fass wird umgestrzt1 um die ,lauge abfliessen zu lassen4 ,um beim ,transport des ,alauns die ,holzfracht zu sparen1 welche durch ,verpacken des ,alauns in ,fsser nothwendig veranlasst wrde1 zerschlgt man die fest zusammenhngende ,krystallmasse nicht1 sondern verschickt sie in der ursprnglichen ,tonnenform4 ,man nennt die ,krystallisation des ,alauns das ,wachsmachen oder ,raffiniren und die reinen ,krystalle die ,wachskrystalle 7oder raffinirten ,alaun74 ,sidenote3 ,darstellung des ,alauns aus ,thon4 #c4 ,gruppe4 ,die ,darstellung des ,alauns und des ,aluminiumsulfates aus solchen ,materialien1 welche nur ,aluminium enthalten und denen mithin ,schwefelsure und ,alkalisalz zugesetzt werden muss1 hat gegenwrtig eine grosse ,ausdehnung erlangt4 ,die aluminiumhaltigen ,materialien1 die hierzu ,anwendung finden1 sind ,greek3 a7 der ,thon2 ,greek3 b7 der ,kryolith2 ,greek3 g7 der ,bauxit2 ,greek3 d7 die ,hochofenschlacken4 ,greek3 a7 ,darstellung von ,alaun aus ,thon4 ,man verwendet hierzu einen ,thon1 der mglichst frei sein muss von ,calcium- und ,ferrocarbonat1 und glht ihn bei ,zutritt der ,luft1 theils um das ,eisen darin in ,eisenoxyd berzufhren und daraus das ,wasser zu entfernen1 theils aber auch1 um die ,thonerde lslicher in ,suren zu machen4 ,durch die ,entfernung des ,wassers wird nmlich der ,thon pors und erlangt die ,eigenschaft1 die ,schwefelsure durch ,capillaritt aufzunehmen4 ,man trgt den schwach geglhten und pulverisirten ,thon in ,schwefelsure von #ej ,b4 7 #a1eb spec4 ,gew47 ein1 die vorher in einer ,bleipfanne bis nahe zum ,sieden erhitzt worden ist4 ,die ,masse schumt auf und verdickt sich4 ,man lsst sie in eisernen ,ksten erstarren4 ,sodann zieht man sie mit ,wasser oder besser mit ,lauge1 die man beim ,waschen des ,alauns erhlt1 aus1 lsst die ,flssigkeit absetzen und kocht sie nach dem ,klren mit der nthigen ,menge ,kaliumbisulfates4 ,man berlsst die ,mischung in bleiernen ,pfannen der ruhigen ,krystallisation4 ,der so gewonnene ,rohalaun wird mit ,wasser gewaschen1 sodann in ,wasser gelst und die ,lsung whrend des ,erkaltens in einer flachen ,bleipfanne gerhrt1 wodurch man ,alaunmehl erhlt1 das mit ,wasser abgesplt und dadurch von aller ,mutterlauge befreit wird4 ,man verwendet dieses ,alaunmehl1 ohne es in ,krystalle zu verwandeln4 -- ,seit einigen ,jahren kommt das ,produkt der ,einwirkung der ,schwefelsure auf ,thon in fein gemahlenem ,zustande in den ,handel und findet unter dem ,namen alum-cake oder tourteaux d'alun bei der ,fabrikation von geringen ,papiersorten ,anwendung4 ,es enthlt #ac bis #ag ,proc4 ,thonerde4 ,sidenote3 ,darstellung des ,alauns aus ,kryolith4 ,greek3 b7 ,darstellung des ,alauns aus ,kryolith4 ,seit dem ,jahre #aheg stellt man dar ,alaun und ,aluminiumsulfat 7neben ,soda2 vergl4 ,seite #bjf7 aus dem grnlndischen ,mineral ,kryolith oder ,grnlandspath 7,al#b;,fl#f #f,na,fl7#hj in #ajj ,th4 bestehend aus ,fluor #ed1e ,aluminium #ac1j ,natrium #cb1e dar4 ,die hierbei angewendeten ,methoden sind folgende3 a7 ,zerlegung des ,kryoliths durch ,calciumcarbonat auf trocknem ,wege nach ,thomsen's ,methode4 ,man erhitzt ein ,gemenge von #a ,mol4 ,kryolith mit #f ,mol4 ,calciumcarbonat4 ,es bildet sich unter ,entweichen von ,kohlensure in ,wasser lsliches ,natriumaluminat und unlsliches ,fluorcalcium3 7,al#b;,fl#f1 #f,na,fl7 #f;,ca,c,o#c ,al#b,o#c1 #c,na#b,o #f;,ca,fl#b #f;,,co#b4 ,in ,kopenhagen geschieht die ,zersetzung des ,gemenges von ,kryolith und ,kreide durch ,steinkohlenfeuer1 welches einestheils ber das auf ,steinplatten ausgebreitete ,schmelzgut hinwegstreicht1 dann aber auch unter den ,steinplatten hindurchgeht4 ,in ,folge dieser gleichmssigen ,erhitzung entstehen wenig oder gar keine ,klumpen4 ,in der ,harburger ,fabrik findet bei ,anwendung eines gewhnlichen ,flammenofens an der ,feuerbrcke gewhnlich ,sinterung statt1 whrend an der ,fuchsseite die ,zersetzung nicht vollstndig ist4 ,die beim ,erkalten hart werdenden ,klumpen lassen sich dann fast gar nicht auslaugen4 ,man zieht deshalb die glhenden ,klumpen etwas frher1 als die brige ,mischung1 aus1 zerdrckt dieselben1 reibt sie mit eisernen ,krcken durch ein ,drahtsieb1 zermalmt die ,siebgrbe unter ,kollermhlen1 glht nochmals1 siebt wieder und erhlt dann dieselben ,resultate1 wie in ,kopenhagen4 ,das ,mengen der ,bestandtheile geschieht entweder blos unter ,kollermhlen oder besser1 indem man das unter solchen ,mhlen ,zerkleinte in einem grossen eisernen ,rollirfass mit #be ,stck eisernen #bdpfndigen ,kanonenkugeln rotiren lsst4 ,man erhlt dabei eine um #d ,proc4 hhere ,ausbeute4 ,man laugt alsdann das ,natriumaluminat mit ,wasser aus und leitet in die ,lsung die bei der vorhergehenden ,schmelze entwichene ,kohlensure1 welche unter ,bildung von ,natriumcarbonat ,aluminiumhydroxyd ausscheidet4 ,soll letzteres nicht gelatins1 sondern erdig und compact niederfallen1 so fllt man nicht mit ,kohlensuregas1 sondern mit ,natriumbicarbonat4 ,die geklrte ,sodalauge giesst man ab und versiedet sie auf ,soda1 whrend die ausgewaschene ,thonerde in verdnnter ,schwefelsure gelst wird4 ,diese ,lsung wird entweder zur ,bildung von ,alaun mit einem ,kaliumsalz versetzt oder fr sich abgeraucht und das entstehende feste ,salz unter dem ,namen concentrirter ,alaun oder ,sulfat in der ,frberei verwendet4 #ajj ,pfd4 ,kryolith liefern #cc ,pfd4 ,thonerde1 welche #ij ,pfd4 englische ,schwefelsure zur ,neutralisation erfordern4 #ajj ,pfd4 ,kryolith knnen somit #cje ,pfd4 ,alaun bilden2 ferner liefern sie calcinirte ,soda #ge ,pfd4 krystallis4 kohlensaures ,natrium #bjc ,aetznatron #dd ,natriumbicarbonat #aai1e #hj ,die ,produktion an ,kryolith in ,grnland betrug im ,jahre #ahef #f1hfj ,centner4 #ahfj #bjb1ejj #ahff #bfd1fhj #ahfg #cig1jjf #ahfh #ebe1hbj #ahfi #ehj1ccj b7 ,zerlegung des ,kryoliths durch ,aetzkalk auf nassem ,wege nach ,sauerwein4 ,man kocht hchst fein gemahlenen ,kryolith mit gebranntem und gelschtem1 mglichst eisenfreiem ,kalk in einem ,bleigefss1 so entsteht mit grosser ,leichtigkeit eine ,lsung von ,natriumaluminat und unlslichem ,fluorcalcium3 7,al#b;,fl#f1 #f,na,fl7 #f;,ca,o ,al#b,o#c1 #c,na#b,o #f;,ca,fl#b4 ,nachdem sich das ,fluorcalcium abgesetzt hat1 decantirt man die klare ,lauge1 wscht den ,rckstand einige ,male aus1 giebt die ersten ,waschwasser zur ,hauptlauge und benutzt die letzten ,laugen statt ,wasser bei einer nchsten ,operation4 ,zur ,abscheidung der ,thonerde behandelt man die ,lsung in der ,hitze mit hchst fein gepulvertem berschssigem ,kryolith unter stetem ,umrhren1 wobei die ,zersetzung nach der folgenden ,formel vor sich geht3 7,al#b,o#c1 #c,na#b,o7 7,al#b;,fl#f1 #f,na,fl7#b;,al#b,o#c #ab,na,fl4 ,da die ausgeschiedene fein vertheilte ,thonerde den ,kryolith zu umhllen strebt1 so wendet man letzteren hchst fein zertheilt im ,ueberschuss unter stetem ,rhren an4 ,die ,umwandlung der ,stoffe hat stattgefunden1 wenn sich in der ,lsung kein ,aetznatron mehr findet1 dessen ,vorhandensein bei ,zusatz von ,salmiaklsung zu einer filtrirten ,probe an dem ,thonerde-,niederschlag beim ,erhitzen sich kund giebt4 ,ist diess nicht mehr der ,fall1 so lsst man sich die ,lauge klren1 zieht die klare ,lsung des ,fluornatriums ab1 wscht die rckstndige ,thonerde aus und verfhrt damit wie oben angegeben4 ,durch ,kochen der ,fluornatriumlsung mit gebranntem und gelschtem ,kalk erzeugt man ,aetznatron1 welches von dem ,fluorcalcium-,niederschlage getrennt und durch theilweises oder vollstndiges ,eindampfen in ,natronlauge oder festes ,aetznatron verwandelt wird4 7,das bei der ,verarbeitung des ,kryoliths in grosser ,menge abfallende ,fluorcalcium wird neuerdings auf ,glas verarbeitet47 c7 ,zerlegung des ,kryoliths durch ,schwefelsure4 ,in der ,fabrik von ,weber in ,kopenhagen gewinnt man durch ,zersetzen von ,kryolith mit ,schwefelsure und ,behandeln des erhaltenen ,natriumsulfates 7nach ,leblanc's ,process7 mit ,kohle und ,calciumcarbonat ,soda und als ,nebenprodukt eisenfreies ,aluminiumsulfat4 ,der ,kryolith erfordert zu seiner ,zersetzung auf #bch ,th4 #bdj ,th4 wasserfreie oder #cba ,th4 gewhnliche englische ,schwefelsure des ,handels und giebt dabei neutrales ,aluminiumsulfat1 ,natriumsulfat und ,fluorwasserstoff nach der ,gleichung3 ,al#b;,fl#f1 #f ,na,fl ,al#b7,,so#d7c #f;,h#b,,so#d geben #c,na#b,,so#d #ab;,h,fl ,dampft man die ,lsung ein und lsst krystallisiren1 so scheidet sich das schwefelsaure ,natrium aus und die brig bleibende1 an ,aluminiumsulfat reiche ,mutterlauge liefert das ,material zur ,alaunbereitung4 ,dieses ,verfahren erfordert besondere ,feuerung und besondere ,apparate1 liefert theurere ,produkte und die ,arbeiten sind umstndlicher1 als bei den vorigen1 das ,glaubersalz muss erst noch in ,soda verwandelt werden1 wobei die ,hlfte der zur ,zersetzung des ,kryoliths angewandten ,schwefelsure verloren geht4 ,ausserdem muss die ,fluorwasserstoffsure entfernt oder in eine technisch zu verwerthende ,verbindung bergefhrt werden4 ,nach ,persoz' ,vorschlag erhitzt man den ,kryolith mit dem dreifachen ,gewicht concentrirter ,schwefelsure in ,platingefssen bis zum ,ueberdestilliren des grssten ,theils der ,sure und unter ,auffangung der ,flusssure4 ,aus dem ,rckstand zieht man mit wenig kaltem ,wasser den grssten ,theil des darin enthaltenen zweifach schwefelsauren ,natriums aus1 bringt die ungelst bleibende wasserfreie schwefelsaure ,thonerde durch ,kochen mit ,wasser in ,lsung und wandelt dieselbe durch ,zusatz von ,kaliumsulfat oder ,ammonsulfat in eisenfreien ,alaun um4 ,das zweifach schwefelsaure ,natrium wird zur ,trockne verdampft und die trockne ,masse in ,retorten destillirt1 wobei rauchende ,schwefelsure bergeht und ,glaubersalz zurckbleibt4 ,sidenote3 ,darstellung von ,alaun aus ,bauxit4 ,greek3 g7 ,darstellung von ,alaun aus ,bauxit4 ,im sdlichen ,frankreich bei ,argile des ,baux1 dann bei ,fons ,fy im ,dpartement der ,charente1 ferner in ,calabrien1 bei ,belfast in ,irland1 in ,steiermark1 in ,krain 7in der ,wochein1 weshalb der ,bauxit auch ,wocheinit genannt wird7 und am ,senegal finden sich grosse ,mengen eines ,minerals1 wesentlich aus eisenoxydhaltigem ,thonerdehydrat 7mit #fj ,proc4 ,thonerde7 bestehend1 welches1 weil es zuerst in der ,commune ,baux in ,frankreich gefunden wurde1 mit dem ,namen ,bauxit bezeichnet worden ist4 ,behufs der ,herstellung von ,alaun und ,aluminiumsulfat schliesst man den ,bauxit durch ,erhitzen mit ,natriumcarbonat oder mit einem ,gemenge von ,natriumsulfat mit ,kohle auf4 ,in beiden ,fllen bildet sich durch ,auslaugen der aufgeschlossenen ,masse eine ,lsung von ,natrium-,aluminat1 aus welcher genau so wie beim ,kryolith beschrieben1 ,alaun 7oder ,aluminiumsulfat7 und ,soda dargestellt wird4 ,sidenote3 ,darstellung von ,alaun aus ,hohofenschlacken4 ,greek3 d7 ,darstellung des ,alauns aus ,hohofenschlacken4 ,nach der von ,j4 ,lrmann gegebenen ,vorschrift zersetzt man die ,schlacken mit ,salzsure und fllt aus der ,chloraluminiumlsung die ,thonerde mit ,calciumcarbonat 7neben der ,kieselerde74 ,die ,thonerde wird in ,schwefelsure gelst u4 s4 w41 wobei die ,kieselerde zurckbleibt4 #ajj ,kilogr4 reine ,schlacke mit #be ,proc4 ,thonerde geben #ahj ,kilogr4 ,alaun 7neben #ca ,kilogr4 ,kieselerde74 ,sidenote3 ,alaun aus ,feldspath4 #d4 ,gruppe4 ,die ,fabrikation des ,alauns aus jenen ,materialien1 welche wie der ,feldspath und hnliche ,gesteine ,aluminium und ,kalium enthalten1 ist gegenwrtig fr die ,industrie von keiner ,bedeutung4 ,es sei daher auf das verwiesen1 was ,seite #aca ber die ,darstellung der ,kalisalze aus dem ,feldspath gesagt worden ist4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,alauns4 ,der ,kaliumalaun 7,al#b _/ ,k#b7 #d,,so#d #bd;,h#b,o oder ,k#b,,so#d ,al#b7,,so#d7c #bd;,h#b,o7 besteht in #ajj ,theilen aus3 ,kali #i1ie ,thonerde #aj1hc ,schwefelsure #cc1ga ,wasser #de1ea ------ #ajj1jj krystallisirt leicht und deutlich in regulren ,octadern1 verliert bei #fj ,c4 #ah ,molekle ,wasser1 schmilzt bei #ib in seinem ,krystallwasser zu einer farblosen ,flssigkeit und bleibt nach dem ,erkalten noch lngere ,zeit flssig1 bevor er zu einer ,krystallmasse erstarrt4 ,nicht ganz bis zum ,glhen erhitzt1 verliert er unter starkem ,aufblhen sein ,wasser und geht in gebrannten ,alaun 7,alumen ustum7 ber1 der als weisse1 porse1 zerreibliche ,masse erscheint4 ,durch ,glhen mit ,kohle bildet der ,kaliumalaun eine pyrophorische ,masse4 #ajj ,th4 ,wasser von #j lsen #c1i ,th4 ,kalialaun1 #bj #ae1h #dj #ca1b #ajj #cfj1j ,diese ,lsung schmeckt ssslich zusammenziehend und reagirt sauer2 in ,folge dieser sauren ,reaction entwickelt ,alaun mit ,kochsalz erhitzt ,salzsure und zerstrt concentrirte ,alaunlsung die blaue ,farbe vieler 7aber nicht aller7 ,ultramarinsorten4 ,sidenote3 ,ammonalaun4 ,der ,ammonalaun 7,al#b _/ 7,,nh#d7b7 #d,,so#d #bd;,h#b,o oder 7,,nh#d7b,,so#d ,al#b7,,so#d7c #bd;,h#b,o7 besteht in #ajj ,theilen aus3 ,ammoniak #c1hi ,thonerde #aa1ij ,schwefelsure #cf1aj ,wasser #dh1aa ------ #ajj1jj ,man fabricirt ihn gegenwrtig hufiger als den ,kaliumalaun4 ,beim starken ,erhitzen des ,ammonalauns entweicht ,ammonsulfat1 ,wasser und ,schwefelsure1 whrend reine ,thonerde zurckbleibt4 #ajj ,th4 ,wasser von #j lsen #e1bb ,th4 ,ammonalaun #bj #ac1ff #dj #bg1bg #ajj #dba1ij ,sidenote3 ,natriumalaun4 ,der ,natriumalaun 7,al#b _/ ,na#b #d,,so#d #bd;,h#b,o oder ,na#b,,so#d ,al#b7,,so#d7c #bd;,h#b,o7 besteht in #ajj ,theilen aus3 ,natron #f1h ,thonerde #aa1b ,schwefelsure #cd1i ,wasser #dg1a ------ #ajj1j ,seine ,darstellung aus ,aluminiumsulfat und ,natriumsulfat ist eben so leicht wie die ,bereitung des ,kaliumalauns und er wrde jedenfalls wegen des niedrigen ,preises des ,natriumsulfates vortheilhaft anzuwenden sein1 wenn nicht seine grosse ,lslichkeit in ,wasser die ,ausscheidung aus seiner ,mutterlauge verhinderte4 ,zu beachten hat man1 dass der ,natriumalaun seine ,fhigkeit zu krystallisiren verliert1 wenn seine ,lsung gekocht wird4 ,da sich das ,eisen aus ihm nicht durch ,umkrystallisiren entfernen lsst1 so muss man zu seiner ,darstellung eisenfreie ,materialien anwenden1 die ,lsungen beider kalt vermischen und die ,flssigkeit bei #fj langsam verdampfen4 ,der neutrale oder kubische ,alaun 7,wrfelalaun7 7,k#b,,so#d ,al#b,o#c1 #b,,so#c7 wird erhalten1 indem man dem ,alaun durch ,zusatz von ,kalium- oder ,natriumcarbonat ,schwefelsure entzieht1 bis ,thonerde sich auszuscheiden beginnt1 oder ,alaunlsung mit ,thonerdehydrat digerirt4 ,man stellt ihn ferner durch ,kochen von #ab ,th4 ,alaun und #a ,th4 gelschtem ,kalk in ,wasser dar4 ,die ,flssigkeit liefert beim ,erkalten ,wrfel1 welche zu gewissen ,anwendungen in der ,frberei und ,zeugdruckerei vor dem gewhnlichen ,alaun den ,vorzug verdienen1 weil sie durch keine saure ,reaction die ,nancen der ,farben zu verndern im ,stande sind4 ,ammonalaun giebt1 auf hnliche ,weise behandelt1 ebenfalls einen neutralen ,ammonalaun4 ,kubischer ,alaun von ,schwemsal war nach der ,analyse von ,blesser 7a7 und ,schmidt 7b7 zusammengesetzt aus3 7a7 7b7 ,schwefelsure #cd1eb #cc1ie ,thonerde #aa1hf #aa1dh ,kali #i1dd #i1jd ,wasser #de1bg #de1fa --------------- #aja1ji #ajj1jh ,der unlsliche ,alaun1 basischer ,alaun 7,al#b _/ ,k#b7 #b,,so#d71 durch ,kochen einer ,alaunlsung mit ,thonerdehydrat erhalten1 ist ein in ,wasser unlsliches1 weisses ,pulver und nhert sich in seiner ,zusammensetzung der des reinen ,alaunsteines4 ,er lst sich in ,essigsure4 ,sidenote3 ,aluminiumsulfat4 ,aluminiumsulfat 7schwefelsaure ,thonerde74 ,die ,mglichkeit der ,ersetzung des ,kaliums durch ,ammon in der ,alaunfabrikation zeigt zur ,genge1 dass weder das ,kaliumsulfat1 noch das ,ammonsulfat in den ,hauptanwendungen des ,alauns irgend eine ,funktion zu erfllen haben4 ,der wirksame ,bestandtheil im ,alaun ist nur das ,aluminiumsulfat und der ,grund1 weshalb man ,alkalisulfat hinzusetzt1 ist ja nur der1 die ,bildung einer ,verbindung von genau bestimmter ,zusammensetzung hervorzurufen1 die in ,folge der ,leichtigkeit1 mit der sie sich krystallinisch aus der ,flssigkeit ausscheidet1 leicht eisenfrei dargestellt werden kann4 ,die neuen ,methoden der ,fabrikation des ,alauns aus ,thon und ,schwefelsure1 aus ,kryolith und ,bauxit mussten daher auf die ,darstellung des ,aluminiumsulfates fhren1 die gegenwrtig in grosser ,menge dargestellt wird und zuweilen unter dem ,namen concentrirter ,alaun im ,handel vorkommt4 ,es erscheint in platten1 viereckigen ,tafeln1 ist von weisser ,farbe1 schwach durchscheinend und lsst sich mit einem ,messer wie ,kse schneiden4 ,es lst sich leicht in ,wasser1 enthlt immer freie ,schwefelsure und ist nie frei von ,kalium- und ,natriumalaun4 ,im reinen ,zustande hat es die ,formel ,al#b7,,so#d7c #ah;,h#b,o1 wie z4 ,b4 eine ,analyse von ,wilson mit ,aluminiumsulfat von ,pattinson u4 ,co4 in ,newcastle zeigt3 ,thonerde #ah1gh ,schwefelsure #ch1bg ,wasser #db1ie ------ #ajj1jj ,das ,prparat hat jedoch nicht immer diese ,zusammensetzung1 so fand ,varrentrapp bei der ,untersuchung von ,proben von ,aluminiumsulfat aus drei verschiedenen ,alaunfabriken3 #a4 #b4 #c4 #d4 ,thonerde #ae1c #ab1e #ae1a #ac1j ,schwefelsure #ch1j #cj1f #ch1j #cd1j ,bei ,zugrundelegung obiger ,formel htten die ,proben nur enthalten drfen3 #a4 #b4 #c4 #d4 ,schwefelsure #ce1h #bi1b #dc1c #cj1e ,der ,wassergehalt variirt mitunter selbst an dem nmlichen ,stck zwischen #ef und #dh ,proc4 ,weygand fand in einem ,prparat aus ,schwemsal #ae1eg ,th4 ,thonerde1 #ch1ac ,th4 ,schwefelsure1 #a1ae ,th4 ,eisenoxyd1 #j1fb ,th4 ,kali1 #de1gi ,th4 ,wasser4 ,das ,aluminiumsulfat1 wie sie die ,kryolithfabrik in ,harburg in den ,handel liefert1 enthlt gegen #e ,proc4 ,natriumsulfat4 ,angesichts solcher ,thatsachen erscheint die ,anwendung des ,aluminiumsulfates statt ,alaun1 ungeachtet des billigeren ,preises1 wenig empfehlenswerth1 da man mit einem ,produkte von so verschiedenem ,sure- und ,wassergehalt weder beim ,frben1 noch beim ,leimen des ,papieren gleichmssige ,resultate erzielt4 ,seit einigen ,jahren jedoch1 namentlich seit der ,verarbeitung des ,kryoliths1 stellt man ,aluminiumsulfat von ziemlicher ,reinheit dar4 ,mehrere ,sorten bei ,tafelconsistenz gegossenen ,prparates ergaben bei der ,analyse folgende ,resultate 7nach ,h4 ,fleck73 ,aluminiumsulfat #dg1ce #ej1hj #ea1fc ,natriumsulfat #d1ce #a1bd #j1gg ,freie ,schwefelsure #j1gc #j1bg -- ,wasser #dg1cg #dg1dg #df1id ------------------------- #ii1hj #ii1gh #ii1cd ,das ,aluminiumsulfat wird aus ,thon1 aus ,alaunerde1 aus ,kryolith oder aus ,bauxit dargestellt1 wie oben fr die ,fabrikation des ,alauns beschrieben4 ,wendet man ,thon oder ,alaunerde an1 so muss aus der mit ,wasser verdnnten ,lsung von ,aluminiumsulfat das ,eisen durch ,ferrocyankalium vollstndig als ,berlinerblau abgeschieden worden4 ,aus dem ,kryolith stellt man das ,prparat dadurch dar1 dass man die aus dem ,natriumaluminat durch ,kohlensure oder durch ,kryolithpulver abgeschiedene ,thonerde in einen mit ,bleiblech berkleideten ,holzbottich1 welcher bis auf #hj-ij ,c4 erhitzte ,kammerschwefelsure enthlt1 eintrgt1 bis ein unlslicher ,rckstand bleibt4 ,hierauf lsst man die concentrirte ,lsung sich klren und bringt die klare ,lauge in kupferne ,kessel1 in denen sie bis zum ,schmelzen der ,salzmasse abgedampft wird1 worauf man sie mit kupfernen ,kellen ausschpft und in kupferne flache ,formen giesst1 welche1 wie in ,harburg1 die ,fabrik eingeprgt enthalten4 ,fr die ,flle in der ,frberei und ,zeugdruckerei1 wo es auf ,genauigkeit in dem ,thonerdegehalt der ,farben ankommt1 lsst sich der ,alaun durch das ,aluminiumsulfat einstweilen nicht ersetzen4 ,es ist vorerst ,sache der ,fabrikanten1 ein reines1 namentlich eisenfreies ,prparat in den ,handel zu bringen2 man wrde dasselbe alsdann in ,form von ,lsungen anwenden knnen1 deren ,thonerdegehalt aus dem spec4 ,gewicht zu ermitteln wre4 ,sidenote3 ,natrium-,aluminat4 ,natrium-,aluminat 7,thonerde-,natron7 ist ein ,aluminiumprparat1 welches seit einigen ,jahren fabrikmssig dargestellt wird und1 wie es scheint1 eine sehr geeignete ,form darbietet1 in welcher die ,thonerde in der ,frberei und dem ,zeugdruck benutzt werden kann4 ,seine ,bereitung und ,anwendung grndet sich auf die ,lslichkeit des ,aluminiumhydroxydes in ,kalium- oder ,natriumlauge und die ,zersetzbarkeit des so erhaltenen ,alkalialuminates durch ,kohlensure1 ,natriumbicarbonat1 ,essigsure1 ,natriumacetat1 ,salmiak etc4 ,das ,natrium-,aluminat wurde zuerst #ahai von ,macquer und ,haussmann der ,beachtung der ,frber empfohlen1 allein ohne ,erfolg1 woran ohne ,zweifel der ,umstand schuld war1 dass es bei weitem nicht so wohlfeil als der ,alaun dargestellt werden konnte4 ,im ,jahre #ahcb machte ,dbereiner von neuem auf diese ,verbindung aufmerksam4 ,mchten technische ,chemiker1 sagte er1 ein wohlfeiles ,verfahren1 thonsaures ,kali zu bereiten1 ausmitteln und unter dem ,namen ,haussmann's ,thonkalilauge in den ,handel bringen4 ,der erste1 der ,aluminat im ,grossen darzustellen versuchte1 war ,tissier1 welcher1 ohne von den gleichzeitigen ,arbeiten ,thomsen's in ,kopenhagen ,kenntniss zu haben1 ,natriumaluminat durch ,kochen von gepulvertem ,kryolith mit gebranntem ,kalk und ,filtriren der siedenden ,flssigkeit darzustellen lehrte und eine ,vorschrift gab1 die seitdem von ,sauerwein 7siehe ,seite #bia7 u4 a4 verbessert wurde4 ,dass der ,kryolith1 mge er nach ,tissier's ,methode mit ,aetzkalk auf nassem ,wege1 oder nach ,thomsen's ,verfahren durch ,erhitzen mit ,kreide aufgeschlossen worden sein1 ein vortreffliches ,material zur ,bereitung des ,natriumaluminates abgiebt1 liegt auf der ,hand1 da ja erst das ,aluminat1 und aus diesem erst das ,aluminiumsulfat oder der ,alaun dargestellt wird4 ,trotzdem hat keine der ,fabriken1 die ,kryolith verarbeiten1 bis jetzt in ,deutschland ,natriumaluminat in den ,handel gebracht4 ,in ,frankreich und ,england steht die ,sache anders1 hier wird seit einigen ,jahren in den ,fabriken von ,bell u4 ,co4 in ,newcastle1 und von ,merle u4 ,co4 in ,alais 7,frankreich7 ,natriumaluminat in grosser ,menge und vollkommen rein dargestellt4 ,in ,frankreich stellt man diese ,verbindung nach der von ,morin angegebenen ,methode dar1 wobei die von ,lechatelier1 ,deville und ,jacquemart gegebenen ,winke nicht unbercksichtigt blieben4 ,nach dem ,verfahren der ersteren geht man von dem ,mineral ,bauxit 7vergl4 ,seite #bib7 aus1 welches #fj-ge ,proc4 ,thonerde und #ab-bj ,proc4 ,eisenoxyd enthlt4 ,das ,mineral wird entweder mit ,aetznatron oder mit ,soda aufgeschlossen4 ,im erstern ,falle wird dasselbe im gepulverten ,zustande mit ,natriumlauge gekocht1 wodurch sich eine ,lsung von ,natriumaluminat bildet4 ,im zweiten ,falle wird eine ,mischung des ,minerals mit calcinirter ,soda in einem ,flammenofen erhitzt1 bis eine herausgenommene ,probe mit ,salzsure nicht mehr aufbraust1 d4 h4 bis alles ,natriumcarbonat zersetzt ist4 ,die durch ,auslaugen der ,schmelze gewonnene ,flssigkeit wird nach dem ,klren zur ,trockne abgedampft4 ,das ,produkt ist ein weisses ,pulver mit einem ,stich ins ,grnlichgelbe1 trocken anzufhlen und leicht zu verpacken4 ,so wie es im ,handel vorkommt1 besteht es aus ,thonerde #dh ,natron #dd ,chlornatrium und ,glaubersalz #h --- #ajj ,die ,formel 7,al#b _/ ,na#f7 ,o#f wrde erfordern ,thonerde #eb1gi ,natron #dg1ba ------ #ajj1jj ,das ,natriumaluminat ist in kaltem wie in heissem ,wasser mit gleicher ,leichtigkeit lslich4 ,aus der ,luft absorbirt die ussere ,schicht etwas ,feuchtigkeit und ,kohlensure1 weshalb das so vernderte ,produkt beim ,auflsen eine durch suspendirte ,thonerde trbe ,flssigkeit giebt4 ,die ,lsungen der ,verbindung bleiben lange klar1 wenn sie kein hheres spec4 ,gewicht haben als #aj-ab ,b4 7 #a1jg-a1ji74 ,das ,verfahren der ,darstellung des ,natriumaluminates kann wie es scheint1 noch dadurch vereinfacht werden1 dass man zum ,aufschliessen des ,bauxits ,glaubersalz gemengt mit ,kohle 7vergl4 ,seite #bib7 verwendet4 ,endlich kann auch diese ,verbindung erhalten werden1 indem man eine ,mischung von ,bauxit mit ,kochsalz in einem ,flammenofen glht und einen ,strom erhitzten ,wasserdampf darber leitet4 ,nach der von ,lechatellier1 ,deville und ,jacquemart vorgeschlagenen ,methode der ,darstellung des ,aluminates ist ,aluminiumsulfat der ,ausgangspunkt2 man fllt aus ihr die ,thonerde und lst letztere in ,natriumlauge auf4 ,das ,natriumaluminat findet ,anwendung als ,mordant in der ,frberei und ,zeugdruckerei1 zur ,bereitung von ,lackfarben1 zum ,hrten der ,steine und zur ,herstellung knstlicher ,steine1 zum ,leimen der ,papiermasse1 zum ,verseifen der ,fette in der ,stearinkerzenfabrikation1 wobei sich ,thonerdeseife bildet1 die durch ,essigsure in ,aluminiumacetat und ,fettsure zerlegt wird und seit einiger ,zeit in grosser ,menge bei der ,fabrikation von ,milchglas 7,halbporcellan74 ,bei der von ,balard empfohlenen ,methode der ,sodafabrikation aus ,bauxit1 ,glaubersalz und ,kohle tritt das ,natriumaluminat als ,zwischenprodukt auf1 welches durch ,kohlensure in ,soda und in ,thonerde zerlegt wird#ha4 #ha ,die ,pennsylvania ,salt ,manufacturing ,company zu ,natrona bei ,pittsburgh bringt grosse ,mengen von ,natrium-,aluminat unter dem ,namen ,natrona refined ,saponifier fr die ,seifenfabrikation in den ,handel4 ,sidenote3 ,anwendung des ,alauns und des ,aluminiumsulfates4 ,der ,alaun findet in ,folge der grossen ,verwandtschaft der in ihm enthaltenen ,thonerde zu den ,gespinnstfasern1 namentlich ,wolle und ,baumwolle einestheils1 anderntheils zu den ,farbstoffen 7mit ,ausschluss der ,theerfarben7 ,anwendung in der ,frberei und ,zeugdruckerei1 insofern die ,thonerde die ,verbindung des ,farbstoffes mit der ,faser vermittelt4 ,auf der ,eigenthmlichkeit des ,thonerdehydrates1 mit den ,farbstoffen ,verbindungen einzugehen1 beruht die ,anwendung des ,alauns zur ,darstellung der ,lackfarben4 ,der ,alaun dient ferner als ,luterungsmittel beim ,ausschmelzen des ,talges1 zum ,hrten des ,gypses1 zum ,unlslichmachen des ,leimes in der ,handpapierfabrikation und zur ,herstellung des vegetabilischen ,leimes 7,aluminiumpinat7 in der ,maschinenpapierfabrikation1 zur ,darstellung des ,aluminiumacetates4 ,in der ,weiss- oder ,alaungerberei macht eine ,lsung von ,alaun und ,kochsalz die geschwellten ,hute weissgar4 ,aluminiumoleat und -palmitat 7,thonerdeseife7 dienen zum ,garmachen des ,leders nach ,knapp's ,verfahren4 ,der ,alaun dient ferner als ,klrungsmittel vieler ,flssigkeiten1 z4 ,b4 schlammigen ,trinkwassers2 im letzteren ,falle werden1 indem der ,alaun aus dem ,schlamm ,thonerde aufnimmt und in unlslichen ,alaun bergeht1 die in dem ,wasser suspendirten ,unreinigkeiten von dem niederfallenden ,alaun eingehllt und die ,flssigkeit wird dadurch geklrt4 ,eine siedend gesttigte ,lsung von ,alaun1 ,kochsalz und ,salpeter wird zum ,frben des ,goldes benutzt4 ,sidenote3 ,aluminiumacetat4 ,das ,aluminiumacetat 7essigsaure ,thonerde7 wird durch ,zersetzung von ,aluminiumsulfat mit ,bleiacetat1 ,barium- oder ,calciumacetat erhalten2 die von dem ,bleisulfat abfiltrirte ,flssigkeit wird zur ,trockne verdunstet2 die zurckbleibende ,masse ist gummiartig und nicht krystallisirbar1 zerfliesslich und sehr zusammenziehend4 ,lsst man sie an der ,luft verdunsten1 so geht das ,aluminiumacetat unter ,verlust von ,essigsure in eine in ,wasser vollkommen unlsliche ,verbindung 7basisch essigsaure ,thonerde7 ber4 ,im reinen ,zustande findet diese ,verbindung weit seltener ,anwendung als in ,form einer ,mischung von ,alaun1 ,kaliumacetat und ,kaliumsulfat1 in welchem ,zustande sie die ,rothbeize 7mordant rouge7 bildet4 ,soll neutrales ,aluminiumacetat mit ,hlfe von ,alaun dargestellt werden1 so wendet man auf #ajj ,th4 ,bleizucker #fb1f ,th4 ,alaun an1 wenn die ,zersetzung gegenseitig eine vollstndige sein soll4 ,meist nimmt man aber den ,alaun im ,ueberschuss4 ,vortheilhafter ist es1 ,alaunlsung vorher durch ,natriumcarbonat in unlslichen ,alaun zu verwandeln und diesen dann in ,essigsure zu lsen1 und am vortheilhaftesten1 seit dem ,entstehen der ,kryolith- und ,bauxitindustrie1 dass man die aus ,natronaluminat ausgeschiedene ,thonerde in ,essigsure lst4 ,das ,aluminiumacetat kommt nicht in den ,handel1 sondern wird von den ,consumenten selbst bereitet2 es zeigt fast nie eine constante ,zusammensetzung1 was davon herrhrt1 dass man zum ,zersetzen des ,alauns bald ,bleizucker1 bald ,calciumacetat1 bald ,natriumacetat verwendet und zwar diese ,zersetzungsmittel in sehr verschiedenen ,mengen4 ,man setzt zuweilen der ,rothbeize ,mittel zu1 die deren schnelles ,trocknen auf den ,stoffen verhindern sollen1 z4 ,b4 ,glycerin1 ,chlorzink1 ,kochsalz und ,salmiak4 ,arsenige ,sure1 die man frher oft zusetzte1 wird zu diesem ,zwecke nicht mehr verwendet4 ,man verwendet das ,aluminiumacetat als ,beize in der ,baumwollfrberei und ,zeugdruckerei1 sowie zum ,wasserdichtmachen von ,wollgeweben4 ,von den brigen ,thonerdesalzen finden technische ,anwendung das ,aluminiumhyposulfit 7nach ,e4 ,kopp's ,vorschlage zum ,mordanciren von ,baumwollstoff71 ferner das ,aluminiumhypochlorit 7namentlich auf ,orioli's ,empfehlung hin7 unter dem ,namen ,wilson's ,bleichflssigkeit zum ,bleichen1 das ,aluminiumsulfit 7zur ,luterung des ,rbensaftes in der ,zuckerfabrikation7 und das ,aluminiumoxalat 7nach den ,vorschlgen von ,dent und ,brown7 zum ,conserviren der ,steine 7,marmor1 ,dolomit1 ,kalkschiefer und ,kreide74 ,das ,ultramarin4 ,sidenote3 ,ultramarin4 ,sidenote3 ,natrliches4 ,das ,ultramarin ist die bekannte schne blaue ,farbe1 die man frher aus dem ,lasurstein 7,lapis ,lazuli7 ausschied1 jetzt aber knstlich in den ,ultramarinfabriken ,europa's in der ,menge von #ahj1jjj ,ctr4 jhrlich darstellt4 ,der ,lasurstein findet sich in schn blauen ,massen von #b1ge-b1ie spec4 ,gewichte4 ,aus diesem ,steine stellte man ehedem das ,ultramarin dar1 indem man die wenigen guten ,stcken grblich pulverte1 glhte1 in ,wasser abschreckte und das erhaltene feine ,pulver mit sehr verdnnter ,essigsure digerirte1 um das mit dem ,lasurstein gemengte ,calciumcarbonat aufzulsen4 ,darauf wurde der ,lasurstein auf dem ,reibstein fein gerieben1 mit einem gleichen ,gewichte eines ,gemenges von ,harz1 ,wachs1 ,leinl und ,burgunderpech gemischt4 ,diesen ,teig knetete man nun unter ,wasser so lange1 als dasselbe noch blau gefrbt wird2 aus dem ,wasser setzt sich das ,ultramarin als feines ,pulver ab4 ,auf diese ,weise erhielt man ungefhr #b-c ,proc4 ,ultramarin1 welches wegen seiner ,schnheit und ,seltenheit1 wegen seiner ,unvernderlichkeit am ,lichte1 im ,oel und auch ,kalke in sehr hohem ,preise stand4 ,durch die chemische ,analyse des ,lasursteines gelangte man zur genauen ,kenntniss der ,zusammensetzung desselben1 welche nach vielen fruchtlosen ,versuchen zur ,darstellung des knstlichen ,ultramarins fhrte1 das dem natrlichen an ,gte und ,schnheit der ,farbe nichts nachgiebt und sowol das natrliche1 als auch andere blaue ,farben1 wie z4 ,b4 die ,smalte in den meisten ,fllen ersetzen kann4 ,der ,lasurstein besteht in #ajj ,theilen aus #de1dj ,th4 ,kieselerde1 #ca1fg ,th4 ,thonerde1 #i1ji ,th4 ,natron1 #e1hi ,th4 ,schwefelsure1 #j1ie ,th4 ,schwefel1 #c1eb ,th4 ,kalk1 #j1hf ,th4 ,eisen1 #j1db ,th4 ,chlor1 und #j1ab ,th4 ,wasser4 ,sidenote3 ,knstliches ,ultramarin4 ,das knstliche ,ultramarin wurde von ,christian ,gmelin im ,jahre #ahbb entdeckt1 aber #ahbh erst von ,guimet in grsseren ,mengen dargestellt4 ,die ersten deutschen ,ultramarinfabriken wurden gegrndet #ahcf in ,wermelskirchen 7von ,dr4 ,leverkus7 und #ahch in ,nrnberg 7von ,j4 ,zeltner unter ,mitwirkung von ,leykauf74 ,das ,verfahren der ,darstellung des ,ultramarins wurde in neuerer ,zeit verbessert durch die ,herren ,reinhold ,hoffmann 7,director des ,blaufarbenwerkes ,marienberg in ,hessen71 ,wilkens in ,kaiserslautern1 ,frstenau in ,coburg und ,gentele in ,stockholm4 ,sidenote3 ,rohstoffe4 ,die ,rohstoffe sind3 #a7 ein mglichst eisenfreies ,aluminiumsilicat1 am besten ,porcellanerde1 #b7 calcinirtes ,glaubersalz1 #c7 calcinirte ,soda1 #d7 ,schwefelnatrium 7als ,nebenprodukt der ,fabrikation71 #e7 ,schwefel1 #f7 ,holzkohlen- oder ,steinkohlenpulver4 ,als ,aluminiumsilicat verwendet man ,porcellanthon oder eine weisse ,thonart1 deren ,zusammensetzung von der der ,porcellanerde nicht sehr abweicht4 ,geringe ,beimengungen von ,kalk und ,magnesia sind nicht schdlich2 der ,eisenoxydgehalt soll nicht ber #a ,proc4 betragen4 ,die ,ultramarinfabrik in ,meissen verarbeitet ,porcellanerde von ,seilitz bei ,meissen1 die ,nrnberger ,fabrik zum ,theil ,porcellanthon von ,tirschenreuth in der ,oberpfalz4 ,der zur ,herstellung des ,ultramarins sich eignende ,thon soll mglichst nach der ,formel ,si#b,o#g;,al#b zusammengesetzt sein2 ob die ,kieselerde darin vollstndig in ,gestalt von ,silicat oder zum ,theil frei enthalten ist1 scheint gleichgltig zu sein4 ,hat auch der ,thon in ,folge beigemengten ,sandes die angegebene ,zusammensetzung nicht1 so erhlt er dieselbe doch durch das ,schlmmen1 welches genau auf dieselbe ,weise wie in der ,porcellanfabrikation ausgefhrt wird4 ,der geschlmmte ,thon wird getrocknet und nach dem ,trocknen geglht1 wodurch der ,thon mrbe und sprde wird1 die ,eigenschaft verliert1 schmierig und fett zu sein1 und sich nun leicht durch ,pochwerke und ,quetschwerke pulvern lsst4 ,nach dem ,pochen wird der ,thon gesiebt1 um ihn in staubfrmiges ,mehl zu verwandeln4 ,das ,glaubersalz oder ,sulfat1 in der ,ultramarinbereitung zuerst von ,leykauf in ,nrnberg angewendet1 darf keine freie ,sure enthalten und muss frei von ,blei und mglichst frei von ,eisen sein4 ,hat das zur ,verfgung stehende ,glaubersalz diese ,eigenschaften nicht1 so lst man es in ,wasser1 neutralisirt die freie ,sure mit ,kalkmilch1 wobei zugleich das ,eisenoxyd gefllt wird1 decantirt nach dem ,absetzenlassen die klare ,lauge und lsst krystallisiren und entwssert die ,krystalle auf der vertieften ,sohle eines ,flammenofens oder eines eisernen ,kessels4 ,oder man dampft die ,lauge1 ohne sie krystallisiren zu lassen1 unter fortwhrendem ,nachgiessen von frischer ,lauge ab1 um durch ,soggen wasserfreies ,glaubersalz zu gewinnen1 das herausgekrckt und getrocknet wird4 ,das so erhaltene ,produkt wird in ,quetschmhlen zerquetscht und gesiebt4 ,kaliumsalze bilden kein ,ultramarin1 wol aber ,bariumsalze#hb4 ,die calcinirte ,soda findet1 wie sie von den ,sodafabriken oder als ,nebenprodukt bei der ,verarbeitung des ,kryoliths und des ,natriumnitrates geliefert wird1 ,anwendung2 sie wird ebenso wie das ,glaubersalz zerdrckt und im gesiebten ,zustande aufbewahrt4 ,sie muss mindestens #ij;grdig sein4 ,in neuester ,zeit zieht man in einigen ,fabriken das ,aetznatron der ,soda vor4 ,das ,schwefelnatrium 7bei der ,anwendung als ,sulfuret von der ,formel ,na#b,s in ,anwendung gebracht7 tritt in der ,regel als ,nebenprodukt der ,fabrikation auf und wird entweder in flssiger ,form oder eingetrocknet und pulverisirt angewendet4 ,den ,schwefel wendet man in ,form von ,stangenschwefel an2 er wird als staubfrmiges ,pulver vorrthig gehalten4 ,die ,kohle1 welche zur ,entfernung des ,sauerstoffs dient1 wurde in die ,ultramarinfabrikation von ,leykauf eingefhrt2 man wendet sie an in ,gestalt von ,holzkohle oder ,steinkohle2 von letzterer benutzt man nur backende1 wenig ,asche hinterlassende4 ,beide ,kohlenarten werden vor ihrer ,anwendung in ein feines ,pulver verwandelt4 ,zu diesem ,behufe bedient man sich entweder der ,pulverisirtrommeln1 wie in der ,schiesspulverfabrikation1 oder man mahlt die ,kohle in ,sandstein- oder ,granitmhlen mit ,wasser1 bis sie in einen feinen ,schlamm verwandelt worden ist1 welcher nach dem ,trocknen zerdrckt und gesiebt wird4 ,einige ,fabriken wenden neben der ,kohle noch ,colophonium und ,theerasphalt an4 ,zu gewissen ,sorten von ,ultramarin1 welche der ,einwirkung des ,alauns widerstehen sollen1 kommt noch ein ,antheil ,kieselerde 7fein zerriebener ,quarzsand oder am besten als ,nebenprodukt auf nassem ,wege erhalten74 ,anhangsweise sind hier noch zu erwhnen die weissen ,stoffe1 welche zum ,mischen und ,strecken des fertigen ,ultramarins gebraucht werden wie ,lenzin1 ,gyps1 ,schwerspathpulver und ,barytweiss4 ,bei der ,herstellung der ,waschkugeln findet endlich noch ,mehl ,anwendung4 ,ueber den ,vortheil der ,anwendung des ,kryolithts in der ,ultramarinfabrikation gehen die ,ansichten der ,betheiligten sehr auseinander4 #hb ,fr4 ,kuhlmann fand in einem ,ofen1 welcher zur ,reduktion von ,schwerspath zu ,schwefelbarium diente1 ,barium-,ultramarin1 d4 i4 ,ultramarin1 in welchem das ,natrium durch ,barium ersetzt war4 ,sidenote3 ,darstellung des ,ultramarins4 ,fabrikationsverfahren des ,ultramarins4 ,die verschiedenen ,methoden der ,ultramarindarstellung lassen sich auf folgende drei1 nach den wesentlichen ,rohstoffen classificirt1 zurckfhren1 nmlich3 ,greek3 a7 ,fabrikation von ,sulfat- oder ,glaubersalz-,ultramarin2 ,greek3 b7 ,soda-,ultramarin2 ,greek3 g7 ,kieselerde-,ultramarin4 ,greek3 a7 ,fabrikation von ,sulfat-,ultramarin4 ,diese ,sorte von ,ultramarin wird nach dem sogenannten ,nrnberger ,verfahren aus ,kaolin1 ,sulfat und ,kohle dargestellt4 ,die ,fabrikation desselben zerfllt a7 in die ,herstellung des grnen ,ultramarins1 b7 in die ,ueberfhrung desselben in ,ultramarinblau4 a7 ,herstellung des grnen ,ultramarins4 ,bei der ,bereitung des ,satzes ist sowol das ,verhltniss der ,materialien1 als auch eine hchst innige ,mengung von grosser ,wichtigkeit4 ,bei der ,anwendung von trockenen ,materialien verfhrt man auf die ,weise1 dass man die ,stoffe in kleinen ,quantitten zusammenwiegt1 sie dann in kleinen ,trgen hin- und herschaufelt1 durch ,siebe siebt und das ,verschaufeln und ,sieben mehrmals wiederholt4 ,dort1 wo ,lsungen von ,glaubersalz1 ,soda und ,schwefelnatrium angewendet werden1 wird in die ,lsung der ,porcellanthon gebracht und das ,ganze zur ,trockne eingedunstet4 ,manchmal wird demselben auch das ,kohlenpulver zugegeben4 ,das trockene ,gemisch wird in einem ,flammenofen schwach geglht1 hierauf gepulvert und durch ,schaufeln und ,sieben das ,pulver mglichst gleichfrmig gemacht4 ,die ,verhltnisse1 in welchen die ,rohmaterialien gemengt werden1 sind sehr verschieden2 in jedem ,falle muss #a7 ,natron als ,glaubersalz oder ,soda in solcher ,menge in die ,mischung eintreten1 dass durch das ,natron die ,hlfte der ,kieselsure des ,thons gesttigt werden kann2 #b7 noch so viel ,natron neben ,schwefel vorhanden sein1 um eine gewisse ,menge ,natriumpolysulfuret zu bilden2 #c7 noch ,schwefel und ,natrium als ,natriumsulfuret 7,na#b,s7 in dem ,gemisch brig bleiben1 nachdem man vom ganzen ,gemenge so viel grnes ,ultramarin1 wie sich dessen ,zusammensetzung nach den neueren ,analysen ergeben hat1 abgezogen hat1 als die in der ,mischung vorhandene ,kieselerde und ,thonerde zu bilden vermgen4 ,als ,norm fr ,mischungen knnen folgende gelten3 ,i4 ,,ii4 ,porcellanthon 7wasserfrei7 #ajj #ajj calcinirtes ,glaubersalz #hc-ajj #da calcinirte ,soda -- #da ,kohle #ag #ag ,schwefel -- #ac #ajj ,th4 calcinirte ,soda werden durch #hj ,th4 calcinirtes ,glaubersalz1 #ajj ,th4 des letzteren durch #fj ,th4 trockenes ,schwefelnatrium ersetzt4 ,der ,satz1 der in der ,regel in grsseren ,mengen dargestellt und in ,vorrath aufbewahrt wird1 kommt in ,charmottetiegel1 in welche er mit passenden ,holzkeulen eingestampft wird#hc4 ,das ,erhitzen geschieht in ,oefen1 deren ,construktion der der kleinen ,porcellanfen hnlich ist1 bei erforderlicher hoher und gleichfrmiger ,temperatur und mglichst gehindertem ,luftzutritt4 ,die ,temperatur1 welche den ,glhgefssen nach und nach ertheilt wird1 streift an helle ,rothglhhitze oder angehende ,weissglhhitze4 ,die ,dauer eines ,brandes variirt von #g-aj ,stunden4 ,man lsst den ,ofen verschlossen erkalten4 ,der ,inhalt der ,tiegel erscheint als eine gesinterte ,masse von grauem1 oft gelbgrnem ,ansehen2 er wird wiederholt abgewssert4 ,das so erhaltene ,ultramarin ist eine lockere1 schwammige1 aus kleinen und grossen porsen ,stcken bestehende ,masse1 die auf ,mhlen bis zur ussersten ,feinheit gemahlen wird2 das ,pulver wird gewaschen und nach dem ,waschen getrocknet4 ,nachdem das ,produkt noch in ,quetschmhlen trocken gerieben und durch ,haarsiebe geschlagen wurde1 ist es als grnes ,ultramarin sowohl zum ,verkauf1 als auch zur ,ueberfhrung in blaues ,ultramarin anwendbar4 #hc ,glht man diesen ,satz bei ,luftabschluss1 so erhlt man eine weisse ,masse1 die nach dem ,behandeln mit ,wasser eine weisse lockere ,substanz darstellt1 welche ,ritter mit dem ,namen weisses ,ultramarin belegt hat4 ,es wird an der ,luft grn und beim ,erhitzen an der ,luft blau4 ,das grne ,ultramarin zeigt sich zusammengesetzt aus3 nach ,stlzel 7#ahee7 ,thonerde #cj1aa ,eisen #j1di 7,eisenoxyd #j1g7 ,calcium #j1de ,natrium #ai1ji 7,natron #be1gc7 ,kieselerde #cg1df ,schwefelsure #j1gf ,schwefel #f1jh ,chlor #j1cg ,magnesia1 ,kali1 ,phosphorsure ,spuren ------- #id1ha ,sauerstoff #e1ai ------- #ajj1jj ,die untersuchte ,sorte war aus einer ,ultramarinfabrik aus ,kaiserslautern4 ,das grne ,ultramarin hat als grne ,farbe im ,ganzen noch einen untergeordneten ,werth1 indem es an ,schnheit der ,nuance den meisten ,kupferfarben weit nachsteht4 b7 ,ueberfhrung des ,ultramaringrns in ,ultramarinblau4 ,die ,ueberfhrung des grnen ,ultramarins in blaues kann auf verschiedene ,weise ausgefhrt werden und bietet keine ,schwierigkeit dar1 gegenwrtig findet aber meist diese ,ueberfhrung durch ,rsten mit ,schwefel bei niedriger ,temperatur und unter ,luftzutritt statt1 so dass der ,schwefel zu schwefliger ,sure verbrennen kann1 wobei zugleich ein ,theil des ,natriums sich oxydirt1 welches dann aus dem blauen ,ultramarin als ,natriumsulfat ausgezogen wird4 ,der im grnen ,ultramarin enthaltene ,schwefel bleibt jedoch1 nur mit weniger ,natrium verbunden1 vollstndig zurck4 ,bei dem in mehreren ,ultramarinfabriken blichen ,rstverfahren wendet man kleine1 ber einem ,feuerraume fest eingemauerte ,cylinder an1 deren hinterer ,boden mit einer ,oeffnung versehen ist1 in welche die ,axe einer ,flgelwelle gesteckt werden kann4 ,der vordere ,theil lsst sich leicht hinwegnehmen2 dieser ,theil hat eine ,oeffnung fr die durchgehende ,axe der ,flgelwelle1 eine kleine ,oeffnung unten und eine grssere oben1 zum ,eintragen des ,schwefels dienend1 welche beide mit ,riegeln verschlossen werden knnen4 ,an der obern ,seite des ,cylinders befindet sich noch eine weitere kleine ,oeffnung zum ,austreten der schwefligen ,sure4 ,der ,cylinder wird mit der ,flgelwelle versehen1 mit #be-cj ,pfd4 grnem ,ultramarin beschickt1 verschlossen und in dem ,ofen erhitzt4 ,von ,zeit zu ,zeit werden die ,flgel gedreht1 um das ,ultramarin gleichmssig zu erhitzen4 ,nachdem der ,inhalt des ,cylinders so weit erhitzt worden ist1 dass eine ,probe des in die ,oeffnung geworfenen ,schwefels sich von selbst entzndet1 mssigt man das ,feuer1 wirft alsdann in den ,cylinder #a ,pfd4 ,schwefelpulver1 dreht die ,flgelwelle und lsst die ,fllffnung offen1 damit der ,schwefel verbrennen kann4 ,man dreht langsamer1 bis keine ,schwefeldmpfe mehr entweichen4 ,dieselbe ,behandlung mit ,schwefel wird so lange wiederholt1 bis eine herausgenommene ,probe die hchste ,reinheit und ,intensitt der blauen ,farbe zeigt4 ,in einigen ,fabriken beendigt man das ,fertigrsten nicht auf einmal1 sondern man laugt das ,produkt1 ehe es ganz blau geworden ist1 noch einmal aus1 mahlt1 knetet und siebt es2 es wird dadurch eine gleichfrmigere ,bluung erzielt1 weil keine ,krner verbleiben knnen1 welche inwendig grnlicher wren als aussen4 ,die blaugebrannten ,ultramarine sind dann erst ,handelswaare1 wenn sie nochmals ausgelaugt1 getrocknet und gesiebt worden sind4 ,die helleren ,sorten werden durch weisse ,zustze erzeugt4 ,nach einem anderen ,rstverfahren wendet man eine ,art gemauerter ,muffelfen oder solche ,herdfen an1 in welche die ,flamme der ,heizung nicht eintreten kann4 ,das ,ultramarin wird auf dem ,herde in einer #f bis #h ,centim4 hohen ,schicht gleichmssig ausgebreitet und so lange unter ,verschluss der ,thre erhitzt1 bis hineingeworfener ,schwefel sogleich zu brennen beginnt4 ,man wirft eine ,schaufel voll ,schwefelpulver auf und lsst dasselbe unter ,umrhren mit einer eisernen ,krcke verbrennen4 ,diese ,operation wird wiederholt1 bis die ,nance und ,intensitt der blauen ,farbe nicht mehr zunimmt4 ,es ist noch nicht entschieden1 ob die deutsche 7,nrnberger7 ,methode des ,blaubrennens in ,cylindern oder die auf ,herden den ,vorzug verdiene4 ,bei letzterer ,methode1 wo man das ,ultramaringrn in einer ,art ,backofen1 dessen ,herd von unten geheizt wird1 erhitzt und mit ,schwefel blau brennt1 ist die ,wirkung eine schnellere1 weil viel grssere ,berhrungsflchen vorhanden sind1 als bei ersterer ,methode4 ,aber bei jedem dieser ,verfahren geht noch viel schweflige ,sure verloren2 dieser ,verlust ist so bedeutend1 dass die ,ultramarinfabriken durch geeignete ,verbindung ihrer ,rstfen mit ,bleikammern grosse ,mengen von ,schwefelsure erzeugen knnen1 whrend gegenwrtig die entweichende schweflige ,sure der ,fabrik selbst und der ,umgegend lstig wird4 ,mit der so gewonnenen ,schwefelsure knnten die ,ultramarinfabriken einen grossen ,theil ihres ,glaubersalzes selbst darstellen4 ,wenn man des blaue ,ultramarin durch ,verdrngung auslaugt1 so lassen sich ziemlich concentrirte ,glaubersalzlsungen erhalten1 welche in der ,fabrikation ,anwendung finden knnen1 nachdem man das ,eisen daraus durch ,kalk entfernt hat4 ,hanstein sucht die in der ,lauge enthaltene ,schwefelsure dadurch auszunutzen1 dass er sie als ,barytweiss fllt4 ,das ,ultramarin nimmt beim ,blaubrennen mit ,schwefel zwar an ,gewicht zu1 beim ,auswaschen aber im ,ganzen nur einige ,procente ab4 ,beim nachlssigen ,auswaschen backt das ,ultramarin in den ,fssern1 in denen es aufbewahrt wird1 nach und nach wieder zusammen4 ,das letzte ,prpariren des ,ultramarins geschieht auf der granitnen ,prparirmhle mit ,bodenstein und ,laufer von #a1c-a1f ,meter ,durchmesser4 ,die fein geriebene ,farbe wird nun noch geschlmmt und die verschiedenen ,schlmmwsser in ,bottiche von ,nr4 #jj1 #a1 #b1 #c u4 s4 w4 abgelassen1 woraus die verschiedenen ,sorten ,farbe gewonnen werden4 ,whrend des ,schlmmens geht auch das ,versetzen der helleren ,sorten des ,ultramarins mit ,porcellanthon vor sich4 ,die breiige ,masse von geschlmmtem ,ultramarin wird in hanfene ,scke gebracht und ausgepresst und nach dem ,auspressen auf ,horden in geheizten ,rumen getrocknet4 ,die getrocknete ,masse wird gesiebt4 ,sidenote3 ,fabrikation von ,soda-,ultramarin4 ,greek3 b7 ,das ,soda-,ultramarin1 wie es in ,frankreich1 ,belgien1 in ,hessen und in der ,rheinpfalz dargestellt wird1 ist entweder reines ,soda-,ultramarin oder ein ,gemenge davon mit ,sulfat-,ultramarin4 ,der ,satz besteht beispielsweise aus3 ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,kaolin #ajj #ajj #ajj ,sulfat -- #da -- ,soda #ajj #da #ij ,kohle #ab #ag #f ,schwefel #fj #ac #ajj ,colophonium -- -- #f ,das ,erhitzen des ,gemenges geschieht in ,hfen oder besser in ,flammenfen4 ,es bildet sich ein grn gefrbtes ,produkt1 das zerreiblich und so pors ist1 dass es den ,sauerstoff mit grosser ,leichtigkeit zu absorbiren vermag4 ,daher wird beim ,erkalten des ,flammenofens der grsste ,theil des ,produktes in ,ultramarinblau bergefhrt4 ,ultramaringrn kann daher nach diesem ,verfahren nicht dargestellt werden4 ,mengt man das erhaltene unvollkommene ,blau mit ,schwefel und unterwirft es in grossen ,muffeln1 deren ,boden aus feuerfesten ,platten besteht und die ,decke aus ,eisen1 dem ,abbrennen1 so erhlt man vollkommenes ,ultramarinblau1 welches sich von dem ,endprodukt des ,nrnberger ,verfahrens durch dunklere ,frbung und grsseren ,farbenreichthum auszeichnet4 ,je mehr ,schwefel und ,soda dem rohen ,gemenge zugesetzt wird1 desto mehr erlangt das ,rohprodukt die ,eigenschaft1 eine blaue ,farbe anzunehmen1 so dass bei geeigneten ,mischungsverhltnissen ein schnes ,ultramarinblau1 welches keiner weiteren ,behandlung mit ,schwefel bedarf1 sofort in der ersten ,phase sich bildet4 ,so dargestelltes ,ultramarin enthlt #aj-ab ,proc4 ,schwefel4 ,fabrikation von ,kieselerde-,ultramarin4 ,greek3 g7 ,das ,kieselerde-,ultramarin ist ,soda-,ultramarin1 bei dessen ,bereitung fein zertheilte ,kieselerde zugesetzt wurde und zwar #e-aj ,proc4 vom ,gewicht des ,kaolins4 ,das durch das ,kieselerdeverfahren dargestellte ,ultramarin ist stets blau und die weitere ,behandlung mit ,schwefel fllt weg4 ,es widersteht einer ,alaunlsung und zwar um so besser1 je mehr ,kieselerde es enthlt1 und ist durch eine eigenthmlich rthliche ,frbung charakterisirt1 deren ,intensitt mit der ,kieselerdemenge wchst4 ,das ,kieselerdeverfahren liefert fr viele ,zwecke des vorzglichste ,produkt1 leider bietet aber die ,fabrikation in ,folge der ,neigung des kieselsurereichen ,gemisches im ,ofen zu sintern1 grosse ,schwierigkeiten4 ,sidenote3 ,constitution des ,ultramarins4 ,seit dem ,bekanntwerden des ,ultramarins haben sich die ,chemiker mit der ,frage beschftigt1 auf welche ,weise in dem ,ultramarin die ,molekle gruppirt seien1 welche ,verbindung namentlich die blaue ,frbung bewirke4 ,marggraf war der ,erste1 der diese ,frage zu beantworten versuchte2 im ,jahre #ageh widerlegte er die damals verbreitete ,ansicht1 dass der ,lasurstein ,kupfer enthalte und dass dieses die ,ursache der ,frbung sei2 da die ,analyse ihm ,eisenoxyd ergab1 so erklrte er das ,eisen in dem ,ultramarin fr das frbende ,princip4 ,guyton-,morveau schrieb die ,farbe dem ,schwefeleisen zu1 eine ,ansicht1 die bis auf die neuere ,zeit von vielen ,chemikern vertreten wurde1 obgleich ihr mehrere1 namentlich ,brunner1 entgegentraten4 ,wenn nun gleich alle ,analysen des ,ultramarins einen ,eisengehalt anzeigen1 so ist es doch ,thatsache1 dass die meisten ,ultramarinfabrikanten nach eisenfreiem ,thone und ,glaubersalz trachten4 ,man zhlt deshalb gegenwrtig die geringe ,menge ,eisen zu den unwesentlichen ,bestandtheilen des ,ultramarins4 ,alle ,chemiker sind darber einig1 dass bei der ,feststellung einer rationellen ,formel des ,ultramarins nur vier ,substanzen1 nmlich ,kieselerde1 ,aluminium1 ,natrium und ,schwefel in ,betracht zu ziehen seien1 ber die rationelle ,formel selbst und ber die ,theorie der ,bildung des ,ultramarins1 namentlich der ,ueberfhrung des grnen in blaues1 herrscht dagegen keine ,uebereinstimmung1 obgleich die in neuerer ,zeit ausgesprochenen ,ansichten bei weitem nicht mehr so divergiren1 als die frheren4 ,nach ,breunlin wre1 abgesehen von der an ,calcium gebundenen unwesentlichen ,schwefelsure1 aller ,schwefel in dem ,ultramarin als ,natriumpolysulfuret1 und alles ,natrium und ,aluminium 7mit ,ausnahme von dem ,aluminium im beigemengten ,thon7 an ,kieselerde gebunden4 ,nach der ,ansicht von ,wilkens ist das grne ,ultramarin1 welches der ,bildung von blauem stets vorangeht1 eine reine ,schwefelnatriumverbindung1 das blaue ,ultramarin dagegen eine ,schwefelnatriumverbindung und eine ,verbindung von ,natriumhyposulfit4 ,nach der ,auffassung ,ritter's wre das blaue ,ultramarin eine ,verbindung von ,natrium-,aluminium-,silicat mit ,natriumpolysulfuret und dem ,natrium einer ,sauerstoffsure des ,schwefels1 wahrscheinlich ,natriumhyposulfit4 ,ultramarin wird bekanntlich beim ,uebergiessen mit ,salzsure unter ,zersetzung entfrbt1 wobei ,schwefelwasserstoffentwickelung und ,abscheidung von ,schwefelmilch stattfindet4 ,aus der ,bildung von letzterer glaubte man mit ,bestimmtheit auf das ,vorhandensein eines ,polysulfurets in dem ,ultramarin schliessen zu drfen4 ,es ist bemerkenswerth1 dass alle ,chemiker1 die sich mit der ,ermittelung der ,constitution des ,ultramarins beschftigten1 analytisch verfuhren und den synthetischen ,weg unbeachtet liessen4 ,es liegt aber ziemlich nahe1 die ,sulfurete des ,aluminiums und deren ,verbindungen mit ,schwefelnatrium darzustellen und letztere dem ,verfahren des ,abbrennens mit ,schwefel1 dem ,behandeln mit ,chlor u4 s4 w4 zu unterwerfen4 ,nach ,w4 ,stein wre es ja das dunkelfarbige ,schwefelaluminium1 welches beim ,rsten frei wird und dem ,ultramarin seine ,frbung giebt4 ,es unterliegt wol keinem ,zweifel1 dass bei ,verarbeitung derjenigen ,ultramarinmischungen1 in denen ,schwefel und ,kohle vorkommt1 der ,schwefelkohlenstoff1 dessen ,vorhandensein bei ,beginn des ,brandes schon durch den ,geruch wahrzunehmen1 bei der ,ultramarinbildung mit wirksam ist4 ,da whrend eines gewissen ,aggregatzustandes der ,schwefel blau erscheint1 genau so wie im ,ultramarin1 so meint ,nllner1 es handele sich in der ,ultramarinfabrikation nur darum1 diesen ,aggregatzustand des ,schwefels durch ,dazwischenhalten eines fremden ,krpers wie ,thonerde oder ,kieselerde zu fixiren4 ,mit solchen und anderen ,aussprchen1 wie sie z4 ,b4 ,geuther#hd unlngst gethan1 so geistreich wie diese ,ansichten auch aussehen1 ist der ,technologie jedoch nicht gedient4 #hd ,nach ,a4 ,geuther 7,lehrbuch der ,chemie4 #ahgj4 p4 #cdh7 enthlt das weisse ,ultramarin nur monovalentes ,natrium1 das blaue aber pentavalentes und das grne trivalentes ,natrium66 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,ultramarins4 ,eigenschaften und ,anwendung des ,ultramarins4 ,das ,ultramarin ist ein unfhlbares lasurblaues ,pulver1 das sich in ,wasser nicht lst und an dasselbe nichts abgeben darf2 es wird von alkalischen ,laugen nicht angegriffen1 jedoch durch ,suren1 selbst durch sauer reagirende ,salze1 wie z4 ,b4 durch ,alaunlsung1 unter ,entwickelung von ,schwefelwasserstoffgas entfrbt#he4 ,die ,bezeichnung1 surefestes ,ultramarin1 welche man in neuerer ,zeit einer ,sorte ,ultramarinblau gegeben hat1 bezieht sich nur auf die ,widerstandsfhigkeit gegen ,alaun1 welche durch ,zugeben von ,kieselerde dargestellt wird4 #he ,der ,lapis lazuli widersteht der ,einwirkung des ,alauns und selbst der der ,essigsure4 ,das in den ,sodafen hin und wieder sich findende ,ultramarin hat dieselbe ,surefestigkeit4 ,die geringe ,stabilitt der meisten knstlichen ,ultramarine zeigt1 dass die ,fabrikation desselben bei weitem noch nicht ihren ,culminationspunkt erreicht hat4 ,es hat als blaue ,farbe die ,smalte und hnliche ,kobaltfarben fast gnzlich1 den ,lakmus und das ,berlinerblau zum ,theil verdrngt4 ,es dient besonders zum ,malen und ,tnchen auf ,kalkgrund1 sowie in der ,wasserglasmalerei oder ,stereochromie1 zum ,tapetendruck1 in der ,buntpapierfabrikation1 zum ,druck auf ,leinwand1 ,baumwoll-1 ,woll- und ,seidenzeuge1 in der ,buchdruckerei und in der ,lithographie u4 s4 w4 ,ein grosser ,theil des ,ultramarins wird ferner angewendet1 um an sich gelblich- oder rthlich-weisse ,stoffe dem ,auge rein weiss erscheinen zu lassen4 ,die blaue ,farbe des ,ultramarins wirkt auf den schmutziggelben ,ton zu ,weiss ergnzend4 ,man nennt diese ,art der ,anwendung des ,ultramarins das ,blauen1 das indessen weit richtiger das ,weissen zu nennen wre4 ,so blaut man unter ,anderem die ,leinwand 7auf #ej ,stck ,leinwand #b-c-a_/b ,pfd4 ,ultramarin71 die ,papiermasse1 die ,wsche1 die ,kalkmilch beim ,anstreichen1 die ,strke1 das ,barytweiss1 die ,stearin- und ,paraffinmasse zur ,kerzenfabrikation und endlich auch den ,zucker4 ,man hat in neuerer ,zeit die ,frage aufgeworfen1 ob der ,ultramarinzusatz zum ,zucker nicht nachtheilig sei4 ,wenn man aber in ,betracht zieht1 dass das ,ultramarin aus lauter der ,gesundheit nicht schdlichen ,substanzen besteht1 dass ferner die ,menge des ,ultramarins im ,zucker eine verschwindend kleine ist -- auf #ajjj ,ctr4 ,zucker gengen in der ,regel #b-a_/b ,pfd4 ,ultramarin --1 so wird diese ,frage unbedingt mit ,nein beantwortet werden mssen4 ,das grne ,ultramarin1 ein glanzloses ,pulver1 welches namentlich als ordinre ,tncher-1 seltener als ,tapetenfarbe ,anwendung findet1 ist mitunter mit ,indigcarmin und einer gelben ,zinnlackfarbe geschnt4 ,es wird zuweilen behauptet1 dass dem ,ultramarin mitunter ,indig und ,berlinerblau zur ,erhhung des ,farbentones zugesetzt1 dass es ferner oft mit ,smalte und ,berlinerblau verflscht werde4 ,derartige ,verunreinigungen und ,verflschungen kommen wol gegenwrtig nicht mehr vor1 da der ,preis selbst der besseren ,ultramarinsorten geringer ist1 als der der genannten ,substanzen4 ,kreide1 die man frher hufig zusetzte1 kommt gegenwrtig usserst selten als ,verflschungsmittel des ,ultramarins vor1 da man in dem ,thon und dem ,alabaster ein weit geeigneteres ,mittel zum ,versetzen des ,ultramarins hat4 ,schwerspathpulver und ,permanentweiss findet sich dagegen in neuerer ,zeit fters dem ,ultramarin beigemengt4 ,,iii4 ,abschnitt4 ,technik des ,glases1 der ,thonwaaren1 des ,gypses1 ,kalkes und ,mrtels4 ,die ,glasfabrikation4 ,sidenote3 ,begriff und allgemeine ,eigenschaften des ,glases4 ,das ,glas ist ein durch ,schmelzen erhaltenes amorphes ,gemenge verschiedener ,silicate1 in welchem gewhnlich ,alkalisilicat und ,calciumsilicat die ,hauptbestandtheile bilden4 ,bei gewissen ,glsern wie bei dem ,wasserglas1 dessen ,anwendbarkeit auf seine ,lslichkeit im ,wasser sich grndet1 ist nur kieselsaures ,alkali vorhanden2 in allen anderen ,fllen sind neben dem ,alkali 7,kali oder ,natron7 noch andere ,basen1 entweder alkalische und eigentliche ,erden wie ,kalk1 ,baryt1 ,strontian1 ,magnesia1 ,thonerde u4 s4 w41 oder ,metalloxyde wie ,bleioxyd1 ,wismuthoxyd1 ,thalliumoxyd1 ,zinkoxyd1 ,eisenoxydul1 ,manganoxydul u4 s4 w41 vorhanden4 ,in einzelnen ,fllen1 wie bei der ,darstellung gewisser zu optischen ,zwecken dienender ,glser1 wird die ,kieselsure entweder zum ,theil oder gnzlich durch ,borsure ersetzt4 ,das ,glas ist entweder durchsichtig 7eigentliches ,glas7 oder es ist undurchsichtig 7,schmelzglas oder ,email71 farblos oder gefrbt und widersteht1 wenn man von dem ,wasserglase absieht1 der ,einwirkung von ,luft und ,wasser1 den ,einflssen der gewhnlichen ,suren und alkalischen ,flssigkeiten bis zu einem gewissen ,grade4 ,durchsichtigkeit und ,bestndigkeit in chemischer ,hinsicht sind die werthvollsten ,eigenschaften des ,glases1 die demselben anhaftende ,zerbrechlichkeit und ,sprdigkeit ein ,uebelstand1 der aber mit der ,natur des ,glases auf das ,innigste verknpft ist4 ,amorphismus gehrt zum ,grundbegriffe des ,glases4 ,verschwindet der amorphe ,zustand des ,glases1 d4 h4 geht es in den krystallinischen ,zustand ber1 so hrt es auf1 ,glas zu sein4 ,der ,amorphismus des ,glases wird durch die ,zusammengesetztheit bedingt4 ,einfache ,silicate haben das ,bestreben1 aus dem amorphen ,zustand in den krystallinischen berzugehen und sind schon aus dem ,grunde nicht zur ,glasfabrikation geeignet4 ,in ,folge der amorphen ,beschaffenheit geht dem ,glase jede regelmssige ,spaltbarkeit ab und ist an den stets scharfkantigen ,bruchstcken nur der muschelige ,bruch nach allen ,richtungen hin wahrzunehmen4 ,ist das ,glas in dicken ,massen sprde1 so zeigt es in dnnen ,blttchen und ,fden eine grosse ,elasticitt und ,biegsamkeit4 ,die einzelnen ,silicate1 ihre ,qualitt und ,menge sind fr die ,beschaffenheit der ,glasmasse von grosser ,wichtigkeit2 die ,silicate der ,alkalimetalle geben dem ,glase ,leichtflssigkeit und ,weiche1 kieselsaures ,kalium giebt dem ,glase weniger ,glanz als das ,natriumsilicat1 lsst es dagegen ungefrbt1 whrend ,natriumzusatz dem ,glase stets eine blulich-grne ,frbung ertheilt4 ,calciumsilicat macht das ,glas bestndiger1 hrter und glnzender1 aber auch strengflssiger1 doch nicht in so hohem ,grade als das ,magnesium- und ,aluminiumsilicat4 ,das ,bleisilicat und eben so das ,wismuthsilicat machen das ,glas leicht flssig und schleifbar1 ausserdem ertheilen sie demselben neben hohem ,glanz bedeutendes ,lichtbrechungsvermgen1 in optischer ,beziehung werthvolle ,eigenschaften4 ,das ,zinksilicat und das ,bariumsilicat verhalten sich dem ,bleisilicat bezglich des ,glanzes und des ,lichtbrechungsvermgens hnlich1 nur ist das ,bariumglas hrter als das ,bleiglas4 ,das ,zinksilicat hat das ,eigenthmliche1 dass es die grnliche ,frbung des ,natriumsilicates zum ,verschwinden bringt4 ,eisen- und ,mangansilicat machen das ,ganze leichtflssig und gefrbt4 ,silicate anderer ,metalloxyde kommen in der ,zusammensetzung der ,glasmasse nur insofern in ,betracht1 als sie frbende ,eigenschaften besitzen4 ,sidenote3 ,eintheilung der ,glassorten4 ,lsst man die chemische ,zusammensetzung der ,glasmasse als ,eintheilungsgrund gelten1 so hat man folgende vier ,glasarten zu unterscheiden3 ,i4 ,das ,kalium-,calcium-,glas oder bhmische ,krystallglas ist vollkommen farblos1 usserst strengflssig1 hart und durch chemische ,bestndigkeit ausgezeichnet4 ,das ,spiegelglas ist hufig ein ,gemisch von dieser ,glassorte mit der nachfolgenden4 ,,ii4 ,das ,natrium-,calcium-,glas1 franzsisches ,glas1 ,fensterglas1 ist etwas hrter als das vorige1 weniger strengflssig und zeigt die allem ,natriumglase charakteristische blulichgrne ,frbung4 ,das zu optischen ,zwecken dienende ,crownglas gehrt hierher4 ,,iii4 ,das ,kalium-,blei-,glas1 ,krystall- oder ,klingglas1 ist weich und leicht schmelzbar4 ,es zeichnet sich durch hohes specifisches ,gewicht1 ,glanz1 ,lichtbrechungsvermgen und einen schnen ,klang aus4 ,varietten dieser ,glasart sind #a7 das ,flintglas1 ein optisches ,glas1 welches reicher an ,blei ist als das ,krystallglas und ausser dem ,blei zuweilen ,wismuth1 neben der ,kieselsure zuweilen ,borsure enthlt2 #b7 der ,strass1 die ,grundlage der knstlichen ,edelsteine4 ,,iv4 ,das ,aluminium-,calcium-,alkaliglas1 ,bouteillenglas oder ,buttelglas1 enthlt ausser den genannten ,basen oft noch betrchtliche ,mengen von ,eisen und ,mangan und an der ,stelle des ,calciums oft ,magnesium4 ,das ,alkali ist in geringerer ,menge vorhanden1 als in den brigen ,glassorten4 ,die ,farbe ist rthlichgelb oder dunkelgrn4 ,das specifische ,gewicht des ,glases ist von seiner ,zusammensetzung abhngig4 ,das ,alkali-,calcium-,glas ist das leichteste1 dann folgt das ,aluminium-,calcium-,alkaliglas und zuletzt das ,thalliumglas wie aus nachstehenden ,angaben folgt3 ,bhmisches ,krystallglas #b1cif ,crownglas #b1dhg ,spiegelglas #b1dhh ,fensterglas #b1fdb ,bouteillenglas #b1gcb ,krystall- oder ,klingglas #b1i-c1bee ,flintglas von ,frauenhofer #c1gg ,faraday #e1dd ,thalliumglas #e1fb ,die ,strahlenbrechung ist bei langsam gekhlten ,glsern einfach1 bei rasch gekhlten oder gepressten doppelt4 ,die ,grade der ,strahlenbrechung sind sehr verschieden1 ,blei- und ,wismuthglser brechen das ,licht am strksten1 erreichen aber nie den ,grad der ,lichtbrechung1 wie diamantglnzende ,krper4 ,setzt man den luftleeren ,raum als ,einheit1 so ist der ,brechungsexponent des glasglnzenden ,bergkrystalles #a1edg1 der des ,diamanten aber #b1ejf4 ,bei ,crownglas von ,frauenhofer von #b1eb spec4 ,gewicht ist der ,brechungsexponent #a1ecd-a1edd1 bei ,flintglas von ,frauenhofer von #c1g spec4 ,gewichte der ,brechungsexponent #a1fci1 bei ,thalliumglas von ,lamy #a1ga-a1ife4 ,sidenote3 ,rohmaterialien der ,glasfabrikation4 ,die ,rohmaterialien der ,glasfabrikation sind folgende3 #a7 ,die ,kieselerde1 die sich rein als ,bergkrystall1 ,quarz und in gewissen ,sandsorten und mit ,basen verbunden in vielen ,silicaten findet1 wie z4 ,b4 in dem ,feldspath1 wird in der ,glasfabrikation meist als ,quarz1 ,sand oder ,feuerstein angewendet4 ,der ,sand muss zu den bessern ,glassorten mglichst eisenfrei sein2 das ,eisen1 das in der ,regel nur in ,gestalt von ,eisenoxyd auf der ,oberflche der reinen ,quarzkrystalle1 aus denen der ,sand besteht1 sich befindet1 wird entweder durch einfaches ,waschen oder besser noch durch ,digestion mit ,salzsure entfernt4 ,vor der ,anwendung pflegt man den ,sand auszuglhen1 damit er mrbe werde1 sich mit weniger ,mhe mahlen lasse und leichter schmelze4 ,zuweilen muss der ,sand geschlemmt werden1 um ihn von ,thon1 ,humus u4 dgl4 zu befreien4 ,zu ordinren ,glassorten1 wo die ,farbe des ,glases unwesentlich ist1 ist es vortheilhafter1 einen unreinen ,sand anzuwenden1 da mit ,thon1 ,mergel und ,lehm verunreinigter ,sand weit leichter schmilzt als reiner4 ,aus diesem ,grunde bedient man sich zur ,herstellung des ,bouteillenglases anstatt der ,kieselerde nicht selten des ,mergels oder ,lehms1 welche ausser der ,kieselerde auch noch betrchtliche ,mengen von ,thonerde in die ,glasmasse bringen4 #b7 ,die ,borsure setzt man fr gewisse ,glassorten als theilweises ,ersatzmittel fr ,kieselsure zu2 sie befrdert die ,schmelzbarkeit der ,masse1 giebt dem ,glase einen hohen ,glanz und ist ein vorzgliches ,mittel gegen das ,entglasen4 ,in der ,regel setzt man sie der ,glasmasse in ,gestalt von ,borax 7,natriumborat7 zu4 ,neuerdings hat man vorgeschlagen1 die ,tiza 7,boronatrocalcit7 in der ,glasfabrikation anzuwenden4 #c7 ,kali und ,natron wendet man in sehr verschiedener ,form in der ,glasfabrikation an1 ,kali jedoch meist in ,form von ,potasche oder unvollstndig ausgelaugter ,holzasche1 ,natron meist in ,gestalt von ,soda und ,glaubersalz1 in einzelnen seltenen ,fllen in ,form von ,kryolith und von ,natrium-,aluminat4 ,calcinirte ,soda wird1 wenn es die ,art des herzustellenden ,glases erlaubt1 gegenwrtig stets der ,potasche vorgezogen1 da das ,natron1 bei billigerem ,preise1 eine grssere ,sttigungscapacitt besitzt1 #aj ,th4 ,natriumcarbonat entsprechen #ac ,th4 ,kaliumcarbonat4 ,in der neueren ,zeit wird zu weissem ,glase das ,natron in ,gestalt von ,glaubersalz#hf gesetzt2 in diesem ,falle setzt man zu dem ,gemenge der ,kieselerde mit dem ,glaubersalz so viel ,kohle1 dass die ,schwefelsure des ,glaubersalzes zu schwefliger ,sure und die ,kohle zu ,kohlenoxyd reducirt wird4 ,das entstandene ,natriumsulfit wird dann leicht von der ,kieselsure unter ,freiwerden von schwefliger ,sure zersetzt4 ,auf #ajj ,th4 ,glaubersalz 7wasserfrei7 wendet man #h-i ,th4 ,kohle an4 ,ein ,ueberschuss von ,kohle ist nachtheilig1 weil sich dadurch eine grosse ,menge ,schwefelnatrium bilden wrde1 welches das ,glas braun frbt4 #hf ,die ,anwendbarkeit des ,glaubersalzes in der ,glasfabrikation ist eine in der ,geschichte der ,glasindustrie epochemachende ,erfindung4 ,obgleich ,lampadius und ,gehlen schon in den ersten ,jahren des laufenden ,jahrhunderts auf das ,glaubersalz als ,glasrohmaterial aufmerksam gemacht1 so gebhrt doch das ,verdienst1 das ,glaubersalz in die ,glasfabrikation eingefhrt zu haben1 dem bayer4 ,oberbergrath und ,philosophen ,franz von ,baader in ,mnchen4 ,vergl4 ,biographie ,franz von ,baaders1 herausgegeben von ,prof4 ,dr4 ,franz ,hoffmann1 #aheg p4 #dh4 -- #d7 ,der in der ,glasfabrikation angewendete ,kalk muss mglichst eisenfrei sein4 ,man verwendet ihn als ,marmor oder ,kreide entweder im rohen ,zustande1 d4 h4 ohne ihn vorher zu brennen oder zu pulvern1 oder gebrannt und gelscht4 ,in der ,regel kommt er im natrlichen ,zustande entweder als gepochter ,kalkstein oder geschlemmte ,kreide zur ,verwendung4 ,auf #ajj ,gewichtstheile ,sand rechnet man in der ,regel #bj ,gewichtstheile ,kalk4 ,in einigen bhmischen ,fabriken wendet man den ,kalk in der zweckmssigsten ,form1 nmlich als ,calciumsilicat1 als ,wollastonit an1 welcher die ,formel ,si,o#c;,ca hat4 ,anstatt des ,kalkes kann man auch ,strontian und ,baryt anwenden1 ersteren in ,gestalt von ,strontianit 7,sr,c,o#c7 letzteren in ,form von ,witherit 7,ba,c,o#c74 ,der ,flussspath 7,ca,fl#b7 und das bei der ,verarbeitung des ,kryoliths auf ,soda fallende ,fluorcalcium werden seit einiger ,zeit zur ,herstellung von ,milchglas angewendet1 eben so das ,natrium-,aluminat4 #e7 ,das ,bleioxyd wird in den meisten ,fllen in ,gestalt von ,mennige angewendet1 welche1 indem sie einen ,theil ihres ,sauerstoffs abgiebt und dadurch zu ,bleioxyd reducirt wird1 reinigend auf die ,glasmasse einwirkt4 ,das ,blei giebt dem ,glase ein hohes specifisches ,gewicht1 hohes ,lichtbrechungsvermgen1 ,weichheit und ,schleifbarkeit4 ,es ertheilt dem ,glas einen schwachgelblichen ,ton und hat den ,uebelstand1 die ,masse der ,glashfen stark anzugreifen4 ,die ,mennige muss vollkommen frei sein von ,kupfer und ,zinnoxyd1 weil ersteres das ,glas grn frben1 letzteres das ,glas milchig und undurchsichtig machen wrde4 ,das ,bleiweiss wrde eben so gut als die ,mennige in der ,glasfabrikation ,anwendung finden knnen1 wenn es nicht meist mit ,schwerspath versetzt wre4 #f7 ,das ,zinkoxyd wird der ,glasmasse stets in ,gestalt von ,zinkweiss zugesetzt4 ,wenn die ,farbe des herzustellenden ,zinkglases nicht in ,betracht zu ziehen ist1 so wird man mit ,sand1 ,glaubersalz und ,zinkblende ,zinkglas herstellen knnen4 #g7 ,das ,wismuthoxyd1 das nur in kleiner ,menge zur ,herstellung gewisser optischer ,glser ,anwendung findet1 wird zu der ,glasmasse entweder als ,wismuthoxyd oder als salpetersaures ,wismuthoxyd gesetzt4 ,die ,formeln gewisser in der ,natur vorkommender ,silicate nhern sich in ihrer ,zusammensetzung dergestalt der des ,bouteillenglases1 dass dieselben1 mit den erforderlichen ,zustzen versehen1 in der ,glasfabrikation ,anwendung finden knnen4 ,hierher gehren der ,feldspath1 der ,pechstein1 der ,bimsstein1 der ,klingstein1 der ,amphibol1 der ,basalt und manche ,laven4 ,auch manche ,hochofen- und ,eisenfrischschlacken finden in der ,glasfabrikation ,anwendung4 ,so wird der sogenannte schwarze ,hyalith in ,bhmen durch ,zusatz von ,eisenfrischschlacken1 dann auf dem ,fichtelgebirge ein hnliches schwarzes ,glas1 das ,knopfglas1 durch ,zusatz von eisenhaltigen ,amphibolgesteinen dargestellt4 ,der ,feldspath wrde ein kostbares ,rohmaterial der ,glasfabrikation abgeben1 wenn er wohlfeil genug zu erlangen wre2 durch ,zusatz von ,borax und ,bleioxyd kann man mit ihm ein allen ,anforderungen entsprechendes ,glas darstellen4 ,gewisse ,laven kann man1 ebenso wie den ,basalt1 ohne weiteren ,zusatz durch ,schmelzen in ,glas berfhren4 ,leichtschmelzende ,thone1 eisen- und kalkhaltiger ,lehm oder ,mergel lassen sich auch zu ,bouteillenglas anwenden1 eben so auch ,granit 7besonders der finnlndische1 ,rapakiwi genannt71 der unter ,zuschlag von ,schwerspath auf mehreren ,bouteillenhtten verschmolzen wird4 ,sidenote3 ,entfrbungsmittel4 ,zu farblosen ,glsern bedient man sich ausser den genannten ,materialien noch gewisser ,entfrbungsmittel1 welche theils chemisch durch ,sauerstoffabgabe1 theils physikalisch durch ,ergnzung verschieden gefrbter ,nancen zu ,weiss wirken4 ,solche ,entfrbungsmittel sind der ,braunstein1 die arsenige ,sure1 der ,salpeter und die schon erwhnte ,mennige4 #a7 ,der ,braunstein 7,mn,o#b7 wird schon seit den ltesten ,zeiten zum ,farblosmachen der ,glasmasse angewendet4 ,bei der ,anwendung des ,braunsteins ist zu bercksichtigen1 dass er nur in geringer ,menge der ,glasmasse zugesetzt1 dieselbe entfrbt1 in grosser ,quantitt dagegen derselben eine violette oder vielmehr amethystrothe ,frbung ertheilt1 die so intensiv sein kann1 dass das ,glas schwarz und undurchsichtig erscheint4 ,die violette ,frbung des ,glases wird in der ,regel wol durch ,manganisilicat 7kieselsaures ,manganoxyd7 herbeigefhrt1 whrend1 wenn der ,braunstein entfrbend wirken soll1 ,manganosilicat 7kieselsaures ,manganoxydul7 in der ,masse sich befinden muss4 ,ueber die ,art und ,weise1 wie der ,braunstein entfrbend auf die ,glasmasse wirke1 sind verschiedene ,erklrungen gegeben worden4 ,am richtigsten wol ist es die ,entfrbung der ,glasmasse einem ,ergnzen complementrer ,farben zu ,weiss1 nmlich dem ,grn vom ,ferrosilicat1 und dem ,violett vom ,manganosilicat1 zuzuschreiben2 zu dieser ,annahme ist man um so mehr berechtigt1 als ,krner in ,jena bereits im ,jahre #ahcf den ,beweis geliefert hat1 dass man durch ,zusammenschmelzen von ,glsern1 die durch ,eisen grn und durch ,mangan rthlich gefrbt waren1 ein farbloses ,glas erhalte1 ,suckow ferner farbloses ,glas durch ,zusammenschmelzen von durch ,manganoxydul schwach roth gefrbtem ,glas mit ,kupferoxyd erhielt4 ,auf den ,glashtten des bayerischen ,waldes giebt man einem rosenrothen ,quarz von ,rabenstein bei ,zwiesel den ,vorzug1 indem die ,fabrikanten behaupten1 dass sie mit keiner andern ,quarzart1 selbst nicht mit dem reinsten ,bergkrystall1 eine so reine ,glasmasse darzustellen vermchten4 v4 ,fuchs fand in diesem ,quarz #a-a1e ,proc4 ,titanoxyd1 welches in hnlicher ,weise chromatisch neutralisirend zu wirken scheint1 wie der ,braunstein4 ,kohn empfiehlt als ,entfrbungsmittel oder ,maskirungsmittel1 ein ,gemisch von ,nickeloxydul oder ,antimonoxyd1 durch welches man im ,stande sei1 dem ,glase eine durch die ganze ,masse hindurch gleichmssige1 ins ,rthliche ziehende ,frbung zu ertheilen4 ,ein neuerdings in ,vorschlag gekommenes ,entfrbungsmittel ist das ,zinkoxyd1 welches die grne ,frbung des ,glaubersalzglases entfernen und ausserdem dem ,glase einen hhern ,glanz ertheilen soll4 #b7 ,die arsenige ,sure wirkt als ,entfrbungsmittel nur chemisch1 sei die ,frbung des ,glases durch ,kohle oder durch ,ferrosilicat hervorgebracht4 ,ist ein kohlehaltiges ,glas durch arsenige ,sure zu entfrben1 so hat man folgendes ,schema3 ,arsenige ,sure ,as#b,o#c ,arsen ,as#b geben ,kohle #c;,c ,kohlenoxydgas #c;,,co hat man ein eisenoxydulhaltiges ,glas durch arsenige ,sure zu entfrben1 so geben3 ,eisenoxydul #f;,fe,o ,eisenoxyd #c;,fe#b,o#c ,arsenige ,sure ,as#b,o#c ,arsen ,as#b4 ,die arsenige ,sure wird durch ,kohle und ,eisenoxydul schon in schwacher ,rothglut reducirt und das ,arsen verflchtigt4 ,man bringt die arsenige ,sure in die ,glasmasse erst1 nachdem dieselbe vollkommen geschmolzen ist und drckt ein ,stck davon mit ,hlfe einer ,eisenstange bis auf den ,boden des ,glashafens hinab4 ,durch die sich sofort entwickelnden ,dmpfe von arseniger ,sure findet eine ,verbrennung des ,kohlenstoffs und eine ,oxydation des ,eisenoxyduls zu dem minder frbenden ,eisenoxyd statt und das reducirte ,arsen entweicht4 #c7 ,der ,salpeter wird meist als ,chilisalpeter 7,natriumnitrat7 zu der ,glasmasse gesetzt4 ,bei der ,fabrikation von ,bleiglas mchte auch die ,anwendung von ,bleinitrat am ,platze sein4 ,bariumsalpeter ist in neuerer ,zeit ebenfalls als ,entfrbungsmittel der ,glasmasse vorgeschlagen worden4 ,seine ,wirkung ist der der arsenigen ,sure gleich4 #d7 ,dass die ,mennige auch als ,entfrbungsmittel dient1 wurde bereits angefhrt4 ,nach ,chambland sollen die chemisch wirkenden ,entfrbungsmittel dadurch ersetzt werden knnen1 dass man einen ,strom atmosphrischer ,luft in das schmelzende ,glas leitet4 ,dadurch wird ferner die ,glasmasse in ,bewegung gesetzt1 die ,theile gehrig gemischt und die ,masse gleichfrmig4 ,sidenote3 ,glasscherben4 ,die in den vorstehenden ,abschnitten betrachteten ,materialien der ,glasfabrikation werden niemals fr sich allein verschmolzen1 sondern immer mit ungefhr dem dritten ,theile schon fertigen ,glases4 ,dazu dienen die ,glasscherben oder ,brocken 7das ,bruchglas71 deren sorgfltiges ,einsammeln eben so gut zum ,betrieb einer ,glasfabrik gehrt1 wie das ,lumpensammeln zum ,betrieb einer ,papiermhle4 ,durch umsichtiges ,sammeln gehen in der ,that nur geringe ,mengen von ,glas verloren1 so dass der ,glasfabrikant thatschlich nur die ,umgestaltung der ,glasbrocken zu bernehmen hat4 ,da bei wiederholtem ,umschmelzen der ,glasscherben immer ein ,theil der ,alkalien durch ,verflchtigung verloren geht1 so muss bei jedesmaligem ,schmelzen ,alkali zugegeben werden4 ,auch das sogenannte ,herd- und ,pfeifenglas1 welches sich bildet1 wenn die ,glasmasse whrend der ,schmelzung zu stark schumt und bersteigt1 oder ein ,glashafen reisst oder durchlchert wird und die ,masse sich mit der ,asche mischt1 oder endlich an der ,blserpfeife hngen bleibt1 dient als ,zusatz zur ,glasmasse4 ,sidenote3 ,die ,glashfen4 ,die ,glashfen oder die ,schmelzgefsse1 in welchen der ,glassatz geschmolzen wird1 werden auf der ,htte selbst aus schwer schmelzbarem ,thon und gepulverten ,charmottesteinen angefertigt2 sie sind ungefhr #j1f ,meter hoch und in den ,wnden #i-ab ,centimeter stark4 ,die ,hfen werden im ,schatten und vor ,luftzug geschtzt1 in einer ,temperatur von #ab-ae getrocknet4 ,whrend des ,trocknens wird der ,boden des ,hafens1 als der dickste ,theil1 fters gestampft1 bis das ,stampfen keinen ,eindruck mehr auf die ,masse macht4 ,nachdem diese ,consistenz erreicht ist1 bringt man die ,glashfen in einen ,raum1 dessen ,temperatur allmlig bis auf #cj bis #dj gesteigert wird4 ,nachdem sie etwa einen ,monat daselbst verweilt1 knnen sie in die ,aufwrmefen 7,temperfen7 gebracht werden1 die aber auch bis auf etwa #ej abgekhlt sein mssen4 ,das ,brennen oder ,aufwrmen geschieht durch stufenweise ,verstrkung des ,feuers1 bis endlich die ,hfen bis zum ,glhen erhitzt sind4 ,in diesem ,zustande bringt man sie aus dem ,anwrmeofen in den ,schmelzofen1 welchen man auch vorher ungefhr bis zur ,temperatur der erstern hat abfallen lassen4 ,das ,feuer wird nach und nach in dem ,ofen bis zur ,schmelzhitze verstrkt1 was nach #c-d ,stunden der ,fall ist4 ,in der ,regel lsst man einen neuen ,hafen whrend einer ganzen ,arbeit1 d4 h4 whrend #be-dj ,stunden1 leer stehen1 ehe man den ,glassatz eintrgt4 ,aber auch dann wrden die alkalischen ,bestandtheile des ,glassatzes 7,potasche1 ,kalkstein1 ,glaubersalz1 ,soda etc47 die ,masse der ,glashfen1 die das ,maximum der ,dichte noch nicht erreicht haben1 stark angreifen1 und eine ziemliche ,menge thonreiches ,glas bilden1 welches sich der ,glasmasse beimischt und dieselbe fehlerhaft macht4 ,es ist deshalb zweckmssig1 das erste ,mal nur einen stark mit ,glasbrocken versetzten ,glassatz oder auch nur ,glasabflle in einen neuen ,glashafen einzutragen4 ,es bildet sich dadurch auf den innern ,hafenwnden ein sehr strengflssiges ,glas1 welches gleich einer ,glasur1 die ,hafenmasse vor weiterer ,zerstrung schtzt4 ,man nennt diese ,arbeit das ,aussumen oder ,einglasen der ,glashfen4 ,illustration3 ,fig4 #abj4 ,illustration3 ,fig4 #abb4 ,illustration3 ,fig4 #aba4 ,illustration3 ,fig4 #abc4 ,die ,form der ,glashfen ist verschieden4 ,bei ,holz- und bei ,gasfeuerung ist sie die eines nach unten conischen ,cylinders 7,fig4 #abj74 ,bei ,steinkohlenfeuerung wendet man die ,haubenhfen oder bedeckten ,hfen 7,fig4 #aba7 an1 welche oben mit einer gewlbten ,haube endigen1 deren hinterwrts stehende ,oeffnung sich von innen an das ,arbeitsloch anschliesst4 ,eine eigenthmliche ,art von ,haubenhafen zeigt ,fig4 #abb1 hier befindet sich in der ,mitte eine ,scheidewand4 ,der ,glassatz wird durch die ,oeffnung ,a eingetragen1 schmilzt in dieser1 dem ,feuer besonders ausgesetzten ,abtheilung und dringt unter der ,scheidewand in die andere ,abtheilung ,b1 in welcher die ,masse gelutert aufsteigt1 da die ,unreinigkeiten 7,glasgalle etc47 in ,a zurckbleiben1 und dann ausgearbeitet wird4 ,in der ,fabrikation von gegossenen ,spiegeln wendet man zum ,lutern lnglich viereckige ,glashfen 7,glaswannen7 7,fig4 #abc7 an1 welche in der ,mitte mit einem ,falze zum ,eingriffe der ,wangen der ,zangen versehen sind1 mit welchen sie gefasst und gehoben werden4 ,sidenote3 ,die ,glasfen4 ,man theilt die ,glasfen ein #a7 in ,schmelz- oder ,werkfen1 in welchen der ,glassatz geschmolzen und die daraus entstandene ,glasmasse in einen solchen ,zustand versetzt wird1 dass sie zu ,glasgerthschaften verarbeitet werden kann2 #b7 in ,nebenfen1 welche hufig mit dem ,schmelzofen in ,verbindung stehen deren ,construction je nach dem ,zwecke1 zu welchem sie bestimmt sind1 verschieden ist4 ,illustration3 ,fig4 #abd4 ,die ,schmelz- oder ,werkfen knnen nur mit dem feuerfestesten ,thone hergestellt werden4 ,als ,baumaterial wendet man ein ,gemenge von weissem ,thon mit einer gleichen ,quantitt gebrannten und gesiebten ,thones derselben ,gattung an4 ,eine solche ,mischung hat nicht die nachtheilige ,eigenschaft1 die der gewhnliche getrocknete ,thon besitzt1 bei der ,temperatur der ,schmelzhitze zu schwinden2 er ist ferner in ,folge seiner lockern ,beschaffenheit ein schlechter ,wrmeleiter und bleibt von dem ,fallen und ,steigen der ,temperatur ziemlich unberhrt4 ,als ,mrtel kann ,kalkmrtel begreiflicherweise nicht dienen1 da er den ,thon der ,ofenmasse auflsen und damit zu einem ,glase zusammenschmelzen wrde1 man wendet deshalb zum ,verbinden der ,steine ,thonbrei aus demselben ,thone1 aus dem das ,baumaterial besteht1 an4 ,man wendet die ,ofensteine entweder weich1 oder blos an der ,luft getrocknet1 oder in einem ,ziegelofen gebrannt1 an4 ,der ,schmelzofen muss auf trocknem ,grunde stehen2 denn jeder nasse ,boden khlt den ,boden von unten ab1 wodurch nicht nur grssere ,mengen von ,brennmaterial verbraucht werden1 sondern auch bei einer ,abkhlung von unten die ,glasmasse sitzenbleibt und sich nur obenher lutert4 ,es wird zum ,grunde ein starkes oder doppeltes ,steinpflaster und darber ein ,ziegelpflaster gegeben4 ,nachdem die ,gewlbe geschlossen und die ,flchen beschnitten und geebnet worden sind1 besteht die ganze ,masse des ,ofens aus einem einzigen ,stcke feuerfesten ,thons1 welches ein ,gewicht von #hjj-ajjj ,ctr4 hat4 ,der ,ofen wird bei einer ,temperatur von #ab-ae getrocknet und das ,austrocknen durch hufige ,wiederholung des ,schlagens der inneren und usseren ,flche des ,ofens befrdert4 ,nach #d-e ,monaten ist der ,ofen lufttrocken4 ,nun giebt man schwaches ,feuer1 das man whrend eines ,monats verstrkt1 um den ,ofen zu brennen 7,aufwrmen des ,ofens72 man giebt ferner dem ,gewlbe eine massive ,decke von ,backsteinen 7das ,hemd7 und berkleidet diese wieder #e-f ,zoll dick mit einem ,gemenge von ,lehm und ,hcksel4 ,die ,temperatur wird endlich gesteigert4 ,darauf ist der ,ofen zur ,aufnahme der ,glashfen geschickt4 ,weit hufiger werden besonders geformte1 getrocknete oder gebrannte ,ofensteine zum ,ofenbau verwendet4 ,in dem ,schmelzofen wird so lange geschmolzen1 als er aushlt4 ,doch1 wo man strengflssiges ,glas fabricirt und nicht besonders guten ,thon zur ,verfgung hat1 ist die ,dauer der ,campagne #a-a_/d-a-c_/d ,jahr4 ,wo man dagegen im ,besitz von feuerfestem ,thone ist und leichtflssige ,bleiglser darstellt1 kann ein ,ofen #d-e ,jahre aushalten4 ,in dem ,glasofen befinden sich #f1 #h-aj ,glashfen oder ,wannen1 welche smmtlich auf gleiche ,temperatur gebracht werden mssen3 daher sind die ,schmelzfen stehende ,flammenfen1 in welchen der ,schmelzraum oberhalb des ,feuerraums liegt4 ,der ,schmelzraum ist entweder viereckig oder lnglich rund und berwlbt4 ,durch die ,mitte der ,sohle geht ein ziemlich breiter ,kanal1 dessen beide ,enden an den schmalen ,seiten des ,ofens die ,feuerung bilden4 ,es bleiben daher zu beiden ,seiten dieser ,grube1 ,pipe genannt1 zwei schmale ,streifen -- die ,bank von der ,ofensohle brig1 worauf die ,hfen mit der ,glasmasse stehen4 ,die ,hfen auf der ,bank umschliesst der sogenannte ,ring1 ein ,mauerwerk von der ,hhe der ,hfen1 und auf diesem steht die ,ofenkappe oder ,kuppe1 welche den ,ofen von oben bedeckt4 ,an dem untern ,theile der ,kappe1 ber dem ,ringe1 vor jedem ,glashafen1 befindet sich das ,arbeitsloch1 durch welches der ,glasmacher die geluterte ,glasmasse aus dem ,hafen nimmt4 ,unter dem ,formsteine geht durch den ,ring zu jedem ,hafen ein sogenanntes ,glutloch1 durch welches der ,hafen auf der ,bank umgedreht und gesetzt werden kann4 ,nachstehende ,zeichnungen geben ein ,beispiel eines viereckigen ,hohlglasofens und zwar ,fig4 #abd den ,grundriss des ,ofens in der ,hhe der ,arbeitslcher1 ,fig4 #abe die ussere ,ansicht des ,ofens von der ,seite der ,arbeitslcher1 ,fig4 #abf einen ,durchschnitt des ,ofens nach der ,lnge1 ,fig4 #abg einen ,durchschnitt nach der ,breite4 ,in dem ,grundrisse bedeuten o o die ,pipe1 c1 c1 c1 c1 c1 c die ,schmelzhfen1 n1 n1 n die ,glashfen1 welche aufgewrmt werden sollen1 d1 d1 d die ,arbeitslcher1 b1 b die ,bnke1 i1 i zwei ,vorwrme- und ,khlfen1 h1 h zwei ,temperfen1 e1 e die ussern ,brustmauern1 auf welchen die ,schienenwnde f1 f1 f ruhen4 l1 l sind kleine ,herde1 um die ,temperatur in den ,temperfen zu erhhen1 wenn es nthig erscheinen sollte4 ,illustration3 ,fig4 #abe4 ,illustration3 ,fig4 #abf4 ,fig4 #abe bedarf keiner weiteren ,erklrung2 an dem einen ,arbeitsloch ist ein ,schornstein l gezeichnet y1 y1 y1 y sind ,quadersteine1 auf welchen die hlzernen ,trger z1 z1 z1 z liegen1 die einen ,holzrost tragen1 auf welchem das ,scheitholz getrocknet wird4 ,in ,fig4 #abf bedeuten f1 f die ,bank1 auf welcher die ,glashfen h1 h1 h stehen2 die ber den ,hfen befindlichen ,oeffnungen sind die ,arbeitsffnungen2 n1 n sind die grossen ,schrlochgewlbe4 ,in ,fig4 #abg1 welche den ,durchschnitt des ,ofens nach der ,breite zeigt1 bedeutet b1 b den ,fundamentoder ,sohlstein1 c1 d sind die ,bnke1 g der ,schornstein1 obgleich die ,glasfen in der ,regel keinen ,schornstein haben1 durch den der ,zug hervorgebracht wird2 der ,schornstein g hat nur die ,bestimmung1 die lstige und berflssige ,hitze nach oben zu fhren 7,fig4 #abg74 ,die ,flamme des ,brennmaterials1 welche von den beiden ,rosten m m 7,fig4 #abf7 in die ,pipe strmt und von da in dem ,schmelzraume sich verbreitet1 tritt in die ,temper- und ,khlfen und von dort endlich in einen ,schornstein4 ,die ,schornsteine dienen indessen nur aushlfsweise zum ,hervorbringen des ,zuges4 ,die erforderliche ,zufhrung der ,luft geschieht durch ein unter dem ,roste liegendes kreuzfrmiges ,system von vier ,kanlen1 welche dort1 wo sie ins ,freie mnden1 mit ,steinen verschlossen sind2 nur derjenige ,kanal bleibt offen1 auf welchen der ,wind stsst4 ,ungeachtet dieser unvollkommenen ,einrichtung geht doch in dem ,schmelzofen eine lebhafte ,verbrennung vor sich4 ,diejenigen ,schmelzfen1 in denen mit ,steinkohlen gefeuert wird1 sind mit einem ,roste versehen4 ,seit einigen ,jahren wendet man die ,siemens'schen ,glasschmelzfen mit ,gasfeuerung und ,regeneratoren#hg 7vergl4 ,seite #bb7 vielfach als ,glasfen an4 ,illustration3 ,fig4 #abg4 ,illustration3 ,fig4 #abh4 ,der ,siemens'sche ,ofen besteht aus zwei ,theilen1 dem ,generator 7,fig4 #abh7 und dem ,schmelzofen 7,fig4 #abi74 ,ersterer ist von dem ,ofen vllig getrennt und kann sich in weiter1 vielleicht #cj und mehr ,meter ,entfernung von ihm befinden1 wobei dann die ,gase durch ein weites ,rohr nach dem ,ofen hingeleitet werden4 ,das ,brennmaterial 7,braunkohle1 ,torf1 ,steinkohle1 ,holz7#hh wird in den ,generator durch die ,fllvorrichtung ,a in ,zeitrumen von #b-f ,stunden eingefhrt2 auf der schiefen ,ebene rutscht es weiter herab1 um auf den ,treppenrost ,o zu gelangen1 wo die ,gasbildung erfolgt4 ,das ,gas1 aus einem ,gemenge von ,kohlenoxyd und ,stickstoff bestehend1 steigt mit einer ,temperatur von #aej-bjj aus dem ,generator durch eine weite ,blechrhre ,v #d-e ,meter in die ,hhe1 gelangt von da in ein horizontales ,rohr und zieht dann in den ,schmelzofen4 ,der obere ,raum desselben ist einem gewhnlichen ,glasofen mit den ,hfen ,p1 ,p 444 ganz hnlich1 in dem unteren ,raume befinden sich die ,regeneratoren 7vgl4 ,s4 #caa71 mit ,gitterwnden versehene und damit angefllte ,rume4 ,die ,gase aus dem ,generator ziehen zunchst in das eine ,regeneratorsystem1 welches im ,glhen sich befindet1 nehmen dann darin die ,temperatur der ,steine an und gehen dann in den ,schmelzraum1 wo sie zur ,verbrennung heisse ,luft vorfinden1 welche einen hnlichen mit glhenden ,steinen gefllten ,regenerator durchstrichen hat4 ,die heissen ,verbrennungsprodukte ziehen aus dem ,schmelzraum durch ein zweites ,system von ,regeneratoren und erhitzen die darin enthaltenen kalten ,steine1 welche durch passende ,umstellung des ,gas- und ,luftstromes ,gase und ,verbrennungsluft wieder erhitzen4 ,die ,gase entweichen zuletzt1 nachdem sie den grssten ,theil ihrer ,wrme in den ,regeneratoren abgelagert haben1 in den ,schornstein4 ,die ,erfahrung hat gelehrt1 dass man in mit ,steinkohlen betriebenen ,regeneratorfen selbst bleihaltiges ,glas in offenen ,hfen schmelzen kann1 ohne eine ,reduction von ,blei durch ,rauch befrchten zu mssen4 ,die ,brennmaterialersparniss gegenber den lteren ,glasfen betrgt #cj-ej ,proc4 #hg ,die ,siemens'schen ,gasfen erhielten auf der ,pariser ,weltausstellung 7#ahfg7 in ,klasse #ea der internationalen ,jury die goldene ,preismedaille4 #hh ,auch in ,holzglashtten finden gegenwrtig 7#ahgj7 die ,siemens'schen ,regenerativfen mit grossem ,erfolge ,anwendung4 ,vergl4 ,jahresbericht der chemischen ,technologie #ahfi4 ,leipzig #ahgj p4 #cea4 ,illustration3 ,fig4 #abi4 ,sidenote3 ,vorbereitung des ,satzes und das ,schmelzen4 ,ehedem galt die krystallisirte ,kieselerde1 der ,bergkrystall1 als das vollkommenste ,glas und die ,aufgabe der ,glasfabrikation schien nur eine mglichst getreue ,nachahmung oder eine knstliche ,darstellung dieses ,minerals zu sein4 ,man hatte sich daran gewhnt1 allein die ,kieselerde als wirklichen ,bestandtheil des ,glases zu betrachten1 die alkalischen ,zustze hielt man nur fr ,krper1 welche man in der ,absicht zusetzte1 die fr sich unschmelzbare ,kieselerde zum ,schmelzen zu bringen4 ,man nannte deshalb die in der ,glasfabrikation angewendeten ,alkalien und ,erden ,flussmittel1 ein ,ausdruck1 der sich bis auf den heutigen ,tag unter den ,glasmachern erhalten hat4 ,es war nicht unbekannt1 dass mit der ,menge der ,zustze der ,brennmaterialverbrauch und die ,strengflssigkeit der ,glasmasse1 auf der andern ,seite aber auch die ,haltbarkeit des daraus dargestellten ,glases abnehme4 ,dem ,glase neben bestimmten1 einer gewissen ,glassorte eigenthmlichen ,eigenschaften den erforderlichen ,grad der ,haltbarkeit und ,schmelzbarkeit zu geben1 dabei den ,brennstoffverbrauch auf das ,minimum zu reduciren und in der krzesten ,zeit das grsste ,quantum an ,glas zu verarbeiten1 das sind die ,rcksichten1 die der ,glasfabrikant bei der ,herstellung der ,glasmasse zu nehmen hat4 ,von besonderer ,wichtigkeit fr das ,verstndniss des ,vorganges bei der ,glasfabrikation ist die ,kenntniss des ,verhaltens des ,glases im ,feuer4 ,bei dem ,maximum der ,temperatur des ,glasschmelzofens1 ungefhr bei #abjj-abej ,c41 ist das geschmolzene ,glas dnnflssig und etwa von der ,consistenz eines dicken ,zuckersaftes4 ,diese ,beschaffenheit ist fr die ,luterung der ,glasmasse sehr wesentlich1 weil in dem dnnflssigen ,zustande alle ,krper1 die nicht in der ,masse sich auflsen knnen1 entweder auf der ,oberflche oder am ,boden der ,schmelzgefsse sich abscheiden4 ,in diesem ,zustande nun kann ferner das ,glas gegossen werden4 ,in der ,rothglhhitze ist das ,glas ungemein dehnbar und geschmeidig2 auf dieser ,eigenschaft beruht die mechanische ,verarbeitung des ,glases4 ,zwei ,stcke rothglhendes ,glas lassen sich durch blosses ,aneinanderdrcken zu einem ,ganzen vereinigen4 ,bei dem ,glasspinnen wird das ,glas zu dem ussersten ,grade seiner ,dehnbarkeit gebracht2 man bedient sich dazu eines ,spinnrades1 auf welchem das ausgezogene ,glas aufgehaspelt wird4 ,mglicherweise hat das ,glas als ,gespinnstfaser ,zukunft6#hi ,wenn man das ,glas im geschmolzenen ,zustande sehr langsam erkalten lsst oder wenn man es einer lange andauernden ,erweichung unterwirft1 so verliert das ,glas seine ,durchsichtigkeit und verwandelt sich in eine fast durchaus undurchsichtige ,masse1 die unter dem ,namen des entglasten ,glases oder des ,raumur'schen ,porcellans bekannt ist4 ,der chemische ,process bei der ,entglasung ist trotz mehrfacher ,untersuchungen noch nicht erforscht4 ,dumas hlt die ,entglasung fr eine ,krystallisation des ,glases1 hervorgerufen durch die im ,augenblicke der ,entglasung eintretende ,bildung von ,verbindungen innerhalb einfacher ,proportionen1 die bei der stattfindenden ,temperatur unschmelzbar sind4 ,er nimmt an1 dass die relative ,unschmelzbarkeit theils in der ,verflchtigung von ,alkali1 theils in einer einfachen ,theilung unter den ,elementen des ,glases ihren ,grund habe1 indem die ,alkalien in denjenigen ,theil bergehen1 welcher den glasartigen ,zustand beibehlt4 ,andere ,chemiker1 so ,berzelius und ,pelouze1 glauben1 dass die ,bildung von ,raumur'schem ,porcellan in der ,bildung von krystallisirtem ,glase von unvernderter ,zusammensetzung ihren ,grund habe1 welcher ,ansicht auch im ,allgemeinen die ,glasfabrikanten sind4 ,wenn ,glas bis zum ,weichwerden erhitzt worden ist und nachher schnell abgekhlt wird1 so wird es usserst sprde und zeigt dann ,eigenthmlichkeiten1 welche wir an den ,glastropfen und an den ,bologneser ,flschchen beobachten4 ,die ,glastropfen und ,glasthrnen sind ,tropfen von geschmolzenem ,glase1 welche man durch ,fallenlassen in kaltes ,wasser hastig abgekhlt hat4 ,bricht man die ussere ,spitze ab1 so verwandelt sich die ganze ,masse des ,glases mit einigem ,gerusch in ein ,pulver4 ,eine hnliche ,erscheinung bieten die ,bologneser ,flschchen oder ,springkolben dar4 ,wenn man an diese ,klbchen von aussen stark schlgt1 so zerbrechen sie nicht1 whrend die geringste ,erschtterung im ,innern sie in ,splitter mit einer ,detonation zerspringen macht4 ,ein ,stckchen ,glas oder ein ,feuersteinstckchen1 welches man hineinfallen lsst1 bewirken dieses ,zerspringen schon4 ,um nun dem ,glase die grosse ,sprdigkeit zu nehmen und es dadurch in den ,stand zu setzen1 ,temperaturwechsel ohne zu zerspringen zu ertragen1 lsst man das ,glas sehr langsam erkalten4 ,dies geschieht durch die ,operation des ,khlens in besonderen ,oefen1 in den ,khlfen4 #hi ,die ,glasfden ,brunfaut's in ,wien1 die seit #ahfi zur ,herstellung von ,glaswatte1 ,federn1 ,schleiern1 ,schleifen1 ,netzen und dergl4 dienen1 haben nach den ,messungen von ,fr4 ,kick in ,prag einen ,durchmesser von #j1jjf-j1jab ,millimeter4 ,sie sind demnach noch etwas feiner als einfache ,coconfden4 -- ,sidenote3 ,fritten4 ,ehedem wurde der ,glassatz1 ehe man ihn in dem ,schmelzofen dem eigentlichen ,schmelzen bergab1 in einem besondern ,ofen1 dem ,fritteofen1 bis zur angehenden ,schmelzung erhitzt und dadurch in ,fritte verwandelt4 ,die ,vortheile des ,frittens bestehen darin1 dass ,kohlensure und ,wasser aus den ,glasmaterialien verflchtigt werden1 wodurch man der ,entweichung derselben im ,schmelzofen selbst vorbeugt1 was sonst eine betrchtliche ,temperaturerniedrigung zur ,folge haben wrde4 ,da in der ,fritte das ,alkali auch zum grssten ,theile schon an ,kieselerde gebunden enthalten ist1 so greift die ,fritte die ,hfen nicht so stark an1 als der nicht gefrittete ,glassatz4 ,ferner erleidet der pulverfrmige ,glassatz whrend des ,frittens eine bedeutende ,volumenverminderung oder ,schwindung1 whrend er sich im ,anfang des ,erhitzens aufzublhen pflegt4 ,sidenote3 ,heissschren4 ,ist der ,schmelzofen in ,betrieb gesetzt und hat er die erforderliche ,temperatur erreicht1 so wird der ,rost gereinigt1 werden erst die ,brocken1 dann der ,glassatz in die ,glashfen gegeben und eingeschmolzen4 ,das ,eintragen der ,schmelzpost geschieht auf #c-dmal4 ,sind alle ,hfen voll1 so bringt der ,schrer den ,ofen auf die grsste und gleichmssigste ,temperatur 7,heissschren74 ,ist die ,glasmasse im ,schmelzen1 so verbindet sich die ,kieselerde mit dem ,kali1 ,natron1 ,kalke1 der ,thonerde1 dem ,bleioxyde etc4 zu ,glase2 diejenigen ,substanzen1 die nicht in die ,glasmasse eintreten knnen1 scheiden sich auf der ,oberflche der schmelzenden ,masse als ,glasgalle 7wesentlich ,natriumsulfat und ,chloralkalien7 aus1 welche mit ,hlfe eines eisernen ,lffels entfernt wird2 hat sich nur wenig davon ausgeschieden1 so lsst man dieselbe auch bei der hohen ,temperatur des ,ofens sich verflchtigen4 ,sidenote3 ,lutern4 ,um sich von dem ,fortgange des ,schmelzprocesses zu berzeugen1 wird von ,zeit zu ,zeit mit ,hlfe eines kurzen1 unten plattgeschmiedeten ,eisenstabes1 des ,randkolbens1 ein ,tropfen aus der ,glasmasse genommen4 ,ist der ,satz vollkommen geschmolzen1 so schreitet man zum ,lutern1 d4 h4 man unterhlt noch eine ,zeit lang eine solche ,temperatur1 dass das ,glas in dem dnnflssigen ,zustande beharrt4 ,whrend dieser ,periode setzen sich ungelste ,krper und ,klmpchen in dem ,hafen zu ,boden1 die ,luftblasen in der ,masse verschwinden und es scheidet oder verflchtigt sich mit der noch vorhandenen ,glasgalle das im ,ueberschuss angewendete ,flussmittel1 wodurch das ,glas an ,hrte und ,dauerhaftigkeit gewinnt4 ,die im ,anfange des ,schmelzens stattfindende ,gasentwickelung bewirkt eine vortheilhafte ,bewegung der ,masse1 durch welche die anfnglich sich bildenden ,verbindungen von ungleichem specifischem ,gewichte und ungleicher ,zusammensetzung gemischt werden4 ,nach beendigter ,gasentwickelung dagegen suchen sich die dichteren ,theile abzusondern1 wozu um so mehr ,veranlassung gegeben1 als die ,temperatur am ,boden des ,hafens weit niedriger ist als an den obern ,theilen4 ,man bewirkt eine innige ,mengung durch ,umrhren mit der ,schpfkelle oder durch das sogenannte ,polen4 ,letzteres geschieht dadurch1 dass man entweder ein ,stck arsenige ,sure oder ein ,stck feuchten ,holzes1 ein ,stck ,rbe oder eine andere wasserhaltige ,substanz an einem ,eisenstabe befestigt1 bis auf den ,boden des ,hafens niederstsst4 ,es entsteht ein heftiges ,aufwallen von ,dampfblasen1 wodurch die verschiedenen schweren ,schichten der ,glasmasse untereinander gebracht werden4 ,sidenote3 ,kaltschren ,nach beendigtem ,lutern folgt das ,kaltschren1 d4 h4 ein ,ablassen der ,ofentemperatur1 bis das ,glas denjenigen ,grad der ,zhflssigkeit erlangt hat1 welcher zum ,blasen1 berhaupt zur ,verarbeitung der ,masse erforderlich ist4 ,auf der ,temperatur des ,kaltschrens -- #gjj-hjj ,c4 -- muss der ,ofen so lange erhalten werden1 als das ,verarbeiten des ,glases dauert4 ,um eine kleine ,flche auf dem geschmolzenen ,glase zu begrnzen1 die leicht frei von allen ,unreinigkeiten zu erhalten ist und von dem ,glasblser zum ,eintauchen der ,pfeife benutzt wird1 lsst er zuweilen ,thonringe aus ,hafenmasse auf dem geschmolzenen ,glase schwimmen4 ,die ,zeit der ,luterung und ,verarbeitung ist verschieden4 ,ein mit ,steinkohlen betriebener ,schmelzofen zu strengflssigem ,bouteillenglase brauchte3 zum ,einschmelzen #aj-ab ,stunden ,lutern #d- #f ,verarbeiten #aj-ab sodass in einer ,woche #e-f ,schmelzen gemacht werden konnten4 ,sidenote3 ,fehler des ,glases4 ,es ist usserst schwierig1 ein vollkommen fehlerfreies ,glas darzustellen4 ,die hauptschlichsten ,fehler sind folgende3 ,streifen1 ,fden1 ,thrnen oder ,tropfen1 ,steine1 ,blasen und ,knoten4 ,die ,streifen sind eine ,folge der ,ungleichheit des ,glases1 wenn entweder die einzelnen1 bei dem ,schmelzprocess entstandenen ,verbindungen sich gegenseitig nicht aufgelst oder bei einem ,nachlassen der ,temperatur aus einem ,gemenge sich abgeschieden haben4 ,durch die ,streifen erscheinen die durch das ,glas betrachteten ,gegenstnde verzerrt4 ,man wird selten grssere ,stcke von ,glas finden1 die von diesem ,fehler vollkommen frei wren2 besonders hufig kommt er bei ,glsern von hohem specifischem ,gewichte1 namentlich bei dem ,bleiglase vor4 ,den ,streifen schliessen sich die ,winden oder ,fden an1 welche von der ,verglasung des ,thones herrhren und sich durch eine grne ,farbe auszeichnen2 sie machen das ,glas sehr zerbrechlich1 da das ,aluminiumsilicat einen andern ,ausdehnungscofficienten besitzt als das ,calcium- und ,natriumglas4 ,mit dem ,namen ,rampen1 ,thrnen oder ,tropfen bezeichnet man gleichfalls ,theilchen von ,thonglas1 welches durch die ,verglasung des ,thones des ,schmelzofens in ,folge verflchtigten ,alkalis sich bildete und von der ,decke des ,schmelzofens in die ,glashfen tropfte4 ,solche ,tropfen enthaltende ,glser sind unbrauchbar4 ,die kleinen ,blasen1 die sich sehr hufig in der ,glasmasse finden1 zeigen an1 dass das ,glas nicht hinlnglich gelutert und whrend des ,luterungsprocesses nicht dnnflssig genug war4 ,grosse ,blasen knnen sich auch durch ungeschicktes ,aufnehmen der ,glasmasse mit der ,pfeife bilden4 ,die ,knoten endlich1 einer der hufigsten ,fehler des ,glases1 knnen auf verschiedene ,weise entstehen1 wenn z4 ,b4 ,sandkrner in der ,glasmasse unaufgelst enthalten sind1 so knnen sich durch ,vereinigung mehrerer solcher ,krner ,knoten bilden2 ebenso verhlt es sich mit der ,glasgalle 7,alkalisulfate oder ,chloralkalimetalle71 welche in der ,glasmasse oft schneeflockenhnliche ,gestalten bilden4 ,eine dritte ,art von ,knoten 7,steine genannt7 rhrt von ,ofen- und ,hafenstcken her1 welche durch die ,werkzeuge des ,glasmachers losgestossen und in die ,glasmasse gerathen sind4 ,endlich kann auch durch eine theilweise ,entglasung ein ,wolkigwerden der ,masse eintreten1 welches der ,verarbeitung hchst nachtheilig ist4 ,der bedeutendste ,fehler ist eine zu leichte ,zersetzung1 welche sich durch ,mattwerden und ,irisiren der ,oberflche kund giebt2 sie ist die ,folge einer fehlerhaften ,zusammensetzung1 besonders eines grossen ,ueberschusses an ,flussmitteln4 ,sidenote3 ,eintheilung des ,glases nach der ,zusammensetzung und seiner ,fabrikation und ,bestimmung4 ,eintheilung des ,glases4 ,man theilt das ,glas nach seiner ,zusammensetzung und nach seiner ,fabrikation und ,bestimmung in folgender ,weise ein3 ,i4 ,bleifreies ,glas4 ,a4 ,tafelglas4 a7 ,fensterglas 7,scheibenglas73 ,greek3 a7 ,walzenglas1 ,greek3 b7 ,mondglas1 b7 ,spiegelglas3 ,greek3 a7 ,geblasenes ,spiegelglas1 ,greek3 b7 ,gegossenes ,spiegelglas4 ,b4 ,hohlglas4 7,buttelglas73 a7 ,gewhnliches ,bouteillenglas1 b7 ,medicin- und ,parfmerieglas1 c7 ,gobeleterie 7,trinkgefsse1 ,glaskelche1 ,karaffen etc471 d7 ,wasserleitungs- und ,gasrhren1 e7 ,glaskolben1 ,retorten etc4 ,c4 ,gepresstes ,glas4 ,d4 ,wasserglas4 ,,ii4 ,bleihaltiges ,glas4 ,a4 ,krystallglas4 ,b4 ,optisches ,glas4 ,c4 ,email4 ,d4 ,strass4 ,,iii4 ,gefrbtes ,glas und ,glasmalerei4 ,,iv4 ,glasverzierungen4 ,sidenote3 ,bleifreies ,glas1 ,tafel- oder ,fensterglas4 ,die in den ,glashfen der ,schmelzfen geschmolzene ,glasmasse wird entweder zu ,tafelglas 7,fensterglas1 ,spiegelglas7 oder zu ,hohlglas verarbeitet4 ,das ,tafelglas1 mit diesem ,namen bezeichnet1 weil es in ,form von kleineren oder grsseren ,glastafeln1 besonders fr ,fensterscheiben dargestellt wird1 ist entweder ordinres ,bouteillenglas der ,zusammensetzung nach1 oder feineres ,glas mit weisser ,farbe4 ,letzteres verwendet man nur fr grssere oder dickere ,scheiben1 ersteres fr das gewhnliche dnne ,fensterglas1 wobei es weniger auf weisse ,farbe ankommt4 ,fr das ordinre ,fensterglas ist bei der ,herstellung des ,satzes ,wohlfeilheit ein wesentlicher ,punkt4 ,man verwendet deshalb rohe1 nicht gereinigte ,materialien wie rohe ,potasche und rohe ,soda1 ,holzasche1 ,pfannenstein der ,salinen1 ,glaubersalz und gewhnlichen ,sand und ,glasbrocken nach ,vorrath4 ,im ,allgemeinen lsst sich annehmen1 dass auf den meisten ,glashtten man das ,fenster- oder ,tafelglas heutzutage durch ,zusammenschmelzen von #ajj ,th4 ,sand1 #cj-dj ,th4 calcinirter1 gereinigter ,soda und #cj-dj ,th4 ,calciumcarbonat darstellt4 ,anstatt der ,soda bedient man sich auch einer quivalenten ,menge von ,glaubersalz und setzt in diesem ,falle 7wie ,s4 #cje erwhnt71 die erforderliche ,menge ,kohlenpulver hinzu4 ,benrath 7#ahfi7 fand in verschiedenen ,tafelglassorten folgende ,zusammensetzung3 ,kieselsure #gj1ga #ga1ef #gc1aa ,natron #ac1be #ab1ig #ac1jj ,kalk #ac1eh #ac1bg #ac1bd ,thonerde und ,eisenoxyd #a1ib #a1bi #j1hc ----------------------- #ii1df #ii1ji #ajj1ah ,sidenote3 ,werkzeuge4 ,die hauptschlichsten ,werkzeuge1 deren sich die ,glasmacher zur ,herstellung des ,tafel- und ,hohlglases bedienen1 sind folgende3 a7 ,die ,pfeife oder das ,blasrohr 7,fig4 #acj7 ist eine #a1e-a1h ,meter lange ,rhre von ,schmiedeeisen1 etwa #c-d ,centimeter dick und inwendig #a ,centimeter weit4 a ist das ,mundstck und muss sehr glatt gefeilt sein1 damit es mit ,leichtigkeit zwischen den ,lippen umgedreht werden kann4 ,der aufgeschobene hlzerne ,griff c von #j1c-j1e ,meter ,lnge schtzt den ,arbeiter1 b dient zum ,anheften des ,glases4 ,illustration3 ,fig4 #acj4 ,illustration3 ,fig4 #aca4 ,illustration3 ,fig4 #acb4 b7 ,die ,heft- oder ,nabeleisen sind #a-a1c ,meter lange und fingerdicke ,eisenstbe1 welche zum ,anheften der von der ,pfeife abgesprengten ,gegenstnde dienen4 ,man bringt an die ,spitze des ,eisens etwas ,glas und hlt es dann an die passende ,stelle1 wo dann der ,gegenstand sofort anklebt4 ,man benutzt diese ,eisen ferner auch zum ,transportiren der geblasenen ,gegenstnde nach dem ,khlofen4 ,neuerdings sucht man das ,hefteisen zu gewissen ,zwecken durch ,zangen zu ersetzen4 c7 ,der ,marbel 7,fig4 #aca und #acb7 ist ein ,stck ,holz1 das mit runden ,vertiefungen versehen ist und zum ,abrunden der an der ,pfeife sitzenden ,glasballen dient4 ,er wird immer nass gehalten4 ,hufig sind auch die ,marbel aus ,gusseisen1 ,messing oder aus geschliffenem ,sandstein4 d7 ,das ,abstreichblech 7,fig4 #acc71 ein bogenfrmig ausgeschnittenes ,blech1 dient dazu1 die ,glasmasse so viel als mglich von der ,pfeife zu trennen1 sodass diese durch einen ,hals mit der eigentlichen ,glasmasse zusammenhngt4 e7 ,die ,scheere 7,fig4 #acd7 wird angewendet1 um ,lcher in das heisse ,glas zu stossen und dieselben durch ,ausschneiden zu ,oeffnungen zu erweitern4 ,man verwendet ferner zur ,erleichterung des ,formens der ,glasgegenstnde aus ,holz1 ,thon oder ,messing bestehende zwei- oder mehrtheilige ,formen4 ,illustration3 ,fig4 #acc4 ,illustration3 ,fig4 #acd4 ,die ,umwandelung der geluterten ,glasmasse zu ,tafelglas geschieht auf zweierlei ,weise1 entweder durch die ,mondglas- oder durch die ,walzglasmacherei4 ,sidenote3 ,mondglas4 ,das ,mondglas 7in ,england ,kronglas genannt7 ist die lteste ,sorte des ,fensterglases und hat seinen deutschen ,namen von der ,form der ,stcke1 in welcher es in dem ,handel sich findet4 ,das ,produkt der ,mondglasmacherei ist nmlich eine grosse ,scheibe1 deren ,dicke von der ,peripherie zum ,centrum in der ,weise zunimmt1 dass im ,mittelpunkte und in der unmittelbaren ,umgebung derselben in einer ,breite von #f ,zoll ein ,knopf oder ,nabel 7das sogenannte ,ochsenauge7 sich befindet1 der zu ,fensterscheiben sich eignet4 ,es werden daher um den ,knopf herum ,segmente abgeschnitten1 welche kleiner sind als die halbe ,scheibe und dem halben ,mond hnlich sehen4 ,ausser durch die grssere ,dnne zeichnet sich das ,mond- oder ,scheibenglas vor dem ,walzenglas durch schneren ,glanz und zwar auf beiden ,seiten und durch viel gleichfrmigere ,oberflche aus1 da bei der ,fabrikation des ,mondglases das bei dem ,walzenglase bliche ,strecken1 wodurch die obere ,flche fters ein wellenfrmiges ,ansehen bekommt1 wegfllt4 ,dagegen hat es wieder das ,nachtheilige1 dass man nicht ,scheiben von jeder ,grsse aus dem ,mondglas schneiden kann1 indem aus einer ,mondglasscheibe der grssten ,art von #fd-ff ,zoll kaum eine quadratische ,tafel von #bb ,zoll geschnitten werden kann2 bei dem ,mondglase kommen ferner wegen der ,ochsenaugen in der ,mitte und des krummen ,randes weit mehr ,abflle vor als bei dem ,tafelglase4 ,sidenote3 ,fabrikation des ,mondglases4 ,zur ,herstellung des ,mondglases gehren drei ,arbeiter2 der erste1 der ,anfnger1 nimmt nur ,glasmasse mit der ,pfeife auf und zwar genau so viel1 als zur ,verfertigung einer ,mondglasscheibe dient2 darauf bernimmt die ,pfeife der zweite ,arbeiter1 der ,vorblaser4 ,dieser bearbeitet das ,glas1 bis es in eine grosse ,kugel verwandelt ist1 die nun in die ,hnde des dritten ,arbeiters1 des ,fertigmachers1 kommt1 welcher die ,kugel ffnet und die ,scheibe bildet4 ,die ,arbeit selbst geschieht auf folgende ,weise3 ,der ,anfnger nimmt die gewrmte ,pfeife1 fhrt damit in den ,glashafen1 dreht die ,pfeife bestndig um1 bis sich rund um den ,knopf ,glasmasse angelegt hat und zieht die ,pfeife aus dem ,ofen4 ,er geht nun an den ,marbel1 hlt die ,pfeife horizontal und wlzt die an derselben hngende kugelfrmige ,glasmasse hin und her1 bis sie eine fast cylindrische ,gestalt angenommen hat4 ,zugleich blst er etwas in das ,rohr1 sodass eine kleine1 etwa #c ,centimeter lange ,hhlung vor dem ,pfeifenkopfe entsteht1 welche hauptschlich das ,verstopfen der ,pfeifenmndung verhindern soll4 ,darauf taucht der ,anfnger die ,pfeife abermals in den ,glashafen1 wlzt sie nach dem ,herausnehmen wieder und taucht sie ein drittes1 viertes und fnftes ,mal ein4 ,die ,anzahl der ,eintauchungen richtet sich nach der ,grsse der ,scheiben1 die hergestellt werden sollen4 ,das ,gewicht der ,glasmasse an der ,pfeife betrgt #aj-ad ,pfd4 ,bei der letzten ,aufnahme der ,glasmasse wird die ,pfeife nicht so tief in die ,masse eingetaucht als vorher1 damit sich das nun anhngende ,glas mehr nach vorn hinzieht als nach dem ,pfeifenkopfe1 folglich eine ,neigung bekommt1 sich von der ,pfeife zu entfernen1 was in der ,folge geschehen muss4 ,der ,vorblaser giebt nun durch ,blasen1 ,schwingen und wiederholtes ,anwrmen der ,masse die ,gestalt eines ,sphroides4 ,nachdem dasselbe etwas abgekhlt1 schiebt er die ,kugel in den ,auslaufofen1 legt das ,rohr der ,pfeife in eine eiserne ,gabel1 welche sich dem ,loche des ,auslaufofens gegenber befindet1 und dreht die ,pfeife sammt der ,kugel mit grosser ,schnelligkeit4 ,in dem ,maasse1 als die ,glasmasse sich erweicht1 dreht der ,vorblaser die ,pfeife strker um2 durch die ,wirkung der ,axifugalkraft verliert sich die ,kugelgestalt und die dem ,feuer zugekehrte ,seite wird abgeplattet1 whrend der ,umfang der ,kugel betrchtlich zunimmt4 ,jetzt zieht der ,fertigmacher die ,pfeife aus dem ,auslaufofen1 legt sie horizontal in die ,gabel des ,abschlagstockes und heftet in der ,mitte der entstandenen ebenen ,flche ein in weiches ,glas eingetauchtes ,hefteisen an1 whrend zugleich der ,hals der ,blase mit ,hlfe eines ,tropfens kalten ,wassers von der ,pfeife abgesprengt wird4 ,die so geffnete ,blase1 welche mit ihrer abgeplatteten ,seite an dem ,hefteisen festsitzt1 wird nun vor die grosse ,oeffnung des ,auslaufofens gebracht und in schnelle ,drehung versetzt4 ,alles kommt jetzt darauf an1 dass nur die ,oeffnung 7das ,maul7 der ,blase und deren ,umgebung1 nicht aber der hintere ,theil1 der schon eben ist1 erweiche4 ,das erweichte ,glas entfernt sich nun durch das ,drehen von dem ,drehungsmittelpunkte1 das ,maul erweitert sich1 bis es endlich mit dem schon ebenen ,boden in eine ebene ,flche kommt und eine flache ,scheibe von etwa #a1f ,meter ,durchmesser bildet4 ,das ,umdrehen der ,scheibe muss bis zum ,erstarren fortgesetzt werden4 ,nachdem sich die ,scheibe etwas abgekhlt hat1 wird sie auf trockenen ,sand gelegt und von dem ,hefteisen abgesprengt4 ,mit ,hlfe einer eisernen ,gabel1 der ,scheibengabel1 bringt man die ,scheiben in einen ,khlofen und stellt sie hier vorsichtig auf ihren ,rand und schrg gegen die ,mauer oder eiserne ,stangen angelehnt1 sodass #aej-bjj ,glasscheiben in einem ,khlofen ,platz finden4 ,aus den fertigen ,scheiben werden ,halbmonde und ,mittelstcke geschnitten2 den mittlern ,theil1 das ,ochsenauge1 verwendet man zu ,strassen- und ,kutschlaternen4 ,sidenote3 ,walzenglas4 ,das ,walzenglas entsteht durch ,aufsprengen oder ,aufschneiden eines glsernen ,cylinders oder einer ,walze und ,strecken der geffneten ,walze zu einer ebenen ,flche1 zu einer ,glastafel4 ,von dieser ursprnglichen ,gestalt des ,glases hat es den ,namen ,walzenglas erhalten4 ,da aber die gestreckten ,walzen ,tafeln bilden1 so nennt man es auch ,tafelglas4 ,obgleich ,walzen- und ,tafelglas im ,grunde dasselbe bedeuten1 so macht man doch in der ,regel noch einen ,unterschied zwischen beiden ,glassorten und nennt das ordinre ,tafelglas ,walzenglas1 das feinere ,tafelglas 7,solintafeln74 ,bei dem ,walzenglas stellt die ,hhe der ,walze1 bei dem ,tafelglas der ,umfang derselben die grsste ,dimension an4 ,die ,herstellung der ,walzen gehrt zu den schwierigeren ,aufgaben der ,glasfabrikation4 ,die ,verfertigung des ,walzenglases selbst zerfllt in zwei ,hauptoperationen1 nmlich #a7 in des ,blasen der ,walzen oder ,cylinder1 #b7 in das ,strecken derselben4 ,nachdem die ,glasmasse in dem ,hafen gehrig gelutert ist und die zum ,verarbeiten erforderliche ,zhflssigkeit erlangt hat1 erwrmt der ,arbeiter den ,kopf seiner ,pfeife1 nimmt damit etwas ,glasmasse auf und dreht die horizontal auf einer ,gabel 7,pfeifenlager7 liegende ,pfeife1 bis das ,glas nicht mehr flssig genug ist1 um von der ,pfeife abzufliessen4 ,whrend dieser ,zeit wird auch ein ,wenig in das ,rohr geblasen1 damit eine kleine ,hhlung entsteht und die ,mndung des ,rohres sich nicht verstopfe4 ,darauf nimmt der ,arbeiter zum zweiten ,male ,glasmasse auf und lsst das ,glas etwas erkalten1 dann wird zum dritten1 vierten u4 s4 w4 ,male ,glas aufgenommen1 bis die zur ,herstellung einer ,walze erforderliche ,glasmasse an der ,pfeife sich befindet4 ,bei diesem ,aufnehmen wird whrend des ,umdrehens der ,pfeife die ,glasmasse auf dem ,marbel abgerundet1 so dass sie jetzt die ,gestalt a 7,fig4 #ace7 hat4 ,jetzt kommt es darauf an1 die kleine ,hhlung vor der ,mndung der ,pfeife dergestalt zu erweitern1 dass der an der ,pfeife sitzende ,theil der ,glasmasse die ,form eines ,flaschenhalses annehme1 dessen unterer ,theil1 an welchem noch die ,glasmasse sitzt1 die ,weite der ,walze erhlt1 damit sonach durch das ,anwrmen und ,ausblasen dieser ,masse1 whrend der an der ,pfeife sitzende ,theil khl bleibt1 die ,walze selbst allmlig ausgebildet werde4 ,zu diesem ,zwecke bringt der ,arbeiter das ,glas b in die mit ,wasser gefllte ,hhlung des ,marbels und dreht dasselbe unter starkem ,blasen darin um4 ,man nennt diese ,arbeit das ,durchbrechen der ,glasmasse4 ,wenn nun die ,pfeife ein wenig in die ,hhe gezogen wird1 so bildet sich der ,hals des ,cylinders1 der bereits die erforderliche ,weite hat4 ,durch das ,durchbrechen erlangt die ,glasmasse die ,form c und endlich die von d4 ,illustration3 ,fig4 #ace4 ,sobald das ,glas etwas erstarrt ist1 bringt der ,arbeiter die ,pfeife mit der ,glasmasse in das ,arbeitsloch und dreht sie bestndig so schnell um1 dass das ,glas nicht ,zeit hat1 auf die eine oder die andere ,seite zu sinken1 wobei man die ,erwrmung des ,halses1 der die nthige ,steifheit behalten muss1 um die vordere ,masse zu tragen1 dadurch regulirt1 dass man ihn ausserhalb des ,arbeitsloches lsst4 ,sobald das ,glas gehrig erwrmt ist1 entfernt der ,arbeiter die ,pfeife aus dem ,arbeitsloch1 bringt sie schnell in eine vertikale ,lage in die ,tafelschwenkgrube1 d4 i4 den ,raum1 der sich zwischen zwei ,stnden findet1 und blst und schwingt nun die ,masse pendelartig hin und her4 ,so entsteht ein hohler ,cylinder e1 der oben einen ,hals hat und unten durch eine ,halbkugel geschlossen ist4 ,es ist jetzt nthig1 den ,cylinder zu ffnen4 ,zu diesem ,zwecke blst der ,arbeiter stark in die ,pfeife1 verschliesst das ,mundstck derselben mit dem ,daumen1 sodass die eingeblasene ,luft nicht entweichen kann1 bringt den vordern ,theil des ,cylinders in den ,ofen4 ,die eingeschlossene ,luft dehnt sich aus und treibt das vordere ,ende des ,cylinders zu einer dnnen ,blase auf1 welche endlich mit einem kleinen ,knalle platzt1 whrend die aufgeplatzten ,rnder sogleich verschmelzen4 ,indem der ,arbeiter die horizontal liegende ,pfeife schnell dreht1 erweitert sich die ,oeffnung in ,folge der ,axifugalkraft bis zu ,cylinderweite g4 ,ist das ,glas gehrig erstarrt1 so legt man dasselbe auf eine ,gabel1 ein ,gehlfe schiebt einen erwrmten hlzernen ,stock in die ,walze1 der ,walzenmacher lsst einen ,tropfen ,wasser auf das ,glas an der ,pfeifenmndung fallen und schlgt auf die ,pfeife1 wodurch sich die ,walze von der ,pfeife loslst und auf dem von dem ,gehlfen gehaltenen ,stock hngt4 ,walzen von sehr dnnem ,glase bedrfen keiner ,abkhlung4 ,sie werden daher einfach auf das ,walzenlager und dort bis zum ,erkalten gebracht4 ,walzen von dickerem ,glase werden dagegen zur ,abkhlung in eigenthmliche ,hfen1 in ,khlhfen1 gelegt und erst nach dem ,erkalten auf das ,walzenlager gebracht4 ,um die ,walze in einen ,cylinder berzufhren1 wird vor ,allem der ,hals 7die ,haube oder ,kappe o7 abgesprengt4 ,man windet entweder zu diesem ,zwecke einen heissen ,glasfaden um das ,haubenende und lsst1 nachdem er abgezogen1 einen ,tropfen ,wasser auffallen1 oder man legt die ,walze an der abzusprengenden ,stelle in ein gebogenes1 bis zum ,rothglhen erhitztes ,eisen 7,absprengeeisen7 und berhrt die erhitzte ,linie mit einem nassen ,finger2 die ,haube springt alsdann nach dieser ,richtung ab und wird wieder eingeschmolzen4 ,das ,oeffnen oder ,aufsprengen der ,walze geschieht mit ,hlfe des ,aufsprengeisens1 mit dessen scharfer ,kante der ,arbeiter auf der innern ,seite des ,cylinders in einer geraden ,linie1 von einem ,ende bis zum andern1 einige ,male hin und her fhrt1 wodurch sich das ,glas auf der ganzen ,lnge der ,linie erhitzt4 ,wird das ,ende dieser ,linie mit einem spitzen ,stein geritzt und dann benetzt1 so springt der ,cylinder1 dieser ,linie folgend1 von einem ,ende bis zum andern auf4 ,illustration3 ,fig4 #acf4 ,illustration3 ,fig4 #acg4 ,nachdem eine grosse ,zahl geffneter ,cylinder1 man blst in der ,regel drei ,tage1 fertig geworden1 nimmt man das ,strecken derselben in dem ,streck- oder ,plattofen1 der mit einem ,khlofen in unmittelbarer ,verbindung steht1 vor4 ,fig4 #acf zeigt den ,grundriss in der ,hhe der ,sohle beider ,oefen1 des ,streckofens ,c und des ,khlofens ,d4 ,in dem ,kanal ,b werden die geffneten ,walzen a a a auf zwei ,eisenschienen fortgeschoben2 durch diesen ,kanal streicht ein ,theil der ,verbrennungsgase und erwrmt den vordersten ,cylinder bis fast zum ,erweichen4 ,der wichtigste ,theil des ,streckofens ist die ,streckplatte ,c1 aus feuerfestem ,thon mit ,cement angefertigt1 gebrannt und geebnet4 ,eine hnliche ,platte ,d befindet sich auch in dem ,khlofen4 ,um das ,anhaften der ,glastafeln auf der ,streckplatte zu vermeiden1 wirft der ,strecker etwas feingemahlenen ,gyps oder zerfallenen ,kalk in die ,flamme1 welche ,krper durch den ,zug in den ,ofen gerissen werden und so die ,platte bestubt wird4 ,der ,arbeiter legt nun eine ,walze auf die ,streckplatte1 nimmt das ,plttholz und fhrt damit ber das ,glas einige ,male auf und nieder 7,fig4 #acg71 bis die ,walze in eine ,glastafel verwandelt ist4 ,die ,glastafel wird durch ,bgeln mit dem ,polirholz vollends geebnet4 ,der ,arbeiter schiebt nun die ,tafel auf der ,fortsetzung des ,strecksteines in den ,khlofen1 wo sie bis zum ,erstarren liegen bleibt4 ,ein anderer ,arbeiter1 der vor der ,oeffnung d des ,khlofens steht1 fasst mit einer ,gabel die erkaltete ,scheibe und stellt sie senkrecht4 ,sind an der ,wand des ,khlofens #cj-dj ,tafeln hinter einander aufgestellt1 so schiebt der ,arbeiter durch den ,ofen einen eisernen ,stab s ein1 lehnt dann an diesem ,stabe die ,glastafeln auf u4 s4 w41 bis der ,ofen voll ist4 ,die ,oeffnungen des ,platt- und ,khlofens werden nun zugestellt und der ,ofen der allmligen ,abkhlung berlassen2 nach #d-e ,tagen werden die ,scheiben aus dem ,khlofen entfernt1 sortirt und verpackt4 ,sidenote3 ,spiegelglas4 ,das ,spiegelglas#ij wird entweder geblasen oder gegossen4 ,die ,fabrikation des geblasenen ,spiegelglases hat grosse ,aehnlichkeit mit der ,verfertigung des ,tafelglases und ist auf vielen ,htten mit dieser verbunden4 ,die ,materialien sind zum grssten ,theile dieselben1 welche zum feinen weissen ,glase angewendet werden2 nur mssen sie von besonders reiner ,beschaffenheit sein und bedrfen daher einer sorgfltigeren ,vorbereitung und ,reinigung4 ,das ,blasen des ,spiegelglases wird mit denselben ,werkzeugen ausgefhrt1 wie das ,blasen des ,tafelglases4 ,die erhaltenen ,glaswalzen werden endlich auch aufgesprengt1 im ,streckofen gestreckt und im ,khlofen abgekhlt4 ,das ,gewicht der ,glasmasse1 die der ,blser mit der ,pfeife aufnimmt1 betrgt #de ,pfd41 woraus eine ,tafel von #a1e ,meter ,lnge und #a-a1a ,meter ,breite bei #a-a1a ,centimeter ,dicke erhalten wird4 ,die ,umwandelung der ,glastafeln in ,spiegel durch die ,belegung geschieht genau so wie bei den gegossenen ,spiegeln4 ,die zu gegossenen ,spiegeln angewendete ,glassorte ist ein aus den reinsten ,materialien dargestelltes bleifreies ,natrium-,calcium-,glas4 ,das ,kalium-,calcium-,glas ist zwar dem mit ,soda geschmolzenen bei weitem berlegen1 sowol was ,farblosigkeit1 als ,glanz betrifft2 man wrde aber die ,vorzge eines solchen ,glases mit einem sehr hohen ,preise bezahlen mssen4 ,in ,england1 ,belgien und ,deutschland sind die ,rohmaterialien des gegossenen ,spiegelglases3 ,sand1 ,kalkstein1 ,soda oder ,glaubersalz4 #ij ,wenn irgendwo so zeigen sich beim ,spiegelglase die enormen ,fortschritte der ,glasfabrikation seit #aj bis #bj ,jahren4 ,das ,spiegelglas ist billiger und dadurch einer allgemeineren ,anwendung fhig geworden4 ,whrend noch vor einer kurzen ,reihe von ,jahren das ,spiegelglas als ein ,luxusartikel betrachtet wurde1 wird dasselbe heute als ,rohglas vielfach verwendet zu ,verglasungen von ,werksttten1 ,fabrikgebuden1 ,magazinen1 ,treibhusern1 fr ,bedachungen von ,stiegenhusern1 ,passagen und ,bahnhfen1 berhaupt aller ,localitten1 bei denen eine seitliche ,beleuchtung nicht statthaft ist4 ,im polirten1 aber unbelegten ,zustande ist sein ,verbrauch fr ,schaufenster ein ganz erstaunlicher geworden1 aber auch fr gewhnliche ,fenster nimmt sein ,verbrauch zu1 seitdem seine ,vorzge in ,hinsicht auf ,lichteffect1 auf ,eleganz1 auf ,erleichterung der ,heizung trotz des ungleich hheren ,preises vor dem gewhnlichen geblasenen ,fensterglase sich geltend gemacht haben4 ,in der ,glasjury der ,pariser internationalen ,ausstellung des ,jahres #ahfg brach sich die ,ansicht ,bahn1 dass bevor zehn ,jahre vergangen1 das ,spiegelglas in den ,wohnungen der wohlhabenderen ,stnde an die ,stelle des gewhnlichen ,fensterglases getreten sein werde4 ,allgemein anerkannt ist es1 dass das belegte ,spiegelglas die schnste1 relativ preiswrdigste ,zimmerdecoration bildet4 ,eine wichtige ,rolle in dem allgemeinen ,gebrauch der ,spiegelglasplatten1 welche deren ,fabrikation und ,anwendung mchtig ,vorschub leistet1 spielen die in neuester ,zeit aufgekommenen ,gesellschaften1 welche die ,spiegelscheiben whrend des ,gebrauches fr eine unbedeutende ,summe gegen ,bruch sichern4 ,ein in ,deutschland nachahmungswerther ,umstand ist ferner die in ,frankreich und ,england sich immer mehr und mehr einbrgernde ,sitte1 die grossen ,wandspiegel zu den ,immobilien eines ,bauunternehmens zu rechnen1 fr welche dem ,hauseigenthmer von dem ,miether eine entsprechende ,vergtung gezahlt wird4 ,die ,verwendung der #c bis #e ,centimeter dicken ,rohglasplatten fr ,flur- und ,trottoirbelege behufs ,beleuchtung unterirdischer ,rume1 fr ,aquarien1 zu ,frbereien1 fr ,ghrgefsse der ,brennereien und ,brauereien verbreitet sich immer mehr4 -- ,benrath 7#ahfi7 fand in englischem 7,greek3 a7 und in ,aachner 7,greek3 b7 ,spiegelglas3 7,greek3 a7 7,greek3 b7 ,spec4 ,gew4 #b1ddh #b1def ,kieselerde #gf1cj #gh1ge ,natron #af1ee #ac1jj ,kalk #f1ej #f1ej ,thonerde und ,eisenoxyd #j1fe #a1ge --------------------- #ajj1jj #ajj1jj ,folgende ,beschreibung der gegossenen ,spiegel grndet sich vorzugsweise auf die ,einrichtung und das ,verfahren1 das man in ,st4 ,gobin und ,ravenhead anwendet4 ,die ,fabrikation zerfllt in #a7 das ,einschmelzen und ,lutern1 #b7 das ,giessen und ,khlen1 #c7 das ,schleifen zerfllt in ,greek3 a7 das ,rauhschleifen1 ,greek3 b7 das ,feinschleifen1 ,greek3 g7 das ,poliren1 #d7 das ,belegen4 ,sidenote3 ,das ,einschmelzen und ,lutern der ,glasmasse4 ,sidenote3 ,das ,giessen und ,khlen4 ,die ,schmelzhfen und ,luterungswannen sind von sehr verschiedener ,gestalt und ,grsse4 ,die erstern sind abgestutzte ,kegel von kreisfrmigem ,querschnitte1 oben in eine ,kuppel oder ,haube abgerundet4 ,die ,haube oder ,kuppel1 eine kugelartige1 mit dem ,hafen aus einem ,stck bestehende ,wlbung hat drei grosse fensterartige ,einschnitte an ihrer ,basis1 die in einem ,bogen von #abj von einander abstehen4 ,die ,luterungswannen sind weit kleiner und niedriger und bilden viereckige ,ksten und ,falzen zum ,eingriff der ,tiegelzangen4 ,die ,heizung erfordert eine ,kohlensorte von sehr langer ,flamme und in grsseren ,klumpen1 demnach eine ,stckkohle4 ,die ,schmelzhfen und die ,luterungswannen stehen nicht nebeneinander in demselben ,ofen1 sondern es sind fr beide ,zwecke verschiedene ,oefen vorhanden4 ,die ,wannen sind offen und fassen genau die zu einem ,spiegel erforderliche ,glasmasse4 ,weil sie zum ,zweck des ,giessens zweimal tglich aus dem ,ofen genommen werden mssen1 so befindet sich unter dem ,arbeitsloch des ,ofens ein ,aufbrechloch von dem ,umfang der ,wanne1 das bis auf die ,httensohle1 also auch inwendig bis auf die ,bank niedergeht4 ,nachdem der ,glassatz geschmolzen ist1 wozu #af bis #ah ,stunden erforderlich sind1 wird die ,masse aus den ,hfen in die ,luterungswannen geschpft4 ,man bedient sich dazu grosser kupferner ,lffel1 die an einem langen ,stiele befestigt sind und drei ,mann zur ,bedienung brauchen4 ,die ,luterungszeit betrgt etwa #f ,stunden1 so dass man in ,ravenhead1 wo ein doppeltes ,schmelz-1 ,luter- und ,giesssystem befolgt wird1 tglich zweimal1 ,morgens und ,abends giessen kann4 ,whrend des ,luterns verschwinden die durch das ,herausschpfen in der ,masse erzeugten ,blasen und der ,natronberschuss verflchtigt sich4 ,nachdem die ,schmelzung und ,luterung vorber ist1 untersucht man1 ob das ,glas die erforderliche ,beschaffenheit habe1 um gegossen werden zu knnen4 ,zu diesem ,behufe bringt man das ,ende eines eisernen ,stabes in den ,tiegel und zieht die ,probe2 die herausgenommene ,masse bildet durch ihr eignes ,gewicht einen ,faden1 wobei sie die ,gestalt einer ,birne annimmt2 hieraus lsst sich abnehmen1 dass die ,masse die zum ,giessen erforderliche ,zhflssigkeit erlangt habe4 ,ist dies der ,fall1 so wird die ,wanne mittelst ,krahnvorrichtungen aus dem ,ofen gehoben und schwebend nach dem ,giesstische befrdert1 welcher mit ,rdern untersttzt1 auf ,eisenbahnschienen luft1 welche parallel mit den ,beschickungsffnungen der ,khl- oder ,temperfen gelagert sind4 ,die ,form1 auf welcher die ,glastafeln gegossen werden1 ist eine massive ,metallplatte 7,fig4 #ach74 ,illustration3 ,fig4 #ach4 ,in den franzsischen ,spiegelgiessereien sind die ,platten aus einem ,stcke von ,kupfer oder ,bronze1 vllig eben und polirt1 #d ,meter lang1 #b1be ,meter breit1 #ab-ah ,centimeter dick1 damit sie sich durch die ,hitze nicht werfen 7in ,st4 ,gobin hat man eine solche ,tafel1 welche #ej-ee1jjj ,pfd4 wiegt1 und #ajj1jjj ,franken gekostet hat74 ,in ,england ist die ,giessplatte von ,gusseisen1 #be ,centim4 stark1 auf der ,hobelmaschine geebnet und gross genug1 dass man ,spiegelplatten von #e ,meter ,lnge und gegen #b1h ,meter ,breite darauf giessen kann4 ,da die ,glasmasse auf die ,platte ausgegossen und auf derselben durch eine starke und schwere1 ebenfalls bronzene oder gusseiserne ,walze gestreckt wird1 so wrde sie1 wenn die ,platte kalt wre1 erstarren und sich dieser ,behandlung nicht unterziehen lassen4 ,es ist daher erforderlich1 die ,platte zu erwrmen2 die ,giessplatte steht gewhnlich #j1h ,meter hher als die ,httensohle4 ,die ,dicke des ,spiegels wird durch kupferne ,leisten oder ,stbe bestimmt1 welche so lang als die ,tafel sind4 ,ihre ,dicke betrgt wenigstens #h ,millimeter und nimmt mit dem ,umfang des ,spiegels zu4 ,diese ,leisten werden unmittelbar vor dem ,giessen auf die ,tafel gelegt und weiter oder enger gestellt1 je nachdem ein grsserer oder kleinerer ,spiegel gegossen werden soll4 ,die zur ,ausbreitung der ,glasmasse auf der ,platte dienende ,walze ist von ,bronze oder ,gusseisen1 hohl oder massiv1 genau abgedreht und hat ein ,gewicht von #e-f ,centner4 ,so lange sie nicht in ,thtigkeit ist1 ruht sie auf einem besondern ,gestell von gleicher ,hhe mit der ,platte und wird gegen diese angedrckt4 ,der zum ,handhaben der glhenden ,wanne erforderliche ,kranich ist auf ,rollen beweglich und lsst sich vor jedem einzelnen ,khlofen an der geeigneten ,stelle mittelst in die ,mauer eingelassener ,ringe und ,haken befestigen4 ,zur ,bedienung der ,giessplatte1 der ,wanne und des ,kranichs1 mit einem ,wort1 zu einem ,guss gehren #ae ,mann4 ,die ,operation zerfllt in a7 das ,ausfahren der ,wanne und ,hinfahren zum ,giesstisch2 b7 das ,reinigen der ,platte und der ,wanne2 c7 den eigentlichen ,guss und das ,einbringen in den ,khlofen4 ,nachdem die ,vorstellthr des ,schmelzofens hinweggenommen1 wird die ,wanne1 mit ,zangen von der ,bank losgemacht und gelftet1 whrend ein ,arbeiter eine grosse ,wagenschaufel darunter schiebt4 ,die auf der ,schaufel freistehende1 weissglhende ,wanne wird nach dem ,giesstisch gefahren4 ,hier wird die ,platte abgefegt1 die ,glasmasse in der ,wanne abgerahmt1 letztere ringsum abgeputzt und nach einigen ,pendelschwingungen umgekippt und der schon ziemlich dickflssige ,inhalt dicht vor die ,walze entleert1 welche sich in demselben ,augenblick in ,bewegung setzt4 ,ehe das ,glas erkaltet1 wird die zuletzt gebildete ,kante der ,glastafel ber ein als ,lineal aufgelegtes ,stck ,quadrateisen #e-f ,centimeter hoch aufgebogen4 ,dieser aufgebogene ,rand 7,randleiste7 dient als ,sttzpunkt fr ein ,eisen1 durch welches die unterdessen erstarrte ,glastafel in den ,khlofen geschoben wird4 ,da der ,giesstisch unmittelbar vor dem ,guss vor das ,mundloch des betreffenden ,khlofens gefahren worden war1 so stsst die ,glasplatte dicht an und bildet eine ,art ,fortsetzung der mit feinem ,sand bestreuten ,ofensohle2 die fertige ,glasplatte kann demnach bequem und ohne dass ein ,verbiegen zu befrchten wre1 in den ,ofen geschoben werden4 ,unterdessen zieht man eine andere ,wanne aus dem ,schmelzofen1 die in dem ,augenblicke bei dem ,giesstische ankommt1 wo die erste ,glasplatte in den ,khlofen gebracht wird4 ,jeder ,khlofen hat zwei ,feuerungen und fasst drei ,glastafeln2 er muss genau bis auf die ,temperatur der eben gegossenen ,platte vorgeheizt sein4 ,sobald die drei ,platten in dem ,ofen sich befinden1 verstopft man sorgfltig alle ,oeffnungen und berlsst das ,glas einige ,tage lang der freiwilligen ,abkhlung4 ,die erkaltete ,glasplatte kommt aus dem ,khlofen in das ,beschneidezimmer auf einen mit ,tuch beschlagenen ,tisch1 auf welchem sofort mit ,lineal und ,diamant die unregelmssigen ,rnder abgenommen werden4 ,die ,risse und ,sprnge an der ,oberflche1 die ,blschen und die eingeschlossenen ,sandkrner werden mit ,rthel oder ,kreide bezeichnet und darnach nach ,maassgabe der ,reinheit der ,flche1 ,tafeln von der sich ergebenden ,grsse geschnitten4 ,sidenote3 ,das ,schleifen4 ,die beschnittenen ,glastafeln sind zwar auf der unteren ,seite1 welche die ,glasplatte berhrt hatte1 ziemlich eben und glatt1 die obere mit der ,walze behandelte ,seite zeigt dagegen immer ,wellen1 weshalb die ,tafeln an beiden ,seiten geschliffen und polirt werden mssen4 ,zum ,schleifen 7,rauhschleifen7 kittet man die untere ,glastafel 7das ,bodenglas7 in ,gyps auf eine hlzerne oder steinerne ,platte 7,schleifbank72 die andere kleinere 7das ,oberglas7 aber kittet man an einen mit ,gewichten beschwerten ,kasten4 ,letztere wird so auf erstere gelegt1 dass die ,flchen der ,glasplatten sich berhren2 man streut etwas geschlemmten ,sand zwischen beide ,flchen1 trpfelt ,wasser auf und lsst die obere sich schleifend ber der unteren in allen ,richtungen durch ,maschinenkraft hin- und herbewegen4 ,wenn der ,schliff bis auf die tiefsten ,stellen angegriffen hat und folglich die ,oberflche wenigstens im ,rauhen zur ,ebene geworden ist1 muss die ,glastafel zur ,bearbeitung der zweiten ,flche umgedreht werden4 ,der ,zweck des ,klarschleifens oder ,doucirens1 der ,oberflche diejenige hchste ,feinheit des ,korns zu geben1 ohne welche die ,politur unmglich wre1 erfordert so sorgfltige ,verwendung der ,kraft1 dass man diese ,operation zweckmssig durch ,handarbeit ausfhren lsst4 ,zum ,poliren der klargeschliffenen ,glastafeln wird wieder ,maschinenkraft angewendet2 es werden dabei sowol die ,spiegeltafeln als auch die ,reibapparate bewegt und zwar in ,richtungen1 die aufeinander senkrecht sind4 ,den ,reibapparaten ist eine hnliche hin- und hergehende ,bewegung in die ,breite ertheilt worden2 er besteht aus einem schmalen ,trog1 so lang als die ,polirbank breit ist1 der zur ,aufnahme der den ,druck regulirenden ,gewichte bestimmt ist4 ,an der unteren ,flche des ,troges befinden sich ,reibekissen von gepolstertem ,leder1 die um ihren ,befestigungs- und ,mittelpunkt drehbar sind4 ,man polirt mit ,colcothar 7englisch ,roth7 und etwas ,wasser4 ,durch das ,schleifen bssen die ,glastafeln durchschnittlich die ,hlfte ihrer ,dicke1 folglich auch die ,hlfte ihres ,gewichtes ein4 ,wenn eine ,spiegelglasfabrik jhrlich #djj1jjj ,quadratfuss ,glastafeln erzeugt1 die ungefhr #af1jjj ,ctr4 wiegen1 so gehen davon #hjjj ,ctr4 mit mindestens #ahjj ,ctr4 ,natron1 entsprechend #bgjj ,ctr4 calcinirter ,soda und einem ,geldwerthe von #ac1jjj fl41 verloren4 ,durch das ,zugutemachen dieser ,glasmasse von #hjjj ,ctr41 die mit allen ,unkosten des ,schmelzens1 ,giessens und ,schleifens behaftet ist1 liesse sich ohne ,zweifel der ,preis der ,spiegel in einem ,grade erniedrigen1 der den ,absatz betrchtlich erweitern und auf den ,betrieb berhaupt von dem entschiedensten ,einfluss sein wrde4 ,trotzdem sieht man meist dieses werthvolle ,material mit dem ,schleifschlamme wegfliessen4 ,sidenote3 ,belegen4 ,spiegel4 ,nach dem ,poliren werden diejenigen ,glastafeln1 die zu ,spiegeln bestimmt sind1 mit ,beleg1 d4 h4 mit einem ,zinnamalgam versehen1 damit die ,lichtstrahlen1 welche zwar schon von der vorderen glatten ,flche des ,glases zum ,theil zurckgeworfen werden1 eine mglichst vollstndige ,reflexion erleiden4 ,das in der ,spiegelbelegung angewendete ,quecksilber muss in dem ,zustand der grssten ,reinheit sein4 ,das ,zinn wird in ,gestalt von ,zinnfolie verwendet2 sie muss aus dem feinsten ,zinn geschlagen sein und ihre ,farbe der des polirten ,silbers nahe kommen2 sie muss durchaus ganz sein4 ,die ,arbeit des ,belegens ist an sich einfach1 erfordert aber ,vorsicht1 ,uebung und ,reinlichkeit4 ,der ,beleger legt die zu belegende ,glastafel auf den mit ,tuch beschlagenen ,putztisch und nimmt mit einem ,flanelllappen und ,holzasche allen ,schmutz und alles ,fett hinweg4 ,hierauf wird die ,tafel mit einem leinenen ,lappen abgewischt1 auf die andere ,seite gekehrt und diese auf die nmliche ,weise gereinigt2 die zu belegende ,seite bleibt nach oben gekehrt auf dem ,putztische liegen1 whrend der ,beleger den ,belegstein vorrichtet4 ,er entrollt eine ,folie1 schneidet sie so zu1 dass sie ber jeder ,seite des ,glases einen halben ,zoll vorsteht1 berfhrt sie mit einer ,brste nach allen ,richtungen1 so dass keine ,falte wahrzunehmen ist und die ,folie vollkommen auf dem ,belegstein aufliegt4 ,darauf giesst er ein wenig ,quecksilber darber und reibt dasselbe mit einem ,tuchbuschchen ber die ganze ,folienflche1 wovon diese wie polirt ist 7das ,antrnken74 ,man stellt den ,belegstein vollkommen horizontal1 giesst auf die ,folie so viel ,quecksilber1 als sie durch ,adhsion tragen kann1 ohne dass das ,quecksilber ber den ,rand fliesst4 ,dazu gehren bei einer ,glastafel von #cj-dj ,quadratfuss #aej-bjj ,pfund ,quecksilber1 welche eine ,schicht von einigen ,linien bilden4 ,die ,glastafel wird nunmehr1 nachdem die trbe ,haut des ,metalls vom vorderen ,rand entfernt worden1 mit der einen ,lngenkante zwischen der ,oberflche des ,quecksilbers und der ,folie ber einem ,stck ausgespannten ,zeug vorgeschoben1 welches die letzten ,staubtheilchen abwischt4 ,man rckt so langsam vor1 indem man die ,kante stets untergetaucht hlt4 ,die ,unreinheit der ,quecksilberflche ist auf diese ,weise unschdlich gemacht4 ,mit dem ,aufschieben schwimmt die ,glasplatte auf dem berschssigen ,quecksilber1 welches abgepresst werden muss4 ,ist die ,glasplatte durch ,gewichte belastet1 so giebt man dem ,belegstein eine ganz geringe ,neigung4 ,so bleibt die ,glastafel ruhig wenigstens #bd ,stunden liegen1 damit die ,belegung einige ,festigkeit bekommt 7sie trocknet74 ,nunmehr wird das ,glas von dem ,belegstein abgenommen und auf das ,ablauf- oder ,trockengerst getragen2 hier wieder auf ,latten gelegt1 mit der belegten ,seite nach oben2 ferner giebt man der ,platte eine ,neigung1 die etwas grsser ist als jene1 welche sie auf dem ,steine hatte4 ,die ,neigung wird immer mehr und mehr vergrssert1 bis sie endlich in eine fast senkrechte ,lage kommt4 ,in dieser ,lage bleiben die ,glser wenigstens #h ,tage bis #c ,wochen stehen4 #ej ,quadratdecimeter ,spiegelglas erfordern #b1jbc ,grm4 ,amalgam4 ,sidenote3 ,silberspiegel4 ,in neuerer ,zeit hat man vielfach versucht1 anstatt der ,belegung der ,spiegel mit ,zinnamalgam eine ,versilberung der ,glastafeln anzuwenden4 ,das von ,drayton im ,jahre #ahdd vorgeschlagene ,verfahren ist das folgende4 ,man lst #cb ,grm4 salpetersaures ,silber in #fd ,grm4 ,wasser und #af ,grm4 flssigem ,ammoniak und setzt zu der filtrirten ,lsung #ajh ,grm4 ,weingeist von #j1hdb spec4 ,gew4 und #bj-cj ,tropfen ,cassial4 ,nachdem das zu versilbernde ,glas horizontal gelegt worden ist1 bringt man auf allen ,seiten eine ,einfassung von ,glaserkitt an1 so dass die ,flssigkeit #j1e-a ,centimeter hoch auf der zu versilbernden ,glasflche stehen bleiben kann4 ,nachdem diese versilbernde ,flssigkeit 7,nr4 ,i47 auf das gereinigte und polirte ,glas gegossen worden ist1 lsst man #f-ab ,tropfen der reducirenden ,flssigkeit 7,nr4 ,,ii471 aus #a ,volumen ,nelkenl und #c ,volumen ,weingeist bestehend1 auf verschiedenen ,stellen in die ,flssigkeit auf dem ,glase fallen4 ,je mehr ,nelkenl man anwendet1 desto schneller scheidet sich das ,silber ab2 die ,fllung oder ,ablagerung erheischt jedoch beilufig zwei ,stunden1 was ein ,arbeiter nach einiger ,uebung leicht in seine ,gewalt bekommt4 ,die zum ,theil entsilberte ,flssigkeit lsst sich nach dem ,filtriren wieder zum ,versilbern verwenden4 ,fr jeden ,quadratfuss ,glas braucht man etwa #i ,decigramme salpetersaures ,silber4 ,zur ,darstellung fehlerfreier 7aber leider nicht immer haltbarer7 ,spiegel#ia wendet v4 ,liebig eine ammoniakalische1 mit ,aetzkali oder ,aetznatron versetzte ,lsung von salpetersaurem ,silber1 welche mit wssriger ,milchzuckerlsung versetzt ist1 an4 ,man fertigt eine ammoniakalische ,lsung von salpetersaurem ,silber1 welche in #bjj ,kubikcentimetern ,wasser #aj ,grm4 geschmolzenes salpetersaures ,silber enthlt1 setzt dazu nicht mehr ,ammoniak1 als fr eine klare ,lsung nthig ist und hernach #dej ,kubikcentimeter einer ,natronlauge von #a1jce spec4 ,gewicht4 ,den hierbei entstehenden ,niederschlag lst man durch ,zusatz von ,ammoniak wieder auf1 bringt das ,volumen der ,mischung auf #adej ,kubikcentimeter1 fgt so viel von verdnnter ,silberlsung hinzu1 dass ein bleibender grauer ,niederschlag entsteht und verdnnt zuletzt mit ,wasser bis auf #aejj ,kubikcentimeter4 ,diese ,flssigkeit mischt man kurz vor ihrer ,anwendung mit #a_/f-a_/h ihres ,volumens ,milchzuckerlsung1 welche auf #aj ,gewichtstheile ,wasser #a ,th4 ,milchzucker enthlt4 ,die zu versilbernde ,glasplatte wird in dem mit der ,versilberungsflssigkeit gefllten ,gefss in der ,art schwebend befestigt1 dass die ,oberflche des ,glases die ,flssigkeit vollstndig berhrt und die ,entfernung derselben vom ,boden des ,gefsses etwa reichlich #a_/b ,zoll betrgt4 ,die ,reduktion beginnt sofort1 anfangs erscheint die ,glastafel schwarz und wird bald darauf spiegelnd4 ,die ,bestimmung der an einer ,glasplatte niedergeschlagenen ,silberschicht ergab #j1jjdi ,grm4 auf #bbf ,quadratcentimeter1 es erfordert also #a ,quadratmeter #b1baj ,grm4 ,silber4 ,die versilberte ,platte wird mit warmem destillirten ,wasser gewaschen und an einem warmen ,orte getrocknet4 ,einmal trocken1 haftet die ,belegung so fest1 dass sie sich nur schwer abreiben1 ja sogar mit feinem ,polirroth und ,sammet gut poliren lsst4 ,es ist zweckmssig1 den fertigen ,silberspiegel vor seiner ,fassung mit einem ,firniss zu berziehen oder besser noch galvanisch zu verkupfern4 ,lwe wendet zur ,spiegelversilberung salpetersaures ,silber1 ,strkezucker und ,kali1 ,a4 ,martin ,silbernitrat1 ,ammoniak1 ,kali und durch ,salpetersure intervertirten ,rohrzucker1 ,petitjean ,silberoxyd1 ,ammoniak und ,weinsure an4 ,f4 ,bothe 7in ,saarbrcken7 benutzt statt der ,weinsure ,oxyweinsure4 #ia ,nach ,carey ,lea 7#ahff7 soll die ,glasversilberung schner und gleichfrmiger unter ,mitwirkung von directem ,sonnenlichte ausfallen4 ,sidenote3 ,platinspiegel4 ,nach dem ,vorschlage von ,dod wendet man ,platin zum ,ueberziehen von ,spiegelglas behufs der ,herstellung von sogenannten ,platinspiegeln an4 ,die ,franzosen ,creswell und ,tavernier haben bereits eine ,fabrik fr den neuen ,artikel in ,gang gebracht4 ,bisher sah man das ,platin nur als ,verzierung auf ,porcellan angewandt2 die ,verwendung auf grssere spiegelnde ,flchen war also nahe gelegt4 ,die spiegelnde ,metallflche liegt bei dem neuen ,artikel ebenso wie bei dem ,porcellan frei auf dem ,glase1 durch ,einbrennen mit demselben untrennbar verbunden1 und bedarf keiner schtzenden ,glastafel4 ,das ,einbrennen ist eine leichte ,arbeit3 mit ,lavendell zusammmengeriebenes ,platinchlorid wird mit einem ,pinsel auf die ,glastafel getragen und dieselbe nach dem ,eintrocknen in einer ,muffel gebrannt2 hiermit ist der ,spiegel fertig4 ,fr die ,wohlfeilheit derselben ist besonders der ,umstand gnstig1 dass alle fehlerhaften ,glastafeln dazu benutzt werden knnen1 die bei der gewhnlichen ,fabrikation verworfen werden mssen1 wenn sie sich nur auf der einen ,seite schleifen und poliren lassen4 ,die hintere ,seite kann beschaffen sein1 wie sie will1 und es kommt auch nichts darauf an1 dass beide ,glasflchen parallel sind4 ,die ,dnne der ,platinschicht bringt es brigens mit sich1 dass solche ,platten1 obwol sie beim ,daraufsehen einen guten ,spiegel abgeben1 doch gegen das ,licht gehalten durchsichtig sind und man durch sie hindurch sehen kann1 ohne selbst gesehen zu werden4 ,in ,paris macht man in ,lden und ,wohnungen von dem platinirten ,glase bereits vielfach ,gebrauch4 ,sidenote3 ,hohlglas4 ,die ,hohlglasfabrikation beschftigt sich mit der ,fabrikation aller ,arten hohler ,gefsse zum ,aufbewahren von ,flssigkeiten4 ,sie verarbeitet entweder gemeines grnes ,glas 7,buttelglas71 das von hellerer oder dunklerer ,farbe und mehr oder weniger rein ist1 oder feines weisses ,glas oder endlich ,krystallglas4 ,aus gemeinem grnen ,glase werden ausser ,medicinglsern1 ,retorten und ,kolben auch ,bouteillen dargestellt4 ,da jedoch die ,bouteillen zu den gesuchtesten ,glasgegenstnden gehren1 da sich ferner hierzu eine dunkle in dickeren ,schichten fast undurchsichtige ,glasart eignet1 so wird die ,bouteillenfabrikation hufig ganz allein und besonders betrieben4 ,die ,verarbeitung von feinem weissen ,glas liefert alle ,arten von ,trinkglsern1 ,wasserflaschen1 so wie ,teller1 ,schalen1 ,vasen1 ,kronleuchter u4 s4 w4 ,aus ,krystallglas werden dieselben ,gegenstnde wie aus dem weissen ,glas hergestellt1 nur in einem hhern ,grade der ,vollkommenheit4 ,letzterer ,zweig der ,glasfabrikation1 in welchem das kunstgewerbliche ,element bedeutend hervorragt1 bildet die ,gobeleterie4 ,der ,glassatz fr ordinres ,bouteillenglas besteht aus ,sand1 ,potasche oder ,soda1 ,seifensiederasche1 ,holzasche1 ,glaubersalz1 ,kochsalz1 ,gaskalk1 ,kalk1 ,lehm1 ,schlacken1 ,basalt und andern feldspathhaltigen ,mineralien4 ,zu ,medicinglas nimmt man die eisenfreieren ,materialien1 die noch reineren zum weissen ,hohlglase4 ,wenn nun auch fr die ,herstellung des ,bouteillenglases keine so sorgfltige ,auswahl der ,materialien wie bei den feineren ,glassorten erforderlich ist1 so mssen diese doch wegen des nthigen ,widerstandes gegen den ,druck bei moussirenden ,flssigkeiten und gegen den ,angriff von ,suren passend ausgewhlt1 sehr gut geschmolzen1 das ,glas selbst mit ,aufmerksamkeit verarbeitet und abgekhlt werden4 ,bei der ,analyse verschiedener ,sorten von ,hohlglas fanden sich folgende ,resultate3 ,spec4 ,gew4 #b1dg #b1dh #b1dg #b1c #b1d ,kieselsure #gd1ga #gd1ff #ge1id #gd1cg #gd1bf ,kali -- #d1cb -- #ab1dh -- ,natron #ae1gd #aa1ja #ae1ae #c1db #ad1jf ,kalk #h1gg #i1ac #h1ja #i1jb #h1fj ,thonerde #j1dc #b1eb ,eisenoxyd #j1ad #j1hh #j1ij #j1ga #j1ch ,manganoxyd #j1ba #j1ah ---------------------------------------- -- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,illustration3 ,fig4 #aci4 ,die ,einzelnheiten der ,herstellung der verschiedenen ,hohlglasgegenstnde sind1 nach der ,verschiedenheit der ,formen1 die aus dem zhflssigen ,glase verfertigt werden sollen1 hchst mannichfaltig und knnen hier nur in einzelnen ,beispielen angegeben werden4 ,das ,verfertigen der grnen ,bouteillen geschieht auf folgende ,weise3 ,sobald die hinreichende ,menge von ,glas von der ,pfeife aufgenommen worden ist1 bringt der ,blser die ,glasmasse auf den ,marbel und wlzt ihren vorderen ,theil darauf hin und her1 blst auch von ,zeit zu ,zeit in das ,rohr1 wobei darauf zu sehen ist1 dass das ,glas um die ,hhlung herum berall gleiche ,dicke enthalte und die ,form a 7,fig4 #aci7 annehme4 ,nun kommt die ,pfeife mit dem ,glase in das ,arbeitsloch zum ,anwrmen1 wobei dieselbe bald links1 bald rechts gewendet wird1 damit das ,glas sich nicht auf die ,seite neige2 sobald es heiss genug ist1 bringt der ,fertigmacher die ,pfeife in eine senkrechte ,lage und blst unter pendelartigem ,schwingen ,luft ein1 wodurch der ,bauch der ursprnglich birnfrmigen ,masse erweitert wird und nun die ,gestalt b erhlt4 ,darauf wird die ,glasmasse in die hlzerne ,form c d eingesenkt und krftig geblasen2 so wie das ,glas durch das ,blasen die ,form immer mehr ausfllt1 zieht der ,arbeiter auch die ,pfeife mehr an sich1 damit der ,bouteillenhals seine ,gestalt behlt und sich allmlig in den ,bauch der ,flasche verliert4 ,darauf wird die ,flasche der ,form entnommen1 die ,pfeife wird einigemal hin- und hergeschwenkt1 damit der noch etwas flssige ,hals sich mehr in die ,lnge ziehe und die erforderliche ,gestalt bekomme4 ,um dem ,boden und der ,mndung die gebruchliche ,form zu geben1 wird abermals angewrmt1 so dass nur der ,boden glhend wird2 whrend dieser ,zeit erwrmt ein ,gehlfe ein ,eisen 7das ,nabeleisen71 an dessen ,spitze etwas ,glasmasse befestigt ist4 ,unter gewissen ,handgriffen drckt der ,gehlfe sein ,eisen auf den ,mittelpunkt des ,bodens gleichmssig einwrts 7siehe e74 ,darauf wird die ,pfeife von dem ,halse abgesprengt1 das abgesprengte ,ende ins ,feuer gebracht und mit dem ,abstreichblech der ,rand der ,flasche umgelegt4 ,um den ,hals herum wird etwas ,glasmasse befestigt4 ,whrend der ,blser eine neue ,flasche beginnt1 bringt der ,gehlfe die fertige ,flasche in den ,khlofen und trennt durch einen kurzen ,schlag das ,nabeleisen von der ,flasche4 ,in neuerer ,zeit bedient man sich anstatt des ,nabeleisens der ,flaschenzange 7,fig4 #adj7 oder ,klappform4 ,illustration3 ,fig4 #adj4 ,illustration3 ,fig4 #ada4 ,aus dem ,vorstehenden geht hervor1 auf welche ,weise ein ,kolben 7ein ,ballon7 geblasen wird2 wenn der ,blser whrend des ,aufblasens den ,kolben ber seinen ,kopf erhebt so senkt sich der bauchige ,theil auf der einen ,seite und es bildet sich eine ,retorte 7siehe a und b ,fig4 #ada74 ,illustration3 ,fig4 #adb4 ,illustration3 ,fig4 #adc4 ,illustration3 ,fig4 #add4 ,zur ,herstellung der ,becherglser wird zunchst ein ,glasballon mit mglichst dnnen ,wnden 7,fig4 #adb ,a7 geblasen1 dieser dann an ein ,nabeleisen geheftet und von der ,pfeife abgesprengt4 ,das abgesprengte ,ende wird angewrmt1 mit der ,scheere abgeschnitten 7,fig4 #adb ,b71 ausgeweitet und umgebogen 7,c74 ,diese ,art ,becherglser haben unten eine scharfkantig abgesprengte ,glasstelle1 von welcher aus das ,glas bei ,temperaturwechsel leicht springt4 ,man pflegt deshalb gegenwrtig die ,becherglser in ,formen mit geraden ,wnden 7,fig4 #adc a7 zu blasen und das ,formen in ,zangen 7b und c7 zu vollenden4 ,um ,glasrhren herzustellen1 wird zuerst ein kleiner ,ballon geblasen1 an welchen ein ,gehlfe auf der der ,pfeifenmndung entgegengesetzten ,seite sein ,hefteisen anheftet1 und sich1 rckwrts schreitend1 mglichst schnell entfernt4 ,bei einigermaassen starken ,rhren muss der ,blser whrend des ,ausziehens fortwhrend ,luft einblasen und die ,pfeife und folglich auch das ,glas rotiren lassen4 ,das ,ausziehen hrt auf1 wenn die ,rhre die gehrige ,dicke hat1 sie zeigt dann folgende ,gestalt 7,fig4 #add74 ,die fertige ,rhre wird1 um die ,krmmung derselben auszugleichen1 auf den ,boden gelegt und nach dem ,erkalten in #d-f ,fuss lange ,stcke geschnitten4 ,glasstbe werden auf dieselbe ,weise hergestellt1 und unterbleibt dabei das vorlufige ,aufblasen der ,glasmasse4 ,sidenote3 ,gepresstes und gegossenes ,glas4 ,mit dem ,namen gepresstes oder gegossenes ,glas bezeichnet man alle in ,formen gefertigte verzierte ,glasgegenstnde1 wenn man auch das ,blasen dabei zu ,hlfe nehmen musste4 ,die messingenen und gravirten ,formen bestehen aus zwei oder mehreren ,theilen4 ,glasgegenstnde mit enger ,mndung und tiefer ,hhlung werden ganz so wie das gewhnliche ,hohlglas in diesen ,formen aufgeblasen4 ,schalenfrmige ,gegenstnde werden gepresst1 indem man die zhflssige ,glasmasse in die untere ,hlfte der ,form bringt und durch die obere ,hlfte krftig aufpresst1 wobei die berflssige ,glasmasse durch besondere ,oeffnungen oder an den ,seiten herausgepresst wird4 ,auf hnliche ,art stellt man massives gepresstes ,glas wie ,messerbnkchen u4 s4 w4 dar4 ,die durch ,pressen hervorgebrachten ,verzierungen sind hufig kunstvoller als die geschliffenen und weit billiger herzustellen2 es mangelt ihnen aber die ,schrfe der ,ecken und ,kanten1 so wie die der geschliffenen ,waare eigenthmliche spiegelnde ,oberflche4 ,man sucht in neuerer ,zeit diese ,fehler dadurch zu vermeiden1 dass man anstatt der rautenfrmig gravirten ,formen1 die den sogenannten ,brillantschliff imitiren sollten1 ,formen benutzt1 welche den geschlten ,schliff nachahmen1 wodurch die ,glser gestreifte und glatte ,flchen erhalten4 ,in der ,regel kommt das ,glas schon aus der ,form mit glnzender ,oberflche1 die1 wenn nthig1 durch geringe ,nachhlfe durch ,schleifen oder ,poliren ihre hchste ,vollkommenheit erlangt4 ,sidenote3 ,das ,wasserglas4 ,unter ,wasserglas versteht man ein in ,wasser lsliches kieselsaures ,alkali4 ,dass eine ,verbindung1 erhalten durch ,schmelzen von ,kieselsand mit vielem ,alkali1 an feuchten ,orten zerfliesst1 wusste v4 ,helmont bereits #afdj4 ,dasselbe ,prparat aus ,kieselerde und ,weinsteinsalz 7,kaliumcarbonat7 zu bereiten1 lehrte ,glauber #afdh und gab ihm den ,namen ,kieselfeuchtigkeit4 v4 ,fuchs entdeckte nun #ahbe eine ,verbindung von ,kieselsure mit ,alkali1 in welcher die ,kieselerde vorherrschte1 die zwar in ,wasser sich lst1 aber an der ,luft nicht zerfliesst1 eine ,verbindung1 die als ,wasserglas bekannt ist und wichtige ,anwendung gefunden hat4 ,man unterscheidet vier ,arten von ,wasserglas3 a7 ,kaliumwasserglas1 b7 ,natriumwasserglas1 c7 ,doppelwasserglas1 d7 ,fixirungswasserglas4 ,das ,kaliumwasserglas wird bereitet durch ,zusammenschmelzen von ,quarzpulver oder reinem ,quarzsand #de ,th41 ,potasche #cj ,th41 ,holzkohlenpulver #c ,th41 und ,lsen der geschmolzenen und gepulverten ,masse durch ,kochen in ,wasser4 ,das in der ,flssigkeit mglicherweise vorhandene ,schwefelkalium wird durch ,kochen derselben mit ,kupferoxyd oder ,kupferhammerschlag1 oder auch ,bleigltte unschdlich gemacht4 ,der ,zusatz von ,kohle soll die vollkommene ,austreibung der ,kohlensure durch ,reduktion derselben zu ,kohlenoxyd bewirken und ausserdem die ,schmelzung beschleunigen4 ,zurckgebliebene ,kohlensure ussert stets einen nachtheiligen ,einfluss auf das ,wasserglas4 ,das ,natriumwasserglas wird entweder aus ,quarzpulver #de ,th41 calcinirter ,soda #bc ,th41 ,kohle #c ,th41 oder nach ,buchner am wohlfeilsten aus ,quarzpulver #ajj ,th41 calcinirtem ,glaubersalz #fj ,th41 ,kohle #ae-bj ,th4 dargestellt4 ,kuhlmann stellt das ,natriumwasserglas durch ,auflsen von ,feuersteinpulver in concentrirter ,natronlauge in eisernen ,kesseln unter einem ,drucke von #g-h ,atmosphren dar4 ,besonders vortheilhaft lsst sich anstatt des ,feuersteins nach ,liebig die aus ,kieselpanzern bestehende ,infusorienerde 7,kieselguhr1 ,tripel7 anwenden4 ,das ,doppelwasserglas 7,kalium- und ,natriumwasserglas7 lsst sich nach ,dbereiner darstellen durch ,zusammenschmelzen von ,quarzpulver #aeb ,th41 calcinirter ,soda #ed ,th41 ,potasche #gj ,th41 nach v4 ,fuchs aus ,quarzpulver #ajj ,th41 gereinigter ,potasche #bh ,th41 calcinirter ,soda #bb ,th41 ,holzkohlenpulver #f ,th4 ,es lsst sich ferner erhalten #a7 durch ,zusammenschmelzen von ,seignettesalz 7,kalium-,natrium-,tartrat 7,na _/ ,k7 ,c#d;,h#d,o#f #d;,h#b,o7 mit ,quarz2 #b7 aus gleichen ,moleklen ,kalium- und ,natrium-,nitrat und ,quarz2 #c7 aus gereinigtem ,weinstein und ,natriumsalpeter und ,quarz4 ,es ist merklich leichter schmelzbar als jedes der vorhergehenden4 ,zum technischen ,gebrauche kann man auch #c ,volumen concentrirter ,kaliumwasserglaslsung mit #b ,natriumwasserglaslsung mischen4 ,mit dem ,namen ,fixirungswasserglas bezeichnet v4 ,fuchs eine ,mischung von mit ,kieselerde vollkommen gesttigtem ,kaliumwasserglas mit ,natriumkieselfeuchtigkeit 7durch ,zusammenschmelzen von #c ,th4 calcinirter ,soda mit #b ,th4 ,quarzpulver erhalten72 es findet einzig und allein zum ,fixiren der ,farben in der ,stereochromie ,anwendung4 ,das ,wasserglas giebt in fein gepulvertem ,zustande durch ,kochen mit ,wasser jene ,auflsung1 welche unter dem ,namen prparirtes ,wasserglas bekannt ist4 ,diese ,lsung kommt im ,handel #cc;grdig und #ff;grdig vor1 womit angezeigt wird1 dass in ersterem in #ajj ,gewichtstheilen #cc ,gewichtstheile festes ,wasserglas und #fg ,gewichtstheile ,wasser enthalten sind4 ,hieraus ergiebt sich dann1 dass im #dj;grdigen der ,wassergehalt #fj betrgt und im #ff;grdigen #cd4 ,die ,suren1 selbst die ,kohlensure1 zersetzen die ,wasserglaslsung und scheiden die ,kieselerde daraus gallertartig aus2 sie muss daher in gut verschlossenen ,gefssen aufbewahrt werden4 ,das ,wasserglas hat in der ,industrie vielfache und wichtige ,anwendungen gefunden4 ,seine erste ,benutzung fand es beim ,mnchener ,hoftheater als ,schutzmittel gegen das ,feuer1 indem es als ,ueberzug fr ,gegenstnde aus ,holz1 ,leinwand1 ,papier1 dieselben vor dem ,verbrennen schtzt4 ,man setzt zu der ,wasserglaslsung irgend eine feuerfeste ,krperfarbe1 wie ,thon1 ,kreide1 ,knochenerde1 ,glaspulver 7namentlich von ,bleiglas71 ,pulver von ,hohofen- oder ,frischschlacken1 ,flussspath1 ,feldspath u4 s4 w4 ,das #cc;grdige ,wasserglas wird beim ersten ,anstriche mit der doppelten ,gewichtsmenge ,regenwasser verdnnt4 ,man giebt mehrere ,anstriche und lsst jeden ,anstrich1 bevor man einen neuen auftrgt1 gut trocknen1 wozu wenigstens #bd ,stunden ,zeit erforderlich sind4 ,zu den spteren ,anstrichen bedient man sich einer starken ,auflsung und zwar einer solchen1 welche aus gleichen ,gewichtstheilen ,wasserglas von #cc und ,regenwasser besteht4 ,holz1 ,leinwand1 ,papier etc41 welche mehrmals mit ,wasserglas angestrichen wurden1 brechen nicht mehr in ,flammen aus1 sondern verkohlen nur1 gewinnen ausserdem bedeutend an ,dauerhaftigkeit4 ,holz1 welches dem freien ,einflsse der ,witterung ausgesetzt ist oder sich an feuchten ,orten bei ,mangel an ,luftwechsel befindet1 wird durch einen ,wasserglasanstrich conservirt und gegen ,schwamm und ,wurmfrass gesichert4 ,eine der vorzglichsten und zu technischen ,zwecken wichtigsten ,eigenschaften des ,wasserglases ist die zu binden und zu kleben2 es dient daher1 lockeren ,massen ,dichtigkeit und strkern ,zusammenhang zu geben1 getrennte ,theile von ,krpern zu vereinigen u4 s4 w41 in welcher ,beziehung es noch nicht die vielseitige ,anwendung gefunden hat1 deren es fhig ist4 ,es lsst sich in dieser ,hinsicht mit dem ,leim vergleichen und man knnte es einen mineralischen ,leim nennen4 ,kreide giebt mit ,wasserglaslsung eine sehr compacte ,masse1 welche beim ,austrocknen fast ,marmorhrte erhlt4 ,hierbei findet keine chemische ,wechselwirkung1 keine ,umsetzung der ,bestandtheile zu ,calciumsilicat und ,kaliumcarbonat statt2 das ,erhrten ist entweder nur eine ,wirkung der ,adhsionskraft oder geschieht dadurch1 dass das ,wasserglas und ,calciumcarbonat direct1 d4 h4 ohne sich gegenseitig zu zersetzen1 eine schwach chemische ,verbindung mit einander eingehen4 ,der ,dolomit scheint hinsichtlich der bindenden ,kraft den ,kalkstein noch etwas zu bertreffen4 ,das ,calciumphosphat 7,knochenerde7 giebt mit ,wasserglas eine sehr compacte ,masse1 ohne dass eine chemische ,wirkung oder ,umsetzung der ,bestandtheile dabei statt hat4 ,mit gelschtem ,kalk zusammengerieben1 kommt das ,wasserglas schnell zum ,gerinnen und trocknet dann langsam zu einer ziemlich harten ,masse aus2 es bildet sich hierbei ,calciumsilicat und das ,kali wird ausgeschieden4 ,zinkoxyd 7,zinkweiss7 und ,magnesia wirken vorzglich energisch auf des ,wasserglas und zwar offenbar chemisch1 indem sich die ,kieselerde mit einem ,antheil ,kali mit der ,magnesia oder dem ,zinkoxyd verbindet und zugleich etwas ,kaliumcarbonat gebildet wird4 ,gyps mit ,wasserglas zusammengerieben1 kommt sogleich ins ,stocken und beim ,austrocknen wittert sehr bald ,kalium- oder ,natriumsulfat in grosser ,menge aus2 nach dem ,trocknen ist die ,masse kaum fester als der gewhnliche ,gyps4 ,dieses ,verhalten zeigt deutlich1 dass man aus ,gyps gefertigte ,gegenstnde mit ,wasserglas nicht imprgniren kann1 um sie fester und luftbestndiger zu machen1 indem es wegen des ,stockens in dieselben nicht eindringen kann4 ,eine wichtige ,anwendung des ,wasserglases ist die zum ,anstrich von ,steinen und ,mrtelwnden1 sowie zur ,herstellung von ,caement und von knstlichen ,steinen4 ,letztere 7von ,ransome zuerst fabrikmssig dargestellt7 finden in ,england1 ,indien und ,amerika immer mehr und mehr ,anwendung4 ,sie werden dargestellt1 indem man durch ,mischen von ,sand mit ,natriumsilicatlsung eine plastische ,masse bereitet1 welche in ,formen gepresst und dann in eine ,lsung von ,chlorcalcium gebracht wird4 ,das hierbei sich bildende ,calciumsilicat verkittet die ,sandkrner1 whrend ,chlornatrium in ,lsung geht und durch ,waschen vollstndig entfernt wird4 ,als ,kitt fr ,steine1 ,glas und ,porcellan ist das ,wasserglas ebenfalls beachtenswerth4 ,zur ,herstellung xyloplastischer ,objecte1 dadurch1 dass man durch ,salzsure aufgeschlossenes ,holz mit ,wasserglas imprgnirt1 sind die ,alkalisilicate in neuerer ,zeit auch verwendet worden4 ,sidenote3 ,stereochromie4 ,eine der interessantesten und wichtigsten ,anwendungen des ,wasserglases ist unstreitig die fr eine neue ,art von ,wand- oder ,monumentalmalerei1 welche von v4 ,fuchs ,stereochromie 7von ,greek3 stereos1 fest1 dauerhaft1 und ,greek3 chrma1 ,farbe7 genannt worden ist4 ,bei dieser ,malart1 die von v4 ,kaulbach eingefhrt und ausgebildet wurde1 bildet das ,wasserglas das ,bindemittel der ,farben und ihrer ,grundlagen4 ,bei der ,stereochromie oder der ,wand- und ,monumentenmalerei auf ,mrtelgrund ist besonders auf das ,fundament1 nmlich auf den ,mrtelgrund1 ,untergrund und ,obergrund ,bedacht zu nehmen4 ,es ist dabei wesentlich1 dem ,grunde durch und durch gleiche steinartige ,beschaffenheit zu geben und ihn gleichsam mit der ,mauer zu verschmelzen4 ,der erste ,bewurf oder ,untergrund wird mit ,kalkmrtel gemacht4 ,den so hergestellten ,bewurf lsst man nicht nur gut austrocknen1 sondern auch mehrere ,tage der ,luft ausgesetzt1 damit er daraus ,kohlensure anziehen kann4 ,ist der ,mrtel vollkommen getrocknet1 so bringt man das ,wasserglas in ,anwendung1 womit er getrnkt wird4 ,man wendet ,natrium- oder ,doppelwasserglas an1 versetzt mit so viel ,natriumkieselfeuchtigkeit1 dass es nicht opalisirend1 sondern ganz klar ist4 ,nachdem der ,untergrund auf diese ,weise befestigt ist1 bringt man den ,obergrund1 welcher das ,bild aufnehmen soll1 an1 welcher von hnlicher ,beschaffenheit wie der ,untergrund1 ungefhr eine ,linie dick auf den ,untergrund mglichst eben aufgetragen und wenn er trocken geworden1 mit einem scharfen ,sandstein abgerieben wird1 um die dnne ,lauge von kohlensaurem ,kalk1 welcher sich beim ,austrocknen gebildet hat und das ,einsaugen der ,wasserglaslsung verhindern wrde1 wegzunehmen und zugleich der ,oberflche die erforderliche ,rauheit zu geben4 ,sobald der ,obergrund ausgetrocknet ist1 imprgnirt man ihn mit ,wasserglas1 um ihm gehrige ,consistenz zu geben und ihn mit dem ,untergrunde zu verschmelzen4 ,auf den vollkommen trockenen ,obergrund werden die ,farben blos mit reinem ,wasser unter fterem ,anspritzen der ,mauer mit reinem ,wasser aufgetragen4 ,es ist dann weiter nichts mehr brig1 als die ,farben gehrig zu fixiren1 wozu das oben erwhnte ,fixirungswasserglas bestimmt ist4 ,da aber die ,farben nur sehr schwach haften und den ,gebrauch des ,pinsels nicht gestatten1 so wird das ,wasserglas in ,form eines feinen ,regens oder ,nebels mit einer von ,schlotthauer angegebenen und von v4 ,pettenkofer verbesserten ,staubspritze auf das ,gemlde gespritzt4 ,sind die ,farben gut fixirt1 so ist das ,gemlde fertig4 ,zum ,schluss wird es nach ein paar ,tagen mit ,weingeist abgewaschen1 wodurch ,schmutz und ,staub nebst etwas frei gewordenem ,alkali weggenommen werden4 ,als ,malgrund empfiehlt v4 ,fuchs einen ,wasserglasmrtel1 bestehend aus einem ,gemenge von ,wasserglaslsung mit gepulvertem ,marmor1 ,dolomit1 ,quarzsand und an der ,luft zerfallenem ,kalk4 ,als stereochromische ,farben verwendet man3 ,zinkweiss1 ,chromgrn 7,chromoxyd71 ,kobaltgrn 7,rinmann's ,grn71 ,chromroth 7basisches ,bleichromat71 ,zinkgelb1 ,eisenoxyd 7hellroth1 dunkelroth1 violett und braun71 ,schwefelcadmium1 ,ultramarin1 ,ocker 7,hellocker1 ,fleischocker1 ,goldocker71 ,terra de ,siena1 ,umbra u4 s4 w4 ,zinnober ist zu verwerfen1 weil er im ,lichte braun und zuletzt ganz schwarz wird4 ,kobaltultramarin zeigt sich nach dem ,fixiren merklich heller und ist daher in der ,stereochromie nicht anzuwenden4 ,die ,stereochromie ist als eine ganz neue ,malart zu betrachten1 insofern bei ihr ein von den bei allen ,malarten gebruchlichen verschiedenes ,bindemittel angewendet wird2 ihre ,auszeichnung1 abgesehen von der artistischen ,vollkommenheit1 beruht in dem ,malgrunde1 wodurch sie fhig ist1 unter jedem ,himmelsstriche auszuhalten und vielen sonst schdlichen ,einflssen -- ,rauch1 sauren ,dmpfen1 dem grellsten ,wechsel der ,temperatur1 ,hagel u4 s4 w4 -- zu widerstehen1 welche den ,fresken verderblich sein wrden4 ,das ,wasserglas als ,bindemittel1 wodurch nicht nur der ,malgrund befestigt1 sondern mit diesem zugleich die ,farben gleichsam verschmolzen und verkieselt werden1 macht das ,wesen dieser ,malart aus1 wodurch sie der ,frescomalerei bedeutend berlegen ist1 deren ,grund aus gewhnlichem ,kalkmrtel besteht4 ,sidenote3 ,bleihaltiges ,glas4 ,unter ,krystallglas 7,krystall7 versteht man gegenwrtig allgemein bleihaltiges ,kaliumglas4 ,frher bezeichnete man mit diesem ,namen das gemeine 7bhmische7 ,kalium-,calcium-,glas1 das auch jetzt noch zuweilen leichtes ,krystallglas zum ,unterschied von dem schweren bleihaltigen genannt wird4 ,das ,krystallglas wurde zuerst in ,england dargestellt4 ,seine ,einfhrung steht in innigem ,zusammenhange mit der ,anwendung der ,steinkohlen als ,brennmaterial in den ,glashtten 7#afce74 ,da man wahrnahm1 dass der ,steinkohlenrauch die reine ,farbe des ,glases beeintrchtigte1 so bedeckte man die ,schmelzhfen mit einer ,kuppel1 wodurch sie die ,gestalt einer kurzhalsigen ,retorte erhielten4 ,wenn nun auch hierdurch der ,zutritt des ,rauches verhindert war1 so ergab sich doch ein anderer ,nachtheil1 indem in den bedeckten ,hfen nicht die hohe ,temperatur erzielt werden konnte1 die zum ,schmelzen der ,glasmasse erforderlich war4 ,man musste der ,masse grssere ,mengen von ,alkali zusetzen1 wodurch aber wieder die ,qualitt des ,glases abnahm4 ,um ein allen ,anforderungen entsprechendes ,glas darzustellen1 musste eine ,substanz ausfindig gemacht werden1 durch welche die ,glasmasse leichter schmelzbar wurde1 ohne dadurch1 wie nach dem ,zusatz von grsserer ,menge von ,potasche1 ein an der ,luft zerfliessliches und im ,wasser lsliches ,glas zu erhalten2 eine derartige ,substanz fand man auch in der ,that in dem ,bleioxyd4 ,man erhielt durch die ,anwendung von ,bleioxyd ein schnes und glnzendes ,glas1 das gegenwrtig fr alle ,gegenstnde1 wo ,farblosigkeit1 ,glanz neben starkem ,lichtbrechungsvermgen verlangt werden1 ,anwendung findet4 ,als ,glassatz fr ,krystallglas seien folgende ,mischungen angefhrt4 ,bei ,steinkohlenfeuerung in bedeckten ,hfen3 ,sand #cjj ,potasche #ajj ,glasbrocken #cjj ,mennige #bjj ,braunstein #j1de ,arsenige ,sure #j1fj ,in den ,glashtten zu ,edinburg und ,leith wendet man folgenden ,satz an3 ,vorher geschlmmter und gut gebrannter ,sand #cjj ,potasche #ajj ,mennige #aej ,bleigltte #ej ,kleine ,mengen ,braunstein oder arseniger ,sure4 ,um das ,glas flssiger zu machen1 wird etwas ,salpeter zugesetzt1 aber nicht in zu grosser ,menge1 weil sonst die ,schmelzhfen leiden4 ,wenn whrend des ,glasschmelzens ,alkali sich verflchtigt1 so rhrt dies stets davon her1 dass das ,alkali in unrichtigem ,verhltnisse und zwar im ,ueberschusse angewendet wurde4 ,es ist daher im ,allgemeinen anzurathen1 zum ,glassatze nur so viel ,alkali zu bringen1 als man in der ,glasmasse zu behalten wnscht und nicht mehr4 ,dumas empfiehlt das ,krystallglas aus #cjj ,sand1 #bjj ,mennige und #ie oder #ajj trockener ,potasche zu schmelzen4 ,von der ,voraussetzung ausgehend1 dass beim ,schmelzen kein ,verlust stattfindet1 sind die geeignetsten ,mischungsverhltnisse folgende3 ,kieselerde #eg1d #eg ,bleioxyd #cf1c #cf ,kali #f1c #g ---------- #ajj1j #ajj ,die ,schmelzzeit dauert #ab-af ,stunden mit ,inbegriff der ,luterungszeit1 nach der ,beschaffenheit des ,ofens und der ,regelmssigkeit der ,heizung4 ,nach der ,schmelzung wird abgeschumt und sogleich zur ,verarbeitung des ,glases geschritten4 ,das ,krystallglas wird auf dieselbe ,weise wie das gewhnliche ,glas verarbeitet1 kann aber leichter gehandhabt werden als letzteres1 weil es leichtflssiger ist und nicht so leicht entglast1 weshalb es hufiger als das gewhnliche ,glas im ,feuer angewrmt werden kann4 ,die ,krystallglasgegenstnde werden1 so wie sie aus der ,hand des ,arbeiters kommen1 sogleich in den ,khlofen gebracht und wegen der ,dicke des ,glases sehr allmlig abgekhlt4 ,zu diesem ,zwecke befinden sich in dem ,khlofen zwei eiserne ,schienen1 auf denen ,bleche oder ,platten ruhen1 auf welche die zu khlenden ,glser gelegt werden und welche vermittelst ,haken aneinander gehngt werden knnen4 ,man bringt das ,glas zuerst in den heissesten ,theil des ,khlofens auf ein ,blech oder eine ,platte1 die man an die frher eingelegte anhngt1 whrend man am entgegengesetzten kltesten ,theile des ,ofens die erste ,platte1 mit welcher man die brigen gegen diese ,seite hingezogen hat1 nebst den darauf befindlichen ,glasgegenstnden hinwegnimmt4 ,benrath 7,greek3 a7 und ,faraday 7,greek3 b7 fanden bei der ,analyse von bestem ,krystallglas3 7,greek3 a7 7,greek3 b7 ,kieselsure #ej1ah #ea1ic ,bleioxyd #ch1aa #cc1bh ,kali #aa1fa #ac1fg ,thonerde etc4 #j1jd -- -------------------- #ii1ie #ih1hh ,nach ,benrath 7#ahfh7 hat ,normalkrystallglas die ,formel ,k#aj,pb#g,si#cf,o#hd 7d4 i4 #e,k#b,o1 #g,pb,o1 #cf,si,o#b74 ,sidenote3 ,schleifen4 ,das ,krystallglas wird entweder in ,messingformen gepresst oder geschliffen4 ,seiner geringen ,hrte wegen eignet es sich zum ,schleifen besser als jedes andere ,glas4 ,die ,schleifbank hat im ,wesentlichen die ,construction einer ,drehbank4 ,die ,schneidescheibe ist von ,gusseisen und auf der ,peripherie gut abgedreht2 ber derselben befindet sich in einem ,bottich mit ,wasser angerhrter und feingeschlemmter ,sand4 ,durch einen geffneten ,hahn fallen unaufhrlich sandhaltige ,tropfen auf die ,schneidescheibe4 ,die ,arten der ,schliffe sind usserst mannichfaltig4 ,der bekannteste ist der ,brillantschliff1 ferner der gemuschelte ,schliff1 der ,schliff mit scharfer ,kante1 mit ,walzen1 der fischschuppenartige1 der geschlte 7mit concaven ,einschnitten71 der matte ,schliff1 der ,silberschliff u4 s4 w4 ,die geschliffenen ,stellen sind rauh und werden deshalb auf der steinernen ,glttscheibe weiter behandelt4 ,fr die angeschliffenen ,brillanten ist die ,peripherie der ,scheibe keilartig geformt1 fr die glatten ,wrfel aber ist die ,peripherie flach4 ,ueber diesen ,scheiben befindet sich ein mit ,hhnen versehenes ,wasserreservoir1 aus welchem whrend des ,schleifens ,wasser auf die ,scheibe luft4 ,an der ,seite der ,scheibe ist ein ,schwamm befestigt1 welcher die ,oberflche des ,steines fortwhrend rein erhlt4 ,die glattgeschliffenen ,stellen werden nun auf der hlzernen ,polirscheibe 7aus ,lindenholz71 deren ,holzfasern in der ,richtung der ,drehungsaxe laufen1 polirt4 ,zum ,poliren wendet man auch ,holzscheiben mit ,filz berzogen1 sowie ,korkscheiben an4 ,die letzte ,politur erhalten die ,glser erst auf der ,brstscheibe1 welche #b ,meter im ,durchmesser und #aj ,centimeter ,breite auf der ,peripherie hat4 ,man trgt auf diese ,brste mit ,wasser angerhrten ,bimsstein auf und polirt das so geschliffene ,glas fertig4 ,sidenote3 ,optisches ,glas4 ,die ,herstellung guter optischer ,glser1 besonders in grssern ,dimensionen1 ist so schwierig1 dass selbst durch die unermdlichsten und andauerndsten ,arbeiten es doch nicht gelungen ist1 sie immer in der ,weise herzustellen1 wie sie der ,optiker1 der ,mikroskopiker1 der ,astronom1 der ,photograph u4 s4 w4 bedarf4 ,durchsichtigkeit1 ,hrte1 ein grosser ,grad von lichtbrechender und farbenzerstreuender ,kraft1 ,eigenschaften1 welche berhaupt das ,glas zu optischem ,gebrauche so schtzbar machen1 sind dem ,glase ohne ,mhe zu geben2 allein die zu allen seinen ,anwendungen so wesentliche ,bedingung einer vollkommen homogenen ,beschaffenheit ist nicht so leicht zu erfllen4 ,die einzelnen ,theile des ,glases1 mgen sie noch so tadelfrei sein1 wirken ohne homogene ,beschaffenheit nicht gleichfrmig2 die ,lichtstrahlen werden von der ,richtung1 die sie nehmen sollen1 abgelenkt und das ,glasstck wird dadurch unbrauchbar4 ,die ,streifen und ,fden entspringen aus solcher ,ungleichheit4 ,knnen diese ,unregelmssigkeiten schon so gross sein1 dass man sie mit blossem ,auge wahrnimmt1 so mssen sie einen noch weit betrchtlicheren ,nachtheil in ,fernrhren ausben1 da hier ihre ,wirkung bedeutend vergrssert erscheint4 ,es wre ein ,irrthum1 wollte man glauben1 dass diese ,streifen von ,unreinigkeiten herrhren4 ,sowol in als neben den ,streifen wrde das ,glas gleich gut zum optischen ,gebrauch sein1 wenn es nur berall von gleicher ,beschaffenheit wre4 ,aber in der ,ungleichheit eben liegt der ,fehler und in dieser ,beziehung ist die ,zusammensetzung selbst von sehr geringem ,belange4 ,da das ,glas aus ,materialien besteht1 die an ,brechkraft verschieden sind1 so muss es whrend seiner ,herstellung immer einen ,zeitpunkt geben1 wo ,streifen vorhanden sind4 ,man hat also weniger dahin zu trachten1 gerade die ,verhltnisse zu erlangen1 welche in einmal gut erkanntem optischen ,glase durch die ,analyse aufgefunden wurden1 als vielmehr einen ,process zu entdecken1 durch welchen die ,streifen jener ,periode vor der ,vollendung des ,glases vernichtet und neue verhindert werden4 ,ausser diesen ,mngeln giebt es noch andere im ,glase4 ,zuweilen ist es1 wie man sagt1 wellig1 wenn es in seiner ,masse das ,ansehen von ,wellen hat2 doch ist dies nur eine ,abnderung jener ,unregelmssigkeit1 welche in hherm ,grade als ,streifen erscheint4 ,hin und wieder bemerkt man auch ,anzeigen besonderer ,structur und ,krystallisation oder einer unregelmssigen ,spannung seiner ,theile1 welche ,fehler aber hchst wahrscheinlich durch sorgfltiges ,abkhlen vermieden werden knnen4 ,ferner schliesst das ,glas zuweilen ,blasen ein1 welche einen ,lichtverlust veranlassen1 gerade so wie es dunkle ,flecke von gleicher ,grsse gethan haben wrden4 ,unter allen ,fehlern ist der1 welcher die ,streifen und ,wellen hervorbringt1 am schwersten zu vermeiden1 leichter noch bei dem bleifreien optischen ,glase1 dem ,kronglase 7,crownglas71 als bei dem ,flintglase4 ,das ,flintglas besteht zum ,drittel seines ,gewichts und mitunter darber noch aus ,bleioxyd1 wodurch es nicht nur ein so hohes spec4 ,gewicht1 sondern auch dasjenige ,verhltniss von ,lichtbrechungs- und ,zerstreuungsvermgen erhlt1 wodurch es mit dem ,kronglase combinirt1 die so wichtige achromatische ,combination bildet4 ,das ,flintglas ist ferner sehr leichtflssig und besitzt die ,eigenschaft1 andere ,stoffe mit ,leichtigkeit aufzulsen1 wodurch die ,bildung von ,streifen sehr befrdert wird4 ,der geringste ,unterschied in der ,zusammensetzung benachbarter ,theile wird sogleich sichtbar4 ,eine ,variation in den ,mischungsverhltnissen1 welche bei dem gewhnlichen ,glase keine durch das ,auge wahrnehmbare ,wirkung hervorbringt1 erzeugt beim ,flintglase bereits starke ,streifen4 ,deshalb muss hier die ,mischung viel inniger sein1 als bei den brigen ,glasarten1 allein es liegt in der ,natur der ,mineralien1 sie nur noch unvollkommener zu machen4 ,das ,bleioxyd ist so schwer und zugleich so leichtflssig1 dass es schmilzt und zu ,boden sinkt1 wenn noch die leichteren ,substanzen im oberen ,theile des ,schmelzhafens angehuft liegen2 unter den gewhnlichen ,umstnden ist die ,mischung so unvollkommen1 dass man aus dem oberen und unteren ,theile eines ,glashafens ,glas von sehr verschiedenem spec4 ,gewichte erhlt4 ,lamy hat neuerdings auf die ,anwendbarkeit des ,thalliumflintglases zur ,herstellung gewisser optischer ,glser aufmerksam gemacht4 ,in diesem ,glase ist nicht das ,blei1 sondern das ,kalium durch ,thallium ersetzt4 ,nach den ,versuchen von ,cl4 ,winkler 7in ,pfannenstiel7 lsst sich mit ,erfolg das ,blei im ,flintglase durch ,wismuth ersetzen4 ,illustration3 ,fig4 #ade4 ,illustration3 ,fig4 #adf4 ,bontemps zu ,choisy-le-,roy bei ,paris verfhrt bei der ,anfertigung von ,flintglas auf folgende ,weise3 ,ein ,glassatz1 bestehend aus #ajj ,kilogr4 weissem ,sand1 #ajf ,mennige1 #dc ,kaliumcarbonat1 wird bei ,steinkohlenfeuerung in einem kleinen ,schmelzofen1 von welchem ,fig4 #ade den vertikalen1 ,fig4 #adf den horizontalen ,durchschnitt zeigt1 geschmolzen4 ,der ,ofen enthlt nur einen bedeckten ,schmelzhafen ,b1 der auf der ,bank ,a steht4 a a sind die ,schrffnungen1 c ist ein eiserner ,rhrer1 der in einem ,cylinder aus unschmelzbarem ,thon d befestigt ist4 f dient zum ,tragen des ,rhrhakens4 ,nachdem der in getrennten ,portionen nach und nach eingetragene und geschmolzene ,satz nach etwa #ad ,stunden in gleichmssigen ,fluss gekommen ist1 wird der vorher bis zum ,rothglhen erhitzte ,rhrer in den ,hafen gebracht1 um die verschiedenen ,schichten der ,glasmasse mit einander zu mengen und zugleich die ,blasenbildung zu befrdern4 ,nach ungefhr #e ,minuten entfernt man die ,eisenstange1 whrend der ,thonrhrer in der ,glasmasse bleibt4 ,man schliesst den ,tiegel und schrt von ,neuem4 ,nach etwa #e ,stunden wird wieder gerhrt und von nun an das ,rhren jede ,stunde vorgenommen4 ,whrend dieser ,zeit wird #b ,stunden lang geschrt1 damit die ,blasen entweichen knnen4 ,darauf wird wieder heiss geschrt2 sobald die ,masse sehr dnnflssig ist1 wird unter beschrnktem ,luftzutritt fortwhrend gerhrt1 bis die ,masse zhflssig geworden ist4 ,darauf entfernt man den ,thonrhrer und lsst den gut verschlossenen ,ofen #h ,tage lang zum ,abkhlen stehen4 ,nach ,verlauf dieser ,zeit werden von der ,glasmasse zwei gegenberstehende ,flchen angeschliffen und polirt1 um im ,innern der ,masse die fehlerfreien und gleichfrmigen ,stcke zu erkennen und herauszuschneiden4 ,hufig findet man die ,glasmasse nach dem ,erkalten in viele ,stcke zersprungen2 die grsseren ,stcke zertheilt man durch gelindes ,anschlagen mit dem ,hammer noch weiter1 wobei sie sich wahrscheinlich zum ,theil nach ,maassgabe ihrer ,gleichartigkeit absondern4 ,diese ,glasstcke werden dadurch zu ,scheiben1 aus welchen die optischen ,linsen geschliffen werden1 umgeformt1 dass sie1 nachdem man die scharfen ,kanten und ,ecken davon abgeschlagen hat1 unter einer ,muffel1 auf einer mit feinem ,sand bestreuten ,schale oder auf einem irdenen ,teller mit hohem ,rande1 bis zum gleichfrmigen ,erweichen erhitzt werden und sich in jener ,form scheibenhnlich ausbreiten4 ,nach einer ,analyse von ,dumas besteht das ,flintglas von ,guinand aus ,kieselerde #db1e ,bleioxyd #dc1e ,kalk #j1e ,kali #aa1g ,thonerde1 ,eisenoxyd1 ,manganoxydul #a1h ----- #ajj1j ,die zweite ,art des optischen ,glases1 das bleifreie ,kronglas 7,crownglas7 besteht nach ,bontemps aus #abj ,th4 ,sand1 #ce ,th4 ,potasche1 #bj ,th4 ,soda1 #ae ,th4 ,kreide und #a ,th4 arseniger ,sure4 ,bei ,linsen aus ,flintglas ist das ,lichtbrechungsvermgen am grssten1 leider aber auch die ,farbenzerstreuung am bedeutendsten1 sodass die damit hervorgebrachten ,bilder stets einen farbigen ,rand besitzen1 was jede genaue ,beobachtung hindert4 ,bei bleifreien ,glsern 7,kronglas7 ist das ,brechungsvermgen1 aber auch die ,farbenzerstreuung weit geringer4 ,combinirt man daher eine convexe ,linse von ,flintglas mit einer concaven von ,kronglas1 so erhlt man unter allen ,umstnden ein farbloses ,bild1 da die ,farbenzerstreuung des ,flintglases compensirt worden ist4 ,eine solche ,combination zweier ,linsen heisst eine achromatische ,linse4 ,sidenote3 ,strass4 ,die ,nachahmung von ,edelsteinen 7die ,fabrikation knstlicher ,edelsteine oder ,amausen7 ist ein interessanter ,zweig der ,glasfabrikation1 der schon frh -- in ,aegypten und ,griechenland -- eine sehr hohe ,stufe der ,vollkommenheit erreicht hatte4 ,gegenwrtig hat man es so weit gebracht1 dass man alle ,edelsteine1 mit ,ausnahme des edlen ,opals1 nachzuahmen im ,stande ist4 ,man nennt die zur ,fabrikation der knstlichen ,edelsteine dienende ,masse ,strass oder ,mainzer ,fluss und die ,edelsteine selbst ,pierres de ,strass1 die man in ,frankreich so ausgezeichnet darstellt1 dass sie das ,auge des ,kenners zu tuschen im ,stande sind und man zur ,feile und zur hydrostatischen ,wage greifen muss -- sie sind weniger hart1 aber weit schwerer als die chten ,steine -- um sich zu berzeugen1 ob man es mit einem ,mineral oder mit einem ,kunstprodukt zu thun hat4 ,die ,basis aller dieser ,edelsteine ist ein farbloser ,strass1 welcher aus einem ,boro-,silicat des ,kalis1 ,natrons und ,bleioxydes besteht und mehr ,bleioxyd enthlt als das ,flintglas4 ,donault-,wieland fand bei der ,analyse von farblosem ,strass3 ,kieselerde #ch1a ,thonerde #a1j ,bleioxyd #ec1j ,kali #g1i ,borax ,arsensure4 ,spuren ------ #ajj1j ,diese ,analyse fhrt zu der ,formel 7#c,k#b,o1 #f,si,o#b7 #c7c,pb,o1 #f,si,o#b74 ,durch ,frben des ,strass will man die in der ,natur vorkommenden ,edelsteine nachahmen4 ,hauptbedingung ist dabei die grsstmglichste ,aehnlichkeit mit den natrlichen ,edelsteinen4 ,daraus ergiebt sich1 dass nicht allein die ,farben1 sondern auch deren ,intensitt bei der ,fabrikation von ,strass genau vorgeschrieben ist4 ,die ,materialien mssen fein gepulvert und dann durch wiederholtes ,sieben aufs ,vollkommenste mit einander gemengt werden4 ,um die ,masse ohne ,streifen und ,blasen gleichfrmig geschmolzen zu erhalten1 mssen die sorgfltig gemengten ,materialien in den besten ,tiegeln bei allmlig verstrktem ,feuer geschmolzen werden4 ,ist die hchste ,temperatur erreicht1 so muss dieselbe gleichmssig erhalten und die ,masse #bd-cj ,stunden lang im ,feuer gelassen werden1 damit sich die ,masse zugleich abkhle4 ,topas wird erhalten aus weissem ,strass #ajjj1 ,antimon #dj1 ,goldpurpur #a4 ,auch mit ,eisenoxyd lsst sich ,topas erhalten3 ,strass #ajjj1 ,eisenoxyd #a4 ,rubin lsst sich aus der ,topasmasse darstellen1 indem man #a ,th4 derselben mit #h ,th4 ,strass in einem hessischen ,tiegel schmilzt und die ,temperatur des ,ofens #cj ,stunden lang erhlt4 ,einen weniger schnen ,rubin erhlt man aus ,strass #ajjj1 ,mangansuperoxyd #be4 ,smaragd ist am leichtesten darzustellen4 ,folgende ,mischung ist zur ,nachahmung des natrlichen ,smaragds sehr geeignet3 ,strass #ajjj1 ,kupferoxyd #h1 ,chromoxyd #j1b4 ,durch grsseren ,zusatz von ,kupferoxyd und ,chromoxyd und indem man zugleich etwas ,eisenoxyd zusetzt1 lsst sich die grne ,nance abndern und ein dunklerer ,smaragd erzeugen1 welcher ,aehnlichkeit mit dem ,peridot hat4 ,saphir wird erhalten aus ,strass #ajjj1 reinem ,kobaltoxyd #ae4 ,amethyst wird mit folgender ,mischung dargestellt3 ,strass #ajjj1 ,mangansuperoxyd #h1 ,kobaltoxyd #e1 ,goldpurpur #j1b4 ,aquamarin oder ,beryll aus ,strass #ajjj1 ,antimonglas #g1 ,kobaltoxyd #j1d4 ,karfunkel oder syrischer ,granat aus ,strass #ajjj1 ,antimonglas #ejj1 ,goldpurpur #d1 ,mangansuperoxyd #d4 ,es ist leicht einzusehen1 dass die ,herstellung von knstlichen ,edelsteinen1 was die zum ,frben angewendeten ,metalloxyde betrifft1 noch keineswegs ihre ,vollendung erreicht hat4 ,wenn man anstatt oder neben dem ,bleioxyde ,wismuthoxyd1 ,zinkoxyd1 kohlensauren ,baryt und kohlensauren ,strontian neben den kieselsauren und borsauren ,salzen auch phosphorsaure und ,fluormetalle anwenden wrde1 so liessen sich ohne ,zweifel mannichfache brauchbare und werthvolle ,glser herstellen4 ,ganz dasselbe lsst sich auch auf die frbenden ,metalloxyde beziehen4 ,durch die ,ausbildung der ,lthrohrprobe hat man eine grosse ,anzahl von prachtvoll gefrbten ,glasperlen kennen gelernt1 deren ,nance eine andere ist1 je nachdem reducirende oder oxydirende ,einwirkung vorhanden ist4 ,die ,fabrikation der knstlichen ,edelsteine und die der gefrbten ,glser berhaupt hat von der ,existenz gewisser frbender ,metalloxyde noch keine ,notiz genommen1 sonst wrde man sich nicht erklren knnen1 warum ,wolframsure1 ,molybdnsure1 ,titansure1 ,chromsure 7nicht ,chromoxyd7 und ,chromoxydul1 ,schwefelkalium1 ,kohle u4 s4 w4 bis jetzt noch so wenig ,anwendung fanden4 ,sidenote3 ,gefrbtes ,glas und ,glasmalerei4 ,die gefrbten ,glser theilt man ein in solche1 die durch ihre ganze ,masse hindurch gefrbt sind und solche1 bei denen ein ungefrbtes ,glas mit einer ,schicht des gefrbten ,glases berzogen ist4 ,letzteres ,glas heisst ,ueberfangglas4 ,die letztere ,methode der ,darstellung von gefrbten ,glsern wendet man bei solchen ,metalloxyden an1 welche wie das ,kupferoxydul1 ,kobaltoxydul1 ,goldoxyd1 zum ,theil auch das ,manganoxyd die ,glasmasse so intensiv frben1 dass dieselbe schon bei geringer ,dicke fast undurchsichtig erscheint4 ,indem die dnne ,schicht des gefrbten ,glases stellenweise hinweggeschliffen wird1 erhlt man eine jetzt sehr beliebte ,verzierung geschliffener ,glaswaaren4 ,die ,herstellung des ,ueberfangglases 7,tafelglas und ,hohlglas7 geschieht auf folgende ,weise3 ,man bringt in den ,ofen zwei ,glashfen1 in dem einen bleihaltiges ,glas1 in dem andern das gefrbte ,glas1 das zum ,ueberfangen dienen soll4 ,wir whlen als ,beispiel durch ,kupferoxydul roth gefrbtes ,glas1 bestehend aus bleihaltigem ,glase1 ,kupferoxydul und ,zinnoxydul4 ,letzteres schtzt das ,kupferoxydul vor seiner ,oxydation zu ,oxyd1 welches das ,glas grn frben wrde4 ,zusatz von etwas ,eisenoxydul macht das ,glas scharlachroth4 ,der ,glasmacher taucht die ,pfeife zuerst in das rothe ,glas1 jedoch so1 dass nur wenig ,glasmasse an der ,pfeife hngen bleibt1 darauf in das weisse ,glas1 von welchem so viel herausgenommen wird1 als zur ,herstellung der ,walze oder des ,cylinders erforderlich ist4 ,die ,glasmasse wird dann wie gewhnlich aufgetrieben und in ,tafelglas umgewandelt4 ,behufs des ,ueberfangens von ,hohlglas verarbeitet man das rothe ,glas in dem ,hafen zu etwa zollstarken ,zapfen1 welche nun bei der ,arbeit im ,glasofen so weit erhitzt werden1 dass man davon ,stcke mit der ,scheere abschneiden kann4 ,man unterscheidet ,ueberfangen von ,aussen und ,ueberfangen zwischen zwei ,schichten4 ,im ersteren ,falle wird ein weisser ,glasklumpen an die ,pfeife genommen und mittelst eines flachen eisernen ,werkzeuges1 des ,streicheisens1 das abgeschnittene ,stck rothen ,glases durch ,streichen und ,anwrmen so gleichfrmig als mglich ausgebreitet4 ,in dem zweiten ,falle wird nur eine sehr kleine ,menge weissen ,glases herausgenommen1 auf dieser das rothe ,glas ausgebreitet und ber diesem durch ,eintauchen in weisses ,glas ein gengend grosser ,glasklumpen gebildet4 ,wird nun der ,kolben aufgeblasen1 so dehnen sich beide ,glser gleichmssig aus4 ,rothe farbige ,glser erzeugt man durch ,goldpurpur1 durch ,kupferoxydul und durch ,eisenoxyd4 ,vermittelst ,goldpurpur wird das ,gold- oder chte ,rubinglas erzeugt4 ,durch ,zusatz von ,silber und ,antimonprparaten lassen sich fast alle ,nancen des ,rothen vom ,rosa bis zum ,purpurroth hervorbringen4 ,man war lange ,zeit hindurch der ,meinung1 dass das ,rubinglas durch kein anderes ,goldprparat als durch ,goldpurpur erzeugt werden knne4 ,fuss hat jedoch vor etwa #be ,jahren gezeigt1 dass man ein eben so gutes ,rubinglas erhalte1 wenn man das ,glas oder vielmehr den dazu angewendeten ,satz mit einer ,lsung von ,goldchlorid befeuchte4 ,wenn das durch ,zusammenschmelzen vorstehenden ,satzes erhaltene ,goldglas rasch erkaltet1 so ist es1 ebenso wie das ,kupferoxydulglas1 farblos4 ,wird es darauf gelinde erwrmt1 jedoch nicht bis zum ,erweichen1 so entwickelt sich pltzlich die prachtvolle ,rubinfarbe4 ,man nennt diesen ,vorgang das ,anlaufen des ,glases2 es findet eben so gut im ,sauerstoffgas1 als im ,wasserstoff- und ,kohlensuregas statt4 ,das zur ,herstellung des ,kupferoxydulglases dienende ,kupferoxydul wird durch ,glhen von ,kupferabschnitzeln dargestellt1 oder es wird dazu der ,kupferhammerschlag benutzt1 welcher zum grossen ,theil aus dieser ,oxydationsstufe besteht4 ,als ,basis benutzt man bleihaltiges ,glas1 aus welchem man etwa #c ,proc4 ,kupferoxydul setzt4 ,da letzteres grosse ,neigung hat1 in ,kupferoxyd berzugehen und dadurch das ,glas grn zu frben 7das ,durchgehen des ,glases71 so sind geringe ,mengen reducirender ,mittel anzuwenden1 man verwendet hierzu ,eisenhammerschlag1 ,eisenfeile1 ,russ1 ,weinstein oder das ,polen mit frischem ,holze4 ,das ,kupferglas ist nach dem ,erkalten farblos mit einem ,stich ins ,grnliche4 ,durch das ,anlaufen entsteht auch hier erst die rothe ,farbe4 ,eisenoxyd erzeugt ein hufig angewendetes ,roth4 ,man benutzt es in ,gestalt von reinem ,oxyd1 von ,blutstein1 ,ocker oder ,rthel4 ,gelb wird hervorgebracht1 und zwar topasgelb1 durch antimonsaures ,kali oder auch ,antimonglas4 ,chlorsilber1 borsaures ,silberoxyd und ,schwefelsilber geben ebenfalls gelb4 ,uranoxyd giebt grnlichgelb4 ,ordinres ins ,braunrothe sich ziehendes ,gelb wird durch ,eisenoxyd erhalten4 ,blau wird erzeugt durch ,kobaltoxyd1 seltner durch ,kupferoxyd2 ,grn durch ,chromoxyd1 ,kupferoxyd und endlich ,eisenoxydul1 welches letztere indessen ein ,grn von wenig ,feuer und ,reinheit liefert2 ,violett durch ,manganoxyd 7,braunstein und ,salpeter72 ,schwarz durch viel ,eisenoxydul1 namentlich mit einem ,zusatze von ,kupferoxyd1 ,braunstein und ,kobaltoxydul2 ein schneres ,schwarz erhlt man durch ,iridiumsesquioxyd4 ,eigenthmlich ist die ,wirkung der ,schwefelalkalien auf die ,farbe des ,glases4 ,frher war man der ,ansicht1 dass in dem gelben ,glas1 welches man erhlt1 wenn man eine verkohlte ,substanz1 z4 ,b4 ,weinstein1 ,birkenholz etc4 zum gewhnlichen weissen ,glase mischt1 die entstehende gelbe ,frbung von der ,kohle herrhre4 ,splitgerber hat dagegen gezeigt1 dass diese gelbe ,farbe vom ,schwefel herrhrt1 welcher aus den die angewandte ,potasche und ,soda verunreinigenden schwefelsauren ,salzen stammt4 ,sidenote3 ,glasmalerei4 ,glasmalerei4 ,schon in sehr frher ,zeit versuchte man farbige ,glser zu ,figuren und anderen ,gegenstnden zusammenzusetzen1 hnlich wie man es bei den rmischen ,fussbden mit farbigen ,steinen zu thun gewohnt war4 ,so entstanden die ltesten ,glasgemlde1 welche in der ,that ,glasmosaiken1 ,umrisse in ,blei mit farbigen ,glsern ausgefllt1 waren4 ,die ,glasmalerei schwang sich in ,deutschland im ,laufe des ,mittelalters zur hchsten ,vollkommenheit empor und verbreitete sich durch ganz ,europa1 besonders als im #ac4 ,jahrhundert an die ,stelle der romanischen und byzantinischen ,bauart die germanische trat4 ,bis dahin kannte man meist nur ,rundbogenfenster von mssiger ,grsse1 die nicht durch ,glasgemlde verdunkelt werden durften4 ,seit dem #ac4 ,jahrhundert1 als die gothische ,baukunst alle mssigen1 nicht tragenden ,mauermassen aufhob1 gediehen die ,fenster1 die hufig den ganzen ,raum zwischen den ,pfeilern ausfllten1 zu einer oft kolossalen ,grsse1 die ein zu grelles ,licht in die ,kirche gesendet htten1 wenn sie nicht gleichsam mit ,glasteppichen behngt worden wren4 ,wenn sich die ,kunst bis dahin meist mit ,ornamenten begngt hatte1 so versuchte sie es nun ganze ,figuren zusammenzusetzen4 ,mit dem #ae4 ,jahrhundert veredeln sich die sonst steifen und ernsten ,figuren der ,heiligen immer mehr1 und es werden ganze ,reihen geistlicher und weltlicher ,geschichten dargestellt1 welche sich in von schnen ,bndern umschlossene ,felder theilen1 so z4 ,b4 in der ,sebaldus- und ,lorenzkirche und in der ,tucherkapelle in ,nrnberg durch die ,glasmalerfamilie ,hirschvogel4 ,so blhte sie noch nach dem ,ende des ,mittelalters das ganze #af4 ,jahrhundert fort1 bis sich die ,glasmaler die ,aufgabe stellten1 die ,effecte und die ,beleuchtung des ,oelgemldes auf ,glas anzuwenden4 ,dieser ,epoche des ,missverstandes gehren die berhmten franzsischen und niederlndischen ,glasmaler des #af4 ,jahrhunderts an3 ,als man sich endlich von der ,unmglichkeit1 die ,oelmalerei nachzuahmen1 sattsam berzeugt1 kam die ,glasmalerei dermassen in ,verfall1 dass alle ihre ,werksttten sich schlossen4 ,die ,kunst der ,glasmalerei im alten ,style sollte jedoch wieder auferstehen1 und dies geschah in ,bayern am ,anfang dieses ,jahrhunderts durch ,frank in ,nrnberg und ,helmle in ,freiburg im ,breisgau1 und ein ,jahrzehend spter durch ,ludwig ,i41 ,knig von ,bayern1 der die ersten zarten ,keime derselben pflegte4 ,seitdem ist sie in ,mnchen1 in ,berlin1 in ,kln 7bei ,baudri7 in neuer1 ja in knstlerischer und technischer ,hinsicht sogar in grsserer ,herrlichkeit erstanden1 als dies im ,mittelalter der ,fall gewesen4 ,das ,wesen der ,glasmalerei lsst sich in der ,krze auf folgende ,weise ausdrcken4 ,wenn leicht schmelzbare1 durch ,metalloxyde gefrbte ,glasflsse in fein geriebenem ,zustande auf eine ,glasflche aufgetragen werden1 so knnen sie bei mssiger ,hitze1 bei der die ,glastafel noch nicht zum ,schmelzen kommt1 dergestalt eingeschmolzen werden1 dass sie eine hchst dauerhafte ,malerei von ausgezeichneter ,wirkung darstellen4 ,da die farbigen ,glasflsse durchsichtig oder doch durchscheinend sind1 so werden alle ,glasmalereien auf durchfallendes ,licht berechnet1 und hierin liegt eben der wesentliche ,unterschied zwischen ,glas- und anderen ,malereien4 ,der ,knstler kann ferner beide ,glasflchen zugleich benutzen4 ,die ,oberflche1 welche dem ,beschauenden zugekehrt ist1 enthlt die strksten ,schatten4 ,gewhnlich trgt man auf diese ,seite alle schattirten ,farben auf1 und bringt dagegen die lichten ,partien auf die entgegengesetzte ,seite4 ,die ,farben sind ,metalloxyde1 und zwar zum ,theil dieselben1 die man auch zum ,frben des ,strass anwendet4 ,da den durch ,einbrennen erzeugten ,farben die ,reinheit und das ,feuer abgeht1 das namentlich bei grssern ,glasmalereien zur ,hebung des ,effects unumgnglich ist1 so bedient man sich zu ,draperien1 fr den ,himmel u4 s4 w41 wo grosse gefrbte ,flchen erforderlich sind1 des farbigen und berfangenen ,tafelglases1 und bringt durch ,einbrennen geeigneter dunkler ,farben die nthigen ,schattirungen hervor4 ,die jetzigen ,glasgemlde sind demnach in der ,that ,combinationen von wirklichen ,glasmalereien und ,glasmosaik4 ,diesem ,kunstgriff allein verdanken die ,glasgemlde ihre prachtvolle lebhafte ,colorirung4 ,die in der ,glasmalerei als ,farben angewendeten ,metalloxyde sind usserst mannigfaltig4 ,weiss kommt in alten ,glasmalereien fast nie vor4 ,in der neuern ,malerei wendet man1 vorzglich zum ,mischen der ,fleischtne1 reines ,weiss an4 ,man benutzt hierzu ,zinnoxyd und antimonsaures ,kali4 ,zu ,gelb verwendet man ,neapelgelb oder ,antimongelb1 dann ein ,gemenge von ,eisenoxyd1 ,zinn- und ,antimonoxyd1 von ,antimonsure und ,eisenoxyd1 oder ,chlorsilber oder ein ,gemenge von ,schwefelsilber mit ,schwefelantimon4 ,bleichromat und ,bariumchromat geben ein nicht durchsichtiges ,hellgelb4 ,zu ,roth benutzt man reines ,eisenoxyd 7,wangenroth71 ,goldpurpur und ein ,gemenge von ,goldoxyd1 ,zinnoxyd und ,chlorsilber4 ,braun erhlt man mit ,hlfe von ,manganoxyd1 gelbem ,ocker1 ,umbra und ,ferrochromat4 ,zu ,schwarz verwendet man ,iridiumoxyd1 ,platinoxyd1 ,kobalt- und ,manganoxyd1 zu ,blau ,kobaltoxyd oder ,kalium-,kobalt-,nitrit1 zu helleren ,nancen ein ,gemenge von ,kobaltoxyd1 ,zinkoxyd und ,thonerde1 zu ,grn ,chromoxyd und ,kupferoxyd4 ,man unterscheidet in der ,glasmalerei weiche und harte ,glasfarben4 ,die ersteren1 die man auch ,lackfarben nennt1 sind nicht sehr leichtflssig und verglasen dergestalt1 dass sie aufgestrichenen ,lackfarben hnlich1 ,glanz und ,durchsichtigkeit1 aber auch grosse ,weichheit besitzen2 man malt mit ihnen nur auf die hintere ,seite der ,glastafeln4 ,die ,haupteigenschaften der ,farben fr die vordere ,seite der ,glastafel1 der harten oder auch ,schattenfarben1 sind ,hrte und ,halbdurchsichtigkeit4 ,die ,flsse bestehen aus ,kieselerde1 ,mennige und ,borax4 ,die mit dem ,flussmittel auf das ,innigste gemischte ,farbe wird als feinstes ,pulver mit einem ,bindemittel zusammengerieben1 welches aus dem ,pinsel fliesst1 am ,glase fest anhaftet und sich im ,feuer vollstndig verflchtigt1 ohne aufzublhen oder rissig zu werden4 ,in neuerer ,zeit wendet man als ,vehikel nur therisches ,oel und zwar ,terpentinl an1 rectificirtes und verdicktes1 ersteres nennt man ,dnnl1 letzteres ,dickl4 ,neben dem ,terpentinl benutzt man noch ,lavendell1 ,bergamottl und ,nelkenl4 ,auf der ,glastafel1 auf welcher die ,glasmalerei hergestellt werden soll1 wird das ganze ,bild in seinen ,umrissen und ,schattirungen mit rother1 schwarzer oder brauner ,farbe auf der einen ,flche ausgefhrt und auf der andern mit den auf die einzelnen ,stellen gehrigen ,farben illuminirt1 oder es wird mit den ,glasmalerfarben wie in der ,oelmalerei verfahren1 oder man combinirt beide ,maximen1 indem man jede derselben stellenweise1 je nach dem beabsichtigten ,effecte1 ,platz greifen lsst4 ,alle ,schatten und die in dunklen ,farben ausgefhrten ,umrisse1 so wie das1 was man in der ,oelmalerei ,untermalung nennt1 werden auf der vordern1 dem ,beschauer zugewendeten ,flche ausgefhrt2 die ganze ,stellen illuminirenden ,farben und ,flsse1 besonders ,haupttne1 werden auf der hintern ,flche aufgetragen4 ,mitteltinten1 ,uebergnge und ,abstufungen werden sowol auf der vordern als hintern ,flche aufgetragen4 ,in einzelnen ,fllen trgt man auf beiden ,flchen an den sich entsprechenden ,stellen ,farbe auf1 um durch den ,zusammenklang derselben bei durchfallendem ,lichte besondere ,nancen hervorzubringen4 ,so giebt ,goldgelb auf der einen ,flche und ,purpur auf der andern ,scharlach1 ,blau und ,gelb1 ,grn u4 s4 w4 ,bei ,ueberfangglsern kann man dadurch verschiedene ,schattirungen hervorbringen1 dass man von der gefrbten ,glasschicht durch ,schleifen mit ,smirgel mehr oder weniger nach bestimmten ,umrissen hinwegnimmt1 oder man schleift die farbige ,schicht bis auf das weisse ,glas durch und erzielt dadurch farbige ,verzierungen auf weissem ,grunde4 ,die so gebildeten weissen ,stellen lassen sich auch auf der entgegengesetzten ,seite beliebig frben1 um verschiedene ,effecte hervorzubringen4 ,ebenso lassen sich durch ,bedecken der weissen ,flche eines einseitig berfangenen ,glases mit andern ,tnen besondere ,nancen herstellen1 so gewinnt man eine grne ,nance1 wenn man blaues ,ueberfangglas auf seiner weissen ,flche mit gelber ,silberfarbe berzieht4 ,das ,einbrennen der ,farben geschah nach einer lteren ,methode auf die ,weise1 dass man die ,glastafeln mit trockenem ,kalkpulver in eine eiserne ,pfanne schichtete und diese zum ,rothglhen erhitzte4 ,in neuerer ,zeit wendet man hierzu ,muffelfen an4 ,der ,boden der ,muffel wird etwa einen ,zoll hoch mit ,kalkpulver bedeckt1 darauf kommen vollkommen horizontal die ,glastafeln1 jedoch so1 dass sie weder sich noch die ,muffel berhren4 ,ueber diese ,tafeln kommt eine zweite ,schicht ,kalk1 dann wieder ,glastafeln u4 s4 f4 bis zur ,mitte der ,muffel4 ,das zum ,einbrennen der ,farben erforderliche ,feuer muss auf die ,muffel von allen ,seiten gleichmssig einwirken4 ,glht die ,muffel dunkelroth und zeigen sich auf ,probestreifen die ,farben eingeschmolzen und tadellos1 was nach #f-gstndigem ,feuer der ,fall zu sein pflegt1 so entfernt man das ,feuer und berlsst die ,muffel der ,abkhlung4 ,nach vollstndigem ,erkalten entfernt man die ,glser aus der ,muffel1 reinigt sie mit warmem ,wasser und trocknet sie sorgfltig ab4 ,sidenote3 ,email1 ,beinglas1 ,reisstein- oder ,alabasterglas1 ,eisglas4 ,unter ,email verstand man ursprnglich in der ,glasfabrikation eine ,glasmasse1 gleichviel farblos oder gefrbt1 welche durch ,zinnoxyd undurchsichtig gemacht worden ist4 ,nach einer lteren ,vorschrift stellt man das ,email auf folgende ,weise dar3 ,man oxydirt eine ,legirung aus #ae-ah ,th4 ,zinn und #ajj ,th4 ,blei durch ,erhitzen bei ,zutritt der ,luft1 pulverisirt das ,oxyd und schlmmt es hierauf4 ,das so erhaltene ,gemenge von ,zinnoxyd und ,bleioxyd 7,bleistannat7 wird nun mit einer ,glasmasse gefrittet4 ,eine emailhnliche ,beschaffenheit wird dem ,glase auch durch arsenige ,sure1 ,chlorsilber1 ,calciumphosphat1 ,kryolith1 ,flussspath1 ,natrium-,aluminat und geflltes ,bariumsulfat ertheilt4 ,das bekannte ,beinglas1 ein milchweisses1 schwach durchscheinendes ,glas1 enthlt ,calciumphosphat in ,gestalt weissgebrannter ,knochen1 ,bakerguano1 ,sombrerit oder ,phosphorit4 ,man benutzt es zu ,lampenschirmen1 ,thermometerscalen etc4 ,man erhlt es durch ,versetzen von weissem ,hohlglase mit #aj-bj ,proc4 weissgebrannter ,knochen 7oder entsprechenden ,mengen obengenannter ,mineralphosphate74 ,das ,glas ist nach dem ,schmelzen vollkommen klar und durchsichtig1 erhlt aber die durchscheinende ,beschaffenheit und milchweisse ,farbe in dem ,maasse1 als es bei dem ,verarbeiten mit der ,pfeife angewrmt wird4 ,die milchweisse ,farbe tritt um so mehr hervor1 je fter die ,anwrmung geschieht4 ,es lassen sich auf diese ,weise die ,glser von einer durchscheinenden ,opalfarbe bis zum gesttigten ,milchweiss frben4 ,beinglas ist dadurch charakterisirt1 dass es das knstliche ,licht mit rother ,farbe durchlsst4 ,ein dem ,beinglas hnliches1 aber undurchsichtiges ,glas und von weit edlerem ,schimmer ist das ,alabaster- oder ,opalglas oder1 weil es dem ,reiskorn in seinem optischen ,verhalten hnlich ist1 ,reis- oder ,reissteinglas4 ,es zeigt nicht den rthlichen ,schein des mit ,calciumphosphat bereiteten ,glases4 ,das ,alabasterglas ist keine eigenthmliche ,glasmischung1 sondern nur eine eigenthmliche ,vorstufe des in der ,bildung begriffenen ,glases1 ein sehr kieselerdereiches1 unvollkommen geschmolzenes ,glas1 dessen ,trbung von unaufgelsten ,theilen herrhrt4 ,man wendet bei der ,darstellung des ,alabasterglases denselben ,satz wie zu ,krystallglas an2 so wie der ,satz geschmolzen ist1 wird das ,glas ausgeschpft und abgeschreckt4 ,ist dann eine neue ,portion eingeschmolzen1 so wird das kalte abgeschreckte ,glas darauf gegeben1 dadurch die ,masse abgekhlt und das niedergeschmolzene ,glas bei mglichst geringer ,hitze verarbeitet4 ,die unaufgelsten ,theilchen der ,glasmasse1 welche die ,trbung bewirken1 drfen nur mikroskopisch und weder deutlich unterscheidbare ,krner noch ,blschen sein4 ,darin liegt nun die grosse ,schwierigkeit bei der ,bereitung des ,alabasterglases1 weil eben jene ,unreinigkeiten eigentlich erst mit der vlligen ,durchschmelzung und ,luterung der ,masse verschwinden4 ,man sieht aus dem ,vorstehenden1 dass thatschlich zwischen ,alabasterglas und ,raumur'schem ,porcellan kein ,unterschied existirt4 ,das ,kryolithglas 7,heissgussporcellan1 hot-cast-porcelain71 ein in neuerer ,zeit von ,pittsburg eingefhrtes milchweisses ,glas1 wird nach ,williams durch ,schmelzen eines ,satzes von #fg1ai ,proc4 ,kieselerde1 #bc1hd ,kryolith und #h1ig ,zinkoxyd erhalten4 ,der ,kryolith lsst sich nach ,cheyney durch ,flussspath 7selbstverstndlich wohl unter vollstndiger ,abnderung des ,satzes7 ersetzen1 eben so auch durch ,natrium-,aluminat4 ,benrath 7#ahfi7 fand in solchem ,milchglas ,kieselerde #gj1ja ,proc4 ,thonerde #aj1gh ,natron #ai1ba ------------ #ajj1jj ,proc4 ,ein solches ,glas steht dem franzsischen ,frittenporcellan ziemlich nahe4 ,achatglas erhlt man1 indem man verschieden gefrbte ,glasstcke mit einander bis zum ,zhflssigwerden erhitzt1 dann umrhrt und die ,masse sofort verarbeitet4 ,das ,eisglas 7verre craquel71 eine schne gegenwrtig beliebte ,glasverzierung1 zeigt auf der ,oberflche eine durch natrliche ,sprnge hervorgebrachte ,zerklftung4 ,diese ,sprnge werden durch ,eintauchen des fertigen1 noch glhendheissen ,glasgegenstandes in kaltes ,wasser erzeugt1 durch ,anwrmen unschdlich gemacht und durch ,aufblasen des ,gegenstandes geffnet1 so dass das ,ganze das ,ansehen einer im ,aufthauen begriffenen ,eismasse1 oder einer zerklfteten ausgewitterten ,felsoberflche hat4 ,zuweilen werden die zwischen den ,klften stehen gebliebenen ,erhhungen noch etwas rauh geschliffen4 ,sidenote3 ,hmatinon4 ,bei den ,alten bezeichnete man mit dem ,namen ,hmatinon eine zu ,prunkgefssen1 ,mosaiken etc4 angewendete ,glasmasse1 welche unter anderm von ,plinius erwhnt und ziemlich hufig in den pompejanischen ,nachgrabungen gefunden wird4 ,dieses ,glas ist durch eine schne rothe ,farbe1 welche zwischen der des ,zinnober und der ,mennige liegt1 charakterisirt4 ,es ist undurchsichtig1 hrter als das gewhnliche ,glas1 besitzt grosse ,politurfhigkeit1 muschligen ,bruch und hat ein spec4 ,gewicht von #c1e4 ,durch ,umschmelzen geht die rothe ,farbe verloren und kann durch keinen ,zusatz wiederhergestellt werden4 ,das ,hmatinon enthlt kein ,zinn und ausser ,kupferoxydul keine frbende ,substanz4 v4 ,pettenkofer stellte das ,hmatinon dar durch ,zusammenschmelzen von ,kieselerde1 ,kalk1 gebrannter ,magnesia1 ,bleigltte1 ,soda1 ,kupferhammerschlag und ,eisenhammerschlag4 ,als ein ,theil der ,kieselerde in der ,mischung durch ,borsure ersetzt wurde1 erhielt man eine ,masse1 welche nach dem ,schleifen und ,poliren ,krystallisationen von grosser ,schnheit in einem dunkelrothen1 fast schwarzen ,grunde zeigte4 ,der blulich dichroitische ,schimmer auf dunklem ,grunde ist mit dem ,schimmern von ,sternen auf nchtlichem ,hintergrund zu vergleichen1 weshalb v4 ,pettenkofer dieser boraxhaltigen ,masse den ,namen ,astralit gab4 ,gegenwrtig ist man1 wie behauptet wird1 in der ,herstellung des ,hmatinon so weit gekommen1 dass man diesen ,stoff in beliebigen ,quantitten mit ,sicherheit erzeugen und daraus unter ,beobachtung der nthigen ,vorsichtsmaassregeln ,platten jeder ,art giessen und ,gegenstnde aller ,art mittelst der ,pfeife blasen kann4 ,die ,masse lsst sich leicht formen1 schneiden und schleifen und zeichnet sich durch ,festigkeit und ,hrte aus4 ,sidenote3 ,aventuringlas4 ,das ,aventurin- oder ,aventuringlas1 dem ,hmatinon sehr nahe stehend1 wurde ehedem nur auf der ,insel ,murano bei ,venedig1 gegenwrtig aber in mehreren ,glasfabriken ,deutschland's1 ,italien's1 ,oesterreich's und ,frankreich's dargestellt und zu ,kunst- und ,schmucksachen verarbeitet4 ,es ist eine brunliche ,glasmasse1 in welcher krystallinische ,flittern von metallischem ,kupfer 7nach ,whler1 von ,kupferoxydul nach v4 ,pettenkofer7 fein vertheilt sind1 welche ihr ein eigenthmliches schillerndes ,ansehen geben4 ,das ,aventuringlas ist ziemlich leicht schmelzbar4 ,es bilden sich zuweilen ,kupferschlacken1 welche durch ausgeschiedenes metallisches ,kupfer viel ,aehnlichkeit mit dem ,aventuringlas haben4 ,frmy und ,clemandot stellten ein aventurinhnliches ,glas1 welches reichlich ,krystalle von metallischem ,kupfer enthielt1 dadurch dar1 dass sie ein ,gemisch von #cjj ,th4 gestossenen ,glases1 #dj ,th4 ,kupferoxydul und #hj ,th4 ,hammerschlag zwlf ,stunden lang schmolzen und die ,masse einer langsamen ,abkhlung unterwarfen4 ,die bayerischen und bhmischen ,glashtten liefern heutzutage das ,aventuringlas so schn als frher die ,fabriken in ,murano4 v4 ,pettenkofer hat ,aventuringlas direkt aus ,hmatinon dargestellt1 dadurch1 dass er der schmelzenden ,hmatinonmasse so viel ,eisenfeile zumischte1 dass etwa die ,hlfte des darin enthaltenen ,kupfers reducirt wurde1 welches sich nach lngerem ,schmelzen am ,boden des ,tiegels zu einem ,regulus ansammelt4 ,frischgeschmolzen ist das ,glas tief grnschwarz1 beim langsamen ,abkhlen geht es in wirkliches ,aventuringlas ber4 v4 ,pettenkofer glaubt1 und wie es scheint1 mit vollkommenem ,recht1 dass das ,aventuringlas ein ,gemisch sei von grnem ,eisenoxydulglas mit rothen ,kupferoxydulsilicatkrystallen2 durch die complementre ,aufhebung beider ,nancen entsteht der unbestimmte braune ,ton des ,aventuringlases4 ,das ,eisenoxydul ist deshalb zur ,darstellung des ,aventuringlases ebenso unentbehrlich und wesentlich1 wie das ,kupferoxydul1 denn das ,aussehen des ,aventuringlases ist so zu sagen die diagonale ,wirkung der optischen ,krfte beider4 ,man wird deshalb stets ,aventurin erhalten1 wenn man in einer nicht zu strengflssigen ,glasmasse ein ,gemenge von gleichen ,theilen ,eisenoxydul und ,kupferoxydul auflst und nach erfolgter ,auflsung die ,glasmasse unter ,umstnden abkhlen lsst1 welche der ,entstehung von ,krystallen gnstig sind4 ,das ,kupferoxydul wird sich beim langsamen ,abkhlen als eine krystallinische rothe ,verbindung ausscheiden1 das ,eisenoxydul wird im ,glase mit grner ,farbe aufgelst bleiben4 ,wie ,pelouze gefunden hat1 lsst sich durch reichlichen ,zusatz von ,kaliumchromat zum ,glassatz in ,folge von ,abscheidung von ,flittern von ,chromoxyd ,chrom-,aventurin darstellen1 ein ,glassatz1 der indessen von ,a4 ,wchter im ,jahre #ahdi schon zu ,porcellanglasur in ,vorschlag gebracht worden war4 ,sidenote3 ,glasincrustationen4 ,die ,glasincrustationen entstehen1 wenn ,reliefgegenstnde aus schwachgebranntem1 unglasirtem weissen ,thon oder aus ,specksteinmasse zwischen glhend auf einander gelegte ,bleiglasschichten eingeschlossen werden4 ,dadurch erhlt der ,reliefgegenstand das ,ansehen1 als wenn er von mattem ,silber wre4 ,dieser silberartige ,glanz rhrt von einer geringen ,menge ,luft her1 welche sich zwischen der ,thonflche und dem ,glas befindet4 ,die ,kunst des ,incrustirens wurde vor etwa #hj ,jahren von einem bhmischen ,glasfabrikanten erfunden und zwar zufllig durch ,beobachtung des silberartigen ,glanzes eines ,thautropfens auf einem filzigen ,pflanzenblatte4 ,es gelang ihm1 denselben ,effect auch im ,glas hervorzubringen4 ,hat der ,glasberzug eine passende gelbe ,farbe1 so erhlt der ,reliefgegenstand das ,ansehen von mattem ,golde4 ,sidenote3 ,filigranglas4 ,mit dem ,namen ,faden- oder ,petinetglas 7,filigranglas7 bezeichnet man jene ,glasarbeiten1 deren ,krper neben einander hinlaufende oder scheinbar gewebeartig sich kreuzende1 undurchsichtige weisse oder farbige ,fden zeigen4 ,die ,herstellung dieser ,glasart beruht im ,wesentlichen auf dem ,umstande1 dass ein kurzer dicker ,glasstab ohne ,vernderung seiner runden oder eckigen ,form im rothglhenden ,zustande bis zur ,dicke eines ,haares und noch feiner ausgezogen werden kann4 ,bei der ,fabrikation von ,petinetglas taucht man ,stbe von undurchsichtigem oder farbigem ,glase in undurchsichtiges ,glas und zieht dieselben so dnn1 als man sie zu der jedesmaligen ,verwendung haben will4 ,man verbindet auch wol mehrere ,stbe mit einander und zieht dieselben zu einem ,faden aus1 in welchem mehrere ,fden neben einander herlaufen4 ,dreht man diesen ,faden hnlich einem ,strick1 so laufen die darin enthaltenen ,streifchen in ,schraubenwindungen sich scheinbar kreuzend neben einander her1 ganz mit dem ,ansehen eines lockern ,gewebes 7,petinet74 ,verbindet man eine ,anzahl solcher ,stbe zu einem hohen ,cylinder1 so hat man ein ,gefss1 welches vor der ,vollendung noch im ,ganzen gedreht werden kann1 so dass die einzelnen ,fden abermals ,spiralen um den ,umfang des ,gefsses bilden4 ,nimmt man zwei solche ,rhren1 welche in entgegengesetzter ,richtung gedreht sind und in der ,grsse1 dass sie in einander geschoben werden knnen1 erhitzt dieselben und bildet daraus ein ,gefss1 so nimmt dasselbe das ,ansehen eines zarten regelmssigen ,gewebes an2 da sich aber die ,stbchen nur an den erhabenen ,punkten berhren1 an den tiefer liegenden ,stellen aber etwas ,luft eingeschlossen wird1 die sich durch die ,erhitzung gleichmssig ausdehnt1 so entstehen an den ,berhrungspunkten runde ,luftblschen1 welche wesentlich zur ,verschnerung des ,effectes des ,ganzen beitragen4 ,die ,luftblasen machen das ,wesen des reticulirten ,glases aus1 welches aus kleinen ,luftblschen gebildete netzfrmige ,gewebe eingeschlossen enthlt4 ,sidenote3 ,millefioriarbeiten4 ,das ,millefiori stellt die bekannten mosaikartigen ,glasarbeiten 7,briefbeschwerer1 ,messerschalen1 ,stockknpfe u4 s4 w47 dar1 bei denen die mannigfaltigsten farbigen ,muster in eine ,umhllung von ,krystallglas eingeschlossen sind4 ,die ,herstellung des ,millefioriglases beruht ebenso wie die des ,petinetglases auf dem ,umstande1 dass ein ,glasstab ohne ,vernderung seiner runden oder eckigen ,form im zhflssigen ,zustande bis zur ,dicke eines ,haares und noch feiner ausgezogen werden kann4 ,rollt man z4 ,b4 einen ,glasstab von rother ,farbe und taucht denselben sodann nacheinander in weisses1 blaues und grnes ,glas1 so wird der ,stab auf dem ,querdurchschnitte einen rothen ,kern mit einem weissen1 blauen und grnen ,ringe umgeben zeigen4 ,wird dieser runde ,stab im erhitzten ,zustande an den ,seiten mit einem eisernen ,instrumente regelmssig eingedrckt1 so wird er im ,querschnitt einen ,stern bilden1 der eine rothe ,scheibe mit farbigen ,zickzacklinien umgeben enthlt4 ,die ,herstellung der ,millefioriverzierungen geschieht auf folgende ,weise3 ,man fertigt zuerst sogenannte ,elemente1 nmlich einfache ,anordnungen von verschieden gefrbten und geformten ,glasstben1 die dann beliebig combinirt werden knnen4 ,zu diesem ,behufe nimmt man beispielsweise einen kurzen und dicken ,glasstab aus rothem ,glase und umgiebt ihn mit sechs ,fden von blauem ,glase und formt diese mit ,hlfe einer ,zange so1 dass ihre ,querschnitte ,dreiecke zeigen4 ,die ,zwischenrume zwischen diesen ,fden fllt man mit ,zinnoxyd versetztem und daher undurchsichtigem weissen ,glase aus1 welches die ,grundmasse bildet4 ,das ,ganze ist nun mit ,hlfe dieser ,grundmasse zu einem ,stab vereinigt1 der alle einzelnen ,theile1 aber in grossem ,maassstabe enthlt4 ,wird nun das ,stck bis zum ,erweichen erwrmt und in die ,lnge gezogen1 bis er nur noch #a1be-b ,centimeter dick ist1 so werden sich alle ,theile des ,elementes entsprechend verkleinern1 ohne jedoch ihre gegenseitige ,lage zu verndern4 ,der ,querschnitt wird daher die ursprngliche ,zeichnung mit grosser ,regelmssigkeit und ,schrfe zeigen4 ,dreht man die ,elemente whrend des ,ausziehens1 so bilden sich ,spiralen1 welche wieder vielfach abgendert werden knnen u4 s4 f4 ,das ,element wird mittelst ,meissel und ,hammer in kurze ,endchen getheilt4 ,bei den einfachen ,millefioriarbeiten werden auf einer stark erhitzten ,krystallglasplatte von dem ,element kurze ,theilchen 7,scheibchen von #a-b ,centimeter ,dicke7 zu einem grsseren ,muster zusammengelegt1 das durch eine darber gelegte heisse ,krystallglasplatte eingeschlossen wird4 ,hohle ,gefsse1 ,flaschen und dergleichen werden erst kleiner geblasen1 als sie werden sollen1 und nachdem die farbigen ,scheiben zu ,mustern aufgelegt sind1 wieder in flssiges ,glas getaucht und fertig geblasen1 oder man bringt die ,muster wirklich zwischen doppelte ,gefsswnde4 ,eine der beliebtesten ,millefioriarbeiten sind die bhmischen kugelfrmigen ,schwersteine mit eingeschlossenen ,blumen oder andern bunten ,gegenstnden1 die man auf folgende ,weise herstellt3 ,nachdem die ,elementenscheibchen in der gehrigen ,ordnung zusammengelegt sind und dann ein an einer ,eisenstange aufgenommener ,glasklumpen in zhflssigem ,zustande darauf gedrckt wurde1 taucht der ,arbeiter das ,ganze wieder in die geschmolzene ,glasmasse des ,hafens1 damit sich eine kugelfrmige ,glasmasse darber bildet1 welche nach dem ,erstarren und ,abkhlen1 wenn es erforderlich erscheint1 noch durch ,schleifen in die erforderliche ,form gebracht wird4 ,sidenote3 ,glasperlen4 ,man unterscheidet zwei ,arten von unchten ,perlen oder ,glasperlen1 nmlich massive oder geschmolzene1 und hohle oder geblasene4 ,die erstern fhren auch den ,namen ,venetianer ,perlen1 weil sie frher vorzugsweise in ,venedig gefertigt wurden4 ,bei der ,herstellung der kleinen ,venetianer ,perlen bedient man sich der in den ,glashtten auf der ,insel ,murano bei ,venedig verfertigten hohlen ,glasstngelchen oder ,glasrhrchen1 die #a ,centimeter etwa dick sind und deren ,hhlung ungefhr den dritten oder vierten ,theil ihrer ,dicke weit ist4 ,diese ,rhren bestehen theils aus weissem und gefrbtem ,beinglas und theils aus mit ,zinnoxyd bereitetem ,emailglas1 welches durch ,zusatz frbender ,metalloxyde mit allen mglichen ,farben versehen werden kann#ib4 #ib ,der ,export von ,glasperlen aus ,venedig reprsentirte im ,jahre #ahfh #g1gee1jjj ,frcs4 ,sidenote3 ,massive ,perlen4 ,um aus diesen ,rhren die ,glasperlen zu machen1 werden die ,rhren in kleine ,stckchen zerlegt4 ,die abgeschnittenen ,stckchen werden gesiebt4 ,nun sind die ,stckchen aber noch nicht kugelfrmig1 sondern vielmehr kleine scharfkantige ,cylinder1 die noch abgerundet werden mssen1 weil sie sonst den ,faden durchschneiden wrden4 ,zu diesem ,zwecke wirft man die ,glasstckchen in ein ,gefss1 in welchem sich ,kohlenpulver befindet und rhrt sie darin um1 damit ihre ,hhlung mit ,kohlenpulver sich anflle und dadurch das ,zuschmelzen in der ,folge verhindert werde4 ,darauf bringt man sie in fast bis zum ,glhen erhitzte weite eiserne ,gefsse mit flachem ,boden und rhrt sie mit einem eisernen ,spatel unablssig um4 ,die scharfen ,kanten der ,stckchen erweitern und runden sich durch des bestndige ,umrhren ab4 ,sobald dies geschehen ist1 lsst man sie abkhlen1 wscht sie in reinem ,wasser unter starkem ,umrhren und trocknet sie4 ,auf andern ,htten werden die ,glasstckchen in einem ber dem ,feuer befindlichen kaffeetrommelhnlichen ,apparat abgerundet4 ,zuletzt werden die fertigen ,perlen in ,schnre gefasst4 ,im bayerischen ,fichtelgebirge stellte man gewickelte ,perlen dar1 indem der ,arbeiter mit einem langen eisernen ,stabe1 der in eine konische ,spitze ausluft und dessen ,spitze mit ,thonschlicker berzogen ist1 in geschmolzenes ,glas taucht4 ,hat er davon die erforderliche ,menge aufgenommen1 so dreht er den ,stab so lange1 bis die aufgenommene ,glasmasse eine rundliche ,gestalt angenommen1 die nach dem ,erstarren von dem ,glase abgestossen wird und nun eine ,perle bildet4 ,sidenote3 ,hohle ,perlen4 ,ganz verschieden von den ,venetianer ,perlen sind die hohlen oder geblasenen ,perlen1 welche den chten ,perlen in ,gestalt1 ,glanz1 ,farbe und ,gltte sehr nahe kommen und um das ,jahr #afef von einem franzsischen ,paternostermacher ,jaquin erfunden wurden4 ,jaquin bemerkte1 dass1 als ,weissfische 7,cyprinus alburnus1 ablettes71 mit ,wasser gewaschen wurden1 aus dem ,wasser sich beim ruhigen ,stehen ein ,bodensatz1 aus den ,bauchschuppen bestehend1 abschied1 welcher den schnsten ,perlenglanz besass4 ,diese ,beobachtung war die ,veranlassung zur ,fabrikation der knstlichen ,perlen4 ,jaquin schuppte die ,fische ab und nannte die ,mischung der ,schuppen mit ,wasser orientalische ,perlenessenz#ic 7,essence d'orient74 ,anfnglich berzog er damit kleine ,kugeln aus ,gyps oder aus einem andern erhrteten ,teige4 ,weil aber dieser ,ueberzug beim ,erwrmen oder ,feuchtwerden sich von den ,kgelchen absonderte1 so kam er bald darauf1 feine ,glaskugeln nach ,art der ,spiegel inwendig mit der ,perlenessenz zu berziehen4 ,so fertigt man noch heute die unchten ,perlen4 #ic ,die perlglnzende ,substanz soll identisch sein mit ,guanin4 ,die ,gestalt der ,perlen ist bald kugelrund1 bald olivenfrmig1 bald mandelfrmig1 bald endlich kreisrund oder platt4 ,die ,perlen werden aus ,glasrhren von verschiedener ,dicke geblasen4 ,das ,ausbrechen der ,oeffnungen bei den feinen ,sorten geschieht wechselsweise mit den ,rhren selbst1 deren eine immer zu diesem ,ende an die bereits geformte ,perle angeschmolzen wird4 ,die meisten ,perlen werden rund gemacht2 die sogenannten ,kropfperlen aber erhalten die ,auswchse dadurch1 dass der ,arbeiter mit dem an dem einen ,ende rothglhenden ,glasrohre die ,perle schnell berhrt und so das ,hervorragende auswrts zieht oder einzelne ,stellen der ,glaskgelchen an die ,flamme hlt und schwach in die ,rhre blst1 wodurch kleine ,erhhungen entstehen4 ,sind die ,perlen so weit fertig1 so wird ihre innere ,flche mit ,perlenessenz berzogen4 ,es gehren mehr als #djjj ,fische dazu1 um ein ,pfund ,schuppen zu erhalten und diese geben noch nicht ganz #abj ,grm4 der ,perlenessenz1 so dass mithin #ah-bj1jjj ,fische zu einem ,pfunde dieser ,essenz erforderlich sind4 ,man schuppt blos die weissen silberglnzenden ,schuppen von den ,fischen ab1 weicht sie einige ,stunden in frisches ,wasser ein1 um den an den ,schuppen sitzenden ,schleim abzusondern1 bringt dann die ,schuppen in einen ,mrser mit ,wasser und reibt sie eine ,viertelstunde lang durch2 darauf presst man die ,flssigkeit durch ein leinenes ,tuch und lsst sie ruhig stehen4 ,die ,perlenessenz scheidet sich am ,boden der ,glser aus2 sie wird nochmals mit ,wasser ausgewaschen und darauf mit etwas ,ammoniak und ,hausenblasenlsung gemischt1 aufbewahrt4 ,durch den ,zusatz des ,ammoniaks soll das ,verderben der ,flssigkeit verhtet werden4 ,um die ,perlen auf ihrer ,innenseite mit dieser ,essenz zu berziehen1 saugt man mit einer zu einer feinen ,spitze ausgezogenen ,glasrhre etwas ,essenz auf1 bringt die ,spitze in die ,oeffnung einer ,perle und blst etwas ,flssigkeit in dieselbe2 man bewegt sie dabei nach allen ,seiten1 damit sie die ,perle berall berziehe1 dann mischt man sie in einem mit ,pergament berzogenen ,siebboden und schttelt sie bestndig1 bis sie trocken sind4 ,nun kommen die ,perlen in den ,trockenraum4 ,um sie dauerhafter und schwerer und die ,perlenmasse an der inneren ,seite haltbarer zu machen1 fllt man sie noch mit ,wachs aus4 ,die mit ,wachs angefllten ,perlen werden durchbohrt und zum ,verkaufe auf ,fden gezogen4 ,in die rothen ,perlen1 welche die ,korallen nachahmen sollen1 in die gelben u4 s4 w4 werden mit arabischem ,gummi angemachte ,farben1 in die metallisch glnzenden ,marcasit- oder ,spiegelperlen wird eine leichtflssige ,legirung eingeblasen4 ,sidenote3 ,hyalographie4 ,die ,kunst in ,glas zu tzen ist im ,jahre #afgj von dem ,nrnberger ,knstler ,heinrich ,schwankhardt 7oder ,schwanhard7 erfunden worden4 ,sie wird auf folgende ,weise ausgefhrt3 ,uebergiesst man ,flussspathpulver mit concentrirter ,schwefelsure1 so entwickelt sich beim ,erwrmen ,fluorwasserstoffsure ,fl,h1 welche1 wenn sie mit ,glas zusammenkommt1 sich mit der ,kieselerde des ,glases umsetzt zu ,fluorsilicium ,si,fl#b1 welches zum grssten ,theile entweicht1 und zu ,wasser4 ,auf den angegriffenen ,stellen bleiben die brigen ,bestandtheile des ,glases als ein lockeres ,pulver zurck1 welches mit ,leichtigkeit hinweggenommen werden kann4 ,die erste ,idee1 auf ,glasplatten zum ,abdrucken sich eignende ,zeichnungen einzutzen1 rhrt von ,hann zu ,warschau 7#ahbi7 her4 ,in neuerer ,zeit 7#ahdd7 ist der ,glasdruck oder die ,hyalographie von ,bttger und ,bromeis wieder angeregt und in der k4 k4 ,staatsdruckerei in ,wien durch deren frheren ,vorstand von ,auer weiter ausgebildet worden4 ,zu ,aetzungen in ,glas lsst sich der gewhnliche ,aetzgrund fr ,metalle nicht wol verwenden1 da er durch die ,flusssure von der ,glasplatte abgelst wird4 ,nach der ,methode ,piil's besteht der zweckmssigste ,radirgrund aus einer ,auflsung eines geschmolzenen ,gemenges von ,asphalt und ,wallrath in ,terpentinl 7,strichgrund7 oder eines ,gemenges von #a ,th4 ,asphalt mit #a ,th4 ,colophonium und so viel ,terpentinl1 bis die ,masse ungefhr ,syrupconsistenz erhlt 7,deckgrund74 ,die zu tzende ,glasplatte wird mit dem ,aetzgrund berzogen1 mit einem ,wachsrande oder mit in ,wachs getauchten ,holzleisten umgeben1 damit man die flssige ,flusssure aufgiessen kann1 welche man so lange einwirken lsst1 bis die feinsten ,striche die hinreichende ,tiefe erlangt haben4 ,man entfernt hierauf die ,flusssure1 wscht die ,glasplatte mit ,wasser1 trocknet sie sorgfltig1 berzieht die hinreichend tief getzten ,stellen mit ,aetzgrund und lsst auf die noch tiefer zu tzenden frische ,flusssure einwirken1 wodurch bei regelrechter ,wiederholung eine gengende ,abstufung in der ,tiefe der einzelnen ,striche erzielt werden kann4 ,whrend ,bromeis und ,r4 ,bttger angeben1 dass bei der vollkommenen ,gleichmssigkeit der ,glasmasse ein ,unterfressen weit weniger zu frchten sei1 als bei ,kupfer oder ,stahl1 machte man in ,wien die ,beobachtung1 dass die ,flusssure mehr als jedes andere ,aetzmittel die ,eigenschaft habe1 sich zwischen der ,platte und dem ,aetzgrunde einzukeilen1 in welcher ,eigenschaft hauptschlich auch der ,grund liege1 dass die ,hyalographie bis jetzt noch keine rechte praktische ,anwendung gefunden habe4 ,die getzte ,platte wird durch ,erwrmen und ,behandeln mit ,terpentinl von dem ,deckgrunde befreit4 ,zum ,abdrucken eignet sich die lithographische ,presse vorzugsweise4 ,damit die ,platte unter der ,presse nicht springe1 kittet man sie auf eine grssere gusseiserne oder hlzerne ,platte4 ,als ,kitt wendet man fr grssere ,platten ein ,gemenge von frischgebranntem ,gyps und ,leim an1 fr kleinere dagegen benutzt man mit ,vortheil ein ,gemisch von ,pech und ,bolus4 ,die ,zeichnungen der ,platten werden ausserordentlich rein und zart wiedergegeben1 jedoch leiden sie an einer gewissen ,hrte und ,starrheit1 was bei dem ,glas schwer zu beseitigen sein mchte1 whrend bei ,anwendung von ,kupfer und ,stahl mit dem ,grabstichel nachgeholfen werden kann4 ,scheint auch das ,glas als ,material fr ,kunstleistungen nicht sehr geeignet1 so wird es sich doch vortheilhaft fr die ,herstellung von ,landkarten1 ,banknoten u4 s4 w4 verwenden lassen4 ,das ,glastzen zu decorativen ,zwecken wird gleichfalls mit ,fluorwasserstoffsure ausgefhrt4 ,nach dem ,verfahren von ,tessi du ,motay und ,marchal in ,metz erzeugt man die ,sure am besten in einem ,bade aus #bej ,grm4 ,fluorwasserstoff-,fluorkalium1 #a ,liter ,wasser und #bej ,grm4 gewhnlicher ,salzsure4 ,zum ,matttzen und zum ,mattschreiben auf ,glas empfiehlt ,kessler eine ,lsung von ,fluorammon1 die in der ,that zum ,etiquettiren von ,flaschen1 ,cylindern1 ,rhren u4 s4 w4 gute ,dienste leistet4 -- ,die ,keramik oder die ,thonwaarenfabrikation4 ,sidenote3 ,thon und dessen ,verarbeitung4 ,sidenote3 ,feldspath4 ,sidenote3 ,thon4 ,sidenote3 ,kaolin oder ,porcellanerde4 ,sidenote3 ,allgemeines ber ,thonarten4 ,zu den wichtigsten ,thonerdeverbindungen1 die wir in der ,natur vorfinden1 gehren die ,feldspathe4 ,diese ,mineralien bilden ein wichtiges ,glied der ,gebirge und treten als wesentliche ,gemengtheile der gneusartigen1 granitischen und porphyrartigen ,gesteine auf4 ,aus ,feldspath1 ,glimmer und ,quarz besteht berwiegend die ,schicht des ,urgebirges1 welche unsern ,erdkrper umgiebt4 ,der ,kaliumfeldspath 7#c,si _/ ,al,k7 ,o#h 7mit #fe1d ,kieselerde1 #ah ,thonerde und #af1f ,kali7 fhrt den ,namen ,orthoklas2 ist das ,kalium durch ,natrium vertreten1 so heisst der ,feldspath ,albit4 ,viele ,feldspathe enthalten ,barium 7nach ,alex4 ,mitscherlich #j1d-b1be ,proc474 ,wenn der ,feldspath 7oder manche ,varietten von ,amphibol und ,pyroxen7 unter dem ,einflusse von ,wasser1 ,kohlensure und ,temperaturverhltnissen verwittert1 so wird ,kaliumsilicat frei1 das ausgewaschen und zum ,theil von den ,pflanzen aufgesogen wird und als die ,hauptquelle alles ,kalis in den ,aschen der ,vegetabilien anzusehen ist1 zum ,theil aber auch durch ,kohlensure zersetzt wird1 wodurch sich ,kieselsure ausscheidet1 whrend ,kaliumcarbonat gelst wird4 ,in ,folge dieser ,zersetzung ist dem ,rckstand stets unverbundene 7in ,kali lsliche7 ,kieselsure beigemengt1 welche auch zuweilen zur ,bildung von ,opal1 ,chalcedon und ,hornstein ,veranlassung gab#id4 ,das zurckbleibende ,aluminiumsilicat bildet den sogenannten ,thon1 dessen wesentlichster ,bestandtheil eben ,aluminiumsilicat ist4 ,der am ,orte seiner ,entstehung lagernde ,thon giebt1 mit ,wasser angerhrt1 nur eine sehr wenig plastische ,masse2 man nennt die ,thonart ,kaolin oder ,porcellanerde1 sie findet sich hufig in ,trmmern des ,urgebirges1 mit ,quarz und auch mit ,glimmer und desgl4 gemengt1 was ihre ,bildung aus dem ,feldspath eines ,granits1 eines ,porphyrs u4 s4 w4 anzeigt4 ,wenn diese ,thonart durch ,ueberschwemmungen fortgerissen und wieder abgelagert wird1 so bildet sich der ,thon1 welcher mit ,wasser die bekannte knetbare ,masse bildet4 ,die chemische ,zusammensetzung der verschiedenen ,kaoline und ,thone ist eine verschiedene1 schon aus dem ,grunde1 weil sich darin ausser der eigentlichen plastischen ,substanz die vorhin erwhnten mechanischen ,beimengungen finden4 ,sobald aber diese ,beimengungen theils durch ,schlmmen1 theils durch ein kurzes ,kochen mit ,kalilauge 7wodurch die freie ,kieselerde beseitigt wird7 entfernt worden sind1 findet man in den meisten ,fllen1 dass die reine plastische ,masse auf #a ,molek4 ,kieselerde1 #a ,molek4 ,thonerde und #b ,molek4 ,wasser enthlt4 ,die ,menge der freien ,kieselsure schwankt zwischen #a-ad ,proc4 #id ,so finden sich z4 ,b4 in der ,porcellanerde von ,oberzell bei ,passau ,knollen von ,opal und ,halbopal2 auch der sogenannte ,knollenstein in dem zersetzten ,porphyr der ,umgegend von ,halle drfte auf hnliche ,weise entstanden sein4 ,die ,verwitterung des ,feldspathes lsst sich durch folgendes ,schema verdeutlichen3 #a ,molek4 ,feldspath ,si#c,o#h,k,al oder #c,si ,o#h ,al,k giebt unter ,mitwirkung von ,wasser #a ,molek4 ,porcellanerde #b,si,o#d;,h,al und #a saures ,kaliumsilicat1 welches letztere sich zum ,theil in der ,weise zersetzt1 dass ,kieselerde ausgeschieden wird und eine lsliche ,verbindung 7von der ,zusammensetzung des ,wasserglases7 zurckbleibt4 ,bekannte ,fundorte1 auf welchen die ,porcellanerde bauwrdig angetroffen wird1 sind #a7 im ,knigreiche ,bayern1 die ,umgegend von ,aschaffenburg 7,spessart71 ferner ,stollberg1 ,diendorf1 ,oberedsdorf und einige andere ,ortschaften im ,regierungsbezirke ,niederbayern2 ausserdem bei einigen ,orten ,oberfrankens 7,schwefelgosse1 ,brand1 ,niederlamitz1 ,gpfersgrn7 und der ,oberpfalz 7,beratzhausen und ,ehefeld bei ,amberg74 ,die bei ,wegscheid in ,niederbayern sich findende und durch ,verwitterung von ,gneus 7von ,porcellanspath nach ,fuchs7 entstandene wird gewhnlich ,passauer ,porcellanerde genannt4 ,material der ,porcellanfabrik zu ,nymphenburg4 #b7 ,im ,knigreiche ,preussen1 ,morl und ,trotha bei ,halle4 ,zersetzter ,porphyr4 ,material der ,berliner ,porcellanfabrik4 #c7 ,im ,knigreiche ,sachsen1 ,aue bei ,schneeberg 7gegenwrtig erschpft7 und ,seilitz bei ,meissen4 ,erstere ist durch ,verwitterung von ,granit1 letztere aus ,porphyr entstanden4 ,die ,seilitzer ,erde wird auf der ,meissner ,porcellanfabrik verarbeitet4 #d7 ,in der ungarisch-sterreichischen ,monarchie1 ,brenditz in ,mhren1 ,zedlitz bei ,karlsbad in ,bhmen1 ,prinzdorf in ,ungarn4 #e7 ,in ,frankreich1 ,st4 ,yrieux bei ,limoges4 ,zerstrtes ,gneusgebirge4 #f7 ,in ,england1 ,st4 ,austle in ,cornwall4 ,verwitterter ,granit4 ,der cornish stone1 der in den ,thondistricten ,englands eine grosse ,rolle spielt1 ist halb verwitterter ,pegmatit1 eine aus ,orthoklas und ,quarz gemengte ,felsart4 ,er findet sich zu ,tregoning-,hill bei ,helstone und zeichnet sich durch einen ,gehalt an kieselsaurem ,kali aus1 weshalb er auch zur ,glasur verwendet werden kann4 #g7 ,in ,china4 ,es liegt in der ,natur der ,sache1 dass je nach der ,natur des ,muttergesteins1 durch dessen ,verwitterung der ,thon entstanden ist1 der ,thon mit fremden ,substanzen verunreinigt sein muss4 ,von der ,qualitt und ,quantitt dieser fremden ,krper1 so wie von dem sehr verschiedenen ,verhltnisse zwischen den ,hauptbestandtheilen eines jeden ,thones -- ,kieselsure und ,thonerde -- rhren die grossen ,verschiedenheiten in den ,eigenschaften des ,thones her4 ,die in den geringeren ,thonarten sich findenden ,verunreinigungen sind3 ,sand 7theils in ,form von wirklichem ,quarzsandstein1 als in ,kali lsliche ,kieselsure1 theils auch ,trmmer unzersetzter ,mineralien71 ,barytverbindungen1 ,magnesium- und ,calciumcarbonat1 ,eisenoxyd1 ,schwefelkies und organische ,ueberreste4 ,der im jngeren ,gebirge und besonders im aufgeschwmmten ,lande vorkommende ,thon ist weit hufiger als die ,porcellanerde4 ,sidenote3 ,technisch wichtige ,eigenschaften des ,thones4 ,sidenote3 ,farbe4 ,fr die technische ,verarbeitung des ,thones wichtige ,eigenschaften sind ,farbe1 ,plasticitt 7,bindevermgen7 und ,feuerfestigkeit 7,strengflssigkeit74 ,im ,naturzustande ist die ,farbe des ,thones eine weisse1 gelbliche1 bluliche oder graugrne4 ,reiner ,thon ist weiss2 die ,farben rhren daher von ,beimengungen her4 ,weisser ,thon enthlt zuweilen geringe ,mengen von ,eisenoxydul und wird nach dem ,brennen gelblich oder rthlich1 farbiger dagegen1 dessen ,frbung von der ,gegenwart organischer ,substanzen herrhrt1 brennt sich hufig durch ,verflchtigung der ,verunreinigungen weiss4 ,die brigen gefrbten ,thone verndern beim ,brennen ihre ,farbe und werden rthlich oder rthlichgelb4 ,feinere ,thonarbeiten knnen nur aus sich weiss brennendem ,thone dargestellt werden4 ,sidenote3 ,plasticitt4 ,sidenote3 ,schmelzbarkeit4 ,der ,thon saugt begierig ,wasser ein und bildet damit eine zhe ,masse1 die knet- und formbar 7bildsam oder plastisch7 und zur ,annahme feiner ,eindrcke geeignet ist4 ,es ist klar1 dass die ,bildsamkeit eines ,thones von der ,menge des vorhandenen plastischen ,thones abhngig ist und dass dieselbe abnehmen muss1 wenn der ,thon einen nicht bildsamen ,gemengtheil enthlt4 ,die ,plasticitt eines ,thones wird am meisten beeintrchtigt durch ,sand1 weniger durch ,kalk1 am wenigsten durch ,eisenoxyd4 ,thone1 die im hohen ,grade bildsam sind1 nennt man fett und lang 7weil sie im angemachten ,zustande sich schlpfrig anfhlen und sich ziehen lassen1 ohne sofort abzureissen72 den ,gegensatz bilden die mageren und kurzen ,thone1 die sich rauh anfhlen1 leicht abreissen und nur wenig ,bildsamkeit besitzen4 ,alle ,thonarten schwinden1 d4 h4 sie nehmen sowohl beim ,trocknen1 als auch beim ,brennen ein geringeres ,volumen ein1 woher es geschieht1 dass die ,form der ,gegenstnde entweder sich verzieht oder der ,thon reisst4 ,ein und derselbe ,thon schwindet um so mehr1 je feuchter er gewesen und je lnger die ,einwirkung der ,hitze gewhrt hat4 ,die fetten ,thone schwinden mehr als die mageren4 ,die ,verkleinerung der ,oberflche durch das ,schwinden variirt von #ad bis zu #ca ,proc41 die der ,capacitt 7des ,inhaltes7 von #bj bis #dc ,proc4 ,durch das ,brennen nimmt die ,dicke und die ,hrte eines ,thones oft bis zu dem ,grade zu1 dass er am ,stahl ,funken giebt4 ,seine ,eigenschaft1 mit ,wasser eine plastische ,masse zu bilden1 hat er gnzlich verloren4 ,reiner ,thon 7,aluminiumsilicat7 ist fr sich nicht schmelzbar 7feuerfest71 durch ,beimengungen wie ,kalk1 ,eisenoxyd und andere ,basen wird aber der ,thon mehr oder weniger leicht schmelzbar4 ,nach den ,untersuchungen von ,e4 ,richters 7#ahfh7 wird die ,feuerbestndigkeit eines ,thones am meisten beeintrchtigt durch ,magnesia1 weniger durch ,kalk1 noch weniger durch ,eisenoxyd1 am wenigsten durch ,kali4 ,schmelzbarer ,thon kann begreiflicherweise nicht zur ,fabrikation solcher ,thonwaaren benutzt werden1 welche sehr hart sein mssen wie das ,porcellan oder wie feuerfeste ,steine und ,schmelztiegel beim ,gebrauch einer hohen ,temperatur ausgesetzt werden4 ,einige schwer schmelzbare und feuerfeste ,thonarten sintern bei der hchsten ,brennhitze zusammen1 wodurch die ,masse geflossen 7aufgelst7 erscheint und nicht mehr an der ,zunge haftet4 ,bei der ,fabrikation gewisser ,thonwaaren ruft man die ,neigung des ,zusammensinterns durch geeigneten ,zusatz eines ,flussmittels hervor oder befrdert sie hierdurch4 ,sidenote3 ,eintheilung der ,thonarten4 ,die ,thonarten1 welche in der ,keramik ,anwendung finden1 pflegt man einzutheilen in #a7 feuerfeste 7,porcellanerde und plastischer ,thon71 #b7 schmelzbare 7gemeiner ,tpferthon1 ,walkererde71 #c7 kalkige oder aufbrausende 7,mergel1 ,lehm71 #d7 ockerige ,thone 7,rthel1 ,bolus1 ,ocker74 ,neben der oben angefhrten ,porcellanerde 7,kaolin7 ist der feuerfeste ,thon 7,porcellanthon1 ,kapselthon1 ,pfeifenthon1 plastischer ,thon7 die wichtigste ,thonart2 er ist verschieden gefrbt1 sehr zhe1 im hohen ,grade plastisch1 brennt sich weiss und ist im ,porcellanofenfeuer nicht schmelzbar4 ,gewhnlich kommt er in tertiren ,ablagerungen vor1 bald ist er von anderen ,thonarten1 bald von ,quarzsandmassen1 zuweilen von ,braunkohlenlagern begleitet4 ,fr die ,praxis ist es wichtig1 zu wissen1 dass oft ,thone von demselben ,lager und von derselben ,grube bedeutende ,verschiedenheiten in dem ,grade der ,feuerbestndigkeit darbieten1 deren ,ursache in neuerer ,zeit insbesondere von ,c4 ,bischof1 ,otto sen4 und ,th4 ,richters vom experimentellen und von ,a4 ,trrschmidt vom praktischen ,standpunkte aus zu ergrnden versucht wurde4 ,die ,lager bei ,klingenberg am ,main 7in ,unterfranken71 am ,rhein 7,coblenz1 ,cln1 ,lautersheim und ,vallendar71 ,wiesloch in ,baden1 ,bunzlau in ,schlesien1 ,schwarzenfeld 7bei ,schwandorf71 ,amberg1 ,kemnath und ,mitterteich in ,bayern1 ,grossalmerode in der ,provinz ,hessen1 zu ,colditz und ,hubertusburg in ,sachsen1 zu ,einberg bei ,coburg1 in der ,gegend von ,namur in ,belgien1 bei ,dreux in ,frankreich1 ,devonshire und ,stourbridge in ,england sind die bekanntesten4 ,nachstehende ,analysen geben ein ,bild von der ,zusammensetzung einiger feuerfesten ,thone3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,kieselerde #dg1ej #de1gi #ec1jj #fc1cj #ee1ej ,thonerde #cd1cg #bh1aj #bg1jj #bc1cj #bg1ge ,kalk #j1ej #b1jj #a1be #j1gc #j1fg ,magnesia #a1jj -- -- -- #j1ge ,eisenoxyd #a1bd #f1ee #a1ge #a1hj #b1ja ,wasser #a1jj #af1ej -- #aj1cj #aj1ec #a4 ,almerode in ,kurhessen 7,schmelztiegel72 #b4 ,schildorf bei ,passau 7,graphittiegel72 #c4 ,einberg bei ,coburg 7,porcellankapseln1 feuerfeste ,steine72 #d4 ,stourbridge2 #e4 ,newcastle 7feuerfeste ,steine74 ,sidenote3 ,tpferthon4 ,der gewhnliche ,tpferthon besitzt die meisten usseren ,eigenschaften des plastischen ,thones2 viele ,arten desselben fhlen sich weich an und bilden mit ,wasser eine ziemliche zhe ,masse1 allein sie sind zerreiblicher und zertheilen sich weit leichter im ,wasser4 ,hufig ist der ,tpferthon stark gefrbt und behlt seine ,farbe auch nach dem ,brennen bei4 ,meist braust er schon mit ,salzsure etwas auf und macht dann den ,uebergang zu dem ,mergel4 ,in ,folge seines ,gehaltes an ,kalk und ,eisenoxyd ist er schmelzbar und schmilzt je nach der ,quantitt dieser ,beimengungen bei hherer oder niedrigerer ,temperatur zu einer dunkelgefrbten1 schlackenhnlichen ,masse4 ,er findet sich vorzglich in den jngsten ,gebilden der ,erdrinde1 oft ganz an der ,oberflche1 zuweilen indessen auch in mchtigen ,ablagerungen in einigen tertiren und ,fltzformationen4 ,zuweilen liegen in ihm fremde ,krper1 wie organische ,reste1 ,eisenkies und ,strahlkies1 ,gyps1 ,nieren von thonigem ,sphrosiderit4 ,sidenote3 ,walkererde4 ,die ,walkererde ist eine weiche zerreibliche ,masse und rhrt von der ,verwitterung von ,diorit und ,dioritschiefer her4 ,in ,wasser zerfllt sie zu einem zarten ,pulver und bildet einen nicht plastischen ,brei4 ,auf ihrer ,eigenschaft1 sich in ,wasser fein und schnell zu zertheilen und in diesem ,zustande ,fett zu absorbiren1 beruht ihre ,anwendung zum ,fleckausmachen1 zum ,walken des ,tuches etc4 ,sie findet sich bei ,riegate in ,surrey und bei ,maidstone in ,kent2 sie kommt ferner vor zu ,vaals bei ,aachen1 ,rosswein in ,sachsen1 dann in ,hessen 7in der ,nhe von ,cassel71 ,bhmen1 ,schlesien1 ,mhren1 ,steiermark4 ,man verwendet sie auch in der ,buntpapier- und ,tapetenfabrikation1 und auch als ,zusatz zum ,ultramarin4 ,sidenote3 ,mergel4 ,der ,mergel ist ein mechanisches ,gemenge von ,thon und ,calciumcarbonat1 welches mitunter auch ,sand 7,sandmergel7 und andere zufllige ,beimengungen enthlt4 ,derjenige1 der berwiegenden ,kalk enthlt1 heisst ,kalkmergel1 der mit vorwaltendem ,thongehalt1 ,thonmergel4 ,in ,wasser zerfllt er zu ,pulver und bildet eine teigige1 nicht zusammenhngende ,masse4 ,mit ,suren braust er stark auf1 wobei sich oft mehr als die ,hlfte seines ,gewichtes lst4 ,er schmilzt leicht4 ,der ,mergel ist besonders dem jngern ,fltzgebirge eigen und findet sich in den ,gebilden des bunten ,sandsteins und ,keupers1 auch in der ,lias- und ,kreideformation4 ,einige ,varietten des ,mergels werden zu ,tpferwaaren benutzt1 die nicht stark gebrannt werden4 ,seine ,hauptanwendung findet der ,mergel in der ,landwirthschaft als ,dngemittel4 ,sidenote3 ,lehm4 ,der ,lehm 7,leimen1 ,lss1 ,ziegelthon7 macht den ,uebergang vom ,thon zum ,sande4 ,er ist ein mit ,quarzsand und mehr oder weniger ,eisenocker1 zuweilen auch mit ,kalk gemengter ,thon von gelber oder brunlicher ,farbe1 die nach dem ,brennen in ,roth bergeht4 ,er bildet mit ,wasser eine wenig plastische ,masse und ist nicht sehr feuerbestndig4 ,der ,lehm ist die verbreitetste ,formation des ,thones und1 indem er besonders in den jngsten ,ablagerungen der ,erdrinde nahe an der ,oberflche vorkommt1 von grossem ,einfluss auf die ,lockerheit des ,bodens4 ,dem ,lehm hnlich ist der ,letten1 der in vielen tertiren und ,fltzformationen sich findet4 ,der in den ,rheingegenden in grossen ,massen angeschwemmte ,lss ist eine ,art feinen ,lehms4 -- ,der ,lehm findet ,anwendung zu ,backsteinen und ,ziegeln1 mit ,hcksel vermengt zum ,ausstacken der ,fachwerke und zu den ,lehmwnden1 zu dem ,pisbau1 zum ,vermauern der ,steine bei ,brandmauern1 ,schornsteinmauern1 wobei er aber nicht wie der ,kalkmrtel die ,steine zu einem ,ganzen verbindet1 sondern nur die ,fugen ausfllt4 ,die in ,deutschland seltener in der ,thonwaarenfabrikation ,anwendung findenden ,gemenge von ,thon und ,eisenocker oder ,eisenoxydhydrat1 wie ,rthel1 ,bolus und ,ocker1 knnen bergangen werden4 ,sidenote3 ,zusammensetzung der ,kaoline4 ,die ,kaoline im reinen ,zustande und nur durch ,waschen von grberen ,krpern 7,quarzkrnern und dergl47 befreit1 sind ,gemenge von ,porcellanthon mit ,gesteinrckstand4 ,der ,porcellanthon1 d4 i4 der plastische ,theil des ,kaolins1 ist immer gleich zusammengesetzt4 ,die ,zusammensetzung der ,kaoline ergiebt sich aus folgenden ,analysen3 ,kieselerde ,fundort ,gesteinrckstand frei an ,thonerde ,thonerde ,wasser gebunden ,st4 ,yrieux #i1g #aj1i #ca1j #cd1f #ab1b ,cornwallis #ai1f #a1b #de1c #bd1j #h1g ,devonshire #d1c #aj1a #cd1j #cf1h #ab1g ,passau #d1e #i1g #cf1g #cg1j #ab1h ,aue #ah1j #a1g #cd1b #cd1a #aa1j ,morl bei ,halle #dc1h #d1d #ba1f #bb1e #g1e ,sidenote3 ,eintheilung der ,thonwaaren4 ,eintheilung der ,thonwaaren4 ,nach der innern ,beschaffenheit der gebrannten ,masse 7des ,scherbens71 kann man die ,thonwaaren am naturgemssesten unterscheiden als dichte und porse ,thonwaaren4 ,die dichten sind so stark erhitzt worden1 dass ihre ,masse halbverglast 7aufgelst1 geflossen7 erscheint2 sie sind im ,bruche glasartig1 durchscheinend1 undurchdringlich fr ,wasser und geben am ,stahle ,funken4 ,die porse ,thonwaare ist in der ,masse nicht verglast und daher locker2 ihr ,bruch ist erdig1 ihre ,masse zerreiblich1 lsst in nicht glasirtem ,zustande ,wasser durch und klebt an der ,zunge4 ,die gebrannte ,masse1 mag sie dicht oder pors sein1 bleibt entweder rauh1 in welchem ,falle die ,thonwaare einfach heisst1 oder sie ist mit einer glasartigen ,masse1 mit ,glasur1 berzogen und heisst dann zusammengesetzt4 ,die ,thonwaaren lassen sich in folgender bersichtlicher ,weise eintheilen3 ,i4 ,dichte ,thonwaaren4 ,a4 ,aechtes oder hartes ,porcellan4 ,masse gleichsam geflossen1 nicht mit dem ,messer ritzbar1 feinkrnig1 durchscheinend1 klingend1 weiss1 gleichartig und strengflssig4 ,bruch mssig muschelig und feinkrnig4 ,spec4 ,gewicht #b1jg-b1di4 ,die ,masse besteht aus zwei ,substanzen1 nmlich aus einer unschmelzbaren1 dem ,kaolin1 welche ihr die ,eigenschaft ertheilt1 den zur ,porcellanerzeugung nthigen ,hitzegrad zu ertragen1 ohne zu erweichen1 und einem zu ,glas schmelzenden unbildsamen ,zusatze1 dem sogenannten ,flusse1 meist ,feldspath mit oder ohne ,zufgung von ,gyps1 ,kreide und ,quarz2 die ,glasur ist wesentlich dem zur ,masse gesetzten ,flusse gleich und besteht ebenfalls aus ,feldspath1 zuweilen mit etwas ,gyps1 aber nie mit ,blei- oder ,zinnoxyd4 ,es ist fr die ,fabrikation des chten ,porcellans charakteristisch1 dass das ,garbrennen der ,masse1 wobei diese durchscheinend und dicht wird1 mit dem ,aufbrennen in einer ,operation geschieht4 ,b4 ,weiches ,porcellan oder ,frittenporcellan4 ,masse leichtflssiger als das chte oder harte ,porcellan2 man unterscheidet3 ,greek3 a7 franzsisches oder eigentliches ,frittenporcellan1 eine glashnliche ,masse 7unvollstndig geschmolzenes ,kalium-,aluminium-,silicat7 ohne ,zusatz von ,thon dargestellt 7daher mit ,unrecht zu den ,thonwaaren gerechnet71 mit bleihaltiger1 dem ,krystallglas hnlicher ,glasur2 ,greek3 b7 englisches weiches ,porcellan1 die ,masse zusammengesetzt aus ,kaolin1 plastischem1 sich weiss brennendem ,thone 7,pfeifenerde71 ,feuerstein und als ,flussmittel ,cornish stone 7verwitterter ,pegmatit71 ,gyps oder ,knochenasche 7wesentlich ,calciumphosphat7 in sehr verschiedenen ,verhltnissen4 ,die ,glasur besteht aus ,cornish stone1 ,kreide1 ,feuersteinpulver1 ,borax1 meistens mit1 seltener ohne ,zusatz von ,bleioxyd4 ,da die ,glasur weit leichtflssiger ist als die ,masse1 so muss letztere in dem ersteren lngeren ,feuer bereits fast gargebrannt sein1 ehe in einem zweiten1 mssigeren und krzeren ,feuer die ,glasur aufgebrannt wird4 ,die ,verschiedenheit der ,glasur von dem ,fluss der ,masse bewirkt eine geringere ,haltbarkeit der ersteren und hufige ,rissigkeit derselben4 ,c4 ,statuenporcellan oder ,biscuit und zwar3 ,greek3 a7 chtes und unglasirtes ,porcellan1 ,greek3 b7 parisches ,porcellan oder ,parian4 ,unglasirtes ,statuenporcellan von einer dem englischen ,porcellan hnlichen1 aber strengflssigeren ,masse1 ,greek3 g7 ,carrara1 zwischen ,parian und ,steinzeugmasse in der ,mitte stehend1 weniger durchscheinend als ,parian und von etwas weisserer ,farbe4 ,d4 ,steinzeug4 ,masse dicht1 klingend1 feinkrnig1 homogen1 nur an den ,kanten oder kaum durchscheinend1 weiss oder gefrbt4 ,das feine weisse ,steinzeug ist nur durch die mangelnde ,durchscheinenheit usserlich von dem ,porcellan unterschieden4 ,greek3 a7 ,glasirtes porcellanartiges ,steinzeug4 ,die ,masse besteht aus plastischem1 sich weiss brennendem1 weniger feuerbestndigem ,thon mit ,zusatz von ,kaolin und ,feuerstein2 als ,flussmittel ein feldspathiges ,mineral2 die ,glasur enthlt ,borax und ,bleioxyd und ist durchsichtig2 ,greek3 b7 weisses oder gefrbtes unglasirtes ,steinzeug 7hierher gehrt das ,wedgwood74 ,aehnlich der vorigen ,masse2 ,greek3 g7 gemeines ,steinzeug mit ,salzglasur4 ,der halbgeflossene ,zustand der ,masse ist nicht durch ,zusatz von ,flussmittel hervorgerufen1 sondern nur durch strkere ,einwirkung des ,feuers auf die nicht vollstndig feuerfeste ,thonmasse4 ,die ,masse besteht aus plastischem ,thon 7,pfeifenthon71 entweder fr sich oder mit einem ,gemengtheile1 der sich im ,feuer wenig oder nicht zusammenzieht und die ,schwindung des ,thones vermindert1 z4 ,b4 feinem ,sande oder ,scherben von gebranntem ,steinzeug4 ,glasur ein ,anflug von kieselsaurem ,thonerde-,natron4 ,,ii4 ,porse ,thonwaaren4 ,a4 ,feine ,fayence mit durchsichtiger ,glasur4 ,masse erdig1 an der ,zunge hngend1 undurchsichtig1 etwas klingend1 mit durchsichtiger1 bleiischer1 auch ,borax1 ,feldspath u4 s4 w4 enthaltender ,glasur4 ,b4 ,fayence mit undurchsichtiger ,glasur 7auch zuweilen ,steingut genannt74 ,masse aus sich gelblich brennendem ,tpferthon oder ,thonmergel bestehend1 mit undurchsichtiger weisser oder gefrbter zinnhaltiger ,glasur 7,email74 ,hierher gehren die ,majoliken und emaillirten ,fayencen des ,mittelalters1 die ,delfter ,waare u4 s4 w4 ,c4 ,ordinre ,tpferwaare4 ,masse gewhnlicher ,tpferthon oder ,thonmergel und stets rthlich gefrbt1 weich und pors4 ,meist bleiische und immer undurchsichtige ,glasur4 ,je nach der ,farbe der ,glasur weisse oder braune ,tpferwaare4 ,erstere bildet das gewhnliche ,kochgeschirr1 letztere das bunzlauer oder waldenburger ,geschirr4 ,d4 ,ziegel1 ,terracotten1 ,backsteine1 feuerfeste ,steine 7,tiegel1 ,rhren1 ,bauornamente1 ,krge1 ,urnen des ,alterthums u4 s4 w474 ,masse erdig2 meist mehr oder weniger ungleichartig2 immer gefrbt 7brennt sich nicht weiss71 pors1 leichtflssig1 wenig klingend und undurchsichtig4 ,glasur findet nur ausnahmsweise ,anwendung4 ,i4 ,hartes ,porcellan4 ,sidenote3 ,mahlen und ,mischen der ,materialien4 ,das harte oder chte ,porcellan ist zusammengesetzt aus einem ,gemenge von farbloser ,porcellanerde mit ,feldspath als wesentlichem ,flussmittel1 welchem bisweilen ,quarz1 ,kreide oder ,gyps zugesetzt werden4 ,die ,porcellanerde1 an und fr sich unschmelzbar1 wrde im ,feuer sich nur zu einer erdigen undurchsichtigen ,masse brennen1 mit den ,flussmitteln innig gemischt1 schmelzen letztere bei der hohen ,temperatur des ,glasofens1 umhllen die ,kaolinmolekle und fllen die ,poren aus4 ,nach ,ehrenberg's ,beobachtungen unter dem ,mikroskope lassen sich in dem ,porcellan die filzhnlich zusammengehuften ,kaolinkgelchen in der geschmolzenen ,masse deutlich erkennen4 ,die ,materialien der ,porcellanfabrikation finden sich nicht in der ,natur in einem solchen ,zustande1 in welchem sie ohne weitere ,vorbereitung zur ,herstellung der ,masse verwendet werden knnten4 ,die ,porcellanerde1 ,feldspath und ,quarz mssen vorher in unfhlbaren ,staub verwandelt werden4 ,nach dem ,zerkleinern wird das ,ganze gesiebt4 ,die fernere ,trennung der fremdartigen ,bestandtheile geschieht durch das ,schlmmen1 welches sich auf die ,eigenschaft des plastischen ,theiles der ,porcellanerde grndet1 mit ,wasser ein milchhnliches ,liquidum zu bilden1 welches das ,kaolin suspendirt enthlt4 ,je nach dem ,grade der ,feinheit setzen sich diese ,theilchen frher oder spter ab1 whrend die grberen ,beimengungen sogleich sich absetzen1 andere ,unreinigkeiten organischer ,natur dagegen auf der ,oberflche schwimmend bleiben4 ,aus diesen geschlmmten ,materialien wird nun die ,porcellanmasse zusammengesetzt4 ,reines ,kaolin1 obgleich von grosser ,plasticitt1 kann fr sich allein zur ,herstellung des ,porcellans keine ,anwendung finden1 da daraus hergestellte ,gegenstnde beim ,trocknen stark schwinden und ,risse bekommen und im ,feuer erweichen und sich setzen4 ,diese ,uebelstnde fallen hinweg1 wenn man das ,kaolin mit feingeschlmmtem ,quarzsand vermischt2 dieser ,zusatz vermindert jedoch die ,plasticitt und erschwert das ,formen der ,masse4 ,ferner erhrtet eine nur aus ,kaolin und ,sand bestehende ,masse im ,feuer zu einer wohl festen1 aber auch porsen ,masse1 die sich nur schwierig mit einer ,glasur berziehen lsst4 ,giebt man aber dem ,gemisch noch einen ,zusatz von ,feldspath1 so bildet derselbe im ,porcellanofen ein ,glas1 welches die porse ,masse durchzieht und sie nicht nur undurchdringlich fr ,flssigkeiten macht1 sondern auch ,adhsion der ,glasur zur ,masse vermittelt4 ,die in der ,berliner ,porcellanmanufactur angewendete ,masse besteht nur aus ,kaolin und ,feldspath1 ohne ,zusatz eines sonstigen ,flussmittels#ie4 #ie ,das fertige ,berliner ,porcellan besteht nach ,g4 ,kolbe 7#ahfc7 aus #ff1f ,th4 ,kieselerde1 #bh1j ,th4 ,thon1 #c1d ,th4 ,kali1 #j1gj ,th4 ,eisenoxydul1 #j1f ,th4 ,magnesia und #j1c ,th4 ,kalk4 ,zusammensetzung der ,porcellanmasse nach den ,materialien3 ,nymphenburg4 ,kaolin von ,passau #fe ,sand daraus #d ,quarz #ba ,gyps #e ,biscuitscherben #e ,wien4 ,kaolin von ,zedlitz #cd ,kaolin von ,passau #be ,kaolin von ,unghvar #f ,quarz #ad ,feldspath #f ,scherben #c ,meissen4 ,kaolin von ,aue #ah ,kaolin von ,sosa #ah ,kaolin von ,seilitz #cf ,feldspath #bf ,scherben #b ,das ,mischen der abgemessenen ,substanzen im breiigen ,zustande erfolgt in grossen ,bottichen durch ,umrhren2 dies geschieht am innigsten und zweckmssigsten indem man die ,schlempe durch eine ,pumpe aus dem einen ,bottich pumpt und durch ein ,sieb in einen zweiten ,bottich laufen lsst1 aus welchem sie eine zweite ,pumpe wieder in den ersten ,bottich zurck befrdert4 ,sidenote3 ,trocknen der ,masse4 ,sidenote3 ,durch ,verdunstung4 ,sidenote3 ,durch ,absorption4 ,sidenote3 ,durch ,luftdruck4 ,sidenote3 ,durch ,pressen4 ,nachdem aus den ,setzbottichen das ,wasser abgelassen worden ist und die ,masse sich als ,schlamm 7barbotine7 abgeschieden hat1 muss sie durch ,trocknen auf die gehrige ,consistenz gebracht werden4 ,das ,abtrocknen 7das ,massekochen7 durch ,verdunstung kann geschehen1 indem man die ,masse in weiten hlzernen ,kasten einem starken ,luftzuge aussetzt4 ,dies ist eine sehr gewhnliche ,methode1 die ,masse zu trocknen1 da aber dieselbe nur whrend des ,sommers ,anwendung finden kann und wohl selten eine ,fabrik den ,sommer hindurch so viel zu liefern vermag1 dass sie des ,trocknens im ,winter berhoben wre1 so sucht man das ,abtrocknen durch ,wrme zu bewerkstelligen4 ,das gewhnlichste ,mittel des ,trocknens der ,masse ist das durch ,absorption1 wozu man sich als absorbirender ,unterlage des gebrannten ,lehmes 7der ,ziegelmasse7 oder des ,gypses bedient4 ,das ,abtrocknen durch ,gyps ist ziemlich kostspielig1 weil die absorbirenden ,gypswnde nach einiger ,zeit wieder getrocknet werden mssen und hufig sogar einer ,erneuerung bedrfen2 ferner geht das ,trocknen ziemlich langsam vor sich1 weil der ,gyps1 wenn er eine gewisse ,menge ,wasser aufgenommen hat1 an der ,aussenseite erst wieder ,wasser abgeben muss1 um auf der ,innenseite wieder welches aufnehmen zu knnen4 ,das ,abtrocknen der ,masse kann auch geschehen durch ,luftdruck2 man bringt zu diesem ,zwecke die zu trocknende ,masse in einen aus porsen ,platten zusammengesetzten ,kasten1 unter welchem man einen luftverdnnten ,raum erzeugt1 entweder durch ,condensation von ,wasserdmpfen oder durch ,abfliessenlassen von ,wasser4 ,auf letzteres ,princip grndet sich der ,apparat von ,talabot4 ,neuerdings hat man das ,trocknen der ,masse durch ,gyps hufig durch das von ,grouvelle und ,honor eingefhrte ,verfahren des ,trocknens ersetzt4 ,zu diesem ,zwecke bringt man die von dem grssten ,theile des ,wassers bereits befreite ,masse in feste hanfene ,scke und setzt sie in einer ,schrauben- oder ,hebelpresse einem langsam wirkenden ,drucke aus4 ,die gepresste ,masse hat im ,allgemeinen grssere ,plasticitt1 als die durch knstliche ,wrme entwsserte ,masse2 die ,pressmethode ist aber kostspielig1 da die ,scke mrbe werden und bald erneuert werden mssen4 ,sidenote3 ,kneten und ,faulen der getrockneten ,masse4 ,mge man die ,masse mit ,hlfe von ,gyps oder durch ,anwendung von ,pressen getrocknet haben1 in allen ,fllen wird sie nicht gleichmssig getrocknet sein2 sie enthlt ferner stellenweise ,lufttheile1 die erst ausgetrieben werden mssen4 ,die ,gleichfrmigkeit der ,masse erreicht man durch ,kneten und ,faulenlassen 7,rotten7 der ,masse1 das ,kneten geschieht durch ,treten mit den ,fssen oder durch ,schlagen4 ,die ,plasticitt der ,porcellanmasse wird wesentlich befrdert1 wenn man dieselbe an einem feuchten ,orte lngere ,zeit sich selbst berlsst1 wo dann eine ,art ,fulniss eintritt4 ,jauche und ,moorwasser sind diejenigen ,flssigkeiten1 welche man zur ,befrderung der ,fulniss anwendet4 ,brongniart erklrt den gnstigen ,einfluss der ,fulniss auf die ,masse durch die ,annahme1 dass sich durch die ,fulniss ,gase bilden1 welche allen ,theilen eine fortwhrende ,bewegung ertheilen1 die einer ,mischung der ,masse durch ,kneten1 ,schneiden u4 s4 w4 gleichkommt und sie vielleicht in ihrer ,wirkung noch bertrifft1 weil sie sich auch auf die feinsten ,molekle ausdehnt und so zu sagen keines derselben an seiner ,stelle duldet4 ,die ,ursachen1 aus welchen durch die ,fulniss und das lange ,liegenlassen der ,porcellanmasse eine ,verbesserung derselben eintritt1 sind nicht bekannt1 und man hat zur ,erklrung des ,vorganges bis jetzt nur ,hypothesen aufgestellt4 ,salvtat stellt die folgende ,hypothese auf3 ,bei der ,fulniss der ,porcellanmasse treten reichliche ,mengen von ,schwefelwasserstoffgas auf4 ,dieses ,gas entsteht wahrscheinlich durch ,reduction des schwefelsauren ,kalkes zu ,schwefelcalcium unter ,mitwirkung der organischen ,substanz und entweicht aus dem ,schwefelcalcium1 sowie dasselbe mit der ,kohlensure der ,luft in ,berhrung tritt4 ,die eintretende schwarze ,frbung der ,masse und ihr ,weisswerden an der ,luft ist eine ,folge der ,bildung von schwarzem ,schwefeleisen1 welches an der ,luft sich zu ,eisenvitriol oxydirt1 der mit den ,waschwssern entfernt wird4 ,mglicherweise kann auch durch langes ,aufbewahren der ,masse unter ,wasser die ,zersetzung eines ,theiles des feldspathhaltigen ,elementes veranlasst werden4 ,nach ,e4 von ,sommaruga 7in ,wien7 werden die aus den vorhandenen ,sulfaten entstandenen ,schwefelmetalle an der ,luft in ,schwefelwasserstoff und kohlensaures ,salz umgesetzt1 welches letztere zum ,theil durch das aus der ,masse abtropfende ,wasser aufgenommen und entfernt wird1 wodurch die ,feuerfestigkeit der ,masse zunimmt4 ,die hinreichend abgelagerte und wieder weiss gewordene ,masse wird mit einem sichelhnlichen ,werkzeuge oder auch mit ,hlfe hlzerner ,messer in feine ,spne geschnitten1 die von den ,massearbeitern wieder zusammengeschlagen und zu ,ballen geknetet werden4 ,sidenote3 ,das ,formen4 ,die geknetete und der ,fulniss unterworfen gewesene ,porcellanmasse gelangt nun in besondere ,rume1 in welchen dieselbe geformt wird4 ,das ,formen geschieht entweder3 a7 durch ,drehen auf der ,tpferscheibe1 b7 mit ,hlfe von ,formen4 ,sidenote3 ,das ,drehen auf der ,tpferscheibe4 ,die ,tpferscheibe 7,drehscheibe7 besteht in ihrer einfachsten ,form aus einer vertikalen eisernen ,axe1 einer oben darauf befestigten horizontalen hlzernen ,scheibe1 auf welcher die ,masse gedreht wird1 und einem unten angebrachten ,schwungrade4 ,nachdem der ,dreher die zu formende ,masse auf die ,scheibe gebracht hat1 setzt er den ,apparat in ,bewegung und hlt die ,hnde mit einem gelinden ,drucke gegen die ,masse4 ,hlt er die ,daumen in den ,mittelpunkt und drckt abwrts1 so entsteht eine ,hhlung1 welche sich erweitert1 wenn er die ,daumen entfernt1 und eine glockenhnliche ,gestalt annimmt1 sobald er die ,daumen wieder nhert4 ,fasst der ,dreher die ,wnde des ,gefsses zwischen ,hand und ,daumen1 so kann er die ,wand beliebig erhhen und verdnnen4 ,die ,hnde werden durch ,eintauchen in ,schlicker1 in ,wasser fein zertheilte ,porcellanmasse1 schlpfrig erhalten4 ,die ,masse wird entweder direct auf der ,holzscheibe oder auf einer ,unterlage von ,gyps1 die mittelst ,schlicker auf der ,scheibe befestigt ist1 gedreht4 ,bei grossen ,stcken wendet man zum ,formen die ,faust an1 bei tieferen ,stcken1 um gewissermaassen die ,finger zu verlngern1 ,stbchen1 die mit ,schwamm umwickelt sind4 ,nachdem die ,form des ,gefsses der wirklichen so nahe als mglich gekommen1 vollendet der ,dreher die ,form mit ,hlfe des ,steges1 einer ,art ,lehre aus ,eisen1 ,schiefer oder ,horn1 deren ,form sich nach der ,art des herzustellenden ,gegenstandes richtet2 sie ist bald dreieckig1 bald in ,curven geschnitten4 ,hierauf schneidet er das geformte ,stck mit ,hlfe eines feinen ,messingdrahtes von der ,scheibe ab und bringt es vorsichtig auf ein ,brett1 um es hier bis zur ferneren ,verarbeitung trocknen zu lassen4 ,sidenote3 ,das ,formen mit ,gypsformen4 ,alle ,gegenstnde von nicht kreisfrmigem ,querschnitte1 demnach ovaler oder complicirter ,gestalt1 werden in ,formen bearbeitet1 welche diejenigen ,flchen vertieft enthalten1 die auf dem herzustellenden ,gegenstande erhaben sein sollen und umgekehrt4 ,das ,formen geschieht entweder3 a7 durch ,pressen und mit ,anwendung von trockener ,masse2 b7 mit weicher ,masse von ,teigconsistenz1 oder c7 durch ,giessen mit flssiger ,masse4 ,man beginnt mit der ,anfertigung des ,modells oder der ,patrone2 die massiven ,stcke brauchen nur ein ,modell1 die hohlen ,stcke fters zwei4 ,das ,material zum ,modell ist entweder ,thon oder ,wachs oder ,gyps1 oder endlich ,metall4 ,nur wenige ,substanzen sind geeignet1 als ,material fr die ,masseformen verwendet zu werden4 ,die zu formende ,porcellanmasse muss hinlnglich geschmeidig sein1 um sich in alle ,vertiefungen der ,form drcken zu lassen1 auf der andern ,seite muss sie beim ,entfernen aus der ,form ,steifigkeit genug haben1 um sich nicht mehr zu verbiegen4 ,die ,masse muss demnach in der ,form consistenter geworden sein4 ,daraus folgt1 dass zur ,herstellung einer ,form nur ein porses ,material1 welches ,feuchtigkeit zu absorbiren vermag1 ,anwendung finden kann4 ,nur der ,gyps und der gebrannte ,thon besitzen ,porositt in hinlnglichem ,grade4 ,gewhnlich wendet man ,formen von ,gyps an4 ,man unterscheidet ,ballenformerei und ,schwartenformerei4 ,nach der ersten ,art wird die ,porcellanmasse in ,stcken von der geeigneten ,grsse1 die von dem ,ballen abgeschnitten werden1 entweder mit den ,fingern oder mit einem besonders zugerichteten ,holze so in die ,form eingepresst1 dass das ,stck eine gleichmssige ,scherbenstrke erhlt4 ,zwischen die ,finger und die ,porcellanmasse muss ein feines leichtes ,lppchen gelegt werden4 ,man legt dann1 wenn die ,form aus zwei ,hlften besteht1 die beiden ,hlften auf einander und vereinigt durch ,druck die beiden geformten ,hlften4 ,teller1 ,tassen und hnliche ,hohlgefsse formt man mit ,hlfe von ,schwarten1 worunter man flache1 dnne ,bltter von ,porcellanmasse versteht1 welche man entweder durch ,schlagen mit einem hlzernen1 mit ,schafleder berzogenen ,hammer oder durch ,auswalzen erzeugt4 ,am zweckmssigsten combinirt man beide ,methoden1 indem man einen kleinen ,masseballen erst durch ,schlagen abplattet und dann mit einem ,wellholz ausrollt1 wobei zwei ,lineale1 welche zu beiden ,seiten der ,schwarte zu liegen kommen1 das ,maass fr die ,strke der ,schwarte geben4 ,neuerdings fertigt man die ,schwarten hufig mit ,hlfe von ,maschinen4 ,sidenote3 ,formen durch ,giessen4 ,sidenote3 ,das ,nachbessern und ,ansetzen4 ,das ,formen von ,porcellangegenstnden durch ,giessen aus dickem ,massebrei beruht gleichfalls auf der ,eigenschaft der ,gypsformen1 ,wasser zu absorbiren und auf diese ,weise die ,porcellanmasse consistenter zu machen4 ,die zum ,giessen bestimmte ,porcellanmasse wird mit ,wasser zu einer dicken ,schlempe angerhrt1 welche keine ,luftblasen1 keine ,knoten und ,massetheilchen enthalten darf4 ,sie wird in ein ,reservoir gebracht1 von wo aus sie in die ,formen gegossen werden kann1 welche auf der inwendigen ,flche mit ,hlfe eines ,pinsels mit einer dnnen ,schicht von ,masse berzogen wurden4 ,man fllt nun die ,form mit dem ,massebrei an1 wobei dafr zu sorgen ist1 dass die ,luft aus der ,form entweichen kann4 ,nachdem nun durch ,absorption von ,wasser eine dnne ,masseschicht entstanden ist1 giesst man die flssige ,masse ab und fllt neue ,masse nach1 was so oft wiederholt wird1 bis die gewnschte ,wanddicke erreicht ist4 ,nach vorstehender ,methode stellt man ,porcellanrhren und ,porcellanretorten dar4 ,hierbei ist es hufig der ,fall1 dass die ,schablone nicht beweglich1 sondern befestigt ist1 wodurch der zu formende ,gegenstand einen weniger ungleichmssigen ,druck erfhrt4 ,es kommt selten vor1 dass der geformte ,gegenstand ohne weiteres getrocknet und gebrannt werden knne2 in den meisten ,fllen ist noch ein ,abdrehen1 ,ausbessern1 ,verzieren durch ,guillochiren und endlich ein ,ansetzen von besonders geformten ,theilen1 z4 ,b4 ,henkeln1 nothwendig4 ,sidenote3 ,fertigen von ,porcellangegenstnden ohne ,formen4 ,gewisse ,porcellanarbeiten werden aus freier ,hand gefertigt1 so die ,sculpturarbeiten und die ,anfertigung von ,blumen1 von welchen letzteren man die ,bltter1 ,stengel1 ,kelche und ,blumenkronen so wie alle brigen ,theile mit ,hlfe des ,bossirgriffels bildet4 ,feine ,bltter werden indessen auch hufig in grosser ,anzahl auf einmal in ,gypsformen gepresst4 ,die ,unmglichkeit1 freischwebende ,theile wie ,halme1 ,blumenstengel in ,porcellanmasse auszufhren1 welche sich beim ,trocknen und ,brennen verziehen oder umsinken wrden1 beschrnkt einigermaassen die ,auswahl unter den ,blumen2 man formt daher die ,blumen meist ohne ,stengel und macht diesen dann aus ,draht4 ,die ,bltter werden in der inneren ,handflche geformt1 deren ,furchen die ,aderung des ,blattes ziemlich tuschend nachbilden4 ,eine andere ,arbeit aus freier ,hand ist die ,verzierung von ,figuren mit ,spitzen1 ,stickereien u4 s4 w41 welche man mit ,hlfe von ,tll und gehkeltem ,zeug darstellt2 man benetzt es mit ,wasser1 taucht es in ,schlicker1 legt es an die betreffende ,stelle des ,porcellangegenstandes auf und lsst es trocknen4 ,whrend des ,brennens wird die organische ,substanz1 aus welcher der ,tll oder das ,zeug besteht1 zerstrt und es bleibt das ,porcellangewebe allein zurck4 ,aehnliche ,verzierungen werden auch erhalten1 indem ein ,arbeiter mit einem zugespitzten ,holze von der ,gestalt eines ,bleistiftes dicklich gehaltene ,porcellanschlempe tupfweise an die passende ,stelle bringt4 ,sidenote3 ,trocknen der ,porcellanwaaren4 ,nachdem die ,porcellanwaaren geformt und durch das ,abdrehen u4 s4 w4 vollendet worden sind1 werden sie an den ,trockenort gebracht1 wo das ,trocknen bei gewhnlicher ,temperatur im ,schatten vor sich geht4 ,da die ,molekle der ,masse in dem ,grade einander nher gerckt werden1 als daraus die ,feuchtigkeit verschwindet1 so findet ein ,schwinden1 d4 h4 ein ,abnehmen des ,volumen statt1 welches indessen die ,proportionen unangetastet lsst1 wenn das ,trocknen gleichmssig geschieht4 ,die zu trocknenden ,waaren bleiben auf ,brettergestellen so lange sich selbst berlassen1 bis sie keine ,feuchtigkeit mehr verlieren4 ,sidenote3 ,glasur und ,glasiren4 ,nur eine geringe ,anzahl von ,porcellangegenstnden und dann meist nur ,statuen und ,figuren1 kommt unglasirt1 als sogenanntes ,biscuit1 in den ,handel4 ,die meisten ,porcellangegenstnde sind mit einem glnzenden glashnlichen ,ueberzuge1 mit der ,glasur berzogen4 ,alle ,glasuren1 welche in der ,fabrikation von irdenen ,waaren ,anwendung finden1 lassen sich unter folgende vier ,abtheilungen bringen3 #a7 ,erdglasuren sind durchsichtige ,glser aus ,kieselerde1 ,thonerde und ,alkalien geschmolzen2 sie sind hchst strengflssig und schmelzen in der ,regel bei derselben ,temperatur1 bei welcher die ,masse ihre ,gare erlangt4 ,die ,glasur des harten ,porcellans ist eine solche ,erdglasur4 #b7 ,bleihaltige ,glasuren sind bleihaltige durchsichtige ,glser1 welche auch zuweilen neben der ,kieselsure ,borsure enthalten2 meist schmelzen sie bei einer ,temperatur1 welche niedriger ist1 als diejenige1 bei welcher die ,masse sich gar brennt4 ,das gewhnliche ,tpferzeug und die feine ,fayence erhalten eine bleihaltige ,glasur4 #c7 ,emailglasuren sind theils weisse1 theils gefrbte undurchsichtige ,glasuren1 meist ,zinnoxyd neben ,bleioxyd enthaltend2 sie schmelzen leicht und dienen zum ,maskiren der unangenehmen ,farbe der darunter liegenden ,masse4 #d7 ,lster sind meist ,erd- und ,alkaliglasuren1 die die ,masse als usserst dnne ,schicht1 gleichsam als ,hauch berziehen und nicht nur die darunter liegende ,masse schtzen und undurchdringlich machen sollen 7wie die ,glasur des gewhnlichen ,steinzeuges1 mit ,hlfe von ,kochsalz und ,wasserdmpfen hervorgebracht71 sondern auch hufig 7wenn sie ,metalloxyde enthalten7 nebenbei den irdenen ,gegenstand zu decoriren bestimmt sind 7,goldlster1 ,kupfer- und ,bleilster74 ,sidenote3 ,porcellanglasur4 ,gegenwrtig handelt es sich nur um die ,porcellanglasur4 ,man verlangt von ihr1 dass sie bei der ,temperatur1 bei welcher die ,porcellanmasse nur verglaset1 schon schmilzt1 dass sie ungefrbt und undurchsichtig sei2 die ,glasur muss ferner glatt und glasglnzend sein1 sich von der ,masse nicht lostrennen und nicht ,risse bekommen1 demnach fast genau denselben ,ausdehnungscofficienten besitzen wie die ,masse selbst2 sie muss endlich hart und widerstandsfhig gegen ,schnitt1 ,druck und ,reibung sein4 ,die ,glasur ist eine ,porcellanmasse mit reichlichem ,zusatz von ,flussmitteln1 so dass die ,masse in dem ,porcellanofen zum ,schmelzen kommt4 ,in ,meissen besteht die ,glasur aus ,quarz #cg ,kaolin von ,seilitz #cg ,kalk von ,pirna #ag1e ,porcellanscherben #h1e ----- #ajj1j ,in der ,berliner ,porcellanfabrik setzt man die ,glasur zusammen aus ,kaolin von ,morl 7bei ,halle7 #ca ,quarzsand #dc ,gyps #ad ,porcellanscherben #ab --- #ajj ,sidenote3 ,auftragen der ,glasur4 ,sidenote3 ,durch ,eintauchen4 ,das ,auftragen der ,glasur kann1 wenn wir das ,glasiren im ,allgemeinen betrachten1 auf viererlei ,weise geschehen1 nmlich2 #a7 durch ,eintauchen1 #b7 durch ,bestuben1 #c7 durch ,begiessen1 #d7 durch ,verflchtigen4 ,man trgt entweder die ,glasur in ,substanz mit allen ,ingredienzien auf 7durch ,eintauchen und ,begiessen71 oder man fhrt der ,masse gewisse ,bestandtheile direct 7durch ,bestuben7 oder durch ,verflchtigen zu1 welche mit der ,masse zu ,glasur zusammentreten4 ,das ,glasiren durch ,eintauchen ist die zum ,glasiren des ,porcellans1 der feinen ,fayence und zuweilen des ,tpferzeuges angewendete ,methode2 sie erfordert denjenigen ,grad von ,porositt der ,masse1 um ,flssigkeiten begierig zu absorbiren2 zugleich muss die ,masse so viel ,zusammenhang besitzen1 dass sie vom ,wasser nicht mehr aufgeweicht wird4 ,um daher die geformten und getrockneten ,porcellangegenstnde in den ,zustand zu versetzen1 in welchem sie mit ,wasser zusammengebracht1 nicht mehr ihre ,form verlieren1 mssen sie vorher gebrannt werden4 ,das chte ,porcellan wird deshalb vor dem ,glasiren einem schwachen ,brand1 dem ,verglhen unterworfen4 ,die mit ,wasser gemahlene ,glasur wird mit ,wasser zu einem dnnflssigen ,teig wiederum ungefhr von der ,consistenz der ,kalkmilch angerhrt4 ,taucht man nun ein verglhtes ,geschirr in die ,glasurbrhe1 so wird ein ,theil des ,wassers von der porsen ,masse rasch absorbirt und das in dem ,wasser suspendirt gewesene ,glasurmehl wird hnlich einem ,niederschlag auf einem ,filter1 auf der ,oberflche des ,porcellans zurckbleiben1 adhriren und sich daselbst als eine gleichmssige ,schicht verdichten4 ,sidenote3 ,glasieren mittelst ,bestuben4 ,das ,glasiren mittelst ,bestuben ist die einfachste und billigste ,glasirmethode und findet nur bei grberen ,waaren ,anwendung1 die zu einem so niederen ,preise verkauft werden1 dass ein ,verglhen der ,masse1 um ihr die ,eigenschaft1 im ,wasser sich zu zertheilen1 zu benehmen1 als zu kostspielig nicht mglich ist4 ,man beutelt ber die frisch geformten noch feuchten ,waaren ,bleigltte oder ,mennige1 zuweilen nur ,bleiglanzpulver 7,glasurerz72 es bleibt alsdann eine ,schicht davon auf der feuchten ,oberflche haften4 ,diese ,pulver liefern das ,bleioxyd1 die ,masse der ,kieselerde und der ,thonerde1 welche zur ,bildung der ,glasur erforderlich ist4 ,in neuerer ,zeit hat man zum ,bestuben ein fein gepulvertes ,gemenge von ,zinkblende und calcinirtem ,glaubersalz vorgeschlagen4 ,sidenote3 ,durch ,begiessen4 ,das ,glasiren durch ,begiessen findet bei ,geschirren ,anwendung1 welche keine ,porositt und demnach kein ,absorptionsvermgen mehr besitzen4 ,derartige ,geschirre sind das ,frittenporcellan und das englische ,porcellan4 ,das ,glasiren durch ,begiessen kommt aber auch vor bei dem gewhnlichen ,tpferzeug und bei einigen ,arten von ,fayence4 ,man giebt der ,glasurbrhe ,rahmconsistenz und giesst davon in oder auf die zu glasirenden ,waaren1 indem man sie durch eigenthmliches ,bewegen und durch ,schwenken berall auszubreiten sucht4 ,durch dieses ,glasirverfahren hat man die ,mglichkeit1 das ,innere eines ,gefsses mit einer andern ,glasur als die ussere ,flche zu versehen4 ,so sind z4 ,b4 viele ,fayencen inwendig weiss und auswendig braun glasirt4 ,sidenote3 ,durch ,verflchtigen4 ,das ,glasiren durch ,verflchtigung wird auf die ,weise ausgefhrt1 dass man gegen das ,ende des ,brandes in dem ,ofen einen salzigen oder metallischen ,dampf bildet1 der sich mit der ,kieselerde der ,masse zu einem wirklichen ,glase verbindet4 ,die nach der ,verflchtigungsmethode glasirten ,gegenstnde sind so zu sagen nur auf der ,oberflche polirt1 alle ,formen bleiben demnach gnzlich unverndert4 ,man verfhrt hierbei auf zweierlei ,weise3 nach der gewhnlichen ,art1 die nur bei solchen ,waaren ,anwendung finden kann1 welche ohne ,kapseln und offen gebrannt werden1 wirft man ,kochsalz in den ,ofen und bringt auf die ,feuerungen grnes ,holz1 welches zur ,bildung von wasserreichem ,rauch ,veranlassung giebt4 ,da das ,kochsalz schon in der ,rothglhhitze ,dampfgestalt annimmt1 so ist das ,innere des ,ofens mit den ,dmpfen desselben angefllt1 welche mit den ,wasserdmpfen zu ,salzsure und ,natron sich umsetzen4 ,letzteres schlgt sich auf die ,masse nieder und bildet mit der kieselsauren ,thonerde derselben ein ,glas1 das den ,gegenstand berzieht4 ,die ,glasur bildet sich eben so vollstndig im ,innern der ,gefsse1 als an der usseren ,oberflche4 ,bei feinem ,steinzeug1 das in ,kapseln eingesetzt gebrannt wird1 verfhrt man behufs des ,glasirens durch ,verflchtigen auf die ,weise1 dass man die innere ,flche der ,kapseln mit den ,substanzen berzieht1 durch deren ,verflchtigung eine ,glasur auf den eingesetzten ,gefssen sich bilden soll4 ,eine sehr gebruchliche ,mischung zum ,glasiren der inneren ,kapselflche besteht aus ,potasche1 ,bleigltte und ,kochsalz4 ,whrend des ,brennens verflchtigt sich einerseits ,kochsalz und andererseits ,chlorblei1 die mit der ,kieselerde der ,geschirrmasse sich zu einer dnnen ,glasschicht verbinden4 ,man wendet in ,england auch hufig ,borsure an1 die bei hoher ,temperatur auch sich verflchtigt4 ,diese ,art des ,glasirens1 besonders in ,england heimisch1 wird ,smearing genannt4 ,sidenote3 ,lster und ,flowing colours4 ,hierher gehren auch die ,lster und die flowing colours der ,englnder1 wodurch die ,weisse des ,porcellangrundes auf liebliche ,weise abgendert wird4 ,man erhlt diese ,farben1 indem man die ,kapseln mit einem ,gemenge von ,chlorcalcium1 ,chlorblei und ,thon bestreicht und gewisse ,metalloxyde wie ,kobaltoxyd in kleinen ,gefssen in die ,kapseln stellt4 ,die ,metalloxyde werden in ,chlormetall verwandelt und verflchtigt und setzen sich gleich einem ,nebel auf dem ,geschirre ab4 ,sidenote3 ,die ,kapseln oder ,kasetten4 ,porcellangefsse und berhaupt feinere irdene ,waaren drfen beim ,brennen nicht der freien ,einwirkung der ,flamme ausgesetzt sein1 weil ,flugasche und ,rauch eine ,verunreinigung derselben bewirken wrde2 man muss sie deshalb in einer ,umhllung brennen1 welche zu diesem ,zwecke eigens aus ,thon verfertigt und ,kapsel oder ,kasette genannt wird4 ,man fertigt die ,kapseln aus feuerfestem ,thon1 welcher mit gestossenen1 schon gebrannten ,kapselscherben 7,charmotte oder mit ,quarzsand7 stark versetzt ist4 ,durch diesen ,zusatz ist das ,schwinden und auch die ,gefahr des ,verziehens und ,reissens der ,kapsel stark vermindert4 ,in die ,kapsel legt man zuerst eine ebengeschliffene ,platte aus ,kapselmasse 7,pumbse7 und stellt erst auf diese das ,porcellan4 ,das ,einsetzen der ,porcellangeschirre in die ,kapseln erheischt die grsste ,sorgfalt4 ,hat der ,arbeiter in die sorgfltig gereinigte ,kasette den ,pumbs gelegt1 so bringt er das betreffende ,porcellanstck1 ohne dessen ,glasur zu verletzen1 an seinen ,ort1 so dass es die ,kapsel ausser mit dem ,fusse nirgends berhre4 ,auf diese ,kapsel kommt eine zweite1 darauf eine dritte u4 s4 f41 bis eine ,sule entstanden ist1 welche der ,einsetzer nach dem ,ofen hin trgt4 ,illustration3 ,fig4 #adg4 ,illustration3 ,fig4 #adh4 ,sidenote3 ,der ,porcellanofen4 ,die ,einrichtung des ,porcellanofens ist ,fig4 #adg im verticalen ,durchschnitt und ,fig4 #adh in der usseren ,ansicht abgebildet4 ,der abgebildete ,ofen ist ein verticalstehender ,flammenofen mit drei ,etagen und fnf ,feuerungen mit ,holzfeuerung eingerichtet4 ,im ,allgemeinen stellt ein solcher ,ofen einen hohlen ,cylinder vor1 dessen obere ,decke eine ,kuppel bildet1 aus der in der ,axe der ,schornstein sich erhebt4 ,die flachen ,gewlbe oder ,etagen1 in welche er abgetheilt ist1 communiciren durch ,feuerffnungen4 ,die beiden ,etagen ,l und ,l' dienen zum ,gar-1 ,glatt- oder ,starkbrennen des ,porcellans2 die obere ,etage ,l''1 die ,krnung genannt1 dient zum ,rohbrennen4 ,am ,boden der beiden untern ,abtheilungen sind die fnf ,feuerungen angebracht1 aus gemauerten viereckigen ,ksten f bestehend1 deren eine ,wand vom ,ofen selbst gebildet ist2 in jedem ,kasten liegt unten ein ,rost4 ,von jedem ,feuerkasten fhrt unten eine ,oeffnung g durch die ,ofenwand in den ,ofen4 ,g ist der ,aschenraum1 ,t die ,oeffnung des ,aschenraumes1 die whrend des ,brennens verschlossen ist1 o eine ,oeffnung1 durch welche das ,brennmaterial auf den ,rost aufgegeben wird4 ,die ,feuerksten knnen mittelst eines eisernen ,schiebers verschlossen werden4 ,das ,innere des ,ofens besteht aus ,charmottesteinen und aussen ist derselbe mit eisernen ,schienen versehen4 ,in jede ,etage fhrt eine ,thre ,p zum ,einsetzen und ,ausnehmen des ,porcellans2 sie wird nach der ,beschickung mit feuerfesten ,steinen zugesetzt und verschmiert4 ,die ,heizung geschieht zuerst in den unter den ,feuerungen befindlichen ,feuerkammern1 indem man etwas ,holz darin anwendet4 ,ist durch dieses schwache ,feuer1 das ,flattirfeuer 7,lavir- oder ,vorfeuer71 die ,waare bis zum starken ,rothglhen erhitzt worden1 so beginnt man das ,scharf-1 ,gut- oder ,glattfeuer4 ,spter feuert man nicht mehr in der ,feuerkammer1 sondern legt das ,holz in die vorspringende ,oeffnung4 ,hier findet das ,verbrennen so statt1 dass von oben die ,luft eintritt und dann durch das ,brennmaterial hindurch in den ,ofen geht4 ,auf diese ,weise wird stets der untere ,theil des ,holzes verzehrt und die heisse ,luft tritt aus den glhenden ,kohlen sofort in den ,ofen1 whrend bei andern ,feuerungen die ,luft zuletzt durch das kalte ,brennmaterial geht1 das man von ,zeit zu ,zeit aufschttet1 und dadurch abgekhlt wird4 ,die in der ,feuergrube sich ansammelnden ,kohlen bilden dort eine bedeutende ,glut1 die zum ,steigern der ,temperatur nicht wenig beitrgt1 ja ohne welche der beabsichtigte ,wrmegrad kaum erreicht werden wrde4 ,sobald die ,kohle in dem ,feuerkasten in solcher ,masse sich angesammelt hat1 dass sie ber die ,ofensohle emporsteigt1 ffnet man die vorher verschlossenen ,zuglcher am ,feuerkasten und gestattet dadurch der ,luft den ,zutritt zu den glhenden ,kohlen4 ,auf solche ,weise wird die ,flamme durch den horizontal eintretenden ,luftstrom mehr zur ,axe des ,ofens hingefhrt4 ,whrend des ,scharffeuerns sind die ,feuerherde 7die ,schren7 wahre ,generatoren und man hat so in jedem ,feuerraum zwei ,verbrennungen ber einander1 die sich wechselseitig bedingen4 ,so lange der ,ofen nicht in voller ,weissglhhitze steht1 hat man nicht nthig1 sich von der ,hhe der ,temperatur genauere ,kenntniss zu verschaffen2 ist aber ,weissglhhitze eingetreten1 so sucht man durch ,probeziehen den ,stand nher zu ermitteln4 ,nachdem nmlich die ,kapselsulen oder ,stsse in den ,ofen eingesetzt waren1 vermauert man1 wie oben bemerkt1 die ,einsetzffnung1 lsst aber in der ,mauer eine ,probeffnung1 durch welche man glasirte ,porcellanscherben in besonders dazu gefertigten ,kapseln einsetzt4 ,nachdem der ,ofen weissglhend ist1 ffnet man die ,probeffnungen1 nimmt die ,probescherben heraus und beurtheilt den ,schmelzgrad ihrer ,glasur4 ,das ,gutbrennen dauert #ag bis #ah ,stunden2 man verschliesst dann den ,ofen und lsst ihn erkalten1 wozu #c-d ,tage erforderlich sind4 ,zum ,gelingen des ,porcellanbrennens ist nicht nur eine sehr hohe ,temperatur1 nicht nur eine reichliche ,entwickelung1 sondern auch eine bestimmte chemische ,beschaffenheit der ,flamme ,bedingung1 insofern letztere von wesentlichem ,einflusse auf die ,farbe des ,produktes ist4 ,zu diesem ,zwecke muss die ,flamme1 wenn der ,ofen in vollem ,gange sich befindet1 so viel als mglich die ,beschaffenheit der ,holzgasflamme besitzen1 d4 h4 nicht blass und durchsichtig1 sondern fett und weiss sein4 ,whrend der ersten ,periode des ,feuerns wirken die ,gase oxydirend1 in der ,periode des ,scharffeuerns ist dagegen der ,ofen mit reducirenden ,gasen angefllt4 ,sidenote3 ,das ,entleeren des ,ofens und ,sortiren der ,waare4 ,nachdem der ,ofen gehrig abgekhlt ist1 schreitet man zum ,entleeren desselben4 ,das den ,kapseln entnommene ,geschirr wird einer genauen ,prfung unterworfen1 wobei es in vier ,sorten geschieden wird3 a7 in ,feingut1 wozu alles ,geschirr gehrt1 welches fleckenlos1 milchweiss1 blasenfrei1 spiegelglatt in der ,glasur1 nicht verbogen und nicht gerissen ist2 b7 in ,mittelgut1 welches minder weiss und glatt in der ,glasur ist und nur kleine ,fehler hat1 die man entweder beim ,malen decken kann oder beim ,gebrauch des ,geschirres nicht nachtheilig sind2 c7 zum ,ausschuss gehren alle ,stcke1 deren ,glasur schlecht geschlossen oder eierschalig 7d4 h4 wenn in der ,glasur sehr viele feine ,pnktchen sichtbar werden7 und deren ,farbe gelblich ist1 die ,verunreinigungen der ,masse oder ,verbiegungen zeigen2 d7 ,stcke endlich mit ,blasen oder ,rissen1 mit groben ,verziehungen der ,formen sind unverkuflich und gehren dem ,bruchgeschirre an4 ,sidenote3 ,fehler der ,porcellanmasse und der ,glasur4 ,die hauptschlichsten ,fehler der ,porcellanmasse sind folgende3 ,risse der ,masse2 die ,porcellanmasse ist kurz und nur wenig plastisch2 sie zieht sich beim ,trocknen stark zusammen und die kleinste ,ungleichheit in der ,zusammenziehung beeintrchtigt nicht nur die ,form1 sondern bewirkt selbst eine ,trennung der ,theile1 die oft erst nach dem ,brande als ,riss sich bemerklich macht4 ,ein ,aufsitzen des ,porcellans auf einer ,unterlage ist gleichfalls oft der ,grund des ,entstehens der ,risse4 ,das ,verziehen kann davon herrhren1 dass entweder die ,flamme zu stark auf gewisse ,theile des ,stckes wirkte1 oder die ,masse in ,folge fehlerhafter ,zusammensetzung zu schmelzbar war4 ,der ,wund oder die ,windung3 die ,porcellanmasse ist so empfindlich gegen ,druck1 dass sie an einer nur etwas mehr gedrckten ,stelle weit weniger schwindet als an andern ,stellen und man daher an einem auf der ,scheibe gedrehten ,stcke die ,spirale sieht1 nach welcher der ,arbeiter beim ,aufdrehen mit den ,fingern von der ,mitte gegen auswrts oder von unten nach auswrts gefahren ist4 ,dieser ,fehler wird der ,wund genannt4 ,die ,flecken knnen von ,krnern der ,kapseln herrhren1 welche auf das darin befindliche ,porcellan gefallen und daraus eingeschmolzen sind4 ,solche ,stellen kann man zuweilen ausbessern4 ,hufig haben die ,flecken in der ,einwirkung des ,rauches auf die ,porcellanmasse ihren ,grund und tragen dann dazu bei1 dass das ,geschirr dem ,ausschuss beigesellt werden muss4 ,die gelbe ,frbung1 welche die ,masse zuweilen whrend des ,brennens annimmt1 rhrt theils von der ,einwirkung des ,rauches1 theils auch von einer oxydirenden ,einwirkung der ,flamme her1 welche das ,eisen der ,masse in ,eisenoxyd berfhrt4 ,in der ,glasur der ,porcellanmasse machen sich hauptschlich folgende ,fehler bemerklich3 ,blasen1 sie knnen in ,folge von ,gasentwickelung durch die ,reaction der ,glasurbestandtheile auf einander entstehen1 aber auch das ,resultat eines zu starken ,feuers auf normal zusammengesetzte ,masse oder ,glasur sein4 ,die eierschalige ,beschaffenheit ist ein ,fehler1 der sich bei der ,glasur von ,porcellan oft zeigt und derselben das ,glnzende nimmt2 wenn die ,glasur nicht hinlngliche ,schmelzbarkeit besass oder wenn sie nur unvollkommen gebrannt war1 oder wenn endlich unter dem ,einflusse reducirender ,gase sich ,alkalien verflchtigten1 so zeigt die ,glasur eine eierschalenhnliche ,beschaffenheit4 ,wenn die ,masse und die ,glasur verschiedene ,ausdehnungscofficienten haben1 so zeigen sich auf der ,oberflche ,haarrisse2 sind dieselben zahlreich und zeigen sie eine gewisse ,regelmssigkeit1 so nennt man solche ,geschirre craquelirte 7vases craquels74 ,sidenote3 ,porcellanmalerei4 ,die ,porcellanmalerei ist ein ,zweig der ,glasmalerei1 deren ,wirkung aber ausschliesslich auf das reflectirte1 nie auf das durchgehende ,licht berechnet ist4 ,die ,porcellanfarben sind gefrbte ,glser1 welche durch ,aufschmelzen 7,einbrennen7 auf die ,porcellanmasse ,festigkeit und ,glanz erlangen4 ,zur ,erzeugung jeder ,farbe gehrt das farbegebende ,metalloxyd und der ,fluss4 ,je nach ihrem ,verhalten im ,feuer theilt man die ,porcellanfarben ein in ,scharffeuerfarben und ,muffelfarben4 ,erstere enthalten frbende ,oxyde1 die vollkommen oder mindestens so feuerbestndig sind1 dass sie die zum ,scharfbrennen erforderliche ,hitze unverndert ertragen4 ,man trgt sie unter der ,glasur auf und schmilzt sie mit derselben4 ,da die meisten ,metalloxyde bei der ,temperatur des ,scharffeuers ganz oder zum ,theil sich verflchtigen und einen unreinen ,ton geben1 so sind die meisten ,porcellanfarben ,muffelfarben1 welche stets nach dem ,glasiren auf der ,glasur aufgetragen und in der ,muffel eingebrannt werden4 ,die in der ,porcellanmalerei angewandten ,metalloxydsalze sind folgende3 ,eisenoxyd fr ,roth1 ,braun1 ,violett1 ,gelb und ,sepia1 ,chromoxyd fr ,grn1 ,kobaltoxyd und ,kalium-,kobalt-,nitrit fr ,blau und ,schwarz1 ,uranoxyd fr ,orange und ,schwarz1 ,manganoxyd fr ,violett1 ,braun und ,schwarz1 ,iridiumoxyd fr ,schwarz1 ,titanoxyd fr ,gelb1 ,antimonoxyd fr ,gelb1 ,kupferoxyd und ,kupferoxydul fr ,grn und ,roth1 ,ferrochromat fr ,braun1 ,bleichromat fr ,gelb1 ,bariumchromat fr ,gelb1 ,chlorsilber fr ,roth1 ,platinchlorid und ,platinsalmiak fr ,platinfarbe1 ,goldpurpur fr ,purpur und ,rosenroth4 ,von den vorstehenden ,oxyden sind zu ,scharffeuerfarben anwendbar das ,uranoxyd1 das ,kobaltoxyd1 das ,chromoxyd1 das ,mangan- und ,eisenoxyd und das ,titanoxyd4 ,die meisten ,metalloxyde1 so das ,eisenoxyd1 das ,chromoxyd1 das ,iridiumoxyd1 besitzen schon von ,hause aus die gewnschte ,nance2 diese werden nur mit dem ,flussmittel zusammengerieben und als ,farbe benutzt2 einige ,oxyde erlangen die verlangte ,frbung erst1 wenn sie durch ,schmelzen in ,silicate oder ,borate1 berhaupt in ,glser bergegangen sind4 ,so mssen z4 ,b4 ,kobaltoxyd und ,kupferoxyd erst mit ,kieselsure und ,borsure1 ,antimonoxyd mit dem ,bleioxyd des ,flusses zusammentreten1 damit eine blaue1 grne oder gelbe ,farbe sich bilde4 ,letztere ,farben heissen ,schmelzfarben1 weil sie ihre ,farbe erst erhalten1 wenn sie mit dem ,flussmittel zusammengeschmolzen werden1 zum ,unterschiede von den ,frittefarben1 deren ,verwendung ein ,fritten vorausgehen muss1 durch welches die ,farbe in einen halbverglasten ,zustand versetzt wird4 ,illustration3 ,fig4 #adi4 ,illustration3 ,fig4 #aej4 ,das ,einbrennen der ,farben geschieht bei den ,scharffeuerfarben im ,gutofen mit dem ,aufbrennen der ,glasur1 bei den ,schmelzfarben dagegen in der ,muffel 7,fig4 #adi7 aus ,kapselmasse gefertigt1 welche in dem ,muffelofen zum ,glhen erhitzt wird2 die vordere ,wand der ,muffel dient als ,thre zum ,eintragen des ,geschirres1 das ,rohr o1 um die ,temperatur und den ,grad des ,aufgebranntseins zu beobachten2 das von der ,mitte der oberen ,wlbung der ,muffel sich erhebende ,rohr m gestattet den sich entwickelnden ,terpentinl- oder ,lavendelldmpfen den ,abzug4 ,beide ,rohre sind mit ,thonpfropfen verschlossen4 ,fig4 #aej zeigt eine eingesetzte ,muffel mit ,geschirr1 so wie sie in der kaiserlichen ,manufactur zu ,svres blich ist4 ,sobald die ,muffel lebhaft rothglht1 beginnen die ,farben zu fliessen2 man ffnet von ,zeit zu ,zeit das ,schauloch1 um den ,moment wahrzunehmen1 wo die spiegelnde ,oberflche anzeigt1 dass die ,farben vollkommen geflossen sind4 ,das ,schaurohr und das obere ,abzugsrohr der ,muffel drfen nie zu gleicher ,zeit geffnet werden1 damit nicht ein kalter ,luftstrom in die ,muffel dringt4 ,da die ,muffelfarben stets auf der ,glasur sich befinden1 so lassen sie sich meist als fhlbare ,erhabenheiten wahrnehmen2 da sie ausserdem gefrbte ,bleiglser und deshalb weich sind1 so unterliegen diese ,farben doppelt der ,abnutzung -- ,uebelstnde1 die bei den ,scharffeuerfarben1 als unter der ,glasur liegend1 nicht vorkommen4 ,sidenote3 ,decoriren des ,porcellans4 ,das ,gold wird behufs der ,vergoldung von ,porcellan aus seiner ,lsung in ,knigswasser entweder durch ,eisenvitriol oder durch salpetersaures ,quecksilberoxydul oder vortheilhafter noch durch ,oxalsure gefllt4 ,vor seiner ,anwendung wird das ,gold mit dem ,flussmittel auf das ,innigste gemischt4 ,man wendet als ,fluss basisch salpetersaures ,wismuthoxyd an4 ,das ,muschel- oder ,malergold1 dessen man sich ebenfalls zum ,vergolden bedient1 besteht aus den ,schabinen von der ,bereitung des chten ,goldblattes4 ,diese ,schabinen werden mit einem in siedendem ,wasser leicht lslichen ,krper1 wie ,zucker1 ,salz oder ,honig1 fein gerieben4 ,die ,vergoldung muss auf die von ,fett vollstndig befreite ,flche aufgetragen werden1 weil sonst das ,gold durchaus nicht adhriren wrde4 ,das ,gold wird entweder mit dem ,pinsel oder durch ,druck aufgetragen4 ,das ,einbrennen geschieht in der ,muffel4 ,da das ,gold dabei nicht schmilzt1 sondern nur durch den schmelzenden ,fluss auf das ,porcellan befestigt wird1 so zeigt es nach dem ,brennen keinen ,glanz1 welchen es erst durch das ,poliren 7,vorpoliren mit glattem ,achat und ,reinpoliren mit ,blutstein7 erhlt4 ,sidenote3 ,durch ,glanzvergoldung4 ,ganz verschieden von der vorstehenden ,vergoldung ist die ,meissner ,vergoldung oder ,glanzvergoldung1 deren ,glanz nicht nur durch ,reiben und ,poliren hervorgebracht wird1 sondern whrend des ,brennens selbst entsteht4 ,sie wird gewhnlich durch ,einbrennen einer ,lsung von ,schwefelgold oder ,knallgold in ,schwefelbalsam erhalten4 ,ob ein ,gegenstand durch geflltes metallisches ,gold oder durch ein ,glanzgoldprparat vergoldet ist1 lsst sich mit ,sicherheit nicht durch ,streichen mit dem ,finger1 mit ,leder oder durch ,kratzen mit den ,ngeln u4 s4 w4 beurtheilen4 ,fhrt man aber die vergoldete ,flche einige ,male gegen das ,haupthaar1 so nimmt dieses die ,glanzvergoldung wie eine feine ,feile weg1 wogegen die echte ,vergoldung davon nicht leidet4 ,sidenote3 ,durch ,silber und ,platin4 ,das ,versilbern und ,platiniren ist nur in geringer ,ausdehnung blich4 ,das metallische ,silber wird aus seiner ,lsung durch ,kupfer oder ,zink1 das ,platin aus neutralem ,platinchlorid durch ,kochen mit ,kali und ,zucker gefllt4 ,das ,schwarzanlaufen der ,versilberung auf ,porcellan durch schwefelwasserstoffhaltige ,ausdnstungen kann man nach ,rousseau verhindern1 wenn man vor dem ,brennen auf das ,silber eine sehr dnne ,schicht ,gold ausbreitet4 ,es entsteht dann eine weisse ,legirung von ,gold-,silber1 welche bestndig ist4 ,es sind indessen zum ,gelingen viele ,vorsichtsmaassregeln nthig4 ,silber und ,platin werden mit basisch salpetersaurem ,wismuthoxyd gemengt1 aufgetragen und eingeschmolzen2 sie werden nachtrglich polirt4 ,glanzplatin oder ,platinlster erhlt man durch ,auftragen von ,platinsalmiak mit ,lavendell oder ,schwefelbalsam und ,einbrennen4 ,sidenote3 ,lithophanien4 ,das ,durchscheinende des ,porcellans hat man zur ,darstellung der ,lithophanien oder ,lichtbilder benutzt2 es sind dies in flachen ,gypsformen mit ,reliefzeichnungen gepresste dnne und nicht glasirte ,porcellanplatten1 welche im durchfallenden ,lichte in ,folge der zweckmssig abgestuften ,dicke ,licht und ,schatten der ,figuren mit einer sonst unerreichbaren ,wrme und ,weichheit im ,uebergange der ,tne zeigen4 ,eine grosse ,aehnlichkeit mit den ,lithophanien haben die unter dem ,namen ,email ombrant oder ,email de ,rubelles oder ,lithoponien angefertigten ,porcellan- und ,fayencegegenstnde2 in ,bezug auf die ,pressung zeigen sie aber das ,entgegengesetzte der ,lithophanien1 weil bei dem ,email ombrant die dunkelsten ,stellen gerade am meisten vertieft1 daher am dnnsten sein mssen1 und das ,bild nicht im durchgehenden1 sondern im auffallenden ,lichte betrachtet wird4 ,man wendet diese ,verzierung auf ,tafelservice und ,kacheln an2 diese ,gegenstnde erhalten durch ,formen eingedrckte ,vertiefungen1 welche dann mit halbdurchsichtiger gefrbter ,glasurmasse ausgefllt werden1 wobei die tiefsten ,stellen dickere ,schichten von ,glasur aufnehmen und daher dunkler erscheinen als die erhabeneren ,stellen1 welche weniger mit ,glasur bedeckt werden und dadurch heller bleiben4 ,,ii4 ,weiches oder ,frittenporcellan4 ,sidenote3 ,franzsisches ,frittenporcellan4 ,das weiche oder ,frittenporcellan wird als franzsisches und englisches unterschieden4 ,das franzsische oder eigentliche ,frittenporcellan 7mit welchem im vorigen ,jahrhundert die ,fabrikation des ,porcellans berhaupt in ,frankreich und ,italien begann7 ist eine #afie von ,morin in ,saint-,cloud bei ,paris erfundene glasartige ,masse 7ein unvollstndig geschmolzenes ,alkali-,erde-,silicat71 ohne ,zusatz von ,kaolin1 mit bleihaltiger1 dem ,krystallglas hnlicher ,glasur4 ,es gehrt demnach nur uneigentlich zu den ,thonwaaren1 die ,aehnlichkeit mit dem ,porcellan entspringt nur aus der unvollkommenen ,schmelzung der durch ,uebersetzung mit ,kalk und ,thonerde strengflssig gemachten ,masse4 ,die ,masse zu dem ,frittenporcellan wird zusammengesetzt3 #a7 aus einer glasartigen ,masse1 der ,fritte1 um der ,masse ,kieselerde und ,alkalien zu geben1 #b7 aus ,mergel1 um ,thon beizufgen1 #c7 aus ,kreide1 als kalkigem ,bestandtheil4 ,die ,verhltnisse dieser drei ,gemengtheile sind im ,allgemeinen3 ,fritte #ge-ge ,mergel #ag- #h ,kreide #h-ag ,die ,fritte wird mit ,kreide und ,kalkmergel gemischt1 als dnner ,brei fein gemahlen1 als ,brei einige ,monate lang aufbewahrt1 getrocknet1 von ,neuem gepulvert und durchgebeutelt4 ,der an und fr sich kurzen ,masse ertheilt man einen gewissen ,grad von ,plasticitt durch ,zusatz von ,seifen- oder ,leimwasser oder ,gummischleim4 ,das ,frittenporcellan wird in ,kapseln gargebrannt1 ehe man es mit ,glasur versieht2 da es whrend des ,brennens sich leicht verzieht1 so muss es auf allen ,seiten gesttzt werden2 man brennt es deshalb auf ,formen von feuerfestem ,thon1 die genau die ,gestalt der ,geschirre haben4 ,es wird schon in dem ,verglhofen des gewhnlichen ,porcellanofens gargebrannt4 ,die ,glasur des ,frittenporcellans ist ein zu diesem ,behufe eigens bereitetes ,krystallglas4 ,das ,frittenporcellan ist leicht an dem ,bleigehalt der ,glasur zu erkennen4 ,eine ,auflsung einer ,schwefelleber einige ,zeit in einem ,gefsse aus ,frittenporcellan aufbewahrt1 schwrzt es oberflchlich4 -- ,dem franzsischen ,porcellan steht nahe das ,kryolithglas oder ,heissgussporcellan 7vergl4 ,seite #cce74 ,sidenote3 ,englisches ,frittenporcellan4 ,das englische ,porcellan besteht in der ,masse aus plastischem ,thon1 aus ,porcellanerde von ,cornwallis 7sogenanntem ,china clay71 ,cornish stone 7durch ,verwitterung von ,pegmatit entstanden71 ,feuerstein und ,knochenasche4 ,der ,zusatz der letzteren1 #ahjb von ,ch4 ,spade eingefhrt1 7in neuerer ,zeit zuweilen durch natrliches ,calciumphosphat -- ,apatit1 ,phosphorit1 ,staffelit1 ,navassit und ,sombrerit -- ersetzt7 befrdert die ,leichtflssigkeit des ,produktes4 ,die ,glasur besteht aus ,cornish stone1 ,kreide1 ,feuerstein1 ,borax und ,bleioxyd4 ,da die ,glasur leichter schmelzbar ist als die ,masse1 so muss letztere im ersten1 strkeren ,feuer grsstentheils gargebrannt werden1 ehe im zweiten krzeren ,feuer die ,glasur aufgebrannt wird2 hierin liegt ein wesentlicher ,unterschied zwischen hartem und englischem ,porcellan4 ,beim harten ,porcellan ist der ,grad der ,schmelzbarkeit der ,masse und der ,glasur ziemlich derselbe1 namentlich stimmt in dieser ,beziehung der ,fluss der ,masse mit der ,glasur berein1 whrend beim englischen und berhaupt beim ,frittenporcellan eine ,verschiedenheit des ,flusses der ,masse von dem der ,glasur charakteristisch ist4 ,daraus folgt1 dass das englische ,porcellan weit weniger haltbar sei und leichter rissig werden muss1 als das harte2 auf der andern ,seite ist die ,masse des englischen ,porcellans plastischer1 bedarf zum ,garbrennen wegen der berwiegenden leichtflssigen ,bestandtheile eines geringen ,feuers und ist deshalb dem ,verziehen beim ,brennen weniger ausgesetzt4 ,auf dieser letzteren ,eigenschaft beruht namentlich der ,vorzug1 dass die englischen ,porcellane ohne ,schwierigkeit mit geringer ,scherbenstrke hergestellt werden knnen1 whrend andererseits dieselben vermge ihrer leichtflssigen bleihaltigen ,glasur die ,anwendung der schnsten ,farbennancen zu ,verzierungen gestatten4 ,das ,brennen geschieht in eigenen ,etagenfen mittelst ,steinkohlen4 ,die ,geschirre stehen in ,kapseln4 ,die ,glasur ist stets bleihaltig4 ,das ,glasiren wird durch ,eintauchen bewerkstelligt4 ,in neuerer ,zeit spielt die ,borsure als ,mittel zum ,glasiren des englischen ,porcellans eine grosse ,rolle4 ,sidenote3 ,parian und ,carrara4 ,das parische ,porcellan oder ,parian 7dieser ,name ist abgeleitet von der durch ihren ,marmor berhmten ,insel ,paros7 ist unglasirtes ,statuenporcellan von einer dem englischen ,porcellan hnlichen1 aber strengflssigeren ,masse1 weniger ,fluss und mehr ,kieselerde enthaltend4 ,die ,farbe der ,masse zeigt einen etwas milden gelblichen ,ton2 die ,oberflche ist wachsartig und fetthnlich schimmernd4 ,das ,parian wurde zuerst von ,copeland im ,jahre #ahdh dargestellt1 obgleich die ,idee1 parischen ,marmor durch ,porcellanmasse nachzuahmen1 nicht neu ist1 ,khn in ,meissen und auch die ,nymphenburger ,fabrik haben lngst ,medaillen und ,statuetten geliefert1 welche mit dem ,statuenmarmor grosse ,aehnlichkeit haben1 obgleich letztere ihrer ,zusammensetzung nach sich dem harten ,porcellan anschliessen4 ,die ,zusammensetzung des ,parian ist eine sehr verschiedene2 manche ,probe enthlt ,calciumphosphat1 andere wieder ,bariumsilicat1 noch andere endlich nur ,kaolin oder ,thon und ,feldspath4 ,der ,carrara 7eine ,benennung nach dem durch seinen ,marmor berhmten ,carrara in ,toskana7 steht zwischen ,parian und ,steinzeug in der ,mitte und ist weniger durchscheinend als ,parian und von etwas weisserer ,farbe4 ,,iii4 ,das ,steinzeug4 ,sidenote3 ,steinzeug4 ,das ,steinzeug schliesst sich unmittelbar an das ,porcellan an1 insofern seine ,masse dicht1 klingend1 kleinkrnig1 gleichartig1 nicht an der ,zunge hngend und somit undurchlassend fr ,feuchtigkeit ist4 ,die ,masse ist halb verglast1 aber nicht aufgelst wie bei dem ,porcellan und nur an den ,kanten oder kaum durchscheinend4 ,das feine weisse ,steinzeug unterscheidet sich nur durch ,abwesenheit der durchscheinenden ,eigenschaft usserlich von dem ,porcellan4 ,man unterscheidet das ,steinzeug #a7 als porcellanartig glasirtes1 #b7 als weisses oder gefrbtes unglasirtes1 #c7 als gemeines ,steinzeug1 mit ,kochsalz glasirt4 ,das feine weisse ,steinzeug besteht in der ,masse aus plastischem1 sich weiss brennendem1 weniger feuerbestndigem ,thon mit ,zusatz von ,kaolin und ,feuerstein und einem feldspathartigen ,mineral 7in der ,regel ,cornish stone7 als ,flussmittel4 ,die ,glasur enthlt ,bleioxyd und ,borax und ist durchsichtig4 ,das ,flussmittel ist in dem ,steinzeug stets in grsserer ,menge vorhanden als in dem ,porcellan und macht gewhnlich mehr als die ,hlfte des ,gewichtes der ,masse aus4 ,daraus folgt1 dass das ,steinzeug im ,porcellanofenfeuer zusammenschmilzt und nur bei weit niedrigerer ,temperatur gebrannt werden kann4 ,da die ,masse zum ,theil aus plastischem ,thone besteht1 so ist sie weit bildsamer als die ,porcellanmasse4 ,demnach ist das ,steinzeug als ein ,ersatzmittel fr das ,porcellan zu betrachten1 dessen grssere ,wohlfeilheit in der ,leichtigkeit beruht1 mit welcher es geformt und gebrannt werden kann1 whrend es mit dem ,porcellan die ,eigenschaft der ,undurchdringlichkeit fr ,flssigkeiten theilt4 ,das weisse oder gefrbte unglasirte ,steinzeug oder ,wedgwood besteht in der ,masse aus plastischem1 weniger feuerbestndigem ,thone1 ,kaolin1 ,feuerstein und ,cornish stone1 letzterer bis zur ,hlfte des ,ganzen1 ist weit leichtflssiger als ,porcellan und erfordert daher einen geringeren ,hitzegrad zum ,brennen4 ,das farbige ,steinzeug ist grsstentheils von derselben ,grundmasse als das weisse feine ,steinzeug1 wird aber entweder in der ganzen ,masse1 oder nur oberflchlich durch eine ,belegung mit einer ,schicht von sogenannten ,angussfarben gefrbt4 ,man wendet das ,angiessen besonders bei den blauen und grnen ,massen an1 deren ,preise bedeutend gesteigert werden wrden1 wenn man die ganze ,masse frben wollte4 ,sehr hufig bringt man ,verzierungen durch aufgelegte ,reliefs von anders gefrbter ,thonmasse an4 ,die gefrbten ,wedgwoodwaaren sind unter dem ,namen ,aegyptian1 ,bamboo1 ,basaltgut1 ,biscuitgut1 ,jaspisgut u4 s4 w4 bekannt4 ,sidenote3 ,gemeines ,steinzeug4 ,das gemeine ,steinzeug gehrt ebenfalls noch zu den ,thongeschirren mit verglaster ,masse1 deren halbgeflossener ,zustand jedoch nicht durch einen ,flusszusatz hervorgebracht1 sondern nur durch eine strkere ,einwirkung des ,feuers auf die nicht vollstndig feuerbestndige ,thonmasse bewirkt wird4 ,die ,zusammensetzung der ,masse ist weit einfacher als bei dem feinen ,steinzeug und ,porcellan und besteht hauptschlich aus plastischem ,thone1 zum ,theil mit einem ,gemengtheile1 der sich im ,feuer wenig oder nicht zusammenzieht und die ,schwindung des ,thones vermindert1 z4 ,b4 feinem ,sand oder gemahlenen ,scherben von gebranntem ,steinzeug4 ,geschirre aus ,steinzeug vertragen pltzlichen ,temperaturwechsel sehr schlecht und eignen sich deshalb nicht als ,kochgeschirre1 dagegen sind sie vortrefflich1 wenn es sich um besondere ,reinhaltung und eine gewisse chemische ,bestndigkeit der ,masse oder um eine betrchtliche ,strke handelt4 ,daher ihre ,anwendung zu ,mineralwasserkrgen1 ,sureflaschen1 ,gefssen zu chemischem und pharmaceutischem ,gebrauche1 ,milchnpfen1 ,wassereimern1 ,gefssen zum ,einmachen der ,frchte in ,essig und ,salz1 zum ,aufbewahren von ,schmalz u4 s4 w4 ,die ,farbe des gemeinen ,steinzeuges ist meistens grau4 ,sidenote3 ,steinzeugfen4 ,illustration3 ,fig4 #aea4 ,illustration3 ,fig4 #aeb4 ,brennfen4 ,bekanntlich werden die ,oefen1 deren man sich zum ,brennen der ,thonwaaren bedient1 eingetheilt in stehende und liegende4 ,erstere benutzt man zum ,brennen des ,porcellans 7vergl4 ,seite #cej71 des feinen ,steinzeuges und der ,fayence2 damit in ihnen das ,brennmaterial so viel als mglich zur ,realisation gelange1 mssen sie eine gewisse ,hhe haben1 in dessen ,folge die ,geschirre beim ,einsetzen hohe ,sulen bilden1 zu deren ,aufbau ,kapseln oder ,casetten unerlsslich sind4 ,fr gemeines ,steinzeug und fr gewhnliche ,tpferwaare wren derartige ,hlfsmittel zu kostspielig1 weshalb man auch zum ,brennen solcher ,geschirre nicht stehende1 sondern liegende ,brennfen anwendet1 in welchen die ,richtung des ,zuges nicht vertical1 sondern mehr oder weniger horizontal ist4 ,das gemeine ,steinzeug wird unmittelbar der ,einwirkung des ,feuers ausgesetzt4 ,die ,oefen sind in der ,regel roh ausgefhrt4 ,fig4 #aea zeigt den verticalen ,durchschnitt eines solchen ,ofens nach der ,linie ,a ,b in ,fig4 #aeb4 ,fig4 #aec ist ein ,durchschnitt nach der ,linie ,c ,d und zwar von der ,seite ,b gesehen1 so dass man im ,hintergrunde des ,gewlbes die gitterfrmige ,hinterwand erblickt4 ,fig4 #aed ist ein ,durchschnitt ebenfalls nach der ,linie ,c ,d1 dagegen von der ,seite ,a betrachtet4 ,fig4 #aeb ist ein ,grundriss nach der ,linie ,e ,f in ,fig4 #aea4 a a ist das aus ,thon gearbeitete ,ofengewlbe1 b die ,geschirrkammer1 c die ,feuerkammer1 d der ,rost1 e das ,heizloch1 f der ,aschenfall1 g eine ,oeffnung1 welche zum ,eintreten der ,luft dient1 i i eine durch den ,ofen gehende gitterfrmige ,mauer 7der ,stnder71 welche die ,flamme gleichmssig vertheilen soll1 ehe sie aus der ,feuerkammer in die ,geschirrkammer tritt2 k ist die durchbrochene ,rckwand des ,ofens1 durch welche die ,flamme in den ,schornstein o zieht4 ,es wird mit ,steinkohlen gefeuert4 ,illustration3 ,fig4 #aec4 ,illustration3 ,fig4 #aed4 ,illustration3 ,fig4 #aee4 ,eine andere ,form des ,ofens1 wie sie zum ,brennen der ,mineralwasserkrge blich ist1 zeigt der verticale ,durchschnitt 7,fig4 #aee74 ,der ,ofen wird an einen sanft aufsteigenden ,hgel gebaut4 ,am tiefsten ,punkte befinden sich drei aus ,backsteinen aufgefhrte und berwlbte ,feuerungen ,a1 hinter welchen das zu brennende ,geschirr bereinander aufgesetzt wird4 ,in der ,mitte des ,brennraumes befindet sich eine gemauerte und durchbrochene ,scheidewand ,c 7das ,fenster71 welche die ,feuergase gleichmssig in die zweite ,abtheilung des ,brennraumes vertheilen1 aber auch den allzu grossen ,druck der in der obern ,hlfte stehenden ,geschirre aufhalten soll4 ,das ,gewlbe1 sowie die beiden ,wnde ,b und ,e sind aus zerbrochenem ,steinzeuggeschirr1 das durch ,mrtel verbunden ist1 aufgefhrt4 ,ein ,schornstein ist nicht vorhanden2 die ,verbrennungsgase gehen direct durch die durchbrochene ,mauer ,e in die ,atmosphre4 ,der ,brand dauert in der ,regel #h ,tage4 ,die hohe ,temperatur1 bei welcher das gemeine ,steinzeug gebrannt wird1 und die ,art der ,zusammensetzung der ,masse bewirkt schon an und fr sich eine ,verglasung1 weshalb eine ,glasur gerade nicht nothwendig ist4 ,dort1 wo sie angebracht wird1 dient sie mehr zur ,hebung des ,ansehens als der ,brauchbarkeit4 ,am hufigsten ist die ,glasur ein blosser ,anflug oder ,lster mit ,hlfe von ,kochsalz erzeugt4 ,man fhrt des ,glasiren dadurch aus1 dass man whrend des ,brennens ,kochsalz in den ,brennofen wirft4 ,das ,glasiren wird erst gegen das ,ende des ,brandes vorgenommen1 nachdem die ,temperatur im ,ofen ihr ,maximum erreicht hat1 das zur ,verflchtigung des ,kochsalzes nothwendig ist4 ,in dem liegenden ,ofen sind eine ,anzahl von ,oeffnungen in dem ,gewlbe angebracht1 durch welche die ,arbeiter das ,kochsalz einwerfen4 ,nach dem ,einbringen des ,kochsalzes verschliesst man die ,oeffnungen einige ,zeit lang1 worauf die zweite ,hlfte ,kochsalz eingebracht wird4 ,die ,kieselerde zersetzt das ,kochsalz bei ,gegenwart von ,wasserdmpfen in ,salzsure und ,natron1 mit welchem sie sich verbindet4 ,die auf der ,oberflche der ,steinzeuggeschirre entstehende ,glasur besteht demnach aus ,natrium-,aluminium-,silicat4 ,nach ,leykauf's ,beobachtungen zersetzten ,thone von mehr als #ej ,proc4 ,kieselerde das ,kochsalz um so besser1 je mehr ,kieselerde sie enthalten4 ,ein ,ofen von mittlerer ,grsse verlangt etwa #hj bis #ajj ,pfd4 ,kochsalz2 die ,tpfer ziehen die unreinen ,sorten desselben dem reinen ,salze vor4 ,die so erhaltene ,glasur ist fast farblos und die ,geschirre zeigen dann die ,farbe ihrer ,masse4 ,die auf gewissen ,steinzeugsorten wahrnehmbare ungleiche ,farbe1 die auf der einen ,seite dunkel und fast kastanienbraun ist1 whrend sie auf der entgegengesetzten in ein blasses ,graubraun bergeht1 wird dadurch hervorgebracht1 dass man sofort nach dem ,eintragen des ,kochsalzes ,birkenrinde in das ,feuer wirft1 welche russige ,verbrennungsgase entwickelt4 ,sidenote3 ,lackirte ,thonwaaren4 ,unter dem gleichbedeutenden ,namen ,terralith und ,siderolith werden im nrdlichen ,bhmen und von der berhmten ,firma ,villeroy und ,boch 7vier ,fabriken in ,dresden1 ,wallerfangen1 ,septfontaines und ,metlach umfassend7 ,thonwaaren verfertigt1 welche zwischen ,steinzeug1 ,steingut und gewhnlicher ,tpferwaare in der ,mitte stehen1 aber mit keiner ,glasur1 sondern mit einem starken1 einfach gefrbten oder bronzirten ,firnissberzug versehen sind4 ,solche ,geschirre knnen1 da die ,farbe der ,masse durch die ,lackirung versteckt wird1 aus gefrbten ,thonen hergestellt werden1 welche man genau so wie die ,masse in den ,steingutfabriken behandelt4 ,vorzugsweise werden ,leuchter1 ,becher1 ,krge1 ,blumenvasen1 ,blumenampeln1 ,krbe1 ,schreibzeuge1 ,butterdosen1 ,fruchtkrbe1 ,basreliefbilder und verschiedene ,nippsachen aus dieser ,thonmasse geformt1 getrocknet und in ,kapseln in gewhnlichen ,brennfen scharf gebrannt4 ,von der ,vorfertigung der ,masse an bis zum ,trocknen des ,geschirres wendet man grosse ,sorgfalt an1 um an der ,waare1 auf welche viel ,arbeit und ,kunst verwendet wurde1 mglichst wenig zu verlieren4 ,farben und ,bronze werden mit ,bernsteinfirniss angerhrt und mit ,terpentin- oder ,leinl verdnnt mit ,pinseln auf die ,waare aufgetragen und letztere nun in ,muffeln einem schwachen ,feuer ausgesetzt1 welches eben nur die ,verdunstung der den ,farben und dem ,lack zugesetzten therischen ,oele bezweckt1 daher die ,terralithwaaren mit getrocknetem ,firnissberzuge aus dem ,ofen kommen4 ,,iv4 ,die ,fayence4 ,sidenote3 ,fayence4 ,die ,fayence 7englisches ,steingut7 hat ihren ,namen von der ,stadt ,fanza im ,kirchenstaate1 wo derartige ,gefsse vorzugsweise gefertigt wurden4 ,im #i4 ,jahrhundert verfertigten die ,araber in ,spanien schon ,fayence 7in den ,sammlungen unter dem ,namen der hispano-maurischen ,poterien bekannt71 von dort kam sie nach der ,insel ,majorka1 woher auch der ,name ,majolika fr ,fayence stammt#if und im #ac4 ,jahrhundert nach ,italien1 wo die ,majolikaindustrie vom #ae4 ,jahrhundert ab zu hoher ,blthe sich entwickelte1 mit dem #ag4 ,jahrhundert aber abzunehmen begann4 ,die hauptschlichsten ,erzeugnisse dieser ,zeit sind die ,sculpturen des ,luca della ,robbia 7gestorben #adha zu ,florenz74 ,in ,frankreich lsst sich die ,fabrikation emaillirter ,fayencen vorzugsweise auf die ,erzeugnisse zurckfhren1 welche unter dem ,namen der ,palissy-,fayencen 7nach ,bernhard ,palissy7 auf uns gekommen und deren erstes ,entstehen in die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts fllt4 ,das ,eigenthmliche der ,palissy-,fayencen1 was dieselben zu den gesuchtesten ,artikeln der keramischen ,kunst macht1 besteht darin1 dass die ,figuren und ,ornamente stets en relief ausgefhrt sind und colorirt erscheinen4 ,den grssten ,anspruch auf ,originalitt haben ,palissy's sogenannte ,pices rustiques1 grosse ,flachgefsse1 auf welchen nach der ,natur modellirte und in ihren natrlichen ,farben staffirte ,fische1 ,schlangen1 ,frsche1 ,krebse1 ,eidechsen1 ,muscheln und ,vegetabilien mit knstlerischem ,effect gruppirt sind4 #if ,der ,wechsel der ,buchstaben beruht darin1 dass die lteren toskanischen ,schriftsteller jene ,insel ,majolika statt ,majorka schrieben2 so ,dante3 ,tra isola di ,capri e ,majolica4 ,die ,masse der zu der ,fayence zu rechnenden porsen ,thonwaaren ist erdig1 an der ,zunge hngend1 undurchsichtig1 von mehr oder weniger lockerem ,gefge und wenig oder nicht klingend4 ,sie besteht wesentlich aus plastischem ,thone oder einem ,gemenge von diesem mit gemeinem ,tpferthone4 ,sie unterscheidet sich von dem gewhnlichen ,tpfergeschirr ausser durch die ,anwendung feinerer ,materialien auch durch weit sorgfltigere mechanische ,bearbeitung4 ,man unterscheidet feine weisse und gemeine emaillirte ,fayence4 ,die feine ,fayence 7,halbporcellan7 besteht in der ,masse wesentlich aus plastischem ,thone1 versetzt mit gemahlenem ,quarz oder ,feuerstein1 mit ,kaolin oder ,pegmatit1 also feldspathigen ,gemengtheilen4 ,die ,gemengtheile der feinen ,fayence sind so beschaffen1 dass sich die ,masse vollkommen oder fast weiss brennt2 sie erhalten stets eine durchsichtige1 farblose ,glasur1 so dass die ,farbe der ,geschirre die durch die ,glasur hindurchgehende ,farbe der ,masse ist4 ,die ,massen der in den verschiedenen ,lndern mit dem ,namen ,fayence bezeichneten ,geschirre verhalten sich im ,feuer sehr verschieden2 einige sind strengflssig und gar nicht schmelzbar und vertragen einen hohen ,hitzegrad beim ,brennen1 andere sind dagegen schmelzbar und knnen nur bei verhltnissmssig niederer ,temperatur gebrannt werden4 ,die ,zusammensetzung der ,glasur ist daher je nach der ,natur der ,masse und der ,bestimmung des ,geschirres eine sehr verschiedene4 ,die gemeine emaillirte ,fayence besteht der ,masse nach aus einem ,gemenge von ,tpferthon oder plastischem ,thon1 ,mergel 7,thon mit ,calciumcarbonat7 oder ,quarz und ,quarzsand4 ,charakteristisch fr ihre ,masse ist ein ,gehalt von #ae-be ,proc4 ,kalk1 der bei der niederen ,temperatur1 bei welcher die gemeine ,fayence gebrannt wird1 seine ,kohlensure nur zum ,theil verliert4 ,die gemeine ,fayence lsst sich daher leicht von anderen ,thonarten dadurch unterscheiden1 dass sie im gargebrannten ,zustande1 mit ,suren bergossen1 aufbraust4 ,ihr ,gefge ist locker und erdig1 ihre ,farbe in ,folge eines ,eisenoxydgehaltes von #b-d ,proc4 stark gelb1 so dass die gemeine ,fayence mit einer undurchsichtigen ,glasur 7einem ,email71 aus ,zinnoxyd1 ,bleioxyd1 ,alkalien und ,quarz bestehend1 berzogen werden muss4 ,in dem hohen ,eisenoxyd- und ,kalkgehalt der ,masse liegt der ,grund1 warum dieselbe bei einer verhltnissmssig niedrigen ,temperatur gebrannt werden muss1 da sie bei hohen ,hitzegraden zu einer ,schlacke zusammenschmelzen wrde4 ,die ,fayence wird ebenso wie das ,porcellan zweimal gebrannt und zwar das erste ,mal ohne1 das zweite ,mal mit ,glasur4 ,bei der ,fayence ist aber der erste ,brand der strkste1 beim ,porcellan dagegen der zweite4 ,das ,brennen der ,fayence erfolgt in ,kapseln oder ,casetten1 welche man mit lufttrockner ,waare fllt und dann sulenfrmig bereinander stellt1 so dass der ,boden der nchstfolgenden ,kapsel der vorhergehenden als ,deckel dient4 ,die ,verbindungsstelle von je zwei ,kapseln wird mit fettem ,thon verstrichen4 ,beim ,hartbrennen kann man1 weil die ,fayence beim ,brennen nicht erweicht und verschmelzen kann1 mehrere ,stcke unmittelbar aufeinander in eine einzige ,kapsel stellen4 ,die einzelnen ,stcke bedrfen nur einer ,untersttzung an wenigen ,punkten1 wozu die sogenannten ,pinnen 7kleine dreiseitige ,prismen aus unglasirtem ,thone7 benutzt werden1 auf denen die in die ,kapseln eingesetzten ,stcke mit der ,unterseite ruhen4 ,da die ,pinnen die ,glasur nur an wenigen ,punkten berhren1 so machen diese an derselben eine kaum bemerkbare trockne ,stelle4 ,anstatt der ,kapseln wendet man auch hufig oben und unten offene ,cylinder 7,koken7 an1 in welchen man die zu brennenden ,geschirre mit ,hlfe von ,pinnen befestigt4 ,das hartgebrannte ,fayencegeschirre wird sofort glasirt4 ,die mit ,wasser zu einer dnnen ,schlempe angerhrte ,glasur befindet sich in einem ,kasten1 in welchen die mit ,glasur zu berziehenden ,gegenstnde einige ,augenblicke getaucht werden4 ,die ,materialien zur ,glasur werden vorher zu einem ,glase geschmolzen und dieses dann zu einem zarten ,pulver gemahlen1 wie erwhnt1 in ,gestalt von ,schlempe aufgetragen4 ,das ,material fr die ,fayenceglasur ist ,feldspath und in ,england ,cornish stone1 ferner ,feuerstein1 ,schwerspath1 ,sand1 ,borax und ,borsure1 ,krystallglas1 ,soda und ,natriumsalpeter1 ,bleigltte1 ,bleiweiss1 ,mennige und ,smalte4 ,die ,zusammensetzung dieser ,glasuren ist daher gewhnlich eine sehr complicirte1 aber als wesentlichen ,bestandtheilen stets aus ,kieselsure1 ,borsure1 ,thonerde1 ,bleioxyd und ,alkali zusammengesetzt4 ,in neuerer ,zeit wendet man in ,england mit vielem ,vortheil bei der ,bereitung der ,glasur die aus ,peru eingefhrte ,tiza 7,natrium-,calcium-,borat7 an4 ,im ,allgemeinen dient der ,bleizusatz1 die erforderliche ,leichtflssigkeit der ,glasur hervorzubringen1 whrend man zugleich durch den ,feldspath 7theils durch dessen ,kieselerde1 indem sich kieselsaurer ,kalk bildet1 theils durch dessen ,thonerde7 der ,weichheit und ,leichtritzbarkeit abzuhelfen sucht1 welche sonst die ,blei-,alkaliglser charakterisirt4 ,sidenote3 ,verzieren der ,fayence4 ,zur ,verzierung der ,fayence wendet man an #a7 das ,bemalen1 #b7 das ,angiessen1 #c7 das ,bedrucken1 #d7 das ,lstriren4 ,das ,bemalen geschieht gewhnlich mit dem ,pinsel und zwar theils unter1 theils auf der ,glasur2 da bei dem ,aufbrennen der ,glasur die ,temperatur bei weitem nicht die des ,porcellanbrennofens erreicht1 so knnen die meisten ,fayencefarben unter der ,glasur aufgetragen werden4 ,kunstgerechte ,malerei mit dem ,pinsel ist jedoch bei der ,fayence nicht am ,platze4 ,ebenso wie beim ,glase bilden ,chromoxyd1 ,kobaltoxyd1 ,eisenoxyd1 ,antimonoxyd u4 s4 w4 die ,farbstoffe4 ,die rosen- und purpurrothen ,frbungen1 die man bei dem ,porcellan mit ,goldprparaten erzielt1 waren lange ,zeit von der ,fayencemalerei ausgeschlossen1 bis man in ,england die ,pink-colour 7,nelkenfarbe7 entdeckte1 in welcher das ,frbende ,chromoxydul1 dem auch die ,pyropen ihre ,frbung verdanken1 zu sein scheint4 ,man bereitet diese ,farbe1 indem man ,zinnsure #ajj ,kreide #cd ,kaliumchromat #c-d ,kieselerde #e ,thonerde #a mit einander mischt und das ,gemenge mehrere ,stunden heftig glht2 die ,masse erscheint schmutzig rosenroth2 sie nimmt eine angenehmere ,frbung an1 wenn man sie nach dem ,schlmmen mit ,wasser wscht1 das mit etwas ,salzsure angesuert worden ist4 ,das ,angiessen besteht darin1 den ,fayencegefssen innerlich oder usserlich einen ,ueberzug von verschieden gefrbter ,masse zu geben1 daher denn das ,stck inwendig weiss1 auswendig blau1 roth und grn sein kann1 whrend die ,masse des ,gefsses selbst keine von diesen ,farben zu haben braucht4 ,die ,massen1 womit man angiesst1 bestehen gewhnlich aus fettem1 mit ,wasser zu einer ,schlempe angerhrtem ,thon und frbenden ,metalloxyden4 ,das ,bedrucken der ,fayence geschieht vor dem ,auftragen der ,glasur und zwar meist in ,schwarz1 ,blau oder ,pink-colour4 ,fr ,schwarz wendet man ein ,gemenge von ,hammerschlag1 ,braunstein und ,kobaltoxyd oder ,chromschwarz an1 fr ,blau ,kobaltoxyd1 welches man1 je nach der helleren oder dunkleren ,farbe1 die man erzielen will1 mit ,feuerstein und ,schwerspathpulver versetzt2 das ,gemenge wird gefrittet1 die ,fritte dann gemahlen und mit einem ,fluss1 aus gleichen ,theilen ,flintglas und ,feuerstein bestehend1 versetzt4 ,die auf eine ,kupfer- oder ,stahlplatte getzte oder gravirte ,zeichnung wird mit der mit abgekochtem ,leinl abgeriebenen ,farbe auf feines und weiches ,papier abgedruckt1 welches1 um das ,eindringen des ,leinles zu verhten1 vorher mit ,leinsamenschleim getrnkt wird4 ,die abgedruckte ,zeichnung wird auf die verglhte ,waare gebracht und vorsichtig mit einem ,stck ,filz oder ,schwamm angedrckt4 ,die ,geschirre werden einige ,zeit lang in ,wasser gestellt und dann das erweichte ,papier abgezogen1 wobei die farbige ,zeichnung auf dem ,thone sitzen bleibt4 ,da bei dem darauf folgenden ,glasiren diejenigen ,stellen1 wo die lige ,zeichnung sich befindet1 keine ,glasur annehmen wrden1 so glht man die mit ,zeichnungen versehenen ,geschirre2 dadurch wird einerseits das ,oel der ,druckfarbe zerstrt1 andererseits die ,farbe durch ,fritten so weit befestigt1 dass sie whrend des ,glasirens auf nassem ,wege nicht mehr beschdigt werden kann4 ,da die zum ,druck benutzten ,kupfer- oder ,stahlplatten sich durch die scharfen ,theilchen der ,glasflsse usserst schnell abnutzen1 so ist man auf eine andere ,methode des ,abdruckens gefhrt worden1 bei welcher dieser ,uebelstand beseitigt ist4 ,man reibt nmlich die erwrmte ,platte1 deren ,zeichnung abgedruckt werden soll1 mit dick eingekochtem ,leinl und wenig ,terpentinl ohne ,farbe ein und druckt dann auf ein feuchtes ,blatt von ,gelatine ab4 ,ist dies geschehen1 so legt der ,arbeiter die ,gelatinetafel auf eine ,tischplatte und rollt z4 ,b4 eine ,tasse1 auf welche die ,zeichnung abgedruckt werden soll1 langsam darber1 worauf der ,firniss auf das ,geschirr bergedruckt wird4 ,man bestubt den ,abdruck mit der fein gepulverten ,farbe1 lsst ihn trocknen und nimmt mit ,baumwolle oder einem weichen ,pinsel die lose ,farbe auf1 die nun da haftet1 wo der ,firniss aufgetragen worden ist2 hierauf wird die ,farbe unter der ,muffel eingebrannt4 ,sidenote3 ,flowing colours4 ,eine sehr hufig auf ,fayence angewendete ,verzierung sind die ,flowing colours4 ,das damit versehene ,geschirr zeigt sehr krftige und satt dunkelblaue ,zeichnungen1 welche ausgeflossen sind und sich so in den weissen ,grund verlaufen1 dass auch dieser einen blulichen ,schein bekommt4 ,die vllig undurchsichtige ,waare erhlt dadurch den ,anschein1 als ob sie durchscheinend sei und dadurch ein porcellanhnliches ,aussehen4 ,man druckt die ,kobaltoxydzeichnung auf das ,geschirr wie gewhnlich auf und glasirt dann4 ,das ,glattbrennen geschieht in ,kapseln1 deren innere ,seite mit einem ,gemenge von ,chlorcalcium1 ,chlorblei und ,thon bestrichen ist1 oder man stellt das ,gemenge neben das ,geschirr in den ,kapseln in kleinen ,tiegeln4 ,das ,kobaltoxydul wird durch die sich verflchtigenden ,chloride 7,chlorcalcium1 ,chlorblei7 in ,chlormetall verwandelt und zum ,theil verflchtigt und setzt sich gleich einem ,nebel auf dem ,geschirre ab4 ,sidenote3 ,lster4 ,eine sehr beliebte ,verzierung der ,fayence wird dadurch hervorgebracht1 dass man derselben einen hchst zarten metallischen ,anflug1 ,lster1 giebt1 welcher seinen ,glanz allein durch das ,brennen erhlt1 whrend dickere ,metallschichten den ,glanz erst nach dem ,brennen durch das ,poliren erhalten4 ,man unterscheidet folgende ,arten von ,lster3 ,goldlster4 ,je nach dem ,glanze und der ,dicke der ,vergoldung unterscheidet man #a7 ,glanzvergoldung1 #b7 ,goldlster und #c7 ,burgoslster4 ,der ,goldlster wird hufig zum ,verzieren von ,fayence1 hauptschlich zum ,ueberziehen ganzer ,flchen gebraucht2 er hat ein minder glnzendes ,aussehen als die ,glanzvergoldung1 ein besseres und glnzenderes jedoch als der ,burgoslster4 ,alle ,vorschriften zur ,darstellung dieses ,lsters kommen auf die ,anwendung von ,schwefelgold oder ,knallgold und ,schwefelbalsam hinaus4 ,der ,burgoslster ist nichts ,anderes als ,goldlster1 aber in sehr zarter ,lage aufgetragen4 ,man benutzt ihn hauptschlich zum ,fondiren von ,flchen1 indem man zuerst ,druck oder ,malerei auf denselben anbringt1 welche durch den ,lster ersichtlich bleiben4 ,dieser ,lster bedingt zugleich eine rosenrothe ,frbung der ,glasur und gewhrt demnach den doppelten ,effect von ,farbe und ,goldglanz4 ,der ,platinlster wird durch ,mischen von wasserfreiem ,platinchlorid mit ,lavendell oder einem andern therischen ,oele1 oder mit ,schwefelbalsam erhalten4 ,man wird auch dazu den ,platinsalmiak und die sogenannten ,platinbasen anwenden knnen4 ,der ,silberlster ist entweder gelber ,lster oder ,cantharidenlster1 letzterer vom ,ansehen der ,flgeldecken der spanischen ,fliegen oder ,canthariden4 ,salvtat glaubt1 dass ,chlorsilber1 hnlich wie das ,goldprparat obigen ,flssigkeiten einverleibt1 angewendet werden knne1 um einen metallisch glnzenden gelben ,lster zu erzeugen4 ,es ist unerlsslich1 den ,gegenstand nach dem ,auftragen des ,lsters in einer reducirenden ,atmosphre zu brennen4 ,der ,cantharidenlster ist dem gelben ,lster gleich zusammengesetzt1 der einzige ,unterschied besteht darin1 dass letzterer auf weisses1 ersterer auf blaugefrbtes ,geschirr aufgetragen wird4 ,die ,ueberlagerung des blauen ,grundes mit dem gelben ,lster giebt eine beliebte grnliche ,frbung4 ,applicirt man den gelben ,lster auf verschieden gefrbten ,grund1 so lassen sich mannigfache und reiche farbige ,lster herstellen4 ,der ,kupferlster zeigt dasselbe ,ansehen und das nmliche rthliche und gelbliche ,farbenspiel wie der ,burgoslster4 ,man findet ihn hufig auf gewhnlicher spanischer ,fayence und auf gewisser ,majolika aus dem ,zeitalter des ,georgio4 ,die usserst dnne frbende ,schicht ist vielleicht durch ,cuprosilicat gebildet4 ,mit dem ,namen ,bleioxyd- oder ,bleilster bezeichnet man jene in ,regenbogenfarben spielende1 glnzende ,frbung1 welche gewisse mit ,bleiglasur berzogene ,thongeschirre zeigen4 ,diese ,geschirre wurden whrend des ,brennens der ,einwirkung von reducirenden ,dmpfen ausgesetzt1 welche wahrscheinlich zu gleicher ,zeit auch auf das in der ,masse enthaltene ,eisenoxyd wirken4 ,setzt man zu der ,bleiglasur ,chlorsilber1 so wird auch dieses reducirt und es entstehen prchtige ,lster von ,goldgelb bis ,silberweiss je nach der ,menge des ,silbers4 ,sidenote3 ,etruskische ,vasen4 ,die etruskischen ,vasen der alten ,rmer schliessen sich der ,fayence an1 sie sind aus eisenhaltigem1 mit ,quarz versetztem ,thon geformt1 nur leicht gebrannt1 bald unglasirt1 bald mit einer leichtflssigen ,glasur bedeckt4 ,sie zeichnen sich durch die ,schnheit ihrer ,formen aus und scheinen mehr zur ,zierde und zur ,aufbewahrung trockener ,gegenstnde 7,graburnen1 ,thrnenkrge1 ,opferschalen1 ,lampen1 ,gtterbilder7 als von ,flssigkeiten gedient zu haben4 ,hierher gehrt auch die ,delftwaare1 welche im #ag4 ,jahrhundert von den ,hollndern geliefert wurde4 ,sie besteht wesentlich aus ,tafelservice1 deren ,hauptstcke ,thiere und ,pflanzen darstellen1 wie sie als ,gericht auf die ,tafel kommen4 ,sidenote3 ,thnerne ,pfeifen4 ,an die ,fayencefabrikate schliessen sich die thnernen ,pfeifen an1 deren ,fabrikation manches ,eigenthmliche darbietet4 ,man verwendet zu ihrer ,fabrikation ,pfeifenthon1 der eine schne weisse ,farbe haben1 keine ,eisentheile1 keinen ,sand und kein ,calciumcarbonat enthalten und sich weiss brennen soll4 ,ist man genthigt1 einen sich etwas gelblich brennenden ,thon zu verwenden1 so erzeugt man im ,ofen zu einem gewissen ,zeitpunkt einen dicken ,rauch1 dessen ,kohlenstoff das ,eisenoxyd des ,thones1 von welchem die gelbe ,farbe herrhrt1 zum ,theil reducirt1 wodurch die gelbliche ,farbe zerstrt wird4 ,um die ,pfeifen zu formen1 wird ein ,stck ,thon mit einem ,brett 7dem ,roller7 auf einem glatten ,brette gerollt und dadurch in dnne ,walzen 7,weller oder ,welger71 verwandelt1 welche an dem einen ,ende weit dicker als an dem andern sind oder einen ,klumpen haben1 aus welchem der ,kopf der ,pfeife gebildet werden soll4 ,die ,walzen werden hierauf getrocknet1 bis sie hinlnglich geschmeidig sind1 und sodann mit einem starken ,draht aus ,messing 7,weiserdraht7 bis an den ,kopf durchbohrt4 ,nachdem dies geschehen1 legt ein ,arbeiter 7der ,former oder ,kastner7 die ,walze in eine mit ,leinl bestrichene messingene ,form1 welche einem ,pfeifenfutterale gleicht und aus zwei ,hlften besteht4 ,der dicke ,theil der ,walze kommt in den ausgehhlten ,kopf4 ,die beiden ,hlften der ,form werden fest zusammengeschraubt1 wodurch der berflssige ,thon aus der ,form herausgepresst und der ,stiel der ,pfeife rund und gleichfrmig wird2 darauf zieht man den ,weiserdraht etwas zurck und bohrt mit ,hlfe eines mit ,leinl bestrichenen ,kegels1 welcher genau die ,grsse der ,aushhlung hat1 den ,kopf aus1 hebt die ,pfeife mittelst des ,weiserdrahtes aus der ,form1 befreit sie mit ,messern oder ,haken von allen ,anhngseln und beschneidet sie an der ,mndung des ,rohres4 ,alsdann glttet ein neuer ,arbeiter mittelst einer ,glasrhre oder eines ,stckes ,achat oder ,feuerstein4 ,so weit fertig gebildet1 werden die ,pfeifen zuerst auf ,trockenbrettern getrocknet und dann gebrannt4 ,die ,kapseln1 in denen die ,pfeifen gebrannt werden1 haben gewhnlich die ,gestalt hohler ,walzen und sind in der ,mitte mit einer ,lehre versehen1 an welcher die ,pfeifen 7gewhnlich #ab ,dutzend7 mit ihren aufgerichteten ,stielen pyramidenfrmig zusammenstossen1 und werden oben mit einem ,ring geschlossen4 ,hufig sind auch die ,kapseln lngliche ,thonksten1 in welche die zu brennenden ,pfeifen abwechselnd mit ,lagen von ,pfeifenscherben gelegt werden1 damit sie sich nicht werfen4 ,zuweilen brennt man die ,pfeifen auch ohne ,kapseln4 ,um den ,pfeifen an der ,spitze die ,porositt zu benehmen1 in deren ,folge sie an den feuchten ,lippen haften1 reibt man sie an der ,spitze mit einer ,mischung von ,seife1 ,wachs und ,leimwasser ein4 ,sidenote3 ,khlkrge4 ,khlkrge4 ,zu den nicht glasirten thnernen ,gefssen gehren die ,khlkrge oder ,alcarrazas2 sie haben eine vasenhnliche ,gestalt1 sind #be-ej ,centimeter hoch und haben die ,bestimmung1 ,flssigkeiten1 besonders ,wasser1 abzukhlen4 ,fllt man ein solches ,gefss mit ,wasser1 so sickert ein ,theil der ,flssigkeit durch die ,poren der ,wnde und verdunstet an der usseren ,flche4 ,die zur ,verdunstung nthige ,wrme wird theilweise dem ,wasser in dem ,gefsse entzogen1 wodurch die ,temperatur desselben um mehrere ,grade sinkt4 ,nach ,sallior sollen sie eine ,abkhlung von #ae bewirken1 in ,svres angestellte ,versuche ergaben nur eine ,abkhlung von #c-e4 ,die ,porositt dieser ,gefsse wird theils durch schwaches ,brennen1 theils durch ,beimengung von ,substanzen1 die beim ,brennen zerstrt werden1 theils auch durch ,zusatz von ,kochsalz1 das nach dem ,brennen ausgelaugt wird1 hervorgebracht4 ,in ,frankreich stellt man diese ,khlkrge unter dem ,namen ,hydrocrames dar4 ,im englischen ,handel kommen ,wein- und ,butterkhler 7aegyptian wine and butter cooler7 vor1 deren ,masse aus blos verglhtem ,thone1 der sich sehr pors brennt1 besteht4 ,die ,gefsse werden vor dem ,gebrauche #a_/b ,stunde lang unter ,wasser gestellt1 um sie vllig damit ansaugen zu lassen4 ,die ,khlkrge sind in den warmen ,lndern seit langer ,zeit bekannt und sehr wahrscheinlich in ,ostindien viel lnger als in ,aegypten1 ,spanien und der ,trkei4 ,bei den ,seefahrern fhren sie die ,namen ,gargouletten 7leichte ,flaschen71 bei den ,aegyptern ,kolles oder ,gullies1 bei den ,spaniern ,alcarrazas2 in allen ,theilen der ,levante werden dieselben ,baldaques und auf den franzsischen ,colonien ,canaris genannt4 ,die ,khler sind in ,china1 ,persien1 ,syrien1 ,kleinasien und ,aegypten ebenso allgemein als bei den orientalischen ,seefahrern in ,gebrauch1 und wahrscheinlich wurden sie durch die ,araber nach ,spanien verpflanzt4 ,die grosse ,thonwaarenfabrik zu ,kenneh in ,obergypten liefert ,khler fr das ganze ,land4 ,eines der ,mitglieder der gelehrten ,commission1 welche die ,expedition unter ,bonaparte nach ,aegypten begleitete1 hat den zu ,khlern verwendeten mergelartigen ,thon nach ,frankreich gebracht1 worauf ,fourmy hnliche ,gefsse herstellte4 ,in ,bengalen bereitet man ,khlgefsse aus dem ,schlamme des ,ganges4 ,v4 ,das gemeine ,tpfergeschirr4 ,sidenote3 ,gemeines ,tpfergeschirr4 ,das gemeine ,tpfergeschirr hat die ,bestimmung1 zu ,zwecken der ,kochkunst und der ,haushaltung1 namentlich den minder wohlhabenden ,klassen zu dienen2 es ist daher ,wohlfeilheit die hauptschlichste ,rcksicht1 die bei der ,herstellung dieser ,art ,thonwaare zu nehmen ist4 ,aus diesem ,umstande ergiebt sich1 dass je nach den localen ,verhltnissen ganz verschiedene ,thonarten und zwar besonders diejenigen angewendet werden1 die leicht und in der ,nhe zu haben sind1 daher die vorherrschende ,benutzung von ,tpferthon und ,thonmergel1 wo man nicht ber bessere ,thonsorten verfgen kann4 ,fr die sogenannte ,weisstpferei1 welche die ,herstellung von gewhnlichem ,kchengeschirr zur ,aufgabe hat1 wendet man gewhnlich den gemeinen ,tpferthon an1 fr die ,brauntpferei1 zu welcher das ,bunzlauer und ,waldenburger ,geschirr gehrt1 benutzt man dagegen einen ziemlich feuerbestndigen ,thon4 ,die in der ,natur vorkommenden ,thonarten sind in der ,regel zu fett1 als dass sie allein und ohne ,zusatz einer anderen ,substanz zur ,herstellung der ,tpferwaare benutzt werden knnten4 ,man findet zwar zuweilen deren1 die sich nach dem ,durchtreten und ,durcharbeiten im natrlichen ,zustande verarbeiten lassen2 diese ,thone1 die im ,allgemeinen selten vorkommen1 enthalten schon an und fr sich ,sand oder eine andere magere ,substanz4 ,wo derartige ,thone nicht vorkommen1 ist man genthigt1 zu dem ,thon ,sand zu setzen1 welcher den ,zusammenhang der ,thontheilchen unter einander verhindert4 ,ausser dem ,sand wendet man hierzu an ,feuerstein1 ,kreide1 ,charmotte und ,steinkohlenasche4 ,das ,tpfergeschirr wird auf der ,drehscheibe geformt1 der gedrehte ,gegenstand wird von der ,scheibe entfernt1 lufttrocken gemacht und dann glasirt4 ,die gegenwrtig bliche ,bleiglasur war den ,alten unbekannt4 ,die ,masse des gewhnlichen ,tpfergeschirres ist fast nie weiss oder gelblich1 sondern meist braunroth1 die ,glasur nie wie ,email1 sondern stets durchsichtig und zwar theils zufllig1 theils absichtlich gefrbt4 ,da die in ,frage stehenden ,thonwaaren theils in ,folge der ,leichtschmelzbarkeit ihrer ,masse1 theils auch zur ,verminderung der ,produktionskosten bei schwachem ,feuer gebrannt werden1 so muss die ,glasur entsprechend leichtflssig sein4 ,eine solche ,substanz ist nun die ,bleiglasur1 ein ,aluminium-,bleiglas1 welches in den meisten ,gegenden ,deutschlands aus ,bleiglanz 7,glasurerz1 alquifoux7 und ,lehm 7,thon und ,sand7 zusammengesetzt ist4 ,die ,materialien werden auf einer ,handmhle mit ,steinen 7,glasurmhle71 von hnlicher ,construction wie die ,getreidemhle1 fein gemahlen und gemengt4 ,whrend des ,brennens wird der ,bleiglanz gerstet1 der ,schwefel entweicht als schweflige ,sure1 und das durch ,rsten entstandene ,bleioxyd tritt mit der ,kieselerde und der ,thonerde des ,lehmes 7oder eines ,gemenges von ,sand und ,thon7 zu ,aluminium-,blei-,silicat zusammen4 ,wegen des grossen ,eisenoxydgehaltes des ,lehmes oder ,sandes ist diese ,glasur stets gefrbt4 ,das ,glasiren der lufttrockenen ,waare geschieht auf dreifache ,weise1 entweder durch ,eintauchen oder durch ,begiessen oder durch ,bestauben4 ,durch ,eintauchen lassen sich ohne ,gefahr fr das ,geschirr nur verglhte ,gegenstnde glasiren2 stnde auch diesem ,verfahren die ,nothwendigkeit des vorlufigen ,verglhens im ,wege1 so ist es doch aus ,rcksichten fr die ,arbeiter nicht zu empfehlen1 weil die ,hnde mit der bleihaltigen ,glasur in ,berhrung kommen4 ,darum wendet man hufig die ,methode des ,begiessens zum ,glasiren der ,thongeschirre an4 ,soll ein ,geschirr durch ,bestauben glasirt werden1 so taucht man es zuerst in eine ,schlempe aus fettem ,thon und bersiebt es dann mit dem feingemahlenen ,glasursatze2 dieses ,verfahren ist fr den ,glasurarbeiter von grsstem ,nachtheil1 weil dabei das ,einathmen von ,bleitheilchen nicht umgangen werden kann4 ,damit das ,geschirr nicht an die ,unterlage anschmelze1 muss die ,glasur am usseren ,boden der ,geschirre sorgfltig entfernt werden4 ,wenn das ,bleioxyd im richtigen ,verhltniss zur ,kieselerde des ,thons oder ,lehms angewendet wurde1 so ist das entstehende ,bleiglas in den gewhnlichen1 in der ,haushaltung vorkommenden organischen ,suren nicht lslich und die ,bleiglasur durchaus zu empfehlen4 ,ist hingegen ein ,theil des ,bleioxydes mit der ,kieselerde nicht gehrig verbunden1 so kann der ,fall eintreten1 dass ein ,theil des ,bleies sich schon im heissen ,essig lst4 ,so haben ,buchner1 ,a4 ,vogel1 ,erlenmeyer u4 ,a4 bei der ,untersuchung von ,glasur verschiedener ,arten von ,thongeschirr gefunden1 dass die ,mengen auflslichen ,bleioxydes in der ,glasur des ,tpfergeschirres nicht immer so unerheblich sind1 als man bisher geglaubt hat1 und dass schon sehr verdnnter ,essig dessen ,lsung bewirkt4 ,die ,benutzung von mit solcher ,glasur versehenem ,geschirr ist offenbar nicht unbedenklich4 ,obwohl es wnschenswerth wre1 eine wohlfeile bleifreie ,bleiglasur herzustellen1 welche die ,vorzge der ,bleiglasur htte1 so ist doch nicht zu verkennen1 dass die ,nachtheile der ,bleiglasur hufig zu grell geschildert worden sind4 ,alle ,nachtheile wrden vollkommen verschwinden1 wenn der ,tpfer seine ,waare1 die er unvollkommen gebrannt aus dem ,ofen zieht1 nicht in den ,handel brchte1 sondern erst nochmals brennte1 oder durch zweckmssigere ,construction der ,brennfen in den ,stand gesetzt wre1 den ganzen ,einsatz oder doch den grssten ,theil desselben vollkommen zu brennen1 dann endlich1 wenn der ,tpfer bei der ,zusammensetzung der ,bleiglasur rationell verfhre4 ,zweckentsprechender noch wrde es sein1 wenn dem ,tpfer ein fabrikmssig durch ,schmelzen erhaltenes ,bleisilicat geliefert wrde4 ,neuerdings hat man nicht ohne ,erfolg vielfach bleifreie ,glasuren herzustellen versucht1 so z4 ,b4 durch geeignete ,anwendung von ,wasserglas oder einem ,gemisch davon mit ,calciumborat4 ,sidenote3 ,brennen der ,tpferwaaren4 ,die mit ,glasur versehenen ,geschirre werden nun in den ,brennofen eingesetzt und gebrannt4 ,der ,ofen ist in den meisten ,gegenden ein liegender1 etwa #b-a_/d-b-c_/d ,meter hoher1 #g-aj ,meter langer ,flammenofen mit einem ,tonnengewlbe4 ,an dem einen ,ende befindet sich der ,feuerkasten1 an dem andern der ,schornstein4 ,die ,feuerkammer ist von dem eigentlichen ,ofen durch eine vielfach durchbrochene ,mauer aus ,ziegelsteinen getrennt4 ,die zu brennenden ,geschirre werden ohne ,kapseln der ,einwirkung des ,feuers ausgesetzt4 ,nach der ,feuerung hin kommen die ,geschirre auf fusshohe ,unterlagen 7,brennscherben71 weiter nach einwrts stellt man sie auf die mit ,sand bestreute ,ofensohle4 ,zuerst macht man schwaches ,feuer und verstrkt es nur allmlig4 ,das ,vorfeuer whrt #aa-ab ,stunden1 das ,scharffeuer #d-e ,stunden4 ,etwa #ah-bd ,stunden nach beendigtem ,brennen knnen die gebrannten ,geschirre aus dem ,ofen entfernt werden4 ,,vi4 ,backstein-1 ,ziegel- und ,rhrenfabrikation4 ,sidenote3 ,steine aus ,thon4 ,die ,fabrikation der gebrannten ,steine aus ,thon1 die in neuester ,zeit erst1 namentlich aber durch den unermdlichen ,trrschmidt eine rationelle ,grundlage erhalten1 beschftigt sich mit der ,herstellung von ,backsteinen 7,mauerziegel oder ,barnsteine71 ,dachsteinen1 ,pflasterziegeln 7,fliessen7 und ,terracotten4 ,nicht zu verwechseln mit den ,backsteinen sind die in mehreren ,gegenden gebruchlichen1 nicht gebrannten1 sondern nur an der ,luft getrockneten ,ziegel1 welche zu ,mauerwerk verwendet und ,lehmpatzen 7,luftsteine1 gyptische ,ziegel7 genannt werden4 ,zur besseren ,uebersicht theilen wir das ,kapitel1 das von der ,fabrikation der ,backsteine handelt1 in drei ,abschnitte1 deren erster das zur ,herstellung der ,steine geeignete ,material betrachtet1 die brigen ,abschnitte handeln3 #b7 von der ,bearbeitung des ,thones1 #c7 von dem ,streichen der ,ziegel1 ,greek3 a7 mit der ,hand1 ,greek3 b7 mit ,hlfe von ,maschinen1 #d7 von dem ,brennen der getrockneten ,steine4 ,sidenote3 ,terracotta4 ,unter ,terracottwaaren versteht man in der weitern ,bedeutung des ,wortes gebrannte1 unglasirte ,gegenstnde von gelb- oder rothgebranntem ,thone1 demnach auch die ,ziegel- oder ,backsteine2 im engern ,sinne braucht man dagegen nur den ,namen ,terra cotta1 um zu ,bildwerken und ,bauornamenten 7,thurmspitzen1 ,spitzbogenfenster1 ,portalverzierungen1 ,kreuzblumen1 ,rosetten etc47 bestimmte gebrannte ,thongegenstnde zu bezeichnen4 ,vor dem gehauenen ,stein haben sie den ,vorzug der mechanischen ,vervielfltigung des knstlerischen ,entwurfes durch blosse ,handarbeit1 und da sie hohl gefertigt werden1 weit grssere ,leichtigkeit voraus4 ,sidenote3 ,das ,ziegelmaterial4 ,nicht jeder ,thon eignet sich zur ,herstellung von ,ziegeln1 doch knnen gewisse ,sorten1 die an sich nicht dazu taugen1 durch zweckmssige ,zubereitung brauchbar gemacht werden4 ,obgleich man schon in den meisten ,fllen aus der usseren ,beschaffenheit einer ,thonart auf deren grssere oder geringere ,anwendbarkeit zur ,herstellung von ,backsteinen einen ,schluss ziehen kann1 so ist es doch nothwendig1 dass man ,ziegel daraus formt und dieselben dann in einem bewhrten ,ziegelbrennofen brennt4 ,hierbei ist nicht zu bersehen1 dass die ,probeziegel an verschiedene ,stellen des ,ofens gebracht werden mssen1 um das ,verhalten derselben bei den verschiedenen ,temperaturen des ,ofens genau kennen zu lernen1 da die ,temperatur1 bei welcher die ,backsteine gebrannt werden mssen1 von der ,zusammensetzung des ,lehms abhngig ist4 ,wo man die ,wahl zwischen mehreren ,thonarten hat1 wird man natrlich stets jene whlen1 welche dem ,feuer am besten widersteht1 die als nothwendig erscheinende ,wohlfeilheit des ,materials zwingt indessen die ,fabrikanten von ,backsteinen1 hufig dasjenige ,material zu whlen1 das am leichtesten und billigsten zu beschaffen ist4 ,es lassen sich aus sehr verschieden zusammengesetzten ,thonen1 namentlich was ihren ,gehalt an kohlensaurem ,kalk betrifft1 ,backsteine von der erforderlichen ,beschaffenheit herstellen1 vorausgesetzt1 dass man beim ,brennen die zweckmssigste ,temperatur anwendete4 ,ein ,ziegelthon1 welcher viel kohlensauren ,kalk enthlt1 lsst sich zwar bei einer weit niedrigern ,temperatur1 demnach mit geringerem ,brennstoffaufwand brennen2 den so erhaltenen ,steinen geht indessen die erforderliche ,festigkeit und ,dauerhaftigkeit ab4 ,nicht selten kommen ferner im ,thon vor3 ,glimmer1 ,feldspath1 ,eisenoxydhydrat1 ,ferriphosphat1 nebst vegetabilischen ,ueberresten4 ,wenn diese ,stoffe nicht in zu grosser ,menge und gleichmssig vertheilt in dem ,thon vorkommen1 so sind sie nicht nachtheilig4 ,glimmer und ,feldspath1 sowie ,eisenoxyd wirken als ,flussmittel und sind daher bis zu einem gewissen ,grade eher ntzlich als schdlich1 weil sie das ,zusammensintern der ,masse beim ,brennen befrdern4 ,kieselgerlle1 grbere ,stcken von kohlensaurem ,kalk und ,gypskrystalle sind der ,anwendbarkeit eines ,ziegelthones sehr hinderlich2 die ,gerlle zersprengen den durch das ,brennen hart gewordenen ,backstein1 da sie ihr ,volumen vergrssern1 whrend der ,thon sich zusammenzieht4 ,kalknieren und ,gypskrystalle wirken noch nachtheiliger1 da diese beim ,brennen ihr ,volumen verkleinern1 daher spter durch ,anziehung von ,kohlensure und ,wasser an ,volumen betrchtlich zunehmen und dadurch den ,mauerstein sprengen4 ,schwefelkies macht den ,thon zur ,fabrikation von ,backsteinen ungeeignet1 da das ,eisensulfuret1 welches nach dem ,brennen in den ,steinen enthalten ist1 an der ,luft in ,eisenvitriol bergeht1 der in kurzer ,zeit auswittert und dadurch den ,stein mrbe macht4 ,in den ,niederlanden1 in der ,themse oberhalb ,london1 an den ,mndungen des ,ganges und des ,nils1 verwendet man den ,flussschlamm1 der sich in der ,nhe der ,mndungen in den ,flssen und namentlich an den ,stellen1 wo ,ebbe und ,flut aufhren wirksam zu sein1 absetzt und dort zur ,bildung der ,delta ,veranlassung giebt1 als ,material fr die ,fabrikation von ,backsteinen4 ,seit #aheb stellt man 7auf ,anregung von ,bernhardi in ,eilenburg7 aus ,kalksandmasse -- einem ,gemenge von gebranntem ,kalk1 ,sand und ,wasser -- die sogenannten ,kalkziegelsteine dar1 die als ,baumaterial vielfache ,anwendung finden4 ,sidenote3 ,vorbereitung des ,thones4 ,das ,ausgraben des ,thones aus den ,thongruben erfolgt im ,sommer oder ,herbste1 weil zu dieser ,zeit der ,thon meist weniger feucht und schwer und deshalb mit geringeren ,kosten zu frdern ist4 ,der ausgegrabene ,thon wird in einer nicht zu hohen ,schicht ausgebreitet1 und wenn es die ,umstnde erlauben1 lngere ,zeit hindurch im ,freien liegen gelassen1 damit ,feuchtigkeit und ,wrme1 namentlich auch ,frost auf ihn einwirken4 ,sehr vortheilhaft ist es1 wenn er gehrig durchfriert und dann wieder aufthaut1 da dadurch der ,thon sehr aufgelockert wird4 ,der den atmosphrischen ,einflssen ausgesetzt gewesene und wiederholt durchgearbeitete ,thon wird nun eingesumpft4 ,zu diesem ,zwecke bringt man denselben in ,gruben von etwa #d ,meter ,lnge1 #b ,meter ,breite und #a1c ,meter ,tiefe und bergiesst ihn mit so viel ,wasser1 dass dasselbe etwa #f ,centimeter darber steht4 ,hier lsst man ihn mit ,wasser sttigen und rhrt ihn wiederholt um1 wobei man von ,zeit zu ,zeit ,wasser hinzugiesst4 ,sobald der ,thon gehrig weich geworden ist1 beginnt man mit dem ,durchtreten auf dem neben dem ,sumpfe 7fosse7 befindlichen1 gedielten und mit ,rndern eingefassten ,tretplatz4 ,es wird zuerst eine #i-ab ,centimeter hohe ,schicht ,thon auf den ,tretplatz gebracht und diese von den ,arbeitern mit den ,fssen durchtreten1 wobei harte ,krper1 wie ,kieselgerlle und ,kalknieren1 aus dem ,thon entfernt werden2 von ,zeit zu ,zeit wird die ,masse umgeschaufelt und mit ,wasser begossen4 ,auf die erste ,schicht kommt eine zweite1 auf letztere eine dritte u4 s4 f41 bis endlich die ,dicke der ,schicht das ,durchtreten unmglich macht4 ,hier geschieht auch bei zu fettem ,thon das ,vermengen mit ,sand1 eine ,arbeit1 die1 wenn es irgend mglich ist1 umgangen werden muss1 da sie das ,fabrikat vertheuert4 ,am vortheilhaftesten ist es1 wenn man neben zu fettem ,thone einen mageren hat und diese beiden durch ,durchtreten mit einander vermengt4 ,einen zu mageren ,thon kann man1 wenn man keinen fetten ,thon zur ,verfgung hat1 durch ,schlmmen von einem ,theile seines ,sandes befreien und ihn dadurch geeignet zur ,backsteinfabrikation machen4 ,dieses ,schlmmen geschieht auf zweierlei ,weise4 ,nach der einen ,art rhrt man den ,thon in der ,sumpfgrube mit ,wasser zu einer ,art ,schlempe an und lsst diese eine kurze ,zeit in der ,grube ruhig stehen1 damit ein ,theil des ,sandes sich absetze1 darauf bringt man den oberen thonigen ,theil in eine andere ,sumpfgrube und entfernt den sandigen ,bodensatz aus der ersten ,grube4 ,nach einem andern ,verfahren bringt man den mageren ,thon nach und nach in einen hlzernen ,kasten1 welcher an der ,vorderseite mit ,zapfenlchen in verschiedener ,hhe versehen ist1 rhrt den ,thon durch ,umrhren mit ,wasser zu einem recht dnnen ,brei an und lsst ihn sodann1 jenachdem der dem ,lehm beigemengte ,sand grber oder feiner ist1 #b-e ,minuten ruhig stehen4 ,nach ,verlauf dieser ,zeit ffnet man nach und nach die ,zapfen und lsst das ,thonwasser langsam in die ,grube laufen1 in welcher nach der ,verdunstung des ,wassers ein von ,sand gereinigter1 brauchbarer ,thon zurckbleibt4 ,in ,london und berhaupt in ,england1 wo die ,backsteine fast das ausschliessliche ,baumaterial sind und die ,huser von aussen sehr selten einen ,abputz bekommen1 reinigt man den ,thon auf das sorgfltigste4 ,die den ,alluvialablagerungen entnommenen ,massen1 welche in dem ,becken von ,london ber dem sogenannten ,london-clay liegen1 werden durch einfache ,schlmmvorrichtungen von beigemengten ,feuer- und ,kieselsteinen1 ,kalknieren u4 s4 w4 befreit und nach ,umstnden mit ,steinkohlencindern 7ein ,gemenge von kleinen ,koksstckchen und ,asche7 oder mit ,sand vermischt1 angewendet4 ,das ,treten des ,thones wird gegenwrtig hufig durch ,knetmaschinen und ,schlmmvorrichtungen ersetzt4 ,eine der einfachsten und bewhrtesten ,schlmmmaschinen ist die von ,henschel in ,cassel1 bei welcher der ,thon in einen hlzernen bedeckten ,trog1 in dessen ,axe sich eine mit ,rhrarmen versehene ,welle befindet1 mit ,wasser gegeben wird2 durch die ,bewegung der ,welle zerdrcken die ,arme den ,thon und zertheilen ihn in dem ,wasser zu einer ,schlempe1 welche man nun durch ein ,sieb laufen lsst4 ,zuweilen bedient man sich zum ,vorbereiten des ,thones auch eines mit ,steinen belasteten ,karrens1 dessen breite ,rder von ungleichem ,durchmesser sind und welcher auf der ,trettenne von zwei ausserhalb derselben an einen ,schwenkbaum gespannten ,pferden herumgezogen wird4 ,indem die ,rder des ,karrens den ,thon durchschneiden1 wird derselbe gehrig durchknetet4 ,ein ganz verschiedenes ,princip liegt der ,thonpresse zu ,grunde1 welche einen festgebauten ,kasten mit durchlcherter oder gitterartiger ,wand enthlt2 man fllt diesen mit nassem ,thon und treibt dann mit ,hlfe eines hineingepressten ,stempels den ,thon durch die engen1 aber zahlreichen ,wandffnungen heraus1 wobei alle grberen ,unreinigkeiten im ,innern zurckgehalten werden4 ,diese ,operation erfordert sehr grosse ,kraft1 zeigt sich aber hchst wirksam und hat deshalb zur ,construction mehrerer etwas verschiedener ,maschinen ,veranlassung gegeben4 ,sidenote3 ,das ,streichen der ,ziegel4 ,das ,streichen 7oder ,formen7 der ,ziegel 7,backsteine7 mit der ,hand ist eine sehr einfache ,arbeit4 ,man wendet hierzu ,formen von ,holz oder von ,gusseisen an1 welche aber wegen des ,schwindens der ,backsteine beim ,trocknen und ,brennen grsser sein mssen als die herzustellenden ,steine4 ,fig4 #aef zeigt die obere ,ansicht 7,b7 und den ,durchschnitt 7,a7 einer gewhnlichen ,form4 ,illustration3 ,fig4 #aef4 ,illustration3 ,fig4 #aeg4 ,illustration3 ,fig4 #aeh4 ,bisweilen giebt man den ,formen eine solche ,breite 7,fig4 #aeg71 dass man darin zwei ,steine auf einmal formen kann1 obgleich diese ,art ,formen weniger bei ,mauersteinen als bei ,fliessen ,anwendung findet4 ,der ,arbeiter wirft einen ,ballen ,thon in die mit ,sand bestreute ,form1 drckt denselben in die ,form recht dicht ein1 damit die ,ecken gehrig ausgefllt werden und streicht dann das1 was ber die ,form hervorragt1 mit dem ,streichholze 7,fig4 #aeh7 weg4 ,die ,form wird auf einem ,brette entleert und der geformte ,stein auf dieses zum ,trocknen hingelegt4 ,nachdem er hier so weit ausgetrocknet ist1 dass er ohne ,beeintrchtigung seiner ,gestalt aufgehoben werden kann1 wird er zum vlligen ,austrocknen1 auf der hohen ,kante stehend1 in ,trockenscheuern so lange einem nicht zu raschen ,luftwechsel ausgesetzt1 bis er vllig lufttrocken erscheint4 ,in ,flandern1 ,brabant und ,holland trocknet man im ,freien1 indem man die ,steine in ,gestalt von durchbrochenen ,mauern aufstellt und dieselben mit ,strohmatten bedeckt4 ,zweckmssig regulirtes ,trocknen der ,backsteine ist fr ihre ,qualitt von ,wichtigkeit4 ,geht nmlich das ,trocknen zu schnell vor sich1 so ist ein unregelmssiges ,schwinden und ein ,verziehen oder ,reissen unvermeidlich4 ,die ,steine mssen ferner whrend des ,trocknens mglichst lose auf ihrer ,unterlage aufliegen1 weil sonst diese ,enden beim ,zusammenziehen nicht nachfolgen knnten und der ,ziegel in der ,mitte voneinanderreissen msste4 ,von ,zeit zu ,zeit vorgenommenes ,verschieben der ,steine oder untergestreuter ,sand verhindert das ,anhaften derselben am besten4 ,die ,leistung der ,arbeiter in einer bestimmten ,zeit ist von ihrer ,gewandtheit und ihrer ,krperkraft abhngig2 als tgliches ,leistungsquantum pro ,kopf eines ,arbeiters eines sogenannten ,tisches 7aus #e-aj ,personen bestehend7 knnen #ajjj ,stck ,bauziegel als ,maximum gerechnet werden4 ,sidenote3 ,ziegelstreichmaschinen4 ,das ,formen der ,ziegel mit ,hlfe von ,maschinen#ig hat1 wenn es von ,vortheil sein soll1 mehr und billigere ,arbeit zu leisten1 als durch ,handarbeit geleistet werden kann4 ,nehmen wir an1 dass ein ,streicher1 untersttzt durch zwei ,handlanger und ein ,kind1 im ,durchschnitt tglich #e-fjjj ,backsteine zu liefern im ,stande ist4 ,es wird sich nun schwerlich eine ,streichmaschine construiren lassen1 lieferte sie auch in der nmlichen ,zeit fnfmal mehr ,ziegel1 welche nicht wenigstens ebenso viel kostete1 als zwanzig ,arbeiter1 die zur ,fabrikation von #cj1jjj ,ziegeln erforderlich gewesen wren4 ,eine ,maschinenziegelei erfordert ein grosses ,anlagekapital1 die ,deckung der ,zinsen1 die ,unterhaltung der ,maschine1 die ,nothwendigkeit1 dieselbe ununterbrochen zu beschftigen1 die zu ihrer ,leitung und ,beaufsichtigung erforderlichen ,leute1 endlich die ,beschaffung der bewegenden ,kraft setzt einen enormen und unaufhrlichen ,absatz voraus4 ,ein derartiger ,absatz ist aber nur in einem ,seehafen oder in nchster ,nhe eines schiffbaren ,flusses oder in nchster ,nhe grosser oder in raschem ,aufschwunge begriffener ,stdte ausfhrbar1 weil die ,ziegel durch weiten ,landtransport zu kostspielig werden4 ,es bedarf daher1 ,alles in ,allem betrachtet1 eines seltenen ,zusammentreffens von ,umstnden1 um eine ,maschinenziegelei rentabel zu machen und sie in den ,stand zu setzen1 mit der ,handarbeit concurriren zu knnen4 ,man begegnet daher ,maschinenziegeleien nur in solchen ,lndern1 wo der ,tagelohn am theuersten ist und die ,nhe grosser ,stdte und eines ,seehafens auf einen grossen und fortwhrenden ,absatz zu rechnen gestattet4 #ig ,ueber ,maschinenziegelei siehe eine ,abhandlung ,emil ,teirich's in ,wien1 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfh p4 #djg4 ,alle in den letzten ,jahrzehnden construirten ,streichmaschinen lassen sich auf folgende vier ,arten von ,maschinen zurckfhren3 #a7 auf ,maschinen1 welche das ,streichen der ,ziegel mit der ,hand nachahmen2 #b7 auf ,maschinen1 die das ,formen durch eine ununterbrochene ,kreisbewegung ausfhren2 #c7 auf ,maschinen1 welche mit einer ,form zum ,ausstechen der ,backsteine aus einem ,thonkuchen versehen sind2 #d7 auf ,maschinen1 welche ein fortlaufendes ,band aus ,thon von einer ,breite1 die der ,lnge der ,ziegelsteine entspricht1 bilden und dieses ,band mit ,hlfe eines ,messers oder eines ,fadens in einzelne ,steine zerschneiden4 ,illustration3 ,fig4 #aei4 ,i4 ,die ,maschinen der ersten ,art1 welche das ,streichen mit der ,hand nachahmen1 bestehen aus einem gusseisernen ,formrahmen1 der durch eine ,combination verschiedener ,maschinentheile in eine hin- und hergehende ,bewegung versetzt wird4 ,in dem ersten ,theile der ,bewegung gelangt die ,form unter den mit ,thon gefllten ,trichter und wird daselbst gefllt2 die ,form geht dann in eine zweite ,stellung1 wo durch einen ,hebel der ,inhalt zusammengepresst wird2 in der dritten ,stellung gleitet sie ber den ,boden1 welcher beim ,pressen zum ,widerstand diente und tritt unter einen ,pressstempel1 welcher den fertig geformten ,backstein aus der ,form treibt4 ,hierauf beginnt das ,spiel von ,neuem4 ,als ,beispiel einer derartigen ,maschine beschreiben wir die von ,carville 7von ,issy bei ,paris74 ,das ,ziegelmaterial gelangt aus der ,knettonne ,a 7,fig4 #aei7 unter die ,presswalze ,b1 welche fortwhrend durch einen aus dem ,reservoir ,c kommenden ,wasserstrahl feucht erhalten wird1 damit der ,thon nicht an der ,walze adhrire2 ein ,trichter mit ,sand ,d bestreut die ,backsteine mit ,sand1 ehe sie unter den ,pressapparat kommen1 welcher durch den ,hebel ,f und das ,gegengewicht ,g wirkt4 ,die ,formen gehen dann auf einer endlosen ,kette ,i weiter2 diese aus ,blechstreifen bestehende ,kette bildet den ,boden der durch die ,wellen ,j ,j constant bis zu dem ,pressstempel bewegten ,formen1 wo die ,ziegel aus den ,formen auf ,bretter gelangen1 auf welchen sie in den ,trockenraum weiter gefhrt werden4 ,durch das in ,n befindliche ,wasser werden die ,formen gewaschen und mit ,hlfe des ,trichters ,k mit ,sand bestreut1 ehe sie unter der ,presswalze mit ,thon gefllt werden4 ,fig4 #afj giebt die ,details der ,kette1 welche die ,formen bildet1 und der ,vorrichtungen1 welche den ,pressstempel in ,bewegung setzen1 sobald es ,zeit ist1 die ,backsteine aus der ,form zu entfernen4 ,illustration3 ,fig4 #afj4 ,,ii4 ,die ,maschinen der zweiten ,art1 bei welchen das ,formen der ,backsteine durch eine ununterbrochene ,kreisbewegung geschieht1 sind den vorstehenden hnlich2 es findet jedoch bei ihnen der ,unterschied statt1 dass statt einer ,form mehrere vorhanden sind1 die sich entweder auf einer horizontalen1 um eine verticale ,axe sich drehenden ,scheibe oder auf der ,peripherie eines ,cylinders befinden1 welcher sich um eine horizontal liegende ,axe dreht4 ,bei einigen ,maschinen der ,art beginnt eine schwere gusseiserne ,walze das ,pressen1 welches durch das ,gleiten der ,formen zwischen zwei nicht ganz parallelen ,blechwalzen fortgesetzt wird4 ,bei den ,scheibemaschinen wird das ,auspressen der geformten ,steine aus der ,form entweder durch ,hebel oder durch eine schiefe ,ebene bewirkt2 bei den ,cylindermaschinen ist in den ,formen ein beweglicher ,boden1 welcher mehr und mehr durch die ,form hindurch bewegt wird1 wenn dieselbe dem tiefsten ,stande sich nhert4 ,,iii4 ,die ,maschinen der dritten ,art unterscheiden sich von den vorhergehenden dadurch1 dass das ,ziegelmaterial zuerst in einen platten ,thonkuchen von der ,dicke der herzustellenden ,ziegelsteine verwandelt wird1 auf welchen die ,form wie eine gewhnliche ,ausstechmaschine niederfllt1 um den ,backstein auszuschneiden4 ,dieses ,system findet besonders ,anwendung1 wenn es sich darum handelt1 ,verzierungen an den ,ziegelsteinen anzubringen4 ,,iv4 ,die ,maschinen der vierten ,art endlich1 bei welchen ein langes ,band aus ,thon1 so dick und breit als der ,lnge der ,ziegel entspricht1 erzeugt wird1 welches durch ,querschnitte in einzelne ,theile zertheilt wird1 zerfallen in zwei ,unterarten1 je nachdem das ,thonband entweder mittelst ,herauspressen des ,thones durch eine lnglich viereckige ,oeffnung1 oder mittelst ,walzen1 das ,abschneiden aber entweder sofort1 wenn ein ,stck von der einfachen ,ziegellnge oder ,ziegelbreite herausgetreten ist1 oder erst nachher durch viele auf einmal vollzogene ,schnitte stattfindet4 ,das ,zerschneiden geschieht entweder mit einem ,messer oder mit einem ,messingdraht4 ,auf das nmliche ,princip grnden sich die ,thonrhrenpressmaschinen1 die gegenwrtig zur ,fabrikation der ,drainrhren dienen4 ,illustration3 ,fig4 #afa4 ,illustration3 ,fig4 #afb4 ,die ,maschine von ,terrasson-,fougres lsst sich zum ,theil auf das vierte ,system zurckfhren1 obgleich das ,streichen erfolgt1 ohne dass ein ,maschinentheil vorhanden wre1 welcher mit dem ,namen ,form belegt werden knnte4 ,auf einer endlosen ,kette wird mit ,hlfe einer ,presswalze ,a 7,fig4 #afa7 ein ,thonband gebildet1 welches beim ,hervortreten unter dem ,presscylinder durch gespannte verticale ,drhte die nthige ,breite erhlt und sodann auf den ,rollen ,d weiter gefhrt wird und zwar bis zu einer ,vorrichtung 7,fig4 #afb71 welche vom ,erfinder das ,fallwerk genannt wird4 ,das ,fallwerk selbst ist eine ,art ,holzrahmen und mit eilf durch ,gewichte ,f in ,spannung erhaltenen ,eisen- oder ,kupferdrhten versehen1 welche beim ,niedergang des ,fallwerkes als ,messer wirken4 ,jeder dieser ,drhte muss mit ,genauigkeit justiert werden1 alle mssen in einer ,ebene und vollkommen gleich weit von einander liegen und zwar so weit1 als es die ,breite der ,ziegel verlangt4 ,sind die ,ziegel auf die ganze ,hhe der ,masse durchschnitten1 so wird das ,fallwerk wieder gehoben3 auf diese ,art gehen die beiden ,operationen des ,formens und ,schneidens ununterbrochen vor sich4 ,die ,bretter1 auf denen die geformten ,steine liegen1 laufen auf der ,leitung weiter fort bis an den ,ort1 wo die ,ziegel getrocknet werden sollen4 ,der ,apparat ,g ruht auf sechs ,rdern1 wodurch der leichte ,transport der ,maschine nach allen ,theilen der ,ziegelei ermglicht ist4 ,sidenote3 ,backsteine aus trocknem ,thon4 ,pressziegel sind durch ,pressen mittelst eines fast trockenen ,thones hergestellt1 dessen natrliche ,feuchtigkeit mehr als hinreichend ist1 um durch den starken ,druck1 welchem der ,thon unterworfen wird1 den erforderlichen ,zusammenhang zu erzielen4 ,es werden dadurch weit dichtere ,steine erzeugt1 die man1 weil sie mehr ,festigkeit besitzen1 weit dnner streichen kann als die gewhnlichen ,ziegelsteine4 ,eine der vollkommensten ,maschinen zur ,fabrikation von ,pressziegeln ist die von ,nasmyth und ,minton1 bei welcher das ,wesentliche in einer besonderen ,construction des ,excentricums besteht1 welches die comprimirenden ,formen in ,thtigkeit setzt4 ,bei jeder ,rotation desselben soll der gepulverte ,thon comprimirt werden1 dann soll die ,compression nachlassen1 damit die zwischen den ,thontheilchen eingeschlossene ,luft entweichen kann1 worauf die letzte ,verdichtung erfolgt4 ,bei der ,fabrikation von ,pressziegeln aus gepulvertem ,thon zeigt es sich nmlich1 dass1 wenn der erforderliche ,grad der ,verdichtung mit einem ,druck erreicht werden soll1 ein ,theil der zwischen den ,thontheilchen eingeschlossenen ,luft beim ,nachlassen der comprimirenden ,kraft sich wieder auszudehnen strebt und daher den ,ziegel lamellenartig spaltet4 ,mit ,hlfe einer neuerdings von ,julienne construirten ,maschine zum ,herstellen von ,ziegeln aus trockenem ,thon sollen ein ,mann und ein ,kind tglich im ,stande sein1 in einer zehnstndigen ,schicht #djjj ,stck ,ziegel zu streichen4 ,sidenote3 ,das ,brennen der ,ziegel4 ,das ,brennen der an der ,luft vollstndig getrockneten ,backsteine oder ,ziegel geht entweder in besonders dazu construirten ,oefen 7,brennfen7 oder in ,feldfen oder ,meilern 7,feldbrennerei7 vor sich4 ,die ,brennfen sind entweder a7 offene ,oefen 7,schachtfen7 oder b7 gewlbte oder geschlossene ,oefen oder endlich c7 ,oefen mit ununterbrochenem ,brande 7continuirliche ,oefen74 ,sie sind theils auf ,holz-1 theils auf ,torf-1 ,braunkohlen- und ,steinkohlenheizung eingerichtet4 ,illustration3 ,fig4 #afc4 ,illustration3 ,fig4 #afd4 ,von den vielfachen ,constructionen von ,ziegelbrennfen seien einige der besseren als ,beispiele angefhrt4 ,fig4 #afc stellt einen ,etagenofen vor1 welcher auf ,holzfeuerung eingerichtet ist2 die drei ber einander liegenden ,rume ,a1 ,b und ,c werden nach einander geheizt1 die ,feuerung ,d 7mit der ,heizthre ,f7 giebt eine lange ,flamme1 welche durch eine durchbrochene ,mauer vertheilt wird und dann in den ,brennraum ,a und von da durch ,oeffnungen in die ,feuerung ,h tritt1 welche durch die ,heizthre ,g unterhalten wird2 die ,verbrennungsprodukte werden wieder durch die durchbrochene ,mauer ,j zertheilt und gelangen in die oberste ,etage ,c4 ,das ,brennen selbst wird durch die ,hhe des ,schornsteins ,n regulirt1 welcher sich mit der ,hhe der in ,brand gesetzten ,etage vermindert4 ,fig4 #afd zeigt einen ,lngendurchschnitt des ,ofens nach der schmalen ,seite und von der ,feuerung ,h aus gesehen4 ,fig4 #afe einen ,horizontaldurchschnitt in der ,hhe der ,sohle der mittleren ,etage4 ,diese ,ofenconstruction gewhrt eine betrchtliche ,brennmaterialersparniss1 da man das zum ,brennen der in den ,abtheilungen ,b und ,c befindlichen ,backsteine erforderliche ,vorfeuer vermeiden kann4 ,ein zweckmssig eingerichteter1 offener1 mit ,holz betriebener ,ziegelofen ist ,fig4 #aff im ,durchschnitt durch die schmale ,seite nach der ,richtung der ,feuerungen dargestellt1 eine ,zeichnung1 welche durch den ,horizontaldurchschnitt ,fig4 #afg vervollstndigt wird4 ,es sind drei ,feuerungen vorhanden1 von welchen ,p die mittlere ist4 ,die ,feuerung hat keinen ,rost und ist mit einer ,reihe von ,gurtbgen o o o berwlbt1 die eine durchbrochene ,decke bilden1 die ,flamme zertheilen und dieselbe in den ,brennraum ,b ,b fhren1 welcher oben offen ist4 ,die zu brennenden ,steine werden auf die ,bgen o o o auf die hohe ,kante gestellt und zwar der ,art1 dass die ,steine der verschiedenen ,schichten einander kreuzen und hinlnglich von einander entfernt sind1 um die ,flamme ungehindert durchgehen zu lassen4 ,um nicht zu viel ,wrme zu verlieren1 schichtet man die ,steine weit ber den ,ofen hinaus4 ,obgleich ein nicht unbedeutender ,wrmeverlust mit der ,anwendung dieses ,ofens verknpft ist1 so wendet man ihn doch wegen des bequemen ,einsetzens und ,ausziehens hufig an4 ,illustration3 ,fig4 #afe4 ,illustration3 ,fig4 #aff4 ,illustration3 ,fig4 #afg4 ,illustration3 ,fig4 #afh4 ,illustration3 ,fig4 #afi4 ,das ,brennen der ,backsteine mit ,holz ist natrlich viel theurer als mit ,steinkohle4 ,so bckt man nach den ,angaben von ,carville in dem ,fig4 #afh und #afi dargestellten ,ofen #hj1jjj ,ziegel mit #afj ,hektoliter ,steinkohle4 ,da #a ,hektoliter ,steinkohle #hj ,kilogr4 wiegt und #ajj ,kilogr4 #c ,frcs4 #ab ,cents4 kosten1 so kommt das ,brennen von #hj1jjj ,ziegeln noch nicht ganz auf #djj ,frcs4 zu stehen4 ,illustration3 ,fig4 #agj4 ,illustration3 ,fig4 #aga4 ,illustration3 ,fig4 #agb4 ,wendet man zum ,brennen der ,steinkohlen geschlossene und mit ,rost versehene ,oefen an1 so giebt man dem ,ofen die in ,zeichnung ,fig4 #agj dargestellte ,form4 ,die ,capacitt des ,ofens ,a wird durch dicke ,mauern ,b bestimmt1 die zu brennenden ,steine werden auf der ,sohle ,c des ,ofens in ,gewlben aufgeschichtet1 unter welchen die ,verbrennungsprodukte frei circuliren knnen4 ,d ,d 7,fig4 #agb7 sind zwei ,rste4 ,fig4 #aga zeigt die ,anordnung der ,steine in dem ,ofen4 ,illustration3 ,fig4 #agc4 ,illustration3 ,fig4 #agd4 ,man hat den ,versuch gemacht1 mit dem ,backen der ,ziegelsteine das ,kalkbrennen zu verbinden4 ,fig4 #agc und #agd stellen derartige ,ziegel-,kalkfen dar4 ,die ,sohle des ,brennraumes ,a besteht aus bogenfrmigen ,gewlben aus ,kalkstein1 den man zugleich mit den ,backsteinen brennt4 ,der ,zug wird durch den ,schornstein ,b vermittelt und durch die ,zuglcher regulirt4 ,die sechs ,feuerungen sind durch eine starke ,mauer ,d von einander getrennt4 ,das ,brennmaterial kommt auf den ,rost ,e1 unter dem sich der ,aschenfall ,f findet4 ,die auf einer ,ofenseite befindlichen ,feuerungen sind durch die ,mauern ,g von einander getrennt4 ,sidenote3 ,continuirliche ,brennfen4 ,von den in ,vorschlag gebrachten continuirlichen ,brennfen hat sich der ringfrmige ,ziegelofen von ,hoffmann und ,licht in jeder ,hinsicht bewhrt4 ,diese ,oefen bestehen aus einem im ,grundriss ringfrmigen1 im ,querschnitt beliebig geformten ,ofenkanal1 der zwar an verschiedenen ,punkten von aussen zugnglich und beschickbar und an eben so vielen ,punkten gegen einen im ,centrum stehenden ,schornstein verschliessbar1 im ,uebrigen aber frei ist4 ,denkt man sich den ,querschnitt des ,ofenkanals mittelst eines ,schiebers1 der durch ,falze eingesetzt wird1 an irgend einer ,stelle geschlossen1 die zunchst davor gelegene ,eingangsthr und den zunchst dahinter liegenden ,rauchkanal geffnet1 alle brigen ,eingnge und ,rauchkanle aber geschlossen1 und im ,schornstein eine aufsteigende ,luftsule1 so wird ein ,luftzug entstehen1 der aus der ,atmosphre durch die geffnete ,thr in den ,ofen tritt und diesen seiner ganzen ,lnge nach bis auf die andere ,seite des ,schiebers durchstreicht1 um durch den dort geffneten ,rauchkanal 7und den ,rauchsammelkanal7 in den ,schornstein zu treten4 ,denkt man sich ferner den ,ofenkanal mit den zu brennenden ,kalksteinen gefllt1 und zwar der ,art1 dass der ,luftzug in der ersten ,hlfte des ,kanals bereits fertig gebrannte1 in der ,abkhlung begriffene ,steine durchstreicht1 demnchst des ,feuer speist 7welches durch ,einstreuen des ,brennmaterials in die glhenden ,steinmassen von oben unterhalten wird7 und auf der letzten ,hlfte des ,ofenkanals durch noch nicht gebrannte ,steine zieht1 um dann durch den offenen ,rauchkanal in den ,schornstein zu entweichen1 so ist es klar3 a7 ,dass die in die offene ,thr eindringende ,luft auf dem ersten ,theil ihres ,laufes im ,ofen1 indem sie die fertig gebrannten ,steine abkhlt1 sich in hohem ,grade erhitzt1 folglich b7 im ,stande ist1 den ,effect des ,feuers in eben dem und 7wegen der dann erfolgenden vollstndigeren ,verbrennung der ,gase7 in noch hherem ,grade zu vermehren1 whrend c7 die durch das ,feuer unverbrannt streichende ,luft1 sowie die gasfrmigen ,verbrennungsprodukte1 auf ihrem brigen ,wege durch den ,ofen bis zum ,schornstein 7resp4 ,rauchsammelkanal7 eine ,menge ,wrme an die noch ungebrannten ,steine absetzen und dieselben bis zu einer solchen ,temperatur vorwrmen und erhitzen1 dass nur eine kurze ,brennzeit und eine verhltnissmssig geringe ,menge ,brennmaterial erforderlich ist1 um sie vollstndig gar zu brennen4 ,da nun die der offenen ,thr zunchst stehenden ,steine am meisten abgekhlt1 also zum ,herausziehen tauglich sein werden1 so kann man sie durch frische ungebrannte ersetzen2 der ,abschluss des ,ofens mittelst das ,schiebers kann vor der nchsten ,thr hinter den frisch eingesetzten ,steinen erfolgen1 diese ,thr kann geffnet1 die vorhergehende geschlossen werden1 und ebenso der nchste ,rauchkanal geffnet1 der geffnet gewesene geschlossen und das ,feuer vorwrts geschoben werden4 ,durch stetige ,wiederholung dieses ,vorgangs macht das ,feuer wiederkehrend die ,runde im ,ofen1 wie auch gleichzeitig das ,ausziehen und ,einsetzen der ,steine ringsum ohne ,unterbrechung stattfindet2 um diese letzten beiden ,manipulationen gleichzeitig vornehmen zu knnen1 stehen die zwei ersten ,thren1 die eine fr das ,ausziehen1 die andere fr des ,einsetzen1 zu gleicher ,zeit offen4 ,sidenote3 ,feldziegeleien4 ,im ,gegensatze zu den stndigen ,ziegelhtten unterscheidet man die ,feldziegeleien1 die besonders in ,gegenden am ,platze sind1 wo in ,folge der ,entfernung von ,ziegeleien die ,herbeischaffung von ,ziegeln grossen ,kostenaufwand verursachen wrde1 vorausgesetzt1 dass in geringer ,entfernung von dem ,ort1 wo die ,bauten ausgefhrt werden sollen1 sich ein passender ,ziegelthon findet4 ,die durch den ,feldbrand hergestellten ,ziegel heissen ,feldziegel oder ,feldsteine4 ,das ,verfahren beim ,feldbrennen ist verschieden1 je nachdem man mit ,torf1 ,holz oder ,steinkohle feuert4 ,benutzt man ,torf oder ,holz als ,brennmaterial1 so formt man aus den zu backenden ,steinen in derselben ,weise1 wie sie in einen ,ofen eingesetzt werden wrden1 einen ,haufen oder ,meiler1 bringt auch mehrere ,feuerkanle darin an und bekleidet den bis zu #ej1jjj ,steine fassenden ,meiler mit einer dnnen ,lage ,lehm und noch von der ,windseite mit beweglichen ,strohhorden4 ,das ,einschren geschieht hier in den ,heizkanlen1 die ,feuergase gehen durch die ,ziegelmasse hindurch und finden endlich in der ,decke ihren ,ausweg4 ,es ist bei diesem ,verfahren unvermeidlich1 dass die ,temperatur in den inneren ,theilen des ,meilers weit hher steigt1 als in den der ,lehmschicht zunchst liegenden ,theilen4 ,soll dagegen ,steinkohle als ,brennmaterial dienen1 so legt man die ,heizkanle enger als bei ,torffeuerung an1 da sie nur zur ,entzndung der ,steinkohlen dienen sollen1 und fllt sie mit ,steinkohle4 ,auf jede ,schicht der eingesetzten ,backsteine kommt eine ,lage zerkleinerte ,steinkohle1 darauf die nchste ,steinschicht1 dann wieder ,steinkohlen u4 s4 f42 der ,meiler wird auch hier mit einer ,schicht ,lehm bedeckt1 in welcher man einige ,luftlcher anbringt1 um das ,brennen reguliren zu knnen4 ,die in den ,feuerkanlen befindlichen ,steinkohlen werden angezndet1 von wo aus das ,feuer sich nach und nach ber den ganzen ,meiler erstreckt4 ,die sich entwickelnde ,hitze ist hinreichend1 um die ,backsteine in allen ,theilen des ,ofens gar zu brennen4 ,whrend des ,verbrennens der ,steinkohlenlagen sinkt der ,meiler zusammen1 was jedoch bei der geringen ,dicke dieser ,lagen von keinem ,nachtheil ist4 ,sidenote3 ,die hollndischen ,klinker4 ,die hollndischen ,klinker oder ,klinkerte sind sehr scharf1 bis zur halben ,verglasung gebrannte ,backsteine1 die sich von den gewhnlichen durch glasigen ,bruch1 grnliche oder dunkelbraune ,farbe und die ,eigenschaft1 kein ,wasser zu absorbiren1 unterscheiden4 ,sidenote3 ,dachziegel und ,fliessen4 ,zur ,fabrikation der ,dachziegel bedarf man eines besseren und sorgfltiger zubereiteten ,thones als zur ,herstellung der ,mauerziegel4 ,whrend man bei den letzteren das ,material durch blosses ,treten vorbereitet1 wendet man bei den ,dachziegeln gewhnlich die ,thonmhle an4 ,in ,bezug auf das ,streichen der ,masse ist kaum etwas zu erwhnen4 ,in der ,regel brennt man sie gleichzeitig mit den ,mauersteinen1 wobei erstere den obern ,theil des ,ofens einnehmen mssen1 da sie ihrer geringeren ,dicke wegen zum ,backen keiner so hohen ,temperatur bedrfen als die ,backsteine4 ,will man den ,ziegeln eine ins ,graue gehende ,farbe ertheilen1 so feuert man1 wenn der ,brennofen in der grssten ,glut steht und man glaubt1 dass er in einigen ,stunden ausgenommen werden muss1 ,erlenzweige mit ihrem ,laub1 so grn und feucht1 wie sie vom ,baume kommen1 ein1 und hrt mit dem ,torffeuer auf2 zugleich werden die ,schrlcher geschlossen4 ,der entstehende ,rauch bildet in der porsen ,ziegelmasse einen ,absatz von ,kohle1 was die ,ursache der ,graufrbung ist2 vielleicht wird auch das in der ,masse enthaltene ,eisenoxyd zu schwarzem ,oxyd-,oxydul reducirt4 ,die ,fabrikation der ,fliessen 7,pflasterziegel oder ,plattziegel7 stimmt im ,wesentlichen mit der der ,dachziegel berein2 man giebt ihnen durch ,dmpfen mit grnem ,erlenholz hufig einen angenehmen grauen ,thon2 die ,fliessen sind von viereckiger oder sechseckiger ,gestalt und zum ,auspflastern der ,fussbden in ,kchen1 ,vorpltzen1 ,kellern u4 s4 w4 bestimmt4 ,von den ,dachziegeln sind folgende ,sorten gebruchlich3 a7 die ,biberschwnze1 platte1 auf der einen schmalen platten ,seite mit einer ,nase versehene ,dachziegel1 die mit ,hlfe der ,nasen nebeneinander auf die ,latten aufgehngt werden und auf diese ,weise die platte ,flche des ,daches bilden4 ,man theilt sie in ganze oder halbe1 je nachdem sie volle gewhnliche ,breite oder die ,hlfte derselben haben2 b7 die ,blendsteine unterscheiden sich von den ,biberschwnzen dadurch1 dass sie keine ,nase haben1 mittelst welcher sie aufgetragen werden knnen1 sondern mit ,lchern zum ,aufnageln versehen sind2 c7 die ,kaff- oder ,kappziegel1 welche die ,stelle der sogenannten ,kappfenster vertreten und ,licht und ,luft auf den ,boden des ,hauses leiten sollen1 sind von den ,biberschwnzen dadurch unterschieden1 dass sie bei gleicher ,lnge dreimal so breit sind und in der ,mitte eine ,ausbauchung mit einer ,oeffnung besitzen2 d7 die gegenwrtig nicht mehr gangbaren ,passziegel 7,pfannenziegel oder ,schlussziegel7 besitzen die ,gestalt eines liegenden ,s liegend2 der abwrts gehende ,theil eines solchen ,ziegels greift immer in den aufwrts gehenden des folgenden4 ,ein mit solchen ,ziegeln bedecktes ,dach schliesst zwar vollstndig1 beschwert aber auch das ,gebude zu sehr2 e7 die ,hohlziegel1 von der ,gestalt eines halben hohlen abgekrzten ,kegels oder eines halben hohlen ,cylinders1 werden in ,forstziegel und in ,kehlziegel unterschieden4 ,sonst wurden erstere zur ,bedeckung ganzer ,dcher gebraucht1 gegenwrtig benutzt man sie nur noch zum ,eindecken der ,forsten oder ,firste4 ,sidenote3 ,hohlziegel4 ,die ,anwendung von hohlen ,backsteinen 7,hohlziegeln7 stammt aus den ltesten ,zeiten4 ,die sogenannten ,topfgewlbe sind in der ,that weiter nichts als ,mauerwerk aus hohlen ,steinen1 um das ,gewicht des auszufhrenden ,mauerkrpers geringer zu machen und dadurch den ,druck auf die ,theile des ,bauwerkes1 welche ihn zu tragen haben1 zu vermindern4 ,die ,tpfe sind #ba-bd ,centimeter hoch1 #i-ab ,centimeter im ,durchmesser1 in der ,mitte hohl und hartgebrannt4 ,durch die ,einfhrung der ,drainpressen hat man nun ,gelegenheit1 die ,topfform zu verlassen und ,ziegelsteine zu fabriciren1 welche mit den ,vortheilen des gewhnlichen ,formates die ,vorzge der ,tpfe vereinigen4 ,es werden auf ,drainpressen durch geeignete ,formen ,steine hergestellt1 welche die viereckige ,gestalt und ,grsse unserer gewhnlichen ,mauersteine haben und ihrer ,lnge nach von ,oeffnungen durchlaufen werden4 ,fr einzelne ,anwendungen fabricirt man ,steine1 bei denen die ,oeffnungen die ,steine nicht nach der ,lnge1 sondern nach der ,quere durchlaufen4 ,derartige ,hohlziegel zeigen1 mit gewhnlichen ,backsteinen verglichen1 manche ,vortheile1 deren hauptschlichste folgende sind3 #a7 man braucht zu ihrer ,fabrikation nur etwa #fj-gj ,proc4 des ,materials2 #b7 sie lassen sich viel rascher fabriciren1 da sie mit ,hlfe der ,presse dargestellt werden2 #c7 sie trocknen schneller und gleichfrmiger1 weil das ,austrocknen auch von innen geschieht2 #d7 sie erfordern zum ,backen eine weit niedrigere ,temperatur1 sodass man #bj-cj ,proc4 ,brennmaterial erspart2 #e7 der ,transport der ,steine wird natrlich ein billigerer2 die ,mauern trocknen leichter und schneller aus4 ,fig4 #age zeigt eine sehr gebruchliche ,art von ,hohlziegeln1 ,fig4 #agf eine andere ,modification derselben4 ,illustration3 ,fig4 #age4 ,illustration3 ,fig4 #agf4 ,sidenote3 ,leichte oder schwimmende ,ziegelsteine4 ,die sogenannten leichten ,ziegelsteine 7porse ,backsteine1 ,schwammsteine71 welche auf dem ,wasser schwimmen1 waren schon den ,alten bekannt4 ,posidonius und nach ihm ,strabo sprechen von einer in ,spanien vorkommenden thonartigen ,erde1 die man als ,polirmittel des ,silbers brauche und aus welcher man dort ,bausteine forme1 die auf dem ,wasser schwimmen4 ,aehnliches geschehe auf einer ,insel des ,tyrrhenischen ,meeres und auf mehreren ,punkten in ,asien4 ,vitruvius ,pollio hat sich ber diese ,steine als ein wegen seiner ,leichtigkeit zum ,bauen ganz besonders sich eignendes ,material geussert und auch ,plinius hat ,steine aus dieser bimssteinhnlichen1 aber plastischen ,masse als einen ,gegenstand von grosser ,wichtigkeit erwhnt4 ,diese ,thatsachen blieben ,jahrtausende lang fast ganz unbeachtet1 weil das ,material sich nur sprlich und vereinzelt fand1 bis im ,jahre #agia der ,italiener ,giovane ,fabroni aus einer als ,bergmehl bezeichneten ,kieselerde1 die sich bei ,santafiora in ,toscana findet1 schwimmende ,ziegelsteine herzustellen lehrte1 welche sich gut mit ,mrtel verbanden und der ,erweichung durch ,wasser vollstndig widerstanden2 diese ,steine leiteten die ,wrme so gering1 dass man ein ,ende derselben in der ,hand halten konnte1 whrend das andere rothglhend war4 ,fabroni machte auf einem alten ,fahrzeuge das ,experiment1 eine viereckige ,kammer aus solchen ,steinen zu wlben und mit ,schiesspulver auszufllen4 ,das mit ,holz bedeckte ,schiff brannte vollstndig ab1 und als der ,boden der ,pulverkammer weggebrannt war1 versank es ohne ,entzndung des ,pulvers4 ,zu derselben ,zeit entdeckte auch ,faujes bei ,coiron in ,frankreich eine ,art ,bergmehl1 die in ihren ,eigenschaften mit dem aus ,toscana vllig bereinstimmte1 aber erst im ,jahre #ahcb durch die ,bemhungen des ,grafen de ,nantes und des ,bergwerkdirectors ,fournet in ,lyon ,anwendung fand4 ,letzterer hob die ,wichtigkeit dieser ,steine fr die ,marine hervor4 ,die ,pulverkammer1 die ,kche1 die ,herde der ,dampfmaschinen1 die ,orte1 wo ,spirituosen aufbewahrt werden1 lassen sich dadurch sicher machen4 ,ebenso wichtig sind diese ,steine fr die ,gewlbe der ,schmelzfen und berhaupt fr alle ,oefen1 in welchen bedeutende ,hitze erzeugt wird1 da diese ,steine nicht schmelzen und sich nur wenig zusammenziehen4 ,frher hielt man das zur ,fabrikation der schwimmenden ,ziegelsteine geeignete ,bergmehl allgemein fr eine unorganische ,substanz und sein ,auffinden fr einen zuflligen ,umstand1 weshalb denn seine technische ,benutzung sich wenig verbreiten konnte4 ,ktzing hat jedoch nachgewiesen1 dass diese ,erdarten ihre ,eigenthmlichkeiten dem ,umstande verdanken1 dass sie ,zusammenhufungen von ,kieselpanzern von ,infusorien sind und sich auch in ,deutschland ziemlich hufig finden4 ,whrend ein gewhnlicher ,ziegelstein #b1gj ,kilogr4 wiegt1 ist des ,gewicht eines aus ,berliner ,infusorienthon dargestellten gleichgrossen ,steines nur #j1de ,kilogr4 ,mit ,wachs berzogene ,stcke schwimmen wie ,kork auf dem ,wasser4 ,das strkste ,porcellanofenfeuer schmelzt sie nicht und verkrzt sie wenig4 ,durch ,zusatz von etwas ,thon oder ,lehm wird die ,festigkeit den gewhnlichen ,mauersteinen gleich4 -- ,man macht die porsen ,backsteine gegenwrtig auch hufig aus gewhnlichem ,ziegelthon unter ,zusatz von ,kohlenpulver1 ,sgespnen1 ,lohe1 ,torf1 ,moorerde u4 s4 w4 ,derartige ,steine1 ,lohsteine oder ,schwammsteine1 wurden brigens schon im #ad4 oder #ae4 ,jahrhundert dargestellt1 so trifft man z4 ,b4 in ,nrnberg in alten ,gebuden die ,schornsteine mit solchen leichten ,ziegelsteinen aufgefhrt1 bei denen der ,thon mit ,lohe oder ,spreu versetzt war4 ,seit einigen ,jahren stellt man zu ,kolbermoor 7in ,sdbayern7 unter dem ,namen ,tuffziegel leichte ,backsteine aus einem ,gemenge von ,torf und sandhaltigem ,lehm dar4 ,sidenote3 ,feuerfeste ,steine4 ,die feuerfesten ,steine oder ,charmottesteine werden anstatt der gewhnlichen ,backsteine zur ,construction aller solchen ,feueranlagen angewendet1 wo diese schmelzen wrden4 ,man stellt dieselben aus einem feuerbestndigen1 an ,kiesel- und ,thonerde reichen1 aber an ,kalk1 ,eisenoxydul und ,alkalien armen ,thonerde her4 ,um dessen ,strengflssigkeit zu steigern und das ,schwinden und ,rissigwerden beim ,brennen zu verhindern1 mischt man den ,thon mit schon gebranntem ,thon 7,charmotte71 ,sand1 ,kohle1 ,koks u4 s4 w4 ,bei der ,fabrikation feuerfester ,steine ist zu bercksichtigen1 dass es hauptschlich zweierlei ,dinge sind1 welche auf ,erweichung und ,schmelzung eines dem ,feuer ausgesetzten feuerfesten ,steines hinwirken3 ein hoher ,hitzgrad an sich1 dann ein gleichzeitiger ,angriff von ,agentien1 die wie ,flugasche1 alkalische ,dmpfe1 schmelzende ,alkalien und ,metalloxyde 7besonders ,eisenoxydul7 als ,flussmittel wirken4 ,daraus folgen fr die ,darstellung zweierlei ,gesichtspunkte1 im letztern ,falle drfen nur feuerfeste ,thone ,bestandtheile sein1 im ersten ,falle sind kieselige ,zustze zulssig4 ,ausserdem mssen die feuerfesten ,steine starken ,abwechselungen der ,temperatur widerstehen und hinreichend fest sein1 um einen starken ,druck auszuhalten4 ,man fertigt aus der ,masse fr feuerfeste ,steine nicht nur ,steine1 sondern auch ,futter fr ,oefen in ,kreissegmenten1 ,platten1 ,kapseln fr ,porcellan und ,steingut1 ,muffeln fr das ,einbrennen von ,porcellanfarben1 ,beschlge in ,fabrikfen1 ,rhren zum ,ausfttern von ,schornsteinen 7als ,schutz gegen ,feuersgefahr71 ,gasretorten1 ,kaminsimse1 ,badewannen1 ,blumengefsse1 ,abtrittsrhren1 ,waterclosets1 ,viehtrge1 hohle ,platten zur ,herstellung von ,isolirschichten gegen aufsteigende ,feuchtigkeit bei ,bauten u4 s4 w4 ,einige ,analysen von feuerfesten ,steinen ergaben3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,kieselerde #fc1ji #hh1a #hh1dc #fi1c #gg1f ,thonerde #bi1ji #d1e #f1ij #bi1e #ai1j ,kalk #j1db #a1b #c1dj -- -- ,magnesia #j1ff -- -- -- #b1h ,eisenoxyd #b1hh #f1a #a1ej #b1j #j1c ,kali #a1ib -- -- -- -- ,natron #j1ca -- -- -- -- ,titansure #b1ba -- -- -- -- --------------------------------------- #ajj1jj #ajj1j #ajj1jj #ajj1j #ajj1j #a4 ,thon von ,dowlais1 #b4 ,steine aus den ,kupferschmelzfen in ,wales1 #c4 in ,pembroke1 #d4 zu ,hochfen1 #e4 zu ,flammenfen4 ,die ,dinasteine 7,dina-,bricks71 die man aus ,england 7das ,material ist von dem ,dinafelsen im ,vale of ,neath in ,glamorganshire7 bezieht1 aber auch in ,deutschland von vortrefflicher ,qualitt herstellt1 bestehen aus fast reinem ,quarzsand und #a ,proc4 ,kalk1 gehren mithin nicht in die ,kategorie der feuerfesten ,thonwaaren4 ,sidenote3 ,thonrhren4 ,die ,thonrhren dienen theils als ,wasserleitungsrhren1 theils zur ,anlage unterirdischer ,wasserabzge auf nassen ,grundstcken 7die sogenannten ,drains1 drains1 underdrains74 ,die in letzter ,hinsicht angewendeten ,rhren heissen ,drainrhren 7tuyaux de drainage1 drains-tiles4 ,gewhnlicher ,ziegelthon lsst sich zur ,fabrikation der ,drainrhren verwenden1 doch muss er besonders sorgfltig zubereitet werden4 ,man muss den ,thon schon vor ,winter auswerfen1 gut durcharbeiten und von allen ,klumpen1 ,steinen und anderen fremden ,stoffen befreien4 ,bei gutem ,thon gengt ein mit ,schlmmen verbundenes tchtiges ,durchkneten mit ,hnden und ,fssen2 in neuerer ,zeit und namentlich beim grossen ,betriebe wendet man hierzu jedoch hufiger die ,thonschneidemaschine an4 ,einfacher und wohlfeiler als die ,maschine ist das ,clayton'sche ,sieb1 eine mit runden ,lchern versehene eiserne ,platte1 die in jeder ,drainrhrenmaschine angebracht werden kann4 ,ehe man zur ,fabrikation der ,rhren selbst schreitet1 lsst man den ,thon mit ,hlfe der ,maschine durch das ,clayton'sche ,sieb gehen4 ,die ,herstellung der ,rhren geschieht auf den ,drainrhrenpressen1 deren ,construction leicht zu verstehen ist4 ,wird ,thonbrei aus einem damit gefllten ,behlter1 mittelst eines ,stempels1 durch eine kreisrunde ,oeffnung herausgepresst1 in deren ,mittelpunkt concentrisch ein etwas kleinerer ,pfropf feststehend angebracht ist1 so erhlt1 dem ringfrmigen ,durchgangsraume entsprechend1 der hervortretende ,thonkrper die ,gestalt einer ,rhre4 ,die ,bewegung des ,stempels wird durch eine ,schraube1 durch ,rderwerk und ,zahnstange1 durch eine hydraulische ,presse oder durch ,dampfdruck zuwegegebracht4 ,das ,austreten der ,thonrhren findet entweder in horizontaler oder in verticaler ,richtung 7von oben nach unten7 statt4 ,letztere erfordert natrlich eine durch ihre ,hhe unbequeme ,bauart der ,maschine1 eignet sich aber fr ,thonrhren von grsserer ,dimension1 weil das weiche ,rohr in horizontaler ,lage durch sein eigenes ,gewicht sich plattdrckt4 ,unter den vielen ,constructionen von ,drainrhrenpressen sind die von ,clayton1 ,williams1 ,whitehead und ,ainslie die verbreitetsten4 ,sidenote3 ,schmelztiegel4 ,von den ,schmelztiegeln verlangt man1 dass sie einer hohen ,temperatur ohne ,schmelzung oder ,sinterung widerstehen2 schroffe ,temperaturwechsel aushalten1 ohne zu reissen2 und der ,einwirkung der ,asche und in gewissen ,fllen auch ,substanzen widerstehen1 welche als ,flussmittel wirken z4 ,b4 ,bleigltte u4 dergl4 ,sie sind1 wenn man von den ,tiegeln aus ,eisen und ,platin absieht1 meist aus ,thon und ,graphit1 zuweilen aus ,kohle1 ,speckstein1 ,thonerde u4 s4 w4 ,unter ihnen sind die bekanntesten die hessischen1 die ,charmottetiegel1 die ,graphittiegel und die englischen4 ,die hessischen oder ,almeroder ,tiegel werden aus #a ,th4 ,thon 7von #ga ,th4 ,kieselerde1 #be ,th4 ,thonerde und #d ,th4 ,eisenoxyd7 und #a_/c-a_/b des ,gewichtes ,quarzsand angefertigt4 ,sie sind feuerfest1 vertragen ohne zu bersten schnellen ,temperaturwechsel und sind zuweilen bei chemischen ,operationen anwendbar2 zu manchen aber sind sie zu pors und ihr ,korn zu grob4 ,wegen ihres grossen ,kieselgehaltes werden dieselben auch von ,alkalien1 ,bleioxyd und dergl4 durchlchert4 ,auch eignen sie sich wegen ihres groben ,kornes nicht zu ,operationen1 wo wie z4 ,b4 bei dem ,schmelzen edler ,metalle die ,produkte sorgfltig gesammelt werden mssen4 ,die ,charmottetiegel bestehen aus ,thon1 der mit ,quarzsand1 ,charmotte und hnlichen ,krpern versetzt ist4 ,die ,graphittiegel1 ,ipser oder ,passauer ,tiegel werden in ,nrnberg 7bei ,caspar ,gruber71 ferner in ,hafnerzell bei ,passau und auch zu ,achenrain in ,tyrol aus #a ,th4 feuerbestndigem ,thone von ,schildorf bei ,passau und #c-d ,th4 natrlichem ,graphit angefertigt4 ,in der englischen ,patent ,plumbago ,crucible-,company zu ,battersea bei ,london1 so wie in den ,nrnberger ,fabriken wendet man ,ceylongraphit und feuerfesten ,thon an4 ,die ,graphittiegel vertragen den grssten ,temperaturwechsel und schwinden hchst selten4 ,die englischen ,tiegel werden in ,stourbridge aus #b ,th4 ,thon und #a ,th4 ,koks angefertigt4 ,tiegel1 welche in ihrer ,masse ,kohle enthalten1 wirken reducirend auf die darin zu behandelnden ,oxyde1 sie werden daher vorzugsweise zu ,metallschmelzungen angewendet4 ,in neuerer ,zeit wendet man zum ,schmelzen der ,metalle auch nicht selten 7wie beim ,schmelzen und ,feinen des ,platins nach ,deville's ,methode7 ,kalk- und ,kreidetiegel1 oder auch 7beim ,schmelzen von ,eisen und ,stahl7 nach ,caron ,magnesiatiegel an4 ,letztere aus ,magnesia durch ,drcken in eine ,form dargestellt1 sind sehr dauerhaft und unschmelzbar4 ,gaudin empfiehlt zu gleichem ,zwecke ,tiegel aus einem ,gemenge von ,thonerde 7aus ,bauxit oder ,kryolith7 und ,magnesia1 die man mit dem ,namen ,spinelltiegel bezeichnen knnte4 ,sehr beachtenswerth erscheinen auch die von ,andouin aus ,bauxit 7vergl4 ,seite #bia7 dargestellten ,bauxittiegel4 ,der ,kalk und das ,kalkbrennen4 ,sidenote3 ,vom ,kalk4 ,der ,kalk 7,calciumoxyd1 ,ca,o #ef7 gehrt in seiner ,verbindung mit ,kohlensure als ,calciumcarbonat 7kohlensaurer ,kalk1 ,ca,c,o#c7 zu den in der ,natur am hufigsten vorkommenden ,krpern4 ,diese ,substanz findet sich in allen drei ,naturreichen1 sie macht einen ,bestandtheil der ,knochen der ,wirbelthiere aus1 sie bildet ferner die ,hauptmasse der ,schalen der ,mollusken 7,austern1 ,muscheln71 ,strahlthiere und den kalkigen ,ueberzug vieler ,wassergewchse1 z4 ,b4 der aus der ,gattung ,chara4 ,in der grssten ,menge kommt sie jedoch im ,mineralreiche als krniger ,kalk 7,urkalk71 ,marmor1 ,kalkspath1 ,arragonit1 ,kreide und ,kalkstein vor4 ,technische ,anwendung finden im unvernderten ,zustande von diesen ,mineralien der ,marmor zu ,bildhauerarbeiten und in den ,fabriken knstlicher ,mineralwsser zum ,entwickeln von ,kohlensure1 der ,kalkspath zum ,ausbringen der ,metalle aus ihren ,erzen auf ,schmelzhtten1 der ,doppelspath1 eine ,variett des ,kalkspathes1 bei gewissen optischen ,instrumenten1 die ,kreide als ,farbe- und ,schreibmaterial1 in der ,sodafabrikation1 zur ,darstellung von hydraulischem ,mrtel und als ,bau- und ,pflastermaterial4 ,der dichte ,kalkstein1 welcher nach seinem geologischen ,vorkommen als ,uebergangskalk1 ,alpenkalk1 ,zechstein1 ,liaskalk1 ,jurakalk1 ,muschelkalk1 etc4 unterschieden wird1 ist hufig mit ,thon1 ,eisen- und anderen ,metalloxyden gemischt und deshalb sehr verschieden gefrbt4 ,der lithographische ,stein ist ein gelblichweisser1 schiefriger ,kalkstein1 der zu ,solenhofen und ,pappenheim in ,bayern vorkommt1 und wie es schon sein ,name andeutet1 zur ,lithographie angewendet wird4 ,ein mit organischen ,substanzen -- wahrscheinlich ,rckstnden zerstrter thierischer ,organe -- gemengter ,kalk ist der ,stinkstein1 der beim ,reiben oder ,schlagen einen bituminsen ,geruch entwickelt4 ,er ist gewhnlich von rauchgrauer ,farbe4 ,die ,kreide oder erdiges ,calciumcarbonat bildet ausgedehnte1 mchtige ,lager im nrdlichen ,deutschland1 in ,england1 ,dnemark und ,frankreich4 ,ehrenberg hat nachgewiesen1 dass die ,kreide aus kalkigen ,infusorienpanzern besteht4 ,hierher gehrt ferner der ,mergelkalkstein1 welcher sich durch seinen ,gehalt an ,thon auszeichnet4 ,mit ,natriumcarbonat bildet das ,calciumcarbonat den ,gay-,lussac 7,ca,c,o#c ,na#b;,,co#c71 mit ,bariumcarbonat den ,baryto-,calcit 7,ca,c,o#c ,ba,c,o#c7 und mit ,magnesiumcarbonat den ,bitterspath oder ,dolomit 7,ca,c,o#c ,mg,c,o#c72 im letzteren ,mineral1 dem ,dolomit1 kann der ,magnesiagehalt so steigen1 dass #c ,molekle desselben auf #a ,molekl ,calciumcarbonat vorhanden sind4 ,sidenote3 ,eigenschaften4 ,das ,calciumcarbonat1 gleichviel in welcher ,form1 ist im reinen ,wasser nicht1 wol aber im kohlensurehaltigen lslich1 indem sich ,calciumbicarbonat bildet4 ,wenn diese ,lsung durch ,verdunsten die ,hlfte ihrer ,kohlensure verliert1 so setzt sich das nun unlslich gewordene ,calciumcarbonat wieder ab und erhlt1 je nach der dabei annehmenden ,form1 verschiedene ,namen4 ,das sich absetzende ,carbonat erscheint hufig in den sogenannten ,tropfsteinhhlen in krystallinischen ,zapfen 7,stalactiten und ,stalagmiten74 ,kalksinter wird der krystallinisch blttrige ,ueberzug genannt1 der als kalkige ,incrustation vorkommende ,kalktuff4 ,wird ,calciumcarbonat in einer verschlossenen ,porcellanrhre heftig und anhaltend erhitzt1 so schmilzt dasselbe und erstarrt nach dem ,erkalten zu einer krystallinischen ,masse von unverndertem ,carbonat4 ,erhitzt man aber ,calciumcarbonat bei nicht abgeschlossener ,luft1 so wird die ,kohlensure ausgetrieben und es bleibt ,aetzkalk 7,ca,o7 oder gebrannter ,kalk zurck4 #ajj ,th4 ,calciumcarbonat geben #ef ,th4 gebrannten ,kalk4 ,das ,volumen des ,kalkes erleidet beim ,brennen keine ,verminderung4 ,der gebrannte ,kalk ist diejenige ,form1 unter der der ,kalk zu den meisten gewerblichen ,zwecken geschickt ist4 ,sidenote3 ,brennen des ,kalkes4 ,das ,brennen des ,kalkes geschieht a7 in ,meilern1 b7 in ,feldfen1 c7 in ,kalkfen4 ,das ,kalkbrennen in ,meilern geschieht auf die ,weise1 dass man die ,kalksteine1 ohne sie vorher in kleinere ,stcke zu zerschlagen1 in ,haufen schichtet und dieselben hnlich wie bei der ,meilerverkohlung des ,holzes behandelt4 ,der ,meiler wird mit ,erde oder ,rasen bedeckt und das ,feuer so geleitet1 dass die grossen ,kalkstcke auch im ,innern gehrig gebrannt sind4 ,behufs der ,regulirung des ,luftzuges1 des ,anzndens1 des ,bewerfens1 des ,schrens1 des ,zubrennens und ,abkhlens verfhrt man genau auf dieselbe ,weise wie bei der ,meilerverkohlung4 ,nach ,p4 ,lss ist ein derartiger ,meiler #d1e ,meter hoch1 fasst #eb1e ,kubikmeter ,steine und liefert #ce1e ,kubikmeter ,kalk1 so wie #b1f ,kubikmeter ,kalkstaub4 ,in den ,feldfen1 den ,meilern hnlich1 stellt man die grssern ,stcke des zu brennenden ,kalkes so zusammen1 dass sie eine ,zndgasse bilden und schttet die kleinen ,stcke auf die grssern4 ,es ist leicht einzusehen1 dass das ,brennen des ,kalkes in ,meilern und in ,feldfen nur in den wenigsten ,fllen ,anwendung finden kann4 ,man bedient sich daher zum ,brennen des ,kalkes fast berall besonders zu diesem ,zwecke construirter ,oefen1 ,kalkfen4 ,die ,gestalt der ,oefen ist eine sehr verschiedene4 ,meist sind sie cylindrisch oder eifrmig4 ,man theilt die ,kalkfen ein3 a7 in solche mit unterbrochenem ,brande 7periodische1 discontinuirliche ,oefen71 b7 in ,oefen mit ununterbrochenem ,brande 7continuirliche ,oefen74 ,die ,oefen mit unterbrochenem ,brande lsst man nach beendigtem ,brennen erkalten1 um den ,kalk auszuziehen1 in den continuirlichen ,oefen geht das ,brennen ununterbrochen fort1 da die ,construction des ,ofens ein ,ausziehen des gebrannten oder garen ,kalkes und ein fortwhrendes ,nachfllen von frischem ,kalke gestattet4 ,die continuirlichen ,oefen zerfallen wieder in solche1 in welchen ,brennmaterial und ,kalkstein gemischt1 und in solche1 in welchen diese ,materialien geschieden sind4 ,haben auch die continuirlichen ,oefen ihre grossen ,vorzge besonders hinsichtlich der ,ersparung an ,brennmaterial1 so sind sie doch nur an solchen ,orten zu empfehlen1 wo der fortdauernde ,absatz des gebrannten ,kalkes ein gesicherter ist4 ,an kleinen ,orten1 wo nicht regelmssig immerfort gebrannt werden kann1 neigt sich der ,vorzug auf die ,seite der kleinen compendisen periodischen ,oefen4 ,illustration3 ,fig4 #agg4 ,illustration3 ,fig4 #agh4 ,sidenote3 ,periodische ,kalkfen4 ,die periodischen ,oefen 7mit unterbrochenem ,brande7 haben entweder einen ,rost1 meist sind sie aber nicht mit einem solchen versehen4 ,fig4 #agg und #agh zeigen zwei periodische ,kalkfen ohne ,rost von der gewhnlichsten ,construction4 ,man baut sie entweder in einen ,hgelabhang oder am zweckmssigsten in den ,abhang des ,kalksteinbruches selbst hinein4 ,in der ,regel baut man mehrere ,oefen neben einander1 so dass eine ,mauer zweien ,oefen gemeinschaftlich ist4 ,soll in dem ,ofen ,kalk gebrannt werden1 so baut man aus den grssten ,kalksteinen1 die zu diesem ,zwecke ausgesucht werden1 ein spitzbogenartiges ,gewlbe von #a1c-a1f ,meter ,hhe1 wozu man sich einer ,brettlehne zur vorlufigen ,untersttzung bedienen kann2 dieses ,gewlbe dient als ,feuerraum1 auf welchen man durch die ,gicht die brigen ,kalksteine schttet und dadurch den ,schacht anfllt4 ,durch die ,heizffnung wird nun mit einem leicht entzndlichen ,brennmaterial 7,reisigholz1 ,haidekraut1 ,spne7 der ,ofen allmlig angewrmt und ein dumpfes ,rauchfeuer unterhalten4 ,durch diese ,rucherung bezweckt man die allmlige ,erwrmung der ,steine1 wodurch dem ,zerbersten der grossen1 das ,gewlbe bildenden ,steine und dem ,herabsinken der ganzen1 den ,schacht erfllenden ,steinmasse vorgebeugt wird4 ,allmlig wird das ,feuer verstrkt1 die berussten ,steine nehmen nach und nach eine hellere ,farbe an und die aus der ,gicht herausbrennenden ,flammen werden russfrei und hell4 ,sobald der ,kalkstein unter der ,decke als eine weissglhende1 lockere ,masse erscheint und der ,inhalt des ,ofens etwa um #a_/f zusammengesunken ist1 sieht man das ,brennen als beendigt an1 worauf der ,kalk aus dem ,ofen entfernt und ein neuer ,brand begonnen wird4 ,ein ,brand dauert in der ,regel #cf-dh ,stunden4 ,dass periodische ,kalkfen mit ,rost1 wegen der rascher und vollstndiger erfolgenden ,verbrennung des ,brennmaterials den ,vorzug vor solchen ohne ,rost verdienen1 bedarf keines ,beweises4 ,alle ,kalkfen mit unterbrochenem ,gange leiden aber an dem grossen ,uebelstande der ,ungleichheit des ,garbrennens und der grossen ,verschwendung von ,brennmaterial4 ,illustration3 ,fig4 #agi4 ,illustration3 ,fig4 #ahj4 ,illustration3 ,fig4 #aha4 ,einer der zweckmssigsten ,oefen der ,art ist ein periodischer ,kalkofen1 wie er in ,hannover gebruchlich ist4 ,fig4 #agi zeigt den verticalen ,durchschnitt1 ,fig4 #ahj den ,grundriss1 ,fig4 #aha den unteren ,raum des ,ofens im verticalen ,durchschnitte4 ,zum ,brennen des ,kalkes dient der untere1 oben berwlbte ,raum von unten #d ,meter1 oben #c1ab ,meter ,durchmesser und #aa ,fuss ,hhe4 ,er enthlt unten #d ,schrlcher e1 e1 e1 e mit ,rosten fr das ,brennmaterial 7,steinkohle zu ,velpe1 ,braunkohle zu ,frstenwalde71 wie solche die ,fig4 #aha veranschaulicht4 ,b der ,zugang zum ,einbringen des rohen ,kalksteins2 derselbe wird whrend des ,brennens zugemauert2 d die ,thr zum ,ausfahren des gebrannten ,kalkes2 auch sie bleibt whrend des ,brandes vermauert2 o ist eine ,bedachung ber dem ,eingang zu dem bedachten kreisfrmigen ,raum um den ,ofen1 also zu den ,schrlchern und der ,thr d4 a ein ,zugang zu dem obern ,mantel ber dem ,ofen1 und zu den ,abzchten in dem ,gewlbe des ,ofens4 ,dieser ,zugang ist nthig1 um das ,austreten der ,flamme aus den einzelnen ,gewlbffnungen beobachten1 und je nach ,erforderniss einzelne derselben durch aufgelegte ,steine verschliessen und dadurch die ,gluth mehr nach anderen ,punkten des ,ofens hinleiten zu knnen4 ,aus ,fig4 #aha erkennt man ohne weitere ,beschreibung die ,art1 wie der ,kalkstein eingesetzt wird1 so dass bei jeder der ,feuerungen ein zur besseren ,vertheilung der ,flamme dienendes ,gewlbe entsteht4 ,in der ,mitte wird ein ,stck ,holz eingesetzt1 durch dessen ,verbrennung nachher eine ebenfalls zur besseren ,vertheilung der ,flamme dienende cylindrische ,hhlung entsteht4 ,whrend der ersten #f ,stunden feuert man schwach1 dann aber schreitet man zu scharfem ,feuer1 bis die gelbe ,kalkflamme aus den ,gewlbffnungen herausschlgt und eine klare ,gluth im ,ofen sichtbar ist4 ,sidenote3 ,continuirliche ,kalkfen4 ,die ,formen und die ,construction der ,kalkfen mit ununterbrochenem ,brande sind ausserordentlich verschieden4 ,man unterscheidet besonders zwei ,arten4 ,bei der einen ,art giebt man den ,kalkstein schichtenweise mit dem ,brennmaterial 7,torf1 ,braunkohle1 ,steinkohle7 durch die ,gicht auf und entfernt den gebrannten ,kalk von ,zeit zu ,zeit unten2 bei einer andern ,art ist die ,feuerung in einer gewissen ,hhe ber und zwar ausserhalb der ,sohle eines ,schachtes1 so dass der ,kalkstein in dem ,ofen mit dem ,brennmaterial nicht in ,berhrung tritt1 sondern nur durch dessen ,flamme erhitzt wird4 ,sobald durch die an der ,ofensohle befindliche ,abzugsffnung der ,kalk herausgezogen wird1 so sinkt der oberhalb der ,feuerungen vorhandene ,kalk nach1 und es wird durch die ,gicht wieder frischer ,kalkstein eingetragen4 ,illustration3 ,fig4 #ahb4 ,einen ,ofen mit ununterbrochenem ,brande wendet man in ,rdersdorf bei ,berlin an 7,fig4 #ahb71 wo ,muschelkalkstein zum ,brennen verwendet wird4 ,der ,schacht des ,kalkofens besteht aus der aus feuerfesten ,steinen aufgefhrten ,futtermauer d und der ,rauhmauer e1 welche durch die ,fllung eines mit ,asche1 ,bauschutt u4 s4 w4 angefllten ,raumes getrennt sind4 ,diese ,fllung soll auf der einen ,seite die ,wrme besser zusammenhalten1 auf der andern ,seite die ,ausdehnung des ,futters durch die ,wrme compensiren4 ,die ussere ,mauer ,,bb ist kein wesentlicher ,theil des ,ofens2 sie bildet nur die zum ,holztrocknen1 zum ,aufbewahren des ,kalkes1 zum ,aufenthalt der ,arbeiter u4 s4 w4 dienenden ,gallerien ,,hf u4 s4 w4 ,whrend des ,ganges des ,kalkofens ist der untere ,raum ,b des ,schachtes mit gargebranntem ,kalke angefllt1 welcher durch die vier ,zugffnungen a a an der ,schachtsohle von ,zeit zu ,zeit gezogen wird4 ,um dies zu erleichtern1 wird die ,schachtsohle durch eine gebogene ,flche gebildet1 deren abhngige ,seiten die ,kalkstcke nach den ,zugffnungen hinleiten4 ,der ,schacht hat ungefhr eine ,hhe von #ad1abc ,meter4 ,etwa in einer ,hhe von #d ,meter ber der ,schachtsohle befinden sich die ,feuerungen h fr ,torf oder ,holz1 welche zu drei oder fnf um den ,ofen herum angebracht sind und mit ,aschenfall i und ,rost versehen sind4 ,e ist ein grsserer ,aschenbehlter1 in welchen die ,asche aus i von ,zeit zu ,zeit geschafft wird4 ,die ,flamme gelangt durch den ,fuchs b in den ,schacht4 ,der von den ,ziehffnungen vertical in die ,hhe gehende ,kanal k fhrt in das ,gewlbe ,h2 er hat die ,bestimmung1 den ,arbeiter vor der ,hitze zu schtzen1 indem die erhitzte ,luft sofort nach ,h geleitet wird4 ,die ,kalkfen erhalten ihren ,namen nach der ,anzahl der ,feuerungen1 als drei-1 vier- und fnfschrige ,oefen4 ,soll der ,ofen in ,gang gebracht werden1 so nimmt man vor der ,hand auf die seitlichen ,feuerungen keine ,rcksicht1 sondern bringt ,holz in den ,schacht und fllt ihn dann mit ,kalkstein bis zum ,fuchse b4 ,nachdem das ,holz verbrannt ist1 hat der ,ofen die zur ,herstellung eines guten ,zuges erforderliche ,erwrmung angenommen1 man fllt ihn nun mit ,kalkstein und bringt auf die ,roste der ,feuerungen ,torf4 ,durch die ,flamme der ,feuerungen1 welche durch die ,fchse b in den ,ofen zieht1 findet das ,brennen des ,kalksteines in dem ,schachte statt1 welcher bis oben hinauf damit gefllt ist1 sodass sogar auf die ,gicht noch ein etwa #a1c ,meter hoher ,kegel von ,kalksteinen aufgesetzt ist4 ,ist der obere ,kalk gargebrannt1 so wird der unter den ,feuerungen befindliche gezogen1 der obere sinkt nach1 es wird ein neuer ,kegel von ,kalksteinen auf die ,gicht gebracht und das ,brennen des ,kalksteins wird so lange fortgesetzt1 als der ,ofen aushlt4 ,sidenote3 ,oefen zu doppelter ,benutzung4 ,wenn es die ,localitt gestattet1 richtet man zuweilen ,oefen mit doppelter ,benutzung ein1 so giebt es ,kalkfen1 in welchen zu gleicher ,zeit ,backsteine mit gebrannt werden knnen2 ferner benutzt man die aus der ,gicht des ,hochofens entweichenden ,gase1 endlich auch die ,wrme aus den ,koksfen zum ,kalkbrennen4 ,seit einigen ,jahren findet der ,ringofen von ,hoffmann und ,licht 7siehe ,keramik7 zum ,brennen von ,kalk 7,cment und ,backsteinen7 immer mehr ,anwendung1 doch zeigt der ,ringofen den ,nachtheil1 dass leicht ungebrannte ,steine zurckbleiben4 ,sidenote3 ,eigenschaften des gebrannten ,kalkes4 ,die ,nebenbestandtheile des rohen ,kalksteins sind auf die ,eigenschaften des gebrannten ,kalksteins von grossem ,einflusse4 ,war der angewendete ,kalkstein ziemlich reines ,calciumcarbonat1 so erhitzt er sich beim ,uebergiessen mit ,wasser bedeutend und bildet damit einen fetten ,brei4 ,solchen ,kalkstein nennt man fetten ,kalk4 ,in dem ,grade aber1 als sich der ,kalkstein in seiner ,zusammensetzung dem ,dolomit 7,ca,c,o#c ,mg,c,o#c7 nhert und magnesiahaltig wird1 wird der nach dem ,uebergiessen mit ,wasser entstehende ,brei krzer2 einen solchen magnesiahaltigen ,kalk nennt man magern ,kalk4 ,bei einem ,magnesiagehalt von #aj ,proc4 ist das ,magerwerden schon deutlich zu bemerken1 bei #be-cj ,proc4 ist der ,kalk bereits unbrauchbar4 ,der ,kalk ist1 so wie er aus dem ,kalkofen kommt1 nicht gleichmssig gar gebrannt1 einzelne ,stcke wurden zu wenig erhitzt und halten in der ,mitte noch einen ,kern von rohem ,kalkstein 7sie sind nur ausgebrannt71 andere ,stcke haben dagegen eine zu starke ,erhitzung erlitten und heissen dann todtgebrannt4 ,das ,todtbrennen des ,kalks liegt entweder daran1 dass durch zu kurze und pltzliche ,hitze halbkohlensaures ,calcium 7,ca,c,o#c ,ca,h#b,o#b7 oder halbgebrannter ,kalk gebildet worden ist1 welcher nach der ,meinung der ,kalkbrenner nicht mehr gar gebrannt werden kann 7die knstlich dargestellte ,verbindung verliert beim strkeren ,glhen alle ,kohlensure71 oder dass durch zu hohe ,temperatur die nie in den ,kalksteinen fehlende ,kieselerde und ,thonerde mit dem ,kalk auf der ,oberflche zusammengesintert sind4 ,die ,asche des ,brennmaterials ist auch zuweilen die ,ursache des ,todtbrennens des ,kalksteins4 ,durch das angehende ,zusammensintern wird verhindert1 dass der gebrannte ,kalk mit ,wasser einen ,brei bildet4 ,sidenote3 ,lschen des ,kalkes4 ,wird gebrannter ,kalk mit ,wasser bergossen1 so nehmen #ajj ,gewichtstheile ,kalk ungefhr #cb ,gewichtstheile ,wasser auf3 7,ca,o #ef7 nehmen auf 7,h#b,o #af71 oder dem ,vol4 von #c ,vol4 ,kalk und #a ,vol4 ,wasser1 der ,kalk erhitzt sich dabei bis auf #aej und zerfllt endlich zu einem vollkommen weissen ,pulver 7,mehlkalk1 ,kalkpulver71 welches ein dreimal grsseres ,volumen einnimmt als der ,kalkstein vorher4 ,fr technische ,zwecke wendet man aber weit mehr ,wasser an1 als zur ,bildung des ,mehlkalkes erforderlich wre4 ,die ,ueberfhrung des gebrannten ,kalkes durch ,wasser in eine breiartige ,masse heisst das ,lschen des ,kalkes4 ,der gelschte ,kalk ist ,calciumhydroxyd 7,ca,h#b,o#b74 ,bei dem ,lschen des ,kalkes ist es wesentlich1 die mglichst grosse ,vertheilung und ,volumenvergrsserung zu erzielen4 ,wird der gebrannte ,kalk nur mit so viel ,wasser befeuchtet1 als er bedarf1 um in ,hydrat berzugehen1 so zerfllt er unter ,freiwerden von ,wrme zu einem feinen ,pulver1 welches sich scharf anfhlt4 ,nimmt man noch weniger ,wasser1 so erhlt man ein sandiges ,pulver1 welches mit ,wasser einen schlechten ,kalkbrei giebt4 ,es ist deshalb nicht vortheilhaft1 den gebrannten ,kalk in einem ,korbe auf kurze ,zeit in ,wasser unterzutauchen1 so dass er sich zu ,pulver lscht1 und dann mit ,wasser zu einem ,brei anzurhren2 er vergrssert dabei sein ,volumen nicht bedeutend1 er wchst oder gedeiht schlecht4 ,nachdem der ,kalk mit der dreifachen ,gewichtsmenge ,wasser gelscht worden ist1 verdnnt man ihn mit einer gleichen ,menge ,wasser1 sumpft ihn ein1 d4 h4 man lsst ihn in die ,kalkgrube ablaufen1 deren ,wnde gengend pors sein mssen1 um ein schnelles ,durchsickern des berschssig zugesetzten ,wassers zu gestatten4 ,das ,einsumpfen bietet mehrere ,vortheile1 einmal wird der ,kalkbrei mit der ,zeit noch fetter und speckiger1 indem die in dem frischgelschten ,kalke immer noch sich findenden unaufgeschlossenen ,theile durch die ,einwirkung des ,wassers mit der ,zeit sich zertheilen1 das andere ,mal kann man den ,kalkbrei lngere ,zeit in diesen ,gruben aufbewahren1 ohne dass ,bildung von ,calciumcarbonat eintritt2 gewhnlich wird die ,oberflche des ,kalksumpfes mit ,brettern berlegt und auf diese einige ,zoll hoch frischer ,sand geschttet4 ,das ,einsumpfen hat aber noch einen weiteren ,nutzen3 indem nmlich durch das in den ,boden abziehende ,wasser ein ,auslaugen des ,kalkes stattfindet1 werden die ,salze der ,alkalien1 die immer in kleiner ,menge in den ,kalksteinen vorkommen1 entfernt und dadurch ein ,auswittern derselben aus den spter damit aufgefhrten ,mauern verhtet4 ,eine eigenthmliche ,art der ,lschung des ,kalkes ist das ,trockenlschen1 wobei man den gebrannten ,kalk mit ,sand bedeckt und letzteren benetzt und darauf achtet1 dass an keiner ,stelle der ,kalk ohne ,sand mit der ,luft in ,berhrung komme4 ,der gelschte ,kalk hlt das ,wasser mit solcher ,hartnckigkeit zurck1 dass bei #bej-cjj noch kein ,gewichtsverlust stattfindet4 ,in ,wasser fein zertheiltes ,calciumhydroxyd bildet den ,kalkbrei1 welcher mit ,wasser verdnnt die ,kalkmilch liefert4 ,letztere giebt durch ,filtriren das ,kalkwasser1 eine gesttigte ,lsung von ,kalk in ,wasser1 welche auf #ggh ,th4 ,wasser #a ,th4 ,kalkhydrat enthlt4 ,an der ,luft absorbirt der gebrannte ,kalk ,wasser und ,kohlensure1 zerfllt dabei zu einem feinen weissen ,pulver1 giebt jedoch das anfangs aufgenommene ,wasser unter ,austausch gegen ,kohlensure wieder ab und hinterlsst endlich neutrales ,calciumcarbonat4 ,deshalb pflegt man gelschten ,kalk1 wenn derselbe in grsseren ,quantitten vorrthig gehalten werden muss1 vor der ,luft geschtzt in ,gruben aufzubewahren4 ,das ,kalkwasser reagirt alkalisch2 diese ,reaction rhrt theils von dem ,kalke1 theils davon her1 dass die meisten ,kalksteine ,kochsalz und kieselsaures ,alkali enthalten1 welches durch die ,einwirkung des ,aetzkalkes in tzendes ,alkali bergeht4 ,sidenote3 ,anwendung des ,kalkes4 ,die ,anwendung des gebrannten ,kalkes ist eine beraus mannigfache und grndet sich in allen ,fllen darauf1 dass der ,kalk eine starke ,base ist1 welche berall und wohlfeil erhalten werden kann und durch einfaches ,begiessen mit ,wasser in denjenigen ,zustand der ,zertheilung bergeht1 in welchem meist der ,kalk in der ,technik ,anwendung findet4 ,seiner grossen ,verwandtschaft zur ,kohlensure wegen wird er zur ,darstellung des ,aetzkalis und ,aetznatrons aus den kohlensauren ,alkalien verwendet4 ,der gelschte ,kalk dient ferner zur ,darstellung des ,ammoniaks aus dem ,salmiak1 des ,calciumhypochlorites 7,chlorkalk71 zum ,ausfllen der ,magnesia aus der ,mutterlauge der ,salinen1 zum ,reinigen des ,leuchtgases von ,kohlensure und theilweise auch von ,schwefelwasserstoffgas1 zum ,einkalken des ,getreides vor dem ,sen1 zur ,raffination des ,zuckers und zur ,gewinnung des ,zuckers aus dem ,rbensafte1 in der ,sodafabrikation zum ,zersetzen des ,glaubersalzes 7unter ,mitwirkung von ,kohle71 in der ,gerberei zum ,enthaaren und ,vorbereiten der ,hute1 in der ,bleicherei zum ,buchen der ,baumwollgewebe1 in der ,frberei zur ,bereitung der ,indigkpen1 als ,zusatz zum ,glase1 in der ,fabrikation der ,stearin- und ,palmitinkerzen1 zur ,fabrikation von ,alaun und ,aluminiumsulfat aus ,kryolith1 bei der ,bereitung von ,strkezucker 7zur ,neutralisation der ,schwefelsure71 zur ,herstellung von ,kitt mit ,casen1 als ,polirmittel und bei der ,ausbringung der ,metalle als schlackebildender ,zusatz4 ,die ,eigenschaft des ,kalkes1 vor dem ,knallgasgeblse 7einem mit einem ,gemenge von #b ,vol4 ,wasserstoff und #a ,vol4 ,sauerstoff gespeisten ,geblse7 ausserordentlich lebhaft zu leuchten1 benutzt man als ,signallicht auf ,leuchtthrmen1 bei geodtischen ,operationen1 zum ,beleuchten der ,objecte unter dem ,mikroskop u4 s4 w4 ,die wichtigste ,anwendung des ,kalkes ist aber die zur ,bereitung von ,mrtel4 ,der ,mrtel4 ,sidenote3 ,mrtel4 ,unter ,mrtel oder ,speise versteht man mit ,sand oder mit einem sandartigen ,zusatze gemengten ,kalkbrei1 welcher theils zur ,vereinigung von ,bausteinen1 theils als ,abputz dient4 ,der gewhnliche ,mrtel heisst ,luftmrtel1 der unter ,wasser erhrtende und daher zu ,wasserbauten sich eignende ,mrtel wird hydraulischer ,mrtel oder ,wassermrtel genannt4 a7 ,der ,luftmrtel4 ,sidenote3 ,luftmrtel4 ,wenn gelschter ,kalk an der ,luft sich selbst berlassen bleibt1 so trocknet er nach und nach unter ,kohlensureabsorption aus1 wobei er stark schwindet und viele ,risse bekommt4 ,wird hierbei die ,luft abgehalten und zugleich ein angemessener ,druck angebracht1 so erlangt das ,calciumhydroxyd 7,kalkhydrat7 nach dem ,trocknen ,marmorhrte4 ,das ,kalkhydrat wre demnach schon fr sich geeignet1 die ,bausteine zu verbinden1 wenn sie ebene ,flchen htten4 ,da die ,bausteine aber auf ihrer ,oberflche sehr grosse ,unebenheiten haben1 welche zum ,verschwinden gebracht werden mssen1 so wren dicke ,lagen von ,kalkbrei anzubringen1 die beim ,austrocknen schwinden und ,klfte bekommen wrden4 ,um ,letzterem vorzubeugen1 um ferner den ,verbrauch an ,kalk zu verringern1 versetzt man den ,kalkbrei mit ,sand und hnlichen ,krpern1 die mit ihm ein festes ,conglomerat1 zum ,theil unter ,umstnden auch eine chemische ,verbindung bilden1 die mit den ,bausteinen ein ,ganzes bildet4 ,man bereitet den ,luftmrtel gewhnlich mit dem bereits eingesumpften gelschten ,kalke1 der1 wenn es erforderlich erscheint1 unter ,zusatz von ,wasser mit dem ,sande innig vermengt wird1 so dass in dem entstehenden ,mrtel keine ,kalkklmpchen mehr wahrgenommen werden knnen4 ,als ,zuschlag braucht man zum ,mrtel nur ,sand4 ,man zieht den eckigen und kantigen ,sand dem runden vor1 wol aber ohne ,grund2 dass der ,kalkbrei an ,sandkrnern mit rauhen ,flchen besser adhrire1 als an solchen mit glatten1 ist einleuchtend1 dass aber die ,ecken und ,kanten die ,adhsion nicht zu vermehren im ,stande sind1 ist wahrscheinlich4 ,die ,natur bietet uns in den ,breccien eine ,verkittung von runden und stumpf- oder scharfeckigen ,stcken1 die durch gleiche ,kraft zusammengehalten werden1 es ist daher nicht einzusehen1 warum der ,luftmrtel1 der doch in der ,that eine ,nachahmung jener ,breccien bezweckt1 sich anders verhalten soll4 ,das ,verhltniss des ,sandes zum ,kalke ist fr die ,qualitt und den ,grad des ,erhrtens des herzustellenden ,mrtels von der grssten ,wichtigkeit4 ,in der ,praxis rechnet man auf #a ,kubikmeter steifen ,kalkbrei 7aus fettem ,kalke7 #c-d ,kubikmeter ,sand1 bei magerem1 magnesiahaltigem ,kalke nimmt man auf eine gleiche ,quantitt #a-b-a_/b ,kubikmeter ,sand1 weil die fremden ,gemengtheile darin sich schon selbst wie ,sand verhalten4 ,soll der so bereitete ,mrtel zur ,verbindung der ,mauersteine oder ,backsteine angewendet werden1 so befeuchtet man die ,oberflche der porsen ,steine1 um der ,absorption der ,feuchtigkeit des ,mrtels vorzubeugen und wirft den ,mrtel mit einer ,kelle darauf4 ,der ,mrtel wird im ,ueberschusse angewendet1 um alle ,zwischenrume auszufllen1 dann drckt man die neuen ,steine auf die bereits festliegenden und nthigt so den berschssigen ,mrtel1 herauszudringen4 ,sidenote3 ,erhrten des ,mrtels4 ,die ,erhrtung des ,mrtels1 obgleich schon nach einigen ,tagen gengend1 um einer ,mauer eine gewisse ,festigkeit zu ertheilen1 geschieht so allmlig1 dass sie nach vielen ,jahrhunderten noch nicht ihr ,maximum erreicht hat4 ,was die ,theorie der ,erhrtung des ,mrtels an der ,luft betrifft1 so haben sich darber mehrere ,ansichten geltend zu machen gesucht4 ,dass das ,austrocknen allein nicht der ,grund des ,erhrtens sein kann1 davon kann man sich leicht berzeugen1 wenn man den ,luftmrtel im ,wasserbade oder ber der ,lampe austrocknet2 das ,resultat des ,trocknens ist keineswegs eine steinartige1 sondern eine brcklige1 leicht zerreibliche ,masse4 ,der ,mrtel kann aber nur binden1 wenn er eine steinartige ,masse bildet4 v4 ,fuchs nahm als ,ursache der ,mrtelerhrtung die ,bildung von sogenanntem halbkohlensauren ,kalk 7,ca,c,o#c ,ca,h#b,o#b71 einer ,verbindung an1 welche nicht in das gewhnliche ,calciumcarbonat 7,ca,c,o#c7 bergefhrt werden knne4 ,neuere ,untersuchungen haben das ,irrige dieser ,ansicht bewiesen und gezeigt1 dass die ,annahme der ,existenz von halbkohlensaurem ,kalk nicht nothwendig sei1 da die ,menge der im ,luftmrtel gefundenen ,kohlensure 7nach den ,analysen von ,a4 ,vogel1 von ,alex4 ,bauer u4 ,a47 derjenigen hufig entspricht1 welche neutrales ,calciumcarbonat verlangt1 whrend in anderen ,fllen 7so in den ,analysen von ,anton v4 ,schrtter7 die ,kohlensure um #bj ,proc41 ja selbst um #gj ,proc4 gegen die ,berechnung zurckbleibt4 ,die ,untersuchungen von ,alex4 ,petzholdt1 ,a4 v4 ,schrtter u4 ,a4 haben endlich gezeigt1 dass mit der ,erhrtung des ,mrtels hufig eine ,zunahme an lslicher ,kieselerde zu bemerken sei4 ,diese ,umwandelung des ,quarzsandes in lsliche ,kieselerde durch fortgesetzte ,einwirkung von ,calciumhydroxyd ist jedoch fr die ,erhrtung nur von untergeordnetem ,werthe1 da ,kalksand und geschlmmte ,kreide anstatt des ,kieselsandes als ,zuschlag zum ,mrtel angewendet1 eine ebenso steinharte ,masse bildet4 ,auch ist nicht zu vergessen1 dass der ,uebergang von festem ,mrtel nur nach und nach und stets in zwei ,stadien erfolgt4 ,in dem ersten ,stadium findet der ,uebergang von dem breiigen in den festen ,zustand statt 7das ,anziehen oder ,binden71 in dem zweiten ,stadium geht das steinige ,erhrten der weichen mit dem ,nagel noch ritzbaren ,masse vor sich4 ,nach den in jngster ,zeit 7#ahgj7 von ,w4 ,wolters ausgefhrten ,untersuchungen und den von frheren ,forschern 7namentlich ,w4 ,michalis7 erhaltenen ,resultaten lassen sich die ,vorgnge beim ,erhrten des der ,luft ausgesetzten ,mrtels so ziemlich bersehen4 ,zu ,anfang verliert der ,mrtel nur ,wasser4 ,durch dieses ,trocknen gelangen nach und nach die ,kalktheilchen in die ,sphre ihrer ,adhsion und haften dadurch an einander4 ,man sagt dann1 der ,mrtel habe angezogen4 ,die ,absorption von atmosphrischer ,kohlensure1 bis dahin schwach nur und oberflchlich1 wird intensiver und die ,festigkeit und ,hrte nimmt in gleichem ,maasse zu4 ,das ,ende des ,austrocknens ist zugleich des der vollendeten ,kohlensuerung und der ,zeitpunkt der erreichten ,steinhrte4 ,in diesem ,stadium besteht die ,funktion der ,kohlensure darin1 dass sie die noch getrennten aber aneinander adhrirenden und in unmittelbarer ,berhrung befindlichen ,theilchen des ,calciumhydroxydes zu einer einzigen zusammenhngenden ,masse von ,calciumcarbonat verschmilzt4 ,die entschiedene ,adhsion dieses ,carbonates an die ,bausteine und den ,mrtelsand ist ein zweiter frdernder ,factor der ,verkittung einestheils der ,calciumhydroxydmolekle zu einer steinharten ,masse von ,carbonat1 anderntheils des ,carbonates mit dem beigemengten ,sand und den ,bausteinen4 ,das ,steinhartwerden des ,mrtels ist also die ,folge zunchst eines mechanischen ,vorganges1 wodurch die ,kalkmolekle in unmittelbare ,berhrung gebracht werden1 dann eines chemischen ,processes1 der ,kohlensuerung1 welche die nahe aneinander gerckten ,theilchen zu einem ,ganzen verkittet4 ,als ergnzendes ,moment mag die mit der ,zeit1 obwohl immerhin schwach stattfindende ,aufschliessung des ,quarzsandes unter ,bildung von ,calciumsilicat wirken4 ,die ,kohlensuerung vollzieht sich nur allmhlich1 bei dicken ,mauern vielleicht vollstndig erst im ,laufe von ,jahrhunderten4 ,es ist daher nichts ,seltenes1 dass man bei der ,analyse von altem ,luftmrtel aus dem ,innern von ,mauern noch ,aetzkalk findet4 b7 ,der hydraulische ,mrtel4 ,sidenote3 ,hydraulischer ,mrtel4 ,gewisse ,kalksteine haben1 wenn sie mehr als #aj ,proc4 ,kieselerde enthalten1 die ,eigenschaft1 nach dem ,brennen mit ,wasser einen magern ,brei zu geben1 welcher unter dem ,einflusse des ,wassers nach lngerer oder krzerer ,zeit erhrtet4 ,man nennt solche ,kalksteine hydraulischen ,kalk und verwendet ihn zur ,herstellung des hydraulischen ,mrtels oder ,wassermrtels4 ,sidenote3 ,hydraulischer ,kalk4 ,im ungebrannten ,zustande sind die hydraulischen ,kalke ,gemenge von ,calciumcarbonat mit ,kieselerde oder einem ,silicat1 meist und wesentlich ,aluminiumsilicat1 welches letztere in ,salzsure unlslich ist und durch dieselbe nicht aufgeschlossen wird4 ,durch das ,brennen erleidet der hydraulische ,kalk dieselbe ,vernderung1 die ein in ,suren unlsliches ,silicat erleidet1 wenn dasselbe durch ,erhitzen mit kohlensauren ,alkalien aufgeschlossen wird2 der hydraulische ,kalk wird durch das ,brennen in ,salzsure zum grossen ,theile lslich und verliert seine ,kohlensure4 v4 ,fuchs1 ,feichtinger1 ,harms1 ,heldt1 ,w4 ,michalis1 ,a4 v4 ,kripp u4 ,a4 stellten zahlreiche ,versuche an1 deren ,resultate bereinstimmend bewiesen1 dass nur die ,kieselerde im gallertartigen ,zustande den ,kalk in hydraulischen verwandelt und dass die in dem hydraulischen ,kalk vorkommenden ,gemengtheile wie ,thonerde und ,eisenoxyd auf das ,erhrten des hydraulischen ,kalkes erst dann von ,einfluss sind1 wenn durch starkes ,erhitzen bis zum ,schmelzen diese ,krper sich chemisch mit der ,kieselerde verbunden haben4 ,man stellt den hydraulischen ,mrtel dar1 indem man entweder #a7 hydraulischen ,kalk mit ,wasser zu einem ,brei macht und ,sand zusetzt2 oder #b7 gewhnlichen ,kalkbrei aus ,luftkalk mit ,wasser und ,cment mengt4 ,beim ,lschen des hydraulischen ,kalkes wird das ,wasser absorbirt1 ohne dass bedeutende ,wrmeentwickelung und ,volumenvergrsserung stattfindet4 ,die ,verwendung des hydraulischen ,mrtels geschieht auf dieselbe ,weise wie die des ,luftmrtels1 nur muss der ,kalkbrei frisch bereitet angewendet1 die ,steinflchen aber gehrig benetzt und das ,mauerwerk feucht erhalten werden4 ,je fester und dichter der ,mrtel beim ,vermauern angedrckt wird1 desto fester wird beim nachherigen ,erhrten seine ,consistenz2 wird er dagegen nur locker aufgetragen1 so wird durch ,eindringen des ,wassers der ,zusammenhang geschwcht1 so dass auch beim nachfolgenden ,erhrten nur eine weniger dichte ,masse entsteht4 ,sidenote3 ,die ,cmente4 ,aus dem ,vorstehenden folgt1 dass man1 indem dem gewhnlichen ,kalk durch geeigneten ,zusatz ,kieselsure zugefhrt wird1 hydraulischen ,mrtel knstlich erzeugen kann4 ,solche ,zustze oder ,zuschlge nennt man ,cmente 7,cemente74 ,in ,bezug auf ihren ,ursprung lassen sich dieselben eintheilen #a7 in natrliche ,cmente1 welche1 ohne dass sie gebrannt zu werden brauchen1 in dem ,zustande1 wie sie sich finden 7sie sind nmlich durch vulkanische ,hitze bereits gebrannt71 zur ,herstellung von ,wassermrtel gebraucht werden knnen1 und #b7 in knstliche ,cmente1 welche vorher durch ,brennen aufgeschlossen werden mssen und dadurch erst in ,cmente bergehen4 ,die natrlichen ,cmente sind1 wie oben bemerkt1 durch vulkanische ,processe aufgeschlossen worden2 zu ihnen gehren der ,duckstein oder ,trass1 die ,puzzuolane und das ,santorin4 ,der ,trass oder ,duckstein ist eine ,art ,trachyttuff1 welcher in bedeutenden ,mengen im ,brohl- und ,nettethal1 unfern ,andernach1 angetroffen wird4 ,der ,trass ist wesentlich nichts anderes als zertrmmerter und zerriebener ,bimsstein1 welchen die vielen vulkanischen ,kegelberge der ,rheinufer lieferten4 ,er enthlt sehr oft ,bimssteinfragmente1 manchmal in grosser ,zahl1 eingeschlossen2 ausserdem finden sich darin ,titaneisen-1 ,magneteisenpartikelchen1 ,thonschieferstckchen u4 s4 w4 ,schon seit dem dritten ,jahrhundert verwendet man den ,trass zur ,herstellung von hydraulischem ,mrtel und bearbeitet daraus ,quadern1 die in den ,mauern alter ,festungen1 ,kirchen1 ,schlsser und ,thrme jetzt noch zu sehen sind4 ,die ,zusammensetzung des ,trass aus dem ,brohlthale ist folgende3 ,in ,salzsure lsliche unlsliche ,bestandtheile4 ,kieselerde #aa1ej #cg1dd ,kalk #c1af #b1be ,magnesia #b1ae #j1bg ,kali #j1bi #j1jh ,natron #b1dd #a1ab ,thonerde #ag1gj #a1be ,eisenoxyd #aa1ag #j1ge ,wasser #g1fe -- ----- ----- #ef1hf #db1ih ,die ,puzzuolane 7,puzzolanerde7 ist ein dem ,trass verwandter ,krper1 welcher bei ,puzzuoli bei ,neapel1 dem ,puteoli der ,alten1 vorkommt2 sie findet sich ferner in ,hgeln von ziemlicher ,ausdehnung an der sdwestlichen ,seite der ,apenninenkette1 in der ,gegend von ,rom bis gegen die pontinischen ,smpfe und ,viterbo4 ,sie bildet eine lockere1 graue oder gelblichbraune1 matte ,masse1 von theils feinkrnigem1 theils erdigem ,bruche4 ,sie besteht in #ajj ,th4 aus #dd1e ,th4 ,kieselsure1 #ae ,th4 ,thonerde1 #h1h ,th4 ,kalk1 #d1g ,th4 ,magnesia1 #ab ,th4 titanhaltigem ,eisenoxyd1 #e1e ,th4 ,kali und ,natron und #i1b ,th4 ,wasser4 ,ihres geringen ,kalkgehaltes halber kann sie keinen hydraulischen ,kalk geben1 muss mithin mit ,luftkalk gemengt werden1 um einen hydraulischen ,mrtel zu bilden4 ,bei dem ,bau des ,leuchtthurmes von ,eddystone wurden gleiche ,theile gepulverter ,puzzuolane und zu ,pulver gelschten ,kalkes verwendet4 ,das ,santorin ist ein von der griechischen ,insel ,santorin 7auch ,st4 ,erini1 nach der ,schutzpatronin des ,eilandes1 der heiligen ,irene71 ,therasia und ,asprosini stammendes1 an der ,kste von ,dalmatien hufig zu ,wasserbauten angewendetes natrliches ,cment1 welches mit dem ,trass den vulkanischen ,ursprung und das ussere ,ansehen gemein hat1 von demselben sich aber durch seine weit geringere ,aufschliessbarkeit in ,sure unterscheidet4 ,nach den ,untersuchungen von ,g4 ,feichtinger 7#ahgj7 ist die ,santorinerde als ein ,gemenge von ,cment und ,sand zu betrachten4 ,das ,cment ist der fein abschlmmbare ,theil1 der ,sand besteht aus ,bimsstein- und ,obsidianstckchen4 ,nur dem feinen ,pulver1 d4 i4 der in grosser ,menge darin sich findenden amorphen ,kieselerde verdankt die ,santorinerde ihre ,wirksamkeit als ,cment4 ,sidenote3 ,knstliche ,cmente4 ,knstliche ,cmente4 ,das seltene ,vorkommen und der hohe ,preis der natrlichen ,cmente gab die ,veranlassung1 dass man an ihre ,stelle ein wohlfeileres ,material zu setzen suchte4 ,so versuchte ,parker durch ,brennen der nierenfrmigen ,massen1 die sich in der ber der ,kreide liegenden ,thonschicht an den ,ufern der ,themse1 auf den ,inseln ,sheppey1 ,wight u4 s4 w4 finden1 ein ,cment darzustellen1 auf dessen ,bereitung #agif ,parker1 ,wyatt u4 ,co4 ein ,patent fr ,england erhielten und dadurch eine ,cmentfabrik grndeten1 welche bis auf den heutigen ,tag blht4 ,das so dargestellte ,cment fhrt den ,namen englisches oder rmisches ,cment 7,roman-,cment74 ,die ,thonnieren werden in einem gewhnlichen ,ofen1 wie man sich deren zum ,kalkbrennen berhaupt bedient1 bei einer ,temperatur gebrannt1 welche fast hinreicht1 sie zu verglasen1 und dann auf einer ,mhle feingepulvert4 ,das rothbraune ,pulver1 welches ,kohlensure und ,wasser aus der ,luft begierig aufnimmt1 wird nach dem ,beuteln in ,fsser verpackt4 ,er lsst sich ohne weiteren ,zusatz als hydraulischer ,mrtel verwenden und erhrtet in #ae-bj ,minuten4 ,das rasche ,erhrten des hydraulischen ,mrtels und seine grosse ,festigkeit nach diesem raschen ,erhrten1 welche die des gewhnlichen ,mrtels wenigstens fnfmal bertrifft1 machen ihn zu einem hchst werthvollen ,baumaterial1 das den gewhnlichen ,mrtel rasch verdrngen wrde1 wenn nicht die ,kostbarkeit des hydraulischen ,mrtels die ,ursache wre1 dass man ihn nur da anwenden kann1 wo gewhnlicher ,mrtel nicht ausreicht4 ,in ,deutschland wird das ,romancment von vorzglicher ,beschaffenheit von ,leube in ,ulm dargestellt4 ,w4 ,michalis fand bei der ,analyse verschiedener ,sorten ,romancment3 #a4 #b4 #c4 #d4 ,kalk #eh1ch #ee1ej #dg1hc #eh1hh ,magnesia #e1jj #a1gc #bd1bf #b1be ,kieselsure #bh1hc #be1jj #e1hj #bc1ff ,thonerde #f1dj #f1if #a1ej #g1bd ,eisenoxyd #d1hj #i1fc #bj1hj #g1ig ,die ,analysen sind auf das ,cment im kohlensure- und wasserfreien ,zustande berechnet4 ,no4 #a ist ,romancment aus ,kalkstein vom ,krienberge bei ,rdersdorf1 der oberen ,abtheilung des ,muschelkalks angehrend2 im ,zustande der grssten ,verwitterung vorkommend4 -- ,no4 #b aus ,kalksteinnieren von der ,insel ,sheppey2 gelblichbraun1 derb und fest4 -- ,no4 #c aus ,kalkstein1 der das ,lager von ,bleierz bei ,tarnowitz bedeckt2 zur ,muschelkalkformation gehrig2 blulichgrau1 derb und zum ,krystallinischen hinneigend4 -- ,no4 #d aus fettem und magerem ,kalkstein von ,hausbergen4 ,das ,portland-,cment 7der ,name ist durch die mit dem ,portland-,baustein bereinstimmende ,farbe und ,festigkeit entstanden71 ein schuppig-krystallinisches ,pulver von grauer ,farbe mit einem ,stich ins ,grnliche1 wurde zuerst #ahbd von ,joseph ,aspdin in ,leeds dargestellt4 ,nach dem ihm fr ,england ertheilten ,patent bereitet er das ,cment auf folgende ,weise3 ,er nimmt eine grosse ,menge ,kalkstein1 wie er in ,leeds zum ,wegmachen angewendet wird1 pulverisirt ihn entweder durch ,maschinen1 oder nimmt den ,staub oder ,koth von den mit diesem ,material reparirten ,strassen1 trocknet die ,masse und brennt sie in einem ,kalkofen4 ,hierauf nimmt er eine gleiche ,gewichtsmenge ,thon und knetet denselben mit dem gebrannten ,kalk und ,wasser zusammen1 bis eine plastische ,masse entsteht1 die man trocknet1 nach dem ,trocknen in ,stcke bricht und in einem ,kalkofen brennt1 bis alle ,kohlensure entwichen ist4 ,dann wird die ,masse in ein feines ,pulver verwandelt und ist zum ,gebrauch fertig4 ,er kommt im ,handel vor als graues1 ins ,grnliche gehendes1 sandig anzufhlendes ,pulver4 ,der eigentliche ,grnder der in ,england so schwunghaft betriebenen ,fabrikation jenes knstlichen ,cmentes1 das unter dem ,namen ,portland-,cment versendet wird1 ist ,pasley1 welcher 7#ahbf7 das ,cment durch ,brennen eines ,gemisches von ,flussthon 7aus dem ,medway-,fluss71 welcher durch das zu ,fluthzeiten eintretende ,meerwasser salzhaltig ist1 mit ,kalkstein oder ,kreide zu bereiten lehrte#ih4 ,gegenwrtig stellt man auf hnliche ,weise aus dem ,schlamme1 der sich an den ,mndungen grosser ,strme absetzt und dort zu ,deltabildungen ,veranlassung giebt1 ein dem ,portland-,cment ganz gleiches ,material her4 #ih ,der ,thon des ,medway-,flusses ist wahrscheinlich wegen seines ,natriumgehaltes zur ,portland-,cmentfabrikation der geeignetste4 v4 ,pettenkofer macht mit ,recht darauf aufmerksam1 dass man vielleicht mit grossem ,vortheil manche ,mergel in gute ,cmente verwandeln knne1 wenn man sie mit ,kochsalzlsung getrnkt brenne4 ,die ,fabrikation des ,portland-,cments geschieht gewhnlich auf die ,weise1 dass man die innige ,mischung der ,rohmaterialien 7,kalkstein und ,thon7 in ,stcke gleicher ,hhe 7,backsteine7 ferner dieselben erst lufttrocken werden lsst und dann in ,schachtfen brennt4 ,die ,schachtfen haben eine ,hhe von #ad-cj ,meter und eine lichte ,schachtweite von #b1c-d ,meter4 ,in einer ,hhe von #a-a1c ,meter ber dem ,erdboden liegt ein entsprechend starker ,rost1 dessen ,stbe sich nach beendetem ,brande gnzlich entfernen lassen4 ,die mehr oder minder gesinterte ,masse gleitet beim ,erkalten theils freiwillig nieder1 theils wird das ,fallen derselben mit ,brechstangen befrdert4 ,die ,oefen werden solchergestalt beschickt1 dass je eine ,lage ,brennmaterial und eine ,lage ,cmentsteine abwechseln4 ,als ,brennmaterial whlt man in der ,regel ,koks4 ,fr jedes ,material ist die geeignete ,weissglhhitze durch ,versuche zu erproben2 zu stark gebranntes ,cment bindet mit ,wasser gar nicht mehr2 die ,farbenvernderungen1 welche im ,feuer vor sich gehen1 knnen einen wesentlichen ,anhalt ber die beim ,brennen innezuhaltenden ,grenzen darbieten4 ,bei lebhafter1 ungefhr eine ,stunde lang anhaltender ,rothgluth hat zwar der ,kalk bereits aufschliessend auf den ,thon gewirkt und die ,masse besitzt eine hellgelbbraune ,farbe1 aber ihre ,erhrtungsfhigkeit ist nur gering1 sie erhitzt sich stark mit ,wasser und zerfllt an der ,luft wie gewhnlicher ,aetzkalk4 ,mit steigender ,temperatur wird die ,masse immer dunkler braun2 ihre ,bestndigkeit an der ,luft wchst mit ihrer ,erhrtungsfhigkeit2 ihre ,erhitzung mit ,wasser nimmt ab2 ,beweise1 dass der beim ,brennen aus dem ,kalkstein zunchst entstehende tzende ,kalk mehr und mehr in chemische ,verbindung mit den ,bestandtheilen des ,silicates tritt4 ,mit ,weissglut wird die ,masse grau1 nimmt einen ,stich in's ,grne 7von einer ,calcium-,ferrat- oder ,silicatbildung7 an1 welcher wiederum mit der ,temperatur zunimmt4 ,bis jetzt hat noch immer die ,gte und ,erhrtungsfhigkeit des ,cments zugenommen2 denn die ,hrte und ,widerstandsfhigkeit des angemachten ,cments steht1 innerhalb der zulssigen ,grenzen1 mit der ,dichtigkeit des gebrannten ,cmentes in geradem ,verhltnisse4 ,nimmt die ,intensitt des ,feuers noch weiter zu1 so tritt an die ,stelle der grngrauen eine blaugraue ,frbung und dann wird das ,cment schon untauglich4 ,bei noch weiterer ,steigerung der ,temperatur wird die ,masse immer dichter1 man knnte sagen basaltischer und zuletzt geht sie in den ,zustand vollkommener ,schmelzung ber und wird obsidianartig4 ,im ersten ,stadium giebt die ,masse ein helles gelbbraunes1 lockeres ,pulver2 im zweiten1 dem ,normalstadium ein graues scharfes ,pulver1 mit einem ,stich in's ,grne1 im dritten ist das ,pulver entschieden bleigrau1 whrend das letzte1 das verglaste ,cment1 ein helles1 weissgraues1 usserst scharfes ,pulver giebt1 wie wir es an ,glsern erkennen4 ,man hat also sein ,augenmerk darauf zu richten1 dass durchweg die bimssteinartige grngraue ,masse erzeugt werde2 dass man mglichst wenig gelbbraune ,stcke einerseits und so wenig als mglich blaugraue und verglaste ,partien andererseits erhalte4 ,die ,stcke sollen gut stehen1 dass heisst im gebrannten ,zustande nach dem ,erkalten nicht zerfallen4 ,dieses spontane ,zerfallen tritt ein beim blaugrauen1 todtgebrannten1 aber auch beim ganz normal gebrannten ,cment2 in diesem ,falle liegt die ,ursache in der chemischen ,zusammensetzung allein4 ,je kalkhaltiger 7basischer7 die ,mischung ist1 desto sicherer lsst sich das ,cment normal brennen und desto weniger zerfllt es nach dem ,brande2 thonreiche ,mischungen zerfallen je nach ihrer ,zusammensetzung mehr oder weniger stark1 oft total4 ,das zerfallene ,cment stellt1 wenn von normal gebrannter ,masse herrhrend1 ein usserst feines1 hellbraunes ,pulver dar2 todtgebranntes blaues ,cment giebt ein ebenso feines blaugraues ,pulver4 ,nach ,michalis lsst sich durch ,zusatz von ,kalk oder ,alkalien das ,zerfallen des ,cments verhten1 wenn sonst nicht durch zu scharfes ,brennen die erwhnten blaugrauen ,massen erzeugt werden4 ,in der ,praxis kann aber aus konomischen ,grnden nur an einen ,kalkzusatz gedacht werden4 ,je feiner ,thon und ,kalkstein gemischt werden1 desto hher kann man unbeschadet mit dem ,kalkgehalte gehen2 ja alsdann ist ein mglichst hoher ,kalkgehalt von grsstem ,nutzen1 weil er vorzglich gute ,brnde zur ,folge hat4 ,nichts ist aber gefhrlicher1 als bei schlechter mechanischer ,mischung den ,kalkgehalt zu steigern2 alsdann wird man nmlich anstatt einen ,fehler 7des ,zerfallen7 zu beseitigen1 nur noch einen andern ,nachtheil 7das ,treiben und ,reissen7 hinzufgen4 ,auf innigste ,mischung der ,rohmaterialien ist daher in jeder ,hinsicht das grsste ,gewicht zu legen4 ,die kalkreicheren ,cmente ziehen langsamer an1 aber erhrten vorzglicher4 ,von dem ,momente der ,erstarrung an erhrtet das ,cment zunehmend sowol an der ,luft1 wie im ,wasser4 ,an der ,luft ohne jeden ,substanzverlust2 unter ,wasser wird es zunchst nicht unbetrchtlich angegriffen1 da er in ,wasser nicht unlslich ist4 ,vor allem aber werden durch ,wasser die ,alkalien extrahirt4 ,zum ,brennen des ,portland-,cmentes 7hinsichtlich der ,details sei auf ,w4 ,michalis und ,paul ,lss#ii verwiesen7 dient jetzt hufig der ,ringofen 7vergl4 ,seite #cga74 ,das getrocknete ,cment wird vor seiner ,verwendung noch zu feinem ,pulver gemahlen4 #ii ,vergl4 ,w4 ,michalis1 ,die hydraulischen ,mrtel1 ,leipzig #ahfi und ,paul ,lss1 ,bau von ,kalk-1 ,cment-1 ,gyps- und ,ziegelfen1 ,berlin #ahgj4 ,das ,portland-,cment fngt1 mit ,wasser zu einem ,brei angerhrt1 schon nach einigen ,minuten an1 zu erstarren1 nach einigen ,tagen besitzt es schon eine ziemliche ,hrte1 die nach einigen ,monaten einen solchen ,grad erreicht1 dass es beim ,anschlag mit einem harten ,krper wie gebrannter ,thon klingt4 ,es lsst sich gleich dem ,gyps ohne ,sandzusatz in ,formen giessen und eignet sich daher besonders zur ,herstellung architektonischer ,verzierungen und mit ,sand gemengt zur ,fabrikation von knstlichen ,steinen4 ,in neuerer ,zeit hat ,grneberg die ,herstellung von ,krystallisirgefssen aus ,portland-,cment und ,posch die zu ,reservoirs fr heisse und warme ,soole vorgeschlagen4 ,sidenote3 ,fabrikation von knstlichem ,cment in ,deutschland4 ,aus dem ,vorstehenden geht hervor1 dass die ,fabrikation von knstlichem ,cment 7,portland-,cment7 in jeder ,gegend mglich ist4 ,in der ,that fabricirt man jetzt auch in mehreren ,theilen ,deutschlands durch ,mischen von ,kreide und ,thon1 ,formen der ,mischung zu ,ziegeln1 ,brennen und ,zermahlen derselben1 ein ,cment1 welches allen ,anforderungen entspricht1 ohne dass es dabei nothwendig wre1 die ,materialien aus grossen ,entfernungen herbeizuschaffen4 ,so wurde z4 ,b4 der hydraulische ,kalk fr die ,gltzschthalberbrckung auf der schsisch-bayerischen ,staatseisenbahn durch ,mischung gleicher ,theile von ,ziegelmehl1 ,sand und ,kalkmehl erhalten2 das ,gemenge wurde kurz vor der ,verwendung mit ,wasser angemacht und als mglichst dicker ,brei verarbeitet4 ,zur ,darstellung von hydraulischem ,mrtel benutzt man ausser der oben erwhnten ,mischung von ,kreide und ,thon1 die ,mergel 7wie sie unter andern bei ,kufstein in ,tyrol in vorzglicher ,beschaffenheit sich finden71 die ,aschen von ,steinkohlen und ,torf1 die bei der ,alaunfabrikation aus ,alaunschiefer und ,alaunerde zurckbleibende ,masse1 manche ,hochofenschlacken1 gebranntes ,tpfergeschirr1 ,porcellankapselscherben1 gepulverten ,feuerstein und ,chalcedon#ajj u4 s4 w4 ,obgleich die ,principien bekannt sind1 nach welchen hydraulische ,mrtel angefertigt werden mssen1 so misslingen dennoch immer sehr viele ,versuche4 ,das ,misslingen liegt meist in dem unrichtigen ,hitzegrad beim ,brennen1 in der versumten ,innigkeit der ,mischung1 hauptschlich aber in der ,unkenntniss der chemischen ,zusammensetzung der zu mischenden ,substanzen4 ,so ist1 um ein ,beispiel anzufhren1 nicht jeder ,mergel zur ,herstellung eines guten hydraulischen ,mrtels geeignet4 ,bedingungen der ,anwendbarkeit sind #a7 das richtige ,verhltniss des eingemengten ,thons1 am vortheilhaftesten #be ,proc42 #b7 dieser ,thon muss die erforderliche ,beschaffenheit haben1 er muss reich an ,kieselerde und dabei hchst fein zertheilt sein2 er muss ferner mit dem kohlensauren ,kalk in innigem ,gemenge sich befinden4 ,diese drei ,bedingungen finden sich nur sehr selten mit einander vereinigt4 ,in ,deutschland wurde ein dem englischen ,portland-,cment gleichkommendes ,produkt zuerst im ,jahre #ahej durch ,gierow in ,stettin dargestellt1 hierauf #aheb von ,h4 ,bleibtreu bei ,stettin 7auf der ,insel ,wollin71 spter auch in ,bonn eine ,fabrik errichtet1 deren ,produkte in grossen ,mengen consumirt werden4 ,auch anderwrts wird gegenwrtig ,portland-,cment dargestellt1 so von ,gebr4 ,heyn in ,lneburg1 von ,a4 ,licht u4 ,comp4 in ,dirschau bei ,danzig1 vom ,bonner ,bergwerks- und ,httenverein 7bei ,obercassel oberhalb ,bonn71 von ,saulich in ,perlmoos bei ,kufstein 7,tyrol71 so dass die deutsche ,industrie in ,bezug auf ,portland-,cment bald von ,england unabhngig sein wird4 ,nach ,w4 ,michalis seien im ,folgenden einige ,portland-,cmentanalysen 7auf den kohlensure- und wasserfreien ,zustand berechnet7 angefhrt3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 #g4 #h4 #i4 ,kalk #ei1jf #fb1ha #fa1ia #fj1cc #fa1fd #fa1gd #ee1jf #eg1hc #ee1bh ,kieselsure #bd1jg #bc1bb #bd1ai #be1ih #bc1jj #be1fc #bb1ib #bc1ha #bb1hf ,thonerde #f1ib #e1bg #g1ff #g1jd #f1ag #f1ag #h1jj #i1ch #i1jc ,eisenoxyd #c1da #b1jj #b1ed #b1df #b1ac #j1de #e1df #e1bb #f1ad ,magnesia #j1hb #a1ad #a1ae #j1bc -- #b1bd #j1gg #a1ce #a1fd ,kali #j1gc #a1bg #j1gg #j1id -- #j1fj #a1ac #j1ei #j1gg ,natron #j1hg #j1df #j1cj -- #j1dj #a1gj #j1ga -- ,calciumsulfat #b1he #a1cj -- #a1eb #a1ec #a1fd #a1ge #a1aa #c1bj ,thon ,sand #a1dg #b1ed #a1cb #a1jd #a1bh #a1ac #b1bg -- #a1jh #ajj ,h4 ,frhling 7#ahgj7 stellt aus gebrannten ,chalcedonen ein besonderes ,cment1 das ,chalcedoncement dar1 welches in der ,menge von #a ,vol4 mit #a ,vol4 ,kalkbrei und #b ,vol4 weissen ,sandes einen glnzend weissen1 dem geschliffenen ,marmor hnlichen ,verputz liefert4 ,no4 #a ist ,portland-,cment von ,white und ,brother von ,michalis analysirt4 ,no4 #b ist ,stettiner ,cment von ,michalis analysirt4 ,no4 #c ist ,wildauer ,cment ebenfalls von ,michalis analysirt4 ,no4 #d desgleichen4 ,no4 #e ist ,sterncment aus ,vorpommern von demselben analysirt4 ,no4 #f ist ,stettiner ,cment von demselben analysirt4 ,no4 #g ist englisches ,cment von ,hopfgartner analysirt4 ,no4 #h ist ,cment vom ,bonner ,bergwerks- und ,httenverein von ,hopfgartner analysirt und ,no4 #i ist ,cment von ,kraft und ,saulich in ,perlmoos von ,feichtinger analysirt4 ,vergleicht man damit die procentische ,zusammensetzung von englischen ,portland-,cmenten1 so ergeben sich nur ganz geringe ,differenzen1 welche jedenfalls von keinem ,einfluss sein knnen4 ,die deutschen ,portland-,cmente besitzen dieselbe ,farbe wie das englische ,portland-,cment1 erhrten unter ,wasser auch bald und die ,hrte1 die sie erlangen1 steht der des erhrteten englischen ,portland-,cmentes nicht nach4 ,unter dem ,mikroskop betrachtet1 zeigen die ,theilchen der deutschen ,portland-,cmente dieselbe bltterige und schieferige ,form1 wie sie von v4 ,pettenkofer zuerst bei dem englischen ,portland-,cmente gefunden wurde4 ,dadurch1 dass dieselben1 wie das englische ,portland-,cment1 bis zur ,sinterung des ,thones gebrannt wurden1 besitzen ihre ,theile eine eben so grosse ,dichtigkeit1 wie die des englischen4 ,was die ,fabrikationsweise des ,kufsteiner ,portland-,cmentes betrifft1 so giebt ,feichtinger darber folgende ,notizen3 ,in der ,nhe von ,kufstein findet sich ein ,mergellager von einer solchen ,ausdehnung1 dass bei einer jhrlichen ,erzeugung von #bjj1jjj ,ctnr4 dasselbe #fjj ,jahre ausreichen drfte4 ,das ,kufsteiner ,portland-,cment ist ein natrlicher hydraulischer ,kalk zum ,unterschiede von den englischen ,portland-,cmenten1 welche durchwegs knstliche hydraulische ,kalke sind4 ,es ist dies der erste ,fall1 dass in den grossen ,mergellagern in den ,alpen ein ,mergel gefunden wurde1 der einfach durch ,brennen ein so vorzgliches ,produkt liefert wie das englische ,portland-,cment ist1 und mit ,gewissheit lsst sich daher auch annehmen1 dass noch an mehreren ,orten ,mergel zu finden sein wrden1 welche sich ebenso zur ,portland-,cmentfabrikation eignen4 ,es ist daher nicht uninteressant1 die procentische ,zusammensetzung des ,mergels1 aus welchem das ,kufsteiner ,portland-,cment bereitet wird1 kennen zu lernen4 ,derselbe besteht aus3 ,calciumcarbonat #gj1fd ,in ,salzsure ,magnesiumcarbonat #a1jb lsliche ,eisenoxyd #b1eh ,bestandtheile ,thonerde #b1hf ,gesammtmenge der in ,gyps #j1cd ,salzsure lslichen ,wasser und organ4 ,substanz #j1gi ,bestandtheile ----- #gh1bc ,kieselerde #ae1ib ,in ,salzsure ,thonerde #c1jh unlsliche ,eisenoxyd #a1dj ,gesammtmenge der in ,bestandtheile ,kali #j1ee ,salzsure unlslichen ,natron #j1hb ,bestandtheile ----- #ba1gg ,die ,menge des in ,salzsure unlslichen ,theiles1 welcher als sogenannter ,thon bezeichnet wird1 betrgt nur #ba1gg ,proc41 whrend die meisten ,mergel eine viel grssere ,menge ,thon enthalten und auch in der ,praxis die ,annahme herrscht1 dass diejenigen ,mergel1 bei welchen der ,thon #be-cj ,proc4 betrgt1 die besten sind4 ,dieser ,mergel unterscheidet sich von anderen auch noch durch die chemische ,zusammensetzung seines ,thones1 und bekanntlich ist letztere von einem wesentlichen ,einflusse fr die ,gte eines ,cmentes4 ,vergleicht man die chemische ,zusammensetzung vom ,thone des ,kufsteiner ,mergels mit der des ,thones vom ,medway-,flusse1 welcher in ,england zur ,fabrikation von ,portland-,cment verwendet wird1 so findet sich darin auf #ajj ,kieselerde3 ,thon ,thon vom ,kufsteiner ,mergel4 vom ,medway-,flusse4 ,thonerde #ai1cd #ag1j ,eisenoxyd #h1gi #ba1f ,kali #c1de #b1h ,natron #e1ae #c1j ----- ---- #cf1gc #dd1d ,es folgt hieraus1 dass im ,thon vom ,kufsteiner ,mergel die ,kieselerde bereits mit einer bedeutenden ,menge von ,basen verbunden ist2 letztere betragen der ,quantitt nach nur um einige ,procent weniger wie im ,thone des ,medway-,flusses1 aber immerhin mehr als sonst in den ,mergeln gefunden wird4 ,dadurch hat der ,thon im ,kufsteiner ,mergel auch die ,eigenschaft1 im ,feuer leicht zu schmelzen1 er kann leicht aufgeschlossen werden4 ,von ,einfluss auf die ,gte des ,kufsteiner ,portland-,cmentes ist auch dessen geringer ,magnesiagehalt und die hufig ausgesprochene ,ansicht1 dass ein grsserer ,gehalt an ,magnesia nur nachtheilig wirke1 findet hier ihre ,besttigung4 ,alle vorzglichen hydraulischen ,kalke enthalten nur wenig ,magnesia4 ,wenn man ferner die procentische ,zusammensetzung des ,kufsteiner ,portland-,cmentes mit derjenigen des ,mergels1 aus welchem es bereitet wird1 vergleicht1 so wird man finden1 dass die ,menge der ,schwefelsure 7,gyps7 in dem gebrannten ,steine zugenommen hat4 ,dies ist eine ,folge der als ,brennstoff angewendeten ,braunkohle1 welche ,schwefelkies enthlt4 ,als ,anhang zu den ,cmenten sei das ,concrete 7knstlicher ,stein7 der ,englnder erwhnt1 worunter man einen dem ,wasser gut widerstehenden ,mrtel versteht1 der indessen nie die ,festigkeit des mit ,sand gemischten ,cmentes erreicht4 ,es besteht aus einem ,gemenge von gewhnlichem ,mrtel mit ,steinen1 ,grus1 das man in verlorenen ,formen oder ,verschalungen aus ,holz 7,gussmauern7 oder in bleibenden1 aus ,ziegel- oder ,quadermauern 7,futtermauern7 bestehend1 erstarren lsst4 ,man verwendet zu dem ,concrete gewhnlich mageren1 thonhaltigen ,kalk1 den man mit #b-c ,volumen grberem und feinerem ,sand mengt4 ,nach ,pasley erhlt man aber ein besseres ,produkt1 wenn #a ,vol4 frisch gebrannter ,kalk1 in ,stcken nicht grsser als eine ,faust 7etwa #ce ,pfd47 gemahlen mit #c-a_/b ,vol4 scharfem ,flusssand und ungefhr #a1e ,vol4 ,wasser schnell gemischt und eingestampft wird4 ,die ,maurer benutzen jedoch nicht die erstere ,vorschrift1 weil das trockene ,gemisch sich besser mit ,wasser mischt und zher und langsamer im ,erhrten ist4 ,der ,mrtel erhrtet in wenigen ,stunden hinlnglich1 um1 wenn auch die schwersten ,mauern auf einer ,grundlage von ,concrete aufgefhrt werden sollen1 sogleich damit beginnen zu knnen4 ,auf #a1c-b ,meter dicken ,schichten von ,concrete sind auf sumpfigem ,grunde die ,fundamente grosser ,bauwerke in ,london nach dem ,vorgange von ,smirke gebaut worden1 welcher auf die ,anwendung des ungelschten ,kalkes zur ,darstellung des ,concretes geleitet wurde4 ,sidenote3 ,erhrten des hydraulischen ,mrtels4 ,das ,festwerden und ,erhrten des hydraulischen ,mrtels ist oft zum ,gegenstande ausfhrlicher ,untersuchungen gemacht worden4 ,beim ,festwerden lassen sich1 und das ist fr die ,praxis von ,wichtigkeit1 zwei verschiedene ,vorgnge unterscheiden3 zunchst das blosse ,erstarren1 wobei die angemachte ,masse aufhrt1 flssig zu sein1 aber noch sehr leicht vom ,nagel geritzt wird2 dann1 was viel lnger dauert1 das ,hartwerden selbst1 d4 h4 die durch andauernde ,vermittelung des ,wassers vor sich gehende ,versteinerung4 ,der beim ,erhrten des hydraulischen ,mrtels stattfindende chemische ,vorgang ist von v4 ,fuchs1 v4 ,pettenkofer1 ,winkler1 ,feichtinger1 ,heldt1 ,lieven1 ,schulatschenko1 ,ad4 ,remel1 ,heeren1 ,w4 ,michalis1 v4 ,schoenaich-,carolath u4 ,a4 studirt worden4 ,nach einigen ,forschern theilt man die hydraulischen ,mrtel nach den chemischen ,vorgngen beim ,erhrten unter ,wasser und den verschiedenen ,verbindungen1 die in den noch nicht erhrteten ,mrteln enthalten sind1 in zwei ,klassen4 ,die erste ,klasse1 die man als ,roman-,cmente bezeichnet1 umfasst die ,gemenge von ,aetzkalk mit den ,zuschlgen 7den eigentlichen ,cmenten73 ,puzzuolane1 ,trass1 ,santorin1 ,ziegelmehl und solche hydraulische ,mrtel1 welche man durch ,brennen von hydraulischem ,kalk und ,mergel erhlt4 ,alle diese ,cmente erhalten in frischem ,zustande ,aetzkalk4 ,die zweite ,klasse bilden die ,portland-,cmente1 welche in frischem ,zustande keinen ,aetzkalk enthalten4 ,die ,erklrung des chemischen ,vorganges beim ,erhrten eines ,roman-,cmentes rhrt von v4 ,fuchs her1 welcher zuerst nachgewiesen hat1 dass es die ,verbindung von ,kalk mit ,kieselsure ist1 welcher ein hydraulischer ,mrtel seine charakteristischen ,eigenschaften verdankt4 ,er hat nachgewiesen1 dass aus allen hydraulischen ,mrteln durch ,suren ,kieselerde im gallertartigen ,zustande ausgeschieden wird4 ,dasselbe findet bei den chemischen ,verbindungen von ,kieselsure und ,kalk statt4 ,silicate1 welche fr sich nicht mit ,salzsure ,kieselgallerte abscheiden1 erlangen diese ,eigenschaft1 wenn sie lngere ,zeit der ,einwirkung von ,kalk unter ,wasser ausgesetzt sind3 ,die ,alkalien sind auf die ,bildung und das ,erhrten des hydraulischen ,mrtels von gnstigem ,einfluss4 ,in ersterer ,beziehung wirken sie ntzlich1 indem sie die ,kieselerde des ,quarzes und die durch ,suren nicht zersetzbaren ,silicate besonders leicht aufschliessen und in den gallertartigen ,zustand berfhren4 ,in ,bezug auf das ,erhrten wirken sie indirect1 indem sie die ,kieselerde aufgeschlossen enthalten und nach und nach ihren ,platz dem ,kalk berlassen4 ,wasserglaslsung giebt schon in der ,klte ihre ,kieselsure an ,kalk ab1 unter ,freiwerden von ,alkali4 ,die ,alkalien werden brigens durch das ,wasser ausgewaschen4 ,kuhlmann1 der sich mit dem hydraulischen ,kalke und der ,fabrikation knstlicher ,steine beschftigte1 giebt an1 dass man fetten ,kalk in hydraulischen durch inniges ,mischen desselben mit #aj-ab ,proc4 kieselsaurem ,alkali oder durch ,behandeln mit einer ,wasserglaslsung berfhren knne4 ,fasst man die ,resultate aller ,versuche1 die sich auf die ,erhrtung des ,roman-,cmentes beziehen1 zusammen1 so erklrt sich das ,erhrten wesentlich durch die ,bildung einer ,verbindung eines sauren ,silicates oder aufgeschlossener ,kieselerde mit dem vorhandenen gebrannten ,kalk1 zu wasserhaltigem basischem ,calciumsilicate1 in welchem die ,kieselerde1 wie es scheint1 zum ,theil durch ,thonerde und ,eisenoxyd ersetzt sein kann4 ,die ,erhrtung ist keineswegs eine ,folge der ,hydratation eines beim ,brennen des hydraulischen ,kalkes erzeugten ,silicates1 denn sonst mssten entwsserte ,zeolithe unter ,wasser gleichfalls erhrten1 was mit der ,erfahrung nicht bereinstimmt4 ,neben dem ,hydrosilicate bildet sich stets eine grssere oder kleinere ,menge von ,calciumcarbonat1 deren ,bildung jedoch unwesentlich fr das ,erhrten des hydraulischen ,mrtels zu sein scheint4 ,der ,vorgang beim ,erhrten des ,portland-,cmentes ist von ,winkler und von ,feichtinger1 jedoch nicht im gleichen ,sinne1 zu erklren versucht worden4 ,nach ersterem besteht der chemische ,vorgang1 welcher unter ,mitwirkung des ,wassers das ,erhrten bewirkt1 in dem ,zerfallen eines ,silicates von genau bestimmter ,zusammensetzung1 in freien ,kalk und solche ,verbindungen zwischen ,kieselerde und ,calcium1 und ,thonerde und ,calcium1 welche auf nassem ,wege zwischen genannten ,krpern hergestellt werden knnen4 ,der ausgeschiedene ,kalk verbindet sich an der ,luft mit der ,kohlensure zu ,calciumcarbonat4 ,ein erhrtetes ,portland-,cment enthlt demnach dieselben ,verbindungen wie ein erhrtetes ,roman-,cment2 diese ,verbindungen bilden sich aber unter ,einwirkung des ,wassers auf entgegengesetzte ,art4 ,ihre ,unlslichkeit in ,wasser und ihr inniges ,aufeinanderlagern whrend des allmligen ,entstehens bewirkt1 dass das ursprngliche ,pulver nach und nach in eine cohrente ,masse bergeht4 ,aus den ,versuchen ,winkler's scheint zu folgen1 dass die ,kieselsure in den ,portland-,cmenten durch ,thonerde und ,eisenoxyd vertreten werden kann4 ,die ,thonerde vermindert hierbei den ,grad des ,erhrtens nicht1 macht aber das ,cment minder geeignet1 den ,einwirkungen der ,kohlensure zu widerstehen4 ,whrend des ,erhrtens des ,portland-,cmentes durch die ,einwirkung des ,wassers wird fortdauernd ,kalk ausgeschieden1 bis als ,endresultat der ,einwirkung von ,wasser auf ,portland-,cment die ,verbindungen ,ca#b,si#c,o#i und ,ca,al#b,o#d entstehen4 ,letztere ,verbindung wird durch ,kohlensure zerlegt1 sie muss aber so lange im erhrteten ,portland-,cment als bestehend angenommen werden1 als noch ,kalkhydrat in demselben enthalten ist4 ,g4 ,feichtinger ist1 was die ,theorie der ,erhrtung des ,portland-,cmentes betrifft1 anderer ,ansicht als ,winkler4 ,seine ,versuche bestimmen ihn zu der ,meinung1 dass in allen hydraulischen ,mrteln die ,erhrtung auf einer chemischen ,vereinigung zwischen ,calcium und ,kieselerde und zwischen ,calcium und erhaltenen ,silicaten beruhe4 ,in allen hydraulischen ,kalken ist freier ,kalk enthalten4 ,dafr spricht folgender ,versuch4 ,wenn man ,portland-,cment mit einer hchst concentrirten ,lsung von kohlensaurem ,ammon zu einem ,brei anrhrt und lngere ,zeit unter fterem ,umrhren stehen lsst1 so tritt keine ,erhrtung ein1 und es wird ein grosser ,theil des ,kalkes in ,calciumcarbonat umgewandelt4 ,wscht man dann das berschssige kohlensaure ,ammon weg1 trocknet das so behandelte ,portland-,cment und macht es dann mit reinem ,wasser zu ,mrtel an1 so erhrtet es nicht2 setzt man ihm aber etwas ,calciumhydroxyd hinzu1 so erhrtet es wie frischer ,mrtel4 ,dasselbe ,resultat erhlt man1 wenn man ,portland-,cment statt mit kohlensaurem ,ammon mit ,kohlensuregas in ,berhrung bringt4 ,hierzu wurde ,portland-,cment mit viel ,wasser angerhrt1 in ein hohes ,cylindergefss gebracht1 und dann unter hufigem ,umrhren der ,masse #a-b ,stunden lang ein ,strom ,kohlensuregas eingeleitet2 dadurch wurde ein grosser ,theil des ,calciums in ,calciumcarbonat umgewandelt 7die ,menge des ,calciumcarbonates betrug dabei oft bis #bg ,proc474 ,so behandeltes ,portland-,cment1 getrocknet und mit ,wasser zu ,mrtel angemacht1 erhrtete niemals2 sobald man aber ,calciumhydroxyd hinzusetzte1 erhrtete es ebenso wie frischer ,mrtel4 ,wre also die ,ansicht von ,winkler richtig1 so drfte bei so behandelten ,portland-,cmenten nach ,zusatz von ,calciumhydroxyd keine ,erhrtung mehr eintreten4 ,so aber zeigen diese ,versuche1 dass in den ,portland-,cmenten auch ,silicate oder freie ,kieselerde enthalten sind2 dass ferner in den ,portland-,cmenten auch freier ,kalk vorhanden ist und sein muss1 und dass die ,erhrtung der ,portland-,cmente auf demselben chemischen ,processe beruht1 wie die der anderen von ,winkler als ,roman-,cmente bezeichneten4 ,die ,portland-,cmente sind nicht bis zu ,verglasung1 d4 h4 bis zur vollstndigen ,verbindung aller ,alkali- und ,erdmetalle1 also auch des ,calciums mit ,kieselerde1 gebrannt4 ,ein so weit erhitztes ,portland-,cment wre ein ganz unbrauchbares ,material4 ,die ,portland-,cmente sind nur bis zur ,sinterung des in ihnen enthaltenen ,thones gebrannt4 ,der ,gyps und das ,gypsbrennen4 ,sidenote3 ,vorkommen4 ,der ,gyps ist wasserhaltiges ,calciumsulfat und besteht nach der ,formel ,ca,s,o#d #b;,h#b,o in #ajj ,theilen aus3 ,kalk #cb1ef ,schwefel #ah1fj ,schwefelsure #df1ea ,sauerstoff #bg1ia ,wasser #bj1ic ------ #ajj1jj ,er gehrt zu den verbreitetsten ,mineralkrpern und bildet theils fr sich1 theils mit dem ,anhydrit 7,karstenit1 ,ca,s,o#d7 ,lager und ,stcke1 zuweilen sogar ganze ,gebirgsstockmassen4 ,die ,gypslager und ,stcke gehren vorzglich den ,fltzformationen und gewissen tertiren ,gebilden an4 ,man unterscheidet folgende ,arten des ,gypses3 #a7 ,gypsspath 7bltteriger ,gyps1 ,frauenglas1 ,fraueneis1 ,marieneis1 ,selenit71 worunter sowohl der zu ,krystallen ausgebildete1 als auch der bltterige krystallinische ,gyps verstanden ist4 #b7 ,fasergyps 7,federweiss71 faserig krystallinischer ,gyps4 ,seideglnzend4 #c7 ,schaumgyps 7,gypsblte71 schuppig krystallinischer ,gyps4 #d7 ,krniger ,gyps von grob- oder feinkrnig krystallinischer ,textur1 dessen reinste ,varietten den ,namen ,alabaster fhren4 #e7 ,dichter ,gyps 7,gypsstein71 dichte1 durchscheinende ,massen von splittrigem ,bruch4 #f7 ,erdiger ,gyps 7,gypserde1 ,gypsgut1 ,mehlgyps74 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,gypses4 ,der ,gyps lst sich in #dde ,th4 ,wasser von #ad ,c4 und #dbj ,th4 von #bj1e ,c4 auf2 die ,lslichkeit des ,gypses wird durch ,gegenwart von ,salmiak vermehrt4 ,von ,wichtigkeit ist sein ,verhalten in der ,wrme4 ,die von ,graham herrhrende ,angabe1 dass ,gyps im luftleeren ,raume ber ,schwefelsure bis auf #ajj erhitzt1 die ,hlfte seines ,wassers verliere und dadurch in die ,verbindung ,ca,s,o#d ,h#b,o 7mit #ab1h ,proc4 ,wasser7 bergehe1 die mit ,wasser nicht erhrtet1 ist nach ,zeidler irrig4 ,bei #ij schon entweichen bei lngere ,zeit fortgesetztem ,erhitzen ber #ae ,proc4 ,wasser und bei hherer ,temperatur entweicht auch der ,rest des ,wassers1 das brigens nach den grndlichen ,untersuchungen von ,zeidler 7#ahff7 erst bei einer ,steigerung der ,temperatur bis auf #agj fortgeht4 ,an der ,luft erhitzt ist das ,verhalten des ,gypses ein anderes2 er beginnt dabei erst etwas ber #ajj ,wasser zu verlieren1 welches noch unter #acb vollstndig entweicht4 ,der seines ,wassers zum grssten ,theil beraubte ,gyps heisst gebrannter ,gyps oder ,sparkalk2 er hat die ,eigenschaft1 die beiden ,molekle ,wasser1 die er durch das ,brennen verlor1 wieder aufzunehmen und dabei zu erstarren#aja4 ,auf dieser ,eigenschaft beruht die ,anwendung des ,gypses zum ,giessen und zu ,mrtel4 ,der ber #bjd gebrannte ,gyps ist todtgebrannt1 d4 h4 er hat die ,fhigkeit verloren1 in gepulvertem ,zustand mit ,wasser zusammengerhrt einen erhrtenden ,brei zu bilden4 ,dieses ,verhalten mag wol darin seinen ,grund haben1 dass durch das zu starke ,erhitzen die ,atome des ,gypses sich anders lagerten und dadurch der ,gyps in ,anhydrit bergeht1 welchem ebenfalls die ,eigenschaft fehlt1 mit ,wasser zu erhrten4 #aja ,nach ,zeidler ist der gebrannte ,gyps der ,gewerbe1 wie er zu ,stucco und ,gypsgssen dient1 nicht sowol wasserfreier ,gyps1 als vielmehr ,gyps mit #a_/d 7 #e1bg ,proc47 seines natrlichen ,wassergehaltes4 ,das eine ,molekl ,wasser des ,gypses ist salinisches ,wasser und lsst sich demnach durch ,salze vertreten2 darin liegt der ,grund1 warum auch das ,pulver des ungebrannten ,gypses erhrtet1 wenn man es1 statt mit ,wasser1 mit der wsserigen ,lsung von ,kaliumsulfat1 ,kaliumcarbonat u4 s4 w4 mengt4 ,die ,erhrtung erfolgt schneller als mit gebranntem ,gyps und reinem ,wasser2 bei ,anwendung von ,kaliumbitartrat findet das ,stocken sofort statt4 ,die erhrtete ,masse gleicht1 was ,hrte und ,aussehen betrifft1 dem auf gewhnliche ,weise erhrteten ,gyps4 ,bei ,anwendung von ,kaliumsulfat bildet sich ein ,doppelsalz von der ,formel 7,k#b,,so#d ,ca,s,o#d ,h#b,o71 whrend die ,gypsgsse mit ,kaliumbitartrat nichts sind als ,gemenge von ,weinstein- und ,gypskrystallen 7,schott d4 474 ,kaliumchlorat und ,kaliumnitrat1 so wie die ,natriumsalze bewirken die ,erhrtung des ,gypspulvers nicht4 ,wird auf solche ,weise erhrteter ,gyps wieder gepulvert und von ,neuem mit einer ,auflsung von ,kaliumsulfat oder ,kaliumcarbonat versetzt1 so erhrtet er nochmals4 ,man wird diese ,eigenschaft wahrscheinlich in solchen ,fllen benutzen knnen1 wo man genthigt ist1 einen nicht mehr gut erhrtenden alten oder auch zu wenig gebrannten ,gyps zu verwenden1 indem man ihn statt mit ,wasser1 mit einer ,lsung von ,kaliumcarbonat anrhrt4 ,sidenote3 ,brennen des ,gypses4 ,das ,brennen des ,gypses bezweckt eine vollstndige ,entwsserung desselben durch ,erhitzen4 ,alle in neuerer ,zeit vorgeschlagenen ,verbesserungen im ,gypsbrennen grnden sich auf die ,beobachtung1 dass die relative ,hrte des gebrannten und gegossenen ,gypses in geradem ,verhltniss zu der ,hrte des ,gypses vor dem ,brennen stehe4 ,die dichten ,gypssteine geben demnach wieder harten und dichten ,gyps1 whrend die weichen und leichten ,steine auch nur weichen ,gyps liefern4 ,bei in grsserm ,maassstabe angestellten ,versuchen ber das ,brennen des ,gypses kam ,payen zu folgenden ,resultaten3 a7 die niedrigste ,temperatur1 bei welcher der ,gyps noch mit ,vortheil gebrannt werden kann1 jedoch weit langsamer1 ist #hj ,c42 b7 eine ,temperatur von #aaj-abj gengt1 um ihm alles ,wasser zu entziehen und ihn im technischen ,sinne vollkommen zu brennen2 c7 um das ,brennen gleichfrmiger als alle ,theilchen der ,substanz zu machen1 ist es zweckmssig1 den ,gyps als ,pulver oder in kleinen ,stckchen anzuwenden4 ,in allen ,fllen beabsichtigt man1 ein ganz gleichartiges ,produkt zu erzielen und nicht ein ,gemenge von schlecht gebranntem mit gar- oder mit todtgebranntem ,gypse4 ,es ist demnach die ,frage1 ob es zweckmssiger sei1 den ,gyps zerkleinert zu brennen oder in ganzen ,stcken1 in welchem letzteren ,falle grssere ,mengen von ,brennmaterial erforderlich sind4 ,zur vlligen ,verflchtigung des ,krystallwassers gengt allerdings eine ,temperatur von #aaj-abj1 es gehrt aber auch noch ein pulverfrmiger ,zustand des ,gypses und ein ,ausbreiten desselben in ,lagen von #f-h ,centim4 ,hhe dazu2 ausserdem muss die ,oberflche des zu brennenden ,gypses durch ,umrhren und ,wenden fters erneuert werden4 ,man hat deshalb sehr zweckmssig die ,wrme der ,gewlbe der ,flammen- und ,verkohlungsfen zum ,gypsbrennen benutzt1 deren strahlende ,wrme sich ohne neuen ,brennmaterialverbrauch auf #abj erhalten lsst4 ,will man nur kleine ,quantitten ,gyps brennen1 so bringt man den fein gemahlenen ,gyps in einem eisernen ,kessel ber ein schwaches ,kohlenfeuer und rhrt so lange1 bis die wallende ,bewegung der ,oberflche aufgehrt hat und eine ber den ,gyps gehaltene ,glasplatte nicht mehr mit ,wasserdmpfen beschlgt4 ,sidenote3 ,brennfen4 ,im ,grossen brennt man den ,gyps in ,gypsbrennfen1 wobei im ,allgemeinen zu bemerken ist1 dass man nicht wie beim ,brennen des ,kalkes die zu brennenden ,gypssteine mit ,brennmaterial durchschichten kann1 weil sonst der ,gyps oberflchlich zu ,schwefelcalcium 7,ca,s,o#d #d;,c ,ca,s #d;,,co7 reducirt werden wrde4 ,illustration3 ,fig4 #ahc4 ,illustration3 ,fig4 #ahd4 ,eine sehr einfache1 aber sehr gebruchliche ,construction eines ,gypsofens zeigt ,fig4 #ahc2 er besteht aus vier starken ,mauern ,a1 die oben mit einem flachen ,gewlbe berspannt sind1 welches einige ,abzugskanle a a enthlt4 ,in zwei einander gegenberstehenden ,mauern befinden sich die zum ,feuern dienenden ,schrlcher4 ,in dem ,ofenraum baut man nun die grssern ,gypssteine zu kleinen ,gewlben oder ,feuergassen auf1 schttet darauf den brigen ,gyps und unterhlt in den ,schrlchern ein schwaches ,feuer mit ,reissig4 b ist eine ,oeffnung zum ,beschicken und ,entleeren des ,ofens1 die whrend des ,brennens verschlossen wird4 ,zweckmssig ist der ,gypsbrennofen von ,scanegatty 7,fig4 #ahd74 ,der innere ,raum ist in der ,hhe von #a ,fuss ber dem ,boden durch des ,gewlbe ,p1 ,p in zwei ungleiche ,hlften getheilt4 ,in die obere ,abtheilung wird der zu brennende ,gyps sowol durch die ,thre ,g1 als auch durch die ,mundffnung ,h eingesetzt2 sie ist mit einer ,anzahl von ,zgen versehen4 ,die untere ,abtheilung1 der ,feuerraum1 steht mit der vor dem ,ofen gelegenen ,feuerung ,e in ,verbindung4 ,der ,zug ,c endigt in den ,aschenfall unter dem ,rost ,a1 auf dem ein ,steinkohlenfeuer sich befindet4 ,die ,flamme tritt bei ,x unter das durchbrochene ,gewlbe ,p und entweicht durch die ,oeffnungen c1 c1 c in den ,gypsbrennofen4 ,die sich entwickelnden ,wasserdmpfe entweichen durch im obern ,theile des ,gewlbes befindliche ,oeffnungen4 ,ein solcher ,ofen fasst gegen #ed ,kubikmeter ,gyps4 ,da bei diesem ,ofen das ,brennen des ,gypses nicht sowol durch die ,flamme1 als vielmehr durch die heisse ,feuerluft geschieht1 so lsst sich eine ,ueberhitzung leichter vermeiden4 ,illustration3 ,fig4 #ahe4 ,illustration3 ,fig4 #ahf4 ,der in neuerer ,zeit aufgekommene ,gypsbrennofen von ,dumesnil 7,fig4 #ahe im ,horizontaldurchschnitt ber der ,sohle des ,brennraumes1 und ,fig4 #ahf im ,verticaldurchschnitt dargestellt7 ist hnlich dem ,ofen von ,scanegatty construirt1 zeigt aber von diesem wesentliche ,verschiedenheiten4 ,er besteht aus dem untern ,theile1 welcher die ,feuerung enthlt und dem darber befindlichen ,brennraume4 ,ersterer reicht unter den ,fussboden hinab und besteht aus dem ,aschenfalle ,a mit seiner ,thre ,b1 dem ,roste ,c und dem ,feuerraume ,d1 zu welchem letzteren ein ,kanal ,h fhrt4 ,oben ist der ,feuerraum durch ein ,gewlbe geschlossen4 ,seitlich unterhalb des ,gewlbes gehen von dem ,feuerraume #ab ,kanle ,e aus1 welche nach oben gebogen sind und die ,feuerluft in den ,brennraum fhren4 ,j ist eine ,vertiefung1 in welche der ,heizer auf der ,treppe g h hinabsteigt1 wenn er zum ,aschenfall gelangen will4 ,der ,brennraum hat das ,mauerwerk ,j aus feuerfesten ,steinen zur ,basis4 ,seine innen cylindrische1 aussen schwach konische ,seitenwand ,k ist aus zwei ,lagen ,steinen gebildet und usserlich mit ,gyps bekleidet4 ,oben ist er durch die gewlbte ,decke ,l begrenzt1 welche in ihrer ,mitte die eisenblechene ,esse ,p ,p trgt4 ,diese ,esse ist mit einer ,klappe ,q versehen1 welche durch eine ,kette ,u ,u regulirt werden kann4 ,ausserdem sind noch1 symmetrisch um diese vertheilt1 vier kleine ,zugrhren ,o angebracht1 die man durch aufgelegte ,deckel schliessen kann4 ,diese ,rhren dienen dazu1 die ,hitze in den verschiedenen ,theilen des ,ofens gleichmssig zu machen4 ,in der ,wand des ,brennraumes sind1 einander gegenberstehend1 zwei ,oeffnungen angebracht1 eine ,m in der ,seitenwand1 welche zum ,einbringen der unteren ,gypslagen in den ,brennraum1 sowie beim ,entleeren des ,ofens1 benutzt wird1 und eine ,n1 welche dazu dient1 die oberen ,gypslagen in den ,brennraum zu bringen4 ,m kann durch eine ausserhalb mit einer ,ziegelbedeckung versehene gusseiserne ,platte1 ,n durch eine ,thre von starkem ,eisenblech verschlossen werden4 ,als sehr wichtiger ,theil1 um ringsum im ,brennraume ein gleichmssiges ,brennen des ,gypses zu erzielen1 ist auf der ,sohle des ,brennraumes ber den ,mndungen der ,kanle ,e eine cylindrische1 im ,innern #a ,meter weite ,haube von gebrannter ,thonmasse angebracht1 welche nach oben durch die ,kappe ,g geschlossen und seitwrts mit #ab ,oeffnungen ,f von #j1g ,meter ,hhe versehen ist1 durch welche die ,feuerluft hindurchstrmt1 um sich zwischen der ,gypsmasse zu vertheilen4 ,um die gleichmssige ,vertheilung der ,wrme in dem ,brennraume zu bewirken1 muss der zu brennende ,gyps in demselben in geeigneter ,art angeordnet werden4 ,man stellt die ,stcke in von der ,haube nach der ,wand des ,brennraumes gehenden ,reihen so auf1 dass sie auf der schmalen ,seite stehen und zwischen ihnen angemessene ,zwischenrume bleiben4 ,vor den ,oeffnungen ,f lsst man breitere ,zwischenrume frei4 ,die zweite ,lage macht man aus quer ber den ,reihen der ersten ,lage ebenfalls auf die schmale ,seite gelegten ,gypsstcken4 ,ueber der zweiten ,lage macht man eine dritte hnlich der ersten1 nur dass man vermeidet1 die hohlen ,rume derselben vertical ber denen der ersten ,lage anzubringen4 ,in dieser ,weise wird mit dem ,beschicken des ,ofens fortgefahren4 ,dann wird der bei der ,thre ,m noch freigelassene ,raum ebenfalls vollgesetzt und diese ,thre geschlossen4 ,die weitere ,fllung erfolgt durch die ,oeffnung ,n1 indem man die ,gypsstcke auch ferner angemessen aufeinander schichtet und nach oben hin immer kleinere ,stcke nimmt4 ,ist die ,beschickung beendet1 so setzt man das ,feuer in ,gang4 ,whrend der vier ersten ,stunden unterhlt man das ,feuer gelinde2 whrend der acht folgenden ,stunden verstrkt man das ,feuer4 ,nach ,verlauf von #ab ,stunden hrt man mit dem ,feuern auf2 man schliesst dann alle ,oeffnungen und breitet zugleich oben auf dem ,gypse im ,brennraume #e bis #f ,kubikmeter grobes ,gypspulver aus4 ,dadurch wird der ,zug im ,ofen sehr verlangsamt und durch die vorhandene ,hitze zugleich dieser pulverfrmige ,gyps gebrannt4 ,nachdem der ,ofen #ab ,stunden lang zur ,abkhlung gestanden hat1 beginnt man1 den gebrannten ,gyps herauszuziehen4 ,sidenote3 ,mahlen des ,gypses4 ,sofort nach dem ,brennen wird der ,gyps gepulvert1 wenn er nicht schon im zerkleinerten ,zustande dem ,brennen unterworfen wurde4 ,das ,pulvern macht keine ,schwierigkeit1 da er so weich und mrbe ist1 dass er sich fast zwischen den ,fingern zerdrcken lsst4 ,im ,kleinen geschieht es mittelst ,zerschlagen mit hlzernen ,schlgeln und darauf folgendem ,sieben1 im ,grossen entweder in einer ,stampfmhle oder in einer ,walzmhle1 oder endlich in einer gewhnlichen ,mahlmhle mit horizontalen ,steinen1 welche ebenso wie eine ,mehlmhle beschaffen ist1 jedoch keine ,beutelvorrichtung hat2 der gemahlene ,gyps luft unmittelbar aus dem ,boden der die ,mhlsteine umgebenden ,zarge in untergestellte ,fsser4 ,nach dem ,mahlen oder ,sieben schlgt man den ,gyps in trockne ,fsser und bewahrt ihn1 vor ,feuchtigkeit geschtzt1 auf4 ,sidenote3 ,anwendung des ,gypses4 ,der ,gyps wird auf mannichfaltige ,weise benutzt4 ,der ungebrannte ,gyps findet zuweilen in ,stcken als ,baustein ,anwendung1 da indessen der ,gyps in ,wasser nur schwer lslich1 aber nicht unlslich ist1 so lst sich mit der ,zeit der ,gyps durch ,regen und berhaupt durch ,feuchtigkeit auf4 ,deshalb ist diese ,anwendung mit ,recht von den ,behrden untersagt4 ,der dichte und feste feinkrnige ,gyps1 besonders der weisse1 wird zu ,bildhauerarbeiten1 zu gedrehten und geschliffenen ,gegenstnden und zu architektonischen ,verzierungen verwendet4 ,aus dem ,alabaster von ,volterra verfertigt man zu ,florenz ,vasen von grosser ,schnheit4 ,dasselbe ,material dient zur ,fabrikation der rmischen ,perlen4 ,auch die faserige ,variett des ,gypses wird zu ,damenhals- und ,armschmuck verarbeitet1 indem man durch convexes ,schleifen sein ,schillern zu verstrken sucht4 ,hier und da gebraucht man den ,fasergyps zum ,streusande1 den spthigen als ,polirmittel und zum ,putzen von silbernen ,gegenstnden4 ,auch wird das feine ,gypspulver zur ,grundmasse der ,pastellfarben und als ,zusatz zu gewissen ,porcellanmassen verwendet4 ,ungebrannter ,gyps findet ferner ,anwendung zur ,umwandlung des kohlensauren ,ammoniaks in schwefelsaures4 ,der ,gyps enthlt #df1e ,proc4 ,schwefelsure und #ah1f ,proc4 ,schwefel2 beide ,krper hat man aus dem ,gyps zu isoliren versucht 7vergl4 ,seite #bac und #bcj74 ,eine sehr ausgedehnte und wichtige ,anwendung findet sowol der rohe1 als auch der gebrannte ,gyps in der ,landwirthschaft als ,dngemittel1 vorzglich zum ,bestreuen der ,wiesen1 des ,klees und anderer ,futterkruter und der ,hlsenfrchte4 ,man nahm frher an1 dass die gnstige ,einwirkung des ,gypses auf die ,vegetation darauf beruhe1 dass der ,gyps ,ammoniak absorbirt1 welches ausserdem auf einem nicht gegypsten ,boden wieder verdunstet sein wrde4 ,das bei der ,fulniss sich entwickelnde1 sowie das in der ,atmosphre enthaltene kohlensaure ,ammon werde fixirt2 es zerlege sich mit dem ,gypse in der ,weise1 dass ,ammonsulfat und ,calciumbicarbonat entsteht4 ,diese ,erklrung der ,wirksamkeit der ,gypsdngung ist ungengend4 ,untersuchungen von ,w4 ,mayer haben gezeigt1 dass der ,ackerboden durch seinen ,thon1 sein ,eisenoxyd u4 s4 w4 das ,ammoniak weit besser und in grsserer ,menge fixirt als der ,gyps4 ,bei der ,gypsdngung hlt man eine ,dosis von #e ,ctr4 auf den englischen ,acker fr gengend2 angenommen1 aller ,gyps gelange zur ,realisation und diene zur ,fixirung von kohlensaurem ,ammon1 so knnte er doch nicht mehr davon binden als #b-g_/aj ,ctr4 ,mayer's ,versuche zeigen dagegen1 dass auf einen engl4 ,acker eine ,sorte ,havannaerde #bbg ,ctr4 ,kalkboden von ,schleissheim bei ,mnchen #aeh ,ammoniak fixirt enthlt4 ,wie aus v4 ,liebig's neueren ,versuchen 7#ahfc7 folgt1 begnstigt der ,gyps dadurch die ,vegetation1 dass er an die ,ackererde einen ,theil seines ,kalkes abgiebt und dafr ,magnesia und ,kali eintauscht2 diese ,stoffe werden durch ,gyps im ,boden verbreitbar gemacht4 ,man hat sich ferner zu erinnern1 dass ,gypspulver1 auch von ungebranntem ,gypse1 mit ,lsungen gewisser ,kaliumsalze zusammengebracht1 zu einer ,masse erstarrt1 in welcher das ,kalium 7nach ,schott als ,doppelsalz7 in schwer lslicher ,form enthalten ist1 und man wird diese ,eigenschaft des ,gypses bei der ,aufstellung einer ,theorie der ,gypsdngung nicht hoch genug anschlagen knnen4 ,sidenote3 ,gypsabgsse4 ,die ,anwendung des ,gypses zum ,giessen und zu ,abdrcken ist eine sehr beliebte zur ,nachahmung und ,vervielfltigung von ,gegenstnden4 ,man bedient sich hierzu eines dnnen ,breies aus #a ,th4 gebranntem ,gypse und #b-a_/b ,th4 ,wasser2 obgleich der ,gyps durch das ,brennen nur gegen #bj ,proc4 verliert1 so ist er doch noch im ,stande1 mit #b-a_/b ,th4 ,wasser einen harten ,brei zu geben1 weil durch die entstehenden ,gypskrystalle 7,ca,s,o#d #b;,h#b,o7 das brige ,wasser mechanisch eingeschlossen wird4 ,das ,erhrten des ,gypses erfolgt bei gut gebranntem ,gypse in #a-b ,minuten und unter geringer ,erwrmung4 ,die ,herstellung von ,gypsabgssen ist nach der ,gestalt der ,gegenstnde mehr oder weniger schwierig4 ,die angewendeten ,formen sind hufig selbst aus ,gyps angefertigt und werden1 um das ,adhriren des eingegossenen ,gypses zu verhindern1 mit ,oel getrnkt4 ,um die ,unbequemlichkeit harter ,formen zu umgehen1 bedient man sich auch elastischer ,leimformen4 ,oft auch benutzt man ,formen von ,gyps als ,modell zum ,giessen von ,zink und ,bronze oder zur ,vervielfltigung galvanoplastischer ,gegenstnde1 zu ,modellen in der ,porcellan- und ,fayencefabrikation u4 s4 w4 ,der gegossene ,gyps wird auch unter anderm gebraucht1 um die ,bden von ,oelfssern zu bekleiden4 ,um das ,erhrten des ,gypsbreies zu verzgern1 giebt man ihm einen ,zusatz von ,leim1 welcher ausserdem dem ,gyps grssere ,hrte1 einen gewissen ,grad von ,durchscheinenheit und ein marmorhnliches ,ansehen ertheilt4 ,den so gemischten ,gyps wendet man hauptschlich zu architektonischen ,verzierungen1 die unter dem ,namen ,stucco 7,stuck1 ,gypsmarmor7 bekannt sind1 an4 ,zu diesem ,zwecke wird der ,gyps mit ,leimwasser1 welchem man etwas ,zinkvitriollsung zugesetzt hat1 angerhrt und auf das ,mauerwerk aufgetragen4 ,nach dem ,trocknen wird der ,ueberzug mit ,bimsstein abgeschliffen4 ,auf die trockne ,oberflche trgt man eine neue ,lage ,gyps1 die mit strkerem ,leimwasser angemacht ist1 auf1 polirt dann die vllig trocken gewordene ,oberflche mit ,tripel und ,leinwandballen und trnkt dann dieselbe mit ,olivenl4 ,um gefrbten ,gypsmarmor darzustellen1 rhrt man den ,gyps mit ,farben1 wie mit ,colcothar1 ,russ1 ,indig1 ,mennige u4 s4 w41 an oder macht aus dem gefrbten ,gypse ,kuchen1 welche man bereinander legt und durchschneidet1 um gebnderten ,gyps zu erzeugen4 ,kuhlmann empfiehlt die ,anwendung einer ,lsung von ,kaliummanganat1 mit welcher man den ,gyps anrhrt1 um sehr schn gefrbte knstliche ,steine zu erhalten4 ,ein ,gemisch von feinem ,gyps und gepulvertem ,frauenspath 7,gypsspath7 mit ,leimwasser giebt die in neuerer ,zeit vielfach zu ornamentalen ,zwecken angewendete ,scaliogla 7von scaglia1 ,schuppe1 ,rinde74 ,der ,gyps 7namentlich der unter dem ,namen ,annalin durch ,fllen einer ,chlorcalciumlsung mit ,schwefelsure knstlich dargestellte7 wird auch in grosser ,menge in der ,papierfabrikation als mineralisches ,lumpensurrogat1 als ,fllstoff1 verwendet4 ,sidenote3 ,hrten des ,gypses4 ,der ,gyps lsst sich auf verschiedene ,weise hrten4 ,eine der ltesten ,methoden besteht darin1 das ,pulver von gebranntem ,gyps mit ,lsungen von ,leim oder arabischem ,gummi anzurhren und auch den fertigen gegossenen und abgetrockneten ,gegenstand in derartige ,lsungen zu tauchen4 ,spter schlug man vor1 ,gypsgegenstnde in eine ,auflsung von #dj ,loth ,alaun in #f ,pfd4 ,wasser zu tauchen1 sie #ae-cj ,minuten darin zu lassen1 dann herauszunehmen und ber den erkalteten ,gegenstand ,alaunlsung zu schtten1 so dass er mit einer ,krystallschicht berzogen ist1 ihn trocknen zu lassen1 mit ,sandpapier zu poliren und endlich mit einem feuchten ,tuche die letzte ,politur zu geben4 ,dieses ,verfahren wurde spter dahin vereinfacht1 dass man gebrannte ,gypsstcke1 sowie sie aus dem ,ofen kommen1 mit ,alaunlsung trnkt oder gepulverten ,gyps mit ,alaunlsung anrhrt und dann nach dem ,trocknen zum zweiten ,male brennt4 ,der ,alaungyps erstarrt nach dem ,mahlen so leicht wie gewhnlicher ,gyps4 ,die ,hrte des ,produkts tritt dann erst hervor1 wenn man das ,pulver anstatt mit ,wasser mit ,alaunlsung anmacht4 ,nach diesem ,verfahren hergestellte ,gypsgegenstnde erhalten durch vollstndiges ,trocknen die ,hrte und das ,durchscheinende des ,marmors und ,alabasters4 ,die ,hrte wird weder durch kaltes noch durch siedendes ,wasser vermindert4 ,der mit ,hlfe von ,alaun gehrtete ,gyps heisst ,marmorcment4 ,das ,pariancment ist durch ,borax gehrteter ,gyps2 zu dem ,ende befeuchtet man die gebrannten ,gypsstcke mit einer ,lsung von #a ,th4 ,borax in #i ,th4 ,wasser durch und durch1 glht sie sechs ,stunden lang und mahlt sie hierauf4 ,noch besser soll der ,erfolg sein1 wenn man dieser ,lsung #a ,th4 ,weinstein und die doppelte ,wassermenge zusetzt4 ,das ,hrten von ,gyps mit ,wasserglaslsung ist nur schwierig auszufhren2 ,gyps mit ,wasserglaslsung zusammengerieben kommt sogleich ins ,stocken und beim ,austrocknen wittert sehr bald ,kalium- oder ,natriumsulfat in grosser ,menge aus2 nach dem ,trocknen ist die ,masse kaum fester als der gewhnliche ,gyps4 ,aus ,gyps gefertigte ,gegenstnde lassen sich daher nicht mit ,wasserglaslsung imprgniren1 um sie fester zu machen1 indem die ,flssigkeit wegen des ,stockens nicht eindringen kann4 ,bessere ,resultate erhlt man mit ,anhydrit oder mit dem ihm sich gleich verhaltenden starkgebrannten ,gyps4 ,knauer und ,w4 ,knop 7#ahfe7 combiniren ,kaliumwasserglas mit ,casen-,kali1 um ,gyps zu hrten4 ,in neuerer ,zeit ist auch die ,kieselfluorwasserstoffsure 7fr sich oder als ,kieselfluorkalium7 zu gleichem ,zwecke vorgeschlagen worden4 ,das ,erhrten des ,gypses wird 7nach ,c4 ,puscher7 verzgert1 wenn man dem gebrannten ,gypspulver #b-d ,proc4 ,eibischwurzelpulver zufgt und die ,mischung mit #dj ,proc4 ,wasser zum ,teige knetet4 ,von den vorstehenden ,methoden unterscheiden sich wesentlich diejenigen1 die eine ,hrtung des ,gypses nicht durch ,zusatz eines andern ,krpers1 sondern durch eigenthmliche ,behandlung des ,gypses erstreben4 ,hierher gehrt das ,verfahren von ,fissot1 welches sich indessen nur zur ,umwandlung der ,gypsblcke in knstlich gehrtete ,steine zu ,bauzwecken eignet2 nach diesem ,verfahren giebt man dem rohen ,gypsblocke die gewnschte ,gestalt1 bringt ihn in den ,brennofen1 lsst ihn nach dem ,brennen erkalten und taucht ihn dann #a_/b ,minute lang unter ,wasser2 nachdem er einige ,sekunden der ,luft ausgesetzt1 taucht man ihn #a-b ,minuten lang in ,wasser2 an der ,luft nimmt er nach dieser ,behandlung eine grosse ,hrte an4 ,wie es scheint1 beruht dieses ,verfahren auf einer vermehrten ,aneinanderkittung der einzelnen ,theilchen durch ,krystallisation4 ,vllig fertig gemachte und getrocknete ,gypsgegenstnde nehmen1 wenn sie mit ,stearinsure oder mit ,paraffin 7nach ,angerstein71 welche beiden ,krper vorher zweckmssig in ,petroleumther gelst werden1 getrnkt worden sind1 einen gewissen ,grad von ,durchscheinenheit und durch ,reibung gute ,politur an1 sodass sie dem mit ,wachs getrnkten ,meerschaum hneln4 ,da hierbei vollkommene ,reinheit der ,gypsmasse unerlsslich ist1 so ist es1 da ohnehin das ,verfahren nur bei kleinen ,gegenstnden ,anwendung finden kann1 am besten1 ,gypsspath anzuwenden und ihn whrend des ,brennens vor jeder ,beimengung von ,unreinigkeit zu verwahren4 ,um der ,masse ein besonders warmes ,ansehen zu geben1 giebt man dem ,paraffin oder der ,stearinsure durch ,zusatz von etwas ,gummigutt und ,drachenblut eine schwach rthlichgelbe ,frbung4 ,,iv4 ,abschnitt4 ,die ,pflanzenstoffe und ihre technische ,anwendung4 ,die ,technologie der ,pflanzenfaser4 ,sidenote3 ,pflanzenfaser4 ,die ,pflanzenfaser oder die ,cellulose ,c#f;,h#aj,o#e ist derjenige ,stoff1 der das ,gewebe der ,vegetabilien bildet und in den verschiedensten ,formen in den ,pflanzen vorkommt4 ,in grsster ,menge findet er sich mit incrustirender ,substanz durchdrungen im ,holze und bildet die ,holzfaser1 in langen ,faden oder ,bscheln bildet er den ,flachs 7,lein71 den ,hanf1 die ,brennnesselfden und die ,baumwolle1 welche ,substanzen die technisch so beraus wichtige ,gruppe der ,gespinnstfasern bilden und zur ,fabrikation der ,gespinnste und ,gewebe1 des ,papiers und der ,schiessbaumwolle dienen4 ,mit ,schwefelsure behandelt1 geht er in ,dextrose 7,glycose7 ber1 worauf die ,verwendung der ,cellulose zur ,spiritusdarstellung beruht4 ,dass der reine ,pflanzenzellenstoff von gleicher ,zusammensetzung in dem ,holze1 der ,baumwolle1 dem ,flachse und dem ,papier vorkommt1 geht aus folgenden ,analysen dieser verschiedenen ,substanzen hervor3 ,zellenstoff aus3 ,holz4 ,baumwolle4 ,flachs4 ,papier4 ,kohlenstoff #dc1hg #dc1cj #dc1fc #dc1hg ,wasserstoff #f1bc #f1dj #f1ba #f1ab ,sauerstoff #di1ij #ej1cj #ej1af #ej1ja ---------------------------------------- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,diejenigen ,pflanzentheile1 welche als ,gespinnstfaser verarbeitet werden1 stellen ,faserbndel dar1 die fest1 geschmeidig1 spaltbar und wo mglich bleichbar sein mssen4 ,diesen vier ,eigenschaften entsprechen in hervorragendem ,grade zunchst der ,flachs1 der ,hanf und die ,baumwolle1 dann1 wiewohl in schwcherem ,maasse1 einige der unten zu erwhnenden ,flachs- und ,hanfsurrogate1 die erst durch die internationalen ,industrieausstellungen der beiden letzten ,decennien in weiteren ,kreisen bekannt geworden sind4 ,greek3 a7 ,der ,flachs4 ,sidenote3 ,flachs4 ,sidenote3 ,rsten desselben4 ,der ,flachs ist die zum ,spinnen vorgerichtete ,faser der ,leinpflanze 7,linum usitatissimum71 einer ,pflanze aus der ,familie der ,caryophylleen4 ,die ,ernte des ,leins geschieht1 indem die ,pflanzen aus dem ,boden gerauft1 in ,bndel gebunden1 und zum ,trocknen auf das ,feld gestellt werden4 ,nach dem ,trocknen werden die ,pflanzen auf der ,flachsraufe1 einem ,kamme mit eisernen ,hakenzhnen 7dem ,riffelkamm oder ,reffkamm71 geriffelt1 d4 h4 die ,samenkapseln abgerissen1 dann aber der ,flachs in handdicke ,bndel gebunden und der ,rotte bergeben4 ,die in dem ,lein enthaltenen ,fasern1 welche den ,flachs bilden1 liegen unter der ,rinde der ,pflanze und zwar durch eine gummiartige ,substanz 7die nach ,j4 ,kolb ,pektose ist7 zusammengeleimt1 welche daraus entfernt werden muss1 so dass durch die nachfolgende mechanische ,behandlung die spinnbaren ,fasern isolirt werden knnen1 ohne bermssig beschdigt zu werden4 ,dies geschieht durch das ,rsten oder ,rotten1 deren ,zweck nach ,j4 ,kolb das ,hervorrufen der ,pektinghrung ist1 wodurch das ,pektin in ,pektinsure bergeht4 ,behufs des ,rstens bringt man die ,flachsstengel in ,bche oder in stehendes ,wasser1 und hlt sie durch aufgelegte schwere ,krper unter der ,oberflche des ,wassers1 bis eine ,art von ,fulniss eingetreten ist1 welche diejenigen ,stoffe1 von welchen die ,faser zusammengehalten wird1 nicht aber die ,faser selbst zerstrt4 ,man nennt diese ,art der ,rste die ,wasserrste4 ,nach einer andern ,methode setzt man die geriffelten ,stengel1 in dnnen ,lagen auf ,feldern ausgebreitet1 den ,einflssen der ,atmosphre aus und ersetzt den fehlenden ,regen durch fleissiges ,begiessen mit ,wasser 7,thaurste1 ,landrotte1 ,luftrotte74 ,beide ,methoden sind langwierig und ungesund1 weil durch die bei der ,fulniss sich entwickelnden ,gasarten die ,umgegend vergiftet1 durch die ,wasserrste ausserdem das ,wasser verdorben und zur ,erhaltung des ,lebens von ,fischen untauglich wird4 ,sidenote3 ,warmwasserrste4 ,sidenote3 ,dampfrste4 ,nach vielen ,versuchen1 die schon seit langer ,zeit mit verschiedenen chemischen ,substanzen 7,kalilauge1 verdnnter ,schwefelsure7 angestellt worden sind1 war endlich vor wenigen ,jahren das seither unter dem ,namen ,warmwasserrste bekannt gewordene ,verfahren zuerst von ,schenck in ,irland eingefhrt worden4 ,gegenwrtig hat sich dieses ,verfahren auf dem ,continente eingebrgert4 ,das ,rsten geht nach dieser ,methode in grossen ,bottichen vor sich1 in welchen das ,wasser mittelst ,dampf auf #be-cj erhitzt wird1 nach #fj-ij ,stunden ist das ,rsten beendigt4 ,die ,vortheile1 welche die ,warmwasserrste darbietet1 sind3 #a7 dass die ,arbeit des ,rstens dem ,leinbauer gnzlich abgenommen wird und in eigene ,anstalten bergeht1 wodurch ein besseres und gleichmssigeres ,produkt erzielt wird2 #b7 dass in ,folge eines um etwa #aj ,proc4 geringeren ,gewichtsverlustes nach der ,rste1 verglichen mit dem ,wasserrstverfahren1 der ,ertrag ein weit grsserer ist2 #c7 dass bei dem fabrikmssigen ,betriebe dieser ,rstart die ,unkosten verhltnissmssig gering sind4 ,in neuerer ,zeit hat man auch angefangen1 heisse ,wasserdmpfe zum ,rsten des ,flachses anzuwenden4 ,diese ,dampfrste1 von ,watt und ,buchanan eingefhrt1 soll vor der ,warmwasserrste grosse ,vorzge besitzen4 ,illustration3 ,fig4 #ahg4 ,sidenote3 ,brechen des ,flachses4 ,im gerotteten ,zustande besteht der ,flachs aus ,cellulose und ,pektinsure4 ,nach beendigtem ,rsten und ,drren sucht man die ,fasern von der ,hlse und dem durch das ,rsten mrbe gewordenen ,kern zu trennen1 was durch das ,brechen1 ,schwingen und ,hecheln geschieht4 ,durch das ,brechen werden die holzigen ,theile zerklopft 7gebrochen71 das ,bast widersteht durch seine grssere ,zhigkeit und bleibt fast unversehrt4 ,das ,werkzeug1 dessen man sich zum ,brechen bedient1 besteht 7,fig4 #ahg7 aus zwei ineinandergreifenden ,theilen2 der obere ,b 7der ,deckel oder ,schlegel7 wird aus zwei ,holzschienen gebildet1 die an dem einen ,ende so mit einem ,untergestell verbunden sind1 dass sie sich wie in einem ,charniere bewegen lassen4 ,diese beiden ,holzschienen laufen nach unten messerschneidenartig zu und vereinigen sich in dem ,handgriffe ,c4 ,das ,untergestell ,a ist der ganzen ,lnge nach in zwei durchgehende ,rinnen ausgeschnitten1 die so beschaffen sind1 dass die ,latten des ,deckels bei der niedergehenden ,bewegung sich genau in die ,rinnen des unteren ,theiles 7der ,lade7 hineinlegen4 ,indem der ,arbeiter abwechselnd den ,deckel aufhebt und schnell wieder niederstsst1 bringt er zu gleicher ,zeit ein ,bschel ,flachs quer ber die ,lade1 welches zwischen den ,latten des ,deckels und den ,rinnen der ,lade zerknickt und zerquetscht wird1 da es allmlig der ,lnge nach fortgezogen wird4 ,die holzigen ,theile1 die ,schebe oder ,ahne fallen theils von selbst1 theils werden sie nach beendigtem ,brechen zum grossen ,theil durch ,ausschtteln entfernt4 ,bei dem ,handbrechen ist ein ziemlicher ,verlust an ,flachs schwer zu vermeiden1 weshalb gut construirte ,flachsbrechmaschinen den ,vorzug verdienen4 ,illustration3 ,fig4 #ahh4 ,illustration3 ,fig4 #ahi4 ,illustration3 ,fig4 #aij4 ,illustration3 ,fig4 #aia4 ,illustration3 ,fig4 #aib4 ,sidenote3 ,botten oder ,blaueln4 ,sidenote3 ,schwingen des ,flachses4 ,sidenote3 ,ribben4 ,sidenote3 ,hecheln des ,flachses4 ,anstatt des ,brechens bedient man sich in ,belgien des ,botthammers1 womit der ,flachs gleichsam gedroschen wird4 ,der ,botthammer 7,fig4 #ahh7 ist ein flacher viereckiger ,holzblock1 auf der unteren ,seite 7,fig4 #ahi7 mit querlaufenden1 parallelen ,einkerbungen versehen1 und an einem langen1 gekrmmten ,stiele befestigt4 ,der ,arbeiter tritt mit der ,fussspitze auf das eine ,ende des ,flachses1 hlt ihn so fest1 und schlgt mit dem ,botthammer krftig auf die freie ,stelle1 wendet von ,zeit zu ,zeit um und durchschttelt ihn1 bis der ,flachs gleichmssig gebrochen ist4 ,der gebrochene oder gebottelte ,flachs enthlt immer noch fest anhngende1 beim ,schtteln sich nicht absondernde ,schebetheile1 welche durch das ,schwingen entfernt werden4 ,der hierbei benutzte ,apparat besteht aus dem ,schwingstock und aus dem ,schwingmesser4 ,ersterer 7,fig4 #aij7 ist ein auf einem ,fussgestell aufrecht befestigtes ,brett mit einem ,einschnitte an der ,seite1 in welchen man ein ,bschel ,flachs so legt1 dass es an der vordern ,seite des ,brettes herabhngt1 whrend es hinter demselben festgehalten wird4 ,das ,schwingmesser 7,fig4 #aia7 ist aus hartem1 dnnem ,holze1 an den ,kanten zugeschrft und mit einem ,handgriffe versehen4 ,der ,arbeiter schlgt damit den lngs des ,brettes herabhngenden ,flachs1 dann dreht er denselben herum und fhrt fort zu schlagen1 bis der ,flachs vllig von der ,schebe befreit ist4 ,anstatt des ,schwingens oder auch nach demselben wendet man in einigen ,flachsgegenden das ,ribben an1 das in einem krftigen ,ausstreichen mit dem ,ribbenmesser 7,fig4 #aib71 einer dnnen ,klinge o aus ,eisenblech1 welche in einem hlzernen ,griff p gefasst ist1 besteht4 ,der sitzende ,arbeiter fasst ein ,bndel ,flachs 7eine ,riste7 mit der linken ,hand1 breitet dasselbe auf einem ber die ,knie gebreiteten ,schurzfell aus und fhrt mit der ,rechten das ,messer4 ,trotz dem sorgfltigsten ,schwingen oder ,ribben wird der ,flachs nicht in den zum ,spinnen erforderlichen ,zustand bergefhrt4 ,abgesehen von noch vorhandenen ,schebeberresten1 ist der ,bast noch nicht vollstndig in seine ,fasern zertheilt1 sind auch noch kurze ,fasern mit langen gemengt1 liegen endlich auch zahlreiche ,fasern verwirrt und gekrmmt4 ,die letzte ,arbeit der ,flachszurichtung1 das ,hecheln1 soll demnach3 #a7 die ,schebeberreste vollstndig entfernen2 #b7 den ,bast in die einzelnen1 zum grssten ,theil noch bnderartig zusammenhngenden ,flachsfasern spalten2 #c7 die zu kurzen ,fasern absondern2 #d7 die langen ,fasern glatt und parallel legen4 ,die ,hechel1 das ,werkzeug1 dessen man sich zum ,hecheln bedient1 besteht aus feinen1 spitzen ,stahlzinken1 welche auf einem festen ,holzboden befestigt sind4 ,man bedarf mehrerer ,sorten ,hecheln1 bei welchen die ,zinken dichter oder entfernter1 feiner oder grber sind4 ,der ,arbeiter schlgt den ,flachs handvollweise durch die ,hecheln und zwar zuerst durch die grberen1 zuletzt durch die feinsten4 ,sidenote3 ,gewirre oder ,hede4 ,die von den ,zhnen der ,hechel zurckgehaltenen krzeren ,fasern nennt man das ,gewirre 7daraus verdorben die ,worte ,werrig oder ,werg7 oder die ,hede1 die zur ,seilerarbeit oder zu geringerem ,gespinnst verwendet werden kann4 ,gewhnlich ist die ,zurichtung der ,flachsfaser mit der ,arbeit des ,hechelns beendigt1 in speciellen ,fllen1 wo besondere ,reinheit und ,feinheit der ,fasern erforderlich ist1 vervollstndigt man die ,wirkung der ,hechel durch ,klopfen und ,brsten und durch ,kochen mit ,seifenlsung4 ,sidenote3 ,ausbeute an ,flachs4 ,der durchschnittliche ,ertrag an geschwungenem ,flachs und ,leinsamen betrgt pro ,hektare #dib ,kilogr4 ,flachs und #ddj ,kilogr4 ,leinsamen #ajj ,kilogr4 gersteter und gedrrter ,flachs wiegen nach dem ,brechen #de-dh ,kilogr4 ,schwingen oder ,ribben #ae-be ,hecheln #aj ,dabei erhlt man #e-aj ,kilogr4 ,schwingwerg und #e-ae ,kilogr4 ,hechelwerg4 ,sidenote3 ,spinnen des ,flachses4 ,das ,spinnen des gehechelten ,flachses bezweckt dessen ,umwandlung in ,garn4 ,das ,spinnen kann geschehen auf dem ,spinnrade 7,handspinnerei71 oder auf ,maschinen 7,maschinenspinnerei74 ,die ,aufgabe der ,spinnerei ist1 die ,fasern des gehechelten ,flachses so auszuziehen und anzuordnen1 dass sie einen ,faden von mglichst gleicher ,dicke bilden1 und dann diesem ,faden die ,drehung zu geben4 ,das ,spinnen auf dem ,spinnrade ist allgemein bekannt4 ,die ,verarbeitung in den mechanischen ,spinnereien zerfllt in folgende ,abtheilungen3 #a7 der gehechelte ,flachs wird in ein ,band von ziemlich gerade und parallel liegenden ,fasern1 die ,grundlage des knftigen ,garnfadens verwandelt2 #b7 dieses ,band wird gestreckt2 dadurch wird dasselbe verfeinert und die parallele ,lage der ,fasern vollkommen bewirkt2 #c7 das gestreckte ,band wird durch weiteres ,strecken und geringes ,drehen in den ,vorgespinnstfaden verwandelt2 #d7 der ,vorgespinnstfaden geht durch fortgesetztes ,strecken und verstrktes ,drehen in das ,feingespinnst1 in das ,garn ber4 ,das ,werg wird ebenfalls auf ,maschinen zu ,gespinnst verarbeitet2 indem dasselbe zuerst hnlich der ,baumwolle gekratzt1 auf der ,kratzmaschine in ,bnder verwandelt und brigens wie der ,flachs behandelt wird4 ,das ,leingarn wird gehaspelt1 dann entweder roh1 oder gebleicht zu ,geweben verarbeitet4 ,die durch ,drehen 7,zwirnen7 vereinigten ,fden irgend eines ,gespinnstes bilden den ,zwirn4 ,sidenote3 ,weben des ,leingarnes4 ,sidenote3 ,leinene ,zeuge4 ,beim ,weben des ,garnes werden ,fden parallel neben einander aufgespannt 7die ,kette7 und durch dieselben ,fden so rechtwinklig gefhrt 7der ,einschuss1 ,schuss1 ,einschlag71 dass dichte ,gewebe entstehen1 die man mit dem ,namen leinene ,zeuge zusammenfasst4 ,durch die ,umkehr des ,einschusses an den beiden ,rndern des ,gewebes1 wobei derselbe die ussersten ,kettenfden umschlingt1 entsteht die ,kante oder ,sahlleiste4 ,sidenote3 ,arten der ,leingewebe4 ,die wichtigsten ,leinwandsorten sind ohne ,zweifel die glatten weissen1 welche die ,namen ,leinwand1 ,leinen oder ,linnen fhren4 ,doch werden auch gekperte und gemusterte sehr hufig angewendet4 ,zur ,verfertigung farbigen ,zeuges muss das dazu bestimmte gefrbte ,garn schon beim ,aufbumen geordnet werden1 und beim ,weben selbst1 welches allerdings mhsamer als das der gewhnlichen glatten weissen ,zeuge ist1 muss der ,arbeiter ebenso viele ,schtzen haben1 als beim ,einschlage ,fden von verschiedener ,farbe vorhanden sein sollen4 ,der zu ,tafelzeugen bestimmte leinene ,damast1 welcher grosse ,muster wie ,blumen1 ,landschaften1 ,portrts u4 s4 w4 enthlt1 wird ebenso wie der ,drell oder ,zwillich1 auf dem ,jacquard-,stuhl gewebt4 ,der ,zwillich ist auf beiden ,seiten rechts1 whrend der leinene ,damast dies bloss auf einer ,seite ist4 ,beim ,zwillich bildet der ,einschlag die ,figuren1 whrend dies beim ,damast durch die ,kette geschieht4 ,der ,batist ist eine aus dem feinsten ,gespinnst nicht sehr dicht gewebte ,leinwand4 ,der ,flachs dazu wird mit besonderer ,sorgfalt gebaut1 damit er eine bestimmte ,lnge erreiche1 und das ,weben des ,zeuges verrichtete man frher in sehr hellen und feuchten ,kellern1 um das ,zerreissen der zarten ,fden mglichst zu verhten2 jetzt ist dies nicht mehr der ,fall1 sondern man wendet zum ,beleuchten eine ,lsung von ,chlorcalcium oder eine glycerinhaltige ,mischung an4 ,das ,kammertuch1 welches man oft mit ,batist verwechselt1 ist ebenso fein wie der ,batist1 aber weniger dicht4 ,aus der ,picardie erhalten wir ,kammertuch von so grosser ,feinheit1 dass ein ,stck von #g ,meter kaum #ahj-bdj ,grm4 wiegt4 ,schleier1 ,klar oder ,schier unterscheidet sich von dem ,batist nur durch grssere ,lockerheit des ,gewebes4 ,fast ebenso locker ist ,linon1 welches das ,mittel zwischen ,batist und ,schleier hlt4 ,die leinene ,gaze1 ein dnnes1 florartig gewebtes ,zeug1 ist dem ,linon hnlich4 ,creas1 eine ursprnglich spanische feine ,leinwand1 aus vorher schon gebleichtem ,garn gewebt1 nimmt nach dem ,mangen und ,gltten ein sehr angenehmes1 seidenartiges ,ansehen an4 ,der ,tll 7den man auch aus ,baumwollengarn macht7 ist ein aus gebleichtem ,leingarn durchbrochen gewebtes ,zeug1 welches stark gesteift und unter ,anderem zum ,durchnhen der ,zierrathen benutzt wird4 ,die grbste1 meistens hnfene ,leinwand ist des ,segeltuch1 das ,matrosenlinnen und die ,pack- und ,sackleinwand4 ,das sogenannte ,bleichtuch ist eine ,art grober ,leinwand1 welche in den ,wachsbleichen zu der ,unterlage des zu bleichenden ,wachses gebraucht wird4 ,sidenote3 ,appretur4 ,die fertigen ,zeuge werden gebleicht und dann1 um ihnen ein geflliges ,ansehen zu geben1 appretirt4 ,die ,appretur zerfllt in das ,strken1 ,gltten und ,pressen4 ,durch das ,strken wird die ,leinwand steif und zur ,annahme des ,glanzes geeignet4 ,das ,gltten und ,pressen geschieht entweder auf ,mangen oder ,rollen1 oder vermittelst eines aus #c-e ,walzen bestehenden ,kalanders4 -- ,von dem ,bleichen der leinenen ,zeuge wird weiter unten die ,rede sein4 ,greek3 b7 ,der ,hanf und andere weniger wichtige ,gespinnstpflanzen4 ,illustration3 ,fig4 #aic4 ,illustration3 ,fig4 #aid4 ,sidenote3 ,hanf4 ,der ,hanf 7,cannabis sativa7 wird hauptschlich wegen des ,bastes seiner ,stengel angebaut4 ,der daraus gewonnene ,faden ist zwar etwas grob1 hat aber dafr ganz besondere ,festigkeit und lsst sich daher kaum durch ein anderes ,material zu ,tauwerk und ,segeltuch ersetzen4 ,nicht minder wird aber auch das ,hanfgespinnst zu huslichem ,gebrauch vielfach verwendet4 ,die ,verarbeitung der ,hanfstengel stimmt im ,wesentlichen mit jener des ,flachses berein4 ,der ,hanf wird nmlich im ,wasser gerstet1 getrocknet1 gebrochen und auf der ,hanfreibe zerquetscht4 ,die ltere ,art derselben 7,fig4 #aic7 besteht aus einem grossen ,steinkegel1 der mit ,hlfe einer ,achse an einer verticalen ,welle angebracht ist und sich mit dieser in einer ,kreisbahn bewegt4 ,vortheilhaft sind die neuen ,hanfreiber 7,fig4 #aid71 deren ,construktion aus beistehender ,zeichnung erhellt4 ,der geriebene ,hanf heisst ,reinhanf1 der seiner ,lnge wegen beim ,spinnen ,schwierigkeiten darbietet und deshalb in #b bis #c ,theile zerrissen wird1 was man ,stossen nennt4 ,hierauf folgt das ,schwingen und ,hecheln4 ,sidenote3 ,andere ,gespinnstpflanzen4 ,in neuerer ,zeit sind verschiedene1 meist auslndische ,faserstoffe als ,stellvertreter des ,flachses und ,hanfes in die europische ,industrie eingefhrt worden4 ,die hauptschlichsten derselben sind folgende3 ,greek3 a7 ,stengelfasern3 #a7 ,chinesisches ,gras 7,chinagras1 ,tschuma71 die ,faser von ,urtica s4 ,boehmeria nivea und heterophylla1 welche in ,china und ,ostindien1 in ,mexico und dem ,mississippithale1 auf ,cuba1 in der ,wolgaebene ,russlands1 im sdlichen ,frankreich und in ,algier angebaut werden4 ,die in ,china gebruchliche ,herstellung der ,fden ist insofern bemerkenswerth1 als die ,fden nicht gesponnen1 sondern durch ,aneinanderstckeln einzelner1 ,ende bei ,ende gelegter und durch ,rollen unter der ,hand vereinigter ,fasern gebildet werden2 sie erscheinen daher glatt und nicht gedreht und bieten deshalb einen eigenthmlichen ,glanz dar4 ,es dient zur ,herstellung des schnen ,gewebes1 das unter dem ,namen ,grasleinen oder ,china grass-cloth bekannt ist4 ,das ,rohmaterial1 von ,hause aus grnlich oder braun1 lsst sich bleichen und nimmt dann alle ,farben an4 #b7 ,die grosse ,nessel1 ,urtica dioca1 liefert einen feinen ,bast1 aus welchem das ,nesseltuch hergestellt wird4 #c7 ,rameehanf oder ,rami von ,urtica s4 ,boehmeria utilis1 eine ,nesselart1 die auf ,borneo1 ,java1 ,sumatra und anderen ,inseln des indischen ,archipels1 in neuerer ,zeit auch in der ,union und versuchsweise in ,deutschland angebaut wird4 ,er ist #a-b ,meter lang1 gelblichweiss1 von der ,feinheit reingeschwungenen groben ,flachses1 aber fast glanzlos und steif4 #d7 ,rheahanf 7,kankhura- oder ,kalluihanf71 ,urtica s4 ,rhea tenacissima1 aus ,ostindien4 ,hat nicht viel ,werth als ,gespinnstfaser4 #e7 ,jutehanf 7paut-hemp71 von der in ,ostindien und ,china einheimischen ,gemselinde1 ,corchorus capsularis1 ,c4 textilis1 ,c4 olitorius1 ,c4 siliquosus4 ,das ,gespinnstmaterial ist ein brauner1 grober und langer ,faserstoff1 der in ,england zu dickem ,garne versponnen wird1 woraus man ,sack- und ,packtuch 7,gunny7 webt4 ,zu ,tauwerk kann die ,jute den ,hanf nicht ersetzen1 da sie zu wenig ,festigkeit besitzt und im ,wasser leicht fault4 #f7 ,hibiscushanf 7,bombayhanf oder ,umbaree71 von ,hibiscus cannabinus1 deren ,bastfasern man von dem ,holze durch ,rsten und ,pochen absondert2 man verfertigt daraus in ,england ,tauwerk4 #g7 ,sunnhanf 7,janapam oder ostindischer ,hanf71 von ,crotalaria juncea1 ist dem gewhnlichen ,hanfe sehr hnlich1 steht ihm aber an ,festigkeit und ,lnge der ,fasern nach4 ,greek3 b7 ,blattfasern3 #h7 ,neuseelndischer ,flachs1 ,phormium tenax1 eine in ,neuseeland einheimische ,gespinnstpflanze 7,koradi oder ,korere71 deren ,bltter zahlreiche gerade ,lngenfasern von ziemlicher ,feinheit1 weisser ,farbe und ,seidenglanze enthalten4 ,das zubereitete ,material ist dem gewhnlichen ,hanfe hnlich1 jedoch hrter1 steifer und rauher4 #i7 ,alohanf 7,pitta oder ,pite7 kommt aus ,peru1 ,westindien1 ,mexico und ,ostindien und besteht aus den gereinigten ,fasern der ,bltter mehrerer ,agavearten1 wie ,a4 americana1 ,a4 vivipara1 ,a4 foetida etc4 ,er ist gelblichweiss und wird hauptschlich zu ,seilerwaaren verarbeitet4 #aj7 ,manilahanf 7,pinasfaser oder ,avaka7 kommt von ,musa textilis1 ,m4 troglodytarum und ,m4 paradisiaca1 die in ,ostindien und mehreren ,inseln des indischen ,archipels wachsen4 ,er kommt im ,handel vor in gelblichweissen oder brunlichgelben ,fasern von #a1c-b1b ,meter ,lnge1 die zum ,theil in basthnliche ,streifen vereinigt sind1 durch ,hecheln aber fein zertheilt dargestellt werden knnen4 ,die weisse ,sorte zeigt nach dem ,hecheln einen ,seidenglanz und wird zu ,glockenzgen1 ,taschen u4 dergl4 verarbeitet1 auch zuweilen als ,einschuss in ,mbeldamaste verwendet4 ,die geringeren oder gefrbten ,sorten ,manilahanf dienen zu ,seilerarbeiten4 #aa7 ,ananashanf 7oder ,pinna7 kommt aus ,westindien1 ,central- und ,sdamerika und besteht aus den ,bastfasern der gewhnlichen ,ananas 7,ananassa sativa s4 ,bromelia ananas7 und anderen ,ananasarten4 ,er eignet sich ziemlich gut zu feinen ,geweben4 #ab7 ,pikabahanf 7oder ,piassava71 aus den ,blttern der ,attalea funifera1 einer in ,brasilien wachsenden ,palme1 wird zu ,seilerwaaren verwendet4 ,greek3 g7 ,fasern aus ,fruchthllen3 #ac7 ,kokosnussfaser 7,coir oder ,kair7 ist der rothbraune ,faserstoff1 mit welchem die ,schale der ,kokosnsse 7von ,cocos nucifera7 usserlich umhllt ist4 ,sie besitzt grosse ,elasticitt und ,strke und wird zu ,seilen1 ,teppichen1 ,matten1 ,flechtwerken u4 s4 w4 verarbeitet4 ,greek3 g7 ,die ,baumwolle4 ,sidenote3 ,baumwolle4 ,die ,baumwolle oder ,cotton ist die ,samenwolle der ,frchte mehrerer ,staudengewchse aus der ,gattung ,gossypium1 welche in allen ,lndern des ,grtels zwischen der tropischen ,zone und gemssigten1 besonders in den ,sdstaaten der nordamerikanischen ,union 7,alabama1 ,mississippi1 ,georgia1 ,sd-,carolina1 ,tennessee1 ,louisiana1 ,arkansas1 ,florida1 ,texas71 ,mexico1 ,brasilien1 ,westindien1 ,ostindien1 ,algerien1 ,aegypten1 ,australien 7,queensland71 der ,trkei 7,macedonien1 ,thessalien1 ,candia71 ,neapel 7z4 ,b4 in der ,ebene von ,salerno71 ,sicilien1 ,malta1 ,spanien 7in ,andalusien71 in der ,krim1 in ,griechenland etc4 angebaut werden4 ,die ,frucht besteht aus einer drei- bis fnffcherigen ,kapsel von der ,grsse einer welschen ,nuss1 in der sich die erbsengrossen schwarzen ,samen von weissem ,wollflaum umgeben befinden4 ,in einer ,art von ,baumwollenstaude 7,gossypium religiosum7 ist die ,baumwolle gelb gefrbt2 sie wird von den ,chinesen zur ,fabrikation des ,nanking angewendet4 ,wenn die ,kapseln reif sind1 so platzen sie auf und die ,wolle tritt heraus2 in jeder ,zelle liegt ein ,bschel ,baumwolle1 deren ,fasern an den ,samen festsitzen4 ,so wie die ,baumwolle nach ,europa kommt1 hat sie schon an ihren ,erzeugungsorten eine vorlufige ,reinigung erlitten1 indem sie egrenirt1 d4 h4 von den ,samenkrnern sorgfltig befreit worden ist4 ,wollte man die ,baumwolle mit den ,samen verpacken1 so wrde dieselbe schmutzig und lig1 und zum ,verspinnen untauglich werden4 ,in den ,vereinigten ,staaten wendet man zum ,egreniren die ,entkrnungsmaschine von ,whitney an1 deren wirkende ,haupttheile ,kreissgebltter sind4 ,es befinden sich an einer horizontalen ,achse #ah-bj solcher ,sgebltter1 die sich wenigstens #ajjmal in einer ,minute umdrehen4 ,diese ,sgen greifen mit einem ,theile ihrer ,peripherie zwischen den ,stben eines engen ,gitters durch1 fassen mit ihren spitzen ,zhnen die dort hingelegte ,baumwolle und ziehen sie herum1 ohne die ,samenkrner mitzunehmen1 da fr diese die ,oeffnungen des ,gitters zu eng sind4 ,bei zwanzig ,sgeblttern reinigt eine solche ,maschine gegen #djj ,pfund1 bei #hj ,sgeblttern bei einer ,consumtion von #b ,pferdekrften gegen #ejj ,pfund rohe ,baumwolle4 ,in neuerer ,zeit ersetzt man den ,sgecylinder zuweilen durch einen ,krempelcylinder4 ,man benutzt die ,baumwollsamen zum ,verfttern1 zum ,dngen1 und zur ,oelbereitung 7in ,amerika erhlt man aus #cj ,pfund ,baumwolle ,krner zu einem ,pfund ,oel74 ,sidenote3 ,arten der ,baumwolle4 ,man unterscheidet die ,baumwolle nach den ,lndern und nach den ,stapelpltzen als nordamerikanische 7,sea ,island oder lange ,georgia1 ,orleans1 ,upland1 ,louisiana1 ,alabama1 ,tennessee1 ,georgia1 ,virginia71 sdamerikanische 7,fernambuk1 ,siara1 ,bahia u4 s4 w471 columbische1 peruanische1 westindische 7,domingo1 ,bahama1 ,barthelemy71 ostindische 7,dhollerah1 ,surate1 ,manilla1 ,madras1 ,bengal71 levantische 7macedonische1 smyrnaer71 gyptische 7,mako oder ,jmel71 australische 7,queensland7 und europische 7spanische3 ,motril1 sicilianische3 ,castellamare und ,bianca1 griechische und maltesische7 ,sorten4 ,sidenote3 ,spinnen derselben4 ,baumwollspinnerei4 ,die ,reihe der ,arbeiten1 welchen die ,baumwolle bis zur vollendeten ,darstellung des ,baumwollgarnes unterworfen wird1 ist in den ,spinnereien folgende3 #a7 ,die ,auflockerung und ,reinigung der rohen ,baumwolle1 wodurch die durch das ,pressen vor der ,verschiffung zu festen ,knollen und ,klumpen verdichtete ,wollmasse wieder zertheilt wird1 die ,fasern nach und nach auf das vollstndigste von einander gelst und zugleich die1 oft noch in grosser ,menge vorhandenen ,reste der ,samenkrner1 sowie ,sand1 ,staub und andere ,unreinigkeiten entfernt werden4 ,die ,bearbeitung geschieht zunchst entweder ,greek3 a7 durch ,klopfen und ,schlagen mit der ,hand1 oder ,greek3 b7 mit dem ,wolf1 welcher die ,auflockerung durch einen mit spitzigen eisernen ,zhnen besetzten ,cylinder bewirkt1 und ,greek3 g7 dem ,willow 7,zauseler71 eine dem ,wolf verwandte ,maschine1 aber mit stumpfen ,stiften oder ,pflcken versehen4 ,die ,fortsetzung der ,auflockerung und ,reinigung geschieht mittelst der ,schlagmaschinen 7,flackmaschinen71 wesentlich aus einem ,flgelrad und einem ,ventilator bestehend2 die ,schlge der ,flgel trennen die ,wollfasern von den ,unreinigkeiten1 welche letztere durch den ,luftstrom fortgeweht werden oder durch den ,rost fallen4 ,um eine vollkommene ,bearbeitung zu erlangen1 gebraucht man zwei solcher ,maschinen nach einander4 ,die beiden ,schlagmaschinen heissen ,greek3 a7 die ,putzmaschine 7batteur plucheur71 sie enthlt zwei ,flgelrder 7,schlger7 hintereinander und bewirkt also eine zweimalige ,bearbeitung der ,baumwolle1 welche zuletzt als eine lockere1 aber noch nicht vllig gereinigte ,masse hervorgeht2 ,greek3 b7 die ,watten- oder ,wickelmaschine 7batteur taleur71 welche nur einen1 viel schneller umlaufenden ,schlger hat und zugleich eine ,vorrichtung enthlt1 wodurch die nun schon ziemlich gereinigte ,baumwolle in ,form einer lose zusammenliegenden ,flche 7,watte1 ,pelz7 auf eine ,walze 7,wickel7 aufgerollt wird1 welche man sodann der ,kratzmaschine vorlegt4 ,unter dem ,namen ,epurateurs construirt man in neuerer ,zeit ,maschinen1 welche zwischen den ,schlagmaschinen und ,krempeln inne stehend1 die ,wirkungsweise beider mit einander vereinigen und die ,anwendung derselben ganz oder theilweise ersetzen4 ,der ,epurateur eignet sich vorzglich zur ,wattenfabrikation4 #b7 ,das ,krempeln oder ,kratzen4 ,die natrliche oder verwirrte ,lage der ,baumwollfaser wird durch die ,behandlung mittelst der ,auflockerungsmaschinen keineswegs gehoben1 eher fast noch vermehrt4 ,an ein ,verspinnen der aufgelockerten ,baumwolle ist daher erst dann zu denken1 wenn sie vorlufig vollkommen gerade gestreckt und in parallele ,lage zu einander gebracht sind4 ,dieser ,forderung zu gengen1 sind zunchst die ,krempel- oder ,kratzmaschinen bestimmt1 deren ,hauptbestandtheile mehrere auf ihrer ,oberflche dicht mit ,drahthkchen besetzte ,walzen und flache ,hlzer sind1 zwischen welchen die ,baumwolle dnn ausgebreitet durchgefhrt und gleichsam gekmmt wird1 wobei zugleich die noch vorhandenen kleinen ,unreinigkeiten abfallen4 ,ein ,kamm mit feinen ,stahlzhnen lst von der letzten ,walze die ,baumwolle in ,gestalt einer zarten1 aus ziemlich parallel liegenden ,fasern bestehenden ,flche 7,vliess7 ab4 ,das ,krempeln wird in der ,regel zwei ,mal und zwar mit folgenden ,maschinen vorgenommen3 ,greek3 a7 die ,reisskrempel oder ,vorkratze1 welche das ,vliess selbst auf eine hlzerne ,trommel wickelt2 ,greek3 b7 die ,feinkrempel oder ,feinkratze1 welche das von der ,reisskrempel gelieferte ,vliess verarbeitet und daraus ein neues ,vliess bildet1 welches1 nachdem es mittelst des ,kammes abgelst ist1 sogleich durch einen ,trichter geht1 und darin seiner ,breite nach dergestalt zusammengedrngt wird1 dass es die ,gestalt eines schmalen und lockeren ,bandes annimmt4 ,hufig lsst man auch schon durch die ,vorkratze ,bnder bilden1 von denen man eine ,anzahl mit ,hlfe einer besonderen ,maschine1 dem ,doubleur oder der ,lappingmaschine zu einem breiten ,vliesse vereinigt1 welches man der ,feinkratze vorlegt2 letzteres ,verfahren1 obgleich weitlufiger1 hat den ,zweck1 eine gleichmssigere ,vertheilung der ,baumwolle in dem auf der ,feinkratze entstehenden ,bande hervorzubringen4 ,in neuerer ,zeit wendet man hufig statt des ,krempelns1 das ,kmmen der ,baumwolle an4 ,man beabsichtigt dadurch theils eine ,trennung der langen ,fasern von den kurzen1 um erstere allein zur ,erzeugung der hheren ,garnnummern benutzen zu knnen1 theils auch bei der langen ,georgia 7,sea-,island71 um die ausgekmmten langen ,fasern mit ,seide 7,florettseide7 vereinigt zu verspinnen4 #c7 ,das ,strecken oder ,laminiren der gekrempelten ,baumwolle4 ,die ,operation des ,streckens und die des damit in ,verbindung stehenden ,doublirens hat den ,zweck1 die ,fasern der von der ,krempel kommenden ,bnder mehr parallel zu legen und ihre ungleiche ,dicke zu beseitigen4 ,die hierzu in ,anwendung kommende ,maschine1 die ,strecke1 besteht aus #b bis #f1 gewhnlich aber aus drei ,paaren kleiner ,walzen1 durch welche die von der ,krempel kommenden ,bnder wiederholt gehen mssen4 ,die ,bnder werden hier ausserordentlich stark in die ,lnge gezogen1 aber trotzdem wenig oder gar nicht verdnnt1 weil man so ziemlich in demselben ,verhltnisse doublirt1 d4 h4 eine gewisse ,anzahl von ,bndern neben einander legt und daraus ein einziges ,band macht4 #d7 ,das ,vorspinnen4 ,die ,umwandlung des gestreckten ,bandes in einen ,garnfaden ist1 was man eigentlich ,spinnen nennt2 denn die bisher angefhrten ,operationen sind nur ,vorbereitungen dazu1 durch welche man beabsichtigt1 der ,faser eine zum ,ausziehen des ,fadens geeignete ,gestalt und ,beschaffenheit zu geben4 ,da nun aber das von der ,strecke gelieferte ,band oft weit ber #ajj ,mal grber ist als der daraus zu spinnende ,garnfaden1 so lsst sich die nothwendige ,ausdehnung und ,verfeinerung nicht auf einmal vornehmen1 sondern sie muss stufenweise geschehen1 indem man sie mittelst #c oder #d successiv angewendeten ,maschinen verrichtet4 ,diese fortschreitende ,dehnung unter gleichzeitiger ,anwendung der ,drehung bildet das ,vorspinnen1 durch welches grober1 lockerer ,faden1 das ,vorgespinnst entsteht4 ,bei der ,erzeugung aller mittelfeinen und feinen ,garne wird das ,vorspinnen zweimal vorgenommen1 wobei des erste ,mal grobes ,vorgespinnst 7,lunte71 das zweite ,mal dnnes ,vorgespinnst oder ,vorgarn erhalten wird4 ,aus letzterem wird sodann auf der ,spinnmaschine1 durch das ,feinspinnen das ,garn hervorgebracht4 ,die gestreckten ,bnder knnen nicht ohne ,weiteres bedeutend in die ,lnge gezogen werden1 ohne abzureissen4 ,lsst man aber auf das ,ausziehen sogleich eine ,drehung folgen1 durch welche die ,fasern um einander herum gewunden und in ,folge des daraus hervorgehenden ,druckes einander genhert werden1 so ist das ,ausziehen der ,bnder zu einem selbstndigen ,faden mglich4 ,es giebt zweierlei ,wege1 dieses ,ziel zu erreichen1 entweder man ertheilt dem ,vorgespinnst eine bleibende ,drehung1 oder man dreht es nur vorbergehend1 d4 h4 die gegebene ,drehung wird von der ,maschine selbst sofort wieder aufgehoben1 so dass nur die davon bewirkte ,zusammendrngung der ,fasern als sichtbarer ,erfolg brig bleibt4 ,hiernach zerfallen die ,vorspinnmaschinen in ,greek3 a7 ,vorspinnmaschinen mit bleibender ,drehung 7oder bleibendem ,drahte71 von denen die wichtigeren sind3 die ,kannenmaschine oder ,laternenbank1 die ,banc-,abegg1 die ,spulenmaschine1 die ,spindelbank1 die gebruchlichste der ,vorspinnmaschinen1 in ,sachsen und ,norddeutschland berhaupt kurz der ,flyer1 in ,sddeutschland und der ,schweiz die ,banc broches genannt2 ,greek3 b7 ,vorspinnmaschinen mit vorbergehender ,drehung 7oder falschem ,draht71 von denen die hauptschlicheren sind3 die ,rhrenmaschine1 die ,eklipsemaschine1 die ,wrgelmaschine oder der ,rota-frotteur4 ,sidenote3 ,feinspinnen4 #e7 ,das ,feinspinnen4 ,das ,ausziehen des ,vorgespinnstes zu ,feingespinnst 7,garn1 ,twist71 geschieht entweder durch zeitweises ,festhalten des ,fadens vermittelst einer ,klemme 7auf der ,jenny1 die jetzt nicht mehr angewendet wird71 oder durch ununterbrochenes ,ausziehen zwischen ,walzenpaaren1 von denen die nchstfolgenden schneller sich umdrehen1 als die vorhergehenden 7auf der ,drosselmaschine und der ,mulemaschine1 welche1 wenn ,handarbeit zur ,bewegung des zum ,spinnen und ,aufwinden der ,fden erforderlichen ,wagens dient1 ,handmule1 bei ,anwendung von ,dampf- oder ,wasserkraft ,selfactor genannt wird74 ,das fertige ,gespinnst wird auf der ,weife oder dem ,haspel in ,gebinde und ,strhne aufgewunden und dann nach den ,feinheitsnummern sortirt4 ,sidenote3 ,garn4 ,das von den ,spinnmaschinen gelieferte ,garn unterscheidet man als ,muletwist und ,watertwist2 ersterer zeichnet sich durch seine lockere1 wenig gedrehte ,beschaffenheit aus4 ,letzteres ist strker gedreht und wird beinahe ausschliesslich als ,kettgarn benutzt4 ,sidenote3 ,baumwollgewebe4 ,die ,baumwollgewebe sind3 #a7 glatte 7leinwandartige71 #b7 gekperte1 #c7 gemusterte und #d7 sammtartige4 a7 ,zu den glatten 7leinwandartigen7 ,baumwollgeweben a7 mit parallelen ,kettfden gehren3 #a7 ,kattun 7als ,druckkattun oder als ,baumwoll-,leinwand72 #b7 ,nanking2 #c7 ,shirting 7,hemdenkattun1 ,futterkattun72 #d7 ,kambrik 7,kammertuch72 #e7 ,baumwollbatist 7schott4 ,batist72 #f7 ,jaconet2 #g7 ,perkal 7zum ,druck bestimmter ,perkal heisst ,kaliko72 #h7 die aus ganz oder theilweise gefrbtem ,garn gewebten ,zeuge ,gingham1 ,baumwoll-,barge1 ,haincord2 #i7 die locker gewebten ,zeuge ,musselin 7,vapeur1 ,zephyr71 ,organdin 7,mull1 ,linon72 ,baumwoll-,stramin2 b7 mit gekreuzten ,kettfden2 #aj7 ,tll und ,gaze4 b7 ,zu den gekperten ,baumwollstoffen gehren3 #a7 ,kper oder ,crois2 #b7 ,baumwollmerino2 #c7 ,drill oder ,drell2 #d7 ,bast2 #e7 ,satin 7engl4 ,leder72 #f7 ,barchent 7fustian74 c7 ,der gefrbte rauhe und gleich dem ,wolltuch geschorene ,barchent heisst ,beaverteen1 der feinere ,moleskin4 d7 ,zu den gemusterten ,baumwollstoffen gehren #a7 ,dimity 7,wallis72 #b7 gemusterte ,drelle und ,barchente2 #c7 ,baumwolldamast2 #d7 ,piqu4 e7 ,zu den sammtartigen ,baumwollstoffen gehren3 #a7 ,manchester2 #b7 ,baumwollsammt 7velvet74 ,sidenote3 ,stellvertreter der ,baumwolle4 ,sidenote3 ,cottonisiren des ,flachses4 ,es sind verschiedene ,ersatzmittel fr die ,baumwolle vorgeschlagen worden4 ,man hat bis jetzt aber noch kein ,material gefunden1 das vollkommen die ,baumwolle zu ersetzen im ,stande wre4 ,einige dieser sogenannten ,ersatzmittel sind die schwarze ,pappel 7,populus nigra7 und die ,espe 7,p4 tremula71 deren ,wolle nur die ,elasticitt fehlt1 um als ,stellvertreter der ,baumwolle dienen zu knnen1 die ,binse 7,juncus effusus71 die deutsche ,tamariske1 ,disteln und ,grauwolle 7,agrostis71 die ,salix pentandra1 die ,zostera marina und die ,flachsbaumwolle4 ,vor etwa zwanzig ,jahren hat die ,bereitung der ,flachsbaumwolle durch ,claussen1 oder durch das ,verfahren1 kurzfaserigen ,flachs darzustellen1 welcher gefilzt1 gekratzt und auf der ,baumwollspinnmaschine entweder fr sich oder mit ,baumwolle versponnen werden kann1 berhaupt in den ,haupteigenschaften mit der ,baumwolle bereinstimmen soll1 viel von sich reden gemacht1 indem man schon die ,hoffnung hegte1 dass dadurch der ,baumwollindustrie ein inlndisches ,rohmaterial gegeben worden sei4 ,was den ,flachs in dieser ,beziehung von der ,baumwolle unterscheidet1 ist die ,zusammengesetztheit und die ,lnge seiner ,faser4 ,letztere soll auf einer ,schneidemaschine auf die ,lnge der ,baumwollfaser reducirt1 das ,auflsen der zusammengesetzten ,fasern in ,primitivfasern auf chemischem ,wege bewirkt werden4 ,claussen bringt zu diesem ,zweck den ,flachs in eine concentrirte ,lsung von ,natriumbicarbonat1 und sodann in ein saures ,bad 7#a ,th4 ,schwefelsure und #bjj ,th4 ,wasser74 ,der ,flachs verwandelt sich dadurch in eine flaumige ,masse1 die im gebleichten ,zustande der ,baumwolle hnlich ist4 ,das ,claussen'sche ,verfahren ist aber keine ,verbesserung1 sondern eine ,verschlechterung des ,flachses1 da derselbe seine ,haupteigenschaften1 ,lnge und ,strke1 durch das ,cottonisiren verliert1 ausserdem auch die ,festigkeit der ,faser dabei leidet4 ,sidenote3 ,unterscheidung der ,baumwollfaser von der ,leinfaser4 ,durch das jetzt sehr bliche ,verspinnen und ,verweben von mit ,baumwolle gemischten ,leinen ist ein sicheres ,mittel ,bedrfniss geworden1 ,baumwolle von ,leinen zu unterscheiden4 ,die ,prfungsmethoden zur ,unterscheidung beider grnden sich entweder auf geringe chemische ,unterschiede1 oder auf unter dem ,mikroskop 7am besten mit dem ,polarisationsapparate combinirt7 wahrnehmbare ,verschiedenheiten in der ,gestalt4 ,die chemischen ,verschiedenheiten der ,leinfaser und der ,baumwolle sind zu geringe1 als dass die ,prfungsmethoden1 die sich darauf grnden1 hinlngliche ,sicherheit fr die ,unterscheidung in schwierigen ,fllen gewhren knnten4 ,thierfasern 7wie ,seide und ,schafwolle7 und ,pflanzenfasern zu ,geweben verarbeitet1 unterscheiden sich chemisch dergestalt von einander1 dass schon ihr ,verhalten zu chemischen ,agentien zur ,unterscheidung vollkommen hinreicht4 ,die physikalische ,beschaffenheit der ,fasern1 z4 ,b4 die ,art und ,weise1 wie die ,fasern ,farbstofflsungen aufnehmen1 wie sie durch ,oel mehr oder weniger durchscheinend werden1 liefert uns ,prfungsmethoden1 die fr einzelne ,flle1 wie wenn es sich um den ,nachweis von ,baumwolle in ,leinwand handelt1 sehr wohl anzuwenden1 aber keineswegs unfehlbar sind4 ,einige der lteren ,methoden sind auch in der ,zukunft nicht zu entbehren4 ,eine gengende ,sicherheit in schwierigen ,fllen gewhrt aber nur das ,mikroskop4 ,von den wichtigeren ,prfungsmethoden zur ,erkennung der ,baumwolle in leinenen ,geweben seien folgende angefhrt3 ,die ,schwefelsureprobe1 von ,kindt und ,lehnert empfohlen4 ,die mit ,seifenwasser etc4 vollkommen von der ,appretur befreite trockne ,probe taucht man zur ,hlfte in ,schwefelsure von #a1hc spec4 ,gewicht1 und zwar #a-a-a_/b ,minute lang ein2 alsdann wirft man sie in ,wasser1 woselbst sie einige ,augenblicke ruhig bleibt1 um dann ausgewaschen und getrocknet zu werden4 ,die ,schwefelsure zerfrisst die ,baumwolle um so viel rascher als das ,leinen2 es werden daher gemischte ,fden verdnnt1 rein baumwollene ,fden ganz entfernt4 ,da reines ,leinen indessen ebenfalls verdnnt wird1 so ist die ,probe im ersten ,falle etwas misslich1 aber im andern ,falle sicher4 ,gefrbte ,muster werden am besten zuerst entfrbt oder gebleicht4 ,die ,farbeprobe1 von ,elsner1 ist in sehr vielen ,fllen brauchbar1 aber nicht immer ausreichend1 namentlich bedarf sie eines sehr gebten ,auges1 um die feinen ,farbenunterschiede zu erkennen4 ,als ,farbetinctur whlt man den weingeistigen ,auszug der ,frberrthe 7,rubia tinctorum74 ,ein halb ,loth der zerschnittenen ,wurzel wird in einem ,glaskolben mit #f ,loth ,alkohol von #id ,proc4 bergossen und #bd ,stunden lang bei gewhnlicher ,temperatur unter fterem ,umschtteln damit in ,berhrung gelassen4 ,die dadurch entstandene klare braungelbe ,tinktur wird durch weisses ,lschpapier filtrirt und zum ,gebrauche aufbewahrt4 ,reine ,leinengewebe frben sich beim ,eintauchen in diese ,tinktur nach #a_/c-a_/d ,stunde gleichfrmig unrein orangenroth1 reine ,baumwollgewebe dagegen gleichfrmig gelb2 ist das ,gewebe gemischt1 so erscheinen die ,leinenfden gelbroth1 die ,baumwollfden gelb1 das ,ganze erscheint daher nicht gleichfrmig gefrbt1 sondern gestreift4 ,werden die ,gewebestreifen vor dem ,eintauchen an den ,kanten #b ,linien breit ausgezupft1 was brigens von wesentlichem ,einfluss auf die ,erkennung der einzelnen ,fden ist1 so tritt die ,erscheinung so deutlich hervor1 dass die einzelnen verschieden gefrbten ,fden von ,leinen und ,baumwolle an den ausgezupften ,kanten mit ,leichtigkeit gezhlt werden knnen4 ,besser ist die ,fuchsinprobe4 ,man taucht einen ,streifen des ,gewebes in eine weingeistige ,lsung von ,fuchsin 7,anilinroth71 begiesst ihn hierauf mit ,wasser1 bis dieses ungefrbt abluft und legt ihn endlich noch #a-c ,minuten in schwachen ,salmiakgeist4 ,hier verschwindet die ,farbe der ,baumwollfden1 whrend die ,leinenfden rosenroth gefrbt bleiben4 ,die von ,elsner vorgeschlagene ,entfrbungsprobe grndet sich darauf1 dass der mit ,cochenille gefrbte ,leinfaden sich durch eine schwache ,chlorkalklsung spter entfrbt1 als der ebenso gefrbte ,baumwollfaden4 ,die zu prfende ,leinwand muss vor der ,frbung durch ,cochenille von aller ,appretur befreit werden4 ,die gefrbte und getrocknete ,probe wird auf die ,oberflche einer schwachen und filtrirten ,chlorkalklsung gelegt4 ,die ,entfrbung der ,baumwolle erfolgt schon nach einigen ,secunden4 ,die ,oelprobe1 von ,frankenstein angegeben1 ist fr ungefrbte ,gewebe vortrefflich und wegen ihrer ,einfachheit besonders zu empfehlen4 ,man taucht ein ,stckchen der zu prfenden ,leinwand in ,bauml oder ,rbl4 ,das ,oel wird vom ,gewebe sehr schnell aufgesogen2 durch gelindes ,pressen zwischen ,lschpapier entfernt man das berschssige ,oel4 ,war das ,gewebe gemischt1 so erscheint dasselbe gestreift1 der ,leinfaden wird durchsichtig1 der ,baumwollfaden bleibt undurchsichtig4 ,legt man die mit ,oel getrnkte ,leinwand auf eine dunkle ,flche1 so erscheinen die jetzt durchscheinenden ,leinenfden dunkler1 als die neben ihnen liegenden ,baumwollfden4 ,noch besser bewhrt sich die ,probe unter der ,lupe4 ,auch hier ist es anzurathen1 aus der ,leinwand1 ehe man sie mit dem ,oele trnkt1 mehrere ,faden am ,rande des zu prfenden ,gewebes zu zupfen4 ,die ,kaliprobe von ,bttger angegeben4 ,aus ,leinfasern bestehende ,gewebe sollen in concentrirter ,kalilsung innerhalb #b ,minuten tiefgelb gefrbt erscheinen1 whrend aus ,baumwolle bestehende ,gewebe eine nur schwachgelbe ,frbung annehmen2 gemischte ,gewebe sollen nach dieser ,methode gestreift erscheinen4 ,die ,kaliprobe gewhrt nur geringe ,sicherheit4 ,die ,verbrennungsprobe nach ,stckhardt4 ,ein ,leinenfaden in senkrechter ,stellung angebrannt1 erscheint nach dem ,erlschen der ,flamme am gebrannten ,ende in glatter zusammenhngender ,form verkohlt1 whrend ein ,baumwollfaden1 eben so behandelt1 sich pinselfrmig ausspreizt4 ,dieser ,versuch gelingt auch mit gefrbter ,waare1 die mit ,chromgelb 7chromsaurem ,bleioxyd7 gefrbten ,gewebe ausgenommen4 ,nach der ,rstprobe wird das zu prfende ,gewebe1 nach sorgfltigem ,auswaschen der ,appretur1 in einem ,glasrohr ber der ,spirituslampe so lange erhitzt1 bis es strohgelb erscheint4 ,bei der ,betrachtung unter dem ,mikroskop lassen sich dann die gekruselten ,baumwollfasern von den gestreckten glnzenden ,flachsfasern unterscheiden4 ,hanf und ,flachs lassen sich1 ausser durch das ,mikroskop1 nur schwierig von einander unterscheiden4 ,salpetersure kann jedoch hierbei angewendet werden1 da sich die ,leinen- 7,flachs-7 faser in gewhnliche ,salpetersure getaucht1 nicht frbt1 whrend die ,faser des ,hanfes nach einigen ,secunden blassgelb erscheint1 die ,faser des neuseelndischen ,flachses 7,phormium tenax7 dagegen blutroth gefrbt wird4 ,nach ,o4 ,zimmermann soll die ,beimischung von ,baumwolle in ,leinwand entdeckt werden knnen1 wenn man das zu prfende ,gewebe #h-aj ,minuten in ein ,gemisch von #b ,theilen ,salpeter und #c ,theilen englischer ,schwefelsure eintaucht1 auswscht1 trocknet und mit alkoholhaltigem ,aether behandelt4 ,die beigemischte ,baumwolle lse sich alsdann als ,collodium auf1 die ,leinenfaser nicht4 ,zur ,unterscheidung thierischer und vegetabilischer ,fasern wendet man das ,anznden an4 ,nhert man einen ,seidenfaden der ,lichtflamme1 so entzndet er sich und verbreitet einen ,geruch nach verbrennendem ,horn oder ,federn1 brennt aber nur so lange fort1 als man ihn in dem ,grade1 als er verzehrt wird1 weiter in die ,flamme schiebt4 ,entfernt man ihn aus der ,flamme1 so erlischt er1 und an dem angebrannten ,ende des ,fadens bleibt eine schwarze1 kohlige ,masse1 welche dicker ist als der ,faden4 ,bei einem ,schafwollfaden beobachtet man die nmlichen ,erscheinungen1 nur ist der dabei auftretende ,geruch noch widriger4 ,leinfaden und ,baumwollfaden brennen auch nach dem ,entfernen aus der ,flamme fort1 und es entwickelt sich dabei kein unangenehmer ,geruch4 ,man benutzt ferner zur ,unterscheidung der ,thier- und ,pflanzenfasern das ,kochen mit ,kalilauge2 ,wolle und ,seide lsen sich darin auf2 ,leinen und ,baumwolle nicht4 ,nach ,pohl taucht man auch das zu prfende ,gewebe in eine etwas verdnnte ,lsung von ,pikrinsure einige ,minuten lang1 und wscht es dann sorgfltig aus4 ,wolle und ,seide nehmen dabei eine chte gelbe ,farbe an1 whrend ,baumwolle und ,leinen weiss bleiben4 ,diese ,methode soll nicht nur bei gemischtem ,gewebe1 sondern auch bei gemischten ,fden praktisch anwendbar sein4 ,illustration3 ,fig4 #aie4 ,illustration3 ,fig4 #aif4 ,illustration3 ,fig4 #aig4 ,illustration3 ,fig4 #aih4 ,illustration3 ,fig4 #aii4 ,illustration3 ,fig4 #bjj4 ,als die sicherste ,prfungsmethode ist die mikroskopische ,untersuchung der ,gewebe zu bezeichnen4 ,die ,leinfaser erscheint unter dem ,mikroskop als walzenfrmige1 niemals platte1 unter ,wasser gesehen1 niemals stark um sich selbst gedrehte ,gestalt2 sie ist ferner durch ihre schmale1 oft nur als ,lngslinie erscheinende ,innenhhle charakterisirt4 ,ausserdem ist die ,leinenfaser mehr steif und gerade1 als die biegsamere ,baumwollfaser 7,fig4 #aie74 ,die ,hanffaser ist der ,leinenfaser sehr hnlich1 unterscheidet sich von derselben durch ihre hufig verzweigten ,enden und ihre starrere ,beschaffenheit2 ihre ,innenhhle ist gewhnlich auch weit breiter4 ,die ,baumwollfaser bildet lange1 schwach verdickte und deshalb bandartig zusammengefallene1 platte ,zellen1 die unter ,wasser gesehen1 pfropfenzieherartig um sich selbst gewunden erscheinen 7,fig4 #aif74 ,die ,schafwollfaser ist die dickste aller ,fasern2 sie erscheint unter dem ,mikroskop vollkommen stielrund und mit dachziegelfrmig angeordneten ,oberhautschuppen versehen 7,fig4 #aig74 ,der ,seidenfaden 7,fig4 #aih7 ist die dnnste aller ,fasern2 sie erscheint vollkommen rund1 glatt1 ohne ,innenhhle4 ,will man einen verwebten ,seidenfaden auf seine ,aechtheit prfen1 so wird derselbe unter ,wasser auf der ,glastafel zerfasert1 mit einem ,deckelglase bedeckt unter dem ,mikroskop betrachtet4 ,die schmale1 runde und glnzende ,seide unterscheidet sich sogleich von der mit ,schuppen versehenen ,wolle 7,fig4 #bjj74 ,wolle und ,baumwolle 7,fig4 #aii7 sind ebenfalls leicht von einander zu unterscheiden4 ,die ,papierfabrikation4 ,sidenote3 ,begriff und ,geschichte des ,papieres4 ,das ,papier ist im ,wesentlichen ein dnner ,filz aus ,fasern pflanzlichen ,ursprungs1 der dadurch entsteht1 dass man den auf mechanische und chemische ,weise gereinigten und in feine und zarte ,fserchen zertheilten ,faserstoff in ,wasser suspendirt1 auf diese ,art in dnne ,schichten gleichmssig ausbreitet1 darauf aber das ,wasser durch ,ablaufenlassen1 ,auspressen und ,trocknen in der ,art entfernt1 dass eine gleichmssig dnne ,lage der filzartig angeordneten und dicht zusammenschliessenden ,fserchen zurckbleibt4 ,zur ,geschichte des ,papieres folgende ,notizen4 ,in der ltesten ,zeit gebrauchte der ,mensch ,stein1 ,erz 7,kupferlegirungen71 ,blei1 ,elfenbein1 ,wachs u4 dgl41 um darauf durch ,zeichen seine ,gedanken mitzutheilen und ,zeitereignisse der ,nachwelt zu berliefern4 ,spter nahm er dnne ,krper1 z4 ,b4 ,thierhute und ,baumbltter1 vorzglich die grossen und breiten ,bltter der ,palmen1 in welche man die ,schriftzge einritzte und dann durch ,trnken mit ,oel sichtbar machte4 ,auch auf ,baumrinde1 besonders auf ,baumbast1 schrieben mehrere ,vlker des ,alterthums2 die alten ,deutschen schrieben zuerst auf ,birkenbast1 darum heisst auch eines der ltesten deutschen ,heldengedichte der ,birkengesang1 andere ,vlker schrieben mit ,pinsel und ,farbe auf ,kattun und ,taffet4 ,indessen war schon mindestens #fjj ,jahre vor ,christi ,geburt ,papier aus der ,papyrusstaude 7,cyperus ,papyrus oder ,papyrus antiquorum71 einem #b-c ,meter hohen ,cypergras1 das seit den ltesten ,zeiten in ,aegypten heimisch gewesen zu sein scheint1 sich jedoch in neuerer ,zeit nur selten dort noch findet1 bereitet worden4 ,zur ,zeit der rmischen ,kaiserherrschaft war der ,gebrauch des aus der ,papyrusstaude gewonnenen ,papieres ganz allgemein verbreitet4 ,durch starken ,gebrauch wurde es indessen seit dem #e4 ,jahrhundert immer theurer und seltener1 bis endlich im #aa4 und #ab4 ,jahrhundert die ,fabrikation desselben aufhrte und durch die des ,baumwollpapiers verdrngt wurde4 ,dieses ,papier war unter dem ,namen ,pergament aus ,tuch bekannt und unterschied sich von dem ,linnenpapier nur durch geringere ,festigkeit und grssere ,brchigkeit4 ,nach dem ,ansehen mehrerer spanischen ,papierreste aus dem #ab4 ,jahrhundert zu urtheilen1 hat man schon damals versucht1 die ,baumwolle mit leinenen ,lumpen zu mischen1 was wol spter zur ,erfindung des ,linnenpapiers fhrte1 das in ,deutschland schwerlich vor #acah vorkommt4 ,in der ,mitte des #ad4 ,jahrhunderts wird das ,linnenpapier bereits hufig in ,deutschland gebraucht4 ,die ersten zuverlssigen ,nachrichten von der ,fabrikation desselben sind jedoch weit jnger4 ,wie v4 ,murr berichtet1 ist bereits #acij zu ,nrnberg eine grosse ,papiermhle von einem ,rathsmitgliede1 ,ulmann ,stromer1 angelegt worden4 ,sidenote3 ,materialien der ,papierfabrikation4 ,das hauptschlichste ,material der ,papierfabrikation sind die unter dem ,namen ,lumpen1 ,hadern1 ,stratzen bekannten ,abflle von gewebten ,stoffen4 ,die gesuchtesten ,lumpen sind die leinenen1 weil sie das festeste und dauerhafteste ,papier liefern und daher weit hufiger verarbeitet werden als ,woll- und ,baumwolllumpen4 ,erstere1 die nur rauhes und weniger zusammenhngendes ,papier geben1 gelangen gegenwrtig berdies weit seltener in die ,papierfabriken1 seitdem sie zur ,fabrikation der ,kunst- oder ,lumpenwolle und in ,folge ihres grossen ,stickstoffgehaltes zur ,bereitung des ,blutlaugensalzes eine zweckmssigere ,verwendung gefunden haben4 ,baumwolllumpen geben ein rauheres1 schwammiges und lockeres ,papier1 weshalb dieselben nicht allein1 sondern mit ,linnenlumpen gemengt verarbeitet werden4 ,die in der ,baumwollspinnerei 7in den ,putz- und ,wattenmaschinen1 sowie beim ,krempeln7 sich ergebenden ,abflle werden ebenfalls in der ,papierfabrikation benutzt4 ,seidene ,lumpen liefern nur schlechtes ,papier und finden zur ,herstellung von gekrempelter ,seide behufs des ,verspinnens eine bessere ,verwendung4 ,die ,lumpen oder ,hadern gelangen in die ,papierfabrik entweder noch unvollstndig unsortirt als ,landhadern oder bereits in drei ,sorten geschieden1 als weisse1 graue und bunte1 oder von den ,hndlern selbst noch weiter sortirt als weisse1 halbweisse1 ,concepthadern1 blaue ,sackstcke4 ,sidenote3 ,lumpensurrogate4 ,der ,papierverbrauch ist in ,europa seit #ej ,jahren auf mehr als das ,doppelte gestiegen4 ,da die ,papierfabrikation aber nur gewisse ,abflle von ,flachs1 ,baumwolle und ,hanf1 die meist von abgetragenen ,kleidern und ,wsche herrhren1 verarbeitet1 so musste ein ,mangel an ,rohmaterial eintreten1 da die ,produktion an ,lumpen nicht in dem nmlichen ,verhltniss zunehmen kann1 als der gesteigerte ,papierverbrauch1 ferner die ,kunstwollfabriken und andere ,industriezweige der ,papierfabrikation einen nicht unbedeutenden ,bruchtheil des ,rohmaterials entziehen4 ,man hat daher an ,ersatzmittel fr die ,lumpen in der ,papierfabrikation denken mssen4 ,unter den unzhligen vorgeschlagenen vegetabilischen ,stoffen sind nur zwei wohlfeil genug und in hinreichender ,quantitt zu beschaffen1 um mit ,vortheil zur ,herstellung geringerer ,papiersorten ,anwendung finden zu knnen1 nmlich das ,stroh und das ,holz gewisser ,nadel- und ,laubhlzer4 ,unter den ,strohgattungen scheint besonders das ,maisstroh ,beachtung zu verdienen4 v4 ,auer 7in ,wien7 hat gezeigt1 dass aus der ,maisstrohfaser ein ,papier herzustellen sei1 welches hinsichtlich der ,weisse und ,reinheit nichts zu wnschen brig lasse4 ,auch die ,bagasse von ,andropogon glycichylum oder ,sorghum saccharatum hat in ,nordamerika ,anwendung zur ,papierfabrikation gefunden4 ,das ,holz ist seit etwa zehn ,jahren1 namentlich durch die ,bemhungen der ,papierfabrik von ,h4 ,vlter in ,heidenheim1 ,g4 ,rostovsky in ,niederschlema und ,cl4 ,winkler in ,niederpfannenstiel 7,sachsen7 ein beraus wichtiges ,lumpensurrogat geworden1 das aber so wenig wie das ,stroh als absolutes ,ersatzmittel der ,lumpen1 sondern in der ,regel nur als ein ,zusatz auftritt1 indem das aus reinem ,holze gefertigte ,papier viel zu wenig ,festigkeit besitzt4 ,gewhnlich setzt man #cj-gj ,proc4 ,holzzeug 7,holzstoff7 zu gewhnlichen ,lumpen1 um eine ,papiermasse zu erhalten1 die sich besonders zur ,herstellung von ordinren ,druck- und ,conceptpapieren eignet4 ,alle weichen ,laub- und ,nadelhlzer eignen sich zur ,holzpapierfabrikation1 besonders ,zitterpappel1 ,linde1 ,aspe1 ,fichte und ,tanne 7die ,fhre ist in ,folge ihres grsseren ,harzgehaltes weniger geeignet74 ,die durch ,absgen und ,spalten auf passende ,grsse und ,strke gebrachten und von der ,rinde1 sowie von den grssten ,aesten mglichst befreiten ,holzstcke werden auf einem ,steincylinder1 der auf einer rotirenden horizontalen ,axe befestigt ist1 und dem sie -- die ,lnge des ,holzes parallel mit der ,axe gedacht -- durch einen besondern ,mechanismus stets gleichmssig zugefhrt werden1 unter stetem ,zufluss von ,wasser ausgefasert 7abgeschliffen74 ,die losgerissenen ,fasern werden auf ,siebwerke gefhrt1 wo sie nach ihrer ,feinheit gesondert werden4 ,die nasse ,masse wird mittelst hydraulischer oder ,schraubenpressen oder auch mittelst ,pappmaschinen ausgepresst1 dergestalt1 dass das ,gewicht des lufttrocknen ,stoffes1 der indessen immer noch circa #b_/c ,wasser enthlt1 #cb-dj1 in der ,regel #ce-cf ,proc4 vom ,gewicht des nassen ,stoffes betrgt4 ,in neuerer ,zeit sucht man nach dem ,verfahren von ,bachet und ,machard 7#ahfg7 mit der ,herstellung von ,holzpapierstoff die ,fabrikation von ,spiritus zu verbinden1 indem man die incrustirende ,substanz des ,holzes durch ,behandeln mit ,salzsure in ,dextrose 7,krmelzucker7 berfhrt1 die durch geistige ,ghrung in ,alkohol umgewandelt wird1 whrend die zurckgebliebene feste ,cellulose fr die ,zwecke der ,papierfabrikation ,anwendung findet4 ,man unterscheidet je nach der ,feinheit der ,fabrikate vier ,qualitten ,holzzeug3 ,no4 #a zu ,schreib- und ,druckpapier1 ,no4 #b zu ,tapetenpapier1 ,packpapier besserer ,art1 auch zu ,druckpapier1 ,no4 #c und #d werden zu ,pappen verwendet4 ,in neuerer ,zeit stellt man das ,holzzeug auch auf chemischem ,wege dar 7so z4 ,b4 in der grossen ,holzstofffabrik zu ,manayunk bei ,philadelphia71 indem man das grblich in ,spne verwandelte oder geraspelte ,holz bei hoher ,temperatur und starkem ,druck1 mit starken ,alkalilaugen behandelt1 wodurch die ,fasern so aufgelockert und weich werden1 dass sie sich hnlich der ,flachs- und ,baumwollfaser1 im ,hollnder leicht kurz mahlen und bleichen lassen4 ,sidenote3 ,mineralische ,lumpensurrogate4 ,im ,gegensatz zu den vegetabilischen ,lumpensurrogaten sind noch die mineralischen ,lumpensurrogate anzufhren1 die gegenwrtig in der ,papierfabrikation eine ausgedehnte ,anwendung finden4 ,ein mssiger ,zusatz eines geeigneten ,mineralkrpers zur ,papiermasse ist keineswegs nachtheilig1 sondern nutzt in mehrerlei ,hinsicht1 ordinre und mittelfeine ,papiere gewinnen dadurch an ,weisse1 der bei sehr dnnem ,papier eintretende ,uebelstand des ,durchscheinens wird in einem gewissen ,grade dadurch aufgehoben1 die ,festigkeit des ,papiers leidet nicht und endlich wird das ,papier durch einen ,zusatz von anorganischer ,masse wohlfeiler4 ,ein ,zusatz von #e-aj ,proc4 vom ,papiergewicht ist nur vortheilhaft1 eine ,steigerung des ,zusatzes bis auf #bj-be ,proc4 macht dagegen das ,papier rauh und brchig und stumpft beim ,schreiben die ,federn ab4 ,die ,haupteigenschaften1 die ein erdiges ,lumpensurrogat haben muss1 sind niedriger ,preis1 weisse ,farbe1 ,unlslichkeit in ,wasser und usserst feine ,zertheilung4 ,das erste mineralische ,ersatzmittel1 das in ,anwendung kam und heutzutage noch am hufigsten angewendet wird1 ist sandfreier ,thon1 geschlmmter ,porcellanthon oder ,porcellanerde1 die unter dem ,namen ,china clay1 ,lenzin oder ,kaolin1 ,bleicherde in den ,papierfabriken ,eingang findet4 ,ein anderes ,lumpenersatzmittel ist feingemahlener ungebrannter ,gyps -- hufig geflltes ,calciumsulfat --1 welches dem ,fabrikanten unter dem ,namen ,annaline1 pearl-hardening oder ,milchweiss zugeht4 ,es bertrifft an ,weisse den ,porcellanthon1 dessen ,farbe stets etwas ins ,gelblichgraue spielt1 ist auch nicht theurer als das ,lenzin1 lsst sich ber nicht so fein zertheilen und giebt keinen so fetten ,brei wie der ,thon4 ,in letzterer ,hinsicht verdient den ,vorzug das durch ,fllung dargestellte ,bariumsulfat1 das seit #ahej in den ,papierfabriken ,anwendung gefunden hat und im ,handel die ,namen ,blanc fixe1 ,barytweiss1 ,permanentweiss1 ,patentweiss fhrt4 ,auf #ajj ,kilogr4 ,ganzstoff verwendet man #ae ,kilogr4 teigfrmiges ,barytweiss4 ,sidenote3 ,die ,fabrikation des ,hand- oder ,bttenpapieres4 ,die ,verfertigung des weissen ,papieres geschieht auf zweierlei ,weise1 nmlich3 ,a4 ,nach der lteren ,methode1 bei welcher die ,handarbeit1 namentlich bei der ,bildung der ,bogen aus dem breiartigen ,papierzeuge vorherrschend ist1 weshalb das nach diesem ,verfahren dargestellte ,papier ,hand- oder ,bttenpapier genannt wird2 die hergestellten ,bogen sind von beschrnkter ,lnge und ,breite4 ,b4 ,nach der neueren ,methode1 welche1 mit ,hlfe von ,maschinen ausgefhrt1 ein ,blatt von sehr ansehnlicher ,breite und jeder beliebigen ,lnge darstellt2 das so erhaltene ,papier heisst ,maschinenpapier oder ,papier ohne ,ende4 ,sidenote3 ,das ,zerschneiden und ,reinigen der sortirten ,lumpen4 ,die ,zerkleinerung und ,zertheilung der sortirten ,lumpen zu ,fserchen1 aus welchen der ,papierstoff besteht1 geschieht keineswegs in einer ,operation1 sondern stufenweise1 und findet durch ,anwendung verschiedener mechanischer ,mittel statt -- ,lumpenschneider1 ,halbhollnder1 ,ganzhollnder -- zu denen frher hufiger als gegenwrtig ein chemischer ,process sich gesellte1 der die ,auflsung des ,gewebes zu ,fasern begnstigte1 nmlich eine ,behandlung der ,lumpen mit alkalischer ,lauge oder eine ,art ,fulnissprocess -- das ,faulen der ,lumpen4 ,eine vorbereitende ,arbeit fr die ,operationen des ,zertheilens der ,lumpen ist das ,zerschneiden derselben in ,stcke oder ,streifen von #c-f ,centimeter ,breite4 ,in sehr vielen ,fabriken geschieht das ,zerschneiden aus freier ,hand an feststehenden ,messern1 weil damit eine ,sortirung verbunden wird1 welche die ,besichtigung jedes einzelnen ,stckes und eine ,absonderung verschiedenartiger ,theile erfordert4 ,zweckmssiger und frdernder sind die ,lumpenschneidemaschinen1 deren lteste als ,lumpen- oder ,hadernschneider1 der in ,bau und ,wirkungsweise grosse ,aehnlichkeit mit einer ,hcksel- oder ,tabaklade hat1 bereits im ersten ,viertel des #ah4 ,jahrhunderts auftritt4 ,dieser ,lumpenschneider leidet aber an vielen ,mngeln3 ,bei dem ,auseinanderliegen seiner ,theile erfordert er viel ,raum und hufige ,reparaturen1 durch die ,fortleitung der ,kraft von der ,wolle aus1 durch die ,zugstange zum ,messer1 sowie durch die ,umkehrung der ,bewegung jener geht viel ,kraft verloren und endlich ist auch die ,leistungsfhigkeit gering1 indem das bewegliche ,messer nur so oft an dem befestigten vorberstreift1 als die ,welle ,umdrehungen macht1 im hchsten ,falle #aej mal in der ,minute4 ,diese ,uebelstnde haben ohne ,zweifel die ,veranlassung zur ,construction auf andere ,principien gesttzter ,lumpenschneidemaschinen gegeben1 die mit wenigen ,ausnahmen auf den ,grundgedanken zurckzufhren sind1 ,messer durch drehende ,bewegung wirken zu lassen4 ,alle diese ,schneidemaschinen lassen sich auf folgende vier ,arten von ,maschinen zurckfhren3 #a7 auf ,maschinen mit mehreren auf der ,peripherie eines ,cylinders befestigten ,klingen1 welche bei dessen ,umdrehung an einem unbeweglichen horizontalen ,messer vorberstreifen 7z4 ,b4 die ,lumpenschneidemaschine des ,englnders ,davey72 #b7 auf ,maschinen mit einem ,messer1 auch zwei oder mehreren ,messern1 auf der ,flche eines ,rades ungefhr in radialer ,stellung angebracht1 bei ,umdrehung des ,rades an einem festliegenden ,messer vorbergehend wie die ,maschine von ,bennet2 #c7 auf ,maschinen mit einer ,anzahl kreisfrmiger1 am ,rande ringsum scharfschneidiger ,stahlblechscheiben an einer ,welle1 wie der bekannte ,lumpenschneider von ,uffenheimer in ,wien2 #d7 auf ,maschinen mit paarweise scheerenartigen zusammenwirkenden ,schneidscheiben auf zwei ,wellen1 einem ,eisenschneidewerk nicht unhnlich4 ,hierher gehrt die ,schneidemaschine von ,breton und die von ,cox4 ,nachdem die ,lumpen zerschnitten worden sind1 werden sie gereinigt1 d4 h4 vom ,staube und anderen anhngenden ,unreinigkeiten befreit4 ,in den englischen ,papierfabriken beginnt man die ,operation des ,reinigens durch ,auflockern der ,lumpen in einem ,willow oder ,zauseler1 wobei sie einen grossen ,theil des ,sandes abgeben1 der durch ein unter dem ,willow angebrachtes ,gitter fllt4 ,hierauf wird der ,staub durch ,sieben mglichst entfernt und der ,rest der ,unreinigkeiten durch ,kochen und ,waschen beseitigt4 ,die einfachste ,art der ,siebmaschinen besteht aus einem sechs- bis achteckigen ,gestelle in ,form einer ,trommel1 die mit ,drahtgewebe berkleidet ist2 die ,lumpen werden durch eine seitwrts angebrachte ,thr eingefllt und durch ,umdrehung der ,trommel darin herumgeworfen1 wobei der ,staub und hnliche ,unreinigkeiten abgesondert werden4 ,die nasse ,reinigung1 die auf die trockne folgt1 geschieht entweder mittelst ,wasser oder mittelst ,lauge1 oder durch ,lauge und ,wasserdmpfe4 ,alkalische ,laugen verdienen den ,vorzug vor dem reinen ,wasser1 weil sie nicht nur in ,folge schnelleren und besseren ,reinigens die nachherige ,arbeit des ,bleichens bedeutend erleichtern1 sondern auch die ,fasern dergestalt erweichen1 dass sie dann auf dem ,hollnder leichter und feiner in ,halb- und ,ganzstoff bergefhrt werden knnen4 ,vor der ,behandlung der ,lumpen mit ,lauge werden dieselben mit reinem ,wasser gewaschen1 ebenso nach der ,anwendung der ,lauge4 ,in frherer ,zeit wendete man zum ,kochen der ,lumpen einen eisernen1 direct geheizten ,kessel an1 der gegen #ejj ,kilogr4 ,lumpen fassen konnte4 ,die gesteigerten ,ansprche aber1 welche an die ,papierfabrikation gestellt wurden1 haben zur ,erzielung grsserer ,reinheit und ,weisse bei mglichster ,schonung der ,faser ein anderes ,verfahren nothwendig gemacht1 da in den feststehenden ,kesseln die ,lumpen gewhnlich nicht gleichmssig durchkocht erscheinen und namentlich der bei der ,bereitung der ,lauge in ,anwendung kommende ,kalk hchst mangelhaft vertheilt war4 ,diese ,uebelstnde sind durch die ,anwendung des rotirenden ,kessels beseitigt1 der von ,england aus in die ,papierfabrikation eingefhrt wurde4 ,ein rotirender ,kessel1 auf welchem im ,jahre #ahei ,h4 ,vlter ein ,patent nahm1 besteht aus einem horizontal gestellten ,dampfcylinder1 in welchem ein drehbarer durchlcherter ,cylinder angebracht ist4 ,letzterer enthlt die ,lumpen und wird1 nachdem die nthige ,lauge dazu gelassen1 mittelst angemessener ,rhrenleitungen und ,hhne aus einem ,dampfkessel mit ,dampf versehen4 ,der innere ,cylinder wird in ,drehung versetzt1 dadurch sind die ,lumpen in bestndiger ,bewegung 7die durch im ,innern des ,cylinders angebrachte ,stangen noch begnstigt wird7 und daher der ,einwirkung des ,dampfes gleichmssig ausgesetzt4 ,nach vollendeter ,operation wird die ,flssigkeit abgelassen1 das eine ,ende des ,kessels entfernt und der durchlcherte ,cylinder herausgezogen2 die ausgelaugten ,lumpen werden in darunter gestellte ,kannen geschttet und der ,waschmaschine bergeben4 ,um ,sand und ,schmutztheile abzusplen1 was vor dem ,eintragen der ,lumpen in die ,halbstoffhollnder geschehen muss1 ist1 namentlich bei grberen ,lumpensorten das ,kochen mit ,lauge nicht immer gengend1 da ein grosser ,theil der ,schmutztheile in einem leicht ablsbaren ,zustande zwischen den einzelnen ,lppchen gelagert bleibt1 whrend die ,sandkrner durch das dichte ,uebereinanderliegen der ,hadern zu ,boden zu sinken verhindert sind4 ,man bearbeitet deshalb die gekochten ,lumpen #aj-ab ,minuten in einem von ,silbermann construirten ,waschhollnder1 hnlich dem1 der zum ,auswaschen des ,halbstoffes nach der ,bleiche ,anwendung findet4 ,die in solcher ,weise behandelten ,hadern bedrfen einer weit krzeren ,zeit in dem ,halbstoff-,hollnder und nutzen die ,messer der ,walze nicht so bald ab4 ,sidenote3 ,die weitere ,zertheilung der gereinigten ,lumpen zu ,halbstoff und dann zu ,ganzstoff4 ,die ,maschinerie1 deren man sich zur ,zertheilung der zerschnittenen und gereinigten ,lumpen in feine ,fserchen bedient1 heisst im ,allgemeinen das ,geschirr oder die ,papiermhle1 und bearbeitet 7zermalmt oder zerstampft7 das ,material in ,vermengung mit ,wasser1 so dass sie es unmittelbar in ,form eines ,breies 7,stoff1 ,zeug7 liefert1 welcher nur noch einer ,verdnnung mit mehr ,wasser bedarf1 um auf ,papier verarbeitet zu werden4 ,die ,zerfaserung zerfllt in zwei ,stadien1 indem man nmlich zuerst ,halbstoff und aus diesem dann ,ganzstoff herstellt4 ,die ,maschinen1 die man zur ,zerkleinerung der ,lumpen anwendet1 sind3 #a7 das deutsche oder ,stampfgeschirr 7,hammerstock1 ,hammergeschirr72 #b7 die hollndische ,stoffmhle 7hollnder ,walzenmhle71 von welcher man ,greek3 a7 den ,halbstoff-,hollnder und ,greek3 b7 den ,ganzstoff-,hollnder unterscheidet4 ,ehedem pflegte man die ,lumpen durch das sogenannte ,faulen1 ,rotten oder ,maceriren zu erweichen und dadurch zu dem nachfolgenden ,zermalmen vorzubereiten4 ,die zur ,maceration bestimmten ,lumpen werden mit ,wasser in steinernen ,trgen eingestampft und zugedeckt sich selbst berlassen4 ,nach #b-c ,tagen beginnt die ,masse sich zu erhitzen und es entwickelt sich ein bler1 ammoniakalischer ,geruch4 ,die ,erwrmung nimmt dergestalt zu1 dass man die ,hand nicht in der ,masse verweilen lassen kann1 auch wird der ,geruch strker4 ,nach ,verlauf von noch #b bis #c ,tagen1 nachdem sich auf der ,oberflche ein schleimiger ,krper abgeschieden hat1 der stellenweise bereits in ,schimmel berzugehen beginnt1 sind die ,lumpen hinlnglich macerirt und knnen nun mit ,leichtigkeit zerkleinert und in ,papierstoff verwandelt werden4 ,ueberschreitet man diesen ,zeitpunkt1 so gehen die ,lumpen zum ,theil in eine braune humusartige ,masse ber und der unzersetzte ,rest ist nur noch zu ordinrem ,papier brauchbar4 ,in ,folge des grossen ,materialverlustes hat man das ,faulen 7der ,wasserrste der ,flachsbereitung zu vergleichen7 lngst schon durch das ,kochen der ,lumpen mit ,lauge ersetzt1 da noch dazu das ,papier aus ungefaulten ,lumpen den ,vorzug grsserer ,festigkeit besitzt4 ,sidenote3 ,stampfgeschirr4 ,das deutsche oder ,stampfgeschirr1 das gegenwrtig nur noch selten und in kleinen ,fabriken ,anwendung findet1 besteht im ,wesentlichen aus den ,stampfen oder ,hmmern1 und dem ,grubenstock oder ,lcherbaum4 ,letzterer ist ein starker eichener ,balken1 in welchem gewhnlich #f-h ,stampflcher ausgemeisselt sind1 die von oben nach unten sich verjngen und deren ,boden aus einer gusseisernen ,platte besteht4 ,seitlich am ,boden befindet sich eine ,oeffnung mit einem feinen ,haarsiebe 7,kas genannt7 bedeckt1 durch welche das ,wasser1 das jedem ,loche durch eine ,rinne zugefhrt wird1 wieder abfliesst4 ,die ,hmmer sind #a-a_/c ,meter hohe eichene ,balkenstcke1 und mit ihren ,stielen in den ,hinterstndern befestigt4 ,sie werden an ihrem ,kopfe mittelst einer ,daumenwelle in einer ,minute #gb-hjmal #ae-ah ,centimeter hoch gehoben4 ,zwei ,latten1 die ,vorderstnder1 machen1 dass die ,hmmer stets senkrecht sich heben und fallen1 sie dienen ferner dazu1 die ,hmmer hoch aufgehoben zu halten1 wenn das ,stampfloch ausgeleert werden soll4 ,in jedem ,loche arbeiten drei bis fnf 7meist vier7 ,hmmer4 ,die ,lumpen werden in dem ,stampfgeschirr mit so viel ,wasser gemengt bearbeitet1 dass das ,ganze einen dicken ,brei bildet4 ,die continuirliche langsame ,kreisbewegung der ,masse in den ,lchern bewirkt1 dass alle ,theile derselben nach und nach die ,wirkung der ,stampfen erfahren4 ,nach der ,beschaffenheit der ,lumpen bleiben sie #ab1 #bj und mehr ,stunden im ,geschirr4 ,illustration3 ,fig4 #bja4 ,illustration3 ,fig4 #bjb4 ,sidenote3 ,hollnder4 ,die hollndische ,stoffmhle oder der ,hollnder1 der gegenwrtig fast durchgngig an die ,stelle des ,stampfgeschirres getreten ist -- welches zwar einen festeren ,stoff liefert1 aber in ,schnelligkeit der ,arbeit nicht concurriren kann1 ist beistehend abgebildet4 ,fig4 #bja zeigt einen ,halbstoffhollnder im ,grundrisse1 ,fig4 #bjb im verticalen ,durchschnitt nach der ,linie ,a ,b4 ,die ,hauptbestandtheile eines ,hollnders berhaupt sind #a7 eine mit ,messern besetzte1 schnell um ihre ,axe laufende ,walze1 #b7 das unter dieser angebrachte1 aus hnlichen ,schienen oder ,messern gebildete ,grundwerk1 #c7 der ,kasten 7,trog71 in welchem das ,grundwerk sich befindet und die ,walze sich dreht1 #d7 die ,haube oder der ,verschlag1 welcher ber den ,trog geht und ein ,herausschleudern der ,masse verhindern soll4 ,der ,kasten ,c ,c ist ein lnglich viereckiger ,trog aus ,holz1 ,stein oder ,gusseisen1 der durch vier eingesetzte ausgeschweifte ,eckstcke im ,innern oval gestaltet ist4 ,der hohle ovale ,raum des ,hollnderkastens wird durch eine ,wand x x1 die gleiche ,hhe mit den usseren ,wnden hat1 jedoch nur den mittleren ,theil der ,lnge einnimmt1 in zwei ,abtheilungen1 die ,arbeitsseite 7wo das ,zermalmen der ,lumpen vor sich geht7 und die ,laufseite geschieden1 die aber an den schmalen ,seiten des ,kastens mit einander in ,verbindung stehen4 ,die ,arbeitsseite1 in der die ,walze und das ,grundwerk sich befinden1 ist etwas breiter als die andere ,abtheilung1 daher steht die ,papiermasse an der leeren ,seite stets hher als an der ,walzenseite und daher dieser auch mit einer gewissen1 durch die ,unterschiede im ,niveau bedingten ,geschwindigkeit zustrmt4 ,unter der ,walze ist auf dem ,boden des ,hollnderkastens ein massiver eichener ,holzblock t1 der ,kropf1 der mit seinem oberen concaven ,theile fast den vierten ,theil des ,umkreises der ,walze concentrisch umfasst und zu beiden ,seiten in einer geneigten ,flche abfllt1 die in der ,figur mit y bezeichnete ist sanft abgedacht1 z dagegen ist sehr steil4 ,ausserhalb zwischen den ,stndern h i1 h i befinden sich zwei starke ,bohlen l m1 l m1 in welchen die ,metallager n n fr die eiserne ,welle o o angebracht sind4 ,auf der eisernen ,welle befindet sich die ,walze ,q1 die massiv aus ,eichenholz gefertigt ist4 ,auf dem ,umkreise der ,walze ist eine ,anzahl ,schienen 7,messer7 eingelassen1 die mit der ,walzenaxe parallel stehen und deren ,kanten #c-e ,centimeter ber die cylindrische ,oberflche des ,holzkrpers vorstehen4 ,die ,schienen sind entweder aus weicherem ,stahl 7,bessemerstahl7 oder aus versthltem ,eisen1 selten und nur bei ,ganzstoffhollndern sind die ,schienen aus ,bronze4 ,senkrecht unter der ,walze ist in einer ,vertiefung des ,kropfes das ,grundwerk eingelassen4 ,das ,grundwerk besteht aus einer ,vereinigung einer ,anzahl auf der ,kante stehender1 zugeschrfter ,schienen von demselben ,materiale wie die ,schienen der ,walze4 ,damit bei der ,bewegung der ,walze kein ,papierstoff durch ,centrifugalkraft herausgeschleudert werde1 ist ein ,theil des ,kastens mit einem ,dache1 der ,haube bedeckt4 ,an jedem der beiden ,enden der ,haube ist durch einen ,boden ein dreiseitiger ,raum u abgeschlossen1 welcher an der gegen die ,walze hin gekehrten ,seite anstatt der ,wand einen mit ,messingdraht bespannten ,rahmen 7,waschscheibe71 hat4 ,gegen diesen ,rahmen wird1 so lange bei der ,arbeit im ,hollnder das ,auswaschen des ,papierstoffes nthig ist1 von der schnell umlaufenden ,walze ,stoff geschleudert2 das unreine ,wasser dringt dabei durch die ,siebe in die ,rume u u und fliesst durch die ,oeffnungen g g ab4 ,zum ,ersatze leitet man reines ,wasser in den ,hollnderkasten4 ,ist das ,auswaschen beendigt1 so schliesst man das ,wasserzuleitungsrohr und schiebt 7verschlgt7 vor jede ,waschscheibe ein ,brett k 7die blinde ,scheibe71 damit dem ,stoff fernerhin kein ,wasser mehr entzogen werde4 ,die ,arbeit in der ,stoffmhle geschieht auf folgende ,weise3 ,nachdem der ,kasten mit der erforderlichen ,wassermenge angefllt worden ist1 werden die zerschnittenen ,hadern hineingeschttet4 ,hierauf wird die ,walze in ,bewegung gesetzt1 mit einer ,geschwindigkeit von #ajj bis #aej ,umlufen in der ,minute4 ,die ,messer derselben schlagen mithin usserst schnell in die ,flssigkeit und ziehen die ,lumpen mit ,gewalt in den ,raum hinein1 der zwischen dem ,walzenumkreise und dem ,grundwerke sich befindet1 zerreissen sie1 indem die ,messer der ,walze und die des ,grundwerkes wie ,scheerenschneiden gegen einander wirken1 und werfen endlich die ,lumpen ber die hchste ,kante des ,kropfes wieder aus4 ,von hier fliesst die ,masse ber die steile ,abdachung des ,kropfes z herunter1 stsst dabei auf den ,theil1 der in dem zunchst liegenden ,theile des ,kastens sich befindet1 und bewirkt so eine langsame ,strmung1 welche die ,papiermasse stets wieder von der ,seite y der ,walze zufhrt4 ,auf diese ,weise wird der doppelte ,erfolg erzielt1 dass in der ununterbrochen bewegten ,masse die ,lumpen sich nicht absetzen knnen1 dass ferner alle ,theile derselben wiederholt unter die ,walze gelangen4 ,bei ,beginn der ,arbeit wird die ,walze so gestellt1 dass zwischen ihr und dem ,grundwerke ein gehriger ,zwischenraum bleibt4 ,in dieser ,phase werden die ,lumpen wenig zerkleinert1 dagegen gewaschen1 wo die ,waschscheiben auf die im vorigen ,abschnitte erklrte ,weise wirken4 ,spter lsst man die ,walze mehr herab1 um mit dem ,waschen schon eine ,zerkleinerung zu bewirken2 zuletzt wird endlich die ,walze dem ,grundwerk mglichst genhert1 die ,blindscheibe eingeschoben und der ,wasserzufluss eingestellt1 und das ,zermalmen fortgesetzt1 bis die ,lumpen den gehrigen ,feinheitsgrad erlangt haben4 ,die ,arbeit im ,halbstoff-,hollnder whrt ungefhr zwei ,stunden1 krzere ,zeit fr weiche und reine ,lumpen1 lngere ,zeit fr grbere und schmutzige4 ,der ,halbstoff wird entweder sofort in den ,ganzstoff-,hollnder abgelassen und weiter verarbeitet1 oder er ist zum ,bleichen bestimmt und wird nach einer unten zu beschreibenden ,methode behandelt4 ,sidenote3 ,bleichen des ,halbstoffes4 ,wenn nicht schon die ,lumpen gebleicht wurden1 so ist es zur ,herstellung eines schnen weissen ,papieres unumgnglich nothwendig1 den ,halbstoff zu bleichen4 ,das ,bleichen geschieht entweder mit ,chlorgas1 oder mit ,chlorwasser1 oder mit ,chlorkalk und anderen ,bleichsalzen1 mit letzteren entweder im ,halbstoffhollnder oder ausserhalb desselben4 ,hiernach giebt es verschiedene ,bleichmethoden4 ,fr die ,haltbarkeit und ,festigkeit des herzustellenden ,papiers ist die ,chlorbleiche nur dann von ,nachtheil1 wenn das ,chlor zu lange einwirkte1 in welchem ,falle die ,faser mrbe wird1 oder wenn man bersehen hat1 das berschssige ,chlor und die daraus entstandene ,salzsure durch ,auswaschen und durch ,anwendung von sogenanntem ,antichlor zu entfernen4 ,illustration3 ,fig4 #bjc4 ,um mit ,hlfe von gasfrmigem ,chlor zu bleichen1 leitet man das auf bekannte ,weise dargestellte ,chlorgas zuerst zur ,reinigung in die ,waschflaschen a a 7,fig4 #bjc7 und dann in eine hlzerne ,kammer ,a1 in welcher der feuchte ,halbstoff auf fnf bis sechs bereinander befindlichen ,etagen ausgebreitet liegt4 ,diese ,etagen sind mit ,oeffnungen versehen1 damit das ,chlorgas herabsteigen kann1 wie es in der ,zeichnung durch ,pfeile angegeben worden ist4 ,das berschssige ,chlorgas entweicht durch die ,oeffnung c in einen ,behlter1 in welchem sich ebenfalls ,halbstoff befindet1 um denselben zum ,bleichen vorzubereiten4 ,die mit ,chlor behandelte ,masse wird durch eine ,seitenffnung aus der ,kammer entfernt1 mit ,wasser ausgewaschen1 mit ,soda1 ,potasche oder gefaultem ,harn neutralisirt und nach ,umstnden mit ,antichlor behandelt4 ,auf #ajj ,kilogr4 ,halbstoff rechnet man #b1e bis #e ,kilogr4 ,kochsalz behufs der ,chlorgasentwickelung4 ,wenn die ,bleiche mit ,chlorkalk geschehen soll1 von welchem man auf #ajj ,kilogr4 ,halbstoff #a-b ,kilogr4 anwendet1 extrahirt man den ,chlorkalk mit ,wasser und digerirt mit der wsserigen ,lsung den ,halbstoff4 ,der ,chlorkalk wirkt energischer1 wenn zugleich kleine ,mengen von ,schwefelsure oder ,salzsure zugesetzt werden4 ,da die ,anwendung einer zu grossen ,menge ,schwefelsure jedoch sehr leicht eine ,schwchung der ,faser herbeifhren knnte1 so ist neuerdings die ,kohlensure zur ,zersetzung des ,chlorkalkes vorgeschlagen worden4 ,orioli empfiehlt das ,aluminiumhypochlorit 7deren ,lsung unter dem ,namen ,wilson's ,bleichflssigkeit schon lngst bekannt ist7 zum ,bleichen des ,papierstoffes2 es soll lediglich durch ,abgabe von ozonisirtem ,sauerstoff bleichend wirken1 indem andererseits ,chloraluminium entsteht 7,al#b;,cl#f,o#c #c,o ,al#b;,cl#f74 ,beachtenswerther sind die ,vorschlge von ,varrentrapp1 das ,zinkhypochlorit 7unter dem ,namen ,varrentrapp's ,bleichsalz bekannt7 als energisches ,bleichmittel in der ,papierfabrikation u4 dergl4 anzuwenden4 ,man versetzt ,chlorkalk mit ,zinkvitriol oder besser mit ,chlorzink2 im ersten ,falle fallen ,gyps und ,zinkoxyd nieder und unterchlorige ,sure bleibt in ,lsung1 im zweiten ,falle mit ,chlorcalcium gemengt4 ,beim ,bleichen von ,papierstoff ist ,chlorzink stets den ,mineralsuren zum ,zersetzen des ,chlorkalkes vorzuziehen1 weil man nicht ,gefahr luft1 die ,pflanzenfaser zu zerstren4 ,falls man ,zinkvitriol anwendet1 kann man 7bei ,ganzstoff7 den ,niederschlag von ,gyps und ,zinkoxyd der ,faser beigemengt lassen4 ,sidenote3 ,antichlor4 ,um das von der ,bleiche im ,papierstoffe zurckgebliebene ,chlor und die durch die ,einwirkung des ,chlores entstandene ,salzsure zu neutralisiren1 setzt man beim darauf folgenden ,waschen etwas ,soda oder ,potasche1 oder besser ,antichlor zu1 da namentlich der letzte ,rest von ,chlor der organischen ,substanz hartnckig anhngt und durch blosses ,waschen kaum beseitigt werden kann4 ,als ,antichlor hat man bisher hauptschlich ,natriumsulfit1 ,zinnchlorr1 ,natriumhyposulfit und ,leuchtgas vorgeschlagen4 ,ein ,molekl ,natriumsulfit 7,na#b,,so#c #g;,h#b,o7 entfernt #a ,molekl ,chlor 7,cl#b71 indem ,salzsure und ,natriumsulfat sich bilden2 man wendet das ,sulfit gemengt mit ,natriumcarbonat an1 damit auch die entstandene ,salzsure neutralisirt werde4 ,durch ,auswaschen 7mit der ,waschtrommel7 entfernt man darauf das ,natriumsulfat und das ,chlornatrium4 ,das weit billigere ,calciumsulfit lsst sich eben so gut als ,antichlor anwenden als das entsprechende ,natriumsalz4 ,ein ,molekl ,zinnsalz 7,sn,cl#b #b;,h#b,o7 nimmt ebenfalls ein ,molekl ,chlor 7,cl#b7 auf1 wodurch ,zinnchlorid 7,sn,cl#d7 entsteht4 ,man wendet das ,zinnsalz in salzsaurer ,lsung an4 ,nach vollendeter ,einwirkung setzt man so viel ,natriumcarbonat zu1 als erforderlich ist1 um die ,salzsure zu sttigen4 ,ein ,molekl ,natriumhyposulfit 7,na#b,s#b,o#c #e;,h#b,o7 absorbirt #d ,molekle ,chlor1 indem ,natriumsulfat1 ,salzsure und ,schwefelsure entstehen4 ,auch das ,kalksalz wird als ,antichlor ,anwendung finden knnen4 ,das ,natriumhyposulfit bildet1 seitdem es als ,nebenprodukt der ,sodafabrikation massenhaft und billig auftritt1 ein unersetzliches ,mittel1 um dem ,papierstoff den letzten ,rest des ,chlores zu entziehen4 ,neuerdings 7#ahfh7 hat ,j4 ,kolb mit ,erfolg das unterschwefligsaure ,natron durch ,ammoniak ersetzt4 ,was endlich die ,anwendung des ,leuchtgases zur ,beseitigung des ,chlors in der ,papiermasse betrifft1 so datirt dieselbe aus dem ,jahre #ahah1 in welchem ,jahre ,uffenheimer in seiner ,fabrik in ,guntramsdorf in ,oesterreich seinen ,halbstoff durch ,gas entchlorte4 ,es wre wol von ,interesse1 das ,leuchtgas von ,neuem als ,antichlor zu verwenden4 ,vielleicht wren auch ,benzol1 ,photogen1 ,petroleumther und hnliche ,kohlenwasserstoffe zur ,entchlorung der ,papiermasse geeignet4 ,sidenote3 ,bereitung des ,ganzstoffes4 ,nachdem durch ,waschen und ,anwendung von ,antichlor alle durch die ,bleiche dem ,halbstoffe mitgetheilten1 dem ,papier nachtheiligen ,substanzen entfernt worden sind1 kommt der ,stoff in den ,ganzstoffhollnder1 um in ,ganzstoff verwandelt zu werden4 ,der ,ganzstoffhollnder unterscheidet sich von dem ,halbstoffhollnder dadurch1 dass seine ,walze1 wie sein ,grundwerk eine grssere ,anzahl ,schienen enthlt1 die ,walze dem ,grundwerke mehr genhert ist1 und die ,walze weit schneller umluft4 ,in gut bereitetem ,ganzstoffe mssen alle ,fasern gehrig und gleichmssig zerkleinert sein1 was man daran erkennt1 dass die breiartige ,masse beim ,ausgiessen aus einem ,gefsse kleine ,klmpchen wahrnehmen lsst und mit ,wasser verdnnt als eine milchhnliche ,flssigkeit erscheint4 ,sidenote3 ,blauen4 ,ungeachtet der sorgfltigsten chemischen ,bleiche ist der ,ganzstoff nie vollkommen weiss1 sondern besitzt stets noch einen schwachen gelblichen ,schein1 welchen man durch das sogenannte ,blauen mglichst zu entfernen strebt4 ,zu diesem ,behufe setzt man dem ,ganzstoffe in dem ,hollnder1 kurz bevor er vllig fein gemahlen ist1 eine kleine ,menge blauer ,farbe3 ,ultramarin1 ,pariserblau1 ,indig1 ,anilinblau 7frher ,smalte oder andere blaue ,kobaltfarben7 zu1 zuweilen in einem solchen ,verhltniss1 dass eine schwach bluliche ,nance der ,papiermasse bemerklich wird4 ,vom ,ultramarin setzt man auf #ajj ,kilogr4 trockene ,papiermasse1 je nach der ,strke der ,bluung1 #j1e-a1e ,kilogr4 zu4 ,sidenote3 ,das ,leimen des ,ganzstoffes4 ,in vielen ,fllen1 insbesondere bei der ,bereitung des ,maschinenpapieres1 wird der bereits geblute ,ganzstoff im ,hollnder noch geleimt4 ,dieses ,verfahren wird das ,leimen in der ,btte oder die ,masseleimung genannt4 ,die ,leimung des ,papierstoffes anstatt des ,papierblattes gewhrt mancherlei ,nutzen1 denn man umgeht nicht allein das ,leimen als besondere ,arbeit1 die mit ,aufwand an ,zeit und ,arbeitslohn verknpft ist1 sondern man erreicht auch eine weit gleichfrmigere1 durch die ganze ,masse des ,papierbogens hindurch gehende ,leimung1 whrend das in ,bogen geleimte ,papier aus drei ,schichten besteht1 zwei usseren1 aus geleimtem ,papier bestehend1 und einer inneren aus angeleimtem ,papier2 in dieser physischen ,beschaffenheit liegt auch der ,grund1 dass derartiges ,papier an radirten ,stellen1 wo man also die ,schicht des geleimten ,papiers entfernt hat1 lscht4 ,gewhnlicher ,leim ist bei der ,masseleimung nicht wol anzuwenden1 da derselbe in der ,zeit1 die bis zur ,herstellung des vollendeten ,papierbogens verstreicht1 leicht fault4 ,dagegen hat sich die vegetabilische ,leimung vollkommen bewhrt1 die immer auf die ,erzeugung von harzsaurem ,aluminium 7,aluminiumpinat7 hinaus kommt4 ,alle ,vorschriften stimmen darin berein1 dass sie zunchst die ,darstellung einer ,harzseife verlangen1 welche dann im ,hollnder durch ,alaun oder ,aluminiumsulfat zersetzt wird4 ,das ,strkemehl1 das man gewhnlich zusetzt1 hat bei der ,bereitung des vegetabilischen ,leimes nur eine untergeordnete ,bedeutung und lsst sich auch ohne ,nachtheil weglassen2 im ,allgemeinen aber giebt es der ,flssigkeit eine dicklichere ,consistenz1 in deren ,folge der durch die ,alaunlsung entstandene ,niederschlag von ,aluminiumresinat sich langsamer senkt und deshalb gleichmssiger mit der ,faser verbindet1 weshalb auch bei ,anwendung von ,strkemehl ein geringeres ,quantum ,leim gengt1 als im gegentheiligen ,falle4 ,geringere ,grade von ,festigkeit erreicht man durch ,anwendung gewhnlicher weisser ,seife 7am besten ,oelseife1 von welcher man auf #ajj ,kilogr4 trocknen ,ganzstoff #c ,kilogr4 nimmt1 die durch ein gleiches ,quantum ,alaun zersetzt werden71 in diesem ,falle ist es ,aluminiumpalmitat und -oleat1 welches die ,papierfaser umgiebt1 die ,poren des ,papieres ausfllt und das ,eindringen von ,flssigkeit verhindert4 ,mittlere ,grade von ,festigkeit und ,steifheit erhlt man durch combinirte ,anwendung von ,harz- und ,oelseife4 ,wachsseife 7durch ,kochen von weissem ,wachs mit ,aetznatronlauge erhalten7 wird ihrer reinen weissen ,farbe wegen gegenwrtig nur noch hier und da bei der ,anfertigung reiner ,schreibpapiere angewendet4 ,statt des harzsauren ,aluminium lassen sich auch andere unlsliche harzsaure ,verbindungen als vegetabilischer ,leim verwenden1 so namentlich das harzsaure ,zink1 welches man erhlt1 wenn man die dem ,hollnder zugegebene gewhnliche ,harzseife statt mit ,alaun mit ,zinkvitriol oder mit ,chlorzink zersetzt4 ,greek3 a7 ,handpapier4 ,sidenote3 ,die ,verfertigung der ,papierbgen durch ,schpfen4 ,die ,ueberfhrung des mit ,wasser zu einem dnnen ,brei verdnnten ,ganzstoffes in ,papierbgen geht vor sich #a7 durch ,ausbreitung des ,stoffes zu einer dnnen gleichfrmigen ,schicht1 #b7 durch ,entwsserung dieser ,schicht1 verbunden mit ,verdichtung der zurckgebliebenen festen ,masse4 ,die ,entfernung des ,wassers geschieht auf dreierlei ,weise1 nmlich durch ,filtration1 hierauf durch ,druck und zuletzt durch ,verdunstung4 ,diese ,verschiedenheit und ,aufeinanderfolge dieser drei ,entwsserungsarten liegt in der ,natur der ,sache4 ,der flssige ,ganzstoff giebt gern einen ,theil seines ,wassergehaltes ab1 wenn man letzterem ,gelegenheit zum ,ablaufen verschafft1 so z4 ,b4 auf einem ,siebe oder einer siebhnlichen ,vorrichtung1 auf welcher die ,fasern zurckgehalten werden4 ,es ist einleuchtend1 dass hierdurch nur ein ,theil des ,wassers entfernt werden kann1 da die ,fasern durch ihre verfilzte ,beschaffenheit eine nicht unbetrchtliche ,menge ,wasser in ,folge von ,capillaritt festhalten4 ,wollte man den auf den ,sieben zurckgebliebenen weichen ,brei sofort dem ,austrocknen durch ,verdunsten berlassen1 so wrde dies nicht nur sehr langsam gehen1 sondern das ausgetrocknete ,papier wrde locker1 pors1 von geringer ,festigkeit und mit rauher1 runzliger ,flche zurckbleiben4 ,diese ,uebelstnde sind zu beseitigen1 wenn man den weichen ,brei1 der auf den ,sieben kein ,wasser mehr abgiebt1 einem allmlig verstrkten ,drucke unterwirft1 dadurch zugleich auch die ,fasern einander nhert und dabei die ,oberflche ebnet4 ,das letzte ,wasser1 welches durch ,pressen nicht beseitigt werden kann1 wird durch ,verdunstung 7,trocknen7 entfernt4 ,die erste der ,operationen1 durch welche aus dem ,ganzstoff das ,papier dargestellt wird1 ist das ,schpfen1 wodurch der flssige ,stoff auf einer siebartigen ,flche1 der ,form1 zu einer dnnen ,schicht1 ausgebreitet wird1 wobei zugleich eine ,abscheidung eines grossen ,theiles des ,wassers durch ,filtration stattfindet4 ,der ,ganzstoff1 so wie er den ,hollnder verlsst1 fliesst entweder sofort in die ,schpfbtte1 aus welcher die ,papierbgen geschpft werden1 oder er wird in einen besonderen ,kasten1 den ,stoff- oder ,zeugkasten gebracht1 in welchem er bis zur weiteren ,verarbeitung aufbewahrt wird4 ,die ,schpfbtte ist ein rundes oder lnglich vierereckiges ,gefss aus ,holz1 welches mit ,bleiplatten ausgefttert und auf ,unterlagen gestellt ist4 ,an der einen ,seite der ,btte steht der mit dem ,schpfen beschftigte ,arbeiter1 der ,schpfer4 ,quer ber der ,btte liegt ein breites ,brett1 die ,brcke oder der ,steg1 und dicht neben demselben der gegen jenen etwas geneigte kleine ,steg1 welcher dazu dient1 die ,papierform schnell nach dem grossen ,stege hinzuschieben4 ,der grosse ,steg ist mit einer senkrechten ,sttze1 dem ,esel1 zum ,anlehnen der ,formen versehen4 ,der ,btteninhalt wird whrend des ,schpfens erwrmt4 ,eine wesentliche ,verbesserung der ,schpfbtte ist die ,combination derselben mit dem ,knotenfnger1 der die ,bestimmung hat1 einerseits alle ,kntchen und ,klmpchen aus dem breiartigen ,ganzstoffe zu entfernen1 andererseits die ,nachfllung von frischen ,ganzstoff in die ,schpfbtte regelmssig zu verrichten4 ,der ,knotenfnger1 wie er fr die ,fabrikation des ,handpapieres ,anwendung findet1 besteht im ,wesentlichen aus einem in der ,schpfbtte aufrecht stehenden ,siebcylinder1 in welchem eine ,flgelwelle sich dreht4 ,der ,ganzstoff wird in dem ,maasse1 als er von dem ,schpfer consumirt wird1 durch eine ,pumpe in den ,siebcylinder gebracht und durch die ,flgelwelle durch das ,sieb in die ,schpfbtte getrieben1 wobei die ,knoten im ,innern des ,cylinders zurckbleiben4 ,die zum ,schpfen des ,ganzstoffes angewendeten ,papierformen sind ein ,gewebe oder ,geflecht aus ,messingdraht1 das so beschaffen sein muss1 dass es das ,wasser mglichst schnell abfliessen lsst1 ohne ,papierstoff hindurchzulassen4 ,man hat zwei ,arten von ,formen1 nmlich #a7 die gerippten ,formen1 deren ,gitter aus parallel neben einander liegenden ,drhten besteht1 welche in gewissen1 durch ,querleisten bestimmten ,entfernungen mit einander durch quer durchflochtene ,bindedrhte verbunden sind1 welche letztere1 indem sie hher als die ,bodendrhte liegen1 im ,papier dnne ,stellen bilden1 die beim ,durchsehen als helle ,linien sich zu erkennen geben4 ,auf solchen ,formen dargestelltes ,papier heisst geripptes ,papier1 welches stets zu den mittleren oder geringen ,papiersorten zu rechnen ist1 bei dessen ,fabrikation weniger ,gltte der ,oberflche1 als ,verminderung der ,arbeitszeit verlangt wird2 #b7 die ,velinformen bestehen1 nicht wie die gerippten ,formen aus einem ,geflechte1 sondern aus einem auf dem ,webstuhle gefertigten feinen ,messingdrahtgewebe4 ,das mit diesen ,formen geschpfte ,papier1 das ,velinpapier erhlt eine zartgekrnte1 ebene ,oberflche1 der durch ,pressen und ,satiniren grosse ,gltte und selbst ein gewisser ,grad von ,glanz ertheilt werden kann4 ,beim ,durchsehen erscheint es gleichfrmig und zeigt keine helleren und dunkleren ,linien wie die gerippten ,papiere4 ,auf den gerippten wie auf den ,velinformen pflegt man das ,fabrikzeichen1 eine ,firma1 ein ,wappen u4 dergl4 von ,draht gebildet1 anzubringen1 wodurch diese ,zeichen im ,papier als strker durchscheinend sich darstellen 7,wasserzeichen74 ,der ,deckel der ,papierform bildet den ,rand derselben und bestimmt durch seine ,grsse und ,gestalt jene des auf der ,form geschpften ,papierbogens1 und durch seine ,hhe das ,quantum von ,ganzstoff1 das auf der ,form ,platz finden kann4 ,was in der ,papierfabrikation ,filz genannt wird1 ist nicht1 wie etwa der ,hutfilz1 wirklicher ,filz1 sondern ein grobes1 lockeres1 gekpertes ,gewebe aus ,wolle1 das nur schwach gewalkt und weder gerauhet noch geschoren ist4 ,die ,arbeit an der ,schpfbtte geschieht von zwei ,arbeitern1 nmlich dem ,schpfer1 welcher mit den ,formen das ,papier aus der ,btte nimmt1 und dem ,kautscher1 welcher die so entstandenen ,papierbogen ab und zwischen die ,filze einlegt1 eine ,arbeit1 welche das ,kautschen genannt wird4 ,nachdem die ,btte mit ,ganzstoff angefllt worden ist1 rhrt man den ,btteninhalt mit der ,schpfkrcke von ,zeit zu ,zeit durch4 ,der ,schpfer fasst eine mit dem ,deckel versehene ,form an der ,mitte der schmalen ,seite mit beiden ,hnden1 taucht sie schrg in den breiartigen ,btteninhalt1 stellt sie darin horizontal1 nimmt sie wieder heraus1 schttelt sie einige ,mal hin und her1 um das ,ablaufen des ,wassers zu befrdern und den berflssigen ,ganzstoff abzuwerfen1 und schiebt sie endlich auf den kleinen ,steg4 ,hierauf nimmt der ,schpfer eine zweite ,papierform1 die auf dem grossen ,stege bereit liegt1 und schpft einen zweiten ,bogen4 ,mittlerweile legt der ,kautscher den ,bogen von der ersten1 ihm zugeschobenen ,form auf die ,filze4 ,zu dem ,ende lehnt er einige ,sekunden lang die ,form schrg an den ,esel1 damit das ,wasser mglichst ablaufe1 legt sie hierauf umgekehrt auf den ,filz1 drckt ein wenig darauf und hebt sie wieder auf1 wobei der ,papierbogen auf dem ,filze liegen bleibt4 ,die leere ,form wird dem ,schpfer zurckgegeben4 ,der ,kautscher bedeckt den ersten ,papierbogen mit einem ,filze1 auf welchen er den zweiten ,bogen bringt u4 s4 f4 ,der ,schpfer kann in einem ,tage gegen #ejjj ,bogen fertigen4 ,sidenote3 ,das ,pressen der ,papierbgen4 ,sobald durch die ,arbeit des ,schpfens und ,kautschens ein ,stoss von einer gewissen ,hhe1 ein ,pauscht1 entstanden ist1 so wird ber den obersten ,papierbogen noch ein ,filz1 darber ein ,brett gelegt und der ganze ,stoss unter die ,presse gebracht4 ,die ,anzahl ,bogen in einem ,pauscht betrgt meist #aha 7man nimmt an1 dass drei ,pauscht #aha #c #edc ,bogen #bj ,buch #dhj ,bogen geleimten und #ejj ,bogen nicht geleimten ,papieres liefern74 ,das ,pressen trgt wesentlich mit dazu bei1 die ,festigkeit und ,gltte des ,papieres zu erhhen4 ,wollte man den ,papierbogen nach dem ,schpfen nur trocknen1 so wrde das ,papier eine lockere und schwammige ,beschaffenheit erhalten und im hohen ,grade wassereinsaugend sein4 ,man sucht daher mit der ,entfernung des ,wassers eine ,verdichtung der ,papiermasse durch ,pressen zu bewirken4 ,sidenote3 ,das ,trocknen des ,papiers4 ,durch das ,auspressen kann das ,papier selbstverstndlich nicht von allem ,wasser befreit werden2 man muss es daher nach dem ,auspressen trocknen1 welches in der ,weise geschieht1 dass man die ,papierbgen in gehrig gelfteten ,rumen 7entweder ,trockenbden oder besonderen ,trockenhusern7 auf ,schnren aufhngt4 ,um an ,raum zu sparen1 hngt man meist zwei bis fnf ,bogen bereinander4 ,eine gebte ,arbeiterin kann in einer ,stunde #hjj-ijj ,lagen von je #b-e ,bogen1 demnach #afjj-dejj ,bogen aufhngen und nach dem ,trocknen dieselbe ,anzahl ,bogen von den ,schnren abnehmen4 ,sidenote3 ,das ,leimen der ,papierbgen4 ,die getrockneten ,papierbgen sind1 sofern sie nicht bereits in der ,btte geleimt wurden1 wassereinsaugend1 weich und von geringer ,haltbarkeit4 ,in diesem ,zustande heisst das ,papier ungeleimtes ,papier und eignet sich nur zur ,anwendung als ,lsch- oder ,fliesspapier1 ,filtrirpapier1 ,pack- oder ,druckpapier4 ,behufs seiner ,benutzung als ,schreib- und ,zeichenpapier ist es dagegen nothwendig1 dass das ,papier geleimt werde4 ,durch das ,leimen sollen die ,poren des ,papieres mit einer ,substanz ausgefllt werden1 welche der ,feuchtigkeit widersteht und die ,capillaritt des ,papieres aufhebt1 will man also die ,fasern1 aus denen das ,papier besteht1 zusammenkleben1 sie in eine festere ,verbindung mit einander bringen und dem ,papierbogen dadurch grssere ,steifheit1 ,festigkeit und ,hrte geben4 ,der gewhnliche ,leim kann diese ,bedingungen nicht erfllen1 weil er im getrockneten ,zustande beim ,zusammenbringen mit ,wasser wieder erweicht4 ,dieser ,uebelstand wird aber beseitigt1 wenn man dem ,leim ein lsliches ,aluminiumsalz1 wie ,alaun1 ,aluminiumsulfat1 ,chloraluminium zusetzt4 ,dadurch wird der ,leim vor dem schnellen ,verderben bewahrt und in einer ,weise verndert 7ungefhr so wie die ,thierhaut durch ,thonerdesalz in der ,alaun- und ,weissgerberei71 dass er einmal im ,papiere eingetrocknet1 vom ,wasser nicht wieder aufgeweicht und klebrig gemacht wird4 ,der ,papierfabrikant bereitet sich seinen ,leim selbst aus ,hammelfssen und den ,abfllen der ,gerbereien1 indem er diese ,materialien mit ,wasser sieden lsst1 bis alles ,lsliche ausgezogen ist1 das so erhaltene ,leimwasser filtrirt und dann mit ,alaun versetzt4 ,die ,leimung erfolgt1 indem der ,leimer #hj bis #ajj ,bogen in die ,hnde nimmt und in der ,leimbtte so bewegt1 dass jeder ,bogen in zweiter ,wendung mit ,leimlsung getrnkt ist4 ,ein guter ,arbeiter leimt in #ab ,stunden #dj-ej1jjj ,bogen4 ,die ,trocknung des ,papieres nach der ,leimung darf weder zu schnell noch zu langsam und muss in luftigen ,rumen stattfinden4 ,sidenote3 ,das ,ausrsten 7,appretur7 des ,papiers4 ,nachdem das geleimte ,papier gepresst und getrocknet worden ist1 bedarf es noch einer ,ausrstung1 um als fertige ,waare zu gelten4 ,es ist nmlich noch nicht eben und glatt genug und enthlt verschiedenartige anhngende und theilweise selbst festsitzende ,unreinigkeiten4 ,auch ist es nthig1 dass es abgezhlt und zusammengelegt werde4 ,die erste der ,ausrstungsarbeiten besteht in dem ,auslesen oder ,putzen1 welches die ,entfernung aller fremdartigen ,krper zum ,zwecke hat4 ,mit dieser ,arbeit ist zugleich ein ,auslesen der beschdigten ,bogen verknpft4 ,in ,folge der ,einfhrung der ,knotenfnger in die ,papierfabrikation ist das ,auslesen gegenwrtig sehr erleichtert1 ja in einzelnen ,fllen selbst berflssig geworden4 ,das ausgelesene ,papier wird gezhlt und zusammengelegt und geschieht bei gehriger ,uebung so schnell1 dass ein ,arbeiter stndlich #h-ae1jjj ,bogen zu zhlen im ,stande ist4 ,man legt das ,papier in ganzen oder halben ,buchen zusammen1 #bd ,bogen geleimtes und #be ,bogen nichtgeleimtes ,papier machen ein ,buch1 #bj ,buch ein ,ries1 #aj ,ries einen ,ballen4 ,das oberste und das unterste ,buch eines jeden ,ries besteht in der ,regel aus ,ausschussbogen4 ,eine mglichst ebene und glatte ,oberflche des ,papieres wird durch mehrmaliges und anhaltendes ,pressen 7das sogenannte ,trockenpressen7 erzielt1 wobei jedesmal die ,bogen in anderer ,richtung aufeinandergelegt werden4 ,dieses ,umlegen der ,bogen heisst das ,auswechseln oder ,austauschen4 ,die meisten ,papiersorten erlangen durch das ,pressen ihre ,vollendung1 nur die feinsten ,papiere 7z4 ,b4 ,briefpapier7 werden noch durch das ,satiniren geglttet4 ,man satinirt entweder in der ,presse oder mittelst eines ,walzwerkes 7,satinirmaschinen74 ,sidenote3 ,die hauptschlichsten ,papiersorten4 ,die ,papiersorten des ,handels zerfallen in drei ,hauptgattungen1 nmlich3 ,a4 ,schreib- und ,zeichenpapiere1 von denen die ,schreibpapiere wieder zerfallen in die geringste ,sorte1 das ,conceptpapier1 das mittelfeine ,kanzleipapier und die feinsten ,sorten1 als ,post- oder ,briefpapier1 und das ,velinschreib- oder ,briefpapier4 ,b4 ,druckpapier1 von welchen man wieder unterscheidet eigentliches ,druckpapier fr ,buchdrucker in seinen verschiedenen ,arten1 als ,conceptdruck1 ,kanzleidruck1 ,postdruck und ,velindruck1 ,notendruckpapier und ,kupferdruckpapier und ,seidenpapier1 welches letztere zum ,einwickeln von ,gold- und ,silberwaaren1 zum ,einlegen zwischen ,kupferstiche etc4 dient4 ,c4 ,lsch- und ,packpapier4 ,das ,lsch- oder ,fliesspapier ist stets ungeleimt und erscheint in seiner feinsten ,sorte als ,filtrirpapier2 das ,packpapier ist gewhnlich halb geleimt und erscheint bald als gelbes ,strohpapier1 blaues ,zucker- und ,nadelpapier u4 s4 w4 ,greek3 b7 ,maschinenpapier4 ,sidenote3 ,b4 ,die ,fabrikation des ,maschinenpapiers4 ,die ,herstellung des ,papiers durch ,schpfen des mit ,wasser gemischten ,ganzstoffes mit ,hlfe von ,formen scheint eine so einfache ,arbeit zu sein und nimmt zugleich so viel ,zeit in ,anspruch1 dass der ,gedanke ein sehr naheliegender ist1 die ,arbeit anstatt durch ,menschenhnde auf mechanischem ,wege ausfhren zu lassen4 ,bei den ,bestrebungen1 die auf eine ,einfhrung der ,maschine zur ,verfertigung der ,papierbogen gerichtet waren1 hat man zweierlei ,wege eingeschlagen1 auf dem einen suchte man ,bogen von der gewhnlichen ,grsse nach einem ,verfahren herzustellen1 dem immer noch die alte ,fabrikationsmethode zu ,grunde lag1 auf dem anderen ,wege und nur dieser letztere hat zum ,ziele gefhrt1 bildete man sehr lange ,papierbltter 7endloses ,papier7 von einer in gewissen ,grenzen vernderlichen ,breite1 welche erst spter als fertiges ,papier in einzelne ,bogen zerschnitten wurden4 ,unter den vorgeschlagenen ,maschinen haben sich die ,formen mit gerader ,form oder die sogenannten ,schttelmaschinen am meisten bewhrt1 namentlich sind sie zur ,fabrikation feiner ,papiere die allein tauglichen4 ,um ein fortlaufendes ,papierband von unbestimmter ,lnge und einer bestimmten ,breite zu erzeugen1 hat die ,maschine den von der ,stoffmhle kommenden ,ganzstoff nach einander #a7 auf die passende ,consistenz durch ,verdnnen mit ,wasser zu bringen2 #b7 den ,ganzstoff durch die ,knotenmaschine von ,knoten zu befreien2 #c7 mit dem von ,knoten befreiten1 breiartigen ,ganzstoff mittelst des ,regulators den ,stoff- oder ,zeugbehlter regelmssig so zu speisen1 wie es zur geordneten ,ablieferung des ,stoffes auf die ,form und zur ,erzeugung eines mglichst gleichdicken ,papierblattes erforderlich ist2 der ,ganzstoff wird in einen gleichmssigen ,strahl von der ,breite des herzustellenden ,papieres ausgebreitet2 #d7 der so zustrmende ,ganzstoff wird in ein scharfgerandetes ,blatt geformt2 #e7 das so entstandene ,papierblatt von dem grssten ,theile des ,wassers zu befreien und zwar durch ,abtropfenlassen1 durch luftverdnnten ,raum und durch ,pressen2 #f7 den zurckgebliebenen ,rest des ,wassers durch ,wrme zu entfernen1 indem man das ,papier um grosse mit ,dampf geheizte ,cylinder fhrt2 #g7 das fertige ,papier mittelst einer ,papierschneidemaschine in ,bogen von den blichen ,formatgrssen zu zerschneiden4 ,nachdem der ,ganzstoff auf den erforderlichen ,grad der ,feinheit gebracht worden ist1 wird er durch ,rhrvorrichtungen mit ,wasser verdnnt bis zur gehrigen ,consistenz4 ,so fliesst der ,stoff zunchst dem ,knotenfnger zu4 ,dieser ,apparat bestand ursprnglich aus einem unten geschlossenen ,cylinder von ,messingblech1 dessen ,umfang mit sehr feinen ,lchern durchbohrt war und in welchem eine ,rhrvorrichtung mit grosser ,schnelligkeit sich drehte4 ,im ,laufe der ,zeit ist er wesentlich verndert worden4 ,eine der besten ,knotenfangmaschinen ist die von ,mannhardt und ,steiner in ,mnchen1 durch welche das ,zurckhalten der ,knoten und des ,sandes weit vollstndiger als durch viele andere ,vorrichtungen erreicht wird4 ,nachdem der ,ganzstoff durch die ,knotenmaschine von allen ,unreinigkeiten befreit worden ist1 kommt er auf die ,papiermaschine4 ,damit das ,ganzstoffreservoir fortwhrend mit frischen ,portionen von ,stoff so regelmssig gespeist wird1 wie es zur geordneten ,ablieferung des ,stoffes auf die ,papierform und zur ,erzeugung eines mglichst gleichdicken ,papierblattes erforderlich ist1 benutzt man den ,regulator1 welcher eine sehr wesentliche ,vorrichtung an den ,papiermaschinen aller ,art ist4 ,die ,papiermaschine ist in den beiden ,zeichnungen ,fig4 #bjd und #bje im senkrechten ,durchschnitt dargestellt4 ,die ,zeichnung ist ihrer ,lnge wegen in zwei ,theile getrennt worden4 ,fig4 #bje ist demnach als die ,fortsetzung von ,fig4 #bjd zu betrachten4 ,der ,bewegungsmechanismus ist weggelassen4 ,nachdem der ,ganzstoff durch die ,knotenmaschine a gegangen ist1 fliesst er in den schmalen ,trog a' und wird mittelst des ,regulators der ,form der ,papiermaschine bergeben4 ,die ,form a'' a'' ist ein endloses ,metalldrahtsieb von der ,art wie die gewhnlicher ,velinformen1 dessen oberer ,theil in seiner ganzen ,breitenausdehnung von einer ,anzahl hohler ,kupferwalzen untersttzt und dadurch vollkommen horizontal erhalten wird4 ,die gerade ,flche des ,siebes hat eine ,lnge von #c-d ,meter und eine ,breite von #a-a1f ,meter4 ,der untere ,theil der ,form a'' ist durch einige ,walzen in einem stumpfwinkeligen ,zickzack ausgespannt4 ,die zunchst dem ,regulator a' liegenden ,walzen liegen sehr nahe nebeneinander1 weiterhin sind sie entfernter4 ,die ,form hat eine doppelte ,bewegung1 nmlich einmal die fortschreitende in der ,lngenrichtung1 wodurch das entstandene ,papierblatt weiter gefhrt wird und ununterbrochen neue leere ,theile des ,metalldrahttuches dem darauffliessenden ,ganzstoff dargeboten werden1 weil die ,form fortwhrend circulirt2 das andere ,mal erhlt die ,papierform eine schttelnde ,bewegung in der ,richtung nach ihrer ,breite1 um das ,abfliessen des ,wassers aus dem auf der ,form ausgebreiteten ,stoff und auch die gleichfrmige ,vertheilung der ,masse selbst zu befrdern 7daher ja auch die ,bezeichnung ,schttelmaschine74 ,um nach ,belieben minder breites ,papier herstellen zu knnen1 als der ,breite der ,papierform entspricht1 befinden sich oben auf der ,form zwei parallele ,leisten1 mit deren ,hlfe ein ,raum gebildet werden kann1 der die ,breite des zu fabricirenden ,papieres hat4 ,zur ,regulirung der ,dicke der ,papierschicht liegen an der ,stelle oder nahe derselben1 wo der ,ganzstoff auf die ,papierform tritt1 quer ber dieselbe zwei ,messinglineale1 deren untere ,kanten in einem geringen ,abstande von der ,flche der ,form sich befinden4 ,an beiden ,seiten der ,form befinden sich ,lederriemen m m1 damit die ,rnder des ,papierblattes glatt und gerade ausfallen4 ,diese ,riemen nehmen alle ,unregelmssigkeiten des ,randes mit fort4 ,in dem ,gefsse n werden sie mit ,wasser gewaschen und dadurch von aller anhngenden ,papiermasse befreit4 ,illustration3 ,fig4 #bjd4 ,illustration3 ,fig4 #bje4 ,der aus dem ,reservoir c auf die ,papierform fliessende ,brei bildet sofort eine lockere ,schicht1 indem die ,fasern auf dem ,drahtgewebe sich absetzen1 und das berschssige ,wasser durch das ,gewebe in den darunter befindlichen ,kasten c abgeben4 ,bei t1 wo der ,riemen zum ,zwecke der ,rckwrtsbewegung aufsteigt1 lftet oder lst er zugleich ein wenig das ,papierblatt von der ,form4 ,obgleich das sich fortbewegende ,papierblatt einen grossen ,theil seines ,wassers abgegeben hat1 ist es doch bei weitem noch nicht fest genug1 um sich von der ,form frei nach der ,presswalze bewegen zu knnen4 ,man kommt daher der ,entwsserung durch ,anwendung des ,luftdruckes zu ,hlfe1 indem man unter der ,papierform1 kurz bevor das ,papierblatt dieselbe verlsst1 einen luftverdnnten ,raum erzeugt4 ,anfnglich suchte man sich denselben durch ,ventilatoren zu verschaffen1 spter erreichte man den ,zweck vollstndiger durch eine ,luftpumpe oder einen ,saugapparat 7,glockenapparat71 der vor der gewhnlichen ,luftpumpe den ,vorzug verdient4 ,der ,saugapparat besteht aus drei glockenfrmigen ,gefssen1 die mit ihrem unteren offenen ,ende in einen ,wasserbehlter tauchen1 und bei ihrer1 der ,reihe nach abwechselnd erfolgenden ,hebung ,luft saugen1 die dann beim ,niedergange durch ein sich ffnendes ,ventil in die ,atmosphre tritt4 ,der ,apparat hat demnach ,aehnlichkeit mit einem ,baader'schen ,kasten- oder ,glockengeblse1 mit dem ,unterschiede jedoch1 dass er umgekehrt wirkt4 ,der ,kasten d d1 ber welchen das noch schwammige ,papierblatt mit seiner ganzen ,breite passirt und dessen ,inneres mit dem ,saugapparate in ,verbindung steht1 ist oben offen1 sonst luftdicht gearbeitet1 #ej-fj ,centim4 breit und von einer ,lnge gleich der ,breite der ,papierform2 seine oberen ,kanten sind mit ,leder belegt1 damit das ,drahtgewebe sich luftdicht auflegen kann4 ,nachdem das ,papierblatt den ,kasten passirt ist1 wird es noch an der ,stelle1 wo das ,blatt die ,form verlsst1 um unter die ,presswalzen einzutreten1 durch einen ,cylinder aus ,drahtgewebe e' weiter verdichtet und ausgepresst1 welchem ein darunterliegender ,cylinder entspricht4 ,diese ,siebwalzen1 ,egoutteurs oder ,dandyrollers genannt1 haben jedoch gegenwrtig weniger den ,zweck1 das ,papier zu entwssern1 als vielmehr ihm das ,ansehen des geschpften und gerippten ,papieres zu geben und ,wasserzeichen darin anzubringen4 ,eine an dem ,egoutteur befestigte ,schabeklinge dient zu seiner ,reinhaltung4 ,das ,papierblatt ist nun so weit entwssert und verdichtet1 dass es ohne ,form1 die nun leer zurckgeht1 seinen ,weg verfolgen kann4 ,es geht zunchst frei von der ,form ber ein endloses ,filztuch nach der ,nasspresse h h aus zwei eisernen ,walzen bestehend1 welche durch eine ,pressschraube oder angehngte ,gewichte auf einander gepresst werden4 ,die eine der eisernen ,walzen wirkt unmittelbar auf das ,papier und giebt der ihr zugekehrten ,seite bereits eine gewisse ,gltte4 ,damit auch die dem endlosen ,filztuche zugekehrte ,seite die gleiche ,wirkung erfhrt1 passirt das ,papierblatt auf einem ,filz noch ein zweites ,walzenpaar h' h'4 ,beide ,walzenpaare sind mit ,schabeklingen und ,trgen des ausgepressten ,wassers versehen4 ,die ,entwsserung durch ,auspressen hat hiermit ihr ,ende erreicht4 ,es folgt zum ,schlusse die ,entfernung des letzten ,restes ,wasser durch ,trocknen in der ,trockenpresse4 ,diese besteht aus grossen gusseisernen ,cylindern u1 v1 w1 in deren ,hhlung ,wasserdampf von ungefhr #acj ,c4 eingefhrt wird1 um sie bis zur ,siedetemperatur des ,wassers zu erhitzen4 ,diese ,cylinder sind mit den entsprechenden ,druckwalzen u' v' w'1 auch jedes ,walzenpaar mit einem ,filztuche versehen1 welches letztere die innigste ,berhrung des ,papieres mit dem ,trockencylinder bewirkt4 ,das ,papier wird in der ,trockenpresse durch die ,dampfwrme getrocknet und auch1 und zwar zuerst auf der einen ,seite1 dann auf der anderen1 geglttet4 ,whrend des ,ueberganges von der zweiten ,trockenpresse zur dritten wird das ,papier sehr schwach wieder befeuchtet1 durch den beim ,trocknen von den unteren ,cylindern aufsteigenden ,wasserdampf1 wodurch es denjenigen ,grad von ,weichheit erhlt1 welcher das gehrige ,glattpressen sichert4 ,die ,wirkung der ,presse w w' ist gleichwol nicht so ausgezeichnet als jene von v v'1 die das ,papierblatt in einem feuchteren1 daher geschmeidigeren ,zustande erhlt4 ,darin ist auch der ,grund zu suchen1 warum meist die eine zuerst geglttete ,seite des ,papieres merklich gltter ist als die andere4 ,das fertige ,papier verlsst unter der ,walze y den ,filz und geht auf den sechsstbigen ,haspel j1 durch dessen ,umdrehung es aufgewickelt wird4 ,ist derselbe angefllt1 wozu gegen #fj ,drehungen gehren1 so schneidet man des ,papierblatt durch und lsst durch einen ,stoss den ,hebel k eine halbe ,kreisbewegung um seinen ,drehungspunkt machen1 bringt dadurch den zweiten ,haspel j' an die ,stelle des ersten und lsst das ,papier auf ihn laufen4 ,beim ,uebergange von der ,trockenpresse auf den ,haspel wird das ,papierblatt durch ,lngenschnitte dergestalt zertheilt1 dass seine ,breite in mehrere ,theile zerlegt1 folglich das ganze breite ,blatt in schmlere ,bltter getrennt wird1 die sich neben einander aufwickeln4 ,sidenote3 ,die ,papierschneidemaschine4 ,das auf der ,maschine verfertigte ,papier gelangt entweder in langen zusammengerollten ,blttern in den ,handel1 namentlich zur ,anwendung in der ,tapetenfabrikation1 zum ,zeichnen u4 s4 w41 oder man schneidet es in ,bgen nach den verlangten ,formaten4 ,zum ,zerschneiden wendet man zuweilen ein grosses ,messer aus freier ,hand an4 ,hierbei ist es nthig1 dass der ,haspelumfang durch ,verkrzung oder ,verlngerung seiner ,arme so regulirt werde1 dass jeder ,umgang eine ,anzahl ,bgen mit dem geringsten ,abfall liefere4 ,ist ein derartiger ,haspel mit ,papier angefllt1 so wird die darauf befindliche ,papiermasse nach einer geraden ,linie1 die zu der ,haspelaxe parallel ist1 durchgeschnitten und auf einem ,tische ausgebreitet4 ,hierauf legt man ein starkes ,brett von der ,grsse eines ,bogens darauf1 drckt dasselbe mit einer gewissen ,kraft nieder und durchschneidet nun das ,papier nach den ,kanten des ,brettes4 ,meist bedient man sich aber gegenwrtig zum ,zerschneiden des ,papieres besonderer ,papierschneidemaschinen1 welche man entweder mit der ,papiermaschine zu einem ,ganzen verbindet oder fr sich gebraucht4 ,das buch- und riesweise zusammengelegte ,papier wird noch an den ,rndern beschnitten1 wozu man und zwar vorzugsweise in ,england verschiedene ,maschinen1 ,beschneidemaschinen1 in ,anwendung gebracht hat4 ,greek3 g7 ,pappe und andere ,papiere4 ,sidenote3 ,fabrikation der ,pappe4 ,die unter dem ,namen ,pappe oder ,pappendeckel bekannten ,bltter aus ,papiermasse knnen auf dreierlei ,weise erhalten werden1 nmlich3 #a7 durch ,schpfen von ,bogen von der ,dicke der herzustellenden ,pappe -- geschpfte oder geformte ,pappe2 #b7 durch ,vereinigen von frisch geschpften ,papierbgen durch ,pressen -- gekautschte ,pappe2 #c7 durch ,aufeinanderleimen von fertigen ,papierbgen -- geleimte ,pappe4 #a7 ,die geschpfte oder geformte ,pappe ist die geringste ,sorte1 die nur zu ordinren ,papparbeiten und zum ,einpacken ,anwendung findet4 ,als ,material verwendet man diejenigen ,lumpen1 die sich nicht zur ,herstellung von ,papier eignen1 ferner ,buchbinderspne1 ,abfall der ,papierfabriken1 altes ,papier u4 dergl4 ,die ,lumpen werden zerschnitten und dann zu grobem ,stoff in der ,stoffmhle verarbeitet1 die ,papierabflle in ,wasser aufgeweicht und dann fein zermahlen4 ,gewhnlich setzt man zu der fertigen ,masse1 ehe man zum ,schpfen schreitet1 ,thon oder ,kreide1 zuweilen bis zu #be ,proc4 vom ,gewicht der ,pappe4 ,das ,schpfen geschieht mit ,hlfe von groben gerippten ,formen1 die1 um viel ,stoff aufzunehmen1 mit einem hohen ,deckel versehen sind4 ,das ,kautschen und ,pressen zwischen den ,filzen und ohne dieselben wird auf dieselbe ,weise wie bei der ,herstellung von ,bogen vorgenommen4 ,da die ,pappbogen nicht wie die ,papierbogen beim ,trocknen zusammengebogen werden drfen1 so hngt man sie mittelst kleiner ,haken1 welche man durch eine ,ecke der ,pappe sticht1 an ,schnre oder legt sie flach ber dieselben4 ,bei gnstiger ,witterung breitet man sie auch zum ,trocknen auf ,rasen aus4 ,die getrockneten ,pappen werden gepresst und darauf durch ein ,walzwerk gelassen4 ,die so erhaltene ,pappe ist von geringer ,festigkeit und usserst weich1 weil die ,entwsserung der dicken ,bogen durch ,abtropfen auf der ,form nur sehr unvollkommen geschieht4 ,bei der ,schwierigkeit1 eine so grosse ,menge ,pappmasse regelmssig auf der ,form auszubreiten1 ist es nicht mglich1 der ,pappe berall gleiche ,dicke und eine glatte ,oberflche zu geben4 #b7 ,die gekautschte ,pappe wird aus besseren ,materialien dargestellt als die geschpfte ,pappe4 ,die zum ,schpfen dienenden ,formen sind den in der ,papierfabrikation angewendeten vllig gleich4 ,auch die ,verfertigung der ,pappe ist von der des ,papieres nur dadurch verschieden1 dass man beim ,kautschen der ,pappe immer erst einige in der ,dicke eines starken ,papieres geschpfte ,bogen ohne ,zwischenlage aufeinander legt1 ehe wieder ein ,filz darber gedeckt wird4 ,es giebt hinsichtlich des ,kautschens der ,pappe zwei ,verfahrungsarten1 nach der einen werden1 nachdem ein ,bogen auf den ,filz abgelegt ist1 die brigen ,bogen einzeln nacheinander darbergekautscht1 bis die erforderliche ,dicke erreicht ist4 ,nach der zweiten nimmt der ,kautscher die mit einem ,bogen bedeckte ,form in ,empfang und behlt sie1 bis der ,schpfer mit der andern ,form einen zweiten ,bogen verfertigt hat2 dann strzt er die erste ,form um1 legt sie auf die zweite und drckt sie an4 ,wird die obere ,form aufgehoben1 so bleiben beide ,bogen auf den unteren liegen2 mit der leer gewordenen ,form wird ein neuer ,bogen geschpft und das ,verfahren wiederholt4 ,sobald auf diese ,weise die erforderliche ,anzahl ,bogen aufeinander liegt1 kautscht man mit einem ,male auf einen ,filz und legt darber sofort einen andern ,filz4 ,letzteres ,verfahren hat den ,vortheil1 dass durch den ,druck der beiden ,formen schon viel ,wasser ausgepresst wird1 ehe die ,bltter zwischen die ,filze kommen4 ,die in der ,anzahl von #f-ab zusammengekautschten ,bogen werden durch das nachfolgende ,pressen vollstndig vereinigt4 ,eine besonders harte und dichte ,sorte gekautschter ,pappe bilden die ,pressspne 7,glanzpappe71 die beim ,ausrsten des ,tuches1 in den ,buchdruckereien zum ,pressen und ,gltten der bedruckten ,bogen und dergl4 ,anwendung finden4 ,der ,stoff dazu wird in der ,btte geleimt4 ,hufig setzt man feine ,sgespne von ,eichenholz und gebrannten ,kalk zu4 ,in das ,innere der ,pressspne nimmt man ,papierbgen aus grberem ,stoffe4 #c7 ,die geleimte ,pappe 7,kartonpapier7 entsteht durch ,aufeinanderkleben von #b bis #ae ,bogen geleimten ,papieres1 wobei man gewhnlich sich des ,strkekleisters bedient4 ,die aneinander geklebten ,bogen werden gepresst und zuweilen auch satinirt4 ,manche ,sorten von ,pressspnen1 sowie das sogenannte ,bristol- oder ,isabellenpapier1 welches zur ,miniaturmalerei mit ,wasserfarben dient1 gehrt hierher2 letzteres wird aus den besten ,sorten geleimten ,velinpapiers erhalten4 ,die geringeren ,sorten geleimter ,pappe stellt man aus gewhnlichem ungeleimten ,druckpapier dar1 welchem man nur oberflchlich eine ,lage von geleimtem ,papier giebt4 ,die in neuerer ,zeit hufig zu ,relief-,ornamenten angewendete ,steinpappe wird aus ,ganzstoff1 ,leimlsung1 gepulvertem ,cment1 ,thon und ,kreide oder ,barytweiss gebildet4 ,das ,papiermach1 so wie es zu ,dosen1 ,puppenkpfen1 den ,fleischmann'schen ,figuren 7in ,nrnberg71 zu ,zuckerformen1 ,zellen fr galvanische ,batterien etc4 ,anwendung findet1 wird auf verschiedene ,weise erhalten4 ,gewhnlich bereitet man aus altem ,papier durch ,kochen mit ,wasser einen ,teig1 den man nach ,beseitigung des berschssigen ,wassers durch ,auspressen mit ,leimlsung1 ,gummi oder ,strkekleister versetzt und dann in gelte ,formen drckt4 ,nach dem ,trocknen werden die geformten ,gegenstnde mit ,leinl getrnkt und dann bei hherer ,temperatur gebacken4 ,meist mengt man die ,papiermasse mit ,sand1 ,thon1 ,kreide oder ,schwerspath4 -- ,eine andere ,sorte von ,papiermach besteht aus ,papierbgen1 die mit einem ,gemenge von ,leim und ,kleister bereinander geklebt werden4 ,hufig wendet man hierbei ,modelle oder ,formen von ,holz an1 ber die ein ,papierblatt nach dem andern aufgezogen wird4 ,nach scharfem ,trocknen auf den ,formen werden die ,gegenstnde abgedreht1 behobelt u4 dergl4 und dann lackirt4 ,sidenote3 ,papier aus farbigem ,stoffe4 ,die durch die ganze ,masse hindurch gefrbten ,papiere werden entweder auf die ,weise dargestellt1 dass man schon farbige ,lumpen anwendet 7naturfarbige ,papiere1 wie das braune ,packpapier7 oder den aus halbweissen ,lumpen bereiteten ,ganzstoff in der ,btte frbt 7im ,zeug gefrbte ,papiere wie das ,zucker- und ,nadelpapier74 ,zur ,fabrikation der letzteren nimmt man auf #ej ,kilogr4 trockne ,papiermasse folgende ,substanzen1 zu ,gelb3 #b1e ,kilogr4 ,bleiacetat1 #j1de ,kaliumbichromat2 ,blau3 #b1e ,eisenvitriol1 #a1e ,ferrocyankalium2 ,grn3 #c ,blau1 #a1je ,gelb2 ,violett3 #a1je ,blauholzextract2 ,rosa3 #f ,limaholzextract2 ,chamois3 #c ,doppelvitriol1 #c ,chlorkalk u4 s4 w4 ,gegenwrtig wendet man zum ,frben der ,papiermasse vielfach die ,theerfarben1 zur ,erzeugung von ,blau fast durchweg das ,ultramarin und in ,wasser lsliches ,anilinblau an4 ,in der ,fabrikation der bunten ,papiere bereitet man ,lsungen mineralischer1 chemischer oder vegetabilischer ,farbstoffe nach den ,regeln der ,frberei 7,saftfarben1 flssige ,farben7 oder rhrt feine erdartige ,farben 7,deckfarben1 ,krperfarben7 mit einer klebrigen ,flssigkeit 7,strkekleister1 ,lsung von arabischem ,gummi1 von ,dextrin oder von mit ,alaun versetztem ,leim7 an1 und trgt diese ,flssigkeiten mittelst eines ,schwammes oder einer ,brste auf das ,papier auf1 wenn nur eine ,seite gefrbt werden soll1 oder zieht den ,bogen ohne ,weiteres durch die ,farbenbrhe4 ,bei gemusterten ,buntpapieren verfhrt man hnlich wie in dem ,zeugdrucke und wendet auch analoge ,druckmaschinen an4 ,die ,fabrikation des ,buntpapieres und der ,tapeten bildet gegenwrtig einen wichtigen ,industriezweig1 deren ,betrachtung uns wegen ,mangel an ,raum leider versagt ist#ajb4 #ajb ,vergl4 ,w4 ,f4 ,exner1 ,die ,tapeten- und ,buntpapier-,industrie4 ,weimar #ahfi4 ,sidenote3 ,das ,pergamentpapier4 ,das ,pergamentpapier besitzt in den meisten seiner ,eigenschaften eine solche ,analogie mit einer thierischen ,membran1 dass es mit ,recht vegetabilisches ,pergament 7,phytopergament7 genannt worden ist4 ,es entsteht durch die ,einwirkung von ,schwefelsure oder einer ,lsung von ,chlorzink auf ungeleimtes ,papier4 ,wendet man ,schwefelsure an1 so ist die zweckmssigste ,verdnnung3 #a ,kilogr4 concentrirte englische ,schwefelsure und #abe ,grm4 ,wasser4 ,durch diese ,sure zieht man das ,papier in der ,weise hindurch1 dass es gleichmssig auf beiden ,seiten von der ,sure benetzt wird4 ,die ,zeitdauer der ,einwirkung der ,sure auf das ,papier wird durch die ,beschaffenheit des letzteren bedingt4 ,je dicker oder je fester das ,papier ist1 desto lnger muss die ,sure einwirken4 ,bei den im ,handel vorkommenden ,fliesspapiersorten ist eine ,zeitdauer von #e-bj ,sekunden als ,minimum und ,maximum hinreichend1 um die ,umwandlung zu bewirken4 ,nachdem die ,sure lange genug eingewirkt hat1 bringt man das ,papier in kaltes ,wasser1 dann in verdnnte ,ammoniaklsung und schliesslich wieder in ,wasser1 um alle ,sure auszuwaschen1 zuletzt trocknet man es4 ,beim freiwilligen ,trocknen kraust sich das ,pergamentpapier1 so dass es unansehnlich aussieht4 ,um dieses zu verhindern1 wird folgendes ,verfahren angewendet3 ,eine ,dampfmaschine zieht das endlose ,papier zuerst durch einen ,bottich mit ,schwefelsure1 dann durch ,wasser1 ,ammoniak und wieder ,wasser1 hierauf ber ,tuchwalzen1 um es von einem ,theile des ,wassers zu befreien und endlich ber polirte und erhitzte ,walzen1 durch welche es gepresst und geglttet wird4 ,das ,pergamentpapier1 regelrecht bereitet1 besitzt dieselbe ,farbe und durchscheinende ,beschaffenheit wie das thierische ,pergament1 auch hat sich bei ihm der faserige ,zustand in eine hornartige ,beschaffenheit verwandelt1 und ebenso hat es in ,bezug auf ,cohsion1 ,biegsamkeit1 ,hygroskopicitt u4 s4 w4 viel ,aehnlichkeit mit dem gewhnlichen ,pergament4 ,in ,wasser getaucht1 wird es weich und schlaff1 ohne an ,festigkeit zu verlieren4 ,es lsst ,flssigkeiten nur vermge der ,dialyse durch sich hindurch4 ,es wird durch ,kochen mit ,wasser nicht angegriffen und fault auch nicht4 ,die werthvollen ,eigenschaften des ,pergamentpapieres lassen dasselbe in mancherlei ,anwendungen als geeignet erscheinen1 so namentlich als ,material fr ,urkunden und ,dokumente1 ,werthpapiere und berhaupt alle ,schriftstcke1 deren ,erhaltung von ,wichtigkeit ist4 ,ein anderer ,vorzug des ,pergamentpapieres im ,vergleich mit dem gewhnlichen ,pergamente besteht darin1 dass ersteres weit weniger als letzteres der ,zerstrung durch ,insekten ausgesetzt ist4 ,das ,pergamentpapier bietet ferner den ,vortheil dar1 dass man ein darauf geschriebenes ,wort nur schwierig verlschen und durch ein anderes ersetzen kann1 was eine gewisse ,sicherheit gegen ,flschung gewhrt4 ,die ,festigkeit und ,dauerhaftigkeit des ,pergamentpapieres lsst dasselbe zu ,plnen und ,zeichnungen1 namentlich zu ,bauzeichnungen1 die nicht selten der ,nsse ausgesetzt sind1 als besonders geeignet erscheinen4 ,ferner kann das ,pergamentpapier zum ,einbinden von ,bchern ausgedehnte ,anwendung finden4 ,bcher1 ,karten etc41 die zum ,schulgebrauche bestimmt sind1 knnen zweckmssig auf ,pergamentpapier gedruckt werden1 damit sie dauerhafter sind4 ,anstatt der ,thierblase eignet es sich zum ,verschliessen von ,glsern mit eingemachten ,frchten1 mit ,extracten1 ,syrupen etc41 zur ,verbindung der ,theile von ,destillir- und anderen ,apparaten1 zu knstlichen ,wurstdrmen4 ,in der ,chirurgie verwendet man es statt der ,leinwand1 des ,wachstuches und der ,guttapercha bei eiternden und verjauchenden ,wundflchen4 ,das ,strkemehl4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,das ,strkekorn1 eine der verbreitetsten ,substanzen des ,pflanzenreiches1 erscheint immer in organisirter ,form und besteht aus ,strkesubstanz 7,strkemehl1 ,amylon71 ,wasser und kleinen ,mengen mineralischer ,stoffe4 ,das ,strkemehl nhert sich unter allen organischen ,verbindungen in chemischer und morphologischer ,hinsicht am meisten der ,cellulose2 seine ,zusammensetzung ,c#f;,h#aj,o#e ist die nmliche4 ,in ,folge seines lockeren ,zusammenhanges lsst sich das ,strkemehl durch chemische und physikalische ,agentien mit ,leichtigkeit in ,strkegummi 7lsliche ,strke1 ,dextrin7 und in ,zucker berfhren1 und wird dadurch zu einer der in technischer ,hinsicht wichtigsten ,substanzen4 ,mit seltenen ,ausnahmen kommt das ,strkemehl in ,krnerform oder ,kgelchen von bestimmter ,gestalt und ,grsse vor4 ,das einzelne ,strkemehlkorn ist nicht durch und durch homogen1 sondern besteht aus zahlreichen1 aneinander gelagerten ,schichten1 die im ,allgemeinen1 je weiter nach innen 7nach ,ngeli7 um so wasserhaltiger sind4 ,der innerste ,theil des ,kornes stellt sich gewhnlich als eine lufterfllte ,hhle dar1 um welche herum die ,schichten abgelagert zu sein scheinen4 ,in der ,regel liegen die dickeren ,stellen aller ,schichten smmtlich nach einer ,richtung hin2 sind die ,schichten berall gleich dick1 so bleiben die ,krner kugelfrmig2 sind sie in der ,aequatorialzone dicker1 so nimmt das ,strkemehlkorn eine linsenfrmige ,gestalt an u4 s4 w4 ,bei der mikroskopischen ,prfung zeigen sich die ,grenzen der ,schichten als ,linien1 bald mehr1 bald weniger deutlich ausgeprgt1 welche um die ,centralhhlung herumlaufen4 ,payen hat die grssten ,dimensionen der ,strkemehlkrner bestimmt und dieselben in #a_/ajjj ,millimetern angegeben4 ,aus seinen ,untersuchungen heben wir folgende ,beispiele hervor3 ,strkekrner aus dicken ,kartoffeln #ahe gewhnlichen ,kartoffeln #adj ,maranta indica #adj ,bohnen #gd der ,sagopalme #gj ,linsen #fg ,erbsen #ej ,weizen #ej ,mais #ej ,fig4 #bjf zeigt 7nach ,schleiden7 ,krner von ,kartoffelstrke1 ,fig4 #bjg von ,weizen4 ,die ,kartoffelstrke bildet wegen der ,grsse ihrer ,krner ein etwas weniger feines ,pulver als die ,weizenstrke4 ,illustration3 ,fig4 #bjf4 ,illustration3 ,fig4 #bjg4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,strkemehls4 ,das gewhnliche ,strkemehl enthlt im lufttrockenen ,zustande noch ungefhr #ah ,proc4 ,wasser4 ,in diesem ,zustande besitzt das ,strkemehl1 obgleich es pulverfrmig ist1 doch noch grosse ,neigung1 sich zu ,ballen zu vereinigen4 ,an feuchter ,luft aufbewahrtes ,strkemehl enthlt gegen #ce1e ,proc4 ,wasser4 ,in kaltem ,wasser1 in ,alkohol und ,aether1 therischen und fetten ,oelen ist ,strkemehl vollkommen unlslich4 ,bei einer ,temperatur von #afj geht gewhnliche ,strke in ,dextrin ber4 ,erwrmt man ,strkemehl mit der #ab-ae;fachen ,wassermenge bis auf #ee1 so findet keine sichtbare ,vernderung der ,strke statt2 bei einer ,temperatur von #ee-eh beginnen die jngeren ,strkekrner aufzuschwellen1 und je hher die ,temperatur steigt1 eine desto grssere ,anzahl von ,krnern zeigt diese ,wirkung2 bei hherer verdickt sich die ,flssigkeit 7bei ,kartoffelstrke bei #fb1e1 bei ,weizenstrke bei #fg1e nach ,lippmann7 und bildet dann den ,kleister1 dessen ,consistenz bis #ajj noch zunimmt4 ,die ,kleisterbildung geht vor sich durch das ,platzen der ,schichten und durch ,wasseraufnahme der schwammigen ,masse4 ,der ,kleister enthlt keine ,strke gelst2 auf ,fliesspapier oder durch ,frostklte kann man demselben das ,wasser entziehen4 ,das ,steifungsvermgen des ,kleisters aus den verschiedenen ,strkesorten ist ein verschiedenes1 so ist nach ,j4 ,wiesner 7#ahfh7 des ,steifungsvermgen der ,maisstrke bei gleicher ,bereitung und gleicher ,menge des zum ,steifen verwendeten ,kleisters grsser als das der ,weizenstrke und dieses grsser als jenes der ,kartoffelstrke4 ,durch lngere ,zeit fortgesetztes ,kochen der ,strke mit ,wasser lst sich die ,strke darin auf2 #a ,th4 ,strke lst sich in #ej ,th4 ,wasser1 beim ,erkalten der ,lsung scheidet sich ungefhr die ,hlfte in ,form von ,kleister ab4 ,die ,strke wird durch ,jod eigenthmlich blau oder violett gefrbt4 ,die trockene ,strke besitzt ein spec4 ,gewicht von #a1ec1 sie setzt sich demnach leicht aus dem ,wasser ab4 ,alkalien und verdnnte ,suren bewirken schon in der ,klte ,schwellen und theilweise ,zerstrung der ,schichten der ,strkemehlkrner4 ,durch die ,einwirkung von siedendem ,wasser1 welches #b pro ,mille ,oxalsure gelst enthlt1 kann man die ,strke vollstndig lsen4 ,in der ,lsung ist ,dextrin enthalten4 ,ebenso lst sich ,strkemehl unter ,dextrinbildung1 wenn man die ,strke mit ,malzauszug 7sogenannter ,diastase7 oder verdnnten ,suren zusammenbringt4 ,bei der ,behandlung mit ,speichel1 organischen ,suren und verschiedenen anderen ,lsungsmitteln wird der ,hauptbestandtheil der ,strkekrner1 von ,ngeli mit dem ,namen ,granulose belegt1 ausgezogen und es bleiben den ,schichtungen entsprechende1 aus ,cellulose bestehende hutige ,zellen zurck4 ,durch fortgesetzte ,einwirkung von ,malzauszug und ,suren geht die ,strke unter ,wasseraufnahme in ,strkezucker 7,dextrose1 ,glycose7 ber#ajc4 ,das ,strkemehl lst sich in der ,klte in concentrirter ,salpetersure2 ,wasser fllt aus dieser ,lsung eine explosive ,verbindung1 das ,xylodin 7welches neuerdings von ,uchatius als weisses ,schiesspulver in die ,technik einzufhren versucht worden ist74 ,beim ,erhitzen von ,strkemehl mit concentrirter ,salpetersure findet ,bildung von ,oxalsure unter lebhafter ,entwickelung von rothen ,dmpfen statt4 ,der ,strkekleister wird an der ,luft nach und nach sauer unter ,bildung von ,milchsure4 #ajc ,nach den ,jahre lang 7#ahfj-ahfh7 fortgesetzten ,untersuchungen von ,musculus findet die ,bildung des ,zuckers aus der ,strke dadurch statt1 dass sich letztere unter ,wasseraufnahme direct in ,dextrose und ,dextrin spalte1 whrend man frher annahm1 dass die ,strke sich zunchst in das isomere ,dextrin umwandele und dass letztere dann unter ,wasseraufnahme in ,dextrose bergehe4 ,sidenote3 ,rohmaterialien der ,strkemehlfabrikation4 ,nur wenige ,pflanzen enthalten die ,strke in solcher ,menge1 dass mit ,vortheil daraus das ,strkemehl abgeschieden werden knnte2 diese ,pflanzen sind a7 die ,kartoffeln 7#bj ,proc4 ,strke71 b7 der ,weizen 7#ee-fe ,proc4 ,strke71 c7 der ,reis 7mit #gj-gc ,proc4 ,strkemehl71 d7 die ,wurzel von ,jatropha ,manihot1 e7 die ,wurzel von ,maranta arundinacea1 f7 das ,palmenmark1 g7 die ,canna coccinea 7wegen des alle ,monate erfolgenden ,blhens ,tous les mois genannt74 ,in ,deutschland stellt man das ,strkemehl nur aus ,kartoffeln1 ,reis und ,weizen dar2 bei der ,gewinnung aus ,weizen hat man die ,strke aus einer grossen ,menge ,kleber auszuscheiden1 whrend bei den ,kartoffeln die ,strke in ,zellen eingeschlossen ist1 die ausserdem nur wenig andere ,stoffe enthalten4 ,sidenote3 ,strke aus ,kartoffeln4 ,gewinnung der ,kartoffelstrke4 ,die ,kartoffeln bilden das wichtigste ,material der ,strkefabrikation4 ,ihre mittlere ,zusammensetzung ist folgende3 ,frische ,knollen4 ,bei #ajj getrocknet4 ,wasser #ge1a -- ,albumin #b1c #i1f ,fett #j1b #j1h ,cellulose #j1d #a1g ,salze #a1j #d1a ,strkemehl #ba1j #hc1h ----- ----- #ajj1j #ajj1j ,sie enthlt #bh ,proc4 ,trockensubstanz oder #bc ,proc4 unlsliche ,substanz und #gg ,proc4 ,saft4 ,illustration3 ,fig4 #bjh4 ,illustration3 ,fig4 #bji4 ,die ,strkekrner finden sich in den ,kartoffeln in ,zellen eingeschlossen1 die zerrissen werden mssen1 wenn es sich um die ,fabrikation der ,kartoffelstrke handelt4 ,fig4 #bjh zeigt 7nach ,schleiden7 einen feinen ,querschnitt einer frischen gesunden ,kartoffel unter dem ,mikroskope betrachtet4 ,an der ,aussenseite der ,kartoffel befinden sich einige ,lagen flachgedrckter brunlicher ,zellen1 die sich zuweilen in einzelnen ,lappen a ablsen4 ,man nennt sie die ,oberhaut der ,kartoffel2 an diese schliessen sich die ,borkenzellen b an1 welche zuweilen einen feinkrnigen ,inhalt zeigen1 meist aber nur eine klare ,flssigkeit einschliessen4 ,weiter nach dem ,innern der ,kartoffeln zu gehen sie nach und nach in die ussern c und durch diese in die innern ,rindenzellen d ber1 mit welchen letztern auch die ,markzellen der ,kartoffeln bereinstimmen4 ,in den ,markzellen liegen die ,strkekrner in der ,zahl von #ae-bj4 ,in den ussersten ,zellen sind fast nur kleine ,krner1 ebenso in den ganz jungen ,kartoffeln2 letztere scheinen mit der ,kartoffel zu wachsen4 ,wird eine ,kartoffel gekocht1 so trennen sich die einzelnen ,zellen von einander 7das ,mehligwerden der ,kartoffeln7 7,fig4 #bji74 ,die ,strkekrner in jeder ,zelle quellen auf und erfllen den ,raum bis auf kleine netzfrmig verbundene ,streifen1 die aus geronnenem ,eiweiss des ,zellensaftes bestehen4 ,die ,fabrikation des ,strkemehls zerfllt in #a7 das ,zerreiben der gereinigten ,kartoffeln1 #b7 das ,auswaschen des ,strkemehls aus dem ,brei1 #c7 das ,reinigen und ,trocknen der ,strke4 ,die ,kartoffeln werden gereinigt und dann sofort auf den ,trichter oder ,rumpf gebracht1 der sie nach und nach zu dem ,reibcylinder gelangen lsst4 ,der ,reibcylinder besteht in den lteren ,fabriken aus hlzernen1 mit ,reibeisenblech beschlagenen ,walzen1 deren untere ,hlfte in ,wasser taucht1 um den dem ,reibeisen adhrirenden ,kartoffelbrei abzusplen4 ,in neuerer ,zeit bedient man sich allgemein zum ,zerreiben der ,kartoffeln des mit ,sgezhnen versehenen ,thierry'schen ,reibcylinders1 wie er in den ,rbenzuckerfabriken zum ,zerreiben der ,rben ,anwendung findet4 ,die auf dem ,cylinder befestigten ,sgebltter mssen krzere ,zhne haben als die zum ,zerreiben der ,zuckerrben angewendeten ,sgen1 damit alle ,zellen zerrissen werden und das blossgelegte ,strkemehl alsdann durch blosses ,waschen und durch gelindes ,reiben ausgewaschen werden kann4 ,die ,leistung der ,reibmaschine ist um so vollkommener1 je vollstndiger alle ,zellen geffnet1 je weniger dagegen ,zellen in ,bruchstcke verwandelt werden4 ,man ertheilt den ,cylindern eine ,umdrehungsgeschwindigkeit von #fjj-ijj ,umdrehungen in der ,minute4 ,ein ,cylinder von einem ,durchmesser von #j1ej ,meter und einer ,lnge der ,sgebltter von #j1dj ,meter kann1 bei #hjj ,umlufen in der ,minute1 #ad-ae ,hektoliter ,kartoffeln in einer ,stunde zu ,brei reiben4 ,der ,brei kommt sofort auf die ,apparate zum ,auswaschen4 ,unter den zum ,auswaschen des ,strkemehls aus dem ,kartoffelbrei dienenden ,apparaten war frher das ,cylindersieb das gebruchlichste4 ,dieser ,apparat bestand wesentlich aus einem runden ,metallsieb1 in welchem ein ,paar ,brsten langsam rotirten und den im ,siebe befindlichen ,kartoffelbrei unter fortwhrendem ,wasserzufluss so lange durchrieben bis das ,wasser hell abfloss1 worauf der ,rckstand entfernt und neuer ,brei in das ,sieb gebracht wurde4 ,das ,auswaschwasser1 welches die ,strkekrner suspendirt enthlt1 wird nach den ,absetzbottichen geleitet4 ,obgleich das angegebene ,verfahren ziemlich einfach ist1 so hat es doch mehrere wesentliche ,nachtheile1 die seiner ,anwendung im ,wege stehen4 ,das ,auswaschen ist nmlich keineswegs ein vollkommenes und es bleibt ein nicht unbetrchtlicher ,theil ,strke in dem ,brei zurck2 ferner geht das ,auswaschen nicht ununterbrochen vor sich1 des ,ausleeren des erschpften ,breies und das ,beschicken des ,cylinders mit neuem ,brei nimmt viel ,zeit weg4 ,bei dem ununterbrochen wirkenden ,auswaschapparat von ,lain ist der ,verlust an ,strkemehl mglichst vermieden1 da man das ,auswaschen des ,breies lngere ,zeit fortsetzt1 ohne jedoch dadurch die ,arbeitsleistung des ,apparates zu beeintrchtigen4 ,das ,wesentliche des ,lain'schen ,apparates ist ein geneigtes ,sieb1 aus mehreren ,reihen ,drahtgewebe in verschiedenen ,abstufungen der ,feinheit bestehend1 welches sich ber einem in mehrere ,abtheilungen getheilten ,trog befindet4 ,der ,kartoffelbrei gelangt aus dem ,reibcylinder in einen am untersten ,theil des geneigten ,siebes befindlichen ,raum4 ,von hier aus fhren ihn zwei ,vaucanson'sche ,ketten auf die beiden ,gewebe bis zum obern ,theil des geneigten ,siebes1 wo der ausgewaschene und erschpfte ,brei beseitigt wird4 ,in der ganzen ,lnge des ,siebes fliesst ein ,wasserstrahl auf den ,brei4 ,das ,wasser gelangt mit der ,strke durch die ,maschen des ,siebes in die entsprechenden ,abtheilungen4 ,von hier aus wird es zum ,auswaschen des aufsteigenden1 noch nicht erschpften ,breies verwendet4 ,auf diese ,weise wird das ,wasser immer strkemehlhaltiger1 bis es endlich in die letzte ,abtheilung des ,troges gelangt und in die ,absetzbottiche luft4 ,der ,apparat ist vollkommen rationell construirt1 das unterste ,sieb mit den weitesten ,maschen empfngt ununterbrochen frischen ,kartoffelbrei1 whrend vom obersten engsten ,siebe die ,rckstnde ebenso ununterbrochen fortgefhrt werden4 ,gleichzeitig geht der ,wasserstrom1 der das ,auswaschen des ,breies bewirken soll1 von oben nach unten ber das ,sieb1 sodass der ,brei1 je mehr er erschpft ist1 um so reineres ,wasser trifft4 ,bei dem in ,hohenheim aufgestellten ,apparate fllt der ,kartoffelbrei unmittelbar durch einen ,schlauch von der ,reibmaschine auf eine ,siebflche1 welchem durch ein ,rderwerk eine rttelnde ,bewegung ertheilt ist und auf welche ,wasser fliesst4 ,dadurch wird schon der grsste ,theil der ,strke ausgewaschen und gelangt mit dem ,wasser in einen ,sammelbottich4 ,von dem ,siebe kommt der ,brei zwischen steinerne ,walzen1 welche ihn durch ungleiche ,drehung noch feiner zerreiben1 ehe er in einen ,siebcylinder gelangt1 der sich langsam um seine ,axe dreht und zugleich mit ,wasser versehen wird4 ,hier wird das ,strkemehl vollstndig von den ,fasern getrennt4 ,es lassen sich mit dieser ,vorrichtung tglich #hj-ajj ,ctr4 ,kartoffeln zerreiben und auswaschen4 ,sidenote3 ,verfahren von ,vlker4 ,ein von den vorstehenden ,methoden im ,princip gnzlich verschiedenes ,verfahren der ,abscheidung des ,strkemehls von den ,kartoffeln ist neuerdings von ,vlker angewendet worden4 ,es wird dabei die ,structur der ,kartoffeln theils mechanisch1 theils chemisch1 durch ,verrottung zerstrt und eine viel grssere ,ausbeute an ,strkemehl erhalten4 ,die in ,scheiben zerschnittenen ,kartoffeln werden durch ,maceration in ,wasser von dem grssten ,theile ihres ,vegetationswassers beraubt und dann durch einen chemischen ,process in eine fein zertheilte ,masse verwandelt2 zu diesem ,zwecke bringt man die zu verrottende ,kartoffelsubstanz in ,haufen von mehreren ,fuss ,hhe1 um eine ,selbsterwrmung herbeizufhren2 damit die unteren ,schichten nicht von den oberen zusammengedrckt werden1 wodurch der ,luftzutritt verhindert wre1 bildet man die ,haufen aus abwechselnden ,schichten von ,kartoffelsubstanz und ,reissigholz oder ,horden4 ,die ,haufen berlsst man bei einer ,temperatur von #cj-db sich selbst4 ,nach etwa acht ,tagen ist die ,verrottung gengend vorgeschritten und der ,faserstoff hat soweit seinen ,zusammenhang verloren1 dass die ,kartoffelsubstanz in eine weiche1 teigartige ,masse verwandelt ist4 ,in der ,masse befinden sich ,strkemehl1 ,faserstoff und ,schale in einem breiartigen und lockeren ,gemenge neben einander1 sodass nun eine vollstndige ,abscheidung des ,strkemehls auf mechanischem ,wege leicht ausfhrbar ist4 ,man weicht zu diesem ,behufe die ,masse in ,wasser auf und lsst sie durch ein groblcheriges ,sieb gehen1 wobei die grbsten ,theile zurckbleiben4 ,die ,abscheidung der grberen ,theile geschieht mit ,hlfe eines ,haar- oder ,drahtsiebes1 dessen ,maschen so fein sind1 dass nur das ,strkemehl und feine ,fasertheilchen hindurchgehen4 ,die ,trennung der ,strkekrner von den ,fasertheilchen geschieht durch einen ,schlmmapparat1 durch welchen die ,faser durch das ,wasser fortgefhrt wird1 whrend die schweren ,strkekrner zurckbleiben4 ,sidenote3 ,das ,trocknen der ,kartoffelstrke4 ,man mag den einen oder den andern der vorstehend beschriebenen ,auswaschapparate angewendet haben1 in allen ,fllen ist das ,resultat des ,auswaschens eine milchweisse ,flssigkeit1 aus welcher in den ,sammelbottichen sich nach einigen ,stunden alle ,strke vollstndig abgesetzt haben wird4 ,nachdem die darber stehende ,flssigkeit abgelassen wurde1 rhrt man das ,strkemehl mit neuem ,wasser an und lsst einen ,augenblick ruhen1 damit schwere ,krper1 wie ,steinchen1 ,erde u4 s4 w41 sich ablagern knnen1 und zieht das aufgeschlmmte ,strkemehl durch ein feines ,sieb4 ,das ,abschlmmen wird1 je nach der ,strkesorte1 die man darzustellen beabsichtigt1 nochmals oder auch zweimal wiederholt1 wobei man ,siebe mit engeren ,maschen als vorher anwendet4 ,nach dem letzten ,auswaschen setzt sich das ,strkemehl am ,boden der ,sammelbottiche ab und bildet eine gengende harte ,masse1 um sich leicht in ,stcke schneiden zu lassen4 ,man bringt nun diese ,stcke auf mit ,leinwand bedeckte ,horden und breitet durch ,schtteln die ,strke darauf aus4 ,nach etwa #bd ,stunden bringt man die abgetropfte ,strke auf eine ,gypsunterlage von #b ,decimeter ,dicke und lsst sie je nach der ,witterung und ,jahreszeit #a-b ,tage darauf liegen4 ,durch den ,gyps wird der ,strke so viel ,wasser entzogen1 dass sie nun den ,trockenkammern bergeben werden kann4 ,in neuerer ,zeit sucht man die ,entfernung des ,wassers von den ,strkekrnern durch ,centrifugiren der ,strkemilch zu erreichen4 ,soll die ,strke zur ,fabrikation von ,dextrin oder ,strkezucker dienen1 so braucht man sie nicht zu trocknen4 ,die feuchte ,strke1 welche ungefhr #cc ,proc4 ,wasser enthlt und den ,namen grne ,strke fhrt1 lsst sich1 ohne zu verderben1 lngere ,zeit aufbewahren4 ,die ,temperatur der ,trockenstuben darf im ,anfange nicht ber #fj steigen1 weil sonst in ,folge des hohen ,wassergehaltes die ,strke sofort in ,kleister bergehen wrde4 ,nachdem die ,strke getrocknet ist1 zerdrckt man die locker zusammengebackenen ,stcke mit ,hlfe einer eisernen ,walze oder auch1 indem man die ,stcke zwischen ,bronzewalzen hindurchgehen lsst1 und bringt sie entweder zerbrckelt in den ,handel 7als sogenannte ,schfchen7 oder beutelt sie4 ,die ,stengelstrke gewinnt man1 indem man die feuchten ,strkekuchen mit ,strkekleister zu einem dicken ,teig knetet und diesen ,teig durch ,trichter mit vielen engen ,oeffnungen 7,zotten71 welche ber ,horden durch ,maschinen in constantem ,abstand herumgefhrt werden1 gehen lsst4 ,auf diesen ,horden wird die ,strke getrocknet und in leichten ,fsschen1 die innen mit ,strohpapier beklebt sind1 versendet4 ,um aus ,kartoffeln die grsste ,menge ,strke zu erhalten1 drfen dieselben nicht gekeimt haben1 da durch das ,keimen der ,strkemehlgehalt betrchtlich abnimmt4 ,bei zweckmssigem ,aufbewahren der ,kartoffeln in ,silos findet noch ,zunahme im ,strkemehlgehalt statt1 sodass ,kartoffeln1 welche im ,september und ,october #af ,proc4 ,strkemehl enthielten1 vom ,november bis ,mrz einen ,gehalt von #ah ,proc4 zeigen4 ,sidenote3 ,gewinnung der ,weizenstrke4 ,von den ,cerealien findet allein der ,weizen zur ,fabrikation der ,strke ,anwendung4 ,die ,zusammensetzung des 7ungarischen7 ,weizenkornes ist 7nach ,o4 ,dempwolf1 #ahfi7 folgende3 ,wasser #aj1ea ,asche #a1ej ,kleber #ad1ce ,strke #fe1dj ,fett und ,holzfaser #h1bd ------ #ajj1jj ,von den ,bestandtheilen des ,weizens ist hervorzuheben1 dass ,strkemehl ,kleber in ,wasser unlslich1 ,hlle ,salze ,albumin in ,wasser lslich sind1 und ,dextrin und dass von den drei erstgenannten unlslichen ,weizenbestandtheilen der ,kleber von ,milchsure und verdnnter ,essigsure gelst wird1 whrend sich ,strkemehl und ,hlle darin nicht lsen4 ,man whlt zur ,strkefabrikation einen ,weizen1 der auf mssig cultivirtem ,boden gebaut wurde und arm an ,kleber1 reich an ,strkemehl ist4 ,man zieht deshalb einen weissen mehligen ,weizen einem braunen kornartigen vor4 ,man unterscheidet verschiedene ,arten der ,gewinnung der ,weizenstrke1 nmlich ,a4 mit ,ghrung 7lteres ,verfahren71 ,greek3 a7 aus ungeschrotetem ,weizen1 ,greek3 b7 aus geschrotetem ,b4 ohne ,ghrung 7neueres ,verfahren74 ,die ,gewinnung der ,strke aus ,weizen mit ,ghrung ist1 obgleich keineswegs ein rationelles ,verfahren1 doch in ,deutschland noch immer das gebruchlichste2 man unterscheidet dabei folgende vier ,operationen3 #a7 das ,einquellen und ,ghren des ,weizens1 #b7 das ,auswaschen der ,strke 7das ,austreten7 aus der gegohrenen ,masse1 #c7 das ,auswaschen und ,reinigen der gewonnenen ,strke1 #d7 das ,trocknen derselben4 ,wird ungeschroteter ,weizen verarbeitet1 so bergiesst man den ,weizen in ,quellbottichen mit ,wasser und lsst ihn weichen1 bis er zwischen den ,fingern mit ,leichtigkeit zerdrckt werden kann4 ,zur ,absonderung der ,hllen zerquetscht man die ,krner entweder durch ,treten in ,scken1 die in einer flachen ,kufe mit ,wasser bergossen sind1 oder zerdrckt sie zwischen ,walzen und verdnnt den erhaltenen ,brei mit ,wasser1 in welchem sich der grsste ,theil der ,strkemehls und des ,klebers aufschwemmt1 zieht das milchige ,wasser von den zurckbleibenden ,hllen ab und schlmmt so lange ab1 bis das ,wasser klar abluft4 ,das milchige ,wasser berlsst man in ,sammelbottichen sich selbst4 ,es lagert sich eine ,schicht ziemlich reiner ,strke ab und darber eine ,lage durch ,kleber verunreinigter ,strke4 ,nach einigen ,tagen ist das darber stehende ,wasser sauer und ein ,theil des ,klebers in der entstandenen ,milchsure und ,essigsure gelst worden2 man ersetzt es durch frisches ,wasser1 lsst auch dieses sauer werden und fhrt so einigemal fort4 ,darauf wird die ,strke mit frischem ,wasser angerhrt1 absetzen gelassen und zum ,trocknen gebracht4 ,wendet man ,weizenschrot zur ,darstellung der ,strke an1 so rhrt man dasselbe mit ,sauerwasser1 d4 h4 dem von einer vorhergehenden ,operation herrhrenden1 sauer gewordenen ,wasser zu einem dnnen ,brei ein und berlsst die ,masse in ,bottichen der ,ghrung4 ,unter ,mitwirkung eines ,theiles des ,klebers1 der in ,hefe bergegangen ist1 erleidet die durch das ,einweichen in ,wasser in dem ,weizen entstandene kleine ,menge ,zucker die geistige ,ghrung2 es findet reichliche ,kohlensureentwickelung statt und es bildet sich eine ,decke1 die gehoben und spter durchbrochen wird4 ,nun geht die ,alkoholghrung in die ,essig- und spter auf ,kosten eines kleinen ,theiles ,strke in die ,milchsureghrung ber2 durch die so entstandenen ,suren lst sich der ,kleber1 whrend ,strkemehl und ,hlle ungelst zurckbleiben4 ,sobald die ,flssigkeit in den ,ghrungsgefssen ziemlich klar erscheint und beim ,kneten in der ,hand die ,strke leicht abgiebt1 ist die ,masse zum ,auswaschen geeignet4 ,je nach der ,temperatur sind #ab-cj ,tage erforderlich1 um allen ,kleber zu lsen4 ,das saure ,wasser enthlt ausser dem ,kleber ,essigsure1 ,milchsure1 ,buttersure 7kleine ,mengen von ,bernsteinsure71 ,ammoniaksalze1 etwas ,schwefelwasserstoff und die mineralischen ,bestandtheile des ,weizens1 namentlich phosphorsaure ,erden4 ,nachdem die ,masse durch ,ghrung den erforderlichen ,grad der ,reife erlangt hat1 schreitet man zum ,auswaschen oder ,austreten derselben4 ,zu diesem ,behufe bringt man die gut umgerhrte ,masse in hanfene ,scke 7,tretscke7 und tritt sie in dem ,tretfasse mit den ,fssen aus4 ,die so gewonnene milchige ,flssigkeit wird in die ,abssswannen gebracht4 ,der ,inhalt in den ,scken wird ein zweites und dann ein drittes ,mal mit ,wasser ausgetreten2 der auf diese ,weise von dem ,strkemehl befreite ,rckstand ist ein ,gemenge von ,hllen und ,kleber und dient als ,mastfutter4 ,die ausgetretene milchige ,flssigkeit enthlt ,strkemehl1 kleine ,mengen feinzertheilten ,klebers und etwas ,hllensubstanz1 und zwar suspendirt in einer sauren ,lsung von ,kleber und anderen ,eiweisssubstanzen und mineralischen ,salzen2 man lsst sie durch ein feines ,haarsieb gehen und schreitet dann zum ,absssen und ,abschlmmen der ,strke4 ,das ,austreten der gegohrenen ,masse ist in den grsseren ,strkefabriken gegenwrtig durch ein anderes ,verfahren ersetzt1 nach welchem die ,masse in eine siebhnlich durchlcherte ,trommel1 die sich um ihre ,axe dreht1 kommt und darin unter ,zufluss von ,wasser ausgewaschen wird4 ,die nach der einen oder der andern ,methode erhaltene milchige ,flssigkeit wird in den ,sammelbottichen sich selbst berlassen2 hier setzen sich nun die suspendirten ,stoffe und zwar nach ihrem specifischen ,gewichte ab1 am ,boden bildet sich eine feste ,schicht von ziemlich reiner ,strke1 dann kommt ein ,gemenge von ,strke mit ,hllen und ,kleber1 und obenauf als oberste ,schicht ein ,schlamm1 fast nur aus ,kleber und ,hllen und nur kleiner ,menge von ,strkemehl bestehend4 ,die ber dem ,absatz stehende ,flssigkeit ist das ,sauerwasser1 welchem zum ,theil frisches ,gemenge von ,weizenschrot und ,wasser zur ,beschleunigung der ,ghrung zugesetzt wird1 der brige ,theil wird mit den ausgetretenen ,rckstnden als ,viehfutter verwendet4 ,die in den ,sammelbottichen zurckbleibende ,strke wird mit ,wasser angerhrt und abermals absetzen gelassen2 die durch ,abzapfen von dem darber stehenden ,wasser befreite ,strkeschicht wird durch ,abschaben von der oberen kleber- und hllehaltigen ,schicht befreit und dann nochmals mit ,wasser angerhrt u4 s4 w41 bis das darber stehende keine saure ,reaction mehr besitzt4 ,um die ,strke aus den ,absatzbottichen herausnehmen zu knnen1 wird ihr ein ,theil des ,wassers durch aufgelegte ,tcher entzogen2 darauf entfernt man die ,strke aus den ,kufen mit ,hlfe eines spatenhnlichen ,instruments und trocknet sie auf die bereits angegebene ,art4 ,wenn es sich um die ,herstellung von ,waschstrke handelt1 so setzt man der ,strke whrend des ,reinigungsprocesses eine kleine ,menge von ,ultramarin zu1 die sich in dem ,strkemehl vertheilt und mit demselben absetzt4 ,in neuerer ,zeit hat man den ,vorschlag gemacht1 das ,austrocknen der ,strke durch ,anwendung der ,centrifugalmaschine zu beschleunigen4 ,die ,gewinnung der ,weizenstrke ohne ,ghrung ist ein von ,e4 ,martin eingefhrtes ,verfahren1 welches die ltere ,methode zum ,theil schon verdrngt hat4 ,nach diesem ,verfahren knetet man ,weizenmehl mit ,wasser zu einem ,teige an und nimmt auf #ajj ,th4 ,mehl ungefhr #dj ,th4 ,wasser4 ,der ,teig bleibt vor dem ,auswaschen #a_/b-b ,stunden liegen1 damit der ,kleber gehrig ,wasser anziehe4 ,behufs des ,auswaschens bringt man den ,teig auf ein feines ,drahtsieb1 das ber einem mit ,wasser angefllten ,bottich liegt4 ,ueber dem ,sieb befindet sich eine ,brause1 welche feine ,wasserstrahlen ber den ,teig giesst1 der ,teig wird in der ,quantitt von etwa #aj ,pfd4 geknetet1 bis das ,wasser nicht mehr milchig abluft4 ,man lsst die ,strke aus dem ,wasser sich absetzen1 zapft das darber stehende ,wasser ab1 rhrt die am ,boden des ,bottichs befindliche ,strke mit etwas ,wasser an und lsst die ,flssigkeit an einem warmen ,orte leicht ghren1 um den mit durchgegangenen ,kleber leicht aufzulsen4 ,die ,reinigung und ,trocknung geschieht auf die gewhnliche ,weise4 ,um der ,weizenstrke die im ,handel beliebte ,form von ,stngelchen oder ,schfchen zu geben1 wickelt man die feuchten ,strkekuchen in ,papier und schnrt das ,packet mit ,schnren fest zu1 ehe man es trocknet2 whrend des ,trocknens zieht sich die ,masse zusammen und zertheilt sich in ziemlich gleichartige ,stngelchen4 ,die ,bildung derselben ist eine ,folge der linsenfrmigen ,form der ,weizenstrke1 weshalb die ,krnchen leicht aneinander haften und die so entstandenen ,massen beim ,trocknen daher nur in gewissen ,richtungen sich spalten4 ,nach der ,methode von ,martin erhlt man aus #ajj ,th4 ,weizenmehl ungefhr #be ,proc4 ,kleber 7,gluten1 gluten granul7 mit #ch ,proc4 ,wasser4 ,man verwendete ihn zuerst zur ,fabrikation der ,macaroni1 der ,nudeln u4 s4 w41 indem man denselben mit gewhnlichem ,mehl und ,wasser zu einem ,teig knetete4 ,spter schlug man vor1 ihn statt des ,albumins und ,casens beim ,zeugdruck oder im gefaulten ,zustande als vegetabilischen ,leim in ,anwendung zu bringen4 ,da der frische ,kleber leicht fault und deshalb in diesem ,zustande nicht versendet werden kann1 so haben die ,gebr4 ,vron und ,r4 ,gnsberg vorgeschlagen1 den ,kleber zu granuliren und dann zu trocknen4 ,dazu wird der frische ,kleber mit der doppelten ,gewichtsmenge ,mehl zusammengeknetet1 der ,teig in lange ,streifen ausgerollt und diese sodann in die ,form von ,krnchen 7,klebergraupen7 gebracht1 welche bei #cj-dj getrocknet werden4 ,durch dazwischen gestreutes ,mehl werden die ,krner am ,zusammenkleben verhindert4 ,nach dem ,trocknen werden die ,krner durch ,sieben sortirt4 ,der gekrnte ,kleber ist ein ,nahrungsmittel1 welches weit mehr nhrende ,bestandtheile enthlt1 als eine gleiche ,menge ,mehl oder ,schiffszwieback4 ,sidenote3 ,zusammensetzung der kuflichen ,strke und ,anwendung derselben4 ,die ,zusammensetzung der kuflichen ,strke ist nach ,j4 ,wolff folgende3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 ,wasser #ag1hc #ae1ch #ad1eb #ag1dd #ad1bj #ag1di ,kleber -- -- #j1aj ,spur #a1hd #d1if ,faser #j1dh #j1ej #a1dd #a1bj #c1gg #b1dg ,asche #j1ba #j1ec #j1jc #j1dj #j1ee #a1bi ,strkemehl #ha1dh #hc1ei #hc1ia #ha1cb #gi1fc #gc1gi ---------------------------------------- ----------- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #a4 ,feinste weisse ,patentstrke in ,stengeln1 hatte ein sehr weisses1 glnzendes1 dem ,krystallinischen fast hnliches ,aussehen und erwies sich als reine ,kartoffelstrke2 #b4 ,feinste blaue ,patentstrke2 mit ,ultramarin gemischte ,kartoffelstrke2 #c4 ,reiner ,weizenpuder2 #d4 ,feine ,weizenstrke in ,brocken2 #e4 ,mittelfeine ,weizenstrke in gelblich weissen ,brocken2 #f4 ,ordinre ,weizenstrke in graulichgelben groben ,brocken1 die sich unter dem ,mikroskop als ein ,gemenge von ,kartoffel- und ,weizenstrke erwiesen4 ,der ,wassergehalt der ,strke lsst sich 7nach ,c4 ,scheibler's ,verfahren7 mit ,leichtigkeit durch die ,dichtigkeitsvernderung bestimmen1 welche ,alkohol erleidet1 wenn er mit einer gewissen ,menge wasserhaltiger ,strke digerirt wird4 ,die ,strke wird in ,substanz angewendet zum ,steifen der ,wsche1 zum ,leimen des ,papieres1 in der ,leinen- und ,baumwollindustrie zur ,bereitung der ,schlichte und zur ,appretur1 zur ,darstellung des ,strkegummis1 des ,strkesyrups und ,strkezuckers1 zur ,fabrikation von ,nudeln1 knstlichem ,sago u4 s4 w4 ,ausserdem ist sie das gebruchlichste ,nahrungsmittel1 das wir in ,gestalt von ,brot und den sogenannten ,mehlspeisen geniessen4 ,sie bildet ferner denjenigen ,krper1 aus welchem sich durch die ,einwirkung gewisser ,agentien ,zucker und daraus ,alkohol erzeugt1 sie ist mithin das ,rohmaterial zur ,erzeugung von ,branntwein1 ,bier u4 s4 w4 ,fr die ,haushaltungszwecke findet1 wenn es sich um die ,strke als ,nahrungsmittel handelt1 nur die ,kartoffelstrke 7als ,kartoffelmehl oder ,kraftmehl7 ,anwendung2 zum ,steifen der ,wsche und zur ,bereitung von ,buchbinderkleister giebt man dagegen der ,weizenstrke mit ,recht den ,vorzug2 in dem ,kleister sind die ,strkekrner in ,form gallertartiger ,klmpchen enthalten1 die in der ,kartoffelstrke weit grsser sind als in der ,weizenstrke2 daraus ergiebt sich der ,uebelstand1 dass beim ,bgeln der mit ,kartoffelstrke gesteiften ,gewebe durch das ,bgeleisen1 die ,klmpchen zuweilen sich zusammenballen und fortschieben1 was bei der ,weizenstrke nie vorkommt4 ,der ,kleister der ,weizenstrke bleibt1 der ,luft ausgesetzt1 lngere ,zeit unverndert1 whrend der ,kartoffelkleister nach einigen ,tagen schon eine gallertartige ,masse ausscheidet1 ber welcher eine wsserige und saure ,flssigkeit schwimmt2 die durch ,umrhren hergestellte ,mischung der ,masse mit der ,flssigkeit besitzt aber bei weitem nicht mehr das ,klebevermgen des frischen ,kleisters4 ,die ,weizenstrke ist daher der ,kartoffelstrke vorzuziehen und wrde letztere lngst schon aus dem ,handel verdrngt haben1 wenn sie ihr hinsichtlich der ,weisse und ,reinheit und des billigen ,preises gleich kme4 ,einen wesentlichen ,unterschied zeigen die beiden genannten ,strkearten in ,beziehung ihrer ,umwandlung in ,zucker durch ,malz4 ,nach den ,versuchen von ,ldersdorff brauchen #ajj ,pfd4 ,kartoffelstrke #be1f ,pfd4 trockenes ,malz1 #ajj ,weizenstrke #ij1e um vollstndig in ,strkezucker bergefhrt zu werden4 ,was das ,steifungsvermgen der ,strkesorten betrifft1 so fand ,c4 ,wiesner 7#ahfh71 dass ,maisstrke am wirksamsten steife1 hierauf folgt ,weizenstrke und am schlechtesten steift ,kartoffelstrke4 ,in ,bezug auf ,gleichmssigkeit der ,steifung ist gefunden worden1 dass ,kartoffel- und ,maisstrke die ,weizenstrke bei weitem bertrifft4 ,sidenote3 ,reisstrke1 ,kastanienstrke1 ,cassavastrke1 ,arrow-root4 ,seit einigen ,jahren wird in ,england1 ,frankreich1 ,belgien und dem ,zollverein viel ,reisstrke fabricirt4 ,zur ,abscheidung des ,klebers wendet man schwache ,natronlauge an 7im ,hektoliter #bhg ,grm4 ,aetznatron enthaltend74 ,der ungeschlte ,reis wird damit #bd ,stunden macerirt1 darauf gewaschen1 zwischen ,walzen zerquetscht oder zwischen ,mhlsteinen gemahlen und dann durch ,siebe mit ,hlfe von ,brsten getrieben1 auf welchen die ,kleie zurckbleibt4 ,die aus dem ,waschwasser erhaltene ,reisstrke wird nochmals gesiebt1 gewaschen1 getrocknet und in die vom ,handel gewnschte ,form gebracht4 ,aus der ,lauge1 die zum ,maceriren des ,reis gedient hat1 schlgt man den ,kleber durch ,neutralisation mit ,schwefelsure nieder1 welcher nach dem ,waschen1 ,trocknen und ,mahlen als ,viehfutter verwendet wird#ajd4 ,in neuerer ,zeit hat auch die ,fabrikation von ,strkemehl aus ,rosskastanien in ,frankreich eine gewisse ,ausdehnung gewonnen4 ,die ,fabrikationskosten sind nicht nur niedriger1 sondern der ,ertrag ist reichlicher als aus ,kartoffeln2 die ,kastanienstrke ist ferner ebenso schn als die aus ,getreide bereitete4 #ajj ,th4 frische ,kastanien geben #ai-bj ,proc4 trockene ,strke1 die sich jedoch durch einen bitteren ,geschmack auszeichnet4 ,das ,arrow-root oder ,pfeilwurzelmehl ist das ,strkemehl von ,maranta arundinacea und ,m4 indica1 zweier in ,westindien wachsenden ,cannaceen1 aus deren ,wurzelsprossen auf dieselbe ,weise1 wie aus den ,kartoffeln1 #g-bj ,proc4 ,strkemehl abgeschieden werden2 es kommt in ,fssern1 ,bchsen oder ,kasten von verzinntem ,eisenblech in den ,handel2 die ,gefsse sind mit dem ,namen der ,insel bezeichnet1 auf der das ,arrow-root gefunden wurde4 ,die ,cassavastrke stammt aus den ,wurzelknollen von ,jatropha ,manihot oder ,manihot utilissima und ,m4 ,aipin1 zweier ,pflanzen aus der ,familie der ,ricineen1 welche in ,westindien und ,sdamerika1 namentlich in ,brasilien cultivirt werden4 ,die ,wurzelknollen selbst fhren den ,namen ,maniok4 ,die rohen ,knollen enthalten ,blausure4 ,der ,teig daraus wird aber fr ,menschen und ,thiere geniessbar1 wenn man ihn kocht oder rstet4 ,er ist in diesem ,zustande eines der wichtigsten ,nahrungsmittel in den ,tropenlndern4 ,die ,darstellung der aus dem ,maniok bereiteten ,nahrungsmittel ist folgende3 die ,knollen werden grob zerrieben1 wobei ein ,theil des ,saftes ausfliesst4 ,der durch ,abtropfen von einem grossen ,theile ,flssigkeit befreite ,teig wird in irdenen ,gefssen bis zum gelinden ,rsten der mit den ,gefsswnden in ,berhrung kommenden ,theile erhitzt und bildet dann die ,cassava1 welche das ,brot bei den ,eingebornen des ,landes ersetzt4 ,die kleine ,menge ,strke1 welche sich aus dem ,safte absetzt1 wird gewhnlich in ,form von ,krnern 7,cassava-,sago oder ,mandioka7 gebracht1 indem man die feuchte ,masse auf ,platten erhitzt1 wahrscheinlich um die ,blausure zu verflchtigen4 ,das nach ,europa eingefhrte ,luxusnahrungsmittel ,tapioka ist nichts weiter als ,cassava-,sago4 #ajd ,die ,reisstrkefabrik von ,j4 und ,j4 ,colman in ,london beschftigt an tausend ,personen und liefert ausser gewhnlicher ,waschstrke auch intensivgefrbte ,reisstrke in den verschiedenen durch ,theerfarben bewirkten ,nancen1 welche zur ,frbung von ,ballkleidern1 ,fenstervorhngen etc4 dient4 ,colman's ,fabrik liefert ferner ,reisstrke fr ,papierfabriken1 in welchen sie erst zwischen den ,fasern des ,papiers in ,kleister verwandelt wird1 wodurch das so geleimte ,papier einen grossen ,grad von ,festigkeit erhlt4 ,sidenote3 ,sago4 ,auf den ,molukken und ,philippinen bereitet man aus dem ,marke der ,sagopalme 7,sagus ,rumphii7 den ,sago4 ,der ,sago von ,guadeloupe rhrt 7nach ,j4 ,wiesner7 von ,raphia farinifera1 gewisse ostindische ,sorten angeblich von ,caryota urens her4 ,behufs der ,sagobereitung werden die ,stmme gespalten1 wird das darin befindliche ,mark herausgenommen1 mit ,wasser durchknetet und die ,strke dann auf ,sieben von ,cocospalmenfasern ausgewaschen4 ,nachdem die ,palmenstrke aus dem ,wasser sich abgesetzt hat1 wird sie ausgewaschen1 auf ,tcher zum ,abtropfen gebracht und im noch feuchten ,zustande durch ,reiben durch ,metallsiebe gekrnt4 ,die ,krner lsst man auf eine heisse ,kupferplatte fallen1 wodurch die ,strke grsstentheils in ,kleister verwandelt wird und nach dem ,trocknen die bekannten regelmssigen und harten ,krner bildet1 welche beim ,kochen in ,wasser gallertartig werden1 aber zum ,theil ihre ,form beibehalten4 ,ein grosser ,theil der gegenwrtig im ,handel vorkommenden ,sago ist aus ,kartoffelstrke dargestellt und mit ,eisenoxyd oder gebranntem ,zucker gefrbt4 ,sidenote3 ,dextrin4 ,das ,dextrin1 ,gommeline1 ,dampfgummi1 ,strkegummi1 ,gomme d',alsace oder ,leiokom ist eine dem arabischen ,gummi sowol seiner ,zusammensetzung 7beide sind nach der ,formel ,c#f;,h#aj,o#e zusammengesetzt71 als auch seinen brigen ,eigenschaften nach1 nahestehende ,substanz1 welche sich durch kurze ,zeit fortgesetzte ,einwirkung verdnnter ,suren oder eines ,malzaufgusses 7,diastase7 auf ,strkemehl und auch durch ,rsten des letzteren bildet4 ,es ist im reinen ,zustande vollkommen farblos und dem arabischen ,gummi hnlich1 gewhnlich indessen gelblich gefrbt1 leicht und vollkommen in ,wasser zu einer klaren dickflssigen1 klebenden ,lsung lslich1 unlslich in absolutem ,alkohol1 etwas lslich in schwachem ,weingeist4 ,seinen ,namen erhielt es von seiner ,eigenschaft1 die ,polarisationsebene der ,lichtstrahlen krftiger als irgend eine bekannte organische ,substanz nach ,rechts 7dexter7 abzulenken4 ,durch ,jod wird es nicht blau wie die ,strke1 sondern schwach amaranthroth gefrbt4 ,durch verdnnte ,suren geht das ,dextrin in ,traubenzucker 7,dextrose7 ber4 ,eine mit ,bierhefe versetzte ,dextrinlsung geht nicht in ,ghrung ber2 bei einem ,zusatz von ,zucker zu dieser ,mischung zersetzt sich aber ein grosser ,theil des ,dextrins ganz wie ,zucker in ,alkohol und ,kohlensure4 ,da das ,dextrin in vielen ,fllen ein wohlfeiles und brauchbares ,surrogat des arabischen ,gummi abgiebt1 so ist seine ,fabrikation zu einem nicht unbedeutenden ,industriezweig geworden4 ,die ,zusammensetzung des kuflichen ,dextrins ist eine hchst wechselnde1 wie aus folgenden ,analysen ,r4 ,forster's 7#ahfh7 folgt3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 ,dextrin1 ,dunkel ,hell prima von gebrannte ,dextrin1 ,gommeline ,dextrin1 gebrannte ,langensalza ,strke braunes lteres ,strke ,dextrin #gb1de #gj1dc #fc1fj #ei1ga #di1gh #e1cd ,zucker #h1gg #a1ib #g1fg #e1gf #a1db #j1bd ,unlsliches #ac1ad #ai1ig #ad1ea #bj1fd #cj1hj #hf1dg ,wasser #e1fd #g1fh #ad1bc #ac1hi #ah1jj #g1ie ---------------------------------------- -------------- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,als ,material der ,dextrinbereitung wendet man fast berall ,strkemehl aus ,kartoffeln1 seltener aus ,weizen an1 da die erstere bei billigerem ,preise weit reiner ist als die letztere4 ,man stellt das ,dextrin dar3 a7 durch gelindes ,rsten1 b7 vorsichtige ,einwirkung von ,salpetersure1 c7 ,erhitzen von verdnnter ,schwefelsure1 d7 ,behandeln mit ,malzaufguss 7,diastase74 ,die ,bereitung von ,dextrin durch gelindes ,rsten 7,rstgummi7 ist eine sehr einfache ,operation2 es wird nmlich das ,strkemehl auf geeignete ,weise so weit erhitzt1 dass es eine gelbbraune ,farbe annimmt4 ,benutzt man ,getreidestrkemehl1 so nimmt man das ,rsten in grossen ,cylindern aus ,kupfer- oder ,eisenblech vor1 durch welche1 hnlich wie bei einer ,kaffeetrommel1 eine eiserne1 mit ,kurbel versehene ,axe geht1 deren ,lager sich in dem vierseitigen ,mauerwerk des ,ofens befinden4 ,in diesen in steter ,bewegung erhaltenen ,trommeln wird das ,strkemehl erhitzt1 bis es sich aufblht und einem scharfgebackenen ,brot hnlich riechenden ,dampf entwickelt4 ,kartoffelstrkemehl lsst sich nicht auf diese ,weise behandeln1 da dasselbe die nachtheilige ,eigenschaft besitzt1 in der ,hitze zu ,pulver zu zerfallen1 das sich an die ,wnde der ,trommel ansetzen und zum ,theil verkohlen wrde4 ,um diesem ,uebelstande zu begegnen1 ersetzt man die ,cylinder durch ,kessel mit flachem ,boden1 in denen ein mit ,brsten versehener ,rhrapparat sich befand4 ,es ergab sich indessen1 dass die ,brsten auch verkohlten4 ,man construirte dann grosse ,oefen1 hnlich den ,backfen1 in welchen das ,strkemehl unter ununterbrochenem ,umrhren gerstet wurde4 ,hufig befanden sich mehrere ,metallplatten bereinander1 auf denen das ,strkemehl in dnner ,lage liegt4 ,da sowol in den ,trommeln als auch in den ,oefen sehr leicht ein ,ueberhitzen der ,strke stattfinden kann1 so empfiehlt sich ein ,oelbad zum ,erhitzen der ,strke4 ,ein flacher ,kessel ist mit einem doppelten ,boden versehen1 in dessen ,zwischenraum sich ,oel befindet1 dessen ,temperatur durch ein eingesetztes ,thermometer genau ermittelt werden kann4 ,durch vorsichtiges ,erhitzen kann man die ,temperatur vllig constant erhalten4 ,ein ununterbrochen thtiger ,rhrapparat bringt nach und nach alle ,strke mit der ,kesselflche in ,berhrung und somit auf die zur ,dextrinbildung erforderliche ,temperatur4 ,die geeignetste ,temperatur ist #bbe-bfj4 ,die gelbe oder brunliche ,farbe des durch ,rsten erhaltenen ,dextrins schliesst das ,rstgummi von gewissen ,anwendungen1 wie z4 ,b4 in dem ,zeugdruck bei hellen ,farben1 total aus4 ,man begann deshalb an bessere ,darstellungsarten zu denken4 ,eine derartige1 jetzt allgemein bliche ist die von ,heuz4 ,nach dieser verdnnt man #b ,kilogr4 ,salpetersure von #a1d spec4 ,gewicht mit #cjj ,liter ,wasser und rhrt in diese verdnnte ,sure #ajjj ,kilogr4 7 #bj ,ctr47 ,strke1 worauf die ,masse in ,kuchen geformt an freier ,luft getrocknet wird4 ,nach dem ,trocknen erhitzt man sie in dem angegebenen ,trockenapparat bei langsam steigender ,temperatur1 bis bei etwa #hj ,alles entwichen ist4 ,hierauf wird die ,masse fein gemahlen1 gesiebt und wieder in den ,trockenapparat zurckgebracht1 in welchem die ,temperatur nun bis auf #ajj-aaj gesteigert wird4 ,in hchstens #a-a_/b ,stunde ist alle ,strke in ,dextrin bergefhrt4 ,das auf diese ,weise mit ,hlfe von verdnnter ,salpetersure dargestellte ,dextrin lsst sich usserlich von dem ,strkemehl nicht unterscheiden1 es ist vollkommen weiss und in ,wasser lslich4 ,auch vermittelst verdnnter ,schwefelsure stellte man frher ,dextrin dar4 ,auch mit ,salzsure kann man ,strkemehl in ,dextrin berfhren1 ebenso mit ,milchsure4 ,da das ,dextrin bei seiner ,anwendung immer in ,wasser gelst sein muss1 so zieht man es bisweilen vor1 das ,dextrin sogleich als ,lsung 7,dextrinsyrup1 ,gummisyrup71 und zwar aus ,strkemehl und ,malzauszug 7,diastase7 zu bereiten4 ,obgleich diese ,methode bei weitem einfacher ist1 als die im ,vorstehenden beschriebene1 so stehen doch ihrer allgemeinen ,einfhrung einige ,schwierigkeiten im ,wege1 #a7 der grosse ,wassergehalt der ,lsung erschwert ihren ,transport1 #b7 es ist bei der ,anwendung des ,malzes unvermeidlich1 dass nicht auch ein ,theil ,strkemehl in ,zucker bergefhrt werde1 durch diese ,beimengung verliert der ,dextrinsyrup einen grossen ,theil seiner ,haltbarkeit und geht1 untersttzt durch die nicht abscheidbaren ,klebertheilchen des ,malzes sehr bald in ,ghrung ber4 ,die ,anwendung des ,dextrins ist eine mannichfaltige1 an der ,stelle des ,senegalgummi und arabischen ,gummi dient es in dem ,zeugdruck1 zum ,drucken von ,tapeten1 zum ,appretiren und ,steifen von ,zeugen1 als ,kettenschlichte1 zum ,glasiren von ,karten und ,papier1 als ,mundleim1 in der ,chirurgie1 um feste ,bandagen bei ,knochenbrchen zu erhalten1 zu feinerem ,backwerk1 bei der ,bier- und ,obstweinfabrikation1 bei der ,darstellung von einer ,art englischem ,pflaster u4 s4 w4 ,das ,dextrin macht ferner einen nothwendigen ,bestandtheil des ,bieres aus und entsteht beim ,backen des ,brotes auf der ,oberflche2 es bildet zum ,theil die ,kruste des ,gebckes4 ,bei seiner ,anwendung in der ,zeugdruckerei als ,verdickungsmittel ist nicht zu bersehen1 dass es durch ,suren sich verflssigt und in ,zucker bergeht4 ,die ,zuckerfabrikation4 ,sidenote3 ,geschichtliches und ,allgemeines4 ,der ,zucker ist in ,ostindien und ,china schon seit den ltesten ,zeiten bekannt4 ,in ,europa benutzte man in frheren ,zeiten statt seiner den ,honig1 und obschon ,rom und ,griechenland ,kunde vom ,zucker hatten1 kam er doch bei dem geringen ,verkehr mit ,indien nicht oder nur als ,seltenheit zu ihnen1 zuerst1 wie es den ,anschein hat1 zur ,zeit ,alexander's des ,grossen4 ,mit den ,eroberungen der ,araber verbreitete sich der ,zucker im westlichen ,asien1 in ,afrika und ,sdeuropa1 zur ,zeit der ,kreuzzge lernten ihn die ,kreuzfahrer kennen und die ,venetianer brachten ihn bald nach ,europa und ,nordafrika4 ,man baute auf ,malta1 ,cypern1 ,candia und ,aegypten ,zuckerrohr und von da kam es nach ,sicilien4 ,von ,sicilien brachten die ,spanier und ,portugiesen das ,zuckerrohr nach den ,azoren1 den canarischen und den ,inseln des grnen ,vorgebirges 7#adbj74 ,einer sehr verbreiteten1 doch auch widersprochenen ,ansicht zufolge1 soll das ,zuckerrohr von den canarischen ,inseln aus nach ,westindien und ,brasilien verpflanzt worden sein1 nach ,hayti 7,hispaniola7 sei es im ,jahre #aejf gekommen4 ,in den spteren ,jahrhunderten ist das ,zuckerrohr auf vielen ,inseln des stillen ,oceans von ,reisenden aufgefunden worden4 ,war auch vielleicht das ,zuckerrohr in ,sdamerika und auf den ,antillen ursprnglich zu ,hause1 so ist es doch als ausgemacht zu betrachten1 dass die ersten ,entdeckungen von seinem ,vorhandensein nichts wussten und es als eine eingefhrte ,culturpflanze im ,grossen bauten4 ,ritter wies in seiner ,schrift ber die geographische ,verbreitung des ,zuckerrohrs nach1 dass sich letzteres von seiner eigentlichen ,heimath ,ost- und ,mittelasien in drei ,richtungen ber die ,erde verbreitet habe2 ostwrts von ,bengalen in einem ,arme nach ,cochinchina und ,china1 in einem zweiten ,arme ber die ,inseln der ,sdsee innerhalb der ,tropen bis zu den ,osterinseln2 westwrts lngs des ,indus nach ,vorderasien1 ,nordafrika1 ,sdeuropa bis nach ,amerika4 ,nach ,einfhrung des ,sklavenhandels nahm der ,zuckerrohrbau auf den ,antillen so zu1 dass der europische und ostindische ,zuckerbau verdrngt wurde4 ,nordamerika nahm erst im #ah4 ,jahrhundert den ,zuckerrohrbau auf4 ,die ,cultur des ,zuckerrohrs nahm immer mehr berhand und der ,zucker1 anfnglich nur in den ,apotheken als ,curiositt und als ,medicament aufbewahrt1 nahm seine ,stelle unter den nothwendigen ,lebensbedrfnissen ein1 als man im #ae4 ,jahrhundert den ,saft auf rationelle ,weise aus dem ,rohre zu extrahiren und daraus festen ,zucker darzustellen lernte1 als es ein ,jahrhundert spter gelang1 das rohe ,produkt durch ,raffination zu verfeinern4 ,sidenote3 ,vorkommen und ,eigenschaften des ,zuckers4 ,der ,zucker kommt in der ,natur vor als sogenannter ,rohrzucker1 ferner als ,traubenzucker 7,dextrose1 ,glycose1 ,krmelzucker1 ,strkezucker1 ,kartoffelzucker7 und als ,schleimzucker 7,levulose1 ,chylariose1 ,fruchtzucker74 ,in grsserer und in solcher ,menge1 dass die ,darstellung des ,zuckers im ,grossen vortheilhaft ist1 kommt der ,rohrzucker vor in dem ,zuckerrohr1 dem ,mais1 der ,zuckerhirse 7,andropogon glycichylum71 in dem ,safte mehrerer ,ahornarten1 namentlich des ,zuckerahorns1 der ,birke1 in der ,zuckerrbe1 der ,mohrrbe1 in der ,krappwurzel 7in der nach ,w4 ,stein bis zu #h ,proc4 sich finden sollen71 in den ,krbissen1 ,melonen1 ,bananen1 vielen ,palmenarten u4 s4 w4 ,der ,rohrzucker ist noch nicht knstlich dargestellt worden4 ,der krystallisirte ,rohrzucker hat die ,formel ,c#ab;,h#bb,o#aa4 ,die ,zuckerkrystalle 7,kandiszucker7 gehren dem monoklinodrischen ,systeme an1 sind hart und haben ein spezifisches ,gewicht von #a1f4 ,an trockener ,luft bleiben sie unverndert4 ,beim ,erhitzen bis auf #ahj schmelzen sie zu einer klebrigen farblosen ,flssigkeit1 welche nach raschem ,erkalten zu einer durchsichtigen1 amorphen ,masse 7,gerstenzucker7 erstarrt1 die nach lngerem ,aufbewahren undurchsichtig wird 7abstirbt7 und ein krystallinisches ,gefge zeigt4 ,bei #baj-bbj verwandelt sich der ,zucker in gebrannten ,zucker oder ,caramel4 ,der ,zucker lst sich in dem dritten ,theile seines ,gewichtes in kaltem ,wasser1 in allen ,verhltnissen in siedendem ,wasser4 ,wenn man die ,zuckerlsung auf einer ,temperatur erhlt1 die ihrem ,siedepunkte nahe liegt1 so verliert sie nach und nach die ,eigenschaft zu krystallisiren und zwar um so leichter1 je concentrirter die ,lsung ist4 ,er ist unlslich in absolutem ,alkohol und ,aether2 lslich aber in wsserigem ,alkohol1 besonders in der ,wrme4 ,die wsserige ,lsung ist von rein sssem ,geschmack4 ,in concentrirtem ,zustande lsst sie sich in verschlossenen ,gefssen unverndert aufbewahren und conservirt selbst andere ,gegenstnde1 wie z4 ,b4 ,frchte1 worauf sich das ,einmachen derselben grndet4 ,folgende von ,gerlach 7#ahfd7 herrhrende ,tabelle giebt das spec4 ,gewicht und den ,gehalt an ,rohrzucker einer ,zuckerlsung bei #ag1e ,c4 an3 ,procentgehalt4 ,spec4 ,gewicht4 #ge #a1chccdb #gd #a1cgfhbb #gc #a1cgjcde #gb #a1cfciaj #ga #a1cegeah #gj #a1ceaafh #fi #a1cddhfj #fh #a1ccheid #fg #a1ccbcgj #ff #a1cbfahh #fe #a1cbjjdf #fd #a1cacidf #fc #a1cjghhg #fb #a1cjahfh #fa #a1biehij #fj #a1bhiieb #ei #a1bhdjed #eh #a1bghaig #eg #a1bgbcgi #ef #a1bfffjj #ee #a1bfjhfa #ed #a1beeafa #ec #a1bdiejj #eb #a1bdchgg #ea #a1bchbic #ej #a1bcbgdh #di #a1bbgbda #dh #a1bbagga #dg #a1bafcci #df #a1bajide #de #a1bjeehi #dd #a1bjjbfi #dc #a1aidihf #db #a1ahigdj #da #a1ahdeca #dj #a1agiceh #ci #a1agdbba #ch #a1afiaba #cg #a1afdjef #cf #a1aeijbf #ce #a1aedjcb #cd #a1adijgc #cc #a1addaej #cb #a1acibfa #ca #a1acddjf #cj #a1abiehf #bi #a1abdhjj #bh #a1abjjdh #bg #a1aaeccj #bf #a1aajfdf #be #a1ajeiie #bd #a1ajacgg #bc #a1jifgib #bb #a1jibbdj #ba #a1jhggba #bj #a1jhcbcd #ai #a1jghggi #ah #a1jgdcef #ag #a1jfiife #af #a1jfefjf #ae #a1jfabgh #ad #a1jefihb #ac #a1jebgaf #ab #a1jdhdhb #aa #a1jddbgh #aj #a1jdjajd #i #a1jceifa #h #a1jcahdh #g #a1jbggfd #f #a1jbcgaj #e #a1jaifhf #d #a1jaefia #c #a1jaagbe #b #a1jjgghh #a #a1jjchhj #j #a1jjjjjj ,die wsserige ,rohrzuckerlsung lenkt den polarisirten ,lichtstrahl nach rechts ab4 ,verdnnte ,schwefelsure1 ,salzsure und die meisten anderen organischen und ,mineralsuren verwandeln den ,rohrzucker in ein ,gemenge von ,dextrose 7,glycose7 und ,levulose 7,chylariose71 nach der ,gleichung3 ,c#ab;,h#bb,o#aa ,h#b,o ,c#f;,h#ab,o#f ,c#f;,h#ab,o#f ,rohrzucker ,dextrose ,levulose ,eine ,folge davon ist1 dass der ,rohrzucker im ,pflanzenreiche nur in neutralen ,pflanzensften sich vorfindet1 whrend in ,sften1 die wie z4 ,b4 der ,traubensaft1 freie ,suren 7,weinsure1 ,aepfelsure1 ,citronensure7 enthalten1 niemals ,rohrzucker1 sondern ,glycose und ,chylariose sich findet4 ,unter der ,mitwirkung von ,hefe spaltet sich der ,zucker und giebt die gewhnlichen ,produkte der geistigen ,ghrung3 ,alkohol1 ,kohlensure1 ,glycerin und ,bernsteinsure2 bevor er sich spaltet1 verwandelt er sich aber in ,chylariose4 ,der ,rohrzucker verbindet sich mit den ,hydroxyden des ,calciums und ,bariums1 ohne sich zu zersetzen1 und bildet mit demselben die ,saccharate1 die fr die ,darstellung des ,zuckers im ,grossen von vielem ,interesse sind4 ,von ,interesse ist besonders das ,verhalten des ,calciumhydroxydes gegen ,zuckerlsungen1 weil bei der ,fabrikation und ,raffination des ,rohr- und ,rbenzuckers fast durchweg ,kalk zur ,anwendung kommt4 ,calciumhydroxyd wird durch ,rohrzuckerlsung in einer grossen ,menge zu einer klaren ,flssigkeit gelst1 in welcher sich die ,verbindung3 ,c#ab;,h#bb,o#aa1;,ca,o befindet4 ,die ,lsung trbt sich beim ,erhitzen und gerinnt endlich vollstndig1 gerade so wie ,eiweiss4 ,der ,kalkniederschlag 7aus einer ,verbindung ,c#ab;,h#bb,o#aa1c;,ca,o bestehend7 verschwindet aber in dem ,maasse1 als die ,temperatur abnimmt und die ,flssigkeit ist schon vollstndig klar1 ehe sie selbst gnzlich erkaltet ist4 ,leitet man durch die ,zuckerkalklsung einen ,strom ,kohlensuregas1 so wird der ,kalk gefllt und der ,zucker ist unverndert und ungefrbt in der ,lsung enthalten4 ,eine ,rohrzuckerlsung verndert sich1 wenn sie #dh ,stunden lang mit #a_/b ,atom ,kalk gekocht wird1 nicht im ,geringsten1 whrend eine hnliche ,lsung ohne ,kalk1 unter denselben ,bedingungen gekocht1 fast allen ,zucker eingebsst hat4 ,der ,kalk ist mithin ein ausgezeichnetes ,mittel1 dem ,zucker bei den ,arbeiten in der ,fabrikation ,stabilitt zu ertheilen4 ,die ,verbindung des ,rohrzuckers mit dem ,bariumhydroxyd1 der ,zuckerbaryt ,c#ab;,h#bb,o#aa1;,ba,o ist insofern erwhnenswerth1 als sie im ,wasser fast unlslich ist und man in ,folge dieser ,unlslichkeit eine ,methode der ,abscheidung des ,rohrzuckers als ,rbensaft und ,melasse mit ,hlfe von ,aetzbaryt vorgeschlagen hat1 die alle ,beachtung verdient4 ,auch der ,zuckerbaryt ist durch ,kohlensure leicht zu zersetzen4 ,salpetersure verwandelt den ,zucker je nach ihrer ,concentration und der ,dauer ihrer ,einwirkung in ,zuckersure oder in ,oxalsure4 ,ein ,gemisch von ,salpetersure und concentrirter ,schwefelsure fhrt den ,zucker in eine explosive ,verbindung 7,nitrozucker7 ber4 ,rohrzucker reducirt mit ,aetzalkali versetzte ,kupfervitriollsung nicht2 ,glycose und ,chylariose scheiden unter denselben ,umstnden schon in der ,klte ,kupferoxydul ab4 ,a4 ,rohrzucker4 ,sidenote3 ,aus dem ,zuckerrohr4 ,das ,zuckerrohr 7,saccharum officinarum7 ist eine perennirende ,pflanze aus der ,familie der ,grser4 ,aus der faserigen1 stellenweise filzartigen ,wurzel steigen mehrere walzenrunde1 mit ,knoten versehene ,halme empor1 welche je nach der ,bodenbeschaffenheit eine ,hhe von #b1f-f1f ,meter und eine ,dicke von #d-f ,centimeter erreichen4 ,das ,aeussere der ,halme ist gelblichgrn oder blau1 oder auch gelb und violett gestreift4 ,das ,innere bildet ein safterflltes1 weissliches ,zellenmark4 ,die schilfhnlichen ,bltter erreichen eine ,lnge von #a1f-b ,meter und gehen in zwei ,reihen von den ,knoten aus4 ,die ,blte erscheint an der ,spitze des ,rohres in einer konisch ausgebreiteten ,rispe1 hnlich dem ,bltenstande unseres gewhnlichen ,schilfes4 ,man pflanzt das ,zuckerrohr sowol durch ,samen1 wie auch durch ,stecklinge fort4 ,das letztere ist das gewhnlichere4 ,eine ,hektare ,land giebt an ,zucker 7,rohzucker73 ,bei #ae ,mon4 ,vegetationszeit ,in #a ,jahre ,auf ,martinique #bejj ,kilogr4 #bjjj ,kilogr4 ,guadeloupe #cjjj #bdjj ,reunion und ,mauritius #ejjj #djjj in ,brasilien #gejj #fjjj ,sidenote3 ,zusammensetzung des ,zuckerrohrs4 ,keine ,pflanze enthlt eine so grosse ,menge ,zucker wie das ,zuckerrohr1 und keine liefert ihn auch so rein4 ,unter den gewhnlichen ,bedingungen cultivirt1 enthlt das ,zuckerrohr #ij ,proc4 ,saft1 welche nach der ,untersuchung von ,pligot #ah-bj ,th4 krystallisirbaren ,zucker enthalten4 ,tahitisches ,zuckerrohr von ,martinique 7a71 von ,guadeloupe 7b7 und von ,mauritius 7c7 zeigte sich nach ,pligot1 ,dupuy und ,icery 7#ahff7 folgendermaassen zusammengesetzt3 7a7 7b7 7c7 ,pligot4 ,dupuy4 ,icery4 ,zucker #ah1j #ag1h #bj1j ,wasser #gb1a #gb1j #fi1j ,cellulose #i1i #i1h #aj1j ,salze -- #j1d #j1g-a1b ,von den #ah ,proc4 ,zucker1 die im ,zuckerrohre sich finden1 kommen in der ,regel nicht viel mehr als #h ,proc4 als krystallinischer ,zucker in den ,handel4 ,dieser grosse ,verlust wird durch folgende ,umstnde veranlasst3 #a7 presst man von den #ij ,proc4 ,saft1 welche das ,zuckerrohr enthlt1 gewhnlich nur #ej-fj ,proc4 aus1 es bleibt mithin ein ,drittel des ,zuckers in dem gepressten ,stroh1 in der ,bagasse1 zurck1 welches als ,brennmaterial zum ,einkochen des ,zuckersaftes dient2 #b7 geht wenigstens der fnfte ,theil des in dem ,safte enthaltenen ,zuckers durch das unvollkommene ,luterungsverfahren und whrend des ,einkochens in ,gestalt von ,schaum verloren2 #c7 krystallisirt nur die ,hlfte bis hchstens zwei ,drittheile von dem ,zucker1 der in dem eingekochten ,safte sich befindet1 whrend der ,rest in der ,melasse zurckbleibt4 ,die #ah ,proc4 ,zucker des ,rohres zertheilen sich demnach auf folgende ,art3 ,in der ,bagasse bleiben etwa #f ,proc4 ,durch die ,luterung und durch das ,abschumen gehen verloren #b1e ,in der ,melasse bleiben zurck #c ,als ,rohzucker werden gewonnen #f1e ---------- #ah ,proc4 ,sidenote3 ,darstellung des ,rohzuckers aus dem ,zuckerrohre4 ,die ,fabrikation des ,rohzuckers aus dem ,zuckerrohre zerfllt #a7 in das ,auspressen1 #b7 in das ,klren und ,einkochen des ,saftes4 ,illustration3 ,fig4 #baj4 #a7 ,das ,auspressen des ,saftes4 ,das gesammelte ,zuckerrohr muss so schnell als mglich nach der ,zuckermhle gebracht werden2 die kleinste ,vernachlssigung in dieser ,beziehung wrde sich bei der hohen ,temperatur durch ,abnahme des ,zuckers in dem ,rohre rchen4 ,die zum ,auspressen des ,rohres dienenden eisernen ,walzenpressen sind durch ,fig4 #baj versinnlicht4 ,sie bestehen aus drei hohlen gusseisernen ,walzen a1 b1 c1 welche horizontal in einem gusseisernen ,gestelle liegen4 ,mittelst der ,schrauben i i lassen sich die ,presswalzen nhern oder von einander entfernen4 ,die eine ,walze wird mit ,hlfe eines grossen1 mit ,getriebe versehenen ,rades in ,bewegung gesetzt und dreht dann mittelst dreier ,zahnrder1 welche auf den ,axen der ,walzen sitzen1 auch die brigen ,walzen4 ,das ,zuckerrohr wird durch ein endloses ,band ber die schiefe ,ebene d d zu den ,walzen gefhrt1 gelangt zuerst zwischen die beiden ,walzen a c1 wo es nur eine geringe ,pressung erleidet1 und kommt dann ber das gebogene ,blech n hinweg zwischen die dichter gestellten ,walzen c und b4 ,damit der ,saft die erforderliche ,zeit zum ,ausfliessen habe1 drfen die ,cylinder sich nur langsam umdrehen4 ,bei #f ,decimeter ,durchmesser ist die geeignetste ,drehungsgeschwindigkeit etwa #a ,meter in der ,secunde in der ,peripherie4 ,das gekelterte ,rohr fllt ber die ,rinne f hinaus4 ,der ausgepresste ,saft sammelt sich in g g und luft durch h ab4 ,die ,walze a ist auf der ,oberflche cannellirt2 zuweilen sind auch alle ,walzen cannellirt4 ,auf den dnischen ,inseln ,westindiens heisst die mittlere ,walze der ,knig1 die eine ,seitenwalze der ,seitenroller1 die andere der ,makasroller4 #b7 und #c7 ,das ,klren und ,einkochen des ,saftes4 ,der ausgepresste ,saft gelangt in die ,siederei1 in welcher er in einem ,systeme von fnf eisernen oder kupfernen ,kesseln1 die in einer ,reihe eingemauert sind und eine gemeinschaftliche ,feuerung besitzen1 verarbeitet wird4 ,in die erste ,pfanne1 die als ,luterungskessel dient1 kommt der ,saft sogleich von der ,presse2 sie ist am entferntesten vom ,feuer4 ,das ,lutern geschieht mit ,kalkmilch2 zu #ae1jjj ,liter ,saft setzt man #e-i ,liter4 ,dass man genug ,kalkmilch zugesetzt hat1 erkennt man daran1 dass ein dicker und fester ,schaum sich bildet1 in welchem durch das ,kochen ,sprnge und ,risse entstehen1 durch welche eine farblose ,flssigkeit dringt4 ,der ,kalk neutralisirt die ,aepfel- und andere ,pflanzensuren und bildet mit dem ,albumin und anderen ,saftbestandtheilen eine dichte schmutzig grne ,schaumdecke4 ,sobald der ,saft bis zum ,siedepunkte erhitzt ist1 entfernt man den ,schaum mit ,hlfe eines ,schaumlffels und bringt den geluterten ,saft in die zweite ,pfanne zum ,abdampfen4 ,hier bildet sich unablssig neuer ,schaum1 der in die erste ,pfanne zurckgebracht wird4 ,in der dritten und vierten ,pfanne1 welche immer kleiner und kleiner sind1 wird der ,saft durch ,abdampfen bis auf #cj ,b4 gebracht1 in der fnften und letzten ,pfanne endlich bis zum ,krystallisationspunkte eingekocht4 ,in den ,kesseln setzt sich ein ,kesselstein in ,krusten von #c-d ,linien ,dicke ab1 deren ,bildung das ,sieden des ,saftes betrchtlich verzgert1 weil dieser ,ueberzug ein sehr schlechter ,wrmeleiter ist4 ,um ihn zu entfernen1 erwrmt man den ,kessel im geleerten ,zustande2 der ,kesselstein erleidet eine angehende ,verkohlung und lsst sich leicht ablsen4 ,die zum ,krystallisiren erforderliche ,consistenz des eingekochten ,zuckersaftes erfhrt man durch die ,fingerprobe1 indem man einen ,tropfen zwischen ,daumen und ,zeigefinger auseinanderzieht1 je dicker die ,lsung ist1 desto lnger die ,fden2 eine ,lnge von #c ,centimeter hlt man fr ein ,zeichen gengender ,concentration4 ,ehedem brachte man den verkochten ,syrup von der ,kochpfanne zuerst in die ,khler1 grosse hlzerne ,gefsse1 ein jedes von etwa #af ,ctr4 ,capacitt1 in welchen sich der ,zucker in ,krnern abschied1 und dann in grosse ,fsser1 in welchen die ,melasse vom ,zucker so gut als mglich abfloss4 ,diese ,methode zog aber in ,folge von ,ghrung so bedeutende ,verluste nach sich1 dass man sie zum ,theil aufgegeben und die ,khler durch ,krystallisirgefsse aus ,holz1 von etwa #cf ,centimeter ,tiefe1 #a1c bis #a1f ,meter ,breite und #b-b1f ,meter ,lnge1 ersetzt hat4 ,in dem ,boden dieser ,bottiche befinden sich ,lcher1 die mit ,zuckerrohrstckchen verstopft sind4 ,wenn nach ,verlauf von #bd ,stunden die ,masse krnig geworden ist1 rhrt man sie um und lsst durch die ,lcher den nicht krystallisirten ,theil1 den ,syrup oder die ,melasse1 abfliessen4 ,nach #e-f ,wochen ist die ,melasse abgetropft und die in den ,gefssen zurckbleibende ,masse fhrt den ,namen ,rohzucker1 ,moscovade oder ,puderzucker4 ,in anderen ,districten bringt man den in den ,krystallisirgefssen abgeschiedenen ,zucker in grosse ,abtropffsser1 die ber ,cisternen stehen4 ,die ,melasse tropft zwischen den ,fugen der ,dauben und des ,bodens ab und fliesst in die ,cisternen1 welche #ae-bj1jjj ,liter und darber fassen4 ,etwa #ad ,tage nach dem ,einfllen ist der ,zucker ziemlich gereinigt4 ,in den franzsischen und englischen ,colonien pflegt man den ,rohrzucker an ,ort und ,stelle mit feuchtem ,thon zu decken und die gereinigten ,rohrzuckerbrote unter dem ,namen ,cassonade oder ,terrezucker in den ,handel zu bringen4 ,sidenote3 ,sorten des ,rohzuckers4 ,im europischen ,handel finden sich als die hauptschlichsten folgende ,rohzuckersorten3 #a7 westindische3 ,cuba1 ,san ,domingo oder ,haiti1 ,jamaica1 ,portorico1 ,martinique1 ,guadeloupe1 ,sainte ,croix1 ,st4 ,thomas1 ,havanna2 #b7 amerikanische3 ,rio ,janeiro1 ,bahia1 ,surinam1 ,pernambuco2 #c7 ost- und hinterindische3 ,java1 ,manilla1 ,bengal1 ,mauritius1 ,reunion oder ,bourbon1 ,cochinchina1 ,siam1 ,canton4 ,in ,england unterscheidet man neuerdings zuweilen zwischen ,sclavenzucker und freiem ,zucker4 ,freier ,zucker kommt von ,jamaica1 ,barbados1 ,demerara1 ,antigua1 ,trinidad1 ,dominica2 ,sclavenzucker dagegen von ,cuba1 ,havanna1 ,brasilien1 ,ste4 ,croix1 ,portorico4 ,der ,handelswerth des ,rohzuckers richtet sich nach der ,menge und der ,natur der fremden ,substanzen1 welche den ,zucker in dem ,rohzucker stets begleiten4 ,diese ,substanzen sind ,wasser1 ,farbstoffe1 eiweissartige und gummse ,krper1 ,sand und ,erde1 lsliche ,mineralsalze1 ,essigsure und andere ,suren1 welche von einer theilweisen ,ghrung des ,zuckers herrhren4 ,alle diese ,substanzen mssen whrend des ,raffinirens verschwinden4 ,einige derselben sind auf die ,reinigung ohne nachtheiligen ,einfluss2 das ,wasser1 die organischen ,ueberreste und der ,sand vermindern nur durch ihre ,gegenwart die ,menge des vorhandenen ,zuckers1 whrend die fremden lslichen ,substanzen1 namentlich die ,mineralsalze1 die ,ausbeute an raffinirtem ,zucker verhindern1 indem sie einen ,theil des krystallisirbaren ,zuckers in nicht krystallisirbaren berfhren4 ,j4 ,renner fand in #ajj ,theilen ,rohzucker3 ,in ,in ,java4 ,havanna4 ,surinam4 ,kandis4 ,melis4 ,rohrzucker #ih1f-hc1a #ig1j-hg1c #ib1c-he1d #ii1f #ii1g ,schleimzucker #e1e-j1c #c1g-j1i #d1d-a1f #j1a #j1b ,wasser #f1a-j1c #c1e-j1i #f1c-c1f #j1b #j1a ,asche #b1a-j1b #a1d-j1j #b1j-a1b #j1a -- ,caramel1 ,gummi1 ,pflanzensure etc4 #c1e-j1e #d1e-j1d #b1a-a1a -- -- ,sidenote3 ,melasse4 ,die ,melasse bildet sich als ,nebenprodukt der ,rohzuckerfabrikation in sehr verschiedener ,menge je nach den klimatischen ,verhltnissen1 unter denen das ,zuckerrohr gewachsen ist4 ,in sehr warmen ,gegenden1 wo das ,zuckerrohr zur vollkommenen ,reife gelangen kann1 entsteht weniger ,melasse als in anderen1 zur ,cultur des ,rohres weniger geeigneten ,gegenden4 ,die ,menge der ,melasse variirt ferner nach den ,varietten des ,zuckerrohres1 nach der ,jahreswitterung1 nach der ,bodenbeschaffenheit1 nach der ,art des angewendeten ,dngers4 ,in chemischer ,beziehung ist die ,melasse als eine concentrirte wsserige ,lsung von krystallisirbarem ,zucker1 ,schleimzucker1 kleinen ,mengen von ,caramel und ,mineralsalzen zu betrachten1 in welcher zuweilen kleine ,krystalle von ,rohrzucker sich suspendirt befinden4 ,sie erscheint als eine dunkel rothbraune1 zhe1 fadenziehende ,flssigkeit von stark sssem ,geschmack4 ,ein grosser ,theil der ,melasse wird in den ,colonien zur ,rumbereitung verwendet2 der ,rest dient als flssiger ,zucker zur ,nahrung4 ,die ,melasse geht sehr leicht in die geistige und dann in die ,essigghrung ber4 ,der bei der ,anfertigung von gedecktem ,zucker erhaltene ,syrup 7gedeckter oder grner ,syrup7 wird weiter auf ,zucker verkocht4 ,j4 ,renner fand in sehr consistenter ,melasse3 a4 b4 ,rohrzucker #cb1ig #dj1cf ,schleimzucker #d1cj #g1ch ,wasser #ac1ga #af1be ,asche #c1ce #c1gh ,caramel1 ,gummi etc4 #de1fe #cb1bb ,sidenote3 ,die ,raffination des ,rohzuckers4 ,die ,raffination des ,rohzuckers4 ,die ,reinigung des ,rohzuckers und dessen ,umwandlung in raffinirten ,zucker zerfllt in folgende ,operationen1 nmlich in #a7 ,das ,schmelzen und ,klren4 ,das ,entfernen des ,rohzuckers aus den ,kisten und ,fssern ist nicht ganz leicht1 da die ,gefsse an ihren ,wnden eine nicht unbedeutende ,menge des feuchten1 selbst schmierigen ,zuckers zurckhalten1 dessen ,herausschaffen mit der ,hand oder mit ,werkzeugen kostspielig ist und nur ein unvollkommenes ,resultat geben wrde4 ,man bedient sich deshalb hufig eines einfachen und vortheilhaften ,verfahrens1 nach welchem man die ,fsser ber eine gewlbte und mit einer ,rinne versehene ,kupferplatte strzt und aus einem ,rohr ,dampf in das ,innere der ,kiste oder des ,fasses strmen lsst4 ,indem sich der ,dampf verdichtet1 sttigt er sich mit ,zucker1 fliesst in die ,rinne und von da in ein ,reservoir4 ,die sich darin ansammelnde ,flssigkeit dient zur ,auflsung des ,rohzuckers4 ,der aufzulsende ,rohzucker wird vorher durch ein ,sieb gerieben1 um alle ,klumpen1 die der ,auflsung ,schwierigkeiten bereiten wrden1 zu zertheilen4 ,das ,auflsen selbst geschieht in den meisten ,raffinerien in kupfernen mit ,dampf geheizten ,pfannen4 ,die zur ,auflsung des ,rohrzuckers erforderliche ,wassermenge betrgt gegen #cj ,proc4 vom ,gewicht des ,zuckers4 ,aus der ,schmelzpfanne kommt die ,rohrzuckerlsung in eine zweite kupferne ,pfanne mit doppeltem ,boden1 die ,luterpfanne4 ,als ,klrmittel wendet man gegenwrtig fein gepulverte ,knochenkohle und eine in der ,wrme coagulirbare ,eiweisssubstanz wie ,hhnereiweiss oder ,blut an4 ,das ,blut 7,rinds- oder ,hammelblut7 wird1 sowie es den ,thierkrper verlassen hat1 mit ,ruthen geschlagen1 um daraus das ,fibrin zu entfernen1 und in gut verschlossenen und geschwefelten ,fssern1 in die man eine kleine ,menge wsseriger schwefliger ,sure oder schwefligsauren ,kalk giebt1 aufbewahrt4 ,zu einer gengenden ,klrung ist ein ,zusatz von #c-d ,proc4 ,knochenkohlenpulver und #a_/b-b ,proc4 ,blut gengend4 ,sobald man ,kohle und ,blut in die ,luterpfanne gebracht hat1 wird mit einem ,rhrer stark von unten nach oben gerhrt und die ,flssigkeit bis zum tchtigen ,aufwallen erhitzt4 ,das ,bluteiweiss gerinnt1 hllt alle trbenden ,theile ein und verhindert1 dass sie spter durch die ,filter gehen4 ,die geronnene ,masse scheidet sich nebst dem ,kohlenpulver an der ,oberflche als dicker1 zusammenhngender ,schaum aus4 #b7 ,das ,filtriren der geklrten ,zuckerlsung geschieht mit ,hlfe der ,taylor'schen ,filter#aje4 ,das ,durchgelaufene1 ,klrsel1 wird in einem ,klrselbehlter aufgefangen und auf ,dumont'sche ,filter gebracht1 in denen sich ,knochenkohle befindet4 ,hier geht die ,entfrbung vor sich4 ,der filtrirte ,saft kommt in die ,kochpfanne4 #aje ,um ,wiederholungen zu vermeiden1 werden die ,taylor'schen ,filter1 sowie andere bei der ,raffination des ,zuckers vorkommende ,apparate und ,manipulationen erst bei der ,rbenzuckerfabrikation beschrieben werden4 #c7 ,das ,kochen des ,klrsels geschah frher in ,pfannen mit freier ,feuerung1 welche jetzt berall durch die ,vacuumapparate ersetzt sind1 bei denen der luftverdnnte ,raum durch ,luftpumpen und ,einspritzungen mit kaltem ,wasser hervorgebracht wird4 ,die ,arbeit des ,einkochens ist der beim ,rohzucker vllig gleich1 nur ist der ,grad des ,verkochens verschieden2 je weniger rein und je mehr verndert der ,syrup ist1 desto strker wird er eingekocht1 bis der noch heisse ,saft #db-dc ,b4 zeigt oder etwa #aj-ab ,proc4 ,wasser enthlt4 #d7 ,das ,krystallisiren und ,khlen4 ,in der ,regel beginnt der ,zucker schon in der ,vacuumpfanne zu krystallisiren2 er kommt dann in die sogenannten ,khler1 die indessen richtiger ,wrmepfannen heissen1 in welchen er bis auf #hj erwrmt wird4 ,sobald die ,kristallbildung auf der ,oberflche und an den ,wnden beginnt1 rhrt man mit grossen hlzernen ,krcken 7,stirrhlzern7 langsam um1 damit die entstandenen ,krystalle in der ,flssigkeit sich zertheilen4 ,nach einiger ,zeit1 nachdem neue ,krystalle sich gebildet haben1 rhrt man von ,neuem um4 ,die ,temperatur der ,masse hat sich dabei bis auf #ej erniedrigt4 ,diese ,zuckerausscheidung in ,folge von ,erkalten heisst die rasche ,krystallisation2 auf ihr beruht die jetzt allgemein bliche ,darstellung des festen ,zuckers4 ,in frherer ,zeit wendete man zu demselben ,zwecke die langsame ,krystallisation an1 bei welcher das nicht bis zum ,krystallisationspunkte eingekochte ,klrsel einer langsamen ,verdunstung in erwrmten ,rumen unterworfen wurde1 der ,zucker sich demnach nicht in ,folge von ,erkalten1 sondern von ,wasserentziehung ausschied4 #e7 ,das ,fllen der krystallinischen ,masse in ,formen1 in denen sich die ,zuckerbrote bilden sollen4 ,das ,verfahren beim ,fllen ist verschieden1 je nachdem man die ltere ,kochweise ber freiem ,feuer oder die ,vacuumpfannen anwendet4 ,nach der lteren ,methode fllte man die ,formen zuerst nur bis zu einem ,drittheil voll1 nach einiger ,zeit bis zu zwei ,drittheilen und zuletzt die ,form voll bis einen ,zoll vom oberen ,rande4 ,der ,grund dieses unterbrochenen ,fllens war eine gleichmssige ,mischung des ,kornes4 ,zehn ,minuten nach dem ,fllen ist eine ,krystallhaut auf der ,oberflche der ,brote wahrzunehmen1 worauf man zum ersten ,rhren mit einem langen hlzernen ,messer schreitet 7das ,holen1 d4 h4 aus der ,spitze holen71 um alle ,krystalle in der ,masse gut zu zertheilen4 ,nach etwa einer halben ,stunde wird diese ,operation wiederholt2 man nennt sie jetzt das ,stirren4 ,bei ,anwendung von ,vacuumpfannen ist das ,fllen in drei ,perioden1 das ,holen und ,stirren nicht mehr nthig4 ,das ,local1 in welchem das ,fllen geschieht1 wird bestndig auf einer ,temperatur von #be-cj erhalten4 #f7 ,das ,decken und ,trocknen4 ,die gefllten ,formen kommen nach #h-ab ,stunden aus der ,fllstube auf den ,zuckerboden2 hier werden die zugepfropften ,spitzen der ,formen mit ,hlfe einer ,ahle geffnet1 damit der zwischen den ,zuckerkrystallen befindliche ,syrup 7grner oder ungedeckter ,syrup7 ablaufe4 ,nachdem dies geschehen1 schreitet man zum ,decken1 d4 h4 zum ,auswaschen der ,zuckerkrystalle durch langsame ,filtration mit ,hlfe von ,wasser1 welches aus einem ,thonbrei fliesst1 oder durch ,verdnnung des zwischen den ,zuckerkrystallen befindlichen ,syrups mit reiner ,zuckerlsung 7feinem ,klrsel oder ,decksel74 ,da das ,ablaufen des grnen ,syrups viel ,zeit erfordert1 so benutzt man jetzt die ,centrifugalkraft1 um den flssigen ,antheil des ,zuckers von dem festen zu trennen4 ,nach beendigtem ,decken dreht man die ,formen auf ihre ,basis um 7das ,lschen71 damit der an der ,spitze angesammelte ,syrup sich in der ganzen ,masse des ,zuckerbrotes vertheilen knne4 ,das ,trocknen geschieht zuerst an der ,luft1 dann in ,trockenstuben1 bei anfnglich #be1 bis zuletzt bei #ej4 ,alles ,uebrige1 das bei der ,raffination des ,rohzuckers zu erwhnen wre1 ist unter der ,rbenzuckerfabrikation zu suchen4 ,sidenote3 ,rohrzuckerproduktion4 ,die ,gesammtproduktion an ,rohrzucker betrgt gegenwrtig 7#ahgj7 gegen #ee ,mill4 ,ctr41 davon kommen auf ,cuba #ae ,mill4 ,portorico #d1e ,brasilien #a1j ,vereinigte ,staaten #a1be ,mauritius #f1jj ,reunion #c1ge ,brit4 ,ostindien #f1ej ,antillen1 franz4 #e dn4 #j1cc hollnd4 #j1fd engl4 #i ,java #e ,manilla #c ,an ,zucker berhaupt werden jhrlich producirt3 ,rohrzucker #ee1jjj1jjj ,ctr4 ,rbenzucker #af1jjj1jjj ,palmenzucker #b1afj1jjj ,ahornzucker #a1abe1jjj --------------- #gd1bhe1jjj ,ctr4 ,b4 ,rbenzucker4 ,sidenote3 ,allgemeines und ,geschichtliches4 ,es war im ,jahre #agdg1 als der ,apotheker ,marggraf in ,berlin in einer der ,akademie der ,wissenschaften vorgelegten ,abhandlung das ,vorhandensein von krystallisirbarem ,zucker in der ,runkelrbe 7,beta cicla7 nachwies und auf die ,wichtigkeit dieser ,beobachtung fr die ,landwirthschaft und die ,fabrikation von einheimischem ,zucker aufmerksam machte4 ,er schied durch ,extraction mit ,alkohol aus der weissen ,rbe #f1b1 aus der rothen ,variett #d1e ,proc4 ,zucker ab4 ,dass ,marggraf's ,beobachtungen nicht weiter verfolgt wurden1 dazu trugen ausser technischen ,schwierigkeiten vielfacher ,art auch die damaligen politischen ,verhltnisse viel bei4 ,nach dem ,aachener ,friedensschlusse berschwemmten die ,englnder mit ihrem wohlfeilen ,colonialzucker die auf's ,neue zugnglichen ,mrkte ,deutschlands und schlossen alle ,concurrenz des mit vielen ,kosten erzeugten ,rbenzuckers mit dem ,colonialzucker aus4 ,lange ,zeit ruhte die ,darstellung von ,zucker aus ,rben4 ,erst gegen ,ende des #ah4 ,jahrhunderts kam man in ,deutschland wieder darauf zurck und begann der fabrikmssigen ,darstellung des ,rbenzuckers grssere ,aufmerksamkeit zu schenken4 ,achard und ,hermbstdt in ,berlin stellten in dem ersten ,jahrzehend des laufenden ,jahrhunderts ,versuche ber ,rbenzuckererzeugung an1 und namentlich war es der erstere1 welcher es dahin brachte1 bis zu #f ,proc4 krystallisirten ,zucker und #d ,proc4 ,melasse aus der ,rbe und zwar im ,grossen abzuscheiden4 ,alle ,bemhungen der damaligen ,zeit1 eine heimische ,zuckerindustrie zu grnden1 wrden indessen vergeblich gewesen sein1 wren sie nicht in eine ,zeit gefallen1 welche mit gebieterischer ,nothwendigkeit die ,aufmerksamkeit der ,regierungen auf die ,erzeugung von vaterlndischem ,zucker lenkte4 ,es war die ,zeit des ,continentalsystems4 ,allgemeiner ,krieg gegen die ,produkte der ,colonien und gegen ,england sollte eine ,lhmung des britischen ,handels bewirken und den ,continent unabhngig von ,england machen4 ,der ,preis der ,colonialwaaren steigerte sich ausserordentlich2 fr einen ,centner ,zucker1 fr welchen man im ,jahre #ahje #ch-fc fl4 zahlte1 forderte man im ,jahre #ahaa #cej fl4 -- eine gengend starke ,triebfeder zur ,darstellung von einheimischem ,zucker4 ,hierzu kam noch1 dass der erste ,napoleon die junge ,industrie mchtig untersttzte4 ,es entstanden hunderte von ,fabriken1 die aber smmtlich1 weil sie auf zu knstlichem ,untergrunde beruhten1 nicht lnger ihre ,existenz fristeten1 als das ,continentalsystem dauerte4 ,vielleicht htte indessen schon damals die neue ,industrie ,wurzel fassen knnen1 wre nicht die ,mehrzahl der ,fabriken von ,speculanten ins ,leben gerufen worden1 die mehr die in ,aussicht gestellte hohe ,prmie als die eigene ,befhigung zu industriellen ,unternehmungen getrieben hatte4 ,zudem waren die meisten ,fabriken an unpassenden ,orten und mit einem ,kapitalaufwande angelegt1 welchen der niedrige ,zuckerpreis nach der ,aufhebung der ,continentalsperre nicht mehr ertragen konnte4 ,doch kaum zehn ,jahre nach dem ,sturze ,napoleon's ,i4 betrat die ,rbenzuckerfabrikation die industrielle ,arena von ,neuem und zwar diesmal mit ,erfolg4 ,dieser mchtige ,umschwung war theils eine ,folge der ,fortschritte der ,naturwissenschaften und der ,technik1 welche manche fr die ,rbenzuckergewinnung belangreiche ,erfindung zu ,tage befrdert hatte1 zum grossen ,theile aber auch eine ,folge des ,schutzes1 welchen die ,regierungen der neuen ,industrie gewhrten4 ,sie ist unter dem ,zollschutze gross geworden und gegenwrtig steht sie da in erster ,reihe unter den ,grossindustriezweigen ,deutschlands4 ,seit einigen ,jahren exportirt die ,rbenzuckerindustrie des ,zollvereins nahezu #a ,million ,centner ,rbenzucker4 ,sidenote3 ,arten der ,rbe4 ,die ,stammpflanze der ,runkelrbe 7,zuckerrbe1 ,mangold7 ist eine ziemlich unscheinbare zweijhrige ,pflanze 7,beta maritima71 welche an den ,gestaden des ,mittelmeeres1 hauptschlich an der spanischen und portugiesischen ,kste1 so wie in ,dalmatien wild wchst und in die ,familie der meldenartigen ,gewchse 7,chenopodeen1 ,atripliceen7 gehrt4 ,lange ,zeit hindurch war man der irrigen ,meinung1 die ,runkel- oder ,zuckerrbe sei ein ,bastard der rothen und weissen ,rbe1 eine ,ansicht1 welche nur in der ,kindheit der ,wissenschaft mglich war4 ,anfangs gehrte sie der ,gartencultur an4 ,man baute sie wegen ihrer schmackhaften ,blattstengel als ,gemse und die rothe ,variett der ,wurzeln wegen1 bis sie gegen ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts in die ,reihe der ,futterpflanzen trat4 ,aber auch als solche fand sie nicht die ihr gebhrende ,wrdigung1 bis endlich die ,continentalsperre ihren grossen ,zuckergehalt wieder in ,erinnerung brachte4 ,seitdem hat sie als ,fabrikpflanze die grsste ,bedeutung erlangt4 ,es ist die ,aufgabe der ,landwirthe1 auf einer gegebenen ,flche das ,maximum an zuckerreichsten ,rben zu erzeugen1 die ,aufgabe des ,agriculturchemikers und ,pflanzenphysiologen1 den durchschnittlichen ,zuckergehalt von #aj-aj1e ,proc4 durch ,abnderung des ,ernhrungsprocesses1 durch zweckmssige ,dngung und sorgfltige ,pflege der ,pflanze zu erhhen4 ,zahlreiche ,analysen von einzelnen ,zuckerrben ergaben einen ,zuckergehalt von #ac1 sogar bis zu #ad ,proc4 ,welcher ,triumph fr die ,wissenschaft des ,ackerbaues1 wenn es einst gelingen sollte1 die ,ausnahme zur ,regel zu machen und allen ,rben einen ,zuckergehalt von #ad ,proc4 zu geben4 ,in dieser ,richtung lsst sich von der ,ausbildung der ,naturwissenschaft des ,ackerbaues noch sehr viel erwarten4 ,in ,deutschland werden hauptschlich folgende sechs ,zuckerrbensorten gebaut3 #a7 die ,quendlinburger ,rbe 7schlank und spindelfrmig1 rthlich oder mit rosa ,anflug1 ist sehr zuckerreich und wird #ad ,tage frher reif als alle brigen ,sorten72 #b7 die schlesische ,rbe 7birnfrmig1 hellgrne ,blattrippen1 daher auch ,grnrippe genannt1 ist rmer an ,zucker als die vorige ,art1 liefert aber einen bedeutenden ,gewichtsertrag72 #c7 die sibirische ,rbe 7birnfrmig1 weisslichgrne ,blattrippen1 weshalb auch ,weissrippe genannt1 noch rmer an ,zucker als die schlesische ,rbe1 giebt aber einen hohen ,gewichtsertrag72 #d7 die franzsische 7oder belgische7 ,rbe 7kleinbltterig1 ,rbe schlank und spindelfrmig1 zuckerreich72 #e7 die ,imperialrbe 7schlank und birnenfrmig1 die zuckerreichste ,rbe72 #f7 die ,elektoralrbe 7nach ,f4 ,knauer in ,grbers bei ,halle a_/,s4 eine ,spielart der vorigen74 ,die ,rbe ist eine zweijhrige ,pflanze3 in dem ersten ,jahre entwickelt sie blos ,wurzeln und ,bltter1 in dem zweiten ,jahre trgt sie dann den ,samen4 ,whrend des ersten ,jahres schpfen ,bltter und ,wurzel aus der ,atmosphre und der ,ackerkrume atmosphrische und mineralische ,nahrungsmittel und grosse ,mengen ,wasser1 welche ,stoffe1 von den ,blttern verarbeitet1 zum ,theil zum ,wachsthum der ,wurzel beitragen und sich in dem ,zellgewebe derselben ansammeln1 um in dem nchsten ,jahre zur ,entwickelung des ,blthenstengels und der ,samen verwendet zu werden4 ,gerade die ,ansammlungen jener ,flssigkeiten in dem ,wurzelgewebe sind es1 welche die ,rbe zur ,gewinnung des ,zuckers so geeignet machen4 ,die beste ,zeit fr die ,rbenernte wrde demnach jedenfalls diejenige sein1 in welcher die ,rbe am meisten entwickelt ist und in ihren ,gefssen die grsste ,menge des zuckerreichen ,saftes aufgespeichert hat4 ,da die ,vegetation der ,rbe den ,winter hindurch nicht ruht1 wenn diese auch dann nur in weniger merkbarer ,weise vor sich geht1 so wre der passendste ,zeitpunkt zur ,rbenernte im ,frhjahre in dem ,augenblicke1 wo der ,zelleninhalt der ,wurzeln zum ,theil zum ,aufbau des ,blthenstengels verwendet werden soll4 ,leider vertrgt die ,rbe den ,frost der nrdlichen ,winter nicht1 und man ist genthigt1 anstatt die ergiebigere ,frhjahrsernte abzuwarten1 zur ,ernte schon im ,herbste zu schreiten4 ,ueber den ,ertrag an ,rben in verschiedenen ,gegenden hat man folgende ,angaben3 ,es liefert ein ,magdeburger ,morgen 7#d ,morgen #a ,hektare #c bayerische ,tagwerke73 ,rben ,fabrikationsfhige ,zucker berhaupt ,rben in in ,in ,nach in ,centnern ,pfunden ,centnern ,oesterreich ,krause #ajd-ade #hh-abc #ggj-ajhd ,oesterreich ,burger #afi-aic #adc-afd #abef-aefj ,bhmen ,neumann #aab-ade #ie-abc #hcf-aafj ,preussen ,ldersdorf #adf #abd #ajhh ,preussen ,thaer #ahj #aec #accf ,baden ,stlzel #abj-afj #ajb-acf #hif-aaif ,frankreich3 nrdl4 ,departements #aih #afh #adgf andere ,dumas #abd #aje #ibd ,departements ,frankreich ,boussingault #adi #abg #aaaf ,im ,allgemeinen pflegt man einen ,ertrag von #adj-afj ,ctr4 gekappter und geputzter pro ,morgen einen recht guten zu nennen4 ,sidenote3 ,chem4 ,zusammensetzung der ,rbe4 ,das ,fleisch der ,zuckerrbe besteht aus einem ,aggregat von ,zellen1 in denen der klare und farblose ,saft enthalten ist4 ,die ,zellen sind usserst klein2 #a ,kubikcentimeter des ,rbenfleisches soll ber #fj1jjj ,zellen in sich fassen4 ,die mittlere chemische ,zusammensetzung der ,zuckerrbe ist folgende3 ,wasser #hb1g ,zucker #aa1c ,cellulose #j1h ,albumin1 ,casen und andere eiweisshnliche ,krper #a1e ,fett #j1a ,organische ,substanzen1 wie ,citronensure1 ,pektin und ,pektinsure1 sich frbender ,stoff1 ,asparagin1 ,asparaginsure1 eine organische ,base1 das ,betan#ajf u4 s4 w4 ,organische ,salze 7,calciumoxalat und -pectat1 ,kalium- #c1g und ,natriumoxalat und -pectat7 ,unorganische ,salze 7,kaliumnitrat1 ,kaliumsulfat1 ,chlorkalium1 ,calciumphosphat1 ,magnesiumphosphat u4 s4 w47 #ajf ,das ,betan hat nach ,c4 ,scheibler die ,formel ,c#ae;,h#cc,n#c,o#f4 ,in der ,magdeburger ,gegend ist im ,allgemeinen der grsste ,zuckergehalt #ac1c ,proc4 der geringste ,zuckergehalt #i1b im ,durchschnitt der verarbeiteten ,rben #aa1b ,durch das ,einmiethen verlieren die ,rben an ,zuckergehalt und zwar in ,folge von ,wasseraufnahme1 durch ,umwandelung des ,rohrzuckers in ,chylariose und indem sie auswachsend einen ,theil ihres ,zuckers verzehren2 so hatte sich der ,wassergehalt von #hb ,proc4 auf #hd ,proc4 gesteigert4 ,rben1 die im ,herbste keinen ,schleimzucker enthielten1 zeigten im ,januar schon ,spuren1 im ,februar und ,mrz bestimmbare ,mengen1 in einzelnen ,fllen bis zu #b ,proc4 ,ein vollstndiges ,bild der ,vernderung1 der die ,rben durch das ,einmiethen unterworfen werden1 gewhrt folgende ,analyse3 ,october4 ,februar4 ,holzfaser und ,pektinkrper #c1di ,proc4 #b1eb ,proc4 ,wasser #hb1jf #hd1cf ,zucker #ab1dj #aj1fj ,schleimzucker #j #j1fe ,mineralsalze #j1ge #j1fc ,organische ,sure1 ,eiweiss1 ,betan und ,extractivstoffe #a1cj #a1bd ------------ ------------ #ajj1jj #ajj1jj #ab-a_/b ,centner ,rben geben #a ,centner ,rohzucker4 ,sidenote3 ,saccharimetrie4 ,die ,saccharimetrie beschftigt sich mit der ,ermittelung des ,rohzuckergehaltes der ,rben1 des ,rohzuckers4 ,diese ,ermittelung kann geschehen #a7 auf mechanischem1 #b7 auf chemischem1 #c7 auf physikalischem ,wege4 ,sidenote3 ,mechanische ,bestimmung4 ,ermittelung des ,zuckergehaltes der ,rben auf mechanischem ,wege4 ,nach dieser ,methode isolirt man den in der ,rbe enthaltenen ,zucker1 wobei man auf folgende ,art verfhrt3 ,man wiegt sorgfltig #be-cj ,grm4 in dnne ,scheiben geschnittene ,rben 7aus dem mittleren ,theile der ,rbe7 ab und trocknet sie so lange1 bis der ,rckstand nichts mehr an ,gewicht verliert4 ,man erfhrt so die ,menge des ,wassers und der in der ,rbe enthaltenen ,trockensubstanz4 ,der ,rckstand wird gepulvert und wiederholt mit siedendem ,alkohol von #j1hc spec4 ,gewicht ausgezogen1 wodurch der ,zucker gelst wird4 ,der ungelste ,rckstand giebt nach dem ,trocknen das ,gewicht der ,cellulose1 der ,protensubstanzen und eines ,theiles der mineralischen ,bestandtheile4 ,lsst man die alkoholische ,lsung im leeren ,raume ber ,aetzkalk stehen1 so concentrirt sich die ,lsung nach und nach und scheidet den ,zucker in kleinen1 farblosen1 durchsichtigen ,krystallen ab2 der fast absolute ,alkohol1 der dann zurckbleibt1 enthlt nach einigen ,tagen nichts mehr gelst4 ,gute ,zuckerrben hinterlassen gegen #bj ,proc4 trockenen ,rckstand2 der ,wassergehalt betrgt demnach #hj ,proc4 ,von den #bj ,proc4 ,rckstand kann man #ac ,proc4 etwa fr ,zucker1 #g ,proc4 fr ,pektin1 ,cellulose1 ,protenkrper und ,mineralsalze rechnen4 ,je hher das specifische ,gewicht des ,saftes von unter gnstigen ,bedingungen cultivirten ,rben ist1 desto grsser ist auch sein ,zuckergehalt2 es lsst sich demnach aus dem spec4 ,gewichte ein ,schluss auf die ,zuckerprocente ziehen4 ,der ,saft guter ,rben zeigt #h ,b41 zuweilen sogar #i4 ,bei ,rben1 die nicht in geeigneter ,cultur und passendem ,boden gebaut wurden1 lsst sich das ,arometer zur ,ermittelung des ,zuckergehaltes nicht anwenden1 da die lslichen ,mineralsalze der ,rben fr die gleiche ,quantitt das spec4 ,gewicht weit mehr als der ,zucker erhhen4 ,sidenote3 ,chemische ,bestimmung4 ,auf chemischem ,wege bestimmt man den ,zuckergehalt der ,rben1 indem man a7 die ,lslichkeit des ,kalkhydrates im ,rohrzucker nach bestimmten ,gewichtsverhltnissen benutzt2 b7 den ,rohrzucker durch ,suren in intervertirten ,zucker 7ein ,gemenge von ,chylariose oder ,levulose mit ,dextrose oder ,glycose7 berfhrt und durch denselben ,kupferoxydhydrat zu ,kupferoxydul reducirt1 dessen ,menge man bestimmt2 c7 den in intervertirten ,zucker bergefhrten ,rohrzucker durch ,ghrung in ,alkohol und ,kohlensure verwandelt und die ,menge der letzteren ermittelt 7#d;,,co#b entsprechen #a ,molek4 ,rohrzucker ,c#ab;,h#bb,o#aa74 ,die erste dieser ,methoden1 die sich auf die ,lslichkeit des ,kalkhydrates in einer ,rohrzuckerlsung grndet1 besteht darin1 die zuckerhaltige ,flssigkeit mit berschssigem ,kalkhydrat zusammenzureiben1 die ,menge des in der ,flssigkeit aufgelsten ,kalkes mit ,hlfe von titrirter ,schwefelsure zu bestimmen und darauf die entsprechende ,menge des ,zuckers zu berechnen4 ,dies ,verfahren setzt jedoch1 um einer allgemeinen ,anwendung fhig zu sein1 eine constante ,zusammensetzung des in dem ,wasser gelsten ,zuckerkalkes voraus1 was durch den ,versuch keineswegs bewiesen ist4 ,die zweite ,methode grndet sich 7nach der ,beobachtung von ,trommer7 darauf1 dass #a7 der ,rohrzucker in einer alkalischen ,flssigkeit suspendirtes ,kupferoxyd nicht reducirt1 dass er dieses ,oxyd aber reducirt1 sobald er durch verdnnte ,schwefelsure oder ,salzsure in intervertirten ,zucker bergefhrt worden ist2 #b7 die ,quantitt des bei dieser ,reaction zu ,oxydul reducirten ,kupferoxydes der ,menge des angewendeten ,zuckers proportional ist4 ,sie ist auch unter dem ,namen der ,barreswil-,fehling'schen ,probe bekannt4 ,die hierzu erforderliche alkalische ,kupferoxydlsung stellt man am zweckmssigsten durch ,vermischen einer ,auflsung von #dj ,grm4 ,kupfervitriol in #afj ,grm4 ,wasser mit einer ,lsung von #afj ,grm4 neutralem weinsauren ,kali in wenig ,wasser und #fjj-gjj ,grm4 ,aetznatronlauge von #a1ab spec4 ,gewicht dar4 ,die ,mischung wird auf #aaed1d ,kubikcentimeter bei #ae verdnnt4 ,ein ,liter der so bereiteten ,kupferlsung enthlt #cd1fej ,grm4 ,kupfervitriol und erfordert zur ,reduction #e ,grm4 ,dextrose oder ,levulose1 oder #aj ,at4 ,kupfervitriol 7#abdg1e7 werden durch #a ,at4 ,dextrose oder ,levulose 7#ahj7 zu ,oxydul reducirt 7#cd1fej 3 #e #abgd1e 3 #ahj oder #f1ic 3 #a71 #aj ,kubikcentimeter der ,kupferlsung entsprechen also #j1jej ,grm4 getrockneter ,dextrose oder ,levulose4 ,wenn man mit ,mulder die ,wgung des ausgefllten1 durch ,glhen in ,oxyde verwandelten ,oxyduls der ,anwendung von titrirten ,lsungen vorzieht1 so entspricht #a ,th4 ,kupferoxyd #j1eeb ,th4 ,dextrose oder ,levulose 7von der ,formel ,c#f;,h#ab,o#f ,h#b,o74 ,um diese ,probeflssigkeit anzuwenden1 verdnnt man ein bestimmtes ,gewicht der zu untersuchenden zuckerhaltigen ,flssigkeit bis zu dem #aj-bj;fachen ,volumen in ,kubikcentimetern4 ,andererseits verdnnt man #aj ,kubikcentimeter der ,kupferlsung mit #dj ,kubikcentimetern ,wasser1 erhitzt die ,flssigkeit zum ,sieden und setzt so lange von der ,zuckerlsung zu1 bis alles ,kupferoxyd genau reducirt ist4 ,je nher man diesem ,punkte kommt1 desto reichlicher und rther ist der ,niederschlag und desto schneller setzt er sich ab2 eine ,probe des ,filtrats darf weder mit ,schwefelwasserstoff1 noch1 nach dem ,ansuern1 mit ,ferrocyankalium eine ,reaction auf ,kupfer andeuten4 ,enthlt das ,filtrat berschssigen ,zucker1 so zeigt es bald eine gelbliche ,frbung4 ,da das ,kupferoxydsalz augenblicklich und in entsprechender ,menge durch den ,zucker reducirt wird1 so ist ein lngeres ,kochen der ,lsung nicht erforderlich1 wenn sie immer im ,sieden oder nahe beim ,sieden erhalten wird4 ,um ,rohrzucker in der ,weise zu bestimmen1 muss derselbe durch mehrstndige ,erwrmung mit ,schwefelsure oder ,weinsure in intervertirten ,zucker verwandelt werden4 #ajj ,th4 ,dextrose oder ,levulose entsprechen #ie ,th4 ,rohrzucker4 ,sidenote3 ,ghrungsprobe4 ,die dritte ,methode1 die ,ghrungsprobe1 grndet sich darauf1 dass ,rohrzucker1 in wsseriger ,lsung mit ,hefe zusammengebracht1 in ein ,gemenge von ,dextrose oder ,levulose bergeht1 welches dann die geistige ,ghrung erleidet und in ,alkohol und ,kohlensure bergeht4 ,dieser ,probe liegt die bislang fr richtig angenommene ,gleichung zu ,grunde1 dass #a ,mol4 ,rohrzucker bei der #d ,mol4 ,kohlensure #agf ,c#ab;,h#bb,o#aa #cdb ,ghrung liefert #d ,alkohol #ahh ,die lteste ,ghrungsmethode besteht darin1 die ,menge und ,strke des erhaltenen ,alkohols nach ,abdestilliren desselben durch des ,alkoholometer zu bestimmen2 dieses sehr umstndliche ,verfahren ist nicht mehr im ,gebrauch4 ,leichter ist die ,methode ausfhrbar1 wenn man die ,menge der entweichenden ,kohlensure bestimmt4 ,man wendet hierzu den alkalimetrischen ,apparat von ,fresenius und ,will 7vergl4 ,s4 #aaf7 an4 ,ist die ,ghrung beendigt1 so wird ,luft durch den ,apparat gesogen und dann der durch das ,entweichen der ,kohlensure entstandene ,verlust bestimmt1 welcher mit #aga_/hh #a1idcb multiplicirt die ,menge des ,rohrzuckers #ahj_/hh #b1jdede der ,dextrose giebt4 ,man bestimmt auch die ,kohlensure durch die ,gewichtszunahme eines mit ,kali gefllten ,apparates oder in ,form von ,bariumcarbonat1 indem man die ,kohlensure durch eine ammoniakalische ,lsung von ,chlorbarium strmen lsst4 ,sidenote3 ,physikalische ,bestimmung4 ,auf physikalischem ,wege bestimmt man den ,zucker1 indem man die optischen ,eigenschaften des ,zuckers beobachtet4 ,der ,rohrzucker1 die ,dextrose und das ,dextrin lenken die ,polarisationsebene nach rechts1 der ,schleimzucker 7,levulose1 ,chylariose7 nach links und zwar proportional dem ,gehalte der ,lsung an ,zucker etc41 im ,volumen1 und proportional der ,dicke der ,schicht der ,lsung1 durch welche der polarisirte ,lichtstrahl hindurchgeht4 ,nach der ,grsse der ,drehung1 die eine ,flssigkeitsschicht von bestimmter ,hhe an der ,polarisationsebene hervorbringt1 lsst sich der ,gehalt der ,flssigkeit an den genannten ,krpern beurtheilen4 ,dreht z4 ,b4 eine ,zuckerlsung1 die in #ajj ,kubikcentim4 #ae ,grm4 ,zucker enthlt1 in einer #bjj ,millimeter langen ,rhre die ,polarisationsebene um #bj nach rechts1 so ist das ,drehungsvermgen einer ,lsung1 die in #ajj ,kubikcentim4 #cj ,grm4 ,zucker enthlt1 in der nmlichen ,rhre #dj4 ,man braucht mithin nur einen ,apparat zur genauen ,messung des ,drehungsvermgens1 um aus der ,grsse der ,drehung den ,zuckergehalt einer ,lsung zu berechnen4 ,diese ,apparate heissen ,polarimeter oder ,polarisations-,apparate4 ,die von ,mitscherlich1 ,ventzke-,soleil1 ,j4 ,j4 ,pohl und ,wild construirten ,apparate sind die gebruchlichsten4 ,das polarimetrische ,verfahren1 hinsichtlich dessen ,details auf die ,werke von ,otto sen4 und ,j4 ,j4 ,pohl verwiesen sei1 lsst sich fr ,rbensaft und die ,produkte der ,zuckerfabrikation gleichmssig anwenden1 fhrt bei einiger ,uebung schnell zum ,ziele und liefert brauchbarere ,ergebnisse als die brigen saccharimetrischen ,verfahren4 ,sidenote3 ,darstellung des ,zuckers aus den ,rben4 ,die ,darstellung des ,zuckers aus ,rben umfasst1 je nach der ,art der ,verarbeitung der ,rben1 folgende ,arbeiten und ,operationen3 #a4 ,das ,waschen und ,putzen der ,rben2 #b4 ,die ,gewinnung des ,saftes aus der ,rbe ,greek3 a7 nach dem ,pressverfahren1 bei welchem die ,rben zu ,brei zerrieben und der ,saft des ,rbenbreies mittelst hydraulischer ,pressen ausgepresst wird2 ,greek3 b7 nach dem ,centrifugalverfahren1 wobei der ,saft aus dem ,brei durch ,centrifugalkraft ausgeschleudert wird2 ,greek3 g7 nach dem ,macerationsverfahren 7nach ,schtzenbach71 bei welchem der ,saft aus dem ,brei durch ,wasser ausgelaugt wird2 ,greek3 d7 nach dem von ,robert herrhrenden ,diffusionsverfahren 7oder der ,osmose oder ,dialyse71 nach welchem die ,rben in dnne ,lamellen 7,schnitze1 ,schnittlinge7 zerschnitten und diese dann in besonderen ,gefssen 7,diffusionsapparaten7 systematisch mit ,wasser von bestimmter ,temperatur ausgelaugt werden2 #c4 ,die ,scheidung des ,saftes mit ,kalk und das ,entkalken des geschiedenen ,saftes mit ,kohlensure2 #d4 ,die ,filtration des entkalkten ,saftes durch ,knochenkohle1 das ,verdampfen des ,saftes und nochmaliges ,filtriren durch ,knochenkohle2 #e4 ,das ,verkochen des verdampften und filtrirten ,saftes zur ,krystallisation2 #f4 ,die ,arbeit auf ,rohzucker oder ,brotzucker3 ,greek3 a7 auf ,rohzucker 7,rohzuckerarbeit71 ,greek3 b7 auf ,brotzucker 7,melisarbeit74 #a4 ,das ,waschen und ,putzen der ,rben4 ,die ,rben werden vor ihrer ,verwendung von anhngender ,erde1 allen berflssigen ,theilen u4 s4 w4 befreit1 was theils durch ,putzen und ,ausschneiden1 theils durch ,waschen geschieht4 ,der dadurch bewirkte ,abgang betrgt selten unter #aj ,proc4 und steigt oft bis gegen #bj ,proc4 vom ,gewicht der ,rben4 ,eine der gebruchlichsten ,waschmaschinen ist die von ,champonnois1 wesentlich aus einer um ihre ,axe drehbaren hlzernen oder eisernen ,lattentrommel bestehend1 die bis hchstens zur ,hlfte ihres ,durchmessers in einem ,troge liegt1 in welchem sich so viel ,wasser befindet1 dass die ,trommel etwa #bd ,centimeter in dasselbe eintaucht4 ,die ,trommel macht etwa acht ,umdrehungen in der ,minute4 ,seitlich befindet sich ein ,rumpf1 durch welchen die ,rben in die ,trommel gelangen4 ,whrend des ,umdrehens1 wodurch die ,rben von aller anhngenden ,erde befreit werden1 gelangen sie an das ,ende der etwas abwrts geneigten ,trommel auf eine schraubenhnlich gewundene ,schaufel1 welche sie emporfhrt und auf eine schiefe ,lattenflche bringt1 wo sie ,arbeiter in ,empfang nehmen und mit ,hlfe von ,messern von den ,kpfen1 den schadhaften und holzigen ,stellen befreien4 ,die gewaschenen ,rben drfen nicht lange aufbewahrt werden2 am besten bringt man sie von der ,waschmaschine sofort auf den ,reibapparat4 ,auf #ajjj-abjj ,ctr4 ,rben per ,tag 7#bd ,stunden7 rechnet man #b ,pferdekraft bei einer ,lnge der ,waschtrommel von #c1a-d ,meter und #a ,meter ,durchmesser mit #cj-dj ,umdrehungen in der ,minute4 #b4 ,die ,gewinnung des ,saftes aus der ,rbe4 ,die ,saftgewinnung wird in verschiedener ,weise bewirkt und zwar lassen sich die in ,anwendung stehenden ,methoden wesentlich auf zwei ,systeme zurckfhren4 ,nach dem einen werden die ,rbenzellen vollstndig geffnet1 um den ,saft zu gewinnen1 nach dem anderen bleiben dagegen die ,zellen geschlossen und wird der ,saftinhalt durch dialytische ,vorgnge erzielt4 ,die der ersten ,art der ,saftgewinnung angehrenden ,methoden sind seit vielen ,jahren ziemlich allgemein in ,gebrauch4 ,zur ,ausfhrung derselben werden die ,rben zu einem zarten ,brei zerrieben1 aus dem dann der ,saft ausgezogen wird ,greek3 a7 durch ,pressen1 oder ,greek3 b7 ,centrifugiren oder endlich ,greek3 g7 ,maceration4 ,illustration3 ,fig4 #baa4 ,illustration3 ,fig4 #bab4 ,die ,rbe ist ein ,aggregat von ,zellen1 in denen der ,zuckersaft sich befindet4 ,um letzteren zu gewinnen1 mssen die ,zellen zerrissen und geffnet werden4 ,von dem mehr oder weniger vollkommenen ,zerreiben hngt zum grossen ,theile die ,ausbeute und der ,ertrag an ,zucker ab1 denn findet das ,zerreiben nicht vollstndig statt1 so bleiben zahlreiche ,stellen ungeffnet1 aus denen dann selbst die besten ,pressen den ,saft nicht auszupressen vermgen4 ,anfnglich benutzte man zum ,zerreiben der ,rben ,handreiben1 welche zum fabrikmssigen ,betriebe sich indessen nicht eigneten1 selbst wenn die ,reibeisen auf ,walzen befestigt wurden4 ,gegenwrtig wendet man allgemein die ,thierry'sche ,reibmaschine an1 welche ,fig4 #baa in perspectivischer ,ansicht zeigt1 wobei man sich den ,reibcylinder in dem ,mantel u denken muss4 ,der ,reibcylinder 7in seinen wesentlichen ,theilen ,fig4 #bab abgebildet7 besteht aus einem #j1e-j1f ,meter langen ,cylinder von #j1h-a1j ,meter ,durchmesser1 dessen ,peripherie so mit ,sgeblttern besetzt ist1 dass von diesen nur die ,zhne ber die dazwischen angebrachten ,holzstcke hervorstehen4 ,statt hlzerner ,walzen1 wie sie frher gebruchlich waren1 wendet man jetzt zur ,herstellung des ,cylinders zwei eiserne ,scheiben an1 von der in der ,zeichnung #bab angedeuteten ,einrichtung1 sodass #bej ,sgebltter1 mit hlzernen ,leisten abwechselnd1 eingesetzt werden knnen4 ,die ,drehung des ,cylinders geschieht durch die ,riemenscheibe a4 t ist ein ,trichter zum ,zulassen von ,wasser1 i ist der kastenfrmige ,rumpf1 in welchen die zu zerreibenden ,rben kommen2 der ,rumpf ist gewhnlich getheilt1 sodass die ,rben abwechselnd in der einen und andern ,abtheilung vorgeschoben werden4 ,um die ,rben gegen den ,reibcylinder anzudrcken1 wendete man frher ,handarbeiten an1 gegenwrtig bedient man sich dagegen mechanischer ,vorrichtungen 7sogenannter ,poussoirs71 welche auf verschiedene ,weise in ,bewegung gesetzt werden4 ,eine sehr gebruchliche derartige ,vorrichtung ist in der ,zeichnung zu sehen4 ,durch die ,riemenscheibe a und das ,getriebe b wird des ,rad c und das ,excentrik d gedreht1 welches mit ,hlfe der ,rolle e auf den ,hebel g1 die ,stange h und das ,poussoir f einwirkt1 und dasselbe nach vollendeter ,wirkung zurckzieht4 ,der ,druck auf die ,rben wird demnach weniger durch den ,mechanismus als vielmehr durch das ,gewicht k bewirkt4 ,der um den ,reibcylinder herumliegende ,mantel verhindert das ,umherschleudern des ,breies1 welcher von einem ,troge aufgenommen wird4 ,der ,cylinder erhlt #ajjj-abjj ,umdrehungen in der ,minute1 wodurch er eine ,leistungsfhigkeit von #hjj-ajjj ,ctr4 ,rben in #bd ,stunden erhlt4 ,als ,betriebskraft fr die ,reibmaschine rechnet man auf #ajjj ,ctr4 ,rben #h-aj ,pferdekraft4 ,theils zur ,erleichterung des ,reibens1 theils auch1 um einen feineren ,brei zu gewinnen1 leitet man whrend des ,reibens durch den ,trichter t etwas ,wasser auf den ,reibcylinder4 ,eine andere ,rbenreibe ist die von ,champonnois1 die sich von der lteren dadurch unterscheidet1 dass die ,reibtrommel unbeweglich ist1 dagegen eine ,schaufel mit den ,rben innen in der ,trommel1 bei welcher die ,zahnung gleichfalls nach ,innen angebracht ist1 sich bewegt1 so dass die ,rben durch ,centrifugalkraft gegen die reibende ,flche gedrckt und zerrieben werden4 ,der ,brei tritt durch die mit den gezahnten ,blttern der ,trommel abwechselnden leeren ,zwischenrume aus4 ,greek3 a7 ,die ,saftgewinnung aus dem ,brei durch ,auspressen des ,breies4 ,achard benutzte zu diesem ,zwecke eine ,stein- oder ,eisenwalze1 die ber den in ,leintcher eingeschlagenen ,rbenbrei ging4 ,von allen ,arten ,pressen1 die spter versucht wurden1 ist man1 wenn man von der ,walzenpresse von ,champonnois 7verbessert von ,lachaume7 absieht1 die in neuester ,zeit in einigen ,zuckerfabriken ,frankreichs mit ,erfolg verwendet werden soll1 bei der hydraulischen oder ,brahma'schen ,presse stehen geblieben1 welche auf dem bekannten hydrostatischen ,gesetze beruht1 dass der ,druck in einer ,flssigkeit sich nach allen ,richtungen hin gleichmssig fortpflanzt4 ,der ,rbenbrei wird in ,tcher geschlagen oder in ,scke gefllt und darin flach ausgebreitet zwischen ,geflechten oder ,blechplatten in der ,presse zu einem ,stapel aufgeschichtet4 ,als ,zwischenlagen gestatten ,weiden- oder ,rohrgeflechte ein schnelles ,abfliessen des ,saftes und daher ein gleichmssigeres ,pressen1 als ,blechplatten4 ,die ,grsse der ,pressflche ist der ,grsse der ,kuchen entsprechend2 die ,kraft1 mit der die ,presse wirkt1 ist #ejj-fjj ,pfd4 auf jeden ,quadratzoll ,pressflche4 ,sobald die ,presse mit der gehrigen ,anzahl von ,pressschichten 7#be-ej7 beschickt ist1 stellt man die ,communication zwischen den ,druckpumpen und dem ,presscylinder her und beginnt das ,pressen2 unterdessen wird die zweite ,presse entleert und von ,neuem beschickt4 ,der ausgepresste ,saft fliesst auf die ,pressplatte1 an deren ,umkreise eine ,rinne mit ,abzugsrohr sich befindet1 durch welche der ,saft entweder in einen ,saftbehlter oder direct in die ,luterungspfannen fliesst4 ,meistens findet ein wiederholtes ,pressen der ,kuchen statt1 da durch einmaliges ,pressen nur aus sehr feinem ,brei in sehr dnnen ,schichten eine gengende ,menge ,saft erzielt werden kann4 ,da man whrend des ,reibens der ,rben und des ,auspressens des ,rbenbreies ,wasser zugiebt1 so lsst sich selbstverstndlich die ,saftausbeute nicht aus der ,quantitt des gewonnenen ,saftes ermitteln1 sondern nur aus dem ,gewicht der ,presslinge4 ,geben #ajj ,ctr4 ,rben #ah ,ctr4 ,pressrckstnde1 so war die ,ausbeute an ,saft #hb ,proc4 ,als einen guten ,durchschnittsertrag betrachtet man indessen schon #hj ,proc4 7anstatt #if ,proc41 welche in der ,rbe sich finden74 ,sidenote3 ,presslinge4 ,die bei ,anwendung von hydraulischen ,pressen gewonnenen ,pressrckstnde oder ,presslinge bestehen aus der ,rbenschale1 der ,cellulose1 dem ,pektin1 den unlslichen ,protensubstanzen1 sowie aus den ,bestandtheilen desjenigen ,theiles des ,rbensaftes1 welcher durch ,pressen nicht entfernt werden konnte4 ,sowie sie die ,presse verlassen1 erscheinen sie in ,gestalt eines ziemlich trockenen1 zusammenhngenden ,kuchens von einigen ,linien ,dicke4 ,untersuchungen ber die ,presslinge hat neben vielen ,anderen ,e4 ,wolff 7in ,hohenheim7 ausgefhrt4 ,pressrckstnde von ,hohenheim4 ,die ,rbe gepresst mit ,frische #bj ,proc4 #ad ,proc4 ohne ,rben4 ,wasser4 ,wasser4 ,wasser4 ,wasser #ha1ef #fh1ja #fg1ib #fe1id ,asche #j1hi #e1dg #e1gd #e1bh ,cellulose #a1cc #f1be #f1jd #f1fh ,zucker #aa1hh #g1hf #g1eh #f1gb ,protenkrper #j1hg #a1je #a1fg #aa1jb ,sonstige ,nhrstoffe #c1dg #aa1cf #aj1je #ad1ca #ajj ,th4 vorstehender ,rben lieferten #bc1b ,th4 ,presslinge und #gf1h ,th4 ,saft von folgender ,zusammensetzung3 ,presslinge4 ,saft4 #bc1b #gf1h ----- ----- ,wasser #ae1fa #fe1ie ,asche #a1bg 8 ,cellulose #a1dg -- ,zucker #a1gb #aj1ag ,kohlenhydrate #b1hd #j1fc ,protenkrper #j1bh #j1eh ----- ----- #bc1bj #gf1hj ,ausser zum ,mastfutter hat man die ,pressrckstnde zur ,bereitung von ,branntwein und ,essig1 sowie neuerdings als ,material zur ,herstellung von ,papier und von ,leuchtgas anzuwenden vorgeschlagen4 ,in letzterer ,hinsicht sollen sehr gute ,resultate erzielt worden sein4 ,greek3 b7 ,die ,saftgewinnung aus dem ,brei durch ,ausschleudern4 ,vor lngerer ,zeit und auch neuerdings wieder hat man vorgeschlagen1 den ,saft aus dem ,rbenbrei mit ,benutzung der weiter unten zu beschreibenden ,centrifugalmaschinen -- in der ,regel ,centrifugen oder ,schleudern genannt -- herauszuschleudern4 ,man erhlt auf diese ,weise nach ,frickenhaus #ej-fj ,proc4 ,saft2 den ,rest soll man gewinnen1 indem man den mit ,wasser angerhrten ,rckstand noch zweimal in der ,centrifuge behandelt4 ,um nicht zu sehr verdnnte ,sfte zu erhalten1 wird der dnne ,saft zur ,maceration von zuckerreicherem ,rbenbrei benutzt4 ,die ,praxis hat sich theilweise gnstig ber diese ,methode der ,saftgewinnung ausgesprochen4 ,die ,leistung einer ,schleuder von #a ,meter ,durchmesser und #j1e ,meter ,hhe ist zu #ajj ,ctr4 per ,tag anzunehmen4 ,die ,arbeitskraft ist geringer als bei der ,presse1 namentlich ist die ,ausgabe fr die ,presstcher hierbei ganz vermieden4 ,die ,kraft1 mit welcher obige ,schleuder auf den ,saft wirkt1 ist #e1a ,atmosphren1 wodurch gegen #fj ,proc4 ,saft erzielt werden4 ,der ,rest wird durch ,verdrngen mittelst ,wasser bei dem verminderten ,drucke von #a1h ,atmosphren herausgeschleudert2 die ,quantitt des zugesetzten ,wassers betrgt #ej-fj ,proc4 des ,rbenquantums2 von diesen #ej ,proc4 bleiben #bj ,proc4 in den ,rckstnden1 whrend #cj ,proc4 in den ,luterkessel bergehen4 ,die brigen ,verhltnisse mssen entscheiden1 ob der ,mehraufwand an ,brennstoff durch die ,mehrausbeute an ,zucker mehr als gedeckt wird4 ,greek3 g7 ,die ,saftgewinnung durch ,auslaugen des ,rbenbreies 7,macerationsverfahren nach ,schtzenbach74 ,nach dem lteren ,verfahren ,schtzenbach's werden die ,rben zuerst gereinigt und dann zur ,schneidemaschine gebracht1 welche so eingerichtet ist1 dass durch allmlige ,einwirkung einer ,anzahl vertikal stehender ,messer und einer horizontal auffallenden ,schneideklinge die ,rben zu ,parallelepipeden 7,schnitzeln7 zertheilt werden1 welche unter dem ,einflusse der ,luft sich zusammenbiegen und nicht mehr aneinander haften4 ,das ,trocknen geschieht in ,trockenrumen mit bis auf etwa #ej erhitzter ,luft4 ,die ,rbenschnitte gehen ununterbrochen ber endlose ,gewebe1 die in dem ,trockenraume horizontal gelagert sind4 ,die ,luft wird auf hnliche ,weise wie in den ,malzdarren erhitzt4 ,die getrockneten ,rben werden entweder zu ,pulver zermahlen oder im ungemahlenen ,zustande verarbeitet4 ,im ersteren ,falle macerirt man #d ,th4 ,rbenmehl mit #i ,th4 ,wasser1 welches mit etwas ,schwefelsure oder schwefliger ,sure angesuert worden ist1 und stumpft dann die ,sure mit ,kalk ab4 ,nach dem zweiten gewhnlicheren ,verfahren feuchtet man die trockenen ,rbenschnitte mit dnner ,kalkmilch an1 fllt sie in geschlossene ,cylinder und laugt sie hier mit ,wasser von #hj aus4 ,die weitere ,verarbeitung des ,saftes bietet nichts ,eigenthmliches dar4 ,hinsichtlich des ,werthes der ,schtzenbach'schen ,saftgewinnungsmethode hat sich in vielen ,gegenden ,deutschlands die ,ueberzeugung gebildet1 dass der ,kostenaufwand fr die beiden ,operationen des ,trocknens und ,auslaugens weit grsser ist1 als fr die directe ,verarbeitung der grnen ,rbe1 ohne in ,menge und ,gte des gewonnenen ,produktes eine ,entschdigung zu gewhren4 ,dennoch kann es ,flle geben1 wo diese ,industrie mit ,nutzen betrieben werden mag4 ,sie gewhrt den ,vortheil1 das ganze ,jahr regelmssig fortarbeiten zu knnen1 und gestattet eine vortheilhafte ,benutzung des ,anlagecapitals und des ,arbeits- und ,aufsichtspersonals4 #d1ge ,centner grne ,rben werden 7vom #a4 ,september #ahff an7 gleich #a ,ctnr4 trockener ,schnitzen gerechnet4 ,der ,umstand1 dass die ,maceration der ,rbenschnitte usserst langsam erfolgt und bei erhhter ,temperatur vor sich geht1 wobei der ,saft leicht eine nachtheilige ,vernderung erleiden kann1 hat in neuerer ,zeit 7#ahec7 ,schtzenbach veranlasst1 aus dem durch ,zerreiben der ,rben erhaltenen ,rbenbrei durch ,digestion mit kaltem ,wasser den ,saft zu gewinnen4 ,in wissenschaftlicher ,hinsicht verdient das ,schtzenbach'sche ,verfahren alle ,beachtung1 in der ,praxis dagegen hat es den gehegten ,erwartungen nicht immer entsprochen4 ,man wirft demselben vor1 dass es nur bei der sorgfltigsten ,manipulation1 wie sie in der ,praxis nicht immer mglich ist1 eine grssere ,ausbeute gbe1 als das ,pressverfahren1 und dass leicht ,strungen des ,betriebes bei demselben eintreten4 ,greek3 d7 ,wie oben bemerkt1 kann man den ,saftinhalt der ,rbenzellen erzielen1 ohne dass man die ,zellen zu ffnen braucht4 ,die ,saftgewinnung geschieht hier durch ,auslaugen der grnen ,schnitzel 7,dialyse oder ,diffusion nach ,robert2 osmotische ,maceration oder ,osmose nach ,dubrunfaut74 ,aus der ,schtzenbach'schen ,maceration hat sich das auf ,dialyse basirte ,diffusionsverfahren ,robert's herausgebildet1 welches darin besteht1 dass man die grnen ,rbenschnitzel mit reinem ,wasser von #ej ,c4 digerirt4 ,der ,zucker geht durch die ,zellenwandung hindurch und lst sich in dem ,wasser1 whrend gewisse ,nichtzuckerstoffe in den ,zellen zurckbleiben4 ,die erhaltene ,flssigkeit ist mithin eine fast reine ,zuckerlsung und kann mit ,leichtigkeit von der geringen ,menge fremder ,stoffe geschieden werden4 ,ein ,nachtheil des ,verfahrens liegt in der grossen ,verdnnung der ,zuckerlsung4 ,die ,diffusionsrckstnde sind sehr wssrig und enthalten #ic ,proc4 ,wasser und #g ,proc4 ,trockensubstanz4 ,vergleicht man die verschiedenen ,saftgewinnungsverfahren in ,bezug auf ,betriebskraft1 ,arbeitspersonal1 ,zuckerverlust etc4 etc41 so gebhrt dem ,diffusionsverfahren der ,vorzug und in der ,that findet dasselbe mit ,recht eine immer grssere ,verbreitung4 ,sidenote3 ,scheidung des ,saftes4 #c4 ,die ,scheidung des ,rbensaftes4 ,der durch ,auspressen oder durch ,ausschleudern oder endlich durch ,maceration aus dem ,brei gewonnene ,rbensaft frbt sich an der ,luft tintenartig und es scheidet sich ein schwarzer flockiger ,niederschlag aus4 ,je mehr freie ,sure der ,saft enthielt1 desto weniger leicht tritt die ,frbung ein und der ,saft erscheint in diesem ,falle braunroth gefrbt4 ,der ,saft ist nicht nur eine ,lsung von ,zucker1 sondern eine ,lsung smmtlicher lslicher ,bestandtheile der ,rbe1 von welchen ausser dem ,zucker die stickstoffhaltigen ,substanzen und die mineralischen ,bestandtheile zu beachten sind4 ,besonders die ersteren sind es1 welche unter dem ,einfluss der atmosphrischen ,luft in ,fermente bergehen und den ,zucker in ,milchsure und andere ,produkte berfhren4 ,bis jetzt ist es noch nicht gelungen1 den gelsten ,zucker von allen diesen ,verunreinigungen zu befreien4 ,man sucht zuvrderst nur diejenigen zu entfernen1 welche der ,herstellung von reinem ,zucker am meisten hinderlich sind oder durch welche er seine ,krystallisationsfhigkeit einbssen wrde4 ,die angebrachte ,abscheidung dieser schdlichen ,stoffe ist die ,aufgabe der ,luterung4 ,das jetzt fast allgemein eingefhrte ,luterungsverfahren ist folgendes3 ,zuerst wird der ,saft in der ,scheidepfanne mglichst rasch und gleichmssig erhitzt1 damit die im ,safte vorhandene freie ,sure keinen nachtheiligen ,einfluss auf den ,zucker ausbe und die ,eiweisssubstanzen coaguliren4 ,das ,erhitzen geschieht am zweckmssigsten in kupfernen ,luterungs- oder ,defecationskesseln mit doppeltem ,boden4 ,sobald durch ,erhitzen des ,saftes die ,coagulation erfolgt ist1 was gewhnlich bei #he geschieht1 wird verdnnte ,kalkmilch zugesetzt und innig mit dem ,safte gemischt4 ,der ,kalk sttigt die in dem ,safte enthaltenen freien ,suren1 dann scheidet er die stickstoffhaltigen ,substanzen aus1 welche so leicht zum ,verderben des ,saftes beitragen knnen1 oder zersetzt dieselben unter ,ammoniakentwickelung4 ,der ,kalk verbindet sich endlich mit einem ,theile des ,zuckers zu ,zucker-,kalk 7,calcium-,saccharat74 ,von den durch den ,kalkzusatz frei gemachten ,basen werden ,eisenoxydul und ,magnesia gefllt1 whrend ,kali und ,natron frei gemacht werden4 ,damit der ,kalk hinlnglich wirken knne1 wird1 nach dessen ,zusatze1 die ,temperatur durch ,einlassen von ,dampf erhht4 ,die ,menge des zuzusetzenden ,kalkes ist von der ,beschaffenheit der ,rben abhngig4 ,in der ,regel setzt man auf #ajj ,lit4 ,saft #a-b ,pfund ,kalk zu oder auf #b ,centner ,rben #a ,pfund4 ,die in ,form eines ,schlammes 7,scheideschlamm7 ausgeschiedenen unlslichen ,verbindungen des ,kalkes werden von dem brigen ,zuckersaft 7geschiedener ,saft7 getrennt4 ,diese ,trennung wird gegenwrtig allgemein mittelst der sogenannten ,filterpressen 7,pressfilter1 ,fachfilter7 bewirkt1 deren ,einfhrung in die ,zuckerfabrikation als ein bedeutender ,fortschritt bezeichnet werden muss4 ,sidenote3 ,entkalken oder ,saturiren des ,saftes durch ,kohlensure4 ,der geluterte ,saft ist keineswegs eine reine ,zuckerlsung1 sondern enthlt ausser dem freien ,zucker ,zucker-,kalk1 freies ,kali und ,natron1 etwas ,ammoniak1 geringe ,mengen stickstoffhaltiger organischer ,substanzen1 deren ,zersetzung durch die vorhandenen freien ,alkalien beim weiteren ,eindampfen sich durch ,ammoniakentwickelung zu erkennen giebt1 organische ,suren1 namentlich ,asparaginsure1 endlich ,alkalisalze wie ,kaliumsulfat und ,kaliumnitrat4 ,die fernere ,behandlung des geluterten ,saftes bezweckt nun die mglichste ,entfernung dieser fremden ,stoffe aus dem ,safte1 namentlich die ,zersetzung des ,zuckerkalkes4 ,die ,entkalkung kann geschehen auf physikalischem ,wege durch ,knochenkohle oder auf chemischem ,wege durch ,kohlensure2 letztere ,art des ,entkalkens macht indessen die ,anwendung der ,knochenkohle nicht berflssig1 weil ja die ,kohle nicht blos entkalkend wirkt1 aber die ,menge der ,kohle lsst sich betrchtlich vermindern4 ,der geluterte ,saft wird1 nachdem er durch ein ,kohlenfilter gelaufen ist1 entweder sofort abgedampft oder mit ,kohlensure behandelt1 um den bei der ,luterung zugesetzten ,kalk zu entfernen1 welcher sonst bei der darauf nachfolgenden ,filtration ber ,knochenkohle1 welche gleichfalls die ,eigenschaft besitzt1 den ,kalk des ,zuckerkalkes aus dem ,safte zu entfernen1 beseitigt werden muss#ajg4 ,die ,kohlensure wurde zuerst #ahaa von ,barruel in ,paris und spter von ,kuhlmann in ,lille empfohlen1 von ,schatten und ,michaelis aber im ,grossen zum ,entkalken oder ,saturiren des geluterten ,saftes angewendet4 ,der letztere erzeugt die ,kohlensure aus mit ,wasser angerhrter ,schlmmkreide 7besser und reiner aus ,magnesit7 und ,schwefelsure1 der erstere durch ,verbrennen von ,holzkohle oder von ,gaskoks4 ,neuerdings hat ,ozouf empfohlen1 die ,kohlensure durch ,glhen von ,natriumbicarbonat darzustellen4 #ajg ,viele ,fabriken1 darunter die in ,waghusel1 entkalken nur durch ,filtration ber ,knochenkohle4 ,illustration3 ,fig4 #bac4 ,in den deutschen ,fabriken bedient man sich zum ,zersetzen des ,zuckerkalkes der ,kleeberger'schen ,pfanne2 ,fig4 #bac zeigt eine solche im ,durchschnitt4 ,sie ist von ,gusseisen und kastenfrmig4 ,die ,kohlensure wird1 nachdem sie mittelst einer ,lsung von kohlensaurem ,natrium und dann mit reinem ,wasser gewaschen worden ist1 durch das ,rohr m in den ,kasten ,b geleitet1 welcher mit dem heissen ,safte angefllt ist4 ,das ,rohr m spaltet sich in zwei engere auseinandergehende ,rhren1 wodurch das ,kohlensuregas besser zertheilt und der ,saft besser bewegt wird4 ,das nicht absorbirte ,gas1 zum kleinen ,theil aus ,kohlensure1 zum grsseren aus ,stickstoff bestehend1 sammelt sich in ,b ber dem ,safte an und drngt denselben durch die ,oeffnungen ,p in den oberen ,raum ,a4 ,wenn dergestalt der ,saft in ,b bis unter ,p gesunken ist1 so geht das in ,b angesammelte ,gas durch die ,oeffnungen in ,a und nochmals durch den ,saft1 wo die ,kohlensure vollends absorbirt wird4 ,die nicht absorbirten ,gase entweichen durch n4 ,nach beendigter ,einwirkung des ,kohlensuregases1 daran zu erkennen1 dass der ,kalk gut abgeschieden und der ,saft klar ist1 schliesst man den ,kohlensurehahn o und lsst dann durch k den ,saft in ein ,reservoir fliessen1 in welchem sich das ,calciumcarbonat absetzt4 ,der klare ,saft wird dann zur weiteren ,bearbeitung abgelassen4 ,zur ,reinigung des ,entkalkungsapparates1 namentlich zur ,entfernung des abgeschiedenen ,calciumcarbonates dient die ,oeffnung e4 ,der zu entkalkende ,saft tritt durch das ,rohr s und die ,rinne t in den ,apparat4 ,der abgeschiedene ,schlamm 7,saturationsschlamm7 wird in gleicher ,weise wie der ,scheideschlamm in der ,filterpresse von der beigemengten ,zuckerlsung getrennt4 ,sidenote3 ,andere ,mittel zum ,entkalken des geluterten ,rbensaftes4 ,anstatt der ,kohlensure 7und der ,knochenkohle7 hat man zum ,entkalken des geluterten ,rbensaftes eine grosse ,anzahl von ,mitteln vorgeschlagen1 die zum grssten ,theile in der ,anwendung solcher ,suren oder ,substanzen bestehen1 welche mit dem ,kalk des ,zuckerkalkes unlsliche ,verbindungen eingehen1 ohne jedoch dabei den ,zucker zu verndern4 ,die ,oxalsure wrde zum ,entkalken sehr passend sein1 da das ,calciumoxalat in der ,zuckerlsung unlslich ist2 sie ist jedoch fr jetzt noch viel zu theuer1 der ,niederschlag hat auch das ,unangenehme1 dass er usserst fein ist und sich deshalb nur sehr langsam absetzt und ein ,filtriren durch ,beutelfilter nthig macht4 ,auch die ,phosphorsure wurde zum ,entkalken und zum ,neutralisiren des alkalisch reagirenden ,saftes angewendet4 ,das ,calciumphosphat scheidet sich in ,flocken aus und kann leicht durch ,filtriren durch eine dnne ,schicht gekrnter ,kohle getrennt werden4 ,vortheilhafter als die freie ,phosphorsure scheint das ,ammonphosphat zu sein1 welches den ,kalk fllt und die ,alkalien neutralisirt1 whrend das ,ammoniak frei wird1 das beim ,erhitzen des ,saftes entweicht4 ,oelsure und ,stearinsure sind gleichfalls vorgeschlagen worden1 welche mit einer ,zuckerkalklsung zusammengeschttelt1 schon in der ,klte derselben den ,kalk vollstndig entziehen4 ,ebenso das ,kieselsurehydrat und das ,casen4 ,acar setzt zu dem geluterten ,safte ,pektinsure1 welche mit dem ,kalke zu unlslichem ,calciumpectat zusammentritt4 ,seitdem ,magnesiumsulfat aus dem ,stassfurter ,kieserit usserst wohlfeil dargestellt wird1 hat man es 7nach dem ,vorschlage von ,morgenstern7 gleichfalls zum ,entkalken und ,klren des ,zuckersaftes mit grossem ,erfolg angewendet4 ,die ,magnesia nimmt bei ihrer ,abscheidung einen ,theil der verunreinigenden und frbenden ,substanzen des ,saftes mit4 ,frickenhaus endlich hat neuerdings auf die ,anwendbarkeit der ,fluorwasserstoffsure zum ,entkalken1 noch mehr aber zum ,entsalzen des ,rbensaftes aufmerksam gemacht4 ,ausser den im ,vorstehenden genannten ,substanzen1 welche dem ,safte nach der ,luterung mit ,kalk behufs der ,entkalkung zugesetzt werden1 giebt es noch eine ,anzahl solcher1 die vor dem ,kalk oder neben demselben dem ,safte beigemischt werden und den ,zweck haben1 die ,luterung vollstndiger als mit ,kalk oder ohne denselben auszufhren1 oder mindestens den ,saft so weit zu reinigen1 dass bei der darauf folgenden ,filtration durch ,thierkohle betrchtlich an ,kohle gespart werde4 ,hier sei zunchst die schweflige ,sure angefhrt1 von welcher man sich in der ,zuckerfabrikation grosse ,dinge versprach4 ,bereits im ,jahre #ahaj empfahl ,proust1 des ,calciumsulfit gegen die schnell eintretende ,ghrung des ,zuckerrohrsaftes anzuwenden2 #ahbi erhielt ,dubrunfaut ein ,patent auf die ,behandlung des ,rbensaftes mit schwefliger ,sure vor der ,luterung mit ,kalk4 ,im ,jahre #ahdi hat ,melsens in ,brssel diesen ,gegenstand wieder aufgegriffen und die ,anwendung von zweifach schwefligsaurem ,kalk empfohlen4 ,bei #ajj scheidet der zweifach schwefligsaure ,kalk die meisten ,protensubstanzen aus ihren ,lsungen ab2 er wirkt nicht allein ghrungswidrig1 sondern demnach auch als krftiges ,luterungsmittel4 ,die in den ,rben fertig gebildet vorkommenden ,farbstoffe werden durch die schweflige ,sure nur maskirt1 aber nicht zerstrt2 sie widersetzt sich dagegen der ,frbung des ,rbensaftes durch die ,luft vollkommen und bleibend4 ,melsens glaubt1 dass man bei ,anwendung seines ,mittels bei der ,gewinnung des ,zuckers aus ,zuckerrohr von der ,gefahr der eintretenden ,ghrung nicht mehr bedrngt1 die ,pfannenfeuerung durch eine ,art ,sonnengradirung1 ja selbst durch ,gradirung auf wirklichen ,gradirhusern ersetzen knne4 ,bei den ,rben fand er grssere ,schwierigkeiten1 besonders weil die beln ,folgen ihres betrchtlichen ,gehaltes an ,salzen durch ,calciumsulfit nicht zu heben sind4 ,dagegen scheint ihm ein ,zusatz desselben zum ausgepressten ,brei die ,mglichkeit einer vlligen ,erschpfung1 durch systematische ,auswaschung in sichere ,aussicht zu stellen4 ,er glaubt auch1 dass das ,calciumsulfit die ,knochenkohle entbehrlich machen werde4 ,die durch ,melsens in ,aussicht gestellte ,vereinfachung verliert jedoch durch zwei ,umstnde wesentlich an ,werth4 ,erstlich behlt der fertige ,zucker einen schwefligen ,geschmack bei1 welcher nur durch starkes ,decken1 wobei #aj ,proc4 abgehen1 durch lngeres ,aussetzen des zerstossenen ,brotes an die ,luft oder in einer ammoniakalischen ,atmosphre entfernt werden kann4 ,zweitens fragt es sich1 ob die ,presslinge mit ,calciumsulfit behandelter ,rben noch als ,futter anwendbar sind4 ,die von ,melsens bekannt gegebenen ,vorschlge wurden von ,dumas in einer ,weise bevorwortet1 welche eine totale ,umwlzung der bisherigen ,zuckerfabrikation1 ein ,aufhren der ,fabriken von ,knochenkohle und eine folgenschwere ,vermehrung der ,zuckerausbeute erwarten liess4 ,von allen ,hoffnungen jedoch1 die sich an ,melsens' ,methode knpften1 ist bis jetzt noch keine erfllt worden4 ,sidenote3 ,luterung mit ,baryt4 ,die bisher abgehandelten ,methoden der ,abscheidung des ,zuckers aus dem ,rbensafte beruhen darauf1 dass die fremden ,substanzen1 welche den ,zucker begleiten1 in eine unlsliche ,form oder ,verbindung bergefhrt werden1 also auf einer ,abscheidung dieser ,stoffe von dem ,zucker4 ,das ,umgekehrte1 nmlich die ,abscheidung des ,zuckers von den fremden ,stoffen bezweckt das vor etwa #ae ,jahren in ,frankreich patentirte ,verfahren von ,dubrunfaut und de ,massy1 das sich auf die ,eigenschaft des ,baryts grndet1 mit ,rohrzucker in der ,siedehitze eine unlsliche ,verbindung von ,zucker-,baryt 7,barium-,saccharat1 ,c#ab;,h#bb,o#aa1;,ba,o7 zu bilden4 ,man versetzt den bis zum ,sieden erhitzten ,saft mit so viel ,aetzbaryt1 als nthig ist1 um allen ,zucker zu fllen4 ,der sich als ,niederschlag ausscheidende ,zucker-,baryt wird von der ,flssigkeit1 worin alle brigen ,substanzen gelst bleiben1 getrennt1 dann in reinem ,wasser suspendirt und durch ,kohlensure zersetzt4 ,man erhlt einerseits reine ,zuckerlsung1 welche wie gewhnlich verkocht wird1 und andererseits ,bariumcarbonat1 welches wieder auf ,aetzbaryt verarbeitet wird4 ,nachdem der ,zucker-,baryt durch ,kohlensure zersetzt worden ist1 wird die ,lsung filtrirt und mit etwas ,gyps versetzt1 wo in ,folge doppelter ,zersetzung die geringe ,menge des noch gelsten ,bariumcarbonates als ,sulfat und der ,gyps als ,calciumcarbonat ausgeschieden wird4 ,nach den ,versuchen von ,c4 ,stammer giebt die ,abscheidung des ,rohrzuckers aus der ,melasse durch ,baryt nicht unbefriedigende ,resultate4 #d4 ,die ,filtration des entkalkten ,saftes durch ,knochenkohle1 das ,verdampfen des ,saftes und nochmaliges ,filtriren durch ,kohle4 ,ehe wir die weitere ,behandlung des geluterten und entkalkten ,saftes beschreiben1 wenden wir uns zu der ,einrichtung der ,filter und ,siedepfannen4 ,die ,filtra4 ,nachdem ,lowitz die ,eigenschaft der ,holzkohle entdeckt hatte1 entfrbend auf gefrbte ,flssigkeiten zu wirken1 wurde die ,kohle zuerst im ,jahre #agih zur ,entfrbung der ,melassen in den ,zuckerraffinerien benutzt4 ,spter wurde nachgewiesen1 dass das ,entfrbungsvermgen der ,thierkohle1 7,knochenkohle1 ,beinkohle71 das der ,holzkohle weit bertreffe4 ,spter entdeckte ,schatten1 dass die ,thierkohle nicht nur entfrbend1 sondern auch entkalkend und entsalzend auf den ,saft wirke4 ,darauf grndet sich die beraus wichtige ,rolle1 welche die ,knochenkohle in der heutigen ,zuckerfabrikation spielt4 ,lange ,zeit wendete man sie nur als feines ,pulver an1 spter im gekrnten ,zustande4 ,nach der lteren ,methode erhitzte man den ,kohlenstaub mit dem abgedampften ,safte und entfernte ihn daraus wieder durch einen ,zusatz von ,blut1 wie dies noch jetzt bei dem ,raffiniren des ,rohrzuckers theilweise gebruchlich ist4 ,illustration3 ,fig4 #bad4 ,zur ,abscheidung des entfrbten und entkalkten ,saftes von den ,kohletheilchen u4 s4 w4 benutzt man hufig die #ahbe von ,taylor angegebenen ,filter1 welche ,fig4 #bad im ,durchschnitt abgebildet sind4 ,in einem1 mit ,thre versehenen und mit ,kupferblech ausgeftterten ,kasten1 befinden sich zwei durch einen ,querboden getheilte ,abtheilungen4 ,in der oberen ,a befindet sich der zu filtrirende ,saft1 in der unteren ,b die ,filtrirvorrichtung und der filtrirte ,saft4 ,die ,filtrirbeutel sind ,schluche aus ,baumwollzeug1 und stecken in leinenen ,beuteln der ,art1 dass sie mglichst viele ,falten bilden4 ,die messingenen ,mundstcke der ,beutel 7siehe ,p7 werden in die ,oeffnungen des ,querbodens eingeschraubt4 ,ueber dem ,boden der unteren ,abtheilung befindet sich ein ,hahn a zum ,ablassen des filtrirten ,saftes4 ,in die obere ,abtheilung gelangt der ,saft durch das ,rohr o4 ,das zuerst ,ablaufende ist meistens trbe und muss nochmals zurckgegossen werden4 ,die ,poren der ,filter verstopfen sich sehr bald und die letzteren mssen deshalb fters ausgewechselt werden4 ,sidenote3 ,dumont's ,filter4 ,pajot des ,charmes war es1 welcher im ,jahre #ahbb die ,knochenkohle in die ,filter brachte und die ,entfrbung mit der ,filtration verband4 ,diese ,versuche blieben unbeachtet1 bis ,dumont #ahbh die fr die ,zuckerindustrie so wichtige ,entdeckung machte1 dass die ,wirksamkeit der ,thierkohle bedeutend vermehrt wurde1 wenn man sie im gekrnten ,zustande und in dicken ,schichten anwende4 ,er entfernte von der ,kohle allen ,staub1 so dass nur noch grob gepulverte ,kohle zurckblieb2 er construirte dann ein ,filter -- das ,dumont'sche ,filter -- in welchem die gekrnte ,kohle sich gnzlich in die ,flssigkeit eingetaucht fand4 ,diese ,art der ,anwendung der ,kohle gestattet es1 nach dem ,gebrauche die aufgenommenen ,stoffe 7namentlich den ,kalk7 durch das sogenannte ,wiederbeleben 7theilweise durch ,behandeln der erschpften ,kohle mit ,salzsure7 wieder daraus zu entfernen1 wodurch die ,kohle aufs ,neue brauchbar wird4 ,nur durch diesen ,umstand ist es mglich geworden1 die ,thierkohle in den ,zuckerfabriken in der erforderlichen ,menge anzuwenden4 ,illustration3 ,fig4 #bae4 ,fig4 #bae zeigt den ,verticaldurchschnitt1 ,fig4 #baf den ,horizontaldurchschnitt des ,dumont'schen ,filters4 ,das eigentliche ,filter besteht aus einem hohen ,gefsse ,a l mit einem ,siebboden b b1 ber welchem die gekrnte ,kohle aufgeschichtet wird4 ,oberhalb und unten seitwrts 7bei ,c7 sind dicht zu verschliessende ,oeffnungen zum ,eintragen und ,entleeren der ,kohle vorhanden4 ,wendet man ,kohle von verschiedener ,korngrsse und ungleicher ,wirksamkeit an1 so kommt in den unteren ,theil die wirksamere und in die oberen die grbere4 ,auf die ,kohle wird ein feuchtes ,tuch gebreitet und ein kupferner ,siebboden c c gelegt4 ,gewhnlich werden mehrere ,filter von einem ,vorrathsbehlter ,d aus mit ,saft gespeist4 ,mit ,hlfe des ,hahnes d wird der ,saft in die ,filter ,a gebracht4 ,damit er darin gleich hoch stehe und unter gleichem ,drucke hindurchgehe1 ist mit dem ,ausflussrohr ein ,hahn mit ,schwimmern e verbunden4 ,der durch die ,kohle gehende ,saft kann in die untere ,abtheilung des ,filters nicht gelangen1 ohne die darin befindliche ,luft auszutreiben1 welcher letzteren ein ,ausweg durch das zu diesem ,behufe angebrachte ,steigrohr t angewiesen ist4 ,der ,siebboden unter der ,kohle ist gewhnlich noch mit einem ,rohrgeflecht bedeckt1 darauf kommt ein leinenes oder wollenes ,tuch4 ,nachdem die ,kohle in ihrer ,wirkung erschpft ist1 ssst man die ,filter mit kochendem ,wasser aus1 um allen ,zucker daraus zu gewinnen4 ,zuweilen leitet man auch den ,saft von einem ,filter auf ein zweites1 falls das erstere den ,saft nicht gengend reinigt und die ,kohle doch noch ,unreinigkeiten aufzunehmen vermag4 ,illustration3 ,fig4 #baf4 ,sidenote3 ,pfannen4 ,die ,pfannen1 welche zum ,abdampfen des filtrirten ,saftes und zum ,einkochen des ,klrsels dienen1 lassen sich1 je nachdem man freies ,feuer oder ,dmpfe oder heisse ,luft zum ,erhitzen benutzt1 je nachdem unterbrochen oder continuirlich1 bei gewhnlichem oder vermindertem ,luftdrucke gearbeitet wird1 hinsichtlich der ,art des ,verdampfens eintheilen in solche1 die ,i4 bei gewhnlichem ,luftdrucke arbeiten1 und zwar a7 ber freiem ,feuer als feststehende und ,schaukel- oder ,kipppfannen1 oder b7 mit ,hochdruckdampf und c7 mittelst erwrmter ,luft2 ,,ii4 bei vermindertem ,luftdrucke 7,vacuumpfannen74 ,der luftverdnnte ,raum wird erzeugt a7 mit ,hlfe der ,luftpumpe1 b7 durch die ,toricelli'sche ,leere1 c7 mittelst ,dampf und ,condensation desselben oder d7 durch ,combination von a und b4 ,die ,pfannen sind theils auf periodischen1 theils auf continuirlichen ,betrieb eingerichtet4 ,was die ,abdampfpfannen1 die aus ,kupfer bestehen1 ber freiem ,feuer betrifft1 so hat man bei ihrer ,construction nicht allein auf konomische ,verwendung des ,brennstoffs1 sondern auch auf den ,einfluss derselben auf die ,qualitt der ,produkte und auf leichte ,ausfhrung der ,arbeit zu sehen4 ,ein grosser ,uebelstand beim ,verdampfen ber freiem ,feuer ist die ,gefahr der ,ueberhitzung des von der ,zuckerlsung nicht bedeckten ,randes und die ,schwierigkeit1 das ,feuer schnell vermindern zu knnen1 wie es beim ,entleeren der ,pfannen nthig ist1 wenn nicht ein ,theil des ,zuckers in ,caramel bergefhrt werden soll4 ,illustration3 ,fig4 #bag4 ,illustration3 ,fig4 #bah4 ,illustration3 ,fig4 #bai4 ,diese ,uebelstnde werden durch eine ,fig4 #bag im ,verticaldurchschnitt und ,fig4 #bah im ,grundrisse abgebildete ,construction der ,feuerung zum ,theil beseitigt4 ,d ist die ,abdampfpfanne1 ,a der ,herdraum1 ,b der ,feuerraum1 ,c der ,aschenfall1 ,e der ,schornstein4 ,der ,brennstoff gelangt durch a auf den schief liegenden ,rost b4 ,durch die ,oeffnung d lsst sich der ,rost rein erhalten4 ,der ,feuerraum ist mit einem oberhalb verschlossenen ,gewlbe bedeckt1 in welchem die seitlichen ,oeffnungen e e die ,hitze gleichmssig in den ,herdraum gelangen lassen4 ,von hier aus gelangen die ,verbrennungsgase durch die ,kanle f f nach abwrts und werden durch den ,kanal ,g in den ,schornstein geleitet4 l l sind geschlossene ,oeffnungen1 welche kalte ,luft in den ,herdraum ,a zu leiten gestatten4 ,leichter als in den feststehenden ,pfannen ist das ,entleeren der ,zuckerlsung in den ,kipp-1 ,schaukel- oder ,schwungpfannen auszufhren4 ,sie sind flach1 #cj-cf ,centim4 tief1 gehen 7,fig4 #bai7 in einen breiten ,schnabel aus und sind um eine horizontal auf der ,umfassungsmauer gelagerte ,axe mittelst eines ,hebels und ,ketten beweglich4 ,hier wird das ,feuer ununterbrochen unterhalten2 hat der ,saft die erforderliche ,concentration erreicht1 so hat der ,arbeiter nur an dem ,hebel m zu ziehen1 und die ,pfanne zu entleeren4 ,sehr wirksam ist die auf ,anwendung von ,wasserdmpfen sich grndende ,pfanne von ,pecqueur1 deren ,einrichtung aus ,fig4 #bbj und #bba hervorgeht4 ,sie erscheint von oben gesehen lnglich viereckig und an der einen schmleren ,seite abgerundet2 auf dem ,boden liegen rosthnlich die ,dampfrhren4 ,der ,dampf tritt durch das ,rohr a in das weitere ,rohrstck b1 von welchem sechs gebogene ,rhren den ,dampf dem ,rohrstcke zufhren1 von welchem aus das ,condensations-,wasser durch das ,rohr in den ,dampfkessel zurckgeleitet wird4 ,diese directe ,zurckleitung hat einmal den ,vorzug1 dass nur diejenige ,wrme verloren geht1 die durch die ussere ,abkhlung verloren gehen muss2 das andere ,mal gestattet sie ein schnelleres ,abdampfen1 weil in dem ,rhrensystem sich nur der heissere ,dampf befindet4 ,bei diesen ,pfannen sind ferner die ,rhren a mit b und e mit d so verbunden1 dass eine ,drehung der ,rohrstcke b und d mglich ist1 ohne dass a und e ihre ,lage verndern4 ,diese ,drehung erlaubt die ,heizrhren mit ,leichtigkeit zu reinigen und die ,pfanne schnell zu leeren1 welche mit ,hlfe des ,hebelarmes m um einige ,zoll nach dem ,hahne g hin1 durch welchen der ,saft ausfliesst1 geneigt gestellt werden kann4 ,durch diese ,einrichtung wird die ,pecqueur'sche ,pfanne eine ,kipppfanne4 ,illustration3 ,fig4 #bbj4 ,illustration3 ,fig4 #bba4 ,auch mit ,hlfe erwrmter ,luft hat man das ,abdampfen des ,saftes unter gleichzeitiger ,erniedrigung der ,temperatur zu erreichen gesucht1 so z4 ,b4 in den ,abdampfapparaten von ,brame-,chevallier und ,pclet4 ,der ,apparat des ersteren hat folgende ,einrichtung3 ,mittelst einer ,dampfmaschine bewegte ,pumpen treiben ,luft durch mit ,dampf geheizte ,rhren nach den offenen ,abdampfpfannen mit doppelten ,bden4 ,hier tritt sie heiss aus dem oberen siebhnlichen durchlcherten ,boden in den ,saft1 welcher mit einer ,dampfspirale erwrmt wird4 ,die ,luft vertheilt sich in kleinen ,blschen in dem ,safte und entweicht dampfbeladen4 ,illustration3 ,fig4 #bbb4 ,die brigen ,abdampfpfannen1 in denen erhitzte ,luft zum ,abdampfen benutzt wird1 bieten nichts ,eigenthmliches mit ,ausnahme eines von ,pclet beschriebenen ,apparates 7,fig4 #bbb74 ,die ,pfanne ,a1 durch directes ,feuer geheizt1 ist oben mit einem gewlbten ,deckel verschlossen4 ,ueber der ,pfanne liegt die ,axe a1 die inwendig mit ,flgeln versehen ist1 welche durch ,leisten mit einander verbunden sind1 ber welche feine ,metallsiebe so gespannt sind1 dass dadurch mehrere ineinander steckende ,walzen entstehen4 ,die durch den ,saft zu treibende ,luft wird in ,b1 einem geschlossenen ,raume1 erhitzt1 in welchem ,rhren f liegen1 welche1 von der abgehenden ,hitze des ,ofens umgeben1 die ,luft1 die der ,ventilator ,c liefert1 erwrmen4 ,die ,luft kommt beim ,drehen der ,axe mit dem durch die ,walzen gehobenen ,safte in ,berhrung und dampft ihn ab4 ,die ,wasserdmpfe entweichen durch e1 die ,verbrennungsgase durch g4 ,sidenote3 ,vacuumpfannen4 ,die wichtigste ,verbesserung in den ,apparaten zum ,eindampfen des ,zuckersaftes ist die von ,howard im ,jahre #ahab eingefhrte ,anwendung des luftverdnnten ,raumes1 in welchem die ,verdampfung weit leichter vor sich geht und das ,sieden bei weit niedrigerer ,temperatur erfolgt1 als unter den gewhnlichen ,bedingungen1 unter welchen das ,sieden bei dem ,drucke einer ,atmosphre von statten geht4 ,der niedrigste ,siedepunkt des ,klrsels in den ,vacuumpfannen ist #df1a ,c41 die gewhnliche ,siedetemperatur #fe1e-ga1a4 ,man entgeht dadurch der ,gefahr1 durch hohe ,temperatur und gleichzeitige ,einwirkung der ,luft einen ,theil des krystallisirbaren ,zuckers in nicht krystallisirbaren oder gar in ,caramel berzufhren4 ,ungeachtet ihrer ,kostbarkeit und des zu ihrem ,betriebe erforderlichen ,aufwandes von mechanischer ,kraft sind die ,apparate1 in denen das ,verdampfen im luftverdnnten ,raume geschieht -- die ,vacuumpfannen -- gegenwrtig allgemein im ,gebrauche4 ,die wesentlichen ,theile einer jeden ,vacuumpfanne sind #a7 die ,kochpfanne und #b7 eine ,vorrichtung zum ,entfernen der ,luft und der erzeugten ,saftdmpfe4 ,die ,construction der ,kochpfanne ist fast bei allen ,apparaten gleich und die ,abweichungen zeigen sich hauptschlich nur in der ,art und ,weise1 wie der luftverdnnte ,raum hergestellt und erhalten wird4 ,illustration3 ,fig4 #bbc4 ,illustration3 ,fig4 #bbd4 ,in ,frankreich sind die von ,derosne construirten ,apparate sehr verbreitet4 ,in ,deutschland sind sie durch einfachere und weniger kostspielige ,einrichtungen lngst verdrngt4 ,diese ,vereinfachung wurde ermglicht theils durch vervollkommnete ,dampfmaschinen1 theils durch ,ersparniss an ,brennmaterial und durch zweckmssige ,einrichtung der ,luftpumpe1 in deren ,folge dieselbe wieder ,anwendung finden knnte4 ,fig4 #bbc und #bbd zeigen einen in deutschen ,zuckerfabriken sehr gewhnlichen ,abdampfapparat4 ,die ,kochpfanne ,b besteht aus zwei luftdicht verbundenen ,kugelsegmenten und ist oben mit einem ,helm versehen1 welcher durch das ,rohr l mit dem ,condensator ,a verbunden ist4 ,der ,apparat wird durch ,dmpfe1 welche das ,dampfrohr r und s liefert1 geheizt4 ,der ,dampf circulirt in der in der ,pfanne befindlichen ,spirale g4 ,der verkochte ,saft wird durch ,oeffnen des ,hebelventils f durch das ,rohr o in den untergesetzten ,behlter p abgelassen4 ,wenn die ,pfanne nach beendigter ,kochung entleert ist und von ,neuem gefllt werden soll1 so setzt man sie mittelst des ,rohres l und w mit einer ,luftpumpe in ,verbindung4 ,ist die ,luft gehrig verdnnt1 was man an dem ,manometer h sieht1 so kann man durch ,oeffnen des ,rohres1 welches den ,klrselbehlter mit der ,vacuumpfanne verbindet1 das ,klrsel in ,folge des ,uebergewichtes des usseren ,druckes in die ,pfanne treiben1 so dass die ,fllung durch ,einsaugen von selbst vor sich geht4 ,zweckmssiger ist indessen die ,einrichtung mit dem ,messcylinder ,g1 welcher die in die ,pfanne zu bringende ,quantitt von ,klrsel1 ,syrup oder auch ,wasser genau zu messen gestattet4 ,dieser ,messcylinder steht durch das ,rohr a oben und durch i unten mit der ,kochpfanne in ,verbindung und ist mit einem ,glasrohr n versehen1 welches den ,stand der ,flssigkeit anzeigt4 ,mit ,hlfe der drei ,rhren b1 c und d kann man nach ,belieben ,klrsel1 ,syrup oder ,wasser in den ,messcylinder bringen4 ,mittelst des ,rohres u kann man ,dampf durch ,kochpfanne und ,condensator streichen lassen 7ausblasen oder dmpfen71 um zur ,untersttzung der ,luftpumpe die ,luft schnell auszutreiben4 ,vermittelst des ,probeziehers oder ,stechers e lsst sich eine ,probe des verkochten ,klrsels nehmen4 ,der ,hahn g ist der ,fetthahn1 durch welchen man1 um das ,aufschumen des kochenden ,saftes zu mssigen und dessen ,uebersteigen zu verhten1 etwas ,butter oder nach ,sostmann zweckmssiger ,paraffin in die ,pfanne bringen kann1 f ist ein ,mannloch1 um den ,apparat reinigen zu knnen4 ,in der halben ,hhe der ,pfanne ist eine ,scheibe aus starkem ,spiegelglas eingesetzt1 welcher eine zweite gegenber steht1 um den ,gang des ,kochens beurtheilen zu knnen4 ,der ,condensator besteht aus dem ,mantel ,b1 welcher so eingerichtet ist1 dass der mglicherweise bersteigende ,saft sich nicht mit dem ,wasser des ,condensators mischt1 sondern abgelassen wird4 ,das ,rohr x zeigt die ,hhe des ,saftes in diesem ,zwischenraume an4 ,durch das ,rohr m gelangt kaltes ,wasser nach dem ,condensator und strmt darin das brausenartig gebildete ,ende dieses ,rohres aus4 ,das ,thermometer z zeigt die ,temperatur im ,innern der ,pfanne an4 ,nachdem die ,luftpumpe in ,thtigkeit gesetzt worden ist1 ffnet man das ,rohr c1 welches zum ,saftbehlter q fhrt1 damit der ,messapparat sich flle4 ,dadurch1 dass man m schliesst und z ffnet1 gelangt der ,saft in die ,pfanne4 ,sobald dieselbe etwa zur ,hlfte gefllt ist1 ffnet man das ,dampfrohr s1 wodurch der ,inhalt der ,pfanne rasch ins ,sieden kommt4 ,darauf setzt man den ,condensator in ,thtigkeit4 ,die erzeugten ,saftdmpfe treten durch l in den ,condensator und werden in w schnell condensirt und mit dem ,condensationswasser durch ,greek3 b abgeleitet4 ,zuweilen findet man auch die ,trappe'sche ,einrichtung1 bei welcher die ,toricelli'sche ,leere ,anwendung findet4 ,der ,condensator ist in solcher ,hhe angebracht1 dass er etwa #aj1f-aa ,meter ber der ,sohle des ,fabrikgebudes steht2 von ihm reicht ein unten offenes ,rohr bis in einen ,wasserbehlter hinab1 wo es durch ,wasser geschlossen wird4 ,aus diesem ,behlter fliesst dann das zugeleitete und verdichtete ,wasser1 wovon in dem ,rohre nur so viel stehen bleibt1 als dem ,grade der ,luftverdnnung in dem ,apparate entspricht4 ,je nachdem man die ,trappe'sche ,vorrichtung als ,luftpumpe benutzt oder nicht1 spricht man von ,condensation mit trockener ,luftpumpe 7nach ,trappe7 oder mit nasser4 ,bei ,anwendung der trockenen ,luftpumpe hat die gewhnliche ,luftpumpe nur die ,luft zu entfernen1 welche sich nach und nach aus dem ,verdichtungswasser entwickelt4 ,im andern ,falle hat sie auch das ,wasser zu entfernen4 ,man hat durch die ,trappe'sche ,einrichtung den ,vortheil einer grossen ,ersparung an ,triebkraft3 die nasse ,luftpumpe erfordert #b-c ,pferdekraft1 die trockene kaum #a ,pferdekraft zu ihrem ,betriebe2 ferner hat man grssere ,freiheit in der ,zulassung des ,verdichtungswassers4 ,die trockene ,luftpumpe ist dagegen in ihrer ,wirkung zulssiger4 ,als ,luftpumpe wendet man zweckmssig eine sorgfltig gearbeitete zweistiefelige ,saugpumpe an2 arbeitet sie nass1 so muss alles ,condensationswasser durch die ,ventile hindurch2 bei den trockenen ,luftpumpen geht nur ,luft1 nie ,wasser durch die ,ventile4 ,sidenote3 ,abdampfen des ,saftes4 ,wie schon frher angegeben wurde1 bleiben nach dem ,lutern und dem ,erkalten ausser dem krystallisirbaren ,zucker eine ,anzahl ,substanzen in dem ,safte zurck1 die auf die weitere ,behandlung desselben von ,einfluss sind4 ,neben dem ,zucker als ,zuckerkalk -- da die ,entkalkung vermittelst ,kohlensure nie bis zu ,ende gefhrt wird -- enthlt der ,saft freies ,kali und ,natron1 etwas ,ammoniak1 gewisse stickstoffhaltige organische ,substanzen 7z4 ,b4 ,asparagin71 deren ,gegenwart durch die beim ,abdampfen hervortretende ,ammoniakentwickelung#ajh zu bemerken ist1 endlich eine nicht unbedeutende ,menge von ,alkalisalzen1 z4 ,b4 ,kaliumnitrat1 ,kaliumsulfat1 ,chlornatrium u4 s4 w4 ,ausserdem finden sich in dem ,safte ,levulose und die ,zersetzungsprodukte derselben durch den ,kalk und die ,alkalien -- ,humussubstanzen1 welche den ,saft brunlich erscheinen lassen4 #ajh ,das ,ammoniak kann mit ,leichtigkeit gewonnen werden4 ,nach ,leplay und ,cuisinier ergaben directe ,versuche fr eine ,fabrik von #ajjj ,hektoliter ,saft bis zu #cjj ,kilogr4 ,ammonsulfat tglich4 ,das ,abdampfen des geluterten ,saftes soll zunchst eine ,concentration bezwecken1 welche soweit fortzusetzen ist1 bis der ,saft von ,neuem mit ,vortheil gereinigt werden kann4 ,das ,abdampfen muss mglichst rasch geschehen1 da die ,qualitt des ,zuckers durch eine lngere ,einwirkung einer hheren ,temperatur um so mehr leidet1 je unvollkommener derselbe gelutert wurde4 ,ehedem setzte man das ,abdampfen des ,saftes in der ,regel bis zu #bd-be ,b4 ,dichte fort1 ehe man ihn durch ,thierkohle filtrirte4 ,gegenwrtig zieht man es vor1 den ,saft durch das erste ,abdampfen nur soweit zu concentriren1 als noch ,ammoniakentwickelung zu bemerken ist1 wozu meist eine ,concentration bis auf #aj-ab ,b4 hinreicht4 ,nach ,beendigung der ,ammoniakbildung1 wodurch die gnzliche ,zerstrung der stickstoffhaltigen ,krper1 die noch einen zerstrenden ,einfluss auf einen ,theil des ,zuckers ausben knnten1 angezeigt ist1 kann der ,saft ohne ,nachtheil seinen ,kalk verlieren4 ,man wird daher um so frher zum ,abdampfen schreiten knnen1 je vollstndiger die ,zersetzung der stickstoffhaltigen ,krper bei der ,luterung vor sich gegangen ist4 ,die zweite ,reinigung geschieht durch ,filtration ber ,kohle1 welche die ,aufnahme der frbenden ,bestandtheile des ,saftes1 des ,kalkes1 eines ,theiles der ,alkalien und gewisser organischer ,substanzen bezweckt4 ,wendet man die ,kohlensure zum ,entkalken an1 so kommt der ber ,knochenkohle filtrirte ,saft fast kalkfrei zum ,kochen4 ,sidenote3 ,verkochen des ,klrsels4 #e4 ,das ,verkochen des verdampften und filtrirten ,saftes 7,klrsels7 zur ,krystallisation4 ,nach der zweiten ,filtration durch ,knochenkohle gelangt der bis auf #bd ,b4 verdampfte ,saft1 der bisher den ,namen ,dnnsaft fhrte1 nun aber ,dicksaft 7,klrsel1 ,kochklre7 heisst1 in die ,kochpfanne1 um bis zum ,krystallisationspunkte verkocht zu werden4 ,normaler ,saft verdampft schnell und lsst dabei durch das ,zerspringen der ,blasen ein eigenthmliches ,knattern hren4 ,man spricht in diesem ,falle von trocken sieden4 ,wirft der ,saft grosse1 schwere und trbe ,blasen1 siedet er fett1 so hat derselbe eine fehlerhafte ,beschaffenheit1 eine ,folge vorhandener freier ,alkalien2 durch vorsichtigen ,zusatz von ,schwefelsure soll man diesen ,uebelstand beseitigen knnen4 ,als ,zeichen der gengenden ,concentration des verkochten ,saftes wendet man verschiedene ,proben an4 ,die ,ermittelung des specifischen ,gewichtes kann nicht maassgebend sein1 weil einmal die ,temperatur von grossem ,einflusse auf die ,dichte des ,klrsels ist und dann auch bei gleicher ,temperatur in ,folge vorhandener ,mineralsalze und anderer ,unreinigkeiten nie aus der ,dichte ein sicherer ,schluss auf die richtige ,concentration zur ,abscheidung des krystallinischen ,zuckers gezogen werden kann4 ,nur ganz allgemein lsst sich angeben1 dass das ,verkochen bis #dj-db ,b4 7heiss ermittelt7 fortgesetzt werden soll4 ,besser noch als die ,dichte wrde man den ,siedepunkt des ,dicksaftes oder ,klrsels zur ,bestimmung der ,concentration des ,klrsels anwenden knnen1 da der ,siedepunkt des verkochten ,klrsels bei #aab-abj liegt1 wenn nicht die fremden ,substanzen auch auf den ,siedepunkt von ,einfluss wren und ihn erhhten4 ,man benutzt daher zur ,erkennung der erforderlichen ,concentration weniger physikalische als empirische ,proben1 von denen folgende1 die in der ,zuckerfabrikation berhaupt und nicht nur beim ,verkochen des ,klrsels vorkommen1 angefhrt sein mgen4 ,die ,fadenprobe1 bei welcher man einen ,tropfen ,klrsel auf den ,daumen bringt und mit dem ,zeigefinger verreibt1 wobei sich schon durch ,uebung die gengende ,concentration erkennen lsst2 sicherer geschieht dies1 indem man die ,finger trennt2 aus der ,fadenlnge und aus der ,art und ,weise1 wie der ,faden abreisst1 beurtheilt man die ,concentration4 ,ist der ,saft nicht gengend verkocht1 so reisst der ,faden bald ab1 nach weiterem ,abdampfen lsst er sich aber so lang ziehen1 als dies durch die ,trennung der ,finger nur mglich ist4 ,reisst der ,faden etwa in der ,mitte der ,lnge ab1 die er berhaupt erreichen kann1 und zieht sich der obere ,theil hakenfrmig zusammen1 so hat das ,klrsel diejenige ,concentration1 bei der nach dem ,erkalten der ,zucker krystallinisch ausgeschieden wird2 man spricht dann von der ,hakenprobe4 ,weit zuverlssiger als durch die ,fadenprobe lsst sich der ,grad des ,verkochens durch die ,blasen- oder ,pustprobe ermitteln4 ,man benutzt hierzu einen flachen ,schaumlffel 7,pustspan71 den man in das kochende ,klrsel taucht und dann schnell herausnimmt1 sodass nur wenig ,saft daran haftet1 worauf man gegen die ,oeffnungen des ,lffels blst1 wodurch sich auf der hinteren ,seite ,blasen bilden1 deren ,dauer1 ,grsse und ,wanddicke 7das ,irisiren7 den ,arbeiter die erlangte ,concentration genau erkennen lsst4 ,je nachdem man von dem ,schaumlffel nur einige wenige ,blasen oder eine grosse ,anzahl derselben fortblasen kann1 welche kleinen ,seifenblasen hnlich1 als lockerer ,schaum die davon fliegen1 unterscheidet man die schwache und starke ,blasenprobe4 ,je leichter die ,blschen sind1 desto concentrirter ist die ,masse4 ,bei dem ,verkochen des ,dicksaftes in den ,vacuumpfannen unterscheidet man das ,blankkochen 7,fadenprobekochen7 und das ,kornkochen4 ,bei dem ,blankkochen wird das ,verkochen nur so weit fortgesetzt1 dass das ,krystallisiren spter durch ,erkalten erfolgt und durch ,rhren befrdert wird4 ,bei einer besseren ,zuckermasse kann man die ,krystallisation statt im ,khler schon in der ,vacuumpfanne eintreten lassen1 wodurch eine grssere ,menge von ,krystallen erhalten wird4 ,letzteres ist das ,kochen auf ,korn4 ,sidenote3 ,die ,arbeit auf ,rohzucker oder ,brotzucker4 #f4 ,die ,arbeit auf ,rohzucker oder auf ,brotzucker4 ,nachdem der ,dicksaft in den ,vacuumpfannen auf die erforderliche ,concentration gebracht worden ist1 findet mit dem ,erkalten die ,krystallbildung und ,ausscheidung der ,krystalle statt und zwar um so vollstndiger und schneller1 je reiner der ,saft war4 ,die fernere ,behandlung der ,masse bezweckt eine mglichst vollstndige ,abscheidung der ,melasse von den ,zuckerkrystallen und das ,ueberfhren der letzteren in die gebruchliche ,form von ,rohzucker und von ,broten 7,saftmelis74 ,der entweder blank oder auf ,korn verkochte ,dicksaft kommt aus der ,vacuumpfanne in ein kupfernes ,gefss1 den ,khler1 in welchem man den ,zucker entweder allmlig erkalten lsst oder1 wenn er bei niedriger ,temperatur eingekocht wurde1 erwrmt4 ,die zum ,erwrmen dienenden ,gefsse -- ,anwrmer1 -- besitzen einen doppelten ,boden und werden durch ,dampf erhitzt4 ,das ,local1 in welchem die ,anwrmer aufgestellt sind1 die ,fllstube1 ist ebenfalls geheizt4 ,durch das ,anwrmen beabsichtigt man1 einen ,theil der ,krystalle zu einer hchst concentrirten ,zuckerlsung zu lsen1 aus welcher sich beim ,erkalten in den ,formen krystallinischer ,zucker 7,fllmasse7 abscheidet1 der der ,masse ,consistenz giebt4 ,von den ,formen unterscheidet man nach ihrer ,grsse3 ,melisformen mit #cj- #cd ,pfd4 ,fllung ,lompsformen #fj- #gj ,basterformen #abj-aej ,die konischen ,formen 7,fig4 #bbe7 bestanden frher und bestehen auch hufig noch aus einer ,masse von feingeschlmmtem ,thon und gepulverter ,charmotte1 waren nach einer ,lehre auf der ,drehscheibe aufgedreht1 in einer ,modellform ausgeglichen1 dann mit einer ,maschine1 aus mehreren ,klingen bestehend1 welche so zusammengefgt sind1 dass sie mit ihren ,schneiden einen ,kegel bilden1 im ,lichten ausgedreht4 ,da die grossen ,formen dem ,druck des ,zuckers nicht widerstehen wrden1 so umgiebt man sie mit dnnen ,spnen von ,buchenholz1 welche durch starke ,reifen umbunden werden4 ,sie sind an ihrer ,spitze offen und ruhen auf ,tpfen1 welche den abfliessenden ,syrup auffangen sollen4 ,gegenwrtig sind die ,zuckerhutformen fast allgemein aus glasirtem oder gefirnisstem ,eisenblech 7in ,frankreich in neuerer ,zeit auch aus ,papiermach7 gefertigt4 ,fr ,rohzucker hat man als ,krystallisirgefsse grosse ,blechkisten eingefhrt4 ,illustration3 ,fig4 #bbe4 ,illustration3 ,fig4 #bbf4 ,nachdem der ,zucker in den ,khlern auf die passende ,temperatur gebracht1 schreitet man zum ,fllen4 ,man nimmt den ,zucker mit ,hlfe eines kupfernen ,schpflffels heraus und bringt ihn in das ,fllbecken von ,kupfer mit breitem ,ausgusse und eisernen ,handhaben versehen4 ,bei der lteren ,methode des ,verkochens des ,klrsels ber freiem ,feuer1 wobei der ,zucker nicht erwrmt1 sondern abgekhlt wurde1 fllte man die ,formen nicht auf einmal voll1 sondern nur etwa bis zum dritten ,theile1 nach einiger ,zeit wurden sie bis zu zwei ,dritttheilen und endlich ganz angefllt4 ,man suchte durch dieses ,verfahren eine mglichst gleichmssige ,mengung des ,kornes zu erreichen1 weil das ,unterste im ,khler ein strkeres ,korn hat als das ,oberste4 ,nach etwa #aj ,minuten nach dem ,fllen der ,formen entsteht auf der ,oberflche der ,brote eine ,krystalldecke1 worauf man zum ,holen 7zum ,holen der ,krystalle aus der ,spitze der ,form7 schreitet2 zu diesem ,zwecke sticht man mit einem #a1c ,meter langen ,messer in die ,masse1 lockert den an der ,spitze fest gewordenen ,zucker auf1 lst die ,krystalldecke vom ,rande der ,form ab und arbeitet die ,masse einigemal durch4 ,durch dieses ,stren der ,krystallisation suchte man eine regelmssige ,dichte der ,zuckermasse zu erzielen4 ,nach einer halben ,stunde wird die nmliche ,operation -- das ,stirren 7,stren7 -- wiederholt4 ,beim ,kochen in den ,vacuumpfannen und bei der ,benutzung glasirter eiserner ,formen fllt das ,fllen in drei verschiedenen ,abstzen1 des ,holen und ,stirren weg4 ,man schlgt oder rhrt dagegen die ,masse in der ,khlpfanne1 bis sich ,krystalle von der gewnschten ,feinheit in hinlnglicher ,quantitt gebildet haben4 ,um die weisse ,farbe des ,zuckers zu erhhen1 setzt man zu dem verkochten ,klrsel eine kleine ,menge von ,ultramarin 7auf #ajjj ,ctr4 ,zucker gengen #b-a_/b ,pfd4 ,ultramarin74 ,zu geringeren1 schwierig krystallisirenden ,zuckersorten 7,rohzucker7 nimmt man grssere ,formen 7,basterformen71 zu den besseren ,sorten 7,brotzucker1 ,saftmelis7 die kleinen ,melisformen4 ,nach ,verlauf von #bd ,stunden ist die ,zuckermasse soweit erkaltet1 dass man die ,formen nach ,beseitigung der ,leinwandpfropfen auf ,unterstze oder auf besondere ,gestelle bringen kann4 ,unter den ,gestellen 7,fig4 #bbf7 befindet sich ein ,gefss zum ,auffangen des abfliessenden ,syrups1 welcher durch das ,rohr o in besondere ,gefsse fliesst4 ,damit der nicht krystallisirte ,theil besser abfliesse1 stehen die ,formen warm1 bohrt man ferner die untere ,oeffnung der ,form4 ,der abgeflossene ,syrup heisst grner oder ungedeckter ,syrup4 ,sidenote3 ,decken4 ,der in den ,formen befindliche ,zucker wird durch das sogenannte ,decken weiter gereinigt und von allen nicht krystallisirten ,theilen befreit4 ,das ,decken ist nichts anderes als ein ,auswaschen der in den ,zwischenrumen der verworrenen ,zuckerkrystallisation zurckgebliebenen ,melasse1 welche die ,farbe1 die ,festigkeit und die ,trockenheit des ,hutzuckers beeintrchtigen wrde4 ,die lteste ,methode des ,deckens ist die durch ,filtration mit ,hlfe von ,wasser1 welches sehr allmlig aus einem ,thonbrei fliesst4 ,anstatt den ,zucker unmittelbar auf den ,thonbrei zu legen1 bedeckt man den ,zucker vorher mit einem ,stck ,leinwand4 ,an der ,stelle des ,thonbreies hat man neuerdings feuchte ,papiermasse 7,ganzzeug der ,papiermasse7 anzuwenden vorgeschlagen4 ,das ,wasser des ,thonbreies bildet mit einem kleinen ,theile ,zucker einen reinen ,zuckersyrup1 welcher die ,melasse verdrngt und nach unten treibt4 ,der ,zuckersyrup bleibt zwischen den ,krystallen und setzt beim ,trocknen wieder krystallinischen ,zucker ab4 ,der whrend des ,deckens ablaufende ,syrup heisst ,decksyrup und wird nach einem jedesmaligen ,decken gesondert aufgefangen4 ,das ,decken mit ,thon wird nur noch selten angewendet1 weil es unreinlich ist1 viel ,arbeit macht und einen nicht unbetrchtlichen ,verlust an ,zucker nach sich zieht4 ,namentlich zur zweiten ,decke nimmt man lieber ,klrsel oder ,zuckerbrei4 ,im letzteren ,falle entfernt man #b-c ,zoll tief den ,zucker aus den ,formen und mischt diesen mit ,wasser zu einem honigdicken ,brei1 welchen man dann auf den abgekratzten ,formen wieder vertheilt4 ,benutzt man ,klrsel1 so stellt man dieses durch ,auflsen der besseren ,zuckerabflle in ,wasser dar1 welches nach dem ,klren in der ,klte #cj ,b4 zeigt4 ,zur ,entfernung der letzten ,feuchtigkeit aus den ,broten benutzt man allgemein die 7von ,kranschtz construirten7 ,nutsch- oder ,saugapparate1 aus liegenden ,rhren bestehend1 welche auf der oberen ,seite mit trichterfrmigen ,oeffnungen versehen sind1 in die die ,spitze der ,form mit ,hlfe eines ,ringes aus vulkanisirtem ,kautschuk luftdicht passt4 ,die ,rhren communiciren mit einem ,reservoir zur ,aufnahme der ,melasse1 in dem durch eine ,luftpumpe ein luftverdnnter ,raum erzeugt wird1 um aus den ,spitzen den ,syrup zu saugen4 ,sidenote3 ,clairciren und ,centrifugiren4 ,durch die ,kostspieligkeit des ,deckens -- namentlich wenn es sich um ,rohzucker handelt -- ist man veranlasst worden1 dasselbe zu umgehen und durch andere ,methoden zu ersetzen1 so durch das ,clairciren1 wobei man den verkochten ,zucker nicht in den ,formen1 sondern in den ,khlern unter ,umrhren krystallisiren lsst und die krystallinische ,masse in die ,schtzenbach'schen ,ksten mit ,bden aus feinem ,metallgewebe bringt1 durch dessen ,lcher der ,syrup abtropft4 ,die zwischen den ,zuckerkrystallen befindliche ,melasse wird durch reine ,zuckerlsung verdrngt und sodann der feuchte ,zucker in ,formen gefllt4 ,man wendet das ,clairciren gewhnlich zum ,reinigen des zweiten ,produktes an2 seit der ,einfhrung der ,centrifugalmaschinen 7,centrifugen7 zum ,ausschleudern oder ,centrifugiren ist jedoch das ,clairciren sehr ausser ,gebrauch gekommen1 welche man gegenwrtig in allen ,zuckerfabriken zum ,reinigen der ,produkte und ,nachprodukte anwendet4 ,illustration3 ,fig4 #bbg4 ,der wesentlichste ,theil dieses fr die ,zuckergewinnung so wichtigen ,apparates 7,fig4 #bbg stellt die ,construction von ,fesca dar7 ist eine oben offene ,trommel a von feinem ,metallgewebe1 die auswendig durch ,bandeisen die erforderliche ,festigkeit erhlt4 ,sie wird innerhalb eines gusseisernen ,behlters b b mit einer ,geschwindigkeit von #ajjj-aejj ,umdrehungen in der ,minute umgetrieben1 zu welchem ,zwecke die eiserne ,axe e an ihrem obern ,ende ein mit ,leder berzogenes konisches ,frictionsrad c enthlt1 das durch ein gleiches d umgetrieben wird4 ,der innere ,raum der ,trommel wird durch einen ,conus aus ,blech g beengt1 wodurch der zu trocknende ,zucker mehr dem ,rande der ,trommel genhert1 aber auch ,platz fr drei ,flughmmer gewonnen wird1 die das ,gleichgewicht der ,trommel bei der raschen ,umdrehung erhalten sollen4 ,der mittelst der ,centrifuge zu reinigende ,zucker muss eine gleichmssige ,masse ohne ,klumpen bilden4 ,je nach der ,beschaffenheit der ,masse bringt man1 nachdem der ,apparat in ,bewegung gesetzt worden ist1 #fj bis #ajj ,pfund ,masse in die ,centrifuge4 ,die ,masse steigt an der ,trommelwand in die ,hhe und giebt vermge der ,centrifugalkraft den ,syrup durch die ,lcher des ,metallgewebes ab1 whrend die ,zuckermasse im trockenen ,zustande zurckbleibt4 ,man ist im ,stande1 durch diesen ,apparat in #aj-ae ,minuten einen ,centner trockenen ,zuckers zu erhalten4 ,zur ,entfernung des den ,zuckerkrystallen fest anhaftenden ,syrups befeuchtet man die in dem ,apparate zurckgebliebene ,masse mit dnnem ,syrup und setzt sie nochmals der ,wirkung der ,centrifugalkraft aus4 ,sidenote3 ,lschen und ,trocknen4 ,ist aller ,syrup aus dem ,zucker -- aus dem ,brote -- entfernt und der ,boden des ,brotes ziemlich trocken geworden1 so reinigt man den ,boden mit einem ,messer oder einer ,brste1 was man das ,plamotiren oder ,planiren nennt4 ,darauf lsst man die ,brote in den ,formen so lange stehen1 bis der ,boden etwa einen ,zoll tief hart geworden ist1 und entfernt sie dann aus den ,formen4 ,letztere ,operation heisst das ,lschen2 man stsst die ,form gelinde gegen einen ,holzblock 7,lschstuhl71 bis das ,brot sich gelst hat4 ,die ,brote werden1 ohne sie aus der ,form zu nehmen1 auf ,bastmatten umgekehrt1 damit die in der ,spitze befindliche ,feuchtigkeit sich gleichmssig vertheile1 und dann in die ,trockenstube gebracht4 ,vorher wird die usserste ,spitze abgeschlagen und dem ,brote eine neue ,spitze angedreht4 ,in der ,trockenstube werden die ,brote anfnglich bei #be1 zuletzt bei #ej getrocknet4 ,die gehrig getrockneten ,brote werden in einem besonderen ,raume einpapiert1 gebunden1 gewogen und auf's ,lager gebracht4 ,wenn das bis zum ,krystallisationspunkt eingedampfte ,klrsel1 die ,zuckermasse durch ,erkalten krystallisirt ist1 wobei der ,zucker die ,gestalt kleiner krniger ,krystalle annimmt1 und sodann der ,syrup abgeschieden worden ist1 so wird der erhaltene ,zucker als erstes ,produkt bezeichnet4 ,der so gewonnene ,syrup enthlt aber noch eine bedeutende ,menge krystallisirbaren ,zuckers1 welchen man durch ,weiterabdampfen und ,erkalten gewinnt und zweites ,produkt nennt4 ,es ist schon weniger rein als das erste4 ,durch hnliche ,behandlung des von dem zweiten ,produkt gewonnenen ,syrups ist dann noch ein drittes1 dann ein viertes ,produkt zu gewinnen4 ,den von letzterem abgelaufenen ,syrup noch weiter zu behandeln1 lohnt sich selten der ,mhe1 weshalb man ihn als ,melasse verwerthet4 ,das zweite ,produkt wird entweder als ein geringer ,rohzucker verkauft oder durch ,wiederauflsung1 ,abdampfen und ,krystallisiren in ein dem ersten gleiches ,produkt verwandelt1 ebenso wird durch ,umarbeiten des dritten ,produktes zweites erzielt u4 s4 w4 ,drittes und viertes ,produkt werden gewhnlich ,nachprodukte genannt4 ,in einer ,fabrik wurden in den letzten ,jahren im ,durchschnitt aus #ajj ,kilogr4 ,rben gewonnen3 erstes ,produkt1 zu #ig ,proc4 #e1h ,kilogr4 zweites #ib #b1be drittes #hg #j1hj ------------ #h1he ,kilogr4 viertes ,produkt1 ,melasse1 ,manko #c1fe ------------ ,fllmasse #ab1e ,kilogr4 ,je nach ihrer ,reinheit heissen die producirten ,zucker feine ,raffinade1 ,melis1 ,lumpen- oder ,kochzucker1 ,farinzucker u4 s4 w4 ,unter ,saftmelis versteht man eigentlich nur ,hutzucker1 welcher aus reinem ,dicksaft1 also unmittelbar aus der ,rbe erhalten wird1 thatschlich aber lsst sich die ,saftmelisfabrikation dahin definiren1 dass sie in der ,verbesserung der ,rohsfte durch ,einwerfen der ,nachprodukte in der ,weise besteht1 dass ein gleichartiges ,klrsel sich bildet1 aus welchem man guten ,melis darstellen kann4 ,sidenote3 ,rbenmelasse4 ,die ,melassen1 die in so grosser ,menge bei der ,rbenzuckerfabrikation sich bilden1 enthalten meist zu viel fremde ,stoffe 7,caramel1 ,salze1 ,asparaginsure71 um wie die ,rohrzuckermelasse als ,versssungsmittel ,anwendung finden zu knnen4 ,man verarbeitet sie deshalb auf ,spiritus und benutzt den ,rckstand nach dem ,abdestilliren zur ,fabrikation von ,schlempekohle 7vergl4 ,seite #acg71 die auf ,potasche verarbeitet wird 7eine ,arbeit1 die seit dem ,erschliessen der ,stassfurter ,kalisalzlager nicht mehr lohnend und deshalb an vielen ,orten in ,deutschland wieder eingestellt worden ist74 ,da der ,rbenmelassenspiritus wegen seines beln ,geruches und ,geschmackes geringen ,werth hat1 so verwendet man die ,melasse hufig als ,viehfutter -- eine ,anwendung1 die alle ,beachtung verdient4 ,seit einigen ,jahren wandern grosse ,mengen ,rbenmelasse aus ,deutschland nach ,frankreich1 um dort zur ,bierbereitung ,verwendung zu finden4 ,die ,zusammensetzung der ,melasse ist verschieden und richtet sich nach der ,qualitt der verarbeiteten ,rben und nach der ,arbeitsmethode in den ,fabriken4 #ajj ,th4 ,melasse 7vergl4 ,seite #acg7 enthielten ,zucker #ej1a #di1j #dh1j #ej1g ,nichtzucker #cc1c #ce1h #cd1j #cj1h ,wasser #af1f #ae1b #ah1j #ah1e ----------------------------- #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j ,es ist nicht ohne ,erfolg versucht worden1 den ,rohrzucker aus der ,melasse mittelst ,baryt 7vergl4 ,seite #deb7 abzuscheiden4 ,die ,alkalisalze hat man aus der ,melasse durch ,zusatz von ,kieselfluorwasserstoffsure zu fllen versucht4 ,sidenote3 ,kandiszucker4 ,mit dem ,namen ,kandiszucker bezeichnet man den in grossen und harten ,krystallen dargestellten ,zucker4 ,man benutzt zu seiner ,fabrikation fast ausschliesslich nur ,rohrzucker4 ,rbenzucker bildet zu lange und platte ,krystalle4 ,im ,maximum setzt man von letzterem #bj ,proc4 zu4 ,der zur ,darstellung von ,kandiszucker dienende ,zucker wird mit #c-d ,proc4 feiner ,knochenkohle1 dann mit ,eiweiss geklrt und filtrirt4 ,ist das ,klrsel klar1 so schreitet man zum ,kochen1 wozu man gewhnlich eine ,schaukelpfanne ber freiem ,feuer benutzt4 ,aus den ,khlern gelangt das verkochte ,klrsel sofort in die ,krystallisirgefsse2 letztere sind von ,kupfer oder von lackirtem ,eisenblech4 ,die ,wnde dieser ,gefsse sind in acht oder zehn ,reihen durchlchert1 um ,fden durchziehen zu knnen1 welche in den ,krystallisirgefssen horizontal und in gleichmssiger ,entfernung ausgespannt sind4 ,in ,hamburg1 wo der ,kandis sonst und noch jetzt fast ausschliesslich von einzelnen ,arbeitern gemacht wird1 lsst man das vorkochte und vorgewrmte ,klrsel in kupfernen ,tpfen 7,potten7 krystallisiren1 die ebenfalls an den ,seiten ,lcher haben1 durch welche sechs ,reihen ,fden 7#a ,zoll vom ,boden der ,tpfe bis oben7 horizontal ausgespannt sind4 ,nachdem die ,tpfe vorgerichtet sind1 umklebt man den ,topf usserlich mit ,strkekleister und ,papier1 damit kein ,syrup durch die ,oeffnungen dringt 7man sagt3 die ,potten sind geklickst71 fllt das ,klrsel ein und berlsst sie in der ,stove sich selbst4 ,bei braunem ,kandis kann man das ,verkleistern umgehen1 weil der ,syrup ,consistenz genug besitzt1 um nicht durch die feinen ,oeffnungen abzufliessen1 und ausserdem auch die ,oeffnungen bald durch kleine ,kandiskrystalle verschlossen werden4 ,bei ,anwendung von grossen ,krystallisirgefssen verstopft man die ,oeffnungen mit einem dicken ,brei aus feinem ,thon1 ,asche und ,rindsblut4 ,die ,temperatur in der ,trockenstube wird anfnglich auf #ge erhalten1 nach ,verlauf von #f ,tagen steht sie noch auf #de-ej und in #h-aj ,tagen ist die ,krystallisation beendigt4 ,whrend des ,krystallisirens ist jede ,erschtterung1 jeder ,luftzug1 welcher der regelmssigen ,bildung der ,krystalle hinderlich wre1 zu vermeiden4 ,nach beendigter ,krystallisation wird der ,kandis herausgenommen und von der oben befindlichen schwachen ,krystallrinde1 dem ,dexel1 und von dem ,syrup 7dem ,kandisstrzel7 durch ,umstrzen ber ein ,reservoir befreit1 ber welchem ein ,sieb liegt4 ,darauf wird der ,kandis gesplt1 d4 h4 man fllt das ,krystallisirgefss mit schwachem ,kalkwasser an und schttelt1 bis der den ,krystallen adhrirende ,syrup abgewaschen ist1 worauf man das ,splwasser ausleert und vollstndig abfliessen lsst4 ,das ,splwasser muss lauwarm angewendet werden1 zu kalt wrde es ein ,springen der ,krystalle veranlassen1 zu heiss wrden die ,krystalle erblinden4 ,nachdem alles ,splwasser abgelaufen ist1 lscht man die ,krystallisationsgefsse1 indem man sie umgestrzt auf eine ebene ,steinplatte bringt und von aussen klopft1 bis der ,zucker losgelst ist4 ,wo man die ,fden zum ,krystallisiren verwendet1 lst man aussen die ,zwirnsfden1 worauf der ,kandis leicht auf ein untergebreitetes ,tuch fllt4 ,man kann auch den ,kandis von den ,wnden der ,krystallisirgefsse dadurch lsen1 dass man letztere einige ,augenblicke in siedendes ,wasser taucht4 ,der so erhaltene ,kandis ist1 nachdem er etwa einen ,tag lang getrocknet worden war1 fertige ,handelswaare4 ,man unterscheidet drei ,sorten ,kandiszucker1 den weissen1 aus vollkommen weissen1 fast wasserhellen ,krystallen bestehend1 den gelben1 dessen ,krystalle eine strohgelbe ,farbe besitzen1 und den braunen1 von einer dem gewhnlichen ,rohrzucker hnlichen ,farbe4 ,im franzsischen ,flandern fabricirt man auch schwarzen ,kandis1 dort unter dem ,namen ,sucre de ,boerhaave bekannt4 ,zur ,fabrikation des braunen ,kandis dient ,rohzucker mittlerer ,qualitt1 fr gelben ,kandis wendet man gedeckten ,zucker an1 fr den weissen endlich raffinirten ,zucker4 ,der ,kandis wird in grosser ,menge fabricirt und verbraucht4 ,die ,hauptanwendung des weissen ,kandis besteht in der ,bereitung des sogenannten ,liqueur1 einer ,lsung von ,kandis in ,wein und ,cognac1 die in der ,champagnerfabrikation eine grosse ,rolle spielt1 ferner verwendet man ihn in allen ,fllen1 wo es sich um die ,herstellung einer klaren ,zuckerlsung ohne ,klrung handelt4 ,den gelben ,kandis benutzt man in ,belgien und in einigen ,gegenden ,deutschlands zum ,versssen von ,thee und ,kaffee4 ,grosse ,mengen des braunen und gelben ,kandis werden endlich als ,heilmittel bei katarrhalischen ,affectionen consumirt3 es unterliegt wol keinem ,zweifel1 dass zu diesem ,zwecke diejenigen ,kandissorten vorzuziehen sind1 deren ,krystalle nichtkrystallisirbaren ,zucker 7,schleimzucker1 ,chylariose7 in grsserer ,menge einschliessen4 ,sidenote3 ,statistica ber ,produktion von ,rbenzucker4 ,fasst man die gegenwrtige ,rbenzuckerproduktion zusammen1 so ergiebt sich1 dass die jhrliche ,produktion im ,jahre #ahgj gegen #af1jjj1jjj ,ctr4 betrug2 davon kommen auf den ,zollverein #d1jjj1jjj ,ctr4 ,frankreich #f1jjj1jjj ,russland #b1ejj1jjj ,oesterreich #b1ejj1jjj ,belgien #ejj1jjj ,schweden #djj1jjj ,holland #ajj1jjj --------------- #af1jjj1jjj ,ctr4 ,im ,zollverein gab es #ahfg #bif ,fabriken ,rbenconsum #ej1gab1gji ,ctr4 #ahfh #bia #dh1gge1eah ,von den erzeugten #c1ijb1jda ,ctrn4 ,zucker gingen #fgg1bbc ,ctr4 ins ,ausland4 ,der ,rest brachte an ,steuern #i1ijh1hgi ,thlr4 auf4 ,c4 ,traubenzucker4 ,sidenote3 ,vorkommen1 ,zusammensetzung und ,eigenschaften4 ,der ,traubenzucker 7,kartoffelzucker1 ,strkezucker1 ,glycose1 ,dextrose7 ist eine feste ,zuckerart1 die sich neben einem flssigen1 nicht krystallisirbaren ,zucker1 der ,levulose oder ,chylariose 7von ,greek3 gylarion1 ,syrup7 in vielen sssen ,frchten neben ,rohrzucker im ,honig findet und sich auf chemischem ,wege bildet a7 durch ,umwandelung der ,strke1 des ,dextrins1 des ,rohrzuckers1 des ,gummis durch verdnnte ,suren und die sogenannte ,diastase2 b7 durch ,behandeln von ,cellulose und hnlichen ,pflanzenstoffen mit verdnnten ,suren2 c7 durch ,spaltung gewisser ,stoffe der organischen ,chemie 7der sogenannten ,glycoside7 wie des ,amygdalins1 ,salicins1 ,phloridzins1 ,populins1 ,quercitrins1 der ,gallpfelgerbsure u4 s4 w41 welche durch die ,einwirkung von verdnnten ,suren oder von ,synaptase 7,emulsin7 in ,traubenzucker und in andere ,substanzen zerfallen4 ,der ,traubenzucker findet sich in den ,obstsorten in folgender ,menge 7in ,mittelzahlen ausgedrckt73 ,pfirsiche #a1eg ,proc4 ,aprikosen #a1hj ,pflaumen #b1ab ,reineclauden #c1ab ,mirabellen #c1eh ,himbeeren #d1jj ,brombeeren #d1dd ,erdbeeren #e1gc ,heidelbeeren #e1gh ,johannisbeeren #f1aj ,zwetschen #f1bf ,stachelbeeren #g1ae ,rothbirnen #g1de 7nach ,fresenius7 ,birnensorten #h1jb-aj1h ,proc4 7nach ,e4 ,wolff7 ,aepfel #h1cg ,proc4 7nach ,fresenius7 #g1bh-h1jd ,proc4 7nach ,e4 ,wolff7 ,sauerkirschen #h1gg ,proc4 ,maulbeeren #i1ai ,ssskirschen #aj1gi ,trauben #ad1ic ,der ,traubenzucker1 ,c#f;,h#ab,o#f1 ,h#b,o1 krystallisirt aus einer wsserigen ,lsung in hemisphrischen ,warzen oder in blumenkohlhnlichen ,gestalten4 ,er ist weniger leicht lslich in ,wasser1 als der ,rohrzucker2 er bedarf zu seiner ,lsung #a-a_/c ,th4 seines ,gewichtes kalten ,wassers2 in kochendem ,wasser ist er in allen ,verhltnissen lslich und es bildet sich ein ,syrup1 der zwar zuckersss schmeckt1 welcher sich aber nicht in ,fden ziehen lsst1 wie der ,rohrzuckersyrup4 ,man braucht #b-a_/b ,mal so viel ,traubenzucker als ,rohrzucker1 um dem nmlichen ,volumen ,wasser die gleiche ,sssigkeit zu ertheilen4 ,bei #abj hat der ,traubenzucker die ,formel ,c#f;,h#ab,o#f4 ,bei #adj verliert er von ,neuem ,wasser und geht in ,caramel ber4 ,mit tzenden ,alkalien erhitzt1 wird die ,traubenzuckerlsung schon bei #fj-gj unter ,bildung von ,aldehydharz und humushnlichen ,substanzen zersetzt4 ,eine mit ,kali versetzte ,traubenzuckerlsung reducirt in der ,siedehitze ,kupferoxydhydrat zu ,kupferoxydul1 ,silberoxyd zu metallischem ,silber1 ,goldchlorid zu metallischem ,gold4 ,eine ,mischung von ,ferridcyankalium und ,kali zersetzt beim ,erhitzen den ,traubenzucker unter ,entfrbung der vorher gelb gefrbten ,flssigkeit4 ,unter dem ,einflusse der ,fermente erleidet der ,traubenzucker mannichfache ,umwandelungen2 die ,produkte variiren je nach der ,natur der ,fermente und den ,bedingungen1 unter denen man arbeitet4 ,die ,hefe1 sowie sie sich bei der ,ghrung der ,bierwrze bildet1 zerlegt den ,traubenzucker in ,alkohol und ,kohlensure4 #ajj ,kilogr4 ,traubenzucker geben3 #ea1aa ,alkohol1 #dh1hi ,kohlensure4 ,unter gewissen1 noch nicht festgestellten ,bedingungen 7der ,temperatur und der ,concentration7 findet man in der gegohrenen ,flssigkeit ,homologe des ,alkohols1 nmlich ,propylalkohol1 ,butylalkohol und ,amylalkohol1 ausserdem unter allen ,umstnden ,glycerin und kleine ,mengen von ,bernsteinsure und ,milchsure4 ,wenn die ,fermente1 anstatt sauer zu sein1 in ,folge einer freiwilligen ,zersetzung alkalisch reagiren1 so verwandeln sie den ,traubenzucker in ,milchsure1 ohne dass ,gasentwickelung stattfindet4 ,gewhnlich bleibt die ,umwandlung aber nicht bei der ,bildung der ,milchsure stehen1 es tritt ,wasserstoffentwickelung ein und die ,milchsure zersetzt sich in ,buttersure und ,essigsure4 ,unter gewissen ,umstnden erleidet der ,traubenzucker die schleimige ,ghrung und verwandelt sich in ,mannit und einen gummihnlichen ,krper4 ,sidenote3 ,darstellung des ,traubenzuckers4 ,man stellt den ,traubenzucker dar a7 aus den ,trauben1 b7 aus ,strke1 c7 aus ,holz und hnlichen ,pflanzensubstanzen4 ,um ,traubenzucker aus ,trauben darzustellen1 wird der ,saft aus weissen ,trauben geschwefelt1 damit er sich lnger halte und sich durch ,absetzen klre2 der geklrte ,most wird in einem ,kessel mssig erwrmt und mit ,marmor oder ,kreide 7nicht mit gebranntem ,kalk7 oder gemahlenem ,witherit 7,bariumcarbonat7 versetzt1 um einen ,theil der ,weinsure zu neutralisiren1 dann bis zum ,sieden erhitzt und #bd ,stunden ruhig stehen gelassen1 damit die unlslichen ,kalksalze sich absetzen4 ,darauf klrt man den ,most mit ,rindsblut 7auf #ajj ,liter ,most #b-c ,liter ,blut71 schumt ab und dampft den ,most bis auf #bf ,b4 ein4 ,nachdem er einige ,zeit in ,fssern sich selbst berlassen blieb1 giesst man ihn von den ausgeschiedenen ,unreinigkeiten ab und kocht ihn bis auf #cd ,b4 ein1 wodurch ein ,syrup gewonnen wird1 der zu den meisten ,zwecken1 zu denen man den ,traubenzucker anzuwenden pflegt1 anwendbar ist4 ,will man jedoch festen ,traubenzucker daraus darstellen1 so bringt man den noch strker eingekochten ,syrup in ,krystallisirgefsse1 in welchen sich nach #c-d ,wochen krnige ,krystalle abgeschieden haben1 die man1 um die nicht krystallisirende ,chylariose abzuscheiden1 in ,zuckerhutformen bringt und dann durch ,decken mit reiner ,traubenzuckerlsung die ,levulose verdrngt oder in den ,centrifugalmaschinen behandelt4 ,im ,kleinen trennt man die ,levulose1 indem man den feuchten ,krystallbrei auf ,platten von geglhtem ,porcellan oder ,ziegel oder ,glastafeln bringt4 #ajjj ,gewichtstheile ,trauben geben #hjj ,most #bjj ,syrup #adj rohen ,traubenzucker #fj-gj reinen ,traubenzucker4 ,der ,traubenzucker aus ,strke 7,strkezucker1 ,kartoffelzucker7 ist die wichtigste und diejenige ,traubenzuckerart1 die allein fabrikmssig dargestellt wird4 ,die ,bereitung des ,zuckers aus ,strke1 durchweg ,kartoffelstrke1 und verdnnter ,schwefelsure zerfllt in folgende ,operationen3 a7 ,das ,kochen des ,strkemehls mit verdnnter ,schwefelsure geschieht mit ,hlfe von ,wasserdmpfen1 welche in die ,kochbottiche gefhrt werden4 ,im ,kleinen wendet man zweckmssig ,bleikessel an1 welche unten in eine eiserne ,pfanne eingelassen sind4 ,man erhitzt die erforderliche ,menge ,wasser bis zum ,sieden und trgt dann in dasselbe die ,schwefelsure ein1 welche man vorher mit der dreifachen ,gewichtsmenge ,wasser verdnnt hat4 ,dann bringt man bei lebhaftem ,sieden die mit ,wasser zu einer milchigen ,flssigkeit angerhrte ,strke hinzu und rhrt hastig um1 um so viel als mglich die ,kleisterbildung zu umgehen4 ,nachdem alle ,strke eingetragen ist1 wird so lange gekocht1 bis alle ,strke in ,zucker bergegangen ist4 ,bekanntlich geht die ,strke zuerst in ,dextrin und dann erst in ,zucker ber1 ersteres geschieht sofort1 letzteres dagegen erst durch lngere ,zeit fortgesetztes ,kochen4 ,um den ,zeitpunkt1 wo die ,neutralisation der ,schwefelsure vorgenommen werden kann1 richtig zu treffen1 bedient man sich der ,alkoholprobe1 die sich auf die ,unlslichkeit des ,dextrins in alkoholischen ,flssigkeiten grndet4 ,man nimmt dazu auf #a ,th4 der zu prfenden ,zuckerlsung #f ,th4 absoluten ,alkohols2 ist kein ,dextrin mehr vorhanden1 so bildet sich kein ,niederschlag1 sondern nur eine schwache ,trbung4 ,die hier und da vorgeschlagene ,jodprobe ist ohne ,nutzen1 da sie nur anzeigen kann1 dass sich das ,strkemehl in ,dextrin verwandelt habe1 aus welchem sich erst bei weiterem ,kochen ,zucker bildet4 ,in der ,regel nimmt man gegenwrtig auf3 #ajj ,kilogr4 ,strkemehl1 #b ,schwefelsure1 englische 7von #fj ,b47 und #cjj-djj ,liter ,wasser1 wenn ,syrup dargestellt werden soll2 fr die ,bereitung von festem ,traubenzucker erhht man die ,menge der ,schwefelsure bis auf #d ,kilogr41 um die ,kochzeit abzukrzen4 ,die ,verzuckerung der ,strke soll in weit krzerer ,zeit erfolgen1 wenn man der ,schwefelsure eine geringe ,menge ,salpetersure zusetzt4 b7 ,das ,abscheiden der ,schwefelsure aus der ,zuckerflssigkeit ist unstreitig die wichtigste ,operation1 da von ihr nicht nur die ,farbe und ,reinheit1 sondern auch der ,geschmack des ,produktes ganz besonders abhngt4 ,die ,neutralisation geschieht durch ,baryt oder durch ,kalk1 welche beide mit der ,schwefelsure unlsliche ,salze bilden1 die sich am ,boden des ,neutralisationsgefsses absetzen1 so dass die darber stehende ,flssigkeit nach einiger ,zeit klar abgezapft werden kann4 ,der ,baryt wird als ,bariumcarbonat und dieser zwar entweder als ,witherit oder als knstlich dargestellte ,verbindung angewendet und ist ohne ,zweifel das beste ,neutralisationsmittel1 da das entstandene ,bariumsulfat vollkommen unlslich ist1 sich schnell und vollstndig ablagert und auch noch als ,farbematerial verwendet werden kann4 ,leider gestatten es nur selten die localen ,verhltnisse1 sich des ,baryts zu bedienen4 ,der ,kalk ist das gebruchlichste ,neutralisationsmittel2 der sich bildende ,gyps ist aber in ,wasser nicht ganz unlslich1 doch enthlt die ,zuckerlsung nur einen sehr kleinen ,theil davon1 der sich beim ,abdampfen noch betrchtlich vermindert4 ,man wendet den ,kalk an als ,aetzkalk1 ,kreide und ,marmor4 ,die ,neutralisation wird am zweckmssigsten im ,kochbottiche selbst und mit der noch heissen ,zuckerlsung vorgenommen4 ,fr jedes ,kilogramm der angewendeten englischen ,schwefelsure 7,technisches ,molekulargewicht #ajj bis #ajf7 wiegt man ebenso viel feines ,marmorpulver 7,chem4 ,molekulargewicht #ajj7 ab und bringt dasselbe unter fortwhrendem ,umrhren in die zu neutralisirende ,flssigkeit4 ,nachdem aller ,kalk eingetragen worden und die ,flssigkeit auf ,zusatz von neuem ,marmor nicht mehr aufbraust1 prft man mit ,lakmuspapier4 ,die ,neutralisation ist aber keineswegs vollkommen erfolgt1 wenn blaues ,lakmuspapier sich nicht mehr rthet1 und eine ,probe mit ,lakmustinktur1 die weit empfindlicher ist als das damit getrnkte ,papier1 wird oft das ,gegentheil beweisen1 und nicht selten wird man nach dem ,eindampfen der ,flssigkeit1 wobei die ,schwefelsure mehr concentrirt wurde1 finden1 dass der auf #bf ,b4 gebrachte ,syrup wieder sauer reagirt1 so dass man von ,neuem zu neutralisiren genthigt ist4 ,um alle ,schwefelsure zu sttigen1 ist es vortheilhaft1 sobald ,lakmuspapier keine freie ,sure mehr anzeigt1 fr je #aj ,kilogramm der angewendeten ,schwefelsure #bej-ejj ,grm4 ,bariumcarbonat in die ,flssigkeit einzurhren1 welches die letzten ,surereste hinwegnimmt4 c7 ,das ,eindampfen und ,reinigen der so erhaltenen ,zuckerlsung geschieht auf folgende ,weise3 ,man dampft die ,flssigkeit in flachen kupfernen ,kesseln bei gelindem ,feuer1 am besten durch ,wasserdmpfe ein2 es scheiden sich dabei ,gyps und andere ,unreinigkeiten1 letztere als ,schaum aus1 welche entfernt werden4 ,die bis auf #ae-af ,b4 eingekochte ,flssigkeit wird ber ,knochenkohle filtrirt1 der filtrirte ,syrup wird durch eine ,saftpumpe in grosse ,reservoirs geleitet1 aus welchen er in die ,abdampfpfannen fliesst1 in welchen er durch ,dmpfe bis auf #cj abgedampft wird1 wobei sich von ,neuem ,gyps abscheidet1 der von der ,flssigkeit getrennt werden muss4 ,beabsichtigt man die ,darstellung von festem ,zucker1 so dampft man den ,syrup in flachen ,gefssen bis auf #dj-da ,b4 ab und bringt ihn dann in ,krystallisirpfannen2 sobald die ,krystallisation begonnen hat1 wird die krnige ,flssigkeit in ,fsser gefllt1 in denen sie nach einiger ,zeit gnzlich fest wird4 ,auf diese ,weise lsst sich jedoch nur ein sehr untergeordnetes und unreines ,produkt erhalten1 das namentlich zur ,bereitung von knstlichem ,weine nicht anwendbar ist4 ,ein schneres und weisseres ,fabrikat erhlt man1 wenn man die ,melasse von den ,traubenzuckerkrystallen trennt4 ,zu diesem ,zwecke bringt man den durch ,thierkohle filtrirten ,saft1 aus welchem sich durch ,absetzenlassen ein ,theil des ,gypses abgeschieden hat1 in gewhnliche ,weinfsser1 welche auf ,querbalken eines einen ,fuss hohen ,gestelles ruhen4 ,der untere ,boden ist mit #ab-bd ,lchern versehen1 welche mit hlzernen ,zapfen verschlossen sind4 ,nach #h-aj ,tagen ist das ,fass mit in der ,flssigkeit zerstreuten ,krystallanhufungen erfllt2 man entfernt nun die ,zapfen und lsst die ,melasse abfliessen1 wobei man nach und nach die ,fsser neigt4 ,der so erhaltene ,zucker wird auf ,gypsplatten gelegt und in ,trockenstuben gebracht1 welche die ,melasse zum grssten ,theile absorbiren4 ,die trockne ,masse wird gesiebt und das ,pulver entweder in ,zuckerhutformen gepresst oder als ,pulver in ,fsser gepackt4 7,die ,fabrikation des ,traubenzuckers aus ,holz und hnlichen ,substanzen hat nur fr die ,spiritusfabrikation1 und in neuerer ,zeit fr die ,holzpapierfabrikation -- ,seite #dji -- ,interesse47 ,sidenote3 ,zusammensetzung des ,strkezuckers4 ,die ,zusammensetzung des ,strkezuckers1 wie er im ,handel sich findet1 ist eine sehr verschiedene4 ,whrend indessen vor wenig ,jahren noch der kufliche ,strkezucker nur #ej ,proc4 ,zucker1 #cb1e ,proc4 fremde ,stoffe und #ag1e ,proc4 ,wasser enthielt1 kommt in neuerer ,zeit der ,strkezucker in grsserer ,reinheit vor1 so fand ,gschwndler 7#ahgj7 bei der ,untersuchung einiger ,strkezuckersorten #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,traubenzucker #fg1e #fd1j #fg1b #ge1h #fb1b ,dextrin #i1j #ag1d #i1a #i1j #h1h ,wasser #ai1e #aa1e #bj1j #ac1a #bd1f ,fremde ,bestandtheile #d1j #g1a #c1g #b1a #d1d ------------------------------------- #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j ,sidenote3 ,anwendung des ,traubenzuckers4 ,der ,traubenzucker 7aus ,strke7 findet als ,ersatzmittel des ,zuckers der ,trauben und des in dem ,malz durch die ,einwirkung der ,diastase erzeugten ,zuckers ,anwendung und zwar zur ,bereitung von ,wein 7nach dem ,verfahren von ,gall und ,petiot7 und auch von ,bier4 #a ,ctr4 ,kartoffelzucker soll #c ,ctr4 ,braumalz zu ersetzen im ,stande sein4 ,auch wird er gegenwrtig in erstaunlicher ,menge anstatt des ,honigs in der ,zuckerbckerei und ,lebkchnerei verwendet1 ferner findet er ,anwendung in den ,mostrich- und ,tabakfabriken und endlich zur ,herstellung der ,zuckercouleur1 die zum ,braunfrben der ,liqueure und des ,essigs1 des ,rum und ,cognac und mitunter zum ,frben des ,bieres und ,weines verwendet wird4 ,man stellt die ,zuckercouleur durch ,erhitzen von ,strkezucker in einem ,kessel bis zur ,bildung einer dunkelbraunen ,schmelze dar1 die man dann in ,wasser zu einer dickflssigen dunkelbraunen ,flssigkeit lst4 ,hufig nimmt man des ,schmelzen des ,zuckers unter ,zusatz von ,natriumcarbonat oder ,aetznatron vor4 ,die ,produktion an ,strkezucker im ,zollverein ist eine ansehnliche4 ,im ,jahre #ahgj producirten #fj ,fabriken gegen #bej1jjj ,centner ,strkesyrup und #aej1jjj ,strkezucker4 ,die ,ghrungsgewerbe4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,in ,zersetzung begriffene ,eiweisssubstanzen oder ,protenkrper1 sowie gewisse auf der niedrigsten ,stufe der ,organisation stehende ,pflanzen1 die ,hefenpilze1 knnen bei ,gegenwart von ,wasser und innerhalb gewisser ,temperaturgrenzen1 durch unmittelbare ,berhrung die ,zersetzung oder ,spaltung einer anderen organischen ,verbindung veranlassen1 ohne dass in den meisten ,fllen die ,elemente der einen ,verbindung an die andere etwas abgeben oder derselben etwas entziehen4 ,der ,process einer solchen ,zersetzung einer organischen ,substanz nennt man ,ghrung4 ,die ,zersetzung eines ghrungsfhigen organischen ,krpers besteht entweder darin1 dass derselbe sich in zwei oder mehrere ,verbindungen spaltet1 wie die ,dextrose und ,levulose bei der geistigen ,ghrung in homologe ,alkohole und ,suren 7,kohlensure und ,bernsteinsure71 oder sich nur in seinen ,moleklen anders gruppirt1 wie beim ,uebergange des ,milchzuckers in ,milchsure 7bei der ,milchsureghrung7 oder dass endlich der ,sauerstoff der ,atmosphre sich mit den ,elementen des organischen ,krpers entweder zu neuen organischen ,verbindungen1 oder zu einfachen anorganischen1 zu ,kohlensure1 ,kohlenwasserstoff u4 s4 w4 verbindet4 ,letztere ,art der ,zersetzung heisst1 wenn ein kohlenstoffreicher ,rckstand 7,humus7 bleibt1 ,vermoderung1 wenn dagegen nur die mineralischen ,bestandtheile zurckbleiben1 ,verwesung4 ,dem ,sprachgebrauche nach findet das ,wort ,vermoderung hauptschlich auf den ,akt der ,zersetzung von ,vegetabilien1 das ,wort ,verwesung auf ,thierkrper ,anwendung4 ,beide1 ,vermoderung und ,verwesung1 finden bei ,zutritt von feuchter ,luft statt4 ,bei ,vorhandensein von grsseren ,mengen ,wasser gehen beide ,processe in die ,fulniss ber1 deren ,eintritt sich durch die ,entwickelung belriechender ,gasarten zu erkennen giebt und deren ,endprodukte anorganische ,verbindungen -- ,kohlensure1 ,ammoniak1 ,schwefelwasserstoff und ,wasser sind -- whrend die ,produkte derjenigen ,zersetzungsprocesse1 welche man den ,ghrungen beizhlt1 zum ,theil immer organische ,verbindungen sind4 ,sind bei der ,ghrung die ,eiweisskrper nur ,erreger des ,zersetzungsprocesses1 der sich auf die anderen vorhandenen organischen ,substanzen erstreckt1 so sind die eiweisshnlichen ,krper bei der ,fulniss zum grssten ,theil diejenigen1 die zersetzt werden1 und die meist in berwiegender ,quantitt vorhanden sind4 ,derjenige ,krper1 welcher die ,ghrung hervorzurufen im ,stande ist1 heisst das ,ferment oder der ,ghrungserreger1 bei der geistigen ,ghrung die ,hefe4 ,das ,ferment ist entweder ein organisirtes ,wesen1 ein ,ghrungspilz wie die ,hefe1 oder eine in ,zersetzung begriffene ,protensubstanz4 ,in technologischer ,hinsicht hat man von den zahlreichen ,ghrungsarten1 welche die heutige organische ,chemie aufzuweisen vermag1 nur auf folgende ,rcksicht zu nehmen3 #a7 die geistige ,ghrung 7,alkoholghrung71 auf welche sich die wichtigsten ,ghrungsgewerbe1 die ,weinbereitung1 die ,bierbrauerei und die ,spiritusfabrikation grnden2 #b7 die ,milchsureghrung1 welche beim ,sauerwerden der ,milch1 bei der ,sauerkrautbildung u4 s4 w4 auftritt1 und bei hherer ,temperatur leicht in #c7 die ,buttersureghrung bergeht4 ,an diese ,arten der ,ghrung schliesst sich an #d7 die ,fulniss1 insofern die technische ,chemie ,mittel an die ,hand giebt1 die ,fulniss zu verhindern oder die bereits eingetretene aufzuhalten4 ,auf der ,kenntniss und ,anwendung dieser ,mittel beruht die ,conservation der ,nahrungsmittel4 ,sidenote3 ,geistige ,ghrung4 ,die geistige oder ,alkoholghrung bewirkt das ,zerfallen gewisser ,zuckerarten1 und zwar der ,dextrose 7,glycose1 ,traubenzucker71 der ,levulose 7,chylariose1 ,schleimzucker7 und der ,galaktose 7,lactose7 in eine ,anzahl von ,produkten1 unter denen ,alkohol und ,kohlensure als ,hauptprodukte auftreten4 ,insofern ,rohrzucker und ,milchzucker im ,stande sind1 in intervertirten ,zucker 7ein ,gemenge von ,dextrose und ,levulose7 und in ,galaktose berzugehen1 rechnet man auch diese ,zuckerarten zu den ghrungsfhigen4 ,in gewisser ,hinsicht schliesst sich ihnen das ,strkemehl an4 ,nach den ,untersuchungen von ,lermer und v4 ,liebig 7#ahgj7 geht ,dextrin1 bei ,gegenwart von ,zucker1 gleichfalls in ,alkohol und ,kohlensure ber4 ,sieht man einen ,augenblick von allen solchen ,ghrungsprodukten ab1 die nur in geringerer ,menge auftreten1 so erzeugen #ajj ,gewichtstheile3 ,alkohol4 ,kohlensure4 krystallis4 ,dextrose ,c#f;,h#ad,o#g #df1df #dd1dj #ij1hf wasserfreie ,dextrose ,c#f;,h#ab,o#f #ea1a #dh1i #ajj ,rohrzucker ,c#ab;,h#bb,o#aa #ec1hj #ea1df #aje1bf ,strkemehl ,c#f;,h#aj,o#e #ef1gh #ed1cb #aaa1aj #a ,molek4 ,dextrose ,c#f;,h#ab,o#f #ahj giebt #b ,molek4 ,alkohol #b;,c#b;,h#f,o #ib #d ,kohlensure #b;,,co#b #hh --- #ahj ,in neuerer ,zeit hat ,pasteur gezeigt1 dass bei der ,alkoholghrung keine ,milchsure1 deren ,gegenwart frher angenommen wurde1 auftritt1 dass dagegen ,bernsteinsure ein constantes ,produkt der ,ghrung sei1 dessen ,menge wenigstens #j1f-j1g ,proc4 vom ,gewicht des ,zuckers betrgt4 ,ferner bildet sich ,glycerin 7ber #c ,proc4 vom ,zucker71 welches in allen gegohrenen ,flssigkeiten1 namentlich im ,wein enthalten ist4 ,die #e-f ,proc4 vom ,gewicht des ,zuckers1 welche nicht ,alkohol liefern1 zerfallen bei der geistigen ,ghrung in3 ,bernsteinsure #j1f-j1g ,glycerin #c1b-c1f ,kohlensure #j1f-j1g ,cellulose1 ,fettsubstanz u4 s4 w4 #a1b-a1e ------- #e1f-f1e ,sidenote3 ,hefe4 ,das ,ferment der geistigen ,ghrung1 die ,hefe1 deren ,natur zuerst von ,cagniard-,latour erkannt1 in neuerer ,zeit von ,a4 de ,bary1 ,j4 ,wiesner1 ,hoffmann1 ,bail1 ,berkley1 ,pasteur1 ,hallier1 ,bchamp1 ,lermer festgestellt wurde1 scheidet sich whrend der ,ghrung sowol an der ,oberflche der ghrenden ,flssigkeit1 als auch am ,boden der ,ghrungsgefsse als feine1 gleichfrmig thonfarbig-weissliche ,masse aus4 ,im ersteren ,falle heisst sie ,oberhefe1 sie bildet sich unter anderem bei der ,ghrung des oberghrigen ,bieres1 was man in vielen ,gegenden ,norddeutschlands1 in ,england und in ,strassburg braut2 auch die in der ,bckerei zum ,aufgehen des ,teiges angewendete ,hefe 7,brme7 ist ,oberhefe2 sie macht ferner einen ,bestandtheil des ,sauerteiges aus1 in letzterem ,falle im ,gemenge mit ,milchsurehefe4 ,fr die ,ghrungsgewerbe hat die ,oberhefe eine untergeordnete ,bedeutung4 ,die ,unterhefe ist das ,ferment der ,weinghrung und der ,ghrung der ,bierwrze nach dem bayerischen und ,schwechater ,brauverfahren4 ,in der ,branntweinbrennerei ist die ,hefe meist ein ,gemenge von ,ober- und ,unterhefe4 ,frische ,hefe erscheint als ein schmutzig gelbgrauer oder rthlicher ,schlamm von unangenehmem ,geruche und saurer ,reaktion4 ,unter dem ,mikroskope lassen sich beide ,hefenarten leicht unterscheiden4 ,die ,oberhefe 7von oberghrigem ,weizenbier7 besteht aus kugelfrmigen oder ellipsodischen ,zellen von ziemlich gleicher ,grsse1 deren ,durchmesser hchstens #j1ja ,millimeter betrgt2 sie schwimmen theils einzeln1 theils mit anderen ,zellen von gleicher ,grsse zusammenhngend1 theils mit kleineren ,nebenzellen verbunden1 die so mit der grsseren ,zelle zusammenhngen1 dass zwischen ihnen kein ,trennungsstrich zu bemerken ist1 in der ,flssigkeit herum4 ,die ,oberhefe erscheint als eine mit der ,zellenwand versehene ,zelle1 die so durchsichtig ist1 dass eine darunter befindliche ,zelle deutlich wahrgenommen werden kann2 in ihrer ,mitte befindet sich ein dunkler ,kern 7,protoplasmakrner71 der aus einem oder mehreren ,stcken besteht4 ,die ,unterhefe 7von bayerischem ,lagerbier7 besteht wol auch aus ,zellen1 von denen einige ihrer ,grsse nach den ,oberhefenzellen hneln1 sie sind aber nicht zusammenhngend wie jene2 die meisten der ,unterhefenzellen sind bei weitem kleiner und von den verschiedensten ,dimensionen2 diese kleineren ,zellen hngen theils in ,gruppen an den grsseren1 theils unter sich zusammen1 theils1 und es ist dies bei dem grssten ,theile der ,fall1 schwimmen sie isolirt in der ,flssigkeit herum4 ,die ,unterhefenzellen hngen nur mechanisch aneinander1 eine ,erschtterung ist hinreichend1 sie zu trennen4 ,in dem ,innern der grsseren ,zellen bemerkt man deutlich kleinere ,zellchen1 die sich dem ,ansehen nach wie die grosse ,zelle verhalten2 man zhlt deren drei1 vier und mehrere1 oder es sind dieselben in solcher ,anzahl vorhanden1 dass sie durch ihre ,menge zu einer nebelartigen ,masse verschwimmen4 ,ich fand durch ,versuche 7deren ,resultate in einer #ahdg von der philosophischen ,facultt der ,universitt ,leipzig gekrnten ,abhandlung verffentlicht wurden7 die ,angabe ,mitscherlich's besttigt1 dass die ,fortpflanzung der ,oberhefe durch ,ausdehnung der ,zellenhlle 7durch ,knospung oder ,sprossung7 stattfindet und dass eine neu gebildete ,zelle erst dann sich fortpflanzen kann1 wenn sich im ,innern ein ,kern gebildet hat1 der aber nicht von der ,mutterzelle herrhrt4 ,es geschieht fast immer1 dass ausgewachsene ,zellen mit einem ,theil ihrer ,brut sich von der ursprnglichen ,zelle trennen4 ,zur ,beobachtung der ,fortpflanzung der ,unterhefe brachte ich eine ausgewachsene ,unterhefenzelle1 in deren ,innerem sich ein krniger ,kern zeigte1 mit concentrirter ,bierwrze gemischt unter das ,mikroskop4 ,die ,temperatur blieb constant #g-aj4 ,es gelang nicht1 die grosse ,zelle von einigen nebenschwimmenden kleinen ,zellchen zu befreien1 ebensowenig1 die ,art der ,fortpflanzung zu beobachten4 ,der ,inhalt der ,zellen bewegte sich und mit der ,zeit wurde der verschwommene ,inhalt krnig2 die neben der ,zelle befindlichen ,zellchen und ,sporen wuchsen und ihre ,anzahl nahm zu1 bis sich mindestens #cj-dj kleine ,zellchen entwickelt hatten4 ,diese ,zellen 7,leptothrix-,krner7 waren entweder aus der ,mutterzelle durch ,platzen der ,zellenhlle geschlpft oder sie hatten sich aus in der ,bierwrze bereits vorhandenen1 mikroskopisch jedoch nicht wahrnehmbaren ,sporen entwickelt4 ,der von der ,zellenwandung getrennte ,zelleninhalt gab3 aus ,bieroberhefe aus ,bierunterhefe ,kohlenstoff #dd1cg #di1gf ,wasserstoff #f1jd #f1hj ,stickstoff #i1bj #i1ag ,sauerstoff1 ,schwefel und ,asche #dj1ch #cd1bf ,die ,oberhefe enthielt #b1e ,proc41 die ,unterhefe #e1bi ,proc4 ,asche4 ,der ,schwefelgehalt betrgt durchschnittlich #j1e-j1h ,proc4 ,die ,hefenasche besteht wesentlich aus ,kali1 ,phosphorsure1 ,kieselerde und ,magnesia4 ,ueber die ,rolle der ,hefe bei der geistigen ,ghrung sind 7ungeachtet der neueren ,untersuchungen von v4 ,liebig1 ,pasteur1 ,lemaire u4 ,a47 die ,ansichten der ,chemiker noch ziemlich getheilt4 ,soviel lsst sich jedoch annehmen1 dass die chemische ,action bei der geistigen ,ghrung mit den ,lebensvorgngen der ,hefe in unmittelbarster ,beziehung steht und die geistige ,ghrung wesentlich auf der ,bildung von ,hefenzellen1 auf der ,entwickelung organisirter ,substanz beruhe4 ,hierbei hat man zwei ,flle zu unterscheiden4 ,die ,hefe1 speciell die ,bierhefe1 mit ihrem botanischen ,namen ,saccharomyces cerevisiae oder ,hormiscium cerevisiae -- ein ,abkmmling der ,schimmelpilze ,penicillium glaucum1 ,ascophora ,mucedo1 ,a4 elegans und ,periconia hyalina1 deren ,sporen allenthalben in der ,atmosphre vorkommen -- wirkt nmlich entweder auf reine ,zuckerlsung1 ohne dass ,protenkrper vorhanden sind1 oder sie wirkt in ,gegenwart von ,eiweisssubstanzen4 ,der letztere ,fall tritt ein1 wenn eine mit ,eiweisskrpern versetzte ,lsung von ghrungsfhigem ,zucker sich selbst berlassen bleibt1 so dass der ,zutritt der atmosphrischen ,luft nicht ganz abgeschnitten ist4 ,die berall und namentlich in ,ghrungslokalen in der ,luft verbreiteten ,hefensporen finden in dieser ,lsung einen zur ,vegetation geeigneten ,boden1 und indem sie sich darin zu ,hefenzellen ausbilden1 bewirken sie die geistige ,ghrung1 die in diesem ,falle ,selbstghrung genannt wird4 ,mge nun in dem zweiten ,falle die ,hefenkultur durch knstliche ,verjngung 7zu vergleichen der ,pflanzmethode der ,landwirthe7 oder durch die ,sporen der ,luft 7,saatmethode7 eingeleitet worden sein1 so wird man nach beendigter ,ghrung immer ernten knnen1 d4 h4 man wird mehr davon sammeln1 als man angewendet hat4 ,im ersteren ,falle1 wobei ,zuckerwasser mit ,hefe zusammengebracht wurde1 ohne dass die als ,nahrungsmittel der ,hefenpflanze nothwendige ,protensubstanz vorhanden war1 ist die ,hefe nach beendigter ,ghrung erschpft und nicht ferner im ,stande1 ,ghrung zu erzeugen4 ,whrend der geistigen ,ghrung wird demnach ,hefe consumirt2 mithin auch in dem zweiten erwhnten ,falle1 wo ,hefe geerntet wird2 da sich aber in ,folge der vorhandenen reichlichen ,nahrung grosse ,massen von neuen ,hefenzellen bilden1 so wird das ,gewicht der verschwundenen ,hefe durch die ,gewichtszunahme der regenerirten ,hefe verdeckt4 ,sidenote3 ,bedingungen der geistigen ,ghrung4 ,die ,bedingungen der geistigen ,ghrung fallen zusammen mit den ,bedingungen der ,vegetation der ,hefenpflanze1 mit dem ,unterschiede jedoch1 dass man bei der geistigen ,ghrung die grsstmglichste ,menge ,alkohol erzeugen will4 ,ist nicht die ,alkoholproduktion1 sondern die ,hefenerzeugung der ,zweck der geistigen ,ghrung1 so kann es vorkommen1 dass nur eine geringere ,menge ,alkohol sich bildet4 ,es mssen folgende ,bedingungen erfllt sein1 wenn ,alkoholghrung stattfinden soll3 #a7 eine wsserige ,lsung von ,zucker und zwar von #a ,th4 ,zucker in #d-aj ,th4 ,wasser4 ,der ,zucker kann sein entweder eine ghrungsfhige ,zuckerart wie ,dextrose und ,levulose1 oder eine nicht ghrungsfhige wie ,rohrzucker oder ,milchzucker2 in letzterem ,falle muss zugleich eine ,sure oder ein anderes ,agens vorhanden sein1 welches den ,uebergang dieser ,zuckerarten in ghrungsfhige bewirkt4 #b7 ,gegenwart von ,hefe1 und zwar von ,pflanzen 7,stellhefe7 oder ,sporen4 ,im ersteren ,falle nimmt man an1 dass #a ,th4 ,hefe auf #e ,th4 ,zucker hinreichend sei1 um eine krftige1 normal verlaufende ,ghrung zu bewirken4 ,soll durch ,sporen die ,ghrung vor sich gehen 7,selbstghrung71 so mssen die ,bedingungen der ,entwickelung der ,sporen -- ,protenkrper und phosphorsaure ,erden und ,alkalien -- vorhanden sein4 ,ist demnach keine ,hefe vorhanden1 so treten zu den ,bedingungen der geistigen ,ghrung #c7 atmosphrische ,luft1 insofern dieselbe die zum ,einleiten der ,ghrung erforderlichen ,keime liefert2 #d7 eine gewisse ,temperatur1 deren ,grenzen #e und #cj sind4 ,in der ,regel geht die geistige ,ghrung jedoch bei einer ,temperatur zwischen #i und #be vor sich4 ,je niedriger die ,temperatur1 desto langsamer verluft die ,ghrung1 und umgekehrt4 ,bei einer ,temperatur1 die hher ist als #cj1 geht die ,alkoholghrung leicht in andere ,ghrungsarten1 namentlich in ,buttersure ber4 ,die vier ,gewerbe1 die sich auf die geistige ,ghrung grnden1 sind3 die ,weinbereitung1 bei welcher man nicht allen1 sondern nur einen ,theil des ,zuckers des ,mostes in ,alkohol und ,kohlensure berzufhren sucht4 ,der ,alkohol wird von der vergohrenen ,flssigkeit nicht getrennt4 ,der grsste ,theil der ,kohlensure entweicht4 ,ein kleiner ,theil derselben bleibt in der gegohrenen ,flssigkeit und ist zu deren ,haltbarkeit nothwendig4 ,bei unterdrckter ,ghrung wird ein ,theil der durch eine regulirte ,ghrung gebildeten ,kohlensure von der ,flssigkeit absorbirt und entweicht nach ,beseitigung des ,druckes unter ,schumen 7,schaumweine72 die ,bierbereitung1 bei welcher die alkoholbildende ,substanz meist ,strkemehl ist2 ein ,theil desselben geht in nicht ghrungsfhiges ,dextrin1 ein anderer und grsserer ,theil in ,dextrose ber1 deren ,zersetzung in einer krftigen ,ghrung bewirkt wird4 ,ein kleiner ,theil der ,dextrose wird reservirt und dient zur ,unterhaltung der ,nachghrung1 welche durch ,temperaturerniedrigung mglichst verlangsamt wird und in ,folge der dabei stattfindenden ,kohlensureausscheidung das ,bier zum ,aufbewahren geeignet macht4 ,ebenso wie bei dem ,weine wird der ,alkohol von der gegohrenen ,flssigkeit nicht abgeschieden4 ,whrend man bei der ,bierbrauerei nur einen ,theil des als ,rohmaterial angewendeten ,strkemehls in ,dextrose berfhrt und dasselbe nur nach und nach in ,alkohol und ,kohlensure verwandelt1 ist es dagegen die ,aufgabe der ,spiritusfabrikation1 aus dem gegebenen ,material -- ,strkemehl oder ,zucker -- in der krzesten ,zeit die grsstmglichste ,menge ,alkohol zu erzeugen1 welcher von der gegohrenen ,flssigkeit durch ,destillation getrennt wird4 ,der ,zweck der ,weinbereitung ist stets die ,erzeugung von ,wein1 der der ,brauerei die ,fabrikation von ,bier1 bei der ,spiritusfabrikation ereignet es sich dagegen hufig1 dass die ,erzeugung der ,brennereirckstnde1 als ,mastfutter1 als ,hauptprodukt in den ,vordergrund1 die des ,spiritus als ,nebenprodukt in den ,hintergrund tritt4 ,die ,spiritusfabrikation ist oft ein ,mittel zum ,zweck der ,herstellung eines concentrirten ,viehfutters4 ,die ,bckerei gehrt bei dem gegenwrtigen ,betriebe des ,gewerbes in gewisser ,beziehung auch zu den ,ghrungsgewerben1 insofern beim ,aufgehen des ,teiges geistige ,ghrung stattfindet4 ,nur kommt hierbei nicht der ,alkohol1 sondern nur die ,kohlensure in ,betracht1 deren ,erzeugung der ,zweck der durch ,sauerteig oder ,hefe eingeleiteten ,ghrung ist4 ,bei den vorstehenden ,ghrungsgewerben sieht man auf die ,erzeugung von ,alkohol oder von ,kohlensure1 oder von beiden zugleich4 ,aber auch die ,bildung von ,hefe kann der ,zweck der geistigen ,ghrung sein1 wobei der zugleich mit erzeugte ,alkohol kaum in ,frage kommt4 ,aus diesem ,grunde schliesst sich die ,hefenfabrikation den auf geistige ,ghrung sich sttzenden ,gewerben an4 ,die ,weinbereitung4 ,sidenote3 ,wein4 ,unter dem ,namen ,wein versteht man in der engeren ,bedeutung des ,wortes eine alkoholische ,flssigkeit1 welche durch ,selbstghrung des ,traubensaftes und ohne ,destillation gewonnen wurde4 ,in der weiteren ,bedeutung rechnet man zu den ,weinen eine jede durch ,ghrung eines ,obstsaftes entstandene geistige ,flssigkeit4 ,sidenote3 ,der ,weinstock und seine ,hauptarten4 ,der ,weinstock1 eine ,pflanze aus der ,familie der ,sarmentaceen1 gedeiht weder in der kalten1 noch in der tropischen ,zone und in den gemssigten nur unter gewissen ,bedingungen1 die sich auf das ,klima und die ,bodenbeschaffenheit erstrecken4 ,im ,allgemeinen gerth er auf dem ,festlande ,europas noch bis zum #ej n4 ,b4 und giebt cultivirt in besonders gnstigen ,lagen noch bis zum #ea-eb n4 ,b4 7,sachsen und ,schlesien7 trinkbaren ,wein4 ,er erfordert eine mittlere ,jahrestemperatur von #aj-aa und eine mittlere ,temperatur der ,sommermonate von #ah-bj4 ,die ,jahrestemperatur ist weniger maassgebend1 weil die ,bildung des ,zuckers unter ,mitwirkung der ,sommerwrme und intensiven ,sonnenlichtes vor sich geht4 ,ein ,klima mit strengem ,winter und heissem ,sommer ist daher dem ,weinbau gnstiger1 als ein ,klima mit gemssigtem ,sommer und mildem ,winter4 ,england mit einer mittleren ,jahrestemperatur von #aa ist folglich zum ,weinbau gnzlich ungeeignet4 ,von grossem ,einfluss auf die ,qualitt des ,weins ist die ,jahreswitterung2 whrend der ,periode des ,wachsthums ist ,feuchtigkeit1 whrend des ,reifens ,sonnenhitze am zutrglichsten4 ,der ,weinstock gedeiht fast auf allen ,bodenarten1 sofern dieselben nur die zur ,vegetation der ,rebe erforderliche ,menge von ,kali enthalten2 am besten sagt ihm ein warmer1 lockerer ,boden zu1 weniger ein kiesiger1 am wenigsten ein schwerer1 feuchter ,lehmboden mit nassem ,untergrund4 ,besonders gut kommt der ,weinstock auf verwitterten ,feldspathgesteinen 7,granit1 ,syenit1 ,gneuss7 und auf vulkanischem ,boden fort4 ,thonschiefer1 ,thonmergel1 ,gyps1 ,kalk- und ,kreideboden sind dem ,weinbau sehr frderlich4 ,die ,benutzung der ,weintraube ist eine hchst mannigfache1 ausser zur ,bereitung von ,most und ,wein1 wird sie zum unmittelbaren ,genusse verwendet2 ausserdem dient sie zur ,bereitung des chten ,traubenzuckers1 des ,franzbranntweins 7,cognacs71 des ,weinessigs u4 s4 w4 ,die ,weintrester 7,treber7 finden zur ,darstellung eines ,fermentles1 des ,markles 7huile de marc71 die ,kerne zur ,bereitung von ,oel1 die ,weinhefe zur ,fabrikation von ,potasche ,anwendung4 ,durch ,trocknen so zubereitet1 dass sie einer lngeren ,aufbewahrung fhig sind1 heissen die ,weintrauben ,cibeben und ,corinthen4 ,sidenote3 ,traubenlese4 ,die ,zuckerbildung beginnt in der ,traube schon frh und in dem ,maasse wie der ,zuckergehalt steigt1 tritt die ,sure zurck4 ,mit dieser ,abnahme geht eine stetige ,zunahme der ,mineralbestandtheile ,hand in ,hand4 ,die von ,c4 ,neubauer ausgefhrten ,analysen von ,trauben vom ,neroberg bei ,wiesbaden 7#ahfh7 zeigten am #bg4 ,juli #j1f ,proc4 ,zucker und #b1g ,proc4 freie ,sure1 #i4 ,aug4 #j1i #b1i #ag4 #b1c #b1h #bh4 #h1b #a1i #g4 ,sept4 #aa1i #a1b #ag4 #ah1d #j1ie #bh4 #ag1e #j1h #e4 ,oct4 #af1i #j1h #ab4 #ah1f #j1i #bb4 #ag1i #j1f ,da die ,trauben um so mehr ,zucker enthalten1 je reifer sie sind1 und da sie um so alkoholreicheren ,wein geben1 je mehr ,zucker sie enthalten1 so darf die ,traubenlese 7der ,herbst7 nur im mglichst reifen ,zustande der ,beeren stattfinden4 ,die ,reife erkennt man daran1 dass die ,beeren der weissen ,trauben an der ,sonnenseite nicht mehr grn1 sondern brunlichgelb und durchscheinend sind1 die der rothen und blauen ,trauben schwarz erscheinen und beide schon anfangen welk zu werden1 die ,kerne sich leicht vom ,fleisch lsen und die ,traubenstiele braun und welk geworden sind und am ,gelenk leicht abbrechen4 ,die ,trauben werden entweder abgebeert oder sie werden nicht abgebeert4 ,das ,abbeeren 7,ablsen1 ,rappen7 von den ,traubenstielen 7,kmmen oder ,trappen7 geschieht entweder mit der blossen ,hand1 oder mittelst eines ,weidengeflechtes1 welches #h-i ,linien weite ,oeffnungen hat1 durch die man die abgerissenen ,beeren in eine untergestellte ,kufe fallen lsst1 oder mittelst der ,raspel1 einem hlzernen oder messingenen ,gitter1 dessen ,stbe oben scharfe ,kanten haben und ,zwischenrume zwischen sich lassen1 welche den ,beeren1 aber nicht den ,kmmen ,durchgang gestatten1 oder endlich mit ,hlfe der ,gabel1 einem #j1e-j1f ,meter langen ,holze1 das sich in der ,mitte in drei ,aeste oder ,zinken theilt4 ,die ,kmme enthalten viel ,gerbsure1 es ist daher im ,ganzen zu empfehlen1 alle ,beeren1 bevor sie zerdrckt werden1 von den ,stielen zu trennen1 selbst bei rothen ,weinen1 damit die ,weine zarter und frher geniessbar werden4 ,in einzelnen ,fllen1 wenn die ,beeren zu wenig ,gerbsure und zu viel schleimige ,bestandtheile haben1 ist es rathsam1 die ,kmme nicht von den ,beeren zu trennen2 die ,weine klren sich dann leichter und schneller und werden haltbarer4 ,sidenote3 ,das ,pressen der ,trauben4 ,die noch an ihren ,kmmen befindlichen oder von denselben getrennten ,beeren werden nun zerdrckt1 dadurch geffnet und der ,saft aus denselben blosgelegt4 ,gewhnlich zerdrckt man sie vorher nur und presst sie erst spter4 ,das ,zerdrcken 7,zerstampfen1 ,austreten7 geschieht meist sofort in dem ,weinberg in einer ,beute 7,bottich1 ,hotte1 ,mostelschaff7 entweder durch ,zerstampfen mit einer hlzernen ,keule 7dem ,moster71 oder durch ,mhlen oder durch ,zertreten mit den ,fssen4 ,eine sehr zweckmssige ,vorrichtung zum ,zerdrcken der ,beeren ist eine ,quetschmaschine mit zwei cannellirten1 locker an einander gestellten ,walzen1 welche mit ,hlfe von ,kurbeln in entgegengesetzter ,richtung gedreht werden4 ,will man den erhaltenen ,saft 7,most1 ,weinmost1 ,traubensaft7 sogleich von den ,kmmen1 ,kernen und ,schalen trennen1 so wendet man eine an dem ,boden und den ,seitenwnden durchlcherte ,butte1 in welcher1 nachdem der ,most abgeflossen ist1 die ,kmme und ,hute zurckbleiben1 an4 ,die ,butte ist ber dem ,ghrbottich angebracht4 ,man hat darauf zu sehen1 dass alle ,beeren geffnet und zerdrckt werden1 um allen ,saft bloszulegen und zur ,selbstghrung zu bringen4 ,soll der ,most ber den ,kmmen und ,huten ghren1 so lsst man die ganze ,masse beisammen und presst den ,saft erst von den ,trestern ab1 sobald die ,ghrung mehr oder weniger vorgeschritten ist4 ,fr sich allein gegohren1 giebt der ,most einen minder gefrbten1 reiner schmeckenden1 aber weniger haltbaren ,wein4 ,lsst man ihn mit den ,schalen ghren1 so gewinnt der ,wein1 wenn die ,trauben blau und roth sind1 eine rothe ,farbe und aromatische ,bestandtheile1 welche in den ,schalen enthalten sind und erst whrend der ,ghrung in ,folge der ,entstehung von ,alkohol sich lsen2 ein solcher ,wein wird weit eher trinkbar1 da die ,gerbsure1 die aus den ,kernen sich lste1 eine schnellere ,abscheidung der trbenden ,protenkrper bewirkt4 ,man erreicht dasselbe ,resultat1 wenn man die ausgepressten ,trester entweder ganz oder nur zum ,theil unter den ghrenden ,most mischt4 ,die ,weinpressen oder ,kaltern 7,keltern7 sind sehr verschieden construirt2 eine gewhnliche1 doch unzweckmssig eingerichtete ,presse ist die ,baumpresse1 in welcher der ,druck mittelst einer langen ,stange 7eines ,hebebaums7 bewirkt wird2 fters hat diese ,stange eine ,lnge von #ab-af ,meter und ist aus #d-f eichenen ,balken zusammengesetzt4 ,diese ,pressen ben einen sehr bedeutenden ,druck aus1 arbeiten aber usserst langsam und sind unreinlich und unbehlflich4 ,die ,hebelkalter1 bei welcher der den ,druck bewirkende ,balken durch ,hebel niedergedrckt wird1 ist zwar einfacher1 als die ,baumpresse1 aber auch minder wirksam4 ,bei den in ,ungarn gebruchlichen ,schlittenpressen wird der ,druck durch einen mit ,steinen belasteten ,schlitten hervorgebracht4 ,der ,presskasten selbst besteht aus vier durchlcherten1 von aussen befestigten ,holzwnden1 zwischen welche der ,druck nicht wie bei einer ,spindel- oder ,kartenpresse mittelst einer ,schraubenspindel1 sondern mit ,hlfe eines ,querbalkens ausgebt wird1 der mit seinem hinteren ,ende zwischen zwei ,holzpflcken seinen ,sttzpunkt hat1 mit dem vorderen ,ende aber etwas ber den mit ,steinen beschwerten ,schlitten hervorragt4 ,sehr gebruchlich sind ferner die ,schraubenpressen mit ,schrauben1 die durch lange ,hebel bewegt werden2 sie sind entweder von ,holz oder zweckmssiger von ,gusseisen2 eine der besten ,pressen der ,art ist die von ,orthlieb1 bei welcher der zu pressende ,krper in die ,form einer langen ,sule gebracht wird1 weil derselbe in dieser ,richtung die grsste ,nachgiebigkeit zeigt und das ,abfliessen des ,saftes von ,innen nach ,aussen auf krzestem ,wege geschehen kann4 #ajj ,gewichtstheile ,trauben geben #fj-gj ,gewichtstheile ,most4 ,was zuerst in den ,pressen abfliesst1 ist der ,saft der reifsten ,trauben2 der spter bei strkerem ,pressen abfliessende ,theil ist immer reicher an ,sure und ,gerbstoff1 welche theils von den unreifen harten ,beeren herrhren1 die jetzt erst zerdrckt werden1 theils aber auch von den ,kmmen und ,hlsen4 ,man unterscheidet hiernach ,vorwein1 ,presswein1 ,tresterwein u4 s4 w4 ,die ,pressrckstnde1 die ,trester1 die ausser ,weinsure1 ,gerbsure1 auch noch bouquetbildende ,substanzen enthalten1 bergiesst man mit etwas ,wasser und presst sie nochmals1 wodurch eine ,art ,nachwein1 ,lauer1 gewonnen wird4 ,neuerdings bergiesst man1 nach ,petiot's ,vorschlage1 die ,trester mit ,zuckerwasser und lsst letzteres ber den ,trestern ghren2 die so erhaltene weinhnliche ,flssigkeit heisst petiotisirter ,wein4 ,sidenote3 ,gewinnung des ,traubensaftes mit ,centrifugalmaschinen4 ,im ,jahre #ahfb ist durch v4 ,steinbeis in ,stuttgart unter ,mitwirkung von ,reihlen zur ,gewinnung des ,traubensaftes die ,centrifugalmaschine 7statt der ,presse7 in ,vorschlag gebracht worden#aji4 ,es hat sich bei ,versuchen im ,grossen herausgestellt1 dass mit einer ,centrifuge binnen #h bis #aj ,minuten 7einschliesslich ,fllen und ,leeren7 #ajj-abj ,pfd4 zerdrckte ,trauben in ,most und ,trester getrennt werden knnen4 ,nach den #ahfi von ,balard und ,alcan angestellten vergleichenden ,versuchen ber das ,ausschleudern und das ,auspressen des ,saftes ergaben sich folgende ,zahlen3 ,centrifuge ,presse ,most #gi1ada #gg1jhf ,trester #bj1bad #ah1fja ,verlust #j1fde #d1cac ----------------- #ajj1jjj #ajj1jjj #aji ,ueber die ,anwendung der ,schleudermaschine zur ,saftgewinnung aus der ,traube verbreitet sich ausfhrlich ,l4 ,rsler in den sehr empfehlenswerthen ,annalen der ,oenologie #ahfi ,bd4 ,i p4 #fi4 ,der ,most kann durch die ,centrifugalmaschine mithin wenigstens ebenso vollstndig und jedenfalls weit rascher entfernt werden als durch die ,presse4 ,sidenote3 ,chemische ,bestandtheile des ,mostes4 ,die ,traube besteht aus den ,kmmen1 den ,schalen oder ,hlsen1 den ,kernen und dem ,traubensafte4 ,unsere ,kenntniss ber die ,zusammensetzung aller dieser ,substanzen ist1 mit alleiniger ,ausnahme des ,traubensaftes1 eine mangelhafte4 ,von den ,kmmen ist nur bekannt1 dass sie neben ,cellulose viel ,gerbsure und eine stark sauer schmeckende ,sure enthalten1 von den ,schalen1 dass in ihnen der ,farbstoff der ,trauben -- das ,oenocyanin -- neben kleinern ,mengen von ,gerbsure sich befindet1 von den ,kernen1 dass sie neben grossen ,mengen einer eigenthmlichen ,gerbsure auch viel fettes ,oel 7,traubenkernl7 enthalten1 dessen fette ,suren mit ,aether verbunden zur ,bildung des ,bouquets des ,weines beitragen4 ,sidenote3 ,zuckergehalt der ,trauben4 ,die ,beeren der ,weintraube enthalten unter allen ,obstsorten den meisten ,zucker2 der ,gehalt an ,zucker -- ein ,gemenge von ,dextrose und ,levulose -- sinkt selten unter #ab ,proc41 steigt aber auch zuweilen bis zu #bf-cj ,proc4 ,das ,verhltniss zwischen ,sure und ,zucker gestaltet sich nach ,fresenius in guten ,jahren und bei guten ,sorten wie #a 3 #bi1 in mittleren ,jahren und bei leichten ,traubensorten dagegen wie #a 3 #af4 ,wird das ,verhltniss zwischen ,sure und ,zucker noch ungnstiger1 z4 ,b4 wie #a 3 #aj1 so sind die ,trauben unreif und schmecken sauer4 ,der grosse ,zuckergehalt und der ,umstand1 dass die ,sure des ,traubensaftes zum grssten ,theile von zweifach weinsaurem ,kali herrhrt1 das sich mit der ,zeit aus dem ,weine grsstentheils unlslich als sogenannter ,weinstein abscheidet1 machen die ,trauben zur ,weinbereitung weit geeigneter1 als jedes andere ,obst1 dazu kommt noch1 dass die bei der ,ghrung sich bildenden ,aetherarten alle brigen an ,lieblichkeit des ,geruches bertreffen4 ,das ,verhltniss zwischen ,sure und ,zucker im ,moste einer und derselben ,traubensorte charakterisirt besser als jedes andere ,kennzeichen die ,jahrgnge2 so zeigten nach ,fresenius ,sylvanertrauben3 in dem hchst geringen ,jahre #ahdg das ,verhltniss wie #a 3 #ab1 im besseren ,jahre #ahed #a 3 #af1 im guten ,jahre #ahdh #a 3 #bd4 ,der ,traubensaft oder ,most 7#a ,kilogr4 reifer ,beeren gab ,al4 ,classen -- #ahfi -- #egg bis #fhh ,grm4 ,saft7 enthlt alle in den ,weinbeeren enthaltenen lslichen ,theile und ist durch darin suspendirte ,pflanzentheile trbe4 #a ,liter ,traubensaft enthlt3 ,gramme4 ,wasser #hfj bis #hcj ,zucker 7,dextrose und ,levulose7 #aej #cjj ,uebrige ,stoffe 7,pektin1 ,gummi1 sogenannte ,extractivstoffe1 ,protensubstanzen1 organische ,suren und ,mineralstoffe7 #cj #bj ---------------- #ajdj bis #aaej ,nach einer ,untersuchung von ,al4 ,classen enthielten #ajjj ,th4 ,saft aus reifen 7rheinischen7 ,beeren 7,jahrgang #ahfh73 #a4 #b4 #c4 ,feste ,bestandtheile #afd1d #ahi1g #bjd1f ,zucker #adi1i #afb1d #agd1j ,freie ,sure #g1b #f1h #d1h ,asche #b1g #c1j #d1j ,in #ajj ,th4 ,asche waren enthalten #a4 #b4 #c4 ,phosphorsure #af1f #af1a #ad1j ,kali #fd1b #ff1c #ga1d ,magnesia #d1g #b1h #b1f ,als ,beispiel specieller ,art seien folgende von ,c4 ,neubauer 7#ahfh7 ausgefhrte ,mostanalysen angefhrt3 ,neroberger ,steinberger ,riesling4 ,auslese4 ,grade der ,mostwage #ie #aae ------------------ ,zucker #ah1jf #bd1bd ,freie ,sure #j1db #j1dc ,eiweisskrper #j1bb #j1ah ,mineralbestandtheile 7,kali1 ,phosphorsure etc47 #j1dg #j1de ,gebundene organische ,suren und ,extractivstoffe #d1aa #c1ib ------------------- ,summa der gelsten ,bestandtheile #bc1bh #bi1bb ,wasser #gf1gb #gj1gh ------------------ #ajj1jj #ajj1jj ,sidenote3 ,die ,ghrung des ,traubensaftes4 ,die ,ghrung des ,traubensaftes ist ,selbstghrung1 d4 h4 sie erfolgt durch ,aussetzen des ,traubensaftes an die ,luft von selbst1 ohne dass es dabei eines ,zusatzes von ,hefe bedarf4 ,die eiweisshnlichen ,substanzen des ,mostes bilden unter ,mitwirkung der in der atmosphrischen ,luft befindlichen ,sporen gewisser ,schimmelpilze wie z4 ,b4 der ,penicillium glaucum u4 a4 ,hefenzellen1 deren ,bildung die ,ursache der bald eintretenden ,trbung des ,mostes ist4 ,so wie ,hefe auftritt1 beginnt die ,ghrung und setzt sich in den meisten ,fllen bei geeigneter ,temperatur bis zur ,beendigung der ,hauptghrung fort4 ,die ,ghrung kann aufgehalten werden durch ,temperaturerniedrigung1 ferner durch schweflige ,sure1 sowie durch gewisse ,schwefelverbindungen1 wie z4 ,b4 durch das in den ,senfsamen enthaltene ,schwefelcyanallyl4 ,wie frher angegeben1 lsst man entweder den ausgepressten ,saft fr sich allein1 oder mit den ,trestern1 oder endlich mit den ,trestern und ,kmmen ghren4 ,die ,weinghrung ist eine ,unterghrung und beginnt bei #aj-ae4 ,die ,ghrung verluft um so regelmssiger und sicherer1 je grsser die ,menge der ghrenden ,flssigkeit ist2 die ,ghrgefsse sind entweder hlzerne ,ghrkufen oder ,bottiche1 oder sie sind von ,stein oder gebranntem ,thone2 erstere verursachen zwar grssere ,unterhaltungskosten und leiden durch ,trockne und ,nsse1 leiten dagegen die ,wrme weniger leicht ab und werden in ,deutschland fast allgemein angewendet4 ,man lsst den ,most entweder in bedeckten oder geschlossenen ,ghrbottichen1 oder in offenen ghren4 ,handelt es sich um die ,herstellung von ,traubensaft ohne ,trester und ,kmme1 so beginnt die ,ghrung bei #i-ab nach und nach und ist nach ,verlauf von #d-e ,tagen im ,gange2 der ,most trbt sich und ,kohlensuregas entweicht unter ,bildung einer ,schaumdecke1 deren ,dicke um so geringer ist1 je langsamer die ,ghrung vor sich geht4 ,dabei nimmt die ghrende ,flssigkeit einen alkoholischen ,geruch an und der anfangs ssse ,geschmack des ,mostes verliert sich4 ,den siebenten ,tag etwa werden die ,ghrungserscheinungen schwcher1 bis nach #aj-ad ,tagen die ,flssigkeit sich zu klren beginnt1 die ,kohlensureentwickelung aufhrt und die ,schaumdecke verschwindet4 ,die whrend der ,ghrung entstandene ,hefe hat sich am ,boden abgeschieden und der junge ,wein1 welcher die ,hauptghrung berstanden hat1 kommt zur ,nachghrung auf die ,lagerfsser4 ,sidenote3 ,abziehen und ,lagern des ,weines4 ,nachdem durch die ,hauptghrung der grsste ,theil des ,zuckers des ,mostes in ,alkohol und ,kohlensure umgewandelt worden ist1 findet eine ,erniedrigung der ,temperatur der ghrenden ,flssigkeit statt1 welche im ,verein mit der ,zunahme des ,alkoholgehaltes die ,ghrung dergestalt verlangsamt1 dass ihre vollstndige ,beendigung nicht mit ,sicherheit wahrgenommen werden kann4 ,diese nach der strmischen ,ghrung eintretende zweite ,ghrung heisst die ,nachghrung4 ,wollte man den eigentlichen ,schluss derselben in den ,ghrungsbottichen abwarten1 so wrde unfehlbar eine ,suerung des ,weines eintreten1 da die bei der strmischen ,ghrung vorhandene ,kohlensureschicht den ,wein jetzt nicht mehr vor dem ,luftzutritt schtzt4 ,sobald die ,kohlensureentwickelung nur noch eine wenig bemerkbare ist und die ,temperatur der ghrenden ,flssigkeit fast auf die des ,ghrlokales herabgesunken ist1 giebt man den ,wein auf ,fsser1 in denen die ,nachghrung sich vollendet1 ohne dass ,essigsurebildung zu befrchten wre4 ,bei dem ,fllen des ,weines auf ,fsser werden die ,trester zurckgelassen4 ,die ,fsser werden bis an den ,schlund gefllt und der ,spund nur lose bedeckt4 ,tglich oder alle zwei ,tage fllt man nach1 damit das ,fass immer voll bleibe4 ,zur ,nachghrung zieht man grosse ,fsser kleineren vor1 nicht nur1 weil grssere ,mengen ,flssigkeit leichter und gleichmssig verghren1 sondern auch grosse ,fsser dem atmosphrischen ,sauerstoffe verhltnissmssig weniger ,angriffspunkte darbieten4 ,whrend der ,nachghrung setzt sich an den inneren ,wnden der ,fsser ,weinstein und ,hefe1 ersterer krystallinisch1 letztere als ,schwamm1 als sogenanntes ,fassgelger ab1 von welchem der ,wein1 sobald die ,nachghrung vorber ist1 durch ,abstechen oder ,abziehen desselben getrennt werden muss4 ,je nach den klimatischen ,verhltnissen und dem ,gebrauche zieht man den ,wein im ,februar oder im ,mrz1 zuweilen auch schon ,ende ,december auf die ,lagerfsser4 ,mancher ,wein bleibt aber auch ein ,jahr lang auf der ,hefe stehen1 ehe man ihn abzieht4 ,beim ,lagern des ,weines findet immer noch eine ,art ,nachghrung statt und der ,wein veredelt sich1 indem durch die ,ghrung nicht nur der ,alkoholgehalt etwas zunimmt1 sondern auch diejenigen ,bestandtheile des ,weines auf einander einwirken1 aus denen sich die ,blume oder das ,bouquet entwickelt1 ferner der ,wein durch ,abscheidung aller suspendirten ,hefentheilchen sich klrt und noch ,weinstein sich absetzt4 ,die freie ,sure nimmt allerdings bei gewissen ,weinen durch das ,lagern und das damit nothwendig zusammenhngende ,auffllen zuweilen in einer dem ,genuss nachtheiligen ,weise zu4 ,die minder feinen ,weine werden nach dem ,ablagern in kleinere ,fsser abgezogen1 welche vorher geschwefelt worden sind2 die besseren ,weinsorten werden zuletzt auf ,flaschen gefllt und gut verkorkt in horizontaler ,lage aufbewahrt4 ,sidenote3 ,bestandtheile des ,weines4 ,der ,wein enthlt fast alle ,bestandtheile des ,mostes und ,produkte seiner theilweisen ,zersetzung2 als charakteristische ,bestandtheile des ,weines1 die sich in dem ,moste nicht finden1 treten auf ,alkohol1 riechende ,bestandtheile1 ,bernsteinsure und ,glycerin4 ,in dem ,weine ist entweder die ,ghrung vollkommen beendigt und aller ,zucker zersetzt1 wodurch man die sogenannten trockenen 7rein geistigen7 oder sauren ,weine 7z4 ,b4 die ,franken- und ,rheinweine7 erhlt1 oder es ist in dem ,weine noch ein ,theil des ,zuckers unzersetzt enthalten1 sei es1 dass die ,ghrung wegen ,mangel an ,wasser oder an hefebildenden ,substanzen1 oder wegen zu niedriger ,temperatur nicht zu ,ende kommen konnte4 ,letztere ,weine heissen ssse ,weine1 die sssen und dabei dicksaftigen ,weine werden ,liqueurweine genannt4 ,wenn der ,wein mit den ,schalen der blauen und rothen ,trauben gegohren hat1 so nimmt er aus den ,schalen entweder darin bereits fertig gebildet enthaltene oder whrend der ,ghrung erst entstandene ,farbstoffe auf und heisst1 wenn er dadurch roth gefrbt ist1 rother ,wein1 hellroth ,schiller1 wenn er nur rthlich ist ,bleichert4 ,der rothe ,wein ist jetzt hufig petiotisirter ,wein1 dessen ,farbe durch ,heidelbeeren1 ,malvenblumen1 ,hollunderbeeren unter ,alaunzusatz erhht worden ist2 auch ist in ihm der zu geringe ,gehalt an ,gerbstoff durch ,tannin corrigirt4 ,mit ,hlfe knstlicher ,erwrmung und dadurch hervorgerufener schneller ,ghrung erzeugter ,wein wird gefeuerter ,wein genannt2 junger ,wein heisst grner ,wein 7im ersten ,jahre ,most71 abgelagerter ,wein ,firnewein4 ,der angenehme ,geruch des ,weines heisst seine ,blume 7,bouquet71 der eigenthmlich gewrzhafte ,geschmack1 welcher sich scheinbar im ,munde erst entwickelt1 wird die ,ghr des ,weines genannt4 ,die ,ghre1 ein in ,franken1 am ,rhein und an der ,mosel gebruchlicher ,ausdruck1 bezeichnet den eigenthmlichen aromatischen ,geschmack und ,geruch1 der beim ,kosten des ,weines wahrzunehmen ist2 whrend sich die ,blume erst bei der ,ghrung entwickelt1 nimmt man an1 dass die ,ghre schon den ,trauben angehre4 ,ist der ,wein reich an ,alkohol und ,extractivbestandtheilen1 so sagt man von ihm1 er habe ,krper2 enthlt er viel ,alkohol und therische ,substanzen1 so nennt man ihn schwer4 ,die mittlere ,zusammensetzung des ,weines ist folgende3 ,in #ajjj ,theilen ,wasser #ijj-hia ,alkohol 7gewhnlicher7 ,g #hj-gj homologe ,alkohole 7,propyl-1 ,butylalkohol7 ,g ,aether 7,essigther1 ,oenanthther7 ,g therische ,oele ,traubenzucker 7,dextrose und ,levulose7 ,glycerin ,g ,gummi ,pektin ,farbstoff und ,fettsubstanz ,protenkrper #bj-cj ,kohlensure ,g ,weinsure und ,traubensure ,aepfelsure ,gerbsure ,essigsure ,g ,milchsure787 ,g ,bernsteinsure ,g unorganische ,salze ,die mit ,g bezeichneten ,stoffe sind erst whrend der ,ghrung entstanden4 ,je nachdem einzelne dieser ,bestandtheile vorherrschen1 nennt man die ,weine ssse ,weine1 saure oder herbe ,weine1 adstringirende ,weine1 moussirende ,weine etc4 ,der ,alkoholgehalt der ,weine ist ein sehr verschiedener und richtet sich theils nach der ,quantitt des in dem ,moste vorhanden gewesenen ,zuckers1 theils auch nach der ,menge der hefebildenden ,eiweisssubstanzen4 ,der ,alkohol ist hauptschlich gewhnlicher ,alkohol 7,aethylalkohol71 ausserdem bilden sich bei der ,ghrung des ,mostes unter gewissen1 noch nicht festgestellten ,bedingungen ,propyl- und ,butylalkohol in geringer ,menge4 ,das spec4 ,gewicht des ,weines kann nicht zur ,ermittelung des ,alkoholgehaltes dienen1 da ebenso wie in der ,milch1 dem ,biere und vielen anderen gemischten ,flssigkeiten neben dem ,alkohol1 der leichter ist als ,wasser1 sich ,stoffe befinden1 die schwerer sind4 ,das einfachste ,mittel1 die ,menge des ,alkohols im ,weine kennen zu lernen1 besteht darin1 den ,alkohol abzudestilliren1 in dem ,destillat mit ,hlfe des ,pyknometers oder ,alkoholometers den ,alkoholgehalt zu bestimmen und daraus den des ,weines zu berechnen4 ,illustration3 ,fig4 #bbh4 ,illustration3 ,fig4 #bbi4 ,gegenwrtig wendet man zur ,alkoholbestimmung des ,weines auch hufig das ,vaporimeter von ,geissler in ,bonn an1 in welchem die ,spannkraft der ,dmpfe durch eine ,quecksilbersule gemessen wird4 ,die ,tension des ,dampfes von absolutem ,alkohol ist bei #gh1c dem einer ,atmosphre gleich1 whrend ,wasserdampf erst bei #ajj einen ,atmosphrendruck ausbt4 ,es lsst sich mithin der ,alkoholgehalt einer ,flssigkeit durch die ,hhe einer ,quecksilbersule messen1 die bei einer genau bestimmten ,temperatur 7in dem vorliegenden ,falle der ,siedetemperatur des ,wassers71 durch die sich aus der ,flssigkeit entwickelnden ,dmpfe emporgehoben wird4 ,der angewendete ,apparat ist in ,fig4 #bbh abgebildet4 ,er besteht wesentlich aus vier ,theilen1 nmlich #a7 einem ,messinggefss ,a1 zur ,hlfte mit ,wasser gefllt1 das durch eine untergestellte ,lampe bis zum ,sieden erhitzt wird2 #b7 einer zweimal gebogenen ,glasrhre ,b1 die auf einer hlzernen ,scala befestigt ist2 #c7 einem cylindrischen ,gefss ,o1 welches mit ,quecksilber und der zu prfenden ,flssigkeit gefllt ist2 #d7 einem ,cylinder von ,messingblech1 in dessen oberem ,theile ein genaues ,thermometer ,t sich befindet4 ,bei der ,ausfhrung des ,versuches fllt man das ,glasgefss ,o1 indem man es umgekehrt in der ,hand hlt1 bis zur ,marke a mit ,quecksilber an und dann vollstndig mit der zu untersuchenden ,flssigkeit4 ,darauf befestigt man diesen ,theil des ,apparates auf das ,kochgefss1 bringt den ,messingcylinder ber den ,quecksilbercylinder und erhitzt das im ,kochgefsse befindliche ,wasser bis zum ,sieden4 ,die sich entwickelnden ,wasserdmpfe steigen in den ,messingcylinder empor und erwrmen das ,quecksilber und die zu untersuchende ,flssigkeit bis zur ,siedetemperatur des ,wassers4 ,dadurch verwandelt sich ein ,theil der ,flssigkeit in ,dmpfe1 welche auf das ,quecksilber drcken und dasselbe in der ,steigrhre um so hher hinauftreiben1 je mehr ,alkohol in der ,flssigkeit enthalten ist4 ,die ,scala auf ,b ist so eingerichtet1 dass der ,stand der ,quecksilbersule anzeigt1 wie viel ,procente ,alkohol dem ,gewichte und ,volumen nach in der ,flssigkeit enthalten sind4 ,die nicht flchtigen ,bestandtheile des ,weines 7,extractivstoffe1 ,zucker u4 s4 w47 beeintrchtigen die ,resultate nicht4 ,die freie ,kohlensure muss dagegen vor dem ,versuche mittelst frisch gebrannten ,kalkes1 mit welchem man den ,wein zusammenschttelt und dann filtrirt1 entfernt werden4 ,die in dem ,weine enthaltenen flchtigen ,aetherarten sind von nachtheiligem ,einflusse auf die ,genauigkeit der ,resultate2 wenngleich vorgeschlagen worden ist1 diese flchtigen ,substanzen vor dem ,versuche durch ,kochen der ,flssigkeit mit ,kali zu zersetzen1 so hat doch die ,erfahrung gelehrt1 dass eine vollstndige ,zersetzung aller flchtigen ,krper des ,weines sehr schwierig auszufhren ist1 und ein ,theil derselben sich der ,zersetzung entzieht4 ,es ist auch nicht unerwhnt zu lassen1 dass das ,vaporimeter von der ,voraussetzung ausgeht1 die sich beim ,kochen aus dem ,weine entwickelnden ,dmpfe seien ein ,gemisch von ,wasser und ,dmpfen von gewhnlichem ,alkohol4 ,da nun aber bei der ,ghrung des ,traubenzuckers sich neben ,aethylalkohol auch die homologen ,alkohole ,propyl- und ,butylalkohol in geringer ,menge unter noch nicht genau festgestellten ,bedingungen bilden1 so sind die mit ,hlfe des ,vaporimeters erzielten ,resultate nur dann vllig verlssig1 wenn es sich nur um ,mischungen von ,aethylalkohol und ,wasser handelt4 ,bessere ,resultate giebt die ,destillationsprobe1 indem man #aj ,kubikcentimeter ,wein der ,destillation unterwirft1 das ,destillat durch ,zusatz von ,wasser auf #aj ,kubikcentimeter ,volumen bringt und aus dem spec4 ,gewichte der ,flssigkeit den ,alkoholgehalt des ,weines erfhrt4 ,auch das ,ebullioskop von ,tabari 7,fig4 #bbi7 findet zur ,alkoholbestimmung des ,weines zuweilen ,anwendung4 ,wasser siedet bei #ajj bei #gfj ,millimeter ,barometerstand1 ,alkohol bei #gh1c ,c4 ,der ,siedepunkt einer alkoholischen ,flssigkeit wird sich daher der ,zahl #gh1c um so mehr nhern1 je reicher die ,flssigkeit an ,alkohol ist4 ,bei ,tabari's ,ebullioskop bringt man den zu untersuchenden ,wein in das ,gefss ,c'1 dessen ,deckel aus dem aufgeltheten ,trichter ,e ,h besteht2 durch die ,lampe ,l wird die ,flssigkeit erhitzt4 ,die sich entwickelnden ,dmpfe erhitzen das ,thermometer t t' und geben durch die ,hhe der ,quecksilbersule den ,alkoholgehalt an4 ,das mit kaltem ,wasser angefllte ,gefss ,m ,m' soll dem zu hastigen ,entweichen der ,dmpfe vorbeugen4 ,ist der ,siedepunkt des reinen ,wassers an einem gegebenen ,orte #ii1d ,c41 so entspricht der ,siedepunkt einer alkoholhaltigen ,flssigkeit folgenden ,alkoholgemengen in ,gewichtprocenten3 #if1d ,c4 #c ,proc4 ,alkohol4 #ia1a ,c4 #i ,proc4 ,alkohol4 #ie1c #d #ij1b #aj #id1c #e #hi1g #aa #ic1e #f #hi1c #ab #ib1g #g #hh1h #ac #ia1i #h #hh1d #ad ,die rothen franzsischen ,weine enthalten #i-ad ,proc4 7dem ,volumen nach7 ,alkohol1 ,burgunder #i1 #aj und #aa ,proc41 ,bordeaux #aj1 #aa und #ab ,proc4 ,die ,frankenweine enthalten #h-aj ,proc41 die ,pflzer ,weine #g-i1e ,proc41 die badischen ,weine 7nach ,nessler7 #i1h-aa1e ,proc41 die ,weine ,ungarns #i-aa ,proc4 ,champagner enthalten #i-ab ,proc41 ,xeres #ag ,proc41 ,madeira #ag-bc1g ,proc4 ,die in allen ,weinsorten sich findende ,sure ist ausser der ,kohlensure1 ,bernsteinsure1 ,weinsure1 ,aepfelsure und ,essigsure2 diese ,suren finden sich theils im freien ,zustande1 theils in ,gestalt von ,salzen1 die ,weinsure namentlich in ,form von ,cremor tartari und andern sauren weinsauren ,salzen4 ,neben einer eigenthmlichen ,gummiart1 welche zwischen dem arabischen ,gummi und dem ,bassorin in der ,mitte stehen soll1 von ,faur mit dem ,namen ,oenanthin bezeichnet worden ist1 und ungeachtet der kleinen ,quantitt1 in welcher es vorkommt1 manchem ,weine eine gewisse dickliche ,consistenz ertheilen soll1 ist zuerst #ahei von ,pasteur im ,weine als normaler ,bestandtheil das ,glycerin gefunden worden4 ,pohl fand 7#ahfc7 in sterreichischen ,weinen bis zu #b1f ,proc4 ,glycerin4 ,mit dem zunehmenden ,alter nimmt der ,glyceringehalt ab1 ja in sehr alten ,weinen kommt wahrscheinlich kein ,glycerin mehr vor2 dadurch lsst sich 7nach ,pohl7 die ,speere 7,magerkeit7 alter ,weine erklren4 ,bei der ,prfung auf ,glycerin ist der ,umstand nicht ausser ,acht zu lassen1 dass viele ,weine gegenwrtig einen knstlichen ,glycerinzusatz erhalten haben4 ,was die ,farbstoffe des ,weines anbelangt1 so haben nur die des rothen ,weines ,interesse2 die der gelbbraun gefrbten ,weine sind oxydirte ,extractivstoffe1 die ihrem ,wesen und ihrer ,zusammensetzung nach sich den ,humussubstanzen nhern4 ,der ,farbstoff des rothen ,weines ist von ,mulder und ,maumen mit dem ,namen ,oenocyan 7,weinblau7 bezeichnet worden2 er ist dem ,lakmusfarbstoff hnlich1 ist im reinen ,zustande blau und wird durch ,suren gerthet4 ,er ist unlslich in ,wasser1 ,alkohol1 ,aether1 ,olivenl und ,terpentinl1 etwas lslich in ,alkohol1 der mit kleinen ,mengen von ,weinsure oder ,essigsure vermischt ist4 ,mit einer ,spur ,essigsure ist die ,lsung prchtig blau1 auf ,zusatz grsserer ,mengen ,essigsure geht die ,farbe der ,flssigkeit in roth ber2 mit ,alkali neutralisirt wird die ,lsung wieder blau4 ,ueberschssige ,alkalien zerstren das ,oenocyanin unter ,humusbildung4 ,durch ,verdampfen des ,weines bis zur ,trockne bleiben die nichtflchtigen ,bestandtheile des ,weines1 das sogenannte ,extract zurck2 es besteht aus einem ,gemenge der nicht flchtigen ,suren1 der ,salze mit organischen und anorganischen ,suren mit ,oenanthin1 ,farbstoffen1 ,zucker1 ,protensubstanzen und ,extractivstoffen1 deren ,natur nicht bekannt ist4 ,die ,menge des ,extractes ist sehr verschieden und richtet sich nach der ,art des ,weines und nach dem ,verghrungsgrade des ,zuckers4 ,fresenius fand in den ,rheinweinen als ,maximum #aj1f1 als ,minimum #d1b ,proc4 ,extract1 ,fischern in den ,pflzer ,weinen #aj1g bis #a1i ,proc41 ,f4 ,schubert im ,wein aus der ,umgegend von ,wrzburg #g1b-a1a ,proc41 ,pohl in den ,weinen aus ,bhmen #b1bf1 aus ,niedersterreich #b1fd1 aus ,ungarn #b1fb ,proc4 ,die mineralischen ,bestandtheile finden sich in dem ,weine in geringer ,menge2 im ,mittel von vier ,madeiraweinen betrugen sie #j1be ,proc41 von vier ,rheinweinen #j1ab ,proc41 von vier ,portweinen #j1bce ,proc4 van ,gorkom1 ,veltmann und ,msmann fanden in #ajjj ,th4 ,wein3 ,madeira #b1ee ,th4 ,asche ,teneriffa #b1ia ,rheinwein #a1ic ,portwein #b1ce ,pohl in den sterreichischen ,weinen1 und zwar aus ,bhmen #a1ig ,th4 ,slavonien #a1ia ,th4 ,croatien #a1fh ,steiermark #a1fc ,krain #a1ha ,tirol #a1hd ,nieder-,oesterreich #b1jj ,ungarn #a1hj ,die ,asche besteht aus ,kali1 ,kalk1 ,magnesia1 ,natron1 ,schwefelsure1 ,phosphorsure und ,chlor4 ,ueber die wohlriechenden ,bestandtheile des ,weines1 die oft seinen ,werth bedingen1 ist etwas ,zuverlssiges noch nicht bekannt4 ,derjenige ,stoff1 welcher dem ,wein den eigenthmlichen ,weingeruch ertheilt1 ist ein ,gemenge von ,oenanthther 7,weinblumenther7 mit ,alkohol4 ,der ,oenanthther ist nach einer ,untersuchung von ,c4 ,neubauer ein ,gemisch verschiedener ,stoffe1 unter welchen ,capryl- und ,caprinsure-,aether die bei weitem wichtigsten sind1 und ist ein ,produkt der ,ghrung des ,mostes4 ,hinsichtlich der ,blume und des ,bouquets ist mit ,wahrscheinlichkeit anzunehmen1 dass es ebenfalls durch whrend der ,ghrung entstandene ,aetherarten gebildet wird1 die aber ihrer usserst geringen ,menge wegen noch nicht mit ,sicherheit erkannt und unterschieden werden konnten#aaj4 ,man weiss1 dass bei der ,ghrung des ,zuckers neben gewhnlichem ,alkohol ,propyl- und ,butylalkohol sich bilden2 ,bernsteinsure ferner als constantes ,ghrungsprodukt auftritt2 diese ,krper1 sowie die in dem ,traubensafte vorhandenen ,suren 7,weinsure1 ,aepfelsure1 ,traubensure71 nebst den beim ,lagern des ,weines sich bildenden 7,essigsure1 ,propionsure1 ,buttersure und die ,aldehyde dieser ,suren7 und den aus dem ,oel der ,kerne u4 s4 w4 entstehenden 7,oelsure1 ,palmitinsure71 knnen nun eine grosse ,anzahl von ,aetherarten erzeugen1 welche je nach den quantitativen ,verhltnissen der ,componenten den verschiedenen ,geruch der einzelnen ,weinsorten bedingen mgen4 #aaj ,mit vlligem ,rechte sagt ,c4 ,neubauer 7,chemie des ,weines1 ,wiesbaden #ahgj ,seite #ig73 ,alles1 was die ,kunst zur ,nachahmung der ,weinblume bis jetzt geliefert hat1 ist trotz der bestechenden ,namen wie ,perle des ,rheins1 ,moselbouquet etc41 mit welchem diese ,prparate angepriesen werden1 elendes ,machwerk4 ,unser chemisches ,wissen ber das ,bouquet ist usserst gering und die ,wissenschaft steht mit den ihr bis jetzt zu ,gebote stehenden ,mitteln1 diesen ,geistern des ,weins1 machtlos gegenber4 ,sidenote3 ,krankheiten des ,weines4 ,bei der ,behandlung und ,aufbewahrung des ,weines geschehen oft ,fehler1 in deren ,folge ,missverhltnisse zwischen den ,weinbestandtheilen sich zeigen und ,zersetzungen mannichfacher ,art auftreten1 die der normalen ,beschaffenheit gefhrlich sind und mit dem ,namen der ,krankheiten des ,weines bezeichnet werden4 ,nach ,pasteur werden diese ,krankheiten durch organische ,fermente1 durch mikroskopische ,organismen hervorgerufen1 deren ,keime in den ,wein gelangen und sich dort unter gnstigen ,umstnden entwickeln4 ,eine der am hufigsten vorkommenden ,krankheiten ist das ,zhe- oder ,langwerden1 wobei der ,leim schleimig1 dickflssig wie ,oel und fadenziehend wie ,leinsamen- oder ,eibischwurzelschleim wird2 diese ,krankheit tritt besonders bei an ,gerbsure armen1 daher weit hufiger bei weissen als bei rothen ,weinen und zwar gern bei solchen auf1 welche zu frh auf ,flaschen gefllt wurden4 ,der ,zuckergehalt nimmt dabei ab2 es ist daher wahrscheinlich1 dass die ,glycose sich wie bei der schleimigen ,ghrung in ,pflanzenschleim und ,mannit umsetzt4 ,bei krftigen1 an ,alkohol und ,weinsure reichen ,weinen verschwindet das ,uebel zuweilen von selbst1 ebenso verschwindet es zuweilen pltzlich durch starkes ,schtteln des ,weines bei ,luftzutritt1 auch meistens1 wenn man durch ,zuckerzusatz eine neue ,ghrung einleitet4 ,um das ,langwerden des ,weines zu verhten1 ist ein entsprechender ,zusatz von ,gerbsure anempfohlen worden4 ,franois empfiehlt #ae ,grm4 ,tannin auf #bcj ,liter ,wein anzuwenden1 welches mit gewissen schleimigen ,bestandtheilen1 die sich namentlich in jungen ,weinen in erheblicher ,menge finden1 eine unlsliche ,verbindung bildet4 ,das ,sauerwerden des ,weines besteht in der fortschreitenden ,umwandlung des ,alkohols des ,weines in ,essigsure4 ,die ,ursache der ,suerung ist ,mycoderma aceti1 welchen ,pilz ,pasteur in allen sauer gewordenen ,weinproben nachzuweisen vermochte4 ,dieser ,krankheit ist der ,wein am hufigsten ausgesetzt2 schwacher ,alkoholgehalt1 hhere ,temperatur1 ,zutritt der atmosphrischen ,luft sind die ,ursache des ,sauerwerdens des ,weines4 ,ist dasselbe erst im ,entstehen begriffen1 so kann man ihm vorbeugen1 wenn man durch eine neue1 durch ,zuckerzusatz bewirkte ,ghrung den ,alkoholgehalt und die ,kohlensure1 das beste ,schutzmittel gegen ,sauerwerden1 erhht4 ,einem bereits merklich sauer gewordenen ,weine ist nicht mehr zu helfen und es ist in diesem ,falle am vortheilhaftesten1 einen solchen ,wein vollends in ,essig bergehen zu lassen4 ,imprgniren mit schwefliger ,sure kann die ,essigbildung einige ,zeit verzgern1 aber nicht vllig hindern4 ,hier und da sucht man die ,essigsure durch ,zusatz von ,weinsure nach und nach in ,essigther1 der keinen sauren ,geschmack mehr besitzt und das ,aroma des ,weines erhht1 berzufhren4 ,dass man die ,essigsure durch ,neutralisation mit ,alkalien und alkalischen ,erden nicht entfernen kann1 da die essigsauren ,salze smmtlich leicht lslich sind1 bedarf kaum der ,erwhnung4 ,das ,bitterwerden der ,weine hat einen verschiedenen ,grund4 ,es kann vorkommen1 dass das ,ferment unter noch nicht festgestellten ,bedingungen1 namentlich ,temperaturerhhung und hohes ,alter des ,weins1 sich in einen bitteren ,krper umwandelt1 welcher den ,wein fast ungeniessbar macht4 ,maumen schlgt vor1 diesen ,stoff durch ,zusatz von gelschtem ,kalk 7#j1be bis #j1ej ,grm4 pro ,liter7 auszufllen4 ,auch die ,bildung von braunem ,aldehydharz1 entstanden aus dem ,aldehyd unter ,mitwirkung von ,ammoniak und ,luft1 kann einen bitteren ,geschmack des ,weines hervorrufen4 ,man hat auch behauptet1 dass das ,entstehen von citronensaurem ,aether1 eine allerdings intensiv bitterschmeckende ,verbindung1 die ,ursache des bitteren ,geschmackes mancher ,weine sei4 ,das ,kahmigwerden hat in dem ,entstehen einer ,schimmelpflanze in ,gestalt einer weissen ,haut auf der ,oberflche alkoholarmer ,weine seinen ,grund und ist stets der ,vorbote des ,sauerwerdens4 ,der ,kahm lsst sich dadurch entfernen1 dass man so lange ,wein durch ein ,rohr in das ,fass treten lsst1 bis der ,kahm zum ,spunde hinausgetreten ist2 ist der ,kahm im ,weine suspendirt1 so colirt man ihn durch ,leinwand und consumirt den ,wein baldigst4 ,das ,abstehen oder ,umschlagen des ,weines zeigt sich durch ,verschwinden des ,alkohols und ,zersetzung der ,suren des ,weines2 der ,wein erhlt einen faden ,geschmack und nimmt eine dunkle ,farbe an4 ,bei einem weiter vorgeschrittenen ,grade der ,krankheit wird der ,wein trbe1 verbreitet einen blen ,geruch und hinterlsst zuletzt eine saure ,flssigkeit4 ,das zweifach weinsaure ,kali verwandelt sich dabei in kohlensaures ,kali1 welches letztere die ,farbstoffe des ,weines und die in ihm enthaltene ,gerbsure in ,humussubstanzen berfhrt4 ,im ,anfang lsst sich dem ,uebel durch ,zusatz geringer ,mengen von ,aetherschwefelsure vorbeugen4 ,der ,fassgeschmack1 ,fass- und ,schimmelgeruch entsteht von alten anbrchigen ,dauben der ,lagerfsser1 oder durch ,schimmeligwerden der ,fsser in dumpfigen ,kellern4 ,behandeln des ,weines mit frisch ausgeglhter ,holzkohle oder ,schtteln mit ,olivenl entfernt zwar den ,beigeschmack1 entzieht aber auch zugleich einen grossen ,theil der aromatischen ,weinbestandtheile4 ,in leeren ,fssern beseitigt man den ,schimmelgeruch am einfachsten durch ,ausblasen mit heissen ,wasserdmpfen4 ,vielen pathologischen ,erscheinungen in der ,weinbehandlung kann durch ,tanninzusatz vorgebeugt werden4 ,illustration3 ,fig4 #bcj4 ,illustration3 ,fig4 #bca4 ,sidenote3 ,pastriren des ,weines4 ,ein grosser ,fortschritt in der ,weinbehandlung ist die von ,pasteur eingefhrte ,conservationsmethode 7das ,pasteurisiren1 fr welches wir den krzern ,namen ,pastriren in ,vorschlag bringen74 ,dieses ,verfahren zum ,haltbarmachen des ,weines besteht in dem ,erwrmen des ,weines in ,fssern bis zu einer ,temperatur von #fj ,c4 ,der zum ,pastriren des ,weines dienende und von ,rossignol construirte ,apparat 7der bereits am ,rhein und ,maine vielfach benutzt wird71 besteht 7,fig4 #bcj und #bca7 aus einem ,fasse ,t1 dessen einen ,boden man weggenommen und durch einen kupfernen ,kessel ,c ersetzt hat4 ,der untere ,theil dieses ,kessels hat die ,form eines abgestumpften ,kegels2 auf den ,rand desselben ist der obere trompetenfrmige ,theil aufgesetzt1 welcher sich zu einer oben offenen ,rhre c verlngert und an der ,aussenseite verzinnt ist4 ,der zu erhitzende ,wein wird in das ,fass gebracht2 der ,kessel ist mit ,wasser gefllt und wird durch eine ,feuerung1 ber welcher er steht1 erhitzt4 ,das ,wasser bertrgt die aufgenommene ,wrme auf den ,wein2 es wird niemals zum ,kochen erhitzt und erlangt kaum eine hhere ,temperatur als der ,wein4 ,der ,kessel braucht nicht entleert und wieder gefllt zu werden1 sondern man benutzt immer dasselbe ,wasser4 ,am besten ist es1 so viel ,wasser in den ,kessel zu bringen1 dass dasselbe1 wenn es das ,maximum der ,temperatur erlangt hat1 die ,rhre c zur ,hlfte oder zu drei ,viertheilen fllt4 ,nachdem der ,wein die erforderliche ,temperatur1 welche durch ein ,thermometer t angegeben wird1 erlangt hat1 wird er durch einen unten an dem ,fasse angebrachten ,hahn r abgezogen und in die zu seiner ,aufbewahrung bestimmten ,fsser gefllt1 zu welchem ,zweck man ein ,kautschukrohr f mit dem ,hahne verbindet4 ,sobald das ,fass leer ist1 fllt man es wieder mit einer anderen ,portion ,wein1 um die in der ,feuerung und dem ,wasser angesammelte ,wrme zu benutzen4 ,fig4 #bca zeigt1 auf welche ,art der untere ,theil des ,fasses dicht schliessend mit dem ,kessel verbunden ist4 ,an den ,kessel ist ein verzinnter flacher kupferner ,ring a angelthet2 dieser ,ring befindet sich zwischen zwei anderen ,ringen1 einem ziemlich dicken eisernen ,ring b und einem #a bis #b ,centimeter dicken ,kautschukring d4 ,an dem unteren ,theile des ,fasses befindet sich ferner ein eiserner ,reifen e1 welcher etwas in das ,holz der ,dauben eingefalzt ist2 an diesen ,reifen sind ,winkeleisen angenietet1 und diese sind durch ,schraubenbolzen mit dem ,ringe b verbunden4 ,indem man die ,schrauben fest anzieht1 wird der ,kautschukring zusammengedrckt und dadurch ein dichter ,verschluss erzielt4 ,da der ,wein sich beim ,erhitzen ausdehnt1 so macht man das ,fass nicht ganz voll2 die ,folge davon ist1 dass der ,wein in demselben mit einer gewissen ,menge ,luft in ,berhrung gebracht wird4 ,pasteur hat nun gezeigt1 dass man dies vermeiden muss1 wenn daran liegt1 dass der ,wein nicht durch eine rasche ,oxydation1 welche ein knstliches ,altern desselben bewirkt1 in seiner ,farbe oder seinem ,geschmack verndert werde4 ,im ,allgemeinen ist es am besten1 dieses knstliche ,altern zu vermeiden1 um so mehr1 als mit demselben gewhnlich ein ,kochgeschmack 7got de cuit7 sich einstellt1 was niemals eintritt1 wenn der ,wein sehr kurze ,zeit unter ,ausschluss der ,luft erhitzt wird4 ,die so ausgefhrte ,erhitzung macht den pastrirten ,wein unvernderlich1 ohne seine ,farbe zu modificiren1 welche blos oft mehr ,glanz bekommt1 und ohne seinen ,geschmack wesentlich zu verndern 7der ,geschmack wird nur durch das ,entweichen von ,kohlensure beim ,erhitzen ein wenig weicher74 ,sidenote3 ,klren und ,gypsen des ,weines4 ,das ,klarwerden erfolgt bei den meisten ,weinen von selbst1 indem sich die hefigen ,theile zu ,boden setzen1 sowie die ,ghrung beendigt ist4 ,besonders leicht werden die sogenannten trockenen ,weine1 d4 h4 solche klar1 welche vollkommen ausgegohren haben und keinen ,zucker mehr enthalten4 ,diese brauchen keine knstliche ,klrung4 ,bei den sssen und fetten ,weinen dagegen1 welche ausser ,zucker noch viele hefebildende ,bestandtheile enthalten und die im ,weine befindlichen unlslichen ,theilchen sich wegen der ,dickflssigkeit des ,weines nicht leicht absetzen knnen1 schreitet man zum ,klren oder ,schnen1 man setzt zu dem zu klrenden ,weine einen leim- oder eiweisshnlichen ,krper1 welcher sich zuerst mit den trbenden ,theilen mischt1 dann gerinnt oder zusammenzieht und auf diese ,weise die unlslichen ,theile entfernt4 ,man hat dabei nicht zu vergessen1 dass die ,farbstoffe des rothen ,weines ,gerbsurederivate sind und zum grssten ,theile gegen ,leim sich wie ,gerbsure verhalten und gefllt werden4 ,die zum ,klren angewendeten ,krper sind leimgebende1 leimartige ,substanzen1 wie ,hausenblase und ,leim1 ,eiweiss1 ,blut1 ,milch und ,mischungen1 welche eine der genannten ,substanzen enthalten4 ,der hier und da gebruchliche ,zusatz von ,gyps zum ,wein geschieht in verschiedener ,absicht4 ,bei der ,bereitung von rothem ,wein soll ein ,gypszusatz zum ,most die ,farbe erhhen4 ,die ,erfahrung zeigt1 dass die rothe ,farbe des ,weines sich um so krftiger entwickelt1 je lnger die ,schalen der blauen ,trauben mit der ghrenden ,flssigkeit in ,berhrung bleiben2 zu gleicher ,zeit muss aber auch die ,ghrung gemssigt werden2 dies geschieht nun durch den ,gyps1 welcher nach ,maumen auf verschiedene ,weise wirkt4 ,wendet man denselben als gebrannten ,gyps an1 so nimmt er ,wasser auf und vermehrt auf diese ,weise die ,menge des ,alkohols1 dessen schwchende ,wirkung auf die ghrungserregende ,eigenschaft der ,hefe bekannt ist4 ,ferner verwandelt er die lslichen ,kalisalze des ,weines in unlsliche ,kalksalze und in ,kaliumsulfat1 eine ,umwandlung1 die in der ,that ,nutzen haben kann1 wenn man in ,erwgung zieht1 dass man dem ,cremor tartari die ,eigenschaft zuschreibt1 das ,ferment gelst zu erhalten1 eine ,eigenschaft1 welche dem ,kaliumsulfat1 das sich brigens zum grssten ,theile unlslich abscheidet1 wahrscheinlich abgeht4 ,sidenote3 ,rckstnde der ,weinbereitung4 ,die bei der ,weinbereitung sich ergebenden ,rckstnde und ,abflle bestehen in den ,trestern 7,kmme1 ,stiele1 ,ranken der ,trauben1 ,hute und ,kerne der ,beeren7 und in dem ,weingelger 7,hefe und ,weinstein74 ,beide finden mannichfache ,anwendung4 ,was die ,trester betrifft1 so hat man zuvrderst zu unterscheiden zwischen den mit ,wasser ausgelaugten und den nicht ausgelaugten ,trestern1 welche letztere nicht unbetrchtliche ,mengen von ,most enthalten2 letztere dienen #a7 zur ,bereitung von petiotisirtem ,wein1 nicht zu verwechseln mit dem ,tresterwein2 #b7 zur ,erzeugung von ,branntwein 7,tresterbranntwein71 wobei nicht nur der in dem ,moste enthaltene ,zucker in ,betracht kommt1 sondern auch wahrscheinlich der durch ,spaltung der ,gerbsure1 die in so grosser ,menge in den ,trestercomponenten sich findet1 entstandene 7vergl4 ,s4 #dfe72 #c7 zur ,fabrikation von ,grnspan 7vergl4 ,s4 #fj72 #d7 zur ,essigfabrikation und zur ,befrderung der ,essigbildung aus zucker- oder alkoholhaltigen ,flssigkeiten2 #e7 als ,viehfutter1 eine in ,frankreich fr ,pferde1 ,maulthiere und ,schafe bliche ,anwendung2 #f7 die ausgepressten oder schon auf ,branntwein oder ,essig benutzten ,trester knnen als ,brennmaterial sowie als ,dngmittel ,anwendung finden2 #g7 die ,traubenkerne knnen auf fettes ,oel1 das sie in einer ,quantitt von #aj-aa ,proc4 enthalten1 verarbeitet werden2 #h7 wegen ihres grossen ,gehaltes an ,gerbsure kann man die durch ,auspressen oder durch ,extraction mit ,benzol oder ,schwefelkohlenstoff von dem fetten ,oele befreiten ,kuchen zum ,gerben1 zum ,schwarzfrben u4 s4 w4 verwenden2 eine sehr vortheilhafte ,benutzung wre ferner deren ,verarbeitung auf ,weinkerngerbsure1 die in den entlten ,kuchen bis zu #g ,proc4 sich findet und in allen den ,fllen der ,weinbehandlung anzuwenden wre1 wo man gegenwrtig das den ,bestandtheilen der ,weintraube fremde ,tannin anwendet2 #i7 aus dem ,weingelger stellt man durch ,abpressen1 ,trocknen und ,verbrennen ,asche dar1 die in ,burgund und anderen ,gegenden zur ,fabrikation der ,drusenasche 7,weinhefenasche1 cendres graveles7 dient4 ,auch die ,trester verarbeitet man auf ,potasche2 #aj7 die ,stiele und ,kerne geben beim ,verkohlen ein schwarzes ,farbematerial 7,weinrebenschwarz72 #aa7 das ,weingelger1 wesentlich aus ,hefetheilen und ,weinstein bestehend1 wird in den ,weinlndern vor ihrer ,verarbeitung auf ,potasche oder ,weinstein zur ,destillation eines eigenthmlich riechenden ,branntweins 7,drusenbranntwein7 benutzt1 in welchem sich ein cognachnlich riechendes ,oel befindet1 welches unter dem ,namen ,drusenl 7,weinl1 ,cognacl1 huile de marc7 im ,handel vorkommt2 #ab7 aus dem rohen ,weinstein1 welcher mit etwas weinsaurem ,kalk1 ,farbstoff und ,hefe mehr oder weniger dicke ,krusten bildet1 die sich theils an den ,wnden der ,weinfsser absetzen1 theils in dem ,weingelger enthalten sind1 erhlt man durch ,reinigen den ,weinstein 7wesentlich ,kaliumbitartrat1 ,c#d;,h#e,,ko#f71 aus welchem man die ,weinsure darstellt1 welche zur ,bereitung von ,hefen- und ,brausepulver und moussirenden ,getrnken1 sowie in der ,frberei und ,zeugdruckerei eine ausgedehnte ,anwendung findet4 ,sidenote3 ,schaumwein4 ,die ,schaumweinfabrikation4 ,der moussirende ,wein oder ,schaumwein ist seit ,jahrhunderten schon bekannt und geschtzt4 ,auf ,gemlden von niederlndischen ,meistern des #ag4 ,jahrhunderts trifft man zuweilen das ,champagnerglas mit schumendem ,inhalt#aaa4 ,die fabrikmssige ,bereitung der ,schaumweine in der ,champagne stammt jedoch erst aus der zweiten ,hlfte des vorigen ,jahrhunderts4 ,ausser in der ,champagne fabricirte man spter in ,burgund aus den ,cte d'or-,weinen moussirende ,weine1 kein ,wunder daher1 wenn auch in ,deutschland versucht wurde1 das angenehm prickelnde ,schumen bei den inlndischen ,weinen nachzuahmen2 und dass der ,versuch gelungen1 dies beweist die am ,main1 an der ,mosel1 am ,rhein und am ,neckar blhende ,schaumweinindustrie1 welche in vielen ,gegenden ,deutschlands den ,verbrauch an franzsischem ,schaumwein auf ein ,minimum reducirt hat4 ,in ,deutschland zhlt man 7#ahgj7 gegen #ej ,schaumweinfabriken mit einer ,produktion von #b-a_/d-c-a_/b ,millionen ,flaschen1 wovon #a-a_/d ,millionen ins ,ausland gehen4 ,in ,frankreich wird die jhrliche ,produktion auf #af-ah ,millionen ,flaschen geschtzt4 #aaa ,so auf einem ,rembrandt'schen ,gemlde von #afej auf der ,gemlde-,gallerie zu ,dresden 7,hbner's ,verzeichniss #ahfb p4 #bij ,no4 #abbe74 ,schenken wir der ,auslegung ,glauben1 die gewisse ,commentatoren dem ,virgil'schen ,verse geben3 ,ille impiger hausit ,spumantem pateram -- so scheinen selbst die ,rmer den ,schaumwein gekannt zu haben4 ,allen ,weinen fehlt im ,naturzustande die ,eigenschaft des ,schumens1 welche dem ,weine jedoch ertheilt werden kann1 wenn man das kohlensaure ,gas1 welches sich bei der zweiten ,ghrung1 die1 wenn man den ,wein nach der ersten gewhnlichen stehen lsst1 entwickelt1 gewaltsam zurckhlt4 ,beim ,oeffnen der ,flasche entweicht dieses ,gas und verursacht das fr das ,auge so erfreuliche ,schumen und ,perlen4 ,die ,quelle der ,kohlensure liegt demnach in jedem ,weine und alle ,weine knnen in ,schaumweine verwandelt werden1 den ,vorzug verdienen aber im ,allgemeinen die sssen ,weine vor den trocknen und zucker- und alkoholarmen4 ,das ,moussiren lsst sich unter zweierlei ,gesichtspunkten betrachten1 einmal bewirkt der ,schaumwein1 sowie der ,kork der ,flasche beseitigt wird1 einen ,knall und spter in den ,glsern zeigt er das eigenthmliche ,perlen4 ,beide ,effecte sind nicht proportional1 der ,knall kann ein usserst heftiger und das ,perlen ein sehr schwaches sein1 ebenso auch umgekehrt4 ,stellen wir uns zwei ,flaschen mit ,schaumwein derselben ,sorte vor1 mit dem alleinigen ,unterschiede jedoch1 dass die eine ,flasche einen ,zusatz einer ,substanz erhielt1 welche die ,lslichkeitsverhltnisse des ,weines fr das ,kohlensuregas wesentlich vernderte4 ,die ,effecte des ,schumens werden sich nun ganz verschieden ussern4 ,da der ,zuckergehalt in beiden ,flaschen der nmliche war1 so hat sich auch darin die nmliche ,menge ,kohlensuregas gebildet2 bt z4 ,b4 das ,gas in der einen ,flasche einen ,druck von #e ,atmosphren aus1 so wird1 wenn das ,lsungsvermgen des ,weines in der zweiten ,flasche schwcher1 vielleicht #a_/bj geringer ist1 dieses ,zwanzigstel nicht absorbirten ,gases1 in dem ,raume unterhalb des ,korkes1 in der sogenannten ,kammer1 sich ansammeln und den ,druck auf den ,wein bedeutend vergrssern4 ,um diejenige ,menge ,kohlensure1 die in der ,kammer sich befindet1 ist der ,wein schwcher an aufgelstem ,gas1 der ,knall wird ein sehr heftiger sein und der ,kork wird weit fortgeschleudert werden1 das ,perlen dagegen wird1 da das aufgelste ,gas in geringerer ,menge da ist1 verhltnissmssig schwach sein4 ,das ,verfahren der ,fabrikation des ,schaumweins ist 7im ,allgemeinen7 folgendes3 ,man benutzt vorzugsweise blaue ,trauben1 so am ,rheine die ,frhburgunder ,traube von ,ingelheim1 der ,mosel-1 ,main- und ,nahegegend und manche ,rothweine aus ,wrttemberg 7,heilbronn und ,esslingen7 und ,baden 7besonders die vom ,kaiserstuhl im ,breisgau74 ,sofort nach der ,lese wird der ,saft ausgepresst1 damit kein ,farbstoff aus den ,schalen sich lse4 ,die ausgepressten1 halb erschpften ,trester geben beim nochmaligen ,auspressen einen rthlich gefrbten moussirenden ,wein4 ,der ausgepresste ,traubensaft kommt in ,kufen1 worin er #bd-cf ,stunden lang bleibt2 er setzt darin erdige ,stoffe1 vegetabilische ,unreinigkeiten und fermentbildende ,substanzen ab4 ,darauf zapft man ihn ab und bringt ihn auf ,fsser1 welche1 damit die ,ghrung mglichst langsam geschehe1 in einem khlen ,keller lagern4 ,so lange die strmische ,ghrung dauert1 muss das ,fass tglich aufgefllt werden4 ,beim ,einfllen des ,mostes in die ,fsser ist es zweckmssig1 auf #ajj ,flaschen ,most eine ,flasche ,cognac zuzusetzen1 ein ,zusatz1 der nicht nur den ,zweck hat1 den ,alkoholgehalt und die ,lslichkeit des ,kohlensuregases zu erhhen1 sondern und hauptschlich die ,ghrung zu mssigen4 ,nachdem die ,hauptghrung vorber ist1 wird das ,fass nochmals ausgefllt und dann verspundet4 ,gegen ,ende ,december giebt man den ,wein in geschwefelte ,stckfsser1 schnt ihn mit ,hausenblase und lsst ihn etwa einen ,monat lang ruhig liegen1 worauf man ihn von ,neuem absticht4 ,gegen ,ende ,februar schnt man zum zweiten ,male und lsst bis zu den ersten ,tagen des ,monats ,april ablagern1 worauf man den ,wein klar auf ,flaschen zieht4 ,diejenigen ,weine1 die sich am besten zur ,schaumweinfabrikation eignen1 sollen im ,augenblicke des ,abziehens an ,zucker1 ,alkohol und freier ,sure in der ,flasche enthalten3 a7 #af-ah ,grm4 ,zucker1 b7 #aa-ab ,volumenprocente ,alkohol1 c7 ein ,aequivalent von #c-e ,grm4 ,schwefelsure an freier ,sure4 ,durch ,coupiren 7,verstechen1 ,vermischen7 der aus verschiedenen ,lagen bezogenen ,weine ist man im ,stande1 dem zur ,fabrikation bestimmten ,weine vorstehende ,normalzusammensetzung zu geben4 ,die fr den ,schaumwein bestimmten ,flaschen 7die bekannten dickwandigen ,champagnerflaschen7 mssen mit grosser ,sorgfalt fabricirt1 aus reinen ,materialien dargestellt und besonders sorgfltig gekhlt sein4 ,im ,allgemeinen verlangt man von einer ,flasche1 dass sie ein ,gewicht von #hej bis #ijj ,grm4 habe1 gleichmssig dickwandig in allen ,punkten sei1 die in gleicher ,hhe liegen1 und keine ,steinchen in der ,masse enthalte2 die ,mndung soll konisch sein und von dem usseren ,rande abwrts sich allmlig erweitern1 dadurch sitzt der ,kork fester1 hlt sich der ,wein besser und der ,knall wird verstrkt4 ,ehedem belief sich der ,bruch der ,flaschen auf #ae-be ,proc4 und noch mehr2 gegenwrtig ist die ,flaschenfabrikation so weit vorgeschritten und die ,schaumweinbereitung dergestalt regulirt1 dass der ,bruch im ,mittel kaum #aj ,proc4 betrgt4 ,der ,preis fr #ajj ,flaschen ist #aj bis #aa ,gulden4 ,ehe der ,wein auf ,flaschen gefllt wird1 giesst man eine kleine ,quantitt ,liqueur in jede ,flasche2 dieser ,liqueur besteht aus weissem ,kandiszucker #aej ,kilogr41 ,wein #abe ,liter1 ,cognac #aj ,liter4 ,die ,flssigkeit wird mit ,hausenblase geschnt1 dann klar abgestochen und zum jeweiligen ,gebrauch im ,keller aufbewahrt4 ,der ,rohrzucker des ,liqueurs ist in dem ,champagner1 wie ,fr4 ,mohr angiebt1 nach kurzer ,zeit ganz in ,traubenzucker787 bergegangen4 ,der ,zucker des ,liqueurs soll in neuerer ,zeit durch ,glycerin zum ,theil ersetzt werden4 ,je nach dem ,geschmack der ,consumenten und der ,art des zu fabricirenden ,schaumweines setzt man zu obigem ,liqueur zuweilen ,porto1 ,madeira1 ,muscatelleressenz1 ,kirschwasser1 ,himbeergeist u4 dergl4 ,alle diese verschiedenen ,liqueure werden selten in reinem ,zustande angewendet1 sondern im ,augenblicke der ,anwendung mit einer besonderen ,flssigkeit1 aus einer ,mischung von3 ,wasser #fj ,liter1 gesttigter ,alaunlsung #bj ,liter1 ,weinsurelsung #dj ,liter1 ,tanninlsung #hj ,liter bestehend1 gemischt4 ,man setzt auf ein ,stckfass ,liqueur #b ,liter dieser ,flssigkeit4 ,zu dem ,abziehen des ,weines 7die ,tirage7 auf ,flaschen und zu deren ,verschluss werden viererlei ,arbeiter verwendet3 einer1 welcher den ,wein auf ,flaschen zieht1 einer1 der sie verkorkt1 einer1 welcher sie mit ,bindfaden1 und einer endlich1 welcher sie mit ,draht verschliesst4 ,das ,verkorken wird durch eine ,maschine ausgefhrt1 die den ,kork vollkommen gerade in die ,flasche drckt4 ,nachdem die ,flaschen gefllt1 verkorkt und ficellirt sind1 legt man sie so nieder1 dass der ,hals unter einem ,winkel von etwa #bj geneigt ist1 damit die bei der langsamen ,ghrung entstehende ,hefe in den ,hals gelange und sich an dem ,kork absetze4 ,nach #h-aj ,tagen vergrssert man die ,neigung in demselben ,sinne und bringt den ,winkel ungefhr auf #de2 nach ,verlauf von abermals #b-c ,tagen erhebt man den ,boden der ,flasche noch mehr1 um den ,absatz so viel als mglich auf dem ,korke zu sammeln2 zuletzt stehen die ,flaschen vertical mit dem ,korke nach unten gerichtet4 ,durch die ,ghrung und das ,ablagern des ,weines ist in allen ,flaschen ein aus ,hefe1 ,kleber und dergl4 bestehender ,niederschlag entstanden1 welcher natrlich zur vollstndigen ,klrung des ,weines aus den ,flaschen entfernt werden muss4 ,zu diesem ,behufe befinden sich die ,flaschen mit der ,oeffnung nach unten in mit ,lchern versehenen ,tafeln4 ,damit der ,absatz sich in dem ,halse der ,flasche bis auf den ,kork herabsenke1 muss jede ,flasche tglich und ganz gleichmssig etwa #ad ,tage lang gerttelt werden4 ,zuweilen kommt es vor1 dass der ,absatz einem ,hutchen gleich der ,flasche adhrirt und nicht entfernt werden kann2 in solchem ,falle ist der ,wein nicht verkuflich und muss in den ,ghrungsbottich zurckgegossen werden4 ,das beste ,mittel1 den ,absatz pulverfrmig zu machen1 besteht ohne ,zweifel in der ,anwendung von ,tannin und ,alaun1 und nur aus diesem ,grunde setzt man dem ,liqueur1 wie oben angegeben1 eine kleine ,menge einer ,flssigkeit zu1 welche diese ,substanzen enthlt4 ,der sich bildende ,absatz enthlt gerbsauren ,leim und ,protensubstanzen des ,weines1 ist in ,folge eines ,alaunzusatzes immer pulverig und giebt einen vollkommen klaren ,wein4 ,hat sich aller ,absatz auf den ,propfen abgelagert1 so schreitet man zum ,entfernen des ,absatzes1 das ,degorgiren oder ,ausspritzen genannt4 ,zu diesem ,behufe nimmt der ,arbeiter eine ,flasche mit dem ,halse nach unten und prft den ,wein1 um sich von seiner ,klarheit zu berzeugen1 in welchem ,falle man den ,draht1 der den ,kork hlt1 aufdreht4 ,eine kleine ,menge ,wein -- #dj-fj ,kubikcentimeter -- wird beim ,heraustreiben des ,korkes lebhaft aus der ,flasche herausgeschleudert4 ,der leere ,raum wird mit ,liqueur ausgefllt -- diese ,arbeit nennt man das ,dosiren4 ,der ,arbeiter entfernt aus der degorgirten ,flasche noch #afj ,kubikcentimeter ,wein 7man nennt diese ,operation das ,dechargiren7 und fllt nun den hierdurch und durch das ,degorgiren entstandenen ,raum mit ,liqueur aus4 ,die ,flasche wird mit einem frischen ,korke verkorkt1 den man mit ,bindfaden und mit ,eisendraht befestigt4 ,der ,pfropf und die ,mndung werden mit ,stanniol umwickelt4 ,der ,schaumwein enthlt ungefhr #f-g ,volumen ,kohlensure und besitzt ein eigenthmliches ,aroma1 welches sich durch die ,einwirkung der ,kohlensure auf die ,bestandtheile des ,weines zu bilden scheint und vielleicht zum ,theil ,kohlensurether 7,aethylkohlensure7 ist4 ,da die ,kohlensure durch eine ,nachghrung entwickelt wird und einer solchen ein mehr als mittlerer ,alkoholgehalt nachtheilig ist1 so hat man auf den ,alkoholgehalt des auf ,flaschen zu fllenden ,weines grosse ,sorgfalt zu verwenden4 ,der nach vorstehender ,methode dargestellte ,schaumwein ist gewhnlich in #ah-bj ,monaten trinkbar1 je nachdem die ,jahreszeit der ,ghrung mehr oder weniger gnstig gewesen ist4 ,bei der ,analyse von vier ,sorten ,schaumweinen wurden -- #ahfg und #ahgj -- folgende ,resultate erzielt3 #a4 #b4 #c4 ,freie ,sure #e1c pro ,mille #e1i pro ,mille #g1f pro ,mille ,alkohol #h1d ,proc4 #i1e ,proc4 #h1g ,proc4 ,zucker #h1b #d1c #g1i ,extract #aa1f #g1e #aj1c ,spec4 ,gewicht #a1jcf #a1jbi #a1jci #d4 #e4 #f4 ,freie ,sure #g1h pro ,mille #f1b pro ,mille #e1f pro ,mille ,alkohol #h1d ,proc4 #i1h ,proc4 #h1d ,proc4 ,zucker #i1a #g1e #e1d ,extract #ab1j #aa1f #ae1b ,spec4 ,gewicht #a1jdf #a1jci #a1jda #a ,sorte aus ,chalons1 #b1 #c und #d ,wrzburger ,mousseux und zwar #b fr den ,export nach ,indien bestimmt1 #c von ,j4 ,oppmann und #d von ,silligmller1 beide in ,deutschland hchst beliebige ,sorten4 #e von ,sutaine und ,comp4 in ,rheims4 #f ,schaumwein einer renommirten rheinischen ,firma1 in welchem ein grosser ,theil des ,zuckers durch ,glycerin ersetzt war4 ,sidenote3 ,most- und ,weinverbesserung4 ,most- und ,weinverbesserung4 ,der ,werth einer ,weinsorte ist ausser von ihrem ,alkoholgehalte und ihrem ,aroma auch noch von ihrem ,gehalte an freier ,sure abhngig4 ,je weniger der letzteren sie bei gleichem ,alkoholgehalte und der erforderlichen ,menge von aromatischen ,bestandtheilen enthlt1 um so geschtzter und werthvoller ist sie4 ,das ,verhltniss zwischen den ,hauptbestandtheilen des ,traubensaftes1 ,zucker1 ,sure und ,wasser1 stimmt in guten ,mosten ziemlich berein1 und man kann wohl annehmen1 dass dieses ,verhltniss kein zuflliges sei1 sondern dass es zum ,charakter und ,wesen eines guten ,mostes gehre4 ,es wre einseitig und mit der ,erfahrung im ,widerspruche1 wollte man den ,werth eines ,weines nur aus dem gegenseitigen ,verhltniss zwischen ,alkohol1 ,zucker und freier ,sure im ,weine ableiten1 indem ja die aromatischen ,bestandtheile und der nie fehlende ,glyceringehalt auf den ,wohlgeschmack und auf den ,werth von so bedeutendem ,einflusse sind1 nichtsdestoweniger ist man doch allgemein der ,ansicht1 dass gute ,weine ein gewisses und ziemlich genau bestimmtes ,verhltniss zwischen ,alkohol1 ,zucker1 freier ,sure und ,wasser erfordern4 ,solche ,trauben1 die sich zur ,erzielung eines guten ,weines nicht eignen1 knnen in zweierlei ,weise behandelt werden4 ,entweder lsst man den durch ,auspressen gewonnenen ,saft ghren wie er ist1 in welchem ,falle man einen geringen oder schlechten ,wein erhlt4 ,oder man sucht1 gesttzt auf chemische ,analyse1 dem mangelhaft zusammengesetzten ,moste diejenigen ,bestandtheile zu geben oder auch zu entziehen1 welche er in zu geringer oder in zu reichlicher ,menge enthlt1 oder mit anderen ,worten1 man stellt knstlich in dem ,weine ein solches ,verhltniss der ,bestandtheile dar1 dass dasselbe1 wie der ,most- und ,weinverbesserer meint1 dem guten ,moste nahekommt4 ,diese knstliche ,verbesserung des ,weines ist wohl von der ,weinverflschung zu unterscheiden1 welche dem ,weine ungehrige oder der ,gesundheit nachtheilige ,substanzen zusetzt4 ,von den gegenwrtig in ,anwendung kommenden ,methoden der ,most- und ,weinverbesserung sind als die wichtigsten folgende anzusehen3 #a7 ,zusatz von ,zucker zu zuckerarmem ,moste und ,entziehung der zu grossen ,suremenge des ,mostes durch ,marmorstaub 7,verfahren ,chaptal's71 #b7 ,zusatz von ,zucker und ,wasser zu zuckerarmem und surereichem ,moste 7,verfahren ,gall's71 #c7 nochmaliges ,ghrenlassen der ,trester mit ,zuckerwasser 7,verfahren ,petiot's71 #d7 ,entziehung von ,wasser durch ,frost und ,gyps1 #e7 ,entziehung von ,sure durch chemisch wirkende ,mittel1 #f7 ,zusatz von ,alkohol zu schwachem ,weine1 #g7 ,versetzen des fertigen ,weines mit ,glycerin 7nach dem ,entdecker des ,glycerins1,scheele1 ,scheelisiren genannt74 ,der ,zuckerzusatz zu zuckerarmem ,moste gehrt zu den ltesten ,methoden1 den ,wein aufzubessern4 ,den ,rmern und ,griechen war diese ,methode bereits bekannt1 da aber damals der ,rohrzucker noch unbekannt war und man blos ,honig1 welcher dem ,weine einen eigenthmlichen ,geschmack ertheilte1 und eingedickten ,most kannte1 der in den ,jahren1 wo der ,zusatz am nthigsten war1 ebenfalls mangelte1 so kam sie wenig in ,gebrauch4 ,chaptal gedachte #ahjj in seinem ,handbuche des ,weinbaues dieses ,zusatzes und empfahl1 ,zucker in dem geringen ,moste aufzulsen1 bis dieser so dick geworden1 wie er von denselben ,trauben in den besseren ,jahren wird4 ,dieser ,zusatz von ,zucker1 womit zugleich eine ,entziehung der freien ,sure des zu sauren ,mostes durch ,marmorstaub verbunden ist1 fand allmlig immer mehr und mehr ,eingang und wurde seitdem mit dem ,namen ,chaptalisiren bezeichnet#aab4 #aab ,bei dem ,burgunder1 bei dessen ,bereitung das ,chaptalisiren gegenwrtig noch vielfach angewendet wird1 nimmt man allgemein an1 dass dieser ,wein nicht mehr als #f pro ,mille freier ,sure enthalten drfe4 ,ergiebt daher die ,mostprfung z4 ,b4 #h pro ,mille1 so mssen #b pro ,mille entfernt werden1 wobei man von dem ,satze ausgeht1 dass #ej ,th4 ,marmorstaub 7,calciumcarbonat7 #fj ,th4 freie ,suren entfernen4 ,ist der ,sureberschuss beseitigt1 so setzt man den ,zucker 7,hutzucker oder besten ,strkezucker7 zu1 dessen ,menge sich nach dem ,alkoholgehalt richtet1 welchen man dem ,weine zu geben beabsichtigt4 ,hat man in dem ,moste z4 ,b4 #ae ,proc4 ,zucker gefunden1 so wird der ,alkoholgehalt des fertigen ,weines #g1e ,proc4 betragen4 ,soll nun letzterer auf #aj ,proc4 erhht werden1 so muss fr je #ajjj ,kilogr4 ,most die entsprechende ,zuckermenge1 im vorliegenden ,falle mithin #ej ,kilogr4 ,zucker zugesetzt werden4 ,man geht dabei von der ,annahme aus1 dass #ajj ,th4 ,zucker #ej ,th4 ,alkohol liefern4 ,obgleich es nun naheliegt1 dem ,moste das zu geben1 was die ,natur blos durch den ,mangel an ,sonnenwrme nicht in gengender ,quantitt zu erzeugen vermochte1 so trat doch der allgemeinen ,anwendung der ,aufwand1 den der ,zuckersatz erforderte1 hindernd entgegen4 ,er lieferte zwar einen alkoholreicheren und darum haltbareren ,wein1 allein diese ,vorzge gehren doch weniger zu den wnschenswerthesten1 selbst wenn diese ,vorzge den erforderlichen ,aufwand lohnen sollten4 ,der bei weitem grssere ,theil der deutschen ,weine zeigt ausser dem ,mangel an ,zucker einen ,ueberfluss an ,sure4 ,findet nun auch durch den ,zuckerzusatz spter in ,folge des grsseren ,alkoholgehaltes eine vermehrte ,absonderung des ,kaliumbitartrates als ,weinstein statt1 so enthalten doch die nicht vllig gereiften ,trauben eine weit grssere ,menge ,aepfelsure als ,weinsure2 die ,aepfelsure wird aber nicht ausgeschieden und deshalb bei dem blossen ,zuckerzusatze dennoch der ,geschmack des ,weines beeintrchtigt4 ,diese ,suren sind1 ohne der ,qualitt des ,weines zu schaden1 zu vermindern oder unschdlich zu machen4 ,die ,ersten1 welche in dieser ,hinsicht geeignete ,vorschlge1 die sich auf den ,zusatz von ,zuckerwasser 7d4 h4 eine ,lsung von ,rohrzucker oder von ,traubenzucker7 bezogen1 machten1 waren ,dbereiner in ,jena und ,lampadius in ,freiberg4 ,balling 7in ,prag7 und nach ihm ,gall 7in ,trier7 haben wesentlich die nmlichen ,vorschlge gemacht4 ,die von ,gall empfohlene ,methode der ,weinverbesserung1 das ,gallisiren1 die weil sie auch zugleich eine bedeutende ,vermehrung des ,weinquantums giebt1 ungemein populr geworden ist1 besteht darin1 dass man zuerst die besseren ,trauben von den geringeren absondert1 um davon einen besseren ,bouquetwein darzustellen1 statt sie mit der meist grsseren ,menge der geringeren ,trauben zu vermischen1 in deren ,safte die ,vorzge der wenigen vllig reifen ,trauben gnzlich verschwinden wrden4 ,den ,most der geringeren ,sorte soll man sofort nach dem ,keltern mit so viel ,wasser und ,zucker mischen1 dass sein ,gehalt an ,sure1 ,wasser und ,zucker dem ,gehalt an diesen ,bestandtheilen in einem guten ,traubenmoste gleichkommt4 ,durch das ,gallisiren erhlt der ,wein die eine ,bedingung des ,wohlgeschmacks1 nmlich richtiges ,verhltniss zwischen ,sure1 ,zucker1 ,alkohol und ,wasser1 und wenn er sonach auch nicht so vorzglich wird1 wie ,wein aus sehr guten ,trauben1 indem ihm die andere ,bedingung1 der ,bouquetstoff1 mehr oder weniger fehlt1 so wird er doch weit besser sein1 als wenn er durch ,ghrung aus dem nicht mit ,zuckerwasser versetzten ,moste aus geringen ,trauben bereitet worden wre1 dem nicht nur eine1 sondern beide ,bedingungen des ,wohlgeschmacks abgehen4 ,wenn das ,gall'sche ,verfahren hauptschlich vom wirthschaftlichen ,standpunkte aus1 aber auch vom chemischen aus empfohlen werden kann1 so ist dabei doch vorausgesetzt1 dass man einen ,zucker verwende1 welcher in der ,that an ,reinheit dem ,traubenzucker 7oder auch ,rohrzucker7 mglichst gleichkommt4 ,auf alle ,flle leidet der gallisirte ,wein an ,bouquetarmuth1 wenn nicht der ,weinverbesserer auch fr diesen ,uebelstand ,heilmittel in ,bereitschaft hat4 ,nach ,gall nun 7dessen ,anschauungsweise ich in vielen ,stcken keineswegs theile67 soll ein ,normalmost bestehen aus ,zucker #bd1j ,proc4 freier ,sure #j1f ,wasser #ge1d ----------- #ajj1j ,proc4 #ajjj ,kilogr4 eines solchen ,mostes enthalten demnach #bdj ,kilogr4 ,zucker1 #f ,kilogr4 freie ,sure und #ged ,liter ,wasser4 ,hat nun die ,analyse eines ,mostes ergeben #af1g ,proc4 ,zucker und #j1h ,proc4 ,sure und will man demselben durch das ,gallisiren auf die ,zusammensetzung des ,gall'schen ,normalmostes bringen1 so hat man zuzusetzen #aec ,kilogr4 ,zucker und #ahj oder ,liter ,wasser wodurch man #accc ,kilogr4 ,most 7mithin eine ,vermehrung der ursprnglichen ,menge von #cc ,proc47 erhlt4 ,in geringen ,jahrgngen1 wo der ,suregehalt bis auf #ab bis #ad ,proc4 sich steigert1 betrgt die ,vermehrung #ajj-aae ,proc41 ja selbst mehr noch4 ,das im ,jahre #ahei aufgetauchte ,petiotisiren 7von ,ptiot zu ,chaminy in ,burgund7 geht von der ,thatsache aus1 dass der nach dem gewhnlichen ,verfahren dargestellte ,traubensaft nicht ,alles in sich aufgenommen hat1 was die ,traube an frbenden und aromatischen ,stoffen enthlt und dass in dem ,pressrckstande1 dem ,marke1 den ,kernen1 den ,kmmen1 noch genug davon enthalten sei1 um ,zuckerwasser den ,geschmack1 das ,aroma und andere ,eigenschaften des ,traubensaftes zu geben4 ,es fehlt an genauen ,analysen der ,pressrckstnde und an hinreichender ,erfahrung1 um sich gegenwrtig schon endgltig ber den ,werth des ,petiotisirens aussprechen zu knnen4 ,viele gewiegte ,weintechniker haben jedoch keinen ,anstand genommen1 ,ptiot's ,verfahren als ein auf rationeller1 wissenschaftlicher ,basis beruhendes zu erklren1 es in ,schutz zu nehmen und warm zu empfehlen#aac4 #aac ,nach der ,angabe von ,beyse sollen unreife ,trauben zum ,petiotisiren noch besser sich eignen wie ganz reife2 mit jenen knne die ,weinvermehrung recht gut bis zu #ejj ,proc4 gesteigert werden6 ,zur ,verbesserung des ,weines hat man ferner die ,anwendung des ,frostes vorgeschlagen1 wodurch die wsserigen ,theile des ,mostes vermindert werden4 ,nach den ,versuchen von ,vergnette-,lamotte und ,boussingault sind die ,wirkungen der ,klte auf den ,wein complicirter ,natur4 ,beim ,abkhlen des ,weines auf eine ,temperatur von #j-f entstehen zuerst ,niederschlge von ,substanzen1 welche bei dieser ,temperatur nicht mehr lslich sind4 ,diese bestehen vorzugsweise in ,cremor tartari1 frbenden und stickstoffhaltigen ,substanzen und einer ,flssigkeit1 welche die ,eigenschaft besitzt1 bei #f zu erstarren4 ,wenn man die ,weine vorsichtig von diesen ausgeschiedenen ,substanzen abzieht1 so werden sie krftiger1 feuriger1 alkoholreicher2 ihr ,hauptwerth besteht aber in dem ,verluste der ,fhigkeit des ,nachghrens und des nachtrglichen ,absetzens in ,fssern und auf ,flaschen4 ,eine ,entsuerung des ,weines durch chemisch wirkende ,mittel findet ausser durch gebrannten ,gyps statt durch ,calciumcarbonat 7,marmorpulver1 ,kreide71 ,zuckerkalk und neutrales ,kaliumtartrat4 ,ein ,zusatz von ,calciumcarbonat zu dem ,moste oder zu dem ,weine ist nicht schdlich1 insofern der ,wein dabei keine oder nur eine sehr geringe ,menge von ,kalksalzen aufnimmt2 dass ,calciumcarbonat nicht zur ,abstumpfung der durch saure ,ghrung bereits entstandenen ,essigsure dienen kann1 in welchem ,falle der ,wein ,calciumacetat enthalten und nicht mehr den ,namen ,wein verdienen wrde1 bedarf kaum der ,erwhnung4 ,im ,principe theilweise mit der ,anwendung von ,calciumcarbonat gleich ist das von v4 ,liebig 7#ahdh7 vorgeschlagene ,mittel der ,entsuerung1 das in der ,anwendung von neutralem ,kaliumtartrat besteht4 v4 ,liebig ging von der ,thatsache aus1 dass viele deutsche ,weine1 namentlich ,rheinweine1 durch das ,lagern und das damit nothwendig zusammenhngende ,auffllen auf der einen ,seite zwar an ,blume und ,geschmack1 auf der anderen aber auch in einer dem ,genusse nachtheiligen ,weise an ,sure gewinnen4 ,anfangs scheidet sich der ,weinstein1 welcher durch die ,verdunstung sowie durch die fortschreitende ,alkoholbildung an ,lslichkeit verloren hat1 ungefhr im gleichen ,schritte aus1 als er durch ,auffllen im ,fasse vermehrt wird4 ,allein mit dem ,auffllen empfngt der ,inhalt eines ,fasses zugleich freie ,weinsure1 welche sich ebenfalls vermehrt und von einer gewissen ,zeit an die ,lslichkeit des ,weinsteins wieder steigert4 ,daher die auffallende ,sure sehr alter ,rheinweine4 ,die ,abstumpfung der freien ,sure durch neutrales ,kaliumtartrat soll ohne die geringste ,beschdigung des ,geruches und ,geschmackes des ,weines geschehen knnen4 ,ein zweckmssiges ,mittel zur ,entsuerung solcher ,weine1 die keine ,essigsure enthalten1 ist der ,zuckerkalk4 ,man bergiesst gelschten ,kalk mit der zehnfachen ,menge ,wasser1 rhrt gut um1 lsst den ,kalk absetzen und giesst nach einigen ,stunden das ber dem ,kalkbrei stehende klare ,kalkwasser1 das einen grossen ,theil der ,unreinigkeiten des ,kalkes enthlt1 ab1 und verwandelt darauf den ,brei durch ,verdnnen mit ,wasser in ,kalkmilch1 in welcher man ,kandis oder ,raffinade lst1 bis eine klare ,flssigkeit entstanden ist1 welche man unter ,umrhren in den ,wein giesst4 ,der ,kalk wird durch die ,sure des ,weines unlslich gefllt1 whrend der ,zucker in dem ,weine bleibt4 ,mit dem ,zersetzen ist behutsam zu verfahren1 da der ,zuckerkalk nicht wie der ,aetzkalk nur die freie ,sure1 sondern auch die gebundene niederschlgt4 ,ein allgemein blicher ,zusatz 7#a-b ,proc47 zum ,wein in der ,absicht1 ihn strker und haltbarer zu machen1 ist der ,weingeist 7,sprit74 ,wenn die ,vermischung des ,weines mit dem ,weingeist -- man wendet entweder ,franzbranntwein oder entfuselten ,kartoffelspiritus an -- erst vor kurzem geschah1 so kann auch eine nicht gebte ,zunge den ,alkohol1 welcher sich mit den ,weinbestandtheilen noch nicht innig gemischt hat1 herausschmecken4 ,ist aber durch lngeres ,lagern eine vollkommene ,vereinigung des ,alkohols mit dem ,weine erfolgt1 so kann man den zugesetzten ,alkohol nicht mehr abscheiden1 ihn selbst durch den ,geschmack nicht mehr erkennen1 vorausgesetzt1 dass nicht zu viel zugesetzt wurde4 ,dass ein geringer ,alkoholzusatz zum ,wein die ,gesundheit der ,consumenten nicht beeintrchtigt1 ist unzweifelhaft1 ebenso1 dass gewisse ,weinsorten eines mssigen ,versatzes mit ,alkohol bedrfen1 wenn sie die erforderliche ,haltbarkeit erlangen sollen4 7,der seit dem ,jahre #ahfe in ,gebrauch gekommene ,zusatz von ,glycerin zum fertigen ,weine1 das sogenannte ,scheelisiren#aad soll dem ,wein1 nachdem er das ,stadium der ,ghrung vollendet1 eine den ,wohlgeschmack strende unzureichende ,ssse auf jeden beliebigen ,grad steigern1 ohne dass man1 da das ,glycerin unfhig ist1 in ,ghrung berzugehen1 fr die ,haltbarkeit des ,weines etwas zu frchten htte4 ,die ,grenzen des ,glycerinzusatzes liegen zwischen #a-c ,liter auf #a ,hektoliter ,wein4 ,durch das ,glycerin und dessen billigen ,preis ist man in der ,lage1 auch fertige1 selbst flaschenreife ,weine noch der ,verbesserung zuzufhren1 welche bisher ausserhalb des ,bereiches der ,weintechnik lagen47 #aad ,bereits im ,jahre #ahfd habe ich mit dem knigl4 ,hofkellermeister ,m4 ,oppmann in ,wrzburg eine ,reihe von ,versuchen ber die ,verwendung des ,glycerins zur ,verbesserung geringerer ,frankenweine angestellt1 die vom besten ,erfolg begleitet waren4 ,von mir rhrt auch die ,bezeichnung ,scheelisiren fr das ,glycerinisiren des ,weines her4 ,die ,bierbrauerei4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,unter ,bier in der gewhnlichen ,bedeutung des ,wortes versteht man dasjenige unvollstndig gegohrene und noch ghrende geistige ,getrnk1 welches aus gekeimten strkemehlhaltigen ,substanzen1 meist aus ,gerste und ,weizen1 seltener ,reis1 ,mais1 ,kartoffeln und ,strkezucker1 und ,hopfen durch geistige ,ghrung1 aber ohne ,destillation gewonnen worden ist4 ,es enthlt die ,bestandtheile des ,getreides oder ,stoffe1 die sich aus diesen ,bestandtheilen durch ,umsetzung gebildet haben 7,dextrose1 ,dextrin und ,eiweisssubstanzen1 ,alkohol1 ,kohlensure1 geringe ,mengen von ,bernsteinsure und ,glycerin1 organische ,stoffe wie phosphorsaure ,salze der ,alkalien und alkalischen ,erden71 sowie gewisse extrahirbare ,hopfenbestandtheile4 ,wir legen bei der ,beschreibung des ,verfahrens der ,bierfabrikation die ,methode zu ,grunde1 welche man im ,allgemeinen in vielen ,brauereien ,bayerns und ,oesterreichs 7z4 ,b4 in der ,dreher'schen ,brauerei zu ,schwechat7 zur ,erzeugung des ,braunbieres befolgt4 ,von vornherein ist zu bemerken1 dass man ,winter- oder ,schenkbier und ,sommer- oder ,lagerbier unterscheidet4 ,man braut das ,bier in ,bayern nur in der klteren ,jahreszeit von ,oktober bis ,april1 wenn das ,thermometer hchstens eine ,temperatur von #ab-ac zeigt4 ,ein ,theil des ,bieres wird nach einer kurzen ,lagerung in den ,fssern whrend der ,wintermonate consumirt1 es bildet das ,winter- oder ,schenkbier4 ,ein anderer ,theil1 zu dessen ,bereitung mehr ,gerste 7,malz7 und ,hopfen genommen wurde1 bleibt in besonderen ,lagerkellern bis zu den ,sommermonaten und wird von der ,zeit an1 wo die ,bierfabrikation aufhrt1 bis zum ,wiederbeginn der ,brauerei consumirt2 dieser ,theil des ,bieres wird ,sommer- oder ,lagerbier genannt4 #a ,volumen ,malz giebt durchschnittlich #b1e-b1f ,volumen ,winterbier1 #a #b1j-b1a ,sommerbier4 ,im norddeutschen ,bunde werden nach den ,annahmen der ,steuerbehrde 7#ahgj7aae aus #a ,ctr4 ,malz gewonnen3 #cjj ,quart leichten ,bieres1 #bjj ,doppelbier1 #ahj sogen4 bayer4 ,bier4 #aae ,nach den ,verhandlungen des ,norddeutschen ,reichstages 7vom #bb4 ,mai #ahfi7 hat im norddeutschen ,bunde die ,verwendung des ,kartoffelzuckers und des ,kartoffelsyrups in vielen ,brauereien eine erhebliche ,ausdehnung gewonnen4 ,ein ,drittel des ,braumalzes wird durch ,kartoffelzucker ersetzt1 von dem #a ,ctr4 #c ,ctr4 ,malz zu ersetzen im ,stande sein soll6 ,sidenote3 ,materialien der ,bierbrauerei4 ,die ,materialien der ,bierbrauerei sind3 #a7 ,getreide oder ,substanzen1 welche dasselbe vertreten knnen1 #b7 ,hopfen1 #c7 ,ferment1 #d7 ,wasser4 ,das ,getreide4 ,obgleich als ,material zur ,bildung des ,alkohols im ,bier jede strkemehl- und zuckerhaltige ,substanz anwendbar wre1 so giebt man doch in der ,praxis den ,cerealien den ,vorzug und unter diesen wiederum der ,gerste1 deren ,strkemehlgehalt weniger schwankt als der anderer ,getreidearten1 die ferner am leichtesten ein gutes ,malz liefert1 dessen zuckerbildende ,eigenschaft grsser ist als die anderer gemalzter ,cerealien4 ,in ,bayern zieht man die grosse zweizeilige ,gerste 7,hordeum distichon7 allen brigen ,gerstensorten vor1 weil sich aus einem gleichen ,volumen der zweizeiligen ,gerste mehr ,bier von derselben ,qualitt erzielen lsst1 als von der gemeinen oder sechszeiligen1 gleiche ,preise aller genannten ,gerstensorten vorausgesetzt4 #ajj ,th4 getrockneter ,gerste enthalten 7nach ,lermer73 ,strkemehl #fh1dc ,protensubstanzen #af1be ,dextrin #f1fc ,fett #c1jh ,cellulose #g1aj ,asche und sonstige ,bestandtheile #c1ea ,die ,gerstenasche enthlt in #ajj ,th4 #ag ,th4 ,kali1 #cj ,th4 ,phosphorsure1 #cc ,th4 ,kieselsure1 #g ,th4 ,magnesia1 #c ,th4 ,kalk u4 s4 w4 ,neben der ,gerste finden ,kartoffeln1 ,reis1 ,mais1 ,glycerin und ,kartoffelzucker in den modernen ,bierbrauereien ausgedehnte ,anwendung4 ,sidenote3 ,hopfen4 ,das1 was man in der ,bierbrauerei mit dem ,namen ,hopfen bezeichnet1 sind die weiblichen ,blthen 7,zapfen1 ,ktzchen7 der ,hopfenpflanze 7,humulus lupulus71 einer perennirenden ,pflanze aus der ,familie der ,urticeen4 ,unter den zarten1 dachziegelhnlich bereinander liegenden ,schuppen der ,hopfenktzchen befinden sich goldgelbe nierenfrmige ,krner 7,drsen71 die sich durch ,klopfen und ,absieben von den ,blttchen trennen lassen4 ,diese ,drschen hat man mit dem ,namen ,hopfenmehl bezeichnet 7frher nannte man es ,lupulin und suchte darin allein die ,wirkung des ,hopfens1 jetzt weiss man aber1 dass auch die brigen ,theile des ,zapfens wirksame ,bestandtheile enthalten74 ,an einer grndlichen ,untersuchung aller derjenigen ,hopfenbestandtheile1 die in der ,bierbrauerei in ,betracht zu ziehen sind1 fehlt es noch1 ausfhrliche ,untersuchungen liegen nur vor ber das ,hopfenl1 die ,gerbsure und die mineralischen ,bestandtheile4 ,was zuerst das therische ,hopfenl anbelangt1 welches sich in der ,menge von #j1h ,proc4 in dem lufttrocknen ,hopfen findet1 so ist dasselbe gelblich gefrbt1 stark1 aber nicht bedeutend nach ,hopfen riechend1 brennend und schwach bitter schmeckend1 nicht narkotisch wirkend1 von #j1ijh spec4 ,gewichte und ,lakmuspapier kaum rthend4 ,es braucht mehr als das #fjj;fache ,gewicht ,wasser zur ,lsung4 ,es ist schwefelfrei und gehrt zu der ,gruppe therischer ,oele1 welche ein ,oel von der ,formel ,c#e;,h#h als gemeinsamen charakteristischen ,bestandtheil enthalten2 es ist ein ,gemenge eines mit dem ,terpentinl und ,rosmarinl isomeren ,kohlenwasserstoffes ,c#e;,h#h mit einem sauerstoffhaltigen ,oele ,c#aj;,h#ah,o1 das mit dem ,valerol die ,eigenschaft gemein hat1 durch oxydirende ,einwirkungen und schon an der ,luft in ,baldriansure 7,c#e;,h#aj,o#b7 berzugehen4 ,die ,oxydation des sauerstoffhaltigen ,bestandtheiles des ,hopfenles zu ,valeriansure ist die ,ursache des dem alten ,hopfen eigenthmlichen ,ksegeruches4 ,die ,gerbsure des ,hopfens findet sich in den verschiedenen ,hopfensorten in der ,menge von #b-e ,proc4 ,was die ,natur dieser ,gerbsure betrifft1 so hat sich herausgestellt1 dass a7 sie eine sogenannte eisengrnende ,gerbsure ist1 b7 sie sich beim ,behandeln mit ,suren und ,synaptase nicht in ,gallussure und ,zucker spaltet1 c7 bei der trocknen ,destillation keine ,pyrogallussure bildet4 ,das ,hopfenharz ist der wichtigste ,bestandtheil des ,hopfens und enthlt die bitteren ,principe4 ,es ist im ,wasser sehr schwer lslich1 vorzglich in reinem ,wasser und bei ,abwesenheit des therischen ,hopfenles4 ,wasser jedoch1 welches ,salze1 namentlich ,gerbsure1 ,gummi und ,zucker enthlt1 lst davon betrchtliche ,mengen auf1 besonders bei ,gegenwart von ,hopfenl4 ,man muss wohl mit ,rautert gewissen ,bestandtheilen des ,hopfenharzes die ,mehrzahl derjenigen ,wirkungen zuschreiben1 um derentwillen man den ,hopfen in der ,bierfabrikation verwendet4 ,es schmeckt anhaltend und intensiv bitter und leidet1 in dnnen ,schichten der ,luft ausgesetzt1 in lngerer ,zeit eine ,zersetzung1 in deren ,folge es unlslich wird in vielen ,lsungsmitteln1 in denen es zuvor lslich war4 ,schneller geht diese ,umnderung im ,sonnenlichte vor sich4 ,hopfenharz und ,hopfenbitter sind indessen nicht identisch1 ersteres ist in ,aether lslich1 letzteres nicht4 ,von geringerer ,bedeutung sind die brigen ,bestandtheile des ,hopfens1 das ,gummi und extractive frbende ,substanzen4 ,die mineralischen ,bestandtheile des ,hopfens betreffend1 so geben bei #ajj getrockneten ,hopfens #i-aj ,proc4 ,asche1 welche #ae ,proc4 ,phosphorsure1 #ag ,proc4 ,kali u4 s4 w4 enthlt4 ,sidenote3 ,conserviren des ,hopfens4 ,die ,qualitt des ,hopfens ist von wesentlichem ,einflusse auf die ,beschaffenheit1 die ,feinheit des ,geschmackes und die ,haltbarkeit des ,bieres4 ,ist whrend der ,hopfenernte ungnstiges ,wetter1 so kann die ,qualitt des ,hopfens betrchtlich leiden4 ,bei feuchter ,witterung lsst sich der ,hopfen kaum trocknen1 ohne dass an den innern ,stengeln der ,deckblttchen ,schimmelflecken zum ,vorschein kommen4 ,eine ,vorrichtung zum ,trocknen des ,hopfens1 unabhngig von der herrschenden ,witterung1 ist daher usserst wichtig4 ,das ,trocknen mit ,hlfe von erwrmter ,luft ist ungengend1 weil es gewhnlich an dem nthigen ,luftwechsel fehlt2 empfehlenswerth sind dagegen diejenigen ,hopfendarren1 in welchen die ,luft mittels eines ,ventilators erneuert und das ,wenden des ,hopfens1 ohne dass ,hopfenmehl verloren geht1 ausgefhrt wird4 ,der bei einer ,temperatur von etwa #dj getrocknete ,hopfen wird mit ,hlfe starken ,pressens gedichtet und in ,scken1 am besten wasserdichten1 verpackt1 versendet4 ,um den ,hopfen haltbarer zu machen1 pflegt man ihn zu schwefeln1 d4 h4 man setzt den getrockneten ,hopfen den ,dmpfen brennenden ,schwefels aus 7auf #a ,ctr4 ,hopfen verbraucht man #a-b ,pfd4 ,schwefel74 ,dieses ,schwefeln des ,hopfens und ,abdarren desselben bei mssiger ,wrme nach dem ,schwefeln1 starke ,pressung desselben und ,aufbewahrung in luftdicht verschlossenen ,rumen -- dies sind die bis jetzt bekannten ,mittel1 den ,hopfen zu conserviren und dadurch den grossen ,schwankungen der ,hopfenpreise ,grenzen zu setzen4 ,das zuweilen vorkommende ,schwefeln von altem dunkler gewordenen ,hopfen in der ,absicht1 demselben die ,farbe von frischem ,hopfen zu ertheilen -- die sogenannte ,schnfrberei -- lsst sich erkennen1 wenn man eine ,hand voll des verdchtigen ,hopfens in der ,hand stark zusammenpresst und in geschlossener geballter ,faust unter die ,nase hlt4 ,die schweflige ,sure lsst sich dann1 wofern der ,hopfen erst vor einigen ,wochen geschwefelt worden war1 leicht durch den ,geruch erkennen4 ,die chemische ,prfung des ,hopfens wird auf folgende ,weise ausgefhrt3 ,man bergiesst einige ,zapfen des zu untersuchenden ,hopfens und etwas ,zink in einem ,wasserstoffentwickelungsapparate mit ,salzsure und leitet das sich entwickelnde ,wasserstoffgas in eine verdnnte ,lsung von ,bleiessig4 ,enthielt der ,hopfen schweflige ,sure1 so ist dem ,wasserstoffgas ,schwefelwasserstoff 7,,so#b #b;,h#b ,,sh#b #b;,h#b,o7 beigemengt1 der sich durch ,bildung von schwarzem ,schwefelblei in der ,bleilsung zu erkennen giebt4 ,besser noch ist es1 das sich bei diesem ,versuche entwickelnde ,gas in eine mit einigen ,tropfen ,kalilauge versetzte ,lsung von ,nitroprussidnatrium zu leiten2 die geringste ,spur von ,schwefelwasserstoff erzeugt eine prchtige purpurrothe ,frbung der ,lsung4 ,sidenote3 ,surrogate des ,hopfens4 ,anstatt des ,hopfens hat man hufig versucht1 andere ,substanzen wie die ,rinden der ,pinusarten1 ,quassia1 ,tausendgldenkraut1 ,wallnussbltter1 ,wermuth1 ,bitterklee1 ,colchicumbltter1 wsseriges ,aloextract1 ,lactucarium u4 s4 w4 anzuwenden2 in der neuesten ,zeit ist sogar die ,benutzung der ,pikrinsure vorgeschlagen worden4 ,abgesehen davon1 dass mehrere dieser ,substanzen geradezu einen nachtheiligen ,einfluss auf den ,organismus ausben1 knnen diese ,krper wol dem ,biere einen bittern ,geschmack ertheilen1 ersetzen aber keineswegs diejenigen ,bestandtheile des ,hopfens1 um derentwillen derselbe in der ,brauerei ,anwendung findet4 ,und diese ,bestandtheile sind3 eine eigenthmliche ,gerbsure1 ,harz und bittere ,extractivstoffe und endlich das therische ,oel4 ,ein ,hopfensurrogat msste demnach diese ,substanzen enthalten oder man wrde genthigt sein1 zwei bis drei verschiedene ,materialien anzuwenden1 die zusammengenommen diese ,bestandtheile besssen4 ,sidenote3 ,wasser4 ,in ,bezug auf das ,wasser1 dessen man sich in der ,brauerei zum ,einweichen des ,getreides1 zum ,extrahiren des ,malzes und zum ,einmaischen bedient1 ist zu bemerken1 dass die ,wahl desselben auf die ,gte des ,bieres von dem grssten ,einflusse ist4 ,man unterscheidet weiches ,wasser vom harten2 ersteres lst die ,seife ohne ,trbung auf1 setzt beim ,kochen keinen ,pfannenstein ab und eignet sich zum ,kochen der ,hlsenfrchte1 welche in hartem ,wasser1 das seine ,hrte kohlensaurem und schwefelsaurem ,kalk verdankt1 nicht weich gekocht werden knnen2 hartes ,wasser zersetzt ,seife und die entstandene ,kalkseife setzt sich in weissen ,flocken ab2 in den ,kochgeschirren1 ,dampfkesseln u4 s4 w4 setzt es ,kesselstein ab4 ,ein ,wasser ist um so weicher1 je weniger es an mineralischen ,bestandtheilen enthlt4 ,das ,regenwasser ist als destillirtes ,wasser sehr weiches ,wasser und enthlt nur ,spuren organischer ,materie1 salpetersaures und kohlensaures ,ammoniak1 das ,brunnenwasser und das ,quellwasser sind in den meisten ,fllen hartes ,wasser1 das ,flusswasser dagegen ist weiches ,wasser4 ,zur ,bierbrauerei eignet sich unstreitig am besten ein reines1 weiches oder doch nur wenig hartes ,wasser2 man giebt daher dem ,fluss- oder ,quellwasser vor dem ,brunnenwasser den ,vorzug1 wenigstens so weit1 als es sich um die ,anwendung des ,wassers zum ,malzen handelt2 zum ,einmaischen scheint dagegen ein kalkhaltiges ,wasser nicht nachtheilig zu sein1 es wird sich zwar1 wie ,mulder sagt1 der in dem ,wasser enthaltene ,kalk in unlsliches ,phosphat umsetzen1 es bildet sich aber zu gleicher ,zeit eine gengende ,menge ,milchsure1 um das ,phosphat wieder aufzulsen4 ,es wird dadurch verhtet1 dass die ,phosphorsure durch hartes ,wasser whrend des ,brauprocesses unlslich ausgeschieden werde4 ,steht kein anderes ,wasser zu ,gebote1 als mit trbenden und organischen ,stoffen verunreinigtes1 so ist das ,wasser vorher durch ,absetzenlassen und ,filtration zu reinigen4 ,die ,mnchener ,brauereien wenden ,isarwasser an1 welches ,kalk- und ,magnesiasalze theils suspendirt1 theils gelst1 in reichlicher ,menge enthlt und deshalb nicht sofort zum ,brauen verwendet1 sondern vorher in grosse ,behlter geleitet wird1 damit sich hier die suspendirten erdigen ,theile absetzen knnen1 mit denen jedenfalls auch durch ,flchenanziehung ein ,theil der aufgelsten ,salze niedergerissen wird2 durch den ,zutritt der ,luft wird aber auch der zweifach kohlensaure ,kalk u4 s4 w4 zersetzt und auf diese ,weise das ,wasser von einem grossen ,theile der ,kochsalze befreit4 ,an anderen ,orten reinigt man das zum ,brauen anzuwendende ,flusswasser durch ,filtration durch ,lager von ,sand1 ,kies und ,kohle4 ,sidenote3 ,ferment4 ,was das ,ferment1 die ,hefe1 betrifft1 so verweisen wir theils auf dasjenige1 was in der ,einleitung zu den ,ghrungsgewerben im ,allgemeinen von der ,hefe gesagt wurde1 theils auf den speciellen ,theil der ,brauerei1 namentlich auf die ,ghrung der ,bierwrze4 ,sidenote3 ,das ,specielle des ,brauverfahrens4 ,die ,schilderung des ,brauverfahrens#aaf lsst sich der leichteren ,uebersicht wegen in vier ,abschnitte bringen1 nmlich in3 #a7 die ,malzbereitung 7das ,malzen oder ,mlzen71 #b7 die ,bereitung der ,bierwrze 7das ,maischen71 #c7 die ,ghrung der ,bierwrze1 #d7 die ,aufbewahrung und ,pflege des ,bieres4 #aaf ,fr das ,studium der ,theorie und ,praxis der ,bierbrauerei sind nachstehende ,zeitschriften warm zu empfehlen3 #a7 ,der bayerische ,bierbrauer1 redigirt von ,dr4 ,lintner1 ,professor und ,vorstand der ,brauerschule in ,weihenstephan1 ,mnchen2 #b7 ,der ,bierbrauer1 begrndet ,g4 ,e4 ,habich1 redigirt von ,h4 ,fleck1 ,leipzig4 ,sidenote3 ,malzen4 ,i4 ,die ,malzbereitung4 ,die ,ueberfhrung der ,gerste in ,malz oder das ,malzen ist ein unterbrochener ,keimprocess und eine ,vorbereitung des ,getreides fr die ,zwecke der ,bierbrauerei und ,branntweinbrennerei4 ,das nicht gekeimte ,getreide hat nur in sehr geringem ,grade die ,eigenschaft1 die in ihm enthaltene ,strke in ,zucker 7,dextrose7 zu verwandeln2 diese ,eigenschaft entwickelt sich erst whrend des ,keimens und durch dieselbe ist man im ,stande1 ,malz von ungekeimter ,frucht zu unterscheiden4 ,warum man der ,gerste vor anderen ,getreidearten den ,vorzug giebt1 hat1 wie schon angefhrt1 darin seinen ,grund1 dass das ,gerstenmalz die zuckerbildende ,eigenschaft in noch hherem ,grade erlangt1 als das ,malz anderer ,getreidearten4 ,das ,pflanzenleben zerfllt in drei ,perioden4 ,in der ersten entwickelt sich die ,pflanze auf ,kosten einiger ihrer ,organe1 welche dabei vollstndig erschpft werden und absterben4 ,diese ,periode ist die ,zeit des ,keimens4 ,in der zweiten ,periode1 die des ,wachsthums1 lebt die ,pflanze auf ,kosten der ,aussenwelt und in der dritten1 die der ,blthen- und ,fruchtbildung1 leben einzelne ,theile der ,pflanze1 die ,fortpflanzungsorgane1 auf ,kosten der ganzen ,pflanze1 die dabei so erschpft wird1 dass sie ihrem ,untergange entgegengeht4 ,das ,keimen1 und nur mit dieser ersten ,phase des ,pflanzenlebens haben wir uns hier zu beschftigen1 bezweckt das werdende junge ,pflnzchen fr seine erste ,entwickelung zu ernhren1 namentlich fr die ,ausbildung der ,wurzeln1 bis zu dem ,punkte1 bei welchem sie selbst im ,stande sind1 der ,pflanze ,nahrung zuzufhren4 ,zu diesem ,zwecke hat die ,natur eine bestimmte ,menge von ,nahrungsstoff in eigens dazu bestimmten ,gebilden aufgespeichert1 welche ,nahrung dann der ,pflanze so lange zugefhrt wird1 bis sie sich unabhngig von den ,hlfsorganen und selbstndig zu erhalten vermag4 ,das keimende ,korn hat mithin grosse ,aehnlichkeit mit dem bebrteten ,eie4 ,in dem ,eie finden wir unter der ,schale das ,eiweiss mit dem ,dotter und dem ,embryo4 ,ist die ,entwickelung des letzteren eingetreten1 so erleiden die ihnen zunchst liegenden ,theile des ,eies eine ,vernderung und dienen ihm dann zur ,ernhrung1 die so lange whrt1 bis das gengend erstarkte ,thier auf ,kosten der ,aussenwelt zu leben im ,stande ist4 ,was bei dem ,ei die ,schale1 das ist an dem ,getreidekorne die lederartige ,samenhaut 7bei der ,gerste mit den stehen gebliebenen ,spelzen71 was wir dort als ,eiweiss und ,dotter erkennen1 unterscheiden wir bei der ,gerste als ,eiweiss- oder ,mehlkrper1 aus ,eiweisssubstanz 7,kleber7 und ,strkemehl bestehend1 was endlich im ,eie als ,embryo auftritt1 zeigt sich in der ,gerste als ,keim1 welcher vorn hart an die ,samenhaut angedrckt ist1 hinten vom ,eiweisskrper bedeckt wird4 ,der ,keim besteht aus dem ,wrzelchen 7radicula71 welches sich zuerst entwickelt und dem ,blattfederchen oder ,knspchen 7plumula71 das erst spter hervortritt und den krftigen ,halm bildet4 ,das ,blattfederchen nimmt1 ehe ihm das ,wrzelchen aus dem ,boden ,nahrung zuzufhren vermag1 aus dem ,eiweisskrper seine ,nahrung2 es kann aber davon nur ,gebrauch machen1 wenn durch ,einweichen der ,gerste der ,eiweisskrper lslich gemacht worden ist4 ,mit der ,entwickelung des ,keimes findet in dem ,samenkorne eine energische chemische ,action statt1 deren ,sitz wesentlich in dem ,kleber des ,kornes zu suchen ist4 ,die ,quantitt der lslichen ,bestandtheile des ,klebers nimmt zu1 ebenso die ,eigenschaft1 die ,strke ebenfalls in einen lslichen ,krper1 in ,dextrin und ,zucker zu verwandeln4 ,hier ist nun die ,stelle1 an welcher sich die ,zwecke der natrlichen ,keimung behufs der ,entwickelung der ,pflanze1 und die ,zwecke der ,industrie1 die ,malzbereitung begegnen4 ,das ,wesen der letzteren liegt nmlich in der ,entwickelung der hchsten zuckerbildenden ,eigenschaft der gekeimten ,gerste1 das ,schwierige der ,operation1 das ,keimen zur rechten ,zeit zu unterbrechen1 damit nicht der ,blattkeim einen grossen ,theil des ,eiweisskrpers verschlinge und zur ,entwickelung der ,gerstenpflanze beitrage4 ,die ,bedingungen des ,keimens der ,gerste sind immer dieselben1 mge sich dieselbe als ,saat in dem ,ackerboden befinden1 oder das ,material zur ,malzbereitung sein4 ,diese ,bedingungen sind3 ,sttigung der ,gerstenkrner mit ,feuchtigkeit1 eine ,temperatur1 welche nicht hher als #dj1 nicht niedriger als #d sein darf1 ,zutritt der atmosphrischen ,luft zu den ,samen und ,abhaltung des ,lichtes4 a7 ,das ,einweichen oder ,einquellen der ,gerste in ,wasser geschieht in den ,quellbottichen oder ,weichen4 ,man will dadurch der ,gerste die zum ,keimen erforderliche ,feuchtigkeit geben1 ferner sucht man dieselbe dabei von allen ,unreinigkeiten und tauben ,krnern zu befreien4 ,die ,bottiche oder ,weichen sind von ,holz1 ,sandstein oder ,cment aufgefhrt2 man fllt sie zur ,hlfte mit ,wasser an und schttet die ,gerste in dieselben unter bestndigem ,rhren ein4 ,es wird soviel ,wasser zugesetzt1 dass es einige ,zoll hoch die ,gerste bedeckt4 ,die gesunden ,krner sinken nach einigen ,stunden unter1 whrend die sich auf der ,oberflche des ,wassers abscheidenden tauben und beschdigten ,krner abgeschpft werden und unter dem ,namen ,abschpfgerste als ,viehfutter ,verwendung finden4 ,indem das ,wasser nach und nach die ,substanz der ,krner durchdringt und diese erweicht und aufschwellt1 lst es gewisse ,bestandtheile aus der strohigen ,hlse auf2 dadurch nimmt das ,wasser eine braune ,farbe und einen eigenthmlichen ,geruch und ,geschmack an und grosse ,neigung in ,milch-1 ,buttersure- und ,bernsteinsureghrung berzugehen4 ,diese ,vernderung wrde einen nachtheiligen ,einfluss auf das ,malz ausben1 wenn man ihm nicht durch das ,wechseln des ,weichwassers zuvorkme1 welches letztere so oft wiederholt werden soll1 bis das ,wasser nicht mehr trbe abfliesst4 ,die ,dauer des ,einweichens ist von der ,beschaffenheit und dem ,alter der ,gerste1 von der ,temperatur des ,wassers u4 s4 w4 abhngig4 ,bei junger frischer ,gerste sind #dh bis #gb ,stunden gengend1 whrend bei lterer und kleberreicher ,gerste oft #f-g ,tage erforderlich sind4 ,um eine gleichmssige ,weiche zu erzielen1 muss desshalb ,gerste von mglichst gleicher ,beschaffenheit und gleichem ,alter angewendet werden4 ,nachdem die ,quellreife eingetreten ist1 lsst man die ,gerste noch #h-aj ,stunden zum ,abtropfen in der ,weiche liegen1 bevor man sie auf die ,malztenne zum ,keimen bringt4 ,die ,quellreife erkennt man daran3 #a7 dass das ,korn mit dem ,nagel leicht gebogen werden kann1 ohne zu zerbrechen1 #b7 die ,hlse sich leicht lst1 wenn man das ,korn der ,lnge nach zwischen den ,fingern drckt1 #c7 das ,korn an einem ,holze gestrichen1 einen mehlartigen ,strich giebt4 ,es ist rathsam1 die ,gerste eher etwas zu wenig als zu viel zu weichen1 weil durch zu langes ,weichen die ,keimkraft leicht zerstrt wird1 mithin beim ,wachsen viele ,krner ausbleiben4 ,die normal geweichte ,gerste besitzt einen aromatischen1 an ,aepfel erinnernden ,geruch4 ,im ,allgemeinen betrgt die ,menge des von der ,gerste aufgenommenen ,wassers #dj-ej ,proc41 wodurch ihr ,volumen um #ah-bd ,proc4 zunimmt4 ,ungeachtet dieser ,gewichtszunahme durch ,wasserabsorption erleidet die ,gerste einen ,gewichtsverlust an ,substanz von #a1jd-b ,proc4 ,lermer wies in dem frischen ,weichwasser ,bernsteinsure 7auf #a ,scheffel ,gerste etwa #cj ,grm47 nach4 b7 ,das ,keimen der gequellten ,gerste4 ,sobald die ,gerste mit ,feuchtigkeit gesttigt ist1 beginnt die ,thtigkeit des ,keimes und die ,umwandlung des ,strkemehls in ,zucker4 ,letztere geht langsam vor sich und hlt mit der ,entwickelung und dem ,nahrungsbedrfniss des jungen ,pflnzchens gleichen ,schritt4 ,kurze ,zeit nach der beginnenden ,entwickelung des ,blattfederchens1 wo die zuckerbildende ,kraft der ,gerste ihr ,maximum erreicht hat1 muss der ,keim getdtet werden4 ,mit der ,tdtung desselben erlischt jedoch die zuckerbildende ,kraft nicht4 ,es ist die ,aufgabe des ,mlzers1 durch ,regulirung der ,temperatur das ,keimen zu berwachen und zur gehrigen ,zeit zu unterbrechen4 ,das ,local1 in welchem das ,keimen vor sich geht1 heisst die ,malz- oder ,haufentenne oder der ,wachskeller4 ,das ,keimen der ,gerste wird dadurch eingeleitet1 dass man die geweichte ,gerste auf dem ,fussboden der ,malztenne zu einem #d-e ,zoll hohen ,haufen -- der ,malzscheibe oder dem ,beet -- ausbreitet1 und anfangs alle sechs1 spter alle acht ,stunden umschaufelt1 bis die ,oberflche getrocknet erscheint4 ,whrend des ,abtrocknens der ,haufen 7,malzscheiben oder ,beete genannt7 erscheint der ,keim als weisser ,punkt1 aus welchem sich mehrere ,wrzelchen entwickeln4 ,dieses beginnende ,keimen wird das ,guzen oder ,aeugeln genannt4 ,sobald dasselbe bei allen ,krnern gleichmssig eingetreten ist1 steigert man die ,temperatur durch strkeres ,zusammensetzen der ,haufen1 d4 h4 dadurch1 dass man dem ,haufen eine ,dicke von einem ,fusse giebt und lngere ,zeit1 ohne zu schaufeln1 liegen lsst4 ,die ,temperatur des ,haufens steigt #f-aj ber die der ,umgebung und bewirkt eine starke ,verdunstung von ,feuchtigkeit1 die sich in den oberen ,schichten des ,haufens verdichtet4 ,man nennt letztere ,erscheinung das ,schweisstreiben oder ,schwitzen4 ,zu gleicher ,zeit entwickeln sich grosse ,mengen von ,kohlensure1 und es ist dabei ein angenehmer1 obstartiger ,geruch wahrzunehmen4 ,das ,umschaufeln wird gewhnlich zum dritten ,male wiederholt4 ,die ,wrzelchen haben zu dieser ,zeit bereits die ,lnge von einigen ,linien und sind ineinander geschlungen und gleichsam verfilzt4 ,jetzt ist der ,zeitpunkt gekommen1 wo der ,entwickelung des ,keimes entgegengetreten werden muss2 dies geschieht durch ,erniedrigung der ,temperatur auf die ,weise1 dass der ,haufen ausgezogen1 d4 h4 um einige ,zoll dnner gelegt wird4 ,der ,mlzer beurtheilt das ,fortschreiten und die ,beendigung des ,keimens nach der ,lnge der ,wurzelfasern2 bei hinreichend gekeimter ,gerste sollen die ,keime die ,lnge des ,kornes um den vierten ,theil oder um die ,hlfte bertreffen1 und so ineinander verfilzt sein1 dass mehrere ,krner ineinander hngen bleiben4 ,die ,dauer des ,keimens betrgt whrend der wrmeren ,jahreszeit #g-aj ,tage2 gegen das ,ende des ,herbstes #aj-af ,tage4 ,das ,keimen ist um so schneller beendigt1 je mehr sich die ,temperatur whrend desselben steigert4 ,die mittlere ,keimzeit betrgt #h ,tage4 ,der ,frhling und der ,herbst sind dem ,keimen gnstiger als der ,sommer4 ,der ,gewichtsverlust1 welchen die ,gerste whrend des ,keimens erleidet1 macht gegen #b ,proc4 aus2 er kommt auf ,rechnung des ,kohlenstoffs der ,gerste1 welcher durch den atmosphrischen ,sauerstoff zur ,kohlensure oxydirt wird4 c7 ,das ,trocknen und das ,darren der gekeimten ,gerste4 ,sobald der ,keimprocess der ,gerste hinreichend vorgeschritten ist1 wird durch schnelles ,entziehen von ,wrme und ,feuchtigkeit der ,keim getdtet4 ,zu diesem ,zwecke bringt man die gekeimte ,gerste 7das ,grnmalz7 auf den ,trockenboden 7,schwelkboden1 ,welkboden oder ,schwelche71 ein gewhnlicher ,getreideboden1 oder ein anderer dem ,luftzug ausgesetzter ,ort1 der in der ,nhe der ,darre liegt4 ,das ,grnmalz wird auf dem ,trockenboden #c-e ,centimeter ausgebreitet und tglich zur ,verhinderung jeder ,erhitzung #f-gmal umgerhrt4 ,nachdem das ,malz getrocknet ist1 entfernt man die ,wrzelchen2 ein ,theil derselben fllt von selbst ab1 ein anderer ,theil wird durch ,treten mit ,holzschuhen von dem ,malze getrennt und vermittelst einer ,wurfmaschine gesondert4 ,das so erhaltene ,malz1 ,luftmalz 7,schwelchmalz7 unterscheidet sich von der gekeimten ,gerste nur durch ,verminderung der ,feuchtigkeit1 die chemische ,beschaffenheit ist dieselbe geblieben4 ,fr einige ,biere wendet man das ,malz nur im getrockneten ,zustande als ,luftmalz an1 fr die meisten ,biersorten jedoch wird es vorher einem besonderen ,rstprocesse1 dem ,darren unterworfen1 wodurch das ,luftmalz in ,darrmalz bergeht4 ,wird nmlich das ,malz whrend des ,trocknens einer ,temperatur ausgesetzt1 die der ,siedehitze des ,wassers nahe liegt1 so erleidet das ,malz eine wesentliche ,vernderung1 welche sich durch eine dunklere ,farbe und durch einen angenehmen ,geschmack kundgiebt4 ,diese ,vernderung ist eine ,folge der fortgesetzten ,einwirkung der zuckerbildenden ,kraft auf das ,strkemehl1 hauptschlich ist sie aber durch ,rsten der ,malzbestandtheile hervorgebracht4 ,die bei dem ,darren angewendete ,temperatur ist von dem grssten ,einflusse1 weil die ,temperaturgrade1 bei welchen das ,malz die gnstige ,umwandelung erfhrt und diejenigen1 wobei es untauglich wird1 nicht weit von einander liegen4 ,ehe man das ,malz der zum ,darren erforderlichen ,temperatur aussetzt1 wird es vorher auf den ,trockenboden gebracht und sodann auf der ,darre bis #cj-dj erhitzt4 ,wollte man das ,grnmalz sofort stark erhitzen1 so wrde das ,strkemehl in ,kleister bergehen und sich das ,korn in eine hornartige fr das ,wasser undurchdringliche ,substanz 7,glasmalz1 ,steinmalz7 umwandeln1 wodurch es zum ,brauen untauglich wird4 ,von den jetzt blichen ,malzdarren seien folgende angefhrt1 von vornherein aber bemerkt1 dass jede ,darre wesentlich aus zwei ,theilen besteht1 nmlich der ,darrflche oder ,darrplatte1 auf welche das zu darrende ,malz gebracht wird1 und der ,darrheizung1 durch welche man das auf der ,darrflche befindliche ,malz erhitzt4 ,ehedem bestand die ,darrflche aus ,kacheln oder ,steinplatten1 gegenwrtig ist sie stets durchbrochen 7,hrde7 und besteht entweder aus siebhnlich durchlchertem ,metallblech 7,blechdarren1 ,plattenhrden7 oder aus ,drahtgeflecht oder ,kupfer 7,drahtdarren1 ,drahthrden74 ,man unterscheidet ,rauch- und ,luftdarren4 ,zu den ersteren werden die aus der ,darrfeuerung sich entwickelnden heissen ,verbrennungsgase durch den ,heizkanal in einen oberhalb befindlichen1 trichterfrmig sich erweiternden ,raum1 die ,sau1 gefhrt1 auf welchem sich die ,darrplatte befindet4 ,diejenigen ,brennmaterialien1 welche wie ,koks keinen ,rauch geben1 sind fr diese ,art ,darren am zweckmssigsten4 ,bei ,anwendung von ,holz wird das ,malz dunkler und nimmt einen ,rauchgeschmack an1 welcher sich dem aus dem ,malz erzeugten ,biere mittheilt4 ,die ,construction der ,luftdarren ist der ,art1 dass die ,verbrennungsgase in keine unmittelbare ,berhrung mit dem zu darrenden ,malze kommen1 sondern durch die ,feuerung und die ,feuergase ein ,strom erwrmter ,luft erzeugt wird1 welcher sich unter der ,darrflche vertheilt und dieselbe durchdringt4 ,wenn dabei die ,darrplatte nicht horizontal liegt1 sondern nach zwei ,seiten hin sich abdacht1 so nennt man die ,darre eine ,satteldarre4 ,in ,bayern combinirt man in den grsseren ,brauereien ,luft- und ,rauchdarren1 indem man die ,verbrennungsgase1 die von den ,braupfannen abziehen1 durch einen unter der ,darrflche hin- und hergehenden ,kanal von ,eisenblech leitet1 dagegen die ,feuergase von einer besonderen ,feuerung 7,darrfeuerung7 unmittelbar mit ,hlfe steinerner durchbrochener ,kanle unter die ,darrflche strmen lsst4 ,neuerdings construirt man hufig sogenannte ,doppeldarren1 bei welchen ber der gewhnlichen ,darrflche im ,abstande von etwa #a ,meter eine zweite angebracht ist4 ,es wird das ,darrmalz nicht berall und in allen ,fllen demselben ,grade der ,darrung 7#ej-ajj ,c47 unterworfen1 deren ,produkt man nach der ,farbe als gelbes1 bernsteingelbes und braunes ,malz unterscheidet4 ,whrend bei den genannten ,malzarten das ,darren nur eine schwache und oberflchliche ,vernderung bewirkt hat1 stellt man zuweilen ,malz 7,farbemalz7 von dunkelkaffeebrauner ,farbe dar1 welches in seiner ganzen ,masse durch ,rstung verndert ist und in den englischen ,brauereien zum ,frben des ,porters angewendet wird2 man rstet es hnlich dem ,kaffee in blechernen ,cylindern1 ber freiem ,feuer4 ,die zuckerbildende ,kraft des ,malzes ist darin vllig vernichtet1 die ,strke ist in ,leiokom1 der ,zucker in ,caramel bergegangen4 ,nach dem ,darren befreit man das ,malz von den ,malzkeimen auf dieselbe ,weise1 wie dies beim ,luftmalze geschieht4 #ajj ,th4 ,gerste geben durchschnittlich #ib ,th4 ,luftmalz4 ,die #h ,th4 ,verlust vertheilen sich in folgender ,weise3 das ,einquellwasser fhrt weg #a1e ,verlust auf der ,malztenne #c1j ,verlust an ,wurzelkeimen #c1j anderer ,verlust #j1e --- ,gesammtverlust #h1j ,der ,feuchtigkeitsgrad des ,luftmalzes ist dem der ,gerste gleich und betrgt #ab-ae1b ,proc41 welche beim ,darren vollstndig ausgetrieben werden4 ,nach ,c4 ,john 7#ahfi7 geben #ajj ,th4 ,gerstentrockensubstanz3 ,i4 ,,ii4 ,malz #hc1ji #he1hh ,blattkeime #c1ef #c1ji ,wurzelkeime #d1ii #d1fe ,gasige ,produkte #h1cf #f1ch -------------- #ajj1jj #ajj1jj ,die ,vernderungen1 welche das ,luftmalz beim ,uebergang in gedarrtes ,malz erleidet1 lassen sich am besten aus folgenden von ,oudemans angestellten ,analysen bersehen3 ,luftmalz4 ,gedarrtes ,malz4 ,stark gedarrtes ,malz4 ,rstprodukte #j1j #g1h #ad1j ,dextrin #h1j #f1f #aj1b ,strkemehl #eh1a #eh1f #dg1f ,zucker #j1e #j1g #j1i ,zellenstoffe #ad1d #aj1h #aa1e ,eiweissstoffe #ac1f #aj1d #aj1e ,fett #b1b #b1d #b1f ,asche #c1b #b1g #b1g ,der ,zuckergehalt erhht sich daher whrend des ,darrens nur unbedeutend1 der ,gehalt an ,dextrin 7,leiokom1 ,rstgummi7 nimmt dagegen beim starken ,darren zu und zwar in demselben ,verhltnisse1 in welchem der ,strkemehlgehalt abnimmt4 ,die ,wirkung des ,malzes1 ,strke in ,dextrin und ,zucker zu verwandeln1 rhrt bekanntlich von dem ,gehalte desselben an ,diastase her4 ,dubrunfaut hat nun krzlich 7#ahfh7 aus dem ,malz einen andern ,stoff dargestellt1 der viel wirksamer als die ,diastase ist1 und von ihm ,maltin genannt wird4 ,derselbe unterscheidet sich1 obwol bisher noch nicht ganz rein dargestellt1 doch sehr wesentlich von der ,diastase1 indem er sich gegen ,gerbsure wie eine ,base verhlt2 er verbindet sich mit derselben1 ohne dabei seine wirksamen ,eigenschaften zu verlieren4 ,das ,maltin bildet in guter gekeimter ,gerste den hundertsten ,theil4 ,da seine activen ,eigenschaften um so bedeutend grsser als die der ,diastase sind1 so kann man mit derselben ,menge ,maltin1 welche in einer bestimmten ,portion ,malz enthalten ist1 zehnmal so viel ,bier erzeugen1 als wenn man nur die ,diastase benutzt4 ,dubrunfaut hat noch einen zweiten aber ungleich weniger wirksamen ,krper dargestellt4 ,dieser verhlt sich in ,betreff der ,zersetzung der ,strke wie die ,diastase2 das ,malz enthlt davon #a-a_/b ,proc41 whrend es #a ,proc4 ,maltin enthlt4 ,die energische ,behandlung mit ,alkohol1 welcher man den ,malzaufguss aussetzt1 um die ,diastase zu gewinnen1 zerstrt das ,maltin4 ,dubrunfaut glaubt daher1 dass die ,diastase nur eine unwirksamer gewordene ,modification seines neuen ,stoffes sei4 ,sidenote3 ,bereitung der ,bierwrze4 ,,ii4 ,die ,bereitung der ,bierwrze#aag4 ,unter der ,bezeichnung ,bierwrze versteht man die aus ,malz und ,hopfen bereitete zucker- und dextrinhaltige ,flssigkeit1 welche spter durch ,ghrung in ,bier bergeht4 ,ihre ,bereitung zerfllt in drei ,operationen1 nmlich in3 a7 das ,schroten des ,malzes1 b7 das ,maischen oder ,einmaischen1 c7 das ,kochen und ,hopfen der ,wrze4 #aag ,es sei hier ausdrcklich hervorgehoben1 dass bei der ,beschreibung der ,bereitung der ,bierwrze die gegenwrtig hufig angewendeten ,malzsurrogate wie ,strkezucker1 ,glycerin u4 dgl4 unbercksichtigt geblieben sind4 a7 ,das ,schroten des ,malzes4 ,die ,bierwrze wird durch ,extraction des ,malzschrotes mit ,wasser erhalten4 ,zu diesem ,behufe muss das ,malz zweckmssig zerkleinert 7geschroten1 gerissen1 gebrochen7 werden4 ,eine feine ,pulverung zu ,mehl wrde zwar die ,extraction der auflslichen ,theile des ,malzes befrdern1 allein aus einem zu feinem ,malzmehle wrde nur usserst schwierig die ,wrze klar1 durch ,filtration 7im ,maischkasten7 erhalten werden knnen4 ,das ,schroten geschieht entweder auf gewhnlichen ,mahlmhlen1 wo es dann erforderlich ist1 um das ,zerreiben der ,hlse mglichst zu vermeiden1 das ,malz vorher mit ,wasser zu netzen oder auf ,schrot- oder ,malzquetschmaschinen1 welche zum ,zerkleinern des ,malzes vor den ,mahlmhlen unstreitig den ,vorzug verdienen1 indem so behandeltes ,malz sich vollstndiger extrahiren lsst1 beim ,maischen leichter bearbeitet werden kann und die ,wrze schnell ablaufen lsst4 ,es lsst sich erklren1 dass das zwischen ,walzen zerquetschte ,malz mehr ,extract giebt1 als das durch ,schroten zerstckte1 weil die ,walze jeden ,theil des ,kornes gleich stark trifft und so die ,hlse gleich gut abdrckt und lst4 ,sidenote3 ,maischen4 b7 ,das ,maischen hat zum ,zweck1 nicht nur den in dem ,malz erhaltenen ,zucker und das ,dextrin1 berhaupt alle extrahirbaren ,stoffe auszuziehen1 sondern auch aus dem noch vorhandenen unvernderten ,strkemehl mit ,hlfe der sogenannten ,diastase1 des ,wassers und einer geeigneten ,temperatur1 ,zucker und ,dextrin zu bilden4 ,dem eigentlichen ,maischen geht das ,einteigen voran1 wobei das gebrochene ,malz mit ,wasser befeuchtet und erweicht wird4 ,uebergsse man das ,malz sogleich mit heissem ,wasser1 so wrden sich klumpige ,massen bilden1 die sich nur schwierig zertheilen lassen4 ,zu heisses ,wasser wrde das ,strkemehl des ,malzes in ,kleister verwandeln1 der die auflslichen ,theile umhllt und das ,eindringen des ,wassers verhindert2 die ,diastase wird ferner durch zu heisses ,wasser unwirksam4 ,das zur ,extraction des ,malzes nothwendige ,wasser wird nie auf einmal1 sondern in getheilten ,portionen angewendet4 ,die hhere ,temperatur ist in einer dicken ,maische auch besser zu erhalten als in einer dnnen2 die ,zuckerbildung wird also auf diese ,weise befrdert1 da die thtigen ,theile bei einander bleiben4 ,die ,versuche von ,musculus haben gezeigt1 dass durch die ,wirkung der ,diastase auf ,strkemehl nur ein ,theil derselben in ,zucker bergefhrt wird4 ,lermer fand1 dass beim ,einmaischen von ,gerstenmalz im besten ,falle nur die ,hlfte der dem ,strkemehl entsprechenden ,zuckermenge gebildet wird4 ,die ,maischmethoden sind sehr verschieden2 darin kommen aber alle berein1 dass man die ,zuckerbildung 7,verzuckerung7 in denselben ,behltern vornimmt1 in welchen das ,ausziehen erfolgt4 ,je nach der ,art und ,weise1 die ,maische auf die zur ,verzuckerung geeignete ,temperatur von #ge ,c4 zu bringen1 unterscheidet man folgende zwei ,maischmethoden3 a7 die ,infusionsmethode1 nach welcher die ,maische einen bestimmten ,wrmegrad erhlt1 ohne dass irgend eine ,portion derselben bis zum ,sieden erhitzt wurde4 ,man bringt das eingeteigte gebrochene ,malz durch heisses ,wasser 7erster ,guss7 auf die ,maischtemperatur1 lsst die ,wrze nach hinreichend erfolgter ,verzuckerung von dem ,rckstande ab und gewinnt diejenige ,portion ,wrze1 die von den ,trebern zurckgehalten wird1 durch nochmalige ,zustze von heissem ,wasser 7zweiter1 dritter ,guss72 die ,infusionsmethode ist in einem grossen ,theile des nrdlichen ,deutschlands1 in ,frankreich1 in ,england1 zum ,theil in ,oesterreich und in einigen ,gegenden ,bayerns gebruchlich2 b7 die ,decoctionsmethode4 ,nach ihr macht man im ,gegensatze zu der ,infusionsmethode vom theilweisen ,siedenlassen der ,maische ,gebrauch2 ,greek3 a7 wendet man das ,dickmaischkochen an1 so wird das mit vielem ,wasser eingeteigte ,malzschrot nicht auf die ,maischtemperatur erhoben1 sondern diese dadurch erzielt1 dass man einen ,theil der ,maische in der ,braupfanne bis zum ,sieden erhitzt1 dann zu der brigen ,maische im ,maischbottich giebt und dies einigemal wiederholt1 bis die ,maische die zur ,verzuckerung geeignete ,temperatur erlangt hat2 ,greek3 b7 nach dem ,lautermaischkochen bringt man das eingeteigte ,malzschrot auf die ,maischtemperatur1 giebt die erste ,wrze in die ,pfanne und bringt sie siedend auf das ,schrot zurck4 ,das ,einteigen oder ,einmaischen geht in den ,maischgefssen vor sich2 sie sind entweder runde ,bottiche oder viereckige ,maischkasten von ,holz und mit einem doppelten ,boden versehen4 ,der obere der beiden ,bden ist durchlchert und befindet sich einige ,zoll ber dem unteren4 ,zwischen den ,bden ist ein ,hahn zum ,ablassen der ,wrze angebracht4 ,in grsseren ,brauereien ist der hlzerne ,seihboden durch einen metallenen ,seihboden verdrngt4 ,man lsst das heisse ,wasser nicht von oben1 sondern von unten in den ,maischbottich einfliessen und so zu dem ,malzschrot gelangen1 zu welchem ,behufe ein hlzerner vierseitiger ,kanal oder zweckmssiger ein weites kupfernes ,rohr 7der ,pfaffe7 vom obern ,rande des ,bottichs bis unter den ,seihboden herabreicht4 ,wird das ,maischen mit ,hlfe einer ,rhrvorrichtung ausgefhrt1 so steht der ,pfaffe nicht in dem ,bottich selbst1 sondern ausserhalb desselben und zwar am zweckmssigsten auf dem ,rohr des ,abschlusshahnes4 ,unter den ,maischgefssen befindet sich ein grosser ,behlter1 der ,biergrand2 dieser ,behlter ist entweder von ,stein1 ,cment1 ,holz oder aus ,mauerwerk1 stets aber mit ,kupferblech begleitet und hat die ,bestimmung1 die von den ,maischgefssen ablaufende ,flssigkeit aufzunehmen4 ,dort1 wo die ,maische sogleich in die ,braupfanne fliesst1 fllt selbstverstndlich der ,biergrand hinweg4 ,das ,durcharbeiten der ,masse whrend des ,maischens geschieht entweder durch ,handarbeit mit ,hlfe von ,krcken oder durch besondere mechanische ,rhrvorrichtungen 7,maischmaschinen71 die durch ,wasser- oder ,dampfkraft in ,bewegung gesetzt werden4 ,sidenote3 ,decoctionsmethode4 ,gehen wir nun zur ,beschreibung des eigentlichen ,maischprocesses ber und beginnen wir mit der ,decoctionsmethode4 ,das ,einteigen geschieht in dem ,maischbottich1 in welchen man vorher die bestimmte ,menge ,wasser bringt und dann das geschrotete ,malz hineinschttet4 ,die ,wassermenge1 die zum ,einteigen gebraucht wird1 betrgt auf #ajj ,volumen ,malz #bjb ,volumen ,wasser von gewhnlicher ,temperatur4 ,nachdem das gebrochene ,malz mit dem ,wasser gut umgerhrt worden ist1 bleibt das ,ganze #f-h ,stunden lang stehen4 ,whrend dieser ,zeit wird das fr das ,maischen nothwendige ,wasser in der ,braupfanne zum ,kochen erhitzt2 die ,menge desselben richtet sich darnach1 ob ,schenkbier oder ,lagerbier gebraut werden soll4 ,das ,quantum ,wasser1 das zur ,herstellung einer bestimmten ,menge ,bieres verwendet wird1 heisst ,guss1 das ,verhltniss der ,malzmenge zur ,qualitt der zu erzeugenden ,wrze die ,schttung4 ,im ,knigreich ,bayern ist die ,biermenge1 die aus einem bestimmten ,malzquantum hergestellt wird1 gesetzlich bestimmt und betrgt beim ,schenkbier 7,winterbier7 #g ,eimer1 beim ,lagerbier 7,sommerbier7 #f ,eimer pro ,scheffel ,malz1 oder mit anderen ,worten3 #bjb1c ,volum4 ,schenkbier1 #ajj ,volum4 ,malz liefern #agc1d ,lagerbier4 ,um nun diese ,quantitt ,bier zu erzeugen1 muss man natrlich beim ,brauen eine grssere ,wassermenge anwenden4 ,so werden z4 ,b4 in einer ,brauerei ,bayerns folgende ,quantitten ,wasser genommen3 pro ,scheffel ,malz zum ,schenkbier zum ,lagerbier zum ,einteigen #g ,eimer #g ,eimer ,maischen #f #d1e ------------------------------- #ac ,eimer #aa1e ,eimer oder fr #ajj ,vol4 ,malz zum ,einteigen #bjb1c ,vol4 #bjb1c ,vol4 ,maischen #agj1j #acj1j -------------------------- #cgb1c ,vol4 #ccb1c ,vol4 ,diese ,verhltnisse wechseln nach ,qualitt der ,gerste1 nach ,witterung1 ,lnge der ,zeit der ,aufbewahrung u4 s4 w4 ,von den verschiedenen ,modificationen der ,decoctionsmethode seien #a7 die bayerische oder ,mnchner ,maischmethode1 und #b7 das ,augsburg-,nrnberger oder schwbische ,maischverfahren oder das auf ,satz brauen angefhrt4 ,sidenote3 ,dickmaischverfahren4 ,nach dem ,mnchner ,maischverfahren 7,dickmaisch- oder ,lautermaischkochen7 wird die zum ,sud erforderliche ,wassermasse 7der ,guss7 getheilt1 zwei ,dritttheile werden im ,maischbottich mit dem ,malzschrot zum ,einteigen verwendet4 ,nachdem die ,maische in dem ,bottich #b-d ,stunden lang eingeteigt war1 trgt man das letzte ,dritttheil ,wasser1 welches unterdessen in dem ,braukessel bis zum ,sieden erhitzt worden ist1 unter fortwhrendem ,umrhren ein1 wodurch die ,maische eine ,temperatur von #cj-dj annimmt4 ,darauf folgt das erste ,dickmaischkochen2 zu diesem ,zwecke zieht der ,brauer das eingemaischte ,schrot auf der einen ,seite des ,bottichs zusammen und schpft einen ,theil davon in die ,braupfanne1 worin er es bei ,schenkbier #cj ,minuten1 bei ,sommerbier #ge ,minuten sieden lsst4 ,die ,quantitt der zurckgeschpften ,masse betrgt gewhnlich die ,hlfte vom ,guss4 ,die siedende ,masse wird in das ,maischgefss zurckgeschpft4 ,darauf folgt das ,ueberschpfen der zweiten ,dickmaische in die ,braupfanne1 in welcher man dieselbe bei ,schenkbier #ge ,minuten1 bei ,sommerbier eine ,stunde sieden lsst4 ,durch die erste ,dickmaische erhht sich die ,temperatur im ,maischbottich auf #dh-ej1 durch die zweite auf #fj-fb4 ,nach beendigtem ,maischen der zweiten ,dickmaische beginnt das ,ueberschpfen der ,lautermaische1 d4 h4 des dnneren ,theiles der ,maische in den ,braukessel1 in welchem man sie ungefhr #ae ,minuten lang sieden lsst und sodann in den ,maischbottich zurckbringt4 ,die ,temperatur der ,maische betrgt jetzt #gb-ge und ist die zur ,zuckerbildung geeignetste4 ,die ,maische bleibt nun in dem bedeckten ,bottich #a-a_/b-b ,stunden sich selbst berlassen4 ,whrend dieser ,zeit wird1 sobald die ,lautermaische die ,pfanne verlassen hat1 dieselbe wieder mit ,wasser gefllt und zwar mit so viel1 als man zum ,nachbierbereiten 7,anschwnzen7 braucht4 ,nach beendigter ,verzuckerung wird die erste fertige ,wrze in den ,grand abgelassen oder unmittelbar aus dem ,maischbottich in die ,pfanne gepumpt4 ,nachdem die ,wrze abgelassen1 schreitet man zum ,anschwnzen1 d4 h4 zum vollstndigeren ,ausziehen der zurckbleibenden ,trebern1 auf welche man nochmals heisses ,wasser giesst2 die ,masse wird durchgearbeitet1 nach etwa einer ,stunde zieht man die zweite ,wrze ab1 welche entweder mit der ersten gemischt oder getrennt von jener gebraut wird1 um die ,erschpfung der ,trebern so weit als ausfhrbar zu treiben1 wiederholt man den ,nachguss und benutzt die erhaltene ,wrze zum ,nachbier 7,schps1 ,heinzeln1 ,dnnbier1 ,covent oder ,convent72 vom ,scheffel ,malz bereitet man ungefhr #cj-dj ,maass ,nachbier4 ,die dann noch bleibenden ,rckstnde bergiesst man nochmals mit ,wasser und benutzt diesen letzten ,auszug 7,glattwasser71 sowie die taigartige ,masse1 welche sich aus den mehligen ,theilen des ,malzes bildet und auf den ,trebern beim ,maischen absetzt1 den sogenannten ,malztaig1 auf ,branntwein1 sowie zur ,fabrikation von ,essigwrze4 ,der ,malztaig findet auch zur ,brotbereitung ,anwendung4 ,die ,trebern werden als ,viehfutter benutzt4 ,das ,dickmaischkochen ist keineswegs eine rationelle ,methode1 da das ,herber- und ,hinberschpfen der ,maische nur unnthige ,arbeit macht1 zur vollstndigen ,extraction des ,malzes nicht so viel beitrgt1 als man gewhnlich glaubt1 und die ,ueberfhrung des ,strkemehls in ,dextrin und ,dextrose nicht nur nicht beschleunigt1 sondern dadurch1 dass durch zu hohe ,temperatur ein ,theil der sogenannten ,diastase unwirksam gemacht werden kann1 unsicherer macht4 ,alle ,diejenigen1 welche das ,braugewerbe auf physikalische und chemische ,principien zurckzufhren bemht sind1 erklren sich gegen die so hufig1 aber mit ,unrecht hervorgehobenen ,vorzge des ,dickmaischkochens -- die ,wrze werde bei dem wiederholten ,kochen der ,maischen gegen ,suerung oder nachtheilige ,vernderung mehr geschtzt2 der durch wiederholtes ,kochen bewirkte grssere ,gehalt an ,dextrin 7in ,folge von ,tdtung der ,diastase71 mache es mglich1 durch dieses ,maischverfahren ein schwaches ,bier von grsserer ,haltbarkeit zu gewinnen u4 s4 w4 -- und schlagen1 um die ,nachtheile dieser ,methode mglichst zu verringern1 vor1 das ,einteigen ziemlich warm vorzunehmen 7etwa bis #fj-fe ,c471 damit man mit einer einmaligen ,dickmaischkochung der ,maische im ,maischbottich die verlangte ,temperatur gebe4 ,sidenote3 ,auf ,satz brauen4 ,verschieden von dem vorstehenden ,maischverfahren ist das sogenannte auf ,satz brauen1 wie es in vielen ,brauereien ,schwabens und ,frankens 7,augsburg1 ,ansbach1 ,erlangen1 ,nrnberg1 ,kulmbach1 ,kitzingen7 angewendet und die schwbische oder ,augsburg-,nrnberger ,maischmethode genannt wird4 ,das ,wesentliche derselben besteht darin1 dass man die durch ,ausziehen des ,malzschrotes mit kaltem und dann mit dem ersten heissen ,wasser erhaltene dextrinreiche ,flssigkeit zur ,verhinderung der ferneren ,verzuckerung von der ,maische trennt4 ,das gebrochene ,malz wird in dem ,malzbottich mit kaltem ,wasser eingeteigt 7auf #g bayer4 ,scheffel #cj-ce ,eimer ,wasser72 nach etwa #d ,stunden lsst man zwei ,drittheile der ,flssigkeit durch den ,hahn in den ,grand fliessen1 worin die ,flssigkeit als kalter ,satz aufbewahrt wird4 ,zur ,befrderung des ,maischens wird das ,schrot in dem ,maischbottich umgestochen1 darauf mit einer ,krcke geebnet und dann ruhig stehen gelassen4 ,whrend dieser ,zeit ist in dem ,braukessel ,wasser bis zum ,sieden erhitzt worden 7bei ,anwendung von #g ,scheffel ,malzschrot #dh ,eimer ,wasser74 ,sobald das ,wasser siedet1 wird es zum ,theil in den ,maischbottich geschpft1 bis die ,temperatur der ,maische #ej-eb betrgt4 ,diese ,arbeit wird das ,annebeln genannt4 ,der im ,grand befindliche kalte ,satz wird zu der ,wassermasse im ,braukessel gebracht2 er enthlt ,eiweiss1 ,diastase1 ,dextrin und ,dextrose gelst und trgt1 indem das ,eiweiss gerinnt und alle ,unreinigkeiten des ,wassers einhllt1 zum ,reinigen des ,wassers bei2 freilich wird dabei auch die werthvolle ,diastase zerstrt4 ,man lsst die ,maische eine ,viertelstunde lang ruhig im ,bottich1 ffnet dann den ,hahn und lsst fast alle ,flssigkeit von der ,schrotmasse schnell ab2 diese 7die erste ,maische7 wird in den ,kessel geschpft und zum ,sieden erhitzt4 ,die ,flssigkeit muss deshalb schnell abgelassen werden1 damit der ,zwischenraum des ,doppelbodens des ,zapfens ganz leer wird1 worauf man den ,hahn wieder verschliesst4 ,whrend die erste ,maische in dem ,kessel bis zum ,sieden erhitzt wird1 sammelt sich in dem ,doppelboden des ,bottichs wieder eine helle und klare ,flssigkeit1 welche der warme ,satz genannt wird4 ,dieser ,satz kommt aus dem ,bottich in den ,grand und von da auf die ,khler1 wo er vor der ,hand bleibt und von ,zeit zu ,zeit umgerhrt wird4 ,die im ,braukessel bis zum ,sieden erhitzte ,flssigkeit wird nach dem ,maischbottich bergeschpft1 bis die ,maische darin eine ,temperatur von #gb-ge erreicht hat4 ,diese zweite ,maische wird vollstndig1 bis auf eine kleine ,quantitt1 die in dem ,maischbottich zurckbleibt1 um das ,erkalten derselben zu verhten1 in den ,kessel zurckgeschpft und unter fortwhrendem ,umrhren eine ,stunde lang gekocht4 ,nach dieser ,zeit wird die ,maische nach dem ,bottich zurckgeschpft2 sie heisst dann die dritte ,maische4 ,der in den ,khlern befindliche warme ,satz wird nach dem ,braukessel gebracht1 in welchen man jetzt ,hopfen schttet1 ohne den ,hopfen aber mit dem ,satz innig zu vermengen4 ,whrend sich die ,flssigkeit in dem ,kessel allmlig bis auf #be-bh erhitzt1 wird gezogen1 die zuerst abfliessende trbe ,wrze in den ,maischbottich zurckgeschpft und die andere allmlig klar abfliessende aus dem ,biergrand auf den in dem ,braukessel befindlichen ,hopfen gebracht4 ,erst jetzt wird der ,kessel geheizt und das ,ganze #c_/d bis #a ,stunde lang gelinde gekocht4 ,die gehopfte ,wrze wird nachher auf die ,khle gebracht4 ,was von dem altbayerischen ,verfahren gesagt wurde1 gilt in noch hherem ,grade von dem auf ,satz brauen1 einem ,brauverfahren1 das auf falschen ,principien beruht und nur zu einer ,zeit aufkommen konnte1 wo man sich ber die chemischen ,vorgnge beim ,maischprocess noch keine ,rechenschaft zu geben vermochte4 ,sidenote3 ,infusionsmethode4 ,die ,infusionsmethode unterscheidet sich von dem ,decoctionsverfahren dadurch1 dass man das eingeteigte gebrochene ,malz durch heisses ,wasser auf die ,maischtemperatur 7#gj-ge7 bringt1 ohne einen ,theil der ,maische bis zum ,sieden zu erhitzen1 die entstandene ,wrze zieht und zur vollstndigen ,erschpfung der ,trebern noch mehrere ,gsse macht2 sie findet in ,england1 ,nordamerika1 ,frankreich1 ,belgien und ,norddeutschland ,anwendung4 ,das zum ,einteigen und ,maischen dienende ,wasser wird ganz oder nur zum ,theil in dem ,braukessel und zwar im ,winter bis auf #ge1 im ,sommer bis auf #ej-fj erhitzt und davon die nthige ,menge in den ,maischbottich gebracht1 in welches man das gebrochene ,malz schttet und mit dem ,wasser zu einer gleichfrmigen ,masse verarbeitet4 ,sobald das ,wasser in dem ,braukessel siedet1 wird zum ,maischen geschritten4 ,zu diesem ,zwecke lsst man das siedende ,wasser durch den ,pfaffen in den ,maischbottich fliessen1 wo es1 durch das ,einteigwasser etwas abgekhlt1 durch die ,oeffnungen der ,seihplatten aufwrts steigt und sich mit dem ,malzschrot mischt4 ,die ,erhhung der ,temperatur bis auf #ge als der zur ,verzuckerung geeignetsten ,temperatur geschieht nur allmlig1 damit keine ,kleisterbildung stattfinde1 welche der ,einwirkung der ,diastase ,hindernisse in den ,weg legen wrde4 ,da die ,ueberfhrung des ,strkemehls in ,dextrin und ,dextrose nur nach und nach erfolgt1 so muss die ,maischtemperatur oder ,zuckerbildungstemperatur einige ,zeit lang erhalten werden1 mit der ,vorsicht jedoch1 dass die ,temperatur nicht zu lange einwirke1 weil sonst in ,folge von ,bildung von ,milchsure 7und wahrscheinlich auch ,propionsure7 die ,maische trebersauer werden wrde4 ,das ,fortschreiten der ,dextrin- und ,dextrosebildung lsst sich am besten mit ,hlfe einer wsserigen ,lsung von ,jod 7oder einer ,lsung von #j1a ,grm4 ,jod und #a1j ,grm4 ,jodkalium in #ajj ,kubikcentimetern ,wasser7 erkennen1 welche zuerst in der ,maische eine dunkelblaue1 dann eine weinrothe und endlich1 wenn nur noch ,dextrin und ,dextrose vorhanden sind1 keine ,frbung mehr in der klaren ,wrze hervorbringt1 wenn man zu einer kleinen ,menge der ,jodlsung #b-c ,tropfen der ,maische bringt4 ,nachdem die ,maische etwa eine ,stunde lang auf der ,zuckerbildungstemperatur erhalten worden ist1 zapft man die entstandene ,wrze ab und zwar entweder in den ,grand oder einen besonderen ,wrzebottich oder endlich sogleich in die ,braupfanne4 ,nach dem ,abfliessen der ersten ,wrze macht man den zweiten ,guss 7,nachguss71 um die ,trebern mglichst zu erschpfen1 indem man die ,trebern mit siedendem ,wasser bergiesst und aufmaischt und die ,maische #a_/b-a ,stunde lang wieder bei etwa #ge stehen lsst4 ,sobald die zweite ,wrze gewonnen ist1 bergiesst man die ,trebern in dem ,maischbottich abermals mit ,wasser1 nachdem man zuvor den ,malztaig 7,obertaig7 entfernt hat4 ,es ist klar1 dass die ,infusionsmethode hinsichtlich der ,anzahl der zu machenden ,gsse1 des ,wasserquantums und der ,temperatur desselben verschieden ausgefhrt werden kann1 immer ist es aber nothwendig1 um ,bier von einer gewissen ,beschaffenheit zu erhalten1 ,wrze von gleicher ,concentration zu verarbeiten4 ,man ermittelt die ,concentration mit ,hlfe von ,kayser's oder ,balling's ,saccharometer1 welches in ,zuckerlsungen ,procente an reinem ,zucker anzeigt und1 wie ,balling nachgewiesen hat1 ,lsungen von wasserfreiem ,malzextract dasselbe specifische ,gewicht besitzen wie gleichprocentige ,rohrzuckerlsungen4 ,fr die ,zwecke der ,brauerei braucht das ,saccharometer 7,malzextractmesser oder ,wrzeprober7 nur fr ,lsungen bis zu #bj-cj ,proc4 construirt zu sein4 ,sidenote3 ,extract der ,wrze4 ,der ,extractgehalt1 den eine ,wrze haben muss1 um eine bestimmte ,biersorte zu erzeugen1 richtet sich natrlich nach den ,eigenschaften1 die man von dem ,biere verlangt1 ob es ein ,extract- oder ein alkoholisches 7starkes7 ,bier sein soll4 ,die ,menge an ,malzextract variirt in den verschiedenen ,bieren von #d-ae ,proc41 die des ,alkohols von #b-h ,proc4 ,wie aus dem 7,s4 #dfi7 ,gesagten hervorgeht1 liefert #a ,proc4 ,zucker in der ,wrze bei der geistigen ,ghrung ungefhr #j1e ,proc4 ,alkohol4 ,daraus ergiebt sich1 zu welchen ,bieren eine concentrirte und zu welchen eine weniger concentrirte erforderlich ist4 ,verlangt man z4 ,b4 von dem herzustellenden ,biere1 dass es einen ,alkoholgehalt von #e ,proc4 und einen ,malzextract von #g ,proc4 habe1 so muss die ,wrze vor der ,ghrung am ,saccharometer #ag ,proc4 zeigen4 ,ein ,bier von #c1e ,proc4 ,alkohol und #e1e ,proc4 ,extractgehalt erfordert eine ,wrze von #ab1e ,saccharometerprocenten4 ,sidenote3 ,kochen der ,wrze4 c7 ,das ,kochen der ,wrze 7,bierkochen74 ,die fertige aber ungekochte ,wrze enthlt ,dextrose1 ,dextrinstoffe1 zuweilen unverndertes ,strkemehl1 ,protensubstanzen1 namentlich ,pflanzenleim1 extractive ,substanzen und unorganische ,salze4 ,sie ist je nach der ,farbe des angewendeten ,malzes von brauner oder gelbbrauner ,farbe1 angenehmem ,geruche und sssem ,geschmacke4 ,in ,folge des ,vorhandenseins einer kleinen ,menge von ,phosphorsure1 ,milchsure u4 s4 w4 ist die ,reaction der ,wrze stets sauer4 ,diese ,reaction ist aber nie so stark1 wie bei der trebersauren ,wrze1 bei welcher sich die ,gegenwart an freier ,sure 7,milchsure1 ,propionsure1 unter ,umstnden auch wohl ,buttersure7 schon durch den ,geschmack und ,geruch zu erkennen giebt4 ,das ,wrzekochen hat nun zum ,zweck1 die ,wrze zu concentriren1 den ,hopfen zu extrahiren1 einen ,theil der ,protensubstanzen1 welche die ,haltbarkeit des ,bieres beeintrchtigen wrden1 zu coaguliren und nebst dem noch unvernderten ,strkemehl durch die in dem ,hopfen enthaltene ,gerbsure zu fllen4 ,durch letzteres wird die ,wrze geklrt4 ,in vielen ,brauereien sucht man durch ,zusatz von ,gyps zur kochenden ,bierwrze1 den ,gehalt an stickstoffhaltigen ,substanzen im ,ganzen zu verringern4 ,man bedient sich zum ,wrzekochen entweder der runden1 tiefen ,braukessel oder der flachen ,braupfannen4 ,sie sind fast immer von ,kupfer und nur in seltenen ,fllen von ,eisen4 ,meist sind die ,pfannen viereckig1 flach und so in den ,brauofen eingemauert1 dass sie bis zur halben ,hhe vom ,feuer umsplt1 in der oberen ,hlfte dagegen mit ,mauerwerk fest umgeben und auf diese ,weise gegen directe ,einwirkung des ,feuers geschtzt sind4 ,durch zweckmssige ,anlage der ,feuerung sucht man einen mglichst geringen ,verbrauch an ,brennstoff zu erzielen1 wobei jedoch immer dem ,umstande ,rechnung getragen werden muss1 dass die ,wrze mglichst schnell zu erhitzen ist4 ,sidenote3 ,hopfenhalten4 ,die ,art des ,hopfenhaltens1 d4 h4 die ,anwendung des ,hopfens in der ,bierbrauerei ist eine verschiedene1 da sich die ,art und ,weise des ,zugebens und die ,quantitt des ,hopfens nach der ,gte und der ,sorte des ,hopfens1 nach dem grsseren oder geringeren ,extractgehalt des ,bieres und vorzglich nach der ,art der ,aufbewahrung richtet4 ,zum ,winter- oder ,schenkbier1 welches in der ,regel schon #d-f ,wochen nach dem ,brauen consumirt wird1 nimmt man in ,bayern gewhnlich nur 7alten7 ,hopfen vom vorigen ,jahre und rechnet auf den ,scheffel ,malz 7 #b1bb ,hectoliter7 #b-c ,pfund1 je nach seiner ,gte4 ,zum ,sommer- oder ,lagerbier nimmt man neuen ,hopfen und rechnet fr jenes ,bier1 welches fr die ersten ,monate1 ,mai und ,juni1 bestimmt ist1 auf den ,scheffel trocknes ,malz #d bis #e ,pfund4 ,fr die letzten ,keller oder fr jenes ,bier1 welches sich am lngsten1 vielleicht bis ,september oder ,october1 halten soll1 rechnet man #f-g ,pfund neuen ,hopfen auf jeden ,scheffel ,malz oder auf den ,eimer #a-a1e ,pfund4 ,von den ,bestandtheilen des ,hopfens1 die bei der ,bierbereitung in ,betracht kommen1 sind zu erwhnen in erster ,reihe die bitteren 7ungeachtet neuerer ,untersuchungen noch immer nicht gengend bekannten7 ,stoffe1 welche dem ,biere neben dem bittern ,geschmack auch die narcotischen ,eigenschaften ertheilen1 dann die ,gerbsure1 welche einen ,theil der ,protensubstanzen1 welche durch das ,wrzekochen fr sich allein nicht ausgeschieden werden1 niederschlgt und so zur ,klrung der ,wrze1 zur ,mssigung der ,hauptghrung und zur ,regelung der ,nachghrung beitrgt4 ,das therische ,oel und das ,hopfenharz wirken ebenfalls ghrungshemmend und somit conservirend4 ,von den brigen ,hopfenbestandtheilen1 die beim ,hopfenhalten extrahirt werden1 knnte noch ein ,theil der anorganischen ,salze angefhrt werden1 obgleich darauf durchaus kein ,gewicht gelegt werden soll4 ,hinsichtlich der ,concentration1 welche der ,wrze durch das ,wrzekochen gegeben werden soll1 ist zu bercksichtigen1 dass dieselbe #j1e-a ,saccharometerprocente unter derjenigen ,concentration bleiben muss1 die die ,wrze beim ,beginn der ,ghrung haben soll1 da beim ,abkhlen der gekochten ,wrze der ,concentrationsgrad um so viel zunimmt4 ,hat die ,wrze in der ,pfanne die ,temperatur von etwa #ij erreicht1 so findet die ,ausscheidung von coagulirtem ,eiweiss statt und zwar bei nach dem ,infusionsverfahren gewonnener ,wrze in grsserer ,menge1 als bei durch die ,decoctionsmethode erhaltener4 ,wenn in einer aus der ,pfanne genommenen ,probe die darin suspendirten ,flocken schnell sich absetzen und die ,flssigkeit klar und glnzend erscheint1 ist die ,wrze gar 7geschieden oder gebrochen72 ist1 wie bei dem ,infusionsverfahren1 die ,wrze durch ,eindampfen noch mehr zu concentriren1 so wird das ,kochen bis zum verlangten ,concentrationsgrade -- hufig #e-h ,stunden -- fortgesetzt4 ,ist der ,zweck des ,kochens nur die ,gerinnung des ,albumins1 so gengt im ,winter ein einstndiges1 im ,sommer ein #c_/dstndiges ,kochen4 ,den ,hopfen giebt man am zweckmssigsten in zerkleinerter ,gestalt und erst dann zu1 wenn die ,albuminkrper zum grssten ,theil schon coagulirt und abgeschpft worden sind4 ,um den ,hopfen zu extrahiren1 lsst man entweder die ganze gekochte und noch siedende ,wrze durch den mit ,hopfen gefllten ,hopfenseiher 7ein aus abgeschlten ,weiden geflochtener ,korb oder ein viereckiges ,gefss aus ,holzstben1 dessen ,boden und ,seitenwnde aus durchlchertem ,kupferblech oder aus ,drahtgewebe gebildet sind7 auf das ,khlschiff laufen1 oder man kocht den ,hopfen zuletzt mit der ganzen ,wrze1 oder es wird der ,hopfen in mehreren ,wrzeportionen hintereinander und zuletzt auch noch mit der schwachen ,nachwrze ausgekocht4 ,sidenote3 ,khlen der ,wrze4 d7 ,das ,khlen der ,wrze geschieht1 damit die gekochte ,wrze1 die siedend heiss aus der ,pfanne kommt1 bis auf die zum ,hefengeben und zum ,einleiten der ,ghrung geeignete ,temperatur herabsinke4 ,bei einer ,temperatur1 die zwischen #be und #cj ,c4 liegt1 hat die ,wrze grosse ,neigung1 ,milchsure zu bilden1 das ,abkhlen muss daher mglichst beschleunigt werden1 damit die ,wrze schnell durch diese ihrer ,existenz so nachtheilige ,temperatur gefhrt werde4 ,das ,khlen geschieht allgemein auf den ,khlschiffen oder ,khlstcken1 deren ,verbesserung und zweckmssigen ,einrichtung es namentlich zuzuschreiben ist1 dass man gegenwrtig an vielen ,orten ein haltbares ,lagerbier erzielt1 dessen ,darstellung frher bei den mangelhaften ,khleinrichtungen nicht mglich war4 ,die ,khlschiffe sind #f-h ,zoll tief1 meistens lnglich viereckige ,gefsse von ,holz oder ,metall 7,eisen oder ,kupfer71 welche an einem khlen1 luftigen ,orte aufgestellt werden4 ,befrderung der ,verdunstung durch ,vergrsserung und durch ,bewegung der ,oberflche1 mglichst trockener ,zustand der ,atmosphre1 heller ,himmel1 ,wrmeableitung durch die ,wrme der ,khlgerthschaften -- durch alles dies wird die ,khlung der ,wrze wesentlich befrdert4 ,die hlzernen ,khlschiffe wirken nur einseitig1 die ,abkhlung findet nur an der ,oberflche der ,flssigkeit statt und der ,boden und die ,wnde tragen zur ,abkhlung nur wenig bei4 ,weit vortheilhafter sind die eisernen ,khler1 welche in viel krzerer ,zeit khlen und ausserdem noch den ,vortheil lngerer ,dauer und grsserer ,reinlichkeit gewhren4 ,in vielen ,brauereien ,bayerns ist noch das ,aufkhlen gebruchlich1 d4 i4 die siedend heiss von der ,pfanne auf die ,khle geschpfte ,wrze wird mittelst einer ,krcke an einer langen ,stange aufgeworfen und gepeitscht4 ,es ist dies eine beschwerliche und lange anhaltende ,arbeit und whrt oft #h-aj ,stunden4 ,nach der herrschenden ,ansicht wre die durch das ,aufkhlen bewirkte innige ,berhrung der heissen ,wrze mit der ,luft von gnstigem ,einfluss auf die ,haltbarkeit und den ,glanz des ,bieres2 es ist in der ,that nicht unwahrscheinlich1 dass durch ,luft die ,abscheidung von ,protenkrpern bewirkt sind4 ,zur ,befrderung der ,abkhlung hat man fr ,ableitung der ,wasserdmpfe und ,herbeifhrung frischer trockener ,luft ,sorge zu tragen2 zur ,befrderung dieses ,luftwechsels wendet man ,ventilatoren1 ,wellen mit ,windflgeln und ,rhrmaschinen an4 ,sehr zweckmssig sind die ,khlvorrichtungen fr die ,nachkhlung1 bei welchen kaltes ,wasser als ,khlmittel ,anwendung findet4 ,das beste ,mittel1 den ,schluss der ,abkhlung schnell herbeizufhren und die ,wrze auf die zum ,stellen mit ,hefe erforderliche ,temperatur 7#g-aj ,c47 zu bringen1 ist ohne ,zweifel das ,eis1 welches man entweder in ,stcken in die ,wrze wirft und zergehen lsst oder in ,schwimmern auf die ,oberflche der zu khlenden ,wrze bringt4 ,der ,concentrationsgrad der ,wrze hat darber zu entscheiden1 ob sie eine unmittelbare ,eiskhlung vertragen kann4 ,bei welchem ,temperaturgrade der ,wrze mit der ,anwendung des ,eises begonnen werden soll1 darber knnen allein konomische ,grnde entscheiden4 ,die ,temperatur1 bis zu welcher die ,wrze abgekhlt wird1 richtet sich nach der ,temperatur des ,ghrungslokales und nach der ,art der ,ghrung4 ,die ,praxis hat folgende ,temperaturgrade als die passendsten kennen gelehrt3 ,temperatur der ,wrze ,temperatur des bei bei ,ghrungslokales4 ,unterghrung4 ,oberghrung4 #f-g #ab #ae #g-h #aa #ad #h-i #aj #ac #i-aj #i #ab #aj-ab #g-h #ab-aa ,die ,concentration der gekochten und gehopften ,bierwrze wird in ,saccharometerprocenten ausgedrckt4 ,die tarifmssige ,concentration der gekochten und gehopften ,bierwrze betrgt bei #ag1e ,c4 in ,bayern1 bei ,schenk- oder ,winterbier #aj1d-aj1h ,proc41 bei ,lagerbier #ab1c-ab1f ,proc4 ,die ,wrze zum ,bockbier hat #ae-af ,proc41 die zu ,salvatorbier #ag-ah ,proc4 ,extractgehalt4 ,nach einer #ahfh von ,j4 ,gschwndler in ,weihenstephan ausgefhrten ,untersuchung ist die ,bierwrze folgendermaassen zusammengesetzt3 ,decoction4 ,bock4 ,satzverfahren4 ,infusion4 ,zucker #d1he #g1aj #d1cg #e1bf ,dextrin #f1bd #h1fj #g1fa #f1fh ,stickstoffhaltige ,substanzen #j1gi #a1ce -- -- ,anderweitige ,bestandtheile #j1da #j1fc #j1ie #j1gj ,spec4 ,gewicht #a1jej #a1jgc #a1jeb #a1jea ,extract 7direct best47 #aa1hg #ag1je #aa1ih #aa1id nach ,balling #ab1bi #ag1fh #ab1ic #ab1fd ,sidenote3 ,khlgelger4 ,der auf dem ,boden der ,khlschiffe sich sammelnde gelbgraue oder braune ,schlamm1 das sogenannte ,khlgelger1 hat je nach dem angewendeten ,brauverfahren eine verschiedene ,zusammensetzung2 ,gelger aus ,brauereien1 in denen die ,dickmaischmethode befolgt wird1 besteht1 abgesehen von ,hopfenblttchen1 ,gerstenhlsentrmmern und dergl41 wesentlich aus einer ,verbindung von ,hopfengerbsure mit ,kleber1 zuweilen auch mit ,strkekleister1 gemengt mit coagulirtem ,pflanzeneiweiss1 welches sich beim ,kochen der ,wrze bildete und aus der ,braupfanne mit in die ,khlgerthe geschleppt wurde4 ,im frischen ,zustande bildet es einen ,schlamm1 der #c-d ,proc4 von der ,menge der gekhlten ,wrze ausmacht2 ausgewaschen und getrocknet betrgt es #j1e ,proc4 vom angewendeten ,malze4 ,sidenote3 ,ghrung4 ,,iii4 ,die ,ghrung der ,bierwrze und ,aufbewahrung des ,bieres4 ,die ,wrze ist nach gehrigem ,abkhlen zur ,einleitung der geistigen ,ghrung geeignet1 diese geht entweder durch ,selbstghrung oder1 der gewhnliche ,fall1 durch ,zusatz von ,hefe 7,stellen7 vor sich4 ,die erstere ,art1 die ,selbstghrung1 tritt sofort ein1 wenn die ,wrze bei geeigneter ,temperatur sich selbst berlassen bleibt2 in diesem ,falle sind es die berall und namentlich in den ,ghrungslocalen in der ,luft verbreiteten ,hefensporen1 welche in der ,wrze einen zu ihrer ,vegetation geeigneten ,boden finden und sich darin zu ,hefenzellen ausbilden4 ,diese sogenannte ,selbstghrung findet in ,belgien bei der ,bereitung des milchsurereichen ,faro und ,lambik ,anwendung4 ,der gewhnliche ,fall der ,einleitung der ,ghrung der ,wrze geschieht durch ,zusatz von ,hefe1 wobei das erste der ,existenz des ,bieres immer gefhrliche ,stadium der ,selbstghrung bersprungen und sogleich ein regelmssiger und rascher ,gang der ,ghrung herbeigefhrt wird1 der indessen so zu reguliren ist1 dass die ,hefe die vorhandene ,dextrose erst nach und nach1 zum ,theil erst in dem ,lagerkeller1 in ,alkohol und ,kohlensure zerlege#aah4 ,dieser ,zweck ist dadurch zu erreichen1 dass man den ,ghrungsprocess mglichst verzgert und zwar theils durch die mglichst niedrige ,temperatur beim ,eintritt und der ,dauer der ,ghrung durch die erforderliche ,abkhlung der ,wrze1 theils auch durch ,verminderung der ,stellhefe4 #aah ,von grosser ,tragweite fr eine rationelle ,grundlage der ,brauerei sind die ,resultate der ,untersuchungen von ,lermer und v4 ,liebig 7#ahgj71 wonach bei einem ,zusatz von ,zucker zu einer mit ,bierhefe versetzten ,dextrinlsung sich ein grosser ,theil des ,dextrins ganz wie ,zucker in ,alkohol und ,kohlensure zersetzt4 #cjj ,kubikcentimeter einer ,maische mit #h1ddi ,grm4 ,zucker ergaben nach vollstndig beendigter ,ghrung #f1idb ,grm4 ,alkohol1 whrend nach dem ,zuckergehalt die ,flssigkeit nur #d1cag ,grm4 htte liefern sollen4 ,je wrmer die ,wrze und je hher die ,temperatur des ,ghrlocales ist1 je geringere ,quantitten von ,stellhefe hat man anzuwenden4 ,neben der ,temperatur ist aber auch die ,art der ,hefe von ,einfluss auf den ,gang der ,ghrung4 ,eine ,hefe1 welche bei rascher ,ghrung und hherer ,temperatur sich bildete1 verursacht auch in neuer ,wrze eine schnellere ,zersetzung als ,hefe1 die bei niederer ,temperatur und langsamer ,ghrung sich abgeschieden4 ,die erstere scheidet sich auf der ,oberflche der ghrenden ,flssigkeit aus und heisst ,oberhefe1 whrend die zweite ,art1 die ,unterhefe1 nach dem ,ablassen der gegohrenen ,wrze auf dem ,boden des ,gefsses sich findet4 ,die ,anwendung dieser beiden ,hefenarten und die ,wirkung einer hheren und niederen ,temperatur fhren zur ,unterscheidung der beiden ,arten der ,ghrung1 nmlich der ,unterghrung und der ,oberghrung4 ,die erstere ,art findet bei solchen ,wrzen ,anwendung1 welche ein ,bier von grsserer ,haltbarkeit1 wie die bayerischen ,biere1 liefern sollen4 ,bei ihr wird durch die ,art der ,hefe und durch niedrige ,temperatur die ,zersetzung des ,zuckers mglichst verzgert4 ,die ,oberghrung wird dagegen vorzugsweise bei solchen ,wrzen angewendet1 welche ein schnell trinkbares 7oberghriges7 ,bier liefern sollen2 man benutzt sie hauptschlich dort1 wo eine glycose- oder zuckerreiche ,wrze zur ,verghrung kommt und somit schon durch die ,zersetzung eines kleinen ,theils von ,glycose die zur ,conservirung des ,bieres erforderliche ,alkoholmenge producirt wird4 ,ihres raschen ,verlaufes wegen findet die ,oberghrung auch bei solcher ,wrze ,anwendung1 welche durch grosse ,concentration oder durch ,beimischung gewisser ghrungshemmender ,substanzen wie die brenzlichen ,stoffe eines stark gedarrten ,malzes1 ferner grssere ,mengen von ,hopfen 7wie es bei dem ,porter der ,fall ist71 weniger leicht in ,ghrung versetzt werden knnen4 ,die ,ghrung selbst1 gleichviel ob ,unter- oder ,oberghrung1 zerfllt in drei ,phasen1 nmlich3 #a7 in die ,hauptghrung1 7rasche oder wilde ,ghrung71 welche bald nach dem ,zusatz der ,hefe eintritt und vorzugsweise durch die ,zersetzung der ,glycose1 ,bildung neuer ,hefe und ,temperaturerhhung charakterisirt ist2 #b7 in die ,nachghrung1 wobei die ,zersetzung der ,glycose allerdings noch fortdauert1 die ,bildung neuer ,hefenzellen aber nicht mehr so hervortritt1 wie in der ersten ,phase1 und die in dem ,bier suspendirten ,hefenpartikelchen sich abscheiden und das ,bier klren2 #c7 in die stille oder unmerkliche ,ghrung1 die nach vollendeter ,nachghrung eintritt2 es findet eine weitere ,zersetzung der ,glycose statt1 die ,hefenbildung ist aber eine kaum bemerkbare4 ,sidenote3 ,unterghrung4 ,die ,unterghrung1 die fr die ,bereitung des bayerischen ,schenk- und ,lagerbieres allein angewendete ,ghrungsart wird in grossen ,ghrbottichen aus ,eichenholz1 gewhnlich von #ajjj-bjjj ,liter ,capacitt 7neuerdings nach den ,vorschlgen von ,g4 ,sedlmayr auch in ,ghrgefssen aus ,glas7 vorgenommen4 ,das ,zugeben der ,hefe geschieht auf zweierlei ,weise1 entweder setzt man die ,hefe sogleich der zu ghrenden ,wrze zu1 oder man bringt etwas ,wrze vorher mit der ,hefe in ,ghrung und setzt dann die ghrende ,masse dem ,ghrbottich zu4 ,nach der ersten ,art 7das ,trockengeben7 schttet man die ,hefe in einen kleinen ,bottich1 giesst ,wrze hinzu1 mischt innig und giesst dann das ,gemisch in den ,ghrbottich1 wo man es noch mit der ,handschpfe durcharbeitet4 ,nach der zweiten ,art 7das ,herfhren des ,bieres7 bringt man zu #ajjj ,maass ,wrze #f-h ,maass ,hefe1 mischt sie dann mit #c ,eimern ,wrze und lsst die ,mischung #d-e ,stunden stehen4 ,nachdem die ,ghrung eingetreten ist1 mischt man die ghrende ,masse mit der ,wrze in dem ,ghrbottich4 ,die ,hefe soll von einer normal verlaufenen ,unterghrung abstammen1 nicht zu alt1 von reinem ,geruch1 dicker ,consistenz und schaumig sein4 ,nachdem die ,wrze mit der ,hefe versetzt ist1 verluft die ,ghrung unter folgenden ,erscheinungen3 ,nach #aj-ab ,stunden giebt sich die beginnende ,zersetzung der ,dextrose durch ,kohlensureblschen zu erkennen1 welche einen weissen ,schaumkranz am ,rande des ,bottichs bilden4 ,nach ferneren #ab ,stunden erzeugen sich grssere ,massen von consistenterem ,schaum1 der sich felsenhnlich hebt und der ,oberflche ein gekruseltes und zerklftetes ,ansehen giebt2 dabei giebt sich die lebhaftere ,kohlensureentwickelung durch den ,geruch zu erkennen4 ,man sagt nun3 ,das ,bier steht in den ,krusen4 ,die ,krusen bleiben bei einer krftigen ,ghrung #b-d ,tage1 dann verlieren sie sich nach und nach1 wobei zuerst die hohen ,punkte der ,krusen sich zu brunen anfangen1 dann die ,erhhungen zusammenfallen1 bis endlich die ganze krause ,decke so ziemlich zusammengesintert und nur noch eine brunliche dnne ,decke zu bemerken ist1 wesentlich aus den harzigen und ligen ,hopfenbestandtheilen bestehend1 welche sich bei der ,hauptghrung fein zertheilt und deshalb mit weisser ,farbe abscheiden und die ,ursache des bitteren ,geschmackes der ,krusen sind1 spter sich aber zu grossen ,massen vereinigen4 ,die entstandene ,hefe findet sich nur in geringer ,menge in der ,decke1 da die bei der ,unterghrung sich entwickelnde ,kohlensure1 die isolirt schwimmenden ,unterhefenzellen nicht an die ,oberflche zu heben vermag4 ,die ,temperatur der ghrenden ,flssigkeit steigt mit dem ,beginn der ,ghrung und geht mehrere ,centigrade ber die ,temperatur des ,ghrkellers hinaus2 erst mit der ,beendigung der ,ghrung gleichen sich die ,temperatur der ,flssigkeit und die des ,ghrlokales wieder aus4 ,durch die ,ghrung verschwindet aus der ,wrze der grsste ,theil der ,dextrose1 von welchem die ,hlfte etwa als ,kohlensure sich verflchtigt2 die andere ,hlfte aber in den specifisch leichteren ,alkohol bergeht2 dazu kommt noch1 dass ein ,theil der in der ,wrze aufgelsten ,eiweisssubstanzen sich whrend der ,ghrung in ,gestalt von ,hefe unlslich ausscheidet4 ,das ,saccharometer zeigt daher nach beendigter ,ghrung weniger ,grade als vorher4 ,der ,unterschied der ,saccharometerprocente vor und nach der ,ghrung steht in directem ,verhltniss zu der ,quantitt der zersetzten ,dextrose und giebt feste ,anhaltepunkte zur ,beurtheilung der fortschreitenden ,ghrung4 ,dividirt man diese ,differenz durch die ,saccharometeranzeige vor der ,ghrung1 so erhlt man einen ,bruch1 der um so grsser ist1 je vollstndiger die ,verghrung vor sich gegangen ist4 ,dieser ,bruch heisst der scheinbare ,verghrungsgrad und er ist in der ,that gengend1 um den ,grad der stattgefundenen ,verghrung zu beurtheilen1 wenn es sich um die ,vergleichung von ,bieren handelt1 die nach gleichem ,verfahren gebraut sind4 ,zeigte z4 ,b4 eine ,wrze vor der ,ghrung #aa1e ,saccharometerprocente und nach der ,ghrung #e ,proc41 so ist die ,differenz #f1e1 welche durch #aa1e dividirt1 die ,zahl #j1efe giebt1 d4 h4 von #ajj ,th4 ,malzextract sind scheinbar #ef1e ,proc4 durch die ,ghrung zersetzt worden4 ,sidenote3 ,fassen und ,nachghrung4 ,nach beendigter ,hauptghrung1 welche fr ,sommer- oder ,lagerbier #i-aj ,tage ,winter- oder ,schenkbier #g-h dauert1 nennt man die gegohrene ,wrze grnes ,bier 7,jungbier72 nachdem es durch ,abscheiden der suspendirten ,hefentheilchen hell geworden1 ist es fssig1 d4 h4 es ist reif zum ,fassen4 ,vor dem ,fassen werden die auf dem ,biere noch schwimmenden ,schaumtheile entfernt4 ,die auf dem ,boden des ,ghrbottichs zurckbleibende ,hefe besteht aus drei ,schichten1 von denen die mittlere die beste ,hefe ist2 die untere besteht aus ,khlgelger1 zersetzter ,hefe und anderen ,unreinigkeiten1 sie wird mit der oberen dnnen ,schicht vermengt und1 wenn das ,gemisch nicht verkauft werden kann1 in den ,branntweinbrennereien verwendet4 ,die consistente mittlere ,schicht dient zum ferneren ,anstellen4 ,in einigen ,brauereien1 namentlich in solchen1 denen es an reinem ,wasser gebricht1 pflegt man von ,zeit zu ,zeit mit der ,hefe zu tauschen 7analog dem ,saatwechsel der ,landwirthe74 ,das ,winterbier kommt auf kleinere ,fsser wie das ,sommerbier4 ,es ist gebruchlich1 beim ,winterbier die ,fsser sogleich ganz voll zu fllen1 whrend man beim ,sommerbier mehrere ,gebrue in eine grssere ,anzahl ,fsser vertheilt1 damit der kleine ,unterschied in der ,farbe der verschiedenen ,gebrue ausgeglichen werde4 ,die ,lagerfsser sind gewhnlich ausgepicht1 d4 h4 auf der ,innenseite mit ,pech berzogen4 ,es bezweckt das ,auspichen zum ,theil eine grssere ,reinlichkeit -- bei einem nicht ausgepichten ,fasse zieht sich ,bier in das ,holz1 wodurch1 wenn das ,fass leer steht1 ,veranlassung zur ,essigsurebildung gegeben ist1 zum ,theil auch grssere ,sicherheit gegen ,verluste durch ,ausrinnen1 auch ist man hie und da der ,ansicht1 dass das ,pech1 als schlechter ,leiter der ,elektricitt1 das ,bier vor nachtheiligen elektrischen ,einflssen bewahre4 ,zur ,nachghrung und ,lagerung wird das ,bier in die ,lagerkeller gebracht1 die recht kalt sein mssen1 damit die ,nachghrung recht langsam verlaufe und das ,bier bis zum ,wiederbeginn des ,brauens aufbewahrt werden knne4 ,fr das ,sommerbier whlt man die kltesten ,keller4 ,zweckmssige ,anlage1 ,einrichtung und ,behandlung guter ,lagerkeller bedingt im hchsten ,grade die ,qualitt und ,haltbarkeit des ,bieres4 ,felsenkeller in ,granit1 ,urkalk oder ,sandstein eingesprengt1 sind die besten4 ,ein ,keller in der ,ebene muss berdacht sein2 es darf kein ,wasser1 weder ,grund- noch ,oberwasser in ihn dringen2 er soll keinen ,erschtterungen unterworfen1 seine ,sdseite muss durch ,bume geschtzt sein4 ,gewhnlich hat ein ,keller mehrere ,abtheilungen4 ,um die ,keller recht kalt zu erhalten1 bringt man entweder einen grsseren ,eisvorrath unmittelbar in dieselben oder nur in die letzte ,abtheilung1 in welche das ,lagerbier fr die ,sommermonate kommt4 ,in dem ,lagerkeller fngt das ,bier sehr bald die ,nachghrung an2 die ,zeit des ,beginnes derselben ist von dem ,zustande abhngig1 in welchem das ,bier gefasst worden ist1 so wie von der ,temperatur des ,kellers4 ,die ,nachghrung1 welche sich durch einen feinen weissen ,schaum in ,gestalt einer ,haube auf dem ,spundloche zu erkennen giebt1 kann unmittelbar nach dem ,fassen eintreten1 es kann aber auch vorkommen1 dass sie erst nach acht ,tagen sich zeigt4 ,wollen die ,biere auf den ,fssern nicht nachghren1 so versetzt man sie mit etwas grnem oder ,krusenbier4 ,nach beendigter ,nachghrung werden die ,lagerfsser nicht sofort fest verspundet1 sondern der ,spund wird blos locker aufgesetzt4 ,in solchem ,zustande bleiben die ,biere die ,sommermonate hindurch4 ,nicht frher als etwa vierzehn ,tage vor dem ,abziehen auf die ,schenkfsser pflegt man sie fest zu verspunden4 ,bevor man die ,fsser zum ,ausschank angreift1 mssen sie mehrere ,tage zugespundet bleiben1 damit sich die ,kohlensure spannt und das ,bier rahmt4 ,wurde das ,bier in noch grnem ,zustande gefasst1 so enthlt es noch viel ghrungsfhige und hefebildende ,theile und darf nicht so lange gespundet bleiben wie im entgegengesetzten ,falle1 weil sonst beim ,anzapfen ein ,emporsteigen des ,fassgelgers zu befrchten wre 7das ,fass wrde aufstehen74 ,in noch hherem ,grade kann die ,kohlensurespannung geschehen1 wenn man die ,menge der in dem ,bier enthaltenen ghrungsfhigen ,stoffe vergrssert und durch ,zusatz von ,zucker oder ,wrze den zu weit vorgeschrittenen ,verghrungsgrad wieder zurckfhrt4 ,gewhnlich nimmt man hierzu grnes ,bier1 welches in dem ,stadium des ,krusens steht2 man setzt davon auf einen ,eimer ,bier #d-f ,liter4 ,die ,ghrung wird alsbald wieder beginnen4 ,man lsst die ,fsser so lange ungespundet1 bis das ,bier die neugebildete ,hefe vollkommen abgesetzt hat4 ,darauf werden sie #c-d ,tage lang gespundet1 ehe man zum ,abfllen schreitet4 ,man nennt solches ,bier ,krusenbier oder gekrustes ,bier4 ,nach der ,bottichghrung hat die vergohrene ,bierwrze nach ,j4 ,gachwndler1 7#ahfh7 folgende ,zusammensetzung 7vergl4 ,seite #ejb73 ,decoction4 ,bock4 ,satzverfahren4 ,infusion4 ,alkohol #b1ha #c1ch #b1id #c1ac ,zucker #a1eh #b1cb #a1df #a1cc ,dextrin #d1fa #f1ia #d1gg #d1hj ,stickstoffhalt4 ,substanz #j1ch #j1gd -- -- ,anderweitige ,bestandtheile #j1ch #j1dj #j1hi #j1ee ,spec4 ,gew4 der ,extractlsung #a1jbb #a1jdb #a1jbh #a1jbf ,extract 7direct bestimmt7 #f1eg #i1ih #f1bc #f1ac nach ,balling #f1ie #aj1ch #g1ab #f1fh ,sidenote3 ,oberghrung4 ,die ,oberghrung findet ,anwendung zur ,erzeugung der in ,norddeutschland gebruchlichen ,flaschenbiere1 der bhmischen ,biere und der ,biere des ,elsass1 ,englands und ,belgiens4 ,die mit ,hlfe der ,oberghrung erzeugten oder oberghrigen ,biere sind stets weniger haltbar als die unterghrigen1 da die ,oberghrung bei hherer ,temperatur vor sich geht und rascher verluft1 theils auch wegen des grsseren ,gehaltes an stickstoffhaltigen ,bestandtheilen1 welche durch die ,unterbrechung der ,ghrung weniger vollstndig abgeschieden wurden4 ,der ,grund1 warum man in einigen ,lndern der ,oberghrung vor der ,unterghrung den ,vorzug giebt1 ist der1 dass erstere nicht so wie letztere an niedere ,temperatur gebunden ist1 dass sie somit berall und in jedem ,klima und zu jeder beliebigen ,jahreszeit angewendet werden kann und es nicht nothwendig ist1 so grosse ,vorrthe von ,bier zu halten wie beim ,lager- und ,schenkbier 7unterghriges ,bier74 ,fr die weinartigen und stark moussirenden ,weissbiere ist nur die ,oberghrung anwendbar4 ,die englischen ,biere 7,ale und ,porter7 knnte man eben so gut durch ,unterghrung darstellen1 aber abgesehen davon1 dass das ,klima ,englands der ,unterghrung ,schwierigkeiten entgegenstellt1 werden diese englischen ,biere so reich an ,alkohol1 ,malzextract und conservirenden ,malz- und ,hopfenbestandtheilen gebraut1 dass man auch durch die wohlfeilere ,oberghrung ein haltbares ,bier zu erzeugen vermag4 ,die ,erscheinungen der ,oberghrung unterscheiden sich von den schon beschriebenen der ,unterghrung nur dadurch1 dass sie krftiger auftreten1 schneller auf einander folgen2 die ,hefe bildet ferner nicht die eigenthmlich gestalteten ,krausen1 die man bei der ,unterghrung bemerkt1 sondern grssere weisse ,flocken1 auch erscheint sie in grsserer ,menge auf der ,oberflche4 ,man unterbricht die ,hauptghrung frher und zieht das ,bier auf ,fsser1 worin die ,nachghrung und vllige ,ablagerung der ,hefe gewhnlich im ,ghrlokale selbst vor sich geht4 ,man benutzt zur ,hauptghrung entweder ,bottiche oder ,fsser4 ,sidenote3 ,dampfbrauerei4 ,der grosse ,nutzen1 der sich aus der ,anwendung des ,dampfes bei anderen gewerblichen ,anlagen1 z4 ,b4 bei der ,rbenzuckerfabrikation und der ,spiritusbereitung ergeben hat1 hat seit etwa dreissig ,jahren ,veranlassung gegeben1 auch in den ,brauereien die directe ,feuerung durch ,dampf zu ersetzen4 ,die ,vortheile der ,dampfheizung in der ,bierbereitung sind unter ,umstnden sehr bedeutend2 von dem ,dampferzeugungsapparate aus1 bei dessen ,construction auf mglichst vollstndige ,ausnutzung des ,brennstoffs zu achten ist1 lsst sich die ,wrme mit ,leichtigkeit dort hinleiten1 wo man sie nthig hat1 die ,temperatur lsst sich leicht und genau reguliren und die zustrmende ,wrme augenblicklich unterbrechen1 ein ,vortheil1 der sich besonders beim ,entleeren der ,braupfannen bemerkbar macht4 ,ist die ,brauerei im ,besitz einer ,dampfmaschine1 so wird hufig der directe ,dampf durch den ,maschinendampf ersetzt werden knnen4 ,wenn der ,dampf zum ,erhitzen nur und nicht zugleich zum ,abdampfen einer ,flssigkeit dienen soll1 wie bei der ,anwendung des ,dampfes zur ,wrzebereitung 7,dampfmaische71 so kann man die ,dmpfe unmittelbar in die ,maische treten lassen1 das ,condensationswasser dieses ,dampfes verdnnt aber die ,maische1 whrend er sie erwrmt4 ,in anderen ,fllen geschieht die ,erhitzung mit ,dampf mittelst eines in der zu erwrmenden ,flssigkeit gelagerten ,rhrensystems4 ,die directe ,dampfanwendung empfiehlt sich bei ,anwendung der ,infusionsmethode1 whrend man bei der ,dickmaische den anderen ,weg einschlagen und eine der ,pecqueur'schen ,pfanne 7vergl4 ,s4 #dee7 hnliche anwenden muss4 ,sidenote3 ,bestandtheile des ,bieres4 ,die ,bestandtheile des normalen aus ,malz und ,hopfen 7mit ,ausschluss aller ,malz- und ,hopfensurrogate7 erzeugten ,bieres sind3 ,alkohol1 ,kohlensure1 unzersetzte ,dextrose1 ,dextrin1 ferner ,bestandtheile des ,hopfens 7lige und bittere ,stoffe1 keine ,gerbsure71 ,protensubstanzen1 kleine ,mengen von ,fett1 etwas ,glycerin und die anorganischen ,substanzen aus der ,gerste und aus dem ,hopfen1 welche in das ,bier bergegangen sind4 ,die saure ,reaction1 welche jedes normale ,bier nach ,beseitigung der ,kohlensure besitzt1 rhrt von ,bernsteinsure und ,milchsure1 hufig auch von ,spuren von ,essigsure1 vielleicht auch ,propionsure her4 ,die ,summe smmtlicher ,bestandtheile eines ,bieres nach ,abzug des ,wassers heisst sein ,gesammtgehalt1 die ,summe der nicht flchtigen ,bestandtheile sein ,extractgehalt4 ,biere1 welche reich an ,malzextract sind1 werden substantise 7reiche1 fette1 vollmundige7 ,biere genannt1 jene dagegen1 welche wenig ,extract1 dagegen viel ,alkohol enthalten1 deren ,wrze also reich an ,zucker war1 welcher aber durch anhaltende ,ghrung in ,alkohol und ,kohlensure verwandelt wurde1 mithin die mehr weinartigen ,biere1 heissen trockne 7arme1 magere7 ,biere4 ,der ,alkohol im ,biere wird1 wenn es sich um eine genaue chemische ,untersuchung handelt1 entweder durch ,destillation und ,prfung des ,destillates mit einem ,alkoholometer1 oder mittelst eines ,ebullioskopes1 oder endlich mit ,hlfe des ,vaporimeters bestimmt4 ,andere ,methoden1 namentlich die hallymetrische1 werden weiter unten besprochen werden4 ,in ,gewichtsprocenten ausgedrckt1 betrgt der ,alkoholgehalt im ,durchschnitt3 bei ,wrzburger ,lagerbier 7#ahgj7 #d1j-d1c ,proc4 ,schenkbier #c1c-d1b ,stuttgarter ,lagerbier 7#ahfe7 #d1a ,culmbacher ,lagerbier 7#ahfe7 #d1e ,coburger ,lagerbier #d1d ,mnchener ,lagerbier #d1c-e1a ,schenkbier #c1h-d1j ,salvator 7,mnchener7 #d1f ,bock 7,mnchener7 7#ahgj7 #d1c-d1h ,porter 7,barkley1 ,perkins ,co41 ,london7 7#ahfb7 #e1e-g1j ,strassburger ,bier 7#ahgj7 #d1ba ,bier von ,dreher zu ,schwechat bei ,wien 7#ahgj7 #d1a ,reisbier der ,rheinischen ,brauerei in ,mainz 7#ahgj7 #c1f ,die ,menge der ,kohlensure im ,bier betrgt #j1a-j1b ,proc4 ,die ,dextrose befindet sich 7nach ,c4 ,prandtl1 #ahfh7 in dem ,biere je nach dem ,verghrungsgrade in der ,menge von #j1b-a1i ,proc4 ,die ,menge des ,dextrins betrgt nach den ,untersuchungen ,gschwndler's #d1f-d1h ,proc4 ,das ,verhltniss zwischen ,zucker und ,dextrin ist kein constantes4 ,ueber die ,menge und die ,natur der in dem ,bier enthaltenen ,protensubstanzen ist man ungeachtet vielfltiger ,untersuchungen noch nicht im ,klaren4 ,nimmt man an1 dass das ,malzextract im ,durchschnitt #g ,proc4 ,protensubstanzen enthlt1 so lsst sich daraus nach ,mulder deduciren1 dass #a ,liter ,bier #e1f ,eiweisssubstanzen enthlt4 ,a4 ,vogel 7#ahei7 fand1 dass #a bayerisches ,maass 7 #a1jfi ,liter7 ,bier durchschnittlich #a-a1b ,grm4 ,stickstoff enthlt1 ,feichtinger 7#ahfd7 fand dagegen1 dass der ,stickstoffgehalt in den verschiedenen ,mnchener ,bieren pro #a bayer4 ,maass zwischen #j1dfg und #a1bdh ,grm4 schwankt4 ,von den in dem ,biere enthaltenen ,suren sei nur die eigenthmliche ,ghrungssure1 jedenfalls ,bernsteinsure1 ,essigsure und ,milchsure1 welche letztere in gewissen suerlichen ,bieren1 so in einigen belgischen ,bieren und der in ,sachsen bekannten ,gose 7ein unter ,zusatz von ,salz bereitetes ,weizenbier7 in grsserer ,menge sich findet1 erwhnt4 ,gerbsure ist in bayerischem ,biere nicht oder nur in fast unmerklicher ,menge enthalten4 ,die anorganischen ,bestandtheile des ,bieres waren hufig ,gegenstand ausgedehnter ,untersuchungen4 ,martius erhielt bei ,bestimmung der ,aschenmenge von bayerischem ,lagerbier von #ajjj ,th4 ,bier #b1h bis #c1af ,th4 ,asche1 welche zu #a_/c aus ,kali1 zu #a_/c aus ,phosphorsure und zu #a_/c aus ,magnesia1 ,kalk und ,kieselerde bestand4 ,was den ,gehalt des ,bieres an ,extract betrifft1 so mgen folgende 7nach den im ,jahre #ahfh ausgefhrten ,untersuchungen von ,j4 ,gschwndler und ,c4 ,prandtl7 gengen4 ,im ,durchschnitt finden sich in #ajj ,th4 ,schenkbier 7,mnchen7 #e1e-f1j ,th4 ,lagerbier 7,mnchen7 #f1a ,schenkbier 7,wrzburg7 #d1f ,lagerbier 7,wrzburg7 #d1d ,bock 7,mnchen7 #h1f-i1h ,salvator 7,mnchen7 #i1j-i1d ,rheinisches ,reisbier #g1c ,porter 7,barkley1 ,perkins ,co41 ,london7 #e1i-f1i ,scotsh 7,edinburg7 #aj1j-aa1j ,burton ,ale #ad1j-ai1bi #ajj ,th4 ,extract enthalten nach ,a4 ,vogel 7#ahfe7 #c1b bis #c1e ,th4 ,asche2 #ajj ,th4 ,asche enthalten #bh-cj ,th4 ,phosphorsure4 #a ,liter ,bier enthlt #j1eg bis #j1ic ,grm4 ,phosphorsure4 ,lermer lieferte jngst 7#ahff7 eine ,untersuchung einiger renommirten ,mnchener ,biere1 aus der wir folgende ,analysen zusammenstellen3 ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,spec4 ,gewicht #a1jbdfg #a1jada #a1jabhh ,proc4 ,proc4 ,proc4 ,extract #g1gc #d1ic #d1cg ,alkohol #e1jh #c1hh #c1ea ,unorganische ,bestandtheile3 #j1bh #j1bc #j1ae ,stickstoffgehalt4 in #ajj ,th4 ,extract #aa1ae #h1ga #ab1ai #ajj ,bier #j1hg #j1dc #j1ec ,,iv4 ,v4 ,,vi4 ,,vii4 ,spec4 ,gewicht #a1jbjj #a1jbfgh #a1jccbg #a1jagj ,proc4 ,proc4 ,proc4 ,proc4 ,extract #d1ee #h1ej #i1fc #e1ib ,alkohol #d1da #e1bc #d1di #c1jj ,unorganische ,bestandtheile3 #j1ah -- -- -- ,stickstoffgehalt4 in #ajj ,th4 ,extract #h1he -- #f1ii -- #ajj ,bier #j1ci -- #j1fg -- ,es bezeichnet hierbei ,i ,bockbier1 ,,ii ,sommerbier1 ,,iii ,weissbier1 ,,iv weisses ,bockbier 7oberghriges ,weizenbier71 smmtlich vom ,k4 ,hofbruhaus1 ,v ,bockbier vom ,spatenbru1 ,,vi ,salvatorbier1 ,,vii ,winterbier des ,lwenbru4 ,fr fnf dieser ,biere wurden die ,aschenanalysen durchgefhrt und zwar ergab ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,,iv4 ,v4 ,kali #bi1ca #cc1be #bd1hh #cd1fh #bi1cb ,natron #a1ig #j1de #bj1bc #d1ai #j1aa ,chlornatrium #d1fa #f1jj #f1ef #e1jf #f1jj ,kalk #b1cd #b1ih #b1eh #c1ad #f1ba ,magnesia #aa1hg #h1dc #j1cd #g1gg #g1ge ,eisenoxyd #a1ja #j1aa #j1dg #j1eb #j1hd ,phosphorsure #cd1ah #cb1je #bf1eg #bi1he #bi1bh ,schwefelsure #a1bi #b1ga #f1je #e1af #d1hd ,kieselsure #ab1dc #ad1ab #g1gj #b1hf #h1ja ,sand #j1hc #j1fg #b1cj #e1bj #f1bg ,kohle #j1di #j1ha #j1dj #j1fe #j1bh -------------------------------------- #ajj1cc #aja1dg #ih1jc #ii1jh #ih1ia ,sidenote3 ,bierprfung4 ,das ,bier hat als ,nahrungsmittel und als ,object des ,grosshandels eine solche ,wichtigkeit erlangt1 dass man lngst schon nach ,mitteln strebte1 mit ,hlfe deren der relative ,gehalt der verschiedenen ,biere bestimmt werden knnte4 ,die zu diesem ,zwecke bis jetzt vorgeschlagenen ,proben fasste man unter dem gemeinschaftlichen ,namen ,bierproben zusammen und verlangte von ihnen1 dass sie leicht anwendbar seien und gengend genaue ,resultate gben1 obgleich man zu ,gunsten der leichten ,ausfhrbarkeit gern einen kleinen ,theil der ,genauigkeit opferte4 ,es ist herkmmlich1 den ,gehalt eines ,bieres an ,alkohol1 ,extract und ,kohlensure als ,maassstab fr die ,gte desselben zu betrachten1 obschon die ,bestandtheile des sogenannten ,extractes1 das ,dextrin1 die ,hopfenbestandtheile1 die durch die alkoholische ,ghrung neben ,alkohol gebildeten ,substanzen 7,bernsteinsure und ,glycerin71 nicht zu sprechen von den verwendeten ,malzsurrogaten 7,strkezucker1 zugesetztes ,glycerin etc471 wesentlichen ,antheil an der ,qualitt des ,bieres nehmen und bei einer grndlichen ,bieruntersuchung bercksichtigt werden mssen4 ,die ,bierprfung geschieht theils mit ,hlfe der physikalischen ,eigenschaften1 theils aber auch durch das chemische ,verhalten4 ,zu den ersteren sind zu rechnen ,geschmack1 ,geruch1 ,farbe#aai1 ,consistenz1 ,durchsichtigkeit 7,glanz71 spec4 ,gewicht1 ,lichtbrechungsvermgen1 das ,verhalten des ,bieres beim ,ausgiessen1 die ,beschaffenheit des ,schaumes4 ,zu der chemischen ,bieruntersuchung gehrt die ,bestimmung der nheren ,bestandtheile1 nmlich der ,kohlensure1 des ,alkohols1 des ,extractes und des ,wassers4 #aai ,in neuester ,zeit hat man der ,farbe des ,bieres und der ,bestimmung der ,intensitt derselben besondere ,beachtung gewidmet und eine ,colorimetrie des ,bieres geschaffen1 die auf einer ,vergleichung der ,farbe des ,bieres mit ,normaljodlsung 7#ab1g ,grm4 ,jod im ,liter71 welche mit ,wasser bis zur gleichen ,frbung des ,bieres verdnnt wird1 und ,ermittelung des ,jodgehaltes dieser ,frbung beruht4 ,vergl4 ,c4 ,leyser1 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfi p4 #dfg4 ,sidenote3 ,balling's ,bierprobe4 ,balling's saccharometrische ,bierprobe4 ,nachdem durch ,schtteln und wiederholtes ,umgiessen dem ,biere die ,kohlensure entzogen worden ist1 bestimmt man entweder mit ,hlfe des ,saccharometers 7,arometer7 oder auf andere ,weise das specifische ,gewicht des ,bieres4 ,hierauf kocht man das ,bier zur ,hlfte ein1 verdnnt es dann durch ,zusatz von ,wasser wieder bis zu seinem ursprnglichen ,gewichte und bestimmt von der so erhaltenen ,flssigkeit wieder das specifische ,gewicht1 welches grsser ist als das erstgefundene4 ,die ,differenz giebt den ,alkoholgehalt4 ,da bei der ,ghrung von #ajj ,th4 ,malzextract #ej ,th4 ,alkohol sich bilden1 so erhlt man durch ,verdoppelung der gefundenen ,alkoholmenge diejenige ,menge ,malzextract1 welche zu seiner ,bildung nothwendig war4 ,dieses ,malzextract addirt zu dem im ,biere noch vorhandenen1 giebt den ,malzextract der ,wrze vor der ,ghrung4 ,bei der ,ghrung der ,bierwrze vermindert sich das spec4 ,gewicht1 theils weil die ,menge des ,extractes abnimmt1 theils weil der specifisch leichtere ,alkohol sich bildet1 theils auch1 weil aufgelste ,substanzen sich in ,gestalt von ,hefe1 ,obertaig u4 s4 w4 abscheiden4 ,diese ,verminderung des spec4 ,gewichtes1 die ,attenuation1 wird entweder durch directe ,wgung oder durch das ,saccharometer bestimmt4 ,die ,saccharometeranzeige des von der ,kohlensure befreiten ,bieres bezeichnet man mit m1 den ,malzextract der ,wrze mit p4 ,zieht man von 7p7 die ,saccharometeranzeige 7m7 ab1 so giebt die ,differenz p - m die scheinbare ,attenuation1 welche grsser sein muss1 je weiter die ,ghrung vorgeschritten ist4 ,die ,alkoholmenge in einem ,biere steht folglich zu der scheinbaren ,attenuation in directem ,verhltniss4 ,der auf empirischem ,wege gefundene ,alkoholfactor a1 mit welchem man die in ,saccharometerprocenten ausgedrckte scheinbare ,attenuation multipliciren muss1 um den ,alkoholgehalt des ,bieres ,a in ,gewichtsprocenten zu erhalten 7p - m a ,a7 wird um so grsser1 je grsser der ursprngliche ,concentrationsgrad der ,wrze war4 ,fr ,wrzen zwischen #f-cj ,proc4 ,extract steigt derselbe von #j1djgi bis zu #j1dehh4 ,der ,alkoholfactor wird nach der erwhnten ,gleichung gefunden1 wenn man die scheinbare ,attenuation 7p - m7 und den ,alkoholgehalt der gegohrenen ,wrze in ,gewichtsprocenten 7,a7 kennt1 denn a 7,a _/ 7p - m74 ,mit ,hlfe des ,alkoholfactors a kann man den ,alkoholgehalt des ,bieres in ,gewichtsprocenten berechnen4 ,kocht man eine ,menge ,bier ein1 um daraus den ,alkohol zu verflchtigen und verdnnt den ,rckstand wieder bis zur ,herstellung des ursprnglichen ,gewichtes1 so giebt das spec4 ,gewicht den ,extractgehalt des ,bieres1 welchen ,balling mit n bezeichnet1 an4 ,die ,differenz zwischen dem ,extractgehalt der ,wrze 7p7 und dem des ,bieres 7n71 also p - n giebt die wirkliche ,attenuation1 welche1 mit dem ,alkoholfactor fr die wirkliche ,attenuation 7b7 multiplicirt1 gleichfalls den ,alkoholgehalt des ,bieres in ,gewichtsprocenten ausgedrckt 7,a7 giebt 7p - n7 b ,a4 ,der ,alkoholfactor fr die wirkliche ,attenuation ist b 7,a _/ 7p - n774 ,zieht man von der scheinbaren ,attenuation 7p - m7 die wirkliche 7p - n7 ab1 so erhlt man die ,attenuationsdifferenz 7d73 d 7p - m7 - 7p - n7 oder d n - m d wird gefunden1 indem man von dem ,extractgehalte des ,bieres 7n7 die ,saccharometerprocente des von der ,kohlensure befreiten ,bieres 7m7 abzieht2 d ist um so grsser1 je mehr ,alkohol ein ,bier enthlt4 ,der ,alkoholfactor1 welcher mit der ,attenuationsdifferenz multiplicirt1 die ,alkoholprocente ,a giebt1 der ,alkoholfactor fr die ,attenuationsdifferenz 7c71 wird nach folgender ,gleichung gefunden3 c ,a _/7p - m7 ,er betrgt durchschnittlich #b1bd4 ,mit ,hlfe von c lsst sich aus der ,attenuationsdifferenz der ,alkoholgehalt eines ,bieres approximativ berechnen1 selbst wenn der ,malzextractgehalt der ,wrze nicht bekannt ist4 ,die scheinbare ,attenuation durch die wirkliche dividirt1 giebt den ,attenuationsquotienten 7d7 7p - m7 _/ 7p - n71 mit dessen ,hlfe der ,alkoholfactor fr die scheinbare ,attenuation 7a7 und der ursprngliche ,extractgehalt der ,wrze 7p7 berechnet werden kann4 ,erstere 7a7 erhlt man durch ,division des ,alkoholfactors fr die wirkliche ,attenuation durch den entsprechenden ,attenuationsquotienten4 ,setzt man den ,alkoholfactor fr die ,attenuationsdifferenz #b1bd und verdoppelt den so erhaltenen approximativen ,alkoholgehalt1 so erhlt man die ,extractmenge der ,wrze1 aus welcher jener ,alkohol 7nebst ,kohlensure und ,wrze7 sich bildete4 ,addirt man zu diesem ,extract das noch in dem ,biere befindliche1 so erhlt man annhernd den ,extractgehalt der ,wrze in ,procenten4 ,hat man auf diese ,weise p annhernd bestimmt1 so ergiebt sich aus den zu ,balling's ,probe gehrigen ,tabellen der entsprechende ,attenuationsquotient q1 wobei man ,decimalen ber #j1e fr ein ,ganzes rechnet1 unter #j1e aber vernachlssigt4 ,ist nun die ursprngliche ,concentration der ,wrze p berechnet1 so findet man die ,alkoholprocente des ,bieres aus der ,gleichung fr die wirkliche ,attenuation ,a 7p - n7 b4 ,der ,verghrungsgrad ist #i1ge oder 7#af1bi - #f1ed7 ,saccharometerprocente 7nach ,s4 #dcf7 #i1ge_/af1bi #j1edb4 ,illustration3 ,fig4 #bcb4 ,sidenote3 ,fuchs' ,bierprobe4 ,hallymetrische ,bierprobe4 ,diese von v4 ,fuchs herrhrende ,probe 7auf der ,voraussetzung beruhend1 dass das ,bier nur aus ,malz und ,hopfen bereitet worden sei7 grndet sich darauf1 dass #ajj ,th4 ,wasser unabhngig von der ,temperatur1 #cf ,th4 reines ,kochsalz 7 #b1ggh 3 #a7 aufzulsen vermgen1 dass ferner eine ,flssigkeit um so weniger ,kochsalz lst1 je mehr sie ,weingeist1 ,bierextract u4 s4 w4 enthlt4 ,man ist demnach im ,stande1 die ,quantitt des ,wassers zu bestimmen1 wenn man das ,kochsalz in dem ,biere auflst4 ,um die ,quantitt des nicht gelsten ,kochsalzes zu messen1 dient das ,hallymeter 7,fig4 #bca71 aus zwei ,glasrhren1 einer engeren und einer viel weiteren1 bestehend1 welche gegen jene1 mit der sie zusammengeschmolzen ist1 trichterfrmig verluft4 ,die kleine ,rhre1 die ,messrhre1 ist so graduirt1 dass jede grssere ,abtheilung #e ,gran und jede der dazwischen liegenden kleineren #a ,gran prparirtes ,kochsalz fasst4 ,bei allen hallymetrischen ,bierproben ist darauf zu sehen1 dass stets ,salzpulver vom nmlichen ,korne in die ,rhren kommt und dieses durch ,klopfen in den kleinsten ,raum gebracht wird1 den berhaupt ein bestimmtes ,quantum einnehmen kann4 ,man muss daher das pulverisirte ,kochsalz durch ein feines ,drahtsieb gehen lassen4 ,das gesiebte ,salz wird in grsserer ,menge in ,glsern mit eingeriebenen ,stpseln aufbewahrt4 ,die ,probe besteht aus zwei ,versuchen4 ,bei dem ersten findet man den grssten ,theil des ,wassers nebst der ,kohlensure und den ,gesammtgehalt 7,weingeist1 ,extract und ,kohlensure72 der zweite ,versuch giebt die ,menge des ,extractes1 welches1 wenn man dasselbe und die ,kohlensure vom ,gesammtgehalt abzieht1 den ,weingeist ergiebt4 ,der ,weingeist ist nicht wasserfrei1 sondern mit einer bestimmten ,menge ,wasser verbunden4 ,zu jedem ,versuche sind #ajjj ,gran 7#fb1e ,grm47 ,bier erforderlich1 zu welchem man in einem ,kolben #ccj ,gran 7#bj1df ,grm47 gesiebtes reines ,kochsalz setzt4 ,der bedeckte ,kolben wird unter fterem ,umschtteln des ,inhaltes in einem ,wasserbade bis auf #ch erwrmt4 ,nach etwa #f-aj ,minuten wird der ,kolben aus dem ,wasserbade entfernt1 abkhlen gelassen1 die ,kohlensure aus dem ,kolben durch gelindes ,einblasen entfernt und dann der ,kolben gewogen4 ,der ,gewichtsverlust giebt die ,menge der ,kohlensure1 welche bei guten ,bieren #a1e ,gran betrgt4 ,der ,kolben wird dann mit dem ,daumen geschlossen1 umgekehrt1 um das nicht gelste ,kochsalz ber dem ,finger zu sammeln und sodann das ,salz und die ,flssigkeit in das ,hallymeter gebracht4 ,das ungelste ,kochsalz setzt sich in der ,messrhre ab4 ,das ,absetzen wird durch ,rtteln des ,instrumentes befrdert4 ,sobald das ,volumen des abgesetzten ,salzes nicht mehr zunimmt1 liest man an den ,graden die ungelsten ,grane ab und subtrahirt die ,zahl der ,grane von #ccj4 ,darauf berechnet man1 welche ,qualitt ,wasser dem aufgelsten ,kochsalz entspricht4 ,beispiel4 #ajjj ,gran 7 #fb1e ,grm47 ,bier lsen #ccj - #ah #cab ,gran ,kochsalz1 so enthalten diese #ajjj ,gran ,bier #hff1f ,gran ,wasser1 denn #cf 3 #ajj #cab 3 x ------------------ x #hff1f das1 was an #ajjj ,gran fehlt1 #acc1d ,gran1 ist der ,gesammtgehalt an ,kohlensure1 ,extract und ,weingeist4 ,hatte der ,kolben durch das ,erwrmen #a1e ,gran an ,gewicht verloren1 so bleibt fr ,extract und ,weingeist brig #aca1i ,gran4 ,der zweite ,versuch dient zur ,bestimmung des ,extractes4 ,zu diesem ,behufe wgt man in einem ,kolben #ajjj ,gran 7#fb1e ,grm47 ab und kocht diese ,quantitt bis auf die ,hlfte1 bis auf #ejj ,gran ein4 ,dabei entweichen ,kohlensure und ,weingeist vollstndig4 ,darauf setzt man #ahj ,gran ,kochsalz hinzu und verfhrt wie oben4 ,angenommen nun1 es htten sich #ahj - #bj #afj ,gran ,kochsalz gelst1 so entsprchen diese #ddd1d ,grm4 ,wasser1 denn #ah 3 #ej #afj 3 x ----------------- x #ddd1d weshalb #ee1f ,gran hier das ,extract geben4 ,hat nun die vorlufige ,bestimmung der ,kohlensure #a1e ,gran ergeben1 so ist die ,quantitt des in dem ,biere enthaltenen ,weingeistes #gc1f ,gran1 denn #acc1d - #ee1f - #a1e #gc1c1 was nach der dem ,apparate beigegebenen ,tabelle #db1bg ,gran absolutem ,alkohol entspricht4 ,das untersuchte ,bier wrde mithin in #ajjj ,gewichtstheilen bestehen aus3 ,kohlensure #a1ej ungebundenem ,wasser #hff1fj gebundenem ,wasser #cd1jc ,extract #ee1fj ,alkohol #db1bg ------- #ajjj1jj ,es ist nochmals hervorzuheben1 dass die hallymetrische ,bierprobe alle ,geltung verloren1 sobald die ,anwendung von ,glycerin und ,strkezucker bei der ,bereitung des vorliegenden ,bieres vermuthet werden kann4 ,sidenote3 ,nebenprodukte und ,abflle der ,brauerei4 ,von den bei der ,bierbereitung sich ergebenden ,abfllen und ,nebenprodukten stehen die ,treber 7,trester7 oben an4 #ajj ,th4 ,darrmalz liefern im ,durchschnitt #acc ,th4 nasse ,treber1 welche auf den ,darrungsgrad des ,malzes zurckgebracht1 #cc ,th4 betragen4 ,sie werden als ,viehfutter verwendet4 ,ausser den ,hlsen und dem ,zellstoff der ,gerste enthalten sie noch unzersetzte ,gerste1 ,fett und ,protensubstanz1 wovon ihr ,werth abhngig ist4 ,treber aus einem ,mnchener ,bruhause1 welche bei ,bereitung von ,sommerbier 7nach dem ,dickmaischverfahren7 von zweizeiliger ,gerste erhalten worden waren1 hatten folgende ,zusammensetzung3 feucht lufttrocken bei #ajj getrocknet ,wasser #gd1ga #g1bh -- ,asche #a1jf #c1hg #d1ah ,cellulose #c1jf #aa1bb #ab1aj ,fett #a1gj #f1bc #f1gb stickstoffhaltige ,nhrstoffe #f1bf #bb1hi #bd1ga stickstofffreie ,nhrstoffe #ac1ba #dh1ea #eb1bi ----------------------------- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,die ,malzkeime oder ,malzblten1 welche durchschnittlich in dem ,verhltniss von #c ,proc4 vom ,gewicht des ,darrmalzes abfallen1 sind ein sehr concentrirtes und protenreiches ,futtermaterial4 ,nach den ,analysen von ,scheven1 ,way und ,lermer 7von ungarischer ,gerste7 fanden sich darin3 ,scheven ,way ,lermer ,wasser #g1b #c1g #aj1gb ,asche #f1h #e1a #f1ia ,cellulose #ag1j #ah1e -- ,protensubstanzen #de1c #dh1i #cb1dj stickstofffreie ,nhrstoffe #bc1f #bc1h #di1ig ,das ,khlgelger 7vergl4 ,s4 #ejb71 welches zum ,theil verfttert1 zum ,theil an ,branntweinbrenner abgegeben wird1 betrgt #c ,proc4 von der erzeugten ,wrze4 ,das ,glattwasser1 eine sehr dnne ,nachwrze1 dient in ,branntweinbrennereien als ,khl- und ,verdnnungsmittel der ,maische1 sowie zur ,essigfabrikation4 ,bei dem ,dickmaischverfahren hat das ,glattwasser noch #d bis #h ,proc4 ,extract1 bei dem ,infusionsverfahren nur #b-c ,proc4 ,der ,obertaig 7vergl4 ,s4 #dih7 ist theils ,material fr ,branntweinbrennereien1 theils dient er zur ,brotbereitung4 ,die bei der ,ghrung der ,bierwrze sich bildende ,hefe wird wieder zur ,biererzeugung1 zum grsseren ,theile aber in der ,weissbckerei1 in der ,hauswirthschaft1 in der ,branntweinbrennerei und in der ,essigfabrikation verwendet4 ,dort1 wo ,holz als ,brennstoff in der ,brauerei dient1 kommt auch die ,heizasche als ,abfall in ,betracht4 ,jede ,klafter ,holz hinterlsst #ae-bj ,pfd4 ,asche4 ,sidenote3 ,besteuerung des ,bieres4 ,die ,besteuerung des ,bieres 7der ,bieraufschlag7 muss1 soll sie den ,principien der ,technologie und der ,volkswirthschaft entsprechen1 der ,art sein1 dass sie allen ,interessenten1 dem ,brauer1 dem bierconsumirenden ,publikum und dem ,staat gerecht werde4 ,der ,braubetrieb darf durch die ,art der ,besteuerung nicht behelligt werden1 dem ,publikum muss fr die geeignete ,beschaffenheit des ,bieres eine gewisse ,garantie geboten und der ,staat endlich muss vor ,uebervortheilung durch ,defraudation mglichst gesichert sein4 ,von den verschiedenen ,arten des ,bieraufschlages1 die in den ,bier producirenden ,lndern gesetzlich eingesetzt sind1 seien als die wesentlichsten erwhnt die ,besteuerung #a7 des ,braumalzes1 #b7 der ,wrze1 #c7 des ,bieres4 ,sidenote3 ,besteuerung des ,malzes4 ,die ,besteuerung des ,braumalzes ist der bequemste ,modus der ,besteuerung sowol fr den ,staat1 als auch fr den ,brauer2 sie hat den ,vorzug vor anderen ,besteuerungsarten1 dass die ,steuer vor dem ,beginn des eigentlichen ,brauprocesses erhoben wird1 dass sie den ,braubetrieb demnach nicht mehr durch ,controle und ,ueberwachung behelligt1 sondern dem ,brauer gestattet1 mit dem ,rohmaterial und den ,braugerthen so zu verfahren1 wie es ihm am besten scheint1 vorausgesetzt1 dass nicht ,verordnungen ihm die aus einem gewissen ,malzquantum herzustellende ,biermenge vorschreiben4 ,der ,malzaufschlag wird entweder beim ,schroten des ,malzes 7wie in ,bayern und ,wrttemberg#abj7 nach ,art der ,mahlsteuer oder kurz vor der ,verwendung des ,malzes zum ,brauen1 namentlich vor dem ,einmaischen#aba1 erhoben4 ,in ,england wird nicht das ,malz1 sondern die zur ,malzbereitung dienende ,gerste besteuert und die ,steuer nach dem ,volumen der gequellten ,gerste erhoben4 ,unstreitig ist die ,besteuerung des ,malzes als einseitig und nicht mehr zeitgemss anzusehen1 seitdem man weiss1 dass auch ohne ,malz oder vielmehr durch theilweise ,substituirung desselben durch andere strkemehlhaltige ,substanzen1 wie ungemalztes ,getreide1 ,kartoffeln1 ,kartoffelmehl1 ,reis1 ,sorghum1 ferner durch ,strkezucker normales ,bier hergestellt werden kann4 ,eine ,beibehaltung der ,malzsteuer1 so eifrige ,vertreter sie auch noch finden mag1 heisst dem ,fortschreiten der ,ghrungsgewerbe ,halt gebieten4 ,ueber lang oder kurz wird man in allen ,staaten1 in denen die ,malzsteuer noch eingefhrt ist1 davon ab- und zu einer rationelleren ,besteuerungsweise bergehen mssen4 #abj ,in ,bayern betrgt der ,malzaufschlag 7nach dem ,gesetze vom #af4 ,mai #ahfh7 fr den ,scheffel ungebrochenen ,malzes -- ohne ,unterscheidung zwischen trockenem oder eingesprengtem ,malze -- 7#a ,scheffel bayer4 #b1b ,hektoliter7 #e fl4 #ab kr4 #a ,scheffel ,malz wiegt circa #b-a_/d ,ctr4 ,als ,beispiele der ,grsse einiger deutschen ,brauereien seien die ,produktions- und ,steuerverhltnisse der ,dreher'schen ,brauerei in ,schwechat bei ,wien und die der ,brauerei von ,g4 ,sedlmayr in ,mnchen angefhrt3 erstere producirte #ahff #bgb1jei ,hektoliter ,bier und zahlte an ,steuer #b1dce1hjc ,frcs4 letztere #ahff #bfb1jjj;,hektoliter ,bier und zahlte an ,steuer #a1jjj1jjj ,frcs4 ,die ,brauerei von ,l4 ,brey 7zum ,lwenbru7 in ,mnchen liefert jhrlich #bhj1jjj ,hektoliter ,bier und zahlt fast #a1ajj1jjj ,frcs4 ,steuer4 ,in ,bayern betrug der ,malzaufschlag durchschnittlich 7netto73 #ahai_/be #d1dah1ijj fl4 #ahca_/cg #d1ihe1ede #ahdc_/di #e1djh1ecb #ahee_/fa #f1ffg1cif #ahfa_/fg #h1ffa1jib ,seitdem ist der ,ertrag im ,abnehmen1 wahrscheinlich in ,folge der ,zunahme der ,anwendung der ,surrogate4 #aba ,nach dem ,gesetze vom #d4 ,juli #ahfh wird im norddeutschen ,bunde von jedem ,centner ,malz- oder ,getreideschrot eine ,steuer von #bj ,silbergroschen erhoben4 ,sidenote3 ,besteuerung der ,wrze4 ,sidenote3 ,steuer von dem fertigen ,biere4 ,die ,besteuerung der ,wrze ist die rationellste und die allein richtige ,art der ,besteuerung des ,bieres1 da sich in der ,wrze alles ,nutzbare aus dem ,malze und aus den verwendeten strkemehl- oder dextrosehaltigen ,substanzen concentrirt4 ,hierbei hat man die ,quantitt der ,wrze und ihren ,extractgehalt zu ermitteln4 ,die ,erhebung der ,menge kann entweder auf den ,khlstcken1 im ,zusammengussbottich oder beim ,fassen stattfinden4 ,auf den ,khlstcken lsst sich eine genaue ,messung nur schwierig vornehmen1 da die ,wrze darin eine dnne ,schicht mit grosser ,oberflche bildet und ein sehr geringer ,unterschied in der ,hhe der ,flssigkeitsschicht schon bedeutend auf die ,quantitt influiren kann4 ,das ,messen der ,wrze in der ,sammelkufe 7dem ,zusammengussstock7 gewhrt grssere ,sicherheit2 da die ,wrzen aus allen ,khlschiffen darin gemischt sind1 so ist die ,sammelkufe besonders geeignet zur ,bestimmung des ,extractgehaltes der ,wrze4 ,aus der ,sammelkufe gelangt die ,wrze in die ,ghrfsser oder ,ghrbottiche2 whrend des ,fassens kann eine ,controle stattfinden und die ,menge der ,wrze sicher ermittelt werden4 ,die ,ermittelung des ,extractgehaltes geschieht mit ,hlfe des ,saccharometers4 ,mit der so bestimmten ,wrze ist keine ,manipulation zum ,nachtheile des ,staates mehr mglich1 wol aber zum ,schaden des ,publikums2 letztere gehren jedoch nicht mehr in das ,gebiet der ,steuergesetzgebung1 sondern in das der polizeilichen ,ueberwachung 7,bierkieser1 ,bierprober74 ,die ,erhebung der ,steuer von dem fertigen ,biere ist nirgend blich1 doch ist die ,vergleichung des auf den ,khlschiffen1 in ,bottichen und ,fssern enthaltenen ,biervorrathes immerhin ein ,ueberwachungsmittel fr andere ,erhebungsarten4 ,die ,spiritusfabrikation4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,die ,erzeugung von ,alkohol hat in den meisten ,lndern eine verschiedene ,grundlage und ,bedeutung1 andere ,rohstoffe1 andere ,zwecke1 anderen ,steuermodus -- ,umstnde1 welche smmtlich fr die ,richtung1 in welcher die ,alkoholerzeugung sich bewegt1 von grosser ,tragweite sind4 ,wird eine alkoholhaltige ,flssigkeit der ,destillation unterworfen1 so gehen ,alkohol und ,wasser ber1 whrend die nicht flchtigen ,bestandtheile der ,flssigkeit in concentrirter ,gestalt zurckbleiben4 ,die ,destillation der alkoholhaltigen ,flssigkeit wird das ,brennen1 das ,destillat1 im ,wesentlichen ein ,gemisch von ,wasser und #dj bis #ej ,proc4 ,alkohol1 ,branntwein genannt4 ,alkoholreichere ,destillate fhren den ,namen ,weingeist oder ,spiritus4 ,ehedem war der ,zweck der ,branntweinbrennereien die ,bereitung von zum ,genuss bestimmten ,branntweins2 seitdem man aber angefangen hat1 den ,spiritus in den ,gewerben zu den verschiedensten ,zwecken z4 ,b4 in der ,parfmerie1 ,lackfirnissbereitung1 als ,brennspiritus zum ,extrahiren u4 s4 w4 zu verwenden1 stellt man nicht mehr ,branntwein1 sondern sofort durch fabrikmssigen ,betrieb das alkoholreichere ,destillat1 den ,spiritus oder ,weingeist dar4 ,seitdem die ,branntweinbrennerei als ,spiritusfabrikation das ,kleingewerbe zum ,theil verlassen1 hat sich die ,mechanik der ,destillirapparate bemchtigt und unter ,bercksichtigung der physikalischen ,eigenschaften eines ,gemisches von ,alkohol- und ,wasserdmpfen und des ,umstandes1 dass die ,rckstnde der ,destillation als ,viehfutter brauchbar sein mssen1 ,apparate construirt1 welche in der krzesten ,zeit aus dem angewendeten ,rohmaterial 7,kartoffeln1 ,rben1 ,cerealien u4 s4 w47 die grsstmglichste ,menge von starkem ,alkohol liefern4 ,der wohlthtige ,einfluss der ,steuergesetzgebung auf die ,entwickelung des ,brennereigewerbes ist nicht zu verkennen4 ,sidenote3 ,der ,alkohol und seine technisch wichtigen ,eigenschaften4 ,der ,alkohol 7als idealer ,begriff der ,chemie7 hat die ,formel ,c#b;,h#f,o oder 7,c#b;,h#e _/ ,h7 ,o4 ,er ist eine farblose1 dnnflssige1 sehr bewegliche ,flssigkeit von #j1gib spec4 ,gew4 und siedet bei #gh1c1 da ,wasser unter dem nmlichen ,drucke bei #ajj siedet1 so kann man aus der ,siedetemperatur einer alkoholischen ,flssigkeit ihren ,alkoholgehalt ermitteln4 ,zwischen #j und #gh1c 7seinem ,siedepunkte7 dehnt sich der ,alkohol um #j1jicf seines ,volumens aus1 whrend das ,wasser sich zwischen diesen ,temperaturgraden nur um #j1jbgh seines ,volumens ausdehnt4 ,da die ,dilatation des ,alkohols mithin #c-a_/cmal grsser ist als die des ,alkohols1 so lassen sich die eigenthmlichen ,ausdehnungsverhltnisse der beiden genannten ,flssigkeiten ebenfalls zur ,alkoholometrie benutzen4 ,die ,tension des ,alkoholdampfes ist bei #gh1c dem einer ,atmosphre gleich1 whrend ,wasserdampf erst bei #ajj einen ,atmosphrendruck ausbt2 es lsst sich daher der ,alkoholgehalt einer ,flssigkeit durch eine ,quecksilbersule messen1 welche bei einer bestimmten ,temperatur durch die aus der alkoholhaltigen ,flssigkeit entwickelten ,dmpfe emporgehoben wird 7,vaporimeter ,seite #dgh74 ,der ,alkohol ist leicht entzndlich und brennt mit blassblauer ,flamme1 ohne dabei ,russ abzuscheiden4 ,seine ,verbrennungswrme entspricht #gahc ,wrmeeinheiten4 ,er zieht begierig ,wasser an 7darauf beruht seine ,anwendung zur ,conservirung von ,nahrungsmitteln und anatomischen ,prparaten7 und mischt sich mit ,wasser in jedem ,verhltniss1 dabei findet ,volumenverminderung 7,erhhung des spec4 ,gewichts7 und ,freiwerden von ,wrme statt4 ,beim ,vermischen von #ec1i ,volumen ,alkohol mit #di1h ,wasser1 ist das ,volumen der ,mischung ------------- nicht #ajc1g1 sondern #ajj ,volumen4 ,der ,alkohol ist ein ,lsungsmittel fr ,harze 7hierauf grndet sich die ,bereitung von gewissen ,lackfirnissen1 ,kitten und pharmaceutischen ,prparaten71 therische ,oele 7die ,lsungen sind theils riechende ,wasser1 wie die ,eau de ,cologne1 theils ,liqueure und ,aquavite1 theils ,leuchtstoffe1 wie eine ,lsung von ,terpentinl in ,alkohol7 und ,kohlensuregas 7wichtig fr die ,schaumfabrikation1 ,seite #dhe74 ,durch die ,einwirkung gewisser oxydirender ,agentien geht der ,alkohol erst in ,aldehyd und dann in ,essigsure ber 7,schnellessigfabrikation74 ,er lst ,kochsalz nicht auf 7von der ,unlslichkeit des ,kochsalzes in ,alkohol macht man bei der hallymetrischen ,probe ,gebrauch2 ,seite #eji74 ,durch die ,einwirkung von den meisten ,suren findet eine ,aetherification des ,alkohols statt4 ,schwefelsure bildet je nach der angewendeten ,menge und der ,concentration ,aetherschwefelsure1 ,aether oder ,kohlenwasserstoffgas4 ,salzsure bildet ,chlorthyl4 ,einige organische ,suren1 wie ,buttersure und ,oxalsure1 therificiren direct den ,alkohol2 die meisten anderen organischen ,suren bedrfen hierzu der ,schwefelsure oder ,salzsure4 ,der ,alkohol ist das berauschende ,princip aller geistigen ,flssigkeiten4 ,sidenote3 ,die ,rohmaterialien der ,spiritusfabrikation4 ,rohstoffe der ,spiritusfabrikation4 ,der ,alkohol ist stets das ,produkt der geistigen ,ghrung2 die ,spiritusfabrikation zerfllt in drei ,hauptoperationen3 #a7 in die ,darstellung der zuckerhaltigen ,flssigkeit1 #b7 in die ,ghrung derselben1 #c7 in die ,abscheidung des ,alkohols durch ,destillation4 ,es knnen mithin alle gegohrenen zuckerhaltigen ,flssigkeiten oder diejenigen ,substanzen1 welche durch ,ghrung ,alkohol liefern1 zur ,spiritusfabrikation benutzt werden4 ,alle diejenigen ,materialien1 welche zur ,erzeugung von ,spiritus angewendet werden1 enthalten bereits fertig gebildeten ,alkohol oder ,rohrzucker und ,dextrose1 oder endlich ,substanzen1 welche entweder durch die ,einwirkung von ,diastase oder von verdnnten ,suren in ,dextrose bergehen knnen2 solche ,substanzen sind das ,strkemehl1 das ,inulin1 das ,lichenin1 die ,pektinkrper und die ,cellulose4 ,die ,rohmaterialien der ,spiritusfabrikation lassen sich also in die folgenden drei ,gruppen bringen3 #a4 ,gruppe3 ,flssigkeiten1 welche die ,ghrung bereits durchgemacht haben und daher fertig gebildeten ,alkohol enthalten1 der nur durch ,destillation abgeschieden zu werden braucht2 der ,wein1 das ,bier und der ,cider gehren in diese ,gruppe2 #b4 ,gruppe3 ,feste oder flssige ,substanzen1 welche ,zucker1 entweder ,rohrzucker oder ,dextrose und ,levulose oder ,milchzucker enthalten4 ,hierher gehren die ,zuckerrben1 ,mohrrben1 das ,zuckerrohr1 die ,maisstengel1 das chinesische ,zuckerrohr 7,sorghum71 die ,quecke1 das ,stein- und ,kernobst 7namentlich ,zwetschen1 ,kirschen und ,feigen71 die ,beeren 7die ,trauben1 ,vogelbeeren und ,wachholderbeeren71 ,melonen und ,krbisse1 die ,cactusfrchte1 der ,krapp1 die ,melasse der ,rohr- und ,rbenzuckerfabriken1 die ,trester der ,wein- und ,bierbereitung1 der ,honig und die ,milch4 #c4 ,gruppe3 ,alle ,substanzen1 welche weder ,alkohol noch ,zucker enthalten1 deren ,bestandtheile aber in ,zucker und zwar in ,dextrose bergefhrt werden knnen4 ,diese der ,saccharification fhigen ,bestandtheile sind das ,strkemehl1 das ,inulin1 das ,lichenin1 die ,pektinkrper und die ,cellulose2 sie finden sich in einer behufs ihrer ,anwendung in der ,spiritusbereitung hinlnglichen ,menge in folgenden a7 ,wurzeln und ,knollen3 ,kartoffeln1 ,topinambur1 ,asphodelus1 ,kaiserkrone1 ,dahlienknollen2 b7 ,cerealien3 ,roggen1 ,weizen1 ,gerste1 ,hafer1 ,mais1 ,reis2 c7 ,leguminosen und andere ,samen3 ,buchweizen1 ,hirse1 ,negerhirse1 ,erbsen1 ,linsen1 ,bohnen1 ,wicken1 ,lupinen1 ,kastanien1 ,rosskastanien1 ,eicheln2 d7 cellulosehaltige ,substanzen3 ,holz 7,sgespne71 ,papier1 ,stroh1 ,heu1 ,bltter1 ,flechten und ,moose4 ,in der ,zukunft wird vielleicht eine #d4 ,gruppe aufgestellt werden mssen1 welche alle ,substanzen umfassen wird1 die zur synthetischen ,darstellung von ,alkohol1 von sogenanntem ,mineralspiritus1 dienen knnen4 ,berthelot wies #ahee die ,bildung von ,alkohol aus lbildendem ,gas und ,wasser 7,c#b;,h#d ,h#b,o ,c#b;,h#f,o7 nach4 ,oelbildendes ,gas wird bei anhaltendem ,zusammenschtteln mit concentrirter ,schwefelsure unter ,bildung von ,aetherschwefelsure absorbirt1 aus der ,flssigkeit kann durch ,verdnnung mit ,wasser und ,destillation sofort wsseriger ,alkohol gewonnen werden4 ,vor der ,hand ist die synthetische ,bildung des ,alkohols1 die vor einigen ,jahren von einem franzsischen ,techniker auszubeuten versucht wurde1 lediglich von wissenschaftlichem ,interesse4 ,a4 ,darstellung der weingaren ,maische4 ,sidenote3 ,weingare ,maische aus ,cerealien4 ,getreidebranntwein 7,kornbranntwein7 wird aus ,weizen1 ,roggen und ,gerste dargestellt4 ,nie brennt man eine ,getreideart allein1 da die ,ausbeute an ,alkohol erfahrungsmssig grsser ist1 wenn man zwei ,getreidearten1 wie ,weizen und ,gerste1 ,roggen und ,gerste und dergl4 brennt4 ,meist nimmt man ,gemenge von ,roggen mit ,weizen- oder ,gerstenmalz1 oder ,weizen gemengt mit ,gerstenmalz4 ,auf #a ,th4 ,malz rechnet man #b bis #c ,th4 ungemalztes ,getreide4 ,entweder bereitet man wie in ,england eine wirkliche ,wrze1 indem man1 wie in der ,bierbrauerei1 malzt1 taigt und maischt und dann die ,wrze zieht1 oder man lsst die ganze ,maische nebst den ,trebern ghren4 ,letzteres ,verfahren ist in ,deutschland gebruchlich und wird auch bei nachstehender ,beschreibung zu ,grunde gelegt werden4 ,in ,russland und ,schweden wird 7nach mir zugekommenen ,mittheilungen von ,n4 ,witt7 vielfach ,branntwein ohne ,malz verarbeitet1 indem bei geeigneter ,einmaischung des ,roggenmehls durch gewisse ,bestandtheile desselben derselbe ,effect erzielt wird1 wie durch die ,diastase des ,malzes#abb4 #abb ,vergl4 ,zeitschrift des landwirthschaftl4 ,vereins in ,bayern1 #ahff1 ,januar p4 #ce4 ,die ,darstellung der weingaren ,maische aus ,getreide zerfllt in folgende vier ,operationen1 nmlich in #a7 ,das ,schroten4 ,das rohe so wie das gemalzte ,getreide werden vor der ,verarbeitung geschroten2 da es sich in der ,spiritusfabrikation nicht um die ,darstellung einer klaren ,wrze handelt1 sondern darum1 dass die ,zuckerbildung eine vollstndige ist1 so ist es durchaus erforderlich1 dass das ,schrot mglichst fein sei4 ,in der ,spiritusbereitung wird jetzt vorzugsweise ,grnmalz verwendet4 #b7 ,das ,eintaigen4 ,die ,operation des ,eintaigens ist ihrem ,wesen nach mit dem ,einmaischen der ,brauer identisch1 mit dem ,unterschiede jedoch1 dass der ,brenner die vollstndige ,ueberfhrung des ,strkemehls in ,glycose beabsichtigt1 whrend der ,brauer einen ,theil der ,strke nur in ,dextrin berfhrt4 ,die vollstndige ,verzuckerung1 ferner die vollstndige ,umwandelung der ,glycose in ,alkohol whrend der ,ghrung1 sind nur bei einer gewissen ,verdnnung der ,maische mglich4 ,unter ein gewisses ,verhltniss des ,wasserzusatzes darf nicht herabgegangen werden1 wenn man nicht an ,ausbeute verlieren will4 ,da in den meisten deutschen ,lndern nicht das fertige ,produkt1 der ,alkohol1 sondern der ,maischraum versteuert wird1 so liegt es in dem ,interesse des ,brenners1 seinen ,maischraum mglichst auszunutzen und mit hchst concentrirter ,maische zu arbeiten4 ,die ,forderungen der ,wissenschaft sind daher den ,forderungen der ,praxis entgegengesetzt2 erstere verlangt die grsste ,alkoholausbeute aus einem gegebenen ,gewicht des ,rohmaterials1 letztere aus dem kleinsten ,maischvolumen4 ,bis zu einem gewissen ,punkte wird daher der ,vortheil1 welcher aus der genauen ,befolgung der ,grundstze der ,chemie folgt1 durch den ,nachtheil mehr als compensirt1 der aus den ,steuerverhltnissen entspringt4 ,die ,erfahrung hat nun den ,weg gezeigt1 auf welchem ,theorie und ,steuer1 ,gewinn und ,verlust1 sich mit einander ins ,gleichgewicht setzen4 ,ehemals rechnete man auf #a ,th4 ,schrot im ,mittel #h ,th4 ,wasser1 es fand vollstndige ,verzuckerung und vollstndige ,verghrung statt und die ,trennung des ,alkohols durch ,abdestilliren konnte aus einer so dnnen ,maische mit ,leichtigkeit geschehen4 ,diesen ,vortheilen stellte sich der ,nachtheil grsserer ,gerthschaften und einer grsseren ,brennstoffconsumtion entgegen4 ,dazu kam noch die ,besteuerung des grsseren ,maischraumes4 ,man wurde so nach und nach veranlasst1 von #h ,th4 ,wasser auf sechs1 fnf1 ja bis auf #c1ge herabzugehen und erhielt in ,folge einer vollstndigeren ,verghrung mit weniger ,kosten eine grssere ,alkoholausbeute als frher4 ,in neuerer ,zeit zieht man das ,verhltniss von #a 3 #d1e vor4 ,bei einem ,verhltniss von #a 3 #c1ge tritt schon entschieden ein ,verlust ein1 es bleiben zu viel ,strkemehl und ,dextrin in der ,schlempe zurck4 #c7 ,das ,ab- und ,zukhlen der ,maische4 ,nachdem die ,verzuckerung vollendet ist1 muss die ,temperatur der ,maische so schnell als mglich auf die zum ,hefengeben und zum ,einleiten der ,ghrung geeignete ,temperatur herabgebracht werden4 ,das ,khlen geschieht theils durch ,abkhlung auf ,khlschiffen1 genau so wie in der ,bierbrauerei1 theils durch ,vorrichtungen 7,khlapparate71 welche die ,verdunstung befrdern1 theils auch durch ,zukhlen mit kaltem ,wasser oder mit ,eis4 ,die ,temperatur1 bis zu welcher gekhlt werden muss1 richtet sich nach der ,temperatur des ,ghrlokales1 ferner nach der ,dauer der ,ghrung2 wendet man dreitgige ,ghrung an1 so braucht man begreiflicherweise eine etwas hhere ,temperatur als bei viertgiger ,ghrung4 ,nachdem die ,maische bis zur erforderlichen ,temperatur -- im ,durchschnitt bis auf #bc ,c4 -- abgekhlt worden ist1 setzt man ihr einen ,theil des ,zuckerkhlwassers zu und bringt sie in den ,ghrbottich4 #d7 ,die ,ghrung der ,maische4 ,die ,ghrbottiche sind meist aus ,holz1 doch wendet man auch solche aus ,stein an4 ,erstere verdienen den ,vorzug1 da sie weniger schnell die ,wrme ableiten4 ,aus dem nmlichen ,grunde zieht man grssere ,bottiche den kleineren vor4 ,eine ,capacitt von #djjj ,litern wird selten berschritten4 ,man benutzt entweder ,bierhefe 7,oberhefe oder ,unterhefe7 im flssigen ,zustande1 oder ,presshefe1 wie die durch ,abpressen der ,bierhefe oder der bei der ,ghrung der ,branntweinmaische sich bildenden ,hefe gewonnen wird4 ,letztere wird vor ihrer ,anwendung in warmem ,wasser zertheilt4 ,von der flssigen ,bierhefe rechnet man auf #ajjj ,liter ,maische #h-aj ,liter1 auf #cjjj ,liter ,maische reicht man mit #ae-bj ,liter ,hefe4 ,von der ,presshefe verwendet man auf #ajjj ,liter ,maische #a_/b ,kilogr41 auf #cjjj ,liter #a ,kilogr4 ,da man ,bier- und ,presshefe nicht immer von der erforderlichen ,qualitt und zu billigem ,preise haben kann1 so pflegt man in den grsseren ,brennereien knstliche ,hefe zu bereiten4 ,das ,zugeben der ,hefe zu der gekhlten ,maische geschieht auf hnliche ,weise wie das ,anstellen der ,bierwrze4 ,nach #c bis #e ,stunden tritt die ,ghrung ein1 wobei sich die ,temperatur auf #cj-cb erhht4 ,so wie die ,kohlensureentwickelung aufhrt1 sinken die schwereren ,theile unter und machen den flssigen ,platz4 ,diese ,erscheinung tritt am vierten ,tage ein und gilt als ,zeichen der ,beendigung der ,ghrungsprocesses4 ,so wie die ,maische weingar oder reif ist1 muss sofort zur ,abscheidung des ,alkohols geschritten werden4 ,dass man hier unter ,reife nicht die absolute ,vollendung der ,ghrung1 sondern die relative mit ,bercksichtigung des konomischen ,vortheiles versteht1 welcher mit der rechtzeitigen ,unterbrechung der ,ghrung verbunden ist1 bedarf kaum der ,erwhnung4 ,sidenote3 ,maische aus ,kartoffeln4 ,die ,kartoffeln bestehen aus #bh ,proc4 ,trockensubstanz 7mit #ba ,proc4 ,strkemehl und #b1c ,proc4 ,albuminkrpern7 und #gb ,proc4 ,wasser und enthalten ebenso wie die ,cerealien nur das in ,dextrose berfhrbare ,strkemehl1 nicht aber auch den ,umbilder1 welchen man ,diastase genannt hat4 ,dieser ,stoff wird auch nicht in den ,kartoffeln durch das ,keimen erzeugt4 ,damit daher die ,strke der ,kartoffeln in ,dextrose bergehe1 muss man entweder bei der ,verarbeitung der ,kartoffeln ,malz zugeben1 oder die vorbereiteten ,kartoffeln mit verdnnter ,schwefelsure behandeln4 ,je nachdem nun das erstere oder das letztere geschieht1 unterscheidet man3 a7 ,darstellung der ,maische mit ,hlfe von ,malz1 b7 ,darstellung der ,maische mittelst ,schwefelsure4 ,die erstere ,art der ,maischdarstellung ist die gewhnliche und von ihr wird vorzugsweise im ,folgenden die ,rede sein4 ,man unterscheidet bei der ,bereitung der weingaren ,kartoffelmaische folgende ,operationen3 #a7 ,das ,waschen und ,kochen der ,kartoffeln4 ,ehe man die ,kartoffeln dmpft oder kocht1 reinigt man dieselben in der ,regel von der anhngenden ,erde4 ,das ,waschen geschieht entweder in einem ,troge oder in einer ,trommel4 ,nach dem ,waschen schreitet man zum ,kochen der ,kartoffeln1 ohne sie vorher von der ,schale zu befreien4 ,frher kochte man die ,kartoffeln mit ,wasser1 gegenwrtig allgemein mit ,dmpfen4 #b7 ,das ,zerkleinern der gargekochten ,kartoffeln4 ,sobald die ,kartoffeln gargekocht sind1 schafft man die ,kartoffeln aus dem ,bottich auf den ,rumpf1 der sie nach den zum ,zerkleinern dienenden ,apparate fhrt4 ,dabei wird die ,dampfzufuhr nur ermssigt1 nicht unterbrochen1 damit die ,kartoffeln heiss bleiben4 ,beim ,erkalten nehmen gekochte ,kartoffeln bekanntlich hufig eine seifige ,beschaffenheit an1 in deren ,folge sie nur schwierig zerkleinert und nicht mehr gleichmssig mit ,wasser gemischt werden knnen4 ,eine vollstndige ,ueberfhrung des ,strkemehls in ,dextrose ist aber nur dann erreichbar1 wenn durch die ,quetschmaschinen eine lockere1 mehlartige ,substanz und nicht eine zusammengeballte ,masse geliefert wird4 ,die einfachste ,vorrichtung zum ,zerkleinern der ,kartoffeln besteht in zwei hohlen gusseisernen ,walzen1 deren ,axen in ,lagern eines ,gestelles liegen und welche durch zwei ,rder so mit einander verbunden sind1 dass bei der ,umdrehung die ,walzen in entgegengesetzter ,richtung sich bewegen4 #c7 ,das ,einmaischen4 ,die ,kartoffeln werden auf hnliche ,weise wie das rohe ,getreide unter ,zusatz von ,malz gemaischt4 ,man zieht das ,gerstenmalz1 weil es am krftigsten und vortheilhaftesten wirkt1 allen brigen ,malzarten vor1 doch wendet man nicht selten ,roggenmalz mit ,gerstenmalz gemischt an4 ,das ,grnmalz wirkt krftiger als das ,luftmalz und bedingt eine grssere ,alkoholausbeute4 ,das ,verhltniss des ,malzschrotes zu den ,kartoffeln wird verschieden angegeben1 whrend auf der einen ,seite behauptet wird1 dass #b bis #c ,proc4 ,gerste 7als ,malz7 auf #ajj ,th4 ,kartoffeln gengend seien1 wollen andere1 dass man #aj ,proc4 ,gerste nehme4 ,wie so hufig in der ,welt mchte auch hier das ,richtige in der ,mitte liegen und in der ,that ist ein ,zusatz von #e ,th4 ,gerste oder auch ,luftmalz zu #ajj ,th4 ,kartoffeln am gebruchlichsten4 #ajj ,th4 ,kartoffeln 7mit etwa #bj ,proc4 ,strkemehl7 geben im ,durchschnitt #ag1c ,th4 wasserfreies ,extract in die ,maischwrze1 #e ,th4 ,gerstenmalz geben #c ,th4 wasserfreies ,extract2 die ,spiritusausbeute ist daher auf diese beiden ,materialien zu vertheilen4 ,bei dem ,dickmaischen der ,kartoffeln geht man etwas weiter als beim ,maischen des ,getreides1 nmlich bis zu einem ,verhltnisse der ,trockensubstanz zum ,wasser1 wie #a 3 #d1e1 #a 3 #d1 selbst #a 3 #c4 ,es ist klar1 dass der grosse ,wassergehalt der ,kartoffeln 7#gb-ge ,proc47 bei diesem ,verhltnisse in ,abzug gebracht wurde4 ,das ,ab- und ,zukhlen erfolgt auf dieselbe ,weise1 wie frher beschrieben worden ist4 ,auf dem ,khlschiffe erleidet die ,maische ,vernderungen1 welche theilweise zum ,vortheil1 aber auch zum ,theil nachtheilig auf die ,alkoholausbeute sind4 ,zu den gnstigen ,vernderungen ist die ,zunahme des ,zuckergehaltes zu rechnen4 ,in der abgekhlten ,maische ist mehr ,glycose enthalten als vorher1 eine ,thatsache1 die sich nur durch die ,gegenwart von ,protenkrpern in der ,maischwrze erklren lsst1 welche die ,eigenschaft besitzen1 das ,dextrin in der ungekhlten ,maische in ,dextrose berzufhren#abc4 ,eine andere ,vernderung der ,maische besteht in der ,bildung von ,milchsure1 die sich stets unter ,mitwirkung eines eigenthmlichen ,milchsurefermentes auf ,kosten des ,zuckers bildet4 ,die ,milchsure bildet sich um so reichlicher1 je langsamer die ,abkhlung der ,maische auf die ,ghrtemperatur vor sich geht4 ,das beste ,mittel1 ihre ,bildung auf ein unschdliches ,maass zu erniedrigen1 besteht daher in der mglichst schnellen ,abkhlung4 ,seit einiger ,zeit hat man in der schwefligen ,sure ein ausgezeichnetes ,mittel entdeckt1 um die ,ausbeute von ,alkohol aus der ,maische durch ,verhinderung der ,milchsurebildung zu vergrssern4 ,man maischt unter ,zusatz einer wsserigen ,lsung von schwefliger ,sure ein4 #abc ,jeder ,eiweisskrper besitzt in einem bestimmten ,zersetzungsgrade die ,eigenschaft1 ,strkemehl in ,dextrose berzufhren1 so ,blut1 ,galle1 ,gehirnsubstanz1 ,hefe1 ,albumin von gekeimter ,gerste1 ,speichel1 faules ,fleisch4 ,wenn ,mulder will1 dass das ,wort ,diastase aus der ,wissenschaft gestrichen werde -- er schlgt dafr den ,namen ,satzmehlumbilder vor -- so lsst sich vom ,standpunkte der chemischen ,wissenschaft aus kaum etwas erwidern1 da die ,diastase als chemisches ,individuum nicht existirt4 ,in der ,technologie dagegen kann die ,diastase beibehalten werden1 nur sei unter ihr nur der ,inbegriff von solchen in ,zersetzung begriffenen ,eiweisssubstanzen verstanden1 welche das ,strkemehl in ,dextrose umzuwandeln vermgen4 ,sidenote3 ,maische mittelst ,schwefelsure4 ,darstellung der ,maische mittelst ,schwefelsure4 ,wie auf ,seite #dff angegeben worden ist1 kann die ,umwandelung des ,strkemehls in ,dextrose ausser durch die sogenannte ,diastase des ,malzes auch noch durch verdnnte ,suren1 namentlich verdnnte ,schwefelsure1 geschehen4 ,diese ,art der ,maischbereitung ist von ,leplay empfohlen worden4 ,bei der ,ausfhrung werden die rohen ,kartoffeln zu einem ,brei zerrieben2 der ,brei wird in einen grossen ,bottich gebracht und mit viel ,wasser bergossen4 ,das aus den zerrissenen ,zellen des ,kartoffelbreies ausgeschiedene ,strkemehl setzt sich theils auf den ,boden des ,bottichs1 theils auf der zerriebenen ,kartoffelmasse ab4 ,die berstehende braune ,flssigkeit und mit ihr das ,eiweiss der ,kartoffeln1 welches der ,einwirkung der ,schwefelsure ,schwierigkeiten machen wrde1 wird mit ,hlfe eines ,hebers entfernt4 ,die ,flssigkeit selbst dient fr das ,vieh entweder zum ,trnken oder zum ,annetzen des trocknen ,futters4 ,whrend der ,kartoffelbrei ausgelaugt wird1 erhitzt man in einem zweiten ,bottich die erforderliche ,menge verdnnter ,schwefelsure mit ,hlfe eines ,dampfrohres bis zum ,sieden4 ,auf das ,hektoliter ,kartoffeln rechnet man #a1e-b ,kilogr4 englische ,schwefelsure und zu deren ,verdnnung #c-d ,liter ,wasser4 ,in diese siedende ,flssigkeit wird nach und nach der ausgelaugte ,kartoffelbrei eingetragen4 ,das ,kochen wird fortgesetzt1 bis nicht nur kein ,strkemehl1 dessen ,anwesenheit durch ,jodwasser erkannt wird1 sondern auch kein ,dextrin in der ,flssigkeit mehr ist4 ,eine ,probe der ,flssigkeit in einem ,probirglschen mit starkem ,alkohol gemischt1 darf nicht milchig werden1 gegenfalls das ,kochen fortgesetzt werden muss4 ,nach etwa fnfstndigem ,kochen ist die ,zuckerbildung beendigt4 ,die ,flssigkeit wird in einen ,bottich mit ,doppelboden gebracht und behufs der ,trennung des ungelsten ,faserstoffes in einen anderen ,bottich abgelassen und darin mit ,hlfe von ,kreide neutralisirt4 ,die vom ausgeschiedenen ,gypse abgelassene ,flssigkeit wird wie die mittelst ,gyps erhaltene ,maische mit ,hefe zur ,ghrung gebracht4 ,ueber den ,werth des ,leplay'schen ,verfahrens hat die ,praxis noch nicht endgltig entschieden4 ,in dem1 was bis jetzt vorliegt1 findet sich viel ,widersprechendes4 ,im ,allgemeinen stimmen alle ,urtheile darin berein1 dass mit dem neuen ,verfahren im ,ganzen wenig ,vortheil verknpft ist2 was an ,malz erspart wird1 absorbirt die ,ausgabe fr ,schwefelsure und ,brennmaterial1 von welchem wegen des mehrstndigen ,kochens bedeutend mehr verbraucht wird4 #d7 ,die ,ghrung der ,kartoffelmaische4 ,das ,zugeben der ,hefe zu der gekhlten ,maische in den ,ghrbottichen geschieht auf dieselbe ,weise wie bei der ,maische aus ,cerealien4 ,als ,ghrmittel wendet man auch hier ,bierhefe an4 ,auf #ajj ,kilogr4 rechnet man #a-b ,liter breiiger ,bierhefe oder #c_/d-a ,kilogr4 ,presshefe4 ,in der ,kartoffelmaische befindet sich neben ,malz- und ,getreidehlsen auch fein zertheilter ,zellenstoff2 diese ,substanzen werden whrend der ,ghrung auf die ,oberflche gehoben und bilden daselbst eine ,decke1 deren ,ansehen und ,verhalten einen ,schluss auf den ,verlauf der ,ghrung zu ziehen gestattet4 ,man unterscheidet in dieser ,hinsicht regelmssige und unregelmssige ,ghrung4 ,erstere tritt nach #d-f ,stunden nach dem ,hefegeben ein und verluft innerhalb einer dem zugesetzten ,hefenquantum und der ,temperatur entsprechenden ,zeit4 ,die ,ghrung geht ruhig1 nicht strmisch vor sich1 die ,decke wlzt sich durcheinander1 indem dieselbe in einer ,art rollender ,bewegung an einer ,seite niedersinkt1 an der anderen ,seite sich aus der ,maische wieder emporhebt 7,ghrung mit wlzender ,decke74 ,zuweilen blht sich die ,decke hnlich dem ghrenden ,brotteig auf und steigt1 bis das ,kohlensuregas entweicht1 worauf dieselbe wieder zusammensinkt 7,ebbe und ,fluth74 ,unregelmssige ,ghrungsarten sind dagegen die ,ghrung unter der ,decke1 die ,ghrung mit durchbrochener ,decke und die ,ghrung ohne ,decke2 bei der ,ghrung unter der ,decke bleibt die ,decke whrend der ,ghrung unbeweglich liegen und der ,ghrungserfolg ist gewhnlich ein mangelhafter2 der ,grund davon ist in einem fehlerhaften ,maischprocess und unvollkommener ,verzuckerung1 in der ,benutzung eines zu schwachen ,hefenquantums oder endlich einer zu niederen ,temperatur der ,maische und des ,ghrlokales zu suchen4 ,wenn whrend der ,ghrung die ,decke durchbrochen wird und der ,schaum ber die ,decke emportritt1 die ,decke aber ziemlich ruhig liegt1 so ist zwar die ,ghrung krftiger1 als wenn sie unter der ,decke erfolgt1 das ,resultat ist aber dennoch nicht befriedigend4 ,wenn endlich die ,ghrung ohne ,decke verluft1 so ist dies ein ,beweis zu einer schwachen ,ghrung1 indem die ,kohlensureentwickelung nicht krftig genug vor sich geht1 um die ,treber an der ,oberflche der ,maische halten zu knnen4 ,bei normalem ,verlaufe der ,ghrung ist die ,hefe nach #fj-gj ,stunden weingar und zur ,destillation reif4 ,in neuerer ,zeit stellt man grosse ,mengen von ,spiritus aus ,mais#abd und versuchsweise auch aus ,reis#abe dar4 #abd ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfa p4 #deg2 #ahfh p4 #ega2 #ahfi p4 #dgj4 #abe ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfi p4 #dgc4 ,sidenote3 ,maische aus ,rben4 ,bei der ,anwendung von solchen ,vegetabilien zur ,spiritusfabrikation1 in welchen der alkoholbildende ,krper bereits als ,rohrzucker oder als ,dextrose vorhanden ist1 erspart man den ,zuckerbildungs- oder ,maischprocess und kann sofort zur ,einleitung der ,ghrung schreiten1 sobald die zuckerhaltigen ,zellen aufgeschlossen worden sind und der ,zucker in eine passende ,lsung gebracht wurde4 ,der grosse ,vortheil1 welcher den ,spiritusfabrikanten durch die ,umgehung des ,maischprocesses erwchst1 springt zu sehr in die ,augen1 als dass man sich nicht mit aller ,kraft bestreben sollte1 die zuckerhaltigen ,vegetabilien anstatt der strkemehlhaltigen in die ,spiritusfabrikation einzufhren1 wobei jedoch nicht bersehen werden darf1 dass nur dann eine solche zuckerhaltige ,substanz ,anwendung finden kann1 wenn sie sich mit den bestehenden ,steuerverhltnissen vertrgt und sonst den ,anforderungen ,genge leistet1 die vom technischen und mercantilischen ,standpunkte aus an die ,spiritusfabrikation gemacht werden4 ,unter den zuckerhaltigen ,vegetabilien1 die als ,spiritusmaterialien ,beachtung verdienen1 stehen die ,zuckerrben oben an#abf4 ,die ,zuckerrbe ist als ,spirituspflanze dann besonders von hohem ,werthe1 wenn die ,kartoffelproduktion in ,folge von ,kartoffelkrankheit einen ,ausfall erlitten hat1 um die ,kartoffeln der ,consumtion fr die ,menschen zu erhalten1 ferner1 wenn in ,folge von niedrigen ,zuckerpreisen oder misslichen ,steuerverhltnissen die ,zuckerfabrikation aus ,rben nicht mehr lohnend ist4 ,die ,gewinnung des ,saftes ist1 so einfach wie sie scheint1 doch ausserordentlich schwierig1 da die zerriebenen ,rben ungeachtet ihres ,saftreichthums einen sehr consistenten ,brei bilden1 indem die #d ,proc4 ,marksubstanz 7,cellulose oder ,pektose7 hinreichen1 um die #if ,proc4 ,saft aufgesogen zurckzuhalten4 ,diese schwammige ,beschaffenheit des ,rbenbreies steht nun der ,verwandelung der ganzen ,rben in eine hinreichend concentrirte ,maische im ,wege und es hat sich bis jetzt noch kein ,mittel gefunden1 eine ,verflssigung des ,breies herbeizufhren4 ,knnte man den consistenten ,rbenbrei zur vollstndigen ,verghrung bringen1 so wrden #ajj ,kilogr4 desselben gegen #f ,liter ,alkohol liefern1 eine ,ausbeute1 die selbst bei sehr niedrigen ,spirituspreisen eine ,verarbeitung der ,rbe auf ,spiritus gestatten wrde4 ,da eine vollstndige ,verghrung des ,rbenbreies nicht ausfhrbar ist1 so lag es nahe1 nur den ,saft der ,rben zu verarbeiten und zwar diesen wie bei der ,rbenzuckerfabrikation durch ,pressen oder durch ,maceriren zu gewinnen4 ,je nach der ,art der ,gewinnung des ,saftes kann man folgende ,methoden unterscheiden3 ,greek3 a7 ,gewinnung des ,saftes durch ,reiben und a7 ,pressen1 b7 ,ausschleudern in ,centrifugalapparaten2 ,greek3 b7 ,gewinnung des ,saftes durch ,maceration 7oder auf dialytischem ,wege71 wobei man a7 die ,rbenschnitte entweder mit kaltem oder mit heissem ,wasser auslaugt 7,verfahren von ,siemens und ,dubrunfault71 b7 die ,rbenschnitte mit heissem ,splicht 7,schlempe7 von der vorhergehenden ,destillation auslaugt 7,verfahren von ,champonnois72 ,greek3 g7 ,nach dem ,verfahren von ,leplay 7und einer ,modification desselben von ,pluchart7 unterwirft man die zerschnittenen ,rben der ,ghrung1 ohne den ,saft zu extrahiren und ohne ,hefe zuzusetzen1 und destillirt den ,alkohol aus den gegohrenen ,rbenstcken mit ,hlfe von heissen ,wasserdmpfen ab4 #abf ,die ,rbenbrennerei ist neuerdings von ,c4 ,thiel 7,neue landwirtschaftl4 ,zeitung #ahfi p4 #eg1 #hh1 #aha1 #bjg1 #beh1 #bie1 #cba7 ausfhrlichst geschildert worden4 ,sidenote3 ,spiritus aus den ,abfllen der ,zuckerfabrikation4 ,auf den ,antillen sowie in ,ostindien werden die ,abflle der ,zuckerfabrikation wie ,zuckerschaum1 ,melasse u4 dergl4 in ,ghrung bergefhrt und die gegohrene ,flssigkeit der ,destillation unterworfen4 ,der durch ,destillation der mit ,wasser verdnnten und gegohrenen ,rohrzuckermelasse erhaltene ,branntwein fhrt in den englischen ,colonien den ,namen ,rum 7,rhum1 ,taffia7 und auf ,madagascar und ,isle de ,france den ,namen ,guildive4 ,die bei der ,destillation zuerst bergehenden ,theile enthalten das eigenthmliche ,aroma des ,rums4 ,durch ,ghrung und ,destillation des ,rohrzuckerschaumes erhlt man einen brenzlichen1 scharf sauren ,branntwein1 der gewhnlich den schwarzen ,arbeitern gegeben und ,negerrum genannt wird4 ,in ,england und ,deutschland fabricirt man viel ordinren ,rum1 indem man die verdnnte ,melasse der ,zuckerraffinerien mit ,hefe hinstellt und nach #c-d ,tagen die gegohrene ,flssigkeit destillirt4 ,das dem ,rum eigenthmliche ,aroma rhrt von einer kleinen ,menge ,aether flchtiger fetter ,suren1 wol ,pelargonther her4 ,auch die in so grosser ,menge bei der ,rbenzuckerfabrikation sich bildende ,rbenmelasse dient zur ,spiritusfabrikation 7vergl4 ,seite #acg74 ,fr sich allein verghrt die ,melasse nur sehr schwer vollstndig4 ,beseitigt man aber vorher die alkalische ,beschaffenheit der ,melasse und fhrt man den ,rohrzucker durch ,kochen der ,melasse mit verdnnter ,schwefelsure in intervertirten ,zucker ber1 so ist die ,ghrung leicht einzuleiten und zu ,ende zu fhren4 #ajj ,kilogr4 ,melasse geben im ,durchschnitt #dj ,liter ,branntwein4 ,der anfnglich widerliche ,geruch des ,rbenbranntweins 7das ,rbenfusell besteht aus kleinen ,mengen ,propylalkohol1 dann ,butyl- und ,amylalkohol1 ,pelargonsure und ,caprylsure2 ferner haben neuere ,untersuchungen darin die ,gegenwart eines ,gemenges von ,oenanth-1 ,capron- und ,valeriansure wahrscheinlich gemacht7 verliert sich grsstentheils durch lngeres ,lagern4 ,der in der ,blase nach dem ,abdestilliren des ,spiritus verbleibende ,rckstand wird auf ,schlempekohle 7vergl4 ,seite #acf7 verarbeitet4 ,der ,zusatz von ,schwefelsure hat indessen nicht nur die ,function den ,rohrzucker in einen leicht verghrbaren ,zucker berzufhren1 sondern vor ,allem auch der sonst leicht eintretenden ,milch- und ,schleimsureghrung vorzubeugen4 ,nach ,al4 ,mller wird die ,schwefelsure passend durch ,phosphorsure zu ersetzen sein4 ,sidenote3 ,spiritus aus ,wein und ,weintrestern4 ,die ,destillation von ,spiritus aus ,wein ist besonders in ,frankreich1 aber auch in ,spanien und ,portugal zu ,hause4 ,man schtzt die jhrliche ,produktion von ,weinspiritus oder ,franzbranntwein 7alcool de vin7 in ,frankreich auf #dej1jjj ,hektoliter von #he ,proc4 und an #djj1jjj ,hektoliter ,branntwein von #fj ,proc4 ,die ,qualitt des aus ,wein destillirten ,branntweins ist von dem ,reifgrade der ,trauben1 von der grsseren oder geringeren ,sorgfalt bei der ,ghrung und ,destillation1 von der mehr oder minder innigeren ,mischung der flchtigen ,principien des ,weines mit dem ,alkohol1 von dem ,alter des ,weines und von der ,art desselben abhngig4 ,alte ,weine liefern eine bessere ,qualitt als junge1 gallisirte und petiotisirte ,weine eignen sich besonders zur ,destillation4 ,der frisch destillirte ,branntwein ist farblos und bleibt auch ohne ,farbe1 wenn man ihn sofort auf ,flaschen fllt4 ,da man ihn aber in ,fssern aus ,eichenholz aufzubewahren pflegt1 so lst er eine kleine ,menge von ,farb- und ,extractivstoffen daraus auf und nimmt eine gelbliche ,frbung an4 ,die besten ,sorten von ,weinbranntwein werden im ,charentedepartement destillirt2 sie fhren smmtlich im ,handel den ,namen ,cognac und zeichnen sich durch seine eigenthmliche und gewrzhafte ,milde aus1 die man bis jetzt vergeblich nachzuahmen gesucht hat4 ,auch aus den ,weintrestern und dem ,weingelger destillirt man ,branntwein 7,tresterbranntwein und ,drusenbranntwein74 ,die bei der ,destillation des ,spiritus aus ,wein verbleibende ,schlempe 7,vinasse7 enthlt grosse ,mengen von ,glycerin und lsst sich mit ,leichtigkeit zur ,fabrikation desselben verwenden4 ,b4 ,destillation der weingaren ,maische4 ,sidenote3 ,destillation der ,maische4 ,die weingare ,maische 7,kartoffelmaische7 ist ein ,gemenge von nichtflchtigen und flchtigen ,stoffen4 ,zu den ersteren gehren ,fasern1 ,malzhlsen1 unorganische ,salze1 ,protensubstanzen1 unzersetzte und zersetzte ,hefe1 ,bernsteinsure1 ,milchsure1 ,glycerin u4 s4 w41 zu den flchtigen der ,alkohol1 die ,fuselle1 das ,wasser und kleine ,mengen von ,essigsure4 ,die durch die ,ghrung entstandenen flchtigen ,maischbestandtheile werden von den nicht flchtigen durch ,destillation getrennt1 indem man die flchtigen ,bestandtheile in ,dmpfe verwandelt und diese ,dmpfe durch ,abkhlung wieder condensirt4 ,wenn man die weingare ,maische bis zum ,sieden erhitzt1 so bilden sich ,dmpfe1 welche wesentlich aus ,alkohol und ,wasser bestehen2 die durch die ,condensation dieser ,dmpfe erhaltene ,flssigkeit ist demnach ein ,gemisch von ,wasser und ,alkohol4 ,wasser siedet bei #ajj ,c4 bei #gfj ,millimeter ,barometerstand ,alkohol #gh1c ,da nun der ,siedepunkt des ,wassers um #ba1g ,c4 hher liegt als der des ,alkohols1 so knnte man vielleicht glauben1 dass1 wenn die weingare ,maische bis auf etwa #hj erhitzt wird1 nur der ,alkohol bergehen werde1 das ,wasser dagegen zurckbleiben wrde4 ,dies ist bekanntlich nicht der ,fall und der ,siedepunkt eines ,gemenges von ,wasser und ,alkohol ist unter allen ,umstnden sogleich vom ,anfange des ,erhitzens an hher als der von reinem ,alkohol und die sich bildenden ,dmpfe sind stets ein ,gemenge von ,alkohol- und ,wasserdmpfen4 ,der ,grund hiervon liegt theils in der ,anziehung des ,alkohols zum ,wasser1 theils auch in der ,verdunstung2 erstere hlt den ,alkohol zurck und verhindert denselben1 bei der ,siedetemperatur des ,alkohols 7bei #gh1c7 in ,gestalt von ,alkoholdampf zu entweichen4 ,ist durch ,erhitzen der ,siedepunkt des ,gemisches von ,alkohol und ,wasser erreicht1 es sei derselbe #ij ,c41 so wird von dem ,alkohol der grsste ,theil dampffrmig sich entwickeln1 weil dessen ,siedepunkt der niedrigere ist2 von dem ,wasser wird dagegen nur so viel verdunsten1 als wenn durch bis auf #ij erhitztes ,wasser ein ,luftstrom geleitet wrde1 denn die sich entwickelnden ,alkoholdmpfe verhalten sich genau so wie ein ,luftstrom und nehmen whrend ihres ,durchganges durch das ,gemisch von ,alkohol und ,wasser eine von der ,temperatur abhngige ,quantitt ,wasserdampf auf4 ,da die aus einer ,flssigkeit entweichende ,dampfmenge im direkten ,verhltnisse steht zu der ,temperatur der ,flssigkeit1 so wird die ,menge der ,wasserdmpfe in dem ,dampfgemisch in dem ,verhltniss zunehmen1 je hher der ,siedepunkt des ,gemisches steigt1 bis endlich1 wenn der ,siedepunkt des ,wassers 7 #ajj7 erreicht ist1 in den sich entwickelnden ,dmpfen keine ,spur von ,alkohol sich mehr befindet4 ,bei ,beginn der ,destillation bestehen daher die ,dmpfe aus viel ,alkohol und sehr wenig ,wasser1 spter aus mehr ,wasser1 endlich nur aus ,wasser4 ,man kann daher nie ohne weiteres durch blosse ,destillation aus einer weingaren ,maische den ,alkohol von den brigen flchtigen ,maischbestandtheilen trennen4 ,unterbricht man die ,destillation dagegen zur gehrigen ,zeit1 so hat man in dem ,destillat allen ,alkohol1 nebst einem kleinen ,theile ,wasser1 whrend die ,destillationsrckstnde 7,phlegma7 keine ,spur von ,alkohol mehr enthalten4 ,das aus ,alkohol und ,wasser bestehende ,destillat heisst ,lutter 7,luter1 ,lauer72 unterwirft man dasselbe einer nochmaligen ,destillation oder ,rectification1 so wird das ,destillat alkoholreicher1 bis es endlich durch wiederholtes ,rectificiren oder ,weinen einen gewissen ,alkoholgehalt erlangt hat1 der durch ,destillation nicht mehr erhht werden kann4 ,die letzten ,antheile ,wasser werden von dem ,alkohol so hartnckig zurckgehalten1 dass deren ,entfernung durch ,destillation nicht ausfhrbar ist1 wohl aber erreicht werden kann1 wenn man zu dem wasserhaltigen ,alkohol eine ,substanz setzt1 die zum ,wasser mehr ,verwandtschaft1 als letzteres zum ,alkohol hat4 ,solche ,krper sind z4 ,b4 der ,aetzkalk1 das geschmolzene ,chlorcalcium u4 s4 w42 sie geben bei der ,digestion und nachfolgenden ,destillation absoluten ,alkohol1 welcher in der ,technik im ,grossen niemals ,anwendung findet4 ,das bei der ,rectification des ,lutter zuerst bergehende1 sehr alkoholreiche ,destillat heisst ,vorlauf1 das sptere ,nachlauf4 ,ein zweimal rectificirter ,alkohol enthlt gegen #ej ,proc4 ,alkohol2 durch ,rectification kann man den ,alkohol nicht strker als #ieprocentig darstellen4 ,der nach dem ,abtreiben des ,alkohols bleibende ,rckstand heisst ,schlempe 7auch ,splicht74 ,sidenote3 ,destillirapparate4 ,ein ,destillirapparat1 wie er zur ,spiritusgewinnung ,anwendung findet1 besteht in seiner einfachsten ,form aus vier ,theilen1 nmlich der ,destillirblase1 dem ,helm1 dem ,khlapparate und der ,vorlage zur ,aufnahme des ,destillates4 ,die ,blase oder der ,destillirkessel 7auch ,brennkessel1 ,brennblase7 ist gewhnlich aus ,kupferblech1 seltener aus ,eisenblech angefertigt und hat in der ,regel die ,gestalt eines flachen ,kessels1 der aber bis auf eine obere runde ,oeffnung von #ab-bd ,zoll ,durchmesser geschlossen ist4 ,die ,oeffnung ist mit einem einige ,zoll hohen1 starken ,halse versehen4 ,der ,boden ist entweder eben oder in der ,mitte nach oben aufgebogen4 ,zum ,ablassen der ,schlempe ist unmittelbar ber dem ,boden ein mit ,hahn versehenes ,abflussrohr angebracht4 ,auf dem ,obertheile der ,blase befindet sich seitlich noch ein ,ansatzrohr zum ,fllen der ,blase mit ,maische4 ,der ,helm oder ,hut fhrt die entwickelten ,dmpfe aus der ,blase in den ,condensationsapparat4 ,obgleich hierzu ein einfaches ,rohr schon gengend wre1 zieht man es bei einfachen ,destillirapparaten vor1 den ,helm gross und weit zu machen1 um nicht nur die ,maischtheilchen1 die das ,destillat verunreinigen wrden1 abzuscheiden1 sondern auch ein alkoholreicheres ,produkt zu erhalten1 indem in ,folge der grsseren ,oberflche die ,dmpfe eine ,abkhlung erleiden1 welche die ,fortfhrung der zuerst condensirten ,wasserdmpfe verhindert4 ,grssere ,helme haben endlich auch den ,vortheil1 dass sie ,steigraum fr die beim ,erhitzen sich ausdehnende ,maische gewhren4 ,da das ,volumen der ,dmpfe whrend der ,abkhlung sich verringert1 so wrde die ,gestalt eines ,kegels die beste ,helmform sein4 ,die ,khlapparate haben die ,bestimmung1 die durch den ,helm zugefhrten ,dmpfe nicht blos mglichst vollstndig zu condensiren und in eine tropfbare ,flssigkeit zu verwandeln1 sondern auch so weit abzukhlen1 dass davon nichts verdunstet2 sie drfen den ,dmpfen keinen unnthigen ,spielraum gestatten1 weil sonst whrend der ,destillation atmosphrische ,luft eindringt1 die sich mit ,alkoholdmpfen imprgnirt und dadurch beim ,austritt oder ,wechsel einen ,alkoholverlust nach sich zieht2 sie mssen endlich auch einfach und dauerhaft construirt sein und eine leichte und vollstndige ,reinigung zulassen4 ,die ,khlapparate sind ,leitungen aus ,zinn oder ,kupfer 7seltener ,blei71 welche von aussen durch ,wasser oder wie bei den neueren ,destillirapparaten durch ,maische abgekhlt werden4 ,sidenote3 ,verbesserte ,destillirapparate4 ,die ,destillirapparate1 mit deren ,hlfe man sofort durch eine einmalige ,destillation starken ,alkohol erhalten kann1 haben1 so verschieden wie auch ihre ,construction sein mge1 das mit einander gemein1 dass die gemischten ,alkohol- und ,wasserdmpfe auf ihrem ,wege von der ,blase bis zum ,khlapparate ununterbrochen an ,alkohol reicher werden1 bis sie endlich1 auf die ,strke von ,alkohol gebracht1 in den ,khlapparat zur ,verdichtung kommen4 ,diese ,anreicherung wird auf zweierlei ,weise bewirkt1 nmlich #a7 dadurch1 dass das ,dampfgemisch wiederholt durch alkoholische ,flssigkeiten streicht1 die durch ,verdichtung der anfangs einstrmenden ,dmpfe entstanden sind2 spter1 wenn die ,temperatur in ,folge fortgesetzten ,einstrmens von ,dmpfen sich steigert1 findet eine neue ,destillation statt1 wobei die ,dmpfe weit alkoholreicher sind1 als bei der ersten ,destillation 7,princip der ,rectification72 #b7 dass die ,dmpfe wiederholt der ,einwirkung der khleren ,wnde und ,metalloberflchen des ,apparates ausgesetzt werden2 durch eine derartige regulirte ,abkhlung ist man im ,stande1 das ,dampfgemisch zu zerlegen1 so dass der alkoholreichere ,theil dampffrmig bleibt1 whrend die ,wasserdmpfe sich verdichten 7,princip der ,dephlegmation74 ,ehedem war man genthigt1 wenn man starken ,spiritus darstellen wollte1 das ,destillat wiederholten ,destillationen zu unterwerfen1 welche ,geld und ,zeit kosteten4 ,gegenwrtig finden diese ,rectificationen in dem ,apparate selbst statt und dadurch1 dass man das ,dampfgemisch zerlegt1 ist man im ,stande1 durch eine einmalige ,destillation ,spiritus von beliebiger ,strke darzustellen4 ,an den meisten der neueren ,destillirapparate lassen sich folgende ,theile unterscheiden3 #a7 die ,blase oder der ,kessel1 in welchem die sich zu destillirende weingare ,maische befindet2 #b7 zwei ,khlapparate1 deren einer als ,rectificator dient2 der andere vervollstndigt die ,condensation des fertigen ,produktes2 #c7 ein ,dephlegmator1 in welchem das ,dampfgemisch 7,lutterdampf7 zerlegt wird in einen ,theil1 der viel wsseriger ist und sich verdichtet1 whrend ein anderer weit alkoholreicherer ,theil dampffrmig bleibt4 ,letzterer gelangt in den ,khlapparat1 ersterer fliesst zur ,blase zurck4 ,von den in ,deutschland blichen ,destillirapparaten1 bei welchen die zu destillirende ,substanz weingare ,kartoffelmaische ist1 seien in ,folgendem die ,apparate von ,dorn1 ,pistorius1 ,gall1 ,schwarz und ,siemens beschrieben4 ,illustration3 ,fig4 #bcc4 ,der ,dorn'sche ,apparat 7,fig4 #bcc7 besteht aus der ,destillirblase ,a1 dem gerumigen und dadurch als ,dephlegmator wirkenden ,helme ,b1 dem ,khlapparate ,d und dem zwischen ,blase und ,khlapparat liegenden kupfernen ,gefsse1 welches durch eine ,scheidewand in zwei ,abtheilungen ,c und ,f getheilt ist1 von welchen die obere als ,vorwrmer1 die untere als ,rectificator 7,lutterbehlter7 wirkt4 ,das mit dem ,helm in ,verbindung stehende kleine ,khlfass gestattet in jedem beliebigen ,momente die aus der ,blase sich entwickelnden ,dmpfe auf ihren ,alkoholgehalt zu prfen4 ,der ,vorwrmer ist bis zum ,niveau des ,hahnes o mit ,maische gefllt und fasst gerade so viel ,maische1 als zur ,fllung der ,brennblase erforderlich ist4 ,mit ,hlfe des ,rhrwerkes x x wird die ,maische von ,zeit zu ,zeit durcheinander gerhrt1 um die ,wrmeabsorption gleichmssig zu machen4 ,die aus der ,blase sich entwickelnden ,lutterdmpfe treten in das ,schlangenrohr i und erwrmen dadurch die ,maische nach und nach bis fast auf #he4 ,nach beendigter ,destillation wird die ,schlempe durch a abgelassen und die ,blase aus dem ,vorwrmer wieder mit ,maische gefllt4 ,sobald die ,destillation beginnt1 werden die ,dmpfe in dem ,schlangenrohre i des ,vorwrmers verdichtet und sammeln sich als ,flssigkeit in dem ,lutterbehlter ,f an4 ,werden die ,dmpfe in i nicht mehr condensirt1 was der ,fall ist1 sobald die ,maische eine gewisse ,temperatur erlangt hat1 so treten sie in den ,lutter und erhitzen denselben bis zum ,sieden4 ,die durch diese zweite ,destillation 7,rectification7 sich bildenden ,dmpfe gehen durch y in das ,schlangenrohr z z des ,khlapparates und treten bei p als ,flssigkeit aus4 ,mit dem ,destilliren wird fortgefahren1 bis das ,destillat nur noch #ce-dj ,proc4 ,alkohol enthlt2 dann prft man mit ,hlfe des kleinen ,khlapparates ,k1 ob sich aus der ,maische noch ,alkoholdmpfe entwickeln4 ,zeigt sich in dem bei n antretenden ,destillat kein ,alkohol1 so ist die ,destillation als beendigt anzusehen4 ,die ,blase wird entleert1 von ,neuem aus dem ,vorwrmer mit ,hlfe von l gefllt1 der ,vorwrmer mit neuer weingarer ,maische beschickt und die ,destillation wieder begonnen4 ,das in dem ,lutterbehlter befindliche ,lutter fliesst durch das ,rohr j oder q in die ,brennblase zurck4 ,der ,dorn'sche ,apparat enthlt1 wie aus der ,abbildung und ,beschreibung folgt1 keinen eigentlichen ,dephlegmator1 auch hat er nur eine ,brennblase4 ,man benutzt ihn daher gegenwrtig seltener zur ,alkoholgewinnung aus ,maische1 als vielmehr zur ,spiritusrectification4 ,illustration3 ,fig4 #bcd4 ,illustration3 ,fig4 #bce4 ,sidenote3 ,apparat von ,pistorius4 ,in ,deutschland war ,pistorius der ,erste1 welcher zwei ,brennblasen anstatt einer anwendete und mit den ,blasen auf hchst zweckmssige ,weise ,rectificatoren und ,dephlegmatoren verband4 ,wenn man von einem normal construirten ,apparat verlangt1 dass man mit seiner ,hlfe nicht nur allen ,alkohol aus der weingaren ,maische1 sondern denselben auch mglichst rein und concentrirt und zwar mit dem geringsten ,aufwand von ,zeit1 ,arbeitslohn und ,brennstoff erhalte1 so muss man anerkennen1 dass der ,apparat von ,pistorius viel leistet4 ,es wird ihm deshalb in ,norddeutschland 7weit weniger in ,sddeutschland1 wo mehr der ,gall'sche ,apparat eingefhrt ist7 meist der ,verzog vor anderen ,brennapparaten gegeben1 zu deren ,construction der ,pistorius'sche ,apparat in vielen ,fllen der ,ausgangspunkt war4 ,a und ,b 7,fig4 #bcd7 stellen die beiden ,blasen vor4 ,a ist die eigentliche ,blase1 welche sich entweder unmittelbar ber einer ,feuerung befindet oder weit zweckmssiger durch ,dampf1 welcher durch ein mit einem ,dampfkessel verbundenes ,rohr einstrmt1 erhitzt wird4 ,die zweite ,blase ,b steht etwas hher hinter der ersten und wird1 wenn nicht ,dampfheizung stattfindet1 von der ,flamme der unter der ersten ,blase angebrachten ,feuerung mitgeheizt4 ,die ,blase ,a heisst ,brennblase2 auf ihr ist der grosse ,helm ,d mittelst ,schrauben befestigt4 p ist ein aus dem ,helm hervorragendes ,rohr und mit einem nach ,innen sich ffnenden ,sicherheitsventil versehen1 durch welches ,luft eintreten kann1 sobald gegen ,ende der ,destillation durch ,condensation der ,dmpfe ein luftleerer ,raum entstehen sollte4 ,mit diesem ,rohre p steht1 wie bei dem ,dorn'schen ,apparat1 ein kleiner ,khlapparat q in ,verbindung1 der durch einen ,hahn abgeschlossen werden kann und dazu dient1 die ,beendigung der ,operation anzugeben4 ,in beiden ,blasen sind ,rhrvorrichtungen m und n2 diese bestehen aus verticalen1 oben mit einer ,kurbel versehenen eisernen ,stangen1 an deren ,enden eine ,querstange befestigt ist1 an welcher sich eine ,kette befindet1 die auf dem ,boden der ,blase aufliegt und bei der ,kurbeldrehung eine schleifende ,bewegung erhlt4 ,diese ,rhrvorrichtungen sollen nicht nur die ,maische gegen das ,anbrennen schtzen1 sondern auch die letzten ,reste des ,blaseninhaltes nach der ,ausflussffnung hinschieben4 ,das ,rohr x fhrt die ,lutterdmpfe in die zweite ,blase1 die ,maischblase1 in welche dasselbe weit hinabreicht4 ,das aus dem ,helm ,f der ,maischblase abgehende ,rohr s fhrt die ,dmpfe nach dem ,maischvorwrmer1 welcher 7wie bei ,dorn7 in zwei ,abtheilungen getheilt ist1 die obere ,e enthlt die ,maische1 die untere g 7der ,lutterkasten7 die ,dmpfe1 welche letztere aus g durch den engen ,zwischenraum v in den ,becken- oder ,rectificationsapparat ,h steigen4 ,hufig treten die ,dmpfe1 bevor sie in den ,lutterkasten gelangen1 in eine dritte ,blase1 die ,niederschlagsblase1 die auf unserer ,zeichnung sich nicht befindet4 ,der ,beckenapparat besteht aus zwei oder drei gegen einander gerichteten1 mit einander verbundenen stumpfen ,kegeln aus ,kupferblech und trgt auf der ,oberflche ein flaches ,wassergefss ,w4 ,die ,becken stehen zwar durch ein ,rohr in ,verbindung1 besitzen jedoch in der ,mitte eine ,scheidewand1 welche so befestigt ist1 dass zwischen dem usseren ,rande derselben und der ,beckenwandung nur ein schmaler ,raum brig bleibt4 ,die an das untere ,becken eintretenden ,dmpfe knnen daher nicht sofort durch die entgegengesetzte ,oeffnung austreten1 sondern sind genthigt1 um die ,scheidewand herum zu gehen4 ,das ,rohr x fhrt kaltes ,wasser nach dem ,beckenapparat1 das kurze ,rohr y nach dem ,vorwrmer4 ,die ,pumpe ,p pumpt die ,maische aus dem ,maischbehlter nach dem ,vorwrmer4 ,aus diesem gelangt die ,maische in die zweite und von da in die erste ,blase4 ,zunchst fllt man beide ,blasen und den ,vorwrmer mit ,maische an2 ist die ,fllung geschehen1 so erhitzt man die erste ,blase1 sei es durch freies ,feuer1 sei es durch eingeleiteten ,dampf4 ,die aus der ,blase ,a sich entwickelnden ,dmpfe gehen durch die ,maische der ,blase ,b1 welche dadurch bis zum ,sieden erhitzt wird4 ,die ,blase ,b wirkt demnach als ,rectificator2 da die daselbst erzeugten ,dmpfe keinen besonderen ,druck mehr zu berwinden haben1 so verlassen diejenigen1 welche im ,vorwrmer nicht condensirt wurden1 sehr bald denselben1 um nach dem ,beckenapparate zu gehen4 ,soll die ,destillation beginnen1 so beschickt man jedes ,becken zunchst mit kaltem ,wasser und sorgt fr ,zufluss von kaltem und ,abfluss von warmem ,wasser1 sobald die ,dmpfe den ,beckenapparat verlassen und sich dem ,khlapparat zuwenden4 ,sobald die ,dmpfe das oberste ,becken verlassen haben1 dauert es nicht lange1 so beginnt die eigentliche ,destillation4 ,die condensirte ,flssigkeit1 die anfangs tropfenweise ankommt1 sammelt sich in dem ,cylinder1 wo das ,arometer seinen ,platz hat1 immer mehr und mehr an und fliesst endlich in ,gestalt eines ,strahles nach dem ,spiritusreservoir ab4 ,die ,dampfheizung hat gegenwrtig fast berall die ,heizung ber freiem ,feuer verdrngt4 ,illustration3 ,fig4 #bcf4 ,sidenote3 ,apparat von ,gall4 ,bei den meisten ,apparaten1 die zum ,destilliren der weingaren ,maische ,anwendung finden1 ist der ,lutterdampf von ungleicher1 gegen das ,ende der ,destillation hin von abnehmender ,strke4 ,diesem ,uebelstande ist bei dem ,apparate von ,gall oder dem ,marienbadapparate 7,fig4 #bce und #bcf7 abgeholfen4 ,mit dem ,dampfkessel stehen zwei ,blasen in ,verbindung und letztere mit dem ,lutterbehlter 7,separator71 ebenso wie es bei anderen ,destillirapparaten der ,fall ist4 ,nur ist die ,art und ,weise der ,verbindung eine eigenthmliche4 ,b ,b sind die beiden nebeneinander befindlichen ,blasen4 ,c ist der ,dampfkessel mit den ,feuerrhren i i4 ,die ,blasen sind1 um die ,abkhlung nach aussen aufzuheben1 in den ,dampfkessel versenkt4 ,d ist eine dritte ausserhalb des ,dampfkessels befindliche ,blase4 ,e ist der ,lutterbehlter1 ,f und ,g sind zwei ,dephlegmatoren2 ,a ist das ,khlfass mit dem ,khlrohr ,h4 ,die ,maische wird zuerst durch das ,rohr a a in die ,blase ,d gebracht1 welche als ,vorwrmer und ,rectificator wirkt4 ,von dieser ,blase aus werden die beiden ,blasen ,b ,b gefllt4 ,der aus dem ,dampfkessel ausstrmende ,dampf gelangt durch das gebogene ,rohr b in den ,dreiweghahn c1 von wo aus er entweder in eine der beiden ,blasen ,b oder aufwrts durch das ,rohr d nach dem ,fass zum ,kartoffeldmpfen gefhrt wird4 ,die aus einer der beiden ,blasen ,b ,b aufsteigenden ,dmpfe gehen in die andere der ,blasen1 die als zweite ,blase dient1 von da in die ,blase ,d1 sodann in den ,lutterbehlter ,e und durch die beiden ,dephlegmatoren ,f und ,g in den ,khlapparat4 ,das ,eigenthmliche des ,gall'schen ,apparates besteht darin1 dass durch passende ,rhrenverbindung und ,hahnstellung eine jede der beiden ,blasen beliebig zur ersten oder zur zweiten gemacht werden kann1 indem man den ,dampf nach ,belieben in die rechte und dann in die linke ,blase leitet und umgekehrt2 ferner eine jede ,blase mit dem ,apparat ausser ,verbindung gesetzt1 geleert und neu beschickt werden kann1 whrend die untere ununterbrochen fungirt4 ,es gehrt daher ,gall's ,apparat zu den continuirlich betriebenen ,apparaten4 ,illustration3 ,fig4 #bcg4 ,sidenote3 ,apparat von ,schwarz4 ,der von ,schwarz construirte ,brennapparat ist namentlich im sdwestlichen ,deutschland der gebruchlichste4 ,dieser ,apparat besteht 7,fig4 #bcg7 aus dem ,dampfkessel ,d1 den beiden ,maischblasen ,a und ,b1 dem ,vorwrmer ,c mit dem ,lutterbehlter ,e1 den beiden ,rectificatoren ,h und ,f und dem ,khlapparat ,g4 ,m ist ein ,reservoir fr kaltes1 ,n ein solches fr heisses ,wasser4 ,der in dem ,dampfkessel ,d erzeugte ,wasserdampf geht durch das ,rohr g in die untere ,abtheilung ,a der ,doppelblase und streicht durch die darin befindliche vorgewrmte ,maische1 sammelt sich darauf schon mit ,alkoholdmpfen gemischt in dem ,helm ,z1 um durch das ,helmrohr u einen entsprechenden ,weg durch die obere ,abtheilung der ,doppelblase zu machen und wird von da nach einer doppelten ,rectification durch das ,rohr t nach dem ,vorwrmer ,c gefhrt1 dessen oberer ,theil als ,dephlegmator wirkt und mit ,rhren a a a versehen ist1 die ausserdem durch ,maische khl gehalten werden2 das darin condensirte ,phlegma sammelt sich in dem als ,rectificator wirkenden ,lutterbehlter ,e4 ,durch den letztern tritt der aus der oberen ,abtheilung der ,blase kommende ,dampf ein und geht durch die ,rhren a a in den ,helm auf das ,helmrohr n1 welcher letztere mit dem ,kelch ,h umgeben ist1 der durch ,wasser ununterbrochen abgekhlt wird4 ,hier setzt sich die ,dephlegmation fort4 ,aus ,h begiebt sich der ,dampf durch v nach ,f1 einem ,apparat1 welcher dem ,vorwrmer ,c entsprechend eingerichtet1 nur von geringeren ,dimensionen ist1 weil hier die ,menge des ,dampfes sich bereits in dem ,grade vermindert hat1 als sein ,alkoholgehalt gesteigert ist2 die ,dephlegmationsrhren darin sind nicht mit ,maische1 sondern mit ,wasser umgeben1 welches unausgesetzt sich erneuert4 ,der in dem ,helm b und das ,helmrohr c anlangende ,dampf ist bereits so stark1 dass er sofort nach dem ,khlapparat ,g geleitet wird2 das ,destillat fliesst bei i ab4 ,die zu destillirende weingare ,maische wird zuerst in den ,vorwrmer ,c gebracht1 in welchem sie mit ,hlfe der ,rhrvorrichtung d d auf gleichmssiger ,consistenz und ,temperatur erhalten wird4 ,nachdem sie darin vorgewrmt ist1 gelangt sie durch das ,rohr e in die obere ,abtheilung und von da mittelst des ,ventils f in die untere ,abtheilung der ,doppelblase1 in welcher sich auch das ,phlegma aus den brigen ,theilen des ,apparates sammelt2 es fliesst nmlich rckwrts aus der ,abtheilung h und l der beiden ,rectificatoren ,h und ,f durch die beiden ,rhren m' und n' des ,phlegma in den ,lutterbehlter ,e und geht von da in die obere ,abtheilung der ,doppelblase1 wo es sich mit der ,maische mischt4 ,sobald die ,maische allen ,alkohol abgegeben1 was man durch ,prfung der ,dmpfe auf ihre ,entzndlichkeit mit ,hlfe des ,probehahnes o erkennt1 entfernt man die ,schlempe aus der ,blase durch den ,hahn p4 ,durch die ,rhren q q q werden die ,rectificatoren und der ,khlapparat mit kaltem ,wasser versehen4 ,das in dem ,khlapparat erwrmte ,wasser gelangt durch das ,rohr r in den ,dampfkessel4 ,durch ,r werden die ,dmpfe in das ,kartoffelfass geleitet1 durch ,s in das ,reservoir ,n1 wenn das ,wasser darin bis zum ,sieden erhitzt werden soll4 ,der ,schwarz'sche ,apparat hat vor vielen anderen ,brennapparaten den ,vorzug1 dass die einzelnen ,theile leicht und sicher gereinigt werden knnen4 ,dagegen leidet er auch an mehreren ,uebelstnden2 so ist namentlich die ,construction des ,maischwrmers nicht ganz zweckmssig1 es kommt die in dem ,lutterbehlter ,e verdichtete ,flssigkeit nicht hinreichend mit den ,dmpfen in ,berhrung und es wird die beabsichtigte ,destillation nicht so ausgefhrt1 wie es sein sollte4 ,die ,dmpfe gehen so rasch durch diese ,flssigkeit1 dass sie nur unvollkommen entwssert werden und daher noch ziemlich wasserhaltig in die ,dephlegmationsapparate gelangen1 wo ihre ,rectification auch nur unvollstndig sein wird1 weil die runden und geraden ,rhren den ,dmpfen wenig ,berhrungspunkte darbieten und ein grosser ,theil der ,dmpfe der ,abkhlung sich entzieht1 ja selbst die zu ,blschen verdichteten ,dmpfe werden von den nicht condensirten ,dmpfen mit fortgerissen4 ,auch der ,khlapparat1 der aus einer ,anzahl gerader verticaler ,rhren besteht1 ist insofern ein unzweckmssiger1 als die oben eintretenden ,dmpfe1 sowie sie condensirt worden sind1 als ,tropfen sofort nach unten fallen und abfliessen und nicht ,zeit haben1 ihre ,wrme abzugeben4 ,eine gengende ,abkhlung des ,destillates ist nur durch grossen ,aufwand von ,khlwasser mglich4 ,sidenote3 ,siemens' ,apparat4 ,unter den ,apparaten1 welche im ,verhltniss ihrer ,leistungsfhigkeit mit einem geringen ,kostenaufwande herzustellen sind1 gehrt auch der in der technischen ,werkstatt zu ,hohenheim aufgestellte ,brennapparat1 welcher unmittelbar aus der ,maische ,branntwein giebt4 ,in der ,abnderung1 wie er zur ,darstellung von ,spiritus sich eignet1 ist er ,fig4 #bch im ,durchschnitte abgebildet4 ,der ,apparat besteht aus zwei im ,dampfkessel stehenden ,maischblasen mit einer ,wechselverbindung 7mit ,hilfe der ,hhne a1 b und c71 wie bei ,gall's ,apparat2 der ,vorwrmer und ,dephlegmator ist nach ,siemens construirt4 ,l ist der ,dampfkessel1 ,p die eine der ,maischblasen1 ,k ist der ,lutterbehlter1 ,r der ,vorwrmer1 ,a das ,reservoir fr den ,lutter zur ,speisung des ,dampfkessels mit demselben1 ,c der ,dephlegmator1 ,b der ,behlter fr die in ,c condensirten ,dmpfe4 ,aus dem ,dephlegmator treten die ,dmpfe in den 7nicht mit abgebildeten7 ,khlapparat4 ,die ,dimensionen dieses ,apparates sind auf folgende ,calculation basirt4 ,der ,dampfkessel hat zum ,kochen von #ejjj ,kilogr4 ,kartoffeln in vier ,zeitabschnitten #dj-de ,minuten1 demnach innerhalb drei ,stunden den fnften ,theil des ,gewichts der ,kartoffeln1 mithin #ajjj ,kilogr4 oder in einer ,stunde #ccc ,kilogr4 ,dampf zu geben1 welche eine dampfgebende ,flche von etwa #aa ,quadratmetern erforderlich machen4 ,fr den ,brennereibetrieb ist eine ,dampfmaschine nthig1 daher ist diese dampfgebende ,flche noch um etwa #bj ,proc4 zu vergrssern3 dem ,kessel ist folglich eine ,abdampfflche von #ac1e-ad ,quadratmetern zu geben4 ,die ,maischblasen brauchen nur so gross zu sein1 als zur ,fllung mit etwa #ejj ,liter erforderlich ist2 da wie schon erwhnt der ,lutter aus ,a nicht in die ,maischblase1 sondern in den ,dampfkessel zurckgefhrt wird und die ,maischblasen1 weil sie in dem ,dampfkessel stehen1 nach aussen nicht abgekhlt werden1 wodurch die von den ,dmpfen fortgerissene ,wassermenge compensirt wird4 ,illustration3 ,fig4 #bch4 ,der ,maischwrmer besteht aus dem cylindrischen ,theile i i1 dessen fester ,theil eine ,vertiefung c hat4 ,in dem ,cylinder befindet sich der engere untere ,theil o o des eigentlichen ,maischbehlters mit dem ,wrmerohre f n4 ,mittelst des ,wechselringes h h ist der obere ,theil des ,vorwrmers mit dem untern verbunden4 r ist ein ,rhrapparat1 welcher whrend der ,destillation wiederholt in ,bewegung gesetzt wird4 ,die ,dmpfe aus der zweiten ,blase werden in die ,vertiefung c unter dem ,vorwrmer geleitet1 welche1 damit die ,dmpfe mit dem ,phlegma in ,berhrung kommen1 mit einem ,siebe bedeckt ist4 ,die ,dmpfe umgeben den unteren ,theil des ,maischbehlters und treten in das ,rohr f ein1 durch welches sie in den unteren ,cylinder des ,dephlegmators gelangen4 ,das in dem ,lutterbehlter sich ansammelnde ,phlegma wird in das ,reservoir ,a geleitet4 ,der obere und der untere ,theil des ,vorwrmers besteht aus ,gusseisen1 nur die inneren ,boden- und ,erwrmungsflchen sind aus ,kupfer4 ,dieser ,vorwrmer hat vor andern hnlichen ,apparaten den ,vorzug der gleichmssigen ,vertheilung der ,wrme1 ausserdem1 dass er leicht gereinigt werden kann1 wodurch auf der einen ,seite die ,wrmeleitungsfhigkeit besser erhalten wird1 welche gegentheils durch die ,bildung einer die ,wrme nicht leitenden ,kruste schnell abnimmt1 auf der andern ,seite ein reineres ,produkt erhalten wird4 ,der ,dephlegmator ,c ist so eingerichtet1 dass die rectificirten ,dmpfe durch zwei einander gegenberstehende ,rhren1 welche sich nach dem ,khlapparat zu wieder vereinigen1 abgeleitet werden4 ,das ,uebrige wird aus der ,zeichnung klar4 ,illustration3 ,fig4 #bci4 ,sidenote3 ,continuirliche ,destillirapparate4 ,zu denjenigen ,destillirapparaten1 die zur ,destillation von ,wein 7nicht von ,maische7 bestimmt sind und continuirlich betrieben werden1 gehrt der in der ,geschichte der ,spiritusfabrikation ,epoche machende ,apparat von ,cellier-,blumenthal 7,fig4 #bci7 nach der verbesserten ,construction von ,desrosne4 ,er besteht aus den beiden ,blasen ,a und ,a'1 dem ersten ,rectificator ,b1 dem zweiten ,rectificator ,c1 dem ,weinerwrmer und ,dephlegmator ,d1 dem ,khlapparate ,f1 dem ,regulator ,e fr den ,zufluss der ,flssigkeit1 welche sich in dem ,reservoir ,g befindet4 ,die ,blase ,a'1 obgleich eben so wie die ,blase ,a mit ,wein gefllt1 wirkt als ,dampfkessel2 der sich entwickelnde ,lutterdampf kommt in den beiden ,rectificatoren mit dem in ununterbrochenen ,strome herabfliessenden ,weine in ,berhrung1 wodurch eine ,dephlegmation stattfindet2 der alkoholreicher gewordene ,dampf wird in dem ,gefss ,d noch strker und gelangt von da in den ,khlapparat ,f4 ,damit in den ,rectificatoren in der ,that eine ,rectification vor sich gehe1 muss der abwrts strmende ,wein bis auf eine bestimmte ,temperatur erwrmt sein1 die ihm dadurch ertheilt wird1 dass er das ,khlwasser erhitzt4 ,der aus der ,blase ,a' sich entwickelnde ,dampf geht durch das ,rohr ,z bis auf den ,boden der zweiten ,blase ,a4 ,beide ,blasen werden durch eine ,feuerung geheizt4 ,mit ,hlfe des ,rohres ,r' wird die ,flssigkeit aus der zweiten ,blase in die erste geleitet4 ,der erste ,rectificator ,b enthlt eine ,anzahl halbkreisfrmiger gekrmmter und gegeneinander geneigter ,scheiben von ungleicher ,grsse1 welche an senkrechten ,stben so befestigt sind1 dass sie herausgenommen und gereinigt werden knnen2 die grssten ,scheiben sind mit ihrer concaven ,flche nach oben gekehrt und siebhnlich durchlchert4 ,in ,folge dieser ,anwendung treffen die aufsteigenden ,dmpfe grosse mit ,wein befeuchtete ,flchen1 der berdies cascadenfrmig aus den ,becken herabrinnt und so mit den ,dmpfen in die innigste ,berhrung kommt4 ,in dem zweiten ,rectificator ,c sind sechs ,abtheilungen2 in der ,mitte einer jeden derselben ist ein ,ausschnitt und dieser mit einem aufrecht stehenden ,ansatz versehen1 ber welchem eine umgekehrte ,kapsel befestigt ist1 die fast bis auf den ,boden der ,abtheilung reicht4 ,ein ,theil der ,dmpfe condensirt sich in den ,abtheilungen1 so dass die ,dmpfe gezwungen sind1 den ,lutter zu durchstreichen und dabei einen ,druck von etwa #b ,centimeter ,flssigkeitssule zu berwinden4 ,der ,vorwrmer und ,dephlegmator ,d ist ein horizontal stehender ,cylinder aus ,kupfer1 welcher ein ,schlangenrohr mit verticalen ,windungen enthlt2 das ,rohr ,m communicirt mit diesem ,rohre1 dessen anderes ,ende in das ,rohr ,o einmndet4 ,in den ,windungen sammelt sich ein ,phlegma1 dessen ,alkoholgehalt in den vorderen ,windungen am strksten1 in den hinteren abnehmend schwcher ist2 es sammelt sich am unteren ,theile jeder ,spirale und wird durch ,ansatzrhrchen in ein ,sammelrohr gefhrt1 von dem aus die ,flssigkeit1 mit ,hlfe eines anderen ,rohres und passend angebrachter ,hhne1 ganz oder nur ein ,theil davon1 nach ,belieben in das ,rohr ,o oder in den ,rectificator gefhrt werden kann4 ,durch das ,rohr ,l wird der vorgewrmte ,wein aus dem ,dephlegmator in den ,rectificator geleitet4 ,der ,khlapparat ,f ist ein berall geschlossener ,cylinder mit einer ,khlschlange1 die mit dem ,rohre ,o communicirt2 das andere ,ende des ,khlrohres fhrt das ,destillat nach aussen4 ,oberhalb dieses ,apparates befindet sich das ,rohr ,k1 welches den ,dephlegmator mit ,wein versieht4 ,der kalte ,wein fliesst in den ,khlapparat durch das ,rohr ,i4 ,wenn der ,apparat in ,betrieb gesetzt werden soll1 fllt man zunchst die beiden ,blasen ,a und ,a' mit ,wein4 ,darauf ffnet man den ,hahn ,e1 so dass das ,rohr ,j1 der ,khlapparat ,f und der ,dephlegmator sich mit ,wein fllen4 ,sodann erhitzt man den ,wein in der ,blase ,a' bis zum ,sieden2 die ,dmpfe entweichen durch das ,rohr ,z1 condensiren sich in ,a1 dessen ,flssigkeit durch das ,einstrmen der ,dmpfe und durch die unter ihm circulirenden ,verbrennungsgase sich erwrmt und ebenfalls bald in's ,sieden kommt4 ,die ,lutterdmpfe gehen nach dem ersten ,rectificator ,b und von da in das ,schlangenrohr des ,dephlegmators ,d und werden daselbst zum grossen ,theile verdichtet2 das ,phlegma geht in den ,rectificator zurck4 ,sobald der ,vorwrmer ,d so weit erhitzt worden ist1 dass die ,hand die ,wrme in dem erhitzten ,wein nicht mehr vertrgt1 ffnet man den ,hahn des ,gefsses ,e1 worauf die ,destillation beginnt4 ,der durch das ,rohr ,j in den ,khlapparat ,f geleitete ,wein beginnt schon in diesem ,apparate sich zu erhitzen und gelangt dann in den ,vorwrmer1 wo seine ,temperatur sich fast bis zum ,siedepunkt steigert2 von da fhrt ihn das ,rohr ,l in den ,rectificator ,b1 von wo er in die ,blase ,a kommt4 ,sobald die ,flssigkeit der ,blase ,a' keinen ,alkohol mehr enthlt1 lsst man die ,schlempe als ,vinasse durch den ,hahn ,r ausfliessen und ffnet darauf den ,hahn ,r'1 damit sich die ,blase ,a' von ,neuem flle4 ,der ,dampf legt den nmlichen ,weg1 aber in umgekehrter ,richtung zurck2 nach seiner ,verdichtung in dem ,khlapparat ,f gelangt er in das mit ,arometer versehene ,gefss ,n und von da nach ,h4 ,der mit ,hlfe des eben beschriebenen ,apparates erhaltene ,alkohol ist um so strker1 eine je grssere ,anzahl von ,windungen des ,khlrohres in dem ,dephlegmator man mit dem ,rectificator verbindet4 ,je nach dem ,alkoholgehalt des ,weines und der ,strke1 die das ,destillat haben soll1 entscheidet die ,praxis1 welche der ,hhne offen zu lassen sind4 ,desrosne's ,apparat lsst sich leicht auf den unterbrochenen ,betrieb anwenden2 zu diesem ,behufe braucht man nur das ,reservoir1 den ,khlapparat und den ,rectificator mit kaltem ,wasser anzufllen und das untere ,ende des ,rohres ,l zu verschliessen4 ,illustration3 ,fig4 #bdj4 ,sidenote3 ,apparat von ,laugier4 ,von grossem ,interesse ist auch der ,destillirapparat von ,laugier 7,fig4 #bdj im ,durchschnitt abgebildet74 ,wenn der ,apparat von ,desrosne sich durch geringen ,brennstoffverbrauch1 ,schnelligkeit der ,destillation und vorzgliche ,beschaffenheit des ,destillates auszeichnet1 so ist er doch etwas complicirt1 weil er so eingerichtet ist1 dass man ,wein von jedem beliebigen ,alkoholgehalt verwenden und damit ,alkohol von jeder gewnschten ,strke destilliren kann4 ,solche ,apparate1 die wie der von ,laugier nur immer ,flssigkeiten von gleicher ,beschaffenheit 7,wein oder ,maische7 destilliren und ein ,destillat von constantem ,alkoholgehalt geben sollen1 knnen dagegen weit einfacher construirt sein4 ,bei ,laugier's ,apparat gelangt die zu destillirende ,flssigkeit durch das ,rohr s und den ,trichter p in das ,gefss ,a1 in dessen unteren ,theil es eintritt1 um dort zur ,condensation der ,alkoholdmpfe zu dienen4 ,aus diesem ,gefsse begiebt sich die erwrmte ,flssigkeit durch das ,verbindungsrohr r in den unteren ,theil des zweiten ,gefsses ,b1 wo mit ,hlfe eines ,khlrohres die ,dephlegmation vor sich geht4 ,darauf gelangt die ,flssigkeit durch c in die zweite ,destillirblase ,c1 die durch die ,verbrennungsgase von der ,feuerung der ersten ,destillirblase ,d erhitzt wird2 in der ,blase ,c erleidet die ,flssigkeit eine ,rectification und die ,vinasse geht durch das ,rohr e in die ,blase ,d4 m ist das ,dampfrohr1 welches die ,dmpfe aus ,d in die ,blase ,c leitet1 das ,rohr b fhrt die alkoholischen ,dmpfe in den ,dephlegmator4 ,durch das ,rohr d gelangt das ,phlegma in die ,blase ,c2 f dient zum ,entleeren der ,blase ,d2 g und h sind ,rohre1 um den ,stand der ,flssigkeit in der ,blase anzuzeigen2 l fhrt die nicht verdichteten ,dmpfe aus dem ,dephlegmator in den ,khlapparat1 i die sich in dem ,gefss ,b gebildeten ,dmpfe in das ,khlrohr4 ,der in dem ,khlapparat verdichtete ,alkohol geht1 wie die ,abbildung zeigt1 in einen ,probecylinder o1 worin ein eingetauchtes ,arometer die ,procente anzeigt4 ,der ,khlapparat des ,gefsses ,b besteht aus sieben ,abtheilungen1 die durch weite ,spiralen gebildet werden4 ,jede dieser ,spiralen ist an ihrem niedrigsten ,punkte mit einer kleinen ,rhre versehen2 diese ,rhren vereinigen sich smmtlich in dem ,rohre d1 durch welches die condensirten ,theile in die ,blase zurckgefhrt werden4 ,durch die ,strke des ,kochens in der ersten ,blase und durch den ,zufluss von ,wein kann man die ,abkhlung der ,dmpfe im ,dephlegmator beliebig reguliren1 so dass man ,branntwein von #ej ,proc4 oder ,alkohol von ber #hj ,proc4 erhlt4 ,illustration3 ,fig4 #bda4 ,zuweilen wendet man ,apparate von noch einfacherer ,construction an1 in welchem die zu destillirende ,flssigkeit durch ein ,schlangenrohr1 in welchem ,hochdruckdampf circulirt1 erhitzt wird4 ,fig4 #bda zeigt einen solchen ,apparat4 ,a ist ein ,cylinder aus ,gusseisen oder ,kupfer1 in welchem die zu destillirende ,flssigkeit mittelst eines kupfernen ,schlangenrohrs erhitzt wird1 das durch b in den ,cylinder ein- und durch a austritt2 durch c wird die vom ,alkohol befreite ,vinasse abgelassen4 ,b ist der ,dephlegmator1 in welchem die zu destillirende ,flssigkeit continuirlich abwrts fliesst1 whrend der aus ,a sich entwickelnde ,lutterdampf ununterbrochen aufsteigt4 ,die ,anordnung in dem ,dephlegmator1 um die ,berhrungsflchen zu vergrssern1 ist eine sehr verschiedene4 ,die ,dmpfe gehen in das ,reservoir ,e und durch das ,rohr ,f in den ,rectificator ,c1 der wie gewhnlich eingerichtet ist2 der condensirte ,theil fliesst durch ,h in den ,dephlegmator zurck1 die nicht condensirten ,dmpfe gehen in das ,khlrohr des ,gefsses ,c1 in welchem sie verdichtet1 abgekhlt und durch ,m abgefhrt werden4 ,die zu destillirende ,flssigkeit gelangt aus einem hher gelegenen ,reservoir durch das mit dem ,hahne ,k versehene ,rohr ,l ,i in den ,apparat und zwar zunchst nach ,d1 dann nach ,c1 von da durch ,g in den ,dephlegmator und endlich in den ,cylinder ,a4 ,sidenote3 ,die ,entfuselung4 ,entfuselung4 ,wie ,seite #eai hervorgehoben wurde1 treten bei der geistigen ,ghrung neben dem gewhnlichen ,alkohol 7,aethylalkohol7 unter gewissen1 noch nicht vllig festgestellten ,bedingungen grssere oder geringere ,mengen homologer ,alkohole3 ,propylalkohol1 ,butylalkohol und ,amylalkohol auf1 deren hhere ,glieder dem ,alkohol unangenehme ,eigenschaften ertheilen und mit dem ,namen ,fuselle bezeichnet werden4 ,das ,fusell ist je nach der ,natur der ,maische 7ob ,kartoffel-1 ob ,korn-1 ob ,rbenmaische7 verschieden zusammengesetzt2 es bildet sich in grsserer ,menge nur dort1 wo die ,ghrung bei hherer ,temperatur in concentrirter ,zuckerlsung und bei ,abwesenheit von ,weinsure vor sich geht4 ,bei grosser ,verdnnung und niedriger ,temperatur ghrende ,flssigkeit liefert kein ,fusell1 wenigstens keinen ,amylalkohol1 der sich auch nie im ,weine findet1 welcher bei ,gegenwart von ,weinsure die ,ghrung durchgemacht hat4 ,alle ,fuselle haben das mit einander gemein1 dass sie weit weniger flchtig sind als ,wasser und ,alkohol und daher bei der ,branntweingewinnung nur gegen das ,ende der ,destillation in grsserer ,menge auftreten1 whrend sie bei der ,spiritusgewinnung meist in den ,condensationsprodukten der ,dephlegmatoren enthalten sind4 ,ein ,theil des ,fusells geht mit dem ,branntwein oder ,alkohol ber und lsst sich von demselben nur usserst schwierig trennen4 ,das ,kartoffelfusell ist wesentlich ,amylalkohol 7,c#e;,h#ab,o71 ein farbloses1 dnnflssiges ,oel von #j1hah spec4 ,gew4 und von durchdringendem1 zum ,husten reizendem1 erstickendem ,fuselgeruch und brennendem ,geschmack1 welches bei #acc siedet4 ,durch oxydirende ,agentien 7,kaliummanganat und -permanganat71 ein ,gemenge von ,schwefelsure und ,kaliumchromat 7oder ,braunstein1 sowie ,platinmohr7 wird es in ,valeriansure 7,c#e;,h#aj,o#b7 bergefhrt4 ,durch ,suren wird es auf dieselbe ,weise in eigenthmliche ,aetherarten umgewandelt wie der gewhnliche ,alkohol4 ,diese ,aetherarten sind zum ,theil von hchst angenehmem ,geruch und finden deshalb in der ,parfmerie und zum ,aromatisiren von ,bonbons u4 s4 w4 ,anwendung4 ,illustration3 ,fig4 #bdb4 ,fr viele ,anwendungen des ,kartoffelspiritus ist der ,fuselgehalt ein ,nachtheil1 der durch die ,entfuselung zu beseitigen ist4 ,die ,vorschlge1 die in dieser ,hinsicht gemacht worden sind1 kommen theils auf eine ,zerstrung des ,fusells durch ,oxydation oder ,chlorung oder auf eine ,maskirung und ,ueberfhrung in minder unangenehm riechende ,verbindungen1 theils auf eine wirkliche ,entfernung des ,fusells hinaus4 ,chlorkalk1 ,kaliumpermanganat und dergl4 bilden1 wenn man ber dieselben fuselhaltigen ,spiritus rectificirt1 valeriansauren ,fuselther1 doch erstreckt sich die oxydirende ,einwirkung ebensowol auf den ,amylalkohol1 sodass das anzuwendende ,quantum dieser ,agentien nur usserst schwierig zu ermitteln ist4 ,rectificirt man den zu entfuselnden ,spiritus mit einem ,gemisch von ,schwefelsure und ,essig1 so bildet sich neben etwas ,essigther ,amylacetat 7,c#b;,h#c,o _/ ,c#e;,h#aa7 ,o1 das angenehm obstartig riecht4 ,aehnlich wirken ,salzsure und ,salpetersure1 die ebenfalls schon zur ,entfuselung angewendet wurden4 ,das bewhrteste ,entfuselungsmittel besteht in der ,anwendung von gut ausgeglhter ,kohle 7vegetabilische ,kohle1 ,torfkohle1 ,knochenkohle71 welche1 wenn man den fuselhaltigen ,alkohol damit zusammenbringt1 das ,fusell mechanisch aufnimmt4 ,mit ,hlfe von ,kohle reinigt man den ,spiritus und ,branntwein theils in ,dampfgestalt1 theils durch ,digestion in der ,klte und ,filtration1 unzweckmssig durch ,rectificiren ber dieselben1 da bei der ,siedetemperatur das von den ,kohlen aufgenommene ,fusell leicht wieder gelst werden kann4 ,die zur ,entfuselung zu verwendenden ,kohlen werden gekrnt und die ,kohlenkrner durch ,sieben vom ,staub befreit4 ,mit der gekrnten ,kohle fllt man einen kupfernen ,cylinder1 der unten und oben einen eingelegten durchlcherten ,boden hat1 an und schaltet den ,cylinder zwischen dem ,beckenapparat und dem ,rectificator in den ,destillirapparat ein in der ,weise1 dass die ,dmpfe von unten nach oben durch die ,kohle streichen4 ,auf #ajj ,liter zu entfuselnden ,branntweins rechnet man #c-e ,kilogr4 gekrnte ,kohle1 durch welche zweimal dieselbe ,menge ,spiritus gehen kann1 ehe ihre absorbirende ,kraft erschpft ist1 die durch ,ausglhen wieder hergestellt wird4 ,bei dem ,falkmann'schen ,apparate 7,fig4 #bdb7 ist das ,wesentliche ein helmartiges ,gefss ,a1 in welchem sich die durchbrochenen ,bden b b b eingesetzt befinden2 auf einem jeden ,boden liegt eine ,kohlenschicht1 die mit einem ,deckel c bedeckt ist4 ,das ,ganze ist aber mit einem ,hut geschlossen1 der die ,kohlenschicht d d enthlt4 ,der um das ,gefss ,a auswendig herumlaufende ,khlapparat1 der in der ,zeichnung durch die ,zuflussrhren ffff und die ,abflussrhren eeee angedeutet ist1 dient dazu1 die ,temperatur der ,kohlenschichten zu reguliren4 ,dieser ,apparat ist hchst wirksam1 da in der ,that in ihnen ,entfuselung und ,dephlegmation zu gleicher ,zeit stattfindet4 ,sidenote3 ,ausbeute an ,alkohol4 ,die ,ausbeute an ,alkohol aus einem gegebenen ,material ist nicht nur von dem quantitativen ,verhltnisse der alkoholgebenden ,bestandtheile 7,strkemehl1 ,dextrose oder ,rohrzucker7 der ,rohsubstanz1 sondern auch von der mehr oder minder zweckmssigen ,ausfhrung aller ,operationen der ,spiritusbereitung 7,maischverfahren1 ,leitung der ,ghrung7 in geeigneten ,apparaten abhngig4 ,was den erstern ,punkt betrifft1 so lehrt die ,chemie1 dass1 wenn wir von solchen ,produkten1 die wie das ,glycerin und die ,bernsteinsure bei der geistigen ,ghrung in nur kleiner ,menge sich bilden1 absehen1 #ajj ,th4 ,strkemehl #ef1gh ,th4 ,alkohol #ajj ,rohrzucker #ec1hj geben4 #ajj ,dextrose #ea1a ,die ,erfahrung zeigt jedoch1 dass die ,alkoholausbeute geringer ist1 als sie nach der ,voraussetzung1 dass je #a ,mol4 ,strkemehl oder ,zucker #b ,mol4 ,alkohol liefere1 sein sollte1 so liefern #ajj ,th4 ,rohrzucker nicht1 wie oben angegeben1 #ec1h ,th4 ,alkohol1 sondern nur #ea1a ,th4 #ajj ,kilogr4 ,gerste geben #dd1fd ,liter ,branntwein von #ej ,tr4 #ajj ,gerstenmalz #ed1if #ajj ,weizen #di1bb #ajj ,roggen #de1hj #ajj ,kartoffeln #ah1cb #f ,liter 7,quart oder ,maass7 ,branntwein vom metrischen ,centner 7,hektoliter1 ,scheffel u4 s4 w47 rechnet man #f #cj #cjj ,proc4 ,alkohol1 #g ,liter folglich #cej1 #h ,liter #djj4 #h ,liter #dh ,proc4 ,tr4 #chd ,proc4 ,alkohol4 ,die ,literzahl des ,branntweins oder ,spiritus ist mit dem ,alkoholgehalte in ,procenten nach ,tralles zu multipliciren1 demnach geben3 #a metrischer ,centner ,gerste #dd1fd #ej #bbcb ,proc4 ,alkohol4 #a ,gerstenmalz #ed1if #ej #bgdh #a ,weizen #di1bb #ej #bdfa #a ,roggen #de1hj #fj #bbij #a ,kartoffeln #ah1cb #ej #iaf 7,behufs der ,umrechnung auf die in ,preussen blichen ,quartprocente sei bemerkt1 dass ein bayer4 ,maass #a1jfi ,liter1 #a preuss4 ,quart #a1ade ,liter47 ,nach solchen ,quartprocenten rechnet man im ,spiritushandel1 so zwar1 dass man in ,breslau #dhjj 7 #fj ,quart #hj7 ,berlin #aj1hjj 7#bjj #ed7 ,magdeburg #ad1djj 7#ahj #hj7 ,quartprocente als ,einheit annahm und auf sie die ,preisnotirung bezog4 ,neuerlich hat man sich geeinigt1 diese auf #hjjj 7#ajj ,quart #hj7 zu setzen4 ,sidenote3 ,alkoholometrie4 ,sidenote3 ,arometer4 ,alkoholometrie4 ,um den ,alkoholgehalt des ,branntweins oder irgend einer destillirten alkoholhaltigen ,flssigkeit zu ermitteln1 die jedoch keine anderen ,bestandtheile1 als ,alkohol und ,wasser enthalten1 bedient man sich der ,arometer1 ,alkoholometer1 ,spiritus-1 ,branntwein- oder ,senkwagen4 ,das ,vaporimeter und das ,ebullioskop 7vergl4 ,seite #dgh7 finden in der ,alkoholometrie seltener ,anwendung4 ,die ,anwendung der ,arometer beruht auf dem ,principe1 dass ein in eine ,flssigkeit getauchter ,krper ein dem seinigen gleiches ,volumen ,wasser verdrngt und von seinem ,gewichte eben so viel verliert1 als die verdrngte ,wassermenge wiegt4 ,je nachdem nun die das ,arometer bildende ,spindel mehr oder weniger in die ,flssigkeit einsinkt1 erfhrt man das spec4 ,gewicht derselben1 aus welchem man dann den ,gehalt zu absolutem ,alkohol findet4 -- ,die ,arometer von ,tralles und ,richter sind die gebruchlichsten4 ,mit ,letzterem stimmt das von ,stoppani berein4 ,beide sind ,procentarometer1 d4 h4 sie geben durch die ,zahl1 bis zu welcher sie einsinken1 an1 wie viel der untersuchte ,alkohol in #ajj ,th4 reinen ,alkohol enthlt4 ,die ,differenz beider rhrt aber davon her1 das das ,arometer von ,tralles ,volumenprocente1 das von ,richter ,gewichtsprocente angiebt4 ,da die ,eintheilung des ,richter'schen ,arometers auf nicht ganz richtigen ,voraussetzungen beruht1 so ist das von ,tralles vorzuziehen4 ,das ,alkoholometer von ,tralles ist im ,zollverein das gesetzliche ,mittel zur ,bestimmung des ,alkoholgehaltes 7bei #ad1dd ,r472 in ,oesterreich ist das ,instrument ebenfalls eingefhrt1 nur mit dem ,unterschiede1 dass die ,angaben auf die ,temperatur von #ab ,r4 7 #ae ,c47 sich beziehen4 ,folgende ,tabelle giebt eine ,vergleichung der beiden ,scalen unter einander und mit den wahren ,gewichtsprocenten1 mit dem entsprechenden spec4 ,gewichte1 bei einer ,temperatur von #ae4 ,spec4 ,gewicht4 ,wahre ,angebliche ,volumenprocente ,gewichtsprocente4,gewichtsprocente4 ,gewichtsprocente nach nach ,richter4 ,tralles4 #j1iij #d1ii #e #f1bc #j1iha #aa1aa #aj #ac1gc #j1igb #ah1ab #ae #bb1bj #j1ifd #bd1hc #bj #cj1af #j1ief #bi1hb #be #cf1ej #j1idg #ce1bi #cj #db1ab #j1icg #dj1ff #ce #dh1jj #j1ibf #df1jj #dj #ec1ff #j1iae #ea1jb #de #eh1hb #j1ijf #ed1he #ej #fb1fe #j1hii #fj1cd #ee #fg1if #j1hhc #fd1gi #fj #gb1ab #j1hgb #fi1gi #fe #gf1ff #j1hfb #gd1ff #gj #hj1cf #j1hej #gh1ha #ge #hd1dc #j1hch #hc1gb #hj #hh1cd #j1hbg #hh1cf #he #ia1he #j1hae #ib1ed #ij #ie1je #j1hje #if1gg #ie #ig1ee #j1gie #ii1fj #ajj #ii1ge ,die bei uns allgemein gebruchlichen ,alkoholometer sind genaue ,volumenprocentalkoholometer und geben an1 wie viel ,volumen 7,maasse7 ,alkohol in #ajj ,volumen der alkoholischen ,flssigkeit enthalten sind4 ,branntwein von #ej ,tralles ist also ,branntwein1 welcher in #ajj ,liter #ej ,liter ,alkohol enthlt oder aus welchem von #ajj ,liter #ej ,liter ,alkohol erhalten werden knnen4 ,zieht man in ,betracht1 dass beim ,mischen von ,alkohol und ,wasser betrchtliche ,verdichtung und ,volumenverminderung stattfindet1 dass #ej ,liter ,alkohol und #ej ,liter ,wasser nur #if1cgg ,liter ,mischung geben1 so ergiebt sich1 dass #ajj ,liter einer solchen ,mischung nicht #ej1 sondern #ea1hh ,liter ,alkohol enthalten4 ,sidenote3 ,die ,beziehungen der ,brennerei zur ,landwirthschaft4 ,die ,brennereirckstnde4 ,die ,beziehung1 in welcher die ,branntweinbrennerei zur ,landwirthschaft und speciell zur ,viehzucht steht1 ist eine intensive und usserst wichtige4 ,die ,branntweinbrennerei hinterlsst ,rckstnde1 welche sich noch als ,viehfutter eignen2 sie extrahirt aus den strkemehlhaltigen ,substanzen1 welche sie verarbeitet1 in der ,that nur den ,alkohol1 der durch die ,ghrung in der ,maische sich gebildet hat und lsst alle durch die ,ghrung nicht vernderten ursprnglichen ,nhrstoffe der ,kartoffeln und des ,getreides in concentrirter ,form zurck4 ,es liegt nun auf der ,hand1 dass wenn in dem gewonnenen ,produkt 7,spiritus oder ,branntwein71 die zu dessen ,produktion aufgelaufenen ,kosten zurckerstattet werden1 die ,brennereirckstnde kostenfrei erhaltene ,futterstoffe sind1 deren ,produktion in den ,vordergrund tritt1 whrend der ,branntwein die ,stelle einer ,nebenproduktion einnimmt4 ,die ,branntweinbrennerei aus ,kartoffeln beruht1 als landwirthschaftliches ,gewerbe betrachtet1 wesentlich auf einer chemischen ,zerlegung der ,kartoffelsubstanz in ,futtermaterial und in ein ,produkt von verhltnissmssig sehr concentrirtem ,werth und grosser ,haltbarkeit und ,transportfhigkeit -- in ,schlempe und ,spiritus4 ,eine richtige ,beurtheilung1 ob in einem gegebenen ,falle die ,brennerei in ,verbindung mit der ,landwirthschaft noch mit ,vortheil betrieben werden kann oder nicht1 ist nur mglich1 wenn man die ,grsse der ,beziehung der ,brennerei zur ,viehwirthschaft und ebensowol in ,folge der vergrsserten ,dngerproduktion als auch der ,mglichkeit von ,urbarmachung sandigen ,bodens zum ,kartoffelbau u4 s4 w4 ins ,auge fasst1 und eine genaue und umfassende ,berechnung des ,aufwandes und des ,ertrages anstellt und die ,bilanz zwischen ,ausgabe und ,einnahme zieht4 ,den ,aufwand bilden die ,kosten fr das ,rohmaterial1 die ,arbeitslhne1 die ,beaufsichtigung1 das ,brennmaterial1 die ,abnutzung der ,gerthschaften1 die ,zinsen fr das ,anlage- und ,betriebscapital und die ,branntwein- 7,malz-7 und brigen ,steuern4 ,der ,ertrag ist aus dem ,spiritus 7oder ,branntwein7 und der ,schlempe zusammengesetzt4 ,es bedarf kaum der ,erwhnung1 dass der ,preis der ,rohmaterialien zu den ,hauptfactoren gehrt1 welche den ,ertrag der ,brennerei bestimmen4 ,eine ,vergleichung dieser ,preise mit den ,werthen des erzeugten ,produktes -- mit ,hinweglassung der ,produktionssteuer1 die nur als ,durchgangsposten zu betrachten ist -- lehrt daher gleich von vornherein erkennen1 ob in dem gegebenen ,falle von einem ,ertrage noch die ,rede sein kann4 ,der zweite ,theil des ,ertrages besteht aus den ,brennereirckstnden1 aus der ,schlempe1 welche ebenfalls zu ,geld angeschlagen werden muss1 eine ,sache1 die mit ,schwierigkeiten verknpft ist1 weil die ,ansichten der ,landwirthe1 sowie der ,agriculturchemiker hinsichtlich des ,futterwerthes dieser ,rckstnde noch ziemlich weit auseinander gehen und auseinander gehen mssen1 wenn man bercksichtigt1 dass die ,schlempe nie eine constante ,zusammensetzung haben kann1 dass ihre ,beschaffenheit sich nach den ,rohmaterialien richtet1 aus denen sie gewonnen wurde1 ferner von dem verschiedenen ,brennverfahren1 der ungleichen ,vollkommenheit des ,maisch- und ,ghrverfahrens u4 s4 w4 abhngt4 ,sidenote3 ,schlempe4 ,die ,schlempe ist eine ,flssigkeit1 in welcher sich unzersetztes ,strkemehl1 ,dextrin1 ,pektinkrper1 ,protensubstanzen1 ,fett1 kleine ,mengen von ,zucker1 ,hlsen1 ,bernsteinsure1 ,glycerin1 ,salze und ,hefebestandtheile theils gelst1 theils suspendirt befinden4 ,ihr ,gehalt an ,trockensubstanz betrgt nur #d-aj ,proc4 ,diese ,verschiedenheit ist eine ,folge der verschiedenen ,zusammensetzung des ,rohmaterials1 der verschiedenen ,wassermenge1 die man beim ,maischen zusetzt und der ungleichen ,wasseraufnahme der gegohrnen ,maische whrend der ,destillation4 ,ritthausen analysirte ,schlempesorten mit folgenden ,resultaten und das ,verhltniss der ,trockensubstanz zum ,maischwasser war bei 7,i7 #a 3 #g1c1 bei 7,,ii7 #a 3 #f1 bei 7,,iii7 #a 3 #d1jh1 bei 7,,iv7 #a 3 #d1 bei 7,v7 #a 3 #c3 ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,,iv4 ,v4 ,stickstofffreie ,substanzen #b1gh #c1bc #c1jh #d1ad #e1ca ,protensubstanzen #j1hb #a1jd #a1bf #a1ci #a1gh ,cellulose #j1df #j1dc #j1id #j1gh #a1jj ,asche #j1eb #j1ei #j1gb #j1gi #a1ja ,wasser #ie1dj #id1ga #id1jj #ib1i #ij1i ,wenn in einer ,brennerei ,kartoffeln und ,malz stets in gleicher ,menge und von gleicher ,beschaffenheit angewendet werden1 die ,maische gleiche ,concentration besitzt und brigens das ,verfahren stets dasselbe ist1 muss die ,schlempe immer ziemlich genau dieselbe ,zusammensetzung haben4 ,es lsst sich annehmen1 dass durchschnittlich #c_/d der festen ,bestandtheile der ,schlempe ,nhrstoffe sind1 dass das ,verhltniss der stickstoffhaltigen ,substanzen zu den stickstofffreien im ,mittel #a 3 #c ist1 whrend es in den ,kartoffeln wie #a 3 #h ist4 ,indem dieselben in ,schlempe verwandelt werden1 verlieren sie den grssten ,theil ihres stickstofflosen ,bestandes und werden dadurch zu einem protenreichen ,futtermittel4 ,in der ,praxis schtzt man #aej-bej ,kilogr4 ,kartoffelschlempe #ej ,kilogr4 ,heu4 ,sidenote3 ,presshefe4 ,die ,press- oder ,pfundhefe4 ,obgleich bei der ,ghrung der gehopften ,bierwrze ,hefe 7,unter- und ,oberhefe7 in betrchtlicher ,menge sich erzeugt und in den meisten ,fllen angewendet werden kann1 wo es sich um geistige ,ghrung handelt1 so ist sie doch zu gewissen ,zwecken1 z4 ,b4 zu der ,bckerei1 ihres unangenehmen bitteren ,hopfengeschmackes wegen im ungereinigten ,zustande nicht anzuwenden4 ,sucht man die ,entfernung der bittern ,bestandtheile durch ,auswaschen oder wie ,trommer neuerdings empfohlen hat1 durch ,auflsen der ,hefe in ,alkalilauge und ,fllen aus dieser ,lsung durch verdnnte ,schwefelsure1 so geschieht dies immer auf ,kosten ihrer ,wirksamkeit4 ,ausserdem ist die ,hefenproduktion bei der ,bierbrauerei durchaus ,nebensache und alle ,rcksichten auf ,quantitt und ,gte der ,hefe mssen gegen die nmlichen ,rcksichten gegen das ,bier in den ,hintergrund treten4 ,es war daher in der ,natur der ,sache begrndet1 dass man die ,hefenfabrikation als besondern und eigenthmlichen ,gewerbszweig entstehen liess und damit zugleich fr das so wichtige ,produkt eine ,quelle schuf1 welche es reichlicher und besser1 und namentlich auch konomisch vortheilhafter producirte4 ,obgleich auch die ,hefenfabrikation ihr ,produkt nicht anders als durch den ,process der geistigen ,ghrung erzeugen kann1 so sucht man doch die ,hefe zum ,hauptprodukt zu machen und die ,ghrung in dieser ,richtung einzuleiten und auszufhren4 ,am passendsten ist die ,fabrikation der ,presshefe stets mit der ,fabrikation von ,branntwein verbunden4 ,eine ,zurckfhrung der ,darstellung der ,presshefe auf ihre naturgesetzliche ,grundlage ist neuerdings durch genauere ,erforschung der ,natur der ,hefe und ihrer ,fortpflanzungsverhltnisse 7vergl4 ,seite #dgj7 ermglicht worden4 ,wie aus dem frher ,gesagten hervorgeht1 ist die ,hefenerzeugung der ,cultur von ,pflanzen an die ,seite zu stellen1 man pflanzt krftige ,hefenzellen in einen ,boden1 der die ,bedingungen der ,hefenpflanzenentwicklung darbietet und die nthigen ,nhrstoffe in gengender ,menge enthlt4 ,nach einer durch die ,praxis besttigten ,ansicht bieten ,lsungen von ,protensubstanzen namentlich von ,kleber und hnlichen ,eiweisssubstanzen der ,cerealien ein hchst geeignetes ,nahrungsmittel der ,hefenzellen dar4 ,man maischt ,gerstenmalzschrot 7#a ,theil7 mit ,roggenschrot 7#c ,theile7 auf die gewhnliche ,weise ein und khlt die ,maische mit dnner ,schlempe4 ,auf #ajj ,kilogramm ,schrot setzt man #j1e ,kilogramm ,natriumcarbonat hinzu und hierauf #j1ce ,kilogramm ,schwefelsure mit ,wasser verdnnt und setzt die ,maische mit ,hefe in ,ghrung4 ,aus der stark ghrenden ,flssigkeit nimmt man mit ,hlfe eines ,schaumlffels die ,hefe ab1 schlgt sie durch ein leinenes ,tuch oder durch ein ,sieb und lsst das ,durchgegangene im kalten ,wasser absitzen4 ,der ,absatz wird gepresst1 bis er einen steifen knetbaren ,teig bildet1 den man zur besseren ,entwsserung gewhnlich mit #d-aj 7zuweilen sogar bis zu #bd7 ,proc4 ,kartoffelstrkemehl versetzt4 ,zuweilen entfernt man das ,wasser aus der ,presshefe dadurch1 dass man dieselbe auf eine absorbirende ,unterlage -- porse ,ziegelsteine oder ,gypsplatten -- bringt oder besser noch dadurch1 dass man sie centrifugirt4 ,die ,rolle des ,natriumcarbonats scheint zu sein1 die ,kleberbestandtheile aus den ,cerealien zu extrahiren und sie in auflsliche ,form zu versetzen1 die der ,schwefelsure1 ebenfalls die ,lslichkeit des ,klebers zu befrdern1 die ,milchsurebildung zu verhten1 die nur auf ,kosten des ,strkemehls vor sich gehen knnte und einen ,ausfall an ,spiritus zur ,folge haben wrde1 und endlich zur ,beschleunigung der ,abscheidung der ,hefekgelchen beizutragen4 ,fr die ,praxis der ,hefenfabrikation sind1 ihre ,richtigkeit vorausgesetzt1 die ,beobachtungen von ,pasteur u4 ,a4 von grosser ,wichtigkeit1 dass ,hefensporen in einer protenfreien ,flssigkeit1 nmlich in einer mit ,ammontartrat1 ,kaliumphosphat1 ,gyps und ,magnesiumphosphat versetzten ,zuckerlsung sich zu ,hefenzellen entwickeln4 ,die ,lebensthtigkeit der ,hefe nimmt demnach1 wie es scheint1 das ,material zum ,aufbau neuer ,zellen1 wie hher organisirte ,pflanzen aus der unorganischen ,natur1 den nthigen ,stickstoff aus dem ,ammoniak1 den ,kohlenstoff aus der bei der ,zersetzung des ,zuckers sich bildenden ,kohlensure4 ,was die ,ausbeute an ,presshefe betrifft1 so kann man auf #ajj ,kilogr4 ,roggen1 einschliesslich des erforderlichen ,malzschrotes etwa #ae-af ,kilogr4 fertige ,hefe rechnen4 ,da das wirkliche ,quantum der eigentlichen ,hefe oder der stickstoffhaltigen ,substanz in der ,presshefe hchstens #bj ,proc4 betrgt1 so wird bei der ,hefefabrikation der ,nahrungswerth der ,schlempe1 was deren stickstoffhaltige ,substanz betrifft1 nur wenig geschmlert4 ,sidenote3 ,kunsthefe4 ,es sei hier noch die ,kunsthefe erwhnt1 welche wesentlich nur den ,ghrungsprocess der ghrenden ,maische oder ,wrze von heute auf die zu stellende ,maische oder ,wrze vom folgenden ,tage bertragen soll und fr die ,spiritusfabrikation dasselbe ist1 was der ,sauerteig fr die ,brodbckerei4 ,es giebt unzhlige ,vorschriften zur ,bereitung von ,kunsthefe und knstlichen ,ghrungserregern berhaupt2 so weit man dieselben kennt1 lassen sie sich auf folgende ,kategorien zurckfhren3 #a7 es wird einfach die ,maische mit einem kleinen ,theile in voller ,ghrung begriffener ,maische des andern ,tages gestellt 7hnlich der ,bereitung von gekrustem ,bier ,s4 #eje72 #b7 es wird von der in voller ,ghrung befindlichen ,maische ein kleiner ,theil des flssigen ,theiles mit ,hlfe eines ,hebers gezogen1 diese ,portion in ,ghrung versetzt und damit die ,maische des nchsten ,tages gestellt2 #c7 sobald in der zuletzt gestellten ,maische die ,hefenbildung am krftigsten ist1 mischt man einen ,theil der an der ,oberflche abgeschiedenen ,hefe mit der zu stellenden ,maische1 deren ,temperatur man bis zu der zur ,ghrung erforderlichen erhht4 ,nach ,verlauf weniger ,stunden kann diese ,maische zum ,stellen verwendet werden4 ,handelt es sich um ,bereitung von eigentlicher ,kunsthefe1 so macht man wie bei der ,fabrikation von ,presshefe einen ,ansatz von ,malz- und ,fruchtschrot mit ,wasser1 ,schlempe oder frischer ,kartoffelmaische1 die man entweder mit ,bierhefe oder mit ,mutterhefe1 d4 h4 einem zurckbehaltenen ,reste derselben ,kunsthefe anstellt4 ,sidenote3 ,besteuerung des ,branntweins4 ,spiritussteuer4 ,nach den gegenwrtig herrschenden ,principien in der ,besteuerungspolitik erscheint der ,branntwein als ein besonders zur indirecten ,besteuerung geeignetes ,object#abg1 weil mit seinem ,genusse1 wenn er ins ,uebermaass geht1 so verderbliche ,folgen verknpft sind1 dass der ,wunsch gerechtfertigt erscheint1 es mge der ,consumtion durch ,preiserhhung in ,folge hoher ,besteuerung eine ,schranke gesetzt werden4 ,die ,besteuerung des ,branntweins 7oder des ,spiritus7 erstreckt sich entweder auf die ,fabrikation oder auf den ,verbrauch4 ,die ,verbrauchssteuer ist kaum ausfhrbar und ebenso unbequem fr den ,consumenten wie kostspielig fr den ,staat4 ,die ,controle ist eine weit leichtere und die ,belstigung trifft eine geringere ,anzahl von ,personen1 wenn nicht der ,verbrauch1 sondern die ,fabrikation besteuert wird4 ,man kann bei dieser ,besteuerungsweise ausgehen3 #a7 vom ,rohstoffe 7mehlhaltige ,rohstoffe wie ,cerealien und ,kartoffeln1 ferner ,zuckerrben1 ,treber1 ,kern- und ,steinobst1 ,weinhefen71 wobei dessen mittlerer ,gehalt an ,trockensubstanz oder alkoholbildendem ,krper 7,strkemehl oder ,zucker oder ,alkohol7 zu bercksichtigen ist#abh2 #b7 von der ,maische1 wobei man entweder nur ihre ,menge1 oder auch zugleich ihre ,qualitt und ,consistenz in ,betracht zieht2 #c7 von dem erzeugten ,produkte selbst1 indem man seine ,grdigkeit1 d4 h4 die ,menge des darin enthaltenen absoluten ,alkohols ermittelt2 #d7 von der ,zeit1 welche zur ,ghrung eines bestimmten ,quantums ,maische und zur ,destillation eines bestimmten ,volumens gegohrener ,masse erforderlich ist4 #abg ,unter den indirecten ,steuern ist die ,branntweinsteuer eine sehr angemessene1 nicht weil wir glauben knnten1 es werde deshalb weniger getrunken -- denn um das herbeizufhren1 msste man die ,steuer auf ,branntwein schon bis zu einer ,prohibitivabgabe steigern -- sondern weil ,branntwein in kleineren ,portionen auf einmal consumirt wird als alle brigen ,getrnke und daher an dem jeweilig consumirten ,volumen der ,steuerbetrag ganz winzig klein ist4 #abh ,in ,bayern und ,wrttemberg versteuert man nur das ,malz1 nicht die ,kartoffeln1 die zur ,branntweinfabrikation dienen4 ,sidenote3 ,produktensteuer4 ,sidenote3 ,besteuerung des ,rohstoffes4 ,die ,besteuerung des ,produktes ist ohne ,widerrede nicht nur die gerechteste und rationellste ,besteuerungsmethode1 sondern auch die in der ,zukunft einzig und allein mgliche1 falls dem ,spiritus aus der ,brennerei in dem auf synthetischem ,wege dargestellten ,spiritus 7aus ,leuchtgas7 oder auch nur in dem aus ,cellulose erhaltenen ,alkohol 7wie er gegenwrtig als ,nebenprodukt der ,holzpapierfabrikation auftritt7 in der ,that ein ,concurrent erwachsen sollte4 ,sie legt dem ,brennereibetriebe keine ,schwierigkeiten in den ,weg1 sie beschrnkt ihn nicht in der ,wahl seiner ,rohstoffe1 sie trifft ferner alle ,producenten nach ,maassgabe ihrer ,leistung4 ,sie hat aber auch ihre ,schattenseiten1 einmal treibt sie nicht1 wie andere ,besteuerungsarten1 den ,brenner1 an ,verbesserungen des ,betriebes zu denken2 whrend dem ,brenner1 dessen ,rohstoff1 dessen ,maische und dessen ,zeit besteuert wird1 daran liegen muss1 in der krzesten ,zeit die grsste ,menge ,alkohol zu erzeugen und das ,verfahren zu verbessern1 da jede grssere ,ausbeute an ,alkohol die ,steuer verringert1 ist es fr den ,producenten1 dessen ,produkt versteuert wird1 in ,bezug auf die ,steuerquote gleichgltig1 ob er auch rationell oder nachlssig arbeitet2 die ,alkoholmenge1 die eben durch seine ,brennmethode erhalten wird1 wird versteuert1 ist sie gering1 so zahlt er weniger und umgekehrt4 ,eine andere ,schattenseite der ,besteuerung des ,produktes ist die ,leichtigkeit1 mit welcher ,defraudationen begangen werden knnen2 die ,steuerbeamten sind dadurch veranlasst1 auch von der ,fabrikation in allen ihren ,phasen ,notiz zu nehmen1 um die ,ueberzeugung zu gewinnen1 dass nur das versteuerte ,quantum ,branntwein und nicht mehr producirt worden ist4 ,dadurch wird diese theoretisch vollkommenste ,besteuerungsweise zu einer qulenden und betriebsstrenden fr den ,brenner2 sie ist in ,england die gesetzliche4 ,im norddeutschen ,bunde erhebt man 7nach dem ,gesetze vom #h4 ,juli #ahfh7 von jedem ,quart ,branntwein von #ej ,proc4 ,tr41 falls der ,branntwein aus ,kartoffeln und ,cerealien hergestellt worden war1 #a-i_/af ,silbergroschen ,steuer4 ,die ,besteuerung des ,rohstoffes ist1 wenn sie eine gerechte sein soll1 mit grossen ,schwierigkeiten verknpft1 da man nicht nur auf die ,gewichtsmenge1 sondern auch auf den alkoholbildenden ,bestandtheil darin ,rcksicht zu nehmen hat4 ,es muss zuvor genau festgestellt sein1 welche ,alkoholausbeute eine bestimmte ,menge des zu verarbeitenden ,rohmaterials liefert4 ,da nun aus der ,probe eines kleinen1 beliebig genommenen ,theils der ,rohstoffmenge ein richtiger ,schluss auf die ,beschaffenheit des ,ganzen nicht mglich ist1 so folgt hieraus die ,nothwendigkeit der ,controle des ,maischraumes4 ,auf der anderen ,seite erfordert diese ,besteuerungsweise ,steuerbeamte1 die nthigenfalls im ,stande wren1 ,proben des ,rohstoffes 7chemische ,probe durch ,waage oder ,titrirung1 ,bestimmung des spec4 ,gewichtes u4 s4 w47 selbst mit der erforderlichen ,genauigkeit vorzunehmen4 ,weil das ,rohmaterial 7,kartoffeln und ,cerealien1 weniger leicht ,rben7 ziemlich leicht der ,steuerbewachung entzogen werden kann1 so sind auch hier ,defraudationen unausbleiblich und die ,behrde ist gezwungen1 auch die ,fabrikation mit zu berwachen4 ,obgleich noch nirgends in ,anwendung1 hat sie doch eine ,zukunft1 indem sie mit der ,forderung der ,wissenschaft1 aus einem bestimmten ,quantum ,rohstoff die grsste ,alkoholausbeute zu erzielen1 im ,einklange steht und dadurch zu einem mchtigen ,sporn zur ,vervollkommnung des ,brennereibetriebes wird4 ,im norddeutschen ,bunde 7,gesetz vom #h4 ,juli #ahfh7 erhebt man bei allen nicht mehlhaltigen ,rohstoffen ,branntweinmaterialsteuer und zwar vom ,eimer 7 #fj ,quart7 ,greek3 a7 eingestampfter ,weintrebern und ,kernobst #d ,silbergroschen2 ,greek3 b7 ,trauben- und ,obstwein1 ,hefen und ,steinobst #h ,silbergroschen4 ,sidenote3 ,blasenzins4 ,sidenote3 ,maischraumsteuer4 ,auf die ,besteuerung der ,zeit ist der ,blasenzins basirt4 ,kennt man alle zur ,destillation erforderlichen ,gerthschaften einer ,brennerei1 so lsst sich mit ,leichtigkeit und ziemlich sicher ein ,schluss auf die producirte ,alkoholmenge und auf die zur ,destillation nothwendig gewesene ,zeit ziehen2 eben so leicht und genau lsst sich auch diese ,zeit controliren4 ,indem man eine als ,einheit angenommene ,spanne ,zeit1 die zur ,destillation gerade gengt1 mit einem bestimmten ,steuersatze belegt1 stellt man dem ,brenner die ,aufgabe1 in der krzesten ,zeit das grsste ,alkoholquantum aus dem verarbeiteten ,rohstoffe abzuscheiden2 je hher der ,steuersatz ist1 desto wichtiger erscheint fr den ,brenner die ,aufgabe1 deren ,lsung eine von der ,behrde gesetzte ,prmie auf beste ,benutzung der kostbaren ,zeit ist4 ,in wenigen ,fllen ist wol in der ,industrie das britische time is money so handgreiflich dargestellt1 als in dem vorliegenden ,falle4 ,die ,spiritusfabrikanten haben ihr ,mglichstes gethan1 die ,prmie zu verdienen und die ,branntweinbrennereien als ,kleingewerbe htten lngst eingehen mssen1 wenn die ,behrden streng auf ,durchfhrung der ,besteuerung der ,zeit gesehen htten4 ,um die ,branntweinbrennereien als landwirthschaftliches ,gewerbe neben den ,spiritusfabriken der ,neuzeit fortbestehen lassen zu knnen1 ergab sich die ,nothwendigkeit eines anderen ,mittels zur ,feststellung der producirten ,alkoholmenge4 ,dieses ,mittel fand sich in der ,ausmessung des ,raumes1 den die ,maische whrend der ,ghrung einnimmt4 ,diese ,art der ,besteuerung fhrt den ,namen ,maischraumsteuer oder kurzweg ,maischsteuer4 ,sie ist in einigen ,lndern des ,zollvereins die gesetzlich eingefhrte und in der ,that giebt es wichtige ,grnde1 aus welchen sie andern ,besteuerungsarten vorzuziehen ist4 ,ein ,hauptgrund liegt in der ,schwierigkeit1 mit der ghrenden ,maische eine ,defraudation vorzunehmen4 ,leider tritt vor dieser fiskalischen ,rcksicht die wissenschaftliche dergestalt in den ,hintergrund1 dass in allen ,lndern1 in denen die ,steuer vom ,maischraum erhoben wird1 der ,brenner nicht mehr die ,aufgabe hat1 aus einer gegebenen ,menge ,rohmaterial die grsste ,alkoholmenge zu erzeugen1 sondern aus dem kleinsten ,volumen ,maische die hchste ,alkoholausbeute zu erzielen4 ,der normale ,verlauf des ,zuckerbildungs- oder ,maischprocesses1 sowie der ,ghrung der verzuckerten ,maische ist aber von einem gewissen ,verdnnungsgrade abhngig1 der nicht berschritten werden darf1 ohne an ,alkohol einzubssen4 ,whrend die rationelle ,technik eine gewisse ,verdnnung der ,maische verlangt1 drngt die ,besteuerung auf eine mglichste ,benutzung des besteuerten ,raumes1 d4 h4 auf eine mglichst concentrirte ,maische4 ,in der ,praxis ist daraus die ,methode des ,dickmaischens mit allen ihren ,consequenzen hervorgegangen3 die ,destillirapparate erhielten vielfache ,verbesserungen und zweckmssigere ,einrichtung1 die ,fortschritte des ,brennereigewerbes im ,ganzen betrachtet1 wrden indessen wahrscheinlich grsser sein1 wenn die ,eingriffe der ,steuerbehrde in den ,betrieb1 in die ,zeiteintheilung1 ,ghrdauer1 ,brenndauer1 ,dimension der ,gerthschaften u4 s4 w4 nicht wesentliche ,hindernisse wren4 ,die ,maischraumsteuer gewhrt dem fabrikmssigen ,brennbetriebe grosse ,vortheile vor den landwirthschaftlichen ,kleinbrennereien4 ,nicht allein ist die ,einfhrung von ,dampfapparaten zur ,erwrmung und ,destillation1 welche die ,verarbeitung sehr dicker ,maischen ermglichen1 an eine gewisse ,grsse des ,betriebes gebunden1 sondern die ,aufstellung dieser ,apparate wird auch in demselben ,maasse billiger1 als sich die ,erhaltungs- und ,amortisationskosten auf eine grssere ,alkoholmenge vertheilen4 ,brennereien mit ununterbrochenem ,betriebe sind also schon deshalb in ,vortheil vor jenen1 die nur whrend des ,winters brennen1 wie die kleinen landwirthschaftlichen ,brennereien1 die nur wesentlich die bessere ,verwerthung der selbst erbauten ,kartoffeln zum ,zwecke haben4 ,in der ,landwirthschaft sind ja die ,rckstnde der ,brennereien1 die ,schlempe1 als ,mastfutter fr ,schweine und ,rinder von so hoher ,wichtigkeit1 dass die ,erzeugung dieser ,rckstnde fter als ,hauptprodukt in den ,vordergrund1 der ,branntwein als ,nebenprodukt in den ,hintergrund tritt4 ,die ,brotbckerei4 ,sidenote3 ,brotbereitung4 ,der ,zweck der ,brotbereitung ist1 das ,mehl der ,krner der ,cerealien durch ,abnderung seiner chemischen und physikalischen ,beschaffenheit in den ,zustand zu versetzen1 in welchem es am leichtesten zwischen den ,zhnen zerkleinert1 mit ,speichel getrnkt und dadurch am besten verdaut wird4 ,rhrt man ,mehl mit ,wasser zu einem ,teig an1 so erhlt man nach dem ,trocknen bei gewhnlicher ,temperatur eine ,art ,kuchen1 der die ,strkemehlkrner unverndert und unlslich enthlt und nur schwer verdaut wird1 abgesehen davon1 dass er durch seinen faden ,geschmack den ,appetit nicht reizt4 ,wird zum ,trocknen die ,temperatur des ,siedepunktes des ,wassers benutzt1 so gleicht der ,kuchen getrocknetem ,kleister1 welcher der ,verdauung grosse ,hindernisse entgegensetzt4 ,wirkt diese ,temperatur nur auf die ,oberflche1 aber nicht in das ,innere des ,teiges1 so wird letzterer eine ,beschaffenheit haben1 welche in der ,mitte steht zwischen mehliger und glasiger2 von dieser ,art ist der ,schiffszwieback1 der immer als ein stark ausgetrockneter ,teig betrachtet werden kann und vor dem gebackenen ,brote den ,vorzug grosser ,haltbarkeit1 den ,nachtheil dagegen eines faden ,geschmackes und der ,schwerverdaulichkeit hat4 ,durch das ,backen will man nun zweierlei erreichen1 einmal soll die eigentliche ,brotmasse soweit erhitzt werden1 dass das ,strkemehl in den aufgeschlossenen ,zustand1 in ,kleister bergehe1 der ,teig sich aber nicht in eine feste sprde oder wsserige ,masse verwandele1 sondern sich aufblhe und nach dem beendigten ,backprocesse von der bekannten lockeren und schwammigen ,beschaffenheit erscheine2 das andere ,mal will man durch das ,backen die ,oberflche des ,brotes rsten und dieselbe dadurch in die ,rinde oder ,kruste berfhren1 wodurch nicht nur dem ,brot der charakteristische ,wohlgeschmack1 sondern auch die ,eigenschaft ertheilt wird1 sich lngere ,zeit so ziemlich unverndert aufbewahren zu lassen4 ,das ,mittel zur ,auflockerung des ,teiges ist meist die geistige ,ghrung1 die man durch ,zusatz von ,ghrungsmitteln 7,fermenten71 entweder ,sauerteig oder ,hefe1 einleitet2 ein kleiner ,theil der ,strke des ,mehles geht in ,krmelzucker ber1 der in ,alkohol und ,kohlensuregas zerfllt1 letzteres sucht zu entweichen1 wird aber daran durch die ,zhigkeit des ,mehlteiges verhindert4 ,der nebenbei erzeugte ,alkohol kommt nicht in ,betracht4 ,aus ,weizenmehl und ,hefe erhlt man das ,weissbrot1 aus ,roggenmehl oder einem ,gemisch davon mit ,weizenmehl und ,sauerteig das ,schwarzbrot4 ,heeren fand in dem ,mehle1 wie es gewhnlich zum ,backen benutzt wird1 durchschnittlich gegen #ac ,proc4 ,feuchtigkeit4 ,sidenote3 ,die ,details der ,brotbckerei4 ,die ,rohmaterialien der ,brotbckerei sind ,mehl1 ,wasser und ,ghrungsmittel1 ausserdem ,salz1 ,gewrze u4 dergl4 ,die ,zusammensetzung der wichtigeren ,mehlsorten ist folgende3 a4 b4 c4 d4 ,wasser #ae1ed #ad1fj #ad1jj #aa1gj ,albumin #a1cd #a1ef #a1bj #a1bd ,pflanzenleim #a1gf #b1ib #c1fj #c1be ,casen #j1cg #j1ij #a1cd #j1ae ,fibrin #e1ai #g1cf #h1bd #ad1hd ,kleber #c1ej -- -- -- ,zucker #b1cc #c1df #c1jd #b1ai ,gummi #f1be #d1aj #f1cc #b1ha ,fett #a1jg #a1hj #b1bc #e1fg ,strke #fc1fd #fd1bh #ec1ae #eh1ac ,sand -- -- #f1he -- a4 ,weizenmehl1 b4 ,roggenmehl1 c4 ,gerstenmehl1 d4 ,hafermehl4 ,ausser diesen ,mehlsorten finden ,mais-1 ,bohnen-1 ,erbsenmehl etc4 zur ,brotbereitung rtliche ,anwendung4 ,die ,hauptphasen der ,bckerei sind3 ,sidenote3 ,das ,anmachen des ,teiges und das ,kneten4 #a7 ,das ,anmachen des ,mehles mit ,wasser zu einem ,teige ist die erste ,manipulation beim ,backen4 ,es hat zum ,zweck1 das ,dextrin1 den ,krmelzucker 7deren ,menge whrend des ,anmachens durch die ,einwirkung des ,klebers auf das ,strkemehl vermehrt wird71 einige eiweissartige ,krper aufzulsen und im aufgelsten ,zustande die unlslichen ,bestandtheile des ,mehles1 namentlich den ,kleber1 aber auch das ,strkemehl zu durchdringen1 aufzuweichen und aufzulockern4 ,mit dem ,wasser setzt man zugleich das ,ghrungsmittel1 den ,sauerteig oder die ,hefe 7,presshefe7 zu1 je nachdem ,schwarzbrot oder ,weissbrot dargestellt werden soll4 ,unter dem ,sauerteig 7in ,sddeutschland ,frischel7 versteht man diejenige ,menge des in ,ghrung begriffenen ,teiges1 der bis zum nchsten ,backen aufgehoben wird2 er besteht aus einem ,gemenge von ,mehl und ,wasser1 in welchem ein ,theil des ,strkemehles unter dem ,einflusse der in ,fermente 7,hefe und ,milchsureferment7 umgewandelten ,protenkrper des ,mehles zum ,theil in ,krmelzucker und als solcher in die geistige ,ghrung und ,essigghrung1 zum grssten ,theile aber in die ,milchsureghrung bergegangen ist4 ,der ,sauerteig wirkt in dem ,teige ghrungsfortpflanzend und auf dieselbe ,weise1 wie ghrende ,wrze unter ssser ,wrze1 d4 h4 wie ,hefe4 ,der vom vorigen ,backen zurckgehaltene ,teig heisst ,grundsauerteig 7oder auch blos ,grundsauer74 ,nach lngerem ,liegen ist der ,sauerteig nicht mehr geeignet1 ghrungserregend zu wirken und geht nach und nach in ,fulniss ber4 ,ueber das ,verhltniss1 in welchem man den ,sauerteig zum ,mehlteige setzt1 lsst sich nichts ,bestimmtes angeben1 da dasselbe von der ,art des herzustellenden ,brotes1 dem ,suregrad und der ,beschaffenheit des ,sauerteiges u4 s4 w4 abhngig ist4 ,man rechnet gewhnlich auf #ajj ,th4 ,mehl #d ,th4 ,sauerteig1 oder auch auf #hj ,th4 ,brot #c ,th4 ,sauerteig4 ,handelt es sich um ,weissbrot1 so rechnet man auf #ajj ,th4 ,mehl #b ,th4 ,presshefe4 ,das ,anmachen des ,mehles geschieht mit lauwarmem ,wasser von #ba-cg4 ,sidenote3 ,kneten4 ,der so erhaltene dnne ,teig1 aus ,mehl1 ,wasser und ,ferment bestehend1 bleibt1 mit ,mehl bestreut1 an einem mssig warmen ,orte einige ,zeit1 meist ber ,nacht1 stehen4 ,hierbei tritt die ,brotghrung ein1 indem das ,ferment auf die ,dextrose des ,teiges einwirkt2 in ,folge der ,kohlensureentwickelung hebt sich der ,teig 7er geht auf74 ,dem aufgegangenen ,teige verleibt man durch ,kneten ,mehl ein1 weil er fr sich zu wenig ,consistenz hat1 um verbacken werden zu knnen4 ,verfhrt man nach der gewhnlichen ,art1 nach welcher man zuerst nur ein ,drittheil des ,mehles mit dem ,wasser anmacht1 so knetet man dann die brigen zwei ,drittheile und das zur ,bildung eines normalen ,teiges erforderliche ,wasser ein4 ,nach dem ,kneten bestreut man den ,teig mit ,mehl und lsst ihn an einem warmen ,orte nochmals aufgehen 7zukommen71 wozu kaum halb so viel ,zeit1 als zu dem ersten ,ghren nthig ist4 ,in den meisten ,bckereien lsst man gegenwrtig das zweite ,ghren weg und schreitet sofort nach dem ,kneten zum ,auswirken1 d4 h4 man bringt den ,teig in die gebruchliche ,form von ,brot4 ,durch das ,auswirken wird der ,teig zusammengedrckt und muss daher von ,neuem an einem warmen ,orte kurze ,zeit der ,ghrung berlassen werden1 um sich wieder zu heben 7das ,zurichten74 ,in der ,regel geschieht dies auf ,krben 7,backschsseln7 oder auf ,leinwand 7,brottchern71 die man mit ,kleie bestreut1 um das ,anhaften zu verhten4 ,das ,volumen des ,teiges nimmt bis auf das ,doppelte zu4 ,whrend des ,ghrens bestreicht man beim ,roggenbrote die ,laibe fters mit lauem ,wasser1 damit die ,oberflche keine ,risse erhlt4 ,dieses ,bestreichen wird auch unmittelbar vor dem ,einschieben in den ,ofen wiederholt4 ,das ,wasser erweicht die ,rinde und lst etwas ,dextrin aus dem ,teige auf1 welches nach dem ,verdunsten des ,wassers auf der ,oberflche 7,kruste7 zurckbleibt und dem ,brote ,glanz giebt4 ,haben sich die ,brote gengend gehoben und hauchen sie einen eigenthmlich geistigen ,geruch aus1 so ist es ,zeit1 die ,ghrung durch das ,backen zu unterbrechen4 ,da whrend des ,backens die ,brote durch ,verdampfung des ,wassers betrchtlich an ,gewicht verlieren1 das ,gewicht des ,brotes durch die ,behrde aber vorgeschrieben ist1 so muss man so viel ,teig mehr nehmen4 ,das ,gewicht des ,teiges1 welches zu einem ,brote von bestimmtem ,gewichte genommen werden muss1 ist nach der ,grsse des ,brotes verschieden1 und zwar im ,verhltniss um so grsser1 je kleiner das ,brot ist4 ,je nach der ,grsse des ,brotes verliert der ,teig beim ,backen bis zu #be ,proc4 an ,gewicht4 ,der ,grund davon liegt darin1 dass1 je kleiner das ,brot ist1 es desto mehr ,kruste hat im ,verhltniss zur ,krume1 dass ferner die ,kruste weniger ,feuchtigkeit enthlt als die ,krume4 ,illustration3 ,fig4 #bdc4 ,sidenote3 ,knetmaschinen4 ,das ,kneten des ,brotteiges mit den ,hnden und ,armen ist eine beraus anstrengende ,arbeit1 der man hufig den ,vorwurf gemacht hat1 dass sie unreinlich und ungesund sei4 ,ohne uns in ,errterungen einzulassen1 in wie weit diese ,vorwrfe gerechtfertigt sind1 ist doch anerkannt1 dass die mit der blichen ,knetmethode verbundene krperliche ,anstrengung eine ausserordentliche ist2 es wurde deshalb lngst der ,gedanke erweckt1 die ,arbeit des ,knetens durch ,maschinen verrichten zu lassen4 ,obgleich es unmglich ist1 die ,handarbeit durch ,maschinen dort verrichten zu lassen1 wo der ,tastsinn in ,betracht kommt und die ,knetmaschinen eine allgemeine ,anwendung nicht finden konnten1 so haben sie sich doch in allen ,brotfabriken bewhrt1 wo es sich um die ,herstellung von nur einer ,brotsorte handelte4 ,von den vielen im ,laufe der ,zeit aufgetauchten ,knetmaschinen sei nur die folgende von ,clayton 7,fig4 #bdc7 angefhrt4 ,die ,teigbestandtheile werden in den cylindrischen ,backtrog ,a gebracht2 er ruht auf dem ,gestelle b b mittelst der hohlen ,zapfen c und d1 welche sich in den ,lagern e drehen4 ,im ,innern des ,cylinders ist ein ,rahmen f angebracht1 der um die ,zapfen g und h gedreht werden kann4 ,die beiden ,hlften dieser ,rahmen sind durch schrge ,messer i i mit einander verbunden1 welche beim ,umdrehen des ,troges den ,teig bearbeiten4 ,die ,bewegung des ,troges und des ,rahmens erfolgt in entgegengesetzter ,richtung4 ,die ,kurbel o ist mit der ,axe des usseren ,troges1 die ,kurbel p mit dem inneren ,rahmen verbunden4 ,indem beide ,kurbeln in entgegengesetzter ,richtung gedreht werden1 bewegen sich ,trog und ,rahmen gegen einander4 ,das ,drehen kann auch durch einen einzigen ,menschen mittelst einer ,kurbel verrichtet werden1 indem die ,welle h der ,kurbel o1 welche mit dem inneren ,rahmen durch die hohle ,axe verbunden ist und denselben bei der ,umdrehung mitnimmt1 ein konisches ,rad m enthlt1 das in das ,rad k eingreift1 welches wieder ein mit dem hohlen ,zapfen des ,troges verbundenes ,rad l umtreibt2 es muss daher1 wenn das ,rad m nach rechts sich dreht1 das ,rad t links umlaufen4 ,sidenote3 ,backofen4 ,die ,umwandlung des gegangenen und ausgewirkten ,brotteiges in ,brot geschieht durch das ,backen in dem ,backofen1 dessen gewhnlichste ,art aus einem runden oder ovalen1 mit ,gewlbe berspannten ,herde besteht1 an dessen vorderer ,seite das ,mundloch1 eine ,oeffnung zum ,einschieben der ,brote und zugleich auch zum ,einfhren des ,brennmaterials1 sich befindet4 ,der ,ofen ist aus ,backsteinen und ,lehm aufgemauert1 die ,sohle des ,herdes mit ,ziegelsteinen belegt oder aus ,lehm geschlagen4 ,das ,ofengewlbe von elliptischer ,gestalt muss mglichst niedrig sein1 um die ,wrme gut reflectiren zu knnen4 ,das ,mundloch lsst sich mit einer ,thr aus ,blech oder ,gusseisen verschliessen2 da dasselbe zugleich als ,rauchffnung dient1 so ist ber dem ,mundloch ein ,rauchkanal angebracht1 der den ,rauch in den ,schornstein fhrt4 ,neben dem ,mundloche sind gewhnlich noch zwei kleine ,oeffnungen vorhanden1 mittelst deren und durch angezndete ,holzspne man den ,ofen whrend des ,einschiebens der ,brote beleuchtet4 ,die zum ,verbrennen des ,brennmaterials erforderliche ,luft strmt durch den unteren ,theil des ,mundloches ein1 whrend durch den oberen die ,verbrennungsgase und der ,rauch austreten1 die fr das ,heizen sehr unangenehm sind4 ,zweckmssiger ist daher eine ,einrichtung der ,backfen1 bei welchen das ,mundloch nur zum ,heizen dient1 der ,rauch dagegen durch ,oeffnungen entweicht1 die in dem hinteren ,theile des ,gewlbes sich befinden und durch ,schieber verschlossen werden knnen4 ,illustration3 ,fig4 #bdd4 ,illustration3 ,fig4 #bde4 ,fig4 #bdd zeigt den ,verticaldurchschnitt1 ,fig4 #bde die ,sohle eines solchen ,backofens4 ,die nach hinten aufsteigende ,backsohle ,a hat eine ,breite von #c1a ,meter und eine ,tiefe von #d ,meter und ist mit einem ,gewlbe in einem ,abstande von #j1e ,meter berspannt4 ,das ,mundloch hat eine ,breite von #j1h ,meter4 e e e sind die ,zge1 durch welche die ,verbrennungsgase in den ,schornstein ,d abgeleitet und durch einen ,schieber u verschlossen werden knnen4 ,diese ,vertiefung x giebt dem ,bcker einen bequemen ,stand4 ,unter dem ,backofen ist der ,raum fr die ,kohlen aus dem ,ofen 7,bckerkohlen74 ,e ist die ,backstube1 welche durch den darunter liegenden ,backofen die zum ,gehen des ,teiges erforderliche ,temperatur erhlt4 ,als ,brennmaterial wendet man trockenes1 fein gespaltenes1 weiches ,holz an1 welches man auf dem ,herde kreuzweise schichtet4 ,die zum ,backen erforderliche ,temperatur hat der ,backofen dann erreicht1 wenn beim ,reiben des ,herdes oder des ,gewlbes mit einem ,holzstabe ,funken sich zeigen4 ,die glhenden ,kohlen werden durch das ,mundloch aus dem ,ofen gezogen und zum ,verlschen in den unterhalb des ,ofens befindlichen ,raum gebracht4 ,ehe das zu backende ,brot eingeschossen wird1 reinigt man den ,ofen von ,asche und mit ,hlfe eines nassen ,wischers und bringt darauf die ,brote mittelst der sogenannten ,ofenschssel1 eines langen1 mit ,stiel versehenen ,brettes1 in den ,ofen4 ,die zum ,backen geeignete ,temperatur des ,ofens betrgt #bjj-bbe ,c4 ,vor dem ,einschieben bestreicht man die ,oberflche mit ,wasser1 in welches man etwas ,mehl eingerhrt hat1 um das ,aufspringen der ,brotkruste in ,folge zu schneller ,einwirkung zu hoher ,temperatur zu verhindern2 die ,hitze wirkt nun zuerst auf die ,feuchtigkeit1 sodass die ,oberflche vor zu hoher ,temperatur geschtzt ist4 ,die ,wasserdmpfe1 womit der ,backofen sich nach und nach anfllt1 sind1 um eine chemische ,vernderung der ,oberflche des ,brotes hervorzurufen und dadurch eine glatte ,kruste zu erzeugen1 ganz unerlsslich4 ,die zum ,ausbacken erforderliche ,zeit richtet sich nach der ,grsse1 der ,form und der ,art des ,brotes4 ,je mehr das ,brot sich der ,kugelform nhert1 je kleiner mithin die ,oberflche im ,vergleich zum ,inhalt ist1 eine desto lngere ,backzeit ist nthig4 ,schwarzbrot erfordert lngere ,zeit als weisses4 ,diese ,backfen haben in die ,augen springende ,nachtheile1 sie knnen nie gleichmssig erwrmt werden und khlen auch ungleichmssig ab1 und zwar durch die einstrmende ,luft am schnellsten im vorderen ,theile4 ,gewhnlich wird nach jedem ,gebck nachgeheizt1 ehe wieder eingeschossen wird1 wozu weniger ,brennstoff gehrt als zum ,anheizen4 ,bei dem fabrikmssigen ,betriebe der ,bckerei wendet man continuirlich betriebene ,oefen1 bei welchen ,backraum und ,feuerraum getrennt sind1 an4 ,sidenote3 ,surrogate des ,fermentes4 ,surrogate des ,fermentes fr die ,brotghrung4 ,wie aus dem ,vorstehenden folgt1 beruht das ,wesentliche der ,brotbereitung darauf1 dass das mit ,wasser zu einem ,teige verbundene ,mehl durch den ,umstand1 dass in dem gegohrenen ,brote der ,kleber gleichsam ein ,skelett oder ein zellenfrmiges ,gewebe bildet1 durch welches das ,entweichen der ,kohlensure verhindert wird1 die bekannte porse und schwammige ,beschaffenheit erhlt1 die zur ,verdaulichkeit des ,brotes erforderlich ist4 ,diese ,beschaffenheit wird nun dem ,brote zum ,theil auf ,kosten eines ,theiles der ,strke des ,mehles ertheilt1 die sich erst in ,strkezucker und dann durch ,ghrung in ,alkohol und ,kohlensuregas umwandelt2 letzteres sucht zu entweichen und bewirkt zunchst das ,aufgehen des ,teiges4 ,damit diese ,ghrung vor sich gehe1 ist der ,zusatz von ,fermenten nothwendig1 die dem ,brote fremd sind und zuweilen demselben die ,verdauung beeintrchtigende ,eigenschaften ertheilen4 ,es war daher schon lngst das ,streben der ,techniker1 die ,brotghrung und somit auch den ,zusatz von ,hefe und ,sauerteig zu umgehen und dem ,teige die erforderliche lockere ,beschaffenheit durch eine in dem ,teige selbst vor sich gehende ,gas- oder ,dampfbildung zu geben2 denn es ist einleuchtend1 dass jeder luft- oder dampffrmige ,krper auf passende ,weise in dem ,teige vertheilt1 sich ebenso wie die whrend des ,aufgehens sich entwickelte ,kohlensure verhalten wird4 ,obgleich das ,problem1 ,brot von normaler ,beschaffenheit ohne ,ghrung zu bereiten1 noch keineswegs gelst ist1 so fehlt es doch nicht an darauf bezglichen ,vorschlgen1 die zum ,theil alle ,beachtung verdienen4 ,es seien im ,folgenden einige der wichtigsten derselben angefhrt4 ,das ,ammonsesquicarbonat 7,hirschhornsalz der ,pharmaceuten71 dem ,teige in kleiner ,menge einverleibt1 kann zum ,aufgehen desselben beitragen1 einmal1 indem die ,sure1 die in keinem ,teige fehlt1 mit dem ,ammoniak zusammentritt und ,kohlensure frei macht1 das andere ,mal1 indem das kohlensaure ,ammoniak in der ,hitze des ,backofens ,dampfgestalt annimmt und somit das ,auflockern des ,teiges bewirkt4 ,natriumbicarbonat und ,salzsure sind wiederholt vorgeschlagen und von ,j4 v4 ,liebig warm empfohlen worden1 um in dem ,teige selbst die zum ,aufgehen desselben nthige ,kohlensure zu entwickeln 7,na,h,c,o#c ,cl,h ,na,cl ,h#b,o ,,co#b71 wobei das zugleich entstandene ,kochsalz in dem ,teige bleibt4 ,auf #ajj ,kilogr4 ,schwarzmehl nimmt man #a ,kilogr4 ,natriumbicarbonat1 #d1be ,kilogr4 ,salzsure von #a1jfc spec4 ,gew4 7 #i1e ,b4 #ac ,proc4 ,cl,h71 #a1ge-b1j ,kilogr4 ,kochsalz und #gi-hj ,liter ,wasser2 man erhlt #aej ,kilogr4 ,brot#abi4 ,vortheilhafter und rationeller scheint das gleichfalls von v4 ,liebig empfohlene ,horsford'sche ,backpulver 7yeast-powder7 zu sein4 ,dieses ,pulver besteht aus zwei ,prparaten1 einem ,surepulver 7saurem ,calciumphosphat gemengt mit saurem ,magnesiumphosphat7 und einem ,alkalipulver 7einem ,gemisch von #ejj ,grm4 ,natriumbicarbonat und #ddc ,grm4 ,chlorkalium74 ,auf #ajj ,kilogr4 ,mehl kommen #b1f ,kilogr4 ,surepulver und #a1f ,kilogr4 ,alkalipulver zur ,anwendung4 7,whrend des ,knetens setzen sich ,natriumbicarbonat und ,chlorkalium zunchst in ,chlornatrium und ,kaliumbicarbonat um1 welches letztere hierauf durch das saure ,phosphat unter ,freiwerden von ,kohlensure zersetzt wird47 ,durch ,anwendung des ,backpulvers ist man in den ,stand gesetzt innerhalb zweier ,stunden aus ,mehl fertiges ,brot zu bereiten1 und erhlt dabei aus #ajj ,pfd4 ,mehl #aj-ab ,proc4 ,brot mehr als im gnstigsten ,falle nach dem gewhnlichen ,backverfahren4 ,von besonderem ,werthe ist die ,methode in allen den ,fllen1 wo nicht stets frischer ,sauerteig zu haben ist1 wie z4 ,b4 auf ,schiffen oder in ,drfern1 in denen nicht regelmssig gebacken wird4 ,die ,anwendung des ,backpulvers empfiehlt sich schliesslich noch fr den ,kchengebrauch1 indem hierdurch alle die ,mhe und ,zeit erspart wird1 welche die ,beschaffung sowie die ,anwendung der ,kunsthefe mit sich fhrt -- ein ,vortheil1 der vielen ,hausfrauen von ,werth sein wird und in ,nord-,amerika dieses ,backverfahren bereits zur allgemeinen ,verbreitung gebracht hat4 ,reines ,kohlensuregas dem ,teige zu incorporiren1 um demselben die ,beschaffenheit eines durch ,ghrung gehobenen ,teiges zu ertheilen1 ist eine ziemlich nahe liegende ,idee1 die zu verschiedenen ,zeiten gefasst1 vergessen und immer wieder von ,neuem aufgenommen wurde1 zahlreiche ,vertreter und ebenso viele ,gegner fand1 ohne dass bis jetzt ein gengendes ,resultat erzielt worden wre4 ,neuerdings haben ,dauglish und ,bousfield sich mit der ,brotbereitung mit ,hlfe von ,kohlensure 7,luftbrot1 arated-bread7 beschftigt4 ,das ,kneten des ,teiges geschieht in einem verschlossenen ,cylinder1 aus welchem die ,luft ausgepumpt wird und in welchen man sodann unter starkem ,druck ,kohlensuregas eintreibt1 welches whrend des ,knetens von dem dem ,mehle zugesetzten ,wasser absorbirt wird4 ,hat das ,kneten gengend stattgefunden1 so ffnet man eine unter dem ,knetcylinder befindliche ,rhre1 durch welche der ,teig sodann durch den ,gasdruck ausgetrieben wird4 ,man schneidet ihn beim ,austritt aus der ,rhre stckweise ab und bringt die so gebildeten ,laibe sofort in den ,backofen4 ,indem die von dem ,wasser des ,teiges absorbirte ,kohlensure nun wieder entweicht1 blht sie den ,teig auf4 -- ,die ,behauptung1 dass das mit reiner ,kohlensure dargestellte ,brot einen andern und zwar faden ,geschmack besitze1 als das auf gewhnliche ,weise mit ,ghrung erhaltene1 scheint nicht ungerechtfertigt zu sein1 da in letzterem geringe ,mengen der geistigen ,produkte der ,ghrung zurckbleiben1 die namentlich bei frischem ,brote durch ,geschmack und ,geruch wahrzunehmen sind4 ,es ist auch nicht zu vergessen1 dass der bei der ,brotghrung sich bildende ,alkohol1 indem er durch die ,hitze des ,backofens in ,dampf verwandelt wird1 neben der ,kohlensure zur ,auflockerung des ,brotes beitrgt4 ,pflegt man ja in der ,feinbckerei bei ,backwerken aus ,mehl1 ,fett und ,eiweiss zum ,auflockern des ,teiges eine alkoholische ,flssigkeit allein 7,weingeist oder ,rum7 anzuwenden4 #abi ,das ,verhltniss des ,natriumbicarbonates zur ,salzsure ist so gewhlt1 dass #e ,grm4 des ersteren durch #cc ,kubikcentim4 der ,sure vollkommen neutralisirt werden2 das ,brot muss eine sehr schwachsaure ,reaction behalten4 ,sidenote3 ,brotausbeute4 ,was die ,ausbeute an ,brot aus einem bestimmten ,quantum ,mehl anbelangt1 so geben #ajj ,kilogr4 ,mehl1 je nach der ,beschaffenheit desselben1 #abe-ace ,kilogr4 ,brot4 ,sidenote3 ,zusammensetzung des ,brotes4 ,das ,mehl der ,getreidearten enthlt im lufttrocknen ,zustande #ab-af ,proc4 ,wasser1 whrend seiner ,umwandlung zu ,brot nimmt es aber noch grosse ,mengen von ,wasser auf4 #ajj ,pfd4 feinen ,weizenmehls verbinden sich mit #ej ,pfd4 ,wasser und geben #aej ,pfd4 ,brot4 ,die ,zusammensetzung des ,mehles und ,brotes ist daher folgende3 ,weizenmehl4 ,weizenbrot4 ,trockenes ,mehl #hd #hd ,ursprngliches ,wasser #af #af ,hinzugesetztes ,wasser -- #ej --- --- #ajj #aej ,nach ,heeren geben #ajj ,pfd4 ,weizenmehl wenigstens #abe-abf ,pfd4 ,brot1 #ajj ,pfd4 ,roggenmehl #aca ,pfd4 ,brot4 ,der ,gehalt des frischen ,weizenbrotes an ,dextrin und lslicher ,strke betrgt #i ,proc41 an ,strke #dj ,proc41 an ,protenkrpern #f1e ,proc41 an ,wasser #dj-de ,proc4 ,neugebackenes ,brot besitzt1 wie allbekannt1 eine eigenthmliche ,weichheit und ,zhigkeit2 nach einigen ,tagen verliert es diese ,weichheit und wird krmelnd und anscheinend trocken und heisst in diesem ,zustande altbacken4 ,meist ist man der ,ansicht1 dass diese ,vernderung in der ,abnahme des ,wassergehaltes ihren ,grund habe4 ,dies ist aber unrichtig1 da nach ,versuchen von ,boussingault altbackenes ,brot ebenso viel ,wasser als frisches enthlt4 ,die ,vernderung besteht allein in einem besondern ,molecularzustande des ,brotes1 welcher bei dem ,altbackenwerden eintritt4 ,sidenote3 ,verunreinigung des ,brotes4 ,wenn das zur ,brotfabrikation angewendete ,mehl verdorben ist1 so ist der ,kleber verndert und erweicht2 die bei dem ,ghren des ,teiges sich entwickelnde ,kohlensure lockert daher den ,teig nicht auf1 sondern entweicht4 ,das daraus entstehende ,brot ist mithin derb und weniger weiss4 ,um diesem ,uebelstande zu begegnen und schlechtes ,mehl zur ,erzeugung eines anscheinend guten ,brotes anzuwenden1 pflegen die ,bcker ,belgiens und des nrdlichen ,frankreichs dem ,teig eine kleine ,menge ,kupfersulfat 7#a_/aejjj-a_/cjjjj7 zuzusetzen1 dessen ,base sich mit dem ,kleber zu einer unlslichen ,verbindung verbindet1 wodurch der ,teig zhe und weiss wird und die ,eigenschaft erhlt1 eine grssere ,menge ,wasser aufzunehmen4 ,um diese schdliche ,beimengung nachzuweisen1 wird eine ,portion des verdchtigen ,brotes getrocknet und durch ,verbrennen eingeschert1 in der zurckbleibenden ,asche lsst sich durch ,abschlmmen das ,kupfer leicht nachweisen4 ,in ,england setzt man allgemein dem ,mehl beim ,brotbacken etwas ,alaun zu4 ,in ,deutschland1 wo der ,zusatz von ,kupfersulfat und ,alaun 7#j1a ,proc47 von der ,behrde untersagt ist1 bewahrt man in einigen ,gegenden den ,sauerteig in kupfernen ,trgen auf1 wodurch sich ,grnspan erzeugt1 dessen ,bildung von den ,bckern nicht ungern gesehen wird4 ,die ,essigfabrikation4 ,sidenote3 ,der ,essig und seine ,entstehungsweise4 ,das1 was man im gewhnlichen ,leben ,essig nennt1 ist wesentlich ein ,gemisch von ,essigsure mit ,wasser4 ,die ,essigsure ,c#b;,h#d,o#b oder 7,c#b;,h#c,o _/ ,h7 ,o besteht im hchst concentrirten ,zustande in #ajj ,theilen aus ,kohlenstoff #bd #dj1j ,wasserstoff #d #f1g ,sauerstoff #cb #ec1c ------------ #fj #ajj1j und bildet sich durch ,oxydation des ,alkohols1 sowie durch trockne ,destillation der ,cellulose4 ,was die erstere ,bildungsweise betrifft1 so lsst sich der ,vorgang der ,umwandelung des ,alkohols in ,essigsure durch folgendes ,schema ausdrcken3 #a ,mol4 ,alkohol ,c#b;,h#f,o #df geben #b ,sauerstoff #b,o #cb -- #gh #a ,mol4 ,essigsure ,c#b;,h#d,o#b #fj #a ,wasser ,h#b,o #ah -- #gh ,nach diesem ,schema geben #ajj ,th4 ,alkohol #abi1e ,th4 hchst concentrirte ,essigsure4 ,der ,vorgang ist aber in der ,that nicht so1 dass sich aus dem ,alkohol sofort ,essigsure bildet4 ,ehe diese ,sure entsteht1 geht der ,alkohol erst in einen ,krper ber1 welcher minder sauerstoffreich ist als die ,essigsure1 nmlich den ,aldehyd ,c#b;,h#d,o4 ,die ,umwandelung des ,alkohols lsst sich auf folgende ,weise bersichtlich darlegen3 ,alkohol ,c#b;,h#f,o #df 7,h#b werden durch ,o aus ,davon ab ,h#b #b der ,luft zu ,h#b,o ---------------------------------------- -- oxydirt7 ,bleibt ,aldehyd ,c#b;,h#d,o #dd ,dazu ,o #af 7aus der ,luft7 ---------------------------------------- -- ,resultirte ,essigsure ,c#b;,h#d,o#b #fj #ajj ,kilogr4 ,alkohol brauchen zu ihrer ,ueberfhrung in ,essigsure #cjj ,kilogr4 7 #bcbb ,hektoliter7 ,luft1 da diese genau die #fi ,kilogr4 ,sauerstoff enthalten1 die zur ,oxydation des ,alkohols zu ,essigsure erforderlich sind4 ,es ist jedoch einleuchtend1 dass in der ,praxis dieses ,luftquantum bei weitem unzureichend ist1 da von dem dem ,alkohol zugefhrten atmosphrischen ,sauerstoff wahrscheinlich nur derjenige ,theil1 der in ,gestalt von ,ozon vorhanden ist1 zur ,essigbildung verwendet wird4 ,soll in alkoholhaltigen ,flssigkeiten die ,umwandelung des ,alkohols in ,essigsure erfolgen1 so muss ein ,ghrungspilz1 die ,mycoderma aceti1 vorhanden sein1 welcher1 wie es scheint1 die ,function hat1 den ,sauerstoff der ,luft thtig zu machen und auf den ,alkohol zu bertragen4 ,die ,entstehung des ,essigs als ,produkt der trockenen ,destillation der ,cellulose 7,holz1 ,torf7 lsst sich nicht durch einfache ,gleichung ausdrcken1 da neben ,essigsure zahlreiche ,verbindungen wie gasfrmige und flssige ,kohlenwasserstoffe1 ,holzgeist1 ,aceton1 ,kreosot und ,oxyphensure1 ,theer etc4 entstehen1 deren relative ,menge abhngig ist von der ,temperatur1 bei welcher destillirt wird1 von der ,form des ,destillirgefsses1 von dem ,feuchtigkeitsgrade1 der ,art der cellulosehaltigen ,substanz u4 s4 w4 ,greek3 a7 ,darstellung des ,essigs aus alkoholhaltigen ,flssigkeiten4 ,sidenote3 ,essig aus ,alkohol4 ,alkohol1 fr sich der ,luft oder reinem ,sauerstoffgase ausgesetzt1 geht nicht in ,essigsure ber4 ,da der ,essig aber gleichwol aus dem ,alkohol nur durch ,aufnahme von ,sauerstoff 7allerdings von thtigem7 sich bildet1 so ist es einleuchtend1 dass die alkoholhaltige ,flssigkeit1 welche in ,essig umgewandelt werden soll1 in die fr die ,essigbildung gnstigsten ,bedingungen versetzt werden muss4 ,hier1 wie so hufig bei chemisch-technischen ,processen ist die ,erfahrung die beste ,rathgeberin4 ,eine zweckmssige und auf naturgesetzliche ,principien gesttzte ,anwendung dieser ,erfahrungen macht das ,wesen der ,essigfabrikation1 d4i4 die ,darstellung von ,essig in der krzesten ,zeit und auf die billigste ,weise1 namentlich mit dem geringsten ,verluste von ,alkohol1 aus4 ,die ,bedingungen1 unter welchen eine vortheilhafte ,erzeugung des ,essigs im ,grossen stattfinden kann1 sind folgende3 #a7 die alkoholhaltige ,flssigkeit -- das ,essiggut -- sei dieselbe ,traubenwein oder ,obstwein1 gegohrener ,malzauszug1 ,bier und ,branntwein1 soll hinreichend verdnnt sein2 sie darf nicht wol ber #aj ,proc4 ,alkohol enthalten4 ,die ,erfahrung hat gezeigt1 dass unmittelbar durch ,ghrung dargestellte alkoholische ,flssigkeiten leichter in ,essig bergefhrt werden knnen1 als ,mischungen von ,branntwein oder ,alkohol mit ,wasser4 ,eine zu grosse ,verdnnung1 die weiter geht als bis zu #c ,proc4 ,alkohol1 hindert zwar nicht die ,essigbildung1 wol aber wird sie dadurch verlangsamt2 #b7 eine geeignete ,temperatur1 die nicht ber #cf ,c4 steigen und nicht unter #aj-ab ,c4 sinken soll4 ,bei einer ,temperatur von #g ,c4 und darunter findet keine ,essigbildung mehr statt1 eine ,tatsache1 die bei der ,anfhrung der ,vortheile von ,felsen- und ,eiskellern zur ,aufbewahrung von ,lagerbier und berhaupt gegohrenen ,flssigkeiten gewhnlich bersehen wird4 ,bei einer ,temperatur von #dj-fj ist die ,verwandtschaft des ,alkohols zum ,sauerstoff gesteigert und die ,essigbildung geht schneller und krftiger vor sich1 doch ist bei dieser ,temperatur ein namhafter ,verlust an ,alkohol und ,essig durch ,verdampfen unvermeidlich2 #c7 gehriger ,luft- oder ,sauerstoffzutritt zu der alkoholischen ,flssigkeit und innige ,berhrung zwischen beiden4 ,kleinere ,massen der geistigen ,flssigkeiten sind zur ,essigbildung geeigneter als grssere auf einmal1 weil erstere der ,luft mehr ,berhrungspunkte darbieten2 #d7 das ,vorhandensein von ,substanzen1 welche den ,essigbildungsprocess einzuleiten und fortzufhren vermgen2 sie sind in ihrer ,wirkung den ,ghrungserregern oder ,fermenten an die ,seite zu stellen und werden deshalb ,essigsurefermente1 saure ,fermente genannt1 obgleich die ,essigbildung aus ,alkohol keineswegs ein physiologischer ,process ist4 ,das beste ,ferment ist der ,essig1 mithin auch alle ,krper1 welche mit ,essig imprgnirt sind1 wie der sogenannte ,essigschimmel oder ,essigpilz 7,mycoderma aceti72 frher glaubte man1 dass die ,essigmycodermen zu dem ,alkohol und dem ,essig in derselben ,beziehung stehen1 wie die ,hefe zum ,zucker und ,alkohol -- daher auch der ,name ,essigghrung1 um den ,process der ,umwandlung der alkoholischen ,flssigkeit in ,essig zu bezeichnen -- gegenwrtig weiss man aber1 dass dies nur insoweit richtig ist1 als ,essigkahm auf eine alkoholhaltige ,flssigkeit gebracht1 wie die ,versuche von ,pasteur 7#ahfb7 gezeigt haben1 ebenso gut wie eine kleine ,quantitt ,essig und die ,essigsurefermente berhaupt bei ,luftzutritt die ,essigbildung einzuleiten und fortzufhren fhig ist1 wie mit ,essig getrnkte ,holzgefsse und ,spne2 in vielen dieser ,krper sind in ,oxydation begriffene ,substanzen1 welche mit alkoholhaltigen ,flssigkeiten zusammengebracht1 den ,alkohol mit in den ,kreis der ,oxydation hineinziehen und seine ,umwandlung in ,essig einleiten4 ,reine ,essigsure ist daher nicht im ,stande1 den ,essigbildungsprocess hervorzurufen1 wol aber der ,essig1 der neben der ,essigsure stets kleine ,mengen der erwhnten ,protensubstanzen enthlt4 ,dass es diese letzteren nicht an und fr sich sind1 sondern nur ein eigenthmlicher und activer ,zustand derselben1 zeigt das ,verhalten des ,platinmohrs und des ,platinschwammes1 welche sofort ,alkohol in ,essigsure berfhren4 ,nach ,allem zu schliessen1 wird man wol annehmen drfen1 dass durch die ,gegenwart der ,mycoderma aceti1 wie durch fein zertheiltes ,platin1 der ,sauerstoff der ,luft activ1 d4 h4 in ,ozon bergefhrt werde und dass nur ozonisirter ,sauerstoff fhig sei1 aus ,alkohol ,essig zu bilden4 ,die ,essigsure ist mithin kein ,produkt der ,mycoderma1 sondern das ,produkt eines ,oxydationsprocesses4 ,eine genauere ,untersuchung des ,verhaltens des ,wasserstoffsuperoxydes und anderer hnlicher ozonhaltiger oder ozonbildender ,krper zu ,gemischen von ,alkohol und ,wasser wrde ohne ,zweifel wesentlich zur ,kenntniss der ,theorie des ,essigbildungsprocesses beitragen und vielleicht einen neuen ,weg zur rationellen ,darstellung des ,essigs erffnen4 ,sidenote3 ,erscheinungen whrend der ,essigbildung4 ,bei der ,essigbildung sind ,erscheinungen wahrzunehmen1 deren ,beobachtung fr die ,beurtheilung des ,fortschreitens der ,umwandelung des ,alkohols in ,essigsure von ,belang ist1 diese ,erscheinungen sind theils chemischer1 theils physikalischer ,natur1 theils sind sie auch nur ussere1 durch die ,vernderung der chemischen ,natur der ,flssigkeit bedingte1 zu den chemischen sind zu rechnen die ,absorption des atmosphrischen ,sauerstoffes1 ohne dass dabei ein ,gas ausgeschieden wird4 ,in dem ,grade als die ,essigbildung fortschreitet1 verliert sich der alkoholische ,geruch und ,geschmack der ,flssigkeit und macht der bekannten erfrischend-sauren des ,essigs ,platz4 ,zu den physikalischen ,erscheinungen1 die whrend des ,verlaufes der ,essigbildung auftreten1 gehren #a7 ,zunahme des specifischen ,gewichtes der ,flssigkeit und #b7 ,erhhung der ,temperatur derselben4 ,die ,erhhung der ,temperatur der ,flssigkeit whrend der ,essigbildung ist eine ,folge des ,ueberganges des ,sauerstoffes aus dem gasfrmigen in den tropfbar flssigen ,zustand4 ,die ,temperatur steigt um so hher1 je schneller die ,aufnahme des ,sauerstoffes geschieht4 ,sidenote3 ,die ltere ,methode der ,essigbildung4 ,nach dem verschiedenen ,ursprunge unterscheidet man gegenwrtig folgende ,essigarten3 #a7 den ,weinessig1 welcher aus ,wein bereitet wird und ausser der ,essigsure fast alle brigen ,bestandtheile des ,weines1 namentlich ,weinsure1 ,bernsteinsure und gewisse ,aetherarten enthlt1 welche dem ,weinessig den charakteristisch angenehmen ,geruch ertheilen2 #b7 den ,branntweinessig 7,spiritusessig oder knstlichen ,weinessig71 welcher in der ,regel nur aus einem ,gemisch von ,essigsure und ,wasser und geringen ,mengen von ,essigther besteht2 #c7 den ,obstessig1 aus dem ,aepfel- und ,birnenwein dargestellt1 enthlt neben der ,essigsure noch ,aepfelsure2 #d7 den ,bier-1 ,malz- oder ,getreideessig1 welcher aus ungehopfter ,bierwrze dargestellt wird und neben der ,essigsure ,extractbestandtheile wie ,dextrin1 stickstoffhaltige ,bestandtheile und ,phosphate enthlt2 #e7 den ,essig aus ,zuckerrben4 ,die ,rben werden zu einem feinen ,brei gerieben und dann gepresst4 ,den ,rbensaft verdnnt man mit ,wasser und kocht ihn auf4 ,nach dem ,abkhlen versetzt man ihn mit ,hefe und bergiebt ihn zuerst einer alkoholischen1 dann einer sauren ,ghrung4 ,das zur sauren ,ghrung dienende ,gefss steht mit einem ,ventilator in ,verbindung4 ,durch die ,zufuhr eines reichlichen ,luftquantums und durch ,erhaltung einer gleichmssigen ,temperatur ist in wenigen ,tagen der durch ,ghrung des ,saftes entstandene ,alkohol mit ,hlfe von ,essigzusatz zu ,essigsure oxydirt2 endlich #f7 den aus ,holzessig dargestellten ,tafelessig4 ,was die ltere ,methode der ,essigbildung betrifft1 so ist sie ohne ,zweifel eine ,nachahmung des von selbst ,sauerwerdens von ,bier1 ,wein und berhaupt gegohrenen ,flssigkeiten mit einigen1 die ,essigbildung frdernden und das ,produkt veredelnden ,modificationen1 nmlich ,anwendung geeigneter ,temperatur1 innige ,berhrung der suernden ,flssigkeit mit der ,luft und eines sogenannten ,essigsurefermentes4 ,man befolgt diese ,methode bei der ,bereitung des ,weinessigs1 kann sie aber selbstverstndlich auch bei anderen ,essigsorten wie ,obst- und ,malzessig anwenden4 ,in der ,regel benutzt man ,surefsser 7,mutterfsser7 aus ,eichenholz1 welche durch ,ausdmpfen extrahirt und dann mit siedendem ,essig eingesuert werden4 ,zu dem ,ende giesst man in jedes ,fass #a ,hektoliter ,wein4 ,nach #h ,tagen wieder #aj ,liter und so fhrt man jede ,woche mit dem ,weinzusatze fort1 bis das ,surefass bis zu zwei ,drittheilen angefllt ist4 ,nach ungefhr #ad ,tagen nach dem letzten ,weinzusatz ist aller ,wein in ,essig bergegangen4 ,man zieht die ,hlfte aus dem ,mutterfasse ab und bringt ihn auf das ,lager2 mit dem ,weinzusatze und dem ,ablassen des fertigen ,essigs aber fhrt man ununterbrochen fort4 ,ein ,mutterfass kann oft #f ,jahre und lnger noch zur continuirlichen ,essigfabrikation dienen1 bis sich endlich eine solche ,menge von ,hefenabsatz1 ,weinstein1 ,essiggelger u4 dergl4 gebildet hat1 dass zur ,reinigung des ,fasses geschritten werden muss1 worauf es von ,neuem zur ,essigbildung verwendet wird4 ,wenngleich bei dem vorstehend beschriebenen ,verfahren der ,essigbildung die ,berhrungspunkte zwischen der scheinbar ruhigen1 suernden ,flssigkeit und der atmosphrischen ,luft nicht gross sind1 so werden sie doch ununterbrochen erneuert1 einmal dadurch1 dass die ,flssigkeitsoberflche in jedem ,momente eine andere wird1 da jedes ,atom des entstandenen ,essigs in ,folge seines hhern specifischen ,gewichts sich senkt und der leichteren alkoholischen ,flssigkeit ,platz macht1 ferner1 dass auch die ,luftschicht ber dem ,essiggute in fortwhrender ,bewegung sich befindet1 da die entsauerstoffte und dadurch leichter gewordene ,luft 7von #j1i spec4 ,gewichte7 nach oben strebt und durch neue1 specifisch schwerere ,luft 7von #a1j spec4 ,gewicht7 ersetzt wird4 ,sidenote3 ,schnellessigfabrikation4 ,die sogenannte ,schnellessigfabrikation1 aus einem lteren ,essigbildungsverfahren von ,boerhaave 7gegen #agbj7 hervorgegangen1 wurde im ,jahre #ahbc von ,schtzenbach zu ,endingen im ,breisgau als ein ,fabrikgeheimniss fr #aejj ,thlr4 verkauft unter der ,bedingung1 dasselbe keinem andern fr oder ohne ,geldleistung bekannt zu machen4 ,das ,hauptprincip1 worauf die ,schnellessigfabrikation beruht1 ist das in ,essig berzufhrende ,essiggut1 gewhnlich ,branntwein1 mit der atmosphrischen ,luft bei der erforderlichen ,temperatur in die innigste ,berhrung zu bringen1 oder mit andern ,worten1 die ,oxydation des ,alkohols zu ,essigsure in der krzesten ,zeit und mit dem geringsten ,verlust zu bewerkstelligen4 ,die innige ,berhrung des ,essiggutes mit der ,luft wird erreicht #a7 durch ,vermehrung des ,luftzutrittes durch einen continuirlichen ,luftstrom1 welcher der ,richtung des in ,tropfen herabrinnenden ,essiggutes entgegengesetzt ist2 #b7 durch ,zertheilung der suernden ,flssigkeit in ,trpfchen4 ,illustration3 ,fig4 #bdf4 ,zur ,ausfhrung der ,schnellessigfabrikation sind besonders construirte und vorgerichtete ,gefsse 7,gradirfsser1 ,essigstnder7 erforderlich1 von welchen man je nach der ,strke des darzustellenden ,essigs #b-d braucht1 die zusammen wieder eine ,gruppe ausmachen4 ,ein derartiges ,gefss ist ,fig4 #bdf im ,durchschnitt dargestellt2 es ist aus starkem eichenen ,daubenholze angefertigt1 oben offen1 #b-d ,meter hoch und #a-a1c ,meter weit4 #bj-cj ,centimeter hoch ber dem untern ,boden bohrt man in gleichen ,entfernungen von einander1 im ,umkreise des ,fasses #f ,lcher -- ,luftzuglcher -- von etwa #c ,centimeter ,durchmesser1 so dass die innere ,mndung des ,bohrloches ein wenig tiefer liegt als die ussere4 ,etwa #a_/c ,meter ber dem ,boden befindet sich ein falscher ,boden1 der siebhnlich durchlchert ist1 oder es wird einige ,centimeter ber den ,luftzuglchern ein ,lattenrost eingelegt1 auf welchen vorbereitete ,buchenholzspne kommen und den ,stnder anfllen bis etwa #ae-bj ,centimeter unter dem obern ,rand4 ,vor ihrer ,anwendung werden die ,spne ausgelaugt2 die ausgelaugten ,spne werden dann getrocknet4 ,nachdem die ,essigstnder mit den trocknen ,spnen beschickt worden sind1 schreitet man zum ,ansuern derselben4 ,zu diesem ,zwecke giesst man erwrmten ,essigsprit ber die im ,stnder befindlichen ,spne4 ,die angesuerten ,fsser bleiben #bd ,stunden bedeckt stehen1 damit der ,essigdunst das ,holz mglichst durchdringe4 #ah-bd ,centimeter unter dem obern ,rand befindet sich ein hlzerner ,siebboden4 ,die ,lcher dieses ,siebbodens sind von der ,weite eines ,gnsekieles und stehen #c bis #e ,centimeter von einander ab4 ,damit das ,essiggut durch diese ,lcher in dnnen ,strahlen ber die ,spne sich ergiesse1 bringt man in die ,lcher ,bindfden1 die etwa #c ,centim4 unten hervorragen und mit einem ,knoten versehen sind1 mittelst dessen sie in den ,bohrlchern oben aufliegen2 diese ,fden schwellen an1 verringern dadurch die ,oeffnungen etwas1 saugen durch ,capillaritt das ,essiggut auf und lassen es vom untern ,ende auf die ,hobelspne abtropfen4 ,in dem ,siebboden befinden sich ferner #e-h grssere ,bohrlcher von #c-f ,centim4 ,weite1 welche der durch die ,zuglcher von unten eindringenden im ,stnder ihres ,sauerstoffs beraubten ,luft den ,austritt nach oben gestatten2 in diese ,lcher sind ,glasrhren von #aj-ae ,centimeter ,lnge 7wie es ,fig4 #bdf zeigt7 befestigt1 die etwa #h ,centimeter ber dem ,siebboden hervorragen und das ,abfliessen des ,essiggutes verhindern4 ,der ,essigstnder wird endlich mit einem gut schliessenden ,deckel bedeckt1 in dessen ,mitte ein rundes ,loch ausgeschnitten ist2 durch diese ,oeffnung wird das ,essiggut aufgegossen1 tritt ferner die atmosphrische ,luft aus4 ,in ,folge der ,sauerstoffabsorption entwickelt sich im ,innern des ,essigstnders so viel ,wrme1 dass die ,luft darin in fortwhrender ,strmung von unten nach oben erhalten wird2 in dem ,grade1 als die entsauerstoffte ,luft oben austritt1 strmt frische ,luft durch die ,luftzuglcher nach4 ,illustration3 ,fig4 #bdg4 ,nachdem die ,essigstnder beschickt und eingesuert sind1 giebt man das vorbereitete ,essiggut -- am hufigsten ,branntwein1 seltener ,malzauszug1 ,bier oder ,wein -- auf4 ,das aus dem ersten ,gradirfasse abfliessende ,essiggut kommt in das zweite und fliesst von da1 wenn der ,alkoholgehalt der suernden ,flssigkeit #c-d ,proc4 nicht berstieg1 als fertiger ,essig ab4 ,die in einen ,stnder nach unten gelangende ,flssigkeit sammelt sich in dem ,raume zwischen dem ,boden und dem ,lattenroste oder dem falschen ,boden an4 ,wie aus ,fig4 #bdf zu ersehen ist1 kann sie von da nicht abfliessen1 bis das ,niveau der ,flssigkeit inwendig gleich ist dem ,niveau der ,mndung des ,glashebers auswendig4 ,in ,folge dieser ,einrichtung bleibt1 sobald aus einem ,stnder nichts mehr abfliesst1 eine etwa #af-bj ,centimeter hohe1 warme ,essigschicht zurck1 die neuem ,essiggute als ,suerungserreger dient4 ,das ,rohr muss inwendig dicht ber dem chten ,boden ausmnden1 damit die untere1 am meisten ,essigsure enthaltende und daher specifisch schwerere ,schicht zuerst ausfliesse4 ,dem ,uebelstande der ,zerbrechlichkeit des ,glashebers lsst sich am besten durch die ,fig4 #bdg abgebildete ,anwendung begegnen2 c c ist der ,lattenrost unter den ,luftzuglchern1 unter welchem sich der hlzerne ,hahn h befindet1 zu welchem das gebogene ,glasrohr m m so befestigt ist1 dass die freie ,mndung desselben ber dem chten ,boden des ,essigstnders zu liegen kommt4 ,der in jngster ,zeit 7#ahfh7 aufgekommene ,singer'sche ,essiggenerator#acj besteht im wesentlichen aus einer ,anzahl bereinander stehender flacher ,holzgefsse1 welche durch eine ,anzahl hlzerner ,rhren so verbunden sind1 dass die ,essigmischung tropfenweise aus einem ,gefss in das andere rinnt und dabei die ,rhren passirt4 ,jede der ,rhren trgt in der ,mitte zwei der ,lnge nach verlaufende ,spalten1 durch welche die ,luft freien ,zutritt hat4 ,der ganze ,apparat steht in einem eigens construirten ,gehuse1 welches ihn vor ,abkhlung so wie vor zu raschem ,luftzutritt schtzt4 ,durch den ,singer'schen ,apparat soll dem ,alkoholverlust der gewhnlichen ,essigstnder vorgebeugt sein4 #acj ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfh p4 #ehj und ,c4 ,thiel1 ,gewerbeblatt fr ,hessen #ahgj p4 #afa4 ,die ,zusammensetzung des ,essiggutes ist eine sehr verschiedene1 eine hufig angewendete ,mischung besteht aus #bj ,litern ,branntwein von #ej ,proc4 ,tr41 #dj ,litern ,essig und #abj ,litern ,wasser1 welcher man zum ,zweck der ,nahrung fr den ,essigpilz einen ,auszug von ,roggenmehl und ,kleie zusetzt4 ,die ,essigstube soll bis auf #bj-bd ,c4 erwrmt sein1 in den ,essigstndern steigt sie aber bis auf #cf und darber1 wodurch in ,folge von ,verdunstung von ,alkohol1 ,aldehyd und ,essigsure ein ,verlust stattfindet1 welcher etwa #a_/aj betrgt4 ,mit ,rcksicht auf diesen ,verlust kann man annehmen1 dass #a ,hektoliter ,branntwein von #ej ,proc4 ,tr4 7 #db ,proc4 dem ,gewichte nach7 dem ,gewichte nach liefert3 #ac ,hektoliter ,essig von #c ,proc4 ,essigsuregehalt #i1i #d #g1i #e #f1f #f #e1f #g #d1i #h #d1d #i #c1i #aj ,fr den ,transport ist es selbstverstndlich am vortheilhaftesten1 nur den strksten ,essig -- ,essigsprit -- darzustellen und demselben am ,orte der ,consumtion mit ,wasser zu verdnnen4 ,sidenote3 ,essig aus ,zuckerrben4 ,der ,essig aus ,zuckerrben wird in ,england und ,frankreich dargestellt1 indem man durch ,auspressen erhaltenen ,rbensaft von #a1jce-a1jde spec4 ,gewicht mit ,wasser verdnnt bis zu #a1jbe spec4 ,gewicht1 dann mit ,hefe stellt und ghren lsst1 die gegohrene ,flssigkeit mit einem gleichen ,volumen fertigen ,essigs versetzt und durch die ,mischung mit ,hlfe eines ,ventilators einen ,luftstrom treibt1 wodurch die ,essigbildung in kurzer ,zeit vor sich geht4 ,sidenote3 ,essig mit ,hlfe von ,mycoderma aceti4 ,pasteur1 welcher der 7irrigen7 ,ansicht sich hinneigt1 dass die ,essigbildung aus ,alkohol wesentlich durch einen physiologischen ,process bedingt sei1 hat #ahfb eine neue ,methode der ,essigbereitung#aca mit ,hlfe von ,mycoderma aceti beschrieben4 ,auf eine ,flssigkeit1 bestehend aus ,wasser1 welchem #b ,proc4 ,alkohol und #a ,proc4 ,essig zugesetzt ist und welche ausserdem eine kleine ,menge ,phosphate des ,kaliums1 ,calciums und ,magnesiums enthlt1 wird der ,essigpilz ausgeset4 ,die kleine ,pflanze entwickelt sich und bedeckt bald die ,oberflche der ,flssigkeit1 ohne dass der geringste ,platz leer bleibt4 ,gleichzeitig suert sich der ,alkohol4 ,sobald die ,operation gehrig im ,zuge1 nmlich etwa die ,hlfte des vorhandenen ,alkohols in ,essig verwandelt ist1 setzt man jeden ,tag ,alkohol in kleinen ,portionen oder ,wein oder mit ,alkohol vermischtes ,bier zu4 ,sobald die ,wirkung schwcher zu werden beginnt1 wartet man die vollstndige ,suerung des in der ,flssigkeit noch enthaltenen ,alkohols ab4 ,man zieht dann den ,essig ab und sammelt die ,pflanze1 um sie zu waschen und neuerdings zu benutzen4 #aca ,gegen ,pasteur's ,ansichten ber die ,essigbildung ist unlngst 7,journ4 f4 pract4 ,chemie #ahgj ,bd4 ,i4 p4 #cab7 v4 ,liebig energisch zu ,felde gezogen4 ,derselbe ,apparat1 ,fass1 ,bottich wird mit frischer ,flssigkeit beschickt und die bei der frheren ,operation gewonnene ,pflanze darauf gebracht4 ,man darf dabei es aber nie der ,pflanze an ,alkohol fehlen lassen1 weil sie sonst den ,sauerstoff an die ,essigsure abgeben und diese in ,kohlensure und ,wasser verwandeln wrde und weil damit auch zugleich eine ,zerstrung des eigenthmlichen ,aroma's1 welches den ,weinessig charakterisirt1 verbunden sein wrde4 ,ausserdem muss die ,pflanze mglichst bald1 nachdem sie aus der ,flssigkeit genommen ist1 wieder verwendet werden1 weil sie lngere ,zeit ausser ,berhrung mit ,alkohol ihre ,thtigkeit zum grssten ,theil einbsst4 ,eine andere nicht minder nothwendige ,vorsichtsmaassregel besteht darin1 nicht eine allzu starke ,entwickelung der ,pflanze zu veranlassen1 weil sich sonst ihre ,thtigkeit zu sehr steigern knnte1 die dann ebenfalls die ,zerstrung der ,essigsure im ,gefolge haben knnte1 selbst wenn noch ,alkohol zugegen wre4 ,ein ,bottich von #a ,quadratmeter ,oberflche1 welcher #ej-ajj ,liter ,flssigkeit enthlt1 liefert tglich #e-f ,liter ,essig4 ,den ,gang der ,operation verfolgt man dabei mittelst eines in ,zehntelgrade eingetheilten ,thermometers1 dessen ,kugel in die ,flssigkeit taucht und dessen ,scala ausserhalb des ,fasses ist4 ,die zweckmssigsten ,gefsse sind runde oder viereckige hlzerne ,stnder von geringer ,tiefe1 die mit ,deckeln versehen sind4 ,an den ,enden befinden sich zwei kleine ,oeffnungen fr den ,zutritt der ,luft4 ,zwei ,rhren von ,guttapercha1 welche auf dem ,boden des ,stnders befestigt und seitwrts mit kleinen ,lchern versehen sind1 gestatten die alkoholischen ,flssigkeiten zuzusetzen1 ohne dass man den ,deckel aufzuheben oder die auf der ,oberflche befindliche ,pflanzenschicht zu stren braucht4 ,die ,stnder1 welche ,pasteur anwandte1 hatten einen ,quadratmeter ,oberflche und #bj ,centimeter ,tiefe4 ,die ,vortheile des ,verfahrens waren nach ihm um so auffallender1 je grssere ,gefsse er anwandte und je niedriger die ,temperatur war4 ,zur ,ausbildung der ,pilzpflanze ist die ,anwesenheit von phosphorsauren ,salzen und ,ammoniak erforderlich4 ,arbeitet man mit ,wein1 ,malzaufguss u4 dergl4 m41 so sind sie in gengender ,menge darin enthalten4 ,bei der ,verwendung von ,alkohol muss man sie aber direct zusetzen1 indem man so viel ,ammonsulfat1 ,kalium- und ,magnesiumphosphat als erforderlich ist1 dass die ,flssigkeit #a_/ajjjj ,procent dieses ,salzgemisches enthlt1 in etwas ,essig lst und dieses hinzufgt4 ,es ist seit langer ,zeit bekannt1 dass ein ,zusatz von ,brot1 ,mehl1 ,malz1 ,rosinen die ,essigbildung bei der ,verarbeitung von reinen alkoholischen ,flssigkeiten wesentlich befrdert4 ,der ,grund davon ist darin zu suchen1 dass diese ,zustze die ,flssigkeiten mit den erforderlichen anorganischen und stickstoffhaltigen ,nahrungsstoffen des ,essigpilzes versehen4 ,illustration3 ,fig4 #bdh4 ,sidenote3 ,essig mit ,hlfe von ,platinmohr4 ,die von ,dbereiner entdeckte ,eigenschaft des ,platinschwammes und in noch hherm ,grade des ,platinmohrs1 ,alkoholdmpfe in krzester ,zeit und vollstndig in ,essigsure berzufhren1 ist wiederholt im ,grossen zur ,erzeugung von ,essigsure angewendet worden4 ,es sei ein hierzu verwendbarer ,apparat beschrieben1 welcher ,fig4 #bdh abgebildet ist4 ,es ist ein kleines ,glashaus1 im ,innern mit ,abtheilungen versehen1 auf welchen flache ,porcellanschalen stehen4 ,der in ,essigsure berzufhrende ,alkohol wird in diese ,schalen gegossen1 in welchen ein ,dreifuss aus ,porcellan steht1 der ein ,uhrglas mit ,platinschwamm trgt4 ,oben am ,dache und unten sind ,oeffnungen1 die man behufs der ,ventilation ffnen und schliessen kann4 ,mit ,hlfe einer kleinen ,dampfheizung bringt man die ,temperatur im ,innern des ,apparates bis auf #cc4 ,es findet dadurch eine langsame ,verdunstung des ,alkohols statt1 der1 so wie er mit dem ,platin in ,berhrung kommt1 in ,essigsure bergeht1 deren ,dmpfe sich zum grossen ,theile an den ,wnden des ,apparates niederschlagen und in ein ,reservoir am ,boden des ,glaskastens gelangen4 ,so lange fr gengende ,ventilation gesorgt ist1 behlt des ,platin die ,fhigkeit bei1 ,alkohol zu ,essigsure zu oxydiren4 ,mit einem ,apparat von etwa #dj ,kubikmeter ,capacitt und einem ,vorrath von #ag ,kilogr4 ,platinmohr kann man tglich gegen #aej ,liter ,alkohol in die reinste ,essigsure berfhren4 ,wenn man mit dem ,apparate ohne ,verlust arbeiten will1 muss die ,einrichtung getroffen sein1 dass der entsauerstofften ,luft1 ehe sie ins ,freie gelangt1 die mit fortgerissenen ,dmpfe der ,essigsure und des ,alkohols entzogen werden4 ,sidenote3 ,eigenschaften und ,prfung des ,essigs4 ,der ,werth eines ,essigs ist1 soweit derselbe als ,tafelessig ,anwendung findet1 abhngig von seinem ,geschmack und seinem ,essigsuregehalte -- seiner ,strke4 -- ,nach seinem ,gehalte an ,essigsure schmeckt der ,essig mehr oder weniger sauer1 zeigt aber nach seiner ,abstammung einen bezeichnenden ,nebengeschmack4 ,was die ,farbe betrifft1 so nimmt er im ,allgemeinen die ,farbe der ,flssigkeit an1 aus welcher er entstanden ist2 bei ,weinessig ist die ,farbe gelb oder rthlich1 bei ,obstessig blassgelb1 ,branntweinessig ist farblos4 ,in der ,regel wird jedoch letzterer mit ,caramel 7,zuckercouleur7 gefrbt1 um ihn dem ,weinessig hnlicher zu machen4 ,frischer ,essig enthlt neben kleinen ,mengen unvernderten ,alkohols hufig auch etwas ,aldehyd1 eine ,substanz1 die sich in nicht fertigen ,essigen unvollkommener ,apparate stets in grsserer ,menge findet4 ,zuweilen giebt man dem fertigen ,essig in neuerer ,zeit einen geringen ,glycerinzusatz4 ,der ,gehalt des ,essigs an ,essigsure hngt ab von dem ,alkoholgehalte des ,essiggutes1 dann auch von der mehr oder weniger vollstndigen ,umwandlung des ,alkohols4 ,malzessig enthlt #b bis #e ,proc41 ,branntweinessig #c-f ,proc41 ,weinessig #f-h ,proc4 ,essigsure4 ,selbstverstndlich ist ein gewisser ,essigsuregehalt nicht wie z4 ,b4 der ,alkoholgehalt des ,weines etwas von der ,natur des ,essigs ,unzertrennliches1 weil es ganz vom ,belieben des ,fabrikanten abhngt1 denselben zu erhhen oder zu erniedrigen4 ,das specifische ,gewicht der ,essigsorten variirt von #a1jaj-a1jcj2 bei gleichem ,essigsuregehalte sind reine ,branntweinessige stets specifisch leichter als ,essigsorten aus gegohrenen1 nicht destillirten ,flssigkeiten erzeugt2 ein grsserer ,alkoholgehalt macht den ,essig leichter1 fixe ,bestandtheile -- gewisse ,bestandtheile des ,weines1 des ,malzextractes -- machen ihn schwerer4 ,die ,dichten eines ,gemisches von ,essigsure 7,c#b;,h#d,o#b7 und ,wasser sind nach ,oudemans bei #ae ,c4 folgende3 ,proc4 ,dens4 ,diff4 ,proc4 ,dens4 ,diff4 #j #j1iiib #eb #a1jfca #a #a1jjjg #ae #ec #a1jfch #g #b #a1jjbb #ae #ed #a1jfdf #h #c #a1jjcg #ae #ee #a1jfec #g #d #a1jjeb #ae #ef #a1jffj #g #e #a1jjfg #ae #eg #a1jfff #f #f #a1jjhc #af #eh #a1jfgc #g #g #a1jjih #ae #ei #a1jfgi #f #h #a1jaac #ae #fj #a1jfhe #f #i #a1jabg #ad #fa #a1jfia #f #aj #a1jadb #ae #fb #a1jfig #f #aa #a1jaeg #ae #fc #a1jgjb #e #ab #a1jaga #ad #fd #a1jgjg #e #ac #a1jahe #ad #fe #a1jgab #e #ad #a1jbjj #ae #ff #a1jgag #e #ae #a1jbad #ad #fg #a1jgba #d #af #a1jbbh #ad #fh #a1jgbe #d #ag #a1jbdb #ad #fi #a1jgbi #d #ah #a1jbef #ad #gj #a1jgcc #d #ai #a1jbgj #ad #ga #a1jgcg #d #bj #a1jbhd #ad #gb #a1jgdj #c #ba #a1jbih #ad #gc #a1jgdb #b #bb #a1jcaa #ac #gd #a1jgdd #b #bc #a1jcbd #ac #ge #a1jgdf #b #bd #a1jccg #ac #gf #a1jgdg #a #be #a1jcej #ac #gg #a1jgdh #a #bf #a1jcfc #ac #gh #a1jgdh #j #bg #a1jcge #ab #gi #a1jgdh #j #bh #a1jchh #ac #hj #a1jgdh #j #bi #a1jdjj #ab #ha #a1jgdg #a #cj #a1jdab #ab #hb #a1jgdf #a #ca #a1jdbd #ab #hc #a1jgdd #b #cb #a1jdcf #ab #hd #a1jgdb #b #cc #a1jddg #aa #he #a1jgci #c #cd #a1jdei #ab #hf #a1jgcf #c #ce #a1jdgj #aa #hg #a1jgca #e #cf #a1jdha #aa #hh #a1jgbf #e #cg #a1jdib #aa #hi #a1jgbj #f #ch #a1jejb #aj #ij #a1jgac #g #ci #a1jeac #aa #ia #a1jgje #h #dj #a1jebc #aj #ib #a1jfif #i #da #a1jecc #aj #ic #a1jfhf #aj #db #a1jedc #aj #id #a1jfgd #ab #dc #a1jeeb #i #ie #a1jffj #ad #dd #a1jefb #aj #if #a1jfdd #af #de #a1jega #i #ig #a1jfbe #ai #df #a1jehj #i #ih #a1jfjd #ba #dg #a1jehi #i #ii #a1jehj #bd #dh #a1jeih #i #ajj #a1jeec #bg #di #a1jfjg #i #ej #a1jfae #h #ea #a1jfbc #h #h ,sidenote3 ,acetometrie4 ,der im ,handel vorkommende ,essig ist immer von sehr ungleichem ,essigsuregehalt4 ,aus seinem specifischen ,gewichte lsst sich in dieser ,hinsicht nicht schliessen1 weil die anderen ,bestandtheile der ,flssigkeit zur ,vermehrung des specifischen ,gewichtes beitragen und die ,essigsure wenig schwerer als ,wasser ist4 ,zur ,prfung der ,strke des ,essigs bleibt daher kein anderer ,ausweg1 als denselben mit ,alkali zu sttigen4 ,nach der gewhnlichen1 von ,otto eingefhrten ,methode1 wird der zu prfende ,essig mit ,ammoniak neutralisirt1 so lange bis die anfangs zugesetzte ,lakmustinktur wieder blau wird4 ,obgleich diese ,methode nicht absolut genau ist1 weil es eine ,eigenschaft der neutralen essigsauren ,alkalien ist1 alkalisch zu reagiren1 so beeintrchtigt doch diese alkalische ,reaction die ,genauigkeit nicht in beachtenswerthem ,grade4 ,das von ,otto construirte ,acetometer ist eine #cf ,centimeter lange und #a1e ,centimeter weite1 unten zugeschmolzene ,glasrhre mit doppelter ,theilung1 einer untern einfachen1 fr den mit ,lakmus gefrbten ,essig und einer obern fr die ,probeflssigkeit4 ,beim ,gebrauche fllt man den ,raum der ,proberhre bis zu einem gewissen ,punkte mit ,lakmustinktur1 dann bis zu einem zweiten ,theilstriche mit dem zu untersuchenden ,essig und setzt nun nach und nach von der ,probeflssigkeit hinzu1 bis die rothe ,farbe der ,flssigkeit oben wieder blau geworden ist4 ,die ,zahl1 die den ,stand der ,flssigkeit in der ,proberhre bezeichnet1 giebt sofort den ,gehalt des ,essigs an ,essigsure in ,procenten an4 ,die ,genauigkeit des ,resultates ist abhngig von der ,sorgfalt1 mit welcher man bei ,bereitung der ,aetzammoniakflssigkeit zu ,werke gegangen ist2 diese ,flssigkeit muss genau #a1cfi ,proc4 ,ammoniak enthalten4 ,nach dem von ,mohr angegebenen ,verfahren nimmt man von dem zu prfenden ,essig1 welchen man auf seinen ,gehalt an ,essigsure 7#b;,c#b;,h#d,o#b - ,h#b,o #ajb _/ #b #ea7 prfen will und der gewhnlich ein spec4 ,gewicht von #a1jaj-a1jaa hat1 #e1jd ,kubikcent4 7denn #e1a _/ #a1jaa #e1jd7 oder einfacher #e ,k4-,c41 versetzt sie mit ,lakmustinctur und titrirt mit ,normalkali blau4 ,am besten nimmt man #aj ,k4-,c4 des ,essigs und halbirt die verbrauchten ,k4-,c4 des ,kalis4 ,beispiele4 #a7 #aj ,k4-,c4 eines ,wrzburger ,tafelessigs brauchten #aa1h ,k4-,c4 ,kali2 er enthielt demnach #e1i ,proc4 sogenannter wasserfreier ,sure oder #f1g ,proc4 ,essigsure ,c#b;,h#d,o#b2 #b7 #aj ,k4-,c4 eines theilweise aus ,holzessig bereiteten ,essigs erforderten #ab1e ,k4-,c4 ,kali1 welche entsprechen #f1be ,proc4 wasserfreier ,sure oder #g1c ,proc4 ,essigsure ,c#b;,h#d,o#b4 ,greek3 b7 ,darstellung des ,essigs aus ,holzessig4 ,sidenote3 ,holzessig4 ,bei der trocknen ,destillation des ,holzes bleibt ein ,theil des ,kohlenstoffes als ,kohle zurck und der ,rest der ,holzbestandtheile tritt theils in ,gestalt von ,gasen und ,dmpfen -- ,kohlenoxyd1 ,kohlensure1 ,wasserstoff1 leichten und schweren ,kohlenwasserstoffen --1 theils in ,form condensirbarer ,krper auf1 welche letztere nach ihrer ,verdichtung eine braungefrbte dicke lige ,flssigkeit und eine wssrige ,schicht unter derselben bilden4 ,die letztere 7der ,holzessig7 besteht wesentlich aus wsseriger unreiner ,essigsure1 etwas ,propionsure und ,buttersure1 kleinen ,mengen von ,oxyphensure 7,brenzcatechin7 und ausserdem ,kreosot und dem alkoholhnlichen ,holzgeiste 7einem ,gemenge von ,methylalkohol1 ,aceton und essigsaurem ,methyl71 die braune1 dickflssige ,substanz1 der ,holztheer1 besteht aus einer ,anzahl flssiger und fester ,krper1 unter denen neben noch nicht nher untersuchten ,brandharzen auch ,paraffin1 ,naphtalin1 ,kreosot und mehrere flssige ,kohlenwasserstoffe wie ,benzol1 ,toluol1 ,xylol u4 s4 w4 auftreten4 ,die bei gut geleiteter ,verkohlung gewinnbare ,essigsure betrgt hchstens #g-h ,proc4 vom ,gewichte des ,holzes4 ,nach den ,untersuchungen von ,h4 ,vohl kann auch der ,torf unter ,umstnden zur ,fabrikation von ,essigsure 7und von ,holzgeist7 ,anwendung finden4 #aj ,ctr4 ,torf lieferten #c ,kilogr4 ,essigsure und #a1de ,kilogr4 ,holzgeist4 ,folgendes ,schema zeigt die hauptschlichsten ,produkte1 die bei der trocknen ,destillation des ,holzes sich bilden3 ,acetylen ,c#b;,h#b ,xylol ,c#h;,h#aj ,elayl ,c#b;,h#d ,naphtalin ,c#aj;,h#h ,trityl ,c#c;,h#f ,kohlenoxyd ,,co ,greek3 a7,ditetryl ,c#d;,h#h ,kohlensure ,,co#b ,leuchtgas ,benzol ,c#f;,h#f ,methylwasserstoff ,,ch#d ,toluol ,c#g;,h#h ,wasserstoffgas ,h#b ,benzol ,c#f;,h#f ,toluol ,c#g;,h#h ,styrolen ,c#h;,h#h ,naphtalin ,c#aj;,h#h ,reten ,c#ah;,h#ah ,paraffin ,c#bj;,h#db bis ,c#bb;,h#df ,holz ,carbolsure ,c#f;,h#f,o --- ,greek3 b7,phenole,cresylsure ,c#g;,h#h,o ,theer ,phlorylsure ,c#h;,h#aj,o a7 ,holzmasse ,guajacole ,oxyphensure ,c#f;,h#f,o#b - b7 ,c#g;,h#h,o#b a ,hygroskop4 ,kreosote,c#h;,h#aj,o#b ,wasser ,c#i;,h#ab,o#b ,brandharze ,essigsure ,c#b;,h#d,o#b ,propionsure ,c#c;,h#f,o#b ,buttersure ,c#d;,h#h,o#b ,valeriansure ,c#i;,h#aj,o#b ,greek3 g7,capronsure ,c#aj;,h#ab,o#b ,holzessig ,aceton ,c#c;,h#f,o ,essigsaures ,methyl ,c#c;,h#f,o#b ,holzgeist ,,ch#d,o ,phenole1 ,guajacole und ,brandharze ,kohlenstoff #he ,proc4 ,greek3 d7,hygroskop4 ,wasser #ab ,holzkohle ,asche #c a ,verbindungen der ,oxyphensure und damit homologer ,suren mit ,methyl#acb4 #acb ,nach ,s4 ,marasse 7#ahfh7 ist das rheinische ,buchenholztheerkreosot ein ,gemenge von gleichen ,theilen ,cresylsure ,c#g;,h#h,o 7bei #bjc siedend71 und ,guajacol ,c#g;,h#h,o#b 7 #bjj 74 ,letzteres aber ist der saure ,methylther der ,oxyphensure 7,c#f;,h#e _/ ,,ch#c7 ,o#b4 ,illustration3 ,fig4 #bdi4 ,illustration3 ,fig4 #bej4 ,der rohe ,holzessig enthlt nicht unbedeutende ,mengen von ,brandharz aufgelst1 ausserdem noch wie bereits erwhnt geringe ,mengen von ,phenolen und ,guajacolen2 alle diese ,krper ertheilen dem ,holzessig eine braune ,farbe und den bekannten empyreumatischen ,geruch und ,geschmack1 ihnen verdankt aber auch der rohe ,holzessig seine ausgezeichnet antiseptische ,eigenschaft4 ,dort1 wo die ,gewinnung von ,holzessig ,hauptsache ist1 wendet man zur ,destillation des ,holzes eiserne ,retorten an1 denen hnlich1 die man bei der ,leuchtgasfabrikation anwendet1 in ,frankreich zuweilen auch stehende ,cylinder aus ,schwarzblech 7siehe ,fig4 #bdi74 ,ein solcher ,cylinder ,a hat in der oberen ,hlfte eine ,oeffnung o1 an welcher der ,vorstoss ,b angeschraubt wird4 ,auf den ,cylinder kommt der ,cylinderdeckel1 welchen man1 sobald der ,cylinder mit ,holz angefllt ist1 festschraubt2 der ,cylinder selbst wird mit ,hlfe des ,kranichs ,d in einen cylinderfrmigen ,ofen ,b gebracht1 welchen man mit dem steinernen ,deckel ,e verschliesst4 ,die durch ,erhitzen des mit ,holz gefllten ,cylinders sich entwickelnden ,produkte gehen durch das ,rohr b 7,fig4 #bej71 welches mit dem ,cylinder verbunden und zickzackfrmig gebogen ist1 durch den in dem ,gestelle d befindlichen ,khlapparat c1 welchem durch f kaltes ,wasser zugefhrt wird1 whrend das ,erwrmte bei k abfliesst4 ,essig1 ,theer und ,holzgeist condensiren sich und fliessen in den ,bottich g1 in welchem sich vorzugsweise der ,theer absetzt2 die leichteren ,flssigkeiten laufen durch m nach dem ,bottich h ab4 ,die nicht condensirten brennbaren ,gase werden durch das ,rohr i in die ,feuerung geleitet1 wo sie zu geruchlosen ,produkten verbrennen und durch die dabei erzeugte ,hitze erheblich zur ,heizung des ,cylinders beitragen1 sodass in den spteren ,stadien der ,destillation kein ,brennmaterial mehr nachgelegt zu werden braucht4 -- ,in grsseren ,fabriken benutzt man anstatt der hlzernen ,bottiche in die ,erde eingelassene gemauerte oder aus ,cment construirte ,cisternen1 von denen eine jede durch ein am obern ,ende befindliches ,rohr mit der nchstfolgenden communicirt4 ,hierbei sammelt sich die grsste ,menge des ,theers in der ersten ,cisterne1 whrend der ,holzessig1 von mechanisch darin schwimmendem ,theer befreit1 in die letzte ,cisterne bergeht1 von wo aus er der weitern ,verwendung bergeben wird4 ,die ,holzgasfabriken 7nach v4 ,pettenkofer's ,patent7 erzeugen gegenwrtig nicht unerhebliche ,mengen von ,holzessig4 ,sidenote3 ,reinigen des ,holzessigs4 ,der rohe ,holzessig ist eine dunkelbraune klare ,flssigkeit von suerlich theer- und rauchartigem ,geruch und ,geschmack4 ,man verwendet einen kleinen ,theil des rohen ,holzessigs zum ,conserviren des ,fleisches1 von ,holzwerk1 ,tauen etc42 der grsste ,theil dient1 theils um verschiedene essigsaure ,salze darzustellen1 welche in der ,frberei und im ,zeugdruck in grosser ,menge verbraucht werden und dazu schon im unreinen ,zustande verwendbar sind wie das holzessigsaure ,eisen und die holzessigsaure ,thonerde 7,eisen- und ,alaunbeize71 theils zur ,darstellung einer concentrirten ,essigsure 7fr industrielle ,zwecke1 z4 ,b4 fr die ,darstellung des ,anilins aus ,nitrobenzol7 und essigsaurer ,salze 7namentlich ,bleizucker71 endlich und hauptschlich zur ,fabrikation von ,tafelessig1 welche indessen mit konomischem ,vortheil nur in solchen ,lndern ausgefhrt werden kann1 wo1 wie in ,england1 die ,essigerzeugung aus alkoholischen ,flssigkeiten wegen der hohen ,steuer usserst kostspielig ist4 ,unter den ,mitteln1 den ,holzessig zu reinigen1 ist1 wenn man von der von ,e4 ,assmuss empfohlenen ,filtration durch grblich gestossene ,holzkohle absieht1 das einfachste die ,destillation1 die man gewhnlich aus einer kupfernen ,blase mit kupfernem ,khlapparate vornimmt4 ,zuerst geht eine gelblich gefrbte ,flssigkeit -- roher ,holzspiritus -- ber1 die auf ,holzgeist verarbeitet wird4 ,spter wird das ,destillat reicher an ,essigsure4 ,die heutzutage angewendeten ,methoden1 dem ,holzessig die letzten ,antheile der brenzlichen ,stoffe zu entziehen1 zerfallen in zwei ,abtheilungen1 nach ,greek3 a7 der ersten geschieht die ,reinigung des ,holzessigs ohne ,sttigung mit einer ,base1 nach ,greek3 b7 der zweiten dadurch1 dass man ihn in essigsaures ,salz verwandelt und daraus durch ,destillation mit einer strkeren ,sure die ,essigsure wieder abscheidet4 ,zu der ersteren ,art der ,reinigung des ,holzessigs gehren die von ,stoltze herrhrenden ,vorschlge1 von dem ,holzessig1 nachdem #aj ,proc4 abdestillirt und fr sich als roher ,holzspiritus aufgefangen worden sind1 #hj ,proc4 durch ,destillation zu gewinnen1 und darin die brenzlichen ,stoffe durch ,oxydation 7durch ,ozon oder ,chlor7 zu zerstren4 ,die ,reinigung des ,holzessigs nach der zweiten ,art ist das gewhnliche1 in den ,fabriken angewendete ,verfahren2 im ,wesentlichen wurde es von ,mollerat zuerst angegeben4 ,zunchst wird aus dem ,holzessig durch ,sttigen mit ,kalk und ,fllen der ,lsung mit ,glaubersalz ,natriumacetat dargestellt1 dieses ,salz wird durch ,krystallisation gereinigt und dann im trockenen ,zustande so weit erhitzt1 dass es selbst nicht zersetzt wird1 die beigemengten ,brenzstoffe aber verkohlt und unlslich werden1 worauf man das reine ,salz durch ,auslaugen von den ,kohlentheilen trennt und daraus die ,essigsure durch ,destillation mit ,schwefelsure wieder abscheidet4 ,anstatt des ,natriumacetates wendet man hufig auch das ,kalksalz zur ,darstellung der ,essigsure aus dem ,holzessig an1 welches man durch ,sttigen des ,holzessigs mit ,kalk und ,abdampfen zur ,trockne darstellt4 ,das trockne ,salz wird gerstet1 um in gleicher ,weise wie bei dem ,natriumsalze1 die brenzlichen ,stoffe zu zerstren4 ,zur ,gewinnung der ,essigsure destillirt man 7nach der vortrefflichen ,methode von ,c4 ,vlckel in ,solothurn7 mit ,salzsure4 ,die ,destillation kann in einer ,blase mit ,helm aus ,kupfer und einer ,khlrhre aus ,blei1 ,zinn oder ,silber vorgenommen werden4 ,auf #ajj ,th4 ,calciumacetates braucht man #ij-ie ,th4 ,salzsure von #bj ,b4 7 #a1af spec4 ,gewicht74 ,der ,gebrauch der ,salzsure statt der ,schwefelsure hat den ,vortheil1 dass eine ,verunreinigung des ,calciumacetates mit ,harzen etc4 nichts schadet1 wenn nur das ,calciumacetat bis zur ,entfernung aller flchtigen ,substanzen ausgetrocknet worden war4 ,bei ,anwendung von ,schwefelsure erhlt man dagegen eine belriechende ,essigsure1 die viel schweflige ,sure und ausserdem ,zersetzungsprodukte der beigemengten ,brandharze enthlt4 ,sidenote3 ,der ,holzgeist4 ,wenn die bei der trocknen ,destillation des ,holzes erhaltene saure ,flssigkeit im ,grossen abdestillirt wird1 so geht zu ,anfang eine gelbe ,flssigkeit ber1 welche leichter ist als ,wasser und einen therartigen1 zugleich brenzlichen ,geruch hat4 ,diese ,flssigkeit 7,holzspiritus7 besteht hauptschlich aus ,holzgeist 7,methylalkohol ,,ch#d,o oder 7,,ch#c _/ ,h7 ,o71 ,aceton und essigsaurem ,methyl1 ausserdem auch noch aus einer ,reihe von ,krpern1 welche fr den vorliegenden ,zweck nicht weiter in ,betracht kommen4 ,der ,holzgeist wurde #ahab von ,taylor entdeckt und lange ,zeit als ,brennmaterial fr ,spirituslampen verkauft2 erst im ,jahre #ahbb wurde er von ihm als ein neuer ,krper beschrieben4 ,der ,holzgeist im reinen ,zustande ist eine farblose ,flssigkeit von #j1had spec4 ,gewicht1 die bei #ff ,c4 siedet4 ,er hat grosse ,aehnlichkeit mit dem ,alkohol1 sowol in ,bezug auf seine ,eigenschaften als seine ,zersetzungsprodukte und chemische ,constitution1 und kann als ,brennmaterial fr ,lampen gebraucht werden1 er verdunstet aber rascher und giebt weit weniger ,wrme#acc4 ,man verwendet ihn ferner zur ,schreinerpolitur und zu ,harzfirnissen1 wozu er jedoch schon ziemlich rein sein muss und wobei eine raschere ,verdunstung ein ,uebelstand ist4 ,in ,england soll man ihn auch als berauschendes ,mittel versucht haben1 ohne dass er ,unbequemlichkeiten gemacht habe4 ,die ,anwendung des ,holzgeistes hat bis jetzt in ,deutschland1 trotz vielfltiger ,versuche1 keine grosse ,wichtigkeit erlangen knnen1 theils weil er nur in kleinen ,quantitten producirt wird1 theils auch1 weil er1 wenn er nicht gereinigt ist1 den ,alkohol nur unvollkommen ersetzt1 daher billiger sein muss als dieser1 was bei den umstndlichen ,reinigungsmethoden des ,holzgeistes nicht wol mglich ist4 ,neuerdings verwendet man den ,holzgeist in grosser ,menge zur ,herstellung von ,methyljodr und -bromr1 die in der ,fabrikation von violetten und blauen ,theerfarben ,verwendung finden4 #acc #a ,gewichtstheil ,alkohol giebt beim ,verbrennen zu ,kohlensure und ,wasser #gahi ,w4-,e41 ,holzgeist dagegen nur #ecjg ,w4-,e4 ,die ,conservirung des ,holzes4 ,sidenote3 ,allgemeines ber ,dauer des ,holzes4 ,die ,dauer des ,holzes gegen die auf seine ,zerstrung einwirkenden ,einflsse ist eine hchst verschiedene und weicht selbst bei einer und derselben ,holzart1 je nach ,ursprung1 ,alter1 ,jahresringbreite1 ,splint und ,kern sehr ab4 ,ferner verhalten sich die einzelnen ,hlzer unter verschiedenen ,umstnden1 im ,freien1 unter ,dach oder im ,wasser verbaut1 keineswegs gleich4 ,buchenholz kann1 wenn es fortwhrend unter ,wasser steht1 ,jahrhunderte lang dauern1 eben so ,eichenholz4 ,erlenholz dauert im ,trocknen nur kurze ,zeit1 unter ,wasser hat es dagegen grosse ,bestndigkeit4 ,das ,holz der ,edelkastanie besitzt1 im ,trocknen verbaut1 die ,dauer des ,eichenholzes4 ,bei der grossen ,verschiedenheit des ,verhaltens der ,holzarten und bei der ,manichfaltigkeit ihrer ,anwendung muss man die ,dauer des ,holzes betrachten3 #a7 je nachdem es in freier ,luft1 in feuchter oder nasser ,lage der ,fulniss oder ,zerstrung mehr oder weniger unterworfen ist2 #b7 oder durch verschiedene ,insekten1 welche zum grossen ,theile im ,larvenzustande in dem ,holze leben1 im trocknen ,zustande mehr oder minder angegriffen wird4 ,reine ,holzfaser ist an sich nur wenig der ,zerstrung durch die ,zeit unterworfen4 ,wenn man aber dessenungeachtet wahrnimmt1 dass das ,holz mit der ,zeit nachtheilige ,vernderungen erleidet1 so ist der ,grund dieser ,erscheinung in ,substanzen zu suchen1 welche der reinen ,holzfaser fremd sind1 aber dieselbe stets begleiten1 nmlich in den ,saftbestandtheilen1 unter denen stets auch eiweisshnliche ,krper sich finden4 ,diese ,vernderungen treten bei den verschiedenen ,hlzern nach krzerer oder lngerer ,zeit ein4 ,am lngsten widersteht sehr harzreiches ,holz1 da der ,harzgehalt das ,eindringen der ,feuchtigkeit verhindert4 ,darauf folgen die ,hlzer1 welche sehr dichte ,holzlagen haben und die eine die ,fulnis aufhaltende ,substanz -- ,gerbsure oder ,tannin -- enthalten wie die ,eiche4 ,das ,verhalten des mit ,wasser vllig bedeckten ,holzes ist ein sehr verschiedenes4 ,mehrere ,holzgattungen wie ,birke1 ,aspe1 ,linde und ,weide werden im ,wasser nach und nach dergestalt verndert1 dass aller ,zusammenhang aufhrt und das ,holz breihnlich wird4 ,in den ,torfmooren trifft man nicht selten ,stmme der genannten ,holzarten1 welche mit dem ,spaten eben so leicht durchstochen werden knnen als die ,torfmasse4 ,andere ,hlzer erleiden im ,wasser keine ,vernderung und nehmen eine grosse ,hrte an1 so die ,eiche1 ,erle und ,fhre4 ,die ,insekten greifen vorzglich nur das trockne ,holz an2 einige leben jedoch auch im grnen ,holze der ,eiche4 ,der ,splint wird im ,allgemeinen leichter angegriffen als der ,kern4 ,der ,splint der ,eiche ist dem ,wurmfrasse am meisten ausgesetzt1 wogegen der gesunde ,kern des ,eichenholzes wenig darunter leidet4 ,ulmen- und ,aspenholz1 eben so harzreiche ,hlzer werden von den ,insekten wenig angegriffen4 ,junge1 an ,saftbestandtheilen reiche ,hlzer1 zumal ,stangen in der ,rinde werden in der ,luft bald vom ,wurmfrass der ,nagekfer und ,kammnagekfer heimgesucht2 am meisten suchen die ,insekten ,erlen1 ,weiden1 ,birken1 ,roth- und ,hainbuchen heim4 ,auf die grssere oder geringere ,dauer haben gewisse ,verhltnisse ,einfluss1 von denen wir im ,folgenden einige der wichtigeren anfhren wollen3 a7 die ,umstnde1 unter denen das ,holz gewachsen ist4 ,in klterem ,klima erzeugtes ,holz ist dauerhafter als das aus wrmeren ,gegenden genommene4 ,armer ,boden erzeugt dauerhafteres ,holz als feuchter und an ,pflanzennhrstoffen reicher4 ,fichtenholz auf einem reichen ,mergelboden gewachsen ist ausserordentlich verschieden von demjenigen1 welches auf ,felsen langsam erwuchs2 b7 die ,verhltnisse1 unter denen das ,holz verbraucht wird1 sind ferner von grossem ,einflusse auf die ,dauer des ,holzes4 ,je wrmer und feuchter das ,klima und die ,temperatur des ,ortes1 wo das ,holz sich findet1 desto schneller tritt die ,fulniss ein2 umgekehrt conservirt ein trocknes kaltes ,klima das ,holz ausserordentlich2 c7 die ,zeit des ,fllens4 ,winterholz gilt als dauerhafter als im ,sommer geflltes4 ,es ist deshalb auch in vielen ,forstordnungen gesetzlich verboten1 das ,holz ausser der ,wadelzeit1 welche gewhnlich vom #ae4 ,november bis zum #ae4 ,februar geht1 zu fllen4 ,bei ,anwendung des ,holzes zu ,landbauten1 wo es geschtzt gegen ,hitze und ,feuchtigkeit liegt1 hat es fast nur einen ,feind1 den ,holzwurm2 wo es hingegen feucht liegt1 wo kein ,luftzug die ,anhufung der ,zersetzungsprodukte hindert1 gehen die eiweisshnlichen ,substanzen der ,saftbestandtheile in ,fulniss ber und verndern hierbei die ,faser1 welche ihren ,zusammenhang verliert und zuletzt eine zerreibliche ,masse wird4 ,man nennt diese ,zersetzung die ,fulniss1 das ,vermodern1 oder ,verstocken des ,holzes4 ,bei ,vorhandensein von gengender ,feuchtigkeit erzeugt sich auf der ,oberflche der sogenannte ,schwamm 7,hausschwamm1 ,holzschwamm74 ,diese wuchernden ,schwmme und ,pilze1 von denen besonders der ,hauspilz 7,thelephora domestica71 der ,hausreisch 7,boletus destructor7 und der ,faltenreisch 7,merulius vastator7 auftreten1 kndigen sich in ihrem ,entstehen durch weisse1 immer mehr und mehr sich vergrssernde1 in ein graues ,faserngeflecht bergehende ,flecken an1 die spter in fr die einzelnen ,species charakteristische ,massen bergehen1 so bildet der ,hauspilz stige1 hutige ,lagen1 deren untere ,seite aus einem violetten1 filzigen ,gewebe besteht1 whrend der ,rand ein fleckiges ,ansehen hat4 ,der ,hausreisch unterscheidet sich durch einen ungleichen1 runzligen und weissen ,hut2 er erscheint1 oft weit verbreitet1 das ganze ,jahr hindurch an feuchten1 schadhaften ,stellen und zwischen ,balken2 jung ist er weich und schimmelartig1 und schwitzt einen stark1 aber nicht unangenehm riechenden ,saft aus4 ,der ,faltenreisch zeigt sich an abgestorbenen ,baumstmmen1 faulenden ,balken und ,brettern4 ,flach ausgebreitet1 wird er mehrere ,fuss lang1 schwammigfleischig1 rostbraun1 auf der untern ,seite faserig und sammethnlich2 er kriecht auf dem ,holze fort und zerstrt es nach und nach ganz4 ,meist wirkt er versteckt1 erscheint pltzlich1 unter den ,dielen hervorbrechend1 zerfrisst und durchbricht sie4 ,aus den ,dielen und ,stndern geht er in die ,wnde und greift das ,mauerwerk dergestalt an1 dass er ,steine hebt und zermalmt4 ,in dieser ,weise wird er zum ,mauerschwamm und entwickelt hier seinen gefhrlichsten ,charakter4 ,die ,lebenselemente des ,schwammes sind ,feuchtigkeit1 ,mangel an ,luft und ,licht4 ,hieraus folgt unmittelbar die ,heilmethode1 welche1 gesttzt auf vielfache ,erfahrungen1 darin besteht1 die ,feuchtigkeit zu entfernen und eine ununterbrochene ,luftcirculation herbeizufhren4 ,aus diesem ,grunde erscheint die durch ,fegebeutel fr schwammhaltige und feuchtliegende ,gebude in ,anwendung gebrachte ,luftdrainirung unter den vielen empfohlenen ,gegenmitteln als eines der vortheilhaftesten4 ,unter den chemisch wirkenden ,mitteln1 die man zur ,vertilgung und ,verhtung des ,hausschwammes anzuwenden vorgeschlagen hat1 hat sich das holzessigsaure ,eisenoxyd als zweckmssig herausgestellt4 ,mehr als auf dem ,lande leidet das ,holz1 das unmittelbar dem ,einflusse des ,seewassers ausgesetzt ist2 hier aber ist der ,bohrwurm der gefhrlichste ,feind4 ,dieses ,thier1 aus der ,gattung der zweischaaligen ,weichthiere1 bohrt sich in der ,jugend mit dem vorn hornartigen ,rssel in das im ,seewasser befindliche ,holz 7der ,pfhle und ,schiffe71 wchst im ,holze1 wird bis #cf ,centimeter lang1 vergrssert die gebohrte ,rhre und fttert sie mit ,kalk aus4 ,die ,bohrwrmer stammen aus den ,meeren heisser ,lnder2 die bekannteste ,art1 ,teredo navalis1 greift die unbeschlagenen ,schiffe1 ,holzdmme u4 dergl4 an1 vermag sie ganz zu durchbohren und ,schaden anzurichten4 ,gegenwrtig sind diese ,thiere seltener geworden und finden sich nur noch vereinzelt in ,venedig und an den hollndischen und englischen ,ksten4 ,sidenote3 ,specielles ber ,holzconservation4 ,die ,mittel1 welche angewendet worden sind1 um die ,zerstrung des ,holzes durch ,fulniss zu verhten1 beruhen3 #a7 auf der mglichsten ,entfernung des ,wassers aus dem ,holze vor seiner ,verwendung2 #b7 auf der ,entfernung der ,saftbestandtheile2 #c7 auf der ,erhaltung einer ,luftcirculation um das ,holz2 #d7 auf der chemischen ,vernderung der ,saftbestandtheile2 #e7 auf der ,vererzung des ,holzes und der allmligen ,entfernung des ,organischen4 ,sidenote3 ,austrocknen des ,holzes4 #a4 ,ausgetrocknetes ,holz erhlt sich an einem trocknen ,orte lange ,zeit unverndert1 zumal1 wenn es bei starker ,wrme bis zum ,braunwerden getrocknet worden ist4 ,wenn das ,holz aber einem feuchten ,raume bergeben werden soll1 muss es vor seiner ,verwendung mglichst lufttrocken und sodann mit einer ,substanz berzogen worden sein1 welche das ,eindringen der ,feuchtigkeit in das ,holz verhindert4 ,in diesem ,sinne wirkt das ,bestreichen und ,trnken des ,holzes mit ,leinl1 ,holz- und ,steinkohlentheer1 ,torf- und ,braunkohlenkreosot und ,hydrocarbren 7,minerall74 ,hutin und ,boutigny1 von der ,ansicht ausgehend1 dass die ,absorption von ,feuchtigkeit und zerstrenden ,agentien bei dem ,holze stets von dem ,hirne ausgehe1 schlagen folgende ,methode vor1 um die an der ,hirnseite des ,holzes mndenden ,gefsse dauernd zu verstopfen4 ,man taucht das entsprechende ,ende des ,holzstckes 7der ,eisenbahnschwelle7 in einen flssigen ,kohlenwasserstoff -- ,benzin1 ,petroleum1 ,photogen1 ,schieferl -- und zndet diesen an4 ,nach dem ,verlschen taucht man das ,ende #c-f ,centimeter tief in eine ,mischung von ,pech1 ,theer und ,gummilack 7besser wol ,asphalt7 und theert dann das ,ganze wie gewhnlich4 ,sidenote3 ,entfernung der ,saftbestandtheile4 #b4 ,die ,saftbestandtheile bedingen hauptschlich die ,fulniss des ,holzes und mssen vor der ,verarbeitung aus dem ,holze entfernt werden4 ,in dieser ,hinsicht kann man schon beim ,fllen des ,holzes viel wirken4 ,damit das ,holz die geringste ,menge ,saft enthalte1 muss es in den ,wintermonaten1 sptestens im ,mrz gefllt werden4 ,bleiben die gefllten ,bume unentzweigt auf dem ,platze liegen1 so schlagen sie im ,frhjahre aus und der grsste ,theil der ,saftbestandtheile dient zur ,vegetation der ,bltter4 ,es ist demnach zweckmssig1 die ,stmme erst nach dem ,abwelken des ,gipfels wegzufahren und dann wie gewhnlich zu trocknen4 ,am vollstndigsten entfernt man die ,saftbestandtheile aus dem ,holze durch ,auslaugen 7,auslohen71 welches auf dreierlei ,weise geschehen kann1 nmlich a7 mit kaltem ,wasser1 b7 mit siedendem ,wasser1 c7 mit ,dampf4 a7 ,mit kaltem ,wasser laugt man das ,holz aus1 indem man dasselbe lngere ,zeit in fliessendes ,wasser legt2 bei ,stmmen soll man das ,wurzelende dem ,strome entgegenkehren4 ,das ,wasser durchdringt nach und nach das ,holz und verdrngt den ,saft4 ,aus dem nmlichen ,grunde legt der ,schreiner seine grnen ,bretter auf das ,dach1 um sie dem ,regen auszusetzen oder er stellt sie wiederholt in den ,regen4 ,es ist klar1 dass dieses ,verfahren1 wenn es von ,erfolg begleitet sein soll1 viel ,zeit erfordert1 da das kalte ,wasser strkere ,holzstcke nur sehr langsam durchdringt2 das ,holz muss daher in einer durch seine ,bestimmung vorgeschriebenen ,weise zertheilt werden4 b7 ,mit siedendem ,wasser 7durch ,auskochen7 erreicht man die ,entfernung der ,saftbestandtheile schneller und vollstndiger4 ,die ,holzstcke1 welche hierbei nur von kleinern ,dimensionen sein knnen1 werden in einem eisernen ,kessel ausgekocht1 in welchem man sie durch irgend ein einfaches ,mittel untergetaucht erhlt4 ,bei grsseren ,holzstcken wendet man mit ,wasser angefllte1 grosse1 aus ,bohlen zusammengefgte ,ksten an1 in welchen die ,erhitzung der ,flssigkeit durch ,wasserdampf geschieht4 ,je nach der ,dicke der ,hlzer ist das ,auskochen nach #f-ab ,stunden beendigt4 c7 ,das ,auslaugen mit ,dampf 7das ,dmpfen des ,holzes7 ist das vorzglichste ,verfahren des ,auslaugens1 das nicht nur1 was die ,entfernung der ,saftbestandtheile betrifft1 den vollkommensten ,erfolg giebt1 sondern sich auch hinsichtlich der ,beschaffenheit des gedmpften ,holzes1 sowol was seine ,widerstandsfhigkeit gegen ,fulniss1 als seine sonstigen ,eigenschaften wie ,festigkeit1 ,verminderung der hygroskopischen ,eigenschaft anlangt1 als sehr brauchbar bewhrt hat4 ,der zum ,dmpfen angewendete ,apparat besteht aus dem ,dampfkessel zur ,dampferzeugung und einem zum ,einlegen des ,holzes bestimmten ,kasten1 der entweder gemauert und mit ,cment berkleidet oder aus ,bohlen zusammengefgt ist1 oder er besteht in einer grossen eisernen ,rhre4 ,in den mglichst dicht zu verschliessenden ,kasten leitet man anhaltend einen ,strom ,wasserdampf1 um durch ,verdichtung desselben zu ,wasser die ,saftbestandtheile aufzulsen1 welche ,auflsung 7,brhe7 durch einen an dem ,kasten angebrachten ,hahn abgelassen wird4 ,die ,farbe der ablaufenden ,brhe ist stets dunkel1 bei ,eichenholz ist sie schwarzbraun1 bei ,mahagoni braunroth1 bei ,lindenholz rthlichgelb1 bei ,kirschbaum rthlich etc4 ,die ,operation wird als beendigt angesehen1 sobald die ,brhe hell abfliesst4 ,die ,zufhrung des ,dampfes lsst sich mittelst eines ,hahns in dem ,dampfzuleitungsrohr leicht reguliren4 ,die gedmpften ,hlzer werden an der ,luft oder in einer ,trockenkammer ausgetrocknet2 sie sind fester und hrter1 leichter 7das ,holz verliert durch das ,dmpfen #e-aj ,proc4 am ,gewicht7 und zher als die nicht ausgelaugten ,hlzer1 ferner auch von weit dunklerer ,farbe4 ,was die zum ,dmpfen geeignetste ,temperatur des ,dampfes betrifft1 so sind die ,ansichten hierber getheilt2 im ,allgemeinen glaubt man1 dass eine ,temperatur von #ajj oder etwas darber1 bereits schdlich auf die ,holzfaser einwirke1 und dass ,dampf von etwa #fj-gj der passendste sei4 ,mit dem ,dmpfen wird zweckmssig das ,theeren des ,holzes verbunden1 indem man gegen das ,ende der ,operation zu dem ,wasser im ,dampfkessel ,steinkohlentheerl fgt1 dessen ,dmpfe zugleich mit denen des ,wassers in das ,holz gelangen4 ,ausser durch ,auslaugen hat man die ,saftbestandtheile1 wenigstens zum ,theil1 auch durch mechanischen ,druck zu entfernen und dadurch das ,holz zugleich zu pressen gesucht4 ,zu diesem ,behufe zieht man die ,bretter zwischen ,walzenpaaren hindurch1 welche mehr und mehr eng gestellt werden4 ,auch durch ,luftdruck hat man den ,saft aus den ,stmmen entfernt1 indem man nach ,barlow an dem einen ,ende des ,stammes ein metallenes ,gehuse luftdicht befestigt und in dasselbe mittelst einer ,druckpumpe ,luft eintreibt1 welche das ,holz durchdringt und den ,saft am andern ,ende abzufliessen nthigt4 ,die beiden letzteren ,methoden sind jedoch umstndlich1 kostspielig und nicht sicher1 und deshalb keiner allgemeineren ,anwendung fhig4 ,sidenote3 ,luftdrains4 #c4 ,die ,unterhaltung einer ,luftcirculation um das ,holz durch ,anbringung von ,luftdrains ist dort1 wo die ,mglichkeit des ,anbringens gegeben ist1 ein vorzgliches ,mittel1 ,holz zu conserviren4 ,besonders bei ,fussbden ist die ,anwendung von ,luftdrainirung sehr zu empfehlen1 die ,luftzugkanle stehen auf der einen ,seite durch ,ventile mit der ussern ,luft1 auf der andern ,seite mit den ,schornsteinen in ,verbindung4 ,sidenote3 ,chemische ,vernderung der ,saftbestandtheile4 #d4 ,ein vorzgliches ,mittel1 um die ,zerstrung des ,holzes durch ,fulniss zu verhten1 ist die chemische ,vernderung der ,saftbestandtheile1 um sie dadurch in einen ,zustand berzufhren1 in welchem sie nicht mehr als ,fermente wirken knnen4 ,hierher gehrt in gewisser ,hinsicht das bekannte ,mittel1 ,holzwerk1 welches der ,feuchtigkeit ausgesetzt werden soll1 z4 ,b4 in die ,erde zu rammende ,pfhle1 durch ,erhitzen oder durch ,behandeln mit concentrirter ,schwefelsure oberflchlich zu verkohlen1 wodurch die ,holzbestandtheile bis zu einer gewissen ,tiefe zersetzt und ausserdem das ,holz mit einer ,schicht von ,kohle bedeckt wird1 welche schon an und fr sich antiseptisch wirkt4 ,die ,verkohlung oder ,carbonisation des ,holzes geschieht entweder mit ,hlfe einer ,gasflamme oder einer direct aus ,steinkohle erhaltenen ,flamme4 ,der hierzu dienende ,apparat von de ,lapparent#acd wird seit #ahff auf den ,werften der ,marine zu ,cherbourg1 neuerdings auch in ,pola und ,danzig angewendet4 ,bei einer andern ,klasse von ,mitteln wird das ,holz in seiner ganzen ,masse mit gewissen ,stoffen imprgnirt1 die sich entweder mit den ,saftbestandtheilen verbinden1 oder dieselben in einer solchen ,weise verndern1 dass sie nicht mehr der ,fulniss fhig sind4 ,von den zahllosen ,imprgnationsmethoden1 die fr ,holz1 namentlich fr ,eisenbahnschwellen1 seit etwa zwanzig ,jahren in ,vorschlag gebracht worden sind1 seien nur folgende vier angefhrt1 die eine grssere ,verbreitung gefunden haben3 #a7 ,m',kyan's conservirende ,flssigkeit ist ,quecksilberchloridlsung in sehr verschiedener ,concentration4 ,fr die ,eisenbahnschwellen der englischen ,bahnen besteht die ,lsung aus #a ,kilogr4 ,sublimat und #df ,liter ,wasser1 auf anderen ,bahnen aus #a ,kilogr4 ,sublimat und #hj-ahj ,liter ,wasser4 ,man legt die ,schwellen einfach in lange wasserdichte1 hlzerne ,trge1 welche die ,lsung enthalten und lsst sie im ,verhltniss zu ihrer ,dicke lngere oder krzere ,zeit darin4 ,nach ,erfahrungen bei dem ,kyanisiren von ,eisenbahnschwellen auf der badischen ,bahn soll man ,hlzer von #hb ,millimeter ,strke #d ,tage #he-aej #g #aej-ahj #aj #ahj-bdj #ad #bdj-cjj #ah in die ,lsung einlegen1 welche #a ,kilogr4 ,sublimat auf #bjj ,liter ,wasser enthlt#ace4 ,die herausgenommenen ,hlzer werden mit ,wasser abgewaschen1 mit ,reisbesen abgerieben und dann vor ,regen und ,sonne geschtzt zum ,trocknen aufgebaut4 ,die ,wirksamkeit des ,quecksilberchlorides beruht hauptschlich darauf1 dass es mit den ,eiweisssubstanzen des ,saftes unlsliche ,verbindungen bildet1 welche der ,fulniss widerstehen2 es wird nach und nach dabei zu ,quecksilberchlorr 7,calomel7 reducirt1 welches allmlig zum ,theil als weisse ,auswitterung an der ,oberflche des ,holzes erscheint4 ,ungeachtet der grssten ,vorsicht1 welche man den ,arbeitern anempfiehlt1 wie sorgfltiges ,waschen der ,hnde und des ,gesichtes gleich nach der ,arbeit1 ,verbinden von ,mund und ,nase whrend derselben1 ist es doch kaum mglich1 einzelnen ,vergiftungsfllen vorzubeugen1 die man indessen durch sofortigen ,genuss von viel ,milch am besten von in ,wasser eingerhrtem ,eiweiss unschdlich macht4 ,nach englischen ,angaben soll man ,holzwerk1 das fr den ,bau von ,treibhusern oder ,wohnungen verwendet werden soll1 nicht kyanisiren drfen1 selbst wenn es nachher mit ,firniss berstrichen wird4 ,zuerst krnkelten und starben zum ,theil alle mit dem kyanisirten ,holze in ,berhrung gekommenen ,pflanzen1 spter zeigte sich an allen ,pflanzen im ganzen ,treibhause jahrelang der nachtheilige ,einfluss4 #acd ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfh p4 #gjg4 #ace ,im ,grossherzogthum ,baden werden immer noch jhrlich gegen #cjj ,ctr4 ,quecksilberchlorid 7im ,werthe von #fj1jjj fl47 zum ,kyanisiren verbraucht 7#ahgj74 ,erdmann hat das ,unzureichende des ,kyanisirens nachgewiesen und gezeigt1 dass die ,sublimatlsung nicht sehr tief eindringt und daher das ,holz zwar vor dem ,anfaulen von aussen1 aber nicht vor der im ,innern vor sich gehenden ,verstockung schtzt4 ,man hat deshalb in ,england versucht1 das ,kyanisiren dadurch intensiver zu machen1 dass man das ,holz in luft- und wasserdichte ,trge einschloss und die ,sublimatlsung nach dem ,auspumpen der ,luft durch ,druck einpresste4 ,das ,kyanisiren ist auf jeden ,fall die kostspieligste ,imprgnationsmethode4 ,neuerdings hat man anstatt des reinen ,quecksilberchlorids ein ,doppelsalz von der ,formel ,hg,cl#b ,k,cl zum ,kyanisiren vorgeschlagen4 ,man erhlt dasselbe durch ,zersetzen einer ,lsung von ,carnallit mit ,quecksilberoxyd4 #b7 ,burnett's ,patent 7#ahdj7 schreibt #a ,kilogr4 ,chlorzink auf #ij ,liter ,wasser vor4 ,burnettirte ,stmme1 fnf ,jahre in sumpfiges ,erdreich eingegraben gewesen1 zeigten nicht die geringste ,vernderung1 whrend andere1 unprparirte1 vllig zerstrt waren4 ,das ,chlorzink ist als ,imprgnationsmittel der ,bahnschwellen auf vielen deutschen ,eisenbahnen in ,anwendung4 ,neben dem ,chlorzink wird vielfach der ,kupfervitriol und das holzessigsaure ,zinkoxyd 7nach ,scheden's ,vorschlag7 zur ,conservirung des ,holzes angewendet4 ,die ,wirksamkeit der ,kupfer- und ,zinksalze ist dadurch zu erklren1 dass sich im ,innern des ,holzes durch ,ausscheidung von basischem ,salz und durch ,verbindung des ,metalloxydes mit ,farbstoffen1 ,gerbsure1 ,harz u4 s4 w4 unlsliche1 die ,holzfaser einhllende ,verbindungen bilden4 #c7 ,bethell's 7#ahch7 patentirtes ,verfahren besteht im ,einfiltriren einer unter dem ,namen ,gallotin in den ,handel gebrachten ,mischung von ,theer1 ,theerl und ,carbolsure1 unter ,anwendung starken ,druckes4 ,auf der ,londoner ,weltausstellung des ,jahres #ahea waren ,eisenbahnschwellen ausgestellt1 die #aa ,jahre in der ,erde verweilt hatten1 ohne sich zu verndern2 andere ,stcke waren vier ,jahre in der ,see und hatten sich gut gehalten1 whrend die nicht zubereiteten ,hlzer von den ,bohrmuscheln sehr bel zugerichtet worden waren4 ,vohl verwendet zum ,trnken des ,holzes ,torf- und ,braunkohlenkreosot1 ,leuchs ,paraffin4 ,das ,kreosotiren von ,grubenhlzern ist seiner ,feuergefhrlichkeit wegen vielfach von den ,behrden untersagt4 ,fr die ,eisenbahnschwellen hat sich das ,kreosotiren auf vielen ,bahnen als die vortrefflichste ,conservationsmethode bewhrt6 #d7 ,methode von ,payne4 ,dieser nahm zwei ,patente 7das erste #ahda74 ,beiden liegt der nmliche ,gedanke zu ,grunde1 nmlich das ,holz zuerst mit der ,lsung eines ,salzes zu imprgniren1 dann die ,lsung eines zweiten ,salzes nachfolgen zu lassen1 welches mit dem ersten einen ,niederschlag bildet4 ,in den ,flssigkeiten selbst machte ,payne ,vernderungen4 ,er whlte zuerst ,eisenvitriol- oder ,alaunlsung und liess ,chlorcalcium- oder ,sodalsung nachfolgen4 ,spter aber bediente er sich auflslicher ,schwefelmetalle 7,schwefelcalcium oder ,schwefelbarium71 und als zersetzender ,flssigkeit der ,schwefelsure oder des ,eisenvitriols4 ,das zu imprgnirende ,holz kommt in ein ,gefss1 welches luftleer gemacht und dann mit der ersten ,salzlsung angefllt wird1 deren ,eindringen ins ,holz man noch durch ,druck befrdert2 ebenso wird1 nach ,entfernung der ersten1 die zweite ,salzlsung eingepresst4 ,in einigen ,fllen ist es nthig1 das ,holz zwischen dem ,imprgniren mit den zweierlei ,flssigkeiten ganz oder theilweise zu trocknen4 ,das ,payne'sche ,verfahren1 welches bei mehreren grossen ,gebuden in ,england in ,anwendung gekommen ist1 hat ausser der ,verwahrung gegen ,fulniss noch den ,zweck1 das ,holz weniger brennbar zu machen4 ,denselben ,zweck verfolgen ,buchner und v4 ,eichthal durch ,imprgniren des ,holzes mit ,eisenvitriol und dann mit einer ,lsung von ,wasserglas1 wodurch die ,poren des ,holzes mit ,ferrosilicat ausgefllt werden4 ,ransome suchte dasselbe durch ,imprgniren mit ,wasserglas und darauf folgende ,trnkung mit einer ,sure zu erreichen4 ,man findet hier und da die ,angabe1 dass das ,behandeln des ,holzes nach vorstehenden ,methoden sehr gute ,resultate geliefert habe4 ,wir gestehen1 dass dies uns unbegreiflich erscheint4 ,der ,niederschlag durch wechselseitige ,zersetzung muss sich an der ,peripherie des ,holzes zuerst bilden und so gewiss ein ,hinderniss abgeben fr weiteres ,eindringen derselben4 ,der von mir #ahfb gemachte ,vorschlag1 ,hlzer dadurch zu conserviren1 dass man sie mit unlslichen ,seifen wie ,aluminiumoleat1 ,kupferoleat und dergl4 imprgnirt1 hat im ,kleinen gute ,resultate ergeben4 ,sidenote3 ,vererzung des ,holzes4 #e4 ,wenn man mit den ,namen mineralisirtes1 petreficirtes1 metallisirtes1 incrustirtes ,holz mit irgend einer anorganischen ,substanz imprgnirte ,hlzer berhaupt bezeichnet1 so verdient doch diesen ,namen in der ,that nur ein solches ,holz1 dessen ,poren dergestalt mit ,mineralsubstanzen angefllt sind1 dass eine ,vererzung des ,holzes1 ein ,zurckdrngen des ,organischen stattgefunden hat4 ,diese sogenannte ,vererzung des ,holzes geschieht durch ,zusammenbringen desselben mit einer schwefelkiesreichen ,kohle1 deren ,schwefelkies 7,vitriolkies7 durch ,verwitterung in ,eisenvitriol bergeht4 ,in ,folge der ,hygroskopicitt der ,kohle1 sowie durch auffallenden ,regen lst sich nach und nach der ,eisenvitriol auf1 dringt nach und nach in das ,holz ein1 wodurch mit der ,zeit durch ,bildung von basischem ,ferrisulfat eine ,vererzung des ,holzes erreicht wird4 ,der ,werth dieses ursprnglich von ,strtzki 7#ahcd7 herrhrenden1 spter von ,apelt in ,jena empfohlenen ,verfahrens ist ein sehr zweifelhafter1 da ,kuhlmann in neuerer ,zeit 7#ahei7 den zerstrenden ,einfluss des ,eisenoxydes auf ,holzfaser in das klarste ,licht gesetzt hat4 ,das mit basischem ,ferrisulfat imprgnirte ,holz ist nach einer gewissen ,zeit sicher kein ,holz mehr4 ,sidenote3 ,boucherie's ,imprgnationsmethode4 #f4 ,boucherie's ,imprgnationsmethode4 ,um das ,holz vollstndig und bis in das ,innere der ,faser mit solchen ,stoffen zu imprgniren1 welche das ,holz vor der ,zerstrung schtzen1 benutzt ,boucherie die ,kraft1 mit welcher der ,holzsaft in einem lebenden ,baume von der ,wurzel in alle ,theile des ,baumes getrieben wird4 ,wenn man einen ,baum fllt und denselben sofort mit dem untern ,ende in eine ,lsung des ,salzes1 das zum ,trnken des ,holzes dienen soll 7,kupfervitriol1 holzessigsaures ,eisen7 stellt1 so ist nach einigen ,tagen das ,holz von dem ,salze durchdrungen4 ,spter hat man versucht1 die gefllten ,hlzer aufrecht zu stellen und durch aufgesetzte trichterartige ,scke von getheerter oder mit ,kautschuk berzogener ,leinwand die ,salzlsung hinein zu giessen1 welche durch hydrostatischen ,druck den ,saft verdrngt und dessen ,platz einnimmt4 ,anstatt der ,salze1 die dem ,holze nur ,dauer verleihen sollen1 wendet man auch frbende ,substanzen an1 um dem ,holze fr ,schreinerzwecke verschiedene ,frbung und das ,aussehen fremden ,holzes zu geben2 so giebt holzessigsaures ,eisen dem ,holze eine braune ,frbung2 lsst man auf die ,absorption der ,eisenflssigkeit die einer gerbenden ,flssigkeit folgen1 so frbt sich die ,holzmasse grau oder blauschwarz4 ,unter unsern ,holzarten ist die ,platane eine derjenigen1 welche fr derartige ,frbungen am geeignetsten ist4 ,strend ist hierbei1 dass die ,imprgnirungsflssigkeit das ,holz nicht immer gleichmssig durchdringt und so undurchdrungene1 ungefrbte ,stellen entstehen4 ,ausser der ,platane und ,linde werden ,buche1 ,weide1 ,ulme1 ,erle1 ,birnbaum beim ,behandeln nach ,boucherie vollstndig durchdrungen1 nicht im ,kerne1 sondern nur im ,splinte werden imprgnirt ,tanne1 ,fichte1 ,eiche4 ,esche1 ,pappel und ,kirschbaum gestatten der ,imprgnationsflssigkeit fast keinen ,eintritt4 ,der ,tabak4 ,sidenote3 ,der ,tabak4 ,das zum ,rauchen1 ,schnupfen und ,kauen angewendete ,material kommt von verschiedenen einjhrigen ,pflanzen aus dem ,geschlecht ,nicotiana1 der ,familie der ,solaneen angehrig1 die noch bis zum #eb nrdlicher ,breite cultivirt werden1 ursprnglich aber in den warmen ,erdstrichen einheimisch sind4 ,die besten ,tabaksorten sind die amerikanischen1 namentlich die aus den sdlichen ,staaten ,nordamerikas1 ,maryland1 ,virginien u4 a41 aus ,varinas in dem ,staate ,orinoko1 aus der ,havanna auf ,cuba1 von ,portorico u4 s4 w4 ,von den europischen ,tabaksorten sind zu erwhnen die hollndischen1 ungarischen1 trkischen1 franzsischen und ,pflzer ,tabake4 ,in ,europa cultivirt man drei botanisch von einander verschiedene ,arten des ,tabaks4 ,sie sind3 #a7 der gemeine oder virginische ,tabak 7,nicotiana tabacum71 mit grossen lanzettfrmigen ,blttern1 welche dicht an dem ,stengel stehen1 sich in der ,hlfte meist umbiegen1 whrend die ,rippen breit und mit spitz ablaufenden ,nebenrippen versehen sind2 #b7 der ,marylandtabak 7,nicotiana macrophylla71 mit breiteren und nicht so zugespitzten ,blttern wie die des gemeinen ,tabaks2 #c7 der ,bauern- oder ,veilchentabak 7,nicotiana rustica7 zeichnet sich durch seine eirunden1 blasigen1 mit lngerem ,stiele versehenen ,bltter und durch seine grngelben1 krzeren ,blten von jeder anderen ,art aus4 ,die ,gte des ,tabaks ist abhngig vom ,klima1 von der ,beschaffenheit des ,bodens und des ,samens1 das ,gedeihen der ,pflanzen von der ,lage der ,felder etc4 ,nchst dem ,weinstock giebt es wohl kein ,bodenerzeugniss1 bei welchem der ,einfluss der ,cultur ein so ganz enormer ist als beim ,tabaksbau4 ,dieser ,einfluss ist um so mehr in ,betracht zu ziehen1 als der ,tabak in vielen ,gegenden ,deutschlands zu den ,hauptquellen des ,erwerbes und ,wohlstandes gehrt4 ,nach neueren ,untersuchungen enthlt der ,tabak folgende ,krper3 ,kali ,kalk ,mineralbasen ,magnesia ,eisen- und ,manganoxyd ,ammoniak ,salpetersure ,mineralsuren ,salzsure ,schwefelsure ,phosphorsure ,organische ,nicotin ,base ,aepfelsure 7,tabaksure87 ,citronensure ,organische ,essigsure ,suren ,oxalsure ,pektinsure ,ulminsure ,andere ,kieselerde ,mineralkrper ,sand ,nicotianin ,andere organische grnes und gelbes ,harz ,krper ,wachs oder ,fett stickstoffhaltige ,substanzen ,cellulose ,sidenote3 ,chemischer ,bestand der ,tabaksbltter4 ,unter den ,bestandtheilen der ,tabaksbltter finden sich mithin als charakteristische drei1 nmlich das ,nicotianin1 das ,nicotin und die ,tabaksure4 ,das ,nicotianin oder ,tabakskampher ist eine fettartige ,substanz1 welche den angenehmen ,geruch des ,tabakdampfes und einen bittern1 aromatischen ,geschmack besitzt4 ,dieser ,krper ist noch unvollstndig untersucht4 ,der ,ansicht der ,tabakfabrikanten zufolge ist diejenige ,tabaksorte die vorzglichste1 welche das meiste ,nicotianin enthlt#acf4 ,das ,nicotin 7,c#aj;,h#ad,n#b7 ist eine organische ,base und erscheint im reinen ,zustande als farbloses ,oel von betubendem ,tabaksgeruch und tzendem ,geschmack1 das sich in ,wasser1 ,weingeist1 ,aether und ,oelen auflst4 ,es ist1 schon in kleiner ,gabe eingenommen1 ein tdtliches ,gift2 schon in sehr geringer ,menge wirkt es heftig auf die ,bewegungsnerven und erzeugt ,convulsionen und spter ,lhmung4 ,die ,quantitt des ,nicotins in den ,tabakblttern scheint zu der ,qualitt in keinerlei ,beziehung zu stehen4 ,schloesing hat den ,nicotingehalt vieler franzsischer und amerikanischer ,tabaksorten ausgemittelt4 ,es enthalten nach ihm #ajj ,th4 trockner entrippter ,tabak aus3 ,nicotin3 dem ,depart4 ,lot #g1if ,lot-et-,garonne #g1cd ,nord #f1eh ,ille-et-,vilaine #f1bi ,pas de ,calais #d1id dem ,elsass #c1ba ,virginien #f1hg ,kentucky #f1ji ,maryland #b1bi ,havanna weniger als #b1j 7,trockner ,schnupftabak enthlt ungefhr #b ,proc4 ,nicotin1 durchschnittlich im nicht getrockneten ,zustande #cc ,proc4 ,wasser1 was den ,nicotingehalt auf #a1cf ,proc4 herabdrckt47 ,das ,nicotin ist in dem ,tabak in ,form eines ,salzes enthalten4 ,die charakteristische ,sure des ,tabaks ist die ,tabaksure ,c#c;,h#d,o#d1 die grosse ,aehnlichkeit mit der ,aepfelsure hat und nach neueren ,untersuchungen 7vielleicht7 mit ihr identisch ist4 ,ausser diesen ,stoffen enthalten die ,tabaksbltter eiweissartige ,bestandtheile1 ,holzfaser1 ,gummi1 ,harz4 ,die ,tabaksbltter sind sehr reich an mineralischen ,bestandtheilen2 die ,quantitt derselben betrgt #ai-bg ,proc4 vom ,gewicht der trocknen ,bltter4 ,merz fand #bc1cc ,proc4 ,asche von einer ,tabaksorte aus der ,gegend zwischen ,nrnberg und ,erlangen4 #ajj ,th4 dieser ,asche enthielten #bf1if ,kali1 #b1gf ,natron1 #ci1ec ,kalk1 #i1fa ,magnesia1 #i1fe ,chlornatrium1 #b1gh ,schwefelsure1 #d1ea ,kieselerde1 #d1bj ,ferriphosphat4 ,in jeder ,tabakssorte findet sich endlich auch ,kaliumnitrat1 dessen ,menge jedoch zur ,verbrennlichkeit des ,tabaks in keiner ,beziehung steht4 #acf ,mglicherweise ist das ,nicotianin mit dem ,cumarin 7,c#i;,h#h,o#b71 einem ,stoffe identisch1 der in den ,tonkabohnen 7,dipterix odorata71 im ,waldmeister 7,asperula odorata71 im ,melilotus officinalis und ,anthoxanthum odoratum1 sowie in den ,fahamblttern 7,angraecum fragrans7 und den ,blttern von ,liatris odoratissima 7aus der ,familie der ,asteraceen7 sich findet4 ,daher vielleicht auch instinctmssig die ,anwendung der ,tonkabohnen zum ,aromatisiren des ,tabaks und die des ,melilotus zum ,beimengen des ,rauchtabaks1 wie es in ,ungarn hufig geschieht4 ,vielleicht hat die in der neueren ,zeit ausserordentlich in ,aufnahme gekommene1 aber sorgfltigst geheim gehaltene ,anwendung der aus ,harn bereiteten ,benzosure bei der ,tabaksfabrikation den ,zweck1 ein ,surrogat fr den geringen ,nicotianingehalt der schlechteren ,tabaksorten abzugeben4 ,sidenote3 ,tabakfabrikation4 ,man verlangt von einem guten ,rauchtabak1 dass sein ,rauch einen angenehmen ,geruch besitze und nicht knellere1 auf der ,zunge kein beissendes ,gefhl hervorbringe1 endlich nicht zu stark sei4 ,das frische getrocknete ,tabaksblatt kann diesen ,anforderungen nicht gengen1 da es reich an eiweisshaltigen ,bestandtheilen ist1 die beim ,brennen einen widrigen ,geruch nach verbranntem ,horn erzeugen1 da ferner der grosse ,gehalt an ,nicotin ,unbehaglichkeiten beim ,rauchen hervorrufen wrde4 ,der ,zweck der ,zubereitung der ,tabakbltter ist demnach1 die eiweisshaltigen ,stoffe zu zerstren1 den grossen ,nicotingehalt herabzudrcken1 das ,parfm des ,tabaks zu entwickeln1 und endlich den ,blttern die zur ,benutzung als ,rauch- und ,schnupftabak geeignete ,form zu geben4 ,das ,wesentliche bei der ,zubereitung der ,tabaksbltter ist eine bei #ce vor sich gehende ,ghrung1 durch welche die im feuchten ,zustande auf ,haufen geschlagenen ,bltter den grssten ,theil der eiweissartigen ,bestandtheile verlieren1 dagegen angenehm riechende1 durch die ,ghrung entwickelte ,stoffe aufnehmen4 ,der ,fabrikant kommt dem ,ghrungsprocess durch die sogenannte ,sauce zu ,hlfe1 mit welchem ,namen das ,befeuchtungswasser der ,bltter bezeichnet wird4 ,eine vollstndige ,theorie des ,processes der ,tabaksfabrikation ist zur ,zeit nicht mglich4 ,bei der ,ernte des ,tabaks legt man die ,bltter zu #aj-ab ,stck bereinander1 die ,bltterhaufen werden an einen trockenen ,ort gebracht1 mit einem ,tuch bedeckt und so lange liegen gelassen1 bis sie anfangen zu schwitzen4 ,sodann hngt man die einzelnen ,bltter zum ,trocknen an ,schnren auf1 wickelt dann um ungefhr #cj ,bltter ein ,blatt1 um eine sogenannte ,decke zu erhalten1 und presst den ,tabak in dieser ,gestalt in grosse ,fsser1 in welchen er sich etwas erwrmt4 ,darauf besprengt man die ,bltter mit ,salzwasser1 und lsst sie1 aufeinander gelegt1 bis zur ,erwrmung liegen4 ,das ,besprengen und ,hinlegen wird so lange wiederholt1 als der ,tabak sich noch merklich erwrmt4 ,man trocknet ihn nun vollstndig an der ,luft1 und presst ihn nicht selten auf mehrere ,jahre in ,fsser ein4 ,sidenote3 ,rauchtabak4 ,behufs der ,rauchtabakfabrikation werden die ,bltter sortirt1 d4 h4 diejenigen ,bltter zusammengebracht1 die gleiche ,farbe und gleiche ,dicke haben4 ,nach dem ,sortiren werden die dickeren ,rippen ausgeschnitten 7die ,bltter entrippt71 weil dieselben als wesentlich aus ,holzfaser bestehend1 beim ,rauchen ,holzrauch entwickeln wrden4 ,sodann werden die ,bltter saucirt oder gebeizt1 d4 h4 mit einer besonders zubereiteten ,sauce getrnkt1 die wesentlich aus ,salzen 7,kochsalz1 ,salpeter1 ,salmiak1 salpetersaurem ,ammoniak71 zuckerhaltigen1 weingeistigen und organisch-sauren1 sowie gewrzhaften ,substanzen besteht4 ,die ,salze dienen zur ,befrderung der ,haltbarkeit und des langsameren ,verbrennens1 die brigen ,krper hauptschlich zur ,bildung jener angenehm riechenden ,aether1 die nicht unpassend mit der ,blume des ,weins verglichen worden sind4 ,die saucirten ,bltter lsst man in ,fssern ghren1 sodann bei mssiger ,wrme auf ,horden trocknen und auf der ,schneidemaschine zerschneiden4 ,der unzerschnittene gesponnene ,tabak fhrt den ,namen ,rollentabak4 ,eine sehr beliebte ,form des ,rauchtabaks ist die ,cigarre1 die aus der ,einlage und dem ,deckblatt besteht4 ,die ,eigenschaft der ,cigarren1 durch das ,ablagern an ,gte zu gewinnen1 scheint nicht sowol auf dem vollstndigeren ,austrocknen1 als vielmehr auf einer ,art ,nachghrung zu beruhen1 durch welche die ,gte beeintrchtigende ,substanzen zerstrt und andere vortheilhaft einwirkende gebildet werden4 ,beim ,rauchen erhlt der ,rauchende ausser den ,produkten der ,verbrennung des ,tabaks 7,kohlensure1 ,wasser und etwas ,ammoniak7 auch die ,produkte der trocknen ,destillation in den ,mund1 welche letztere dem ,tabakrauche das ,charakteristische geben4 ,eine genaue ,kenntniss dieser ,produkte geht uns zur ,zeit noch ab1 so viel ist aber ausgemacht1 dass in dem ,rauche die ,dmpfe des ,nicotianins und des ,nicotins enthalten sind4 ,zeise fand als ,bestandtheile des ,tabakrauches ein eigenthmliches ,brandl1 ,buttersure1 ,kohlensure1 ,ammoniak1 ,paraffin1 ,brandharz1 so wie wahrscheinlich etwas ,essigsure1 ferner ,kohlenoxyd und ,kohlenwasserstoffgase4 ,es ist bemerkenswerth1 dass ,kreosot und ,carbolsure sich beim ,rauchen des ,tabaks durchaus nicht bilden2 aus diesem ,grunde ist vielleicht der ,tabakrauch weit weniger scharf1 namentlich die ,augen weit weniger angreifend1 als der ,holzrauch4 ,es wurde zur ,untersuchung ,portorico verwendet4 ,die ,untersuchung von ,zeise1 so genau sie auch ausgefhrt zu sein scheint1 lehrt uns doch den ,trger des aromatischen ,geruches vieler ,sorten von ,rauchtabak und ,cigarren nicht kennen2 es mag indessen wol sein1 dass bei dem ,tabak hnlich wie bei dem ,weine1 diejenigen ,stoffe1 die gerade hinsichtlich des ,geruches und ,geschmackes die maassgebenden sind1 durch chemische ,operationen und ,reactionen kaum nachgewiesen werden knnen4 ,auf jeden ,fall sind in dem ,tabakrauche gepaarte ,ammoniake enthalten1 so das ,anilin 7zu dessen ,bildung whrend der trocknen ,destillation die ,bedingungen1 ,carbolsure als ,zersetzungsprodukt der ,cellulose und ,ammoniak reichlich vorhanden sind71 dessen ,geruch in sehr verdnntem ,zustande eine nicht zu verkennende ,aehnlichkeit mit dem des ,rauches guter ,tabaksorten hat4 ,die ,verbrennlichkeit einer ,tabaksorte steht in keiner ,beziehung zum ,salpetersuregehalt1 denn whrend der daran reiche ,kentucky schlecht brennt1 ist der daran arme ,java1 ,maryland1 brasilianische und ungarische ,tabak leicht verbrennlich4 ,die ,verbrennlichkeit des ,tabaks in ihren verschiedenen ,graden ist krzlich von ,schloesing zum ,gegenstand einer ,untersuchung gemacht worden4 ,es hat sich dabei ergeben1 dass der im ,wasser lsliche ,theil der ,asche eines verbrennlichen ,tabaks stets ,kaliumcarbonat enthlt und zwar um so mehr1 je verbrennlicher der ,tabak ist2 der ,auszug der ,asche von nicht verbrennlichem1 d4 h4 verkohlendem ,tabak enthlt kein ,kaliumcarbonat1 sondern nur ,kaliumsulfat und ,chlorkalium4 ,ein nicht verbrennlicher ,tabak wird verbrennlich1 wenn man ihn mit der ,lsung eines ,kaliumsalzes einer organischen ,sure 7,aepfelsure1 ,citronensure1 ,oxalsure1 ,weinsure7 behandelt und dann trocknet2 ein verbrennlicher ,tabak wird dagegen unverbrennlich1 wenn man ihn ,calciumsulfat oder ,chlorcalcium oder die entsprechenden ,magnesium- und ,ammonverbindungen einverleibt4 ,der ,grund davon scheint darin zu liegen1 dass die ,kaliumsalze der organischen ,suren beim ,verkohlen eine voluminse1 wenig zusammenhngende und sehr porse ,kohle liefern1 die leicht verbrennt1 whrend die ,kohle der ,calciumsalze der organischen ,suren1 unter gleichen ,verhltnissen gebildet1 wenig volumins und fest ist und nur schwierig verbrennt4 ,sidenote3 ,schnupftabak4 ,die ,bltter zur ,fabrikation des ,schnupftabaks werden auf hnliche ,weise sortirt und saucirt wie die zu ,rauchtabak4 ,zur ,bereitung der ,sauce wendet man vorzugsweise ,ammoniaksalze und aromatische ,krper an4 ,die saucirten ,bltter werden1 nachdem sie eine erste ,ghrung durchgemacht haben1 zu ,carotten zusammengeschnrt und diese dann gemahlen 7rappirt74 ,der rappirte ,tabak wird gesiebt und dadurch in grbere und feinere ,sorten gebracht4 ,nach dem ,sieben wird er angefeuchtet und hufig noch einer zweiten ,ghrung unterworfen4 ,im ,schnupftabak ist das ,nicotin 7circa #b ,proc47 theils frei1 theils als neutrales oder basisches 7wahrscheinlich essigsaures7 ,salz vorhanden2 das ,ammoniak ist darin ebenfalls an eine ,sure gebunden2 beiden ,salzen verdankt der ,schnupftabak seine reizende ,wirkung auf die ,nasenschleimhaut4 ,um das ,austrocknen des ,schnupftabaks zu verhten1 erhlt derselbe zuweilen einen ,zusatz von ,glycerin4 ,der ,zweck der ,ghrung in der ,schnupftabaksfabrikation scheint zu sein #a7 die ,bildung eines ,fermentls oder einer ,aetherart1 welcher der ,schnupftabak sein ,aroma verdankt2 #b7 die ,vernichtung eines ,theiles 7#b_/c7 des ,nicotins des ,tabaks1 ohne welche der ,schnupftabak eine zu energische ,wirkung auf den ,organismus ausben wrde2 #c7 das ,hervorrufen der alkalischen ,beschaffenheit1 bedingt durch die theilweise ,zersetzung der organischen ,suren des ,tabaks2 #d7 die ,entwickelung des specifischen ,tabakgeruches durch sich bildende ,dmpfe von kohlensaurem ,ammoniak 7und wahrscheinlich ,ammoniakbasen wie ,aethylamin7 und ,nicotin2 #e7 die ,umwandlung der stickstoffhaltigen ,bestandtheile des ,tabaks in ,ammoniak1 wodurch der ,verlust an ,ammoniak durch ,verflchtigung desselben ausgeglichen wird1 und in schwarze ,substanzen 7,humuskrper71 welchen der ,schnupftabak seine dunkelbraune ,farbe verdankt4 ,technische ,anwendung der therischen ,oele und ,harze4 ,sidenote3 ,aetherische ,oele und ,harze im ,allgemeinen4 ,sidenote3 ,darstellung der therischen ,oele4 ,sidenote3 ,florentiner ,flasche4 ,die therischen ,oele und ,harze kommen meist fertig gebildet in der ,natur vor4 ,die ersteren ertheilen den ,pflanzen den ihnen eigenthmlichen ,geruch4 ,das therische ,oel findet sich in den ,pflanzen in ,zellen eingeschlossen1 daher kommt es1 dass der ,geruch nach dem ,zerquetschen der ,pflanze deutlicher hervortritt4 ,zwischen den ,fingern fhlen sie sich nicht fettig wie die fetten ,oele1 sondern rauh an4 ,eine grosse ,anzahl therischer ,oele hat die ,eigenschaft1 aus einer ammoniakalischen ,silberlsung das ,silber als einen ,silberspiegel abzuscheiden1 daher frher ihre ,anwendung zur ,spiegelversilberung 7vergl4 ,s4 #cbb74 ,die therischen ,oele werden auf verschiedene ,weise1 meist aber dadurch erhalten1 dass man die betreffenden ,pflanzentheile mit ,wasser destillirt4 ,obgleich der ,siedepunkt dieser ,oele weit ber dem ,wasser liegt1 so wird doch durch die ,wasserdmpfe das therische ,oel mit fortgerissen4 ,oele mit sehr hohem ,siedepunkte pflegt man mit ,kochsalz durch ,destillation aus den ,pflanzentheilen abzuscheiden4 ,zur ,trennung des berdestillirten ,oeles von dem mit bergegangenen ,wasser bedient man sich der bekannten ,florentiner ,flasche4 ,auf diese ,weise gewinnt man das ,anis-1 ,kamillen-1 ,kmmel-1 ,lavendel-1 ,pfeffermnz-1 ,nelken-1 ,zimmt-1 ,rosmarinl u4 s4 w4 ,das ,terpentinl wird durch ,destillation des ,terpentins mit ,wasser gewonnen4 ,sidenote3 ,darstellung durch ,auspressen4 ,sidenote3 ,unter ,mitwirkung des ,wassers4 ,sidenote3 ,ausziehen mittelst fetter ,oele4 ,sidenote3 ,eigenschaften der therischen ,oele und ,anwendung derselben4 ,einige therische ,oele1 die in den betreffenden ,pflanzentheilen in grossen ,mengen enthalten sind1 stellt man durch ,auspressen dar1 dies ist der ,fall bei dem ,citronen-1 ,bergamott-1 ,pomeranzen- und ,apfelsinenl4 ,whrend die meisten therischen ,oele schon durch den ,vegetationsprocess entstanden sind1 giebt es einige1 die sich aus den ,pflanzentheilen erst bei der ,berhrung und ,destillation mit ,wasser bilden4 ,zu diesen gehrt das ,bittermandell1 das sich unter dem ,einflusse des ,wassers aus dem ,amygdalin unter ,mitwirkung einer eiweissartigen ,substanz1 der ,synaptase oder des ,emulsins bildet1 ferner das ,senfl1 das man auch durch ,destillation von ,jodpropyl mit ,schwefelcyankalium knstlich darstellt u4 s4 w4 ,gewisse therische ,oele1 die nur in sehr geringer ,menge vorhanden sind1 zieht man durch ,digestion der ,vegetabilien mit fettem ,oele aus2 auf diese ,weise extrahirt man ,jasmin1 ,veilchen1 ,hyacinthen u4 s4 w4 ,die therischen ,oele sind in ,wasser etwas lslich2 solche ,lsungen bilden die destillirten ,wsser der ,pharmaceuten2 einige derselben1 wie das ,orangenbltenwasser 7,eau de fleurs d'oranger7 und das ,bittermandelwasser finden ausserdem in der ,parfmerie und in der ,kochkunst ,anwendung4 ,die therischen ,oele sind in ,alkohol lslich und zwar in um so grsserer ,menge1 je mehr das ,oel ,sauerstoff enthlt4 ,auf dieser ,eigenschaft beruht ihre ,anwendung in der ,parfmerie und in der ,liqueurfabrikation4 ,sidenote3 ,parfmerie4 ,die ,parfmerie beschftigt sich mit der ,darstellung von riechenden ,wssern 7,esprits1 eaux de senteur71 ,duftextracten 7extraits d'odeur71 der parfmirten ,fette u4 s4 w4 ,die riechenden ,wsser bestehen aus einer ,lsung verschiedener therischer ,oele in ,alkohol4 ,der dazu angewendete ,alkohol muss fuselfrei und ohne allen fremden ,beigeruch1 die therischen ,oele von bester ,qualitt sein4 ,es ist am passendsten1 die ,oele nur in dem ,alkohol zu lsen und die ,lsung monatelang vor dem ,gebrauche lagern zu lassen4 ,die frher gebruchliche ,destillation ist nicht nur nicht nothwendig1 sondern auch sogar nachtheilig1 da des hheren ,siedepunktes wegen ein ,theil der therischen ,oele in der ,destillirblase zurckbleibt4 ,die ,eau de mille fleurs wird dargestellt durch ,auflsen von #fj ,grm4 ,perubalsam1 #abj ,grm4 ,bergamottl1 #fj ,gr4 ,nelkenl1 #ae ,gr4 ,nerolil1 #ae ,gr4 ,thymianl in #i ,liter ,alkohol und ,zusatz von #d ,liter ,orangenbltenwasser und #abj ,gr4 ,moschustinctur1 die man durch ,digestion von #ae ,gr4 ,zibeth und #ge ,gr4 ,moschus mit #b ,liter ,alkohol dargestellt hat4 -- ,eau de ,cologne erhlt man durch ,auflsen von #cb ,gr4 ,orangeschalenl1 einer gleichen ,menge ,bergamottl1 ,citronenl1 ,essence de ,limette1 ,essence de petits grains #af ,gr41 ,essence de ,cedro1 einer gleichen ,menge ,essence de ,cedrat1 ,essence de ,portugal1 #h ,gr4 ,nerolil und #d ,gr4 ,rosmarinl in #f ,litern ,alkohol4 ,sidenote3 ,chemische ,parfms4 ,die ,duftextracte 7extraits d'odeur7 werden meist durch ,ausziehen der vorher mit den ,dften frischer ,blumen beladenen fetten ,oele und ,fette mit ,alkohol dargestellt4 -- ,in der neueren ,zeit hat man 7nach dem ,vorschlage von ,dbereiner7 auch knstlich dargestellte ,verbindungen in der ,parfmerie angewendet1 so eine alkoholische ,lsung von ,amylacetat unter dem ,namen ,birnl 7pear-oil71 ,amylvalerat als ,aepfell 7apple-oil71 ,amylbutyrat als ,ananasl 7pine apple-oil71 ,aethylpelargonat als ,quittenl1 ,aethylsuberat als ,maulbeeressenz4 ,als knstliches ,bittermandell kommt ,nitrobenzol1 gemengt mit ,nitrotoluol vor1 das im minder reinen ,zustande als ,essence de ,mirbane bezeichnet und in grosser ,menge zu ,zwecken der ,parfmerie1 in noch grsserer aber als ,material der ,anilinbereitung dargestellt wird4 -- ,die parfmirten ,fette 7,pommaden7 erhlt man in der feineren ,parfmerie entweder durch ,infusion1 indem man die ,blten mit warmem fetten ,oel oder ,fett von etwa #fe digerirt1 oder durch kalte ,parfmirung des ,fettes durch ,schichtung desselben mit den ,blten 7enfleurage74 ,hufig stellt man sie auch aus ,rindsmark oder aus ,schweinefett dar1 indem man dieselben schmilzt und whrend des ,erkaltens einige ,tropfen des therischen ,oeles hinzurhrt4 ,sidenote3 ,liqueurfabrikation4 ,der ,zweck der ,liqueurfabrikation ist1 ,branntwein durch ,zusatz von ,zucker oder ,glycerin und aromatischen ,krpern in ein dem ,gaumen angenehmeres ,getrnk zu verwandeln4 ,man unterscheidet feine ,liqueure 7,rosoglio7 und ordinre 7,aquavite71 je nachdem zu ihrer ,herstellung vorzglich reine ,materialien angewendet worden sind oder nicht4 ,die mit viel ,zucker versetzten lartigen ,liqueure heissen ,crmes1 die mit ausgepressten ,fruchtsften1 ,zucker und ,weingeist dargestellten ,ratafia4 ,die ,basis der ,liqueurfabrikation ist ein vllig fuselfreier ,weingeist oder ,branntwein2 die ,vegetabilien1 welche man zur ,darstellung der ,liqueure benutzt1 lassen sich in drei ,abtheilungen bringen4 ,die erste ,abtheilung umfasst ,pflanzensubstanzen1 die nur wegen ihres ,gehaltes an therischem ,oele ,anwendung finden wie ,kmmel- und ,anissamen1 ,wachholderbeeren1 ,pfeffermnze1 ,citronenschalen1 ,orangenblten und bittere ,mandeln4 ,ueber diese ,substanzen wird der ,branntwein abdestillirt4 ,meist wendet man indessen jetzt1 anstatt den ,branntwein zu destilliren1 ,lsungen der kuflichen therischen ,oele 7,kmmell1 ,anisl etc47 in ,weingeist an und nennt das letztere ,verfahren die ,fabrikation auf kaltem ,wege4 ,die zweite ,abtheilung enthlt diejenigen ,vegetabilien1 die sowohl wegen des therischen ,oeles1 als auch wegen ihres ,gehaltes an bitteren aromatischen ,stoffen ,anwendung finden1 es sind dies z4 ,b4 die ,wurzeln des ,calmus1 ,enzian1 ,zittwer1 ,orangenschalen1 unreife ,pomeranzen1 ,wermuth1 ,nelken1 ,zimmt1 ,vanille4 ,diese ,pflanzensubstanzen werden mit ,branntwein oder ,spiritus bergossen entweder in der ,klte macerirt oder bei #ej-fj digerirt 7aber nicht destillirt74 ,der ,auszug fhrt den ,namen ,tinctur4 ,die dritte ,abtheilung umfasst diejenigen ,frchte1 deren ,saft zur ,fabrikation der ,ratafia ,anwendung findet2 hierzu gehren ,kirschen1 ,ananas1 ,erdbeeren1 ,himbeeren u4 s4 w4 ,der ,saft dieser ,frchte wird mit ,spiritus versetzt und verssst4 -- ,zum ,versssen der ,liqueure wendet man eine ,auflsung von #d ,pfund ,zucker in #a ,liter ,wasser1 die vorher aufgekocht und mit ,eiweiss geklrt worden ist1 an4 ,es ist rathsam1 die ,zuckerlsung siedend mit der weingeistigen ,flssigkeit zu mischen4 ,der ,procentgehalt an ,alkohol1 den man den ,liqueuren giebt1 ist #df bis #ej ,proc4 ,um die ,liqueure fr das ,auge angenehm zu machen1 ertheilt man ihnen hufig eine ,frbung1 und zwar roth durch ,sandelholz und ,cochenille oder 7arsenfreies7 ,anilinroth1 gelb durch ,safflor1 ,ringelblumen und ,curcuma1 blau durch ,indigtinctur1 grn durch ,mischen von gelb und blau1 violett durch ,anilinviolett4 ,die durch ,digestion dargestellten ,liqueure frbt man zuweilen durch ,zuckercouleur dunkler braun4 ,die ,crmes enthalten auf das ,liter ,flssigkeit etwa #a ,pfund ,zucker oder eine entsprechende ,menge von ,glycerin4 ,als ,beispiel sei angefhrt der ,maraschino 7#d ,liter ,himbeerwasser1 #a-c_/d ,liter ,orangenbltenwasser1 #a-a_/b ,l4 ,kirschwasser1 #ah ,pfund ,zucker1 #i ,l4 ,weingeist von #hi-ij ,proc474 ,die ,liqueure sind den ,crmes sehr hnlich1 enthalten aber etwas weniger ,zucker2 ,englisch ,bitter 7#e ,loth das ,gelbe der ,pomeranzenschalen1 #f ,loth ,chinarinde1 #f ,l4 ,enzian1 #h ,l4 ,cardobenedictenkraut1 #h ,l4 ,tausendgldenkraut1 #h ,l4 ,wermuth1 #d ,l4 ,veilchenwurzel mit #ed ,liter ,branntwein von #ej ,proc4 digerirt1 die ,tinctur versetzt mit #ab ,pfd4 ,zucker72 ,kirschen 7#bj ,l4 ,kirschsaft1 #bj ,l4 ,spiritus von #he ,proc41 #cj ,pfd4 ,zucker72 gewhnlich setzt man noch #d-h ,l4 ,bittermandelwasser hinzu2 ,pfeffermnze 7#b-a_/b ,l4 ,pfeffermnzl aufgelst in #a ,l4 ,spiritus von #hj ,proc41 die ,lsung gesetzt zu #ed ,l4 ,spiritus von #gb ,proc41 verssst mit #fj ,pfd4 ,zucker1 der aufgelst worden in #bf ,l4 ,wasser2 wird durch ,indigotinctur und ,curcuma grn gefrbt74 ,sidenote3 ,harze4 ,die therischen ,oele haben die ,eigenschaft1 sich an der ,luft1 oder auch in der ,pflanze selbst zu verdicken und dadurch in einen neuen ,krper berzugehen1 welchen man ,harz#acg nennt4 ,man findet die ,harze im ,pflanzenreiche sehr hufig4 ,einige derselben1 wie das ,harz der ,coniferen1 fliessen in ,verbindung mit dem therischen ,oele von selbst aus und erhrten an der ,luft4 ,andere ,harze stellt man durch ,ausziehen der betreffenden ,pflanzentheile mit ,alkohol und ,verdampfen des ,auszugs zur ,trockne1 oder durch ,fllen des alkoholischen ,auszugs mit ,wasser dar4 ,man theilt die ,harze ein in ,weichharze oder ,balsame und in die ,hartharze4 ,die ,weichharze sind ,lsungen der ,harze in therischen ,oelen1 zu ihnen rechnet man den ,terpentin1 den ,perubalsam2 zu den ,hartharzen den ,bernstein1 das ,anime1 den ,copal1 das ,dammarharz1 den ,mastix1 den ,schellack1 die ,benzo und den ,asphalt4 ,an die ,harze schliessen sich die ,schleimharze an1 welche in ,folge von ,einschnitten als dicke milchige ,sfte aus den ,pflanzen ausfliessen2 sie sind meist von sehr starkem ,geruch und unterscheiden sich von den ,harzen dadurch1 dass sie1 mit ,wasser zusammengerieben1 eine trbe milchige ,flssigkeit geben4 ,zu den ,schleimharzen gehren die ,asa foetida1 das ,gummi-,gutt u4 s4 w41 den ,beschluss dieser ,klasse von ,krpern machen das ,kautschuk und die ,gutta ,percha4 #acg ,vergl4 ,j4 ,wiesner1 ,die technisch verwertheten ,gummiarten1 ,harze und ,balsame4 ,erlangen #ahfi4 ,sidenote3 ,anwendung der ,harze als ,siegellack4 ,das ,siegellack besteht wesentlich aus ,schellack1 zu welchem man etwas ,terpentin gesetzt hat1 um ihn schmelzbarer und weniger zerbrechlich zu machen4 ,zu dem rothen und wenig gefrbten ,siegellacke wendet man mglichst farbloses ,gummilack an1 whrend man zu den dunklen und schwarzen ,sorten des ,siegellacks das gefrbteste ,gummilack setzt4 ,ausser dem ,schellack und dem ,terpentin gehrt zur ,zusammensetzung der ,siegellacke noch ein ,zusatz von erdigen ,krpern1 welcher nicht nur das ,gewicht der ,masse vermehren soll1 sondern auch den ,zweck hat1 dem zu schnellen ,abtropfen und ,rinnen des ,siegellacks ,einhalt zu thun4 ,man nimmt ,kreide1 ,magnesia1 gebrannten ,gyps1 ,zinkweiss1 neuerdings auch ,barytweiss1 ,porcellanerde und ,kieselguhr 7,infusorienerde74 ,um fugenfreies rothes ,siegellack darzustellen1 schmilzt man in einer eisernen ,pfanne #d ,th4 ,gummilack ber gelindem ,kohlenfeuer und setzt dann #a ,th4 venetianischen ,terpentin und #c ,th4 ,zinnober unter fortwhrendem ,umrhren hinzu4 ,gewhnliche rothe ,siegellacke stellt man dar aus3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 ,schellack #eej #fbj #eej #gjj #fjj ,terpentin #gdj #fhj #fjj #edj #fjj ,kreide oder ,magnesia #cjj #bjj -- -- -- ,gyps oder ,zinkweiss #bjj -- -- -- -- ,kieselguhr -- -- -- -- -- ,barytweiss -- #ajj #chj #cjj #cjj ,zinnober #acj #bbj #cdj #cjj #cjj ,terpentinl -- -- -- #bj #be ,wenn die ,masse abgekhlt ist1 so rollt man sie auf einer ,marmortafel zu ,rollen aus oder giesst sie in ,messingformen4 ,einige ,sorten ,siegellack pflegt man zuweilen mit ,benzo1 ,storax1 ,tolu- und ,perubalsam wohlriechend zu machen4 ,die verschieden gefrbten ,sorten stellt man dar1 indem man den ,zinnober durch ,kobaltultramarin1 chromsaures ,bleioxyd1 gebranntes ,elfenbein u4 s4 w4 ersetzt4 ,die marmorirten ,lacke werden durch ,malaxiren verschiedenartig gefrbter ,massen erzeugt4 ,zu den geringeren ,siegellacksorten und zu dem sogenannten ,packlack nimmt man anstatt des ,zinnobers ,mennige und zuweilen auch rothes ,eisenoxyd2 das ,gummilack wird bei diesen ,sorten durch ein ,gemenge von ,colophonium und gepulvertem ,gyps oder ,kreide ersetzt4 ,neuerdings verwendet man neben oder statt des ,schellacks das ,acarodharz 7von ,xanthorrhoea hastilis74 ,sidenote3 ,asphalt4 ,asphalt 7,erdharz1 ,judenpech7 ist ein schwarzes glnzendes1 zerbrechliches ,harz1 das wahrscheinlich durch allmlige ,oxydation von ,erdl entstanden ist und in grosser ,menge auf der ,insel ,trinidad an der ,nordkste von ,sdamerika1 vor der ,mndung des ,orinoco1 auf dem todten ,meere schwimmend1 in ,frankreich1 in der ,schweiz u4 s4 w4 gefunden wird4 ,es lst sich wenig in ,alkohol1 leicht in ,steinl1 ,terpentinl1 ,benzol und ,photogen4 ,man benutzt es zu schwarzem ,lack1 zum ,aetzgrund fr ,kupferstecher1 als dunkelbraune ,lasurfarbe in der ,oelmalerei etc4 ,man verwendet den ,asphalt ferner mit ,kalk und ,sand gemischt zur ,pflasterung1 deren ,dauerhaftigkeit und ,vorzge sich darauf grnden1 dass die ,masse ungeachtet der grossen ,entzndlichkeit des ,asphalts wegen des ,zuschlags bei ,feuersbrnsten nicht anbrennt1 und dass dieselbe durch den ,zuschlag hinreichend elastisch ist1 um sich bei starker ,hitze auszudehnen und bei starker ,klte wieder zusammenziehen zu knnen1 ohne zu springen4 ,zur ,asphaltpflasterung nimmt man ,erdharzkitt von ,seyssel 7mastix bitumineux7#ach1 brennt denselben in ,pfannen zu ,staub und mengt das ,pulver mit ,sand1 dass auf #cj-dj ,proc4 ,kalk in der ,mischung #bj-dj ,proc4 ,asphalt kommen4 ,vor der ,anwendung wird die ,masse geschmolzen und auf die ,stelle1 die gepflastert werden soll1 ausgegossen1 mit einer eisernen ,schiene geebnet1 mit heissem ,sande berstreut und mittelst eines ,brettes eben geschlagen4 ,anstatt des ,asphaltpflasters hat man und zwar mit vielem ,erfolg das von ,busse erfundene ,terresin1 eine ,mischung von ,kohlentheer1 ,kalk und ,schwefel1 angewendet4 ,gegenwrtig wird der grsste ,theil des ,asphalts oder ,asphaltpeches1 der in der ,firniss- und ,lackbereitung ,anwendung findet1 durch ,eindicken des ,theeres der ,gasfabriken erhalten4 #ach ,zu ,seyssel im ,departement ,ain findet sich ein ,kalkstein1 der bis zu #ah ,proc4 mit ,asphalt durchdrungen ist4 ,aus diesem ,kalkstein stellt man zu ,seyssel den ,erdharzkitt auf folgende ,weise dar3 ,man zieht mittelst siedenden ,wassers den ,asphalt aus1 mengt #g ,th4 des so erhaltenen ,asphalts in #ij ,th4 gepulverten1 asphalthaltigen ,kalkstein und mahlt die trocken gewordene ,masse4 ,aehnliche ,asphaltsteine finden sich zu ,limmer bei ,hannover1 zu ,lobsann im ,nieder-,elsass1 in ,nordtyrol1 zu ,val de travers im ,canton ,neufchatel4 ,sidenote3 ,kautschuk4 ,das ,kautschuk oder das elastische ,gummi 7,caoutschuk1 ,federharz1 ,gummi elasticum7 wird in den ,milchsften vieler ,pflanzen1 namentlich der ,urticeen1 ,euphorbiaceen und ,apocyneen angetroffen4 ,in grsserer ,menge findet es sich im ,milchsaft der ,siphonia cahuchu1 woraus man es in ,sdamerika darstellt4 ,das ostindische wird von ,urceola elastica erhalten4 ,ausserdem findet es sich noch in ,ficus religiosa und ,f4 indica4 ,man gewinnt das ,kautschuk1 indem man ,einschnitte in die ,bume macht und mit dem ausfliessenden rahmhnlichen zhen ,milchsaft wiederholt ,thonfiguren von ,thieren1 ,nachbilder des menschlichen ,fusses und birnfrmige ,krper etc4 berzieht4 ,nachdem der ,saft an der ,sonne oder ber ,feuer getrocknet worden ist1 wird der ,thon durch ,klopfen oder durch ,aufweichen in ,wasser entfernt4 ,das zurckbleibende ,kautschuk hat die ,gestalt der ,thonform1 meist die von ,flaschen oder ,beuteln1 hufig auch die von ,platten4 ,letztere fhren den ,namen ,gummispeck4 ,das ,kautschuk ist im gereinigten ,zustande durchsichtig1 in dnnen ,lagen weiss1 in dicken etwas gelblich4 ,es hat keine ,spur von faseriger ,textur1 ist vollkommen elastisch und wird beim ,ausziehen unklar und faserig4 ,in der ,klte wird es fest und ist dann schwierig biegsam1 aber nicht sprde4 ,sein spec4 ,gewicht ist #j1ibe4 ,durch heisses ,wasser und durch ,wasserdampf wird das ,kautschuk weich1 ausserdem aber nicht verndert4 ,in ,weingeist ist es unlslich4 ,durch ,chlor1 verdnnte ,suren1 durch ,alkalilaugen wird es nicht verndert1 durch concentrirte ,schwefelsure und ,salpetersure dagegen schnell zerstrt4 ,wenn man stark ausgedehntes ,kautschuk einige ,minuten in kaltes ,wasser taucht1 so ist es nach dem ,herausnehmen aus dem ,wasser unelastisch1 erlangt aber beim ,tauchen in bis auf #de erwrmtes ,wasser seine frhere ,elasticitt wieder4 ,beim ,erwrmen wird das ,kautschuk weicher1 schmilzt bei ungefhr #bjj zu einer schmierigen ,masse1 die nach dem ,erkalten nicht wieder fest wird4 ,bei ,zutritt der ,luft erhitzt1 brennt es mit leuchtender und russender ,flamme4 ,im erwrmten ,zustande lsst sich das ,kautschuk mit ,schwefel und anderen ,krpern zusammenkneten1 wodurch es in vulkanisirtes und hornisirtes ,kautschuk bergefhrt werden kann4 ,bei der trockenen ,destillation erhlt man aus dem ,kautschuk ,oele1 die nur aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff bestehen 7,kautscheen1 ,heveen u4 s4 w471 und sich besonders als ,auflsungsmittel fr ,kautschuk eignen4 ,das ,kautschuk besteht aus ,c#d;,h#g 7in #ajj ,th4 aus #hg1e ,kohlenstoff und #ab1e ,wasserstoff72 sehr wahrscheinlich ist es aber ein ,gemenge verschiedenartiger ,verbindungen4 ,das ,kautschuk verbindet sich mit dem ,schwefel und bildet damit das vulkanisirte ,kautschuk 7s4 unten74 ,sidenote3 ,lsungsmittel des ,kautschuk4 ,sidenote3 ,verarbeitung und ,anwendung des ,kautschuk4 ,das ,kautschuk lst sich in weingeistfreiem ,aether1 in den durch trockne ,destillation des ,kautschuks entstehenden ,oelen1 in einem hnlichen1 welches sich bei der ,destillation der ,steinkohlen bildet1 in gereinigtem ,terpentin- und ,steinl und in ,schwefelkohlenstoff4 ,die ,lsung in ,aether ist in technischer ,beziehung nicht brauchbar1 weil sie so wenig ,kautschuk enthlt1 dass sie eine kaum bemerkbare ,menge desselben hinterlsst4 ,mit ,terpentinl findet weniger ein ,auflsen1 als ein ,aufquellen des ,kautschuks statt2 um die ,klebrigkeit der ,oberflche dieser ,lsung zu beseitigen1 stellt man aus #a ,th4 ,kautschuk und #aa ,th4 ,terpentinl einen dnnen ,brei her und rhrt in diesen #a_/b ,th4 einer heissen concentrirten ,lsung von ,schwefelkalium 7,k#b,s#e7 in ,wasser ein2 die so erhaltene gelbe ,flssigkeit hinterlsst das ,kautschuk vollkommen elastisch und nicht klebrig4 ,die ,lsung in leichtem ,steinkohlentheerl 7sogenanntem ,benzol71 sowie in den als ,lampenl nicht verwendbaren ,antheilen des ,petroleums1 ,photogens und ,solarls eignet sich vorzugsweise1 um ,stcke ,kautschuk zu vereinigen2 leider hngt solchen ,gegenstnden der unangenehme ,geruch des ,oeles lange ,zeit an4 ,das vorzglichste ,lsungsmittel ist unstreitig der ,schwefelkohlenstoff2 diese ,lsung trocknet usserst schnell ein und hinterlsst das ,kautschuk unverndert und geruchlos4 ,wird dem ,schwefelkohlenstoff eine kleine ,menge ,alkohol beigemengt1 so wirkt er nicht mehr auflsend auf ,kautschuk1 dagegen bewirkt er eine solche ,aufschwellung und ,erweichung desselben1 dass es in diesem ,zustande leicht vulkanisirt und gut verarbeitet werden kann4 ,der ,kautschuk dient zum ,auswischen der ,bleistiftstriche1 zum ,wegnehmen von ,schmutz auf ,papier1 zur ,darstellung von ,platten1 ,fden1 ,schnren1 ,rhren1 unter dem ,namen ,india-,rubber-,sponge als ,schwammsurrogat1 zur ,fabrikation wasserdichter ,zeuge1 zu ,kitt und zur ,darstellung von vulkanisirtem und hornisirtem ,kautschuk4 ,sidenote3 ,vulkanisirtes ,kautschuk4 ,vulkanisiren des ,kautschuks4 ,wenn man ,kautschuk lngere ,zeit in geschmolzenen ,schwefel taucht1 so geht eine ,art von ,cementation vor sich1 das ,kautschuk nimmt ,schwefel auf und verwandelt sich dadurch in eine gelbliche1 ausserordentlich elastische ,masse1 in das vulkanisirte ,kautschuk1 welches von ,ldersdorff und ,hancock erfunden worden ist und in neuerer ,zeit die ausgedehnteste ,anwendung gefunden hat4 ,es hat folgende ,eigenschaften3 es behlt seine ,elasticitt und ,weichheit selbst bei niederer ,temperatur bei1 whrend das gewhnliche ,kautschuk schon bei #c hart und steif wird2 es wird durch die gewhnlichen ,lsungsmittel des ,kautschuks nicht angegriffen2 es widersteht endlich dem ,zusammendrcken in hohem ,grade4 ,das ltere ,verfahren zum ,vulkanisiren besteht darin1 dnne ,platten von ,kautschuk in geschmolzenen1 bis auf #abj erhitzten ,schwefel zu tauchen1 #aj bis #ae ,minuten darin zu lassen 7wodurch sich das ,gewicht des ,kautschuks um #aj-ae ,proc4 vermehrt71 sodann zwischen ,cylindern tchtig durchzukneten und endlich noch bis auf #aej zu erhitzen4 ,um das ,effloresciren von ,schwefel zu vermeiden1 das bisweilen auf dem nach dieser ,methode vulkanisirten ,kautschuk vorkommen soll1 ist vorgeschlagen worden1 das auf #ajj-abj erhitzte ,kautschuk durch ,kneten mit ,kermes 7rothem ,schwefelantimon ,sb#b,s#c71 oder einer ,mischung von ,schwefel mit ,schwefelarsen zu vulkanisiren4 ,die jetzt fast allgemein angewendete ,methode des ,vulkanisirens ist die von ,parkes in ,birmingham1 nach welcher man das ,kautschuk in ein ,gemenge von #dj ,th4 ,schwefelkohlenstoff und #a ,th4 ,schwefelchlorr 7vergl4 ,s4 #bcc7 taucht und dasselbe sodann in einer bis auf #ba erwrmten ,kammer aufhngt1 bis aller ,schwefelkohlenstoff verraucht ist4 ,darauf lsst man das ,kautschuk zur ,entfernung des nicht chemisch gebundenen ,schwefels in einer aus #ejj ,grm4 ,aetzkali und #aj ,liter ,wasser bestehenden ,flssigkeit sieden und wscht dann1 bis des ablaufende ,wasser nicht mehr alkalisch reagirt4 ,seit einigen ,jahren 7#ahgj7 wird in den ,kautschukfabriken nach dem ,vorschlage von ,humphrey statt des ,schwefelkohlenstoffs hufig ,petroleumther angewendet1 welcher ,chlorschwefel mit ,leichtigkeit lst4 ,h4 ,gaultier de ,claubry 7#ahfj7 vulkanisirt ,kautschuk mittelst ,chlorkalk und ,schwefel4 ,mischt man trocknen ,chlorkalk mit ,schwefelblumen1 so giebt sich die sofort eintretende ,reaction durch einen ,geruch nach ,chlorschwefel zu erkennen4 ,hat man ,schwefel und ,chlorkalk1 ohne zu reiben1 blos gemischt1 und ist ,schwefel im ,ueberschusse angewendet1 so kann man mit dem ,produkt ,kautschuk vulkanisiren4 ,in auf diese ,weise vulkanisirtem ,kautschuk1 welches in der ,that1 wie das vorhergehende ,verfahren1 auf die ,anwendung von ,chlorschwefel zurckkommt1 findet sich ,chlorcalcium4 ,ob de ,claubry's ,verfahren je ,anwendung gefunden hat1 ist zu bezweifeln4 ,das ,verfahren von ,grard besteht darin1 das zu vulkanisirende ,kautschuk #b-d ,stunden lang in eine ,lsung von ,fnffach-,schwefelkalium von #be-cj ,b4 bei einer ,temperatur von #aej 7#e ,atmosphren ,druck entsprechend7 zu bringen4 ,der ,kautschuk wird hierbei vollstndig vulkanisirt und nach dem ,waschen erscheint seine ,oberflche glatt und fhlt sich sammethnlich an4 ,leider lsst sich dieses ,verfahren nur auf kleine und dnne ,kautschukgegenstnde anwenden4 ,eine ,suerung des ,kautschuks ist hierbei nicht zu befrchten4 ,das auf diese ,weise vulkanisirte ,kautschuk sieht schwarz aus und frbt nicht ab1 wie das durch ,eintauchen in ,schwefel dargestellte4 ,die zu vulkanisirenden ,gegenstnde werden zuerst aus gewhnlichem ,kautschuk fertig gemacht1 weil das vulkanisirte ,kautschuk nicht klebt1 auch nicht mit gewhnlicher ,kautschuklsung zusammengeklebt werden kann4 ,man benutzt das vulkanisirte ,kautschuk zu wasserdichten ,gefssen1 zu ,flaschen zur ,aufbewahrung des ,aethers1 zu ,buchdruckerwalzen1 zu ,gasleitungsrhren1 zu ,spritzenschluchen1 zu biegsamen ,pfeifenrhren1 zu ,cigarrenspitzen1 zu ,eisenbahnpuffern1 anstatt der bisher gebruchlichen ,wagenfedern1 zu ,billardbanden u4 s4 w4 ,hornisiren des ,kautschuks4 ,was seit dem ,jahre #aheb unter der ,benennung hornisirtes ,kautschuk oder ,ebonit vorkommt1 ist eine von ,goodyear entdeckte ,modification des vulkanisirten ,kautschuks1 die sich durch braunschwarze oder auch schwarze ,farbe1 eine dem ,horn oder ,fischbein fast gleichkommende ,hrte und ,elasticitt auszeichnet und deshalb zu ganz andern ,artikeln geeignet ist als das gewhnlich vulkanisirte ,kautschuk1 z4 ,b4 zu ,kmmen aller ,art1 zu ,schirmgriffen und ,stockknpfen1 zu ,spazierstcken1 ,schirmrippen1 ,planchettes1 die aber in ,bezug auf ,elasticitt und ,steife dem ,fischbein nicht gleichkommen1 ,federhaltern1 ,messerheften1 ,furnieren fr ,mbelbekleidungen1 ,stethoskopen1 ,hrrhren1 ,flten und anderen ,blasinstrumenten1 ,winkeln und ,linealen1 ,schreibfedern u4 s4 w4 u4 s4 w4 ,die ,bereitung des hornisirten ,kautschuks ist die nmliche wie die ,fabrikation von vulkanisirtem ,kautschuk4 ,die hornhnliche ,beschaffenheit lsst sich zwar schon durch ,steigerung des ,schwefelzusatzes 7auf #ajj ,th4 ,kautschuk #cj-fj ,th4 ,schwefel7 ohne andere ,beimischungen erreichen2 je mehr ,schwefel incorporrirt wird1 desto grsser ist die ,hrte und desto geringer die ,elasticitt der ,masse1 das vulkanisirte ,kautschuk jedoch vertrgt ,zustze von fremdartigen pulverfrmigen ,stoffen1 welche deren ,hrte vermehren1 theils auch die ,farbe verndern und wohlfeilere ,compositionen herzustellen gestatten4 ,zu den ,zustzen1 welche die ,hrte und ,elasticitt des ,produktes erhhen1 gehren ,gutta ,percha und ,schellack1 zur zweiten ,klasse gehren ,kreide1 ,schwerspathpulver1 ,barytweiss1 ,gyps1 gebrannte ,magnesia1 ,thon1 erdige ,farbstoffe1 ,schwefelantimon1 ,schwefelblei1 ,schwefelzink1 ,asphalt aus ,steinkohlentheer u4 s4 w4 ,der ,zusatz betrgt zuweilen bis zu #hj ,proc4 der ,masse4 ,das hornisirte ,kautschuk zeichnet sich durch einen hohen ,grad von ,politurfhigkeit aus und besitzt vor dem ,horn1 namentlich in seiner ,benutzung zu ,kmmen und hnlichen ,gegenstnden1 den ,vorzug1 dass es beim ,reinigen im warmen ,wasser nicht wie das ,horn rauh wird1 auch nach lngerem ,gebrauche seine ,elasticitt beibehlt4 ,mit ,sand1 ,quarz1 ,feuerstein1 ,smirgel etc4 gemengtes vulkanisirtes ,kautschuk dient seit einer ,reihe von ,jahren zur ,fabrikation knstlicher ,schleifsteine und ,wetzsteine zum ,schrfen der ,sensen und ,sicheln4 ,sidenote3 ,produktion und ,consumtion des ,kautschuk4 ,die ,produktion des ,kautschuks betrgt jhrlich 7#ahgj7 gegen #abj1jjj ,ctr41 davon kommen auf ,java #fj1jjj ,ctr4 ,para #ce1jjj ,guatemala1 ,carthagena #bc1jjj ,venezuela1 ,neu-,granada1 ,afrika #b1jjj ------------ #abj1jjj ,ctr4 ,die ,consumtion vertheilt sich auf folgende ,lnder3 ,nordamerika #ce1jjj ,ctr4 ,england #be1jjj ,frankreich #ce1jjj ,deutschland #be1jjj ------------ #abj1jjj ,ctr4 ,sidenote3 ,gutta ,percha4 ,die ,gutta ,percha oder das plastische ,gummi 7,gummi plasticum1 ,tubangummi1 ,gettaniagummi7 ist ein dem ,kautschuk in vieler ,beziehung hnlicher eingetrockneter ,milchsaft der ,isonandra ,gutta1 eines an den ,ufern der ,meerenge von ,malacca1 auf ,borneo1 in ,singapore und den benachbarten ,gegenden wachsenden ,baumes4 ,zur ,gewinnung der ,gutta ,percha macht man ,einschnitte in die ,bume1 oder fllt und schlt dieselben2 der ausfliessende ,milchsaft wird in ,trgen und in ,gruben1 oder auf ,blttern des ,bananenbaums aufgesammelt und coaguliren gelassen4 ,die einzelnen ,stcke der ,gutta ,percha werden in heissem ,wasser erweicht und dann durch ,pressen zu einem ,ganzen vereinigt4 ,die rohe ,gutta ,percha erscheint1 so wie sie in den ,handel kommt1 als eine trockene1 rthlich marmorirte ,masse1 die zusammengeballten ,lederschnitzeln nicht unhnlich ist4 ,sie enthlt viele ,unreinigkeiten1 ,sand1 rothe ,substanz1 ,rindentheile u4 s4 w4 ,die reine ,gutta ,percha ist fast weiss2 die braune ,farbe wird durch quellsatzsaure ,salze von ,magnesia1 ,ammoniak1 etwas ,kali und ,spuren von ,manganoxydul verursacht4 ,die ,gutta ,percha ist ein ,gemenge mehrerer sauerstoffhaltiger ,harze1 die ,oxydationsprodukte eines ,kohlenwasserstoffes von der ,formel ,c#bj;,h#fj zu sein scheinen4 ,payen fand die ,gutta ,percha bestehend aus reiner ,gutta #ge-hj ,th41 einem weissen krystallisirbaren ,harz1 ,alban1 #ad-af ,th4 und einem gelben amorphen ,harz1 ,fluavil1 #d-f ,th4 ,vor der ,verarbeitung wird die ,gutta ,percha durch ,erweichen1 ,kneten zwischen ,walzen und ,pressen gereinigt4 ,die gereinigte ,masse erscheint von brauner ,farbe1 ist in dicken ,stcken undurchsichtig und in dnnen ,blttchen wie ,horn durchscheinend4 ,bei gewhnlicher ,temperatur ist sie zhe1 sehr steif1 wenig elastisch und wenig dehnbar4 ,man hat gefunden1 dass jeder ,quadratzoll des ,durchschnittes eines ,riemens von ,gutta ,percha mit #ahgb ,kilogr4 belastet werden musste1 ehe er riss4 ,das spec4 ,gewicht ist #j1igi4 ,bei #ej wird die ,gutta ,percha weich1 bei #gj-hj leicht knetbar und formbar1 so dass bei dieser ,temperatur1 zwei ,stcke an einander gedrckt1 sich vollkommen zu einem ,stck vereinigen4 ,in der ,wrme lsst sie sich leicht auswalzen1 zu ,fden ziehen und auch mit ,kautschuk zusammenkneten4 ,sidenote3 ,lsungsmittel der ,gutta ,percha4 ,die ,gutta ,percha ist in ,wasser1 ,weingeist1 verdnnten ,suren und ,alkalilsungen unlslich1 in erwrmtem ,terpentinl1 ,schwefelkohlenstoff1 ,chloroform1 ,steinkohlentheerl und ,kautschukl zu einer dicklichen ,flssigkeit auflslich4 ,durch ,aether und therische ,oele schwillt die ,gutta ,percha an und bildet einen zhen ,teig4 ,in siedendem ,wasser wird die ,gutta ,percha weich1 die ,stcke quellen auf und werden klebrig und fadenziehend1 wobei sie einige ,procente ,wasser aufnehmen1 was sie sehr langsam wieder abgeben4 ,im getrockneten ,zustande ist die ,gutta ,percha ein sehr guter ,isolator fr die ,elektricitt4 ,sidenote3 ,anwendung der ,gutta ,percha4 ,in den ,haupteigenschaften hat die ,natur gewissermaassen selbst den ,weg zur ,verarbeitung und den ,kreis der ,anwendungen angegeben4 ,und wirklich macht man von der ,eigenschaft der ,gutta ,percha1 in der ,wrme schweissbar zu werden1 ,gebrauch um die zahlreichen ,objecte darzustellen1 die als ,surrogate von ,leder1 ,pappe und ,papiermach1 ,holz1 ,papier1 ,metall u4 dergl4 zu dienen bestimmt sind und zwar in allen ,fllen1 wo es auf ,undurchdringlichkeit gegen ,wasser1 ,widerstand gegen ,alkohol1 ,laugen und ,suren u4 dergl4 ankommt und keine hhere ,temperatur mitwirkt4 ,ehe man zur eigentlichen ,verarbeitung schreitet1 wird die ,gutta ,percha zunchst gereinigt4 ,zu dem ,ende wird die rohe ,gutta ,percha mittelst einer ,maschine klein zerschnitten1 indem man zugleich ,wasser dazu fliessen lsst 7zuweilen unter ,zusatz von ,soda oder ,chlorkalk als ,reinigungsmittel71 so dass die fremden ,substanzen1 wie ,erde1 ,sand1 ,holz- und ,rindenstckchen etc4 abgesondert werden1 whrend andererseits durch das ,wasser die ,erhitzung der zum ,vertheilen dienenden ,vorrichtung verhindert wird4 ,die so behandelte ,substanz lsst man #bd ,stunden in ,wasser stehen1 innerhalb welcher ,zeit die fremden ,krper sich zu ,boden setzen1 whrend die gereinigte ,gutta ,percha oben aufschwimmt und abgenommen wird4 ,nach dieser ,behandlung kocht man die ,substanz mit ,wasser1 so dass ihre ,theilchen sich zusammenballen und lsst sie noch im erhitzten ,zustande durch ein ,walzwerk gehen1 wodurch sie in ,bltter verwandelt wird1 die nun aus reiner ,gutta ,percha bestehen4 ,das ,bearbeiten wird ohne ,wasser1 aber unter ,mitwirkung von ,wrme fortgesetzt und zwar in einem ,knetapparat derselben ,art1 wie er zur ,reinigung des ,kautschuks ,anwendung findet4 ,indem auf diese ,weise die ,gutta ,percha in einen weichen und homogenen ,teig umgewandelt wird1 ist sie vollkommen vorbereitet1 sofort jede beliebige ,form anzunehmen4 ,man erzeugt daraus ,platten bis zu #c ,centimeter ,dicke und dnne ,bltter von der ,dicke des ,schreibpapiers1 indem man einen ,klumpen gereinigter ,gutta ,percha zwischen hohlen eisernen1 mit ,dampf geheizten ,walzen so ausstreckt1 als ob es sich um die ,blechfabrikation handelte4 ,rhren aus ,gutta ,percha werden aus der erwrmten ,masse nach demselben ,principe gepresst1 nach welchem man aus ,blei ,bleirhren1 aus nassem ,thone ,rhren1 aus ,mehlteig die ,maccaroni1 aus ,graphitmasse die ,bleistifte bildet4 ,mannichfache ,gegenstnde lassen sich durch ,einpressen von erweichter ,gutta ,percha in befeuchtete ,formen von ,holz 7z4 ,b4 ,holzschnitte1 wenn es sich um die ,herstellung von ,clichs handelt71 ,metall etc4 herstellen2 zahlreiche ,artikel lassen sich aus ,platten bilden1 indem man sie daraus zuschneidet1 nach ,bedrfniss ber einem ,kerne oder einem ,modelle presst4 ,in dem durch ,erwrmen bewirkten ,zustande der ,erweichung lassen sich alle ,zusammenfgungen ohne ,lthmittel1 nur durch ,aneinanderdrcken der betreffenden ,stellen ausfhren2 beabsichtigt man eine ,verbindung nur an einzelnen ,stellen1 so ist es gengend1 die zu vereinigenden ,rnder mittelst eines ,bgeleisens oder einer ,gasflamme zu erweichen4 ,handelt es sich um die ,befestigung der ,gutta ,percha auf ,leder oder hnlichen ,materialien1 so wendet man als ,leim am zweckmssigsten eine ,lsung von ,gutta ,percha in ,benzol an4 ,von den zahllosen ,artikeln1 zu welchen die ,gutta ,percha mit mehr oder minder gnstigem ,erfolge bearbeitet wird1 sind folgende zu nennen4 ,die ,unvernderlichkeit der ,gutta ,percha in feuchter ,luft1 in welcher das ,leder stockt und die ,unempfindlichkeit gegen chemische ,agentien wie ,suren und ,laugen1 machen sie besonders geeignet zu ,riemen zum ,maschinenbetriebe1 ferner zu ,rhren fr ,wasserleitungen1 ,pumpen1 ,schluchen1 ,spritzen1 ,liederungen1 ,sohlen u4 s4 w4 ,zu chirurgischen ,zwecken hat sich die ,vortrefflichkeit der ,gutta ,percha vollkommen bewhrt2 die hieraus gefertigten ,sonden1 ,bougies1 ,katheder u4 s4 w4 haben viele ,vorzge und werden daher viel gebraucht4 ,durch ,formen1 ,prgen1 ,treiben1 ,giessen u4 s4 w4 verfertigt man aus der ,gutta ,percha ,karniese1 ,leisten1 ,tfelwerk1 architektonische ,verzierungen jeder ,art1 ,rahmen1 ,messerhefte1 ,sbelgriffe1 ,spazierstcke1 ,peitschen1 ,knpfe1 ,koffer1 ,tabakdosen1 ,flaschen und ,gefsse aller ,art1 ,hhne1 ,heber1 ,trichter1 ,ueberzge fr ,walzen zum ,pressen und ,appretiren1 ,bsten und ,statuen1 ,matrizen zur ,galvanoplastik u4 s4 w4 ,als ein ,nichtleiter der ,elektricitt eignet sich die ,gutta ,percha zum ,ueberziehen der ,telegraphendrhte in unterirdischen und submarinen ,leitungen1 nur darf dieser ,ueberzug nicht direct mit ,wasser oder feuchter ,erde in ,berhrung kommen1 weil er sonst nach und nach ,wasser aufnimmt und seine isolirende ,eigenschaft einbsst2 aus diesem ,grunde pflegt man die mit ,gutta ,percha umkleideten ,drhte noch ausserdem mit einer ,metallhlle zu umgeben4 ,eine ,eigenthmlichkeit der ,gutta ,percha ist1 dass sie zuweilen durch jahrelanges ,liegen ihre ,geschmeidigkeit dergestalt verliert1 dass sie zu ,pulver zerrieben werden kann4 ,sidenote3 ,gemenge von ,gutta ,percha mit ,kautschuk4 ,hufig benutzt man jetzt ein ,gemenge von #a ,th4 ,gutta ,percha mit #b ,th4 ,kautschuk1 das in ,bezug auf seine ,eigenschaften in der ,mitte zwischen beiden ,substanzen steht4 ,es kann auf hnliche ,weise wie die ,gutta ,percha vulkanisirt werden4 ,ein ,gemisch von gleichen ,theilen ,kautschuk- oder ,gutta ,percha-,abfllen mit ,schwefel1 das man mehrere ,stunden lang einer ,temperatur von #abj aussetzt1 hat hnliche ,eigenschaften wie ,knochen1 ,horn u4 s4 w4 ,als ,zusatz zu der ,masse empfiehlt man ,gyps1 ,harze1 ,bleiverbindungen u4 s4 w4 ,dieses ,gemisch soll zur ,anfertigung von ,messerheften1 ,thrklinken1 ,knpfen u4 s4 w4 dienen4 ,sidenote3 ,firniss4 ,sidenote3 ,oelfirnisse4 ,firnisse4 ,unter ,firniss versteht man eine ,flssigkeit von l- oder harzartiger ,beschaffenheit1 die zum ,ueberziehen von ,gegenstnden benutzt wird1 und auf denselben nach dem ,trocknen einen dnnen ,ueberzug hinterlassen soll1 der sie vor der ,einwirkung der ,luft und des ,wassers schtzt1 und ihnen eine glatte glnzende1 zur ,verzierung dienende ,oberflche giebt4 ,man unterscheidet ,oel-1 ,weingeist- und ,terpentinlfirnisse4 ,zur ,darstellung der ,oelfirnisse wendet man gewhnlich ,leinl1 seltener und nur fr einzelne ,zwecke ,mohn- und ,nussl an4 ,das ,leinl besitzt die ,eigenschaft1 an der ,luft allmlig zu einer zhen durchsichtigen ,masse auszutrocknen2 es findet dies aber nur sehr langsam und unvollstndig statt4 ,die ,eigenschaft tritt weit vollkommener hervor1 wenn das ,oel vorher lngere ,zeit bei ,zutritt der ,luft unter ,zusatz gewisser oxydirender ,mittel einer hheren ,temperatur ausgesetzt wird4 ,das ,trocknen des ,oelfirniss geht nicht vor sich durch ,ausdnstung1 sondern dadurch1 dass der ,firniss ,sauerstoff aufnimmt und sich in eine feste ,substanz verwandelt2 je schneller diese ,oxydation vor sich geht1 desto vorzglicher ist der ,firniss4 ,diese ,erfahrung hat gelehrt1 dass die ,oxydation um so schneller fortschreitet1 je strker sie eingeleitet worden ist4 ,man pflegt deshalb die ,umwandelung des ,leinls in ,firniss dadurch zu bewirken1 dass man das ,oel mit solchen ,krpern erhitzt1 die ,sauerstoff abgeben knnen1 die ferner die ,eigenschaft haben1 die in dem ,oel befindlichen ,unreinigkeiten zu binden oder zu zerstren4 ,derartige ,krper sind ,bleigltte1 ,zinkoxyd1 ,braunstein1 ,salpetersure u4 s4 w4 ,am vortheilhaftesten geschieht die ,darstellung des ,leinlfirniss durch ,erwrmen des ,leinles im ,wasserbade1 unter ,zusatz der erwhnten ,oxyde2 diese ,oxyde senkt man zweckmssig in grblich gepulvertem ,zustande 7man rechnet #a ,th4 der beiden erstgenannten ,oxyde auf #af ,th4 ,oel1 #a ,th4 ,braunstein auf #aj ,th4 ,oel71 in leinene ,beutel gefllt in das im ,kessel befindliche ,oel ein4 ,sie lsen sich zum ,theil als lsaure ,oxyde auf1 theils verbinden sie sich mit den im ,oele enthaltenen ,unreinigkeiten und bilden mit denselben einen ,bodensatz4 ,nicht unwahrscheinlich ist es auch1 dass namentlich die ,bleigltte und das ,zinkoxyd als ,zusatz bei der ,firnissbereitung dazu dienen sollen1 die ,fettigkeit das in dem ,oel enthaltenen ,palmitins zu zerstren1 indem sie mit der ,palmitinsure ein ,pflaster1 eine trockne1 harzige ,substanz bilden4 ,die ,anwendung des ,zinksulfates beim ,sieden des ,firniss scheint nicht den beabsichtigten ,nutzen zu haben4 ,brotrinden1 ,zwiebeln1 ,mohrrben1 die man hufig dem ,oel whrend des ,siedens zusetzt1 haben den einzigen ,nutzen1 dass sie durch ihr ,braunwerden1 bis zu dessen ,erscheinen man das ,oel zu sieden pflegt1 die ,beendigung des ,siedeprocesses anzeigen4 ,ein ,leinlfirniss1 der1 wie es jetzt hufig geschieht1 mit ,zinkweiss angerieben wird1 darf kein ,bleioxyd enthalten4 ,als ,trockenmittel 7,siccativ7 zur ,anwendung des ,zinkweiss als ,anstrichfarbe wendet man mit ,braunstein bereiteten ,oelfirniss an4 ,je niedriger die ,temperatur beim ,firnisssieden war1 desto heller ist die ,farbe des ,firniss4 ,fr ,firnisse1 bei denen helle ,farbe ,erforderniss ist1 wendet man nach dem ,sieden folgendes ,bleichverfahren an4 ,man bringt den ,firniss in etwa #aj ,centim4 hohe1 hinreichend lange und breite ,ksten von ,blech oder noch besser von ,blei1 deren ,deckel durch eine ,glasplatte gebildet wird1 und setzt denselben darin einen ,sommer lang der ,einwirkung der ,sonnenstrahlen aus4 v4 ,liebig hat folgende ,vorschrift zur ,bereitung eines hellen ,firniss gegeben3 ,man mengt #aj ,kilogr4 ,leinl mit #cjj ,grm4 fein geriebener ,bleigltte1 setzt dann #fjj ,grm4 ,bleiessig hinzu und schttelt stark um1 nach einiger ,zeit hat sich die ,bleigltte mit dem ,bleiessig abgesetzt und man hat einen leicht trocknenden ,firniss von weisser ,farbe4 ,nach ,barruel und ,jean wird die ,verharzung des ,leinls durch ,manganborat befrdert2 #a ,th4 desselben soll zur schnellen ,trocknung von #ajjj ,th4 ,oel ausreichen4 ,sidenote3 ,tapetenfirniss4 ,der zur ,befestigung von ,gold oder ,tuchscheererwolle auf ,tapeten etc4 angewendete ,firniss ist eine ,auflsung von ,leinlbleipflaster oder ,terpentinl1 die man darstellt1 indem man ,leinl mit ,kali- oder ,natronlauge verseift1 den mit ,wasser verdnnten ,seifenleim mit ,bleiessig fllt und die aus ,bleipflaster bestehende klebrige ,masse in der hinlnglichen ,menge ,terpentinl auflst4 ,sidenote3 ,druckerschwrze4 ,die ,druckerschwrze1 welche zum ,druck von ,bchern1 ,lithographien1 ,kupferstichen u4 s4 w4 ,anwendung findet1 ist nichts als ein sehr consistenter1 schnell trocknender ,oelfirniss1 der mit ,russ oder ,kohle im ,zustande feinster ,zertheilung vermischt worden ist4 ,zur ,darstellung erhitzt man ,lein- oder ,nussl ber freiem ,feuer in kupfernen ,kesseln1 die zur ,hlfte damit angefllt sind1 bis ber seinen ,siedepunkt1 wobei sich viele brennbare1 unangenehm riechende ,dmpfe entwickeln4 ,frher pflegte man die ,dmpfe zu entznden1 jetzt soll man es zuweilen vorziehen1 das ,erhitzen in mit ,helm versehenen ,blasen vorzunehmen4 ,da hierbei die ,farbe des ,firniss etwas ,unwesentliches ist1 so braucht das ,oel nur lngere ,zeit bei stark erhhter ,temperatur behandelt zu werden1 bis es so dickflssig geworden ist1 dass es schumt und steigt und einen grauen ,rauch von sich giebt4 ,wenn eine ,probe auf einem kalten ,teller eine dickliche ,beschaffenheit zeigt1 und sich zwischen den ,fingern in ,fden ziehen lsst1 so ist der ,firniss zu seiner ,anwendung tauglich4 ,in diesem ,zustande trocknet der ,firniss mit etwa #af ,proc4 ,kienruss abgerieben1 leicht und schnell4 ,ist derselbe nicht hinlnglich gekocht1 so luft die damit gedruckte ,schrift aus1 es ziehen sich ,oeltheile in das ,papier und die ,schrift erscheint mit einem gelben ,rande und frbt sich ab4 ,fr die zum ,buchdruck bestimmte ,schwrze ist ein ,zusatz von ,seife unerlsslich2 es enthlt die ,druckschwrze die ,eigenschaft1 von befeuchtetem ,papier rein von den ,lettern weggenommen zu werden1 wodurch das unangenehme ,schmieren umgangen wird4 ,soll der ,druck nicht schwarz sein1 sondern roth1 blau etc41 so vermischt man den ,firniss mit ,zinnober1 mit ,pariserblau1 ,indig u4 s4 w4 ,fr den ,steindruck muss der ,firniss consistenter sein1 als fr den ,bcherdruck4 ,die ,kupferdruckschwrze ist ein ,gemisch von steifem ,firniss mit ,frankfurter ,schwarz4 ,sidenote3 ,oellackfirnisse4 ,die ,oellackfirnisse 7fette ,firnisse7 sind ,auflsungen von ,harzen in ,leinlfirniss1 die gewhnlich mit ,terpentinl1 ,benzol oder ,petroleum verdnnt werden4 ,von den ,harzen wendet man ,bernstein1 ,copal1 ,animeharz1 ,dammarharz und ,asphalt an4 ,um diese ,firnisse darzustellen1 schmilzt man den ,bernstein oder den ,copal in einem ,kessel ber gelindem ,kohlenfeuer in einem derartig construirten ,ofen1 dass der ,kessel nur wenig in den ,herd hineinreicht und das ,feuer nur den ,boden des ,kessels berhrt4 ,nachdem das ,harz geschmolzen ist1 giesst man die erforderliche ,menge siedenden ,leinlfirnisses in den ,kessel1 der aber hchstens bis zu #b_/c angefllt sein darf und lsst das ,gemisch ungefhr #aj ,minuten lang sieden4 ,darauf nimmt man den ,kessel vom ,feuer1 lsst ihn bis auf ungefhr #adj abkhlen und setzt dann die nthige ,menge ,terpentinl hinzu4 ,die ,gewichtsverhltnisse sind #aj ,th4 ,copal oder ,bernstein1 #bj-cj ,th4 ,oelfirniss1 #be-cj ,th4 ,terpentinl4 ,schwarzen ,asphaltfirniss erhlt man durch gleiche ,behandlung mit #c ,th4 ,asphalt1 #d ,th4 ,firniss1 #ae-ah ,th4 ,terpentinl4 ,der dunkle ,bernsteinfirniss wird nicht aus dem ,bernstein1 sondern aus dem ,rckstand1 dem ,bernsteincolophonium1 bereitet1 der bei der ,destillation des ,bernsteinles und der ,bernsteinsure in dem ,destillirgefsse zurckbleibt4 ,die ,oellackfirnisse sind die festesten und dauerhaftesten ,firnisse2 sie trocknen aber etwas langsam und sind stets mehr oder minder gefrbt4 ,sidenote3 ,terpentinlfirniss4 ,die ,weingeistlackfirnisse sind ,auflsungen gewisser ,harze1 wie ,sandarac1 ,mastix1 ,dammar1 ,gummilack1 ,anime u4 s4 w4 in ,alkohol 7in neuerer ,zeit wendet man als ,lsungsmittel der ,harze auch ,holzgeist1 ,aceton nach ,wiederhold's ,vorschlgen1 ,benzol oder ,benzin1 ,photogen1 ,petroleum und ,petroleumther an2 auch der ,schwefelkohlenstoff ist zum ,auflsen der ,harze beachtenswerth74 ,eigenschaften eines guten ,weingeistlackfirniss sind3 schnell zu trocknen1 eine glnzende ,oberflche zu bilden1 fest zu haften und weder zu sprde1 noch zu klebend zu sein4 ,der ,name ,lackfirniss oder ,lack ist von der ,auflsung des ,gummilacks1 als des gebruchlichsten ,harzes1 auf alle ,harzfirnisse bertragen worden4 ,man wendet einen starken1 mindestens #ibprocentigen ,weingeist an4 ,die ,auflsung der gepulverten ,harze wird dadurch befrdert1 dass man sie mit einem ,drittheil ihres ,gewichten grob gepulverten ,glases vermischt4 ,um den ,ueberzug weniger sprd zu machen1 setzt man meist ,terpentin hinzu4 ,sandaracfirniss erhlt man durch ,auflsen von #aj ,th4 ,sandarac1 #a ,th4 venetianischem ,terpentin in #cj ,th4 ,weingeist4 ,dauerhafter ist der ,schellackfirniss1 den man durch ,auflsen von #a ,th4 ,schellack in #c-e ,th4 ,weingeist darstellt4 ,die ,schreinerpolitur ist eine ,auflsung von ,schellack in vielem ,weingeist1 die1 wenn sie auf weisses ,holz angewendet werden soll1 durch ,filtration durch ,thierkohle entfrbt wird4 ,der ,copalfirniss bertrifft an ,hrte und ,dauerhaftigkeit den ,schellackfirniss4 ,zu seiner ,darstellung wird der ,copal vorher geschmolzen1 wobei aber nicht vermieden werden kann1 dass er sich dabei mehr oder weniger frbt2 der geschmolzene ,copal wird gepulvert1 mit ,sand gemengt1 mit starkem ,weingeist bergossen1 im ,wasserbade lngere ,zeit im ,sieden erhalten und die ,lsung sodann filtrirt4 ,damit der ,firniss etwas weicher werde1 mischt man etwas ,terpentin oder eine ,auflsung von ,elemiharz hinzu4 ,um farblosen ,copalfirniss zu erhalten1 bringt man #f ,kilogr4 zerstossenen ,copal in einem gut verschlossenen ,gefsse in eine ,mischung von #f ,kilogr4 ,weingeist von #ih ,tralles1 #d ,kilogr4 ,terpentinl und #a ,kilogr4 ,aether und erwrmt gelinde4 ,die ,auflsung des ,copals erfolgt sogleich und der erhaltene ,firniss wird durch freiwilliges ,absetzen geklrt4 ,sidenote3 ,gefrbte ,weingeistlackfirnisse4 ,um gefrbte ,lackfirnisse zu erhalten1 die man benutzt1 um feine ,gegenstnde aus ,messing und ,tombak vor dem ,anlaufen durch die ,luft1 durch ,angreifen u4 s4 w4 zu schtzen1 um ferner derartigen ,waaren eine schnere goldhnliche ,farbe zu ertheilen1 die auch benutzt werden knnen1 um ,zinn1 ,weissblech1 selbst ,eisen ein entfernt goldhnliches ,ansehen zu geben1 wendet man die sogenannten ,goldfirnisse an1 die am zweckmssigsten auf folgende ,weise dargestellt werden4 ,man bereitet sich getrennte weingeistige ,auszge von ,gummigutt und ,drachenblut 7neuerdings auch von ,fuchsin und ,pikrinsure oder ,martiusgelb oder von ,corallin und hnlichen aus dem ,theer erhaltenen ,farben7 und setzt diese versuchsweise zu einem ,lackfirniss1 der aus #b ,th4 ,krnerlack1 #d ,th4 ,sandarac1 #d ,th4 ,elemiharz1 #dj ,th4 ,weingeist erhalten worden ist1 bis man die gewnschte ,farbe erreicht hat4 ,sidenote3 ,terpentinllackfirnisse4 ,die ,terpentinllackfirnisse werden auf dieselbe ,weise wie die ,weingeistlackfirnisse dargestellt4 ,sie trocknen langsamer1 sind aber dagegen weniger sprde1 geschmeidiger und haltbarer4 ,den gewhnlichsten ,terpentinllackfirniss stellt man durch ,auflsen von ,fichtenharz in ,terpentinl dar2 er ist jedoch wenig dauerhaft und erhlt nach einiger ,zeit ,risse4 ,der ,copalfirniss mit ,terpentinl wird entweder mit ungeschmolzenem oder mit geschmolzenem ,copal dargestellt2 der auf letztere ,weise erhaltene ,firniss ist gefrbt4 ,der ungeschmolzene ,copal wird am besten mit ,terpentinl behandelt1 indem man letzteres in ,glaskolben im ,sandbade erhitzt1 und den ,copal in leinene ,sckchen gebunden ber dem ,oel aufhngt4 ,der durch die heissen ,terpentinldmpfe gelste ,copal tropft in das ,oel herab und verdnnt sich damit4 ,der mit ,terpentinl dargestellte ,dammarlackfirniss ist ein jetzt hufig angewendeter1 nicht sehr dauerhafter1 aber farbloser ,lackfirniss4 ,zu seiner ,darstellung wird ausgesuchtes ,dammarharz in grblich gepulvertem ,zustande lngere ,zeit erwrmt1 um es vollstndig zu trocknen und dann in der #c-d;fachen ,gewichtsmenge ,terpentinl gelst4 ,grnen ,terpentinllackfirniss stellt man dar1 indem man ,sandarac oder ,mastix in concentrirter ,kalilauge auflst1 mit ,wasser verdnnt und die ,flssigkeit durch ,kupferacetat niederschlgt2 der ,niederschlag wird getrocknet und in ,terpentinl aufgelst4 ,sidenote3 ,schleifen u4 ,poliren des getrockneten ,lackfirniss4 ,um die ,gltte der ,lackirung1 namentlich auf ,metallwaaren zu erhhen und einen spiegelhnlichen ,glanz hervorzubringen1 pflegt man den vollstndig getrockneten ,lackfirniss zu schleifen und zu poliren4 ,das ,schleifen wird durch ,abreiben mit ,filz1 der befeuchtet in fein geschlemmtes ,bimssteinpulver getaucht ist1 vorgenommen1 das ,poliren vermittelst geschlmmten ,tripels und ,olivenls1 zuletzt zur vollstndigen ,entfernung des ,oeles durch ,reiben mit ,weizenstrkemehl4 ,anstatt der gewhnlichen ,firnisse und ,lacke hat man in der neueren ,zeit angefangen1 ,auflsungen von ,schiessbaumwolle in weingeisthaltigem ,aether 7,collodium7 und ,wasserglaslsungen zur ,erzeugung glashnlicher glnzender ,ueberzge anzuwenden4 ,auch eine ,lsung von ,schellack in ,ammoniak ist 7von ,c4 ,puscher7 als eine firnisshnliche ,flssigkeit1 namentlich zu wasserdichten ,anstrichen empfohlen worden4 ,sidenote3 v4 ,pettenkofer's ,regenerationsverfahren4 ,es drfte hier der ,ort sein1 v4 ,pettenkofer's ,regenerationsverfahren fr ,oelgemlde zu gedenken4 ,die ,beobachtung hat gelehrt1 dass das vernderte ,aussehen1 welches man nach ,verlauf einiger ,jahre an gefirnissten ,oelgemlden bemerkt1 in den meisten ,fllen durch physische ,einflsse veranlasst wird4 ,die ,zeit verursacht auf diesen ,gemlden eine ,unterbrechung der ,molecularcohsion4 ,der ,process beginnt auf der ,oberflche mit mikroskopischen ,ritzen im ,firniss und dringt nach und nach durch die verschiedenen ,farbenschichten bis auf den ,grund hinab4 ,die ,oberflche und der ,krper eines solchen ,bildes wird im ,laufe der ,zeit innig mit ,luft gemischt und reflectirt dann das ,licht wie ,glaspulver4 ,um die getrennten ,molekle ohne alle ,gefahr fr das ,original wieder zu vereinigen1 setzt man in einem geeigneten ,apparate das ,gemlde einer ,atmosphre aus1 welche sich bei gewhnlicher ,temperatur mit ,alkohol gesttigt hat4 ,der optische ,effect des ,originals wird so auf ganz selbstthtigem ,wege hergestellt1 indem das ,gemlde gar nicht berhrt wird4 ,die sehr geringe ,menge des absorbirten ,alkohols verdunstet sehr bald1 wenn man das ,gemlde der ,luft aussetzt1 und die ,oberflche desselben bleibt dann ebenso lange klar wie eine frisch gefirnisste4 ,kitte4 ,sidenote3 ,kitte4 ,mit dem ,namen ,kitt bezeichnet man ,mischungen1 welche im brei- oder teigartigen ,zustande zwischen die einander genherten ,krperflchen gebracht1 dieselben nach dem ,erhrten fest mit einander verbinden4 ,nach dieser allgemeinen ,definition umfasst das ,kitten auch das ,leimen von ,holz1 ,kleistern von ,papier1 welche indessen gewhnlich ,gegenstand besonderer ,betrachtung sind1 und schliesst nur das ,lthen aus4 ,von einem guten ,kitt1 der fr den speciellen ,zweck zusammengesetzt sein muss1 denn einen ,universalkitt giebt es nicht1 verlangt man1 dass er sich vollkommen mit den ,flchen1 welche er verbinden soll1 vereinigt1 dicht an dieselben anschliesst und nach dem ,erhrten in sich selbst so viel ,zusammenhang erlangt1 dass er den trennenden ,einwirkungen1 denen er ausgesetzt wird1 zu widerstehen im ,stande ist4 ,diese ,substanzen1 aus denen der ,kitt zusammengesetzt wird1 sind verschieden und richten sich nach der ,natur der ,flchen1 deren ,vereinigung man beabsichtigt1 und nach den ,einflssen1 denen die zu verbindenden ,theile unterliegen und widerstehen sollen4 ,die ,vorschriften zur ,bereitung von ,kitten sind unzhlige2 die meisten derselben knnen jedoch in einige ,hauptabtheilungen gebracht werden1 wenn man den wesentlichen ,bestandtheil eines ,kittes als ,eintheilungsgrund gelten lsst4 ,hiernach hat man zu unterscheiden3 #a7 ,kalkkitte1 #b7 ,oelkitte1 #c7 ,harz- und ,schwefelkitte1 #d7 ,eisenkitte1 #e7 ,strkekitte1 #f7 ,kitte von geringerer ,bedeutung wie ,wasserglaskitte1 ,chlorzinkkitte und dergl4 ,sidenote3 ,kalkkitte4 ,gelschter ,kalk bildet mit ,casen1 ,eiweiss1 arabischem ,gummi und ,leim ,massen1 die nach einiger ,zeit eine bedeutende ,festigkeit erlangen und zum ,kitten der verschiedenartigsten ,krper von ,holz1 ,stein1 ,metall1 ,glas1 ,porcellan und dergl4 geeignet sind4 ,den ,casenkitt kann man auf verschiedene ,weise bereiten4 ,nach dem gewhnlichen ,verfahren zerreibt man frischen ,kse1 von welchem man die ,molken abgepresst hat 7,quark und ,ksematte71 auf einem ,reibstein und setzt nach und nach zu ,pulver zerfallenen gelschten ,kalk zu1 wodurch eine zhe ,masse sich bildet1 welche1 weil sie schnell erhrtet1 mglichst bald zu verwenden ist4 ,auch ohne ,kalk giebt das ,casen einen gut bindenden ,kitt1 wenn man dasselbe in eine ,lsung von ,kali- oder ,natronbicarbonat lst und die ,flssigkeit bis zur gehrigen ,consistenz abdampft4 ,durch ,auflsen von ,casen in kalt gesttigter ,boraxlsung erhlt man eine klare dickliche ,flssigkeit1 welche sich durch hohes ,klebvermgen auszeichnet und darin eine ,lsung von arabischem ,gummi weit bertrifft4 ,eine ,auflsung von ,casen in ,wasserglas ist als ,porcellan- und ,glaskitt zu empfehlen4 ,zum ,kitten von ,stein1 ,metall1 ,holz u4 s4 w41 oder zum ,ausfllen von ,fugen1 wo der ,kitt mehr ,krper haben muss1 wird das ,gemisch aus ,casen und ,kalk noch mit ,cmentpulver 7auf #a ,kilogr4 frisches ,casen1 #a ,kilogr4 gebrannter ,kalk und #c ,kilogr4 ,cment7 versetzt4 ,einen dem ,casen hnlichen ,kitt liefert der durch ,fulniss vernderte ,kleber1 welcher von ,hannon neuerdings zum ,kitten von ,steingut1 ,porcellan1 ,glas1 ,perlmutter und dergl4 empfohlen worden ist4 ,sidenote3 ,oelkitte4 ,der wesentliche ,bestandtheil der ,oelkitte ist ein trocknendes ,oel1 am besten in ,gestalt von ,oelfirniss4 ,diese ,kitte widerstehen grsstentheils der ,einwirkung des ,wassers4 ,der ,leinlfirniss1 so wie der fette ,copallack knnen zwar schon an und fr sich als ,kitt ,anwendung finden1 wenn es sich um das ,kitten von ,glas- und ,porcellangegenstnden handelt2 sie haben aber das ,unangenehme1 erst nach ,wochen1 ja selbst ,monaten vollstndig zu erhrten und sind daher nur selten zu benutzen4 ,mit ,bleiweiss1 ,bleigltte oder ,mennige gemischt1 trocknen sie zwar schneller1 vollstndig jedoch immer erst nach einigen ,wochen4 ,verwendet man diesen ,kitt in grsseren ,quantitten1 so mischt man ,oelfirniss mit einem ,gemenge von #aj ,proc4 ,bleigltte und #ij ,proc4 ,schlmmkreide oder statt letzterer zu ,pulver gelschten ,kalkes2 anstatt der ,bleigltte lsst sich auch ,zinkweiss anwenden4 ,man bedient sich dieses ,kittes zur ,verbindung von ,steinen und ,ziegeln bei ,wasserreservoirs1 ,terrassen u4 s4 w4 ,vor dem ,gebrauche wird er angewrmt1 damit er dnnflssiger wird1 sich in die ,fugen besser einlegt und rascher trocknet4 ,stephenson benutzt als ,kitt fr ,dampfrhren und dergleichen1 welcher vortrefflich hlt1 ein ,gemenge von #b ,th4 ,bleigltte1 #a ,th4 zu ,pulver gelschtem ,kalk und #a ,th4 ,sand1 das mit heissem ,leinlfirniss innig gemengt wird4 ,durch ,auflsen von ,thonerdeseife 7durch ,fllen von ,alaunlsung mit ,natronseife erhalten7 in erwrmtem ,leinlfirniss erhlt man nach ,varrentrapp einen leicht zu verstreichenden und wasserdichten ,kitt1 der besonders als ,steinkitt geeignet erscheint4 ,der ,glaserkitt1 welcher zum ,befestigen der ,fensterscheiben in die ,holzrahmen dient1 wird durch ,zusammenstossen von ,kreide und ,leinlfirniss erhalten1 bis sich eine teigartige1 sehr zusammenhngende und nicht brckelnde ,masse gebildet hat4 ,nimmt man ungekochtes ,leinl1 so erhrtet er usserst langsam1 erlangt aber nach ,jahren eine solche ,festigkeit1 so dass er nur schwierig von den ,glastafeln getrennt werden kann4 ,in ,blasen eingebunden oder in mit ,oel getrnkten ,tchern eingeschlagen1 kann der ,glaserkitt lngere ,zeit unverndert aufbewahrt werden4 ,ein schnell erhrtender ,kitt fr ,gefsse mit flchtigen ,stoffen ist der von ,hirzel vorgeschlagene ,glycerinkitt1 ein ,gemisch von ,glycerin mit ,bleigltte1 der auch 7nach ,pollack7 ein vortreffliches ,mittel ist zum ,dichten von ,eisen auf ,eisen1 zum ,verkitten von ,steinarbeiten1 so wie zum ,verkitten von ,eisen in ,stein4 ,sidenote3 ,harzkitte4 ,zu denjenigen ,kitten1 die am hufigsten ,anwendung finden1 gehren unstreitig die ,harzkitte1 deren wirksamer ,bestandtheil ein ,harz ist1 welches im geschmolzenen ,zustande zwischen die zu verbindenden ,flchen gebracht wird1 und nach dem ,erkalten und ,erhrten die ,verbindung derselben sofort bewirkt4 ,vor den ,oelkitten1 mit welchen sie die ,wasserdichtigkeit gemein haben1 besitzen sie den grossen ,vorzug1 dass sie sogleich hart sind1 dagegen leiden sie zum grossen ,theile an dem ,fehler1 dass sie keine hhere ,temperatur ertragen1 ohne zu erweichen1 und an der ,luft1 und namentlich dem ,sonnenlichte ausgesetzt1 mit der ,zeit so sprde werden1 dass sie durch geringe ,reibung schon als ,pulver abfallen4 ,zum ,kitten von ,glas- und ,porcellangegenstnden finden ,harze allein1 namentlich ,sandarac und ,mastix allein ,anwendung1 wozu sie sich in ,folge ihrer ,farblosigkeit und ihrer leichten ,schmelzbarkeit wegen besonders gut eignen4 ,bei ihrer ,anwendung trgt man das feine ,pulver dieser ,harze mit einem ,pinsel auf die zu verbindenden ,flchen auf und erwrmt nun bis zum ,schmelzen der ,harze ber ,kohlenfeuer1 worauf man die ,flchen rasch an einander drckt4 ,grssere ,beachtung1 als sie bisher gefunden haben1 verdienen die von ,lampadius schon im ,jahre #ahbh vorgeschlagenen ,harzkitte4 ,einer derselben besteht aus einer ,auflsung von #a ,th4 geschmolzenem ,bernstein in #a1e ,th4 ,schwefelkohlenstoff1 welcher als ein vortrefflicher ,schnellkitt zu betrachten ist2 man braucht von der ,lsung nur etwas mit einem ,pinsel auf die ,rnder der zu kittenden ,gegenstnde zu streichen1 und dieselben an einander zu drcken1 wobei der ,kitt unter den ,hnden trocknet4 ,auch eine ,auflsung von ,mastix in ,schwefelkohlenstoff ist als ,kitt verwendbar4 ,schellack ist als ,harzkitt wenig geeignet2 er ist in der ,klte zu sprde und zieht sich sehr stark zusammen2 ersterer ,uebelstand lsst sich durch ,zusatz von etwas ,terpentin heben1 letzterer durch ,zusatz von erdigen ,pulvern1 daher ist gutes ,siegellack als ,kitt im ,ganzen brauchbarer als ,schellack fr sich4 ,holz lsst sich durch geschmolzenen ,schellack nicht dauerhaft verbinden2 legt man aber zwischen zwei mit dickem ,schellackfirniss bestrichene ,holzstcke ein damit getrnktes ,stck ,musselin1 so haften dieselben sehr fest4 ,im ,grossen finden die ,harzkitte hufig zum ,auskitten von ,wasserbehltern1 ,terrassen1 zur ,abhaltung von ,feuchtigkeit und dergl4 ,anwendung4 ,man verwendet dazu ,pech oder ,colophonium1 in neuerer ,zeit fast durchgngig ,asphalt1 theils fr sich mit ,cment versetzt1 theils mit ,schwefel gemischt1 wenn eine grssere ,hrte wnschenswerth erscheint1 theils mit ,terpentin oder ,theer versetzt1 wenn man den ,kitt minder hart oder sprde haben will4 ,der von dem ,englnder ,jeffery herrhrende ,marineleim 7marine-glue7 wird dargestellt1 indem man ,kautschuk in der #ab;fachen ,gewichtsmenge ,steinkohlentheerl auflst und die ,lsung mit dem doppelten ,gewichte ,asphalt oder ,gummilack oder beiden versetzt1 die ,mischung erwrmt und durch ,umrhren gleichfrmig macht4 ,es giebt zwei ,sorten ,marineleim1 einen harten und einen flssigen1 ersterer wird hauptschlich zum ,aneinanderleimen der ,hlzer1 ,anbolzen von ,zimmerwerk mit ,holz oder ,eisen1 zum ,kalfatern der ,schiffe1 anstatt des ,schiffstheeres und zum ,anfllen der ,risse und der ,spalten des ,holzes1 welche man vor ,feuchtigkeit bewahren will u4 s4 w4 angewendet4 ,den flssigen ,marineleim1 welchen man durch ,zusatz einer grsseren ,menge des ,lsungsmittel erhlt1 verwendet man zum ,ueberziehen von ,holz1 ,gyps1 ,metallflchen1 zum ,bestreichen der ,leinwand1 ,taue1 ,rhren und dergl4 ,bei der ,unlslichkeit des ,seeleimes in ,wasser1 seiner grossen ,festigkeit und ,adhsion und seiner ,unvernderlichkeit bei niederer und hoher ,lufttemperatur1 bei welcher er weder sehr weich1 noch sprde wird1 ist der ,marineleim nicht nur fr die ,marine1 sondern auch fr ,landbauten ein sehr beachtenswertes ,produkt4 ,den ,harzkitten schliesst sich der ,zeiodelit1 aus #ai ,th4 ,schwefel und #db ,th4 ,glas- oder ,steinzeugpulver bestehend an2 diese ,mischung1 bis zum ,schmelzen des ,schwefels erhitzt1 lsst sich zur ,verbindung von ,steinen1 statt hydraulischen ,mrtels etc4 benutzen4 ,r4 ,bttger stellt den ,zeiodelit durch ,eintragen von ,infusorienerde mit etwas ,graphit untermischt in eine gleiche ,gewichtsmenge geschmolzenen dnnflssigen ,schwefels dar4 ,die von ,merrick dargestellte ,mischung gleicher ,theile ,gummilack und fein zertheilter ,kieselerde -- unter dem ,namen ,diatit angewendet -- reiht sich gleichfalls den ,harzkitten an4 ,sidenote3 ,eisenkitte4 ,unter den vielen ,vorschriften zur ,bereitung von ,eisenkitt auf ,schmiede- und ,gusseisen bei ,wasserleitungsrhren1 ,dampfkesseln1 ,dampfrhren und dergl4 sei eine der besseren angefhrt4 ,der sogenannte ,rostkitt besteht aus einer ,mischung von #b ,th4 ,salmiak1 #a ,th4 ,schwefelblumen und #fj ,th4 feinen ,eisenfeilspnen2 beim ,gebrauche wird sie mit ,wasser angemacht1 welchem der sechste ,theil ,essig oder eine kleine ,menge verdnnter ,schwefelsure zugesetzt worden ist4 ,dieser ,kitt wird in die ,fugen hineingestrichen oder hineingestampft1 nachdem die zu verbindenden ,flchen des ,eisens gereinigt und wo mglich etwas abgefeilt sind4 ,nach einigen ,tagen erhrtet dieser ,kitt vollkommen und hngt sehr fest am ,eisen1 indem er in diesem sowol als in sich selbst zusammenrostet4 -- ,in ,fllen1 wo der ,kitt die ,glhhitze auszuhalten hat1 wie bei ,verbindungen von ,rhrenstcken1 die im ,feuer liegen1 dient ein ,kitt aus #d ,th4 ,eisenfeile1 #b ,th4 ,thon und #a ,th4 ,porcellankapselmasse1 mit ,salzlsung zu einem ,brei angerhrt1 welchen man zwischen den ,flantschen mittelst der ,schrauben zusammenpresst4 ,sidenote3 ,strkekitte4 ,zu den ,strkekitten gehrt der aus ,strke oder ,mehl gekochte ,kleister1 welcher bekanntlich bei den ,buchbinderarbeiten und berhaupt beim ,zusammenleimen von ,papier und ,pappe verwendet wird4 ,der ,kleister wird am besten bereitet1 indem man ,strkemehl mit kaltem ,wasser zu einem nicht zu dicken ,brei in einem ,mrser so lange anreibt1 bis keine ,klmpchen mehr vorhanden sind1 und dann aus einem anderen ,gefsse siedendes ,wasser in einem dnnen ,strahle so lange unter raschem ,umrhren zusetzt1 bis die ,kleisterbildung beginnt1 was man an dem ,durchsichtigwerden wahrnimmt1 dann aber den ,rest des erforderlichen ,wassers schnell zugiesst4 ,kochen der fertigen ,masse ist nachtheilig und giebt einen ,kleister1 der leicht abspringt4 ,von grsserer ,bindekraft als der aus ,strkemehl bereitete ,kleister ist der aus ,roggenmehl dargestellte1 wovon der ,grund in dem ,klebergehalt des letzteren zu suchen ist4 ,leider ist dieser ,kleister nicht weiss1 sondern grau bis graubraun4 ,um den ,kleister haltbarer zu machen1 lst man in dem ,wasser1 welches zur ,kleisterbildung dient1 eine kleine ,menge ,alaun4 ,statt des ,wassers kann das ,anbrhen des ,mehles auch mit siedendem ,leimwasser geschehen1 wodurch die ,klebkraft des ,leimes wesentlich befrdert wird4 ,der vorzglichste ,kleister ist unstreitig derjenige1 bei dessen ,bereitung zum ,anrhren und ,anbrhen des ,strkemehles eine wsserige ,lsung von durch ,fulniss verndertem ,kleber verwendet wird4 ,setzt man die ,hlfte vom ,gewicht der angewendeten ,strke an ,terpentin zum ,kleister1 welchen man durch ,umrhren in der ,masse vertheilt1 so lange das ,gemisch noch heiss ist1 so wird der ,kleister gegen die ,einwirkung von ,feuchtigkeit haltbarer und zugleich bindender4 ,v4 ,abschnitt4 ,die ,thierstoffe und ihre technische ,anwendung4 ,die ,verarbeitung der ,wolle4 ,illustration3 ,fig4 #bea4 ,illustration3 ,fig4 #beb4 ,sidenote3 ,abstammung und ,beschaffenheit der ,wolle4 ,die ,wolle unterscheidet sich von dem ,haar vorzugsweise durch drei ,eigenschaften3 erstens ist die ,wolle feiner 7das ,haar geht dadurch1 dass es dicker und steifer wird1 in die ,borste und endlich in den ,stachel ber71 zweitens ist sie nicht straff1 sondern wellenfrmig hin und her gebogen 7gekruselt71 und drittens enthlt sie weniger ,pigment4 ,die ,vorzglichkeit der ,wolle wchst in demselben ,maasse1 als sie diese drei ,charaktere im hheren ,grade hat1 also je weiter sie sich von der ,natur des ,haares entfernt4 ,die ,wolle ist ebenso wie das ,haar keine einfache1 sondern eine organisirte ,faser1 aus einer epithelartigen ,membran1 der ,rindensubstanz und der ,marksubstanz bestehend4 ,die ,epithelsubstanz besteht bei der ,wolle aus dnnen1 sich dachziegelhnlich deckenden ,plttchen1 den ,cuticularplttchen1 wodurch die ,oberflche ein schuppiges und tannenzapfenartiges ,aussehen erhlt4 ,fig4 #bea zeigt ein ,stck eines ,haidschnuckenhaares neben einem ,stcke von schsischer ,non-plus-ultra-,wolle 7,fig4 #beb7 unter derselben ,vergrsserung betrachtet 7woraus zugleich der enorme ,unterschied in der ,feinheit deutlich wird74 ,die ,einstlpungen auf der ,oberflche der ,wolle sind die ,ursache von der ,rauhigkeit der ,wollhaare und begrnden ihre ,fhigkeit1 sich zu filzen4 ,werden nmlich derartige ,schuppenhaare einem mit schiebender und knetender ,bewegung begleitenden ,drucke1 namentlich unter ,mitwirkung von heissen ,wasserdmpfen1 die das ,haar weich und geschmeidig machen1 unterworfen1 so schieben sich die ,haare in der ,richtung ihrer ,schuppen durcheinander und bilden ein wirres1 aber festes ,gewebe1 den ,filz4 ,zur ,wollerzeugung dient hauptschlich das ,schaf4 ,gleich anderen ,hausthieren bietet das ,schaf in ,folge der verschiedenen ,verhltnisse des ,klimas1 der ,ernhrungsweise und der ,pflege eine grosse ,anzahl ,abweichungen dar1 die sich auf die ,beschaffenheit der ,wolle erstrecken4 ,naturgemss kann man alle ,schafracen in folgende beiden ,abtheilungen bringen3 #a7 das ,hhe- oder ,landschaf mit kurzer1 mehr oder weniger gekruselter und feiner ,wolle1 #b7 das ,niederungsschaf mit meist grober1 schlichter1 langer1 haarhnlicher ,wolle4 ,zu den ersteren gehren das deutsche ,landschaf und ferner die spanischen oder ,merinoschafe1 die sich nach der ,verschiedenheit ihres ,krpers in mehrere ,unterarten theilen1 von denen als die vorzglichsten die ,infantado- oder ,negrettirace und die ,elektoralrace 7d4 i4 die kurfrstliche ,race1 wegen der ersten #agfe aus ,spanien an den ,kurfrsten von ,sachsen gelangten ,schafe7 bekannt sind4 ,was man als ,eskurial bezeichnet1 ist keine eigene ,race1 sondern ein ,elektoralschaf mit wollreicherem ,vliess4 ,zu den ,niederungschafen gehren das ,haidschaf oder die ,haidschnucke in der ,gegend zwischen der ,elbe- und ,wesermndung1 das ,zackelschaf1 das im sdlichen ,europa und westlichen ,asien gezogen wird1 und dann die englischen ,schafe der ,southdown-1 ,leicester-1 ,cotswold-1 ,lincoln-1 ,teeswater- und ,romney-,marsh-,race1 ferner der schottischen ,inseln1 besonders von den ,hebriden und ,shetlandinseln4 ,die von anderen ,thieren als dem ,schafe stammenden hauptschlichsten ,wollsorten sind folgende3 a7 ,die ,kaschmirwolle ist das feine wollige ,flaumenhaar der ,ziegen von ,kashmera oder ,kaschmir1 welche ursprnglich an der stlichen ,seite des ,himalaja in einer ,hhe von #dejj bis #ejjj ,meter leben4 ,sie ist von weisser1 grauer oder brunlicher ,farbe und ist1 wie sie nach ,europa kommt1 noch reichlich mit grobem ,haar gemengt 7#ajj ,kilogr4 davon geben nach dem ,sortiren und ,reinigen oft nur #bj ,kilogr4 ,flaumhaar74 b7 ,die ,vicognewolle besteht in dem nur sehr wenig gekruselten ,haar des ,vikugne oder ,schafkameels 7,auchenia ,vicuna71 das auf den hohen ,gebirgen von ,peru1 ,chili und ,mexiko lebt4 ,die ,vigognewolle wurde vormals hufiger als jetzt zu sehr feinem ,tuche verarbeitet4 ,als ,stellvertreter der chten ,vigognewolle hat man angefangen1 die ,haare der ,seidenhasen und ,kaninchen 7vermengt mit ,schafwolle7 zu verarbeiten4 7,das was man gegenwrtig in der ,wollindustrie mit dem ,namen ,vigogne oder ,vicogne belegt1 ist ein ,gemenge von ,schafwoll- mit ,baumwollgarn47 c7 ,die ,alpakawolle oder das ,pakoshaar besteht in dem langen flaumartigen weissen1 schwarzen oder braunen ,haar der ,alpagua oder ,alpako 7,pako71 einer in ,peru lebenden ,ziege aus der ,gattung ,llama4 ,das ,haar ist sehr fein und hat mit der ,vigognewolle grosse ,aehnlichkeit1 obgleich es ihr an ,feinheit nachsteht#aci4 #aci ,die mikroskopischen ,verhltnisse dieser ,haarsorten sind in neuerer ,zeit untersucht worden von ,j4 ,wiesner1 ,einleitung in die technische ,mikroskopie1 ,wien #ahfg p4 #agb u4 f4 d7 ,das ,mohair oder die ,kmelwolle 7,kmelhaar7 ist das lange1 seidenglnzende1 wenig gekruselte ,haar der ,kmel- oder ,angoraziege 7,capra angorensis71 welche um ,angora in ,kleinasien lebt4 ,aus ihr wird das ,kmelgarn 7flschlich ,kameelgarn genannt7 gesponnen1 das besonders zu ungewalkten ,zeugen 7z4 ,b4 ,kamelot oder ,plsch7 verwebt wird4 ,ferner dient es zu halbseidenen ,stoffen als ,einschlag4 ,sidenote3 ,chemische ,zusammensetzung der ,wolle4 ,die eigentliche ,wollsubstanz besteht aus einem schwefelreichen eiweisshnlichen ,krper1 dem ,keratin 7,hornstoff71 ist aber in dem ,zustande1 wie sie von dem ,thiere kommt1 mit ,schweiss1 ,staub u4 s4 w4 verunreinigt4 ,unsere ,kenntnisse ber die ,zusammensetzung der ,schafwolle sind in neuerer ,zeit durch die ,arbeiten von ,faist1 von ,reich und ,ulbricht1 ,hartmann1 ,m4 ,mrcker und ,e4 ,schulze wesentlich vermehrt worden4 ,faist erhielt bei der ,untersuchung verschiedener ,sorten lufttrockener ,merinowolle folgende ,resultate3 #a4 #b4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 ,mineralbestandtheile #f1c #af1h #j1id #a1c #a1j #a1b ,schweiss und ,wollfett #dd1c #dd1g #ba1jj #dj1j #bg1j #af1f reines ,wollhaar #ch1j #bh1e #gb1jj #ef1j #fd1h #gg1g ,feuchtigkeit #aa1d #g1j #f1jf #b1g #g1b #c1e ---------------------------------------- ----- #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j ,procente reiner lufttrockener ,wolle #di1d #ce1e #gh1jf #eh1g #gb1j #hb1b #a4 ,rohe ,schweisswolle 7lufttrocken73 a7 ,hohenheimer ,wolle mit weniger reichlichem1 lslichem ,schweisse1 b7 ,hohenheimer ,wolle mit reichlichem klebrigem ,schweisse4 #b7 ,wolle nach der ,pelzwsche 7lufttrocken73 c7 von ,hohenheim1 mit reichlichem1 klebrigem ,schweisse1 d7 eben daher1 mit schwer lslichem ,schweisse1 e7 ,wolle aus ,ungarn1 durch ,weichheit ausgezeichnet1 f7 aus ,wrttemberg1 minder weich4 ,m4 ,elsner von ,gronow bestimmte bei ,gelegenheit einer 7#ahfe7 verffentlichten ,untersuchung ber das ,wollhaar1 den ,verlust der ,wollen bei der ,entfettung durch ,schwefelkohlenstoff4 ,der ,verlust betrug bei gewaschenen ,merinowollen #ae-gj ,proc4 ungewaschenen ,wollen 7laine en suint7 #ej-hj langen ,kammwollen #ah ,der sogenannte ,wollschweiss ist als ein ,gemenge von ,secretstoffen mit von aussen und zufllig hinzugekommenen ,stoffen zu betrachten4 ,macerirt man die rohe ,wolle einige ,zeit lang in warmem ,wasser1 so bildet sich eine trbe schumende ,flssigkeit1 die theils wirklich aufgelste1 theils nur suspendirte ,schweissbestandtheile enthlt4 ,die ,trockensubstanz des wsserigen ,extractes des ,wollschweisses besteht nach ,mrcker und ,schulze 7#ahfi7 aus #a4 #b4 #c4 #d4 ,organ4 ,substanz #eh1ib #fa1hf #ei1ab #fj1dg ,mineralstoffen #da1jh #ch1ad #dj1hh #ci1ec #a4 und #b4 bezieht sich auf ,wolle von ,landschafen1 #c4 und #d4 von ,rambouillet-,vollblut-,schafen4 ,der aufgelste ,theil enthlt das ,kalisalz einer ,fettsure 7suintate de potasse7#adj in solcher ,menge1 dass in neuerer ,zeit darauf eine ,methode der ,gewinnung von ,potasche gegrndet worden ist und ausserdem ,chlorkalium 7die aus #ajj ,kilogr4 roher ,wolle zu gewinnende ,potasche betrgt #g-i ,kilogr4 ,s4 #adc74 ,nach ,mrcker und ,schulze besteht die ,wollschweissasche aus ,kaliumcarbonat #hf1gh ,chlorkalium #f1ah ,kaliumsulfat #b1hc ,kieselerde1 ,thonerde1 ,kalk1 ,magnesia1 ,eisenoxyd1 #d1ba ,phosphorsure etc4 ------ #ajj1jj #adj ,nach ,reich und ,ulbricht sind die im ,wollschweisse enthaltenen ,fettsuren ein ,gemenge von ,oel- und ,stearinsure1 wahrscheinlich auch von ,palmitinsure4 ,dazu kommt noch etwas ,valeriansure4 ,nach ,p4 ,havrez 7#ahgj7 ist es vortheilhafter1 wenn man den ,wollschweiss gleichzeitig auf ,kaliumcarbonat und ,blutlaugensalz1 als wenn man ihn nur auf ,kaliumcarbonat verarbeitet4 ,wo es die rtlichen ,verhltnisse gestatten1 wird das ,fett des ,wollschweisses auf ,leuchtgas 7sogenanntes ,suintergas7 verarbeitet4 ,sidenote3 ,technisch wichtige ,eigenschaften der ,wolle4 ,der ,werth und die ,anwendbarkeit der ,wolle sind von einer ,anzahl ,eigenschaften abhngig1 von denen die wichtigsten folgende sind3 ,farbe und ,glanz4 ,die meiste ,wolle ist von weisser ,farbe1 nur die von den ,haidschnucken und gewisser ,landschafe 7sowie die ,alpaka und das ,mohair7 sind gefrbt 7schwarz1 braun1 grau74 ,der ,glanz gewisser ,wollarten ist fr ihre ,anwendung zu gewissen ,zwecken eine geschtzte ,eigenschaft1 sie steht nicht im ,verhltniss zur ,feinheit der ,wolle1 sondern vielmehr im ,zusammenhange mit der ,sanftheit 7,weichheit1 ,milde7 der ,wolle1 die man daran erkennt1 dass die ,wolle beim ,angreifen ein ,gefhl erweckt1 welches jenem hnlich ist1 das man beim ,angreifen von ,baumwolle oder loser ,seide empfindet4 ,die ,kruselung1 eine ,eigenthmlichkeit der ,wolle des ,hhe- und ,landschafes1 besteht darin1 dass das ,haar in mehr oder minder kleinen ,bgen wellfrmig gekrmmt ist4 ,eine ,wolle mit vielen und schmalen ,bgen wird klein gekruselt genannt2 eine ,wolle mit sprlichen1 aber breiten ,bgen heisst grob gekruselt4 ,ferner macht man einen ,unterschied zwischen ,wolle mit hohen ,bgen 7stark gekruselt7 und solcher mit flachen ,bgen 7schwach gekruselt74 ,was die ,feinheit der ,wolle betrifft1 so gilt im ,allgemeinen1 dass je kleiner der ,durchmesser eines ,wollhaares1 desto feiner dasselbe ist4 ,ein geringer ,durchmesser oder hohe ,feinheit wird deshalb fr die wichtigste ,eigenschaft einer ,wolle gehalten1 weil eine ,wolle1 vereinigte sie auch alle anderen guten ,eigenschaften in sich1 doch nur dann zur ,erzeugung eines vollkommenen ,fabrikates geeignet erscheint1 wenn sie mit diesen ,eigenschaften auch ,feinheit verbindet4 ,doch existiren auch ,wollen1 welche bei geringem ,durchmesser der ,fden sehr straffe ,substanz besitzen und fr ,gefhl und ,fabrikation als weniger geeignet erscheinen4 ,das ,verhltniss der ,durchmesser der ,wollfden zur ,feinheit der ,wolle ist mithin nicht constant und bleibt nur ein ,beihlfskennzeichen4 ,ueberdies kann man weder mit dem ,wollmesser 7,eriometer71 noch mit dem ,mikrometer die ,feinheit des ,wollhaares ausschliessend bestimmen1 sondern nur durch das ,auge1 das ,gefhl und die praktische ,erfahrung4 ,die ,eigenschaft der ,gleichmssigkeit oder ,ausgeglichenheit besteht darin1 dass das ,wollhaar seiner ganzen ,lnge nach einen gleichen ,durchmesser hat4 ,die ,geschmeidigkeit ist ein hherer ,grad von ,biegsamkeit2 sie besteht in der ,fhigkeit der ,wollfden1 alle ,richtungen leicht anzunehmen4 ,dehnbarkeit und ,elasticitt sind gewhnliche ,begleiterinnen der ,geschmeidigkeit4 ,ein ,wollhaar kann1 nachdem man es derartig ausgestreckt hat1 dass die ,biegungen nicht mehr sichtbar sind1 noch etwas ausgedehnt werden1 ohne zu zerreissen4 ,die ,elasticitt des ,wollhaares giebt sich dadurch zu erkennen1 dass dasselbe1 wenn es abgerissen wird1 an den getrennten ,enden mehr oder minder schnell sich zusammenzieht und kruselt4 ,die ,festigkeit ist diejenige ,eigenschaft der ,wolle1 in deren ,folge sie bei starker ,ausdehnung nicht zerreisst4 ,ein einzelnes ,wollhaar erfordert zum ,zerreissen1 je nach dem ,grade der ,feinheit und ,gte ein ,gewicht von #b1f bis #dd1j ,grm4 ,unter der ,hhe versteht man die ,lnge des gekruselten ,haares in seiner natrlichen ,lage1 unter der ,lnge das ,maass des ,haares1 wenn es so weit ausgedehnt wird1 dass die ,kruselung mit dem ,auge nicht mehr wahrgenommen werden kann4 ,die ,lnge ist bei der ,auswahl der ,wolle sehr zu bercksichtigen und bildet einen ,hauptgrund zu der ,unterscheidung zwischen ,streichwolle und ,kammwolle4 ,erstere1 die ,streichwolle 7,kratzwolle71 umfasst alle jene ,wollen1 die zu tuchartig gewalkten ,zeugen ,anwendung finden4 ,als ,streichwolle dienen alle stark gekruselten ,wollen1 deren ,haar im ausgestreckten ,zustande weniger als #ae ,centimeter misst4 ,die ,kammwolle 7lange ,wolle7 ist das ,material zu glatten ,wollzeugen4 ,grundeigenschaften der ,kammwolle sind eine nicht zu geringe ,lnge 7mindestens #i-ab ,centimeter71 eine vorzgliche ,festigkeit und eine nicht oder nur wenig gekruselte ,gestalt des ,haares4 ,sidenote3 ,die ,umgestaltung der ,wolle zu ,waare4 ,ehe die ,wolle dem ,handel berliefert werden kann1 muss sie der ,producent erst in eine ,waare verwandeln4 ,dies geschieht durch die ,wsche1 durch die ,schur oder durch das ,sortiren4 ,i4 ,die ,wsche4 ,in ,deutschland geht das ,waschen der ,wolle auf dem ,krper der ,schafe1 ehe sie geschoren werden1 vor sich4 ,zum ,unterschiede von der spter zu beschreibenden ,fabrikwsche1 nennt man diese erste ,wsche ,rcken- oder ,pelzwsche4 ,der ,zweck derselben ist1 die ,wolle von allen ,unreinigkeiten und von einem ,theil des ,fettes zu befreien4 ,dieser ,zweck muss aber erreicht werden1 ohne dass dabei die ,wolle ,schaden leidet oder zu sehr entfettet wird4 ,durch die ,pelzwsche mit kaltem ,wasser verliert die ,wolle #bj-gj ,proc4 an ,gewicht4 ,,ii4 ,die ,schur4 ,nachdem die ,schafe vllig trocken sind1 werden sie geschoren1 wobei mit einer eigenthmlichen ,schere 7,schafschere7 die ,wolle glatt an der ,haut abgeschnitten wird4 ,die ,gesammtheit der auf dem ,krper eines ,schafes befindlichen ,wolle wird ,vliess genannt4 ,in der ,regel findet die ,schafschur nur ein ,mal im ,jahre und zwar zu ,pfingsten statt 7einschrige ,wolle71 bei langwolligen ,schafen ist dagegen zweimaliges ,scheren gebruchlich 7zweischrige ,wolle71 nmlich ,ende ,september 7,sommerwolle7 und ,ende ,mrz 7,winterwolle74 ,die ,wolle von noch einjhrigen ,schafen1 die ,lammwolle1 ist durch ,feinheit und seidenartige ,beschaffenheit ausgezeichnet4 ,ausser der gewhnlichen ,schurwolle kommt auch ,wolle aus den ,gerbereien als ,gerber- oder ,raufwolle in den ,handel1 die in der ,regel krzer ist als die gewhnliche ,wolle4 ,die von kranken oder gefallenen ,thieren herrhrende ,wolle1 die sogenannte ,sterblingswolle1 hat wenig ,festigkeit und ,elasticitt und ist daher von sehr untergeordnetem ,werthe4 ,,iii4 ,das ,sortiren der ,wolle4 ,schon die verschiedenen ,krpertheile des ,schafes geben ,wollarten von verschiedener ,gte2 zu den edlen ,theilen1 welche die vorzglichste ,wolle liefern1 gehren die beiden ,schulterbltter1 die ,seiten und ,weichen 7die ,wolle von den ,rippen und der ,flanke71 die ,seitenflche der ,hinterschenkel 7,hose oder ,keule71 zu den unedlen ,theilen rechnet man den ,nacken1 den ,widerrist 7die vorspringende ,stelle zwischen ,nacken und ,hals71 das ,kreuz und den ,rcken2 noch geringer ist die ,wolle von der ,kehle1 der ,brust und den ,fssen1 vom ,bauche und von der ,stirne1 die geringste ist die vom ,wolfsbiss1 d4 h4 vom hinteren ,theile der ,hinterschenkel4 ,die ,abtheilungen der einzelnen ,vliesstheile nach ihrer ,uebereinstimmung in allen ,eigenschaften und nach den ,abstufungen in denselben heissen ,sorten4 ,ehemals machte man nur vier solcher ,sorten3 ,prima1 ,secunda1 ,tertia und ,quarta2 bei den ,fortschritten in der ,produktion edler ,wolle fand man es aber fr nothwendig1 aus dem durch noch hhere ,vollkommenheit sich auszeichnenden ,theile der ,vliesse besondere ,sorten zu bilden1 welche man ,super-,elekta und ,elekta nannte4 ,andererseits wurden auch fr die grberen ,wollen noch zwei niedrigere ,sorten1 ,quinta und ,sexta angenommen4 ,die ,grundlage der ,sorten bildet nun zwar grsstentheils der ,feinheitsgrad1 aber stets unter der ,voraussetzung1 dass derselbe mit gewissen anderen ,eigenschaften1 wie ,lnge u4 dergl4 verbunden sei4 ,die ,wolle1 so wie sie im ,handel vorkommt1 enthlt stets grssere ,mengen von hygroskopischem ,wasser1 dessen ,quantum blos nach der usseren ,beschaffenheit der ,wolle nicht abgeschtzt werden kann4 ,der gewhnliche ,wassergehalt der kuflichen ,wolle ist im ,durchschnitt #ad-af ,proc4 ,selbst in trockner ,luft lngere ,zeit aufbewahrte ,wolle enthlt immer noch 7je nach dem ,grade ihrer ,reinheit7 #g-aj ,proc4 ,wasser4 ,sidenote3 ,spinnerei der ,streichwolle4 ,die ,verarbeitung der ,wolle durch ,spinnen zu ,garn 7,streichgarn oder ,kammgarn7 und durch ,verweben des ,garnes zu ,tuchen oder ,zeug begrndet zwei ,industriezweige1 die durch ,auswahl und ,behandlung der sortirten ,wolle wesentlich von einander verschieden sind1 nmlich3 #a7 die ,verarbeitung der ,streichwolle oder die ,fabrikation gewalkter oder rauher1 berhaupt tuchartiger ,wollstoffe1 wozu man die ,wolle durch ,kratzen oder ,streichen vorbereitet2 #b7 die ,verarbeitung der ,kammwolle oder die ,fabrikation glatter ,wollstoffe1 wozu die ,wolle durch ,kmmen vorbereitet wird4 ,die ,streichwollverarbeitung tritt in der vollendeten ,entwickelung in der ,fabrikation des ,tuches auf1 die ,kammwollverarbeitung in der des ,thibets1 welcher berhaupt als ,reprsentant eines nicht gewalkten1 glatten ,wollstoffes zu betrachten ist4 ,zunchst haben wir es hier nur mit der ,verarbeitung der ,streichwolle zu ,streichgarn zu thun1 wobei folgende acht ,operationen zu unterscheiden sind3 #a7 ,die ,wsche der ,wolle oder die ,fabrikwsche4 ,die sortirte ,wolle1 so wie sie im ,handel vorkommt1 enthlt immer noch eine gute ,portion ,schweiss1 wovon sie vollstndig befreit werden muss4 ,sie wird daher zum zweiten ,male gewaschen1 um sie zu entschweissen oder entfetten1 was des ,ziel der ,fabrikwsche ist4 ,das ,entfetten kann nur mit ,hlfe alkalischer ,flssigkeiten geschehen1 die aber so schwach alkalisch sein mssen1 dass die ,wollfaser selbst dadurch nicht angegriffen wird4 ,die alkalischen ,flssigkeiten sind ,gemenge von ,flusswasser und gefaultem ,menschenharne1 oder auch eine ,lsung von weisser ,seife in ,flusswasser1 oder endlich eine schwache ,sodalsung4 ,die entschweisste ,wolle wird unverzglich mit reichlichem reinem ,wasser gesplt oder gewaschen1 bis das ,waschwasser klar von der ,wolle abluft4 ,nach dem ,waschen muss die ,wolle ausgewunden und dann an einem schattigen ,orte getrocknet werden1 weil sie an der ,sonne leicht gelb wird4 #ajj ,th4 kufliche ,wolle1 welche schon vor der ,schur mit ,wasser gewaschen worden ist1 verlieren durch die ,fabrikwsche #ag-dj ,th41 und hinterlassen demnach #fj-hc ,th4 reine trockne ,wolle4 #b7 ,das ,frben der ,wolle4 ,die gewaschene und entfettete ,wolle wird in gewissen ,fllen1 wenn sogenannte wollfarbige ,tuche erzeugt werden sollen1 vor dem ,verspinnen gefrbt1 und alsdann ist das ,frben diejenige ,operation1 die unmittelbar auf das ,waschen der ,wolle folgt4 ,das ,frben in der ,wolle eignet sich nur fr sehr haltbare ,farben1 weil andere ,farben durch die ,walke1 wobei ,seife und gefaulter ,harn zur ,anwendung kommen1 zerstrt werden wrden4 ,durch das ,frben der ,wolle entsteht eine ,gewichtszunahme1 die manchmal weniger als #a ,proc41 fters dagegen bis zu #ab ,proc4 betrgt4 #c7 ,das ,wolfen4 ,die gewaschene ,wolle verlangt als erste ,stufe der nun eintretenden ,bearbeitung eine ,auflockerung1 wodurch man beabsichtigt1 die dichteren ,flocken in gewissem ,grade zu zertheilen1 und zugleich die noch vorhandenen mechanisch anhngenden ,unreinigkeiten zu beseitigen4 ,diese ,auflockerung wird mit ,hlfe des ,wolfes bewerkstelligt1 der mit dem gleichnamigen1 fr die ,auflockerung der ,baumwolle angewendeten grosse ,aehnlichkeit hat4 #d7 ,das ,einfetten4 ,bei der grossen ,neigung der ,wolle1 sich zu filzen1 wrden die ,wollfasern in der zum weiteren ,entwirren bestimmten ,maschine1 der ,krempel1 leicht reissen1 wenn man den ,fasern nicht durch gewisse ,zustze ,geschmeidigkeit und ,schlpfrigkeit ertheilte4 ,in der ,regel ist das hierzu angewendete ,mittel ,oel und zwar fr feine ,wolle ,bauml und ,arachisl1 fr rohe und grobe ,wolle ,rbl und ,thran4 ,die bei der ,fabrikation von ,stearinkerzen als ,nebenprodukt abfallende ,oelsure ist zum ,einfetten sehr gut statt des ,baumles anzuwenden1 wenn sie frei ist von ,schwefelsure 7welche ,kratzenbeschlge angreifen wrde7 und ,stearinsure 7die durch ihre dickliche ,beschaffenheit die ,vertheilung der ,oelsure auf der ,wolle erschwert74 ,fr #ajj ,kilogr4 ,wolle zu ,kettgarn werden #aj-ab ,kilogr4 ,oel1 fr #ajj ,kilogr4 ,einschussgarn #ab-ae ,kilogr4 ,oel gerechnet4 #e7 ,das ,streichen 7,krempeln oder ,kratzen7 hat denselben ,zweck wie das ,krempeln der ,baumwolle4 ,auch sind die ,wollkratzmaschinen den ,baumwollkrempeln sehr hnlich4 ,das ,kratzen der ,wolle geschieht stets wenigstens zwei ,mal nach einander1 auf etwas von einander abweichenden ,maschinen ausgefhrt4 ,das erste ,kratzen wird ,schruppeln oder ,pelzen genannt und auf der ,pelzkarde 7,schruppelmaschine7 ausgefhrt4 ,hier wird durch die ,zusammenwirkung der mit ,kratzleder begleiteten ,walzen die ,wolle noch weiter aufgelockert und als ein lose zusammenhngendes ,vliess wieder abgenommen1 welches sich dann in mehreren bereinander liegenden ,schichten auf einer grossen ,trommel zu einem sogenannten ,pelze aufwindet4 ,das zweite ,kratzen geschieht auf der sogenannten ,lockenmaschine1 die sich von der ,pelzkarde dadurch unterscheidet1 dass sie die bearbeitete ,wolle nicht in ,gestalt eines ,vliesses abliefert1 sondern dieselbe mit ,hlfe eines besonderen ,apparates1 der ,lockenwalze nebst ,zubehr1 in runde fingerdicke ,locken verwandelt1 deren ,lnge etwa #a ,meter betrgt4 ,diese ,locken werden dann auf der ,vorspinnmaschine aneinander gestckelt und zu ,vorgespinnst weiter verarbeitet4 ,in neuerer ,zeit ist ein verbesserter ,apparat allgemein eingefhrt worden1 der die ,lockenmaschine entbehrlich macht4 ,es ist nmlich an der letzten ,kratzmaschine eine ,vorrichtung angebracht1 welche anstatt der ,locken sogleich ,vorgespinnst liefert1 wodurch mithin das ,vorspinnen als besondere ,operation wegfllt4 ,maschinen dieser ,art heissen ,vorspinnkarden4 #f7 ,das ,vorspinnen4 ,dort1 wo die ,vorspinnkarden noch nicht eingefhrt sind und man noch nach lterem ,verfahren die ,wolle auf der oben erwhnten ,lockenmaschine in ,locken verwandeln lsst1 mssen diese ,locken in einer selbstndigen ,operation auf der ,vorspinnmaschine1 jedenfalls mit grsserem ,aufwande von ,zeit und ,arbeitskraft in ,vorgespinnst 7,vorgarn7 bergefhrt werden4 ,die bei der ,streichwollverarbeitung gebruchlichen ,vorspinnmaschinen kommen in zweierlei ,art vor4 ,beide haben ,aehnlichkeit mit der ,mulemaschine1 insofern die ,spindeln sich auf einem ,wagen befinden1 welcher von dem feststehenden ,theile der ,maschine weggefhrt1 darauf wieder eingefahren wird und so fort4 ,allein das die ,ausziehung der ,fden vollfhrende ,streckwerk fehlt1 das durch einen sehr einfachen ,mechanismus ersetzt ist1 indessen zur ,herstellung des groben ,vorgespinnstes vollstndig hinreicht4 ,entweder lsst man nun alle ,bewegungen der ,maschine durch die ,hand des ,vorspinners hervorbringen1 oder man construirt die ,maschine so1 dass1 wie bei dem ,halbselfactor das ,ausfahren des ,wagens mit dem ,ausziehen und ,drehen der ,fden durch ,dampf- oder ,wasserkraft1 und nur das ,einfahren1 wobei das ,aufwickeln des ,gespinnstes auf die ,spindeln stattfindet1 durch die ,hand besorgt wird4 #g7 ,das ,feinspinnen4 ,die ,ueberfhrung des ,vorgespinnstes1 mge dasselbe von der ,vorspinnkarde oder von der ,vorspinnmaschine geliefert worden sein1 in ,garn geschieht durch die ,operation des ,feinspinnens auf der ,feinspinnmaschine2 sie ist nach der ,art der ,mulemaschine gebaut1 nur fllt das mehrcylindrige ,streckwerk weg1 das durch ein einziges ,cylinderpaar1 die ,lieferungscylinder1 ersetzt ist4 ,in ,folge dieser ,vernderung wird auch die ,arbeitsweise der ,spinnmaschine eine andere als bei der ,baumwolle1 indem die ,verfeinerung des ,vorgespinnstes nicht mehr durch ,cylinderverzug1 sondern hauptschlich durch ,nachzug1 zum kleineren ,theile auch durch ,wagenzug bewirkt werden muss4 ,die ,feinspinnmaschine unterscheidet sich nur in wenigen ,punkten von der ,vorspinnmaschine4 ,die ,drehung der ,spindeln beim ,feinspinnen ist jener beim ,vorspinnen entgegengesetzt1 das ,vorgarn dreht daher zuerst sich auf und nimmt dann die verkehrte neue ,drehung an4 ,dadurch wird die ,streckung des ,fadens beim ,feinspinnen wesentlich befrdert4 ,spinnt man ,schussgarn1 so hrt mit eintretendem ,stillstande des ,wagens am ,ende des ,auszuges die ,umdrehung der ,spindeln sofort auf und es wird eingefahren4 ,wird dagegen das drallere ,kettengarn gesponnen1 so drehen sich die ,spindeln noch einige ,sekunden um1 wenn auch der ,wagen bereits stillsteht2 dadurch erhlt der ,faden einen ,zusatz von ,drehung4 #h7 ,das ,haspeln des ,wollgarnes geschieht in hnlicher ,weise wie das des ,baumwollgarnes4 ,die ,lnge und ,eintheilung der ,strhne oder ,stcke ist in den verschiedenen ,lndern1 ja oft in verschiedenen ,spinnereien der nmlichen ,gegend nicht gleich1 indem nicht nur die ,lnge des einzelnen ,haspelfadens 7der ,weifenumfang71 sondern auch die ,zahl der ,fden in einem ,gebinde 7,litze1 ,klapp7 und der ,gebinde im ,strhn 7,stck1 ,strang7 abweicht4 ,die ,feinheit des ,wollgarnes bestimmt man durch ,angabe der ,anzahl ,strhne1 welche auf ein bestimmtes ,gewicht 7,zollpfund #ejj ,grm4 oder ,kilogr47 gehen4 ,am zweckmssigsten und verstndlichsten drckt man die ,feinheit 7wie in ,belgien und zuweilen auch in ,frankreich7 durch die ,anzahl ,meter der ,fadenlnge aus1 welche #a ,kilogr4 wiegt4 ,sidenote3 ,kunstwolle4 ,die ,kunstwolle oder ,lumpenwolle ist derjenige ,wollspinnstoff1 der durch ,zerreissen und ,zerkratzen von ,wolllumpen gewonnen und in sehr bedeutender ,quantitt statt und neben neuer ,schafwolle zu ,garn und ,geweben verarbeitet wird4 ,man unterscheidet zwei ,arten von ,kunstwolle1 nmlich die sogenannte ,mungo1 eine kurzhaarige ,sorte1 die aus den ,lumpen von gewalkten ,wollstoffen gewonnen wird1 und die ,shoddy von lngerem ,stapel und von gestrickten ,lumpen 7,strumpfzeugen7 herrhrend4 ,ein wesentlicher ,umstand bei der ,fabrikation der ,kunstwolle ist ein sorgfltiges ,sortiren1 welches in das ,vorlesen1 das ,schneiden und das ,sortiren im engeren ,sinne zerfllt4 ,beim ,vorlesen werden die nichtwollenen ,bestandtheile ausgeschieden und die zurckbleibenden ,wolllumpen durch eine ,putzmaschine von ,staub und anderen ,unreinigkeiten befreit4 ,die gereinigten ,lumpen werden nach den ,hauptfarben zusammengeworfen und in kleine ,stcke zerschnitten4 ,bei diesem ,zerschneiden werden die ,nhte sorgfltig herausgetrennt und zugleich alle baumwollenen1 leinenen und seidenen ,stoffe 7vom ,unterfutter1 ,taschen u4 dergl4 herrhrend7 beseitigt4 ,nchstdem werden die ,lumpen nochmals in die ,putztrommel gebracht und darauf nochmals sortirt4 ,das ,ergebniss beim ,sortiren ist ausserordentlich verschieden1 je nach der ,gegend und der ,tracht des ,landes1 wo die ,lumpen gesammelt wurden4 ,erfahrungsgemss geben #ajj ,kilogr4 ,tuchlumpen1 etwa #cj ,kilogr4 an ,leder1 ,knochen u4 s4 w4 ,die brig bleibenden #gj ,kilogr4 roher ,tuchlumpen liefern schliesslich #ej ,proc4 fertiger ,mungo1 nachdem sie #d-aj ,proc4 ,bauml vor ihrer ,zerfaserung auf den ,maschinen erhalten haben4 #ajj ,kilogr4 roher ,strumpflumpen ergeben dagegen im ,durchschnitt #dj-ej ,kilogr4 fertig sortirte1 maschinenfertige ,lumpen4 ,die ,herstellung der ,kunstwolle aus den maschinenfertigen ,lumpen geschieht mit ,hlfe eines ,wolfes 7,lumpenwolf71 einer mittelst spitziger ,stahlzhne und sehr schneller ,bewegung wirkenden ,maschine1 in welcher die ,lumpen zerrissen und in eine ,menge loser ,wollfasern verwandelt werden4 ,die ,mungowolle wird von dem ,lumpenwolf weg in ,ballen gepackt und versendet1 wogegen die ,shoddywolle noch einer weiteren ,behandlung auf einer gewhnlichen ,vorkratze oder ,reisskrempel unterliegt1 wobei sie #d-aj ,proc4 ,bauml erhlt4 ,sidenote3 ,tuchweberei4 ,das ,tuch gehrt zu den glatten ,geweben1 bei welchen die ,einschlagfden alternirend ber und unter jedem folgenden ,kettenfaden durchzogen werden4 ,die charakteristische filzartige ,decke1 welche die ,einschlag- und ,kettenfden verdeckt1 erhlt das ,tuch erst durch die sptere ,operation des ,walkens4 ,was das ,weben selbst anlangt1 so stimmt die ,tuchweberei gnzlich mit der ,verfertigung der glatten leinwandhnlichen ,stoffe berein4 ,gewhnlich sind ,kette und ,schuss in einem ,stcke ,tuch von gleicher ,feinheit2 wenn dies nicht der ,fall ist1 so ist in der ,regel seltener der ,schuss als die ,kette etwas feiner4 ,zu den ,salleisten verwendet man stets grbere ,kettenfden und von ordinrer ,wolle4 ,sidenote3 ,waschen und ,walken des ,lodens4 ,in dem ,zustande1 in welchem das ,streichwollgewebe vom ,tuchmacherstuhle kommt1 gleicht es nicht im ,entferntesten demjenigen ,fabrikate1 das unter der ,benennung ,tuch im ,handel sich findet4 ,das ,gewebe1 so wie es der ,tuchmacher abliefert1 hnelt nmlich eher einem groben ,leinengewebe1 da ,ketten- und ,eintragfden berall bloss und sichtbar liegen und die dem fertigen ,tuche eigenthmliche ,filzdecke1 welche den ,faden verdeckt1 noch nicht vorhanden ist4 ,letztere ,decke wird erst durch das ,walken erzeugt4 ,in ,folge der grossen ,verschiedenheit beider ,zustnde sind auch verschiedene ,namen dafr blich2 das ,tuchgewebe vor dem ,walken heisst ,loden1 whrend nach dem ,walken der ,loden erst die ,benennung ,tuch erhlt4 ,dem ,walken geht voraus das ,noppen und das ,waschen des ,lodens4 ,ersteres hat den ,zweck1 aus dem ,loden ,knoten1 ,enden1 fremde ,krper wie ,holz und ,strohtheilchen1 mit ,hlfe einer kleinen ,stahlzange zu entfernen4 ,durch das ,waschen sollen ,oel 7von dem ,einfetten71 ,leim 7von der ,schlichte7 und ,unreinigkeiten aus dem ,loden entfernt werden4 ,als ,reinigungsmittel wendet man an ,schmierseife1 ,soda- und ,potaschelsung1 die man mit ,wasser in einen ,trog bringt1 in welchem der ,loden warm und zwar in der ,regel mit einer ,waschmaschine behandelt wird4 ,der ,zweck des ,walkens ist neben der eigentlichen ,reinigung 7wenn kein ,auswaschen des ,lodens vorher stattgefunden hat7 oder auch des nur fortgesetzten ,reinigens1 wesentlich die ,hervorbringung einer ,verfilzung1 durch welche die ,fden der ,kette und des ,einschlages verdeckt werden und das ,gewebe die ,beschaffenheit eines gleichfrmigen1 kurzhaarigen ,pelzes annimmt4 ,die ,verfilzung erstreckt sich keineswegs nur auf die ,wollhrchen auf beiden ,oberflchen des ,tuches1 sondern sie geht auch in das ,innere dergestalt1 dass die ,ketten- und ,einschussfden kaum noch von einander getrennt werden knnen1 ohne zu zerreissen4 ,die ,bedingungen1 unter denen das ,walken stattfinden kann1 sind ,feuchtigkeit1 erhhte ,temperatur und eine mechanische ,behandlung1 die knetend wirkt1 so dass die einzelnen ,garnfden und ,wollfasern1 aus denen die ,garnfden gebildet sind1 gegen einander gedrckt und geschoben werden4 ,da whrend des ,walkens das ,gewebe zugleich entfettet werden soll1 so muss das ,wasser1 das zum ,walken dient1 alkalisch gemacht werden4 ,diess geschieht fast allgemein durch gefaulten ,harn1 dessen ,wirkung man entweder durch ,seife 7hufig ,schmierseife7 oder durch ,walkerde 7vergl4 ,seite #cdb7 untersttzt4 ,die ,walkerde wird mit ,harn angerhrt1 die ,seife wird darin aufgelst4 ,fr ordinre ,tuche nimmt man ,schmierseife1 fr feinere ,palml-1 ja selbst ,olivenseife4 ,das ,walken geschieht mittelst der ,walkmhlen4 ,bis auf die neuere ,zeit behielt man das ,princip bei1 die ,walkmhle durch den von schweren hlzernen ,hmmern 7daher der ,name ,hammerwalke7 auf das in einem ,troge befindliche ,tuch ausgebten ,schlag wirken zu lassen4 ,gegenwrtig wendet man allgemein die ,walzenwalken an1 welche fast nur durch ,druck oder wenigstens nur mit sehr schwachem ,stoss wirken4 ,sidenote3 ,rauhen und ,scheren des ,tuches4 ,um der durch das ,walken erzeugten ,filzdecke ein schneres ,ansehen zu geben1 wird das ,tuch gerauhet und dann geschoren1 d4 h4 man zieht die ,wollhrchen in reichlicher ,anzahl heraus und schneidet sie dann regelmssig zu einer dem ,zweck entsprechenden ,krze ab4 #a7 ,das ,rauhen bezweckt1 die whrend des ,walkens des ,tuches verwirrten und verfilzten ,fasern auf der ,oberflche aufzulockern1 emporzuheben1 nach einer ,richtung niederzustreichen 7in den ,strich zu legen7 und dadurch zum ,abscheren vorzubereiten4 ,man bedient sich hierzu der ,weberkarden 7,weberdisteln von ,dipsacus fullonum71 die vermittelst ihrer zurckgebogenen1 in ,dornen auslaufenden ,kelchschuppen wirken4 #b7 ,das ,scheren des ,tuches1 welches unmittelbar auf das ,rauhen folgt und den ,zweck hat1 die durch das ,rauhen aus der ,filzdecke hervorgezogenen ,wollhrchen1 nachdem diese mit ,hlfe einer ,handbrste oder einer ,brstmaschine gegen den ,strich aufgebrstet sind1 zu gleicher ,krze abzuschneiden1 wodurch erst das ,tuch die glatte und schne ,oberflche erlangt1 die man an ihm zu sehen gewohnt ist4 ,das ,scheren geschieht entweder mittelst ,hand- oder ,maschinenarbeit4 ,das ,handscheren ist eine langwierige1 mhsame und ziemlich schwierige ,arbeit4 ,das ,tuch wird streckenweise an den ,salleisten ber einen gepolsterten ,tisch gespannt und dann dieser #ah-bd ,centimeter breite ,theil der ,breite nach mehrere ,male nach einander abgeschoren4 ,die gegenwrtig allgemein eingefhrten ,schermaschinen sind die ,cylinderschermaschinen1 bei welchen mehrere ,stahlbltter schraubenartig um einen eisernen ,cylinder gewunden sind1 dem man eine ununterbrochene rotirende ,bewegung und zwar ununterbrochen in derselben ,richtung giebt4 ,man unterscheidet ,transversal-1 ,longitudinal- und ,diagonalcylindermaschinen3 ,greek3 a7 ,bei der ,transversalschermaschine liegt der ,cylinder nach der ,lnge des ,tuches1 und schreitet whrend seiner ,drehung zugleich von der einen ,kante des ,stckes nach der anderen fort1 wenn man nicht1 was jedoch seltener der ,fall ist1 vorzieht1 das ,tuch sich nach seiner ,breitenrichtung unter dem ,cylinder fortbewegen zu lassen4 ,greek3 b7 ,bei den ,longitudinalschermaschinen bleibt der umlaufende ,cylinder1 welcher quer ber die ganze ,breite des ,tuches von einer ,leiste bis zur anderen sich erstreckt1 stets an seinem ,platze liegen und das ,tuch geht mit ziemlich grosser ,geschwindigkeit unter ihm1 seiner ,lngenrichtung nach fort4 ,greek3 g7 ,zwischen den beiden vorstehenden ,arten der ,cylinderschermaschinen steht die ,diagonalcylindermaschine1 wobei mehrere ,schercylinder schrg 7in diagonaler ,richtung7 ber die ,tuchflche angebracht sind1 wodurch die bessere ,arbeitsleistung der ,transversalmaschine mit der ,schnelligkeit der ,longitudinalmaschine vereinigt werden soll4 ,die abgeschorene ,wolle oder ,scherwolle dient zum ,auspolstern1 oder auch in ,tapetenfabriken zum ,veloutiren4 ,sidenote3 ,ausrsten des ,tuches4 ,ehe das ,tuch fertige ,waare ist1 muss es noch durch drei ,operationen1 nmlich durch das ,decatiren1 das ,brsten und das ,pressen1 vollends ausgerstet werden4 #a7 ,das ,decatiren wurde frher nur angewendet1 um das ,tuch1 welches in den ,fabriken durch warmes ,pressen mit schnem1 aber nicht dauerhaftem ,glanze versehen worden war1 bevor es von dem ,schneider verarbeitet wurde1 von diesem knstlichen ,glanze zu befreien und ihm einen dauerhafteren1 wenngleich minder in die ,augen springenden zu ertheilen4 ,gegenwrtig wird das ,decatiren meist in den ,fabriken selbst vorgenommen4 ,zu diesem ,zwecke wickelt man das ,tuch1 mglichst straff ausgespannt1 auf eine hohle1 an den ,enden offene1 im ,mantel mit vielen feinen ,lchern versehene1 kupferne ,walze1 und unterwirft es so in einem dicht verschlossenen ,kasten der ,einwirkung von heissen ,wasserdmpfen4 ,hierdurch erhlt das ,tuch einen dauerhaften ,glanz und die ,eigenschaft1 sich nicht mehr rauh zu tragen4 #b7 ,das ,brsten1 frher nur angewandt1 um das ,haar nach dem ,scheren wieder im ,striche niederzulegen1 findet jetzt weit ausgedehntere ,anwendung4 ,gegenwrtig wird das ,tuch nicht nur nach vollendetem ,scheren gebrstet1 sondern auch schon frher zwischen dem ,scheren und sogar von ,anfang desselben unmittelbar nach dem ,rauhen4 ,die ,brstmaschinen1 auf welchen das ,tuch anhaltend gebrstet wird1 enthalten durchgngig als ,hauptbestandtheil einen ringsum mit steifen ,brsten von ,schweinsborsten besetzten1 in schnelle ,umdrehung versetzten ,cylinder1 zuweilen auch zwei dergleichen1 ber welche das ,tuch langsam hingefhrt wird4 ,das ,tuch ist hierbei entweder trocken oder nass1 sei es durch vorlufiges ,einweichen in ,wasser oder durch ,daraufleiten eines ,wasserstrahles in der ,brstmaschine selbst1 oder mit ,wasserdampf imprgnirt1 mithin zugleich feucht und erwrmt4 #c7 ,das ,pressen ist die letzte ,zurichtung des ,tuches1 nach welcher dasselbe als fertige ,waare in den ,handel gebracht wird4 ,es soll dem ,tuche ,glanz und ,schnheit ertheilen4 ,beim ,pressen faltet man das ,tuch in der ,art zusammen1 wie man es in den ,handel bringt1 und legt zwischen die einzelnen ,lagen desselben ,bogen von ,glanzpappe 7,pressspne72 feinere rechts1 grbere auf der linken ,seite des ,tuches4 ,man bringt #f-ab ,stcke ,tuch zugleich in die ,presse4 ,zwischen jedes ,stck kommt ein gewhnlicher ,pappbogen1 sodann ein ,brett1 und zwischen je zwei ,bretter eine erhitzte eiserne ,platte4 ,sidenote3 ,arten der tuchartigen ,wollzeuge4 ,ausser den eigentlichen gewalkten und geschorenen ,tuchen fabricirt man noch eine grosse ,anzahl tuchartiger ,wollzeuge1 von denen als die hauptschlichsten die folgenden zu nennen sind3 ,flanell ist glatt oder gekpert1 nur wenig gewalkt1 auf der rechten ,seite ein ,mal gerauht und entweder nicht oder nur ein ,mal geschoren4 ,die ,kette besteht oft aus ,kammgarn1 mitunter auch aus ,baumwollgarn oder ,florettseide1 der ,einschuss aber stets aus ,streichwollgarn4 ,der ,swanskin 7,schwanenhaut7 ist ein feiner und gekperter ,flanell4 ,letzterem sehr hnlich ist der ,boi oder ,boy4 ,kasimir ist ein feines und gekpertes ,tuch1 das nur ein ,mal gerauhet1 aber eben so oft geschoren ist als feines ,tuch2 das ,haar ist kurz1 deckt die ,gewebfden wenig und lsst den ,kper durchblicken4 ,man fabricirt auch ,kasimir mit ,kette aus ,kamm- oder auch ,baumwollgarn4 ,fries1 ,flaus1 ,coating ist grber1 dicker und langhaariger als ,tuch1 stark gewalkt und wenig gerauhet und noch weniger geschoren4 ,die ,ausrstung nach dem ,scheren besteht in ,brsten oder heissem ,pressen4 ,zuletzt wird der ,stoff mit ,tragantwasser berstrichen1 geplttet1 mit ,bauml befeuchtet und endlich wieder geplttet4 ,eine feinere und nicht gekperte ,art ,fries heisst ,damenfries oder ,lady-,coating1 schwerere und kurzgeschorene ,sorten werden ,castories genannt4 ,die durch dickeres ,gespinnst1 festere ,walke und ein wenig krzer geschorenes ,haar ausgezeichneten ,friessorten werden als ,sibirienne1 ,kalmouck 7auch ,biber7 und ,dffel unterschieden4 ,der ,buckskin ist gekperter1 ungerauheter1 aber auf der rechten ,seite glatt geschorener ,beinkleiderstoff4 ,leichtere ,sorten davon werden ,doeskin genannt4 ,kirsei ist ein grobes1 nicht appretirtes 7mithin weder gerauhetes noch geschorenes7 ,zeug zu ,mnteln fr ,militr1 die ,marine1 ,eisenbahnbedienstete und dergl4 ,hierher gehren auch die ,kotzen zu ,fussdecken1 ,pferdedecken und dergl41 der ,papiermacherfilz1 ein grober1 gekperter1 locker gewebter1 wenig gewalkter1 nicht gerauheter und nicht geschorener ,stoff1 welcher in der ,papierfabrikation als ,zwischenlage der geschpften ,papierbogen dient und da er die ,feuchtigkeit absorbiren soll1 eine schwammige ,beschaffenheit zeigt4 ,das ,filztuch1 ein ,tuch durch blosse ,filzung von ,wolle1 ohne alles ,spinnen und ,weben verfertigt1 das vor etwa #bj ,jahren grosses ,aufsehen machte1 ist jetzt bereits so gut wie verschwunden4 ,die zum ,verfilzen bestimmte ,schafwolle wird1 wie bei der ,verfertigung gewebten ,tuches1 zuerst entfettet1 gereinigt und gewolft1 sodann auf die ,pelzkarde in eine regelmssige1 dicke1 wattenhnliche ,schicht verwandelt und dann gefilzt4 ,sidenote3 ,kammwolle4 ,die ,verarbeitung der ,kammwolle4 ,wie ,seite #eha errtert wurde1 ist die ,kammwolle oder lange ,wolle das ,material zur ,herstellung des ,kammgarn2 letzteres zeigt einen schlichten glatten ,faden1 dessen lange ,fasern mglichst parallel neben einander liegen und dient zur ,fabrikation der glatten ,wollstoffe1 wie ,thibet1 ,merino1 ,lasting1 ,orleans4 ,man unterscheidet eigentliches ,kammgarn und ,halbkammgarn 7,sayettengarn71 welches letztere den ,uebergang von ,kammgarn zum ,streichgarn ausmacht und durch diejenigen ,garne gebildet wird1 die zum ,sticken1 ,stricken1 in der ,strumpfwirkerei1 zur ,teppichfabrikation1 zu ,posamentirarbeiten u4 s4 w4 ,anwendung finden4 ,obgleich das ,halbkammgarn immer aus langer ,wolle gesponnen wird1 so wird doch diese ,wolle nicht gekmmt1 sondern gekrempelt1 das von der ,karde abgezogene ,band wird dann wie ein gekmmter ,zug auf den ,kammgarnmaschinen zu ,garn verarbeitet4 ,das ,kammgarn besteht entweder nur aus ,schafwolle oder aus ,mohair und ,alpaka oder aus ,gemischen von ,wolle und ,baumwolle1 ,wolle und ,seide4 ,letztere ,garne fhren den ,namen ,phantasiegarne4 ,die ,fabrikation der glatten ,wollzeuge 7,kammwollzeuge7 fllt so ziemlich mit der ,fabrikation der ,leinwand zusammen1 was das ,spulen und ,schweifen1 ,aufbumen und den ,webstuhl anlangt4 ,einige ,kammwollzeuge sind fertig1 so wie sie vom ,webstuhl kommen1 andere bedrfen einer ,appretur1 die sich jedoch ganz nach der ,art des ,zeuges1 dem ,geschmack der ,consumenten u4 s4 w4 richtet4 ,von der beraus grossen ,anzahl glatter ,wollzeuge sind als die hauptschlichsten die folgenden zu nennen4 ,a4 ,glatte ,stoffe4 ,der ,perkan wurde vormals nur aus ,kamelhaaren gefertigt1 jetzt stellt man ihn aus ,kammgarn dar1 wenn er durch ,mangen gewssert worden ist1 heisst er ,moor4 ,der ,orleans besteht aus gezwirnter ,baumwollgarnkette und einfachem ,kammgarneintrag4 ,der vom ,webstuhl kommende ,stoff wird gesengt1 gewaschen1 gefrbt1 geschoren und zuletzt warm gepresst4 ,der ,bombasin mit ,kette und ,schuss aus ,kammgarn1 wird behufs des ,ausrstens geschoren1 gesengt und gepresst4 ,der ,kamlot1 frher aus ,kamelgarn gefertigt1 besteht aus ,kammgarnschuss und ,kette4 ,der ,kripon ist aus stark gedrehtem ,kammgarne zur ,kette und loserem zum ,einschuss gewebt4 ,so wie er vom ,webstuhl kommt1 wird er schwarz oder grau gefrbt1 dann auf eine ,walze geschlagen und in ,wasser gekocht1 um ihn kraus zu machen4 ,das ,mhlbeuteltuch aus stark gedrehtem ,kammgarne gewebt1 wird zu ,mehlbeuteln und ,beutelmaschinen angewendet4 ,zu den glatten ,kammwollzeugen gehren ferner der ,wollstramin1 der ,wollmusselin und der ,chaly 7,wollmusselin1 jedoch mit seidener ,kette74 ,hierher gehren auch die sogenannten ,bradforder ,artikel 7gemischte ,stoffe aus ,alpaka1 ,mohair1 ,baumwolle1 ,seide1 so z4 ,b4 ein ,alpakagewebe mit ,seidenkette unter dem ,namen ,lavella74 ,b4 ,gekperte ,stoffe4 ,der ,merinos mit drei- oder vierfdigem ,kper1 ist beidrecht1 wird gesengt und geschoren und durch ,mangen oder heisses ,pressen mit ,glanz appretirt4 ,nicht glnzend appretirter und weicherer ,merino heisst ,thibet4 ,andere ,kpersorten mit #c1 #d oder #e ,schften bilden die ,sergen4 ,atlashnliche ,gewebe sind der ,kalmang 7,kalomang oder ,kalmink7 und der ,lasting 7zu ,cravatten1 ,damenschuhen1 ,mbelberzgen74 ,das ,oelpresstuch fr die ,pressscke der ,oelmhlen ist ebenfalls ein gekperter ,stoff von ,kammgarn aus besonders starker und zher ,wolle4 ,c4 ,gemusterte oder faonnirte ,stoffe treten hauptschlich als ,westen- und ,hosenstoffe1 ferner als ,schuhstramin 7,schukord71 als ,woll- oder ,mbeldamast auf4 ,auch die ,shawls und ,umschlagetcher sind hierher zu rechnen1 deren ,grundgewebe entweder gnzlich aus ,kammgarn 7bei den ,kaschmir-,ternauxshawls aus ,kaschmirwolle7 oder aus florettseidener1 in geringeren ,quantitten ,baumwollkette und ,kammgarnschuss besteht4 ,die wollenen ,shawls1 sogenannte ,plaids1 ,tartans1 ,kabyles1 liefern besonders ,england und der ,zollverein4 ,d4 ,sammetartige ,stoffe4 ,der ,wollsammet1 der ,wollplsch1 der ,velpel4 ,von dem ,sammet unterscheidet sich der ,plsch und der ,velpel nur durch die ,lnge der ,haare1 welche beim ,plsch grsser als beim ,sammet und beim ,velpel am grssten ist4 ,die sammetartigen ,wollstoffe werden als ,mbel-1 ,futter-1 ,vorhang-1 ,kragen-1 ,mtzenstoffe u4 s4 w4 angewandt4 ,sie werden mehr oder minder dicht gewebt1 mit lngerem oder krzerem ,flor versehen1 kommen geschnitten und ungeschnitten vor und erhalten die ,specialbenennungen3 ,astrakan1 ,krimmer1 ,biber1 ,castorin1 ,utrechter ,sammet u4 s4 w4 ,die ,seide und ihre ,verarbeitung4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,die ,seide unterscheidet sich dadurch wesentlich von der ,baumwolle1 dem ,flachse und ,hanfe und der ,wolle1 dass die ,natur sie bereits in ,form eines langen und feinen ,fadens liefert1 sodass bei ihrer ,verarbeitung die ,arbeit des ,spinnens1 die aus den brigen kurzhaarigen ,webmaterialien erst den ,faden bereitet1 berflssig wird4 ,an die ,stelle des ,spinnprocesses tritt das ,filiren oder ,mouliniren der ,seide1 wobei mehrere natrliche ,fden neben einander gelegt und vereinigt werden1 um einen dichteren und strkeren ,faden zu erhalten4 ,die ,seide stammt von dem ,seidenspinner oder ,maulbeerspinner 7,bombyx mori7 her1 welcher gleich den verwandten ,arten einer vierfachen ,verwandlung unterworfen ist4 ,aus dem durch die ,frhjahrswrme gereiften ,ei 7,samen1 ,grains7 bildet sich eine ,raupe1 die ,seidenraupe 7,seidenwurm71 die je nach der ,art des ,seidenspinners bei fortschreitendem ,wachsen drei- bis viermal sich hutet und sich dann zur ,verpuppung einspinnt4 ,zu dem ,ende giebt die ,raupe durch zwei schlauchfrmige ,drsen 7,spinndrsen7 ihres ,kopfes eine zhe klebrige ,flssigkeit als zwei besondere ,fden von sich1 welche im ,augenblicke des ,hervortretens zu einem flachen ,doppelfaden sich vereinigen1 der im ununterbrochenen ,zusammenhange fortlaufend den ,cocon bildet1 welcher der darin verborgenen ,puppe zum ,schutze gegen ,temperatureinflsse und ,nachstellungen dient4 ,die beiden den ,cocon bildenden ,fden sind zu einem ,doppelfaden durch eine ,art glnzenden ,kittes1 ,seifenleim oder ,sericin genannt1 verbunden1 der zu gleicher ,zeit ihre ganze ,oberflche einhllt und gegen #ce ,proc4 vom ,gewicht des ,ganzen ausmacht4 ,nach #ae-ba ,tagen ist aus der im ,cocon befindlichen ,puppe ein ,schmetterling geworden1 der1 um sich einen ,ausweg aus dem ,cocon zu verschaffen1 aus seinem ,munde einen eigenthmlichen ,saft absondert und dadurch eine ,stelle des ,cocons erweicht und diese durchbricht4 ,behufs der ,seidengewinnung wird jedoch dieser ,zeitpunkt nicht abgewartet1 sondern der ,schmetterling oder vielmehr die ,puppe noch in dem ,cocon getdtet1 mit alleiniger ,ausnahme der zur ,fortzucht bestimmten ,cocons4 ,der ,cocon ist das ,material der ,seidengewinnung1 indem der aufgewickelte ,faden sorgfltigst wieder abgewickelt wird4 ,sidenote3 ,der ,seidenbau4 ,arten des ,seidenspinners4 ,die ,hauptvariett desjenigen ,schmetterlinges1 der die ,seide producirt1 ist1 wie oben erwhnt1 ,bombyx mori1 dessen ,nahrung die ,bltter des weissen ,maulbeerbaumes 7,morus alba7 sind4 ,ausser dem ,maulbeerspinner giebt es aber noch verschiedene ,seidenraupenarten1 von denen einige ,beachtung verdienen1 nmlich3 a7 ,bombyx ,cynthia1 den die ,eingebornen des inneren nordstlichen ,theiles von ,bengalen und die ,japanesen in grosser ,menge ziehen4 ,er wird von den ,hindus ,arrindy arria und von den ,japanesen ,yama-ma genannt4 ,die ,raupe 7,fagararaupe7 desselben lebt auf der ,ricinusstaude 7,ricinus communis7 und die ,seide1 welche der ,cocon liefert1 ist1 obgleich nicht so schn wie die des ,morusspinners1 doch eine sehr ntzliche1 weil sie eine sehr dauerhafte ist4 ,die ,ricinusraupe ist weniger empfindlich als die ,maulbeerraupe und lsst sich nicht blos mit ,ricinusblttern1 sondern auch mit der ,weberkarde 7,dipsacus fullonum71 der wilden ,cichorie 7,cichorium ,intybus7 und den ,blttern des ,aylanthus glandulosa ernhren4 ,versuche1 die ,ricinusraupe in ,deutschland und ,frankreich einheimisch zu machen1 haben nicht ungnstige ,resultate ergeben4 b7 ,bombyx ,pernyi ist in ,china und der ,mongolei einheimisch und nhrt sich von ,eichenblttern4 ,es ist vor einigen ,jahren in ,frankreich gelungen1 einige ,raupen dieser ,race mit europischen ,eichenarten zum ,einspinnen zu bringen4 c7 ,bombyx mylitta1 die ,tussahraupe1 ist in allen ,theilen ,bengalens bis in die ,berge des ,himalaya1 wo das ,klima rauher ist als in den ,ebenen von ,hindostan1 einheimisch4 ,die ,seide dieser ,raupe bildet einen betrchtlichen ,handelsartikel in ,bengalen4 ,sie nhrt sich von der ,eiche und den ,blttern anderer bei uns vorkommender ,bume4 ,diese ,raupen huten sich fnfmal und liefern sehr grosse ,cocons4 ,der ,faden des ,cocons ist #f-gmal strker als der des gewhnlichen ,seidenwurmes4 ,leider kann die ,tussahraupe nicht knstlich und in der ,gefangenschaft aufgezogen werden4 ,ausserdem sind noch die nordamerikanischen ,varietten d7 ,bombyx polyphemus 7auf ,eichen und ,pappeln71 c7 ,b4 cecropia 7auf ,ulmen1 ,weissdorn und wilden ,maulbeerbumen71 f7 ,b4 platensis 7auf einer ,mimosenart1 ,mimosa platensis7 und g7 ,b4 leuca erwhnenswerth4 ,hinsichtlich der ,zucht der ,seidenraupe 7,seidenbau7 sind nachstehende ,punkte zu errtern3 #a7 ,der ,anbau der ,maulbeerbume1 worunter nach den bisherigen ,erfahrungen der weisse mit weissen1 gelben oder rthlichen ,frchten das geeignete ,futter fr die ,seidenraupen abgiebt1 die ,behandlung der ,bume in der ,samenschule1 das ,versetzen zu ,spalieren oder ins ,freie1 die ,pflege der ,bume u4 s4 w4 ist ,gegenstand der ,landwirthschaft4 #b7 ,die ,erzeugung der ,eier oder ,grains geschieht auf folgende ,weise3 ,unter den frischen ,cocons sucht man diejenigen aus1 die am grssten und fettesten sind und einen feinen ,faden haben4 ,die ,cocons der weiblichen ,schmetterlinge sind gewhnlich oval1 jene des mnnlichen ,geschlechts an beiden ,enden etwas zugespitzt und in der ,mitte ringfrmig eingedrckt4 ,wenngleich die weiblichen und die mnnlichen ,cocons nicht mit ,gewissheit unterschieden werden knnen1 so muss man bei der ,auswahl der ,cocons doch obige ,kennzeichen bercksichtigen1 um so viel als mglich eine gleiche ,anzahl von ,schmetterlingen beider ,geschlechter erwarten zu knnen4 #ajj-abj ,paare gut ausgebildeter ,cocons liefern gegen #cj ,grm4 ,eier oder etwa #ej1jjj ,stck1 von welchen gewhnlich aber nur hchstens #gj-ge ,proc4 ,raupen auskriechen4 ,die ,cocons werden auf mit ,leinwand bedeckten ,tischen sich selbst berlassen4 ,nach etwa #ab ,tagen kommen die ,schmetterlinge zum ,vorschein und begatten sich4 ,die ,weibchen legen dann nach etwa #dj ,stunden #c-djj ,eier4 #c7 ,das ,ausbrten der ,eier4 ,in den ,seidenzchtereien berspannt man hlzerne ,reifen oder ,rahmen mit grober und dnner ,leinwand1 streut die ,samen recht dnn und gleichmssig ber die ,leinwand aus und bringt die ,reifen oder ,hrden in das ,brutzimmer4 ,dabei bedeckt man die ,eier mit einem ,blatt ,papier1 welches mit vielen kleinen ,lchern durchstochen ist1 und legt darauf klein geschnittene ,maulbeerbltter4 ,in ,frankreich findet die ,benutzung der ,couveusen -- ,oefen zum ,ausbrten der ,grains -- mehr und mehr ,anwendung1 weil man durch dieselben das regelmssige ,auskriechen der ,raupen mehr und mehr sichert2 namentlich ist die ,beschaffung einer feuchten ,wrme bis #cj ,c41 welche fr die ersten ,altersstufen der ,raupen so gedeihlich ist1 durch die ,couveusen besser erreichbar4 ,vom #h4 oder #aj4 ,tage an beginnen die ,raupen aus den weisslich gewordenen ,eiern auszukriechen und begeben sich1 ihrer ,neigung zum ,lichte und zur ,nahrung folgend1 durch die ,lcher des ,papieres nach den ,maulbeerblttern1 mit welchen man sie abheben und in die ,ftterungsrume bringen kann4 #d7 ,die ,aufziehung der ,raupen geschieht in den ,rauperien oder ,magnanerien4 ,zur ,unterbringung der ,raupen befinden sich in der ,magnanerie gerumige ,gestelle1 die in horizontale ,fcher getheilt sind4 ,letztere werden aus ,rohr- oder ,weidengeflecht oder mit ,netzen bespannten hlzernen ,rahmen gebildet1 ber welche man ,papierbogen ausbreitet4 ,man bringt die ,raupen auf dieses ,papier und giebt ihnen die nthigen ,maulbeerbltter1 in der ersten ,zeit im zerschnittenen ,zustande4 ,die ,seidenraupe zeichnet sich durch erstaunlichen ,appetit und durch schnelles ,wachsthum aus2 ihr ,leben1 von dem ,ausschlpfen aus dem ,ei bis zum ,einspinnen gerechnet1 theilt sich durch das ,wechseln der ,haut1 welches viermal erfolgt1 naturgemss in fnf ,lebensalter1 die an ,dauer einander ziemlich gleich sind4 ,vom #cj4-cb4 ,tage an beginnt das ,einspinnen4 ,nach der ersten und zweiten ,hutung erhalten sie allmlig immer mehr ,futter1 da die ,raupen1 nachdem sie sich von der ,anstrengung erholt haben1 eine steigende ,esslust zeigen4 #e7 ,das ,einspinnen der ,raupen4 ,wenn nach der vierten ,hutung die ,zeit des ,einspinnens herannaht1 so bereitet man den ,raupen aus ,birkenreisern ,betten 7,spinnhtten74 ,man bringt die spinnreifen ,raupen auf ,tellern in die ,spinnhtten1 vertheilt sie mit den ,hnden zwischen die ,reiser1 wo sie sich selbst den bequemsten ,ort zum ,einspinnen aufsuchen4 ,sobald die ,raupe einen zur ,coconbildung passenden ,ort erwhlt und daselbst ihre ersten ,fden 7die spter vorsichtig abgezupft und fr sich gesammelt werden und die ,flockseide1 eine ,sorte1 aus der zum ,theil die ,florettseide besteht1 bildet7 befestigt hat1 so entledigt sie sich noch einer festen1 weissen oder grnen ,substanz1 die nach ,pligot eine grosse ,menge ,harnsure enthlt2 einige ,zeit nachher sondert sie eine farblose1 wasserhelle1 stark alkalische ,flssigkeit ab1 die eine ,lsung von #a1e ,proc4 kohlensaurem ,kali ist4 ,letztere rthselhafte ,ausleerung betrgt #ae-bj ,proc4 des ,gewichtes der ,raupe4 ,in #d bis #e ,tagen ist die ,bildung des ,cocons beendigt1 doch werden dieselben von den ,reisern erst bis zum #g4 oder #h4 ,tage abgenommen1 um sicher zu sein1 dass smmtliche ,raupen mit der ,operation des ,coconspinnens zu ,ende sind4 ,was die chemische ,beschaffenheit des ,seidenfadens betrifft1 so hat man zu unterscheiden zwischen der eigentlichen ,faser und der dieselbe umhllenden ,substanz4 ,die eigentliche ,faser besteht zur ,hlfte etwa aus ,fibron1 welches nach neueren ,untersuchungen von ,stdeler in nchster ,beziehung zur ,hornsubstanz und zum ,schleime steht und die chemischen ,eigenschaften dieser ,krper besitzt4 ,die ,zusammensetzung des ,seidenfibrons wird durch die ,formel ,c#ae;,h#bc,n#e,o#f ausgedrckt4 ,der gummiartige ,ueberzug1 nach ,stdeler und ,cramer ,seidenleim oder ,sericin genannt1 lst sich zum ,theil in ,wasser1 leicht in ,seifenwasser oder anderen alkalischen ,flssigkeiten4 ,das ,sericin hat die ,formel ,c#ae;,h#be,n#e,o#h4 ,p4 ,bolley's ,untersuchungen haben gezeigt1 dass in den ,spinndrsen der ,seidenraupe nur ein ,stoff1 nmlich weiches ,fibron1 zu finden ist1 welches1 in ,form zweier ,fden austretend1 erst durch den ,einfluss der ,luft1 oberflchlich1 unter ,aufnahme von ,sauerstoff und ,wasserstoff zu ,sericin 7,seidenleim7 oxydirt wird4 ,die ,rohseide hinterlsst nach dem ,verbrennen geringe ,mengen ,asche1 ,guinon fand in bei #ajj getrockneter piemontesischer ,rohseide #j1fd ,proc4 ,asche1 die #j1ebf ,kalk und #j1aah ,proc4 ,thonerde und ,eisenoxyd enthielt4 ,mulder fand in #ajj ,th4 ,rohseide3 weisse aus gelbe aus der ,levante ,neapel 7,almasinseide7 ,fibron #ec1d #ed1j leimgebende ,substanz #bj1g #ai1a ,wachs1 ,harz und ,fett #a1e #a1d ,farbstoff #j1je -- ,albumin #bd1d #be1e #f7 ,das ,tdten der ,puppen in den ,cocons4 ,die ,puppe bleibt in dem ,cocon #ae-bj ,tage und bildet sich zu einem ,schmetterlinge aus1 der endlich den ,cocon durchbricht und ausschlpft4 ,die nicht zur ,fortpflanzung bestimmten ,cocons darf man begreiflicherweise nicht bis zur ,entwickelung des ,schmetterlings sich selbst berlassen1 weil durch das ,herausbrechen des ,schmetterlings der ,zusammenhang des ,seidenfadens zerstrt werden wrde und durchbissene ,cocons nur einen geringen ,werth haben4 ,man muss demnach die in den ,cocons befindliche ,puppe tdten1 was entweder mittelst ,ofenwrme oder heisser ,wasserdmpfe geschieht4 ,sidenote3 ,zubereitung der ,seide4 ,die ,zubereitung der ,seide1 d4 h4 die ,ueberfhrung der ,cocons in ,fden1 die sich als ,nhseide1 als ,webmaterial u4 s4 w4 eignen1 zerfllt in #f ,operationen1 nmlich in #a7 ,das ,sortiren der ,cocons geht dem ,abwickeln des ,seidenfadens von dem ,cocon voraus4 ,es muss mit grosser ,sorgfalt geschehen1 weil nur gleichartige ,sorten zusammen mit ,vortheil verarbeitet werden knnen und soll bezwecken ,greek3 a7 nicht nur eine ,trennung der weissen ,cocons von den gelben1 sondern auch ,greek3 b7 eine ,ausscheidung aller schad- und fehlerhaften ,cocons1 die sich zum ,abhaspeln nicht eignen und nur noch zur ,florettseide verwendbar sind4 ,zu letzteren sind zu rechnen schimmlig gewordene1 durch ,insekten angefressene1 durchbissene 7durch ,ausschlpfen der ,schmetterlinge71 durch ,faulen der ,puppen1 fleckig gewordene ,cocons u4 s4 w4 ,durch das ,sortiren will man ,greek3 g7 die tadellosen ,cocons nochmals trennen in mehrere ,sorten1 wobei die ,feinheit des ,fadens1 deren ,schnheit und ,grad der ,ablsbarkeit zu bercksichtigen ist1 damit man beim ,abwickeln mglichst gleichartige ,seide gewinne4 #b7 ,das ,haspeln oder ,spinnen der ,seide ist die erste jener ,arbeiten1 welche die ,gewinnung des ,seidenfadens von dem getdteten und sortirten ,cocon zum ,zwecke haben4 ,sie besteht darin1 dass der ,faden1 welcher von der ,raupe whrend des ,einspinnens zu einem ,knuel aufgewickelt wurde1 von dem ,cocon abgewickelt und auf einem ,haspel aufgewunden wird1 so dass er die ,gestalt eines ,strhnes annimmt4 ,bei dieser ,arbeit nimmt man1 da der einzelne ,seidenfaden viel zu fein und zart ist1 in der ,regel #c-aj1 bei grberen ,seidensorten bis zu #bj zusammen1 die durch das ,haspeln zu einem ,faden vereinigt werden4 ,dieses ,abhaspeln oder ,abwickeln wrde nun eine hchst einfache ,arbeit sein1 sobald man das ,ende des ,fadens aufgefunden hat1 wenn die ,windungen der ,coconfden nicht mit einer klebenden ,substanz an- und aufeinander geleimt wren1 wenn ferner nicht die innerste und dichte ,lage des ,cocons das ,abwickeln berhaupt desselben verbte4 ,der brige ,faden lsst sich abwinden1 sobald der leimartige ,ueberzug durch heisses ,wasser erweicht worden ist4 ,von den von dem ,cocon abgehaspelten ,doppelfden werden1 wie erwhnt1 mehrere zu einem zusammengesetzten ,faden verbunden4 ,die erweichte leimhnliche ,substanz bewirkt dann auch bei ihrem nachherigen ,wiederaustrocknen das ,zusammenkleben der zu einem ,faden vereinigten ,coconfdchen1 welche nur durch diesen ,leim und keineswegs durch ,zusammendrehen mit einander verbunden sind4 ,die ,lnge des von normal ausgebildeten ,cocons abzuhaspelnden ,seidenfadens betrgt #bej bis #ijj ,meter4 ,um lange ,strhne zu bilden1 ist daher ein hufiges ,anstckeln1 eine ,ersetzung der abgelaufenen ,cocons durch neue erforderlich1 wobei man jedoch nicht ausser ,acht lsst1 dass an einem ,cocon der ,faden nicht berall gleich stark1 sondern nach aussen zu strker ist1 weshalb die ,anzahl der zusammen abzuhaspelnden ,cocons nicht constant zu bleiben hat4 ,sobald der innere ,theil einiger ,cocons zur ,abhaspelung kommt1 hat die ,hasplerin den ,faden durch ,hinzufgung eines ,cocons zu verstrken4 ,ein ,cocon giebt #j1af-j1bj1 hchstens #j1be ,grm4 ,rohseide4 ,dem ,gewichte nach rechnet man im ,durchschnitt auf #a ,kilogr4 ,rohseide #aj ,kilogr4 frisch getdteter oder #g-h1 ja selbst #ab ,kilogr4 trockener ,cocons4 ,die gehaspelte ,seide heisst ,rohseide1 ,ratzenseide1 ,grezseide4 ,man verlangt von ihr1 dass sie als ein runder1 glatter 7d4 h4 von ,knoten und ,flocken befreiter71 reiner und glnzender1 fester und starker ,faden von gleicher ,dicke erscheine1 ferner1 dass die ,fden im ,strhne nirgends aneinander geklebt seien4 ,derjenige ,theil des ,seidenwurmgespinnstes1 welcher sich nicht abhaspeln lsst1 wird auf ,florettseide verarbeitet4 ,die ,arbeit besteht im ,reinigen1 ,auflockern1 ,krempeln oder ,kmmen und ,spinnen und stellt sich deshalb auf gleiche ,stufe mit der ,woll- und ,baumwollspinnerei4 ,die versponnene ,wolle ist daher ein wirkliches ,seidengarn4 #c7 ,das ,mouliniren oder ,zwirnen der ,seide4 ,der einfache ,rohseidenfaden ist fr die meisten ,anwendungen der ,seide1 mgen sich dieselben auf ,sticken oder ,stricken1 auf ,weberei oder ,strumpfwirkerei beziehen1 erst dann anwendbar1 wenn mehrere solcher ,fden durch ,zusammendrehen zu einem vereinigt worden sind4 ,dort1 wo man einfache ,seidenfden benutzt1 giebt man denselben vorher durch ,drehung ,zusammenhang1 ,dichte und ,rundung4 ,unter ,zwirnung versteht man die ,vereinigung zweier oder mehrerer ,fden durch ,drehung1 unter ,drehung dagegen die gleiche ,behandlung des ,rohseidenfadens4 ,die ,hauptarten der gezwirnten ,seide sind folgende3 #a7 ,organsinseide1 die zur ,kette der ,seidenzeuge dient1 ist aus der besten ,sorte ,rohseide dargestellt4 ,man haspelt hierzu den ,rohseidenfaden von #c bis zu #h ,cocons1 giebt demselben vor dem ,mouliniren eine starke ,drehung rechts 7in dem ,sinne wie bei ,schrauben7 und moulinirt dann zwei solcher gedrehter ,rohseidenfden zusammen4 #b7 ,tramaseide1 zum ,einschusse und zur ,verfertigung von ,seidenschnren dienend1 wird aus geringeren ,cocons gefertigt4 ,man haspelt gewhnlich #c-ab ,cocons4 ,unter einfdiger ,trama versteht man einen einfachen1 fr sich gedrehten ,rohseidenfaden2 die zweifdige ,trama besteht aus zwei nicht gedrehten ,rohseidenfden1 die links1 aber weniger scharf gezwirnt sind als ,organsin2 die dreifdige aus drei u4 s4 w4 ,tramaseide ist weicher und flacher als die ,organsinseide und fllt daher in den ,seidenzeugen besser als runde ,fden4 #c7 ,maraboutseide1 die sich durch dralle ,zwirnung1 ,steifigkeit und peitschenschnurhnliche ,hrte auszeichnet1 wird aus drei ,fden der weissesten ,rohseide nach ,tramaart moulinirt1 dann1 ohne die ,seide zu entschlen1 gefrbt und nach dem ,frben nochmals gezwirnt4 #d7 ,poilseide ist ein einfacher ,rohseidenfaden1 der aus mehreren gedrehten ,coconfden besteht2 sie dient als ,unterlage fr ,gold- und ,silberfden1 ,tressen u4 dergl4 #e7 ,nhseide oder ,cousir wird aus ,rohseidenfden von #c-bb ,cocons auf verschiedene ,weise gedreht2 die ,strick- oder ,hkelseide ist ebenfalls der ,nhseide hnlich1 aber strker4 #d7 ,das ,titriren und ,conditioniren der ,seide4 ,den ,feinheitsgrad 7titre7 der ,rohseide1 sowie der gezwirnten ,seide drckt man dadurch vergleichbar aus1 dass man angiebt1 wie viel ,mal eine gewisse ,fadenlnge in einer gewissen ,gewichtseinheit enthalten ist4 ,die zu ,grunde gelegte ,fadenlnge ist gleich #djj ,ellen oder #dge ,meter4 ,spricht man von einer ,seide von #aj ,grains1 so heisst dies1 dass dieses ,gewicht eine ,fadenlnge von #dge ,meter hat2 eine ,seide von #bj ,grains hat die nmliche ,lnge von #dge ,meter1 aber das doppelte ,gewicht1 sie ist daher nur halb so fein als die erstgenannte ,seide4 ,die ,seide1 die rohe wie die gezwirnte1 enthlt stets grssere ,mengen von hygroskopischem ,wasser1 dessen ,quantum blos nach der ussern ,beschaffenheit der ,seide nicht abgeschtzt werden kann4 ,der gewhnliche ,wassergehalt der kuflichen ,seide betrgt im ,durchschnitt #aj-ah ,proc4 ,unter ,umstnden kann die ,seide sogar bis ber #cj ,proc4 ,wasser aufnehmen1 ohne eigentlich feucht zu erscheinen4 ,bei einer ,waare von so hohem ,preise wie die ,seide ist das hygroskopische ,verhalten der ,seide in mercantiler ,hinsicht von hohem ,belang1 da es ,veranlassung zu absichtlicher und unfreiwilliger ,tuschung und zu ,collisionen giebt und begreiflicherweise einen nachtheiligen ,einfluss auf den ,seidenhandel ausbt1 insofern man darber im ,unklaren bleibt1 wie viel wirkliche ,seidensubstanz in einem gegebenen ,gewichte ,seide enthalten ist4 ,um den genannten ,uebelstand zu beseitigen1 wird die ,seide conditionirt1 d4 h4 es wird jeder zu verkaufenden ,seide der ,wassergehalt durch ,untersuchung einer ,probe dieser ,seide von der ,behrde bestimmt4 ,die ,anstalten1 in denen das ,conditioniren vorgenommen wird1 heissen ,seidenconditions- oder ,trocknungsanstalten4 #e7 ,das ,entschlen der ,seide4 ,der ,rohseidenfaden1 wie er in dem ,cocon vorkommt1 ist mit einem eigenthmlichen ,ueberzuge1 dem durch ,vernderung des ,fibrons an der ,luft entstandenen ,sericin oder ,seidenleim1 der die ,ursache der verschiedenen ,farbe ist und der ,seide eine gewisse ,hrte1 ,rauhigkeit und ,steifheit ertheilt1 versehen4 ,zu gewissen ,zwecken1 so zu ,mhlbeuteltuch1 zu ,gaze1 zu ,krepp etc4 ist diese ,beschaffenheit erwnscht1 in den meisten anderen ,fllen ist es aber nthig1 die ,seide von diesem ,ueberzuge zu befreien1 was durch das ,entschlen der ,seide geschieht4 ,die ,seide heisst dann entschlte oder gekochte ,seide und besitzt dann nicht nur die erforderliche ,weichheit1 den eigentlichen ,seidenglanz1 sondern auch die ,fhigkeit1 die ,farbstoffe beim ,frben vollkommen anzunehmen4 ,das ,entschlen der ,seide zerfllt in drei ,operationen1 nmlich in #a7 das ,degummiren1 #b7 das ,kochen1 #c7 das ,schnen4 ,das ,degummiren geschieht auf folgende ,weise3 ,man lst ,baumlseife in warmem ,wasser1 erwrmt die ,lsung bis auf #he ,c41 hngt dann die ,seide mit ,hlfe eines ,stockes in ihren ,strhnen in das ,seifenbad ein und dreht die ,strhne so oft auf dem ,punkte herum1 bis die ,seide berall von ihrem firnissartigen ,ueberzuge hinreichend befreit ist4 ,die so gereinigte ,seide wird hierauf aus dem ,seifenbade genommen1 ausgerungen1 in ,wasser gesplt und getrocknet4 ,durch das ,degummiren verliert die ,seide1 theils nach der ,menge des ,firnissberzuges1 theils nach der ,quantitt der verwendeten ,seife1 #ab-be ,proc4 an ,gewicht4 ,im degummirten ,zustande ist die ,seide geeignet1 mit dunklen ,farben gefrbt zu werden1 fr helle ,farben muss sie dagegen dem ,kochen unterworfen werden4 ,zu dem ,ende giebt man die degummirte ,seide in ,scke aus grober ,leinwand1 sodass in jeden ,sack #ab-af ,kilogr4 ,seide kommen1 und bringt die ,scke in ein hnliches ,seifenbad4 ,in diesem ,bade wird die ,seide anderthalb ,stunden lang gelassen2 hierauf wird dieselbe herausgenommen1 ausgerungen und gesplt4 ,die letzte ,arbeit des ,entschlens1 das ,schnen1 hat den ,zweck1 der ,seide eine schwache ,frbung und dadurch ein angenehmeres ,ansehen zu geben4 ,man unterscheidet verschiedene ,nancen von ,weiss1 nmlich chinesisches ,weiss1 ,azurweiss1 ,perlweiss etc4 ,ersteres 7mit rthlichem ,schimmer7 erhlt man1 indem man die ,seide durch laues ,seifenwasser mit einer geringen ,beimengung von ,orlean zieht4 ,die blulichen ,nancen ertheilt man der ,seide durch ,indig 7,lsung von geschlmmtem ,indig74 ,das vollkommene ,bleichen der entschlten ,seide geschieht durch die ,einwirkung der schwefligen ,sure1 entweder dadurch1 dass man die ,seidenstrhne in dem ,schwefelkasten durch ,verbrennen von ,schwefel schwefelt1 oder dass man sie mit einer wsserigen ,lsung von schwefliger ,sure behandelt4 ,da einestheils die ,seide durch das ,entschlen zu viel an ,gewicht1 berhaupt an ,krper verliert1 anderntheils aber die rohe ,seide nur selten gefrbt werden kann1 so hat sich nach und nach in der ,praxis eine ,mittelstufe zwischen der abgekochten und der rohen ,seide gebildet1 der sogenannte ,souple4 ,er wird erhalten durch ,behandeln der ,strhne mit einem siedenden ,wasserbade mit sehr wenig ,seife 7auf #be ,kilogr4 ,seide #a ,kilogr4 ,seife71 oder mit einer ,lsung von mit ,schwefelsure versetztem ,bittersalz oder ,glaubersalz4 ,der ,gewichtsverlust der ,seide betrgt hierbei #d-h bis #aj ,proc4 ,um die ,rohseide zu bleichen1 ohne ihr die natrliche ,steifheit zu entziehen1 digerirt man die ,strhne bei einer ,temperatur von #bj-cj mit einem ,gemenge von ,salzsure und ,alkohol4 ,die ,flssigkeit nimmt hierbei eine grne ,farbe an und in dem ,verhltnisse1 wie die ,intensitt der ,farbe zunimmt1 wird die ,seide weiss4 ,sie wird hierauf ausgerungen1 in ,wasser gesplt und abgetrocknet4 ,der ,gewichtsverlust betrgt demnach #b1ia ,proc4 ,nach der ,neutralisation der zurckbleibenden ,flssigkeit mit ,kreide kann man durch ,destillation den grssten ,theil des ,alkohols wieder gewinnen4 ,sidenote3 ,die ,seidenweberei4 ,die ,fabrikation der ,seidenzeuge stimmt im ,wesentlichen mit jener der ,gewebe aus ,baumwollgarn1 ,leinengarn1 ,kammwollgarn berein4 ,wie ,seite #ehi angefhrt1 dient fast durchgngig ,organsinseide als ,kette1 ,trama als ,schuss4 ,die gemischten ,stoffe haben ,baumwollgarn1 oder ,garn aus ,kammwolle1 ,alpaka und ,mohair zum ,einschuss1 whrend die ,kette ,seide ist4 ,hufig ist die ,kette oder der ,schuss1 oder auch beide1 ein mehrfacher1 aber nicht gezwirnter ,faden1 dadurch erreicht man eine grssere ,dicke und ,dichte des ,gewebes1 ohne dass dasselbe ein grobes ,aussehen erhlt4 ,einer eigenthmlichen ,ausrstung bedrfen die ,seidenzeuge nicht1 so wie sie vom ,webstuhle kommen1 sind sie fertige ,waare1 sie werden blos zusammengelegt und in einer ,presse glatt gepresst4 ,die leichteren ,sorten von ,atlas und ,taffet werden jedoch gummirt und cylindrirt2 zu diesem ,behufe wird das in einem grossen ,rahmen horizontal ausgespannte ,gewebe auf der unteren ,seite mit einer dnnen ,tragantlsung mit ,hlfe eines ,schwammes berstrichen1 schnell getrocknet und dann durch eine ,kalander gelassen1 deren eiserne ,walze durch einen glhend eingelegten eisernen ,bolzen geheizt ist4 ,schwere ,seidenstoffe erhalten oft durch ,druck auf die theilweise befeuchtete ,flche einen wellenartigen ,schimmer 7,moirirung71 sammetartige ,seidenzeuge erhalten zuweilen vertiefte oder erhabene ,zeichnungen durch ,pressen mit gravirten ,metallflchen 7,gaufriren74 ,die seidenen ,zeuge zerfallen #a7 in glatte1 #b7 gekperte1 #c7 gemusterte ,stoffe1 #d7 ,gaze oder ,flore1 #e7 ,sammet4 a7 ,zu den glatten seidenen ,geweben gehren #a7 der ,taffet1 worunter man die leichteren1 aus entschlter ,seide gewebten glatten ,zeuge versteht1 bei welchem die ,kette ,organsin und einfdig1 der ,einschlag ,trama und zwei- bis dreifdig ist2 #b7 ,gros 7,gros de ,tours1 ,gros de ,naples71 ein dichter taffetartiger ,stoff1 der aus besonders starken ,fden in ,kette und ,schuss gewebt ist und deshalb wie mit einer ,art regelmssigen ,kornes bedeckt oder1 wenn dicke mit dnnen ,fden wechseln1 gerippt erscheint4 b7 ,zu den gekperten ,geweben gehren3 #a7 die verschiedenen ,sergen 7,crois1 ,levantin1 ,drap de soie1 ,bombasin71 von welchen die von der ,kette den grsseren ,theil zeigende ,seite die rechte ist2 #b7 der ,atlas oder ,satin in seinen ,varietten3 einfacher1 doppelter1 halber und ,sergenatlas4 c7 ,zur gemusterten ,arbeit gehren alle figurirte1 gewrfelte und geblmte ,seidengewebe 7,droguet1 ,chagrin1 ,satinet1 ,reps1 ,seidendamast1 ,brillantstoff1 ,pequin74 d7 ,zu den sammetartigen ,geweben gehren #a7 der chte ,sammet 7geschnitten oder ungeschnitten71 #b7 der ,plsch4 e7 ,zu den ,seidengazen oder ,flren rechnet man #a7 den ,marle1 #b7 den ,seidenstramin1 #c7 den ,krepp oder ,flor1 #d7 die ,beutelgaze und #e7 den ,barge 7leichter durchsichtiger ,seidenstoff74 ,endlich sind hier auch die gemischten ,gewebe anzufhren1 deren ,bedeutung von ,jahr zu ,jahr zunimmt4 ,die ,verbindung oder ,mischung verschiedener ,webmaterialien hat einerseits zum ,zweck1 ein unedleres oder billigeres ,material mit einem edleren oder theureren in einer ,weise zu verbinden1 dass das erstere mglichst weniger sichtbar erscheint1 und hierdurch der ,stoff einem solchen1 welcher ganz aus dem besseren ,material dargestellt ist1 tuschend hnlich wird4 ,dieser ,zweck ist in dem ,streben begrndet1 ,fabrikate von werthvollerem ,aeusseren zu mglichst billigem ,preise zu liefern4 ,andererseits dient auch die ,verbindung verschiedenartiger ,webmaterialien dazu1 eine grosse ,mannigfaltigkeit in den ,geweben herzustellen4 ,der verschiedene ,reflex der einzelnen ,farben auf ,seide1 ,wolle1 ,alpaka1 ,mohair1 ,baumwolle und ,leinen1 je nach der ,beschaffenheit des ,gespinnstes und des ,materiales1 das eigenthmliche ,verhalten der aus den genannten ,materialien hergestellten ,fden hinsichtlich der ,feinheit1 ,haltbarkeit1 ,elasticitt1 ,angriff u4 s4 w4 sind ,eigenschaften1 welche grosse ,abwechslung und ,modificationen in der ,herstellung der ,gewebe erlaubt4 ,sidenote3 ,unterscheidung der ,seide von der ,wolle und den vegetabilischen ,gespinnstfasern4 ,durch das gegenwrtig sehr gebruchliche ,verspinnen und ,verweben von ,seide und ,wolle1 ,seide und ,baumwolle1 ist ein einfaches ,mittel1 ,seide von den brigen ,webmaterialien zu unterscheiden1 ,bedrfniss geworden4 ,ebenso wie bei der ,prfung der ,leinen- und ,baumwollfaser grnden sich auch hier die ,prfungsmethoden auf ,verschiedenheiten im chemischen ,verhalten oder auf unter dem ,mikroskope wahrnehmbare ,verschiedenheiten in der ,gestalt4 ,was zunchst die ,unterscheidung der thierischen ,fasern 7,seide1 ,wolle1 ,alpaka7 von den pflanzlichen 7,flachs1 ,hanf1 ,baumwolle7 betrifft1 so ist das ,kochen mit ,kalilsung entscheidend1 ,seide und ,wolle lsen sich auf1 der ,zellstoff der ,pflanzenfasern lst sich nicht auf4 ,fden von ,seide und ,wolle einer ,lichtflamme genhert1 entznden sich und verbreiten den bekannten ,geruch nach verbrennenden ,federn1 brennen aber nur so lange fort1 als man sie in der ,flamme lsst4 ,zieht man sie zurck1 so verlschen sie sogleich und an dem angebrannten ,ende bleibt eine schwarze kohlige ,masse sitzen1 welche dichter ist als der ,faden selbst2 ,fden von ,leinen und ,baumwolle brennen fort1 bilden keine kohlige voluminse ,masse und entwickeln nicht den widrigen ,geruch4 ,salpetersure von #a1b-a1c spec4 ,gew4 frbt ,wolle und ,seide gelb1 ,baumwolle und ,leinen nicht4 ,salpetersaures ,quecksilberoxyduloxyd bewirkt mit den thierischen ,webmaterialien eine intensive rothe ,frbung1 die auf ,zusatz von ,schwefelalkalimetall in eine schwarze bergeht2 ,leinen und ,baumwolle erleiden hierdurch keine ,vernderung4 ,eine wsserige ,lsung von ,pikrinsure frbt ,seide und ,wolle intensiv gelb1 die vegetabilischen ,fasern dagegen nicht4 ,die farblose ,flssigkeit1 die man 7nach ,liebermann7 beim ,kochen von ,fuchsinlsung mit ,alkalilauge erhlt1 lsst ein in dieselbe getauchtes ,gewebe von ,wolle und ,baumwolle farblos2 wirft man hierauf die ,probe in kaltes ,wasser und splt gut aus1 so tritt intensive ,rothfrbung der ,wolle ein1 ohne dass die ,baumwolle die mindeste ,frbung annimmt4 ,zuweilen wendet man zur ,ermittelung von ,baumwolle oder ,wolle in ,seidenzeugen das ,kupferoxyd-,ammoniak in ,verbindung mit berschssigem ,ammoniak an1 wodurch ,baumwolle und ,seide1 letztere zuerst1 gelst werden1 whrend ,wolle ungelst zurckbleibt4 ,wenn ,wolle und ,florettseide zusammengekrempelt und in dem nmlichen ,faden gemischt vorkommen1 so kann man durch successives ,behandeln mit gewhnlicher ,salpetersure und ,ammoniak die ,seide auflsen1 whrend die ,wolle nicht zerstrt wird2 man kann auf diesem ,wege selbst eine annhernd genaue quantitative ,prfung beider ,materialien ausfhren4 ,auch ,bleioxyd-,natron 7,natriumplumbat7 in wsseriger ,lsung kann zum ,unterscheiden von ,woll- und ,seidenfden dienen2 erstere werden darin schwarz 7da in ,folge des ,schwefelgehaltes der ,wolle schwarzes ,schwefelblei sich bildet71 whrend die ,seidenfden ihre ,farbe nicht verndern4 ,das beste ,reagens1 um ,seide und ,wolle zu unterscheiden1 ist unstreitig ,nitroprussidnatrium1 welches in einer ,lsung von ,wolle oder ,haar in ,kalilauge eine violette ,frbung bewirkt1 dagegen eine ,lsung von reiner ,seide in ,kalilauge unverndert lsst4 ,unter dem ,mikroskope sind ,baumwolle1 ,wolle und ,seide mit ,leichtigkeit von einander zu unterscheiden4 ,als ,kennzeichen der ,baumwolle 7vergl4 ,s4 #djg7 dient deren platte1 bandfrmige ,beschaffenheit1 die lange ,zelle1 unter ,wasser gesehen1 ist in der ,regel pfropfenzieherartig um sich selbst gewunden2 das sicherste ,kennzeichen der ,wolle sind seine dachziegelfrmig angeordneten ,oberhautschuppen1 die schon bei #cj;facher ,vergrsserung als dicht neben einander liegende unregelmssige ,querlinien sichtbar sind4 ,whrend also die ,baumwollfaser nur aus einer ,zelle besteht1 das ,wollhaar aber1 wie die ,haare 7,alpaka und ,mohair7 berhaupt1 aus zahlreichen neben und ber einander liegenden ,zellen gebildet wird1 ist der ,seidenfaden1 gleich dem ,coconfaden der ,raupen und der ,spinnen1 ein erhrtetes ,secret4 ,der ,seidenfaden 7,fig4 #bec7 ist glatt1 walzenfrmig1 structurlos1 ohne eigentliches ,ende und ohne ,innenhhle2 die ,breite des ,fadens ist in der ,regel berall dieselbe4 ,die ,oberflche ist glnzend und nur in seltenen ,fllen nimmt man kleine ,unebenheiten und ,eindrcke wahr4 ,illustration3 ,fig4 #bec4 ,illustration3 ,fig4 #bed4 ,illustration3 ,fig4 #bee4 ,will man einen verwebten ,seidenfaden auf seine ,aechtheit prfen1 so zerfasert man denselben unter ,wasser auf der ,glastafel1 bedeckt ihn mit einem ,deckglase und betrachtet denselben bei #abj-bjj;facher ,vergrsserung4 ,die runde glnzende1 verhltnissmssig schmale ,seide ohne ,innenhhle 7,fig4 #bed ,s7 unterscheidet sich sofort von dem ungleich breiteren und beschuppteren ,wollhaar 7,fig4 #bed und #bee ,w7 und von der platten1 bandfrmigen und gedrehten ,baumwolle 7,fig4 #bee ,b74 ,unter dem ,mikroskope lsst sich ferner leicht entscheiden1 ob der ,seidenfaden 7wie die ,organsin- und ,tramaseide7 aus parallel neben einander liegenden ,coconfden besteht1 oder ob er 7wie die gesponnene ,florettseide7 gedreht ist4 ,die ,gerberei4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,der ,zweck der ,gerberei ist die ,ueberfhrung der ,haut 7hauptschlich der der grsseren ,sugethiere7 in ,leder d4 h4 in die bekannte ,substanz1 welche bei gengender ,festigkeit1 ,biegsamkeit und ,geschmeidigkeit1 sich von der enthaarten ,haut dadurch unterscheidet1 dass sie der ,fulniss in hohem ,grade widersteht und beim ,kochen mit ,wasser entweder nicht 7wie das lohgare ,leder7 oder nur nach lngerer ,zeit 7wie das alaungare ,leder7 in ,leim verwandelt werden kann4 ,der ,process der ,ueberfhrung der enthaarten und vorbereiteten ,haut1 der sogenannten ,blsse1 in ,leder1 ist1 so verschieden auch die in der ,praxis angewendeten ,mittel sein mgen1 im ,wesentlichen ein auf physikalische ,principien zurckzufhrender4 ,in seinem weiteren ,begriffe ist nach der ,definition von ,fr4 ,knapp ,leder nichts als ,haut1 in welcher man durch irgend ein ,mittel das ,zusammenkleben der ,fasern beim ,trocknen verhindert hat4 ,die ,gerberei war bis auf die neueste ,zeit ein empirisches ,gewerbe und erst durch die genaue ,kenntniss der ,anatomie der ,haut1 das ,studium des ,gerbstoffes und berhaupt der ,gerbmaterialien hat man die ,grundlage geschaffen1 die da sein musste1 ehe man an eine ,erforschung des ,wesens des ,gerbeprocesses denken konnte4 ,das1 was man in letzterer ,hinsicht weiss1 verdankt man zum grossen ,theil den lichtvollen ,untersuchungen ,fr4 ,knapp's und ,rollett's4 ,nicht die ,haut im weiteren ,sinne des ,wortes ist es1 die der ,gerber verarbeitet1 sondern die gereinigte ,haut oder die ,blsse1 mit anderen ,worten die auf chemischem und mechanischem ,wege von den meisten brigen ,gebilden und ,stoffen mglichst befreite ,lederhaut 7,corium74 ,das ,gerben in seiner allgemeinsten ,bedeutung soll zweierlei bewirken1 nmlich #a7 die ,neigung der ,haut zu faulen mglichst aufzuheben1 #b7 der ,haut die ,eigenschaft zu ertheilen1 nach beendigtem ,trocknen nicht mehr als hornartige ,masse1 sondern als wahrnehmbar faseriges1 nicht durchscheinendes und mehr und weniger geschmeidiges ,gewebe aufzutreten4 ,eine ,haut1 welche diese ,eigenschaften zeigt1 wird mit dem ,namen gar bezeichnet und der von dem ,worte gar abgeleitete ,ausdruck ,gerben drckt sehr gut aus1 dass es sich bei dem ,gerbeprocesse zuvrderst um die ,gare handelt1 gleichviel ob dieselbe durch dieses oder jenes ,mittel erreicht worden sei4 ,auf die ,herstellung der ,gare der ,haut sind zwar alle ,hauptarbeiten1 nmlich das ,reinmachen der ,haut 7oder die ,herstellung der ,blsse71 das eigentliche ,gerben und das ,zurichten des ,leders1 von ,wichtigkeit1 doch ist der ,einfluss der ,gerbung 7im engeren ,sinne7 vorherrschend4 ,das eigentliche ,gerben kann mit einer grossen ,anzahl organischer und unorganischer ,stoffe ausgefhrt werden2 im ,grossen haben sich jedoch nur einige dieser ,substanzen als vortheilhaft erwiesen1 diese sind #a7 die ,gerbsure in der ,loh- oder ,rothgerberei1 #b7 ,alaun und ,kochsalz in der ,alaun- oder ,weissgerberei1 #c7 ,fett in der ,smisch- oder ,oelgerberei4 ,sidenote3 ,die ,anatomie der ,thierhaut4 ,die ,haut der ,sugethiere besteht1 wenn man von den ,haaren absieht1 aus mehreren ,schichten4 ,die obere1 sehr dnne1 von den ,haaren durchdrungene ,bedeckung die ,oberhaut oder ,epidermis1 ist halb durchsichtig und aus mit ,kernen versehenen ,zellen gebildet1 und umfasst als usserste ,lage die ,hornschicht1 ein abgestorbenes1 an dem ,lebensprocess nicht mehr concurrirendes ,gewebe1 welches in ,folge der ,abnutzung1 der die ,krperoberflche ausgesetzt ist1 abgestossen und durch das darunter liegende ,malpighi'sche ,netz 7stratum ,malpighii71 eine noch lebende1 aus mit ,flssigkeit angefllten und kernhaltigen ,zellen bestehende ,schicht1 ersetzt wird4 ,letztere ,haut 7die ,schleim- oder ,netzhaut7 stellt den ,apparat fr die ,hautausdnstung und fr den ,tastsinn dar und bildet die sogenannte ,narbe 7fleur7 auf der ,haarseite des ,felles4 ,endlich findet sich eine weit dickere ,lage eines nicht mehr aus ,zellen sondern aus einem dichten ,filz vom ,bindegewebsbndeln bestehenden ,gewebes1 die ,lederhaut 7corium1 derma7 genannt1 welches die intermedire ,haut und die eigentliche ,lederhaut umfasst4 ,sie ist das eigentliche ,substrat der ,lederbereitung4 ,unter dem ,corium liegt das ,unterhautbindegewebe oder die ,fetthaut 7panniculus adiposus71 diese ,seite der ,haut bildet die ,aas- oder ,fleischseite4 ,die ,haare sind reine ,epidermisgebilde und sitzen in dem ,corium nur mittelbar1 unmittelbar aber in einer in das ,corium tief hineinragenden ,einstlpung der ,oberhaut4 ,alle ,bestandtheile der ,haut1 die ,zellen der ,epidermis1 wie die ,bindegewebefasern des ,coriums und das ,gewebe der ,unterhaut1 haben das mit einander gemein1 dass sie in kochendem ,wasser aufschwellen1 gallertartig werden und durch fortgesetztes ,kochen in ,leim bergehen4 ,die ,schnelligkeit1 mit welcher die ,umwandlung der ,haut in ,leim erfolgt1 ist verschieden bei den ,huten verschiedener ,thiere1 indem die ,leimbildung bei ,huten grosser und ausgewachsener ,thiere schwieriger und langsamer erfolgt1 als bei den ,huten kleiner und junger ,thiere4 ,die ,bindegewebefasern gehen durch fortgesetzte ,einwirkung von ,essigsure in eine durchscheinende ,gallerte ber1 in welcher jedoch die ,fasern in ihrer ursprnglichen ,textur enthalten sind4 ,verdnnte ,schwefelsure und ,salzsure verhalten sich wie ,essigsure4 ,alkalische ,laugen lsen die ,fasern des ,bindegewebes ebenfalls auf1 die ,formfasern des ,bindegewebes leisten den ,suren und ,laugen lngere ,zeit ,widerstand4 ,kalk- und ,barytwasser verndern die morphologische ,eigenschaft des ,bindegewebes nicht1 lockern aber den festen ,zusammenhang desselben und gestatten die ,isolirung faseriger ,formelemente aus demselben4 ,in das ,kalk- und ,barytwasser geht ein ,eiweisskrper in ,lsung1 an dessen ,anwesenheit im ,bindegewebe das feste ,aneinanderkleben der leimgebenden ,formelemente geknpft ist4 ,der nmliche ,eiweisskrper wird auch von verdnnten ,mineralsuren angegriffen4 ,auf das eigenthmliche ,verhalten der ,hauptformelemente der ,haut zu alkalischen und sauren ,flssigkeiten grnden sich theilweise die vorbereitenden ,operationen der ,gerberei4 ,der ,process des ,gerbens selbst beruht dagegen auf dem ,verhalten des ,coriums zu ,agentien anderer ,art und ,wirkungsweise4 ,die ,bindegewebefaser geht nmlich mit der ,gerbsure1 verschiedenen ,metalloxyden wie der ,thonerde1 dem ,eisenoxyd1 dem ,chromoxyd1 ferner mit oxydirtem ,fett1 dann mit fettsauren ,metalloxyden 7unlslichen ,metallseifen71 endlich mit ,pikrinsure1 ,pininsure 7aus ,colophonium7 und gewissen anderen organischen ,substanzen ,verbindungen ein1 hnlich wie die ,thier- und ,pflanzenfaser mit den ,farbstoffen4 ,alle diese ,agentien1 ,gerbematerialien genannt1 haben die ,bestimmung1 sich auf die ,bindegewebefasern niederzuschlagen1 dieselben einzuhllen und das ,zusammenkleben der ,fasern beim ,trocknen zu verhindern4 ,einige ,gerbmaterialien1 wie die ,gerbsure1 hllen die ,faser dergestalt ein1 dass ein ,zusammenkleben vollkommen unmglich wird und die ,haut beim ,trocknen ohne weiteres ,zuthun sogleich geschmeidig auftritt2 bei andern ,gerbemitteln1 wie bei den ,thonerdeverbindungen geht zwar ein ,zusammenkleben vor sich und die ,haut erscheint nach dem ,trocknen dicht und hornhnlich1 der ,zusammenhang der ,fasern ist aber kein inniger und die ,haut kann durch ,ziehen und ,dehnen 7durch das sogenannte ,stollen7 vollstndig die ,eigenschaften des ,leders erlangen4 ,i4 ,die ,roth- oder ,lohgerberei4 ,sidenote3 ,gerbematerialien4 ,die ,roth- oder ,lohgerberei1 die sich mit der ,umwandelung der ,haut in roth- oder lohgares ,leder befasst1 verwendet als ,materialien gerbstoffhaltige ,vegetabilien und ,hute4 ,was die gerbstoffhaltigen ,vegetabilien betrifft1 deren sich der ,gerber bedient1 so enthalten dieselben durchgngig als wesentlichen ,bestandtheil einen adstringirenden ,stoff1 ,gerbsure1 ,tannin oder ,gerbstoff genannt1 welcher in den verschiedenen ,pflanzen verschieden ist1 aber sich dadurch charakterisirt1 dass er sauer reagirt1 zusammenziehend schmeckt1 mit ,eisenoxydsalzen eine schwarze oder grne ,frbung giebt1 ,leimlsung und ,cinchoninlsung fllt und ,thierhaut in ,leder verwandelt4 ,von dem ,gallpfelgerbstoff1 welcher brigens nie in der ,gerberei ,anwendung findet1 ist es erwiesen1 dass er sich durch ,suren und durch ,ghrung in ,glycose und in ,gallussure spaltet1 welche letztere zur ,lederfabrikation nicht geeignet ist4 ,die ,gerbsure der ,eichenrinde kann unter den in der ,lederbereitung obwaltenden ,verhltnissen nicht gespalten werden1 ein fr die ,zwecke der ,gerberei wichtiger und dieselben begnstigender ,umstand4 ,jede ,gerbsure wird durch alkalische ,flssigkeit 7,kalkwasser1 ,kalilauge1 ,ammoniak7 bei ,luftzutritt unter ,bildung von braunen ,humussubstanzen sofort zerstrt4 ,sidenote3 ,eichenrinde4 ,das wichtigste und durch nichts zu ersetzende ,gerbmaterial ist die ,eichenrinde 7,eichenborke71 worunter man die innere1 zwischen der ussern ,rinde und dem ,splint befindliche ,rinde mehrerer ,eichenarten1 ,quercus robur und ,q4 pedunculata versteht4 ,im westlichen und sdlichen ,deutschland befinden sich ,eichenschlwaldungen1 in welchen die ,ausschlge in #i-ae;jhrigem ,alter zur ,gewinnung der besseren dnnen ,rinde1 der sogenannten ,spiegelborke1 geschlagen werden4 ,die zerkleinerte ,eichenrinde fhrt den ,namen ,lohe4 ,nach ,bestimmungen von ,e4 ,wolff finden sich in der ,eichenrinde folgende ,mengen ,gerbstoff3 ,alter der ,stmme in ,jahre ,in der rauhen ,rinde mit ,borke fanden sich #aj1hf ,proc4 ,gerbstoff #da-ec ,bastschicht der alten ,rinde #ad1dc #da-ec ,glanzrinde #ac1bc #da-ec rauhen ,rinde u4 ,glanzrinde #aa1fi #da-ec ,bastschicht und ,glanzrinde #ac1ib #da-ec ,glanzrinde #ac1ie #ad-ae ,glanzrinde #ae1hc #b-g ,nach den ,untersuchungen ,bchner's 7#ahfg7 berschreitet dagegen der ,gerbstoffgehalt der besten ,eichenrinden #f-g ,proc4 nicht4 ,die ,fichtenrinde 7gewhnlich von ,pinus sylvestris71 ist eines der vorzglichsten ,gerbematerialien1 welches bei ,erzeugung des ,sohlleders hufig verwendet wird4 ,man schlt in den ,fichtenwldern die ,mittel- und kleinen ,bauhlzer sofort nach dem ,fllen ab4 ,j4 ,feser fand in der ,fichtenrinde #e-ae ,proc4 ,gerbstoff2 7ich fand nur #g1c ,proc474 ,in ,steiermark und ,obersterreich wendet man anstatt der ,fichtenrinde die ,tannenrinde 7mit #d-h ,proc4 ,gerbstoffgehalt71 in ,ungarn und an der ,militrgrenze die ,erlenrinde 7mit #c-e ,proc4 ,gerbstoffgehalt71 in den ,vereinigten ,staaten ,nordamerika's die ,rinde der ,schierlingstanne 7,hemlockrinde von ,abies canadensis7 an#ada4 ,die ,ulmenrinde 7mit #c-d ,proc4 ,gerbstoff71 die junge ,rosskastanienrinde 7mit etwa #b ,proc4 ,gerbstoff7 und die ,buchenrinde 7mit #b ,proc4 ,gerbstoff7 finden hie und da ebenfalls zum ,gerben ,anwendung4 ,die meisten ,gattungen der ,weide liefern von den jngeren ,zweigen eine zum ,gerben des ,leders1 namentlich desjenigen1 welches zu den sogenannten dnischen ,handschuhen verarbeitet wird1 sehr brauchbare ,rinde 7der ,gerbstoffgehalt betrgt #c-e ,proc474 ,in ,russland wird die ,rinde der ,sandweide zur ,bereitung des ,juften angewendet4 ,in ,tasmanien und ,neusdwales finden 7nach ,j4 ,wiesner7 die ,rinden von ,acacia dealbata1 ,ac4 melanoxylon1 ,ac4 lasiophylla und ,ac4 decurrens ,anwendung4 ,von den vielen einheimischen gerbstoffreichen ,pflanzen1 die zum ,anbau sich eignen1 ist besonders ,polygonum bistorta beachtenswerth1 welches1 wie die ,untersuchungen von ,c4 ,fraas zeigen1 #ag-ba ,proc4 787 ,gerbstoff enthlt4 #ada ,in dem von ,amerika in ,europa importirten ,hemlockextract fand ,nessler 7#ahfg7 #ad1c ,proc4 ,gerbsure4 ,sidenote3 ,sumach4 ,nchst der ,eichen- und ,fichtenrinde ist der ,sumach oder ,schmack eines der am hufigsten angewendeten ,gerbematerialien1 welches jhrlich in sehr bedeutenden ,mengen aus ,syrien und ,sdeuropa1 neuerdings auch aus ,nordamerika und ,algerien importirt wird4 ,er besteht aus den ,blttern und ,blattstielen eines ,strauches1 des sogenannten ,gerber-,sumachs 7,rhus coriaria und ,rh4 typhina71 welcher in den genannten ,lndern theils wild wchst1 theils besonders angebaut wird4 ,man sammelt die ,wurzelschsslinge1 welche im ,monat ,juni in die ,erde gelegt werden1 und im dritten ,jahre bereits so weit gediehen sind1 dass die ,stengel und ,bltter derselben abgehauen werden knnen4 ,die abgehauenen ,stengel und ,bltter werden dann getrocknet1 und hierauf die ,bltter mit den ,blattstielen mittelst ,stcken abgeschlagen4 ,die abgeschlagenen ,bltter und ,blattstiele werden zwischen ,mhlsteinen zermalmt1 gesiebt und in ,scke verpackt in den ,handel gebracht4 ,der ,sumach kommt im ,handel nie anders als gepulvert vor und zwar in ,gestalt eines grblichen ,pulvers von bald gelbgrner1 bald graugrner ,farbe4 ,er enthlt #ab bis #af1e ,proc4 ,gerbsure2 in lange ,zeit aufbewahrtem ,sumach ist der ,gerbstoff in ,folge einer freiwilligen ,ghrung zum grossen ,theile in secundre ,produkte umgesetzt4 ,neben der ,gerbsure findet sich in dem ,sumach noch ein gelber ,farbstoff1 welcher mit dem ,quercitrin identisch zu sein scheint4 ,nicht zu verwechseln mit dem ,sumach ist der unchte ,sumach1 auch venetianischer und italienischer ,sumach genannt1 welcher aus den gemahlenen und gestampften ,blttern1 jungen ,zweigen und der ,rinde des ,perckenbaumes 7,frbersumach1 ,rujastrauches1 ,skumpina1 ,rhus cotinus1 von welchem das ,visetholz stammt7 besteht4 ,der ,rujastrauch ist im ,banat1 an der ,militrgrenze1 in ,siebenbrgen und ,illyrien und selbst in der ,gegend von ,wien heimisch4 ,die grsste ,menge des venetianischen ,sumachs wird in ,ungarn und in der ,trkei zum ,gerben gebraucht4 ,in ,tyrol gerbt man damit ,ziegen-1 ,schaf- und leichte ,kalbfelle1 und nennt dort das ,pulver ,rausch4 ,sidenote3 ,dividivi4 ,ein anderes ,gerbematerial sind die ,dividivi oder ,libidibi1 flache1 etwa #f ,centimeter lange1 ,s-frmig gebogene1 etwas rauhe1 braunrothe ,schoten1 die glatte1 eifrmige1 glnzende1 olivengrne ,samen enthalten und von einem in ,caraccas und ,maracaibo und auf mehreren ,inseln der ,antillen wachsenden ,baume1 der ,caesalpinia oder ,poinciana coriaria herrhren4 ,sie wurden zuerst im ,jahre #agfh von den ,spaniern nach ,europa gebracht und statt der ,knoppern fr ,gerberzwecke empfohlen4 ,der in der ussern ,rinde der ,schote enthaltene ,gerbstoff -- ,mller fand in den ,schoten ber #di ,proc41 ,h4 ,fleck #cb1d ,proc41 ich fand darin #ai-bf1g ,proc4 -- macht zwar die ,dividivi zu einem brauchbaren1 doch theuern ,gerbematerial geeignet1 doch werden sie zuweilen in der ,frberei benutzt4 ,dasselbe gilt von dem ,bablah oder dem indischen ,gallus1 den ,schoten der in ,ostindien wachsenden ,acacia ,bambolah2 es giebt davon mehrere ,sorten1 die von ,acacia arabica1 ,ac4 cineraria und ,ac4 ,sophora gesammelt und in den ,handel gebracht werden sollen4 ,h4 ,fleck fand darin #bj1e ,proc4 ,gerbstoff1 meine ,probe gab mir #ad1e ,proc4 ,die ,algarobilla1 die von ,chile eingefhrten ,samenkapseln von ,prosopis pallida 7oft mit ,rinde gemengt7 sind in ,england versuchsweise zum ,gerben angewendet worden4 ,die aus ,ostindien 7,bombay7 kommenden ,myrobalanen 7die ,frchte von ,terminalia citrina1 ,t4 ,bellirica1 ,t4 ,chebula7 enthalten zu wenig ,gerbstoff1 um in der ,gerberei ausgedehntere ,anwendung finden zu knnen4 ,sidenote3 ,gallpfel4 ,mit dem ,namen ,gallpfel bezeichnet man die bekannten kugligen ,auswchse1 welche an den jungen ,zweigen und ,blattstielen verschiedener ,eichenarten1 namentlich der ,quercus infectoria durch den ,stich des ,weibchens der ,gallwespe 7,cynips gallae tinctoriae7 sich bilden1 das ,insect legt seine ,eier in die durch den ,stich entstandene ,oeffnung1 um welche dann bald durch den ,ausfluss der ,sfte und durch die ,erweiterung der ,drsen des ,zellgewebes pathologische ,anschwellungen entstehen1 in welchen die ,eier ausgebrtet werden4 ,man sammelt die ,gallpfel zu verschiedenen ,zeiten1 ehe das ,insect darin ausgebildet ist1 zu welcher ,zeit die ,gallpfel am reichsten an ,gerbsure sind1 ferner wenn das ausgebildete ,insect anfngt1 seine ,hlle zu durchbrechen1 und endlich zu der ,zeit1 wo smmtliche ,gallpfel entleert und trocken geworden sind4 ,darnach unterscheidet man drei ,hauptsorten3 die schwarzen1 die grnen und die weissen ,gallpfel4 ,die schwarzen und grnen ,gallpfel heissen die ,anschwellungen1 die zu der ,zeit eingesammelt wurden1 als die ,gallwespe noch nicht vllig ausgebildet war und vor dem ,ausschlpfen in dem ,gallapfel starb2 sie zeigen daher aussen keine ,oeffnung1 aber im ,innern einen scharf abgegrenzten kugligen ,kern1 der aus einer hellbraunen zerreiblichen ,substanz besteht und in seiner kleinen ,centralhhle die vertrocknete ,larve enthlt4 ,die ,gallpfel sind gewhnlich kuglig und oben1 seltener an den ,seiten1 mit unregelmssigen ,hckern besetzt2 brigens sind sie glatt und schwrzlichgrn und wie grau bestubt2 die ,hcker sind gewhnlich hellbraun4 ,die weissen oder gelben ,gallpfel sind eingesammelt worden1 nachdem die ,gallwespe darin ausgebildet und nach ,durchbohrung ihrer ,hlle entflohen ist2 sie sind durchschnittlich grsser und schwammiger als die vorigen und unterscheiden sich von den durch ihre rthliche oder brunlichgelbe ,farbe2 im ,innern findet sich nicht nur eine ,hhlung1 sondern auch ein kleines rundes ,loch1 welches von der ,peripherie des ,gallapfels in diese ,hhlung fhrt4 ,obschon in allen ,lndern ,europa's ,gallpfel sich bilden1 so sammelt man doch nur die aus den sdlichen ,gegenden1 indem die bei uns vorkommenden oft nur #c-e ,proc4 ,gerbstoff enthalten4 v4 ,fehling fand in ,aleppo-,gallpfeln #fj-ff ,proc4 ,h4 ,fleck #eh1ga ,proc4 ,gerbstoff1 ausserdem #e1i ,proc4 ,gallussure4 ,sidenote3 ,knoppern4 ,von den ,knoppern1 die den ,gallpfeln zunchst stehen1 unterscheidet man unnatrliche oder eigentliche ,knoppern und natrliche oder orientalische ,knoppern4 ,die unnatrlichen 7oder pathologischen7 ,knoppern sind ebenso wie die ,gallpfel braune ,auswchse des ,eichbaumes1 welche durch den ,stich einer ,gallwespe1 ,cynips ,quercus calycis1 entstehen1 nur mit dem ,unterschiede1 dass sie sich nicht auf den ,zweigen und ,blattstielen1 sondern aus dem ,saft der jungen ,eicheln 7aber nicht der ,fruchtbecher1 wie man frher annahm7 bilden4 ,sie umgeben die ,eichel meist nur an einer ,seite1 seltener ganz4 ,die ,knoppern kommen in dem ,handel in unregelmssigen1 unebenen1 eckigen1 braungelben ,stcken bis zu ,wallnussgrsse vor2 an der einen ,seite ist die verkmmerte ,eichel sichtbar1 durch deren ,verwundung sie entstanden1 oder1 falls die ,eichel fehlt1 die durch sie bewirkte schalenfrmige ,vertiefung4 ,man sammelt sie besonders in ,ungarn1 ,mhren1 ,slavonien1 ,steiermark1 ,krain und bringt sie in den ,handel4 ,ihr ,gerbstoffgehalt betrgt #de ,proc4 ,die ,knoppern finden neben der ,eichenrinde vielfach zur ,bereitung von lohgarem ,sohl- und ,fahlleder ,anwendung1 welchem sie eine schne braune ,farbe mittheilen4 ,seit einer ,reihe von ,jahren kommt auch ,knoppernextract im ,handel vor4 ,die natrlichen 7oder physiologischen7 ,knoppern1 auch ,valonia1 ,acker- oder ,eckerdoppen genannt1 sind keine ,auswchse als ,folge von ,insectenstichen1 sondern sind die natrlichen ,fruchtbecher der auf griechischen ,inseln1 in ,kleinasien und ,syrien vorkommenden ,quercus aegilops und ,valonia camata4 ,die grossen ,fruchtbecher sind durch abstehende1 stumpfe oder eckige1 sehr grosse1 dicke ,schuppen 7,bracteen7 charakterisirt2 sie kommen theils mit1 theils und meist ohne ,eichel vor4 ,im letzteren ,falle sind sie geschtzter4 ,ihr ,gerbstoffgehalt betrgt #dj-de ,proc42 in ,valoniamehl1 welches durch ,mahlen eichelhaltiger ,waare erhalten worden war1 fand ich in dem einen ,falle #ai1 in dem anderen #bg ,proc4 ,gerbstoff4 ,die ,kelchschuppen der ,valonia finden sich unter dem ,namen ,drillot im ,handel2 sie sind reicher an ,gerbstoff als die ,valonia selbst4 7,rothe fand darin #dc-de ,proc47 ,sidenote3 ,chines4 ,gallpfel4 ,an die vorstehenden ,produkte des ,eichbaumes schliessen sich an die sogenannten chinesischen ,gallpfel1 die seit dem ,jahre #ahdg im ,handel sich finden und aus ,china1 ,japan und ,nepal kommen4 ,es sind blasige ,anschwellungen1 welche durch den ,stich von ,aphis chinensis an einer ,sumachart1 der ,rhus javanica oder ,rh4 semialata sich bilden und meist lnglich walzenfrmig1 aber auch plattgedrckt1 birnfrmig1 kuglig vorkommen und auf ihrer mit gelblichgrauem ,filz bedeckten ,oberflche mancherlei hohle ,hcker und ,zacken zeigen4 ,ihre ,lnge variirt von #c-aj ,centimeter und ihre ,dicke von #a1e-d ,centimeter2 ihre ,wnde sind dnn1 hornartig durchscheinend und sprde4 ,sie zeichnen sich durch hohen ,gehalt von ,gerbstoff1 nmlich #fj bis #gj ,proc4 aus4 ,sidenote3 ,catechu4 ,seit ungefhr fnfzig ,jahren werden in der ,gerberei auslndische gerbstoffhaltige ,extracte vielfach angewendet1 welche in der ,medicin unter dem ,namen ,catechu und ,kino lngst schon ,verwendung finden4 ,das ,catechu oder ,cachon wird durch ,auskochen des ,kernholzes von ,acacia catechu in ,ostindien und vorzglich in ,bengalen und auf ,coromandel1 ,coliren der ,abkochung und ,eindampfen bis zur ,trockniss bereitet2 diese ,sorte ,catechu 7,bombay-,catechu7 kommt in ungleich grossen und unregelmssigen1 meist quadratischen1 unten glatten und oben schwach gewlbten ,stcken im ,handel vor1 die mit ,blttern einer ,palmenart durchzogen sind4 ,auf dem ,bruche erscheint es fettglnzend von lederbrauner bis schwarzbrauner ,farbe4 ,aussen sind die ,stcke matt und leicht zerreiblich4 ,eine andere ,catechuart 7bengalisches ,catechu71 die aus den ,nssen von ,areca catechu dargestellt werden soll1 kommt in grossen1 unregelmssigen1 kuchenfrmigen ,brocken1 die usserlich gleichmssig braun sind und inwendig hellere und dunklere ,schichten zeigen1 dabei ziemlich schwer und fest sind1 im ,handel vor4 ,dem ,catechu hnlich ist des ,gambir1 ein auf ,sumatra1 ,singapore1 ,malacca und besonders der ,insel ,rhio aus den ,blttern und dnnen ,zweigen der ,uncaria ,gambir bereitetes ,extract1 das zu uns in kleinen1 wrfelfrmigen trocknen1 leichten1 zerreiblichen ,stcken von erdigem ,bruche und zimmetbrauner ,farbe kommt4 ,die ,catechusorten enthalten #dj-ej ,proc4 einer eigenthmlichen ,gerbsure 7,catechugerbsure von der ,formel ,c#ae;,h#ad,o#f nach ,j4 ,lwe7 und ausserdem eine eigenthmliche ,sure1 die ,catechusure 7,c#af;,h#ad,o#f71 die jedoch beim ,gerbeprocess1 wie es scheint1 ausser ,spiel bleibt4 ,sidenote3 ,kino4 ,das ,kino ist eine dem ,catechu sehr hnliche ,drogue2 es soll der eingetrocknete ,saft verschiedener ,pflanzen sein1 nmlich das afrikanische ,kino von ,pterocarpus erinaceus1 ostindische ,marsupium1 nach ,anderen von ,butea frondosa1 westindische von ,coccolaba uvifera1 neuhollnd4 ,eucalyptus resinifera4 ,das ,kino bildet gewhnlich kleine1 eckige1 scharfkantige1 sprde1 zu einem braunrothen ,pulver zerreibliche1 glnzend schwarze ,stcke1 die stark zusammenziehend1 hintennach ssslich schmecken und sich in siedendem ,wasser und in ,alkohol fast vollstndig zu einer blutrothen ,flssigkeit auflsen4 ,es enthlt #cj-dj ,proc4 einer der ,catechugerbsure hnlichen ,gerbsure4 ,catechu und ,kino kommen besonders bei vielen sogenannten ,schnellgerbeverfahren in ,anwendung4 ,sidenote3 ,untersuchung der ,gerbematerialien4 ,da der ,werth der ,gerbematerialien allein von der ,menge der in ihnen enthaltenen ,gerbsure abhngig ist1 so ist es von ,wichtigkeit1 eine ,prfungsmethode zu haben1 welche den ,gehalt an ,gerbstoff annhernd angiebt4 ,die in ,wasser leicht lsliche ,gerbsure wird aus ihrer ,lsung durch verschiedene ,mittel ziemlich vollstndig niedergeschlagen1 so durch ,leim und ,thierhaut1 durch essigsaures ,kupferoxyd1 durch essigsaures ,eisenoxyd1 durch ,alkaloide 7,chinchonin1 ,chinin7 etc42 sie wird ferner durch eine ,lsung von bermangansaurem ,kali vollstndig zerstrt4 ,darauf grnden sich nachstehende ,methoden der ,gerbsurebestimmung3 #a7 ,die ,gerbsure wird mit ,leim oder ,thierhaut ausgefllt2 a7 die ,thierhaut wird vor dem ,versuche und nach dem ,versuche gewogen2 die ,gewichtszunahme giebt die ,menge der ,gerbsure 7,davy72 b7 die ,gerbsure wird mit titrirter ,leimlsung ausgefllt 7v4 ,fehling72 c7 die ,gerbsure wird mit einer mit ,alaun versetzten1 titrirten ,leimlsung ausgefllt 7,g4 ,mller72 d7 es wird das specifische ,gewicht der ,gerbstofflsung mittelst eines ,araeometers bestimmt1 die ,gerbsure mit ,hlfe von ,thierhaut entfernt1 und von ,neuem das specifische ,gewicht der ,flssigkeit ermittelt4 ,die ,abnahme des spec4 ,gewichts ist dem ,gerbstoffgehalt der ursprnglichen ,flssigkeit proportional 7,c4 ,hammer72 #b7 ,die ,gerbsure wird durch ,kupferacetat ausgefllt und zwar das ,verhltniss zwischen ,gerbsure und ,kupferoxyd im ,niederschlage2 a7 volumetrisch 7,h4 ,fleck7 oder b7 durch ,wgung des ,kupferoxydes 7,e4 ,wolff7 bestimmt2 #c7 ,die ,gerbsuremenge wird durch ,ferriacetat und auf volumetrischem ,wege ermittelt 7,r4 ,handtke72 #d7 ,man sucht die ,gerbsure durch eine titrirte ,lsung von ,kaliumpermanganat zu zerstren 7,lwenthal72 #e7 ,die ,gerbsure wird aus ihrer ,lsung durch ,cinchonin1 dessen ,lsung mit etwas ,fuchsin rothgefrbt ist1 gefllt4 ,zum ,fllen von #a ,grm4 ,eichengerbsure braucht man #j1gcae ,grm4 ,cinchonin1 welche #d1ebc ,grm4 krystallisirtem neutralem schwefelsaurem ,cinchonin entsprechen 7,r4 ,wagner74 ,sidenote3 ,die ,hute4 ,obgleich im ,allgemeinen die ,hute aller ,quadrupeden zur ,lederbereitung sich eignen1 so schliessen doch hufig zu geringe ,dimensionen oder ihr ,nutzen als ,pelzthiere die ,hute vieler ,thiere aus4 ,unter den in der ,gerberei angewendeten ,huten nehmen die des ,rindviehes den obersten ,platz ein1 an ,festigkeit und ,gte stehen ihnen nach die ,haut des ,pferdes und des ,esels4 ,wie die ,praxis gezeigt hat1 ist die ,festigkeit der ,haut nicht allein abhngig von der ,art des ,thieres1 sondern auch von dessen ,lebensart1 so bertrifft das wilde ,rindvieh bei weitem das zahme1 und bei letzterem wieder ist die ,festigkeit der ,haut grsser bei ,weidevieh als bei im ,stall geftterten ,thieren4 ,die ,dicke der ,haut eines bestimmten ,thieres ist ausserordentlich wechselnd2 in der ,mitte des ,rckens oder am ,kopfe ist es hufig doppelt so dick als am ,bauche4 ,bei den kleineren ,thieren sind die ,unterschiede in der ,dicke weniger wahrnehmbar1 bei den ,schafen behauptet man brigens gefunden zu haben1 dass die ,qualitt und ,dicke der ,haut in ,beziehung zu der ,dicke des ,vliesses im ,augenblick des ,schlachtens steht2 je dicker und lnger seine ,wolle1 desto dnner und weniger haltbar die ,haut1 da1 wie es scheint1 die ,theile1 welche zur ,ernhrung und ,bildung der ,haare dienen1 der ,ernhrung der ,haut entgehen4 ,das dickste und derbste ,leder1 besonders als ,sohlenleder fr das ,schuhwerk verwendet1 liefern ,stier- und ,ochsenhute1 welche man im rohen unbearbeiteten ,zustande grne ,hute nennt1 und theils im frischen1 ungetrockneten ,zustande aus den nchstliegenden ,metzgereien 7eine frische ,ochsenhaut1 so wie sie vom ,metzger kommt1 wiegt #be-cj ,kilogr41 verliert aber bei ,austrocknen etwas ber die ,hlfte an ,gewicht71 theils im getrockneten ,zustande aus entfernten ,gegenden bezieht4 ,letztere sind zum ,theil nur getrocknet wie die aus ,buenos-,ayres1 zum ,theil gesalzen und getrocknet1 wie die von ,bahia und ,fernambuk in den ,handel gebrachten1 bisweilen auch geruchert4 ,ein dnnes1 weniger dichtes ,leder und von minder feinem ,korn als die ,stierhute geben die ,kuhhute1 welche zu leichten ,sommersohlen gegerbt1 unter dem ,namen ,vacheleder bekannt sind2 die strksten ,kuhhute stammen aus den sdamerikanischen ,ebenen1 sie werden wie gesagt zu leichtem ,sohlenleder1 dann zu ,oberleder u4 dergl4 verarbeitet4 ,die ,hute der ,klber sind dnner als die der ,khe1 aber dicker als die der meisten anderen ,thiere und liefern gegerbt ein sehr zhes1 dabei weiches und biegsames ,leder 7,kalbkid71 welches besonders als ,oberleder des ,schuhwerkes 7,schmalleder1 ,fahlleder71 verwendet wird1 whrend die ,stirnhute und strkeren ,kuhhute nur als ,sohl- und ,pfundleder ,verwendung finden4 ,die ,pferdehute sind dnn und geben ein fast nur zu ,sattlerarbeiten benutztes ,leder4 ,die ,schaffelle liefern ,leder von geringerer ,strke fr ,buchbinderarbeiten1 ,waschleder1 gefrbtes ,leder u4 s4 w4 ,die ,hute der ,lmmer und jungen ,ziegen liefern ,leder fr ,handschuhe1 die ,hute der ausgewachsenen ,ziegen das beste ,material fr ,saffian und ,maroquin4 ,hirsch- und ,rehhute1 sowie ,gemsenfelle werden in der ,regel smischgegerbt und als ,wildleder verwendet4 ,schweine liefern ein dnnes1 usserst festes1 besonders fr ,sattelsitze verwendetes ,leder4 ,seehundsleder wird seiner grossen ,zhigkeit wegen vorzglich zum ,einfassen der ,sattlerarbeiten verwendet4 ,sidenote3 ,die einzelnen ,arbeiten der ,lohgerberei ,die einzelnen ,arbeiten in der ,lohgerberei lassen sich auf drei ,hauptarbeiten1 ,a4 auf das ,reinmachen der ,haut auf der ,fleisch- und auf der ,narbenseite1 mit anderen ,worten auf eine ,blosslegung des ,coriums2 ,b4 auf das eigentliche ,gerben1 und ,c4 auf eine ,zurichtung der lohgaren ,hute1 um sie in ,waare zu verwandeln1 zurckfhren4 ,diese drei ,hauptarbeiten zerfallen wieder in folgende ,operationen3 ,a4 ,das ,reinmachen der ,haut #a7 das ,einweichen der ,hute1 #b7 das ,reinigen der ,fleischseite1 #c7 das ,reinigen der ,haarseite1 #d7 das ,schwellen der gereinigten ,hute4 ,b4 ,das ,gerben der ,blsse1 welches durch ,einsetzen in ,gruben1 oder durch ,gerben mit ,lohauszug 7,lohbrhe71 oder nach dem ,verfahren der sogenannter ,schnellgerberei vor sich geht4 ,c4 ,das ,zurichten der lohgaren ,hute1 worunter alle diejenigen ,nacharbeiten zu verstehen sind1 welche dem ,leder ein dichteres ,gefge1 eine schnere ,narbe1 ein besseres ,ansehen der ,fleischseite1 grssere ,gleichfrmigkeit in der ,dicke1 grssere ,geschmeidigkeit u4 dergl4 ertheilen sollen4 ,sidenote3 ,das ,reinmachen der ,haut4 ,a4 ,das ,reinmachen der ,haut4 #a7 ,das ,einweichen oder ,wssern der ,haut bezweckt nicht nur eine gleichfrmige ,erweichung und ,ausstreckung der ,haut1 so dass man sie beliebig biegen kann1 ohne dass ,narbenbrche sich bilden1 sondern auch eine ,entfernung anhngender ,blut- und ,fleischtheile auf der ,fleisch- oder ,aasseite4 ,bei frischen ,huten gengt schon ein- bis zweitgiges ,legen in fliessendes ,wasser1 oder1 wo dieses nicht vorhanden1 in ,weichbottiche oder ,kufen1 um ,blut und ,schmutz zu entfernen2 bei getrockneten1 namentlich bei gesalzenen und gerucherten ,huten1 lsst man dieselben oft #h-aj ,tage lang im ,wasser liegen1 wobei man die ,hute der ,art befestigt1 dass der ,strich der ,haare der ,stromrichtung gerade entgegengeht1 um das ,wasser mglichst stark auf die ,hautoberflche wirken zu lassen4 ,whrend des ,wsserns werden die ,hute zweimal des ,tages aus dem ,wasser gehoben und wieder eingelegt4 ,sidenote3 ,reinigen der ,fleischseite4 ,ist die ,haut gengend erweicht1 so schreitet man #b7 zum ,reinigen der ,fleischseite4 ,zu dem ,ende bringt man die ,hute mit der ,haarseite nach unten auf den ,schabebaum1 einen halbrunden hlzernen ,baum1 der mit seinem hinteren ,ende auf der ,erde ruht1 mit dem vorderen auf einem ,kreuzholz oder ,kreuzfuss4 ,das ,schabeeisen besteht in einem eisernen nach dem ,rcken zu etwas gekrmmten ,messer mit stumpfer ,schneide1 und ist mit zwei hlzernen ,handgriffen versehen4 ,der ,arbeiter stellt sich vor den ,schabebaum und streicht1 indem er das ,schabeeisen an den ,handhaben mit beiden ,hnden fasst1 die ,haut von oben nach unten herab1 wobei einerseits das ,wasser ausgepresst1 anderntheils die ,haut gleichmssig gereckt und die anhngenden ,fleisch- und ,fetttheile und das der ,fleischseite anhngende ,unterzellgewebe1 sowie die das ,gewebe der ,haut durchsetzenden feinen ,gefsse und ,nerven weggenommen werden4 ,nach dem ersten ,ausstreichen bringt man die ,hute abermals #bd ,stunden lang in das ,wasser1 streicht sie den nchsten ,tag nochmals aus1 trgt sie dann wieder einige ,stunden ein und wscht sie aus1 worauf man sie ber den ,schabebaum schlgt und abtropfen lsst4 ,sie sind dann zum ,enthaaren vorbereitet4 ,zur ,befrderung des ,einweichens und der damit im ,zusammenhange stehenden ,reinigung der ,fleischseite werden die ,hute zuweilen statt des blossen ,aneinanderlegens1 ,auswaschens und ,abtropfens in frischem ,wasser gewalkt1 was entweder in einer gewhnlichen ,walke oder in einem in die ,erde eingelassenen ,bottich mittelst ,holzstampfen geschieht4 ,man kann durch dies ,verfahren die ,hute in #b-c ,tagen so weit reinigen1 als sonst nach der gewhnlichen ,methode in #h-aj ,tagen4 ,sidenote3 ,reinigen der ,narbenseite4 #c7 ,das ,reinigen der ,haar- oder ,narbenseite oder das ,abhaaren bezweckt die anatomische ,scheidung der ,lederhaut von der auf ihr liegenden ,epidermis und den mit letzterer zusammenhngenden ,gebilden1 namentlich den ,haaren4 ,die ,haare sitzen in der gereinigten und geweichten ,haut -- nicht in dem ,corium1 sondern nur in einer in das ,corium tief hineinragenden ,einstlpung der ,oberhaut -- so fest1 dass sie nicht1 ohne abzureissen1 ausgerauft werden knnen1 das ,abrasiren ist nicht anwendbar1 weil dabei die ,haarwurzeln zurckbleiben1 was sich mit dem ,ansehen von gutem ,leder nicht vertrgt4 ,man nimmt daher in der ,gerberei zu verschiedenen vorbereitenden ,operationen seine ,zuflucht1 welche wie das ,kalken beim ,kalkschen und die ,ghrung beim ,schwitzen die ,lockerung der ,epidermis bezwecken sollen2 beim ,abstossen der ,haare von den gekalkten oder vom ,schwitzen kommenden ,huten wird daher hauptschlich nur die ,epidermis und zwar mit der in ihr befestigten ,behaarung von der ,lederhaut abgestossen2 die ,haare dienen dabei mehr als ,handhabe4 ,wie bereits gesagt1 werden die auf der ,fleischseite gereinigten und geweichten ,hute auf verschiedene ,weise fr die ,enthaarung vorbereitet1 nmlich a7 durch ,schwitzen1 b7 durch ,kalken1 c7 durch ,anwendung von ,rusma und ,schwefelcalciumverbindungen4 a7 ,bei dicken ,huten1 die zu ,sohlleder bestimmt sind1 wird als vorbereitende ,operation zum ,enthaaren das ,schwitzen angewendet1 da das ,kalken1 weil bei dickem ,leder der ,kalk nie ganz vollstndig entfernt werden kann1 das ,leder hart und sprde machen wrde4 ,das ,schwitzen besteht in einer durch beginnende ,fulniss eingeleiteten ,zersetzung der feuchten ,haut1 welche man jedoch auf die ,auflockerung der ,epidermis und ,haarscke1 sowie auf eine theilweise ,fulniss der noch in der ,haut zurckgebliebenen fremdartigen ,stoffe beschrnken muss4 ,die ,hute werden der ,lnge nach1 mit der ,fleischseite nach innen1 zusammengelegt1 nachdem man sie auf der ,fleischseite mit ,kochsalz eingerieben oder mit etwas ,holzessig getrnkt hat1 und dann in einem an einem mssig warmen ,orte befindlichen ,kasten1 dem ,schwitzkasten1 der mit einem ,deckel verschlossen werden kann1 bereinander geschichtet4 ,nach kurzer ,zeit ist eine ,steigerung der ,temperatur und ein ,geruch nach ,ammoniakkrpern wahrzunehmen1 welchem sehr bald die ,erscheinungen der ,fulniss folgen4 ,sobald letztere sich kundgeben1 werden diejenigen ,hute1 deren ,haare leicht ausgerauft werden knnen1 sofort auf dem ,schabebaume enthaart4 ,bei fabrikmssigem ,betriebe wendet man anstatt der ,schwitzkasten zweckmssig eine grosse1 dicht verschliessbare ,kammer an1 deren ,temperatur entweder mittelst directem ,feuer oder frei einstrmenden ,wasserdmpfen oder durch ,wasserheizung so ziemlich constant auf #cj-ej ,c4 erhalten wird4 ,um aller nachtheiligen ,einwirkung auf das ,corium vorzubeugen1 wendet man hufig auch das kalte ,schwitzverfahren an1 bei welchem man die ,hute in ausgemauerte oder mit ,cment berkleidete ,gruben bringt1 auf deren ,boden ein hlzerner ,kanal den ,abfluss des ,wassers1 sowie das ,eindringen von ,luft gestattet4 ,die ,temperatur der ,grube ist auf #f-ab zu halten4 ,unter dem ,dache circulirt in einer im ,viereck herumgefhrten ,leitung kaltes ,wasser1 zugleich tropft ein ,theil dieses ,wassers unaufhrlich durch die ,grube nieder1 deren ,atmosphre mit ,feuchtigkeit gesttigt bleibt4 ,nach #f-ab ,tagen tritt1 ohne dass eine ,spur von ,fulniss bemerkbar wre1 ,auflockerung der ,haare ein4 b7 ,bei leichteren1 nicht fr ,sohlleder bestimmten ,huten wendet man gewhnlich das ,kalken an4 ,die ,behandlung der ,haut mit ,kalkmilch ist nicht nur eine vorbereitende ,operation fr das ,enthaaren1 sondern es wird auch das in der ,haut enthaltene ,fett verseift und in ,kalkseife bergefhrt1 welche im ,wasser zwar unauflslich ist1 aber durch die nachfolgende1 theils mechanische1 theils chemische ,behandlung gleichfalls beseitigt wird4 ,die ,kalkgruben1 in welchen das ,kalken der ,hute vorgenommen wird1 sind in den ,boden eingelassene ,bottiche1 welche bis auf ,dreiviertel ihrer ,hhe mit ,kalkmilch angefllt werden4 ,in diese ,bottiche werden die ,hute eingestossen1 sodass sie unter der ,flssigkeit liegen4 ,in der ,regel wendet man drei oder fnf ,kalkgruben an1 von denen die eine immer grssere ,mengen von ,kalk enthlt als die andere4 ,die ,kalkmilch muss in den ,gruben fter umgerhrt und die ,hute tglich zweimal herausgenommen und neu eingeschlagen werden4 ,die ,hute bedrfen zur ,gare eines #c-dwchentlichen ,verweilens in den ,kalkgruben4 c7 ,sehr dnne ,hute kleiner ,thiere vertragen weder das ,schwitzen noch das ,kalken2 man pflegt sie daher mit sogenanntem ,rusma1 einer salbenartigen ,mischung aus #a ,th4 ,operment 7,schwefelarsen7 mit #b-c ,th4 gelschtem ,kalk zu bestreichen1 welches die ,haare so erweicht1 dass sie nach kurzer ,zeit mit einem ,schabmesser entfernt werden knnen4 ,bttger hat gezeigt1 dass das ,calciumsulfhydrat das ,rusma in jeder ,hinsicht ersetzt und in der ,gerberei zum ,enthaaren der ,hute alle ,beachtung verdient4 ,der ,kalk1 welcher zur ,reinigung des ,steinkohlengases gedient hat und viel ,calciumsulfhydrat neben etwas ,cyancalcium enthlt1 der sogenannte ,gaskalk1 hat in neuerer ,zeit mehrfach1 selbst bei strkeren ,fellen1 zum ,enthaaren ,anwendung gefunden und zwar mit dem gnstigsten ,erfolge1 indem das ,leder fester1 zher1 eleganter erscheint und mehr ,gerbstoff aufnimmt4 ,sidenote3 ,abplen4 ,sobald die ,hute auf die eine oder die andere ,weise zum ,enthaaren gengend vorbereitet sind1 wscht man sie aus und legt sie1 einige bereinander1 auf den ,schabebaum1 die ,haarseite nach oben und den ,strich der ,haare aufwrts1 sodass der ,arbeiter mit dem stumpfen ,schabemesser nach abwrts den ,haaren entgegenarbeitet und letztere von der ,narbe abstsst1 eine ,arbeit1 die man das ,abplen nennt4 ,falls die ,haare noch zu fest sitzen sollten1 wie es bei trockenen schweren ,huten nicht selten vorkommt1 so streut der ,arbeiter feinen ,sand in die ,haare ein1 wo dann das ,messer besser angreift4 ,die bei schweren ,huten nach dem ,enthaaren noch festsitzenden ,grundhaare werden mittelst eines gewhnlichen grossen und scharfen ,messers1 des ,putzmessers1 abgeputzt4 ,nach beendigtem ,abplen werden die ,hute von ,neuem gewssert1 mit der ,narbenseite abwrts auf einen breiten ,schabebaum geschlagen und auf der ,fleischseite mit dem ,scheer- oder ,finneisen1 einem grossen1 geraden1 scharfen ,messer mit ,griffen an beiden ,enden bearbeitet1 indem man das ,messer flach gegen die ,haut andrckt und dadurch sorgfltigst alles noch anhngende ,fleisch etc4 abschneidet1 ohne die ,haut zu verletzen4 -- ,durch das ,enthaaren und ,scheeren verliert eine trockene ,haut durchschnittlich #aj-ab ,proc4 am ,gewichte4 ,sidenote3 ,schwellen der ,hute4 #d7 ,das ,schwellen oder ,treiben der gereinigten ,hute4 ,theils um den von dem ,kalken her in der ,haut in ,gestalt von kohlensaurem oder in ,form von ,calciumseife oder ,calciumalbuminat zurckgebliebenen ,kalk zu entfernen1 theils auch die eigentliche ,hautfaser auf endosmotischem oder dialytischem ,wege aufzuschwellen und sie fr das ,eindringen der gerbstoffhaltigen ,flssigkeit geeignet zu machen1 pflegt man nach ,vollendung der vorbereitenden ,reinigungsarbeiten die ,hute in der ,schwellbeize zu behandeln1 die man durch saure ,ghrung von ,gerstenschrot oder ,weizenkleie bereitet1 deren wesentlich wirksame ,bestandtheile hauptschlich ,propionsure1 ,milchsure und ,buttersure sind4 ,werden die gereinigten ,hute1 nun ,blssen genannt1 mit dieser ,flssigkeit behandelt1 so lsen die ,suren den ,kalk auf1 den ,kalk aus der ,calciumseife unter ,abscheidung der ,fettsuren1 welche sich auf der ,oberflche der ,flssigkeit ansammeln2 die in ,wasser lslichen ,kalksalze werden durch das nachfolgende ,auswaschen vollstndig entfernt4 ,whrend des ,schwellens nimmt die ,dicke der ,haut um das ,doppelte zu1 theils indem die ,flssigkeit der ,schwellbeize in die ,haut eindringt und letztere auflockert1 zum ,theil aber auch dadurch1 dass in den ,poren der ,haut1 sei es in ,folge von ,zersetzung von ,calciumcarbonat durch die ,ghrungssuren1 sei es in ,folge von ,buttersureghrung oder einer anderen ,ghrung1 die sich in der ,haut fortsetzt1 sich ,gasarten entwickeln2 dabei wird die ,haut durchscheinend und gelblich4 ,diejenigen ,hute1 die nicht durch ,kalken1 sondern durch ,schwitzen vorbereitet wurden1 bedrfen zum ,schwellen keiner sauren ,schwellbeize1 sondern erlangen die nthige ,schwellung durch ,wasser1 obgleich die saure ,schwellung1 weil sie rascher und gleichmssiger vor sich geht1 unter allen ,umstnden vorgezogen zu werden verdient4 ,behufs der ,umgehung des zu starken ,schwellens der fr ,sohlenleder bestimmten ,hute1 fgt man der ,schwellbeize sofort etwas ,lohe oder ,lohbrhe zu oder schwellt sie auch nur in der rothen ,beize1 worunter man alte1 sauer gewordene ,lohbrhe versteht1 welche1 dem ,geruch und ,geschmack nach zu urtheilen1 grosse ,mengen ,milchsure und ,buttersure enthlt4 ,die ,blssen werden zuerst in stark mit ,wasser verdnnte1 hierauf in concentrirtere rothe ,beize gebracht4 ,nach ,ablauf von #ab-ad ,tagen ist das ,schwellen in hinreichender ,weise vor sich gegangen4 ,anstatt der ,schwellbeize1 in welcher organische ,suren 7,milchsure1 ,propionsure7 wirksam sind1 ist nach den ,vorschlgen von ,macbride und ,seguin verdnnte ,schwefelsure 7#a 3 #aejj7 zum ,schwellen empfohlen worden2 die ,erfahrung hat aber gelehrt1 dass hierdurch zwar eine beschleunigte ,wirkung der ,haut ermglicht wird1 jedoch nur auf ,kosten der ,qualitt des ,leders4 ,auch die an phosphorsauren ,salzen und an ,harnsure reichen ,excremente von ,hunden1 ,tauben u4 dergl4 finden zum ,schwellen ,anwendung1 indem diese ,auswrfe in ,wasser aufgeweicht und die ,blssen darin bearbeitet werden4 ,sidenote3 ,das ,gerben4 ,b4 ,das ,gerben der geschwellten ,blsse4 ,durch die vorbereitenden ,arbeiten des ,reinigens1 ,kalkens oder ,schwitzens und ,schwellens ist die eigentliche ,lederhaut nun so weit entblsst und aufgelockert1 dass sie von der ,gerbstofflsung gehrig durchdrungen werden kann1 und die ,sttigung der ,faser des ,coriums mit ,gerbstoff mglichst vollstndig erfolgt4 ,man nimmt in der ,praxis an1 dass eine trockene ,haut bei ihrer ,ueberfhrung in ,leder ihr ,gewicht um ungefhr ein ,dritttheil vermehrt1 folglich ebensoviel an ,gerbstoff aufnimmt4 ,die ,sttigung der ,hautfaser mit ,gerbstoff wird auf zweierlei ,weise bewirkt1 nmlich #a7 indem man die ,hute abwechselnd mit ,lohe schichtet1 was man das ,einsetzen in ,gruben nennt1 oder #b7 indem man sie zuerst in verdnnte1 dann in concentrirte ,lohauszge eintaucht 7,gerben in ,lohbrhe74 ,sidenote3 ,gerben in ,gruben4 #a7 ,das ,einsetzen in ,gruben findet gegenwrtig meistens nur noch bei zu ,sohlen bestimmten ,huten statt4 ,die hierzu dienenden ,loh- oder ,versetzgruben sind in den ,boden versenkte1 wasserdichte ,kasten von ,eichen- oder ,fichtenholz1 statt welcher auch runde ,bottiche zuweilen ,anwendung finden4 ,nicht selten benutzt man auch ausgemauerte1 mit ,portland-,cment berkleidete ,gruben1 deren ,anwendung1 namentlich im ,anfang1 grosse ,behutsamkeit erheischt1 weil der ,kalk des ,mrtels auf den ,gerbstoff der ,lohe zerstrend einwirkt4 ,zuweilen 7wie in einigen ,theilen ,wrttembergs7 bestehen die ,gruben auch aus ,liasschiefer- oder aus ,sandsteinplatten4 ,eine ,grube fasst #ej-fj ,sohlhute4 ,den ,boden der ,grube belegt man einige ,centimeter dick mit ausgelaugter ,lohe1 giebt eine #c ,centimeter dicke ,schicht von frischer ,lohe darauf1 breitet darber die ,haut mit der ,narbenseite nach unten aus1 streut wieder #c ,centimeter dicke ,lohe darauf1 dann eine zweite ,haut und schichtet in dieser ,weise den ,kasten voll4 ,auf die dicksten ,stellen der ,haut legt man auch die dicksten ,schichten der ,lohe1 fllt alle leer bleibenden ,ecken mit alter ,lohe1 bedeckt etwa #a_/c ,meter hoch mit derselben 7der sogenannte ,hut7 und dann mit einem gut schliessenden ,deckel1 nachdem man so viel ,wasser eingepumpt hat1 dass es etwas ber der obersten ,haut steht4 ,in diesem ,zustande berlsst man die ,grube sich selbst4 ,wurde anstatt eines ,theiles der ,lohe ,knoppernmehl angewendet1 so nimmt man nur ungefhr die ,hlfte der ,eichenlohe4 ,auf diesen ersten ,satz bleiben die ,hute etwa #h-aj ,wochen2 wenn ,knoppern beigemengt1 so vollendet sich die ,aufnahme des ,gerbstoffes schneller4 ,noch bevor aller ,gerbstoff der ,flssigkeit entzogen ist und ehe sich in derselben zu grosse ,mengen flchtige und riechende ,suren gebildet haben1 mssen die ,hute herausgenommen und in einem zweiten ,kasten 7dem zweiten ,satze7 mit frischer ,lohe so geschichtet werden1 dass die frher oben liegenden nach unten zu liegen kommen4 ,in diesem zweiten ,satze bleiben die ,hute #c-d ,monate2 sie sollen hier bis auf den ,kern gelohet1 d4 h4 mit dem ,gerbstoff bis in das ,innerste durchdrungen sein4 ,hierauf kommen die ,hute #d-e ,monate lang in einen hnlichen1 noch geringere ,mengen von ,lohe enthaltenden dritten ,satz1 und bei sehr starken ,huten 7namentlich ,wildhuten7 muss bisweilen noch ein vierter und fnfter ,satz gemacht werden1 sodass sie bis zu zwei ,jahren und lnger noch in der ,lohgrube behandelt werden4 ,die ,menge der ,eichenlohe1 die zum vollstndigen ,gerben der ,haut erforderlich ist1 richtet sich nach ihrer ,qualitt2 nach den ,erfahrungen der ,gerber rechnet man das vier- bis sechsfache ,gewicht der trockenen ,haut1 von welcher ,menge1 das ,gewicht der ,haut zu #bj ,kilogr4 angenommen1 auf den ersten ,satz #dj ,kilogr4 ,lohe kommen zweiten #ce dritten #cj ----------------- #aje ,kilogr4 ,lohe4 ,die lohgare ,haut wiegt nach dem ,trocknen ungefhr #bb ,kilogr4 7mithin #aj-ab ,proc4 mehr als die trockene ,rohhaut#adb74 ,die ,gare der ,haut giebt sich dadurch zu erkennen1 dass sich beim ,durchschneiden mit einem scharfen ,messer eine gleichfrmige1 von fleischigen oder hornartigen ,streifen freie ,schnittflche zeigt4 ,bei langsamem ,biegen darf die ,narbe nicht platzen oder brechen1 das ,leder nicht narbenbrchig sein4 #adb ,im ,allgemeinen verwenden die bayerischen ,gerber auf #a ,ctr4 ,sohlleder #e ,ctr41 zu ,schmalleder #c1f ,ctr41 zu ,kalbleder #c1d1 zu ,zeugleder #c ,ctr4 ,eichenrinde4 #a ,ctr4 ,eichenrinde kostet #b-a_/c-d fl4 s4 ,w4 ,sidenote3 ,gerben in der ,lohbrhe4 #b7 ,das ,gerben in der ,lohbrhe findet meist bei schwcheren ,huten statt4 ,die zu diesem ,zweck angegebenen und blichen ,methoden sind sehr verschieden1 kommen jedoch im ,wesentlichen darin berein1 dass namentlich auf gleichmssiges ,schwellen der ,hute gesehen werden muss1 damit die ,gerbstofflsung leicht eindringen kann1 dass mit sehr verdnnten ,lsungen begonnen wird1 damit keine oberflchliche ,gerbung die sptere ,einwirkung auf den inneren ,hauttheil erschwere1 dass man oft umrhre1 damit stets frische ,gerbbrhe mit den ,huten in ,berhrung kommt1 und dass man durch ,herausnehmen und ,abtropfenlassen der bereits theilweise erschpften ,flssigkeit1 durch ,auspressen oder durch ,walken das ,eindringen neuer ,flssigkeit befrdert1 und dadurch viel ,zeit gewinnt im ,vergleich mit der sonst nur auf dem ,wege der ,endosmose stattfindenden ,durchdringung der ,haut mit ,gerbstoff4 ,die ,gerbebrhe wird durch ,extraction der ,gerbematerialien mit ,wasser auf kaltem ,wege bereitet4 ,leichtere ,hute bedrfen zum ,gerben in der ,lohbrhe #g-h1 schwerere #aa-ac ,wochen zur ,gare4 ,sidenote3 ,schnellgerberei4 ,schnellgerberei4 ,die hauptschlichsten ,vorschlge1 die zur ,abkrzung der ,zeit des ,gerbeverfahrens gemacht worden sind1 lassen sich in folgender ,weise classificiren3 #a7 ,die ,haut wird einfach in die ,lohbrhe gelegt1 ein ,verfahren1 welches von ,macbride herrhrt1 welcher demnach als der ,urheber des ,schnellgerbeverfahrens zu betrachten ist4 ,seguin 7#agib7 verbesserte das ursprngliche ,verfahren4 ,jones von der ,idee ausgehend1 dass durch den ,druck1 welchen die in dem ,bottich oder der ,grube bereinander liegenden ,hute aufeinander ausben1 die ,gerbeflssigkeit auf die ,seite gepresst und dadurch verhindert werde1 auf die ,gesammtoberflche der ,haut einzuwirken1 trennt die einzelnen ,hute durch ,lagen von ,wollstoff 7,flanell7 und die ,zeugschichten wieder durch ,lagen eines wasserdichten ,stoffes4 #b7 ,circulation der ,gerbeflssigkeit findet statt bei den ,verfahren von ,ogereau und ,sterlingue1 sowie nach der ,methode von ,turnbull1 bei welcher eine ,anzahl ,gerbebottiche durch ein ,rhrensystem verbunden ist1 und eine an den ,rhren angebrachte ,druck- und ,saugpumpe die continuirliche ,circulation der ,gerbeflssigkeit in den ,bottichen unterhlt4 #c7 ,durch vermehrte ,endosmose will ,turnbull das ,gerbeverfahren abkrzen4 ,er nht zu dem ,ende die ,hute zu ,scken zusammen1 fllt sie mit ,lohe und ,wasser und bindet die ,scke zu1 welche nun in ,catechulsung untergetaucht werden1 deren spec4 ,gewicht durch ,zusatz von ,melasse erhht worden ist1 um1 wie der ,urheber dieser ,methode meint1 einen krftigen ,austausch der ,flssigkeit in den ,scken mit der ausserhalb befindlichen einzuleiten4 ,die ,flssigkeitsdiffusion oder ,dialyse1 mit welchem ,namen ,graham 7#ahfa7 die durch eine collodale ,zwischenwand bewirkte ,trennung krystallinischer ,krper von amorphen1 deren ,studium vielleicht den physikalischen ,vorgang beim ,gerbeprocesse zu erlutern geeignet ist1 bezeichnet1 war1 als ,turnbull seine ,methode vorschlug1 selbst in ihrer ,idee noch nicht bekannt4 #d7 ,das ,bewegen der in die ,gerbeflssigkeit getauchten ,hute wird zur ,befrderung des ,gerbens hufig angewendet1 so z4 ,b4 von ,brown1 welcher die ,hute in einen offenen ,cylinder1 welcher die ,einrichtung einer zum ,waschen der ,rben blichen ,lattentrommel hat1 bringt1 der unter dem ,niveau der ,gerbebrhe bewegt wird4 ,die von ,squire zu gleichem ,zwecke vorgeschlagene ,trommel taucht nur bis zur ,achse in die ,gerbeflssigkeit und ist mit ,abtheilungen versehen1 es werden daher die ,hute abwechselnd bei jeder ,umdrehung der ,trommel aus der ,gerbebrhe entfernt und wieder eingesenkt4 ,c4 ,knoderer's ,gerbeverfahren besteht ebenfalls zum ,theil darin1 dass man die ,hute mit ,auszug von ,lohe und mit unausgezogener ,lohe in ,fsser bringt1 dieselben verschliesst und sodann eine gewisse ,zeit lang sich umdrehen lsst4 #e7 ,eine ,anwendung von mechanischem ,druck findet ebenfalls zuweilen statt1 so nimmt ,jones von ,zeit zu ,zeit die ,hute aus der ,gerbeflssigkeit1 breitet sie auf ein durchlchertes ,brett aus und fhrt sie so unter einer ,walze weg4 ,nossiter befreit von ,woche zu ,woche die ,hute unter einer krftigen ,presse von der erschpften ,gerbeflssigkeit4 ,nach der von ,cox und ,herapath angegebenen ,methode lsst man die ,hute von ,zeit zu ,zeit durch ,walzwerke laufen4 #f7 ,der hydrostatische ,druck ist in neuerer ,zeit fters zur ,befrderung des ,eindringens der ,lohbrhe in die ,hute angewendet worden4 ,w4 ,drake nht zwei ,hute mit den ,narbenseiten auf einander zu einem ,sack zusammen1 der mit ,lohbrhe gefllt und zwischen zwei hlzerne ,gitter gelegt wird1 deren ,stbe der ,haut als ,widerlager dienen4 ,chaplin stellt die aus ,huten gebildeten und mit ,lohbrhe gefllten ,scke einfach auf eine ,rinne zum ,abziehen der durchsickernden ,flssigkeit hin und lsst nur von ,zeit zu ,zeit die ,scke wenden1 um einen berall gleichmssigen ,druck zu erhalten4 ,nach ,sautelet befestigt man je zwei ,hute durch ,bgel und ,schrauben zwischen drei ,rahmen1 in solcher ,art1 dass sie die einander gegenberstehenden breiten ,seitenwnde eines kastenfrmigen ,raumes bilden1 dessen beide anderen schmalen ,seiten1 sowie der ,boden und die ,decke von dem mittleren ,rahmen ausgemacht werden4 ,durch ein in der ,decke des ,kastens befindliches ,rohr lsst man aus einem hher gelegenen ,reservoir die ,gerbebrhe eintreten1 welche nun durch hydrostatischen ,druck durch die ,hute hindurchgepresst wird4 #g7 ,durch ,punktation4 ,snyder sucht den ,gerbstoff dem ,innern der ,haut dadurch zugnglicher zu machen1 dass er eine ,seite der ,haut1 die ,aasseite oder die ,narbenseite1 vor dem ,gerben auf einer ,maschine mit ,nadelstichen durchbohrt und so gewissermaassen knstliche ,poren herstellt4 ,die ,versuche von ,knapp haben gelehrt1 wie irrationell ,snyder's ,vorschlag ist1 indem die ,haut so durchdringlich und in dem ,grade den ,gerbstoffen zugnglich ist1 dass ein ,stck einer ,kalbshaut in eine syrupdicke therische ,lsung von ,gerbstoff gelegt1 in hchstens einer ,stunde vllig gar und ausgegerbt ist4 #h7 ,den luftverdnnten ,raum zur ,befrderung des ,eindringens der ,gerbebrhe in die ,haut benutzten zuerst ,knowly und ,knesbury1 indem sie die ,hute in ein verschliessbares ,gefss bringen1 dessen ,luft durch eine ,luftpumpe ausgepumpt wird und in welches dann die ,gerbeflssigkeit kommt4 ,in neuester ,zeit hat ,knoderer sich von ,neuem auf das ,princip des luftverdnnten ,raumes als ,mittel zum ,schnellgerben geworfen4 ,combinirt man nach der von ihm beschriebenen ,methode die drei ,mittel3 die ,luftverdnnung1 welche die ,zellen der ,haut ausdehnt und zugleich die ,zersetzung des ,gerbstoffs durch die atmosphrische ,luft verhindert2 die ,bewegung1 welche die ,auslaugung der ,lohe beschleunigt und ein stetiges ,auswalken der ,hute bewirkt1 und endlich die ,wrme1 als unvermeidliche ,folge der ,bewegung1 welche die ,lederbildung wesentlich befrdert1 so ergiebt sich eine bedeutende ,zeitersparniss4 ,sidenote3 ,zurichten der ,hute4 ,c4 ,das ,zurichten der lohgaren ,hute4 ,nach dem ,ausgerben der ,hute in der ,grube oder in der ,brhe werden die ,leder1 um ,handelswaare zu sein1 noch dem sogenannten ,zurichten unterworfen1 eine ,arbeit1 welche in ,deutschland von dem ,gerber selbst vorgenommen1 in ,frankreich dagegen von dem ,zurichter 7corroyeur7 besorgt wird4 ,die einzelnen ,operationen des ,zurichtens und ihre ,aufeinanderfolge ist nicht bei allen ,ledersorten gleich1 sondern richtet sich nach der ,art und ,bestimmung des ,leders4 ,am einfachsten ist die ,zurichtung des ,sohlenleders1 da dieses bei seiner ,verarbeitung von ,seite des ,schuhmachers seine natrliche ,oberflche verliert und auch die ,geschmeidigkeit nicht in ,betracht kommt1 so sind alle ,arbeiten1 die sich auf diese beiden ,punkte beziehen1 berflssig4 ,bei dem ,sohlenleder handelt es sich hauptschlich um ,dichte des ,gefges1 um die erforderliche kernige ,beschaffenheit1 die dem ,leder ,schutz gegen die ,abnutzung durch ,reibung gewhrt4 ,sowie das ,sohlenleder die ,gruben oder die ,bottiche verlsst1 hat es noch nicht die erforderliche ,dichte1 um beim ,gebrauch nicht nachzugeben und seine ,dimensionen zu verndern4 ,sidenote3 ,sohlleder4 ,das ,zurichten des ,sohlleders hat mithin hauptschlich die ,bestimmung1 dem ,leder auf mechanischem ,wege1 namentlich durch ,hmmern diejenige ,dichte zu geben1 welche es ausserdem bei seiner ,benutzung als ,sohle annehmen wrde4 ,sobald die ,hute der ,grube entnommen worden sind1 wird die anhngende ,lohe abgekehrt1 worauf sie an einem schattigen ,orte getrocknet werden4 ,wenn sie beinahe trocken sind1 werden sie ber einen ebenen und glatten ,stein ausgebreitet und mit hlzernen oder auch eisernen ,hmmern geschlagen4 ,in grsseren ,gerbereien wendet man zum ,hmmern grosse1 durch ,dampf oder ,wasser bewegte ,schwanzhmmer an4 ,seit etwa #bj ,jahren bedient man sich auch vielfach der ,maschinen zum ,lederklopfen4 ,sidenote3 ,schmalleder4 ,sidenote3 ,falzen4 ,die ,zurichtung des ,schmal- oder ,fahlleders 7hauptschlich fr ,schuhmacher- und ,sattlerzwecke7 ist weit complicirter als die des ,sohlenleders und nach der ,bestimmung des ,leders eine verschiedene4 ,die erste mechanische ,operation1 welcher die genannten ,lederarten in der ,regel unterworfen werden1 ist das sogenannte ,falzen 7,ausschlichten1 ,dolliren71 welches das ,entfernen der rauhen berflssigen ,fasern1 ,knoten und ,schorfen der ,fleischseite1 um der gegerbten ,haut nicht nur eine durchaus gleichmssige ,dicke1 sondern auch die fr die verschiedenen ,anwendungen erforderliche ,geschmeidigkeit zu geben1 zum ,zwecke hat4 ,die in ,rede stehende ,arbeit wird mit einem scharfen zweischneidigen ,messer1 dem ,falz- oder ,dollirmesser1 verrichtet1 indem man die zu bearbeitende ,haut auf dem ,falzbock1 der dieselbe ,form hat wie der ,schabebock1 mit der ,narbenseite nach unten legt und mit dem ,falzmesser schabt4 ,bei der ,zurichtung von ,ziegen-1 ,lamm- und ,schafleder fr ,handschuhmacher1 ,portefeuillearbeiter u4 dergl4 wird das zu falzende ,fell auf eine polirte ,marmorplatte aufgespannt und jede unebene1 rauhe und vorstehende ,stelle der ,haut durch das flach aufgelegte1 etwas bogenfrmig ber die ,flche gefhrte ,falzmesser hinweggenommen4 ,sidenote3 ,schlichten4 ,den nmlichen ,zweck wie das ,falzen verfolgt das ,schlichten und findet besonders dann ,anwendung1 wenn strkere ,schichten ,leder hinwegzunehmen sind1 wie es hauptschlich bei dem fr ,schuhmacherarbeiten bestimmten ,kalbleder vorkommt4 ,die gegerbte ,haut wird nach dem ,trocknen auf einem ,rahmen1 den ,schlichtrahmen1 aufgehngt1 in der ,weise1 dass nur das eine ,ende eingeklemmt ist1 das andere dagegen vom ,arbeiter mit einer ,zange gepackt und dadurch angespannt wird4 ,den angespannten ,theil schlichtet oder beschneidet er nun mit dem ,schlichtmonde1 einer eisernen1 versthlten1 etwas concaven und scharf geschliffenen ,scheibe1 etwa #ah-cj ,centimeter im ,durchmesser und in der ,mitte mit einem mit ,leder eingefasstem ,loch versehen1 in welches der ,arbeiter die ,hand steckt und nun mit der convexen ,schneide das ,leder auf der ,fleischseite hinwegnimmt4 ,zur besseren ,bezeichnung der ,stellen1 die hinweggenommen werden sollen und damit die ,schneide des ,schlichtmondes besser eingreift1 bestreicht man vor dem ,schlichten die ,fleischseite mit ,kreide4 ,sidenote3 ,krispeln4 ,in ,folge des ,trocknens des ,leders kleben die ,fasern der ,haut etwas aneinander und die ,narbe wird flach1 glatt und ungleich4 ,um nun die ,narbe des ,leders zu heben und dem ,leder selbst ein gleichmssiges und geflliges ,ansehen zu geben1 wendet man die ,operation des ,krispelns an4 ,das hierzu angewendete ,werkzeug1 das ,krispelholz1 ist von hartem ,holze1 ungefhr #cj ,centimeter lang und #aj-ab ,centimeter breit1 auf der oberen ,seite flach und eben1 aber unten der ,lnge nach gewlbt1 sodass es in der ,mitte am dicksten ist4 ,die untere ,seite ist der ,quere mit parallelen ,kerben versehen1 welche von ,zeit zu ,zeit mit ,hlfe einer ,feile wieder zugeschrft werden4 ,oben ist an das ,krispelholz ein ,lederriemen befestigt1 durch welchen der ,arbeiter die ,hand steckt4 ,das zu krispelnde ,leder wird auf eine ,tafel gelegt1 am ,tischrande mit eisernen ,klammern befestigt1 die ,hautstelle1 welche eben gekrispelt werden soll1 wird umgebogen1 das ,krispelholz auf die ,biegung oder ,falte gesetzt und mit dem ,leder1 auf welchem sie liegt1 hin- und herbewegt1 sodass die ,falte ebenfalls hin- und hergeht1 wodurch die natrliche ,hautnarbe gleichfrmig zum ,vorschein kommt4 ,der ,vorgang zum ,krispeln ist derselbe1 als wenn man bei einem trockenen ,stck ,leder1 dessen ,narbenseite oben liegt1 eine ,ecke desselben ber die ,narbenseite aufschlgt1 die flache ,hand ber die ,falte legt und mit der ,hand die ,falte hin- und herrollt1 wodurch sich die ,narbe hebt und in ihrer natrlichen ,beschaffenheit zum ,vorschein kommt4 ,sidenote3 ,ponciren4 ,sidenote3 ,pantoffeln4 ,sidenote3 ,plattstossen4 ,sidenote3 ,pressen4 ,sidenote3 ,aussetzen4 ,solche ,ledersorten1 welche wie die zu den ,krempeln und ,cylindern dienenden keine ,narbe zu besitzen brauchen1 sondern glatt sein mssen1 werden nach dem ,falzen genetzt1 mit einem ,messer 7dem ,aussetzer7 glatt gestrichen und dann wiederholt auf beiden ,seiten mit ,bimsstein abgeschliffen4 ,man nennt diese ,arbeit das ,ponciren oder ,bimsen4 ,leder1 welche nach dem ,krispeln noch mehr ,glanz erhalten sollen1 wie in der ,regel die gefrbten ,leder1 werden noch pantoffelt1 d4 h4 es wird das mit der ,narbenseite nach oben auf einer ,tafel liegende ,leder mit dem ,pantoffelholz gerieben1 nmlich ebenso behandelt wie mit dem ,krispelholze4 ,das ,pantoffelholz hat mit dem ,krispelholze viel ,aehnlichkeit1 nur ist ersteres auf der unteren ,seite statt mit ,narben versehen1 mit ,korkholz 7,pantoffelholz7 belegt1 welches auf der ,aussenseite gut geglttet ist4 ,das ,pantoffeln giebt nicht nur der ,narbe ,glanz1 sondern verleiht auch der ,aasseite ein zartes1 sammetartiges ,ansehen4 ,wo noch grssere ,gltte verlangt wird1 wie bei dem gelben lohgaren zu ,sattlerarbeit bestimmten ,leder 7,blankleder71 wird das ,leder nach dem ,krispeln und ,pantoffeln auf eine ,tafel gelegt und mit der ,plattstosskugel die ,narbe platt gestossen4 ,die ,plattstosskugel besteht in einer vierkantigen ,platte aus ,eisen1 die auf der unteren ,flche ihrer ,lnge nach gekerbt ist und oben mit einem hlzernen ,handgriffe versehen ist4 ,nach dem ,plattstossen wird das ,leder auf der ,narbenseite noch mit der ,blankstosskugel oder dem ,blankstosscylinder glatt und blank gerieben4 ,letzterer besteht aus einer ,glaswalze von #j1c ,meter ,lnge und #aj ,centimeter ,dicke 7ehedem ward statt des ,cylinders eine mit ,handhabe versehene ,kugel von grnem ,glase angewendet71 womit das ,leder auf dem ,blankstossblocke1 welcher mit dem ,falzbock bereinstimmt1 geglttet wird4 ,hufig wird auch das ,sattelleder gepresst1 um seine ,narbe dem des ,schweineleders hnlich zu machen1 welches weniger hufig zum ,gerben kommt4 ,diese knstliche ,narbe giebt man mit ,hlfe von ,walzen1 deren ,oberflche stumpfe ,erhhungen haben1 durch welche sich entsprechende ,grbchen in das ,leder eindrcken4 ,um das ,leder gleichmssig auszudehnen und um ,falten und andere ,unebenheiten1 die sich durch ungleiches ,zusammenziehen beim ,trocknen gebildet haben1 fortzuschaffen1 werden die ,leder benetzt und auf einer ,tafel ausgestrichen oder ausgesetzt4 ,das ,ausstreichen geschieht mit einer stumpfen ,streichklinge 7,aussetzer1 ,ausstreicher71 die mit einer hlzernen ,handhabe versehen ist und senkrecht auf das auf der ,tafel liegende ,leder aufgesetzt wird4 ,die ,klinge ist von ,eisen oder von ,messing oder 7bei dnnem ,leder7 von ,horn2 und fr starkes ,leder mit stumpfen ,zhnen versehen4 ,sidenote3 ,einfetten4 ,die letzten ,zurichtearbeiten bestehen1 wenn es sich um ,schmal- und ,oberleder handelt1 bei denen eine gewisse ,geschmeidigkeit ein ,haupterforderniss ist1 in dem ,einfetten1 ,einlassen1 ,schmieren oder ,trnken des ,leders1 wozu gewhnlich ,fischthran oder ein ,gemenge von ,fischthran mit ,talg oder am besten sogenanntes ,gerberfett oder ,dgras verwendet wird1 welches letztere vernderter ,thran ist1 welcher in der ,smischgerberei benutzt und aus den gegerbten ,fellen durch ,potaschenlsung wieder gewonnen wurde4 ,das ,einfetten muss im nassen ,zustande der ,haut geschehen1 und ist gewhnlich die ,operation1 welche mit den ausgegerbten ,huten vorgenommen wird4 ,beim ,aussetzen der eingefetteten oder geschmierten ,hute an die ,luft und in geheizte ,rume wird das ,fett von der ,haut gebunden und verschwindet fr die ,wahrnehmung vollstndig4 ,das gefettete ,schmal- und ,fahlleder hat daher eine doppelte ,gerbung durchgemacht und ist daher zugleich loh- und fettgar4 ,es ist daher streng genommen nicht richtig1 wenn man das ,schmieren der lohgaren ,hute nur als blosse ,appretur betrachtet1 es ist vielmehr ein wahrer zweiter ,gerbeprocess4 ,die fr ,schuhe und ,stiefel bestimmten ,leder pflegt man auf der ,fleischseite schwarz zu frben1 indem man dieselben mit frischer angefeuchteter ,lohe abreibt und mit ,eisenbrhe1 welcher etwas ,kupfervitriol zugesetzt ist1 mit einem ,schwamm oder mit einer ,brste bestreicht1 hierauf auszieht1 dann krispelt1 schlichtet1 pantoffelt und nochmals mit einem ,teig1 aus ,thran1 ,talg1 ,kienruss1 etwas gelbem ,wachs1 ,seife und ,eisenvitriol bestehend1 einreibt4 ,diese ,schwrze fllt die ,poren und schtzt gegen die nachtheilige ,einwirkung der ,stiefelwichse1 welche in der ,regel mit ,sure versetzt ist1 liefert auch beim ,putzen ein schneres ,schwarz1 als bei dem auf der ,narbenseite geschwrzten ,kalbleder4 ,zuletzt berzieht man das ,leder noch mit einer ,mischung aus ,talg und etwas ,leimlsung1 glttet das ,leder mit einem convexen ,stck glatten ,glases und berzieht es mit dnnem ,leimwasser4 ,zum ,erhalten der ,geschmeidigkeit des ,leders bedient man sich hufig mit ,vortheil eines ,lederles1 welches ein ,gemisch ist von ,oelsurether mit ,thran4 ,sidenote3 ,juchten4 ,unter ,juften oder ,juchten versteht man ein durch seine ,festigkeit1 ,wasserdichte1 so wie durch einen eigenthmlichen ,geruch sich auszeichnendes1 meist roth oder schwarz gefrbtes ,leder1 welches bisher fast ausschliesslich in ,russland verfertigt und von da in grosser ,menge bezogen wird4 ,der ,name ,juften stammt von dem russischen ,worte ,jufti ab1 welches ein ,paar bedeutet1 und scheint fr die ,juftenleder hauptschlich daher abgeleitet zu sein1 weil die ,felle beim ,gerben paarweise zusammengenht werden4 ,man nimmt dazu gewhnlich ,hute von zwei- bis dreijhrigen ,rindern1 doch bedient man sich auch der ,rosshute1 der ,kalb- und ,ziegenfelle4 ,die bei der ,fabrikation des ,juchtenleders vorkommenden ,operationen sind3 #a7 ,das ,reinigen der ,hute wird wie gewhnlich1 und das ,enthaaren mittelst ,kalk ausgefhrt2 #b7 das ,schwellen verrichtet man entweder mit ,sauerwasser aus ,gerstenschrot1 mit ausgegerbter und sauer gewordener ,lohbrhe1 oder mit ,kaschka 7mit ,wasser zu einem dnnen ,brei zerriebenen ,hundekoth72 #c7 das ,gerben der ,juchten geschieht nicht mit ,eichenrinde1 sondern mit der ,rinde mehrerer ,weidenarten1 auch mit ,birken- und ,fichtenrinde1 oder auch mit allen drei ,arten von ,rinden4 ,man beginnt das ,gerben damit1 dass man die ,blssen einige ,tage in erschpfter ,gerbebrhe liegen lsst1 worauf man sie mit dem zerkleinerten ,gerbematerial in ,gruben mit ,wasser schichtet1 oder auch in einen warm bereiteten ,auszug der ,rinden legt4 ,die ,dauer des ,gerbens betrgt #e-f ,wochen4 #d7 ,die garen ,hute werden aufgeschlagen1 auf dem ,schabebock aufgestrichen und mssig getrocknet1 worauf sie mit ,birkenl 7,deggut1 ,dachert7 getrnkt werden4 ,dieses ,oel gewinnt man in ,russland durch ,theerschweelerei aus der weissen ,birkenrinde 7nach einigen ,angaben aus der korkigen ,rinde im ,frhjahre1 meist mit ,zusatz von ,birkenzweigen mit ,knospen71 es enthlt die gewhnlichen ,produkte der trockenen ,destillation des ,holzes -- ,kreosot1 ,phenol 7,birkenphenol nach ,louginine7 und ,paraffin4 -- ,mit diesem ,oel werden die auf einer ,tafel mit der ,fleischseite nach oben ausgebreiteten ,hute mit ,lappen eingerieben und dieses so lange fortgesetzt1 bis die ,haut vollstndig mit dem ,oel imprgnirt ist4 ,hierauf werden die getrnkten ,hute so lange gereckt1 bis sie geschmeidig geworden sind4 ,die ,hute werden hierauf auf der ,narbenseite mit ,alaunlsung bestrichen und nach dem ,trocknen mit einer gekerbten ,walze berfahren1 um auf der ,oberflche ein beliebiges ,korn zu bilden4 ,nunmehr werden die ,hute getrocknet und dann gefrbt1 indem man zwei ,hute mit der ,narbenseite bereinander legt1 an den ,kanten zusammennht1 so dass ein ,sack daraus gebildet wird1 in welchen man die ,farbebrhe giesst4 ,zur rothen ,farbe bedient man sich einer mit ,kalkwasser bereiteten ,abkochung von rothem ,sandelholz und ,fernambukholz1 zu welcher man etwas ,potasche oder ,soda gesetzt hat4 ,nach neueren ,nachrichten soll man gegenwrtig nicht mehr die rothe ,farbebrhe in die zusammengenheten ,hute giessen1 sondern damit mit ,hlfe einer ,brste die ,hute #e-f ,mal bestreichen4 ,die noch etwas feuchten ,felle werden dann aufeinander gelegt1 damit sie gleichmssig anziehen1 hierauf auf der ,fleischseite gefalzt1 geschlichtet1 gekrispelt und pantoffelt1 auf der ,narbenseite noch mit ,thran und ,birkenl getrnkt und mit ,flanell abgerieben4 ,man verwendet bekanntlich das ,juchtenleder zum ,einbinden von ,bchern ffentlicher ,bibliotheken1 wo es in ,folge der riechenden ,bestandtheile des ,birkenles1 womit das ,juchtenleder getrnkt ist1 die ,insekten und ,wrmer vertreibt1 zu ,stiefeln1 ,sckler- und ,riemerarbeiten2 ferner in der ,portefeuillefabrikation4 ,sidenote3 ,saffian4 ,mit dem ,namen ,saffian1 ,maroquin oder trkisches ,leder wird ein aus ,bock- oder ,ziegenfellen bereitetes1 sehr feines und weiches gefrbtes 7nicht lackirtes7 ,leder bezeichnet4 ,man unterscheidet die chten ,saffiane 7,maroquins7 aus ,ziegenfellen bereitet1 die unchten ,saffiane aus ,schaffellen erhalten1 gespaltene ,schafleder und dnn ausgearbeitete ,kalbleder fr ,buchbinder- und ,portefeuillearbeiten4 ,die ,fabrikation der ,saffiane gilt fr eine arabische ,erfindung und noch gegenwrtig werden im ,norden ,afrika's1 besonders in ,marokko1 in der ,trkei und in ,persien betrchtliche ,mengen davon angefertigt1 welche noch bis zur ,mitte des vorigen ,jahrhunderts1 um welche ,zeit der ,saffian in ,europa erst ,eingang fand1 nach ,europa kamen4 ,fr die ,fabrikation von schnem ,saffian ist eine sorgfltige ,behandlung bei den ,vorarbeiten unerlsslich4 ,die ,felle werden durch ,aetzkalk enthaart und mssen durch umsichtiges ,beizen und ,schwellen von allem ,kalk befreit werden4 ,zum ,gerben selbst whlt man nur solche ,gerbematerialien1 die wenig frbende ,bestandtheile haben wie der ,sumach4 ,die ,operation des ,gerbens geschieht in verschiedener ,weise4 ,nach der im ,orient blichen ,methode werden die ,blssen in ,form von ,scken zusammengenht und dann mit einer ,flssigkeit angefllt1 welche aus einem ,gemenge von kaltem ,wasser und ,sumachpulver besteht4 ,die ,gerbebrhe durchdringt die zu ,scken ausgespannten ,felle so rasch1 dass in einem ,zeitraum von drei ,tagen die ,gerbung derselben vollendet ist4 ,die nmliche ,gerbemethode wird auch hin und wieder in ,deutschland1 seltener in ,frankreich1 allgemein aber in ,england bei ,saffianen1 ungespaltenen ,schafledern und bei ,kalbfellen in ,anwendung gebracht4 -- ,nach einem anderen ,gerbeverfahren1 welches hier und da in ,deutschland1 allgemein aber in ,frankreich in ,gebrauch ist1 so auch in ,england fr gespaltene ,schafleder1 bringt man die ,blssen unter anhaltender ,bewegung in passende ,bottiche1 welche das ,gemisch von ,wasser und ,sumach enthalten2 dieses ,verfahren erfordert ungefhr acht ,tage ,zeit zu vollstndiger ,umwandlung der ,blsse in ,leder4 ,der ,orient und die mit ihm oben namhaft gemachten ,staaten verarbeiten die rohen ,ziegen- und ,schaffelle nur so weit1 bis sie gegerbt und getrocknet sind2 selten nur werden sie dort gefrbt und zugerichtet4 ,in diesem ,zustande mit dem ,namen ,meschinleder 7gleichbedeutend mit dem franzsischen cuir en croutes7 bezeichnet1 gehen sie nach ,wien und ber ,leipzig1 um von deutschen ,fabrikanten mit ,farbe versehen1 geglnzt und appretirt zu werden4 ,sidenote3 ,appretur des ,saffians4 ,das ,zurichten der fr ,saffian bestimmten ,leder besteht zunchst in dem ,frben derselben1 worauf sie die letzte ,appretur erhalten4 ,das ,frben geschieht entweder aus dem ,troge ,greek3 a7 7bei chten ,saffianen71 oder mit ,hlfe der ,brste1 ,greek3 b7 7bei unchten ,saffianen71 ,greek3 a7 ,das ,frben aus dem ,troge geschieht in schmalen ,trgen1 in welche man aus einem grsseren ,reservoir nur so viel ,farbe von etwa #fj ,temperatur giebt1 als zur ,frbung eines ,felles erforderlich ist4 ,die gegerbten ,felle werden mit der ,aasseite nach innen der ,lnge nach zusammengelegt4 ,der ,arbeiter nimmt ein ,fell an dem zusammengelegten ,rande und bewegt es in der ,farbenbrhe1 bis dieselbe fast absorbirt ist4 ,hierauf versieht er den ,trog von ,neuem mit ,farbe und verfhrt ebenso mit einem zweiten ,fell und so fort4 ,so wie die ,felle das ,bad passirt haben1 werden sie ausgebreitet und #b-d ,dutzend derselben ber einander gelegt4 ,hierauf wendet man die ,lage ,felle um1 sodass das erste ,fell wieder nach oben kommt1 und giebt dann von diesem an nach der ,reihe das zweite ,bad1 und hierauf das dritte ,bad4 ,dann werden die ,felle geffnet oder ausgebreitet1 in reinem ,wasser ausgewaschen und dann weiter appretirt4 ,greek3 b7 ,unchte ,saffiane erhalten ihre ,farbe durch ,aufstreichen der ,farbebrhe mittelst der ,brste4 ,die ,felle werden zu dem ,ende vollstndig durchgeweicht1 dann glatt ausgestrichen und die ,farbenbrhen wiederholt aufgetragen4 ,es liegt auf der ,hand1 dass der ,effekt1 welchen die ,farbe macht1 grsstentheils von der ,beschaffenheit der ,narbe des ,saffians abhngig ist1 weshalb man den ,operationen des ,zurichtens nach dem ,frben die grsste ,sorgfalt widmet4 ,zunchst werden die gefrbten ,felle nach dem ,trocknen mit einem ,wolllappen mit etwas ,leinl auf der ,narbenseite eingerieben1 dann auf einer ,glnzmaschine der ,lnge nach geglnzt und geglttet1 hierauf werden sie in die ,quere platirt1 dann das zweite ,mal schrg ber die ,platirung4 ,die gelb gefrbten ,felle werden nicht geglnzt1 weil sich sonst das ,gelb ins ,braune ziehen wrde4 ,seit einigen ,jahren spielen die ,theerfarben in der ,lederfrberei eine grosse ,rolle#adc4 #adc ,boelsche's ,referat im amtlichen ,berichte ber die ,pariser ,ausstellung #ahfg4 ,berlin #ahfh #e4 ,heft p4 #cgf4 ,der ,corduan1 ein gefrbtes ,leder1 welches in frherer ,zeit eine weit grssere ,rolle spielte als heutzutage1 ist von dem ,saffian wesentlich nur durch die grssere ,strke der ,felle und dadurch unterschieden1 dass er seine natrliche ,narbe behlt1 whrend diese beim ,saffian platirt1 d4 h4 knstlich gemacht ist4 ,er pflegt roth1 gelb oder schwarz gefrbt zu werden4 ,sidenote3 ,lackirtes ,leder4 ,die ,kunst1 lackirtes ,leder zu bearbeiten1 dass es biegsam1 geschmeidig1 dauerhaft1 vollkommen trocken1 nicht klebend1 schn schwarz und glnzend werde1 gehrt erst der neueren ,zeit an1 und erst seitdem ist es mehr und mehr steigendes ,bedrfniss geworden1 ,fussbekleidung von lackirtem ,leder zu tragen1 ,wagenverdecke und ,wagenbekleidungen1 ,mtzen- und ,helmschirme und viele andere ,gegenstnde aus lackirten ,huten zu bereiten4 ,lackirtes ,leder kommt in der ,regel nur in schwarzer ,farbe vor4 ,die ,herstellung des erstern besteht darin1 dass man auf den entsprechend vorbereiteten ,grund des nicht eingefetteten lohgaren1 seltener l- oder smischgaren ,leders1 welches1 nachdem es gehrig geebnet und geglttet1 auf ,holzrahmen ausgespannt worden ist1 einen ,lackfirniss auftrgt1 welcher eine schwarze ,farbe und die ,eigenthmlichkeit hat1 in der ,klte dickflssig und zhe1 in der ,wrme aber dnnflssig zu sein4 ,dieser dickflssige ,lack auf die ,hute und ,felle aufgetragen und dann in einen auf ungefhr #ej ,c4 erhitzten ,raum gebracht1 wird dann dnnflssig1 breitet sich auf dem horizontal liegenden ,leder gleichmssig aus und trocknet ein4 ,die ,fabrikation der farbigen lackirten ,leder weicht insofern von der eben beschriebenen ,methode ab1 als man bei ihr nur dnnflssige ,lacke anwendet und die ,trocknung derselben nur in minder hohen ,hitzgraden bewerkstelligt4 ,von grosser ,wichtigkeit ist die ,herstellung von glatten lackirten ,huten fr ,sattler- und ,wagenmacher-,gebrauch4 ,das ,dach des ,wagens1 welches in vielen ,fllen bald steif gestellt1 bald zurckgeschlagen werden soll1 bedarf neben einer grossen1 dnnen1 lcherfreien ,haut1 auch eine solche1 die dehnbar und weich ist1 und alle ,biegungen ohne zu brechen vertrgt4 ,die ,haut der ,kuh bot1 in ,folge ihrer natrlichen ,dnne und grossen ,flche1 somit das einzige ,material zur ,herstellung von ,wagendecken2 sie wurde mit ,fett weich gemacht1 geschwrzt und gekrispelt4 ,allein sie war von nur kurzer ,dauer1 denn der ,sonne ausgesetzt1 trat das in ihr befindliche ,fett auf ihre ,oberflche und beschmutzte sie2 ihre ,farbe1 ursprnglich schwarz1 wurde bald roth1 und der vor ,kurzem noch elegante ,wagen war seiner ,schnheit beraubt4 ,nach der ,erfindung des ,lederlackes konnte man dem ,wagenbauer zu ,verdecken ein lackirtes ,leder liefern1 welches von den erwhnten ,nachtheilen vllig frei ist4 ,da die vorhandenen ,kuhhute zur ,befriedigung des sich immer mehr steigernden ,bedarfs an ,verdeckledern nicht ausreichten1 kam man auf den glcklichen ,gedanken des ,spaltens grosser starker ,ochsenhute1 und indem man dieselben ihrer ganzen ,flche nach horizontal durchschnitt1 erhielt man ein ,leder fr die ,wagendecken und ein zweites fr ,garnirung der ,kutschensitze1 der ,kothflgel u4 s4 w4 ,zum ,schlusse sei noch das ,instrumenten- oder ,klavierhammerleder erwhnt1 welches seiner ,bestimmung nach weich1 aber doch sehr elastisch sein muss4 ,die ,fabrikationsweise dieses ,leders wurde lange ,zeit als tiefes ,geheimniss behandelt1 gegenwrtig weiss man1 dass dieses ,leder halb in ,thran1 halb in ,fichtenlohe gegerbt ist4 ,ohne die ,narbe von der ,haut abzustossen1 wird es in ,thran gewalkt1 in ,lauge gewaschen und auf der ,narbenseite an der ,sonne gebleicht4 ,dann kommt es in eine auf ,handwrme abgekhlte ,abkochung von ,fichtenlohe1 in welcher es so lange verbleibt1 bis das ,leder1 ursprnglich weiss1 eine ,lohfarbe angenommen hat4 ,hierauf wird es brigens wie smischgares ,leder zugerichtet4 ,unter dnischem ,leder versteht man eine ,sorte lohgares ,handschuhleder1 welches im ,norden aus ,fellen von jungen ,ziegen1 ,lmmern und aus ,rennthierhuten mit ,hlfe von ,weidenrinde hergestellt wird und sich durch einen eigenthmlichen ,weidengeruch1 durch helle ,farben und grosse ,geschmeidigkeit auszeichnet4 ,,ii4 ,die ,alaun- oder ,weissgerberei4 ,sidenote3 ,alaungerberei4 ,die ,alaun- oder ,weissgerberei umfasst denjenigen ,theil der ,gesammtgerberei1 welcher sich hauptschlich gewisser ,thonerdesalze zur ,ueberfhrung der ,haut in ,leder bedient1 das in diesem ,falle alaun- oder weissgares ,leder genannt wird4 ,man unterscheidet drei ,modificationen der ,weissgerberei1 nmlich3 #a7 die gemeine ,weissgerberei1 welche nur schwache ,hute1 wie ,hammelfelle1 ,ziegenfelle und ,schaffelle verarbeitet1 dieselben erst in ,kalkscher vorbereitet und dann mit ,alaun und ,kochsalz 7mit ,gerbesalz7 weissgar macht1 ohne sie hierauf mit ,fett zu trnken2 #b7 durch die ungarische ,weissgerberei werden starke ,hute 7,ochsen- und ,bffelhute1 ,kuh- und ,rosshute7 zu ,sattler- und ,riemerarbeit1 ohne sie vorher mit ,kalk zu behandeln1 weissgar gemacht und dann mit ,fett getrnkt4 ,an die ungarische ,weissgerberei schliesst sich die ,bereitung des ,klemm'schen ,fettleders an2 #c7 die franzsische oder ,erlanger ,weissgerberei1 welche ,felle von jungen ,ziegen 7,kitzen71 jungen ,klbern 7,kalbkid7 und ,lmmern1 seltener ,gemsenfelle1 nach einem eigenthmlichen ,verfahren zu ,handschuhleder1 sowie zu ,leder zu ,galanterieschuhwaaren gar macht4 ,an diese ,methode des ,weissgerbeverfahrens schliesst sich #d7 die ,lederbereitung mit unlslichen ,seifen nach dem ,vorschlage von ,knapp an4 ,sidenote3 ,gemeine ,weissgerberei4 #a7 ,die gemeine ,weissgerberei verarbeitet ,schaf- oder ,hammel- und ,ziegenfelle1 welche dem ,gerber entweder mit der ,wolle oder bereits geschoren berliefert werden4 ,im ersten ,falle sind bei der ,behandlung der ,felle besondere ,rcksichten durch den ,werth der ,wolle geboten1 da hufig der ,gewinn des ,gerbens mehr in dem ,verkauf der ,wolle 7,gerberwolle1 ,raufwolle71 als in dem des weissgaren ,leders besteht4 ,die weisse ,farbe1 grosse ,weichheit und zarte ,narbe1 welche man vom weissgaren ,leder verlangt1 fhren grosse ,sorgfalt bei den vorbereitenden ,operationen mit sich1 welche ausserdem mit den bei der ,lohgerberei beschriebenen zusammenfallen4 ,das ,einweichen und ,ausstreichen der ,felle geschieht wie in der ,lohgerberei und zwar letzteres ebenfalls mit einem ,streichmesser4 ,der ,arbeiter legt einen ,decher 7,corruption von ,decuria1 #aj ,stck7 ber den ,streichbaum bereinander1 und streicht ein ,fell nach dem anderen auf der ,fleischseite1 die ,schaffelle behufs des ,reinigens der ,wolle auch auf der ,narbenseite aus1 bis er zum letzten ,fell gelangt1 welches als unmittelbar auf dem ,streichbaum liegend leicht verletzt werden knnte und deshalb auf den nchsten ,decher gebracht wird4 ,die ,felle werden hierauf enthaart2 bei mit ,haaren versehenen ,huten oder ,schafhuten1 deren ,wolle vorher abgeschoren wurde1 geschieht das ,enthaaren auf dieselbe ,weise wie beim ,lohgerben1 nur werden die mit ,kalkmilch hinlnglich behandelten ,hute auf dem ,streichbaum nicht mit dem ,schabeeisen1 sondern mit einem kurzen ,holzstabe von der ,wolle oder den ,haaren befreit4 ,die noch mit der ,wolle versehenen ,felle werden1 ehe man sie dem ,kalkscher bergiebt1 mittelst des ,anschwdens enthaart1 um die ,wolle als ,waare nicht zu entwerthen4 ,zu dem ,ende werden die ,felle mit der ,fleischseite nach oben auf der ,erde ausgebreitet1 mittelst des ,schwdenwedels 7eines in ,gestalt eines ,pinsels zubereiteten ,ochsenschweifes oder eines aus ,werg zusammengebundenen ,pinsels7 mit einem aus gleichen ,theilen ,kalk und gesiebter ,asche und ,wasser bereiteten ,brei bestrichen1 darauf der ,kopf und die ,fsse nach der ,aussenseite zu einwrts gelegt2 hierauf wird jedes ,fell dergestalt zusammengeschlagen1 dass die ,wolle nicht vom ,kalk berhrt wird und so #h-aj ,tage liegen gelassen1 bis die ,wolle sich lst4 ,alsdann werden die ,felle auf der ,fleischseite und auf der ,haarseite rein ausgewaschen1 um sie vom ,kalk zu befreien und vom ,schmutz zu reinigen1 worauf die ,wolle zum ,theil abgepflckt1 zum ,theil aber auch auf dem ,streichbaume abgestossen wird4 ,die durch das ,anschwden enthaarten ,felle werden nun in den ,kalkscher gepackt und weiter behandelt1 wie oben angegeben worden ist4 ,um den in den ,huten enthaltenen ,teig so vollstndig als mglich zu entfernen1 kommen die enthaarten ,blssen in den sogenannten faulen ,aescher1 worunter ein ,reservoir verstanden ist1 welches von ,zeit zu ,zeit aufgerhrt ist und in ,folge des fteren ,gebrauches thierische ,substanzen in reichlicher ,menge enthlt1 die unter ,mitwirkung des ,kalkes sich nach und nach zersetzen und dadurch zur ,ammoniakentwicklung ,veranlassung geben4 ,hierdurch wird ein guter ,theil ,fett aus den ,huten entfernt4 ,nach dem ,behandeln im ,kalkscher werden die ,hute im ,schabebaum verglichen1 d4 h4 es werden die zur ,lederfabrikation unbrauchbaren ,stcke wie die ,spitzen der ,beine und des ,kopfes1 die ,ohren1 die ,brustzipfel und der ,schwanz behufs der ,bereitung von ,leim abgeschnitten4 ,die verglichenen ,hute werden dann eine ,nacht im ,wasser eingeweicht1 dann auf dem ,schabebocke mit einem stumpfen ,streicheisen auf der ,fleischseite wie auf der ,narbenseite gut ausgestrichen und geschabt1 dann mit einer hlzernen ,stosskeule mit ,wasser einige ,zeit gewalkt1 ausgewaschen und abermals auf dem ,streichblock bearbeitet1 wobei zugleich der rckstndige ,kalk und die ,kalkseife ausgedrckt und die ,haare der ,hute vollstndig entfernt werden4 ,um die letzten ,mengen des ,kalkes zu beseitigen und um die ,hute zu schwellen1 kommen dieselben in die ,kleienbeize1 in welcher sie #b-c ,tage bleiben4 ,dann werden sie herausgenommen1 in ,wasser gesplt1 ausgewunden und unmittelbar zum ,gerben in die ,gerbebrhe gebracht4 ,auf je einen ,decher bereitet man eine ,alaunbrhe aus #j1ge ,kilogr4 ,alaun1 #j1cj ,kilogr4 ,kochsalz1 #bb1e ,liter ,wasser4 ,von dieser heiss bereiteten ,brhe giesst man #a ,liter in einen ,waschtrog1 lsst sie bis zur ,handwrme abkhlen und zieht ein ,fell ein oder zwei ,mal durch1 bis die ,brhe das ,fell berall gleichmssig imprgnirt hat4 ,nach dem ,herausnehmen schichtet man die ,felle auf einander1 ohne sie auszuringen1 lsst sie #b-c ,tage so liegen1 wodurch sie die ,gare bekommen1 ringt sie dann aus und trocknet sie langsam1 auf ,latten aufgehngt4 ,was die ,theorie der ,anwendung der ,alaunbrhe in der ,weissgerberei betrifft1 so neigte man sich frher allgemein der ,ansicht zu1 dass nur das ,chloraluminium darin -- durch ,umsetzung der ,bestandtheile des ,thonerdesulfates des ,alauns und der ,bestandtheile des ,kochsalzes entstanden -- wirksam sei1 man glaubte1 dass ein basisches ,chloraluminium 7,aluminiumoxychlorr7 mit der ,haut sich verbnde1 whrend saure salzsaure ,thonerde in der ,gerbebrhe zurckbliebe4 ,die ,sulfate der ,alkalien in der ,alaunbrhe hielt man fr ,ballast4 ,dass ,aluminiumacetat 7essigsaure ,thonerde7 anstatt der ,alaunbrhe angewendet1 von guter und schneller ,wirkung sei1 war ebenfalls bekannt4 ,die von ,knapp senior mit ,alaun1 ,aluminiumacetat und ,chloraluminium angestellten ,versuche haben gelehrt1 dass bei der ,aufnahme des ,aluminiumsalzes durch die ,hautfaser keine ,zersetzung des ,salzes stattfindet2 es wurden durch die ,haut aufgenommen von ,alaun #h1e ,proc4 ,aluminiumsulfat #bg1i ,chloraluminium #bg1c ,aluminiumacetat #bc1c ,die ,thonerdesalze verbinden sich aber keineswegs mit der ,haut unter allen ,umstnden stets in obigen ,verhltnissen1 die ,erfahrung lehrt im ,gegentheile1 dass die ,hute aus concentrirten ,salzlsungen mehr aufnehmen als aus verdnnten4 ,was die ,rolle des ,kochsalzes bei der ,bereitung der ,gerbebrhe betrifft1 so ist das ,kochsalz keineswegs nur das ,mittel1 das ,thonerdesulfat des ,alauns in ,chloraluminium berzufhren 7neuere ,versuche von ,knapp -- #ahff -- haben sogar gelehrt1 dass bei ,anwendung von #a ,at4 ,kalialaun und #c ,at4 oder #cg ,proc4 ,kochsalz1 beide ,salze sich nicht mit einander umsetzen71 sondern es bt auch einen eigenen und zwar activen ,einfluss aus1 theils als eine die ,wirkung des ,alauns auf dialytischem ,wege lebhaft befrdernde ,substanz1 theils weil es auch als ,lsung1 gleich dem ,alkohol1 die ,eigenschaft besitzt1 den thierischen ,geweben ihren ,wassergehalt so weit zu entziehen1 dass die ,fasern beim ,trocknen nicht mehr zusammenkleben1 und somit bei der ,lederbildung mitwirkt4 ,die gegerbten ,felle schrumpfen beim ,trocknen etwas ein und besitzen eine ziemliche ,steifheit1 welche ihnen durch die ,arbeit des ,stollens genommen wird2 die ,felle werden nmlich ber den convexen ,theil eines bogenfrmigen ,eisens1 der ,stolle1 und zwar ber die stumpfe ,schneide der ,breite nach hinweggezogen1 um die ,felle auszudehnen und alle ,falten zu beseitigen4 ,vorher benetzt man sie mit ,wasser oder legt sie einige ,tage in den ,keller1 damit sie whrend des ,stollens nicht zerreissen4 ,nach dem ,stollen werden sie auf dem ,streichrahmen oder ,streichschragen mit ,hlfe der ,streiche gestrichen und dann sind sie ,waare4 ,das fertige ,leder wird unter der ,benennung ,weissleder in grossen ,massen zu ordinrem ,schuhfutter und dergl4 verwendet4 ,sidenote3 ,ungarische ,weissgerberei4 #b7 ,die ungarische ,weissgerberei unterscheidet sich von der gemeinen ,weissgerberei dadurch1 dass sie dicke ,ochsen-1 ,bffel-1 ,kuh- und ,rosshute zu ,sattler- und ,riemerarbeit1 zuweilen auch ,eberhute und ,farrenhlse fr ,dreschflegel verarbeitet1 die ,hute nicht in den ,kalk bringt und sie nach dem ,gerben mit ,fett trnkt4 ,die rohen ,hute werden blos eingeweicht1 bis alles ,blut und alle ,unreinigkeiten entfernt sind1 und dann enthaart2 zu dem ,ende werden die ,hute1 sowie sie aus dem ,wasser kommen1 mit einem scharfen ,putzmesser abgeschoren4 ,hierauf kommen sie sofort in die ,alaunbrhe1 welche fr eine ,haut von ungefhr #be ,kilogr4 ,gewicht aus #c ,kilogr4 ,alaun1 #c ,kilogr4 ,kochsalz und #bj ,liter ,wasser bereitet wird4 ,die ,alaunbrhe wird im lauwarmen ,zustande in einem lnglich-runden ,bottich auf die ,felle gegossen1 dergestalt1 dass die ,narbenseite nach oben gekehrt ist4 ,ein ,arbeiter tritt alsdann mit den ,fssen in dem ,bottiche einige ,mal auf den ,fellen herum1 worauf sie acht ,tage lang in der ,brhe liegen bleiben4 ,nach dieser ,zeit werden sie nochmals gut durchgetreten1 worauf man das ,leder auf ,stangen trocknet4 ,nach dem ,trocknen werden die ,hute gereckt und dann mit ,fett getrnkt4 ,zu dem ,ende werden die gegerbten ,hute auf ,stangen ber ,kohlenfeuer erwrmt1 dann auf einem ,tisch ausgebreitet und auf der ,fleischseite wie auf der ,narbenseite mit geschmolzenem ,talg eingerieben4 ,jede ,haut erhlt etwa #c ,kilogr4 ,talg4 ,nachdem dreissig ,hute so getrnkt worden sind1 werden sie einzeln ber einem ,kohlenfeuer etwa eine ,minute lang durch zwei ,arbeiter hin und her gezogen1 wodurch das ,fett die ,hute besser durchdringt1 worauf man sie in der freien ,luft1 die ,fleischseite einwrts gekehrt1 aufhngt4 ,der ,talg verbindet sich 7wenigstens zum ,theil7 mit der ,haut4 ,das ,leder ist nun fr die ,verwendung fertig4 ,sein ,hauptverbrauch ist zu ordinrem ,pferdegeschirr1 der sich in ,frankreich so weit ausdehnt1 dass man auch die ,geschirre fr die ,artilleriebespannung daraus fertigt1 da nicht leicht ein zweites ,leder so viel ,strke und ,zhigkeit besitzt1 und auch nicht leicht ein anderes so rasch und so wohlfeil hergestellt werden kann4 ,sidenote3 ,handschuhleder4 #c7 ,die franzsische oder ,erlanger ,weissgerberei befasst sich nur mit der ,herstellung von ,glachandschuhleder und von ,leder fr ,galanterieschuhwaaren4 ,bei dem ,leder fr ,glachandschuhe bleibt die ,narbe der ,felle unverndert1 whrend bei waschledernen ,handschuhen1 welche mit ,thran gegerbt wurden1 stets die ,narbe der ,felle abgenommen ist4 ,das alaungare ,handschuhleder erheischt1 weil es zu ,luxusartikeln1 den ,glachandschuhen1 verarbeitet wird1 die ,eigenschaften des ,weissleders in hohem ,grade1 da diese ,leder1 wenn sie weiss bleiben1 ein gleichmssiges ,weiss erhalten sollen1 und wenn sie gefrbt werden1 dieses fast durchweg mit hellen und delicaten ,farben geschieht4 ,nur durch sorgfltiges ,behandeln der ,felle in den vorbereitenden ,operationen1 durch pedantische ,reinlichkeit1 durch ,fernhalten von ,allem1 was ,flecke hervorrufen knnte wie ,eichenholz1 eisenhaltiges ,wasser und dergl4 ist man im ,stande1 diese ,bedingungen zu erfllen4 ,dazu gesellt sich noch der ,umstand1 dass die ,handschuhe grosse ,geschmeidigkeit und ,dehnbarkeit1 dabei mglichste ,haltbarkeit und eine unversehrte ,narbe besitzen mssen4 ,zu dem besseren ,glachandschuhleder werden zwei ,fellsorten verwendet2 die eine theurere ist das ,fell der nur mit ,milch ernhrten jungen ,ziege 7,zickel oder ,kitz71 die eine wohlfeilere ist das ,fell des ,lammes4 ,jedes dieser ,felle liefert im ,durchschnitt zwei ,paar ,handschuhe4 ,fr ,leder zu ,galanterieschuhwaaren verwendet man die ,felle junger ,klber 7sogenannte ,kalbkid74 ,die ,vorbereitungsarbeiten sind die gewhnlichen der ,weissgerberei1 die ,gerberei selbst weicht aber vollstndig ab1 indem die ,felle mit einem ,gerbebrei 7der ,nahrung7 gegerbt werden1 durch welchen sie nicht nur weissgar werden1 sondern auch das zur vlligen ,geschmeidigkeit nthige ,oel erhalten4 ,dieser ,brei besteht aus ,weizenmehl1 ,eidotter1 ,alaun1 ,kochsalz1 welche man mit ,wasser zu einem flssigen ,brei anrhrt4 ,das ,weizenmehl bewirkt das ,aufgehen des ,leders1 indem die ,kleberbestandtheile und zwar als ,thonerdeverbindungen von der ,haut aufgenommen werden2 die ,strke des ,mehles tritt nicht in den garen ,bestand des ,leders ein4 ,das ,eidotter wirkt durch seinen ,gehalt an ,eiweiss1 aber viel wesentlicher durch seinen ,gehalt an ,eierl1 welches im ,eigelb im ,zustande einer natrlichen ,emulsion sich findet4 ,es giebt dem ,leder ,weichheit und ,zug1 und dem ,handschuh die ,eigenschaft1 sich nach der ,hand zu modelliren1 ohne ,falten zu werfen1 ohne eine empfindliche ,spannung zu erzeugen1 und ohne zu zerreissen4 ,emulsionirte ,oele wie ,mandell1 ,olivenl1 ,thran1 ja selbst ,paraffin scheinen das ,eierl vollstndig ersetzen zu knnen4 ,die ,felle werden darin einige ,zeit getreten und gewalkt4 ,in neuerer ,zeit soll man in ,frankreich der ,nahrung #b-c ,proc4 ,carbolsure zusetzen1 um dem zu starken ,erhitzen der mit ,nahrung versehenen ,felle beim ,lagern derselben entgegenzuwirken4 ,dann werden sie durch einfaches ,ausziehen gereckt1 an der ,luft1 so schnell es geht1 getrocknet1 gelinde angefeuchtet1 dutzendweise zwischen ,leinwand gelegt1 getreten1 um sie zu erweichen und dann einzeln der ,lnge und ,quere nach auf der ,fleischseite bis zu gengendem ,ausrecken ber das ,stolleisen gezogen1 darauf getrocknet und nochmals gestollt1 wodurch die letzten ,spuren anhngenden ,mehles entfernt werden und die erforderliche ,geschmeidigkeit gegeben wird4 ,die ,narbenseite nach aussen gekehrt1 wird dieses ,leder in den ,glachandschuhen verwendet1 denen man durch ,gltten oder ,glnzen 7mittelst der glsernen ,blankstosskugel oder mit ,hlfe der ,appretirmaschine71 oder auch durch ,ueberstreichen mit ,eiweiss1 ,senegalgummi1 ,tragant oder ,seife ,glanz giebt4 ,das ,frben der alaungaren ,handschuhleder findet gewhnlich auf der ,narbenseite1 seltener auf der ,fleischseite statt und geschieht entweder durch ,eintauchen oder durch ,anstrich4 ,letzteres ,verfahren1 unter dem ,namen des englischen ,verfahrens oder der ,fixfrberei bekannt1 ist das gewhnlichere4 ,nach ,knapp's ,versuchen lsst sich ein schnes weiches ,glanzleder erzeugen1 wenn man ,blsse aus ,lamm- oder ,ziegenfell in einer gesttigten alkoholischen lauen ,stearinsurelsung ausgerbt4 ,das so erzeugte ,leder ist geschmeidig1 von weisserer ,farbe als gewhnliches ,glachandschuhleder und von ganz besonders schnem natrlichen ,glanz der ,narbe4 ,sidenote3 ,knapp's ,leder4 #d7 ,die ,lederbereitung mit unlslichen ,seifen1 von ,knapp erfunden1 scheint fr die ,gerberei von einiger ,wichtigkeit werden zu wollen4 ,die gerbende ,eigenschaft des ,eisenoxydes ist lngst bekannt und noch im ,jahre #ahee liess sich ,belford fr ,england ein ,patent auf ein ,verfahren zur mineralischen ,gerbung der ,hute patentiren1 welches auf der ,anwendung des ,eisenoxydes beruht4 ,es ist bis jetzt aber nicht gelungen1 ein brauchbares ,leder damit herzustellen4 ,in einer ,auflsung von schwefelsaurem ,eisenoxyd und ,eisenchlorid frbt sich die ,blsse rothbraun1 in einer ,lsung von ,chromchlorid blaugrau1 jedoch nach dem ,trocknen erhlt man schlechtes1 narbenbrchiges1 oft ganz sprdes ,leder1 selbst dann noch1 wenn die ,gerbeflssigkeit mglichst wenig oder keine freie ,sure enthlt4 ,es ist wahrscheinlich1 dass die ,eigenschaft des ,eisenoxydes1 durch ,sauerstoffabgabe zerstrend auf die ,faser einzuwirken1 beim ,brchig- und ,sprdewerden des mit ,eisenoxyd gegerbten ,leders eine ,rolle spielt4 ,wird die ,eisenchloridlsung vor dem ,gerben mit so viel ,natron 7,soda oder ,aetznatron7 versetzt1 als sie vertrgt1 ohne einen bleibenden ,niederschlag zu bilden1 so wird das ,oxyd leichter und reichlicher auf die ,faser niedergeschlagen2 nebenbei hat man den ,vortheil1 dass die saure ,reaction auf die ,haut gehoben und eine dem ,zusatz der ,soda entsprechende ,menge ,kochsalz gebildet wird4 ,aus dieser ,lsung nun gerbt sich die ,haut weit leichter und mit voller ,geschmeidigkeit4 ,das so gegerbte ,leder hat jedoch das mit dem weissgaren gemein1 dass es im ,wasser die ,gerbung verliert und deshalb nur fr ,gegenstnde sich eignet1 welche mit ,wasser nicht in ,berhrung kommen4 ,um ihnen ,widerstand gegen die ,feuchtigkeit zu geben1 sind die ,metalloxyde auf der ,faser in unlsliche ,verbindungen berzufhren1 welche zugleich der ,biegsamkeit und ,weichheit der ,hautfaser sich anschliessen1 die ,raschheit der ,gerbung befrdern und mglichst haltbar auf der ,faser fixirt sind4 ,hierzu eignen sich am besten die ,verbindungen der ,oxyde von der ,formel ,r#b,o#c mit den fetten ,suren1 mithin die ,thonerde-1 ,eisenoxyd- und ,chromoxydseifen1 die in ,wasser unlslich1 ferner biegsam sind und1 was fr die ,praxis erheblich ist1 sich durch doppelte ,zersetzung aus in ,wasser lslichen ,verbindungen herstellen lassen4 ,bei der ,ausfhrung der ,gerbung mit unlslichen ,seifen giebt es zwei ,wege1 nach dem einen 7minder zu empfehlenden7 bereitet man zwei ,bder1 eines mit ,seifenwasser1 welches #c-e ,proc4 ,kaliseife enthlt1 und ein zweites1 eine ,auflsung des gerbenden ,salzes1 welches #e ,proc4 davon enthlt4 ,die ,blssen werden zuerst in die ,salzlsung gebracht1 fleissig darin bewegt1 fters zum ,abtropfen herausgenommen1 dann von ,neuem hineingelegt1 bis sie gehrig imprgnirt sind1 wozu #a-b ,tage gehren4 ,nach dem ,abtropfen kommen sie zum ,ausgerben ebenfalls #a-b ,tage lang in die ,seifenlsung4 ,nach beendigtem ,gerben werden die ,hute abgesplt und getrocknet4 ,ein besseres ,resultat und eine sattere ,gerbung der ,blsse erhlt man nach dem zweiten ,verfahren1 nach welchem man die ,seifenlsung mit der ,alaunlsung ausfllt und in der entstandenen zarten schlammigen ,masse die ,haut durchknetet4 ,die ,knapp'sche ,gerbung mit unlslichen ,seifen ist1 wenn auch nicht im ,princip1 doch in der ,tendenz einer ,combination der ,alaungerberei mit der ,smischgerberei hnlich4 ,das mit der ,thonerdeseife gegerbte ,leder ist weiss und besitzt an ,stelle der trocknen1 fast kreidigen ,oberflche der weissgaren ,leder eine weiche1 glnzende und fettig anzufhlende ,oberflche4 ,gerbt man aus einer ,flssigkeit1 die ,eisen- und ,chromsalze gemischt enthlt1 so erhlt man ,leder von einer ,farbe1 die bei geeignetem ,verhltniss der beiden ,salze der ,farbe des rothgaren ,leders tuschend hnlich ist4 ,,iii4 ,die ,smisch- oder ,oelgerberei4 ,sidenote3 ,smischgerberei4 ,die ,smisch- oder ,oelgerberei wandelt die ,felle von ,hirschen1 ,elenthieren1 ,rehen1 ,hammeln1 ,schafen1 zuweilen auch ,kalbsfelle1 dann auch ,ochsenhute 7zu ,riemen1 ,kuppeln und ,bandeliers beim ,militair7 in ,oelleder 7lgares oder smischgares ,leder7 um4 ,das ,gerbmaterial ist ,fett oder ,thran 7seit einigen ,jahren meist mit #d-g ,proc4 ,carbolsure versetzt74 ,das ,oelleder findet hauptschlich zu ,bekleidungsgegenstnden1 namentlich zu ,beinkleidern1 ,beuteln1 ,hosentrgern1 ,gamaschen1 ,westen1 waschledernen ,handschuhen1 ,bndern und ,bandagen zu chirurgischen ,zwecken ,anwendung1 wozu es sich in ,folge seiner ,weichheit1 seiner wolligen ,beschaffenheit und seines ,zuges wegen besonders eignet4 ,da es im ,wasser seine ,gerbung nicht verliert und daher auch ohne ,nachtheil gewaschen werden kann1 nennt man es auch ,waschleder4 ,die oberste ,lage des ,coriums1 welche ihrer dichteren ,beschaffenheit wegen1 nicht dieselbe ,dehnbarkeit und ,geschmeidigkeit besitzt wie die untere1 also die ,narbe1 wird bei dickeren ,fellen abgestossen2 bei solchem lgaren ,leder fllt daher der ,unterschied zwischen ,narben- und ,fleischseite hinweg4 ,das ,abstossen der ,narbe befrdert zugleich das ,eindringen des ,fettes1 welches unter der vereinigten ,einwirkung von ,luft und ,wrme sich in ,produkte umwandelt1 welche mit der ,hautfaser eine feste trockene ,verbindung eingehen1 in welcher der ,fettgehalt nicht mehr physikalisch zu erkennen ist1 namentlich hindert er nicht mehr das ,eindringen des ,wassers 7das ,oelleder ist daher keineswegs wasserdicht wie z4 ,b4 das ,fettleder ,klemms71 dagegen nimmt es der ,hautfaser das ,vermgen1 unter dem ,einflusse des ,wassers zusammenzukleben und einzuschrumpfen4 ,dnnere ,felle1 wie ,felle von ,ziegen und ,lmmern1 welche zu den feinen lgaren ,handschuhen dienen1 behalten ihre ,narbe der grsseren ,haltbarkeit wegen und werden dann auf der ,fleischseite nach aussen getragen4 ,die fr das ,oelleder bestimmten ,felle werden bis zur beendigten ,enthaarung eben so vorbereitet wie in der ,weissgerberei2 da bei dem lgaren ,leder eine ,schonung der ,narbe nicht erforderlich ist1 so werden die ,haare nicht mit einer ,schabe1 sondern auf dem ,streichbaum mit einem stumpfen ,messer1 dem ,abstossmesser1 abgestrichen1 wobei zugleich die ,narbe abgestossen wird4 ,die abgestossenen und durch ,vergleichen von den unbrauchbaren ,endstcken befreiten ,felle kommen behufs ihrer vollstndigen ,entkalkung und ,schwellung in ,kleienbeize4 ,hierauf werden sie ausgewunden und sofort in die ,walke gebracht1 um hier mit dem ,fette getrnkt oder gegerbt zu werden4 ,hierzu werden die ,felle1 die ,narbenseite nach oben auf dem ,tische ausgebreitet und mit ,thran oder ,oel bestrichen1 dann zu ,knueln zusammengewickelt1 unter eine ,stampfwalke gebracht und #b-c ,stunden gewalkt1 whrend dem man sie von ,zeit zu ,zeit herausnimmt1 einige ,zeit an der ,luft liegen lsst und dann von ,neuem lt und walkt1 bis sie genug ,fett aufgenommen haben4 ,durch das wiederholte ,aushngen an die ,luft verlieren die ,felle ihr ,wasser allmlig und in dem ,maasse1 als das ,wasser verdunstet1 tritt das ,oel an dessen ,stelle2 die ,felle bleiben so lange der ,luft ausgesetzt1 bis die ussere ,oberflche abgetrocknet erscheint 7anrauscht74 ,dass die ,felle hinreichend ,oel erhalten haben1 erkennt man an einem eigenthmlichen scharfen1 an ,meerrettig erinnernden ,geruch1 welcher an die ,stelle des ,fleischgeruches tritt4 ,bereits whrend des ,walkens1 noch mehr aber whrend des ,aushngens der ,hute an die ,luft1 hat sich der ,thran theilweise verndert und ist mit der ,hautfaser in ,verbindung getreten2 ein anderer und zwar der grsste ,theil des ,thranes erfllt aber nur mechanisch die ,poren des ,leders4 ,der ,zweck der nchsten ,arbeit ist daher der1 die ,felle einer ,art1 mit ,temperaturerhhung begleiteten ,ghrung auszusetzen1 durch welche dieselbe ,wirkung in krzerer ,zeit erzielt wird1 welche beim ,aushngen der gelten ,hute stattfand1 und wodurch der grsste ,theil des ,thranes in ,verbindung mit der ,faser gebracht wird4 ,hierzu werden die ,felle in die ,wrmekammer gebracht1 auf einem auf dem ,boden ausgebreiteten ,leinentuche zu einem konischen ,haufen bereinander geworfen1 mit ,sorgfalt bedeckt1 sich selbst berlassen und nur von ,zeit zu ,zeit gelftet1 damit die ,hute sich nicht berhitzen4 ,das ,zusammenlegen und ,auseinanderwerfen der ,haufen wird wiederholt1 bis die ,felle die erforderliche gelbe ,farbe erhalten haben1 welche ein ,zeichen der beendigten ,oxydation des ,oeles ist4 ,das ,behandeln der gelten ,felle in der ,wrmekammer nennt man das ,frben in der ,braut4 ,ungeachtet der ,ghrung ist noch ein ,theil des ,oeles 7man rechnet gegen #ej ,proc4 des ursprnglich angewendeten7 in der ,haut im unverbundenen ,zustande enthalten1 welches durch eine lauwarme ,potaschenlsung entfernt wird4 ,aus der ablaufenden weissen ,brhe scheidet sich beim ruhigen ,stehen eine ,fettmasse ab1 welche ,dgras oder ,gerberfett heisst1 und wie auf ,seite #fje gesagt worden ist1 zum ,zurichten des lohgaren ,leders verwendet wird4 ,die entfetteten ,leder werden ausgerungen1 getrocknet und gestollt1 um ihnen die ,geschmeidigkeit wieder zu ertheilen1 welche sie durch das ,trocknen zum ,theil verloren haben4 ,das ,rauh- oder ,rauchleder ist lgares ,leder1 dessen ,narbe nicht abgestossen worden und dessen ,fleischseite geschwrzt ist4 ,es ist seiner ,milde und ,weichheit wegen zu ,damenstiefeln sehr beliebt4 ,nach den ,versuchen von ,knapp sen4 lsst sich eine ,art ,oelleder erhalten1 wenn man eine ,blsse abwechselnd mit einer ,lsung von ,seife und verdnnter ,sure behandelt1 so dass sich die fetten ,suren in der ,faser niederschlagen4 ,nach der ,gerbung muss das ,leder gut ausgewssert werden4 ,ueber die ,constitution des ,oelleders ist zur ,zeit nichts bekannt2 man weiss nicht1 welche ,zersetzungsprodukte des ,oeles 7ob allein die der fetten ,suren oder vielleicht auch die des ,glycerins7 mit der ,faser eine ,verbindung eingehen4 ,die ,smischgerberei hat im ,principe ohne ,zweifel vieles gemein mit dem ,oelen der ,baumwollstoffe als vorbereitender ,operation der ,trkischrothfrberei4 ,sidenote3 ,pergament4 ,das ,pergament ist kein ,leder im technologischen ,sinne1 denn die ,fasern der ,haut1 die zur ,pergamentbereitung dient1 sind weder durch ,gerbstoff1 noch durch ,thonerdesalze1 noch durch ,thran1 noch durch ein anderes ,gerbematerial vor dem ,zusammenkleben bewahrt1 und lassen sich daher durch kochendes ,wasser mit ,leichtigkeit in ,leim berfhren 7daher der ,name ,pergamentleim1 welcher bei feinen ,arbeiten hher geschtzt ist als der gewhnliche ,leim74 ,das ,pergament ist im ,wesentlichen nichts anderes als die von ,haaren befreite rohe ,haut einzelner und namentlich der kleineren ,thiere1 wie des ,kalbes und des ,schafes1 welches von anliegendem ,schmutz und ,fleisch befreit1 aufgespannt und getrocknet wird4 ,man unterscheidet eigentliches ,pergament 7parchemin1 parchement71 welches aus ,schaffellen hergestellt wird1 von dem ,pergament1 welches der ,franzose ,vlin oder ,parchemin virge1 und der ,englnder ,vellum nennt2 letzteres ist feiner als das gewhnliche ,pergament und wird aus jungen ,kalb-1 ,ziegen- und todtgeborenen ,lammhuten bereitet4 ,die verschiedenen ,zwecke1 denen das ,pergament dient1 bedingen bei der ,fabrikation desselben einige ,modificationen4 ,die ,felle werden zuerst eingeweicht1 gereinigt1 im ,kalkscher behandelt und enthaart2 ,schaffelle werden1 um die ,wolle mglichst zu schonen1 geschwdet4 ,nach dem ,enthaaren werden die ,felle gewaschen und zwar auf dem ,schabebaum und dann gewhnlich 7doch nicht immer7 geschabt und von allem ,fleisch befreit4 ,hierauf wird jedes ,fell mit ,schnren und ,wirbeln in einem ,rahmen mit beweglichen ,seiten 7hnlich dem ,stickrahmen7 der ,art eingespannt1 dass eine faltenlose ,flche entsteht4 ,das ausgespannte ,fell wird nochmals ausgestrichen und dnn geschabt und darauf getrocknet4 ,einiges ,pergament ist dann schon fertig und wird nur noch beschnitten2 so stellt man z4 ,b4 das ,trommelpergament aus ,kalbfellen1 das ,pergament zu ,pauken aus ,eselshuten dar4 ,bei ,kalbfellen zu ,trommelpergament entfernt man mit den ,haaren auch die ,narbe4 ,solche1 die ,farbe enthalten1 fr ,bchereinbnde bestimmt1 werden genau wie ,trommel- und ,paukenfelle behandelt1 nach dem ,trocknen aber auf beiden ,seiten mit einem halbrunden ,messer geschabt1 dessen ,scheide umgebogen ist4 ,dadurch wird den ursprnglich glatten ,flchen eine rauhe ,oberflche gegeben1 wodurch diese geschickt wird zur ,aufnahme von ,farbe wie auch von ,tinte4 ,die ,vorbereitung der ,felle zum ,frben wie zum ,schreiben ist nmlich eine und dieselbe1 so wie auch die fr jene ,pergamentsorte1 deren man sich zu ,schreibtafeln in ,brieftaschen und dergl4 bedient1 und welche die ,schriftzge des ,bleistiftes aufnehmen soll4 ,dieses ,pergament namentlich wird1 nachdem es auf beiden ,seiten abgeschabt worden1 mit einer mageren ,bleiweisslfarbe angestrichen1 an deren ,stelle auch hufig eine ,leimfarbe aus ,barytweiss oder ,zinkweiss tritt4 ,in ,england wendet man zur ,herstellung des ,schreibpergaments oder ,vellums beinahe ausschliesslich jene ,aas- oder ,fleischseite an1 welche man beim ,spalten der ,schafleder gewinnt4 ,oft wird das ,pergament1 nachdem es auf dem ,rahmen getrocknet worden ist1 gekreidet1 geschabt und mit ,bimsstein abgerieben4 ,zu ,sieben 7z4 ,b4 zum ,krnen des ,schiesspulvers7 nimmt man vorzugsweise ,schweinehute4 ,sidenote3 ,chagrin4 ,der chte orientalische ,chagrin 7,chagrain1 ,saghir1 ,sagri1 ,sagre7 ist eine ,art schwach gegerbtes ,pergament1 dessen eine ,seite krnig oder mit kleinen rundlichen ,kntchen bedeckt ist2 es wird in ,persien1 in der ,trkei1 in ,astrachan und in den ,donaufrstenthmern aus ,pferdehuten und aus den ,huten der wilden ,esel hergestellt und zwar nicht aus den ganzen ,huten1 sondern nur aus dem hinteren ,streif auf dem ,rcken1 gleich ber dem ,schwanze1 welcher in ,form einer ,sichel nach der ,quere ber den ,hften des ,thieres entlang herausgeschnitten wird4 ,behufs der ,fabrikation des ,chagrins werden die ,hute in ,wasser geweicht1 bis die ,epidermis sich lst und die ,haare abgenommen werden knnen4 ,die mit ,hlfe eines dem ,schlichtmond hnlichen ,werkzeuges enthaarten ,hute werden von ,neuem in ,wasser eingeweicht1 um eine ,schwellung hervorzubringen1 dann auf der ,fleischseite gereinigt1 und hierauf die ,fleischseite und die ,narbenseite so weit abgeschabt1 dass das ,corium1 welches zurckbleibt1 einer feuchten ,blase hnlich erscheint4 ,die so weit vorbereiteten ,blssen werden1 um die ,erhabenheiten auf ihnen hervorzubringen1 welche das ,charakteristische des ,chagrins bilden1 in ,rahmen eingespannt1 und dann ,allabuta 7schwarze harte ,samenkrner der wilden ,melde1 ,chenopodium album7 auf die ,narbenseite gestreut und in die ,haut entweder mit den ,fssen eingetreten oder eingepresst4 ,sind die ,hute trocken und sprde geworden1 so werden sie aus den ,rahmen genommen und die ,samenkrner durch ,schtteln abgesondert4 ,die ,hute erscheinen nun mit ,vertiefungen bedeckt4 ,sie werden dann mit ,schabemessern vllig geebnet und darauf geschwellt1 gegerbt und gefrbt4 ,da alle eingedrckten ,stellen sich beim ,schwellen wieder ausdehnen und erheben1 so entstehen dadurch die gewnschten ,kntchen4 ,die ,gerbung geschieht entweder mit ,lohe oder mit ,alaun1 daher mancher ,chagrin eine ,art weissgares ,leder ist4 ,man findet die ,chagrinhute im ,handel von allen ,farben1 doch meist grn1 welche ,farbe dem ,chagrin durch ,kupfersalze ertheilt wird4 ,nach dem ,frben werden die ,hute mit geschmolzenem ,hammeltalg getrnkt4 ,die ,fischhaut oder der ,fischhautchagrin kommt von verschiedenen ,arten der ,haifische 7,squalus canicula1 ,s4 catulus1 ,s4 centrina71 ,rochen u4 s4 w4 ,die ,haut dieser ,fische ist nicht mit ,schuppen1 sondern mit harten ,stacheln besetzt4 ,sobald die ,hute von den ,thieren abgezogen worden sind1 spannt man dieselben straff auf1 um sie zu trocknen und bringt sie entweder sofort in den ,handel oder schleift vorher die ,stacheln mit ,sandstein ab4 ,man benutzte die blos getrocknete und noch mit den ,stacheln versehene ,fischhaut frher hufig zum ,schleifen des ,holzes4 ,jetzt giebt man zu diesem ,zwecke dem ,bimsstein und dem ,sand- oder ,smirgelpapier den ,vorzug4 ,die von den ,stacheln befreiten und gefrbten ,hute dienen zu ,etuis fr ,fernrhre1 ,brillen u4 s4 w4 ,die ,leimfabrikation4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,in dem ,organismus aller1 hauptschlich aber der hheren ,thiere finden sich gewisse ,gebilde1 welche sich durch die ,eigenschaft auszeichnen1 in kaltem wie in heissem ,wasser unlslich zu sein1 durch fortgesetztes ,kochen aber eine wesentliche ,vernderung zu erleiden1 in deren ,folge sie sich lsen und beim ,verdampfen der ,lsung eine gelatinirende klebrige ,masse 7die ,gallerte71 beim vollstndigen ,austrocknen1 je nach dem ,grade der ,reinheit der ,gebilde1 einen durchscheinenden oder durchsichtigen und sprden1 in reinem ,zustande geschmack-1 geruch- und farblosen ,krper zu liefern1 welcher mit kaltem ,wasser zusammengebracht1 darin aufquillt und beim ,kochen mit ,wasser sich unverndert lst4 ,dieses ,umwandelungsprodukt der 7sogenannten leimgebenden7 ,gebilde ist der zum ,zusammenfgen der ,holzarbeiten1 zur ,aufhebung der ,capillaritt des ,handpapiers1 als ,klrmittel1 als ,kitt in der ,technik so vielfach angewendete ,leim4 ,die leimgebenden ,stoffe kommen durchgngig organisirt im ,thierkrper vor1 in der ,regel mit anderen organischen ,verbindungen innig gemengt4 ,man rechnet zu ihnen das ,bindegewebe1 die ,haut1 ,sehnen1 die ,ringsfaserhaut der ,lymphgefsse und ,venen1 die ,knochensubstanz 7,ossen71 das ,hirschhorn1 den ,knorpel1 die ,schwimmblase mancher ,fische1 die ,fischschuppen etc4 ,der aus den verschiedenen leimliefernden ,stoffen gewonnene ,leim zeigt1 je nach seinem ,ursprunge1 in gewisser ,hinsicht einige ,unterschiede2 namentlich hat man in chemischer ,beziehung zwei verschiedene ,leimarten zu unterscheiden1 nmlich den ,knochen- oder ,hautleim 7,glutin7 und den ,knorpelleim 7,chondrin74 ,in technologischer ,hinsicht hat man auf diese ,eintheilung nur so weit ,rcksicht zu nehmen1 als man die ,knorpel 7,rippen- und ,gelenkknorpel7 von der ,leimfabrikation so viel als mglich ausschliesst1 da die ,erfahrung gelehrt hat1 dass das ,glutin dem ,chondrin an ,klebvermgen weit voranzustellen ist4 ,durch das ,auflsen der leimgebenden ,gebilde erhlt man1 wie bereits bemerkt1 die ,gallerte1 deren ,lsung jedoch ohne namhafte ,klebkraft ist4 ,letztere ,eigenschaft entsteht erst durch das ,trocknen1 durch welche die ,gallerte in den ,leim bergefhrt wird4 ,man hat folglich in der ,leimfabrikation zu unterscheiden1 die leimgebenden ,substanzen1 die daraus erhaltene ,gallerte und den durch ,eintrocknen derselben erhaltenen ,leim4 ,die zur ,gallertbildung erforderliche ,temperatur ist nicht bei allen leimliefernden ,gebilden die nmliche4 ,auch ist die ,consistenz der aus gleich starken ,lsungen erhaltenen ,gallerte eine verschiedene je nach dem ,alter der angewendeten ,gewebe4 ,der ,leim lst sich beim ,kochen in ,wasser leicht zu einer ,flssigkeit1 welche beim ,erkalten zu einer ,gallerte gesteht4 ,wasser1 das noch #a ,proc4 ,leim enthlt1 gelatinirt noch beim ,erkalten4 ,durch hufig wiederholtes ,erwrmen und ,erkalten oder lngere ,zeit fortgesetztes ,kochen verliert der ,leim die ,eigenschaft zu gelatiniren4 ,essigsure und verdnnte ,salpetersure verhindern das ,gelatiniren der ,leimlsung4 ,alaunlsung fllt den ,leim erst nach ,zusatz von ,kali oder ,natron2 der ,niederschlag besteht aus ,leim und basischem ,aluminiumsulfat4 ,von ,wichtigkeit ist seine ,verbindung mit ,gerbsure1 die in ,wasser fast unlslich ist2 diese ,verbindung ist constant zusammengesetzt und eignet sich als ,mittel zur ,bestimmung des ,gerbstoffs in ,vegetabilien4 ,die ,leimfabrikation frdert dreierlei ,arten von ,leim zu ,tage1 nmlich a7 den sogenannten ,haut- oder ,lederleim aus ,haut1 ,sehnen u4 dergl42 b7 den ,knochenleim aus ,knochen2 c7 den ,fischleim aus der ,schwimmblase gewisser ,fische4 ,an diese ,leimsorten schliessen sich die in jngster ,zeit aufgetauchten ,arten ,leim1 der ,kleberleim und der ,eiweissleim an4 ,sidenote3 ,lederleim4 ,der ,haut- oder ,lederleim4 ,die thierischen ,stoffe1 das ,leimgut oder das ,leimleder1 aus denen der ,fabrikant ,leim darstellt1 sind gewhnlich ,abflle1 so die ,abflle der ,gerberei1 alte ,handschuhe1 ,kaninchen- und ,hasenfelle1 die vom ,hutmacher von den ,haaren befreit wurden1 ferner ,katzen- und ,hundefelle1 ,ochsenfsse1 ,pergamentabschnitzel1 ,suronen 7,felle1 die fr viele sdamerikanische ,droguen wie z4 ,b4 ,indig als ,verpackung dienen71 ,flechsen1 ,gedrme1 ,lederabflle der ,schuhmacher1 ,sattler1 ,riemer und dergl4 7welche letztere1 als lohgares ,leder1 jedoch nur unter gewissen ,verhltnissen zur ,leimfabrikation ,anwendung finden knnen74 ,im ,allgemeinen rechnet der ,leimfabrikant von feuchtem und aus den verschiedensten ,abfllen bestehenden ,leimgut auf eine ,ausbeute von #be ,proc4 ,den ,vorzug giebt er dem ,abfall aus den ,alaungerbereien und ,handschuhfabriken1 indem dieselben gereinigt und durch ,kalk in einen aufbewahrungsfhigen ,zustand versetzt1 dem ,leimsieder dargeboten werden4 ,die ,verarbeitung des rohen ,leimleders auf ,leim zerfllt in folgende vier ,operationen3 #a7 das ,kalken des ,leimgutes1 #b7 ,versieden desselben1 #c7 ,formen der ,gallerte1 #d7 ,eintrocknen derselben zu ,leim4 ,sidenote3 ,kalken des ,leimgutes4 ,i4 ,das ,kalken des ,leimgutes hat zum ,zweck die ,reinigung der ,abflle und die ,erreichung grsserer ,haltbarkeit4 ,zu dem ,ende behandelt man das ,leimgut in den ,kalkschern1 d4 h4 in grossen ,gruben oder ,behltnissen mit dnner ,kalkmilch #ae-bj ,tage lang1 wobei man die ,kalkmilch fters erneuert4 ,durch diese ,operation werden die dem ,leimgute adhrirenden ,blut- und ,fleischtheile gelst und die ,fettsubstanzen verseift4 ,nachdem dies geschehen1 muss der anhngende ,kalk entfernt werden4 ,zu diesem ,behufe schliesst man das gekalkte ,leimgut in ,netze oder ,weidengeflechte ein1 die man in fliessendes ,wasser oder in einen ,brunnen hngt und der ,einwirkung des ,wassers mehrere ,tage lang ausgesetzt lsst4 ,das gewaschene ,gut breitet man an der freien ,luft aus1 um es zu trocknen und den ,aetzkalk in ,carbonat berzufhren4 ,sind die ,materialien gengend getrocknet1 so verpackt man sie und versendet sie an die ,leimfabrikanten4 ,in der ,leimsiederei wird das getrocknete ,leimgut vor dem ,versieden nochmals in schwacher ,kalkmilch macerirt und dann ausgewaschen4 ,nach ,fleck erscheint es zweckmssiger1 an die ,stelle der ,kalkmilch schwache ,aetzlauge treten zu lassen 7auf #gej-ajjj ,kilogr4 ,leimgut sei eine ,lauge aus #e ,kilogr4 calcinirter ,soda und #g1e ,kilogr4 ,aetzkalk ausreichend74 ,an ,orten1 wo ,rothgerberei und ,leimsiederei in einer ,fabrik betrieben werden1 macerirt man im ,kalkscher behandeltes ,leimgut einige ,stunden mit alter ,lohbrhe2 der ,suregehalt derselben1 von ,milchsure1 ,buttersure und ,propionsure herrhrend1 trgt zur ,entfernung des ,kalkes aus dem ,leimgut bei2 es bildet sich ferner auf der ,oberflche des ,leimleders eine dnne ,schicht von ,leimtannat1 das beim ,versieden als ,schaum an der ,oberflche der ,flssigkeit sich abscheidet und als ,klrmittel wirkt4 ,nach der ,angabe von ,dullo wird bei der ,darstellung von ,clner ,leim1 der sich durch seine helle ,farbe und grosse ,klebkraft auszeichnet1 das gekalkte ,leimgut unmittelbar aus dem ,kalkscher in ein ,chlorkalkbad gebracht und dadurch gebleicht4 ,sidenote3 ,versieden des ,leimgutes4 ,,ii4 ,das ,versieden des ,leimgutes geschieht entweder auf gewhnliche ,weise in ,siedekesseln oder durch fractionirtes ,sieden oder endlich durch ,anwendung von ,dampf4 ,die ,art und ,weise des ,leimkochens influirt auf die ,qualitt des zu erzielenden ,leimes1 was darin begrndet ist1 dass die ,ueberfhrung des ,leimgutes in ,leim oder vielmehr in ,gallerte unter dem ,einflusse siedenden ,wassers nur sehr langsam und nach und nach erfolgt2 die zuerst entstandenen ,portionen ,gallerte bleiben aber der ,einwirkung der ,siedehitze ausgesetzt1 bis alles ,leimgut vollstndig gelst ist1 in dieser ,zeit erleidet sie jedoch wesentliche ,vernderungen1 namentlich verliert sie ihre ,fhigkeit zu gelatiniren und bildet einen ,leim von schwcherem ,klebevermgen und weit dunklerer ,farbe1 welche letztere indessen hufig1 allerdings mit ,unrecht1 als ein ,kennzeichen eines vorzglichen ,leimes angesehen wird4 ,ein rationelles ,verfahren der ,leimfabrikation wrde mithin eine sofortige ,trennung des gelsten ,leimes von dem noch ungelsten ,leimgute erheischen4 ,nach dem lteren ,verfahren bringt man das ,leimgut mit der erforderlichen ,wassermenge in den ,kessel und lsst so lange sieden1 bis das ,leimgut geschmolzen ist4 ,die ,kessel sind mit ,hhnen zum ,ablassen der ,leimlsung versehen4 ,es ist selbstverstndlich1 dass das ,leimgut den ,boden nicht berhren darf1 wo es unfehlbar verbrennen wrde4 ,man bringt daher in den ,kessel ein ,drahtsieb oder ,weidengeflecht1 das man zunchst mit einer ,lage ,stroh bedeckt und auf dasselbe das ,leimgut schichtet1 bis der innere ,kesselraum damit erfllt ist4 ,nachdem das ,leimgut so mit weichem ,wasser bergossen worden ist1 dass die ,flssigkeit nach beendigter ,lsung des ,leimgutes die zum ,gelatiniren erforderliche ,consistenz besitzt1 beginnt man mit der ,heizung4 ,das ,leimgut vergrssert sein ,volumen1 wird durchscheinend und schmilzt nach und nach4 ,sobald alles ,leimgut in der ,flssigkeit zusammengegangen1 bildet sich auf der ,flssigkeit ,schaum1 der mittelst einer ,schaumkelle beseitigt wird4 ,zu der ,lsung setzt man nun die ,abgnge von fertigem ,leim frherer ,operationen und feuert so lange fort1 bis die ,lsung ,probe hlt4 ,die ,probe wird auf folgende ,weise ausgefhrt3 ,man setzt eine mit der heissen ,leimlsung gefllte halbe ,eierschale auf kaltes ,wasser1 gesteht die ,lsung nach einiger ,zeit zu einer ziemlich consistenten ,gallerte1 so ist das ,versieden beendigt und die ,flssigkeit wird mittelst des ,hahnes und eines ,ablassrohres durch einen mit ,stroh belegten ,spankorb filtrirt und hierauf in die ,decantirgefsse -- ,leimkufen -- gebracht1 in denen sie durch ,absitzenlassen geklrt und hierauf in die ,formen gelassen wird4 ,damit die ,gallertlsung whrend der ,decantirung flssig bleibe1 sind die ,kufen -- gewhnlich hlzerne1 inwendig mit ,bleiblech berkleidete ,bottiche -- aussen mit schlechten ,wrmeleitern 7,sgespnen1 ,hcksel7 umgeben4 ,in einigen ,fabriken bedient man sich zum ,decantiren eines tiefen1 engen ,kessels mit einer derart eingerichteten ,feuerung1 dass nur der obere ,theil der ,wnde1 nicht aber der ,boden und der untere ,theil der ,wnde geheizt wird4 ,leimkufe und ,decantirkessel werden vorgewrmt1 ehe man die ,leimlsung zulaufen lsst4 ,behufs der ,klrung rhrt man eine kleine ,menge feingepulverten ,alauns 7#j1ge-a1e pro ,mille der ,flssigkeitsmenge7 in die ,flssigkeit und lsst sie eine ,nacht hindurch ruhig stehen4 ,durch den ,alaun wird der in dem ,leim enthaltene ,kalk zum grossen ,theile als ,gyps unlslich ausgeschieden1 ebenso werden auch organische ,substanzen gefllt1 welche den ,leim verunreinigen wrden4 ,der ,alaunzusatz hat den ,nutzen1 dass er die ,gallerte whrend des ,eintrocknens zu ,leim vor ,fulniss bewahrt1 auf der anderen ,seite aber den ,nachtheil1 dass er das ,klebvermgen des ,leimes verringert4 ,ohne ,zweifel wird der ,alaun durch andere minder schdliche ,mittel ersetzt werden knnen1 der ,kalk lsst sich vielleicht entfernen durch ,oxalsure1 deren gegenwrtiger ,preis eine technische ,anwendung mglich macht1 und die organischen ,krper1 die aus der ,leimlsung zu entfernen sind1 knnen durch ,zusatz geringer ,mengen von ,adstringentien whrend des ,kochens mit dem ,schaum entfernt werden4 ,eine ,abkochung von ,eichenrinde oder besser noch von ,hopfen haben bei ,versuchen im ,kleinen treffliche ,dienste geleistet4 ,sidenote3 ,fractionirtes ,sieden4 ,wenn man beim ,leimsieden die zweckmssigere ,methode des fractionirten ,siedens anwendet1 wobei man das zu lange ,verweilen des ,leimes in hherer ,temperatur umgeht1 so bringt man eine weit geringere ,quantitt ,wasser1 als zum ,lsen der ,totalmenge des gleichzeitig verwendeten ,leimgutes erforderlich ist1 in den ,kessel und beginnt zu heizen4 ,sobald die ,dampfbildung anfngt1 wird der ,kessel mit einem gut schliessenden ,deckel bedeckt1 damit die ,dmpfe auf die vom ,wasser nicht bedeckten ,theile des ,leimgutes einwirken und dieselben in ,leim berfhren4 ,sobald das ,wasser nach #a-a_/b-bstndigem ,kochen hinreichend ,leim aufgenommen hat1 schpft man die ,lsung von dem ,leimgute ab1 giesst neuerdings ,wasser zu und wiederholt das ,abschpfen und ,zugiessen mehrmals1 bis die letzte ,abkochung eine nicht mehr gelatinirende ,leimlsung liefert1 welche zum ,auflsen neuer ,mengen ,leimgut verwendet wird4 ,die verschiedenen ,abkochungen werden mit ,ausnahme der letzten1 entweder in dem nmlichen ,decantirgefss gemischt und geklrt1 oder1 was vorzuziehen ist1 jede ,abkochung fr sich verarbeitet1 wodurch man also verschiedene ,leimsorten erhlt2 die ,erfahrung hat nmlich gelehrt1 dass der aus dem ersten ,aufguss erhaltene ,leim ein viel grsseres ,klebevermgen besitzt1 als die letzten ,abkochungen4 ,zuweilen wendet man zum ,schmelzen des ,leimgutes ,kessel an1 welche den ,buchapparaten hnlich sind2 die ,kessel sind nmlich mit einem durchlcherten ,metallboden als ,einsatzboden versehen1 in dessen ,mitte ein ,rohr bis reichlich zu #b_/c der ,hhe des ,kessels emporsteigt4 ,das ,leimgut liegt auf dem ,einsatzboden4 ,sobald die ,dmpfe whrend des ,kochens sich schneller bilden1 als sie durch das ,leimgut entweichen knnen1 drcken sie die ,lsung in dem ,rohre in die ,hhe1 so dass dieselbe ununterbrochen ber das ,leimgut strmt und die ,schmelzung wesentlich befrdert4 ,das rationellste ,verfahren des ,leimsiedens besteht sicher in der ,anwendung von ,dampf1 wobei man ,hochdruckdmpfe mitten in das ,leimgut strmen lsst4 ,hierbei bewirkt man in der krzesten ,zeit eine ,schmelzung und erhlt nur hchst concentrirte ,lsungen1 die sich in dem unteren ,theile des ,bottichs1 in dem man das ,schmelzen des ,gutes vornimmt1 ansammeln und somit der nachtheiligen ,einwirkung der ,hitze entrckt sind4 ,in neuerer ,zeit kommt der ,dampfleim im ,handel hufiger vor als frher4 ,es ist wiederholt die ,ansicht ausgesprochen worden1 dass es vortheilhaft sei1 den ,leim erst bei beginnender ,fulniss des ,leimgutes zu bereiten1 nachdem man das letztere mit ,chlor oder mit schwefliger ,sure desinficirt habe4 ,es soll dadurch ein hellerer ,leim erhalten werden4 ,ob diese ,ansicht begrndet ist1 wollen wir dahingestellt sein lassen4 ,sidenote3 ,formen4 ,,iii4 ,das ,formen der ,gallerte4 ,sobald die ,lsung der ,gallerte in den ,leimkufen hinreichend geklrt und etwas abgekhlt ist1 schreitet man zum ,giessen derselben in ,formen1 in welchen sie zu ,blcken aus ,gallerte erstarrt1 welche zu ,leimtafeln zerschnitten und getrocknet werden4 ,die ,formen -- die ,leimtrge -- in welche man die ,leimlsung durch einen ,metallseiher laufen lsst1 sind von ,fichten- oder ,tannenholz1 oben sind sie gewhnlich etwas breiter1 damit der ,gallertblock leicht herausgenommen werden kann4 ,am ,boden der ,form befindet sich eine ,reihe von ,einschnitten1 deren ,entfernung von einander der ,breite einer ,leimtafel entspricht4 ,die ,formen werden vor dem ,gebrauche rein ausgewaschen und entweder feucht gelassen oder getrocknet und dann eingelt oder mit ,unschlitt bestrichen1 damit die sich bildende ,gallerte der ,wand nicht adhrire4 ,neuerdings hat man die ,holzformen durch ,formen aus ,zink- oder ,eisenblech zu ersetzen gesucht4 ,nachdem die ,formen vollkommen horizontal gestellt worden sind1 fllt man sie bis an den ,rand mit der noch lauwarmen ,leimlsung an und berlsst sie dann sich selbst4 ,ist der ,gallertblock gehrig gebildet1 so macht man denselben von den ,wnden der ,form los1 worauf man die ,form auf einer benetzten ,platte umstrzt und dann aufhebt4 ,der auf der ,platte zurckbleibende ,block wird zunchst durch horizontale ,schnitte in ,tafeln zertheilt1 die der ,dicke einer ,leimtafel entsprechen2 die ,tafeln werden hierauf vertikal in einzelne ,tafelbreiten zerschnitten4 ,das ,zerschneiden in horizontale ,tafeln geschieht entweder mit ,hlfe eines ,klaviersaitendrahtes1 der nach ,art eines ,sgeblattes in einen ,rahmen gespannt ist1 oder mittelst mehrerer ,drhte1 die in gleichen ,entfernungen horizontal aufgespannt sind1 unter welchen ein auf ,leisten oder ,rollen verschiebbarer ,schlitten hin und her bewegt werden kann4 ,wird der ,schlitten mit dem darauf liegenden ,gallertblock durch den ,rahmen geschoben1 so wird die ,gallerte in ,tafeln zerschnitten4 ,in neuester ,zeit 7#ahfi7 bringt die ,fabrik von ,c4 ,stalling in ,pieschen bei ,dresden den ,leim in ,form von ,gallerte in den ,handel4 ,allerdings ist erwiesen1 dass die ,kleb- und ,bindekraft des ,leimes durch den ,process der ,lufttrocknung bedeutend geschmlert wird4 ,sidenote3 ,trocknen des ,leimes4 ,,iv4 ,das ,trocknen des ,leimes geschieht auf aus ,bindfden gefertigten ,netzen1 welche in ,rahmen ausgespannt1 auf luftigen ,trockenbden der ,sonne und der ,luft ausgesetzt werden4 ,das ,trocknen ist eine der schwierigsten ,operationen in der ,leimfabrikation1 da die ,temperatur der ,luft1 und der hygrometrische ,zustand derselben auf das ,produkt1 namentlich whrend der ersten ,tage1 von wesentlichem ,einflusse sind4 ,die ,gallerte nmlich1 die durch das ,trocknen in ,leim verwandelt werden soll1 ist nur fest1 so lange die ,temperatur #bj nicht weit bersteigt2 bei hherer ,temperatur zerfliesst sie und erweicht wenigstens in der ,weise1 dass der ,leim durch die ,maschen des ,netzes dringt und so krftig die ,fden adhrirt1 dass man diese in siedendes ,wasser bringen muss1 um den ,leim von den ,netzen zu entfernen4 ,ist die ,luft zu trocken1 so werden die ,tafeln1 in ,folge unregelmssigen ,zusammenziehens krumm und rissig4 ,frostklte verursacht ein ,zerspringen der ,tafeln und der ,fabrikant muss fast immer zum ,umschmelzen des ,leimes sich entschliessen4 ,bei feuchter ,witterung trocknet der ,leim nicht1 whrend der heissen ,jahreszeit ist ausserdem1 namentlich bei ,gewittern1 ein totales ,verderben des ,leimes zu befrchten4 ,es folgt daraus1 dass eigentlich nur trockene ,frhjahr- und ,herbsttage zum ,trocknen des ,leims sich eignen4 ,oft schon haben die ,leimfabrikanten es versucht1 durch knstliche ,wrme nachzuhelfen1 aber meist ohne ,erfolg1 weil der geringste ,wrmeberschuss die ,gallerte schmolz und man es gewhnlich bersah1 zu gleicher ,zeit mit der ,anwendung der ,wrme den erforderlichen ,luftwechsel eintreten zu lassen4 ,die ,trockenrume1 deren man sich in neuerer ,zeit in den grsseren ,leimfabriken zum ,trocknen des ,leims bedient1 sind grosse1 mit ,holztfelung versehene ,sle1 die den abziehenden ,dmpfen durch eine dem ,dampfgenerator zugeneigte ,rhrenleitung1 die durch die unteren ,rume des ,trockensaales und an den ,wnden circulirt1 den ,durchgang gestatten in der ,weise1 dass das ,condensationswasser nach dem ,dampfkessel abfliessen kann4 ,an dem ,boden befinden sich ,luftzge1 die durch ,schieber oder ,klappen geffnet oder geschlossen werden knnen1 in der ,decke oder dem ,gesimse der ,trockenrume ,oeffnungen1 durch welche die mit ,feuchtigkeit gesttigte ,luft entweichen kann4 ,die ,horden mit den ,leimtafeln befinden sich auf dicht ber einander liegenden ,lattengersten4 ,die unteren ,horden trocknen am schnellsten aus1 sodass nach ,verlauf von #ah bis #bd ,stunden die oberen an die ,stelle der unteren gebracht werden knnen4 ,mit der steigenden ,lufttemperatur wird die ,heizung ermssigt und endlich bei einer usseren ,temperatur von #ae-bj unterbrochen4 ,die geeignetste ,lage der ,trockenrume ist die ,nordseite4 ,die darin so weit als mglich ausgetrockneten ,leimtafeln werden zuletzt gewhnlich noch in einer stark geheizten ,trockenstube auf den erforderlichen ,grad der ,hrte gebracht4 ,den trockenen ,tafeln pflegt man schliesslich dadurch ,glanz zu geben1 dass man dieselben in heisses ,wasser taucht1 mit einer benetzten ,brste abbrstet und dann von ,neuem trocknet4 ,sidenote3 ,knochenleim4 ,der ,knochenleim1 welcher aus dem ,knochenknorpel entsteht1 der fast den dritten ,theil 7#cb1ag ,proc47 vom ,gewicht der ,knochen ausmacht1 kann aus den ,knochen durch ,behandlung derselben mit ,salzsure und darauf folgendes ,schmelzen1 oder durch ,hochdruckdmpfe gewonnen werden4 ,die ,darstellung des ,knochenleimes mittelst ,salzsure ist das gewhnliche ,verfahren4 ,am vortheilhaftesten ist es1 wenn man die ,knochenleimfabrikation mit der von ,salmiak und ,phosphor combinirt4 ,die ,darstellung des ,knochenleimes zerfllt in3 ,i4 ,die ,entfettung der ,knochen geschieht durch ,auskochen derselben in einem eisernen oder kupfernen ,kessel4 ,das ,knochenfett begiebt sich auf die ,oberflche und kann abgeschpft werden4 ,um an ,brennstoff mglichst zu sparen1 nimmt man die ausgekochten ,knochen durch ,rechen aus der heissen ,flssigkeit und ersetzt sie durch frische ,knochen1 bis die ,abkochung gallertartig wird4 ,letztere wird als ,viehfutter oder als ,dnger verwendet4 ,es ist auch vorgeschlagen worden1 die ,knochen mit ,hlfe von ,schwefelkohlenstoff zu entfetten4 ,,ii4 ,die ,extraction der entfetteten ,knochen mittelst ,salzsure4 ,nach der ,entfettung und dem ,abtropfenlassen bringt man die ,knochen in ,krbe und letztere in hlzerne ,standgefsse1 welche so hoch sind1 dass die ,krbe bis zur ,hlfte der ,hhe in dieselben einragen1 hngt letztere an ,stbe oder ,querbalken und setzt die ,knochen der ,einwirkung einer auf #g ,b4 7 #a1je spec4 ,gewicht #aj1f ,proc4 ,cl,h7 gebrachten ,salzsure aus4 ,auf #aj ,kilogr4 zu extrahirende ,knochen rechnet man #dj ,liter ,salzsure von der angegebenen ,strke4 ,in der ,sure lsst man die ,knochen bis zu ihrer vlligen ,erweichung1 was man daran erkennt1 dass die ,knochen durchscheinend geworden sind und nach allen ,richtungen hin gebogen werden knnen2 hierauf werden sie herausgenommen und nach dem ,abtropfenlassen in fliessendes ,wasser gebracht1 hierauf in ein ,gefss mit ,kalkwasser mehreremal eingetaucht und nochmals gewaschen4 ,nach dieser letzten ,behandlung sind die ,knochen zum ,versieden gengend vorbereitet4 -- ,anstatt der ,salzsure hat ,gerland jngst eine wsserige ,lsung von schwefliger ,sure zur ,extraction der ,knochen in ,vorschlag gebracht4 ,,iii4 ,die ,ueberfhrung des ,rckstandes in ,leim4 ,die vollkommen oder nur theilweise getrocknete ,knochensubstanz 7der ,knorpel7 wird in eine hohe1 nach oben etwas weitere ,stande gefllt1 welche einen oder mehrere ,senkbden enthlt1 mit einem gutschliessenden ,deckel und am ,boden mit einer ,ablassffnung versehen ist4 ,die ,knochensubstanz wird auf dem aus einem ,lattengitter bestehenden ,senkboden ausgebreitet4 ,durch eine passende ,oeffnung im ,deckel wird aus einem einfachen ,destillirkessel 7einer ,branntweinblase7 ,wasserdampf in eine ,stande geleitet4 ,kurze ,zeit nach dem ,einstrmen des ,dampfes luft ein ,strom flssiger ,gallerte aus dem ,ablassrohre1 die gewhnlich so concentrirt ist1 dass sie sogleich in den ,ksten abgegossen werden kann1 worin sie zu den ,blcken erstarrt1 aus denen die ,leimtafeln geschnitten werden4 ,kommt nach einigen ,stunden dnnere ,gallerte1 so ffnet man die ,stande und bringt die aufgequollenen ,leimklumpen mit der nicht gengend concentrirten ,gallerte in einen kupfernen ,kessel1 um unter ,kochen und ,umrhren vollends aufzulsen4 ,nachdem die ,flssigkeit die gehrige ,consistenz erreicht1 giesst man sie in die ,formen und verfhrt brigens wie bei der gewhnlichen ,methode der ,darstellung von ,leim4 ,das in dem ,knorpel in kleiner ,menge noch zurckgebliebene ,calciumphosphat giebt dem ,knochenleim ein milchiges ,ansehen1 das hufig noch durch ,zusatz von ,barytweiss1 ,zinkweiss1 ,bleiweiss1 ,kreide oder ,thon vermehrt wird4 ,der ,knochenleim bricht sich unter dem ,namen ,patentleim immer mehr ,bahn4 ,sidenote3 ,flssiger ,leim4 ,flssiger ,leim4 ,wenn man ,leim mit einem gleichen ,gewicht ,wasser und einer kleinen ,menge ,salpetersure behandelt1 so erhlt man eine ,lsung1 die noch alle ,klebkraft des angewendeten ,leimes besitzt1 aber die ,eigenschaft zu gelatiniren eingebsst hat4 ,auf diesem ,verfahren beruht die ,darstellung des flssigen ,leimes1 der sich bereits allgemein in ,deutschland eingebrgert hat4 ,nach ,dumoulin's ,vorschrift lst man #a ,kilogr4 ,klner ,leim in #a ,liter ,wasser und setzt zu der ,lsung nach und nach #j1b ,kilogr4 ,salpetersure von #cf ,b4 hinzu4 ,nachdem die strmische ,entwickelung von salpetrigen ,dmpfen vorber ist1 lsst man die ,flssigkeit erkalten4 ,einen noch vorzglicheren flssigen ,leim1 als der ist1 welchen man bei ,behandlung festen ,leimes mit ,salpetersure erhlt1 gewinnt man1 indem man wasserhelle sogenannte ,gelatine oder guten ,klner ,leim im ,wasserbade mit einer gleichen ,quantitt starkem ,essig1 ein ,viertheil ,alkohol und ein klein wenig ,alaun auflst4 ,unter dem ,einflusse des ,essigs behlt dieser ,leim auch in kaltem ,zustande seine ,flssigkeit bei4 ,nach ,knaffl stellt man vorzglichen flssigen ,leim durch #aj-abstndiges ,erwrmen einer ,lsung von #c ,th4 ,leim in #h ,th4 ,wasser mit #j1e ,th4 ,salzsure und #j1ge ,th4 ,zinkvitriol bei #hj-he ,c4 ,temperatur dar4 ,er ist sehr bequem bei einer grossen ,anzahl kleiner ,arbeiten1 die keinen sehr guten ,klebstoff erheischen1 denn er ist stets fr den ,gebrauch bereit und hlt sich unbegrenzt lange4 ,die ,fabrikanten falscher ,perlen brauchen ihn in grosser ,menge1 ferner dient derselbe zum ,festkitten von ,perlmutter1 ,horn etc4 in ,holz und ,metall4 ,sidenote3 ,leimprobe4 ,prfung der ,gte des ,leimes4 ,der ,leim lsst sich auf seine ,gte zwar am zuverlssigsten durch einen versuchsweisen ,gebrauch prfen1 doch zeigt er schon von aussen gewisse ,eigenschaften1 nach denen approximativ sein ,werth beurtheilt werden kann4 ,man verlangt von einem guten ,leim1 dass er gleichmssig hellbraun oder brunlichgelb sei1 keine ,flecken zeige1 glnzend1 wenn kein ,zusatz von ,mineralsubstanzen stattgefunden1 klar1 durchscheinend1 sprde und hart sei1 an der ,luft trocken bleibe1 beim ,biegen kurz abbreche1 einen glasartig glnzenden ,bruch gebe1 in kaltes ,wasser gelegt1 selbst nach #dhstndiger ,digestion1 nur aufquelle1 aber nicht zerfliesse4 ,ein splitteriger ,bruch deutet auf unvollkommen geschmolzene sehnige ,theile4 ,die ,bindekraft und ,zhigkeit des ,leimes sucht man oft durch ,zusatz von erdigen ,pulvern zu erhhen4 ,dies ist z4 ,b4 bei dem russischen ,leim der ,fall1 welcher seine undurchsichtige weisse ,farbe einem ,zusatz von ,bleiweiss1 ,bleisulfat1 ,zinkweiss oder ,kreide verdankt1 welche in der ,menge von #d-h ,proc4 dem ,leime zugesetzt werden4 ,neuerdings dient hufig das ,barytweiss als ,zusatz4 ,auch mit chromsaurem ,bleioxyd versetzter gelber ,leim kommt im ,handel vor4 ,sehr hufig finden sich ,leimsorten1 die1 von vllig gleichen usseren ,eigenschaften1 trotzdem bei ihrer ,anwendung einen ganz verschiedenen ,grad von ,bindevermgen kundgeben4 ,es sind deshalb von verschiedenen ,technikern ,leimprfungsmethoden vorgeschlagen worden1 die theils auf chemischen1 theils auf physikalischen ,eigenschaften beruhen4 ,i4 ,chemische ,prfungsmethoden4 ,methode von ,graeger4 ,von der ,ansicht ausgehend1 dass die ,gte eines ,leimes1 abgesehen von dessen ,ursprunge1 abhngig sei von seinem ,gehalte an ,leimsubstanz oder ,glutin und der ,abwesenheit fremder ,krper1 die seine ,bindekraft schwchen1 bestimmte ,graeger die ,menge des ,glutins durch ,fllen der ,leimlsung mit ,tannin4 ,aus dem ,gewichte des ,leimtannates 7dessen ,zusammensetzung er in #ajj ,th4 zu #db1gd ,th4 ,glutin und #eg1bf ,th4 ,tannin annahm7 ward der ,gehalt des ,leimes an reinem ,glutin berechnet4 ,nach demselben ,princip wie ,graeger verfhrt auch ,risler-,beunat4 ,nach der von letzterem vorgeschlagenen ,methode stellt man zwei ,normalflssigkeiten dar1 von denen die eine in einem ,liter #aj ,grm4 reine ,gerbsure1 die andere in einem ,liter #aj ,grm4 ,hausenblase und #bj ,grm4 ,alaun aufgelst enthlt4 ,da diese beiden ,flssigkeiten sich nicht zu gleichen ,volumen sttigen1 so bestimmt der ,verf4 den ,titer der einen im ,verhltniss zur andern und verdnnt dann die ,gerbsurelsung1 welche zu concentrirt ist1 mit der hiernach erforderlichen ,quantitt ,wasser4 ,um einen ,leim zu untersuchen1 lst man nach dem ,verf4 #aj ,grm4 desselben mit #bj ,grm4 ,alaun in einem ,liter ,wasser auf1 indem man die ,mischung nthigenfalls zum ,kochen erhitzt4 ,man nimmt dann #aj ,cubikcentim4 der ,gerbsurelsung und giesst unmittelbar #aj ,cubikcentim4 der ,leimlsung hinzu1 da man sicher sein kann1 dass dies nicht genug ist1 weil kein im ,handel vorkommender ,leim die ,reinheit der ,hausenblase hat4 ,man schttelt die ,mischung stark1 fgt1 wenn der ,niederschlag sich nach einigen ,minuten abgesetzt hat1 wieder #a ,cubikcentim4 ,leimlsung hinzu und filtrirt durch ein kleines nassgemachtes ,kattunfilter4 ,wenn ein ,tropfen ,leimlsung in der ,flssigkeit noch eine ,trbung hervorbringt1 setzt man abermals #a ,cubikcentim4 derselben zu und filtrirt dann wieder durch dasselbe ,filter1 worauf man wieder mit einem ,tropfen ,leimlsung probirt1 und so fort1 bis die filtrirte ,flssigkeit durch die ,leimlsung nicht mehr getrbt wird4 ,dem ,verfahren von ,graeger und dem von ,risler-,beunat ist der ,vorwurf zu machen1 dass eine ,leimlsung mit ,gerbsure nicht so vollstndig ausgefllt werden kann1 dass das abgedampfte ,filtrat nicht beim ,erhitzen den eigenthmlichen ,leimgeruch gezeigt htte4 ,aber die vollstndige ,fllung des ,leimes auch zugestanden1 so hat man doch1 da die ,constitution des ,leimes noch nicht bekannt ist und derselbe hchstwahrscheinlich ein gemengter ,stoff ist1 in der chemischen ,leimprobe keine ,brgschaft dafr1 dass in der ,that die ,menge der an ,tannin gebundenen ,substanz in geradem ,verhltniss zur ,bindekraft des ,leimes stehe4 ,gallerte und ,leim sind ganz verschiedene ,krper1 letzterer hat ,bindekraft1 welche der ersteren so ziemlich abgeht1 und doch werden beide aus ,lsungen durch die nmliche ,tanninmenge gefllt4 ,illustration3 ,fig4 #bef4 ,,ii4 ,mechanische ,prfungsmethode4 ,verfahren von ,schattenmann4 ,legt man den zu prfenden ,leim lngere ,zeit in eine grssere ,menge ,wasser von ungefhr #ae ,c41 so schwillt er betrchtlich an und schluckt eine reichliche ,menge ,wasser ein1 welche das ,fnf- bis ,sechzehnfache seines eigenen ,gewichtes betrgt4 ,je consistenter und elastischer der ,leim im aufgequollenen ,zustande ist1 desto grsser ist seine ,bindekraft4 ,je mehr ,wasser er absorbirt1 desto ausgiebiger ist der ,leim4 ,weidenbusch hat das vorstehende ,verfahren geprft und gefunden1 dass es eigentlich nur auf den ,knochenleim anwendbar ist1 dessen ,gallerte auch selbst im ,zustande hchster ,sttigung mit ,wasser eine ,festigkeit bewahrt1 die kein ,lederleim zeigt1 sodass man schon durch dieses ,verhalten im ,stande ist1 die ,abstammung des ,leimes -- ob aus ,leimgut1 ob aus ,knochen -- zu erkennen4 ,uebrigens hlt die ,aufsaugungsfhigkeit keineswegs mit der ,flssigkeit ,schritt und geringere ,leimsorten nehmen oft mehr ,wasser auf als die besseren ,sorten4 ,ein neues ,verfahren der ,leimprfung hat ,lipowitz vorgeschlagen4 ,er lst #e ,th4 des ,leims in so viel heissem ,wasser auf1 dass das ,gewicht der ,lsung #ej ,th4 betrgt und lsst diese ,lsung bei #ah ,c4 zwlf ,stunden lang stehen1 damit sie gelatinire4 ,in einem offenen ,glase 7,fig4 #bef7 von stets gleicher ,weite setzt der ,verf4 auf den ,rand desselben das aus ,blech gefertigte ,bnkchen a1 durch dessen ,mitte der ,draht b fhrt1 an dessen unterm ,ende ein napffrmig gelegenes ,blech mit der convexen ,seite nach aussen gelthet ist4 ,der ,draht mit dem ,blech wiegt #e ,grm4 und bewegt sich willig in der ,bank a4 ,ein aufzusetzender ,trichter c wiegt ebenfalls #e ,grm42 in den ,trichter kann man bis zu #ej ,grm4 feine ,schrotkrner schtten4 ,je nach der grsseren ,fhigkeit des ,leimes1 consistentere ,gallerte zu bilden1 wird auch das ,instrument um so mehr beschwert werden mssen1 um in die ,gallerte einzusinken2 woraus sich die ,bindekraft des ,leimes beurtheilen lsst4 ,heinze hat bei 7#ahfd verffentlichten7 ,versuchen gefunden1 dass die ,lipowitz'sche ,leimprobe praktisch sehr gut zu verwerthende ,resultate gebe4 ,die ,leimprobe von ,weidenbusch ist im ,princip eine ,erweiterung der frher von ,karmarsch vorgeschlagenen ,methode1 nach welcher man einfach zwei ,stcke ,holz zusammenleimte und dann das ,gewicht bestimmte1 welches zum ,zerreissen des ,holzes erforderlich war4 ,die ,uebelstnde dieser ,methode liegen klar zu ,tage1 da es wol nie gelingen wird1 ,hlzer von stets gleichbleibender ,dichte1 ,oberflche1 ,trockenheit u4 dergl4 zu finden1 und diese selbst fr mglich gehalten1 so steht es fest1 dass die ,festigkeit eines guten ,leimes grsser als die des ,holzes ist1 sodass dann leicht ,holz von ,holz reisst und der ,zerreissungswerth fr ,leim nicht ermittelt wird4 ,auch wenn ,holz von ,leim sich trennte1 wre ein ,vergleich nicht mglich1 sondern nur wo ,leim von ,leim sich trennt4 ,eine ,substanz1 welche der ,leim aufnimmt1 in ihrer ,oberflche ,dichte u4 s4 w4 aber nicht vernderlich ist1 sieht ,weidenbusch in dem ,gyps 7,marienglas71 welcher fein gepulvert1 gesiebt und bei #abj-aej ,c4 entwssert wird4 ,aus diesem ,gypspulver werden ,stbchen gegossen1 die zuerst bei gelinder ,wrme1 dann ber ,chlorcalcium getrocknet werden1 bis sie an ,gewicht nicht mehr abnehmen4 ,die ,werthbestimmung des ,leims beruht nun darauf1 dass1 wenn die ,gypsstbchen mit ,lsungen verschiedener ,leimsorten getrnkt werden1 verschiedene ,belastungen nthig sind1 um sie zu zersprengen1 und wenn der ,werth1 welchen der ,gyps allein fr sich in ,anspruch nimmt1 immer derselbe ist1 so muss die ,differenz stets den ,leim treffen4 ,weidenbusch hat zu dem ,ende einen ,apparat zusammengesetzt1 mit dessen ,hlfe durch allmlige ,belastung das ,gewicht ermittelt wird1 das zum ,zerreissen eines solchen ,leimstbchens erforderlich ist4 ,der ,zerreissungswerth 7mittelst ,quecksilber bestimmt7 fr ein bei #ajj getrocknetes ,leimstbchen betrgt als ,mittelzahl #bai ,grm4 ,behufs der ,prfung wird der bei #ajj getrocknete ,leim abgewogen1 ber ,nacht zum ,aufquellen in ,wasser gelegt und dann in heissem ,wasser gelst1 sodass die ,lsung #a_/aj an ,leim enthlt4 ,die ,lsung wird mit etwas neutraler ,indiglsung gefrbt1 um den ,ueberzug auf dem ,gyps besser erkennbar zu machen und damit #a-b ,minuten lang die ,gypsstbchen in ,berhrung gebracht1 die dann getrocknet werden1 bis ihr ,gewicht constant bleibt4 ,hierauf werden sie in dem ,apparate durch ,einstrmenlassen von ,quecksilber in denselben gesprengt4 ,sidenote3 ,fischleim4 ,der ,fischleim4 ,die innere pulpose und vasculre ,haut der ,schwimmblase der ,fische aus der ,ordnung der ,knorpelganoiden1 zu denen die ,hausen 7,acipenser huso71 der gemeine ,str 7,a4 sturio71 der ,wardick 7,a4 ,gldenstaedti7 und der ,sterlet 7,a4 stellatus7 gehren1 kommt im getrockneten ,zustande unter dem ,namen ,hausenblase in dem ,handel vor4 ,die aus den ,stren1 so wie verwandten ,arten1 die namentlich im caspischen ,meere und den in dasselbe mndenden ,flssen1 an den ,ufern des schwarzen ,meeres und in sibirischen ,flssen vorkommen1 gewonnenen ,schwimmblasen werden aufgeschnitten1 gewaschen1 ausgespannt und der ,sonne ausgesetzt1 bei einem gewissen ,grade des ,trocknens die ussere ,muskelhaut1 welche beim ,kochen mit ,wasser keinen ,leim bildet1 abgezogen1 die innere ,haut auf verschiedene ,weise geformt 7,krnze1 ,lyraform1 ,bltter71 behufs der ,bleichung den ,dmpfen von brennendem ,schwefel ausgesetzt und darauf vllig in der ,sonne ausgetrocknet4 ,nach den verschiedenen ,lndern1 in denen die ,hausenblase gewonnen wird1 unterscheidet man russische 7die beste ,sorte ist die von ,astrachan71 nordamerikanische 7von ,gadus merlucius71 ostindische 7von ,polynemus plebejus1 theils in ,blttern1 theils in ,beuteln als ganze ,schwimmblase vorkommend71 von der ,hudsonsbay 7von ,strarten herrhrend2 ,zungenhausenblase71 brasilianische 7wird1 wie es scheint1 von ,silurus- und ,pimelodus-,arten gewonnen und kommt in ,pfeifen1 ,klumpen und ,scheiben vor71 deutsche ,hausenblase 7wird in ,hamburg aus der ,schwimmblase des gemeinen ,stres gewonnen74 ,in den ,donaufrstenthmern kocht man die ,haut1 die ,blasen1 die ,gedrme und ,magen von ,knorpelfischen zu einer steifen ,gallerte1 schneidet sie in dnne ,bltter1 welche man trocknet und zusammenrollt1 wie die ,hausenblase1 und als solche in den ,handel bringt4 ,bei ihrer ,anwendung hat man zu unterscheiden zwischen ,fischleim und ,hausenblase4 ,ersterer unterscheidet sich1 wenn sorgfltig bereitet1 in keiner ,weise von dem aus ,knochen oder ,haut dargestellten ,leim1 die ,hausenblase aber1 die kein ,leim ist1 sondern erst durch ,kochen in ,leim bergeht1 besteht aus ,fden1 die1 wenn man sie in ,wasser lst1 wol anschwellen1 aber nur zum ,theil lsen2 die aufgequollenen ,fden haben ihre ,structur beibehalten1 was fr die ,anwendung der ,hausenblase zum ,klren von ,wein1 ,bier u4 dergl4 von ,wichtigkeit ist1 insofern die ,fasertheile gewissermaassen ein zusammenhngendes ,netz bilden1 in welches sich die niedergeschlagenen und trbenden ,theile festsetzen4 ,es hat sich gezeigt1 dass zum ,klren mit ,hausenblase die ,gegenwart der ,gerbsure vortheilhaft ist1 da dieselbe ein ,zusammenziehen der ,hausenblasefserchen bewirkt1 wodurch jede in der zu klrenden ,flssigkeit suspendirte ,substanz eingehllt wird und nur der klaren ,flssigkeit abzulaufen gestattet ist4 ,die ,klrung mit ,hausenblase ist demnach eine ,art von ,filtration1 woraus folgt1 dass die ,hausenblase zu diesem ,zweck weder durch ,leim noch durch eine heissbereitete ,hausenblaselsung ersetzt werden kann4 ,mit ,ausnahme der ,anwendung der ,hausenblase zum ,klren lsst sich dieselbe in allen brigen ,fllen1 so in der ,appretur der ,seidenzeuge durch ,darstellung der ,gele in der ,kochkunst1 bei der ,bereitung des englischen ,pflasters1 von ,kitt u4 dergl4 durch die besseren ,knochenleim- oder ,gelatinesorten ersetzen4 ,seit einigen ,jahren bringt der ,franzose ,rohart unter dem ,namen ,ichtyocolle franaise ein ,surrogat fr ,hausenblase in den ,handel1 welches ,blutfibrin und ,tannin erhalten wird4 ,sidenote3 ,leimsurrogate und neue ,fabrikate aus ,leim4 ,in der jngsten ,zeit sind drei neue ,leimsurrogate aufgetaucht1 nmlich #a7 der ,kleberleim 7colle gluten71 #b7 der ,eiweissleim 7colle vegtale ou albuminode71 #c7 der ,casenleim 7colle casine74 ,ersterer ist ein ,gemisch von ,kleber und gegohrenem ,mehl und zeichnet sich durch eine sehr saure ,beschaffenheit1 jedoch durch geringes ,klebevermgen aus4 ,der ,eiweissleim ist ein durch angehende ,fulniss vernderter ,kleber4 ,zu seiner ,darstellung wscht man den auf gewhnliche ,weise erhaltenen ,kleber mehrere ,male mit ,wasser1 und setzt ihn einer constanten ,temperatur von #ae-be ,c4 aus4 ,unter diesen ,umstnden gerth der ,kleber in ,ghrung1 welche sich dadurch zu erkennen giebt1 dass er bis zu einem gewissen ,grade flssig wird4 ,wenn dies soweit eingetreten ist1 dass man leicht den ,finger hindurch fhren und ihn damit zertheilen kann1 ist die ,umwandlung beendet4 ,man giesst den flssig gewordenen ,kleber dann in ,formen1 welche den ,leimformen hnlich sind1 und bringt diese ,formen in einen auf #be-cj erwrmten ,raum2 nach #bd-dh ,stunden sind die oberen ,schichten hart geworden2 man nimmt dann die ,tfelchen heraus1 breitet sie1 die hart gewordene ,seite nach unten1 auf ,leinwand oder ,drahtgewebe aus2 bringt sie mit demselben wieder in den ,trockenraum und lsst sie vollstndig austrocknen1 was in #d-e ,tagen stattfindet4 ,der so dargestellte ,eiweissleim kann nun beliebig aufbewahrt oder versendet werden4 ,die ,auflsung in dem doppelten ,gewicht ,wasser ist die normale ,flssigkeit2 man verdnnt sie mehr oder weniger1 je nach der ,anwendung1 welche man davon machen will4 ,man kann den ,eiweissleim zu folgenden ,zwecken benutzen3 #a7 zum ,leimen des ,holzes statt des gewhnlichen ,leims4 #b7 ,zum ,kitten von ,steingut1 ,porcellan1 ,glas1 ,perlmutter etc4 #c7 ,zum ,zusammenkleben von ,leder1 ,papier1 ,pappe etc4 #d7 ,als ,schlichte in der ,weberei4 #e7 ,zum ,klren von ,flssigkeiten4 #f7 ,zur ,appretur und zum ,waschen von ,faserstoffen1 wie ,seide etc4 #g7 ,zum ,fixiren der ,farben oder als ,mordant in der ,frberei und ,druckerei statt des ,eiweisses4 ,der ,casenleim wird durch ,auflsen von ,casen in gesttigter ,boraxlsung dargestellt4 ,man erhlt so eine dickliche ,flssigkeit1 die sich durch grosses ,klebvermgen auszeichnet1 und in vielen ,fllen1 namentlich in der ,kunstschreinerei und bei ,portefeuillearbeiten die ,stelle des ,leimes vertreten kann4 ,unter dem ,namen elastischer ,leim ist eine eigenthmliche ,leimsorte eingefhrt worden4 ,durch ,glycerin kann der ,leim bleibend weich1 elastisch und haltbar gemacht werden4 ,die ,mischung wird folgendermaassen dargestellt3 man lsst ,leim im ,wasser zergehen1 welches in einem ,wasserbade erhitzt wird1 und zwar erwrmt man so lange1 bis er ganz dick wird1 worauf man das ,glycerin zusetzt1 beilufig das gleiche ,gewicht von dem angewandten ,leim2 man rhrt das ,gemisch gut um und fhrt fort zu erhitzen1 um das brig gebliebene ,wasser zu verdampfen1 dann giesst man diese ,masse in ,formen oder auf eine ,marmortafel und lsst sie vollkommen erkalten4 ,diese ,substanz lsst sich zur ,anfertigung von ,schwrzwalzen fr ,buchdrucker1 von ,stempeln1 elastischen ,figuren zum ,abformen von ,gegenstnden fr die ,galvanoplastik u4 s4 w4 verwenden4 ,die ,phosphorfabrikation4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,der ,phosphor wurde #affi von ,brand in ,hamburg aus dem ,harne und #agfi von dem schwedischen ,chemiker ,gahn aus den ,knochen isolirt1 jedoch erst #agga von ,scheele aus den ,knochen in vortheilhaftester ,weise dargestellt1 und ist seit der ,einfhrung der phosphorhaltigen ,zndrequisiten ein technisch hchst bedeutsamer ,krper1 kommt in verschiedenen ,mineralien1 doch nur in dem ,apatit1 ,phosphorit und ,staffelit 7z4 ,b4 in dem von ,amberg und ,redwitz in ,bayern und dem von ,diez in ,nassau#add71 so wie ferner in den ,knochen in solcher ,menge vor1 dass die ,darstellung des ,phosphors daraus mglich erscheint4 #add ,nach einer ,untersuchung von ,th4 ,petersen 7#ahff7 enthlt der ,staffelit von ,diez #cf1gh ,proc4 ,phosphorsure1 entsprechend #af1jf ,proc4 ,phosphor4 ,die ,verfuhr desselben von ,lahnstein und ,pfaffendorf betrug im ,jahre #ahfh #fjj1jjj ,ctr4 7 #ae-bj ,sgr474 ,sidenote3 ,die ,darstellung des ,phosphors4 ,wenn man indessen von den bis jetzt fruchtlos gebliebenen ,versuchen absieht1 den ,apatit1 gewisse ,varietten des ,phosphorits1 die in ihrer reinsten ,form bis zu #ah1f ,proc4 ,phosphor enthalten1 den ,sombrerit#ade und das phosphorsaure ,eisenoxyd 7letzteres nach den ,vorschlgen von ,minary und ,soudry durch ,destillation mit ausgeglhtem ,kokspulver7 zur ,phosphorfabrikation zu verwenden1 so bilden die ,knochen gegenwrtig das alleinige ,material1 aus denen der ,fabrikant mit ,vortheil den ,phosphor gewinnt4 #ade ,der ,sombrerit1 ein ,mineral1 das sich in ,menge auf den ,antillen1 namentlich auf der ,insel ,sombrero findet1 besteht wesentlich aus ,calciumphosphat und ,calciumcarbonat4 ,es wird gegenwrtig behufs der ,fabrikation von knstlichem ,dnger und von ,phosphor nach ,europa gebracht4 ,nach ,f4 ,sandberger ist der ,sombrerit 7,sombrero-,phosphat7 ,korallenkalk1 welcher durch die durchsickernden lslichen ,salze des ihm aufgelagerten ,guano's vollstndig und mit ,erhaltung der ,petrefacten in ,phosphorit umgesetzt worden4 ,dem ,sombrerit hnlich ist der seit kurzem aus ,nordamerika nach ,europa kommende ,navassaguano oder ,navassit1 welcher nach den ,untersuchungen von ,ulex #a_/c seines ,gewichts an ,phosphorsure enthlt4 ,die ,knochen enthalten in dem ,zustande1 wie sie der ,fabrikant verwendet im trocknen1 aber ungebrannten ,zustande #aa-ab ,proc4 ,phosphor als ,knochenkohle #af-ah als weissgebrannte ,knochen #bj-be1e ,die ,zusammensetzung der ,knochenasche ist nach zwei ,analysen3 #a4 #b4 ,calciumcarbonat #aj1jg #i1db ,magnesiumphosphat #b1ih #b1ae ,calciumtriphosphat #hc1jg #hd1ci ,fluorcalcium #c1hh #d1je ,nach dem gegenwrtig blichen von ,nicolas und ,pelletier herrhrenden ,verfahren werden die ,knochen in weissgebranntem ,zustande mit ,schwefelsure zersetzt3 a7 ,knochenasche ,ca#c7,,po#d7b ,saures ,calciumphosphat geben ,ca,h#d7,,po#d7b ,schwefelsure #b;,h#b,,so#dadf ,calciumsulfat #b;,ca,s,o#d und das saure ,calciumphosphat mit ,kohle gemengt in geeigneten ,gefssen erwrmt1 wobei zunchst das saure ,calciumphosphat unter ,abgabe von ,wasser in ,calciummetaphosphat bergeht3 b7 ,ca 7,,po#d7b - #b;,h#b,o ,ca7,,po#c7b ,h#d ,saures ,calciumphosphat ,calciummetaphosphat2 hierauf wird bei weiterem ,erhitzen bis zur ,weissglut das ,calciummetaphosphat in der ,weise reducirt1 dass #b_/c des ,phosphors des ,calciumphosphates erhalten werden1 #a_/c aber im ,rckstande verbleibt3 c7 ,calciummetaphosphat #c;,ca7,,po#c7b und ,kohle #aj;,c geben ,calciumtriphosphat ,ca#c7,,po#d7b ,kohlenoxyd #aj;,,co ,phosphor #d,p4 #adf ,das technische ,molekulargewicht der englischen ,schwefelsure #ajf4 ,dort1 wo die ,phosphorfabrikation als selbstndiger ,industriezweig auftritt1 giebt man fast berall die leimgebende ,substanz der ,knochen 7fast #a_/c des ,knochengewichts betragend7 verloren2 wird dagegen die ,gewinnung des ,phosphors neben der ,fabrikation von ,knochenleim1 ,salmiak und ,blutlaugensalz betrieben1 so werden die 7nicht gebrannten7 ,knochen nach ihrer ,entfettung mittels ,salzsure ausgezogen1 die zurckbleibende organische ,knochensubstanz wird zur ,fabrikation von ,knochenleim 7vergl4 ,seite #fah7 verwendet1 dagegen der in der ,salzsure gelste phosphorsaure ,kalk mit kohlensaurem ,ammoniak gefllt und zur ,phosphordarstellung verwendet4 ,die ber dem ,niederschlage stehende ,flssigkeit wird auf ,salmiak verarbeitet4 ,das gewhnliche ,verfahren der ,phosphorfabrikation zerfllt in folgende vier ,operationen3 #a7 in das ,brennen der ,knochen und ,zerkleinern der ,knochenerde1 #b7 in das ,zersetzen der ,knochenerde durch ,schwefelsure und ,eindampfen des sauren phosphorsauren ,kalkes mit ,kohle1 #c7 in das ,destilliren des ,phosphors1 #d7 in die ,raffination und ,aufbewahrung des ,phosphors4 ,sidenote3 ,weissbrennen der ,knochen4 #a7 ,die auf ,phosphor zu verarbeitenden ,knochen werden zum grossen ,theile von den in der ,nhe der ,fabrik liegenden ,wasenmeistereien geliefert4 ,zuweilen verwendet man auch erschpfte ,knochenkohle der ,zuckerraffinerien4 ,der ,zweck des ,brennens der ,knochen ist1 alle organischen ,bestandtheile vollstndig zu zerstren4 ,die hierzu angewendeten ,oefen haben gewhnlich die ,beschaffenheit der ,kalkfen und zwar der mit ununterbrochenem ,gange4 ,auf die ,sohle des ,ofens kommt eine ,lage ,holz1 darauf die ,knochen1 man entzndet das ,holz und unterhlt durch ,aufschtten von frischen ,kohlen das ,feuer4 ,die weissgebrannten ,knochen werden durch eine von der ,ofensohle ausgehende ,oeffnung gezogen1 whrend mit dem ,auffllen frischer ,knochen fortgefahren wird4 ,ueber der ,gicht des ,ofens ist ein kegelfrmiger ,aufsatz von starkem ,eisenblech angebracht1 welcher die whrend des ,brennens sich entwickelnden1 hchst bel riechenden ,gase in einen gut ziehenden ,schornstein leitet4 ,noch besser ist es1 die ,gase mglichst vollstndig zu verbrennen1 wodurch zugleich an ,brennmaterial gespart wird4 #ajj ,kilogr4 frische ,knochen liefern #ej-ee ,kilogr4 weissgebrannte ,knochen1 die durch ,walz- oder ,pochwerke zertheilt und am vortheilhaftesten in ein grobes ,pulver1 dessen ,korn ,linsengrsse besitzt1 verwandelt werden4 ,sidenote3 ,zersetzen der ,knochenerde durch ,schwefelsure4 #b7 ,die zerkleinerten weissgebrannten ,knochen werden durch ,behandeln mit concentrirter ,schwefelsure zersetzt4 #ajj ,kilogr4 ,knochenerde 7mit ungefhr #hj ,kilogr4 ,calciumtriphosphat7 brauchen zu ihrer ,zersetzung #ajf1gc ,kilogr4 ,schwefelsure von #a1eb spec4 ,gewichte1 #he1fh #a1gj #gc1fc #a1hj ,nach der ,angabe von ,payen nimmt man auf #ajj ,kilogr4 ,knochenerde #ajj ,th4 ,schwefelsure von #ej ,proc4 oder #a1eb spec4 ,gewichte4 ,die ,zersetzung des ,knochenmehles durch ,schwefelsure geschieht in mit ,blei ausgeftterten ,bottichen oder in ausgepichten 7oder mit ,theerasphalt inwendig berzogenen7 ,stndern aus ,tannenholz4 ,die von dem ,niederschlage abgezogene ,lauge hat ein spec4 ,gewicht von #a1je-a1jg1 entsprechend #h-aj ,b4 ,der ,rckstand wird mit ,wasser ausgelaugt und die hierbei erhaltene schwchere ,lauge 7 #e-f ,b47 mit der ersten in die zum ,abdampfen bestimmten ,bleipfannen gebracht4 ,die durch nochmaliges ,auswaschen des ,rckstandes in den ,bottichen erhaltene ,flssigkeit wird statt des ,wassers mit ,schwefelsure gemischt und zum ,aufschliessen von frischer ,knochenerde verwendet4 ,das ,abdampfen der sauren ,flssigkeit bis auf #de ,b4 #a1de spec4 ,gew4 geschieht in kleinen ,pfannen1 deren ,boden auf eisernen ,platten ruht2 sie werden von dem abziehenden ,feuer der ,destillirfen oder auch von dem ,knochenbrennofen geheizt4 ,die zur erforderlichen ,consistenz gebrachte ,lauge wird mit ,holzkohlenpulver von ,linsengrsse gemischt 7auf #ajj ,th4 ,lauge #bj-be ,th4 ,kohle7 und in gusseisernen ,kesseln ber ,feuer getrocknet4 ,die zur ,trockne gebrachte ,masse besteht aus saurem ,calciumphosphat1 ,kohle und ,wasser 7von letzterem #e-f ,proc474 ,bei ,beginn der ,einfhrung der ,phosphorfabrikation war man der ,meinung1 die ,phosphorsure befnde sich darin in reinem ,zustande und habe all' ihren ,kalk an die ,schwefelsure abgegeben4 ,spter fanden ,fourcroy und ,vauquelin1 dass aus dem ,calciumtriphosphat 7,ca#c7,,po#d7b71 wie es in der ,knochenasche sich findet1 nur saures ,calciumphosphat 7,ca,h#d7,,po#d7b7 geworden sei2 sie wurden deshalb zu dem ,vorschlage veranlasst1 eine grssere ,menge ,schwefelsure anzuwenden1 um1 wie sie meinten1 dem ,calciumphosphat eine grssere ,menge ,calcium zu entziehen4 ,diese ,ansicht wurde von ,javal widerlegt1 welcher nachwies1 dass die reine ,phosphorsure mit ,kohle gemengt wenig oder keinen ,phosphor gebe1 da sie sich schon bei einer ,temperatur verflchtigt1 die niedriger ist als die zu ihrer ,zersetzung erforderliche1 und somit der reducirenden ,einwirkung der ,kohle sich entzieht4 ,die ,gegenwart des ,wassers in dem ,gemenge ist die ,ursache1 dass whrend der ,destillation ausser ,kohlenoxyd auch ,kohlenwasserstoffe und ,phosphorwasserstoff auftreten4 ,sidenote3 ,destillation des ,phosphors4 #c7 ,das ,erhitzen des ,gemenges des sauren ,calciumphosphates mit ,kohle behufs der ,destillation des ,phosphors geschieht in ,retorten aus feuerfestem ,thone1 die grosse ,aehnlichkeit mit den zum ,brennen der ,nordhuser ,schwefelsure dienenden haben4 ,die zum ,erhitzen dieser ,retorten dienenden ,oefen sind ,galeerenfen1 hnlich den in den ,vitriolbrennereien und ,salpeterfabriken4 ,ein solcher ,ofen enthlt #bd ,retorten1 nmlich #ab auf jeder ,seite4 ,der untere hintere ,theil der ,retorten liegt auf der einen ,seite des ,feuerraumes auf2 der vordere ,theil oder ihr ,hals geht an der entgegengesetzten ,seite durch eine ,oeffnung heraus1 welche nur lose vermauert wird4 ,durch diese ,oeffnung bringt man berhaupt die ,retorte in gehriger ,lage in den ,ofen und auch aus ihnen heraus4 ,zwischen je zwei ,retorten bleibt ein freier ,raum von #ab-ae ,centim41 damit die ,flamme zwischen denselben hindurch gehen kann4 ,wie oben bereits angefhrt1 ist das ,ergebniss der ,einwirkung der ,wrme zunchst die ,ueberfhrung des sauren ,calciumphosphates 7,ca,h#d7,,po#d7b7 in ,calciummetaphosphat 7,ca7,,po#c7b71 welches dann bei gesteigerter ,hitze #b_/c seines ,phosphors abgiebt1 whrend #a_/c als ,calciumtriphosphat 7,ca#c7,,po#d7b7 zurckbleibt4 ,die ,vorlagen1 deren man sich in ,deutschland bedient1 bestehen aus zwei ,theilen1 sie sind von ,tpferthon angefertigt und mit ,bleiglasur versehen2 der eine ,theil derselben ist ein oben offenes cylindrisches ,gefss1 der andere ,theil ragt in den ersteren einige ,zoll hinab und liegt durch einen deckelartigen ,vorsprung auf ihm auf2 oben endigt er sich in eine ,oeffnung1 welche einen kurzen ,hals bildet4 ,zwischen diesem ,halse und dem ,rande1 welcher in das untere ,gefss taucht1 ist eine ,rhre eingesetzt1 die mit diesem ,theil ein ,stck ausmacht2 sie hat am hervorragenden ,ende einen so grossen ,durchmesser1 dass sie den ,retortenhals bequem aufnehmen kann2 innerhalb des ,gefsses springt diese ,rhre etwa #aj ,centimeter vor1 so dass sie durch ,wasser gesperrt werden kann1 und in demselben eintaucht1 wenn der andere ,theil der ,vorlage damit gefllt ist4 ,die ,retorten werden mit #f bis #i ,kilogr4 der zu destillirenden ,masse angefllt1 die ,nischen werden mit ,ziegeln zugesetzt1 mit ,lehm bestrichen und whrend der ,ofen langsam durch ein schwaches ,feuer angewrmt wird1 legt man die ,vorlagen mit ,wasser angefllt an4 ,in jede ,vorlage wird ein kleiner ,blechlffel eingesetzt1 an einem ,draht befestigt1 welcher dem ,lffel als ,stiel dient4 ,nach #f-h ,stunden allmhlich verstrkter ,feuerung hat sich das in der ,masse noch befindliche ,wasser zum ,theil verflchtigt1 zum ,theil mit der ,kohle zu ,kohlenwasserstoffgas und ,kohlenoxydgas umgesetzt1 ausserdem entweicht schweflige ,sure2 nach dieser ,zeit wechselt die ,natur der ,gase und es erscheinen brennbare ,gase1 die sich von selbst entznden2 diese ,gase bestehen aus ,kohlenoxyd und ,phosphorwasserstoffgas1 vielleicht auch zum ,theil aus mit ,phosphordampf gesttigtem ,kohlenoxydgas4 ,anfnglich brennen sie mit hellleuchtender weisser ,flamme1 spter mit blulichgrnem ,schein4 ,in diesem ,stadium verkittet man die ,fugen zwischen ,vorlagen und ,retorten mit ,lehm1 so dass nur eine kleine ,oeffnung bleibt1 welche zum ,entweichen von ,gasen dient und die man mittels eines ,drahtes offen zu erhalten sucht4 ,damit die sich entwickelnden ,gase1 welche die ,gesundheit der ,arbeiter beeintrchtigen1 mglichst schnell entfernt werden1 sind die ,vorlagen der ganzen ,ofenlnge nach mit nach oben aufzuschlagenden dachartigen ,bretterverschlgen versehen1 aus deren ,mitte ein ,rauchfang aus ,holz die ,gase durch das ,dach nach aussen fhrt4 ,die ,destillation des ,phosphors beginnt1 sobald an der offen gehaltenen ,fuge am ,retortenhalse etwas rothe ,masse 7amorpher ,phosphor7 sich ansetzt1 wodurch die ,fuge verengt oder verstopft wird1 in deren ,folge in der ,vorlage ,blasen wahrzunehmen sind1 die sich von selbst entznden4 ,sobald aus der ,fuge die entzndlichen ,gase austreten1 setzt man in die ,vorlage die oben erwhnten ,blechlffel so ein1 dass der in der ,rhre der ,vorlage sich verdichtende ,phosphor in die ,lffel tropft4 ,den ,gang der ,destillation beurtheilt man am besten an der ,quantitt von ,phosphor1 die in einem gewissen ,zeitraume in die ,lffel tropft2 man hebt letztere von ,zeit zu ,zeit so weit empor1 dass man ihren ,inhalt sieht und leert denselben unter dem ,wasserspiegel aus1 so dass man den noch ferner bergehenden ,phosphor immer wieder besonders erhlt und folglich im ,stande ist1 die bergegangene ,menge zu beurtheilen4 ,die ,entwickelung brennbarer ,gase hrt1 nachdem sie einmal begonnen hat1 whrend der ,dauer der ,operationen keinen ,augenblick mehr auf2 wenn man die besprochene ,fuge offen erhlt1 oder wenn man anstatt der ,vorlagen ,tpfe anwendet1 die mit einem durchbohrten ,knopfe zum ,ausstrmenlassen der ,gase versehen sind1 so ist ununterbrochen ein blaues ,flmmchen wahrzunehmen4 ,whrend der ,dauer der ,destillation erhlt man das ,wasser in den ,vorlagen einigermaassen kalt4 ,nachdem etwa #df ,stunden fortgeheizt und endlich fast die ,weissglhhitze erreicht worden ist1 nimmt die ,menge des bergehenden ,phosphors so ab1 dass das weitere ,feuern sich nicht mehr lohnt4 ,die ,vorlagen werden nun abgenommen und der darin befindliche ,phosphor1 welcher in ,folge von ,beimengung von ,siliciumphosphor1 ,phosphorcarburet1 amorphem ,phosphor und andern allotropischen ,modificationen braun1 roth1 schwarz und weiss ist1 in einen ,bottich unter ,wasser ausgeleert4 ,der ,ofen wird nach dem vollstndigen ,erkalten aufgebrochen1 die ,retorten werden ausgenommen und mit ,hlfe eines eisernen ,spatels gereinigt1 worauf man dieselben und den ,ofen von ,neuem beschickt4 #ajj ,kilogr4 der in die ,retorten gebrachten ,mischung liefern etwa #ad1e ,kilogr4 feuchten1 rohen ,phosphor1 welcher nach dem ,umschmelzen und ,abtrocknen ungefhr #ab1f ,kilogr4 wiegt4 ,die von ,whler empfohlene ,methode der ,phosphordarstellung aus einem ,gemenge von ,knochenmehl1 ,kohle und ,sand1 kann1 selbst gengend feuerfeste ,retorten und eine vollstndige ,zersetzung des ,calciumphosphates durch die ,kieselerde angenommen1 kaum zur vortheilhaften ,phosphordarstellung im ,grossen ,anwendung finden1 denn wie viel ,phosphor wird man wol mit demselben ,brennstoffquantum erhalten1 wenn man in die ,retorte eine ,masse bringt1 welche nur ein ,dritttheil der ,phosphorsure enthlt1 die in der bisher angewendeten ,masse enthalten ist1 und ausserdem einen weiteren ,zusatz1 die ,kieselerde1 welche in der gewhnlichen ,mischung fehlt1 whrend die neue ,masse berdies zur ,zersetzung eine weit hhere ,temperatur1 d4 h4 weit mehr ,brennmaterial erfordert4 ,illustration3 ,fig4 #beg4 ,illustration3 ,fig4 #beh4 ,illustration3 ,fig4 #bei4 ,sidenote3 ,raffination und ,aufbewahrung4 #d7 ,der durch ,destillation gewonnene rohe ,phosphor ist ein ,gemenge von reinem ,phosphor mit ,verbindungen desselben mit ,kohle und ,silicium1 rothem und schwarzem ,phosphor und verschiedenen anderen ,unreinigkeiten4 ,um ihn zu reinigen1 bediente man sich ehedem des ,durchpressens des geschmolzenen ,phosphors durch smischgares ,leder4 ,man verfuhr dabei auf folgende ,weise3 ,man schlug den rohen ,phosphor in ein ,stck mit ,wasser durchnetztes lgares ,leder ein1 band dieses zu und legte den so erhaltenen ,beutel ,c 7,fig4 #beg7 auf einen kupfernen ,durchschlag1 der in einem ,gefss sich befand1 welches bis #ej bis #fj erwrmtes ,wasser enthielt4 ,sobald aller ,phosphor geschmolzen war1 brachte man eine ,holzplatte ,,dd auf den ,beutel und presste nun mittels der ,pressstange ,e und des ,hebels ,,gg den ,phosphor durch das ,leder hindurch4 ,in neuerer ,zeit reinigt man in den franzsischen ,fabriken auf andere ,weise1 nmlich a7 durch ,filtration ber grob gepulverte ,knochenkohle4 ,zu dem ,ende breitet man die ,kohle in dem ,gefsse ,a auf dem durchlcherten ,boden #f-aj ,centimeter hoch aus und fllt das ,gefss zu #b_/c mit ,wasser1 dessen ,temperatur durch das ,wasserbad ,b 7,fig4 #beh und #bei7 auf #fj erhalten wird4 ,der in das ,gefss ,a gebrachte rohe ,phosphor schmilzt1 filtrirt durch die ,knochenkohle und fliesst durch den ,hahn ,c und das ,rohr ,e in das ,gefss ,f1 welches mit ,wasser gefllt und durch das ,wasserbad ,g erwrmt wird2 bei ,h befindet sich ein mit smischgarem ,leder bedeckter durchlcherter ,boden1 durch welchen der geschmolzene ,phosphor mittels ,wasserdruck gepresst wird4 ,der gereinigte ,phosphor fliesst durch den ,hahn ,j ab4 ,nach einem zweiten ,reinigungsverfahren b7 bedient man sich porser ,platten aus ,charmottemasse1 welche in eiserne ,cylinder gesenkt und mit einer ,dampfmaschine in ,verbindung gesetzt sind2 in den ,cylindern enthaltene gespannte ,wasserdmpfe pressen den geschmolzenen ,phosphor durch die porsen ,platten4 ,um das ,verstopfen der ,poren der ,platten zu verhten1 mengt man den rohen ,phosphor vorher mit ,kohlenpulver4 ,der 7noch phosphorhaltige7 ,kohlenrckstand wird entweder in besonderen ,retorten destillirt oder dem ,retorteninhalte vor der ,phosphorgewinnung beigemischt4 ,man soll nach dieser ,methode von #ajj ,kilogr4 ,phosphor #if ,kilogr4 gereinigten erhalten4 ,in ,deutschland fhrt man allgemein das ,reinigen des ,phosphors durch ,destillation desselben aus gusseisernen ,retorten aus4 ,von diesen ,retorten ist jede fr sich in einem ,ofen eingemauert und steht darin auf einem ,dreifusse aus ,schmiedeeisen4 ,am ,halse der ,retorte wird der ,ofen mit losen ,steinen vermauert4 ,an derselben ,stelle geschieht das ,einsetzen der ,retorte in den ,ofen4 ,der ,retortenhals taucht #ae-bj ,millimeter tief in das ,wasser ein1 welches in einem ,kbel vorgestellt wird und berluft1 sobald eine ,portion ,phosphor den ,inhalt der ,schale vermehrt4 ,der zu destillirende rohe ,phosphor wird in einem kupfernen ,kessel unter ,wasser geschmolzen und mit #ab-ae ,proc4 seines ,gewichtes angefeuchteten ,sandes gemengt und dann in die ,retorten gefllt1 in ,quantitten von #e bis #f ,kilogramm oder so viel1 dass1 wenn er schmilzt1 die ,retorte nicht berluft4 ,das ,vermischen des ,phosphors mit feuchtem ,sande geschieht1 damit er sich whrend des ,einfllens und ,einsetzens der ,retorten nicht entzndet4 ,wasserfreier roher ,phosphor giebt bei der ,destillation #ij ,proc4 rectificirten ,phosphor im gnstigsten ,falle4 ,in einer ,phosphorfabrik zu ,paris reinigt man den ,phosphor ohne ,destillation auf chemischem ,wege1 indem man in dem ,kupferkessel1 dessen man sich zum ,schmelzen des rohen ,phosphors bedient1 auf #ajj ,kilogramm ,rohphosphor eine ,mischung von #c1e ,kilogramm englischer ,schwefelsure und #c1e ,kilogramm ,kaliumbichromat setzt4 ,es findet ein schwaches ,aufschumen statt und der unter der grnen ,flssigkeit stehende ,phosphor ist fast farblos und durchscheinend geworden1 so dass er nach dem ,auswaschen mit ,wasser sofort in ,stangenform gebracht werden kann4 #ajj ,kilogramm ,rohphosphor geben nach diesem ,verfahren #if ,kilogramm gereinigten ,phosphor4 ,sidenote3 ,formen des ,phosphors4 ,es bleibt nun noch brig1 dem ,phosphor eine bequeme ,form zu geben1 welche seit ,alters her in langen1 dnnen ,stangen besteht4 ,man erreicht dies1 indem man ihn in ,glasrhren formt4 ,man taucht das eine ,ende der ,rhre in den unter ,wasser geschmolzenen ,phosphor und saugt mit dem ,munde langsam am andern ,ende1 bis die ,rhre fast ganz mit ,phosphor angefllt ist4 ,hierauf schliesst man die untere ,oeffnung der ,rhre mit dem ,finger1 nimmt sie heraus und taucht sie rasch in kaltes ,wasser2 der ,phosphor erstarrt schnell und wird aus der ,glasrhre mit ,hlfe eines ,holz- oder ,glasstabes entfernt4 ,anstatt des ,aufsaugens mit dem ,munde lsst sich vortheilhaft eine ,kautschukblase anwenden1 wie dieselbe in der ,titriranalyse zum ,ansaugen der ,pipetten hufige ,anwendung findet4 ,in den franzsischen ,phosphorfabriken findet dieses ,verfahren heutzutage noch allgemeine ,anwendung mit der ,modifikation1 dass jede ,glasrhre1 von denen #a oder #b ,dutzend zur ,disposition des ,formers stehen1 oben mit einem eisernen ,saugrohre versehen ist1 in dessen ,mitte ein ,hahn sich befindet2 der ,arbeiter saugt durch das ,saugrohr die ,glasrhre voll1 schliesst dann den ,hahn und senkt das ,rohr in kaltes ,wasser2 nachdem alle ,rhren gefllt sind1 werden sie durch ,oeffnen des ,hahnes und ,einfhren eines ,eisendrahtes geleert und hierauf von ,neuem durch ,ansaugen gefllt4 ,ein tchtiger ,arbeiter kann tglich ber #b ,centner ,phosphor in ,stangenform bringen4 ,illustration3 ,fig4 #bfj4 ,ein anderes ,verfahren1 den ,phosphor zu formen1 ist von ,seubert angegeben worden4 ,der von ihm angewendete ,apparat 7,fig4 #bfj7 besteht aus einem eingemauerten kupfernen ,kessel1 aus dessen flachem ,boden ein oben offener ,kanal von ,kupfer gelthet ist1 der in den ,wasserbehlter ,c mndet4 ,in dem ,kessel befindet sich ein kupferner ,trichter ,a mit horizontaler ,rhre ,b1 welcher zur ,aufnahme des ,phosphors bestimmt ist und #h bis #aj ,kilogr4 desselben fasst4 ,der horizontale ,theil des ,trichters endigt mit dem ,hahn ,b und neben diesem mit einer ,erweiterung1 an welche eine kupferne ,platte1 in der zwei ,glasrhren a a befestigt sind1 angeschraubt wird4 ,der offene ,kanal ist durch eine wasserdicht schliessende ,scheidewand aus ,holz c c abgetheilt1 die die ,communication des ,wassers in beiden ,theilen des ,kanals hindert und zugleich den ,rhren a b zur ,sttze dient4 ,der ,trichter ,a wird nun mit ,phosphor gefllt und dann der ,kessel ,d ,d so weit erwrmt1 dass der ,phosphor schmilzt4 ,da sich bis zur ,scheidewand c c erwrmtes ,wasser befindet1 so wird1 wenn man den ,hahn ,b ffnet und wieder schliesst1 anfangs etwas ,phosphor durch die ,rhren a b ausfliessen1 darin aber erstarren und somit die ,rhre verschliessen4 ,oeffnet man nun den ,hahn wieder1 so kann man mit ,hlfe des erstarrten ,theils des ,phosphors1 welcher aus der ,rhre hervorragt1 die hinter demselben sich bildende ,phosphorstange abwechselnd aus der einen und der anderen ,rhre herausziehen1 sie abschneiden und in ,c vor der ,einwirkung des ,lichtes geschtzt1 sammeln4 ,nach der ,angabe von ,seubert soll ein gebter ,arbeiter in dem beschriebenen ,apparate #cj-dj ,kilogr4 ,phosphor in einer ,stunde in ,stangenform bringen knnen1 whrend ,fleck gefunden hat1 dass unter den vortheilhaftesten ,bedingungen der ,temperatur in sechs ,stunden nicht mehr als #ej ,kilogr4 geformt werden konnten4 ,will man den ,phosphor nicht in ,form von ,stangen1 sondern in ,krnerform bringen1 so bringt man auf kaltes ,wasser1 das in einem ,bottich sich befindet1 eine #f-h ,centimeter hohe ,schicht heisses ,wasser1 so dass beide ,schichten sich nicht miteinander mengen und lsst mit zum ,theil geffnetem ,hahn ,b des ,seubert'schen ,apparates geschmolzenen ,phosphor tropfenweise ausfliessen4 ,jeder ,tropfen erstarrt1 sowie er in das kalte ,wasser kommt1 zu einer harten ,masse4 ,die weit bequemere ,krnerform des ,phosphors sollte der ,stangenform vorgezogen werden4 ,die ,aufbewahrung des geformten ,phosphors geschieht in einer mit ,eisenblech ausgeschlagenen ,kiste1 welche gegen #f ,centner ,phosphor mit einer gegen #c ,centimeter hohen ,schicht ,wasser fasst4 ,das ,verpacken geschieht1 wenn es sich um grssere ,quantitten handelt1 in kleinen ,weinfssern1 welche man mit ,phosphor und dann vollends mit ,wasser fllt1 dem etwas ,alkohol zugesetzt worden ist1 um das ,gefrieren beim ,transport im ,winter zu verhindern4 ,die ,fsser werden aussen mit heissgemachtem schwarzen ,pech berzogen und in ,hcksel oder ,heu gewlzt2 zuletzt emballirt man in grauer ,packleinwand4 ,auf solche ,weise werden #a-e ,centner ,phosphor in einem ,fasse verpackt4 ,gewissenhafte ,fabrikanten werden es jedoch unter allen ,umstnden vorziehen1 das ,einsetzen des ,phosphors in ,blechbchsen anzuwenden4 ,der ,phosphor wird in ,bchsen von ,weissblech gefllt1 mit ,wasser bergossen und die ,bchsen dann mit ,sorgfalt verlthet1 so dass ein ,ausrinnen von ,wasser durchaus nicht stattfinden kann1 es mssen deshalb die verltheten ,blechbchsen einer wiederholten ,prfung auf ihre ,dichtheit unterworfen werden1 was am besten dadurch geschieht1 dass man die verltheten ,bchsen nach sorgfltigem ,abtrocknen mit der geltheten ,flche nach unten auf weisses ,fliesspapier setzt1 und beobachtet1 ob nach einiger ,zeit auf dem ,papier ein feuchter ,fleck wahrzunehmen ist1 gleichzeitig lassen sich dadurch die noch offenen ,stellen leicht auffinden4 ,die ,blechbchsen werden sodann in feste mit ,reifen beschlagene ,kisten oder ,fsser von ,holz 7,buchenholz7 verpackt und so dem ,transport bergeben4 ,sidenote3 ,andere ,methoden der ,phosphorfabrikation4 ,von den neueren ,methoden der ,phosphorfabrikation ist zunchst die von ,donovan anzufhren1 welcher den ,phosphor aus phosphorsaurem ,blei darstellen will4 ,er empfiehlt folgende ,vorschriften4 ,auf #aj ,kilogr4 verkleinerte ,knochen nimmt man eine ,mischung von #f ,kilogr4 ,salpetersure und #dj ,liter ,wasser1 lsst einige ,tage hindurch digeriren1 fllt die von der ,knochengallerte getrennte ,flssigkeit mit einer ,lsung von #h ,kilogr4 ,bleizucker1 wscht und trocknet den ,niederschlag1 erhitzt ihn zum ,rothglhen1 mischt ihn dann in #a_/f seines ,gewichtes an ,kienruss oder ,kohlenpulver und destillirt das ,gemenge aus ,thonretorten4 ,es ist nicht gesagt1 ob ,donovan seine ,methode im ,grossen versucht und ob sie ihm ein zufriedenstellendes ,resultat gegeben hat4 ,ueber ein zweites1 von ,cari-,montrand herrhrendes ,verfahren der ,phosphorfabrikation1 hat sich die ,praxis noch nicht ausgesprochen4 ,es besteht darin1 dass man ein ,gemenge von weissgebrannten ,knochen mit ,kohle in der ,rothglhhitze der ,einwirkung von salzsaurem ,gase aussetzt3 ,calciumtriphospat ,ca#c7,,po#d7b ,phosphor ,p#b ,kohle #h;,c geben ,chlorcalcium #c;,ca,cl#b ,salzsure #f;,cl,h ,wasserstoffgas #c;,h#b ,kohlenoxydgas #h;,,co ,sidenote3 ,fleck's ,verfahren4 ,weit wichtiger als die vorstehenden ,methoden sind die ,vorschlge ,fleck's zu einer verbesserten ,methode der ,phosphorgewinnung unter gleichzeitiger ,gewinnung von ,knochenleim4 ,das neue ,verfahren beruht auf der ,lslichkeit des phosphorsauren ,kalkes in ,salzsure und dessen ,abscheidung als saurer phosphorsaurer ,kalk durch ,verdampfen der ,lsung in geeigneten steinernen ,gefssen4 ,der ,theorie nach brauchen #aef ,theile ,calciumtriphosphat 7,ca#c7,,po#d7b7 #gc ,th4 wasserfreie ,salzsure1 woraus #aaa ,th4 ,chlorcalcium1 #ajj ,th4 saures ,calciumphosphat und #ah ,th4 ,wasser sich bilden4 ,ferner entsteht durch ,glhen von #ajj ,th4 saurem ,calciumphosphat und #bj ,th4 ,kohle #ba1c ,th4 ,phosphor1 #eb ,th4 ,calciumtriphosphat und #df1g ,th4 ,kohlenoxydgas4 ,wird nun das zurckbleibende ,gemisch von ,calciumtriphosphat und ,kohle eingeschert und von ,neuem mit ,salzsure behandelt1 so scheidet sich nach dem ,eindampfen dieser ,lsung von ,neuem saures ,calciumphosphat ab und so fort1 dass1 wollte man diesen ,process mit der nmlichen ,substanz fortsetzen1 eine unendlich kleine ,menge ,calciumtriphosphat zurckbleiben wrde4 ,es geht aus den bis jetzt angestellten ,versuchen hervor1 dass es mglich sein wird1 den ,knochen allen ,phosphor zu entziehen1 sobald die ,salzsure mglichst frei ist von ,schwefelsure1 die verdampfte ,lsung mglichst concentrirt und die erhaltene aus saurem ,calciumphosphat bestehende ,krystallmasse mglichst rein ist4 ,es zerfllt die ,gewinnung des ,phosphors und des ,leims in #a7 die ,reinigung1 ,zerkleinerung und ,extraction der ,knochen1 #b7 die ,verdampfung und ,krystallisation der ,knochenlauge1 das ,auspressen des sauren ,calciumphosphats und dessen ,vermischen mit ,kohle1 #c7 die ,destillation und ,reinigung des ,phosphors und #d7 die ,leimerzeugung4 ,die gereinigten1 zerkleinerten und vom ,fett befreiten ,knochen werden der ,einwirkung einer mittelst ,wasser auf #g ,b4 gebrachten ,salzsure ausgesetzt4 ,darauf macerirt man die ,knochen in ,salzsure von #cj ,b41 in welcher sie bis zur vlligen ,erweichung verweilen2 diese zweite ,flssigkeit dient statt ,wasser zum ,vermischen der ,salzsure zur ,extraction frischer ,knochen4 ,die erste ,flssigkeit1 eine ,auflsung von saurem ,calciumphosphat und ,chlorcalcium1 zeigt am ,arometer #af ,b42 sie wird in die ,abdampfgefsse gebracht4 ,in der ,wahl dieser ,gefsse liegt eine ,schwierigkeit des ,fleck'schen ,verfahrens1 da die salzsauren ,flssigkeiten nicht in ,bleigefssen abgedampft werden knnen und die ,benutzung von schwer zu beschaffenden ,thongefssen erheischen4 ,die ,lauge ist krystallisationsfhig1 sobald sie #cj ,b4 zeigt4 ,der beim ,erkalten und ,stehenlassen sich ausscheidende ,krystallbrei wird ausgepresst und sodann mit #a_/d seines ,gewichtes an ,kohlenpulver unter ,erwrmung bis auf #ajj in einer ,thonpfanne gemischt und durch ein ,kupfersieb gerieben1 bis sich die ,masse zwischen den ,fingern zerreiben lsst4 ,sie wird nun in eigenthmlich geformten ,retorten erhitzt4 ,das in den ,retorten zurckbleibende mit ,kohle gemengte ,calciumphosphat wird eingeschert und der ,einwirkung concentrirter ,salzsure ausgesetzt1 wodurch man sogleich sehr concentrirte ,laugen erhlt1 welche nur kurze ,zeit auf den ,pfannen zu stehen brauchen1 um krystallisationsfhig zu sein4 ,der erhaltene rohe ,phosphor wird wie gewhnlich gereinigt und geformt4 ,die durch die ,salzsure von dem ,calciumphosphat befreiten ,knochen werden auf ,leim verarbeitet4 ,sidenote3 ,verfahren von ,gentele1 ,gerland1 ,minary und ,soudry4 ,nach einer von ,gentele im ,jahre #aheg verffentlichten ,methode der ,gewinnung von ,phosphor unter gleichzeitiger ,darstellung von ,salmiak 7und ,knochenleim7 sttigt man das in ,salzsure aufgelste ,calciumphosphat mit ,ammoncarbonat1 welches man als ,nebenprodukt bei der ,bereitung von ,thierkohle erhalten hat1 und verwendet es zur ,phosphordarstellung4 ,die ber dem ,niederschlage stehende ,salmiaklsung wird auf ,salmiak verarbeitet4 ,gerland schlgt 7#ahfd7 vor1 die ,phosphate aus den ,knochen mit einer wsserigen ,lsung von schwefliger ,sure zu extrahiren und diese ,lsung zu erwrmen1 wobei die schweflige ,sure entweicht1 die in einem ,koksthurme aufgefangen und immer wieder von neuem verwendet wird2 die ,phosphate werden dabei unlslich niedergeschlagen4 -- ,minary und ,soudry 7#ahfe7 endlich wollen den ,phosphor aus einer ,mischung von ,ferriphosphat und ausgeglhtem ,koks destilliren4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,phosphors4 ,der gereinigte1 unter ,wasser aufbewahrte und vor der ,einwirkung des ,lichtes geschtzte ,phosphor ist zuweilen vollkommen farblos und durchsichtig1 gewhnlich aber etwas gelblich gefrbt und durchscheinend4 ,sein spec4 ,gew4 #a1hc-a1hd4 ,bei mittlerer ,temperatur ist der ,stangenphosphor weich wie ,wachs4 ,in der ,klte ist er sprde4 ,er lsst sich nicht zu ,pulver zerreiben1 wol aber kann man ihn fein zertheilt erhalten1 wenn man ihn unter ,wasser schmilzt und dies dann bis zum ,erstarren des ,phosphors schttelt4 ,anstatt des ,wassers wendet man zweckmssiger ,alkohol oder ,harn oder eine wsserige ,lsung von ,harnstoff an4 ,der ,phosphor schmilzt bei #dd-de und bleibt zuweilen1 nachdem er geschmolzen wurde1 beim langsamen ,erkalten1 namentlich unter alkalischer ,flssigkeit1 lngere ,zeit flssig1 erstarrt aber dann beim ,berhren mit festen ,krpern pltzlich4 ,der ,phosphor siedet bei #bij und verdampft schon merklich bei gewhnlicher ,temperatur 7das ,rauchen des ,phosphors an der ,luft rhrt nicht1 wie man frher glaubte1 allein von der ,bildung phosphoriger ,sure1 sondern auch und zwar hauptschlich von der ,bildung von ,antozonnebel und von salpetrigsaurem ,ammoniak her74 ,der ,phosphor lst sich in ,form von ,phosphordampf in sehr geringer ,menge in ,wasser1 in ,alkohol und ,aether ist er sehr schwer lslich1 leicht lslich in ,schwefelkohlenstoff1 ,chlorschwefel und ,phosphorchlorid2 er lst sich auch1 obwol in geringer ,menge1 in fetten und therischen ,oelen4 ,bis auf #ge erhitzt1 entzndet sich der ,phosphor an der ,luft1 also auch bei der ,reibung muss diese ,temperatur erreicht werden1 ehe eine ,entzndung eintritt2 der rothe oder amorphe ,phosphor1 der aus dem gewhnlichen ,phosphor durch lngere ,zeit fortgesetztes ,erhitzen bis auf etwa #bfj entsteht1 entzndet sich durch ,reibung nicht oder erst1 nachdem er wieder in den gewhnlichen ,phosphor bergefhrt worden ist1 wozu eine ,temperatur von ungefhr #cjj gehrt4 ,der ,phosphor des ,handels ist nie ganz rein1 sondern enthlt hufig kleine ,mengen ,schwefel1 ,arsen1 von der zur ,zersetzung der ,knochenerde dienenden ,schwefelsure herrhrend1 und zuweilen auch etwas ,calcium4 ,ausser zur ,herstellung von ,zndrequisiten findet der ,phosphor in neuerer ,zeit auch bei der ,fabrikation von ,brandgeschossen 7,fenian ,fire oder ,liquid ,fire1 wobei er in ,schwefelkohlenstoff gelst zum ,fllen der ,bombe dient71 so wie bei der ,bereitung gewisser ,theerfarben und endlich als ,zusatz zu gewissen ,kupferlegirungen 7,kanonenmetall und ,glockenmetall7 ,anwendung4 ,sidenote3 ,der amorphe oder rothe ,phosphor4 ,im ,jahre #ahdh machte v4 ,schrtter in ,wien die wichtige und interessante ,entdeckung1 dass die schon von ,e4 ,kopp #ahdd wahrgenommene ,eigenschaft des gewhnlichen ,phosphors1 unter der ,einwirkung des ,lichtes und unter anderen ,verhltnissen1 eine rothe ,farbe anzunehmen1 auf der ,umwandlung des ,phosphors in eine allotropische ,modifikation beruhe1 welche mit dem ,namen des amorphen oder rothen ,phosphors bezeichnet wurde4 ,es hat sich gezeigt1 dass diese ,umwandlung am leichtesten vor sich geht1 wenn man den gewhnlichen ,phosphor bei ,abschluss von ,luft und ,wasser lngere ,zeit auf etwa #bej erhitzt4 ,im ,grossen stellt man ihn in dem von ,a4 ,albright in ,birmingham empfohlenen ,apparate dar1 welcher ,fig4 #bfa im ,durchschnitt abgebildet ist4 ,illustration3 ,fig4 #bfa4 g ist ein ,gefss von ,glas oder ,porcellan1 welches ungefhr bis auf #e_/f mit ,phosphorstckchen angefllt und bis auf #bcj-bej erhitzt wird4 ,das ,gefss f steht in einem ,sandbad b1 welches durch ein ,sandbad b erwrmt wird4 ,das ,gefss g ist durch einen aufgeschraubten ,deckel m verschlossen4 ,von dem ,deckel fhrt ein mit einem ,hahn k versehenes gebogenes ,rohr i in ein ,gefss n1 welches ,wasser oder ,quecksilber 7mit einer ,schicht ,wasser bedeckt7 enthlt4 ,durch dieses ,rohr entweicht im ,anfang des ,erhitzens die ber dem ,phosphor in g befindliche ,luft4 ,sobald dies geschehen1 wird der ,hahn k geschlossen und das ,erhitzen fortgesetzt1 bis der ,phosphor vollstndig in die amorphe ,modifikation bergegangen ist4 ,die ,zeit1 welche zu dieser ,umwandlung erforderlich ist1 ist von den ,umstnden abhngig und nur durch die ,erfahrung festzustellen4 ,nach dem ,erkalten des ,apparats entfernt man den amorphen ,phosphor aus dem ,gefss g1 reibt ihn unter ,wasser zu einem feinen ,brei und entfernt nun den gewhnlichen ,phosphor1 der stets in geringer ,menge den amorphen verunreinigt1 wie lange auch bei der ,bereitung das ,erhitzen fortgesetzt sein mochte4 ,man kann ihn zwar durch ,behandeln mit ,schwefelkohlenstoff davon befreien1 allein dies ,mittel ist wegen der ,gefahr einer ,entzndung nur schwierig anzuwenden4 -- ,nickls schlgt eine ,trennungsmethode vor1 die im ,wesentlichen darin besteht1 dass man das ,gemenge von amorphem und gewhnlichem ,phosphor mit einer ,flssigkeit schttelt1 deren spec4 ,gewicht geringer ist als das des amorphen ,phosphors 7#b1a7 und grsser als das des gewhnlichen ,phosphors 7#a1hd74 ,eine ,chlorcalciumlsung von #ch-dj ,b4 kann hierzu benutzt werden4 ,der gewhnliche ,phosphor begiebt sich auf die ,oberflche und kann leicht durch etwas ,schwefelkohlenstoff aufgenommen werden1 so dass die ,operation in einem verschlossenen ,gefsse ausgefhrt werden kann4 ,arbeitet man in grossem ,maassstabe1 so ist nach den von ,coignet angestellten ,versuchen folgendes ,verfahren das sicherste1 um amorphen ,phosphor vom gewhnlichen ,phosphor zu befreien4 ,man kocht den pulverisirten amorphen ,phosphor mit ,aetznatronlauge1 welche den gewhnlichen ,phosphor lst und ihn unter ,entwickelung von ,phosphorwasserstoffgas in lsliches unterphosphorigsaures ,natron berfhrt4 ,das ,sieden wird unter zeitweiliger ,erneuerung der ,natronlauge fortgesetzt1 bis aller ,geruch nach ,phosphorwasserstoffgas aufgehrt hat4 ,das zurckbleibende ,pulver wird durch ,waschen gereinigt und getrocknet4 ,r4 ,bttger schlgt eine ,lsung von ,kupfervitriol vor1 welche nur mit dem gewhnlichen1 nicht aber mit dem rothen ,phosphor ,phosphorkupfer bildet4 ,sidenote3 ,eigenschaften4 ,der rothe ,phosphor bildet entweder ein glanzloses1 scharlachrothes bis dunkelcarmoisinrothes ,pulver1 oder er bildet eine rthlichbraune cohrente ,masse1 welche sprde1 oft metallisch glnzend ist1 einen muschligen ,bruch besitzt und auf der ,oberflche mitunter fast eisenschwarz ist4 ,sein spec4 ,gew4 #b1a4 ,er lst sich nicht in ,schwefelkohlenstoff und andern ,lsungsmitteln des gewhnlichen ,phosphors1 bleibt an der ,luft unverndert1 und lsst sich bis zum ,siedepunkte des gewhnlichen ,phosphors 7#bij7 erhitzt1 wieder in letzteren berfhren4 ,mit trockenem ,kaliumchromat zusammengerieben1 entzndet sich der rothe ,phosphor1 ohne zu explodiren4 ,mit ,salpeter verbrennt er nicht beim blossen ,zusammenreiben1 sondern erst beim ,erwrmen ohne ,gerusch4 ,mit ,kaliumchlorat verpufft er leicht und heftig 7vergl4 ,seite #afh74 ,mit ,bleisuperoxyd verpufft er beim ,zusammenreiben schwach1 beim ,erwrmen unter heftiger ,explosion4 ,das ,verhalten des rothen ,phosphors gegen verschiedene ,oxyde liess mit ,recht erwarten1 dass er mit ,vortheil statt des gewhnlichen ,phosphors zur ,zndmasse der ,zndrequisiten werde angewendet werden knnen1 wobei auch die ,umstnde1 dass er nicht giftig ist1 dass er bei gewhnlicher ,temperatur nicht verdampft und sich nicht oxydirt und dass er nicht so brennbar ist wie gewhnlicher ,phosphor1 daher weniger gefhrlich beim ,transport ist1 zu ,gunsten des amorphen ,phosphors sprachen4 ,die ,praxis der ,zndrequisitenfabrikation1 obgleich sie sich lange gegen die ,anwendung des amorphen ,phosphors gestrubt1 hat 7siehe ,zndrequisiten7 seit einigen ,jahren die rothe ,modifikation in eigenthmlicher ,form adoptirt1 so dass1 wenn nicht alle ,anzeichen trgen1 der amorphe ,phosphor in dieser ,beziehung noch eine bedeutsame ,rolle spielen wird4 ,seit einem ,jahrzehnd etwa findet der rothe ,phosphor zur ,erzeugung des ,jodphosphors behufs der ,darstellung von ,jodamyl1 ,jodthyl und ,jodmethyl ,anwendung1 mittelst deren ,cyanin1 ,aethylviolett und hnliche ,theerfarben dargestellt werden4 ,mit ,kaliumchlorat gemischt bildet der amorphe ,phosphor ,armstrong's ,mischung1 die in ,england zum ,fllen von ,bombenraketen verwendet wird4 ,die gegenwrtige ,phosphorproduktion ist approximativ folgende3 ,england #aejj ,centner ,frankreich und ,italien #bjjj ,zollverein und ,oesterreich #bjjj ------------- ,im ,ganzen #eejj ,centner1 zu deren ,fabrikation #ff1jjj ,centner ,knochen gehren4 ,die ,zndrequisiten4 ,sidenote3 ,allgemeines und ,geschichtliches4 ,zur ,geschichte der ,feuerzeuge folgende ,notizen4 ,wie die ,schriftsteller der ,alten erzhlen1 hat schon ,prometheus ,feuer aus harten ,steinen zu gewinnen gewusst4 ,die ,rmer haben ,epheu- und ,lorbeerholz an einander gerieben und die glimmenden ,holzspne zum ,anznden drren ,laubes benutzt4 ,das schnelle ,herumdrehen eines ,holzstckes in einem zweiten durchlcherten ,holze1 die ,feuererzeugungsmethode der meisten nicht civilisirten ,stmme1 die unter anderen von ,darwin und dem ,prinzen von ,neuwied#adg nher beschrieben worden ist1 wird hufig gegenwrtig noch von den ,drechslern in ,anwendung gebracht1 um ,holz oberflchlich zu verkohlen und dadurch zu verzieren4 ,unter den ,rmern zu ,titus ,zeiten war es blich1 die ,spitze eines ,schwefelstngelchens in vermodertes ,holz zu stecken und so durch ,reibung an ,steinplatten ,feuer zu erzeugen4 ,das #ad4 ,jahrhundert kannte bereits den ,gebrauch des ,stahles1 ,feuersteins und ,zunders oder ,schwammes4 ,bis zum ,jahre #ahbj kannte man wol kaum ein anderes ,feuerzeug als das genannte ,trio1 welchem das ,schwefelholz als unzertrennlicher ,begleiter beigesellt war4 #adg ,darwin's ,reisen 7v4 ,dieffenbach7 ,bd4 ,,ii p4 #ahb2 v4 ,neuwied1 ,reise nach ,brasilien ,bd4 ,,ii p4 #ah4 ,im ,jahre #ahbc machte ,dbereiner in ,jena die ,entdeckung1 dass fein zertheiltes ,platin 7,platinschwamm7 ein ,gemisch von ,wasserstoffgas und atmosphrischer ,luft entznde1 und grndete auf diese ,erfahrung das elegante ,feuerzeug1 welches unter dem ,namen der ,dbereiner'schen ,zndmaschine oder ,wasserstofflampe bald in beifllige ,aufnahme kam und selbst heutzutage noch vielfach angewendet wird4 ,obschon ohne directen ,einfluss auf die ,entwickelung des ,zndholzes selbst1 lenkte ,dbereiner's ,entdeckung nichtsdestoweniger die ,aufmerksamkeit auf die ,vervollkommnung der ,feuerzeuge im ,allgemeinen und hat in dieser ,hinsicht wenigstens mittelbar zur ,verbesserung der ,zndhlzer wesentlich beigetragen4 ,ein ,feuerzeug1 welches ebenfalls in derselben ,zeit auftauchte und in der ,geschichte der ,industrie eine hohe ,stelle zu beanspruchen hat1 insofern es das erste war1 welches auf die ,entzndlichkeit des ,phosphors sich grndete1 obgleich es niemals in allgemeine ,anwendung gekommen1 ist folgendes3 ,man schmolz gleiche ,gewichtstheile ,schwefel und ,phosphor in einer ,glasrhre langsam und vorsichtig zusammen4 ,die ,rhre wurde alsdann mit einem ,korke verschlossen und in diesem ,zustande aufbewahrt4 ,wollte man ,feuer haben1 so wurde der ,kork entfernt und ein dnner ,span in den ,schwefelphosphor eingetaucht4 ,die kleine ,menge1 welche beim ,herausziehen daran haftete1 entzndete sich an der ,luft und theilte die ,flamme dem ,holze mit4 ,diese ,vorrichtung1 die meines ,wissens in ,deutschland zuerst in ,erfurt auftrat1 ist jedoch fast ganz in ,vergessenheit gerathen4 ,eine wichtige ,epoche in der ,geschichte der ,zndrequisiten bildet das chemische ,feuerzeug oder die ,tauch- oder ,tunkzndhlzchen1 die bereits im ,jahre #ahab in ,wien fabricirt wurden 7#ajj ,stck ,hlzchen kosteten damals #a fl4 ,w4 ,w472 sie waren einfach ,schwefelhlzchen1 deren geschwefeltes ,ende mit einer ,mischung von ,kaliumchlorat und ,rohrzucker 7und ,zinnober als ,farbe7 berzogen war1 die1 beim ,benetzen mit concentrirter ,schwefelsure verpuffend1 die ,entzndung der darunterliegenden ,schwefelschicht und diese wieder dem ,holze mittheilte4 ,man bediente sich kleiner ,glser1 welche mit concentrirter ,schwefelsure getrnkten ,asbest enthielten4 ,der ,erfinder dieser ,feuerzeuge1 welche bis zum ,jahre #ahdd in ,europa die allein blichen waren1 ist der ,franzose ,chancel1 ,assistent bei ,professor ,thnard in ,paris 7#ahje74 ,auf dem nmlichen ,principe beruhten die um das ,jahr #ahcj unter dem ,namen ,prometheans in ,england verbreiteten ,zndprparate4 ,ein ,gemisch von ,kaliumchlorat und ,zucker war in ein dnnes ,rllchen von ,papier 7hnlich einer ,cigarette7 gefllt1 welches ausserdem ein kleines auf beiden ,seiten zugeschmolzenes ,glasrhrchen mit ,schwefelsure enthielt4 ,indem man das ,glasrhrchen zwischen zwei harten ,krpern zerdrckte1 kam die ,schwefelsure mit der ,zndmasse in ,berhrung und bewirkte deren ,entflammung4 ,das ,zerdrcken geschah in der ,regel in einer eigens zu diesem ,zwecke mitverkauften ,zange4 ,die ,prometheans1 welche wegen ihres hohen ,preises niemals allgemeinen ,eingang gefunden haben1 bilden den ,uebergang zu den ,reibzndhlzchen1 denn bei ihnen wird die ,entzndung durch ,friction wenigstens indirect vermittelt4 ,die ersten wirklichen ,reibzndhlzchen kamen unter dem ,namen ,congreve'sche ,streichhlzer um's ,jahr #ahcb auf4 ,sie enthielten ber dem ,schwefel einen ,ueberzug von #a ,th4 ,kaliumchlorat und #b ,th4 grauem ,schwefelantimon mit einem geeigneten ,bindemittel 7,leim oder arabischem ,gummi7 aufgetragen4 ,sie entzndeten sich1 indem man sie zwischen zwei ,flchen von ,sandpapier1 welche mit den ,fingern zusammengepresst wurden1 hindurchzog4 ,die ,entflammung erforderte einen ziemlich starken ,druck und nicht selten rieb sich das ,zndprparat von dem ,hlzchen ab und detonirte zwischen den rauhen ,flchen1 ohne das ,holz zu entznden4 ,es war also ,raum genug fr weitere ,verbesserungen4 ,es ist nicht mit ,bestimmtheit zu ermitteln1 wer zuerst die glckliche ,idee hatte1 fr das ,schwefelantimon den ,phosphor zu substituiren4 ,aus den ,forschungen von ,nickls folgt aber unzweifelhaft1 dass in ,paris schon #ahje der ,phosphor zu ,feuerzeugen ,anwendung fand4 #ahji suchte ,derepas die grosse ,entzndlichkeit des ,phosphors durch ,zertheilen desselben durch ,magnesia zu verringern4 ,derosne dagegen soll 7#ahaf7 der ,erste gewesen sein1 welcher ,phosphorstreichhlzchen darstellte4 ,gegen das ,jahr #ahcc sind die ,phosphorzndhlzchen in verschiedenen ,lndern gleichzeitig aufgetaucht4 ,preshel in ,wien fertigte im genannten ,jahre ,phosphorzndhlzer und andere mit derselben ,zndmasse versehene ,zndapparate1 als ,zndschwamm1 ,cigarrenznder und dergl4 ,ziemlich um dieselbe ,zeit wurden auch in ,darmstadt von ,fr4 ,moldenhauer ,phosphorzndholzer fabricirt#adh4 ,in ,sddeutschland ist man geneigt1 den ,schwaben ,kammerer 7gestorben in ,ludwigsburg #aheg7 fr den ,erfinder der phosphorhaltigen ,zndrequisiten zu halten4 ,in ,england schreibt man die ,erfindung der ,lucifer matches dem ,chemiker ,john ,walker in ,stockton zu1 wenigstens ist ,faraday dieser ,ansicht4 ,besassen auch diese ,zndmassen1 die im ,wesentlichen aus ,kaliumchlorat und ,phosphor bestanden1 einen hohen ,grad von ,entzndlichkeit1 so waren sie dagegen mit dem ,uebelstand behaftet1 bei der ,entzndung hufig mit einer ,art von ,explosion zu verbrennen1 wobei die brennende ,masse herumgeschleudert wurde2 auch war sowol ihre ,darstellung1 sowie ihr ,transport keineswegs ohne ,gefahr1 weshalb in vielen deutschen ,lndern ihre ,fabrikation und ihr ,gebrauch verboten wurde4 ,im ,jahre #ahce wurde durch ,trevany das ,kaliumchlorat zum ,theil durch eine ,mischung von ,mennige und ,braunstein1 im ,jahre #ahcg durch ,preshel gnzlich durch das braune ,bleisuperoxyd oder nach ,bttger's ,vorschrift durch ein ,gemenge von ,mennige und ,salpeter 7oder auch ,bleisuperoxyd und ,bleisalpeter7 ersetzt4 ,von dieser ,zeit an datirt der grosse ,aufschwung der ,zndwaarenindustrie1 die besonders in ,oesterreich und seit einigen ,jahren auch in ,schweden riesige ,dimensionen angenommen hat#adi4 #adh ,die ,verdienste ,moldenhauer's um die ,entwickelung der deutschen ,zndholzindustrie hat ,c4 ,thiel in ,darmstadt 7,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahff p4 #gdg7 in einer eingehenden ,abhandlung geschildert4 #adi ,in ,oesterreich werden 7vergl4 den sterreichischen ,specialkatalog der internationalen ,ausstellung des ,jahres #ahfb p4 #ah7 jhrlich #ae1jjj ,klaftern ,holz zu ,holzdraht verarbeitet und daraus #aej1jjj ,centner ,zndhlzer erzeugt4 ,im ,jahre #ahfj wurden fr #b1fdg1jjj fl4 ,zndhlzer ausgefhrt4 ,das ,emporblhen der sterreichischen ,zndholzindustrie verdankt man besonders drei ,mnnern1 nmlich ,stephan ,romer1 ,johann ,preshel und ,a4 ,m4 ,ritter von ,pollack4 ,ersterer verbesserte die mechanische ,herstellung der ,holzdrhte1 ,preshel die ,zndmasse1 letzterer erffnete das ,absatzgebiet fr sterreichische ,zndwaaren4 ,im ,laufe der ,zeit erfuhren die ,zndhlzchen noch weitere ,verbesserungen1 so umging man den ,schwefel1 indem man die ,enden der ,hlzer mit ,wachs1 mit ,stearinsure oder ,paraffin trnkte4 ,man berzog ferner die besseren 7,salon-7 ,zndrequisiten mit einem ,lack1 um sie nicht nur vor ,feuchtigkeit zu schtzen1 sondern ihnen auch ein weit schneres ,aussehen zu verleihen4 ,so ist es denn dahin gekommen1 dass die ,zndholzfabrikation der ,gegenwart ein ,produkt liefert1 das technisch das denkbar vollkommenste ist1 das berhaupt erreicht werden kann4 ,bei aller ,vorzglichkeit der ,phosphorzndhlzer besitzen dieselben jedoch ,uebelstnde1 die aber1 als in der giftigen ,natur des ,phosphors liegend1 rein sanittspolizeilicher ,art sind4 ,einmal wirkt der ,phosphor giftig durch seine ,flchtigkeit und hat in der ersten ,zeit seiner ,einfhrung in die ,zndholzindustrie sichtbare ,verheerungen unter den ,arbeitern angerichtet1 die aber in neuerer ,zeit in ,folge geeigneter ,ventilation der ,arbeitsrume nicht mehr wahrzunehmen sind4 ,trotz der bekannten ,untersuchungen von ,e4 von ,bibra und ,geist und der ,beobachtungen ,sievekings gebricht es zur ,zeit noch an gengenden ,erklrungen1 denn die ,krankheiten der ,kinnlade1 wie sie in den ,zndholzfabriken vorkamen1 fehlen vollstndig in den ,fabriken1 wo der ,phosphor erzeugt wird und die ,arbeiter zuweilen solche ,massen von ,phosphordampf einathmen1 dass im ,dunkeln ihr ,athem leuchtend erscheint6 ,in der zweiten ,richtung ist der ,phosphor giftig1 indem er1 schon in sehr kleiner ,menge in den ,organismus gebracht1 tdtlich wirkt4 ,und in der ,that hat das letzte ,jahrzehnd eine auffallende ,zunahme der ,phosphorvergiftungen mit sich gefhrt4 ,in dieser ,eigenschaft des ,phosphors culminiren alle ,grnde1 die gegen die ,anwendung des ,phosphors zur ,zndholzfabrikation vorgebracht werden knnen4 ,unter diesen ,verhltnissen erschien die ,entdeckung des rothen ,phosphors als eine ,form1 in welcher mit ,beibehaltung der ,vorzge des gewhnlichen ,phosphors etwa die ,nachtheile1 die mit seinem ,gebrauche verbunden waren1 ausgeschlossen sind1 als eine ,wohlthat fr die ,menschheit1 welcher sich die ,regierungen und ,industriellen mit ,enthusiasmus zuwandten4 ,von den vielen ,hoffnungen1 die man auf die ,anwendung des rothen ,phosphors in der ,zndholzfabrikation gesetzt hatte1 sind allerdings bis jetzt nur wenige realisirt worden4 ,dennoch hat es nach den ,ergebnissen der ,pariser ,industrieausstellung des ,jahres #ahfg den ,anschein1 als wenn dem rothen ,phosphor eine grosse ,mission in der ,entwickelungsgeschichte der ,zndrequisitenindustrie beschieden sei4 ,sidenote3 ,die ,fabrikation der ,reibzndhlzer4 ,die ,fabrikation der phosphorhaltigen ,reibzndhlzchen zerfllt in #a7 die ,herstellung der ,holzdrhte1 #b7 die ,bereitung der ,zndmasse1 #c7 das ,betupfen1 ,trocknen und ,verpacken derselben4 #a7 ,die ,herstellung der ,holzdrhte4 ,als ,holz dient ,weisstannen-1 ,fichten-1 ,aspen-1 seltener ,fhrenholz1 zuweilen auch ,buchen-1 ,linden-1 ,birken-1 ,weiden-1 ,pappel- und ,cedernholz4 ,die ,zndhlzer sind entweder vierkantig 7mit mehr oder minder ausgebildeten ,seitenflchen7 oder rund1 im letzteren ,falle sehr regelmssig und glatt4 ,die viereckigen stellt man am einfachsten1 aber auch am wenigsten schn durch ,zerspalten von wrfelfrmigen ,holzkltzchen dar1 welche die ,lnge eines einzelnen ,hlzchens haben4 ,die ,spaltmaschine wird entweder mittelst eines einzigen ,schneidemessers1 welches sich an einem ,hebel befindet und mit diesem auf- und niederbewegt wird1 wobei nach jedem ,schnitte der ,holzwrfel um die ,dicke eines ,hlzchens fortgerckt1 nach ,vollendung einer ,reihe paralleler ,spaltungen aber die ganze dadurch entstandene ,masse von ,blttern zusammengefasst und durch eine neue ,reihe von ,schnitten rechtwinklig gegen die ersten1 in ,stbchen zertheilt wird4 ,oder man bringt mehrere ,spaltmesser in fester ,stellung an und bewegt das ,holz gegen dieselben heran4 ,das ,spalten ist in ,deutschland berall der von ,stephan ,romer in ,wien gemachten ,erfindung des ,hobelns gewichen1 wodurch mit ,leichtigkeit zierlich geformte runde ,stbchen entstehen4 ,das ,instrument ist eine ,art ,hobel1 dessen ,eisen von dem gewhnlichen ,hobel darin abweicht1 dass es statt der ,schrfe eine horizontale ,umbiegung enthlt1 welche horizontal mit drei1 vier oder fnf neben einander befindlichen ,lchern durchbohrt ist und zwar so1 dass die vorderen ,rnder der ,lcher zugeschrft sind4 ,es hat sich in der ,praxis gezeigt1 dass die ,hobel mit nur drei ,lchern die geeignetsten sind4 ,wird der ,hobel mit einer gewissen ,kraftanstrengung auf dem der ,breite des ,hobeleisens entsprechenden schmalen ,rande eines etwa #a ,meter langen ,brettes von geradfaserigem astfreiem ,tannenholz fortgeschoben1 so dringt der ,hobel in das ,holz ein und es bilden sich so viele ,stbchen1 als der ,hobel ,lcher enthlt4 ,ist auf diese ,weise eine ,schicht ,stbchen gewonnen1 so wird die ,oberflche des ,brettes mit einem gewhnlichen ,hobel glatt gehobelt1 hierauf wendet man wieder den ,zndholzhobel an u4 s4 f4 ,zum ,zerschneiden der ,hlzer nach der ,lnge dient eine ,maschine1 aus einem schmalen1 etwa #f ,centim4 breiten ,troge bestehend1 der zum ,hindurchlassen des ,messers der ,quere nach durchschnitten ist4 ,in diesem ,durchschnitt bewegt sich das an einem ,hebel sitzende scharfe ,messer auf und ab und wirkt nicht sowol schneidend als drckend4 ,ein gebter ,arbeiter liefert in einem ,tage #djj1jjj bis #dej1jjj ,hlzchen4 ,ein gleichzeitig mit ,romer's ,vorrichtung aufgetretener ,hobel ist der von ,anthon in ,darmstadt1 der in ,sdwestdeutschland mit grosser ,schnelligkeit ,eingang fand4 ,das ,aushobeln der ,hlzchen ist hufig wieder ein abgesonderter ,industriezweig geworden4 ,man fertigt in den ,waldgegenden 7so z4 ,b4 im bayerischen und bhmer ,walde1 im ,odenwalde1 im ,thringer ,walde1 in ,schweden und ,norwegen7 dieselben in grossen ,quantitten und liefert sie an die ,zndholzfabriken1 welche sich nur auf ihre ,vollendung1 ,ausrstung und ,verpackung beschrnken4 ,anstatt mittelst ,handarbeit hat man die ,anfertigung runder ,hlzer auch mittelst ,maschinen ausgefhrt4 ,so construirte ,pelletier in ,paris schon um das ,jahr #ahbj eine ,hobelmaschine von folgender ,einrichtung3 ,auf einem ,tische wird ein #cf ,centim4 langer1 #i ,centim4 breiter ,hobel mittelst ,krummzapfen und ,lenkstange vor- und rckwrts geschoben1 wobei er ber das unter ihm befindliche1 von selbst sich zur gehrigen ,hhe hebende ,holzstck hingeht4 ,der ,hobel enthlt ein vertikal stehendes1 unten mit #bd spitzigen1 wie kleine ,messer gespalteten ,zhnen versehenes ,eisen2 hinter diesem aber ein breites gewhnliches ,hobeleisen4 ,auf jeden ,hobelstoss macht das erste ,eisen #bd parallele ,schnitte in die ,holzflche und das nachkommende zweite stsst ein ,blttchen von bestimmter ,dicke ab1 welches vermge jener ,schnitte ohne ,weiteres in schmale ,streifen oder ,blttchen zerfllt4 ,auf grssere quantitative ,leistungen berechnet ist die ,maschine von ,cochot 7#ahcj74 ,hier werden auf der usseren ,peripherie eines eisernen ,rades von #a ,meter ,durchmesser dreissig ,holzkltze von der ,lnge eines ,zndhlzchens befestigt2 bei der ,umdrehung des ,rades geht ein ,klotz nach dem andern an einer mit ,stahlklingen besetzten kleinen ,walze vorber1 welche -- wie bei der vorhergehenden ,maschine das gezahnte ,hobeleisen -- die parallelen ,schnitte macht2 unmittelbar darauf schneidet eine unbewegliche gerade ,messingklinge ein ,blttchen von dem ,holze ab1 welches bereits in ,stbchen zertheilt erscheint4 ,einige ,aehnlichkeit damit1 was die ,wirkungsweise anlangt1 hat die ,maschine von ,jeunot1 die im ,jahre #ahdj in ,frankreich patentirt wurde4 ,nach dem ,principe des ,handhobels construirte ,neukrantz in ,berlin im ,jahre #ahde eine ,maschine1 bei welcher #af bis #bj ,hlzchen zugleich entstehen1 indem mittelst eines ,schlittens das ,holz unter den festliegenden ,rhrcheneisen durchgezogen wird4 ,eine interessante ,anwendung dieses ,mittels hat aber ,krutzsch zu ,wnschendorf im ,knigreich ,sachsen 7#ahdh7 gemacht1 indem er eine ,stahlplatte benutzte1 welche mit einer grossen ,anzahl 7gegen #djj7 mglichst dicht beisammenstehenden ,lchern durchbohrt ist4 ,ein ,holzstck wird durch eine starke ,presse in der ,richtung seiner ,fasern gegen diese ,platte gedrckt1 deren ,lcher an dieser ,seite scharfrandig sind1 dann schliesslich mittelst eines ,zangenapparates hindurchgezogen und so in runde ,stbchen zertheilt4 ,ein ,holzstab von #c ,centim4 ,breite und ,dicke giebt #djj ,stbchen1 welche aus #a ,meter ,lnge jeder #ae ,zndhlzchen liefern4 ,die ,erzeugung der #fjjj ,stck dauert etwa zwei ,minuten4 -- ,eine andere ,maschine von ,andree u4 ,co4 in ,magdeburg wirkt mehr hobelartig1 in der ,weise aber1 dass drei hinter einander befestigte1 also nach einander zur ,wirkung kommende ,eisen die runden ,stbchen hervorbringen1 indem das vordere nur vorarbeitet1 das zweite die eine ,hlfte1 das dritte die andere ,hlfte des ,cylinders erzeugt4 ,eine ,maschine vom ,mechanikus ,c4 ,leitherer in ,bamberg 7#ahea71 welche nach ,art der ,handarbeit mit rhrenfrmigem ,hobeleisen wirkt und ,fallhobelmaschine genannt worden ist1 besteht aus einem horizontalen ,kasten1 in welchem die zugerichteten ,blcke des ,rohholzes stehend1 d4 h4 mit vertikaler ,richtung der ,fasern1 eingesetzt werden und worin sie nach jedem ,hobelstoss um die ,dicke eines ,zndhlzchens durch einen ,mechanismus vorgeschoben werden2 vor diesem ,kasten befindet sich ein vertikales ,gestell1 in welchem der ,fallhobel sich auf und ab bewegt4 ,ein ,schwungrad1 welches mittelst ,riemen an den ,wellbaum eines ,mhlrades angehngt wird1 bewerkstelligt die gleichfrmige ,wirkung der ,maschine4 ,ein ,fallhobel besteht aus vier ,stosseisen1 deren jedes #h oder #aj ,rhrchen enthlt4 ,jede ,minute erfolgen bei mssigem ,gange #de ,fallstsse und dadurch #haj-hcj ,hlzchen mit #de ,fehlspnen 7,zndspnen74 ,seit einigen ,jahren macht die ,hobelmaschine von ,wrana viel von sich reden4 ,diese ,maschine ahmt wie jene von ,neukrantz das ,hobeln mit der ,hand nach1 aber weit vollkommener1 da der ,hobel hier nicht fix1 sondern durch die ,hnde des ,arbeiters gehalten1 somit federnd angebracht ist4 ,seine ,sttze findet er jedoch an einer ,leiste1 welche quer ber die ,maschine luft und je nach der ,hhe des ,holzstckes1 das unter derselben durchgeht1 bald gehoben1 bald gesenkt werden kann4 ,der ,kunstgriff1 eine ,leiste als ,sttzpunkt fr den mit der ,hand gehaltenen ,hobel anzubringen1 macht es mglich1 verzogenes1 ungleiches ,holz ebenso rein als mit der ,hand zu hobeln4 ,der ,stoss1 welchen der ,hobler sonst ausben muss1 um ,drhte von der ,lnge des ,holzes zu erzeugen1 wird von der ,maschine erzielt und der ,arbeiter hat eben nur den ,hobel krftig zu halten und ihm die gehrige ,lage zu geben4 ,nach demselben ,princip ist es auch mglich1 ,stbchen von sehr verschiedenem ,querschnitt zu hobeln1 z4 ,b4 ,rahmenstbchen1 ,federhalter und dergl4 ,das ,wesentliche der ,erfindung ,wrana's ist die ,verwendung der ,leiste als ,sttzpunkt fr den ,hobel1 mag dieselbe wie immer geformt sein4 ,ohne dieses ist ein ,hobeln des ,holzes nach der ,faser 7ausser aus freier ,hand7 kaum mglich4 ,bei der in jngster ,zeit von ,long construirten ,holzdrahtschneidemaschine wird das ,schneiden in der ,art bewirkt1 dass man ,holzblcke auf einen horizontal beweglichen ,schlitten zwischen ,walzenpaaren festhlt 7wobei die ,faserrichtung des ,holzes mit der ,axe der ,walzen parallel luft7 und den ,schlitten zuerst an einer ,anzahl kleiner ,messer vorbeifhrt1 welche in ,abstnden gleich der ,breite der zu erhaltenden ,zndhlzchen angeordnet sind1 also in den ,block eine ,anzahl entsprechender ,schnitte vollfhren1 worauf ein vertikal bewegliches ,messer einen ,span von der ,breite des ,holzes abschneidet1 aber in ,folge des vorherigen ,einschneidens der kleinen ,messer in einzelne ,stbchen 7,holzdrhte7 zerfllt4 #b7 ,die ,bereitung der ,zndmasse geschieht auf folgende ,weise3 ,der ,leim oder das ,senegalgummi1 berhaupt das ,bindemittel1 wird mit einer kleinen ,menge ,wasser bis zur ,consistenz eines dnnen ,syrups aufgelst1 bis auf #ej erwrmt und dann der ,phosphor nach und nach eingerhrt und mit dem ,rhren fortgefahren1 bis aller ,phosphor zu einer weissen salbenhnlichen ,emulsion vertheilt ist4 ,zu dieser ,masse setzt man hierauf die brigen1 vorher fein zerriebenen ,zustze unter sorgfltigem ,umrhren4 ,zur ,erzeugung einer guten ,zndmasse ist es unerlsslich1 dass der ,phosphor in der rechten ,menge vorhanden sei4 ,zu viel ,phosphor ist ebenso nachtheilig als eine zu geringe ,quantitt4 ,abgesehen von dem ,umstande1 dass ein zu grosser ,phosphorgehalt die ,zndmasse unnthig vertheuert1 macht er sie auch in einzelnen ,fllen zum ,entznden des ,schwefel- oder ,stearinberzuges und folglich auch des ,hlzchens untauglich1 da die durch die ,verbrennung des ,phosphors sich bildende ,phosphorsure sich an den zu entzndenden ,theilchen absetzt und diese mit einem zarten glasartigen ,ueberzug bedeckt1 welcher genau so wie eine ,wasserglasschicht das ,ausbrechen der ,flamme verhindert4 ,das beste ,verhltniss scheint #a_/aj bis #a_/ab ,phosphor zu sein1 vorausgesetzt1 dass man die ,masse auf die gewhnliche ,art durch ,schmelzen des ,phosphors in ,leimlsung u4 dergl4 darstellt4 ,eine weit geringere ,quantitt ,phosphor ist jedoch zur ,erzielung einer zweckentsprechenden ,zndmasse ausreichend1 wenn man den ,phosphor in ,schwefelkohlenstoff gelst der ,mischung zusetzt1 wobei der ,schwefelkohlenstoff seiner grossen ,flchtigkeit wegen bald verdunstet und den ,phosphor im hchst fein zertheilten ,zustande zurcklsst4 ,bei der ,leichtlslichkeit des ,phosphors in ,schwefelkohlenstoff und dem billigen ,preise des letzteren ist die von ,wagner im ,jahre #ahee eingefhrte ,anwendung des ,schwefelkohlenstoffs selbst dann noch mglich1 wenn man die ,dmpfe des ,schwefelkohlenstoffs verloren giebt4 ,mit der ,benutzung der ,lsung des ,phosphors in ,schwefelkohlenstoff ist ausserdem noch der ,vortheil verbunden1 dass man kalt arbeiten kann1 indem man die ,lsung einfach in die ,mischung der brigen ,materialien einzurhren braucht4 ,dass die ,anwendung der ,schwefelkohlenstofflsung wegen ihrer ,feuergefhrlichkeit und des vielleicht nachtheiligen ,einflusses der ,schwefelkohlenstoffdmpfe auf die ,gesundheit der ,arbeiter die grsste ,vorsicht erheischt1 ist selbstverstndlich4 ,c4 ,puscher hat 7#ahfj7 auf die vortheilhafte ,verwendbarkeit des ,schwefelphosphors und zwar des ,phosphorsulfuretes ,p#b,s statt des reinen ,phosphors bei den ,zndmassen aufmerksam gemacht4 ,er hat ,zndmassen mit #c1e ,proc4 ,phosphorsulfuret bereitet und damit tadellose ,zndhlzer erhalten4 ,von den ,metalloxyden1 welche man der ,zndmasse zusetzt1 giebt man gegenwrtig einem ,gemenge von braunem ,bleisuperoxyd mit ,salpeter1 oder einem ,gemenge von ersterem mit salpetersaurem ,bleioxyd1 durch ,verreiben der ,mennige mit ,salpetersure in der ,wrme und ,liegenlassen der ,masse durch mehrere ,wochen erhalten1 den ,vorzug4 ,als ,bindemittel wendet man1 wie bereits oben gesagt1 ,leim1 ,gummi oder auch ,dextrin an2 ersterer sollte beseitigt werden1 weil er meist nur verkohlt und die vollstndige ,verbrennung der ,masse verhindert4 ,vielleicht liesse sich eine geeignete verdnnte ,collodiumlsung1 vielleicht auch ein ,gemenge von ,sandarakpulver und einem hnlichen ,harze mit ,benzol als ,bindemittel verwenden4 ,als ,beispiele der ,zusammensetzung der ,zndmassen mgen folgende ,vorschriften angefhrt werden 7wobei nicht zu vergessen ist1 dass die bewhrten ,recepte zur ,bereitung einer entsprechenden ,zndmasse von der ,fabrik geheim gehalten werden73 ,i4 ,phosphor #a1e ,th4 ,senegalgummi #c1j ,kienruss #j1c ,das ,gemisch beider eingetrocknet -- nun ,mennige #e1j faktisch ein ,gemenge von ,bleinitrat ,salpetersure mit ,bleisuperoxyd1 unter dem von #dj ,b4 #b1j ,namen oxydirte ,mennige4 ,,ii4 ,phosphor #h1j ,th4 in der nthigen ,menge ,leim #ba1j ,schwefelkohlenstoff ,bleisuperoxyd #bd1j gelst4 ,kalisalpeter #bd1j ,,iii4 ,phosphor #c1j ,th4 ,senegalgummi #c1j ,bleisuperoxyd #b1j feiner ,sand und ,smalte #b1j ,es ist keinem ,zweifel unterworfen1 dass die ,zndmasse noch vielfacher ,verbesserungen fhig ist4 ,illustration3 ,fig4 #bfb4 ,illustration3 ,fig4 #bfc4 ,illustration3 ,fig4 #bfd4 #c7 ,das ,betupfen und ,trocknen der ,hlzchen4 ,um die ,hlzchen an dem einen ,ende mit ,schwefel und mit der ,zndmasse berziehen zu knnen1 mssen sie in hinreichender ,entfernung von einander befestigt sein4 ,hierzu dienen kleine ,brettchen von etwa #j1c ,meter ,lnge und #aj ,centimeter ,breite1 deren obere ,seite der ,quere nach mit #ej rinnenfrmigen ,vertiefungen versehen ist1 von solcher ,breite und ,tiefe1 dass gerade ein ,hlzchen hineingeht 7,fig4 #bfb74 ,eine ,arbeiterin legt in jede ,furche des ,brettes ein ,hlzchen1 legt dann ein zweites ,brettchen darauf1 dessen untere ,seite zum ,festhalten der ,hlzchen zwei aufgeleimte ,flanellstreifen enthlt1 dessen obere ,seite aber wieder zur ,aufnahme einer neuen ,reihe ,hlzchen gefurcht ist4 ,um den so entstehenden ,stapel zusammenzuhalten1 haben die ,brettchen nahe an jedem ,ende ein rundes ,loch2 durch die ,lcher schiebt man ,stangen1 die an dem obern ,ende ,schraubengewinde erhalten4 ,man schraubt die ,brettchen fest1 sobald #bj-be derselben ber einander gelagert sind1 nachdem die vorderen ,enden der ,hlzchen durch ,aufstossen auf eine gerade ,flche in eine ,ebene gebracht sind 7vergl4 ,fig4 #bfc und #bfd74 ,eine ,arbeiterin steckt1 je nachdem sie mehr oder minder gebt ist1 tglich in #aj ,arbeitsstunden #ae-be ,rahmen oder ,pressen1 wovon jeder ,rahmen #bejj ,hlzchen enthlt4 ,neuerdings hat man sich bemht1 die ,arbeit des ,hlzchensteckens mittelst ,maschinen verrichten zu lassen4 ,mit der von ,o4 ,walch in ,paris 7#ahfa7 construirten ,maschine steckt ein ,knabe in einer ,tagesarbeit von #aj ,stunden #ejj1jjj bis #fjj1jjj ,zndhlzchen4 ,der zum ,schwefeln der ,hlzer bestimmte ,schwefel wird in einem flachen vierseitigen ,kasten1 in dessen ,mitte1 mglichst horizontal1 ein vllig ebener ,stein liegt1 durch ein gelindes ,feuer flssig erhalten4 ,man bringt so viel ,schwefel in den ,kasten1 dass der flssige ,schwefel fortwhrend etwa #a ,centim4 hoch die ,platte bedeckt1 in welchen man die ,enden smmtlicher in einen ,rahmen eingespannter ,hlzchen eintaucht1 so dass sie auf den ,stein aufstossen1 und schleudert1 nach dem ,herausnehmen1 den ,ueberschuss des anhngenden ,schwefels in den ,kasten zurck4 ,bei feineren ,hlzchen ersetzt man den ,schwefel durch ,stearinsure oder ,paraffin1 welche jedoch nicht1 wie der ,schwefel1 die ,oberflche bedecken1 sondern das ,holz ganz durchtrnken sollen4 ,zu dem ,ende taucht man die scharf getrockneten ,hlzchen in die geschmolzene und stark erhitzte ,fettmasse und lsst ihnen dabei die nthige ,zeit1 sich zu erwrmen und das ,fett durch ,capillaritt aufzufangen4 ,das ,auftragen der ,zndmasse 7,betupfen7 geschieht auf dieselbe ,weise wie die des ,schwefels1 nur befindet sich die ,phosphormischung in dnner ,schicht gleichmssig ausgebreitet auf einer vllig horizontal liegenden ,steinplatte 7gewhnlich ,solenhofer ,kalkstein1 zuweilen wendet man auch mattgeschliffene ,spiegelglastafeln hierzu an74 ,die zum ,trocknen der ,hlzer dienenden ,trockenrume enthalten die zum ,aufhngen der ,rahmen nthigen ,gerste und werden am besten durch ein ,system von ,dampfrhren geheizt4 ,die ,zndhlzer sollen sich dabei in solcher vertikaler ,lage befinden1 dass die in ,gestalt eines ,trpfchens am ,ende befindliche ,masse herabhngt4 -- ,die geruchlosen ,zndhlzchen 7,salon- oder ,irishlzchen7 werden nach dem ,trocknen der ,zndmasse mit gefrbten ,harzlsungen berstrichen und nicht selten zuletzt mit ,collodiumlsung berzogen4 ,sidenote3 ,antiphosphorfeuerzeuge4 ,die sogenannten ,antiphosphorfeuerzeuge sind im ,jahre #ahdh von ,bttger in ,frankfurt a4 ,m4 erfunden und dann von ,frth in ,schttenhofen1 ,lundstrm in ,jnkping 7,schweden71 ,coignet in ,paris 7unter dem ,namen ,allumettes hyginiques et de suret au phosphore amorphe71 von de ,villiers und ,dalemagne in ,paris 7unter der ,benennung ,allumettes androgynes oder ,zwitterzndhlzchen71 von ,forster und ,wara etc4 industriell ausgebeutet worden4 ,man kann sie eintheilen ,greek3 a7 in solche1 die sich des amorphen ,phosphors 7der ,streichflche einverleibt7 bedienen1 und ,greek3 b7 in solche1 bei denen in der ,that ,zndmasse wie ,streichflche phosphorfrei sind4 ,die ,zndrequisiten der ersteren ,kategorie bestehen #a7 aus ,zndhlzchen1 deren ,zndmasse keinen ,phosphor enthlt1 sondern nur in einer mit einem ,bindemittel angemachten ,mischung von ,schwefelantimon und ,kaliumchlorat besteht1 und #b7 aus amorphem ,phosphor1 welcher unter ,zusatz eines rauhen1 die ,reibung vergrssernden ,krpers mit ,leim gemengt auf ,pappe oder ,holz oder1 wie bei den ,pariser ,zwitterzndhlzchen1 an das entgegengesetzte ,ende des ,zndhlzchens befestigt ist4 ,die ,reibflche besteht aus einer ,mischung von #i ,th4 amorphem ,phosphor1 #g ,th4 ,schwefelkies1 #c ,th4 ,glas und #a ,th4 ,leim4 ,die ,zndhlzchen entznden sich durch ,reibung an jener ,reibflche sehr leicht1 aber nicht an andern rauhen ,flchen1 weshalb sie der ,gefahr zuflliger ,entzndung nicht unterliegen4 ,so sinnreich nun die ,antiphosphorfeuerzeuge auch sind1 so hat es denselben doch ungeachtet ihres billigen ,preises nicht gelingen wollen1 die gewhnlichen ,streichhlzer gnzlich zu verdrngen4 ,der ,grund davon liegt ziemlich nahe4 ,einmal ist das ,hlzchen fr sich nicht im ,stande1 ,feuer zu erzeugen1 es gehrt dazu die prparirte ,streichflche1 die1 wie sich gezeigt hat1 nach kurzem ,gebrauche durch die ,phosphorsure1 welche sich whrend des ,reibens bildet1 feucht und dadurch gnzlich unbrauchbar wird4 ,bei der ,benutzung von #ajj ,hlzchen wird man im gnstigsten ,falle zwei1 meistens aber mehr als zwei ,reibflchen verwenden mssen1 abgesehen von dem ,umstande1 dass eine nicht geringe ,anzahl von ,hlzchen sich nicht entzndet4 ,die wirklich vortrefflichen ,skerhets-,tndstickor der schwedischen ,fabrik ,jnkping1 deren ,fabrikate in ,deutschland die sterreichischen ,zndrequisiten bereits vollstndig verdrngt haben1 dokumentiren jedoch enorme ,fortschritte in der ,fabrikation der ,zndrequisiten mit amorphem ,phosphor4 ,jettel 7#ahgj7 verwendet zur ,reibflche an den ,schachteln der schwedischen ,hlzer ein ,gemenge aus gleichen ,theilen amorphem ,phosphor1 ,schwefelkies und ,schwefelantimon4 ,zum ,bestreichen von #ajjj ,schiebeschachteln 7 #ej ,hlzchen ,inhalt7 auf beiden ,seiten reichen circa #hj ,grm4 des trocknen ,gemenges4 ,auch ,england producirt gegenwrtig grosse ,mengen der ,safety ,matches4 ,eine grosse ,wichtigkeit scheinen die giftfreien ,zndhlzchen von ,b4 ,forster und ,f4 ,wara in ,wien erlangen zu sollen4 ,bei ihnen ist der amorphe ,phosphor unmittelbar mit der ,zndmasse in dem ,zndholzkpfchen vereinigt1 so dass diese ,hlzchen sich gleich den gewhnlichen ,phosphorhlzern an jeder beliebigen ,reibflche -- wiewol1 da sie ,kaliumchlorat enthalten1 nicht ganz geruschlos -- entznden4 ,von den ,reibzndhlzchen der zweiten ,kategorie1 die keinen ,phosphor enthalten und auch keiner phosphorhaltigen ,zndflche bedrfen1 sind zu erwhnen die aus der ,fabrik von ,kummer und ,gnther in ,knigswalde bei ,annaberg in ,sachsen1 deren ,masse nach einer ,analyse von ,wiederhold aus ,kaliumchlorat #h ,th4 grauem ,schwefelantimon #h oxydirter ,mennige #h ,senegalgummi #a besteht4 ,oxydirte ,mennige ist ein variables ,gemisch von ,bleisuperoxyd1 ,bleinitrat und unzersetzter ,mennige4 ,die von ,wiederhold in ,cassel im ,jahre #ahfa vorgeschlagene sehr beachtenswerthe und vielfach nachgeahmte ,zndmasse ist zusammengesetzt aus ,kaliumchlorat #g1h ,th4 ,bleihyposulfit #b1f arabischem ,gummi #a1j ,unter allen bis jetzt bekannten phosphorfreien ,zndmassen ist die ,wiederhold'sche ,masse die vorzglichste4 ,jettel 7in ,gleiwitz7 giebt folgende ,mischungen zu phosphorfreien ,massen an3 a4 b4 c4 d4 ,kaliumchlorat #d #g #c #h ,schwefel #a #a -- -- ,kaliumbichromat #j1d #b -- #j1e ,schwefelantimon -- -- -- #h ,goldschwefel -- -- #j1be -- ,bleinitrat -- #b -- #c ,neuerdings hat ,r4 ,peltzer auf die ,anwendbarkeit des ,kupfer-,natrium-,hyposulfits zur ,herstellung einer phosphorfreien ,zndmasse aufmerksam gemacht4 ,endlich sind die ,versuche ,h4 ,fleck's nicht unerwhnt zu lassen1 das ,natrium zur ,herstellung von ,zndrequisiten zu verwenden#aej4 #aej ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfh p4 #hbj4 ,sidenote3 ,reibzndkerzchen4 ,die ,reibzndkerzchen 7allumettes bougies7 haben statt des ,holzdrahtes einen dnnen ,wachsstock1 welcher in der ,weise angefertigt wird1 dass man mehrere1 etwa vier ,baumwollfden neben einander liegend durch eine geschmolzene ,mischung von #b ,th4 ,stearinsure und #a ,th4 ,wachs oder ,paraffin zieht und hierauf1 sobald die ,masse erstarrt1 jedoch noch warm ist1 durch ein ,zieheisen fhrt1 das die berschssige ,masse abstreift4 ,mittelst einer ,schneidemaschine werden alle ,kerzchen in bestimmte ,lngen geschnitten1 mit der entzndlichen ,masse versehen und in ,schchtelchen gebracht4 ,die von ,zulzer construirte ,maschine zum ,abschneiden der ,kerzen und zugleich zum ,einspannen hat folgende ,einrichtung4 ,die ,dochte werden auf eine ,trommel aufgewickelt1 von hier durch zwei gefurchte ,speisewalzen fortgezogen und durch entsprechende ,furchen in einem ,brette fortgefhrt4 ,diese ,walzen und ,leitfurchen haben die ,bestimmung1 die ,enden der ,dochte in entsprechende ,lcher einer beweglichen1 vertikal aufgestellten ,platte einzufhren1 die mit einem ,messerapparate in ,verbindung steht1 um die ,kerzen1 sobald sie bis zur gehrigen ,lnge durch die ,lcher gegangen sind1 abzuschneiden4 ,da sich das ,messer an der ,seite des ,eintrittes befindet1 so bleiben nach erfolgtem ,schnitt die ,kerzen mit einem kleinen ,theile ihrer ,lnge in den ,lchern sitzen4 ,eine mechanische ,vorrichtung hebt nun die ,platte so weit1 dass eine zweite ,lcherreihe vor die ,leitfurchen kommt und sich mit ,kerzen fllt4 ,ist auf diese ,weise die ganze ,platte gefllt1 so ersetzt man sie durch eine andere1 whrend die gefllten ,platten sofort in die ,zndmasse getaucht und in den ,trockenraum gebracht werden4 ,die ,reibzndkerzchenindustrie hat sich in ,oesterreich und in ,marseille concentrirt4 ,letztere ,stadt hat gegenwrtig so zu sagen das ,monopol dieses ,industriezweiges fr einen grossen ,theil von ,centraleuropa4 ,die ,knochenkohle4 ,sidenote3 ,knochenkohle4 ,die ,knochenkohle 7,spodium1 ,beinschwarz7 erhlt man durch ,verkohlen von ,knochen4 ,die von ,derosne 7#ahab7 empfohlene und von ,dumont 7#ahbh7 bewerkstelligte ,anwendung dieser ,substanz in der ,zuckerfabrikation macht sie zu einem der allerwichtigsten ,krper der chemischen ,technologie4 ,wenn man ,knochen vor dem ,zutritt der ,luft geschtzt1 glht1 so zersetzt sich die organische ,substanz und geht zum ,theil ber als ,knochenl1 zum ,theil auch als kohlensaures ,ammoniak4 ,als ,rckstand bleibt eine schwarze ,masse1 die noch vollkommen die ,knochenstructur beibehalten hat4 ,sidenote3 ,darstellung der ,knochenkohle4 ,ehe man die ,knochen verkohlt1 mssen dieselben zur ,entfernung des ,fettes mit ,wasser ausgekocht und getrocknet oder mit ,schwefelkohlenstoff extrahirt werden4 ,das so erhaltene ,fett 7#e-f ,proc4 vom ,gewichte der ,knochen7 giebt ein werthvolles ,nebenprodukt der ,knochenkohlefabrikation ab4 ,man verkohlt die ,knochen entweder auf die ,weise1 dass man die flchtigen ,produkte dabei auffngt1 oder dass man dieselben verbrennen lsst4 ,im ersteren ,falle bringt man die ,knochen in eiserne ,retorten oder ,cylinder1 hnlich denen1 in welchen die ,steinkohlen behufs der ,leuchtgasfabrikation verkohlt werden1 und fngt die bei der ,verkohlung entweichenden ,produkte in ,vorlagen und ,khlapparaten auf4 ,die in ,deutschland angeblich gemachte ,erfahrung hat aber gelehrt1 dass man auf diese ,weise eine minder entfrbende ,kohle erhlt1 als wenn man die ,knochen in eisernen ,tpfen verkohlt und die flchtigen ,produkte verbrennen lsst4 ,man benutzt daher jetzt allgemein in ,deutschland die ltere ,methode 7in ,england und ,schottland wendet man dagegen nach ,lunge allgemein ,retorten an71 die so ausgefhrt wird1 dass man eiserne ,tpfe mit zerschlagenen ,knochen fllt1 die ,tpfe ber einander strzt1 die ,fugen zwischen den ,mndungen mit ,lehm verstreicht und die ,tpfe in den ,brennraum eines ,ofens bringt1 in welchem sie durch die ,flammen eines daneben liegenden ,feuerraums erhitzt werden4 ,nach einiger ,zeit entznden sich die aus den ,fugen der ,tpfe austretenden ,dmpfe von selbst und bewirken das fernere ,verkohlen der ,knochen1 dessen ,beendigung man an dem ,aufhren der ,dmpfeentwickelung erkennt4 ,auf diese ,weise erhlt man #ee bis #fj ,proc4 ,knochenkohle1 in der die eigentliche ,kohle mit fast der zehnfachen ,menge ihres ,gewichtes an mineralischen ,bestandtheilen gemengt ist4 ,eine ,analyse getrockneter ,knochenkohle giebt in #ajj ,theilen3 #aj ,th4 ,kohle1 #hd ,th4 ,calciumphosphat und #f ,th4 ,calciumcarbonat4 ,beim ,liegen an der ,luft zieht die ,knochenkohle #g-aj ,proc4 ,feuchtigkeit an4 ,die verkohlten ,knochen werden durch besondere ,maschinen gekrnt1 wobei die ,erzeugung von feinem ,pulver mglichst vermieden werden muss1 da die feine ,knochenkohle weit weniger ,werth hat1 als die gekrnte4 ,sidenote3 ,eigenschaften der ,knochenkohle4 ,die ,knochenkohle hat in hohem ,grade die bereits im ,jahre #ahaa von ,figuier erkannte ,eigenschaft1 organische und unorganische ,stoffe1 namentlich ,kalk und ,kali aus ,lsungen aufzunehmen4 ,diese merkwrdige ,wirkung scheint von einer ,flchenanziehung herzurhren1 obgleich aber auch die ,kohle chemische ,verbindungen zu trennen vermag4 ,von der ,eigenschaft1 unorganische ,stoffe in ihren ,poren aufzunehmen1 macht man die ausgedehnteste ,anwendung zum ,entkalken und ,entsalzen des ,zuckersaftes in den ,zuckerfabriken4 ,die entkalkende ,eigenschaft der ,knochenkohle soll 7nach ,anthon7 zum ,theil eine ,folge sein von der in den ,poren desselben verdichteten ,kohlensure4 ,man vermindert die entkalkende ,kraft der ,kohle1 wenn man derselben die unorganischen ,bestandtheile durch ,salzsure entzieht1 und doch ist diese ,behandlung erforderlich1 wenn man die ,kohle zum ,entfrben saurer ,flssigkeiten anwenden will4 ,enorme ,quantitten von ,knochenkohle consumiren die ,stiefelwichsfabrikanten4 ,sidenote3 ,probe der ,knochenkohle4 ,je grsser das ,entfrbungsvermgen der ,knochenkohle ist1 desto hher ist der ,werth derselben1 obgleich das ,entfrbungsvermgen nicht proportional dem ,entkalkungs- und ,entsalzungsvermgen zu sein scheint4 ,es liegt deshalb in dem ,interesse eines ,fabrikanten1 so wie in dem eines ,producenten1 die entfrbende ,kraft einer ,kohle kennen zu lernen4 ,dies geschieht1 indem man die ,kohle mit einer anderen von bekannter ,qualitt vergleicht4 ,payen schlgt dazu vor1 gleiche ,volumen mit gebranntem ,zucker gefrbten ,wassers mit gleichen ,gewichtsmengen ,kohle zu behandeln und die ,flssigkeit abzufiltriren4 ,diejenige ,kohle1 welche die hellste ,flssigkeit giebt1 ist demnach auch die beste ,sorte4 ,bei der ,bestimmung der relativen entfrbenden ,wirkung mehrerer ,kohlensorten erhielt ,bussy bei gleichen ,gewichtsmengen folgende ,resultate3 ,gewhnliche ,knochenkohle #a ,knochenkohle mit ,salzsure behandelt #a1f ,ausgezogene ,knochenkohle mit ,kaliumcarbonat geglht #bj ,blut mit ,kaliumcarbonat geglht #bj ,blut mit ,calciumcarbonat geglht #bj ,leim mit ,kaliumcarbonat geglht #ae1e ,nach den ,versuchen von ,brimmeyr ber das ,entfrbungsvermgen der ,knochenkohlen ergaben sich folgende ,resultate3 #a7 ,die ,absorptionsfhigkeit hngt nicht ab von der ,structur der ,knochenkohle1 dem mechanischen ,zusammenhang der ,knochentheile1 sondern von der ,menge der darin enthaltenen reinen ,kohle2 #b7 die ,mengen der von ,knochenkohle verschiedener ,zusammensetzung absorbirten ,substanzen sind auf reine ,kohle bezogen wirklich gleich und wahrscheinlich unabhngig von der verschiedenen chemischen ,natur des lslichen absorbirten ,krpers2 #c7 die mit einer ,substanz gesttigte ,knochenkohle behlt ihre ,absorption fr andere ,substanzen verschiedener chemischer ,natur bei2 #d7 die ,knochenkohle wirkt um so rascher1 je weniger ihre capillare ,structur1 sei es durch mechanische ,zerkleinerung1 sei es durch ,auflsen der ,kalksalze in ,suren1 verndert wird4 ,aehnliche ,resultate erhielt krzlich ,h4 ,schulz 7in ,magdeburg74 ,die strkste entfrbende ,wirkung zeigt ,kohle mit dem hchsten ,kohlenstoffgehalt und einem niedrigen ,volumengewicht4 ,fr die ,zuckerfabrikation kommt neben dem ,entfrbungsvermgen besonders das ,entkalkungsvermgen in ,betracht1 welches man direkt ermittelt1 indem man die ,quantitt ,kalk bestimmt1 welche ein gewisses ,quantum ,kohle aufzunehmen vermag4 ,sidenote3 ,wiederbelebung der ,knochenkohle4 ,bekanntlich wird die ,knochenkohle hauptschlich zur ,entsalzung und ,entkalkung des ,zuckersaftes angewendet4 ,wenn eine gewisse ,menge dieses ,saftes durch die ,kohle filtrirt worden ist1 so hat dieselbe ihre entsalzende ,kraft verloren4 ,zum ,theil kann das ,entsalzungsvermgen durch verschiedene ,mittel der ,kohle wieder ertheilt werden4 ,diese ,mittel1 durch die man die ,wiederbelebung der ,kohle bezweckt1 sind ,glhen1 ,auswaschen1 ,ghrenlassen oder die ,anwendung des ,wasserdampfes4 ,fast allgemein fhrt man jetzt die ,wiederbelebung der ,kohle so aus1 dass man dieselbe erst durch ,wasser von allen lslichen ,theilen befreit und darauf durch ,glhen die organischen ,substanzen zerstrt4 ,die gebrauchte ,thierkohle lsst sich auf diese ,weise #bj-be ,mal wieder beleben4 ,diese ,methode hat den ,nachtheil1 dass whrend des ,glhens die organischen ,substanzen nicht vollstndig zerstrt werden und als ,kohle in den ,poren der ,thierkohle zurckbleiben1 wodurch die entfrbende ,kraft der ,kohle verringert wird4 ,vortheilhafter ist es1 die ,kohle erst ghren zu lassen1 dann vermittelst verdnnter ,salzsure zu extrahiren1 auszuwaschen und zuletzt zu glhen4 ,der ,salzsureverbrauch zum ,wiederbeleben 7,entkalken1 ,entsalzen7 der erschpften ,knochenkohle ist in den ,zuckerfabriken 7vergl4 ,seite #bce7 ein sehr betrchtlicher4 ,sidenote3 ,surrogate der ,knochenkohle4 ,als ,ersatzmittel fr die ,knochenkohle hat man geglhten bituminsen ,schiefer vorgeschlagen4 ,diese thonhaltige ,kohle entzieht dem ,zuckersafte allerdings die frbenden ,substanzen1 nicht aber die ,kalkbestandtheile4 ,ein nicht unbedeutender ,gehalt an ,einfach-,schwefeleisen verhindert ausserdem die ,anwendung in der ,zuckerfabrikation4 ,beachtenswerther ist vielleicht die neuerdings vorgeschlagene ,seetang- oder ,seealgenkohle4 ,die ,milch4 ,sidenote3 ,milch4 ,milch ist die bekannte in den ,brustdrsen der weiblichen ,sugethiere abgesonderte ,flssigkeit1 welche alle dem ,thierkrper nothwendigen organischen und unorganischen ,substanzen in hinreichender ,menge enthlt1 um an und fr sich bei lngerem ,genuss nahrungsfhig zu sein1 und alle den ,jungen erforderlichen ,stoffe in einer zum ,wachsthum gengenden ,menge zu liefern4 ,die ,hauptbestandtheile der ,milch sind ,milchzucker1 ,casen 7,ksestoff71 ,butter1 unorganische ,salze wie ,chlorkalium1 ,chlornatrium1 ,calciumphosphat u4 s4 w4 und ,wasser4 ,die mittlere procentische ,zusammensetzung der ,kuhmilch ist folgende3 ,butter #c1bhh ,milchzucker und lsliche ,salze #e1abi #ab1ebd ,proc4 ,casen und unlsliche ,salze #d1ajg ,wasser #hg1dgf ------- #ajj1jjj ,sidenote3 ,molken4 ,sidenote3 ,milchzucker4 ,die ,milch ist ein ,gemenge ausserordentlich fein zertheilter1 in ,wasser unlslicher ,substanzen mit einer wsserigen ,flssigkeit2 das spec4 ,gewicht der ,milch schwankt zwischen #a1jcj und #a1jde4 ,unter dem ,mikroskope nimmt man wahr1 dass die weisse ,farbe von kleinen ,kgelchen -- den ,milchkgelchen -- herrhrt4 ,diese ,kgelchen sind meist kugelrund1 gelblich mit dunklem ,rande bei durchfallendem und perlenartig glnzend bei auffallendem ,lichte4 ,frher nahm man an1 dass diese ,kgelchen aus einer ,hlle bestehen1 in welcher sich ,butter befindet1 gegenwrtig weiss man aber durch die ,arbeiten von v4 ,baumhauer und ,fr4 ,knapp1 dass diese ,hlle nicht existirt4 ,in der ,ruhe sammeln sich diese ,kgelchen auf der ,oberflche und bilden den ,rahm 7,sahne1 ,kern71 unter welchem sich eine bluliche durchscheinende ,flssigkeit befindet1 welche den ,milchzucker1 die ,salze und das ,casen als ,casen-,natron gelst enthlt4 ,lsst man die ,milch lngere ,zeit stehen1 so wird ein ,theil des ,milchzuckers unter ,mitwirkung des ,casens als ,ferment in ,milchsure#aea umgewandelt1 welche letztere das ,casen-,natron zersetzt und das ,casen frei macht1 das sich als eine im ,wasser unlsliche ,substanz ausscheidet4 ,man sagt dann1 die ,milch gerinnt4 ,durch lngeres ,stehenlassen wird aller ,milchzucker in ,milchsure umgewandelt4 ,eine hnliche ,coagulation der ,milch wird bewirkt1 wenn man frische ,milch mit ,laab zusammenbringt4 ,zur ,darstellung des ,laabs wird der frische ,klbermagen ausgewaschen1 in einem ,rahmen ausgespannt an der ,luft oder am ,feuer getrocknet4 ,frher weichte man ihn mit ,essig ein1 die ,erfahrung lehrte aber1 dass dies unntz sei4 ,beim ,gebrauche wird ein ,streifen abgeschnitten1 in einer kleinen ,quantitt warmen ,wassers eingeweicht und der ,milch bei #cj-ce zugemischt4 ,nach zwei ,stunden ist diese geronnen4 #a ,th4 ,laab ist hinreichend1 um #ahjj ,th4 ,milch zum ,coaguliren zu bringen4 ,die ,wirkung des ,laabs ist nicht bekannt1 sie besteht nicht1 wie man frher annahm1 darin1 dass ein ,theil ,milchzucker sogleich in ,milchsure verwandelt wird1 da1 wie die ,erfahrung gelehrt hat1 auch alkalisch reagirende ,milch durch ,laab zum ,gerinnen gebracht werden kann4 ,die von dem ausgeschiedenen ,casen abfiltrirte ,flssigkeit fhrt den ,namen ,molken4 ,bei sauer gewordener ,milch enthalten die ,molken wenig ,milchzucker1 aber viel ,milchsure 7saure ,molken72 bei durch ,laab coagulirter ,milch ist hingegen aller ,milchzucker und keine ,milchsure in den ,molken enthalten 7ssse ,molken74 ,die letztere ,flssigkeit1 welche noch #c-d pro ,mille einer eigenthmlichen ,protensubstanz 7von ,millon und ,commaille mit dem ,namen ,lactoproten belegt7 enthlt1 wird in der ,schweiz bis zu einem gewissen ,grade abgedampft1 um daraus den ,milchzucker krystallisirt zu erhalten4 ,die in harten1 halbdurchsichtigen ,krystallkrusten anschiessende ,substanz wird durch ,umkrystallisiren gereinigt4 ,der ,milchzucker ,c#ab;,h#bb,o#aa ,h#b,o schmeckt nur wenig sss1 knirscht zwischen den ,zhnen1 lst sich in #f ,th4 kaltem und #b ,th4 siedendem ,wasser und kann nicht in die geistige1 wohl aber in die ,milchsureghrung bergehen4 ,durch die ,einwirkung verdnnter ,suren geht aber der ,milchzucker in ,lactose 7,galaktose71 eine dem ,traubenzucker hnliche ,zuckerart ber und ist deshalb indirect ghrungsfhig4 ,man verwendet ihn zuweilen als ,reductionsmittel bei der ,herstellung von ,silberspiegeln4 #aea ,die ,milchsure 7,c#c;,h#f,o#c7 bildet sich ausser aus dem ,milchzucker auch bei der ,ghrung von ,strke1 ,rohr- und ,krmelzucker unter ,mitwirkung von ,casen und ,ferment4 ,sie findet sich im ,sauerkraut1 in den sauren ,gurken1 und ist wohl ein nie fehlender ,bestandtheil aller thierischen ,flssigkeiten4 ,ausser der ,milchsure als ,nahrungsmittel wird die ,milchsure in der ,gerberei1 ,frberei und ,strkefabrikation benutzt4 ,in der ,gerberei ist sie jedenfalls als ,bestandtheil der ,lohbrhe nicht unwirksam1 bei der ,frberei ist sie in dem ,kleienbad enthalten1 und bei der ,fabrikation der ,strke nach der lteren ,methode dient sie als saures ,strkewasser1 um die ,strke von den ,protensubstanzen zu befreien4 ,die ,milchsure scheint ferner bei der geistigen ,ghrung eine ,rolle zu spielen2 sie ist stets in der ghrenden ,flssigkeit enthalten und findet sich als nicht flchtige ,sure neben ,bernsteinsure in dem ,destillationsrckstande1 dem ,splicht1 der seiner sauren ,eigenschaften wegen zum ,reinigen von ,metallen benutzt wird4 ,mit ,braunstein und ,schwefelsure erhitzt1 giebt sie ,aldehyd1 welches zur ,herstellung von ,anilingrn und von ,chloralhydrat ,anwendung findet4 #ajj ,th4 kuflichen ,milchzuckers aus der ,schweiz 7a7 und aus ,giesmannsdorf in ,schlesien 7b7 enthielten 7#ahfh73 7a7 7b7 ,salze #j1jc #j1af ,unlsliche ,stoffe #j1jc #j1je ,fremde organische ,krper #a1ad #a1bi ,milchzucker #ih1hj #ih1ej ---------------- #ajj1jj #ajj1jj ,sidenote3 ,sauerwerden der ,milch zu verhten4 ,das ,sauerwerden der ,milch kann man dadurch lngere ,zeit verhten1 dass man dieselbe wiederholt abkocht1 wodurch die aufgenommene ,luft ausgetrieben wird1 die ausserdem einen ,theil des ,casens in ,milchsureferment umgewandelt haben wrde4 ,in gewissem ,sinne wirkt auch die whrend des ,kochens auf der ,milch sich bildende ,haut conservirend1 indem sie den ,zutritt der ,luft beschrnkt4 ,ausserdem lsst sich das ,sauerwerden der ,milch verhindern oder aufhalten durch ,zusatz kleiner ,mengen kohlensaurer ,alkalien oder ,borax4 ,das ,coaguliren der ,milch1 nicht aber das ,sauerwerden1 kann durch ,zusatz von ,salpeter1 ,kochsalz und berhaupt durch ,salze mit alkalischer ,base aufgehalten werden4 ,sidenote3 ,prfung der ,milch4 ,in ,gegenden1 in denen ,milch in verhltnissmssig grosser ,quantitt consumirt wird1 wie in grossen ,stdten1 wird die ,milch mit ,reis-1 ,kleien- und ,gummiwasser oder einem ,gemenge von ,wasser mit ,hammelgehirn verflscht4 ,eine sehr hufig vorkommende ,verflschung besteht darin1 dass man die ,milch mit ,wasser verdnnt4 ,es sind verschiedene ,methoden und ,instrumente in ,anwendung gebracht worden1 um die ,milch auf ihren ,gehalt an ,butter und ,casen zu prfen1 wobei man jedoch den ,umstand nicht ausser ,acht lassen darf1 dass 7wie ,fr4 ,goppelrder's vortreffliche ,untersuchung -- #ahff -- nachgewiesen hat7 die relativen ,verhltnisse der ,milchbestandtheile von einem ,tage zum andern1 ja an demselben ,tage in der ,morgen- und ,abendmilch wechseln4 ,nach ,jones bringt man die ,milch in eine verticale1 graduirte ,glasrhre und vergleicht die ,hhe des nach einiger ,zeit sich abscheidenden ,rahmes4 ,je mehr ,raumtheile derselbe einnimmt1 desto besser ist die ,milch4 ,natrlicherweise erfhrt man nach dieser ,methode nur den ,rahmgehalt der ,milch1 und zwar sehr annhernd1 da z4 ,b4 ,verdnnung der ,milch auf die ,schnelligkeit der ,abscheidung von ,einfluss ist4 ,chevallier und ,henry wenden zur ,bestimmung der ,gte der ,milch ein ,arometer an1 an dessen ,graduirung die ,striche1 bis zu welchen dasselbe in reine ,milch einsinkt1 durch rothe ,grade angegeben sind4 ,andere ,methoden grnden sich darauf1 das ,casen und die ,butter durch ,gallpfeltinktur oder durch ,zinkvitriollsung niederzuschlagen1 dann zu bestimmen1 wie viel dem ,volumen nach von einer ,lsung von bekannter ,strke zur ,fllung einer normalen ,milch nthig war und darauf mit andern ,milchsorten zu vergleichen4 ,fr den polizeilichen ,gebrauch ist das ,galaktoskop von ,donn anzuempfehlen1 das auf der ,annahme beruht1 dass allein die ,milchkgelchen den wahren ,werth der ,milch reprsentiren1 und die ,milch undurchsichtig machen4 ,es ist ein ,instrument1 welches gestattet1 durch eine ,milchschicht hindurchzusehen1 deren ,lnge mittelst einer ,mikrometerschraube vergrssert1 verringert und gemessen werden kann4 ,durch die ,milchschicht beobachtet man ein ,kerzenlicht1 bis dessen ,spitze unsichtbar zu werden beginnt4 ,je durchsichtiger eine ,milch ist1 desto weniger ,milchkgelchen und desto mehr ,wasser enthlt sie4 ,brunner bestimmt den ,buttergehalt1 um den ,werth der ,milch zu ermitteln4 ,er mischt #bj ,grm4 der zu prfenden ,milch mit #aj ,grm4 ,holzkohlenpulver1 trocknet das ,gewicht bei #gj-hj vollstndig ein1 zieht die ,butter daraus mit ,aether aus und verdampft die therische ,lsung4 ,die zurckbleibende ,butter wird gewogen4 ,unvermischte ,milch giebt #c1a-c1ef ,proc4 ,butter1 ,rahm giebt #aj1f-aa1jb ,proc4 ,neuerdings hat ,c4 ,reichelt mit ,erfolg versucht1 die hallymetrische ,probe 7vergl4 ,seite #eji7 zur ,ermittelung des ,wassergehaltes der ,milch anzuwenden4 ,sidenote3 ,anwendung der ,milch4 ,die ,milch dient theils fr sich als ,nahrungsmittel1 theils zur ,fabrikation von ,butter und ,kse4 ,man benutzt sie ferner zum ,anstreichen der ,wnde und zum ,entfrben und ,klren einiger ,flssigkeiten4 ,eine in ,frankreich hufig vorkommende ,steuerdefraudation besteht darin1 dass man unter dem ,namen ,portwein ,xeres declarirt1 der mit ,alkannawurzel gefrbt ist1 und der spter durch ,milch wieder entfrbt wird4 ,das in neuerer ,zeit 7von einer amerikanischen ,gesellschaft in ,cham bei ,zug in der ,schweiz1 ferner in ,kempten im ,allgu und zu ,hildburghausen7 durch ,eindampfen der ,milch im ,vacuumapparat und ,rohrzuckerzusatz erhaltene ,milchextract scheint die beste ,form zu sein 7nach den ,empfehlungen von v4 ,liebig und ,trommer71 unter welcher ,milch aufbewahrt werden kann4 ,diese condensirte ,milch besteht 7im ,mittel7 aus3 ,wasser #bb1dd ,fester ,substanz #gg1ef ------ #ajj1jj ,die ,hlfte der festen ,substanz macht der zugesetzte ,zucker aus2 die andere besteht aus ,butter 7#i-ab ,proc471 ,casen und ,lactoproten 7#ab-ac ,proc471 ,milchzucker 7#aj-ag ,proc47 und ,mineralsalzen 7#b1b ,proc474 ,die concentrirte ,milch vertheilt sich in #d1e-e ,th4 ,wasser zu einer ,flssigkeit1 welche alle ,eigenschaften einer vollkommen reinen ,milch hat1 die mit etwas ,zucker verssst ist4 ,sidenote3 ,butter4 ,die ,butter wird aus der ,milch auf folgende ,weise dargestellt3 ,man lsst an khlen ,orten den ,rahm aus der ,milch sich ausscheiden1 schpft denselben mittelst eines ,lffels ab und bringt ihn in die ,rahmtpfe1 in welchen er so lange stehen bleibt1 bis er unter wiederholtem ,umrhren dick und suerlich geworden ist4 ,darauf bringt man den ,rahm in die ,butterfsser1 in welchen durch anhaltendes ,schlagen1 durch das ,buttern1 die ,fettkgelchen1 die in dem ,rahm nicht mehr im flssigen1 sondern im festen ,zustande enthalten sind1 zu ,klumpen sich vereinigen1 whrend das ,casen mit einer kleinen ,menge ,butter gebunden in der ,flssigkeit suspendirt bleibt4 ,die ,butter hat die fr die ,verarbeitung der ,milch wichtige ,eigenschaft1 dass sie leichter ist als ,wasser2 sie msste sich demnach aus einer ,auflsung von verschiedenen ,stoffen1 welche das ,wasser schwerer machen 7,milchzucker1 ,casen1 ,salze71 um so schneller an der ,oberflche ausscheiden1 wenn die ,flssigkeit nicht durch den ,casengehalt eine grosse ,klebrigkeit bessse1 wodurch das ,aufsteigen der ,buttertrpfchen verlangsamt wird4 ,in dem ,maasse nun1 als durch fortschreitende ,suerung der ,milch durch ,casenabscheidung auch deren ,consistenz sich vermehrt1 wird auch die ,abscheidung der ,butter erschwert4 ,ist die ,abscheidung des ,butterfettes 7des ,rahms7 noch nicht vollendet1 wenn die ,milch zum ,gerinnen gekommen ist1 so ist das in der sauren ,milch noch befindliche ,fett fr die ,butterbereitung verloren4 ,darauf grnden sich nun zwei verschiedene ,methoden1 wodurch die vollstndigste ,gewinnung der ,butter ermglicht werden soll4 ,nach der einen ,methode1 von dem ,schweden ,gussander vorgeschlagen1 soll das ,aufsteigen der ,butterkgelchen beschleunigt werden1 so dass die ,ausscheidung des ,rahmes in krzester ,zeit und jedenfalls vor beginnender ,suerung der ,milch beendigt ist4 ,nach der anderen ,methode wird durch ,zusatz von etwas ,soda die entstehende ,milchsure sofort neutralisirt1 so dass der ,ausscheidung von ,casen vorgebeugt wird und die ,buttertropfen ungehindert emporsteigen knnen4 ,dies ist das ,verfahren von ,trommer4 ,die ,butterfsser sind von verschiedener ,construction4 ,das gewhnlichste ,butterfass ist ein aufrecht stehendes ,fass mit einer durchlcherten und an einem ,stiele befestigten ,scheibe2 ausserdem hat man liegende ,fsser1 in denen sich an einer ,welle befestigte ,flgel hin und her bewegen1 ,ksten auf ,walzen nach ,art der ,kinderwiegen u4 s4 w41 in denen das ,buttern in lngerer oder krzerer ,zeit vor sich geht4 ,wenn sich alle ,butterklumpen zu einer ,menge vereinigt haben1 so ist die ,operation des ,buttern beendigt4 ,die ,butter wird mit frischem1 erneuertem ,wasser geknetet1 bis dieses hell abluft4 ,die von der ,butter abgeschiedene ,flssigkeit ist die ,buttermilch1 die aus #j1bd ,proc4 ,butter1 #c1hb ,proc4 ,casen1 #ij1hj ,th4 ,wasser und #e1ad ,th4 ,milchzucker und ,salzen besteht2 ein grosser ,theil des ,milchzuckers darin ist schon in ,milchsure bergegangen4 #ah ,gewichtstheile ,milch geben durchschnittlich #a ,gewichtstheil ,butter4 ,die ,butter selbst besteht in frischem ,zustande aus ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,,iv4 ,butterfett #id1d #ic1j #hg1e #gh1e ,casen1 ,milchzucker #j1c #j1c #a1j #j1c ,extractbestandtheile ,wasser #e1c #f1g #aa1e #ba1b ,der ,gehalt an ,casen und ,wasser bewirkt1 dass die ,butter leicht verdirbt und ranzig wird4 ,um diesem ,uebelstande zu begegnen1 pflegt man in den meisten ,lndern die ,butter zu salzen 7in ,sd- und ,westdeutschland wird die ,butter ungesalzen consumirt71 indem man dieselbe im vllig ausgewaschenen ,zustande mit ,salz zusammenknetet4 ,man rechnet auf #a ,kilogr4 ,butter #cj-dj ,grm4 ,kochsalz4 ,in ,england benutzt man anstatt des ,kochsalzes ein ,gemenge von #d ,th4 ,kochsalz1 #a ,th4 ,salpeter und #a ,th4 ,zucker4 ,ein anderes ,mittel1 dem ,verderben der ,butter vorzubeugen1 ist das ,auslassen derselben1 d4 i4 ein ,schmelzen1 bis die anfnglich trbe ,flssigkeit vollkommen klar geworden ist1 wodurch ,wasser und ,casen1 also die ,bedingungen zur ,verderbniss entfernt werden4 ,das ,frben der ,butter anbelangend1 das gewhnlich im ,winter geschieht1 zu welcher ,zeit die ,butter eine weisse ,farbe hat1 so geschieht dies durch ,orlean1 durch ,curcuma1 oder durch den ,saft der ,mhren oder ,ringelblume oder endlich durch gewisse gelbe ,theerfarbstoffe4 ,sidenote3 ,chemische ,natur der ,butter4 ,die ,butter besteht aus einem ,gemenge verschiedener ,glyceride1 das bei der ,verseifung in ,glycerin und eine ,anzahl von ,suren aus der ,reihe der ,fettsuren zerfllt4 ,die nicht flchtigen ,suren sind3 die ,palmitinsure ,c#af;,h#cb,o#b und die ,butterlsure 7,c#ag;,h#cj,o#b71 die flchtigen die ,buttersure#aeb 7,c#d;,h#h,o#b71 die ,capronsure 7,c#f;,h#ab,o#b71 die ,caprylsure 7,c#h;,h#af,o#b7 und die ,caprinsure 7,c#aj;,h#bj,o#b74 ,letztere vier ,suren bilden in ,form von ,glyceriden das ,butterfett oder ,butyrin und sind die ,ursache des eigenthmlichen ,geruches der ,butter4 #aeb ,die ,buttersure entsteht nicht nur bei der ,verseifung der ,butter1 sie findet sich auch im sauren ,schweisse1 im ,magensafte und bildet sich bei der ,ghrung und ,fulniss des ,zuckers1 der ,strke1 des ,fibrin1 des ,casens u4 s4 w4 ,sidenote3 ,kse4 ,der ,kse wird aus dem ,casen dargestellt4 ,entweder benutzt man abgerahmte ,milch oder man wendet die ,milch mit dem ,rahm an4 ,im ersteren ,falle erhlt man mageren ,kse1 der nur aus ,casen mit sehr wenig ,butter besteht1 im zweiten ,falle fetten ,kse 7,schweizer1 hollndischen1 englischen ,kse74 ,wenn bei der ,darstellung der fetten ,kse noch ,rahm hinzugesetzt wird1 so erhlt man ,rahmkse4 ,den mageren ,kse stellt man in ,deutschland dar1 indem man die saure ,milch1 von welcher der ,rahm behufs der ,butterfabrikation abgeschieden worden ist1 auf ein ,tuch bringt und abpresst4 ,die ,molken laufen ab1 whrend die ,ksematte 7,quark1 ,schmierkse1 weisser ,kse7 als ,brei zurckbleibt1 der1 mit der ,hand in die gebruchlichen runden ,formen 7,handkse7 gebracht wird1 welche darauf der ,luft ausgesetzt werden4 ,zur ,bereitung des fetten ,kses wendet man gewhnlich ssse ,milch an1 die durch ,laab bei einer ,temperatur von #cj-dj zum ,gerinnen gebracht wird4 ,nachdem die ,milch durch die ,abscheidung des ,casens in eine gallertartige ,masse verwandelt ist1 zerschneidet man die ,masse mit einem hlzernen ,messer und presst den ,kse4 ,durch dieses ,verfahren1 das mehrmals wiederholt wird1 werden die ,molken ziemlich vollstndig entfernt4 ,sobald der ,kse anfngt fest zu werden1 wird er mit ,kochsalz zusammengeknetet und dann in die bestimmte ,form gepresst4 ,der geformte ,kse wird einige ,zeit lang in erwrmte ,molken getaucht1 bis er eine ,rinde erhlt1 und nach dem ,abtrocknen von ,neuem gepresst4 ,sodann wird der ,kse mit ,kochsalz eingerieben1 zum ,trocknen auf ein ,brettergestell gelegt und unter sorgfltiger ,behandlung1 die je nach der ,art der ,kse eine verschiedene ist1 seiner ,reife zugefhrt4 ,die blasige ,beschaffenheit einer ,ksesorte 7wie des ,schweizerkses7 rhrt davon her1 dass bei seiner ,darstellung die ,molken nicht vollstndig getrennt werden1 der in denselben enthaltene ,milchzucker in ,krmelzucker1 und letzterer whrend des ,reifens des ,kses in ,weingeist und ,kohlensure verwandelt wird2 die ,kohlensure bewirkt bei ihrem ,entweichen die ,auflockerung der ,ksemasse4 ,bei dem hollndischen ,kse1 der blasenfrei ist1 verhindert der grssere ,kochsalzzusatz die ,umwandelung des ,milchzuckers4 ,die ,qualitt der ,kse ist ferner von der ,temperatur und ,beschaffenheit der ,rume1 in denen die ,kse whrend des ,reifens lagern1 abhngig4 7,im ,allgu rechnet man auf #a ,ctr4 ,schweizerkse ,i4 ,qualitt #fjj ,liter ,milch1 ,,ii4 ,qualitt #gbj-gej ,liter47 ,die ,theorie des ,ksebildungsprocesses ist noch keineswegs gengend erklrt4 ,auf alle ,flle spielt die ,hefe eine grosse ,rolle bei der ,ksebildung4 ,wie ,hallier gezeigt1 ist der frische ,kse ganz dicht mit ,kernhefe erfllt4 ,ohne dieselbe kann kein ,kse entstehen und durch ,zusatz geeigneter ,hefe hat man sogar die ,dauer der ,ksebereitung und seine ,qualitt bis zu einem gewissen ,grade in der ,gewalt4 ,die chemisch-physikalische ,vernderung1 welche der ,kse an der ,luft erleidet1 lsst sich namentlich an den mageren ,ksesorten beobachten4 ,im frischen ,zustande ist der ,kse weiss wie ,kreide1 beim ,liegen im feuchten ,zustande wird er gelb und durchscheinend 7er wird zeitig oder speckig7 und nimmt den eigenthmlichen ,ksegeruch an4 ,mit dem ,alter verliert der ,kse allen ,zusammenhang und zerfliesst zu einer schmierigen ,masse4 ,diese ,vernderungen beginnen auf der ,oberflche und pflanzen sich vollkommen gleichfrmig ins ,innere fort4 ,wenn man einen mageren ,kse zerschneidet1 so bemerkt man einen gelben speckigen ,ring1 welcher einen scharf begrenzten weissen ,kern umgiebt4 ,der ,ring wird von ,tag zu ,tag breiter1 bis zuletzt die ganze ,masse gleichfrmig ist und der ,kern verschwindet4 ,das ,speckigwerden des ,kses rhrt her von einer ,ammoniak- oder von einer ,sureentwickelung1 beide machen den weissen ,kse durchscheinend4 ,die krftig riechenden ,ksesorten sind ammoniakalisch1 die geruchlosen reagiren meist sauer4 ,chemisch gesprochen ist speckig magerer ,kse eine ,verbindung von ,casen mit ,ammoniak oder ,ammoniakbasen 7z4 ,b4 ,amylamin72 gewisse trockene ,ksesorten 7wie der sogenannte ,kruterkse7 sind ,gemenge von trocknem ,casen mit gewrzhaften ,krutern 7,meliloten u4 s4 w471 flchtigen ,fettsuren 7,valeriansure1 ,caprinsure1 ,capronsure u4 s4 w47 und einigen indifferenten ,stoffen 7,leucin etc474 ,folgende ,zahlen geben die ,zusammensetzung eines fetten ,sssmilchkses 7a7 und eines mageren ,sauermilchkses 7b73 7a7 7b7 ,wasser #cf #dd ,casen #bi #de ,fett #cj1e #f ,asche #d1e #e -------------- #ajj1j #ajj1j ,neuere ,untersuchungen ,payen's ber in ,paris beliebte ,ksesorten ergaben folgende ,resultate3 #a7 ,kse von ,brie2 #b7 ,camembert2 #c7 ,roquefort2 #d7 doppelter ,rahmkse2 #e7 alter ,kse von ,neufchatel2 #f7 frischer ,kse von ,neufchatel2 #g7 ,chester2 #h7 ,gruyre2 #i7 gewhnlicher hollndischer2 #aj7 ,parmesankse enthalten in #ajj ,theilen3 ,i4 #a #b #c #d #e ,wasser #de1b #ea1i #cd1e #i1e #cd1e ,stickstoffhaltige ,substanzen #ah1e #ah1i #bf1e #ah1d #ac1j 7,stickstoff #b1ic #c1jj #d1ba #b1ib #c1ca7 ,fette #be1g #ba1j #cj1a #ei1i #da1i ,salze #e1f #d1g #e1j #f1e #c1f ,organische stickstofffreie ,substanzen und ,verlust #e1j #d1e #c1i #e1g #g1j ,,ii4 #f #g #h #i #aj ,wasser #cf1f #ce1i #dj1j #cf1a #bg1f ,stickstoffhaltige ,substanzen #h1j #bf1j #ca1e #bi1d #dd1a 7,stickstoff #a1bg #d1ac #e1jj #d1hj #g1j7 ,fette #dj1g #bf1c #bd1j #bg1e #af1j ,salze #j1e #d1b #c1j #j1i #e1g ,organische stickstofffreie ,substanzen und ,verlust #ad1b #g1f #a1e #f1a #f1f ,die unter ,i4 aufgefhrten1 in der ,klte und unter ,bildung von ,kryptogamenvegetationen erzeugten ,kse reagiren insgesammt in ,folge von ,ammoniakgehalt alkalisch2 die unter ,,ii4 begriffenen sogenannten gekochten1 bei welchen die ,erzeugung von ,kryptogamen verhindert wird1 haben dagegen ebenso wie frischer ,kse eine saure ,reaction4 ,ein ,theil des ,fettgehaltes unterliegt schon beim ,beginn der ,ksebildung der ,spaltung in ,glycerin und fette ,suren4 ,in ,deutschland massenhaft consumirte ,ksesorten sind ,emmenthaler 7a7 und ,backsteinkse 7b74 ,nach ,analysen von ,o4 ,lindt 7#ahfh7 haben diese ,kse folgende ,zusammensetzung3 7a7 7b7 ,wasser #cg1d #cf1g #de1b #ce1h ,fett #cj1f #cj1e #bh1b #cg1d ,casen #bh1e #bi1j #bc1b #bd1d ,salze #c1e #c1h #c1d #b1d -------------------------------- #ajj1j #ajj1j #ajj1j #ajj1j ,endlich seien einige neuerdings von ,e4 ,hornig 7#ahfi7 ausgefhrte ,kse-,analysen angefhrt3 #a4 #b4 #c4 #d4 #e4 #f4 #g4 #h4 ,wasser #ch1ff #ef1fj #ea1ba #eg1fd #cf1gb #cd1jh #ei1bh #di1cd ,fett #bj1ad #ag1je #i1af #bj1ca #cc1fi #bh1jd #aj1dd #bj1fc ,casen #cd1ij #ah1gf #cc1fj #ah1ea #be1fg #cb1bh #bd1ji #bd1bf ,salze #f1ag #f1gh #f1ja #c1ea #c1ga #e1eh #f1ag #e1de ,verlust #j1ac #j1ha #j1jb #j1jd #j1ba #j1jb #j1jb #j1cb ---------------------------------------- ---------------------- #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #a4 ,hollnder-,kse4 #b4 und #c4 ,ramadoux-,kse1 angeblich aus ,bayern4 #d4 ,neufchatel-,kse4 #e4 ,gorgonzola-,kse4 #f4 ,bringen-,kse oder ,liptauer-,kse aus dem ,zypser ,comitat4 #g4 ,schwarzenberger-,kse4 #h4 ,limburger ,kse4 ,frisch geronnener ,ksestoff 7,quark7 wird1 mit ,kalk gemengt1 zu ,kitt und als ,beiz- und ,verdickungsmittel in der ,kattundruckerei angewendet#aec4 ,eine ,lsung von ,casen in ,boraxlsung findet anstatt ,tischlerleim und ,mundleim ,anwendung4 #aec ,mit dem ,casen der ,milch stimmt in seinen ,eigenschaften ein ,pflanzenbestandtheil berein1 der sich in den ,samenlappen der ,leguminosen1 namentlich der ,erbsen1 ,linsen und ,bohnen findet1 sich in ,wasser lst und aus der ,lsung durch schwache ,suren abgeschieden werden kann4 ,diese ,substanz ist ,pflanzencasen genannt worden4 ,nach ,itier's ,berichte stellen die ,chinesen aus ,erbsen einen wirklichen ,kse dar1 indem ,erbsen zu einem ,brei gekocht werden4 ,das ,durchgeseihte wird mit ,gypswasser zum ,gerinnen gebracht und das ,geronnene wie der aus ,milch durch ,laab gefllte ,kse behandelt4 ,die ,masse nimmt nach und nach den ,geruch und den ,geschmack des animalischen ,kses an4 ,das ,fleisch4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,das1 was man im gewhnlichen ,leben mit dem ,namen ,fleisch bezeichnet1 ist die ,muskelsubstanz der ,schlachtthiere1 umgeben mit mehr oder weniger ,fett1 und enthaltend ,knochen1 so dass das kufliche ,fleisch in #ajj ,th4 im ,mittel zusammengesetzt ist1 aus ,muskelsubstanz #af ,fett und ,zellgeweben #c ,knochen #aj ,fleischflssigkeit #ga --- #ajj ,die ,muskelsubstanz selbst ist ein ,complex von verschiedenartigen ,geweben und ,flssigkeiten1 deren ,basis die thierische ,faser oder das ,fibrin -- eine organisirte ,protensubstanz ist4 ,die einzelnen ,muskelfasern1 indem sie bndelweise durch ,bindegewebe verbunden sind1 bilden die ,muskeln4 ,zwischen den ,muskelscheiden und ,bindegeweben lagert sich das ,fett in besonderen ,fettzellen ab4 ,das ,ganze ist von einer ,unzahl feiner ,blut- und ,lymphgefssen durchwebt1 welche die ,ernhrung1 und von ,nerven1 welche die ,lebensfunctionen der ,muskeln vermitteln4 ,die ,muskelsubstanz ist mit einer protenreichen ,flssigkeit1 der ,fleischflssigkeit1 getrnkt1 welche eine ,anzahl von ,substanzen1 theils direct vom ,blute ausgeschwitzt1 theils im ,stoffwechsel der ,muskeln entstanden1 enthalten2 diese ,krper sind die ,basen ,kreatinin und ,hypoxanthin1 das ,kreatin1 der ,inosit oder ,muskelzucker1 ,milchsure1 ,inosinsure1 extractive ,krper und unorganische ,substanzen1 unter denen ,chlorkalium und ,magnesiumphosphat vorherrschen4 ,sidenote3 ,bestandtheile des ,fleisches4 ,ueber die einzelnen ,bestandtheile des ,krpers der ,schlachtthiere geben in neuerer ,zeit im grsseren ,maassstabe angestellte ,versuche1 die fr die ,beurtheilung des ,nahrungswerthes des ,fleisches der ,thiere im gemsteten oder ungemsteten ,zustande von grosser ,wichtigkeit sind1 ,aufschluss4 ,aus diesen ,versuchen folgt1 dass der ,wassergehalt beim ,lamme ,schafe ,ochsen ,schweine in ungemstetem ,fleische #fb #eh -- #ef halb gemstetem ,fleische -- #ej #ed -- ganz #di #dj #df #ci fettem ,fleische -- #cc -- -- betrgt4 ,mit fortschreitender ,mstung nimmt daher der ,wassergehalt des ,fleisches ab und die ,trockensubstanz zu1 indem ein ,theil des ,wassers durch ,fett ersetzt wird4 ,im ,fleische von gutem ,mastvieh erhlt der ,consument vom ,fleischer bei gleichem ,gewichte im ,mittel etwa #dj ,proc4 mehr trockne thierische ,masse als in dem von ungemstetem ,vieh1 bei sehr fetten ,thieren sogar bis zu #fj ,proc4 mehr4 ,welcher ,unterschied in dem ,nahrungswerthe des ,fleisches von fetten ,ochsen im ,vergleiche zu dem von mageren ,ochsen besteht1 das zeigen ,breunlin's ,versuche1 nach welchen #ajj ,th4 ,fleisch enthielten3 vom fetten vom magern ,ochsen ,wasser #ch1ig #ei1fh ,asche #a1ea #a1dd ,fett #bc1hg #h1jg ,muskelfleisch #cf1fe #cj1ha ---------------------- #ajj1jj #ajj1jj oder #ajjj ,grm4 7 #b ,zollpfund7 enthielten3 ,muskelfleisch ,fett ,asche ,wasser ,fleisch vom fetten ,ochsen #cef #bci #ae #cij ,fleisch vom magern ,ochsen #cjh #ha #ad #eig ---------------------------- ,unterschied #dh #aeh #a -#bjg ,das ,fleisch des fetten ,ochsen enthlt auf #ajjj ,th4 mithin #bjg ,th4 mehr feste ,nahrungsstoffe als das ,fleisch des ungemsteten ,thieres4 ,sidenote3 ,zubereitung des ,fleisches4 ,das ,fleisch wird theils gekocht1 theils gebraten4 ,durch das ,kochen erleidet es eine wesentliche ,vernderung in seiner ,zusammensetzung2 je nach der ,dauer des ,kochens und der ,wassermenge tritt eine mehr oder weniger vollstndige ,scheidung der lslichen ,bestandtheile von den unlslichen ,bestandtheilen des ,fleisches ein4 ,die ,fleischbrhe enthlt lsliche ,phosphate mit alkalischen ,basen1 milch- und inosinsaure ,salze1 phosphorsaure ,magnesia und nur ,spuren von phosphorsaurem ,kalk2 das gekochte ,fleisch enthlt vorzugsweise phosphorsauren ,kalk und phosphorsaure ,magnesia4 ,wenn das als ,nahrungsmittel genossene ,fleisch in dem ,organismus wieder als ,fleisch bergehen1 wenn ihm die ,fhigkeit erhalten werden soll1 sich in dem ursprnglichen ,zustande wieder zu erzeugen1 so drfen dem frischen ,fleische bei seiner ,zubereitung keine seiner ,bestandtheile entzogen werden4 ,wenn in irgend einer ,weise seine ,zusammensetzung gendert1 einer seiner ,bestandtheile1 der zu seiner ,constitution gehrt1 entzogen wird1 so ndert sich in gleichem ,verhltnisse die ,fhigkeit des ,fleischstckes1 die ursprngliche ,form und ,beschaffenheit1 von der seine ,eigenschaften im lebendigen ,krper abhngen1 in dem lebenden ,krper wieder anzunehmen4 ,daraus geht hervor1 dass das gekochte ,fleisch1 wenn es ohne die ,fleischbrhe genossen wird1 zur ,ernhrung um so weniger sich eignet1 je grsser die ,wassermenge war1 in welcher es gekocht wurde und je lnger das ,kochen dauerte4 ,da das ,albumin des ,fleisches in seinen ,lsungen bereits vor der ,siedetemperatur des ,wassers gerinnt1 so geht beim ,auskochen des ,fleisches oder bei der gewhnlichen ,methode der ,gewinnung der ,fleischbrhe das ,albumin fr die ,fleischbrhe zum grssten ,theile verloren1 da der ,schaum1 der sich beim ,kochen des ,fleisches auf der ,oberflche als weisses ,coagulum abscheidet und abgeschpft wird1 ,fleischalbumin ist4 ,dieser ,verlust an nhrender ,substanz lsst sich vermeiden1 wenn man nach v4 ,liebig's ,vorschrift bei der ,bereitung von ,fleischbrhe fr ,kranke1 das fein zerhackte ,fleisch mit destillirtem ,wasser1 dem einige ,tropfen ,salzsure und etwas ,kochsalz zugesetzt wurde1 mischt und digerirt und nach einstndiger ,digestion die ,flssigkeit von dem ,rckstande mittelst eines ,haarsiebes trennt und den ,rckstand durch allmliges ,aufgiessen von destillirtem ,wasser noch vollstndiger auszieht4 ,man erhlt so ein kaltes ,fleischextract von rother ,farbe und angenehmem ,fleischbrhgeschmacke1 welches kalt genossen wird 7beim ,erhitzen trbt sich die ,flssigkeit und setzt ein dickes ,coagulum von ,albumin und ,blutroth ab74 #ajj ,th4 ,ochsenfleisch geben ein ,extract1 welches #b1ie ,th4 ,albumin und #c1je ,th4 sonstige1 nicht gerinnende ,fleischbestandtheile enthlt4 ,chevreul erhielt von #ejj ,grm4 ,rindfleisch1 welche #gg ,proc4 ,wasser enthielten1 #bg1be ,grm4 ,extract2 nach ,abzug von #c1be ,grm4 ,fett1 die darin sich fanden1 macht dies #d1h ,proc4 aus4 ,die ,menge der aus obigen #ejj ,grm4 ,fleisch gewonnenen ,fleischbrhe betrug ungefhr #a1be ,liter4 ,das ,liter wog #ajac ,grm4 und bestand aus ,wasser #iia1cj organ4 ,substanz in ,alkohol lslich #i1dd in ,alkohol unlslich #c1ab ,alkalisalzen #h1fg phosphorsauren ,erden #j1df ------- #ajac1ji ,durchschnittlich enthlt die ,fleischbrhe aus ,ochsenfleisch1 inclusive ,leim und ,fett1 nur #c ,th4 feste ,fleischbestandtheile4 ,unter den gnstigsten ,verhltnissen enthlt man aus #ajjj ,grm4 ,ochsenfleisch3 in kaltem ,wasser lslich #fj geronnenes ,albumin #bi1e in der ,lsung #cj1e unlslich #agj ,leimsubstanz #f1i ,faser #afd1j ,fett #bj ,wasser #gej ,sidenote3 ,kochen des ,fleisches4 ,die beste ,art und ,weise1 ,fleisch zu kochen und ,fleischbrhe zu bereiten1 ist folgende3 ,man bringt das zum ,kochen bestimmte ,fleisch erst dann in den ,topf1 wenn das darin befindliche ,wasser in vollstndigem ,sieden begriffen ist1 unterhlt das ,sieden einige ,minuten lang und erniedrigt dann die ,temperatur durch ,zusatz von kaltem ,wasser auf #gj-gd4 ,wird das ,wasser einige ,stunden bei dieser ,temperatur erhalten1 so hat man alle ,bedingungen vereinigt1 um dem ,fleische die zum ,genusse geeignete ,beschaffenheit zu geben4 ,indem nmlich nach diesem ,verfahren das ,eiweiss coagulirt wird1 bildet sich auf der ,oberflche des ,fleisches eine ,hlle1 welche das ,eindringen des ,wassers ins ,innere verhindert und die lslichen ,theile einschliesst4 ,die von diesem ,fleische abgegossene ,brhe wird demnach weniger der lslichen ,bestandtheile enthalten4 ,um aber eine krftige ,fleischbrhe darzustellen1 mischt man feingehacktes mageres ,fleisch mit kaltem ,wasser1 erhitzt es langsam bis zum ,sieden und presst es nach minutenlangem ,aufwallen aus4 ,nach dem ,durchseihen braucht sie nur gewrzt und mit gebranntem ,zucker oder ,caramel etwas gefrbt zu werden4 ,das ,frben ist eine kaum erlssliche ,concession1 die man dem gewohnten ,vorurtheile machen muss4 ,die zurckbleibenden ,fleischstcke sind gnzlich geschmacklos und zur ,ernhrung untauglich4 ,die ,fleischbrhe enthlt alle lslichen ,stoffe der ,fleischsubstanz3 ,kreatin1 ,kreatinin1 ,inosit1 extractive ,substanzen1 inosin- und milchsaure ,salze1 ,chlorkalium und phosphorsaure ,erden4 ,wegen der freien ,milch- und ,inosinsure reagirt sie stets sauer4 ,dass die ,haupteigenschaft der ,fleischbrhe von der darin aufgelsten ,leimsubstanz abhngig sei1 wie man lange angenommen hat1 ist durchaus ungegrndet1 da der durch ,knochen gebildete ,leim nur einen sehr untergeordneten ,bestandtheil darstellt4 ,die ,untauglichkeit der ,knochenbouillontafeln als ,nahrungsmittel ist gegenwrtig allgemein anerkannt4#aed ,bei lngerem ,kochen und siedendem ,abdampfen nimmt die ,fleischbrhe eine dunklere ,farbe und einen feinen ,bratengeschmack an4 ,dampft man sie im ,wasserbade ab1 so erhlt man eine dunkelbraune weiche ,masse1 von welcher #a ,loth hinreicht1 um #a ,pfund ,wasser1 dem man etwas ,kochsalz zusetzt1 in eine wohlschmeckende und starke ,fleischbrhe zu verwandeln4 ,aus #cb ,pfund knochen- und fettfreiem ,ochsenfleische erhlt man #a ,pfund dieses ,extractes4 ,auf ,veranlassung v4 ,liebig's wird gegenwrtig dieses ,fleischextract 7,extractum carnis7 von der ,liebig's ,extract of meat ,company in ,fray-,bentos und von ,buschenthal u4 ,comp4 in ,montevideo 7in ,uruguay7 dargestellt4#aee ,dieses ,extract enthlt in #a ,kilogr4 alle in heissem ,wasser lslichen ,bestandtheile von #cd ,kilogr4 reinem ,muskelfleisch oder von #de ,kilogr4 ,fleisch von der ,fleischbank4 ,auch australisches ,fleischextract von ,robert ,tooth in ,sidney 7aus reinem ,rindfleisch und nicht aus ,rind- und ,schaffleisch gemengt1 wie das sdamerikanische ,extract7 kommt in grosser ,menge nach ,europa#aef4 ,die ,hauptmerkmale der ,reinheit des ,fleischextractes liegen in der ,lslichkeit in #hjprocentigem ,alkohol1 dem ,wassergehalt und der ,abwesenheit von ,eiweiss und ,fett4 ,mindestens #fj ,proc4 des ,extractes mssen sich in ,alkohol lsen1 der ,wassergehalt betrgt gegen #af ,proc41 der ,stickstoffgehalt gegen #aj ,proc41 der ,aschengehalt #ah-bb ,proc4 7die ,asche besteht wesentlich aus ,calcium- und ,magnesiumphosphat und ,chloralkalimetallen2 unter den letzteren muss das ,chlorkalium vorherrschen74 #aed ,nicht zu verwechseln mit den ,knochenbouillontafeln sind die seit einiger ,zeit in ,russland dargestellten ,bouillontafeln1 welche alle wesentlichen ,bestandtheile des ,fleischextractes enthlt4 ,e4 ,reichardt 7#ahfi7 fand darin3 ,wasser bei #aaj entweichend #ae1ac ,proc4 ,asche #d1ge ,fett #j1bb ,stickstoff #aj1eg ,in ,alkohol von #hj ,proc4 ,lsliches #ch1ji ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfi p4 #dhh4 #aee ,die von dem ,hamburger ,giebert in ,fray-,bentos in ,uruguay gegrndete ,fabrik ist seit #ahfg in den ,besitz einer engl4-belg4 ,actiengesellschaft bergegangen und producirt gegenwrtig jhrlich gegen #ae1jjj ,centner ,fleischextract4 ,die beim ,schlachten sich anhufenden ,nebenbestandtheile sollen in ,dngerfabrikate bergefhrt werden4 ,eine zweite ,fleischextractfabrik hat das ,bankhaus ,benites y ,hijo in ,buenos ,ayres in dem ,orte ,gualeguaychu 7,entre ,rios7 im ,jahre #ahfi errichten lassen4 #aef ,depositaire des australischen ,fleischextractes fr ,europa sind ,w4 ,j4 ,colemann ,comp4 in ,london4 ,beim ,braten des ,fleisches wendet man kein ,wasser1 sondern ,fett an1 mit welchem man das ,fleisch in einer ,pfanne erwrmt1 oder man setzt dasselbe direct1 wie es in ,england geschieht1 auf einen ,spiess gesteckt1 dem ,feuer aus4 ,es bildet sich rasch eine ,kruste1 welche das ,herausfliessen der ,fleischflssigkeit verhindert4 ,nachdem diese ,kruste sich gebildet hat1 kann man die ,hitze mssigen1 weil die ,fleischfasern schon bei #ajj gar werden4 ,beim ,braten sollen aus den ,fleischbestandtheilen mehrere ,produkte der trocknen ,destillation entstehen1 worunter die ,essigsure in sofern am wichtigsten ist1 als durch sie die ,fleischfaser lslicher wird4 ,fehlerhaft ist es1 dem zu bratenden ,fleischstcke etwas ,wasser zuzusetzen1 namentlich beim ,beginne des ,bratens4 ,durch ,wasserzusatz ist zwar eine grssere ,menge von ,sauce zu erzielen1 aber immer nur auf ,kosten der ,gte des ,bratens4 ,sidenote3 ,aufbewahrung des ,fleisches4 ,unter den vielen ,mitteln1 die man in ,vorschlag gebracht und angewendet hat1 um ,fleisch und ,fleischspeisen unverndert aufzubewahren1 stehen ohne ,widerrede diejenigen oben an1 welche auf dem ,principe des vollkommenen ,luftabschlusses beruhen4 ,es hat sich deshalb das ,einschliessen von ,fleisch in luftdicht verschlossenen ,blechbchsen nach der ,methode von ,appert durch vielfache ,erfahrungen als dem ,zwecke vollkommen entsprechend erwiesen1 so dass dieses ,verfahren und seine ,nachbildungen in neuester ,zeit1 wo als ,folge des erleichterten ,see- und ,landverkehrs1 der zunehmenden ,auswanderung1 so wie berhaupt der ,seereisen und ,expeditionen zu wissenschaftlichen ,zwecken1 der ,kriege der ,gegenwart und der damit verknpften ,nothwendigkeit der ,verproviantirung von ,armeen und ,festungen1 das ,bedrfniss weit mchtiger als frher hervortrat1 die ,nahrungsmittel nicht nur von einer ,jahreszeit zur andern1 sondern fr eine ,reihe von ,jahren vorrathsweise aufzuspeichern und sie dabei in einen ,zustand zu versetzen1 in welchem sie dem ,verderben nicht mehr unterliegen1 eine ungeahnte ,wichtigkeit erlangt hat4 ,die ,methode ,appert's besteht in ,folgendem3 ,zubereitete ,fleischspeisen 7,geflgel1 ,ragouts etc471 die zu dem ,ende mglichst stark eingekocht werden mssen1 bringt man in cylindrische ,blechbchsen von angemessener ,grsse1 welche damit fast ganz angefllt werden1 lthet nun einen mit einer kleinen ,oeffnung versehenen ,deckel auf1 fllt durch diese ,oeffnung den noch leeren ,raum vllig mit ,brhe und umlthet endlich auch diese ,oeffnung4 ,hierauf werden die ,bchsen in einem ,bade mit ,salzwasser bis ber den ,siedepunkt des ,wassers je nach ihrer ,grsse #a_/b-d ,stunden lang erhitzt4 ,wenn eine oder die andere ,bchse nicht vollkommen schliesst1 so sieht man ,blschen aus der schadhaften ,stelle perlen1 welche man dann mit dem ,lthkolben ausbessert4 ,durch das ,kochen werden die ,eiweisssubstanzen coagulirt und dadurch in eine weniger der ,fulniss fhige ,modifikation bergefhrt1 ferner wird der ,sauerstoff der eingeschlossenen ,luft zum grossen ,theile entfernt1 der zurckgebliebene ,rest theils in ,kohlensure verwandelt1 theils desozonisirt und dadurch unschdlich gemacht4 ,die solchergestalt der ,einwirkung der ,luft entzogenen ,substanzen unterliegen1 wenn die ,operation mit ,sorgfalt ausgefhrt wurde1 dem ,verderben nicht2 doch unterwirft man die fertigen ,bchsen einer ,prfung1 indem man sie einige ,zeit lang an einem bis auf etwa #cj erwrmten ,orte aufbewahrt4 ,ist bei dieser ,probe ,fulniss eingetreten1 so giebt sie sich bald durch eine ,gasentwickelung zu erkennen1 in deren ,folge die flachen ,bden sich etwas nach aussen krmmen1 whrend sie ausserdem durch den ,luftdruck eine ,krmmung nach innen annehmen4 ,bleibt dieses ,kennzeichen von ,verderbniss aus1 so ist die erste gefhrliche ,periode berstanden und in spterer ,zeit ein ,selbstentmischungsprocess nicht so leicht zu befrchten4 ,die ,vorschlge von ,redwood1 ,fleisch durch ,ueberziehen mit einer ,paraffinschicht zu conserviren1 kommen auf das nmliche ,princip wie ,appert's ,verfahren hinaus4 ,dasselbe gilt von ,shaler's ,verfahren1 nach welchem ,fleisch in trockenem ,kohlensuregas bei #j conservirt werden soll4 ,sidenote3 ,conserviren durch ,wasserentziehung4 ,wie durch ,abhaltung der ,luft lsst sich auch das ,fleisch durch ,wasserentziehung1 entweder durch ,trocknen1 oder durch ,einsalzen conserviren4 ,das ,aufbewahren des ,fleisches durch ,austrocknen1 das ,sicherste1 es vor dem ,verderben zu schtzen1 hat seine grossen ,schwierigkeiten4 ,die ,eingebornen ,nord- und ,sdamerikas pflegen die ,fleischvorrthe1 welche sie auf ihren ,zgen mit sich nehmen1 sorgfltig vom ,fett zu befreien1 die reinen ,fleischtheile in dnne ,streifen zu zertheilen1 die mit ,maismehl bestreut werden1 um die ,sfte aus dem ,fleische aufsaugen zu lassen und die so bestreuten ,streifen auf horizontal liegenden ,stben an der ,sonne zu trocknen4 ,es bleibt eine biegsame1 nicht mehr fulnissfhige ,masse zurck1 in ,nordamerika ,pemmikan1 im ,sden ,tassajo1 in ,sdafrika ,biltongue genannt1 welche zusammengerollt und festgestampft wird und in diesem ,zustande leicht zu transportiren ist4 #ajj ,th4 ,ochsenfleisch liefern beinahe #bf ,th4 ,tassajo4 ,in ,europa hat sich die ,entwsserung des ,fleisches durch ,trocknen niemals ,bahn brechen wollen1 da1 in den meisten ,lndern wenigstens1 im ,sommer die ,luftwrme nicht gross genug ist1 um mit ,hlfe derselben das ,fleisch so rasch zu trocknen1 dass nicht ein ,verderben des ,fleisches zu befrchten wre2 da das ,fleisch ferner vor dem ,trocknen in kleine ,stcke oder dnne ,streifen zerschnitten werden muss1 so eignet es sich fr manche ,kchenzwecke nicht mehr4 ,grsserer ,beachtung erscheint dagegen der ,fleischzwieback 7meat-biscuit7 werth1 eine ,erfindung von ,gail ,bordon1 der #ahej eine ,fabrik zu ,galveston in ,texas anlegte1 woselbst die ausgedehnten ,prairien durch das in unzhliger ,menge in ihnen hausende ,hornvieh den nthigen ,vorrath an ,fleisch fr geringe ,kosten liefern4 ,der ,erfinder behauptet1 dass #a ,kilogr4 solcher ,zwiebcke eine gleiche ,menge nhrender ,substanzen enthalte wie #e ,kilogr4 frisches ,fleisch4 ,diese ,zwiebcke eignen sich vorzglich fr ,feldzge in wsten unwirthbaren ,gegenden1 sowie auf langen ,seereisen1 weil sie eine grosse ,menge ,nahrungsstoff in einem sehr kleinen ,raume und auf ein kleines ,gewicht reducirt1 dabei in leicht verdaulichem ,zustande enthalten4 ,in ,amerika werden sie bei den ,streifzgen gegen die ,indianer hufig angewendet4 ,vortrefflich ist der ,vorschlag 7#ahfg7 von ,c4 ,thiel 7in ,darmstadt71 den ,fleischzwieback durch ,auslaugen von frischem1 fettfreiem und fein gehacktem ,fleisch mit kaltem ,wasser und ,benutzen dieser ,fleischflssigkeit anstatt ,wasser zum ,anmachen eines ,teiges aus ,weizen- oder ,roggenmehl darzustellen1 welcher zu runden ,kuchen geformt und bei niederer ,temperatur des ,backofens gebacken wird4 ,unter dem ,namen ,fleischextract-,brot oder deutscher ,fleischzwieback bereitet ,e4 ,jacobsen in ,berlin neuerdings ein haltbares ,weizengebck mit ,liebig'schem ,fleischextract zur schnellen ,herstellung einer krftigen1 nahrhaften ,fleisch-,brotsuppe4 #a ,pfd4 dieses ,fleischextract-,brotes entspricht #d ,pfd4 ,rindfleisch4 ,es wird in zehntheiligen ,tafeln zu #a_/d ,pfd4 geliefert1 deren jede also #a ,pfd4 ,fleisch entspricht und #e grosse ,teller1 resp4 #aj mittelgrosse ,tassen ,suppe giebt4 ,bei der ,verwendung zerstsst oder zerklopft man die nthige ,menge ,fleischextract-,brot1 bergiesst sie mit kochendem ,wasser und giebt etwas ,salz dazu4 ,brht man ,suppenkruter 7,petersilie1 ,sellerie etc47 mit dem kochenden ,wasser1 welches man zur ,bereitung der ,suppe aus ,fleischextract-,brot verwendet1 so erhlt letztere ,geschmack und ,aroma frischer ,fleischbrhe4 ,der ,fleischzwieback lsst sich auch roh1 sowie in ,wein eingebrockt geniessen und wird die leicht zu beherbergende ,tafel dem ,soldaten als eiserner ,bestand sehr willkommen sein4 ,besonders drfte auch die ,nachsendung dieses ,fleischzwiebackes an die ,feldlazarethe1 sowie die ,mitgabe desselben an die ,nothhelfer auf dem ,schlachtfelde zu empfehlen sein1 da derselbe im kleinsten ,raum den grssten ,nhrwerth reprsentirt und die ,bereitung einer ,suppe aus ,fleischextract allein immer noch andere ,zuthaten verlangt1 die im ,augenblicke vielleicht schwierig herbeizuschaffen sind4 ,der ,fleischzwieback hlt sich sehr gut1 schimmelt nicht und wird trotz des ,fettgehaltes nicht ranzig2 er ist mit ,gelatine berzogen1 welche die ,poren des porsen1 leicht ,sauerstoff aufsaugenden ,gebcks verschliesst4 ,in ,england und ebenso in ,russland ist ,fleischextract-,bisquit bei den ,armeen eingefhrt1 in ,deutschland ist dies bis jetzt leider nicht der ,fall#aeg4 #aeg ,in die nmliche ,kategorie von ,nahrungsmitteln1 die ,gemenge sind von animalischen und vegetabilischen ,stoffen1 gehrt die ,erbswurst von ,grneberg in ,berlin 7#ahgj71 deren ,vorhandensein fr die deutsche ,armee im ,kriege mit ,frankreich als eine wahre ,wohlthat bezeichnet werden muss4 ,sidenote3 ,einsalzen des ,fleisches4 ,eine andere1 seit undenklichen ,zeiten angewendete ,methode der ,fleischconservirung durch ,wasserentziehung ist das ,einsalzen mit ,kochsalz 7,pkeln71 welches letztere1 indem es einen ,theil der ,fleischflssigkeit aufnimmt1 das ,fleisch entwssert4 ,zu gleicher ,zeit tritt ein ,theil ,kochsalz in die ,fleischfaser ein4 ,beim ,einsalzen wird das ausgeschlachtete ,fleisch mit ,salz stark eingerieben1 einige ,tage liegen gelassen und dann unter ,gewichten oder einer ,hebelpresse ausgepresst2 dieselbe ,behandlung wird wiederholt1 das ,fleisch hierauf in ,fsser gepackt und mit der ausgepressten ,salzlsung bergossen4 ,man setzt dem ,kochsalze in der ,regel etwas ,salpeter 7ausserdem auch zuweilen ,zucker7 zu1 der theils gleiche ,wirkung ussert1 wie das ,kochsalz1 theils dem ,fleische eine lebhafte rothe ,farbe ertheilt4 ,durch das ,kochsalz wird dem ,fleische aber keineswegs nur ,wasser entzogen1 v4 ,liebig fand bei seiner ,untersuchung ber das ,fleisch und seine ,bestandtheile1 dass in die ,salzlake der dritte ,theil bis die ,hlfte der ,flssigkeit bergehe1 die einen ,bestandtheil des frischen ,fleisches ausmacht4 ,die ,salzlake enthlt demnach die ,hauptbestandtheile einer concentrirten ,fleischbrhe1 so dass beim ,einsalzen die ,zusammensetzung des frischen ,fleisches verndert wird und zwar in einem noch hheren ,grade1 als dies durch das ,kochen geschieht4 ,beim ,kochen bleibt nmlich das nahrhafte ,albumin im geronnenen ,zustande in dem ,fleischstcke1 aber beim ,einsalzen trennt sich das ,albumin vom ,fleisch2 aus der bis zum ,sieden erhitzten ,salzlake scheidet sich das ,albumin reichlich als ,gerinnsel ab4 ,die ,salzlake enthlt ,milchsure1 ,phosphorsure1 ,magnesia1 ,kali1 ,kreatin und ,kreatinin4 ,es ist hiernach klar1 dass dem ,fleische beim ,einsalzen durch das ,austreten der ,fleischflssigkeit eine ,anzahl von ,stoffen entzogen wird1 die zu seiner ,constitution gehren1 und dass damit das ,fleisch im ,verhltniss zu diesem ,verluste von seiner ,ernhrungsfhigkeit verliert4 ,wenn diese ,bestandtheile nicht von anderer ,seite ersetzt werden1 so tritt nothwendig die ,folge ein1 dass das ,fleisch zu einem mangelhaften und fr die ,gesundheit nicht zutrglichen ,nahrungstoffe wird4 ,es ist auch durch die ,erfahrung bewiesen1 dass durch gesalzenes ,fleisch auf die ,dauer hin der ,gesundheitszustand eines ,individuums nicht erhalten werden kann4 ,man vermuthet und gewiss nicht mit ,unrecht1 dass der ,skorbut1 eine ,krankheit in ,folge mangelhafter ,beschaffenheit der ,sfte1 besonders eine ,folge des ,genusses von ,salzfleisch sei4 ,um all' diesen ,uebelstnden vorzubeugen1 hat v4 ,liebig 7#ahfi7 vorgeschlagen1 das ,fleisch nicht1 wie es gewhnlich geschieht1 mit trocknem ,kochsalz1 sondern mit einer ,salzlake einzusalzen1 die eine ,lsung ist von ,kochsalz1 ,natronsalpeter1 ,chlorkalium und ,fleischextract4 ,das hierzu angewendete ,kochsalz ist vorher durch eine ,lsung von ,natriumphosphat1 von ,kalk und ,magnesia zu reinigen4 ,das ,cirio'sche ,verfahren der ,fleischconservation1 welches auf der ,pariser ,industrie-,ausstellung des ,jahres #ahfg durch geschickte ,benutzung der ,reclame grosses ,aufsehen machte1 besteht in der ,behandlung des ,fleisches unter der ,luftpumpe und ,einpressen von ,salzlsung4 ,durch den ,verlust von ,fleischflssigkeit1 welcher mit ,cirio's ,conservationsmethode unabwendbar verknpft ist1 wird der ,nahrungswerth des so behandelten ,fleisches betrchtlich verringert4 ,sidenote3 ,ruchern des ,fleisches4 ,das ,ruchern des ,fleisches oder das ,behandeln desselben mit ,holzrauch1 um es vor ,fulniss zu schtzen1 lsst sich noch nicht mit ,sicherheit in jeder ,beziehung auf naturwissenschaftliche ,principien zurckfhren4 ,vor allem spielt die ,wrme des ,rauches eine ,hauptrolle1 indem dadurch das ,fleisch so viel als mglich ausgetrocknet wird2 ferner befindet sich im ,rauch das von v4 ,reichenbach entdeckte ,kreosot 7nach den ,untersuchungen von ,hlasiwetz1 v4 ,gorup1 ,marasse u4 ,a4 wesentlich ein ,gemenge der homologen ,verbindungen ,c#g;,h#h,o#b1 ,c#h;,h#aj,o#b und ,c#i;,h#ab,o#b71 welches sich durch die ,eigenschaft auszeichnet1 die albuminsen ,bestandtheile des ,fleisches zu coaguliren und unlslich zu machen4 ,unlsliche ,stoffe aber faulen entweder schwierig oder gar nicht mehr4 ,dass ausserdem im ,rauche enthaltener ,essig 7,holzessig7 und noch andere ,bestandtheile des ,rauches 7die dem ,kreosot homologe ,oxyphensure1 neben der ,carbolsure71 bei dem ,ruchern des ,fleisches eine ,rolle spielen1 ist sehr wahrscheinlich4 ,wenn auch die ,nahrhaftigkeit des gerucherten ,fleisches mit der des frischen nicht verglichen werden kann1 so hat doch das ,ruchern vor dem ,einsalzen unbestritten den ,vorzug1 dass von den ,bestandtheilen des ,fleisches und der ,fleischflssigkeit nichts verloren geht4 ,ob indessen das ,ueberfhren gewisser lslicher ,bestandtheile in den unlslichen ,zustand durch das ,ruchern nicht in ,bezug auf ,ernhrungsfhigkeit hnliche ,verluste herbeifhrt1 wie es beim ,einsalzen durch directe ,entziehung der ,stoffe der ,fall ist1 ob berhaupt der ,process des ,rucherns nicht einigermaassen einem ,gerbeprocess zu vergleichen ist1 wodurch natrlich die ,verdaulichkeit des ,fleisches vermindert wird1 dies sind ,fragen1 deren ,beantwortung durch die ,chemie und ,physiologie noch zu erwarten steht4 ,essig ist ein recht brauchbares ,mittel1 ,fleisch auf einige ,zeit vor der ,fulniss zu schtzen 7,sauerbraten1 in ,essig eingelegtes ,geflgel74 ,es ist wahrscheinlich1 dass wir in der gegenwrtig so wohlfeil zu erlangenden concentrirten ,essigsure ein gutes ,mittel besitzen1 von ,knochen sorgfltig befreites ,fleisch im ,grossen zu conserviren1 vorausgesetzt1 dass der ,zutritt der ,luft dabei abgeschlossen werde4 ,um den ,uebelstand des ,auslaugens des ,fleisches durch ,einlegen in ,essig zu vermeiden1 ist der passende ,vorschlag gemacht worden1 die ,essigsure nicht in ,form von flssigem ,essig1 sondern dampffrmig auf das ,fleisch wirken zu lassen4 ,in neuerer ,zeit hat der ,franzose ,lamy 7wie schon in frherer ,zeit ,braconnot1 ,robert1 de ,dombasle u4 ,a47 vorgeschlagen1 ,fleisch behufs seiner ,conservirung mit schwefliger ,sure zu behandeln4 ,fleischstcke von #b-c ,kilogr4 setzt man #aj ,minuten lang der ,einwirkung von schwefligsaurem ,gase aus1 grssere ,stcke von #aj ,kilogr4 lngere ,zeit1 etwa #bj-be ,minuten4 ,die mit schwefliger ,sure behandelten ,substanzen werden einige ,zeit der ,luft ausgesetzt1 damit die schweflige ,sure abdunste1 und dann mit einem ,ueberzuge versehen1 indem man mit ,hlfe eines ,pinsels eine mit ,melasse versetzte ,auflsung von ,albumin in ,eibischwurzelabkochung auftrgt4 ,neuerdings berzieht man das in trockner heisser ,luft getrocknete ,fleisch mit einer dnnen ,schicht von ,guttapercha oder ,kautschuk4 ,zu diesem ,behufe wird das zu conservirende ,fleisch wiederholt in eine verdnnte ,lsung einer der genannten ,substanzen in ,schwefelkohlenstoff oder ,chloroform getaucht2 ein #b-cmaliges ,eintauchen ist in den meisten ,fllen gengend4 ,dass niedere ,temperatur zu den vorzglichsten ,conservationsmitteln gehrt1 die es nur giebt1 ist allgemein bekannt4 ,fleisch in ,eiskellern oder ,eisschrnken aufbewahrt1 fault nicht4 ,ein berraschendes ,beispiel von der conservirenden ,eigenschaft der ,klte hat man in der ,erhaltung der ,mammuthe1 welche man zu verschiedenen ,zeiten 7erst neuerdings im ,jahre #ahfd wieder7 noch mit smmtlichen ,weichtheilen in ,sibirien eingefroren gefunden4 ,in ,england pflegt man ,fische1 namentlich ,lachse1 in ,eis zu verpacken1 um sie von den nrdlichen ,gegenden ,englands und ,schottlands nach ,london zu transportiren4 ,wer in den ,wintermonaten -- sagt ,fr4 ,ilisch -- nur eine kurze ,zeit in der nrdlichen ,hlfte ,russlands gelebt hat1 erstaunt gewiss ber die ,menge von ,lebensmitteln1 welche dort in gefrorenem ,zustande ,monate lang1 ohne dass sie verderben oder auch nur ihren ,geschmack ndern1 aufbewahrt werden4 ,der grsste ,theil von ,fleisch und ,fischen wird nach einem ,transport von oft vielen hundert1 ja sogar tausend ,wersten in gefrorenem ,zustande auf den ,markt gebracht4 ,alles ,geflgel und ,wild1 welches whrend des langen nordischen ,winters als ,leckerbissen auf den ,tisch der ,wohlhabenden kommt1 wird in gefrorenem ,zustande zugefhrt4 ,der ,reisende1 der bei strenger ,winterklte entfernte ,gegenden durcheilt und seine ,kost oft fr ,monate bei sich fhren muss1 hat in seinem ,schlitten einige ,eisklumpen1 die er durch ,erwrmen in eine schmackhafte ,kohlsuppe oder durch ,aufthauen in heissem ,wasser in ,fleischkuchen umwandelt1 und von denen er sich whrend seiner ,reise ausschliesslich nhrt4 ,in ,st4 ,petersburg giebt es grosse ,niederlagen1 in denen ,haselhhner1 ,birkhhner etc4 in ,eis vergraben1 ohne dass sie ihren ,geschmack verndern1 bis spt in den ,sommer aufbewahrt werden4 ,diese einfache ,art der ,conservirung bertrifft durch ihre ,resultate alle andern ,methoden1 und ihr ,gelingen ist nur von einer gengenden ,quantitt ,eis abhngig1 von der die ,lebensmittel whrend der ganzen ,zeit des ,aufbewahren umgeben sein mssen4 ,das natrliche ,kltemagazin mit seinem permanenten ,gletschereis in der ,dornburg bei ,hadamar 7in ,nassau7 wird auf ,anregung des ,technikers ,j4 ,troost gegenwrtig industriell ausgebeutet4 ,von wirthschaftlicher ,bedeutung vielleicht fr ,europa ist die ,einfuhr von gefrorenem ,fleische aus ,sydney in ,neu-,sd-,wales1 welches mit ,hlfe der ,carr'schen ,ammoniak-,eismaschine zum ,gefrieren gebracht und auf den grossen ,transportschiffen im gefrorenen ,zustande erhalten wird4 ,,vi4 ,abschnitt4 ,die ,frberei und der ,zeugdruck4 ,die ,frberei und ,druckerei im ,allgemeinen4 ,sidenote3 ,frberei und ,druckerei im ,allgemeinen4 ,die ,frberei hat zum ,zweck1 die ,gespinnstfasern 7meist als ,gewebe1 doch auch als ,garn oder zuweilen als ungesponnene ,faser7 mit den ,farbstoffen zu versehen und erstere dadurch in gefrbte ,zeuge umzuwandeln4 ,sie unterscheidet sich von dem ,malen und ,anstreichen dadurch1 dass die ,farbstoffe nach bestimmten physikalischen und chemischen ,grundstzen auf die thierische und vegetabilische ,faser befestigt werden1 und nicht nur auf der ,oberflche durch ,adhsion haften1 obgleich bei dem ,malen und ,anstreichen oft dieselben ,substanzen wie beim ,frben ,anwendung finden4 ,das ,bedrucken der ,zeuge mit ,farbstoffen1 die ,zeugdruckerei1 ist eine rtliche ,frberei und ein wichtiger ,theil der ,frberei im ,allgemeinen4 ,sidenote3 ,farbstoffe4 ,die zur ,frberei angewendeten ,substanzen1 die ,farbstoffe 7,pigmente71 sind theils mineralischen1 theils animalischen und vegetabilischen1 theils auch chemischen ,ursprungs4 ,unter den zahlreichen anorganischen ,farbstoffen sind nur wenige1 die vermge ihrer ,eigenschaften in der ,frberei ,anwendung finden knnen1 und es ist fr sie eigenthmlich1 dass sie erst auf der zu frbenden ,pflanzen- oder ,thierfaser hervorgebracht werden4 ,ein sehr gebruchlicher mineralischer ,farbstoff ist z4 ,b4 das ,bleichromat4 ,nicht aber lsst sich diese ,substanz als solche direct in der ,frberei anwenden1 sondern man bildet sie erst aus ihren ,bestandtheilen auf der ,faser selbst1 indem man dieselbe zuerst mit einer ,lsung von ,bleiacetat trnkt1 und die so vorbereitete ,faser sodann durch eine ,lsung von ,kaliumchromat zieht4 ,es bildet sich ,bleichromat1 das in den inneren ,theilen der ,faser niedergeschlagen1 fest an derselben haftet4 ,andere ,farbstoffe anorganischer ,natur sind das ,berliner- oder ,pariserblau1 das ,eisenoxydhydrat 7,rostfarbe71 das ,manganoxydhydrat 7,bisterfarbe7 und das ,chromgrn4 ,von den dem ,thierreiche entlehnten ,farbstoffen wendete man frher den ,saft der ,purpurschnecke und den ,kermes 7,coccus ilicis7 an1 jetzt aber benutzt man von denselben nur noch die ,cochenille 7,coccus cacti7 und eine ,secretion der ,gummischildlaus 7,coccus laccae74 ,ein bei weitem grsserer ,theil der ,farbstoffe stammt aus dem ,pflanzenreiche1 und man versteht unter vegetabilischen ,pigmenten diejenigen ,krper1 denen gewisse ,pflanzen oder einzelne ,theile derselben ihre eigenthmliche ,frbung verdanken4 ,es scheint aus neueren ,untersuchungen hervorzugehen1 dass ein grosser ,theil der sogenannten ,farbstoffe in der ,pflanze im farblosen ,zustande enthalten ist1 und sich erst unter dem ,einflusse der atmosphrischen ,luft frbt4 ,allgemeine ,eigenschaften der vegetabilischen ,farbstoffe lassen sich nicht angeben1 da sie1 ausser dem ,gefrbtsein1 einen gemeinsamen ,charakter nicht besitzen4 ,fast smmtlich werden die ,farbstoffe an feuchter ,luft unter dem ,einflusse des ,sonnenlichts zersetzt 7sie verschiessen74 ,chlor bleicht die ,pigmente und zerstrt ihre ,farbe1 schweflige ,sure bringt sie zum ,verschwinden1 zerstrt sie aber nicht4 ,in ,folge des glnzenden ,aufschwungs1 den die organische ,chemie seit etwa zwei ,jahrzehenden genommen1 ist zu den drei genannten ,arten eine neue ,klasse von ,farbstoffen gekommen1 die wir chemische ,farbstoffe nennen wollen1 insofern sie durch die ,kunst des ,chemikers aus meist ungefrbten organischen ,substanzen dargestellt werden4 ,letztere ,farbstoffe scheinen die ,mission zu haben1 smmtliche in der ,frberei bisher bliche vegetabilische und thierische ,farbstoffe ersetzen zu sollen4 ,die chemischen ,farbstoffe werden aus dem ,theer dargestellt und zwar vorzugsweise aus fnf ,bestandtheilen desselben1 nmlich dem ,benzol1 dem ,toluol1 der ,carbolsure1 dem ,anthracen und dem ,naphtalin4 ,sie sind unter dem ,namen der ,anilinfarben1 im ,allgemeinen unter dem der ,theerfarben 7,fuchsin1 ,anilinblau und ,violett1 ,martius- oder ,manchestergelb1 ,anilinorange und ,pikrinsure1 ,anilin- und ,bismarckbraun1 ,corallin1 ,alizarin aus ,anthracen1 ,magdalaroth1 ,anilinschwarz und ,anilingrn7 bekannt4 ,zu den chemischen ,farben gehren auch die durch ,zersetzung der ,alkaloide 7,cinchonin1 ,chinin u4 dergl47 erhaltenen ,farben1 so das ,chinolinblau1 das ,chiningrn 7,thalleiochin7 etc42 ferner auch das ,zersetzungsprodukt der ,harnsure1 das ,murexid4 ,die ,entdeckung der chemischen ,farbstoffe hat bereits eine ,umwlzung in der ,frberei und ,farbenbereitung bewirkt1 deren wirthschaftliche ,folgen noch nicht bersehen werden knnen4 ,bei weiterer ,untersuchung der im ,laboratorium des ,chemikers dargestellten ,farbstoffe wird sich ohne ,zweifel bei ,manchem die ,identitt mit in der ,natur fertig gebildeten ,farbstoffen des ,pflanzen- und ,thierreiches herausstellen4 ,sidenote3 ,lackfarben4 ,die ,lacke oder ,lackfarben sind ,verbindungen von ,strkemehl1 ,thonerde1 ,zinnoxyd oder ,bleioxyd 7zuweilen auch ,calciumcarbonat1 ,baryt und ,antimonoxyd7 mit dem ,farbstoffe1 z4 ,b4 des ,krapps1 der ,cochenille1 ,wau1 ,rothholzes1 der ,theerfarben 7namentlich des ,corallins1 ,fuchsins1 des ,anilinvioletts7 u4 s4 w41 obgleich bestimmte ,verhltnisse bis jetzt in den seltensten ,fllen ermittelt worden sind4 ,anstrichfarben heissen in ,wasser unlsliche ,verbindungen1 welche mit ,leimwasser 7als ,leim- oder ,wasserfarben7 oder ,oelfirniss 7als ,oelfarben7 aufgetragen werden1 z4 ,b4 ,bleiweiss1 ,berlinerblau1 ,ultramarin1 ,chromgelb1 ,zinnober u4 s4 w4 ,tuschfarben sind erdige und deckende ,farben1 welche den ,farbstoff in der ,flssigkeit1 die man zum ,malen anwendet1 nicht aufgelst1 sondern nur suspendirt enthalten4 ,pastellfarben sind endlich ,lack- und ,metallfarben1 mit ,thon 7,porcellanerde7 und etwas ,tragantschleim und hufig ,seife oder ,fettsubstanz gemengt und in ,form von ,stiften gebracht2 sie werden trocken angewendet4 ,sidenote3 ,farben4 ,die in der ,frberei angewendeten ,farben1 welche den zu frbenden ,gegenstand in seiner ganzen ,masse frben1 heissen allgemein ,zeugfarben4 ,farben1 die dagegen nur auf der ,oberflche frben1 nennt man ,malerfarben4 ,letztere werden unterschieden als ,saftfarben1 ,lackfarben und ,anstrichfarben4 ,die ,saftfarben sind in ,wasser oder ,firniss mehr oder weniger lsliche ,farben1 welche nicht decken1 sondern durchscheinend 7lasirend1 daher ,lasurfarben7 sind4 ,hierher gehren ,saftgrn1 ,gummigutt1 ,carminlsung1 die meisten ,theerfarben und lsliches ,berlinerblau4 ,a4 ,die aus dem ,kohlentheer stammenden ,farbstoffe#aeh4 ,sidenote3 ,der ,kohlentheer4 ,der bei der trocknen ,destillation der ,steinkohlen behufs der ,gas- und ,kokserzeugung in reichlicher ,menge sich bildende ,theer 7,steinkohlentheer1 ,kohlentheer1 coal-tar7 ist ein ,gemisch von flssigen und festen ,kohlenwasserstoffen 7,benzol1 ,toluol1 ,cumol1 ,cymol1 ,anthracen1 ,naphtalin71 mit ,suren 7,carbol- oder ,phenylsure1 ,cresylsure1 ,phlorylsure1 ,rosolsure71 ,basen 7,anilin1 ,chinolin1 ,odorin oder ,picolin1 ,toluidin1 ,coridin etc47 und ,asphalt bildenden ,bestandtheilen 7siehe unter ,gasbeleuchtung7 in wechselnden ,verhltnissen4 ,am ,allgemeinen lsst sich die ,zusammensetzung des ,theeres in #ajj ,theilen in folgender ,weise ausdrcken1 wobei von der geringen ,menge der ,basen ,umgang genommen wurde3 ,benzol #a1e ,naphta #ce ,naphtalin #bb ,anthracen #a ,carbolsure #i ,pech #ca1e ----- #ajj1j #aeh ,es sei verwiesen auf folgende ,werke3 ,g4 ,lunge1 ,die ,destillation des ,steinkohlentheers1 ,braunschweig #ahfg2 ,th4 ,oppler1 ,theorie und prakt4 ,anwendung von ,anilin1 ,berlin #ahff2 ,m4 ,vogel1 ,die ,entwickelung der ,anilinindustrie2 #b4 ,auflage2 ,leipzig #ahgj2 ,m4 ,reimann1 ,die ,technologie des ,anilins1 ,berlin #ahff2 ,e4 ,kopp1 ,examen des matires colorantes drives du goudron de houille1 ,saverne #ahfa2 ,m4 ,p4 ,schtzenberger1 ,die ,farbstoffe4 ,bearbeitet von ,h4 ,schrder1 ,i4 und ,,ii4 ,band1 ,berlin #ahfh-ahgj2 ,rapports du ,jury international1 ,paris #ahfh 7,tome ,,vii p4 #bbc-cjd72 ,ad4 ,wurtz1 ,dictionnaire de chimie pure et applique1 ,paris #ahfh-ahga 7,tome ,i et ,,ii74 ,durch ,destillation des ,theeres und fractionirtes ,auffangen der ,produkte erhlt man einestheils leichte ,oele1 aus denen man das ,benzol und seine ,homologen abscheidet1 andertheils schweres ,theerl1 welches auf ,carbolsure verarbeitet wird4 ,aus den pechartigen ,theilen des ,theeres scheidet man das ,anthracen ab4 ,zur annhernden ,schtzung der ,ausbeute an den verschiedenen ,zwischenprodukten1 die bei der trocknen ,destillation der ,steinkohle sich bilden1 mgen folgende ,angaben dienen3 #ajj ,kilogr4 ,steinkohlen geben #c ,kilogr4 ,theer1 #ajj ,theer #j1ge-a1j ,kilogr4 ,anthracen1 #ajj #c ,kilogr4 ,rohbenzol1 #ajj #a1e reines ,benzol1 #ajj #c ,nitrobenzol1 #ajj #b1be ,rohanilin1 #ajj #c1cg rohes ,anilinroth1 #ajj #a1ab reines ,fuchsin4 ,zur ,darstellung von #a ,kilogr4 reinem ,fuchsin sind folglich #fj ,centner ,steinkohle erforderlich4 ,sidenote3 ,benzol4 ,das ,benzol 7,benzin7 im chemischen ,sinne ist ein flssiger ,kohlenwasserstoff von der ,formel ,c#f;,h#f4 ,es wurde #ahbe von ,faraday unter den ,produkten der trocknen ,destillation der fetten ,oele entdeckt und #ahcc von ,e4 ,mitscherlich bei der ,destillation der ,benzosure mit berschssigem ,kalk aufgefunden4 ,leigh in ,manchester fand es #ahdb im ,steinkohlentheer1 ,mansfield dagegen war der erste1 der #ahdg das reichliche ,volumen des ,benzols im ,theer nachwies und ,mittel und ,wege zur ,isolirung des ,benzols angab4 -- ,das kufliche ,benzol ist ein ,gemenge von ,benzol 7bei #hj1d siedend7 mit ,toluol ,c#g;,h#h 7,siedepunkt bei #ajh71 ,xylol ,c#h;,h#aj 7bei #acj siedend71 ,cumol ,c#i;,h#aj 7#aea ,siedepunkt7 und ,cymol ,c#aj;,h#ab 7bei #age bergehend74 ,die vorherrschenden ,bestandtheile sind ,benzol und ,toluol4 ,die ,benzole werden den ,anilinlfarbenfabrikanten und den ,producenten von ,anilinfarben mit genau bestimmtem ,benzolgehalte geliefert2 ein ,benzol von #cj-dj ,proc4 7d4 h4 mit einem ,gehalte an ,benzol ,c#f;,h#f von #cj-dj ,proc41 der ,rest von #fj-gj ,proc4 ist ,toluol und ,xylol7 eignet sich gut zur ,fabrikation von ,anilinroth1 ein ,benzol von #ij ,proc4 zur ,darstellung von ,anilinl fr ,blau oder ,schwarz4 ,der ,siedepunkt der zur ,farbenfabrikation geeigneten ,benzole liegt zwischen #hj und #abj1 ihr spec4 ,gewicht variirt zwischen #j1he und #j1hi4 ,illustration3 ,fig4 #bfe4 ,illustration3 ,fig4 #bff4 ,die ,darstellung des ,benzols geschieht aus den leichten ,theerlen 7demjenigen ,antheil der flssigen ,produkte bei der ,destillation des ,theeres1 welcher unter #aej siedet74 ,mansfield wendete hierzu den durch ,fig4 #bfe versinnlichten ,apparat an4 ,das ,theerl befindet sich in der ber der ,feuerung ,r stehenden ,blase ,a4 ,das ,gefss ,c ist mit kaltem ,wasser angefllt4 ,sobald das ,oel siedet1 verdichten sich die ersten ,antheile der sich entwickelnden ,dmpfe in ,b und gelangen wieder nach ,a zurck4 ,sobald jedoch das ,wasser in ,c auf eine gewisse ,temperatur sich erwrmt hat1 condensiren sich die flchtigsten ,partieen des ,theerles nicht mehr in ,b1 sondern gelangen in den mit kalt erhaltenem ,wasser beschickten ,khlapparat ,d1 und verdichten sich dort erst zu einer ,flssigkeit1 die aus der ,khlschlange bei n in den untergestellten ,ballon ,s abluft4 ,sobald das ,wasser in ,c bis zum ,sieden erhitzt ist1 sind alle ,bestandtheile des ,theerles1 die bei #ajj dampffrmig bleiben1 berdestillirt und in ,s aufgefangen worden4 ,man erhlt mit diesem ,apparate ein sehr reines ,benzol4 ,mittelst des ,hahnes m kann man1 nachdem das ,benzol abdestillirt worden1 die ber #ajj siedenden ,kohlenwasserstoffe rectificiren4 ,der ,hahn i dient zum ,entleeren der ,blase4 -- ,in den ,benzolfabriken wendet man zur ,benzolgewinnung gegenwrtig beistehend 7,fig4 #bff7 abgebildeten ,apparat an4 ,a ist die ,destillirblase1 ,b der ,condensator1 ,c das ,wasserreservoir4 ,bei ,beginn der ,destillation heizt man das ,wasser in ,c durch das ,dampfrohr ,d1 welches mit dem ,dampfgenerator communicirt4 ,das ,rohr ,g trgt die ,blase4 i dient zum ,fllen1 b zum ,entleeren derselben4 ,durch ,h wird das ,condensationswasser abgeleitet4 ,zur vollstndigen ,reinigung kann man das ,benzol gefrieren lassen und die erhaltene feste ,masse schnell auspressen4 ,illustration3 ,fig4 #bfg4 ,im ,jahre #ahfj schon hat ,e4 ,kopp 7in ,turin7 die ,vortheile der ,anwendung eines ,apparates zur ,benzoldarstellung hervorgehoben1 welcher den modernen ,spiritusdestillirapparaten nachgebildet ist4 ,auf diesen ,ideen fussend1 hat #ahfc ,th4 ,coupier seinen ,destillirapparat construirt1 der berall1 wo ,benzol im ,grossen dargestellt wird1 eingefhrt ist4 ,er besteht1 wie ,fig4 #bfg zeigt1 aus der ,blase ,a1 in welche man durch die ,oeffnung ,b die der fractionirten ,destillation zu unterwerfenden ,benzole bringt4 ,die ,blase wird mit ,dampf geheizt1 welcher durch das ,rohr ,c zustrmt4 ,die aus der siedenden ,flssigkeit sich entwickelnden ,dmpfe gelangen in die als ,dephlegmator wirkende ,sule ,n1 wo eine erstmalige ,fractionirung stattfindet4 ,die flchtigsten ,antheile der ,dmpfe1 welche in ,n nicht condensirt werden1 gelangen in den mit ,chlorcalciumlsung angefllten ,apparat ,d1 welcher durch das ,dampfrohr m bis auf eine bestimmte1 durch das ,thermometer t zu ermittelnde ,temperatur gebracht wird4 ,der ,dampf des ,heizrohres entweicht durch ,p4 ,soll nun reines ,benzol dargestellt werden1 so wird die ,chlorcalciumlsung bis auf #hj erwrmt4 ,die nach ,g kommenden ,dmpfe sind ein ,gemenge von ,benzol1 ,toluol etc4 ,da die ,temperatur des ,recipienten ,g nicht hher als #hj ist1 so verdichten sich darin die ,dmpfe des ,toluols und der brigen homologen ,glieder wie ,xylol etc41 whrend die in ,g nicht condensirbaren ,dmpfe nach den ,recipienten ,h1 ,i und ,k gelangen1 dort die letzten ,spuren der minder flchtigen ,kohlenwasserstoffe verlieren und endlich in dem mit kalten ,wasser gespeisten ,khlapparate ,l condensirt und in dem ,ballon ,m aufgefangen werden4 ,die in ,g1 ,h1 ,i und ,k verdichtete ,flssigkeit geht in die ,sule ,n zurck4 ,da der ,recipient ,g die schwersten ,produkte enthlt1 so mssen dieselben behufs der ,dephlegmation in den unteren ,theil der ,sule gelangen1 whrend die ,condensationsprodukte aus ,k in den obersten ,theil der ,sule geleitet werden4 ,will man kein ,benzol1 sondern ,toluol darstellen1 so erwrmt man die ,temperatur des ,chlorcalciumapparates bis auf #ajh bis #aji4 ,ein eigenthmliches ,verfahren der ,bereitung von ,benzol nicht aus ,theer1 sondern aus ,steinkohlenleuchtgas ist von ,h4 ,caro1 ,a4 und ,k4 ,clemm und ,f4 ,engelhorn 7in ,mannheim7 in ,vorschlag gebracht worden4 ,dasselbe beruht darauf1 dass das ,leuchtgas in mglichst innige ,berhrung mit ,theerlen1 namentlich solchen1 die einen hhern ,siedepunkt als ,benzol und ,toluol haben1 ,petroleum1 ,schieferl1 fetten ,oelen oder hnlichen ,krpern1 gebracht wird4 ,die ,theerle etc4 lsen dabei das ,benzol und dessen ,homologen1 die dann durch fractionirte ,destillation aus ihnen abgeschieden werden knnen2 nach der ,abscheidung knnen die ,oele wieder zur ,aufnahme von ,benzol verwendet werden4 ,bei dem immer wachsenden ,bedarfe von ,benzol erscheint das neue ,verfahren1 welches sehr grosse ,mengen zu gewinnen gestattet1 beachtenswerth4 ,dem ,uebelstande1 dass das ,leuchtgas1 welchem die ,dmpfe von ,benzol entzogen werden1 namhaft an ,leuchtkraft verlieren wird1 liesse sich dadurch abhelfen1 dass man das ,gas nach ,abscheidung des ,benzol mit ,dmpfen von ,petroleumther sttigt4 ,sidenote3 ,nitrobenzol4 ,das ,benzol wird durch die ,einwirkung der ,salpetersure in ,nitrobenzol 7das wiederum ein ,gemenge ist von ,nitrobenzol ,c#f 7,h#e _/ ,,no#b71 ,nitrotoluol ,c#g 7,h#g _/ ,,no#b7 und ,nitroxylol ,c#h 7,h#i _/ ,,no#b7 bergefhrt4 ,das ,nitrobenzol wurde #ahcd von ,e4 ,mitscherlich dargestellt und von ,c4 ,collas in ,paris unter dem ,phantasienamen ,essence de ,mirbane 7,mirbanl7 zuerst im ,grossen dargestellt4 ,frher wendete man hierzu den ,mansfield'schen ,apparat an4 ,derselbe besteht in einer grossen gewundenen ,glasrhre1 deren oberes ,ende sich gabelfrmig in zwei ,rhren theilt1 welche mit ,eingiesstrichtern versehen sind4 ,in den einen dieser ,trichter fliesst ein ,strom concentrirter ,salpetersure1 whrend der andere zur ,aufnahme des ,benzols bestimmt ist4 ,an dem ,vereinigungspunkte der ,trichterrhren1 wo beide ,krper zusammentreffen1 geht die chemische ,verbindung vor sich und das neue ,produkt khlt sich beim ,durchfliessen durch das schlangenfrmige ,rohr so weit ab1 dass es am untern ,ende aufgefangen werden kann4 ,es braucht nur noch mit ,wasser und zuletzt mit einer verdnnten ,lsung von ,natriumcarbonat gewaschen zu werden1 um zur weiteren ,verarbeitung geeignet zu sein#aei4 ,ein weit besseres ,verfahren als das vorstehende ist die ,darstellung des ,nitrobenzols mit einer ,mischung von #b ,th4 ,salpetersure von #dj ,b4 und #a ,th4 ,schwefelsure von #ff ,b4 ,man arbeitet in geschlossenen ,gefssen1 welche den zur ,anilinfabrikation benutzten sehr hnlich sind4 ,der obere ,theil des ,gefsses steht durch ein ,rohr mit einem ,schornstein in ,verbindung1 um die nitrsen ,dmpfe abzuleiten1 andererseits communicirt er durch ein ,s frmig gebogenes ,rohr mit einem ,reservoir1 in welchem das ,suregemenge sich befindet4 ,das zu nitrirende ,benzol wird auf einmal in den ,apparat gebracht1 whrend das ,suregemisch allmlig hinzuluft4 ,die ,reaction wird mittelst einer ,rhrvorrichtung befrdert4 ,ein mit dem ,kessel communicirender ,khlapparat condensirt das whrend der ,reaction sich verflchtigende ,benzol4 ,die ,beendigung der ,einwirkung erkennt man daran1 dass die ,flssigkeiten entfrbt sind und in zwei ,schichten ber einander sich gelagert haben4 ,nachdem die ,sure durch ,zusatz von ,wasser bis auf #ej ,b4 verdnnt worden ist1 trennt man beide ,flssigkeitsschichten durch ,decantation4 ,das ,nitrobenzol wird durch ,waschen mit ,wasser etc4 gereinigt#afj4 ,gegenwrtig wendet man zuweilen 7nach ,e4 ,kopp's ,vorschlag7 bei der ,darstellung des ,nitrobenzols ein ,gemenge von ,natriumnitrat und ,schwefelsure an4 #ajj ,kilogr4 ,benzol liefern #ace-adj ,kilogr4 ,nitrobenzol4 #aei ,in den ,waschfssern findet sich die mit der ,nitrobenzosure isomere ,paranitrobenzosure4 #afj ,die abfallende salpetersurehaltige ,schwefelsure dient zur ,schwefelsurefabrikation1 zum ,aufschliessen der ,phosphate in den ,dngerfabriken1 zur ,darstellung von ,eisenvitriol etc4 etc4 ,den verschiedenen ,benzolen entsprechen verschiedene ,nitrobenzole1 nmlich #a7 leichtes ,nitrobenzol1 zwischen #bje und #baj siedend4 ,es bildet das in der ,parfmerie und ,seifenfabrikation massenhaft verwendete knstliche ,bittermandell oder die ,essence de ,mirbane2 spec4 ,gew4 #a1bj 7 #bd ,b472 #b7 schweres ,nitrobenzol1 zwischen #baj und #bbj destillirend4 ,sein eigenthmlicher ,fettgeruch verhindert seine ,anwendung in der ,parfmerie2 spec4 ,gew4 #a1ai 7 #bc ,b472 aus diesem ,nitrobenzol werden die ,aniline fr ,roth dargestellt2 #c7 sehr schweres ,nitrobenzol1 zwischen #bbb und #bce destillirend2 spec4 ,gew4 #a1afg 7 #ba ,b474 ,sein ,geruch ist unangenehm4 ,dieses ,nitrobenzol wird vorzugsweise auf ,anilin zum ,zweck der ,darstellung von ,anilinblau verarbeitet4 ,illustration3 ,fig4 #bfh4 ,sidenote3 ,anilin4 ,das ,rohanilin1 welches zur ,herstellung der ,theer- oder ,anilinfarben dient1 ist im wesentlichen ein ,gemenge von ,anilin ,c#f;,h#g,n1 ,toluidin ,c#g;,h#i,n und dem 7von ,rosenstiehl entdeckten7 ,pseudotoluidin 7isomer mit ,toluidin74 ,es fhrt in der ,technik den ,namen ,anilinl4 ,reines ,anilin1 so wie reines ,toluidin geben fr sich nur unter gewissen ,bedingungen ,farben4 ,das ,anilin wurde zuerst #ahbf von dem ,chemiker ,unverdorben 7in ,dahme in der ,provinz ,sachsen7 unter den ,produkten der ,destillation des ,indigs1 und im ,jahre #ahcc von ,runge 7in ,oranienburg7 als ,bestandtheil des ,steinkohlentheers wahrgenommen4 ,letzterer fand zugleich1 dass der neue ,krper mit ,chlorkalklsung zusammengebracht1 eine prchtig violette ,frbung annehme1 weshalb er ,kyanol 7oder ,blaul7 genannt wurde4 ,staatsrath v4 ,fritzsche 7in ,petersburg7 studirte 7#ahda7 den von ,unverdorben aus dem ,indig erhaltenen ,krper1 bestimmte seine ,zusammensetzung und nannte ihn 7nach anil1 dem portugiesischen ,namen des ,indigs7 ,anilin4 ,zinin endlich fand 7#ahdb71 dass beim ,behandeln von ,nitrobenzol mit ,schwefelwasserstoff eine ,base sich bildete1 die er ,benzidam nannte4 ,sptere ,untersuchungen von ,o4 ,l4 ,erdmann und ,hofmann ergaben1 dass der von ,unverdorben erhaltene ,krper1 ,krystallin genannt1 das ,kyanol1 das ,benzidam und das ,anilin identisch seien4 ,der letztere ,name wurde beibehalten4 ,um die ,kenntniss des ,anilins und der ,anilinverbindungen hat sich ,a4 ,w4 ,hofmann hervorragende ,verdienste erworben4 ,der ,theer enthlt #j1c-j1e ,proc4 ,anilin1 jedoch die ,ausscheidung des letztern ist mit so vielen ,schwierigkeiten verknpft1 dass man es allgemein vorzieht1 das ,anilin indirect durch die ,zinin'sche ,reaction aus dem ,nitrobenzol darzustellen1 dadurch1 dass man es mit reducirenden ,agentien zusammenbringt4 #a ,mol4 ,nitrobenzol ,c#f;,h#e,,no#b #abc giebt #a ,mol4 ,anilin ,c#f;,h#g,n #ic4 ,in der ,praxis nimmt man an1 dass #ajj ,th4 ,nitrobenzol #ajj ,th4 ,anilin geben4 ,obgleich das ,schwefelwasserstoffgas eine vollstndige ,reduction des ,nitrobenzols zu ,anilin bewirkt1 so giebt man doch in der ,praxis der von ,bchamp eingefhrten ,behandlung des ,nitrobenzols mit ,eisenfeile und ,essigsure den ,vorzug4 ,der dabei verwendete ,apparat ist der von ,nicholson construirte 7,fig4 #bfh74 ,er besteht im wesentlichen aus einem gusseisernen ,cylinder ,a von #aj ,hektoliter ,capacitt1 in dessen ,lngenaxe ein starkes ,rohr bis fast auf den ,boden des ,cylinders hinabgeht4 ,der obere ,theil dieses ,rohres steht mit dem ,bewegungsmechanismus ,g in ,verbindung1 seine ,oberflche ist mit sthlernen ,flgeln versehen4 ,dieses ,rohr dient zum ,einleiten von ,dampf und als ,rhrwerk4 ,zuweilen wendet man anstatt des hohlen ,rohres eine massive ,welle an2 in diesem ,falle ist ein besonderes ,dampfrohr ,d vorhanden4 ,die ,oeffnung ,k dient zum ,eintragen der ,materialien1 durch ,e entweichen die verflchtigten ,produkte4 ,h dient zum ,entleeren und ,reinigen des ,apparates4 ,das mit dem ,gefsse ,b verbundene ,s-frmig gebogene ,rohr dient als ,sicherheitsventil4 ,soll der ,apparat in ,gang gesetzt werden1 so trgt man durch ,k #aj ,kilogr4 ,essigsure von #h ,b41 die mit der #f;fachen ,gewichtsmenge ,wasser verdnnt wurde1 ein1 hierauf #cj ,kilogr4 gepulvertes ,gusseisen oder ,eisenfeile oder ,drehspne und #abe ,kilogr4 ,nitrobenzol1 und lsst das ,rhrwerk spielen4 ,die ,reaction tritt sofort unter ,temperaturerhhung und ,entwickelung von ,dmpfen ein4 ,man trgt nach und nach neues ,eisen ein1 bis die ,menge des zugesetzten ,eisens #ahj ,kilogr4 betrgt4 ,die whrend der ,reduction des ,nitrobenzols zu ,anilin entweichenden ,dmpfe verdichten sich in dem ,khlapparate ,f und sammeln sich in dem ,ballon ,r an1 und werden von ,zeit zu ,zeit in den ,cylinder ,a zurckgegeben4 ,nach einigen ,stunden ist die ,reduction beendigt4 ,die entstandene dicke ,masse ist von rothbrauner ,farbe und besteht wesentlich aus ,eisenoxydhydrat1 ,anilin1 essigsaurem ,anilin1 ,eisenacetat und berschssigem ,eisen4 ,lsst man die ,essigsure aus dem ,spiele1 so geht der ,process nach folgender ,gleichung vor sich3 ,c#f;,h#e,,no#b ,h#b,o ,c#f;,h#g,n ,fe#b,o#c ,nitrobenzol4 ,anilin4 ,eisenoxyd4 ,sie wird entweder fr sich oder mit ,kalk gemengt in gusseisernen ,cylindern von der ,form der ,gasretorten entweder mit ,dampf oder ber freiem ,feuer der ,destillation unterworfen4 ,das ,produkt1 aus ,aceton1 ,acetanilin1 ,anilin1 ,nitrobenzol etc4 bestehend1 wird noch einmal destillirt und nur der zwischen #aae und #aij bergehende ,theil aufgefangen4 ,der zwischen #baj und #bbj bergehende ,antheil ist besonders zur ,darstellung von ,anilinblau geeignet4 ,das so erhaltene ,anilinl erscheint als eine brunliche ,flssigkeit1 etwas schwerer als ,wasser und fr die ,zwecke der ,farbendarstellung gengend rein4 ,nach ,brimmeyr kann man die ,essigsure ganz entbehren und erzielt ein sehr gutes ,resultat1 wenn man z4 ,b4 ,nitrobenzol und #fj ,th4 ,eisenpulver unter ,zusatz von angesuertem ,wasser 7#b-b1e ,proc4 ,salzsure vom ,gewicht des ,nitrobenzols7 in einer ,retorte erst drei ,tage zusammen in ,berhrung lsst und dann das entstandene ,anilinl abdestillirt4 ,in der ,anilinfabrik von ,gebr4 ,coblentz in ,paris reducirt man das ,nitrobenzol durch ,eisenfeile1 welche zur ,hlfte durch ,verweilen in ,kupfervitriollsung verkupfert wurde4 ,die ,zusammensetzung des ,anilinles1 wesentlich ein ,gemenge von ,anilin mit ,toluidin und ,pseudotoluidin1 richtet sich nach der ,natur des zu seiner ,darstellung angewendeten ,benzols und ,nitrobenzols4 ,das zwischen #ahj und #aie siedende ,anilinl 7spec4 ,gewicht #a1jad bis #a1jba #b-c ,b47 wird dargestellt aus ,nitrobenzolen1 welche zwischen #baj und #bbj sieden2 das schwere ,anilinl fr ,anilinblau wird1 wie oben bemerkt1 mit sehr schwerem ,nitrobenzol dargestellt4 ,anilin fr ,anilinroth wird dargestellt mit ,nitrobenzol bei #baj-bbj siedend1 ,anilinl fr ,anilinviolett mit ,nitrobenzol1 welches bei #baj-bbe siedet4 ,um diese ,siedepunktverhltnisse wrdigen zu knnen1 erinnern wir an die ,siedepunkte nachstehender ,krper3 ,benzol #hj ,nitrotoluol #bbe ,toluol #ajh ,anilin #ahb ,nitrobenzol #bac ,toluidin #aih ,es folgt aus dem ,vorstehenden1 dass viele ,benzole1 ,nitrobenzole und ,aniline im ,handel vorkommen1 die man mit demselben ,rechte auch ,toluole1 ,nitrotoluole und ,toluidine nennen knnte4 ,die ,produktion an ,anilin ist gegenwrtig 7#ahga7 eine erstaunlich grosse4 ,nach den ,angaben von ,j4 ,gessert in ,elberfeld werden jhrlich gegen #c1ejj1jjj ,pfd4 ,anilinl consumirt1 davon kommen auf ,deutschland #b1jjj1jjj ,pfd41 der ,rest vertheilt sich auf die ,schweiz1 auf ,england und auf ,frankreich4 ,i4 ,anilinfarben4 ,sidenote3 ,anilinfarben4 ,aus dem ,anilinl stellt man nun fabrikmssig die ,anilinfarben 7,toluidinfarben7 dar1 von denen bis jetzt folgende erhalten wurden3 #a7 ,anilinroth1 #e7 ,anilingelb und ,anilinorange1 #b7 ,anilinviolett1 #f7 ,anilinbraun1 #c7 ,anilinblau1 #g7 ,anilinschwarz4 #d7 ,anilingrn1 ,sidenote3 ,anilinroth4 #a4 ,das ,anilinroth oder ,fuchsin 7auch unter den ,bezeichnungen ,azalen1 ,mauve1 ,solferino1 ,magenta1 ,rosen1 ,tyralin etc4 vorkommend7 ist die ,verbindung einer ,base1 die von ,a4 ,w4 ,hofmann mit dem ,namen ,rosanilin bezeichnet wurde1 mit einer ,sure1 gewhnlich mit ,essigsure und ,salzsure#afa4 ,die ,base selbst ist ungefrbt1 ihre ,salze dagegen1 welche smmtlich leicht krystallisiren1 gefrbt4 ,ihre ,zusammensetzung wird durch die ,formel ,c#bj;,h#ai,n#c1 ,h#b,o ausgedrckt4 ,sie ist auf die ,weise entstanden1 dass #b ,at4 ,toluidin sich mit #a ,at4 ,anilin unter ,austritt von #d ,at4 ,h1 welche oxydirt werden1 vereinigen 7#b;,c#g;,h#i,n ,c#f;,h#g,n #c,o #b;,h#b,o ,c#bj;,h#ai,n#c1 ,h#b,o74 ,die ,constitution des ,rosanilins wre demnach 7,c#f;,h#d _/ #b;,c#g;,h#f _/ ,h#c7 ,n#c ,c#bj;,h#ai,n#c4 ,nach den ,untersuchungen ,rosenstiehls 7#ahfi7 findet sich in allen ,fuchsinsorten des ,handels die mit ,rosanilin isomere ,base1 das ,pseudorosanilin4 #afa ,in ,deutschland und in der ,schweiz ist das ,fuchsin das salzsaure ,salz des ,rosanilins ,c#bj;,h#ai,n#c1 ,cl,h1 in ,england gewhnlich das essigsaure1 von der ,formel ,c#bj;,h#ai,n#c1 ,c#b;,h#d,o#b4 ,das ,anilinroth kann aus dem ,anilinl auf verschiedene ,weise sich bilden1 so mit ,zinnchlorid 7nach ,verguin71 mit ,kohlensuperchlorid 7,hofmann und ,natanson71 mit salpetersaurem ,quecksilberoxyd 7,gerber-,keller7#afb1 mit ,quecksilberchlorid 7,schnitzer71 mit ,salpetersure 7,lauth und ,depoully71 mit ,antimonsure 7,smith71 mit ,arsensure 7,medlock1 ,girard und de ,laire71 mit ,anilinl1 ,nitrotoluol1 ,salzsure und metallischem ,eisen 7,coupier74 ,aus #ajj ,th4 ,anilinl erhlt man #be bis #cc ,th4 an krystallisirtem ,fuchsin4 #afb ,das mit salpetersaurem ,quecksilberoxyd bereitete ,fuchsin wird in der ,seidenfrberei und zum ,frben von ,liqueuren und ,conditoreiwaaren unter dem ,namen ,rubin vielfach verwendet4 ,man hat meist dem ,arsensureverfahren den ,vorzug gegeben1 trotzdem1 dass die arsenhaltigen ,rckstnde fr den ,fabrikanten eine ,quelle von ,unannehmlichkeiten der rgsten ,art werden4 ,nach dem ,verfahren von ,girard und ,delaire erwrmt man #a ,ctr4 ,anilinl mit #b ,ctr4 ,arsensurehydrat von #fj ,b4 7 #a1ga spec4 ,gewicht7 #d-e ,stunden lang bei einer ,temperatur1 die #aij-bjj nicht bersteigen darf4 ,die sich hierbei bildende rothe ,masse 7die ,fuchsinschmelze7 wird in kleine ,stcke zerschlagen1 mit ,wasser ausgekocht und sobald die ,lsung vor sich gegangen ist1 durch ,filze oder ,leinenbeutel in ,krystallisirgefsse filtrirt4 ,nach #b-c ,tagen leitet man die ber den ,krystallen stehende ,mutterlauge in ,gruben1 welche mit ,sandstein ausgelegt und innen getheert sind1 und schlgt die darin befindliche ,arsensure und arsenige ,sure mit einer ,mischung aus ,schlmmkreide und ,kalkhydrat nieder4 ,der ,kalkniederschlag wird auf ,arsenprparate verarbeitet#afc4 ,die auskrystallisirte ,masse wird durch ,umkrystallisiren gereinigt4 ,in den franzsischen ,fabriken lst man die ,fuchsinschmelze in ,salzsure und ,wasser auf und neutralisirt mit ,soda4 ,hierbei scheidet sich fast alles ,fuchsin in ,form eines aus krystallinischen ,blttchen bestehenden ,kuchens aus1 der durch ,auskochen in ,wasser gelst und dann zum ,krystallisiren gebracht wird4 ,das so erhaltene ,fuchsin ist stets arsenhaltig4 ,handelt es sich daher um das ,frben von ,spirituosen und ,conditorwaaren1 so ist ein ,rosanilinsalz zu verwenden1 welches mittelst ,chlorkohlenstoff oder ,quecksilberchlorid dargestellt wurde4 ,die ,salze des ,rosanilins zeigen meist im reflectirten ,lichte den grnen metallischen ,glanz gewisser ,kferflgeldecken1 whrend sie in durchfallendem ,lichte roth erscheinen4 ,das salzsaure ,salz heisst vorzugsweise ,fuchsin1 das essigsaure ,rosen1 das salpetersaure ,azalen4 ,ihre ,lsungen in ,wasser oder ,alkohol besitzen die bekannte prchtig carminrothe ,farbe4 ,sie sind von usserst grosser ,frbekraft2 #a ,kilogr4 ,fuchsin reicht hin zum ,frben von #bjj ,kilogr4 ,wolle4 ,das gerbsaure ,rosanilin ist in ,wasser schwer lslich4 ,das ,fuchsin ist die ,grundlage fast aller brigen ,anilinfarben1 so giebt ,fuchsin mit ,anilinl ,violett oder ,blau1 ,fuchsin mit ,jodthyl ,blau oder ,violett u4 s4 w4 ,die ,wirkungsweise der ,arsensure bei der ,rosanilinbildung lsst sich auf folgende ,weise vorstellen3 7,c#f;,h#g,n _/ #b;,c#g;,h#i,n7 ,c#bj;,h#be,n#c #c;,as#b,o#e ,anilinl4 ,arsensure4 ,c#bj;,h#ai,n#c #c;,as#b,o#c #c;,h#b,o4 ,rosanilin4 ,arsenige ,wasser4 ,sure4 #afc ,nach ,bolley kann man die bei der ,fuchsinbereitung fallenden arsenhaltigen ,flssigkeiten durch ,destillation mit ,salzsure wieder nutzbar machen4 ,verdnnt man das ,chlorarsen enthaltende ,destillat mit ,wasser1 so fllt arsenige ,sure heraus4 -- ,ein ,chemnitzer ,anilinfabrikant sendet die arsenhaltigen ,rckstnde auf die ,arsenhtte nach ,schwarzenberg1 wo sie auf ,arsen verarbeitet werden4 ,sidenote3 ,anilinviolett4 #b4 ,das ,anilinviolett oder der ,anilinpurpur 7,anilen1 ,indisin1 ,phenamen1 ,harmalin1 ,violin1 ,rosolan1 ,mauven7 wurde am #bf4 ,august #ahef von ,w4 ,h4 ,perkins in ,london entdeckt und aus dem ,anilinl mittelst ,kaliumbichromat und ,schwefelsure dargestellt4 ,spter wurde es auch auf andere ,weise erhalten1 so durch ,behandeln eines ,anilinsalzes mit ,chlorkalklsung 7,bolley1 ,beale und ,kirkham71 mit ,mangansuperoxyd 7,kay7 oder ,bleisuperoxyd 7,price7 bei ,gegenwart von ,schwefelsure1 mit ,kaliumpermanganat 7,williams71 mit ,ferridcyankalium 7,smith71 mit ,chlor 7,smith71 mit ,kupferchlorid 7,caro und ,dale7 u4 s4 w4 ,von all' diesen ,vorschlgen hat nur der mit ,kaliumbichromat industrielle ,wichtigkeit erlangt4 ,das nach diesem ,verfahren erhaltene ,violett hat zur ,base das ,mauven ,c#bg;,h#bd,n4 ,von dem vorstehenden ,anilinviolett ist verschieden das von ,girard und de ,laire erhaltene ,violet ,imperial1 welches man durch ,einwirkenlassen von ,kaliumchromat auf ein ,gemenge von ,anilinl und salzsaurem ,rosanilin bei #ahj erhlt4 ,ein anderes ,violett wird nach ,nicholson durch ,erhitzen von ,fuchsin bis auf #bjj-bae erhalten4 ,auch beim ,erhitzen eines ,rosanilinsalzes mit berschssigem ,anilin entstehen1 ehe ,anilinblau sich bildet1 violette ,farben1 von denen 7nach ,hofmann7 die rothviolette ,monophenyl-,rosanilin1 blauviolette ,diphenyl-,rosanilin ist2 letztere ,verbindung geht bei weiterem ,erhitzen in ,triphenyl-,rosanilin ,anilinblau ber4 ,demnach ist ,rosanilin roth ,c#bj;,h#ba,n#c,o ,monophenyl-,rosanilin rothviolett ,c#bj;,h#bj7;,c#f;,h#e7,n#c,o ,diphenyl-,rosanilin blauviolett ,c#bj;,h#ai7;,c#f;,h#e7b,n#c,o ,triphenyl-,rosanilin blau ,c#bj;,h#ah7;,c#f;,h#e7c,n#c,o ,vorstehendes ,violett fhrt gegenwrtig den ,namen altes ,violett oder ,violet nonpareil4 ,ausser diesem giebt es nun noch die sogenannten ,neu- oder ,jodviolette 7,hofmann's ,violette oder ,dahliafarben71 welche sich von den vorigen dadurch unterscheiden1 dass in ihren ,basen nicht das ,phenyl1 sondern die ,alkoholradikale ,aethyl1 ,methyl und ,amyl die ,substituirung vollfhren4 ,man erhlt sie1 indem man ,fuchsin in geschlossenen ,cylindern mit den ,jodren 7neuerdings jedoch meist den ,bromren7 der ,alkoholradikale und etwas ,alkohol als ,lsungsmittel auf #ajj-aaj ,c4 erhitzt1 wobei je nach der ,dauer der ,einwirkung ,monthyl-,rosanilin ,dithyl-,rosanilin oder ,trithyl-,rosanilin sich bildet4 ,die hchst thylirte ,base ist blauviolett1 die minder thylirten zeigen rthliche ,nancen4 ,die methylirten und thylirten ,violette haben vor den mit ,phenyl substituirten eine grssere ,brillanz voraus4 ,das von ,poirrier und ,chappat eingefhrte ,violet de ,paris ist das ,produkt der ,einwirkung von ,zinnchlorid und hnlichen ,agentien auf ,methyl- oder ,aethyl-,anilin4 ,sidenote3 ,anilinblau4 #c4 ,das ,anilinblau 7,azulin1 ,azurin7 wurde am #b4 ,januar #ahfa von de ,laire und ,girard erhalten1 indem sie ein ,gemenge von ,fuchsin mit ,anilinl einige ,stunden lang erhitzten und das ,produkt mit ,salzsure aufnahmen4 ,das so erhaltene ,blau ist unter dem ,namen ,bleu de ,paris oder ,bleu de ,lyon in den ,handel gekommen4 ,es erscheint im trocknen ,zustande kupferglnzend1 ohne die ,beimischung von grn oder gelb1 welche das ,fuchsin und das ,anilinviolett charakterisirt4 ,um das ,anilinblau zu reinigen1 lst man es in concentrirter ,schwefelsure und digerirt die ,lsung #a-a_/b ,stunden lang bei #aej ,c4 ,durch ,zusatz von ,wasser wird das ,blau aus der ,lsung in modificirter und in ,wasser lslicher ,form abgeschieden4 ,letzteres heisst ,bleu soluble4 ,unter den ,bildungsweisen des ,anilinblau auf anderen ,wegen sei angefhrt die aus ,rosanilin und ,aldehyd 7,lauth71 aus ,rosanilin und rohem ,holzgeist 7,e4 ,kopp71 aus ,rosanilin und alkalischer ,schellacklsung 7nach ,gros-,renaud und ,schffer71 wodurch das sogenannte ,bleu de ,mulhouse sich bildet1 ferner durch ,oxydation von ,methylanilin 7,j4 ,wolff71 aus ,rosanilin und bromirtem ,terpentinl 7,perkins71 aus ,rosanilin und ,isopropyljodid 7,wanklyn71 aus ,rosanilin und ,aethylenjodid und -bromid 7,m4 ,vogel71 aus ,rosanilin und ,jod- und ,bromaceton 7,smith und ,sieberg74 ,die ,umwandelung des salzsauren ,rosanilins 7,fuchsins7 durch ,erhitzen mit ,anilinl in ,anilinblau geht nach folgender ,gleichung vor sich3 ,c#bj;,h#ai,n#c1 ,cl,h #c;,c#f;,h#g,n ,rosanilinsalz4 ,anilin4 ,c#bj;,h#af7;,c#f;,h#e7c,n#c1 ,h,cl #c,,nh#c ,anilinblau4 ,ammoniak4 ,das mit ,rosanilin und ,anilinl dargestellte ,anilinblau ist ,rosanilin 7,c#f;,h#d _/ #b;,c#g;,h#f _/ ,h#c7 ,n#c1 in welchem die #c ,at4 basischen ,wasserstoffs durch #c ,at4 ,phenyl ,c#f;,h#e ersetzt wurden1 mithin ,triphenyl-,rosanilin1 dessen salzsaure ,verbindung die ,formel hat ,c#ch;,h#cb,n#d;,cl4 ,erhitzt man ein ,rosanilinsalz mit ,toluidin1 so erhlt man das analoge ,toluidinblau 7,tritolyl-,rosanilin7 ,c#da;,h#cg,n#c ,c#bj;,h#af7;,c#g;,h#g7c,n#c4 ,erhitzt man ,anilinblau1 so findet sich unter den ,produkten der trocknen ,destillation ,diphenylamin ,c#ab;,h#aa,n1 weisse ,krystalle bildend1 welche mit ,salpetersure bergossen sich prachtvoll blau frben4 ,das ,diphenylamin und seine ,homologen1 namentlich das ,phenyltolylamin ,c#ac;,h#ac,n1 welches bei der trocknen ,destillation des sogenannten ,bleuin ,c#ci;,h#cc,n#c sich bildet1 wendet man seit einiger ,zeit zur ,darstellung von neuen ,blauvarietten an4 ,a4 ,w4 ,hofmann fand1 dass1 wenn man1 wie oben bemerkt1 ,rosanilin mit ,jodthyl oder ,jodamyl lngere ,zeit erhitzt1 sich als hchst thylirtes oder amylirtes ,produkt 7,trithyl-,rosanilin oder ,triamyl-,rosanilin7 ,anilinblau 7,jodblau7 bildet4 ,auch durch ,einschieben von ,naphtyl in ,fuchsin lsst sich 7nach ,j4 ,wolff7 prchtiges ,blau 7,naphtylblau7 erhalten4 -- ,eine ,sorte ,anilinblau1 welche bei knstlichem wie bei ,tageslichte rein blau erscheint1 heisst ,bleu de lumire oder ,bleu de nuit1 eine andere ins ,violette schimmernde ,nance ,bleu de ,parme4 ,sidenote3 ,anilingrn4 #d4 ,das ,anilingrn existirt in zwei verschiedenen ,varietten1 nmlich als ,aldehydgrn und als ,jodgrn4 ,das ,aldehydgrn 7,emeraldin7 wurde im ,jahre #ahfc von ,cherpin 7,chemiker in der ,fabrik von ,usbe zu ,saint-,ouen7 durch ,behandeln einer mit ,schwefelsure versetzten ,lsung von schwefelsaurem ,rosanilin mit ,aldehyd1 wobei man vorsichtig erhitzt1 bis die ,lsung eine dunkelgrne ,farbe angenommen hat1 erhalten4 ,das ,aldehydgrn ist schwefelhaltig4 ,nach ,a4 ,w4 ,hofmann ist seine ,zusammensetzung der ,formel ,c#bb;,h#bg,n#c,s#b,o entsprechend4 ,dann setzt man ,natriumhyposulfit hinzu und kocht einige ,minuten4 ,alles ,grn bleibt in ,lsung und dient so zum ,frben der ,seide4 ,das ,natriumhyposulfit kann durch ,schwefelammon oder durch ,schwefelwasserstoff ersetzt werden4 ,durch ein ,gemenge von ,kochsalz und ,natriumcarbonat kann die grne ,farbe aus der ,lsung gefllt werden4 ,sie wird in einer ,mischung von #b ,th4 ,schwefelsure und #ej-gj ,th4 ,alkohol gelst4 ,das ,anilingrn ist von prchtiger ,nance1 besonders bei ,kerzenlicht1 wodurch es sich von jedem anderen ,grn vortheilhaft unterscheidet4 ,die zweite ,art ,anilingrn ist das #ahfc von ,a4 ,w4 ,hofmann entdeckte ,jodgrn 7vert l'iode71 welches als ,nebenprodukt bei der ,fabrikation der durch ,methylirung und ,aethylirung aus dem ,rosanilin gebildeten violetten ,farbstoffe 7,hofmann's ,violett7 entsteht4 ,man erhlt es auf folgende ,weise3 #a ,th4 essigsaures ,rosanilin1 #b ,th4 ,jodmethyl und #b ,th4 ,methylalkohol erhitzt man unter hohem ,drucke mehrere ,stunden lang4 ,nach beendigtem ,erhitzen hat man ein ,gemenge violetter und grner ,farbstoffe in ,methylalkohol gelst4 ,nachdem die flchtigen ,produkte durch ,destillation entfernt sind1 bringt man das ,gemisch der ,farbstoffe in eine grosse ,menge siedenden ,wassers4 ,das ,grn lst sich vollstndig1 die violetten ,farbstoffe bleiben ungelst4 ,das ,grn wird aus der ,lsung durch eine kaltgesttigte ,lsung von ,pikrinsure in ,wasser gefllt4 ,das ,pikrat des ,jodgrns wird auf einem ,filter gesammelt1 flchtig mit ,wasser gewaschen und nach dem ,abdampfen en pte in den ,handel gebracht4 ,im krystallisirten ,zustande hat das 7pikrinsurefreie7 ,jodgrn die ,formel ,c#be;,h#cc,n#c,,oj#b4 ,sidenote3 ,anilingelb4 #e4 ,anilingelb und ,anilinorange4 ,bei der ,darstellung von rothen ,farben aus ,anilinl entsteht neben ,fuchsin stets ein harzhnlicher ,krper1 aus welchem ,nicholson einen prchtigen gelben ,farbstoff1 das ,anilingelb1 ,anilinorange1 ,aurin oder salzsaures ,chrysanilin isolirte1 welcher ,wolle und ,seide schn gelb frbt4 ,das ,chrysanilin ist eine ,base und hat die ,formel ,c#bj;,h#ag,n#c4 ,das interessanteste ,salz derselben ist das ,nitrat1 welches unlslich ist in ,wasser4 ,die ,darstellung des ,chrysanilingelbes ist hchst einfach4 ,der ,rckstand von der ,bereitung des ,fuchsins wird mit ,wasserdmpfen behandelt2 sobald sich eine gewisse ,menge von ,base gelst hat1 fllt man das ,chrysanilin mittelst ,salpetersure4 ,schiff erhielt ,anilingelb durch ,einwirkenlassen von ,antimonsure- oder ,zinnsurehydrat auf ,anilin1 ,m4 ,vogel durch die ,einwirkung von salpetriger ,sure auf eine alkoholische ,lsung von ,rosanilin4 ,letzteres ,anilingelb hat die ,formel ,c#bj;,h#ai,n#b,o#f und ist in ,alkohol1 nicht in ,wasser lslich4 ,sidenote3 ,anilinschwarz und ,anilinbraun4 #f4 ,das ,anilinschwarz ,c#f;,h#g,,no#f 7ein dunkles ,anilingrn1 entstanden durch die ,einwirkung oxydirender ,agentien auf ,anilinl71 von ,j4 von ,fritzsche bereits im ,jahre #ahdc wahrgenommen1 wurde frher aus den ,rckstnden von der ,bereitung von ,anilinviolett mit ,kaliumbichromat dargestellt1 gegenwrtig aber erhalten durch ,einwirkenlassen von ,kaliumchlorat und ,kupferchlorid auf salzsaures ,anilin 7,lightfoot74 ,wie ,cordillot nachgewiesen1 kann das chlorsaure ,kali und das ,kupferchlorid durch ,ferridcyanammonium1 oder nach ,lauth durch frischgeflltes ,schwefelkupfer ersetzt werden4 ,letzteres wirkt nach ,bolley1 indem es sich zu ,kupfervitriol oxydirt und zugleich ,sauerstoff auf das ,anilin bertrgt4 ,das nach letzterem ,verfahren erhaltene ,schwarz1 welches seiner ,unlslichkeit wegen auf dem zu frbenden ,stoffe selbst erzeugt werden muss1 ist auch schwarzer ,indig oder ,indigschwarz1 genannt worden4 ,ein neueres ,anilinschwarz ist das ,lukasschwarz 7,peterson's ,schwarz71 dessen werthvollste ,eigenschaft darin besteht1 dass es bereits ,farbe ist und zu seiner ,entwickelung nur noch schwach oxydirt zu werden braucht4 ,es ist eine schwarze flssige ,masse aus salzsaurem ,anilin und essigsaurem ,kupfer bestehend1 die mit ,kleister vermischt aufgedruckt wird4 ,das ,schwarz oxydirt sich von selbst an der ,luft2 die ,oxydation wird aber beschleunigt1 wenn man die ,stoffe in einem feuchten ,raume bei #dj aufhngt4 ,man verwendet das ,anilinschwarz in der ,frberei und ,zeugdruckerei4 #g4 ,das ,anilinbraun 7,havannabraun7 stellt man nach de ,laire durch ,erhitzen eines ,gemenges von ,anilinviolett oder ,anilinblau mit salzsaurem ,anilin bis auf #bdj ,c4 dar1 bis die ,farbe der ,mischung in ,braun bergeht4 ,das so erhaltene ,braun ist in ,wasser1 ,alkohol und ,suren lslich und kann unmittelbar zum ,frben benutzt werden4 ,gewhnlich ist das1 was der ,frber unter dem ,namen ,anilinbraun erhlt1 zu hoch erhitzte 7verbrannte7 ,fuchsinschmelze4 ,ein anderes ,anilinbraun 7,bismarckbraun7 gewinnt man durch ,schmelzen von ,fuchsin mit salzsaurem ,anilin4 ,,ii4 ,carbolsurefarben4 ,sidenote3 ,farbstoffe aus ,carbolsure4 ,aus den bei #aej-bjj bergehenden ,antheilen des schweren ,steinkohlentheerls besteht die ,carbolsure 7,phenylsure1 ,phenol74 ,sie erscheint1 so wie sie von ,e4 ,seil in ,offenbach1 von ,c4 ,calvert u4 ,co4 in ,bradford und von ,ch4 ,lwe ,co4 in ,manchester in den ,handel geliefert wird1 als eine krystallinische ,masse1 die an der ,luft schwach gerthet wird1 bei #cd;,c4 schmilzt und bei #ahf siedet4 ,sie ist 7nach ,laurent's ,methode durch ,behandeln des schweren ,theerles mit ,alkalien dargestellt7 ein ,gemenge der drei homologen ,krper oder ,phenole3 ,carbolsure ,c#f;,h#f,o ,kresylsure ,c#g;,h#h,o ,phlorylsure ,c#h;,h#aj,o4 ,sie lst sich in #cc ,th4 ,wasser4 ,die ,calvert'sche ,carbolsure1 wie sie die ,farbenfabriken verwenden1 wird dargestellt1 indem man ein ,gemenge der ,laurent'schen ,sure mit ,wasser abkhlt4 ,bei #d ,c4 scheidet sich ,carbolsurehydrat ,c#f;,h#f,o ,h#b,o aus1 welches durch ,entziehung des ,wassers in reine ,carbolsure bergeht1 die bei #da schmilzt4 ,sie findet ausser als ,conservationsmittel 7von ,bauholz und ,eisenbahnschwellen7 auch als ,antisepticum z4 ,b4 zum ,einbalsamiren1 in der ,pergament- und ,darmsaitenfabrikation1 in den ,leimfabriken und als ,desinfectionsmittel fr ,aborte1 ,schlachthuser1 ,stlle1 ,kfige und zum ,ruchern von ,krankenzimmern und ,schiffsrumen etc4 etc4 ,anwendung4 ,aber wol #ej ,proc4 der gegenwrtig fabricirten ,carbolsure dienen zur ,darstellung folgender ,farbstoffe3 #a7 der ,pikrinsure1 #d7 des ,corallin1 #b7 des ,phenylbrauns1 #e7 des ,azulin4 #c7 des ,grnat soluble4 ,sidenote3 ,pikrinsure4 #a7 ,die ,pikrinsure 7,trinitrophenylsure7 ,c#f;,h#c7,,no#b7c,o1 durch die ,einwirkung von ,salpetersure auf ,carbolsure oder besser noch durch ,behandeln von krystallisirtem phenylschwefelsaurem ,natrium mit ,salpetersure erhalten1 ist eine aus gelben ,blttchen bestehende ,masse1 die sich schwer in kaltem ,wasser1 leicht in heissem ,wasser und in ,alkohol lst4 ,sie findet besonders zum ,gelbfrben und in ,verbindung mit ,anilingrn 7,jodgrn71 ,indig oder ,berlinerblau zum ,grnfarben der ,seide und ,wolle ,anwendung#afd4 #afd ,es ist in neuerer ,zeit vorgekommen1 dass anstatt der reinen 7nicht explosionsfhigen7 ,pikrinsure das ,natronsalz derselben 7von ,elberfeld aus7 unter dem ,namen ,pikrinsure und ,anilingelb in den ,handel gebracht worden ist und durch seine explodirenden ,eigenschaften zu grossen ,unglcksfllen ,veranlassung gegeben hat4 ,in ,frankreich stellt man jhrlich gegen #hj-ajj1jjj ,kilogr4 ,pikrinsure dar1 die indessen nicht nur zum ,frben1 sondern auch in namhafter ,menge zur ,bereitung des ,pikratpulvers 7vergl4 ,seite #afh7 ,verwendung findet4 ,von der mit der ,pikrinsure homologen ,trinitrokresylsure kommt das ,ammoniaksalz unter dem ,namen ,victoriaorange oder ,jaune anglais im ,handel vor4 ,pikrinsure giebt beim ,behandeln mit ,cyankalium die ,isopurpursure1 ,trinitrokresylsure die ,kresylpurpursure 7v4 ,sommaruga71 deren ,kalium- und ,ammonsalze das ,granatbraun bilden4 ,sidenote3 ,phnicienne4 #b7 ,die ,phnicienne oder das ,phenylbraun ist ein #ahfe von ,roth dargestellter und in der ,seiden- und ,wollfrberei angewendeter ,farbstoff1 welcher durch die ,einwirkung einer ,mischung von ,schwefelsure und ,salpetersure auf ,carbolsure sich bildet4 ,das ,phenylbraun ist ein amorphes ,pulver1 das ein ,gemenge aus zwei ,farbstoffen1 einem gelben 7nach ,p4 ,bolley ,dinitrophenol ,c#f;,h#d7,,no#b7b,o7 und einem schwarzbraunen1 den ,humuskrpern sich anreihenden1 sein soll4 ,sidenote3 ,granatbraun4 #c7 ,das ,grnat soluble oder ,granatbraun1 welches in neuester ,zeit von ,j4 ,casthelaz in ,paris als ,ersatzmittel der ,orseille in die ,frberei eingefhrt wurde1 ist nichts anderes als das vor lngerer ,zeit von ,hlasiwetz in ,wien entdeckte isopurpursaure ,kalium1 welches bei der ,einwirkung von ,cyankalium auf eine ,lsung von ,pikrinsure 7nach der von ,zulkowsky angegebenen ,gleichung7 auf folgende ,weise sich bildet3 ,c#f;,h#c7,,no#b7c,o #c,,kcn #b;,h#b,o ,pikrinsure ,cyankalium ,c#h;,h#d,,kn#e,o#f ,,nh#c ,k#b;,,co#c isopurpursaur4 ,ammoniak kohlensaures ,kalium ,kalium4 ,da das ,granatbraun bei schwacher ,reibung schon mit grosser ,heftigkeit explodirt1 so kommt es in ,teigform 7en pte7 in den ,handel4 ,zur ,verhtung des ,austrocknens des ,teiges ist derselbe mit etwas ,glycerin versetzt4 ,sidenote3 ,corallin4 #d7 ,das ,corallin 7oder ,paeonin71 ein scharlachrother ,farbstoff1 entsteht nach ,kolbe und ,r4 ,schmidt durch ,erhitzen eines ,gemenges von ,carbolsure1 ,oxalsure und ,schwefelsure1 bis die ,farbe sich gengend entwickelt hat2 nach beendigter ,reaction wscht man mit siedendem ,wasser1 um die berschssige ,sure zu entfernen2 die zurckbleibende ,substanz wird getrocknet und gepulvert und bei einer ,temperatur von #aej der ,einwirkung von ,ammoniak ausgesetzt4 ,in welcher ,beziehung das ,corallin zu der von ,runge im ,theer entdeckten ,rosolsure steht1 ist noch zu ermitteln4 ,nach den ,untersuchungen von ,h4 ,caro wren beide ,krper identisch4 ,die ,rosolsure ,c#bj;,h#af,o#c entstehe 7hnlich wie ,rosanilin aus ,anilin und ,toluidin sich bilde7 aus ,carbolsure und ,kresylsure nach folgender ,gleichung3 ,c#f;,h#f,o #b;,c#g;,h#h,o ,c#bj;,h#af,o#c #c;,h#b ,carbolsure4 ,kresylsure4 ,rosolsure4 ,sidenote3 ,azulin4 #e7 ,azulin 7,phenylblau74 ,erhitzt man ,corallin mit ,anilinl1 so erhlt man nach ,j4 ,persoz und ,guinon-,marnas einen blauen ,farbstoff1 welcher den ,namen ,azulin 7,azurin7 erhielt4 ,sidenote3 ,farbstoff direct aus ,nitrobenzol4 ,aus dem ,nitrobenzol direct hat man ebenfalls ,farbstoffe darzustellen versucht4 ,nach ,laurent und ,casthelaz erhlt man einen rothen ,farbstoff1 das ,erythrobenzin1 wenn man #ab ,th4 ,nitrobenzol1 #bd ,th4 ,eisenfeile und #f ,th4 ,salzsure #bd ,stunden lang bei gewhnlicher ,temperatur stehen lsst4 ,es bildet sich eine feste harzhnliche ,masse1 welche man mit ,wasser auszieht2 die ,lsung wird mit ,kochsalz gefllt4 ,die so erhaltene ,farbe ist zum ,drucken und ,frben anwendbar und soll das ,fuchsin zu ersetzen 787 im ,stande sein4 ,,iii4 ,naphtalinfarben4 ,sidenote3 ,naphtalin4 ,das ,naphtalin ,c#aj;,h#h ward #ahbj von ,garden im ,steinkohlentheer entdeckt und spter von ,faraday1 ,a4 ,w4 ,hofmann1 ,m4 ,ballo u4 ,a4 nher untersucht4 ,nach ,berthelot kann man es synthetisch darstellen1 indem man in dem ,benzol #b ,at4 ,wasserstoff durch #b ,at4 ,acetylen 7,c#b;,h#b7 ersetzt3 ,c#f;,h#f - #b;,h #b;,c#b;,h#b ,c#f;,h#d7;,c#b;,h#b7b ,benzol ,acetylen ,c#aj;,h#h ,naphtalin ,das ,naphtalin erscheint in sehr dnnen rhombischen ,blttchen von eigenthmlichem1 etwas an ,storax erinnerndem ,geruche und brennendem ,geschmacke1 die nach dem ,schmelzen und ,erstarren blendendweisse krystallinische ,massen von #a1aea spec4 ,gew4 bilden4 ,es schmilzt zwischen #gi und #hj und siedet bei #baf und #bah;,c4 ,durch die ,einwirkung von ,salpetersure geht es in die ,phtalsure ber1 die je nach ,umstnden durch ,abspalten von ,kohlensure entweder in ,benzol oder in ,benzosure#afe bergefhrt werden kann3 ,greek3 a7 ,c#h;,h#f,o#d - #b;,,co#b ,c#f;,h#f ,phtalsure ,benzol2 ,greek3 b7 ,c#h;,h#f,o#d - ,,co#b ,c#g;,h#f,o#b ,phtalsure ,benzosure4 #afe ,die ,benzosure1 die gegenwrtig in erstaunlicher ,menge zur ,herstellung gewisser ,theerfarben und anderer chemisch-technischen ,prparate consumirt wird1 stammt nicht mehr aus dem ,benzoharze1 sondern ist entweder ein ,umsetzungsprodukt der ,hippursure des ,pferdeharnes oder ein ,abkmmling des ,naphtalins4 ,die ,naphtalin-,benzosure lsst sich auf zweierlei ,weise darstellen1 entweder dadurch1 #a7 dass man das ,naphtalin in ,phtalsure berfhrt und dieselbe durch ,erhitzen mit ,kalk in ,calciumbenzoat berfhrt1 aus welchem man durch ,salzsure die ,benzosure abscheidet2 oder #b7 indem man die ,phtalsure in ,phtalimid ,c#h;,h#e,,no#b berfhrt1 letzteres durch ,destillation mit ,kalk in ,benzonitril ,c#g;,h#e,n umwandelt und das ,benzonitril durch ,kochen mit ,natronlauge in ,natriumbenzoat umsetzt1 aus dessen ,lsung die ,benzosure durch ,salzsure gefllt wird4 ,beachtenswerth ist ausserdem das von ,merz 7#ahfh7 aus ,cyannaphtyl abgeleitete ,benzosure-,surrogat1 die ,naphtosure von der ,formel ,c#aa;,h#h,o#b 7,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfh u4 #ahgj74 ,zwischen den ,abkmmlingen des ,benzols und des ,naphtalins findet grosse ,analogie statt und zwar nicht nur in ,bezug auf ,zusammensetzung und ,reactionen1 sondern auch hinsichtlich der physikalischen und chemischen ,eigenschaften4 ,die ,analogie in der ,zusammensetzung ergiebt sich aus folgender ,zusammenstellung3 ,benzol 7,phenylhydrr7 ,c#f;,h#f ,nitrobenzol ,c#f;,h#e7,,no#b7 ,anilin ,c#f;,h#g,n ,rosanilin ,c#bj;,h#ai,n#c ,naphtalin 7,naphtylhydrr7 ,c#aj;,h#h ,nitronaphtalin ,c#aj;,h#g7,,no#b7 ,naphtylamin ,c#aj;,h#i,n ,base des ,naphtalinroth ,c#cj;,h#ba,n#c4 ,die dem ,anilin entsprechende ,base1 das ,naphtylamin ,c#aj;,h#i,n wird genau so wie das ,anilin aus dem ,benzol dargestellt1 indem man das ,naphtalin mit einem ,gemische von concentrirter ,schwefelsure und ,salpetersure in ,nitronaphtalin berfhrt und dieses nach dem ,bchamp'schen ,verfahren 7vergl4 ,seite #fei7 zu ,naphtylamin reducirt4 ,wie ,m4 ,ballo 7#ahgj7 gezeigt hat1 kann man das ,naphtylamin aus der mit ,eisen und ,essigsure reducirten ,masse sehr leicht mit ,wasserdmpfen berdestilliren4 ,das ,naphtylamin krystallisirt in weissen ,nadeln1 schmilzt bei #ej und siedet bei etwa #cjj4 ,es schmeckt scharf und bitter und ist fast unlslich in ,wasser4 ,das ,naphtylamin dient zur ,darstellung folgender ,farbstoffe3 #a7 des ,martiusgelb2 #c7 des ,naphtalinvioletts und #b7 des ,magdalaroth2 #d7 des ,naphtalinblau4 ,sidenote3 ,martiusgelb4 #a7 ,das ,martiusgelb 7,manchestergelb1 ,naphtalingelb1 ,jaune d'or7 ist die ,calcium- oder ,natriumverbindung der ,binitronaphtalinsure 7,c#aj;,h#f7,,no#b7b,o71 die man erhlt1 indem man zu einer ,lsung von salzsaurem ,naphtylamin ,natriumnitrit setzt1 bis alles ,naphtylamin in ,diazonaphtol bergegangen ist4 ,die ,flssigkeit1 welche salzsaures ,diazonaphtol enthlt1 wird mit ,salpetersure gemischt und bis zum ,sieden erhitzt4 ,die ,binitronaphtylsure scheidet sich dabei in kleinen gelben ,nadeln aus4 ,die ,umwandlung des ,naphtylamins in ,binitronaphtylsure 7,binitronaphtol7 lsst sich durch folgende ,gleichungen ausdrcken3 ,greek3 a7 ,c#aj;,h#i,n ,,hno#b #b;,h#b,o ,c#aj;,h#f,n#b ,naphtylamin ,diazonaphtol2 ,greek3 b7 ,c#aj;,h#f,n#b #b;,,hno#c #b,n ,h#b,o ,diazonaphtol ,c#aj;,h#f7,,no#b7b,o ,binitronaphtylsure4 ,wie ,m4 ,ballo gezeigt1 kann indessen letztere ,sure direct durch die ,einwirkung von ,salpetersure auf ,naphtylamin sich bilden4 ,das ,martiusgelb frbt ,wolle und ,seide in allen ,tnen vom hellen ,citronengelb bis tief ,goldgelb ohne ,mordant4 ,mit #a ,kil4 der trocknen ,calcium- oder ,natriumverbindung1 kann man gegen #bjj ,kil4 ,wolle noch in schnem ,gelb ausfrben4 ,eine ,haupteigenschaft des ,martiusgelb ist1 dass es sich auch dmpfen lsst1 whrend die ,pikrinsure mit den ,wasserdmpfen sich verflchtigt4 ,in ,england findet es hufig ,anwendung zum ,nanciren von ,magenta4 ,sidenote3 ,magdalaroth4 #b7 ,das ,magdalaroth 7,naphtalinroth7 ,c#cj;,h#ba,n#c1 von ,schiendl in ,wien #ahfg entdeckt und von ,durand1 ,ch4 ,kestner1 ,a4 ,w4 ,hofmann u4 ,a4 nher untersucht1 entsteht aus dem ,naphtylamin1 indem von #c ,mol4 desselben #c ,wasserstoffmolekle sich abspalten3 #c;,c#aj;,h#i,n - #c;,h#b ,c#cj;,h#ba,n#c ,naphtylamin ,magdalaroth4 ,im ,grossen zerfllt die ,darstellung des ,magdalaroth in zwei ,phasen4 ,in der ersten geht das ,naphtylamin durch die ,einwirkung von salpetriger ,sure in ,azodinaphtyldiamin ber ,greek3 a7 #b;,c#aj;,h#i,n ,,hno#b #b;,h#b,o ,c#bj;,h#ae,n#c ,naphtylamin ,azodinaphtyldiamin2 ,in der zweiten ,phase1 in welcher man das ,azodinaphtyldiamin mit ,naphtylamin behandelt1 bildet sich ,magdalaroth3 ,greek3 b7 ,c#bj;,h#ae,n#c ,c#aj;,h#i,n ,c#cj;,h#ba,n#c ,azodinaphtyldiamin ,naphtylamin ,magdalaroth4 ,,nh#c ,das ,magdalaroth indessen1 wie es im ,handel in ,form eines schwarzbraunen1 undeutlich krystallinischen ,pulvers vorkommt1 ist das ,chlorid einer ,base von obengenannter ,zusammensetzung4 ,an ,frbekraft steht das ,magdalaroth dem ,fuchsin nicht nach1 bertrifft es aber durch seine bemerkenswerthe ,bestndigkeit4 ,mit ,jodmethyl und ,jodthyl liefert das ,naphtalinroth violette und blaue ,farbderivate4 ,sidenote3 ,naphtalinblau und ,naphtalinviolett4 #c7 und #d7 ,violette und blaue ,naphtalinfarbstoffe lassen sich auf verschiedene ,weise erzeugen1 so durch ,phenyliren1 ,naphtyliren1 ,methyl- und ,aethyliren von ,magdalaroth1 ferner durch ,behandeln von ,naphtylamin mit ,quecksilbernitrat 7,wilder71 durch ,substitution von ,wasserstoff in dem ,anilin und ,toluidin durch ,naphtyl ,c#aj;,h#g 7,j4 ,wolff1 der bereits #ahfg auf diese ,weise prchtiges ,naphtylblau erhalten hat71 aus ,rosanilin und ,monobromnaphtalin1 so wie aus ,rosanilin und ,naphtylamin 7,m4 ,ballo74 ,blumer-,zweifel einerseits und ,a4 ,kielmeyer andererseits haben endlich in neuester ,zeit ,naphtylaminviolett auf ,baumwolle und leinenem ,stoff durch ,behandeln von ,naphtylamin auf dem ,stoffe selbst mit ,kupferchlorid1 ,kaliumchlorat1 kurz mit allen jenen ,agentien erzeugt1 durch die man ,anilinschwarz 7vergl4 ,seite #ffc7 hervorzurufen im ,stande ist#aff4 #aff ,es liegt auf der ,hand1 dass man durch ,combinationen von geeigneten ,anilin-1 ,naphtyl- und ,cetylverbindungen die verschiedensten ,arten von ,blau und ,violett darstellen kann1 so wurden 7durch die von ,j4 ,wolff in gleicher ,richtung ausgefhrten ,arbeiten angeregt7 bei ,laboratoriumversuchen bereits im ,sommer #ahfg blaue ,farbstoffe erhalten #a7 aus ,fuchsin und ,naphtylbromr2 #b7 aus ,fuchsin und ,cetylbromr2 #c7 aus ,naphtylaminfuchsin mit ,anilinl2 #d7 aus ,cetylaminfuchsin mit ,anilinl2 #e7 aus ,naphtylaminfuchsin mit ,cetylamin2 #f7 aus ,cetylaminfuchsin mit ,naphtylamin4 ,,iv4 ,anthracenfarben4 ,sidenote3 ,anthracenfarben4 ,das ,anthracen 7,paranaphtalin1 ,photen7 ,c#ad;,h#aj1 im ,kohlentheer in der ,menge von #j1ge-a1j ,proc4 sich findend1 wurde im ,jahre #ahca von ,j4 ,dumas entdeckt und im ,jahre #ahfi zuerst von ,c4 ,graebe und ,c4 ,liebermann zur ,fabrikation von ,anthracenroth 7knstlichem ,alizarin7 angewendet4 ,das ,anthracen kommt in den letzten ,produkten der ,destillation des ,steinkohlentheers vor und findet sich vorzugsweise in den zuletzt bergehenden dickflssigen ,produkten1 die unter dem ,namen ,green ,grease frher in ,england als ,schmiermittel vielfach ,anwendung fanden4 ,das ,green ,grease besteht aus schweren ,oelen1 etwas ,naphtalin und etwa #bj ,proc4 ,anthracen2 durch ,centrifugiren und starkes ,pressen erhlt man ,rohanthracen 7mit #fj ,proc4 ,reingehalt71 welches man durch ,behandeln mit ,petroleumnaphta in der ,wrme1 ,centrifugiren1 ,schmelzen und ,sublimation in reines ,anthracen berfhrt4 ,das ,anthracen erscheint in kleinen1 geruch- und geschmacklosen1 weissen ,blttchen1 die bei #bae schmelzen und bei hherer ,temperatur unzersetzt berdestilliren1 sich wenig in ,alkohol und ,benzol1 leichter in ,schwefelkohlenstoff lsen1 mit ,pikrinsure eine in rubinrothen ,krystallen auftretende ,verbindung bilden1 durch die ,einwirkung oxydirender ,mittel in ,anthrachinon 7,oxanthracen1 ,oxyphoten7 ,c#ad;,h#h,o#b bergehen1 welches letztere auf ,umwegen in ,alizarin ,c#ad;,h#h,o#d bergefhrt wird4 ,nach der ursprnglichen ,methode der ,darstellung des ,alizarins wurde das durch oxydirende ,agentien wie ,salpetersure aus dem ,anthracen erhaltene ,anthrachinon ,c#ad;,h#h,o#b durch ,bromiren in ,bibrom-,anthrachinon ,c#ad;,h#f;,br#b,o#b bergefhrt und letzteres durch ,erhitzen mit ,aetzkali als ,aetznatron bei einer ,temperatur von #ahj-bjj ,c4 in ,alizarin-,kalium umgewandelt1 aus welchem man dann mit ,salzsure das ,alizarin ausfllte3 ,greek3 a7 ,c#ad;,h#f;,br#b,o#b #d,,koh ,c#ad;,h#f,k#b,o#d ,bibrom-,anthrachinon ,alizarin-,kalium4 #b;,br,k #b;,h#b,o ,greek3 b7 ,c#ad;,h#f,k#b,o#d #b;,cl,h ,c#ad;,h#h,o#d #b;,cl,k ,alizarin-,kalium ,alizarin4 ,gegenwrtig stellt man das ,alizarin aus dem ,anthrachinon dar1 indem man dasselbe durch ,behandeln mit ,schwefelsure von #a1hd spec4 ,gew4 bei einer ,temperatur von #bfj zunchst in ,sulfosure berfhrt1 diese ,sure hierauf mit ,calciumcarbonat neutralisirt1 die ,flssigkeit vom ,gyps abfiltrirt und dann mit ,kaliumcarbonat versetzt1 bis aller ,kalk ausgefllt ist4 ,die klare ,flssigkeit wird zur ,trockne abgedampft und die erhaltene ,salzmasse durch ,erhitzen mit ,aetzkali in ,alizarin-,kalium bergefhrt1 aus welchem das ,alizarin durch ,suren gefllt wird4 ,nach einem anderen ,verfahren umgeht man die ,bildung des ,anthrachinons und verwendet direct ,anthracen1 welches man durch ,erhitzen mit concentrirter ,schwefelsure in ,anthracensulfosure ,c#bh;,h#ah,,sh#d,o#c berfhrt4 ,diese ,sulfosure wird mit ,wasser verdnnt und mit gewissen ,oxydationsmitteln 7,braunstein1 ,bleisuperoxyd1 ,chromsure1 ,salpetersure7 behandelt4 ,die saure ,flssigkeit wird durch ,versetzen mit ,calciumcarbonat von der freien ,schwefelsure und bei ,anwendung von ,braunstein1 auch von dem ,mangan befreit und die oxydirte ,sulfosure in ,form von ,kaliumsalz mit ,aetzkali erhitzt1 wodurch sich1 wie oben1 ,alizarin-,kalium bildet4 -- ,es unterliegt keinem ,zweifel nicht nur1 dass das ,anthracen auch noch auf andere ,weise in ,alizarin bergefhrt werden kann1 sondern auch1 dass es gelingen wird1 aus anderen ,kohlenwasserstoffen des ,kohlentheers 7,benzol1 ,toluol1 ,naphtalin7 ,anthracen und ,anthracenroth darzustellen4 ,die fabrikmssige ,herstellung des knstlichen ,alizarins1 um welche sich ausser den ,entdeckern ,graebe und ,liebermann noch ,j4 ,gessert in ,elberfeld1 ,brnner und ,gutzkow in ,frankfurt a_/,m41 ,brning in ,hchst1 ,greiff in ,cln1 ,perkin in ,london u4 a4 m4 ,verdienste erworben haben1 bildet eines der schnsten ,bltter in der ,geschichte der chemischen ,technologie und wird voraussichtlich nach einer ,reihe von ,jahren dem ,krappbau und der ,garancinfabrikation eine tdtende ,concurrenz bereiten4 ,vor der ,hand ist aber das ,anthracenroth gegen den ,krappfarbstoff noch nicht concurrenzfhig4 ,v4 ,farbstoffe aus ,cinchonin4 ,sidenote3 ,farben aus ,cinchonin4 ,an die aus ,theerbestandtheilen erhaltenen ,farben schliessen sich unmittelbar die aus gewissen ,alkaloden1 namentlich aus dem bei der ,chininfabrikation in grosser ,menge abfallenden ,cinchonin an4 ,das ,cinchonin wird mit berschssigem ,natronhydrat destillirt1 wobei etwa #fe ,proc4 rohes ,chinolin 7,chinolinl7 bergeht1 welches ein ,gemenge ist der drei homologen ,basen ,chinolin ,c#i;,h#g,n ,lepidin ,c#aj;,h#i,n ,kryptidin oder ,dispolin ,c#aa;,h#aa,n4 ,das ,lepidin macht den ,hauptbestandtheil aus4 ,erhitzt man das ,chinolinl mit ,jodamyl1 so bildet sich eine ,verbindung beider1 das ,amyllepidinjodr1 aus welchem durch ,behandeln mit ,natronlauge ein prchtigblauer ,farbstoff1 das ,cyanin oder ,lepidinblau 7,chinolinblau7 ,c#cj;,h#ci,n#b;,j entsteht4 ,letzteres bildet ,krystalle mit metallgrnem ,glanz und goldgelbem ,reflex1 die sich schwer im ,wasser1 leicht in ,alkohol lsen4 ,die ,bildung des ,cyanins lsst sich durch folgende ,gleichungen veranschaulichen3 ,greek3 a7 ,c#aj;,h#i,n ,c#e;,h#aa;,j ,c#ae;,h#bj,,nj ,lepidin ,jodamyl ,amyllepidinjodr4 ,greek3 b7 #b;,c#ae;,h#bj,,nj ,na,o,h ,c#cj;,h#ci,n#b;,j ,na,j ,h#b,o ,amyllepidinjodr ,cyanin4 ,b4 ,die im ,pflanzen- und ,thierkrper vorkommenden ,farbstoffe4 ,rothe ,farbstoffe4 ,sidenote3 ,rothe ,farbstoffe4 ,krapp4 ,der ,krapp ist die ,wurzel der ,frberrthe 7,rubia tinctorum in ,sd-1 ,mittel- und ,westeuropa1 ,r4 peregrina im ,orient1 ,r4 mungista 7,mungeet7 in ,ostindien und in ,japan71 einer im sdlichen ,europa und in ,asien wachsenden ausdauernden ,pflanze4 ,die ,wurzel ist #aj-be ,centimeter lang1 wenig stig und etwas strker als ein ,federkiel4 ,sie ist mit einer braunen ,decke berzogen1 innerlich aber von gelbrother ,farbe4 ,sie kommt theils von der ,rinde und den ,wurzelfasern befreit1 theils gemahlen in den ,handel4 ,im gemahlenen ,zustande erscheint sie als ein grobes1 rothgelbes1 stark und eigenthmlich riechendes ,pulver1 das sorgfltig gegen ,luft- und ,lichteinwirkung geschtzt1 aufbewahrt werden muss4 ,die beste ,sorte des ,krapps ist die aus der ,levante 7,smyrna1 ,cypern71 die unter dem ,namen ,lizari oder ,alizari ungemahlen in den ,handel kommt4 ,der hollndische ,krapp ist geschlt oder beraubt1 wenn man mittelst der ,mhlbeutel die ,schale der ,rinde und zuweilen selbst den inneren ,theil entfernt hat4 ,ungeschlt und unberaubt wird er genannt1 wenn er gemahlen worden ist1 ohne die ,schale der ,rinde zu entfernen4 ,am hufigsten findet sich ,krapp aus dem ,elsass 7,strassburg1 ,hagenau1 ,geisselbrunn7 und der ,provence 7,avignon74 ,unter dem ,mullkrapp versteht man die schlechteste ,sorte ,krapp aus ,staub und ,abfall bestehend4 ,die ,krappwurzel enthlt ausser den ,farbstoffen auch noch ,zucker in namhafter ,menge#afg4 ,whrend man ehedem in dem ,krapp nicht weniger als fnf ,farbstoffe annahm1 scheint aus neueren ,untersuchungen hervorzugehen1 dass diese ,wurzel im frischen ,zustande nur zwei ,farbstoffe1 die ,ruberythrinsure 7frher ,xanthin genannt7 und das ,purpurin enthlt4 ,erstere ,sure zerfllt unter dem ,einflusse einer eigenthmlichen1 in dem ,krapp enthaltenen stickstoffhaltigen ,substanz 7nach ,rochleder7 in den eigentlichen ,farbstoff des ,krapps1 in das ,alizarin und in ,zucker3 ,c#bj;,h#bb,o#aa ,c#ad;,h#h,o#d ,c#f;,h#ab,o#f ,h#b,o ,ruberythrinsure ,alizarin ,zucker4 #afg ,w4 ,stein 7#ahfi7 fand in frischer ,krappwurzel bis zu #h ,proc4 ,rohrzucker4 ,nach den ,untersuchungen von ,graebe und ,liebermann ist das ,alizarin ein ,derivat des ,anthracens ,c#ad;,h#aj und hat die ,formel ,c#ad;,h#h,o#d4 ,den genannten ,chemikern ist es neuerdings 7#ahfi7 gelungen1 ,anthracen knstlich in ,alizarin 7vergl4 ,seite #ffg7 berzufhren4 ,das ,alizarin ist von gelber ,farbe1 wird aber durch ,alkalien und ,erden roth gefrbt4 ,ausserdem findet sich in dem ,krapp noch ein rother ,krper1 das ,purpurin oder ,rubiacin 7welches die ,formel ,c#ad;,h#h,o#e hat71 das fr sich ohne ,frbevermgen1 aber in ,verbindung mit ,alizarin den ,frbeprocess untersttzt4 ,sidenote3 ,krapplack4 ,sidenote3 ,krappblumen4 ,sidenote3 ,azale4 ,krapplack ist eine ,verbindung von ,alizarin und ,purpurin mit basischen ,thonerdesalzen2 um ihn darzustellen1 zieht man ausgewaschenen ,krapp mit einer ,alaunlsung aus und schlgt die ,flssigkeit durch ,natriumcarbonat oder durch ,borax nieder1 worauf der ,niederschlag ausgewaschen und getrocknet wird4 ,die ,krappblumen 7fleur de garance7 erhlt man durch ,auswaschen und ,ghrenlassen des gemahlenen ,krapps2 sie werden ebenso wie der ,krapp angewendet1 vor welchem sie den ,vortheil besitzen1 dass sie durch ,erniedrigung der ,temperatur des ,frbebades nicht an ,frbevermgen einbssen4 ,das ,waschen des ,krapps scheint demnach die ,entfernung derjenigen ,substanz 7einer ,pektinsubstanz87 zu bewirken1 welche unter den letzteren ,umstnden unlslich wird4 ,indem man die ,krappblumen mit siedendem ,holzgeist extrahirt1 den ,auszug filtrirt und ihm destillirtes ,wasser zusetzt1 erhlt man einen reichlichen gelben ,niederschlag1 der mit ,wasser ausgewaschen und getrocknet wird4 ,er fhrt den ,namen ,azale 7von azala1 einer arabischen ,bezeichnung des ,krapps7 und ist von ,frankreich aus zum ,frben vorgeschlagen worden4 ,wahrscheinlich ist dieser ,krper nichts anderes als rohes ,alizarin4 ,letzterer ,krper1 durch ,extraction von ,krapp oder ,garancin erhalten1 kommt seit einigen ,jahren unter dem ,namen ,pincoffin in den ,handel4 ,sidenote3 ,garancin4 ,sidenote3 ,garanceux4 ,das ,garancin 7sogenannte ,krappkohle7 ist ein ,prparat aus ,krapp1 welches die bei der ,frberei wirkenden ,bestandtheile in einer concentrirteren und leichter ausziehbaren ,gestalt enthlt4 ,um es darzustellen1 bergiesst man fein gemahlenen1 mit ,wasser befeuchteten ,krapp mit #a_/b ,th4 concentrirter ,schwefelsure und #a ,th4 ,wasser1 erhitzt das ,gemisch ungefhr eine ,stunde lang bis auf #ajj1 befreit darauf die ,masse durch ,auswaschen von aller ,sure1 presst und trocknet sie4 ,durch die ,schwefelsure werden die der ,frberei hinderlichen ,substanzen des ,krapps zerstrt und durch das darauf folgende ,auswaschen entfernt1 whrend die ,farbstoffe mit zum ,theil verkohlten organischen ,substanzen zurckbleiben4 ,im ,durchschnitt kann man annehmen1 dass #c-d ,th4 ,krapp durch #a ,th4 ,garancin ersetzt werden knnen4 ,da der ,krapp beim ,ausfrben seine ,farbstoffe nicht vollkommen verliert1 so trennt man die ,rckstnde durch ,filtriren von der ,flssigkeit1 und behandelt dieselben mit #a_/c ihres ,gewichtes englischer ,schwefelsure4 ,die ,masse wird dann ebenso wie die ,garancine ausgewaschen und getrocknet4 ,sie heisst ,garanceux und steht selbstverstndlich der ,garancine an ,frbevermgen nach4 ,sidenote3 ,colorin4 ,die im ,handel unter dem ,namen ,colorin vorkommende ,substanz ist das weingeistige und zur ,trockne verdunstete ,extract des ,garancins und besteht wesentlich aus ,alizarin1 mit ,purpurin1 ,fett und anderen in ,weingeist lslichen ,bestandtheilen des ,krapps verunreinigt4 ,seit einigen ,jahren stellt ,e4 ,kopp die technisch reinen ,farbstoffe aus dem ,krapp durch ,ausziehen mit einer wssrigen ,lsung von schwefliger ,sure dar4 ,diese ,prparate1 welche bereits grosse ,verbreitung gefunden haben1 werden unterschieden als grnes ,alizarin 7,alizarine verte71 welches in der ,menge von #c ,proc4 aus dem ,elsasser ,krapp erhalten wird und neben dem ,alizarin noch einen grnen harzigen ,stoff enthlt1 als gelbes ,alizarin 7,alizarine jaune71 von welchem dieser grne ,stoff getrennt wurde1 als ,purpurin und als ,krappblumen4 ,das ,frbevermgen des ,purpurins betrgt das #aj;fache des ,krapps1 das grne und gelbe ,alizarin das #cb-cf;fache des ,krapps4 ,im ,grossen erhlt man aus gutem ,krapp ,purpurin #a1ae ,proc4 ,grnes ,alizarin #b1ej ,gelbes ,alizarin #j1cb ,krappblumen #ci1jj ,sidenote3 ,rothholz4 ,mit dem ,namen ,roth- oder ,brasilienholz bezeichnet man mehrere in der ,rothfrberei angewendete ,hlzer der ,gattung ,caesalpinia4 ,die beste ,sorte ist das ,fernambukholz von ,caesalpinia brasiliensis s4 crista1 das auswendig gelbbraun1 inwendig hellroth1 schwer und ziemlich hart ist4 ,es fhrt den ,namen von der ,stadt ,fernambuco in ,brasilien1 in deren ,nhe es hufig wchst4 ,es kommt ganz und gemahlen in den ,handel4 ,eine schlechtere ,sorte ist das ,sapanholz 7,c4 ,sapan71 welches in ,japan wchst2 noch weniger ,werth hat das ,lima- oder ,nicaraguaholz oder ,bois de ,ste4 ,marthe 7,c4 echinata7 und das ,brasiletholz 7,c4 vesicaria74 ,in allen diesen ,hlzern findet sich der ,farbstoff ,brasilin 7nach ,bolley von der ,formel ,c#dd;,h#dj,o#ad #c;,h#b,o71 ein in farblosen1 kleinen ,nadeln krystallisirender ,krper1 dessen wsserige ,lsung an der ,luft1 besonders schnell beim ,sieden und bei ,gegenwart von ,alkalien ins ,carmoisinrothe bergeht4 ,in der ,frberei wird vermittelst des ,rothholzes eine schne rothe1 aber keineswegs dauerhafte ,farbe erzeugt#afh4 ,ausserdem gebraucht man es zur ,darstellung des ,kugellackes1 obgleich es in dieser ,hinsicht hufig durch die rothen und violetten ,theerfarbstoffe ersetzt wird4 #afh ,man benutzt das ,rothholz zur ,fabrikation der rothen ,tinte4 ,man nimmt dazu #bej ,grm4 ,rothholz1 #cj ,grm4 ,alaun1 #cj ,grm4 ,cremor tartari mit #b ,liter ,wasser1 kocht die ,flssigkeit bis auf #a ,liter ein und setzt darauf zu der durchgegossenen ,flssigkeit #cj ,grm4 arabisches ,gummi und #cj ,grm4 weissen ,candiszucker4 ,eine noch schnere und haltbarere ,tinte erhlt man1 indem man #b ,decigramme 7#d ,gran7 ,carmin in #a ,loth ,aetzammoniakflssigkeit lst1 und dazu eine ,lsung von #a ,grm4 7#ah ,gran7 arabischem ,gummi in #c ,loth ,wasser setzt4 ,gegenwrtig stellt man hufig die rothe ,tinte aus mit arabischem ,gummi und etwas ,alaun versetzten ,fuchsinlsungen oder durch ,lsen von ,aurin 7einer ,variett von ,rosolsure7 in ,natriumcarbonat dar4 ,sidenote3 ,santelholz4 ,das ,santelholz 7,kaliaturholz7 kommt als gelbes und rothes im ,handel vor4 ,das rothe stammt von ,pterocarpus ,santalinus1 einem auf ,ceylon und in ,ostindien wachsenden ,baume4 ,man fhrt es in gespaltenen ,scheiten von gradfaserigem ,gefge und dunkelrother1 innen hellerer ,farbe ein4 ,der in dem ,santelholz enthaltene ,farbstoff ist harzartiger ,natur und fhrt den ,namen ,santalin4 ,nach einer #ahfi von ,h4 ,weidel ausgefhrten ,untersuchung findet sich in ,santelholz ein farbloser ,krper1 das ,santal ,c#h;,h#f,o#c1 welche durch ,oxydation in ,santalin berzugehen scheint4 ,man benutzt das ,santelholz zu gefrbten ,lacken1 zur ,mbelpolitur1 zur ,erzeugung von ,braun in der ,wollenfrberei1 zum ,rothfrben des ,leders1 zu ,zahnpulver u4 s4 w4 ,der gleiche ,farbstoff findet sich in dem sogenannten ,barwood- oder ,camholz1 das von ,baphia nitida1 einem in ,afrika wachsenden ,baume stammt4 ,dieses ,holz soll #bc ,proc4 ,santalin enthalten1 whrend das ,santelholz nur #af ,proc4 enthlt4 ,sidenote3 ,safflor4 ,der ,safflor besteht aus den getrockneten ,blumenblttern der ,safflorpflanze1 ,frbedistel 7,carthamus tinctorius71 eines distelartigen ,gewchses 7aus der ,familie der ,synantheren71 das in ,ostindien1 ,aegypten1 in den sdlichen ,lndern ,europas1 zum ,theil auch in ,deutschland angebaut wird4 ,der ,safflor enthlt einen rothen1 in ,wasser unlslichen 7,carthamin7 und einen gelben1 in ,wasser lslichen ,farbstoff4 ,je reiner der ,safflor von ,samen1 ,spreu u4 s4 w41 je dunkler feuerroth die ,farbe1 desto besser ist er4 ,das ,carthamin 7,c#ad;,h#af,o#g7 oder ,rouge vgtale wird auf folgende ,weise dargestellt3 ,man zieht den ,safflor mit einer sehr verdnnten ,lsung von ,natriumcarbonat aus1 taucht in die ,lsung ,streifen von ,baumwolle und neutralisirt das ,alkali mittelst ,essigs oder verdnnter ,schwefelsure4 ,die roth gefrbten ,streifen werden darauf ausgewaschen1 mit einer ,lsung von ,natriumcarbonat ausgezogen und diese mit einer ,sure gefllt4 ,der so erhaltene ,niederschlag wird ausgewaschen und auf ,tellern getrocknet 7,teller- oder ,tassenroth74 ,das ,carthamin erscheint in dnnen ,rinden1 die im auffallenden ,lichte goldgrn1 im durchgehenden roth aussehen4 ,das durch wiederholtes ,auflsen und ,niederschlagen gereinigte ,carthamin fhrt den ,namen ,safflorcarmin4 ,das ,carthamin wird mit gepulvertem ,talk gemengt1 als rothe ,schminke angewandt4 ,der ,safflor wird in der ,seidenfrberei benutzt4 ,die erzeugte rothe ,farbe ist aber sehr vergnglich4 ,sidenote3 ,cochenille4 ,die ,cochenille oder ,nopal-,schildlaus besteht aus den getrockneten ,weibchen einer ,art ,schildlaus 7,coccus cacti71 die auf mehreren ,cacteenarten1 namentlich auf dem ,cochenille-,cactus 7der ,nopalpflanze71 wie auch auf ,cactus opuntia vorkommt1 theils auch in besonderen ,pflanzungen in ,mexico1 ,centralamerika1 ,algier1 auf dem ,kap der guten ,hoffnung etc4 gezchtet wird4 ,die mnnlichen ,thiere sind geflgelt1 die weiblichen ungeflgelt4 ,nach der ,begattung werden die weiblichen ,thiere eingesammelt1 was im ,jahre zweimal geschieht1 durch heisse ,wasserdmpfe oder durch die ,hitze eines ,backofens getdtet und getrocknet4 ,man unterscheidet im ,handel zwei ,sorten1 die feine ,cochenille oder ,mestica1 die vorzglich in ,mestek1 einer ,provinz von ,honduras an den cultivirten ,nopalpflanzen gesammelt wird1 und die ,wald- oder wilde ,cochenille1 die man vom wildwachsenden ,cactus sammelt2 letztere ,sorte ist geringer und findet minder hufige ,anwendung4 ,die ,cochenille erscheint in kleinen dunkelbraunrothen1 zusammengeschrumpften ,krnern1 an deren ,unterseite der ,bau der ,thiere noch einigermaassen erkannt werden kann4 ,zuweilen ist sie mit einem weisslichen ,staube bedeckt1 oft aber ist sie auch glnzend und schwarz4 ,dieser weisse ,ueberzug1 welchen man der ,cochenille sehr oft durch ,talk1 ,kreide oder ,bleiweiss giebt1 ist mikroskopischen ,untersuchungen zu ,folge1 das ,excrement des ,thieres und erscheint unter dem ,mikroskope als weisse1 gekrmmte ,cylinder von sehr gleichmssigem ,durchmesser4 ,in der ,cochenille findet sich eine eigenthmliche ,sure1 die ,carminsure1 die durch verdnnte ,schwefelsure und andere ,agentien in ,carminroth 7,carmin71 welches neben der ,carminsure schon fertig gebildet in der ,cochenille sich findet1 und ,dextrose sich spaltet3 ,c#ag;,h#ah,o#aj #c;,h#b,o ,c#aa;,h#ab,o#g ,c#f;,h#ab,o#f ,carminsure4 ,carminroth4 ,dextrose4 ,den ,carmin 7im technischen ,sinne7 stellt man dar1 indem man ,cochenille mit siedendem ,wasser auszieht1 die klar abgegossene ,lsung mit ,alaun versetzt und stehen lsst4 ,der sich absetzende ,niederschlag wird ausgewaschen und getrocknet4 ,oder indem man die gepulverte ,cochenille mit einer ,lsung von ,natriumcarbonat auszieht1 die ,flssigkeit mit ,eiweiss versetzt und sodann durch verdnnte ,suren fllt4 ,der ausgewaschene ,niederschlag wird bei #cj getrocknet4 ,er bildet eine vorzgliche ,sorte ,carmin2 die schlechteren ,sorten1 unter die auch der ,carminlack und die besseren ,kugellacke gehren1 bereitet man durch ,fllen eines alaunhaltigen ,cochenilleauszugs mit ,natriumcarbonat1 die um so geringer sind1 je mehr sie ,thonerde enthalten4 ,sidenote3 ,lac-,dye4 ,unter ,lac-,dye oder ,frbelack versteht man einen aus dem ,stock- oder ,krnerlack gezogenen rothen ,farbstoff1 mit welchem man fast eben so schn und dauerhaft als mit der ,cochenille frben kann4 ,die in ,ostindien vorkommende ,lackschildlaus 7,coccus lacca7 sticht in die ,zweige gewisser ,feigenbume1 die dadurch einen milchigen ,saft von sich geben1 der die ,thiere umgiebt und erhrtet4 ,das ,harz ist von dem in den ,thieren enthaltenen rothen ,farbstoff gefrbt4 ,man zieht den ,lac-,dye aus dem ,stocklack durch ,natriumcarbonat aus und fllt darauf mit ,alaun4 ,dieser ,farbstoff ist von dem der ,cochenille nicht sehr verschieden4 ,ebenso kommt mit demselben der von dem ,kermes 7,coccus ilicis71 von ,coccus polonicus 7,johannisblut7 und von ,coccus fabae berein4 ,letztere enthalten viel ,fett1 das durch ,auspressen zum ,theil entfernt werden kann4 ,sidenote3 ,orseille und ,persio4 ,unter ,orseille 7,archil71 ,persio und ,cudbear versteht man teigartige ,massen1 welche als rothe ,farbstoffe in den ,handel kommen4 ,man erhlt die ,orseille1 indem man mehrere ,flechten 7,rocella tinctora1 ,r4 fuciformis1 ,r4 ,montagnei1 ,usnea barbata1 ,u4 florida1 ,lecanora parella1 ,unceolaria scruposa1 ,ramalina calicaris1 ,gyrophora pustulata u4 s4 w47 in ein feines ,pulver verwandelt und das ,pulver mit ,harn angerhrt der ,fulniss berlsst4 ,das durch die ,fulniss des ,harnes entstandene kohlensaure ,ammoniak wirkt auf die in diesen ,flechten enthaltenen ,flechtensuren3 ,lecanorsure1 ,alpha- und ,betaorsellsure1 ,erythrinsure1 ,gyrophorsure1 ,evernsure1 ,usninsure etc4 ein1 und verwandelt diese stickstofffreien ,substanzen unter ,aufnahme oder ,austreten von ,wasser und meist unter ,abscheidung von ,kohlensure in ,orcin ,c#g;,h#h,o#b1 welches durch ,aufnahme von ,stickstoff und ,sauerstoff in das ,orcein ,c#g;,h#g,,no#c bergeht1 welches letztere als der wesentliche ,farbstoff der ,orseille zu betrachten ist4 ,letztere erscheint als rthlicher ,teig von eigenthmlich veilchenartigem ,geruche und alkalischem ,geschmacke4 ,die ,bereitung derselben geschah vor dem ,bekanntwerden der ,anilinfarben hauptschlich in ,england und ,frankreich aus ,flechten1 die theils auf den canarischen ,inseln1 zum ,theil auch auf den ,pyrenen gesammelt1 theils aber auch aus ,lima und ,valparaiso eingefhrt werden4 -- ,der ,persio1 ,cudbear oder rothe ,indig ist ziemlich dasselbe ,produkt wie die ,orseille4 ,er wurde frher in ,schottland aus den dortigen ,flechten dargestellt1 spter aber in grosser ,menge in ,deutschland 7,stuttgart71 ,frankreich und ,england fabricirt4 ,er erscheint als rthlich violettes ,pulver4 ,vor etwa zehn ,jahren kamen zwei ,orseilleprparate in den ,handel1 welche die ,orseillefarbstoffe im ,zustande grosser ,reinheit enthielten1 nmlich der ,orseillecarmin und der ,orseillepurpur 7poupre franaise74 ,seit dem ,emporblhen der ,theerfarbenindustrie haben die rothen und violetten ,flechtenfarbstoffe wenig ,bedeutung mehr4 ,sidenote3 ,weniger wichtige rothe ,farbstoffe4 ,rothe ,farbstoffe von untergeordneter ,bedeutung sind die ,alkannawurzel 7,anchusa tinctoria71 das ,drachenblut1 ein rothes ,harz von ,dracaena draco1 das ,harmalaroth aus den ,samen der ,steppenraute 7,peganum ,harmala71 das ,chicaroth oder ,carajuru aus den ,blttern der ,bignonia chica1 eines in ,venezuela wachsenden ,baumes und der ,purpurcarmin oder das ,murexid1 durch ,behandeln der ,harnsure mit oxydirenden ,mitteln wie mit ,salpetersure1 und dann mit ,ammoniak1 erhalten4 ,blaue ,farbstoffe4 ,sidenote3 ,blaue ,farbstoffe4 ,indig4 ,unter den blauen ,farbstoffen steht der ,indig oben an1 der zwar schon den ,rmern und ,griechen bekannt war und von denselben zum ,mahlen benutzt wurde1 aber erst seit der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts in ,europa zum ,frben ,anwendung fand4 ,der ,indig ist ein im ,pflanzenreiche sehr verbreiteter ,stoff4 ,in der bedeutendsten ,menge findet er sich in den ,blttern verschiedener ,arten der ,anilpflanze 7,indigofera7 aus der ,familie der ,papilionaceen4 ,ausserdem ist er enthalten im ,waid 7,isatis tinctoria71 im ,nerium tinctorium1 in der ,marsdenia tinctoria1 im ,polygonum tinctorium1 im ,asclepias tingens u4 s4 w4 ,der ,farbstoff des ,indigs ist als solcher nicht in der ,pflanze enthalten1 sondern bildet sich erst1 wenn der frisch ausgepresste ,saft der atmosphrischen ,luft ausgesetzt wird4 ,aus vielen ,untersuchungen geht hervor1 dass in der frischen ,pflanze der farblose ,farbstoff mit einer ,base1 mit ,kalk oder einem ,alkali verbunden1 enthalten ist4 ,nach ,schunck findet sich in der ,indigpflanze das ,indican1 welches sich durch ,ghrung1 so wie durch die ,einwirkung starker ,suren in ,indigblau und in eine eigenthmliche ,zuckerart1 das ,indiglycin spaltet nach der ,gleichung3 ,c#eb;,h#fb,n#b,o#cd #d;,h#b,o ,c#af;,h#aj,n#b,o#b ,indican4 ,indigblau4 #f;,c#f;,h#aj,o#f ,indiglycin4 ,der ,indig des ,handels wird in ,ost- und ,westindien1 in ,sd- und ,mittelamerika1 in ,aegypten u4 s4 w4 aus der ,anilpflanze dargestellt4 ,in ,ostindien erhlt man auch ,indigo aus ,nerium tinctorium4 ,zur ,gewinnung des ,indigs aus den ,anilpflanzen benutzt man hauptschlich folgende fnf ,arten3 ,indigofera tinctoria1 ,i4 anil1 ,i4 disperma1 ,i4 pseudotinctoria und ,i4 argentea4 ,die ,anilpflanze verlangt ein warmes ,klima und einen ,boden1 dessen ,lage vor ,ueberschwemmungen geschtzt ist4 ,nach gehriger ,entwickelung der ,pflanzen werden dieselben mit einer ,sichel dicht am ,boden abgeschnitten und darauf in die ,indigfabrik gebracht1 in der man den ,indig auf folgende ,weise darstellt3 ,gewhnlich sind an dem ,orte der ,fabrikation zwei grosse ,cisternen bereinander gemauert angebracht4 ,die ,pflanzen werden zuerst in die obere1 in die ,ghrungskpe 7,trempoire7 gebracht und darin mit kaltem ,wasser bergossen1 so dass das ,wasser einige ,zoll hoch ber den ,pflanzen steht4 ,hier gerathen die ,pflanzen in ,ghrung1 die unter ,entwickelung einer grossen ,menge ,gas und eines eigenthmlichen ,geruches vor sich geht4 ,die ,flssigkeit nimmt dabei erst eine grne und dann eine blaue ,farbe an4 ,bei einer ,temperatur von #cj ist die ,ghrung nach #ab-ae ,stunden beendigt4 ,darauf lsst man durch einen unten angebrachten ,hahn die ,flssigkeit in die zweite ,cisterne1 die ,schlagkpe 7,batterie7 ablaufen1 reinigt die erstere von den ausgezogenen ,pflanzen1 die man trocknet und als ,brennmaterial benutzt1 und legt sofort wieder frische ,pflanzen ein1 welche auf gleiche ,weise behandelt werden4 ,diese ,operation wird ohne ,unterbrechung bis zur ,beendigung der ,ernte fortgesetzt4 ,die in der ,schlagkpe befindliche ,flssigkeit ist klar1 von grnlich gelber ,farbe1 und enthlt den ,farbstoff aufgelst4 ,um ihn daraus abzusondern1 wird die ,flssigkeit mit ,stcken oder ,schaufeln umgerhrt4 ,der ,zweck dieses ,schlagens ist1 die ,indiglsung in vielfache ,berhrung mit der atmosphrischen ,luft zu bringen1 wodurch sich der ,indig blau frbt1 und ferner1 das ,abscheiden des gebildeten ,indigs zu befrdern4 ,das ,schlagen darf weder zu kurze1 noch zu lange ,zeit fortgesetzt werden4 ,so wie der ,arbeiter wahrnimmt1 dass die blauen ,farbetheilchen sich vereinigen und sich von der ,flssigkeit trennen1 so wird das ,umrhren eingestellt1 um dem ,farbstoffe ,zeit zu geben1 sich am ,boden der ,cisterne abzusetzen4 ,das ,niedersinken der ,farbetheilchen aus der ,flssigkeit befrdert man zuweilen durch ,kalilauge oder ,kalkwasser4 ,die ,menge des ausgeschiedenen ,indigs betrgt von #ajjj ,th4 ,flssigkeit #j1e-j1ge ,th4 ,wenn sich aller ,indig abgesetzt hat1 zapft man die darber stehende ,flssigkeit ab und bringt den breiartigen ,niederschlag in den sogenannten ,sammelkasten1 in welchem er von dem berschssigen ,wasser getrennt wird4 ,darauf wird der ,brei in ,pressbeutel gebracht1 um alles ,wasser abtropfen zu lassen1 und daraus in hlzerne ,kasten geschttet und getrocknet4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,indigs4 ,der im ,handel vorkommende ,indig ist von tiefblauer ,farbe1 mattem erdigen ,bruche und giebt beim ,reiben mit einem harten ,krper einen glnzend purpurrothen ,strich4 ,er enthlt ausser mineralischen ,bestandtheilen eine leimartige ,substanz 7,indigleim71 einen braunen ,krper 7,indigbraun71 einen rothen ,farbstoff 7,indigroth7 und den eigentlichen ,farbstoff1 das ,indigblau ,c#af;,h#aj,n#b,o#b4 ,nur der ,gehalt an letzterem bedingt seinen ,werth als ,farbematerial4 ,er betrgt von #bj bis #ge-hj ,proc41 im ,mittel etwa #dj-ej ,proc4 ,nach dem ,verfahren von ,dumas 7#ahfi7 kann man den ,indig durch ,digestion mit ,anilin reinigen1 wodurch das ,indigroth und das ,indigbraun aufgelst und entfernt werden4 ,sidenote3 ,indigprobe4 ,die ,gte und ,aechtheit des ,indigs erkennt man an seiner tiefblauen ,farbe1 ,leichtigkeit und seiner ,reinheit im ,bruche4 ,auf dem ,wasser muss er schwimmen und sich in demselben vllig zertheilen lassen1 ohne einen erdigen und sandigen ,bodensatz zu geben4 ,beim ,verbrennen darf er nur eine verhltnissmssig geringe ,menge weisser ,asche hinterlassen4 ,beim raschen ,erhitzen muss er einen purpurfarbenen ,dampf entwickeln und sich in rauchender ,schwefelsure vollstndig zu einer dunkelblauen ,flssigkeit auflsen4 ,denjenigen ,indig1 der beim ,reiben mit einem harten ,krper einen rthlichen kupferfarbenen ,schein annimmt1 nennt man gefeuerten ,indig 7,indigo cuivr74 ,um den ,indig genau zu prfen1 untersucht man zuerst seinen ,wassergehalt1 indem man eine gewogene ,menge desselben bei #ajj trocknet2 er darf dabei nicht mehr als #c-g ,proc4 verlieren4 ,um die ,menge der darin enthaltenen mineralischen ,bestandtheile zu erfahren1 verbrennt man ferner eine gewogene ,portion und wgt den ,rckstand1 der bei guten ,sorten #g bis #i1e ,proc4 betrgt4 ,sidenote3 ,chlorprobe4 ,sidenote3 ,probe durch ,reduction4 ,sidenote3 ,bolley's ,probe4 ,sidenote3 ,lindenlaub's ,probe4 ,sidenote3 ,penny's ,probe4 ,ein genaues ,resultat ber den ,gehalt einer ,indigsorte an ,indigblau kann man aber nur durch die sogenannte ,indigprobe erlangen4 ,am hufigsten bedient man sich der ,chlorprobe4 ,man lst dazu nach ,schlumberger eine gleiche ,menge zweier vergleichungsweise auf ihren ,werth zu untersuchender ,indigsorten in der #aj bis #ab;fachen ,menge ,nordhuser ,schwefelsure auf und setzt zu einer jeden ,lsung eine gleiche ,menge ,wasser4 ,zu einer jeden der verdnnten ,lsungen setzt man in einem ,cylinderglase so lange eine gemessene ,chlorkalklsung zu1 bis die blaue ,farbe des ,indigs verschwunden ist4 ,um einen ,schluss aus dieser ,probe auf den ,gehalt an reinem ,indigblau ziehen zu knnen1 stellt man vorher einen ,normalversuch mit einem1 durch ,sublimation aus dem ,indig gewonnenen ,indigblau an und berechnet aus den erhaltenen ,resultaten den eigentlichen ,werth der ,indigsorten4 ,auch mit ,kaliumpermanganat 7nach ,mohr und ,elbers7 lsst sich der ,werth des ,indigs bestimmen4 -- ,die genauesten ,resultate giebt folgendes von ,berzelius empfohlenes ,verfahren4 ,man nimmt #ajj ,gran des zu untersuchenden gepulverten ,indigs1 eine gleiche ,gewichtsmenge reinen gebrannten ,kalk und ein ,volumen ,wasser1 das ungefhr #bjj ,loth wiegt4 ,darauf lscht man den ,kalk mit einem ,theile dieses ,wasser1 rhrt das ,kalkhydrat und den ,indig zusammen1 und splt den ,brei mit dem brigen ,wasser in eine ,flasche4 ,nachdem die ,flasche einige ,stunden lang gestanden hat1 setzt man #bjj ,gran ,eisenvitriol hinzu und lsst den ,niederschlag sich absetzen4 ,von der darber stehenden ,flssigkeit zieht man ein ,volumen ab1 das dem vierten ,theil des angewendeten ,wassers entspricht1 vermischt die abgegossene ,flssigkeit mit etwas ,salzsure und setzt sie dann der ,luft aus1 bis der reducirte ,indig sich wieder in ,indigblau verwandelt und als solches abgeschieden hat4 ,es wird auf einem ,filter gesammelt1 ausgewaschen1 getrocknet und gewogen4 ,die erhaltene ,quantitt ist der vierte ,theil derjenigen ,menge1 die in #ajj ,gran des untersuchten ,indigs enthalten war4 ,nach ,fritzsche's vortrefflicher ,indigprobe1 welche ebenso wie die von ,berzelius auf einer ,reduction des ,indigblau und ,wiederoxydation des ,indigweiss beruht1 reducirt man den ,indig mit ,glycose 7,krmelzucker7 und ,aetzalkali4 ,nach ,bolley benutzt man zur ,indigprobe eine titrirte ,lsung von ,kaliumchlorat1 welche man zur ,auflsung einer gewogenen ,menge ,indig in ,schwefelsure die mit etwas ,salzsure versetzt worden ist1 setzt4 ,die angewandte ,menge der ,lsung von ,kaliumchlorat1 von welcher bekannt ist1 wie viel derselben #ajj ,th4 ,indigblau zu entfrben 7d4 h4 in ,isatin ,c#af;,h#aj,n#b,o#d berzufhren7 vermag1 giebt die ,menge des in dem ,indig enthaltenen ,indigblau an4 ,nach ,lindenlaub erhlt man noch genauere ,resultate1 wenn man sich zur ,zersetzung des ,kaliumchlorates der schwefligen ,sure bedient1 da hierbei nur das ,chlor des ,kaliumchlorates entfrbend wirkt1 whrend bei ,anwendung von ,salzsure auch deren ,chlor mitwirkt4 ,man lst #ajj ,gr4 krystallisirtes ,natriumcarbonat in #ejj ,gr4 ,wasser und sttigt die ,lsung mit schwefliger ,sure4 ,um die titrirte ,lsung des ,kaliumchlorates zu bereiten1 lst man #d ,gr4 davon in so viel ,wasser1 dass die ,lsung #djj ,kubikcentimeter betrgt4 ,andererseits lst man #a ,gr4 ,indig in #aj ,gr4 rauchender ,schwefelsure und verdnnt die ,lsung mit so viel ,wasser1 dass sie #bjj ,kubikcentimeter betrgt4 ,von dieser ,indiglsung misst man mittelst der ,pipette #ej ,kubikcentimeter ab1 bringt sie in eine ,porcellanschale1 verdnnt mit #bjj ,kubikcentimeter ,wasser1 versetzt sie mit #ej ,kubikcentimeter ,lsung von ,natriumsulfit und trpfelt endlich ,kaliumchlorat aus der ,brette bis zur ,entfrbung hinzu4 ,das von ,penny zur ,werthbestimmung des ,indigs beschriebene ,verfahren beruht auf der ,anwendung von ,kaliumchromat und ,salzsure4 #aj ,th4 gepulverter ,indig werden mit dem #ab;fachen ,gewicht rauchender ,schwefelsure #ab ,stunden lang in einer ,temperatur1 die #be nicht bersteigt1 digerirt4 ,nach vlliger ,auflsung giesst man die ,flssigkeit in eine ,pinte 7 #j1efh ,liter7 ,wasser1 setzt #bd ,gr4 concentrirte ,salzsure hinzu1 erwrmt gelinde und titrirt nun mittelst einer ,auflsung von ,kaliumbichromat in ,wasser1 die man so lange hinzufgt1 bis ein mit einem ,glasstabe herausgenommener ,tropfen auf ,filtrirpapier einen hellbraunen oder ockergelben ,fleck1 ohne eine ,spur von grn oder blau hervorbringt 7#h-a_/b ,th4 ,k#b;,cr#b,o#g sind erforderlich1 um #aj ,th reines ,indigblau zu entfrben74 -- ,auch durch ,eisenchlorid lsst sich ,indigblau in ,isatin berfhren4 ,die ,beobachtung von ,stockvis in ,amsterdam 7#ahfh71 dass das ,indigblau mit ,leichtigkeit in ,chloroform lslich ist1 lsst sich vielleicht fr eine ,indigprobe anwenden4 ,sidenote3 ,indigblau4 ,sidenote3 ,blauer ,carmin4 ,das ,indigblau kann aus dem ,indig durch ,sublimation1 oder wie aus ,vorstehendem hervorgeht1 durch ,behandeln des ,indigs mit ,kalk1 ,eisenvitriol und ,wasser dargestellt werden4 ,das ,indigblau hat die ,formel ,c#af;,h#aj,n#b,o#b4 ,wenn man ,indigblau bei ,gegenwart eines freien ,alkalis mit ,substanzen zusammenbringt1 die leicht ,sauerstoff aufnehmen1 wie mit ,eisenvitriol1 schwefligsauren ,salzen u4 s4 w41 so bildet sich meist unter ,wasserzersetzung ,indigweiss oder reducirter ,indig ,c#af;,h#ab,n#b,o#b4 ,auf dieser ,reduction des ,indigs beruht zum ,theil seine ,anwendung in der ,frberei4 ,durch die ,einwirkung oxydirender ,agentien wie ,uebermangansure1 ,chlor1 ,chromsure1 ein ,gemenge von rothem ,blutlaugensalz mit ,kali oder ,natron1 ,kupferoxyd etc4 etc4 geht das ,indigblau in lsliches ,isatin ,c#af;,h#aj,n#b,o#d ber4 -- ,das ,indigblau lst sich in concentrirter ,schwefelsure und bildet mit derselben die ,indigschwefelsure4 ,durch ,fllen derselben mit ,kaliumcarbonat erhlt man den ,indigcarmin oder blauen ,carmin 7,indigo soluble7 als tiefblauen ,niederschlag1 der sich in #adj ,th4 kaltem ,wasser lst4 ,man benutzt den ,indigcarmin in der ,wasser-1 seltener in der ,oelmalerei2 in ,vermischung mit ,strke und mit ,hlfe eines ,bindemittels in ,tfelchen geformt1 bildet er das ,wasch- oder ,neublau1 das gleich dem ,ultramarinblau zum ,bluen der ,wsche etc4 angewendet wird4 ,sidenote3 ,campecheholz4 ,das unter dem ,namen ,campecheholz oder ,blauholz angewendete ,farbeholz besteht aus dem von ,rinde und ,splint befreiten ,kern des ,stammes von dem ,blauholzbaum 7,haematoxylon campechianum71 der in ,centralamerika einheimisch ist und auf den ,antillen angepflanzt wird4 ,das frbende ,princip des ,blauholzes ist das ,haematoxylin ,c#af;,h#ad,o#f1 ein in blassgelben1 durchsichtigen1 glnzenden ,nadeln krystallisirender ,krper1 der an sich kein ,farbstoff1 sondern eine ,farbstoff erzeugende ,substanz ist1 welche gefrbt erscheint1 wenn man sie mit starken ,alkalien1 namentlich ,ammoniak und ,sauerstoff in ,berhrung bringt4 ,die ,lsung des ,haematoxylins in ,wasser ist farblos1 geht aber durch die geringste ,menge ,ammoniak ins ,purpurrothe ber4 ,der gefrbte ,krper1 der aus dem ,haematoxylin entsteht1 heisst ,haematen4 ,man benutzt das ,blauholz zum ,blau- und ,schwarzfrben4 ,hufig stellt man jetzt ,blauholzextract dar2 bei der ,fabrikation desselben ist zu bercksichtigen1 dass das ,haematoxylin sich unter dem ,einflusse der atmosphrischen ,luft oxydirt und verndert2 es muss deshalb ,zutritt der ,luft vermieden und das ,abdampfen in ,vacuumpfannen bei mglichst niedriger ,temperatur vorgenommen werden4 ,sidenote3 ,lakmus4 ,der ,lakmus 7,tournesol7 findet nicht in der ,frberei1 wohl aber zum ,bluen des ,kalkes1 zum ,bestreichen der bekannten ,reagenspapiere1 zum ,rothfrben des rothen ,champagners u4 s4 w4 hufig ,anwendung4 ,man erhlt ihn auf dieselbe ,weise und aus denselben ,flechten wie die ,orseille und den ,persio1 nur wendet man neben den ammoniakalischen ,flssigkeiten auch ,potasche an4 ,der ,unterschied bei der ,bereitung besteht nur darin1 dass hier die ,ghrung und ,oxydation weiter vorgeschritten und der rothe ,farbstoff 7,orcin7 in einen blauen1 ,azolitmin1 umgewandelt worden ist3 ,orcin ,c#g;,h#h,o#b ,azolitmin ,c#g;,h#g,,no#d ,ammoniak ,,nh#c geben und ,sauerstoff #d,o ,wasser #b;,h#b,o ,die gegohrene ,masse wird mit ,gyps und ,kreide gemengt1 und in ,wrfel geformt in den ,handel gebracht4 ,einen andern auch ,tournesol genannten ,farbstoff enthalten die im sdlichen ,frankreich fabricirten ,bezetten oder ,tournesollppchen1 mit dem ,safte des ,krebskrautes 7,croton tinctorium7 gefrbte ,lppchen1 die durch ,ammoniak purpurroth oder dunkelgrn gefrbt sind4 ,man verwendet diese ,farbe in ,holland zum ,frben der ,kse1 von ,backwerk1 ,eingemachtem und ,liqueuren1 als ,schminke und zum ,frben des blauen ,zuckerpapiers4 ,gelbe ,farbstoffe4 ,sidenote3 ,gelbe ,farbstoffe4 ,gelbholz4 ,sidenote3 ,fisetholz4 ,das ,gelbholz 7gelbes ,brasilienholz1 ,cubaholz1 alter ,fustik7 ist das ,holz des ,frbermaulbeerbaumes 7,morus tinctoria1 ,maclura aurantiaca7 und wird als ,kern des ,stammes vorzglich von ,cuba1 ,domingo und ,haiti eingefhrt4 ,es ist von gelber1 stellenweise von gelbrother ,farbe4 ,die ,ursache dieser ,farbe ist ein krystallisirbarer1 farbloser ,krper1 das ,morin ,c#ab;,h#h,o#e1 das sich im ,holze mit ,kalk verbunden vorfindet1 und eine eigenthmliche ,gerbsure1 die ,moringerbsure 7auch ,maclurin genannt2 ihre ,formel ist ,c#ac;,h#aj,o#f71 die man in der ,masse des ,gelbholzes neben ,morin oft in grosser ,menge abgelagert findet4 ,das ,morin wird an der ,luft und unter dem ,einflusse der ,alkalien gelb gefrbt4 ,das ,maclurin spaltet sich unter dem ,einflusse von ,aetzkali in ,phloroglucin und ,protocatechusure4 ,das ,gelbholz wird zum ,gelbfrben und seines bedeutenden ,gehaltes an ,gerbsure wegen auch zum ,schwarzfrben benutzt4 ,das im ,handel vorkommende ,extract fhrt den ,namen ,cubaextract4 ,das ,fisetholz1 ,fustikholz1 ungarisches ,gelbholz1 ist ein grnlichgelbes1 braun gestreiftes ,holz1 das von dem ,gerber- oder ,perckenbaum 7,rhus ,cotinus71 einem im sdlichen ,europa wachsenden strauchartigen ,gewchse1 stammt4 ,es enthlt einen eigenthmlichen ,farbstoff1 das ,fustin1 und bedeutende ,mengen von ,gerbsure4 ,das ,fustin liefert bei der ,spaltung1 wie es scheint1 ,quercetin4 ,sidenote3 ,orlean4 ,der ,orlean ist ein gelblichrother ,farbstoff1 der vorzugsweise zum ,frben der ,seide ,anwendung findet4 ,er kommt in ,form eines steifen ,teiges in dem ,handel vor und wird in ,amerika1 ,west- und ,ostindien aus der ,frucht der ,bixa ,orellana dargestellt4 ,nach ,chevreul finden sich in dem ,orlean zwei ,farbstoffe1 von denen der eine von gelber ,farbe in ,alkohol und ,wasser lslich ist1 whrend sich der andere von rother ,farbe leicht in ,alkohol1 nicht aber in ,wasser lst4 ,letzterer hat nach ,piccard 7in ,basel7 die ,formel ,c#e;,h#f,o#d4 ,sidenote3 ,gelbbeeren4 ,die ,gelbbeeren1 ,avignonkrner1 persische ,beeren1 ,kreuzbeeren 7,grains d',avignon71 sind die ,frchte von ,rhamnus infectorius1 ,rh4 amygdalinus1 ,rh4 saxatilis1 und werden aus der ,levante oder dem sdlichen ,frankreich und ,ungarn eingefhrt4 ,die ,grsse dieser ,beeren ist sehr verschieden1 man unterscheidet im ,handel grosse und volle von heller ,olivenfarbe1 und kleinere1 runzlige und dunkelbraune4 ,die ersteren sind vor ihrer vollstndigen ,reife eingesammelt worden1 die anderen sind lngere ,zeit an den ,aesten geblieben4 ,man trifft in den ,gelbbeeren einen schnen goldgelben ,farbstoff1 das ,chrysorhamnin1 und einen olivengelben1 das ,xanthorhamnin4 ,ersteres ist nach ,bolley identisch mit dem ,quercetin4 ,man benutzt die ,gelbbeeren in der ,kattundruckerei1 zum ,frben von ,papier1 zur ,fabrikation von ,lackfarben etc4 ,sidenote3 ,curcuma4 ,die ,curcuma ist die getrocknete ,wurzel von ,curcuma longa und ,c4 rotunda1 einer in ,ostindien1 ,java u4 s4 w4 hufig angebauten ,pflanze aus der ,ordnung der ,scitamincen4 ,sie kommt entweder in eirunden ,knollen oder in flachgedrckten ,stcken von schmutziggelber ,farbe vor4 ,der ,farbstoff darin ist das ,curcumin ,c#h;,h#aj,o#b2 es ist von gelber ,farbe1 sehr wenig haltbar und wird durch ,alkalien rothbraun gefrbt4 ,sidenote3 ,wau4 ,der ,wau oder das ,gelbkraut besteht aus dem ,kraut und den ,stengeln der ,reseda luteola1 die in sdlichen ,lndern wild wchst1 hufig aber auch behufs der ,frberei angebaut wird4 ,der franzsische ,wau wird fr den besten gehalten4 ,der darin enthaltene ,farbstoff ist das ,luteolin4 ,sidenote3 ,quercitron4 ,unter ,quercitron versteht man die von der ,oberhaut befreite und gemahlene ,rinde der in ,nordamerika einheimischen ,frbereiche 7,quercus tinctoria74 ,er ist von heller ,farbe und enthlt ausser einem gelben ,farbstoff1 dem ,quercitrin ,c#cc;,h#cj,o#ag ,gerbsure4 ,das ,quercitrin spaltet sich beim ,behandeln mit verdnnten ,suren in ,zucker und ,quercetin ,c#bg;,h#ah,o#ab1 ein citronengelbes ,pulver1 das unter dem ,namen ,flavin im ,handel vorkommt4 ,nach dem ,dafrhalten von ,hlasiwetz ist in dem ,quercetin der ,complex des ,morin enthalten4 ,wegen der ,schnheit der ,farbe wird das ,quercitron neben der ,pikrinsure hufiger als jeder andere gelbe ,farbstoff in allen ,zweigen der ,frberei angewendet4 ,von den brigen1 einigermaassen wichtigen ,farbstoffen seien erwhnt die ,scharte 7,serratula tinctoria71 der ,frbeginster 7,genista tinctoria71 das ,wongshy 7chinesische ,gelbschoten71 die ,samenkapseln der ,frchte von ,gardenia florida1 einer ,pflanze aus der ,familie der ,rubiaceen1 die ,pure oder das ,jaune ,indien1 ein aus ,ostindien eingefhrter ,farbstoff ungewissen ,ursprungs1 der aus dem ,magnesiasalze der ,euxanthinsure besteht1 und das ,morindagelb aus der ,morinda citrifolia4 ,seit dem ,entstehen der ,theerfarbenindustrie hat man endlich die ,pikrinsure 7vergl4 ,s4 #ffd7 als gelbes und 7mit ,indiglsung oder mit ,anilinblau versetzt7 als grnes ,farbematerial fr ,seide und ,wolle vielfach angewendet4 ,um die ,pikrinsureflotte vllig zu erschpfen1 muss derselben etwas ,schwefelsure zugefgt werden4 ,neuerdings wird anstatt der ,pikrinsure das ,martius- oder ,manchestergelb 7vergl4 ,s4 #fff7 vielfach angewendet4 ,sidenote3 ,braune1 grne und schwarze ,farben4 ,die braunen ,farben werden1 wenn man von dem ,anilinbraun absieht1 durch ,mischung von ,roth1 ,gelb und ,blau1 oder von ,gelb oder ,roth mit ,schwarz 7,mischbraun7 zusammengesetzt4 ,hufig frbt man auch braun mit oxydirenden ,agentien und gerbstoffhaltigen ,pigmenten wie ,weiden-1 ,eichen-1 ,wallnussrinde1 namentlich mit ,catechu1 dem ,extract aus dem ,holze der ,areca und ,acacia catechu u4 s4 w4 ,letzteres ,braun heisst ,chemischbraun oder ,havannabraun4 ,das ,bisterbraun wird durch ,manganoxydhydrat erzeugt4 ,schwarz wird erzeugt durch gerb- oder gallussaures ,eisenoxydul-,oxyd oder durch ,kaliumchromat und ,blauholzabkochung#afi oder endlich durch ,anilinschwarz 7vergl4 ,seite #ffc74 ,grn wird hervorgebracht durch ,mischen von ,gelb und ,blau oder durch ,chinesisch ,grn oder ,lo-kao aus ,rhamnus chlorophorus und ,rh4 utilis1 durch das ,saft- oder ,blasengrn aus den ,beeren des ,kreuzdornes 7,rhamnus catharticus7 und endlich von grosser ,schnheit durch das ,anilingrn 7,aldehydgrn und ,jodgrn1 vergl4 ,seite #ffb74 #afi ,eine schwarze ,farbenbrhe ist auch die gewhnliche ,schreibtinte1 die wesentlich aus gallussaurem ,eisenoxydul und ,oxyd besteht1 welches letztere durch arabisches ,gummi in der ,flssigkeit suspendirt gehalten wird4 ,eine sehr gute schwarze ,tinte lsst sich nach folgender ,vorschrift darstellen3 ,man zieht #a ,kilogr4 zerstossene ,gallpfel und #aej ,gr4 ,blauholz mit #e ,liter heissem ,wasser aus1 lst #fjj ,gr4 arabisches ,gummi in #b-a_/b ,litern ,wasser und #ejj ,gr4 ,eisenvitriol fr sich in einigen ,litern ,wasser4 ,darauf giesst man den ,gallpfel- und ,blauholzauszug mit der ,lsung des ,gummi und des ,eisenvitriols zusammen1 setzt einige ,tropfen ,nelken- oder ,gaultherial und so viel ,wasser hinzu1 dass die ,gesammtmenge der ,flssigkeit #aa ,liter betrgt4 ,die ,eisentinte hat ausser der unangenehmen ,eigenschaft1 ,stahlfedern anzugreifen1 noch den ,fehler1 dass die damit geschriebene ,schrift1 wenn auch oft nach sehr langer ,zeit1 gelb wird4 ,im ,jahre #ahdh hat ,runge an eine ,tinte erinnert1 die von ,th4 ,leykauf in ,nrnberg erfunden und schon vor ,jahren von ,c4 ,erdmann in ,leipzig verbessert und eingefhrt worden ist4 ,die ,tinte besteht aus #ajjj ,th4 ,blauholzabkochung 7#a ,th4 ,holz auf #h ,th4 ,wasser7 und einem ,th4 gelben ,kaliumchromat1 zu welcher man etwas ,quecksilberchlorid setzt4 ,diese ,tinte empfiehlt sich durch ungemeine ,wohlfeilheit1 ,schnheit und ,dauerhaftigkeit2 das frbende ,princip darin ist eine ,verbindung von ,hmaten und ,chromoxyd4 ,zur ,bereitung der sogenannten ,alizarintinte 7von ,leonhardi7 zieht man #db ,th4 ,gallpfel und #c ,th4 ,krapp mit ,wasser aus1 so dass #abj ,th4 ,flssigkeit entstehen1 zu welcher man setzt #a1b ,th4 schwefelsaure ,indiglsung1 #e1b ,th4 ,eisenvitriol und #b ,th4 holzessigsaure ,eisenlsung4 ,die blaue ,tinte von ,rouen1 die als ,surrogat der schwarzen ,tinte in ,frankreich namentlich hufige ,anwendung findet1 besteht aus einer ,abkochung von #gej ,grm4 ,blauholz1 #ce ,grm4 ,alaun und #ca ,grm4 arabischem ,gummi mit #e-f ,litern ,wasser4 ,die ,copirtinten sind im ,grunde nichts weiter als gewhnliche ,tinten1 die aber concentrirter sind und grssere ,mengen von ,gummi und auch ,zucker enthalten4 ,waschechte ,zeichentinte 7fr ,wsche7 ist entweder wesentlich ,silberlsung 7vergl4 ,s4 #ajh7 oder auf dem ,gewebe selbst hervorgerufenes ,anilinschwarz 7vergl4 ,seite #ffc74 ,die ,bleicherei4 ,sidenote3 ,bleiche4 ,das ,bleichen hat zum ,zweck1 die ,gespinnstfasern und die aus ihnen gefertigten ,garne1 ,zwirne und ,gewebe1 die zwar an sich weiss sind1 aber bei ihrer ,gewinnung und ,verarbeitung sich frben und beschmutzen1 in den weissen ,zustand zurckzufhren4 ,die ,pflanzenfaser widersteht den meist chemischen ,agentien1 whrend die fremden frbenden ,stoffe1 die meist nur auf der ,oberflche der ,fasern sich befinden1 durch genannte ,agentien aufgelst oder vllig zerstrt werden4 ,hierauf beruht das ,wesen der ,bleicherei von ,produkten1 die wie ,leinen- oder ,baumwollgewebe aus ,cellulose bestehen4 ,bei ,wolle und ,seide ist das ,verfahren des ,bleichens ein anderes1 da diejenigen ,agentien1 die beim ,bleichen von ,leinen und ,baumwolle anwendbar sind1 hier geradezu unmglich erscheinen1 da sie nicht nur die fremden ,substanzen1 sondern auch den ,spinnstoff selbst auflsen oder mindestens angreifen wrden4 ,die ,bleicherei wendet theils chemische1 theils mechanische ,hlfsmittel an4 ,die chemischen ,bleichmittel lassen sich1 wenn man von den alkalischen ,laugen absieht1 deren ,anwendung stets der des eigentlichen ,bleichmittels vorangeht1 theils auf ozonhaltige oder ozonbildende ,mittel1 oder auf die ,application von schwefliger ,sure zurckfhren4 ,diejenige ,bleiche1 die bei ,leinen- und ,baumwollwaaren ,platz greift1 mge dieselbe ,natur- oder ,rasenbleiche1 oder knstliche ,bleiche 7,chlorbleiche7 sein1 ist stets ,ozonbleiche1 deren ,zweck eine ,oxydation der fremden frbenden ,substanzen auf der ,faser durch den activen ,sauerstoff der ,atmosphre oder des ,ozonbades ist1 dessen ,wirkung dadurch untersttzt wird1 dass man dem ,bade eine alkalische ,beschaffenheit giebt4 ,obgleich unter ,umstnden jedes oxydirende ,agens als ,bleichmittel von ,cellulose und hnlichen ,stoffen ,anwendung finden knnte1 so hat doch die ,praxis lngst schon denjenigen den ,vorzug gegeben1 welche bei ihrer ,reduction1 respective bei der ,oxydation eine ,sure bilden und daher die ,gegenwart eines ,alkalis verlangen -- ,agenden1 die dieses ,verhaltens wegen alkalipathische ,oxydationsagentien genannt worden sind4 ,die von den ,bleichern angewendeten ,agentien sind ausser der ozonhaltigen atmosphrischen ,luft #a7 das ,chlor1 #b7 die unterchlorige ,sure1 #c7 des ,ferridcyankalium und #d7 das ,wasserstoffsuperoxyd1 obgleich letzterer ,krper mehr einer ,zukunftsbleicherei angehrt4 ,von den acidipathischen ,oxydationsagentien1 deren ,produkte basisch sind1 so dass die ,oxydation1 resp4 ,bleichung nur in einer sauren ,flssigkeit vorgenommen werden darf1 verdienen drei die ,beachtung der ,bleicher1 nmlich die vor einigen ,jahren von ,tessi du ,motay empfohlene ,uebermangansure1 die ,eisenoxydlsung1 die ,chromsure4 ,fr das ,verstndniss der ,bleicherei und der dabei stattfindenden ,vorgnge ist es nothwendig1 zu bemerken1 dass es 7nach einer ,ansicht1 der es allerdings an ,gegnern nicht fehlt7 zwei ,modificationen des ,ozons giebt1 in welche sich der gewhnliche inactive ,sauerstoff zu spalten vermag4 ,die eine ,art1 das ,ozon1 wird als positiv-activer ,sauerstoff betrachtet1 die andere ,art1 das ,antozon ist der ersteren ,modification entgegengesetzt und negativ-activer ,sauerstoff4 ,kommen beide ,modificationen zusammen1 so vereinigen sie sich zu gewhnlichem 7nicht bleichendem7 ,sauerstoff4 ,diese ,thatsache ist fr den ,bleicher von grosser ,wichtigkeit1 da er bei der ,wahl von mehreren ,oxydationsagentien1 die er zu gleicher ,zeit anzuwenden beabsichtigt1 darauf ,rcksicht nehmen muss1 dass dieselben die gleichnamige ,ozonmodification enthalten1 entgegengesetzten ,falls findet keine ,oxydation oder ,bleichung1 sondern nur eine ,entwickelung von gewhnlichem ,sauerstoffgase statt4 ,ein ,beispiel mge dies erlutern3 die ,chromsure enthlt ,ozon1 das ,wasserstoffsuperoxyd ,antozon2 beide zusammengebracht geben daher unter heftiger ,gasentwickelung von gewhnlichem ,sauerstoff nur ,chromoxyd und ,wasser1 und besitzen in ihrer ,mischung durchaus kein ,bleichvermgen3 ,chromsure #b;,cr,o#c #c,o ,chromoxyd ,cr#b,o#c ,wasserstoffsuperoxyd #c;,h#b,o #c,o geben ,wasser #c;,h#b,o ,sauerstoffgas #f,o ,das ,bleichen durch schweflige ,sure lsst sich auf zwei wesentlich von einander verschiedene ,ursachen zurckfhren1 nmlich in den meisten ,fllen auf eine blosse ,maskirung1 in einigen wenigen ,fllen aber auf eine wirkliche ,zerstrung des ,farbstoffes4 ,die ,pigmente vieler blauer oder rother ,blumen1 ,frchte u4 s4 w4 gehen mit der schwefligen ,sure farblose ,verbindungen ein3 die ,farbe ist aber nicht zerstrt2 verdnnte ,suren1 wie verdnnte ,schwefelsure1 sowie die ,dmpfe von ,salzsure1 ,salpetersure1 ,chlor1 ,jod und ,brom1 endlich auch ,erwrmen zerstrt die gebleichten schwefligsauren ,verbindungen fast augenblicklich und die ursprngliche ,frbung kommt wieder zum ,vorschein4 ,die ,farbstoffe der gelben ,blumen verhalten sich indifferent gegen schweflige ,sure und werden durch dieselbe nicht gebleicht4 ,ebensowenig wird ,grn 7,chlorophyll7 verndert4 ,manche gefrbte ,krper1 wie das ,indigblau1 der ,carmin und der gelbe ,farbstoff der ,seide werden anfnglich durch schweflige ,sure nicht gebleicht1 spter aber findet eine ,bleichung statt dadurch1 dass unter dem ,einflusse des ,lichtes der mit ihr gemengte ,sauerstoff eine ,oxydation1 d4 h4 eine ,zerstrung der genannten ,farben vermittelt4 ,die ,bleichung mit schwefliger ,sure1 so wie sie in den ,gewerben ausgefhrt wird1 ist in den meisten ,fllen keine chte1 sondern nur eine ,art ,uebertnchung1 die den frbenden ,krper dem ,auge entzieht4 ,beim blossen ,liegen an der ,luft1 namentlich bei ,bewegung der gebleichten ,gegenstnde verflchtigt sich allmlig die schweflige ,sure1 daher die gebleichten ,stoffe nach einiger ,zeit von selbst ihre ursprngliche ,farbe wieder annehmen1 wie man z4 ,b4 an ,stroh- und ,korbflechtarbeiten1 an ,badeschwmmen u4 s4 w4 hufig wahrzunehmen ,gelegenheit hat4 ,sidenote3 ,bleichen der ,baumwolle4 ,durch das ,bleichen der ,baumwolle wird bezweckt1 den gelben ,farbstoff der rohen ,baumwolle1 die ,weberschlichte 7,leim1 ,dextrin1 ,strke71 eine fette ,substanz und die whrend der ,verarbeitung hereingekommenen ,schmutztheile zu entfernen4 ,das ,bleichen geschieht zuerst durch ,einweichen der ,baumwolle in siedendes ,wasser1 wodurch alle darin lslichen ,stoffe fortgeschafft werden4 ,darauf kocht man dieselbe mit ,kalkmilch oder mit einer ,lsung von ,natriumcarbonat1 wodurch die ,weberschlichte aufgelst und das ,fett in eine seifenartige ,verbindung bergefhrt wird4 ,frher liess man zu ihrer ,entfernung die baumwollenen ,zeuge eine ,art ,ghrung berstehen4 ,nachdem die ,schlichte und das ,fett entfernt worden sind1 behandelt man die ,baumwolle mit ,aetznatronlauge1 wodurch eine harzhnliche ,substanz1 die sich den vorstehenden ,operationen entzog1 aufgelst wird4 ,endlich bringt man die ,zeuge1 sofern man die ,kunstbleiche der ,natur- oder ,rasenbleiche vorzieht1 in eine ,auflsung von ,chlorkalk 7oder bei zarten ,stoffen ,chlormagnesia71 die man durch einstrmenden ,wasserdampf erhitzt1 und splt sie darauf in ,bottichen ab1 in denen sich verdnnte ,schwefelsure oder ,salzsure befindet4 ,es bildet sich ,calciumsulfat oder ,chlorcalcium und freies ,chlor1 welches im ,augenblick des ,freiwerdens das ,bleichen des ,zeuges bewirkt4 ,die anhngende freie ,sure wird durch ein alkalisches ,bad entfernt4 ,es ist einleuchtend1 dass die ,weisse des ,zeuges um so grsser ausfallen muss1 je fter diese ,operationen wiederholt werden4 ,das ,behandeln der ,gewebe und ,garne mit siedender ,lauge nennt man das ,buchen und nimmt dasselbe in besonderen ,apparaten1 den ,buchapparaten vor4 -- ,zum ,trocknen der gebleichten ,zeuge bedient man sich jetzt hufig der ,centrifugal-,trockenmaschine1 welche aus zwei in einem ,kasten eingeschlossenen und an den entgegengesetzten ,seiten einer horizontalen ,axe befestigten ,krben von ,metallgeflecht besteht4 ,wird in diese ,krbe das zu trocknende ,zeug gelegt1 und die ,axe vermittelst einer durch ,rderwerk mit derselben verbundenen ,kurbel rasch umgedreht1 so fliesst das ,wasser durch die ,wirkung der ,centrifugalkraft aus dem ,zeuge aus und letzteres kann auf diese ,weise in einigen ,minuten lufttrocken gemacht werden4 ,beim ,bleichen der leinenen ,stoffe wendet man entweder die ,rasenbleiche oder die ,kunstbleiche an4 ,empfohlen wird neuerdings -- ob mit ,recht oder ,unrecht1 sei dahingestellt -- die neue ,bleichmethode von ,tessi du ,motay#agj1 die auf die ,anwendung von mangan- und bermangansaurem ,alkali hinausluft4 ,das mangansaure ,salz wird in ,wasser gelst und durch ,versetzen mit einer ,lsung von ,magnesiumsulfat1 ,chlormagnesium oder ,chlorcalcium in ,natriumpermanganat1 ,mangansuperoxyd1 ,alkalisalz und ,magnesiahydrat bergefhrt4 ,folgende ,gleichung1 deren ,richtigkeit brigens dahin gestellt bleiben mag1 giebt von dieser ,umsetzung ,rechenschaft3 #c,k#b,mn,o#d #b,mg,s,o#d #b,k,mn,o#d ,mn,o#b #b,k#b,,so#d #b,mg,o4 #agj ,chevreul1 von der ,jury der #ea4 ,classe der ,pariser ,ausstellung 7#ahfg7 auf dem ,champ de ,mars1 wobei das ,tessi'sche ,verfahren als ,ausstellungsobject figurirte1 um seine ,ansicht ber den ,werth des neuen ,bleichverfahrens befragt1 glaubt1 dass die ,uebermangansure1 weil sie zu schnell bleicht1 die ,faser zu stark angreife4 ,eine gute1 die ,faser schonende ,bleiche msse langsam vor sich gehen4 ,das ,bleichverfahren selbst geht in nachstehender ,weise vor sich3 ,die entschlichtete ,spinnfaser -- als ,garn oder als ,gewebe -- kommt zunchst in ein ,bad aus mangansaurem ,alkali und ,bittersalz oder ,chlormagnesium und bleibt darin #ae ,minuten4 #b-f ,kilogr4 ,natriummanganat sollen zum ,bleichen von #ajj ,kilogr4 ,baumwolle1 ,hanf oder ,flachs ausreichen4 ,hierauf kommt die ,faser entweder in eine alkalische ,lauge oder in eine wsserige ,lsung von schwefliger ,sure4 ,im ersten ,falle werden die ,spinnfasern einige ,stunden lang bei #ajj mit der ,lauge erhitzt1 bis die auf der ,faseroberflche abgelagerten ,manganoxyde ganz oder zum ,theil gelst sind4 ,im zweiten ,falle kommen die ,faserstoffe in ein schwefligsaures ,bad1 bis alles ,manganoxyd gelst ist4 ,derselbe ,vorgang wird wiederholt1 bis die vegetabilische ,faser vollstndig gebleicht ist4 ,handelt es sich um das ,bleichen von ,wolle oder von ,seide1 so ersetzt man die alkalischen ,laugen durch ein ,seifenbad und lst die ,oxyde auf alle ,flle in schwefliger ,sure4 ,die in der ,fabrik des ,herrn ,verlay in ,comines 7,norddepartement7 im ,grossen im ,frhjahre #ahfg erzielten ,ergebnisse bezeugen1 dass man nach dem neuen ,bleichverfahren ,hanf- und ,flachsgarn vollstndig in einem ,tage1 ,flachs- und ,hanfgewebe aber in drei ,tagen bleichen knne1 ohne dass die ,faser strker angegriffen werde1 als bei der gewhnlichen ,bleichmethode4 ,fr #ajj ,meter ,leinwand betragen die ,kosten nur #f ,francs4 ,das ,natriummangat wird das ,kilogramm fr #a ,franc geliefert4 ,sidenote3 ,bleichen der ,seide4 ,dem ,bleichen der ,seide geht das ,entschlen voraus4 ,zu diesem ,behufe behandelt man die ,rohseide in der ,klte mit einer ,auflsung von #cj ,th4 ,natriumcarbonat in #ajj ,th4 ,wasser und kocht dann die entschlte 7degummirte7 ,seide mit ,wasser aus4 ,durch diese beiden ,operationen verliert die ,rohseide ungefhr #be ,proc4 von ihrem ,gewichte4 ,bei seidenen ,zeugen1 die weiss bleiben sollen1 wendet man darauf zum ,bleichen schweflige ,sure an1 deren ,darstellung und ,wirkungsart frher beschrieben worden ist4 ,um das ,weisse der ,seide besser hervorzuheben1 pflegt man derselben einen rthlichen ,schimmer durch eine ,lsung von ,orlean in ,seifenwasser1 oder einen blulichen ,schein durch ,indig zu geben4 ,sidenote3 ,bleichen der ,wolle4 ,die ,wollenbleiche beginnt mit dem ,entschweissen1 d4 h4 mit der ,reinigung von der fettigen ,kaliseife1 die der ,wolle im rohen ,zustande als eine ,ausscheidung der ,haut anhngt4 ,diese ,operation wird durch ,behandeln der ,wolle mit faulem ,harn 7kohlensaurem ,ammon7 oder mit einer ,seifenlsung ausgefhrt4 ,die ,wolle verliert dabei #bj-cj ,proc4 an ,gewicht4 ,fr die meisten ,farben ist diese vorbereitende ,reinigung hinreichend1 nicht aber fr zarte ,farben und ,zeuge1 auf welche ,farben aufgedruckt werden sollen4 ,bei der letzteren ist ein ,bleichen durch schweflige ,sure 7in ,form von ,natriumbisulfit unter dem ,namen ,leucogen7 nthig4 ,die ,frberei der ,gespinnste und ,gewebe4 ,sidenote3 ,frberei4 ,sidenote3 ,beizen4 ,auf hnliche ,weise vielleicht1 wie die ,kohle 7namentlich die ,thierkohle7 und die ,ackerkrume ,farbstoffe und gewisse anorganische ,krper aus ,lsungen unverndert in sich aufzunehmen und unlslich zu machen vermgen1 ist auch die thierische und vegetabilische ,faser im ,stande1 ,farbstoffe 7und gewisse ,beizenbestandtheile7 aus ,lsungen aufzunehmen und im absorbirten ,zustande unlslich festzuhalten4 ,die ,verbindung ist aber hufig eine so lockere1 dass sie durch wiederholte ,behandlung mit demselben ,lsungsmittel besonders in der ,wrme leicht zerstrt wird4 ,so kann man eine ,faser1 die mit schwefelsaurem ,indig1 mit in ,oxalsure gelstem ,berlinerblau u4 s4 w4 gefrbt ist1 durch fortgesetztes ,waschen entfrben4 ,diese ,faser wird daher erst dann eigentlich gefrbt werden1 wenn der aufgelste ,farbstoff mit der ,faser1 in den meisten ,fllen unter ,mitwirkung eines dritten ,krpers1 einer ,beize1 eine unlsliche ,verbindung eingegangen hat1 die durch ,behandeln mit dem ,lsungsmittel nicht mehr gehoben wird4 ,die so erzeugte ,farbe heisst eine chte2 sie widersteht der ,witterung1 dem ,lichte1 dem ,seifenwasser1 schwachen alkalischen ,laugen und sehr verdnnten ,suren4 ,eine ,farbe1 die unter diesen ,einflssen zerstrt wird1 heisst uncht4 ,die ,frberei beruht zum ,theil auf chemischen ,grundstzen1 die ,aufnahme des ,farbstoffes durch die ,faser ist aber1 wie es scheint1 nur eine physikalische1 denn zwischen den bezglichen ,quantitten der ,faser und des ,farbstoffe findet eine atomistische ,beziehung nicht statt4 ,weder die ,faser noch der ,farbstoff haben nach ihrer ,fixation eine ihrer characteristischen ,eigenschaften eingebsst4 ,die zum ,frben nothwendige unlsliche ,verbindung der ,faser mit dem ,farbstoff lsst sich auf verschiedene ,weise erzeugen4 ,sie lsst sich darstellen #a7 durch ,entfernung des ,auflsungsmittels4 ,auf diese ,art lsst sich ,kupferoxyd1 das sich in ,ammoniak gelst befindet1 durch blosses ,verdunsten des ,ammoniaks auf der ,faser fixiren4 ,ebenso ,zinkchromat in ammoniakalischer ,lsung4 ,das ,niederschlagen des ,carthamins aus einer alkalischen ,lsung mittelst einer ,sure1 und die ,fllung gewisser ,theerfarben aus ihrer ,lsung in ,alkohol gehrt ebenfalls hierher4 ,die unlsliche ,verbindung kann #b7 durch ,oxydation hervorgebracht werden1 indem durch ,aufnahme von ,sauerstoff der vorher lsliche ,farbstoff unlslich wird4 ,hierher gehren ausser dem ,ferro- und ,mangansulfat1 das durch ,oxydation in unlsliches ,oxydhydrat bergeht1 die gerbsurehaltigen ,vegetabilien1 welche ausserdem einen ,farbstoff enthalten1 wie ,quercitron1 ,sumach1 ,gelbholz1 ,fiset u4 s4 w4 ,wenn man ,zeug mit einem wsserigen oder alkalischen ,auszug dieser ,substanzen trnkt und dasselbe der ,luft aussetzt1 so wird der ,farbstoff braun und lst sich in ,wasser nicht mehr auf4 ,eine gleiche ,vernderung wird schneller hervorgebracht1 indem man auf diese ,weise getrnkte ,zeuge mit oxydirenden ,mitteln1 wie mit ,chromsure 7,kaliumbichromat7 behandelt4 ,ein ,beispiel dieser ,art ist das ,schwarzfrben mittelst ,blauholz und ,kaliumchromat1 wo das ,hmatoxylin des ,holzes zu ,hmaten oxydirt und die ,chromsure zu ,chromoxyd reducirt wird4 ,in dieselbe ,kategorie gehrt gewissermaassen auch das ,blaufrben mit ,indig in der ,kpe1 von welchem spter die ,rede sein wird2 in diesem ,falle geht aber die ,frbung dadurch vor sich1 dass allerdings ,sauerstoff aufgenommen1 aber zugleich ,wasserstoff aus dem ,indigweiss ausgeschieden wird1 das sich mit dem ,sauerstoff zu ,wasser verbindet4 ,auch die ,erzeugung von ,anilinschwarz auf dem ,gewebe mit ,hlfe ozonabgebender oder ozonbildender ,agentien 7,kaliumchlorat1 ,ferridcyanammon1 ,kupferchromat1 frisch geflltes ,schwefelkupfer7 ist hier einzuschalten4 ,in vielen ,fllen sucht man #c7 die unlsliche ,verbindung durch doppelte ,zersetzung hervorzubringen1 so erzeugt man ,blau durch ,ferrocyanwasserstoffsure und durch ,eisenoxyd2 ,grn durch ,kupferarsenit und ,kupfersulfat1 ,gelb durch ,kaliumchromat und ein lsliches ,bleisalz4 ,diese ,art der ,fixirung der ,pigmente findet nur bei ,mineralfarben ,anwendung4 ,die wichtigste und gebruchlichste ,methode der ,fixirung der ,farben ist endlich #d7 die durch ,beizen oder ,mordants4 ,unter einer ,beize versteht man die ,lsung eines ,krpers1 der an sich kein ,farbstoff1 zu der ,faser wie zu dem ,pigment aber ,verwandtschaft hat und die ,verbindung beider vermittelt4 ,die wichtigsten dieser ,krper1 die man zu ,beizen anwendet1 sind ,alaun1 ,aluminiumsulfat und -acetat1 ,aluminiumhyposulfit1 ,natrium-,aluminat1 ,ferriacetat#aga1 ,zinnbeize1 ,fette1 ,gerbsure 7namentlich bei den ,krapppigmenten1 dem ,cochenillefarbstoffe und den ,anilinfarbstoffen fr ,baumwolle und ,leinen71 ,albumin1 ,kleber1 ,casen und fettes ,oel4 ,durch diese ,beizen werden die zu frbenden ,zeuge gezogen1 darauf wird die ,beize befestigt1 was je nach ihrer ,natur durch ,lften1 durch ,kuhkothen1 durch ,behandeln im ,kleienbade oder durch ,behandeln mit ,seife geschieht1 und dann erst wird das ,zeug in die ,farbelsung gebracht4 ,die meisten organischen ,pigmente sind nur vermittelst der ,beizen zum ,frben anwendbar4 -- ,bankroft theilt die ,farben ein in substantive und adjective2 mit dem ,namen der ersteren bezeichnete er diejenigen1 die ohne ,mitwirkung von ,beize auf der ,faser in den unlslichen ,zustand bergehen2 zu denselben gehren alle mineralischen ,pigmente1 und von den vegetabilischen3 ,indigo1 ,curcuma1 ,orlean1 ,safflor1 ferner die meisten ,theerfarben1 obgleich man bei dem ,fuchsin und hnlichen ,theerfarben1 wie oben bereits hervorgehoben1 auch die ,gerbsure als ,befestigungsmittel in ,anwendung bringt u4 s4 w4 ,unter den adjectiven ,farben versteht er hingegen diejenigen1 die eines ,intermediums bedrfen1 um auf der ,faser unlslich zu werden4 ,diese ,zwischen- oder ,aneignungsmittel sind die ,beizen4 ,letztere haben aber nicht nur die ,bestimmung1 die ,verbindung der ,faser mit dem ,farbstoff zu bewerkstelligen1 sie knnen auch in gewissen ,fllen dazu dienen1 eine solche ,vernderung in den schon vorher mit ,erd- oder ,metallsalzen getrnkten ,zeugen hervorzubringen1 dass die damit versehenen ,stellen beim ,herausnehmen aus der ,farbenbrhe 7der ,flotte7 weiss erscheinen4 ,man nennt solche ,beizen entfrbende ,beizen4 ,zu ihnen gehren ,phosphorsure1 ,weinsure1 ,oxalsure1 arsenige ,sure etc4 ,die bei der ,zeugdruckerei zu erwhnenden ,reservagen 7,schutzpappen7 gehren ebenfalls hierher4 ,oefters haben aber auch die ,beizen den ,zweck1 schon vorhandenen ,farben einen anderen ,ton zu geben1 die erhaltene ,farbe lebhafter und reiner hervortreten zu lassen und dadurch das ,zeug zu schnen oder zu schauen 7aviviren72 letzteres geschieht durch ,ziehen des schon gefrbten ,zeuges durch schwach saure oder alkalische ,flssigkeiten1 durch ,seifenlsung1 oder durch eine andere ,farbenbrhe4 ,man nennt solche ,beizen ,modifikationsbeizen4 #aga ,neuerdings 7#ahgj7 hat ,m4 ,reimann gezeigt1 dass auch die amorphe ,kieselsure als ,fixirungsmittel vieler ,farbstoffe ,anwendung finden knne4 ,sidenote3 ,wollfrberei4 ,sidenote3 ,blaufrberei4 ,wollfrberei 7,schnfrberei74 ,die ,wolle wird entweder ungesponnen als ,flockwolle1 oder gesponnen als ,garn1 oder als ,gewebe1 als ,tuch oder ,zeug gefrbt4 ,da bei der ,verarbeitung der ,wolle stets ein ,theil beim ,weben1 ,walken und ,scheeren abfllt1 so ist es vortheilhaft1 die ,wolle im gesponnenen ,zustande zu frben4 ,wenn die zu erzeugende ,farbe cht werden soll1 so werden die zu frbenden wollenen ,stoffe vorgebeizt4 ,dies geschieht durch ,kochen 7,ansieden7 der ,wolle in einer ,lsung von ,alaun und ,weinstein2 oder ,weinstein und ,zinnsalz2 oder ,weinstein und ,eisenvitriol4 ,fr gewisse ,farben wendet man ,zinnchlorid oder ,pinksalz 7vergl4 ,s4 #gg7 an4 ,der wichtigste ,theil der ,wollfrberei ist die ,blaufrberei4 ,am hufigsten erzielt man die blaue ,farbe mit ,indig1 der die schnsten und dauerhaftesten ,farben erzeugt1 oder fr ,merinos und hnliche ,stoffe mit ,berlinerblau1 oder endlich ordinre ,zeuge mit ,blauholz und schwefelsaurem ,kupferoxyd4 ,ob ein ,stoff mit ,indig1 ,berlinerblau oder ,kupfersalzen gefrbt ist1 lsst sich auf folgende ,weise erkennen3 ,mit ,indig gefrbte ,wolle verndert beim ,kochen mit ,kalilauge oder beim ,befeuchten mit concentrirter ,schwefelsure ihre ,farbe nicht4 ,mit ,berlinerblau gefrbte ,wolle nimmt beim ,kochen mit ,kalilauge eine rothe ,farbe an und entfrbt sich beim ,berhren mit ,schwefelsure4 ,mit ,kupfersalz gefrbte ,wolle endlich wird durch verdnnte ,schwefelsure roth und hinterlsst kupferhaltige ,asche4 ,sidenote3 ,indigblau4 ,wolle wird durch ,indig stets auf die ,weise gefrbt1 dass man sie in eine ,auflsung von ,indigweiss in einer alkalischen ,flssigkeit bringt1 und dann der ,luft aussetzt4 ,folgendes ,schema mag das ,princip der ,frberei vermittelst der ,indigkpe verdeutlichen3 ,c#af;,h#ab,n#b,o#b ,o ,c#af;,h#aj,n#b,o#b ,h#b,o ,indigweiss ,indigblau4 ,sidenote3 ,indigkpen4 ,sidenote3 ,waidkpe4 ,sidenote3 ,potaschenkpe4 ,das ,gefss1 in welchem die ,auflsung des ,indigs vorgenommen wird1 heisst die ,kpe4 ,dieser ,name ist auch auf das ,verfahren des ,frbens bergegangen1 so dass man unter ,indig- oder ,blaukpe die in der ,frberei bliche ,methode1 den ,indig aufzulsen1 versteht4 ,man lst den ,indig entweder1 indem man denselben reducirt1 oder1 indem man ihn mit ,schwefelsure behandelt4 ,man theilt die ,kpen ein in warme und kalte ,kpen4 ,zu den warmen rechnet man die ,waid- und die ,potaschenkpe1 zu den kalten die ,vitriol-1 die ,urin-1 die ,operment- und die ,zinnoxydulkpe4 ,die ,waidkpe 7,pastelkpe7 oder warme ,kpe dient besonders zum ,frben der ,streichwolle und des ,tuches2 sie giebt die schnsten1 glnzendsten und haltbarsten ,farben unter allen ,kpen1 und besonders satte und lebhafte1 wenn sie mit der besseren ,sorte ,waid angemacht ist4 ,frher1 als der ,indig nicht bekannt war1 wurde sie mit ,waid angesetzt und verdankte dann ausschliesslich diesem ihre frbende ,eigenschaft2 spter ersetzte man1 um das ,frbevermgen zu vermehren1 den ,waid zum ,theil durch ,indig4 ,gegenwrtig setzt man den ,waid zu der ,waidkpe nicht sowol wegen des darin enthaltenen ,indigs1 als vielmehr1 um dadurch eine ,ghrung hervorzurufen1 durch welche der ,indig zu ,indigweiss reducirt und aufgelst wird4 ,um eine ,kpe1 die gewhnlich aus ,eisen oder ,kupfer ist1 anzustellen1 fllt man sie zuerst mit weichem ,wasser und setzt dann je auf #ejj ,liter ,wasser #a ,kilogr4 feingemahlenen ,indig1 #ac-a_/b ,kilogr4 ,waid1 #a_/b ,kilogr4 ,krapp1 #a_/b ,kilogr4 ,kleie und #a_/b ,kilogr4 ,potasche1 whrend die ,temperatur auf #hj-ij gebracht und so etwa #b ,stunden erhalten wird4 ,hierauf setzt man #a_/b ,kilogr4 gebrannten und zu ,milch gelschten ,kalk hinzu1 hrt aber mit dem ,feuern auf1 so dass die ,kpe langsam abkhlt4 ,nach einiger ,zeit1 die je nach den ,umstnden von #ab ,stunden bis selbst einigen ,tagen variiren kann1 stellt sich eine ,ghrung ein1 wobei der ,indig allmlig reducirt und aufgelst wird4 ,es erscheinen auf der ,oberflche blaue ,blasen und blaue1 mit kupferrothem ,schiller spielende ,streifen und ein eigenthmlich ammoniakalischer ,geruch stellt sich ein4 ,der ,kalk muss in der ,flssigkeit ein wenig vorherrschen4 ,nach beendigter ,reduktion des ,indigs erscheint die ,flssigkeit klar und von weingelber ,farbe4 ,es ist nicht leicht die eigenthmliche ,rolle des ,krapps und der ,kleie in der ,waidkpe gengend zu erklren4 ,es ist wahrscheinlich1 dass aus gewissen ,bestandtheilen des ,krapps und der ,kleie1 z4 ,b4 aus dem ,zucker des ,krapps1 den ,pektin- und ,gummikrpern und der ,strke1 welche die ,kleie enthlt1 zunchst wesentlich ,milchsure sich bildet und dass diese sodann in ,buttersure bergeht1 wobei ,kohlensure und ,wasserstoffgas frei werden1 welches letztere im status nascens das ,indigblau zu ,indigweiss reducirt4 ,der ,waid erleidet dagegen eine andere ,art von ,ghrung1 welche am besten als langsame ,fulniss bezeichnet werden kann1 dabei entsteht als wesentliches ,produkt ,ammoniak1 wodurch das ,indigweiss gelst wird4 ,beide ,arten von ,ghrung scheinen fr das ,gelingen der ,kpe wesentlich zu sein4 ,bei blossem ,zusatze von ,waid zu derselben wrde nmlich die ,fulniss zu rasch vor sich gehen und eine gnzliche ,zerstrung des ,indigs herbeifhren4 ,durch die bei der ,ghrung der ,kleie und des ,krapps sich bildende freie ,sure wird die ,fulniss des ,waids in dem ,grade unterdrckt1 dass zwar die zur ,lsung des ,indigweisses nothwendige ,menge ,ammoniak sich entwickelt1 aber kein ,indig zerstrt wird4 ,der ,kalk hat die ,bestimmung1 die durch die ,ghrung gebildete ,sure zu sttigen1 welche sonst das ,ammoniak neutralisiren und dadurch dem ,indigweiss sein ,lsungsmittel entziehen wrde2 er wirkt in gleichem ,sinne wie die ,sure dem zu schnellen ,verlauf der ,ghrung entgegen und trgt deshalb das ,seinige zur ,verhinderung der ,zersetzung des ,indigs bei4 ,zur ,darstellung der ,potaschen- oder ,sodakpe1 indischen oder ,indigkpe nimmt man auf #ab ,th4 ,indig1 #h ,th4 ,krapp1 #h ,th4 ,kleie und #bd ,th4 ,potasche1 erwrmt anfnglich auf #ej1 und setzt nach #cf ,stunden noch #ab ,th4 und nach #dh ,stunden abermals #ab ,th4 ,potasche hinzu4 ,nach #c ,tagen ist die ,ghrung so weit vorgeschritten1 dass die ,kpe zum ,frben bereit ist4 ,diese ,kpe frbt schneller und besser als die ,waidkpe und ist auch weit leichter zu behandeln4 ,man benutzt sie zu ,elbeuf und ,louviers in ,frankreich1 so wie vielfach in ,deutschland zum ,frben des ,tuchs4 ,in der neueren ,zeit kommt die mit ,natriumcarbonat und ,aetzkalk dargestellte ,sodakpe immer mehr und mehr in ,aufnahme4 ,sidenote3 ,vitriolkpe4 ,bei der ,vitriolkpe 7kalte ,kpe7 wird ,indig mit ,wasser1 ,eisenvitriol1 ,kalk 7oder ,kali und ,natron7 zusammengebracht4 ,die ,flssigkeit wird sehr bald entfrbt und wird besonders1 um schnell zu frben1 angewendet4 ,die ,reduktion des ,indigs geht hierbei auf folgende ,weise vor sich3 ,der ,kalk scheidet aus dem ,eisenvitriol unter ,bildung von ,gyps ,eisenoxydulhydrat ab1 das in ,oxyd berzugehen strebt4 ,es bewirkt in dessen ,folge eine ,wasserzersetzung2 der ,sauerstoff des ,wassers verwandelt das ,oxydul in ,oxyd1 whrend der ,wasserstoff zu dem ,indigblau tritt und reducirten ,indig bildet3 ,indigblau ,c#af;,h#aj,n#b,o#b ,indigweiss ,c#af;,h#ab,n#b,o#b ,eisenvitriol #b;,fe,s,o#d geben,gyps #b;,ca,s,o#d ,calciumhydroxyd #b;,ca,h#b,o#b ,eisenoxyd ,fe#b,o#c1 ,h#b,o ,sidenote3 ,harnkpe4 ,sidenote3 ,opermentkpe4 ,sidenote3 ,zinnkpe4 ,die ,vitriolkpe wird hufiger zum ,frben von ,baumwollen- und ,leinenstoffen1 als in der ,wollfrberei benutzt4 ,seit einiger ,zeit ersetzt man den ,eisenvitriol zuweilen durch ,zinkstaub und stellt dadurch ,zinkkpe dar4 ,die ,harnkpe wird durch ,auflsen von ,indig in faulem ,harn dargestellt4 ,die ,reduktion des ,indigs geschieht durch die organischen ,substanzen des faulen ,harnes1 die ,lsung des reducirten ,indigs durch das durch die ,fulniss des ,harnstoffs entstandene kohlensaure ,ammon4 ,man benutzt die ,urinkpe zum ,frben von ,wolle und ,leinen1 wiewohl sehr selten4 ,die ,operment- oder ,arsenkpe dient vielmehr in der ,zeugdruckerei als zum ,blaufrben der ,wolle4 ,man stellt sie durch ,auflsen von ,operment 7,schwefelarsen ,as#b,s#c7 und ,indig in ,kalilauge dar1 und trgt die ,lsung mit ,gummi verdickt auf4 ,die ,reduktion geht auf folgende ,weise vor sich3 ,operment und ,kali geben unter ,wasserzersetzung ,kaliumarseniat und ,kaliumhyposulfit2 der frei werdende ,wasserstoff verbindet sich mit dem ,indigblau zu ,indigweiss4 ,bei der ,zinnkpe bringt man den ,indig mit einer ,auflsung von ,zinnoxydul in ,aetzkali zusammen1 oder kocht ,aetznatron mit ,indig und metallischem ,zinn4 ,in beiden ,fllen bildet sich ,indigweiss neben ,alkalistannat4 ,diese ,kpe wird ebenfalls hauptschlich in der ,zeugdruckerei angewendet4 ,in neuerer ,zeit wendet man zuweilen die ,zuckerkpe an1 bei welcher ,milch- oder ,strkezucker bei ,vorhandensein von ,alkalien als ,reduktionsmittel benutzt wird4 ,sidenote3 ,schsischblau4 ,wie schon ,s4 #fge angegeben worden ist1 lst sich der ,indig in concentrirter ,schwefelsure und bildet mit derselben die ,indigschwefelsure4 ,dieselbe dient zum ,blaufrben der ,wolle4 ,um die ,lsung derselben 7die ,indigcomposition7 darzustellen1 lst man #a ,th4 ,indig in #d-e ,theilen rauchender ,schwefelsure1 schttet die ,lsung in einen ,kessel mit ,flusswasser1 und bringt in die ,flssigkeit ,flockwolle1 die man darin #bd ,stunden liegen lsst4 ,nach ,verlauf dieser ,zeit1 whrend welcher sich die ,indigschwefelsure auf die ,wolle niedergeschlagen hat1 lsst man die ,wolle abtropfen1 bringt sie dann in einen ,kessel mit ,wasser1 das mit etwas kohlensaurem ,ammon1 ,natron oder ,kali versetzt worden ist und lsst sie mit demselben einige ,zeit lang sieden4 ,die so erhaltene ,lsung 7abgezogenes schsisches ,blau oder ,blue7 wird zum ,blaufrben angewendet4 ,soll ,wolle mit dieser ,lsung blau gefrbt werden1 so wird sie mit ,alaun ausgesotten und dann mit dieser ,flssigkeit behandelt4 ,es bildet sich auf der ,wolle indigschwefelsaure ,thonerde4 ,sidenote3 ,wiederbelebung des ,indigs4 ,um aus den ,abfllen1 den ,lumpen von ,tuch u4 s4 w4 die mit ,indig gefrbt sind1 den ,indig wieder zu gewinnen1 behandelt man die ,zeuge mit verdnnter ,schwefelsure1 die bis auf #ajj erwrmt ist4 ,es lst sich die ,wolle auf1 whrend der ,indig unlslich zu ,boden fllt4 ,militrmontur-,tcher knnen bis zu #b-c ,proc4 ,indig geben4 ,die saure ,lsung der ,wolle wird mit ,kreide neutralisirt2 der entstehende schwefelsaure ,kalk eignet sich wegen der damit gemengten stickstoffhaltigen ,substanz als ,dngemittel4 ,sidenote3 ,blaufrben mit ,berlinerblau4 ,mit ,berlinerblau 7,kaliblau7 frbt man ,wolle auf zweierlei ,art4 ,die erste ,art besteht darin1 die ,wolle mit einer ,eisenoxydlsung zu trnken1 und dann durch eine ,lsung von ,ferrocyankalium1 die mit ,schwefelsure angesuert ist1 zu ziehen4 ,das zweite ,verfahren 7,bleu de ,france7 beruht auf der ,benutzung der zersetzenden ,einwirkung der ,luft auf die ,ferro- und ,ferridcyanwasserstoffsure4 ,man taucht die ,zeuge in eine ,auflsung von ,ferro- oder ,ferridcyankalium1 ,schwefelsure und ,alaun in ,wasser1 und setzt sie nachher der atmosphrischen ,luft aus2 die ,ferro- oder ,ferridcyanwasserstoffsure zersetzt sich in entweichende ,blausure und in auf der ,faser zurckbleibendes ,eisencyanrcyanid4 ,das neuere ,verfahren von ,meitzendorf1 vermittelst des ,berlinerblau's ,farbentne darzustellen1 die den durch ,schsischblau hervorgebrachten nicht nachstehen1 beruht auf der ,anwendung des ,ferridcyankalium4 ,nach dieser ,methode nimmt man eine ,lsung von ,ferridcyankalium1 ,zinnchlorid 7,sn,cl#d71 ,weinsure und ,oxalsure1 in welcher man die ,wolle erhitzt4 ,die ,oxalsure bewirkt die ,lsung des ,berlinerblau's1 welches letztere beim ,frben nur in aufgelster ,form wirken kann1 whrend das unlsliche unbenutzt verloren geht4 ,die ,weinsure erhht den ,glanz und die ,lebhaftigkeit der ,farbe4 ,sidenote3 ,blaufrben mit ,campecheholz und ,kupfersalz ,um mit ,campecheholz und ,kupfersalzen blau 7,holzblau7 zu frben1 bereitet man ein ,bad1 in welchem man ,campecheholz kochen lsst und bringt dann ,alaun1 ,weinstein und schwefelsaures ,kupferoxyd hinzu4 ,in dieser ,brhe lsst man die ,wolle kochen4 ,nach dem ,ausfrben werden die ,zeuge durch ,kochen in einem ,bad von ,campecheholz1 ,zinnchlorr1 ,alaun und ,weinstein geschnt4 ,die mit ,campecheholz gefrbten und darauf geschnten ,tuche haben vor den mit ,indig im ,stck gefrbten den ,vorzug1 dass sie durch ,reibung und durch den ,gebrauch nie weiss werden4 ,statt des ,campecheholzes nimmt man zu halbchten ,farben gegenwrtig auch hufig ,orseille und ,persio4 ,sidenote3 ,gelbfrberei4 ,die zum ,gelbfrben der ,wolle am hufigsten angewendete ,substanz ist der ,wau1 der die ,eigenschaft hat1 beim ,zusammenbringen mit einem ,alkali weniger roth gefrbt zu werden1 als die brigen gelben ,farbstoffe4 ,die ,waugelbfarben bleiben an der ,luft ziemlich lange unverndert1 obgleich ihre ,haltbarkeit mit der der ,indigfarben nicht zu vergleichen ist4 ,die ,wolle wird zuerst mit einer ,lsung von ,alaun und ,weinstein1 und dann in einem frischen ,bade von ,wau gekocht4 ,mit etwas ,fisetholz oder ,krapp modificirt1 erhlt man rothgelb1 mit etwas ,indigschwefelsure citronengelb4 ,des ,gelbholzes bedient man sich weniger zur ,darstellung von reinem ,gelb als von gemischten ,farben4 ,die grosse ,menge der in dem ,gelbholz enthaltenen eigenthmlichen ,gerbsure bewirkt1 dass mit dem ,gelbholz ohne ,beizen gefrbt werden kann1 obgleich die so behandelte ,flockwolle eine fr das ,verspinnen sehr nachtheilige ,hrte annimmt4 ,der ,vorschlag1 aus den ,abkochungen des ,gelbholzes die ,gerbsure durch ,hautabflle zu fllen1 ist insofern ein irrationeller1 als die in dem ,gelbholz enthaltene ,gerbsure eine gelbfrbende ist1 und das ,gelbholz durch ,entfernung dieser ,sure des grssten ,theils seines ,farbstoffs beraubt werden wrde4 ,das ,fisetholz wendet man vorzugsweise zum ,gelbfrben der ,merinos an4 ,goldgelb wird auf ,wolle mit ,hlfe von ,martiusgelb oder von ,pikrinsure erzeugt4 ,sidenote3 ,rothfrberei4 ,bei dem ,rothfrben der ,wolle wendet man am hufigsten den ,krapp an4 ,die ,operation der ,krappfrberei zerfllt in das ,ansieden und das ,aussieden im ,krappbade4 ,bei derselben muss mglichst reines ,wasser angewendet werden1 da besonders ,kalksalze der ,farbe einen eigenthmlich violetten ,ton geben4 ,das ,ansieden geschieht in einer ,lsung von ,alaun und ,weinstein1 das ,aussieden in dem ,krappbad1 in welchem der ,krappgehalt mindestens die ,hlfte vom ,gewicht der ,wolle betrgt4 ,nach dem ,ansieden wird die ,wolle sorgfltig ausgewaschen1 um alle holzigen ,theile1 die an der ,wolle hngen1 zu entfernen4 ,mit der ,zeit wird man vielleicht mit knstlichem ,alizarin 7,anthracenroth7 frben4 ,das ,rothfrben mit ,cochenille geht ebenso wie die ,krappfrberei durch ,ansieden und ,aussieden vor sich4 ,die ,nancen mit einem ,stich ins ,gelbe fhren den ,namen ,scharlach1 die mit einem ,stich ins ,rothe ,ponceau4 ,man siedet mit einem ,bad aus ,cochenille1 ,weinstein und ,zinnsalz an und frbt mit ,cochenille und ,zinnsalz aus4 ,mit allen ,theerfarbstoffen 7rothen1 blauen1 grnen1 grauen1 gelben1 braunen1 violetten7 lsst sich die ,wolle mit ,leichtigkeit frben1 deren ,affinitt zu den ,anilinfarben so bedeutend ist1 dass die ,lsung eines solchen ,farbstoffes durch ,digestion mit ,wolle fast vollstndig entfrbt werden kann4 ,sidenote3 ,grnfrben4 ,sidenote3 ,bunte ,farben4 ,grn stellt man durch die ,verbindung von ,blau und ,gelb dar4 ,gewhnlich frbt man erst die ,wolle blau1 lsst sie dann mit ,weinstein und ,alaun kochen und frbt dann mit ,gelbholz oder ,wau aus4 ,das zu ,spieltischen1 ,billardberzgen u4 s4 w4 angewendete grne ,tuch wird auf folgende ,weise gefrbt3 ,man bereitet eine schwache ,abkochung von ,gelbholz1 schttet in das ,bad etwas ,schsischblau und lst darin ,alaun und ,weinstein4 ,darauf taucht man die ,stcke hinein und erhlt das ,bad #b ,stunden lang im ,sieden4 ,nach dem ,auswaschen bringt man das ,tuch in frisches ,gelbholzbad1 zu welchem man abermals eine kleine ,menge ,schsischblau gesetzt hat und frbt es darin aus4 ,auch mittelst ,lo-kao 7vergl4 ,seite #fgg7 und ,anilingrn1 namentlich ,jodgrn#agb1 frbt man ,wolle 7,wollgarn1 glatte ,wollstoffe1 ,halbwolle etc47 grn4 -- ,auf hnliche ,weise erzeugt man durch ,cochenille1 ,fisetholz1 ,krapp1 ,gelbholz etc4 alle ,arten gemischter ,farben4 #agb ,vergl4 die ,mittheilung von ,th4 ,peters 7in ,chemnitz7 ber das ,frben der ,wolle mit ,jodgrn 7,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfi p4 #fba74 ,sidenote3 ,schwarze ,farben4 ,die schwarze ,farbe der ,wolle entsteht gewhnlich1 wenn man von der ,application des ,anilinschwarz 7aus chromsaurem ,kupfer und oxalsaurem ,anilin7 absieht1 aus einer ,verbindung des ,eisenoxydes mit ,gerbsure und ,gallussure4 ,man beizt die ,wolle mit ,eisenvitriol an und frbt dann vermittelst einer ,abkochung von ,blauholz1 ,gallpfeln1 ,sumach u4 s4 w4 aus4 ,zu chtem ,schwarz 7,sedanschwarz7 giebt man den ,tchern in der ,waidkpe einen dunkelblauen ,indiggrund1 wscht sie dann sorgfltig aus1 bringt sie in ein ,bad von ,sumach und ,blauholz1 lsst sie darin #c ,stunden lang sieden und setzt darauf schwefelsaures ,eisenoxydul hinzu4 ,diese ,operation wird wiederholt1 bis das ,tuch eine intensiv schwarze ,farbe angenommen hat4 ,zu weniger chtem ,schwarz giebt man dem ,tuch einen ,grund mit ,berlinerblau und frbt hierauf wie vorher aus4 ,bei unchtem ,schwarz 7,bedarieuxschwarz1 ,toursschwarz1 ,genferschwarz7 nimmt man ,blauholz1 ,sumach mit etwas ,gelbholz1 als ,basis und wendet zum ,schwarzfrben ,eisenvitriol und ,kupfervitriol an4 ,das ,schwarzfrben mit ,kaliumchromat 7das ,chromschwarz7 -- eine ,erfindung von ,th4 ,leykauf in ,nrnberg -- wird auf folgende ,weise ausgefhrt3 ,man siedet mit einer ,lsung von ,kaliumbichromat und ,weinstein an und frbt mit einer ,abkochung von ,blauholz aus4 ,anstatt des ,eisenvitriols wendet man zweckmssiger mit ,holzessig bereitetes ,ferroacetat an4 ,sidenote3 ,weisses ,tuch4 ,weisses ,tuch erhlt man1 indem man das ,tuch nach dem ,schwefeln durch ,kreide zieht1 und nach dem ,trocknen ausklopft und ausbrstet4 ,sidenote3 ,seidenfrberei4 ,seidenfrberei4 ,die ,seide wird gewhnlich roh1 nachdem sie entschlt1 gebleicht oder geschwefelt worden ist1 gefrbt4 ,die bei der ,seidenfrberei angewendeten ,bder drfen nicht siedend1 sondern mssen kalt angewendet werden4 ,um die ,seide schwarz zu frben wendet man entweder an #a7 ,blauholz und ,eisenbeize 7,rostbeize71 #b7 ,blauholz und ,kaliumbichromat1 #c7 ,gallpfel und andere gerbstoffhaltige ,krper und ,eisensalze1 #d7 nach dem ,verfahren von ,persoz jun4 u4 ,a4 ,kupferchromat und oxalsaures ,anilin4 ,das erstere und zweite ,schwarz heisst schlechtweg ,holzschwarz1 das dritte ,schwerschwarz4 ,das ,holzschwarz mit ,eisenbeize wird hergestellt durch ,mordanciren der ,seide mit ,ferrinitrat 7,rostbeize1 ,rouille7 und ,ausfrben mit ,blauholz2 es ist billiger und findet besonders fr leichte ,stoffe1 ,bnder u4 s4 w4 ,anwendung2 eine unangenehme ,eigenschaft dieser ,farbe besteht darin1 dass sie durch die ,einwirkung selbst verdnnter ,suren gerthet wird4 ,theurer und umstndlicher ist das ,schwerschwarz1 dafr hat es aber auch den grossen ,vortheil1 dass es durch ,suren nicht verndert wird1 dass ferner die ,seide in ,schwerschwarz eine ,gewichtsmenge farbegebender ,substanzen aufnimmt1 die #fj1 #hj1 ja selbst #ajj ,proc4 ihres eigenen ,gewichtes betrgt#agc4 ,der ,seidenfrber muss auf ,verlangen fr #ajj ,pfund rohe ,seide #afj1 #ahj-bjj ,proc4 schwerschwarzgefrbte abliefern4 ,in ,deutschland wendet man als gerbsurehaltige ,substanz ,knoppernextract oder sogenannten schwarzen ,seidengrund1 ein in ,bhmen fabricirtes sehr adstringirendes ,extract1 an4 ,oft ist die schwarze ,seide im hchsten ,grade mit ,farbe gesttigt1 wodurch das ,zeug eine scheinbar grosse ,strke erhlt1 whrend die ,farbe unhaltbar ist und das ,zeug abfrbt4 ,eine solche ,farbe heisst ,dunstfarbe4 ,unter dem ,mikroskop beobachtet man1 dass die ,farbe den ,seidenfden nur lose anhaftet4 ,das ,schwerschwarzfrben wird ausgefhrt1 indem man die ,seide zuerst gallirt1 d4 h4 durch ein gerbsurehaltiges ,bad zieht und dann mit ,eisensalzen ausfrbt 7,mailnderschwarz72 das ,schwarz1 welches einen ,grund hat von ,blutlaugensalz und salpetersaurem ,eisen fhrt den ,namen ,blaukesselglanz4 #agc ,die zu ,schuhschnren bestimmte ,seide giebt sogar #bbe ,proc4 gefrbte ,seide auf #ajj rohe4 ,wohl keine ,farbe in der ,seidenfrberei hat von jeher zu so viel ,spekulationen ,veranlassung gegeben1 als die ,herstellung des ,schwerschwarz1 da der ,zweck1 den man in dem gegebenen ,falle zu erreichen beabsichtigt1 ein doppelter ist1 man will nmlich ,schwarzfrben1 dann will man aber auch erschweren4 ,das erstere geschieht durch diejenigen ,gerbematerialien1 die wie ,gallpfel u4 s4 w4 eisenbluende ,gerbsure enthalten1 das zweite1 das ,erschweren1 beruht auf der ,eigenschaft der ,gerbstoffe1 sich leicht und vollstndig mit thierischen ,stoffen1 also auch mit der ,seide verbinden zu knnen4 ,ebenso wie beim ,gerben des ,leders die ,haut an ,masse und ,gewicht zunimmt1 ebenso wirkt die ,gerbsure auf die ,seidenfaser ein1 indem sie dieselbe anschwellen1 voluminser und deshalb auch schwerer macht4 ,je reicher an ,gerbsure das ,bad ist1 desto schwerer wird bis zu einer gewissen ,grenze die ,seide werden mssen4 ,ob man ein ,eisenoxyd oder ein ,eisenoxydulsalz zum ,ausfrben anwendet1 ist nicht gleichgltig2 gallirte ,seide durch ein ,oxydbad gezogen1 wird sogleich schwarz1 durch ein ,oxydulbad dagegen zuerst blos schwrzlichviolett1 dann aber an der ,luft nach und nach auch schwarz4 ,wenn nun gleich die ,wirkung des ,oxydulsalzes der ,wirkung des ,oxydsalzes im endlichen ,resultate gleicht1 so hat dennoch fr bestimmte ,zwecke bald dieses1 bald jenes seine besonderen ,vortheile3 bei geringeren ,mengen von ,gerbsure ist das ,eisenoxyd zulssig und ntzlich1 bei grossen ,massen von ,gerbsure dagegen nur das ,oxydul anwendbar4 ,das neuerdings aufgekommene ,verfahren des ,schwarzfrbens der ,seide mit ,anilinschwarz vermittelst ,kupferchromat und oxalsaurem ,anilin soll vorzgliche ,resultate geben4 ,eine blaue ,frbung wird der ,seide mittelst ,indig1 ,berlinerblau1 ,blauholz und ,anilinblau ertheilt4 ,man wendet seltener die ,indigkpe1 als den gereinigten schwefelsauren ,indig 7den abgezogenen ,indig7 an4 ,um mit ,berlinerblau zu frben1 taucht man das ,zeug zuerst in ein ,gemenge von ,wasser1 ,raymond'scher ,flssigkeit#agd und ,zinnchlorr1 wscht es mit ,wasser aus und zieht es durch eine siedendheisse ,seifenlsung4 ,nach dem ,auswaschen taucht man es in eine ,lsung von ,ferrocyankalium1 die mit etwas ,salzsure angesuert worden ist4 ,man erhht die ,schnheit der ,farbe1 wenn man die gefrbte ,seide durch ammoniakhaltiges ,wasser zieht4 ,mittelst ,anilinblau 7zu dem sich in neuerer ,zeit des ,naphtylblau gesellt7 ist die ,frbung der ,seide eine sehr einfache1 indem man nur die zu frbende ,seide in eine ,lsung der ,farbstoffe 7in ,weingeist1 ,holzgeist oder bei ,anwendung von in ,wasser lslichem ,anilinblau auch in ,wasser7 zu bringen und darin zu lassen hat1 bis die gewnschte ,nance zum ,vorschein gekommen ist4 ,die rothe ,frbung wurde bis auf die neueste ,zeit mittelst ,safflor 7,carthamin71 ,cochenille und ,orseille1 namentlich mit franzsischem ,purpur hervorgebracht1 gegenwrtig wendet man allgemein hierzu das ,fuchsin1 das ,corallin und das ,magdalaroth 7,naphtalinroth7 an4 ,die ,operation des ,frbens ist bei ,anwendung von allen rothen ,theerfarben hchst einfach1 indem man die ,seide in der ,lsung der ,farbstoffe bis zur ,erzielung der gewnschten ,nance verweilen lsst4 ,das ,anilinroth ist1 was ,lebhaftigkeit1 ,intensitt und ,reinheit der ,farbe betrifft1 die schnste aller rothen ,farben1 an ,bestndigkeit wird es jedoch vom ,magdalaroth bertroffen4 ,die ,orseille findet in der ,seidenfrberei ebenfalls hufige ,anwendung1 obgleich ihr in dem ,anilinviolett ein mchtiger ,concurrent erwachsen ist4 ,gelb frbt man durch ,wau1 zu welchem man1 wenn eine ins ,orange ziehende ,farbe erhalten werden soll1 etwas ,orlean setzt1 oder in der modernen ,frberei durch ,martinsgelb4 ,zuweilen erzeugt man auf ,seide durch die ,einwirkung von ,salpetersure ein ,hellgelb durch die ,bildung von ,pikrinsure1 das durch die ,einwirkung der ,alkalien dunkler wird4 ,um ,orangegelb zu erzeugen1 zieht man die ,seide durch eine alkalische ,orleanlsung4 ,zu ordinrem ,grn wird mit ,wau1 ,quercitron1 ,gelbholz1 oder mit ,pikrinsure gelb und dann mit ,indigcomposition1 ,indigcarmin oder ,anilinblau blau gefrbt2 zu solidem ,grn frbt man erst mit ,bleu-,raymond blau und dann mit ,gelbholz auf verschiedene ,weise grn4 ,seit einigen ,jahren findet zum ,grnfrben der ,seide fast nur noch das ,anilingrn 7,emeraldin7 ,anwendung4 ,zu ,lila wendet man ,anilinviolett1 ,orseille oder ,blauholz und ,zinnchlorid 7,pens-,physikbad7 an4 #agd ,die ,raymond'sche ,flssigkeit besteht aus einer ,lsung von ,eisenvitriol in ,salpetersure und ist identisch mit ,rostbeize oder ,rouille4 ,das vermittelst dieser ,flssigkeit hervorgebrachte ,blau heisst ,raymond's-,blau4 ,das ,napoleonblau1 viel brillanter als das ,raymondblau1 erhlt zuerst ein ,eisenbad mit ,zinnsalz1 nachfolgt ein mit ,schwefelsure angesuertes ,bad von ,ferrocyankalium4 ,sidenote3 ,baumwollfrberei4 ,baumwollfrberei4 ,man frbt die ,baumwolle als ,garn oder als ,zeug1 am hufigsten wol als ,garn4 ,sie ist weit schwerer cht zu frben als ,wolle und bedarf eine weit krftigere ,beize4 ,blau erzeugt man auf ,baumwolle vermittelst der ,vitriolkpe1 ,berlinerblau 7,chemischblau71 ,campecheholz und ,eisenvitriol1 und einer ,lsung von ,kupferoxyd in ,ammoniak1 welches letztere beim ,trocknen ein schnes ,hellblau giebt4 ,gelb erzeugt man durch ,avignonkrner1 ,wau1 ,gelbholz1 ,quercitronrinde1 ,orlean1 ,eisenacetat und ,chromgelb1 ,grn durch ,vitriolkpe und ,quercitron1 ,braun durch ,eisensalz1 ,quercitron und ,krapp oder durch ,manganoxydhydrat4 ,schwarz frbt man entweder mit ,anilinschwarz cht1 oder indem man zuerst in der ,vitriolkpe blau grundirt1 hierauf mit holzessigsaurem ,eisen anheizt und dann in einem ,bade von ,gallpfeln und ,blauholz ausfrbt4 ,die ,theerfarben1 namentlich die vom ,anilin abgeleiteten ,farben1 welche von der ,baumwollfaser nicht ohne weiteres aufgenommen werden1 lassen sich mit ,hlfe einer ,beize1 am besten einer ,lsung von ,tannin in ,alkohol auf ,baumwolle befestigen4 ,auch das ,animalisiren der ,baumwollfaser mit ,albumin oder ,casen1 wobei die vegetabilische ,faser gewissermaassen mit einer ,schicht ,thiersubstanz plattirt und dadurch den ,anilinfarbstoffen gegenber der ,woll- und ,seidenfaser hnlich gemacht wird1 findet ,anwendung4 ,ebenso benutzt man zum ,mordanciren der ,baumwolle ,oelbeize oder auch ,schmierseife4 ,bei der ,baumwollrothfrberei ist der ,krapp besonders wichtig2 mit der ,zeit gewinnt wol auch das knstliche ,alizarin 7aus dem ,anthracen7 fr die ,rothfrberei der ,baumwolle eine gewisse ,bedeutung4 ,man unterscheidet ,ordinrroth und ,trkischroth2 ersteres wird auf ungeltem ,grunde1 letzteres auf ,garne oder ,gewebe gefrbt1 die vorher mit ,oelbeizen behandelt worden sind4 ,sidenote3 ,trkischrothfrberei4 ,das ,trkischroth 7,adrianopelroth1 indisch ,roth71 das nach dem ,waschen der ,stoffe 7,garn oder ,gewebe7 noch schner und lebhafter wird1 erhlt man auf folgende ,weise2 man unterscheidet folgende vier ,operationen3 #a7 ,das ,beizen des ,garnes mit ,oel geht in dem ,mistbade1 einer ,mischung von eigenthmlich saurem ,olivenl 7,tournantl7 mit ,potasche1 ,schafkoth und ,wasser1 und in dem ,weiss- oder ,hauptlbade1 einem ,gemisch von ,tournantl1 ,potasche und ,wasser vor sich4 ,man lsst die ,zeuge darauf an der ,luft liegen1 wodurch ein ,theil des ,tournantles1 das von der ,baumwolle aufgenommen worden ist1 sich verndert und dieselbe beizt oder mordancirt4 ,das nicht verbundene ,oel wird durch ,potasche- oder ,sodalsung entfernt4 #b7 ,das ,galliren 7,schmacken1 ,sumachen7 wird mit einer ,abkochung von ,gallpfeln oder ,sumach verrichtet2 die gallirte ,baumwolle in einer mit ,natriumcarbonat neutralisirten ,lsung von ,alaun durchgearbeitet1 getrocknet und nochmals alaunt4 #c7 ,das ,ausfrben oder ,krappen geschieht mit einer ,abkochung von ,krapp oder geeigneten ,krappprparaten4 #d7 ,das ,schnen und ,rosiren1 wodurch das gefrbte ,garn die scharlachrothe ,nance erhlt1 durch ,erhitzen mit ,seifenlsung1 ,zinnchlorr und ,salpetersure4 ,hierdurch wird ein ,theil der mit dem ,farbstoff verbundenen ,thonerde durch ,zinnoxyd ersetzt4 ,obgleich die ,trkischrothfrberei in ,europa schon seit ,jahrhunderten eingefhrt und vielfach verbessert worden ist1 so ist doch in dieser langen ,zeit keine gengende ,erklrung dieses ,processes gegeben worden1 und die ,theorie derselben noch ziemlich im ,dunkeln4 ,es ist wahrscheinlich1 dass durch die ,einwirkung des ,kothes 7der auch bis zu einem gewissen ,grade durch ein ,gemenge von phosphorsauren ,salzen mit ,leim ersetzt werden kann7 das ,zeug eine ,art von ,animalisation erleidet1 durch welche dasselbe die ,eigenschaft erhlt1 schnere und glnzendere ,farben anzunehmen1 als wenn es nur mit mineralischen ,substanzen gebeizt worden wre4 ,neuere ,untersuchungen haben ferner gezeigt1 dass das dabei in grosser ,menge angewendete ,oel1 in ,berhrung mit der ,luft sich zersetzt und mit der animalisirten ,faser sich verbindet1 vielleicht ebenso wie der ,thran mit der thierischen ,faser in der ,smischgerberei4 ,persoz1 ,jenny u4 ,a4 sind der ,ansicht1 dass das ,oel die ,hauptrolle bei der ,trkischrothfrberei spiele4 ,trotzdem scheint es1 als wenn eine ,verbindung von ,aluminium-,oleat und ,aluminium-,tannat1 combinirt mit den entsprechenden ,zinnverbindungen die ,fixirung der ,krappfarbstoffe auf der gewissermaassen gegerbten animalisirten ,baumwollfaser begnstige4 ,das eigenthmliche ,feuer des ,trkischroth rhrt nach ,wartha 7#ahgj7 von einer eigenthmlichen ,fettsureverbindung her1 welche indessen der ,faser nicht stark anhaftet und derselben durch ,aether und ,ligron entzogen werden kann4 ,sidenote3 ,frben der leinenen ,zeuge4 ,das ,frben der leinenen ,zeuge geschieht hnlich wie bei der ,baumwolle1 doch ist in ,folge der eigenthmlichen ,beschaffenheit der ,leinfaser die ,verwandtschaft derselben zu ,farbstoffen weit geringer als die der ,baumwollfaser4 ,der ,zeugdruck4 ,sidenote3 ,zeugdruckerei4 ,der ,zeugdruck hat zum ,zweck1 auf ,baumwoll-1 ,leinen-1 ,woll- und ,seidenstoffen farbige ,muster und zwar durch ,drucken hervorzubringen4 ,der wichtigste ,theil desselben ist die ,baumwoll- oder ,kattundruckerei4 ,sie beruht auf denselben ,principien wie die ,frberei1 obgleich sie ungleich grssere ,schwierigkeiten zu berwinden hat1 theils weil eben nur einzelne ,stellen ,farben annehmen und andere farblos bleiben oder wieder entfrbt werden1 theils auch weil hufig mehrere ,farben nebeneinander erzeugt werden sollen4 ,ausserdem handelt es sich um gefllige und geschmackvolle ,vertheilung der ,farben4 ,die in dem ,kattundruck angewendeten ,farben zerfallen in zwei ,abtheilungen1 nmlich in solche1 die vermittelst gravirter ,platten direkt auf das ,zeug aufgetragen werden 7,applications-1 ,schilder- oder ,tafeldruckfarben71 und solche1 die man durch ,eintauchen des ,zeuges in die ,farbenbrhe 7,kessel- oder ,krappfarben7 hervorbringt4 ,zu den ersteren gehren die ,eisenfarben1 das ,berlinerblau1 der ,krapplack1 der ,indig1 die ,cochenille und die meisten ,theerfarben1 zu den letzteren der ,krapp1 die ,cochenille1 das ,blauholz1 der ,wau1 der ,sumach u4 s4 w4 ,es giebt verschiedene ,arten1 die ,zeuge zu bedrucken4 ,entweder man bringt #a7 die hinlnglich mit einem ,verdickungsmittel und der ,beize vermischte ,farbe auf das ,zeug1 oder man trgt #b7 nur die verdickte ,beize auf diejenigen ,stellen des ,zeuges auf1 die ,farbe erhalten sollen und zieht darauf das ,zeug durch die ,farbenbrhe2 oder man frbt #c7 das ganze ,zeug1 mit ,ausnahme derjenigen ,stellen1 die eine andere ,farbe erhalten sollen2 diese ,stellen werden mit einer ,substanz 7,reservage1 ,deckpappe1 auch die ,schutzpappen oder ,schutzreserven gehren hierher7 bedeckt1 die zu dem ,farbstoff der ,flotte keine ,verwandtschaft hat2 #d7 endlich kann man farbige ,muster dadurch erhalten1 dass man das ,zeug gleichmssig frbt und dann auf denjenigen ,stellen1 die anders gefrbt worden sollen1 die ,farbe wieder wegnimmt2 zu diesem ,behufe wendet man chemisch wirkende ,substanzen1 ,aetzbeizen1 ,aetzmittel1 ,enlevage1 an4 ,sidenote3 ,beizen4 ,bei vielen ,farben bedarf es der ,einwirkung der ,wasserdmpfe zur ,befestigung der ,farben2 man nennt solche ,farben ,dampffarben4 ,sind die aufgedruckten ,farben anorganische ,farbstoffe 7wie ,ultramarin7 oder ,lacke 7wie ,krapplack71 welche man auf mechanischem ,wege 7mit ,albumin1 ,casen1 ,kleber7 auf dem ,gewebe befestigt1 so heissen die ,farben ,krperfarben4 ,in der ,zeugdruckerei wendet man leicht lsliche ,beizen 7,mordants7 an1 deren ,sure sich leicht von der ,base trennt1 so dass letztere mit der ,faser eine ,verbindung eingehen kann4 ,meist wendet man als ,beize ,aluminiumacetat 7vergl4 ,s4 #bif7 und ,ferriacetat an4 ,seltener findet der ,alaun oder eine ,auflsung von ,thonerde in ,natron 7,natrium-,aluminat7 ,anwendung4 ,um ,bleichromat zu erzeugen1 wendet man als ,beize ,bleiacetat an2 ebenso wendet man bisweilen ,zinnverbindungen 7vergl4 ,s4 #gg7 als ,beize an4 ,in neuerer ,zeit hat man die ,anwendung des ,casens1 in seiner ,verbindung mit ,kalk als ,beize vorgeschlagen4 ,zu diesem ,behufe lst man ,casen in verdnntem ,ammoniak auf und vermischt mit dieser ,lsung frischen ,kalkbrei4 ,mit der entstehenden ,flssigkeit 7,casen-,kalk7 trnkt man das zu frbende ,zeug4 ,durch ,erwrmen wird die ,verbindung unlslich und der ,stoff ist so vollstndig gebeizt1 dass derselbe dem ,waschen mit alkalischen ,flssigkeiten widersteht4 ,um die ,steifigkeit und ,hrte des ,zeuges zu verhindern1 die bei der ,anwendung des ,casen-,kalkes als ,beizmittel entsteht1 hat man vorgeschlagen1 die ,verbindung vor der ,anwendung mit ,tournantl zu vermischen1 und sie dann erst auf das ,zeug aufzutragen4 ,baumwollenes ,zeug verhlt sich darauf wie ,wolle und ist befhigt1 dieselben ,farben aufzunehmen4 ,auch das ,albumin1 der ,kleber und die ,gerbsure finden als ,mordant in dem ,zeugdruck ,anwendung4 ,sidenote3 ,verdickungsmittel4 ,man giebt den ,beizen und ,farben vor dem ,auftragen eine dickliche ,consistenz4 ,als ,verdickungsmittel wendet man ,senegalgummi1 ,tragant1 ,strke1 ,leiokom1 ,dextrin1 ,salep1 ,mehl1 ,kleber1 ,pfeifenthon mit ,senegalgummi1 ,leim1 ,bleisulfat1 ,zucker1 ,melasse1 ,glycerin1 zuweilen auch ,chlorzink und ,zinknitrat an4 ,von der ,beschaffenheit des ,verdickungsmittels ist die ,gte der ,farbe abhngig1 am hufigsten wendet man jetzt die gerstete ,strke oder das ,leiokom 7vgl4 ,s4 #dcc71 seltener aber ,eiweiss an4 ,bei der ,wahl des ,verdickungsmittels ist zu bercksichtigen1 dass bei sehr sauren ,beizen ,strke nicht angewendet werden kann1 weil sie durch die ,sure ihre ,consistenz verliert1 dass bei gewissen ,metalllsungen1 wie z4 ,b4 basischem ,bleiacetat1 ,zinnlsung1 ,rostbeize 7,ferrinitrat7 und ,kupfernitrat1 welche mit ,gummi coaguliren1 ,gummi zum ,verdicken nicht benutzt werden darf4 ,sidenote3 ,reservagen4 ,wie schon erwhnt1 trgt man im ,zeugdruck zuweilen gewisse ,substanzen vor dem ,frben des ,zeuges an denjenigen ,stellen auf1 die weiss bleiben sollen4 ,man nennt solche ,substanzen ,reservagen 7,deckmittel1 ,deckpappen74 ,gewhnlich ist die ,reservage ein ,gemisch1 das die ,bestimmung hat1 das ,indigblau zu verhindern1 in aufgelster ,form an gewissen ,stellen auf das ,zeug einzuwirken1 so dass dasselbe an den ,stellen1 wo die ,reservage liegt1 weiss bleibt1 oder mindestens vor der ,berhrung mit dem ,zeug in das ,indigblau1 mithin in unlsliche ,form bergehe4 ,die ,reservagen sind zusammengesetzt aus teiggebenden ,substanzen1 wie ,pfeifenthon1 ,fett1 ,oel1 ,bleisulfat1 und aus ,krpern1 die leicht ,sauerstoff abgeben1 wie ,kupfersulfat und -acetat oder ein ,gemenge von rothem ,blutlaugensalz und ,natronlauge4 ,hufig setzt man zu den ,reservagen zugleich eine ,beize fr gewisse andere ,farben 7,thon- oder ,eisenbeize7 um die ,stellen1 welche durch die ,reservage in der ,kpe weiss bleiben1 darauf in einer anderen ,farbenbrhe 7von ,krapp und ,quercitron7 auszufrben4 ,man nennt diese ,art von ,druckerei ,lapis1 in ,folge einer entfernten ,aehnlichkeit1 welche einige dieser ,muster mit dem ,lasurstein 7,lapis lazuli7 haben4 ,die sogenannte weisse ,reservage fr ,walzendruck besteht z4 ,b4 aus ,grnspan oder ,kupfervitriol1 essigsaurem ,bleioxyd1 welche ,substanzen mit ,gummi- oder ,dextrinlsung verdickt und dann auf die ,zeuge aufgetragen werden4 ,den ,tag darauf zieht man sie durch die ,indigkpe1 bis sie den erforderlichen ,grad von ,intensitt erlangt haben4 ,zuletzt zieht man sie durch ein ,bad von verdnnter ,schwefelsure1 bis die ,reservage weiss ist4 ,der ,vorgang hierbei ist folgender3 ,so wie der reducirte ,indig mit dem ,kupferoxyd in ,berhrung kommt1 verwandelt er sich auf ,kosten des ,sauerstoffs des ,kupferoxydes in ,indigblau1 das sich unlslich in der ,reservage niederschlgt4 ,das ,behandeln mit verdnnter ,schwefelsure hat zum ,zweck1 das in der ,reservage befindliche ,kupferoxydulhydrat wegzunehmen und das unlsliche ,indigblau auszuwaschen4 ,ausser den ,kupferoxydsalzen wendet man zu weissen ,reservagen auch ,quecksilberchlorid und ,zinkvitriol an2 ersteres wirkt hnlich dem ,kupferoxydsalz1 letzterer dadurch1 dass der ,zinkvitriol mit dem ,indigweiss eine unlsliche ,verbindung eingeht1 die sich an den reservirten ,stellen niederschlgt4 ,sidenote3 ,aetzmittel4 ,sidenote3 ,suren4 ,sidenote3 ,oxydirende ,mittel4 ,die ,aetzmittel 7,aetzpappen7 haben die ,bestimmung1 auf bereits gefrbten ,zeugen auf chemischem ,wege weisse ,stellen hervorzubringen2 dies geschieht entweder durch ,auflsen der ,beizen 7,druck mit ,aetzbeizen7 oder durch ,zerstren der ,farben 7,enlevagendruck74 ,um das erstere zu bewerkstelligen1 bedient man sich einer ,sure1 die sich mit der ,base verbindet 7,phosphorsure1 ,arsensure1 ,milchsure1 ,oxalsure1 ,kieselflusssure72 um durch ,enlevagendruck ,farben zu zerstren1 wendet man ozonabgebende ,mittel wie ,chlorkalk1 ,chromsure1 ein ,gemenge von rothem ,blutlaugensalz mit ,natronlauge1 ,kaliumpermanganat1 einen ,brei aus ,brom und ,thon1 ,salpetersure1 die smmtlich ozonisirten ,sauerstoff abgebend 7oxydirend7 wirken1 oder ,zinnchlorr und ,eisenvitriol1 welche ,sauerstoff aufnehmend 7reducirend7 wirken1 an4 ,eine der am hufigsten angewendeten sauren ,aetzbeizen ist die ,weinsure1 die besonders zum ,auflsen der ,thonerde und des ,eisenoxydes der ,beize angewendet wird4 ,bisweilen wird sie mit ,natriumbisulfat vermischt angewandt4 ,ein roth- oder blaugefrbtes ,zeug1 das an den zu bleichenden ,stellen mit einem ,gemenge von ,weinsure1 ,pfeifenthon und ,gummi bedeckt worden ist1 verliert sogleich an den bedruckten ,stellen seine ,farbe1 wenn es in ein ,bad von ,chlorkalk getaucht wird4 ,als ,enlevage auf ,berlinerblau ist in neuerer ,zeit ,fluorkalium in ,vorschlag gebracht worden4 ,das ,wegbeizen des ,indigblau's durch oxydirende ,mittel beruht darauf1 dass das im ,wasser unlsliche ,indigblau durch ,sauerstoffaufnahme in ,isatin bergeht1 welches lslich ist und leicht durch ,waschen mit ,wasser entfernt werden kann3 ,c#af;,h#aj,n#b,o#b #b,o ,c#af;,h#aj,n#b,o#d ,indigblau4 ,isatin4 ,man wendet zur ,zerstrung des ,indigblau's ,chromsure an1 die unter ,sauerstoffabgabe zu ,chromoxyd reducirt wird4 ,in der neueren ,zeit hat ,mercer vorgeschlagen1 zum ,bleichen des ,indigs in der ,zeugdruckerei ein ,gemenge von ,kali und ,ferridcyankalium anzuwenden4 ,zu diesem ,zwecke trnkt man das in der ,indigkpe blaugefrbte ,zeug mit einer ,lsung von rothem ,blutlaugensalz1 und druckt dann mit ,leiokom verdicktes ,aetzkali auf4 ,durch das ,kali wird das ,ferridcyankalium in ,ferrocyankalium verwandelt und das ,indigblau durch den dabei freiwerdenden ,sauerstoff in ,isatin bergefhrt3 ,ferridcyankalium #d,k#c;,fe,cy#f ,kali #d,,koh geben ,indigblau ,c#af;,h#aj,n#b,o#b ,ferrocyankalium #d,k#d;,fe,cy#f ,isatin ,c#af;,h#aj,n#b,o#d1 #b;,h#b,o ,sidenote3 ,reducirende ,mittel4 ,von den reducirenden ,aetzmitteln ist das wichtigste das ,zinnchlorr1 das bei mit ,eisenoxyd gefrbten ,zeugen ,anwendung findet4 ,bringt man ,zinnchlorr mit ,eisenoxyd zusammen1 so bildet sich leicht lsliches ,eisenchlorr1 das durch ,waschen entfernt wird1 und unlsliche ,zinnsure 7richtiger ,zinnoxydul-,oxyd71 die fr ,roth und ,gelb als ,beize dient4 ,sidenote3 ,baumwolldruckerei4 ,baumwolldruckerei4 ,der ,druck auf ,baumwolle kann geschehen #a7 durch ,frben aus dem ,kessel1 #b7 durch ,tafeldruck1 oder #c7 durch ,aetzdruck4 ,bei dem ,frben aus dem ,kessel 7,kessel- oder ,krappfarbendruck7 trgt man die mit einem ,verdickungsmittel verdickte ,beize1 zu welcher man gewhnlich ein wenig ,farbebrhe 7,blende7 gesetzt hat1 um sie aufgedruckt zu erkennen1 vermittelst ,dessinformen 7,model1 ,druckmodel7 oder vermittelst gravirter ,platten oder ,walzen auf4 ,zum ,handdruck wendet man einen ,drucktisch an1 der mit wollenem ,zeug1 dem ,drucktuch1 berzogen ist4 ,auf diesen ,tisch wird das ,zeug ausgebreitet und auf letzteres mit ,druckformen die ,beize aufgedruckt4 ,die ,druckformen sind entweder von ,holz 7,birnbaumholz1 ,buxbaumholz1 ,tannenholz7 oder bestehen aus ,metallstiften und ,figuren1 die in dem ,holz der ,form befestigt sind4 ,erstere heissen ,holzformen1 letztere ,stippelformen2 auf den sogenannten gemischten ,formen sind breitere ,partien der ,zeichnung in ,holzschnitt1 die feineren aber durch ,stifte hervorgebracht1 die man zwischen jene eintreibt4 ,damit die ,beizen gleichfrmig aufgetragen werden1 wendet man einen ,rahmen 7das ,chassis71 auf welchen man ein ,stck weisses ,tuch nagelt1 und einen ,bottich mit der sogenannten falschen ,farbe an1 der zur ,hlfte mit einer dicken ,gummilsung oder mit ,leinsamenschleim angefllt ist4 ,auf dieser ,flssigkeit schwimmt ein mit ,wachstuch berspannter ,rahmen1 der vorher mit ,fett berzogen worden ist4 ,man trgt nun die ,beize mittelst einer ,brste oder eines ,pinsels auf den ,rahmen auf4 ,auf dieses setzt der ,drucker die ,form1 so dass die erhabenen ,stellen ,beize aufnehmen1 bringt sie dann auf das auf dem ,drucktische befindliche ,zeug und schlgt mit der ,faust oder mit einem hlzernen ,hammer auf die ,rckseite der ,form1 damit sich alle ,theile der ,form vollstndig abdrucken4 ,werden mehrere ,beizen auf einmal mittelst besonderen ,brsten auf den ,rahmen aufgetragen und dann auf das ,zeug gedruckt1 so erreicht man die mannigfaltigsten ,nancen 7den ,irisdruck oder ,fondudruck74 ,um das ,verfahren beim ,druck zu beschleunigen1 hat man verschiedene ,maschinen in ,anwendung gebracht1 so z4 ,b4 die von ,perrot in ,rouen im ,jahre #ahcc erfundene ,perrotine2 diese ,maschine arbeitet mit #c-d hlzernen1 platten ,formen 7,perrotineformen1 ,holzmodel1 auf welche die ,zeichnung in ,tafeln1 ,stereotypplatten hnlich1 aus leichtflssiger ,legirung aus ,zinn ,wismuth1 ,kadmium etc4 aufgenagelt wird7 von der ,breite des ,zeuges1 welche die ,beizen oder ,farben erhalten und sie durch solche auf das ,zeug abdrucken4 ,anstatt der ,druckplatten wendet man seit lngerer ,zeit sehr hufig ,platten oder ,walzen an4 ,bei den ,walzen- oder ,rouleauxdruckmaschinen ist das ,muster in einen kupfernen ,cylinder eingravirt1 der durch die ,maschine umgedreht wird4 ,unter demselben befindet sich eine hlzerne mit ,tuch berzogene ,walze1 die zum ,theil in die ,farbe taucht und den ,cylinder mit ,farbe speist4 ,dicht dabei ist ein ,abstreichmesser 7der ,doctor oder ,rakel71 das von den erhabenen ,stellen des ,cylinders die berschssige ,farbe entfernt1 und sie nur in den ,vertiefungen1 welche das ,dessin darstellen1 lsst4 ,nach beendigtem ,aufdruck der ,beizen ist es nothwendig1 das ,zeug einige ,zeit lang ruhen zu lassen1 ehe man zum ,ausfrben schreitet4 ,es ist dies namentlich bei ,thonerde- und ,eisenbeizen nothwendig1 damit eine innige ,verbindung der ,beize mit dem ,zeug stattfinden kann4 ,nach dem ,trocknen und ,ruhen der ,beizen muss das ,zeug vor dem ,ausfrben von dem ,verdickungsmittel1 der zum ,erkennen angewendeten ,blende1 hauptschlich aber von dem unverbundenen ,theile der ,beize befreit werden4 ,bei ,zeugen aber1 die in ,krapp ausgefrbt werden sollen1 ist die ,reinigung der ,zeuge im ,khkothbade 7das ,khkothen7 nothwendig4 ,gewhnlich setzt man etwas ,kreide zu1 um die ,essigsure oder ,beizen zu sttigen4 ,obgleich eine gengende ,theorie der ,wirkung des ,kuhkothes noch nicht aufgestellt ist1 so sind doch alle ,kattundrucker darber einig1 dass seine ,anwendung unerlsslich sei4 ,nach ,mercer und ,blyth lsst sich der ,kuhkoth durch gewisse ,phosphate und ,arseniate ersetzen2 diese ,chemiker schlagen vor1 ein ,gemenge von ,natriumphosphat und ,calciumphosphat anzuwenden4 ,neuerdings hat man auch ,natriumsilicat als ,kuhkothsalz anzuwenden vorgeschlagen4 ,nach dem ,behandeln im ,kuhkothbad wird das gebeizte ,zeug gewaschen und alsdann ausgefrbt4 ,leicht lsliche ,farbstoffe werden in ,auflsung angewendet1 dies ist der ,fall bei der ,cochenille1 dem ,quercitron1 dem ,wau1 dem ,safflor u4 s4 w42 andere1 die sich nur schwer in ,wasser lsen1 wie die ,farbstoffe des ,krapps1 werden ungekleinert als ,krapp oder ,garancine in das ,frbebad gebracht4 ,wenn verschiedene ,beizen aufgedruckt worden sind1 so versteht es sich von selbst1 dass mit einem einzigen ,frbebad verschiedene ,farben erhalten werden knnen4 ,so kann man mit ,krapp roth in allen ,abstufungen1 schwarz1 braun und violett frben1 wenn ,thonerde und ,eisenbeize1 und ein ,gemenge beider aufgedruckt wurde4 ,da die ,farbe nur an denjenigen ,stellen haftet1 an welchen sich ,beize befindet1 so kann der ,farbstoff von dem brigen ,zeug leicht entfernt werden4 ,letzteres geschieht durch ,waschen1 ,behandeln mit ,kleie und ,seife1 und ,auslegen auf den ,rasen4 ,bei mit ,krapp gefrbten ,zeugen bleicht man mit einer ,lsung von ,chlorkalk oder mit ,javelle'scher ,lauge 7vergl4 ,s4 #bdd74 ,einzelne ,farben1 denen1 so wie sie aus dem ,frbebade kommen1 der ,glanz und die ,nance abgeht1 werden geschnt 7avivirt74 ,bei dem ,trkischroth geschieht dies durch lngere ,zeit fortgesetztes ,sieden mit einer ,lsung von ,seife und ,zinnchlorid4 ,sidenote3 ,tafelfarben4 ,das ,verfahren1 eingedickte ,farben und ,beizen gemeinschaftlich aufzutragen1 nennt man ,tafeldruck1 und die dazu angewendeten ,farben ,applications- oder ,tafelfarben 7topische ,farben74 ,man kennt zwei ,arten von ,tafelfarben1 die eine ,art wird im gelsten ,zustand aufgedruckt und geht auf der ,faser nach und nach in die unlsliche ,form ber1 die andere ,art druckt man unlslich auf und verdickt sie mit plastischen ,substanzen1 mit deren ,hlfe sie der ,faser adhriren4 ,zu der letzteren ,art gehren die ,krperfarben 7z4 ,b4 der ,ultramarindruck74 ,durch ,behandeln der gefrbten ,zeuge mit heissem ,wasserdampf werden viele ,tafelfarben auf ,baumwollgeweben fixirt und heller gemacht4 ,die so erzeugten ,farben heissen ,dampffarben2 ihre ,herstellung spielt eine wichtige ,rolle im ,zeugdruck4 ,zu diesem ,zwecke lsst man die bedruckten ,zeuge #b-c ,tage lang trocknen und spannt sie sodann in einem ,raume auf1 der durch heisse ,wasserdmpfe bis auf #ajj erhitzt ist4 ,die ,dauer der ,operation des ,fixirens durch ,dampf ist von der ,temperatur und der ,natur des ,dessins abhngig2 sie variirt zwischen #bj-de ,minuten4 ,auf welche ,weise der ,dampf die ,befestigung der ,farben bewirkt1 ist nicht genau bekannt4 ,um blau 7,applicationsfarbe7 zu erhalten1 trgt man ,opermentkpe 7vergl4 ,s4 #fhb7 mit ,natriumcarbonat und ,gummipulver verdickt auf1 und wscht das ,zeug #bd ,stunden nach dem ,auftragen der ,farbe aus4 ,dampfblau erhlt man durch ,aufdrucken einer mit ,strke verdickten ,lsung von ,ferrocyankalium1 ,weinsure mit kleinen ,mengen von ,schwefelsure1 ,trocknen1 ,lften und ,dmpfen4 ,gelb wird auf die bekannte ,weise durch ,trnken mit ,bleiacetat und ,ziehen durch eine ,lsung von ,kaliumbichromat dargestellt4 ,zu ,grn nimmt man eine ,mischung von ,bleichromat und ,berlinerblau4 ,sidenote3 ,aetzdruck4 ,bei dem ,aetzdruck sucht man1 wie oben erwhnt1 durch ,aetzmittel an gewissen ,stellen des ,zeuges die ,farbe wegzunehmen4 ,die ,operation1 vermittelst welcher die ganze ,oberflche des ,stckes mit ,beize bedeckt wird1 heisst das ,klotzen 7,aufklotzen1 ,grundiren74 ,dies geschieht1 indem man das ,zeug mit einer ,lsung der ,beize imprgnirt und dann durch zwei mit ,tuch umwickelte ,walzen durchlaufen lsst1 wodurch theils das ,zeug gleichmssig mit der ,beize getrnkt1 theils von dem ,ueberschuss derselben befreit wird4 ,nachdem die ,beize aufgetragen worden ist1 wird das ,zeug getrocknet4 ,whrend die aufgedruckten ,aetzbeizen den ,zweck haben1 das mordancirte ,zeug stellenweise von der ,beize zu befreien1 damit es an diesen ,stellen beim ,ausfrben keine ,farbe annehme1 wirken die ,enlevagen zerstrend auf die ,farbe selbst4 ,suren1 wie ,oxalsure1 ,citronensure1 ,weinsure1 ,milchsure1 ,phosphorsure1 ,arsensure1 ,kieselflusssure1 eben so auch das ,zinnchlorid1 gehren demnach zu den ,aetzbeizen1 unterchlorige ,sure1 ,chromsure1 ,mercer's ,liquor und berhaupt die ozonabgebenden ,mittel zu den ,enlevagen4 ,fr ,thonerde- und ,eisenbasen bedient man sich folgender ,aetzbeizen3 fr ,eisenbasen einer ,lsung von ,oxalsure und ,weinsure in ,wasser1 zu welcher man ,citronensaft und gebrannte ,strke und ,dextrin als ,verdickungsmittel und etwas ,lsung von ,indig in ,schwefelsure zum ,blenden der ,aetzbeize setzt2 bei ,thonerdebasen einer ,lsung von ,kaliumbioxalat 7,sauerkleesalz71 ,weinstein1 ,weinsure und ,glaubersalz in ,wasser1 zu welcher man ,kleister als ,verdickungsmittel fgt4 ,der ,zweck des ,aetzens ist aber nicht allein1 die ,farben zu zerstren oder weisse ,stellen zu erzeugen1 sondern auch1 bunte andersgefrbte ,stellen auf dem gefrbten ,zeug hervorzubringen4 ,letzteres geschieht1 indem man zu dem ,aetzmittel ,farbe setzt2 diese ,farben mssen1 wenn als ,aetzmittel ,enlevagen von ,chlor angewendet werden1 unorganische1 wie ,bleinitrat1 ,berlinerblau u4 s4 w41 sein4 ,um auf einem einfarbigen ,grund gefrbte ,aetzungen hervorzubringen1 bedient man sich z4 ,b4 bei trkischroth gefrbten ,zeugen folgenden ,verfahrens3 ,um weiss zu erhalten1 trgt man eine ,aetzbeize1 bestehend aus ,weinsure1 ,wasser1 arabischem ,gummi und gersteter ,strke auf1 fr blau ein ,gemenge von ,weinsure1 ,berlinerblau1 ,zinnsalz1 ,strke und ,wasser1 fr gelb ,bleinitrat1 ,weinsure1 ,strke und ,wasser1 fr grn ein ,gemenge von ,gelb und ,blau1 fr schwarz eine mit ,ferrinitrat versetzte concentrirte ,abkochung von ,blauholz4 ,wenn man die mit diesen verschiedenen ,beizen bedruckten ,zeuge durch eine ,lsung von ,chlorkalk oder ,javelle'sche ,lauge zieht1 so wird an den bedruckten ,stellen die ,farbe des ,grundes zerstrt1 und es nimmt die ,farbe der ,beize die ,stelle derselben ein4 ,zur ,zerstrung der ,grundfarbe wendet man auch ,chromsure an1 die1 indem sie zu ,chromoxyd reducirt wird1 zur ,hervorbringung von braunen ,nancen ,veranlassung giebt4 ,sidenote3 ,druck mit ,anilinfarben4 ,die ,theerfarben in ,bezug auf ,zeugdruckerei sind fast durchweg ,dampffarben4 ,das ,aufdrucken und die ,befestigung auf das ,zeug geschieht auf verschiedene ,weise1 entweder #a7 druckt man das verdickte ,mordant auf und befestigt es durch ,trocknen und ,lften oder durch ,dmpfen1 und frbt es dann in der ,lsung des ,theerfarbstoffes 7,roth1 ,violett1 ,blau7 aus2 die ,farbe haftet dann an den mordancirten ,stellen2 oder #b7 man verdickt das ,mordant1 welches vorher mit dem ,theerfarbstoff versetzt wurde1 druckt die ,mischung auf1 trocknet und dmpft sie4 ,die als ,mordants im ,anilindruck angewendeten ,substanzen sind bei dem ,anilindruck ziemlich zahlreich1 zuerst ist hier zu erwhnen das ,eiweiss aus ,eiern1 dann das ,blutalbumin1 namentlich das unter ,mitwirkung von ,terpentinl durch ,ozon gebleichte2 ferner die verschiedenen ,kleberapparate1 so der nach ,w4 ,crum's ,angabe in schwacher ,natronlauge gelste ,kleber1 oder nach ,scheurer-,rott eine ,lsung von ,kleber in einer schwachen ,sure1 oder nach ,lis-,bodard eine ,lsung in ,calcium-,saccharat1 oder endlich nach dem ,verfahren von ,hanon durch beginnende ,fulniss lslich gemachter ,kleber4 ,anstatt des ,klebers kann man auch anwenden ,casen entweder in ,aetzlauge oder in ,essigsure gelst1 oder ,leim oder gerbsauren ,leim nach dem von ,kuhlmann und ,lightfoot vorgeschlagenen ,methoden4 ,den genannten stickstoffhaltigen ,krpern reihen sich an das ,tannin1 die fetten ,oele und gewisse ,oelprparate wie die ,oelschwefelsure1 ,palmitinschwefelsure und ,glycerinschwefelsure1 und gewisse ,harze z4 ,b4 der ,schellack aufgelst in ,alkalien1 ,borax etc4 ,der ,anilinfarbendruck mit ,hlfe von ,kleber geht auf folgende ,weise vor sich3 ,weizenkleber1 in bekannter ,weise durch ,auskneten von ,weizenmehl mit ,wasser und ,entfernen der ,strke durch ,auswaschen dargestellt1 wird in einem geeigneten ,gefsse so lange sich berlassen1 bis er in ,folge der ,bildung einer ,sure schleimig und hinlnglich flssig geworden ist4 ,im ,sommer ist der ,kleber gewhnlich nach #e-f ,tagen gengend flssig1 im ,winter in #h-aj ,tagen4 ,hierauf reinigt man die schleimige ,masse dadurch1 dass man den darin enthaltenen ,kleber wieder unlslich macht2 dies geschieht durch ,sttigen der ,sure mit einer ,lsung von ,natriumcarbonat4 #e ,kilogr4 ,kleber erfordern in diesem ,zustande gewhnlich #efj ,grm4 einer ,sodalsung von #a1ae spec4 ,gewicht4 ,der hierdurch unlslich ausgeschiedene ,kleber wird ausgewaschen und in ,natronlauge von #a1jhj spec4 ,gewicht 7auf #e ,kilogr4 wendet man #dce ,grm4 ,lauge an7 gelst und die ,lsung mit #c1e ,liter ,wasser verdnnt4 ,nachdem das ,zeug mit dieser ,mischung bedruckt und geklotzt und dann getrocknet worden ist1 wird es gedmpft und dann gesplt4 ,die ,lsung des ,anilinfarbstoffs wird nun als ,frbebad benutzt1 durch welches das mordancirte ,zeug passirt wird2 oder man druckt dieselbe auch auf das mit der ,kleberbeize imprgnirte und dann gedmpfte und gewaschene ,zeug auf1 wonach man den ,stoff zur ,befestigung der ,farbe nochmals dmpft4 ,der ,kleber lsst sich brigens ohne die angegebene ,reinigung anwenden1 wenn man ihn so lange aufbewahrt1 dass er den hchsten ,grad der ,flssigkeit erreicht2 in diesem ,falle vermischt man ihn mit ungefhr dem dritten ,theile seines ,gewichts ,natronlauge von #a1jh spec4 ,gewicht4 ,soll ,casen als ,mordant ,anwendung finden1 so mischt man dasselbe mit ,natron1 und nachdem das ,zeug mit dieser ,mischung bedruckt oder imprgnirt worden ist1 bedruckt man es mit dem ,anilinfarbstoffe4 ,ganz verschieden von der vorstehenden ,methode in der ,herstellung von ,aufdruckfarben aus ,anilinprparaten ist #c7 das ,verfahren von ,gratrix und ,javal1 welches auf zweierlei ,weise ausgefhrt wird1 entweder ,greek3 a7 bilden sie eine ,verbindung des ,anilinfarbstoffs mit ,gerbstoff 7,tannin71 verdicken mit ,senegalgummi und drucken diese ,mischung auf das mit ,zinnmordant oder einer andern ,beize imprgnirte ,zeug auf2 oder ,greek3 b7 sie drucken eine verdickte ,gallpfelabkochung auf das1 wie oben angegeben1 prparirte ,zeug auf1 wodurch sich eine ,verbindung von ,zinntannat u4 s4 w4 bildet1 und passiren den ,stoff nach dem ,trocknen durch eine saure ,lsung des ,anilinfarbstoffs4 ,um 7nach ,greek3 a7 die ,verbindung von ,gerbstoff mit dem ,farbstoff zu erzeugen1 setzt man zu einer ,lsung des ,anilinfarbstoffs so viel einer frisch bereiteten ,gallpfelabkochung oder besser ,tanninlsung1 als zur vollstndigen ,fllung des ,farbstoffs erforderlich ist4 ,der ,niederschlag wird auf einem ,filter gesammelt1 ausgewaschen und in ,essigsure1 ,alkohol oder ,holzgeist aufgelst4 ,die ,lsung wird mit ,gummi verdickt und dann aufgedruckt4 ,nach dem ,drucken wird die ,waare gedmpft und gewaschen mit oder ohne ,anwendung von ,seife1 was von der verlangten ,nance abhngig ist2 die rothe ,farbe erheischt namentlich ein ,seifenbad4 ,nach dem zweiten 7sub ,greek3 b erwhnten7 ,verfahren wird das ,zeug mit ,natriumstannat imprgnirt und dann eine mit ,senegalgummi verdickte ,lsung von ,gerbstoff oder dergl4 aufgedruckt4 ,das ,zeug wird dann gedmpft und die ,beize durch ein gewhnliches ,fixirungsbad befestigt4 ,das ,frben geschieht in einem gewhnlichen ,krappfrbekessel1 der mit ,wasser angefllt ist1 das mit ,essigsure angesuert und bis auf etwa #ej erhitzt wurde4 ,man legt das ,zeug ein1 indem man nach und nach den nthigen ,farbstoff1 in ,essigsure gelst1 zugiebt4 ,sobald aller ,farbstoff zugesetzt worden ist1 erhitzt man nach und nach bis zum ,kochen4 -- ,anilinschwarz wird 7vergl4 ,s4 #ffc7 erst auf dem ,zeuge 7mittelst ,kaliumchlorats1 ,kupferchlorids1 ,ferridcyanammoniums oder frisch gefllten ,schwefelkupfers7 hervorgebracht2 in hnlicher ,weise auch neuerdings ,naphtylaminviolett 7vergl4 ,s4 #ffg74 ,sidenote3 ,appretur der bedruckten ,zeuge4 ,nachdem die ,zeuge bedruckt worden sind1 beendigt man die ,arbeit durch ,appretur1 die darin besteht1 dieselben mittelst einer ,strkelsung zu trnken1 wodurch die ,zeuge mehr ,festigkeit erhalten1 sie darauf zu trocknen1 zusammenzulegen und zu pressen4 ,bei der ,appretur der ,mbelkattune setzt man der ,strkelsung weisses ,wachs zu4 ,um gedruckten ,mousselinen den beliebten sammethnlichen ,angriff zu geben1 setzt man der ,strke whrend des ,kochens mit ,wasser1 eine kleine ,menge ,wallrath zu4 ,sidenote3 ,das ,bedrucken von ,leinwand4 ,sidenote3 ,wolldruckerei4 ,sidenote3 ,seidendruckerei4 ,sidenote3 ,mandarins4 ,sidenote3 ,bandanas4 ,das ,bedrucken von ,leinwand beschrnkt sich auf die ,darstellung indigblauer ,farbentcher mit hellblauen oder weissen ,figuren oder hnlicher einfacher ,artikel4 ,bei dem ,wollzeugdruck wendet man vorzugsweise den ,tafeldruck und den ,druck auf vorher mit einem ,zinnchloridbade behandelte ,zeuge an4 ,die ,fixirung der ,farben geschieht mittelst ,dampf4 ,man unterscheidet ausserdem bei der ,wolldruckerei #a7 die ,golgasdruckerei und #b7 die ,berilldruckerei4 ,bei der ersteren1 die jetzt nur noch selten angewendet wird1 beizt man den ,golgas1 ein leichtes flanellartiges ,gewebe1 mit ,alaun und ,weinstein und presst 7auf der sogenannten schottischen ,presse7 denselben darauf zwischen hlzernen oder bleiernen ,formen 7,golgasformen71 die nur so weit durchbrochen sind1 als die ,farbe hindurch und in das ,zeug eindringen soll1 daher zu jedem ,stck ,zeug zwei ,formplatten erforderlich sind4 ,die ,farbenbrhen werden durch die ,oeffnungen der ,form eingegossen4 ,der ,theil1 der nicht mit der ,wollfaser in ,verbindung tritt1 luft hindurch und wird in einem untergestellten ,gefsse angesammelt4 ,die ,erzeugung des ,musters kommt daher bei dem ,golgasdruck darauf zurck1 dass man die dem ,muster entsprechenden ,theile des ,wollstoffs durch ,pressung verhindert1 die ,farbe aufzunehmen4 -- ,bei der ,berilldruckerei druckt man die mit ,strke verdickten ,tafelfarben mittelst messingener ,formen auf leichte ,flanelle heiss auf und entfernt das ,verdickungsmittel nicht4 ,man erhlt so farbige erhabene ,muster4 ,das ,verfahren bei der ,seidendruckerei ist im ,allgemeinen dasselbe wie bei dem ,baumwolldruck4 ,entweder druckt man ,tafelfarben auf1 die man mit ,wasserdmpfen befestigt1 oder man druckt verschiedene ,beizen auf und frbt dann in der ,farbenbrhe aus4 ,eine eigenthmliche ,art der ,seidendruckerei grndet sich auf die ,eigenschaft der ,salpetersure1 seidene und wollene ,stoffe dauernd gelb zu frben1 die meisten ,farbstoffe zu zerstren1 auf ,harze und ,fette aber erst nach lngerer ,zeit einzuwirken4 ,man nennt diese ,art der ,druckerei ,mandarinage und die auf diese ,weise bedruckten ,zeuge ,mandarins4 ,um mit ,salpetersure auf den mit ,indig gefrbten ,grund gelb zu tzen1 druckt man auf das seidene ,zeug eine ,reservage aus ,harz und ,fett auf1 taucht es sodann #b-c ,minuten lang in ein bis auf #ej erwrmtes saures ,bad aus #a ,th4 ,wasser und #b ,th4 ,salpetersure und bringt es darauf in fliessendes ,wasser4 ,nach dieser ,operation lsst man das ,zeug in einer mit ,potasche versetzten ,seifenlsung sieden4 ,die nicht reservirten ,stellen sind schn gelb4 -- ,bei dem ,bandanasdruck1 durch welchen man auf cht krapproth gefrbten ,taschentchern weissgetzte ,figuren erzeugt1 werden die ,stoffe hnlich wie bei dem ,golgasdruck zwischen zwei bleierne1 mit ,ausschnitten versehene ,platten gepresst4 ,eine mit etwas ,schwefelsure versetzte ,lsung von ,chlorkalk dringt an jenen ,stellen in das ,zeug ein1 welche den ,ausschnitten entsprechen und nimmt daselbst das ,roth hinweg4 ,auf gleiche ,weise werden die getzten ,stellen z4 ,b4 gelb gefrbt1 indem man eine ,lsung von ,bleiacetat und sodann eine ,lsung von ,kaliumchromat hindurchtreibt4 ,,vii4 ,abschnitt4 ,die ,leuchtmaterialien und die ,beleuchtungsapparate4 ,allgemeines ber ,beleuchtungswesen4 ,sidenote3 ,allgemeines ber ,beleuchtung4 ,von der grossen ,anzahl von ,krpern1 welche bei hherer ,temperatur1 sei es in ,folge von ,verbrennung1 sei es einfach durch ,erglhen1 dauernd ,licht entwickeln1 sind es nur wenige1 die geeignet sind1 als ,leuchtmaterialien angewendet zu werden4 ,nur eine kleine ,anzahl erfllt die ,bedingungen1 unter denen eine ,verwendung als ,beleuchtungsmittel mglich oder vortheilhaft ist2 diese ,bedingungen sind3 #a7 dass der ,krper beim ,verbrennen ,wrme in hinreichender ,menge entwickle1 um fortbrennen zu knnen2 #b7 dass1 wenn der fragliche ,krper ein starrer ist1 er vor der ,verbrennung ,gas- oder ,dampfgestalt annehme1 da sonst die zu ,beleuchtungszwecken unerlssliche ,lichterscheinung1 die wir ,flamme nennen1 nicht stattfindet2 #c7 dass der verbrennende ,krper in der ,flamme feste ,krper oder ,dmpfe von grosser ,dichte 7nach ,frankland7 ausscheide1 da nur hierdurch das ,leuchtvermgen der ,flamme bedingt ist2 #d7 dass derselbe selbst oder das ,rohmaterial1 welches zu dessen ,herstellung dient1 in der ,natur in grsserer ,menge aufgespeichert und mit geringen ,kosten zu beschaffen sei2 #e7 dass die ,produkte der ,verbrennung gasfrmig und ohne schdlichen ,einfluss auf die ,gesundheit und das ,leben der ,geschpfe seien4 ,es ist als allgemein bekannt vorauszusetzen1 dass eine jede ,anhufung von grsseren ,mengen von ,wrme einem ,krper die ,eigenschaft ertheilt1 ,licht auszustrahlen2 bei den festen und flssigen ,krpern1 deren ,molekle dichter aneinander gelagert sind1 bemerkt man daher im hheren ,grade das ,vermgen1 beim ,erhitzen ,licht auszustrahlen1 als bei den gas- und dampffrmigen ,krpern4 ,bei etwa #ejj bis #fjj zeigt ein fester ,krper die ,eigenschaft des ,rothglhens1 bei ungefhr #ajjj die des ,weissglhens1 ein gasfrmiger ,krper1 bis auf die genannten ,temperaturen erhitzt1 leuchtet dagegen nur usserst schwach4 ,damit ein gasfrmiger ,krper1 und nur ein solcher kann1 wie oben erwhnt1 zu ,beleuchtungszwecken ,anwendung finden1 leuchte1 ist es nthig1 dass bei seiner ,verbrennung entweder ,dmpfe hherer ,kohlenwasserstoffverbindungen 7z4 ,b4 ,dmpfe von ,benzol1 ,acetylen1 ,naphtalin etc47 vorhanden seien1 welche glhen und die ,lichtentwickelung bewirken1 oder ein starrer ,krper in die an sich nicht mit ,leuchtkraft begabte ,flamme hineingebracht werde und darin ins ,glhen gelange1 so z4 ,b4 eine ,spirale von ,platindraht in einer ,wasserstoffgasflamme1 ein ,stck ,aetzkalk in dem ,knallgasgeblse1 ein ,cylinder aus ,magnesia oder ,zirkonerde in einer ,wasserstoff- oder ,leuchtgasflamme1 die durch ,sauerstoffgas angefacht wird1 zu ,magnesia verbrennender ,magnesiumdraht 7,magnesiumlicht7 u4 s4 w4 ,wenn wir von den letztgenannten ,arten der ,beleuchtung 7dem ,platingas1 dem ,kalk-1 ,magnesia- und ,zirkonlicht und endlich dem ,magnesiumlicht71 welchen vielleicht eine grosse ,zukunft bevorsteht1 und von der ,beleuchtung auf elektrischem ,wege vorlufig absehen1 und nur diejenige ,leuchtart1 bei welcher die ,lichtausstrahlung der ,flamme eine ,folge ist von in der ,flamme vorhandenen dichten ,kohlenwasserstoffdmpfen1 ins ,auge fassen1 so folgt a priori1 dass alle ,krper1 die als ,leuchtmaterialien ,anwendung finden sollen1 ,verbindungen des ,kohlenstoffs mit dem ,wasserstoff enthalten mssen4 ,und diese ,kohlenwasserstoffe finden sich auch in der ,that in allen ,substanzen1 die entweder als ,beleuchtungsstoffe selbst oder zu deren ,fabrikation ,benutzung finden1 so in dem ,talg1 dem ,palml und der daraus dargestellten ,stearin- und ,palmitinsure1 dem ,wachs1 dem ,wallrath1 dem ,paraffin1 dem ,rbl1 dem ,solarl1 dem ,photogen und dem ,petroleum1 dem ,camphin1 ferner in der ,steinkohle1 den bituminsen ,schiefern wie der ,bogheadkohle1 dem ,holz1 den ,fetten und den ,harzen4 ,sidenote3 ,flamme4 ,jeder flssige und feste ,krper1 der sich bei einer ,temperatur verflchtigt oder unter ,zersetzung vergast1 welche geringer als die zur ,verbrennung erforderliche ist1 kann begreiflicherweise nur als ,gas brennen4 ,die dabei wahrzunehmende ,lichterscheinung nennt man die ,flamme4 ,dieselbe erlangt ihre bekannte ,form durch den ,druck der sie umgebenden ,luft1 indem letztere als gasfrmiger und durch die ,wrme leichter gewordener ,krper verdrngt und zum ,aufsteigen veranlasst wird4 ,das ,leuchtmaterial wird1 wenn es aus geschmolzener ,paraffin- oder ,stearinsure oder aus ,oel 7,rbl oder ,petroleum7 besteht1 in den feinen ,zwischenrumen des ,dochtes wie von ,capillarrhren in die ,hhe gezogen und in der ,nhe der ,flamme in gasige und dampffrmige ,produkte zersetzt1 deren ,natur im ,wesentlichen mit der des gereinigten ,leuchtgases bereinstimmt4 ,die ersten und wichtigsten ,aufklrungen ber die ,natur der ,flamme und das ,leuchten derselben1 namentlich ber die ,ursache ihrer ungleichen ,lichtstrke verdanken wir ,h4 ,davy4 ,in neuerer ,zeit haben wieder mehrere ,chemiker ihre ,aufmerksamkeit dem ,studium der ,flamme zugewendet1 und die ,arbeiten von ,hilgard1 ,h4 ,landolt1 ,pitschke1 ,blochmann1 ,kersten und besonders die von ,h4 ,deville1 ,volger1 ,lunge1 ,frankland u4 ,a4 haben unsere ,kenntnisse hinsichtlich der ,natur des ,leuchtens der ,flamme nicht unwesentlich erweitert4 ,die genaue ,betrachtung einer ,flamme lsst darin drei ,theile unterscheiden1 nmlich #a7 einen usseren1 leuchtenden ,mantel1 den sogenannten ,schleier1 #b7 einen mittleren1 glhenden ,kern und #c7 einen innersten und untersten ,theil1 in welchem letzteren die ,vorwrmung der zur ,verbrennung gelangenden gasigen ,krper erfolgt4 ,die gewhnliche ,annahme ber die ,natur des ,leuchtens der ,flamme ging bis auf die neueste ,zeit dahin1 dass aus den ,kohlenwasserstoffen1 welche die ,flamme bilden1 durch die hohe ,temperatur und durch den von aussen eindringenden atmosphrischen ,sauerstoff1 welcher sich vorzugsweise mit dem ,wasserstoff verbinde1 der ,kohlenstoff abgeschieden werde und durch sein ,erglhen in der ,wasserstoffflamme dieselbe leuchtend mache4 ,durch die oben erwhnten ,arbeiten1 namentlich die von ,hilgard1 welcher mit einer ,kerzenflamme operirte und von ,landolt und ,h4 ,deville1 welche die ,natur des ,leuchtens der ,gasflamme zum ,gegenstand des ,studiums machten1 erfahren wir1 wie schnell die atmosphrische ,luft mit den ,verbrennungsprodukten durch die ,flamme diffundirt und wie im ,innern derselben die brennbaren ,gase abnehmen1 die ,verbrennungsprodukte aber zunehmen4 ,alle diese ,untersuchungen sind jedoch noch nicht zur ,erklrung vieler der gewhnlichsten ,erscheinungen bei leuchtenden ,flammen hinreichend4 ,man ist z4 ,b4 noch keineswegs im ,klaren ber den ,zusammenhang zwischen der chemischen ,zusammensetzung eines ,leuchtstoffes und seinem ,leuchtwerthe1 sodass die ,gasanalysen1 welche zum ,zwecke der ,werthbestimmung des ,leuchtgases gegenwrtig hufig ausgefhrt werden1 immer noch wenig ,aufklrung in dieser ,hinsicht geben4 ,das1 was man ber die ,natur der ,flamme weiss1 ist eine ,folge der ,untersuchung ,o4 ,kersten's1 welche die zuerst von ,o4 ,l4 ,erdmann 7in ,leipzig7 ausgesprochene ,ansicht besttigte1 dass bei der ,verbrennung des ,leuchtgases der ,sauerstoff zunchst und vorzugsweise an den freien1 in der ,flamme suspendirten und die ,leuchtkraft bedingenden ,kohlenstoff tritt und nicht zunchst an den ,wasserstoff4 ,o4 ,kersten neigt sich ber die ,natur der leuchtenden ,flamme folgender ,ansicht zu3 ,die ,verbrennung findet nicht im ,innern1 sondern nur in dem ,schleier und in dem ,theile des leuchtenden ,mantels1 der ihnen zunchst liegt1 statt1 denn es kann nicht angenommen werden1 dass durch eine ,schicht glhenden ,wasserstoffs und ,kohlenstoffs eine ,spur ,sauerstoff eindringen knne2 die im ,innern wahrgenommenen ,verbrennungsprodukte sind nicht dort entstanden1 sondern nur durch ,diffusion dahin gelangt4 ,die ,gesammthitze der ,flamme rhrt mithin vom ,schleier der ,verbrennungszone her4 ,die ,temperatur des ,innern der ,flamme und des ,mantels nimmt natrlich nach oben stark zu1 und daher ist der leuchtende ,theil1 in welchem der ,kohlenstoff durch die ,hitze ausgeschieden wird1 unten eine dnne ,hlle des dunklen ,kegels1 weiter oben aber1 wo die ,temperatur1 bei welcher die ,kohlenwasserstoffgase in ihre ,bestandtheile sich spalten1 sich bis in die ,mitte erstreckt1 erfllt er das gesammte ,innere1 weshalb man hier eine massive leuchtende ,flamme hat4 ,indem dann der freie ,kohlenstoff dem sauerstoffreichen ,schleier sich nhert1 verbrennt er zu ,kohlensure1 und hauptschlich whrend dieser ,verbrennung leuchtet er1 und zwar um so mehr1 je lebhafter sie ist4 ,in dem ,schleier verbrennt mithin zuerst ,kohlenoxyd und ,wasserstoff zugleich2 dass dieser ,schleier am untern ,theile noch keinen leuchtenden ,mantel bildet1 erklrt sich daraus1 dass die ,masse der inneren ,gase noch zu kalt ist1 als dass eine ,abscheidung von ,kohlenwasserstoffen mglich wre4 ,das ,nichtleuchten einer ,flamme1 selbst der von reinem lbildenden ,gase1 in ,folge zu geringer ,ausdehnung der hohen ,schleiertemperatur lsst sich wahrnehmen1 wenn man eine ,gasflamme mglichst klein macht2 in diesem ,falle findet ,verbrennung im ,ganzen statt1 ehe eine ,zersetzung vor sich gehen konnte1 wie im unteren blauen ,theile einer leuchtenden ,flamme4 ,das ,leuchten beruht demnach auf der ,zusammensetzung des ,gases vor der ,verbrennung und keineswegs auf einer ,spterverbrennung des ,kohlenstoffs4 ,die ,gestalt der ,flamme und ihrer ,theile und alle ihre ,eigenthmlichkeiten erklren sich somit ungezwungen4 ,bei der ,gasflamme hat man seither angenommen1 dass es die in derselben momentan ausgeschiedenen glhenden ,kohlenpartikeln seien1 welche das ,licht geben2 es drften aber hier nach ,frankland's ,untersuchungen 7#ahfg7 die dichten ,dmpfe der hheren ,kohlenwasserstoffverbindungen sein und nicht der feste ,kohlenstoff4 ,wir haben im ,gase ,verbindungen von sehr hoher ,dichtigkeit1 die als ,dmpfe ebenso wie z4 ,b4 der ,arsendampf im ,stande sind1 die ,flamme leuchtend zu machen2 es gehren dahin die ,dmpfe des ,benzols1 ,naphtalins und sicher vieler anderer ,bestandtheile1 die wir auch im ,gastheer finden2 diese ,dmpfe halten sich in der ,flamme unzersetzt1 bis sie den usseren ,mantel derselben erreichen und dann in ,berhrung mit dem ,sauerstoffe der atmosphrischen ,luft verbrennen4 ,man pflegt als ,beweis fr die bisherige ,ansicht1 dass es der glhende feste ,kohlenstoff sei1 der in der ,flamme leuchte1 gewhnlich den ,umstand anzufhren1 dass sich der ,kohlenstoff auf einem ,stcke ,porcellan1 welches man in die ,flamme bringt1 auffangen lsst4 ,es ist aber nicht nachgewiesen1 dass das reiner ,kohlenstoff ist4 ,im ,gegentheil1 wenn man den ,niederschlag untersucht1 so findet man1 dass er immer ,wasserstoff enthlt1 und der ,chemiker weiss recht gut1 dass1 wenn er reinen ,kohlenstoff haben will1 er den ,russ noch lange glhen muss1 um den ,wasserstoff zu entfernen4 ,ja1 er wendet sogar ,chlor zu diesem ,zwecke an1 indem er ,chlorgas ber die ,masse leitet1 whrend sie in einer ,rhre sich im weissglhenden ,zustande befindet4 ,der ,russ ist wahrscheinlich weiter nichts als ein ,conglomerat der dichtesten lichtgebenden ,kohlenwasserstoffverbindungen1 deren ,dmpfe sich an der kalten ,flche des eingebrachten ,porcellankrpers condensiren4 ,wie knnte auch eine ,flamme so durchsichtig sein1 als sie wirklich ist1 wenn sie mit festen ,kohlenstoffpartikeln angefllt wre8 ,oder wie knnte es fr die photometrische ,lichtmessung gleichgltig sein1 ob man eine ,flamme auf die flache oder auf die schmale ,seite einstellt1 wenn es die festen ,kohlenpartikeln wren1 welche das ,licht geben8 ,es mag sein1 dass in geringem ,grade auch eine ,zersetzung der ,kohlenwasserstoffe und eine ,ausscheidung festen ,kohlenstoffes stattfindet2 in der ,hauptsache aber sind es die sehr dichten brennenden ,kohlenwasserstoffdmpfe selbst1 welchen die ,gasflamme ihre ,leuchtkraft verdankt4 ,dass die ,temperatur der ,flamme auf die ,leuchtkraft derselben zugleich einen gewissen ,einfluss bt1 versteht sich von selbst4 ,auch nach den ,untersuchungen von ,h4 ,deville 7#ahfi7 hngt der ,grad der ,leuchtkraft einer ,flamme mit der ,dichtigkeit der ,dmpfe darin1 innig zusammen4 ,die ,dissociation scheint auf das ,verhalten der ,flamme nicht ohne ,einfluss zu sein4 ,unter den gewhnlich stattfindenden ,verhltnissen gehrt es zur ,zusammensetzung eines ,leuchtmaterials1 welches bei ruhiger ,luft leuchten1 aber nicht russen soll1 dass es auf #f ,gewichtstheile ,kohlenstoff #a ,gewichtstheil ,wasserstoff enthalte1 wie es ungefhr bei dem lbildenden ,gase1 dem ,paraffin1 dem ,wachse und der ,stearinsure der ,fall ist4 ,terpentinl schon1 welches auf #a ,th4 ,wasserstoff #g1e ,th4 ,kohlenstoff enthlt1 verbrennt mit russender ,flamme1 in weit hherem ,grade ist dies bei dem ,benzol der ,fall1 das aus #a ,th4 ,wasserstoff und #ab ,th4 ,kohlenstoff besteht1 oder gar dem ,naphtalin1 in welchem des ,verhltniss wie #a 3 #ae ist4 ,soll der berschssige ,kohlenstoff1 der sich als ,russ 7nach ,frankland1 wie oben bemerkt1 kein reiner ,kohlenstoff1 sondern ein ,conglomerat dichter ,kohlenwasserstoffverbindungen7 ausscheidet1 verbrennen1 so kann dies nur durch vermehrte ,luftzufuhr geschehen1 wie es z4 ,b4 der ,fall ist bei den ,lampen durch ,aufsetzen eines ,glascylinders4 ,flammen1 die keine ,kohle ausscheiden1 wie die des ,grubengases und des ,alkohols1 brennen nur wenig leuchtend4 ,die ,leuchtkraft eines leuchtenden ,gases wird sofort vernichtet1 wenn man demselben atmosphrische ,luft zumischt1 wie es z4 ,b4 in den ,gasbrennern zu ,heizungszwecken in den chemischen ,laboratorien geschieht1 oder wenn man es mit indifferenten ,gasen oder ,dmpfen mengt4 ,die ,beleuchtung findet statt ,i4 vermittelst bei gewhnlicher ,temperatur starrer ,substanzen1 die in ,kerzenform zur ,anwendung kommen1 hierher gehren der ,talg1 das ,palml1 die ,stearin- und ,palmitinsure1 die ,eladinsure1 das ,wachs1 der ,wallrath und das ,paraffin2 ,,ii4 vermittelst flssiger ,substanzen1 welche vorzugsweise zur ,lampenbeleuchtung dienen1 welche wieder zerfallen a7 in nichtflchtige ,oele1 wie ,rapsl1 ,olivenl und ,thran2 b7 in flchtige ,oele2 letztere sind entweder ,greek3 a7 therische ,oele1 wie das ,camphin 7gereinigtes ,terpentinl71 oder ,greek3 b7 durch ,verarbeitung von ,theer 7aus ,torf1 ,braunkohle1 ,bltterschiefer1 ,bogheadkohle7 erhaltene ,mineralle1 die ,gemenge von flssigen ,kohlenwasserstoffen sind und unter dem ,namen ,solarl1 ,photogen1 ,ligrone1 ,kerosin im ,handel sich finden1 oder endlich ,greek3 g7 das von der ,natur gelieferte ,erdl oder ,petroleum1 welches im raffinirten ,zustande unter dem ,namen ,petrosolarl als ,leuchtstoff verwendet wird2 ,,iii4 vermittelst gasfrmiger ,substanzen1 welche entweder durch trockene ,destillation von ,steinkohle1 bituminsem ,schiefer1 ,torf1 ,holz1 ,petroleumrckstnden1 ,harzen und ,fetten sich bilden1 welche bei hoher ,temperatur in einen festen1 kohlenreichen ,rckstand1 in ,theer und in ,gase zerlegt werden1 oder auch wie das ,wassergas aus ,kohle und ,wasserdmpfen entstehen4 ,bei den gasfrmigen ,leuchtstoffen wird der lichtentwickelnde ,krper entweder a7 von der ,flamme selbst geliefert1 wie bei dem gewhnlichen ,leuchtgas1 oder b7 von aussen hinzugebracht1 wie bei dem sogenannten ,platingas durch ,platindraht1 bei dem ,kalklicht durch ,kalk1 bei dem ,magnesia- und ,zirkonlicht durch einen ,cylinder von ,magnesia oder ,zirkonerde1 oder endlich durch flssige ,kohlenwasserstoffe 7,carburiren des ,gases74 ,i4 ,beleuchtung mittelst ,kerzen4 ,sidenote3 ,beleuchtung mittelst ,kerzen4 ,sieht man von den ,kienspnen ab1 deren man sich in armen ,gegenden zur ,beleuchtung bedient1 so ist die ,kerze die einzige ,form1 unter welcher feste ,leuchtstoffe ,anwendung finden4 ,die ,kerze besteht aus dem cylindrisch geformten ,leuchtmaterial 7,palmitin- und ,stearinsure1 ,paraffin1 ,talg1 ,wachs71 in dessen ,lngenaxe der ,baumwolldocht sich befindet4 ,die ,strke des ,dochtes muss im richtigen ,verhltnisse zum ,durchmesser der ,kerze stehen4 ,wir beschreiben im ,folgenden die ,fabrikation3 #a7 der ,stearinkerzen1 #c7 der ,talgkerzen1 #b7 der ,paraffinkerzen1 #d7 der ,wachskerzen4 ,sidenote3 ,fabrikation der ,stearinkerzen4 #a7 ,die ,fabrikation der ,stearinkerzen4 ,das ,rohmaterial der ,stearinkerzenfabrikation ist gegenwrtig ,palml und ,talg1 zu welchen in den ,vereinigten ,staaten 7in ,cincinnati7 das ,schweineschmalz sich gesellt4 ,durch die ,untersuchungen von ,w4 ,heintz 7in ,halle a4 ,s471 welche sich an die von ,chevreul anschliessen1 hat sich ergeben1 dass die genannten ,fette aus ,palmitinsure1 ,stearinsure und ,oelsure und ,glycerin bestehen4 ,diejenige ,sure1 welche von ,chevreul ,margarinsure genannt worden ist1 erwies sich als ein ,gemenge von ,palmitinsure und ,stearinsure4 ,sehr hufig bestehen die sogenannten ,stearinkerzen aus ,gemischen von ,stearin 7dem ,gemenge von ,palmitin- und ,stearinsure7 und weichem ,paraffin4 ,man nennt solche ,kerzen ,apollo- oder ,melanylkerzen4 ,die ,herstellung der ,stearinkerzen zerfllt in zwei ,hauptabtheilungen1 nmlich ,a4 ,in die ,darstellung der ,fettsuren1 ,b4 ,in die ,umwandlung derselben in ,kerzen4 ,a4 ,die ,darstellung der ,fettsuren kann geschehen durch ,verseifung mit ,kalk1 mit ,schwefelsure und darauf folgende ,destillation1 mit ,wasser und ,hochdruck1 und mittelst berhitzter ,wasserdmpfe und nachfolgende ,destillation4 ,sidenote3 ,fettsuredarstellung durch ,kalkverseifung4 ,i4 ,verseifung der ,fette mit ,kalk4 ,als ,fettsubstanz wendet man an ,rinds- oder ,hammeltalg und ,palml4 ,der ,hammeltalg enthlt grssere ,mengen fester ,fettsuren und lsst sich auch leichter verarbeiten1 der ,rindstalg dagegen ist wohlfeiler zu erlangen4 ,der aus ,russland in grosser ,menge kommende ,talg ist gewhnlich ein ,gemisch von ,rindstalg mit ,hammeltalg4 ,seitdem das ,palml in grosser ,menge und zu billigen ,preisen nach ,europa gelangt1 ist in vielen ,stearinkerzenfabriken das ,palml die ,hauptfettsubstanz geworden4 ,das ,stearin liefert #ie1g ,th4 ,stearinsure 7bei #gj schmelzend7 ,palmitin #id1h ,palmitinsure 7 #fb 7 ,olen #ij1c ,oelsure 7 -#ab 7 ,c#ah;,h#cf,o#b ,c#af;,h#cb,o#b ,c#ah;,h#cd,o#b ,das ,stearin1 ,palmitin und ,olen sind ,glyceride1 das ,stearin ist ,tristearin ,c#eg;,h#aaj,o#f1 das ,palmitin ,tripalmitin ,c#ea;,h#ih,o#f und das ,olen ,triolen ,c#eg;,h#ajd,o#f4 ,whrend der ,verseifung mit ,kalkmilch bilden sich die ,calciumsalze der drei ,fettsuren1 der ,stearinsure1 ,palmitinsure und ,oelsure1 und das ,glycerin wird abgeschieden4 ,die ,verseifung selbst geht auf folgende ,weise vor sich4 ,zunchst wird der ,talg oder das ,palml in mit ,bleiblech ausgeftterten ,holzbottichen geschmolzen1 indem der ,bottich1 der beilufig eine ,capacitt von #bj ,hektoliter hat und mit #ejj ,kilogr4 ,talg und #hjj ,liter ,wasser beschickt worden ist1 mittelst ,wasserdmpfen durch ein ,rohr1 dessen ,ende spiralfrmig am ,boden des ,bottichs liegt1 erwrmt wird4 ,nachdem aller ,talg geschmolzen ist1 beginnt man nach und nach unter bestndigem ,umrhren #fjj ,liter ,kalkmilch zuzusetzen1 welche #gj ,kilogr4 gebrannten ,kalk 7 #ad ,proc4 vom ,gewicht des ,talges7 enthalten4 ,nach #f-hstndigem ,erhitzen ist die ,bildung der ,kalkseife vollstndig erfolgt4 ,von der harten krmeligen ,kalkseife wird die gelbliche ,glycerinlsung abgezapft und dann auf ,glycerin verarbeitet4 ,der ,theorie nach wrde man1 von der ,annahme ausgehend1 dass auf je #c ,molekle fetter ,suren1 welche in dem neutralen ,fette mit #a ,molek4 ,glycerin verbunden vorkommen1 auf #ajj ,th4 ,fett nur #h1g ,th4 gebrannten ,kalkes brauchen4 ,trotzdem wendet man allgemein #ad ,proc4 an1 weil man gefunden hat1 dass der ,ueberschuss die ,verseifung erleichtert1 allerdings aber auch spter einen entsprechend grossen ,aufwand an ,schwefelsure verursacht4 ,die ,kalkseife wird nun mittelst ,schwefelsure zersetzt1 die man entweder im concentrirten ,zustande oder als ,kammersure anwendet4 ,die ,zerlegung der ,kalkseife geschieht entweder in den nmlichen ,bottichen1 in welchen die ,verseifung vor sich ging1 oder in besonderen mit ,blei ausgelegten ,bottichen oder ,steinkufen1 welche ebenfalls am ,boden mit einem ,dampfrohr versehen sind4 ,das ,quantum der zur ,zersetzung der ,kalkseife erforderlichen ,schwefelsure betrgt auf #ejj ,kilogr4 ,talg und #gj ,kilogr4 ,kalk #acg ,kilogr4 ,die ,schwefelsure wird mit ,wasser bis auf #ab ,b4 verdnnt 7sie enthlt in diesem ,zustande noch #cj ,proc4 ,h#b,,so#d71 mit der ,kalkseife in dem ,zersetzungsbottich zusammengebracht1 durch eingeleiteten ,dampf erwrmt und drei ,stunden lang gerhrt4 ,nachdem die ,fettsuren sich abgeschieden haben1 hemmt man die ,dampfzufuhr und lsst die ,flssigkeit einige ,zeit ruhen1 wodurch sich die geschmolzenen fetten ,suren auf der ,oberflche ansammeln und ein grosser ,theil des entstandenen ,calciumsulfates am ,boden des ,bottichs sich abscheidet4 ,die geschmolzenen fetten ,suren werden in eine mit ,blei ausgeftterte ,kufe abgelassen oder bergeschpft und behufs der ,entfernung der letzten ,antheile von ,kalk und ,gyps zuerst unter gleichzeitiger ,mitwirkung von ,wasserdmpfen mit verdnnter ,schwefelsure von #a1jhi spec4 ,gewicht 7 #ab ,b47 und dann mit ,wasser gewaschen4 ,was die ,ausbeute an fetten ,suren aus gereinigtem ,kalk betrifft1 so geben #ejj ,kilogr4 ,talg #dei1e ,kilogr4 fette ,suren #ejj #dfc #ejj #dgh #ejj #dhg1e ---------------------------------------- ------ #bjjj ,kilogr4 ,talg #ahhh1j ,kilogr4 fette ,suren1 entsprechend #id1h ,proc4 ,die ,ausbeute ist abhngig von der ,art1 ,reinheit und ,behandlung des ,talges4 #ajj ,th4 der fetten ,suren gaben3 a7 #dc1c ,th4 feste ,fettsure b7 #de1h ,im ,mittel #de1i ,th4 eines ,gemenges von c7 #df1b ,stearin- und ,palmitinsure4 d7 #dh1d ,nachdem die fetten ,suren so vollstndig als mglich durch wiederholtes ,waschen mit ,wasser von ,kalk1 ,gyps und ,schwefelsure befreit worden sind1 erhlt man dieselben einige ,zeit im geschmolzenen ,zustande1 um dem ,wasser ,gelegenheit zu geben1 sich vollstndig abzuscheiden2 hierauf lsst man die fetten ,suren erstarren oder krystallisiren und presst dann den nicht fest gewordenen ,theil1 wesentlich aus ,oelsure bestehend1 in starken hydraulischen ,pressen1 erst in der ,klte1 dann unter ,mitwirkung der ,wrme aus4 ,das ,erstarrenlassen geschieht in ,kapseln oder ,formen von ,weissblech1 die hnlich den ,chocoladeformen am ,rande weiter sind als am ,boden und ungefhr #b ,kilogr4 fette ,suren zu fassen vermgen4 ,in einigen ,fabriken wendet man gegenwrtig auch ,formen aus emaillirtem ,schwarzblech an4 ,die fetten ,suren werden nun in den ,formen einer langsamen ,krystallisation berlassen1 wozu im ,winter #ab1 im ,sommer #bd ,stunden erforderlich sind4 ,je langsamer die ,krystallisation vor sich geht und je besser die ,krystalle sich ausbilden konnten1 desto leichter und vollstndiger lassen sich die flssigen ,theile durch ,auspressen abscheiden4 ,nach vollstndigem ,erstarren der ,masse in den ,formen schreitet man zur ,trennung der festen und flssigen ,fettsuren4 ,dies geschieht durch ,pressen und zwar zunchst durch kaltes ,pressen und hierauf durch warmes ,pressen4 ,behufs des kalten ,pressens strzt man die ,form auf das ,presstuch1 ein grobes sackfrmiges ,gewebe aus ,rosshaar oder auch ein gekperter ,stoff von ,kammgarn aus besonders starker und zher ,wolle1 schlgt die braungelben ,fettbrote in dasselbe ein1 schichtet die gefllten ,pressscke zwischen ,eisen- oder ,zinkplatten auf den ,presstisch einer gewhnlichen hydraulischen ,presse und unterwirft dieselben einem ,drucke von #bjj1jjj ,kilogr4 ,die abfliessende ,oelsure wird von ,sammeltrichtern1 die unter dem ,presstische sich befinden1 aufgenommen und in ein ,reservoir gefhrt4 ,sie findet ,anwendung zur ,seifenbereitung und zum ,einfetten der ,wolle1 so wie in neuerer ,zeit als ,oelsurether mit ,thon gemischt als vortreffliches ,lederl 7zum ,geschmeidigmachen des ,leders74 ,wenn die vertikale hydraulische ,presse keine ,oelsure mehr giebt1 schreitet man zum warmen ,pressen4 ,hierzu dienen allgemein liegende oder horizontale hydraulische ,pressen1 deren ,construction seit der ,grndung der ,stearinkerzenindustrie mehrfach abgendert worden ist4 ,anfnglich bestanden sie aus dem ,trog1 in welchem das ,pressen stattfindet1 aus dem ,presscylinder und aus gusseisernen ,platten1 welche man bei jeder ,operation in siedendes ,wasser tauchte und hierauf zwischen die ,fettsurebrote brachte4 ,dieses ,verfahren nahm viel ,arbeit in ,anspruch4 ,spter wurde das ,erwrmen in der ,art bewerkstelligt1 dass man um den die ,fettbrote enthaltenden ,trog eine doppelte ,wand anbrachte1 in welche man ,dampf leitete4 ,hufig befolgt man in den ,fabriken beide vereinigte ,methoden1 aber anstatt die gusseisernen ,platten bei jeder ,operation behufs des ,erwrmens herauszunehmen1 bleiben sie immer in der ,presse2 sie sind hohl und werden durch ,dampf geheizt4 ,die einzelnen ,sorten der durch das ,warmpressen erhaltenen festen fetten ,suren werden nun der ,luterung unterworfen4 ,dies geschieht1 indem man dieselben mit ,dampf mit sehr verdnnter ,schwefelsure 7von #c ,b47 in mit ,blei ausgeftterten ,waschbottichen schmilzt und dieselbe ,operation auf reinem ,wasser #b-cmal wiederholt1 bis alle ,schwefelsure ausgewaschen ist1 hierauf erhlt man sie lngere ,zeit im geschmolzenen ,zustande1 bis sich alles ,wasser abgeschieden hat und giesst sie endlich in ,formen4 ,das ,waschwasser muss frei von ,kalk sein2 steht nur kalkhaltiges zu ,gebote1 so entfernt man den ,kalk durch ,fllen mit ,oxalsure oder ,stearinsure4 ,zuweilen klrt man die ,fettsuren1 indem man whrend des letzten ,schmelzens auf dem ,wasser zu ,schaum geschlagenes ,eiweiss 7auf #ajj ,kilogr4 ,fettsure zwei ,eier7 zusetzt1 oder die ,stearinsure nochmals auf mit ,oxalsure angesuertem ,wasser umschmelzt4 ,die so erhaltene ,fettsure wird entweder in ,blechformen gegossen1 um in ,gestalt von flachen ,kuchen an die ,kerzenfabrikation abgegeben zu werden oder sofort in der ,fabrik selbst zu ,kerzen verarbeitet4 ,in den ,stearinkerzenfabriken werden behufs der ,ausscheidung der ,fettsuren aus der ,kalkseife jhrlich ,tausende von ,centnern ,schwefelsure in werthlosen ,gyps verwandelt4 ,es liegt daher der ,gedanke nahe1 zur ,verseifung des ,talges oder ,palmles ,aetzbaryt anzuwenden1 womit zugleich der ,vortheil verknpft ist1 dass man die zur ,zersetzung der ,seife verwendete ,schwefelsure fast zu dem ,ankaufspreise in ,gestalt von ,barytweiss verwerthen und aus der von der schweren und sich leicht absetzenden ,barytseife abgelassenen ,flssigkeit das ,glycerin weit vollstndiger abscheiden kann1 als wenn man sich des ,kalkes zum ,verseifen bedient htte4 ,einer von ,cambacrs im ,jahre #ahee vorgeschlagenen ,verseifungsmethode mit ,thonerde liegt gleichfalls die ,absicht zu ,grunde1 bei der ,zersetzung der unlslichen ,seife durch ,schwefelsure ein werthvolleres ,nebenprodukt als der ,gyps ist1 zu erhalten4 ,thonerde verseift die ,fette nicht1 wol aber ,natrium-,aluminat 7das seit einigen ,jahren als ,natrona refined ,saponifier in ,nordamerika vielfach zur ,verseifung angewendet wird72 es bildet sich ,aluminiumseife1 whrend das ,natron frei wird und zum ,auflsen neuer ,antheile von ,thonerde verwendet werden kann4 ,seitdem durch die ,verarbeitung der beiden ,mineralien ,kryolith und ,bauxit das ,natrium-,aluminat als ,zwischenprodukt auftritt1 welches dann weiter auf ,aluminiumsulfat und auf ,soda verarbeitet wird1 verdient der ,vorschlag bei der ,bereitung der ,stearinsure ,aluminiumseife1 statt der ,calciumseife1 darzustellen1 alle ,beachtung1 da die ,flssigkeit1 welche durch ,zersetzen der ,seife mit ,schwefelsure erhalten wird1 sofort auf reines ,aluminiumsulfat oder auf ,alaun verarbeitet werden kann4 ,ausserdem ist hier hervorzuheben1 dass die ,aluminiumseife bereits in der ,klte durch ,essigsure zersetzt werden kann1 wodurch sich ,aluminiumacetat 7vergl4 ,s4 #bif7 gewinnen lassen wird4 ,die ,kalkverseifung hat bedeutend an ,boden verloren1 seitdem die weit vortheilhaftere ,verseifung mit ,schwefelsure und mit berhitzten ,wasserdmpfen eingefhrt worden ist4 ,sidenote3 ,verseifung mit vermindertem ,kalkzusatze4 ,,ii4 ,verseifung mit vermindertem ,kalkzusatze und ,anwendung von ,hochdruck4 de ,milly hat das ,verfahren des ,verseifens der ,fette durch ,kalk wesentlich abgendert4 ,er hatte nmlich gefunden1 dass die ,menge des zur ,verseifung erforderlichen ,kalkes1 welche er in seiner ,fabrik schon lngst von #ad ,proc4 auf #h oder #i ,proc4 des ,talggewichtes vermindert hatte1 sich noch auf die ,hlfte1 also auf #d1 ja selbst auf #b ,proc4 verringern lasse1 vorausgesetzt1 dass man die ,mischung von ,kalk1 ,wasser und ,fett einer hheren ,temperatur als bisher aussetzt4 de ,milly liess in einem verschlossenen ,kessel #bcjj ,kilogr4 ,talg und #bj ,hektoliter ,kalkmilch1 welche #ej ,kilogr4 ,kalk 7 #b ,proc47 oder #fi ,kilogr4 desselben 7 #c ,proc47 enthielt1 bringen und auf das ,gemisch ,dampf von #ahb ,c4 7 #aj ,atmosphren ,druck7 einwirken1 so dass die ,temperatur in dem ,kessel #agb ,c4 betrug4 ,es ergab sich1 dass nach ,verlauf von sieben ,stunden die ,verseifung beendigt war4 ,in dem ,kessel fand sich eines ,theiles eine wsserige ,lsung von ,glycerin1 andern ,theiles eine ,masse aus fetten ,suren bestehend1 in welcher kleine ,mengen von ,calciumseife eingesprengt waren4 ,der ,kessel wurde entleert und von ,neuem beschickt1 so dass in #bd ,stunden #fijj ,kilogr4 ,talg verarbeitet werden konnten4 ,dieses ,verfahren ist ein sehr vorteilhaftes1 da die ,menge der zur ,zersetzung der ,calciumseife erforderlichen ,schwefelsure betrchtlich vermindert wird4 ,zur ,erklrung dieser eigenthmlichen ,art der ,verseifung fhrt ,payen an1 indem er von den ,untersuchungen von ,bois und ,berthelot ausgeht1 er glaube1 der ,kalk gebe bei seiner ,einwirkung auf das ,tristearin1 ,tripalmitin und ,triolen den ,anstoss zu einer ,molecularbewegung1 welche durch das ,wasser bei einer ,temperatur von #agb beendigt werde4 ,pelouze hatte beobachtet1 dass ,calciumseife1 durch ,fllen einer wsserigen ,lsung von ,chlorcalcium mit einer wsserigen ,lsung von kuflicher ,seife erhalten1 mit einem gleichen ,gewicht ,wasser und dann mit ,olivenl in einen ,digestor gegeben1 bei einer ,temperatur von #aee-afe das ,oel unter ,freiwerden von ,glycerin verseifte4 ,aus diesen und hnlichen ,versuchen glaubt er schliessen zu drfen1 dass bei der de ,milly'schen ,verseifung durch einige ,procente ,kalk der ,process in mehrere ,perioden zerfllt1 in welchem sich zuerst eine basische oder neutrale ,seife bildet1 die sich endlich in eine saure ,seife umwandelt4 ,zieht man aber in ,betracht1 dass de ,milly bei der ,verseifung mit #b ,proc4 ,kalk eine ,temperatur von #ahb 7entsprechend #aj ,atmosphren ,druck7 anwendet1 dass ferner ,wright und ,fouch mit dem ,wasser allein bei der nmlichen ,temperatur fast vollstndig eine ,zersetzung der ,fette bewirkten1 und dass endlich ,clez bei #bjj eine vollkommene ,verseifung der ,fette durch ,wasser allein eintreten sah1 so scheint es am einfachsten1 in dem vorliegenden ,falle anzunehmen1 dass nur das ,wasser das zersetzende ,element sei und dass die ,gegenwart von #b ,proc4 ,kalk die ,verseifung befrdere und vereinfache1 indem sie die im entgegengesetzten ,sinne wirkende ,verwandtschaft1 die nach ,berthelot's ,versuchen beim ,zusammenbringen von freier ,fettsure und ,glycerin durch das ,bestreben sich ussert1 sich zu dem ursprnglich vorhanden gewesenen neutralen ,fettkrper zu vereinigen1 erfolgreich aufhebt4 ,dasselbe ,resultat wird noch besser durch eine kleine ,menge ,alkali erzielt4 ,sidenote3 ,verseifung mit ,schwefelsure4 ,,iii4 ,die ,verseifung mit ,schwefelsure und darauf folgende ,dampfdestillation4 ,dass die ,fette durch concentrirte ,schwefelsure eine hnliche ,zersetzung erleiden wie durch die ,alkalien1 war schon ,achard im ,jahre #aggg bekannt1 wurde #ahba von ,caventon und #ahbd von ,chevreul wieder erwhnt1 aber erst von ,frmy1 der den ,einfluss der concentrirten ,schwefelsure einem genauen ,studium unterwarf1 im ,jahre #ahcf wissenschaftlich erklrt4 ,fr die ,industrie erhielt die ,schwefelsureverseifung erst ,bedeutung1 als ,dubrunfault #ahda die ,destillation der ,fettsuren in den ,betrieb einfhrte4 ,als ,fettmaterial verwendet man gewhnlich bei der ,schwefelsureverseifung nur solche ,fette1 die wegen ihrer ,beschaffenheit und der ,verunreinigungen1 die sie enthalten1 zur ,kalkverseifung nicht verwendbar sind1 so das ,palml1 das ,cocosnussl1 das ,knochenfett1 die ,fettabflle der ,schlchtereien1 der ,kchen1 die ,produkte der ,zersetzung der ,seifenwsser der ,wollspinnereien und ,tuchfabriken durch ,schwefelsure 7obgleich dieses ,fett zur ,bereitung des ,suintergases vortheilhaft ,anwendung findet71 ,rckstande vom ,reinigen des ,theeres1 ,raffiniren des ,oeles1 ,auslassen des ,talges u4 s4 w4 ,das ganze ,verfahren1 wie es heutzutage 7u4 a4 in der grossen ,stearinkerzenfabrik von ,leroy und ,durand zu ,gentilly bei ,paris1 die mir whrend der ,ausstellung #ahfg zugnglich war7 ausgefhrt wird1 zerfllt in drei ,phasen1 nmlich ,greek3 a7 in die ,verseifung mit ,schwefelsure1 ,greek3 b7 in die ,zersetzung der ,produkte der ,schwefelsureverseifung1 ,greek3 g7 in die ,destillation der ,fettkrper4 ,greek3 a7 ,die ,verseifung mit ,schwefelsure4 ,da die meisten der ,fettmaterialien1 die man bei der ,schwefelsureverseifung verwendet1 im hohen ,grade verunreinigt sind1 so werden dieselben zunchst umgeschmolzen und absetzen gelassen4 ,die so gereinigten ,fette kommen nun in den zur ,verseifung dienenden ,kessel aus starkem ,schwarzblech und mit ,blei berkleidet1 der mit einem ,rhrapparat versehen ist und durch ,einleiten von ,dampf zwischen doppelte ,boden erwrmt werden kann4 ,in diesen ,kessel bringt man die ,schwefelsure von #ff ,b4 ,die ,menge derselben richtet sich nach der ,natur der angewendeten ,fettmaterialien2 bei ,anwendung von ,kchenfett1 ,fettabfllen der ,schlchtereien und dergl4 braucht man #ab ,proc4 vom ,gewicht der ,fette1 bei ,palml gengen oft #f ,proc42 die durchschnittliche ,menge der ,schwefelsure betrgt #i ,proc4 ,nachdem das ,fett zugegeben worden ist1 setzt man den ,rhrapparat in ,bewegung und beginnt nun die ,erhitzung durch ,einleiten von ,wasserdmpfen in den doppelten ,boden des ,kessels4 ,die ,temperatur1 bis zu welcher man erhitzt1 ist verschieden2 in der ,fabrik von ,price u4 ,co4 in ,london steigert man dieselbe bis auf #agg ,c41 in der ,fabrik zu ,gentilly wird dagegen eine ,temperatur von #aaj-aae selten berschritten4 ,whrend des ,erhitzens blht sich die ,masse auf1 frbt sich braun und entwickelt reichlich schweflige ,sure1 welche letztere sich durch die ,einwirkung der concentrirten ,schwefelsure auf einen ,theil des ,glycerins1 theils aber auch aus den verunreinigenden ,krpern sich bildet4 ,das neutrale ,fett geht hierbei in ein ,gemenge der ,sulfofettsure mit ,sulfoglycerinsure ber4 ,nach #ae-bjstndigem ,erwrmen und ,rhren ist der ,verseifungsprocess beendigt4 ,nach einem neuen ,verfahren von de ,milly 7#ahfg7 wird der ,talg auf #abj erwrmt1 mit #f ,proc4 ,schwefelsure erwrmt1 die ,dauer der ,einwirkung aber auf #b-c ,minuten beschrnkt4 ,dadurch ist es mglich1 #hj ,proc4 der festen ,fettsuren in einem ,zustande zu erhalten1 in welchem sie sofort 7d4 h4 ohne vorherige ,destillation7 zu ,kerzen verwendet werden knnen1 whrend nur #bj ,proc4 destillirt werden mssen#age4 #age ,balard 7#ahfh7 bezeichnet de ,milly's ,verfahren als den grssten ,fortschritt in der ,stearinsurefabrikation seit lnger als #ad ,jahren4 ,greek3 b7 ,die ,zersetzung der ,produkte der ,schwefelsureverseifung4 ,nach vollendeter ,verseifung schreitet man zur ,zersetzung der ,sulfofettsure4 ,zu dem ,ende lsst man die ,masse #c-d ,stunden lang abkhlen und dann in grosse mit ,bleiblech ausgekleidete ,holzbottiche laufen1 die zum dritten ,theile mit ,wasser angefllt sind4 ,in den ,bottichen liegen ,dampfrhren1 welche das ,gemisch bald auf eine ,temperatur von #ajj bringen4 ,hierbei wird die ,verbindung der ,schwefelsure mit der ,fettsure zerlegt und letztere theils mit einem grsseren ,gehalt an ,wasserstoff und ,sauerstoff als die fetten ,suren1 aus denen sie sich gebildet1 theils aber auch unverndert ausgeschieden und schwimmt oben auf4 ,nachdem sie wiederholt mit siedendem ,wasser gepeitscht worden sind1 zapft man die fetten ,suren in ein ,gefss ab1 wo man bei einer ,temperatur von #dj-ej ,c4 ,wasser und fremde ,krper absetzen lsst4 ,die geklrten fetten ,suren werden in einer flachen ,pfanne mit abgehendem ,feuer erwrmt1 bis alles ,wasser daraus entfernt ist1 hierauf werden sie der ,destillation unterworfen4 ,greek3 g7 ,die ,destillation der fetten ,suren erfordert die ,beobachtung verschiedener ,vorsichtsmaassregeln2 wollte man ber freiem ,feuer destilliren1 so wrden sich die fetten ,suren zum grossen ,theile unter ,hinterlassung eines reichlichen ,kohlenrckstandes und unter ,theerbildung und ,entwickelung grosser ,mengen brennbarer ,gase zersetzen4 ,wenn man aber die ,temperatur regelt1 dadurch1 dass man das ,fett vor der ,einwirkung des freien ,feuers bewahrt1 namentlich die atmosphrische ,luft aus den ,destillirapparaten vollstndigst entfernt1 so geht die ,destillation regelmssig vor sich und die ,fettsuren sublimiren grsstentheils unverndert4 ,man erfllt diese ,bedingungen durch ,anwendung berhitzter ,wasserdmpfe von #bej-cej4 ,die ,fettsuren kommen in eine gerumige ,retorte1 die in einer ,oeffnung einer ,mauer sich befindet4 ,mit der ,retorte communicirt einestheils ein ,rohr1 welches den berhitzten ,wasserdampf zufhrt1 anderntheils ein gewhnliches ,khlrohr4 ,die in der ,vorlage sich ansammelnden ,fettsuren sind brigens zu den verschiedenen ,zeiten der ,destillation nicht die nmlichen4 ,fngt man sie fractionirt vom ,anfange der ,destillation bis zu dem ,ende auf1 so ist ihr ,schmelzpunkt ,aus ,kchen- und ,aus ,palml ,knochenfett #a ,produkt #ed1e #dd #b #eb #da #c #dh #da #d #df #db1e #e #dd #dd #f #da #de #g #ci1e #da ,das zugleich mit den ,fettsuren sich condensirende ,wasser luft durch einen ,hahn aus der ,vorlage ab2 bei ,beginn der ,operation macht es die ,hlfte des ,produkts1 gegen das ,ende nur mehr ein ,drittheil desselben1 aus4 ,die ,destillation nimmt bei ,anwendung von ,retorten von #ajjj bis #aajj ,kilogr4 ,capacitt ungefhr #ab ,stunden in ,anspruch4 ,ihr ,ende erkennt man daran1 dass die condensirten ,produkte sich frben4 ,in der ,retorte bleibt ein schwarzer ,theerrckstand1 dessen ,menge #b-e ,proc4 vom ,gewicht des angewendeten ,palmles1 #e-g ,proc4 wenn ,kchenfett destillirt wurde1 ausmacht4 ,der ,rckstand bleibt in der ,retorte1 bis er durch wiederholte ,destillationen sich in solcher ,menge angehuft hat1 dass er entfernt werden muss4 ,die ersten ,produkte der ,destillation des mit ,schwefelsure verseiften ,palmles sind so fest1 dass durch ,pressen keine flssige ,sure mehr ausgepresst werden kann2 sie knnen sofort zur ,kerzenfabrikation ,verwendung finden2 die spteren ,produkte verwandelt man durch ,umschmelzen in ,fettsurebrote1 presst dieselben unter der hydraulischen ,presse aus und schmilzt sie auf ,wasser um4 ,die abgepressten flssigen ,produkte benutzt man zur ,seifenfabrikation oder als ,kchenlampenl4 ,die hierbei erhaltene ,oelsure ist wesentlich von der bei der ,kalkverseifung erhaltenen verschieden4 ,man erhlt nach diesem ,verfahren an ,fettsuren aus dem ,suinter #dg-ee ,proc4 den ,olivenlabfllen #dg-ej dem ,palml #ge-hj ,fette der ,schlchtereien #fj-ff der ,oelsure #be-cj ,anstatt der ,schwefelsure hat man das ,chlorzink1 welches 7vgl4 ,seite #hd7 in vielen ,fllen sich der ,schwefelsure hnlich verhlt1 zur ,verseifung der ,fette in ,vorschlag gebracht4 ,es hat vor der ,schwefelsure fr manche ,lnder1 so fr die ,staaten ,sdamerikas1 unzweifelhafte ,vorzge1 die nicht nur1 weil es immer wieder gewonnen werden kann1 in dem billigen ,preise1 sondern auch darin zu suchen sind1 dass es sich1 in ,kasten oder ,fsser gegossen1 mit ,leichtigkeit und ohne ,gefahr transportiren lsst4 ,wenn man nach den ,versuchen von ,l4 ,krafft und ,tessi du ,motay ein neutrales ,fett mit wasserfreiem ,chlorzink erhitzt1 so tritt zwischen #aej und #bjj eine vollstndige ,vermischung der beiden ,stoffe ein4 ,nach einige ,zeit fortgesetztem ,erhitzen und ,auswaschen der ,masse mit warmem ,wasser oder besser mit ,wasser1 welches mit etwas ,salzsure angesuert wurde1 erhlt man ein ,fett1 welches bei der ,destillation die ihm entsprechende ,fettsure giebt1 wobei nur sehr geringe ,mengen von ,arcolen sich bilden4 ,das ,waschwasser nimmt hierbei fast alles ,chlorzink wieder auf und kann durch ,eindampfen desselben wieder gewonnen werden4 ,die ,fettsuren bilden sich hierbei in derselben ,menge als nach dem ,verseifungsverfahren mit ,schwefelsure2 sie haben dasselbe ,ansehen1 dieselben ,eigenschaften und denselben ,schmelzpunkt4 ,die ,menge des zur vollstndigen ,verseifung erforderlichen ,chlorzinks betrgt #h-ab ,proc4 vom ,gewicht des ,fettes4 ,sidenote3 ,verseifung mit ,wasser und ,hochdruck4 ,,iv4 ,verseifung mit ,wasser und ,hochdruck4 ,neben den ,alkalien und ,suren ist vor etwa #af ,jahren ein neues ,agens zur ,spaltung der neutralen ,fette in ,glycerin und in ,fettsuren zur ,anwendung gekommen4 ,dieses ,agens ist einfach durch ,hochdruck berhitztes ,wasser3 ,c#c;,h#e ,o#c #c;,h#b,o ,c#c;,h#e,o#c #c;,h ,o #c7;,c#af;,h#ca,o7 ,h#c ,c#af;,h#ca,o ,tripalmitin4 ,wasser4 ,glycerin4 ,palmitinsure4 ,der ,gedanke1 die ,fette einer derartigen ,behandlung zu unterwerfen1 ist nicht neu4 ,schon in den ,arbeiten ,appert's 7#ahbc7 und ,manicler's 7#ahbf7 finden sich ,andeutungen ber die ,zersetzung der ,fette durch berhitztes ,wasser1 obgleich der von genannten ,technikern beabsichtigte ,zweck durchaus verschieden von der ,aufgabe war1 die sich heutzutage die ,industrie stellt4 ,bei den ,versuchen ,appert's und ,manicler's handelte es sich nur um die ,trennung des ,talges von den ,membranen1 die denselben einschliessen4 ,eine ,temperatur von #aae-aba war zu dem ,ende schon vllig gengend4 ,bei einer ,temperatur von #ahj und einem ,druck von #aj-ae ,atmosphren kann das ,wasser auf die neutralen ,fette eine weit tiefer gehende ,wirkung ussern und sie sofort in ihre beiden constituirenden ,bestandtheile spalten4 ,die ,kenntniss dieser interessanten und wichtigen ,reaction verdankt man den ,arbeiten der beiden ,chemiker ,tilghman in ,england und ,berthelot in ,paris1 welche im ,jahre #ahed fast zu gleicher ,zeit die folgenreiche ,entdeckung machten4 ,kurze ,zeit nachher gelangte auch ,melsens in ,brssel zu dem nmlichen ,resultat4 ,von den drei genannten ,chemikern beschftigten sich jedoch nur zwei1 nmlich ,tilghman und ,melsens1 mit der industriellen ,seite der ,frage4 ,die von beiden ,technikern angewendeten ,methoden haben brigens vieles mit einander gemein4 ,tilghman setzt zu dem zu zerlegenden neutralen ,fette #a_/c oder #a_/b ,volumen ,wasser und bringt das ,gemisch in ein geeignetes ,gefss1 worin es der ,einwirkung der ,wrme1 nmlich einer etwa dem ,schmelzpunkt des ,bleies gleichkommenden ,temperatur -- #cbj -- ausgesetzt werden kann1 bis der beabsichtigte ,zweck erreicht ist4 ,zur ,erzielung des erforderlichen ,druckes und zur ,verhtung der ,verflchtigung des ,wassers ist selbstverstndlich ein geschlossenes ,gefss anzuwenden4 ,das ,verfahren lsst sich rasch und continuirlich ausfhren1 indem man das ,gemisch von ,fett und ,wasser durch ein ,rohr circuliren lsst1 welches auf die erwhnte ,temperatur erhitzt ist4 ,das ,verfahren von ,melsens besteht einfach darin1 dass man in einem ,papin'schen ,digestor das zu zersetzende ,fett bei #ahj-bjj ,c4 mit #aj-bj ,proc4 ,wasser in ,berhrung bringt1 welches mit #a-aj ,proc4 ,schwefelsure versetzt worden ist4 ,sein ,apparat ist ein langer liegender ,kessel1 in welchem die ,mengung des ,wassers mit dem ,fett durch einen zweiten kleinen ,kessel bewirkt wird1 den man bald mit dem erstem in ,verbindung bringt1 dadurch mit ,dampf fllt1 diesen alsdann in die ,luft entweichen lsst und den ,rest verdichtet4 ,das dadurch im kleinen ,kessel entstandene ,vacuum saugt nun beim ,oeffnen eines ,hahnes ,wasser und ,fett aus dem untern grossen ,kessel2 stellt man alsdann wieder zwischen den oberen ,theilen beider ,kessel eine ,verbindung her1 so wird das ,flssigkeitsgemisch mit ,heftigkeit in den unteren ,kessel getrieben und bewirkt die ,mischung aller dort vorhandenen ,flssigkeit4 ,von den brigen ,apparaten1 die zu gleichem ,zwecke von verschiedenen ,technikern construirt worden sind1 sei erwhnt der sinnreiche ,apparat von ,wright und ,fouch4 ,dieser ,apparat besteht aus zwei starken kupfernen ,kesseln1 die hermetisch verschlossen sind und ber einander stehen4 ,zwei ,rhren verbinden diese ,kessel mit einander2 die eine a geht in den unteren ,kessel fast bis auf dessen ,boden herab und mndet mit dem andern ,ende kurz ber dem ,boden des oberen ,kessels1 die zweite ,rhre b geht vom ,deckel des unteren ,kessels aus und mndet unter dem ,deckel des oberen ,kessels4 ,der obere ,kessel ist der ,dampfgenerator1 in dem zweiten geht die ,zersetzung der ,fette vor sich4 ,soll mit dem ,apparat gearbeitet werden1 so fllt man den ,generator mit ,wasser bis zu dem ,punkte an1 wo das erste ,rohr a mndet2 der zweite ,kessel wird mit dem geschmolzenen ,fette so weit angefllt1 dass das ,fett das ,rohr b oben berhrt2 es bleibt mithin ein freier ,raum -- von dem ,patenttrger ,expansionsraum1 chambre d'expansion genannt -- zwischen dem ,fett und dem ,deckel des zweiten ,kessels4 ,wird nun stark geheizt1 so gelangt der ,dampf aus dem ,generator durch das ,rohr b in den ,expansionsraum1 condensirt sich hier1 geht hierauf im verdichteten ,zustande durch das specifisch leichtere ,fett abwrts1 um durch das ,rohr a von ,neuem in den ,generator zu gelangen4 ,auf diese ,weise wird die neutrale ,fettsubstanz bei hoher ,temperatur und hohem ,druck unablssig mit ,wasser innig gemischt und in kurzer ,zeit vollstndig in ,fettsure und ,glycerin gespalten4 ,sidenote3 ,fabrikation fetter ,suren mittelst berhitzter ,wasserdmpfe und nachfolgender ,destillation4 ,v4 ,an die im vorstehenden ,abschnitte beschriebene ,verseifung mittelst berhitzten ,wassers schliesst sich die ,verseifung mittelst berhitzter ,wasserdmpfe an1 welche gegenwrtig in ,england von der ,compagnie ,price im grssten ,maassstabe angewendet und ausgebeutet wird4 ,bereits ,gay-,lussac und nach ihm ,dubrunfault suchten das ,factum1 dass neutrale ,fette bei ihrer ,destillation in ,fettsuren bergehen1 industriell zu verwerthen4 ,aber trotz aller ,mhe1 trotz der gleichzeitigen ,anwendung des ,wasserdampfes entsprach der ,erfolg durchaus nicht den ,erwartungen2 stets war es der ,fall1 dass ein ,theil der ,fettsubstanz unter ,bildung von kohligen ,produkten und von ,acrolen sich zersetzte4 ,wilson und ,gwynne waren mit ihren ,bestrebungen glcklicher2 mit ,anwendung von ,destillirapparaten1 welche in ihrer ,construction im ,wesentlichen mit den auf ,seite #gjb beschriebenen bereinstimmen1 gelang unter ,mitwirkung berhitzter ,wasserdmpfe die vollstndige ,spaltung der neutralen ,fette in ,fettsure und in ,glycerin4 ,durch strenges ,einhalten einer bestimmten ,temperatur war es nicht nur mglich1 die ,fette vllig zu verseifen1 sondern auch die ,produkte der ,verseifung1 die fetten ,suren und das ,glycerin1 unzersetzt zu destilliren4 ,die ,retorten1 in denen die ,destillation vorgenommen wird1 haben eine ,capacitt von #fj ,hektolitern2 sie werden durch directe ,heizung auf eine ,temperatur gebracht1 welche genau zwischen #bij-cae liegt4 ,ein schmiedeeisernes ,rohr fhrt bis auf #cae erhitzten ,dampf in die geschmolzene ,fettsubstanz4 ,die ,dampfzufuhr wird je nach der ,art des ,fettes #bd-cf ,stunden unterhalten4 ,die ,verseifung geht auf diese ,weise vollstndig vor sich1 die frei gewordene ,fettsure und das ,glycerin werden an der unteren ,mndung des ,khlapparates gewonnen4 ,erstere wird sofort auf ,kerzen verarbeitet1 whrend das ,glycerin durch eine nochmalige ,dampfdestillation gereinigt wird4 ,wie oben hervorgehoben1 ist die geeignete ,temperatur auf das sorgfltigste einzuhalten2 ist sie niedriger als #caj1 so ist die ,zersetzung eine usserst langsame1 steigt sie dagegen hher1 so wird ein ,theil der ,fettsubstanz zersetzt und es entsteht ,acrolen in reichlicher ,menge4 ,sidenote3 ,darstellung der ,kerzen4 ,b4 ,darstellung der ,kerzen4 ,ein sehr wichtiger ,theil einer ,stearinkerze1 wie einer ,kerze berhaupt1 ist der ,docht1 in dessen engen ,zwischenrumen das durch die ,wrme der ,flamme geschmolzene ,leuchtmaterial in dem ,grade aufgesaugt wird1 als es die ,flamme consumirt4 ,der ,docht muss mithin aus porsen ,substanzen bestehen und ausserdem muss er auch -- wenigstens bei ,kerzen1 nicht immer bei ,lampen -- verbrennlich sein4 ,in ,bezug auf die gute ,beschaffenheit der ,dochte ist es wesentlich1 dass sie aus gleichfrmig dickem und rein gesponnenem ,garn bestehen1 damit der ,docht selbst berall gleich dick sei und keine nicht eingesponnenen ,fden 7sogenannte ,ruber oder ,neider7 von ihm abstehen4 ,das ,garn1 welches am hufigsten genommen wird1 ist schwach gedrehtes ,mulegarn und zwar gewhnlich ,no4 #af-bj fr ,talgkerzen1 ,no4 #cj-dj fr ,stearinkerzen4 ,je reiner und gleichfrmiger die ,dochte in ihrer ganzen ,lnge sind1 desto gleichmssiger geht in ,folge der gleichfrmigen ,capillarwirkung1 gengende ,reinheit des ,leuchtmaterials vorausgesetzt1 das ,emporsteigen der ,fettsubstanz1 mithin auch ein gleichfrmiges ,verbrennen der ,lnge nach vor sich4 ,frher und gegenwrtig auch noch hufig bei ,talg- und ,wachskerzen war der ,docht gedreht1 d4 h4 die einzelnen ,baumwollfden lagen1 eine steile ,schraubenlinie beschreibend1 nebeneinander4 ,cambacrs war es1 der die ,dochtfabrikation verbesserte in der ,absicht1 das zeitweilige ,abschneiden oder lstige ,putzen der ,flamme zu vermeiden4 ,diese ,verbesserung bestand in der ,einfhrung der geflochtenen ,dochte1 wodurch der ,kerze der ,beistand der ,lichtscheere entbehrlich wird4 ,unter dem ,einflusse der ,spannung1 in welcher sich die einzelnen ,baumwollfden des zopfartig1 gewhnlich nur dreischnrig geflochtenen ,dochtes befinden1 erleidet das aus der ,kerzenmasse hervorragende ,ende desselben eine ,krmmung1 welche seine ,spitze stets ausserhalb der ,flamme hlt und ihr gestattet1 in der frei umspielenden ,luft schnell zu verglimmen4 ,ehe der ,docht zur ,kerzenfabrikation ,anwendung finden kann1 muss er erst prparirt werden4 ,denn der nicht prparirte ,docht hinterlsst bei seiner unvollstndigen ,verbrennung einen ,kohlerckstand1 welcher die ,capillarwirkungen des ,dochtes bedeutend schwcht4 ,man war daher sofort nach der ,einfhrung der ,stearinkerzenfabrikation bemht1 den ,docht mit ,substanzen zu imprgniren1 welche die ,verbrennung des ,dochtes befrdern4 ,solche ,krper fand de ,milly im ,jahre #ahcj in der ,borsure und ,phosphorsure1 durch welche den ,dochten dadurch1 dass genannte ,suren mit den ,aschenbestandtheilen des ,dochtes und vielleicht auch der ,fettsubstanz zu einer ,glasmasse zusammentraten und am ,ende des ,dochtes eine schwere ,glasperle bildeten1 wovon der ,docht dergestalt bog1 dass er ausserhalb der ,flamme endete1 ,verbrennlichkeit ertheilt wurde4 ,in den franzsischen ,fabriken taucht man die zu prparirenden ,dochte drei ,stunden lang in eine ,lsung von #a ,kilogr4 ,borsure und #ej ,liter ,wasser1 ringt sie dann krftig aus oder befreit sie in der ,centrifugalmaschine von der berschssigen ,flssigkeit und trocknet sie sodann in einem doppelwandigen ,blechkasten1 in dessen ,doppelwnde ,dampf einstrmt4 ,um die ,baumwolldochte besser netzbar zu machen1 ist ein ,zusatz von ,alkohol zu der wsserigen ,borsurelsung zweckmssig4 ,payen empfiehlt als ,dochtbeize eine mit #c-e pro ,mille ,schwefelsure versetzte ,lsung von #e-h ,grm4 ,borsure in #a ,liter ,wasser4 ,in einigen sterreichischen ,stearinkerzenfabriken wendet man zum ,imprgniren der ,dochte das phosphorsaure ,ammoniak an4 ,bolley endlich macht auf eine ,salmiaklsung von #b-c ,b4 als auf eine einfache und wohlfeile ,dochtbeize aufmerksam4 ,sidenote3 ,giessen der ,kerzen4 ,das ,giessen der ,kerzen4 ,die ,fettsurebrote1 mgen sie das ,produkt der ,kalkverseifung oder das der ,behandlung mit ,schwefelsure und nachheriger ,destillation oder endlich nur der ,einwirkung berhitzten ,wassers sein1 haben1 so wie sie aus der ,warmpresse hervorgehen1 so ziemlich gleiche ,eigenschaften2 sie erscheinen als weisse durchscheinende und ziemlich cohrente ,kuchen1 sind jedoch noch nicht rein genug1 um als ,kerzenmaterial ,anwendung finden zu knnen2 ihre ,rnder1 die der ,einwirkung der ,presse sich entzogen1 sind zuweilen noch lsurehaltig1 weich und gelblich gefrbt1 und ihre ,oberflche nicht selten durch ,eisenoxyd und durch ,haare der ,pressscke verunreinigt4 ,um die ,brote zu reinigen1 entfernt man zunchst die ,rnder und schabt die beschmutzte ,oberflche ab2 die ,abflle werden nochmals auf die ,warmpresse gebracht4 ,hierauf werden die weissen ,kuchen in mit ,bleiblech ausgeftterten ,bottichen mit ,schwefelsure von #c ,b4 zusammengebracht und darin etwa eine ,stunde lang mit ,dampf behandelt4 ,der ,zweck dieser ,behandlung ist nicht1 wie zuweilen angegeben wird1 die letzten ,spuren von ,calciumstearat zu zersetzen1 welches gar nicht mehr vorhanden sein kann1 sondern vielmehr das ,eisenoxyd aufzulsen und die ,fasern1 von den ,pressscken herrhrend1 zu zerstren4 ,nach hinreichender ,einwirkung entfernt man die ,schwefelsure und wscht die ,fettsure mit siedendem ,wasser aus1 bis die letzten ,spuren von ,schwefelsure entfernt sind4 ,hierauf setzt man zu der geschmolzenen ,fettsubstanz eine gewisse ,menge ,eiweiss1 rhrt gut um und erhitzt bis zum ,sieden4 ,beim ,coaguliren hllt das ,eiweiss alle ,unreinigkeiten ein und setzt sich mit ihnen am ,boden des ,bottichs ab4 ,die grosse ,neigung der ,stearinsure zu krystallisiren und zwar in grossen ,krystallblttern1 wenn das ,erkalten der geschmolzenen ,sure langsam geschieht1 war im ,anfange der ,einfhrung der ,stearinkerzenfabrikation ein grosser ,missstand4 ,man erhielt beim ,giessen ungleichartig durchsichtige ,kerzen1 welche leicht brachen4 ,ein ,zusatz von arseniger ,sure gab allerdings sehr viel gleichmssiger aussehende minder kristallinische ,kerzen1 allein dieser ,zusatz1 obgleich derselbe nur in geringer ,menge gemacht wurde1 war mit den ,forderungen der ,hygiene ganz unvereinbar1 und musste sehr bald auf dem ,continente dem ,verbote der ,behrden1 in ,england dem verdammenden ,urtheile der ffentlichen ,meinung verfallen4 ,die ,mittel1 die man gegenwrtig anwendet1 erfllen ihren ,zweck eben so gut1 man setzt nmlich der geschmolzenen ,stearinsure #b-f ,proc4 weisses ,wachs zu1 oder noch gewhnlicher1 man lsst die geschmolzene ,sure unter ,umrhren bis nahe zu ihrem ,erstarrungspunkt erkalten1 ehe man sie in die fast bis auf den ,schmelzpunkt der ,sure erhitzte ,form eingiesst4 ,durch das ,abkhlen und ,umrhren wird eine ,art flssigen ,fettbreies erhalten1 der nicht mehr krystallisirt4 ,seitdem es in den ,stearinkerzenfabriken gebruchlich ist1 die geschmolzene ,stearinsure mit ,paraffin 7bis zu #bj ,proc47 zu versetzen1 ist von einer ,neigung der ,fettmasse zu krystallisiren1 keine ,rede mehr4 ,illustration3 ,fig4 #bfi4 ,illustration3 ,fig4 #bgj4 ,die ,kerzenformen bestehen aus einer ,legirung von ,zinn und ,blei1 in der ,regel #bj ,th4 ,zinn auf #aj ,th4 ,blei2 sie sind enge1 etwas konische ,rhren1 welche inwendig sehr glatt sein mssen1 um den ,kerzen eben diese ,gltte mitzutheilen4 ,in die ,axe derselben wird der ,docht eingezogen1 der einerseits in einem kleinen ,loche am untern ,ende1 andererseits an einem auf das obere weite ,ende gesetzten ,trichter befestigt ist4 ,durch diesen ,trichter wird zugleich die geschmolzene ,fettsubstanz gegossen4 ,die ,formen1 wie sie in den franzsischen ,fabriken blich sind1 zeigt ,fig4 #bfi4 a stellt eine aus zwei ,theilen bestehende ,form1 den ,cylinder und den ,talgtrichter1 dar4 b zeigt die ,vorderansicht der zusammengesetzten ,form1 c einen ,lngendurchschnitt derselben und die ,lage des ,dochtes1 d den ,drahthaken1 mittelst dessen der ,docht durchgezogen wird4 ,die jetzt angewendeten ,formen haben gewhnlich eine ,kapsel 7,trichter7 fr #cj ,formen4 ,fig4 #bgj zeigt einen solchen ,giessapparat4 ,a ,d ist ein grosser ,blechkasten1 in welchem sich die ,formen befinden2 dieser ,kasten steht in einem zweiten ,b ,b1 welcher durch ,wasserdampf bis auf #ajj erwrmt wird4 ,sobald die ,kerzenformen bis auf #de erwrmt sind1 entfernt man den ,kasten ,a ,d aus ,b ,b und fllt die ,formen mit der geschmolzenen ,stearinsure4 ,nach der ,fllung berlsst man die ,formen sich selbst1 bis die ,kerzen erkaltet sind und herausgenommen werden knnen4 ,in neuerer ,zeit wendet man fast berall ,giessmaschinen mit continuirlichem ,betriebe an2 sie haben fast smmtlich das gemein1 dass die aufgesplten ,dochtschnre durch die ,formen gezogen und erst nach erfolgtem ,gusse der ,kerze und nachdem die ,kerze aus der ,form genommen wurde1 abgeschnitten werden4 ,die gebruchlichsten ,giessmaschinen sind die von ,cahouet und ,morgane4 ,die soweit fertigen ,stearinkerzen werden nun1 ehe man zum ,beschneiden und ,poliren derselben schreitet1 in einigen ,fabriken gebleicht und zu dem ,ende der freien ,luft1 d4 h4 dem abwechselnden ,einflusse der ,sonnenstrahlen und des ,thaues ausgesetzt4 ,dem ,bleichplane werden sie mittelst eines endlosen ,tuches zugefhrt4 ,man legt sie hierbei auf eine gereinigte ,tafel1 von welcher das endlose ,tuch sie aufnimmt4 ,dieses ,tuch ist mit abgerundeten ,querstben besetzt1 durch welche die ,aufnahme der ,kerzen vermittelt wird4 ,zum ,aussetzen der ,kerzen an die ,luft dient ein tischartiges ,gestell1 welches statt der ,tischplatten zwei ,gewebe von ,bleidraht enthlt4 ,jedes dieser ,gewebe bildet eine horizontale ,flche und beide sind reichlich eine halbe ,kerzenhhe von einander entfernt4 ,die ,maschen des oberen ,gewebes sind so weit1 dass durch jede ,masche eine ,kerze hindurchgesteckt werden kann4 ,die ,maschen des unteren ,gewebes dagegen sind kleiner4 ,die ,kerzen werden nun ,stck fr ,stck1 und mit ihrer ,spitze nach oben1 durch die ,maschen des oberen ,gewebes hindurchgesteckt und ruhen dann1 vertical stehend1 mit ihren ,fussenden auf dem unteren ,gewebe4 ,in dieser ,lage bleiben sie je nach der ,jahreszeit krzere oder lngere ,zeit der ,luft ausgesetzt4 ,nach dem ,bleichen werden die ,kerzen beschnitten und polirt4 ,sidenote3 ,talgkerzen4 #b7 ,talgkerzen4 ,der gereinigte ,talg ist das ,material der ,fabrikation der ,talgkerzen 7,unschlittlichte71 welche in jene fr die gezogenen ,kerzen und fr die gegossenen ,kerzen zerfllt4 ,die gezogenen ,kerzen werden durch wiederholtes ,eintauchen der ,dochte in geschmolzenen ,talg erzeugt4 ,bei dem ,betriebe im ,kleinen verfhrt man auf folgende ,weise3 ,der ,talgtrog wird mit geschmolzenem ,talg angefllt und die auf den ,dochtspiessen angereihten ,dochte werden in denselben eingetaucht4 ,die ,dochtspiesse sind ,holzstbchen von #j1ge ,meter ,lnge und an beiden ,enden etwas zugespitzt1 um die ,schlingen der ,dochte mit ,leichtigkeit darauf schieben zu knnen4 ,je nach dem ,gewicht1 welches man den ,kerzen geben will1 versieht man die ,spiesse mit #af oder mit #ah ,dochten in mglichst gleichmssiger ,entfernung1 und taucht die ,dochte nun senkrecht in den ,talg und zwar mit einer schnell stossenden ,bewegung1 damit die ,dochte ihre gerade ,lage behalten4 ,bei diesem ersten ,eintauchen1 welches besonders das ,trnken der ,dochte zum ,zwecke hat1 muss der geschmolzene ,talg noch ziemlich heiss sein1 nicht nur deshalb1 weil der heisse und daher flssigere ,talg die ,capillarffnungen des ,baumwolldochtes besser erfllt1 sondern auch1 weil der ,docht vor dem ,erkalten noch ,zeit gewinnt1 sich durch die eigene ,schwere in die gerade ,linie zu richten4 ,nach dem ersten ,ziehen werden die ,spiesse auf den ,rand des ,talgtroges gelegt1 dann einer um den andern1 nachdem die etwa verrckten ,dochte wieder gerichtet worden sind1 in den ,werkstuhl zum ,abtropfen gehngt4 ,letzterer ist ein einfaches ,holzgestelle mit den ,querleisten1 auf welche die ,enden der ,dochtspiesse aufgelegt werden4 ,haben alle ,dochtspiesse den ersten ,zug erhalten und ist der ,talg im ,troge soweit abgekhlt1 dass der ,talg am ,rande bereits eine dnne ,haut zeigt1 so schreitet man zum zweiten ,eintauchen und so fort1 bis die ,kerzen die gewnschte ,strke erlangt haben4 ,da die untere ,hlfte der ,kerze leichter dicker wird als die obere1 so hlt man1 um diesen ,missstand wieder auszugleichen1 nur das untere ,stck in den ,talgtrog1 damit der berflssige ,talg wieder abschmelze4 ,der ,talg im ,talgtroge wird von ,zeit zu ,zeit1 um ihn gleichmssig flssig zu erhalten1 mit einem ,stabe umgerhrt4 ,beim letzten ,ziehen senkt man die ,kerzen etwas tiefer ein1 um dem obersten ,theile der ,kerze den sogenannten ,kragen1 d4 h4 eine konisch zulaufende ,spitze zu geben4 ,das untere ,ende der ,kerze1 des in eine unsymmetrische ,spitze ausluft1 wird entweder durch ,abschneiden oder durch ,abschmelzen auf einer erhitzten1 mit ,abflussrinne versehenen kupfernen ,platte entfernt4 ,die gegossenen ,kerzen werden wie die ,stearinkerzen durch ,giessen des geschmolzenen ,talges in eignen ,formen erzeugt1 in deren ,axe der ,docht ausgespannt ist4 ,der ,talg1 der zum ,giessen der ,kerzen dient1 ist gewhnlich von hherer ,qualitt als der zum ,ziehen angewendete2 er ist hrter und sorgfltiger gereinigt4 ,hufig ist er ein ,gemenge von gleichen ,theilen ,rinds- und ,hammeltalg4 ,der letztere giebt den ,kerzen ,hrte4 ,die ,gussformen 7aus einer ,blei-,zinnlegirung7 sind den bei der ,stearinkerzenfabrikation blichen hnlich und werden in der gengenden ,anzahl in die ,lcher des ,formtisches eingesteckt4 ,hierauf wird der an seinem obern ,ende in geschmolzenen ,talg eingetauchte ,docht mittelst der ,dochtnadel eingezogen2 zu dem ,ende wird die ,nadel durch die untere ,oeffnung der ,kerzenform gesteckt1 mit dem ,hkchen die ,dochtschlinge gefasst1 letztere durch die ,oeffnung gezogen und das obere ,ende des ,dochtes mit einem ,stckchen ,draht oder einem ,holzstifte1 welcher quer ber den ,rand der ,form gelegt wird1 festgehalten1 wenn nicht1 wie es jetzt gewhnlich der ,fall ist1 der ,trichter oder die ,kapsel der ,giessform in der ,mitte mit einem ,haken oder einem ,vorsprung zum ,festhalten des ,dochtes versehen ist2 hierauf wird er unten an der ,schlinge etwas angezogen1 damit er in der ,axe der ,form die vllige ,spannung annehme4 ,nach diesen ,vorbereitungen schreitet man zum ,giessen der ,kerzen4 ,whrend des ,erkaltens des ,talges zieht sich die ,fettmasse etwas zusammen1 in dessen ,folge die obere ,flche der gefllten ,form etwas einsinkt2 diese ,hhlung wird durch ,nachgiessen ausgefllt4 ,sind die ,formen mit ,kapseln versehen1 so erhlt die ,kerze einen ,giesskopf1 welcher die ,dichtigkeit des ,gusses befrdert und das ,nachfllen berflssig macht4 ,ehe der ,talg in den ,formen vllig erstarrt1 zieht man die ,dochte etwas an1 um sie gerade zu richten und dadurch genau in die ,mitte der ,kerze zu bringen4 ,nachdem die erkalteten ,kerzen aus den ,formen genommen worden sind1 werden mittelst eines ,messers noch die ,giesskpfe abgeschnitten4 -- ,mechanische ,giessvorrichtungen werden in neuerer ,zeit zum ,giessen der ,talgkerzen ebenfalls angewendet4 ,sidenote3 ,paraffinkerzen4 #c7 ,paraffin- und ,belmontinkerzen4 ,unter ,belmontin versteht man das aus dem ,stein- oder ,erdle abgeschiedene ,paraffin1 whrend das durch trockne ,destillation des ,torfes1 der ,braunkohle1 des ,bltterschiefers1 der ,bogheadkohle u4 s4 w4 gewonnene ,paraffin diesen ,namen ,greek3 kat' exochn erhlt4 ,die ,paraffinkerzen werden genau nach demselben ,verfahren und mit den nmlichen ,apparaten fabricirt wie die ,stearinkerzen4 ,das in den ,paraffinkerzenfabriken angewendete ,material ist ein ,gemenge verschiedener ,paraffine mit verschiedenem ,schmelzpunkte2 ,paraffin aus ,bogheadkohle schmilzt bei #de1e bis #eb ,braunkohle #ef ,torf #df1g1 dagegen ,belmontin aus ,rangoontheer schmilzt erst bei #fa ,ozokerit #fe1e4 ,in den deutschen ,fabriken1 in denen man mit wenigen ,ausnahmen ,paraffin aus ,braunkohle und ,torf mit einem ,schmelzpunkt von #de-ec verarbeitet1 setzt man zur ,erhhung des ,schmelzpunktes allgemein ,stearinsure zu4 ,die ,grsse dieses ,zusatzes richtet sich nach dem ,schmelzpunkt des zur ,verfgung gestellten ,paraffins1 nach der ,sorte der herzustellenden ,kerzen und nach der ,jahreszeit4 ,einige ,fabriken verwenden fr die im ,sommer zu brennenden ,kerzen ,paraffin von hherem ,schmelzpunkt und geben einen grsseren ,zusatz von ,stearinsure1 whrend sie fr die ,winterkerzen die ,paraffinsorten mit niedrigerem ,schmelzpunkt verwenden und wenig ,stearinsure nur zusetzen4 ,der ,zusatz der ,stearinsure betrgt #c-ae ,proc41 whrend andererseits die ,masse zu den ,stearinkerzen hufig mit #ae-bj ,proc4 ,paraffin versetzt ist1 sodass thatschlich das ,material zu den ,paraffin- und ,stearinkerzen heutzutage ein ,gemisch von ,paraffin und ,stearin1 jedoch in verschiedenen ,verhltnissen ist4 ,ein geringer ,zusatz von ,stearinsure drfte in den meisten ,paraffinkerzenfabriken geboten sein1 um das ,krummwerden der ,kerzen im ,leuchter bei lngerem ,stehen1 welches frher hufig ,veranlassung zu ,klagen gegeben hat1 zu verhindern4 ,die ,paraffinkerzen werden nur durch ,giessen1 nie durch ,ziehen dargestellt4 ,hierbei begegnet man dem ,uebelstande1 dass die ,kerzen schwierig aus den ,formen gehen und nicht leicht gleichmssig durchsichtig und frei von ,sprngen1 welche von der ,krystallisation des ,paraffins herrhren1 zu erhalten sind4 ,um diesen ,uebelstand zu beseitigen1 wird das geschmolzene ,paraffin bei einer ,temperatur von ungefhr #fj ,c4 in die ,formen gegossen1 welche bis zu derselben ,temperatur oder besser noch etwas strker 7bis auf #gj ,c47 erwrmt sind4 ,die gefllten ,formen lsst man einige ,minuten lang stehen und taucht sie dann in kaltes ,wasser4 ,die dadurch bewirkte pltzliche ,abkhlung des ,paraffins verhindert die ,krystallisation desselben und man erhlt durchscheinende ,kerzen1 die leicht aus den ,formen gehen4 ,fr die ,paraffinkerzen werden ebenfalls geflochtene ,baumwolldochte benutzt1 welche vorher mit ,borsure imprgnirt wurden4 ,zur ,darstellung schwarzer ,paraffinkerzen1 wie sie zuweilen bei ,trauerfesten und ,begrbnissen verwendet werden1 erwrmt man das ,paraffin fast bis zum ,kochen1 thut einige ,anacardiumschalen hinein und lsst diese einige ,zeit lang darin liegen4 ,das ,paraffin lst dabei das in den ,schalen enthaltene ,harz auf und bekommt dadurch eine dunkelbraune ,farbe1 die nach ,abkhlung der ,masse schwarz wie ,steinkohle wird4 ,diese schwarzen ,kerzen brennen ohne ,dampf und ,geruch1 wenn sie einen dnnen ,docht haben1 den berhaupt alle ,paraffinlichter haben mssen4 ,die sogenannten ,apollo- oder ,melanylkerzen 7vergl4 ,seite #fih7 bestehen aus einem ,gemenge von ,stearin 7einem ,gemisch von ,palmitin- und ,stearinsure7 mit weichem 7bei #dc schmelzendem7 ,paraffin4 ,sidenote3 ,kerzen aus ,fettsure4 ,als ein beachtenswertes ,kerzenmaterial1 welches besonders dazu verwendet werden knnte1 den ,paraffinkerzen und ,kerzen aus anderem ,material einen hheren ,schmelzpunkt zu ertheilen1 ist die ,fettsure 7,sebacylsure ,c#aj;,h#ah,o#d7 zu nennen1 welche man bei der trockenen ,destillation der ,oelsure oder besser noch beim ,behandeln von ,ricinusl mit hchst concentrirter ,natronlauge erhlt4 ,im letzteren ,falle ist es die darin enthaltene ,ricinuslsure1 welche die ,fettsure liefert3 ,ricinuslsure ,c#ah;,h#cd,o#c #bih ,natronlauge #b,na,o,h #hj geben --- #cgh ,fettsaures ,natrium ,c#aj;,h#af,na#b,o#d #bdf 7 #ahd ,fettsure7 ,caprylalkohol ,c#h;,h#ah,o #acj ,wasserstoff ,h#b #b --- #cgh ,nach diesem ,schema wrden #ajj ,th4 ,ricinuslsure ber #ha ,th4 ,fettsure liefern4 ,ohne ,zweifel ist die ,fettsure auch in den ,produkten der ,destillation der durch ,schwefelsure gebildeten ,fettsubstanzen enthalten1 wo sie aus der ,oelsure sich gebildet hat4 ,der hohe ,schmelzpunkt der ,fettsure 7bei #abg7 und ihre leichte ,verbrennlichkeit machen sie besonders geeignet zum ,versatz leicht schmelzbarer ,kerzen1 insbesondere der aus weichem ,paraffin 7bei #dc schmelzend71 nicht nur um ihren ,schmelzpunkt zu erhhen1 sondern auch1 um ihnen ,hrte und ein glnzendes ,ansehen zu geben4 ,da die ,fettsure ferner die ,krystallisation der ,stearinsure verhindert1 so kann sie zweckmssig den zu weichen und leicht krystallisirenden ,produkten der ,destillation der ,fettsubstanzen beigemischt werden4 ,ein ,zusatz von #a-e ,proc4 ,fettsure ertheilt diesen ,produkten ,wachshrte4 ,die gleichzeitige ,bildung von ,caprylalkohol1 der zur ,lack- und ,firnissfabrikation benutzt werden kann1 erhht noch die industrielle ,bedeutung der ,fettsure4 ,sidenote3 ,wachskerzen4 #d7 ,wachskerzen4 ,das ,wachs1 dessen sich die ,bienen zum ,bau der ,zellen und ,vorrathskammern fr den ,honig bedienen1 wird von dem ,krper der ,arbeitsbienen unter den schuppigen ,ringen1 welche den unteren ,hintertheil ihres ,krpers bilden1 in ,gestalt kleiner ,trpfchen abgesondert1 welche sehr bald zu kleinen ,wachsschuppen erhrten4 ,der lange ,zeit gehegten ,ansicht entgegen1 hat es sich nach den ,beobachtungen von ,j4 ,hunter und ,fr4 ,huber herausgestellt1 dass der von den ,bienen eingetragene wachshaltige ,bltenstaub ausschliesslich zur ,nahrung der jungen ,brut dient und das ,wachs ein ,produkt des ,thierkrpers und zwar ein ,umwandlungsprodukt des ,zuckers ist4 ,um das ,wachs zu gewinnen1 nimmt man nach dem ,tdten oder ,austreiben der ,bienen aus dem ,bienenstocke die ,waben heraus1 entfernt daraus den ,honig durch freiwilliges ,ausfliessenlassen und durch ,auspressen4 ,durch ,auspressen in heissem ,wasser und langsames ruhiges ,erkaltenlassen erhlt man die gelben ,wachsscheiben1 welche in dem ,handel vorkommen1 nachdem die untere unreine ,schicht abgeschabt worden ist4 ,das durch ,ausschmelzen der ,waben erhaltene ,wachs besitzt durchgngig eine mehr oder minder gelbe ,farbe4 ,das gelbe ,wachs ist bei gewhnlicher ,temperatur knetbar1 wird bei niederer ,temperatur sprde1 hat einen krnigen ,bruch1 ein spec4 ,gewicht von #j1ifb bis #j1ifg und schmilzt zwischen #fj und #fb4 ,der krnige ,bruch des ,wachses1 eine ,folge der in dem gelben ,wachse vorhandenen ,unreinigkeiten1 sowie die gelbe ,farbe sind fr die ,fabrikation der ,wachskerzen ein unangenehmer ,umstand und schon des ,ansehens wegen zu entfernen4 ,dies geschieht durch das ,bleichen4 ,das ,wachs wird zunchst gelutert und zu dem ,ende in einen verzinnten ,kupferkessel1 in welchem zuerst eine ,portion ,wasser bis zum ,sieden erhitzt worden ist1 unter ,zusatz von #j1be ,proc4 ,alaun oder ,weinstein oder ,schwefelsure unter krftigem ,umrhren umgeschmolzen4 ,nach einigen ,minuten ,ruhe lsst man das ,wachs nebst dem ,wasser in einen ,bottich fliessen4 ,hier lsst man die ,unreinigkeiten sich absetzen2 damit das ,wachs nicht erstarre1 setzt man einen ,deckel auf den ,bottich und umgiebt letzteren mit ,wolldecken4 ,so gereinigt1 wird das ,wachs auf der ,bndermaschine in dnne ,bnder verwandelt1 damit in ,folge der vergrsserten ,oberflche beim ,bleichprocess ,luft und ,licht besser einzuwirken vermgen4 ,die ,bnder kommen auf den ,bleichplan auf in ,rahmen gespannte ,leinwand1 wo sie unter zeitweiligem ,umrhren der ,luft und der ,einwirkung der ,sonne ausgesetzt bleiben1 bis keine ,abnahme der ,frbung mehr zu bemerken ist1 worauf man1 um auch den ,kern zu bleichen1 die ,bnder umschmilzt1 das ,wachs nochmals bndert1 die ,bnder von ,neuem bleicht und diese ,operation wiederholt1 bis die ,bnder auch im ,innern vollkommen gebleicht erscheinen4 ,das ,bleichen nimmt je nach der ,wachssorte und der ,gunst der ,witterungsverhltnisse eine ,zeit von #bj-ce ,tagen in ,anspruch4 ,der ,gewichtsverlust dabei macht #b-aj ,proc4 aus4 ,nach dem vollstndigen ,bleichen wird das ,wachs geschmolzen1 durch ein seidenes ,sieb gegeben und entweder in grssere ,blcke oder zu runden ,tfelchen geformt4 ,was die knstliche ,bleichung des ,wachses betrifft1 so fehlt es nicht an zahlreichen ,vorschlgen1 die indessen smmtlich mehr oder weniger zu wnschen brig lassen4 ,die ,anwendung des ,chlores und des ,chlorkalkes zum ,wachsbleichen hat den ,uebelstand1 dass feste und sprde gechlorte ,produkte sich bilden1 die dem ,wachse beigemengt bleiben und bei der ,verbrennung der daraus gefertigten ,kerzen zur ,bildung von ,salzsure ,anlass geben4 ,durch ,ozonisiren lsst sich der farbegebende ,krper aus dem ,wachse leicht entfernen1 so unter ,anderem dadurch1 dass man ,wachs mit etwas ,terpentinl zusammenschmilzt und dann nach dem ,bndern der ,luft aussetzt2 die ,bleichung geht schnell und vollstndig vor sich2 das ,terpentinl wird durch lngere ,zeit fortgesetztes ,schmelzen des ,wachses entfernt4 ,nach dem ,vorschlage von ,solly mischt man zu dem geschmolzenen ,wachse eine kleine ,menge ,schwefelsure1 die mit der doppelten ,menge ,wasser verdnnt ist1 und einige ,stcken ,chilisalpeter1 wo durch die sich entwickelnde ,salpetersure die frbende ,substanz des ,wachses in kurzer ,zeit zerstrt wird4 ,beachtenswerth ist der ,vorschlag ,watson's1 ,wachs mittelst bermangansauren ,kalis und ,schwefelsure1 und der ,a4 ,smith's1 mit ,hlfe von chromsauren ,kali und ,schwefelsure zu bleichen4 ,die chemischen ,eigenschaften des ,wachses betreffend1 so beobachtete zuerst ,john1 dass es ein ,gemenge zweier ,stoffe sei1 die sich durch ihre ,lslichkeit in ,alkohol von einander unterscheiden3 der eine1 in siedendem ,alkohol lsliche1 bildet die ,cerotinsure ,c#bg;,h#ed,o#b 7frher ,cerin genannt71 der andere1 in ,alkohol wenig lsliche ,stoff ist unter dem ,namen ,myricin bekannt und besteht nach ,brodie aus palmitinsaurem ,myricil ,c#df;,h#ib,o#b ,c#af;,h#ca7;,c#cj;,h#fa7,o#b4 ,ausser diesen beiden ,krpern enthlt das ,bienenwachs noch #d-e ,proc4 eines bei #bh schmelzenden ,krpers1 das ,cerolen1 welchem das ,wachs seine ,fettigkeit verdankt4 ,die ,verhltnisse der ,cerotinsure und des ,myricins variiren betrchtlich im ,bienenwachse4 ,aus der ,verschiedenheit der ,mengenverhltnisse der beiden ,wachsbestandtheile erklrt sich der bei den einzelnen ,wachssorten beobachtete verschiedene ,schmelzpunkt4 ,ausser dem gewhnlichen ,bienenwachse sind noch erwhnenswerth ,sidenote3 ,andere ,wachsarten4 #a7 das chinesische ,wachs1 eine aus ,china in grosser ,menge eingefhrte ,wachsart1 stammt von der ,wachsschildlaus1 ,coccus ceriferus1 welche es auf den ,bumen1 auf denen sie sich aufhlt1 namentlich auf ,rhus succedanea niederlegt4 ,es ist usserlich dem ,wallrath sehr hnlich1 daher schneeweiss1 krystallinisch1 sprde und fasrig und schmilzt bei #hb4 ,bei der trocknen ,destillation giebt es ,cerotinsure und einen paraffinhnlichen ,krper1 das ,ceroten4 ,nach ,brodie besteht das chinesische ,wachs aus cerotinsaurem ,ceryl ,c#ed;,h#ajh,o#b ,c#bg;,h#ec7;,c#bg;,h#ee7,o#b2 #b7 das ,andaquieswachs ist das ,produkt eines im ,flussgebiete des ,orinoko und ,amazonenstromes wohnenden ,insektes1 welches bei #gg schmilzt1 ein spec4 ,gewicht von #j1iag besitzt und wie es scheint1 dem ,bienenwachs gleich zusammengesetzt ist2 #c7 das japanische oder amerikanische ,wachs1 eine in runden concav-convexen1 mit weissem ,reife berzogenen ,scheiben vorkommende ,wachsmasse1 die weich und brchig ist1 bei #db schmilzt1 sich in siedendem ,alkohol lst und aus ,palmitin bestehen soll2 #d7 das ,carnaubawachs ist eine aus ,rio de ,janeiro kommende ,wachsart1 welche der ,ueberzug der ,bltter einer ,palmenart1 ,kopernicia cerifera1 sein soll4 ,es schmilzt bei #hc1e und eignet sich seines hohen ,schmelzpunktes wegen1 um leichter schmelzbare ,fette zur ,kerzenfabrikation tauglich zu machen2 #e7 das ,palmenwachs1 aus der ,rinde von ,ceroxylon andicola1 einer ,palme auf den hchsten ,punkten der ,cordilleren1 wird durch ,abschaben und durch ,auskochen mit ,wasser gewonnen4 ,es schmilzt bei #hc-hf und ist vielleicht mit dem ,carnaubawachs identisch2 #f7 das ,myrthenwachs von ,myrica cerifera wird aus den ,frchten derselben durch ,auskochen mit ,wasser in mehreren ,staaten des sdlichen ,theiles der ,union gewonnen4 ,das in der ,provinz ,para am ,amazonenstrome dargestellte kommt unter dem ,namen ,ocubawachs in den ,handel4 ,es ist grn 7olivengrn7 und schmilzt bei #cf-dh4 ,man verwendet es in ,amerika als ,kerzenmaterial4 ,sidenote3 ,darstellung der ,wachskerzen4 ,die ,wachskerzen werden am hufigsten durch das ,angiessen 7,anschtten7 hergestellt4 ,zu diesem ,behufe werden die ,dochte an den am ,umfang eines frei schwebenden ,reifens1 dem ,kranze1 befestigten ,haken aufgehngt und unter stetigem ,umdrehen des ,dochtes um seine ,axe mit den ,fingern mit dem flssig erhaltenen ,wachse bergossen1 bis sie so viel davon aufgenommen haben1 als zu ihrer ,dicke erforderlich war1 worauf man ihnen durch ,ausrollen auf einer ,marmor- oder ,holzplatte die cylindrische ,gestalt giebt4 ,man nimmt das ,angiessen auf zweierlei ,art vor4 ,nach der ersten und gewhnlichen ,art trnkt man zuerst die ,dochte mit ,wachs1 giesst sie dann zur ,hlfte mit ,wachs an1 hngt sie hierauf umgekehrt auf und macht endlich auch die andere ,hlfte durch ,angiessen fertig1 d4 h4 der ,arbeiter begiesst sie mit flssigem ,wachse1 bis sie die gleiche und gehrige ,dicke erlangt haben4 ,damit die ,schlinge1 d4 h4 der ,theil des ,dochtes1 welcher spter aus der ,kerze hervorsieht1 von ,wachs frei bleibe1 streift man ber dieselbe ein cylindrisches ,htchen von ,weissblech4 ,hierauf nimmt man die ,kerzen von dem ,kranze ab1 legt sie zwischen zwei leinenen ,tchern auf eine ,matratze bereinander1 bedeckt sie mit einer ,flanelldecke und rollt nun eine ,kerze nach der andern auf der angefeuchteten ,rollplatte mit dem ,rollbrette vollends aus4 ,nach dem ,ausrollen werden die ,kerzen unten abgeschnitten und ihre ,dochttheile konisch zugespitzt1 und dann in ein ,gefss mit ,wasser gelegt1 worin sie erkalten1 ohne ihre ,form zu verlieren4 ,die erkalteten ,kerzen kommen in einen mit durchlchertem ,boden versehenen ,kasten1 in welchem sie auf den ,bleichplan getragen werden1 damit sie hier an der ,luft und unter fterem ,benetzen nach einigen ,tagen die gelbliche ,farbe verlieren1 die sie durch die ,bearbeitung angenommen haben4 -- ,bei fabrikmssigem ,betriebe wendet man zuweilen ein anderes ,verfahren an2 es werden nmlich die gleich anfangs mit der ,schlinge nach oben gehngten ,dochte in einer ,operation fertig angegossen2 man erspart dadurch bedeutend an ,zeit1 doch ist grssere ,uebung und ,geschicklichkeit der ,arbeiter erforderlich4 ,das ,giessen der ,wachskerzen geschieht auf hnliche ,weise wie das der ,stearin- und ,paraffinkerzen1 nur macht das merkliche ,schwinden nach dem ,erkalten und das feste ,adhriren an die ,formen das ,wachs zum ,giessen nicht sehr geeignet4 ,der ,docht zu den gegossenen ,wachskerzen muss1 damit sich um den ,docht herum keine hohlen ,stellen bilden1 mit ,wachs getrnkt in die ,formen eingezogen werden4 ,das ,wachs wird im ,wasserbade geschmolzen in die ,formen gegossen4 ,glasformen sind ihrer glatten ,wnde wegen1 die sich den ,kerzen mittheilt1 und auch1 weil die ,kerzen nach dem ,erkalten leicht aus den ,formen gezogen werden knnen1 den ,metallformen vorzuziehen4 ,zur ,verringerung ihrer ,zerbrechlichkeit berzieht man die glsernen ,formen hier und da mit ,guttapercha4 ,die dicken1 oft #ae-bj ,kilogramm schweren ,kirchen- oder ,altarkerzen werden weder durch ,angiessen1 noch durch ,giessen1 sondern aus der ,hand verfertigt4 ,zu dem ,ende wird der aus ,lein- und ,baumwollgarn gemischte ,docht mit ,wachs1 welches durch warmes ,wasser erweicht worden ist1 umgeben4 ,zu diesem ,behufe bildet man entweder aus dem ,wachse lngliche ,streifen und legt diese stckweise um den horizontal ausgespannten ,docht1 oder giebt dem gekneteten ,wachse auf dem ,rolltische ungefhr die ,gestalt einer ,kerze1 drckt dann in den ,cylinder mit ,hlfe der scharfen ,kante eines ,lineales eine ,rinne bis in die ,mitte ein1 legt in die ,rinne den ,docht1 fllt die ,fuge mit ,wachs aus und macht endlich die ,kerze auf dem ,rolltisch fertig4 ,in jngster ,zeit 7#ahgj7 haben ,gebr4 ,riess eine ,presse zur ,fabrikation der ,wachskerzen construirt4 ,der zu verwendende ,wachsklumpen kommt in den ,presscylinder1 der durch eingeleiteten ,dampf vor ,abkhlung geschtzt ist4 ,der ,docht wird in die ,wachsmasse dergestalt eingefhrt1 dass er von der ,masse beim ,austreten aus dem ,cylinder in ein ,rohr erfasst und genau concentrisch umschlossen wird1 um als fertig gebildeter ,kerzenstrang auszutreten4 ,die ,wachsstcke und die durch ,zerschneiden derselben erhaltenen sogenannten ,christbaumlichter werden fast immer1 um dem ,wachs die ,geschmeidigkeit wieder zu geben1 die es durch das ,bleichen verloren hat1 und ausserdem auch1 um den ,anforderungen der ,consumenten hinsichtlich des ,preises zu gengen1 aus mit ,talg und auch wol mit ,fichtenharz und ,terpentin versetztem ,wachs verfertigt4 ,der ,docht muss1 da die ,wachsstcke keine sehr grosse ,dicke erhalten1 sehr gleichfrmig sein4 ,zur ,herstellung des ,dochtes nimmt man so viel gefllte ,spulen1 als der ,docht ,fden erhalten soll1 und windet die ,fden auf eine ,trommel1 deren mit ,kurbel versehene ,axe auf einem schweren ,gestelle ruht und die an dem einen ,ende des ,arbeitssaales aufgestellt ist4 ,ihr gegenber1 an dem andern ,ende des ,locales ist eine zweite leere ,trommel aufgestellt1 und in der ,mitte zwischen beiden auf einem ,gestell eine mit ,wachs gefllte flache ,kupferpfanne1 welche von unten durch ,kohlenfeuer erwrmt werden kann4 ,auf dem ,boden der ,pfanne ist ein ,haken angebracht1 durch welchen der ,docht luft4 ,an dem ,rande der ,pfanne ist ein ,zieheisen aus ,eisen oder ,kupfer mit kreisrunden1 konischen ,oeffnungen von verschiedener ,weite1 genau so wie die ,oeffnungen eines ,drahtzieheisens 7vergl4 ,seite #be7 angebracht4 ,der durch die ,wachspfanne laufende ,docht tritt an der konischen ,einwirkung der ,ziehlcher in die ,ziehplatte4 ,sollen die ,wachsstcke gezogen werden1 so taucht man das ,ende des auf die ,trommel aufgewundenen ,dochtes in das geschmolzene ,wachs1 zieht den ,docht durch den ,haken am ,boden der ,pfanne1 dann durch das ,ziehloch1 welches etwas grsser ist als der ,docht1 und klebt hierauf das ,ende des ,dochtes auf die zweite ,trommel auf4 ,hier wird es so lange festgehalten1 bis die zweite ,trommel eine ,umdrehung gemacht hat1 worauf man die ,trommel1 damit das ,wachs am ,dochte erstarren kann1 mglichst langsam umdreht1 bis aller ,docht auf die zweite ,trommel aufgewunden ist4 ,nachdem dies geschehen1 steckt man das ,zieheisen auf die entgegengesetzte ,seite der ,pfanne1 lsst dann den begonnenen ,wachsstock durch das zunchst kommende ,loch des ,zieheisens gehen u4 s4 f41 bis es auf der ersten ,trommel aufgewickelt ist4 ,auf diese ,weise fhrt man fort1 den ,wachsstock durch die ,wachspfanne und das nchst grssere ,loch des ,zieheisens von der ersten zur zweiten ,trommel und umgekehrt gehen zu lassen1 bis er die gewnschte ,dicke erlangt hat4 ,die so erhaltene ,wachsschnur wird in noch biegsamem ,zustande zu ,wachsstcken von bestimmtem ,gewicht zusammengewunden4 ,sidenote3 ,wallrathkerzen4 ,wallrathkerzen4 ,der ,wallrath ist eine eigenthmliche feste ,fettmasse1 welche sich in mehreren ,cetaceen1 namentlich in dem ,pottfisch1 ,pottwall oder ,cachelot 7,physeter macrocephalus71 welcher vorzglich die sdlichen ,weltmeere1 zumal die ,ksten von ,brasilien und ,neu-,sdwales bewohnt1 findet4 ,in dem lebenden ,thiere ist sie durch die thierische ,wrme in einem andern flssigen ,fette1 dem ,wallrathl aufgelst4 ,die ,lsung1 der sogenannte flssige ,wallrath fllt eigens dafr bestimmte ,hhlungen und ,gefsse aus1 welche oberhalb der ,hirnschale1 unter der ,haut vom ,kopf bis zum ,schwanz1 und zertheilt im ,fleisch und ,speck liegen4 ,nach dem ,tode des ,thieres erstarrt der flssige ,wallrath1 indem der feste ,wallrath gerinnt2 man scheidet letzteren durch mehrfaches ,pressen mit hydraulischen ,pressen von dem ,oele1 und kocht die kalt und heiss gepressten ,kuchen mit ziemlich starker ,natronlauge1 wodurch eine kleine ,menge noch anhngenden ,wallrathles entfernt wird1 worauf die abgezogene wasserklare ,flssigkeit beim ,erkalten zu einer weissen ,krystallmasse erstarrt4 ,von einem ,pottfisch soll man bis #ajj ,ctr4 ,wallrathl und #cj bis #fj ,ctr4 ,wallrath erhalten4 ,der ,wallrath1 so wie er im ,handel sich findet1 erscheint als eine weisse1 perlmutterglnzende1 blttrig-krystallinische1 halbdurchsichtige1 schlpfrig und fettig anzufhlende ,masse von #j1idc spec4 ,gewicht1 schmilzt bei #de1 lsst sich bei #cfj zum grssten ,theil unverndert berdestilliren1 lst sich in etwa #cj ,th4 siedenden ,alkohols1 wird an der ,luft leicht gelb und lsst sich leicht pulvern4 ,nach ,smith und ,stenhouse besteht der ,wallrath aus palmitinsaurem ,cetyl ,c#cd;,h#fd,o#b ,c#ah;,h#ca7;,c#af;,h#cc7,o#b4 ,nach ,heintz 7#ahea7 dagegen ist der ,wallrath eine ,verbindung des ,cetyls mit den ,fettsuren ,stearinsure1 ,palmitinsure1 ,myristinsure1 ,cocinsure und ,cetinsure4 ,der ,wallrath wird in ,england in grosser ,menge zu ,luxuskerzen verwendet1 die in ,folge ihrer blendendweissen ,farbe und ihrer halbdurchscheinenden1 alabasterhnlichen ,beschaffenheit die schnsten1 aber auch die theuersten aller ,kerzen reprsentiren4 ,um die ,neigung des ,wallrathes1 beim ,erkalten zu krystallisiren1 zu schwchen1 setzt man beim ,giessen der ,kerzen #e-aj ,proc4 weisses ,wachs oder auch einige ,procent ,paraffin oder ,belmontin zu4 ,sidenote3 ,glycerin4 ,das ,glycerin ,c#c;,h#h,o#c 7als dreiatomiger ,alkohol 7,c#c;,h#e _/ ,h#c7 ,o#c oder ,c#c;,h#e ,,oh _/ ,,oh _/ ,,oh7 ist in ,form von ,glyceriden in ,verbindung mit den festen und flssigen ,fettsuren in den meisten ,fetten in der ,menge von #h-i ,proc4 enthalten und lsst sich daraus durch ,behandeln mit ,basen 7,kali1 ,natron1 ,kalk1 ,baryt1 ,bleioxyd71 oder mit ,suren 7,schwefelsure7 und gewissen ,chlormetallen 7,chlorzink71 endlich durch berhitzten ,wasserdampf oder durch erhitztes ,wasser 7ohne ,dampfbildung7 abscheiden4 ,das ,glycerin bildet sich ferner bei der geistigen ,ghrung der ghrungsfhigen ,zuckerarten 7,dextrose1 ,levulose1 ,lactose7 neben ,alkohol1 ,kohlensure und ,bernsteinsure als constantes ,produkt4 ,nach den ,beobachtungen von ,pasteur betrgt die ,menge des sich hierbei bildenden ,glycerins etwa #c ,proc4 vom ,gewicht des ,zuckers4 ,das ,glycerin wurde von ,scheele im ,jahre #aggi bei der ,bereitung des ,bleipflasters entdeckt1 von ,seiten der ,technik fand es erst ,beachtung1 als es durch die ,einfhrung der ,stearinkerzenfabrikation und durch ,verarbeitung der ,unterlaugen der ,seifenfabrikation massenhaft auftrat4 ,die ,schlempe der ,kartoffel- und ,melassebrennereien1 so wie die ,vinasse 7der ,rckstand von der ,destillation des ,weinspiritus aus dem ,weine im sdlichen ,frankreich7 enthalten namhafte ,mengen von ,glycerin4 ,was seine ,darstellung im ,grossen betrifft1 so handelt es sich hufig nur um die ,reinigung des bei der ,gewinnung der ,stearinsure aus ,fetten 7,talg1 ,palml7 abgeschiedenen ,glycerins4 ,wird zur ,darstellung der ,stearinsure die ,verseifungsmethode mit ,kalk benutzt1 so bleibt es nach ,abscheidung der unlslichen ,kalkseife in ,wasser gelst1 durch ,abscheidung des mitgelsten ,kalkes durch ,schwefelsure oder besser noch durch ,oxalsure und durch ,abdampfen der von dem ,kalkniederschlag gesonderten ,flssigkeit bis zur ,syrupconsistenz kann man das ,glycerin fr viele technische ,zwecke gengend rein erhalten4 ,in solchen ,fabriken1 in welchen man die ,zersetzung der ,fette durch berhitzten ,wasserdampf bewerkstelligt1 erhlt man die ,fettsure sowol1 als auch das ,glycerin als ,destillationsprodukt und letzteres daher 7vergl4 ,seite #gjd7 vllig rein2 nur darf hierbei eine ,temperatur von #caj nicht berschritten werden1 weil ein ,theil des ,glycerins sich sonst unter ,bildung von ,acrolendmpfen zersetzen wrde4 ,der ,umstand1 dass die bei der ,verseifung der ,fette mit ,schwefelsure sich bildende ,glycerin-,schwefelsure in ihrer wssrigen ,lsung beim ,verdunsten leicht in ,glycerin und ,schwefelsure zerfllt1 lsst sich gleichfalls zur ,glycerindarstellung benutzen4 ,aus der ,unterlauge der ,seifensieder1 gegenwrtig der wichtigste ,glycerinrohstoff1 erhlt man das ,glycerin 7nach dem ,reynold'schen in ,england patentirten ,verfahren7 auf folgende ,weise3 ,die ,unterlauge wird zunchst durch ,abdampfen concentrirt2 die dabei am ,boden des ,abdampfgefsses sich ausscheidenden ,salze werden von ,zeit zu ,zeit herausgenommen4 ,ist die ,flssigkeit gehrig concentrirt1 was man an der ,erhhung des ,siedepunktes auf #aaf erkennt1 so bringt man sie in eine ,destillirblase und destillirt das ,glycerin mittelst eingeleiteter berhitzter ,wasserdmpfe ber4 ,das ,destillat wird im ,vacuumapparate zur ,syrupconsistenz gebracht4 ,die ,schlempe der ,kartoffel-1 ,melasse- und ,weinbrennereien enthlt viel ,glycerin4 ,nach den ,untersuchungen von ,a4 ,metz 7#ahgj7 entspricht 7bei #ag1e ,c473 ein spec4 ,gewicht von #a1bfa #ajj ,proc4 wasserfreiem ,glycerin #a1bdj #id #a1bcb #ij #a1bjf #hj #a1agi #gj #a1aec #fj #a1abe #ej #a1aag #de #a1jii #dj #a1jgc #cj #a1jdh #bj #a1jbd #aj ,die lartige ,beschaffenheit1 so wie der ,umstand1 dass das ,glycerin bei gewhnlicher ,temperatur flssig ist und bei der ,klte nicht erstarrt1 da es bei -#dj noch vllig flssig bleibt#agf1 die ,bestndigkeit des ,prparates1 der angenehme zuckerssse ,geschmack bei vollstndiger ,reinheit und die ,unschdlichkeit1 so auch das ,lsungsvermgen fr viele ,stoffe und die grossen ,mengen1 die man sich zu billigem ,preis verschaffen kann1 haben dem ,glycerin bereits eine ausnehmende ,wichtigkeit in gewerblicher ,hinsicht verschafft4 #agf ,die #ahfg von ,crookes in ,london1 von ,sarg in ,wien und von ,whler beobachteten ,flle des ,festwerden und ,krystallisiren des ,glycerins bei niederer ,temperatur und beim ,transport1 beweisen1 dass auch reines ,glycerin unter den erwhnten ,verhltnissen erstarren knne4 ,unter den vielfachen ,anwendungen1 die das ,glycerin bis jetzt gefunden hat1 seien im ,folgenden einige der wichtigeren und interessanteren angefhrt3 ,das ,glycerin wird benutzt1 um den ,thon fr das ,modelliren im gehrig feuchten ,zustand zu erhalten4 ,es eignet sich ferner zur ,aufbewahrung solcher ,nahrungsmittel1 welche im feuchten ,zustande erhalten werden sollen1 so z4 ,b4 des ,senfes1 der mit ,glycerin versetzt nicht mehr austrocknet4 ,besonders ist die ,anwendung des ,glycerins fr den ,schnupftabak zu empfehlen4 ,auch zum ,conserviren von ,frchten findet es ,anwendung4 ,in der ,liqueur-1 ,punschessenz- und ,limonadenfabrikation findet es zum ,versssen in grosser ,menge ,verwendung1 ferner als ,zusatz zu ,wein und ,bier#agg -- man nennt diese ,procedur ,scheelisiren -- und zur ,bereitung gewisser ,malzextract-,gesundheitsbiere4 ,glycerin ist auch zum ,schmieren von ,maschinenbestandtheilen1 besonders bei ,uhren und ,chronometern verwendbar1 da es an der ,luft keine ,vernderung erleidet1 bei niederer ,temperatur nicht erstarrt und das ,messing und hnliche ,kupferlegirungen nicht angreift4 ,zur ,fabrikation von ,copirtinte ist es gleichfalls vorgeschlagen worden4 ,seiner ,eigenschaft wegen1 die ,haut weich und schlpfrig zu erhalten1 findet es als ,cosmeticum z4 ,b4 als ,glycerinessig1 ,glycerinseife u4 dergl41 zur ,pflege des ,haares1 ausgedehnte ,anwendung4 ,um der ,druckerschwrze ihre ,unlslichkeit in ,wasser zu nehmen -- worin indessen der grsste ,vorzug der bisherigen ,druckfarbe zu suchen ist -- hat man vorgeschlagen1 statt ,leinl ,glycerin anzuwenden4 ,das ,glycerin lst mit ,leichtigkeit die ,theerfarbstoffe 7,anilinblau1 ,cyanin1 ,anilinviolett71 eben so auch das ,alizarin auf4 ,um dem ,papier grosse ,weichheit und ,biegsamkeit zu ertheilen1 soll man dem ,papierzeug ,glycerin beimischen2 der zur ,erzeugung von #ajj ,kilogr4 ,papier erforderlichen ,menge ,papierzeug mischt man ungefhr #e ,kilogr4 ,glycerin von #a1ah spec4 ,gewicht zu4 ,nicht unwichtig ist die ,glycerinschlichte 7aus #e ,th4 ,dextrin1 #ab ,th4 ,glycerin1 #a ,th4 schwefelsaurer ,thonerde und #cj ,th4 ,wasser bestehend71 bei deren ,anwendung die ,musselinweber fr ihre ,arbeit nicht mehr wie bisher auf die feuchten1 der ,gesundheit nachtheiligen ,keller- und ,erdgeschosse angewiesen sind1 sondern dieselbe in hellen1 trocknen und gut gelfteten ,rumen der oberen ,stockwerke der ,huser verrichten knnen4 ,man beobachtete1 dass schwach lohgar gegerbte ,treibriemen1 wenn sie etwa #bd ,stunden in ,glycerin verweilt haben1 nicht mehr dem ,brechen unterworfen sind4 ,die ,gasuhren versagen im ,winter oft den ,dienst1 indem das ,wasser in denselben gefriert4 ,eben so verdunstet dasselbe sehr rasch in der wrmeren ,jahreszeit4 ,eine ,lsung von ,glycerin hat beide ,uebelstnde nicht4 ,santi benutzt das ,glycerin zum ,fllen des schwimmenden ,compasses auf ,schraubendampfern1 da es in ,folge seiner ,dichtigkeit und geringen ,beweglichkeit die innere ,schale des ,compasses gegen die ,erzitterungen1 welche die ,schraube dem ,schiffe mittheilt1 unempfindlich macht4 ,friedheim sucht die ,uebelstnde1 die das ,quecksilber in den ,manometern dadurch zeige1 dass es mit der ,zeit unrein werde und durch ,hngenbleiben in der ,rhre dem ,druck nicht gehrig folge1 dadurch zu beseitigen1 dass er einige ,tropfen ,glycerin als ,decke fr das ,quecksilber verwendet4 ,c4 ,thiel empfiehlt das ,glycerin zum ,reinhalten von ,schiesswaffen4 ,zur ,aufbewahrung anatomischer ,prparate scheint das ,glycerin besonders beachtenswerth1 auch zum ,dichten des ,holzes von ,fssern1 in denen ,petroleum1 ,rbl etc4 aufbewahrt werden soll4 ,eine mit ,glycerin versetzte ,lsung von arabischem ,gummi und von ,eiweiss conservirt sich lange ,zeit1 ohne zu verderben4 ,erwhnenswerth ist die ,anwendung des ,glycerins zur ,erzeugung von knstlichem ,senfl 7,schwefelcyanallyl74 ,durch die ,einwirkung von ,jodphosphor auf ,glycerin bildet sich ,jodallyl1 welches in weingeistiger ,lsung mit ,schwefelcyankalium zusammengebracht und destillirt1 ,senfl liefert4 ,gegen ,brandwunden und gegen katarrhalische ,affectionen wird das ,glycerin mit vielem ,erfolge angewendet4 ,durch eine ,mischung von ,salpetersure und ,schwefelsure wird das ,glycerin in das zur ,fabrikation von ,dynamit und ,dualin in grosser ,menge verwendete ,sprengl 7,nitroglycerin1 ,glycerylnitrat1 ,trinitrin7 7vergl4 ,seite #agb7 bergefhrt4 ,mit fein gemahlener ,bleigltte giebt concentrirtes ,glycerin einen schnell erhrtenden ,kitt fr ,gefsse mit flchtigen ,stoffen 7,petroleum1 ,benzol1 therische ,oele74 #agg ,die ,verwendung des ,glycerins als ,braumalzsurrogat ist eine ganz enorme geworden1 eben so auch die als ,zusatz zum ,wein4 ,nach einer ,schtzung sollen zu letzterem ,zweck im ,jahre #ahfi allein in den weinproducirenden ,lndern gegen #bj1jjj ,centner ,glycerin verbraucht worden sein4 ,,ii4 ,beleuchtung mittelst ,lampen4 ,sidenote3 ,beleuchtung mittelst flssiger ,substanzen4 ,die flssigen ,substanzen1 welche als ,leuchtmaterialien ,anwendung finden1 zerfallen a7 in fette ,oele1 b7 in flchtige ,oele1 welche letzteren entweder therische ,oele sind1 wie das ,camphin1 oder ,produkte der ,verarbeitung des ,theeres wie ,photogen und ,solarl1 oder endlich das von der ,natur gespendete ,petroleum 7,erdl1 ,steinl74 ,von den fetten ,oelen wendet man vorzugsweise das ,raps- oder ,kohlsaatl 7huile de colza71 das ,winterrbsenl1 das ,oliven- und ,bauml1 den ,fischthran und zuweilen auch das eintrocknende ,mohnl an4 ,sidenote3 ,reinigen des ,oeles4 ,um die fetten ,oele zu reinigen 7raffiniren71 giesst man #b ,proc4 englische ,schwefelsure oder eine concentrirte ,lsung von ,chlorzink in dieselben und rhrt gut um4 ,die ,schwefelsure oder das ,chlorzink greifen das ,oel nicht an1 zerstren aber alle schleimigen und fremdartigen ,bestandtheile und scheiden sich mit denselben ab4 ,durch ,waschen mit ,wasser wird die ,sure oder das ,chlorzink entfernt und das ,oel gereinigt4 ,in neuerer ,zeit werden 7vergl4 ,seite #bcc7 die ,oele aus den ,oelsamen vielfach durch ,extraction mit ,schwefelkohlenstoff dargestellt4 ,die zur ,beleuchtung dienenden fetten ,oele fasst man mit dem ,namen ,brennl zusammen4 ,seit dem ,emporblhen der ,paraffin- und ,solarlindustrie und der ,einfhrung des amerikanischen und galizischen ,petroleums hat die ,bedeutung der fetten ,oele als ,leuchtmaterial sich wesentlich verringert4 ,sidenote3 ,lampen4 ,die ,lampen4 ,die ,lampe diente schon in den ltesten ,zeiten und zwar weit frher als die ,kerze zu ,beleuchtungszwecken4 ,man schreibt ihre ,erfindung den alten ,aegyptern zu4 ,von ,griechenland und ,rom aus verbreitete sich ihr ,gebrauch im brigen ,europa4 ,ist nun auch nicht zu verkennen1 das1 was die knstlerische ,vollendung der ,form der ,lampen betrifft1 die ,griechen und ,rmer die moderne ,zeit bei weitem bertrafen1 obgleich derartige ,lampen1 technologisch betrachtet1 die unvollkommenste ,construction darboten1 so ist es doch als ausgemacht anzusehen1 dass1 wenn man von einigen1 im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert auf empirischem ,wege gefundenen ,verbesserungen in der ,lampeneinrichtung 7so von der ,einfhrung des ,glascylinders durch den ,pariser ,apotheker ,quinquet und der ,erfindung der runden und hohlen ,dochte durch ,argand im ,jahre #aghf7 ,umgang nimmt1 erst mit der ,ausbildung der ,chemie1 namentlich der ,aufstellung einer begrndeten ,theorie der ,verbrennung und der ,beleuchtung1 mit der ,anwendung physikalischer ,principien auf ,oelzufuhr in den ,lampen und ,bestimmung der ,lichtstrke der ,lampenflamme1 mit dem ,aufkommen der ,oelraffination und somit der ,beschaffung eines neuen ,leuchtstoffes und endlich mit dem ,entstehen der ,solarl- und ,petroleumindustrie die ,construction einer normalen ,lampe1 freilich oft unter ,nichtbercksichtigung der ,form1 mglich war4 ,alle ,lampen1 die wir heutzutage in den ,salons der hheren ,stnde1 in den ,lden und ,werksttten der ,brger und in den ,drfern wohlhabenderer ,gegenden finden1 gehren daher smmtlich der neuesten ,zeit an4 ,in wenigen ,industriezweigen ist der enorme ,einfluss des ,fortschrittes der auf ,naturwissenschaft und ,mechanik basirten ,gewerbe fr die jetzt lebende ,generation so augenfllig1 als in der ,lampenfabrikation4 ,vor etwa dreissig ,jahren noch war in ,deutschland fast allgemein die nach unsern heutigen ,begriffen ans ,ungeheuerliche streifende ,kranzlampe die hauptschlich eingefhrte4 ,an ihre ,stelle trat gegen das ,jahr #ahdj die ,sturzlampe und um das ,jahr #ahej die ,camphinlampe1 wenn nicht die aus ,frankreich stammenden ,regulatoren und ,moderatoren den ,vorzug erhielten4 ,in den fnfziger ,jahren begann ein ,kampf1 einerseits der ,oellampen unter sich1 andererseits des ,gaslichtes gegen die ,rbllampen4 ,dieser ,kampf ist heute noch nicht beendigt und wird um so sicherer zum ,nachtheile der mit ,rbl gespeisten ,lampe ausschlagen1 als in der ,minerall- und ,petroleumlampe neue und mchtige ,gegner aufgetreten sind1 die allerorts1 wohin das ,leuchtgas bisher nicht dringen konnte1 die ,brennlbeleuchtungsapparate zum ,wohle der ,allgemeinheit und im ,interesse des ,comforts und der ,cultur siegreich und wol fr alle ,zeiten aus dem ,felde geschlagen haben4 ,betrachten wir die ,lampe vom allgemeinsten ,standpunkte aus1 so treffen wir an ihr dieselben ,theile1 die wir an der ,kerze wahrnehmen1 nmlich das ,leuchtmaterial und den ,docht4 ,bei der ,lampe wie bei der ,kerze ist das ,leuchtmaterial flssig und der ,unterschied besteht nur darin1 dass in der ,kerze und zwar in dem oberen ,theile 7der ,vertiefung mit dem ,dochtende7 die ,fettsubstanz 7,stearinsure1 ,talg oder ,paraffin7 im geschmolzenen ,zustande gebrannt wird1 whrend in den ,lampen das ,leuchtmaterial in bei gewhnlicher ,temperatur flssigem ,zustande sich befindet und desshalb ein ,gefss1 ein ,reservoir erforderlich macht1 welches den flssigen ,leuchtstoff enthlt und ununterbrochen und mglichst gleichmssig die ,flamme mit ,material speist4 ,in der verschiedenen ,art des als ,leuchtstoff verwendeten ,krpers -- ob ,rbl1 ob ,solarl1 ob ,petroleum -- in der verschiedenen ,form des ,dochtes und der ,art der ,luftzufuhr zu der ,flamme -- ob ohne1 ob mit ,zugglas1 in der ,form des ,oelbehlters1 seiner ,lage in ,bezug auf den ,docht und der ,art seiner ,anbringung und endlich und hauptschlich in der ,art und ,weise der ,zufhrung des ,leuchtstoffes zu der ,stelle des ,dochtes1 wo die ,verbrennung vor sich gehen soll -- ob nur durch ,capillaritt des ,baumwolldochtes1 ob in ,verbindung mit hydrostatischem oder sonst auf mechanischem ,wege hervorgebrachten ,drucke1 alles dies1 aber auch nur dies bedingt die grosse ,verschiedenheit und ,mannigfaltigkeit1 die wir in den ,lampenconstructionen antreffen4 ,rbl und ,minerall1 sei letzteres aus dem ,braunkohlen- oder ,torftheer1 oder aus dem ,petroleum dargestellt1 unterscheiden sich in ,bezug auf ihre ,eigenschaften als ,leuchtmaterial dadurch von einander3 #a7 dass das ,rbl bei gewhnlicher und selbst bei bis ber #ajj gesteigerter ,temperatur nicht verdunstet 7es ist daher geruchlos71 auch sich nicht entznden lsst4 ,erst wenn eine solche ,erhitzung des ,oeles stattgefunden hat1 dass die ,produkte der trockenen ,destillation sich bilden1 wozu beilufig #bjj gehren1 findet eine ,entzndung und ein ,verbrennen des ,oeles statt4 ,das ,mineral- oder ,solarl1 selbst das geruchlose der ,fabriken besitzt dagegen einen ,geruch und verliert beim ,stehen an der ,luft nach und nach an ,gewicht2 bei hherer ,temperatur verdampft es und kann unverndert destillirt werden1 bei noch hherer ,temperatur vergast es und geht zum grossen ,theil in ,leuchtgas ber2 #b7 das ,rbl besteht aus ,kohlenstoff1 ,wasserstoff und ,sauerstoff und ist nach der ,formel ,c#aj;,h#ah,o#b zusammengesetzt4 ,bei der trocknen ,destillation1 die das ,rbl in dem ,dochte unmittelbar unter der ,flamme erleidet1 zerfllt es in ,elaylgas und ,kohlensure3 ,rbl #b;,c#aj;,h#ah,o#b #cdj geben #i ,molek4 ,elaylgas #i;,c#b;,h#d #beb #b ,kohlensure #b;,,co#b #hh --- #cdj #be1h ,proc4 vom ,gewicht des ,rbles tragen also nicht nur nichts zur ,leuchtkraft der ,flamme bei1 sondern berauben auch noch die ,hlfte des ,volumens vom ,volumen der ,kohlensure an ,elaylgas der ,leuchtkraft4 ,das ,rbl im raffinirten ,zustande verbrennt in einer zweckmssig construirten ,lampe nur in vergaster ,form und vollstndig zu den geruchlosen ,verbrennungsprodukten ,kohlensure und ,wasser2 #c7 das ,solarl und das ,petroleum sind ,gemenge verschiedener ,kohlenwasserstoffe1 hchst wahrscheinlich der hheren ,glieder der homologen ,reihe1 von welcher das ,sumpfgas das erste ausmacht1 und sauerstofffrei4 ,es beginnt bei #bej zu sieden und zerfllt bei hherer ,temperatur in gasige ,produkte 7,sumpfgas und ,elaylgas7 und in sich ausscheidenden ,kohlenstoff4 ,der ,kohlenstoffgehalt des ,solarles ist weit grsser als der des ,rbles1 daher verbrennt das erstere auch in freier ,luft mit russender ,flamme1 die aber sofort in eine fast blendend weisse1 stark leuchtende bergeht1 wenn man durch ,aufsetzen eines ,zugglases und dadurch vermehrte ,luftzufuhr fr die ,verbrennung des ,ueberschusses an ,kohlenstoff sorgt4 ,whrend1 wie bereits bemerkt1 das ,rbl nur in vergaster ,gestalt zur ,flamme gelangt1 kommt das ,solarl1 und der ihm durchaus hnlich constituirte minder flchtige ,theil des ,petroleums1 zum grssten ,theil dampffrmig in die ,flamme4 ,es ist daher die ,mineralllampe so zu construiren1 dass die ,verbrennung so vollstndig als mglich geschehe und keine ,spur des unangenehm riechenden ,dampfes unverbrannt oder mindestens unvergast entweiche4 ,die ,feuergefhrlichkeit des ,solarles anlangend1 so ist dieselbe bei sorgfltiger ,behandlung der ,lampen -- gute ,beschaffenheit des ,solarles vorausgesetzt1 nicht viel grsser als die des ,rbles2 #d7 das ,rbl ist ein fettes und schmieriges ,oel1 das ,solarl nicht2 gewisse ,lampenconstructionen wie z4 ,b4 die ,uhrlampen und ,moderateurlampen1 in welchen das ,oel durch den ,druck eines ,kolbens dem ,verbrennungsort zugefhrt wird1 eignen sich1 weil nur das fette ,oel1 nicht aber das ,minerall die ,liederung des ,kolbens schlpfrig und ldicht macht1 nicht fr ,minerallbeleuchtung4 ,unabhngig von der ,art des ,leuchtstoffes1 sei derselbe ,rbl1 ,solarl oder ,petroleum1 soll die ,construction einer normalen ,lampe der ,art sein1 #a7 dass sie das ,maximum von ,licht und dasselbe zwar innerhalb einer bestimmten ,zeit 7#c bis #h aufeinander folgende ,stunden7 mglichst gleichfrmig spende4 ,diese ,bedingung1 eine ,folge der vollstndigen und in gleicher ,intensitt fortdauernden ,verbrennung des ,leuchtmateriales kann nur erfllt werden ,greek3 a7 bei ,anwendung von gereinigtem ,leuchtmaterial1 ,greek3 b7 bei ,anwendung eines ,dochtes von gleicher ,strke1 ,greek3 g7 bei mglichst gleichmssiger ,zufuhr des ,leuchtstoffes zur ,flamme1 ,greek3 d7 bei gengender ,erhitzung an der ,stelle1 wo die ,verbrennung stattfindet1 damit die ,vergasung vollstndig vor sich gehe1 ,greek3 e7 durch die ,regulirung der ,zufuhr von ,luft4 ,eine zu geringe ,luftmenge giebt oft eine russende ,flamme1 eine zu grosse ,luftzufuhr erniedrigt die ,temperatur und giebt gleichfalls dadurch zur ,abscheidung von ,russ und ,bildung von belriechenden ,produkten der ,destillation ,veranlassung1 abgesehen davon1 dass selbst vollstndige ,verbrennung der ,flamme vorausgesetzt1 zu viel ,luft die ,leuchtkraft der ,flamme beeintrchtigt1 ,greek3 z7 durch die ,mglichkeit der ,regulirung der ,flammengrsse2 #b7 dass das entwickelte ,licht auch mglichst zweckmssig benutzt werde4 ,die bekannten ,lichtschirme und ,reflectoren sind hier als wesentliche ,untersttzungsmittel der ,beleuchtungszwecke zu nennen4 ,das ,reservoir fr den ,leuchtstoff muss ferner der ,art angebracht sein1 dass einestheils sein ,schatten nicht strend auf die zu beleuchtenden ,gegenstnde wirkt1 anderentheils der ,schwerpunkt der ,lampe in keiner ihren ,gebrauch beeintrchtigenden ,weise verrckt wird4 ,sidenote3 ,eintheilung der ,lampen4 ,eintheilung der ,lampen4 ,wenn man die ,art und ,weise1 nach welcher das ,leuchtmaterial mittelst des ,dochtes zu der ,stelle gelangt1 wo die ,verbrennung vor sich geht1 als ,eintheilungsgrund gelten lsst1 so kann man smmtliche ,lampen unterscheiden als3 #a7 ,sauglampen1 in welchen der ,leuchtstoff allein durch die ,capillarwirkung des ,dochtes aus dem etwas tiefer liegenden ,reservoir an das ,dochtende gelangt2 je nach der ,lage des ,oelreservoirs zum ,dochte kann man die ,sauglampen eintheilen ,greek3 a7 in solche1 bei welchen das ,reservoir ungefhr in gleicher ,hhe liegt mit der ,flamme des brennenden ,dochtes2 ,greek3 b7 in ,lampen1 bei welchen das ,reservoir fr das ,oel hher liegt als der ,brenner 7,lampe mit ,sturzflasche74 #b7 ,drucklampen1 bei welchen neben der ,capillaritt des ,baumwolldochtes noch eine mechanische oder physikalische ,vorrichtung thtig ist1 um dem ,dochte das ,leuchtmaterial zuzufhren4 ,der ,oelbehlter ist bei allen ,drucklampen im ,fusse der ,lampe4 ,nach der ,art der ,vorrichtung1 die das ,oel zum ,dochte treibt1 zerfallen die ,drucklampen ,greek3 a7 in arostatische1 bei welchen das ,princip des ,heronsbrunnens ,anwendung findet4 ,es wird in das geschlossene ,oelreservoir ,luft eingepresst1 welche in ,folge ihres ,bestrebens1 sich mit der usseren ,luft ins ,gleichgewicht zu setzen1 auf das ,oel drckt und dasselbe in einem ,steigrohr dem ,brenner zufhrt2 ,greek3 b7 in hydrostatische ,lampen1 auf das ,princip der communicirenden ,rhren sich sttzend1 nach welchem die ,hhen im ,gleichgewicht befindlicher ,flssigkeiten von verschiedenem specifischem ,gewicht in communicirenden ,rhren im umgekehrten ,verhltnisse zum specifischen ,gewichte stehen4 ,die ,flssigkeit1 welche dem ,oel in der ,lampe das ,gleichgewicht halten und bewirken soll1 dass der ,brenner ununterbrochen mit der erforderlichen ,oelmenge versehen werde1 muss specifisch schwerer sein als das ,oel2 ,greek3 g7 in statische ,lampen1 bei welchen das ,oel aus dem unteren ,behlter durch das ,gewicht eines festen ,krpers 7z4 ,b4 ,bleigewicht7 oder durch den directen 7nicht durch mechanische ,vorrichtung bewirkten7 ,druck eines in dem ,oelreservoir abwrts gehenden ,kolbens ausgetrieben und zum ,aufsteigen nach dem ,brenner gezwungen wird2 ,greek3 d7 in mechanische ,lampen1 in welchen das ,oel aus dem ,oelreservoir einfach entweder a7 durch eine ,pumpe1 welche durch ein uhrwerkhnliches ,rderwerk in ,thtigkeit gesetzt wird 7,carcel's ,uhr- oder ,pumplampe7 oder b7 durch den ,druck einer sich ausdehnenden ,spiralfeder 7,moderateur- oder ,federlampe7 zu dem ,brenner gehoben wird4 ,die mechanischen ,lampen haben meist noch das ,charakteristische1 dass dem ,dochte das ,oel in grsserer ,menge1 als er zu consumiren vermag1 zugefhrt wird2 der nicht zur ,verbrennung kommende ,theil tropft ab und wird in einem besondern ,sammler aufgefangen4 ,an die vorstehenden1 auf ,rbl eingerichteten ,lampen schliessen sich an #c7 die ,mineral- oder ,solarl- und ,petroleumlampen1 die stets ,sauglampen von solcher ,einrichtung sind1 dass der ,behlter fr den ,leuchtstoff stets unmittelbar unter dem ,docht und in der ,axe des ,brenners sich befindet4 ,das geringere specifische ,gewicht und die dnnflssigere ,beschaffenheit der hier in ,betracht kommenden ,leuchtmaterialien 7,solarl1 ,petroleum7 kommt der ,capillarwirkung des ,dochtes wesentlich zu ,hlfe und macht alle ,druckvorrichtungen1 so lange es sich um ,lampen fr ,zimmerbeleuchtung handelt1 berflssig4 ,hierher gehrt auch die ,ligron- oder ,schwammlampe1 in welche der flssige ,leuchtstoff 7,ligron1 die flchtigeren ,theile1 die bei der ,rectification des ,mineralles und des ,petroleums fr sich aufgefangen werden7 durch ,schwamm1 womit das ,reservoir ausgefllt1 absorbirt ist4 ,sidenote3 ,sauglampen4 #a7 ,sauglampen4 ,zu den ,sauglampen rechnen wir alle diejenigen ,lampen1 in welchen das ,oel durch die ,capillaritt des ,dochtes 7und nicht durch ,druck oder sonst durch mechanische ,hlfsmittel7 aus dem etwas tiefer gelegenen ,oelreservoir an das ,dochtende gelangt4 ,je nach der ,lage des ,oelreservoirs zum ,docht knnen die ,sauglampen eingetheilt werden ,greek3 a7 in solche1 bei welchen das ,oelreservoir ungefhr in gleicher ,hhe liegt mit der ,flamme des brennenden ,dochtes1 wobei folgende zwei ,falle zu unterscheiden sind1 nmlich a7 der brennende ,docht befindet sich im ,oelreservoir selbst wie bei der ,kchenlampe und antiken ,lampe1 oder b7 ,oelreservoir und ,brenner sind von einander getrennt und zwar ist das ,reservoir seitlich vom ,brenner1 oder das ,reservoir geht wie bei den ,kranzlampen ringfrmig um den ,docht herum2 ,greek3 b7 in ,lampen1 bei welchen das ,reservoir fr das ,oel hher liegt als der ,brenner4 ,als ,beispiel gelten die ,lampen mit ,sturzflasche4 ,illustration3 ,fig4 #bga4 ,illustration3 ,fig4 #bgb4 ,illustration3 ,fig4 #bgc4 ,illustration3 ,fig4 #bgd4 ,illustration3 ,fig4 #bge4 ,von diesen verschiedenen ,arten von ,sauglampen seien einige im ,folgenden speciell beschrieben4 ,in der antiken ,lampe 7,fig4 #bga7 liegt in einem langgestreckten offenen oder verschlossenen ,oelgefsse ein ,bscheldocht1 welcher vorn am ,schnabel entweder einfach durch eine runde ,oeffnung oder von einer ,blechdille gehalten wird4 ,diese ,lampe ist bei aller ,schnheit und ,vollendung der ,form eine hchst unvollkommene4 ,der hauptschlichste ,nachtheil dieser antiken ,lampe liegt darin1 dass1 weil mit dem ,verbrauch das ,niveau des ,oeles sinkt1 der ,docht gezwungen werden soll1 das ,oel auf eine ,hhe zu heben1 die seine capillare ,kraft weit bersteigt2 aus ,mangel an ,oelzufuhr wird daher die ,flamme immer dsterer werden und endlich auslschen4 ,dazu kommt noch1 dass bei der ,dicke des ,bscheldochtes die ,menge des bei der ,verbrennung zersetzten ,oeles zu der ,menge der zustrmenden ,luft in einem hchst ungnstigen ,verhltnisse steht2 die ,verbrennung findet daher nur unvollstndig und unter ,russbildung statt4 ,uebrigens ist auch der ,schatten1 den das ,oelreservoir wirft1 ein grosser ,uebelstand dieser ,art von ,lampen4 ,bei einer andern ,art von ,kchenlampe1 welche ,fig4 #bgb in der ,seitenansicht1 ,fig4 #bgc von oben gesehen1 abgebildet ist1 ist letztgenannter ,uebelstand in geringerem ,grade vorhanden1 weil durch den ,schnabel die ,entfernung des ,oelbehlters von dem ,brenner vergrssert oder der ,winkel c a b weit spitzer wird4 ,die sogenannte ,wormser ,lampe 7,fig4 #bgd und #bge71 am ,rhein lngere ,zeit hindurch im ,gebrauch1 zeichnet sich durch die ,form des ,dochtes t aus1 der kein ,bscheldocht1 sondern ein flacher oder ein ,banddocht ist2 dadurch ist der ,luftzutritt zu allen ,theilen des sich zersetzenden ,oeles so weit geregelt1 dass eine vollstndige ,verbrennung stattfinden kann4 ,der ,docht wird durch die flache ,dille c festgehalten1 welche in den ,ring aus ,blech d gelthet ist4 ,letzterer liegt mit seinem umgebogenen ,rande auf dem der ,glaskugel auf1 welche als ,oelbehlter dient4 ,der ,docht kann durch die ,zhne eines ,triebes e und e'1 die den ,docht gegen die ,rckseite anklemmen1 auf und abwrts gedreht und dadurch die ,helligkeit der ,flamme regulirt werden4 ,der ,stiel a wird in ein ,stativ oder in ein ,leuchterrohr gesetzt4 ,ueber die ,flamme wird gewhnlich ein ,zugglas gesetzt4 ,ungeachtet der ziemlichen ,verbreitung der ,wormser ,lampe ist in der ,construction derselben ein ,fortschritt nicht zu erkennen4 ,die ,nachtheile der gewhnlichen ,kchenlampe1 das ,sinken des ,oelniveaus und der ,schatten des ,oelbehlters sind auch bei ihr vorhanden4 ,von denjenigen ,sauglampen1 bei denen ,oelreservoir und ,brenner in ungefhrer gleicher ,hhe1 aber getrennt sind1 seien in der ,krze erwhnt die nicht mehr gebruchlichen ,lampen1 die sogenannte mit ,schirm versehene ,studirlampe1 bei welcher das ,oelreservoir nicht wie bei den im vorigen ,abschnitt erwhnten ,lampen unter dem ,dochte1 sondern seitlich von dem ,brenner ist1 und die ,kranzlampen1 d4 h4 ,lampen mit einem ringfrmigen ,oelbehlter1 welcher zugleich meist zum ,tragen des ,lampenschirmes dient4 ,da es bei dieser ,art ,lampen1 welche als ,arbeits- oder ,tischlampen ,anwendung finden1 auf ,concentration des ,lichtes auf einen verhltnissmssig kleinen ,raum ankommt1 so umgiebt man die ,flamme in passender ,entfernung mit einem ,schirme1 welcher entweder alles ,licht auf einen kleinen ,raum der ,lampe zurckwirft1 oder doch nur einen ,theil hindurchlsst und den grssten ,theil durch ,reflection concentrirt4 ,soll alles ,licht mglichst vollstndig reflectirt werden1 so whlt man einen trichterfrmigen ,blechschirm1 der inwendig weiss lackirt ist1 im zweiten ,falle ist der ,schirm aus diaphanem ,material 7,milch- oder ,beinglas1 unglasirtem ,porcellan1 matt geschliffenem ,glase1 geltem ,papier1 ,taffet u4 s4 w474 ,alle die ,lampen1 bei denen ,brenner und ,oelbehlter in gleicher ,hhe liegen1 geben zwar bei ,benutzung des ,argandbrenners ein schnes ,licht1 doch ist dasselbe meist nur von kurzer ,dauer und die ,intensitt des ,lichtes eine fortwhrend abnehmende4 ,der ,grund davon liegt in der ,vernderlichkeit des ,niveau des ,oeles4 ,ist das ,oelreservoir gefllt1 so steht das ,oel in geringer ,entfernung unter der ,brennerffnung und der ,docht saugt mit ,leichtigkeit die erforderliche ,qualitt bis an sein oberes ,ende4 ,in dem ,maasse nun1 als durch die ,consumtion des ,oeles dieses ,niveau sinkt1 wird das in gleicher ,zeit durch den ,docht aufsteigende ,oelquantum geringer1 nicht nur weil das ,oel in dem ,dochte zu einer grsseren ,hhe emporsteigen muss1 sondern auch1 weil ,unreinigkeiten einen ,theil der ,capillarffnungen des ,dochtes verstopfen und ihn dichter machen4 ,da nun jetzt weniger ,oel in die ,flamme gelangt als vorher1 so nimmt das ,licht an ,intensitt ab und es verkohlt der obere ,theil des ,dochtes1 wodurch die ,capillarffnungen verschlossen werden2 die ,flamme muss mithin endlich verlschen4 ,um dieser nachtheiligen ,vernderung der ,flamme mglichst zu begegnen1 ist es von ,belang1 das ,oelreservoir dergestalt breit und niedrig zu machen1 dass das ,oel darin zu einer grossen ,oberflche ausgebreitet ist1 folglich selbst durch ziemlich starke ,consumtion nicht betrchtlich sinkt4 ,sidenote3 ,sturzlampe4 ,um die ,verminderung der ,lichtintensitt whrend des ,brennens der ,lampe mglichst zu verhindern1 ist es1 wie aus dem ,vorstehenden folgt1 einfach gengend1 das ,oel in dem ,brenner mglichst in gleicher ,hhe zu erhalten2 dies lsst sich nun bei den ,sauglampen dadurch erreichen1 dass man den ,oelbehlter hher stellt als den ,brenner4 ,selbstverstndlich ist aber bei dieser ,einrichtung eine besondere ,vorrichtung erforderlich1 welche die ,zufuhr des ,oeles zu dem ,brenner nach ,maassgabe der dort stattgehabten ,consumtion regelt1 weil ausserdem das ,oel aus dem ,reservoir in den ,brenner strmen und letzterer berlaufen wrde4 ,die in ,anwendung gekommene ,vorrichtung der ,art trifft man bei der ,sturz- oder ,flaschenlampe4 ,illustration3 ,fig4 #bgf4 ,fig4 #bgf zeigt den senkrechten ,durchschnitt der gewhnlichen ,form einer ,flaschenlampe4 ,das ,oelreservoir ist eine bewegliche ,blechflasche a und an ihrer ,mndung durch ein ,ventil verschliessbar1 welches1 wenn die ,flasche aufrecht1 d4 h4 mit der ,mndung nach oben steht1 die ,oeffnung behufs der ,fllung mit ,oel freilsst4 ,wird das ,ventil an dem daran befestigten ,theil aufgehoben1 so ist die ,mndung der ,flasche verschlossen1 und die ,flasche selbst kann umgekehrt und in den ,mantel b b eingesenkt werden4 ,hier wird nun durch den ,stiel des ,ventils1 indem derselbe auf den ,boden des ,mantels aufstsst1 die ,mndung geffnet und das ,oel fliesst aus der ,flasche aus1 bis es in b und in dem ,brenner e so hoch gestiegen ist1 dass es die ,mndung der ,flasche versperrt4 ,von nun an steht das ,oel in den beiden ,schenkeln der communicirenden ,rhre bei e und e' im ,gleichgewicht1 da man die ,oeffnung der ,flasche a mit der ,brennermndung e gleich hoch gerichtet hat4 ,auf diese ,weise hat die ,lampe in der ,that zwei ,oelreservoirs1 eines1 welches den ,docht unmittelbar speist1 und das zweite1 die ,sturzflasche1 welche den ,zweck hat1 das verbrauchte ,oel im unteren ,behlter von ,zeit zu ,zeit zu ersetzen1 und das ,oelniveau in b mglichst gleichmssig zu erhalten4 ,eine kleine ,seitenffnung c in dem ,mantel gestattet der usseren ,luft einzutreten1 so dass die ,oberflche des ,oeles in b dem gewhnlichen ,luftdruck ausgesetzt ist4 ,die ,flaschen- oder ,sturzlampe hat den ,nachtheil1 wenn mehr ,oel in den ,brenner fliesst als consumirt wird1 das ,oel berfliesst1 was ein ,verlschen der ,flamme und andere ,unannehmlichkeiten zur ,folge hat4 ,die bergrosse ,oelzufuhr kann hervorgerufen sein durch nicht vollstndigen ,verschluss der ,sturzflasche oder durch zu starkes ,neigen der ,lampe4 ,ist die ,sturzflasche nicht mehr ganz mit ,oel angefllt1 so kann durch ,ausdehnung der darin enthaltenen ,luft ein ,ueberfliessen des ,oeles stattfinden4 ,die ,ausdehnung kann sein eine ,folge von verndertem ,luftdruck 7,fallen des ,barometers7 oder steigender ,temperatur4 ,der ,einfluss der ,wrme ist der gewhnlichere ,fall4 ,wird z4 ,b4 eine ,flaschenlampe mit halb angefllter ,flasche aus einem ,zimmer in ein anderes gebracht1 dessen ,temperatur um #bj hher ist1 so dehnt sich die ,luft um nahe #a_/ad ihres ursprnglichen ,volumens aus1 drckt auf das ,oel und drngt dieses aus der ,flasche4 ,sidenote3 ,drucklampe4 #b7 ,die ,drucklampen unterscheiden sich von den ,sauglampen dadurch1 dass das ,oelreservoir nicht wie bei letzteren im gleichen ,niveau oder hher als der ,brenner1 sondern tiefer angebracht ist4 ,bei allen ,constructionen der ,drucklampen ist der ,oelbehlter im ,fusse der ,lampe und daher weit entfernt vom ,brenner4 ,da die ,capillarrhren des ,dochtes das ,oel auf eine so bedeutende ,hhe nicht zu heben vermgen1 so ist bei jeder ,drucklampe eine besondere ,vorrichtung zum ,heben des ,oeles vorhanden1 die dem ,dochte das ,oel in grsserer ,menge1 als er zu consumiren im ,stande ist1 zufhrt2 der nicht zur ,verbrennung kommende ,theil tropft ab und wird in einem besonderen ,sammler aufgefangen4 ,die ,drucklampe1 die als ,salonlampe1 sofern man sich noch des ,oeles als ,leuchtstoff bedient1 fast alle anderen ,lampenarten siegreich aus dem ,felde geschlagen hat1 ist1 die ,einfachheit des ,mechanismus zum ,zufhren des ,oeles zum ,brenner vorausgesetzt1 hinsichtlich der ,standfestigkeit1 der usseren ,form1 die sie zu mannichfacher und geschmackvoller ,verzierung geeignet macht1 der ,beseitigung des ,schattens1 der ,einfachheit des ,fllens mit ,oel1 der ,gleichfrmigkeit der ,oelzufuhr zum ,brenner1 der ,unmglichkeit des ,ueberlaufens u4 s4 w41 unstreitig die vollkommenste aller ,oellampen4 ,je nach der ,art der ,vorrichtung1 welche das ,oel zum ,brenner hebt1 unterscheidet man ,greek3 a7 ,arostatische ,lampen4 ,bei diesen ,lampen findet das ,princip des ,heronsbrunnens ,anwendung4 ,es wird in das geschlossene ,oelreservoir ,luft eingepresst1 welche in ,folge ihres ,bestrebens sich mit der usseren ,luft ins ,gleichgewicht zu setzen1 auf des ,oel drckt und dasselbe in einer ,steigrhre dem ,brenner zufhrt4 ,die arostatischen ,lampen1 so interessant sie auch vom physikalischen ,standpunkte aus sein mgen1 sind eigentlich nie dauernd in die ,praxis bergegangen4 ,die zum ,fllen der ,lampe dienenden ,nebenvorrichtungen waren gewhnlich zu complicirt und vertheuerten dadurch die an sich nicht wohlfeile ,lampe4 ,greek3 b7 ,hydrostatische ,lampen4 ,whrend bei den arostatischen ,lampen das ,oel durch den ,druck der verdichteten ,luft zum ,brenner gehoben wird1 findet bei den hydrostatischen ,lampen das ,heben des ,oeles durch den unmittelbaren ,druck einer anderen ,flssigkeit1 ohne ,mitwirkung von ,luft statt4 ,sie grnden sich auf das physikalische ,gesetz1 dass1 wenn zwei mit einander communicirende ,gefsse ,flssigkeiten von verschiedenem specifischen ,gewichte enthalten und diese ,flssigkeiten einander das ,gleichgewicht halten1 die ,hhe der ,flssigkeitssulen im umgekehrten ,verhltnisse zum specifischen ,gewichte steht4 ,die ,flssigkeit1 welche bei dieser ,art von ,lampen dem ,oel das ,gleichgewicht halten soll1 muss specifisch schwerer sein als ,oel1 darf weder die ,lampe noch das ,oel angreifen und selbst einige ,grade unter dem ,gefrierpunkte des ,wassers nicht erstarren4 ,als drckende ,flssigkeit ist ,quecksilber1 ,kochsalzlsung1 ,melasse1 ,honig1 ,chlorcalciumlsung1 ,chlormagnesiumlsung u4 s4 w4 vorgeschlagen worden4 ,greek3 g7 ,statische ,lampen4 ,bei dieser ,art von ,lampen wird das ,brennl aus dem im ,fusse der ,lampe befindlichen ,reservoir durch das ,gewicht eines festen ,krpers oder durch den ,druck eines im ,oelbehlter nach und nach abwrts gehenden ,kolbens in ein ,steigrohr getrieben und auf diese ,weise nach dem ,brenner gefhrt4 ,im ersteren ,falle bringt man das ,brennl in einen dichten ,sack von ,leder1 ,kautschuk1 ,wachstaffet oder in eine ,blase1 und diese biegsame ,hlle in den leeren ,behlter4 ,indem man nun auf die ,oelhlle ein ,bleigewicht wirken lsst1 wird das ,oel nach dem ,brenner gehoben4 ,eine grosse ,schwierigkeit bei der ,construction von statischen ,lampen besteht in der genauen ,regulirung der ,oelzufuhr zum ,brenner4 -- ,die zweite ,einrichtung1 bei welcher ein abwrts gehender ,kolben auf das in einem cylindrischen ,behlter befindliche ,oel drckt und dasselbe nach und nach durch ein enges ,steigrohr nach dem ,brenner treibt1 ist als der ,vorlufer der mechanischen ,lampen zu betrachten und verdient insofern ,erwhnung4 ,sidenote3 ,mechanische ,lampen4 ,greek3 d7 ,die mechanischen ,lampen besitzen eine mechanische ,vorrichtung1 durch welche das ,oel aus dem ,reservoir im ,fusse der ,lampe zu dem ,brenner und zwar in einem ,quantum gehoben wird1 welches den ,bedarf des ,dochtes whrend der ,brennzeit bersteigt4 ,wenn mithin bei allen bisher betrachteten ,lampen der ,inhalt des ,brenners eine ruhige ,oelsule bildet1 die von oben nach unten stetig abnimmt oder von ,zeit zu ,zeit sich ergnzt1 so bildet das ,oel in den mechanischen ,lampen einen continuirlich aufsteigenden ,strom1 welcher dem ,dochte den zur ,unterhaltung der ,flamme nthigen ,oelbedarf liefert1 und den ,ueberschuss des ,oeles an der ,aussenseite des ,brenners wieder in den ,fuss der ,lampe zurckfhrt4 ,illustration3 ,fig4 #bgg4 ,unter den mechanischen ,lampen sind besonders zwei erwhnenswerth1 nmlich ,sidenote3 ,uhrlampe4 #a7 ,die ,uhrlampe1 ,pumplampe oder ,carcel-,lampe wurde #ahjj von dem ,lampenfabrikanten ,carcel in ,paris erfunden und spter von anderen verbessert4 ,die ,kraft1 mit welcher das ,oel aus dem im ,fusse der ,lampe befindlichen ,reservoir durch eine selbstthtige ,pumpe oder eine pumpenhnliche ,vorrichtung ununterbrochen zu dem ,brenner emporgehoben wird1 wird von einer1 in einem ,federhause eingeschlossenen ,uhrfeder ausgebt4 ,zum ,behufe ihrer ,uebertragung ist ein uhrwerkhnliches ,rderwerk vorhanden4 ,der ,hebeapparat ist gewhnlich eine wirkliche ,pumpe mit combinirtem ,saug- und ,druckwerk1 jedoch giebt es auch ,lampen1 bei welchen die archimedische ,schraube zum ,heben des ,oeles in ,anwendung gebracht worden ist4 ,in dem ,sockel der ,uhr ist das ,oelreservoir mit der ,pumpe und unter diesem das ,uhrwerk2 des ,steigrohr1 in welchem das ,oel zum ,brenner steigt1 geht im ,schafte der ,sule nach oben4 ,der ,oelbehlter und das ,uhrwerk sind von einander durch einen horizontalen ,boden getrennt4 ,ein einfaches ,pumpwerk1 wie es in der ,carcel-,lampe nicht selten ,anwendung findet1 ist durch ,fig4 #bgg im ,durchschnitt dargestellt4 ,der mittlere ,theil der ,abtheilung in der ,lampe1 in welcher das ,pumpwerk liegt1 bildet den ,stiefel1 in dem sich der horizontal liegende ,kolben m hin- und herbewegt2 der obere ,raum n steht mit dem ,steigrohr in ,verbindung1 der untere ,raum1 in dessen ,mitte eine ,scheidewand sich befindet1 vermittelst zweier ,ventile a b c aus ,taffet oder ,goldschlgerhaut mit dem ,oelreservoir4 ,bewegt sich der ,kolben m nach d c hin1 so tritt ,oel aus dem ,reservoir durch b ein und das zwischen c a und m befindliche ,oel ist gezwungen1 durch c in den oberen ,raum und von dort aus in das ,steigrohr zu treten2 bei ,bewegung des ,kolbens nach d b tritt das ,oel durch a ein und durch d in das ,steigrohr4 ,der obere ,theil der ,abtheilung dient zugleich als ,windkessel1 indem die darin zusammengepresste ,luft ein gleichfrmiges ,aufsteigen des ,oeles in dem ,steigrohre bewirkt4 ,das unter dem ,oelreservoir befindliche ,rderwerk setzt den ,kolben in ,bewegung4 ,die ,einrichtung der ,pumpe ist der ,art1 dass sie1 wie oben erwhnt1 weit mehr ,oel heraufpumpt1 als zur ,speisung der ,flamme erforderlich ist4 ,dieses ununterbrochene ,ueberfliessen bezweckt einestheils1 dass es dem ,dochte nie an ,oel fehle1 anderntheils1 dass sowol der ,brenner als auch das aus ihm hervorragende ,dochtende abgekhlt werde1 sodass ,verkohlung des ,dochtes1 welche die ,capillarwirkung des ,dochtes schwchen wrde1 ausgeschlossen ist4 ,das berfliessende ,oel gelangt in den offenen ,behlter zurck1 um spter wieder aufgepumpt zu werden4 ,das ,rderwerk im ,fusse der ,lampe ist so beschaffen1 dass es #ab-ae ,stunden ununterbrochen fortgeht2 in den ersten #g-h ,stunden1 in der ,regel die lngste ,brennzeit an einem ,abende1 ist der ,gang und mithin das ,aufsteigen des ,oeles im ,steigrohr ziemlich gleichfrmig4 -- ,noch sei bemerkt1 dass unten an einer ,seite des ,lampenfusses ein kleiner1 nach aussen gehender ,riegel angebracht ist1 welcher1 wenn er vorgeschoben wird1 die zur ,regulirung des ,werks dienenden ,windflgel auffngt und das ,werk dadurch in ,stillstand bringt4 ,sidenote3 ,federlampe4 ,illustration3 ,fig4 #bgh4 ,illustration3 ,fig4 #bgi4 ,illustration3 ,fig4 #bhj4 #b7 ,die ,federlampe 7,moderateur-1 ,regulateur-,lampe1 ,kolbenlampe1 ,neocarcellampe74 ,seit der ,erfindung der ,federlampe durch ,franchot im ,jahre #ahcg1 die sich durch grssere ,einfachheit und ,wohlfeilheit und dadurch auszeichnet1 dass sie selten in ,unordnung kommt1 sind die ,uhrlampen fast ganz in den ,hintergrund gedrngt worden4 ,das ,wesentliche der ,federlampe ist1 dass ein mit zweckmssiger ,liederung versehener grosser ,kolben sich auf die ,oberflche des ,oeles in dem ,oelbehlter legt1 dieselbe mit ,hlfe einer ber ihm angebrachten gespannten ,feder drckt und somit das ,oel durch ein enges ,steigrohr in den ,brenner treibt4 ,fig4 #bgh zeigt eine ,federlampe und zwar im oberen ,theile in der ,vorderansicht1 im unteren ,theile im ,durchschnitt4 ,in die aus ,metall angefertigte ,umhllung ist im ,fuss der ,lampe das cylindrische ,oelreservoir eingelthet4 ,dieses ,reservoir dient zugleich als ,stiefel fr den ,kolben ,a1 aus einer flachen ,scheibe mit einem nach unten gebogenen ,lederrand bestehend1 welcher letztere zugleich als ,liederung und als ,ventil dient4 ,von dem ,kolben erhebt sich die messingene ,kolbenstange ,b1 welche auf dem grssten ,theile ihrer ,lnge eingeschnittene ,zhne hat1 in welche die ,zhne eines am ,griffe ,d umzudrehenden ,getriebes eingreifen4 ,auf diese ,weise wird der ,kolben nach aufwrts bewegt4 ,nach abwrts geht der ,kolben durch den ,druck der ,spiralfeder1 welche zwischen dem ,kolben und dem oberen ,ende der cylindrischen ,lampensule steht und sich oben gegen ,e sttzt2 sie ist so beschaffen1 dass sie den ,kolben bis auf den ,boden des ,oelbehlters hinabtreiben kann1 ohne sich vllig ausgedehnt zu haben4 ,im nichtgefllten ,zustande ruht der ,kolben auf dem ,boden4 ,giesst man nun durch den am oberen ,ende der ,lampensule befindlichen ,trichter ,oel ein1 so sammelt sich dasselbe ber dem ,kolben ,a an4 ,wird derselbe nun durch ,umdrehen von ,d nach aufwrts bewegt1 so strebt die ,erhebung des ,kolbens zwischen ihm und dem ,boden des ,oelbehlters einen luftverdnnten ,raum zu erzeugen2 der ussere ,atmosphrendruck drckt daher das ,oel neben dem als ,ventil dienenden ,lederrand des ,kolbens nach abwrts1 bis nach und nach alles ,oel unter den ,kolben getreten ist4 ,sobald ,d nicht mehr festgehalten wird1 fngt die ,feder1 welche durch die ,erhebung des ,kolbens zusammengepresst wurde1 sofort an1 mittelst des ,kolbens auf das ,oel zu drcken4 ,der ,lederkranz am ,rande des ,kolbens wird durch den ,druck1 den das ,oel ausbt1 dicht an die ,wandung des ,oelbehlters getrieben1 so dass kein ,oel entweichen kann4 ,der einzige ,abflusskanal1 welcher dem ,oel gestattet ist1 ist durch das ,rohr ,c1 welches oben mit dem ,brenner communicirt4 ,die ,feder ist genau adjustirt und ihre ,ausdehnung ist gleich dem ,volumen des verbrennenden ,oeles1 daher immer ein gleiches ,niveau erhalten bleibt4 ,hat nach mehrstndigem ,brennen der ,kolben den ,boden des ,oelcylinders erreicht1 so hrt die ,oelbewegung auf2 man muss deshalb schon ehe dieser ,zeitpunkt eintritt die ,lampe aufziehen1 d4 h4 durch ,umdrehung des ,griffes ,d die ,zahnstange ,b und mit ihr den ,kolben heben1 wodurch die ,feder zusammengepresst1 also gespannt wird4 ,wre dem ,oel das ,aufsteigen in dem ,steigrohre ,c ohne alle ,hindernisse gestattet1 so wrde die ,lampe nicht nur schnell erschpft und das ,wiederaufziehen in sehr kurzen ,zeitrumen nthig werden1 ja es knnte sogar der ,fall sein1 dass das ,oel aus dem ,brenner1 statt unmerklich berzufliessen1 hastig hervorsprudelte4 ,um dies zu verhindern1 ist an der ,federlampe eine einfache ,vorrichtung angebracht1 durch welche die ,geschwindigkeit des nach dem ,brenner strmenden ,oeles moderirt werden kann4 ,diese ,vorrichtung1 ,moderateur genannt1 besteht 7,fig4 #bgh und #bgi7 aus einer in der ,mitte des ,steigrohres ,c hngenden1 nach unten sich etwas verjngenden ,nadel ,g1 die oben rechtwinkelig gebogen und an das innere ,dochtrohr angelthet ist4 ,der untere verschiebbare engere ,theil des ,rohres ,c steht nur beim hchsten ,stande des ,kolbens so1 dass ,g auch in ,c steckt2 beim ,abwrtsgehen des ,kolbens zieht ,c sich zurck1 so dass ,g nicht mehr hineinreicht4 ,beim hchsten ,kolbenstande bt die ,feder auf den ,kolben den grssten ,druck aus1 daher wird das ,abwrtsgehen des ,kolbens und das ,aufwrtsstrmen des ,oeles zum ,brenner anfangs schneller erfolgen1 als spter1 wenn die ,feder einen ,theil ihrer ,spannung verloren hat4 ,um nun diese ,schwankungen in der ,wirkung der ,feder aufzuheben1 wird im ,anfang des ,niederganges des ,kolbens durch die ,nadel ,g das ,steigrohr verengert4 ,um den ,zeitpunkt zu erfahren1 wo die ,lampe aufzuziehen ist1 hat man vor einigen ,jahren angefangen1 durch den abwrts gehenden ,stempel ein ,zeigerwerk in ,bewegung zu setzen1 welches gestattet1 in jedem ,augenblick zu sehen1 wie tief der ,kolben bereits herabgegangen ist4 ,ferner fertigt man gegenwrtig ,moderateurlampen1 bei welchen1 sobald der ,stempel nahe an seiner tiefsten ,stelle angelangt ist1 eine ,glocke anschlgt1 welche1 an der ,lampe angebracht1 zur ,decoration derselben dient4 ,das ,anschlagen der ,glocke ermahnt die ,anwesenden1 die ,lampe aufzuziehen4 ,sidenote3 ,die ,solarl- und ,petroleumlampen4 #c7 ,die ,solarl- und ,petroleumlampen4 ,die ,mineralle1 die unter den ,namen ,solarl1 ,pyrogen1 ,photogen1 raffinirtes ,petroleum1 ,petrosolarl1 ,kerasin1 ,pitt-,oel u4 s4 w4 seit etwa fnfzehn ,jahren das ,rbl fast ganz in den ,hintergrund gedrngt haben1 werden nur in ,sauglampen verbrannt1 bei denen entweder das ,reservoir fr das ,leuchtmaterial unterhalb des ,dochtes oder hnlich den ,sturzlampen seitlich davon sich befindet4 ,mechanische ,lampen1 namentlich die ,moderateurlampe1 sind auf ,solarl und ,petroleum nicht zu brauchen1 weil beide ,oele der ,fettigkeit bar sind und deshalb nicht die ,elasticitt und ,weichheit des ,leders am ,kolben1 welches zugleich als ,liederung und als ,ventil dient1 zu erhalten vermgen4 ,bei der ,sauglampe wirkt die dnnflssige ,beschaffenheit der ,mineralle in ,folge des dadurch erleichterten ,aufsteigens in den ,capillarrhren des ,dochtes vortheilhaft ein2 durch das ,sinken des ,niveau's im ,behlter wird keine merkliche ,abnahme der ,intensitt der ,flamme verursacht4 ,bei dem grossen ,kohlenstoffgehalt der neuen ,leuchtstoffe ist zum rauch- und russfreien ,verbrennen eine krftige ,zufuhr von atmosphrischer ,luft erforderlich2 diese wird vermittelt durch ein geeignetes ,zugglas1 ferner dadurch1 dass der ,docht nur usserst wenig aus dem ,brenner hervorragt1 und endlich 7bei gewissen ,arten von ,solarllampen7 durch ,aufsetzen einer gewlbten ,messingkapsel1 welche in der ,mitte mit einer ,oeffnung versehen ist1 etwas lnger und breiter als die ,mndung des ,dochtrohres 7mit flachem ,dochte72 unter der ,wlbung findet eine ,vermengung der ,luft mit den brennenden ,dmpfen des ,mineralles statt1 worin das ,mittel zur strkeren ,luftzufuhr und ,verhinderung des ,russens liegt4 ,zum ,verstndniss der ,construction der ,solar- und ,petroleumlampen ist das ,eine nicht zu vergessen1 dass alle diese ,lampen in ,folge des verhltnissmssig niedrigen ,siedepunktes der genannten ,leuchtmaterialien ,dampflampen sind1 d4 h4 es verbrennen in denselben die ,dmpfe1 die sich in der ,nhe des ,brenners aus der ,flssigkeit1 ohne dass dieses eine ,zersetzung erleidet1 bilden1 whrend bei den ,oellampen ,zersetzungsprodukte in der ,flamme zur ,verbrennung kommen1 die erst bei weit hherer ,temperatur sich bilden1 als die ,dmpfe aus dem ,solarl und ,petroleum4 ,man hat daher1 um selbst die ,mglichkeit der ,explosion zu entfernen1 bei allen diesen ,lampen ,vorkehrungen zu treffen1 dass die ,flssigkeiten in dem ,reservoir sich nicht erwrmen4 ,namentlich sucht man den die ,flamme speisenden ,luftstrom zur ,abkhlung des ,brenners heranzuziehen4 ,illustration3 ,fig4 #bha4 ,von den vielen ,constructionen von ,petroleum- und ,solarllampen sei eine der bewhrtesten und zwar die von ,ditmar 7in ,wien7 speciell beschrieben4 ,dieselbe besteht 7,fig4 #bha7 aus einem metallenen ,oelbehlter b1 der ringfrmig die ,dochtrhre umgiebt und mit dieser nur durch eine horizontale ,rhre in ,verbindung steht1 um das ,oel dem ,docht zuzufhren4 a ist eine mit einer durchbohrten ,schraube verschlossene ,oeffnung zum ,einfllen des ,oeles in den ,behlter b4 ,die ,lampen haben einen runden ,docht und doppelten ,luftzug1 sie sind ferner mit eingezogenem ,glascylinder c versehen1 dessen ,trger f verschiebbar ist1 um jenem eine passende ,stellung zu geben1 weil dadurch die ,wirkung der ,flamme theilweise bedingt ist4 ,die ,einbiegung des ,glases soll ungefhr #c ,linien ber dem ,dochtende stehen1 wie dies die ,linien d und e andeuten1 so dass der grssere ,theil der leuchtenden ,flamme1 die im ,ganzen ungefhr #f-h ,centim4 hoch brennen soll1 sich ber der ,einbiegung des ,glases befindet4 ,steht das ,glas zu hoch1 so brennt das ,oel roth2 steht es zu tief1 so wird die ,flamme klein und unansehnlich4 ,der ,oelbehlter erwrmt sich whrend der ganzen ,brennzeit nicht1 weil er bei seiner ringfrmigen ,gestalt eine grosse ,oberflche hat1 die in ,folge der starken ,luftstrmung1 welche durch das ,brennen selbst bedingt ist1 fortwhrend mit kalter ,luft in ,berhrung steht4 ,eine bedeutendere ,dampfbildung ist deshalb bei diesen ,lampen nicht zu befrchten4 ,die ,ligron- oder ,schwammlampe wurde bereits ,seite #gag erwhnt4 ,,iii4 ,die ,beleuchtung mit ,gas4 ,sidenote3 ,allgemeines und ,geschichtliches4 ,die ,beobachtung1 dass aus fossiler ,kohle ein brennbares ,gas erhalten werde1 ist schon mehrere ,jahrhundert alt1 wusste man ja schon seit den ltesten ,zeiten1 dass in dem grossen ,haushalte der ,natur in den ,stein- und ,braunkohlenfltzen und auch aus ,steinsalzlagern brennbare ,gase in grosser ,menge sich bilden1 welche als ,gasquelle an die ,oberflche der ,erde gelangen4 ,der ,boden mancher ,gegenden enthlt dieses ,gas in solcher ,quantitt1 dass es ausreicht1 ein ,rohr in den ,boden zu stossen1 um sogleich das ,ausstrmen eines ,gasstromes zu bewirken1 der zur ,beleuchtung benutzt werden kann4 ,in der ,nhe von ,fredonia im ,staate ,new-,york liefert die ,natur eine vollstndige ,beleuchtungsanstalt1 wie wir sie in den ,stdten nur mit grossem ,aufwande knstlich schaffen4 ,beim ,abbrechen einer ,mhle1 deren ,mauerwerk theilweise in den kleinen ,fluss ,canadaway reichte1 nahm man aus dem ,wasser aufsteigende ,blasen von ,kohlenwasserstoffgas wahr4 ,als man nun ,bohrvorsuche anstellte und in gewisser ,tiefe eine ,lage bituminsen ,kalkes getroffen hatte1 brach durch die ,oeffnung das ,gas hervor1 das gesammelt wird und1 in ,rhren nach allen ,theilen des ,ortes geleitet1 zur ,beleuchtung dient4 ,man erhlt alle zwlf ,stunden gegen #hjj ,kubikfuss ,kohlenwasserstoffgas1 welches nach den ,untersuchungen von ,fouqu ein ,gemenge ist von ,grubengas 7,,ch#d7 mit ,aethylhydrr 7,c#b;,h#f74 ,im ,marmaroscher ,comitate1 in der ,szlatinaer ,steinsalzgrube entwickelt sich1 ungefhr #ij ,meter unter ,tag1 ,leuchtgas aus ,spalten einer ,schicht thonigen ,mergels1 die zwischen ,steinsalzbnken eingeschlossen ist4 ,diese ,erscheinung war schon im ,jahre #aggj bekannt4 ,wie in ,fredonia das von der ,natur gelieferte ,gas zur ,beleuchtung des ,ortes dient1 so benutzt man dasselbe in ,szlatina1 um die tiefsten ,grubenrume zu beleuchten4 ,das ,stassfurter ,steinsalzlager liefert gleichfalls1 obwohl in unerheblicher ,menge1 brennbare ,gasarten4 ,der ,missionr ,imbert berichtet aus der ,provinz ,szu ,tchhouan in ,china1 wo man zahllose ,bohrlcher nach ,steinsalz von #aejj bis zu #afjj ,fuss ,tiefe niedergestossen hat1 dass viele dieser ,bohrlcher ,ausstrmungen von ,leuchtgas zeigen1 die zum ,theil mit heftigem ,getse verbunden sind4 ,bambusrhren leiten das ,gas in jede beliebige ,entfernung4 ,man benutzt es zur ,beleuchtung von ,strassen und grossen ,hallen1 sowie als ,brennmaterial in den ,salinen4 ,den grossartigsten1 hierher gehrenden ,erscheinungen ist das ,feuerfeld bei ,baku1 auf der ,halbinsel ,apscheron an der ,westkste des ,caspissees beizuzhlen1 wo an mehreren ,punkten perennirende ,ausstrmungen von ,kohlenwasserstoffgas stattfinden4 ,das ,gas steigt am hufigsten aus einem drren1 steinigen ,boden auf1 wo ehemals ein ,tempel stand4 ,der ,tradition nach soll das ,gas schon mehrere ,tausend ,jahre gebrannt haben4 ,aehnliche ,feuer findet man in ,kurdistan bei ,arbela in ,mesopotamien1 zu ,chitta-,gong in ,bengalen und anderen ,orten des asiatischen ,continents4 ,was das knstlich dargestellte ,gas aus ,steinkohlen anbelangt1 so beobachteten schon in den ,jahren #agbg-agci die ,englnder ,clayton und ,hales das ,entweichen desselben beim ,erhitzen von ,steinkohlen2 spter 7#agfg7 zeigte der ,bischof ,landlaff1 dass sich die brennbare ,luft durch ,rhren berall hinleiten lasse2 es benutzte sogar der ,professor der ,chemie ,pickel in ,wrzburg1 schon #aghf1 aus ,knochen erzeugtes ,gas zur ,beleuchtung seines ,laboratoriums4 ,ungefhr um die nmliche ,zeit stellte der ,earl von ,dundonald auf seinem ,landsitze ,culross-,abtei ,versuche zur ,anwendung des ,steinkohlengases an4 ,ursprnglich handelte es sich um die ,gewinnung von ,steinkohlentheer als ,nebenprodukt der ,koksbereitung4 ,die ,arbeiter hatten in die ,khlvorlage1 in welcher sich der ,theer absetzt1 eiserne ,rhren eingekittet und pflegten das aus diesen ,rhren entweichende ,gas des ,nachts anzuznden und die ,flamme des ,gases zur ,beleuchtung zu benutzen4 ,der ,lord selbst verbrannte das ,gas in der ,abtei als ,gegenstand der ,curiositt4 ,alle diese ,versuche waren nur vereinzelt dastehende ,vorlufer der englischen ,erfindung der ,leuchtgasfabrikation1 welche man dem ,englnder ,william ,murdoch verdankt4 ,der ,anfang der eigentlichen ,gasbeleuchtung datirt sich vom ,jahre #agib1 wo ,murdoch sein ,haus und seine ,werksttte zu ,redruth in ,cornwall mit aus ,steinkohlen erhaltenem ,gase erleuchtete4 ,sein ,verfahren wurde aber erst etwa zehn ,jahre spter bekannt1 weshalb denn die ,franzosen ihrem ,landsmann ,lebon1 der #ahja mit einem aus ,holz gewonnenen ,gase seine ,wohnung nebst ,garten erleuchtete1 diese ,erfindung zuschreiben4 ,die erste ,gasbeleuchtung im ,grossen wurde #ahjb von ,murdoch in der ,maschinenfabrik von ,watt ,bolton in ,sohofoundry bei ,birmingham und #ahjd in einer bedeutenden ,spinnerei zu ,manchester ausgefhrt4 ,von nun an fand die ,gasbeleuchtung immer weitere und grossartigere ,anwendung und ist in ,london unter allen ,stdten am umfassendsten geworden4 ,lange ,zeit wurde die neue ,beleuchtungsart ausschliesslich auf ,fabriken und hnliche ,etablissements angewendet1 ehe sie in dem eigentlichen brgerlichen ,leben ,eingang fand4 ,dies war der ,fall im ,jahre #ahab1 in welchem ,londons ,strassen mit ,gas beleuchtet wurden4 ,im ,jahre #ahbj wurde in ,paris die ,gasbeleuchtung eingefhrt4 ,nach dem ,vorgange der beiden ,metropolen machte die ,verbreitung der ,gasbeleuchtung in ,stdten rasche ,fortschritte und in wenigen ,jahren wird sie ihren ,lauf um die civilisirte ,welt vollendet haben1 da die ,verbesserungen in der ,fabrikation1 namentlich die von v4 ,pettenkofer eingefhrte ,leuchtgasfabrikation aus ,holz und ,torf1 ferner die mit ,erfolg gekrnten ,bestrebungen ,h4 ,hirzel's1 die ,petroleumrckstnde zur ,leuchtgasbereitung zu verwenden1 den ,preis des ,gases ausserordentlich ermssigt haben und die ,einfhrung dieser ,beleuchtungsart selbst in kleineren ,stdten gestatten4 ,es ist sogar mit ,sicherheit zu erwarten1 dass in nicht ferner ,zeit das ,gas wie jetzt als ,leuchtmaterial1 so als ,heizmaterial den ,wohnungen zugefhrt werden wird4 ,von der ,einfhrung des ,wassergases ist in dieser ,richtung noch sehr viel zu hoffen4 ,das ,princip der ,gasbeleuchtung ist1 wie schon im ,eingange gesagt worden ist1 ganz dasselbe wie das der brigen ,beleuchtungsmethoden1 da es1 wissenschaftlich gesprochen1 keine andere ,beleuchtung als ,gasbeleuchtung giebt4 ,wenn man in ,erwgung zieht1 dass in dem brennenden ,dochte das ,leuchtgas aus dem ,leuchtmaterial erzeugt und fast in demselben ,augenblicke verbrannt wird1 so ist es einleuchtend1 dass die ,beleuchtung mit ,oel 7,rbl1 ,solarl und ,petroleum71 ,wachs1 ,paraffin oder ,stearinsure sich von der ,gasbeleuchtung nur durch den ,ort der ,gaserzeugung und durch die ,zeit der ,verbrennung unterscheidet4 ,in dieser ,beziehung knnte man die ,gasbeleuchtung einen ,rckschritt und folgende ,bemerkung eines bekannten ,chemikers eine sehr treffende nennen4 ,wre die ,gasbeleuchtung die ursprngliche1 oder htte man spter die ,kerze oder die ,lampe erfunden1 in welcher die complicirten ,operationen der ,gasfabriken gewissermaassen zu einem ,mikrokosmos selbstthtig und selbstregulirend verschmolzen sind1 so wrde man diese ,erfindung sicher zu den grssten unseres ,jahrhunderts rechnen und als einen ,triumph der ,intelligenz preisen4 ,wollte man ,leuchtgas aus ,oel oder aus ,wachs oder aus ,stearinsure und ,paraffin darstellen1 so wre der citirte ,ausspruch gerechtfertigt1 so aber wendet man ,materialien wie ,steinkohle1 ,holz1 ,torf1 ,fabrikrckstnde u4 s4 w41 berhaupt ,substanzen zur ,gaserzeugung an1 die fr sich nie als ,leuchtmaterialien benutzt werden knnen4 ,ausserdem ist wohl zu bercksichtigen1 dass bei dem gegenwrtigen ,stand der ,dinge die ,steinkohlengasanstalten1 sowie die ,holzgasfabriken auch ,verkokungsanstalten sind1 welche durch den ,verkauf von ,koks und ,kohle und die ,verarbeitung der ,nebenprodukte 7,theer1 ,ammoniakwasser1 ,schwefel der ,laming'schen ,masse7 hufig einen erklecklichen ,nebengewinn beziehen4 ,sidenote3 ,rohmaterialien der ,gasbeleuchtung4 ,die ,rohmaterialien zur ,gaserzeugung sind ,steinkohlen1 ,holz1 ,harz1 ,fett1 ,oel1 ,petroleum und ,wasser4 ,das aus diesen ,materialien erzeugte ,gas wird je nach der ,substanz1 die zu seiner ,darstellung diente1 ,steinkohlengas1 ,holzgas1 ,harzgas1 ,oelgas1 ,petroleumgas1 ,wassergas genannt4 ,sidenote3 ,steinkohlengas4 ,i4 ,steinkohlengas#agh4 ,die ,steinkohlen bestehen aus ,kohlenstoff1 ,wasserstoff1 ,sauerstoff1 kleinen ,mengen von ,stickstoff1 ,aschebestandtheilen und grsseren oder geringeren ,mengen ,schwefelkies4 ,in technischer ,beziehung unterscheidet man ,backkohlen1 die sich beim ,erhitzen erweichen und aufblhen1 ,sandkohlen1 die beim ,erhitzen nur eine ,volumenverminderung zeigen1 und endlich ,sinterkohlen1 welche beim ,erhitzen zusammensintern und zusammenfallen4 ,die ,backkohlen zeichnen sich durch grossen ,wasserstoffgehalt aus und sind deshalb die zur ,leuchtgasfabrikation geeignetsten ,kohlen4 ,nach ,h4 ,fleck enthalten die besten derartigen ,kohlen auf #ajj ,th4 ,kohlenstoff #b ,th4 gebundenen und #d ,th4 disponiblen ,wasserstoff4 ,unter denjenigen ,backkohlen1 die man schlechtweg ,gaskohlen nennt1 zeichnet sich wieder die ,cannelkohle aus1 die nur in einigen ,gegenden des britischen ,reiches1 so z4 ,b4 in ,lancashire im ,norden ,englands und auch in ,schottland in der ,nhe von ,glasgow gefunden wird4 ,der ,name rhrt von der hellen ,flamme her1 mit welcher sie brennt4 ,aermere ,volksklassen verrichten beim ,scheine derselben ihre huslichen ,geschfte2 nun heisst ,candle eine ,kerze1 also ,kerzenkohle4 ,der ,cannelkohle stehen die ,kohlen von ,newcastle und die ,bogheadkohle und die bhmische ,blattelkohle1 von der weiter unten die ,rede sein wird1 sehr nahe4 ,in ,frankreich und ,belgien wendet man die ,kohle von ,mons und ,commentry1 in ,deutschland schsische1 schlesische1 englische und rheinische oder westphlische ,kohlen an4 ,die zur ,gasfabrikation sich eignenden ,kohlen drfen nur wenig ,schwefel enthalten und nach dem ,verbrennen nur sehr geringe ,mengen ,asche hinterlassen4 #agh #a ,kubikmeter #ce1ca engl4 ,kubikfuss #dj1bb bayer4 #cb1cd rhein4 #ca1fe ,wiener #ajjj ,kubikfuss englisch #bh1ca ,kubikmeter #aach bayer4 ,kubikfuss #iae rhein4 #hif ,wiener #a ,zollcentner deutsche ,steinkohlen giebt im ,durchschnitt #ad ,kubikmeter oder #ejj englische ,kubikfuss ,gas und #ce ,kilogr4 oder #aej ,volumenprocente ,koks4 ,die englischen ,kohlen1 namentlich die ,kohlen von ,newcastle geben durchschnittlich #eej ,kubikfuss1 die ,bogheadkohle giebt #hbd ,kubikfuss ,gas4 ,die ,zersetzung der ,gaskohle lsst sich durch folgendes ,schema veranschaulichen3 #ajj ,th4 ,steinkohle bestehend aus ,kohlenstoff #gh1j ,wasserstoff #d1j ,stickstoff #a1e ,koks #gj-ge ,schwefel #j1h geben ,leuchtgas chem4 gebundenem ,wasser #e1g ,theer #cj-be hygroskop4 ,wasser #e1j ,ammoniakwasser ,asche #e1j ------ ----- #ajj1j #ajj1j ,sidenote3 ,produkte der ,kohlendestillation4 ,die ,bestandtheile der vier ,produkte der ,kohlendestillation sind folgende3 ,kohlenstoff #ij-ie ,i4 ,koks4 ,schwefeleisen 7,fe#g,s#h7 ,erdige ,bestandtheile #aj- #e ----- #ajj ,kohlensaur4 ,ammon #b7,,nh#d7b;,,co#c ,,co#b ,,ii4 ,ammoniak- ,hauptbestandtheile,schwefelammon 7,,nh#d7b,s wasser4 ,accessorische ,chlorammon ,,nh#d;,cl ,bestandtheile ,cyanammon ,,nh#d;,,cn ,schwefelcyanammon ,,nh#d;,,cns ,benzol ,c#f;,h#f ,toluol ,c#g;,h#h ,xylol ,c#h;,h#aj flssige,cumol ,c#i;,h#ab ,cymol ,c#aj;,h#ad ,propyl ,c#c;,h#g ,kohlen- ,butyl ,c#d;,h#i u4 s4 w4 wasser stoffe ,naphtalin ,c#aj;,h#h ,acetylnaphtalin ,c#ab;,h#aj ,fluoren 787 feste ,anthracen ,c#ad;,h#ajagi ,methylanthracen ,c#ae;,h#ab ,reten ,c#af;,h#ab ,chrysen ,c#ah;,h#ab ,pyren ,c#af;,h#aj ,,iii4 ,theer4 ,carbolsure ,c#f;,h#f,o ,kresylsure 7,cresol7 ,c#g;,h#h,o ,phlorylsure 7,phlorol7 ,c#h;,h#aj,o ,suren,rosolsure ,c#bj;,h#af,o#c ,oxyphensure ,c#f;,h#f,o#b ,kreosot1 bestehend ,c#g;,h#h,o#b aus den drei ,c#h;,h#aj,o#b homologen ,krpern ,c#i;,h#ab,o#b ,verbindungen der ,oxyphensure und damit homologer ,suren mit ,methyl4 ,pyridin ,c#h;,h#e,n ,iridolin ,c#aj;,h#i,n ,anilin ,c#f;,h#g,n ,cryptidin ,c#aa;,h#aa,n ,basen ,picolin ,c#f;,h#h,n ,acridin ,c#ab;,h#i,n ,lutidin ,c#g;,h#i,n ,coridin ,c#aj;,h#ae,n ,collidin ,c#h;,h#aa,n ,rubidin ,c#aa;,h#ag,n ,leukolin ,c#i;,h#g,n ,viridin ,c#ab;,h#ai,n ,anthracen ,asphalt bildende ,bestandtheile ,brandharze ,kohle ,acetylen ,c#b;,h#b ,gase ,elayl ,c#b;,h#d ,trityl ,c#c;,h#f ,ditetryl ,c#d;,h#h ,greek3 a7 ,benzol ,c#f;,h#f ,leuchtende ,styrolen ,c#h;,h#h ,bestandtheile ,naphtalin ,c#aj;,h#h oder ,lichtgeber,dmpfe,acetylnaphtalin ,c#ab;,h#aj ,fluoren 8 ,propyl ,c#c;,h#g ,butyl ,c#d;,h#i ,,iv4 ,leucht- gas4 ,greek3 b7 ,verdnnende ,wasserstoff ,h#b ,bestandtheile ,methylwasserstoff ,,ch#d oder ,kohlenoxyd ,,co ,lichttrger ,kohlensure ,,co#b ,ammoniak ,,nh#c ,greek3 g7 ,cyan ,,cn ,verunreinigende,schwefelcyan ,,cns ,bestandtheile ,schwefelwasserstoff ,,sh#b ,geschwefelte ,kohlenwasserstoffe1 ferner auch ,schwefelkohlenstoff ,s#b;,c ,stickstoff ,n #agi ,das ,anthracen hat insofern eine ungeahnte ,wichtigkeit erlangt1 als es ,graebe und ,liebermann 7#ahfi7 gelungen ist1 aus dem ,anthracen ,alizarin darzustellen4 7,vergl4 ,seite #ffg74 ,sidenote3 ,die ,bereitung des ,kohlengases4 ,die ,bereitung des ,leuchtgases aus ,kohlen 7ebenso wie die aus anderen ,materialien wie ,holz1 ,harz1 ,oel u4 dergl47 geschieht in drei auf einander folgenden ,operationen1 diese sind a7 die ,darstellung des rohen ,leuchtgases durch ,destillation der ,steinkohlen in ,retorten2 b7 die ,verdichtung des grssten ,theiles der flssigen ,destillationsprodukte in besonderen ,condensationsapparaten2 c7 die ,reinigung der gasigen ,produkte von allen die ,leuchtkraft und andere ,eigenschaften des ,gases beeintrchtigenden ,bestandtheilen4 ,sidenote3 ,retorten4 a7 ,die ,darstellung des rohen ,leuchtgases4 ,die ,darstellung des rohen ,leuchtgases geschieht durch trockene ,destillation der ,steinkohlen1 hierzu gehrt ,glhhitze einerseits und andererseits mglichster ,abschluss der ,luft4 ,die ,erfllung dieser beiden ,bedingungen1 an welche der ,vorgang bei der trockenen ,destillation ganz besonders geknpft ist1 fhrte zur ,construction derjenigen ,apparate1 in welchen man die ,destillation der ,kohle ausfhrt4 ,diese ,destillationsapparate1 deren sich die ,gastechnik zur ,gasbereitung bedient1 heissen ,retorten4 ,die ersten ,leuchtgasretorten waren ,cylinder von ,gusseisen4 ,der ,umstand aber1 dass sich die eisernen ,retorten zu leicht abnutzten1 auch kostspielig in der ,anschaffung waren1 gab die ,veranlassung der ,einfhrung der thnernen ,retorten1 die man 7wie die ,charmotte-,gasretorten7 mit oder ohne ,porcellanglasur darstellt4 ,was die ,dimensionen derselben betrifft1 so verwendet man meist solche1 welche ungefhr #ajj ,kilogr4 ,kohlen zu fassen vermgen und von diesem ,quantum etwa zur ,hlfte bis zu #j1f des inneren ,raumes angefllt werden4 ,derartige ,retorten haben in der ,regel #ed ,centimeter ,durchmesser der grossen1 #dc bis #de ,centimeter ,durchmesser der kleinen ,axe und eine ,lnge von #b1e-c ,meter4 ,an dem ,ende ist die ,retorte meist durch eine feste1 senkrecht auf die ,lnge stehende ,wand1 seltener gewlbeartig geschlossen4 ,in ,london bedient man sich neuerdings zur ,destillation der ,kohlen eigenthmlicher ,retorten1 die weder von ,eisen sind1 noch von ,thon1 auch nicht aus einem ,stck1 sondern aus einzelnen nach dem ,modell der ,retorten geformten ,steinen oder ,plattenstcken aus einem feuerfesten ,material1 den ,dinasteinen 7vergl4 ,s4 #cge7 aufgemauert sind4 ,diese ,steine bestehen aus einem feuerfesten ,sand 7fast reinem ,quarzsand7 welchen man nach dem ,zerkleinern und ,anfeuchten mit #a ,proc4 ,kalk mengt1 zu ,platten presst1 trocknet und brennt4 ,als ,mrtel beim ,aufbauen der ,retorten aus ,dinasteinen benutzt man einen eisenhaltigen1 im ,gasofenfeuer etwas erweichenden oder sinternden ,thon4 ,genannte ,retorten sind bedeutend wohlfeiler als die ,retorten aus einem ,stck und sollen nach der ,erfahrung der ,ingenieure der ,chartered-,gas-,company bis zu fnf ,jahren stehen4 ,ausser den ,retorten von ,gusseisen1 ,dinasteinen und ,thon hat man auch deren aus genietetem ,eisenblech2 sie sind von der ,form flacher breiter ,backfen1 werden meist einzeln in eine ,feuerung gelegt1 auf der unteren ,seite hufig aus einer gusseisernen ,platte bestehend und mit ,backsteinen armirt4 ,sidenote3 ,der ,verschluss der ,retorte4 ,der ,deckel1 welcher zum ,verschluss des offenen ,retortenendes dient1 wird nicht an die ,retorte1 sondern an ein ,mundstck oder einen ,kopf aus ,gusseisen befestigt1 der mit der ,retorte durch ,flantschen und ,schrauben verbunden ist4 ,auch bei den thnernen ,retorten ist das ,mundstck von ,gusseisen4 ,die ,wand der ,thonretorte ist am ,rande verstrkt und in diesem ,theile sind in die ,thonmasse #f oder #h eiserne ,bolzen eingesenkt1 deren aus dem ,thon hervorragende ,theile ,schraubenspindeln vorstellen4 ,letztere werden durch ,oeffnungen in den ,flantschen des eisernen ,kopfes hindurchgesteckt und auf der anderen ,seite durch ,schraubenmuttern angezogen4 ,zum ,dichten der ,fugen zwischen ,retorte und ,kopf dient eine ,mischung aus ,eisenfeile und ,gyps1 welche mit ,salmiaklsung zu einem ,brei angerhrt wird4 ,auf dem oberen ,theile des ,mundstckes ist ein ,stck ,gasrohr mit der dazu gehrigen ,flantsche aufgegossen1 auf welchen das ,rohr zur ,leitung des ,gases in die ,vorlage aufgesetzt wird4 ,da das ,mundstck ausserhalb der ,feuerung sich befindet1 mithin eine weit grssere ,dauer hat als die im ,feuer liegende ,retorte1 so wird es beim ,auswechseln der ,retorte immer wieder gebraucht1 daher die ,retorten immer nach dem nmlichen ,modell gegossen werden mssen4 ,illustration3 ,fig4 #bhb4 ,illustration3 ,fig4 #bhc4 ,illustration3 ,fig4 #bhd4 ,illustration3 ,fig4 #bhe4 ,illustration3 ,fig4 #bhf4 ,illustration3 ,fig4 #bhg4 ,fig4 #bhb zeigt das ,mundstck einer ,d frmigen ,gasretorte in der ,vorderansicht1 ,fig4 #bhc im ,durchschnitt4 ,b ist die ,oeffnung1 durch welche die ,retorte beschickt und entleert wird2 sie wird mit dem ,deckel n mit ,hlfe von ,riegeln verschlossen1 zu deren ,aufnahme angegossene ,oehren s s vorhanden sind4 o o ist die ,flantsche mit vier ,schraubenmuttern1 ,d das angegossene ,stck ,rohr4 ,der ,deckel aus ,gusseisen hat die ,form des ,querschnittes der ,retorte 7,fig4 #bhd und #bhe74 ,auf der inneren ,seite befindet sich lngs dem ,rande eine ,verstrkung1 welche in die ,oeffnung ,b des ,mundstckes passt1 auf der ,aussenseite ist der ,deckel mit einer kreuzfrmigen ,verstrkung versehen4 ,die gasdichte ,befestigung des ,deckels1 nachdem die ,retorte mit ,kohlen beschickt worden ist1 geschieht auf zweierlei ,art4 ,nach der ersten ,methode1 durch ,fig4 #bhf in der ,seitenansicht veranschaulicht1 werden durch die am ,mundstck seitlich angegossenen ,rhren m m schmiedeeiserne ,schienen eingeschoben und hinten durch ,splinte oder ,keile festgehalten4 ,die beiden ,schienen haben vorn correspondirende ,oehren1 durch welche die ,querschiene p gesteckt wird1 welche letztere in der ,mitte eine ,schraubenmutter hat1 durch welche die mit der ,handhabe a versehene ,schraubenspindel geht2 durch ,anziehen der ,schraube presst man den ,deckel n n gegen das ,mundstck an4 ,vor dem ,auflegen des ,deckels wird dessen ,rand1 sowie der ,rand des ,mundstcks mit einem ,kitt berstrichen1 der aus ,lehm und ,sand oder aus gebrauchtem ,reinigungskalk oder dergleichen besteht4 ,die andere ,art der ,befestigung des ,deckels auf der ,retorte ist in ,fig4 #bhg in der ,seitenansicht dargestellt4 ,die durch die ,oehren m m des ,mundstckes gesteckten eisernen ,schienen bilden am vorderen ,ende gekrmmte ,haken1 welche eine ,querschiene a aufzunehmen bestimmt sind4 ,letztere trgt in der ,mitte und rechtwinkelig zu ihr eine zweite ,eisenstange ,h1 die an ihrem ,ende mit einer ,kugel belastet ist1 am anderen aber ,kniegestalt hat und mit dem krzeren abgerundeten und gebogenen ,hebelarme nach dem ,principe des ,kniehebels1 indem der lange ,arm die ,kugel nach abwrts zieht1 den ,deckel n festdrckt4 ,sidenote3 ,retortenofen4 ,retortenofen4 ,die mit dem ,mundstck oder dem ,retortenkopf versehenen 7armirten7 ,retorten werden horizontal in den ,retortenofen 7,gasofen7 7,fig4 #bhh7 in der ,art eingemauert1 dass der ,hals der ,retorten frei bleibt4 ,die ,anzahl der ,retorten in einem ,ofen betrgt in grsseren ,gasfabriken #e-g1 doch giebt es auch ,oefen mit #ab und #ac ,retorten4 ,sidenote3 ,chargiren der ,retorten und ,destillation der ,kohlen4 ,das ,chargiren 7oder ,laden7 der ,retorten geschieht meist mittelst einer muldenfrmigen ,schaufel aus ,eisenblech1 welche die ,lnge der zu beschickenden ,retorte hat und die ,gesammtmenge ,kohlen fasst1 welche die ,retorte zu einer ,charge braucht4 ,man fhrt die mit ,kohlen gefllte ,schaufel einfach in die ,retorte ein1 wendet sie um und zieht sie leer wieder heraus4 ,die ,steinkohlen oder ,bogheadkohlen bleiben in ziemlich gleichmssiger ,schicht auf dem ,boden der ,retorte liegen und fllen dieselbe hchstens bis zur ,hlfte an4 ,nach dem ,schliessen der beschickten ,retorte findet sogleich lebhafte ,entwickelung von ,gas statt1 welche nach und nach schwcher und nach ,ablauf von #d-e ,stunden so schwach wird1 dass man mit der ,destillation aufhrt4 ,zu diesem ,behufe ffnet man den ,retortendeckel und zndet zuvrderst die entweichenden ,gase an1 um einer ,explosion derselben vorzubeugen4 ,der in der ,retorte befindliche ,rckstand1 die ,koks 7bei ,anwendung von ,bogheadkohle die ,schieferasche71 welche gewhnlich zu einer ,masse zusammengebacken sind1 werden mit ,hlfe einer eisernen hakenfrmigen ,vorrichtung herausgezogen1 entweder im glhenden ,zustande sofort zur ,heizung verwendet1 oder1 wie es fast immer der ,fall ist1 in eisernen ,karren aufgesammelt1 auf den ,hof oder einen besonderen ,platz gefahren und durch ,wasser abgelscht4 ,sofort nach dem ,entleeren wird die ,retorte von neuem beschickt4 ,es werden nie alle ,retorten eines ,ofens zu gleicher ,zeit beschickt4 ,zum ,heizen der ,retorten dienen in der ,regel ,koks4 ,man nimmt an1 dass zum ,heizen der dritte ,theil der in der ,gasfabrik erzielten ,koks verbraucht wird4 ,illustration3 ,fig4 #bhh4 ,sidenote3 ,die ,vorlage4 ,ein jeder ,gasofen ist mit einer ,vorlage 7,hydraulik1 ,trommel7 versehen1 durch welche die ,aufsteigrhren mit den ,retorten in ,verbindung stehen4 ,sie ist in der ,regel auf den vorderen ,theil des ,ofens gelegt4 ,die ,gasabzugsrhren haben einen ,durchmesser von #ab-ah ,centimeter und steigen senkrecht nahe der ,retortenmndung auf4 ,die ,vorlage selbst ist ein weites horizontal liegendes ,rohr 7vergl4 ,fig4 #bhh ,b2 in letzterer ist die ,vorlage im ,durchschnitt1 rechtwinklig zur ,lngenaxe abgebildet7 von ,gusseisen oder von genietetem ,eisenblech und von #cj-fj ,centimeter ,durchmesser4 ,gewhnlich luft eine einzige ,vorlage ber eine ganze ,ofenreihe und selten giebt man jedem einzelnen ,gasofen seine eigene ,vorlage4 ,die ,vorlage ist entweder cylindrisch oder von ,d liegend frmigem ,querschnitte4 ,illustration3 ,fig4 #bhi4 ,illustration3 ,fig4 #bij4 ,der ,zweck der ,vorlage ist1 aus smmtlichen ,retorten des ,gasofens die flchtigen ,produkte der trockenen ,destillation aufzunehmen und zu gleicher ,zeit eine hydraulische ,absperrung der einzelnen ,retorten in der ,art herbeizufhren1 dass die in der ,vorlage nicht condensirten ,produkte zwar weiter nach den ,verdichtungen und ,reinigungsapparaten gehen1 aber nicht rckwrts in die ,retorte treten knnen4 ,die ,art der ,verbindung der ,gasabzugsrhren mit der ,vorlage ist gewhnlich der ,art1 dass ,sattelrhren zur ,anwendung kommen1 wie in ,fig4 #bhi1 wo ,a das ,aufsteigrohr1 ,b das ,sattelrohr1 ,c das in die ,vorlage hinabreichende ,rohr1 ,d die ,vorlage selbst darstellt1 m ist die ,sperrflssigkeit4 ,eine andere ,verbindungsweise der ,vorlage mit dem ,aufsteigrohr ist in ,fig4 #bij abgebildet4 ,wie aus den beiden ,zeichnungen ersichtlich ist1 tauchen die ,rohre ,c in die ,vorlage ein1 in welcher sich eine ,flssigkeit befindet1 welche1 wie in der ,woulff'schen ,flasche1 die untere ,mndung dieser ,rhren absperrt4 ,bei ,beginn der ,thtigkeit eines ,gasofens mit ,wasser in die ,vorlage gebracht1 ist es nach kurzer ,zeit durch ,theer und ,theerwasser ersetzt4 ,damit sich aber die ,vorlage nicht zu hoch damit flle1 ist eine ,theerabflussrhre der ,art an der ,vorlage angebracht1 dass letztere stets bis ber die ,hhe der ,mndung des ,gasrohres mit ,theer und ,theerwasser angefllt bleibe4 ,die abgeleiteten ,flssigkeiten gehen nach der ,theercisterne4 ,sidenote3 ,die ,verdichtung der flssigen ,destillationsprodukte4 b7 ,die ,verdichtung der ,produkte der ,destillation4 ,die flchtigen ,destillationsprodukte1 welche in der ,vorlage oder der ,hydraulik nicht verdichtet wurden und deshalb aus dem ,abzugsrohre der ,vorlage strmen1 bestehen aus einem ,gemisch von ,gas-1 ,wasser- und ,theerdmpfen2 in den ,wasserdmpfen sind ,ammoniaksalze 7,cyanammon1 kohlensaures ,ammon1 ,schwefelammon u4 s4 w47 gelst4 ,das ,gemisch gelangt nun zunchst in die ,condensatoren1 in welchen sich die ,theer- und ,wasserdmpfe in tropfbarflssigem ,zustande absetzen sollen4 ,die ,ueberfhrung in den flssigen ,zustand lsst sich auf verschiedene ,art herbeifhren1 so durch ,erniedrigung der ,temperatur1 wobei man das ,gemisch bei abgekhlten festen ,krpern herbeifhrt oder das ,gemenge durch kalte ,flssigkeiten leitet2 es lsst sich aber auch die ,verdichtung bewirken durch lngeres ,verweilen des ,gemisches in einem von aussen abgekhlten ,rhrensysteme4 ,illustration3 ,fig4 #bia4 ,anfnglich wendete man die ,abkhlung mit ,wasser an1 wobei man auf hnliche ,weise verfuhr1 wie bei der ,verdichtung der ,branntwein- und ,spiritusdmpfe in den ,khlapparaten der ,brennereien4 ,die ,luftcondensation1 die spter an die ,stelle der ,verdichtung mit ,hlfe von ,wasser trat1 verfuhr und verfhrt auf die ,weise1 dass man die ,destillationsprodukte einen langen ,weg durch ein ,rhrensystem aus ,gusseisen zurcklegen lsst1 wobei die ,produkte ihre ,wrme in ,folge der guten ,leitung des ,gusseisens an die ,luft abgeben2 die dem ,gase beigemengten ,wasser- und ,theerdmpfe werden dadurch in ,flssigkeiten bergefhrt4 ,der gegenwrtig bliche ,condensator besteht1 wie er ,fig4 #bia im ,vertikaldurchschnitte abgebildet ist 7auch ,fig4 #bhh zeigt in ,d einen hnlichen ,verdichtungsapparat71 aus einer ,reihe vertikaler ,rhren1 welche oben durch ,bogenrhren untereinander verbunden sind und unten auf dem viereckigen ,kasten ,p stehen4 ,letzterer1 von ,gusseisen1 ist der ,lnge und der ,quere nach durch ,zwischenwnde in ,fcher getheilt4 ,jedes ,fach trgt ein ,zuleitungsrohr m und ein ,ableitungsrohr n4 ,zwischenwnde r1 r1 r gehen nicht ganz bis auf den ,boden hinunter1 die zum ,absperren dienende ,flssigkeit1 welche die einzelnen ,abtheilungen abschliesst1 kann somit durch den ganzen ,kasten frei sich bewegen4 ,in diesem ,kasten sammelt sich das ,gaswasser und der ,theer4 ,der ,stand der ,sperrflssigkeit wird durch ,abflussrhren d 7oder durch ein heberfrmig gebogenes ,rohr ,h in ,fig4 #bhh7 regulirt2 die condensirte ,flssigkeit wird in den ausgemauerten ,kasten ,q geleitet und geht von da durch ein vom ,boden des ,kastens abfhrendes ,rohr nach der ,theercisterne4 ,die abwrts fhrenden ,zuleitungsrhren tauchen ein wenig in die ,sperrflssigkeit ein1 wodurch das ,gas gezwungen wird1 durch letztere hindurchzugehen4 ,die ,wirkung des so construirten ,khlapparates wird betrchtlich erhht1 wenn man aus einem oberhalb desselben angebrachten ,wasserreservoir ,wasser ber denselben strmen lsst1 welches an den ,rhren herabrinnend1 zum ,theil verdunstet und dadurch das ,rhrensystem abkhlt4 ,die ,anzahl1 die ,lnge und die ,weite der ,khlrhren ist von der ,gasmenge abhngig1 welche innerhalb einer bestimmten ,zeit abzukhlen ist4 ,im ,allgemeinen rechnet man #ej-ij ,quadratfuss ,rhrenoberflche fr je #ajjj ,cubikfuss ,gas pro ,stunde4 ,sidenote3 ,scrubber4 ,der ,scrubber 7,kokscondensator71 welcher zur bessern ,condensation neben den ,rhrencondensers hufig ,anwendung findet1 bietet das ,eigenthmliche1 dar1 dass das ,gas mit der ,khlflssigkeit in unmittelbare ,berhrung gebracht wird4 ,der ,scrubber grndet sich auf das ,princip1 das ,gas in einem nicht zu grossen ,raume mit einer mglichst grossen ,oberflche in ,berhrung zu bringen1 und besteht aus eisernen1 aus genieteten ,blechen zusammengesetzten ,cylindern 7auch1 wie in englischen ,gasanstalten hufig aus ,tonnen71 welche mit ,koksstckchen 7oder ,steinen oder groben ,holzspnen oder auch ,reissigbndeln1 auch zuweilen ,drainrhren7 angefllt sind1 welche durch herabtrufelndes ,wasser feucht erhalten werden4 ,der ,scrubber1 welchen man auch ,wascher nennt1 weil in der ,that das ,gas in ihm gewaschen wird1 hat den ,zweck1 dem rohen ,gas vor seinem ,eintritt in die ,reinigungsapparate schon einen ,theil des ,schwefelwasserstoffes und ,schwefelammons zu entziehen1 ferner aber auch die ,absonderung der mechanisch durch den ,gasstrom mit fortgerissenen ,theertheilchen zu vervollstndigen4 ,illustration3 ,fig4 #bib4 ,fig4 #bib zeigt die ,durchschnittszeichnung eines ,scrubbers 7auch in ,fig4 #bhh ist die ,scrubbervorrichtung o o eingeschaltet74 ,der ,cylinder hat einen ,durchmesser von #a-a_/c-a-a_/b ,meter und #c-d ,meter ,hhe und ist1 wie erwhnt1 mit ,koksstcken gefllt1 ber welche sehr hufig ein hohles ,drehkreuz ,h1 wie man es in den englischen ,brauereien zum ,befeuchten der in ,malz berzufhrenden ,gerste anwendet1 unablssig ,wasser sprengt4 ,das zu waschende ,gas tritt durch das ,rohr i in den ,waschapparat ein1 bewegt sich zwischen den nassen ,koks hinauf1 geht durch das ,rohr m abwrts und tritt dann in einen zweiten ,scrubber4 ,am untersten ,theile des ,leitungsrohres ist fr den ,abzug des ,waschwassers und des ,theeres ,sorge getragen1 welche in dem ,reservoir ,m sich ansammeln4 ,der ,durchgang des ,gases durch einen ,scrubber erfordert einen sehr geringen1 kaum bemerkbaren ,druck1 bringt aber die ,gaspartikelchen mit so grosser feuchter ,flche in ,berhrung1 dass durch die ,anwendung des ,kokscondensators der ,aufwand an ,kalk und anderen ,reinigungsmaterialien in dem ,reinigern betrchtlich vermindert wird4 ,sidenote3 ,exhaustor4 ,der ,exhaustor 7,aspirator7 ist eine ,vorrichtung1 welche zwischen dem ,condenser und dem ,reinigungsapparat eingeschaltet ist und den ,zweck hat1 den ,druck in den ,retorten1 welcher1 wie man annimmt1 der ,hauptgrund zur theilweisen ,zersetzung des ,gases und des ,kohlenabsatzes an den ,retortenwnden ist1 zu vermindern und somit dem ,entweichen von ,gas durch ,poren und ,risse der ,retorten entgegenzuwirken4 ,besonders seit der ,einfhrung der ,thonretorten1 deren ,masse an sich schon nicht gasdicht ist und in welcher ausserdem leicht sich ,sprnge bilden1 durch welche bei einem ,druck von mehreren ,fuss ,wasserhhe grosse ,mengen von ,gas entweichen wrden1 und seitdem man erkannt hat1 wie wichtig es fr die ,gasausbeute und fr die ,beschaffenheit des ,gases sei1 die flchtigen ,produkte der trocknen ,destillation der zur ,gasbereitung dienenden ,materialien mglichst schnell aus den ,retorten zu entfernen1 um sie aus dem ,bereiche der zersetzenden ,einwirkung der glhenden ,retortenwnde zu bringen1 wendet man die von ,grafton im ,jahre #ahci in die ,gasindustrie eingefhrten ,exhaustoren an4 ,der von ,grafton construirte ,exhaustor1 durch welchen das ,gas aus den ,retorten gesaugt und der ,druck auf ein ,minimum reducirt werden sollte1 besteht aus einem ,kasten1 in welchem sich ein ,schpfrad mit vier ,schaufeln befindet1 das reichlich zu drei ,viertheilen im ,wasser steht2 die vier ,schaufeln sind nach ,form der ,kreisevolente gebogen4 ,wird das ,rad in der ,richtung der ,schaufeln gedreht1 so sinkt das ,gas1 das zwischen je zwei ,schaufeln oben aufgenommen wird1 nach und nach bis zum ,mittelpunkte des ,rades hinab und entweicht von hier aus durch zwei ,seitenffnungen4 ,der ,unterschied des ,wasserstandes giebt den ,druck an1 welcher von dem ,apparate aufgehoben wird4 ,es gelang dem ,grafton'schen ,exhaustor nicht1 sich ,eingang in die ,gasfabriken zu verschaffen1 doch verdient er als der erste ,saugapparat immerhin ,erwhnung4 ,zunchst entstanden nun die ,glocken-,exhaustoren1 die in der ,that nichts anderes waren als hydraulische ,luftpumpen1 wie man sie z4 ,b4 auch verwendet in der ,papierfabrikation bei der ,entwsserung des endlosen ,papierblattes durch ,luftdruck und in der ,essigfabrikation zur ,entfernung der entsauerstofften ,luft und zur ,verdichtung der ,dmpfe in dem ,sperrwasser4 ,bei den ,glocken-,exhaustoren wurden zwei an einem ,balancier befestigte eiserne ,glocken1 welche mit den ,gasleitungsrhren in ,verbindung standen1 in einem mit ,wasser angefllten ,reservoir auf- und niederbewegt und so ein ,saug- und ,druckapparat mit hydraulischem ,verschluss gebildet4 ,die ,wasserschlussventile waren bei einer ,art von ,glockenexhaustor durch ,klappventile vertreten4 ,der von ,anderson construirte ,kolben-,exhaustor stimmt in seiner ,wirkungsweise mit einem ,cylindergeblse berein und wird durch eine ,dampfmaschine in ,thtigkeit versetzt4 ,dasselbe gilt von dem ,exhaustor von ,g4 ,kuhn 7in ,berg bei ,stuttgart71 welcher in seiner ,einrichtung einer doppelt wirkenden ,pumpe hnlich ist1 beim ,auf- und ,niedergange des ,kolbens aus der ,vorlage das in den ,retorten producirte ,gas durch ,klappffnungen ansaugt und es durch ,oeffnungen nach den ,reinigern drckt4 ,die ,wirkung ist mithin mit der einer gewhnlichen ,pumpe fr den ,fall bereinstimmend1 dass die ,gaserzeugung in den ,retorten gleich der ,leistungsfhigkeit des ,exhaustors ist4 ,kann aber in ,folge zu grosser ,gasentwickelung der ,exhaustor die entstehenden ,gase nicht bewltigen1 so ffnen sich in ,folge des ,druckes in den ,retorten die ,saug- und ,druckklappen so lange unabhngig von der ,kolbenbewegung1 bis der ,druck sich verndert hat4 ,sidenote3 ,reinigung des ,leuchtgases4 c7 ,die ,reinigung des ,leuchtgases4 ,durch den ,exhaustor wird das ,gas nun aus dem ,condensator und ,scrubber in den ,reinigungsapparat oder ,epurateur gefhrt1 um hier von gewissen ,verunreinigungen wie ,schwefelwasserstoff und ,kohlensure und verschiedenen ,ammonverbindungen wie kohlensaurem ,ammon1 ,cyanammon1 ,schwefelammon 7sowie auch den das ,ammoniak in dem nicht gereinigten ,leuchtgas begleitenden organischen ,basen1 dem ,anilin1 ,iridolin und dergl47 befreit zu werden4 ,zwar ist in dem ,condensator und noch mehr in dem ,scrubber ein grosser ,theil dieser1 das ,leuchtgas verunreinigenden ,bestandtheile auf mechanischem ,wege aus dem ,gase entfernt worden1 ein ,theil davon hat sich jedoch der ,verdichtung und der ,wirkung des ,wassers in dem ,scrubber entzogen und muss nun auf chemischem ,wege in den ,reinigern auf das ,vollstndigste entfernt werden4 ,als chemisches ,reinigungsmittel des ,leuchtgases verwendete man vom ,anfange an ,aetzkalk1 dessen ,anwendung theils in nasser ,form als ,kalkmilch1 theils in trockner ,gestalt als feuchtes ,kalkhydrat erfolgt4 ,der ,reiniger mit ,kalkmilch1 so wie er von ,clegg in die ,gasindustrie eingefhrt und lnger als #aj ,jahre der allein angewandte ,reinigungsapparat war1 bestand aus cylindrischen ,gefssen aus ,gusseisen mit ,kalkmilch angefllt1 durch welche das zu reinigende ,gas strmte4 ,die ,kalktheilchen mussten durch eine ,rhrvorrichtung in steter ,bewegung erhalten werden4 ,ein heberfrmig gebogenes ,rohr1 welches mit einem ,hahn oder mit einem ,ventil versehen war1 diente zum ,ablassen der gesttigten ,kalkmilch und zur neuen ,fllung des ,apparates4 ,die ,kalkmilch nahm die ,kohlensure und den ,schwefelwasserstoff1 und auch einen namhaften ,theil des ,ammoniaks auf4 ,die nasse ,reinigung hat indessen in den meisten ,gaswerken der trocknen ,reinigung durch trockenes oder angefeuchtetes ,kalkhydrat weichen mssen1 weil letztere in ,folge der vollkommeneren ,reinigung1 ohne dass der ,druck bedeutend sich steigert1 grosse ,vortheile darbietet4 ,um den pulverfrmig gelschten ,kalk zu lockern und den ,durchgang des zu reinigenden ,gases durch denselben zu erleichtern1 vermengt man ihn mit ,hcksel1 ,sgespnen1 erschpfter ,gerberlohe1 erschpften ,farbholzspnen1 ,moos u4 s4 w4 ,solche ,mischungen sind so locker1 dass man sie in ,schichten von #ae-bj ,centimeter ,dicke auf die ,siebe bringen kann1 ohne dass sie einen namhaften ,widerstand leisten1 und dass sie1 in fnf ,schichten1 eine jede von #bj ,centimeter ,dicke innerhalb eines ,reinigers ausgebreitet1 nicht viel mehr als einen ,wasserzoll ,druck in ,anspruch nehmen4 ,was die ,menge ,kalk betrifft1 welche zum ,reinigen eines bestimmten ,quantums ,gas erforderlich ist1 so betrgt dieselbe auf #ajjj ,cubikfuss 7engl47 ,gas aus ,newcastle-,kohlen durchschnittlich #b1f ,kilogramm 7im ungelschten ,zustande74 ,der ,gaskalk dient als ,dngemittel oder als ,wegbaumaterial4 ,er enthlt neben unverndertem ,kalkhydrat ,calciumsulfhydrat in so bedeutender ,menge1 dass der ,gaskalk in neuerer ,zeit in der ,gerberei zum ,enthaaren der ,felle angewendet wird1 wobei das ,calciumsulfhydrat durch geringe ,mengen von ,calciumcyanr in seiner ,wirkung untersttzt wird4 ,die ,anwendung des ,kalkes als ,reinigungsmittel des ,gases erwies sich1 wie die ,erfahrung bald zeigte1 als nicht gengend4 ,werden auch durch den ,kalk ,schwefelwasserstoff und ,kohlensure entfernt1 so bleibt doch das ,ammoniak zurck1 welches in den ,verbrennungsprodukten des ,leuchtgases in strender ,weise sich bemerklich macht4 ,die beim ,verbrennen von ammoniakhaltigem ,leuchtgase sich bildende salpetrige ,sure bt auf gewisse metallene ,gegenstnde in kurzer ,zeit einen merklichen nachtheiligen ,einfluss aus4 ,man wurde deshalb zur vollstndigeren ,reinigung des ,leuchtgases gezwungen4 ,es lag ziemlich nahe1 zur ,absorption des ,ammoniaks1 so wie zur ,zersetzung der ,ammoniakverbindungen ,suren oder ,metallsalze anzuwenden4 ,bis gegen das ,jahr #ahdj hat man jedoch die ,vorschlge1 ,suren zum ,reinigen des ,gases anzuwenden1 wenig beachtet und zwar hauptschlich wol deshalb nicht1 weil man auf die hierbei sich bildenden ,ammoniaksalze ein zu geringes ,gewicht legte4 ,obgleich schon im ,jahre #ahce der ,eisenvitriol zur ,entfernung des ,schwefelammons aus dem ,leuchtgase vorgeschlagen und angewendet wurde1 so wurden doch erst von ,mallet #ahdj die ,metallsalze und besonders das in den ,chlorkalkfabriken in grosser ,menge sich bildende ,manganchlorr1 ferner das ,eisenchlorr und der ,eisenvitriol zum ,reinigen des ,gases in die ,gastechnik eingefhrt4 ,weit wichtiger indessen als alle vorstehenden ,reinigungsmethoden und wahrhaft epochemachend ist das von ,r4 ,laming im ,jahre #ahdg in die ,gasbeleuchtungstechnik eingefhrte ,laming'sche ,mittel4 ,die ursprngliche ,vorschrift bestand in einer ,mischung von ,eisenchlorr mit ,aetzkalk oder ,kreide1 welche1 um die ,masse lockerer zu machen1 mit ,sgespnen versetzt werden sollte4 ,das ,eisenchlorr zerlegt sich mit dem ,kalk oder der ,kreide zu ,eisenoxydul 7reinem oder kohlensaurem7 und ,chlorcalcium2 die zuerst schwarzgrne ,farbe der ,mischung geht durch ,oxydation an der ,luft in ,roth ber und man hat dann ein ,gemisch von ,eisenoxyd und ,chlorcalcium4 ,anstatt des ,eisenchlorrs wendet man bei der ,bereitung der ,mischung jetzt allgemein ,eisenvitriol an1 welchen man mit gelschtem und gesiebtem ,kalk und mit #a_/e bis #a_/d des ganzen ,volumens der ,masse an ,sgespnen mengt4 ,hierauf wird die ,masse flach ausgebreitet und mit ,wasser benetzt4 ,man berlsst nun die ,masse sich selbst #bd ,stunden lang1 nach welcher ,zeit sie zum ,gebrauche geeignet ist4 ,die ,anwendung der ,masse erfolgt in trocknen ,reinigern4 ,nach einer ,untersuchung von ,a4 ,wagner in ,mnchen 7#ahfg71 die im wesentlichen mit den #ahfb von ,glis erhaltenen ,resultaten1 ferner mit den ,arbeiten von ,e4 ,brescius1 ,deicke und ,anderen bereinstimmt1 soll das ,eisenoxyd der ,laming'schen ,masse durch den ,schwefelwasserstoff in ,eisensesquisulfuret 7,fe#b,s#c7 verwandelt werden und diese ,verbindung dann an der ,luft unter ,ausscheidung seines ganzen ,schwefelgehaltes in ,eisenoxyd bergehen4 ,ist das ,laming'sche ,mittel lngere ,zeit im ,gebrauche gewesen1 so nimmt seine ,wirkung ab1 was darin seinen ,grund hat1 dass der ,schwefel sich darin bis zur ,menge von #dj ,proc4 ansammelt1 ferner die einzelnen ,theilchen mit der ,zeit mit einer schmierigen ,hlle berkleidet werden1 welche den ,zutritt des ,gases absperrt4 ,aus der erschpften ,laming'schen ,mischung kann jedoch auch 7nach ,max ,schaffner's ,verfahren2 vergl4 ,seite #bjb7 der ,schwefel in ,substanz durch ,ausschmelzen unter ,wasser bei ,hochdruck1 oder durch ,extraction mit ,theerl gewonnen werden4 ,wie ,seite #bag ausfhrlich geschildert1 rstet man1 nachdem das ,ammoniaksalz und das ,cyaneisen 7letzteres in ,form von ,ferrocyancalcium7 daraus durch ,auslaugen entfernt wurden1 das schwefelhaltige ,gemenge1 um schweflige ,sure fr die ,schwefelsurefabrikation und andererseits ,eisenoxyd zu erzeugen1 welches von ,neuem zur ,entschwefelung des ,kohlengases dienen kann4 ,die ,gewinnung von ,berlinerblau und ,blutlaugensalz aus der ,laming'schen ,mischung wird in ,paris von ,gauthier-,bouchard im ,grossen betrieben4 ,in ,marseille stellt ,menier beim ,reinigen des ,gases jhrlich gegen #ab-ae1jjj ,kilogr4 ,schwefelcyanammonium dar4 ,es ist in neuester ,zeit 7#ahfi7 der ,vorschlag gemacht worden1 dem ,leuchtgas vor der ,verwendung das 7fr die ,theerfarbendarstellung unentbehrliche7 ,benzol durch schwere ,theerle zu entziehen und daraus durch fractionirte ,destillation das ,benzol wieder abzuscheiden4 ,nach der ,abscheidung des ,benzols aus dem ,leuchtgas soll man letzteres mit ,dmpfen von ,petroleumther sttigen1 um ihm die ursprngliche ,leuchtkraft wieder zu geben4 ,sidenote3 ,gasometer4 ,der ,gasbehlter oder ,gasometer hat nicht nur den ,zweck1 als ,sammelapparat fr eine grssere ,quantitt fertigen und gereinigten ,leuchtgases zu dienen1 sondern auch1 um durch den gleichfrmigen ,druck auf das in ihm enthaltene ,gas1 ein gleichfrmiges ,ausstrmen aus den ,brennern und in ,folge dessen eine ruhige und gleich grosse ,flamme hervorzubringen4 ,der ,gasbehlter besteht aus drei ,theilen1 nmlich3 #a7 dem ,wasserbehlter oder ,bassin1 einem runden wasserdichten ,becken mit vertikalen ,wnden1 zur ,aufnahme des als ,sperrflssigkeit dienenden ,wassers bestimmt2 #b7 der ,glocke oder der ,kuppel1 dem eigentlichen ,gasbehlter1 welcher durch angebrachte ,fhrungen in dem ,bassin frei auf- und abbewegt werden kann2 #c7 den beiden ,gasleitungsrhren und zwar eine fr die ,zufuhr1 die andere fr die ,ableitung des ,gases4 ,illustration3 ,fig4 #bic4 ,illustration3 ,fig4 #bid4 ,der ,wasserbehlter wurde frher gewhnlich aus gusseisernen ,platten hergestellt1 deren ,rnder mit durchlcherten ,flantschen versehen waren1 mittelst deren sie aneinander gefgt und durch ,schrauben zusammengezogen wurden1 nachdem ,eisenkitt dazwischen gelegt worden war4 ,gegenwrtig sind die gemauerten 7aus ,back- oder ,sandsteinen mit ,cment verbunden7 ,bassins allgemein eingefhrt4 ,der ,boden des ,reservoirs besteht entweder aus einer ,ziegelsteinlage mit ,cment1 unter welcher sich eine ,lage ,thon oder ,lehm befindet1 oder es wird ein ,kegel von ,erde darin stehen gelassen1 welcher aber ebenfalls von einer ,thonschicht oder mit einer mittelst ,cment verbundenen ,ziegelsteinlage berkleidet sein muss4 ,letztere ,einrichtung hat den ,zweck1 die ,masse des ,wassers im ,behlter zu vermindern4 ,die ,glocken oder ,kuppeln werden stets aus zusammengenieteten ,tafeln von ,eisenblech hergestellt1 die ,nietfugen sind durch ,theer gedichtet und die ,oberflche der ,glocke allenthalben mit ,theeranstrich versehen4 ,die ,fhrung der ,glocke suchte man frher dadurch zu bewirken1 dass man die im ,wasserbehlter frei sich bewegende ,glocke im ,mittelpunkte des ,deckels an einer ber ,rollen laufenden ,kette aufhing1 an deren anderem ,ende ein ,gegengewicht befindlich war1 um das ,gewicht des ,gasometers so weit auszugleichen1 dass er beim ,einsinken in das ,wasser nur den erforderlichen ,druck auf das ,gas ausbte1 nicht mehr und nicht weniger4 ,gegenwrtig sieht man von der ,balancirung ab und giebt einer durch ,leitrollen bewirkten ,fhrung den ,vorzug4 ,die ,seitenwnde der ,glocken hat man dadurch zu erhhen gesucht1 dass man diese nach ,art der aus in einander schiebbaren ,rhren gefertigten ,teleskope in einander geschoben und so ,gasometer construirt hat1 die man mit dem ,namen ,teleskop-,gasometer bezeichnet hat4 ,durch diese ,einrichtung hat man einen grossen ,raum fr das ,gas geschaffen1 ohne dass bei der ersten ,fllung desselben mit ,gas ein entsprechend tiefes ,wasserbassin nthig wre4 ,von den beiden ,gasleitungsrhren fhrt die eine1 die ,zuleitungsrhre das ,gas zu1 die andere1 das ,abfhrungsrohr1 das ,gas nach dem ,consumtionsorte ab4 ,die ,rhren sind von ,gusseisen und mnden entweder beide ber dem ,niveau der ,sperrflssigkeit 7wie in ,fig4 #bhh und #bic71 oder wie bei dem von ,pauwels construirten ,gasometer mit gegliederten ,rhren1 wie ihn ,fig4 #bid zeigt1 in dem ,deckel der ,glocke4 ,dadurch entgeht man der ,gefahr1 dass die im ,wasserbehlter aufsteigenden1 nur wenig ber das ,niveau der ,sperrflssigkeit sich erhebenden ,rhren 7s und s' in ,fig4 #bhh71 durch zufllige ,umstnde mit ,wasser sich fllen knnten1 wodurch dann der ,gasabfluss gehemmt wre und alle ,gasflammen pltzlich verlschen wrden4 ,wie die ,zeichnung1 zu deren ,verstndniss eine nhere ,beschreibung nicht nthig ist1 zeigt1 wird hier der ,zu- und ,abfluss des ,gases durch gegliederte ,rhren vermittelt1 welche von der oberen ,decke des ,gasometers aus mit den brigen ,rhrenleitungen communiciren4 ,fr den ,abschluss der ,rhren werden hydraulische ,abschlusshhne angewendet4 ,eine ,scala1 mit welcher jeder ,gasbehlter versehen ist1 giebt den ,stand der ,glocke und mithin auch den ,gasinhalt derselben an4 ,der kubische ,inhalt des ,gasometers ist sehr verschieden und variirt von #ajjj-bjjj ,kubikfuss bis zu solchen von ber #de ,meter ,durchmesser und #bj ,meter ,hhe1 welche ber #a ,million ,kubikfuss ,gas fassen4 ,nach der von ,riedinger aufgestellten ,regel soll der kubische ,inhalt der ,glocke dem #b bis #b-a_/b;fachen ,betrag des tglichen ,mittels aus dem ,jahresconsum entsprechen4 ,das ,fllen des ,gasometers geht auf folgende ,weise vor sich4 ,ist das ,austrittsrohr des ,gasbehlters geschlossen und strmte durch das ,zufuhrrohr ,gas ein1 so sammelt sich dasselbe zwischen dem ,niveau des ,wassers und der gewlbten ,decke des ,gasbehlters an und erleidet eine ,pressung1 welche auf die ,oberflche des ,wassers wirkt1 in deren ,folge das ,wasser in der ,glocke sinkt und ausserhalb derselben in dem ,wasserbehlter steigt4 ,hat das ,wasser in dem ,raume zwischen der ,wandung des ,wasserbehlters und der ,glocke die ,hhe erreicht1 bei welcher der ,wasserdruck dem ,gewichte der im ,wasser stehenden ,glocke gleich ist1 so hebt sich1 ferneres ,zustrmen des ,gases vorausgesetzt1 die ,glocke und wird mit ,gas gefllt4 ,das ,fllen wird fortgesetzt1 bis die ,glocke so hoch gestiegen ist1 dass ihr unterer ,rand nur noch etwa #bj ,centimeter von der ,wasseroberflche entfernt ist4 ,wird1 nach beendigtem ,fllen der ,glocke das ,austrittsrohr geffnet1 so sinkt die ,glocke in dem ,verhltniss1 als das ,gas ausstrmt1 in den ,wasserbehlter ein1 bis sie den ,boden des letzteren erreicht hat4 ,das ,gewicht der ,glocke bestimmt den ,druck1 unter welchem das ,gas in den ,rhrenleitungen den ,brennern zugefhrt wird4 ,um die tglich producirte ,gasmenge in der ,fabrik zu messen1 bedient man sich grosser ,gaszhler1 die man ,fabrikations-,gasuhren nennt2 sie haben dieselbe ,construction im ,wesentlichen wie die nassen ,gasuhren der ,consumenten1 von welchen spter die ,rede sein wird4 ,sidenote3 ,statik der ,gasbereitung4 ,fr eine ,statik der ,gasbereitung1 welche das ,gas1 sein ,volumen und seine ,zusammensetzung verfolgt von dem ,austritt der ,retorte an durch die ,vorlage1 den ,condenser1 den ,scrubber und die chemisch wirkenden ,reiniger1 bis es endlich aus dem ,gasbehlter durch die ,rhrenleitungen dem ,consumenten zugefhrt wird1 sind nur wenige ,materialien vorhanden4 ,die werthvollsten ,resultate haben die im ,jahre #ahfj von ,firle in ,breslau angestellten ,versuche geliefert1 wobei jedoch nicht bersehen werden darf1 dass die ,zahlenwerthe nur fr den speciellen ,fall1 keineswegs aber allgemein gltig sind4 ,das ,gas1 um welches es sich bei den von ,firle angestellten ,untersuchungen handelte1 war ,steinkohlengas2 es wurde analysirt nach dem ,austritt aus dem ,rhrencondenser 7a71 nach dem ,austritt aus dem ,kokscondenser 7b71 nach dem ,austritt aus der ,waschmaschine 7c71 nach dem ,austritt aus dem mit dem ,laming'schen ,mittel beschickten ,reiniger 7d71 endlich nach dem ,austritt aus dem ,kalkreiniger 7e72 letzteres ist mithin vollstndig gereinigtes ,gas4 a4 b4 c4 d4 e4 ,wasserstoff #cg1ig #cg1ig #cg1ig #cg1ig #cg1ig ,grubengas #ci1gh #ch1ha #ch1dh #dj1bi #ci1cg ,kohlenoxyd #g1ba #g1ae #g1aa #c1ic #c1ig ,schwere ,kohlenwasserstoffe #d1ai #d1ff #d1df #d1ff #d1bi ,stickstoff #d1ha #d1ii #f1hi #g1hf #i1ii ,sauerstoff #j1ca #j1dg #j1ae #j1dh #j1fa ,kohlensure #c1gb #c1hg #c1ci #c1cc #j1da ,schwefelwasserstoff #a1jf #a1dg #j1ef #j1cf -- ,ammoniak #j1ie #j1ed -- -- -- ,bezieht man diese ,zahlen auf absolute ,mengen und nimmt dabei als ,volumeinheit den ,kubikfuss an1 so ergeben sich 7von #ajjj ,kubikfuss rohem ,gas ausgegangen7 nachstehende ,zahlen3 ,kubikfuss4 a4 b4 c4 d4 e4 ,wasserstoff #chj #chj #chj #chj #chj ,grubengas #cij #chh #chd #djc #cid ,kohlenoxyd #gb #ga #ga #ci #cj ,schwere ,kohlenwasserstoffe #db #df #de #df #dc ,stickstoff #dh #ej #fi #gi #ajj ,sauerstoff #c #e #b #e #f ,kohlensure #dj #ci #cd #cc #d ,schwefelwasserstoff #ae #ae #e #c -- ,ammoniak #aj #e -- -- -- ------------------------ #ajjj #iii #iij #ihh #iff ,aus vorstehender ,tabelle ergeben sich die ,vernderungen1 welche die ,zusammensetzung des ,gases whrend des ,reinigungsprocesses erfhrt1 sowie die ,wirkung der verschiedenen zur ,reinigung dienenden ,apparate4 ,strmen z4 ,b4 #ajjj ,kubikfuss ,gas von der oben sub a angegebenen ,zusammensetzung in die ,reinigungsapparate1 so wird in jedem einzelnen ,apparat von den absorbirbaren ,gasen1 hauptschlich von der ,kohlensure1 dem ,schwefelwasserstoff und dem ,ammoniak ein ,bruchtheil davon aufgenommen und zwar folgende ,mengen3 ,von #ajjj ,kubikfuss rohem ,gas werden absorbirt 7in ,kubikfssen7 an ,im ,in der ,durch ,im ,kokscondensator ,waschmaschine ,laming's ,kalkreiniger ,mittel ,kohlensure #a #e #a #bi ,schwefelwasserstoff -- #aj #b #c ,ammoniak #e #e -- -- ,kohlenoxyd -- -- #cb -- ,sauerstoff -- #c -- -- ,das ursprngliche ,volumen des ,gases wird folglich immer kleiner und zwar bleiben von den #ajjj ,kubikfuss rohem ,gas nach dem ,austritt aus dem ,kokscondensator noch #iid ,kubikfuss der ,waschmaschine #iga dem ,laming'schen ,mittel #icf dem ,kalkreiniger #iad dabei vorausgesetzt1 dass die brigen ,bestandtheile des ,gases keine ,vernderung erleiden1 was mit ,ausnahme von kleinen ,mengen von ,grubengas und schweren ,kohlenwasserstoffen in der ,that der ,fall ist4 ,zu dem durch ,absorption allmlig abnehmenden ,gasvolumen kommt aber in jedem ,reinigungsapparat ein gewisses ,quantum von ,sauerstoff und ,stickstoff in ,gestalt von atmosphrischer ,luft4 ,in #ajjj ,kubikfuss rohen ,gases sind nach der sub a angefhrten ,analyse zusammen #ea ,kubikfuss ,sauerstoff und ,stickstoff enthalten4 ,diese ,menge vermehrt sich in dem ,kokscondensator um #d ,kubikfuss der ,waschmaschine #bj dem ,laming'schen ,mittel #cc dem ,kalkreiniger #ee ,hierdurch wird das ,gesammtvolumen des ,gases in jedem ,apparate wieder vergrssert1 und zwar betrgt1 wenn man die ,schwankungen in der ,menge des ,grubengases und der schweren ,kohlenwasserstoffe in ,betracht zieht1 das effective ,gesammtvolumen des ,gases von #ajjj ,kubikfuss nach dem ,austritt aus dem ,kokscondensator noch #iii ,kubikfuss der ,waschmaschine #iij dem ,laming'schen ,mittel #ihh dem ,kalkreiniger #iff wobei vorausgesetzt wurde1 dass ,temperatur und ,druck1 whrend das ,gas durch die ,reinigungsapparate ging1 unverndert blieben4 ,sidenote3 ,vertheilung des ,leuchtgases4 ,die ,vertheilung des ,leuchtgases4 ,das in dem ,gasometer angesammelte ,gas wird den ,consumenten auf zweierlei ,weise zugefhrt3 entweder durch ,rhrenleitungen1 oder in ,schluchen oder gasdichten ,blechkasten durch ,transport auf der ,axe4 ,die ,vertheilung des ,leuchtgases durch ,rhrenleitungen ist der bei weitem hufigere ,fall4 ,der ,druck1 durch welchen die ,bewegung des ,gases in den ,leitungsrhren bedingt wird1 ist der einer bestimmten ,wasserhhe entsprechende ,druck des ,gasometers4 ,von der ,grsse dieses ,druckes und von der ,menge des ,gases1 welche in einem bestimmten ,zeitraume auf eine gewisse ,entfernung durch die ,rhre geleitet werden soll1 aber auch von dem specifischen ,gewichte des ,leuchtgases und den ,abweichungen der ,rhre von der ,horizontalen ist der ,durchmesser abhngig1 welcher der ,rhre gegeben werden muss1 damit die ,bewegung durch die ,reibung1 welche das ,gas in den ,rhren erleidet1 nicht verzgert und daher in grsseren ,entfernungen der ,druck auf das fortbewegte ,gas in dem ,grade vermindert werde1 dass die ,flammenhhe des ,brenners abnehme4 ,die ,rhren zur ,hauptleitung 7die ,strassenleitung7 sind aus ,gusseisen und werden #j1f-a1f ,meter tief in die ,erde gelegt2 fr die kleineren ,zweigleitungen 7die ,huserleitung7 bedient man sich meist starker schmiedeeiserner ,rhren4 ,die gusseisernen ,leitungsrhren bestehen aus der ,rhre1 dem ,muff oder dem ,kopf4 ,letzteres ist eine ,erweiterung der ,rhre und soll das ,ende der nchstfolgenden ,rhre aufnehmen4 ,an solchen ,stellen1 wo eine ,abzweigung stattfinden soll1 wird der ,rhrenleitung eine sogenannte ,spundrhre 7eine mit kurzem ,muffansatz versehene ,rhre7 eingefgt4 ,bei ,strassenkreuzungen kommt eine ,rhre mit zwei ,spundrhren zur ,anwendung4 ,die ,rhren werden1 nachdem sie auf ihre ,gasdichte geprft worden sind1 mit einem ,theeranstrich versehen und gasdicht mit einander verbunden1 indem der ,raum zwischen dem eingeschobenen ,rhrenstck und der inneren ,wand des ,muffes mit einem geeigneten ,kitt ausgefllt wird4 ,ungeachtet sorgfltiger ,verdichtungen des ,rhrensystemes ist ein ,verlust an ,gas nicht zu vermeiden4 ,in einzelnen ,gasanstalten betrgt die ,leckage #ae-bj ,proc4 ,selbst bei gut und sorgfltig angelegten ,rhrensystemen macht der ,gasverlust #e-g ,proc4 der ,jahresproduktion aus4 ,die ,hauptrohrleitungen mssen mglichst weit sein1 um in ,folge geringerer ,reibung des ,gases das ,ausscheiden des ,naphtalins und der flssigen ,kohlenwasserstoffe zu verhindern4 ,um die whrend der ,fortbewegung des ,gases in der ,rhrenleitung condensirten ,wasserdmpfe und flssigen ,kohlenwasserstoffe1 welche nach ihrer ,verdichtung der ,strmung des ,gases ,hindernisse bereiten1 zu beseitigen1 bringt man in der ,rhrenleitung und zwar an den tiefst gelegenen ,stellen derselben ,wassersammler 7,wassertpfe1 ,siphons7 an4 ,die ,ableitungsrhren in den ,gebuden und im ,innern derselben sind1 wie oben bemerkt1 aus ,schmiedeeisen1 oder weit hufiger aus ,blei4 ,die ,bleirhren haben den grossen ,vortheil der hchst bequemen ,handhabung1 aber auch den ,nachtheil der ,leichtschmelzbarkeit4 ,zinn-1 ,messing- und ,kupferrhren sind zu theuer und haben1 was die beiden letzteren betrifft1 ausserdem grosse ,schattenseiten1 die ,leitungsrhren aus ,messing nmlich platzen sehr leicht in der ,naht1 wenn sie gebogen werden1 die ,kupferrhren dagegen werden von dem ,gas1 besonders wenn es vom ,ammoniak nicht sorgfltigst befreit wurde1 wahrscheinlich in ,folge von ,bildung von salpetriger ,sure stark angegriffen4 ,auch bilden sich in den kupfernen ,rhren explosive ,gemische1 wie ,crova gezeigt hat1 wesentlich aus ,acetylen-,kupfer bestehend1 welche zu gefhrlichen ,explosionen ,veranlassung geben knnen4 ,sidenote3 ,hydraulisches ,ventil4 ,hydraulisches ,ventil4 ,dort1 wo das ,hauptrohr der ,rhrenleitung aus dem ,gasbehlter tritt1 ist1 wie bereits oben erwhnt1 ein ,hahn angebracht1 welcher das ,gas im ,gasbehlter sperrt1 wenn es nicht ausstrmen soll4 ,statt dieses ,hahnes bringt man besser ein sogenanntes hydraulisches ,ventil an1 welches im ,wesentlichen wie ein ,gasometer eingerichtet ist4 ,es besteht aus einem eisernen mit ,wasser angefllten ,gefsse ,i ,k ,l ,m 7,fig4 #bie74 ,das ,rohr ,a communicirt direct mit dem ,gasometer und das ,rohr ,b mit dem ,hauptrohr der ,rhrenfahrt2 ber beiden ,rhren befindet sich die ,trommel ,c ,e ,f ,d1 welche durch ,gewichte x und y balancirt wird4 ,hngt man das ,gewicht y aus1 so senkt sich die ,trommel so weit1 dass die ,scheidewand ,h durch das ,niveau des ,wassers taucht4 ,ist dies der ,fall1 so ist die ,communication zwischen ,a und ,b unterbrochen4 ,illustration3 ,fig4 #bie4 ,sidenote3 ,gasdruck-,regulator4 ,der ,gasdruck-,regulator hat den ,zweck den ,zufluss des ,gases aus dem ,gasbehlter zu den ,leitungsrhren zu reguliren4 ,im ,wesentlichen besteht der ,regulator aus einer ,gasometerglocke1 die mit einem ,kegelventil verbunden ist1 das sich selbstthtig ffnet oder schliesst1 je nachdem fr das ,bedrfniss zu viel oder zu wenig ,gas ausstrmt4 ,stelle man sich vor1 in einem kleinen ,gasometer sei die ,mndung des ,einstrmungsrohres durch eine ,platte verschlossen1 welche in der ,mitte mit einer nach unten abgeschrgten ,oeffnung versehen ist1 in der ein mit der oberen ,spitze beweglich im ,mittelpunkt der ,glocke befestigter ,kegel spielt4 ,bei einer gewissen ,stellung der ,glocke tritt durch die ringfrmige ,oeffnung am ,kegel so viel ,gas ein1 als gerade nthig ist1 um einen bestimmten ,druck in den ,leitungsrhren zu unterhalten4 ,man kann nun diese ,stellung dadurch erreichen1 dass der ,glocke ein bestimmtes ,gewicht gegeben wird1 was durch ,gegengewichte oder durch einen ,schwimmkasten erreicht wird4 ,erleidet nun der ,druck oder die ,geschwindigkeit des einstrmenden ,gases eine ,vernderung1 so tritt fr den ,moment eine grssere ,gasmenge unter die ,glocke1 als dem ,normaldrucke entspricht4 ,dadurch hebt sich aber die ,glocke1 wodurch in ,folge des gleichzeitig in die ,hhe gehenden ,kegelventils die ringfrmige ,oeffnung am ,kegel verengt wird2 die ,glocke muss demnach wieder herabgehen und zwar so weit1 bis ,gewicht der ,glocke und ,druck sich miteinander ins ,gleichgewicht gesetzt haben4 ,nimmt der ,druck im ,gaszufhrungsrohr ab1 so findet das ,gegentheil statt1 die ,glocke senkt sich1 die ringfrmige ,oeffnung am ,kegel vergrssert sich und es wird durch vermehrtes ,nachstrmen von ,gas der normale ,druck wieder hergestellt4 ,sidenote3 ,prfung des ,leuchtgases4 ,die ,prfung des ,leuchtgases4 ,in dem ,leuchtgase1 so wie in den ,flammen der flssigen und festen ,leuchtmaterialien1 sind es die sich ausscheidenden ,kohlepartikelchen1 welche im weissglhenden ,zustande das ,leuchten der ,flamme bedingen4 ,alle ,einflsse1 welche entweder die ,ausscheidung derartiger ,kohletheilchen verhindern1 oder dieselben durch chemische ,einwirkung vernichten1 nehmen der ,gasflamme sofort die ,leuchtkraft4 ,zu diesen ,einflssen gehren #a7 bermssige ,zufuhr von ,luft oder ,sauerstoff2 lsst man eine ,gasflamme im ,sauerstoffgase brennen1 so findet man1 dass deren ,leuchtstoff vernichtet ist2 das ,nmliche findet statt1 wenn man das ,gas wie bei dem ,erdmann'schen ,gasprfer und der ,bunsen'schen ,gaslampe vor der ,verbrennung mit atmosphrischer ,luft mischt4 #b7 ,kohlensure in der ,gasflamme2 kommt glhende ,kohle mit ,kohlensure zusammen1 so bildet sich bekanntlich ,kohlenoxydgas 7,,co#b ,c #b;,,co71 welches nicht mit leuchtender ,flamme verbrennt4 ,da das ,elaylgas 7,c#b;,h#d7 im glhenden ,zustande in ,methylwasserstoff 7,sumpfgas ,,ch#d7 und ,kohlenstoff 7,c7 zerlegt wird1 letzterer aber eine quivalente ,menge ,kohlensure zu ,kohlenoxydgas reducirt1 so ergiebt sich1 dass das ,kohlensuregas die ,hlfte seines ,volumens an ,elaylgas der ,leuchtkraft beraubt4 ,angenommen1 ein ,leuchtgas mit #f ,proc4 ,elaylgas enthalte zugleich #f ,proc4 ,kohlensuregas1 so wrde durch letzteres die ,leuchtkraft von #c ,proc4 ,elaylgas vernichtet werden1 woraus folgt1 wie wichtig die mglichst vollstndige ,abscheidung der ,kohlensure in dem ,kalkreiniger ist4 ,ueber die ,beziehungen der ,lichtstrke einer ,gasflamme zu der ,menge der in der ,flamme ausgeschiedenen ,kohletheilchen liegen nur wenige ,untersuchungen vor1 doch wird man der ,wahrheit ziemlich nahe kommen1 nimmt man an1 dass beide approximativ in directem ,verhltnisse stehen1 dass mithin ein ,gas um so mehr leuchtet1 je grsser die ,menge des in der ,flamme ausgeschiedenen ,kohlenstoffes ist4 ,allerdings ist hierbei nicht zu bersehen1 dass die ,temperatur1 bis zu welcher die ,kohletheilchen in der ,flamme erhitzt werden1 auf die ,leuchtkraft wesentlich mit influirt2 je hher der ,hitzgrad der ,flamme ist1 desto strker wird sie unter sonst gleichen ,verhltnissen leuchten4 ,kohlenstoffreiche ,gase und ,dmpfe brennen bekanntlich mit rthlicher1 russender und wenig heisser ,flamme1 weil der ,hitzgrad derselben nicht gengt1 die grosse ,menge der ausgeschiedenen ,kohlenstoffpartikelchen bis zum ,weissglhen zu erhitzen4 ,lsst sich nun auch durch vermehrte ,luftzufuhr 7wie durch das ,cylinderglas der ,petroleum- und ,solarllampen7 die ,temperatur der ,flamme der ,art steigern1 dass keine ,russabscheidung mehr stattfindet und der ausgeschiedene ,kohlenstoff dadurch1 dass er bis zum ,hellweissglhen erhitzt wird1 die ,leuchtkraft erhht1 so ist es doch mehr als wahrscheinlich1 dass durch den verstrkten ,luftzug ein ,theil des ,kohlenstoffs zu schnell verbrennt und dadurch unwirksam wird4 ,nehmen wir an1 die ,leuchtkraft einer ,flamme sei proportional der ,menge des ausgeschiedenen ,kohlenstoffes und vergleichen wir die in dem gereinigten ,leuchtgase vorkommenden ,kohlenwasserstoffgase1 besonders die nach der ,formel 7,,ch#b7n zusammengesetzten1 welche beim ,glhen in ,methylwasserstoff und in ,kohlenstoff zerfallen1 so haben wir #a ,vol4 ,elayl ,c#b;,h#d1 welches zerfllt in #a ,trityl ,c#c;,h#f1 #a ,ditetryl ,c#d;,h#h1 #a ,vol4 ,methylwasserstoff und #b ,vol4 ,kohlendampf #a1e #c #a #d und knnen annehmen1 dass die ,lichtstrken dieser drei ,gase sich verhalten wie #b 3 #c 3 #d4 ,reprsentirt man die ,lichtstrke des ,elaylgases durch #ajj1 so ergeben sich fr die ,lichtstrken der im gereinigten ,leuchtgase enthaltenen ,gase und ,dmpfe folgende ,werthe1 wobei die ,dmpfe im idealen ,zustande der ,dichte bei #j in ,rechnung gebracht sind3 ,elayl #ajj ,butyl #cej ,trityl #aej ,acetylen #dej ,ditetryl #bjj ,benzoldampf #dej ,propyl #bej ,naphtalindampf #hjj ,folgende ,zusammenstellung giebt die ,menge von ,elaylgas an1 welche durch ,imprgnation eines brennbaren ,gases 7,wasserstoff oder ,methylwasserstoff7 mit den ,dmpfen von ,kohlenwasserstoffen bei #j und bei #ae zur ,erzielung gleicher ,lichtintensitt ersetzt werden kann4 ,imprgnation mit bei #j bei #ae ,propyldampf ist quivalent #aa1e #be1g ,vol4 ,elayl ,benzoldampf #i1fc #bc1g ,naphtalindampf #j1aaf #j1jaf ,werden mithin z4 ,b4 #ajj ,liter ,wasserstoffgas bei #j oder bei #ae ,c4 mit ,benzoldmpfen gesttigt1 so ist die so erzielte ,leuchtkraft des ,gemisches gleich der1 welche durch ,mischen von #ajj ,liter ,wasserstoffgas mit #i1f oder #bc1e ,liter ,elaylgas erzeugt worden ist4 ,zur ,sttigung von #ajj ,kubikfuss 7engl47 ,wasserstoffgas 7oder ,methylwasserstoffgas7 mit ,kohlenwasserstoffdmpfen sind erforderlich bei #j bei #ae von ,propyldampf #ejj #aabh ,grammen ,butyldampf #ag #eh ,benzoldampf #bad1e #ebb ,naphtalindampf #j1cb #j1cb ,wollte man daher1 wie es bei dem ,carburiren oder ,carbonisiren des ,gases geschieht1 ,wasserstoffgas durch ,sttigen desselben mit ,benzoldmpfen in ,leuchtgas berfhren1 so wrde man auf je #ajjj ,kubikfuss der ersteren bei #j #bade ,grm4 und bei #ae #ebbj ,grm4 ,benzol nthig haben4 ,sidenote3 ,methoden der ,gasprfung4 ,zur ,prfung des ,leuchtgases auf seine ,qualitt und zur ,ermittelung des relativen ,werthes desselben1 wendet man in der ,praxis gegenwrtig vier ,methoden und ,apparate an1 nmlich #a7 die gasometrische ,probe2 #b7 die ,beurtheilung des ,gases aus dem specifischen ,gewichte2 #c7 die photometrische ,probe2 #d7 den ,gasprfer ,erdmann's4 #a7 ,was die gasometrische ,probe betrifft1 so erfordert deren ,ausfhrung eine genaue ,kenntniss der neueren1 von ,r4 ,bunsen herrhrenden ,methode der ,gasanalyse#ahj4 ,fr unsere ,zwecke gengt es zu wissen1 dass ein ,gemenge von fast wasserfreier mit gewhnlicher concentrirter ,schwefelsure die schweren ,kohlenwasserstoffe des ,leuchtgases zu absorbiren vermag4 ,die ,trennung der schweren ,kohlenwasserstoffe erfolgt am vollstndigsten1 wenn man in eine ,eudiometerrhre ein ,quantum ,gas und in dieses eine mit einem ,platindraht verbundene1 mit ,schwefelsure getrnkte ,kokskugel bringt1 welche in kurzer ,zeit die genannten ,kohlenwasserstoffe absorbirt4 ,um den ,kohlenstoffgehalt dieser ,verbindungen1 deren ,menge sich aus der ,volumenverminderung des ,gases ergiebt1 zu erfahren1 verbindet man das ,absorptionsverfahren mit zwei ,verbrennungsanalysen1 indem man das zu analysirende ,gas einmal fr sich1 das andere ,mal1 nachdem man daraus die schweren ,kohlenwasserstoffe entfernt hat1 mit berschssigem ,sauerstoffe 7im ,eudiometer mittelst des elektrischen ,funkens7 verbrennt und die bei der zweiten ,verbrennung erhaltene ,kohlensuremenge von der bei der ersten ,verbrennung gebildeten abzieht4 ,hufig bediente man sich zur ,absorption des ,chlors und des ,broms1 welche mit den schweren ,kohlenwasserstoffen lartige ,flssigkeiten bilden4 ,nach einer von ,o4 ,l4 ,erdmann herrhrenden und von ,c4 ,o4 ,grasse#aha beschriebenen ,methode der ,analyse des ,leuchtgases wird das von einem etwaigen ,gehalte an ,kohlensure befreite ,gas1 welches aus einem ,gasometer ausstrmt1 durch ,einfhrung von ,sauerstoff in die ,flamme verbrannt2 die hierbei sich bildenden ,mengen von ,kohlensure und ,wasser werden aufgesammelt und gewogen4 #b7 ,die ,beurtheilung des ,werthes eines ,leuchtgases aus dem specifischen ,gewichte geschieht in der ,praxis sehr hufig und zwar mit ,recht1 da die ,erfahrung im ,allgemeinen die hhere ,leuchtkraft der schwereren ,gase besttigt1 obgleich daraus keineswegs der ,schluss gezogen werden darf1 dass umgekehrt ein leichtes ,gas nothwendig auch schlechtes sein msse4 ,das ,leuchtgas nmlich besteht in einer ,mischung verschiedener ,gasarten und ,dmpfe von sehr verschiedenem spec4 ,gewichte und zwar ,elaylgas von #j1igf spec4 ,gewicht ,methylwasserstoffgas #j1eee ,wasserstoffgas #j1jfi ,kohlenoxydgas #j1ifg ,kohlensure #a1ebj #ahj ,anleitung zu einer technischen ,leuchtgasanalyse giebt ,adolf ,richter1 ,dingler's polyt4 ,journal 7#ahfg71 ,bd4 ,,clxxxvi p4 #cid4 #aha ,journal fr prakt4 ,chemie 7#ahfg7 ,,cii p4 #beg4 ,das spec4 ,gewicht der beigemengten ,dmpfe ist1 je nach der ,natur des dampffrmigen ,stoffes1 ein sehr verschiedenes1 und doch sind es diese ,dmpfe1 namentlich von ,benzol1 welche neben dem ,elaylgase die ,leuchtkraft des ,leuchtgases bedingen4 ,die ,methode der ,bestimmung des spec4 ,gewichtes kann daher nur dann bei der ,prfung von ,leuchtgasen ,anwendung finden1 wenn man von der analogen ,zusammensetzung der zu untersuchenden und zu vergleichenden ,gasarten 7eine ,folge der analogen ,zusammensetzung der zu ihrer ,herstellung dienenden ,kohlen7 berzeugt ist4 ,ein ,apparat1 dessen man sich zur ,bestimmung des spec4 ,gewichtes des ,leuchtgases bedient1 ist 7nach der ursprnglichen ,angabe von ,bunsen7 von ,schilling construirt worden4 ,derselbe sttzt sich auf den ,satz1 dass die spec4 ,gewichte zweier ,gase1 die unter gleichem ,drucke aus engen ,oeffnungen in dnner ,platte ausstrmen1 sich verhalten wie die ,quadrate ihrer ,ausstrmungszeiten4 #c7 ,die photometrische ,probe von ,bunsen1 ,wight1 ,desaga 7und die ,probe mit ,fr4 ,bothe's ,tangenten-,photometer71 die zur ,werthermittelung des ,leuchtgases hufig angewendet wird1 ist der hnlich1 die man zur ,prfung anderer ,leuchtmaterialien verwendet4 ,die photometrischen ,messungen leiden an grossen ,unvollkommenheiten4 ,der ,umstand namentlich1 dass die ,beschaffenheit des ,brenners von grsstem ,einflusse auf die ,lichtentwickelung beim ,brennen des ,gases ist1 macht die ,beurtheilung des ,werthes eines ,gases nach photometrischen ,bestimmungen sehr unsicher4 #d7 ,der ,gasprfer1 ein von ,erdmann im ,jahre #ahfj in die ,gastechnik eingefhrter ,apparat zur ,werthermittelung des ,leuchtgases1 ist in seiner ,handhabung sehr einfach und giebt hinreichend genaue ,resultate4 ,in den gewhnlichen ,fllen der ,prfung eines ,leuchtgases 7aus ,kohlen71 wo es sich um ,vergleichung der ,leuchtkraft verschiedener ,kohlengase oder eines ,gases aus verschiedenen ,zeiten des ,betriebes handelt1 liefert der ,gasprfer an sich schon den ,ausdruck fr den ,werth desselben2 in anderen selteneren ,fllen ist er ein vorzgliches ,mittel der ,controle fr die auf photometrischem ,wege erlangten ,daten4 ,der ,gasprfer beruht auf der ,idee1 den ,werth eines ,leuchtgases1 welcher wesentlich von der ,quantitt der in demselben vorhandenen schweren ,kohlenwasserstoffe abhngt1 zu bestimmen aus der ,menge atmosphrischer ,luft1 welche einer ,flamme von bestimmter ,grsse zugefhrt werden muss1 um ihr alle ,leuchtkraft 7alles weisse ,licht7 zu nehmen4 ,sidenote3 ,das ,gas am ,consumtionsorte4 ,das ,gas am ,consumtionsorte4 ,seitdem man in der ,gasfabrikation das ehedem gebruchliche ,verfahren1 die ,zahlung von ,seiten des ,gasconsumenten nach den einzelnen ,flammen zu erheben1 durch das weit zweckmssigere ersetzt hat1 das ,gas dem ,volumen nach an den ,consumenten abzugeben1 hat man allgemein die ,gasuhren 7,gasmesser1 ,compteurs7 eingefhrt1 mittelst deren das an einen jeden ,gasconsumenten abgegebene ,gasquantum 7nach ,kubikfussen oder ,kubikmetern7 gemessen werden kann4 ,illustration3 ,fig4 #bif4 ,illustration3 ,fig4 #big4 ,die ,gasuhren lassen sich in zwei ,abtheilungen bringen1 je nachdem man dabei ohne oder mit ,wasser oder einer anderen ,sperrflssigkeit operirt4 ,erstere1 die trockenen ,gasuhren1 in den meisten der vorgeschlagenen ,constructionen bereinstimmend mit ledernen ,blaseblgen oder anderen cylindrischen oder radfrmigen ,windgeblsen1 obgleich die ursprnglichen1 waren lange ,zeit ausser ,gebrauch gesetzt1 weil die elastischen ,wandungen und deren ,scharniere leicht die nthige ,beweglichkeit verloren1 bis sie in neuerer ,zeit 7seit #ahfg7 in verbesserter ,construction wieder auftraten und in ,frankreich gegenwrtig vielfach gebraucht werden4 ,was die nassen ,gasuhren anlangt1 so kann man wieder solche unterscheiden1 wo der ,messapparat a7 wie bei der ersten im ,jahre #ahae von ,s4 ,clegg construirten ,gasuhr und dem im ,jahre #ahfa von ,hansen beschriebenen ,gasmessapparat aus abwechselnd vertikal auf- und absteigenden ,glocken besteht1 nach ,art der grossen ,gasbehlter und wo die ,sperrflssigkeit nicht wie bei der zweiten ,art 7b7 zugleich das ,messvolumen mit bestimmt2 b7 in seinem ,haupttheil aus einer mit ,abtheilungen oder ,kammern versehenen cylindrischen ,blechtrommel besteht1 welche sich in einem grsseren metallenen ,gehuse um eine horizontale ,axe dreht 7,system der rotirenden ,trommel74 ,illustration3 ,fig4 #bih4 ,illustration3 ,fig4 #bii4 ,die nasse ,gasuhr mit rotirender ,trommel ist #ahag von ,clegg erfunden worden2 spter wurde dieselbe von ,crosley wesentlich verbessert4 ,eine derartige ,gasuhr von der gegenwrtig allgemein blichen ,construction ist in den ,figuren #bif1 #big1 #bih und #bii abgebildet4 ,sie besteht aus einem cylindrischen ,gehuse aus ,weissblech oder aus ,gusseisen1 in welchem sich eine auf einer ,welle befestigte1 vierkammerige ,trommel1 die reichlich bis zur ,hlfte im ,wasser liegt1 unter dem ,drucke des ,gases und der1 durch denselben zu gleicher ,zeit bedingten ungleichen ,wasserstnde der ,gas aufnehmenden und ,gas abgebenden ,trommelabtheilungen sich dreht1 whrend die ,axe der ,trommel eine ,zhlvorrichtung in ,bewegung setzt1 um die ,zahl der ,trommelumgnge1 somit das durchgegangene ,gas1 nach ,kubikfussen zu zhlen4 ,fig4 #big zeigt den ,apparat1 die ,deckplatte weggedacht1 welche den vorderen ,theil1 der zur ,aufnahme der ,regulirvorrichtungen bestimmt ist1 verschliesst1 ,fig4 #bih zeigt den ,apparat in der einen ,seitenansicht1 ,fig4 #bih in der anderen1 ,fig4 #bii endlich giebt einen horizontalen1 ber der ,trommelaxe angenommenen ,durchschnitt4 a ist das ,gehuse1 a' die ,trommel1 b die ,trommelaxe1 auf welcher die endlose ,schraube c befestigt ist1 die in das ,rad d eingreift und die ,anzahl der ,trommelumdrehungen durch die ,welle e auf das ,uhrwerk f bertrgt4 ,durch g tritt das ,gas in den ,kasten h1 gelangt durch das ,ventil i in den ,raum k1 durch das gebogene ,rohr l in den vorderen ,raum m der ,trommel und aus dieser in die einzelnen ,trommelabtheilungen4 ,aus den letzteren gelangt das ,gas in den ,raum n1 in welchem es sich ansammelt und geht durch das ,rohr o in die ,privatrhrenleitung ber4 i ist das ,schwimmerventil1 p der ,schwimmer1 q das ,wasserfllrohr1 r der ,wasserkasten fr berflssiges ,wasser und s die ,schraube zum ,ablassen desselben4 ,wird nun der ,hauptbahn einer ,privatrhrenleitung geffnet1 so strmt das ,gas in die ,gasuhr2 ist der ,brennerhahn geschlossen1 so bleibt die ,trommel ruhig liegen1 sobald aber ,gas consumirt wird1 rotirt die ,trommel und das ,uhrwerk registrirt das durch die ,uhr gegangene ,gas4 ,das ,uhrwerk hat eine decimale ,uebersetzung1 in der ,art1 dass das erste ,zifferblatt je #a1 das zweite je #aj1 das dritte je #ajj u4 s4 w4 ,kubikfuss ,gas registrirt1 und mithin nur die durch die ,zeiger bezeichneten ,zahlen hintereinander auszusprechen sind1 um das ,gesammtquantum des durch die ,gasuhr gestrmten ,gases auszudrcken4 ,geben z4 ,b4 die ,zeiger die ,zahlen #e1 #c1 #e1 #b und #h an1 so sind #ec1ebh ,kubikfuss ,gas durch den ,apparat gegangen4 ,alle die in neuerer ,zeit vorgeschlagenen ,vorrichtungen1 welche einen constanten ,wasserstand in der ,gasuhr herbeizufhren bestimmt sind1 werden smmtlich mehr oder minder berflssig1 sobald man zur ,fllflssigkeit nicht ,wasser1 sondern eine andere nimmt1 wie dies u4 a4 beim ,glycerin der ,fall ist1 welches ausserdem noch das ,einfrieren der ,gasuhren verhindert4 ,beim ,aufstellen derselben ist es berhaupt von ,wichtigkeit1 einen ,ort zu whlen1 an welchem keine ,gefahr fr das ,einfrieren des ,fllwassers vorhanden ist4 ,was die ,dimensionen der ,gasuhren betrifft1 so hat man grssere und kleinere1 je nach der ,anzahl der ,flammen1 fr welche sie bestimmt sind4 ,bei der kleinsten ,sorte1 welche fr drei ,flammen bestimmt ist1 betrgt der ,durchmesser der ,trommel #bg ,centimeter1 bei #aj;flammigen #de und bei #bj;flammigen #ej ,centimeter4 ,sidenote3 ,brenner4 ,die ,brenner1 aus denen das ,gas ausstrmt1 um die ,flamme zu bilden1 sind von ,eisen 7frher auch von ,messing71 ,porcellan oder ,speckstein4 ,letztere fhren den ,namen ,lavabrenner4 ,die ,brenner aus ,porcellan und ,speckstein haben vor denen aus ,eisen den ,vorzug1 dass sich die ,gasausstrmungsffnungen nie1 wie sonst bei ,metall1 durch ,oxydation verstopfen4 ,die ,form1 ,schnitt- und ,bohrweite der ,brenner muss der ,qualitt des ,gases angepasst sein4 ,je nach der ,form der ,flamme unterscheidet man ,strahl- und ,flachbrenner4 ,bei dem ,strahlbrenner strmt das ,gas aus einer 7oder drei7 senkrecht gebohrten feinen ,oeffnung aus und bildet einen ,flammenstrahl von kreisrundem ,querschnitt4 ,diese ,flammenform ist fr die ,leuchtkraft eines ,gases die unvortheilhafteste1 weil ein grosser ,theil der ausgeschiedenen ,kohlepartikelchen im ,innern der ,flamme aus ,mangel an ,sauerstoff nicht bis zum ,glhen erhitzt wird4 ,bei dem ,flachbrenner bildet sich die flache ,flamme durch einen ,schnitt 7,schnittbrenner7 oder durch zwei in den ,brenner gebohrte ,lcher1 die unter einem ,winkel gegen einander geneigt sind 7,zweiloch- oder ,manchesterbrenner74 ,die hauptschlichsten ,arten der ,gasbrenner sind folgende3 #a7 ,der ,einlochbrenner besteht aus einem kurzen1 hohlen ,cylinder1 der oben durch eine mit einem feinen ,loche versehene ,deckplatte verschlossen ist4 ,das untere ,ende ist entweder konisch abgedreht oder mit einem ,schraubengewinde versehen4 #b7 ,der ,dreilochbrenner hat die nmliche ,einrichtung wie der ,einlochbrenner1 nur ist die ,deckplatte mit drei ,oeffnungen versehen1 welche entweder ein gleichschenkliges ,dreieck bilden oder auch in einer ,linie neben einander stehen4 #c7 ,der ,schnitt- oder ,schlitzbrenner enthlt im knopffrmigen ,ende einen mit der ,sge gemachten ,einschnitt4 ,die ,flamme ist flach1 mehr breit als hoch1 und findet bei der ,strassenbeleuchtung hufige ,anwendung4 ,der ,form der ,flamme wegen nennt man diesen ,brenner auch ,fledermausflgelbrenner4 ,wenn zwei ,schnittbrenner so gegeneinander geneigt sind1 dass die beiden ,flammen sich durchdringen und eine einzige ,flamme bilden1 so hat man den ,zwillingsbrenner1 der mehr ,licht giebt1 als die beiden einzelnen ,brenner1 aus denen er besteht1 fr sich zu entwickeln vermgen4 #d7 ,der ,manchesterbrenner 7,zweilochbrenner1 ,fischschwanzbrenner7 hat statt des ,schlitzes des ,schnittbrenners zwei ,oeffnungen1 welche unter einem ,winkel von #ij gegeneinander geneigt sind1 so dass die beiden aus ihnen antretenden ,gasstrme sich gegenseitig abflachen und zu einer ,flachflamme vereinigen1 welche mit ihrer ,flche nicht in der ,ebene der beiden ,oeffnungen1 sondern rechtwinkelig zu jener liegt4 ,der ,hahnenspornbrenner1 jetzt nicht mehr blich1 enthlt im knopffrmigen ,ende #c bis #e ,oeffnungen1 die so weit von einander stehen1 dass #c oder #e getrennte ,strahlen gebildet werden4 #e7 ,bei dem ,argand'schen ,brenner1 vorzugsweise zur ,zimmerbeleuchtung sich eignend1 besteht die ,flamme aus einer kreisrunden ,reihe kleiner ,strahlen1 deren jeder aus einer besonderen ,oeffnung hervortritt4 ,der ,brenner ist ein hohler ,kranz1 der auf der oberen ,seite mit feinen ,oeffnungen versehen ist4 #f7 ,der ,dumas-,brenner gleicht dem ,argand-,brenner1 nur ist die ,flamme durch einen ,gasstrom gebildet1 welcher aus einer kreisrunden ,schnittffnung hervortritt4 ,sidenote3 ,gasleuchter4 ,die ,fortsetzung und zu gleicher ,zeit die ,endpunkte der ,gasrohrleitungen1 welche die ,gasbrenner tragen1 bilden die ,gasleuchter1 von denen man ,wandleuchter1 ,deckenleuchter 7,pendants1 ,hngeleuchter7 und transportable ,leuchter 7,schlauchlampen71 meistens durch einen ,gummischlauch mit dem ,gasrohre verbunden1 unterscheidet4 ,sidenote3 ,nebenprodukte der ,kohlengasbereitung4 ,die ,nebenprodukte der ,kohlengasbereitung1 durch deren ,verarbeitung und ,verkauf dem ,betrieb der ,fabrik wesentlich ,vorschub geleistet wird1 sind #a7 die ,koks1 #b7 das ,ammoniakwasser1 #c7 der ,theer1 #d7 der ,gaskalk1 #e7 der ,schwefel der ,laming'schen ,mischung4 ,dazu kommt noch an einigen ,orten die ,gewinnung von ,berlinerblau 7aus dem ,cyancalcium der ,laming'schen ,masse1 vergl4 ,seite #gce7 und die ,abscheidung des ,benzols aus dem ,gase 7vergl4 ,seite #feg74 ,was zunchst #a7 die ,koks 7,gaskoks7 betrifft1 so wird ber deren ,verwendung in dem ,abschnitte1 welcher von den ,brennstoffen handelt1 das ,nthige gesagt werden4 ,es sei hier nur bemerkt1 dass die durch ,vergasung der ,steinkohlen erzielten ,koks leichter und schwammiger sind als die in den ,koksfen erhaltenen und deshalb zur ,zimmerheizung ein sehr gesuchtes ,material sind4 #b7 ,das ,ammoniakwasser oder das ,condensationswasser ist im ,wesentlichen eine wsserige ,lsung von ,ammoncarbonat 7#b 7,,nh#d7b;,,co#c ,,co#b74 ,der ,gehalt an ,ammoniaksalz ist selbstverstndlich kein constanter1 derselbe hngt ab von dem ,feuchtigkeitsgrade der zur ,gasbereitung verwendeten ,steinkohlen1 dem ,stickstoffgehalte derselben und der bei der ,destillation eingehaltenen ,temperatur4 ,je grsser der ,wassergehalt der ,kohle1 desto geringer der ,gehalt des ,ammoniakwassers an ,ammoniaksalz1 je grsser der ,stickstoffgehalt der ,kohle1 desto grsser wird im ,allgemeinen die ,menge der ,ammoniaksalze sein1 die bei der ,destillation der ,kohle sich bildet4 ,die ,temperatur bei der ,destillation und deren ,dauer ist ebenfalls von ,einfluss auf die ,menge der sich bildenden ,ammoniaksalze1 je hher die ,temperatur ist und je lnger dieselbe einwirkt1 desto mehr wird der in den ,steinkohlen enthaltene ,stickstoff als ,ammoniak auftreten1 whrend er ausserdem zum ,theil als ,anilin1 ,lepidin1 ,chinolin etc41 theils als ,cyan auftritt4 ,in der ,steinkohle in dem ,zustande 7mit etwa #e ,proc4 hygroskopischem ,wasser71 wie sie in den ,gasfabriken ,anwendung findet1 ist #j1ge ,proc4 ,stickstoff enthalten4 #ajj ,kilogr4 einer solchen ,steinkohle knnen demnach im gnstigsten ,falle nur #iaj ,grm4 ,ammoniak 7,,nh#c7 liefern4 ,im ,durchschnitt hat man 7vergl4 ,seite #bef7 gefunden1 dass #a ,kubikmeter ,condensationswasser mindestens #ej ,kilogr4 trockenes ,ammonsulfat 7,,nh#db,,so#d7 giebt1 sodass zur ,herstellung von #ajj ,kilogr4 dieses ,salzes #bj ,hektoliter ,gaswasser hinreichen#ahb4 #c7 ,der ,steinkohlentheer1 vor etwa #ae ,jahren noch eine ,quelle von ,inconvenienzen fr die ,gasfabrik und deren ,adjacenten1 hat seit #aheh eine grosse industrielle ,bedeutung erlangt1 insofern er der ,ausgangspunkt einer neuen und mchtigen ,industrie1 der ,theerindustrie1 geworden ist#ahc4 ,der ,theer ist1 wie bereits ,seite #fed angefhrt wurde1 ein ,gemenge von flssigen ,kohlenwasserstoffen 7,benzol1 ,toluyl1 ,propyl7 mit festen 7,naphtalin und ,anthracen71 ferner mit ,suren 7,carbolsure1 ,kresylsure und ,phlorylsure7 und mit ,basen 7,anilin1 ,chinolin1 ,lepidin u4 s4 w472 ausserdem finden sich darin nichtflchtige ,harze und ,kohle als asphaltbildende ,bestandtheile4 ,die ,menge und ganz besonders auch die ,beschaffenheit des ,kohlentheers sind nicht nur abhngig von der ,art der ,kohle1 sondern auch von der ,art und ,strke des ,erhitzens4 ,die ,menge des ,theeres ist um so grsser1 je gleichfrmiger man erhitzt und je niedriger die dabei angewendete ,temperatur ist4 ,der ,theer wirkt in ,folge seines ,gehaltes an ,carbolsure im hohen ,grade fulnisswidrig4 ,man verwendet den ,theer zum ,anstrich von ,eisen und anderen ,metallen1 von ,mauerwerk und auch von ,holz4 ,zur ,bereitung der ,theerpappe 7,dachpappe7 werden nicht unbedeutende ,mengen von ,theer consumirt4 ,die ,anwendung des ,theeres zur ,fabrikation der ,briquetten 7,ziegel aus ,koks- oder ,kohlenklein und ,theer71 zur ,frbung von ,steingutgeschirren1 zum ,conserviren der ,bausteine etc4 sei hier nur beilufig erwhnt4 ,vor wenigen ,jahren noch suchte man den ,theer1 der sich so zu sagen wider ,willen des ,fabrikanten bei der ,gasbereitung bildet1 durch nochmaliges ,erhitzen in ,gas 7,theergas7 zu verwandeln1 ohne jedoch dabei namhafte ,vortheile zu erzielen4 ,handelt es sich um die ,verarbeitung des ,kohlentheers behufs der ,isolirung der ,bestandtheile1 so verfhrt man auf folgende ,weise3 ,zunchst befreit man den ,theer so viel als mglich von dem ,condensationswasser4 ,zu dem ,ende erhitzt man den ,theer lngere ,zeit bei einer ,temperatur von #hj-ajj in einer ,blase von starkem ,eisenblech1 die mit ,hut- und ,khlvorrichtung versehen ist1 um die mit den ,wasserdmpfen bergehenden leichten ,kohlenwasserstoffe zu verdichten4 ,nach #cfstndigem ,erhitzen ist der ,theer entwssert und es wird zur ,destillation desselben geschritten4 ,da die flchtigen ,produkte nur geringe latente ,wrme besitzen1 so muss die ,destillirblase so niedrig als mglich sein4 ,der ,helm muss sorgfltig gegen jede ,abkhlung geschtzt sein4 ,die ,blase ist an ihrem unteren ,theile mit einem ,hahn versehen1 durch welchen nach beendigter ,destillation das geschmolzene ,pech abgelassen wird4 ,in gewissen ,fllen ist es von ,vortheil1 auf die ,erzeugung von ,pech und ,asphalt zu verzichten und die ,destillation so weit als mglich zu treiben4 ,der ,boden der ,blase wird in diesem ,falle bis zum ,dunkelrothglhen erhitzt und es bleibt eine porse und glnzende ,kohle zurck1 die nach dem ,erkalten von der ,blase leicht entfernt werden kann4 ,eine ,destillation von #gej-hjj ,kilogr4 ,theer nimmt ungefhr #ab-ae ,stunden in ,anspruch4 ,bei ,beginn der ,destillation muss vorsichtig erhitzt werden1 damit der ,theer nicht in lebhaftes ,sieden gerth4 ,in einigen ,fabriken lsst man in dieser ,periode einen bis auf #aaj-aab erhitzten ,strom von ,wasserdmpfen durch den ,theer gehen1 um die ,dampfbildung der leichten ,theerle zu befrdern4 ,letztere erscheinen nach ihrer ,verdichtung als ein farbloses1 leicht bewegliches ,fluidum von #j1ghj spec4 ,gewicht1 welches nach und nach bis auf #j1hcj sich steigert4 ,die mittlere ,dichte dieses ,produktes ist #j1hcj4 ,es bildet das leichte ,theerl4 ,das schwere ,steinkohlentheerl geht von #bjj an ber4 #ahb ,eine ,tonne ,kohlen von ,newcastle liefert gegen #de ,liter ,condensationswasser1 von welchem #a ,liter #gd-ha ,grm4 ,ammonsulfat giebt4 #ahc ,vergl4 ,g4 ,lunge1 ,die ,destillation des ,steinkohlentheers1 ,braunschweig #ahfg4 ,das leichte ,theerl wird nochmals destillirt und das ,destillat zuerst mit concentrirter ,schwefelsure1 dann mit ,natronlauge behandelt und endlich zum dritten ,male rectificirt4 ,durch die ,behandlung mit ,schwefelsure sollen die vorhandenen basischen ,krper 7,ammoniak1 ,anilin7 und das ,naphtalin entfernt werden1 whrend durch die ,natronlauge die vorhandene ,carbolsure gebunden wird4 ,die ,menge der anzuwendenden ,schwefelsure betrgt #e ,proc4 vom ,gewicht des ,theerles1 die ,menge der ,natronlauge von #a1chb spec4 ,gew4 7 #dj ,b47 etwa #b ,proc4 ,die so erhaltene ,flssigkeit ist und bleibt an der ,luft farblos und bildet das ,benzol oder ,benzin des ,handels1 ein ,gemenge verschiedener ,krper1 in welchem ,benzol1 ,toluol und ,xylol die ,hauptbestandtheile ausmachen4 ,es wird 7vergl4 ,s4 #feg7 in ,nitrobenzol bergefhrt1 welches den ,ausgangspunkt zur ,darstellung vieler ,theerfarben bildet4 ,das kufliche ,benzin 7,naphta71 von welchem in den meisten ,fllen das eigentliche ,benzol bereits getrennt ist1 wird in der ,technik vielfach anstatt des ,terpentinles als ,lsungsmittel von ,harzen1 ,fetten1 ,oelen1 ,kautschuk1 ,guttapercha1 zum ,carburiren des ,leuchtgases1 als ,schmiermittel u4 dgl4 angewendet4 ,in ,england unterscheidet man ,carburirnaphta1 ,auflsungsnaphta und ,brennnaphta2 letztere findet wie das ,petroleum als ,leuchtstoff in ,lampen ,anwendung4 ,aus dem rohen leichten ,theerle1 namentlich aus dem bei der ,destillation des ,theeres zuerst bergegangenen ,antheil1 setzt sich beim ,abkhlen bis auf -#aj ,naphtalin ab1 welches1 wie ,seite #ffe gesagt worden ist1 zur ,herstellung von rothen1 violetten1 blauen und gelben ,farbstoffen 7,naphtalinfarben71 ausserdem auch seit einigen ,jahren zur ,fabrikation von ,benzosure ,verwendung findet4 ,das schwere ,theerl wird auf hnliche ,weise wie das leichte ,theerl durch successive ,behandlung mit concentrirter ,schwefelsure und mit ,natronlauge gereinigt1 durch ,rectification ber ein ,gemenge von ,eisenvitriol und ,kalk von den widrig riechenden geschwefelten ,verbindungen befreit und durch fractionirte ,destillation1 indem man die zwischen #aej und #bjj bergehenden ,antheile fr sich auffngt1 daraus die ,phenole oder das ,steinkohlenkreosot 7ein ,gemenge von ,carbol- oder ,phenylsure1 ,kresylsure und ,phlorylsure7 darstellt1 welches das ,material ist zur ,bereitung der ,carbolsure 7vergl4 ,seite #ffc7 und der ,pikrinsure 7vergl4 ,seite #ffd71 ferner blauer und rother ,farben1 ausserdem auch zum ,conserviren von ,holz1 von anatomischen ,prparaten1 von gerbstoffhaltigen ,extracten u4 s4 f4 ,anwendung findet4 ,lunge erhielt aus einer ,tonne ,theer 7 #bj-a_/d ,ctr4 ,zollgewicht7 #ejprocentiges ,benzol #b1hh ,gallons #ac ,liter ,beste ,naphta #b1fi #ab ,brennnaphta #c1ea #ae1h ,kreosotl #hc1be #c1gd ,hektoliter ,ammoniakwasser #c1j #ac1e ,liter und #aa-c_/d ,ctr4 ,pech4 ,der knstliche ,asphalt 7deutscher ,asphalt1 ,theerpech7 wird in grosser ,menge in der ,firniss- und ,lackfabrikation benutzt1 ausserdem zur ,herstellung des ,asphaltpflasters4 ,seit #ahfi isolirt man aus dem ,kohlentheer das zur ,alizarinbildung dienende ,anthracen in grsster ,menge 7vergl4 ,seite #ffg74 -- ,den ,asphalt sowol als auch die schweren ,theerle wendet man gegenwrtig nicht selten zur ,darstellung von ,lampenruss an4 #d7 ,der ,gaskalk findet in ,folge seines ,gehaltes an ,calciumsulfhydrat zum ,kalken der ,hute in der ,gerberei1 wegen seines ,cyancalcium- und ,schwefelcyancalciumgehaltes zur ,bereitung von ,berlinerblau und ,schwefelcyanprparaten ,anwendung4 #e7 ,der in der ,laming'schen ,mischung sich findende ,schwefel dient 7wie ,seite #bag errtert wurde7 an vielen ,orten zur ,darstellung von ,schwefelsure1 die somit unter den ,nebenprodukten der modernen ,gasfabrikation gleichfalls zu nennen ist4 ,vortheilhafter mchte es sein1 den freien ,schwefel aus der ,masse durch ,aussaigern mit ,wasserdmpfen von #acj zu gewinnen4 ,auch die ,extraction der ,masse mit ,theerl1 welches den freien ,schwefel lst1 ist mit ,erfolg zur ,abscheidung des ,schwefels aus der ,laming'schen ,mischung in ,anwendung gebracht worden4 ,sidenote3 ,zusammensetzung des ,kohlengases4 ,als ,beispiele der ,zusammensetzung des gereinigten ,kohlengases seien folgende ,analysen angefhrt4 #ajj ,raumtheile enthalten3 ,i4 ,,ii4 ,,iii4 ,,iv4 ,v4 ,,vi4 ,,vii4 ,wasserstoff #dd1jj #da1cg #ci1hj #ea1bi #ej1jh #df1j #bg1g ,methylwasserstoff #ch1dj #ch1cj #dc1ab #cf1de #ce1ib #ci1e #ej1j ,kohlenoxyd #e1gc #e1ef #d1ff #d1de #e1jb #g1e #f1h ,elayl #d1ac #e1jj #d1ge #d1ia #e1cc #c1h #ac1j ,ditetryl #c1ad #d1cd ,stickstoff #d1bc #e1dc #d1fe #a1da #a1hi #j1e #j1d ,sauerstoff -- -- -- #j1da #j1ed -- -- ,kohlensure #j1cg -- #c1jb #a1jh #a1bb #j1g #j1a ,wasserdampf -- -- -- -- -- #b1j #b1j ,i und ,,ii ,kohlengas von ,heidelberg1 ,,iii ,kohlengas von ,bonn1 analysirt von ,h4 ,landolt1 ,,iv und ,v ,kohlengas von ,chemnitz1 analysirt von ,wunder1 ,,vi ,londoner ,kohlengas 7#ahfg71 ,,vii ,londoner ,cannelgas 7#ahfg74 ,sidenote3 ,holzgas4 ,,ii4 ,das ,holzgas4 ,wie ,seite #gbd angefhrt wurde1 beschftigte sich der franzsische ,ingenieur ,lebon schon im ,jahre #agii mit der ,darstellung von ,leuchtgas aus ,holz und construite seine ,thermolampe4 ,dieser ,licht und ,wrme spendende ,apparat konnte aber nirgends sich behaupten und wurde schnell berall wieder verlassen1 wo er eingefhrt worden war1 hauptschlich wohl aus dem ,grunde1 weil das ,leuchtvermgen des darin verbrannten ,gases ein schwaches war und mit dem ,kohlengase1 welches bald nachher auftauchte1 nicht entfernt concurriren konnte4 ,es ist kein einziger ,fall bekannt1 dass das ,holzgas ,lebon's an irgend einem ,orte zur regelmssigen ,beleuchtung benutzt worden wre4 ,dumas bezeichnet dies vollkommen richtig1 wenn er hervorhebt1 dass die ,thermolampe keinen ,erfolg haben knnte1 sei es nun der schwierigen ,behandlung oder des schwachen ,lichtes wegen1 welches dieselbe erzeugte2 die darin gebildeten ,gase seien nur ,grubengas und ,kohlenoxydgas1 die bekanntlich beide ein nur schwaches ,leuchtvermgen besitzen4 #ahdi wurde ,m4 v4 ,pettenkofer in ,mnchen veranlasst1 die ,versuche zur ,fabrikation des ,leuchtgases aus ,holz wieder aufzunehmen4 ,er fand dabei vollkommen besttigt1 was ,dumas angiebt1 dass nmlich bei der ,temperatur der ,verkohlung des ,holzes nur solche ,gase entstehen1 welche zu ,beleuchtungszwecken keine ,verwendung finden knnen1 weil ausser ,kohlensure und ,kohlenoxyd nur ,methylwasserstoffgas1 aber keine schweren ,kohlenwasserstoffe sich bilden4 ,werden aber die bei der ,verkohlung des ,holzes sich bildenden ,dmpfe noch weiter erhitzt1 so entsteht eine grssere ,menge ,gas und es gehen ,zersetzungen unter ,bildung schwerer ,kohlenwasserstoffe vor sich1 so dass das ,holzgas reicher daran ist1 als das ,kohlengas4 ,wahrscheinlich wre es lngst schon gelungen1 aus ,holz ein leuchtendes ,gas darzustellen1 da die ,dmpfe aus demselben schon bei sehr niedriger ,temperatur1 nmlich schon bei #aej sich bilden4 ,aus ,steinkohlen entwickeln sich bei dieser ,temperatur weder ,gas noch ,dmpfe4 ,um den ,process bei der ,bildung des ,leuchtgases aus ,holz genau zu verstehen1 hat man zunchst zu unterscheiden zwischen jener ,temperatur1 bei welcher ,holz in ,kohle und in ,dmpfe zerlegt wird -- ,temperatur der ,verkohlung -- und zwischen derjenigen ,temperatur1 bei welcher die entstandenen ,dmpfe zu permanentem ,leuchtgas zerlegt werden4 ,aus ,steinkohlen 7,harz und ,oel7 wird in den gewhnlichen ,retorten der ,gasfabriken deshalb sofort ein brauchbares ,leuchtgas erhalten1 weil die ,dmpfe bei ihrer ,bildung schon eine weit hhere ,temperatur besitzen1 als die aus ,holz sich entwickelnden ,dmpfe1 demnach nur wenig noch hher erhitzt zu werden brauchen1 um in ,leuchtgas bergefhrt zu werden oder1 mit anderen ,worten1 weil die ,temperaturen der ,verkohlung und ,leuchtgasbildung sich viel nher liegen als bei dem ,holz4 ,die fr die ,gasbereitung aus ,kohlen geeigneten ,apparate sind deshalb auch bei weitem nicht ausreichend1 um ,holzgas darzustellen4 ,von den in dem ,holztheer sich vorfindenden kohlen- und wasserstoffreichen ,krpern haben einige fr sich einen weit hheren ,siedepunkt 7#bjj-bej71 bei dem sie sich1 ohne chemische ,zersetzung zu erleiden1 destilliren lassen1 als diejenige ,temperatur ist1 bei welcher sie aus dem ,holze entstehen4 ,in ihnen hauptschlich ruht die ,leuchtkraft und es mssen dieselben durch noch hhere ,temperatur zu kohlenstoffreichen permanenten ,gasen zersetzt werden4 ,bei der ,holzgasbereitung hat man einen ,raum fr die ,zersetzung des ,holzes1 d4 h4 eine ,retorte von der ,form der gewhnlichen ,gasretorten1 und neben diesem ,raum oder dieser ,retorte einen zweiten ,raum1 den ,generator1 fr die ,zersetzung der primitiv entstehenden ,dmpfe zu ,leuchtgas4 ,zu dem ,ende umgab man anfangs die ,retorte1 in welcher das ,holz verkohlt wurde1 mit glhend erhaltenen ,rhren1 in denen die ,dmpfe behufs ihrer ,umwandlung in ,leuchtgas hin- und hergehen mussten2 gegenwrtig hat man aber allgemein diese complicirten ,retorten verlassen und bedient sich einfacher1 aber grosser ,retorten4 ,dieselben sind im ,verhltniss zu einer ,ladung ,holz 7 #fj ,kilogr47 sehr gerumig1 mit ,leichtigkeit wrden sie die dreifache ,holzmenge fassen2 sie bieten deshalb den ,holzdmpfen eine hinlnglich grosse glhende ,flche dar4 ,es ist kein grosser ,unterschied in der ,quantitt und ,qualitt des ,gases1 wenn man verschiedene ,holzarten zur ,destillation verwendet2 was den ,unterschied in der ,menge betrifft1 so ergiebt sich derselbe aus ,untersuchungen von ,w4 ,reissig1 welcher ,aspenholz 7#a71 ,lindenholz 7#b71 ,lrchenholz 7#c71 ,weidenholz 7#d71 ,tannenholz 7#e7 und ,fichtenholz 7#f7 zur ,holzgasbereitung benutzte3 #ej ,kilogr4 7#a7 gaben an gereinigtem ,gas #eib ,kubikfuss #ej 7#b7 #fbj-fdj #ej 7#c7 #eej #ej 7#d7 #ffj #ej 7#e7 #fdh #ej 7#f7 #efd und #i1i ,kilogr4 ,kohle #i-aa #ab1e #i1j #i1e #i1b ,das ungereinigte ,gas enthlt grosse ,mengen von ,kohlensure1 wie folgende von v4 ,pettenkofer ausgefhrte ,analyse von ,holzgas aus mglichst harzfreiem ,fichtenholze zeigt3 ,schwere ,kohlenwasserstoffe #f1ia ,methylwasserstoff #aa1jf ,wasserstoff #ae1jg ,kohlensure #be1gb ,kohlenoxyd #dj1ei ,in #a ,vol4 der schweren ,kohlenwasserstoffe waren #b1hb ,vol4 ,kohlenstoffdampf4 ,die ,kohlensure wird aus dem rohen ,gase durch ,kalkhydrat sorgfltig entfernt4 ,das gereinigte ,holzgas ist nach ,reissig's ,untersuchungen folgendermaassen zusammengesetzt3 7#a7 7#b7 7#c7 7#d7 ,schwere ,kohlenwasserstoffe #g1bd #g1hf #i1jj #g1cd ,wasserstoffgas #ca1hd #dh1fg #bi1gf #bi1fj ,leichter ,kohlenwasserstoff #ce1cj #ba1ag #bj1if #bd1jb ,kohlenoxydgas #be1fb #bb1cj #dj1bh #ci1jd ------------------------------ #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj #ajj1jj ,sidenote3 ,betrieb der ,holzgasfabrikation4 ,ueber den ,betrieb der ,holzgasfabrikation mgen folgende ,bemerkungen gengen4 ,das zur ,destillation zu verwendende ,holz -- ,fhren- und ,tannenholz -- wird in eine ,trockenkammer1 die hinter dem ,retortenofen liegt und vom ,boden aus durch den aus dem ,ofen in einen ,kanal strmenden ,rauch erwrmt wird1 gebracht und darin #bd ,stunden lang gelassen4 ,die ,retorte wird mit #ej-fj ,kilogr4 ,holz beschickt und wie gewhnlich verschlossen4 ,in #a-a_/b ,stunden ist die ,destillation beendigt1 und man erhlt nach ,entfernung der ,kohlensure durch ,kalk mindestens circa #af ,kubikmeter 7nahezu #fjj ,kubikfuss7 leuchtendes ,gas4 ,an vielen ,orten1 wo die ,holzgasbereitung eingefhrt ist1 zieht man es neuerdings vor1 mit dem ,holze zugleich eine gewisse ,menge schottischer ,bogheadkohle oder bhmischer ,blattelkohle zu destilliren4 ,sidenote3 ,holzgasbrenner4 ,ein wichtiger ,punkt ist bei dem ,holzgase die ,grsse der ,oeffnungen an den ,brennern1 da das spec4 ,gewicht des ,holzgases durchschnittlich nicht unter #j1gj betrgt1 whrend das des ,steinkohlengases in der ,regel nicht #j1e erreicht4 ,diese ,verhltnisse sind von ,wichtigkeit fr die ,form und den ,umfang des ,flammenkrpers4 ,je leichter das ,gas1 desto leichter die ,ausstrmung und ,ausdehnung in der ,luft1 je schwerer dasselbe1 desto trger das ,ausstrmen und ,aufsteigen in der ,luft4 ,ein leichteres ,gas wird beim ,ausstrmen die umgebende ,luft weder durchschneiden und trennen1 whrend ein schwereres ,gas sich im ,verhltniss mit der atmosphrischen ,luft der ,umgebung mehr reiben und mischen wird4 ,damit diese ,mischung mit ,luft nicht einen der ,leuchtkraft nachtheiligen ,grad erreiche1 muss die ,oeffnung an den ,holzgasbrennern wesentlich breiter sein als bei ,kohlengas4 ,holzgas1 aus ,kohlengasbrennern1 die fr einen stndlichen ,verbrauch von #gj-ajj ,liter 7#c-d ,kubikfuss7 berechnet sind1 unter etwas starkem ,drucke verbrannt1 giebt in der ,regel eine kaum leuchtende ,flamme1 whrend das nmliche ,gas aus ,brennern mit weiten ,oeffnungen gebrannt1 eine ,leuchtkraft entwickelt1 welche die des gewhnlichen ,steinkohlengases bertrifft4 ,nach ,versuchen1 die im ,jahre #ahee von v4 ,liebig und ,steinheil angestellt wurden1 ergab sich als ,resultat fr #d-a_/b engl4 ,kubikfuss per ,stunde ,steinkohlengas #aj1hd ,normalwachskerzen1 ,holzgas #ab1ib ,demnach ist das ,verhltniss der ,leuchtkraft bei beiden ,gasen durchschnittlich ,holzgas 3 ,kohlengas #f 3 #e4 ,die ,vortheile der ,holzgasbereitung liegen auf der ,hand4 ,die ,holzverkohlung ist zum ,beleuchtungsgeschft herangezogen worden1 und der weiteren ,bedingung1 der ,billigkeit1 gengt das ,holzgas lediglich dadurch1 dass es mit einem werthvollen und leicht verwerthbaren ,produkt1 der ,holzkohle1 entsteht4 ,das ,holz liefert fr gleiches ,gewicht weit mehr ,gas und dieses in betrchtlich krzerer ,zeit als die ,steinkohle1 whrend die ,leuchtkraft zu ,gunsten des ,holzgases steht4 ,ein wichtiger ,vorzug des ,holzgases ist ferner die gnzliche ,abwesenheit von ,ammoniak und von ,schwefelverbindungen1 so dass bei seiner ,verbrennung niemals schweflige ,sure sich bilden kann4 ,bei ,vergleichung der ,herstellungskosten des ,steinkohlengases mit denjenigen des ,holzgases hat sich die ,thatsache herausgestellt1 dass berall1 wo ein ,centner ungeflsstes ,nadelholz wohlfeiler zu haben ist als ein ,centner zum ,vergasen taugliche ,steinkohle1 die ,beleuchtung mit ,holzgas als die vortheilhaftere sich empfiehlt4 ,auch das ,anlagecapital und dessen ,verzinsung sprechen zu ,gunsten der ,holzgasbeleuchtung4 ,holzgasapparate nehmen ferner weniger ,raum in ,anspruch als ,kohlengasapparate und namentlich sind viel weniger ,retorten nothwendig1 da die ,destillation des ,gases aus ,holz ausserordentlich schnell vor sich geht4 ,eine ,retorte liefert in #bd ,stunden an ,holzgas #aj1jjj ,kubikfuss1 an ,steinkohlengas #djjj ,kubikfuss4 ,als ein ,nachtheil der ,holzgasbeleuchtung sind der grosse ,verbrauch an ,reinigungsmaterial1 an ,kalk1 sowie die grossen ,kosten fr ,vorbereitung desselben anzufhren4 ,der ,holztheer 7#b ,proc4 vom ,gewicht des getrockneten ,holzes7 und der ,holzessig 7#ajj ,th4 ,holz geben #j1e-j1ge ,th4 trocknes ,calciumacetat7 werden so gut als es die ,localitt gestattet1 verwerthet1 ersterer in einigen ,gasfabriken1 wo es an einer geeigneten ,verwendung fehlt1 auch unter den ,retorten verfeuert4 ,sidenote3 ,torfgas4 ,,iii4 ,das ,torfgas4 ,wenn man ,torf der trockenen ,destillation unterwirft1 so erhlt man genau so wie bei der ,steinkohle ,gas1 wsseriges ,destillat1 ,theer und ,kohle 7,torfkohle71 so erhielt z4 ,b4 ,vohl bei der ,destillation eines lufttrockenen ,torfes 7,moortorf eines ,hochmoores im ,canton ,zrich7 aus #ajj ,theilen ,gas #ag1fbe ,theer #e1cge ,wsseriges ,destillat #eb1jjj ,kohle #be1jjj ------- #ajj1jjj ,die ,produkte der trocknen ,destillation des ,torfes sind3 ,flssige und feste ,turfol von #j1hbj spec4 ,gewicht ,kohlenwasserstoffe ,schweres ,oel 7,schmierl7 von #j1hhe spec4 ,gewicht ,paraffin ,kohlensure ,ammoniak ,schwefelwasserstoff ,aethylamin ,cyanwasserstoffsure ,basen ,picolin ,suren ,essigsure ,lutidin ,propionsure ,anilin ,buttersure ,caespitin ,valeriansure ,carbolsure ,schwere ,kohlenwasserstoffe ,gasfrmige ,produkte ,leichter ,kohlenwasserstoff ,wasserstoffgas ,kohlenoxyd ,der ,torfgaserzeugungsapparat ist der bei der ,holzgasfabrikation gebruchliche4 ,w4 ,reissig1 welcher sich lngere ,zeit mit ,versuchen ber die ,fabrikation von ,torfgas beschftigte1 wendete ,specktorf aus der ,umgegend von ,mnchen an1 der sehr wenig ,asche und #ad-ae ,proc4 ,wasser enthielt4 ,im ,durchschnitt gab #a ,ctr4 7bayerisch7 #dbf ,kubikfuss 7bayerisch7 ,gas 7#ej ,kilogr4 ,torf entsprechen #ccg engl4 ,kubikfuss74 ,die ,gasentwickelung geht im ,anfange wie bei ,holz rasch vor sich1 doch nimmt sie gleichmssiger und stetiger ab als bei diesem4 ,aus ,reissig's ,versuchen und ,analysen ergiebt sich1 dass das ,torfgas von vorzglicher ,gte hergestellt werden kann4 ,gereinigtes ,torfgas zeigte sich zusammengesetzt aus ,i4 ,schweren ,kohlenwasserstoffen #i1eb ,leichtem ,kohlenwasserstoffgas #db1fe ,wasserstoffgas #bg1ej ,kohlenoxydgas #bj1cc ,kohlensure und ,schwefelwasserstoff ,spuren ------ #ajj1jj ,die ,analyse eines anderen1 mit vorzglichem ,torfe bereiteten ,gases gab ,,ii4 ,schwere ,kohlenwasserstoffe ,elayl #i1eb ,ditetryl #c1fd #ac1af ,leichtes ,kohlenwasserstoffgas #cc1jj ,wasserstoffgas #ce1ah ,kohlenoxydgas #ah1cd ,kohlensure und ,schwefelwasserstoff #j1jj ,stickstoff #j1cb ------ #ajj1jj ,sidenote3 ,wassergas4 ,,iv4 ,das ,wassergas4 ,das ,verfahren zur ,erzeugung des ,wassergases besteht im ,wesentlichen darin1 dass man ,wasserdmpfe durch eiserne oder thnerne ,retorten strmen lsst1 die mit glhender ,holzkohle oder mit glhendem ,koks gefllt sind4 ,das ,wasser zersetzt sich in ,berhrung mit der glhenden ,kohle und bildet ein ,gasgemenge1 welches aus ,wasserstoffgas1 ,kohlenoxydgas1 ,kohlensure und geringen ,mengen von ,sumpfgas besteht4 ,das von der ,kohlensure durch ,kalk befreite ,gas1 wesentlich aus ,kohlenoxyd und ,wasserstoff bestehend1 ist1 obgleich nicht leuchtend1 doch zu ,beleuchtungszwecken verwendet worden1 indem man #a7 wie nach dem ,verfahren von ,gengembre und ,gillard1 an die ,brennermndungen kleine ,platincylinder bringt1 welche in der ,flamme bald weissglhend werden und derselben ,leuchtkraft ertheilen2 #b7 es mit kohlenstoffreichen ,dmpfen imprgnirt4 ,letzterer ,fall ist der gewhnlichere4 ,die ihm zu ,grunde liegende ,idee rhrt von ,jobard in ,brssel 7#ahcb7 her4 ,die ,angaben ber die ,zusammensetzung des ,wassergases sind sehr verschieden1 so sagen ,jacquelain und auch ,gillard1 dass das von ihnen erhaltene ,gas ein ,gemenge von ,wasserstoff mit ,kohlensure sei1 welches1 durch ,kalk von der ,kohlensure befreit1 im ,wesentlichen aus ,wasserstoffgas bestehe1 ,andere geben1 und zwar mit grsserem ,rechte1 an1 dass ihr ,gas ,kohlenoxyd und ,wasserstoff enthalte4 ,mit der letzteren ,ansicht stimmen die ,resultate von ,langlois berein4 ,zur ,bildung von #a ,molek4 ,kohlenoxydgas ist das ,vorhandensein von #a ,molek4 ,wasserdampf erforderlich1 dessen ,wasserstoff frei gemacht wird3 ,c ,h#b,o ,,co ,h#b4 ,begegnet nun in noch hherer ,temperatur als bei der zu dem vorstehenden ,vorgange erforderlichen ,dunkelrothglhhitze dem ,kohlenoxydgase abermals ,wasserdampf1 so entzieht -- wie dies ,verver experimentell besttigt hat -- unter gnstigen ,umstnden das ,kohlenoxydgas dem ,wasserdampf wiederum dessen ,sauerstoff1 um sich damit zu ,kohlensuregas zu vereinigen1 whrend ein neuer ,antheil von ,wasserstoffgas frei wird3 ,,co ,h#b,o ,,co#b ,h#b4 ,nur in dem ,falle1 dass die entstandene ,kohlensure dem ,gaserzeugungsapparate nicht schnell genug entzogen wird1 sondern einige ,zeit mit glhenden ,kohlen in ,contact gelassen wird1 kann die ,rckbildung von ,kohlenoxyd unter ,verwendung eines neuen ,kohlenstoffquivalents erfolgen4 ,das ,wassergas hat eine grosse ,zukunft6 ,sidenote3 ,gillard's ,gas4 ,platingas von ,gillard4 ,im ,jahre #ahdf errichtete ,gillard zu ,passy bei ,paris eine ,gasanstalt1 in welcher ,wasserstoffgas1 durch ,zersetzen des ,wassers erhalten1 zu ,beleuchtungszwecken dargestellt wurde4 ,das anfnglich zu ,grunde gelegte ,princip bestand in der ,zersetzung von ,wasserdmpfen in einer mit ,eisendraht gefllten1 glhenden ,gasretorte1 aber mit einer ,einrichtung1 welche es ermglichte1 den oxydirten und dadurch unwirksam gewordenen ,draht sofort und zur ,stelle wieder wirksam zu machen4 ,grosse ,schwierigkeiten veranlassten jedoch ,gillard1 dieses ,system gegen ein anderes zu vertauschen und zwar gegen die ,zersetzung des ,wasserdampfes vermittelst ,hindurchleiten durch eine ,retorte mit glhenden ,kohlen4 ,man reinigt das so erhaltene kohlensurereiche ,gas1 indem man es ber krystallisirtes ,natriumcarbonat leitet1 welches dadurch in ,bicarbonat bergeht4 ,das ,gas strmt durch einen ,argandbrenner mit sehr vielen kleinen ,lchern aus2 die ,flamme ist mit einem ,netzwerk von mssig feinem ,platindraht umgeben1 welches in kurzer ,zeit in's ,weissglhen kommt und dadurch die ,gasflamme leuchtend macht4 ,in ,paris nennt man dieses ,gas ,platingas 7gaz-platine74 ,es ist vllig rein1 geruchlos und verbrennt begreiflicherweise ohne ,russ4 ,aus diesem ,grunde namentlich ist es in den ,werksttten und ,magazinen von ,christofle u4 ,co4 in ,paris eingefhrt4 ,seine ,leuchtkraft ist grsser als die des ,kohlengases 7das ,verhltniss ist nach ,girardin wie #acj 3 #abg74 ,die ,schnheit der ,flamme lsst nichts zu wnschen brig1 da die grosse ,bestndigkeit und ,unbeweglichkeit des ,lichtes diese ,art der ,beleuchtung zu einer hchst angenehmen macht1 indem es ja ein zur ,weissglut gebrachter fester ,krper ist1 welcher das ,licht ausstrahlt1 aber keine unruhige flackernde ,flamme1 wie solche das gekohlte ,leuchtgas liefert#ahd4 ,nach der ,angabe von ,verver brauchte man in ,narbonne zur ,produktion von #a ,kubikmeter ,gas #j1cb ,kilogr4 ,holzkohle und zur ,heizung #a1da ,kilogr4 ,steinkohle4 #ahd ,ueber das ,wassergas und seine hohe ,bedeutung hat unlngst ,c4 ,schinz 7,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfi p4 #gca7 eine beachtenswerthe ,abhandlung verffentlicht4 ,sidenote3 ,carburirtes ,wassergas4 ,carburirtes ,wassergas4 ,faraday wies1 bei ,gelegenheit seiner ,untersuchung ber das ,oel1 welches beim ,comprimiren des aus ,oel dargestellten ,leuchtgases sich bildet1 nach1 dass wenn ,grubengas1 das an sich wenig leuchtet1 mit diesem ,oel in ,berhrung kommt1 dasselbe mit stark leuchtender ,flamme brennt4 ,lowe griff diese ,beobachtung auf und machte bereits #ahcb den ,vorschlag1 gewhnliches ,kohlengas zur ,vermehrung seiner ,leuchtkraft mit ,dmpfen von ,theerl oder von ,petroleum zu imprgniren2 zu gleicher ,zeit lehrte er mit ,hlfe von ,wasserdmpfen und ,koks ein ,gemenge von ,kohlenoxyd und ,wasserstoffgas zu erzeugen1 welches durch die ,dmpfe der genannten ,kohlenwasserstoffe in ,leuchtgas bergefhrt wurde4 ,spter hat ,jobard in ,brssel diesen ,gegenstand wieder aufgenommen und das ,resultat seiner ,versuche dem franzsischen ,ingenieur ,selligue mitgetheilt1 welcher durch frhere ,versuche 7seit #ahcc7 ber den nmlichen ,gegenstand grndlich vorbereitet1 die ,sache mit ,eifer angriff und zuerst das gekohlte ,wassergas zur ,beleuchtung im ,grossen verwendete4 ,zum ,kohlen des ,wassergases wendete ,selligue ,schieferl an1 welches durch trockene ,destillation aus bituminsem ,mergelschiefer auf dieselbe ,weise gewonnen wird1 nach der man heutzutage noch zu ,reutlingen und anderen ,orten das ,schieferl gewinnt4 ,zu dem ,gasapparate von ,selligue gehrt eine ,batterie von drei ,retorten1 welche bestndig im ,rothglhen erhalten werden4 ,zwei dieser ,retorten sind mit ,kohle angefllt4 ,ein ,wasserdampfstrom tritt in die erste ,retorte ein und bildet hier ,kohlenoxyd und ,wasserstoffgas2 in der zweiten ,retorte wird die ,zersetzung vervollstndigt und die vorher entstandene ,kohlensure zu ,kohlenoxyd reducirt 7ganz entgegengesetzt dem heutzutage bei der ,bereitung des ,wassergases blichen ,verfahren1 nach welchem man das ,kohlenoxyd mglichst vollstndig zu ,kohlensure zu oxydiren sucht74 ,das glhende ,gemenge von ,kohlenoxyd und ,wasserstoff tritt in die letzte ,retorte1 wo es das in ,zersetzung begriffene ,schieferl trifft2 diese ,retorte enthlt bis zu #b_/c ihrer ,hhe eine eiserne ,kette1 um die ,heizflche zu vermehren4 ,ein continuirlicher ,strom von ,schieferl 7auf #aj1jjj ,liter ,gas rechnet man #e ,kilogr4 ,oel7 rinnt von oben in die ,retorte herab1 wo es sofort zersetzt und mit dem ,gemenge von ,kohlenoxyd und ,wasserstoff in ,wechselwirkung gebracht wird4 ,ein ,gasofen mit sechs ,retorten 7zusammen von #f ,kubikmeter ,capacitt7 giebt nach ,selligue in #bd ,stunden #bd1jjj bis #bh1jjj ,hektoliter ,leuchtgas1 wobei consumirt werden #abca ,kilogr4 ,schieferl nebst #djj ,kilogr4 ,holzkohle als ,gasmaterial und #af ,hektoliter ,steinkohle zum ,heizen4 ,aus dem ,selligue'schen ,verfahren sind die folgenden ,methoden hervorgegangen3 #a7 ,der ,white'sche ,process oder der ,hydrocarbonprocess1 nach welchem aus ,wasserdmpfen und ,kohle dargestelltes ,wassergas mit einem ,antheil unzersetzten ,wasserdampfes gemischt1 durch eine ,retorte geht1 in welcher man nach dem frheren ,verfahren ,harz1 nach dem neueren ,cannel- und ,bogheadkohle der trocknen ,destillation unterwirft2 #b7 das ,verfahren von ,leprince1 welches das ,gaz mixte de ,leprince liefert1 ist im ,wesentlichen nichts weiter als der verbesserte ,white'sche ,process4 ,die ,zersetzungsprodukte von ,wasserdmpfen und ,koks gehen mit ,wasserdmpfen gemischt bei der geeigneten ,temperatur 7in der nmlichen ,retorte7 ber ,steinkohle2 #c7 das ,verfahren von ,isoard1 nach welchem berhitzte ,wasserdmpfe mit ,steinkohlentheer zusammengebracht werden2 #d7 nach der ,methode von ,baldamus und ,grne werden der ,wasserdampf und der flssige ,kohlenwasserstoff zu gleicher ,zeit in dem nmlichen ,raume zersetzt2 #e7 das ,verfahren von ,kirkham u4 ,a41 nach welchem ,wassergas 7auf gewhnliche ,weise durch ,zersetzen von ,wasserdampf durch glhende ,kohle in einem von ihm construirten ,apparate dargestellt7 einfach durch ,imprgniren mit ,dmpfen flssiger ,kohlenwasserstoffe 7,benzol1 ,photogen1 ,petroleum1 ,naphta7 leuchtend wird2 #f7 als ,anhang zum ,wassergas sei das von ,longbottom vorgeschlagene carbonisirte ,luftgas1 aus atmosphrischer ,luft mit ,dmpfen von ,benzol oder ,petroleumnaphta 7nach ,wiederhold7 imprgnirt bestehend1 erwhnt4 ,sidenote3 ,white's ,hydrocarbonprocess4 #a7 ,der ,hydrocarbonprocess von ,white4 ,der ,vorschlag von ,selligue1 das ,wassergas mit den ,dmpfen leichtflssiger ,kohlenwasserstoffe zu imprgniren1 um ihm die ,eigenschaft zu ertheilen mit leuchtender ,flamme zu verbrennen1 wurde von dem ,englnder ,white dahin abgendert1 dass er das ,wassergas mit unzersetztem ,wasserdampf gemischt1 durch eine ,retorte streichen liess1 in welcher er ,cannel- oder ,bogheadkohle oder ,harz bei starker ,glhhitze der trocknen ,destillation unterwarf4 ,das ,white'sche ,verfahren oder der sogenannte ,hydrocarbonprocess fand im ,anfange wenig ,anklang1 spter aber1 als von ,frankland auf dem ,gaswerke von ,clarke u4 ,co41 ,ancoats1 ,manchester1 angestellte ,versuche ein gnstiges ,resultat geliefert1 wurde das ,verfahren bekannter1 ohne dass jedoch dessen ,einfhrung in die ,praxis gelungen wre4 ,die von ,frankland ausgefhrten ,analysen des so dargestellten ,gases zeigen1 dass in dem ,gase gegen #ae ,proc4 ,kohlenoxyd1 aber keine ,kohlensure sich findet1 der ,gehalt an ,wasserstoffgas dagegen bis zu #de ,proc4 betrgt4 ,diese ,zunahme des ,wasserstoffgehaltes ohne quivalente ,vermehrung des ,kohlenoxydgehaltes kann nur aus der ,einwirkung von ,wasserdampf auf das ,sumpfgas der mit ,cannelkohle gefllten ,retorte erklrt werden1 vielleicht nach folgender ,gleichung3 ,sumpfgas ,,ch#d geben ,kohlenoxyd ,,co ,wasserdmpfe ,h#b,o7 ,wasserstoffgas #c;,h#b ,die ,zusammensetzung der erhaltenen ,gase -- mit und ohne ,wassergas -- war folgende3 ,gas aus ,bogheadkohle ohne mit ,wassergas ,schwere ,kohlenwasserstoffe #bd1ej #ad1ab ,grubengas #eh1ch #bb1be ,wasserstoff #aj1ed #de1ea ,kohlenoxyd #f1eh #ad1cd ,kohlensure -- #c1gh ,sauerstoff und ,stickstoff -- -- --------------- #ajj1jj #ajj1jj ,die ,vortheile des ,white'schen ,hydrocarbonprocesses liegen nicht nur darin1 dass bei dem erhaltenen ,gase der ,gehalt an ,wasserstoff weit grsser1 an ,kohlenoxyd etwas und an ,grubengas sehr betrchtlich geringer ist1 als bei dem gewhnlichen ,steinkohlengase1 sondern sie sind auch und zwar wesentlich in der mechanischen ,wirkung der ,wasserzersetzungsprodukte zu suchen4 ,beim ,durchstrmen durch die mit ,cannelkohle beschickte ,retorte fhren sie die entstandenen leuchtenden ,kohlenwasserstoffe rasch aus dem ,bereich der ,rothglhhitze1 worin diese sonst zum ,theil unter reichlichem ,kohlenabsatz zerlegt wrden und bieten den derartigen ,produkten im ,theer berhaupt reichlich ,gelegenheit1 zu diffundiren und sich so den leuchtenden ,bestandtheilen bleibend beizugesellen4 ,die ,frankland'schen ,versuche haben folgende ,vortheile des ,hydrocarbonverfahrens ergeben3 a7 ,der ,process lsst sich in jeder ,gasanstalt ohne besondere ,umstnde und ,kosten einfhren2 b7 die ,gasausbeute nimmt um #df bis #bij ,proc4 zu2 c7 die ,leuchtkraft wird um #ad bis #ajh ,proc4 vermehrt2 d7 die ,ausbeute an ,theer wird vermindert1 da ein guter ,theil desselben vergast wird2 e7 die ,hitze und ,kohlensurebildung der ,gasflammen wird vermindert1 weil das ,gas mehr ,wasserstoff und weniger ,kohlenstoff enthlt4 ,sidenote3 ,wassergas nach ,leprince4 #b7 ,das ,verfahren der ,bereitung von ,wassergas nach ,leprince ist nichts weiter als eine ,abnderung des ,white'schen ,processes1 die darin besteht1 dass ,retorten1 mit drei horizontalen ,scheidewnden1 mithin in drei ,abtheilungen gebracht1 angewendet werden1 in welchen die beiden ,phasen des ,processes1 die theilweise ,wasserzersetzung durch ,koks oder ,holzkohle und die ,carburirung des ,gases durch die flchtigen ,zersetzungsprodukte der ,steinkohle 7,backkohle7 vor sich gehen4 ,das ,gas ,leprince hat schon seine ,verwendung gefunden wie z4 ,b4 in der ,simonis'schen ,tuchfabrik zu ,verviers1 auf den ,zinkhtten zu ,vieille-,montagne in ,belgien1 namentlich auch zur ,beleuchtung der ,stadt ,mastricht und einiger ,localitten in ,lttich4 ,sidenote3 ,gas nach ,isoard4 #c7 ,das ,verfahren von ,isoard sei hier nur beilufig erwhnt2 es besteht im ,wesentlichen darin1 dass die ,zersetzung des berhitzten ,wasserdampfes nicht durch ,kohle1 wie bei dem ,verfahren von ,selligue1 ,white und ,leprince1 sondern durch ,kohlentheer erfolgt4 ,sidenote3 ,gas nach ,baldamus und ,grne4 #d7 ,nach der ,methode von ,baldamus und ,grne geht die ,zersetzung des ,wasserdampfes und der ,kohlenwasserstoffe zu gleicher ,zeit und in dem nmlichen ,raume vor sich1 so dass der in dem ,wasserdampf enthaltene ,wasserstoff nicht im freien ,zustande1 sondern in ,verbindung mit ,kohlenstoff als leuchtender ,kohlenwasserstoff sich entwickelt4 ,das ,material 7,braunkohle1 ,torf1 ,schieferkohle7 wird bei der ,gasbereitung vllig ausgenutzt1 ohne ,nebenprodukte zu erzeugen1 indem diese ,materialien direct vergast und die ,gase mit den ,theerprodukten gleichzeitig mit dem ,wasserstoffgas des ,wassers in ,hydrocarbongas1 wie die ,patenttrger ihr ,gas nennen1 bergefhrt werden4 ,sidenote3 ,carburirtes ,gas4 #e7 ,carburirtes ,gas4 ,das ,verfahren von ,kirkham u4 ,a4 besteht darin1 dass ,wassergas einfach durch ,imprgniren mit ,dmpfen flssiger ,kohlenwasserstoffe 7,benzol1 ,photogen1 ,petroleum1 ,naphta7 in ,leuchtgas bergefhrt wird4 ,letzteres geschieht entweder dort1 wo das ,gas dargestellt wird1 oder zweckmssiger am ,consumtionsorte unmittelbar dort1 wo es in die ,brennerleitung strmt4 ,von den vielen ,apparaten1 die man zum ,carburiren 7oder ,carbonisiren7 des ,gases vorgeschlagen hat1 ist keiner zu einer nennenswerthen ,verbreitung gelangt1 trotz den glnzenden ,resultaten1 die sich anfnglich herauszustellen pflegen4 ,schwierigkeit in ,beschaffung vollkommen geeigneter ,materialien1 ,ungleichmssigkeit der ,wirkung derselben auf die ,leuchtkraft und andere ,hindernisse sind an vielen ,orten der ,einfhrung der ,carburirung von an sich nicht leuchtenden ,gasen bis jetzt hemmend entgegengetreten4 ,was die ,menge der flssigen ,kohlenwasserstoffe betrifft1 die erforderlich sind1 um nicht leuchtenden brennbaren ,gasen ,leuchtkraft zu ertheilen1 so sei1 um ,tuschungen vorzubeugen1 bei dieser ,gelegenheit bemerkt1 dass wenn z4 ,b4 ,benzol 7,c#f;,h#f7 der flssige ,kohlenwasserstoff wre1 der zum ,carbonisiren dienen soll1 #ajjj ,kubikfuss ,gas bei #j #bcdb ,grm4 ,benzol bei #ae #efid erfordern1 um durch ,sttigen mit den ,dmpfen des ,benzols ,leuchtkraft zu erlangen4 ,die ,carburirung des ,leuchtgases d4 h4 eine ,verbesserung desselben durch ,beimischung der ,dmpfe von flchtigen kohlenstoffreichen ,oelen 7wie z4 ,b4 der bei der ,theerlfabrikation gewonnenen ,carburirungsnaphta7 ist dagegen 7nach ,g4 ,lunge7 an unzhligen ,orten ,englands schon in ,privathusern und ,fabriken eingefhrt und breitet sich immer mehr aus4 ,sidenote3 ,luftgas4 #f7 ,luftgas4 ,als ,anhang zu den im ,vorstehenden beschriebenen ,verfahren1 ,wassergas durch ,imprgniren mit ,dmpfen flssiger ,kohlenwasserstoffe in ,leuchtgas berzufhren1 ist hier das ,verfahren von ,longbottom zu erwhnen1 atmosphrische ,luft1 nachdem sie zunchst von ,kohlensure und ,wasserdampf befreit worden ist1 durch die ,dmpfe flchtiger flssiger ,kohlenwasserstoffe 7wie ,petroleumther1 ,benzin etc47 in ,leuchtgas berzufhren4 ,es haben ,versuche1 ,luft mit ,benzindmpfen zu sttigen1 herausgestellt1 dass solche ,luft allerdings als ,beleuchtungsmittel benutzt werden kann1 dass aber zum ,brennen weite ,brennermndungen und ein langsam strmendes ,gas nthig sind4 ,aus den gewhnlichen ,brennern mit engen ,mndungen erscheint die ,flamme klein und von sehr geringem ,leuchtvermgen2 durch einen schnelleren ,gasstrom wird sie aber1 in ,folge der abkhlenden ,wirkung der ,luft1 alsbald verlschen4 ,apparate zur ,bereitung von ,luftgas sind u4 ,a4 von ,marcus1 von ,mille und von ,mller und ,methe#ahe construirt worden4 #ahe ,vergl4 ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahff p4 #gja2 #ahfh p4 #gfc und #gfe4 ,sidenote3 ,das ,oel-1 ,fett- oder ,harzgas4 ,v4 ,das ,oelgas4 ,die fetten ,oele gehren unter diejenigen ,materialien1 aus denen reinstes und vorzglichstes ,leuchtgas bereitet werden kann4 ,in ,folge ihrer ,zusammensetzung -- ,lefort fand fr ,rapsl die ,formel ,c#aj;,h#ah,o#b ,olivenl ,c#ah;,h#cb,o#b ,mohnl ,leinl ,c#ae;,h#bh,o#b ,hanfl ,c#aa;,h#bb,o#b -- liefern sie bei der trocknen ,destillation hauptschlich ,elaylgas1 oder was so ziemlich dasselbe ist1 ein ,gemisch von ,wasserstoffgas und ,sumpfgas mit den ,dmpfen flssiger ,kohlenwasserstoffe1 deren ,leuchtkraft der des ,elaylgases gleich ist2 ferner bilden sich nur geringe ,mengen von ,kohlensure und kein ,schwefelwasserstoffgas1 weshalb das ,oelgas keiner ,reinigung bedarf1 und endlich bleibt bei der ,destillation so gut wie kein ,rckstand4 ,da es ausserdem eine grssere ,leuchtkraft besitzt1 als das ,kohlengas1 so ist der ,apparat zur ,oelgasbereitung weit compendiser1 weil man fr gleichen ,umfang der ,beleuchtung kleinere ,gasometer nthig hat und ferner die so lstige1 wie ununterbrochene ,ueberwachung erfordernde ,kalkreinigung berflssig ist4 ,die ,gasbereitung ist auch mit weniger unangenehmem ,geruche verknpft und kann daher an jedem ,orte vorgenommen werden4 ,sie eignet sich deshalb vorzugsweise fr kleinere ,anlagen4 ,trotz seinen unlugbaren ,vorzgen hat dennoch der ,kostspieligkeit wegen das ,oelgas fast berall dem ,kohlengase das ,feld gerumt4 ,das specifische ,gewicht des ,oelgases betrgt im ,mittel #j1gf bis #j1ij2 es kann aber auch bis #a1a steigen4 ,nach den vorhandenen ,angaben giebt #a ,zollpfund ,samenl #bb bis #bf ,kubikfuss ,gas1 entsprechend #ij-if ,proc4 vom ,gewicht des ,oeles4 ,sidenote3 ,suintergas4 ,das ,suintergas1 welches man aus den seifehaltigen ,waschwssern der ,streich- und ,kammgarnfabriken1 so wie der ,seidenentschlung gewinnt1 schliesst sich eng an das ,oelgas an4 ,in den ,spinnereien von ,augsburg und ,mhlhausen wird das aus den ,waschbottichen abfliessende ,wasser1 welches den ,schweiss der ,wolle und die gebrauchte ,seife enthlt#ahf in cubicirte ,cisternen geleitet1 dort mit ,kalkmilch gemischt und #ab ,stunden lang der ,ruhe berlassen4 ,es bildet sich ein ,bodensatz1 der1 nachdem die berstehende klare ,flssigkeit entfernt worden1 auf ,seihetcher aus grober ,leinwand gebracht wird4 ,unreinigkeiten1 wie ,haare1 ,sand u4 dergl4 werden zurckgehalten1 whrend die durchgelaufene ,masse in ,kellerrume gelangt1 in welchen sich nach #f-h ,tagen eine teigartige ,masse bildet1 die mit dem ,spaten in prismatische ,stcke von der ,grsse halber ,ziegelsteine ausgestochen und auf ,horden getrocknet wird4 ,die trocknen ,stcke werden hnlich wie bei der ,gasbereitung der ,destillation unterworfen und liefern ein ,gas1 welches nicht gereinigt zu werden braucht und eine dreifach strkere ,leuchtkraft besitzt1 als das aus guter ,gassteinkohle gewonnene4 ,das ,waschwasser einer ,kammgarnspinnerei von #bj1jjj ,spindeln liefert1 wenn es dem beschriebenen ,processe unterworfen wird1 circa #ejj ,kilogr4 getrocknete ,masse1 ,suinter genannt1 tglich2 #a ,kilogr4 ,suinter giebt #baj ,liter ,gas4 ,jhrlich werden im ,durchschnitt #aej1jjj ,kilogr4 ,suinter gewonnen und im regelmssigen ,betriebe knnen daraus #ca1ejj1jjj ,liter ,gas bereitet werden4 ,eine ,flamme consumirt in der ,stunde #ce ,liter1 mit der angefhrten ,quantitt liessen sich1 das ,brennen einer ,gasflamme auf #abjj ,stunden berechnet1 #gej ,gasflammen speisen4 ,eine ,fabrik von #bj1jjj ,spindeln bedarf zu ihrer ,erleuchtung nur #ejj ,flammen1 es bleibt demnach der noch fr #bej ,flammen dienende ,suinter1 im ,ganzen #ejjj ,kilogr41 zu anderweitiger ,verwendung bereit4 ,in ,augsburg wird ein ,centner oder #ej ,kilogr4 der ,masse mit #b-a_/b-c fl41 in ,mhlhausen mit #i-aj ,fr4 bezahlt4 #ahf ,in ,rheims wird das erste ,waschwasser1 welches keine ,seife1 sondern nur den ,wollschweiss 7suintate de potasse7 enthlt1 auf ,potasche und auf ,gas verarbeitet 7vergl4 ,s4 #adb71 obgleich neuerdings 7von ,havrez7 vorgeschlagen wurde1 den stickstoffreichen ,wollschweiss nicht nur auf ,potasche1 sondern auch auf ,blutlaugensalz zu verarbeiten4 ,sidenote3 ,schieferl- und ,petroleumgas4 ,,vi4 ,schieferl- und ,petroleumgas4 ,der ,posidonienschiefer des ,lias aus der ,nhe von ,reutlingen in ,wrttemberg liefert bei der trocknen ,destillation etwa #c ,proc4 ,theer1 aus welchem durch ,destillation das ,schieferl ausgeschieden wird4 ,in ,folge eines nicht unbedeutenden ,schwefelgehaltes ist das ,schieferl als ,beleuchtungsmaterial fr ,lampen nicht sehr geeignet1 dagegen ist es ein vorzgliches ,material zur ,gasbeleuchtung4 ,nach den ,mittheilungen von ,haas liefert in ,reutlingen #a ,centner des ,schiefergasles im ,werth von #aj fl4 ungefhr #acjj engl4 ,kubikfuss ,gas1 so dass das ,tausend ,kubikfuss einschliesslich des ,brennmaterials 7#a_/ab ,klafter ,holz7 und des ,taglohns in runder ,summe auf #aj fl4 zu stehen kommt1 was in ,anbetracht der hohen ,leuchtkraft sehr billig ist4 ,w4 ,reissig fand bei der 7#ahfb ausgefhrten7 ,analyse von ,reutlinger ,schieferlgas3 ,schwere ,kohlenwasserstoffe #be1cj ,grubengas #fd1hj ,kohlenoxydgas #f1fe ,wasserstoffgas #c1je ,kohlensure #j1bj ,sauerstoff und ,stickstoff ,spuren ------ #ajj1jj ,nach ,versuchen1 die in ,stuttgart zur ,ermittelung der ,leuchtkraft des ,schieferlgases angestellt wurden1 hat sich ergeben1 dass die ,leuchtkraft des ,schieferlgases #b1e bis #c1e mal grsser sei als die des ,kohlengases4 ,sidenote3 ,petroleumgas4 ,das ,petroleum ist seit einigen ,jahren ebenfalls zur ,darstellung von ,leuchtgas angewendet worden4 ,die ,bereitung des ,petroleumgases geschieht auf zweierlei ,weise1 entweder durch blosses ,vergasen des ,petroleums oder durch ,mischen des so erhaltenen ,gases mit ,wassergas 7letzteres ,verfahren kommt zum ,theil auf eine ,carburirung des ,wassergases zurck74 ,nach dem ,verfahren von ,thompson und ,hind 7#ahfb7 wird das aus dem ,petroleum durch ,destillation ber glhenden ,eisenplatten oder ,ziegelsteinen gewonnene ,gas mit denjenigen gemischt1 welche durch die ,einwirkung von ,wasserdmpfen auf glhende ,kohlen erhalten wird4 ,das ,gasgemisch wird mit ,salzsure gewaschen und geht dann durch eine ,reihe von ,reinigungsgefssen1 so dass es im ,gasometer rein und geruchlos ankommt4 ,der ,zersetzungsapparat fr das ,petroleum ist eine eiserne1 auf einem ,rost liegende ,retorte1 an deren ,deckel ein hohler1 mit ,koks oder ,holzkohlen gefllter ,cylinder befestigt ist4 ,in dem ,zwischenraume zwischen dem ,cylinder und der ,retortenwand liegt eine schlangenfrmig gewundene1 den ,cylinder umgebende ,blechplatte4 ,durch den ,retortendeckel gehen zwei ,rhren1 eine fr das rohe ,oel1 die andere fr das ,wasser bestimmt2 erstere ist mit dem ,schlangengange verbunden1 welcher selbst in dem oberen ,theile des ,cylinders mndet1 letztere durchschneidet diesen ,gang und mndet in den unteren ,boden des ,cylinders4 ,das ,petroleum zersetzt sich1 indem es durch die ,schlange geht2 das ,wasser verdampft in der ,rhre und setzt sich mit den glhenden ,kohlen um4 ,eine dritte ,rhre fhrt die smmtlichen ,gase aus dem oberen ,theile des ,apparates ab und leitet sie nach dem ,reiniger4 ,wird nun das ,petroleum vergast 7ohne ,beimischung von ,wassergas71 so erhlt man aus #a ,ctr4 pennsylvanischen ,oeles #aeij ,kubikfuss ,gas4 ,nach ,bolley war die ,zusammensetzung des reinen ,petroleumgases3 ,i4 ,,ii4 ,schwere ,kohlenwasserstoffe #ca1f #cc1d ,leichter ,kohlenwasserstoff #de1g #dj1j ,wasserstoff #cb1g #bf1j ------------- #ajj1j #ajj1j ,illustration3 ,fig4 #cjj4 ,h4 ,hirzel stellt ,leuchtgas aus den schwerflssigsten ,theilen und den ,rckstnden1 welche beim ,raffiniren des ,petroleums gewonnen werden1 oder aus ,petroleum selbst dar4 ,der ,hirzel'sche ,petroleumgas-,apparat1 welcher bereits in ,deutschland1 ,oesterreich1 ,russland und anderen ,lndern eine grosse ,verbreitung gefunden hat und sich besonders zur ,einrichtung von ,beleuchtungsanlagen in ,fabriken1 ,kasernen1 ,spitlern1 ,bahnhfen etc4 eignet1 liefert ein ,gas1 welches keiner ,reinigung bedarf und alle brigen ,gasarten an ,leuchtkraft bertrifft4 ,die ,aufstellung1 sowie der ,betrieb des ,hirzel'schen ,apparates ist mit ,hlfe beistehender ,skizze 7,fig4 #cjj7 leicht verstndlich4 ,d ist ein schmiedeeiserner ,behlter1 welcher mit ,petroleum oder den ,petroleumrckstnden gefllt wird4 ,in diesem ,behlter befindet sich eine ,saug- und ,druckpumpe ,e1 deren ,kolben durch ,aufziehen des ,uhrwerks mit ,petroleum gefllt werden kann4 ,sobald die ,retorte zum ,rothglhen erhitzt ist1 wird der ,kolben durch ,gewichte beschwert und darauf das ,uhrwerkpendel in ,bewegung gesetzt4 ,in ,folge davon wickelt sich die ,schnur von der ,rolle des ,uhrwerks ab und lsst den beschwerten ,kolben langsam in den ,pumpenstiefel sinken1 wobei das ,petroleum durch das ,rohr i in gleichfrmigem ,strahle in die zum ,rothglhen gebrachte ,retorte ,a eingedrckt wird4 ,das ,petroleum wird dabei sofort vergast1 und die ,gase treten nun vom ,kopfe a der ,retorte durch das ,steigrohr d empor und gelangen so durch die ,vorlage ,b und den mit ,backsteinen angefllten ,condensator ,c in den ,gasometer4 ,in der ,vorlage ,b ist ein ,oelverschluss1 welcher das ,zurcktreten des ,gases aus dem ,gasometer in die ,retorte verhindert4 ,damit das ,niveau dieses ,oelverschlusses dasselbe bleibe1 und damit die ,vorlage1 sowie der ,condensator durch die ,oeltheile1 welche das ,gas beim ,erkalten absetzt1 nicht berfllt werden1 befindet sich am unteren ,ende des ,condensators das ,u-,rohr c1 durch welches das berflssige ,oel1 welches wieder in das ,reservoir zurckgegeben werden kann1 abluft4 ,in der ,mitte des ,aufsteigerohres a ist ein nur #a1e ,centim4 weites ,rohr b nach einem an der ,wand aufgehngten ,manometer hingeleitet1 der den ,druck in der ,retorte1 der whrend der ,gasbereitung gewhnlich #h-ab ,centim4 ,wassersule betrgt1 anzeigt4 ,der obere ,raum des ,condensators1 der durch einen mit ,wasserverschluss versehenen ,deckel e verschlossen ist1 wird mit einem porsen ,material1 mit ,koksstcken oder ,backsteinen angefllt4 ,der ,betrieb des ,apparates ist ein hchst einfacher1 vollstndig gefahrlos und kann von jedem verstndigen ,arbeiter geleitet werden4 ,bei regelmssigem ,betriebe luft die ,uhr ungefhr eine ,stunde1 und durch ,aufzug der ,pumpe wird so viel ,petroleumrckstand aufgesaugt1 dass man ca4 #bjj ,kubikfuss ,gas davon erhlt4 ,beim ,verstopfen der ,rhren1 welches sich jedoch leicht zu erkennen giebt durch den ,manometer sowie durch ,heben des ,deckels am ,condensator1 oder endlich durch ,nachlassen des regelmssigen ,ablaufens des ,uhrwerks1 tritt1 wenn der ,apparat alle #e bis #f ,wochen gereinigt wird1 nicht ein4 ,nach zwlfmaligem ,gebrauch ist es jedoch zweckmssig1 den ,deckel der ,retorte zu ffnen und mittelst eines scharfen ,eisens die ,kokskrusten zu entfernen1 welche sich am ,boden der ,retorte angesetzt haben4 ,das mittelst dieses ,apparates erzeugte ,gas ist jedenfalls das reinste ,leuchtgas1 welches im grsseren ,maassstabe dargestellt werden kann1 denn es besteht ausschliesslich nur aus ,kohlenwasserstoffgasen1 welche sich selbst bei grsster ,winterklte1 sowie unter starkem ,druck und in ausgedehnten ,rhrennetzen nicht verdichten und sich1 ohne eine ,vernderung zu erleiden oder an ,leuchtkraft einzubssen1 aufbewahren lassen4 ,das ,petroleumgas setzt in den ,rhrenleitungen keine ligen oder theerigen ,theile ab1 ist vollkommen frei von schwefelhaltigen oder ammoniakalischen ,verbindungen und von ,kohlensure1 weshalb es direct ohne weitere ,reinigung in dem ,gasometer angesammelt werden kann4 ,das ,petroleumgas hat ein spec4 ,gewicht von #j1fi1 ist frei von ,schwefel und ,ammoniak1 besteht hauptschlich aus ,acetylen 7,c#b;,h#b7 und wird aus ,brennern gebrannt1 welche stndlich nur #a_/d1 #a_/b1 #c_/d1 #a bis hchstens #b ,kubikfuss ,gas consumiren4 ,der ,apparat liefert stndlich #bjj ,kubikfuss ,petroleumgas1 welches quivalent ist #ajjj ,kubikfuss ,steinkohlengas4 7,auf ,veranlassung von ,l4 ,ramdohr 7#ahff7 wird das in den ,paraffin- und ,minerallfabriken in grosser ,menge abfallende ,natrium-,carbolat 7,kreosot-,natron7 auf ,leuchtgas 7,kreosotgas7 verarbeitet47 ,sidenote3 ,harzgas4 ,,vii4 ,harzgas4 ,wenn man das unter dem ,namen ,terpentin bekannte ,gemenge von ,terpentinl und ,harz der ,destillation unterwirft1 so bleibt das ,colophonium zurck1 welches wesentlich aus zwei verschiedenen ,suren von gleicher ,zusammensetzung1 nmlich der ,sylvinsure und der ,pininsure besteht4 ,sie sind nach der ,formel ,c#bj;,h#cj,o#b zusammengesetzt4 ,das ,colophonium nun wurde1 als es massenhaft1 und ziemlich wohlfeil aus ,nordamerika nach ,europa kam1 vorbergehend in mehreren ,stdten ,englands und des ,continentes zur ,gasbeleuchtung verwendet4 ,bei seiner ,zersetzung in der ,hitze liefert das ,colophonium eine lhnliche ,flssigkeit1 das ,harzl1 welches in der ,rothglhhitze vergast wird4 ,das ,harzl ist ein complicirt zusammengesetzter ,krper und enthlt ,bestandtheile1 die weit unter der ,rothglhhitze sich verflchtigen2 dieses ist fr die ,fabrikation des ,harzgases ein grosser ,uebelstand1 weil diese ,bestandtheile sofort nach ihrer ,entstehung und zwar weit eher sich verflchtigen werden1 als sie die zur ,vergasung geeignete ,temperatur annehmen knnen4 ,wenn daher bei der ,bereitung des ,harzgases das ,harzl in mglichst geringer ,menge auftreten soll1 so mssen die ,zersetzungsprodukte des ,harzes durch mehrere ,retorten getrieben werden1 wodurch der ,apparat complicirt und die ,feuerung kostspielig wird4 ,bei ,anwendung einer einzigen ,retorte erhlt man grosse ,mengen von ,harzl4 ,ein anderer ,uebelstand bei der ,bereitung des ,harzgases liegt in dem ,umstande1 dass das ,colophonium ein fester ,krper ist1 welcher1 damit die ,retorte sicher und regelmssig gespeist werden kann1 vorher flssig gemacht werden muss4 ,bei einigen der in ,vorschlag gebrachten ,gasapparate geschieht dies durch vorheriges ,auflsen des ,harzes in ,harzl 7oder ,terpentinl71 bei anderen wird das ,harz einfach geschmolzen und trpfelt im geschmolzenen ,zustande in die ,retorte1 in welcher sich ,koksstckchen befinden4 ,die entstandenen flchtigen ,produkte werden zunchst in einen mit kaltem ,wasser umgebenen ,behlter geleitet1 in welchem sich der grsste ,theil des unzersetzt gebliebenen ,harzles niederschlgt4 ,das ,gas wird dann in den ,condenser und von da1 um die bis zu #h ,proc4 darin enthaltene ,kohlensure abzuscheiden1 durch eine ,lsung von ,aetznatron geleitet4 #ajj ,pfund ,colophonium geben ungefhr #acjj ,kubikfuss 7engl47 ,gas4 ,wendet man das ,white-,frankland'sche ,verfahren der ,gaserzeugung auf das ,harz an1 so ist die ,ausbeute eine weit grssere4 ,dessenungeachtet ist das ,harzgas nirgend mehr in ,gebrauch4 ,an die ,beleuchtungsmittel schliessen sich an das ,kalklicht1 die ,beleuchtung ,tessi du ,motay's1 das ,magnesiumlicht und die elektrische ,beleuchtung4 ,sidenote3 ,kalklicht4 ,wenn man das ,knallgas1 das aus zwei ,volumen ,wasserstoffgas und einem ,volumen ,sauerstoffgas besteht1 im ,augenblicke des ,zusammenstrmens anzndet und das ,fortbrennen durch ,nachstrmen der getrennten ,gase aus zwei verschiedenen ,gasometern unterhlt1 so hat man den unter dem ,namen ,knallgas oder ,hydro-,oxygen-,geblse bekannten ,apparat1 dessen ,flamme eine solche ,hitze erzeugt1 dass vermittelst derselben ,platin mit ,leichtigkeit geschmolzen werden kann4 ,die ,flamme dieses ,gasgemenges1 welche auch mit ,vortheil durch eine mit ,sauerstoffgas angefachte ,leuchtgasflamme ersetzt werden kann1 ist nur wenig leuchtend1 lsst man aber die ,flamme gegen einen ,cylinder aus ,aetzkalk brennen1 so verbreitet der ,kalk dadurch1 dass er darin die hchste ,weissglut mit blauweissem ,lichte annimmt1 ein ,licht1 dessen ,glanz das ,auge kaum zu ertragen vermag4 ,die ,idee1 eine solche ,flamme zur ,beleuchtung von ,stdten anzuwenden1 erwies sich als unausfhrbar1 ebenso verhinderte der hohe ,preis der ,darstellung des ,sauerstoffs bis auf die neueste ,zeit die ,einfhrung dieses ,lichtes als ,signal auf ,leuchtthrmen1 dagegen benutzt man es hufig bei ffentlichen ,darstellungen von ,nebelbildern1 von mikroskopischen ,objekten1 ,chromatropen u4 s4 w4 ,im letzten amerikanischen ,kriege spielte es in der ,unionsarmee bei der ,belagerung einiger ,forts eine grosse ,rolle4 ,man nennt dieses ,licht ,siderallicht1 ,kalklicht oder ,drummond's ,licht#ahg4 #ahg ,nach dem ,journal of ,gaslighting 7#ahfi7 hat das englische ,kriegsministerium beschlossen das ,kalklicht statt des ,gaslichts in den ,casernen und den ,stllen der ,regimenter einzufhren1 seit man durch ,versuche zu der ,gewissheit gelangt ist1 dass das erstere ebensoviel ,nutzen schafft wie das letztere1 und zwar mit weniger ,unkosten4 ,die ,versuche mit dem ,kalklicht wurden theils im ,hafen ,the ,queen's ,barrack1 theils in einem ,winkel eines ,casernenflgels1 theils in den ,slen der ,casernen gemacht4 ,auf einem #f ,meter hohen ,gestell befand sich der ,lichtapparat und der ,reflexionsspiegel4 ,als das ,kalklicht angezndet und der ,spiegel auf den ,hof gerichtet wurde1 war derselbe fast ebenso hell erleuchtet wie zur ,zeit der ,mittagssonne1 und in einem ,abstand von #ajj ,yards von der ,lichtquelle vermochte man bei deren ,schein die feinste ,schrift zu lesen4 ,in dem einen ,ende des ,winkels setzte man ein kleineres ,licht auf1 das1 von einer ,glaskugel umgeben1 stark genug war in einem ,abstand von #cj ,yards eine auf der ,erde liegende ,knopfnadel finden zu lassen4 ,der in einem der ,sle aufgestellte ,apparat war noch kleiner1 erleuchtete aber dennoch denselben weit klarer als es sonst mit ,gas zu geschehen pflegt4 ,sidenote3 ,beleuchtung von ,tessi du ,motay4 ,seit einigen ,jahren macht die von dem ,techniker ,tessi du ,motay 7aus ,metz7 herrhrende ,beleuchtung mit ,hydro-,oxygen-,gas viel von sich reden4 ,trotz aller ,reclame ist es dem neuen ,licht noch nicht gelungen1 sich irgendwo auf die ,dauer ,eingang zu verschaffen4 ,das ,gasgemisch ist entweder ,wassergas 7ein ,gemenge von ,wasserstoffgas und ,kohlenoxydgas71 oder ,wasserstoffgas oder auch ,leuchtgas1 welches im ,momente der ,verbrennung mit einem regulirten ,strom ,sauerstoffgas zusammen kommt4 ,der hierzu erforderliche ,sauerstoff wird entweder durch ,zersetzen von ,schwefelsuredmpfen1 oder durch ,zersetzen von ,natriummanganat oder endlich durch ,zersetzen von ,kupferoxychlorr gewonnen4 ,die ,flamme des ,hydro-,oxygen-,gases wird auf einen kleinen ,cylinder von ,magnesia 7,magnesialicht7 oder von ,zirkonerde 7,zirkonlicht7 geleitet4 ,in neuester ,zeit 7#ahfi7 hat ,tessi du ,motay seine ,methode in der ,weise abgendert1 dass er den ,sauerstoff zu einer ,flssigkeit 7einer ,lsung von ,naphtalin in ,petroleum7 fhrt1 welche den intensiv leuchtenden ,krper beim ,brennen abscheidet4 -- ,fr den ,mann vom ,fache ist die ,bemerkung fast berflssig1 dass ,tessi's ,vorschlge unreife ,dinge sind1 die aber wohl das grosse ,publikum blenden knnen6 ,sidenote3 ,magnesiumlicht4 ,das intensive ,licht1 welches beim ,verbrennen von ,magnesium 7vergl4 ,s4 #abj7 erscheint1 ist unter dem ,namen ,magnesiumlicht in der neuesten ,zeit vielfach beim ,photographiren in ,anwendung gekommen4 ,die ,magnesiumlampen -- wie sie auf der allgemeinen ,industrieausstellung zu ,paris #ahfg auftraten -- sind entweder fr ,magnesiumdraht oder fr ,magnesiumstaub eingerichtet4 ,in beiden ,fllen sichert eine ,spiritusflamme das unzeitige ,unterbrechen des ,verbrennungsprocesses4 ,bei der ersten ,art wird der bandartige 7seltener runde7 ,draht von einem mittelst ,windflgel regulirten ,uhrwerke vorwrtsgezogen4 ,bei der zweiten ,art fllt beim ,oeffnen eines ,hahnes der ,magnesiumstaub aus einem ,reservoir vermge seiner ,schwere in die ,spiritusflamme4 ,der zu verbrennende ,magnesiumstaub ist mit feinem ,sande gemischt 7#a_/c ,magnesium und #b_/c ,sand71 um gengenden ,luftzutritt zum ,magnesium herbeizufhren und dadurch eine vollstndige ,verbrennung zu ermglichen4 7,in dem ,kriege ,englands gegen ,abyssinien scheint das ,magnesiumlicht eine gewisse ,rolle zur ,beleuchtung gespielt zu haben1 wenigstens sind bei ,mr4 ,mellor1 dem ,director der ,magnesium-,metal-,company in ,manchester mehrere ,centner ,magnesium bestellt worden74 ,sidenote3 ,chathamlicht4 ,mit dem ,namen ,chathamlicht bezeichnet man in ,england eine durch ,einblasen von ,harz oder eines ,gemenges von ,harz mit gepulvertem ,magnesium verstrkte ,lichtquelle1 welche fr telegraphische ,zwecke oder fr ,nachtsignale mit ,nutzen verwendet werden kann4 ,sidenote3 ,elektrisches oder ,kohlenlicht4 ,die elektrische ,beleuchtung 7,kohlenlicht7 hat zwar noch keine allgemeine ,anwendung gefunden1 verdient aber in jeder ,beziehung beachtet zu werden4 ,man weiss1 dass sich starke ,licht- und ,wrmeentwickelung zeigt1 wenn man die ,entladung einer galvanischen ,batterie oder durch die ,siemens'sche magnetelektrische ,maschine erregten ,strme durch aneinander gestellte ,kohlenstcke gehen lsst4 ,es werden dabei die ,spitzen erhitzt und leuchten mit blendend weissem ,lichte4 ,ist der ,strom im ,gange1 so kann man die ,kohlenspitzen von einander entfernen1 und indem die glhenden ,kohlentheilchen von dem einen ,stabe zu dem anderen berspringen1 erhlt man die herrliche ,erscheinung eines ,lichtbogens4 ,anstatt der ,kohlenspitzen 7,kohlenlicht7 kann man auch einen dnn herabfallenden ,faden 7,quecksilberlicht7 anwenden4 ,in der neueren ,zeit machte ,jacobi in ,petersburg1 in ,verbindung mit ,argeraud aus ,paris1 hchst interessante ,versuche mit der elektrischen oder galvanischen ,strassenbeleuchtung4 ,von dem ,admiralittsthurme aus wurden die drei grssten ,strassen ,petersburgs1 ,newsky ,prospect1 ,erbsenstrasse und ,wosnesensky ,prospect ,abends #g-aj ,uhr beleuchtet4 ,das ,licht selbst war so hell1 dass es die ,augen kaum einige ,secunden lang vertragen konnten2 trotzdem1 dass ganz reine ,luft und sternenhelle ,nacht war1 sah man seitwrts stehend in der ,luft von dem ,lichte die ,strahlen ausgehen1 gerade so als wenn ,sonnenlicht durch ein kleines ,loch in eine finstere ,kammer fllt4 ,das ,licht der ,gaslaternen erschien roth und russig4 ,die ,batterie1 welche den ,strom lieferte1 war eine ,kohlenbatterie von #ahe ,elementen4 -- ,dasselbe ,kohlenlicht findet gegenwrtig bereits in ,frankreich und ,england ausgedehnte ,anwendung zur ,beleuchtung1 so wurden unter ,anderem im ,jahre #ahed die ,napoleon-,docks in ,rouen monatelang jeden ,abend #c-d ,stunden lang beleuchtet1 bei welcher ,beleuchtung #hjj ,arbeiter in mehr als #ajj ,meter ,entfernung von dem ,lichte arbeiteten4 ,die dabei benutzten ,apparate bestanden in #ajj ,bunsen'schen ,elementen grossen ,formates4 ,die ,kosten fr einen ,abend betrugen #ch1jh ,francs4 ,die ,kosten des ,lichtes beliefen sich hiernach auf #d-c_/d ,centimes fr einen ,arbeiter4 ,das ,licht kam also sehr wohlfeil zu stehen1 whrend andererseits die ,arbeit ohne alle ,gefahr und mit einer ,regelmssigkeit stattfand1 wie sie mit keiner anderen ,beleuchtungsart zu erreichen ist4 ,in neuerer ,zeit benutzt man die elektrische ,beleuchtung auf ,leuchtthrmen so z4 ,b4 auf dem ,leuchtthurme des ,cap ,la ,hve bei ,havre1 bei ,illuminationen1 im ,theater 7die ,sonne im ,prophet71 fr optische ,vorstellungen 7,chromatropen1 ,dissolving views1 ,vorzeigen von mikroskopischen ,objekten71 zur ,beleuchtung ffentlicher ,grten in ,paris1 ,london1 ,wien und anderen grossen ,stdten1 zur ,beleuchtung gewerblicher ,etablissements z4 ,b4 der ,schieferbrche zu ,angers4 ,auch hat man nicht ohne ,erfolg versucht1 das elektrische ,licht zum ,photographiren zu benutzen 7beispielsweise in dem ,reliefdrucketablissement von ,goupil u4 ,co4 in ,asnires bei ,paris71 ferner hat man die elektrische ,beleuchtung unterseeisch fr den ,fischfang und zur ,korallen-1 ,badeschwamm- und ,perlenfischerei zu verwerthen gesucht4 ,mit ,hlfe eines von dem russischen ,oberst von ,weyde erfundenen ,apparates lsst sich das ,meer bis in seine usserste ,tiefe hell erleuchten1 was wichtig ist fr ,kriegszwecke -- wie der deutsch-franzsische ,krieg #ahgj bewiesen hat1 wo die franzsischen ,schiffe1 die in der ,ost- und ,nordsee zu operiren den ,auftrag hatten1 mit elektrischen ,leuchtapparaten versehen waren -- und fr die ,bergung gesunkener ,schiffe und ,gter4 ,bei der ,belagerung von ,paris ward das elektrische ,licht von den ,forts vielfach zu ,recognoscirungszwecken verwendet4 ,im nrdlichen ,spanien wurden die ,eisenbahnarbeiten whrend des ,sommers #ahfb und #ahfc wegen der grossen ,hitze bei ,nacht ausgefhrt1 wobei die galvanische ,beleuchtung mit grossem ,erfolg zur ,anwendung gebracht wurde4#ahh #ahh ,die von ,siemens 7#ahfg7 construirte magnetelektrische ,maschine mchte in der ,beleuchtungsfrage noch eine hervorragende ,rolle zu spielen berufen sein1 da in ihr mechanische ,arbeit in ,elektricitt bergefhrt wird4 ,der ,technik sind durch diese ,maschine die ,mittel geboten1 elektrische ,strme von unbegrenzter ,strke auf wohlfeile und bequeme ,art berall da zu erzeugen1 wo ,arbeitskraft disponibel ist4 ,man sagt1 ,siemens habe bereits den ,auftrag erhalten1 die entfernter vom ,lande liegenden ,leuchtsignalapparate1 welche rings um die schottische ,kste die gefhrlichsten ,stellen bezeichnen1 mit elektrischem ,lichte zu speisen1 das ihnen mit ,hlfe eines submarinen ,kabels vom ,lande aus zugefhrt werden soll4 ,die am #b4 ,mrz #ahfg in ,burlington-,house in ,london mit der ,siemens'schen ,maschine 7die zu ihrem ,betriebe eine #hpferdige ,dampfmaschine erfordert7 erzielten ,resultate gaben grossen ,hoffnungen hinsichtlich der ,anwendbarkeit der ,maschine fr die ,beleuchtung1 ferner fr die ,galvanotechnik1 fr ,wasserzersetzung1 fr ,ozonbereitung zum ,betriebe grosser ,bleichanstalten u4 s4 w4 ,raum4 ,vergleichende ,zusammenstellung der ,leuchtkraft der hauptschlichsten ,leuchtmaterialien4 ,greek3 a ,greek3 b ,greek3 g ,greek3 d ,greek3 e ,art des ,consumtion ,lichtstrke ,helligkeit ,leuchtkraft ,leuchtstoffes per ,stunde 7#a ,wachskerze von #aj ,grm4 7,wachskerzen in ,grm4 #ajj7 ,material #ajj7 ,wachs #i1jb #ajb1j #aaa1jb #ajj ,stearinsure #i1id #ie1e #if1jc #hd ,wallrath #h1hg #ajh1c #abc1ag #ajh ,talg #h1hg #ij1be #aja1gj #ij ,paraffin 7,i4 ,qualitt7 #h1hc -- #id1fi #hc ,paraffin 7,,ii4 7 #h1di -- #aci1hg #abc ,rbl 7,federlampe7 #dj1fi #fid #agj1jg #aei ,rbl 7,kchenlampe7 #g1cc #de1fg #fb1cj #ee ,rbl 7,studirlampe ohne ,zugglas7 #i1hf #aad1a #aae1hj #ajb ,photogen #bj1jb -- #adi1jc #aca ,solarl #bf1hb -- #bbe1fd #aii ,petroleum #ae1f -- #agd1dj #ahj ,petroleum #h1i -- #ahf1a #aie ,nach den ,versuchen von ,frankland 7#ahfc7 geben folgende ,quantitten der ,leuchtmaterialien gleiche ,leuchtkraft3 ,paraffinl 7d4 i4 ,solarl aus ,bogheadkohle7 #d1ec ,liter ,amerikanisches ,petroleum ,no4 #a4 #e1gj ,no4 #b4 #e1hh ,paraffinkerzen #h1db ,kilogr4 ,wallrathkerzen #aj1cg ,wachskerzen #aa1ie ,stearinkerzen #ab1ej ,talgkerzen #af1cj ,die ,paraffin- und ,solarlindustrie4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,das ,paraffin1 im ,jahre #ahcj von ,karl ,freiherrn v4 ,reichenbach 7in ,blansko in ,mhren und gestorben zu ,leipzig am #ai4 ,januar #ahfi7 unter den ,produkten der trocknen ,destillation des ,holzes1 zuerst namentlich im ,buchenholztheer aufgefunden1 hat seinen ,namen von parum1 wenig1 und affinis1 verwandt1 um anzudeuten1 dass es sich mit anderen ,stoffen nicht verbindet2 es wird weder durch ,alkalien1 noch durch ,suren1 noch durch ,glhhitze zersetzt4 ,spter wurde gefunden1 dass das ,paraffin sich auch bei der trocknen ,destillation von ,torf1 ,braunkohle1 ,bogheadkohle etc4 7nicht aber aus der eigentlichen ,steinkohle7 bildet4 ,es kommt aber natrlich und zwar in sehr grossen ,mengen vor1 so #a7 in dem ,steinl oder ,petroleum1 welches mitunter #f-dj ,proc4 ,paraffin enthlt2 #b7 in den unter dem ,namen ,ozokerit1 ,neft-gil oder ,erdwachs vorkommenden ,substanzen1 die gnzlich oder theilweise aus ,paraffin bestehen2 #c7 in dem ,bitumen 7,erdpech1 ,erdtheer71 welches in schieferigen ,gesteinsmassen 7bituminser ,schiefer7 sich findet4 ,sidenote3 ,fabrikation des ,paraffins4 ,die ,methode der ,darstellung des ,paraffins ist verschieden1 je nachdem dasselbe als ,edukt oder ,produkt auftritt4 ,als ,edukt erscheint es bei der ,verarbeitung des ,petroleums1 des ,ozokerits und des ,neft-gils1 als ,produkt dagegen bei der trocknen ,destillation der ,braunkohle1 des ,torfes1 des ,abraumes der ,steinkohlenfelder 7sogenannte ,schale1 coal shale71 der ,bogheadkohle etc4 ,sidenote3 ,aus ,petroleum4 ,i4 ,die ,abscheidung des ,paraffins 7,belmontin71 a7 aus dem ,petroleum4 ,dass in dem ,petroleum ,paraffin enthalten sei1 ist schon lngst bekannt2 so fand ,a4 ,buchner bereits im ,jahre #ahbj in dem ,erdl von ,tegernsee in ,oberbayern eine ,fettsubstanz1 welche v4 ,kobell spter als ,paraffin erkannte 7weshalb ,buchner in ,mnchner ,kreisen zuweilen als der ,entdecker des ,paraffins angesehen wird71 so ergaben ,untersuchungen des ,erdles von ,baku am caspischen ,meere und des ,erdles von ,amiano unweit ,parma1 dass dasselbe nicht unbetrchtliche ,mengen von ,paraffin enthlt4 ,der ,gedanke1 das ,steinl auf ,paraffin zu verarbeiten1 entstand jedoch erst im ,jahre #ahef1 als das ,steinl und zwar paraffinreiche ,sorten desselben massenhaft auf den ,markt kamen4 ,die amerikanischen ,steinle enthalten nur wenig ,paraffin1 grosse ,mengen dagegen die aus ,indien stammenden1 namentlich die ,naphta von ,burmah oder der ,rangoontheer1 welcher nach ,gregory1 de la ,rue und ,h4 ,mller bis zu #aj ,proc4 und das ,petroleum von ,java1 welches nach den ,untersuchungen von ,bleekerode bis zu #dj ,proc4 ,paraffin enthlt4 ,auch die ,bergnaphta in ,ostgalizien wird mit ,vortheil auf ,paraffin verarbeitet4 7,nach ,jicinsky wurden #ahff gegen #de1jjj ,ctr4 ,paraffin aus der ,bergnaphta in ,galizien abgeschieden47 ,nach dem ,patent1 welches de la ,rue im ,jahre #ahed auf die ,verarbeitung des ,erdles auf ,paraffin und ,hydrocarbre in ,england sich ertheilen liess1 wird der ,rangoontheer1 welchen man aus in der ,nhe des ,flusses ,irawadi in ,burmah gegrabenen ,brunnen gewinnt1 auf folgende ,weise verarbeitet4 ,das rohe ,erdl wird zunchst destillirt1 indem man durch dasselbe in einer ,destillirblase1 welche auch von aussen erhitzt werden kann1 ,wasserdampf von #ajj leitet4 ,hierbei gehen ungefhr #be ,proc4 vom ,gewicht der ,substanz ber1 welche durch fractionirte ,destillation in verschiedene ,kohlenwasserstoffe1 deren ,dichte von #j1fb bis #j1hf und deren ,siedepunkt von #bf1g bis #bjj ,c4 variirt1 zerlegt werden4 ,der leichteste dieser ,kohlenwasserstoffe findet unter dem ,namen ,sherwood-,oil als ,anstheticum ,anwendung1 die schwersten ,kohlenwasserstoffe werden als ,solarl verbrannt4 ,der ,rckstand von der ,destillation1 gegen #ge ,proc4 vom ,gewicht des ursprnglich angewendeten ,theeres betragend1 wird in einer eisernen ,blase einer zweiten ,destillation unterworfen1 wobei man ,wasserdampf von #aej bis #cjj ,c4 anwendet4 ,die ,produkte verschiedener ,flchtigkeit werden getrennt aufgefangen4 ,die zuletzt bergehenden ,portionen enthalten hauptschlich ,paraffin1 welches man durch ,abkhlung sich mglichst daraus ausscheiden lsst und dann absondert4 ,die schweren flchtigen ,oele werden als ,schmierl verwendet4 ,das gereinigte ,paraffin fhrt1 wie schon oben bemerkt1 den ,namen ,belmontin4 ,sidenote3 ,darstellung des ,paraffins aus ,ozokerit und ,neft-gil4 b7 ,aus dem ,ozokerit und ,neft-gil wird auf der ,insel ,swtoi-,ostrow im caspischen ,meere1 etwa eine ,werst von der ,halbinsel ,apscheron am ,kaukasus entfernt1 ,paraffin fabricirt4 ,das ,material1 das ,neft-gil1 wird aus ,truchmenien per ,schiff nach der ,insel transportirt4 ,aus dem galizischen ,erdwachse1 welches bei ,drohobicz und ,boryslaw in ,galizien1 ferner am ,nordabhange der ,karpathen und des ,siebenbrgischen ,hgellandes bis in die ,donauniederungen der ,moldau1 hauptschlich in ,sand1 ,lehm und ,mergel gefunden wird1 stellt man grosse ,mengen ,paraffin dar1 so in ,aussig1 in ,florisdorf1 in ,mhrisch-,ostrau1 in ,wien1 in ,neupest1 in ,temesvar1 in ,stocknau und in ,hermannstadt4 ,auch in ,texas findet sich ,erdwachs in reichlicher ,menge4 ,fr4 ,rossmssler verarbeitete in der oben erwhnten ,fabrik den ,neft-gil auf folgende ,weise3 ,in eisernen ,destillirblasen mit bleiernen ,schlangen und ,khlfssern wurde das ,rohmaterial in der ,menge von #ae ,ctr4 auf eine ,fllung der fractionirten ,destillation unterworfen4 ,es wurden #fh ,proc4 ,destillat erhalten 7#h ,proc4 ,oel und #fj ,proc4 ,paraffinmasse74 ,das ,oel diente zur ,darstellung von ,photogen4 ,es war gelb1 opalisirte und roch nur sehr wenig und zwar angenehm therisch und hatte ein specifisches ,gewicht von #j1gej bis #j1haj4 ,von jeder ,blase wurden die ersten #d oder #e ,eimer besonders aufbewahrt1 um das leichte fast geruchlose und unter #ajj ,c4 siedende ,oel zur ,paraffinreinigung zu verwenden4 ,das bei der ersten ,destillation des ,rohmaterials erhaltene ,paraffin war ein anderes ,produkt als das aus dem ,braunkohlentheer resultirende ,paraffin1 denn es war wachsgelb und erstarrte schon an den ,wnden des ,eimers1 so lange er noch voll lief4 ,der grsste ,theil des erstarrten rohen ,paraffins wurde sogleich in der hydraulischen ,presse ausgepresst4 ,das von den ,centrifugen und ,pressen ablaufende ,oel wurde erst noch einmal der fractionirten ,destillation unterworfen1 um das in demselben enthaltene ,paraffin zu trennen1 und dann eben so behandelt1 wie oben angegeben ist4 ,die ,presskuchen wurden geschmolzen und mit #e ,proc4 ,schwefelsure behandelt1 bis die ,sure ausgewirkt hatte1 was bei #agj bis #ahj ,c4 der ,fall war4 ,die ,sure wurde in den ,kesseln mit ,kalk abgestumpft und das ,paraffin auf die ,destillationsblase gefllt und so rasch wie mglich destillirt4 ,das auf diese ,weise behandelte1 destillirte ,paraffin wurde in der ,grsse der ,pressscke der liegenden hydraulischen ,pressen entsprechende ,tafeln gegossen und abgepresst2 die ,presskuchen wurden mit #be ,proc4 des vorher erwhnten leichten ,oeles verschmolzen1 wieder gegossen und zum zweiten ,male gepresst4 ,die so erhaltenen1 vollstndig weissen1 durchsichtigen und harten ,presskuchen wurden behufs der ,entfernung des ,geruchs mit ,wasserdmpfen behandelt4 ,das nach dieser ,methode aus ,ozokerit dargestellte ,paraffin war vollstndig farb- und geruchlos1 hell durchscheinend1 hatte in grossen ,tafeln fast metallischen ,klang und schmolz bei #fc ,c4 ,von der ausserordentlichen ,ergiebigkeit des ,rohmaterials giebt folgendes ,zahlenverhltniss ,zeugniss4 ,nachdem ,rossmssler1 ehe er die ,paraffinreinigung anfing1 etwa zwei ,monate destillirt hatte1 lieferten die ,pressen so viel ,presskuchen1 dass er vom #ab4 bis #ai4 ,september #cfij ,pud 7gleich #adh-a_/b ,ctr47 einmal gepresstes ,paraffin zur ,behandlung mit ,sure erhielt4 -- ,aus dem galizischen ,erdwachse erhlt man durch ,destillation #bd ,proc4 ,paraffin und #de ,proc4 ,leuchtle4 ,sidenote3 ,paraffin aus ,bitumen4 c7 ,aus dem unter dem ,namen ,asphalt1 ,erdpech oder ,erdtheer vorkommenden ,bitumen stellt man ebenfalls in ,england ,paraffin dar4 ,schiefrige ,gesteinmassen z4 ,b4 ,schieferthon1 ,mergelschiefer mit ,bitumen durchdrungen1 fhren den ,namen bituminse ,schiefer4 ,das auf der ,insel ,trinidad1 ferner auf ,cuba1 in ,californien1 ,nicaragua1 in ,peru und in ,canada vorkommende ,bitumen bildet eine ergiebige ,quelle fr die ,darstellung von ,paraffin und flssigen ,leuchtstoffen4 ,der ,asphalt von ,cuba und das von ,trinidad liefert #a1ge ,proc4 ,paraffin4 ,der in grosser ,ausdehnung im ,banat und in ,ungarn vorkommende bituminse ,schiefer wird in der ,stadt ,oravicza verarbeitet4 ,derselbe giebt 7nach ,wnschmann7 durch ,schwelen und ,destillation des ,theeres #e bis #f ,proc4 ,paraffin1 #di ,proc4 ,lampenl und #f ,proc4 ,schmierl4 ,sidenote3 ,darstellung des ,paraffins durch trockne ,destillation4 ,,ii4 ,die ,darstellung des ,paraffins durch trockne ,destillation des ,torfes1 der ,braunkohle1 des ,bltterschiefers1 der ,bogheadkohle1 der coal shale u4 s4 w4 zerfllt in zwei ,hauptarbeiten1 nmlich #a7 in die ,bereitung des ,theeres1 #b7 in die ,verarbeitung des ,theeres auf ,photogen1 ,solarl und ,paraffin4 ,es ist hier hervorzuheben1 dass der ,steinkohlentheer1 der in so grosser ,menge in den ,kohlengasfabriken abfllt1 kein ,paraffin1 sondern nur ,naphtalin und ,anthracen enthlt4 ,sidenote3 ,bereitung des ,theeres4 #a7 ,was die ,bereitung des ,theeres betrifft1 so gehrt dieselbe zu den wichtigsten und schwierigsten ,arbeiten der ,paraffin- und ,solarlindustrie4 ,bei vielen auf die ,verarbeitung fossiler ,brennstoffe auf ,leuchtmaterialien basirten ,unternehmungen1 welche ,ausgangs der #ej;er ,jahre entstanden und eben so schnell als sie auftauchten1 wieder verschwanden1 lag die ,ursache des ,scheiterns lediglich in der unvortheilhaften ,theererzeugung4 ,die ,theerbereitung geht in ,theerschwelfen oder in ,retorten -- entweder mit oder ohne ,anwendung berhitzter ,wasserdmpfe -- vor sich4 ,die ,gewinnung des ,theeres in den ,schwelfen ist die lteste und roheste ,methode4 ,das ,princip des ,schwelofens ist einfach4 ,man beabsichtigt durch eine untere brennende ,schicht von fossilem ,brennstoff1 dass die darber befindlichen ,schichten der trocknen ,destillation unterworfen werden1 wobei sie unter ,bildung von ,theer und gasfrmigen ,produkten verkohlen4 ,der nach unten abfliessende und an den ,wandungen der ,thonlage1 womit der zu schwelende ,brennstoff bedeckt ist1 sich verdichtende ,theer sammelt sich in einer ,rinne an und wird dort aufgefangen1 whrend die gasigen ,produkte verloren gehen4 ,obgleich nun die ,schwelfen den ,vortheil darbieten1 dass der ,betrieb continuirlich stattfinden kann1 so haben doch die ,erfahrungen des verwichenen ,jahrzehends gezeigt1 dass das ,theerschwelen der bituminsen ,brennstoffe mit grossen ,schwierigkeiten verknpft und zum ,zweck der ,bereitung eines ,theeres als ,material zur weitern ,verarbeitung auf ,paraffin und ,photogen unpraktisch ist1 selbst wenn man den ,schwelofen in ,gestalt eines kleinen ,schachtofens construirt und mit ,ventilatoren zum ,aufsaugen der flchtigen ,produkte der trocknen ,destillation versieht4 ,ein im ,jahre #ahei von ,l4 ,unger 7technischer ,dirigent einer ,paraffinfabrik in ,dllnitz bei ,halle7 construirter ,theerschwelofen soll die ,uebelstnde1 die mit dem ,schwelen der fossilen ,brennstoffe nach gewhnlicher ,art verknpft sind1 beseitigen1 dabei die ,vortheile einer billig herzustellenden ,anlage mit grsserer ,produktionsfhigkeit und geringerem ,aufwande an ,arbeitskrften und ,brennmaterial in sich vereinigen1 so wie die ,leitung des ,betriebes so vereinfachen1 dass es weniger von der ,einsicht und ,sorgfalt der ,arbeiter abhngt1 einen guten ,erfolg mit ,sicherheit zu erzielen4 ,die ,retorten1 namentlich die horizontalen ,retorten werden ebenfalls hufig zur ,theerbereitung benutzt4 ,die ,erfahrung hat jedoch gelehrt1 dass die ,anlage von ,retortenfen1 in denen1 wie bei der ,fabrikation von ,leuchtgas1 welche ja auf ganz entgegengesetzten ,principien beruht1 eine grssere ,anzahl von ,retorten z4 ,b4 vier oder acht1 ber einem ,feuer liegen1 selbst bei sorgfltig geleiteter ,operation ungnstige ,resultate liefert4 ,am zweckmssigsten erscheint es1 fr jede ,retorte eine besondere ,feuerung anzulegen1 besonders dann1 wenn man sich einer grossen eisernen ,retorte von #aj ,fuss ,lnge1 #cj ,zoll ,breite und #ae ,zoll ,hhe bedient1 welche im ,durchschnitte ein flaches ,oval bilden1 da diese ,form dem nachtheiligen ,einflusse ungleichmssiger ,spannung am besten widersteht4 ,in neuerer ,zeit ist zuerst in ,bhmen und spter auch anderwrts ein ganz aus ,charmotte- oder gut gebrannten ,backsteinen construirter1 einem flachgewlbten ,backofen hnlicher ,ofen mit ziemlich gnstigem ,erfolge angewendet worden1 derselbe kann jedoch einmal ausser ,betrieb gekommen1 ohne vorherigen ,umbau nicht wieder in ,gang gebracht werden1 da eine ,reparatur nur sehr schwierig zu bewirken ist1 wenn er auch andererseits den ,vortheil einer billigen ,anlage bietet4 ,die ,beobachtung ,vohl's1 dass ein ,wassergehalt von #bj-be ,proc4 in dem auf ,theer zu verarbeitenden ,material die ,theerausbeute merklich frdere und zwar1 wie es scheint dadurch1 dass die berhitzten ,wasserdmpfe einer ,ueberhitzung des ,materiales1 wodurch ein ,theil des ,theeres in gasige ,produkte bergefhrt werden wrde1 vorbeugen1 und ferner die ,wasserdmpfe die ,destillationsprodukte mglichst schnell aus dem zersetzenden ,bereiche der ,retorte oder des ,schwelapparates entfernen1 mag die ,veranlassung zur ,construction des ,lavender'schen ,theerbereitungsapparates gegeben haben1 welcher im ,principe mit dem von ,violette construirten ,holzverkohlungsapparate bereinstimmt4 ,der ,apparat ,lavender's ist ein horizontaler eiserner ,cylinder1 an seiner unteren ,seite mit ,oeffnungen versehen1 durch welche berhitzter ,wasserdampf eintritt2 am oberen ,ende des ,cylinders befindet sich ein ,abzugsrohr fr die ,destillationsprodukte4 ,zweckmssiger scheint ,l4 ,ramdohr's ,braunkohlentheergewinnung mittelst ,wasserdampf zu sein1 wobei ein ,theer 7,dampftheer7 erhalten wird1 der #bb-bd ,proc4 ,paraffin und #cf-ch ,proc4 ,oel enthlt4 ,sidenote3 ,condensation der ,theerdmpfe4 ,die ,khlung oder ,condensation der ,destillationsprodukte ist von grsster ,wichtigkeit fr die ,theerausbeute4 ,vohl hat neuerdings gezeigt1 dass selbst bei mangelhafter ,construction der ,retorten bei vortheilhafter ,khlung eine ziemlich gnstige ,theerausbeute mglich ist4 ,die vollstndige ,verdichtung der ,theerdmpfe ist eine der schwierigsten ,aufgaben der ,paraffin- und ,minerallfabrikation und die gewhnlich zur ,condensation angewendeten ,mittel wie starke ,khlung1 grosse ,condensationsflchen1 ,luft- und ,erdkhlung1 ,einspritzen von kaltem ,wasser u4 dgl4 haben sich im ,allgemeinen ungengend erwiesen und grosse ,verluste an ,dmpfen nicht zu verhindern vermocht4 ,hufig wollte man ,theerdmpfe condensiren1 wie man ,alkohol- und ,wasserdmpfe verdichtet4 ,betrachtet man aber einerseits die ,destillation von ,flssigkeiten1 andererseits die trockne ,destillation genauer1 so findet man zwischen beiden einen wesentlichen ,unterschied4 ,whrend des ,siedens der ,flssigkeiten1 wie z4 ,b4 beim ,abdestilliren des ,alkohols aus der weingaren ,maische 7vergl4 ,seite #ebj7 verdrngen die sich bildenden ,dmpfe nach und nach die in der ,blase und in dem ,khlapparat enthaltene ,luft und erfllen endlich den ganzen ,raum4 ,sobald die ,dmpfe mit den kalt gehaltenen ,flchen der ,khlapparate in ,berhrung kommen1 schlagen sie sich nieder und machen1 indem der durch die ,condensation entstandene leere ,raum saugend wirkt1 anderen eben solchen ,dmpfen ,platz1 welche ebenfalls sogleich in den flssigen ,zustand bergehen4 ,findet hinreichende ,khlung statt1 so wird der ,verlust1 wie die ,spiritusfabriken lehren1 auf das ,minimum reducirt sein1 denn auch das letzte ,dampfblschen kann der ,condensation nicht entgehen4 ,bei der trocknen ,destillation ist der ,verlauf dagegen ein ganz anderer4 ,mit den ,dmpfen bilden sich zugleich ,gase in reichlicher ,menge4 ,gelangt nun das ,gemisch von ,gasen und ,dmpfen in den ,khlapparat1 so schlagen sich die ,dampftheilchen1 welche unmittelbar mit den ,wnden der ,khlvorrichtung in ,berhrung kommen1 nieder und werden durch eine ,schicht von ,gasen ersetzt1 welche die brige ,dampfmasse einhllt1 und als schlechter ,wrmeleiter die fernere ,einwirkung des ,condensators verhindert4 ,so kann in der ,mitte der ,khlrhren ein ,dampfstrom1 welchem permanente ,gase beigemengt sind1 trotz starker ,abkhlung1 unverndert weiter gehen1 und daraus erklrt sich auch1 wie bei ungengender ,condensation aus dem ,condensator ,oel- und ,paraffintheilchen in ,gestalt eines dicken ,nebels entweichen1 die sich an einem davorgehaltenen ,wergballen als gelbe schmierige ,massen absetzen4 ,zu einer gengenden ,verdichtung der ,theerdmpfe gehrt mithin1 dass alle ,theilchen derselben mit den ,condensationsflchen in ,berhrung kommen1 und diese brauchen weder gross zu sein1 noch bedrfen sie einer starken ,abkhlung1 denn bekanntlich ist die latente ,wrme der ,theerdmpfe eine sehr geringe1 und eine mssige ,temperaturerniedrigung hinreichend1 um sie in flssigen ,zustand berzufhren4 ,das ,gemisch von ,dmpfen und ,gasen kann mit einer ,emulsion verglichen werden1 und gleichwie man die ,fetttheilchen durch rasches ,durcheinanderschlagen von der ,buttermilch trennt1 kann die ,ausscheidung der ,dmpfe durch ,anwendung von ,exhaustoren in ,form von ,flgelventilatoren wesentlich befrdert werden4 ,man muss bei der ,condensation der ,theerdmpfe also hauptschlich bedacht sein1 dass die ,dampfmolekle ihre ,lage bestndig ndern und mit den ,wandungen des ,khlers unmittelbar in ,berhrung gerathen4 ,leitungen1 bei denen die ,dmpfe in gerader1 ununterbrochener ,richtung fortstrmen1 sind somit zu vermeiden4 ,auf die ,ausbeute an ,theer und dessen ,gehalt an ,paraffin und ,minerall ist die ,temperatur beim ,destilliren von grossem ,einflusse1 ferner1 wie schnell den entstandenen ,gasen und ,dmpfen durch zweckmssige ,khlvorrichtung der ,abzug gestattet wurde4 ,wie gross der ,einfluss der ,form und der ,art des ,destillirgefsses auf die ,ausbeute an ,theer ist1 zeigte ,h4 ,vohl durch vergleichende ,destillationen von franzsischem und schottischem ,torf in horizontalen1 in verticalen ,retorten und in ,schwelfen4 ,no4 ,i sind die ,ergebnisse der ,horizontalretorte1 ,no4 ,,ii4 die der ,verticalretorte1 ,no4 ,,iii4 die der ,schwelfen4 #ajj ,th4 ,torf ergaben an ,theer ,i4 ,,ii4 ,,iii4 franzsischer ,torf #e1ei #d1fg #b1fi schottischer ,torf #i1jh #f1ci #d1af ,der ,theer1 in den verschiedenen ,apparaten erzeugt1 hatte folgende specifische ,gewichte3 ,i4 ,,ii4 ,,iii4 franzsischer ,torf #j1ibj #j1igj #a1jjf schottischer ,torf #j1ice #j1igj #a1jcg ,aus diesen ,resultaten ist ersichtlich1 dass die ,horizontalretorte die grsste und der ,schwelofen die geringste ,ausbeute liefert4 ,in der ,horizontalretorte ist ferner die ,destillationszeit die krzeste und die ,gasmenge die geringste4 ,beim ,schwelofen werden ,theer und kohliger ,rckstand durch eine zu grosse ,sauerstoffzufuhr verbrannt4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,theeres4 ,der ,theer1 so wie er durch trockne ,destillation des ,torfes1 der ,braunkohle1 des ,bltterschiefers1 der ,bogheadkohle und hnlicher ,rohmaterialien gewonnen wird1 ist von kaffeebrauner ,farbe1 besitzt 7als ,retortentheer7 meist eine alkalische1 in wenigen ,fllen eine saure ,reaction und zeichnet sich durch einen durchdringenden und charakteristischen ,theergeruch aus4 ,durch lngeres ,verweilen an der ,luft geht die hellbraune ,farbe des ,theeres durch ,sauerstoffaufnahme in eine dunkelbraune1 ja zuweilen fast schwarzbraune1 ber4 ,bei #i bis #f erstarrt er hufig durch seinen ,paraffingehalt zu einer butterhnlichen ,masse4 ,er schwimmt auf dem ,wasser und hat ein specifisches ,gewicht von #j1he bis #j1ic4 ,der mittelst berhitzter ,wasserdmpfe aus ,braunkohlen erhaltene ,dampftheer ist 7nach ,ramdohr -- #ahfi --7 stets sauer und mit ,alkalien vollstndig verseifbar4 ,er erstarrt bereits bei #ee-fj ,c4 und kann selbst im ,sommer in ,form von ,tafeln oder ,blcken1 ohne zu erweichen1 aufbewahrt werden4 ,sein spec4 ,gew4 betrgt #j1hge4 ,die ,ausbeute an ,theer 7,retortentheer7 betreffend1 so gaben #ajj ,th4 ,rohstoff3 ,theer4 ,spec4 ,rohes ,gewicht4 ,paraffin4 ,bltterschiefer 7,siebengebirge7 #bj #j1hhj #j1ge ,proc4 7,hessen7 #be #j1hhj #a1j ,braunkohlen 7,provinz ,sachsen7 #g #j1iaj #j1ej #aj #j1ibj #j1ge #f #j1iae #j1ej #e #j1iaj #j1be 7,bhmen7 #aa #j1hfj -- 7,westerwald7 #e1e #j1iaj -- #c1e #j1iaj -- 7,nassau7 #d #j1iaj -- #c #j1iaj -- 7,frankfurt7 #i #j1hij -- ,lignit 7,schlesien7 #c #j1hij #j1be ,liasschiefer 7,vende7 #ad #j1hgj #a1j 7,westphalen7 #e #j1ibj #j1je ,posidonienschiefer 7,wrttemberg7 #i1fc #j1ige #j1abd ,torf 7,neumark7 #e #j1iaj #j1cc 7,hannover7 #i #j1ibj #j1cc 7,erzgebirge7 #e1g #j1ijb #j1ce #e1c #j1ije #j1dj 7,russland7 #e1hf -- -- #g1jj -- -- ,boghead-,kohle 7,schottland7 #cc #j1hfj #a1j-a1d ,cannel-,kohle -- -- #a1j-a1c ,peltonmain-,kohle -- -- #a1j ,grove-,kohle #i #j1iaj #a1j-a1be ,sidenote3 ,verarbeitung des ,theeres4 ,die ,verarbeitung des ,theeres beginnt mit der ,entwsserung desselben4 ,zu dem ,ende wird der ,theer aus dem ,theerbassin mittelst ,pumpen in die ,entwsserungsapparate 7,decantirstnder7 gepumpt4 ,diese ,apparate bestehen aus grossen ,ksten von ,kesselblech und sind in einem ,abstande von #aj ,centimeter mit gleichen ,mnteln umgeben4 ,in dem ,zwischenraume befindet sich ,wasser1 welches durch ,dmpfe #aj ,stunden lang auf einer ,temperatur von #fj-hj gehalten wird4 ,nach dieser ,zeit hat sich das ,ammoniakwasser1 welches ungefhr #a_/c des ganzen ,rohtheeres ausmachte1 sowie ein grosser ,theil der ,unreinigkeiten1 die aus ,kohlenstaub bestehen1 von dem ,theer abgeschieden4 ,die geringe ,menge ,wasser1 welche dann noch in dem ,theer geblieben ist1 bt auf die nun folgende ,destillation keinen nachtheiligen ,einfluss mehr aus4 ,der ,entwsserungskasten ist mit zwei ,hhnen versehen1 von welchen einer dicht am oberen ,boden1 der andere einen ,fuss hher angebracht ist4 ,mittelst des unteren ,hahnes zapft man das ,ammoniakwasser ab1 mittelst des oberen ,hahnes erhlt man den entwsserten ,theer4 ,leichte ,theere von geringem spezifischem ,gewichte lassen sich schnell und in kurzer ,zeit entwssern1 schwere ,theere1 deren spezifisches ,gewicht das des ,ammoniakwassers fast erreicht1 bereiten begreiflicherweise der ,trennung grosse ,schwierigkeiten4 ,nach der ,angabe von ,vohl hat man1 wenn es sich um die ,entwsserung sehr schwerer ,theersorten handelt1 den ,unterschied der specifischen ,gewichte des ,theeres und des ,wassers dadurch zu vergrssern1 dass man in dem ,wasser ,kochsalz1 ,glaubersalz1 ,chlorcalcium u4 dergl4 lst2 dadurch werde die ,entwsserung des ,theeres1 resp4 die ,abscheidung des ,wassers beschleunigt4 ,nach ,dullo haben sich dagegen alle diese ,mittel zur schnelleren und vollstndigeren ,abscheidung des ,wassers aus dem ,theer entweder als zu kostspielig oder als berflssig nicht bewhrt4 ,auf die ,entwsserung des ,theeres ist grosse ,sorgfalt zu verwenden1 indem sonst die ,destillation sehr bald durch ,uebersteigen des ,theeres unterbrochen wird2 auch ist dieses ,uebersteigen in der ,regel die ,veranlassung zu ,feuersbrnsten in den ,paraffin- und ,minerallfabriken4 ,sidenote3 ,destillation des ,theeres4 ,der entwsserte ,theer wird der ,destillation unterworfen4 ,dies geschieht in ,destillirblasen1 welche gewhnlich #bj ,centner fassen4 ,sie sind meist von ,gusseisen4 ,vor dem zu schnellen ,durchbrennen schtzt man sich auf die ,weise1 dass man durch einen1 zwischen dem ,feuerraum und dem ,boden der ,blase aus feuerfesten ,steinen gemauerten ,bogen die ,spitzflamme verhindert1 den ,boden der ,blase zu treffen4 ,ausserdem wendet man vortheilhaft eine aus zwei ,theilen bestehende ,blase an1 deren unterer1 den ,boden bildender ,theil an dem oberen angeschraubt und die ,verbindungsstelle mit feuerfestem ,thon verstrichen wird4 ,brennt hier auch der ,boden durch1 so braucht nur der untere ,theil der ,blase erneuert zu werden4 ,die ,destillirblasen sind mit sehr flachen ,helmen und weiten ,mndungen versehen4 ,die ,dmpfe der verschiedenen ,oele haben ein sehr hohes spec4 ,gewicht und knnen deshalb nur mit ,mhe zu einer gewissen ,hhe erhoben werden2 auch ist die geringe ,menge latenter ,wrme1 welche diese ,dmpfe besitzen und weshalb sie sich so leicht condensiren und zurckfliessen1 eine strende ,eigenschaft1 weshalb man die ,hte der ,destillationsblase mit einem schlechten ,wrmeleiter1 mit ,sand oder ,asche1 bedecken muss4 ,ist der ,theer gut entwssert1 so geht die ,destillation ruhig1 ohne irgend eine ,strung ihren ,gang2 enthlt derselbe jedoch mechanisch eingemengte ,wasserpartikel1 so findet ein starkes ,aufschumen und ,uebersteigen der ,theermasse statt4 ,der ,theer beginnt scheinbar schon unter #ajj ,c4 zu sieden1 doch ist dies nichts weiter1 als ein ,entweichen des sehr flchtigen ,schwefelammoniums und der ,pyrrolbasen4 ,die im ,anfang entweichenden ,gase mssen durch geeignete ,vorrichtungen aus dem ,destillirhause entfernt werden4 ,bei #ajj ,c4 beginnt erst die eigentliche ,destillation4 ,im ,anfang erhlt man noch eine geringe ,menge sehr starken ,ammoniakwassers nebst leichten ,oelen4 ,nach einer kurzen ,zeit liefert die ,destillation kein ,wasser mehr und das ,oel luft in einem ununterbrochenen starken ,strahl in die ,vorlage4 ,der ,siedepunkt des ,theeres ist nicht constant und variirt alle #e bis #aj ,minuten2 erst nachdem eine grosse ,menge ,oel abdestillirt ist und die ,temperatur #bjj ,c4 berschritten hat1 stellt sich der ,siedepunkt in etwas fest und man erhlt nun eine neue ,portion ,wasser gleichzeitig mit dem ,oel4 ,dieses ,auftreten von ,wasser ist nicht das ,ergebniss der ,zersetzung von ,oelen1 sondern ist das chemischgebundene ,wasser des ,kreosots und der ,carbolsure1 welches bei dieser ,temperatur frei wird4 ,wenn die ,wasserentwickelung aufgehrt hat1 entsteht eine ,pause in der ,destillation und nur durch verstrktes ,feuer kann man dieselbe wieder in ,gang bringen4 ,die ,oele1 welche nun erhalten werden1 erstarren beim ,erkalten durch ihren ,paraffingehalt und werden fr sich aufgefangen4 ,man kann nun die ,destillation bis zur ,trockne fortsetzen1 wobei man auf den ,asphalt ,verzicht leisten und die ,destillirblase nach der vierten bis fnften ,operation von dem ,rckstand gereinigt werden muss1 oder aber man nimmt ,proben mit einem kleinen1 eisernen ,lffel und berzeugt sich von der ,hrte des ,asphalts4 ,hat er die geeignete ,hrte1 so lsst man das ,feuer ausziehen1 die ,blase einige ,stunden erkalten1 und entleert dieselbe durch einen am ,boden des ,kessels befindlichen ,krahnen oder ,stopfen4 ,wird die ,destillation bis zur ,trockne getrieben1 so erhlt man zuletzt wieder ,wasser1 welches durch ,zersetzung1 resp4 ,oxydation entstanden ist4 ,eine ,blase von #ejj ,liter ,inhalt braucht #ab bis #ad ,stunden ,destillationszeit bis zur ,trockne1 und #h bis #aj ,stunden1 wenn man den ,asphalt gewinnen will4 ,zwischen den ,blasen und den ,condensationsgefssen ist eine massive ,wand gezogen1 durch welche die ,helme der ,blasen hindurchgehen4 ,die ,condensationsapparate sind ,bleischlangen1 die sich in grossen ,holzfssern befinden1 in welch' letztern kaltes ,wasser fliesst4 ,wenn das ,paraffin anfngt berzugehen1 hemmt man den ,zufluss des kalten ,wassers und lsst das ,khlwasser warm werden1 damit das ,paraffin die ,schlange nicht verstopft4 ,man destillirt1 wie bereits oben angegeben1 bis in der ,blase reine ,kohle brig bleibt1 und um die zuletzt in grosser ,menge auftretenden1 sich durch die ,zersetzung der ,oele bei der sehr hohen ,temperatur bildenden permanenten ,gase nicht in den ,arbeitsraum treten zu lassen1 ist eine sinnreiche ,vorrichtung angebracht1 durch welche die ,flssigkeit nicht verhindert wird1 aus der ,mndung der ,schlange in das untenstehende ,gefss zu trpfen1 wodurch jedoch die gasigen ,produkte gezwungen werden1 durch ein ,rohr zum ,dache hinaus zu entweichen4 ,sidenote3 ,behandlung der ,destillationsprodukte4 ,das ,gemenge der ,destillationsprodukte kommt nun in grosse1 geschlossene ,cylinder von ,gusseisen1 und wird mit einer ,lsung von ,aetznatron in der ,weise behandelt1 dass die ,lauge in innige ,berhrung mit den ,oelen kommt4 ,es hat diese ,behandlung den ,zweck1 die sauren ,krper1 z4 ,b4 die der homologen ,carbolsurereihe angehrigen ,stoffe 7die man in den ,fabriken kurzweg als ,kreosot bezeichnet7 und die sauren holzessigartigen ,krper1 die den ,oelen den unangenehmen ,geruch und die dunkle ,farbe geben1 an ,natron zu binden4 ,ist der ,zweck erreicht1 so wird die ,mischung in einen eisernen ,kasten abgelassen1 in dem sich das ,kreosot-,natron 7,natrium-,carbolat7 und die brigen ,verbindungen des ,natrons absetzen4 ,dieselben werden abgelassen und das ,oel so lange mit ,wasser gewaschen1 bis es nicht mehr alkalische ,reaction zeigt4 ,dann kommt das ,oel wieder in einen dem frheren gleichen ,cylinder von ,gusseisen und wird hier in derselben ,weise mit ,schwefelsure behandelt1 wie frher mit ,natron4 ,die ,schwefelsure hat den ,zweck1 alle basischen ,krper1 die zum ,theil auch den rohen ,oelen den unangenehmen ,geruch und ,farbe verleihen1 zu binden4 ,die ,zeit der ,einwirkung der ,schwefelsure1 von welcher ,concentration man dieselbe anzuwenden hat1 und wie viel1 ferner1 ob man die ,oele whrend der ,einwirkung erwrmen muss oder nicht1 hngt wieder ganz von der ,natur der ,rohle ab4 ,mitunter sind #e ,proc4 ,schwefelsure vom spec4 ,gewicht #a1gj und die ,einwirkung einer ,minute gengend1 mitunter braucht man #be ,proc4 ,schwefelsure und muss #c ,stunden einwirken lassen4 ,diese ,behandlung ist sowol auf die ,qualitt wie ,quantitt der ,ausbeute an reinen ,oelen von grossem ,einfluss4 ,bei lngerer ,einwirkung der ,schwefelsure bilden sich immer grosse ,mengen von schwefliger ,sure1 womit ein ,schwererwerden der ,oele verbunden ist1 denn indem sich einerseits schweflige ,sure1 andererseits ,wasser bildet1 geben zur ,bildung des letztern gerade die leichtesten ,produkte1 in diesem ,falle als die zersetzbarsten1 den ,wasserstoff her1 und werden dadurch in kohlenstoffreichere1 also schwerere ,produkte umgewandelt4 ,ist die ,einwirkung der ,schwefelsure beendet1 so wird das ,gemisch aus dem ,mischgefss wieder in eiserne ,kasten abgelassen1 und1 wenn sich die sauren ,verbindungen abgeschieden haben1 letztere abgezogen1 die ,oele mit vielem ,wasser und zuletzt mit einer sehr schwachen ,natronlauge gewaschen1 und dann dieselben auf die grossen ,blasen zur ,rectification gebracht4 ,die frher erhaltene ,lsung von ,kreosot-,natron wird mit der schwefelsauren ,lsung neutralisirt1 wodurch einerseits rohe ,carbolsure 7,kreosot7 gewonnen wird1 die entweder zum ,desinficiren oder zum ,imprgniren von ,eisenbahnschwellen1 oder zur ,darstellung gewisser ,theerfarben 7vgl4 ,seite #ffc7 ,anwendung findet1 andererseits aber ,natriumsulfat1 das an ,sodafabriken abgegeben wird4 ,neuerdings wird 7auf ,anregung von ,l4 ,ramdohr7 das ,kreosot-,natron mit vielem ,erfolge auf ,leuchtgas 7,kreosotgas7 verarbeitet1 wobei natronhaltige ,koks zurckbleiben1 aus denen durch ,auslaugen fast alles ,natron wieder erhalten werden kann4 ,sidenote3 ,rectification der ,oele4 ,bei der ,rectification der ,theerle wird genau so verfahren1 wie bei der ,destillation des ,theers4 ,die bergehenden ,oele werden nach ihrem specifischen ,gewicht in ,photogen und ,solarl getrennt oder bis zum ,gewicht von #j1hcc gemischt als ,solarl in den ,handel gebracht4 ,wenn die berdestillirten ,oele anfangen1 in der ,klte zu erstarren1 oder ein specifisches ,gewicht von #j1hhj bis #j1ijj haben1 werden sie gesondert aufgefangen1 und diese bis zu ,ende bergehende ,masse zur ,krystallisation des ,paraffins in einen ,keller gestellt4 ,die hierzu verwendeten ,gefsse sind entweder grosse viereckige1 eiserne ,kasten1 die unten einen ,abzugshahn haben1 oder nach unten spitz zulaufende1 #a1f-b ,meter hohe1 oben #a ,meter breite ,gefsse von ,eisenblech oder ,holz1 die unten eine mit einem ,holzstopfen zu verschliessende ,oeffnung haben4 ,nach beendigter ,krystallisation1 also nach ungefhr #b-d ,wochen1 wird das flssig gebliebene dicke ,oel langsam abgezogen1 whrend die glnzenden ,krystallblttchen von ,paraffin im ,gefss zurckbleiben4 ,dieses dicke ,oel wird nun aufgehoben und der ,winterklte ausgesetzt1 wobei noch grosse ,mengen fester ,kohlenwasserstoffe herauskrystallisiren1 die zwar nicht ,paraffin sind1 aber doch in ,stearinfabriken sehr gute ,verwendung finden und daher an diese mit ,vortheil abgesetzt werden4 ,das von dieser zweiten ,krystallisation zurckbleibende ,oel findet verschiedene ,anwendung4 ,hat es ein mssig niedriges spec4 ,gewicht1 so wird es einer ,destillation unterworfen und giebt dabei ,solarl1 hat es jedoch ein hheres ,gewicht1 z4 ,b4 von #j1ibe-j1idj1 so giebt es bei der ,destillation kein ,solarl mehr1 sondern dieses dicke ,oel kommt als ,maschinen- oder ,wagenschmiere in den ,handel4 ,je nach der ,natur der angewandten ,rohstoffe erhlt man mehr oder weniger dieser dicken ,oele4 ,die unter dem ,namen belgische ,wagenschmiere in den ,handel kommende ,masse ist aus diesen ,oelen dargestellt4 ,sidenote3 ,reinigen des ,rohparaffins4 ,die erhaltenen ,krystalle von ,rohparaffin werden nun in ,england zur weiteren ,reinigung an besondere ,fabriken abgegeben1 whrend in ,deutschland sich jede ,fabrik ihr ,paraffin selbst reinigt1 ja meistentheils auch selbst ,kerzen daraus fertigt4 ,der erstere ,weg scheint der rationellere zu sein1 da es sich ja in allen ,industriezweigen herausgestellt hat1 dass bei vorgeschrittener ,fabrikation eine selbst weitgetriebene ,arbeitstheilung sowol zum ,vortheil der ,fabrikation1 wie der ,consumtion gereicht4 ,in den deutschen ,fabriken wird das ,rohprodukt1 die sogenannte ,paraffinbutter1 insofern auf verschiedene ,weise behandelt1 als einige ,fabrikanten dieselbe ohne ,weiteres in einen khlen ,raum zur ,krystallisation bringen1 andere aber dieselbe zunchst mit ,aetzlauge und ,schwefelsure behandeln und sie dann erst nochmals destilliren oder auch mit ,umgehung dieser letzteren ,manipulation zur ,krystallisation der ,ruhe berlassen4 ,die erstere ,methode mchte zwar einfacher und minder kostspielig erscheinen1 sie hat aber zunchst den ,nachtheil1 dass dem ,paraffin ein grosser ,theil seines ,lsungsmittels1 des schweren ,oeles1 gelassen wird1 in ,folge dessen das ,auskrystallisiren des ,paraffins in geringerem ,maasse erfolgt2 bei einer ,verwendung des von dem ,paraffin getrennten ,oeles muss natrlich eine ,reinigung desselben ebenfalls erfolgen1 sodass also diese ,manipulation keineswegs erspart1 sondern nur verschoben wird1 und da endlich die aus gereinigter ,paraffinbutter erhaltenen ,paraffinkrystalle weit reiner1 weisser und fast geruchfrei sind1 so muss die ,unterlassung der ,reinigung der ,paraffinbutter als unrationell jedenfalls verworfen werden4 ,bei der ,behandlung der ,paraffinbutter mit ,natronlauge nimmt diese letztere alle sauren ,bestandtheile der ersteren 7die ,phenole und das ,kreosot7 und andere in sich auf4 ,die nach dem ,absetzenlassen und ,trennung der ,lauge von der ,paraffinbutter folgende ,behandlung derselben mit ,schwefelsure1 wozu nach ,umstnden #f-aj ,proc4 ,sure erfordert werden1 entfernt die alkalischen und harzigen ,bestandtheile und bedingt dadurch eine ,volumenverminderung um nahezu #e ,procent1 sodass man nach ,anwendung dieser chemischen ,agentien eine weit concentrirtere ,lsung von ,paraffin vor sich hat1 welche bei der ,krystallisation auch jedenfalls mehr ,paraffin ausscheiden lsst4 ,die so behandelte ,paraffinbutter wird nun in khle ,rume zur ,krystallisation hingestellt und ihr dazu mindestens #c bis #d ,wochen ,zeit gelassen1 worauf die entstandenen ,krystalle von dem schweren ,oele durch einfache ,filtration1 ,absaugung1 ,centrifugalmaschine oder eine andere ,vorrichtung getrennt werden4 ,fr grosse ,fabriken1 wo es sich um schnelle ,verarbeitung grosser ,mengen handelt1 ist die ,centrifugalmaschine zum ,ausschleudern des ,oeles unentbehrlich1 welcher ,apparat die ,trennung des ,oeles von den ,krystallen berhaupt nicht allein am schnellsten1 sondern auch am vollkommensten bewerkstelligt4 ,die erhaltenen ,krystalle werden zusammengeschmolzen und in zollstarke ,kuchen ausgegossen1 welche das ,rohparaffin darstellen2 die ,oele aber werden durch ,destillation ber freiem ,feuer in ,solarl und ,paraffinbutter getrennt4 ,das ,rohparaffin wird in allen ,fllen zunchst durch mechanische ,pressung von dem grssten ,theile des noch anhaftenden ,oeles befreit1 wozu man sich hydraulischer ,pressen bedient4 ,die ,presskuchen werden dann bei #ahj mit #aj ,proc4 ,schwefelsure gemischt1 nach #b ,stunden das ,paraffin von der ,sure abgelassen1 gewaschen1 in ,kuchen gegossen und in einer hydraulischen ,presse abermals gepresst2 die ,presskuchen werden nach dem ,schmelzen mit einer ,sodalsung gewaschen4 ,da der ,zweck der ,schwefelsurebehandlung des ,paraffins der ist1 die letzten ,theile des schweren ,oeles zu entfernen1 welche dem ,paraffin gewissermaassen als ,mutterlauge noch anhngen1 so lag wohl die ,idee nahe1 diesen ,zweck durch eine ,art ,waschung und mittelst ,agentien zu erreichen zu suchen1 welche in keinem ,falle zerstrend auf das ,paraffin zu wirken vermchten4 ,als besonders dazu geeignet zeigten sich das ,benzol und berhaupt alle leichten weissen ,theerle1 das ,petroleum und der ,schwefelkohlenstoff1 und man verfhrt damit folgendermaassen3 ,das ,rohparaffin wird zunchst einer starken1 warmen ,pressung unterworfen und die ,presskuchen dann mit #e-f ,proc4 von einer der obigen ,flssigkeiten zusammengeschmolzen und abermals in ,kuchen ausgegossen4 ,jetzt presst man abermals und wiederholt im ,nothfalle die ganze ,operation noch einmal4 ,das ,paraffin ist jetzt vllig rein und weiss1 der noch anhaftende ,geruch des ,lsungsmittels aber muss mittelst ,einleiten gespannten ,wasserdampfes verflchtigt werden4 ,das abgeblasene ,paraffin wird durch ,seidenpapier filtrirt und in ,tafeln von #c-e ,centimeter ,dicke gegossen4 ,der ,schwefelkohlenstoff1 von ,alcan 7#aheh7 zuerst zum ,reinigen des ,paraffins vorgeschlagen1 wird auf folgende ,weise angewendet3 ,man schmilzt das ,paraffin bei mglichst niedriger ,temperatur1 mischt dann #aj-ae ,proc4 ,schwefelkohlenstoff hinzu1 lsst erkalten und presst das erhaltene ,gemisch stark aus2 meist ist es nothwendig1 den ,process #b-cmal zu wiederholen4 ,die ausgepressten ,flssigkeiten unterwirft man der ,destillation1 um den ,schwefelkohlenstoff daraus abzusondern4 ,das mittelst ,schwefelkohlenstoff gebleichte ,paraffin wird geschmolzen1 einige ,zeit in geschmolzenem ,zustande erhalten und dann mit ,steinkohle behandelt1 um es vollkommen rein zu erhalten4 ,sidenote3 ,hbner's neues ,verfahren der ,paraffingewinnung4 ,ein neues ,verfahren der ,paraffingewinnung ist in neuerer ,zeit von ,b4 ,hbner aufgekommen4 ,bisher wurde das ,paraffin auf folgende ,weise gewonnen4 ,der ,theer wurde destillirt und das ,destillat in einen flssigbleibenden und einen erstarrenden ,theil zerlegt4 ,der letztere wurde entweder1 ohne weitere ,behandlung1 roh in mglichst khlen ,rumen zur ,krystallisation bei ,seite gesetzt2 nachdem diese erfolgt1 wurden die festen ,kohlenwasserstoffe1 denen er seine ,consistenz verdankt1 durch ,centrifugen und ,pressen von den beigemengten ,paraffinlen getrennt1 einer ,behandlung mit ,natron und ,schwefelsure unterworfen1 dann abermals destillirt1 das erstarrende ,destillat durch ,pressungen mit den flchtigsten1 farblosen1 flssigen ,kohlenwasserstoffen aus dem ,braunkohlentheer gereinigt1 resp4 entfrbt1 oder aber1 der erstarrende ,antheil des ,destillats aus dem ,theer wurde direct mit kaustischem ,natron und ,schwefelsure behandelt1 einer erneuten ,destillation unterworfen1 das ,destillat zur ,krystallisation gestellt und die aus den krystallisirten ,massen ebenfalls durch ,centrifugen oder ,pressen abgeschiedenen festen ,kohlenwasserstoffe wurden durch ,pressungen mit den oben gedachten flssigen ,kohlenwasserstoffen gereinigt4 ,in beiden ,fllen ging der ,paraffingewinnung eine zweifache ,destillation desselben voraus4 ,verschiedene ,erscheinungen deuten darauf hin1 dass jede derselben insofern einen nachtheiligen ,einfluss auf die festen ,kohlenwasserstoffe ausbt1 als ein sehr grosser ,theil davon bei den hohen ,destillationstemperaturen in weniger werthvolle1 flssige ,kohlenwasserstoffe1 ein anderer in zwar wiederum feste zerfllt1 die aber einen niedrigeren ,schmelzpunkt haben als diejenigen1 aus welchen sie entstanden1 und deshalb gleichfalls von geringerem ,werthe sind4 ,um diese ,umbildungen und ,zersetzungen wenigstens theilweise zu vermeiden1 hat nun ,hbner anstatt der aus dem ,theer ausgeschiedenen ,paraffinmassen diesen selbst einer geeigneten ,behandlung mit ,schwefelsure und nach ,trennung von der letzteren einer ,destillation ber einige ,procente gelschten ,aetzkalkes unterworfen1 die dabei gewonnene ,paraffinmasse zur ,krystallisation bei ,seite gesetzt1 die von dem ,oel getrennten ,paraffinkrystalle aber durch ,pressungen mit weissem ,braunkohlentheer sofort gereinigt4 ,bei diesem ,verfahren werden also eine ,destillation und die damit verbundenen ,zersetzungen vermieden2 die ,folgen davon sind3 ,greek3 a7 grssere ,ausbeute an ,paraffin1 ,greek3 b7 ,gewinnung eines bedeutend hrteren ,paraffins1 als nach dem erstgedachten ,verfahren4 ,neben dem ,paraffin und gleichzeitig mit diesem werden aus dem ,braunkohlentheer ,mineralle gewonnen1 die hauptschlich als ,material zur ,beleuchtung dienen4 ,das wichtigste und werthvollste ,ergebniss desselben waren frher die letzteren4 ,in neuerer ,zeit sind dieselben durch die beraus massenhafte ,gewinnung und ,verwendung der zu gleichem ,zweck benutzten natrlichen ,mineralle1 insbesondere des amerikanischen ,petroleums1 derart entwerthet worden1 dass die ,industrie1 die sich mit ihrer ,herstellung beschftigt1 in empfindlichster ,weise davon berhrt wird und sich ernstlich nach ,mitteln umsehen muss1 um die ihr zugefgten ,nachtheile auszugleichen4 ,in dieser ,beziehung wird auch eine ,mehrgewinnung von den festen ,kohlenwasserstoffen1 dem ,paraffin1 die bedeutend werthvoller sind1 als die flssigen1 die ,mineralle1 und dessen ,verwendung immer grssere ,dimensionen annimmt1 von ,wichtigkeit sein und somit auch die vorerwhnten ,ergebnisse4 ,durch die besprochene ,destillation ber ,kalk werden #dj-ej ,procent der ,unreinigkeiten aus dem ,theer 7insbesondere ,brandharze und dem ,kreosot verwandte ,stoffe7 entfernt1 die nach dem lteren ,verfahren auf kostspieligere ,weise durch ,aetznatron aus den ,destillaten desselben genommen werden mussten4 ,sidenote3 ,ausbeute an ,paraffin4 ,ueber die ,ausbeute an ,paraffin1 ,mineral- und ,schmierl aus den verschiedenen ,sorten von ,theer und den verschiedenen ,rohmaterien mgen folgende ,angaben gengen3 ,torf4 ,in der ,fabrik in ,bernuthsfelde bei ,aurich erhlt man aus dem dortigen recht guten ,torf #f-h ,proc4 ,theer und aus dem ,theer #bj ,proc4 ,solarl von #j1hcj spec4 ,gewicht und #j1ge ,proc4 ,paraffin4 ,h4 ,vohl erhielt aus #ajj ,th4 ,theer aus ,torf3 ,minerall ,schmierl von #j1hbj von #j1hfj ,torf von spec4 ,gewicht spec4 ,gewicht ,paraffin ,celle #cd1fj #cf1jj #h1ja ,coburg #bj1fb #bf1eg #c1ab ,damme #ai1de #ai1ed #c1ca ,zrich #ad1dj #h1ff #j1db ,russland #bj1ci #bj1ci #c1cf ,westphalen #aa1jj #ai1dh #b1be ,braunkohle4 ,in den ,fabriken der ,weissenfelser ,braunkohlenreviere liefert #a ,tonne 7 #bge-cjj ,pfund7 einer hellen ,braunkohle #ce-ej ,pfd4 ,theer4 #ajj ,pfd4 dieses ,theeres geben #h-aj ,pfd4 hartes ,paraffin fr ,kerzenguss1 #h-aj ,pfd4 weiches ,paraffin1 welches an ,stearinkerzenfabriken zur ,verdnnung der ,stearinsure abgegeben wird1 #bj ,pfd4 ,photogen und #bc ,pfd4 ,solarl4 ,in der ,fabrik von ,b4 ,hbner in ,rehmsdorf bei ,zeitz werden jhrlich verarbeitet #cfj1jjj ,ctr4 ,braunkohle auf circa #dj1jjj ,ctr4 ,theer4 ,daraus werden dargestellt #ah1jjj ,ctr4 ,mineralle1 #djjj ,ctr4 ,paraffinle und #fjjj ,ctr4 ,paraffin4 ,man erhielt aus #ajj ,th4 ,theer 7,retortentheer7 aus ,braunkohle3 ,minerall ,schmierl von #j1hbj von #j1hfj ,braunkohle von spec4 ,gewicht spec4 ,gewicht ,paraffin ,aschersleben #cc1ej #dj1jj #c1c ,frankenhausen #cc1da #dj1jf #f1g ,mnden #ag1ej #bf1ba #e1j ,oldisleben #ag1gb #bf1fj #d1d ,untersucht ,cassel #af1db #bg1ad #d1b von der ,rhn 7,bayern7 #aj1fb #ai1cg #a1b ,h4 ,vohl4 ,tilleda #af1ff #ah1je #d1d ,stockheim bei ,dren #ag1ej #bf1fc #c1b ,bensberg bei ,cln #af1cf #ai1ec #c1d ,tscheitsch in ,mhren #i1jd #bh1hf #c1b ,eger in ,bhmen #i1ad #ed1jj #e1b von ,herwitz in ,bhmen #bb1jj #dh1cb #e1b ,c4 ,mller4 ,schbritz in ,bhmen #ba1fh #df1cc #d1c ,aus ,dampftheer 7aus ,braunkohlen7 erhielt ,ramdohr 7#ahfi7 im ,durchschnitt3 #bb-bd ,proc4 ,paraffin1 davon #ae ,proc4 bei #ef-eh schmelzend1 #g-i #ch-dg #cf-ch ,mineralle4 ,bei vorsichtiger ,behandlung soll der ,dampftheer #bh-cj ,proc4 ,paraffin liefern knnen4 ,die ,angaben ber die ,ausbeute aus ,cannelkohle und ,bogheadkohle gehen weit auseinander4 ,aus #ajj ,th4 ,theer aus ,bltterschiefer wurden erhalten3 ,minerall ,schmierl ,paraffin ,englischer ,bltterschiefer #bd1bh #dj1jj #j1ab ,bltterschiefer von ,romerickberge #be1fh #dc1jj #j1aa aus ,westphalen #bg1ej #ac1fg #a1aa von ,oedingen am ,rhein #ah1cc #ch1cc #e1jj #ajj ,th4 galizisches ,erdwachs geben nach ,mller in ,aussig 7#ahfg7 #bd ,proc4 ,paraffin und #dj ,proc4 ,leuchtl4 ,sidenote3 ,eigenschaften des ,paraffins4 ,das ,paraffin im gereinigten ,zustande hat folgende ,eigenschaften3 ,es ist eine weisse1 wachshnliche1 geruch- und geschmacklose1 im geringen ,grade fettig anzufhlende ,substanz von #j1hgg specifischem ,gewichte1 hrter als ,talg1 aber weicher als ,wachs4 ,je nach seinem ,ursprunge besitzt das ,paraffin sehr abweichende ,eigenschaften4 ,paraffin aus ,bogheadkohle war einerseits nach dem ,schmelzen sehr krystallinisch und schmolz bei #de1e1 andererseits krnig wie gebleichtes ,wachs und von #eb ,schmelzpunkte4 ,das ,paraffin aus ,rangoontheer schmolz bei #fa1 das aus ,torf bei #df1g4 ,der ,schmelzpunkt der aus schsischer ,braunkohle gewonnenen ,paraffinsorten liegt bei ,theer-,paraffin bei #ef1 bei ,oel-,paraffin bei #dc2 der des ,paraffins aus galizischem ,erdwachs bei #fj1 doch besitzt ein ,theil davon einen niedrigen ,schmelzpunkt1 der zuweilen bis auf #de herabsinkt4 ,das aus ,ozokerit dargestellte natrliche ,paraffin schmilzt erst bei #fe1e4 ,die ,zusammensetzung der verschiedenen ,paraffinsorten ist folgende3 ,aus schs4 ,aus ,aus ,aus ,aus ,braunkohle ,ozokerit ,bogheadkohle ,torf ,petroleum ,kohlenstoff #he1jb #he1bf #he1jj #hd1ie-he1bc #he1ae ,wasserstoff #ad1ih #ad1gd #ae1cf #ae1je-ae1af #ae1bi ,aus diesen ,untersuchungen lsst sich der ,schluss ziehen1 dass nicht der gewhnlichen ,annahme zufolge alle ,paraffinsorten ,gemenge ,kohlenwasserstoffe der ,formel ,cn,hn seien1 sondern dass das ,paraffin 7gleichviel ob aus ,braunkohle1 ,torf1 ,ozokerit oder ,petroleum gewonnen7 ein ,gemisch ist von dem ,sumpfgas homologen ,kohlenwasserstoffen1 von denen mehrere nicht weniger als ,c#bg enthalten4 ,das ,paraffin ist unlslich im ,wasser1 lst sich dagegen in ,alkohol1 ,aether1 ,terpentinl1 ,olivenl1 ,benzol1 ,chloroform1 ,schwefelkohlenstoff2 #ajj ,th4 siedenden ,alkohols lsen nur #c ,th4 ,paraffin4 ,es siedet ber #cjj und destillirt unverndert ber4 ,suren und ,alkalien greifen das ,paraffin bei gewhnlicher ,temperatur nicht an1 ,chlor gleichfalls nicht2 wirkt aber ,chlorgas lngere ,zeit auf durch ,erwrmen flssiges gemachtes ,paraffin ein1 so bilden sich gechlorte ,produkte unter ,entwickelung von ,salzsure4 ,mit ,wachs1 ,stearin- und ,palmitinsure1 so wie mit ,harz kann das ,paraffin in allen ,verhltnissen zusammengeschmolzen werden4 ,die ,hauptanwendung des ,paraffins ist bekanntlich die zu ,paraffinkerzen1 von welchen ,seite #gjh bei der ,kerzenfabrikation die ,rede war4 ,ausserdem ist es vorgeschlagen worden als ,schmiermittel1 zum ,conserviren von ,holz1 zum ,dichten der ,wein- und ,bierfsser1 zum ,verhten des ,schumens und ,uebersteigens beim ,verkochen des ,zuckersaftes in den ,vacuumpfannen1 zum ,conserviren von ,fleisch1 zum ,einfetten des ,leders1 zum ,wasserdichtmachen von ,geweben 7,stenhouse71 zum ,ersatz des ,wachses bei der ,bereitung des ,wachspapieres und der ,stearinsure zum ,trnken von ,gypsgegenstnden1 zur ,bereitung der ,masse der feineren ,zndrequisiten2 so wie seiner chemischen ,bestndigkeit wegen bei gewissen chemischen ,operationen4 ,sidenote3 ,solarl4 ,fabrikation des ,solarles4 ,bei der trockenen ,destillation der ,bogheadkohle1 des ,bltterschiefers1 der ,braunkohle und des ,torfes bildet sich1 wie in den vorhergehenden ,abschnitten errtert worden ist1 ,theer1 dessen ,menge je nach der ,natur des angewendeten ,rohmaterials variirt4 ,ueber die ,natur des ,theeres schwebte bis in die jngste ,zeit ein eigenthmliches ,dunkel1 von dem man auch gegenwrtig bei weitem noch nicht zu behaupten berechtigt ist1 dass es vollstndig aufgehellt sei4 ,bis zum ,jahre #ahcj nahm man die ,theerfrage auf die leichte ,achsel1 indem man den ,theer einfach als eine ,auflsung eines kohlenstoffreichen ,brandharzes in einem flchtigen ,brenz- oder ,brandle ansah1 wobei die grosse ,verschiedenheit der ,brandle zwar nicht bersehen1 aber doch fast unerrtert gelassen wurde4 ,die erste und ernstliche ,untersuchung des ,theeres ist die von ,reichenbach1 welche zur ,entdeckung des ,paraffins und des steten ,begleiters desselben im ,theer1 des ,eupion1 einer sehr dnnen und leichten ,flssigkeit1 die sich leicht entznden lsst und mit leuchtender ,flamme brennt1 fhrte4 ,der ,siedepunkt des ,eupions variirte von #dg-afi4 ,es ist einleuchtend1 dass eine ,flssigkeit von so vernderlichem ,siedepunkt nur ein ,gemenge sein kann4 ,reichenbach's ,arbeit1 so verdienstlich dieselbe auch war1 stellte jedoch keineswegs alle ,punkte in der ,constitution der einzelnen ,theerarten klar hin1 eben so wenig ist es spteren ,forschern gelungen1 die chemische ,seite der ,theerfrage in vollkommen befriedigender ,weise zu beleuchten4 ,dagegen fand der ,theer in der empirischen ,technik eine warme ,vertreterin1 die unter den ,bestandtheilen des ,theeres eine reichhaltige ,quelle von ,leuchtmaterialien wahrnahm1 geeignet als billige ,surrogate der dem ,thier- und ,pflanzenreiche entnommenen ,fette und ,oele zu dienen4 ,einer rectificirenden ,destillation unterworfen1 liefert der ,theer das ,theerl1 welches durch weitere ,rectification in den festen ,leuchtstoff1 das ,paraffin1 und in die flssigen1 lhnlichen ,krper zerlegt werden kann1 welche1 nachdem die sauren und schweren ,bestandtheile1 die ,carbol- oder ,phenylsure abgeschieden worden1 als ,gemenge unter den ,benennungen ,photogen1 ,minerall1 ,hydrocarbr1 ,lig-ro-ine1 ,solarl1 ,paraffinl 7worunter man in ,england das aus der ,bogheadkohle gewonnene ,brennl versteht7 u4 dgl4 im ,handel vorkommen4 ,diese ,oele sind dem ,petroleum oder ,erdl nahe verwandt1 welches gleich ihnen nur aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff besteht4 ,im mglichst reinen ,zustande sind sie fast farblos und besitzen nur einen geringen ,geruch4 ,die ,mineralle#ahi1 wie sie gegenwrtig der ,handel liefert1 mssen in folgender ,weise unterschieden werden4 ,das ,photogen1 so wie es in den ,fabriken der ,provinz ,sachsen dargestellt wird1 besteht aus einem ,gemisch von ,oelen1 deren ,siedepunkte zwischen #ajj und #cjj liegen2 es ist eine klare und sehr dnne ,flssigkeit von charakteristischem und therischem ,geruche und einem specifischen ,gewichte von #j1hjj-j1haj2 es ist aus verschiedenen ,oelen von #j1gfj-j1hfe spec4 ,gewicht zusammengesetzt4 ,die frher im ,handel vorkommenden leichten ,photogene von #j1ghj spec4 ,gewichte erhalten grossentheils ,essenzen von nur #j1gbj spec4 ,gewichte1 welche noch unter #fj zu sieden beginnen und daher ihrer ,feuergefhrlichkeit wegen lngst als ,leuchtmaterialien beseitigt sind4 ,seitdem das ,photogen1 d4 h4 die leichteren ,sorten desselben1 als ,leuchtstoff seinen ,credit zum ,theil verloren1 kommt es unter dem ,namen ,benzol 7,benzin1 ,benzolin1 ,naphta1 ,ligrone7 von ,neuem auf den ,markt1 um als ,fleckwasser1 zum ,entfetten der ,wolle1 als ,surrogat des ,terpentinles1 zum ,carburiren des ,leuchtgases u4 s4 w4 ,verwendung zu finden4 ,das ,solarl oder deutsche ,petroleum1 welches die ,photogene und die fetten ,oele als ,leuchtmaterialien derart verdrngt hat1 dass es im ,vereine mit dem ,petroleum in der ,beleuchtungsfrage bereits eine dominirende ,stellung einnimmt1 ist ein klares1 farbloses oder schwach gelblich gefrbtes ,oel von einer ,consistenz1 welche der des ,rbles zuweilen nicht viel nachsteht4 ,sein spec4 ,gewicht ist #j1hcj bis #j1hce1 sein ,siedepunkt zwischen #bee und #cej ,c4 ,bei -#aj darf es noch kein ,paraffin ausscheiden2 in einer ,flasche geschttelt1 darf es die ,blasen nicht schneller aufsteigen lassen1 als ,rbl4 ,die ,entzndungstemperatur des ,solarles liegt gewhnlich erst ber #ajj4 ,an das ,solarl schliesst sich das von ,breitenlohner dargestellte ,pyrogen an1 welches insofern grosse ,beachtung verdient1 als es aus den rckstndigen ,rohlen1 aus ,carbolsure1 ,paraffin und anderen ,stoffen bestehend und eine ,dichte von #j1hie-j1ide zeigend1 die sich in den ,theerfabriken zu grossen1 fast unverwerthbaren ,massen anhufen1 auf einfache1 weiter unten zu beschreibende ,weise gewonnen wird4 ,das ,pyrogen ist ein leicht weingelbes ,oel von #j1hbe bis #j1hde specifischem ,gewichte4 #ahi ,eine vortrefflich geschriebene ,schilderung der ,entwickelung der ,industrie der ,mineralle giebt ,k4 ,mller 7von ,halle7 in ,m4 ,wirth's ,gewerbekalender pro #ahfi1 p4 #ah-cd4 ,das ,maschinenschmierl 7lubricating oil71 in neuerer ,zeit auch unter dem ,namen ,vulkanl1 in ganz enormen ,mengen aus ,nordamerika kommend1 ist ein dickflssiges ,oel von #j1hdj-j1igg spec4 ,gewicht und setzt in der ,klte viel feine ,paraffinkrystalle ab4 ,es bildet sich in den ,paraffin- und ,solarlfabriken und ,petroleumraffinerien in grosser ,menge4 ,das amerikanische ,vulkanl ist nach der ,beschreibung von ,ad4 ,ott kein destillirtes ,oel1 sondern einfach eine specifisch schwere ,sorte von durch ,kohle entfrbtem ,petroleum1 wie es aus der ,erde hervorquillt1 aus welchem einfach die ,naphta abgeblasen worden ist2 zuweilen ist es mit einigen ,procenten thierischer oder pflanzlicher ,fette vermischt4 ,die im ,steigen begriffene ,erzeugung von ,wagenfetten1 ,maschinenschmieren und hnlichen ,antifrictionsmitteln absorbirt zwar einen nicht geringen ,theil des genannten ,oeles1 und namentlich werden in ,england diese ,schmierle1 welche weder dem ,verharzen1 noch dem ,erstarren in der ,winterklte unterliegen1 zum ,schmieren der ,spindeln in den ,baumwollspinnereien und in anderen ,etablissements mit ,vortheil verwendet4 ,ihr ,verkauf ist jedoch mehr durch die ,nothwendigkeit und den ,mangel anderer ,verwendungsarten geboten1 als dass den betreffenden ,fabriken ein besonderer ,vortheil daraus erwchse4 ,die ,verarbeitung dieser ,schmierle auf das dem ,solarl hnliche ,pyrogen ist deshalb unter ,umstnden von ,wichtigkeit4 ,auch zur ,bereitung von ,leuchtgas ist das ,schmierl verwendet worden4 ,sidenote3 ,fabrikation des ,mineralles4 ,die ,fabrikation des ,mineralles geht mit der des ,paraffins ,hand in ,hand4 ,die ,produkte der ,destillation des ,theeres werden in geeigneten ,mischapparaten mit einer ,lsung von ,aetznatron in der ,weise behandelt1 dass die ,natronlsung in innigste ,berhrung kommt4 ,diese ,behandlung hat den ,zweck1 die ,carbolsure und die sauren1 holzessighnlichen ,krper1 welche den ,oelen den unangenehmen ,geruch und die dunkle ,farbe ertheilen1 zu binden4 ,zuweilen erreicht man schon ohne ,erwrmen mit #e-f ,proc4 ,natron in #b ,minuten seinen ,zweck1 mitunter erst bei ,erwrmung mit #bj ,procent in #b ,stunden4 ,nach beendigter ,einwirkung der ,natronlauge lsst man die ,mischung in einen grossen eisernen ,sammelkasten laufen1 in welchem sich das carbolsaure ,natron am ,boden abscheidet4 ,letzteres wird abgelassen und das ,oel bis zum ,verschwinden der alkalischen ,reaction mit ,wasser gewaschen4 ,darauf wird das ,oel mit concentrirter ,schwefelsure behandelt2 zuweilen gengen #e ,proc4 ,schwefelsure von #a1gj spec4 ,gewicht und die ,einwirkung von einer ,minute1 mitunter braucht man #be ,proc4 ,schwefelsure und muss #c ,stunden einwirken lassen4 ,die ,behandlung mit ,schwefelsure ist auf die ,gte und sonstige ,beschaffenheit der ,oele von grossem ,einfluss1 denn es kann sich ereignen1 dass ,oele1 die von ,hause aus schwefelfrei waren1 erst whrend der ,reinigung mittelst ,schwefelsure schwefelhaltig wurden1 denn die flchtigeren ,bestandtheile der ,mineralle sind im ,wesentlichen ,gemische von ,aldehyden und ,ketonen1 mithin ,krpern1 die sich leicht mit schwefliger ,sure vereinigen4 ,nach beendigter ,einwirkung der ,schwefelsure bringt man das ,gemisch aus dem ,mischkasten in eiserne ,ksten1 in denen man die sauren ,verbindungen sich abscheiden lsst2 die oben aufschwimmenden ,oele werden mit vielem ,wasser1 zuletzt mit schwacher ,natronlauge gewaschen und dann der ,rectification unterworfen4 ,nach einer ,angabe von ,h4 ,vohl sollen die ,paraffinle mitunter durch ,behandeln mit ,fluorwasserstoffsure gebleicht werden1 was den ,nachtheil hat1 dass ,fluor in das ,oel eintritt und beim ,verbrennen der ,gesundheit schdliche ,fluorverbindungen gebildet werden4 ,die ,alkalien und ,suren1 so wie die ,stoffe1 welche sich bei der ,reinigung mit denselben verbunden haben1 verwerthet man auf folgende ,weise3 ,die unreine ,lsung von ,rohcarbolsure in ,natron wird entweder mit der schwefelsauren ,flssigkeit neutralisirt1 wodurch die ,carbolsure sich abscheidet1 welche ,anwendung finden kann zur ,conservirung von ,holz1 von ,segel- und ,tauwerk1 als ,desinfectionsmittel1 zur ,darstellung von ,theerfarben1 oder endlich1 indem man ihr den ,sauerstoff auf geeignete ,weise entzieht1 zur ,ueberfhrung in das dem ,solarl hnliche ,pyrogen4 ,behufs der ,darstellung dieser letzteren werden die ,rohle in ,dampfgestalt bei strmischer ,destillation durch ein hellglhendes ,rohr getrieben2 die condensirten ,oele sind nach dem ,behandeln mit ,lauge und ,schwefelsure in ein zum ,brennen in ,lampen vllig geeignetes ,oel bergegangen4 ,nach ,perutz wird die alkalische ,flssigkeit1 welche ,natriumcarbolat enthlt1 in einer gusseisernen ,blase bis zur ,trockne destillirt4 ,als ,destillationsprodukte erhlt man ein ,gemenge von ,carbolsure mit flssigen und leichten ,kohlenwasserstoffen2 will man die ,carbolsure rein darstellen1 so sammelt man das zwischen #adj und #bdj bergehende ,produkt und reinigt dasselbe in bekannter ,weise4 ,die in der ,blase zurckbleibenden1 die ,alkalien enthaltenden ,koks werden calcinirt1 bis aller ,kohlenstoff verbrannt ist2 die zurckbleibende ,asche1 alles ,natron als ,natriumcarbonat enthaltend1 wird mit ,wasser ausgelaugt1 die ,lsung mittelst ,aetzkalk kaustisch gemacht und dann bis zu der ,concentration gebracht1 die ihre ,anwendung zum ,reinigen der ,mineralle erheischt4 ,die ,nutzbarmachung der gebrauchten ,schwefelsure geschieht dadurch1 dass man dieselbe zur ,fabrikation von ,eisenvitriol verwendet4 ,bei der ,rectification der ,oele wird genau so verfahren1 wie bei der ,destillation des ,theeres beschrieben worden ist4 #ajj ,th4 ,theer aus ,torf lieferten an gereinigten ,produkten3 ,solarl von #j1hfe spec4 ,gewicht #bf1d ,th4 ,photogen #j1hcj #bj1g ,paraffinmasse #bc1c ,rohe ,carbolsure 7,torfkreosot7 #aa1j -------- #ha1d ,th4 #ajj ,th4 ,theer aus schsischer ,braunkohle liefern durchschnittlich3 ,paraffin #aj-ae ,th4 ,photogen #af-bg ,solarl #cd-ch ,kreosot #e-aj ,koks #ae ,das ,photogen hat einen ,handelswerth von #aj-ab ,thlr4 pro ,zollcentner1 das ,solarl von #h-aj ,thlr41 whrend das ,paraffin je nach seiner ,hrte mit #bj-cj ,thlr4 bezahlt wird4 ,paraffinkerzen werden zu #bh-cb ,thlr4 abgegeben4 ,in ,preussen werden gegenwrtig -- #ahgj -- aus #e-a_/b ,millionen ,centnern ,braunkohle in #ej ,schwelereien und #ag ,fabriken dargestellt #ajj1jjj ,centner ,paraffin und #bhe1jjj ,minerall4 ,das ,petroleum oder ,erdl4 ,sidenote3 ,allgemeines und ,vorkommen4 ,seit dem ,jahre #ahei ist das ,petroleum 7,erdl1 ,steinl7 fr ,beleuchtungszwecke ein ,handelsartikel allerersten ,ranges geworden1 der von ,tag zu ,tag eine grssere ,bedeutung erlangt und dessen wirtschaftliche ,tragweite in ihrem ganzen ,umfange noch nicht im geringsten geschtzt werden kann4 ,kaum kennt die ,culturgeschichte einen ,gegenstand von gleicher ,wichtigkeit1 der so schnell in allen ,kreisen der menschlichen ,gesellschaft ,eingang gefunden1 als das ,petroleum1 welches seit wenig ,jahren der drittwichtigste ,ausfuhrartikel der ,vereinigten ,staaten geworden ist4 ,das ,petroleum wurde schon im ,alterthume vielfach benutzt4 ,es bestanden ,gewinnungen auf der ,insel ,zante1 die einen ,theil von ,griechenland damit versorgten1 das ,petroleum von ,agrigent wurde unter dem ,namen des sicilianischen ,oeles in den ,lampen verbrannt4 ,das verdickte ,erdl 7,erdpech oder ,asphalt71 dessen man sich an ,stelle des ,mrtels beim ,bauen in ,babylonien bediente1 kam aus ,quellen in der ,nhe des ,euphrats4 ,der ,erdtheer wurde auch zur ,mumienbereitung und zu verschiedenen anderen ,zwecken angewendet1 so scheint es1 dass die ,alten zur ,darstellung gewisser schwach gebrannter1 schwarz gefrbter ,thongefsse sich eines ,zusatzes von ,asphalt bedient haben4 ,syrien und ,mesopotamien und andere ,lnder ,mittelasiens enthalten berhaupt grosse ,massen verdickten ,erdles1 unter die ,fundorte gehrt auch das todte ,meer1 welches ja frher der ,asphaltsee 7lacus asphaltites7 hiess4 ,selten erscheint es in solcher ,menge1 dass ,seen dadurch gebildet werden1 wie solches auf ,trinidad der ,fall ist1 wo der ,pitch-,lake aus ,bergtheer besteht1 welcher nach der ,verschiedenheit der ,temperatur bald mehr1 bald weniger zhe ist4 ,das ,erdl quillt an vielen ,orten zu ,tage1 so zu ,amiano unweit ,parma2 das daselbst gewonnene ,oel wurde noch im vorigen ,jahrhundert fr die ,beleuchtung einiger ,stdte1 namentlich in ,genua verwendet2 es kommt ferner als ,quelle vor zu ,tegernsee in ,bayern#aij1 in der ,schweiz bei ,neufchatel1 zu ,sehnde bei ,hannover1 zu ,kleinschppenstedt in ,braunschweig1 zu ,bechelbronn im ,elsass1 bei ,coalbrookdale in ,england1 in den ,pyrenen1 in ,galizien 7hauptschlich im ,samborer ,kreis1 nordstlich von ,lemberg71 in ,ungarn1 ,siebenbrgen1 ,croatien1 in der ,walachei u4 s4 w4 ,ausserdem liefert nicht nur die ,halbinsel ,apscheron an der ,westkste des caspischen ,meeres eine grosse ,menge ,erdl oder ,naphta1 sondern auch auf der an der ,ostkste des ,caspissees liegenden ,insel ,tschelekn 7#ci1e n4 ,b47 finden sich mehr als #cdjj ,erdlbrunnen1 welche jhrlich #acf1jjj ,pfund 7#ed1djj ,centner7 ,erdl verschiedener ,art in den ,handel liefern4 ,auch in ,rangoon in ,birma oder ,burmah in ,hinterindien1 an den ,ufern des ,irawaddy kommt das ,erdl 7,rangunl7 in solcher ,menge vor1 dass von dort jhrlich #djj1jjj ,fsser1 jedes von ungefhr #f ,centner ,gewicht ausgefhrt werden4 ,am massenhaftesten aber findet sich das ,erdl in ,nordamerika und zwar in ,schichten1 welche dem ,alleghanygebirge parallel liegen und sich vom ,ontario-,see bis in das ,thal des kleinen ,kanawha in ,virginien verbreiten4 ,der ,streifen befasst die westlichen ,grafschaften des ,staates von ,new-,york und von ,pennsylvanien1 einen ,theil von ,ohio und die an den ,ohio grenzenden ,theile des gleichnamigen ,staates4 ,die hauptschlichsten ,oelquellen sind aber zu ,mecca 7,grafschaft ,trumball1 ,ohio7 und zu ,titusville1 ,oil-,city1 ,pithole-,city1 ,rouseville1 ,m',clintockville 7,grafschaft ,venango1 ,pennsylvanien1 dem ,lande der ,seneca-,indianer74 ,das ,gebiet der ,bohrlcher heisst ,oil-creck4 ,die ,bohrlcher sind #bb-bc ,meter tief und hunderte derselben vorhanden4 ,man unterscheidet ,bohrlcher mit bestndigem ,oelausfluss 7flowing well71 und ,bohrlcher1 aus welchen das ,oel gepumpt werden muss 7pumping well74 ,in ,canada wird das ,erdl in zwei verschiedenen ,gegenden gewonnen1 nmlich zu ,gaspe1 beim ,busen von ,st4 ,lorenz1 und in der ,grafschaft ,lambton1 am westlichen ,theile der ,halbinsel zwischen dem ,huronen-1 ,erie- und ,ontariosee1 namentlich in dem ,district von ,enneskillen4 ,auch in ,californien kommt das ,erdl in erstaunlicher ,menge vor1 ebenso in ,sdamerika1 namentlich in ,peru1 der argentinischen ,republik und in ,bolivia4 #aij ,die seit #adcj bekannte ,erdlquelle bei ,tegernsee liefert jhrlich nur etwa #db ,liter ,oel4 ,sidenote3 ,bildung des ,petroleums4 ,was die ,bildung des ,petroleums anlangt1 so existiren darber verschiedene ,hypothesen4 ,nach der einen ,ansicht steht das ,vorkommen von ,erdlquellen1 ,salzquellen und ,entwickelung von brennbaren ,gasen in der ,natur in einem innigen ,zusammenhange1 welchen man durch die ,annahme zu erklren versucht hat1 dass in der ,tiefe ,lager von ,steinsalz vorhanden sind1 welches nach den bekannten ,beobachtungen von ,dumas1 ,h4 ,rose und ,bunsen oft ,kohlenwasserstoff im comprimirten ,zustande enthlt1 dass dieses ,steinsalz von unterirdischen ,wssern gelst1 dabei das ,gas frei gemacht wird und nun theils solches zum ,ausstrmen gelangt1 theils in ,folge starker ,compression im condensirten ,zustande als ,naphta ausfliesst4 ,das aus dem sogenannten ,knistersalz von ,wieliczka beim ,auflsen sich entwickelnde ,gas besteht nach einer ,analyse ,bunsen's wesentlich aus ,sumpfgas4 ,durch ,vernderung des ,sumpfgases ,,ch#d knnten allerdings flssige1 dem ,sumpfgas homologe ,kohlenwasserstoffe ,c#f;,h#ad und ,c#g;,h#af1 die einen ,hauptbestandtheil der flchtigen ,theile des ,erdles ausmachen und die ,paraffine 7deren ,zusammensetzung zwischen den ,gliedern ,c#bj;,h#db und ,c#bg;,h#ef liegt7 sich gebildet haben4 ,dieselbe ,association von ,petroleum1 ,steinsalz und brennbaren ,gasen findet man nicht nur in den bayerischen ,alpen1 in ,toscana1 ,modena und ,parma1 in den ,karpathen 7sowol galizischer ,seite in ,wieliczka1 als auch ungarischer ,seite bei ,szlatina71 sondern auch an allen anderen ,orten1 wo ,petroleum massenhaft auftritt1 so auf der ,halbinsel ,apscheron am ,caspissee1 in ,mesopotamien1 in ,kurdistan1 in den beiden ,indien1 besonders in ,burmah1 und an unzhligen ,punkten im ,gebiete der grossen nordamerikanischen ,salzformation1 wo1 wie oben erwhnt1 die meisten ,bohrbrunnen mit der ,salzsoole ,kohlenwasserstoffgase in reichlicher ,menge und viele derselben auch ,petroleum liefern4 ,nach einer anderen ,ansicht ist das ,erdl ein ,produkt der langsamen ,zersetzung von vegetabilischen und thierischen ,substanzen und der ,neubildung von andern chemischen ,verbindungen ihrer ,elemente1 welche in dem ,erdl und in den damit ausstrmenden ,gasarten nachweisbar sind4 ,die nordamerikanischen ,geologen halten dafr1 dass es ,anhufungen von ,seepflanzen1 vorzglich von ,fucusarten und von ehemaligen thierischen ,meeresbewohnern seien1 welche das ursprngliche ,material zu dem ,minerall dargeboten haben1 und dass das in jener ,weise entstandene ,erdl in den ,gebirgsschichten enthalten sei1 welche mit den ,bohrlchern durchstossen werden4 ,eine sehr langsame ,destillation frdere dann aus diesen mit ,oel erfllten ,schichten und ihren ,spalten dasselbe in die ,bohrlcher und weiter bis an die ,oberflche4 ,das aus den ,gesteinschichten kommende ,oel wird in den ,bohrlchern von aufsteigenden ,wasserquellen getragen1 und steigt1 wenn der hydrostatische ,druck mchtig genug ist1 springbrunnenartig ber die ,erdoberflche empor und bildet dann artesische ,brunnen1 welche ,wasser und ,erdl ergiessen4 ,da das ,erdl ,paraffin enthlt und ausserdem flssige ,kohlenwasserstoffe1 welche denjenigen hnlich sind1 welche bei der trocknen ,destillation von vegetabilischen ,krpern sich bilden1 so schloss man1 dass es gleichfalls ein ,produkt der trocknen ,destillation sei4 ,nach den bisherigen ,beobachtungen ber die ,temperaturzunahme wrden ,mineralkohlenlager1 welche in einer ,tiefe von ungefhr #hjjj ,fuss liegen1 der ,siedetemperatur des ,wassers ausgesetzt sein4 ,nur bei einer solchen ,temperatur knnte ,erdl aus den ,schichten1 welche es bereits fertig gebildet enthalten1 destilliren und sich in den hheren ,schichten condensiren2 zu der ,bildung des ,erdles durch trockne ,destillation wrde natrlich eine weit hhere ,temperatur gehren1 die einer ,tiefe der ,schichten entsprechen wrde1 die nicht wohl vorausgesetzt werden kann4 ,nach einer dritten1 jngst 7#ahff7 von ,berthelot ausgesprochenen ,ansicht1 bilden sich im ,innern der ,erde aus ,kohlensure und ,alkalimetallen ,acetylre1 welche durch ,wasserdampf ,acetylen ,c#b;,h#b gben4 ,letzteres ginge in ,petroleum und theerhnliche ,produkte ber4 ,sidenote3 ,reinigen des rohen ,steinles4 ,die meisten ,steinle knnen nicht ohne weiteres in dem ,zustande1 in welchem sie sich finden1 als ,leuchtmaterial verwendet werden1 fast smmtlich bedrfen dieselben einer ,reinigung1 die je nach der ,natur und der ,consistenz des ,oeles auf verschiedene ,weise ausgefhrt wird4 ,die auf der ,halbinsel ,apscheron in der ,umgegend von ,baku vorkommenden ,oele sind meist farblos und werden direct zur ,speisung der ,lampen benutzt1 bei ihnen gengt eine einfache ,destillation zur vollkommenen ,reinigung4 ,das ,erdl von ,rangoon 7,birma7 ist in ,folge seines grossen ,gehaltes an ,paraffin 7,belmontin7 bei gewhnlicher ,temperatur butterartig und wird deshalb auf ,paraffin verarbeitet4 ,die ,oele von den ostindischen ,inseln haben in ,folge beigemengter geschwefelter ,verbindungen einen hchst unangenehmen ,geruch4 ,solche ,erdle knnen nur nach einer krftigen ,reinigung -- mittelst ,natronlauge und ,schwefelsure -- als ,leuchtmaterial ,anwendung finden4 ,die ,erdle des nrdlichen ,theiles der nordamerikanischen ,union und ,canada's haben sehr verschiedene specifische ,gewichte1 so besitzt das ,erdl aus der ,grafschaft von ,venango in ,pennsylvanien eine ,dichte von #j1h1 von anderen ,localitten aber #j1he und selbst #j1i spec4 ,gewichte4 ,von grosser ,wichtigkeit sind die galizischen ,erdle1 die theils durch ,reinigen der rohen ,naphta -- in #bb ,fabriken in der ,gegend von ,boryslav und ,drohobicz 7#ahgj7 --1 theils auch bei der ,verarbeitung des ,erdwachses durch ,destillation auf ,paraffin als ,nebenprodukte dargestellt werden4 ,der ,werth des ,steinles und die ,art des ,reinigungsprocesses hngt sehr von dem specifischen ,gewichte ab2 die leichteren ,sorten liefern #ij ,proc4 eines in ,photogen und ,solarl sich spaltenden ,oeles1 die schwerern dagegen enthalten viel ,theer und geben nur #dj-ej ,proc4 ,lampenl4 ,die ,reinigungsmethoden des ,erdles bestehen in der ,behandlung entweder mit ,alkalien 7,aetznatron7 und ,suren 7,schwefelsure71 oder mit ,alkalien allein neben der ,anwendung von ,wasserdmpfen von verschiedener ,temperatur1 und in der fractionirten ,destillation4 ,sidenote3 ,constitution der ,erdle4 ,was die chemische ,constitution der ,erdle betrifft1 so sind1 nach den vorliegenden ,untersuchungen1 alle ,sorten1 gleichviel von welcher ,consistenz1 ob dnnflssig wie das ,erdl von ,pennsylvanien und von ,baku1 oder von ,butterconsistenz wie der ,rangoontheer1 ,gemenge von den homologen hheren ,gliedern der ,reihe1 von welcher das ,sumpfgas 7,methylwasserstoff1 ,,ch#d7 das erste ausmacht#aia1 namentlich aus ,amylwasserstoff ,c#e;,h#ab 7bei #fh siedend7 und ,caproylwasserstoff ,c#f;,h#ad 7bei #ib siedend71 welche beiden einen ,hauptbestandtheil des flchtigeren ,theiles des amerikanischen ,erdles ausmachen und 7gleich dem ,sumpfgas7 mit wenig leuchtender ,flamme brennen4 ,die ,bestandtheile des als ,lampenl verwendeten ,petroleums werden durch ,kohlenwasserstoffe reprsentirt1 welche zwischen ,c#g;,h#af und ,c#ab;,h#bf liegen4 ,die hheren ,glieder der ,sumpfgasreihe haben butterhnliche ,consistenz1 die von ,c#bj;,h#db an bis zum ,gliede ,c#bg;,h#ef als ,paraffine zum ,vorschein kommen1 welche in den meisten ,petroleumsorten sich finden4 -- #aia ,ronalds hat 7#ahfe7 gezeigt1 dass die aus amerikanischem ,rohpetroleum sich entwickelnden ,gase wesentlich aus ,aethylhydrr 7,c#b;,h#f7 und ,propylhydrr 7,c#c;,h#h7 mithin aus dem #b4 und #c4 ,gliede der obigen homologen ,reihe bestehen4 ,damit steht auch das ,resultat einer ,untersuchung von ,fouqu 7#ahfi7 im ,einklang1 nach welchem die aus dem ,petroleum sich entwickelnden ,gase zum ,theil ,gemenge von ,propyl- und ,butylhydrr1 zum ,theil auch ,mischungen von ,sumpfgas und ,aethylhydrr sind4 ,sidenote3 ,technologisches ber ,petroleum4 ,das rohe ,erdl darf aus ,amerika wegen seiner ausserordentlichen ,gefhrlichkeit nicht mehr versendet werden4 ,in der ,union besteht ein ,gesetz1 wonach jedes ,fass ,erdl einer ,untersuchung zu unterwerfen ist1 bevor es in den ,handel kommt1 und wonach kein ,oel zugelassen werden darf1 welches bei einer ,temperatur unter #ajj ,fahrenheit 7 #ch ,c47 brennbare ,dmpfe 7von ,butylwasserstoff7 entwickelt4 ,auch in ,england hat man bereits ein hnliches ,gesetz 7,petroleum-,bill7 erlassen4 ,man ist daher genthigt1 das rohe ,erdl einer theilweisen und fractionirten ,destillation zu unterwerfen1 um die flchtigsten ,bestandtheile1 die sogenannte ,naphta1 von #j1gae spec4 ,gewichte1 die bereits unter #fj zu sieden beginnt1 davon zu trennen4 ,wiederhold fand bei einer fractionirten ,destillation1 dass die ,naphta enthalte #dh1f ,proc4 ,oele von #j1gj spec4 ,gewicht1 bei #ajj siedend 7a7 #de1g #j1gc #bjj 7b7 #e1g #j1hj ber #bjj 7c7 ,letzteres 7c7 stimmt in seinen ,eigenschaften mit dem raffinirten ,petroleum berein2 7a7 ist selbstverstndlich wegen seiner ,flchtigkeit und ,feuergefhrlichkeit als ,lampen-,leuchtmaterial nicht zu verwenden2 das ,destillat 7b71 welches man ,erdlphotogen nennen knnte1 kann dagegen mit ,vortheil in zweckmssig construirten ,lampen -- namentlich in den sogenannten ,ligronlampen -- gebrannt werden4 ,die ,naphta 7von ,h4 ,vohl auch ,canadol genannt7 kann ,anwendung finden zum ,carburiren des ,leuchtgases 7vergl4 ,seite #geb71 aber auch zur ,gasbereitung 7nach ,hirzel's ,verfahren71 selbst als ,ersatz des ,terpentinles 7,kautschuk1 ,asphalt und ,terpentin lsen sich in der ,naphta1 schwerer lslich erscheinen ,colophonium1 ,mastix1 ,dammar1 fast nicht werden gelst ,bernstein1 ,copal1 ,krnerlack und ,schellack71 anstatt des ,schwefelkohlenstoffes zur ,extraction fetter ,oele1 statt ,benzol zur ,entfernung der ,fettflecken1 zur ,conservation anatomischer und hnlicher ,prparate2 unter dem ,namen ,sherwood-,oil 7,keroselen- oder ,petroleumther1 in ,england und ,amerika auch ,rhigolen genannt7 findet der flchtigste ,theil des ,petroleums 7von #j1fe spec4 ,gewicht und schon bei #dj-ej ,c4 siedend7 als ,anstheticum und usserlich als schmerzstillendes ,mittel zum ,einreiben ,anwendung4 ,die consistenten ,erdlsorten finden unter dem ,namen ,vulkanl 7,globe-,oil1 ,vulcan-,oil1 ,phoenix-,oil71 als ,schmiermittel ,verwendung4 ,in ,nordamerika wird hier und da1 namentlich versuchsweise auf der ,kriegsmarine1 das ,petroleum als ,heizstoff verwendet4 ,das raffinirte ,erdl 7,leuchtl7 ist eine opalisirende ,flssigkeit von etwas gelblicher ,farbe und von #j1ha spec4 ,gewichte4 ,der ,siedepunkt des ,oeles liegt bei #aej ,c4 ,es mischt sich nicht mit ,wasser1 ,alkohol und ,holzgeist1 dagegen leicht mit ,schwefelkohlenstoff1 ,aether und ,terpentinl4 ,von ,harzen und hnlichen ,stoffen wird nur ,asphalt1 ,elemi und venetianischer ,terpentin in der ,wrme in namhafter ,menge gelst4 ,kautschuk wird erweicht1 quillt auf und lst sich in der ,wrme vollstndig4 ,es wird in grsster ,menge als ,lampenleuchtmaterial consumirt1 verhlt sich dem ,solarl aus ,braunkohlen und ,torf analog und ist zum ,unterschied von letzterem mit dem ,namen ,petrosolarl zu bezeichnen4 ,das unter dem ,namen ,kerosin seit einiger ,zeit als ,leuchtstoff vielfach verwendete ,produkt ist durch ,destillation aus dem amerikanischen ,erdle dargestellt worden4 ,es hat ein specifisches ,gewicht von #j1gh-j1hbe4 ,identisch mit dem ,kerosin scheint das ,pitt-,oel zu sein4 ,bei dem grossen ,wirrwarr1 welcher noch immer in den ,namen der ,destillationsprodukte des ,petroleums herrscht1 seien diejenigen 7nach ,kleinschmidt in ,st4 ,louis7 angefhrt1 welche gegenwrtig in ,nordamerika und in ,england gebruchlich sind3 ,oele destillirend unter #cg1g ,c4 #j1fj spec4 ,gew4 #ij-ig ,b4 ,rhigolen1 bei #gf1f ,c4 #j1fc-j1fa spec4 ,gew4 #hj-ij ,b4 ,gasolin1 #acg ,c4 #j1fg-j1fc #gj-hj ,b4 ,naphta1 #adh ,c4 #j1gc-j1fg #fj-gj ,b4 ,benzin1 #ahc-bai ,c4 #j1gh-j1hb spec4 ,gew4 #dj-fj ,b4 ,kerosin4 ,oberhalb dieser ,temperaturen gehen ,paraffin und ,leuchtgas ber4 ,der ,verbrauch an ,petroleum ist ein ganz erstaunlicher4 ,im ,zollverein wurden eingefhrt3 #ahff #iah1ied ,ctr4 #ahfg #a1ghe1jjj #ahfh #b1bcb1ibh #ahfi #b1fih1hhb #ahgj ,i4 ,semester #a1bfj1fcj ,im ,,ii4 ,semester wird die ,zufuhr an ,petroleum in ,folge des ausgebrochenen deutsch-franzsischen ,krieges voraussichtlich eine weit geringere sein4 ,,viii4 ,abschnitt4 ,die ,heizmaterialien und die ,heizapparate4 ,a4 ,die ,heizmaterialien4 ,sidenote3 ,allgemeines ber ,brennmaterialien4 ,unter ,brennmaterialien 7,brennstoffen7 versteht man diejenigen brennbaren ,krper1 welche fr gewerbliche und konomische ,zwecke zur ,hervorbringung von ,wrme oder von ,kraft ,anwendung finden4 ,es gehren zu den ,brennstoffen ,holz1 ,torf1 ,braunkohle1 ,steinkohle1 ,anthracit1 ,bogheadkohle1 ,holzkohle1 ,torfkohle1 verkohlte ,braunkohle1 ,koks1 ,petroleum und brennbare ,gase 7,kohlenoxyd1 ,kohlenwasserstoffe74 ,mit ,ausnahme der als ,brennmaterial ,anwendung findenden ,gase sind alle ,brennstoffe1 was ihren ,ursprung betrifft1 mit einander nahe verwandt1 indem sie theils aus ,cellulose oder ,holzfaser bestehen1 theils daraus entstanden sind4 ,die natrlichen oder rohen1 d4 h4 unverkohlten ,brennstoffe 7,holz1 ,torf1 ,braun- und ,steinkohle1 so wie ,anthracit7 bestehen wesentlich aus ,kohlenstoff1 ,wasserstoff und ,sauerstoff1 die ,steinkohle auch noch aus geringen ,mengen von ,stickstoff und gewissen mineralischen ,bestandtheilen 7,schwefel1 ,phosphor1 ,kieselerde1 ,thonerde1 ,eisenoxyd1 alkalischen ,erden und ,alkalien71 welche mit ,ausnahme des ,schwefels und ,phosphors beim ,verbrennen der ,brennstoffe als ,asche zurckbleiben4 ,von allen den im ,vorstehenden aufgefhrten ,krpern sind nur zwei1 nmlich der ,kohlenstoff und ,wasserstoff brennbar2 diese beiden ,stoffe allein bedingen den ,werth der ,brennstoffe4 ,bei vollstndiger ,verbrennung liefern alle ,brennmaterialien nur ,wasser und ,kohlensure1 unter ,hinterlassung der unorganischen ,bestandtheile4 ,in der ,asche von vegetabilischen ,brennstoffen herrscht im ,allgemeinen das ,calciumcarbonat1 in der von mineralischem der ,thon vor4 ,hinsichtlich der ,wirkung1 welche die ,brennmaterialien whrend des ,verbrennens ussern1 ist zu unterscheiden a7 die ,brennbarkeit1 b7 die ,flammbarkeit1 und c7 der ,wrmeeffect4 ,sidenote3 ,brennbarkeit4 ,unter ,brennbarkeit der ,brennmaterialien versteht man die grssere oder geringere ,leichtigkeit1 mit der dieselben entzndet werden knnen und sodann zu verbrennen fortfahren4 ,sie ist abhngig von der ,beschaffenheit und der ,zusammensetzung des ,brennstoffes4 ,ein porses1 weniger dichtes ,brennmaterial ist leichter brennbar1 als ein weniger porses4 ,was den ,zusammenhang der ,brennbarkeit mit der ,zusammensetzung betrifft1 so hat sich herausgestellt1 dass ein ,brennstoff um so leichter brennbar ist1 je mehr er ,wasserstoff enthlt4 ,sidenote3 ,flammbarkeit4 ,mit dem ,namen ,flammbarkeit bezeichnet man die ,eigenschaft gewisser ,brennstoffe1 mit ,flamme zu verbrennen4 ,da letztere nur durch brennende ,gase gebildet wird1 so ist es einleuchtend1 dass die wasserstoffreichsten ,brennstoffe auch die flammbarsten sein mssen4 ,brennmaterialien1 welche wie die ,holzkohlen und ,koks durch ,verkohlung entstanden sind1 knnen daher keine andere ,flamme beim ,verbrennen bilden1 als bei unvollstndiger ,verbrennung die ,kohlenoxydflamme1 welche hier nicht in ,betracht kommt4 ,sidenote3 ,wrmeeffect4 ,die bei vollstndiger ,verbrennung eines ,brennstoffs entwickelte ,wrme lsst sich in zweierlei ,hinsicht messen3 #a7 auf die ,quantitt der ,wrme1 #b7 auf den ,temperaturgrad 7,intensitt der ,wrme74 ,misst man die ,wrme nur ihrer ,quantitt nach1 so erhlt man die ,brennkraft 7specifischer oder absoluter ,wrmeeffect72 bestimmt man den ,grad der ,wrme1 so wird die ,heizkraft 7pyrometrischer ,wrmeeffect7 ermittelt4 ,brennkraft und ,heizkraft zusammengenommen1 bestimmen den ,werth eines ,brennmaterials4 ,wird die ,brennkraft auf den ,preis des ,brennstoffes bezogen1 so erhlt man dessen ,brennwerth1 welcher selbstverstndlich nur fr den ,consumtionsort maassgebend ist4 ,sidenote3 ,ermittelung der ,brennkraft4 ,ermittelung der ,brennkraft oder der ,wrmemenge eines ,brennstoffes4 ,da fr die ,wrme kein bestimmtes ,maass vorhanden ist1 so muss man sich damit begngen1 die relativen ,wrmemengen zu ermitteln1 mit anderen ,worten1 anzugeben1 um wieviel die aus einem ,brennstoff entwickelte ,wrmemenge die aus einem anderen bertrifft4 ,fhrt man die erzielten ,resultate auf ein bestimmtes ,volumen der ,brennstoffe zurck1 so findet man den specifischen ,wrmeeffect1 bezieht man sie dagegen auf ein bestimmtes ,gewicht1 den absoluten ,wrmeeffect4 ,die ,verbrennungswrmen der verschiedenen ,krper sind folgende3 ,wasserstoff giebt #cd1dfb ,wrmeeinheiten ,kohlenstoff 7zu ,kohlensure verbrennend7 #hjhj 7zu ,kohlenoxyd 7 #bdgd ,kohlenoxyd #bdjc ,sumpfgas #ac1jfc ,elaylgas #aa1heg ,petroleum1 rohes #aa1ggc ,aether #ijbg ,alkohol #gahc ,holzgeist #ecjg ,terpentinl #aj1heb ,wachs #aj1dif ,holz #cfjj ,holzkohle #gfdj ,torf #cjjj ,presstorf #dcjj ,steinkohle #fjjj ,fett #ijjj ,man bestimmt den absoluten ,wrmeeffect nach den ,methoden von ,karmarsch1 ,berthier oder durch die ,elementaranalyse4 ,sidenote3 ,verdampfungsprobe nach ,karmarsch4 ,nach der ,methode von ,karmarsch 7die spter auch von ,playfair bei der ,untersuchung englischer ,kohlen1 von ,brix mit preussischen und von ,hartig und ,stein mit schsischen ,steinkohlen benutzt worden ist7 wird diejenige ,wassermenge ermittelt1 welche von einem ,pfunde verschiedener ,brennstoffe in ,dampf bergefhrt wird4 ,nach ,regnault's ,formel sind #feb ,w4-,e4 7 ,wrmeeinheiten7 erforderlich1 um #a ,kilogr4 ,wasser von #j in ,dampf von #aej zu verwandeln4 ,es knnen daher verdampfen3 7 #hjhj7 #a ,kilogr4 ,kohlenstoff 7-----7 #ab1d ,kilogr4 ,wasser 7 #feb7 7#cddfb7 #a 7-----7 #eb1i 7 #feb 7 ,bei von mir und von ,anderen ausgefhrten ,versuchen gab ,rothbuchenholz #c1gh ,kilogr4 ,dampf ,zwickauer ,pechkohle 7 #f ,proc4 ,asche7 #f1de ,bhmische ,kohle von ,nrschau 7#ai 7 #e1eh ,saarbrcker ,schmiedekohlen 7#ba1e 7 #f1jf ,ruhrer ,russkohle 7#e1e 7 #f1ij ,cannelkohle 7#d1j 7 #g1gd ,sidenote3 ,reductionsprobe nach ,berthier4 ,methode von ,berthier4 ,nach dem ,welter'schen ,gesetze 7welches indessen nicht durch die ,erfahrung besttigt wird1 da neuere ,untersuchungen grosse ,abweichungen von diesem ,gesetze1 namentlich in ,bezug auf den ,wasserstoff nachgewiesen haben7 stehen die aus verschiedenen ,brennmaterialien entwickelten ,wrmemengen unter sich in demselben ,verhltnisse1 wie die zur ,verbrennung erforderlichen ,sauerstoffmengen4 ,die ,richtigkeit dieses ,gesetzes angenommen1 ist es leicht1 wenn die ,zusammensetzung eines ,brennmaterials bekannt ist1 seinen absoluten ,wrmeeffect zu berechnen4 ,man ermittelt nmlich1 wie viel es ,sauerstoff1 mit ,bercksichtigung seines eigenen ,gehaltes davon1 aufnehmen wrde1 um seinen ,kohlenstoff vllig in ,kohlensure und seinen ,wasserstoff in ,wasser zu verwandeln4 ,hierauf vergleicht man diese ,menge mit der1 welche ein anderes ,brennmaterial1 dessen ,heizkraft bekannt ist1 z4 ,b4 ,kohle1 erfordert4 ,geht man von diesen ,grundstzen aus1 so ist es klar1 dass die ,brennkraft eines ,brennmaterials1 ohne seine ,zusammensetzung zu kennen1 leicht zu erfahren ist1 wenn man das ,gewicht des bei dem ,verbrennen absorbirten ,sauerstoffe bestimmen kann4 ,praktische ,erfahrungen und ,berechnungen haben gezeigt1 dass das ,berthier'sche ,verfahren vermge eines constanten ,fehlers um etwa #a_/i hinter der ,wahrheit zurckbleibt4 ,die ,ausfhrung der ,methode ist folgende3 ,man verwandelt das ,brennmaterial in das feinste ,pulver und mengt #a ,grm4 davon mit einer etwas grsseren ,menge reiner ,bleigltte1 als es reduciren kann1 also mit mindestens #bj und hchstens mit #dj ,grm4 derselben4 ,das ,gemenge wird in einen irdenen ,tiegel gebracht und mit #bj-dj ,grm4 ,bleigltte bedeckt4 ,der ,tiegel wird mit einem ,deckel bedeckt und durch ,kohlenfeuer allmlig erhitzt4 ,die ,masse wird weich1 kocht und blht sich zuweilen auf4 ,ist sie vllig geschmolzen1 so giebt man etwa zehn ,minuten ein krftiges ,feuer1 damit das ,blei sich zu einer ,masse vereinige4 ,hierauf wird der ,tiegel aus dem ,feuer genommen1 nach dem ,erkalten zerbrochen und der ,bleiregulus gewogen4 ,er hngt gewhnlich weder an dem ,tiegel1 noch an der ,schlacke und lst sich mit einem ,hammerschlage leicht ab4 ,die ,versuche mssen #b-cmal wiederholt werden und die ,resultate drfen nicht ber #j1a-j1b ,grm4 von einander abweichen4 ,g4 ,forchhammer wendet anstatt des reinen ,bleioxydes eine ,mischung von #c ,th4 ,bleigltte und #a ,th4 ,chlorblei 7mithin ein ,bleioxychlorid7 an1 welche man vorher in einem irdenen ,tiegel schmilzt und nach dem ,erkalten pulvert4 ,reine ,holzkohle giebt mit ,bleigltte oder mit ,bleioxychlorid erhitzt das #cd;fache ihres ,gewichtes und ,wasserstoff das #ajc1g;fache seines ,gewichts an metallischem ,blei1 also etwas mehr als das #c;fache der ,kohle4 ,mittelst dieser gegebenen ,werthe kann man den absoluten ,wrmeeffect fr ein ,brennmaterial finden4 ,da man gegenwrtig annimmt1 dass #a ,th4 ,kohle die ,temperatur von #hjhj ,th4 ,wasser um #a zu erhhen vermag1 da ferner reine ,kohle nach dem ,verfahren von ,berthier #cd ,th4 ,blei giebt1 so entspricht jeder durch ein ,brennmaterial reducirte ,gewichtstheil ,blei 7#hjhj _/ #cd 7 #bcg1f ,wrmeeinheiten4 ,das ,verfahren von ,berthier eignet sich in ,folge der nachgewiesenen ,unhaltbarkeit des ,welter'schen ,gesetzes nur fr ,brennstoffe1 welche nur eine sehr geringe ,menge ,wasserstoff enthalten4 ,fr solche wasserstoffhaltige ,brennmaterialien1 welche sich schon bei einer unter der ,rothglhhitze liegenden ,temperatur zu zersetzen beginnen1 ist es durchaus nicht anwendbar1 da ein ,theil der reducirenden ,gase entweichen kann1 ohne die entsprechende ,menge von ,blei abgeschieden zu haben4 ,beispiel3 #a ,grm4 ,presstorf gab mir #ag1gf ,grm4 ,blei1 dies entspricht #dabd1e ,w4-,e4 7denn #bcg1f #ag1gf #dabd1e7 oder mit anderen ,worten #a ,kilogr4 ,presstorf liefert #f1c ,kilogr4 ,wasserdampf von #aej 7denn #dabd1e _/ #feb #f1c74 ,sidenote3 ,elementaranalyse4 ,die ,elementaranalyse4 ,wenngleich durch neuere genaue ,untersuchungen nachgewiesen worden ist1 dass die beim ,verbrennen gleich zusammengesetzter 7oder isomerer7 organischer ,stoffe#aib entwickelte ,wrme sich nicht genau verhalte wie die zum ,verbrennen nthige ,sauerstoffmenge1 dass die gleiche ,quantitt ,sauerstoff unter verschiedenen ,umstnden verschiedene ,wrmemengen erzeugen kann1 so darf doch dreist angenommen werden1 dass bei hnlichen ,brennstoffen aus der ,zusammensetzung ein ,resultat sich ziehen lassen wird1 welches1 wenn auch nicht absolut genau1 doch fr die ,praxis hinreichende ,anhaltepunkte giebt4 ,wenn es sich daher um ,prfung des relativen ,werthes von gleichnamigen ,brennmaterialien handelt1 wendet man zweckmssig die ,elementaranalyse an1 nachdem zuvor durch einen besonderen ,versuch die ,aschenquantitt der ,brennstoffe ermittelt wurde4 ,beispiel3 #a ,grm4 ,presstorf gab mir bei der ,elementaranalyse #j1dfih ,grm4 ,kohlenstoff und #j1jadc ,grm4 ,wasserstoff1 mithin #dbhh1g ,w4-,e4 denn ,kohlenstoff #j1dfih4 #hjhj #cgie1i ,wasserstoff #j1jadc4 #cddfb #dib1h ------------ #dbhh1g ,w4-,e4 ,in dem ,presstorf waren ferner vorhanden3 #ae1e ,proc4 hygroskopisches ,wasser #dh1bh ,proc4 ,wasser #ca1gh chem4 gebundenes zu deren ,verdampfung #bee1c ,w4-,e4 erforderlich sind1 daher #dbhh1g - #bee1c #djcc1d ,w4-,e4 ,die ,verdampfungskraft des ,presstorfes ist also #djcc1d ------ #f1ai ,kilogr4 #feb #aib ,die ,zusammensetzung der ,buttersure und des ,essigthers ist gleich und wird durch die ,formel ,c#d;,h#h,o#b ausgedrckt1 und dennoch giebt erstere beim ,verbrennen #efdg ,w4-,e41 letztere dagegen #fbib4 ,sidenote3 ,probe von ,stromeyer4 ,nach der 7#ahfa7 von ,a4 ,stromeyer vorgeschlagenen ,probe verbrennt man den ,brennstoff mittelst ,kupferoxyd1 behandelt den ,rckstand mit ,salzsure und ,eisenchlorid1 wobei letzteres durch das entstandene metallische ,kupfer theilweise in ,eisenchlorr bergeht1 dessen ,menge man durch ,titriren mit ,chamaeleon bestimmt4 ,dieses ,verfahren ist sicherlich genau1 aber umstndlich4 ,sidenote3 ,specifischer ,wrmeeffect4 ,unter dem specifischen ,wrmeeffect versteht man diejenigen relativen ,wrmemengen1 welche gleich grosse ,volumen der verschiedenen ,brennmaterialien liefern4 ,man findet ihn aus dem absoluten ,wrmeeffect1 indem man denselben mit dem specifischen ,gewichte des betreffenden ,brennmaterials multiplicirt4 ,sidenote3 ,pyrometrischer ,wrmeeffect4 ,der pyrometrische ,wrmeeffect eines ,brennmaterials wird durch die ,temperatur1 welche bei der vollstndigen ,verbrennung desselben herrscht1 ausgedrckt4 ,da keines der bekannten ,pyrometer gengende ,resultate giebt1 um die ,intensitt der ,wrme behufs der ,ermittelung der ,heizkraft in ,thermometergraden wiedergeben zu knnen1 so muss man sich vorlufig mit der annhernden ,ermittelung des pyrometrischen ,wrmeeffects durch ,rechnung begngen4 ,der pyrometrische ,wrmeeffect eines ,brennmaterials ist gleich dem in ,wrmeeinheiten angegebenen absoluten ,wrmeeffecte desselben1 dividirt durch die ,summe der relativen ,gewichtsmengen aller ,verbrennungsprodukte seiner ,bestandtheile1 jede dieser ,gewichtsmengen multiplicirt mit der entsprechenden specifischen ,wrme4 ,der pyrometrische ,wrmeeffect des ,kohlenstoffes ist grsser1 der des ,wasserstoffs kleiner als der jedes anderen brennbaren ,krpers4 ,die flammbaren ,brennstoffe im ,holz und in den ,steinkohlen mssen mithin einen niedrigeren pyrometrischen ,wrmeeffect besitzen1 als die nicht flammbaren1 verkohlten1 und zwar einen um so niedrigeren1 je mehr sie sich in ihrer ,zusammensetzung der reinen ,kohle nhern1 whrend bezglich des absoluten ,wrmeeffectes das ,gegentheil stattfindet4 ,der ,grund davon liegt darin1 dass der beim ,verbrennen von ,wasserstoff sich bildende ,wasserdampf fast viermal so viel ,wrme aufnimmt1 um bei einer gewissen ,temperatur erhitzt zu werden1 als ,kohlensure4 ,der ,unterschied zwischen den pyrometrischen ,effecten der ,brennmaterialien ist bei der ,verbrennung in ,sauerstoff weit bedeutender als in der ,luft4 ,um dem theoretisch gefundenen pyrometrischen ,wrmeeffect in der ,praxis mglichst nahe zu kommen1 hat man besonders darauf ,bedacht zu nehmen1 allen ,kohlenstoff zu ,kohlensure zu verbrennen1 da bei der ,verbrennung von ,kohlenstoff zu ,kohlenoxyd in der atmosphrischen ,luft nur eine ,temperatur von #adbg 7bei #bdhj ,w4-,e471 bei dessen ,verbrennung zu ,kohlensure aber eine ,temperatur von #bdeh 7bei #hjhj ,w4-,e47 erzeugt wird1 durch passende ,vorbereitung des ,brennstoffes 7z4 ,b4 durch lngeres ,aufbewahren von ,holzkohlen und ,koks1 durch ,pressen des ,torfes zur ,vermehrung seiner ,dichte1 durch ,darstellung dichteren ,koks in ,oefen1 ,vorwrmen des ,brennmaterials etc47 durch ,vorwrmung der ,verbrennungsluft1 durch ,effectuirung der ,verbrennung unter einem hheren ,drucke als dem einer ,atmosphre4 ,die ,verbrennungstemperatur ist nicht nur ein ,produkt des ,actes der ,verbrennung1 sondern wird auch wesentlich modificirt durch die bei der ,verbrennung wirkenden ,luftbestandtheile4 ,in einem ,brennmaterial sind zur vollstndigen ,verbrennung erforderlich3 fr #a ,kilogr4 ,kohlenstoff bei #ae ,c4 #i1g ,kubikmeter ,luft #a ,wasserstoff #ae #bh1j ,hieraus leiten sich folgende ,luftmengen ab1 die zur vollstndigen ,verbrennung eines ,brennmaterials gerade ausreichen3 #a ,kilogr4 ,holz 7mit #bj ,proc4 hygrosk4 ,h#b,o7 #e1b ,kubikmeter ,luft #a ,holzkohle #i1j #a ,steinkohle #i1j #a ,koks #i1j #a ,braunkohle #g1c #a ,torf #g1c ,in der ,praxis sind die theoretisch erforderlichen ,luftmengen mindestens doppelt zu nehmen1 wenn die ,verbrennung vollstndig erfolgen soll4 ,sidenote3 ,mechan4 ,aequivalent der ,wrme4 ,das ,gesetz von der ,erhaltung der ,kraft lehrt1 dass ,wrme in ,werk 7oder ,arbeit7 und ,werk umgekehrt in ,wrme bergefhrt werden kann und es entspricht dabei #a ,wrmeeinheit #dbd ,meterkilogrammen ,arbeit4 ,so oft durch ,wrme ,arbeit geleistet wird1 verschwindet die erstere und zwar immer fr #dbd ,arbeitseinheiten #a ,wrmeeinheit4 ,die ,zahl #dbd ist mithin das mechanische ,aequivalent der ,wrme 7oder das ,arbeitsquivalent der ,wrmeeinheit74 ,unter einem ,fusspfund versteht man jene ,kraft 7oder ,arbeit71 welche nthig ist1 um ein ,pfund einen ,fuss hoch zu heben4 ,whlt man die ,arbeit als ,einheit1 welche man benutzt1 um #a ,kilogramm #a ,meter hoch zu heben1 so nennt man die ,einheit ,kilogrammometer 7oder ,meterkilogramm74 #a ,kilogrammometer #f1cg ,fusspfund 7rhein474 7,den ,ausgangspunkt der mathematischen ,entwickelung der mechanischen ,wrmetheorie bildet der zuerst von ,r4 ,clausius ausgesprochene ,satz1 dass in allen ,fllen1 wo durch ,wrme ,arbeit entsteht1 eine der erzeugten ,arbeit proportionale ,wrmemenge verschwindet oder verbraucht wird und dass umgekehrt durch ,verrichtung einer eben so grossen ,arbeit dieselbe ,wrmemenge wieder erzeugt werden kann74 ,die ,brennmaterialien im ,besonderen4 ,das ,holz4 ,sidenote3 ,holz4 ,das ,holz besteht aus mehreren in ihrer ,structur von einander unterscheidbaren ,theilen1 welche auf dem ,querschnitt sich in folgender ,weise darstellen3 ,die ,axe 7das ,mark7 besteht aus einem lockeren1 ziemlich regelmssig gestalteten ,gewebe von ,parenchymzellen1 welche an vielen ,stellen als ,markstrahlen sich strahlenfrmig bis zur ,rinde erstrecken4 ,rings um das ,mark liegt das ,holz1 ein ,aggregat seitlich verwachsener ,gefssbndel1 welche aus den ,holz- und den ,gefsszellen bestehen4 ,um das ,holz findet sich der ,bast gelagert1 zwischen ,holz und ,bast eine ,lage usserst dnnwandiger1 mit einer trben ,flssigkeit erfllter ,zellen1 von welcher die weitere ,entwickelung des ,stammes ausgeht1 indem die neu gebildeten ,zellen theils nach ,innen an die alten ,holzzellen1 theils nach ,aussen an ,bast und ,rinde sich ablagern4 ,ueber dem ,baste liegt nach ,aussen eine ,schicht ,zellgewebe von eigenthmlicher ,structur der ,zellen1 welche mit dem ,bast vereinigt die ,rinde ausmacht1 die im jungen ,zustande noch mit der ,oberhaut bedeckt ist4 ,die ,markzellen zerreissen in der ,regel beim spteren ,wachsen der ,pflanze1 sterben ab und hinterlassen eine hohle ,rhre4 ,die ,holzzellen verdicken sich durch abgelagerte ,cellulose2 da dieses ,wachsthum in die ,dicke im ,frhling sehr rasch beginnt1 im ,sommer und ,herbst aber sich verlangsamt und zuletzt ganz erstirbt1 so ist die ,bildung von deutlich erkennbaren ,jahresringen1 die sich durch ihre hrtere1 dichtere1 im ,herbste abgelagerte ,schicht scharf vom folgenden ,jahrgange unterscheiden1 leicht zu erklren4 ,die ,holzzellen sind nie auf den ,wnden so verdickt1 dass sich nicht im ,innern wenigstens eine ,hhlung wahrnehmen liesse1 und ihre ,berhrung unter einander nie so vollstndig1 dass man nicht zwischen ihnen die sogenannten ,intercellulargnge wahrnehmen knnte1 welche in der ,regel nur mit ,luft gefllt sind1 bisweilen sind sie auch die ,behlter eigenthmlicher ,sfte1 z4 ,b4 von ,harz1 ,gummi u4 a4 ,in den ,holz- und ,gefsszellen hat sich whrend des ,lebens der ,pflanze die meiste ,cellulose abgeschieden2 sie erscheinen daher mit den dicksten ,wnden und bilden das eigentliche ,holz4 ,je dicker die ,wnde der ,holzzellen einer ,holzart sind und je mehr ,zellen in einem bestimmten ,raume sich angehuft haben1 desto dichter und schwerer ist ein solches ,holz2 man nennt es hartes im ,gegensatz zu solchem ,holz1 welches dnnwandigere ,holzzellen in geringerer ,anzahl in einem gleich grossen ,raume enthlt2 letzteres heisst ein weiches ,holz4 ,die verschiedenen ,baumarten1 deren ,holz in ,mitteleuropa als ,brennmaterial benutzt wird1 sind3 ,laubhlzer3 ,eiche 7,quercus pedunculata und robur7 schlagbar im #ej4- #fj4 ,jahre ,rothbuche 7,fagus sylvatica7 #hj4-abj4 ,hain- oder ,weissbuche 7,carpinus betulus7 #aaj4-abj4 ,ulme oder ,rster 7,ulmus campestris und effusa7 #bj4- #cj4 ,esche 7,fraxinus excelsior7 #bj4- #cj4 ,erle 7,alnus glutinosa und incana7 #bj4- #cj4 ,birke 7,betula alba und pubescens7 #bj4- #be4 ,nadelhlzer3 ,weiss- oder ,edeltanne 7,pinus abies7 #ej4- #fj4 ,fichte oder ,rothtanne 7,pinus picea7 #gj4- #hj4 ,fhre oder ,kiefer 7,pinus sylvestris7 #hj4-ajj4 ,lrche 7,pinus larix7 #ej4- #fj4 ,zu den harten ,hlzern rechnet man3 ,eiche1 ,weiss- und ,rothbuche1 ,ulme1 ,birke1 ,esche1 zu den halbharten3 ,ahorn1 ,erle1 ,lrche1 ,fhre2 zu den weichen3 ,fichte1 ,weisstanne1 ,linde1 ,aspe1 ,pappel1 ,weide4 ,sidenote3 ,bestandtheile des ,holzes4 ,das ,holz besteht im ,wesentlichen aus der eigentlichen ,holzfaser1 kleinen ,mengen von ,saft- und ,aschebestandtheilen und einer vernderlichen ,menge hygroskopischen ,wassers4 ,holzfaser 7,cellulose74 ,die reine ,holzfaser1 deren ,menge etwa #if ,proc4 von dem vllig trocknen ,holze betrgt1 ist nach der ,formel ,c#f;,h#aj,o#e zusammengesetzt und besteht in #ajj ,theilen aus ,kohlenstoff #dd1de ,wasserstoff #f1ag ,sauerstoff #di1ch ,der ,pflanzensaft besteht zum grssten ,theile aus ,wasser und enthlt organische und unorganische ,substanzen theils aufgelst1 theils suspendirt4 ,die unorganischen ,saftbestandtheile1 welche nach dem ,verbrennen des ,holzes als ,asche zurckbleiben1 sind ihrer ,qualitt nach bei allen ,holzarten gleich 7vergl4 ,seite #acc74 ,in der ,praxis nimmt man an1 dass der ,aschengehalt der ,brennhlzer durchschnittlich #a ,proc4 betrage#aic4 #aic ,im ,durchschnitte aus allen ,holzarten geben an ,asche3 ,prgelholz #a1bc ,proc4 ,scheitholz #a1cd ,aeste #a1ed ,wellen #b1bg ,der ,wassergehalt ist im ,allgemeinen bei den weichen ,hlzern grsser als bei den harten4 ,man fand in #ajj ,gewichtstheilen des frisch gefllten ,holzes3 ,hainbuche #ah1f ,birke #cj1h ,traubeneiche #cd1g ,stieleiche #ce1d ,weisstanne #cg1a ,fhre #ci1g ,rothbuche #ci1g ,erle #da1f ,ulme #dd1e ,fichte #de1b ,gewhnliches lufttrockenes ,holz lsst sich betrachten als bestehend aus3 #dj ,th4 ,kohle 7incl4 #a ,th4 ,asche71 #dj chemisch gebundenem ,wasser1 #dj hygroskopischem ,wasser4 ,nachdem durch starkes ,erhitzen bis auf #acj alles hygroskopische ,wasser ausgetrieben worden ist1 bleibt gedarrtes ,holz zurck von der ,zusammensetzung3 #ej ,th4 ,kohle 7incl4 #a ,th4 ,asche71 #ej chemisch gebundenes ,wasser4 ,das lufttrockne ,buchenholz1 wie es gewhnlich als ,brennholz benutzt wird1 enthlt in #ajj ,theilen3 ,kohlenstoff #ci1aj ,wasserstoff #d1ij ,sauerstoff #cf1jj ,wasser und ,asche #bj1jj ------ #ajj1jj ,sidenote3 ,heizwerth des ,holzes4 ,die ,brennbarkeit der weichen ,hlzer ist grsser als die der harten2 unter den weichen lassen sich die ,nadelhlzer 7wegen ihres ,harzgehaltes7 am leichtesten entznden und brennen am besten fort4 ,den ,nadelhlzern steht das ,birkenholz sehr nahe4 ,was die ,flammbarkeit betrifft1 so geben die harzreichen ,nadelhlzer die lngste ,flamme4 ,aus seinen ,versuchen folgert ,winkler hinsichtlich des ,verhltnisses der ,heizkraft der ,holzarten1 dass #a ,klafter ,fichtenholz ersetzt werde durch #a1jg ,klafter ,linde1 #j1gj ,klafter ,buche1 #j1id ,fhre1 #j1ffe ,birke1 #j1ib ,pappel1 #j1fe ,ahorn1 #j1ia ,weide1 #j1fce ,ulme1 #j1hi ,tanne1 #j1ei ,eiche4 ,scheerer nimmt den absoluten ,wrmeeffect der verschiedenen1 gleichfrmig getrockneten ,holzarten als gleich gross an1 ferner1 dass der specifische ,wrmeeffect von ,holzarten mit gleichem ,wassergehalte sich wie das specifische ,gewicht derselben verhlt4 ,der pyrometrische ,wrmeeffect des halbgedarrten ,holzes 7mit #aj ,proc4 ,wassergehalt7 kann nach ,scheerer #ahej1 der des gedarrten #aiej gesetzt werden4 ,nach ,pclet entwickelte sich eine ,temperatur von #afhc ,c4 beim ,verbrennen von reinem und trocknem ,holz unter der ,voraussetzung1 dass aller ,sauerstoff der ,verbrennungsluft absorbirt werde1 dagegen nur eine ,temperatur von #ifj1 wenn der ,sauerstoff nur zur ,hlfte consumirt wird1 was gewhnlich in grossen ,feuerrumen der ,fall ist4 ,die ,verdampfungskraft der ,holzarten ist nach den ,versuchen von ,brix3 ,wassergehalt4 ,ungetrocknet4 ,getrocknet4 ,fhrenholz #af1a ,proc4 #d1ac #e1aa ,ellernholz #ad1g #c1hd #d1fg ,birke #ab1c #c1gb #d1ci ,eiche #ah1g #c1ed #d1fj ,rothbuche #bb1b #c1ci #d1fc ,weissbuche #ab1e #c1fb #d1bh ,d4 h4 #a ,kilogr4 ,fhrenholz mit #af1a ,proc4 ,wasser verdampft #d1ac ,kilogr4 ,wasser4 ,sidenote3 ,holzkohlen4 ,die ,holzkohlen4 ,es ist ein allgemeines ,kennzeichen der organischen ,verbindungen1 dass dieselben unter dem ,einfluss der ,wrme sich zersetzen und dabei ,kohlenstoff als ,kohle ausscheiden4 ,wird die ,erhitzung des ,holzes in einem abgesperrten sauerstoffleeren ,raum ausgefhrt und ist zu gleicher ,zeit die ,vorkehrung getroffen1 dass die gas- und dampffrmigen ,produkte entweichen knnen1 wird berhaupt das ,holz der trocknen ,destillation unterworfen1 so bleibt ein ,theil des ,kohlenstoffs als ,holzkohle zurck4 ,werden die flchtigen ,produkte aufgefangen1 so findet man gasfrmige1 aus ,kohlensure1 ,kohlenoxyd und ,grubengas bestehend1 und condensirbare ,krper1 welche letztere nach der ,verdichtung ein gelblich oder braun gefrbtes ,oel bilden1 unter welchem eine wsserige ,flssigkeit sich befindet4 ,die wsserige ,flssigkeit besteht aus unreiner ,essigsure 7,holzessig2 vergl4 ,seite #eej7 und einer alkoholischen ,flssigkeit1 dem ,holzgeiste 7vergl4 ,seite #eec72 die lige ,flssigkeit1 der ,holztheer1 besteht aus einer ,anzahl flssiger und fester ,krper1 unter denen das ,paraffin1 das ,kreosot 7oxyphensaures ,methyl71 die ,oxyphensure und die ,carbolsuren 7d4 i4 die eigentliche ,carbolsure1 die ,kresylsure und die ,phlorylsure7 und mehrere flssige ,kohlenwasserstoffe hervorzuheben sind4 ,alle diese ,stoffe sind brennbar4 ,folgendes ,schema 7vergl4 ,seite #eea7 zeigt die hauptschlichsten1 bei der trocknen ,destillation des ,holzes sich bildenden ,produkte3 ,acetylen ,kohlenoxyd ,elayl ,kohlensure ,greek3 a7 ,leuchtgas,benzol ,methylwasser- stoff ,naphtalin 787 ,wasserstoffgas a7 ,holzmasse ,benzol ,oxyphensure ,naphtalin 787 ,kresylsure ,holzb7 ,hygroskop4 ,greek3 b7 ,theer ,paraffin ,phlorylsure ,wasser ,reten ,brandharze ,carbolsure ,kreosot ,greek3 g7 ,holzessig,essigsure ,aceton ,propionsure ,holzgeist ,greek3 d7 ,holzkohle ,sidenote3 ,zweck der ,verkohlung4 ,der gewhnliche ,zweck der ,verkohlung des ,holzes besteht darin1 die in demselben enthaltenen ,brennstoffe zu concentriren1 sie durch bedeutende ,verminderung des ,gewichts und des ,volumens transportabler zu machen und dadurch ihren ,markt zu erweitern1 die ,holzpreise zu steigern1 einige fr gewisse technische ,anwendungen nachtheilige ,eigenschaften des ,holzes zu entfernen oder endlich auch ,kohle zu anderer ,benutzung als der gewhnlichen zu erlangen1 z4 ,b4 zur ,pulverfabrikation4 ,in allen diesen ,fllen wird die ,kohle als ,hauptprodukt der ,verkohlung angesehen4 ,bei der ,theerschwelerei ist es vorzglich auf die ,gewinnung von ,theer abgesehen und die dabei sich ergebende ,kohle erscheint mehr nur als ein ,nebenerzeugnis4 ,bei der ,holzgasfabrikation werden endlich durch die ,verkohlung nicht blos ,holz und ,theer1 sondern auch die dabei sich entwickelnden brennbaren und leuchtenden ,gase gewonnen und in einer ,weise zur ,entwickelung von ,licht und ,wrme benutzt1 dass jedenfalls jene nicht als ,hauptsache erscheinen4 ,die ,verkohlung des ,holzes im ,walde kann entweder in regelmssigen auf verschiedene ,weise aufgebauten ,haufen1 den ,meilern und den ,haufen1 in beiden ,fllen unter beweglicher ,decke1 oder unter unbeweglicher ,decke in ,gruben und ,meilerfen vor sich gehen4 ,sidenote3 ,meilerverkohlung4 ,unter einem ,meiler versteht man einen aus grsseren ,holzstcken zusammengeschichteten ,haufen1 welcher mit einer ,decke von ,erde oder ,kohlenlsche 7,kohlenstaub mit ,erde gemengt7 versehen ist4 ,die ,holzscheite werden entweder fast senkrecht gegen die ,axe des ,meilers geneigt1 oder man legt sie horizontal1 in radialer ,richtung von der ,axe auslaufend4 ,im ersten ,falle heisst ein ,meiler ein stehender1 im anderen ,falle ein liegender ,meiler4 ,die ,axe des ,meilers wird ,quandel genannt4 ,sidenote3 ,richten des ,meilers4 ,behufs des ,aufstellens des ,holzes 7,richten des ,meilers7 richtet man im ,mittelpunkte der ,meilersttte eine dicke ,stange1 den ,quandelpfahl oder1 wenn mehrere ,stangen angewendet werden1 die ,quandelstbe auf4 ,die stehenden ,meiler unterscheidet man als a7 wlsche ,meiler 7,fig4 #cja71 b7 slavische ,meiler 7,fig4 #cjb71 c7 ,schwartenmeiler 7,fig4 #cjc74 ,illustration3 ,fig4 #cja4 ,illustration3 ,fig4 #cjb4 ,ein wlscher oder italienischer ,meiler 7,fig4 #cja7 hat als ,quandel einen aus drei oder vier ,stangen bestehenden ,quandelschacht1 in welchem die ,stangen durch ,holzspreise n auseinandergehalten werden1 und besteht aus zwei oder drei ,holzschichten 7er ist zwei- oder dreischichtig72 die conische ,holzmasse wird durch horizontal gelegte ,scheite abgerundet und der dadurch entstehende ,aufsatz auf den eigentlichen ,holzschichten heisst die ,haube 7chemise74 ,im unteren ,theile des durch die ,quandelstbe gebildeten ,schachtes huft man harziges ,holz an1 durch welches spter der ,meiler in ,brand gesetzt wird4 ,der slavische ,meiler 7,fig4 #cjb7 unterscheidet sich von dem vorhergehenden durch den ,quandel1 der hier aus einem eingerammten ,pfahl besteht1 ferner durch die ,zndgasse b1 einen bis zum ,quandel gehenden ,kanal1 durch welchen der ,meiler entzndet wird4 ,illustration3 ,fig4 #cjc4 ,eine dritte ,art stehender ,meiler ist der in ,norwegen gebruchliche ,schwartenmeiler 7,fig4 #cjc71 aus ,schwarten1 d4 h4 unregelmssig geformten1 dnnen ,brettern zusammengesetzt4 ,drei der grssten bilden den ,quandelschacht a a1 um welchen ,raum man brennbare ,stoffe anbringt und darauf einen kegelfrmig aufgeschichteten ,haufen von grsseren ,holzabfllen1 mit leicht entzndlichen ,stoffen untermengt1 setzt4 ,dieser ,haufen bildet den ,kern des ,meilers1 an welchen die ,schwarten gelehnt werden4 ,die liegenden ,meiler bekommen im ,aeusseren die ,gestalt der stehenden ,meiler2 die ,scheite aber werden horizontal und radial in ein oder zwei concentrische ,lagen eingelegt2 die ussere ,flche wird parallel mit dem innern ,holzkerne gemacht1 welchen man zunchst um den ,quandel herum in ,gestalt eines ,kegels aus aufrechtstehenden ,scheiten errichtet4 ,der ,quandel ist entweder ,quandelschacht oder ,quandelpfahl mit ,zndgasse4 ,der gerichtete ,meiler wird mit einer ,decke von ,erde versehen4 ,weil aber die lockere ,erde zu leicht durchfallen und das ,feuer ersticken wrde1 so muss man den ,meiler1 ehe man ihn mit ,erde bewirft1 noch mit einer ,decke von ,rasen oder ,reissig1 ,moor1 ,haidekraut1 ,schilf1 ,tannennadeln1 ,laub etc4 versehen4 ,das ,auflegen der ,decke auf den ,meiler geschieht nicht sofort vollstndig1 sondern der ,meiler muss am ,fusse bis zu einer ,hhe von #f-ab ,zoll vor der ,hand unbedeckt bleiben4 ,die hierzu erforderliche ,vorrichtung heisst die ,rstung oder ,unterrstung4 ,man versteht darunter eine rings um den ,umfang des ,meilers laufende horizontale ,umfassung mit drren ,aesten1 welche in hlzernen ,gabeln 7,rstgabeln7 liegen4 ,die ,rstung hat den ,zweck1 theils der ,decke ,halt zu geben1 theils aber auch1 den ,dmpfen beim ,anznden des ,meilers durch die ,zwischenrume an der ,sohle ,ausgang zu gestatten4 ,man macht die ,bedeckung 7das ,bewerfen1 ,schwarzmachen oder ,schwrzen7 aus ,erde oder besser mit einem ,gemenge von ,lehm1 ,erde und ,kohlenstaub und giebt ihr eine berall gleiche ,dicke von #c-e ,zoll4 ,die ,haube des ,meilers erhlt eine strkere und dicht geschlagene ,erddecke1 weil sie der ,wirkung des ,feuers am meisten ausgesetzt ist4 ,dort1 wo ,winde dem ,meiler nachtheilig werden knnen1 muss er an der ,windseite mit ,windschauern1 aus ,brettwnden oder ,hecken bestehend1 versehen werden4 ,wie schon angefhrt1 unterscheidet man zwei verschiedene ,arten des ,anzndens3 #a7 das ,anznden von unten geschieht durch die ,zndgasse oder das ,zndloch mittelst einer ,stange1 der ,zndstange und ,zndruthe1 an deren einem ,ende ein brennender ,strohwisch1 ,birkenschale oder dergleichen befestigt und zu dem ,quandel hineingebracht wird2 #b7 das ,anznden von oben geht vor sich1 indem man die im ,quandelschacht enthaltenen ,materialien anzndet1 oder indem man in den ,schacht zuerst glhende ,kohlen und dann ,kohlen und ,brnde darauf schttet4 ,sidenote3 ,kohlenbrennen4 ,bei dem eigentlichen ,kohlenbrennen sind drei ,phasen zu unterscheiden3 #a7 das ,schwitzen oder ,abbhen1 #b7 das ,treiben1 #c7 das ,zubrennen des ,meilers4 ,der angezndete ,meiler braucht zum ,umsichgreifen des ,feuers in seinem ,innern eine weit grssere ,luftmenge als ein schon lngere ,zeit angebrannter4 ,aus diesem ,grunde ist der ,fuss des ,meilers im ,anfange entweder ganz oder nur unvollstndig bedeckt2 durch die ,ausbreitung des ,feuers im ,meiler entwickeln sich ,wasserdmpfe1 gemengt mit ,produkten der trocknen ,destillation des ,holzes1 welche sich an den klteren ,stellen des ,meilers zum ,theil verdichten und eine ,durchnssung1 ein ,schwitzen derselben bewirken4 ,whrend des ,schwitzens ist der ,meiler dadurch gefhrdet1 dass in seinem ,innern durch ,mischen von ,kohlenwasserstoffen mit atmosphrischer ,luft sich knallgashnliche ,gemische bilden knnen1 welche durch ihre ,explosion ein stellenweises ,abwerfen der ,decke1 selbst ein ,bersten der ,holzmasse bewirken knnen4 ,man nennt dies das ,werfen des ,meilers4 ,geringe und deshalb fr den ,meiler gefahrlose ,explosionen haben nur ein ,schtteln der ,meilerdecke zur ,folge4 ,durch die schnelle ,ausbreitung des ,feuers1 theils durch das wirkliche ,verbrennen eines ,theiles des ,holzes1 theils endlich durch das ,schwinden der ,holzmasse als ,folge der durch das ,austrocknen und ,verkohlen bewirkten ,volumenverminderung1 entstehen im ,meiler hohle ,rume 7das ,hohlbrennen74 ,diese hohlen ,rume mssen sorgfltig ausgefllt werden4 ,sobald die am ,fusse des ,meilers auftretenden ,dmpfe eine hellere ,farbe zeigen1 beginnt die ,periode des ,treibens4 ,der ,zutritt der ,luft muss jetzt verringert werden2 zu dem ,zwecke wird die locker gewordene ,decke berall wieder an das ,holz angeschlagen4 ,man nennt die ,arbeit das ,umfassen oder ,umfangen des ,meilers4 ,so bleibt derselbe #c-d ,tage ganz in ,ruhe und sich selbst berlassen1 indem bei fast gnzlichem ,abschluss der ,luft die ,verkohlung in dem treibenden ,meiler durch die hohe ,temperatur des ,kerns geschieht4 ,nach etwa #d ,tagen ist der grsste ,theil des ,holzes verkohlt1 ausgenommen eine sich unterhalb der ,haube rings um den ,meiler ziehende mantelfrmige ,schicht1 deren ,dicke gegen den ,fuss hin zunimmt4 ,das ,feuer muss nun so geleitet werden1 dass es von der ,haube aus abwrts und vom ,kerne gegen den ,meilerumfang zu gehe4 ,diese ,operation heisst das ,zubrennen1 je langsamer sie vollendet wird1 desto reichlicher ist die ,kohlenausbeute4 ,wird der ,rauch der ,zuglcher hell und blau1 so ist dies ein ,zeichen der ,gare2 die ,lcher mssen dann geschlossen werden4 ,nachdem das ,garen des ,meilers berall erfolgt ist1 bleibt er etwa #bd ,stunden lang zugedeckt und gegen den ,luftzutritt geschtzt zum ,abkhlen stehen2 darauf wird der ,meiler abgeputzt und gelscht4 ,gestbe und ,decke werden mit der ,krcke abgekratzt und dann wird das reine trockene ,gestbe wieder auf den ,meiler geworfen1 damit es zwischen die ,kohlen rinne und das ,feuer ersticke4 ,nachdem der gelschte ,meiler #ab-bd ,stunden gestanden ist1 schreitet der ,khler zum ,kohlenziehen oder ,kohlenlangen4 ,illustration3 ,fig4 #cjd4 ,illustration3 ,fig4 #cje4 ,sidenote3 ,haufenverkohlung4 ,die ,verkohlung des ,holzes in ,haufen oder in liegenden ,werken wird besonders im sdlichen ,deutschland1 in ,russland und ,schweden angewendet1 sie unterscheidet sich dadurch von der ,meilerverkohlung1 dass bei derselben das ,holz allmlig theilweise verkohlt wird1 whrend man die verkohlten ,stcke sogleich zieht4 ,das ,holz kommt dabei in runden ,stmmen oder ,kloben1 sehr selten als ,scheitholz zur ,verkohlung4 ,die ,meilersttte bildet ein rechtwinkliges lngliches ,viereck1 dessen vordere und hintere ,seite krzer sind1 als die beiden anderen4 ,von vorn nach hinten steigt die ,sttte etwas und die beiden langen ,seiten werden durch eine ,reihe senkrecht stehender1 starker hlzerner ,pfhle dergestalt begrenzt1 dass beide ,reihen parallel laufen4 ,fig4 #cjd und #cje zeigen einen gerichteten ,haufen und zwar #cjd in der perspectivischen ,ansicht und ,fig4 #cje im verticalen ,durchschnitte4 a a sind die ,pfhle mit den ,schindeln1 h ist die ,lschdecke1 b ein am ,fussende befindlicher1 fr das ,anznden aufgesparter ,raum 7das ,feuerhaus74 ,in dem ,maasse1 als das ,feuer vorrckt1 werden die vorn erzeugten ,kohlen schon gezogen1 wobei der ,khler nur darauf zu sehen hat1 dass sich das ,feuer nicht ungleich fortziehe und dass das sogenannte ,segel1 der ,rcken des ,haufens1 immer gerade oder auf die beiden ,pfahlreihen senkrecht bleibe4 ,sidenote3 ,verkohlung in ,meilerfen4 ,die ,meilerfen sind als feststehende und gemauerte ,meiler zu betrachten1 in welchen genau so wie in den gewhnlichen ,meilern durch die ,verbrennung eines ,antheiles ,holz im ,innern durch geringen ,luftzutritt die ,verkohlungshitze erzeugt wird4 ,sie haben vor den ,meilern mit beweglicher ,decke das voraus1 dass die condensirbaren ,produkte der trocknen ,destillation -- ,holzessig und ,theer -- besser und vollstndiger condensirt werden knnen1 dagegen soll die dabei gewonnene ,kohle1 was ,menge und ,gte betrifft1 der ,meilerkohle nachstehen4 ,man unterscheidet ,meilerfen1 die hinsichtlich ihrer ,form den eigentlichen ,meilern und den ,haufen entsprechen oder sich bereits den ,verkohlungsfen nhern4 ,illustration3 ,fig4 #cjf4 ,fig4 #cjf zeigt einen der einfachsten ,meilerfen2 die zu verkohlenden ,scheite werden darin wie in dem ,meiler stehend oder liegend aufgeschichtet4 ,das ,holz wird entweder durch die ,oeffnung a oder durch die ,thre b eingefhrt2 von der ,thre bis in die ,mitte der ,sohle geht die ,zndgasse4 ,mit ,ausnahme eines geringen ,theiles der ,thrffnung und des ,loches a werden alle ,oeffnungen vermauert und erst bei dem ,kohlenziehen wieder geffnet4 ,nachdem das ,holz gengend in ,brand gerathen ist1 werden b und a verschlossen4 ,die an dem oberen ,ende des ,meilerofens befindlichen kleinen ,oeffnungen entsprechen den ,rauchlchern des ,meilers4 ,bei dem ,fig4 #cjg abgebildeten ,meilerofen dienen die beiden ,thrffnungen a und b zum ,eintragen des ,holzes1 b ausserdem auch zum ,kohlenziehen1 c c c sind die ,registerffnungen1 durch das eiserne ,rohr d werden die flchtigen ,produkte in einen ,verdichtungsapparat geleitet4 ,whrend der ,verkohlung sind a und b verschlossen4 ,der ,theer sammelt sich grsstentheils auf der ,ofensohle und fliesst in ein ,reservoir4 ,unter der gewlbten ,thrffnung b befindet sich eine kleine ,oeffnung1 welche als ,mndung der ,zndgasse dient4 ,der ,fig4 #cjh abgebildete ,meilerofen ist so eingerichtet1 dass der ,zutritt der ,luft durch den ,rost r stattfindet4 ,das ,eintragen des ,holzes geschieht durch die ,oeffnungen a und b4 q ist das ,abzugsrohr fr die flchtigen ,produkte4 ,sidenote3 ,ofenverkohlung4 ,ofenverkohlung 7,ofenkhlerei74 ,die ,verkohlung des ,holzes im verschlossenen ,raum ohne ,zutritt der atmosphrischen ,luft geschieht #a7 in ,retorten1 #b7 in ,rhren oder in ,cylindern1 zuweilen mit erhitzter ,luft oder mit ,gichtgasen der ,hohfen oder mit ,wasserdmpfen oder mit ,anwendung von ,geblseluft4 ,illustration3 ,fig4 #cjg4 ,illustration3 ,fig4 #cjh4 ,illustration3 ,fig4 #cji4 ,was die ,verkohlung des ,holzes in ,retortenfen betrifft1 so geht dieselbe dadurch vor sich1 dass man das in eisernen oder thnernen ,retorten eingeschlossene ,holz von aussen erhitzt und fr den ,abzug und die vollstndigste ,verwerthung der flchtigen ,produkte ,sorge trgt4 ,in einzelnen ,fllen ist die ,theergewinnung1 in anderen die ,gaserzeugung ,hauptzweck4 ,in den ,rhrenfen geschieht die ,erhitzung und ,verkohlung der eingeschlossenen ,holzmasse nicht von aussen1 sondern von innen durch glhend gemachte eiserne ,rhren1 welche durch den ,ofen hin- und hergezogen sind1 ausserhalb mit einer ,feuerung in ,verbindung stehen und in eine ,esse ausmnden4 ,anstatt die heisse ,luft und die ,flamme durch eiserne ,rhren zu leiten1 kann man auch die eisernen ,rhren beseitigen und das ,holz ohne ,weiteres durch die erhitzte ,luft verkohlen1 wenn man dafr sorgt1 dass die ,flamme und die heisse ,luft so vollstndig als mglich ihres ,sauerstoffs beraubt sind4 ,hierdurch erspart man nicht nur die ,rhren und betrchtlich an ,brennmaterial1 sondern bewirkt auch eine schnellere und gleichmssigere ,verkohlung4 ,nach diesem ,princip ist der von ,schwarz construirte schwedische ,verkohlungsofen eingerichtet4 ,fig4 #cji zeigt den senkrechten ,lngendurchschnitt dieses ,ofens4 b ist der von dem ,mauerwerk a umgebene ,verkohlungsraum2 durch die ,oeffnungen c c tritt die zur ,verkohlung dienende ,feuerluft in den ,ofen4 ,die auf der geneigten ,sohle verdichteten ,flssigkeiten treten durch eingemauerte ,rhren durch die ,heberrhren e e in die ,theerfsser f f2 die ,dmpfe der flchtigen ,flssigkeiten 7,holzessig1 ,holzgeist etc47 treten durch die ,rhren g g in die ,verdichtungsksten h h1 welche letztere mit einer hohen ,esse i 7,fig4 #caj7 in ,verbindung stehen1 welche dem ,apparat den erforderlichen ,zug geben soll4 ,die ,feuerherde haben keinen ,rost4 ,die berwlbten ,oeffnungen d d dienen zum ,eintragen des ,holzes4 ,illustration3 ,fig4 #caj4 ,verkohlung mit gleichzeitiger ,theerproduktion4 ,ist der ,hauptzweck der ,holzverkohlung die ,gewinnung von ,theer1 so bedient man sich mit ,vortheil des in ,russland blichen ,verfahrens4 ,illustration3 ,fig4 #caa4 ,nach der von ,hessel 7#ahfa7 gegebenen ,beschreibung whlt man ,stammkienholz 7,brawica7 und ,wurzelholz 7,luczina7 und zwar von absterbenden ,bumen1 welches mit der ,hacke in #c bis #dzllige ,stcke gespalten und zum ,aufbauen des ,meilers benutzt wird4 ,die ,meilersttte 7,fig4 #caa7 ist trichterfrmig und in der ,mitte mit einer ,einsenkung versehen2 die ganze ,flche ist mit einem ,thonanstrich berkleidet und mit ,dachschindeln belegt1 ber welche der ,theer dem ,centrum zufliesst1 von wo aus er durch eine ,rhre in ein im ,boden befindliches ,gewlbe in ein untergestelltes ,gefss abluft4 ,das ,kienholz wird in diesen ,meilern stehend in #f-h ,lagen bereinander aufgestellt1 mit ,stroh1 ,heu oder ,mist bedeckt und hierauf mit ,sand oder ,erde einige ,zoll dick berschttet4 ,ist der ,meiler beschickt1 so zndet man an der ,basis desselben an #dj-ej ,oeffnungen ,feuer an und verschttet diese ,oeffnungen mit ,sand1 sobald sich das ,feuer im ganzen ,meiler nach obenhin fortgepflanzt hat4 ,nach etwa #f ,tagen1 whrend welcher ,zeit unaufhrlich das ,fllen fortgesetzt wurde1 sinkt die ,spitze des ,meilers etwas ein und es zeigt sich eine hohe und starke ,flamme4 ,nach #aj-ab ,tagen beginnt man mit dem ,abnehmen des ,theeres1 was jeden ,morgen fortgesetzt wird4 ,das ,schwelen dauert #c-d ,wochen4 ,die ,kohlenausbeute ist hchst gering2 da die ,theerschwelerei in ,meilern nichts weiter ist als eine langsame ,verbrennung von aussen nach innen1 der eine trockne ,destillation und ,theerbildung in der nmlichen ,richtung vorausgeht1 so sind die meisten ,kohlen lngst verbrannt1 bis das ,abschwelen den ,kern des ,meilers erreicht hat4 -- ,in ,niedersterreich wird 7nach ,thenius7 der ,holztheer auf hnliche ,weise durch ,meilerverkohlung und zwar zum grossen ,theile aus solchem ,holze der ,schwarzfhre gewonnen1 welches wenig oder gar keinen ,terpentin mehr giebt4 ,in ,bhmen dagegen verwendet man zum ,holztheer harzreiche ,hlzer1 namentlich ,wurzelstcke1 welche viele ,harztheile enthalten4 -- ,in ,russland erhlt man aus #ajj ,th4 ,kienholz #ag1f ,th4 ,theer und #bc1c ,th4 ,kohle4 ,illustration3 ,fig4 #cab4 ,seit dem ,jahre #ahec wendet man in ,russland die ursprnglich in ,schweden blichen ,thermokessel an1 welche in jeder ,hinsicht der ,meilerverkohlung vorgezogen zu werden verdienen4 ,nach der ,beschreibung von ,hessel besteht ein solcher ,kessel ,a1 dessen einzelne ,theile ,fig4 #cab zeigt1 aus starkem ,eisenblech und hat eine ,capacitt von ungefhr #h ,kubikmetern4 ,die ,beschickung geschieht durch das ,mannloch4 ,die ,heizung geht aus der ,feuerung a mit ,hlfe der ,zge b b 444 um die ,seitenwnde4 ,um das zu destillirende ,holz schnell auf #ajj zu bringen1 leitet man durch das ,rohr e einen ,dampfstrom in den ,kessel4 ,der schon im ,kessel sich ansammelnde ,theer luft durch das ,rohr c nach der ,sammeltonne ,b1 whrend die ,theerdmpfe durch d in den ,condenser ,b' gelangen2 was sich hier verdichtet1 luft durch h nach ,b1 das dampffrmig ,gebliebene wird in dem ,khlapparate ,c condensirt4 ,die brennbaren ,gase werden in die ,kesselfeuerung gefhrt4 ,ausser ,theer erhlt man bei ,beginn der ,destillation noch ,terpentinl und ,holzessig4 ,die zurckbleibenden ,kohlen1 die man unter ,anwendung von ,wasserdmpfen lscht1 entfernt man aus dem ,kessel durch die ,oeffnung a4 ,bei einer 7#ahfe7 von ,thenius ausgefhrten ,untersuchung1 wobei er festzustellen suchte1 ob der als ,nebenprodukt der ,holzgasfabrikation auftretende ,theer eben so gut wie der durch die ,meilerverkohlung erhaltene zum ,schiffbau1 zur ,darstellung von ,schusterpech und zur ,fabrikation von ,schmierpech ,verwendung finden knne1 hat sich gezeigt1 dass dieses nicht der ,fall ist4 ,sidenote3 ,eigenschaften der ,kohle4 ,je nach der ,art des ,holzes1 welches zur ,darstellung der ,holzkohle diente1 unterscheidet man harte ,kohle 7,kohle von harten ,hlzern7 und weiche ,kohle 7,kohle von weichen ,hlzern71 welche letztere entweder ,laubholz- oder ,nadelholzkohle ist1 je nach dem ,grad der ,verkohlung1 die vollstndig verkohlte ,schwarzkohle und die durch unvollstndige ,verkohlung erhaltene ,rst- oder ,rothkohle 7charbon roux74 ,nach der ,grsse theilt man die ,holzkohlen in3 #a7 ,stck-1 ,grob-1 ,lese- oder ,ziehkohlen1 die grssten und dichtesten ,stcke2 #b7 ,schmiedekohlen1 dichte ,stcke1 aber nur von ,faustgrsse2 #c7 ,quandelkohlen1 aus der ,nhe des ,quandels1 kleine undichte ,stcke2 #d7 ,kohlenklein1 ,kohlenlsche1 ,klre1 kleine ,stcke und ,staub2 #e7 ,brnde1 rohe oder rothe ,kohlen1 unvollstndig verkohlte ,stcke4 ,die ,angabe der ,kohlenausbeute dem ,volumen nach kann sich entweder beziehen auf das wirkliche ,volumen der ,holz- oder ,kohlenmasse1 d4 h4 auf das ,volumen der ,masse nach ,abzug der ,zwischenrume1 oder auf das scheinbare ,volumen 7,gemssvolumen7 ohne ,abzug der ,zwischenrume4 ,man kann vergleichen a7 das scheinbare ,volumen des ,holzes mit dem scheinbaren ,volumen der ,kohle2 b7 das wirkliche ,volumen des ,holzes mit dem wirklichen ,volumen der ,kohle2 c7 das wirkliche ,volumen des ,holzes mit dem scheinbaren ,volumen der ,kohle2 ,man kann die erste ,methode das ,ausbringen nach dem scheinbaren ,volumen 7,i71 die zweite das ,ausbringen nach dem wirklichen ,volumen 7,,ii71 die dritte das ,ausbringen nach beiderlei ,volumen 7,,iii7 nennen4 ,nach der ,methode 7,i7 erhielt man folgende ,resultate3 ,eichenholz #ga1h-gd1c ,proc4 ,kohle ,rothbuchenholz #gc1j ,birkenholz #fh1e ,hainbuchenholz #eg1b ,fhrenholz #fc1f ,dem wirklichen ,volumen nach 7,,ii7 betrug als ,mittel verschiedener ,versuche die ,kohlenausbeute #dg1f ,proc4 ,nach beiderlei ,volumen 7,,iii7 erhielt man in ,eisleben folgende ,resultate3 ,scheinbares ,beiderlei ,gewicht4 ,volumen4 ,volumen4 ,eichenholz #ba1c ,proc4 #ga1h ,proc4 #ih1g ,proc4 ,rothbuchenholz #bb1g #gc1j #ajj1d ,birkenholz #bj1i #fh1e #id1b ,hainbuchenholz #bj1f #eg1b #gh1f ,fhrenholz #be1j #fc1f #hg1b ,sidenote3 ,zusammensetzung der ,kohle4 ,wenn man von dem geringen ,gehalt der ,schwarzkohle an ,wasserstoff und ,sauerstoff absieht1 so lsst sich die durchschnittliche ,zusammensetzung einer lufttrockenen ,schwarzkohle auf folgende ,weise ausdrcken3 ,kohlenstoff #he ,proc4 hygroskopisches ,wasser #ab ,asche #c ,sidenote3 ,brennbarkeit und ,heizwerth4 ,die ,brennbarkeit der frisch dargestellten ,schwarzkohle ist ausserordentlich gross1 insofern dieselbe1 einmal entzndet1 bei dem nthigen ,luftzuge fortbrennt2 die ,entzndungstemperatur derselben liegt dagegen1 weil die ,kohle fast keine flchtigen brennbaren ,substanzen enthlt und ausserdem ein schlechter ,wrmeleiter ist1 sehr hoch4 ,der ,wrmeeffect verschiedener ,holzkohlen ergiebt sich aus folgender ,tabelle1 wobei der ,wrmeeffect des ,kohlenstoffs als ,einheit gilt4 ,a #a ,gewichtstheil ,kohle reducirt ,blei ,b #a ,gewichtstheil ,kohle erwrmt ,wasser von #j-ajj ,c4 ,absol4 ,specif4 ,pyrom4 ,a ,b ,schwarzkohle lufttrocken #j1ig -- #bdej -- ,schwarzkohle vllig trocken #j1hd -- #bcej -- ,im ,birkenkohle -- #j1bj -- #cc1ga ,durchschnitt ,eschenkohle -- #j1ai -- -- #ge1g ,rothbuchenkohle -- #j1ah -- #cc1eg ,theile ,rothtannenkohle -- #j1ag -- #cc1ea ,ahornkohle -- #j1af -- -- ,eichenkohle -- #j1ae -- #cc1gd ,erlenkohle -- #j1ac -- #cb1d ,lindenkohle -- #j1aj -- #cb1gi ,fichtenkohle -- -- -- #cc1ec ,weidenkohle -- -- -- #cc1di ,die ,verdampfungskraft von ,fhrenholzkohle betrgt mit #aj1e ,proc4 ,h#b,o und #b1g ,proc4 ,asche #f1ge ,kilogr41 wasserfrei und #c1jb ,proc4 ,asche #g1ei ,kilogr4 ,sidenote3 ,die ,roth- oder ,rstkohle4 ,da die vollstndige ,verkohlung des ,holzes einen fast #dj ,proc4 betragenden ,verlust von ,brennstoff nach sich zieht1 so hat man sich seit einer ,reihe von ,jahren bemht1 die ,verkohlung des ,holzes nur bis zu dem ,grade fortzusetzen1 bei welchem die ,kohle noch eine schwrzlich braune ,farbe zeigt4 ,die ,erfahrung hat gelehrt1 dass1 wenn das lufttrockene ,holz etwa #fj-gj ,proc4 von seinem ,gewicht verloren hat1 man diejenige ,kohle erhlt1 welche man ,roth- oder ,rstkohle 7charbon roux7 nennt4 ,sie liegt in der ,mitte zwischen ,holzkohle und gedarrtem ,holz1 ist weit sauerstoffreicher1 leicht zerreiblich1 locker1 aber weniger pors4 ,ihre ,brennbarkeit und ,flammbarkeit sind bei weitem grsser als die der ,schwarzkohle4 ,als ,brennmaterial in ,schachtfen zu metallurgischen ,zwecken ist die ,rothkohle ein wichtiges ,brennmaterial4 ,die ,zusammensetzung der frisch und normal bereiteten ,rothkohle ist ungefhr folgende3 ,kohlenstoff #gd ,proc4 chemisch gebundenes ,wasser #bd1e ,asche #a1e die von gelagerter ,rothkohle3 ,kohlenstoff #ff1e ,proc4 chemisch gebundenes ,wasser #bb hygroskopisches ,wasser #aj ,asche #a1e ,sidenote3 ,rothholz4 ,der ,verein fr chemische ,industrie in ,mainz producirt seit einigen ,jahren ein ,zwischenprodukt zwischen ,holz- und ,rothkohle1 welchem der ,name ,roth- oder ,rstholz 7bois roux7 gegeben wurde4 ,es wird aus ,buchenholz dargestellt und ist das ,nebenprodukt bei ,gewinnung von ,essigsure und ,kreosot2 wenn man von der braunen1 zum ,rothbraun neigenden ,farbe absieht1 hat es noch ganz das ,ansehen des ,holzes1 ist aber weit entzndlicher als gewhnliches ,buchenholz4 ,es enthlt im ,mittel ,kohlenstoff #eb1ff ,proc4 ,wasserstoff #e1gh ,asche #j1dc ,wasser #d1di ,sauerstoff #cf1fd ,nach ,versuchen von ,r4 ,fresenius verhlt sich die ,verdampfungskraft des lufttrocknen ,buchenholzes zu der des ,rothholzes wie #ed1cb3ajj4 ,der ,torf4 ,sidenote3 ,torf4 ,der ,torf ist das ,produkt der freiwilligen ,zersetzung von ,vegetabilien1 namentlich ,sumpfpflanzen1 in vielen ,fllen gemischt mit ,mineralstoffen1 wie ,sand1 ,lehm1 ,thon1 ,kalk1 ,eisenkies1 ,eisenocker u4 s4 w4 ,torflager werden sich vorzglich an solchen ,orten bilden1 welche zwar noch eine gengende ,temperatur zur ,entwickelung der ,vegetation1 aber vor ,allem stehendes ,wasser besitzen1 welches den ,torf den grssten ,theil des ,jahres von der ,luft abschliesst2 es stauen sich die ,wasser an und bilden ,smpfe1 in denen die ,sumpf- oder ,torfpflanzen1 vorzglich folgende ,arten wachsen3 ,eriophorum1 ,erica1 ,calluna1 ,ledum palustre1 ,hypnum1 vor ,allem aber ,sphagnum1 welche ,pflanze zur ,torfbildung sich vorzugsweise eignet1 weil sie nie ganz abstirbt1 sondern oben bestndig fortwchst und sich verzweigt1 whrend die lteren ,theile vertorfen4 ,die abweichende ,beschaffenheit des ,torfes ist theils von der ,verschiedenheit der ,pflanzen abhngig1 aus denen er sich bildet1 theils von der vollkommeneren oder unvollkommeneren ,zersetzung der ,vegetabilien1 theils auch von der ,natur und der ,quantitt der mit der ,torfsubstanz sich vermengenden erdigen ,theile4 ,es ist einleuchtend1 dass der verschiedene ,druck1 welchem der sich bildende ,torf unterliegt1 auf die ,dichtigkeit seiner ,masse von ,einfluss ist4 ,nach der ,verschiedenheit der ,vegetabilien1 aus welchen der ,torf sich erzeugte1 lassen sich unterscheiden3 #a7 ,moortorf1 zu welchem ,sphagnumarten hauptschlich das ,material darboten2 #b7 ,haidetorf1 der besonders aus den ,wurzeln und ,stmmen der eigentlichen ,haidepflanzen sich erzeugte2 #c7 ,wiesentorf1 aus ,gras und ,schilf gebildet2 #d7 ,wald- oder ,holztorf1 der hauptschlich aus dem ,holze von ,waldbumen entstand2 #e7 ,meertorf1 der aus ,tangen sich bildete4 ,hinsichtlich seiner ,gewinnung theilt man den ,torf ein #a7 in ,stechtorf1 welcher unmittelbar aus den ,torfmooren in ziegelhnlichen ,stcken ausgestochen wird2 die ,ziegel der obersten jngeren und faserigen ,schicht heissen ,rasentorf1 die der darunter liegenden schweren ,moortorf2 #b7 ,baggertorf und #c7 ,streich- und ,presstorf werden aus breifrmiger ,moormasse1 deren weiche ,beschaffenheit das ,stechen nicht zulsst1 gebildet oder gleich ,mauerziegeln geformt4 ,ist die ,masse zu dnnflssig1 wie es in ,holland1 ,westphalen1 auch im nrdlichen ,frankreich der ,fall ist1 so wird ein ,theil des ,wassers durch die sogenannten ,baggernetze abgeseiht4 ,diese ,operation nennt man das ,baggern und den so erhaltenen ,torf ,baggertorf4 ,um dem ,torf eine grssere ,dichte zu ertheilen1 wird er zuweilen durch besonders construirte ,torfpressen gepresst und fhrt dann den ,namen ,presstorf4 ,der ,wassergehalt von frischem ,torf ist sehr betrchtlich2 durch lngeres ,lagern kann er #de ,procent von seinem ursprnglichen ,gewichte verlieren4 ,nehmen wir an1 dass die organische ,masse des ,torfes als bestehend betrachtet werden kann aus ,kohlenstoff #fj ,proc4 ,wasserstoff #b ,wasser #ch so besteht die beste ,sorte von lufttrocknem ,torf aus fester ,torfmasse 7incl4 ,asche7 #ge ,proc4 hygroskopischem ,wasser #be oder aus ,kohlenstoff #de1j ,proc4 ,wasserstoff #a1e chemisch gebundenem ,wasser #bh1e hygroskopischem ,wasser #be1e ,die ,zusammensetzung der ,torfasche ergiebt sich aus folgenden ,analysen4 ,charakteristisch ist der ,gehalt an ,phosphorsure1 welcher weit grsser ist als in der ,holzasche4 ,nach ,e4 ,wolff enthielten zwei ,torfaschen aus der ,mark 7a und b7 und nach mir eine ,torfasche aus ,sdbayern 7c73 7a7 7b7 7c7 ,kalk #ae1be #bj1jj #ah1cg ,thonerde #bj1ej #dg1jj #de1de ,eisenoxyd #e1ej #g1ei #g1df ,kieselerde #da1jj #ac1ej #bj1ag ,calciumphosphat mit ,gyps #c1aj #b1fj ,alkali1 ,phosphorsure1 ,schwefelsure #h1ee u4 s4 w4 ------ #ajj1jj ,sidenote3 ,entwssern des ,torfes4 ,die ,brauchbarkeit und der ,werth einer ,torfart ist von ihrem ,gehalte an ,wasser und mineralischen ,bestandtheilen abhngig4 ,die theilweise ,entwsserung geschieht3 #a7 durch ,trocknen an der ,luft im ,freien oder in ,stadeln2 der ,torf enthlt lufttrocken immer noch #be ,proc4 hygroskopisches ,wasser2 #b7 durch ,darren bei einer ,temperatur von #ajj bis #abj ,c4 ,man wendet hierzu ,darrfen oder ,darrkammern an1 welche entweder durch eine eigene ,feuerung oder durch die verloren gegangene ,hitze einer anderen ,feuerung geheizt werden2 #c7 durch ,pressen 7von ,pernitzsch #ahba zuerst angeregt72 die dadurch zu erzielenden ,vortheile sind a7 ,verdichtung der ,masse1 mithin grsserer pyrometrischer ,wrmeeffect1 b7 vermindertes ,volumen1 daher bequemerer ,transport1 namentlich zu ,wasser1 wo die ,transportkosten mehr dem ,volumen als dem ,gewichte nach berechnet werden2 c7 ,entwsserung4 ,so einfach und sicher die ,aufgabe des ,torfpressens scheint1 so beraus schwierig ist die praktische ,ausfhrung4 ,das ,pressen des ,torfes ohne weiteres ist ohne grosse ,abschwchung der ,qualitt nicht ausfhrbar1 weil das durch ,pressen entfernte ,wasser werthvolle schlammige ,torfbestandtheile mit sich fortfhrt4 ,wollte man diesen ,uebelstnden durch ,anwendung siebartig durchlcherter ,formen in der ,centrifugalmaschine1 durch ,benutzung von ,presstchern oder ,pressscken etc4 auszuweichen suchen1 so wrde man sehr bald wahrnehmen1 dass die ,siebe sich bald verstopfen und die ,tcher und ,scke bersten4 ,ferner zeigt sich1 dass der ,grad der ,condensation gewhnlich der aufgewendeten ,kraft nicht entspricht1 weil der ,torf1 namentlich der ,fasertorf und die aschenarmen ,rasentorfarten nach dem ,pressen an einem warmen und feuchten ,orte aufbewahrt1 sich leicht unter ,volumenzunahme aufblttert4 ,endlich scheiterten fast alle ,unternehmungen1 welche das ,pressen der frischen ,torfmasse zum ,zweck hatten1 an der complicirten und kostspieligen ,construction der maschinellen ,vorrichtungen4 ,dieser ,weg ist daher fast berall verlassen 7mit ,ausnahme von ,schleissheim bei ,mnchen1 wo man ihn jetzt noch1 allerdings mit zweifelhaftem ,erfolge1 betritt74 ,der ,gedanke1 die ,verdichtung des nassen ,torfes durch chemisch-physikalische ,agentien1 wie ,natronlauge1 ,salzsure1 ,alaun1 gekochte ,kartoffeln1 ,strkekleister etc41 zu untersttzen1 erwies sich in der ,praxis gleichfalls als ein unfruchtbarer4 ,es war ein wichtiger ,fortschritt in der ,geschichte der ,torfgewinnung1 als man die ,ueberzeugung gewann1 dass die rohe ,torfmasse vor der ,verdichtung eine ,vorbereitung erheische1 dass ferner die ,presse erfolgreich nur zur ,condensation des trocknen ,torfes dienen knne4 ,die nasse ,aufbereitung hat den ,zweck1 den ,torf durch eine ,art ,schlemmung1 wodurch nicht nur die groben ,fasern1 ,wurzeln und ,holztheile1 sondern auch zum ,theil die beigemengten ,mineralstoffe entfernt werden1 in einen feinzertheilten ,brei zu verwandeln4 ,in dem ,torfwerke zu ,staltach bei ,mnchen wendet man folgendes1 von ,weber herrhrendes ,verfahren der ,torfzerkleinerung an3 ,die im ,torfmoore gestochenen ,massen gelangen auf einer ,eisenbahn zum ,zerkleinerungswerk und werden mit ,hlfe eines aus ,brettchen bestehenden und auf zwei hlzernen ,walzen laufenden endlosen ,bandes gehoben und der ,maschine bergeben4 ,letztere ist ein stehender1 unten verjngter ,cylinder1 welcher in seinem ,innern mit vier ,reihen sichelfrmiger ,messer besetzt ist4 ,in der ,axe des ,cylinders befindet sich eine durch ,dampfkraft bewegte eiserne ,welle1 welche ebenfalls sichelfrmige ,messer trgt4 ,der bereitete ,torf kommt als ziemlich steife ,masse aus dem ,schneidewerk auf ein ,tuch ohne ,ende und wird darauf dem ,trockenlokal zugefhrt4 ,aehnlich ist ,schlickeysen's ,torfmaschine1 bei welcher man es durch andere ,stellung der ,messer und sonstige ,einrichtung dahin gebracht hat1 dass der ,wasserzusatz zum ,torf berflssig ist1 wodurch die ,trocknung wesentlich erleichtert wird4 ,die von ,fr4 ,versmann 7in ,london7 neuerdings construite vortreffliche ,torfaufbereitungsmaschine besteht wesentlich aus einem ,trichter aus ,kesselblech1 in welches von oben nach unten kleine ,lcher siebhnlich eingeschlagen sind4 ,in dem ,trichter bewegt sich ein eiserner ,conus1 welcher um seine ,peripherie herum ein schneckenartig gewundenes ,messer trgt4 ,wird nun der aufzubereitende ,torf in den ,zwischenraum zwischen ,conus und ,trichterwandung geworfen1 so wird der ,torf durch den rotirenden ,conus fein geschnitten und zugleich als ,brei durch die ,trichterffnung gedrckt1 der nun in ,form von wurmfrmigen ,strhnen nach aussen tritt4 ,die grberen ,fasern1 die nicht durch die ,lcher hindurch knnen1 gelangen durch die untere ,trichterffnung in einen ,kasten und knnen entweder als ,brennstoff benutzt oder auch wieder auf den ,trichter aufgegeben werden4 ,im ,haspelmoor 7zwischen ,augsburg und ,mnchen7 suchte man bis zum ,jahre #ahef nach dem 7lteren7 ,verfahren von ,exter 7in ,mnchen7 den ,torf in einer ,maschine zu zerkleinern1 welche im wesentlichen aus #j1e ,meter starken1 mit ,stacheln besetzten ,walzen bestand2 die ,stacheln hatten eine ,lnge von #f ,centimeter und waren in zwei ,reihen dergestalt angeordnet1 dass sie gegen eine eiserne ,platte mit stumpfen ,rippen wirkte1 welche zwischen die einzelnen ,reihen von ,stacheln eingreifen4 ,ueber die ,walzen ergiesst sich whrend der ,arbeit auf die ,torfmasse ,wasser aus einer ,brause2 die ,torfstcken werden von den ,stacheln vorwrts getrieben1 von den ,rippen zurckgehalten1 dadurch zermalmt und mit dem brigen ,schlamm ber die schrge ,bhne in ,kippwagen nach den ,formpltzen gefhrt1 wo sie geformt werden4 ,die zwischen den ,stacheln zurckbleibenden ,wurzeln und ,latschen werden durch passende ,vorrichtungen entfernt4 ,bei dem von ,challeton im ,jahre #ahbd zu ,montanger bei ,corbeil 7,dep4 der ,seine und ,oise7 eingefhrten ,verfahren der ,torfaufbereitung findet ein vollstndiges ,schlmmen des ,torfes statt4 ,der in ziegelhnlichen ,streifen gewonnene ,torf wird durch ein ,paternosterwerk in die ,verkleinerungsmaschinen gehoben4 ,dieselben bestehen aus einem ,system von sich rasch bewegenden1 #a1c ,meter langen und mit ,messern besetzten ,walzen1 so wie aus zwei kaffeemhlartig gestellten und mit ,stacheln versehenen ,cylindern1 von denen sich der innere mit grosser ,geschwindigkeit bewegt4 ,zwischen den ,walzen und ,cylindern ist ein ,sieb mit ,brstenapparat angebracht1 auf welches die von den ,walzen zerkleinerte ,torfmasse fllt1 um hier unter ,mitwirkung von einstrmendem ,wasser durch den ,brstenapparat in die mit ,stacheln besetzten ,cylinder geworfen zu werden1 wo die vollkommene ,zertheilung vor sich geht4 ,der ,torfschlamm gelangt nun in ,schlmmstnder1 wo er seine schweren mineralischen ,verunreinigungen absetzt und dann in hher gelegene ,rinnen1 die den ,schlamm in die ,sickerbassins fhren4 ,letztere sind #j1c ,meter tiefe ,gruben1 deren ,boden mit ,schilf oder ,rohr belegt ist1 durch welches das ,wasser des ,torfschlammes in den ,untergrund absickert4 ,der ,schlamm bleibt in den ,sickergruben1 bis er die geeignete ,consistenz erlangt hat4 ,durch ,aufdrcken eines gitterfrmigen ,rahmens wird dann die ,torfmasse in 7#ejj7 ,torfsoden zertheilt1 welche durch ,liegen an der ,luft vllig ausgetrocknet werden4 ,aehnliche ,torfbereitungsanstalten wie zu ,montanger befinden sich zu ,rheims und ,st4 ,jean am ,bielersee in der ,schweiz4 ,in der ,anstalt von ,challeton sollen #ajj ,ctr4 ,torfmasse #ad bis #ae ,ctr4 fertigen ,torf liefern und der ,aschengehalt um #g_/h verringert werden4 ,den unzweifelhaften ,vorzgen des ,schlmmens stellen sich grosse ,nachtheile gegenber1 man braucht nmlich grosse ,wassermengen1 durch die ,reinigung und ,beseitigung der grberen ,theile bildet sich viel ,abfall1 die ,transportkosten sind sehr erheblich und endlich ist man whrend des ,trocknens1 welches nur langsam und vorsichtig geschehen kann1 vom ,wetter abhngig4 ,es liegt mithin auf der ,hand1 dass es weit rationeller sein wrde1 den gewhnlichen unaufbereiteten ,torf zu verdichten4 ,die hierher gehrigen ,verfahren des trocknen ,pressens1 die eine neue ,epoche in dem ,torfaufbereitungsverfahren begrnden1 sind die von ,gwynne und von ,exter 7neues ,verfahren74 ,nach dem ,verfahren von ,gwynne1 durch welches zuerst im ,grossen ,presstorf oder solidified peat erhalten wurde1 wird der ,torf vorlufig in der ,centrifugalmaschine getrocknet1 dann zu einer ,breimasse zermalmt1 die durch ,wrme vollends entwssert und darauf durch ,mhlen in ,torfklein verwandelt wird1 welches endlich zum ,formen in die mit ,dampf geheizten ,pressen gelangt4 ,von weit grsserer wirtschaftlicher ,wichtigkeit ist die neue ,exter'sche ,methode der ,presstorffabrikation1 wie sie seit #ahef auf dem ,haspelmoor und seit #ahei auch in einer auf ,actien begrndeten ,presstorffabrik zu ,kolbermoor bei ,aibling 7,sdbayern1 an der von ,mnchen nach ,salzburg und ,innsbruck fhrenden ,bahn7 ausgebt wird4 ,auch diesem ,verfahren liegt die ,idee zu ,grunde1 die frische1 in kleine ,schollen zertheilte ,torfmasse erst zu trocknen und dann unter der ,presse zu formen4 ,die ,darstellung des ,presstorfes in ,kolbermoor 7so wie auch auf dem ,staatswerke von ,haspelmoor7 beginnt mit der ,gewinnung und dem ,lufttrocknen des rohen ,torfes4 ,nach der ,trockenlegung der zu bearbeitenden ,moorparcelle wird die ,oberflche von der ,vegetation 7in ,sdbayern namentlich die ,legfhre7 befreit und die entblsste ,torfmasse zu einer ebenen ,flche ausgeglichen4 ,aus dem ,torffeld wird nun mit ,hlfe von durch ,locomobilen in ,bewegung gesetzten ,pflgen1 durch ,eggen und zeitweiliges ,wenden 7wie beim ,heumachen7 der rohe ,torf gewonnen4 ,das lufttrocken gemachte ,torfklein wird mit einem ,schneepfluge zusammengeschaufelt1 durch einen ,sammler auf ,wagen gebracht und vom ,moore in die ,magazine gefhrt4 ,behufs der ,verdichtung kommt der lufttrockne ,torf in eine ,zerkleinerungsmaschine1 in welcher er feingerissen wird1 und dann in den ,trockenofen1 und zuletzt mit einer ,temperatur von #ej-fj;,c4 in die ,presse 7eine einfach wirkende ,excentrikpresse71 in welcher die dunkelbraunen und glnzenden ,torfziegel dargestellt werden4 ,presstorf aus dem ,kolbermoor 7a7 und dem ,haspelmoor 7b7 enthlt3 7a7 7b7 ,asche #d1ba #h1cd ,wasser #ae1ej #ae1ej ,kohlenstoff #df1ih #di1hb ,wasserstoff #d1if #d1ce ,stickstoff #j1gb ,sauerstoff #bg1fc #bf1ii --------------- #ajj1jj #ajj1jj ,sidenote3 ,heizwerth des ,torfes4 ,die ,brennbarkeit des ,torfes ist wegen des in der ,regel grossen ,aschen- und ,wassergehaltes geringer als die des ,holzes1 dasselbe gilt von der ,flammbarkeit4 ,nach ,karmarsch sind ihrem absoluten ,wrmeeffect nach #ajj ,kilogr4 gelber ,torf #id1f ,kilogr4 lufttrocknem ,fichtenholz1 #ajj brauner #ajg1f #ajj ,erdtorf #ajd1j #ajj ,pechtorf #aaj1g #ajj ,kubikmeter gelber ,torf #cc1b ,kubikmeter ,fichtenholz1 #ajj brauner #hi1g #ajj ,erdtorf #add1f #ajj ,pechtorf #ahd1c ,mit diesen ,resultaten stimmen auch die von ,brix erhaltenen berein4 ,karsten giebt an1 dass bei ,siedeprocessen #b-a_/b ,gewichtstheil ,torf #a ,gewichtstheil ,steinkohle1 #d ,volumen #a ,volumen ,die ,verdampfungskraft des ,torfes ist nach ,a4 ,vogel folgende3 ,wasser4 ,verdampfungskraft4 ,lufttrockner ,faserstoff #aj ,proc4 #e1e ,kilogr4 ,maschinentorf #ab-ae #e-e1e ,presstorf #aj-ae #e1h-f1j ,sidenote3 ,neue ,verwendung des ,torfes4 ,der ,torf hat seit etwa zwanzig ,jahren eine neue ,anwendung dadurch gefunden1 dass man seine ,produkte der trocknen ,destillation auf ,leuchtmaterialien 7,paraffin1 ,torfkreosot1 ,solarl7 verarbeitet4 ,die ,gewinnung des ,paraffins aus irlndischem ,torf im ,grossen wurde schon #ahdi von ,reece versucht2 fortgesetzte ,versuche von ,kane und ,sullivan ergaben das ,resultat1 dass #a ,tonne 7 #bj ,ctr47 ,torf ungefhr #a1cf ,kilogr4 ,paraffin1 #i ,liter eines zur ,beleuchtung geeigneten flchtigen ,oeles und #d1ed ,liter eines fixen ,oeles liefere1 welches als ,maschinenschmiere ,anwendung finden knne4 ,nach ,wagenmann liefert ein ,torf von der ,hebrideninsel ,lewis #f-h ,proc4 ,theer1 und zwar #b ,proc4 ,photogen1 #a1e ,proc4 ,solarl und #j1cc ,proc4 ,paraffin4 ,torfkohle4 ,sidenote3 ,torfkohle4 ,in vielen ,gegenden ,deutschlands steht die ,verwendung des ,torfes als ,brennmaterial in keinem ,verhltniss zu den vorhandenen ,torflagern2 grosse ,strecken ,torfmoore liegen fast unbenutzt oder werden doch nicht in einem solchen ,umfange ausgebeutet1 als die vorhandene ,menge und die ,wiedererzeugung des ,torfes gestatten4 ,der ,grund davon liegt in der ,unbequemlichkeit1 welche mit der ,verwendung des ,torfes verknpft ist3 sein ,volumen ist im ,vergleich zu seiner ,heizkraft meist ein sehr grosses1 bei seiner ,verbrennung erzeugen sich unangenehm riechende ,produkte1 welche den ,torf zur ,zimmerheizung fast unbrauchbar machen4 ,man sucht daher den ,torf dadurch zu verbessern1 dass man ihn in ,torfkohle verwandelt4 ,die ,zusammensetzung der ,torfkohle ist wegen der schwankenden ,zusammensetzung der ,torfsorten eine sehr verschiedene4 ,die ,zusammensetzung der ussersten ,glieder lsst sich auf folgende ,weise ausdrcken3 ,torfkohle1 ,torfkohle1 erste ,qualitt4 schlechteste ,qualitt4 ,kohlenstoff #hf #cd hygroskopisches ,wasser #aj #aj ,asche #d #ef ,ueber den absoluten und specifischen ,wrmeeffect der ,torfkohle lsst sich nach den wenigen ,daten1 die vorliegen1 keine sichere ,angabe machen4 ,gewhnliche ,torfkohle kommt in ihrem specifischen ,wrmeeffect dem der ,holzkohle sehr nahe1 im brigen steht sie in den meisten ,fllen bezglich ihrer ,brauchbarkeit hinter der ,holzkohle zurck1 weil sie wegen ihrer geringen ,dichtigkeit und der grossen ,menge staubfrmiger ,asche kein intensives ,feuer zu geben vermag4 ,der ,benutzung in ,schachtfen steht ihre leichte ,zerdrckbarkeit entgegen1 indem sie sich leicht1 namentlich in den tieferen ,theilen des ,schachtes1 zu einer dichten ,masse zusammenballt1 welche der ,geblseluft den ,durchgang erschwert und den ,schmelzprocess in ,unordnung bringt4 ,dagegen bedient man sich bei ,herd-1 ,pfannen- und ,kesselfeuerungen der ,torfkohle mit vielem ,erfolg4 ,die aus verdichtetem ,torf dargestellte ,torfkohle hat eine so grosse ,festigkeit und ,dichtigkeit1 dass dieselbe fr den ,metallurgen von sehr grosser ,wichtigkeit werden kann1 wenn ihre ,herstellung ohne zu grosse ,kosten ausfhrbar ist4 ,die ,braunkohlen4 ,sidenote3 ,braunkohle4 ,eben so wie der ,torf ist die ,braunkohle ein durch nasse ,vermoderung verndertes ,holz1 wobei jedoch der wesentliche ,unterschied stattfindet1 dass der ,zersetzungsprocess bei der ,braunkohle viel weiter vorgeschritten ist1 als beim ,torfe4 ,bercksichtigt man allein die ,eigenschaften1 so lsst sich nicht wohl eine ,grenze zwischen ,braunkohle und ,steinkohle ziehen2 nur die geologischen und palontologischen ,verhltnisse des ,vorkommens vermgen ,anhaltepunkte fr die ,bestimmung einer fossilen ,kohlenart zu liefern4 ,es lsst sich in dieser ,hinsicht allgemein sagen1 dass jede fossile ,kohle1 welche jnger ist als ,kreide1 und in ,formationen ber derselben vorkommt1 ,braunkohle zu nennen ist2 jede ,kohle1 die in ,formationen sich findet1 welche lter sind als ,kreide1 ist als ,steinkohle zu bezeichnen4 ,da der ,stickstoffgehalt der ,steinkohlen weit grsser ist als der der ,braunkohlen1 so lsst sich darauf eine ,reaction grnden1 durch welche man ,steinkohle in sehr vielen 7jedoch nicht in allen7 ,fllen leicht von ,braunkohle unterscheiden kann4 ,letztere1 in ihrer ,zusammensetzung der ,cellulose weit hnlicher als die ,steinkohle1 liefert beim ,erhitzen in einem ,probirglase ,dmpfe1 die durch vorherrschenden ,holzessig sauer reagiren1 whrend bei gleicher ,behandlung von ,steinkohle1 durch vorwaltendes ,ammoniak und durch ,ammoniakbasen 7,anilin1 ,lepidin etc47 ammoniakalisch reagirende ,dmpfe gewonnen werden4 ,nach einer andern ,probe soll man die zu untersuchende ,kohle im fein gepulverten ,zustande mit ,kalilauge erhitzen2 ,steinkohle lsst die ,flssigkeit farblos1 ,braunkohle frbt sie meist durch ,bildung von ,kaliumhumat braun1 doch sind hiervon ausgenommen die ,braunkohlen der nrdlichen alpinen ,tertirformation1 sobald sie den ,charakter der ,fettkohle annehmen4 ,ein anderer charakteristischer ,unterschied zwischen ,steinkohle und ,braunkohle ist 7nach ,e4 ,richter und nach ,hinrichs7 der1 dass erstere beim ,trocknen bei #aae allmlig bis zu einem gewissen ,minimum an ,gewicht verliert1 dann aber wchst das ,gewicht wieder in ,folge einer ,oxydation4 ,braunkohle zeigt diese ,gewichtszunahme nicht4 ,nach dem verschiedenen ,zersetzungsgrade unterscheidet man mehrere ,varietten der ,braunkohle3 #a7 die fasrige ,braunkohle 7fossiles oder bituminses ,holz1 ,lignit7 von dem ,ansehen des ,holzes1 in dem nicht selten ,stamm-1 ,ast- und ,wurzelstcke deutlich erkennbar sind2 #b7 die gemeine ,braunkohle bildet derbe sprde ,massen von muscheligem ,bruche4 ,bei glnzendem ,bruche nennt man sie ,gagat2 #c7 die erdige ,braunkohle oder ,erdkohle ist1 wie schon ihr ,name andeutet1 eine mit erdigen ,substanzen gemengte dunkelbraune ,braunkohle4 ,zur ,theerschwelung 7fr ,solarl und ,paraffin7 geeignete ,braunkohle findet sich in ,deutschland besonders in ,preussen 7bei ,weissenfels und ,zeitz1 ,oschersleben1 ,saarau in ,schlesien7 und im ,knigreich ,sachsen 7in der ,nhe von ,borna71 sie fhrt den ,namen ,schmierkohle4 ,sehr hufig findet sich in den ,braunkohlen ,schwefelkies 7und zwar die rhombische ,variett als ,vitriolkies74 ,ist in derselben die ,menge der kiesigen und erdigen ,bestandtheile berwiegend1 so entsteht daraus die ,alaunerde1 mit welchem ,namen auch ein mit ,bitumen und ,schwefelkies gemengter ,thon bezeichnet wird4 ,der ,aschengehalt der ,braunkohlen ist ein sehr verschiedener4 ,im ,durchschnitt lsst sich der ,aschengehalt der ,braunkohlen zu #e-aj ,proc4 annehmen4 ,die ,asche besteht wesentlich aus ,thonerde1 ,kieselerde1 ,kalk1 ,magnesia1 ,eisen- und ,manganoxyd4 ,das hygroskopische ,wasser kann bei frisch gefrderten ,kohlen bis zu #ej ,proc4 steigen1 betrgt aber im lufttrocknen ,zustande durchschnittlich #bj ,proc41 so dass1 wenn man den allerdings sehr schwankenden ,aschengehalt unbercksichtigt lsst1 lufttrockne ,braunkohle etwa zusammengesetzt ist aus ,kohle #dh-ef ,proc4 ,wasserstoff #a-b chemisch gebundenem ,wasser #ca-cb hygroskopischem ,wasser #bj ,die ,brennbarkeit der ,braunkohle ist geringer als die des ,holzes1 ihre ,flammbarkeit steht zwischen der des ,holzes und der ,steinkohle4 ,die ,braunkohlen geben im ,allgemeinen folgenden ,wrmeeffect3 ,a ,absol4 ,b ,specif4 ,c ,pyrom4 ,d #aj ,proc4 hygrosk4 ------- ,braunkohle ,wasser --------- ----- ,a ,b ,c ,lufttrockne faserige mit #bj ,proc4 und ohne ,asche #j1dh #j1ee #ahjj #bj ,d #j1dc -- -- erdige #bj ohne #j1fa #j1gi #aige #bj ,d #j1ee -- -- muschelige #bj ohne #j1fi #j1hh #bjej #bj ,d #j1fb -- -- ,gedarrte faserige #bj ohne #j1fa -- #bjbe #bj ,d #j1ee -- -- erdige #bj ohne #j1gf -- #babe #bj ,d #j1fi -- -- muschelige #bj ohne #j1he -- #bbjj #bj ,d #j1gf -- -- ,aus dieser ,tabelle geht hervor1 dass lufttrockne ,braunkohlen gedarrtes ,holz an absolutem und pyrometrischem ,wrmeeffect und an specifischem ,wrmeeffect das beste ,holz um mehr als das ,doppelte bertreffen4 ,die ,verdampfungskraft der ,braunkohlen ist folgende3 ,wasser4 ,asche4 ,verdampfungskraft4 ,bhm4 ,braunkohle #bh1g ,proc4 #aj1f ,proc4 #e1hd ,kilogr4 ,bituminses ,holz #bc1g #c1i #e1gf ,erdkohle #dg1b #d1h #e1ee ,stckkohle #dg1g #c1a #e1jh ,sidenote3 ,anwendung der ,braunkohle4 ,die ,anwendbarkeit der ,braunkohle als ,brennmaterial ist beschrnkter als die der ,steinkohle1 da sie fr solche ,zwecke1 fr welche die backenden ,steinkohlen besonders brauchbar sind1 nicht benutzt werden kann4 ,die ,braunkohlen sind namentlich zu ,rostfeuerungen1 z4 ,b4 in chemischen ,fabriken und ,salinen1 so wie als ,heizmaterial fr ,stubenfen brauchbar4 ,die erdige ,variett lsst sich indessen oft nur dann zur directen ,feuerung benutzen1 wenn sie zuvor eingesumpft und in ,formen1 gleich den ,ziegeln1 meist mit ,hlfe von ,maschinen1 gestrichen und getrocknet worden4 ,die ,praxis hat gezeigt1 dass frisch gefrderte ,braunkohlen den gelagerten vorzuziehen sind1 indem letztere1 selbst bei ,abwesenheit von ,schwefelkies1 bei lngerem ,lagern unter dem ,einflusse der ,luft und der ,feuchtigkeit eine langsame ,verbrennung erleiden1 wodurch sie an ,brennkraft einbssen4 ,eine wichtige ,anwendung haben die ,braunkohlen darin gefunden1 dass man sie der trocknen ,destillation unterwirft und auf ,paraffin und ,solarl verarbeitet4 ,die ,steinkohlen4 ,sidenote3 ,steinkohlen4 ,die ,steinkohle 7oder ,schwarzkohle7 ist nchst den ,eisenerzen und dem ,steinsalze das wichtigste anorganische ,naturprodukt1 welches der ,bergmann aus der ,tiefe zu ,tage frdert4 ,die ,eisenproduktion1 die grosse ,mengen ,brennstoff consumirenden ,gewerbe1 wrden nie die gegenwrtige ,ausdehnung erreicht haben1 wenn nicht die ,steinkohle den nthigen ,brennstoff geliefert htte4 ,die ,steinkohlen dienen zur ,heizung und zur ,produktion von ,kraft4 ,wohlfeile ,steinkohlen sind daher auch gleichbedeutend mit wohlfeiler ,arbeitskraft und bilden somit eine der wichtigsten ,grundlagen der modernen ,industrie4 ,die ,steinkohlen sind mumisirte und verkohlte ,ueberreste einer lngst untergegangenen ,flora1 deren hundertfltig ber einander gepresste ,stmme gegenwrtig regelmssige1 oft viele ,quadratmeilen ausgedehnte ,gebirgsschichten bilden4 ,ueber den ,process1 welcher bei der ,steinkohlenbildung stattfand1 existiren mehrere ,ansichten4 ,die einfachste ,ansicht ist wohl die1 dass ein sehr langsamer1 durch die ,erdwrme untersttzter und durch den ,druck der aufliegenden ,gebirgsschichten modificirter ,zersetzungsprocess1 welcher auf eine immer reinere ,darstellung des ,kohlenstoffs hinarbeitete1 die ,hauptrolle gespielt hat4 ,daher ist der ,anthracit fast reiner ,kohlenstoff1 whrend die verschiedenen ,varietten der ,steinkohle noch um so mehr bituminse und flchtige ,substanzen enthalten1 je weniger weit ihre ,zersetzung fortgeschritten ist4 ,der ,wasserstoff und ,sauerstoff entweicht mit ,kohlenstoff verbunden als ,kohlenwasserstoffgas 7,grubengas1 ,methylwasserstoff71 als ,erdl und als ,kohlensure4 ,der ,anthracit in seiner vollendetsten ,form ist als dasjenige ,produkt zu betrachten1 in welchem der ,zersetzungsprocess1 durch welchen ,braun- und ,steinkohle sich bilden1 sein ,ende erreicht hat4 ,kohlenstoff ,wasserstoff ,sauerstoff ,cellulose #eb1fe #e1be #db1aj ,torf von ,vulcaire #fj1dd #e1if #cc1fj ,lignit #ff1if #e1bg #bg1gf ,erdige ,braunkohle #gd1bj #e1hi #ai1ij ,steinkohle 7secundres ,gebirge7 #gf1ah #e1fd #ah1jg 7,kohlenformation7 #ij1ej #e1je #d1dj ,anthracit #ib1he #c1if #c1ai ,bei der durch die ,ausbreitung der ,dampfkraft und ,abnahme des ,holzes als ,heizungsmaterial stark gesteigerten ,consumtion der ,steinkohlen ist es von ,interesse1 einen ,ueberblick zu gewinnen ber die noch vorhandenen ,steinkohlenschtze der ,erde4 ,die grssten ,steinkohlenbecken ,europas sind #a7 in ,england#aid das im ,sden von ,wales1 welches #d geographische ,meilen breit und #bj ,meilen lang ist1 ferner das im ,norden bei ,leeds1 ,manchester und ,sheffield1 an welches sich die ,becken von ,newcastle und von ,schottland anschliessen2 #b7 in ,belgien das ,kohlenrevier von ,lttich 7,maas-,bassin71 das von ,charleroi und ,namr 7,sambre-,bassin7 und das von ,mons2 #c7 in ,frankreich das der ,loire 7,st4 ,etienne und ,rive de ,gier71 von ,valenciennes1 von ,creuzot und ,blanzy1 von ,aubin 7,aveyron71 von ,alais 7,gard72 #d7 in ,deutschland das schlesische ,becken1 das ,saarbecken1 das ,kohlenrevier an der ,ruhr1 die ,kohlenbassins bei ,zwickau und im ,plauen'schen ,grunde u4 s4 w42 #e in ,oesterreich die bhmischen ,becken zu ,pilsen1 ,brandau und ,schlan4 ,aber das grsste dieser europischen ,becken verschwindet ganz1 wenn man sie mit denjenigen vergleicht1 welche in ,nordamerika vorkommen4 ,das ausgedehnteste der nordamerikanischen ,becken ist dasjenige1 welches in einiger ,entfernung sdwestlich vom ,see ,erie seinen ,anfang nimmt und sich ber die ,staaten ,pennsylvanien1 ,virginien1 ,kentucky1 ,tennessee1 bis an den ,fluss ,tennessee fortsetzt4 ,es trgt den ,namen ,apalachisches ,kohlenfeld1 hat eine ,breite von #cg und eine ,lnge von #acj geographischen ,meilen1 whrend die ,oberflche #bhjj geographische ,quadratmeilen einnimmt4 ,um weniges kleiner sind die ,becken von ,illinois1 von ,canada und ,michigan4 #aid ,die ,steinkohlenproduktion in ,grossbritannien ist sehr im ,steigen begriffen4 ,sie betrug #ahfj #hj ,millionen ,tons #bj ,ctr4 #ahfb #ha #ahfd #ib #ahff #aja #ahfh #ajd #ahfi #ajh ,sidenote3 ,accessorische ,bestandtheile der ,steinkohle4 ,unter den accessorischen ,bestandtheilen der ,steinkohlen ist erwhnenswerth der ,schwefelkies1 welcher entweder als eigentlicher tesseraler ,schwefelkies oder als rhombischer ,strahl- oder ,vitriolkies eine zwar gewhnliche1 aber unliebe ,beimengung desselben bildet1 indem er durch seinen ,schwefelgehalt die ,kohle zu gewissen ,feuerungszwecken untauglich macht1 theils durch seine ,vitriolescirung die ,kohle auflockert und zersprengt1 sogar ,selbstentzndungen der ,fltze und ,lager verursachen kann4 ,nchst dem ,schwefelkies erscheinen nicht selten ,bleiglanz1 ,kupferkies und ,zinkblende4 ,alle diese ,sulfurete sind wohl aus den entsprechenden ,sulfaten entstanden1 welche1 in ,wasser gelst1 die ,steinkohlenfltze durchdrangen und durch die ,einwirkung der organischen ,substanz reducirt wurden4 ,von erdigen ,mineralien sind besonders ,kalkspath1 ,braunspath1 ,gyps1 ,baryt1 ,schieferthon1 der thonige ,sphrosiderit und der ,kohleneisenstein oder ,blackband 7ein inniges ,gemenge von ,eisenspath1 ,kohle und etwas ,kieselthon71 eines der wichtigsten ,mineralien der carbonischen ,formation1 zu erwhnen4 ,sidenote3 ,eintheilung der ,steinkohlen4 ,in technischer ,hinsicht theilt man die ,steinkohlen nach ihrem ,verhalten im ,feuer ein in3 #a7 ,backkohlen1 deren ,pulver1 in einem ,tiegel erhitzt1 schmilzt und zu einer gleichfrmigen ,masse zusammenbackt2 #b7 ,sinterkohlen1 deren ,pulver nur zu einer festen ,masse sich vereinigt1 ohne eigentlich zu schmelzen2 #c7 ,sandkohlen2 wenn das ,pulver keinen ,zusammenhang bekommt4 ,in ,england unterscheidet man nach der ,benutzung drei ,sorten ,kohle1 nmlich #a7 die ,gaskohle 7gaz coal71 #b7 die ,hauskohle 7household coal71 #c7 die ,dampfkohle 7steam coal74 ,wenn wir diese ,eintheilung beibehalten1 so zeigt die elementare ,zusammensetzung1 verglichen mit ihrem chemischen und physikalischen ,verhalten1 dass die ,backkohlen entweder ein aus ,kohlenstoff und ,wasserstoff bestehendes ,bitumen enthalten1 oder1 was wahrscheinlicher ist1 dass eine solche ,verbindung bei hherer ,temperatur aus ihnen sich bilde2 dass die in den ,sinterkohlen vorhandene grssere ,sauerstoffmenge die ,quantitt dieses ,bitumens verringert1 aber seine ,bildung nicht verhindert4 ,bei den ,sandkohlen bildet sich dieses ,bitumen in noch geringerer ,menge4 ,neuere ,untersuchungen jedoch besttigen diese ,ansicht nicht1 dass mit der ,zunahme des ,sauerstoffs die ,eigenschaft des ,backens abnehme und die sauerstoffrmsten ,kohlen stets ,sandkohlen seien4 ,es sind ,steinkohlen gefunden worden1 die fast gleiche ,zusammensetzung1 aber trotzdem ein sehr verschiedenes ,verhalten in der ,hitze zeigen#aie4 #aie ,e4 ,richters hat neuerdings ein ,verfahren zur vergleichenden ,bestimmung der ,backfhigkeit verschiedener ,steinkohlen beschrieben4 ,vergl4 ,dingler's polyt4 ,journ4 ,bd4 #aie p4 #gb4 ,sidenote3 ,anthracit4 ,der ,anthracit oder die ,kohlenblende ist1 wie schon erwhnt1 als dasjenige ,produkt des ,zersetzungsprocesses1 durch welchen berhaupt ,steinkohlen gebildet werden1 zu betrachten1 in welchem jener ,process sein eigentliches ,ziel und ,ende erreicht hat4 ,der ,anthracit findet sich im ,uebergangsgebirge vorzugsweise zwischen den ,schichten des ,thonschiefers und der ,grauwacke1 sowie zwischen ,glimmerschiefer und auf solchen ,gngen1 welche jene ,formation durchsetzen4 ,der ,anthracit ist ein vllig unkrystallinischer ,krper1 wodurch er sich vom ,graphit unterscheidet4 ,er ist tiefschwarz1 sprde1 von muschligem oder doch unebenem ,bruche1 brennt mit wenig leuchtender1 aber rauchloser ,flamme1 erweicht im ,feuer nie1 decrepitirt aber hufig darin4 ,jacquelain erhielt bei der ,analyse folgender ,anthracite nachstehende ,resultate3 ,kohlenstoff4 ,wasserstoff4 ,sauerstoff4 ,stickstoff4 ,asche4 aus ,swansea #ij1eh #c1fj #c1ha #j1bi #a1gb ,sabl #hg1bb #b1di #a1jh #b1ca #f1ij ,vizille #id1ji #a1he #b1he #a1ij d4 ,isre-,dep4 #id1jj #a1di #j1eh #d1jj ,man hat die ,brauchbarkeit des ,anthracits als ,brennmaterial lange ,zeit verkannt4 ,er lsst sich indessen bei zweckmssiger ,behandlung1 besonders bei krftigem ,geblse1 vortheilhaft auf mannichfache ,weise benutzen4 ,in ,swansea und ,pennsylvanien wendet man den ,anthracit als ,reductionsmittel der ,eisenerze in ,hohfen 7,anthracithochfen7 an4 ,man benutzt ausserdem den ,anthracit beim ,kalkbrennen1 ,ziegelbrennen1 in ,salinen1 selbst fr husliche ,zwecke als ,brennmaterial4 ,sidenote3 ,backkohle4 ,die ,backkohle ist ausser ihrem ,verhalten in der ,hitze1 wobei die zerriebene ,kohle zusammenbackt und ein dichtes1 geflossenes ,koksstck bildet1 durch dunkelschwarze ,farbe und leichte ,entzndlichkeit charakterisirt4 ,bezeichnet man 7mit ,fleck7 den ,procentgehalt an ,kohlenstoff in der aschenfreien ,kohlensubstanz mit ,c1 den disponiblen ,wasserstoff mit ,w#a1 den gebundenen ,wasserstoff mit ,w2 den ,sauerstoff und ,stickstoff mit ,s1 so ist 7,c 7,w ,w#a7 ,s #ajj74 ,w#a berechnet sich aus der ,annahme1 dass #h ,proc4 ,sauerstoff #a ,proc4 ,wasserstoff binden1 mithin ist ,w#a #e_/h und dieser ,werth von dem ,gesammtwasserstoffgehalt abgezogen1 liefert als ,differenz den disponiblen ,wasserstoff ,w4 ,die ,eigenschaft eine ,kohle zu backen und geflossene ,koks zu liefern1 ist dadurch bedingt1 dass auf #ajj ,th4 ,kohlenstoff nicht weniger als #d ,th4 disponibler ,wasserstoff kommen4 ,sie eignen sich besonders zur ,leuchtgasfabrikation 7,gaskohle71 wenngleich ,fleck als ,gaskohle im weitesten ,sinne jede ,kohle ansieht1 welche auf #ajjj ,th4 ,kohlenstoff mindestens #bj ,th4 gebundenen ,wasserstoff enthlt4 ,da nun aber der ,werth einer solchen ,gaskohle gleichzeitig von dem disponiblen ,wasserstoff abhngt1 durch dessen ,gegenwart die ,leuchtkraft des ,gases in ,folge gelster flchtiger ,kohlenwasserstoffe erhht werden muss1 so kann man ,kohlen mit #b ,th4 gebundenem und #d ,th4 disponiblem ,wasserstoffe 7auf #ajj ,th4 ,kohlenstoff7 als beste ,kohlensorte und mit dem ,namen ,back- und ,gaskohle bezeichnen4 ,wegen ihres grossen ,wasserstoffgehaltes lassen sie sich leichter entznden als die brigen beiden ,steinkohlensorten und geben aus diesem ,grunde die lngste ,flamme4 ,sehr stark backende ,kohlen eignen sich fr sich allein fr ,flammenfeuer nicht1 weil sie in ,folge ihres starken ,aufblhens den ,rost verstopfen und dadurch den ,luftzug hindern1 und weil sie wol eine schnelle1 aber keine anhaltende ,hitze geben4 ,dagegen ist ,backkohle besonders gut anwendbar zum ,schmieden des ,eisens 7,schmiedekohle1 charbon de forge1 houille marchale1 smith coal72 weil sie whrend des ,brennens zu einer ,masse zusammensintert1 durch welche die ,geblseluft zusammengehalten1 der ,wrmeeffect gesteigert und an ,brennmaterial gespart wird4 ,die ,sandkohle ist die geringste ,kohlensorte2 sie ist sehr sauerstoffreich1 schwindet stark beim ,verkoken und hinterlsst aus kleinen ,stcken bestehende1 sandige ,koks4 ,sie enthalten weniger als #dj ,th4 disponiblen ,wasserstoff4 ,sie wird vorzugsweise in ,fllen angewendet1 wo es sich weniger um die ,art des ,feuers1 als um mglichste ,billigkeit handelt1 wie beim ,ziegel- und ,kalkbrennen4 ,die ,sinterkohle hat eine mehr ins ,eisengrau gehende ,farbe2 ,oberflche und ,bruch sind oft sehr glnzend4 ,sie ist weit schwieriger entzndlich als die ,backkohle und enthlt sehr hufig viel ,schwefelkies2 sie eignet sich ganz vorzglich zur ,entwickelung von schneller und zugleich anhaltender ,hitze und passt deshalb fr den ,flammen- und ,schachtofenbetrieb1 fr ,tiegelschmelzungen1 unter ,kesselfeuerungen u4 s4 w4 ,bei der ,verkokung verndern sie ihr ,volumen nur wenig1 sinken im ,koksofen schwach zusammen und geben bei wenig ,gasausbeute auch lockere gesinterte ,koks4 ,sie enthalten in der verbrennlichen ,substanz auf #ajj ,th4 ,kohlenstoff weniger als #d ,th4 disponiblen und weniger als #b ,th4 gebundenen ,wasserstoff4 ,an die ,sinterkohlen schliessen sich gewisse ,anthracite an1 obgleich die eigentlichen ,anthracite als natrliche ,koks ausser aller ,beziehung zu dem ,verkokungs- und ,vergasungsprocesse stehen4 ,in dem ,wasserstoffgehalt der organischen ,masse der ,steinkohlen und dessen ,verhltniss hat man1 wie aus ,vorstehendem folgt1 einen ,gradmesser zur ,beurtheilung ihrer physikalischen ,eigenschaften nach ihrer chemischen ,zusammensetzung4 ,es enthalten ,backkohlen auf #ajj ,c ber #d ,w#a1 unter #b ,w ,back- und ,gaskohlen #ajj ,c #d ,w#a1 ber #b ,w ,gas- und ,sandkohlen #ajj ,c unter #d ,w#a1 #b ,w ,sinterkohlen #ajj ,c #d ,w#a1 unter #b ,w ,nimmt man den ,gehalt an hygroskopischem ,wasser in der ,steinkohle zu #e ,proc4 und den durchschnittlichen ,gehalt gleichfalls zu #e ,proc4 an1 so ergeben sich fr die mittlere ,zusammensetzung folgende ,zahlen3 ,kohlenstoff #fi-gh ,wasserstoff #c- #d ,chemisch gebundenes und hygroskopisches ,wasser #ac-bc ,asche #c ,die ,steinkohlenasche ist ein ,gemenge von ,mineralstoffen1 welches nach den mechanischen und chemischen ,einflssen1 denen die kohlenbildenden ,vegetabilien ausgesetzt waren1 der ,qualitt und ,quantitt nach nicht nur in den fossilen ,kohlen verschiedenen ,alters1 sondern auch in demselben ,kohlenfltze wechseln kann2 es hat die qualitative ,zusammensetzung der ,braunkohlenasche und besteht wesentlich aus ,thonerdesilicat oder aus ,gyps und ,schwefeleisen1 ausserdem auch noch aus ,kalk und ,magnesia an ,kohlensure gebunden1 ,eisen- und ,manganoxyd1 sowie aus geringen ,mengen von ,chlor und ,spuren von ,jod4 ,an ,thonerde reiche und an ,kieselerde arme ,aschen sind unschmelzbar2 solche1 in welchen ein hoher ,kieselerdegehalt bei mangelndem ,eisenoxyd vorherrscht1 fritten1 ohne zu schmelzen1 ein ,gehalt an ,eisenoxyd- und ,kalisilicaten macht die ,aschen leicht schmelzbar1 bedingt vermehrte ,schlackenbildung und fhrt durch ,einhllung von ,kohletheilchen ,verluste an ,brennstoff und dadurch ,verminderung der ,brennkraft herbei4 ,die wirkliche ,aschenmenge 7wohl zu unterscheiden von dem ,verbrennungsrckstand in ,rostfeuerungen7 variirt zwischen #j1e und #bj bis gegen #cj ,proc4 ,durch die nasse ,aufbereitung der ,steinkohlen vor der ,verkokung wird ein ,theil der ,mineralbeimengungen entfernt4 ,sidenote3 ,wrmeeffect4 ,der ,wrmeeffect von ,steinkohlen von mittlerer ,zusammensetzung1 ihr specifisches ,gewicht und ihre ,zusammensetzung sind in folgender ,tabelle zusammengestellt3 ,a ,kohlenstoff ,b ,waserstoff ,c ,chem4 geb4 ,waser ,d ,hygrosk4 ,wasser ,e ,asche ,f absoluter ,g specifischer ,h pyrometrischer ,i #a ,theil reducirt ,blei ,j #a ,theil erwrmt ,wasser von #j-ajj ,c4 ,k ,spec4 ,gewicht ,zusammensetzung4 ,wrmeeffect4 ,a ,b ,c,d,e ,f ,g ,h ,i ,j ,k ,anthracit #he #c #b #e #e #j1if #a1dd #bcej #bf-cc #fj1e-gd1g #a1da ,backkohle #gh #d #h #e #e #j1ic #a1ag #bcjj #bc-ca #eb1h-gb #a1ac-a1bf ,sinterkohle #ge #d #aa #e #e #j1hi #a1af #bbej #ai-bg #dd-fa1f #a1ac-a1cj ,sandkohle #fi #c #ah #e #e #j1gi #a1jf #bajj #ba-ca #ej-ga #b1je-b1cd ,in der ,praxis nimmt man an1 dass das ,heizvermgen einer guten ,steinkohle dem der ,holzkohle nahe komme und das des trockenen ,holzes um das ,doppelte bertreffe4 ,bei ,schmelzprocessen verhlt sich die ,heizkraft von ,steinkohlen zu ,holz dem ,volumen nach wie #e 3 #a1 dem ,gewichte nach wie #ae 3 #h4 ,nach den ,versuchen von ,karsten sind in ,flammenfen in der ,wirkung #ajj ,volumen ,steinkohle #gjj ,volumen ,holz1 #ajj ,gewichtsth4 #bej ,gewichtsth4 bei ,siedeprocessen #ajj ,volumen ,steinkohlen #djj ,volumen ,holz #djj ,volumen ,torf #ajj ,gewichtsth4 #afj ,gewichtsth4 #bej ,gewichtsth4 ,sidenote3 ,verdampfungskraft der ,steinkohlen4 ,die ,verdampfungskraft der ,steinkohlen bildet fr eine technische ,untersuchung den allerwichtigsten ,gesichtspunkt4 ,sie erscheint als der ,ausdruck von drei ,factoren1 nmlich #a7 dem ,gehalt an hygroskopischem ,wasser1 #b7 dem ,gehalt an unverbrennlichen ,theilen1 #c7 der ,zusammensetzung der organischen ,substanz4 ,da1 wie ,hartig's ,versuche ergeben haben1 die ,verdampfungskraft der verbrennlichen ,substanz bei den meisten ,steinkohlen gleich 7 #h1jd-h1cj ,kilogr4 ,dampf7 ist1 so kann man den ,verdampfungswerth einer ,kohle einfach durch eine ,wasser- und ,aschenbestimmung erfahren4 ,nach ,w4 ,stein kann die praktische ,nutzleistung der ,steinkohlen zu #b_/c der aus der chemischen ,zusammensetzung berechneten angenommen werden4 ,die nutzbare ,verdampfungskraft der in ,sddeutschland gebruchlichen ,steinkohlensorten ist nach ,versuchen im ,laboratorium und nach ,heizversuchen folgende3 ,nutzbare ,asche4 ,verdampfungskraft ,ruhrer ,kohle ,i4 ,qualitt #e1j #g1b ,zwickauer ,pechkohle ,i4 #f1jf #f1de ,,ii4 #ae1da #e1fa ,bhmische ,kohle ,i4 #f1f #e1h ,,ii4 #f1i #d1i ,,iii4 #aj1c #d1b ,saarkohle #ba1ej #f1jf ,stockheimer ,kohle ,i4 #f1c #b1gb ,,ii4 #h1d #c1hf ,sidenote3 ,bogheadkohle4 ,unter dem ,namen ,bogheadkohle oder ,torbane-,hill-,kohle versteht man eine in ,bathgate bei ,edinburgh und auf den ,hebriden in grosser ,menge sich findende fossile ,kohle1 welche eben so wie die auf der ,pankrazzeche unweit ,pilsen in ,bhmen vorkommende ,blattelkohle eine der ,sigillarienzone angehrende1 der ,cannelkohle verwandte ,steinkohle ist1 in welcher grosse ,mengen von bituminser ,substanz angehuft sind4 ,sie liefert nur geringe ,koks und giebt bei der trocknen ,destillation ,paraffin1 ,solarl und ,photogen1 whrend die eigentliche ,steinkohle ,anthracen1 ,naphtalin und ,benzol liefert4 #ajj ,th4 ,bogheadkohle enthalten ,kohlenstoff #fj1i #fe1h ,stickstoff #j1g #j1g ,wasserstoff #i1a #i1a ,schwefel #j1c #j1a ,sauerstoff #d1c #e1d ,wasser #j1c #j1e ,asche #bd1a #ah1f ,die ,bogheadkohle findet sowol als ,brennmaterial1 sowie zur ,gasbereitung 7#a ,ctr4 giebt mehr als #hjj ,kubikfuss ,gas7 und ,fabrikation von ,paraffin und ,solarl ,anwendung4 ,der ,bogheadkohle hnlich sind die ebenfalls in ,schottland vorkommenden ,kohlen1 die ,wemysskohle1 die ,lanarkshirekohle und die ,rigside-,kohle4 ,petroleum als ,brennstoff4 ,sidenote3 ,petroleum als ,heizmaterial4 ,das ,petroleum 7worunter hier nicht allein das natrliche ,erdl zu verstehen ist1 sondern auch durch ,destillation von fossilen ,kohlen und bituminsem ,schiefer erhaltene flssige ,kohlenwasserstoffe7 ist unter gewissen ,bedingungen als ,heizmaterial sehr beachtenswerth4 ,das spec4 ,gew4 dieses ,oels schwankt zwischen #j1ghf und #j1ibc bei #j4 ,der ,ausdehnungscofficient fr #a;,c4 liegt zwischen #j1jjjgb und #j1jjjhfh2 die ,kenntniss desselben ist fr die ,praxis von ,wichtigkeit4 ,die in der nordamerikanischen ,dampfmarine mit ,petroleum angestellten ,versuche sind gnstig ausgefallen2 ein ,dampfer mit ,petroleum geheizt1 kann die ,see unter ,dampf dreimal so lang1 mit weniger ,arbeit und grsserer ,oekonomie halten1 als mit einem gleichen ,gewicht ,steinkohlen4 ,da das ,petroleum bei seiner ,verbrennung keinen ,rauch1 sondern nur einen wssrigen ,dunst bildet1 so fallen auch die ,rauchkamine weg4 ,da das ,petroleum bis zu #ad ,proc4 ,wasserstoff enthlt1 so erhlt man durch ,condensation der ,verbrennungsgase ein grosses ,quantum reinen ,wassers1 welches bei ,seedampfern sehr gut als ,speisewasser verwendet werden kann4 ,die bei dieser ,condensation frei werdende ,wrme kann zum ,vorwrmen des ,speisewassers benutzt werden4 ,nach den ,versuchen von ,h4 ,deville ist ein ,heizer berflssig1 da die ,zufuhr des ,petroleums zur ,feuerung mit grosser ,leichtigkeit zu reguliren ist4 ,nach ,fr4 ,storer verdampft #a ,kilogr4 rohes ,petroleum #aj1cf ,kilogr4 ,wasser1 whrend #a ,kilogr4 ,anthracit nur #e1a ,kilogr4 ,wasser verdampft4 7,die theoretische ,verdampfungskraft des reinsten ,petroleums ist #ah1jf ,kilogr41 denn geht man von der procentischen ,zusammensetzung des ,petroleums aus1 so ist ,c #j1hf 4 #hjhj #fidh ,h #j1ad 4 #cddfb #dhbd #aaggb ----- ----- #aaggb ,w4-,e4 und #feb #ah1jh ,kilogr4 ,nach den ausgedehnten ,versuchen ,h4 ,deville's 7#ahff-ahfi7 ist die ,heizkraft verschiedener ,petroleumarten in ,wrmeeinheiten ausgedrckt beispielsweise folgende3 ,schweres ,oel aus ,westvirginien #ajahj ,w4-,e4 ,leichtes ,oel aus ,westvirginien #ajbbc ,leichtes ,oel aus ,pennsylvanien #iifc ,schweres ,oel aus ,ohio #ajcii ,oel von ,java 7,rembang7 #ajhca ,oel von ,java 7,cheribon7 #ieic ,oel von ,java 7,sarabaya7 #ajahc ,petroleum von ,schwabweiler 7,elsass7 #ajdeh ,petroleum von ,ostgalizien #ajjje ,petroleum von ,westgalizien #ajbce ,rohes ,schieferl von ,autun #iiej ,in neuerer ,zeit haben ,r4 ,foote1 ,wyse1 ,field und ,aydon1 ferner ,h4 ,deville1 ,dorsett und ,blyth etc4 ,dampfkesselfeuerungen fr ,petroleum construirt1 die jedenfalls die ,beachtung der ,pyrotechniker verdienen4 ,seit einiger ,zeit wird das ,petroleum anstatt ,alkohol als ,heizmaterial bei ,kaffeemaschinen und hnlichen ,kochapparaten der ,haushaltung mit ,vortheil benutzt4 ,koks4 ,sidenote3 ,koks4 ,unter ,koks versteht man die durch ,verkokung der ,steinkohle dargestellte ,kohle1 welche1 je nachdem ,back-1 ,sinterkohle oder ,sandkohle zu ihrer ,darstellung gedient hatte1 als ,backkoks1 ,sinter- und ,sandkoks unterschieden werden4 ,mit dem ,namen ,gaskoks bezeichnet man die bei der ,bereitung des ,leuchtgases aus ,steinkohlen in den ,retorten zurckbleibenden ,koks4 ,das ,verkoken1 sehr hufig1 obgleich flschlich1 ,abschwefeln genannt1 hat zum ,zweck3 #a7 den ,kohlenstoffgehalt zu vergrssern1 um mit dem ,koks eine hhere ,temperatur als mit den ,steinkohlen hervorbringen zu knnen2 #b7 die whrend des ,brennens1 namentlich zum huslichen ,gebrauch1 unangenehm riechenden ,bestandtheile zu entfernen2 #c7 den ,steinkohlen die ,eigenschaft zu benehmen1 in der ,hitze teigig zu werden1 wodurch1 besonders bei der ,anwendung in ,schachtfen1 die ,geblseluft durchzudringen verhindert wird2 #d7 einen ,theil des ,schwefels des in den ,steinkohlen hufig enthaltenen ,schwefelkieses zu entfernen4 ,vor dem ,verkoken der ,steinkohlen ist hufig eine nasse ,aufbereitung der ,kohlen erforderlich4 ,die ,kohlenfltze sind nmlich vielfach von ,klften durchzogen1 welche im ,laufe der ,zeit mit ,mineralstoffen 7namentlich ,thonschiefer und ,eisenkies7 sich ausgefllt haben4 ,auch sind die ,thonschichten1 zwischen denen die ,fltze eingebettet liegen1 nicht scharf von der ,kohle abgegrenzt1 vielmehr findet eine ,durchdringung beider in der ,lettenkohle statt1 welche usserlich kaum von der ,kohle sich unterscheidet1 jedoch nur #cj-ej ,proc4 verbrennliche ,substanz enthlt und deshalb kaum noch zu den ,brennstoffen zu rechnen ist4 ,da das den ,kohlen anhngende ,gestein 7,berg7 nach dem ,verbrennen die ,aschenmenge vergrssert und die ,asche verschlackbar macht1 wodurch leicht ,kohlenstcke eingehllt und bei ,rostfeuerungen die ,roststbe leicht verstopft werden knnen1 da berdies beim ,ausschmelzen von ,erzen die ,aschenbestandtheile nachtheilig einwirken knnen1 so hat man in neuerer ,zeit vielfach ,apparate eingerichtet1 um durch nasse ,aufbereitung die specifisch leichteren ,kohlen durch ,schlmmen von dem ,eisenkies1 dem ,thonschiefer etc4 zu befreien1 ehe man sie dem ,verkoken unterwirft4 ,da das spec4 ,gewicht des anhngenden ,gesteines ungefhr dreimal so gross ist als das der eigentlichen ,kohle1 so wird sich1 wenn man grob zerkleinerte ,kohle1 wie sie bei der ,frderung aus den ,gruben neben der groben ,kohle in grosser ,menge als ,gruss1 ,grubenklein oder ,frderkohle gewonnen wird1 in einen tiefen ,wasserbehlter schttet1 das schwerere und unreine zuerst am ,boden absetzen und ausgeschieden werden knnen4 ,da aber in der ,praxis seichtere ,behlter leichter zu handhaben sind1 so giebt man diesen den ,vorzug und lsst darin die ,kohle durch wiederholte ,stsse zum ,schweben und ,absitzen gelangen4 ,die verschiedenen ,schlmm- und ,waschapparate haben dieselbe ,einrichtung1 wie sie zur nassen ,aufbereitung von ,erzen ,anwendung finden4 ,es hat sich gezeigt1 dass bei diesem ,verfahren aus ,kohlen mit #aj-ab ,proc4 ,aschebestandtheilen #d-e1 ja selbst #g-h ,proc4 ausgeschieden wurden1 wobei aber freilich nicht ausser ,acht zu lassen ist1 dass bei der ,aufbereitung #g-h ,proc4 ,kohle zu ,staub zertrmmert werden und abgehen4 ,bessemer wendet zur ,kohlenaufbereitung anstatt des ,wassers eine ,lsung von ,chlorcalcium etc4 an1 die ein solches spec4 ,gewicht hat1 dass die ,kohlen darauf schwimmen1 das anhngende ,gestein aber darin zu ,boden sinkt4 ,der beim ,aufbereiten der ,steinkohlen bleibende ,rckstand wird1 wenn er reich an ,schwefelkies ist1 gerstet und zur ,schwefelsurefabrikation verwandt 7vergl4 ,seite #bbf74 ,das ,verkoken der ,steinkohlen geschieht wie die ,holzverkohlung in ,meilern1 in ,haufen1 in ,oefen oder in ,retorten4 ,im letzteren ,falle1 der uns hier nicht beschftigt1 beabsichtigt man1 die sich entwickelnden flchtigen ,produkte 7,leuchtgas1 ,ammoniakwasser1 ,theer7 aufzufangen4 ,aber auch beim ,verkoken in ,oefen sucht man 7wie z4 ,b4 in dem ,knab'schen ,ofen7 eine ,nebengewinnung von 7fr die ,fabrikation der ,theerfarben so wichtig gewordenem7 ,theer und von ,ammoniaksalzen4 ,illustration3 ,fig4 #cac4 ,sidenote3 ,meilerverkokung4 ,die ,meilerverkokung ist der ,meilerverkohlung sehr hnlich4 ,man mauert auf der ,kohlenmeilersttte eine etwa #a-a1e ,meter hohe ,esse auf1 welche dem spter errichteten ,meiler als ,quandelschacht dient4 ,diese ,esse hat einen ,durchmesser von #j1c ,meter und ist mit mehreren ,reihen ,zuglchern 7,fig4 #cac7 versehen1 durch welche der ,canal mit der ,kohlenmasse in ,verbindung bleibt4 ,die grsseren ,steinkohlenstcke 7,wnde7 legt man rings um die ,esse1 die kleineren nach der ,peripherie zu1 wodurch der ,meiler sich abrundet4 ,die ,zwischenrume der grsseren ,stcke werden mit ,steinkohlenklein 7,cinder7 ausgefllt4 ,an der ,sohle des ,meilers bildet man von der ,peripherie nach der ,esse fhrende ,zge oder ,luftkanle4 ,auf die ,sohle des ,essenschachtes wirft man trockne ,holzspne und zndet sie von oben an4 ,der ,meiler bleibt so lange im ,treiben1 so lange noch ,rauch entweicht2 danach wird die ,essenmndung durch den eisernen ,deckel verschlossen und die ,mndungen der ,zugkanle werden mit ,lsche bedeckt4 ,in ,england beschleunigt man die ,abkhlung durch ,anwendung von kaltem ,wasser2 es soll dadurch ausserdem eine vollstndigere ,entschwefelung der ,koks bewirkt werden4 ,die ,haufenverkokung ist der ,haufenverkohlung ganz hnlich4 ,sidenote3 ,ofenverkokung4 ,ofenverkokung4 ,in neuerer ,zeit nimmt man das ,verkoken der ,steinkohlen immer mehr und mehr in eigentlichen ,oefen vor1 weil hier die ,leitung des ,feuers leichter und ein zu starkes ,verbrennen der ,kohle eher zu vermeiden ist -- die ,koksausbeute ist deshalb meist grsser4 ,man hat den ,koksfen sehr verschiedene ,constructionen gegeben1 theils entweichen die ,gase und ,dmpfe aus ihnen ganz unbenutzt1 theils sind die ,oefen der ,art eingerichtet1 dass die brennbaren ,gase zum ,erhitzen der zu verkokenden ,steinkohlen dienen 7zuweilen verwendet man die ,verkokungsgase zur ,dampfproduktion fr den ,betrieb der ,hohofengeblse oder der ,frdermaschinen74 ,die hierher gehrigen ,oefen zerfallen in solche mit ,luftzutritt und in solche ohne ,luftzutritt4 ,von den letzteren ist als ,beispiel der ,appolt'sche ,koksofen anzufhren1 welcher im ,wesentlichen als eine ,art stehender ,gasretorte zu betrachten ist1 welche nur ,oeffnungen zum ,abzug der entwickelten ,gase besitzt4 ,bei einer anderen ,art ,oefen will man aus den ,gasen und ,dmpfen vor ihrer ,verbrennung den ,kohlentheer 7der seit dem ,entstehen der auf die ,theerverarbeitung sich sttzenden neuen ,industriezweige eine solche ,wichtigkeit erlangt hat1 dass an einzelnen ,orten die ,theerproduktion so lucrativ sein kann wie die ,erzielung von ,koks7 und ,ammoniaksalze gewinnen2 als ,beispiel der letzteren ,art von ,oefen sei der ,knab'sche ,ofen beschrieben4 ,illustration3 ,fig4 #cad4 ,von den geschlossenen ,koksfen lterer ,construction sei der zum ,verkoken von ,stckkohlen auf dem ,eisenhttenwerk ,gleiwitz in ,schlesien angefhrt1 welcher ,fig4 #cad im ,verticaldurchschnitt abgebildet ist4 ,der cylindrische1 oben mit einer durchlochten ,wlbung versehene ,koksraum ,a ist an seinen ,wnden mit ,registerffnungen o1 o1 o versehen1 welche von aussen mittelst passender ,stpsel verschlossen werden knnen4 ,auch in der ,ofensohle befinden sich solche ,oeffnungen1 wodurch dieselbe zu einer ,art ,rost wird4 ,mit grsserem ,vortheile wird indessen die ,sohle massiv gebaut1 wenn man dafr sorgt1 dass die unterste ,reihe der ,registerffnungen unmittelbar ber der ,ofensohle ausmndet4 ,das ,einsetzen der zu verkokenden ,steinkohlen geschieht theils durch die ,gewlbeffnung b1 theils durch die ,thre a2 zuerst kommen grssere ,stckkohlen1 wobei jedoch eine in der ,thrffnung ausmndende ,zndgasse zur ,aufnahme von brennenden ,kohlen frei gelassen wird4 ,nachdem der ,ofen bis zum unteren ,theil des ,ableitungsrohres r gefllt ist1 wird die ,thre bis auf die ,mndung der ,zndgasse vermauert1 werden alle ,registerffnungen mit ,ausnahme der untersten ,reihe geschlossen1 wird auch die ,oeffnung des ,gewlbes mit dem eisernen ,deckel d bedeckt4 ,sobald sich die ,steinkohlen durch die unterste ,reihe der ,registerffnungen in orangefarbener ,glut zeigen1 schliesst man diese und ffnet die darber befindliche ,reihe1 was nach etwa #aj ,stunden der ,fall ist1 nach abermals #aj ,stunden schliesst man die zweite ,reihe der ,registerffnungen1 nach #af ,stunden die dritte und nach #c ,stunden die vierte4 ,der vollkommen verschlossene ,ofen bleibt #ab ,stunden zur ,abkhlung stehen2 alsdann ffnet man die ,thre t1 zieht die glhenden ,koks mit ,haken heraus und lscht sie sogleich mit ,wasser ab4 ,der vorstehend beschriebene ,gleiwitzer ,ofen fasst #ce-dj ,ctr4 ,steinkohlen2 nach einem ,durchschnitte von mehreren ,monaten erhlt man damit #ec ,gewichtsprocente und #gd ,gemssvolumprocente ,koks4 ,die ,gase und ,dmpfe entweichen durch das ,rohr r nach einem ,verdichtungsapparat1 welcher1 fr je zwei ,verkokungsfen gemeinschaftlich1 die ,theerdmpfe condensirt und aufnimmt1 die ,gase aber entweichen lsst4 #a ,ctr4 ,kohlen giebt gegen #aj ,liter ,theer4 ,illustration3 ,fig4 #cae4 ,die ,verkokung von ,staubkohlen geschieht auf berwlbten ,herden1 nach ,art der ,backfen gebaut4 ,der ,abfall der ,kohlen an den ,gruben 7,grubenklein1 ,fettschrot1 ,schrot7 lsst sich durch das ,verkoken sehr vortheilhaft verwerthen1 wenn der ,abfall von ,backkohlen herrhrt1 weil die ,theilchen beim ,erhitzen zusammenbacken und einen eben so cohrenten ,koks liefern als die ,stckkohlen4 ,in vielen ,fllen mssen die ,staubkohlen vor dem ,verkoken 7wie bereits oben bemerkt7 durch die nasse ,aufbereitung von dem anhngenden ,gestein befreit werden1 da viele ,koksconsumenten jetzt ausschliesslich solche gereinigte ,koks verlangen und sich ein ,maximum von ,asche z4 ,b4 #f ,proc4 garantiren lassen4 ,illustration3 ,fig4 #caf4 ,illustration3 ,fig4 #cag4 ,illustration3 ,fig4 #cah4 ,die ,construction der ,verkokungsfen der ,staubkohlen ist ziemlich verschieden4 ,bei der ,leipzig-,dresdener ,eisenbahn bedient man sich der ,fig4 #cae im verticalen ,durchschnitte gezeichneten ,oefen4 ,der ,verkokungsraum ist #c1c ,meter hoch und an der ,sohle #c1c ,meter breit4 ,die #a ,meter hohe und eben so breite ,thrffnung kann durch die eiserne ,thr d verschlossen werden1 in deren oberem ,theile sich vier neben einander liegende ,zuglcher befinden4 ,der ,schornstein b ist etwas hher als #a ,meter4 ,an jeder ,seite der ,thrffnung ist im ,mauerwerk ein eiserner ,haken e befestigt1 welche eine ,eisenstange halten1 auf die der ,arbeiter beim ,ausziehen das ,gezhe sttzt4 ,in einem solchen ,ofen werden #ej ,dresdener ,scheffel ,staubkohlen#aif in #cmal #bd ,stunden verkokt4 ,bei dieser ,quantitt werden feste und dichte ,koks erhalten2 verringert man den ,einsatz und sonach auch den ,druck1 so erhlt man leichtere ,koks4 ,der auf dem ,steinkohlenwerke zu ,zaukerode bei ,dresden benutzte ,koks-,backofen hat folgende ,construction 7,fig4 #caf74 ,die ,sohle des ,verkokungsraumes ist kreisfrmig und spitzt sich nur gegen die ,thrffnung ein wenig zu2 die ,breite der ,sohle betrgt #c1f ,meter4 ,die verschiedene ,hhe der verticalen ,seitenwnde des ,verkokungsraumes wird durch das cylindrische ,gewlbe c bestimmt1 das an seinen hchsten ,stellen ber #c1jh ,meter ber der ,herdsohle liegt4 ,die ,dmpfe und ,gase entweichen durch zwei gegen #a1c ,meter hohe ,schornsteine ins ,freie4 ,die gusseiserne ,thre besteht aus zwei ,flgeln1 welche die ,thrffnung aber nicht ganz verschliessen1 sondern den obersten ,theil derselben offen lassen1 wodurch die ,luft in das ,innere des ,ofens treten kann4 e ist einer der bereits 7,fig4 #cad7 erwhnten eisernen ,haken4 #aif #a ,dresdner ,scheffel #ajc-h_/aj ,liter4 ,in den ,koksbereitungsanstalten an der ,saar und bei ,sulzbach1 so wie frher auch auf einigen lothringischen ,eisenhtten bedient man sich beistehend 7,fig4 #cag im ,verticaldurchschnitt und ,fig4 #cah im ,grundrisse7 abgebildeter ,steinkohlen-,backfen1 die sich von den lteren ,koksbackfen1 bei welchen der ,luftzutritt durch ,thrspalten und ,schornsteine stattfindet1 dadurch vortheilhaft unterscheiden1 dass ein geregelter ,luftzutritt durch ,gewlbffnungen vorhanden ist4 ,die ,sohle des ,verkokungsofens ist eifrmig2 ihr ,lngendurchmesser betrgt #c ,meter1 ihr ,breitendurchmesser #b ,meter1 die grsste ,hhe des ,ofenraumes nur #a ,meter4 ,der #a1ge ,meter hohe ,schornstein dient auch zugleich zum ,einschtten der ,staubkohlen4 ,eigenthmlich ist bei diesem ,ofen die ,vertheilung des ,luftzuges4 ,in der ,hhe von etwas ber #j1c ,meter ber der ,herdsohle luft ein hufeisenfrmiger ,zugkanal um den ,ofenraum1 der zu beiden ,seiten der ,thre t in o' und o' ausmndet2 die in diese ,oeffnungen strmende ,luft vertheilt sich durch neun ,querkanle und strmt in den ,ofenraum4 ,die ,thre t verschliesst die ,oeffnung fast vollkommen4 ,ein ,einsatz von #a-a1be ,kubikmeter 7#dj bis #ej ,kubikfuss7 ,backkohlenklein wird in diesem ,ofen #cj bis #bd ,stunden verkokt4 ,illustration3 ,fig4 #cai4 ,illustration3 ,fig4 #cbj4 ,unter denjenigen ,koksfen neuerer ,construction1 bei welchen die beim ,verkoken entweichenden ,gase verbrannt werden1 um die hierbei frei werdende ,wrme zum ,verkohlen selbst zu benutzen1 steht der ,koksofen von ,gebr4 ,appolt mit in erster ,linie4 ,der erste dieser ,oefen ward #ahee zu ,st4 ,avold 7,lothringen7 errichtet4 ,er unterscheidet sich von den bisher beschriebenen ,koksfen durch drei ,punkte3 zunchst durch die ,form eines stehenden ,schachtes1 ferner dadurch1 dass dieser ,schacht von aussen geheizt wird1 endlich dadurch1 dass1 wie schon oben bemerkt1 die ,erhitzung des ,ofenschachtes nur durch die bei der ,verkokung sich entwickelnden und angezndeten ,dmpfe und ,gase geschieht4 ,fig4 #cai zeigt den ,verticaldurchschnitt1 ,fig4 #cbj den ,horizontaldurchschnitt nach der ,linie #a bis #b4 ,damit die ,hitze besser in die ,mitte der ,schchte a a dringe1 sind dieselben von lnglich viereckigem ,querschnitte 7#j1de und #a1bd ,meter bei #d ,meter ,tiefe7 und zur besseren ,ausnutzung der ,wrme sind je #ab ,schchte in zwei ,reihen zu einem ,gesammtofen vereinigt4 ,die einzelnen ,schchte1 deren ,wnde durch hohle ,rume b getrennt sind1 sind unter sich und mit dem ,mantel durch ,bindesteine verbunden2 die hohlen ,rume communiciren mit einander4 ,jede ,abtheilung hat zwei ,oeffnungen1 eine obere1 durch welche die ,steinkohlen eingeschttet werden1 und eine untere1 mit einer klappenartigen eisernen ,fallthre verschlossen1 durch welche man die ,koks herausfallen lsst4 ,in dem unteren ,theile der ,seitenwand der ,abtheilungen sind zwischen den ,steinen enge ,spalten e angebracht1 durch welche die ,gase und ,dmpfe abziehen1 welche in den hohlen ,rumen1 unter ,mitwirkung von ,luft1 die durch f f einstrmt1 verbrannt werden4 ,die durch diese ,verbrennung erzeugte ,hitze bewirkt die ,verkokung der im ,innern der ,abtheilungen befindlichen ,steinkohle4 ,die verbrannten ,gase strmen durch die ,canle g und h ab4 ,durch die ,schieber ,r wird der ,zug regulirt4 ,die ,canle g mnden in einen horizontalen ,canal i1 die ,canle h in einen solchen j4 ,die beiden ,canle i und j vereinigen sich in der ,esse k4 ,die ,abtheilungen des ,ofens sind 7,fig4 #cai7 an ihrem oberen ,ende durch stufenweise vorspringende ,steine verengt1 sodass nur eine kleine ,oeffnung brig bleibt1 welche durch einen gusseisernen ,deckel verschlossen wird4 ,dieser ,deckel ist in der ,mitte mit einem ,rohr versehen1 durch welches man einen ,theil der gas- und dampffrmigen ,destillationsprodukte ableiten kann4 ,eine ber jeder ,reihe von ,ofenabtheilungen angebrachte ,eisenbahn nimmt den ,wagen auf1 welcher jedesmal die #be ,ctr4 ,steinkohlen1 welche die ,beschickung einer ,abtheilung bilden1 derselben zufhrt4 ,in dem massiven ,mauerwerk unterhalb des ,ofens sind zwei ,canle u angebracht1 in welche auf ,eisenbahnen die ,wagen geschoben werden1 welche die ,koks aufnehmen sollen4 ,bei dem ,betriebe des ,ofens bringt man ,holzfeuer in die ,abtheilungen und schttet ,steinkohlen darauf4 ,das ,innere des ,ofens erhitzt sich dabei rasch durch ,verbrennung der ,gase1 welche durch die ,spalten e aus den ,abtheilungen entweichen4 ,hat der ,ofen die gengende ,hitze erlangt1 um die ,zersetzung der ,steinkohle und die ,verbrennung der flchtigen ,produkte zu bewirken1 so beschickt man diese ,abtheilung mit #be ,ctr4 ,steinkohle1 worauf man die obere ,oeffnung durch ,aufsetzen des ,deckels und ,lutiren desselben dicht verschliesst4 ,zwei ,stunden spter wird dieselbe ,operation bei der zweiten ,abtheilung ausgefhrt u4 s4 f41 bis man nach #bd ,stunden alle zwlf ,abtheilungen beschickt hat4 ,nach ,ablauf dieser ,zeit ist die ,verkokung der ,steinkohlen in der ersten ,abtheilung beendigt und man schreitet zum ,ausziehen der ,koks4 ,nach der ,entleerung derselben wird die ,abtheilung von ,neuem mit ,kohlen beschickt u4 s4 w4 ,zwei ,stunden spter wird die zweite ,abtheilung in gleicher ,weise entleert und frisch beschickt u4 s4 f4 ,die ,appolt'schen ,oefen sind ziemlich theuer zu erbauen 7er kommt auf #ae1jjj ,frcs4 zu stehen1 whrend ein gewhnlicher einfacher ,koksofen mit #ahjj-cjjj ,frcs4 herzustellen ist71 aber ein jeder liefert auch tglich gegen #bdj ,ctr4 ,koks und1 da fast kein ,abbrand stattfindet1 #ff bis #fg ,proc4 ,koks aus ,kohlen 7von ,duttweiler71 die in liegenden ,oefen hchstens #fa ,proc4 ,koks gegeben htten4 ,ein ,uebelstand des ,appolt'schen ,ofens liegt darin1 dass die ,oefen in der ,mitte mehr ,hitze bekommen als die usseren und also mit der nmlichen ,kohle einen viel dichteren ,koks liefern1 ein ,umstand1 welcher bei der ,verwendung des ,koks zu metallurgischen ,processen strend auftritt4 ,von anderen ,constructionen von ,koksfen1 bei denen die sich entwickelnden ,gase und ,dmpfe zum ,verkoken selbst ,anwendung finden1 seien kurz folgende angefhrt3 der ,ofen von ,marsilly hat ein geschlossenes ,gewlbe1 ist aber zum ,abzug der ,dmpfe und ,gase mit einem ,fuchs in der ,rckwand versehen1 durch welchen die flchtigen ,produkte unter die ,sohle des ,ofens gehen und dieselben bei ihrer ,verbrennung heizen4 ,aehnlich ist die ,construction des ,ofens von ,jones1 doch findet bei ihr der ,unterschied statt1 dass die ,verbrennung der ,koksofengase zum ,theil wieder in den ,verkokungsraum zurckgedrngt wird4 ,diese ,einrichtung1 nur bei sehr mageren ,kohlen zulssig1 schliesst eine theilweise ,verbrennung der ,koksmasse nicht aus1 beschleunigt aber1 sofern die ,atmosphrengase erwrmt in den ,ofen treten1 den ,verkokungsprocess wesentlich4 ,nach dem ,principe der ,doppelrstfen sind die ,doppelkoksfen von ,frommont und von ,gendebien construirt4 ,die ,oefen ,frommont's1 seit einer ,reihe von ,jahren ausser an der ,maas in ,belgien1 auch in ,saarbrcken und ,westphalen in ,anwendung1 sind ,etagenfen1 in welchen die ,gase aus dem unteren ,verkokungsraum durch eine ,anzahl ,oeffnungen an der oberen ,wand und durch eine gleiche ,anzahl ,canle zu dem oberen ,herd aufsteigen und sodann auf der anderen ,seite gemeinschaftlich mit den ,gasen des oberen ,ofens bis unter die ,sohle des unteren ,ofens streichen und ausserdem noch ihre ,wrme an die ,hinterwand und die ,seitenwand abgeben1 ehe sie in den ,schlot gehen4 ,die ,oefen von ,gendebien unterscheiden sich von den ,frommont'schen nur dadurch1 dass je ein oberer ,ofen ber zwei unteren in der ,mitte steht4 ,sie sind vorzglich an der ,sambre in ,anwendung4 ,whrend bei den beiden vorhergehenden die ,oefen ber einander stehen1 stehen bei dem von ,smet construirten ,koksofen die zusammenwirkenden ,oefen neben einander1 wodurch eine sorgfltigere ,ausnutzung der brennbaren ,gase erzielt werden kann4 ,von eigenthmlicher ,construction ist der ,koksofen von ,dubochet1 von dem ,ingenieur ,powel #ahea in der ,dubochet'schen ,gasfabrik construirt und in ,deutschland1 namentlich vor dem ,bekanntwerden der ,appolt'schen ,oefen auf den ,verkokungswerken des ,saarbeckens vielfach in ,anwendung4 ,der ,ofen von ,dubochet-,powel ist ein ,rhrenofen mit geneigten ,herden und besteht aus zwei flachen ber einander liegenden ,theilen mit stetig geneigter ,curve1 die durch ,thren von einander getrennt sind4 ,der obere ,theil ist der eigentliche ,destillationsofen1 die hier entweichenden ,gase werden unter den ,ofen hingeleitet und durch zugeleitete ,luft vollstndig verbrannt1 wodurch die zur ,verkokung erforderliche ,hitze hervorgebracht wird4 ,nach beendigter ,verkokung fallen die ,koks in den unteren ,theil des ,ofens1 den ,khlofen1 um von hier aus nach dem ,erkalten entleert zu werden4 ,vor ihrem ,austritt in den ,schornstein fhrt man die ,verbrennungsgase in eine seitlich angebrachte ,dampfkesselanlage1 welche den ,dampf zur ,aufbereitung der ,kohlen liefert4 ,ein gewisses1 wenn auch nicht vllig gerechtfertigtes ,aufsehen hat in den letzten ,jahren1 wie oben erwhnt1 der ,koksofen von ,knab gemacht4 ,anstatt1 wie es bei dem ,appolt'schen ,ofen der ,fall ist1 die ,koksofengase direct zur ,verkokung zu verwenden1 scheidet ,knab vorher die ,theerbestandtheile und das ,ammoniakwasser ab4 ,zu dem ,ende entweichen die ,gase und ,dmpfe durch einen im ,ofengewlbe befindlichen ,abzugscanal und gelangen von da in zwei grosse mit ,koks gefllte ,blechtonnen1 worin sie fast alles ,theerwasser absetzen2 hierauf ziehen sie in ein ,rhrensystem1 aus welchem von ,zeit zu ,zeit ,rhren in ,wasserbehlter fhren1 in welchen der ,rest von ,theer- und ,ammoniakwasser zur ,abscheidung gelangt4 ,die ,gase ziehen hierauf wieder nach dem ,ofen zurck und treten in den ,feuerraum1 wo sie in einem ringfrmigen ,brenner verbrannt werden1 in dessen ,mitte die erforderliche ,luftmenge tritt4 ,das ,aufsaugen der ,gase aus dem ,ofen und das ,durchtreiben derselben durch die ,condensers1 sowie das ,zurckleiten der vom ,theer und ,ammoniak befreiten ,gase geschieht durch ,glockenexhaustoren1 wie man sie frher in der ,gasfabrikation verwendet und heute noch zuweilen in der ,papierfabrikation bei der ,entwsserung des endlosen ,papierblattes durch ,luftdruck und in der ,essigfabrikation zur ,entfernung der entsauerstofften ,luft und zur ,verdichtung der ,dmpfe in dem ,sperrwasser benutzt4 ,nach der ,angabe von ,gaultier de ,claubry werden in den ,kokswerken der ,socit de carbonisation de la ,loire bei ,st4 ,etienne in #hh ,oefen tglich #aej ,tonnen ,steinkohle in ,koks bergefhrt4 ,die ,ausbeute in #ajj ,theilen ist folgende3 ,grober ,koks #gj1jj ,theer #d1jj ,kleiner ,koks #a1ej ,ammoniakwasser #i1jj ,abfallkoks #b1ej ,gas #aj1eh ,graphit #j1ej ,verlust #a1ib ,ob die ,qualitt der in den ,knab'schen ,oefen erhaltenen ,koks den ,anforderungen des ,eisenbahnen- und ,hohofenbetriebes entspricht1 muss dahingestellt bleiben1 da allen ,erfahrungen zufolge alle in geschlossenen ,gefssen neben ,leuchtgas und ,theer gewonnenen ,koks durch mrbe ,beschaffenheit und geringe ,gte sich auszeichnen4 ,die ,verkokung von ,staubkohlen geschieht auf berwlbten ,herden1 nach ,art der ,backfen gebaut4 ,der ,abfall der ,kohlen an den ,gruben 7,grubenklein1 ,fettschrot1 ,schrot7 lsst sich durch das ,verkoken sehr vortheilhaft verwerthen1 wenn der ,abfall von ,backkohlen herrhrt1 weil die ,theilchen beim ,erhitzen zusammenbacken und einen ebenso cohrenten ,koks liefern als die ,stckkohlen4 ,die aus den ,koksfen oder ,retorten gezogenen ,koks werden entweder mit ,wasser abgelscht oder durch ,bedeckung mit ,asche gedmpft4 ,ersteres ,verfahren ist bis jetzt fast berall eingefhrt1 es beansprucht den geringeren ,raum1 erfordert weniger ,arbeit und giebt dem ,koks ein besonderes silberglnzendes ,ansehen4 ,die ,nachtheile der ,ablschung mit ,wasser bestehen darin1 dass man dem ,koks einen ,stoff zufhrt1 dessen demnchstige ,beseitigung 7,verdampfung7 beim ,verbrennungsprocesse eine grssere ,menge ,wrme in ,anspruch nimmt1 und ferner darin1 dass gewissenlose ,producenten durch das ber ,erfordern zugefhrte ,lschwasser das ,gewicht des ,koks zum ,nachtheil der ,kufer vermehren4 ,die ,wasseraufnahmefhigkeit der drei ,hauptschichten der ,koksbeschickungen ist eine sehr verschiedene4 ,die schaumigere1 porse ,kopfschicht nimmt bis zu #abj ,proc4 ihres ,gewichtes an ,wasser auf4 ,die ,hauptmasse der ,beschickung1 die ,mittelschicht1 bindet nur bis zu #a-a_/b ,proc4 und endlich die ,fussschicht bis zu #ac ,proc4 ihres ,gewichtes an ,lschwasser4 ,im ,durchschnitt kann man annehmen1 dass ,koks1 denen eben nur das zum ,ablschen erforderliche ,wasser zugefhrt wird1 dadurch um #f ,proc4 seines ,gewichtes zunimmt4 ,gedmpfter ,koks1 kalt in ,wasser geworfen1 bindet nicht #a_/c so viel ,wasser1 wie der in glhendem ,zustande mit ,wasser abgelschte4 ,sidenote3 ,eigenschaften und ,brennwerth der ,koks4 ,die ,koks bilden1 wenn sie zweckmssig dargestellt worden sind1 eine gleichartige1 dichte und feste ,masse1 die schwer zu zerbrechen und zu zerdrcken ist und keine allzugrossen ,blasenrume enthalten darf4 ,koks1 aus backenden ,stckkohlen in ,meilern dargestellt1 zeigen blumenkohlhnlich gewundene ,contouren4 ,die ,farbe ist schwarzgrau bis eisengrau1 der ,glanz ein matter ,metallglanz4 ,schwefel soll sich in gutem ,koks nur in sehr geringer ,menge finden4 ,der ,schwefel findet sich in der ,steinkohle bekanntlich als ,schwefel- oder ,eisenkies2 whrend des ,verkokens destillirt aber nur ein ,theil des ,schwefels ab und es bleibt eine niedrigere ,schwefelungsstufe des ,eisens zurck1 welche noch fhig ist1 an erhitztes ,eisen und ,kupfer ,schwefel abzugeben und demnach ,metallgegenstnde 7,rohrstbe1 ,dampfkessel7 zu zerstren1 oder auf das ,schmelzprodukt 7,roheisen7 einzuwirken4 ,sidenote3 ,zusammensetzung und ,brennwerth der ,koks4 ,die mittlere ,zusammensetzung guter gewhnlicher ,koks ist folgende3 ,kohlenstoff #he-ib ,proc4 ,asche #c- #e ,hygroskopisches ,wasser #e-aj ,wegen ihrer ,dichte und des ,mangels an brennbaren ,gasen ist die ,brennbarkeit der ,koks so gering1 dass sie zu ihrer ,entzndung starke ,glhhitze und zum ,fortbrennen einen gepressten ,luftstrom verlangen4 ,nach einer grossen ,anzahl auf preussischen ,htten angestellter ,versuche sind bei einem mit erhitzter ,luft stattfindenden ,hohofenbetriebe3 #ajj ,gewichtstheile ,koks #hj ,gewichtstheilen ,holzkohlen1 #ajj ,volumen #bej ,bei den ,versuchen von ,brix lieferte #a ,kilogr4 ,koks von oberschlesischer ,steinkohle 7bei einem ,gehalte von #e1i ,proc4 ,wasser und #b1e ,proc4 ,asche7 #g1ae ,kilogr4 ,dampf4 ,knstliche ,brennstoffe4 ,sidenote3 ,knstliche ,brennstoffe4 ,unter knstlichen ,brennstoffen versteht man ein ursprnglich pulverfrmiges ,brennmaterial1 in der ,regel ,httenabfall1 wie ,steinkohlenklein1 ,sgespne1 welchem man durch ,vermischen mit einem ,bindemittel1 gewhnlich mit ,theer oder ,thonbrei1 und ,pressen eine geeignete ,form1 in der ,regel die von ,ziegeln gegeben hat4 ,in gewisser ,hinsicht gehren die gepressten ,torfziegel und die in ,formen gestampfte und getrocknete ausgelaugte ,lohe 7,lohkuchen1 ,lohkse7 hierher4 ,sidenote3 ,peras4 ,erwhnenswerth ist die knstliche ,stckkohle oder die ,peras1 deren ,darstellung aus ,klein1 von backenden ,kohlen seit einer ,reihe von ,jahren von dem ,ingenieur ,marsais1 ,director der ,steinkohlengruben zu ,st4 ,etienne1 eingefhrt worden ist4 ,das ,wesentliche des ,verfahrens besteht darin1 dass man das ,kohlenklein zuerst wscht1 um sowohl die schweren ,verunreinigungen1 wie ,kies und ,steine1 als auch die abschlmmbaren ,theile wie ,thon und ,erde abzuscheiden4 ,die durch diesen ,scheideprocess gewonnene reinere ,kohle wird zum ,abtropfen in ,haufen gebracht1 hierauf mit ,hlfe von cannelirten ,walzen zu ,pulver gemahlen1 das ,pulver getrocknet1 noch warm mit #g-h ,proc4 eingedicktem ,steinkohlentheer vermischt und die heisse ,masse in ,formen gepresst1 wodurch ,ziegel mit abgerundeten ,ecken1 je etwa #bj ,pfd4 schwer1 erhalten werden1 welche nach dem ,erkalten eine ziemliche ,hrte besitzen4 ,die ,peras zerbrechen nicht so leicht wie die meiste natrliche ,stckkohle2 sie lassen sich weit besser magaziniren1 indem #a_/e an ,raum gespart wird4 ,den ,peras an die ,seite zu stellen sind die ,patentkohlen von ,wylam und von ,warlich4 ,hierher gehrt auch die geformte ,holzkohle 7,pariser ,kohle71 welche seit ungefhr #ae ,jahren von ,popelin-,ducarre in ,paris in den ,handel gebracht wird2 sie besteht aus ,holzkohle1 welcher man durch ,beimischen von ,holztheer und ,verkohlung des letzteren ,cohrenz ertheilt hat4 ,die ,holzkohle wird mit #h-ab ,proc4 ,wasser versetzt und zwischen glatten ,walzen zu einem grblichen ,pulver gemahlen4 #ajj ,kilogr4 ,kohlenpulver werden mit #cc-dj ,liter ,steinkohlentheer durchknetet2 die durchknetete ,masse wird darauf in einer eigens hierzu construirten ,maschine in die ,form von ,cylindern gebracht4 ,die geformten ,kohlencylinder werden #cf-dh ,stunden lang an der ,luft ausgetrocknet und darauf in ,muffelfen verkohlt4 ,die geformten ,kohlen haben vor den gewhnlichen ,kohlen den ,vorzug1 dass sie wenig zerreiblich1 daher leicht transportabel sind1 mehr ,hitze geben1 langsamer und regelmssiger verbrennen2 ein ,stck1 einmal angezndet1 brennt an der ,luft fort1 was bekanntlich die ,koks nicht thun4 ,sidenote3 ,kohlenziegel oder ,briquettes4 ,stark backende ,kohlen knnen auch ohne ,zusatz von ,pech aus ,kohlentheer durch starkes ,pressen 7unter hydraulischen ,pressen oder durch ,formrder7 zu einer cohrenten ,masse vereinigt werden1 wenn man sie in verschlossenen ,gefssen bis auf #bfj-djj ,c41 d4 h4 bis zu dem ,punkte erhitzt1 bei welchem sie zu erweichen beginnen1 und sie nochmals einem starken ,druck aussetzt4 ,der bituminse ,theil der ,kohle wird hierbei hinreichend flssig1 um fr das ,uebrige das ,bindemittel zu geben4 ,auf diese ,weise werden die ,kohlenziegel1 ,brennsteine oder ,briquettes dargestellt1 und zwar in einer fr ,kesselfeuerungen oder den huslichen ,gebrauch passenden ,grsse1 wodurch den ,consumenten die ,mhe des ,zerkleinerns erspart wird#aig4 ,es hat sich herausgestellt1 dass die ,briquettenfabrikation vortheilhaft mit der ,theerdestillation behufs der ,herstellung von ,benzol1 ,carbolsure1 ,naphtalin1 ,anthracen und ,asphalt combinirt werden kann4 #aig ,vergl4 ,th4 ,oppler1 ,die ,fabrikation der knstlichen ,brennstoffe1 insbesondere der gepressten ,kohlenziegel oder ,briquettes4 ,berlin #ahfd2 ferner ,jahresbericht der chem4 ,technologie #ahfd p4 #gfj2 #ahff p4 #ccc2 #ahfh p4 #hjj4 ,gasfrmige ,brennmaterialien4 ,sidenote3 ,gasfrmige ,brennmaterialien4 ,die ,benutzung gewisser brennbarer ,gase und ,gasgemenge als ,brennmaterial bei httenmnnischen ,processen ist schon seit einer ,reihe von ,jahren vorgeschlagen worden1 jedoch erst in neuester ,zeit in der ,metallurgie1 wie in der chemischen ,technik berhaupt1 zur ,ausfhrung gelangt4 ,die gegenwrtig als ,brennmaterial angewendeten ,gase sind entweder ,gichtgase oder ,generatorgase4 ,mit dem ersteren ,namen bezeichnet man nicht nur die der ,gicht eines ,eisenhochofens entstrmenden ,gase1 sondern berhaupt eine jede ,flamme1 welche aus einem httenmnnischen ,ofen 7z4 ,b4 ,koksofen7 unbenutzt entweicht4 ,die ,zusammensetzung der ,gichtgase richtet sich selbstverstndlich nach der ,art des angewendeten ,brennstoffes1 nach der ,temperatur und dem ,druck der ,verbrennungsluft und nach der ,hhe ber der ,form1 in welcher die ,gase aufgefangen wurden4 ,sie sind stets ,gemenge von ,kohlenoxyd1 ,kohlenwasserstoffen1 ,wasserstoff1 ,kohlensure und ,stickstoff1 bei ,anwendung von ,steinkohlen oder ,koks enthlt das ,gasgemenge auch ,ammoniak4 ,die ,generatorgase sind brennbare ,gase1 welche in einem besonderen ,ofen1 dem ,generator1 aus festen ,brennstoffen 7mit oder ohne ,mitwirkung eines ,geblses7 erzeugt worden sind4 ,sie finden bei den verschiedensten technischen ,processen ,anwendung1 indem dadurch ,gelegenheit gegeben ist1 ,brennmaterialien geringster ,qualitt nutzbar zu machen4 ,nach ,ebelmen haben diese ,gase dem ,gewichte nach folgende ,zusammensetzung3 ,generatorgase aus ,holzkohlen4 ,holz4 ,torf4 ,koks4 ,stickstoff #fd1i #ec1b #fc1a #fd1h ,kohlensure #j1h #aa1f #ad1j #a1c ,kohlenoxyd #cd1a #cd1e #bb1d #cc1h ,wasserstoff #j1b #j1g #j1e #j1a ,in ,england wurde nach ,percy mehrere ,jahre lang auf ,eisenhtten ein ,gasgemisch angewendet1 das man durch ,einleiten von ,hochdruckdmpfen in mit ,koks angefllte rothglhende ,retorten erhlt4 ,die ,siemens'schen ,regeneratoren mit ,gasfeuerung 7regenerative-gas-furnace71 welche ,seite #bb und #caj bereits beschrieben wurden1 gehren gleichfalls hierher4 ,sie haben in der ,gasbereitung1 bei ,schweissfen1 ,puddelfen1 besonders auch bei der ,zinkgewinnung etc4 schon ausgedehnte ,anwendung gefunden4 ,sidenote3 ,heizgas4 ,in neuerer ,zeit denkt man an vielen ,orten1 so z4 ,b4 in ,berlin1 an die ,beschaffung von wohlfeilem ,gas fr ,heizzwecke 7,heizgas74 ,seit einem ,jahrzehnd etwa sind verschiedenartige ,gasfeuerungen vielfach in ,gebrauch gekommen1 und dieselben wrden wegen ihrer ,reinlichkeit und ,bequemlichkeit sicher noch weit mehr ,verwendung finden1 wenn nicht einerseits das gewhnliche ,leuchtgas zur ausgedehnteren ,verwendung als ,heizmaterial zu theuer wre1 und andererseits die ,gaserzeugungsapparate 7wie die oben genannten ,siemens'schen7 beim ,betriebe im ,kleinen nicht ungengende ,resultate gben4 ,die ,beschaffung von billigem ,gas fr ,heizzwecke erscheint demnach usserst wnschenswerth4 ,in ,berlin ist gegenwrtig die ,grndung einer ,anlage zur ,beschaffung von ,heizgas unter technischer ,leitung von ,c4 ,westphal und ,a4 ,ptsch im ,werke4 ,es wird beabsichtigt1 das ,gas in ,frstenwalde1 fnf ,meilen von ,berlin1 aus ,braunkohlen darzustellen und dann in einer ,rhrenleitung nach der ,hauptstadt zu schaffen4 ,es sollen dazu in ,frstenwalde zwlf ,retortenhuser von je #ce ,meter ,lnge und #ba ,meter ,tiefe mit #gj ,oefen zu je #aj ,retorten gebaut werden2 die ,retortenfen sollen mittelst ,siemens'scher ,regenerativfeuerungen geheizt werden4 ,zur ,befrderung des in ,condensatoren von ,theer1 ,wasser etc4 gereinigten ,gases nach ,berlin ist eine ,rhrenleitung von #a1c ,meter ,weite bestimmt1 in welche das ,gas mittelst vier ,geblsemaschinen gepresst wird4 ,die ,geblse werden durch vier ,dampfmaschinen1 deren jede #cfj ,pferdestrken hat1 aber bis zu #ejj ,pferdekrften leisten kann4 ,der ,gasdruck in der ,leitung soll #a1e ,centimeter ,wasser betragen1 da dieser verhltnismssig hohe ,druck die ,anwendung von ,rhren mit geringerem ,durchmesser gestattet und auch sonst vortheilhafter erscheint als ein schwcherer4 ,die ,leitung soll aus #e ,meter starkem ,eisenblech hergestellt und ber dem ,boden hingefhrt werden1 wobei sie in geeigneten ,zwischenrumen von gemauerten ,pfeilern getragen werden soll1 so dass sie leicht untersucht und reparirt werden kann4 ,bei #e ,meter ,wasserdruck wird die ,leitung #djg ,kubikfuss ,gas pro ,sekunde abfhren4 ,in ,berlin soll das ,gas in #ab ,gasometern von je etwa #gej1jjj ,kubikfuss ,fassungsraum angesammelt werden1 um dann nach den verschiedenen ,theilen der ,stadt ganz hnlich wie ,leuchtgas vertheilt zu werden4 -- ,nach den ,versuchen von ,ziureck lsst sich aus den ,frstenwalder ,braunkohlen ein fr ,heizzwecke sehr gut geeignetes ,gas darstellen4 ,bei einem specifischen ,gewicht von #j1edea besteht dasselbe aus3 ,wasserstoff #db1cf ,proc4 ,kohlenoxyd #dj1jj ,sumpfgas #aa1cg ,stickstoff #c1ag ,kohlensure #b1ja ,condensirbare ,kohlenwasserstoffe #a1ji ------------ #ajj1jj ,proc4 ,wenn diese ,mischung beim ,betrieb regelmssig erhalten werden kann1 so drfte das ,gas seinem ,zwecke vollstndig entsprechen2 #cjjj ,kubikfuss desselben sind nach den ,versuchen in ,bezug auf ,heizkraft gleich einer ,tonne ,braunkohle oder gleich #a_/c ,tonne ,steinkohle#aih4 ,es soll zu ungefhr #e ,sgr4 pro #ajjj ,kubikfuss verkauft werden1 wonach also die ,heizkraft einer ,tonne ,steinkohlen nicht hher als #a-a_/b ,thlr4 zu stehen kme4 ,die ,werke sind vorlufig auf eine jhrliche ,produktion von #iejj ,mill4 ,kubikfuss oder etwa #b-b_/c ,mill4 tglich berechnet1 wodurch der ,bedarf an ,heizmaterial etwa fr die halbe ,stadt gedeckt werden wrde4 #aih #a ,tonne #bge-cjj ,pfund4 ,die ,heizanlagen#aii4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,unter ,heizung verstehen wir das ,erwrmen eines hohlen ,raumes nebst den darin befindlichen ,gegenstnden durch die bei der ,verbrennung der ,brennmaterialien erzeugte ,wrme4 ,der hohle ,raum sei nun ein ,zimmer1 ein ,kessel1 ein ,glashaus der botanischen ,grten u4 s4 w4 ,es ist die ,aufgabe der ,technik 7in diesem ,falle ,pyrotechnik71 durch die ,verbrennung eines ,brennmaterials behufs der ,heizung nicht nur eine mglichst grosse ,wrmemenge1 sondern auch einen mglichst hohen ,wrmegrad zu entwickeln und diese ,wrme auch so vollstndig als mglich zu verwerthen4 ,um durch die ,verbrennung eines ,brennstoffes den absoluten und specifischen ,wrmeeffect so weit als thunlich zu erreichen1 muss die ,verbrennung eine vollstndige sein1 es darf nicht nur kein brennbarer ,theil der ,verbrennung entgehen1 es mssen auch ,vorkehrungen getroffen werden1 dass jeder verbrennliche ,theil durch die ,verbrennung die hchste ,oxydationsstufe erreiche4 ,wie wichtig fr die ,praxis das letztere ist1 geht daraus hervor1 dass #a ,th4 ,kohlenstoff bei seiner ,verbrennung zu ,kohlenoxyd #bdhj ,wrmeeinheiten #a ,kohlensure #hjhj liefert4 ,damit die ,verbrennung eine vollstndige sei1 muss dem brennenden ,krper die erforderliche ,menge ,sauerstoff in ,gestalt von atmosphrischer ,luft zugefhrt und die ihres ,sauerstoffes theilweise beraubte und mit den ,verbrennungsprodukten beladene ,luft bestndig fortgefhrt werden4 ,ein solcher ,luftzug kann entweder durch natrliche ,luftcirculation oder durch knstliche ,mittel1 nmlich durch ,saugen oder durch ,pressen hergestellt werden4 ,im ersteren ,falle werden die gasfrmigen ,verbrennungsprodukte durch ,exhaustoren hinweggesaugt1 wodurch neue ,luft nachzustrmen veranlasst wird1 im zweiten ,falle wird durch ein ,geblse ,luft eingepresst und dadurch das ,verbrennungsprodukt entfernt4 ,fast alle ,heizungen im engeren ,sinne finden bei natrlichem ,luftzuge statt4 ,alle ,heizungsanlagen bestehen aus drei ,theilen1 dem ,feuerherd1 dem ,heizraum und dem ,schornstein4 ,der ,herd 7,feuerherd7 ist der ,ort1 in welchem durch ,verbrennung eines ,brennmaterials zu ,zwecken der ,heizung ,hitze erzeugt wird4 ,der ,heizraum ist der ,ort1 in welchem die erzeugte ,wrme zunchst ihre ,wirkung ussern und ihre ,benutzung finden soll1 und der ,schornstein endlich ein in der ,regel verticaler1 seltener schrg oder in mehrfacher ,richtung ansteigender ,canal1 in welchen mittelst eines kleinen engen ,canals 7,fuchs7 die verbrannten ,gase abgeleitet werden1 whrend zugleich durch den ,schornstein das ,nachstrmen frischer ,luft auf das ,brennmaterial bewirkt wird4 ,der ,herd oder ,feuerherd kann sehr verschiedene ,beschaffenheit haben4 ,die roheste und mangelhafteste ,einrichtung1 welche auch nur bei sehr brennbaren ,materialien1 wie ,holz und ,torf1 mglich ist1 besteht darin1 das ,brennmaterial flach auf dem ,herde auszubreiten und einen ,luftstrom durch eine ,oeffnung in der ,ofenthre hinzuleiten2 sie ist deshalb mangelhaft1 weil eine grosse ,menge ,luft1 ohne mit dem ,brennmaterial in ,berhrung zu kommen oder zur ,unterhaltung des ,feuers beizutragen1 durch den ,ofen hindurchzieht und einen grossen ,theil der ,wrme mit sich fortfhrt4 ,die zum vollstndigen ,verbrennen des ,brennmaterials erforderliche ,luft soll durch das ,brennmaterial strmen4 ,zu diesem ,zwecke ist die ,unterlage fr das ,brennmaterial durchbrochen und besteht aus mehreren parallel neben einander gelegten ,stben von feuerfestem ,thon oder ,eisen1 dem ,rost4 ,der ,raum unterhalb des ,rostes heisst der ,aschenraum oder ,aschenfall2 obgleich seine ,bestimmung nicht nur die ist1 die ,asche aufzunehmen1 sondern auch dem ,roste und dem ,feuerherde ,luft zuzufhren4 ,zu dem ,feuerungsraume fhrt seitwrts oder von oben eine ,oeffnung1 das ,schrloch1 durch welches ,brennmaterial aufgeworfen wird2 diese ,feuerungsmethode trgt den ,uebelstand1 dass beim ,oeffnen des ,schrloches kalte ,luft ber den ,rost gelangt1 wodurch eine ,abkhlung der ,luft in dem ,schornstein1 also ,verminderung des ,zuges und ,rauchbildung1 mit anderen ,worten ,brennstoffverlust stattfindet4 ,die in neuerer ,zeit construirten ,treppenroste1 bei welchen die eisernen ,stbe zwischen den ,seitenwnden des ,feuerungsraumes treppenfrmig in gewissen ,zwischenrumen ber einander liegen1 haben den genannten ,uebelstand nicht4 ,bei einem schwefelhaltigen ,brennstoff werden die ,roststbe leicht zerstrt2 man lsst deshalb meist ber dem eigentlichen ,roste einen knstlichen ,rost von zusammengesinterter ,asche sich bilden1 welcher auch die ,verbrennung von ,kohlenklein gestattet4 ,da nicht zu allen ,perioden einer ,heizung ein gleich starker ,luftzug erfordert wird1 so hat man ,vorrichtungen zur ,regulirung des ,zuges2 diese sind3 #a7 eine ,schornsteinklappe1 durch welche mit ,hlfe einer ,zugstange die obere ,schornsteinmndung mehr oder weniger gesperrt werden kann2 #b7 ein ,schieber oder ,register im ,fuchse oder in dem ,schornsteine2 #c7 eine ,thre vor dem ,aschenfalle4 #aii ,unentbehrliche ,werke ber ,pyrotechnik sind3 ,c4 ,schinz1 ,die ,wrme-,messkunst1 ,stuttgart #aheh2 ferner ,e4 ,pclet1 ,trait de la chaleur2 troisime dition1 ,paris #ahfa-fb1 #c ,volumes1 und speciell fr ,zimmerfen die ,badische ,gewerbezeitung1 redigirt von ,h4 ,meidinger4 ,greek3 a7 ,die ,heizung von ,wohnungen4 ,sidenote3 ,heizung von ,wohnungen4 ,die ,heizung von ,wohnungen und ffentlichen ,gebuden1 mit welcher entsprechende ,ventilation verbunden sein muss1 kann auf verschiedene ,weise vor sich gehen2 je nach dem ,umstande1 ob strahlende oder geleitete ,wrme die ,heizung bewirkt1 und nach der verschiedenen ,construction der ,heizungsapparate1 unterscheidet man #a7 ,kaminheizung1 #b7 ,ofenheizung1 #c7 ,luftheizung1 #d7 ,canalheizung1 #e7 ,heisswasserheizung1 #f7 ,dampfheizung1 #g7 ,gasheizung4 ,sidenote3 ,directe ,heizung4 ,eine directe ,heizung von ,rumen durch ,verbrennung von ,holz und anderem ,brennstoff auf offenem ,herde1 in ,kohlenpfannen und kleinen ,oefen ohne ,schornstein ist wohl die erste und lteste ,heizungsmethode gewesen4 ,mitten in den ,htten befindet sich ein ,herd1 dessen ,rauch durch eine im ,dache befindliche ,oeffnung abzieht4 ,ziemlich hufig trifft man in den grsseren ,stdten ,frankreichs die ble ,gewohnheit1 das ,zimmer durch eine ,kohlenpfanne zu heizen1 wodurch die ,luft nicht nur verschlechtert1 sondern sogar zum ,athmen gnzlich untauglich wird4 ,es ist daher die unmittelbare ,erwrmung der ,luft durch ,brennmaterialien unter allen ,umstnden gefhrlich4 ,sidenote3 ,kaminheizung4 ,die ,kaminheizung ist seit langer ,zeit in ,gebrauch2 sie grndet sich auf ,erwrmung der ,luft durch unmittelbare ,ausstrahlung der ,wrme des ,feuers4 ,sie ist unstreitig die unvollkommenste ,heizungsart1 da bei ihr ein ausserordentlich grosser ,luftwechsel stattfindet1 indem in das ,kamin nicht allein die zur ,unterhaltung des ,feuers erforderliche ,luft einstrmt1 sondern auch ber die ,flamme viel erwrmte ,luft in den ,schornstein geht1 wodurch eine hermetische ,abschliessung des ,zimmers zur ,vermeidung der ,abkhlung nicht mglich wird1 denn sobald die grosse ,quantitt der in den ,schornstein einstrmenden ,luft nicht durch neue1 durch ,fenster und ,thren eindringende ,luft ersetzt wird1 entsteht ein niederwrts gehender ,zug in dem ,schornsteine und das ,kamin fngt an zu rauchen4 ,die ,kaminheizung eignet sich deshalb in ihrer ursprnglichen ,gestalt nur fr ,lnder1 welche mildes ,klima oder ,brennmaterial im ,ueberfluss haben4 ,die ,annehmlichkeit dieser ,heizungsart1 das ,feuer beobachten und selbst unterhalten zu knnen1 der fortwhrende ,luftwechsel und die ,construction der ,kamine1 welche gestattet1 die ,fsse fortwhrend warm zu halten1 whrend der brige ,krper khl bleibt1 welche ferner erlaubt1 aus dem ,heizapparate eine ,zimmerdecoration zu machen1 alle diese ,umstnde sind wohl der ,grund1 dass man in ,england und zum ,theil auch in ,frankreich die ,kaminheizung beibehalten hat4 ,die ,heizung mittelst strahlender ,wrme durch ,kamine hat in ihrer ltesten1 einfachsten und unvollkommensten ,form folgende ,einrichtung3 ,am unteren ,theil der ,mauer1 in welcher der ,schornstein in die ,hhe geht und unmittelbar unter dem ,schornstein befindet sich eine ,nische1 in der das ,feuer brennend erhalten wird4 ,spter hat man die ,kamine dadurch verbessert1 dass man sie weniger tief in die ,mauer legte1 damit ihre ,wirkung sich mehr auf die ,zimmerluft1 als auf die ,kaminwnde erstreckte1 dass man den oberen ,theil der ,nische dort1 wo er in den ,schornstein tritt1 mglichst verengt und sowohl diese ,rauchffnung1 als auch die vordere grosse ,oeffnung nach dem ,zimmer zu mittelst ,schieb- und ,flgelthren verschliesst4 ,um neben der strahlenden ,wrme auch einen ,theil der geleiteten zu benutzen1 ohne jedoch dem ,kamine das ,eigenthmliche zu benehmen1 hat man den unmittelbaren ,abzug der erwrmten ,luft aus der ,feuernische in den ,schornstein verhindert und eine ,circulation der erwrmten ,luft1 hnlich wie bei den ,zimmerfen1 hergestellt4 ,durch diese ,combination von ,ofen mit ,kamin entstandenen ,feuerungen heissen ,ofenkamine4 ,unter ihnen zeichnen sich die von ,franklin1 ,desarnod und ,curandeau aus4 ,sidenote3 ,ofenheizung4 ,die ,ofenheizung ist die bei weitem gebruchlichste4 ,man verlangt von einem rationell construirten ,ofen 7,zimmer- oder ,stubenofen71 dass er brennstoffschonend sei1 daher die mglichst vollkommene ,verbrennung des ,brennmaterials zulasse2 dass so viel als mglich die aus dem ,brennmaterial entwickelte ,hitze an die ,ofenwnde und den ,ofenkrper abgegeben werde und so wenig als mglich in den ,schornstein entweiche2 dass der ,zimmerraum auf einer gleichmssigen ,temperatur erhalten werde1 und dass gehrige ,ventilation dieses ,raumes vorhanden sei4 ,da der ,zimmerofen frei in dem zu heizenden ,rume steht1 so wird sowol die strahlende1 als auch die geleitete ,wrme realisirt und es geht in der ,that von dem ,brennstoffe blos die ,wrme verloren1 welche mit den ,verbrennungsgasen abzieht4 ,der ,wrmeverlust wird durch verlngerte ,rauchkanle verringert1 wobei jedoch zu bedenken ist1 dass der ,rauch mit einer ,temperatur mindestens von #ge in den ,schornstein entweichen muss1 damit der erforderliche ,zug stattfinde4 ,es ist zweckmssig1 den ,ofen vom ,zimmer aus zu heizen2 gegen die ,heizung von aussen gewhrt sie den ,vortheil einer fortwhrenden ,lufterneuerung und ,brennstoffersparniss1 weil beim ,heizen von innen diejenige erwrmte ,luft1 welche beim ,heizen von aussen durch die ,ausdehnung durch ,thren- und ,fensterfugen entweicht1 nun zur ,heizung des ,ofens benutzt wird2 wird durch den ,zug des von innen geheizten ,ofens das ,einstrmen von kalter usserer ,luft durch die ,fugen befrdert1 so wird auch dadurch das ,entweichen von innen erwrmter verhindert4 ,die ,materialien1 aus welchen unsere ,zimmerfen construirt werden1 sind ,gusseisen1 ,eisenblech und gebrannter ,thon 7,kacheln und ,ziegel74 ,das ,eisen nimmt als ,wrmeleiter die ,hitze leicht auf2 da die ,dicke der ,ofenwnde in der ,regel gering ist1 so geht die ,hitze des verbrennenden ,brennmaterials leicht und rasch in die ,umgebung ber4 ,die eisernen ,oefen haben dagegen den ,nachtheil1 im rothglhenden ,zustande die ,luft im geringen ,abstande vom ,ofen bermssig zu erhitzen1 wozu noch kommt1 dass die ,luft in der ,nhe eines eisernen ,ofens eine chemische ,vernderung erleidet und wie bereits ,deville und ,troost #ahfh nachgewiesen haben1 in ,folge der ,durchdringlichkeit des ,gusseisens fr ,kohlenoxydgas #j1jjjg-j1jjac ihres ,volumens an ,kohlenoxyd aufnehmen kann4 ,der gebrannte ,thon eignet sich demnach als ,ofenmaterial besonders dann1 wenn es sich um eine gleichmssige ,heizung handelt2 so rasch und reichlich diesem ,material auch die ,wrme dargeboten werden mag1 stets wird es die ,wrme bei weitem langsamer und nur nach und nach abgeben4 ,gemischte ,oefen1 bei welchen der ,heizkasten aus ,eisen und der ,aufsatz aus ,kacheln besteht1 vereinigen in gewisser ,hinsicht die ,vortheile der eisernen und der ,kachelfen1 indem durch den eisernen ,feuerraum die ,heizung des ,zimmers beschleunigt wird1 der obere aber zum ,aufspeichern der ,wrme dient4 ,je nach dem ,ofenmaterial unterscheidet man die ,zimmerfen ab a7 ,leitungsfen1 b7 ,massenfen1 c7 gemischte ,oefen4 ,die eisernen ,oefen nennt man ,leitungsfen1 insofern sie die im ,feuerungsraume entwickelte ,wrme so schnell als mglich durch sich hindurchleiten und an die ,zimmerluft abgeben4 ,bei den thnernen ,massenfen geschieht die ,erwrmung nicht durch ,canle oder den ,feuerungsraum1 sondern dadurch1 dass diejenige ,wrme1 welche whrend der ,verbrennung des ,brennstoffes von dem ,thone aufgenommen wurde1 auch nach dem ,verlschen des ,feuers langsam und gleichmssig an die ,zimmerluft abgegeben wird4 ,in dem grsseren ,theile von ,deutschland bedient man sich1 mit wenigen ,ausnahmen1 der ,leitungsfen und der gemischten ,oefen1 in ,russland und ,schweden der ,massenfen4 ,sidenote3 ,leitungsfen4 ,die ,leitungsfen haben sehr verschiedene ,construction4 ,die lteste ist ohne ,zweifel die noch jetzt hufig benutzte ,form der ,kanonenfen1 ein kanonenhnlicher hohler gusseiserner ,cylinder1 am oberen ,theile mit einem ,blechrohre1 am unteren mit einer ,heizthre versehen4 ,sie haben in der ,regel ein sehr kurzes ,rauchrohr1 das sofort in den ,schornstein mndet1 und sind daher keineswegs brennstoffschonend4 ,um der ,brennmaterialverschwendung zu steuern1 wendet man entweder ein langes ,rauchrohr an1 was aber nicht nur den ,heizapparat vertheuert1 sondern auch von sehr kurzer ,dauer ist1 da innerhalb des ,rohres sich eine ,flssigkeit bildet 7bei ,holzfeuerung ,holzessig1 bei ,steinkohlenfeuerung ammoniakalisches ,wasser71 welche sehr bald das ,rohr zerstrt2 oder man giebt dem ,ofen im ,innern mehrere verticale ,zge1 in welchen die ,verbrennungsgase einigemal auf- und absteigen1 ehe sie in den ,schornstein gelangen4 ,die sogenannten ,durchsichtsfen1 welche wegen der zwischen den ,feuerzgen bleibenden ,zwischenrume den ,vortheil einer grossen1 der ,zimmerluft dargebotenen ,flche mit geflliger ,form und der ,bequemlichkeit1 die sogenannten ,rhren zum ,hineinstellen von ,gefssen benutzen zu knnen1 vereinigen1 sind entweder ganz von ,eisen oder bestehen aus einem eisernen ,unterofen mit einem thnernen ,aufsatze4 ,sidenote3 ,massenfen4 ,illustration3 ,fig4 #cba4 ,illustration3 ,fig4 #cbb4 ,illustration3 ,fig4 #cbc4 ,illustration3 ,fig4 #cbd4 ,von den ,massenfen sind die russischen und die schwedischen ,oefen zu erwhnen4 ,diese ,oefen bestehen aus dicken ,kacheln aus gebranntem ,thon1 welche durch eine starke ,fllung noch mehr ,krper erhalten und so ausgefttert werden1 dass sie eine ,strke von #g ,zoll und darber erhalten4 ,in dieser ,hlle befinden sich verticale ,kanle zur ,leitung der ,verbrennungsgase1 deren ,anzahl von #d1 #f bis #ab steigt4 ,illustration3 ,fig4 #cbe4 ,illustration3 ,fig4 #cbf4 ,illustration3 ,fig4 #cbg4 ,ein russischer ,ofen ist lnglich viereckig und hat sechs ,rauchkanle4 ,fig4 #cba zeigt den ,grundriss1 ,fig4 #cbb eine ,ansicht der langen1 ,fig4 #cbc der schmalen ,seite und ,fig4 #cbd den ,lngendurchschnitt dieses ,ofens4 a ist der mit einem ,gewlbe berdeckte ,feuerraum1 aus diesem steigt das ,feuer in dem ,kanale #a in die ,hhe1 fllt in #b wieder abwrts1 steigt wieder in #c1 fllt in #d1 steigt in #e1 fllt in #f1 von wo aus es durch das ,ofenrohr in den ,schornstein gelangt4 ,jeder dieser ,oefen hat ein #ah-cj ,centimeter weites ,rauchrohr 7einen russischen ,schornstein7 fr sich1 welches mglichst vertical bis zum ,dache hinaus aufgefhrt wird2 diese engen ,schornsteine haben sich ausserordentlich bewhrt und auch in ,deutschland seit geraumer ,zeit schon eingebrgert4 ,da ein russischer ,ofen als ,wrmemagazin dienen soll1 so ist ein hermetischer ,abschluss nothwendig1 sobald das ,feuer erloschen ist4 ,dieser ,abschluss wird durch eine besondere ,vorrichtung1 die sogenannte ,gusche 7russisch ,wiuschke7 erreicht4 ,in der ,nhe der ,verbindung des letzten ,kanales mit dem ,rauchrohre ist eine viereckige ,platte aus ,gusseisen 7,fig4 #cbe1 #cbf und #cbg7 eingemauert2 diese ,platte hat in der ,mitte eine ,oeffnung von #ba-bd ,centimeter ,durchmesser mit einem aufrecht stehenden ,halse von #c ,centimeter und innerhalb vorstehendem ,rande von #b ,centimeter4 ,ein gusseiserner1 mit einem ,griff versehener ,deckel a passt auf die ,oeffnung1 ein zweiter grsserer ,deckel b mit vorspringendem ,rande passt ber den ,hals und verschliesst das ,ganze4 ,beim ,heizen wird der ,feuerraum mit kurz gesgten ,holzstcken gefllt1 das ,holz bei zuerst offener ,thr in ,brand gesetzt und dann die ,thre geschlossen1 so dass die ,luft durch ihre ,oeffnungen einstrmt4 ,die ,verbrennung muss so lebhaft als mglich vor sich gehen2 auf diese ,weise theilt sich die ,wrme der ,ofenmasse am schnellsten mit1 es bildet sich kein ,rauch und der anfnglich entstandene ,rauch wird bei der spter entwickelten hohen ,temperatur wieder verbrannt4 ,die ussere ,seite dieser ,oefen wird mit ,porcellanplatten oder glasirten ,kacheln belegt4 ,der schwedische ,ofen ist von den russischen ,oefen im ,wesentlichen nur dadurch unterschieden1 dass er gewhnlich von runder ,form ist und beinahe bis an die ,decke des ,zimmers reicht4 ,der ,feuerzug steigt in der ,mitte des ,ofens in die ,hhe1 von da aus in zwei ,kanlen wieder abwrts1 nochmals in zwei ,zgen1 welche sich ber dem mittleren ,kanale vereinigen1 aufwrts und von hier aus durch das in der ,decke des ,ofens befindliche ,rohr in den ,schornstein4 ,der ,verschluss des ,rohres wird mit ,hlfe eines ,schiebers bewirkt1 der die ,oeffnung in der oberen ,decke versperrt4 ,man bewirkt dies mit ,hlfe einer ber ,rollen laufenden ,schnur4 ,das ,brennmaterial wird auf einmal in den ,feuerraum gebracht und nach dem ,verbrennen desselben das ,register der ,heizthre1 so wie des ,rauchrohres genau verschlossen4 ,illustration3 ,fig4 #cbh4 ,illustration3 ,fig4 #cbi4 ,illustration3 ,fig4 #ccj4 ,illustration3 ,fig4 #cca4 ,illustration3 ,fig4 #ccb4 ,illustration3 ,fig4 #ccc4 ,sidenote3 ,gemischte ,oefen4 ,unter den gemischten ,oefen hat der ,feilner'sche ,ofen1 welcher als eine ,modification des russischen ,ofens anzusehen ist1 eine gewisse ,berhmtheit erlangt4 ,beistehende ,figuren 7,fig4 #cbh bis #cca7 zeigen ausser vier verschiedenen ,grundrissen des ,ofens nach den ,hhen genommen1 wie er durch die entsprechenden ,buchstaben in den ,durchschnitten bezeichnet ist1 die ,lngen- und ,querdurchschnitte des ,ofens und zwar ,fig4 #cbh die vordere ,ansicht von der langen ,seite des ,ofens1 ,fig4 #cbi das ,profil nach der im ,grundriss angedeuteten ,linie ,a ,a1 ,fig4 #ccj ,querschnitt nach der ,linie ,b ,b1 ,fig4 #cca ,querschnitt nach der ,linie ,c ,c4 ,der ,feuerherd dieses ,ofens ist ein eiserner1 von den umgebenden ,thonwnden abstehender ,kasten1 welcher auf der oberen ,deckplatte an einem ,ende mit einer runden ,oeffnung versehen ist1 in welche ein #ab-ah ,centimeter hohes ,rohr eingesetzt wird2 durch diesen ,cylinder muss sich die ganze ,feuermasse durchpressen1 um in die ,zge zu gelangen4 ,eben so wie bei dem russischen ,ofen findet hier eine vollstndige ,verbrennung ohne ,rauch- und ,russbildung statt und ein grosser ,theil der entwickelten ,wrme theilt sich den ,ofenwnden mit4 ,damit die ,zge mglichst wirken1 wird der ,ofen durch eine verticale ,scheidewand in zwei ,theile getheilt2 an dieser ,scheidewand sind horizontale ,scheidungen angebracht1 so dass die heissen ,verbrennungsgase sich durch die so gebildeten ,gnge hindurch bewegen und immer von der einen ,hlfte des ,ofens in die andere bergehen mssen1 bis sie oben angekommen sind4 ,die ,verbrennungsgase durchlaufen in diesen ,oefen einen ,weg von #i-bj ,meter1 ehe sie in das ,rauchrohr gelangen1 dabei berhren sie die usseren ,ofenwnde auf etwa #cc ,quadratfuss ,flche1 so dass ihnen hinlnglich ,gelegenheit geboten ist1 ihre ,wrme abzugeben4 ,da der eiserne ,feuerungsraum von allen ,seiten frei steht1 so findet sofort nach dem ,einheizen auch ,erwrmung des ,zimmers statt4 ,in dem unteren ,theile des ,ofens ist eine ,art ,luftheizung angebracht2 durch daselbst vorhandene zwei ,oeffnungen a a 7,fig4 #cbh7 tritt kalte ,luft unten ein1 welche bei ihrem ,emporsteigen so stark erhitzt wird1 dass sie heiss durch die ,fig4 #cbh angedeutete durchbrochene ,verzierung in das ,zimmer strmt4 ,wird nach beendigter ,verbrennung die ,verbindung der ,zge mit dem ,schornstein durch die ,klappe unterbrochen1 so nimmt der obere1 aus ,kacheln bestehende ,theil des ,ofens eine solche ,temperatur an1 dass ein zweites ,einheizen an einem ,tage berflssig ist4 b b b ist der aufgemauerte ,boden des ,ofens1 c c ,sttzen1 welche die gusseiserne ,bodenplatte d d des eisernen ,kastens aufnehmen sollen1 e sind die drei ,seitenplatten1 f f die ,deckplatte des ,feuerkastens1 g ist das auf der ,deckplatte befindliche ,rohr1 durch welches die ,verbrennungsgase in die ,zge treten4 ,die auf der ,deckplatte vorhandenen ,mauerziegel tragen die ,decke h h2 letztere besteht aus einer ,blechtafel1 in welcher eine runde ,oeffnung ist1 von solcher ,weite1 dass das ,rohr g das ,blech nicht berhrt4 ,auf dieses ,blech kommt eine mit den ,ofenwnden verbundene ,decke aus ,dachziegeln und zwar so1 dass die von dem ,kranze des ,rohres g etwas absteht1 wodurch mithin eine ,vertiefung sich bildet1 welche mit trocknem ,sand oder mit ,asche ausgefllt wird4 ,diese ,vorrichtung soll das ,mauerwerk von dem ,eisen isoliren1 damit durch die ,ausdehnung des ,eisens das ,mauerwerk nicht auseinandergetrieben werde4 ,die ,mauerziegel i bilden die ,scheidewand1 auf welcher die ,decke k ruht4 l l ist die ebenfalls aus ,mauerziegeln bestehende ,wand1 welche1 wie oben erwhnt1 den ,ofen in zwei ,theile theilt4 ,die ,ziegel stehen auf den ,decken n n und sind nur so lang1 dass jede der ,oeffnungen n n sieben ,zoll von der gegenberstehenden ,steinwand absteht2 durch die ,oeffnungen o o steigt der ,rauch in die ,hhe1 p p ist das an dem letzten ,kanal angebrachte ,rauchrohr4 ,bei dem ,feilner'schen ,ofen geht mithin das ,feuer aus dem ,feuerkasten e durch das ,rohr g1 stsst an die ,decke k1 wendet sich hier um die ,wand i1 geht durch die ,oeffnung o in den ,kanal n und endlich in das zum ,schornstein fhrende ,rauchrohr4 ,beachtenswerth ist ferner der auf ,braunkohlen eingerichtete ,henschel'sche ,ofen1 welchen ,fig4 #ccb im verticalen1 ,fig4 #ccc im horizontalen ,durchschnitt nach der ,linie ,a ,b zeigt4 ,dieser ,ofen besteht aus zwei ,cylindern1 einem usseren von ,gusseisen a und einem inneren von starkem ,eisenblech b4 ,der ussere ,cylinder steht auf dem viereckigen ,aschenkasten c d1 der oben mit dem ,roste e versehen ist4 ,der innere ,blechcylinder reicht nicht bis zum ,roste und lsst sich durch den gut schliessenden ,deckel g verschliessen4 ,der ussere ,cylinder wird durch den ,deckel h verschlossen4 ,beim ,gebrauch wird der ,blechcylinder mit ,braunkohlenstckchen angefllt2 es werden beide ,cylinder durch ihren ,deckel verschlossen und die ,braunkohle im ,feuerraume i durch k entzndet4 ,die ,verbrennung kann begreiflicherweise nur auf dem ,roste vor sich gehen1 wobei der ,luftzug zwischen den beiden ,cylindern nach oben geht und durch das ,rohr l abzieht4 ,die in den ,blechcylindern befindliche ,braunkohle sinkt in dem ,verhltnis1 als die ,verbrennung fortschreitet1 auf den ,rost herab4 ,die auf dem ,roste sich nach einiger ,zeit ansammelnde ,asche1 welche die ,verbrennung unterbrechen wrde1 wird durch das unter dem ,rost befindliche drehbare ,kreuz m1 welches mit einigen1 zwischen den ,roststben durchgehenden ,stben versehen ist und von aussen durch n leicht bewegt werden kann1 beseitigt4 ,durch das ,rohr o soll der im oberen ,theile des ,ofens etwa vorhandene ,rauch abgeleitet werden4 ,ein solcher ,ofen brennt in der ,regel #dh ,stunden4 ,grosse ,verdienste hat sich ,h4 ,meidinger 7in ,carlsruhe7 um die ,construction von ,fllfen erworben4 ,sidenote3 ,luftheizung4 ,die ,luftheizung ist eine ,art von ,ofenheizung und unterscheidet sich von der gewhnlichen ,heizung mit ,hlfe von ,oefen dadurch1 dass der ,ofen in den meisten ,fllen nicht in dem zu erwrmenden ,raume selbst1 sondern in einem besonderen1 in der ,heizkammer sich befindet1 in welcher sich die ,luft erwrmt und sodann durch ,kanle in die zu heizenden ,rume gelangt4 ,der ,zweck der ,luftheizung 7,centralheizung7 ist1 mittelst eines ,ofens einen grossen ,raum mglichst gleichmssig zu erwrmen1 oder eine ,anzahl ,zimmer zu gleicher ,zeit zu heizen1 endlich auch in gewissen ,fllen1 wo in einem ,raume der ,ofen aus ,grnden hinderlich wre1 den ,ofen zu beseitigen4 ,es giebt drei verschiedene ,methoden der ,luftheizung1 die sich wesentlich durch die ,art und ,weise des ,luftwechsels in dem zu heizenden ,raume unterscheiden3 a7 ,die ussere kalte ,luft tritt in den ,heizraum und strmt als erwrmte ,luft durch einen ,kanal in den zu heizenden ,raum2 ein der eintretenden ,luft gleiches ,volumen ,zimmerluft strmt durch die ,fenster- und ,thrfugen aus4 b7 ,die erwrmte ,zimmerluft geht durch einen ,kanal in die ,heizkammer zurck1 erwrmt sich hier und tritt wieder in das ,zimmer4 ,wenn die ,methode a den ,vorzug hat1 das ,zimmer stets mit neuer ,luft zu versorgen und dadurch das ,zimmer ununterbrochen zu ventiliren1 so wird durch die ,methode b diejenige ,wrmemenge erspart1 welche bei der ersten ,methode durch das ,ausstrmen der erwrmten ,luft entzogen wird4 c7 ,eben so wie nach ,methode a erwrmt sich die ussere kalte ,luft in dem ,heizraume und gelangt in das ,zimmer2 die ,zimmerluft geht jedoch durch einen ,kanal zu dem ,feuer und dient zu seiner ,unterhaltung4 ,diese ,methode verbindet die ,vortheile von a und b1 indem neben fortwhrender ,ventilation auch ,ersparniss an ,brennmaterial stattfindet4 ,vergleicht man letztere ,methode mit der ,heizung eines ,zimmers durch einen ,stubenofen1 der von innen geheizt wird1 so ist bei der zweiten ,methode der ,vorgang der ,luftcirculation auf die ,heizung eines ,zimmers durch einen von aussen geheizten ,ofen zurckzufhren4 ,man unterscheidet zweierlei ,arten von ,luftheizung1 wenn man die ,construction des ,heizraumes und den ,ort1 an dem sich derselbe befindet1 als ,eintheilungsgrund gelten lsst1 nmlich a7 die ,luftheizung mit einem ,mantelofen1 b7 die ,luftheizung mit einer ,heizkammer4 ,die erstere ,art nhert sich ausserordentlich der gewhnlichen ,ofenheizung und ist von ihr nur dadurch unterschieden1 dass der in oder neben dem zu heizenden ,raume befindliche ,ofen mit einem thnernen ,mantel umgeben ist1 welcher berall #f-h ,zoll vom ,ofen absteht1 oben offen und unten in der ,nhe des ,fussbodens mit ,oeffnungen versehen ist4 ,wird nun der ,ofen geheizt1 so steigt die in dem ,zwischenraum zwischen ,ofen und ,mantel befindliche ,luft erwrmt in die ,hhe1 an ihrer ,stelle tritt durch die ,oeffnungen im unteren ,theil des ,mantels kalte ,luft1 welche1 nachdem sie erwrmt worden ist1 ebenfalls emporsteigt u4 s4 f41 und so passirt in sehr kurzer ,zeit alle ,luft des ,zimmers den ,raum zwischen ,ofen und ,mantel und ist dann gleichmssig erwrmt4 ,man kann auf diese ,weise einen sehr grossen ,raum ganz auf dieselbe ,temperatur bringen1 whrend bei ,anwendung eines gewhnlichen ,ofens in demselben ,raume in der ,nhe eine lstige ,hitze und in nicht grosser ,entfernung davon eine empfindliche ,klte herrschen wrde4 ,bei der eigentlichen ,luftheizung mit einer ,heizkammer ist zuerst die ,heizkammer zu unterscheiden1 in welcher der ,heizofen aufgestellt ist2 sie ist gewlbt4 ,die ,heizkammer soll den mglichst kleinen ,umfang haben1 damit die erwrmte ,luft so heiss als mglich aus der ,heizkammer fortgefhrt werde und nicht ,zeit habe1 ,wrme an die ,mauerwnde abzugeben4 ,die ,kanle zur ,ableitung der erwrmten ,luft ffnen sich an der ,decke der ,heizkammer1 der ,zuleitungskanal fr kalte ,luft mndet unmittelbar ber dem ,boden der ,ofenkammer4 ,die ,entfernung des ,ofens von den ,seitenwnden betrgt nur #ab-af ,centimeter1 das ,gewlbe der ,kammer fhrt man jedoch #a-a1c ,meter ber der ,ofendecke hinweg4 ,der wesentlichste ,theil der ,luftheizungsfen ist der ,ofen4 ,man hat gefunden1 dass die ,kastenform die geeignetste ,form fr den ,ofen ist4 ,der ,kasten ist entweder von ,gusseisen oder aus starkem ,blech und genietet4 ,hinsichtlich der ,grsse des ,ofens ist zu bemerken1 dass #a ,quadratfuss ,oberflche ungefhr #hjj-ajjj ,kubikfuss ,luft zu heizen im ,stande sei4 ,eine andere ,einrichtung der ,luftheizung ist folgende3 ,mehrere ber und neben einander liegende1 mit einander in ,verbindung stehende gusseiserne ,rhren werden in dem ,feuerraume des ,ofens so angebracht1 dass zu dem einen ,ende kalte ,luft ein- und zu dem anderen ,ende erwrmte ausstrmt4 ,in der ,regel findet das ,einstrmen durch die unterste ,rhrenreihe und das ,ausstrmen durch die oberste statt4 ,da die warme ,luft1 als leichter1 immer in die ,hhe zu steigen1 die kalte schwerere hingegen1 stets hinabzusinken sucht1 so ist es erforderlich1 dass die ,heizkammer unterhalb aller zu heizenden ,localitten1 demnach in dem ,falle1 dass solche sich auch im ,erdgeschosse des ,hauses befinden1 im ,keller angebracht sei4 ,aus gleichem ,grunde sollen die ,kanle zum ,abfhren der warmen ,luft so viel als mglich senkrecht in die ,hhe steigen4 ,die ,ausstrmungsffnungen in den ,zimmern legt man am besten nahe ber dem ,fussboden an2 sie erhalten zum ,verschluss ein durchbrochenes ,gitter zum ,durchlassen der ,wrme und ausserdem noch einen ,schieber zum vlligen ,absperren4 ,die ,klage ber grssere ,trockenheit der ,luftheizung im ,vergleiche mit ,ofenheizung ist eine gegrndete1 indem die ,luft in den auf diese ,weise geheizten ,localen bald jenen ,grad der ,feuchtigkeit verliert1 der zum ,wohlbefinden der ,menschen nothwendig ist4 ,die ,mittel1 welche man gewhnlich anwendet1 um der zu grossen ,trockenheit dieser ,luft zu begegnen1 sind folgende3 ,man stellt eine ,schssel mit ,wasser ins ,zimmer1 am besten in die ,nhe des ,luftheizungskanals oder selbst in demselben auf1 damit die ,luft dieses ,wasser trinke4 ,andere bringen einen mit ,wasser angefllten ,badeschwamm in den ,kanal4 v4 ,pettenkofer hat das ,unzureichende dieser ,mittel nachgewiesen4 ,die ,luftheizung eignet sich nicht fr gewhnliche ,wohnzimmer1 welche einen ganzen ,winter unseres ,klimas hindurch mit heisser ,luft geheizt worden sollen4 ,dort wird sich zwar nicht gleich am ,anfang des ,winters1 aber gewiss in der ,mitte1 wenn die ,wnde bereits mehr ,wasser verloren haben1 als ihnen durch ,absorption aus der freien ,atmosphre tglich wieder ersetzt wird1 die ,klage ber ,trockenheit der ,luft erheben4 ,rume1 welche selten geheizt werden1 eignen sich dagegen sehr fr ,luftheizung2 ebenso ,rume1 wie ,theater1 ,concertsle1 in welchen sehr viele ,menschen1 brennende ,lichter oder andere ergiebige ,quellen fr ,wasserdampf befinden4 ,sidenote3 ,calorifres4 ,das ,system der ,luftheizung mittelst sogenannter ,calorifres1 das in ,grossbritannien1 ,nordamerika1 ,schweden und ,russland ziemlich allgemein eingefhrt ist1 bricht sich seit einer ,reihe von ,jahren auch in ,deutschland ,bahn2 namentlich fr ffentliche ,gebude mit weiten ,rumen 7z4 ,b4 die beiden grssten ,kirchen der ,stadt ,leipzig71 obgleich es auch fr ,privatwohnungen durchaus zweckmssig erscheint4 ,unter den verschiedenen bisher aufgetretenen ,verfahren der ,luftheizung sind diejenigen von ,hartmann in ,augsburg1 ,boyer ,co4 in ,ludwigshafen a4 ,rh41 ,bacon ,perkins in ,hamburg die bekanntesten4 ,neuerdings haben ,reinhardt ,sammet in ,mannheim sich durch das ihrige einen ,namen erworben4 ,ihre ,calorifres befinden sich im ,souterrain und haben so grosse ,heizflchen nebst so geregelter ,circulation1 dass das ,feuer ausgenutzt und der ,eintritt von ,rauch in die ,kanle unmglich gemacht wird4 ,die zu erwrmende ,luft wird von der ,aussenseite des ,gebudes hergeleitet1 wo sie am reinsten ist1 und tritt1 nachdem sie sich um den ,calorifres erhitzt hat1 mittelst ,einstrmungskanle in die zu heizenden ,rume4 ,wandschieber von geflliger ,form regeln den ,eintritt der ,heizluft derart1 dass bei wechselnder usserer ,temperatur in den ,rumen eine gleichmssige ,wrme erhalten wird2 ,ausstrmungsffnungen fhren die durch ,athmen u4 s4 w4 verdorbene ,luft schnell ab4 ,eine trpfelnde ,wasserrinne1 welche sinnreich mit dem ,apparat verbunden ist1 versieht den ,luftstrom mit so viel ,wasserdampf1 als zum gesunden1 behaglichen ,athemholen nothwendig ist4 ,zu diesen innern ,vortheilen1 der ,ofenfeuerung gegenber1 gesellen sich noch einige ussere von erheblichem ,werth1 nmlich ein bedeutender ,minderverbrauch an ,brennmaterial und die ,abhaltung von allem ,staub und ,schmutz4 ,endlich kann die ganze ,heizung durch einen gewhnlichen ,arbeiter beschickt und sicher geregelt werden4 ,bei dem ,system der ,luftheizung1 welches die ,firma ,boyer ,co4 in ,ludwigshafen bereits vielfach 7namentlich in ,bayern1 z4 ,b4 in der ,aula der ,universitt ,mnchen1 dem ,centralbahnhofe in ,wrzburg etc47 ausgefhrt hat und das #ge ,proc4 ,nutzeffect geben soll1 werden die ,heizrhren nicht aus ,eisenblech1 sondern in ,holzkohleneisenguss von angemessener ,wandstrke ausgefhrt und die ,apparate sind so eingerichtet1 dass kein ,theil derselben weissglhend und nur der kleinste ,theil rothglhend wird1 so dass ,reparaturen fast gar nicht vorkommen und die ,luft niemals durch entweichende ,verbrennungsprodukte verunreinigt wird4 ,um den ,rhren bei kleinem ,durchmesser eine mglichst grosse ,heizflche zu geben1 erhalten sie einen plattelliptischen ,querschnitt1 so dass pro ,kilogramm stndlich verbrennender ,kohlen #b1e ,quadratmeter ,heizflche geboten werden knnen4 ,um die ,wrme der ,verbrennungsprodukte vollstndig zu verwerthen1 lsst man dieselben ein inneres ,rhrensystem durchlaufen und in das ussere erst treten1 nachdem sie schon wesentlich abgekhlt sind4 ,die ,strahlwrme des erhitzten ,rhrensystems wird so ganz von dem ussern ,system aufgefangen und von diesem an die mit ihm in ,berhrung kommende zu heizende ,luft wieder abgegeben4 ,das ussere ,rhrensystem ist von einer mit einer glatten ,kalkschicht berzogenen ,mauerhlle umgeben1 welche sich nur so wenig erwrmt1 dass ein ,wrmeverlust nach ,aussen durch ,strahlung1 welche nicht der zu erwrmenden ,luft zu gut kommt1 fast gar nicht stattfindet4 ,die ,verbrennungsprodukte werden so weit abgekhlt1 dass sie mit kaum #ajj ,c4 in den ,schornstein entweichen4 ,der ,rauch wird1 wenn nicht ganz schlechtes ,brennmaterial angewendet wird1 fast vollstndig verbrannt und knnen meist unmittelbar die gewhnlichen ,kamine verwendet werden4 ,um die der gewhnlichen ,luftheizung so oft und mit ,recht vorgeworfene unangenehme und schdliche ,trockenheit zu vermeiden1 wird die erwrmte ,luft mit ,wasserdampf gemischt und werden tglich pro #ajj ,kubikmeter ,heizraum #a1e-b ,liter ,wasser verdampft4 ,sidenote3 ,kanalheizung4 ,die ,kanalheizung besteht darin1 dass unter dem ,fussboden des zu heizenden ,locales ,kanle hin- und herlaufen1 an deren einem ,ende sich der ,feuerherd1 an deren anderem ,ende sich der ,schornstein befindet1 so dass die heissen ,verbrennungsgase durch diese ,kanle hindurchziehen4 ,die ,kanle gehen unter dem ,fussboden1 welcher mit ,steinplatten oder gebrannten ,ziegeln bedeckt ist1 im ,zickzack hin und her1 sind nach unten bogenfrmig oder in ,gestalt einer ,rinne und ausgemauert4 ,auswendig ist der ,kanal mit trocknem ,mauerschutt umgeben4 ,der ,feuerherd befindet sich in einem nahe gelegenen ,behltnisse im ,keller oder in einer ,ausgrabung unter der ,erde4 ,der ,schornstein geht in einer der ,seitenwnde in die ,hhe4 ,man wendet die ,kanalheizung jetzt noch am hufigsten zur ,erwrmung von ,treibhusern an1 sonst wegen der bedeutenden ,feuersgefahr selten4 ,sidenote3 ,heisswasserheizung4 ,anstatt die ,luft unmittelbar zu erwrmen1 bedient man sich zuweilen eines ,zwischentrgers1 nmlich des ,wassers1 welches sich seiner hohen specifischen ,wrme wegen ganz besonders dazu eignet4 ,die darauf basirte ,heizung nennt man die ,heisswasserheizung#bjj4 ,es kommt dabei darauf an1 ein mit heissem ,wasser angeflltes ,gefss in den zu heizenden ,raum zu bringen und ,sorge zu tragen1 dass die ,wrme1 die das ,wasser verliert1 wieder ersetzt wird4 ,man unterscheidet die gewhnliche ,warmwasserheizung oder ,niederdruckheizung1 bei welcher das ,wasser niemals ber seinen ,siedepunkt hinaus erhitzt wird1 von der eigentlichen ,heisswasserheizung oder ,hochdruckheizung1 von welcher weiter unten die ,rede sein wird4 #bjj #a ,kilogr4 ,wasser von #ajj lsst1 wenn es sich bis auf #bj abkhlt1 #hj ,w4-,e4 entweichen1 welche #cb ,kilogr4 oder #bd1fa ,kubikmeter ,luft um #aj erwrmen knnen4 ,die ,niederdruckheizung wird ausgefhrt a7 mit ,hlfe der ,circulation durch einen geschlossenen geheizten ,kessel oder b7 mit ,hlfe der ,circulation der ,heberwirkung bei einem offenen geheizten ,gefsse4 ,illustration3 ,fig4 #ccd4 a7 ,bei der ,niederdruckheizung nach der ersten ,methode steht ein grosser ,wasserkessel1 welcher dicht zugeschraubt werden kann1 mit ,rhren in ,verbindung1 welche nach den zu heizenden ,rumen fhren und dann wieder in den ,kessel zurckkehren4 ,das ,princip der ,circulation des ,wassers wird aus ,fig4 #ccd deutlich werden4 ,die ,erwrmung des ,wassers geschieht in dem ,kessel ,a1 e ist das ,steigrohr1 d f die zum ,kessel zurckgehende ,heizrhre4 ,das ,gefss e dient zum ,fllen des ,apparates mit ,wasser2 es entweicht ferner durch dasselbe die ,luft1 die sich beim ,erwrmen aus dem ,wasser entwickelt1 ferner die ,wasserdmpfe1 welche durch zu starkes ,heizen des ,kessels sich bilden knnten4 ,indem das ,wasser in dem ,steigrohr emporsteigt und dabei seine ,wrme den darber befindlichen ,flssigkeitstheilchen mittheilt1 fliesst kaltes ,wasser aus f f in den ,kessel herab1 erwrmt sich daselbst und steigt in die ,hhe4 ,dieses ,spiel dauert so lange1 als noch in den verschiedenen ,theilen ein ,temperaturunterschied vorhanden ist2 es wird aber niemals aufhren1 wenn das aufsteigende warme ,wasser unterwegs abgekhlt und der ,temperaturunterschied forterhalten wird4 ,ein kleiner ,wasserverlust findet dabei statt1 so dass man von ,zeit zu ,zeit durch die mit einem ,stopfer verschlossene ,oeffnung e am oberen ,theil der ,rhre etwas ,wasser nachfllen muss4 ,die ,leitungsrhren werden am besten aus ,gusseisen angefertigt4 ,man rechnet bei dieser ,heizung #bj-cj ,quadratfuss ,heizflche auf je #ajj ,kubikfuss ,zimmerraum4 ,zur ,abgabe der ,wrme an die ,luft der zu heizenden ,rume bedient sich die ,warmwasserheizung sogenannter ,oefen4 ,die gebruchlichste ,form derselben ist die ,sule2 sie besteht aus einem senkrechten ,cylinder von #b bis #c ,meter ,hhe und #j1c-j1g ,meter ,durchmesser1 welcher parallel mit seiner ,axe eine ,anzahl der ,luft zugngliche ,rhren enthlt4 ,die ,warmwasserheizung1 die sich in vielen ffentlichen und ,privathusern ,leipzigs1 ,berlins und anderer ,stdte ,deutschlands eingebrgert hat1 ist eine usserst comfortable ,heizmethode4 ,gleichmssige1 leicht regulirbare ,wrme1 ,vermeidung allen ,rauches1 ,staubes und ,geruchs1 vollkommene ,gefahrlosigkeit1 tglich einmaliges ,feuern fern von den zu erwrmenden ,rumen1 geringer ,kostenaufwand1 leichte ,anbringung der erforderlichen ,ventilation -- das sind die grossen ,vorzge der ,warmwasserheizung vor allen ,heizarten4 b7 ,die zweite ,methode der ,heisswasserheizung mit ,hlfe eines offenen ,kessels1 bei welcher das ,princip des ,hebers in ,anwendung kommt1 ist das sogenannte ,thermosiphon von ,fowler1 welches im ,vergleich zur ersten ,methode den ,nachtheil hat1 dass durch den offenen ,kessel ein nicht unbedeutender ,wrmeverlust stattfindet1 fr die ,vermeidung der ,ansammlung von ,luft in dem oberen ,theile des ,hebers weit grssere ,sorgfalt erforderlich1 die ,rhrenhhe endlich eine beschrnkte ist1 insofern sie vom ,luftdrucke abhngt4 ,eine andere ,methode der ,heisswasserheizung ist die von ,perkins erfundene sogenannte ,hochdruckheizung4 ,man benutzt dabei warmes ,wasser1 dessen ,temperatur bis auf #aej bis #bjj ,c41 an der ,feuerstelle sogar bis auf #ejj steigt4 ,der bei dieser ,methode angewendete ,apparat besteht aus einer endlosen ,rhre1 welche berall geschlossen und mit ,wasser gefllt ist4 ,der ,kessel ist berflssig4 ,der sechste ,theil der ,rhre ist in irgend einer zweckmssigen ,form aufgewickelt und in einen ,ofen gebracht2 die brigen #e_/f werden durch ,circulation erwrmt4 ,die ,rhren sind von ,schmiedeeisen1 haben #a ,zoll innere ,weite und sind mittelst einer hydraulischen ,presse fr einen ,druck von #cjjj ,pfd4 auf den ,quadratzoll geprft4 ,noch mag bei der ,heisswasserheizung angefhrt werden1 dass man sich neuerdings auch des durch die ,erdwrme erwrmten ,wassers zum ,heizen bedient hat2 das warme ,wasser artesischer ,brunnen wird zum ,heizen von ,gewchshusern1 ,fabriken u4 s4 w4 benutzt1 eben so das ,wasser heisser ,thermen1 so findet z4 ,b4 in der katholischen ,stadtkirche zu ,baden-,baden seit #ahfg ,thermalwasserheizung durch die dortigen1 in der ,nhe entspringenden ,thermalquellen 7von #fg ,c4 ,temperatur7 statt4 ,sidenote3 ,dampfheizung4 ,bei der ,heizung mit ,wasserdmpfen -- auf der ,anwendung der latenten ,wrme des ,wasserdampfes beruhend -- werden die ,heizflchen1 die ihre ,wrme an die zu heizenden ,rume abgeben sollen1 durch ,wasserdampf erwrmt1 der in einem ,dampfkessel erzeugt wird4 #a ,kilogr4 ,wasserdampf von #ajj ,c4 enthlt so viel ,wrme1 dass durch dieselbe #e1e ,kilogr4 ,wasser von #j bis auf #ajj erhitzt werden knne4 ,ein ,dampfheizapparat besteht aus einem ,dampfkessel1 aus ,heizrhren1 und aus ,rhren1 welche das condensirte ,wasser entweder zu dem ,kessel zurck- oder gnzlich abfhren4 ,der ,kessel fr den ,dampfheizapparat hat ganz die ,beschaffenheit eines gewhnlichen ,dampfkessels4 ,die ,heizrhren sind von ,gusseisen2 man bringt sie entweder horizontal ein wenig geneigt wegen des ,abfliessens des condensirten ,wassers oder vertical an4 ,sind mehrere ,stockwerke eines ,hauses zu heizen1 so lsst man ein ,steigrohr bis zu der obersten ,etage in die ,hhe gehen1 von dem aus ,leitungsrhren nach den verschiedenen ,etagen abgehen4 ,die ,leitungsrhren sind am ,ende mit einem nach auswrts ffnenden ,ventile versehen1 damit die ,luft durch die einstrmenden ,dmpfe ausgetrieben werden kann2 ausserdem wrde sie sich an den ,enden der ,rhren anhufen und dem ,eintreten des ,dampfes bis zu dieser ,stelle ein ,hinderniss entgegenstellen1 so dass dieser ,theil der ,rhren ungeheizt bliebe4 ,sobald die ,dampfentwickelung im ,kessel aufgehrt hat1 demnach durch die ,condensation der ,dmpfe ein luftleerer ,raum entsteht1 muss die ,luft durch ein nach innen sich ffnendes ,ventil einstrmen knnen4 ,die ,dampfheizung ist besonders dort mit ,vortheil anzuwenden1 wo von einem ,feuerherd aus die ,heizung auf grosse ,entfernungen und nach den verschiedensten ,richtungen ausgefhrt werden soll1 wie in ,fabrikgebuden mit grossen ,arbeitsslen etc4 ,vor der ,luftheizung hat sie den ,vorzug1 dass die ,leitungsrhren unter dem ,fussboden hingeleitet werden und dabei ,gegenstnde aller ,art berhren knnen1 ohne dass eine ,entzndung zu besorgen wre4 ,vor der ,heisswasserheizung hat sie voraus1 dass der ,dampf bis zu bedeutenden ,hhen aufwrts geleitet werden kann1 ohne dass der ,druck im ,kessel vermehrt wrde4 ,in ,fabriken1 welche mit ,hochdruckmaschinen arbeiten1 ist die ,dampfheizung namentlich vortheilhaft1 da in diesem ,falle die ,heizung fast kostenlos bewerkstelligt werden kann4 ,sidenote3 ,combination von ,dampf- und ,wasserheizung4 ,in neuerer ,zeit ist der ,gedanke einer ,combination der ,dampfheizung mit der ,wasserheizung aufgetaucht1 wodurch es mglich wird1 aus einem ,herde weit auseinander gelegene ,wassergefsse1 die man direct nicht mit einander verbinden kann1 mit ,wrme zu versehen4 ,nur auf diese ,weise wird es mglich sein1 das fr die ,pyrotechnik hochwichtige ,problem1 das ,princip der ,association -- wie auf ,beleuchtung -- so auch auf ,heizzwecke anzuwenden1 und durch eine ,centralheizung eine ,anzahl bewohnter ,gebude mit ,wrme zu versehen1 in befriedigender ,weise zu lsen4 ,sidenote3 ,gasheizung4 ,gasheizung4 ,seit in neuerer ,zeit die ,beleuchtung mit ,steinkohlengas und ,holzgas so grosse ,ausdehnung gewonnen hat und der ,preis des ,leuchtgases im fortwhrenden ,sinken begriffen ist1 lag der ,gedanke nicht fern1 sich des ,gases als ,heizmittel zu bedienen4 ,es wurden auch frher schon hier und da einige derartige ,einrichtungen ins ,leben gerufen1 allgemeiner geschah dies jedoch erst in vielen ,fabriken ,englands1 welche das ,gas als ,nebenprodukt gewannen und zwar mehr als sie zur ,beleuchtung nthig hatten4 ,nach und nach ging die ,gasheizung in die ,hauswirthschaft ber1 wo sie sich durch schnellen und sicheren ,effect1 so wie durch ,bequemlichkeit und ,reinlichkeit auszeichnet4 ,die ,anwendung der ,gasflamme zur ,erhitzung von ,kochapparaten scheiterte lange ,zeit an der ,eigenschaft des ,leuchtgases1 in ,berhrung mit kalten ,krpern ,russ abzuscheiden1 wodurch die ,gefsse beschmutzt wurden1 auch war die ,heizkraft nur gering4 ,ingenieur ,elsner in ,berlin beseitigt diesen ,uebelstand dadurch1 dass er das ,gas1 ehe es zur ,verbrennung gelangt1 mit ,luft mischt4 ,durch die dem ,gase vor dem ,verbrennen zugesetzte ,luft findet der ,kohlenstoff den zu seiner ,verbrennung nothwendigen ,sauerstoff und das ,gasgemenge verbrennt mit einer nicht leuchtenden1 aber auch nicht mehr russenden ,flamme#bja4 ,die ,gasfen zur ,zimmerheizung lassen sich in jeder beliebigen ,grsse anfertigen1 sind beweglich und daher berall anzubringen2 sie entbehren des ,schornsteins1 durch welchen bei den brigen ,oefen ein grosser ,theil ,wrme unbenutzt abzieht4 ,die ,zimmer werden durch ,gasfen sehr rasch geheizt1 wodurch sich diese ,heizungsart besonders fr ffentliche ,locale eignet1 bei denen eine schnelle1 aber nur kurze ,erwrmung erforderlich ist1 so bei ,kirchen1 wie denn auch in ,berlin in mehreren ,kirchen und anderen ffentlichen ,gebuden mit der ,gasheizung befriedigende ,versuche angestellt worden sind4 ,im ,allgemeinen sind #e ,kubikfuss ,gas hinreichend1 um die ,temperatur von #ajjj ,kubikfuss ,raum um #ab ,c4 zu erhhen2 #a_/e der ,gasmenge fr die ,stunde reicht ferner hin1 um die erzeugte ,temperatur constant zu erhalten4 ,bei den in ,deutschland gegenwrtig noch immer herrschenden hohen ,gaspreisen ist an eine ,concurrenz der ,gasheizung mit anderen ,heizungsarten vor der ,hand nicht zu denken4 ,es ist aber gewiss1 dass man in der ,zukunft die ,generatorgase und das ,wassergas1 unter besonders gnstigen localen ,bedingungen vielleicht auch das ,petroleum 7vergl4 ,seite #hja71 wird zur ,zimmerheizung anwenden knnen4 ,zu technischen ,zwecken finden die ,generatorgase 7vergl4 ,seite #haj7 bereits ausgedehnte ,anwendung4 #bja ,karl ,knapp 7,journ4 f4 pract4 ,chemie #ahgj ,bd4 ,i p4 #dbh7 hat indessen nachgewiesen1 dass die vollstndigere ,verbrennung nicht die einzige ,ursache des ,nichtleuchtens der ,gasflamme mit innerem ,luftzutritt ist4 ,die wesentliche ,ursache sei in der ,verdnnung des ,gases durch ,luftbeimengung zu suchen4 ,sidenote3 ,heizung ohne die gewhnlichen ,brennmaterialien4 ,dass sich eine unerschpfliche ,wrmequelle in der sogenannten latenten ,wrme 7der lteren ,physiker7 der ,krper findet1 welche durch ,reibung oder ,stoss freigemacht werden kann1 ist lngst bekannt#bjb4 ,sobald es nun thunlich ist1 eine der producirten ,wrme quivalente mechanische ,kraft wohlfeil genug zu beschaffen1 liegt die ,mglichkeit vor1 ,wrme durch ,umsetzung von ,werk1 in unbegrenzter ,menge zu erzeugen4 #bjb ,vergl4 ,rumford's ,versuche aus dem ,jahre #agih in ,j4 ,tyndall1 die ,wrme betrachtet als eine ,art der ,bewegung4 ,braunschweig #ahfg p4 #ae und #ga4 ,in der neueren ,zeit noch hat ein ,apparat von ,beaumont und ,mayer1 um mittelst der ,reibung ,wrme zu erzeugen1 ,aufsehen erregt4 ,dieser ,apparat hat den ,zweck1 ausserdem verlorene ,krfte1 wie z4 ,b4 unbenutzte ,wassergeflle1 ,winde etc41 dadurch zu verwerthen1 dass durch ,reibung einer konischen hlzernen ,welle in einem ,metallstcke mit entsprechender konischer ,aushhlung im ,innern eines zum ,theil mit ,wasser gefllten ,dampfkessels ,dampf erzeugt wird4 ,es ist nach dem ,gesetze der ,erhaltung der ,kraft einleuchtend1 dass der durch diesen ,apparat gelieferte ,dampf nie als ,triebkraft benutzt werden kann1 da man schon einer solchen bedarf1 um den ,apparat in ,bewegung zu setzen und daher die von dem ,apparate selbst erzeugte ,kraft nothwendig geringer sein muss als die ursprngliche#bjc4 ,ein anderer ,apparat1 der ohne ,anwendung von ,brennmaterial ,wrme verbreitet1 beruht auf der ,wrmeentwickelung durch die ,compression der ,luft mit ,hlfe einer ,verdichtungspumpe4 ,derselbe ist von ,arzbecher zu ,heizungszwecken vorgeschlagen worden4 ,zur ,bewegung der ,luftpumpe knnte irgend eine mechanische ,kraft1 welche eine ,nebennutzung gestattet1 verwendet werden4 ,aber auch hier ist nicht zu vergessen1 dass die producirte ,wrme nur umgesetzte ,kraft 7 ,arbeit7 ist4 7,da einer ,wrmeeinheit ein mechanisches ,aequivalent von #dbd ,kilogr4 entspricht1 so msste eine ,pferdekraft #aj ,stunden thtig sein1 um eine ,wirkung zu erzeugen1 die #a ,kilogr4 ,steinkohle entspricht47 ,die ,wrme1 welche bei der ,ghrung von ,stalldnger sich entwickelt1 findet bei der ,erwrmung von ,gewchshusern praktische ,anwendung4 ,an der hohlen ,wand derselben wird ein etwa #b ,meter hoher ,dngerhaufen1 welcher mit abgefallenem ,laube etc4 vermengt ist1 aufgeschichtet1 indem man durch den unteren ,theil desselben einige an beiden ,enden offene ,rhren von ,blech1 etwas geneigt1 einlegt4 ,diese ,rhren erwrmen sich und die ,luft circulirt in denselben und tritt an dem einen ,ende erwrmt aus4 #bjc ,general ,morin that durch ,versuche dar1 dass eine ,betriebsleistung von #ba ,pferdekraft erforderlich sei1 um mit dem obigen ,apparate den ,einer ,pferdekraft entsprechenden ,dampf hervorzubringen6 ,greek3 b7 ,die ,kesselfeuerung mit ,rauchverzehrung4 ,sidenote3 ,allgemeines4 ,kessel werden mit wenigen ,ausnahmen stets in gemauerten ,oefen erhitzt1 wobei ,brennstoffersparniss eine bei der ,construction des ,ofens vor ,allem zu beachtende ,aufgabe ist4 ,da bei der ,kesselheizung eine intensive ,erhitzung bewirkt werden soll1 so ist unbedingt ein ,rost und ein ,aschenfall erforderlich1 weil ausserdem eine vollstndige ,verbrennung nicht erzielt werden kann4 ,der ,rost besteht aus parallel liegenden ,stben von ,schmiede- oder ,gusseisen1 deren ,strke von ihrer ,lnge1 und ihre ,entfernung von einander von der ,grsse der ,stcke des ,brennmaterials abhngt1 indem diese ,zwischenrume nur der ,asche den ,durchgang gestatten drfen4 ,die ,erfahrung hat gelehrt1 dass die ,summe der ,zwischenrume1 welche die ,roststbe trennen1 nur ein ,viertel von der ganzen ,oberflche des ,rostes betragen soll4 ,die grossen ,roste haben vor den kleinen den ,vorzug1 dass der ,zug durch den ,durchgang der ,luft durch das ,brennmaterial weniger vermindert wird1 die ,roste sich nicht so leicht verstopfen und das ,einfeuern nicht so oft vorgenommen zu werden braucht1 wodurch an ,arbeit erspart wird2 der ganze ,rost muss dagegen immer mit ,brennmaterial bedeckt sein4 ,die kleineren ,roste haben dagegen andere1 fr specielle ,flle sehr wichtige ,vortheile2 es ist nmlich die ,verbrennung lebhafter und vollkommener und es entgehen der ,verbrennung weit geringere ,mengen ,luft als bei grsseren ,rosten4 ,bei ,rosten mit ,holzfeuerung kann die ,oberflche des ,rostes mindestens zweimal kleiner als bei der ,steinkohlenfeuerung sein1 da bei der ersten ,art der ,feuerung die ,oeffnungen sich nicht verstopfen4 ,nach ,ed4 ,kchlin ist zur ,verbrennung von #cej ,kilogr4 alten ,eichenholzes in ,zeit von #a ,stunde #a ,quadratmeter ,rostflche mit #a ,viertel fr die ,zwischenrume das zweckmssigste ,verhltniss4 ,gewhnlich sind die ,roste fr die ,holzfeuerung #d mal kleiner als fr ,steinkohlenfeuerung4 ,der ,feuerraum zwischen der ,herdsohle 7dem ,roste7 und dem ,kessel muss gerumig genug sein1 um das ,brennmaterial aufnehmen zu knnen und die gehrige und vllige ,entwickelung der ,flamme zu gestatten4 ,das ,brennmaterial muss in der erforderlichen ,menge aufgegeben werden2 ist die ,quantitt zu klein1 so entgeht ein grosser ,theil der einstrmenden ,luft der ,verbrennung2 ferner veranlasst1 wenn oft geschrt werden muss1 das hufige ,oeffnen des ,schrloches kalte ,luftstrmungen1 welche die ,temperatur unter dem ,kessel erniedrigen und unter ,rauchbildung einen starken ,verlust herbeifhren4 ,ist dagegen die ,menge des aufgegebenen ,brennmaterials zu gross1 so wird der ,luft der ,durchgang erschwert und die ,verbrennung kann nur langsam und unvollkommen vor sich gehen4 ,ist der ,feuerraum zu niedrig1 so wird die ,flamme gedmpft1 es findet nur unvollkommene ,verbrennung und reichliche ,rauchbildung statt2 ist dieser ,raum dagegen zu hoch1 so wirkt auf den ,kessel vorzglich nur die strahlende ,wrme und es geht demnach viel ,wrme verloren4 ,die das ,schrloch verschliessende ,heizthre muss so breit sein1 dass man den ,rost bequem bersehen kann1 und so hoch1 dass das ,einfeuern ungehindert vor sich gehen kann4 ,sie muss vollkommen genau schliessen1 da die durch die ,ritzen und ,fugen eindringende ,luft durch ,erniedrigung der ,temperatur und ,rauchbildung fortwhrenden ,wrmeverlust nach sich ziehen wrde4 ,sidenote3 ,rauchverzehrende ,feuerungen4 ,indem wir die gewhnlichen ,kesselfeuerungen1 deren ,betrachtung zum grssten ,theile der ,dampfmaschinenlehre angehrt1 bergehen1 wenden wir uns zu den rauchverzehrenden ,feuerungen4 ,nicht nur um die ,nachtheile des ,rauches zu vermeiden1 welcher fr die ,umgebung grosser ,feuerungsanlagen hchst unbequem werden kann1 sondern auch und zwar hauptschlich1 um an ,brennstoff zu sparen#bjd und an ,heizkraft zu gewinnen 7da der konomische ,vortheil der rauchverzehrenden ,vorrichtungen zum ,theil auch darin beruht1 dass1 weil die ,heizflchen nicht berussen1 dieselben in einem fr die ,wrmetransmission geeigneteren ,zustande lngere ,zeit erhalten werden71 hat man sich seit langer ,zeit die ,aufgabe gestellt1 rauchverzehrende ,feuerungen zu construiren1 ohne dass dieses ,problem bis jetzt als gengend gelst betrachtet werden knnte4 ,wirft man auf ein in vollem ,brennen begriffenes ,steinkohlenfeuer frische ,steinkohlen1 so entwickeln sich pltzlich solche ,quantitten brennbarer ,gase und ,dmpfe von hohem ,kohlenstoffgehalt 7,benzol1 ,toluol1 ,carbolsure1 ,anthracen1 ,naphtalin1 ,paraffin etc471 dass der ,sauerstoff der in dem ,feuerraum befindlichen ,luft zu ihrer vollstndigen ,verbrennung in den meisten ,fllen nicht gengt4 ,durch die verhltnissmssig khlen ,wnde des ,dampfkessels und durch die whrend des ,einfeuerns einstrmende kalte ,luft werden die ,verbrennungsprodukte abgekhlt und es verbrennt nur der ,wasserstoff dieser ,verbindungen zum ,theil1 whrend der ,kohlenstoff als ,russ ausgeschieden und nicht verbrannt wird4 ,die verschiedenen die ,verzehrung des ,rauches bezweckenden ,vorrichtungen beruhen auf verschiedenen ,principien2 so wird unter anderen z4 ,b4 a7 durch einen besondern ,luftkanal1 welcher unmittelbar hinter dem ,rost mndet1 der ,flamme ein ,strom kalter und heisser ,luft zugefhrt2 b7 man bringt zwei nebeneinander befindliche ,feuerungen1 die abwechselnd mit frischen ,kohlen gespeist werden1 in solche ,verbindung1 dass der ,rauch der einen ,feuerung mit dem in voller ,glut befindlichen ,feuer der anderen ,feuerung in innige ,berhrung tritt und dadurch verbrannt wird2 c7 es werden die frischen ,kohlen auf den vorderen ,theil des ,rostes geworfen1 damit der ,rauch ber das auf dem ,hintertheile des ,rostes in voller ,glut brennende ,feuer streiche2 d7 das ,aufschtten von frischem ,brennmaterial ist einer ,vorrichtung bertragen1 welche nicht periodisch eine grssere ,kohlenmenge1 sondern allmlig1 aber in ununterbrochener ,wirkung die ,kohle in zerkleinertem ,zustande auf das in voller ,glut befindliche ,feuer wirft2 e7 zur ,herbeifhrung der hinreichenden ,luftmenge1 deren ,sauerstoff die vollstndige ,verbrennung ermglichen sollte1 d4 h4 zur ,erreichung des nthigen ,zuges war man bisher gewhnt1 sehr hohe ,schornsteine aufzufhren1 denn je hher die ,schornsteine1 desto grsser die ,differenz in den specifischen ,gewichten innerhalb und ausserhalb des ,schornsteines1 desto rascher aber auch die durch den ,zug erfolgende ,ausgleichung dieser ,differenzen1 aber auch desto kostspieliger4 ,je mehr der ,zug auf diesem ,wege gesteigert wird1 desto grssere ,wrmemengen gehen auf diese ,weise verloren4 ,da die ,temperaturdifferenz die ,ursache der ,luftstrmung ist1 so suchte ,l4 ,gall diese ,bedingung durch eine constante hohe ,temperatur des ,verbrennungsraumes zu erfllen4 #bjd ,versuche in ,england ergaben1 dass #a ,tonne 7 #bj ,ctr47 ,steinkohlen bei gewhnlicher ,verbrennung #be ,pfund ,russ liefert1 welcher eine ,heizkraft von #d_/e der ,kohle hat4 ,der ,verlust an ,heizkraft durch fortgefhrten ,kohlenstoff betrgt danach #a_/aab oder nicht ganz #a ,proc4 ,von den bekannteren ,einrichtungen1 den ,rauch zu verzehren oder die ,bildung des ,rauches zu verhten1 oder endlich den entstandenen ,rauch auf mechanische ,weise 7z4 ,b4 durch ,waschen7 zu entfernen1 seien folgende ,principien mit ,beispielen angefhrt4 #a4 ,mechanische ,entfernung des ,rauches durch ,waschen der ,feuergase4 ,man hat in ,england1 namentlich in den chemischen ,fabriken zu ,newcastle ,vorrichtungen getroffen1 um den aus den ,feuerungen kommenden ,rauch1 bevor er in den ,schornstein tritt1 auszuwaschen4 ,smmtliche rauchentwickelnde ,herde einer ,fabrik werden mittelst eines weiten und langen gemauerten ,kanales mit einer einzigen ,esse in ,verbindung gesetzt4 ,dieser ,kanal hat eine ,reihe von ,knien in einer senkrechten ,ebene1 so dass der ,gasstrom1 welcher mit dem ,russ gemischt ist1 wiederholt auf- und abwrts1 wie durch eine ,reihe von ,hebern ziehen muss1 um zum ,schornsteine zu gelangen4 ,jeder der abwrts gehenden ,schenkel des ,herdes ist an seinem oberen ,theile verschlossen und zwar durch ein ,becken mit ,rndern von verschiedener ,hhe1 dessen metallener ,boden mit kleinen ,lchern wie die ,brause einer ,giesskanne versehen ist4 ,durch diese ,lcher fllt ,wasser mitten in den ,rauchstrom2 das so als ,regen einfallende ,wasser verhindert den ,zug nicht1 sondern befrdert ihn1 weil es in derselben ,richtung fllt1 in welcher der ,gasstrom sich bewegt4 ,alle von letzterem mitgefhrten festen ,theilchen werden durch das wiederholte ,waschen abgeschieden und bleiben auf dem ,wasser der ,sohle des ,kanals als ,russ liegen1 wo sie nach einiger ,zeit hinweggenommen werden4 ,jean in ,paris hat das ,princip des ,waschens des ,rauches in etwas anderer ,weise als oben beschrieben angewendet3 ,der ,rauch und die ,gase strmen hier aus dem letzten ,kesselkanale in einen unterirdischen ,kanal1 welcher bis zur ,esse geht und dessen ,sohle mehrere ,centimeter hoch mit ,wasser bedeckt ist4 ,dieser ,kanal heisst der hydraulische ,kanal4 ,der aus der ,dampfmaschine entweichende ,dampf wird bis zu diesem ,kanale gefhrt1 wo er zum grssten ,theile durch einen ,strahl kalten ,wassers verdichtet wird1 der als ,regen der ,richtung des ,dampfes entgegenstrmt4 ,etwas weiterhin im ,kanale befindet sich ein ,rhrer in ,form eines ,schaufelrades1 dessen ,schaufeln die ,oberflche des ,wassers berhren1 ohne darin einzutauchen2 die ,kanten desselben sind oben mit wedelhnlichen ,pinseln versehen1 welche in das ,wasser treten1 dasselbe aufnehmen1 heben und wieder wegschleudern1 so dass es in feinen ,tropfen niederfllt4 ,das ,wasser im hydraulischen ,kanal wird folglich erwrmt und dient1 nachdem es filtrirt worden ist1 zur ,speisung des ,dampfkessels4 ,wie es scheint hat das frher in den englischen ,bleihtten in ,anwendung gebrachte ,waschen des ,bleirauches als ,muster fr das ,rauchwaschen gedient1 welches1 abgesehen von den nicht wohlfeilen ,einrichtungen und der erforderlichen ,betriebskraft1 um so weniger zu empfehlen ist1 als dadurch im gnstigsten ,falle nur die im ,rauche enthaltenen festen ,krper wie ,russ und ,flugasche1 nicht aber die riechenden ,stoffe beseitigt werden4 ,weit vortheilhafter ist #b4 ,die ,anwendung verbesserter ,roste1 die wir a7 als immobile und b7 als mobile ,roste unterscheiden knnen4 ,sidenote3 ,treppenrost4 ,sidenote3 ,etagenrost4 ,von den immobilen ,rosten sind erwhnenswerth der ,treppenrost und der ,etagenrost4 ,ersterer1 der zuerst von franzsischen ,technikern1 wie es heisst1 nach ,angabe eines polnischen ,ingenieurs1 auf sterreichischen ,htten in ,anwendung kam1 besteht aus mehreren1 aus ,roststben gebildeten ,stufen1 welche fr das ,schreisen1 vom ,aschenfalle aus1 zugnglich sind4 ,durch die ,hitze des ,feuers auf den unteren ,stufen wird das ,material auf den oberen einigermaassen verkokt und erst1 wenn es seine ,gase zum ,theil abgegeben hat1 wird es auf die unteren ,stufen herabgestossen1 um auf den oberen durch neues ersetzt zu werden4 ,die ,luft tritt bei diesem ,roste nicht allein durch die ,roststbe1 sondern auch durch die ,stufenabstze zum ,theil seitlich1 zum ,theil ber das ,feuer1 was zur ,entzndung der flchtigen ,stoffe einigermaassen beitrgt4 ,backende ,kohlen eignen sich fr den ,treppenrost nicht1 eben so wenig stark schlackebildende1 dagegen ist die ,anwendung von ,kohlenklein1 ,torfabfllen1 ,sgespnen und dergleichen sehr am ,platze4 ,anstatt der eisernen ,roststbe verwenden ,longridge und ,mash 7#ahff7 ,blcke oder ,platten aus feuerfestem ,thon1 welche entweder mit durchgehenden cannelirten ,lchern versehen oder deren ,aussenflchen so beschaffen sind1 dass beim ,zusammenstellen mehrerer solcher ,blcke ,kanle entstehen1 durch welche dem ,brennstoff ,luft zugefhrt wird4 ,wesentlich modificirt tritt der ,treppenrost als ,e4 ,langen's ,etagenrost im ,jahre #ahff auf4 ,er unterscheidet sich von allen blichen ,feuerungsvorrichtungen dadurch1 dass bei ihm das frische ,brennmaterial nicht wie bei dem liegenden ,rost auf die brennende ,kohlenschicht1 sondern unter derselben auf den ,rost eingefhrt wird4 ,zu dem ,ende ist der unter einem ,winkel von etwa #bh geneigt liegende ,rost in mehrere ,etagen getheilt1 dergestalt1 dass zwischen jeder ,etage in der ganzen ,breite des ,rostes ein freier ,raum von etwa #ab ,centimeter ,hhe bleibt1 durch welchen die frische ,kohle auf den ,rost geschoben wird4 ,die ,destillation der ,gase geht daher ununterbrochen unter stetem ,luftzutritt von unten vor sich und dieses ,gemisch von ,gas und ,luft ist gezwungen1 durch die darber liegende ,kohlenschicht zu streichen1 wo es die zu einer vollstndigen ,verbrennung erforderliche ,temperatur vorfindet4 ,somit sind alle ,bedingungen zu einer mglichst rauchlosen ,verbrennung in einfacher ,weise und ohne ,hlfe jeder mechanischen ,vorrichtung erfllt4 ,da unmittelbar auf der ,rostflche sich nur frische ,kohle befindet1 so wird der ,rost khl erhalten und derselbe vor ,abnutzung und ,verschlackung geschtzt4 ,sidenote3 ,mobile ,roste4 ,den mobilen ,rosten liegt wesentlich der ,gedanke zu ,grunde1 das ,nachfeuern durch mechanische ,vorrichtungen besorgen zu lassen4 ,von allen in ,gebrauch gekommenen derartigen ,apparaten haben zwei die meiste ,verbreitung gewonnen1 nmlich der ,kettenrost und der rotirende ,rost4 ,sidenote3 ,kettenrost4 ,illustration3 ,fig4 #cce4 ,der ,kettenrost von ,juckes 7in ,frankreich der ,rost von ,tailfer oder ,taillefer genannt7 hat1 trotz seiner complicirten und kostspieligen ,construction vielfach ,eingang in die ,praxis gefunden4 ,er besteht 7,fig4 #cce71 wie die ,zeichnung zeigt1 aus zwei endlosen ,gliederketten ,g ,g mit flachen ,gliedern1 die ber von der ,maschine bewegte achtarmige ,leitwalzen laufen4 ,zwischen diesen ,ketten sind die ,roststbe der ,lnge nach eingeschaltet1 so dass gleichsam der ganze ,rost ein breites endloses ,band von ,stben bildet4 ,der ,abstand beider ,walzen bestimmt die ,lnge des ,rostes1 ihre bei ,o eingeleitete ,umdrehung giebt ihm eine ununterbrochene ,bewegung von #bg-cj ,millimetern in der ,minute4 ,das durch den ,flltrichter ,b aufgeschttete ,brennmaterial wird dadurch continuirlich dem ,feuer zugefhrt4 ,die ,hhe der ,brennstoffschicht wird durch die ,scheidewand ,d bestimmt1 welche mit ,hlfe eines bei p befindlichen ,hebels hher oder niedriger gestellt werden kann4 ,die ,kette sammt den ,leitwalzen ruht auf dem ,wagen ,i1 der auf der ,rollbahn ,h ,h ein- und ausgefahren werden kann4 ,die ,schnelligkeit der ,bewegung des ,rostes ist derart regulirt1 dass die ,kohle1 die auf der einen ,seite frisch darauf fllt1 verbrannt sein soll1 wenn sie auf der andern ,seite des ,rostes ankommt1 wo sie beim ,fortschreiten des ,rostes von selbst herabfllt4 ,dies ist aber nun1 theils1 je nach der ,grsse und ,qualitt der ,kohle1 nicht immer der ,fall und es wird immer viel ,kohle abgeworfen1 theils ist die ,verbrennung auf einer ,seite des ,rostes stets sehr verschieden von der auf der anderen1 theils endlich zerstrt sich der complicirte und viel ,kraft absorbirende ,apparat ziemlich schnell1 so dass er an vielen ,orten1 wo man sich seiner bediente1 wieder verlassen wurde1 obwohl er so wenig ,rauch gab1 als bei gut gehaltenem1 von oben genhrtem ,feuer mglich ist4 ,sidenote3 ,rotirender ,rost4 ,eine hnliche ,tendenz wie der ,kettenrost verfolgt ,collier's rotirender ,rost4 ,hier rotirt eine rostfrmig durchbrochene runde ,platte an ,rostesstatt unter dem ,kessel4 ,an einer ,stelle wird langsam und sparsam durch einen radialen ,spalt ,kohle aufgestreut1 so dass1 bei jedem ,umlaufe des ,rostes1 alle ,theile desselben gleichmssig versehen werden4 ,obgleich dieser ,apparat unstreitig grosse ,vortheile in ,bezug auf ,brennstoffersparniss gewhrt1 ist er doch durch den ,umstand1 dass die ,bewegungstheile im ,aschenfalle liegen und die starke ,reibung am ,umfang der ,platte einen grossen ,kraftaufwand erheischen1 wenig in ,anwendung gekommen4 ,sidenote3 ,verbesserte ,zufuhr von ,brennstoff4 ,unter den ,einrichtungen1 welche #c4 eine verbesserte ,zufhrung des ,brennmaterials bezwecken sollen1 seien unter den zahllosen ,vorschlgen einige der besseren und bewhrteren angefhrt4 ,die von ,collier im ,jahre #ahbc ausgefhrte ,einrichtung hat wesentlich folgende ,beschaffenheit3 ,aus einem ,rumpfe fallen die ,kohlen fortwhrend auf zwei horizontale ,quetschwalzen1 deren ,oberflchen mit ,spitzen versehen sind4 ,von hier aus gelangt die zerkleinerte ,kohle auf zwei neben einander und in derselben ,horizontalebene liegende kreisfrmige ,projectoren oder ,schleuderer1 welche sich in entgegengesetzter ,richtung bewegen und zusammenwirken4 ,jeder ,projector hat sechs trapezodische ,schaufeln und macht in einer ,minute #bjj ,umdrehungen4 ,der ,herd hat einen festen ,rost4 ,zur ,bewegung des ,mechanismus war #a_/b ,pferdekraft nothwendig4 ,aehnlich ist die von ,stanley erfundene und bei ,dampfkesselfeuerungen vielfach zur ,anwendung gekommene mechanische ,vorrichtung zum ,aufgeben der ,kohle1 welche ihrem ,zweck ziemlich gut entspricht4 ,vor der ,heizffnung 7,fig4 #ccf7 befindet sich ein ,trichter a1 in welchem die beiden mit zugespitzten ,zhnen versehenen ,walzen die aufgeschtteten ,kohlen zerbrechen und langsam zwischen sich hindurch arbeiten4 ,die zerkleinerten ,kohlen fallen auf den mit grosser ,geschwindigkeit umlaufenden ,schleuderer oder ,distributor b1 welcher die auffallenden ,kohlen fortschleudert1 so dass sie sich gleichmssig auf dem ,roste ausbreiten4 ,ist auch diese ,vorrichtung nicht frei von ,mngeln1 zeigt sie namentlich den ,uebelstand1 dass es der ,heizer nicht in seiner ,gewalt hat1 beliebig strker und schwcher zu feuern1 so geht sie doch als ,rauchverzehrer vielen anderen ,einrichtungen vor2 nur ist zu bedauern1 dass die erforderliche ,triebkraft sie auf die ,dampfmaschinen beschrnkt4 ,sidenote3 ,pultfeuerungen4 ,illustration3 ,fig4 #ccf4 ,hierher gehren auch die ,pultfeuerungen 7von ,wedgwood zur ,feuerung der ,porcellanfen eingefhrt71 deren ,charakteristisches darin liegt1 dass sich bei ihnen der ,luftstrom des ,zuges nicht von unten nach oben durch den ,rost bewegt1 sondern denselben von oben nach unten durchstreicht4 ,der ,rost liegt hierbei meist stark von hinten nach vorn geneigt1 die ,feuerthre1 die grosse ,dimensionen hat1 bleibt immer offen1 whrend die ,thr des ,aschenfalles geschlossen bleiben muss4 ,die ,flamme zieht also bei dieser ,feuerung durch den ,rost hindurch und wird von da aus weiter verwendet4 ,somit ist hier allen ,bedingungen fr eine vollkommene ,verbrennung gengt1 denn obwohl das ,nachheizmaterial oben auf den ,rost geworfen wird1 so ist doch dies ,oben in ,bezug auf die ,richtung der ,gasstrmung unten1 denn das aufgeworfene ,material wird frher als das brennende von der reinen nachstrmenden ,luft berhrt1 die ,gase entbinden sich daraus durch die strahlende ,wrme der ,feuerschicht und kommen1 mit ,luft gemischt1 ins ,feuer1 welches sie ganz durchziehen mssen und daher gut in ,brand gesetzt werden4 ,diese ,feuerung ist vllig rauchlos1 doch ist sie nicht ganz makelbar4 ,vorerst geht bei ihr die ,wirkung der strahlenden ,wrme des ,herdes fast gnzlich verloren1 da dessen hellbrennende ,flche nach unten gekehrt ist2 sodann ist es kaum mglich1 hinreichend feuerfeste ,roste herzustellen1 da dieselben fortwhrend von der weissglhenden ,flamme bestrichen werden und der zerstrenden ,wirkung des ,feuers ausgesetzt sind4 ,endlich ist es strend1 dass die ,flugasche in derselben ,richtung sich absondert wie die ,flamme und daher massenhaft in die ,feuerkanle gefhrt wird1 die sie bald verstopfen4 ,immerhin ist die ,pultfeuerung dort am ,platze1 wo eine reine rauchfreie ,flamme wnschenswerth ist und hingegen die ,rcksichten der ,oekonomie zurcktreten4 ,die ,pultheizung ist in der ,regel nur fr ,holz anwendbar1 doch sind in neuerer ,zeit auch ,torf- und ,kohlenpulte construirt worden4 ,sidenote3 ,vogl's ,schttelrost4 ,in letzterer ,hinsicht ist der ,schttelpultrost ,vogl's beachtenswerth2 derselbe ist ein ,stangenrost mit einer ,neigung von etwa #cc1 wird durch einen ,flltrichter gespeist und ist so eingerichtet1 dass die einzelnen ,stbe durch eine ,schlagradwelle erschttert werden knnen4 ,sidenote3 ,boquillon's ,rost4 ,sidenote3 ,apparate von ,cutler und ,george4 ,bei ,boquillon's ,rost fr kleine ,feuerungen1 also fr ,sparherde und ,zimmerfen1 wird das frisch aufgelegte ,brennmaterial nicht auf1 sondern unter das glhende gebracht4 ,der ,rost bildet einen horizontal liegenden drehenden ,cylinder1 dessen ,mantelflche die ,roststbe vorstellen4 ,die ,rostmantelflche kann geffnet werden2 beim ,schren wird auf die noch brennende ,kohle frisches ,brennmaterial gestrzt1 die ,cylinder werden geschlossen und so weit umgedreht1 dass die kalten ,kohlen unten zu liegen kommen4 ,die sich entwickelnden ,gase mssen durch die brennende ,kohlenschicht streichen und verbrennen4 ,findet somit auch vollstndige ,rauchverzehrung statt1 so ist doch das ,schrgeschft so complicirt und mhselig1 dass die ,boquillon'sche ,einrichtung wohl schwerlich ,eingang finden wird4 ,in vielen ,fllen hat man sich bemht1 das ,feuer in aufsteigender ,richtung zu speisen1 so bei der ,vorrichtung ,cutler's1 welche #ahed von ,arnott verbessert wurde4 ,in beiden ,fllen wird der ,boden eines mit ,kohlen gefllten ,blechkastens entweder mit ,hlfe von ,ketten oder mittelst ,zahnstangen gehoben1 wobei das ,schreisen als ,hebel dient4 ,nachdem der ,brennstoff consumirt ist1 wird der ,boden des ,kohlenkastens wieder in seine ursprngliche ,stellung zurckgefhrt und der ,kasten mit neuem ,brennmaterial gefllt1 was in #bd ,stunden zweimal zu geschehen hat4 ,bei der ,vorrichtung von ,george wird das ,brennmaterial durch eine ,schraube von unten auf einen kreisfrmigen1 fast trichterfrmigen ,rost hinaufgeschraubt4 ,sidenote3 ,apparate mit ungleicher ,rostbeschickung4 #d4 ,unter den ,apparaten1 bei denen die ,rauchbildung durch ungleiche ,rostbeschickung verhtet werden soll1 steht unzweifelhaft die #ahee von ,dumry construite ,feuerung oben an4 ,sie ist von den ,anlagen von ,cutler und ,george dadurch unterschieden1 dass die ,kohle nicht von unten gehoben1 sondern von beiden ,seiten des ,rostes aus unter die ,glut geschoben wird4 ,zu dem ,ende hat der ,rost eine starke ,krmmung nach oben1 und erhebt sich in der ,mitte gleichsam zu einem ,sattel nach der ganzen ,lngenseite2 durch ussere bewegende ,kraft wird der ,brennstoff nach dem ,roste zu gedrckt1 so1 dass er auf dem untersten ,roststabe zunchst anlangt und dann auf der convexen ,flche des ,rostes weiter geht4 ,ist der ,rost mit ,feuer bedeckt1 so schiebt sich das nachgedrckte ,feuerungsmaterial zwischen ,rost und brennende ,masse hinein und die ,nachfeuerung geschieht somit von unten her4 ,das nmliche ,princip1 welches der ,dumry'schen ,feuerung zu ,grunde liegt1 ist brigens schon #aghe von ,watt in dem schrgen ,roste zur ,anwendung gebracht worden4 ,auch ,tenbrinck legt ,rost und ,platte geneigt1 dass die ,kohlen fast von selbst abrutschen4 ,die geneigten ,roste bieten berhaupt den grossen ,vortheil1 dass der untere ,theil des ,rostes immer mit glhender1 zu ,koks gewordener ,kohle angefllt ist1 wodurch frische ,luft in die ,feuerbchse nachdringt4 ,diese ,luft erlangt durch ihre ,berhrung mit dem ,feuer eine gengend hohe ,temperatur1 um die ,verbrennung der flchtigen ,kohlenwasserstoffe zu bewirken1 welche sonst am oberen ,theile des ,rostes nicht verbrannt werden wrden4 ,bei der ,feuerung von ,corbin ist der ,rost nicht geneigt1 sondern in zwei ,hlften getheilt1 welche durch eine dazwischen eingeschaltete ununterbrochene ,thonplatte verbunden sind4 ,den ersten mit ,erfolg gekrnten ,versuch1 den ,rauch durch ,entzndung mittelst des ,feuers selbst zu verbrennen1 hat wohl ,fairbairn #ahcg mit seinem ,doppelrost gemacht4 ,die ,feuerung hat zwei ,roste und zwei ,thren4 ,die ,roste sind durch eine1 weit in den ,heizraum reichende ,scheidung von feuerfesten ,backsteinen getrennt1 hinter dieser ,scheidewand vereinigen sich aber die ,flammen beider4 ,die ,roste werden abwechselnd beschickt1 so dass der eine immer im vollen ,brande ist1 wenn der andere das ,beschicken nthig hat4 ,im ,innern kommt der ,rauch von dem einen ,roste mit der ,flamme des andern ,rostes zusammen und soll verbrennen4 ,dies kann aber nur unvollkommen geschehen und etwa zunchst nur an der ,scheidewand1 wo ,rauch und ,flamme sich berhren4 ,solche ,doppelrste bieten daher nur eine unvollstndige ,rauchverzehrung dar4 ,rationeller erscheint es1 die beiden ,rste anstatt neben-1 hinter einander aufzustellen1 wo dann der ,rauch ber die ,flamme des dahinter liegenden vollen ,feuers streicht2 der eine ,rost wird mit nicht rauchendem ,brennmaterial 7,anthraciten oder ,koks7 gefeuert4 ,de ,buzonnire begngt sich nicht damit1 den ,rauch durch die ,flamme des ,nebenrostes streichen zu lassen1 sondern er leitet abwechselnd vermittelst gewendeter ,register den ,rauch des frisch geschrten ,rostes unter und durch den anderen ,rost und dessen volle ,glut4 ,die ,feuerungen von ,fairbairn und hnliche ,constructionen1 auf das ,bestreben basirt1 die nichtentzndeten ,gase eines frischbeschickten ,feuers durch die eines hellbrennenden entflammen zu wollen1 beruhen zum ,theil auf irrigen ,vorstellungen1 da vom hellbrennenden ,feuer nur ,gase entweichen1 die der ,verbrennung feindlich sind4 ,das frisch beschickte ,feuer giebt allerdings verbrennliche ,gase und ,dmpfe reichlich ab1 aber wo ist der zu ihrer ,verbrennung erforderliche ,sauerstoff8 ,diesem ,mangel ist einigermaassen durch die ,guidde'sche ,feuerung abgeholfen1 die als eine ,abnderung der ,fairbairn'schen zu betrachten ist1 bei welcher eine ,luftzufhrung ber dem ,roste stattfindet1 indem man ,luft durch kleine ,oeffnungen an dem ,punkte eintreten lsst1 wo die ,flammen der beiden ,roste sich vereinigen4 ,mit dieser ,vorrichtung werden verhltnissmssig ganz gute ,resultate gewonnen4 ,sidenote3 ,rauchverbrennung durch ,nebenstrme4 #e4 ,bei der ,rauchverbrennung im engeren ,sinne durch ,luftnebenstrme und den darauf bezglichen ,vorschlgen trifft man meist ,vorschlge1 die nicht zum ,ziele fhren knnen4 ,einige wenige beachtenswerthe seien im ,nachstehenden angefhrt4 ,in erster ,linie ist zu nennen die von ,parkes #ahbj construirte gespaltene ,feuerbrcke 7split-bridge71 bei welcher die in den ,aschenfall strmende ,luft zum ,theil durch den ,rost1 zum ,theil unter dem ,rost in den ,spalt der ,feuerbrcke geht und bei ihrem ,austritt in einem rechten ,winkel die ,flamme schneidet4 ,aehnliches findet bei ,palazot's ,feuerung statt1 welche nach dem ,urtheile von ,burnat1 ,tresca u4 ,a4 bei befriedigender ,rauchverbrennung einfach1 billig1 berall leicht anzubringen und leicht zu bedienen ist4 ,eine ,modification der gespaltenen ,brcke findet sich an der ,feuerung des ,englnders ,chanter1 welche im ,wesentlichen aus zwei aufeinanderfolgenden ,rosten besteht1 von denen der zweite etwas abwrts von dem ersten liegt4 ,das frische ,brennmaterial wird auf den letzteren geworfen1 und wenn es in glhende ,koks verwandelt ist1 wird es auf den zweiten ,rost geschoben4 ,auf diesem bildet es eine dnne ,lage1 durch die eine hinreichende ,luftmenge einstrmen kann1 um die ,rostkoks und dadurch die gasigen ,produkte verbrennen zu knnen1 welche von dem ersten ,roste ber das glhende ,brennmaterial auf den zweiten strmt4 ,um den ,rauch auch in dem ,falle vermindern zu knnen1 dass die auf die angegebene ,weise eingestrmte ,luft nicht hinreicht1 ist in dem ,mauerwerk jenseits des ,rostes ein ,raum mit ,lchern1 die sich nach dem ,herde zu ffnen1 angebracht2 von demselben geht eine gusseiserne ,rhre durch den ,aschenkasten1 die sich in geringer ,hhe ber dem ,boden ffnet4 ,sidenote3 ,gall's ,feuerung4 ,whrend es lange ,jahre hindurch in der ,pyrotechnik als ,axiom galt1 dass die ,weite und ,hhe eines ,fabrikschornsteins in einem bestimmten ,verhltnisse zu dem in einer bestimmten ,zeit verbrannten ,brennstoffquantum stehen msse1 hat ,l4 ,gall ,schornsteine gebaut1 welche den hchsten ,punkt der ,gebude nur um #j1f ,meter berragen und nicht mehr die ,aufgabe haben1 den ,zug zu befrdern1 sondern lediglich einen ,abflusskanal fr die ,verbrennungsprodukte bilden4 ,da die ,temperaturdifferenz die ,ursache der ,luftstrmung in einem ,ofen ist1 so sucht ,gall diese ,bedingung durch eine constant sehr hohe ,temperatur des ,verbrennungsraumes zu erfllen4 ,um nun diese herbeizufhren1 mussten alle jene ,veranlassungen von ,wrmeverlusten auf ein ,minimum reducirt werden2 dahin gehren folgende3 a7 ,beim ,aufgeben von ,brennmaterial findet stets eine ,erniedrigung der ,temperatur des ,feuerraumes statt1 sowohl durch den klteren ,brennstoff1 als auch durch bermssiges ,zustrmen kalter ,luft4 ,die ,abhlfe besteht darin1 dass man die ,rostflche theilt und durch die reihenweise ,beschickung der einzelnen ,abtheilungen die dabei unvermeidliche ,temperaturerniedrigung auf ein ,minimum zurckfhrt4 ,in der ,that ist hierdurch1 selbst beim ,aufgeben von ,brennstoff1 der ,rauchbildung wesentlich vorgebeugt4 b7 ,die ,einrichtung des ,ofens muss den ,heizer nthigen1 nie zu grosse ,quantitten ,brennstoff auf einmal aufzugeben und mit diesen die ,rostflche gleichmssig bedeckt zu erhalten4 c7 ,die herkmmlichen und fr unvermeidlich gehaltenen ,wrmeverluste durch die ,mauerwnde und ,heizthren werden auf diese ,weise vermieden1 dass man die zu vollstndiger ,verbrennung erforderliche ,luft zuvor alle jene ,flchen passiren lsst1 denen sonst solche ,wrmeverluste entquellen4 ,man bringt auf diese ,weise die bereits entweichende ,wrme stets wieder in den ,heizraum zurck4 d7 ,die ,theorie des lebhaften ,zuges fhrt ferner den unangenehmen ,umstand mit sich1 dass die mit ,wrme beladenen ,gase viel zu rasch an der ,siedeflche vorbereilen4 ,um dem vorzubeugen1 lsst nun ,gall die zur ,verbrennung erforderliche ,luft zwar in gleicher ,menge wie bei dem lebhaftesten ,zuge1 aber langsamer zu dem ,brennmaterial strmen1 wodurch dann auch die erwrmte ,luft lnger mit den ,kesselwnden in ,berhrung bleibt4 ,zu diesem ,behufe musste sowohl die freie ,rostoberflche1 als auch die ,querschnittflche des ,schornsteins vergrssert werden4 ,um die zur innigen ,mengung der in die unverbrannten ,gase und den ,rauch einstrmenden ,luft1 so wie zur vollstndigen ,verbrennung dieses ,gemenges vor der ,berhrung mit der ,kesselflche erforderliche ,zeit zu gewinnen1 musste erst gefunden werden1 dass der ,rost #c ,meter und noch mehr unter dem ,kessel liegen darf4 ,in diesem dadurch bedeutend verlngerten ,feuerraume zwischen ,rost und ,kesselflche fand ein ausreichender ,zug statt und es konnte nun von den hohen ,schornsteinen abgesehen werden1 wie in der ,that1 wie schon angefhrt1 die ,gall'schen ,schornsteine nur ,abflusskanle fr die ,verbrennungsprodukte sein sollen4 ,sidenote3 ,resum4 ,aus der vorstehenden ,aufzhlung der rauchverhtenden und rauchverbrennenden ,feuerungen geht hervor1 dass1 obgleich bei weitem nicht alle in ,vorschlag gebrachten ,constructionen genannt wurden1 bereits viele derselben in ,anwendung gebracht worden sind4 ,wirft man jedoch die ,frage auf1 ob ein in der ,that wirksames ,mittel oder eine in jeder ,beziehung befriedigende ,construction ermittelt sei1 um eine vollkommene ,verbrennung des ,brennstoffs in der ,feuerung zu erzielen1 so lautet die ,antwort verneinend4 ,hat man sich auch auf den verschiedensten und mitunter verschlungenen ,wegen bemht1 ,rauchbildung zu verhten theils dadurch1 dass man den ,rauch mit bereits in vollstndiger ,glut befindlichem ,brennstoff zusammenbringen wollte1 um ihn zu verbrennen1 theils die ,anwendung erhitzter ,luft zum ,verzehren des ,rauches und der ,destillationsprodukte der ,kohlen empfahl1 theils durch gleichfrmiges und bestndiges ,schren bei einer ,feuerungsanlage der ,rauchbildung vorbeugen wollen1 theils endlich dadurch1 dass man in einer regulirten ,luftzufuhr die ,hauptbedingung einer vollkommenen ,verbrennung und der ,verminderung von ,rauch erachtete1 so muss man doch gestehen1 dass man bis auf den heutigen ,tag noch keine ,mittel und ,anordnungen kennt1 welche in solchem ,grade befriedigen1 dass sie allgemein empfohlen werden knnten4 ,trotzdem haben sich viele ,einrichtungen 7der ,etagenrost1 die ,fairbairn'sche ,feuerung mit ,doppelrsten7 gut bewhrt1 indem sie wenigstens eine theilweise ,rauchverhtung bewirken1 besonders -- wenn man einen tchtigen und umsichtigen ,heizer anstellt und demselben bei ,brennstoffersparung eine entsprechende ,prmie bewilligt4 99 99 99 99 99 ,register4 ,a4 ,abdampfpfannen #dee4 ,abraumsalz #agi4 ,acetometrie #edi4 ,achatglas #cce4 ,adouciren #ah4 ,aegyptian #cee4 ,aepfell #efd4 ,arated-bread #edb4 ,aetherische ,oele #efc4 ,aetzen #abe4 ,aetzbeizen #fhi4 ,aetzkali #add4 ,aetznatron #bjg4 ,affination #eg4 ,aichmetall #ed4 ,alabaster #cia4 ,alabasterglas #cce4 ,alaun #bhf4 concentrirter #bic4 kubischer #bic4 neutraler #bic4 unlslicher #bic4 ,alaunerde #bhh4 ,alaunerze #bhg4 ,alaungerberei #fjh4 ,alaunschiefer #bhg4 ,alaunstein #bhg4 ,alcarrazas #cfa4 ,aldehyd #edc4 ,aldehydgrn #ffb4 ,alfnide #ee4 ,alizarin #ffi4 ,alizarin1 knstl4 #ffg4 ,alizarintinte #fgg4 ,alkalien #abg4 #ahf4 ,alkalimetrie #bdg4 ,alkohol #eab4 ,alkoholghrung #dfi4 ,alkoholometrie #ecb4 ,alohanf #djb4 ,alpakametall #ee4 ,alpakawolle #egh4 ,alum-cake #bij4 ,aluminium #aah4 ,aluminiumacetat #bif4 ,aluminiumbronze #eb4 #aai4 ,aluminiumhypochlorit #bdf4 #bif4 ,aluminiumhyposulfit #bif4 ,aluminiumoxalat #bif4 ,aluminiumseife #bgg4 ,aluminiumsulfit #bif4 ,aluminiumsulfat #bhf4 #bic4 ,amalgam #ic4 #ii4 ,amalgamation #ii4 europ4 #ii4 amerik4 #aja4 ,amausen #cca4 ,ammoniak #bej4 der ,gaswsser #bee4 der ,gichtgase #bed4 aus ,glle #bei4 aus ,koks #bee4 aus ,rbensaft #bfa4 aus ,steinkohle #bef4 aus ,suffioni #bec4 kohlensaur4 #bec4 salpeters4 #bfd4 salzsaur4 #bfd4 schwefels4 #bfc4 ,ammoniakalaun #bib4 ,ammoniaksalze #bej4 ,ammoniakwasser #bee4 #gdd4 ,amylum #dbe4 ,ananashanf #djb4 ,ananasl #efd4 ,andaquieswachs #gaj4 ,anemometer #bbd4 ,anhydrit #cia4 ,anilin #feh4 ,anilinblau #ffa4 ,anilinbraun #ffc4 ,anilindruck #fhf4 ,anilinfarben #fed4 #fei4 ,anilinfrberei #fib4 ,anilingelb #ffc4 ,anilingrn #ffb4 ,anilinl #feh4 ,anilinproduktion #fei4 ,anilinpurpur #ffa4 ,anilinroth #ffj4 ,anilinschwarz #ffc4 ,anilinviolett #ffa4 ,anlassen des ,stahles #ah4 #bi4 ,annaline #cie4 #dji4 ,anthracen #ffg4 ,anthracenfarben #ffg4 ,anthracenroth #ffg4 ,anthrachinon #ffg4 ,anthracit #gih4 ,antichlor #dad4 ,antimon #he4 ,antimonchlorr #hg4 ,antimonoxyd #he4 #hg4 ,antimonsure #hf4 ,antimonzinnober #hg4 ,antiphosphorfeuerzeuge #fcg4 ,apollokerzen #fih4 ,appert's ,methode #fdi4 ,applicationsfarben #fia4 ,arometer #ecb4 ,argentan #ee4 ,armstrong's ,mischung #afh4 ,arnaudon's ,grn #fi4 ,arrow-root #dcb4 ,arsenige ,sure #hh4 ,arsen #hg4 ,arsenillo #de4 ,arsenkpe #fhb4 ,arsenmetalle #f4 ,arsensure #hh4 ,arsensaures ,natron #hi4 ,asphalt #eff4 #gdf4 ,astralit #ccf4 ,aufbereitung #d4 ,augendre's ,pulver #aff4 ,auripigment #hi4 ,auslaugen #aid4 ,aventuringlas #ccf4 ,avignonkrner #fgf4 ,azale #ffi4 ,azalen #ffj4 ,azulin #ffa4 ,azurin #ffa4 ,b4 ,bablah #eif4 ,backkohle #gih4 ,backofen #edj4 ,backpulver #edb4 ,backsteine #cfc4 ,bckerei #ecg4 ,bandanas #fid4 ,barilla #ahg4 ,baryt #daj4 unterchlorigsaurer #bdf4 ,bathmetall #ed4 ,baumlseife #bgj4 ,baumwollbleiche #fgh4 ,baumwolldruckerei #fij4 ,baumwolle #djb4 ,baumwollfrberei #fhf4 ,baumwollgarn #dje4 ,baumwollspinnen #djc4 ,baumwollweben #dje4 ,baumwollzeuge #dje4 ,bauxit #bjf4 #bia4 ,bauxitalaun #bia4 ,bauxitsoda #bjf4 ,bauxittiegel #cgf4 ,beinglas #cce4 ,beinschwarz #fch4 ,beizen #fhj4 #fhh4 ,beleuchtung #fie4 ,belmontin #gjh4 ,benzosure #ffe4 ,benzol #fee4 ,bergblau #ei4 ,berylldruck #fic4 ,berlinerblau #ce4 #fhc4 ,bessemerstahl #bf4 ,bezetten #fge4 ,bierbrauerei #dhh4 ,bierprobe #ejf4 ,biersteuer #eaa4 ,bimssteinseife #bgd4 ,birnenl #efd4 ,biscuit #cdg4 ,bismarckbraun #ffc4 ,bisterbraun #fgf4 ,bittermandell1 knstliches #efd4 ,blackband #g4 ,blanc de fard #gi4 ,blanquette #ahg4 ,blasengrn #fgg4 ,blasenstahl #bh4 ,blasenzins #ecg4 ,blattelkohle #hja4 ,blattgold #aad4 ,blauholz #fge4 ,blauofen #aj4 ,blausalz #cc4 ,blausaures ,kali #cc4 #cd4 #adc4 ,blech #bc4 ,blei #fa4 ,bleicherei #dad4 #fgg4 ,bleichkalk #bcg4 ,bleichlorid #gc4 ,bleichromat #ff4 ,bleichsalze #bcg4 ,bleierze #fa4 ,bleiessig #gj4 ,bleiglanz #fa4 ,bleigltte #fe4 ,bleiglas #fe4 ,bleiglasur #cfc4 ,bleikammer #bbc4 ,bleikammerkrystalle #bbc4 ,bleilegirungen #fe4 ,bleioxyd #fg4 chromsaur4 #ff4 essigsaur4 #ff4 kohlensaur4 #ff4 schwefelsaur4 #gb4 ,bleischrot #fd4 ,bleisuperoxyd #ff4 ,bleiweiss #ff4 ,bleizucker #ff4 ,bleu de ,france #cg4 lumire #ffb4 ,lyon #ffa4 ,mulhouse #ffb4 nuit #ffb4 ,parme #ffb4 ,bleu-,raymond #cg4 ,bleu soluble #ffb4 ,bleu-,thenard #ch4 ,bleuin #ffb4 ,blutlaugensalz #cc4 #cd4 #adc4 ,bogheadkohle #gfh4 #hja4 ,bologneser ,flschchen #cab4 ,boracit #ahj4 #bgh4 ,borax #bha4 ,bordiamanten #bhf4 ,boronatrocalcit #bhj4 #bhd4 ,borsure #bgh4 ,bouillontafeln #fdh4 ,bournonit #dd4 ,boussingaultit #bec4 ,brandstze #afi4 ,branntweinbrennerei #eab4 ,branntweinsteuer #ece4 ,brasilienholz #fgj4 ,brauerei #dhh4 ,braunkohle #gfg4 #gie4 ,braunschweigergrn #eg4 ,braunstein #aae4 #bda4 #cjf4 ,braunsteinprobe #aaf4 ,breant's ,heber #bbi4 ,bremerblau #eg4 ,bremergrn #eg4 ,brennapparate #eba4 ,brenner #gdc4 ,brennereirckstnde #ecc4 ,brennmaterialien #ggf4 ,brennfen #cef4 ,briquettes #hji4 ,britanniametall #gf4 ,brogniartin #agi4 ,brom #baa4 ,bronze #eb4 ,bronzefarben #ed4 ,brot #ecg4 ,buntfeuer #afi4 ,buntkupfererz #dd4 ,buntpapier #dbd4 ,burgoslster #cfj4 ,burnettiren #eeg4 ,butter #fdc4 ,butterfsser #fdc4 ,buttermilch #fdc4 ,buttersure #fdd4 ,c4 ,cadmium #hd4 ,cment #chc4 ,cmentkupfer #ej4 ,calain #fe4 ,calciumborat #bhd4 ,calciumcarbonat #cgg4 ,calciumchlorid #ahj4 ,calciumchromat #fg4 ,calciummanganit #bdb4 ,calciumnitrat #adg4 ,calciumseife #bgg4 ,calciumsulfat #cia4 ,calciumsulfit #bbj4 ,calciumsulfhydrat #fjj4 ,callou's ,pulver #afe4 ,calorifres #hah4 ,campecheholz #fge4 ,camphin #fig4 ,canadol #ggd4 ,candiszucker #dfc4 ,caprylalkohol #ffc4 #gji4 ,carbolsure #gfe4 ,carbonisiren des ,holzes #eeg4 ,carburiren des ,gases #gea4 ,carburirnaphta #gde4 ,carmin #fga4 ,carminsure #fga4 ,carnallit #abf4 #ahh4 ,carnaubawachs #gaj4 ,carrara #ced4 ,carthamin #fga4 ,casenkitt #egd4 #fbb4 ,caseogomme #fdf4 ,cassava #dcb4 ,casselmann's ,grn #ei4 ,catechu #eif4 ,cellulose #cig4 ,cement #chc4 ,cementation 7,goldscheidung7 #aaa4 ,cementkupfer #ej4 ,cementirpulver #bh4 ,cementstahl #bg4 ,cendres bleues #ei4 ,centrifugalapparat #dfa4 ,chagrin #fac4 ,chamaeleon #aag4 ,champagner #dhc4 ,chaptalisiren #dhf4 ,charmottesteine #cgd4 ,charmottetiegel #cge4 ,chathamlicht #geg4 ,chemische ,parfms #efd4 ,chenotstahl #be4 ,chilisalpeter #aeb4 ,chinasilber #ee4 ,chinesisch ,gras #dja4 ,chloralaunerde #bdf4 ,chloralkalien #bcg4 #bde4 ,chlorkalischwefel #afh4 ,chlorkalium #abh4 ,chlorkalk #bcg4 ,chlorkalkprobe #bde4 ,chlormagnesia #bdf4 ,chlornatrium #agf4 ,chlorometrie #bdd4 ,chlorsaures ,kali #bdf4 ,chlorwasserstoffsure #bcd4 ,chlorzinn #gg4 ,chlorzink #hd4 ,christoflemetall #ee4 ,chromalaun #fi4 ,chromaventurin #ccf4 ,chromeisenstein #ff4 ,chromchlorid #fi4 ,chromgelb #fh4 ,chromgrn #fi4 ,chromorange #fh4 ,chromoxyd #fi4 ,chromroth #fi4 ,chromsaurer ,baryt #cbh4 ,blei #ff4 ,kalium #fg4 ,zink #hd4 ,chromschwarz #fhd4 ,chromzinnober #fi4 ,chronoskop #afe4 ,chrysanilin #ffc4 ,cinchoninfarben #ffh4 ,clichirmetall #gi4 ,coal-tar #fed4 ,cochenille #fga4 ,cocosnussl #bff4 ,cocoslseife #bgc4 ,coeruleum #ci4 ,cognac #eah4 ,cognacl #dhc4 ,collodium #age4 ,colorin #fgj4 ,concrete #chi4 ,condensatoren #gad4 ,condy's ,liquid #aah4 ,conservation des ,fleisches #fdi4 ,holzes #eed4 ,weines #dha4 ,conversionssalpeter #adi4 ,copalfirniss #egb4 ,copirtinte #fgg4 ,corallin #ffd4 ,corchorusfaser #djb4 ,corduan #fjf4 ,cornish stone #cdc4 ,cotton #djb4 ,crmes #efd4 ,crownglas #cbi4 ,cudbear #fgb4 ,curcuma #fgf4 ,cyanin #ffh4 ,cyankalium #ce4 ,cyanbarium #cd4 ,cyanmetalle #ac4 #cd4 ,cylindergeblse #aa4 ,d4 ,dachziegel #cgc4 ,dahlia #ffa4 ,damascenerstahl #cj4 ,dammarfirniss #egc4 ,dampfbrauerei #eje4 ,dampffarben #fia4 ,dampfheizung #hbj4 ,dampflampe #gbc4 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#af4 ,eisenschwarz #hg4 ,eisenvitriol #cb4 ,eisglas #cce4 ,eiweissleim #fba4 ,elaylplatinchlorr #ih4 ,elektrisches ,licht #geg4 ,elektrotypie #abe4 ,email #ccd4 ,emailliren #ah4 ,emeraldin #ffb4 ,enlevagen #fhi4 ,entfrben des ,glases #cjf4 ,entfuselung #eha4 ,entglasen #cab4 ,entkalken des ,saftes #dea4 ,entschlen der ,seide #eij4 ,entsuern des ,weins #dhf4 ,entsilbern des ,bleies #ajc4 ,erbswurst #fea4 ,erythrobenzin #ffe4 ,erze #c4 ,essence d',orient #cch4 de ,mirbane #feg4 ,essig #edc4 ,essigghrung #edd4 ,essigpilze #e4 ,essigprobe #eef4 ,etagenrost #hbd4 ,etruskische ,vasen #cfa4 ,euxanthinsure #fgf4 ,exhaustor #gcc4 ,explosive ,krper #afi4 ,extractum carnis #fdi4 ,f4 ,fabriksalz #ahd4 ,fadenglas #ccf4 ,fahlerze #ih4 ,frben des ,goldes #aac4 ,frberei #fec4 #fgi4 ,frbeginster #fgf4 ,farbige ,feuer #afi4 ,farbstoffe #fec4 ,fulniss #eed4 ,fayence #ceh4 ,federalaun #bhf4 ,federlampe #gba4 ,feineisen #ai4 ,feinen #ai4 ,feinmetall #ai4 ,feldspath #cci4 ,fenian ,fire #bci4 #fbi4 ,fensterglas #caf4 ,ferment #dfi4 ,ferridcyankalium #cd4 ,ferrocyankalium #cc4 ,fette #fih4 ,fettleder #fab4 ,fettsure #fii4 ,feuerfeste ,steine #cgd4 ,feuerung #ggf4 ,feuervergoldung #aad4 ,feuerwerkerei #afg4 ,feuerzeuge #fca4 ,filigranglas #ccf4 ,filter #dec4 ,firniss #egj4 ,fischhaut #fac4 ,fischleim #fba4 ,fisetholz #fge4 ,flachs #cih4 neuseelndischer #djb4 ,flachsbaumwolle #dje4 ,flachsrsten #cih4 ,flachsspinnen #cii4 ,flachsweben #cii4 ,flamme #fie4 ,flavin #fgf4 ,fleisch #fdf4 ,fleischbrhe #fdh4 ,fleischconservation #fdi4 ,fleischextract #fdi4 ,fleischextract-,brot #fej4 ,fleischzwieback #fea4 ,flintenschrot #fd4 ,flintglas #cbi4 ,flinz #h4 ,flowing-colours #cfj4 ,florettseide #ehi4 ,fluss1 schwarzer #aea4 weisser #aea4 ,flsse #e4 ,fonte mallable #ah4 ,forelleneisen #ae4 ,frmerei #ag4 ,franklinit #h4 ,frischeisen #ai4 ,frischen #ai4 ,frischprocess #bj4 ,frischstahl #be4 ,frittenporcellan #cec4 ,fuchsin #ffj4 ,fulmicoton #agc4 ,fusell #eca4 ,fustikholz #fge4 ,g4 ,gahnit #gi4 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