,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription befinden sich am ,ende des ,buches4 ,zeitwende ,schriften zum ,aufbau neuer ,erziehung ,fritz ,klatt ,die schpferische ,pause ,illustration ,drittes bis fnftes ,tausend ,verlegt bei ,eugen ,diederichs in ,jena #aibb ,alle ,rechte1 insbesondere das der bersetzung in fremde ,sprechen1 vorbehalten4 ,copyright #aibb by ,eugen ,diederichs ,verlag in ,jena ,rhythmische ,schwingungen ,alles was der berlieferung wert erscheint1 ist entweder ,gekonntes oder ,gewutes4 ,jede berlieferung hat die ,absicht1 die ,jngeren zu ihrer eigenen schpferischen ,leistung und zur eigenen liebenden ,weisheit zu fhren4 ,wer zu solch eigenem ,knnen1 eigenem ,lieben1 eigenem ,wissen kommen will1 mu zunchst einmal das ,werkzeug seines ,lebens in die ,hand bekommen4 ,er mu seinen ererbten und durch die ,umstnde bedingten ,krper sich zu eigen machen4 ,und dies kann nur geschehen1 wenn der ,mensch diesen seinen ,krper einmal wirklich gesprt hat4 ,nur in einer gnstigen ,stunde wird das sein knnen4 ,diese ,stunde wird eine ,stunde der ,bewegtheit sein4 ,das ,lebendige wird dann als das ,schwingend-,bewegte im eigenen ,krper gesprt werden4 ,wer einmal so in sich das ,leben gesprt hat1 ahnt1 da diese innere ,bewegung gesetzmig verluft1 da die ,schwingungen dies es selbst gelebten ,einzellebens ,abwandlungen des allgltigen ,lebensgesetzes darstellen1 des obersten ,gesetzes1 das in der sichtbaren wie der unsichtbaren ,gesamtnatur herrscht und ,aufbau und ,abbau1 ,spannung und ,entspannung1 ,kraft und ,schwche in rhythmischer ,folge miteinander wechseln lt4 ,alle ,schwingungen des eigenen krperbedingten ,lebens1 die kleinteiligsten wie die weitestschwingenden1 sind also jedesmal neuartige ,erfllungen des allgemeinen ,gesetzes und knnen als solche ,erfllungen empfunden werden4 ,dieses allgemeine ,schwingungsgesetz vom ,auf- und ,abbau des ,lebendigen ist nun so gebaut1 da zwischen ,abschwellung und ,anschwellung1 zwischen ,entspannung und neuer ,spannung jedesmal eine ,pause liegt1 eine ,pause1 in der1 ohne da etwas getan wird1 doch der neue ,antrieb verborgen liegt4 ,und auf die schpferische ,bedeutung dieser ,ruhelage vor allem kommt es an1 bei all den kleinsten wie den grten ,rhythmengefgen1 durch die das ,selbst des ,menschen hindurchschwingt4 ,blutschwingungen ,die pulsenden ,schlge des ,herzens bilden den kleinteiligsten ,rhythmus in der ,lebensleistung des ,krpers4 ,wir wissen es alle1 das eigenbewegte ,blut ist das ,grundflieend-,bewegte in uns4 ,hier ist der ,rhythmus1 der uns mit allem ,lebendigen zu unterst in schwingender ,verbindung hlt1 zugleich der ,rhythmus1 der uns in die eigenste und einsamste ,absonderung treibt4 ,das strmende ,blut verbindet den ,leib der ,mutter unmittelbar mit dem ,kind4 ,dies ist ja wirklich jedem geschehen4 ,wer es vermag sich da hinunter zu ducken1 dem schlafen alle ,sinne ein4 ,er wird wie durch einen dunkel purpurnen ,schlund hinunter gezogen auf den ,grund eines ,stromes1 der zu unterst unter ,zeit und ,raum1 ,licht und ,dunkelheit fliet1 aus dem alles ,lebendige immer von neuem wirbelhaft aufgeschleudert wird1 ein ,springbrunn von ,blut4 ,weil dieser ,springbrunnen so langsam durch die ,zwischenschichten3 ,raum und ,zeit und ,licht dringt1 sind wir meist wie gelhmt in unserer ,verbindung nach dem ,grund4 ,wir spren nur unsern eigenen ,auftrieb1 nicht das ,woher dieses ,auftriebes4 ,nur wenn einer so mitten im ,leben einmal1 ohne zu wissen warum1 an seine ,mutter denkt1 nicht denkt1 sondern so wie von einem ,schreck ganz und gar von diesem ,gefhl3 ,mutter durchschossen wird1 in dem spricht dann das ,blut aus seiner schwindelnden ,tiefe4 ,er ist nicht mehr einsam1 sinkt in den ,strom von ,familie1 ,geschlecht1 ,rasse1 verliert sich selbst und wird nur noch ,bewegung von irgendwoher nach irgendwohin4 ,verbindung nach unten ist das eine1 der ,auftrieb ist das zweite ,erlebnis des ,blutes4 ,zur ,absonderung treibt es1 zu hundert ,zweigungen und sten1 ,liebesgedanken und ,lebenswerken und schlielich zum ,tod4 ,auch dies sprt ein jeder1 vielleicht wenn er mitten in der ,nacht einmal aufwacht und in der groen ,stille seiner ,einsamkeit gewahr wird4 ,oder wenn er mitten in freudevollster ,arbeit innehlt und die ,arbeit seiner ,hnde oder seiner ,gedanken noch fast unmittelbar als die aus seinem ,blut hochgesprossene ,blte riecht1 als die letzte1 nun der ,erstarrung preisgegebene ,endigung abspritzenden ,lebens4 ,nun kommt alles darauf an1 nach der einen wie nach der anderen ,seite voll zur ,schwingung zu gelangen4 ,mit willensmiger ,anspannung ist nichts getan4 ,das ,herz schlgt1 kann nicht eigenwillig beschleunigt oder verlangsamt werden4 ,sich geschehen lassen1 hingegeben sein1 ist hier die ,haltung4 ,alles was ,liebe1 ,wissen1 ,tod genannt wird1 alles was den einzelnen ,menschen aus seiner ,vereinzelung heraus sich besinnen lt1 alles was ,verbindungen schafft und schlielich das ,opfer des ,selbst erfordert1 hat hier in der ,tiefe des menschenverbindenden ,blutstroms seinen sinnlich-sprbaren ,grund1 seine ,wirklichkeit4 ,dies wird spter zu verfolgen sein4 ,aber alles was ,lust1 ,freude1 ,leistung1 ,leben genannt wird1 was den einzelnen ,menschen gerade in seiner ,vereinzelung1 seiner ,einmaligkeit steigert und unverwechselbar in seinem eigenen ,selbst schwingen lt1 das ist der ,auftrieb aus dem allverbindenden ,blutstrom4 ,davon soll zunchst die ,rede sein4 ,atemschwingungen ,die ,schwingungen des ,atems bertnen die ,herzschlge4 ,mehrere ,blutwellen gehen whrend eines ,atemzuges ein und aus4 ,der ,atem geht lauter4 ,vor allem3 die ,schwingungen des ,atems sind willkrlich dehnbar4 ,dabei ist von entscheidender ,wichtigkeit1 da die ,pause zwischen ,ausatmung und neuer ,einatmung dehnbar ist4 ,diese ,pause ist schpferisch4 ,aus ihrer ,tiefe kann der wahrhaft eigene ,atem sich erheben4 ,bei den meisten ,menschen wird diese ,gelegenheit immer wieder vorbeigelassen4 ,ihr ,atem schwingt achtlos ber diese ,besinnungspause hinweg4 ,so kommen alle diese gar nicht zu ihrem ,eigenatem1 sondern verbleiben in dem allgemeinen ,rhythmus ihres durch ,vererbung bedingten ,gattungs-,krpers4 ,wrde man die tglichen ,atemzge eines ,menschen in schwingenden ,kurven darstellen ber einer ,linie1 welche die ,ruhepunkte zwischen ,ein- und ,ausatmen miteinander verbnde1 so wrde das ein hchst zittriges und klgliches ,bild ergeben4 ,auch wrde diese ,kurve mit dem ,an- und ,abschwellen der alltglichen ,leistungen der ,menschen durchaus nicht bereinstimmen4 ,vielmehr werden die ,atemschwingungen gewhnlich kurzwellig und ngstlich1 wenn die ,leistung grer wird4 ,die ,atempausen werden dann nicht innegehalten4 ,der ,mensch dringt nicht bis in die ,tiefe der ,besinnung hinab1 atmet hastig schon wieder ein1 wo er eigentlich noch einhalten mte4 ,es besteht zwischen solchem ngstlichen ,atem und dem ,milingen der ,leistungen ein urschlicher ,zusammenhang1 der durch ,selbstbeobachtung leicht in seinem ganzen ,umfang aufgedeckt werden kann4 ,wo dann trotz dieses ,widerspruches von ,atmung und ,leistung ,taten entstehen1 geschieht das eben auf ,kosten der ,lebenskraft4 ,und dieses ist der gewhnliche ,zustand der heutigen ,menschen1 die durch ihre ,arbeit hoffnungslos aufgezehrt werden und oft schon in der ,mitte ihres ,lebens verbraucht sind4 ,das ,wissen von dem grundlegenden ,wert des ,atems ist ,urzeitgut aller ,menschen4 ,in allen groen ,religionen ist der ,heilswert des ,atems bewut in das ,ritual eingebaut4 ,ausatmend wird der ,gottheit das ,opfer der gesprochenen ,gebete dargebracht und nach der schpferischen ,pause einer inbrnstigen ,besinnung dann die ,gnade des ,gottes mit dem eingeatmeten ,luftstrom in den ,krper aufgenommen#a4 ,es mte dann hier der ganze anatomische ,vorgang der ,atmung und seine entscheidende ,bedeutung fr das ,krperleben dargestellt werden4 ,und der ,doppelstrom religiser ,inbrunst und naturwissender ,klarheit zusammen wrde dem ,system der ,atemlehre gengend ,weite geben4 ,die ,andeutung dieser groen ,zusammenhnge gengt4 ,an der systematischen ,erkenntnis allein ist hier wenig gelegen4 ,nur wer in irgendeiner dunklen ,stunde des ,einklangs mit sich selbst erlebt hat1 wie sein ,atem rauschte1 und wie der ,rhythmus des eigenen ,blutes in der ,tiefe der ,atempause sprbar wurde1 nur der kann begreifen1 da es sich hier in ,wahrheit um das ,wesentliche handelt1 nmlich um die ,aneignung des ,rhythmus1 der jeder ,regung und ,leistung des eigenen ,lebens zugrunde liegt4 ,der fhrende ,mensch hat an dieser entscheidenden ,stelle seine immer wieder neue ,bildungsaufgabe1 nmlich den ,eigenrhythmus in dem ,atem seines ,anvertrauten hervorzulocken4 ,bildung ist nur durch ,beispiel mglich4 ,die ,fhrung an dieser entscheidenden ,stelle milingt naturgem berall da1 wo der ,fhrende seinen eigenen ,rhythmus verwirrt oder sich verwirren lt4 ,er merkt es sofort3 er hat dann nicht ,ruhe zu warten1 und wie lange wird er auf den ,rhythmus des ,anderen lauschen mssen1 bis er eines ,tages wirklich wei3 dies ist sein ,rhythmus4 ,erst mit diesem ,klangbild im ,herzen wird er ihn nun zu locken beginnen mit einer solchen freudevollen ,gewiheit1 da sich der ,andere dem gar nicht mehr entziehen kann4 ,nicht in irgendeinem zwangsmigen ,sinn3 zu jeder ,stunde1 wo er merkt1 da jener seinem eigenen ,rhythmus nahe kommt1 da wird er mit seinem ganzen fhrenden ,wesen zu rauschen beginnen1 er wird den suchenden ,atemklang des werdenden ,menschen mit einem ganzen ,bndel mitklingender ,tne aus seiner eigenen ,seele umgeben1 da jener sofort merkt3 hier wird etwas in mir4 ,kein ,wort wird die ,bedeutung solchen ,augenblicks zum ,ausdruck bringen knnen1 hchstens1 da es im ,auge mit aufleuchtet4 ,selbstatmend wird er ihm helfen1 indem er seine eigenen ,atemzge einflieen lt in die ,atemgezeiten seines ,vertrauten1 vielmals des ,tags bei ,arbeit und ,freude und manchmal des ,nachts in der wechselnden ,tiefe des ,schlafs4 ,unmerklich wird er so den ,atem des ,anderen lenken und vielleicht durch sein immerwhrendes ,beispiel ihn vermgen1 fter und tiefer herabzusteigen zu der ,ruhelage seines eigenen ,selbst4 ,nur in vlliger ,selbstlosigkeit und ohne ,machtgelste und ohne zur ,schau getragene ,absichtlichkeit darf diese ,lenkung geschehen4 ,vielleicht wird der ,atem auch bewut gebt werden knnen4 ,die ,gefahr dabei ist1 da der erste ,antrieb1 die dunkle ,sehnsucht zum ,eigensten1 verdeckt wird durch die besondere ,lust1 die jedes ,knnen durch sich selbst bereitet4 ,der ,fhrer1 der stets jenes erste ,klangbild von dem ,atemrhythmus des ,jngeren in sich bewahrt1 wird dann an irgendeinem ,tage ihm auf die ,schultern klopfen und ihm begreiflich machen3 so ist das ,bild1 und dein ,knnen bleibt an dieser ,stelle4 ,stimmt das noch8 ,tagesschwingungen ,der durch den schwingenden ,atem immer sicherer werdende ,eigenrhythmus wird auch allmhlich helfend sprbar werden1 wo das ,selbst des ,menschen durch grere ,zeitteile des ,lebens hindurch schwingt4 ,alle diese greren ,rhythmengefge1 die da in ,betracht kommen1 unterscheiden sich in etwas grundstzlich von dem ,blut- und ,atemrhythmus4 ,der schwingende ,atem erbaut seine ,periodik nach einer gewissermaen in dem ,menschen selbst befindlichen ,schwingungszahl4 ,diese greren ,rhythmengefge aber1 von denen nun die ,rede sein wird1 schwingen auerhalb des ,menschen selbst4 ,auf ihre ,periodik hat er keinen willensmigen ,einflu4 ,hier bleibt immer nur die ,frage3 wie schwingt sich sein ,selbst durch diesen fest bestimmten und unvernderlichen ,lauf der ,gezeiten8 ,oder anders gewandt3 ,wie behauptet sich sein ,selbst in der ,zeit8 ,genau so achtlos und ihrer selbst unbewut wie die ,menschen gewhnlich hinwegatmen ber ihren eigenen ,rhythmus1 genau so mechanisch leben sie im allgemeinen ber die durch den ,umlauf der ,gestirne bedingten kleineren und greren ,gezeiten hinweg1 ohne ihren eigenen ,rhythmus darin zu behaupten oder auch nur zu erkennen4 ,deutlich wird dieser ,zustand an der ,tatsache1 da der ,kalender zu einer ganz mechanisch benutzten ,zeittabelle herabgesunken ist4 ,der ,abreikalender ist heute das ,symbol fr diese achtlos wegwerfende ,gebrde der ,menschen4 ,man reit die ,tage in seinem ,leben ab1 achtlos einen nach dem andern und so die ,wochen1 ,monate1 ,jahreszeiten und ,jahre4 ,niemand fragt3 was ist das nun1 ,tag8 ,diese durch den ,sonnenlauf gesetzmig bedingte ,einheit1 geteilt in ,tag- und ,nachthlfte1 dieser ,doppelrhythmus1 ansteigend und absteigend von ,morgen zu ,abend und abermals absteigend und ansteigend von ,abend zu ,morgen4 ,niemand fragt auch die zweite darin enthaltene ,frage3 wie behauptet sich nun das ,selbst des ,menschen in diesem rhythmisch schwingenden ,tageslauf8 ,diese beiden ,fragen sind aber von grundlegender ,bedeutung fr den ,lebensaufbau4 ,es mu geschehen1 da der ,mensch diese rhythmische ,urgewalt von ,tag und ,nacht immer von neuem wieder sprt und liebend erkennen lernt und sein ,selbst darin einfgen lernt4 ,zunchst also dies3 von der einfachen ,schwere dieses gesetzhaften ,ereignens3 ,tag und wieder ,tag und wieder ,tag6 mu der ,mensch bis zum ,rand voll werden4 ,er mu leben knnen wie ein ,vogel oder ein ,waldtier1 hingegeben und ganz abhngig von der ewigen ,wiederkehr der ,tage4 ,ganz klein und schwach mu er werden1 willenlos sich berlassen dieser reienden ,gewalt des ,sonnenlaufs4 ,er mu sich mit aufnehmen lassen von dem groen ,schwung des ,morgens1 er mu sanft und langsam mit hinabschwingen bis zur mittglichen ,pause4 ,er mu dann mit dem ,nachmittag schwerer sich noch einmal aufschwingen und dann endgltig hinabschwingen in die ,ruhe der abendlichen ,pause1 in den ,feierabend4 ,die groe ,frage jedes ,tages ist also3 wie ist es mglich1 sich ganz offen zu halten1 sich ungehemmt von den rhythmischen ,wellen der ,sonnenwiederkehr durchfluten zu lassen8 ,das ist nur mglich1 wenn der ,krper des ,menschen mit dem ,tag1 durch den er hindurchschwingt1 gleich gestimmt wird4 ,wie schwingt nun das ,selbst des ,menschen durch seinen eigenen ,krpertag8 ,ein jeder wei ja ungefhr von diesem seinem tglichen ,auf- und ,abbau1 aber das ,wissen darum ist eben ganz lckenhaft und das ,gesetz1 das da zugrunde liegt1 bleibt unvollkommen erkannt und stckweis befolgt4 ,so ist der tgliche ,auf- und ,abbau des ,menschen1 der ,stoffwechsel1 zu beschleunigt oder zu stockend geworden1 weil er von ,jugend an sein eigenes ,gesetz nicht recht beachtend1 zu viel oder zu wenig oder unzutrgliche ,nahrung zu sich nimmt und dementsprechend die ,abfallstoffe nicht gengend ausscheidet4 ,unreinheit des ,blutes1 ,stocken des ganzen ,sfteumlaufs ist die ,folge4 ,nach auen braucht das oft gar nicht so sichtbar zu werden4 ,oft aber ist es sprbar als ein fader oder gar schlimmer ,geruch1 der sich von dem ,krper erhebt4 ,allgemeine ,nahrungsgesetze und chemische ,tabellen knnen hier nur den ueren ,rahmen einer vernnftigen ,ernhrung bestimmen4 ,nur unmerklich und zwanglos kann der ,fhrer hier sein ,amt erfllen4 ,der junge ,mensch mu einfach eine nicht einseitige1 sorgfltig und liebevoll bereitete und in jedem ,fall reine ,nahrung erhalten und nach seinem ,beispiel allmhlich freudig und nachdenkend essen lernen4 ,er wird lernen1 wie diese ,nahrungsstoffe gewachsen1 zusammengesetzt und wie sie zubereitet sind1 vor allem aber wie sie auf sein ,selbst wirken4 ,er wird lernen1 wieviel von ,aufbau bewirkenden und ,ausscheidung bewirkenden ,stoffen er braucht1 in welchen ,abstnden er essen mu und in welchen ,abstnden er wiederum sich der ,abfallstoffe entledigen mu4 ,so wird der junge ,mensch allmhlich berall die noch nicht vom eigenen ,rhythmus beseelte ,schwere seines ,krpertages zu spren beginnen4 ,alle die vielen ,menschen1 die noch keinen eigenen ,krper besitzen1 die hchstens ber dem mit ,kleidern behangenen ,rumpf einen eigenen ,kopf besitzen1 werden schwer begreifen1 um was es sich hier handelt1 nmlich um die ,eigenbeweglichkeit des ,menschen4 ,der ,fhrer wird lange hinhren mssen1 wo und wann es sich zuerst in dem ,krper seines ,vertrauten regt4 ,am ,morgen vielleicht1 wenn die ersten ,bewegungen des ,krpers noch gegen die ,ruhelage der ,nacht am ausdrucksvollsten sich abheben1 wird er sagen knnen3 so strmisch oder so bedchtig ist sein wahrer ,tagesrhythmus4 ,die ,muskeln und ,sehnen werden entweder verkrampft sein oder zu wenig entwickelt4 ,die ,verdauung wird zu schnell oder zu langsam arbeiten4 berhaupt der ganze ,mensch wird entweder zu gespannt oder zu schlaff sein4 ,das ist eine ,abweichung von dem wahren ,selbst dieses ,menschen1 der sich in seiner ganzen ,schnheit dem ,fhrenden vielleicht einmal in der gelockerten ,haltung des ,schlafes oder in einer unbewuten ,gebrde irgendeines wilden ,tages wesentlich offenbart hat4 ,diese ,abweichung im ,sinne zu groer ,spannung oder zu groer ,entspannung wird vielleicht durch bung der einzelnen ,glieder und des ganzen ,krpers aufgehoben werden knnen4 ,solche gymnastische bung braucht nun keineswegs jeden ,krper womglich nach demselben ,system gleichmig in allen seinen ,teilen durchzubilden4 ,wie bei der ,ernhrung kann das ,system nur der uere ,rahmen der ,krperbungen sein4 ,die ,schwingung des ,krpertages mu durchschlagen1 mu allein bestimmend sein fr die ,wahl1 ,anzahl und ,zusammensetzung der bungen4 ,oft werden auch gar keine bungen ntig sein4 ,das groe ,ziel1 das immer im ,auge behalten werden mu1 ist allein dieses3 wie der ganze ,mensch ist1 so sollen seine ,gebrden1 sein ,gang1 seine ,haltung1 alle seine ,bewegungen sein1 ein immer lebendiger unverwechselbarer ,ausdruck seiner ,tage4 ,beides zusammen1 der ,stoffwechsel im ,innern des ,krpers und die ,bewegung des ,krpers nach auen1 erbauen das ,gefge des ,krpertages4 ,dieser tagtglichen ,wahrheit gilt es ganz eingehend in sich selbst nachzuspren3 wie die von auen genommenen tglichen ,aufbaustoffe innen im ,krper verarbeitet werden und sich wieder nach auen in die tgliche ,bewegung des ,krpers umprgen4 ,die ,gebrde1 d4 h4 die gesamte ,eigenbeweglichkeit der ,menschen ist ganz entscheidend von der ,ernhrung abhngig4 ,die auffllige ,verschiedenheit des ,menschenschlags in oftmals nahe beieinanderliegenden ,gegenden ist aus der verschiedenen ,nahrung zu erklren4 ,in ,gegenden1 wo viel ,fleisch und ,fett gegessen wird1 bildet sich ein schwerer ,schlag aus1 ,menschen von langsamen1 nachdrcklichen1 schwerflssigen ,gebrden4 ,und wie im kleinen so sind auch sicherlich die wenigen groen ,rassen der ,menschheit in ihrer krperlichen ,artverschiedenheit nicht nur durch das ,klima bestimmt1 sondern auch durch grundlegend verschiedene ,ernhrungsgewohnheiten4 ,davon hngt wesentlich ab1 was in ,gebrde und ,geruch bei den anderen ,rassen anders ist und oftmals gerade die unberwindliche ,abneigung der ,rassen voreinander1 den ,rassenha1 im tiefsten und unbewuten ,sinne begrndet4 ,die ,menschen knnen sich tatschlich nicht riechen und geraten in ,wut1 wenn sie die grundanderen ,gebrden der anderen ,rasse sehen4 ,die wenigen selbstndigen ,menschen1 die ,rassenha wirklich berwinden knnen1 sind nicht etwa die geistig ,selbstndigen 7bei denen bricht ,rassenha notwendig1 wenn auch oft gegen ihren ,willen immer wieder durch71 sondern die krperlich ,selbstndigen1 welche ,eigengeruch und ,eigenbeweglichkeit besitzen4 ,sie allein knnen die rassenfremde ,krperlichkeit als etwas ,schicksalhaftes begreifen1 vielleicht sogar als etwas ,fernes lieben1 wie sie ja auch die ,masse der eigenen ,rassegenossen lngst als krperfremd und fern zu empfinden gelernt haben4 ,nur die wenigen ,menschen1 die sich ihren ,krper zu eigen gemacht haben1 also ihr krperliches ,selbst beherrschen und lieben knnen1 finden stillschweigend ber alle ,rassenunterschiede hinweg unmittelbaren ,zugang zueinander4 ber alle die andern kommt notwendig immer wieder der wilde1 leidenschaftlich schne ,ha1 der letzten ,endes zu ,krieg und ,vernichtung fhrt1 aber zuvor freilich auch die herrlichsten ,werke des ,glaubens und der ,kunst im ,wetteifer gegeneinander emporstellen hilft4 ,das ,bild eines ,tages#b ,der fr jeden ,menschen nach einem ganz allein ihn selbst angehenden ,gesetz gebaute ,krpertag fgt sich ein in den groen1 fr alle ,menschen1 ja fr alle ,lebewesen gleichgestimmten ,sonnentag4 ,diese tgliche ,durchdringung von ,krper- und ,sonnentag wird sich nun vielleicht fr die gemeinsam ,suchenden1 fr ,fhrer und ,gemeinde in den gemeinsam durchlebten ,tageslufen1 allerdings langsam genug1 ergeben4 ,am frhen ,morgen entscheidet sich das ,schicksal jedes ,tages4 ,die aufspringende ,wucht des ,morgenanstiegs mu vor allen ,dingen ungehemmt bleiben4 ,die in der ,nacht abgebauten ,stoffe mssen da sorgfltig aus dem ,krper entfernt werden1 so da der ,krper von innen und auen leicht und rein in den ,morgen geht4 ,aus der ,ruhelage der ,nacht schiet die ,morgenkraft des ,sonnentages auf4 ,dies ,schwebende1 ,schieende1 ,sprieende des ,morgens ist so unbeirrt stark und eigenstndig1 da der ,mensch sich davon tragen lassen mu4 ,alles mu er tun1 um seinen ,krper leicht zu machen1 da er die ,schaukel jedes ,sonnentages bei ihrem ,aufschwung mglichst wenig beschwert4 ,erwachend1 mu er seine ,atemschwingungen gleich leicht machen1 die ,schwere des ,schlafes ausatmen4 ,sich dehnend1 wird er die schlafgebundenen ,glieder wieder beweglich machen4 ,er wird den ganzen ,krper durch ein ,bad von auen und durch die ,abfhrung der ,abfallstoffe von innen reinigen4 ,mit aller ,inbrunst wird er sich dieser ,bereitung seiner selbst hingeben1 wissend1 da er nur so in den aufschwingenden ,takt des ,tages rasch und leicht hineinkommen kann4 ,nun mu er sich tragen lassen von dem ,aufschwung des ,morgens und alles ,eigenwillige unterlassen4 ,wenn er durch eine groe ,morgenmahlzeit dem ,krper sehr viel ,aufbaustoffe zufhrt1 ist es vorbei mit diesem ,sichtragenlassen4 ,nicht viele schwere fett- und mehlhaltige ,stoffe wird er zu sich nehmen1 sondern viel eher irgend etwas ,zartes und ,aromatisches4 ,der ,fhrende kann hier seinen ,anvertrauten viel helfen1 indem er all das1 was die bequemliche ,gewohnheit alternder ,menschen dem ,morgenanstieg in den ,weg gebaut hat1 ihnen fortrumt oder vielmehr erst gar nicht an sie heranlt4 ,er wird einfach bei jedem ,einzelnen abwarten1 ob er auch wirklich das ,verlangen hat1 solche schweren ,dinge frhmorgens zu essen4 ,diese tgliche ,morgenfrage mu eben tglich von neuem eine ,frage sein1 darf nicht durch einen immer wieder in der gleichen ,weise besetzten ,frhstckstisch abgestumpft werden4 ,erst dann wird allmhlich jeder ,einzelne lernen1 was und wieviel und zu welcher ,zeit er etwas frhstcken soll1 ohne sich fr seinen ,tag zu belasten4 ,die aufsteigende ,kraft des ,morgens wird sich nun voll und freudig in ,arbeit umsetzen knnen4 ,die frhen ,morgenstunden sind die ,stunden der schpferischen ,leistung4 ,das kann nun krperliche wie gedankliche ,leistung sein4 ,in jedem ,fall aber mu die ,arbeit getragen sein von dem ,morgen1 mu drngen und strmen und jubeln mit dem steigenden ,bogen der ,tageskraft4 ,wo die ,arbeit des frhen ,morgens etwa durch ihre ,schwere oder ihre ,zerstreutheit oder ihre ,gleichfrmigkeit zu unlustiger oder gedankenloser ,verrichtung zwingt1 ist gleich der ganze ,tagesschwung in seiner aufspringenden ,wucht gefhrdet4 ,der ,mensch ergibt sich dann wohl auch1 trgt seine ,arbeitslast geduldig oder ungeduldig bis zum ,abend fort1 aber ,lust und ,freude ist dahin4 ,der lebendige ,wettlauf der eigenen ,krfte mit der steigenden ,sonne ist am ,anfang gleich unmglich gemacht4 ,das ist das ,schicksal der meisten krperlich wie geistig arbeitenden ,menschen unserer ,tage geworden4 ,hier gilt es umzuordnen4 ,die wahrhaft drngende1 die schpferische ,arbeit mu an den ,morgen des ,arbeitstages geschoben werden4 ,feld- und ,gartenarbeit in dem aufdampfenden ,erdboden mit den erwachten ,pflanzen ist so drngende ,arbeit4 ,auch das ,versorgen der morgenkrftigen ,tiere im ,stall ist so drngend4 ,die ,vorbereitung und ,zubereitung der ,speisen fr die beiden ,tagesmahlzeiten in der ,kche1 das ,schaben und ,putzen1 ,kochen und ,backen der frischen1 wohlriechenden ,dinge1 die dem tglichen ,krperaufbau dienen sollen1 auch das ist solche drngende ,arbeit4 ,dies alles mu den jungen werdenden ,menschen frh schon nahegebracht werden1 nicht als harte ,notwendigkeit1 sondern als spielendes1 freudevolles ,tun4 ,bei solcher drngenden ,morgenarbeit mssen sie spielend erst1 dann helfend dabei sein4 ,solche drngende ,wucht und strmende ,notwendigkeit mu zum mindesten hinter aller ,morgenarbeit jugendlicher ,menschen stehen4 ,schpferische ,arbeit mu es sein4 ,alles handwerkliche und knstlerische ,tun und jede ,unterweisung darin gehrt in den ,morgen des ,tages4 ,es ist ein trauriges ,ergebnis1 wenn man die ,stundenplne der ,schulen und ,hochschulen daraufhin prft4 ,die ,kraft des aufsteigenden ,tagesbogens reit ,tat- und ,gedankenschpfung mit sich empor4 ,das entstehende ,werk wird durch die mitschaffenden ,elementarkrfte des ,morgens mitgetragen und von jeder anhaftenden ,schwere und ,eigenwilligkeit seines ,erschaffers befreit4 ,die ansteigende ,bogenkraft des ,tages kann sich dehnen und manchmal ein stundenlanges ,aufsteigen gewhren4 ,stunden der ,schaffenskraft1 in denen der ,mensch sich getragen fhlt1 in denen die schaffende ,kraft durch ihn hindurch durch die ,vermittlung seiner ,hnde und seines ,geistes die ,dinge ordnet und auferbaut4 ,aber der ,aufstieg wird auch aufhren4 ,die ,stunden des ,abbaus beginnen4 ,auch hier mu der ,mensch fr seinen ,krpertag lernen1 dem ,willen des ,sonnentages nachzugehen4 ,wo der ,fhrer bei seinen ,vertrauten die ersten ,zeichen der ,ermdung versprt1 mu er die ,kraft haben1 den ,gang der ,dinge zu unterbrechen1 zu sagen3 jetzt ist's genug4 ,jetzt tun wir etwas anderes4 ,er mu sie nun zu reproduktiver1 zu mechanischer1 zu bender ,arbeit hinberleiten4 ,krperliche bungen1 ,gedchtnisbungen1 ,sprachbungen1 belehrende ,unterredung ber die ,geschichte der ,natur und des ,menschen gehren in diese absteigenden ,vormittagsstunden4 ,fallende1 nicht steigende ,kraft treibt hier das ,rderwerk der ,arbeit1 bis die ,tiefe des ,tages1 die ,mittagspause1 erreicht ist4 ,nur wer im hohen ,sommer die mittgliche ,ruhe der ,natur einmal wirklich erlebt hat1 kennt den ,sinn des ,mittages4 ,der ,mensch mu hier in sich selbst versinken1 ganz zur ,besinnung1 zur ,ruhe kommen4 ,und als erste krperliche ,aufbauregung wird nun der ,hunger kommen1 das ,verlangen nach aufbauender ,nahrung1 und dieses ,verlangen wird befriedigt werden im ,mittagessen1 das wahrhaft eingebettet sein mu in die schpferische ,pause des ,tages4 ,das ,essen wird in ,stille und ,freudigkeit eingenommen werden und ganz hingegeben an den aufbauenden ,sinn des ,essens4 ,wenn es in ,gemeinschaft geschieht1 drfen sich die ,menschen dabei gegenseitig nicht mehr stren durch viel ,gesprch und irgendwelche ,anforderungen aneinander4 ,das ,beispiel des ,fhrenden wird hier wirken und allmhlich eine rechte ,tischgemeinschaft unter seinen ,anvertrauten schaffen mssen4 ,nun wird der ,nachmittag heraufsteigen2 sein ,anstieg hat nicht die ,wucht des ,morgenanstiegs1 dem ,eigenwillen der ,menschen ist nun viel mehr ,freiheit gegeben4 ,die durch das ,essen zugefhrten ,stoffe mssen im ,krper verarbeitet werden4 ,darum ist die ,lust1 an irgendwelche ,arbeit nach auen ,kraft abzugeben1 gering4 ,besonders bei ,kindern1 die noch im ,wachstum sind1 ist der nachmittgliche ,arbeitswille gering4 ,viel eher ist es dem kindlichen ,leben gem1 am frhen ,nachmittag zu spielen und herumzulaufen1 und am spten ,nachmittag erst wird sich das ,kind wieder zu kurzer ,arbeit entschlieen knnen4 ,wo ,kinder frhzeitig zur ,nachmittagsarbeit gezwungen werden1 geht das sicherlich auf ,kosten ihres ,krperaufbaus4 ,wenn spterhin die dem ,kindesalter entwachsenen ,menschen am ,nachmittag noch schaffende ,arbeit tun wollen1 mssen sie wissen1 da diese ,arbeit schwere ,arbeit ist4 ,sie wird dem ,krper abgerungen und ist nicht so strmend und so drngend wie die ,morgenarbeit4 ,der ,flu der ,leistung ist zher1 von dem bewuten ,willen abhngiger4 ,entwerfen1 ,planen1 ,beginnen gehrt in die ,morgenstunde4 ,aber das ,durcharbeiten und ,prfen1 berdenken1 ,verndern1 ,vollenden gehrt in den ,nachmittag4 ,nachmittagsarbeit ist langsamer und stockender1 von vornherein auf die berwindung von ,hindernissen eingestellt4 ,schwere problemreiche ,arbeit von wissenschaftlich-philosophischer ,art gehrt in den ,nachmittag1 als ein ,sieg des ,geistes ber krperliche ,schwere4 ,dieser ,sieg kann naturgem nur dann errungen werden1 wenn die ,wechselbeziehung zwischen der fr den ,krperaufbau notwendigen ,kraft und der freiwerdenden ,arbeitskraft genau bekannt ist4 ,der ,fhrende wird jeden seiner ,anvertrauten von frh auf genau beobachten mssen1 damit er ihm spter auf seine ,fragen ,aufschlu geben kann4 ,und alsdann wird es fr alle einzelnen ,glieder der ,gemeinschaft allmhlich klar werden1 da sie ihr ,mittagessen nicht allein nach ihrem ,hunger bemessen drfen1 sondern auch noch irgendwie mit ihren vielleicht sehr verschiedenen ,tagesabsichten in ,einklang bringen mssen6 ,ein wahrhaft schpferischer ,tag lt ,hungergefhl oft erst sehr versptet oder gar nicht aufkommen4 ,wenn stundenlang schwere und mhsame ,arbeit getan ist1 kommt die ,abspannung des ,gesamttages4 ,der ,mensch geht in den ,abend des ,tages ein4 ,und damit erreicht er wieder die schpferische ,pause4 ,er berlt sich der ,ruhe des ,sonnentages4 ,in kleinen ,stdten und auf dem ,lande setzen sich zu dieser ,stunde die ,menschen auf die ,bank vor dem ,hause oder gehen ber die abendlichen ,felder4 ,aus dem ,zusammenklang der inneren ,abendruhe des ,menschentages mit der ueren ,abendruhe des ,sonnentages wird ,feierabend4 ,des ,morgens darf der ,krper nur mglichst wenig belastet werden1 um den ,morgenaufschwung nicht zu hemmen1 am ,mittag mu das ,gleichgewicht zwischen ,krperaufbau und ,tagesleistung geschaffen werden4 ,am ,abend aber erhlt der ,tag seine ,schwere4 ,das aufbaubegehrende ,gefhl des ,hungers bekommt das entscheidende bergewicht1 das ,abendessen wird die ,hauptmahlzeit des ,tages4 ,ein richtiges ,gleichgewichtsgefhl wird den ,abstand zwischen ,abendmahlzeit und ,schlafengehen richtig bemessen4 ,unmittelbar nach der ,mahlzeit ist noch ein ,stck grober ,verdauungsarbeit zu tun4 ,jeder ,mensch mu fhlen lernen1 wieviel ,zeit er dazu braucht4 ,es ist schlecht mglich1 diese ,arbeit im ,schlaf zu tun4 ,und so wird das ,essen unmittelbar vor dem ,schlafengehen eine ,unmglichkeit4 ,diese ,zeit zwischen ,abend und ,nacht ist ,ruhezeit1 ganz und gar dem ,aufbau des ,selbst gewidmet1 es ist die eigentliche ,erbauungszeit im alten schweren ,sinne des ,wortes4 ,in breiten ,strmen knnen hier die gewaltigen ,werte der ganzen groen ,menschengemeinschaft auf den ,einzelnen einwirken1 wenn er sich nur ganz locker und offen zu machen versteht4 ,ein vllig hingegebenes ,lesen in ,bchern1 die das ,menschliche vermitteln1 ist zu dieser ,zeit mglich4 ,der ,abend ist die ,zeit1 mit den groen ,menschen frherer oder gegenwrtiger ,zeit in ,verkehr zu treten4 ,der ,abend ist berhaupt die ,zeit der ,gemeinsamkeit4 ,alles dies braucht nur angedeutet zu werden4 ,es ist ja lngst bekannt1 und es gilt nur1 dieses ,bekannte nicht zu unterdrcken1 sondern im ,verlauf eines jeden ,tages immer voll und ganz ausschwingen zu lassen4 ,der ,abend ist vielgestaltig in seiner ,schwere4 ,aus der kraftbergenden ,ruhezeit des menschlichen ,selbst kann sogar noch einmal etwas wie ein neuer ,morgen mitten in die beginnende ,nacht hinein aufbrechen4 ,es gibt ,abende1 an denen der ,mensch ber viele ,stunden hinweg noch einmal wieder schpferisch zu werden vermag1 im festlichen ,kreis nahestehender ,menschen oder auch in einsamer ,arbeit4 ,aber nur selten einmal wird diese ,nachblte des ,tages sich wirklich von ,natur aus voll entfalten4 ,und der ,mensch kann diese ,gewalt1 seinen eigenen ,krpertag in die ,erdnacht hinein zu verlngern1 leicht mibrauchen lernen4 ,viele der heutigen ,menschen zwingen sich selbst fast tglich zu solcher zweiten ,tag-,geburt in die ,nacht hinein und erschpfen damit ihre ,kraft4 ,der ,fhrer zum ,leben wird seinen ,anvertrauten sicher erst nach der ,zeit der ,reife1 und auch dann nur selten1 diese geheimnisvolle und so leicht abnutzbare ,kraft brauchen lehren4 ,denn das ,gesetz des ,sonnentages fordert die dunkle ,ruhe der nchtlichen ,pause1 die vllige ,entspannung des ,tages in die ,nacht4 ,der ,schlafzustand ist dementsprechend die groe ,pause des ,krpertages4 ,aber wie die heutigen ,menschen gewohnt sind1 ihre ,tage zu verleben1 so sind sie auch gewohnt1 ihre ,nchte zu verschlafen4 ,sie schlafen hinweg ber ihren eigenen ,schlaf4 ,sie knnen sich nicht mehr in die groe ,nachtruhe des ,sonnentages fallen lassen4 ,das ,seil ihres ,schlafes ist gewissermaen zu straff gespannt und vermag gar nicht mehr in einer grobogigen ,schwingung den schpferischen ,tiefpunkt zu erreichen4 ,in kleinteiligen1 vieltrumigen ,rhythmen flattert ihr ,schlaf darber hinweg vom ,abend zum ,morgen4 ,nur ganz selten geschieht es einmal1 da einer beim ,erwachen sprt1 er habe die ,tiefe erreicht1 er steige aus dem ,abgrund1 ganz neu gestrkt1 ja neu geboren4 ,an irgendeiner ,stelle des ,schlafes liegt sein schpferischer ,kern1 die ,pause des ,tiefschlafes1 zu der die ,rhythmen in absteigender ,folge hinfhren mssen1 um dann von dort im groen ,bogen wieder anzusteigen zum ,erwachen4 ,auf die ,erreichung dieser ,tiefe kommt es an1 viel mehr als auf die ,lnge des ,schlafes4 ,auch kurzer ,schlaf1 wenn er nur steil hinabfhrt1 vermag ,entspannung zwischen ,tag und neuem ,tag zu sein4 ,in diese ,tiefe des ,schlafes hinein kann der ,fhrer seine ,anvertrauten ein ,stck geleiten4 ,er mu sie lehren1 sich nicht anzuklammern an den ,tag1 der ging1 vielmehr nach jedem vollendeten ,tage ihr ,leben in die ,nacht hineinfallen zu lassen1 damit sie wirklich alle in die schpferische ,tiefe ihres ,schlafes hinabgelangen4 ,er ffnet alle diese ,tag und ,nacht umschlieenden ,zeitrume1 er gibt sie jedem seiner ,anvertrauten zu eigen1 so da ein jeder ganz davon durchdrungen wird3 diese ,tage knnen von mir gefllt werden bis zum berquellen mit ,leben und ,leiden1 sie knnen von mir leicht und leer wie ,seifenblasen fortgeblasen werden4 ,beides kann ich mir geschehen lassen1 mit der wissenden ,inbrunst des lebendigen ,menschen1 der dem ,gesetz in keinem ,falle widerstrebt1 sondern sein ganzes ,wesen mit dem groen ,rhythmus der ,tageswiederkehr mitschwingen lt4 ,so werden die ,menschen nicht mehr an der ,ungeprgtheit ihrer ,tage zu leiden haben4 ,jeder ,tag wird fr sie sein eigenes ,gesicht bekommen und ihnen wohlvertraut im ,gedchtnis bleiben4 ,das ,tagebuch hat hier seinen neuen ,sinn1 zum mindesten fr alle ,menschen1 deren ,sehnsucht immer wieder nach ,gesichtgebung1 nach ,gestaltung1 nach ,klrung drngt4 ,wer ,buch fhrt ber seine ,tage1 wird seine ,gedanken allmhlich sammeln lernen auf das ,wesentliche1 das ,gesicht dieses einen nie wiederkehrenden ,tages4 ,die fertige ,tageskugel wird an jedem ,abend noch einmal freudig in beide ,hnde genommen und gegen das sinkende ,licht gehalten1 mit der ,frage3 was war dies1 was da mit diesem nun gewesenen ,heute reigenhaft durch mich hindurchging8 ,monats- und ,jahresschwingungen ,wer so die ,einheit ,tag und ,nacht einzeln gestalthaft erlebt1 als wre jeder ,tag der erste und jede ,nacht die letzte1 der wird dann auch langsam fhig werden zu begreifen1 was die ,mehrzahl ,tage bedeutet3 da es nicht zu ,ende ist mit dem einen ,tag1 da es seinen ,fortgang nimmt1 da die ,einzelkugeln sich zur ,kette reihen4 ,der ,fhrer zum ,leben mu es seinen ,anvertrauten begreiflich machen3 morgen ist auch ein ,tag4 ,denn das ,kind lebt einzig in den ,tag hinein1 so1 als wre der ,tag das ganze ,leben4 ,es mag gar nicht zu ,bett gehen1 weil es noch viel mehr hineinleben mchte in den einen ,tag4 ,ganz sacht und allmhlich wird nun der ,fhrer die kindlichen ,zeitrume aufweiten1 bis diese ungeheure ,tatsache des ,morgen1 diese berhhung der ,gegenwart durch ,zukunft ihm zu erlebter ,wirklichkeit wird2 und das ,kind dieses ,geschenk zu gebrauchen lernt nach seinem eigenen ,willen4 ,in den heutigen ,schulen wird gewissermaen vorausgesetzt1 da das ,kind schon seine ,tage zusammenhngend verleben knnte4 ,es erhlt einfach seine ,aufgabe fr morgen1 oder gar fr ber acht ,tage1 ohne doch zu wissen1 was es damit vermag1 wenn es eine ,aufgabe fr morgen vorbereitet4 ,es ahnt nicht1 da dieses eine ,erweiterung seines eigenen ,tageslebens1 eine ,eroberung seiner ,zeit bedeutet1 vor allem es lernt sich nicht freuen ber dieses ,anwachsen seiner ,macht4 ,von vornherein mu der werdende ,mensch lernen1 da er mit dem ,auf- und ,abbau der vielen ,einzeltage zugleich an bestimmten greren ,rhythmengefgen arbeitet4 ,die ,einheit ,tag wird durch die ,sonne bestimmt4 ,die nchst hhere ,zeiteinheit bildet sich durch den ,umlauf des ,mondes4 ,die #bh ,tage des ,mondumlaufes bilden sicherlich eine sehr wesentliche ,periode1 durch die sich das krperliche ,selbst eines jeden ,menschen hindurchschwingen mu4 ,die monatliche ,periode ist1 wie der ,tagesrhythmus im ,leben des ,menschen1 fast gnzlich verschttet4 ,wer fragt danach1 ob ,vollmond ist oder ,neumond8 ,wenige fragen berhaupt nach dem ,dasein von ,sonne und ,mond und nehmen dieses rhythmische ,anschwellen und ,abschwellen von ,neumond zu ,vollmond und wieder zum ,neumond genau so gedankenlos hin1 wie sie das ,anschwellen und ,abschwellen des ,tages von ,morgen ber ,mittag zum ,abend hinnehmen4 ,die ,bedeutung des ,mondwechsels lebt hchstens als ,erinnerung an mrchenhafte ,geschehnisse in den dunkelsten ,winkeln des ,gedchtnisses fort3 da die ,hexe zu ,neumond oder ,vollmond ihre ,krutertrnke braut1 da ,mdchen ihre ,haare zu ,vollmond beschneiden1 damit sie besser wachsen2 dann erinnert man sich1 da auch die ,springfluten mit dem ,mondwechsel zu tun haben1 und schlielich etwas tiefer ins tgliche ,leben eingreifend ist die ,erfahrung1 da das ,wetter bei ,vollmond und ,neumond umzuschlagen pflegt4 ,im brigen denkt man eben nicht an die ,mondgezeiten1 zumal da auch der ,kalender nicht mehr nach ,mondmonaten rechnet4 ,und doch gewinnt diese ,periode der #bh ,tage bei der ,frau eine ihr ganzes krperliches ,dasein beeinflussende ,bedeutung4 ,durch zu gestraffte ,lebensfhrung kann diese ,periode sich verkrzen1 auch kann sie durch eine zu erschlaffte ,lebensfhrung sich verlngern1 ja ganz unkenntlich werden4 ,der ,sinn dieser monatlichen ,reinigung ist die schpferische ,pause1 in den zwei bis drei ,tagen der ,schwche liegt beschlossen die ,sammlung der ,kraft4 ,frauen1 die diesen ,sinn miachten und diese schpferische ,pause ihrem ,selbst nicht gnnen1 also dem allgemeinen ,gesetz zuwider handeln1 werden allmhlich starr oder schlaff4 ,sinn und ,wesen dieses monatlichen ,rhythmus ist fr den ,mann noch bedeutungsloser geworden1 weil er nicht wie die ,frau ein so merkbares ,zeichen in seiner ,monatswelle hat4 ,die nchst hhere ,periode1 das ,jahr1 ist wie der ,tag vom ,lauf der ,sonne abhngig1 teilt sich in an- und abschwellende ,jahreszeiten4 ,dieser ,periodik entsprechen jhrliche ,sammlungszeiten des ,menschen1 die in der ,hauptsache dem ,aufbau des ,selbst gewidmet sind und jhrliche ,gebezeiten1 die durch ,abbau des ,selbst ,leistung schaffen4 ,die ,art1 wie die ,erde sich durch den sonnenbedingten ,rhythmus hindurchschwingt1 die ganze ,summe der jhrlichen ,taten und ,leiden der ,erde1 wird dem heutigen ,menschen nur noch bruchstckhaft fhlbar4 ,er sprt zwar die ,witterungstatsachen hier und da1 aber die groen ,zusammenhnge innerhalb eines ,jahres sind ihm verloren gegangen4 ,alle die ,erscheinungen der ,lufthlle und der ,erdoberflche1 wie ,luftdruck und -feuchtigkeit1 ,wolkenbildung und ,windstrke1 ,wrme und ,lichtaufnahme1 ,erdstrmung und dergleichen fgen sich an ganz bestimmter ,stelle dem ,rhythmus des ,sonnenjahres ein4 ,zwischen den einzelnen ,jahreszeiten liegen jedesmal ,ruhepausen der ,erde1 schpferische ,pausen1 in denen etwas geschieht1 ohne da etwas getan wird4 ,wo der ,mensch in und mit der ,natur lebt1 wird er bald merken1 wie erschtternd tief diese ,jahrespausen in sein ,selbst einzugreifen vermgen3 die ,zeit der ,wintersonnenwende1 die ,zeit der ersten ,frhjahrswinde1 die hohe ,zeit des ,frhjahrs1 die ,sommersonnenwende1 die ,zeit der ersten ,reife1 die hohe ,zeit des ,herbstes1 die ,zeit der beginnenden ,winterstrme und abermals die ,wintersonnenwende4 ,das ,jahr hat viel mehr ,zeiten im ,wechsel des steigenden und fallenden ,rhythmus1 als der ,kalender verzeichnet4 ,und immer wo der fallende ,rhythmus abklingt1 liegt die bedeutungsschwere ,pause4 ,sie ist da und kndigt sich dem ,menschen1 der darauf horcht1 mit unfehlbarer ,sicherheit an4 berhrt er dieses rhythmische ,schweigen zwischen den ,jahreszeiten hartnckig immer wieder1 strmt er immer wieder ber die ,pausen hinweg1 so verwirrt sich sein eigener ,jahresrhythmus immer mehr1 da er mit ,gewalt noch ,leistungen aus sich heraus hetzt1 wo er schon lange wieder einsammeln sollte und da er sich vollstopft und in sich aufspeichert1 wo er lngst schon geben knnte4 ,wie diese durch ,sonne und ,mond bedingten ,zeitperioden1 die das ganze ,erdleben schwingen lassen1 im einzelnen auf die einzelnen ,menschen wirken1 wird zunchst noch lckenhaft erkennbar bleiben4 ,doch werden ,menschen1 die diesem allgemein erkannten ,gesetz nicht mehr widerstreben1 allmhlich einen rhythmischen ,zusammenhang ihres eigenen ,lebens mit den astronomischen ,perioden zu spren beginnen4 ,in diese streng gesetzmige ,periodik des ,sonnenjahres mu sich das ,menschenjahr in irgendeiner ,form einfgen4 ,und das ,heil kann immer nur da sein1 wo das ,jahr der ,seele zusammenklingt mit dem ,sonnenjahr4 99 99 99 99 99 ,die ,menschen haben nach dem ,gesetz ihres langsameren oder schnelleren ,lebenslaufes weniger oder mehr ,feiertage ntig4 ,die vier ,sonntage des ,monats sind fr die meisten sicherlich die vollkommen richtig abgemessene ,feierzeit4 ,auf sechs ,tage ,arbeit mu notwendig ein ,ruhetag folgen1 ,entspannung1 ,umstellung ist der ,sinn des ,sonntages4 ,wo ,menschen schwer arbeiten1 halten sie ganz von selbst den ,sonntag heilig4 ,wer am ,sonntag aufs ,land geht1 kann dort in jeder ,bewegung eines ihm begegnenden ,menschen merken1 da ,feiertag ist4 ,feiertag ist ,freudentag3 die ,menschen freuen sich an sich selbst1 an ihrer ,ruhe4 ,und wenn die ,freudenwelle hoch genug steigt1 flutet sie auf den anderen ,menschen ber4 ,so kann der ,feiertag zum ,festtag werden4 ,gemeinsam berflutende ,freude an sich selbst bringt die ,menschen zur festlichen ,gemeinschaft4 ,nur aus der glhroten ,freude des eigenen ,blutes kann die wahrhaft festliche ,erwartung in den ,menschen geboren werden1 die schpferische ,erwartung1 da unter allen zusammen etwas geschehen wird ohne ,absicht1 ohne gewollte ,anspannung der ,krfte4 ,dieses innere ,wissen von der in allen gleichmig stark anschwellenden ,freude des ,feiertages ist von solcher ,wucht1 da es nach ,gewand1 ,leib1 ,gestalt begehrt1 um seine ,flle zu bergen1 zu fassen und sichtbar zu machen4 ,fest ist ursprnglich religise ,handlung4 ,die ,sonntage und kirchlichen ,feiertage lassen das noch ganz abgeblat erkennen4 ,fast nur die uere ,hlle ist geblieben1 die innere ,bereitschaft1 die entscheidende ,wucht der gemeinsamen ,freude ist zersprungen in tausend ,nichtigkeiten4 ,die ,feste der groen ,stdte sind zu ,gespenstern ihres eigentlichen ,sinnes geworden1 grauenvolle ,umkehrung der ,wahrheit4 ,sie bringen nicht ,entspannung1 sondern zwingen die ,einzelnen gerade zu gespannter1 ja gekrampfter ,lust4 ,sie bringen die ,unrast1 mit der schon die ,arbeit gewhnlich getan wird1 auch noch in den ,feiertag mit4 ,rastlose ,lust jagt die ,menschen durcheinander4 ,der ,ballsaal einer ,grostadt am ,sonntag hat genau dieselbe bersteigerte ,atmosphre wie der groe ,maschinenraum am ,werktag4 ,die ,menschen bewegen sich da wie hier mit derselben ,anstrengung1 sie schwitzen und keuchen1 und leiden an ihrer ,unrast4 ,kein berfluten der ,freude in den anderen ,menschen1 sondern ein lustbegehrendes ,zerren aneinander kennzeichnet die ,gemeinsamkeit solches ,festes4 ,nur ganz selten1 nur in den kleinen ,gemeinschaften1 die sich in diesen ,zeiten berall im ,lande gebildet haben1 gibt es schon wieder ,feste1 die in ihrer strahlenden ,schnheit ber viele ,jahre des ,lebens hinaus leuchten fr alle1 die dabei waren4 ,da ist das ,fest wieder das ,werk der feiernden ,gemeinsamkeit geworden1 unwiederholbar1 schn wie ,musik1 wie ,tanz2 aber nicht von einem geschaffen1 sondern von allen zusammen4 ,feste knnen nur dann zu gemeinsamen ,werken der ,weihe werden1 wenn sie wahrhaft in die ,ruhezeiten des schwingenden ,jahres eingebettet sind4 ,die alten kirchlichen ,feste1 soweit sie noch einige ,gewalt ber die ,menschen behalten haben1 das ,weihnachtsfest1 ,ostern1 ,pfingsten sind ganz vom ,sonnenjahr abhngig4 ,etwa3 der erste ,sonntag nach dem ersten ,frhlingsvollmond1 das gibt den rechten ,zeitpunkt fr ein ,fest beweglich nach der ,schwingung des ,jahres4 ,nicht kalendermig festgelegt mu der ,zeitpunkt der ,feste sein4 ,die innere ,ruhe des einzelnen ,menschen1 ihre ,versenkung in sich selbst ist ja gesetzmig gebunden an die ,wartezeit des ,sonnenjahres4 ,diese ,zwischenjahreszeiten sind die natrlichen ,rume fr die menschlichen ,feste4 ,weil zu solchen ,zeiten alle in der gleichen ,lage der ,ruhe und ,erwartung sind1 knnen sich hier wahrhaft religise ,feste erheben1 die wieder alle ,menschen in ,eins zu verbinden vermgen4 ,lebensalter ,wo der ,mensch sich des zeitlichen ,ablaufes bewut wird1 meint er damit meistens die astronomisch bedingte ,zeitfolge4 ,vergangenheit ist ihm nach ,tagen und ,jahren mebar4 ,vor seiner ,geburt sieht er eine endlose ,reihe von ,jahren2 nach seinem ,tode sieht er wieder eine unendliche ,reihe von ,jahren4 ,und das ,gefhl der ,vergnglichkeit berfllt ihn wie ein ,schwindel1 wenn er sich so in dem unabsehbaren ,netz der ,sternenzeit hngen sieht4 ,in dem ,grade1 wie einer sich seiner eigenen ,entwicklung1 also seines ,selbst bewut wird1 wird er unabhngiger von den astronomischen ,zeiteinheiten4 ,er fhlt sich dann nicht mehr hngend in einem unbersehbar weiten ,zeitgefge4 ,viel eher fhlt er sich als ,schpfer seiner eigenen ,lebenszeit4 ,und wenn er gegen ,ende des ,lebens seine ,zeit berblickt1 mag ihm zumute sein wie einem ,knstler vor dem endlichen ,abschlu seines ,werkes4 ,so kann der ,mensch also sein ,verhltnis zur ,zeitlichkeit gewissermaen von zwei ,seiten her betrachten4 ,nach auen hin sieht er sich eingespannt in die stets wiederkehrende ,folge der durch ,sonne- und ,mondumlauf bedingten ,gezeiten4 ,durch ,tage1 ,monate und ,jahre mu sein ,leben hindurchschwingen1 um schlielich darin zu verschwinden4 ,nur ganz selten vergit der ,mensch die schneidende ,gewalt der ,sternenzeit und wird gewahr1 da er ja auch ebenso gewi aus seinem eigenen ,selbst heraus stetig sein eigenes ,zeitnetz spinnt4 ,als ,einheit der selbsteigenen ,zeit des ,menschen knnte man von seiner ,atemsekunde sprechen1 von der ,zeit1 die ein jeder zu seiner eigenen ,aus- und ,einatmung braucht4 ,es wre vorstellbar1 da das atmende ,selbst auch in einem gleichmigen dunklen ,raum ohne ,bewegung verharrend1 gewissermaen wie die ,tiere im ,winterschlaf1 mit seinen eigenen ,atemsekunden eine eigene ,zeit aufbauen knnte4 ,mit seinem eigenen ,atem schwingt er sich durch die ,tage und ,jahre4 ,aber nicht jeder schreitet nun gleichmig fort4 ,die ,allermeisten erreichen nicht die hheren ,altersstufen ihres ,selbst4 ,nach dem ersten ,anlauf des ,lebens bleiben sie in sich selber stecken4 ,bei dem ,aufbau der eigenen ,lebensalter ist die ,bedeutung der schpferischen ,pause gro1 ,glck und ,flle und ,schnheit des ,einzellebens hngt davon ab1 ob die kraftspendenden ,pausen zwischen den ,lebensaltern wirklich innegehalten wurden4 ,in der ,jugend folgen die ,lebenswellen schneller aufeinander4 ,die ,pausen sind dichter aneinander gerckt4 ,im ,alter greifen die ,wellen breiter aus1 und weitere ,zeitrume umspannend folgen die ,pausen4 99 99 99 99 99 ,das ,leben wird gleichsam aus der ,urpause im ,mutterleib mit einer gewaltigen ,wucht ausgestoen und bildet im frhesten ,kindesalter sicherlich ein ,auf und ,ab von ganz dicht beieinanderliegenden ,lebenswellen4 ,nur die ,mtter wissen von diesen ersten so schnell aufeinanderfolgenden ,perioden im ,leben ihres ,kindes und sind recht imstande1 die trennenden ,pausen dazwischen einzuhalten4 ,von diesen frhesten ,perioden kann hier nicht gesprochen werden4 ,etwa vom sechsten oder siebenten ,jahre an1 wo das ,kind allmhlich der alleinigen ,pflege seiner ,mutter entwchst1 beginnt dann deutlich ein neuer ,lebensteil sich abzuheben4 ,auch in den sehr verwirrten ,zustnden des heutigen ,europa wird dieser neue ,lebensanstieg des zur ,schule kommenden ,kindes deutlich sichtbar4 ,diese ,welle luft bis zum elften und zwlften ,jahr4 ,hier beginnt dann eine zweite ,welle1 und auch dieser neue ,anstieg ist bei allen jungen ,menschen noch voll erkennbar4 ,es ist die ,zeit1 die durch die ,firmelung der ,kinder nach auen hin von der ,kirche sichtbar gemacht wurde4 ,von hier an luft aber das ,leben des europischen ,menschen gewhnlich schon pausenlos weiter fort4 ,bei den wenigen ,menschen1 die ihrer ,bildung von da an noch einige ,zeit widmen drfen1 tritt manchmal noch eine neue1 deutlich erkennbare ,pause nach dem ,verlassen der hheren ,schule ein1 ehe der junge ,mensch sich fr ein ,studium oder eine berufliche ,sonderausbildung entscheidet4 ,und schlielich als ,abschlu des ,jugendalters wird dann vor der eigentlichen ,aufnahme eines ,lebensberufes in seltenen ,fllen nochmal eine ,pause sichtbar4 ,die ,perioden der spteren ,lebensalter sind noch unkenntlicher als die des ,jugendalters geworden1 die schpferischen ,pausen werden immer mehr verwischt und bleiben bei den meisten ,menschen ganz aus4 ,nur bei denen1 die gar nicht anders knnen als ihr eigenes ,gesetz befolgen1 treten auch diese spteren ,besinnungspausen noch zutage4 ,das ,leben dieser wenigen zur ,selbstndigkeit gekommenen ,menschen setzt in deutlichen ,wellen ,lebensalter an ,lebensalter bis zum ,tode als der abebbenden ,welle des hchsten ,alters4 ,goethes ,leben ist solch ein bis zu seiner letzten ,mglichkeit an- und abschwellendes ,leben gewesen4 ,diese menschlichen ,werdezeiten knnen sich natrlich verschieben je nach dem ,eigengesetz eines ,lebens4 ,aber sie mssen da sein4 ,wo sie durch eine zu gestraffte ,lebensfhrung berrannt oder infolge einer zu schlaffen ,lebensfhrung gar nicht erreicht werden1 berjagt der ,mensch sein ,leben1 oder er lebt es nur bis zu einer gewissen ,periode4 ,tatschlich sind die meisten ,menschen entweder berlebt1 frh gealtert1 scheinbar gejagt von unsichtbaren ,mchten1 oder sie sind stehen geblieben an irgendeiner ,stelle ihres ,lebens1 und von da an wiederholen sie mechanisch immer wieder die ,schwingungen ihrer schon durchlebten ,jahre4 ,nur wo das ,leben in seinen groen ,bgen von einer ,ruhelage zur anderen ungehemmt ausschwingen darf1 wo jede neue ,lebensperiode wirklich aus der ,tiefe steigt1 geboren wird aus der ,besinnung auf das eigene ,gesetz1 nur da vermag der ,mensch sein eigenes ,leben bis zu ,ende zu leben nach dem ,gesetz1 wonach er angetreten4 ,der ,fhrende mu nun bei jedem seiner ,anvertrauten dieses rhythmische ,eigengesetz der jugendlichen ,lebensteile in seinem groen ,wellenschlag vollauf zur ,schwingung kommen lassen4 ,nur wer im eigenen ,leben1 auch im fhrenden ,alter noch1 die ,pausen innegehalten hat1 ist fhig1 den rhythmischen ,lebensgang seiner ,anvertrauten zu behten1 von ,welle zu ,welle1 von ,pause zu ,pause4 ,den ,strmischen wird er die ,ruhelage zu zeigen vermgen 7ohne ihn da hinein zu zwingen71 den ,zaudernden wird er liebend zum ,anstieg locken 7ohne ihn zu treiben74 ,die ,machtgebrde des bildenden ,fhrers in seiner ,bildungsarbeit reicht auch hier nie weiter1 als es durch die ,worte3 lauschen1 warten1 zeigen und locken angedeutet wird4 99 99 99 99 99 ,kinder von etwa sieben ,jahren1 die gerade den vielteiligen ,anstieg ihres ,lebens unter der mtterlichen ,fhrung beendet haben1 sind also inmitten ihrer ersten groen schpferischen ,lebenspause1 wenn der ,fhrer 7an ,stelle des ,vaters1 soweit der ,vater nicht selbst ,fhrer ist7 auf ihr ,leben ,einflu gewinnt4 ,hier ist das ,problem3 wie soll berhaupt die neue1 die zweite groe ,wachstumsperiode begonnen werden8 ber diesen ,anfang wird durch die gewhnliche ,schulform ohne weiteres hinweggewischt1 indem eben einfach eines ,tages ber das ,kind das ,verhngnis hereinbricht und es drei ,stunden lang in einer ,stube mit anderen ,kindern zusammengetan wird1 um dort von nun an ,dinge zu hren1 nach denen es nicht verlangt und noch lange nicht von selbst verlangen wrde4 ,mit einer ,pause beginnt dieses neue ,leben des ,kindes1 einer ,pause1 die sich vielleicht bei einzelnen ,kindern ber ,monate oder gar ,jahre erstreckt4 ,hier wird der ,kern gepflanzt fr viele kommende ,jahre4 ,es soll etwas werden und zum ,ausdruck kommen1 das in dem ,wesen des ,kindes noch verborgen ist4 ,alles kommt hier darauf an1 da der ,fhrer den ,sinn dieser ,pause begreift4 ,wie sinnlos ist es1 mit einem bestimmten1 vorher berlegten1 und in seiner ,methodik sorgsam eingelernten ,fragenbndel in das dunkel geschlossene ,sein des ,kindes hineinzustechen und sein ruhendes ,denken aufzuscheuchen1 damit es dieses ,denken in irgendeiner ,zukunft einmal gebrauchen lernt6 99 99 99 99 99 ,was mu nun der ,fhrer tun1 in diesen schweren ,anfangszeiten1 zwischen ,schweigen und ,reden8 ,er mu sich niederknieen1 da er so klein wird wie das ,kind4 ,er mu seine ,sinne zusammenschlieen1 da er so gespannt wird wie das ,kind1 so lauschend auf jede ,regung4 ,und spielend mu er1 erst selten und dann immer fter1 ,brcken schlagen von ihm selbst zu dem ,kind hinber1 an dieser und jener ,stelle1 ob es vielleicht schon einen ersten ,ausgang aus sich tun will4 ,tag und ,nacht wird er bereit sein mssen auf diesen ersten ,ausgang seines ,schtzlings4 ,und inzwischen mu er warten1 mu immer wieder nur ganz zarte ,versuche der ,annherung machen1 mu immer wieder sein eigenes ,leben in gleichen ,takt setzen wie das ,leben des ,kindes4 ,das ,anfangsverhalten des ,fhrers ist entscheidend4 ,kann er nicht warten1 greift er ein in das ,leben des ,kindes1 bevor es seine ,pause1 den herrlichen ersten ,tiefschlaf des jungen ,lebens beendet hat1 so hat er verspielt und mu bei diesem ,zgling vielleicht jahrelang warten1 ob er ihm in der nchsten groen ,lebenspause den entscheidenden ,dienst leisten kann4 ,es ist klar1 da ja bei diesem ,anfang schon die meisten ,lehrenden und die meisten ,vter scheitern mssen4 ,denn ihr eigenes ,dasein wurde ja in frher ,jugend durch irgendeinen eingreifenden ,willen irgendeines ,erwachsenen verbogen4 ,sie wurden frhzeitig gezwungen1 irgendeinen fremden ,takt zu gehen und fanden sich darein und glaubten von da an1 da es eben so sein mte4 ,sie lernten ihren eigenen ,takt vielleicht erst sehr viel spter1 vielleicht berhaupt nicht kennen1 und da sie nun selbst in ihrem eigenen ,lebenstakt so unsicher sind1 wie wollten sie da vermgend sein1 auf einen fremden ,rhythmus hin sich liebend einzustellen8 ,also der ,fhrer mu selbst ,ruhe genug haben1 um dem ,kind ,ruhe zu lassen1 solange es noch gesetzmig in dem ,zustand seiner ,unentfaltetheit verharrt4 ,bis es eines ,tages von sich aus nach irgendwelchem ,ausweg aus sich selbst begehrt6 ,der ,tag wird kommen1 und der ,fhrer darf diesen ,tag nicht verpassen und zu dieser ,zeit nicht in irgendwelcher ,mdigkeit vergraben sein4 ,gemeinsam mit dem nun von selbst erwachenden ,kinde mu er den ersten ,ausgang machen4 ,er braucht nun nicht zu ziehen und zu zerren und zu fragen und zu mahnen4 ,weit eher wird ihm das ,kind mit geweiteten ,augen voranlaufen und wird nur hier und da stehen bleiben und von sich aus fragen4 ,und er wird ,antwort zu geben haben4 ,durchaus nicht immer in dem gleichmig belehrenden ,tonfall des erwachsenen ,besserwissenden1 sondern je nach dem ,inhalt der ,frage frhlich und schnell1 oder ernst und behutsam1 oder stammelnd und leidvoll4 ,so wird allmhlich das ,leben des ,kindes sich berall nach auen zu entfalten beginnen4 ,und in der nun anbrechenden ,wachstumsperiode wird je nach der besonderen ,schnelligkeit und ,dichtigkeit des kindlichen ,geistes ,knnen und ,wissen langsam oder schnell1 tiefgehend oder an der ,oberflche zunehmen1 bis sich die zweite groe ,pause im ,leben des jugendlichen ,menschen ankndigt4 99 99 99 99 99 ,diese ,zeit um das zwlfte ,jahr herum1 die ,zeit der beginnenden ,geschlechtsreife1 wird in dem mit ,zwang und berwindung arbeitenden ,erziehungssystem noch viel weniger beachtet4 ,hier liegt wieder der schpferische ,kern fr die ,geschehnisse des weiteren ,lebens4 ,der jetzt bestehende ,zustand ist ein unbegreiflicher4 ,der ,erzieher in der ,schule geht ber diese groe ,pause1 die vielleicht bei einzelnen eine jahrelange ,schonung1 bei allen aber eine gewisse ,zeit vlliger ,umstellung zum ,leben erforderte1 einfach hinweg4 ,kein ,blick1 kein ,wort des ,lehrers beschftigt sich mit dem1 was in diesen ,zeiten allein ,krper und ,seele des werdenden ,menschen erfllt4 ,wenig wird hier gebessert werden1 wenn nun in reformierten ,schulanstalten zu dieser ,zeit eine gemeinsame ,belehrung ber geschlechtliche ,dinge einsetzt4 ,im ,gegenteil1 fr die allermeisten wird solche ,belehrung groen ,schaden bewirken4 ,deswegen1 weil das ,mittel der ,belehrung berhaupt unzweckmig ist1 wenn ein ,mensch sich im ,zustand des ,chaos befindet4 ,solche ,belehrung verkrzt den chaotischen ,zustand und nur wo diese ,besinnungszeit des reifenden ,jugendlebens ohnehin schon ihrem eigenen ,ende nahe ist1 mag ,belehrung das ,gegebene sein4 ,wo aber ein junger ,mensch erst am ,anfang seiner ,umwandlung steht oder infolge seiner langsamen ,entwicklung viel ,zeit dazu gebraucht1 kann das aufhellende ,licht die noch schlummernde ,schpfung seines ,selbst hchstens zu einer vorzeitigen ,reife bringen1 und diese ist genau so tdlich fr das ,selbst des ,menschen wie die ,unreife1 die durch das bergehen dieser groen ,lebenspause1 durch das lieblose und gedankenlose ,schweigen des ,lehrers verschuldet wird4 99 99 99 99 99 ,der ,fhrende mu hier wie stets lauschen und warten1 mit seinem ganzen ,leben nach seinem ,anvertrauten hin gerichtet sein4 ,schon lange ehe dieser selbst irgend etwas wei1 wird sich dem ,fhrer seine ,lebenspause ankndigen4 ,all die kleinen ,schwchen und ,unarten1 die der heutige znftige ,erzieher mit dem ,begriff ,flegeljahre geringschtzig oder gar scherzhaft an sich abgleiten lt1 wird der wahre ,fhrer liebevoll wissend auf ihren chaotischen ,ursprung deuten und ertragen1 d4 h4 mit-leiden4 ,sein ganzes eigenes ,wesen wird sich erhhen bei dem ,gedanken an die schpferische ,zeit1 die nun dem jungen ,menschenkind bevorsteht4 ,bei diesem ,wissen mssen aber seine eigenen ,herzschlge wechselweis strmisch und stockend werden1 wie bei dem ,kind1 das er behtet4 ,in seiner nachempfindenden ,glut selbst errtend1 mu er jedes ,errten des ,kindes verstehend und zugleich bersehend in sich nehmen4 ,so wird er merken1 wann das hilflose ,werden des ,knaben nach ,einsamkeit ruft4 ,er wird ihn an solchem ,tage von den ,gespielen und von sich selbst wegschicken1 ber alle ,mauern und ,zune weg in den ,wald1 an den ,see1 mitten in die ,wildnis werdender ,natur4 ,sein ,mund aber wird verschlossen bleiben wie der ,mund seines lieben ,kindes4 ,allein seine ,augen werden wachsam bleiben4 ,er wird darauf achten1 da es langen khlen ,schlaf hat1 da seine ,nahrung nun besonders ausgewhlt ist1 da keine unreinen ,stoffe ihn belasten1 da ,wind und ,sonne tglich an ihn kommen und der ,mond ihn nicht berhrt4 ,er wird das ,versteckenspielen des ,kindes1 das vorher doch so offen und zutraulich war1 nicht ,unwahrheit schelten1 weil er durch sich selbst wei1 da ,werdendes dunkel ist und sich ungern offenbart1 ehe die ,zeit da ist4 ,freuen wird er sich1 wenn der vorher so ,regsame faul wird und sich in die ,sonne legt und tagelang nichts tut als so vor sich hindmmern4 ,selbst wenn ,tcke und ,grausamkeit in diesen ,tagen bei irgendeiner ,gelegenheit ausbricht1 wird er sich freuen1 da solche ,restbestnde ererbter ,dunkelheiten frh zum ,ausdruck kommen und sich nicht im ,inneren festsetzen und so unterdrckt fr spter sehr viel ,schlimmeres vorbereiten4 ,vor allem aber wird er die wie auch immer aufquellende jugendliche ,tatenlust nicht tricht hemmen1 auch dann nicht1 wenn sie den gewohnten ,gang des ,lebens und des ,unterrichts durchbricht4 ,im ,gegenteil1 er wird den ,knaben reizen und herausfordern1 sich voll auszutoben in ,spiel und ,geschrei1 im ,laufen und ,rennen und ,wandern und ,schwimmen und allerlei krperlichen ,kunststcken4 ,und ber alledem darf er ihn niemals aus dem ,auge lassen1 denn eines ,tages wird es so weit sein1 da eine scheue fragende ,gebrde im ,krper seines ,schutzbefohlenen ihm sagt3 das ,werdende in mir ist jetzt sehr stark geworden1 es drngt schon nach dem eigenen1 nicht mehr nach irgend einem ,ausdruck4 ,kein fragendes ,wort1 kein fragender ,blick wird es sein4 ,viel frher ist die ,frage im ,krper1 vielleicht in einer pltzlichen eckigen ,wendung oder in einem unerklrlichen lauschend atmenden ,stillstehen des ,krpers mitten im wildesten ,lauf4 ,wenn der ,fhrer sonst wohl meistens mit der ganzen ,schar in den ,wald gegangen ist1 wird er nun an einem wohl ausgesuchten ,tage ganz einfach mit dem einen ausgehen4 ,es braucht nicht auffllig zu sein1 zu einem notwendigen ,gang nimmt er ihn mit1 weil doch eben berhaupt einer mitkommen mu4 ,hierbei braucht sich auch gar nichts zu ereignen1 als hchstens ein paar freundliche ,blicke oder da sie gemeinsam einen ,abhang herunterlaufen oder am ,waldrand ein paar ,augenblicke ber die ,felder atmen4 ,nur der ,fhrer wei1 was wird und dient dem ,werdenden mit seinem ganzen ,wesen4 ,wenn er dann vielleicht zum zweiten oder dritten oder zehnten ,male mit jenem allein geht1 wird auch etwas geschehen1 etwas ,geheimnisvolles1 das sich nicht nher bestimmen lt4 ,denn da der ,junge vielleicht auf einmal mit einem neuen ihm ganz eigenen ,ausdruck irgendeinen ,gedanken formt1 oder da er halb zitternd1 halb ungestm die ,hand des lteren ergreift und lange nicht los lt1 oder was es auch sein wird1 -- das ist ja nur das auen ,geschehende4 ,mit dem inneren ,auge aber sieht nun der ,fhrende nichts als lauter aufsteigende ,strme von ,kraft1 die alle in seine ,hnde mnden1 an denen er liebend und formend entlang gleiten darf1 die gar nicht enden wollen in ihrer ,unerschpflichkeit1 die kreisend immer neu aufsteigen aus der unendlichen ,werdeflle des reifenden ,knaben4 ,und noch viel spter wird dann erst die ,frage zu der ,oberflche der ,worte aufsteigen3 was ist mit mir1 warum geschieht mir das1 was vorher doch nicht gewesen ist8 ,und auf die vertrauende ,frage wird die sehr langsame ,antwort kommen und spter dann ganz zuletzt zusammenhngende ,belehrung ber ,zweck und ,ziel der krperlichen ,wandlung und regelmige bung4 ,also erst zu einer sehr spten ,zeit1 wenn ,wort und ,begriff schon zu einem sicheren ,hilfsmittel der ,verstndigung zwischen den ,vertrauten geworden sind1 ist es mglich1 durch ,worte zu geschlechtlichem ,wissen zu fhren4 ,dies ,wissen wird sich aber fr jeden ,einzelnen anders gestalten4 ,dinge1 die doch jeder wissen mu1 gibt es hier noch weniger als wo anders4 ,einer wird viel ,beweisbares hren mssen und mancher vielleicht nur ein halb betontes ,wort zur rechten ,zeit4 ,die alles gleichmachende ,gesinnung unserer ,zeit darf hier nicht ,einla gewinnen4 ,ein ,krper1 der sich nach der ,norm entwickelt1 wird niemals lebendig werden4 ,nur das schon wieder erstarrte oder das noch gehemmte ,krperleben fgt sich dem ,system4 ,das wartende ,dasein des ,fhrenden kann dem jungen ,menschen allein dazu verhelfen1 ber diese entscheidende ,pause seines ,jugendalters nicht hinweg zu leben1 sondern wirklich ganz hinab zu gelangen zu den ruhenden ,krften seines ,selbst1 und darin zu verharren1 solange bis er von sich selbst ganz gesttigt ist4 ,mit seiner gesamten mitschwingenden ,lebenskraft mu der ,fhrer in seinem ,vertrauten bewirken1 da er sich fallen lt in seine ,tiefe1 nicht davor zurckschreckt und nicht durch irgendwelche gesetzten ,ziele und ,arbeiten sich etwa daran hindern lt4 ,und dann auch1 da er nicht darin verharrt1 da er nicht erschlafft in dem unttigen ,staunen ber sich selbst4 ,es ist ja das ,schicksal unzhliger ,menschen1 gewissermaen in der ,zeit ihrer ,pubertt stecken zu bleiben4 ,so da eigentlich alle weiteren ,erlebnisse ,wiederholungen dieser ihrer ersten geschlechtsreifen ,erschtterungen bleiben4 ,an dieser ,stelle1 wo das jugendliche ,leben aus der ,tiefe der ,pause nun zur ,reife seines ,geschlechtes aufbricht1 ist dem ,fhrenden alle ,macht gegeben4 ,die ganze aufsteigende ,kraft kann er nun lenken1 da sie in die selbst geschaffene ,tat des jungen ,menschen strmt4 ,diese ,kraft kann auch frh schon als leidenschaftlich dargebrachtes ,opfer der ,liebe aufflammen4 ,vor allem wird der ,fhrende an dieser ,stelle die ,last der eigentlichen ,wissenschaft bereit halten1 die dem jungen ,leben von da an ,schwere und ,richtung geben kann4 ,von alle dem wird spter ausfhrlich die ,rede sein4 99 99 99 99 99 ,die dritte schpferische ,pause der ,jugend liegt um das zwanzigste ,jahr herum4 ,auch an dieser entscheidenden ,stelle versagt die ,jugenderziehung heutiger ,zeit vllig4 ,denn gerade hier ist der junge ,mensch gewhnlich schon fhrerlos4 ,die ,schule hat ihn entlassen1 ohne ihn auf die kommende ,zeit der ,besinnung gengend vorzubereiten4 ,entweder ist er schon in einen ,beruf eingespannt1 der sein noch wachsendes ,selbst in irgendwelche herkmmlichen ,formen lenkt1 oder er geht auf eine ,hochschule1 um zu studieren4 ,die ,wende seines ,lebens sprt er hchstens als einen angstvollen ,zustand der ,leere4 ,grundlose ,traurigkeit1 ,weltschmerz1 ,ekel an den ,dingen berkommt ihn4 ,alles wird ihm fragwrdig4 ,und je fter er aus seinem ,trotz heraus nein sagen kann1 desto wohler ist ihm4 ,eine ,sehnsucht nach ,zerstrung wird in ihm gro4 ,darum hat ,krieg1 ,revolution1 berhaupt ,emprung gegen das ,bestehende fr jugendliche ,menschen so hohen ,erlsungswert4 ,diese gewaltsamen ,ereignisse werden immer wieder von den ,vielen bejaht werden und immer wieder geschehen mssen1 ja eigentlich herbeigefhrt werden1 solange ,jugend von der ,tiefe ihrer groen schpferischen ,lebenspause nichts wei1 sich davor frchtet und darum in zerstrerischer ,sehnsucht jede ,gelegenheit benutzt1 um auszubrechen in einen ,zustand1 der ihrem eigenen chaotischen ,inneren gleicht4 ,auch viele andere ,ventile werden geffnet aus ,angst vor dieser ,leere4 ,besinnungslos wirft sich der junge ,mensch an ,dinge und ,menschen weg4 ,angst vor dem eigenen chaotischen ,zustand treibt ihn dazu1 seine ,liebe an ,frauen zu geben1 die ihm nicht gehren und die ihm so fremd sind wie irgendein ,vogel oder ,baum am ,wege4 ,aus dem chaotischen ,grund seiner verzweifelten ,einsamkeit heraus erweckt er ,liebe1 vielleicht in vielen ,menschen1 wird verzehrende ,flamme fr viele1 die ihm nahe kommen4 ,und alle diese ,geschehnisse1 die fr ihn selbst nur ,rettung vor der ,leere seiner jugendlichen ,wende sind1 werden um ihn herum ,schicksal1 ohne da er es zunchst merkt und wei und will4 ,und erst spter1 wenn alles das sich ausgewachsen und lngst von ihm getrennt hat1 tritt es ihm als fremdes ,schicksal wieder in den ,weg und mahnt nun und fordert und zwingt ihn zu unfreiem ,handeln4 ,auch alles1 was die ,menschen in diesem ,alter tun und arbeiten1 bekommt etwas von diesem ,geschmack der ,verzweiflung4 ,junge ,knstler arbeiten selbstqulerisch ,tag und ,nacht an niemals vollendbaren ,kunstwerken2 ,fragmente von steiler1 spter nicht mehr erreichter1 vielleicht gar nicht wieder erreichbarer ,schnheit entstehen aus ihrer ,verzweiflung4 ,andere wiederum ergeben sich einem ,studium1 einem ,beruf1 wahllos und einzig getrieben von ihrem ,wunsche1 den chaotischen ,raum in ihrem ,selbst zu fllen1 irgend etwas zu gestalten4 ,der ,trieb zu gestalten erwchst also aus der gleichen ,furcht vor den ,abgrnden des ,selbst wie die ,sehnsucht zu zerstren und zu verneinen4 ,und auch diese ,gestalten bildende ,flucht vor sich selbst wchst allmhlich zum unentrinnbaren ,schicksal4 ,der ,mensch1 der an irgendeinem entscheidungsvollen ,abend seines jungen ,lebens den ,plan gefat hat1 ,knstler zu werden oder ,geschichte zu studieren oder ,politiker zu werden1 wei zunchst gar nicht1 was er damit auf sich nimmt4 ,aus der ,mitte seiner lebendigen ,kraft trmt er aus ,furcht vor dem ,chaos wahllos ,sach-,gebirge auf1 die dann nachher seinem ,lebensstrom unabnderlich leidvolle ,richtung geben knnen4 99 99 99 99 99 ,was knnte der ,fhrer zum ,leben1 all diese ,unabnderlichkeiten berschauend1 hier wohl tun8 ,wahrlich nur sehr wenig1 weniger als bei irgendeiner anderen entscheidungsvollen ,ausbung seines ,fhreramtes4 ,wo die ,fhrung fr dieses ,lebensalter versagt1 liegt es jedenfalls meist daran1 da zuviel vom ,fhrer getan und gewollt wurde4 ,das ,kind und der reifende ,knabe ist noch so weich1 da ein zu harter ,eingriff des ,fhrers das werdende ,selbst meist nur dazu zwingen kann1 auszuweichen4 ,aber aus der schpferischen ,pause der ,jnglingschaft soll ja gerade die ,unabirrbarkeit des ,selbst geboren werden4 ,einwirkung in einer das ,selbst verbiegenden ,richtung ist hier verhngnisvoller als vorher4 ,wie stets zuvor ist die ,gebrde des bildenden ,fhrers ein ,horchen und liebendes ,warten1 nicht aber ,bestimmen und ,raten und ,handeln4 ,sein ,dasein allein ist die ,strke und der ,wert seiner ,fhrerschaft4 ,stehen bleiben mu er selbst1 wenn der ,jngere von dem chaotischen ,zustand seines ,inneren gepeinigt vorwrts strmt und alles zerbricht1 was er selbst1 der ,fhrer1 die ganzen ,jahre hindurch hat bauen helfen4 ,er wei ja1 da sich der ,zerstrungswille nicht gegen ihn selbst richtet1 sondern gegen das ,bestehende berhaupt4 ,aus ,eigenliebe darf er also hier nicht etwa hindern oder auch nur vorzeitig ,ordnung schaffen wollen4 ,es wird eine schwere ,probe seiner ,fhrerschaft sein1 wenn er vielleicht fr sich selbst gerade in hchst fruchtbarer und aufbauender ,arbeit ist1 den zerstrerischen ,zustand seines ,freundes zu ertragen4 ,wenn er selbst an irgendeinem sachlichen ,aufbau arbeitet1 wird er nicht ber jene groen leeren ,rume verfgen1 deren sein ,anvertrauter bedarf1 um darein all sein zerstrerisches ,wesen zu ergieen4 ,doch schon bei dem geringsten ,widerwillen1 oder wenn der ,fhrende auch nur mit einem leisen ,gedanken der ,wehmut bei seinem eigenen unterbrochenen ,werk verharrt1 nicht augenblicklich alles ,werkzeug von sich tut und sich selbst weit macht in seiner wartenden ,liebe zu seinem ,getreuen1 ist er seinem ,fhreramt untreu geworden4 ,er hat sich dann entschieden1 ,meister zu werden an irgendeinem selbstgeschaffenen ,werk4 ,das mag auch gut sein1 ist aber etwas anderes und ist in ,augenblicken der ,entscheidung jedenfalls nicht mit dem ,fhreramt zu vereinen4 ,leicht und mit tiefer ,lust mu das ,werk aufgegeben werden in solcher ,zeit der wartenden ,liebe1 so leicht wie man ein ,spiel aufgibt1 wenn einer der ,gefhrten schwach wird und umzusinken droht4 ,auffangen mu der ,fhrer dann die ganze ,trmmerlast des jungen ,menschen4 ,er mu ihm ,raum geben4 ,was jener zu solchen ,stunden groer ,werdenot in ihn gelegt hat1 mu er still in sich bewahren4 ,es mu ,geheimnis bleiben zwischen ihnen4 ,denn dies hingebende ,vertrauen in die bergende ,liebe fordert von dem lteren schweigende ,ehrfurcht4 ,selbst wenn dieser ,bund nur fr ,augenblicke seinen ,ausdruck fand und spter vielleicht niemals mehr in ,erscheinung treten wird1 so deutet diese ,stunde doch auf das ,letzte1 das zwischen ,menschen hin und wieder schwingt4 ,nur wenn der ,fhrer ganz und gar mit hinabsteigt in die ,tiefe der ,zerstrung und ,verzweiflung und auch durch gutes ,zureden und trstliches ,schwatzen vom aufbauenden ,leben sich selbst und seinem ,gefhrten den ,weg nicht ungebhrlich verkrzt hat1 dann1 aber auch nur dann wird er nun die ,macht haben1 ihn zu einem wirklich aufbauenden ,leben zu locken4 ,nicht zu einem ,leben1 das er selbst in irgendwelcher guten ,absicht fr den ,freund sich ausdenkt1 sondern zu einem ,leben1 das sich ganz ohne sein ,zutun stolz und gerade auf den ,trmmern des vergangenen ,lebensteils erhebt1 als wahrer und ureigener ,ausdruck des nunmehr unbeirrbar werdenden ,selbst des ,jnglings4 ,bei dem nun neu anhebenden ,lebensanstieg des ,jnglings wird der ,fhrer nur noch lose nebenher gehen4 ,die fhrende ,wirkung seines ,lebens wird nicht mehr nach auen hin erkennbar sein wie frher4 ,der ,jngere wird nicht mehr ,tag fr ,tag an ihn denken4 ,das ,dasein des ,fhrers wird fr ihn allmhlich etwas ,entferntes werden4 ,auch rumliche ,trennung1 vielleicht zeitweise1 vielleicht fr immer wird einen ,keil zwischen die ,menschen treiben4 ,in ,wahrheit gehrt aber diese ,entwhnung voneinander noch in den ,bereich der bildenden ,aufgaben des ,fhrers4 ,es ist seine letzte und schwerste ,arbeit1 sich selbst dem ,anvertrauten entbehrlich zu machen1 ihn zu entlassen1 ,abschied zu nehmen4 ,nur in den seltensten ,fllen wird dieser rechte ,abschied gelingen1 nur dann1 wenn der ,fhrer ,einsamkeit-erfahren ganz in sich beruht4 ,nur dann1 wenn der ,jngere selbstndig und aufrecht seinen eigenen ,gang zu gehen gelernt hat4 ,dann wird ,abschied ohne ,schmerz sein und ,trennung so leicht und so gesetzhaft wie das ,fallen der ,frucht vom ,baum4 99 99 99 99 99 ,um das achtundzwanzigste ,jahr herum liegt abermals eine ,pause1 die das ,jnglingsalter von dem beginnenden ,mannesalter scheidet4 ,das heutige europische ,leben lt allerdings die ,innehaltung dieser ,pause berhaupt kaum zu1 weil der ,mensch von achtundzwanzig ,jahren schon lange fertig sein mu4 ,er mu seinen ,beruf und womglich seine ,familie schon haben4 ,die ,notwendigkeiten des materiellen ,lebens1 aber auch des geistigen ,lebens erfordern nun gleichmiges und rastloses ,fortschreiten und zwingen ihn ber die wichtigste ,bedenkzeit seines ,lebens hinweg4 ,er hat sich lngst entschieden und ist gebunden und tut seine ,pflicht4 ,wenn einer in diesen entscheidenden ,jahren von seiner ,pflicht redet1 sieht man es seinen zusammenkrampfenden ,lippen an1 wie sein ganzes ,selbst eine einzige groe unterdrckte ,trauer ist ber dieses forttrottende ,leben1 das ihn hinwegzerrt ber irgend etwas1 was unter ihm verborgen liegt1 und das er nur noch hier und da sprt als ein leises ,beben des ,grundes1 etwas1 das er selbst sich lchelnd oder seufzend -- und sehr richtig -- erklrt als ein -- wie er meint - trichtes ,erinnern an lngst berwundene ,werdezeiten seiner ,jugend4 ,alles was sich an dieser ,stelle des ,lebens zum letzten ,mal als ,sentimentalitt1 als ,hamlet-,stimmung an die ,oberflche wagt1 wird entschiedener und rcksichtsloser als in den frheren ,besinnungszeiten zurckgestoen4 ,der ,mann strzt sich in seinen ,beruf2 groe ,plne bringt er nun zur ,verwirklichung4 ,es beginnt1 ihm auf ,vollendung1 auf ,vollstndigkeit anzukommen4 ,was sich ihm an ,widerstnden entgegenstellt1 wird rcksichtslos zurckgeworfen4 ,zur ,zeit der ,jnglingspause um das zwanzigste ,jahr treibt die ,furcht vor der ,tiefe des eigenen ,selbst zur ,zerstrungstat oder zur gewaltttigen ,arbeit1 in hundert steilen ,anfngen4 ,in dieser ,hamlet-,zeit aber steht gerade die ,sehnsucht nach ,fertigwerden1 nach ,vollenden berall auf1 um ber die ,zeit der ,besinnung hinwegzulocken4 ,furcht vor dem nochmals aufgebrochenen ,abgrund des ,selbst treibt den ,mann in die brgerliche ,ruhe der ,ehe4 ,unter dem unbewuten ,bann dieser ,furcht entschliet sich der geistige ,mensch zu einer wirkenden ,tat4 ,in ,kunst und ,wissenschaft bringt er es allmhlich durch seine fertig erscheinenden ,werke1 durch seinen nunmehr unverkennbar gewordenen ,stil zu ,ruhm und ,ansehen4 ,schlau und ngstlich beginnt sich der ,mensch zu hten vor allem1 was ihn etwa zu der ,erkenntnis eines doch vielleicht notwendigen ,neuanfangs fhren knnte4 ,er sucht dann nach ,ausflchten1 nach ,rechtfertigung vor sich selbst4 ,er bringt sein ,leben in ,system1 lt alles fallen1 was kreuz und quer darin liegt1 was sich nicht fgt4 ,sein ,wille verdrngt alles1 was sich in ihm selbst auflehnt gegen diese ,systematik4 ,er will und mu die ,herrschaft ber sich und seine ,aufgaben behalten4 ,ist er doch in den ,kampf des ,lebens getreten und mu nun glauben1 da er ,rechte und ,ehre und ,ziele habe4 ,aber aus all dieser mannigfaltig gespreizten ,kmpferstellung des werdenden ,mannes spricht deutlich die ,angst1 von der letzten ,besinnungszeit seiner ,jugend zu ,fall gebracht zu werden4 ,das ist ,todesangst im tiefsten ,sinne dieses ,wortes1 zum ersten ,male wahre ,furcht vor dem ,tode4 ,und doch knnte aus dieser ,angst allein das ,hinabsteigen in seine ,tiefe1 das ,ersterben in sich selbst ,erlsung bringen4 99 99 99 99 99 ,von ,fhrung und ,gefolgschaft kann bei dieser ,besinnungszeit des werdenden ,mannes nicht mehr gesprochen werden4 ,hier ist der ,mensch zum ersten ,mal allein4 ,das klare ,bewutsein von seiner ersten wirklichen ,einsamkeit darf ihn nicht schrecken4 ,er mu wissen1 da er nun ins ,leben entlassen ist1 und bestimmt1 dem ,tode zuzuwandern4 ,gerade die ,hingebung an diese ,einsamkeit macht ihn mit seinem eigenen ,tode vertraut1 da er nun von ,farbe und ,geschmack des ,todes ganz durchdrungen wird4 ,nur durch diese ,todesweihe der ersten ,einsamkeit geht der ,weg zur ,liebe des ,mannes und zum ,beruf des ,mannes4 ,erst dann hat er volle ,freiheit und ,ruhe1 sich umzusehen und die anderen ,menschen1 alle jene einsamen ,menschen1 ringsum in ihrer inselhaft abgeschlossenen ,wirklichkeit zu gewahren4 ,es wird notwendig werden1 da er etwas tut4 ,sein ,wissen und sein ,knnen ist ausgebildet4 ,durch eins von beiden kommt er zur ,tat4 ,wissend wird er zum ,fhrer1 knnend wird er zum ,meister4 ,beides in ,beziehung zu jenen anderen ,menschen1 die er nun gesehen hat3 die jnger sind als er1 noch in ,werdenot befangen1 oder gleichen ,alters und frei geworden wie er selbst1 oder lter als er1 schon von ,todesnot befangen4 ,sein wissendes ,leben wird ihn stark machen1 die ,jngeren zu fhren1 mit den ,gleichaltrigen einen ,bund zu schlieen1 ,vter und ,mtter zu sttzen in ihrer wachsenden ,bedrngnis4 ,unter diesen vielfachen ,verbindungen wissender ,mannesliebe wird immer deutlicher eine ,spur zu der ,frau hinfhren1 welche die ,ergnzung seines ,mannestums darstellt1 die ihn zum ,vater machen wird4 ,aber keine der anderen ,verbindungen wird dadurch nun etwa gelockert1 keine darf willkrlich abgeschnitten werden4 ,nun mu alles getragen und zur ,vollendung gebracht werden4 ,das ganze ,tauwerk dieser ,verbindungen mu der ,mann bewut durchs ,leben fortfhren4 ,wissend wird er zum ,fhrer1 knnend zum ,meister4 ,aber auch das nur in bezug auf die anderen ,menschen ringsum4 ,allerdings sieht der ,werkttige nicht so liebesbewut auf die einzelnen ,menschen wie der ,fhrende4 ,er tut seine erwhlte ,arbeit1 seinen ,beruf aus der zwingenden ,notwendigkeit seiner eigenen ,kraft und fragt nicht viel nach den ,menschen1 denen er mit diesem ,werke ohne zu wollen eben doch liebe-dient4 ,werkttig oder fhrend1 immer nur das eine oder das andere1 beginnt der ,mann seinen ,lebensanstieg4 ,ein jeder kann beides tun4 ,doch mu er bei jeder ,gelegenheit immer wieder zwischen dem einen oder dem andern whlen1 das eine vor dem anderen zurckstellen4 ,fhrendes oder werkttiges ,vorzeichen werden auch die noch folgenden ,perioden des spteren ,mannesalters tragen4 ,darber kann hier nicht mehr gesprochen werden4 ,rhythmischer ,wechsel von ,schwche und ,kraft ,bei all den ,perioden drauen wie drinnen im ,menschen ist immer wieder dasselbe3 das ,auf- und ,abschwingen eines ,rhythmus um einen ,ruhekern herum4 ,die schwachen und fr sich allein sogar schlecht klingenden ,zeiten tragen die schpferische ,bedeutung der ,pause in sich4 ,und diese ,bedeutung mu zum ,ausdruck kommen4 ,es ist aber heute keineswegs so1 da der ,mensch diese seine dunklen ,tage anerkennt oder gar liebt und pflegt4 ,die meisten wten vielmehr gegen ihr eigenes ,gesetz4 ,wer eine kraftvolle ,natur hat1 zwingt sich an diesen ,schwchetagen genau so zu leben als sonst1 also genau so viel ,nahrung aufzunehmen und genau so viel ,arbeit zu leisten als sonst4 ,das heutige ,leben1 das ganz nach ,minutenzeiger und ,zentimeterstab ausgerichtet ist1 zwingt ja ohnehin jeden ,einzelnen von ,jugend auf zu maschinenhaften ,gewohnheiten und lt jedes ,auflehnen der eigenen ,natur dagegen -- auch wenn es einmal aus der ,tiefe der ,besinnung kommt -- ungeprft unterdrcken4 ,so lebt der mit viel ,energie ausgestattete ,mensch ber seine ,schwchetage hinweg auf ,kosten seiner zunchst unerschpflich scheinenden ,lebenskraft1 solange bis dieser ,vorrat eben doch erschpft ist und es in irgendeiner ,gestalt zum ,zusammenbruch kommt4 ,von ,zeit zu ,zeit kommt es bei solchen starken ,naturen zu irgendwelchen ,katastrophen1 etwa zu schweren ,krankheiten1 oder zu ,perioden gesteigerter ,genlichkeit alkoholischer oder sexueller ,art oder zu irgendwelchen bertriebenen ,sportgelsten1 vor allem aber zu ,perioden unzugnglicher und reizbarer ,gesinnung gegen nahestehende ,menschen4 ,und das ist der beste ,fall4 ,in den schlimmeren ,fllen fhrt dies achtlose ,hinwegleben ber die ,schwchezeiten irgendwann sogar zu einem endgltigen ,zusammenbruch des ,lebens4 ,die ,menschen knnen dann wohl hufig nach auen hin ruhig weiterleben1 aber sie haben fr den1 der nher zusieht1 einen ,ri 7einen ,knacks71 den sie gewhnlich vor sich und anderen zu verbergen suchen1 der aber da ist und je lter sie werden desto klaffender wird4 ,die ,menschen von geringer ,lebensenergie dagegen geben sich ihren ,schwchetagen gnzlich hilflos hin1 als wren sie niemals wieder gefolgt von ,tagen des ,aufschwungs4 ,sie schaffen sich so allmhlich ein immer mehr verdunkeltes ,leben4 ,zunchst wechseln noch ,aufschwnge und ,abstrze jh miteinander4 ,schlielich aber bekommen sie irgendwann einmal ein ,grausen vor den 7wie sie meinen7 dunklen ,mchten in ihrem ,innern4 ,sie knnen sich nicht mehr aufschwingen1 weil sie zu sicher schon den ,absturz vorher wissen4 ,so verzweifeln die ,schwachen am ,leben1 wie die ,starken daran zerbrechen1 beide1 weil sie das ,gesetz der ,schwchewiederkehr nicht zu beachten gelernt haben1 oder immer wieder diesem ,gesetz wissentlich widerstreben4 ,die rhythmischen ,auf- und ,abschwnge sind bei jedem ,menschen nach einem ihm ganz allein eigenen ,urklang gebildet4 ,es ist der ,sinn der ,pause1 diesen ,urklang des ,selbst aus der ,ruhelage neu entstehen zu lassen4 ,dieses ,hinabschwingen und ,hinaufschwingen aus der ,ruhelage ist immer wiederkehrende ,geburt und ,wiedergeburt aus dem ,chaos4 ,die ,ruhe der ,pause ist gewissermaen der ,grund1 bis zu dem alle ,schwingungen des ,lebens1 die kleinsten wie die grten1 immer wieder hinabreichen mssen1 wenn das ,leben wirklich seinen vollen ,eigenklang bekommen soll4 ,in den ,ruhekernen liegt die ,entfaltung des ,lebens beschlossen4 99 99 99 99 99 ,an diesen ,stellen1 wo das ,leben sich stets erneuert1 liegt naturgem auch die ,gefahr fr das ,leben4 ,alles was wir ,krankheit1 ,schwche1 ,fehler1 ,snde und ,schuld nennen und als lebensfeindlich empfinden1 greift immer an den ,kern1 ja entwickelt sich im ,kern1 der den ,pausen zugrunde liegt4 ,deswegen ist alles dieses unausrottbar4 ,all dies bedeutet3 hier ist ,leben1 weil eben ,feindschaft dagegen da ist4 ,wo ,verstopfungen der ,pausen eintreten1 gewinnen diese feindlichen ,krfte sogleich ber-,macht4 ,nicht ,hinabgelangen zur ,ruhelage oder in ihr ,verharren1 beides ist ,snde und ,schuld4 ,tatschlich ist auch im einzelnen berall zu sehen1 wie die ,tiefpunkte der ,ruhe und ,sammlung1 der ,kraft1 zugleich der ,herd der ,gefahr sind4 ,jede ,krankheit und jede ,notlage lt sich urschlich verfolgen bis dahin1 wo ein solcher ,tiefpunkt der ,ruhe entweder nicht erreicht wurde1 oder ungesetzlich verlngert wurde4 ,die ,menschen1 die immer wieder ber die vielen tausend ,atempausen des ,tages achtlos hinweggleiten1 fhlen sich dauernd unruhig1 gehetzt und gejagt4 ,alle1 die an zu beschleunigtem oder zu verlangsamtem ,stoffwechsel leiden1 sind mde und fhlen sich beschwert4 ,sie knnen ihren ,krper nicht erlsen4 ,sie knnen nicht mit ausgeprgten ,gebrden zu einer tglich neuen ,eigenbeweglichkeit kommen4 ,um mit der ,arbeit schneller fertig zu werden1 berstrmen sie ihr ,tempo und kommen niemals zum ,genu der ,ruhe4 bermdet halten sie fest am ,tage und bringen sich selbst um den allheilenden ,segen des ,tiefschlafs4 ,sie haben keine ,feiertage1 weil sie zu schlapp sind1 um berhaupt etwas zu tun und ihnen so jeder ,tag ein ,ruhetag ist1 oder weil sie1 von ,arbeit berbrdet1 alle ,tage gleichmig fortarbeiten4 ,die monatliche ,schwchewiederkehr1 der ,jahreszeitenwechsel bleibt unbeachtet in ihrem ,leben1 und sie verschmhen immer wieder den ,trost1 mit der neu aufschwingenden ,natur aus dem eigenen ,grunde mitzuschwingen4 ,sichtbar wird alles das1 was wir ,krankheit1 ,snde1 ,schuld oder wie auch immer nennen1 natrlich an sehr verschiedenen ,stellen der steigenden und fallenden ,bewegung des ,lebens4 ,verschiebungen1 bertragungen1 ,verdrngungen aller ,art1 machen das ,bild von ,ursache und ,wirkung im einzelnen vllig unbersehbar4 ,gewi hngt auch all dies uere miteinander zusammen1 aber das eine ist sicher3 ,immer hat das bel1 das sich irgendwo an der ,oberflche zeigt1 seinen ,ursprung in der ,tiefe1 wo die ,pausen sind4 ,behoben kann das bel nur werden1 wenn man in die ,tiefe steigt4 ,am ftesten und leichtesten kann man in diese ,tiefe steigen auf dem schwingenden ,atem1 vielmals in jeder ,minute4 ,und so ist tiefste ,wahrheit1 was von dieser alles heilenden ,kraft der bewut atmenden ,seele gesagt wird4 ,damit ist keineswegs gesagt1 da man das bel nicht auch an seiner sichtbaren ,stelle bekmpfen knnte und sollte1 wie die rzte tun4 ,nur das ist sicher1 da es immer wiederkehrt1 solange der verkehrte1 der dem ,selbst nicht eigene ,rhythmus bestehen bleibt4 ,jeder ,mensch leidet eben an seinen eigenen beln und ,krankheiten als den ,abweichungen von seinem ,rhythmus1 und diese bel endgltig beseitigen kann er nur durch ,einlenken in seinen eigenen ,rhythmus4 99 99 99 99 99 ,der ,fhrende mu versuchen1 die ,schwchetage der ,einzelnen herauszuspren1 weil er da die immer wiederkehrende ,gelegenheit hat1 helfend einzugreifen4 ,die jungen ,mtter1 die ja bei der ,erziehung des kleinen ,kindes meist noch unabgelenkt ihrer inneren ,natur folgen1 geben hier ein meisterliches ,vorbild4 ,wenn das ,kind aus irgendwelchen ,grnden sich schlecht aufgelegt fhlt1 unlustig und krank ist1 dann wissen sie es genau4 ,was tun sie8 ,sie singen es ruhig in den ,schlaf4 ,sie gehen nur ganz leise auf den ,zehen im ,zimmer herum1 da es ja nicht etwa vorzeitig erwacht4 ,sie vertrauen seinem ,schlaf4 ,sie geben ihm weniger ,nahrung und lassen es berhaupt in ,ruhe4 ,hier gilt es zu lernen4 ,es mu ,vertrauen gelernt werden in die ,selbstheilkraft des einzelnen ,menschen zur ,zeit seiner ,schwche4 ,oft mag es schwer sein1 wenn das ,kind1 das dieses alles ja nicht wei1 sich sehr trotzig oder sehr verzagt gebrdet4 ,nur das unverwirrbare ,wissen des ,fhrenden kann da helfen4 ,wenig kann er tun1 kann hchstens ,schdliches verhindern4 ,er mu darauf achten1 da das ,kind sich in seinen ,schwchezeiten nicht mit schweren ,nahrungsstoffen belastet1 da es im ,gegenteil sich grndlich entlastet1 seinen ,leib innen und auen reinigt4 ,er mu darauf achten1 da es irgendeine gleichmige1 aber leichte krperliche ,arbeit tut und womglich so den schwingenden ,rhythmus seines ,atems wiederfindet1 und schlielich sich beruhigt und in einen frhen und tiefen ,schlaf verfllt4 ,spter1 wenn der junge ,mensch allmhlich in das bewute ,leben hineinmndet1 mu der ,fhrer ihn in den ,sinn der ,schwchetage einfhren4 ,da er ohne ,widerstreben aber auch ohne ,verzagen sich der ihn berkommenden ,schwche berlassen darf1 wissend er steige in die ,tiefe seines ,lebens und bereite damit den aufschwingenden ,tagen ihren ,weg4 ,ein jeder der ,anvertrauten mu dann schon gelernt haben1 wie das ,gesetz seiner eigenen ,schwchetage verluft und wie er die dadurch geschehende ,reinigung am besten untersttzt4 ,der eine wird an diesen ,tagen gar nichts essen oder nur ganz wenig und nur frische fruchthafte ,nahrung1 er wird sich baden und sonnen und viel schlafen4 ,ein anderer wird vielleicht in den ,wald gehen1 den ganzen ,tag ber und ganz heimlich und wartend das ,leben der ,pflanzen und ,vgel belauschen4 ,ein ,dritter wird vielleicht ein ,buch nehmen und sich in irgendeinen ,winkel damit legen4 ,ein ,vierter wird ,lust nach tobendem ,spiel und krperlicher ,arbeit haben und befriedigen mssen4 ,aber alle werden sich in eine gewisse wartende ,stellung begeben1 wo sie aufnehmen knnen1 empfangen knnen1 ohne sich zu belasten4 ,jeder wird sich so einstellen lernen1 da der ,strom der ,natur an solchen ,tagen mglichst wenig gehemmt durch ihn hindurch kann4 ,um der ,gewalt der ,strmung ,raum zu schaffen1 ist es ntig1 die gewhnliche ,tageseinteilung zu unterbrechen1 den gewhnlichen ,arbeitsgang und die gewhnlichen ,essenszeiten fallen zu lassen4 ,die ganze ,freude des ,wissens um die schpferische ,bedeutung dieser ,ruhetage mu darin sein4 ,auch die ,genossen mssen diese ,schwchetage an einander achten lernen1 weil jeder wei1 da sie ber jeden kommen1 und es darf keine falsche ,scham und kein ,ehrgeiz und kein bser ,spott zwischen ihnen stehen4 ,davon wird spter noch zu sprechen sein4 99 99 99 99 99 ,wenn so die ,menschen gelernt haben1 die ,tage ihrer ,schwche einzubauen in den ,gesamtrhythmus ihres ,lebens1 wird es vielleicht auch gelingen1 die ,tage der ,kraft miteinander in ,einklang zu setzen1 sie in einen strmenden ,zusammenhang zu bringen4 ,es ist sehr schwierig und erst in einem spteren ,alter mglich1 da die ,tage der ,kraft sich voll und ganz in bestimmte ,reihen fgen und also zielgerichtet werden4 ,gemeint sind die ,tage1 in denen sich der ,mensch geborgen fhlt und allmchtig zugleich1 ,tage1 in denen die schaffende ,natur in ihm und durch ihn mhelos schafft1 ,tage des ,gelingens1 der ,freude4 ,kinder haben diese ,tage in regelmiger ,aufeinanderfolge4 ,nur die wenigen ,schwchetage unterbrechen notwendig in rhythmischer ,folge diesen ,gang ihres ,glcks4 ,es gibt ,menschen1 in denen dieser ,glckstakt vorherrschend bleibt4 ,wie in ihrer ,kindheit bleiben sie gesund1 und ihr ,leben fliet ohne allzugroe ,erschtterungen zwischen ertragbaren ,schmerzen und vielen ,freuden1 zwischen ,tun und ,lassen1 ,neigung und ,abneigung in mig bewegten ,rhythmen dahin4 ,ihre ,natur scheut sich vor dem allzugroen ,ausma der ,schicksalsschlge und vor dem zu schnellen ,tempo4 ,werden sie in ihrem ,takt nicht gestrt1 so erreichen sie die eine ,mglichkeit des ,glckes3 sie fgen ihre ,krafttage zu einem mavoll und schn gegliederten ,bau1 zu einem ,leben voll ,heiterkeit1 ,genu und mavollem ,tun4 ,goethe ist einer von den ,wenigen1 denen ein solches ,leben gelungen ist4 ,die meisten so gearteten ,menschen aber lassen sich durch irgendwelche ,hindernisse in ihrer ,lebensgestaltung frh schon aufhalten4 ,sie haben nicht den ,mut zur ,freude1 zum ,genu4 ,nach ,art von ,kindern1 die in ihrer ,lebensfreude gestrt werden1 fhlen sie sich zurckgesetzt1 bergangen und verkannt4 ,es sind die immer ,mimutigen1 von ihren ,launen hin und her ,getriebenen1 recht eigentlich ,menschen1 die im kindischen ,wesen stecken geblieben sind4 ,oft wird man noch den ,zeitpunkt nachweisen knnen1 wo sie aus ,scham oder ,furcht oder irgendwelcher hemmenden ,rcksicht in dem ,rhythmus ihrer ,glckstage einmal unterbrochen wurden und niemals wieder recht zum ,aufschwung kamen4 ,die andere ,glcksmglichkeit lockt sehr viel mehr ,menschen der nrdlichen ,lnder3 nicht ,ma und ,harmonie1 sondern leidenschaftliche ,kraftsteigerung ist ihnen ,glck4 ,die ,tage der ,kraft werden auf ein ganz bestimmtes ,ziel gerichtet4 ,nicht die in ihnen aufschwingende ,kraft selbst1 sondern das dadurch bewirkte ,werk1 die ,erreichung einer ganz bestimmten ,wirkung heit ,glck fr diese ,menschen4 ,dem ,glck des harmonischen ,krfteausgleiches steht das ,glck des leidenschaftlichen ,kraftgebrauches gegenber4 ,das niemals gehemmte gleichmige ,aufschwingen der ,kraft verbrgt die erste ,glcksmglichkeit1 die hemmungberwindende ,steigerung der ,kraft verbrgt die zweite ,glcksmglichkeit4 ,beide ,glcksmglichkeiten haben ihre eigenen ,gesetze4 ,fr den ,menschen des ,gleichmaes ist geboten1 den ,hemmungen in seinen ,krafttagen aus dem ,wege zu gehen1 ihnen auszuweichen4 ,der ,mensch der leidenschaftlichen ,kraftanspannung dagegen sucht grade ,reibung und ,gefahr1 um sich an der berwindung der ,hindernisse zu steigern4 ,ausnutzung der ,kraft bis aufs uerste ist das ,geheimnis1 dem diese ,menschen nachspren3 wie ist es mglich1 die ,kraft durch ,verschiebung1 ,ersetzung und ,stauung zu vervielfachen8 ,um das zu erreichen1 hat man in unseren ,zeiten vor allem nach dem ,gesetz der ,arbeitsteilung verfahren4 ,arbeit wurde die ,losung aller ,menschen4 99 99 99 99 99 ,die ,arbeit machten sie zum ,gott1 dem sie ihr ,leben stckweis opfern1 ihr eigenes ,leben und das ihrer ,frauen und ,kinder noch dazu4 ,dem ,mann steht sein ,beruf am hchsten4 ,er benutzt die ,freude ganz rechnerisch absichtlich als ,antriebsmittel zur ,arbeit1 er verschafft sich nur so viel ,genu1 wie gerade eben noch durch die darauf folgende ,arbeit wieder unschdlich gemacht werden kann4 ,in ebenso kleinen und zutrglichen ,dosen nimmt man den ,schmerz4 ,das ,leben eines solchen ,arbeitsmenschen1 eines ,grokaufmanns etwa oder ,groindustriellen oder ,grogelehrten dieser ,zeit ist bis in die letzten ,minuten wohl eingeteilt und geordnet zu dem einzigen ,zweck1 mglichst viel ,arbeit herauszubekommen4 ,das ist die typische ,verkrperung der einen ,glcksmglichkeit4 ,diese ,mglichkeit gilt heute als die einzige4 ,jede andere wird bestraft4 ,denn das ist das ,schlimme3 der ,glaube an die ,arbeit ist so einseitig allmchtig geworden1 da es zur ,dogmenbildung gekommen ist und zur ,verfolgung der ,andersglubigen4 ,mittel der ,verfolgung sind ,hunger und ,verachtung1 die wirksamsten ,mittel1 die groe ,menge in ,bann zu halten und zugleich den edlen ,einzelnen zu bezhmen4 ,keiner darf sich der ,arbeit entziehen4 ,denn die ,arbeit braucht die ,menschen in ,mengen4 ,eine besondere ,arbeiterklasse ist entstanden1 wie in der rmischen ,sptzeit der ,sklavenstand4 ,jeder dieser vielen bt sich auf mglichst eng begrenzte ,arbeit ein1 um mglichst viel zu leisten4 ,alle staatlichen und kirchlichen ,einrichtungen sind auf das ,arbeitsdogma zugeschnitten4 ,und so hat sich der ,rhythmus der europischen ,arbeit ganz und gar verwirrt und zerknittert4 ,jede auch nur geringfgige ,pausierung ist daraus verschwunden4 ,die ,fabrikstadt ist das ,symbol dieses ,arbeitslebens4 ,tag und ,nacht1 wochentags und feiertags brennen die fen4 ,sie drfen nicht ausgehen1 weil es zu kostspielig ist4 ,ob es regnet oder die ,sonne scheint1 ob es ,frhling ist oder weit drauen auf den unbekannten ,feldern das ,getreide reif wird1 niemand merkt es4 ,ob eine ,arbeiterin ein ,kind trgt1 ob ein ,vater stirbt1 ob ein junger ,mensch zum ersten ,mal ,liebe empfngt und gibt1 ber alles das jagt die ,arbeit die einzelnen ,menschen so lange mitleidlos hinweg1 bis sie selbst glauben1 sie htten kein ,recht daran4 ,es gilt schon geradezu als minderwertig1 wenn einer sich von einem allzu groen ,schmerz bermannen lt und seine ,arbeit darber versumt4 ,und doch wre es fr die meisten viel besser1 wenn sie einmal grndlich verzweifelten4 ,selbst auf die ,gefahr1 daran zu sterben und nie wieder zu arbeiten4 ,denn so knnen sie weder sterben noch leben4 ,die ,menschen haben keine ,zeit zur groen ,verzweiflung1 wie sie keine ,zeit zur groen ,freude haben4 ,das rasende ,tempo der ,arbeit hat alles berrannt1 so da die arbeitenden ,menschen eigentlich nur von ihrer ,anfangskraft zehren1 die sie aus dem ,mutterleib mitbringen und dann hinfallen und sterben1 ohne ein einziges ,mal von sich selbst aus tief ,atem geholt zu haben4 ,vielleicht1 wenn sie nur einmal innehalten knnten1 um wirklich und lange genug auszuruhen1 wrde ihre ,arbeit viel leichter und freudevoller und auch strker aus ihnen hervorbrechen knnen4 ,sie wrden dann einen berschu an ,kraft gesammelt haben und nicht immer nur knapp so viel ,kraft aufraffen1 wie sie im nchsten ,augenblick schon wieder ausgeben mssen1 um die notwendige ,arbeit im ,gang zu halten4 ,gegen den ,glauben an die ,arbeit soll hier nichts gesagt werden1 nur gegen die ,dogmatik4 ,sicher ist das ,zeitalter1 das ,klima1 die nrdliche ,menschenrasse so beschaffen1 da die ,mehrzahl der ,menschen ihre ,glcksmglichkeit in der ,arbeit suchen mu4 ,das ,glck des in sich schwingenden ,krftegleichmaes1 die griechische1 auch die christlich-mystische1 auch die indische ,zielforderung der ,harmonie ist in ihrer ,ausschlielichkeit nur fr wenige ,menschen gltig4 ,alles drngt heute zur ,sichtbarmachung1 zu der sofortigen ,umprgung der inneren ,krfte in ,arbeit4 ,dies ist entwicklungsmig das ,unumgngliche4 ,auch die ,erziehung wird dahin gerichtet sein mssen4 ,die ,arbeitsschule ist der lebenskrftigste neue ,gedanke4 ,alles kommt aber nun darauf an1 den finsteren dogmatischen ,geist der ,sklaven und ,sklavenhalter zu vertreiben1 und damit wirklich und endgltig zu der ,glcksmglichkeit der ,arbeit durchzustoen4 ,es mu gelernt werden1 die ,tage der ,kraft in strmenden ,zusammenhang zu bringen4 ,tage der ,kraft sind ,tage der ,freude4 ,solange die ,fortsetzung einer angefangenen ,arbeit an den darauf folgenden ,tagen ,lust1 sogar steigende ,lust bereitet1 ist die ,glcksreihe der ,tage gewhrleistet4 ,wenn der ,fortsetzung der ,arbeit an einem ,tage dann pltzlich ein ,unlustgefhl entgegensteht1 bedeutet das einen ,knotenpunkt in der ,reihe der ,tage4 ,es ist dies der kritische ,punkt1 der schpferische ,bedeutung hat und in keinem ,fall gedankenlos bergangen werden darf4 ,es ist dann zweifache ,entscheidung mglich4 ,entweder der ,mensch hrt auf1 bricht ab mit der ,arbeit1 berlt sich der ,ruhe und nimmt damit alle ,nachteile auf sich1 die der ,abbruch einer ,arbeit mit sich bringt1 unter ,umstnden also ,hunger und ,verachtung der ,menschen4 ,oder aber er berwindet das ,unlustgefhl4 ,mit ,dransetzung aller ,krfte setzt er willensmig die ,reihe der ,krafttage fort4 ,freiwillig1 nicht gezwungen durch irgendein ,abhngigkeits- oder ,pflichtgefhl mu die ,kraftanspannung geschehen1 wenn das werkttige ,glck erhalten bleiben soll4 ,das ,arbeitsdogma befiehlt hier3 ,ergebung in die unbedingte ,abhngigkeit von der ,arbeit1 in die ,pflicht2 etwas kirchlicher ausgedrckt3 ,hingebung1 ,liebe zu dem ,nchsten1 fr den man die ,arbeit tut4 ,natrlich kann man auch zu ,zeiten ,umwege gehen und das ,arbeitsfeuer erhalten aus ,pflicht oder aus ,liebe zu einem ,menschen4 ,fr die groe ,menschenmasse ist das vielleicht sogar auf lngere ,zeit hinaus das ,notwendige4 ,aber solche ,umwege1 solche kleinlichen ,brcken und ,krcken bleiben doch immer ,unglaube an die unmittelbare ,schpferkraft in den ,menschen selbst4 ,das eigentliche ,glck liegt in der ,spannung der selbsteigenen ,kraft auf den gewollten ,zweck4 ,arbeit ist ,freude1 und die ,fortsetzung der ,arbeit ber den natrlichen ,ermdungspunkt hinaus ist das uerste ,glck1 das den ,menschen zuteil werden kann4 ,es ist dem ,menschen gegeben1 zu ,zeiten seiner ,kraft durch den ,gedanken an das ,ziel sich selbst zu vervielfachen weit ber alle natrliche ,mglichkeit hinaus4 ,monatelang1 jahrelang1 lebenslang sogar kann das ,bild eines ,werkes den ,menschen in ,schwung halten und den ,tagen seiner ,kraft einheitliche ,glcksrichtung geben4 ,nicht aus ,pflicht1 nicht aus ,liebe1 nein aus werkwrts gerichteter ,kraft vermag er1 wenn es die ,arbeit befiehlt1 die durch den ,lauf der ,gezeiten gesetzmig ber ihn kommenden ,schwchetage zu seinem hchsten ,glck in ,tage der ,kraft umzuwandeln4 ,und er wei1 was dieser ,sieg ber das natrliche ,gesetz der ,schwchezeiten bedeutet4 ,es ist das berschwingen der gesetzlichen ,pause4 ,gefahr1 ,vernichtung1 ,tod liegt dort verborgen4 ,ein jeder mu lernen und wissen1 wann und wie oft er das vermag4 ,der ,fhrende mu von frher ,kindheit an schon die ,kraft seiner ,anvertrauten daraufhin prfen1 wann sie zum ersten ,mal um einer ,leistung willen ihre ,schwchezeiten ausschalten knnen4 ,fr ,kinder gilt das noch nicht4 ,fr ,kinder gilt zunchst allein der ,satz von dem natrlichen ,anschwellen und ,abschwellen der ,gezeiten4 ,kindliche ,leistungen werden entweder1 wenn die ,kraft anschwillt1 spielend hervorgebracht oder eben unterlassen1 wenn die ,kraft abschwillt4 ,sinnlos ist es1 ,kinder zur ,fortsetzung der ,arbeit anzuhalten1 unter der ,begrndung1 sie htten diese ,arbeit doch bernommen und also die ,pflicht1 sie fertig zu machen1 oder sie mten diese ,arbeit diesem oder jenem ,menschen zuliebe fertigmachen4 ,erst spt und meist wohl nach dem ,entwicklungsalter wird es mglich werden1 um der ,arbeit willen die ,schwche zu berwinden und also die schpferische ,pause unmittelbar in ,schaffen umzusetzen4 ,der ,hilfsbegriff der ,pflicht wird da nicht mehr ntig sein4 ,ein ,siegestag1 ein ,tag berschwnglicher ,freude wird es sein1 unvorstellbar fr die vielen ,menschen1 die von ,kindheit an zur freudlosen ,arbeit gezwungen wurden und von denen darum ,arbeit ohne weiteres gleichgesetzt wird mit ,leid und ,qual1 denen man sich mit ,list auf jede ,weise entziehen mu4 ,wo der junge ,mensch 7nicht zu frh7 solchen ,siegestag seiner ,kraft erlebt hat1 wird es nicht mehr ntig sein1 ihn anzutreiben4 ,im ,gegenteil1 der ,fhrende wird sorglich und unmerklich darauf achten mssen1 da jener in seiner immer wachsenden ,kraftflle durch ein zu hufiges berschwingen der ,pause diese ,umschaltung nicht mibraucht und abnutzt4 ,denn nicht alle ,pausen drfen bergangen werden4 ,die ,atempause und die ,pause zwischen den ,lebensaltern mssen eingehalten werden1 denn dieser kleinteiligste und weitestschwingende ,rhythmus ist ja das ,schwingen des lebendigen ,menschen selbst4 ,geht der ,atem nicht tief genug1 dann brennt die ,flamme des tglichen ,lebens nicht so stark1 die berstrmende ,lust zur ,leistung kann nicht frei werden4 ,ist keine ,besinnungszeit zwischen den verschiedenen ,lebensaltern1 so bleibt der ,mensch in sich selbst stecken1 schwingt zwar noch durch die ,gezeiten1 aber ohne mehr selbst noch weiterzuschreiten4 ,also nur die astronomisch gesetzten ,pausierungen knnen zeitweise um eines ,werkes willen bergangen werden4 ,und allmhlich wird der ,mensch lernen1 welche ,umschaltungsmglichkeiten ihm da zu ,gebote stehen1 um die ,tage seiner ,kraft in strmenden ,zusammenhang zu erhalten4 ,er wird es vermgen1 die jahreszeitlichen1 die monatlichen und die tglichen ,pausen zeitweise nicht zu beachten4 ,er wird darber hinaus schpferisch ttig sein knnen gegen alles ,gesetz1 beflgelt durch seine ,freude an dem wachsenden ,werk4 ,rhythmische ,leistung ,der ,erzieher in den heutigen ,schulen lt den jungen ,menschen in der ,auffindung seiner eigenen ,bedingungen1 seines eigenen ,naturgesetzes vllig allein4 ,man setzt voraus1 er werde sich schon selbst finden4 ,die allermeisten finden sich selbst tatschlich aber niemals4 ,und alle diese leitet man nun trotzdem zu einem ,knnen1 das berhaupt nicht oder noch nicht in ihnen selbst bedingt ist4 ,die ,folge davon tritt in diesen ,zeiten schon als ein wahrer ,hllenzustand berall zutage4 ,alles ,knnen1 alles ,gekonnte hat sich losgelst von dem erzeugenden ,menschen und wird getrennt von dem ,erzeuger gewertet4 ,getane ,werke1 ,erzeugnisse der ,hand und des ,geistes1 ,dinge1 die ,menschen hervorbringen1 haben ,eigenmacht gewonnen ber die lebendigen ,menschen4 ,dieser ,zweckgedanke1 diese ungeheuerliche berschtzung der ,sache1 der ,leistungen1 hat ihren immer wieder neuen ,nhrboden in der ,erziehung1 welche die ,menschen von vornherein doch wenigstens zu einem gewissen ,mindestma von ,leistung abrichtet4 ,so werden dem jungen ,menschen von vornherein allein die ,dinge1 die von ,menschen geschaffenen ,werte1 hingehalten mit dem stillschweigenden ,bedeuten3 auch du hast spter in deinem ,leben zu diesem ,haufen der ,werke deine ,arbeit1 mag sie nun klein oder gro sein1 hinzuzulegen4 ,die sich selbst zur ,qual verdammende europische ,menschheit jagt ihre ,kinder mit ,hilfe der ,erziehung immer wieder von neuem in diese trostlose ,sklaverei1 wo die ,menschen meist ohne ,freude und weit ber ihre ,kraft hinaus ,dinge herstellen mssen fr ,menschen1 die auch wieder nichts tun als ,dinge herstellen oder ,dinge verbrauchen4 ,mit all diesen ,worten wurde nichts gegen ,arbeit und ,leistung selbst gesagt4 ,nur gegen die ,losgelstheit der ,arbeitsleistung von den ,menschen1 die sie hervorbringen4 ,arbeit ist aber doch ,hervorgebrachtes1 ist die ,frucht vom ,baume ,mensch1 die ,frucht1 die zu ihrer ,zeit abfllt4 ,all das atmende1 durch ,tag und ,monat1 durch ,jahr und ,lebensalter hindurchschwingende ,leben ist ja eigentlich nur ,kraftbereitung fr die hier und da selten1 dann aber wuchtvoll zutage tretende1 schpferische ,leistung des ,menschen4 ,fr solche ,frchte1 solche ,werke hat all das schwingende ,leben dann die ,bedeutung der schpferischen ,pause2 denn aus der ,tiefe des ,lebens schiet diese ,kraft herauf4 ,jedes ,kind bringt zugleich mit seiner ,lebenskraft auch schon die ,urausdrucksform dieses ,kraftberschusses1 den ,spieltrieb ins ,leben mit4 ,spiel ist die leichteste ,form des ,ausbruchs aus dem ruhenden ,selbst1 und darum auch selbst in seiner bertreibung fr die schpferische ,pause nicht gefhrlich4 ,im ,spielenknnen ist gewissermaen noch unentfaltet alles ,knnen enthalten1 was sich nachher bei den erwachsenen ,menschen in ,einzelfhigkeiten gespalten ausdrcken soll4 ,die gewhnlichen ,schulbetriebe der heutigen ,zeit sind nun so einseitige ,vorbereitungsanstalten fr das sogenannte ,leben geworden1 da die ,form des ,spieles in ihnen gar nicht oder nur sehr wenig ,raum findet4 ,der ,grundsatz der ,arbeitsteilung beherrscht den ,stundenplan1 und damit ist das zweckmigste ,mittel gefunden1 mglichst viel an ,leistung herauszupressen4 ,stundenweise1 immer wenn der ,lernende ermden will1 bekommt er ein anderes ,gebiet der ,arbeit vorgesetzt4 ,dies erinnert an die ehemals bliche ,methode1 bei berreichen ,gastmhlern durch die ,verschiedenartigkeit der ,gerichte immer von neuem den ,appetit anzureizen4 ,schnell ausmnzbare kleinteilige ,arbeitsweise lernen die ,kinder auf der ,schule4 ,was sie gelernt haben1 mssen sie auch gleich anwenden und benutzen4 ,da nur ja nichts verschwindet6 ,der ,lehrer will gleich ,erfolge sehen und die ,eltern zu ,hause auch1 und so mu das ,kind denn von ,tag zu ,tag immerfort zulernen2 je klagloser es sich dazu zwingen lt1 d4 h4 je schwcher es in seiner ,anfangskraft ist1 umsomehr wird es gelobt4 ,dieser ganze ,zwang zur ,arbeitsleistung1 diese ,vorbereitung aufs ,leben1 berhaupt das ganze ,arbeitsdogma mu beiseite gelassen werden1 wenn es sich um die ,erziehung des kleinen ,kindes handelt4 ,der ,fhrer braucht nichts weiter zu tun1 als den kindlichen ,schatz an spielenden ,ausdrucksmglichkeiten verwalten helfen4 ,aber nicht mehr darf er diesen ,schatz zerstreuen und vergraben1 weil fr ihn selbst das ,leben ernst geworden ist4 ,er mu spielend ,fhrer sein4 ,und um das zu knnen1 mu er in seinem ,blute den ,ursinn alles gestaltenden ,lebens kreisen fhlen3 ganz gleich ob so oder so1 wenn nur berhaupt6 ,und zugleich mu er als erster und immer wieder mit dem spielenden ,kind die ,ernsthaftigkeit des ,spiels freudig bejahen1 das ,werfen aller ,kraft auf das ,ziel dieses einen ,spieles3 wenn einmal berhaupt1 dann so und mit aller ,kraft nur so6 ,beides zusammen3 die freudige ,erkenntnis der ,zwecklosigkeit alles ,spiels und trotzdem die ernsthafte ,ergreifung des einen gewhlten ,spieles macht allein locker und leicht genug1 um immer und immer wieder in die ,tiefen der ,ruhe hinabzuschwingen1 aus der sich dann zu ihrer ,zeit die schpferische ,leistung ungezwungen erheben kann4 ,die allgemeine ,bildung ,die ,stellung des heutigen ,menschen der ,alltagsarbeit gegenber ist ja sinnlos geworden4 ,der allgemeine ,zustand in den groen ,stdten ist so3 die alltgliche ,arbeit1 ,kleinarbeit und ,grobarbeit1 wird einer gewissen ,anzahl von ,menschen ohne weiteres aufgebrdet und zwar mit vlliger ,selbstverstndlichkeit1 als wre es das gute ,recht der brigen ,menschen1 von dieser ,alltagsarbeit befreit zu leben und zu schaffen1 wie es ihnen gefllt4 ,besonders den ,frauen und den minderbemittelten ,stnden ist diese fr die ,anderen zu leistende ,alltagsarbeit zugeschoben worden4 ,alles1 was infolge der tglichen ,abnutzung des menschlichen ,lebens unmerklich immer wieder ersetzt werden mu1 um ein ,weiterleben mglich zu machen1 alles ,kochen und ,flicken und ,scheuern1 berhaupt alle ,haus- und ,reinigungsarbeit wird ohne jedes weitere ,nachdenken von den ,mnnern als ,frauenarbeit gestempelt1 und von den ,frauen auch ohne jeden ,einspruch geleistet4 ,ebenso ist die ,herstellung der vielen fr das alltgliche ,leben notwendig gewordenen ,dinge1 die in ,maschinenbetrieben irgendwelcher ,art angefertigt werden1 den handarbeitenden ,klassen des ,volkes auch wieder ohne jedes ,nachdenken zugeschoben1 und von dieser ,klasse -- bis vor kurzem -- auch ohne ,einspruch geleistet worden4 ,gegen diesen bestehenden ,zustand soll hier nun nicht etwa vom ,standpunkt der ,gerechtigkeit ,einspruch erhoben werden1 als ob jeder ,mensch unbedingt lebenslnglich das gleiche ,ma von alltglicher ,kleinarbeit und ,grobarbeit ableisten mte4 ,die ,verwirklichung dieser ,forderung wre sinnlos1 ebenso wie der heutige ,zustand sinnlos ist4 ,die ,kleinarbeit ist zeitraubend und die ,grobarbeit ist kraftraubend2 und wo ,menschen sind1 die ihre ,zeit und ihre ,kraft fr feinere und ber viele ,zeit wirkende ,arbeit bereit haben mssen1 wird ihnen dienende ,liebe auch frderhin jene ,arbeit abnehmen mssen4 ,aber es ist notwendig1 da alle diese geistig arbeitenden ,menschen endlich erkennen lernen1 was ihnen eigentlich damit an ,hilfe geleistet wird1 wenn ihnen die ,grundlagen ihres ,lebens und ,arbeitens von anderen ,menschen tglich untergebaut werden4 ,es mu so weit kommen1 da sie selbst solche vielen kleinen und schweren ,dienste berhaupt nur noch dann annehmen1 wenn sie wissen1 da sie wirklich durch ihr ,leben und ihre ,leistung doch mindestens ,wertgleiches aufzubringen vermgen4 ,um dieses ,gefhl der ,selbst-,schtzung zu bekommen1 mu jeder ,mensch diese ,kleinarbeit lange ,zeit hindurch selbst getan haben und gern und richtig getan haben4 ,er mu durchdrungen von der ,zweckfreiheit alles ,tuns ganz im ,innersten wissen3 es ist ja ganz gleich1 was ich tue4 ,wesentlich ist allein1 da ich etwas hervorbringe1 da meine lebendige ,kraft berschieend sich ,ausdruck schafft4 ,ob ich nun ,korn mahle oder ,gemse bereite1 ob ich gemeinsam bewohnte ,stuben tglich wieder zum ,darinleben herrichte1 ob ich das ,feld bebaue oder eine handwerkliche ,ttigkeit habe1 ob ich ,kinder beaufsichtige1 ob ich ,gedanken in irgendwelche wissenschaftliche oder knstlerische ,form biege1 -- die groen ,unterschiede zwischen all diesen und hundert anderen ,leistungsmglichkeiten verschwinden zu nichts gegenber dem wesentlich ,gleichen3 ich selbst1 meine tglich immer wieder wachsende ,lebenskraft prgt sich da in all diesem ,tun ihren eigenen ,ausdruck1 wird sichtbar an den ,dingen1 wird sinnlich greifbare ,form durch meine ,leistung4 ,der ,fhrer zum ,leben mu seine ,anvertrauten von dem kindlichen ,spiel aus spielend und leicht von vornherein in diese ,alltagsarbeit einfhren4 ,das ist heute der wichtigste1 weil am wenigsten gebte ,teil seines ,bildungsamtes1 und ,bildung der ,jugend gewinnt so ein weit von dem blichen ,begriff ,bildung abweichendes ,geprge4 ,allgemeine ,bildung zum alltglichen ,tun ist als ,ziel allem anderen vorangestellt4 ,von den ,lehrlingen wird hier sehr viel mehr und ein sehr ,verschiedenartiges an ,leistung verlangt werden als bisher4 ,das ,ziel dieser allgemeinen ,bildung ist1 den einzelnen ,menschen so weit selbstndig zu machen1 da er jede ,arbeit1 die ihm in seinem ,leben am ,wege liegt1 aufnehmen kann1 wenn er will4 ,keineswegs mu er nun jede ,arbeit aufnehmen4 ,zweierlei ,folgen wird diese allgemeine ,bildung haben4 ,der ,mensch bekommt ,sinn fr die ,eigentmlichkeit einer jeden ,arbeitsleistung1 und somit ,ehrfurcht vor denen1 die sie leisten1 die sie gar fr ihn leisten1 um ihn zu entlasten und fr andere ,arbeit freizumachen4 ,und -- er bekommt dadurch allein wahre ,freiheit in der ,wahl dessen1 was er nun in seinem ,leben endgltig tun soll4 ,er bekommt ,freiheit in der ,wahl seines ,berufes4 ,er hat den ,umkreis alles ,tuns in seiner ,weite gesehen und darf nun whlen4 ,denn allein die spielende ,unbekmmertheit jedem beliebigen ,tun gegenber macht den ,menschen unabhngig genug1 da er letztlich1 am ,ende seiner ,jugend1 das ihm geme ,spiel auswhlt1 den ,beruf1 dem er sich nun mit sehr groem ,ernste zuwenden wird1 um ihn von da an das ,leben entlang als ,hauptaufgabe weiter zu spielen4 ,auch von da an aber wird freilich jene allgemeine ,bildung dem lter werdenden ,menschen die niemals wankende ,grundlage bleiben4 ,gewi wird er sich nun mancherlei tgliche ,arbeit1 ,kleinarbeit und ,grobarbeit abnehmen lassen drfen1 von ,menschen1 die ihm dies zuliebe tun wollen und denen eben dies ,beruf geworden sein kann4 ,aber er wird nicht mehr in die ,sackgasse des heute noch gltigen brgerlichen ,berufslebens hineingeraten4 ,wo einmal die tgliche ,hilfe seiner ,mitmenschen aus irgendwelchen ,grnden versagt1 wird er weder hilflos noch lieblos werden1 wie die heutigen ,menschen in solchen ,fllen unweigerlich werden mssen4 ,er wird eben nicht mit ,heftigkeit diese oder jene ,dienstleistung fordern1 wenn der1 welcher sie ihm gewhnlich tut1 einmal nicht kann oder mag4 ,er wird dann einfach hingehen und das ,notwendige selbst tun und tun knnen4 ,er wird alle dazu gehrigen ,handgriffe knnen1 weil er sie gelernt hat1 und er wird sie zugleich gern tun1 untertauchend in die frh gebte ,zweckfreiheit jeglichen ,tuns4 ,ja1 es wird oftmals dazu kommen1 da er selbst sich in dieses weite ,meer jeglichen ,tuns absichtlich hinablt4 ,diese alltgliche ,arbeit wird fr ihn dann die ,ruhelage fr seine eigentliche ,arbeit sein knnen1 aus deren ,grunde er leicht und frei sich tglich erheben kann4 ,ist er doch nicht an seinen ,beruf gekettet4 ,er hat unterbrechen und ,unterbrochenes wieder anknpfen gelernt4 ,er wird auch in seinem ,alter nicht verlernen1 zwischendurch hundert alltgliche ,verrichtungen spielend gern auszuben1 immer wieder von neuem durchdrungen von jener ersten ,spielregel3 ganz gleich ob so oder so1 wenn nur berhaupt6 ,so wird er vielleicht an der lieblosen ,hilflosigkeit alternder ,menschen in seinem eigenen ,alter vorbeikommen und damit die schwerste ,probe der allgemeinen ,bildung seiner selbst bestehen1 weder lieblos noch hilflos zu werden4 ,bis an seinen ,tod wird jede ,leistung zwanglos und leicht aus der tiefen ,ruhe seines ,lebens aufquellen und berschieen4 ,die ,berufsbildung ,der ,ausbau der ersten ,spielregel3 ,ganz gleich ob so oder so1 wenn nur berhaupt -- fhrt das ,kind aus dem alltglichen richtungslosen ,spielen allmhlich zur spielenden ,beherrschung seiner ,alltagsarbeit4 ,die ,unendlichkeit spielender ,kraft wird in die immer wieder neue ,aufgabe jedes ,tages hineingeleitet4 ,in umgekehrtem ,sinne lt sich die zweite ,spielregel anwenden4 ,dieses3 wenn einmal berhaupt1 dann so und nur so wird das ,kind aus dem alltglichen richtungslosen ,spielen zur ,wahl einer ganz besonderen ,berufsarbeit leiten4 ,es wird sein wie ein ,wechselstrmen mit entgegengesetzten ,richtungszeichen4 ,die ,allgemeinbildung hat das ,ziel1 das ,einerlei der alltglichen ,verrichtungen immer wieder mit schpferischer ,kraft zu verlebendigen1 zu verunendlichen4 ,die ,sonderbildung hat das ,ziel1 die strmende ,kraft auf ein ganz bestimmtes ,tun hinzulenken1 zu einem ganz begrenzten ,werk zu leiten4 ,die allgemeine ,bildung des ,menschen wird nun seiner besonderen ,bildung nicht mehr so beziehungslos gegenberstehen1 wie die heute bliche allgemeine ,bildung der ,berufsbildung gegenbersteht4 ,vielmehr wird die besondere ,bildung eines ,menschen1 sein ,beruf1 ganz allmhlich und langsam aus der ,gesamtbildung seines ,knnens erwachsen4 ,der ,fhrer zum ,leben wird bei der ,unterweisung in den verschiedenen ,teilgebieten des ,knnens weit vorsichtiger sein1 als es in den heutigen ,schulen blich ist4 ,die fachmige ,sonderbildung wird nicht mehr das berechenbare ,ergebnis absichtlicher ,zchtung sein4 ,freilich wird es eine ,kraftprobe werden1 dem richtungslosen ,auf und ,ab der alltglichen ,arbeit und des alltglichen ,spieles der ,kinder zuzuschauen und ihrem ,tun lange ,zeit keine ,sonderrichtung zu geben1 auch dann nicht1 wenn andere ,kinder drauen lngst zu ganz bestimmten ,leistungen abgerichtet sind und bereits allerlei knnen4 ,heute wird ein ,kind ja doch oftmals nur darum beschftigt1 um es abzulenken4 ,und warum will man es ablenken8 ,um es loszuwerden4 ,und gerade dies darf der wahre ,fhrer nicht tun4 ,er mu durch das ,wirrsal des tglichen ,spielens und ,arbeitens mit hindurch bis ans ,ende4 ,dieses ,ende wird schon kommen4 ,an irgendeinem ,tage wird einer aus der ,schar zu spren beginnen1 da er mit seinen ,krften lieber etwas ganz ,bestimmtes ausdrcken mchte4 ,er wird unzufrieden werden und sich zurckziehen von der gewhnlichen ,tagesarbeit und nicht mehr mittun4 ,das ist das entscheidende ,zeichen4 ,der ,fhrer wei1 da hier die schpferische ,pause begonnen hat1 die dem ,werkgedanken notwendig vorausgeht4 ,alles kommt darauf an1 solche schpferischen ,unterbrechungen in dem tglichen ,arbeitsgang der ,allgemeinheit nun nicht untergehen zu lassen4 ,der ,fhrer mu dem ,jungen den wahren ,grund seiner allgemeinen ,arbeitsunlust begreiflich machen4 ,nicht mit ,worten6 ,er mu ihn spren lassen1 da seine ,kraft nach dem ,ausdruck eines ganz bestimmten ,tuns sich sehnt1 dadurch da er ihm jetzt irgendein ganz bestimmtes ,tun nahelegt4 ,ob es nun die ,herstellung eines ,papierdrachens oder die ,einrichtung eines eigenen ,blumenbeetes im ,garten ist1 die ,tat1 die nach solcher schpferischen ,pause vorgenommen wird1 erhlt die ,bedeutung eines ,probestckes4 ,die ungehemmte ,stokraft des aus der eigenen ,tiefe kommenden ,gestaltungstriebes prallt auf die ringsum bereitliegende ,masse und formt sie zum erstenmal zu einem ganz bestimmten ,gegenstand1 nach einem ganz bestimmten inneren ,bilde4 ,in jedem ,knabenleben gibt es an irgendeiner ,stelle dieses erste ,gestaltungserlebnis und spter immer wieder neue ,wiederholungen dieses ,erlebnisses4 ,und an dieser ,stelle mu der ,fhrer die anderen alle hinter sich lassen und ganz fr den einen da sein4 ,er mu ihm tragen helfen an dem erschtternden ,ernst solcher ersten ,tat4 ,wenn der ,fhrer frher die vielen richtungslosen ,versuche des kindlichen ,ausdrucks hat gewhren lassen1 wird er an dieser ,stelle pltzlich nicht mehr locker lassen1 sondern er wird womglich noch ernster werden als der ,knabe1 da er ihn nur nicht zu leicht an dieser ,stelle vorberlt4 ,die jetzt entstehende ,tat mu auch wirklich mit dem ,grundbilde zusammenstimmen1 sie darf nicht ungefhr1 sie mu ganz gelingen4 ,wenn die ,kraft des ,jungen erschlafft und er in das ,tndeln des gewohnten alltglichen ,tuns verfallen will1 und er etwas anderes anfangen will1 da er ja gelernt hat1 da es ganz gleich ist ob so oder so 444 wird hier nun die treibende ,hilfe des ,fhrers ihn zwingen1 zum erstenmal bei dem ja selbstgewhlten ,einen zu bleiben1 und dieses ,eine zu ,ende zu bringen4 ,der ,fhrer wird ihm das eigene innere ,vorstellungsbild wach halten und ihn so zu dem ersten ,gestaltungssiege fhren4 ,die eigene ,tat1 das eigene ,werk wird nun zum erstenmal dastehen vor dem ,kinde4 ,doch darf der ,fhrer seinen ,anvertrauten auch hier nicht etwa allein lassen4 ,das gestaltete ,ding gehrt nicht mehr dem schpferisch gewesenen ,selbst4 ,die ,tat darf nicht festgehalten und gtzendienerisch betrachtet werden4 ,die ,spannung1 die auf die ,vollendung dieses einen ,dings gerichtete ,kraft1 mu sich lsen im ,augenblick1 wo die ,arbeit fertig ist1 wie ein ,zweig wieder hochschnellt1 wenn die ,frucht sich gelst hat4 ,das ,kind mu begreifen lernen1 was ,entspannung nach der ,tat ist4 ,gerade hier verfahren die ,erzieher in den ,schulen anders4 ,durch das voll ausgebaute ,lob-,tadel-,system wird der ,ehrgeiz1 d4 h4 die ,spannung der ,schler dauernd wach gehalten4 ,nur nicht erschlaffen1 nicht nachlassen in den ,leistungen6 ,immer von ,erfolg zu ,erfolg6 ,das ist der geltende ,grundsatz4 ,das kleine ,kind mu sich schon in dies ,zwangssystem immer von neuem gesteigerter ,anspannung einfgen4 ,ja1 es begehrt bald selbst nach immer neuer ,anspannung1 weil es sich von selbst gar nicht mehr abspannen kann4 ,so entstehen dann die ,musterkinder mit ihrem vielversprechenden ,eifer1 mit ihrem lrmenden ,interesse an hundert ,dingen1 die ganz belanglos sind4 ,nur wenige ,kinder sind von ,natur aus stark genug1 sich dagegen abzusperren4 ,aber gerade diese verhrten sich dann gewhnlich in ihrer stndigen ,abwehrstellung und werden faul und dickfellig4 ,sie spannen sich berhaupt nicht mehr an4 ,in steter ,verzweiflung von ,mierfolg zu ,mierfolg geben sie es zuletzt berhaupt auf1 sich zu rhren4 ,hier bleibt noch alles zu tun4 ,der ,fhrer zum ,leben mu darber wachen1 da die ,spannung nach der ,tat sogleich gelst wird1 da das ,kind wieder in seine ,ruhelage eingeht und die nchste ,tat von neuem aus dem tiefen ,grunde der ,ruhe aufsteigen lassen kann1 nicht aber von dem ,dach seiner schon vorher getanen ,taten4 ,dies stets ,von-neuem-,tun1 das ,vom-,grund-,aufbauen jeder ,tat mu vor allen ,dingen gelernt und gebt werden1 denn nicht auf das ,tun kommt es an1 sondern auf den rechten ,wechsel von ,tun und ,lassen4 ,so wie es ja auch nicht auf das ,einatmen allein ankommt1 sondern auf den rhythmischen ,wechsel von ,ein- und ,ausatmen4 ,ausbildung in den ,ausdrucksmitteln der ,knste ,die reinste und vollkommen gelste ,tat menschlichen ,knnens offenbart sich in dem ,kunstwerk1 welches perlenhaft klar und geschlossen aus dem ,grunde des ,selbst aufsteigt1 sich dann aber von dem ,selbst fr immer loslst und eigenen ,bestand und eigenes ,leben hat4 ,eine jede ,tat mu so getan und nach dem ,tun so entlassen werden1 wie die ,kunst-,tat4 ,es ist der untergrndige ,zweck aller ,beschftigung mit den ,knsten und ihren ,ausdrucksformen1 dieses rechte ,tun und rechte ,lassen einer ,tat berhaupt zu lernen und immerfort vor ,augen zu haben4 ,bei der knstlerischen ,tat handelt es sich ja um das ,sammeln aller ,kraft auf ein einziges ,gestaltungsziel nach jener zweiten ,spielregel3 wenn einmal berhaupt1 dann so und nur so4 ,die ,gefahr1 da durch einen allgemeinen ,kunstunterricht die ,menge der ,schein-,knstler vermehrt wrde1 besteht nicht4 ,im ,gegenteil3 wer von frh auf mit der ,schwerheit knstlerischen ,ausdrucks vertraut ist1 wird sich wahrlich scheuen1 zu der kleinen ,schar schpferischer ,menschen als ,gleichberechtigter1 aber auch ,gleichverpflichteter zu treten4 ,durch den bisherigen ,schulzustand1 der die ,unterweisung in knstlerischer ,ausdrucksform fast gnzlich beiseite schob1 wurde erreicht1 da gerade die lebendigsten ,geister mit einer wilden ,sehnsucht sich auf das vorenthaltene ,gut strzten4 ,weil sie berhaupt den ,drang zur ,gestaltung der ,dinge in sich sprten1 gerieten sie in den romantischen ,wahn1 da sie einzig und allein als ,knstler zum ,ausdruck ihres ,selbst kommen knnten4 ,das ,knstlertum wurde das abgesperrte ,zauberland1 zu dem sich immer wieder die ,besten1 die ,unbefriedigten aufmachten in dem ,wahn1 sie knnten dort ihre ,jugendkraft endlich in eigene ,tat umprgen4 ,schriftsteller1 ,schauspieler1 ,knstler wollten sie werden1 nur weil sie berhaupt nach einer ,ausdrucksmglichkeit verlangten1 die ihnen durch den ,schulbetrieb bisher versperrt wurde4 ,wenn aber dieser sinnlose ,bann einmal gebrochen ist und jeder von frhester ,jugend an sich der knstlerischen ,ausdrucksmittel bedienen darf1 dann werden ganz gewi nur noch sehr wenige1 und diese allerdings in vollem ,bewutsein dessen1 was sie damit tun1 zur ,ausbung einer ,kunst als lebenfllende ,aufgabe sich berufen fhlen4 ,alle die anderen aber werden durch die bung in den knstlerischen ,ausdrucksformen lernen1 sich selbst auszudrcken1 ohne mehr dem ,wahn zu verfallen1 da sie damit etwa schon zu ,knstlern geworden seien4 ,sie werden lernen1 jede ,tat zu tun1 als ob sie ,knstler wren4 ,es ist also die ,aufgabe1 das ,kind aus seiner ,gesamtausdrucksform ,spiel zu diesem und jenem ganz bestimmten ,kunstausdruck hinzufhren4 ,eine ,flle knstlerischer ,teilstcke liegt in jeder uerung des spielenden ,kindes4 ,ja1 oftmals ist das ,spiel des kleinen ,kindes unter der ,fhrung der ,mutter schon zu einer ,art ,gesamtkunstwerk ausgebildet1 enthlt ,krperausdruck1 singendes und schauendes ,gestalten1 ,handwerk- und ,sprachausdruck unlsbar in sich4 ,die eigentlich gestaltende ,kraft braucht der ,fhrer somit wahrlich nicht anzutreiben4 ,in berflle wird sie da sein4 ,ziel ist hier vielmehr1 der ,unendlichkeit spielender ,krfte immer von neuem ganz bestimmte ,grenzen zu setzen4 ,also die eine wesentliche ,eigenschaft des ,kunstwerks1 da es aus dem ,grunde aufquillt1 ist nicht lehrbar1 und das ,kind hat sie ja ganz von selbst in sich4 ,aber die andere wesentliche ,eigenschaft des ,kunstwerks1 da es ein endliches ,gebilde ist1 da es nach allen ,seiten begrenzt ist und aufhrt1 das wei das ,kind nicht von selbst4 ,es mu lernen1 aus der ,flle des ,mglichen das ganz bestimmte ,teilstck1 das ja gewissermaen drin steckt1 auszuschneiden und in seiner ,begrenzung zu gestalten4 ,der ,tanz ,der ,tanz als die rein krperliche ,form des ,kunstausdrucks wird sich vielleicht am ehesten und leichtesten aus der ,flle des kindlichen ,spiels heraussondern lassen4 ,jede ,bewegung des spielenden ,kindes ist ja wahrster ,krperausdruck und somit ,rohstoff zum ,tanz1 der nur nicht allseitig begrenzt in ,erscheinung treten kann4 ,alle krperliche bung wird im ,hinblick auf das befreiende und begrenzende ,endziel3 ,tanz vorgenommen werden4 ,aber auch die alltgliche krperliche ,arbeit des ,kindes wird sich stets leise und unmerklich nach diesem ,endziel ganz hinlenken lassen1 wenn nur jede ,handreichung und alles ,laufen und ,rennen1 alles ,bcken und ,beugen und ,heben und ,tragen von dem leichten und tiefschwingenden ,atem des ,tanzes durchpulst ist4 ,spter dann an einem kraft- und freudegefllten ,tage wird das ,kind seinen ,krper aus seinem eigenen tanzhaften ,urtrieb heraus zu gestaltetem ,ausdruck bringen knnen4 ,die ,sprachbildung ,der krperlichen ,ausdrucksform ,tanz am fernsten steht die rein geistige ,ausdrucksform durch das ,wort4 ,wortgeformter ,geist ist zwar auch schon im ,spiel enthalten1 aber nur sehr bruchstckhaft4 ,die ,worte im ,spiel sind meist noch nicht fest bestimmte ,ausdrucksformen fr bestimmte ,gedankeninhalte1 sondern eher ,naturlaute von sehr viel dehnbarerer ,bedeutung4 ,spt erst wird das ,kind danach ,verlangen haben1 seine ,gedanken in den bestehenden ,wortformen der ,sprache richtig auszudrcken4 ,darum klingt ein richtig gebauter ,satz1 den etwa ein ,kindermdchen ihrem ,zgling eingelernt hat1 so sinnlos aus dem kindlichen ,munde4 ,das ,kind spielt zunchst mit den ,worten1 die ihm gerade gelufig geworden sind und versucht den ,gedanken1 den es ausdrcken will1 damit einzukreisen4 ,und diese ,lust am ,zusammenbacken der vielen fremden ,worte1 noch ohne ihre volle ,bedeutung zu wissen1 das frhlich quatschende ,durcheinanderwerfen der ,worte ist lange da1 ehe der ,geist mit geordneten eindeutigen ,worten sich auszudrcken vermag4 ,viel zu frh wird das ,kind durch seine erwachsenen ,lehrer -- und vorher schon durch die ,eltern -- dazu gezwungen1 fr ein bestimmtes ,ding ein ganz bestimmtes ,wort zu gebrauchen und immer wieder zu gebrauchen1 das es von sich aus vielleicht gar nicht whlen und ganz gewi nicht wieder whlen wrde4 ,ja1 es wird auch noch gezwungen1 dieses ,wort mit den es bezeichnenden ,buchstaben schriftlich zu fixieren4 ,durch das viel zu frhe ,lesen- und ,schreibenlernen auf der ,schule verliert das ,kind dann vollends seine eigene spielende ,leichtigkeit im ,gebrauch der ,worte1 und lernt viel zu frh mit fremden ,worten reden und was noch schlimmer ist1 denken4 ,die in ganz ,europa gebte ,vergewaltigung des ,geistes hat hier ihren ,hauptansatzpunkt4 ,die ,sprache ist das unscheinbarste und doch wirksamste ,gewaltmittel1 mit der jede ,generation1 wenn sie zu ,ansehen und ,macht und damit in den ,zustand der ,erstarrung gekommen ist1 die aufwachsenden ,kinder sacht und sicher in ihre eigene ,bahn hinberlenken kann4 99 99 99 99 99 ,hier also mu der bildende ,fhrer besonders wachsam sein1 da er seine ,anvertrauten vor der ,gewalt der fremden ,worte schtzt4 ,wo er merkt1 da ein ,kind ein ,wortgefge braucht1 das aus dem ,sprachgut der ,erwachsenen stammt1 mu er der ,sache auf den ,grund gehen4 ,er mu sich von dem ,kind erzhlen lassen1 was es damit meint4 ,hinter jedem fremden ,wort1 das ,eingang in die ,gemeinde gewinnt1 mu er hinterher sein4 ,keineswegs braucht er es zu vertreiben1 aber er mu es einkreisen lassen von dem bunten ,spiel ihrer eigenen kindlichen ,worte1 bis seine ,fremdheit ganz darin untergegangen ist4 ,das ist das ,wesentliche1 da niemals fremde ,wortgefge allzulange bestehen bleiben4 ,sie mssen immer wieder gleich aufgelst und in den ,zusammenhang mit dem schon vorhandenen ,sprachgut hineingezogen werden4 ,weil der ,machtdmon im ,bezirk der ,worte so leicht ,eingang hat1 mu der ,fhrer hier auch die jngeren vor den lteren ,gefhrten der ,gemeinde in ,schutz nehmen1 da sie sich deren ,sprachgut nicht ohne zu wissen und ohne zu wollen aneignen4 ,er mu die ,jngsten immer wieder reizen1 sich nicht unterkriegen zu lassen1 immer zu sagen1 was sie selbst meinen4 ,und schlielich vor allem mu er sich hier selbst in ,zucht nehmen4 ,denn seine ,worte werden natrlich immer wieder ,macht gewinnen wollen ber die jngeren ,freunde4 ,sie werden mit seinen ,worten denken1 und er wird es vielleicht gar nicht merken4 ,die ,versuchung ist gro1 da er seine eigenen ,worte aus dem vertrauten ,munde des ,jngeren schmeichelnd begrt4 ,er freut sich ber ihre vermeintlichen geistigen ,fortschritte1 und es sind doch eigentlich nichts als nachgesprochene ,worte4 ,wo er seine eigenen ,worte wiederfindet1 mu er sofort bedenklich werden1 und es mu wie ein ,erschrecken ber ihn kommen4 ,zu anderen ,worten mu ihn das treiben4 ,wenn seine ,worte nachgesprochen wurden1 beweist dies ja nur1 da sie nicht von innen her1 sondern aus ,verstand und ,absicht kamen und also auch nur auf den ,verstand der ,hrenden wirkten4 ,er mu seine ,worte tiefer hervorholen4 ,spricht er von ,herzen1 so geht es zu ,herzen1 und die ihn hren1 kommen dann gar nicht mehr darauf1 nachzusprechen1 sondern selbst zu sprechen4 ,und zunchst einmal zu schweigen4 ,aus der ,tiefe kommende ,worte werden in dem ,hrenden zunchst nicht notwendig ,gegenworte erzeugen4 ,schweigen ist vollwertige ,antwort bei wachsenden ,menschen4 ,schweigen sagt3 ,ich habe gehrt4 ,schweigen ist die schpferische ,pause zwischen ,hren und ,sagen1 die ,ruhelage1 aus der allein die eigenen ,worte des ,menschen aufquellen knnen4 99 99 99 99 99 ,wieder an diesem wichtigsten ,punkt versagt die heutige ,erziehung4 ,schweigen bedeutet heute im allgemeinen3 er wei nichts zu sagen1 er ist unfhig1 er ist dumm4 ,man mu ihn antreiben1 da er sich uert2 denn der ,mensch mu sich uern knnen1 wenn er in seinem ,leben fortkommen und mit anderen ,menschen zusammenleben will4 ,mit einer lckenlos ausgearbeiteten ,methode zwingt man also das ,kind1 sich zu uern4 ,man legt nahe1 man fragt so dicht an den ,dingen entlang1 da die ,antwort unausweichlich kommen mu4 ,wenn sie dann immer noch nicht gleich kommt1 zeigt man sich erstaunt1 erklrt sofort alles noch einmal1 da nur ja nichts dunkel bleibt4 ,und dann geht man zum nchsten ,thema ber4 ,erklrt wieder1 legt nahe1 fragt und ist befriedigt ber die erfolgende ,antwort4 ,so kommt es zu jenem ununterbrochenen ,hinwegreden ber die ,dinge mit angelernten fremden ,worten4 ,die ,schnelligkeit des ,ausdrucks wird gesteigert1 die ,eigen-,tiefe gemindert oder vielmehr gar nicht erreicht4 ,hier mu also der ,fhrende versuchen1 aus dem schweigenden ,begreifen heraus langsam und mit ,verzicht auf sehr sichtbare ,erfolge die eigene ,sprache seiner ,anvertrauten hervorzulocken4 ,nicht nur in den deutschen ,stunden1 wie es auf den ,schulen geschieht1 sondern immerfort wird in diesem ,sinn der eigene ,ausdruck in deutscher ,sprache gebt werden mssen4 99 99 99 99 99 ,schreiben- und ,lesenlernen hat ,zeit4 ,was ist ,schreiben und ,lesen8 ,schreiben ist die ,kunst1 selbstgedachte und bis zum ,aussprechen reif gewordene ,worte durch ,schriftzeichen aufbewahren zu knnen4 ,wo der ,mensch also noch nicht aus sich selbst heraus sprechen gelernt hat1 ist es sinnlos1 ihn das ,schreiben zu lehren4 ,lesen ist die ,kunst1 die von anderen gedachten und bis zum ,aussprechen reif gewordenen und dann niedergeschriebenen ,worte wieder zu entziffern4 ,wo der ,mensch aber noch nicht zu hren und zu schweigen gelernt hat1 ist es sinnlos1 ihn das ,lesen zu lernen4 ,immer wieder neue bung im ,schweigen und ,hren und ,sprechen wird also noch lange hinaus die ,zeit ausfllen1 die heute in den ,schulen schon zu ,schreiben und ,lesen verwandt wird4 ,papier und ,tinte und ,bcher werden lange unbekannt bleiben drfen4 ,erst wenn das ,kind von der ,flle des ,selbstgedachten und ,selbstgesprochenen sich so bedrngt fhlt1 da es nach ,fchern und ,sttzen sucht1 um diese stets neu andrngende ,flle der eigenen ,gedanken zu bewltigen1 ist es ,zeit ihm begreiflich zu machen3 es gibt eine ,kunst1 die fr morgen und alle kommenden ,tage dir deine ,worte in sichtbare ,zeichen umgesetzt aufbewahren hilft4 ,und jetzt wird es leicht sein1 dem so von seiner eigenen ,flle gedrngten jungen ,menschen zu seiner ,erlsung von dieser ,flle zu helfen4 ,er wird es wie von selbst lernen1 da alle diese ,worte sich in ,laute und ,buchstaben auflsen lassen1 und da man mit ,hilfe der sichtbar gemachten ,buchstabenzeichen ,laute und schlielich ,worte zu ,papier bringen kann4 ,so wird er das ,schreiben gewissermaen aus eigener ,notwendigkeit heraus selbst erfinden4 ,er wird mit all der ungeheuren ,erregung und ,entdeckerfreude des schpferischen ,menschen daran arbeiten1 das breite ,gebiet der ,sichtbarmachung seiner eigenen ,worte sich schnell zu erobern und so vielleicht in wenigen ,tagen schreiben lernen4 ,die ,tage1 in denen das geschieht1 werden natrlich ,tage hchster ,kraftentfaltung sein1 an denen der ,fhrer alle seine eigene ,kraft in den ,dienst dieses einen ,lernenden stellen mu1 nicht in khler ,absichtlichkeit1 sondern mit hingerissen von der ,wucht dieses welterweiternden ,geschehens1 da hier ein ,mensch seine bis dahin flchtig durch die ,zeit hingesprochenen ,worte nun festzuhalten1 sichtbar zu machen1 aufzubewahren lernt4 ,die ,flle der ,fragen1 die der ,knabe in diesen ,tagen ber ihn ausschttet1 wird ihn allerdings nicht wegschwemmen drfen4 ,er wird mancherlei zurckbehalten mssen1 da er ihn nicht berspannt4 ,wie stets bei auerordentlichen ,gelegenheiten wird er fr den von der schaffenden ,freude ,ergriffenen unmerklich und besonders pflegsam sorgen mssen1 da er die ,pausen des ,tages nicht berrennt1 da er tiefen ,schlaf hat und rechtes ,essen und ,luft und ,sonne4 ,so wird das ,tun gedeihen4 ,der ,knabe wird schreiben knnen4 ,selbstverstndlich wird zu gleicher ,zeit das ,verlangen da sein1 auch das von anderen ,menschen ,geschriebene zu lesen4 ,und der aufgespeicherte ,wort- und ,denkschatz der ,bcher wird sich dem ,knaben ffnen4 ,gute und schlechte ,bcher werden dem ,lesenden zufallen4 ,es ist gar keine ,gefahr dabei2 denn er wird von vornherein wertend an die ,bcher herangehen4 ,da er gelernt hat1 selbst aus dem ,herzen heraus zu sprechen1 wird er nicht durch ,bcher getuscht werden knnen1 die in irgendwelcher ,absicht ,untiefes1 ,undurchdachtes oder ,verstandberlichtetes sagen4 ,er wird sie dann einfach als unwahr beiseite tun4 99 99 99 99 99 ,wenn nun der junge ,mensch alle diese ,teilgebiete sprachlichen ,knnens1 ,hren und ,sprechen1 ,lesen und ,schreiben aus seinem schweigenden ,verstehen heraus gelernt hat1 wird er nun zur ,beherrschung der sprachlichen ,gesamtkunst weiterdringen knnen4 ,dazu mssen diese ,teilgebiete sprachlichen ,knnens dauernd miteinander in ,verbindung gehalten werden4 ,alles ,geschriebene wird auch ausgesprochen werden1 wenn es nicht mit vollem ,bewutsein verschwiegen wird4 ,und so werden die jungen ,menschen nur das schreiben1 was sie wirklich aussprechen oder wirklich verschweigen und geheimhalten wollen1 was sie den andern sagen wollen1 oder vor den andern verschlieen wollen4 ,und auerdem werden sie alles1 was sie lesen1 vergleichen lernen mit dem1 was sie gehrt und auch mit dem1 was sie selber gesprochen oder bewut verschwiegen haben1 und schlielich auch vielleicht mit dem1 was sie selber schon geschrieben haben4 ,so wird sich aus den ,elementen immer mehr das ,ganze sprachlichen ,ausdrucks herausheben4 ,ziel ist hier1 da der ,geist durch das ,mittel des eigenen ,worts sich vllig ausdrcken lernt und zugleich auch lernt1 den ,geist in fremdem ,wortgewand mglichst restlos wieder zu erkennen4 ,wie das ,kind einst ,worte wirklich zu hren gelernt hat1 so wird nun der junge ,mensch in der ,zeit seiner ,reife ,dichtwerke in diesem ,sinn aufnehmen und wirklich sich aneignen lernen4 ,er wird vor die groen ,werke der ,dichtkunst treten1 als vor die letztmglichen ,erfllungen dessen1 was sich ja auch stets aus seinem eigenen ,geist heraus durch das ,mittel des ,wortes hat ausdrcken wollen4 ,also ein ,dichtwerk wird fr ihn nicht mehr als ,fremdes auerhalb von ihm selbst stehen1 sondern wird als ,vertrautes in ihm sein4 ,sein eigener ,geist wird sich aus dem ,dichtwerk heraus auszudrcken vermgen1 ja sich in diesem fremden ,ausdruck erlsen lassen knnen4 ,die ,worte besitzen stellvertretenden ,erlsungswert1 wenn sie wirklich ganz in der ,tiefe angeeignet werden4 ,wie der ,dichter in seinem ,werk1 so vermag nun auch der ,nachschaffende auf dem steigenden ,bogen der ,worte sich aufzuschwingen aus seinem eigenen ,stummsein1 aus der ,wirrnis seiner ,gedanken4 ,er wird nicht mehr ,gtzendienerei mit den fremden ,worten treiben1 er wird sie brauchen wie seinen eigenen ,ausdruck4 ,und doch wird er ehrfrchtig an den unverwechselbaren ,ausdruck eines jeden wahren ,dichters herangehen und gerade diese ,einzigkeit zu ergrnden versuchen4 ,jeder eigene ,gefhlsablauf und ,gedankengang wird1 wenn er berhaupt zum ,wortausdruck kommt1 ein vollkommener ,ausdruck des ,sprechenden selbst sein und so jedes ,mal dem ,bruchstck einer echten ,dichtung hnlich sehen4 ,menschen1 die so zu ,beherrschern des ,wortes aufwachsen1 mssen der ,mglichkeit nach auch alle zu ,knstlern des ,wortes werden4 ,ob einer von ihnen in ,wirklichkeit ,dichter wird1 hngt dann allein noch von der ,flle seiner berschssigen ,kraft ab4 99 99 99 99 99 ,eine solche ,sprachbildung ist die ,grundlage fr die meisten heutigen ,berufe4 ,alle ,berufe1 die sich mit ,schreibarbeit1 ,schnellschrift und ,kunstschrift befassen1 alle ,berufe1 die mit fremden ,sprachen1 ,sprachforschung1 aber auch mit ,bibliothekswesen und ,buchhandel zu tun haben1 alle juristischen und politischen ,berufe1 schlielich der ,beruf des ,predigers und zum groen ,teil auch der ,beruf des ,erziehers -- alle diese ,berufe bedienen sich als ,ausdrucksmittel der geschriebenen und gesprochenen ,worte und wurzeln also ganz und gar in der ,spachbildung4 ,neues ,leben in all diesen ,berufen kann nur entstehen1 wenn die ,grundlagen gendert werden1 wenn in frhester ,jugend schon an ,stelle der oberflchlichen ,erlernung einer allgemein gebruchlichen ,umgangssprache die bung im eigenen ,sprachausdruck tritt1 wenn jeder lernt1 ,worte und ,sprachgebilde in ihrer ,tiefe zu verstehen und aus ihrer ,tiefe heraus selbst zu gestalten4 ,in alledem war nur von der ,fhrung des einzelnen ,knaben1 konnte nur davon die ,rede sein4 ,denn ,unterweisung in dem sprachlichen ,knnen -- wie in jedem ,knnen -- ist nur durch ,einzelunterricht mglich1 weil hier ja gerade das ,einzelsein eines ,menschen zu der ihm allein bestimmten ,blte und ,frucht gebracht werden soll4 ,wenn aber die ,einzelnen sprachlich so weit gebildet sind1 da alle ein ,dichtwerk schpferisch begreifen knnen1 wird es vielleicht mglich werden1 in ,gemeinschaft zu lesen4 ,was dann geschehen kann1 ist gemeinsame ,befreiung durch das ,wort4 ,doch das ist nur das ,letztmgliche1 selten ,erreichbare4 ,jedes gemeinsame ,kunsterleben ist gefahrvoll4 ,jeder ,einzelne1 der dabei ist1 trgt das ,ganze so entscheidend1 da seine abschweifende ,sonderrichtung1 vielleicht nur in einer unwahren ,gebrde unbewut zum ,ausdruck gebracht1 die gemeinsame ,lsung schon vernichten kann4 ,und solch gemeinsames ,lesen1 das aus irgendeinem meist nicht recht erkennbaren ,grunde nichts geworden ist1 bleibt nun nicht etwa so folgenlos1 wie es scheinen knnte4 ,es ist nicht etwa nur eine miglckte ,veranstaltung1 die man unter glcklicheren ,verhltnissen beliebig wiederholen knnte4 ,hier ist vielmehr etwas ,unwiederbringliches geschehen4 ,bei der nchsten gemeinsamen ,handlung macht sich der ,ri meist gleich wieder bemerkbar als leises ,mitrauen1 als ein nicht so hingegebenes ,bereitsein der ,versammelten4 ,der ,geist der ,gemeinschaft ist durch den ,eigenwillen des ,einzelnen verletzt4 ,nur durch verdoppelte ,inbrunst kann der ,ri wieder geheilt werden4 ,aus der gemeinsamen schpferischen ,ruhelage allein kann die gemeinsame ,erlsung durch das ,wort kommen4 ,der ,ausdruck mit den ,mitteln der bildenden ,knste ,zwischen dem unmittelbaren ,krperausdruck in ,tanz und dem durch die ,sprache vermittelten ,geistesausdruck im ,wort liegt das ,zwischenreich der verschiedenen vor allem durch ,auge und ,ohr vermittelten sinnlichen ,ausdrucksmglichkeiten4 ,auch diese mssen aus der ,gesamtform ,spiel allmhlich hervorgelockt werden4 ,das ,kind schaut schon sehr frh4 ,die ,flle der ,dinge fliegt durch das ,auge in einer ununterbrochenen ,reihe von ,eindrcken in seine ,seele1 und so baut sich in ihm die gestalten- und farben- und bildvolle ,raumwelt4 ,diese seiner ,seele mehr und mehr eingedrckte ,raumwelt gibt allein allen ,spielen des ,kindes ,weite und ,zusammenhang4 ,da es an dem ,faden seiner ,vorstellung das ,spiel von seinem ,anfang bis zu seinem ,ende berhaupt durchfhrt1 das ist schon eine ,wirkung dieser verbindungschaffenden ,raumwelt4 ,der schauende ,sinn gibt dem ,kind den ,plan seines ,spiels4 ,wenn nun die ,zeit gekommen ist1 mu der ,fhrer dieses dunkle ,ahnen von ,raum und ,gestalt aus der ,wirrnis des ,spieles herauslsen1 dem ,kind begreiflich machen1 da dieser ,raum in seiner ,weite wie in seiner ,gestaltenflle ihm ja durch sein ,auge zu eigen gegeben ist und da er ihn auch bei geschlossenen ,augen in sich hat1 da er ihn beliebig aus sich ausdrcken kann4 ,jedes ,spielzeug1 das das ,kind sich verfertigen lernt und spterhin jedes ,gert1 zu dessen ,herrichtung es angeleitet wird1 gibt ,gelegenheit1 aus dem eigenen inneren ,raumschatz zu gestalten4 ,und wenn die ,kinder sich eine ,htte bauen oder im ,winter einen ,schneewall1 so werden sie diese ,bauten aus sich heraussetzen als ,ausdruck ihres inneren ,schauens4 ,und wenn sie dann in ,sand und auf den ,brettertischen und auf ,papierstcken etwas kritzeln1 so wird das alles ausdrcken1 was sie seit langem in sich haben4 ,ganz von selbst entwickelt sich so aus den ,raum- und ,gestaltelementen des ,spiels allmhlich eine ,unterweisung in ,handwerk aller ,art1 ein ,unterricht in ,formen und ,zeichnen4 ,dies wird nicht ein ,nachahmen1 ein ,abzeichnen und ,abformen von ueren ,dingen sein1 sondern ein ,formerfinden aus innerem ,drang4 ,das ,kind1 das so aus der ,lust des ,spiels heraus gestalten gelernt hat1 was in ihm steckt1 wird dann vielleicht frher oder spter1 meist aber erst zur ,zeit der geschlechtlichen ,reife merken1 da sein ,raumschatz fr irgendeinen bestimmten ,ausdruck seines ,willens pltzlich nicht mehr genug hergibt4 ,das ,licht des inneren ,raumes mit aller ,gestalt darin wird erloschen sein4 ,dunkelheit wird sein1 ,nicht-,raum1 ,nicht-,gestalt4 ,hier wird der ,fhrer wieder sehr notwendig sich der ,pflege des einen ,anvertrauten zuwenden mssen4 ,und an dieser ,stelle ist dann wieder der schpferische ,tiefpunkt erreicht4 ,wie aus dem ,schweigen das eigene ,wort1 so entwickelt sich aus dem inneren ,dunkel das eigene ,schauen4 ,doch mu an dieser entscheidenden ,stelle gewartet werden1 lange vielleicht in aller bung und allem ,lernen innegehalten werden4 ,wer etwa die ,briefe des jungen ,feuerbach kennt1 wird verstehen1 was hier gemeint ist4 ,an der entscheidenden ,stelle seiner ,jugend war ihm versagt1 ,gestaltenflle einzuatmen4 ,und so wurde sein ganzes ,schaffen verhauchende ,verzweiflung1 ein gigantischer ,kampf mit den leeren ,rumen1 die er niemals mehr ganz zu fllen vermochte1 weil sie ihm zur ,zeit seiner ,reife leer geblieben waren4 ,die ,geschichte vieler dem frhem ,tode oder dem ,wahnsinn verfallener ,knstler von ,raffael bis van ,gogh ist die ,leidensgeschichte vergewaltigter ,knaben von hoher sinnlicher ,begabung4 ,sie alle wurden durch die ,schulen1 durch ihre ,meister1 durch die ,zeitumstnde gezwungen1 aus ihrem ,dunkel viel zu frh aufzutauchen4 ,bei weniger stark sinnlich begabten ,menschen kann die ,wirkung natrlich nicht so merkbar werden4 ,es tritt im ,gegenteil ein vlliges ,versiegen aller knstlerischer ,begabung ein4 ,als ,kinder knnen sich ja die meisten ,menschen zeichnerisch ausdrcken4 ,wenn sie dann aber in das ,entwicklungsalter eintreten und der ,zeichenunterricht geht immer in der gewohnten ,weise fort1 so verlieren sie einfach jede ,lust und gehren nachher eben zu den ,menschen1 die nicht zeichnen knnen4 99 99 99 99 99 ,hier vermag der ,fhrende viel zu tun1 oder vielmehr zu unterlassen4 ,alle zeichnerische ,bettigung lt er fr eine ,zeit ganz und gar vergessen1 das ,dunkel des raumlosen ,zustandes lt er in dem jungen ,menschen anwachsen1 bis seine ,augen selbst beweglich werden und nach ,befreiung aus dieser ,innen-,dunkelheit suchen4 ,und nun lt ihn der ,fhrende einbrechen in die weiten ,rume der ,landschaft drauen1 lt ihn die ,gestaltenflle der ,menschen und ,dinge einfangen in den dunklen ,raum seines ,schauens4 ,bewute ,augenbung und ,einprgung von bestimmten ,formen durch ,zeichnen und ,abzeichnen wird jetzt von ,vielen wie von selbst begehrt werden4 ,die ,lust1 nachahmend hervorzubringen1 wird nun immer grer werden1 ja vielleicht bei einigen sich zu frhlichem ,knnertum verselbstndigen4 ,da wird dann der ,fhrer eingreifen und irgendwie begreiflich machen mssen1 da ja das eigentlich gar nicht die ursprngliche ,absicht war4 ,denn ,knstler werden ist schwer und jenseits der ,nachahmung4 ,und bei solchen ,gelegenheiten wird es dann vielleicht an der ,zeit sein1 mit dem so in das ,knnen abgeirrten jungen ,menschen gemeinsam vor das ,werk eines groen ,knstlers zu treten4 ,in der ,stille der ,betrachtung wird es dann klar werden1 was eigentlich knstlerische ,notwendigkeit ist und wahrer ,ausdruck eines inneren ,schauens4 ,das berschssige ,knnen wird sich wieder eingliedern in den ,gesamtplan des durch die innere ,schau bedingten ,bildungswillens4 ,und bei den ,hchstbegabten wird aus alledem die ,ausbung eines gestaltenden ,handwerkes oder einer bildenden ,kunst erwachsen knnen4 99 99 99 99 99 ,das ,zwischenreich sinnlicher ,ausdruckformen dehnt sich auf der andern ,seite in die ,weite von ,klang und ,schall und ,ton4 ,auch dieses ,reich der ,tne ist dem spielenden ,kind von ,anfang an vertraut4 ,in seinem ,lachen und ,jauchzen und tausendfachen ,geschrei bricht es immer wieder von neuem aus dem engen ,krpergewlbe hinaus in den schwingenden ,luftraum4 ,in viel hherem ,mae noch als die innere ,welt der ,gestalten drngt die ,klangwelt nach ,ausdruck4 ,hier darf kein ,zwang von auen hemmen4 ,wer einmal gefhlt hat1 wie das unendliche ,stimmengezwitscher einer ,schulklasse pltzlich verstummt1 wenn die ,schritte des ,lehrers zu hren sind1 wer einmal erlebt hat1 was geschieht1 wenn ein singender ,vogel durch ein ber sein ,bauer geworfenes ,tuch geschweigt wird1 wer dabei gewesen ist1 wenn der ,gesang einer marschierenden ,truppe durch ein schrilles ,kommandowort pltzlich entzweigeschnitten wird1 oder wenn ein kleines ,kind1 das schreit1 durch ,drohung oder ,schlge dazu gebracht wird1 was heraus will1 qualvoll in sich hineinzuschluchzen1 wer diesen tglich in tausend ,formen begangenen ,mord am ,ton einmal begriffen hat1 wird sicherlich niemals mehr mithelfen zu hemmen1 wo etwas singt oder schreit oder klagt oder jubelt oder lacht4 ,aus dieser von innen her ausbrechenden ,klangflle wird der ,fhrende vielleicht an einem ,tage den eigenen ,ton seines ,anvertrauten heraushren4 ,und von da an wird er ihn locken1 da jener aus dem ,chaos des wahllosen ,klangausdrucks vielleicht zu dem einen kommt1 der ihm gem ist4 ,erst wenn der ,fhrer den ,vertrauten zu dieser ,mglichkeit der ,geburt des eigenen ,gesanges gefhrt hat1 ist es an der ,zeit1 auch die ,flle der von andern ,menschen gesungenen ,lieder sich anzueignen1 und im ,chor der anderen auch nach ihrem eigenen ,ton hungrig gewordenen ,genossen ihn mit einstimmen zu lassen4 ,mehrstimmiger ,gesang ist ja das einzige1 niemals versagende ,mittel1 durch gemeinsames ,knnen zur ,gemeinschaft zu gelangen4 ,wenn dieses ,mittel zu frh angewandt wird1 ehe das ,kind seinen eigenen ,ton gefunden hat1 wird das kostbarste ,bindungsmittel menschlicher ,gemeinschaft nutzlos vertan und zugleich die eigene ,klangentwicklung gehemmt4 ,zur ,zeit der ,reife wird die ,klangwelt genau so wie die ,raumwelt in dem werdenden ,menschen verdunkelt4 ,ein inneres ,verstummen tritt ein1 der ,stimmwechsel4 ,die schpferische ,bedeutung dieser ,pause fr die ,entwicklung der ,stimme ist ja allgemein bekannt4 ,kinder1 die zu dieser ,zeit gezwungen werden1 zu singen oder sich gegen den aufreizenden ,zustand ihrer ,umgebung mit viel ,geschrei und lauten ,worten wehren mssen1 schdigen ihre ,stimme auf eine nie wieder gutzumachende ,weise4 ,hier kommt alles darauf an1 die ,stimme des ,vertrauten zu beruhigen1 ihre aufgeregte ,schrillheit zu dmpfen1 da kein ,schaden geschieht4 ,selbst schweigend mu der ,fhrer die ,stimmen der ,nacht hren knnen und die jauchzende ,stimme des ,morgens1 ,sturm und ,gewitter und ,meeresbrausen1 das ,beben der ,bltter1 das chzen der ,stmme1 das prickelnde ,gerusch des ,sumpfes4 ,und auf alle diese ,laute der ,natur mu er seine ,schutzbefohlenen horchen lehren1 bis sie vor der ,gewalt dieser ,laute verstummen4 ,und schlielich wird es dann an der ,zeit sein1 mit dem ,anvertrauten gemeinsam zum erstenmal ein groes ,musikwerk zu hren4 ,da wird die ,gewalt des groen ,klanggebudes in ihn hineinstrzen und von innen her alles ,eigenwillige auseinandersprengen4 ,und auf dieses ,erlebnis seliger ,zerstrung wird dann nun sich das neue ,suchen nach dem eigenen ,ton aufbauen und nun strker werden und in den ,grundmauern weiter4 ,so wird sich der ,klang und ,gesang der eigenen ,stimme wechselseitig steigern an dem ,hren musikalischer ,werke4 ,strker wird auch das ,verlangen werden1 den ,bau solcher ,tonwerke ganz klar und voll in sich selbst aufnehmen zu knnen1 ja sie selbst aus den ,instrumenten erzeugen zu lernen4 ,und bei den ,hchstbegabten wird dann wieder aus alledem die ,ausbung einer ,kunst erwachsen4 ,diese vier ,hauptausdrucksmglichkeiten3 der ,krperausdruck1 der ,wortausdruck1 die ,raum- und ,klanggestaltung geben gewissermaen die vier ,richtungen an1 in denen alles menschliche ,knnen und ,leisten sich ergiet4 ,am letzten ,ende steht jedesmal die ,kunst selbst1 zu deren ,ausbung aber nur die ,hchstbegabten gelangen knnen4 ,in und zwischen diesen ,richtungen sind die vielen menschlichen ,berufe einzuordnen4 ,jede ,begabung lt sich nach einer dieser ,richtungen entwickeln1 und fhrt dann notwendig zu einem dieser ,berufe4 ,der ,fhrer kann bei alledem das ,knnen nur in die ,richtung lenken1 bung dafr bereithalten und zur eigenen ,wahlentscheidung hinfhren4 ,aber in ,wahrheit ist und bleibt dieses ,knnen1 der ,beruf eines ,menschen1 der unverwechselbare ,ausdruck dieses ,lebens selbst4 ,dazu ist nichts hinzuzutun und davon ist nichts wegzunehmen4 ,das ,knnen wchst so hoch und so schnell und so freudig1 wie das ,leben selbst1 ja es ist das wachsende ,leben selbst4 ber den ,tod ,das ,leben ist ein ,wurf aus dem ,dunkel des ,todes wieder in das ,dunkel des ,todes zurck4 ,bei der ,empfngnis im ,mutterleib springt die ,lebenslinie sogleich senkrecht aus dem ,spiegel des ,nichtseienden herauf1 durchrast in der ,zeit der neun ,monate spiralig in sich gekrmmt mit einer fr unser ,bewutsein unvorstellbaren ,wucht alle ,stufen des pflanzlich tierischen ,lebens und springt dann in fast senkrechtem ,anprall im ,augenblick der ,geburt als eigenbewegliches ,leben ans ,tageslicht1 um nun im steilen ,bogen aufwrts zu steigen bis zur ,hhe des ,lebens4 ,dort hlt sich die ,linie eine ,weile in scheinbar gleicher ,hhe1 um sich dann allmhlich zu senken und je nach der ,spannweite des ,lebens frh oder spt mit schmerzvollem ,anprall in den ,spiegel des ,nichtseins wieder unterzutauchen4 ,alle ,rhythmengefge1 von denen bisher die ,rede war1 ,atem und ,tagesrhythmus1 ,jahresrhythmus und der ,rhythmus der ,lebensalter spannen sich in diesen alles berspannenden ,bogen von ,geburt zu ,tod4 ,und dadurch kommt ein vllig anderer ,klang auch in die ,teilrhythmen des ,lebens4 ,nmlich der ,klang des ,einmal4 ,bisher wurde das ,leben als ewiges ,leben1 als ein immerwhrend ,auf und ,ab von ,rhythmen angesehen1 so wie es der ,mensch in seinen jugendlichen ,stunden in seinen vollklingenden ,stunden eben tatschlich betrachtet und betrachten mu4 ,es ist aber auch ein ,gegenklang von der ,todesseite her4 ,viele ,namen bezeichnen ihn3 ,zwang1 ,notwendigkeit1 ,schicksal1 ,fatum1 ,ananke4 ,aus dem wachsenden ,wissen um diesen ,gegenklang entspringt pltzlich einmal die ,gewiheit3 nicht immer geht es so weiter von einem ,atemzug zum anderen1 von einem ,tag zum anderen1 von einem ,jahr zum anderen1 von einem ,lebensalter zum anderen1 von einem ,werk zum anderen4 ,wie man bei der ,erdbetrachtung zunchst einmal ruhig die ,krmmung der ,erdoberflche auer acht lt und alle ,lnder und ,meere auf einer ,flche nebeneinander ausbreitet1 ,erdteil um ,erdteil1 als ginge es immer so weiter4 ,nun aber gilt es1 die ,krmmung in ,rechnung zu setzen4 ,der ,tod strafft die in sich selbst rhythmisch schwingende ,lebenslinie bogenfrmig zusammen und zwingt so das ,leben zu seinem ,schlu4 ,und dieser ,bogen von der ,empfngnis im ,mutterleib bis zum ,tod1 diese alle anderen umfangende ,kurve ist nicht mehr dehnbar oder wiederholbar4 ,sie ist festgelegt oder wenigstens erscheint uns festgelegt4 ,whrend der ,wille des ,menschen das innere ,rhythmengefge dauernd in seiner ,anordnung verndert oder zu verndern scheint1 ist die uerste ,kurve1 der ,bogen von der ,geburt her durch den ,tod notwendig bestimmt4 ,verfolgt man von hier aus nun alle die vorher betrachteten ,teilrhythmen noch einmal rckwrts bis zu dem ersten ,atemzug hinauf1 so wird sich alles als tod-gebundene ,notwendigkeit erweisen1 was zuvor als aufwallendes ,leben angeschaut wurde4 ,die kleinste ,atemschwingung ist da1 wo sie hinabschwingt in die schpferische ,ruhelage1 ein ,bild des ,todes und fat darum auch den ganzen ,segen des ,einmal und ,nichtwieder in sich4 ,ausatmend kann der ,mensch in jeder ,minute sterben1 d4 h4 zur ,ruhe kommen1 abschlieen1 zu ,ende bringen4 ,in ,stunden der ,erschpfung gelingt es wohl dann und wann einmal1 im ,ausatmen sich so ganz und gar zu ,ende zu bringen4 ,und auch die anderen greren ,rhythmengefge1 von denen die ,rede war1 sind jedesmal da1 wo die ,abwrtsschwingung zur ,ruhe kommt1 ,bilder des ,todes1 der ,tag1 der in den ,abend schwingt und den ,menschen in den tglichen ,schlaf fallen lt1 der monatliche ,abschwung der sexuellen ,krfte1 das ,abklingen der ,jahreszeiten1 die ,pausen zwischen den menschlichen ,lebensaltern1 und schlielich auch das ,abfallen der ,arbeitsleistung von dem unbemerkt tausendfltigen ,herabtropfen der alltglichen ,kleinarbeit bis zu dem seltenen schwerreifen ,abfallen wertvoller ,lebenswerke4 ,alles das ist todberschattet4 ,ja mehr noch3 der ,tod ist der ,verursacher4 ,der ,tod setzt der ,kraft des ,lebens ,ziel und ,grenzen1 und ruft eigentlich darum erst dies alles hervor4 ,weil ,tod ist1 darum entsteht alles ,begrenzte1 alles ,geformte1 alles ,abgeschlossene1 alles ,einzelne1 alles ,selbstndige1 um sich abzugrenzen gegen den ,tod4 ,der ,tod lt das ,leben berhaupt erst aufbumen1 da es zu ,rhythmus und demzufolge zu ,gestaltung kommt4 ,sonst wrde es ewig und geradlinig weiterflieen1 ungetrennt1 formlos4 ,von hier aus gesehen ist das ,leben in seinem ,lauf eine vielfltig prchtige ,flucht vor dem ,tode4 ,jeder aufsteigende ,rhythmus ist ein erzwungenes ,ausweichen4 ,jedes abfallende ,werk ist ein zgernd hingeworfener ,brocken von dem groen ,raube des glcklich weitergetragenen ,lebens4 ,je grer die ,lust an ,leben ist1 desto bewuter wehrt sich das ,selbst tglich1 stndlich1 bei jedem ,atemzuge in diesem ,auf- und ,abschwingen1 die alle doch nur das eine sagen und wiederholen3 ich lebe1 lebe und will nicht sterben4 99 99 99 99 99 ,der ,tod geht berall in den ,dienst des ,lebens1 und seine ,macht wird scheinbar gering4 ,je bewuter und khner die ,lebensschwingungen nun werden1 desto gewaltiger wchst aber die ,gefahr mit4 ,unter dem ,namen ,krankheit1 ,snde1 ,schuld wurde schon vorher von der ,gefahr gesprochen4 ,hier wird sie mit ihrem umfassendsten ,namen genannt3 ,todesfurcht4 ,es kann geschehen1 da der ,tod schon lange wohlgezhmt dem ,leben diente1 aber bei irgendeiner ,gelegenheit1 ganz pltzlich wird er in seiner ,urgestalt1 in seiner ,nichtgestalt erkannt4 ,entsetzen vor dem ,tode ist pltzlich da und nichts anderes als ,entsetzen4 ,einzige ,ausflucht bleibt3 das ,leben festzuhalten4 ,und dieser ,wunsch rt fter und fter zur ,vorsicht und ,schonung4 ,die ,lebenskraft wird zurckgehalten1 wo der ,einsatz zu gro scheint4 ,man spart sein ,leben auf1 wird geizig mit seiner ,kraft4 ,bei der nchsten ,gelegenheit knnte man diese zurckgehaltene ,kraft besser anwenden1 glaubt man4 ,aber in ,wahrheit ist alles ,furcht vor dem ,abnehmen der ,kraft1 ,furcht vor dem ,tode4 ,man mchte gar zu gern das ,leben aufspeichern1 um recht lange davon zu zehren4 ,es ist der ,besitzgedanke1 der da das ,leben durchseucht hat und pltzlich alle1 aber auch alle ,mhe vieler ,jahre mit eins zunichte macht4 ,es ist hier wie stets1 die ,gefahr kommt von einer anderen ,ecke als man vermutet4 ,der1 der sein ,selbst lange ,zeit gepflegt hat und dem es nun ,frchte bringt1 dem mancherlei ,leistungen immer besser gelingen1 glaubt natrlich1 die einzige ,gefahr lge im ,nichtstun1 man nennt das ,zeitverlieren2 er sucht alle ,lcher zu verstopfen1 durch die seine ,lebenskraft noch nutzlos verrinnen knnte4 ,mit wenig ,zeit viel erreichen1 das ist sein ,wille4 ,und whrend er all sein ,augenmerk nur immer auf ,steigerung des ,lebens richtet1 unvermutet packts ihn von der anderen ,seite4 ,es ist wie ein ,schwindel nach langem ,bergsteigen4 ,es kann nur zweierlei geschehen4 ,der starke ,mensch verschliet sich vor diesem ersten ,gewahrwerden des ,abgrundes4 ,er erkennt den ,tod einfach nicht an4 ,so ist es heut gewhnlich4 ,angst gilt nicht4 ,der ,mensch soll und soll und soll 444 ,und so beginnt er den vllig hoffnungslosen ,kampf mit der eigenen ,todesangst4 ,wo man sie findet1 stt man sie weg1 so da sie in die ,trume und unbewachten ,augenblicke flchtet1 bis der ,mensch an einem grauenvollen ,tage schlielich doch bermannt und zerbrochen wird4 ,der schwache ,mensch dagegen gibt gleich beim ersten ,mal das ,spiel verloren4 ,der ,tod nimmt von ihm langsam ,besitz4 ,die ,lebensfreude weicht4 ,der ,mensch fragt sich bei jeder ,gelegenheit3 wozu8 ,die falsch verstandene ,weisheit des ,predigers3 ,alles ist eitel vergiftet die ,freude an jedem ,tun und jedem ,genieen4 ,hier gibt es nur eins3 ,bejahung des ,vorhandenen4 ,die ,todesfurcht ist da und nicht wegzuleugnen4 ,todesfurcht heit nur3 ich liebe des ,leben6 ,warum also ,scham vor der ,todesfurcht8 ,unterliege ich diesmal der ,furcht1 lasse ich mich heute ganz durchdringen von dem ,tod1 morgen vielleicht schon werde ich wieder jung werden mit einem anderen ,tage1 und mein ,leben ist wieder siegreich4 ,volle ,anerkennung der ,schwche1 ein ,ersterben in ,furcht ist ntig1 um die ,furcht zu entkrften4 ,die heroische ,weltanschauung will das nicht zugeben1 d4 h4 sie will es nicht so weit kommen lassen4 ,sie verdrngt die ,todesfurcht4 ,so sagt man schon dem kleinen ,jungen1 der seinen ,mund zum ,weinen verziehen will3 was1 du willst ein ,junge sein1 du wirst dich doch nicht unterkriegen lassen8 ,jawohl4 ,er soll sich unterkriegen lassen mit aller ,inbrunst des ,versinkens in das ,unvermeidliche4 ,viel zu frh geben die allermeisten auf1 sich vor dem ,tode zu frchten1 weil sie gar nicht wissen1 was sie mit ihrem ,leben verlieren knnen1 weil sie ihr ,leben nicht lieben und es ihnen gleich anfangs leicht und feil ist oder wohl gar unntz oder mhselig oder belanglos4 ,wo man nicht liebt1 ist es freilich einfach1 nicht zu frchten4 ,aber wo das ,leben in einem ,menschen gro und hell und weltenweit geworden ist1 da ist so viel zu verlieren1 da manchmal nchtelang rund um ihn nichts ist als ,furcht4 ,aber nach solcher berflutung von ,angst und ,grauen wird eine verborgene ,kraft wirksam werden4 ,es gibt eine ,kraft1 die pltzlich im ,untersinken das ,unvermeidliche lieben lt1 sogar wenn das ,unvermeidliche das ,aufhren des selbsteigenen ,lebens wre4 ,wer dieses erfahren hat1 wei es4 7,und viele haben es in dieser ,zeit erfahren47 ,wer in einem ,augenblick des sehr nahen ,todes diese groe ,umstellung gesprt hat1 vermag von da an die ,furcht zu entkrften mit der lchelnden ,abspannung3 ich gebe mich hin1 ich lasse mich treiben1 selbst und ungezwungen lasse ich mich fallen in den ,tod4 ,diese ,kraft kommt ruckweise ber den ,menschen und lscht alles ,vorhergewesene aus4 ,unvergleichbar ist das mit dem lssigen ,aufgeben eines gleichgltigen ,dinges4 ,wo die ,umstellung mit dieser lssigen ,gebrde geschieht1 ist noch ,lge dabei4 ,in ,wahrheit ist es wie nach dem ,ziehen einer herrlichen ,last bis an den obersten ,rand1 bis sie rund und voll daliegt und im ,licht funkelt4 ,nun aber ist es gut3 nun lasse ich meine ,hnde davon4 ,das1 was meine ganze ,kraft1 ,freude und ,leid in sich enthlt1 das lasse ich nun fahren1 wende mich davon ab und bleibe leer und arm und nichts4 ,gewaltig und schpferisch ist diese ,inbrunst des ,lassens1 und die ,furcht hat nichts mehr wo sie anpacken knnte und wandelt sich in ein leise fragendes ,staunen3 ,was nun8 ,hier wird bewut1 was ,wahrheit ist3 der ,leben erschlieende und ,leben beschlieende ,tod nicht mehr ,feind des ,lebens1 sondern die groe schpferische ,pause des ,lebens4 ,liebe als ,macht ,das atmende1 das durch ,tag und ,jahr und ,lebensalter hindurch flutende ,leben des ,selbst1 all dieses schwingende ,geschehen im ,leben des einen ,menschen1 gerinnt zu ,schicksal fr den anderen und heit dann3 ,liebe4 ,in dem ,mae1 wie ,liebe sich eigenwillig gebrdet1 fat das ,wort noch nicht ganz seinen ,inhalt4 ,erst wo sich das ganze ,leben unter einen anderen ,neigungswinkel beugt1 also dem anderen ,menschen in seiner ,gesamtheit dargebracht wird1 ist ,liebe im groen ,sinn4 ,solche groe ,liebe1 die das ganze ,leben in ein liebendes ,leben verwandelt1 ist aber nicht in dem ,sinne ,schicksal1 als ob es jedem so ohne weiteres zufallen knnte4 ,nur wenige vermgen dieses ,schicksal zu tragen4 ,eine doppelte ,erfahrung mu im ganzen ,ausma ihrer ,hhe und ,tiefe vorausgegangen sein4 ,die im tiefsten ,grunde schmerzliche ,erfahrung von dem ,alleinsein der ,menschen und das beglckende ,geheimnis von der trotzdem mglichen ,vereinigung gibt die beiden ,pole1 die erreicht werden mssen1 wenn die ,liebe wirklich umspannend werden soll4 ,sonst wird die ,liebe eben nicht rund wie die ,welt und nicht umfassend wie das ,leben1 sondern bleibt ,stckwerk1 ,schmuckwerk1 kommt leuchtend hier und da zutage und verschwindet dann wieder auf lange ,strecken4 ,das ,kind nimmt aus dem ,mutterleib die dunkle ,glckserinnerung an den ,zustand des vlligen ,umschlossenseins mit4 ,da gab es noch nicht ,getrenntheit4 ,es hatte das ,blut der ,mutter zu eigen4 ,geburt ist dann der groe ,schmerz des ,getrenntwerdens4 ,mit diesem ,schmerz wird zugleich der ,wunsch geboren1 den schmerzlosen ,zustand wieder zu gewinnen4 ,sehnsucht nach ,besitz und ,macht in den verschiedensten ,gestaltungen quillt von nun an unaufhrlich aus dieser dunklen ,wunschquelle und ist weiter nichts als das zu reiend gewordene allzu ungestme ,verlangen1 selbst in den andern einzugehen4 ,mit ,augen und ,hnden ergreift das ,kind darum sogleich ,besitz von der ,welt und den ,menschen4 ,was ihm nahekommt1 gehrt ihm4 ,die ,eltern kommen diesem ,besitzwunsch des ,kindes so lange entgegen1 wie er sich in der liebenswrdigen hilflosen ,art des kleinen ,kindes uert4 ,wenn das ,kind dann erst laufen kann und seine ,wnsche unbequemer werden1 beginnt man zu erziehen1 d4 h4 abzugewhnen4 ,dabei werden aber die ,eltern oft kindischer als die ,kinder4 ,ihre eigene dunkle ,sehnsucht nach ,macht benutzt die ,gelegenheit1 von dem ,kind1 das sich ja nicht wehren kann1 ,besitz zu ergreifen4 ,aus demselben dunklen ,grund stammt ja bei ,eltern und ,kindern dieser ,wunsch4 ,auch die ,mutter hat ja das ,kind einmal ungetrennt besessen4 ,da es noch ihr eigenes ,fleisch und ,blut sei1 will sie mglichst deutlich immer wieder erfahren4 ,auch sie willigt in kein ,getrenntsein ein4 ,grauenhaft ist es nun zu sehen1 wie die meisten ,kinder als das allerdings kostbarste ,besitzstck der ,familie betrachtet und auch sogar nach auen hin als solches hin- und hergeschoben und gezeigt werden4 ,die ,erwachsenen sind strker4 ,sie setzen ihren ,willen durch4 ,so wird der junge ,wille meist schon ganz frh gebrochen1 die ,begierde der ,kinder wird erdrckt und kommt erst spter wieder zutage4 ,oder das ,gegenteil geschieht 7wenn auch nicht so hufig73 dem ,kind wird alles zu willen getan4 ,und es lernt dann niemals das ,getrenntsein1 den ,abstand von ,menschen und ,dingen4 ,es bleibt unerlst in seiner ,besitzbegierde stecken4 ,beides1 das gewaltsame ,unterdrcken der kindlichen ,besitzbegierde wie das schrankenlose ,gewhrenlassen dieses ,triebes1 begrndet die sptere ,unfhigkeit zu lieben4 ,die bestehenden ,schulen versagen hier auch fast vollstndig4 ,die meisten ,lehrer widmen sich ja aus ,erwerbsgrnden diesem ,beruf4 ,sie lieben die ,kinder gar nicht4 ,gegen das jugendliche ,drngen mssen sie sich wehren1 weil es ihre eigene ,macht bedroht4 ,es bleibt ihnen nichts anderes brig1 als eine ,maske anzunehmen1 damit das ,schwinden ihrer ,macht nicht bemerkt wird4 ,wo sie spren1 da ihre ,macht im ,schwinden ist1 mssen sie gleich zum ,gegenangriff bergehen1 weil sonst alles verloren ist4 ,ihr ,beruf1 ihr ,amt1 ihre ,schulklasse wird ihre ,aufgabe1 an der sie arbeiten1 das ,material1 an dem sie ihre ,kraft sehen knnen1 der ,besitz1 ber den sie verfgen4 ,wo sich unter den jungen ,menschen anders gerichtete ,krfte regen1 da sind sie sofort argwhnisch1 als sei jedes eigenmchtige ,wachstum selbstverstndlich gegen ihre ,autoritt gerichtet4 ,aber ,autoritt wahren1 nichts sich vergeben1 immer oben sein1 ist ihre einzige ,rettung1 sonst pat ihnen ihre ,maske nicht mehr und rutscht ihnen vom ,gesicht herunter und sie sind hilflos4 ,und so ist es denn auch1 wenn sie einmal ihre ,autoritt nicht ausben1 also nicht dauernd sich stark genug zeigen1 ihren ,willen berall durchzudrcken1 dann merken die ,jungen sofort das ,loch1 wo sie ausbrechen knnen1 um den ,zwang1 der immer auf ihnen lastet1 fortzuschieben4 ,sie gehen dann sofort zum ,angriff ber1 um ihrerseits nun ,zwang auf den ,lehrer auszuben4 ,in kurzer ,zeit lernen sie die schwachen ,stellen unfehlbar sicher benutzen4 ,und so bilden sich in den ,schulen immer wieder die zwei ,hauptarten des ,lehrers1 der ,tyrann und der ,popanz4 ,doch auch der wirklich liebende ,erzieher kann hier versagen4 ,all seine bildnerischen ,fhigkeiten helfen ihm hier nichts4 ,leicht und unmerklich verfllt er dem ,besitzgedanken1 wenn er vergit1 da er lebendige unter seiner ,hand wachsende ,menschen vor sich hat4 ,mit der ,gewalt seiner ,liebe kann er ber die ,kinder kommen1 sie zur ,unterwrfigkeit verfhren und so zum ,tyrannen wider ,willen werden4 ,oder er kann in seiner hingebenden ,liebe gar zu hinfllig werden und so dann wieder ungewollt ihre tyrannischen ,instinkte erwecken4 ,ehrfurcht als ,liebeshemmung ,schon jetzt ist es klar geworden3 ,liebe ist mit dem ,machtgedanken schicksalhaft verleitet4 ,die ,erziehung zur ,liebe wird sich also mit dem ,machtgedanken auseinanderzusetzen haben4 ,die ,haltung des ,fhrenden wird daher grundstzlich anders sein als zuvor4 ,bisher handelte es sich um die ,entfaltung des einzelnen ,menschen4 ,der ,fhrer stand sorgend1 htend1 wartend daneben4 ,der ,mensch wchst aber nicht ungestrt und unbekmmert wie eine ,pflanze1 um eigne ,blte und ,frucht hervorzubringen4 ,sondern er hngt entscheidend von den anderen ,menschen ab1 gibt und empfngt von der ,gemeinschaft der ,menschen4 ,von dem rhythmischen ,wechsel dieses zwischen-menschlichen ,gebens und ,nehmens ist von nun an die ,rede4 ,hierbei handelt es sich um etwas1 das nicht so wie bisher von selbst geschieht4 ,dem einzelnen ,menschen1 wenn er so wchst wie er wchst1 wird es nicht einfallen1 sich um den andern zu kmmern4 ,vielmehr wird ihn1 wie geschildert wurde1 der dunkle ,trieb zur ,machtentfaltung1 zur ,besitzergreifung des anderen zwingen1 zumal wenn der andere mit ihm dasselbe versucht4 ,hier mu der ,fhrende auf irgendeine ,weise seinen ,anvertrauten jene beiden ,erfahrungen vermitteln1 welche die ,liebe bedingen3 ein jeder ist in sich selbst allein und hat kein ,recht an den anderen3 aber trotzdem ist es mglich1 zueinanderzukommen durch freiwillige ,hingabe4 ,wie geht dieses vor sich8 ,aus der ,tiefe des ,selbst steigen hemmende ,krfte1 die jene elementaren ,machttriebe dem anderen ,menschen gegenber zu dmmen vermgen4 ,und nun schwillt diese selbst-hemmende ,kraft an1 fliet ber1 gibt sich hin1 lst sich auf in den andern4 ,dieses ,wissen von der liebewirkenden ,kraft der ,hemmung gilt es zu wecken4 ,jedes ,wissen hngt urschlich mit dem ,wissen vom ,tode zusammen4 ,nichtswissenwollen stammt aus ,todesfurcht4 ,und so ist in allen ,menschen ein leises ,struben auch gegen dieses ,wissen von dem ,segen der ,hemmungen4 ,nur das strkste ,mittel kann hier helfen3 ,zwang6 ,zwang in einem besonderen ,sinne6 ,der ,fhrende mu sich selbst mit seiner ganzen ,persnlichkeit seinen ,anvertrauten gegenber stellen1 sich ihnen in den ,weg stellen1 sich unumgnglich machen4 ,in keinem ,fall darf er diesen ,gegensatz zwischen ihnen verwischen lassen4 ,er selbst stellt eben mit seiner ganzen ,persnlichkeit fr seinen ,anvertrauten den anderen ,menschen dar4 ,und diesen anderen ,menschen 7sich selbst7 mu er gegen ihn wahren und wenn es notwendig ist1 verteidigen4 ,er mu den jungen ,menschen spren lassen1 da er kein ,recht an ihm hat1 da ,liebe nicht ,besitzergreifung ist4 ,so leicht ist es ja mglich1 da seine ,vertrauten sich gewhnen1 ihn in ,anspruch zu nehmen1 so wie man tagtglich seinen ,stiefel oder andere ,gegenstnde bentzt2 hlt sich doch der ,fhrende zu jedem ,spiel1 zu jeder gemeinsamen ,arbeit bereit1 ,offenheit und ,hingebung an das gemeinsame ,leben ist seine ,lust und sein ,gestaltungstrieb vollauf damit beschftigt4 ,aber es gibt ,zeiten1 wo die ,offenheit dem ,anderen gegenber ,lge wird4 ,es gibt ,stunden1 wo sein eigenes ,leben und ,arbeiten ihm befiehlt1 sich zu verschlieen und ganz mit sich allein zu bleiben4 ,hier darf er sich nicht aus sich herauszerren lassen durch die gewohnheitsmig an ihn gestellte ,forderung der ,anderen4 ,er mu die ,kraft haben1 nein zu sagen1 nicht notwendig mit ,worten1 sondern mit der ablehnenden ,regung seines ganzen ,willens4 ,lt er sich an solchem ,tage doch verleiten1 den ,forderungen der ,anderen nachzugeben1 so tritt das ,schlimmste1 die ,lge zwischen ihn und seine ,vertrauten4 ,solche ,herablassung1 lustlose ,hingabe1 ,verstellung in irgendeinem ,sinne wird durch die berquellende ,lebenslust der ,kinder zunchst vielleicht berdeckt werden und ist darum so besonders schadenvoll4 ,geschieht diese tuschende ,herablassung1 diese ,hingabe aus ,pflicht fter1 so merken dann die ,zarten doch sehr bald etwas1 und damit ist das ,vertrauen an seinem ,grunde erschttert4 ,hier also gilt es1 die ,kraft zum ,nein1 zur ,ablehnung1 zur ,selbstbewahrung aufzubringen und dem ,anderen deutlich zu machen3 ,heut ist ein ,tag der ,ferne zwischen mir und dir4 ,heut ist alles verschlossen in mir1 und wenn ich auch neben dir stehe1 bin ich dir doch fremd4 ,diese ,erfahrung wird dem jungen ,menschen nun gewaltsam den ,abgrund aufreien1 der sein ,selbst von allen ,menschen trennt4 ,der ,kampf gegen den ,besitzgedanken ist hiermit bewut erffnet4 ,wenn in frher ,jugend schon ein gewichtiger ,mensch dem ,jngeren bedeutet3 hier ist deine ,grenze1 du hast kein ,recht1 in das verschlossene ,gebiet des ,anderen einzudringen1 so entsteht zunchst ,ehrfurcht vor diesem ,anderen1 ,ehrfurcht vor dem lteren1 ,ehrfurcht vor der ,ferne des anderen ,menschen wird auch im ,kreise der gleichaltrigen ,genossen dem ,miteinanderleben die notwendige ,spannung geben4 ,auch der ,fhrende seinerseits wird durch die ,ehrfurcht vor der geschlossenen ,art seiner ,anvertrauten ihnen in ihrer ,einsamkeit nicht zu nahe treten und so ,machtwunsch und ,besitzwillen in sich berwinden4 ,ehrfurcht hemmt jedes vorzeitige ,wollen1 ,ehrfurcht lt innehalten1 ,ehrfurcht hllt sich schtzend um alle noch nicht zur ,reife gelangten ,liebesformen4 ,aber ,ehrfurcht ist nicht nur eine ,durchgangsform1 sondern unter ,umstnden auch etwas ,endgltiges4 ,es ist durchaus mglich1 da es im ,verhltnis zwischen ,menschen berhaupt nicht1 oder von einem bestimmten ,zeitpunkt an endgltig nicht mehr zur ,entfaltung der ,liebe kommt4 ,dann bleibt es aber doch mglich1 da dieses ,entferntsein kein gleichgltiger1 sondern ein liebesgerichteter ,zustand ist4 ,dieser ,zustand des liebenden ,entferntseins wird heute selten zugelassen und fast berall in die ,scheinformen von ,leidenschaft und ,inbrunst hinauf- und hinabgezerrt4 ,der hfliche ,verkehrston oberer ,gesellschaftsschichten1 ebenso die hfliche ,umgangsart der ,menschen in sdlichen und orientalischen ,lndern1 schlielich die ,geselligkeitsformen der ,menschen vor #ahdj etwa drckt ungefhr nach auen hin aus1 was hier gemeint ist3 ,wohlwollendes ,entferntsein1 ,einandergeneigtsein1 ehrfurchtsvolle ,achtung des ,unbekannten4 ,in den nrdlichen ,lndern und den unteren ,gesellschaftsschichten1 wozu auch die meisten brgerlichen ,kreise gehren1 und in der letzten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts ist diese ,achtung voreinander allmhlich geschwunden1 sicherlich aus der dumpfen ,sehnsucht nach bewegteren ,formen unmittelbarer ,liebe4 ,in den sogenannten gebildeten ,schichten erstarrte ja die ,liebe4 ,andeutende ,beispiele gengen3 die gute brgerliche ,ehe fhrt zwar bestenfalls zu einem gemeinsamen ,leben in ,achtung voreinander1 aber sie endigt auch darin4 ,der gut erzogene ,sohn verharrt in der ,ehrfurcht vor dem ,vater1 die ,schler in ,ehrfurcht vor den ,lehrern1 der ,beamte in ,ehrfurcht vor dem ,vorgesetzten4 ,in allen diesen ,fllen handelt es sich um die besten ,flle4 ,und gerade gegen diese ,mustergltigkeit1 die ein durchaus auskmmliches ,leben miteinander sichert1 erhebt sich der ,sturm der ,masse1 welche in sich sprt3 der ,damm mu zerbrochen werden4 ,es gilt einzig und allein zueinanderzukommen4 ,und nun prallen die ,menschen in ihrem ,liebeswillen ungehemmt und zgellos aufeinander4 ,sie zerqulen und zerreien sich mit ihrem ,liebeswillen1 oder was seltener und gar nicht schlechter ist3 mit ihrem ,ha4 ,freundschaften1 ,ehen1 ,kreise und ,bnde entstehen aus diesem reienden ,willen nach ,vereinigung um jeden ,preis4 ,all diese neuen ,gemeinschaftsformen sind dazu verurteilt1 sofort wieder zu zerbrechen1 oder doch in sich unmglich zu werden1 weil eben das ,medium1 die ,ehrfurcht voreinander nicht da ist4 ,so ist es das ,erziehungsamt der lebendigen ,einzelnen1 die ,ehrfurcht zu wahren und trotzdem zueinander durchzustoen4 ,diese wenigen ,lebendigen spren den gleichen ,drang in sich wie die groe ,masse3 die erstarrte ,liebesordnung im ,verhltnis der ,menschen zueinander zu zerbrechen4 ,aber sie wissen1 da dieser ,durchbruch zueinander nur stark sein kann1 wenn die ,liebe ,zeit hatte zu wachsen und also sich zu ihrer ganzen ,gre aufzustauen4 ,leidenschaft und ,inbrunst ,durch den ,damm der ,hemmungen1 durch die ,ehrfurcht mu durchgestoen werden in die dahinter liegenden ,hhen- und ,tiefengebiete der ,liebe4 ,von ,zeit und ,gezeiten war bisher nur bei der rhythmischen ,teilung des ,einzellebens die ,rede4 ,das ,leben des einzelnen ,menschen wchst durch die ,zeitrume seines ,lebens4 ,in der ,zeit1 doch blind vor ihr4 ,wer nun in ,beziehung zu einem anderen ,menschen gert1 setzt zunchst auch dort stillschweigend seine eigene ,lebensbewegung voraus4 ,doch merkt er dann bald1 da etwas nicht stimmt4 ,fr den ,anderen sind andere ,zeitrume magebend1 sind die rhythmischen ,schwingungen des ,lebens krzer oder lnger1 sind die ,pausen dichter oder weiter gest1 jedenfalls an anderer ,stelle liegend4 ,dementsprechend sind auch die ,aufschwnge des ,lebens hufiger oder seltener und meist nicht gleichzeitig4 ,jeder trgt seine eigene ,zeit in sich1 und ,getrenntsein heit andere ,zeit haben4 ,was ,ehrfurcht genannt wurde1 ist die ,verehrung der anderen ,zeit des ,geliebten4 ,diese ,ehrfurcht gebietet1 auf ihn zu warten oder ihm vorauszugehen1 beides im ,hinblick auf ihn4 ,es ist leidenschaftliches ,verlangen der ,liebe1 den ,rhythmus des eigenen ,lebens dem des anderen gleichzustimmen1 den ,geliebten zu begleiten1 mitzuschwingen wo es irgendeiner ,gipfelzeit entgegengeht4 ,hier wird ,liebe in hinreiender ,form4 ,wo der ,geliebte in ,ehrfurcht eine ,zeitlang gewartet oder ruhig ein ,stck vorausgegangen ist1 und nun die aufschieende ,wucht des anderen ,lebens gewaltig hinterdrein flutet1 steigert sich ,liebe zu ihrer leidenschaftlichen ,gipfelung4 ,das ,erlebnis gleicher ,zeitaufschwnge ist das ,hinreiende daran4 ,durch den ,gleichklang des steigenden ,doppellebens wird die letztmgliche ,nherung an den ,zustand des ,ungetrenntseins erreicht4 ,wo es wieder hinabgeht1 ist die ,gefahr4 ,es geht nicht gleichzeitig hinab4 ,einer macht den ,anfang4 ,kein ,bild wie er war1 da man ihn am meisten liebte darf nun im ,hinabgleiten hemmen4 ,die ehrfrchtige ,grundregung lt den ,geliebten nun wieder in das ,entfernte gleiten1 in die ,zeitfolge1 die ihm allein gem ist4 ,es gilt wieder zu warten1 nun aber in ,richtung auf den ,tiefpunkt1 wo das ,leben des ,anderen in seine ,ruhelage hinabschwingt4 ,das tosende ,licht des gemeinsamen ,aufschwungs kann ,miklnge bertuben4 ,hier aber wo es schweigt1 wo es grt1 wo das ,leben sich sammelt1 sinkt ,liebe zu der ,tiefe ihrer ,gewiheit4 ,in dieser ,tiefe der schpferischen ,pause ist es gegeben1 in ,liebe ganz und gar zu sein4 ,hier ist das ,gegenbild der ,gipfel-,leidenschaft1 unsichtbare1 unregbare1 unerschtterbare ,inbrunst4 ,wer es vermag1 in schpferischer ,inbrunst den ,anderen zu erwarten1 also in seinem eigenen ,grunde noch liebe-gerichtet zu sein1 fr den erst ist der ,besitzgedanke wirklich und endgltig aufgehoben4 ,das nur erst ahnende ,wissen von dem ,entferntsein des ,anderen braucht ,ehrfurcht1 als den ersten schtzenden ,wall vor der ,machtgier4 ,inbrunst macht den ,wall der ,ehrfurcht berflssig4 ,in der gemeinsamen ,tiefe ist ,ungetrenntsein1 in der ,tiefe jedes ,atemzuges1 in der ,tiefe jeder ,nacht ist es zu spren4 ,macht wird reizlos und darum sinnlos4 ,in dem dunklen ,jubel dieser umfassenden ,gewiheit mu die glnzende ,wunschgestalt von ,herrschaft und zeitlichem ,besitz auseinanderstieben4 ,viel tiefer1 unterhalb des ,stromes von ,zeit und ,raum wird der ,geliebte wahrhaft besessen4 ,inbrunst ist das ,gegenbild der ,leidenschaft4 ,es ist die ,liebes-,verhaltenheit1 die in jedem einzelnen ,menschen je nach ,ma seiner ,kraft verborgen liegt4 ,in ihrem inbrnstigen ,zustand tritt ,liebe nicht in die ,erscheinung4 ,auch wenn gar niemand zu lieben da ist1 vermag es inwendig zu brennen und weiter zu brennen4 ,hier gilt all das1 was von der ,kraft der schpferischen ,pause gesagt wurde4 ,je tiefer der liebende ,mensch in die ,tiefe der schpferischen ,pause hinabschwingen kann1 desto tragender wird seine ,liebe1 desto krampfloser seine leidenschaftlichen ,aufschwnge4 ,trennung von dem ,geliebten1 ,abschied1 ,entfernung1 jedes gewollte und ungewollte ,alleinsein wird in dem liebe-gerichteten ,menschen sogleich zu inbrnstiger ,entspannung umgewandelt4 ,die ,tiefe des ruhenden ,atems1 die ,entspannung des ,tages in die ,nacht1 die ,ruhe nach einer gereiften ,tat 444 immer der ,abgrund1 wo sich die neue ,lebenswoge bildet1 heit dann ,inbrunst4 ,ist der andere1 der geliebte ,mensch wieder da und wirklich bei sich selbst1 so ist die ,woge der ,liebe1 die sich aus dieser ,tiefe herauf ihm entgegenwlbt1 fast greifbar in ihrer berflutenden ,strke4 ,ist der ,geliebte fern1 so ergiet sich dieselbe ,kraft vielleicht in eine neue ,tat oder auch nur springquellhaft mig in irgendeine einsame krperliche ,regung1 irgendeine ausdruckgefllte ,gebrde1 die keiner sieht1 oder auch in einen klaren ,gedanken1 der bald wieder vergessen ist und verfllt4 ,in der ,tiefe ihres ,ursprungs sind alle diese ,regungen des einsamen ,selbst mit den ,liebesregungen eins und dasselbe4 ,wer in sich ,bescheid wei1 vermag sogar durch einen ganz kleinen ,ruck in der ,tiefe groe ,umstellungen an der ,oberflche zu bewirken4 ,doch wird dies stets ,geheimnis bleiben4 ,der ,rhythmus der ,liebe innerhalb der ,lebensalter ,es soll nun im einzelnen betrachtet werden1 wie dies ,gegenspiel von ,inbrunst und ,leidenschaft durch alle jene ,rhythmengefge1 von denen bisher die ,rede war1 hindurchpulst4 ,zunchst soll der weitestgespannte ,lebensrhythmus1 die groe ,welle der ,lebensalter1 in ihrer ,liebesgerichtetheit berschaut werden4 ,der ,abstand der ,jahre ist ja fr ,menschen1 die sich lieben1 von ausschlagender ,bedeutung4 ,es gibt da liebesnahe und liebesferne ,abstnde4 ,gleiches ,alter lt keineswegs am reibungslosesten zueinanderkommen4 ,aus diesem ,grunde bleiben sich oft ,geschwister1 die nur ein oder zwei ,jahre auseinander sind1 und infolge ihres nahen ,beieinanderlebens die wesentlichen ,lebenserfahrungen gleichzeitig machen1 so fremd4 ,erst wenn der ,abstand der ,jahre etwas grer wird1 etwa drei oder vier ,jahre dazwischen treten1 wird das ,verhltnis gnstiger4 ,geschwister in diesem ,jahresabstand halten gewhnlich am strksten zusammen4 ,die streng durchgefhrte ,altersklassentrennung ist so besonders lebensfeindlich1 weil das rechte ,spiel von ,inbrunst und ,leidenschaft in einer ,schar gleichaltriger ,knaben knstlich gestaut wird4 ,die ,luft der ,schulklassen ist darum voll unertrglicher ,spannung1 die sofort gelst wrde1 wenn man die ,jungen wenigstens in der ,schulpause nach ihren ,neigungen zu lteren ,freunden aus einer hheren ,klasse laufen liee4 ,aber der ,geist der ,klassenschichtung ist so stark1 da die ,kinder schon gar nicht mehr auszubrechen wagen1 auch wenn die ,gelegenheit sich ergibt4 ,wo der ,jahresabstand noch grer wird1 wo etwa sieben ,jahre zwischen zwei ,menschen stehen1 scheint damit wieder etwas ,hemmendes zwischen sie zu treten4 ,bei ,geschwistern1 die so weit auseinander sind1 wird das deutlich4 ,der ltere ist dann schon zu alt1 um sich noch auf gleicher ,stufe stehend zu empfinden und doch noch nicht alt genug1 um dieses ltersein klar und schn sprechen zu lassen4 ,sie stehen unsicher zueinander4 ,erweitert sich der ,jahresabstand noch mehr1 so scheint das ,verhltnis wieder gnstiger zu werden4 ber all dies kann nur andeutungsweise gesprochen werden1 weil sich dergleichen ,feststellungen nicht in ein ,system bringen lassen4 ,viele ,beobachtungen mssen erst noch gemacht werden4 ,sicherlich ist der ,jahresunterschied zwischen zwei ,menschen gleichen ,geschlechts und zwei ,menschen verschiedenen ,geschlechts dann auch noch verschieden zu bewerten4 ,hier kommt es nur darauf an1 festzustellen1 da der ,altersunterschied dem ,verhltnis der ,menschen zueinander berhaupt eine ganz bestimmte ,tonhhe gibt1 die auch immer ungefhr die gleiche bleibt1 wenn sie nun miteinander lter werden4 99 99 99 99 99 ,der ,erzieher wird allmhlich fr diese ,tonhhe1 die sich fr ihn aus dem ,altersunterschied zu jedem seiner ,anvertrauten ergibt1 ein vllig sicheres ,gefhl bekommen4 ,doch der ,unterschied der astronomischen ,jahre gibt ja nur das ,gerst fr die eigentlichen ,unterschiede der ,lebensalter4 ,es gilt1 dichter an das ,geschehen heranzutreten4 berall da1 wo ein ,mensch in eine ,pause zwischen zwei ,lebensalter eingetreten ist1 verlangt er nach ,einsamkeit1 nach weitem ,raum fr sich selbst und ,entfernung von den ,menschen4 ,diese ,zeiten der ,knabenreife um das #ae4 ,jahr1 der ,jnglingsreife um das #bj4 ,jahr1 der ,mannesreife um das #cj4 ,jahr sind ,zeiten der ,liebesferne4 ,tadelnde ,worte wie ,egoismus1 ,selbstsucht1 ,lieblosigkeit bezeichnen diese ,zustnde schlecht und oberflchlich4 ,liebe ist schon da1 nur verborgen und ungestaltet4 ,ja1 es sind dies vielmehr gerade ,sammelzeiten der ,liebe1 ,zeiten der ,inbrunst4 ,der ,liebeswille steckt drin1 kann aber nicht heraus4 ,und wenn die ,menschen um ihn herum keine ,ehrfurcht vor diesem ,zustand haben und den in sich selbst gebundenen ,menschen zu ,liebesbezeugungen reizen1 durch ,worte oder ,gebrden oder ,klagen oder vorwurfsvolle ,blicke1 so entsteht notwendig geheimer oder offener ,ha gegen die liebend-unwissenden ,peiniger4 ,immer wo ,liebe in ,ha umschlgt ist es darum1 weil aus dem ,zustand inbrnstiger ,liebesferne vorzeitig versucht wurde1 ,liebe zu wecken4 ,offener ,ha durchbrennt und zerstrt dann pltzlich alle hemmenden ,schichten der ,ehrfurcht4 ,solch leidenschaftlicher ,ha erreicht genau die gleiche ,hhe wie leidenschaftliche ,liebe4 ,nur ein ,unterschied ist1 da ,hassende einsam bleiben4 ,sie kommen nicht in gleichen ,rhythmus1 weil der eine von beiden nicht warten konnte1 und den anderen mitri oder fr immer stehen lie4 ,ha ist nichts als berschnellte ,liebe4 ,oft fehlt nur eine ganz geringe ehrfrchtige ,regung1 ein unmerkbar kleiner ,augenblick inbrnstiger ,sammlung 444 und reinste ,liebe wrde in hohem ,bogen aufsteigen1 wo nun flammender ,ha wtet4 ,nur bei starken ,menschen wird solche ber-raschte ,liebe zu offenem ,ha4 ,bei schwcheren ,menschen bleibt der ,ha verborgen1 wird unterdrckt1 wirkt aber deswegen fast noch zerstrender4 ,dies ist der heute fast berall zutage tretende ,zustand4 ,verborgener ,ha1 verzerrte ,liebesbezeigung1 verkrampfte ,leidenschaft ist berall4 ,der ,fhrende aber mu ,raum breiten um den ,knaben in der ,zeit seiner ,liebesferne4 ,sich selbst mu er unscheinbar machen4 ,selbst wenn ,menschen auf dieselbe ,wohnstube beschrnkt sind1 knnen sie sich ja einander entfernt machen4 ,freilich gehrt dazu das stets ehrfrchtige1 ja inbrnstige ,wissen um den ,zustand des anderen4 ,dann schlafen die migen oder gierigen ,fragen ein4 ,dann werden die ,blicke khl und vertrauensvoll ruhig4 ,dann verlieren die ,hnde das hastige ,greifen und die ,arme das ,raffen1 das den in sich versunkenen ,knaben immer wieder aus sich herauslockt und reizt1 sich darzustellen4 ,so kann der wissende ,erzieher den ,raum1 den sein ,vertrauter braucht1 unmerklich wachsen lassen4 ,auch den anderen ,gefhrten mu er das begreiflich machen4 ,mit ,spa und ,spott bermtig sich aneinander zu reiben1 sind die naturgemen ,formen kindlicher ,liebesuerung4 ,gleichaltrige ,knaben kurz vor ihrer ,geschlechtsreife haben den ,hang1 im ,spiel sich gegenseitig anzustacheln und einander bis aufs ,blut zu reizen4 ,wenn aber die ,zeit heran ist1 wo einer von ihnen durch die ,nhe des anderen heimlich verletzt ist und die anderen nichts merken und auch er selbst kaum etwas wei1 mu der ,fhrer ihnen die ,augen ffnen1 da sie sehen1 was sie tun4 ,dann werden sie in ,ehrfurcht vor dem ,geschehen1 das ihnen da sichtbar wird1 zurcktreten und ,raum lassen um den ,ruhebedrftigen4 ,haben sie doch auch gelernt1 einen in der ,sonne ,liegenden nicht zu stren1 einen in ,arbeit ,vertieften nicht zu fragen1 einen ,schlafenden niemals zu wecken4 ,so behtet wird nun in dem so ,gefernten die ,liebe wachsen und gro werden und sich an einem ,tage zum ersten ,mal leidenschaftlich erheben4 ,der gewaltig aufsteigende ,rhythmus des jungen ,lebens sucht nach gleichklingendem ,leben1 nach einem ,menschen1 der gleich ihm dehnbar ist und sehnschtig nach dem ,auf und ,ab des ,lebens1 der erfllt ist gleich ihm von dem rasenden ,verlangen1 zugleich sich hinzugeben und zugleich zu genieen4 ,acht haben auf sich selbst oder auf den ,menschen1 dem die ,leidenschaft gilt1 ist jetzt unmglich4 ,sinnlos ist jeder ,gedanke eines ,dritten1 der in ermahnendem1 vorbeugendem1 abhaltendem ,sinn darauf hinweisen wollte4 ,bewegtes ,leben trmt sich auf1 das sich nicht selbst bewahrt und rcksichtslos auch den ,geliebten nicht bewahrt4 99 99 99 99 99 ,wie steht der ,erzieher nun solchem ,geschehen1 solchem ,schicksal der ,leidenschaft gegenber8 ,zunchst also1 wenn es sich fern von ihm selbst vollzieht1 zwischen zweien seiner ,anvertrauten4 ,der1 den er jahrelang fhrte und tglich behtete1 den er in das lebendig strmende ,wasser stie1 da er seine ,tage von da an in ,schnheit dahin brachte und seine ,kraft in gelungene ,werke flieen lie1 der1 den er liebte in inbrnstiger ,freudigkeit1 der ihm nahe war1 ja mit der ,glut seines jungen ,lebens ihn hielt und begeisterte 444 pltzlich wirbelt ihn sein fremdes ,schicksal fort4 ,eifersucht ist solchem ,geschehen gegenber die kleinsinnig-sinnlose ,regung des ,augenblicks4 ,der ltere ,mensch mu sich hier auf die ,klanghhe seines ,jahresabstands besinnen4 ,nur so wird ihm mglich werden1 hier nicht einzugreifen4 ,nur so wird ihm die groe umfassende ,gebrde gelingen1 die allein solchem ,schicksal gem wird4 ,solange die ,woge dieses fremden ,doppelschicksals im ,schwung ihrer ,aufwrtsbewegung ihn umbraust1 bleibt sein ,wissen stumm2 sein ,wissen1 da ,leidenschaft etwas ,bewegtes ist und also etwas1 das sein ,ende in sich selbst trgt4 ,leidenschaftliche ,zustnde1 anhaltende ,leidenschaft gibt es nicht4 ,wo die ,woge der ,leidenschaft zurckflutet und nur noch von dem erregten ,willen der ,liebenden zwangsmig gehalten wird1 fr diesen ,augenblick mu er sein ,wissen vom ,ende der ,leidenschaft bereithalten und irgendwie bei seinen ,vertrauten zur ,geltung bringen4 ,da auch sie ja sagen zu dem ,ende1 ja sagen zu den ,folgen ihrer leidenschaftlichen ,erhebung4 ,denn wirklich und unvermeidbar folgt ,leid1 wo ,leidenschaft festgehalten wurde4 ,die ,formen dieses ,leides werden verschieden sein1 und die ,betroffenen werden gar nicht wissen1 wie ihnen geschieht4 ,sie werden es am eigenen ,leibe verspren als krperliche oder seelische ,reizbarkeit1 als ,krankheit1 ,unlust1 ,unfhigkeit zu gewohnter ,arbeit4 ,auch in ihrer ,gemeinsamkeit wird das ,leid zu spren sein als ,fernegefhl oder gar als ,ha1 und wird sie zu ,abschied und ,trennung drngen4 ,und nun ist es die fhrende ,aufgabe des ,erziehers1 die beiden ,menschen1 denen ihre ,leidenschaft so zum ,leide gereicht1 in seine inbrnstig bereitgehaltene ,liebe aufzufangen1 sie zu trsten1 zu beschwichtigen und mit diesem seinem liebe-gerichteten ,verhalten auf die neuen ,gipfelungen der ,liebe hinzuweisen1 die ihnen jede neue gemeinsame ,lebenswallung bringen mu4 ,wenn sie nur jetzt nachgeben und sich in ihre ,ferne fallen lassen1 wird jeder neue ,atemzug1 jeder neue ,morgen1 jede in ihnen selbst wieder ansteigende ,kraftwelle sie sicher geleiten4 99 99 99 99 99 ,wie ist es aber1 wenn nun das leidenschaftliche ,schicksal den ,fhrenden selbst mitreit8 ,der ,abstand von einem halben ,menschenalter zwischen ihm und seinem ,vertrauten begnstigt die ,schwingungsstrke4 ,es gibt kein ,verwahren vor dem ,schicksal der leidenschaftlich sich steigernden ,liebe4 ,der ,fhrer ist inmitten einer ,schar junger ,menschen1 die tglich um ihn ist1 dem ,leben hingegeben1 so rettungslos wie kein anderer ,mensch4 ,an kein ,werk1 an keinen ,beruf kann er sich fr die ,dauer halten4 ,vielleicht kann er sich einige ,zeit verschlieen1 wenn es sein ,leben so will4 ,aber sobald er sich wieder ffnet1 ffnet er sich auch seinen ,vertrauten4 ,sie sind da1 und er ist fr sie der ,mensch1 den sie verehren1 den sie1 wenn sie in das ,alter ihrer ,reife getreten sind1 vielleicht als ersten ,menschen lieben werden4 ,wo ,liebe ist1 kann es auch zu leidenschaftlichen ,gipfelungen kommen4 ,leidenschaft fordert immer volle ,ausschlielichkeit4 ,der ,fhrer ist dann nicht mehr unbedingt fr alle da1 er ist auch nicht mehr ,erzieher und ,lehrer4 ,er ist ,liebender fr seinen ,geliebten4 ,wenn das gemeinschaftliche ,leben schon so stark geworden ist1 da es alle trgt1 so werden die ,anderen dann ruhig ihren ,weg gehen und in ,ehrfurcht geschehen lassen1 was geschieht4 ,aber auch dann1 wenn es noch nicht so weit ist1 wenn ein solches ,schicksal das gemeinschaftliche ,leben aller bedroht1 wenn die ,anderen es nicht ertragen1 mu es trotzdem geschehen4 ,denn es gibt kein ,verwahren gegen das ,schicksal4 ,rcksicht auf die ,anderen nehmen1 heit den geliebten ,menschen auf der ,woge seiner steigenden ,liebe allein lassen4 ,so kommt es hier unter ,umstnden zu der ,entscheidung3 fhrender ,dienst an den ,vielen oder ,verrat an dem geliebten ,einen4 ,diese ,entscheidung ist schwer4 ,das ,schwerste aber ist1 in der ,leidenschaft noch ,fhrer des ,geliebten zu bleiben4 ,und das wieder erfordert3 nicht festhalten und nicht sich festhalten lassen1 wo die ,woge wieder hinabgeht4 ,es erfordert zu zeigen3 hier ist es zu ,ende4 ,es erfordert1 als ,wissender stillschweigend die ,folgen auf sich zu nehmen1 die ,leidenschaft mit sich bringt und zugleich den geliebten ,neuling in dieses ,wissen einzuweihen4 99 99 99 99 99 ,solcher erster ,aufschwung der ,liebe aus der ,tiefe der ersten ,knabeninbrunst berwlbt nun durch ,jahre hindurch alle ,liebesregungen des jungen ,menschen1 bis er dann in den ,zeiten seiner reifenden ,jnglingschaft wieder in eine neue entscheidende ,periode der ,liebesferne tritt4 ,diese ,ruhezeit und noch mehr die nchstfolgende groe ,lebenspause1 die ,reifezeit des ,mannes wird durchpflgt von der ,unrast des ,lebens4 ,liebe und ,leidenschaft kann aber nur gro und umspannend werden1 wenn an diesen entscheidenden ,stellen gengend ,raum um den in sich selbst ,versunkenen blieb1 wenn er nicht vorzeitig aus sich herausgezerrt wurde und sich nicht zerren und nicht locken lie4 ,wo einer noch ,macht hat ber ,menschen1 die sich in diesen ,lebenspausen befinden1 leistet er ihnen den entscheidenden ,dienst nur dadurch1 da er ,raum um sie breitet1 da er sie entfernt von den ,anderen und da er sich selbst in ihrem ,gesichtsfeld auslscht4 ,es ist gewagt von diesen groen ,bogenschwngen zwischen ,inbrunst und ,leidenschaft zu sprechen1 wo doch das tausendfltige ,spiel der tglichen ,liebesregungen verwirrend dazwischen schwingt und eigentlich immer das allein ,sprbare ist4 ,diese groen ,schwingungen1 die von den einzelnen wenigen ganz groen ,inbrunstpausen des ,lebens ausschwingen1 sind aber da und jedem sichtbar1 der seinen ,blick weitet und groe ,strecken eines ,lebens berblickt4 ,auch wenn es den meisten ,menschen verwehrt ist1 zu ihrer ,zeit einsam zu sein1 weil die anderen es nicht zulassen oder auch sie selbst nicht ,mut genug haben1 in ihre ,tiefe einzugehen1 sie spren doch die ,stelle1 wo es htte sein sollen4 ,sie wissen genau1 in diesem ,jahr ist es gewesen 444 ,rhythmus der ,liebe im ,jahr ,das einzelne ,jahr hat seine ,inbrunstzeiten und ,leidenschaftszeiten4 ,das natrliche ,jahr1 das ,sonnenjahr1 das fr die ,tiere und ihre ,liebesregungen so entscheidend ist1 schlgt auch durch das ,gefge des menschlichen ,jahres hindurch2 gerstweise bleibt es erkennbar4 ,die ,jahreszeiten sind in ihrer ,liebesgerichtetheit verschieden4 ,die groen ,sammelzeiten des ,jahres im spten ,herbst1 im tiefen ,winter1 die ,zeit1 wo der ,sommer sich vorbereitet und die ,frchte ansetzen1 schlielich die ,zeit1 wo der ,herbst sich vorbereitet 7oft schon in den letzten ,julitagen71 diese ,sammelzeiten des ,jahres machen es dem ,menschen1 der mit dem ,jahr zu leben gelernt hat1 leicht1 sich in seine ,inbrunst zu versenken4 ,verschlossen zu sein ist dann der ,natur gem4 ,es sind das die ,zeiten1 wo nichts sichtbar wird1 sondern alles unter der ,oberflche geschieht4 ,dem gegenber stehen die leidenschaftlichen ,zeiten des ,jahres1 ,gebezeiten1 in denen die ,liebe sichtbar wird4 ,zu ,anfang des ,winters ist solche ,zeit1 die ,frhlingszeit des ,winters1 die das alte ,lied meint3 es ist ein ,ros entsprungen 444 ,manchmal ist diese ,gipfelzeit kurz1 aber stets in der gesamten ,natur zu spren4 ,die eigentliche ,frhlingsgipfelzeit ist sehr viel lnger von den frhesten bis zu den sptesten ,blten4 ,um die ,zeit der heien ,nchte liegt dann die oft nur kurze ,gipfelzeit des ,sommers4 ,und in den jauchzenden ,tagen des reifen ,herbstes schwingt sich die ,natur wieder zu einer ,gipfelzeit auf1 die oftmals lange dauert1 von der ,zeit der ,kornreife bis zur ,zeit1 wo die letzten pfel reif werden4 ,freilich das menschliche ,jahr flutet vielfach ber diese naturgesetzten ,zeiten hinweg1 da die ,grenzen sich verschieben4 ,doch dies bleibt3 es sind ,gebezeiten und ,inbrunstzeiten der ,liebe im ,jahr eines jeden ,menschen deutlich zu spren1 und auch hier ist es ,sache des fhrenden ,erziehers1 ferne zu halten und zu schaffen1 wo seine ,anvertrauten die ,kraft des ,jahres in sich sammeln1 und mitzuschwingen1 wo sie geben und blhen und jauchzen in ihrer ,liebe4 ,der sexuelle ,rhythmus der ,liebe ,durch die gegeneinander beweglichen ,brunst- und ,inbrunstzeiten des ,jahres flicht sich in sehr viel strengerem ,wechsel der monatliche ,rhythmus4 ,hier ist von der geschlechtlichen ,liebesgerichtetheit zu sprechen4 ,die monatliche ,periode der ,frau gibt in ihrer strengen ,gesetzlichkeit das fhrende ,zeichen fr die ,menschen4 ,auf ,tag und ,stunde ist der ,eintritt dieser monatlich wiederkehrenden ,reinigungszeit bei gesunden ,frauen vorausbestimmbar4 ,davon war bereits die ,rede1 soweit es den ,rhythmus des ,einzelmenschen betraf4 ,wie ist diese ,tatsache fr das ,miteinanderleben der ,menschen auszudeuten8 ,wie der ,herztakt des ,blutes sich der ,aufsicht des ,willens entzieht1 so ist auch die steigende und fallende ,bewegung der geschlechtlichen ,sfte der willentlichen ,beeinflussung des ,menschen entzogen4 ,wenigstens von der einen ,hlfte1 der weiblichen ,hlfte der ,menschheit ist dies mit ,sicherheit zu sagen4 ,durch das ,leben des ,mannes geht allerdings auch ein monatlicher ,rhythmus1 ein ,rhythmus von etwas krzerer ,wellenlnge als bei der ,frau#c4 ,dieser ,rhythmus ist aber bei den meisten ,mnnern nicht mehr sprbar1 d4 h4 von allzu starker ,willensanspannung bertubt worden4 ,wenige werden diese ,taktschlge regelmig in sich hren4 ,nur wer in die ,zeit seiner eigenen ,knabenreife hinabzulauschen versteht1 wird wissen1 um was es sich handelt4 ,um die ,reifezeit beginnt bei dem ,knaben der ,saft zu steigen4 ,die ,kraft spannt alle ,glieder4 ,auch das mnnliche ,zeugungsglied streckt sich zum ersten ,mal4 ,und in spter ,nacht1 wenn der ,schlaf schon dnn geworden ist und die volle ,kraft des jungen ,krpers sich in den ,morgen hebt1 kann die letzte ,welle irgendeines ,traumes zur unwillkrlichen ,vergieung des ,samens drngen4 ,nach solcher ,entspannung folgt nun wieder eine ,zeit des ,aufbaues der sexuellen ,krfte etwa einen ,monat lang1 und wieder kommt die ,zeit der ,krafthhe und drngt nach ,entspannung dieser ,kraft4 ,diese nchtlichen ,entladungen des ,samens in etwa monatlicher ,wiederkehr sind aber nur ein uerstes ,mittel des ,krpers1 ,stauungen zu vermeiden4 ,bei einem gesunden ,leben wird es selten dazu kommen4 ,auch ohne ,samenverlust wird der ,krper in die ,zeit seiner ,schwche zurckzuschwingen vermgen4 ,denn die nach auen drngenden ,krfte knnen auch im ,innern des ,krpers verbraucht werden#d4 ,die ,zeit der sexuellen ,krafthhe ist bei vielen ,menschen die ,zeit der ,gefahr1 wo ihr eigener oder auch fremder ,wille bermacht ber die natrliche ,gesetzlichkeit ihres ,krpers bekommt4 ,willkrlich wird durch ,onanie eine gewaltsame ,entspannung der sexuellen ,kraft herbeigefhrt4 ,von da an vermag der junge ,mensch die natrliche1 periodisch ihn berkommende ,entspannung nicht mehr abzuwarten4 ,eigene leidenschaftliche ,wunschbilder oder fremde ,verfhrung bersteigern seinen ,rhythmus1 beschleunigen sein ,entwicklungstempo oft so bermig1 da der ,knabe nach wenigen ,monaten einem ,erwachsenen nach ,wort und ,gebrde hnlich sieht4 ,dabei wird sein ,blutkreislauf gewaltig gesteigert und seine ,haut bleich4 ,bei schwchlichen ,knaben wird dieses bersteigerte ,tempo durch ihren schleppenden ,gang1 ihre mde ,haltung und ihre verhetzten ,augen sehr sichtbar4 ,starken ,knaben wird man uerlich nicht so viel ansehen4 ,sie halten es aus4 ,aber die ,schwchung der ,krfte ist berhaupt gar nicht die schdlichste ,folge der ,onanie4 ,sie wre wohl auszugleichen4 ,der entscheidende ,schaden liegt in der ,beschleunigung des ,rhythmus der geschlechtlichen ,kraftwiederkehr4 ,ein natrlicher ,ablauf wird durch eine willkrlich herbeigefhrte ,ersatzhandlung zunichte gemacht4 ,dies ist entscheidend und prgt der ganzen heutigen ,kultur den ,stempel auf4 ,was rhythmisch htte von selbst geschehen mssen1 gert unter die ,knechtschaft des ,willens4 ,schwer ist die ,befreiung aus dieser ,knechtschaft4 ,der ,erzieher1 der den ,knaben das ,hliche und ,entstellende dieser ,samenverluste wissen lt1 ihm ins ,gewissen redet1 hat damit wenig getan1 selbst wenn er so viel ,macht auf den ,knaben ausbt1 da er die ,onaniegelste von da an unterdrckt4 ,denn er hat damit auch nur wieder ,willenskraft und zwar von allerstrkstem ,grad in dem ,knaben wachgerufen1 damit er aus ,furcht vor den schdlichen ,folgen1 aus ,furcht vor ihm1 von jener anderen ,willkrhandlung ablt4 ,willkr wird durch ,willkr vertrieben4 ,niemals kann das die ,wiederkehr des natrlichen ,eigenrhythmus bewirken4 ,aus dem bermig beschleunigten ,rhythmus der ,kraftwiederkehr wird von da an ein bermig stockender ,rhythmus4 ,schlielich machen ,angsttrume den ,schlaf untief und ungewollte ,samenergieungen qulen den ,knaben fter und fter4 ,hier gibt es nur eine ,hilfe1 das ,einlenken in den eigenen ,rhythmus4 ,nicht angestachelte ,willenskraft kann hier helfen1 sondern allein die vertrauende ,hingabe an den rhythmischen ,lauf der ,natur in dem eigenen ,krper4 ,der ,knabe fhlt in dieser ,zeit nur1 da eine ,kraft in ihm hoch kommt1 eine ,kraft1 die zur ,vergieung ihrer selbst drngt4 ,das ,wissen von dieser neuen ,mglichkeit zu verstrmen mu all sein ,denken und ,sein durchdringen4 ,dies ist das eine4 ,ein anderes schwcheres ,gefhl ist aber mit dem ersten verschwistert4 ,kurz bevor die steigende ,kraft in ihm zu ihrem hchsten ,gipfel kommt1 sprt er3 ein ,behlter bin ich1 ein ,gef1 in dem die ,sfte steigen und 444 fallen4 ,und dieses schwchere1 aber umfassendere ,gefhl1 da die ,kraftwelle auch wieder fallen mu1 ist die natrliche ,ursache fr jede geschlechtliche ,hemmung4 ,mit der steigenden ,kraft wchst auch schon1 was sie hemmen wird4 ,nicht ,willensanspannung darf der ,fhrer hervorrufen4 ,dies innere ,wissen vom ,steigen und ,fallen der ,kraftwelle mu er vielmehr hten und pflegen4 ,hier ist er wahrhaft ,erzieher1 der sein eigenes ,wissen helfend in immer wieder neuen ,formen darbieten kann4 ,locken1 reizen1 ja zwingen mu er den ,knaben1 dieses ,wissen in sich gro zu machen4 ,denn in diesem hemmenden ,gefhl ist zugleich das ,geheimnis seiner knftigen geschlechtlichen ,steigerung verborgen4 ,die ,kraft steigt und fllt4 ,wenn sie aber wieder steigt1 ist sie noch drngender1 noch zwingender1 noch herrlicher geworden als vorher4 ,sie fllt aber auch diesmal wieder1 um abermals gewaltiger anzusteigen4 ,die sich immer machtvoller ballenden1 immer drngender1 flutender1 brausender werdenden ,krfte in sich zu fassen1 ist nur mglich fr den1 der hinabzuschwingen vermag in die schpferische ,ruhelage4 99 99 99 99 99 ,die ltere ,erziehung bersah geflissentlich alles1 was mit der geschlechtlichen ,krftewiederkehr1 berhaupt mit der ,geschlechtlichkeit zu tun hat4 ,man lie den ,knaben mit seiner ,kraft allein fertig werden und strkte durch allerhand ,mittel1 vor allem durch ,ermahnung1 ,warnung1 ,strafe einzig und allein die ,hemmungen in ihm4 ,die neue ,erziehung fllt in den entgegengesetzten ,fehler3 der ,knabe wird auf die in ihm erwachende ,kraft aufmerksam gemacht4 ,dabei aber werden hufig die hemmenden ,gegenkrfte in ihm selbst durch frhzeitige ,rationalisierung zerstrt4 ,und dies wirkt eigentlich noch schlimmer als die alte ,erziehung4 ,die edelste und geistigste ,steigerung wird durch ,geheimhaltung der besonderen ,zwecke hervorgelockt4 ,geheimnis darf nicht verwechselt werden mit absichtlichem ,verschweigen und wissentlicher ,tuschung1 wie es jetzt hufig geschieht4 ,denn das ,geheimnis verhllt eben nur die naheliegenden ,zwecke1 um gerade desto strker die eigentliche ,richtung weisen zu knnen4 ,wo zu frhzeitig von den besonderen ,zwecken der sexuellen ,krfte1 von ,fortpflanzung der ,art1 von ,zuchtwahl 444 wo immerfort von ,vorbereitung1 ,reinhaltung und ,sparen der ,kraft fr die kommende ,hhe des ,lebens gesprochen wird1 wird damit die geschlechtliche ,kraft allmhlich aber sicher ihres ,geheimnisses entkleidet4 ,der so gewaltsam aufklrende ,erzieher verletzt damit1 was frher ,schamgefhl genannt wurde1 den ,raum der ,hemmungen1 der um den ,knaben gebreitet ist und unbetretbar fr ihn sein sollte4 ,was haben denn auch die tatschlichen ,zwecke der geschlechtlichen ,kraft1 ihre ,folgen1 berhaupt ihre beschreibende ,naturgeschichte mit dieser ,kraft selbst zu tun8 ,alle ausmalenden ,bilder1 ganz gleich1 ob sie die ,herrlichkeiten oder die dahinterlauernden ,gefahren der geschlechtlichen ,zukunft darstellen1 arbeiten nur darauf hin1 die lebendige ,wucht dieser ,kraft selbst zu zerstren4 ,zu frh ins ,gebiet der gesonderten ,vorstellungen1 ins ,wirkliche der ,tatsachen fhren1 heit1 lebendiges ,wasser1 ehe es stromstark geworden ist1 in gegrabene ,kanle ableiten4 ,die gestaltlose1 dunkle1 schaffende ,kraft1 die nur erst als steigende und fallende ,bewegung in dem jungen ,krper sprbar wird1 ist allein die ,wahrheit2 und diesen wuchtenden1 ganz ungegliederten ,wahrheitsblock mu der ,erzieher mit seinem fhrenden ,wesen bejahen1 mit allen strmischen ,pulsschlgen seines eigenen ,herzens bekrftigen4 ,an die ,schwere dieser ungestalten ,wahrheit reicht nur ,traum und ,mythos4 ,vielleicht erzhlt ihm der ,knabe selbst das ,bruchstck irgendeines ,traumes1 in dem nicht mehr wie frher von lauter bunten ,einzeldingen die ,rede ist1 wie sie gestern und vorgestern wirklich geschehen sind1 aus denen vielmehr zusammenfassende ,bewegung spricht4 ,vielleicht erzhlt er3 ,wasser1 ein ,strom war ich1 ,schalen1 ,mulden1 ,felsentrichter waren da1 in die es hineinsprudelte4 ,und immer mehr ,wasser war da1 und herabstrzend fllte es alles aus1 brach alles weg1 immer schneller ging es und in groer ,masse fiel es besinnungslos herab4 ,wenn der ,knabe in den durch den monatlichen ,rhythmus vorbestimmten ,nchten solche aus dem ,tiefschlaf hervorbrechenden ,bilder von bewegter ,kraft trumt1 bringt er aus seiner schpferischen ,ruhelage einen vllig entspannten ,krper in den ,morgen mit4 ,der ,knabe hat dann selbst den rechten ,weg zur ,entspannung seiner ,krfte gefunden1 eintauchend in die ,ruhe seines ,selbst4 ,der ,fhrer kann ihm in dieser ,zeit nur dadurch helfen1 da er ihm ,rume erffnet1 die ebenso weit und tief sind1 wie dieses erste ,erleben seiner geschlechtlichen ,kraft in ihm4 ,er wird ihn das ,gebirge mit seinen aufgesteilten ,massen1 die ,ebene in ihrer dahinflieenden ,flle sehen lassen4 ,aus der beliebigen ,gegend1 die man seit jeher kennt1 wo man rennen und klettern und spielen und ,pilze sammeln konnte1 wchst pltzlich der ,raum und seine ,fllung mit ,gestalt4 ,weil der ,knabe selbst voll steigender und fallender ,bewegung ist und seinen ,krper als das umschlieende ,gef dafr empfindet1 wird ihn die flieende1 strmende1 steigende1 fallende1 in sich zur ,ruhe kommende ,bewegung der ,natur in seinem eigenen ,inneren erregen und ihn ebenso vielgestaltig1 ebenso weitrumig werden lassen4 ,hier ist auch der ,grund1 weswegen ihn zur ,zeit der ,reife seine eigene aufquellende ,freude naturgem zur eigenen ,gestaltgebung in ,tanz und ,ton und ,wort und ,bild drngt4 ,rume werden da geffnet1 und die steigende ,kraft kann sie mit ,gestalt fllen4 ,davon war schon im einzelnen die ,rede4 ,hier ist auch der ,grund1 weswegen gerade zur ,reifezeit dieselbe ,freude naturgem die ,frage nach dem ,wesen dieser ,krfte drauen und drinnen hervorruft und also zur ,wissenschaft drngt4 ,davon wird noch die ,rede sein4 ,alles ,schauen1 alles gestaltende ,tun1 alles drngende ,wissen ist in diesen ,jahren nichts als die hemmende ,schicht1 die das vorzeitige ,ergieen verhindert und zugleich die ,steigerung bewirkt4 99 99 99 99 99 ,wie eine immer wachsende ,wrme bleibt nun die steigende und fallende ,kraft in dem ,menschen drin4 ,die ,krfte knnen sich vielleicht jahrelang in sich selbst ausgleichen und so immer hher ansteigende ,lebenswrme erzeugen4 ,hier ist das ,geheimnis1 warum knabenhafte ,schnheit und ,geschlossenheit unmittelbar und ungewollt ,liebe entzndet4 ,knabenhaftigkeit ist rhythmisches ,steigen und ,fallen in sich selbst bei stndiger ,steigerung4 ,selten und kurz ist das ,wunder knabenhafter ,vollendung und dann von weltbewegender ,wirkung4 ,die griechische ,kunst in ihrer herben ,zeit1 die ,kunst des ,donatello1 des ,memling1 die ,rede des ,meisters ,ekkehard ist von solcher verhaltenen ,wrme strahlend4 ,hier ist dem ,wunder1 das nur an dem ,knaben erscheint1 ,ausdruck gegeben4 ,auch heute vermag die innere ,glut knabenhafter ,verhaltenheit wieder die groe ,kunst zum ,ausbruch reiner ,gestalt zu bewegen4 ,maximin hat die ,kunst ,georges in flieende ,bewegung gebracht4 ,was ist knabenhafte ,verhaltenheit8 ,es ist ,inbrunst1 ,verharren in der schpferischen ,ruhelage zur ,zeit der geschlechtlichen ,reife4 ,wie immer das ,gleiche3 hier wird nichts getan1 aber ,entscheidendes geschieht4 ,dieser ,zustand innerer ,glut1 der den ,menschen nur fr die kurze ,zeit der ,knabenjahre erfllt und ,wrme fr das ganze ,leben bereiten soll1 wird nun in der schlimmsten ,weise mibraucht4 ,auch von den jungen ,menschen selbst4 ,davon war schon die ,rede4 ,mibraucht vor allem aber durch die erwachsenen ,menschen1 die mit dem ,knaben zusammen sind4 ,eltern1 ,lehrer1 ,erzieher1 alle zehren sie von diesem kostbaren ,gut1 als gehrte es ihnen4 ,meist wissen sie es nicht1 aber sie zerren den jungen ,krper1 wo er ganz schmiegsam und biegsam und hilflos ist1 nmlich an seiner geschlechtlichen ,verhaltenheit4 ,sie verlangen von ihm eine zugemessene ,arbeit1 reizen seinen ,ehrgeiz und loben und tadeln und schmeicheln willkrlich an ihm herum4 ,sie verlangen1 da der ,knabe alles ihnen zuliebe tut4 ,warum8 ,sie wollen sich daran wrmen4 ,so werden sie zu ,verfhrern wider ,willen und bringen es endlich dahin1 da der ,knabe seine geschlechtliche ,inbrunst viel zu frh in krperliche oder geistige ,arbeit umsetzt1 an der sie ihre ,erfolge sehen knnen1 an der sie sich freuen1 an der sie sich wrmen4 ,hier wird auch der wissende ,erzieher leicht ,verfhrer4 ,denn auch er wrmt sich machtschtig1 wenn auch meist nicht so prahlerisch und eitel an der inneren ,glut1 die von den ,knaben ausgeht4 ,gar zu gern lt auch er sich etwas zuliebe tun4 ,ja1 er lockt zu sich heran und bringt ,liebe frhzeitig zum ,ausbruch4 ,unter den verschiedensten ,formen kann sich das verbergen und sehr harmlos und sachlich1 ja sogar geistig aussehen4 ,dieses ,schren der inneren ,glut ist und bleibt aber doch immer ein eigenmchtiges und meist gefallschtiges ,stren des fremden ,lebens1 ehe es ,zeit war4 99 99 99 99 99 ,der ,fhrer zum wahren ,leben wird hier immer nur auf das eine sehen1 wie er die geschlechtliche ,inbrunst in dem ,knaben hten kann1 so da sie ganz und gar in ihm bleibt4 ,nur wenn er selbst ihm stets herb und verhalten gegenbersteht1 kann das gelingen4 ,er braucht darum seine eigene ,lust an den jungen ,menschen nicht etwa zu verbergen und zu unterdrcken1 nur hinabschwingen1 untertauchen lassen mu er diese ,lust in die inbrnstige ,tiefe seiner eigenen ,liebe1 bis sie sich nicht mehr laut und zgellos gebrdet1 sondern ganz still und mild von innen her strahlend geworden ist4 ,aus der ,tiefe seiner wohl behteten geschlechtlichen ,inbrunstzeit wird der ,knabe nun die ,kraft zu seiner ersten geschlechtlichen ,leidenschaft aufbringen4 ,und diese ,leidenschaft ist eine ,opferung seiner knabenhaften ,verhaltenheit4 ,geschlechtliche ,hingabe bringt ,schmerz1 bringt das ,ende des in sich selbst beschlossenen ,lebens1 bringt in jedem ,fall das erste ,vertrautwerden mit dem ,tode4 ,die in dem ,gef des ,krpers bereitete ,wrme1 diese an den ,rand gestiegene ,kraft wird auf einmal dem geliebten ,menschen hingegeben4 ,weiter kann hier nichts gesagt werden4 ,geschlechtliche ,hingabe entzieht sich jeder allgemeinen ,behandlung durch ,worte und bleibt die eigenste ,angelegenheit des ,menschen4 ,der ,fhrer kann da nichts tun1 als den ,vertrauten in seine ,mannheit entlassen4 ,in der ,gewiheit1 da dem ,menschen1 der in sich selbst zu schwingen gelernt hat1 nichts ,gesetzloses mehr geschehen kann4 ,wenn der ,mensch so aus der verhaltenen ,glut der ,knabenjahre in die gespannte ,kraft seines ,mannestumes eingegangen ist1 braucht es fr ihn in seiner eigenen ,geschlechtlichkeit keine ,hemmung mehr zu geben4 ,er ist von sich aus frei4 ,wohl aber bleibt die ,hemmung bestehen1 welche durch die ,ferne des geliebten ,menschen auferlegt wird3 ,ehrfrchtige ,haltung vor der geschlechtlichen ,ferne der ,frau4 ,das ,mdchen geht ja einen ganz anderen ,weg der ,geschlechtlichkeit4 ,unumstlich sicher ist das geschlechtliche ,leben der ,frau um die ,inbrunstzeiten1 die ,zeiten der ruhenden ,liebe1 um die ,zeiten der schpferischen ,pause gruppiert und aufgebaut4 ,die erste ,blutung1 die an einem ,tage ganz unerwartet das ,mdchen in die ruhende ,lage zwingt1 sieht fr die ,entwicklung der weiblichen ,geschlechtlichkeit an derselben ,stelle1 wie der erste nchtliche ,krfteberschu des ,knaben4 ,aus diesen hchst verschiedenen ,anfngen ist die ganze ,verschiedenartigkeit des geschlechtlichen ,lebens erkennbar4 ,periodischer ,krftewiederkehr des ,knaben entspricht eine monatliche ,schwchewiederkehr des ,mdchens4 ,das spannt eine unberbrckbar scheinende ,ferne zwischen die ,geschlechter4 ,die leidenschaftlichen ,hhepunkte bilden beim ,mann die ,periode1 die inbrnstigen ,tiefpunkte bei der ,frau4 ,wahre ,liebe mu nun das ,wunder vollbringen1 diese gewissermaen im weitesten ,abstand voreinander hergleitenden ,rhythmen dennoch zusammenklingen zu lassen4 ,zunchst mu noch einmal von hier aus ,rckwrtiges beleuchtet werden4 ,wenn der ,erzieher in dem ,knaben gegenber der leidenschaftlichen ,gier sich zu vergessen jenes zweite von ,natur aus schwchere ,gefhl3 ,gef zu sein fr seine eigenen immer wachsenden ,krfte1 ausspielt und stark macht 7und gerade dies ist ja ,sache der ,erziehung71 strkt er damit die weiblich gerichteten ,krfte des ,knaben4 ,inbrunst schwingt stets nach der weiblichen ,seite hin4 ,und so kann es kommen1 da der ,knabe in dem meist so kurz dauernden ,zustand seiner vollendeten ,knabenhaftigkeit in sich selbst den ,ausgleich zwischen ,mnnlichkeit und ,weiblichkeit vollbringt und darstellt4 ,er ist das inbrnstige ,gef fr seine eigene leidenschaftlich schwellende ,kraft4 ,erklrt ist daraus1 da die ,knaben sich zu dieser ,zeit gerade von ,mdchen abgestoen fhlen4 ,sie brauchen sie nicht1 weil sie ja genug von weiblicher ,kraft in sich haben4 ,kurz ist dieser ,zustand meist und hrt auf in dem ,augenblick1 wo sich seine ,leidenschaft nach auen wendet1 wo ihn das ferne ,sein weiblicher ,geschlechtlichkeit zum ,ausbruch aus sich selbst lockt4 ,das ,mdchen in der ,zeit seiner ,reife stellt ebenso wie der ,knabe eine in sich geschlossene ,einheit dar1 die eine ,zeitlang gar keine ,berhrung von auen her vertrgt4 ,scheue1 herb abweisende ,bewegungen kommen zu dieser ,zeit in die ,gebrdensprache des ,mdchens4 ,noch hilfloser als der ,knabe ist das ,mdchen in seiner ,unnahbarkeit und meist noch weniger in ihrem ,zustand geachtet4 ,die ,mutter hat in den meisten ,fllen ihr eigenes schweres ,leben die ,not ihrer ,jugend vergessen lassen1 so da sie verstndnislos bleibt4 ,statt ,raum um das ,kind zu breiten1 jagt sie es gerade zu den anderen ,menschen hin4 ,man fhrt das junge ,mdchen in die ,geselligkeit ein4 ,auch hier sonnen sich die ,erwachsenen1 die ,mtter an den ,erfolgen ihrer ,kinder1 sind stolz auf die ,liebe1 die durch die mdchenhaft verhaltene ,schnheit erregt wird und wrmen an dieser ,glut ,erinnerungstrume aus ihrer eigenen ,jugend auf4 ,und dabei wird an den ,mdchen gezerrt und geschttelt1 geschmeichelt und verbogen1 was nie wieder gut zu machen ist4 ,wenige wehren sich dagegen und flchten sich hinter den ,schutzwall der in ihnen liegenden mnnlichen ,teilkrfte4 ,sie werden dann meist sprde und unbeugsam4 ,die meisten geben es aber von da an auf1 einsam zu sein4 ,sie werden gefallschtig1 lstern und sehen ihren ,lebenszweck darin1 andere ,menschen anzulocken1 je lter sie werden desto absichtlicher und immer mehr mit der ,entfaltung aller ,willenskrfte4 ,hier geschieht also dasselbe wie beim ,knaben1 die ,verwirrung des eigenen geschlechtlichen ,rhythmus durch viel zu frhe ,willensentfaltung1 und gerade dies ist das entscheidend ,verderbliche4 ,darin liegt ja auch der ,grund1 weswegen sie auch spter ber die von der ,natur gesetzten ,inbrunstzeiten der monatlichen ,reinigung hinwegjagen4 ,sie mten einsam sein knnen und ganz in sich selbst beruhen in dieser ,zeit1 und gerade das haben sie nicht gelernt oder lngst verlernt4 ,bei allen ,naturvlkern ist es ,gesetz1 da die ,frau zur ,zeit ihrer monatlichen ,blutung von keinem ,manne berhrt werden darf1 ja nicht einmal in die ,nhe eines ,mannes kommen darf4 ,sie ist unrein1 sie geht in die ,einsamkeit -- wie auch die ,knaben zur ,zeit ihrer ,reife in die ,wlder geschickt werden4 ,dagegen ist in der europischen ,welt der ,zustand schlielich so geworden1 da die ,frauen durch allerlei ,knste und ,mittel voreinander und vor allem vor den ,mnnern dieses ,unwohlsein1 wie sie es nennen1 zu verbergen wissen4 ,so ist der ,eigenrhythmus der weiblichen ,geschlechtlichkeit gerade an der ,stelle fast vollkommen zerstrt1 wo das ,naturgesetz am offensichtlichsten zutage treten sollte4 99 99 99 99 99 ,die berwiegende ,mehrzahl von ,mnnern sucht nach einer ganz kurzen und meist jh gebrochenen ,knabenzeit sogleich seine leidenschaftliche ,erfllung in dem anderen ,geschlecht4 ,die ,schranke der ,ehrfurcht vor der ,fremdheit der ,frau hlt also nicht mehr stand4 ,sie ist beim ersten ,ansturm gleich zerbrochen4 ,hemmungslos prasselt das nchste in das fernste1 verzischt und verbrennt4 ,der ,frau wird ,gewalt angetan4 ,sie wird aus der inbrunstgerichteten ,zeit willkrlich herausgerissen1 hinaufgerissen auf leidenschaftliche ,hhe1 meist ehe es von ,natur so weit gekommen ist4 ,seit ,jahrtausenden ist das so4 ,hier gilt es1 mit aller ,kraft den ,wall der geschlechtlichen ,hemmungen aufzurichten1 das ,wissen von der ,ferne weiblicher ,geschlechtlichkeit1 von der ,unnahbarkeit der ,frau gro zu machen4 ,nicht alle ,mnner brechen so frhzeitig und unhaltbar aus ihrer ,knabenzeit heraus4 ,gerade im ,gegensatz dazu kann es geschehen1 da sie schwer oder gar nicht daraus herauskommen4 ,sie vergessen es gewissermaen1 aus der inbrunsttiefen ,zeit ihrer schpferischen ,pause aufzutauchen4 ,sie erstarren in ihrer knabenhaften ,vollendung4 ,sie frchten sich davor1 wieder in ,stcke zu gehen und den verlorenen ,teil suchen zu gehen4 ,so werden sie ngstlich in ihrer selbstgengsamen ,vollendung4 ,mit ihrer wollenden ,regung halten sie an ihrer ,reinheit fest4 ,immer bleiben sie ,gef fr ihre steigende und fallende ,kraft1 aber langsam wird es ihnen berhaupt unmglich1 ber ihren eigenen ,rand berzuflieen4 ,zwischen dem zu frhen ,ausbrechen aus dem ,knabentum und dem zu langen ,verharren darin geht der ,weg1 den der ,erzieher nur fhren kann1 wenn er ,knaben und ,mdchen zugleich erzieht4 ,er braucht dann nur die verschiedene ,geschlechtlichkeit verschieden zu betonen1 einfach durch die verschiedene ,art und ,weise1 wie er sich zu jedem ,einzelnen stellt4 ,und das wird beispielhaften ,einflu haben4 ,die ,knaben wird er in ihrer ,mnnlichkeit lchelnd1 schweigend1 unmittelbar aus seiner eigenen ,mnnlichkeit heraus anerkennen4 ,dem ,frauentum der ,mdchen wird er in jeder ,gebrde selbst ehrfrchtig und scheu gegenberstehen4 ,seiner selbst ganz sicher und doch zugleich ganz und gar liebeweit offene ,frage1 was da so fern von ihm und doch ihm zugewandt geschieht4 ,so werden die ,knaben es dann auch machen4 ,sie werden die ,scheu vor dem ,weiblichen von vornherein lernen4 ,ritterlichkeit nannte es eine vergangene ,zeit4 ,diese scheue ,zugewandtheit zu dem anderen ,geschlecht wird jedes voreilige ,zueinanderprasseln hemmen4 ,nicht nur die wilde verfrhte ,leidenschaftlichkeit1 auch die heute aufgekommene ersatzhafte ,neigung zu allen mglichen ,formen burschikoser ,kameradschaftlichkeit wird dadurch ausgeschlossen werden4 ,die ,ferne des anderen ,geschlechtes wird weder rcksichtslos ausgelscht1 noch auch phrasenhaft vertuscht werden1 sondern wird ruhig und klar in ihrer ganzen ,weite anerkannt werden4 ,damit wird der ,bogen des ,trotzdem immer mehr an ,spannkraft gewinnen4 ,die ,ferne des anderen ,geschlechtes wird nun immer heier begehrt werden4 ,aus der knabenhaften ,selbstgengsamkeit und ,ausgeglichenheit heraus wird sich die bewut einseitige ,mnnlichkeit ausprgen und immer steigern4 ,und aus der mdchenhaften ,sprdigkeit und ,herbheit wird ,frauentum ausreifen4 ,diese gegeneinander sich immer deutlicher ausprgende geschlechtliche ,reife wird das ,gef ausgeglichener ,selbstgengsamkeit von ,knaben- und ,mdchentum an einem ,tage in gemeinsam aufspringender ,leidenschaft sprengen4 ,aufhebung aller eigenschtigen1 eigengewichtigen ,schwere1 ,tod des ,selbst wird sein4 ,hier liegt die ,gefahr1 weil sich die zwei ,menschen dem ,gesetz der wieder abschwingenden ,krfte meist nicht vllig fgen4 ,besonders der ,mann wird meist die ,leidenschaft bersteigern4 ,mit ,willen festgehaltene geschlechtliche ,leidenschaft scheidet aber sofort strkstes ,gift aus1 das die bindende ,liebe augenblicks zerfressen kann4 ,hier mu die ,frau wissen1 da sie fhrend ist1 fhrend sein mu4 ,die ,frau allein vermag aus der ,tiefe ihrer geschlechtlichen ,eigenart den ,abschwung der ,bewegung einzuleiten4 ,der geschlechtlichen ,art des ,mannes entspricht es ja von ,natur eigentlich nicht zu hemmen1 da gerade die leidenschaftlichen ,hhepunkte bei ihm ,periode bilden mssen4 ,solange die ,frau an dieser fhrenden ,stelle versagt1 verfhrt sie also zu immer neuen1 immer sich steigernden ,zgellosigkeiten oder aber sie zwingt dem ,mann gegen seine eigene geschlechtliche ,natur hier doch die ,zgel in die ,hand1 da er sich besinnt in ,augenblicken1 wo es gerade seiner ,natur gem wre1 besinnungslos zu sein4 ,nur die ,frau1 die gelernt hat1 in ihre schpferische ,ruhelage hinabzugelangen1 vermag hier ,fhrerin zu sein4 ,die tgliche ,erneuerung der ,liebe ,alle die groen ,schwingungen1 der ganze ,bogen des ,liebeslebens1 das ,schwingen der ,lebensalter1 schlielich die sexuelle ,periode der ,liebe reichen noch nicht heran an das1 was ,liebe eigentlich ist1 an das tgliche ,auf und ,ab von ,leidenschaft und ,inbrunst4 ,nur jene ganz kleinteiligen ,schwingungen lassen mit ,sicherheit spren3 hier in diesem ,augenblick ist -- war -- inbrnstige oder leidenschaftliche ,regung4 ,in einem gefllten ,leben wechselt ,einsamkeit mit ,liebesregung in einem stndig zuckenden ,wechselstrom des tglichen ,lebens4 ,wo einer im tglichen ,leben sprt1 da alle seine einsamen ,stunden leer und trostlos geworden sind1 gibt es fr ihn nur eins3 sich ungehemmt der inbrnstigen ,liebesregung zu berlassen4 ,er ist dann geladen mit seiner ,einsamkeit und stark ,liebe zu geben4 ,nichts ist sinnloser1 als in solchem ,augenblicke sich selbst zu zwingen1 an seinem ,werk1 an seiner ,ruhe festhalten zu wollen4 ,nur in der ,hingabe besteht dann das ,heil4 ,aber umgekehrt gibt es nach jedem hchsten ,augenblick gesteigerter ,liebesregung nur eins3 sich fallen lassen in die ,einsamkeit seines ,selbst4 ,einsamkeit ist die schpferische ,pause fr die ,liebe1 und ,liebe ist die schpferische ,pause fr die ,einsamkeit4 ,es sind die ,pole1 zwischen denen alle tglichen ,regungen hin und her fluten4 ,wo dieser ,wechselstrom nicht strmt1 wird das tgliche ,leben sinnlos und qulend4 ,unmittelbar nahe an der ,wirklichkeit pulst fr jeden ,menschen dieser ,wechselstrom4 ,zunchst ist jeder hier mehr oder weniger unterworfen dem ,gesetz des ,sonnentages4 ,es gibt ,zeiten des ,tages1 die liebegerichtet sind und ,zeiten1 die das ,selbst zur ,einsamkeit drngen4 ,von den schaffenden1 den aufbauenden ,zeiten des ,tages wurde schon gesprochen4 ,jetzt mu noch einmal davon gesprochen werden4 ,denn es sind zugleich die ,zeiten schpferischer ,pause1 in denen die ,liebe stark wird1 ohne noch sichtbar zu werden4 ,in den ,stunden einsamer ,morgenarbeit 7,arbeit ist immer einsam1 auch wenn sie mit anderen zusammengetan wird7 ballt sich hauptschlich die ,liebeskraft fr den ganzen ,tag zusammen4 ,am frhen ,morgen ist es das ,bestreben des ,menschen1 mit sich allein zu sein1 wenn auch nur eine kurze ,zeit4 ,menschen1 die lange schlafen1 werden dieses ,alleinsein weniger ntig brauchen1 weil sie der ,morgenschlaf gengend isoliert und in die ,tiefe ihres ,selbst gefhrt hat4 ,spter am ,vormittag kann sich jeder sehr viel leichter und sicherer zu dem anderen ,menschen finden4 ,er sieht ihn1 hrt ihn1 sprt ihn um sich4 ,er tut mit ihm gemeinschaftlich1 was gerade not ist4 ,und er kommt ihm nahe4 ,am ,nachmittag wechselt der ,strom fter1 der ,nachmittag hat nach einer kurzen ,zeit der ,ruhe im allgemeinen liebegerichtetes ,vorzeichen1 und erst am spten ,nachmittag1 wenn die schpferische ,kraft wieder langsam und zh die ,oberhand gewinnt1 wird das ,verlangen zur ,absonderung wieder stark werden4 ,doch hat der ,wechselstrom am ,nachmittag nicht mehr die ,stokraft wie am ,morgen4 ,die ,sonne verliert an ,kraft und in demselben ,mae gewinnt der ,mensch gewissermaen bergewicht ber die tragenden ,krfte des ,sonnentages und so vermag er hier schon sehr viel leichter den ,wechselstrom nach seinem ,willen zu lenken4 ,so ist es begreiflich1 da im gesamten ,volksleben nachmittags ,arbeit und ,geselligkeit viel mehr durcheinander geht als am ,vormittag4 ,am ,abend und in der ,nacht wird dieses bergewicht des ,menschentages ber den ,sonnentag noch grer4 ,die ,abende werden liebesbetont sein knnen oder auch werkttig je nach der ,eigengesetzlichkeit des einzelnen ,menschenlebens4 ,erst in der zweiten ,hlfte der ,nacht kommt ,es wieder ber den ,menschen und lt einsame ,arbeit erschlaffen oder die ,liebesregung einschlafen4 ,tiefschlaf kommt und bereitet die neue ,morgeneinsamkeit vor4 99 99 99 99 99 ,mit diesem ,gesetz von ,liebesnhe und ,liebesferne innerhalb des ,sonnentages ist nur das allgemeine ,schema zu geben4 ,der ,fhrende wird ganz sacht und sicher dafr sorgen mssen1 da die ,morgeneinsamkeit und die nachmittgliche ,ruhe und die ,zeit des ,tiefschlafes1 diese drei groen ,perioden der tglichen ,liebesferne im allgemeinen innegehalten werden4 ,das ,bild der ganzen ,tageseinteilung wird so im ,groen stets nach diesem umfassenden ,gesetz geprgt sein mssen4 ,fr jeden einzelnen ,menschen bleibt trotzdem das ,wechselstromnetz von ,liebesnhe und -ferne unberechenbar und andersartig an jedem neuen ,tage4 ,denn jeder wandelt eben das ,gesetz in seiner ,weise ab4 ,es wird ,tage geben1 in denen die ,liebe ganz und gar berflutend den ,tag in seiner ,richtung ganz allein bestimmt und es gibt ,tage1 die allein zur schpferischen ,arbeit oder zur ,versenkung in sich selbst bestimmt sind4 ,doch kann der ,rhythmus des ,wechselstromes auch sehr viel zuckender gehen und vielmals am ,tage von einem ,pol zum anderen berspringen4 ,das lt sich weder vorher sagen noch willkrlich beeinflussen4 ,wie die ,pulsschlge des ,herzens jagen oder langsam werden1 unberechenbar1 unbeeinflubar durch ,willen1 so ist es auch mit dem ,wechselstrom von ,liebesnhe und -ferne in dieser seiner kleinteiligsten ,rhythmik4 ,wer hier seiner selbst sicher geworden ist1 braucht keine ,furcht mehr zu haben1 da die ,liebesferne einsamer ,stunden die ,liebe selbst schdigen knnte4 ,nein1 im ,gegenteil1 gerade diese ,zeiten sind ja ,zeiten der ,werbung4 ,wer in der ,frhe die ,vgel hat singen hren1 wei es3 ,jeder ,vogel ist ganz in sich selbst1 in seiner schwingenden ,stimme1 und doch dient dieses alles gerade zur ,lockung des anderen1 es bedeutet nichts als ,liebeswerbung4 ,so ist es4 ,wo der andere ,mensch am fernsten ist und ganz in sich selbst zurckgezogen1 wirbt er1 lockt er ungewollt und unbewut am meisten1 weil eben ganz aus sich selbst4 ,der ,fhrende mu hier also vor allen ,dingen die ,furcht voreinander entkrften1 so da jeder seiner ,anvertrauten sich dem ,wechselstrom gern und willig berlt4 ,falsche ,liebe wird nicht mehr sein1 kann nicht mehr sein1 wenn der junge ,mensch tglich immer wieder ohne ,scheu fr lngere oder krzere ,zeit zu sich selbst kommt1 wie sein ,lebensgesetz es verlangt4 ,die meisten ,kinder geraten in ihrem tglichen ,rhythmus schon frh durcheinander4 ,entweder werden sie lieblos behandelt und die ,zeit1 in der sie sich mit sich selbst beschftigen mssen1 wird ber ,gebhr lang4 ,so ist es vor allen ,dingen in den unbemittelten ,schichten hufig genug4 ,sie leiden dann an ,liebesleere4 ,ihr ganzes ,leben bleibt unerfllt von ,liebe4 ,und spter versuchen sie dann1 die ,liebe herbeizuzwingen oder sperren sich trotzig gegen jede ,liebesregung ab4 ,die ,anderen aber1 die ,kinder reicher und unbeschftigter ,eltern werden von den ,erwachsenen gezwungen1 auch in ihren einsamen ,stunden immer wieder ,liebe an ihre ,umgebung abzugeben4 ,man beschftigt sich dauernd mit ihnen4 ,so werden sie zuletzt hungrig nach sich selbst und schlaff und arm an ,liebeswillen4 ,der ,fhrer zum ,leben mu nun die ,stunden des ,tages wgen und niemals zulassen1 da das lebendige ,wechselstrmen von einem ,pol zum anderen aufhrt4 ,auch mu er darauf achten1 da die ,umschaltung von ,liebesnhe und -ferne beliebig schnell geschehen kann4 ,dieses erfordert viel bung4 ,was ehedem als ,erziehung zur ,demut und ,selbsthingabe1 gesellschaftlich gesprochen1 als ,erziehung zur ,hflichkeit gelehrt wurde1 hat den bungswert1 solche schnelle ,umschaltung grndlich zu lernen4 ,ein hflicher ,mensch hat es infolge seiner bung erreicht1 sich schnell aus der ,selbstruhe oder aus irgendeiner ,arbeit loszumachen1 um fr den ,anderen da zu sein4 ,nur ist die ,hflichkeit zu einer ein- fr allemal gltigen ,formel erstarrt4 ,und damit wird ja gerade die lebendige ,hingabe aus immer wieder neuem ,antriebe erstickt4 ,die ,lust am ,gekonntem1 am ,erlernten ist da zu gro geworden4 ,hier bleibt die tgliche ,aufgabe des ,fhrenden1 den tglichen ,verkehrston der miteinander lebenden und arbeitenden ,genossen stets von neuem auf eine ins ,lebendige aufgelste ,hflichkeit abzustimmen4 ,nur wenn er selbst vermag1 leicht hinberzuschwingen aus dem liebesfernen in den liebesnahen ,zustand1 wird sein ,beispiel stark genug wirken4 ,er versagt in dem ,augenblick1 wo er zu schwerfllig in seinem ,selbst bleibt und zu langsam in seiner ,bereitschaft4 99 99 99 99 99 ,hier wird das ,geheimnis des ,miteinanderlebens im ,tiefsten berhrt4 ,zwischen diesem ,wechselstrom werden tglich alle ,regungen der ,menschen hin und her getrieben und erscheinen in einem ,augenblick als selbsteigenes ,werk und im nchsten ,augenblick schon als ,liebestat4 ,das ,fernste wird zum ,nchsten und ,unterschiede sind nicht mehr4 fter noch als der ,atem1 mehrmals in einer ,atemsekunde vermag der ,mensch durch eine leichte ,umstellung des ,wechselstromes zu dem ,grunde hinabzutauchen1 wo es keine ,unterschiede mehr gibt zwischen ich und du4 ,alles ,vorhergesagte wird erst an dieser tiefsten ,stelle unmittelbar greifbar4 ,liebe ist ja nur in einem einzigen verfliegenden ,augenblick sprbar4 ,in einem solchen ,augenblick prallen die ,lebensalter aufeinander4 ,das menschliche ,jahr spitzt sich in seiner ,liebesgerichtetheit vielleicht auf einen einzigen solchen ,augenblick zu4 ,die geschlechtliche ,liebe bumt sich im ,augenblick auf4 ,an jedem ,tage kann es unzhlige ,male zu solchem polaren ,zusammenstrmen und ,auseinanderstrmen kommen4 ,zwischen inbrnstiger ,gespanntheit und leidenschaftlicher ,opferung des ,selbst ist das ,wechselstromnetz der liebesnahen und liebesfernen ,augenblicke ber alle ,tage1 ,monate1 ,jahre und ,lebensalter des ,menschen ausgespannt4 ,und immer ist der ,augenblick der ,umschaltung1 der als das ,opfer der stets von neuem erzeugten ,wrme von dem einen verlangt1 von dem andern geschenkt wird1 der schpferische ,augenblick4 ,dies ,innehalten ist zeitlich nicht mehr merkbar1 so kurz ist es4 ,es ist die schpferische ,pause in ihrer flchtigsten ,form1 der ,blutwelle vergleichbar und wohl auch mit dem flutenden ,blut ein und dasselbe4 ,erziehung zum wissenden ,leben ,das ,wissen ist ein ,abbau des ,eigenlebens in die ,welt hinein4 ,es gilt ,brcken zu schlagen zwischen all den fremden ,dingen ringsum und vor allem von sich selbst zu diesen umgebenden ,dingen4 ,nur wo dieses ,suchen der ,zusammenhnge in dem ,drang geschieht1 sich selbst abzubauen1 sich liebend hinzugeben1 wird die ,kenntnis der ,dinge zur wahren ,wissenschaft4 ,alles andere1 was unter dem ,namen ,wissenschaft heute erscheint1 ist die berlieferung technischer ,fhigkeiten aus einem ,wissen heraus1 das der ,mensch allmhlich erlernt hat4 ,jede dieser ,fhigkeiten erfordert ein bestimmtes ,fachwissen1 das man auch auerhalb jedes ,zusammenhangs sich aneignen und ben kann1 um dann damit zu arbeiten4 ,all diese sogenannten ,wissenschaften1 am offensichtlichsten die medizinischen und juristischen ,wissenschaften1 aber auch alle angewandten ,naturwissenschaften und die brigen ,wissenschaften1 so wie sie heute meistens betrieben werden1 sind eigentlich solche ,fertigkeiten aus ,wissenschaft4 ,wenn diese ,ttigkeiten recht betrieben werden1 sind es ,auswirkungen des ,menschen selbst1 der sie betreibt1 ,frchte1 die abfallen von seinem ,leben4 ,durch ,schaffung gnstiger ,bedingungen kann der einzelne ,mensch sich so entwickeln1 da er zur ,ausbung dieser ,fertigkeiten geeigneter wird als andere4 ,so wie auch der ,knstler sich einer bestimmten ,kunst zuwendet und in ihr sein ,werk schafft4 ,in gleichem ,sinne knnte der ,knstler von seiner ,kunst als von seiner ,wissenschaft sprechen1 denn er schafft ja auch nicht allein aus sich heraus1 sondern eignet sich zuvor und dann immer wieder die ,fhigkeiten der gesamten ,vergangenheit an4 ,bei den meisten der kleinen ,knstler ist das vielleicht nicht so ohne weiteres sichtbar4 ,aber schaut man zu den groen1 so wird es klar4 ,leonardo hat den tiefen ,ernst wissenschaftlicher ,methode in jedem seiner ,werke enthalten4 ,auch ,george besitzt diese herbe ,sachlichkeit des wissenden ,menschen durch und durch4 ,und doch sind sie in jeder ,linie ihres ,lebens ,knstler geblieben1 d4 h4 ,schaffende aus sich selbst4 ,grundstzlich ebenso mte es auch in allen jenen wissenschaftlichen ,fertigkeiten1 in den ,fachwissenschaften sein4 ,dann wrden jene groben ,verzerrungen fortfallen1 die heute das ,leben aller fachwissenschaftlich arbeitenden ,menschen so unmglich machen4 ,als rzte1 als ,richter1 als chemische1 physikalische1 technische ,berater der ,menschen wrden doch diese alle nur sich selbst ausdrcken wollen und knnen4 ,mit dem ,mut zur freien ,knstlerschaft6 ,nicht mehr gebunden an den ,wahn1 als knnten sie in den ,besitz eines auer ihnen selbst befindlichen ,haufens von ,wissen gelangen1 das allen anderen unzugnglich sei und sie zu ,auserwhlten erhebe1 weil sie nun lebenslnglich daraus schpfen knnten4 ,wissen sei ,macht1 sagt man und wiederholt man berall4 ,so ist es auch2 aber es sollte damit sein wie mit dem ,namen ,gottes1 den man nicht unntz brauchen darf4 ,unheil ist1 wenn ,wissen schon von vornherein und allein zum ,zweck dieser ,machtausbung angeeignet wird4 ,und so ist es ja fast ausschlielich heut geworden4 ,um ,geld zu erwerben1 also um dem ,anderen berlegen zu sein in der ,lebensstellung1 ergreifen die ,menschen heut eine ,fachwissenschaft als ,beruf4 berlegen sein1 mehr als die andern sein1 das ist der ,wunsch und die ,sehnsucht1 die schon in die ,kinder unserer hohen ,schulen vom ersten ,anfang an eingepflanzt wird4 ,es ist dieselbe ,sehnsucht1 die als dunkle ,erinnerung an den vorgeburtlichen ,zustand den ,menschen zur ,besitzergreifung des anderen ,menschen drngt4 ,schon die kleinen ,schuljungen treiben ihr ,lernen ja wie sie ihre ,markensammlung betreiben3 mehr knnen1 mehr wissen1 mehr haben als die andern1 das vor allem lt sie lernen1 darin werden sie gro gezogen1 um es einst den ,erwachsenen dann darin gleich tun zu knnen4 ,wissenschaft wird eine mglichst unfehlbare ,vorbereitung zum ,geldverdienen und zu ,erlangung von ,macht4 ,und die wenigen1 fr die ,machtbung in dieser primitiven ,form nicht mehr den allgewaltigen ,reiz hat1 machen ihre ,wissenschaft zu ihrem ,gott1 den sie anbeten1 dessen selbst geschaffener ,macht sie sich beugen1 weil sie das ,verlangen haben1 sich irgendwem zu beugen4 ,sie sprechen von der ,disziplinierung des ,geistes4 ,fragt man warum1 so sagen sie3 ,eben um des ,geistes willen1 um der ,wissenschaft willen4 ,sie konstruieren ein ,gesetz1 da es notwendig sei1 das ,wissen1 den ,geist zu hten1 zu berliefern1 zu mehren4 ,als wre der ,geist1 die ,wissenschaft ein ,fr-sich-selbst-bestehendes1 dem man ,opfer bringen mte1 um dann freilich doch nach langem ,dienst ein ,auserwhlter und ,liebling dieses ,gtzen zu werden und den wohlverdienten ,lohn davonzutragen4 ,also doch zuletzt ,entgelt und ,lohn6 ,in ,wahrheit kann man doch in lernbaren wissenschaftlichen ,fertigkeiten immer nur sich selbst ausdrcken1 genau nach ,art des ,knstlers4 ,wo berhaupt ein ,wissender nach ,ausdruck sucht1 erweist er sich eben gerade durch diesen ,ausdruckswillen als ein ,werkschaffender1 einer1 dessen ,kraft gestaltend berquillt und der eben nicht an dem schauenden ,wissen genug hat4 ,wahre ,wissenschaft will aber nicht mehr ,ausdruck1 sondern ,schweigen4 ,wahres ,wissen ist streng genommen unberlieferbar und stirbt mit dem ,menschen1 der wei1 unausgedrckt und unausdrckbar durch ein ,werk oder eine ,lehre1 hchstens hier und da erkennbar in dem ,gesamtleben dieses wissenden ,menschen4 ,alles was berlieferbar ist1 also in die ,form des ,gekonnten1 des ,fertigen1 des ,systems bergegangen1 erweist sich damit nicht mehr als ,wissen im ,sinn eines unbezweifelbaren ,gewiseins4 ,die spielende ,lust des ,gestaltungstriebes hat es vielmehr aus dem ,dunkel der ,gewiheit heraufgerissen4 ,hiermit ist wieder der entscheidende ,punkt erreicht4 ,wahres ,wissen hat seinen ,sinn in der schpferischen ,ruhelage1 in die der ,mensch hinabschwingt4 99 99 99 99 99 ,unter vielen ,namen wurde diese schpferische ,pause immer wieder und wieder erkannt4 ,mit dem ,namen ,wissen bekommt sie nunmehr ihren umfassendsten ,sinn4 ,wissen ist allerdings ,macht1 aber ,macht aus der ,ruhe4 ,dieses letzte ,wissen ist nicht notwendig an irgendwelche ,einzelfhigkeiten gebunden1 kann nicht gelernt werden1 gebt werden1 ist berhaupt willensmig nicht zu erreichen1 und braucht sich schlielich auch nicht notwendig in ,tat umzusetzen4 ,sondern dem ,menschen1 dessen ,leben nach seinem eigenen ,gesetz schwingend geworden ist1 knnen alle ,dinge zu gewuten werden1 beliebig1 sobald er in die ,tiefe seines ,bewutseins hinabsteigt4 ,irrtum1 ,tuschung1 ,nichtwissen bedeutet dann nur3 nicht tief genug hinabgelangen in die ,ruhelage1 bedeutet eigenwilliges und freilich oftmals sehr notwendiges ,verharren in irgendwelchen oberen ,zwischenschichten4 ,das ,hinabschwingen in die ,tiefen des eigenen ,blutes1 das ,eingehen in die ,atempausen1 das ,versinken in ,tiefschlaf1 das ,schweigen und innere ,verstummen1 aus dem ein ,werk aufwchst1 die ,tiefe der ,inbrunst1 aus der die ,liebe sich fortgesetzt erneuert 444 es ist immer dieselbe ,tiefe der schpferischen ,pause4 ,diese schpferische ,pause schien bisher unter allen diesen ,benennungen gerade im ,dunkel des ,unbewuten zu sein4 ,was ist dunkler als ,blut1 als inbrnstige ,liebe6 ,es schien dies alles als ,gnade1 als ,gottesgabe1 als das1 was alle ,religionen letzten ,endes verehren2 die dunkle schaffende ,kraft hinter aller lichtbewegten ,gestaltung4 ,spren1 ahnen1 glauben waren die ,worte1 die diesen ,abgrund des ,unbewuten umkreisten4 ,doch all dies ,unbewute kann ,gewiheit werden4 ,unsere ,worte3 ,wissen1 ,bewutsein1 reichen lange nicht mehr weit genug1 diesen ,zustand des ,gewiwerdens zu bezeichnen4 ,sie sind schwach und geringfgig geworden infolge des verengten und gestrafften ,lebens der nrdlichen ,menschen4 ,die ,menschen haben den ,mut zur ,gewiheit des ,wissens verloren1 weil sie allzu lange gezhlt und gemessen1 zerbohrt und zerteilt und zergliedert1 geprft und gezweifelt haben1 wo doch eigentlich alles zu ,tage tritt1 unzerlegbar und ganz mit der strahlenden ,gewiheit des ,einmalig-,lebendigen4 ,das ,wissen bekam so etwas ,lauerndes4 ,den ,dingen ihre ,geheimnisse ablauschen1 eindringen in ihre ,zusammenhnge1 das war das ,streben der ,menschen1 die sich die ,wissenden nannten und als ,hter des wissenschaftlichen ,gutes galten4 ,sie wollten berwltigen1 sie wollten herrschen ber das1 was sie mit ihrem ,wissen durchschauten4 ,dies ,herrschgelste war ja der ,grund1 weswegen das ,wissen ,marktware wurde1 ein ,gegenstand1 der fr ,geld zu kaufen ist und ,geld einbringt4 99 99 99 99 99 ,die entscheidende ,wendung1 auf die ja jetzt alle ,einzelnen wie alle ,vlker so inbrnstig warten1 kann erst geschehen1 wenn ,wissen wieder den umfnglichen ,sinn von ,weisheit in sich schlieen wird4 ,wissen1 ,bewutwerden1 ,weisheit1 ist der ,weg1 der zu dem wissenden ,abbau des eigenen ,lebens und also zum bewuten ,tode fhrt4 ,hier ist die ,aufgabe des ,erziehers1 das ganze junge ,leben durch die bermittlung des ,wissens dem ,tod entgegen zu entspannen4 ,es gilt die jungen ,menschen die ,fhigkeit zu lehren1 da sie nicht nur aus einem dunklen ,drang in ihre schpferische ,ruhelage hinabzuschwingen vermgen1 sondern hell und klar wissen1 was sie damit tun und zu welchem ,ende es fhrt4 ,leben lernen war der eine ,blick1 unter den alle bisherigen ,gedankenfhrungen fielen4 ,sterben lernen ist der zweite ,blick1 unter den diese ,gedankenfhrungen fallen4 ,der ,bildung zum ,leben steht die ,erziehung zum ,tode gegenber4 ,und dies zweite macht die schwierigere ,hlfte der ,fhrungskunst aus4 ,zunchst einmal dies zweite gehrt untrennbar zum ersten4 ,wie der ,schatten zum ,licht1 wie das ,tal zum ,gebirge4 ,die ,erziehung zum ,tode darf also niemals aufgespart werden4 ,sie mu immer zugleich da sein mit der ,bildung zum ,leben4 ,alles was bisher gesagt wurde1 wre fr sich allein ,lge ohne die nunmehr folgende ,ergnzung4 ,aber auch umgekehrt3 der schlieende ,teil dieser ,gedankenfolge hat fr sich selbst keinen ,sinn1 sondern nur im ,zusammenhang mit dem ,vorhergegangenen4 ,es ist nicht so1 als knnte der junge ,mensch zunchst einmal leben lernen gewissermaen im ,treibhaus seiner jugendlichen ,kraft und ,schnheit4 ,dieser ,fehlgedanke liegt sehr nahe4 ,die ,jugend1 die jetzt jung ist1 hngt sehr fest im ,leben4 ,mehr noch als sonst eine ,jugend4 ,die groen ,sterbezeiten fhren da1 wo sie zu ,ende zu gehen scheinen1 diese ,erscheinung notwendig mit sich4 ,wie viele sind sinnlos leicht gestorben1 ohne zu wissen1 was das ,leben wert ist4 ,nun ist es1 als ob das ,leben selbst sich emprt htte1 als es sein ,gut berall leichtsinnig und unerkannt verschttet sah4 ,zeit der ,stauung kommt4 ,aufbumung des ,lebens gegen den ,tod4 ,stolze1 schne1 eigenwillige ,menschen berall1 die aber nicht mehr die ,beugekraft der ,hingabe besitzen1 ,vereinsamte1 die nicht mehr lieben knnen4 ,das sind die briggebliebenen1 ,brder von denen1 die so jung und zu leicht und viel zu unwissend gestorben sind4 ,das hingebende ,wissen1 d4 h4 der wissende ,abbau zum ,tode ist das1 was ihnen allen not tut4 ,nur das ,wissen1 das ,verbindungen schlgt1 das ,zusammenhnge schafft1 also das ,ich des ,menschen in die ,dinge hinein erweitert und auflst1 hat den groen entspannenden ,wert4 ,was als ,wissen in den ,schulen bermittelt wird1 bewirkt das ,gegenteil4 ,es macht gerade zu ,besitzenden1 die rund und geschwollen von den ,wissensstoffen werden1 da sie ihr eigenes kleines ,leben ngstlich festhalten und niemals das groe ,leben durch sich hindurchfluten lassen4 ,unter sich zusammenhanglos werden die einzelnen ,wissenschaften gelehrt und auch mit den ,lernenden nicht in ,zusammenhang gebracht4 ,man rechnet hier ziemlich leichtsinnig auf die ,selbstttigkeit der jungen ,menschen1 whrend man sie ja sonst auf allen ,gebieten1 wo sie wirklich selbstttig sein knnen1 gngelt4 ,man beschrnkt sich darauf1 in den jungen ,kpfen ,wissen von ganz verschiedener ,art und ,gestalt zu hufen3 ,geschichte1 ,physik1 ,botanik1 fremde ,sprachen4 ,fragt man ein ,schulkind1 was es eigentlich gelernt hat1 so ist die ,antwort3 in ,physik haben wir jetzt gerade das ,gay-,lussacsche ,gesetz gehabt1 in ,geschichte haben wir das ,zeitalter des ,perikles gehabt1 in ,latein haben wir den accusativ cum infinitiv durchgenommen4 ,wenn das ,kind fleiig ist1 kann es das alles auch hersagen4 ,hier ist dann eigentlich berhaupt kaum mehr zu den ,zusammenhngen durchzudringen4 ,das ,kind wrde hchst erstaunt sein1 wenn man es durch ,fragen dahin lenken wrde1 die ,verbindung zwischen einem physikalischen und einem grammatischen ,gesetz etwa von selbst aufzusuchen4 ,physik ist ihm eben ,physik1 und ,latein ist ihm ,latein4 ,fr jedes ,fach mu er besonders lernen1 mehr oder weniger1 je nach seiner ,begabung4 ,aber es ist unmglich zu verlangen1 da es von selbst dazu kommt1 die ,wissenszweige als miteinander verbundene menschliche ,kulturgter zu begreifen und also den ,punkt zu finden1 wo das alles in ihm selbst verwurzelt ist4 ,und doch kommt es nur darauf an4 ,diese ganze in den ,schulen sich so ernsthaft gebrdende ,methode1 ,wissenschaft zu hufen und zuvor erst noch in kleinste ,teile zu zerpflcken1 zchtet recht eigentlich ein ,verharren in kindischem ,wesen1 einen ,zustand1 fr den das ,fachwort ,infantilismus sehr zutreffend ist4 ,die fr den ,kindergarten und die ,spielschule der jngeren ,kinder sehr richtige ,methode1 spielend ,stoff zu hufen1 wird ausgerechnet an den ,stoffen gebt1 die einzig und allein eine spielende ,behandlung sehr schwer vertragen1 ja ausschlieen1 an den ,wissensstoffen4 ,alle knstlerische und handwerkliche ,ttigkeit kann ohne ,schaden fr die ,sache spielend von dem kleinsten ,kind versucht und spielend gebt werden1 weil das ,wesen dieser ,dinge ,spiel ist4 ,aber ein philosophisch oder gelehrt spielendes ,kind wirkt widersinnig1 ja grauenhaft und frivol4 ,deshalb sind lernende ,schulkinder1 die eigentlich spielen mten und nun spielend das ,wissen zerhacken1 ein so erschtternder ,anblick4 ,denn das wahre ,wissen ist todernst und der ,gegenpol zu jedem ,spiel1 nmlich ausdruckslos tief4 ,wissen ist kein ,kinderspiel4 ,die zu frh aufgelegte ,wissenslast lt die ,menschen nicht wachsen1 lt sie vielmehr zwergenhaft verkmmern4 ,die abgemdeten und augenschwachen ,gesichter und die gebeugten ,rcken und dnnen ,hlse heutiger ,schulkinder sind ,beweis genug4 ,jugend ist stark4 ,sie wrde vielleicht sogar diesen ,widersinn berstehen1 wenn nun wenigstens zur ,zeit der ,geschlechtsreife eine ,umstellung erfolgen wrde4 ,aber hier geschieht das entscheidend ,verderbliche4 ,das ,wissen wird auch von da an weiter spielerisch kindisch in den einzelnen ,fchern zerpflckt4 ,man lt die jungen ,menschen die ,wissensstoffe weiterhin zusammenhanglos in sich aufhufen4 ,und so wird erreicht1 da die jungen ,menschen in ihrer strksten schpferischen ,zeit kindisch und interesselos herplappern1 was ihnen eigentlich die erlsende ,brcke in die umgebende ,welt sein mte4 ,das strkste ,mittel1 aus der ,enge des eigenen ,selbst sich zu entspannen1 das wissende ,begreifen1 wird zu nutzlosem ,spiel verschwendet4 99 99 99 99 99 ,hier gibt es nur eins3 entschlossener ,widerstand1 ,bruch mit der bisherigen ,art der ,erziehung4 ,nicht aus ,miachtung der ,wissenschaft1 sondern gerade aus dem tiefen ,glauben an den ,erlsungswert des wahren ,wissens4 ,der ,fhrer zum ,leben mu die ,erlebnisse des jungen ,menschen1 welche die erste ,entspannung durch ,wissen herbeifhren werden1 von ,anfang an genau beobachten4 ,er mu sie in sich selbst mit erleben und in ,reihe bringen4 ,es handelt sich hier um das ,in-reihe-bringen der nachdenklichen1 der tiefen ,stunden im ,leben des ,kindes4 ,alle ,kinder haben von klein auf solche ,stunden1 fter oder seltener1 je nach der ,anlage4 ,die ,kinder mit groer ,lebenskraft haben solche ,stunden selten1 aber meist sehr intensiv1 die mit geringerer ,kraft fter1 aber mit weniger ,nachdruck4 ,es sind dies die ,stunden1 wo das ,wissen vom ,tode sich zum ersten ,mal ankndigt4 ,der ,erzieher kann es fast mit den ,augen sehen1 wie das ,kind in solcher ,stunde durch die ,nebelschutzhlle des ,selbst aus sich herausgreift3 tastend1 fragend3 ,was ist das8 ,warum das8 ,hier ist der ,ort1 wo die ,frage1 die erste echte notwendige ,frage entsteht4 ,diese echte ,frage kommt aus dem ,grunde des ,selbst und darf nicht verwechselt werden mit den spielerischen ,frageformeln der gewhnlichen kindlichen ,rede4 ,unter tausend ,fragen kommt vielleicht eine einzige aus dem ,grunde1 alle anderen hngen wie schillernde ,blasen an der ,oberflche4 ,alle diese oberflchlichen ,fragen verlangen auch nur spielende ,beantwortung4 ,viel zu ernst nehmen viele ,eltern und ,erzieher solche ,fragen des ,kindes4 ,das ,kind fragt ja meist nur1 um sich bemerklich zu machen1 will damit sagen3 ich bin auch noch da4 ,und dies kann ihm der ,erzieher natrlich auch auf andere ,weise besttigen als durch eine wohldurchdachte ,antwort4 ,menschen1 die pedantisch an einem viel zu engen ,wahrheitsbegriff festhalten1 fhlen ihr ,gewissen sich regen1 wenn sie auf eine ,frage nicht gleich wahrheitsgem antworten4 ,es sind dieselben1 die ,mrchen unwahr schelten1 die ,lge und ,geheimnis verwechseln1 die lachenden ,ernst nicht kennen4 ,die meisten ,fragen wollen nur gehrt1 nicht beantwortet werden4 ,ganz selten einmal kommt aber doch unter den hundert anderen die eine echte ,frage auf und die gilt es dann festzuhalten4 ,wo jede ,frage des ,kindes gleichmig sorgfltige ,behandlung findet1 ist es unmglich1 ,unterschiede in der ,bewertung der ,fragen zu machen4 ,man erklrt und antwortet dann einfach immerfort und betont die ,antwort auf die wesentliche ,frage gar nicht strker als die ,antwort auf die anderen ,fragen4 ,wahllosigkeit in der ,beantwortung frhester ,kinderfragen ist in der ,tat sehr viel schuld an der allgemeinen ,gleichmacherei heutiger ,zeit4 ,unterscheidungsvermgen1 ,bewertung1 ,urteil kann den ,kindern nur anerzogen werden1 wenn sie schon sehr frh aufmerksam werden auf die ,schichten verschiedener ,tiefe in ihnen selbst1 aus denen ihre ,fragen kommen4 ,und das kann eben wieder nur geschehen durch eine verschieden betonte ,beachtung ihrer ,fragen4 ,die ,bewertung der ,fragen mu also sehr verschieden sein4 ,die obersten ,schichten der ,fragen kommen unmittelbar selbstttig hervor unter dem mehr oder weniger leichten ,druck der alltglichen ,freuden und ,leiden des ,lebens4 ,diese ,fragen bezeugen zugleich die durchschnittlich sehr hohe ,anteilnahme jedes ,kindes an der ,auenwelt4 ,fragt es1 so will es damit sagen1 dies ,ding macht mir ,spa1 oder das tut mir weh4 ,die oberste ,schicht der ,fragen stammt noch aus der ,zeit1 wo das ,kind vollstndig in den dunklen ,besitzwnschen seiner vorgeburtlichen ,zeit befangen war4 ,den allerersten1 besitznehmenden1 hinzeigenden ,gebrden des ,kindes entsprechen seine ersten ,worte3 da 444 da4 ,es will damit zeigen1 was es haben will4 ,zunchst gibt es da keine ,frage1 alles ist fraglos gewi4 ,auch die ,fragenschicht bei dem etwas lteren ,kinde hat noch nahezu den gleichen1 hinweisenden ,gewiheitswert4 ,aber es mischt sich doch bereits das erste1 leise ,erstaunen mit hinein und verwandelt so das einfach hinweisende ,da in das ,was ist da4 ,das heit1 der andere soll doch auch hinsehen1 was da so ,seltsames ist4 ,das ,staunen entsteht also aus einer1 wenn auch noch so leisen ,stauung des bis dahin allumfassend gewesenen ,besitzwunsches und findet damit zugleich die erste ,form der ,mit-,teilung in dem fragenden ,tonfall4 ,diese erste ,stauung1 ,formprgung1 ,mitteilung ist fr die ,geschichte der ,menschen von so gewaltiger ,bedeutung wie in der ,erdgeschichte die erste leichte ,krustenbildung ber der feurigen ,kugel4 ,diese erste ,kruselung bedeutet ,anfang und ,bedingung fr jedes selbstndige ,einzelleben4 ,die staunende ,regung in der ,frage des ,kindes mu also vor allen ,dingen durch die ,antwort befriedigt werden4 ,nicht ,erklrung1 sondern ,mit-,staunen1 ,mit-,freude1 ,mit-,leiden sind die beste ,antwort4 ,nur ,eltern und ,erzieher1 fr die die ,dinge selbst noch hchst staunenswert sind1 knnen allerdings von innen her die ,fhigkeit aufbringen1 sich mitzufreuen restlos und vorbehaltlos1 weil auch fr sie das ,leben in seinem ,kern unerklrlich geblieben ist4 ,wo ein ,mensch sein ,leben schon so zersetzt hat1 da er sich nicht mehr staunend in berstrmender ,freude einer einzelnen ,erscheinung oder auch einem groen zusammenhngenden ,geschehen hinzugeben vermag1 ist er als ,erzieher nicht mehr geeignet4 ,dies ist vielmehr der ,prfstein aller erzieherischen ,fhigkeiten4 ,nur dieses ,vermgen zur unbedingten ,freude an den ,dingen ermglicht es1 die ,fragen des ,kindes nach ihrer ,schwere zu sondern1 die leichten spielend leicht dem ,kind wieder zurckzuwerfen und nur die wenigen schweren zu behalten4 99 99 99 99 99 ,wie sind solche schwerwiegenden ,fragen nun eigentlich beschaffen1 bei welchen ,gelegenheiten kommen sie heraus8 ,solche ,fragen tauchen auf1 immer da1 wo das ,kind in seine ,ruhelage hinabschwingt1 wo es nach erregtem ,spiel tiefatmend sich niedersetzt1 am ,abend eines sonnedurchglhten ,tages1 in den ,reifezeiten des ,jahres und vor allem zu ,zeiten1 in denen das ,kind seinem ,beschtzer in kindlicher ,inbrunst zugetan ist4 ,in diesen ,zeiten mu der ,fhrer ganz offen sein4 ,in solcher ,ruhezeit sieht das ,kind dann vielleicht zum ersten ,mal ein ,tier1 eine ,katze oder einen ,sperling wirklich als ein ,wesen auer ihm1 fern von ihm1 nicht mehr als das selbstverstndliche ,besitztum kindlichen ,machtwillens4 ,es ahnt zum ersten ,mal3 fern von mir ganz unbeteiligt und unbekmmert um mich geht dies alles da drauen seinen ,weg durchs ,leben4 ,und es flchtet sich die dunkle1 die echte ,frage aus dem ,innern des ,kindes hilfeflehend an seinen ,beschtzer3 ,was geschieht da so fern von mir8 ,hier geschieht in dem ,kind selbst etwas unsagbar ,schmerzhaftes1 etwas wie eine zweite ,geburt4 ,der ,abgrund des ,getrenntseins reit sich auf4 ,dem ,erzieher bleibt nur brig1 dem ,kinde auf solche ernsthaft fragende ,regung hin zu besttigen3 ,ja1 dieses ,tier1 dieser ,vogel ist ganz und gar auerhalb deines ,bereiches4 ,und wenn du dich auch noch so sehr anspannst1 du hast keine ,macht darber4 ,ja1 auch wenn du diesen ,wesen etwas antun willst1 wenn du sie qulst oder ttest1 tust du ihnen nur ,unrecht an4 ,und du vermagst doch niemals1 sie zu besitzen4 ,hchstens sterben sie dir1 und ihr ,leben zerrinnt dir dann unter den ,fingern4 ,kindliche ,grausamkeit hat hier1 wo die echte1 die dunkle ,frage auftaucht1 ihren ,ursprung und kann darum niemals durch ,verbot und ,ermahnung bekmpft werden1 sondern nur aus dem ,wissen heraus1 wie schwer es ist1 diesen ,abgrund des ,getrenntseins zwischen sich selbst und den ,dingen zu begreifen und anzuerkennen4 ,grausamkeit ist ja nur das ,nichtbegreifen1 das ,sichwehren gegen diese ,wahrheit4 ,es ist die ,rache des ,unwissenden1 der sich an dem schuldlosen ,gegenstand vergreift1 zu der ,zeit1 wo er merkt1 da er doch nicht allmchtig ist4 99 99 99 99 99 ,aus der ,tiefe seines ,wissens heraus mu der ,erzieher in solchem ,augenblick und spter bei hnlichen ,gelegenheiten immer wieder dem ,kinde das fremde ,leben ringsum begreiflich machen4 ,von ,ehrfurcht war schon die ,rede als von dem trennenden ,wall zwischen den ,menschen1 der die ,liebe zueinander hemmt und doch zugleich anwachsen lt4 ,ehrfurcht in noch umfassenderem ,sinn ist das verbindende ,medium zwischen den ,menschen und allen ,dingen4 ,wenn die ,erfahrung1 da die ,dinge fern und fremd sind1 dem ,kinde nicht mehr verschleiert ist1 wird sich an einem schpferischen ,tage der ,besitztrieb stauen4 ,und wenn der ,damm1 der da entsteht1 liebewrts aufgestaut war1 so wird nun damit in dem nachdenkenden ,kinde das wirkliche1 das ehrfrchtige ,wissen von den ,dingen anwachsen4 ,es gibt daraufhin vorbereitende ,arbeit4 ,der ,erzieher wird das ,gedchtnis des ,kindes ben1 indem er ihm die ,dinge1 nach denen es erstaunt fragt1 benennt4 ,benennung ist nicht ,erklrung1 soll zunchst einmal nur die ,flle1 die fremd vor dem ,kinde da liegt1 zerteilen1 gliedern1 unterscheiden lassen4 ,nicht nher soll ihm das alles durch die ,benennung gebracht werden4 ,es soll die ,dinge an ihrem ,namen nur behalten und aufreihen lernen1 wie es ihm beliebt4 ,durch die ,namengebung wird eigentlich den ,wesen und ,dingen ringsum ,ehrfurcht bezeugt4 ,menschen im ,zustand von ,begierde kommen noch nicht zu eingehender ,namengebung4 ,namen gibt man erst den ,dingen1 an denen man ,freude hat und vor denen man sich frchtet4 ,so kann im ,kindesalter ,ehrfurcht hauptschlich durch ,namengebung vermittelt werden4 ,darum ist es so besonders wichtig1 da dem ,kinde auch wirklich nur die ,dinge1 nach denen es fragt und die ihm verwunderlich erscheinen1 benannt werden4 ,wo ein ,kind mechanisch lernt1 ohne vorher von seinen staunenden ,sinnen zu der ,frage gefhrt zu sein1 wird die ,ehrfurcht vor dem ,ding dadurch von vornherein untergraben4 ,es lernt viel zu viele ,dinge benennen und erklren1 ehe es sie berhaupt gesehen hat4 ,es wird blasiert4 ,das ist fast niemals wieder gut zu machen4 ,wenn es nmlich spter einmal das ,ding in ,wirklichkeit sieht1 dessen ,namen ihm schon bekannt ist1 ist seine staunende ,regung abgestumpft4 ,ach1 das wei ich schon1 das kenne ich schon sagt es1 kommt also gar nicht zur ,frage von innen heraus4 ,der vorher gewute ,name hindert zu der ,wirklichkeit und zu der ,freude daran zu kommen4 ,und dies leiert sich dann so weiter4 ,die heutige wissenschaftliche ,bildung tut ja -- wenige ,ausnahmen abgerechnet -- die gleiche beschreibende1 also gewissermaen vorbereitende ,arbeit1 ohne doch jemals zu dem eigentlichen ,zweck der ,wissenschaft durchzustoen4 ,es wird fieberhaft an dem ,rstzeug fr das ,wissen gearbeitet4 ,aber das ,rstzeug wendet man nur immer wieder an1 um neues ,rstzeug damit herzustellen4 ,der ,hochmut der wissenschaftlich ,gebildeten ist der zurckgebliebene ,stolz1 die ,blasiertheit der ,kinder1 die viel wissen1 das heit viel ,namen gelernt haben und dabei das ,fragen grndlich verlernt haben4 ,und das alles geschieht1 weil an der entscheidenden ,stelle die ,erziehung versagte4 99 99 99 99 99 ,zur ,zeit der ,geschlechtsreife wchst der ,wissenstrieb mit einem gewaltigen ,schu aus der ,tiefe des ,menschen4 ,das einzige ,begehren der jungen ,menschen ist zu dieser ,zeit3 das ,dunkel ber ihre ,geschlechtlichkeit aufzuhellen1 zu wissen1 was mit ihnen vorgeht4 ,darber wurde schon gesprochen4 ,es mu noch einmal aufgegriffen werden1 soweit es sich hier um den ,trieb zu wissen handelt4 ,der junge ,mensch fhlt an seiner ,geschlechtlichkeit sein ,bewutsein berhaupt erst erwachen4 ,alles in ihm wandelt sich4 ,er mu darber staunen4 ,es wchst an1 erfllt ihn ganz und gar und wird nun in ihm zu der brennenden ,frage3 ,was ist das8 ,und daraufhin erhlt er dann entweder eine ,antwort1 die der heute geltenden ,wirklichkeit vielleicht gem sein mag1 aber nicht der ,wahrheit auf den ,grund geht4 ,er wird in beschreibendem ,sinne geschlechtlich aufgeklrt4 ,er erfhrt1 wie das alles ist1 keineswegs aber warum das so ist4 ,die ,folge davon ist1 da er dann bald aufhrt1 zu fragen1 weil ihm eben alles fraglos wird4 ,oder er erhlt keine ,antwort darauf1 sondern mu seine gewhnliche ,lernarbeit weitertun4 ,also ein viel zu schnelles und lediglich beschreibendes ,wissen oder gar kein ,wissen berlichtet oder verdunkelt sofort das eben erwachende ,bewutsein4 ,was wird daraus8 ,eitle1 blasierte1 rcksichtslose ,menschen1 denen gar nichts mehr geschehen kann1 fr die das ,leben eine ganz selbstverstndliche ,rechenaufgabe wird1 auf der einen ,seite4 ,finstere oder geduckte ,menschen1 die allen anderen und sich selbst mitrauen1 auf der anderen ,seite4 ,hier hat der ,fhrer zum ,leben seine letzte ,aufgabe1 aus der geschlechtlichen ,frage ber alle ,vorbereitungen und ,beschreibungen hinweg zu der ,tiefe des wahren ,wissens zu fhren4 ,dabei mu ihm unablssig gegenwrtig bleiben1 da alle ,fragen in dieser ,zeit aus dem ,dmmern der geschlechtlichen ,krfte entstehen4 ,davon war schon eingehend die ,rede4 ,er mu ihnen ,rume ffnen1 die sie selbst dann mit ihrer eigenen ,fragekraft berspannen knnen4 ,das ,kind hat vorher gelernt1 die ,dinge ringsum zu benennen und aufzureihen und in diesem untergeordneten ,sinn zu wissen4 ,jetzt aber prallt die ,frage3 was ist das1 wirkungslos ab an der ,hrte der geschlechtlichen ,problematik4 ,beschreibende ,aufklrung kann hier nicht mehr gengen1 weil ja zum ersten ,mal der ,gegenstand der ,frage sich nicht mehr auerhalb befindet1 sondern in dem fragenden ,selbst1 in seiner eigenen ,tiefe steckt4 ,helfen kann ihm jetzt nur ,begrndung1 ,entwicklung1 ,einsicht in die ,zusammenhnge4 ,mit jenem tiefen ,bezug auf den ,fragenden selbst heit die ,frage jetzt einzig und allein3 warum4 99 99 99 99 99 ,zwei groe ,zusammenhangsreihen werden sich von nun an dem in einem neuen ,sinn ,fragenden auftun4 ,die erste ,fragereihe geht auf rtliche1 auf gleichzeitige ,zusammenhnge1 verbindet alles ,gestaltete im ,raum unter einander und mit dem ,schauenden selbst4 ,antwort auf die ,frage wird hier immer mehr oder weniger gleichnishaft bleiben4 ,erkenntnis der hnlichkeit der ,dinge in ,gestalt und ,lage1 ,erkenntnis der ,verwandtschaft in ,stoff und ,trieb und ,richtung wird das bunte ,durcheinander ordnen und auferbauen1 bis es licht und klar und einfach erscheint4 ,hier kann die ,naturwissenschaft1 wenn sie sich ber die nur benennende1 beschreibende ,vorform erhoben hat1 als ,formenlehre in einem umfassenden ,sinn ,aufschlu geben4 ,die ,verwandtschaft der ,formen in der ,erscheinung der ,dinge wird aber dem ,fragenden nicht gengen4 ,fragt er weiter1 so stt er auf die zweite ,reihe1 auf die zeitlichen ,zusammenhnge der ,dinge4 ,das ,schaubare1 ,gestaltete ist ja nicht nur rumlich verbunden1 ist nicht nur einander hnlich und verwandt in seiner ,erscheinung4 ,es gibt auch unsichtbare ,zusammenhnge in die ,tiefe der ,zeit hinein4 ,zusammenhnge1 in denen gewissermaen ein ,verbindungsstck zu fehlen scheint4 ,entwicklung1 ,geburt und ,wiedergeburt1 die ,urschlichkeit der ,dinge wird hier ,problem4 ,die ,antwort gibt sich hier nicht in gleichnishafter ,form sondern in ,form des ,schlusses4 ,in den ,geisteswissenschaften1 den ,kulturwissenschaften1 in der ,geschichte knnen hauptschlich solche zeitlichen ,zusammenhnge vermittelt1 solche urschlichen ,probleme gestellt werden4 ,die rumlichen ,erscheinungsformen der ,dinge knnen nur durch das ,mittel des ,vergleichens verbunden werden4 ,die zeitlichen ,entwicklungsformen der ,dinge knnen nur durch das ,mittel der ,schlufolgerung verbunden werden4 berlieferung von ,wissenschaft hat nur so weit ,sinn1 wie die ,dinge entweder in vergleichendem oder folgerndem ,sinn untereinander verbunden werden4 ,alles andere bleibt kindische ,stoffhufung1 ,vorbereitung auf ,wissenschaft1 nicht aber ,wissenschaft selbst4 ,aber beide ,mglichkeiten1 ,verbindungen zu schaffen in die ,weite des ,raumes und in die ,tiefe der ,zeit1 werden lebendig nur bei der vollkommenen ,hingabe und ,ehrfurcht des ,wissenden4 ,denn die bloe ,fhigkeit1 jene ,verbindungen zu schaffen1 gengt an sich noch nicht4 ,inbrnstige ,hingabe mu die ,spannkraft von dem ,wissenden selbst zu den ,dingen erst gewaltig anwachsen lassen4 ,wenn aber ein junger ,mensch zur ,zeit seiner ,reife diese ,spannkraft der ,hingabe1 die er ja dann im hchsten ,mae besitzt1 ganz und gar in eine ,wissenschaft einstrmen lt1 sich selbst zum ersten ,mal abbaut1 sich auflst1 sich ganz und gar vergit und vergiet in das ,schauen jener groen zeitlichen oder rumlichen ,zusammenhnge1 so hat dies erste wissende ,schauen hohen ,erlsungswert4 ,es ist das ,eingehen in die schpferische ,ruhelage des klaren ,bewutseins4 ,an dieser ,stelle ist wie stets der ,herd der ,gefahr4 99 99 99 99 99 ,tdlich kann lehre sein dem der nicht fasset4 ,so steht es in einer ,tafel vom ,stern des ,bundes geschrieben4 ,und nicht nur da4 ,von berall her bricht es in breitem ,strom in das eng gewordene ,bett europischer ,wissensbehandlung4 ,nicht mehr darf jeder in dem seicht und trge flieenden ,flu ungestraft und eigenmchtig seinen ,vorteil fischen4 ,schon schwillt der ,strom1 wird wieder tief und reiend und grundlos4 ,wissen wird gefahrvoll1 ja todbringend fr jeden1 der zu frh oder aus irgendwelchen eigenschtigen ,grnden sich hineinwagt4 ,und wie es wieder ,hter vor dem ,liebesgarten gibt1 wird es auch ,hter an diesem ,strom geben4 ,ritter in blanker ,rstung1 einsame1 unbestechliche1 riesenhafte ,gestalten1 ,mnner1 die schweigend alles tun und alles lassen knnen1 die mit der wissenden ,gewalt ihres ,wesens ihre ,lehrlinge nach langem eigenen ,suchen das ,wissen in sich selbst finden lassen1 die gtig einen jeden nach seiner ,strke und seinem ,bemhen1 aber immer nur soweit sein ,umkreis reicht1 ins ,wissen steigen lassen1 die herb und streng jeden ,unbereiten fortschicken4 ,mnner1 die niemals greisenhaft und grmlich werden1 die nach ihrem erfllten ,leben1 wie hier und da die alten berlieferungen berichten1 den ,blicken der ,mitlebenden entrckt werden1 indem sie wissend und ganz leuchtend geworden ihr eigenes ,leben restlos verzehrt haben4 ,diese sind die wahrhaft ,wissenden1 die ,hter des tiefen ,stromes1 die nicht mehr absichtlich und fr alle sichtbar in ,erscheinung treten und sich nicht mehr in ,werken und ,taten bis ans ,ende ausdrcken4 ,es sind die ,entschwindenden1 die wissend sich auflsen und mitten im ,leben schon mit dem ,tode beginnen4 ,schon sind sie vielleicht in ihren ,gebrden wieder den gnzlich ,unwissenden hnlich geworden1 einfach und unauffllig1 aber doch von einem inneren ,licht strahlend4 ,es sind ,menschen1 an die man glaubt1 glauben mu1 weil sie in ihrem ganzen ,wesen die schpferische ,ruhe begehrenswert schn verkrpern1 ohne da etwas ,auerordentliches an ihnen und durch sie zu geschehen brauchte4 ,nur da man wei3 sie sind1 lt still werden und ganz stark zu eigenem ,leben und ,leiden1 zu eigenem ,knnen und ,wissen4 ,nicht da das ,leben beschwerlich sei und verdienstlich1 sondern vielmehr leicht und schn1 voller ,leid und ,freude1 aber immer von einer gleitenden ,einfachheit1 geht wie ein ,duft von ihnen aus4 ,so da alle1 die in ,berhrung damit kommen1 aufatmen und pltzlich in sich spren3 es ist ja nicht schlimm4 ,wir schwimmen ja ganz von selbst im ,meer des ,lebens4 berall ist alles4 ,nirgendwo ist nichts4 ,lassen wir uns fallen1 lassen wir uns gleiten in dies berall und ,nirgend4 ,von auen so schwer es schien1 ist ja gar kein ,widerstand da4 ,innen war es1 da hat es sich gestaut4 ,und nun8 ,eine einzige lsende ,gebrde1 vielleicht nur ein mit leichtem ,nachdruck hochgehobener ,arm gengt schon1 wieder hineinzugleiten in die allgemeine ,bewegung4 ,in ihnen wird offenbar1 was jeder in jedem ,augenblick dunkel in sich ahnt3 die unaufhrliche ,wiedergeburt mit jedem tiefen ,atemzug1 mit jedem neuen ,morgen1 mit jeder erwachenden ,jahreszeit1 mit jedem neuen ,lebensalter1 mit jedem reifenden ,werk1 mit jeder inbrnstigen ,liebesregung1 mit jeder schpferischen ,gewiheit4 ,funoten #a ,in den ,upanishads des ,veda werden die ,zusammenhnge von ,ritus und ,atemlehre besonders deutlich 7bersetzung von ,deussen3 #fj ,upanishads des ,veda1 ,leipzig1 ,brockhaus74 ,in der ,mazdaznan-,atemlehre von ,hanisch ist der allerdings leicht zu willensberspannter ,einseitigkeit verfhrende ,versuch eines ,systems der ,atemlehre gemacht worden4 #b ,der ,verfasser leitet in ,prerow an der ,ostsee ein ,ferienschul- und ,jugendheim und gibt auf ,wunsch darber nhere ,auskunft4 #c ,die monatliche ,periodik im ,leben des ,menschen untersucht ,wilhelm ,flie in seinen ,bchern 7,verlag ,diederichs7 auf ,grund einer gewaltigen ,beobachtungsflle4 #d ,untersuchungen ber innere ,sekretion sind gerade jetzt in den medizinischen ,zeitschriften vielfach zu finden4 ,inhalt ,seite ,rhythmische ,schwingungen #a ,blutschwingungen #b ,atemschwingungen #c ,tagesschwingungen #e ,das ,bild eines ,tages #i ,monats- und ,jahresschwingungen #ae ,lebensalter #ai ,rhythmischer ,wechsel von ,schwche und ,kraft #cb ,rhythmische ,leistung #da ,die allgemeine ,bildung #dc ,die ,berufsbildung #df ,ausbildung in den ,ausdrucksmitteln der ,knste #di ,der ,tanz #ea ,die ,sprachbildung #ea ,der ,ausdruck mit den ,mitteln der bildenden ,knste #eg ber den ,tod #fa ,liebe als ,macht #ff ,ehrfurcht als ,liebeshemmung #fh ,leidenschaft und ,inbrunst #ga ,der ,rhythmus der ,liebe innerhalb der ,lebensalter #gc ,rhythmus der ,liebe im ,jahr #gi ,der sexuelle ,rhythmus der ,liebe #gi ,die tgliche ,erneuerung der ,liebe #ij ,erziehung zum wissenden ,leben #ic ,gedruckt bei ,radelli ,hille in ,leipzig4 ,eugen ,diederichs ,verlag in ,jena ,zeitwende ,schriften zum ,aufbau neuer ,erziehung ,heft #a4 ,wilhelm ,flitner1 ,laienbildung br4 ,m #aj4-- ,mit dieser ,schrift des ,leiters der ,jenaer ,volkshochschule ist das ,bildungsideal der ,zukunft so formuliert1 da es neben dem bisherigen ,ideal ,humboldts der sich selbst lebenden ,persnlichkeit fest dasteht und an ,stelle von dessen ,scheintotalitt die wirkliche menschliche ,totalitt erobert4 ,das ,humboldtsche ,bildungsideal bevorzugte die kontemplative ,menschenart vor der ttig praktischen und bewirkte eine einseitige ,vorherrschaft des wissenschaftlichen ,tuns im geistigen ,leben4 ,der im ,leben praktisch ttige ,mensch1 der ,laie1 verknpft dagegen stets ,erkenntnis mit ,handeln4 ,wir mssen darum dahin kommen1 gegenber dem ,aufbau der ,schulbildung von ,volksschule bis zur ,universitt eine ,spannung des ,bildungsbegriffes durch pdagogische ,laiengemeinschaften zu erzeugen4 ,diese neuartige ,gemeinschaftsbildung1 die bereits in den ,keimen existiert1 verdeutlicht der ,verfasser auf den ,gebieten der ,musik1 ,sprache1 ,dichtung und bildenden ,kunst4 ,es geht ein stark kultisch-religiser ,zug durch seine ,darlegungen4 ,rudolf ,bode1 ,der ,rhythmus und seine ,bedeutung fr die krperliche ,erziehung4 ,mit fnf ,zeichnungen von ,ludwig ,eberle4 br4 ,m #h4-- ,dresdner ,anzeiger3 ,bode geht an den ,grundbegriff der ,sache heran und regt vor allem an1 ber den groen ,fehler nachzudenken1 der allgemein mit dem ,begriff ,rhythmus verbunden ist1 und der sowohl ,bchers viel zitiertes ,buch ,arbeit und ,rhythmus als auch ,dalcrozes ,anschauungen beherrscht1 die ,verwechslung von ,rhythmus und ,takt 7,regel74 ,man kann ,bodes ,ausfhrungen auf die kurze ,formel bringen1 ,rhythmus ist das ,unbegrenzte1 das ewig ,schwingende1 ,takt das ,begrenzte1 das sich in der ,wiederholung regeln lt4 ,so spitzt sich die ,forderung der rhythmischen ,erziehung darauf zu3 den ,krper fhig zu machen1 ,ausdrucksorgan der ganz persnlichen inneren ,beschwingtheit1 des wahren ,rhythmus zu werden4 ,fnf von ,ludwig ,eberle beigesteuerte ,zeichnungen rhythmischer ,bewegungstypen ergnzen die ,bodeschen ,ausfhrungen wertvoll4 ,ottmar ,rutz1 ,menschheitstypen und ,kunst4 br4 ,m #cj4--1 geb4 ,m #de4-- ,mnchen-,augsburger ,abendzeitung3 ber allen ,rassen und ,vlkern im landlufigen ,sinn stehen die ,typen oder ,urgeschlechter der ,menschheit4 ,das oberste und letzte gestaltende ,prinzip ist der seelische ,menschheitstypus3 er gestaltet -- neben und in nderung der ,gesetze der ,materie -- den menschlichen ,krper1 den ,typus seiner ,nerven- und ,bluterregung1 seiner ,muskelttigkeit1 seiner ,atmung1 ,stimmttigkeit1 ,rede und ,gesang4 ,er gibt der gesamten ,kultur die typische ,richtung1 ,gestalt und ,form4 ,drei letzte seelische ,menschheitstypen sind festgestellt worden4 ,um ,typus und ,spielart fr den einzelnen ,menschen als ,persnlichkeit und als ,vertreter eines ,volkes festzustellen1 hat sich eine besondere ,untersuchungsmethode entwickelt3 sie setzt praktisch in den ,stand jene seelischen ,eigenschaften zu entwickeln1 die den einzelnen ,menschen und durch die ,masse von ,einzelmenschen gleicher ,gattung ein ,volk beherrschen4 ,diese ,typenprobe gibt den ,schlssel zur typischen ,persnlichkeit1 ohne ,voraussetzungen1 ohne vorgefate ,meinung1 unbestechlich1 an ,hand der praktischen ,erfahrung1 die jeder nachprfen kann4 ,das von der ,rassenforschung so lange gesuchte ,unterscheidungsmaterial fr die seelischen ,verschiedenheiten oder hnlichkeiten der ,vlker ist damit gegeben4 ,wilhelm ,flie1 ,vom ,leben und vom ,tod4 ,biologische ,vortrge4 #h4 ,tausend4 br4 ,m #bj4--1 geb4 ,m #ce4-- ,deutsche ,tageszeitung3 ,alles ,leben1 sagt ,flie1 luft nach einem inneren1 in der lebendigen ,substanz selbst gegebenen ,mechanismus ab1 und dieser ,mechanismus ist fr ,menschen1 ,tiere und ,pflanzen der gleiche4 ,leibliches und geistiges ,wachstum1 ,geburt und ,tod1 der ,zusammenhang der ,generationen erweisen das ,vorhandensein zweier alles ,leben durchwaltender ,perioden von #bh und von #bc ,tagen4 ,die ,statistik wird durch diese merkwrdigen ,zahlen auf einmal hell und durchsichtig2 ,geburts- und ,sterbestatistik gewisser ,krankheiten1 wie ,tuberkulose1 ,diabetes1 ,schlaganfall1 ,gallensteine1 erweist das geheime ,walten dieser ,zahlen4 ,das ,buch ist nicht nur ein ,genu wegen des wissenschaftlichen ,neuen1 das es enthlt1 sondern diese neue ,fliesche ,arbeit ist auch jedermann verstndlich geschrieben1 der lernen will4 ,pester ,lloyd3 ,was ,flie verkndet1 ist kein ,geringes2 denn er hat nichts weniger entdeckt als ein ,naturgesetz1 auf ,grund dessen sich das ganze ,dasein nach einer inneren ,ordnung abrollt und die ,zeiten des ,geborenwerdens und ,sterbens1 des ,wachstums und des ,vergehens ihren festen und vorbestimmten ,platz in der uns genau zugemessenen ,lebensdauer haben4 ,das statistische ,material1 an dem ,flie sein ,gesetz demonstriert1 ist sicher ber allen ,zweifel erhaben1 und unzweifelhaft scheint es auch1 da die neue ,lehre befruchtend und aufklrend auf alle naturwissenschaftliche ,sonderzweige wirken wird1 ja vielleicht wirklich das ewige ,mysterium vom ,ablauf des ,lebens im ,hauptprinzip lst4 ,die ,mathematiker haben lngst erkannt1 da sich der ,forscher1 angesichts der ,tatsache1 wie sich jahrzehntelange ,epochen in der ,entwicklung ganzer ,geschlechter dem ,flieschen ,zahlengesetz fgen1 auf richtiger ,spur befinden mu4 ,wilhelm ,flie1 ,das ,jahr im ,lebendigen4 br4 ,m #cj4--1 geb4 ,m #de4-- ,in diesem ,buch fhrt ,flie seine ,lehre weiter und zeigt1 da beide ,perioden der mnnlichen und weiblichen ,substanzeinheiten im ,jahr ihre hhere ,einheit finden4 ,es leben in unserem ,krper also sozusagen ,erinnerungsbilder an kosmische ,einflsse1 an die ,geschwindigkeiten des ,sonnenlaufes und der ,achsendrehung unseres ,planeten4 ,durch diese ,weiterfhrung der ,flieschen ,lehre erffnet sich die ,aussicht1 da eines ,tages eine astronomische ,kenntnis fr die zeitliche ,gesetzmigkeit des ,lebens ermglicht wird4 ,natur und ,gesellschaft3 ,das vorliegende ,werk bildet eine wesentliche ,ergnzung der frheren ,verffentlichungen des ,forschers4 ,es rumt auf mit der klimatischen ,erklrung von ,blte und ,brunst und zeigt den ,ablauf des ,jahres in der lebendigen ,substanz4 ,diese ,jahresimmanenz wird an einem umfassenden genealogischen ,material bewiesen4 ,flie ist in die ,forschergruppe von allergrtem ,geistkaliber einzuordnen4 ,er vereinigt ,scharfsinn mit ,intuition4 ,hans ,schlieper1 ,der ,rhythmus des ,lebendigen4 br4 ,m #ae4--1 ,pappband ,m #be4-- ,mitteilungen der ,deutschen ,gesellschaft fr psychische ,forschung3 ,schliepers ,buch schliet sich zwar an ,flie an1 aber als ,ganzes stellt es eine durchaus selbstndige ,arbeit dar4 ,schlieper hat selbst eine ,reihe grndlicher ,untersuchungen angestellt und damit die ,forschungsergebnisse von ,flie besttigt gefunden und im einzelnen erweitert4 ,vor allem aber ist sein ,buch darin von auerordentlichem ,wert1 da es fr alle ,weiterstrebenden eine solide ,grundlage fr eigene ,forschungen ist1 denn es enthlt einen berblick ber die ,resultate der bisherigen ,forschungen1 zugleich bietet es eine lichtvolle ,darlegung der ,technik1 die zu solchen ,arbeiten erforderlich ist4 ,nicht nur die ,biologie1 auch die ,psychologie und schlielich die ,philosophie werden aus diesem ,forschungsgebiete bedeutende ,anregungen erhalten4 ,hans ,hackmann1 ,die ,wiedergeburt der ,tanz- und ,gesangskunst aus dem ,geiste der ,natur4 br4 ,m #aj4-- ,sozialistische ,monatshefte3 ,hackmann erblickt im reinen ,rhythmus den unmittelbaren ,ausdruck des ,krperwillens und damit des ursprnglichen unbewuten ,gefhlslebens4 ,deshalb strebt er eine ,reform des ,tanzes wie des ,gesanges an1 im ,sinne einer wahrhaft aus dem ,rhythmus geborenen ,kunst1 whrend er z4 ,b4 unserer modernen ,tanzkunst den ,vorwurf des ,intellektualismus macht1 weil sie1 hnlich wie die ,programmusik auf bewute ,darstellung eines geistigen ,gehaltes abziele4 ,es ist gerade das ,verdienst der ,hackmannschen ,schrift1 da sie die ,notwendigkeit der ,technik als der bewuten ,formung des unbewuten rhythmischen ,ausdruckes betont und den zu ,unrecht als intuitiven ,schwung gepriesenen dilettantischen ,mangel an ,technik und knstlerischer ,durcharbeitung beim ,tanz wie beim ,gesang scharf zurckweist4 ,alfred ,kurella3 ,es ist die erste ,arbeit1 die sich systematisch mit einem ,thema beschftigt1 welches schon lange in den engeren jugendlichen ,gemeinschaften eine groe ,rolle spielt3 mit dem ,krpergefhl und seiner ,erziehung4 7,freideutsche ,jugend7 ,hans ,hackmann1 ,die ,entwicklung der ,seelenkrfte als ,grundlage der ,krperkultur4 br4 ,m #bj4--1 geb4 ,m #ce4-- ,der ,bund3 ,der ,abendlnder krankt am ,zu-vielen-,wollen und -,wissen4 ,das erzeugte den ,krampf und den ,hochmut unserer ,kultur4 ,es gilt1 ihn zu lsen von der lebendigen ,seele1 vom ,lebensgefhl her4 ,es gilt vor allem1 den ,krper wieder als ,organ und ,trger des ,seelischen neu zu entdecken und fhig zu machen4 ,praktisch sind die ,bestrebungen vor allem im neuen ,tanz und einer neuen ,rhythmik versucht worden4 ,dies ,buch gibt die psychologische ,grundlage fr diese praktischen ,versuche und versucht auch eine ,theorie der ,methode zu geben1 die vom ,krper her ,seelisches entwickeln will4 ,unsere ,zeit entdeckt neu den ,zusammenhang von ,seele und ,leib4 ,auch die ,medizin hat auf dem ,gebiete dieser ,zusammenhnge noch ,grtes zu erwarten4 ,der ,verfasser grbt berzeugend zu jenen bildenden ,krften hinab1 die die treibenden ,faktoren aller ,entwicklung1 ,heilung und ,erziehung sind1 und befreit in diesem ,bestreben zusehends den ,krper von der ,miachtung1 in der ihn ,intellektualismus unserer abgelaufenen ,kultur gehalten hat4 ,das ,ganze aber ist in den ,rahmen einer geistigen ,weltanschauung gestellt1 die eine neue ,synthese zwischen ,orient und ,okzident sucht4 ,ferdinand ,lagrange1 ,physiologie der ,leibesbungen4 ,a4 d4 ,franzsischen von ,ludwig ,kuhlenbeck4 br4 ,m #ce4--1 geb4 ,m #ej4-- ,akademische ,sportbltter3 ,der ,hauptwert des ,buches liegt in seiner ,methode1 in der praktischen ,anordnung des ,inhalts1 der geschickten ,verarbeitung eines reichen ,beobachtungsmaterials und der klaren1 induktiven ,logik1 mit der ,lagrange verfhrt2 dann aber auch in seinen ,ergebnissen1 die dem physiologisch ,ungeschulten teils neu1 teils zum ersten ,male verstndlich erscheinen werden4 ,seine ,ausfhrungen werden in ihrer ,einprgsamkeit noch gehoben durch einen beraus flssigen und bewegten1 an treffenden ,vergleichen und prgnanten ,bildern reichen ,stil1 dessen ,frische die bersetzung gar nicht zu beeintrchtigen scheint4 ,mge es auch bei uns allenthalben die ,beachtung finden1 die ihm als einer klassischen ,leistung auf dem ,gebiete der ,physiologie der ,leibesbungen gebhrt6 ,deutsche ,tageszeitung3 ,wer das ,buch mit ,verstndnis liest1 erhebt sich mit einem aus der fast noch allgemein herrschenden ,empirie2 seine ruhige1 klare ,wissenschaftlichkeit wird ,offizieren und ,leitern von ,sportsvereinen nicht minder groen ,segen bringen1 wie den zur ,erziehung der deutschen ,jugend ,berufenen4 ,lenore ,khn1 ,das ,buch ,eros4 ,studium zur ,liebesgeschichte von ,seele1 ,welt1 ,gott4 br4 ,m #ae4--1 geb4 ,m #be4-- ,leipziger ,tageblatt3 ,dieses kleine ,werk steht auf jener ,grenze zwischen ,wissenschaft und ,kunst1 wo das ,reich ,nietzsches liegt4 ,das ,buch ist erlebt4 ,seine ,leistung besteht darin1 da es eine ,grundanschauung an die ,reiche der ,welt und ihre ,herrlichkeiten heranbringt und die verschiedenen ,gebiete in ihren ,beziehungen aufdeckt4 ,diese ,frau wrdigt ,eros in ,plato1 ,jesus1 ,spinoza1 ,fichte1 ,schleiermacher1 ,goethe1 ,nietzsche1 findet ihn im ,erleben der ,natur und in der ,dichtung1 namentlich bei ,peter ,altenberg und ,rilke und in der ,lyrik berhaupt1 in der ,musik1 und zwar auch bei ,bach und in ,brahms' ,deutschem ,requiem1 dann in dem ,trieb zum ,vaterland1 in der ,freundschaft1 und nicht zum wenigsten natrlich in der ,liebe zwischen ,mann und ,weib1 in der vornehmlich tiefe ,blicke getan werden4 ,der ,tag3 ,ein ,hymnus an das ,leben4 ,ein ,dithyrambus der reichen ,seele1 die die ,kraft ihres ,gefhls an die ganze ,welt verschwendet4 ,ein hohes ,lied der ,freundschaft und ,liebe1 wie es noch selten so innig und rein erklang4 ,mit zarten ehrfurchtsvollen ,hnden deutet ,l4 ,khn die ,mysterien des ,lebens4 ,ihre ,besonderheit liegt in der ,verschmelzung kristallklarer psychologischer ,analyse mit echt weiblicher ,wrme und ,innigkeit4 ,es ist ein ,buch von groem ,schwung4 ,jede ,seite ist durchstrmt von innerem ,erleben von der ,flle des ,herzens4 ,gertrud ,prellwitz1 ,vom ,wunder des ,lebens4 #ajg4 ,tausend4 kart4 ,m #h4-- ,mnchener ,neueste ,nachrichten3 ,gertrud ,prellwitz gibt in groen ,zgen im ,rahmen einer ,erzhlung den ,weg an1 wie man fragenden ,kindern1 wie man nachdenklichen ,mdchen und ,jnglingen allmhlich die ,wahrheit ber das sexuelle ,leben sagen soll1 da sie sich die ,keuschheit des ,herzens1 die ,vollkraft ihrer ,gefhle1 die ,freude am ,dasein1 die ,sicherheit und ,gradheit im ,verkehr mit der ,welt1 die ,ehrfurcht vor dem ,wunder des ,lebens bewahren4 ,karl ,zimmermann1 ,himmelfahrt der ,venus4 ,gedichte4 br4 ,m #ae4--1 geb4 ,m #be4-- ,frankfurter ,zeitung3 ,das ,lied von der ,zerspaltenheit in ,ich und ,du1 in ,mann und ,weib4 ,das ,lied von der ewigunstillbaren ,sehnsucht1 von dem ,ineinander1 dem ,zueinander1 von dem ,dreiwerden im ,kind1 von dem ber-einander-hinaus4 ,aber sie singt es neu1 dies uralte ,lied4 ,denn ihre ,worte kommen aus dem bebenden ,herzen eines schpferischen ,menschen4 ,in ,erdennhe beginnt das ,buch4 ,zwei ,menschen1 wie tausend andere auch1 wollen zu einander4 ,finden sich4 ,scheiden sich4 ,der ,kreis wird geweitet4 ,natur und ,menschentum1 die gleichgestimmt sind1 singen sich in den ,versen4 ,und dann geht es himmelwrts4 ,ewige ,formen der ,liebe1 stets wechselnd1 stets gleich1 werden im ,wort wiedergeboren4 ,ewigliebende1 ,gttergleiche stehen auf und kmpfen den ,kampf der ,kmpfe1 bis das wundersame ,wort fllt3 ,wir sind unlslich geschieden6 ,das ist in ,versen eingefangen1 die ein williges ,instrument geistsehnschtigen ,gefhls sind1 die zu einer ,kongruenz zwischen ,stoff und ,form gelangen1 wie man sie heute selten antrifft4 ,klner ,tageblatt3 ,diese ,gedichte sind ,bekenntnisse einer ,frauenseele zum ,eros1 die sich mehr zufllig hinter einem mnnlichen ,pseudonym bergen4 ,die ,venus1 die den ,himmelswagen fhrt1 ist vom ,stamme ,botticellischer ,frauengestalten3 unendliche ,zartheit und ,se1 die das beste ,wissen dem enthllt1 der das geistige in ihr erlebt4 ,es sind hier tiefe ,dinge aus dem ,erosleben einer ,frau gesagt1 und wenn sie die letzten ,hllen fallen lt1 immer noch bleibt die zu einer ,knospe gefaltete ,seele4 ,alle hier angegebenen ,preise sind unverbindlich ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,offensichtliche ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,korrekturen3 ,s4 #cb3 liebensbewut liebesbewut ,werkttige nicht so liebesbewut auf die