,nikolaus ,gogol ,arabesken ,nikolaus ,gogol ,smmtliche ,werke ,in #h ,bnden ,herausgegeben von ,otto ,buek ,band #f ,mnchen und ,leipzig bei ,georg ,mller #aiab ,nikolaus ,gogol ,arabesken1 ,prosaschriften1 ,rom ,herausgegeben von ,otto ,buek ,mnchen und ,leipzig bei ,georg ,mller #aiab ,inhalt des sechsten ,bandes ,arabesken 7,erster ,teil7 #a ,vorwort #c ,skulptur1 ,malerei und ,musik #e ber das ,mittelalter #ae ,ein ,kapitel aus einem historischen ,roman #cg ber den ,unterricht in der ,weltgeschichte #eg ,ein berblick ber das ,werden ,kleinrulands #hc ,einige ,worte ber ,puschkin #ajc ber die ,architektur unserer ,zeit #aae ,al-,mamun #aea ,arabesken 7,zweiter ,teil7 #afc ,das ,leben #afe ,schlzer1 ,mller und ,herder #agc ,der ,newsky-,prospekt #ahc ber die kleinrussischen ,lieder #bdc ,gedanken ber ,geographie #bei ,der letzte ,tag von ,pompeji #bge ,der ,gefangene #bhi ber die ,vlkerwanderung am ,ende des ,v4 ,jahrhunderts #cja ,memoiren eines ,wahnsinnigen #cdi ,aufstze aus ,puschkins ,zeitgenossen #chg ber die ,strmungen in der ,zeitschriftenliteratur der ,jahre #bhi #ahcd-ahce ,petersburger ,skizzen #dbg ,italienische ,sommernchte #dec ,rom #dei ,anhang #ecc ,arabesken ,i #ahce ,erster ,teil ,deutsch von ,charlotte ,lolly ,koenig ,diese ,sammlung enthlt eine ,reihe von ,schriften1 die zu sehr verschiedenen ,zeiten und in verschiedenen ,epochen meines ,lebens entstanden sind4 ,sie sind nicht auf ,bestellung geschrieben4 ,sie waren ein ,ausdruck meiner ,seelenstimmung1 und ich whlte mir nur solche ,gegenstnde1 die einen starken ,eindruck auf mich machten4 ,in diesen ,stcken werden die ,leser sicherlich viel ,jugendliches finden4 ,ich gestehe1 da ich einige von diesen ,schriften vielleicht garnicht in diese ,sammlung aufgenommen htte1 wenn ich sie ein ,jahr frher herausgegeben htte1 als ich mich noch viel strenger gegen meine lteren ,arbeiten verhielt4 ,aber statt gar zu streng mit seiner ,vergangenheit ins ,gericht zu gehen1 ist es weit besser1 unerbittlich gegen seine gegenwrtigen ,leistungen zu sein4 ,das1 was man frher einmal geschrieben hat1 zu vernichten1 scheint mir ebenso ungerecht1 wie die vergangenen ,tage seiner ,jugend zu vergessen4 ,und auerdem3 wenn ein ,werk zwei oder drei noch nicht ausgesprochene ,wahrheiten enthlt1 so hat der ,verfasser schon nicht mehr das ,recht1 sie dem ,leser vorzuenthalten1 und um zweier oder dreier richtiger ,gedanken willen1 kann man wohl schon die ,unvollkommenheit des ,ganzen verzeihen4 ,sodann mu ich noch einiges ber diese ,ausgabe selbst sagen3 als ich die gedruckten ,bogen las1 erschrak ich selbst an vielen ,stellen ber die ,unkorrektheit des ,stils1 ber vieles berflssige und ,unzureichende1 das eine ,folge meiner ,unvorsichtigkeit war4 ,aber der ,mangel an ,mue und andre nicht immer freundliche ,lebensumstnde erlaubten es mir nicht1 meine ,manuskripte ruhig und aufmerksam durchzusehen1 und so wage ich denn zu hoffen1 da mich der ,leser gromtig entschuldigen wird4 ,i ,skulptur1 ,malerei und ,musik ,dank sei dem ,schpfer der ,welten fr seine ,gte und sein ,mitleid mit den ,menschen6 ,drei hehre ,schwestern hat er entsandt1 die ,welt zu verschnen und zu erquicken2 ohne sie wre die ,welt eine ,wste1 die klanglos ihre ,kreise zge4 ,lat uns unsere ,wnsche enger1 inniger zusammenschlieen und unsern ersten ,becher der ,skulptur weihn4 ,sie1 die schne ,sinnenkunst war es1 die zuerst in diese ,welt trat4 ,sie ist ein vllig ursprngliches ,gebilde1 die ,spur jenes ,volkes1 das sich ganz1 mit seiner ganzen ,seele1 seinem ganzen ,leben in ihr verkrpert hat4 ,sie ist das klare ,abbild jener leuchtenden1 griechischen ,welt1 die vor uns im tiefen ,abgrund der ,jahrhunderte entschwunden1 schon vom ,nebel verhllt wird und nur noch von dem ,gedanken des ,dichters erreicht werden kann3 jene von ,weinranken und ,olivenzweigen1 harmonischen ,trumen und prunkendem ,heidentum geschmckte ,welt4 ,jene ,welt1 die sich beim ,klang der ,zimbeln im gemessenen ,tanz wiegte oder in bacchantischem ,wirbel dahinraste1 wo das ,gefhl des ,schnen alles durchdrang3 die ,htte des ,bettlers1 die ,zweige der ,platane1 den ,marmor der ,sulenhallen1 den von lebhaften1 eigenwilligen ,menschen bevlkerten ,platz1 das ,relief1 das den festlichen ,becher zierte1 und die sich lange schlingende ,reihe anmutiger mythologischer ,gestalten verbildlichte3 wo schamhaft die ,gttin der ,schnheit dem ,schaum der ,wellen entsteigt1 ,tritonen dahinjagen und in die ,hnde klatschen und ,poseidon silberklar aus der ,tiefe seines herrlichen ,elements emportaucht4 ,jene ,welt1 in der die ,religion nichts war -- als ,schnheit1 als die menschliche ,schnheit und die gttergleiche ,schnheit des ,weibes -- jene ganze ,welt ward festgehalten von der holden ,skulptur2 nichts auer ihr konnte das leuchtende ,dasein dieser ,welt so lebendig zum ,ausdruck bringen4 ,wei wie ,milch1 ,schnheit1 ,zartheit und ,wollust atmend1 bannte die ,skulptur eine ,idee und einen ,gedanken -- die ,schnheit1 die stolze ,schnheit des ,menschen in den durchsichtigen ,marmor4 ,selbst in der ,glut der ,leidenschaft und im strksten ,affekt -- stets bleibt bei ihr der ,mensch stolz und schn und fordert unsere ,bewunderung heraus durch seine freie athletische ,pose4 ,hier fliet alles in sinnlicher ,schnheit zusammen2 nie lassen wir beim ,anblick einer schmerzerfllten ,gruppe die bittere ,klage unseres ,herzens mit ihrer ,klage zusammenklingen2 ja1 man knnte fast sagen1 wir genieen den ,anblick ihrer ,qualen1 so sehr wird der ,drang unserer ,seele durch die plastische1 ruhige ,schnheit berwltigt4 ,die ,skulptur drckt nie ein anhaltendes1 tiefes ,gefhl aus1 sie gibt nur schnelle spontane ,empfindungen wieder3 den wilden ,zorn1 einen rasenden ,schmerzensschrei1 das furchtbare ,grauen1 einen pltzlichen ,schreck1 ,trnen1 ,stolz1 ,verachtung und endlich die in sich selbst versunkene ,schnheit4 ,sie wandelt alle ,gefhle des ,beschauers in ,genu1 den ruhigen ,genu1 der stets mit der ,wonne und der ,selbstzufriedenheit der heidnischen ,welt verbunden ist4 ,ihr fehlen jene geheimen1 schrankenlosen ,gefhle1 die endlose ,trume mit sich fhren4 ,in ihr suchen wir umsonst nach dem langen1 von ,umwlzungen und ,erschtterungen erfllten ,leben4 ,ihre ,schnheit hat etwas ,momentanes1 wie die einer schnen ,frau1 die einen ,blick in den ,spiegel wirft1 ihrem ,bilde freundlich zulchelt und frohlockend weiter eilt1 triumphierend eine ,schar stolzer ,jnglinge nach sich ziehend4 ,sie ist bezaubernd wie das ,leben1 wie die ,welt1 wie die ,sinnenschnheit1 der sie als ,altar dient4 ,sie wurde zugleich mit der scharf umrissenen und klar gestalteten heidnischen ,welt geboren1 sie stellte sie dar und ist mit ihr gestorben4 ,vergeblich versuchte man es1 mit ihrer ,hilfe die hohen ,gestalten des ,christentums zu verkrpern1 sie stand ihnen so fern1 wie der heidnische ,glaube4 ,nie konnten die erhabenen strmenden ,gedanken des ,christentums auf der wollstigen ,auenseite des ,marmors ,platz finden4 ,sie wurden ganz von seiner ,sinnlichkeit aufgesogen4 ,nicht so ihre beiden andern ,schwestern1 die ,malerei und die ,musik1 die das ,christentum aus ihrer ,niedrigkeit erhob und ins ,gigantische steigerte4 ,durch seine mchtige ,triebkraft blhten sie erst recht empor und sprengten die ,fesseln der sinnlichen ,welt4 ,wehmtig gedenke ich meiner herrlichen1 wolkenhaften1 marmornen ,skulptur6 ,doch 444 erklinge heller1 mein ,becher1 kling' heller in meiner bescheidenen ,zelle -- und es lebe die ,malerei4 ,erhaben und herrlich wie der ,herbst1 der reich geschmckt durch das weinlaubumrankte ,fenster blickt1 fromm und gewaltig wie das ,weltall -- ja du bist schn1 du herrliche ,musik der ,augen4 ,nie hat die ,skulptur es gewagt1 deine himmlischen ,offenbarungen darzustellen4 ,nie hat sie uns jene feinen geheimnisvollen irdischen ,zge sehen lassen1 bei deren ,anblick wir das ,gefhl haben1 als erflle der ,himmel unsere ,seele1 und bei denen wir das ,unaussprechliche zu empfinden meinen4 ,wie aus wolkigem ,nebel treten die langen ,reihen der ,bilder hervor1 und aus altertmlichen1 vergoldeten ,rahmen blickst du lebendig1 wenngleich die unbarmherzige ,zeit deine ,leuchtkraft verdunkelte1 und wortlos und stumm steht mit gefalteten ,hnden vor dir der ,beschauer4 ,doch es ist nicht ,sinnenglck1 was aus seinen ,augen strahlt1 nein1 sein ,antlitz ist von einer berirdischen ,lust verklrt4 ,du warst nie der ,ausdruck einer bestimmten ,nation und ihres ,lebens1 nein1 dazu standest du zu hoch1 du warst der ,ausdruck alles dessen1 was die christliche ,welt an erhabenen ,geheimnissen in sich birgt4 ,blickt hin auf das nachdenklich auf die ,hand gesttzte ,haupt2 wie begeistert und tief bohrend ist ihr ,blick6 ,sie ergreift nicht nur einen kurzen ,augenblick wie der ,marmor1 sie zieht diesen ,augenblick in die ,lnge1 sie setzt das ,leben fort bis ber die ,grenzen des ,sinnlichen1 sie entreit einer andern unendlichen ,welt ,erscheinungen1 fr die es uns an ,worten und ,namen fehlt4 ,all jenes ,unbestimmbare1 was kein vom wuchtigen ,meiel des ,bildhauers durchfurchter ,marmorblock auszudrcken vermag1 gewinnt ,gestalt unter dem begeisterten ,pinsel des ,malers4 ,gewi wei auch sie die allen verstndlichen ,leidenschaften auszudrcken1 allein die ,sinnlichkeit pulsiert nicht mehr so gewaltig in ihnen1 und ein geistiges ,element scheint alles zu durchdringen4 ,das ,leiden findet in ihr einen unmittelbareren lebendigeren ,ausdruck und ruft nur ,mitleid hervor -- sie appelliert an unsere ,sympathie und nicht an unsere ,genufhigkeit4 ,sie nimmt sich auch nicht den ,menschen allein zum ,vorwurf -- ihre ,grenzen sind weiter3 sie umfat das ganze ,weltall1 alles ,herrliche1 was den ,menschen umgibt1 ist ihrer ,macht erreichbar4 ,die geheimnisvolle ,harmonie1 das wunderbare ,band zwischen ,mensch und ,natur -- in ihr allein ist sie zu finden4 ,sie bindet das ,sinnliche an das ,geistige4 ,aber schume noch feuriger1 mein dritter ,pokal6 ,noch heller funkle und perle ber den goldenen ,rand1 du schumendes ,blut6 -- ,du funkelst zum ,preis der ,musik6 ,denn sie ist noch weit feueriger und strmischer als ihre beiden ,schwestern4 ,sie ist ganz ,leidenschaft6 sie entreit den ,menschen pltzlich und wie mit einem ,schlage der ,erde1 betubt ihn durch den ,donner ihrer gewaltigen ,tne und versenkt ihn ganz in ihre ,welt4 ,wie in die ,saiten des ,instrumentes1 so greift sie herrisch an seine ,nerven1 an sein gesamtes ,sein und lt sein ganzes ,wesen erbeben4 ,er geniet schon nicht mehr1 er fhlt keine ,teilnahme1 nein1 er selbst wird ganz ,leiden2 seine ,seele betrachtet keine unfabare ,erscheinung1 sie lebt1 lebt ihr eigenes ,leben1 gewaltsam1 leidenschaftlich zerstrend4 ,unsichtbar hat sie auf ihren sen ,klngen die ganze ,welt durchdrungen1 strmt sie breit dahin und atmet und lebt in tausend verschiedenen ,gestalten4 ,qualvoll und rebellisch ist sie -- am mchtigsten und herrlichsten wirkt sie jedoch in den unendlichen ,kuppelgewlben eines dunklen ,domes1 wo sie tausend kniende ,glubige zu einer harmonischen ,empfindung verschmilzt und mit sich fortreit1 ihre tiefsten ,herzensregungen blolegt1 ihre ,sinne betrt und sich mit ihnen in unabsehbare ,hhen emporschwingt -- ein langes ,schweigen und einen lang nachzitternden ,ton hinter sich lassend1 der in den ,tiefen des hohen1 spitzen ,turmes verklingt4 ,wie knnte man euch miteinander vergleichen1 ihr herrlichen ,kniginnen der ,welt6 ,der sinnliche ,zauber der ,skulptur erfllt uns mit hohem ,genu1 die ,malerei -- mit stiller ,begeisterung und ,trumereien -- die ,musik mit ,leidenschaft und innerer ,unruhe4 ,wenn wir ein plastisches ,kunstwerk aus ,marmor betrachten1 gert unser ,geist unwillkrlich in ,entzcken1 vor einem ,gebilde der ,malerei versinkt er in ,betrachtung -- beim ,klange der ,musik -- macht er sich ,luft in einem ,schmerzenslaut -- als sei die ,seele von einem einzigen ,wunsch ergriffen -- sich vom ,krper loszureien4 ,sie -- ist unser6 ,sie ist das ,eigentum der neuen ,welt6 ,sie blieb uns1 als die ,skulptur1 die ,malerei und die ,baukunst uns verlassen hatten4 ,nie drsteten wir so nach ,begeisterung1 die die ,seele erhebt1 wie in der heutigen ,zeit1 wo alle die zahllosen kleinen ,launen und ,gensse1 an deren ,erfindung unser ,,xix4 ,jahrhundert sich den ,kopf zerbricht1 uns berwltigen und erdrcken4 ,alles verschwrt sich gegen uns2 diese ganze verfhrerische ,kette raffinierter ,erfindungen des ,luxus sucht unsere ,sinne immer mehr und mehr zu betuben und einzuschlfern4 ,wir lechzen darnach1 unsere arme ,seele zu retten1 diesen furchtbaren ,versuchern zu entfliehen und -- so strzen wir uns in die ,musik4 ,o sei unser ,schutzengel1 unser ,heiland1 ,musik1 verla uns nicht6 rttle unsere kleinliche habgierige ,seele immer hufiger auf6 greife mit deinen ,tnen krftiger in unsere schlummernden ,gefhle6 ,rege1 whle sie auf und verscheuche1 wenn auch nur fr ,augenblicke1 diesen frchterlichen kalten ,egoismus1 der mit aller ,gewalt unsere ,welt erobern will4 ,o la bei dem machtvollen ,strich deines ,bogens die verwirrte ,seele des ,rubers1 wenn auch nur fr kurze ,momente1 von ,gewissensbissen gemartert werden1 la den ,spekulanten seine ,rechnungen vergessen und die ,frechheit und ,schamlosigkeit vor den ,schpfungen des ,genies eine ungewollte ,trne vergieen4 ,o verlasse uns nicht1 du1 die du unsere ,gottheit bist4 ,der groe ,baumeister der ,welt hat uns in seiner unergrndlichen ,weisheit in stummes ,schweigen gebannt1 aber dem wilden unentwickelten ,menschen pflanzte er den ,gedanken der ,baukunst ein4 ,mit einfachen ,mitteln1 ohne ,hilfe des ,mechanismus richtet er ,berge von ,granit auf1 trmt sie steil zum ,himmel empor und sinkt vor ihrer formlosen ,gre in die ,knie4 ,der alten heiteren ,sinnenwelt sandte er die herrliche ,skulptur1 die uns die reine keusche ,schnheit brachte1 und die ganze antike ,welt ward zu einem ,loblied auf die ,schnheit4 ,das sthetische ,schnheitsgefhl einte sie zu einem harmonischen ,ganzen und hielt sie fern von rohen ,gelsten6 ,den finsteren1 unruhigen ,jahrhunderten1 wo oft nur die ,lge und die rohe ,kraft triumphierten1 und wo der ,dmon des ,aberglaubens und der ,unduldsamkeit alle ,lebensfreude verscheuchte1 schenkte er die begeisternde ,malerei1 die die ,welt die berirdischen ,erscheinungen und die himmlischen ,gensse der ,heiligen sehen lie4 ,aber unserem jungen und zugleich altersschwachen ,jahrhundert sandte er die gewaltige ,musik -- um uns im ,sturme zu ihm zu fhren4 ,doch wenn uns auch die ,musik noch verlt1 was soll dann aus unsrer ,welt werden68 #ahca4 ,,ii ber das ,mittelalter ,niemals haben die ,ereignisse der ,weltgeschichte eine solche ,gewichtigkeit und ,bedeutsamkeit angenommen1 nie hat sie eine so groe ,zahl von individuellen ,erscheinungen gezeitigt1 wie im ,mittelalter4 ,alle ,weltbegebenheiten strmen1 je nher sie diesen ,jahrhunderten liegen1 nach langer ,unbeweglichkeit mit gesteigerter ,geschwindigkeit wie in einen ,strudel1 in einen wildbrodelnden ,wirbel zusammen1 um1 nachdem sie von diesem in ,umschwung gebracht1 sich untereinander vermischt haben1 neugeboren in frischen ,wellen wieder emporzutauchen4 ,in diesen ,jahrhunderten fand eine groe ,umwandlung der ganzen ,welt statt4 ,sie sind der ,knoten1 in dem die alte und die neue ,welt zusammentreffen4 ,man kann dem ,mittelalter in der ,geschichte der ,menschheit dieselbe ,bedeutung anweisen1 wie sie das ,herz im menschlichen ,krperbau einnimmt1 in das alle ,adern einmnden und von dem sie alle ausgehen4 ,wie ging diese vollstndige ,umwandlung vor sich8 ,welches sind die ursprnglichen ,elemente1 die sich in ihr erhielten8 ,was kam ,neues hinzu8 ,in welcher ,weise vermengte sich ,altes und ,neues8 ,was entstand aus dieser ,vermengung8 ,wie bildete sich das majesttische1 stolze ,gebude der ,neuzeit8 ,dies sind so schwerwiegende ,fragen1 wie es wohl in der ganzen ,geschichte kaum wichtigere gibt4 ,alles1 was wir besitzen1 dessen wir uns bedienen1 was wir vor den frheren ,jahrhunderten voraushaben1 der ganze ,bau und die kunstvolle ,zusammensetzung unserer ,administration1 die ,beziehungen der verschiedenen ,stnde untereinander1 ja diese ,stnde selbst1 unsere ,religion1 unsere ,rechte und ,privilegien1 unsere ,sitten und ,gebruche1 selbst unser ganzes ,wissen1 das sich in so schnellem ,fortschritt vorwrts bewegt -- dies alles hat entweder seinen ,keim und ,ursprung in dem dunklen geheimnisvollen ,mittelalter oder hat sich doch aus ihm entwickelt und herausdifferenziert4 ,in ihm ruhen die ursprnglichen ,elemente und das ,fundament alles ,neuen2 ohne ein eingehendes1 aufmerksames ,studium dieser ,epoche bleibt die neue ,geschichte unzulnglich und unklar1 der ,forscher1 der von ihr ausgeht1 gleicht dem ,besucher einer ,fabrik1 der sich ber die schnelle ,herstellung der ,produkte wundert1 da sie beinahe vor seinen ,augen entstehen1 und dabei vergit1 in das finstre ,erdgescho hinabzusehen1 wo die groen mchtigen ,schwungrder verborgen sind1 die den ,ansto zum ,ganzen geben2 solch eine ,geschichte gleicht der ,statue eines ,knstlers1 der keine ,anatomie studiert hat4 ,warum aber hat man sich trotz der groen ,bedeutung dieser merkwrdigen ,epoche immer so ungern mit ihrer ,erforschung beschftigt8 ,warum beeilt man sich1 wenn man zum ,mittelalter kommt1 stets1 es so schnell wie mglich durchzunehmen und abzutun8 ,und warum haben sich nur wenige1 sehr wenige ,menschen1 ergriffen von der ,gre des ,gegenstandes1 die ,mhe genommen1 einige von den angefhrten ,fragen zu beantworten8 ,mir scheint1 es liegt daran1 weil man dem ,mittelalter stets den letzten ,platz angewiesen hat4 ,man hielt diese ,epoche eben fr gar zu barbarisch und unkultiviert1 und infolgedessen blieb sie in der ,tat immer dunkel und unerforscht und wurde nie richtig in ihrem ,werte erkannt und in ihrer genialen ,gre dargestellt4 ,barbarisch kann man nur ihren ,anfang nennen1 aber selbst diese finstre ,zeit birgt schon mancherlei1 was unsere ,neugierde zu reizen geeignet wre4 ,schon der ,proze der ,vereinigung zweier ,welten1 der antiken und der neuen1 der grelle ,widerspruch in ihren ,formen und ihren ,eigentmlichkeiten1 diese altersschwachen1 absterbenden ,elemente der ,antike1 die sich durch die neue ,umgebung hindurchziehen1 wie ,flsse1 die ins ,meer strmen1 aber noch lange ihr ses ,wasser nicht mit den salzigen ,wellen vermengen1 sind interessanter -- diese rohen1 mchtigen ,krfte der neuen ,zeit1 die hartnckig allen fremden ,einflssen widerstehen1 um sie endlich doch unfreiwillig in sich aufzunehmen1 die mhevolle ,anstrengung1 mit der diese europischen ,wilden die rmische ,kultur fr sich zurechtschneiden1 diese ,bruchstcke1 oder besser gesagt ,fetzen rmischer ,formen und ,gesetze inmitten der neuen noch unbestimmten1 denen es noch an ,gestalt1 ,grenze und ,ordnung fehlt1 dieses ganze ,chaos1 in denen die ,elemente der furchtbaren ,majestt des heutigen ,europas und seiner tausendfltigen ,kraft ungegliedert durcheinanderbrodeln3 dies alles ist fesselnder fr uns und regt unsere ,neugierde mehr an1 als die starre ,zeit des rmischen ,weltreiches unter der ,herrschaft kraftloser ,imperatoren4 ,ein zweiter ,grund1 warum man sich so ungern mit der ,geschichte des ,mittelalters beschftigt1 ist -- die angebliche ,trockenheit1 die man mit ihr zu verbinden geneigt ist4 ,man betrachtet sie wie eine ,menge verschiedener ungeordneter ,ereignisse1 wie einen ,haufen unzusammenhngender und sinnloser ,begebenheiten1 die kein gemeinsames ,band umschliet1 das sie alle zu einem ,ganzen vereinigt4 ,in der ,tat1 ihre schreckliche und ungewhnliche ,kompliziertheit mu im ersten ,augenblick chaotisch erscheinen2 aber wenn man nur aufmerksamer und tiefer hineinblickt1 so findet man bald ,zusammenhang1 ,zweck und ,richtung darin4 brigens leugne ich nicht1 da man den ,instinkt und das ,verstndnis haben mu1 das nur wenigen ,historikern verliehen ist1 um dies alles zu entdecken4 ,einigen freilich ward die beneidenswerte ,gabe zuteil1 alles in bewunderungswrdiger ,klarheit und ,folgerichtigkeit zu sehen und darzustellen4 ,von ihrem ,zauberstab berhrt1 beleben sich die ,ereignisse und bekommen ihr eigenes ,geprge und ,interesse2 ohne sie dagegen erscheinen sie einem jeden noch lange trocken und sinnlos4 ,abgesehen etwa von einem stumpfsinnigen ,dahinvegetieren der ,vlker ist alles1 was immer geschehen mag1 interessant1 sofern es nur in wahrheitsgemen ,chroniken aufgezeichnet ist4 berall gibt es einen durchgehenden ,faden1 wie jedes ,gewebe seine ,struktur hat1 obwohl diese hufig vollstndig in dem ,einschlag verschwindet2 und wie ein jeder ,edelstein eine unsichtbare ,lichtquelle enthlt1 die erstrahlt1 wenn er der ,sonne zugewendet wird so verliert sich dieser ,faden nur da1 wo die berlieferung aufhrt4 ,so zieht sich auch in den ersten ,jahrhunderten des ,mittelalters durch die ,masse der ,ereignisse das unaufhrliche ,erstarken der ppstlichen ,macht und die ,entwicklung des ,feudalismus wie ein unsichtbarer ,faden hindurch4 ,fast knnte es scheinen1 als kmen die ,tatsachen ganz unabhngig voneinander zustande und drngten mit ihrem ,glanz den einsamen1 noch unbedeutenden rmischen ,erzbischof in den ,schatten2 ein mchtiger ,herrscher oder sein ,vasall tut sich hervor1 scheint nur in eigenem ,interesse zu handeln1 und doch strmten alle wesentlichen ,vorteile daraus unbemerkt nach ,rom4 ,alles1 was geschah1 schien absichtlich und zum ,vorteil des ,papstes zu geschehen4 ,hildebrandt hat den ,vorhang ein wenig gelftet und uns die ,macht gezeigt1 die die ,ppste schon frhzeitig errungen hatten4 ,die ,geschichte des ,mittelalters verdient am wenigsten den ,vorwurf der ,langenweile4 ,nirgends finden wir so viel ,buntheit1 so viel ,handlung und ,leben1 solch krasse ,gegenstze1 so viel grelles ,licht1 wie in diesen ,jahrhunderten3 man knnte es mit einem gewaltigen ,gebude vergleichen1 dessen ,fundament aus festem1 fr die ,ewigkeit gefgtem jungem ,granit1 und dessen dicke ,mauern aus allerhand neuem und altem ,material zusammengesetzt sind1 so da der eine ,ziegelstein gotische ,runen1 der andere eine rmische ,vergoldung trgt2 arabisches ,schnitzwerk1 griechische ,karniese1 gotische ,fenster -- alles ist hier vereinigt zu einem ,turm von auergewhnlicher ,buntheit und ,mannigfaltigkeit4 ,aber man kann wohl sagen1 diese ,grellheit sei nur ein ueres ,kennzeichen der mittelalterlichen ,vorgnge2 ihre innere ,bedeutung besteht in ihren ungeheuren1 gigantischen ,dimensionen1 in ihrer geradezu unerhrten ,khnheit1 wie sie wohl nur der ,jugend eigen ist1 und ihrer ,originalitt1 die sie zu einer einzigartigen ,erscheinung macht2 in der ,tat treffen wir weder in der alten noch in der neuen ,geschichte etwas an1 was ihnen gleich oder auch nur hnlich wre4 ,werfen wir einen ,blick auf die ,ereignisse1 die einen so mchtigen ,einflu ausbten4 ,das wichtigste ,thema der mittelalterlichen ,geschichte ist der ,papst4 ,er ist der mchtige ,beherrscher dieser frhen ,jahrhunderte1 er bewegt alle ihre ,krfte und lenkt1 wie der ,donnergott1 mit einem ,wink seiner ,hand ihre ,schicksale4 ,mit einem ,wort1 die ganze ,geschichte des ,mittelalters ist die ,geschichte der ,ppste4 ,ihre unberwindliche ,herrschsucht1 ihre nie versagenden ,mittel voller ,scharfsinn und ,weisheit -- ,folgen ihres hohen ,alters -- ihr ,despotismus und der ,despotismus der zahllosen ,legionen einer mchtigen ,geistlichkeit -- dieser eifrigen ,untertanen des geistlichen ,oberhaupts1 die alle ,enden der ,welt1 wo das ,zeichen des ,kreuzes eingedrungen war1 mit sthlernen ,fesseln an sich banden -- das ist eine so ungeheure ,erscheinung1 die einzig in ihrer ,art ist und die sich niemals wiederholt hat4 ,ich will nicht von den ,mibruchen und der unertrglichen ,schwere dieser ,fesseln des geistlichen ,despoten sprechen4 ,wenn wir tiefer in diese groartige ,erscheinung eindringen1 werden wir in ihr die wunderbare ,weisheit der ,vorsehung erkennen1 htte diese allbezwingende ,macht nicht alles in ihre ,hnde gebracht1 htte sie die ,vlker nicht nach ihrem ,willen gelenkt und angetrieben1 so wre ,europa zerbrckelt1 und das gemeinsame ,band htte gefehlt2 wahrscheinlich wren einzelne ,staaten zu ,macht und ,ansehen gelangt und dann pltzlich wieder in ,verfall geraten und zugrunde gegangen1 andere htten ihre ,unkultur zum ,schaden ihrer ,nachbarn nicht aufgegeben1 die ,bildung und die ,entwickelung der ,volksseele htte sich ungleichmig vollzogen2 an einem ,ende htten ,kultur und ,sitte ,fu gefat1 whrend am anderen barbarische ,finsternis ihr ,wesen getrieben htte4 ,europa htte sich nicht in sich festigen1 und nie in ein ,gleichgewicht kommen knnen1 durch das es sich heute so wunderbar erhlt4 ,es wre weit lnger in einem chaotischen ,zustande verblieben und htte sich nie durch die sthlerne ,macht des ,enthusiasmus zu einem gewaltigen ,bollwerk erhoben1 das den ,eroberern aus dem ,osten durch seine ,festigkeit standzuhalten vermochte2 ohne diese groartige ,erscheinung htte ,europa vielleicht ihrem ,ansturm nachgegeben1 und statt des ,kreuzes wre der mohammedanische ,halbmond auf seinen ,zinnen aufgepflanzt worden4 ,wenn wir die wunderbaren ,wege der ,vorsehung betrachten1 so beugen wir unwillkrlich unsere ,knie4 ,es ist1 als sei den ,ppsten die ,macht eigens dazu gegeben worden1 damit sich die jungen ,staaten whrend dieser ,zeit krftigen und befestigen knnten2 damit sie erst lernen sollten1 sich selbst unterzuordnen1 um dann spter1 als sie das notwendige ,alter erreicht hatten1 auch andere zu beherrschen1 und damit sie ihre ,energie entwickeln konnten1 ohne die das ,leben der ,vlker farblos und kraftlos ist4 ,kaum waren die ,vlker imstande1 sich selbst zu regieren1 da begann auch die ,macht des ,papstes pltzlich zu schwanken und zu zerfallen1 als htte sie ihre ,mission erfllt und wre berflssig geworden1 ungeachtet aller ,anstrengung und des heien ,wunsches1 die sinkende ,macht festzuhalten4 ,in dieser ,beziehung war die ppstliche ,macht dem ,gerst1 den ,tragbalken eines ,gebudes vergleichbar2 anfnglich sind sie hher und erscheinen wichtiger als der ,bau selbst1 aber sobald dieser eine gewisse ,hhe erreicht hat1 werden sie als berflssig abgetragen4 ,der ,gedanke an das ,mittelalter verbindet sich unwillkrlich mit dem an die ,kreuzzge -- diese auerordentliche ,erscheinung1 die sich wie etwas ,gigantisches von den anderen wunderbaren und ungewhnlichen ,begebenheiten abhebt4 ,wo und in welcher ,zeit finden wir etwas1 was ihnen an ,originalitt und ,gre gleichkme8 ,das ist kein ,krieg um ein geraubtes ,weib1 kein ,erzeugnis des ,hasses zweier unvershnlicher ,nationen1 nicht der blutige ,kampf zwischen zwei habschtigen ,herrschern1 zwei unersttlichen ,eroberern um eine ,krone oder einen ,fetzen ,landes1 ja nicht einmal ein ,krieg fr die ,freiheit und ,unabhngigkeit eines ,volkes -- o nein -- keine ,leidenschaft1 kein egoistischer ,wunsch1 kein persnlicher ,vorteil ist die ,triebfeder dieser ,kmpfe2 alles ist nur von dem einzigen ,gedanken erfllt3 das ,grab des gttlichen ,heilandes zu befreien4 ,von allen ,enden ,europas strmen die ,vlker1 ,kreuze vor sich hertragend1 zusammen1 ,knige und ,grafen in schlichten ,bugewndern stellen sich an die ,spitze1 bewaffnete ,mnche treten in die ,reihen der ,krieger1 ,erzbischfe und ,einsiedler befehligen1 das ,kreuz in ,hnden1 zahllose ,truppenmengen -- und alle strmen sie fort zum ,kampf fr ihren ,glauben4 ,die ,macht einer ,idee umfat alle ,vlker4 ,liegt nicht etwas ganz ,groes in diesem ,gedanken8 ,mit ,unrecht nennt man die ,kreuzzge ein sinnloses ,unternehmen4 ,wre es nicht merkwrdig1 wenn der ,jngling schon gleich die ,sprache des reifen ,mannes sprche8 ,sie waren das ,produkt der damaligen ,zeit1 und des damaligen ,zeitgeistes4 ,dies ,unternehmen war die ,tat eines ,jnglings -- aber eines ,jnglings1 der ein geborenes ,genie war4 ,was fr unzhlige1 wunderbare1 unvorhergesehene ,folgen haben die ,kreuzzge gezeitigt6 ,die ganze ,masse mute erzogen und gebildet werden1 sie mute die ,welt kennen lernen1 die ihr zum ,teil verborgen blieb1 weil die ,geistlichkeit davor stand1 und die ganze ,masse strzt sich in einen andern ,weltteil1 dorthin1 wo die erlschende arabische ,kultur danach strebt1 ihr ihre ,flamme zu bergeben3 ganz ,europa streift in ,asien herum4 ,sind wir nicht berechtigt1 uns zu wundern6 ,gewhnlich ist es irgendein ,fremder1 der aus einem kultivierten ,lande kommt und die ,aufklrung und die ersten ,kenntnisse in ein unbekanntes ,land trgt1 er bringt den ,wilden allmhlich eine gewisse ,bildung bei -- doch dieser ,proze vollzieht sich langsam und ungleichmig4 ,hier dagegen sehen wir das ,gegenteil2 hier kommt das ,volk als ganze ,masse1 um sich die ,bildung zu holen1 und obgleich es lange im fremden ,lande verweilt1 verschmilzt es nicht mit seinen ,lehrern1 nimmt weder deren ,luxus noch deren ,laster an1 bewahrt seine ,ursprnglichkeit und kehrt auch nach ,aneignung vieler asiatischer ,gebruche nicht als ,asiate sondern als ,europer nach ,europa zurck4 ,ich will mich gar nicht einmal ber die anderen ,folgen1 wie z4 ,b4 die ,vernderungen in der feudalen ,verwaltung und ,regierung auslassen1 die ohne andauernde ,entfernung vieler krftiger ,mnner aus dem ,lande nicht mglich gewesen wren4 ,aber werfen wir einen ,blick auf die anderen ,ereignisse1 die die mittelalterliche ,geschichte ausfllen4 ,wenn sie auch im ,vergleich mit den ,kreuzzgen nur ,erscheinungen zweiten ,ranges sind1 so sind sie doch nichtsdestoweniger von wunderbarem ,reiz und verleihen dem ,mittelalter einen gewissen phantastischen ,glanz -- sie sind ein ,produkt einer herrlichen ,jugend1 die noch von ganz groen und starken ,hoffnungen erfllt ist1 einer unvernnftigen ,jugend vielleicht1 die aber auch in ihrer ,unvernunft etwas ,bezauberndes hat4 ,wir wollen die ,begebenheiten in chronologischer ,reihenfolge betrachten4 ,beginnen wir mit jener glanzvollen ,zeit1 als die ,araber -- diese ,zierde der morgenlndischen ,vlker -- auf dem ,schauplatz erschienen4 ,sie verdanken ihre ganze glorreiche ,existenz einem einzigen ,menschen und der von ihm gestifteten ,religion1 einer ,religion1 so reich wie die ,nchte und ,abende des ,orients1 so ppig wie die ,natur an den ,ufern des ,indischen ,ozeans1 so erhaben und grblerisch1 wie nur die gewaltigen ,wsten ,asiens sie hervorbringen konnte4 ,mit unerhrter ,schnelligkeit errichten diese braunen ,turbantrger ihre ,kalifate an drei verschiedenen ,enden des ,mittellndischen ,meeres4 ,ihre ,phantasie1 ihr ,geist und alle ihre ,fhigkeiten1 mit denen die ,natur die ,araber so reichlich beschenkte1 entwickeln sich vor den ,augen des erstaunten ,okzidents und prgen sich in verschwenderischer ,flle in ihren ,palsten1 ,moscheen1 ,grten1 und ,fontnen aus1 und zwar ebenso pltzlich wie in ihren ,mrchen1 die nur so von ,perlen und ,edelsteinen orientalischer ,poesie strotzen4 ,noch ein ,jahrhundert1 und schon ist es verschwunden1 dieses auergewhnliche ,volk1 so da wir uns staunend fragen3 hat es wirklich gelebt und existiert oder war es nur eine ,schpfung unserer ,phantasie8 ,wie wunderbar und voll von ,widersprchen ist ferner das ,erscheinen der ,normannen1 dieses ,volkes1 das der zrnende ,norden wtend aus seinen ,eisfeldern hervorschleuderte6 ,eine ,handvoll khner ,mnner1 denen der dstre ,odin und die ,schneeberge ,skandinaviens auf den ,fersen zu folgen scheinen1 breiten panischen ,schrecken ber ganze gewaltige ,staaten und ,reiche aus4 ,gefhrt von ihren ,knigen1 kommen ihre beweglichen ,knigreiche auf dem nrdlichen ,eismeer dahergeschwommen und alles sinkt nieder vor diesen wenigen1 im ,strom1 im ,wellengang1 in der furchtbaren ,armut ,skandinaviens und ihrer wilden ,religion gesthlten ,fremdlingen4 ,auch die gewaltigen ,eroberungszge und die weite ,verbreitung der mongolischen ,vlker war beinah etwas bernatrliches4 ,die inneren grenzenlosen ,gefilde ,asiens1 bis dahin den ,augen aller ,vlker verborgen1 leuchteten pltzlich in schrecklicher ,majestt auf1 diese endlosen ,steppen1 ,seen und ungeheuren ,wsten1 wo sich alles in einer unermelichen ,breite und in unendlichen ,ebenen verluft1 wo der gewaltige ,flchenraum durch das vereinzelte ,auftreten von ,menschen nur noch riesenhafter und elementarer wirkt4 ,diese ,steppen1 die von baumhohem ,gras oder flutenden ,kornfeldern bedeckt sind1 die keines ,menschen ,hand je geset und geschnitten hat1 diese ,steppen1 wo ,rinder und ,roherden weiden1 die von ,urzeiten her noch niemand gezhlt hatte und deren wahre ,anzahl selbst ihren ,besitzern unbekannt blieb1 diese ,steppen erblickten eines ,tags einen ,tschingis-,chan1 der angesichts seiner kleinen1 schlitzugigen1 plattnasigen und breitschulterigen ,mongolen das ,gelbde ablegte3 die ,welt zu erobern -- und das menschenreiche ,peking wird im ,lauf eines ,monats ein ,raub der ,flammen1 ein ,millionenvolk wird von mongolischen ,pfeilen niedergestreckt1 und der ,knig der ,tungusen geht mit ,hunderttausenden seiner ,untertanen auf einem festgefrorenen ,see zugrunde1 die ,rinderherden werden bis an die ,grenzen ,indiens getrieben1 und ganze ,scharen von ,roherden irren an den ,ufern der ,wolga herum4 ,mit einem ,worte3 es ist1 als ob sich in diesen ,eroberungszgen die ganze ungeheure ,gre ,asiens spiegelte4 ,eine so rapide berflutung hat weder die alte noch die neue ,geschichte je gesehen4 ,ich will hier nicht von dem bedeutenden ,handelszentrum ,venedig reden1 diesem kleinen ,fleckchen ,erde1 das von einer einzigen ,stadt eingenommen wurde2 eine ,stadt1 eine einzige ,stadt1 die keinem ,reich angehrte1 prete der ganzen ,welt ihr ,gold aus1 und ihre kniglichen ,kaufleute bertrafen mit ihren ,schiffen1 die stolz alle ,meere durchkreuzten1 mit ihren ,palsten am ,adriatischen ,meere den ,ruhm so manches ,monarchen4 ,diese ,erscheinung halte ich nicht fr auergewhnlich und einzig dastehend4 ,sie wiederholt sich hufig in der ,geschichte1 wenn auch mit ,abweichungen und in mancherlei anderer ,form4 ,unvergleichlich viel origineller ist das ,leben in ,europa whrend der ,kreuzzge und nach ihnen1 in jener ,zeit1 wo die ,grenzen der ,staaten noch unklar und unbestimmt waren2 wo der ,knigstitel noch ein ,name ohne viel ,bedeutung war und wo es noch ,millionen von ,grundbesitzern gab1 die in ihren ,lndern wie kleine ,selbstherrscher regierten1 wo ganz ,europa von uneinnehmbaren ,schlssern mit ,trmen und ,zinnen und von trotzigen ,festungen berset war1 wo sich die ,kraft der ,ritter durch den bestndigen ,kampf und die ewigen ,fehden ins bermenschliche1 ,lwenhafte steigerte1 als sie sich vom ,kopf bis zu den ,fen in ,eisen hllten1 dessen ,last trugen1 die vordem kein ,mensch htte heben knnen1 und wo ,stolz und ,trotz sich zu einem rohen ,unabhngigkeitsgefhl entwickelte4 ,man sollte glauben1 dieser rohe ,mut htte die ,seele abhrten und erstarren lassen und sie ebenso gefhllos machen mssen1 wie ihre undurchdringlichen ,panzer4 ,aber wunderbarerweise wurden diese wilden ,mnner gezhmt und gebndigt durch eine ,erscheinung1 die in schroffstem ,widerspruch zu ihren ,sitten stand3 durch die allgemeine und grenzenlose ,verehrung der ,frauen4 ,die ,frau wird im ,mittelalter zur ,gottheit2 ihr zuliebe werden ,turniere veranstaltet und ,lanzen zerbrochen1 ihr rotes oder blaues ,band flattert am ,helm oder ,panzer und flt bernatrliche ,krfte ein2 um ihretwillen bezwingt auch der wildeste ,ritter seine ,leidenschaften und bndigt sie machtvoll wie seinen arabischen ,hengst2 ihr zuliebe legt er sich wundersame ,gelbde auf1 die an ,strenge und ,hrte gegen sich selbst nicht ihresgleichen haben1 und dies alles nur um der hohen ,wrde teilhaftig zu werden1 vor seiner ,gottheit in die ,knie sinken zu drfen4 ,noch bewunderungswrdiger aber als diese begeisterte ,liebe ist ihre ,wirkung auf die ,sitten4 ,die ,vornehmheit der europischen ,gesinnung ist die ,folge dieser ,liebe4 ,das ,wanderleben1 das jedem einzelnen ,tausende von ,erfahrungen und ,abenteuern eintrug und ganz ,europa in eine bewegte auf und ab wogende ,hauptstadt verwandelte1 hat spter in den ,europern den ,durst nach ,entdeckung neuer ,welten rege gemacht4 ,die immerwhrenden ,fehden und ,kriege1 die stndige ,unsicherheit der ,lebensverhltnisse1 haben nicht etwa wie das gewhnlich in den ,geschichtsperioden zu geschehen pflegt1 in denen der ,luxus die ,wunden sittlicher ,gebreste der ,vlker zerfrit1 wo die ,unersttlichkeit des persnlichen ,vorteils1 ,gemeinheit1 ,schmeichelei und die ,sucht nach verfeinerten ,lastern hervorruft1 den allgemeinen ,geisteszustand und die ,spannkraft der ,europer geschwcht1 nein1 sie haben sie noch gesthlt und entwickelt4 ,die ,laster der kultivierten ,vlker wagten es nicht1 den europischen ,ritterstand anzutasten4 ,fast scheint es1 als htte die ,vorsehung ununterbrochen ber ihn gewacht und ihn mit der ,sorgfalt eines treuen ,erziehers unablssig behtet und geschtzt4 ,zugleich mit dem ,aufkommen des neuen ,luxus und ,lebenskomforts1 der durch ,venedig und die ,hansa in ,europa eingefhrt wurde und die ,ritter immer mehr ihren ,gelbden und ihrem strengen ,leben entfremdete1 ihre ,genusucht schrte und ihren religisen ,enthusiasmus schwchte1 begannen sich merkwrdige ,verbnde1 wie man sie nie vorher gekannt hatte1 zu bilden1 die als strenge ,richter1 als unerbittliches ,gewissen ber die ,vlker ,europas wachten4 ,nie wei die ,geschichte von ,gesellschaften zu berichten1 die untereinander mit so unlsbaren ,banden verknpft waren1 wie diese geistlichen ,ritterorden4 ,jede ,ttigkeit um des eigenen ,vorteils oder der eigenen ,existenz willen1 die doch sonst immer der ,zweck aller ,verbnde ist1 lag ihnen fern4 ,allem entsagen1 was dem einzelnen wnschenswert ist1 und nur fr die ganze ,menschheit leben2 -- als strenge ,hter der ,welt leben1 allein zum ,schutz des christlichen ,glaubens -- sich ihm allein widmen1 ihm alles zum ,opfer bringen und alles von sich werfen1 was im entferntesten dem eigenen ,vorteile dient -- ist das nicht eine wunderbare ,erscheinung6 ,nur aus dem ,mittelalter konnte solch eine ,kraft und solche ,energie entspringen4 ,kaum aber fingen die ,ritterorden an1 von ihren ursprnglichen ,zielen abzuweichen und ihre ,augen auf andere ,zwecke zu lenken1 angelockt durch die ,habsucht und die ,beutegier1 da lieen sie ppigkeit und ,luxus immer mehr ,gefallen am persnlichen ,leben finden1 und so wurden sie denen immer hnlicher1 deren berwachung sie sich selbst zur ,aufgabe gemacht hatten1 und es entstehen die furchtbaren unerbittlichen ,femgerichte1 die unabwendbar waren1 wie die gttlichen ,anordnungen1 und nicht mehr die ,zge des ,gewissens gegenber der leichtsinnigen ,welt trugen1 sondern eine furchtbare und grausige ,darstellung des ,todes und des ,gerichtes bildeten4 ,keine ,macht1 kein ,landbesitz1 ja1 selbst nicht die ,krone auf dem ,haupt konnte ihre ,urteilsprche abwenden oder mildern4 ,unbekannt und unsichtbar wie das ,schicksal1 irgendwo im ,waldesdickicht1 in tiefen1 feuchten unterirdischen ,gewlben wogen und prften diese ,richter das ganze ,leben und das ,vergehen dessen1 der inmitten seiner unermelichen ,lndereien1 im ,kreise seiner nach ,hunderten zhlenden ergebenen ,vasallen sich's nicht einmal trumen lie1 da es auf der ,welt eine hhere ,macht geben knnte als die seine4 ,wenn diese unterirdischen ,richter einmal den ,urteilsspruch gefllt hatten1 -- dann war alles verloren4 ,vergebens versuchten es die ,herrscher mit ihrer drohenden ,macht1 die ,annherung an ihre ,person zu erschweren1 umsonst schlo ihr ,gold die ,lippen und zwang alle1 ihr ,lob zu singen -- der unerbittliche ,dolch erreichte sie am ,ende der ,welt1 stahl sich durch die glnzende ,schar ihrer ,hflinge und traf sie hinterrcks an der ,seite ihrer ,freunde4 ,mutet es uns nicht wie ein fast mrchenhaftes ,wunder an6 ,nur da sind die ,handlungen eines ,menschen so unabwendlich1 so bernatrlich1 so ungewhnlich1 wo er auerhalb der ,gesellschaft steht1 jedes ,schutzes einer gesetzlichen ,macht entbehrt und nicht wei1 was das ,wort ,unmglichkeit bedeutet4 ,auch die ganze ,art der ,ttigkeit1 wie sie in der ,mitte und am ,ende des ,mittelalters herrschte -- dieses allgemeine ,streben nach der geheimnisvollen ,wissenschaft1 dieser ,wunsch nach ,erkenntnis und ,erforschung der rtselhaften ,naturkrfte1 diese ,unersttlichkeit1 mit der sich alle der ,zauberei und der ,magie hingeben1 in alledem grt und brodelt jene europische ,neugierde1 ohne die die ,wissenschaft sich nie so entwickelt und die jetzige ,vollkommenheit erreicht htte4 ,selbst der naive ,geisterglaube und die ,beschuldigung des ,umgangs mit ,geistern haben fr uns ein ganz besonderes ,interesse4 ,die ,beschftigung mit der ,alchimie1 der ,krone mittelalterlicher ,gelehrsamkeit1 der ,schlssel alles ,wissens1 entsprang dem kindlichen ,wunsch1 das vollkommene ,metall zu entdecken1 das dem ,menschen die ,macht ber alles verleihen sollte4 ,man stelle sich nur ein kleines deutsches ,stdtchen im ,mittelalter vor3 diese schmalen1 unregelmigen ,straen1 diese hohen1 bunten1 gotischen ,bauten und dazwischen ein uraltes bauflliges ,huschen1 das allgemein fr unbewohnt gilt und auf dessen von ,rissen durchzogenen ,mauern ,moos und ,alter ihre ,wohnsttte aufgeschlagen haben2 diese zugenagelten ,fenster -- das ist die ,behausung des ,alchemisten4 ,nichts lt auf die ,gegenwart eines lebenden ,wesens schlieen -- aber in dunkler ,nacht steigt ein blulicher ,rauch aus dem ,schornstein auf und verrt das unermdliche ,wachen des ,greises1 der ber seinem ,problem grau ward1 aber die ,hoffnung noch immer nicht sinken lassen will -- scheu schleicht der fromme1 mittelalterliche ,handwerker an dieser ,sttte vorbei1 wo seiner ,meinung nach ,geister ihr ,heim aufgeschlagen haben1 in ,wahrheit aber wirkt dort an ,stelle der ,geister der ewige ,wunsch und der unberwindliche ,wissensdrang1 der nur von sich selbst lebt1 sich stets von neuem an sich selbst entzndet und selbst durch ,mierfolge noch mchtiger angefacht wird -- dieses ,urelement des ganzen europischen ,geistes -- das von der ,inquisition1 die bis in die tiefsten ,grnde der menschlichen ,gedanken eindrang1 vergeblich verfolgt wird2 aber er reit sich immer wieder los und er gibt sich trotz ,furcht und ,schrecken nur noch mit grerem ,genu seinem ,studium hin4 ,und die ,inquisition6 ,welch dstere1 furchtbare ,erscheinung6 ,diese grausige1 blinde ,inquisition1 die ber unzhlige ,gewlbe und unterirdische ,klster gebot1 die an nichts anderes glaubte als an ihre furchtbaren ,folterwerkzeuge1 in deren ,erfindung der ,mensch einen geradezu hllischen ,scharfsinn an den ,tag legte4 ,diese ,inquisition1 die unter der ,mnchskutte ihre eisernen ,krallen hervorstreckte und alle ohne ,unterschied ergriff1 die einer seltsamen oder ungewhnlichen ,beschftigung nachgingen1 sie liefert wieder einen ,beweis fr die groe ,wahrheit1 da1 wenn auch die physische ,natur des ,menschen durch ,qualen dazu gezwungen wird1 die ,stimme der ,seele zum ,schweigen zu bringen1 doch in der groen ,masse der ganzen ,menschheit der ,geist noch immer ber den ,krper triumphiert hat4 ,sind das nicht alles ganz einzigartige ,erscheinungen8 ,geben sie uns nicht das ,recht1 das ,mittelalter eine wunderbare ,epoche zu nennen8 ,das ,wunderbare bricht sich hier bei jedem ,schritte ,bahn und gewinnt whrend dieser jugendlichen zehn ,jahrhunderte die ,herrschaft ber alles6 ,ich nenne sie jugendlich1 weil in ihnen alles ,junge lebendig ist3 alles1 was ,mut1 ,leidenschaft1 ,begeisterung atmet1 was nicht an die ,folgen denkt1 nie die kalte ,berechnung zur ,hilfe ruft und noch keine ,vergangenheit besitzt1 auf die es zurckblicken knnte4 ,alles am ,mittelalter -- ist ,poesie und ,willkr6 ,man merkt sofort den ,umschwung1 wenn man das ,gebiet der neuen ,geschichte betritt4 ,der ,unterschied ist zu auffallend2 und unser ,seelenzustand gleicht dann den ,meereswellen1 die sich anfnglich in ,bergen und ,tlern aufbumen und senken1 um gleich darauf wieder als unendliche ,flche still und ruhig dahinzuflieen4 ,im ,mittelalter erscheinen die einzelnen ,handlungen und ,taten der ,menschen ganz unberlegt1 die wichtigsten ,ereignisse widersprechen einander in jeder ,beziehung und bilden groe ,kontraste4 ,fassen wir sie jedoch alle zu einem ,ganzen zusammen -- so erkennen wir die bewunderungswrdige ,weisheit1 die darin waltet6 ,wenn man das ,leben des einzelnen ,menschen mit dem ,leben der ,menschheit vergleichen knnte1 so mte man das ,mittelalter die ,schulzeit des ,menschen nennen4 ,da flossen seine ,tage fast unbemerkt von der ,welt dahin1 seine ,taten sind noch nicht so kraftvoll und reif1 wie dies fr die ,welt erforderlich ist1 und niemand erfhrt etwas von ihnen4 ,dafr aber entspringen alle seine ,handlungen einer triebartigen ,leidenschaft und enthllen mit einem ,schlage alle inneren ,regungen der ,menschen2 ohne sie wre auch seine sptere ,wirksamkeit in der ,gesellschaft unmglich4 ,sehen wir ferner zu1 welch ungeheure ,ereignisse das ,mittelalter umrahmen3 das groe ,kaiserreich1 das die ganze ,welt beherrschte1 eine zwlf ,jahrhundert alte ,nation1 geht an ,erschpfung und ,gebrechlichkeit zugrunde1 und mit ihr versinkt die halbe ,welt1 strzt das ganze ,altertum mit seiner halbheidnischen ,denkungsart1 seinen geschmacklosen ,schriftstellern1 seinen ,gladiatoren1 ,statuen1 seinem berladenen ,luxus und seinen raffinierten ,lastern zusammen4 ,dies ist der ,anfang des ,mittelalters1 und sein ,abschlu wird durch ein ungeheures ,ereignis gekennzeichnet1 eine allgemeine ,explosion1 die alles in die ,luft sprengte und alle jene furchtbaren ,gewalten1 die bis dahin die ,welt so despotisch umklammerten1 vernichtete4 ,die ,macht der ,ppste wird erschttert und fllt zusammen1 und ebenso geht es mit der ,unwissenheit und ,unkultur4 ,die ,schtze und der ,welthandel ,venedigs werden unterminiert1 und wenn das allgemeine ,chaos nach dieser groen ,umwlzung sich klrt und entwirrt1 erscheint folgendes ,bild vor den erstaunten ,augen der ,nachwelt3 ,knige1 die ihr ,zepter mit krftiger ,hand festhalten2 ,schiffe1 die mit mchtig geblhten ,segeln das ,mittelmeer durchschneiden und die ,wogen des unendlichen ,ozeans befahren2 statt des ohnmchtigen ,schwerts hlt der ,europer die ,feuerwaffe in den ,hnden2 gedruckte ,bogen fliegen von einem ,ende der ,welt zum andern3 und das alles ist ein ,ergebnis des ,mittelalters4 ,der ungeheure ,druck der ,mchtigen und die unertrgliche ,knechtung des ,volks waren scheinbar nur dazu da1 um den allgemeinen ,ausbruch hervorzurufen4 ,nur indem die menschliche ,vernunft all ihre ,krfte zusammennahm1 konnte sie die harte ,rinde1 die sie umgab1 durchbrechen4 ,vielleicht hat auch nur daher kein ,jahrhundert so viele riesengroe ,erfindungen aufzuweisen1 wie das fnfzehnte1 das das ,mittelalter in so glnzender ,weise beschliet3 diese gewaltige ,zeit1 die an einen mchtigen1 majesttischen gotischen ,dom erinnert1 finster und dunkel wie die sich durchkreuzenden ,gewlbe1 bunt wie seine vielfarbigen ,fenster und die ,menge des ihn schmckenden ,zierates1 und erhaben und voller ,leidenschaft1 wie die zum ,himmel strebenden ,mauern und ,trme1 die in eine in den ,wolken verschwindende ,spitze auslaufen4 ,,iii ,ein ,kapitel aus einem historischen ,roman#a ,funote #a3 ,dieser ,abschnitt ist dem ,roman ,der ,hetman entnommen1 dessen erster ,teil vom ,autor verbrannt wurde1 weil er ihn nicht befriedigte4 ,wir bringen an dieser ,stelle die zwei einzigen ,kapitel1 die berhaupt im ,druck erschienen sind4 ,unterdessen berschritt unser ,abgesandter die ,grenze1 die heute den ,pirjatinsker ,kreis von dem ,lublinschen ,kreise trennt4 ,damals gab es in ,kleinruland noch keine allgemeine ,landstraen1 dafr aber kannte ein jeder irgendeinen kleinen ,weg1 der nach seiner ,meinung der allerkrzeste war4 ,diese ,wege waren meistens recht uneben1 liefen zwischen ,grben dahin oder an einer ,bschung entlang1 berschritten eine ,schlucht1 und nur die von den ,pferdehufen hinterlassenen ,spuren bezeichneten ihre ,richtung4 ,man brauchte nur eine ,reise anzutreten1 um sogleich mit jedem ,nachtlager vorliebnehmen zu mssen4 ,die grte ,unbequemlichkeit fr den ,reisenden1 der mit der ,gegend unbekannt war1 bestand aber darin1 da er sich im ,umkreise von #be bis #cj ,schuweiten bei den ,bewohnern nach dem ,wege erkundigen mute und da die ,aussagen sich fast immer widersprachen4 ,unser ,reiter ritt in ,gedanken versunken dahin1 hielt die ,zgel nur schlaff in ,hnden und lie den ,kopf hngen1 bisweilen nur stolperte das feurige ,ro1 sein treuer ,kamerad1 ber ,erdhgel und ,baumstmpfe und ri ihn aus seinen ,trumereien1 die sich aber bald wieder wie eine ,perlenschnur um sein ,haupt schlangen4 ,zum erstenmal hatte er solch einen ,auftrag auszufhren4 ,er war hinausgesandt in die weiten ,steppen der ,ukraine6 ,gott allein nur wute1 wohin ihn der ,weg fhren wrde6 ,wer war nur dieser ,gletschik8 444 ,und was hatte ,kasimir mit dem ,anfhrer einer ,bande1 der sich ,oberst des ,mirgorodschen ,regiments nannte1 zu tun8 444 ,man hatte ihm keine gengenden ,erklrungen gegeben1 weder ber seinen ,charakter1 noch seine ,strke1 noch darber1 was fr ,beziehungen er hatte1 noch auch zu wem 444 ,wozu also diese ,vorsicht1 die man im ,gesprch mit ihm beobachten sollte8 ,warum sollte er so weit reiten -- nur um ihm ,nachricht von den ,ereignissen zu bringen1 die ,warschau so beunruhigten8 ,welchen ,nutzen htte auch ein so weit entfernter ,verbndeter bringen knnen8 ,er schalt innerlich auf sich selbst1 weil er ,brigitte nicht genauer nach allem ausgefragt hatte2 ihr waren sicherlich die ,grnde fr diese merkwrdige ,botschaft mehr oder weniger bekannt4 ,die ,sonne nahm langsam ,abschied von der ,erde4 ,malerische ,wolken1 deren ,rnder von feurigen ,strahlen vergoldet wurden1 zogen1 fortwhrend ihre ,gestalt ndernd und sich wieder auflsend1 am ,himmel hin4 ,die ,dmmerung breitete mrrisch einen grauen ,nebel ber alles und schlo die ,lden vor den ,fenstern1 aus denen noch soeben ein ,licht auf ,gottes ,welt gefallen war4 ,nach einem langen ,ritt durch die ,steppe gelangte unser ,reisender in einen ,wald4 ,die vom ,herbst unbarmherzig ihres grnen ,laubes beraubten ,bume erinnerten an ein groes ,sieb und schienen in der nchtlichen ,khle zu zittern4 ,gelbe ,bltter lagen unordentlich am ,boden wie ,speisereste und zerbrochene ,scherben nach einem ,gelage1 und nur ihr ,rascheln unter den ,hufen des ,rosses lie die ,gegenwart unseres ,reiters erkennen4 ,zwischen den kahlen ,wipfeln der ,bume lugte der dunkle ,himmel hervor4 ,ein scharfer ,wind erhob sich im ,felde und entsandte trbselige ,seufzer bis in das ,waldesdickicht4 ,unwillkrlich stutzte der ,reiter und hemmte unschlssig sein ,ro2 was sollte er beginnen1 der ,weg war vollkommen verschwunden1 und vor ihm lag nichts wie dichter ,wald und das ,ungewisse2 da drang pltzlich ein lautes ,zop1 zop an sein ,ohr1 ein schwer beladener ,wagen kam knarrend dahergefahren1 und ein paar ,stiere tauchten hinter den ,bumen auf4 ,man mu sich in die ,lage unseres ,reisenden hineinversetzen1 um seine ,freude ber eine solche ,begegnung zu verstehen4 ,in diesem ,augenblick erschien auch der ,mond am ,himmel4 ,ein silbernes ,licht1 von furchtsamen ,schatten der ,bume durchkreuzt1 fiel wie ein ,gitter auf die ,erde1 erleuchtete weithin die ,umgegend1 und ,laptschinsky sah einen krftigen ltlichen ,bauer vor sich4 ,der graue herabhngende ,schnurrbart sa ihm stolz in dem gebrunten1 scharf geschnittenen1 muskulsen ,gesicht1 und ein ,zug asiatischer ,sorglosigkeit lag gutmtig darber4 ,durch die schwarzen ,brauen zog sich schon manch silbernes ,fdchen hindurch2 die kleinen braunen ,augen sprhten ,feuer1 und zuweilen leuchtete etwas wie ,schlauheit oder ,treuherzigkeit daraus hervor4 ,er hatte eine schwarze ,kosakenmtze mit einem blauen ,dach auf dem ,kopfe4 ,ein kurzer ,pelz ohne ,tuchberzug diente ihm als undurchdringlicher ,schutz gegen die ,klte und wurde von einem hellen1 farbigen ,grtel festgehalten4 ,zum berflu hatte er sich noch einen gewhnlichen ,mantel aus dickem1 schmutziggrauem ,stoff bergeworfen1 wie ihn noch heute die kleinrussischen ,bauern tragen4 ,im ,grtel staken eine ,flinte und ein krummer tatarischer ,sbel1 -- denn in jenen unruhigen ,zeiten hielt jeder ,kosak -- ob ,krieger oder ,bauer1 es fr unumgnglich notwendig1 immer eine ,waffe bei sich zu tragen4 ,gott helf6 sagte er1 hielt seine ,stiere an und entblte zum ,zeichen der ,hochachtung1 die die einfachen ,bauern zu jener ,zeit noch den ,kriegern zu erweisen pflegten1 seinen ,kopf1 der nur noch ganz oben mit einem ,haarbschel geschmckt war4 ,hier mssen wir uns erinnern1 da ,laptschinsky gezwungen gewesen war1 sein schmuckes ,kostm mit der bescheidenen ,kleidung eines ,kosakenfhrers zu vertauschen1 um allen ,unannehmlichkeiten aus dem ,wege zu gehen1 die er sich seitens der ,einwohner zugezogen htte1 weil diese alles haten1 was den ,namen ,pole trug oder auch nur zu ihnen gehrte4 ,unser ,reiter dankte mit einem leichten ,nicken des ,kopfes fr den ,gru4 ,weit du nicht1 ,landsmann1 ob es von hier noch weit bis zur ,ramodanowschen ,landstrae ist8 fragte er mit freundlicher ,miene4 ,das kann ich nicht so ohne weiteres sagen1 ,euer ,gnaden1 warten ,sie mal6 ,und er begann zu rechnen1 was man aus den mechanisch zusammengedrckten ,fingern entnehmen konnte4 ,bis zur ,ramodanowstrae8 444 ,wie soll ich ,euch sagen8 444 sie ist nicht gerade sehr nahe4 ,ich mu gestehen1 da unsere ,kosaken ein wenig ,angst gekriegt haben3 jemand hat das ,gercht verbreitet1 da die ganze polnische ,schlachta uns an der ,ssula einen ,besuch abstatten wolle4 ,in ihrem blinden ,eifer haben sie alle ,brcken zerstrt1 da werden ,euer ,gnaden vielleicht einen groen ,umweg machen mssen4 brigens1 der ,himmel mag's wissen1 ich wiederhole nur1 was die anderen sagen 444 es kann ja auch sein1 da ,ihr einen krzeren ,weg findet 444 aber ,sie wissen1 jetzt ist es ,herbst 444 da kann es auch recht weit werden 444 ,aber wenn man recht bedenkt1 so scheint es doch wieder viel nher4 ,ja1 es wre eine andere ,sache1 wenn es ,wegweiser gbe1 wie ,euer ,gnaden sie gewi auf den ,straen in ,polen gefunden haben1 wenn ,sie dort gewesen sind4 ,man mu sich nicht ber die ,widersprche1 die den ,monolog unsers ,landmanns auszeichneten1 wundern4 ,abgesehen von der tatschlichen ,unkenntnis1 liebten es die ,kleinrussen stets1 auch an den allerbekanntesten ,dingen zu zweifeln4 ,ein ,kleinrusse wird euch auch noch heutzutage nie eine kurze1 klare ,antwort geben1 er wird sich erst zehnmal verbessern und manchesmal seinen ,partner mit ,absicht so in ,verwirrung bringen1 da jener zu seinem ,staunen erfahren wird1 da es bis zu einem bestimmten ,ort sehr weit und zugleich sehr nahe ist4 ,in welcher ,richtung mu ich denn nun aber weiterreiten8 fragte unser ,reisender und blickte prfend auf seinen ,lehrmeister4 ,unser ,bauer sah sich den ,mann von ,kopf bis zu ,fue an4 ,euer ,gnaden wollen jetzt gleich weiterreiten8 ,und warum nicht8 ,gott bewahre6 jetzt wrde sogar unsereiner1 d4 h4 ein ,hiesiger1 sich's sehr berlegen1 ehe er weiterreiten wrde4 ,weit du1 ,mosjpane1 wir brauchen ja nur noch eine kleine ,weile zu fahren1 -- nicht lnger als ein tchtiger ,bauer dazu braucht1 eine halbe ,fuhre ,getreide zu zermahlen1 dann hren wir schon die ,hunde auf meinem ,hofe bellen4 ,es ist immer besser1 in einer warmen ,htte zu schlafen -- morgen magst du dann mit ,gott weiterreiten4 ,diesen ,vorschlag konnte unser ,reisender nicht von der ,hand weisen1 ja es schien fast1 als ob er ihn erwartet htte4 ,und wohin fhrt ,sie der ,weg1 ,mosjpane8 fragte der ,bauer unterwegs seinen zuknftigen ,gast4 ,ich reise weit1 bis an das andere ,ufer der ,worskla zu dem ,mirgoroder ,oberst1 ,gletschik4 ,hr' mal1 ,landsmann1 kennst du ihn vielleicht8 ,wie sollte ich diesen alten ,hund nicht kennen6 ,und woher kommt ihr8 ,aus dem groen ,lager bei ,lochwitza4 ,wie kommt denn das1 ,euer ,gnaden2 wir haben doch gar nicht gehrt1 da bei ,lochwitza ein ,lager aufgeschlagen ist4 ,hierbei durchbohrte er den ,fremden mit seinen ,augen1 als wolle er ihn auf ,herz und ,nieren prfen4 ,ja1 natrlich1 wie soll ein ,bauer etwas von ,kriegssachen verstehen2 es sind noch keine ,gerchte bis in unsere ,einde gedrungen4 ,unser ,gesandter stutzte und berlegte sich's1 da man auch im ,gesprch mit einem simplen ,bauer die ,vorsicht nicht auer acht lassen drfe1 dachte eine ,weile nach und fuhr dann fort3 ,sieh mal ,landsmann1 mit ,bestimmtheit kann ich es dir freilich nicht sagen4 ,ich selbst bin nicht im ,lager gewesen1 aber der ,saporoger ,hauptmann1 ,schljaiko1 dem ich bei ,lochwitza begegnet bin1 hat mir einen ,brief an den ,mirgoroder ,oberst mitgegeben1 als er vernahm1 da ich nach jener ,gegend reite4 ,er jagte dahin wie ein ,verrckter1 trotz aller ,fragen konnte ich nichts ,zuverlssiges erfahren 444 ,ich war erst vor kurzem aus ,warschau zurckgekehrt 444 ,sieh mal1 mglicherweise hatte er ,grund1 mir zu mitrauen 444 d4 h4 444 er 444 nun ich glaube1 du verstehst mich4 ,was reden ,euer ,gnaden1 kann denn ein ,bauer verstehn1 was die ,herren untereinander sprechen6 ,bei ,gott1 nein1 wie soll unsereiner das verstehen4 ,unsere ,schdel sind ja ganz anders gebaut als die ,kpfe der ,herrn 444 wei der ,teufel1 was das ist6 444 sie haben mehr hnlichkeit mit einem ,kohlkopf als mit einem ,menschenkopf 444 ,oh1 du bist mir ein ,schlauer6 dachte ,laptschinsky und nahm sich vor1 seine ,worte so bedchtig wie mglich zu setzen4 ,er ritt die ganze ,zeit im ,schritt und pate den leichten ,gang seines stolzen ,rosses den langsamen ,schritten der schwerflligen ,stiere an1 denen der ,bauer mit phlegmatischer ,wrde1 den ,stock schwenkend und seine ,pfeife rauchend1 voranschritt4 ,der ,rauch hllte sein braunes ,gesicht wie in eine ,wolke ein2 zuweilen1 wenn es von der aufflackernden ,flamme beleuchtet wurde1 erinnerte es an einen ,vampir1 der hie und da aus dem undurchdringlichen ,sumpfnebel auftauchte und von dem ein wundersamer ,funkenstrom ausging4 ,dies veranlate ,laptschinsky1 ihm immer wieder in die ,augen zu sehen1 um sich zu vergewissern1 ob es wirklich noch derselbe ,mann sei1 den er soeben getroffen hatte4 ,aber unser ,bauer verscheuchte selbst alle ,zweifel und lie seinem ,gast keinen ,augenblick ,zeit zum ,grbeln4 ,haben ,euer ,gnaden schon von solch einem ,wunder gehrt8 fragte er1 ohne die ,pfeife aus dem ,munde zu nehmen2 siehst du dort im ,dunkeln weit vor uns die ,tanne8 ,zu seinem groen ,erstaunen sah der ,reisende wirklich eine ,tanne4 ,wie hatte die ihren ,weg hierher gefunden8 denn hier zu ,lande1 d4 h4 in ,kleinruland1 htte das ,auge wohl selbst im ,umkreise von hundert ,werst keine dieser ,bewohnerinnen des ,nordens entdecken knnen4 ,unwillkrlich starrte er sie an3 sie allein schien sich inmitten dieser kahlen ,bume etwas wie ,leben erhalten zu haben4 ,aber konnte man das ,leben nennen8 ,es war eine ,mumie1 die man nur mit ,verwunderung unter nackten ,skeletten entdeckt1 und die allein der ,verwesung ,trotz geboten hatte4 ,man gewahrt an ihr dieselben ,zge und dieselbe herrliche menschliche ,form1 aber1 ,gott1 in welchem ,zustande6 ,ein unbeschreibliches1 unbegreifliches ,gefhl von ,wehmut und ,grauen erfat die ,seele beim ,anblick dieses elenden ,betruges1 durch den die geschftige ,kunst etwas dem ,leben hnliches zu ergreifen und festzuhalten versucht4 ,das ist noch kein groes ,wunder1 da da eine ,tanne steht4 ,wunderbar ist nur dieses3 ,jetzt wo wir miteinander plaudern1 sind es wohl fnfzig ,jahre her1 da hier1 wohl gar an diesem selben ,platze1 in prchtigen ,gemchern ein groer1 vornehmer ,herr hauste4 ,ob er nun ein ,woiwode1 ein ,hauptmann oder ein einfacher ,gutsbesitzer gewesen ist1 wei ich ,euch nicht zu sagen2 ich wei nur1 da er ,pole war und nicht unserer ,religion angehrte4 ,er lebte1 wie alle die unsaubern polnischen ,herren leben2 sein ,haus war von frh bis zum ,abend von ,wein und ,gesang erfllt1 ein ,zittern berlief jeden ehrlichen ,christenmenschen1 wenn er die ,schreie vernahm1 die aus dem ,walde drangen4 ,die ,gutsknechte ritten alle ,gehfte ab und plnderten deren arme ,bewohner4 ,aber mehr noch4 ,sie fingen bald an1 auch noch die heiligen ,kirchen zu plndern und zu bestehlen1 und trieben es so schlimm1 444 hol' sie der ,teufel1 ich mag gar nicht sagen1 was sie alles verbten4 ,man htte sie alle erschlagen sollen 444 ,euer ,gnaden 444 ,aber das ging nicht1 denn es waren ihrer vielleicht hundertfnfzig ,knechte1 und jeder war mit einer ,hellebarde1 einem ,luntengewehr und einer ganzen ,kriegsrstung bewaffnet4 ,da erbot sich ein ,kirchensnger1 -- wie er hie und aus welchem ,kirchspiel er stammte1 das wei ich bei ,gott nicht1 ,euer ,gnaden1 -- der also erbot sich1 in den ,wald zu gehen4 ,wenn es jetzt nicht ,nacht und der ,boden nicht mit ,blttern bedeckt wre1 knnte ich ,ihnen vielleicht noch die ,reste von diesem ,teufelsnest zeigen4 ,um diese ,zeit1 -- offenbar hatte ,gott es schon so bestimmt -- feierten sie gerade irgendeinen ihrer verfluchten ,feiertage4 ,der ,kirchensnger war aufs ,schlimmste gefat und sagte zu sich3 ,gott1 steh mir bei6 und schob sich mutig durch das ,tor1 das von dem sich drngenden ,volk versperrt wurde4 ,zimbeln und ,trommeln erschallten und drhnten wie bei einer ,hochzeit1 und die betrunkenen ,herren und ihre ,knappen tanzten einen wilden ,krakowiak4 ,als sie nun den ,kirchensnger erblickten1 ,euer ,gnaden1 da riefen sie alle3 ,was will der ,pope hier6 ,der ,herr aber sprach3 ,he1 ihr ,knappen1 schenkt dem ,popen etwas ,schnaps ein6 mag er doch mit uns braven ,christen einen ,krakowiak tanzen1 und helft ihm ordentlich mit dem ,stock auf die ,beine6 ,der ,snger fing nun1 offenbar des ,heiligen ,geistes voll1 an1 den ,ketzern ihre ,snden und ihr gottloses ,leben vorzuhalten1 ihnen die ,qualen des ,jenseits zu schildern und ihnen klarzumachen1 wie sie einmal in der ,hlle tanzen wrden1 dann aber nicht mehr freiwillig1 sondern angetrieben von den glhenden ,gabeln der ,teufel6 ,ah1 du willst uns hier auch noch was vorpredigen8 ,he1 ,knappen6 bringt den ,popen auf den ,chor und legt ihm eine ,binde um den ,hals1 damit er sich nicht erkltet6 ,da packten die ,knechte den unglcklichen ,snger und schleppten ihn mit unmenschlichem ,gelchter und ,gejohle zu der ,tanne1 an der uns unser ,weg vorbeifhrt4 ,seht1 ,euer ,gnaden1 das war nun eben die ,sache4 ,die ,tanne stand gerade vor dem ,hause und wie mit ,absicht unmittelbar vor dem ,fenster des herrschaftlichen ,schlafzimmers4 ,als nun die ,nacht alle verscheucht und der eine auf seiner ,latte1 der andere darunter lag1 kam es unserem ,herrn pltzlich so vor1 als ob etwas ,kaltes auf ihn heruntertropfe4 ,hol's der ,teufel1 dachte der ,herr1 was tropft denn da herunter8 ,er erhob sich von seinem ,lager und sah pltzlich1 wie die stachlichten ,tannenzweige die ,mauer durchdrangen und sich -- als wren sie lebendig1 -- immer weiter und weiter ausstreckten1 bis sie ihn erreicht hatten4 ,unser ,pan bekreuzigte sich vielleicht zum erstenmal in seinem ,leben1 als er sah1 da ,menschenblut von den ,zweigen herabtropfte4 ,erst war es kalt wie ,eis1 dann aber verbrannte es ihn so heftig1 da er aufsprang und zum ,fenster lief4 ,seine ,beine drohten ihm den ,dienst zu versagen1 als er hinausging4 ,die ,tanne war ganz blau wie eine ,leiche und sie nickte ihm frchterlich mit ihrem schwarzen1 sich hochaufbumenden ,barte zu4 ,anfnglich glaubte unser ,herr1 da ihm der ,wein in den ,kopf gestiegen wre2 in der folgenden ,nacht aber war es ebenso und das ganze ,hausgesinde wute wie aus einem ,munde zu erzhlen1 wie der ganze ,wald widerhallte von ,grabesliedern1 die schreckliche ,stimmen zu ,ehren der ,toten sngen1 so da einem ein ,schauder ber den ,rcken laufe und die ,haare zu ,berge stnden4 ,was taten sie nicht alles8 ,sie begruben den ,leib des ,sngers mit allen ,ehren1 dann wollten sie die ,tanne umhaun1 aber die ,axt konnte ihr nichts anhaben4 ,bei jedem ,schlag1 den das ,beil tat1 wurde es schartig1 der ,baum aber sthnte wie ein ungetauftes ,kind4 ,endlich entschlossen sie sich1 diesen verfluchten ,ort zu verlassen4 ,tag fr ,tag versammelte sich das ,gesinde1 sattelte die ,pferde1 lud alles ,hausgert auf und brach frhmorgens auf1 eh noch die ,teufel sich den ,sand aus den ,augen gerieben hatten1 sie ritten und ritten bis zum spten ,abend2 man knnte meinen1 sie mten wei ,gott wie weit gekommen sein -- doch nun schlagen sie ihr ,nachtlager auf1 und blicken um sich2 was sie sehen1 sind lauter bekannte ,dinge3 derselbe finstre ,wald1 dasselbe ,haus1 die verfluchte ,tanne2 sie streckt ihre ste aus1 wie ein ,paar ,arme1 ergreift den ,pan1 bergiet ihn mit ,blut und der schwarze zerwhlte ,bart nickt ihm unheimlich zu1 wie ehemals4 ,hier warf der ,erzhler seinem ,zuhrer einen herausfordernden ,blick zu1 seine funkelnden ,augen blitzten in der dunklen ,nacht noch heller1 und er stellte mit ,wohlgefallen den ,eindruck fest1 den seine ,erzhlung auf jenen gemacht hatte4 ,in der ,tat1 unser ,reisender konnte ein gewisses ,gefhl des ,schreckens nicht loswerden1 das sich heimlich in seine ,seele schlich1 und er sah sich unruhig um4 ,indessen kamen sie an der ,tanne vorber4 ,der silberne ,mondschein fiel gerade auf ihre traurigen ste1 ihre langen ,schatten1 die sich fast wie eine ,fortsetzung der ,zweige ausnahmen1 brachen sich an denen der anderen ,bume und legten sich wie eine unendliche ,leiter auf den ,erdboden4 ,nachdem der ,reiter vorbergeritten war1 wandte er seinen ,kopf noch einmal um4 ,sanft schaukelte der ,wind die ,wipfel der ,tanne1 da aber schien es ihm1 da ein bser ,geist von schrecklicher majesttischer ,gestalt ihm langsam folgte1 traurig mit dem schaurigen ,bart nickte und seine dunkelgrnen ,arme ausstreckte1 um ihn zu ergreifen4 ,nun1 und was geschah weiter8 fragte er den ,mann1 der pltzlich stumm geworden war1 und er versuchte es1 sich die ,angst nicht merken zu lassen1 die ihn unwillkrlich erfat hatte4 ,was8 ,nun dem ,herrn erging es schlecht2 er entlie sein ganzes ,gesinde und wurde ein ,einsiedler2 erst nachdem er zweiundfnfzig ,seelenmessen fr den verstorbenen ,kirchensnger gelesen hatte1 verschwand der ,spuk4 ,was dann weiter aus dem ,einsiedler geworden ist1 das wird ,ihnen wohl niemand sagen knnen4 ,drei ,tage vor ,johannisnacht aber tropft ,tag und ,nacht ein feuchter ,tau von diesem ,baume herab4 ,ja1 man behauptet sogar1 da eine verlorene ,seele hier im ,walde umherirrt4 ,meine ,schwiegermutter erzhlte mir noch vor vier ,jahren1 als sie noch bei ,verstande war1 da sie dem ,teufel einmal im ,walde begegnet sei2 und er htte eine rote ,jacke getragen1 gerade so wie der verstorbene ,pan es zu tun pflegte4 ,zop1 zop1 zop6 ,hh6 ,na1 da wren wir1 ,euer ,gnaden4 ,laptschinsky erblickte tatschlich eine kleine ,pforte1 die aus wenigen quer bereinanderliegenden ,brettern zusammengefgt war1 wie man sie auch jetzt noch bei allen kleinrussischen ,bauern finden kann4 ,hundegebell erfllte den ,wald1 und ein altes ,weib1 das sich schnell einen ,pelz bergeworfen hatte1 trat heraus1 um das ,tor zu ffnen4 ,unser ,reiter sah einen kleinen ,hof vor sich1 den ein ,zaun aus ,schilfrohr einfate1 im ,hintergrunde sah man ein paar ,scheunen und ,stlle1 die gleichfalls mit ,dchern aus ,schilfrohr gedeckt waren und eine gewhnliche kleinrussische ,htte4 ,auf dem ,hof lagen eine ,menge ,bienenkrbe herum1 viele von ihnen hingen auch an den ,bumen1 die ihre eigentmlich geformten ,zweige von allen ,seiten in den ,hof herabhngen lieen1 als knnte diesen ,riesen das einfache1 bukolische ,leben ein anziehendes ,schauspiel darbieten4 ,hinter dem ,hof zog sich noch ein ,gebude hin1 das man in der ,dunkelheit nicht recht erkennen konnte4 ,all dieses lie darauf schlieen1 da das ,gut einem recht wohlhabenden ,kosaken gehrte2 denn zu jener ,zeit konnte man nicht bei jedem soviel ,pracht und berflu finden4 ,whrend der ,hausherr mit dem ,abladen seiner ,scke beschftigt war1 hatte ,laptschinsky vollauf ,zeit1 das ,innere seiner ,behausung zu betrachten4 ,es war fast alles genau so1 wie man es heute noch bei den kleinrussischen ,bauern findet3 der ,tr gegenber befanden sich einige ,fenster und vor ihnen stand ein ,tisch1 auf dem er ein ,roggenbrot und etwas ,salz bemerkte2 dieses wird nie fortgenommen zum ,zeichen1 da hier jeder ,gast stets einer freundlichen ,aufnahme gewrtig sein kann4 ,um die ganze ,stube zogen sich breitere und schmlere ,bnke aus ,lindenholz hin2 neben der ,tr stand ein mchtiger ,ofen1 der unten eine groe ffnung hatte2 diese war von einem dichten ,gitter umschlossen1 hinter dem ,hhner1 ,gnse1 ,truthhne und ,hauskaninchen hervorguckten4 ,jeder von diesen der ,sprache beraubten ,hausgenossen machte sich auf seine ,art bemerkbar1 piepte1 gackerte1 schnatterte und gab zu verstehen1 da er durchaus keines von den ,geringsten unter ,gottes ,geschpfen sei4 ,auf dem ,fuboden sa ein vierjhriger ,knabe und schlug mit dem mchtigen ,stengel einer ,sonnenblume auf einen umgestlpten ,topf2 whrend ein anderer1 der ein ,jahr lter sein mochte1 einen ,kater an der ,kehle hielt und ein ,lied dazu sang1 das sich ihm wohl1 weil er es so oft von seiner ,mutter gehrt1 fr sein ganzes ,leben eingeprgt hatte4 ,vor einer groen eisenbeschlagenen ,kiste sa ein elfjhriges ,mdchen1 sie hielt einen ,sugling auf dem ,scho1 der aus vollem ,halse schrie1 obgleich sie zu seiner ,unterhaltung mit einem groen ,hngeschlo klapperte und das ,kind mit dem neuen ,ankmmling schreckte4 ,an der ,wand hingen3 eine ,sichel1 ein ,sbel1 eine ,flinte1 deren ,hahn abgeschraubt war und in der ,nhe auf einem ,regal lag1 wohin man ihn wahrscheinlich gelegt hatte1 weil er reparaturbedrftig war1 ferner ein ,beil1 eine trkische ,pistole1 noch eine ,flinte1 eine ,sense ohne ,stiel und eine kurze ,nagaika -- alles ,waffen1 die seit undenklichen ,zeiten miteinander im ,streite liegen und die der unbegreifliche ,mensch zwingt1 trotz ihres so unvertrglichen ,charakters miteinander in ,frieden zu leben4 ,bitte nehmt mirs nicht bel1 da ich ,euch etwas warten lie1 ,euer ,gnaden6 sagte der eintretende ,hausherr1 der verfluchte ,jahrmarkt hat mir so sehr den ,kopf verwirrt1 da er mir noch immer brummt4 ,ein wahres ,glck1 da meine ,alte nicht zu ,hause ist1 sonst htte sie ihn mir tchtig gewaschen4 ,nur meine ,schwiegermutter und ich sind zu ,hause4 ,bei diesen ,worten trat dieselbe ,alte herein1 die ihnen vorhin das ,tor geffnet hatte4 ,der ,reisende betrachtete sie mit einem eigentmlich wehmtigen ,gefhl4 ,es war ihm so1 als she er ein dem ,grabe verfallenes ,wesen vor sich1 in dem eine starke ,natur noch einen ,rest von ,leben festzuhalten suchte1 um dem ,menschen die ganze ,nichtigkeit eines langen ,lebens1 nach dem er so gierig strebt1 vor ,augen zu fhren4 ,auf ihren von ,runzeln durchfurchten ,zgen lag die ,gleichgltigkeit des ,todes4 ,kein ,funken von ,leben oder ,interesse war in ihren ,augen zu entdecken2 nur hie und da richteten sie einen ihrer trben ,blicke auf ihn2 doch der htte sich sehr geirrt1 der irgend etwas wie ,neugierde in ihnen zu lesen geglaubt htte4 ,sie blieben an keinem ,gegenstande haften1 und alles erschien ihnen in ,nebel gehllt1 wie einem ,menschen1 der sich den ,schlaf noch nicht ganz aus den ,augen gerieben hat4 ,whrend ,laptschinsky solchen ,gedanken nachhing1 kletterte die ,alte auf den ,ofen2 dies war ihr gewhnlicher ,aufenthalt1 ihre ganz ,welt1 die ihr ebenso gerumig und belebt schien1 wie die anderer ,menschen2 der ,hausherr wandte sich seinen ,kindern zu4 ,sieh mal an1 ,fedot6 sagte er und hob den ,jungen mit der ,sonnenblume mit einem ,griff bis an die ,decke1 wo hast du diesen frchterlichen ,stengel her8 ,damit kannst du ja einen ,menschen totschlagen6 ,was machst du da1 ,karpo8 ,du erwrgst ja den ,kater6 ,ich habe dir was ,ses mitgebracht6 ,komm doch her1 du ,hundesohn1 was stehst du da und hltst ,maulaffen feil8 ,seht1 ,euer ,gnaden1 so geht's1 hundertmal habe ich ihm schon gesagt1 da ich sein ,vater bin1 aber er will's immer nicht glauben1 der ,taugenichts6 ,und du ,schreihals1 wirst du noch lange brllen8 ,reich' mir mal den ,stock1 ich will's ihm schon zeigen4 ,reich' ihn nur mal her1 ,marjusja2 ich werf' ihn gleich aus dem ,fenster1 da knnen ihn die ,wlfe fressen1 oder die ,polen 444 ,gott hat dich reich mit ,kindern gesegnet1 ,landsmann6 sagte unser ,gast zum ,hausherrn4 ,ja1 's sind ihrer nicht wenige1 ,mosjpane1 ich habe ihrer sieben4 ,zwei sind in der ,fremde1 die sind schon verheiratet1 aber der ,teufel mag wissen1 was die fr eine ,mitgift bekommen haben3 je ein paar ,fu ,land1 wo nichts auer ,steppengras und ,beifu wchst4 ,nun ,fedot1 sagst du nicht1 danke8 ,der ,herr gibt dir einen ,pfefferkuchen1 und du verbeugst dich nicht einmal8 ,bitte kssen ,sie ihn nicht1 seine ganze ,fratze ist ja voller ,asche4 ,als er hrte1 da ich zum ,jahrmarkt fahre1 da gab es ein ,geschrei6 ,nimm mich mit1 ,vater6 -- ,ja1 was soll ich denn mit dir8 ,wie soll ich dich mitnehmen1 man wird dich dort totdrcken6 -- ,nein1 man wird mich schon nicht totdrcken6 ,nimm mich mit1 nimm mich mit6 -- ,ja1 aber es gibt doch so viele ,zigeuner1 die stehlen dich mir noch am ,ende weg1 -- dann heit's auf ,nimmerwiedersehn6 -- ,nein1 nimm mich mit1 so ging's in einem fort weiter4 ,was sollte man da machen8 ,er fing so an zu heulen1 da ,gott erbarm'4 ,endlich gelang es mir1 ihn zu beruhigen1 ich versprach ihm1 ein ,lebkuchenpferd mit einem goldenen ,kopf mitzubringen4 ,nun1 ,marjusja1 auf die ,mutter wollen wir nicht warten1 bring' uns das ,abendbrot4 ,gromutter schlft sicher schon4 ,also ,euer ,gnaden1 fuhr er fort und wandte sich pltzlich1 sich am ,tisch niederlassend1 an den ,gast zu wem sagtest du1 willst du reiten8 ,jetzt wo ich alt bin1 da gleicht mein ,kopf einem ,sieb1 man mag noch so viel reingieen1 er ist immer leer2 sprich so klug1 wie du willst1 ich vergesse doch alles4 ,wie ,landsmann8 ich sagte dir doch -- zu ,gletschik1 antwortete der ,gast1 etwas erstaunt ber diese merkwrdige ,vergelichkeit4 ,zum ,mirgoroder ,oberst8 ,da hast du gar nicht ntig1 weit zu reiten2 kein anderer als er selbst in eigener ,person sitzt vor dir1 ,mosjpane6 ,wenn in diesem ,augenblick eine ,flintenkugel an ,laptschinskys ,ohr vorbeigesaust wre1 er htte nicht mehr erstaunt sein knnen4 ,ihm so pltzlich und unerwartet1 so unvorbereitet zu begegnen1 wo seine ,gedanken ganz anderswo umherschweiften -- wo er -- doch nein -- es konnte nicht sein1 sicherlich hatte er falsch verstanden4 ,und seine ,augen richteten sich starr auf seinen ,wirt1 als wollte er sich vergewissern1 da sein ,gehr ihn betrogen htte4 #ahcj4 ,,iv ber den ,unterricht in der ,weltgeschichte ,i ,die ,weltgeschichte in ihrer wahren ,bedeutung ist nicht die besondere ,geschichte der einzelnen ,vlker und ,reiche1 ohne allen ,zusammenhang1 ohne allgemeinen ,plan und allgemeinen ,zweck1 sie ist keine ,reihe von ,begebenheiten ohne alle ,ordnung1 in lebloser1 trockener ,form vorgetragen1 wie man sie sehr hufig darzustellen pflegt3 ihr ,gegenstand ist etwas ganz ,groes3 sie soll die ganze ,menschheit umfassen und zwar mit einem ,blick und in einem vollstndigen ,bilde1 sie soll zeigen1 wie sie sich aus ihrer ursprnglichen armseligen ,kindheit entwickelt hat1 sich allmhlich in verschiedenen ,richtungen vervollkommnete und endlich die ,epoche der ,jetztzeit erreichte4 ,diesen ganzen gewaltigen ,proze1 den der freie ,menschengeist durchgemacht hat1 der von seiner ,wiege an mit ungeheurer ,anstrengung und mit blutigen ,mitteln gegen die ,roheit1 die ,natur und gegen furchtbare ,hindernisse aller ,art ankmpfen mute1 darzustellen -- das ist der ,zweck der ,weltgeschichte4 ,sie soll alle ,vlker der ,erde1 die durch ,zeit1 ,zufall1 ,gebirge oder ,meere getrennt sind1 sammeln1 in ein geordnetes ,ganzes vereinigen und ein groartiges1 vollkommenes ,epos daraus formen2 ,ereignisse1 die keinen ,einflu auf die ,welt ausgebt haben1 gehren nicht in sie hinein4 ,alle ,weltereignisse mssen so fest ineinandergefgt sein1 so eng ineinander eingreifen1 wie die ,glieder einer ,kette2 wenn nur ein ,glied springt1 zerreit die ganze ,kette4 ,dieses ,band mu man natrlich nicht in buchstblichem ,sinne verstehen3 das ist kein sichtbares1 greifbares ,band1 durch das man oft ,geschehnisse oder ,systeme1 wie sie hufig ganz unabhngig von den ,tatsachen in den ,kpfen zustande kommen1 und die man nachtrglich mit den ,weltereignissen knstlich verbindet1 gewaltsam zusammenfgt4 ,dieses ,band darf nur in einer allgemeinen ,idee in dem ununterbrochenen ,entwicklungsgang der ,menschheit bestehen1 im ,verhltnis1 zu dem die ,reiche und die ,ereignisse nur temporre ,formen und ,gleichnisse sind4 ,die ,welt mu in ihrer ungeheueren ,majestt dargestellt werden1 in der sie sich uns darbietet1 durchdrungen von den geheimnisvollen ,wegen der ,vorsehung1 die sich in ihr in so wunderbarer unbegreiflicher ,weise kundgeben4 ,das ,interesse mu durchaus und zwar in so hohem ,mae angeregt werden1 da die ,zuhrer vom ,wunsche geqult werden1 immer mehr zu erfahren1 sie mssen unfhig sein1 sich den ,vortrag nicht bis zum ,schlu anzuhren oder das ,buch zu schlieen2 -- und wenn sie das doch tun1 so nur zu dem ,zweck1 um wieder von vorn anzufangen2 es mu ihnen klar werden1 wie das eine ,ereignis ein anderes gebiert und wie ohne das ,vorhergehende auch das ,folgende nicht da wre4 ,nur so kann eine ,weltgeschichte geschaffen werden4 ,,ii ,alles1 was in der ,geschichte vorkommt3 die ,vlker und die ,ereignisse mssen lebendig dargestellt werden1 und sozusagen den ,zuhrern oder ,lesern vor ,augen stehen2 jedes ,volk1 jedes ,reich mu seine eigene ,welt1 seine eigene ,farbe bewahren1 jedes ,volk mu sich mit all seinen ,taten1 seinem ,einflu auf die ,welt und so1 wie es war1 gleichsam in dem ,kostm1 in dem es ehemals auf ,erden wandelte1 klar und deutlich von den brigen ,vlkern abheben4 ,allein um das zu erreichen1 mu man nur ganz wenige ,zge zusammenfgen -- aber es mssen die eigenartigsten ,zge sein1 die ein ,volk vor allen anderen auszeichnen4 ,um die charakteristischen ,zge ausfindig zu machen1 dazu gehrt ein klarer ,verstand1 der imstande ist1 alle unaufflligen ,nuancen1 die dem gewhnlichen ,auge entgehen1 zu entdecken1 und dazu eine groe ,geduld1 die notwendig ist1 um eine ,menge hufig ganz uninteressanter ,bcher zu durchstbern4 ,allein was einer entdeckt hat1 kann er andern leicht mitteilen1 und so knnen die ,zuhrer es erfahren1 ohne selbst die ,archive zu durchforschen4 ,,iii ,der ,lehrer mu auch die ,geographie zu ,hilfe nehmen1 aber nicht in jener klglichen ,gestalt1 wie das hufig geschieht1 d4 h4 indem man nur den ,ort1 wo etwas vorgefallen ist1 auf der ,karte aufweist4 ,nein1 die ,geographie soll uns so manches erklren1 was uns ohne sie unbegreiflich erscheinen wrde4 ,sie soll uns lehren1 wie die ,bodenbeschaffenheit und ,lage eines ,landes ihren ,einflu auf das ,leben ganzer ,nationen ausbte2 wie sie ihnen einen besonderen ,charakter aufdrckte2 wie hufig ,gebirge1 die ewigen von der ,natur selbst aufgerichteten ,grenzen1 den ,ereignissen eine gewisse ,richtung gaben und das ,weltbild vernderten1 indem sie die weitere ,ausbreitung eines ,volkes1 das verwstend durch die ,lnder zog1 aufhielten1 oder ein kleines ,volk wie in einer uneinnehmbaren ,festung einschlossen2 wie diese starke ,position1 die ,tatkraft eines ,volkes zu wunderbarer ,entfaltung brachte1 whrend sie ein anderes zur ,starrheit verdammte2 die ,geographie kann uns ,aufschlu geben ber den ,einflu der ,lage eines ,landes auf dessen ,sitten1 ,gebruche1 seine ,verwaltung und seine ,gesetze2 hierbei kann der ,schler erfahren1 wie die ,staaten entstehen1 und da es nicht allein die ,menschen sind1 die sie errichten1 sondern da die geographische ,lage des ,landes die ,staatsform unmerklich herbeifhrt und entwickelt2 da daher die ,staatsformen etwas ,heiliges sind und da ihre ,abschaffung unfehlbar das ,unglck eines ,volkes zur ,folge haben mu4 ,,iv ,die groen1 universalen ,ereignisse mssen in ein klares ,licht gestellt und mit all ihren weltumwlzenden ,folgen in den ,vordergrund gerckt werden1 nicht so wie das viele ,lehrer tun1 die sich damit begngen zu erklren1 dies oder jenes sei ein bedeutendes ,ereignis1 und nur die nchsten ,folgen anfhren1 wie wenn sie abgehackte ste aufschichteten1 statt die ,vorgnge in ihrer ganzen ,breite zu entwickeln1 alle geheimen ,ursachen einer bedeutsamen ,erscheinung ans ,tageslicht zu ziehen um zu zeigen1 wie ihre ,folgen gleich gewaltigen ,zweigen in die folgenden ,jahrhunderte hineinragen1 sich immer mehr versteln1 um endlich ganz zu verschwinden1 oder aber kaum merklich bis in unsere ,zeit fortwirken und verklingen1 wie ein mchtiger ,ton in der ,felsschlucht1 der gleich nach seiner ,geburt wieder erstirbt aber noch lange in seinem ,echo widerhallt4 ,solche ,ereignisse mssen in dieser ,weise dargestellt werden1 damit jeder klar erkennt1 da sie die mchtigen ,leuchttrme der ,weltgeschichte sind1 da diese auf ihnen ruht1 wie die ,erde auf dem ursprnglichen ,granitgestein oder wie das ,tier auf seinem ,knochengerst4 ,v ,jetzt noch ein ,wort ber die ,art und ,weise des ,vortrags4 ,der ,vortrag des ,professors mu hinreiend und feurig sein4 ,er mu die ,aufmerksamkeit der ,zuhrer im hchsten ,grade fesseln4 ,wenn auch nur einer von ihnen imstande wre1 seine ,gedanken whrend der ,vorlesung umherschweifen zu lassen1 fllt die ganze ,schuld auf den ,professor3 er hat es dann eben nicht verstanden1 interessant zu sein und den ,willen wie die ,gedanken seiner ,zuhrer zu meistern4 ,es ist schwer1 sich es vorzustellen1 wenn man es nicht an sich selbst erprobt hat1 was fr einen schlechten ,einflu es hat1 wenn der ,vortrag eines ,professors matt und trocken ist und wenn ihm die ,lebhaftigkeit fehlt1 die es dem ,hrer unmglich macht1 seine ,gedanken1 und sei es auch nur fr einen ,augenblick1 auf andre ,dinge zu richten4 ,dann wird ihm auch die grte ,gelehrsamkeit nichts helfen1 man wird ihn nicht anhren1 ja1 selbst die grten ,wahrheiten werden1 von ihm vorgetragen1 ohne jeden ,einflu auf die ,hrerschaft bleiben1 denn ihr ,alter ist das ,alter der ,begeisterung und der starken seelischen ,erschtterungen2 dann kann es hufig geschehen1 da die unwahrsten ,gedanken1 die ihnen anderswo in glnzender und anmutiger ,form dargeboten werden1 sie augenblicklich begeistern und ihrer ,entwickelung eine ganz falsche ,richtung geben4 ,was aber geschieht erst1 wenn der ,professor noch dazu an der alten ,schulmethode mit ihren toten scholastischen ,regeln festhlt1 ohne doch selbst die dazu ntige geistige berzeugungskraft zu besitzen2 wenn den jugendlichen1 noch in ,entwickelung begriffenen ,geistern dieser ,mangel klar wird und sie sich darber erheben1 so fangen die ,zuhrer an1 ihren ,lehrer zu verachten4 ,dann reizen sie sogar die richtigen ,bemerkungen1 die er zuweilen macht1 zum ,lachen1 und in den jungen ,seelen regt sich in ,denken und ,handeln der ,widerspruch gegen den ,lehrer4 ,in seinem ,munde erhalten die allerheiligsten ,worte3 wie ,anhnglichkeit an die ,religion1 ,vaterlandsliebe und ,kaisertreue fr sie etwas ,banales4 ,leider knnen wir gar nicht selten beobachten1 was das fr furchtbare ,folgen hat1 und daher sollte man nie auer acht lassen1 da das ,alter der ,hrer das ,alter der starken ,eindrcke ist2 man mu einen hinreienden ,schwung und eine begeisternde ,kraft besitzen1 um diesen ,enthusiasmus auf das ,schne und ,gute zu richten2 und daher mu der ,vortrag des ,professors selbst von ,enthusiasmus durchdrungen sein4 ,seine berzeugungen mssen so fest1 so natrlich sein und so sehr aus seinem tiefsten ,wesen hervorquellen1 da die ,zuhrer die ,wahrheit schon erkennen lernen1 noch ehe er sie ganz vor ihren ,augen enthllt hat4 ,der ,vortrag des ,professors mu sich zeitweise ins ,erhabene steigern1 er mu hohe ,gedanken enthalten und erwecken1 dabei aber mu er doch einfach und fr jeden verstndlich bleiben3 wahrhafte ,gre erscheint stets in erhabener ,schlichtheit2 denn wo ,gre ist -- da ist auch ,einfachheit6 ,der ,professor darf sich nicht damit begngen1 nur von einzelnen verstanden zu werden1 nein1 alle sollen ihn verstehen4 ,um sich leicht verstndlich zu machen1 mu er nicht mit ,gleichnissen geizen4 ,wie oft wird das ,klare durch ein ,gleichnis noch weit klarer4 ,diese ,gleichnisse mu er stets einem ,gebiet entnehmen1 das seinen ,zuhrern gut bekannt ist4 ,dann wird sowohl das ,ideale wie das ,abstrakte verstndlich4 ,er mu nicht zuviel reden2 dadurch ermdet er die ,aufmerksamkeit seiner ,hrer1 denn eine allzu groe ,kompliziertheit der ,gegenstnde1 ihr berma erschwert es dem ,zuhrer1 alles in seinem ,gedchtnis festzuhalten4 ,jede ,vorlesung eines ,professors mu unbedingt ein ,ganzes bilden und den ,eindruck des ,abgeschlossenen machen1 sie mu sich dem ,geist des ,zuhrers als eine wohlgeordnete ,dichtung darstellen1 und sie mssen von vornherein erkennen1 was dies ,ganze enthalten soll und was es tatschlich enthlt2 dann werden auch sie bei der ,wiedererzhlung immer das ,ziel und das ,ganze im ,auge behalten4 ,dies ist besonders notwendig in der ,geschichte1 wo kein ,ereignis ziel- und planlos eintritt4 ,,vi ,auf ,grund vieler ,beobachtungen und einer langen ,prfung meiner selbst wie meiner ,zuhrer halte ich folgenden ,lehrplan fr den besten3 ,vor allem halte ich es fr unbedingt notwendig1 den ,hrern eine vollstndige ,skizze von der ,geschichte der ,menschheit zu geben1 und zwar in wenigen1 aber starken ,worten und in ununterbrochener ,reihenfolge1 damit sie das ,ganze dessen1 wovon die ,vorlesungen handeln sollen1 mit einem ,blick berschauen2 sonst werden sie den ganzen ,mechanismus der ,geschichte nicht so klar und nicht so schnell erfassen1 wie es ja auch unmglich ist1 eine ,stadt vollstndig kennen zu lernen1 indem man nur durch all ihre ,straen hindurchgeht1 dazu mu man einen erhhten ,standpunkt einnehmen1 von dem aus die ,stadt wie auf der ,handflche vor einem liegt4 ,ich will hier einen ,entwurf dieser ,skizze geben1 um zu zeigen1 in welcher ,art und in welchem ,zusammenhang die ,geschichte dargestellt werden mu4 ,vor allem mu ich darlegen1 wie die ,menschheit im ,orient ihren ,ursprung nimmt4 ,ich mu zuerst den ,orient mit seinen alten patriarchalischen ,staaten1 mit seinen in ein tiefes ,geheimnis gehllten und dem einfachen ,volke noch unverstndlichen ,religionen schildern2 die hebrische ,religion bildet hierin eine ,ausnahme1 denn in ihr hat sich die reine und ursprngliche ,kunde von dem wahrhaftigen ,gott erhalten4 ,ich wrde schildern1 wie diese alten ,reiche durch ,intoleranz und chinesische ngstlichkeit1 gleich unbersteiglichen ,mauern1 voneinander getrennt waren1 wie nur das ,volk der ,phnizier1 dieses erste ,seevolk der ,alten ,welt1 diese starren ,reiche durch seinen ,handel und seine ,industrie unfreiwillig miteinander in ,berhrung brachte1 und wie der erste ,welteroberer ,cyrus mit seinem frischen1 starken ,perservolk den ganzen ,osten seiner ,macht unterwarf und so viele verschieden geartete ,vlker gewaltsam zusammenschweite2 doch blieben die ,sitten1 die ,religionen und die ,staatsformen in all diesen ,reichen unverndert2 die ,knige verwandelten sich nur in ,satrapen1 und der ganze ,orient beugte sich unter eine hchste ,gewalt1 den ,knig der ,knige1 den ,beherrscher ,persiens4 ,ich wrde darstellen1 wie diese ,vlker durch den gemeinschaftlichen ,verkehr allmhlich ihre ,besonderheiten und ihre ,nationalitt verloren und zusammen mit dem ,knig der ,knige1 der1 fast wie ein ,gott verehrt1 dem ,volke unsichtbar blieb1 dem asiatischen ,luxus verfielen4 -- ,hier mache ich halt und wende mich dem anderen ,teil der ,alten ,welt1 d4 h4 ,europa zu4 ,ich mu nun schildern1 wie sich hier das griechische ,volk1 diese hchste ,blte der ,antike entfaltete2 sein lebhafter ,verstand1 seine ,wibegierde1 sein republikanischer ,geist1 seine so anders gearteten ,staatsformen1 seine poetische ,religion1 seine klaren1 lebendigen ,ideen widersprachen in jeder ,beziehung dem gewichtigen1 geheimnisvollen ,wesen des ,orients2 ich wrde nun schildern1 wie die ,kultur ,griechenlands sich zu ungewhnlichem ,glanz entwickelte1 wie endlich ein ehrgeiziger ,grieche das ganze ,land der monarchischen ,gewalt unterwarf1 und wie dieser groe ,mann den gigantischen ,plan fate1 den ,orient mit ,europa zu vereinigen und die griechische ,kultur berall hinzutragen4 ,um nun die drei ,weltteile fester miteinander zu verbinden1 wird die ,stadt ,alexandrien gegrndet1 der ,held stirbt und mit ihm strzt auch das ,weltreich in ,trmmer4 ,aber seine ,taten bleiben lebendig1 und ihre ,frchte reifen2 das berhmte alexandrinische ,zeitalter bricht an1 die ganze ,alte ,welt drngt sich in den ,hfen ,alexandriens1 die griechischen ,gelehrten weilen in allen ,stdten1 die ,nationalitten verschwinden aufs neue1 und die ,vlker schmelzen wieder zusammen4 ,unterdessen aber reift in ,italien fast unbemerkt die eherne ,gewalt der ,rmer heran4 ,ich wrde nun schildern1 wie dieses wilde kriegerische ,volk sich ein ,reich nach dem anderen unterwirft1 sich an den zusammengeraubten ,gtern bereichert und den ganzen ,orient verschlingt4 ,seine ,legionen dringen selbst bis in die ,lnder ,europas1 deren ,besitz den ,menschen nichts mehr zu bieten vermag4 ,schon ,csar setzt seinen ,fu auf ,britanniens ,boden1 und der rmische ,adler weht ber den ,felsen von ,albion 444 ,whrend dessen speien die unbekannten ,steppen ,mittelasiens ganze ,massen fremder ,vlker aus1 die andere ,stmme verdrngen und vor sich herjagen und sie nach ,europa treiben1 sie folgen ihnen auf den ,fersen durch die ,wlder ,germaniens1 und durch unpassierbare ,smpfe gegen die ,rmer gedeckt1 machen sie erst im ,norden halt1 drohend wie ein furchtbares ,ungetm1 das des ihm verfallenen ,opfers harrt4 ,allmhlich haben alle ,reiche ihre ,unabhngigkeit verloren4 ,die ganze ,welt ist in rmische ,provinzen eingeteilt4 ,die ,rmer eignen sich alles von den unterworfenen ,vlkern an -- erst ihre ,laster1 dann auch die ,kultur -- wieder mischt sich alles durcheinander4 ,alle ,menschen werden ,rmer -- und doch gibt es keinen wahren ,rmer mehr4 ,und whrend lasterhafte ,imperatoren1 ,prtorianerheere1 freigelassene ,sklaven und ,veranstalter grausiger ,schauspiele die ,welt tyrannisieren1 findet in ihrem ,schoe unbemerkt ein gewaltiges ,ereignis statt3 inmitten der ,alten ,welt wird eine neue geboren4 ,von niemand erkannt1 vollzieht sich die ,fleischwerdung des gttlichen ,heilandes -- und das ewige ,wort ertnt1 unverstanden von den ,groen der ,welt1 in den ,gefngnissen und ,wsten und erwartet geheimnisvoll die neuen ,vlker4 ,endlich senkt sich ein rtselhafter lethargischer ,schlaf auf die ganze antike ,welt1 jene schreckliche ,starrheit und jenes furchtbare ,absterben des ,lebens1 whrend dessen die ,kultur weder vorschreitet noch sich zurckentwickelt1 ,kraft und ,charakter verschwinden1 und sich alles in eine elende1 armselige ,etikette und in jmmerliche1 lasterhafte ,charakterlosigkeit verwandelt4 ,unterdessen erfolgt in ,asien ein neuer ,sto1 der wie ein elektrischer ,funke die ganze ,kette durchluft3 ein ,volk drngt und jagt das andere vor sich her1 dieses treibt das dritte vorwrts1 und die am meisten vorgeschobenen ,nationen erscheinen schon an den ,grenzen des rmischen ,reiches1 whrend die armseligen ,welteroberer ihre letzten ,krfte zusammenraffen1 um sich zu retten2 erst versuchen sie sich mit ,gold loszukaufen1 dann dingen sie ein ,heer von ,verteidigern2 sie treten den ,eindringlingen eine ,provinz nach der anderen ab1 bis auf die letzte und endlich auch ,rom1 alle ,gebildeten1 die sich noch eine ,spur von ,kenntnissen bewahrt haben1 fliehen nach ,osten1 und der ,rest1 die ,ungebildeten und ,schwachen1 geht in der ,masse des neuen ,volkes unter4 ,ich wrde schildern1 wie in ,europa ein neues ,leben beginnt1 wie barbarische ,reiche innerhalb der ihnen von der ,natur gezogenen ,grenzen entstehen und das ,christentum annehmen4 ,ich wrde die feudalen ,rechte1 die ,vasallenstaaten schildern1 und darstellen1 wie der mchtige ,papst1 der ursprnglich nur rmischer ,bischof war1 zu einem gewaltigen ,herrscher wird und seiner groen geistlichen ,macht allmhlich auch die weltliche hinzufgt4 ,unterdessen wird im ,osten der ,rest der ,rmer von einem neuen starken ,volk bedrngt und unterworfen1 das ganz pltzlich und in beinahe phantastischer ,weise auf der steinigen arabischen ,halbinsel geboren1 von dem halb wahnsinnigen ,enthusiasmus ,muhammeds und seiner echt orientalischen ,religion fast bis zur ,raserei getrieben wird4 ,ich wrde schildern1 wie dieses ,volk mit dem krummen asiatischen ,sbel in der ,hand durch den ,islam die berbleibsel frherer griechischer ,kultur verdrngt1 und wie berraschend schnell diese herrliche ,nation aus einem ,eroberer zu einem ,kulturtrger wird1 sich zu vollem ,glanz entfaltet1 und wie dieses ,volk mit seiner herrlichen ,phantasie1 seinen tiefen ,gedanken und seiner lebendigen ,poesie pltzlich erlischt und von den ,nomaden1 die vom ,kaspischen ,meere herkommen1 verdunkelt wird1 indem es ihnen den ,islam als ,erbe hinterlt4 ,fast um dieselbe ,zeit tauchten in ,europa die ,normannen1 diese ,korsaren der nrdlichen ,meere1 auf3 mit unerhrter ,khnheit kommen sie1 trotz ihrer geringen ,zahl1 plndernd dahergezogen1 erobern ganze ,reiche1 vertauschen ihre barbarische ,religion gegen das ,christentum und fhren ,europa ihre ,kraft und ihre ,sitten zu4 ,indessen wird der ,papst allmhlich der unumschrnkte ,beherrscher ,europas1 und selbst der von allen ,vlkern geachtete deutsche ,kaiser wagt es nicht1 sich wider ihn zu erheben2 auf seinen ,wink verlassen ganze ,vlker1 ,vasallen und ,knige ihr ,land und ihre ,besitztmer1 nhen das rote ,kreuz auf ihre ,achseln und ziehen begeistert nach ,palstina4 ,ich wrde erzhlen1 wie ganz ,europa sich aufmacht und nach ,asien zieht -- wie der ,osten und der ,westen und die beiden groen ,mchte ,islam und ,christentum aufeinandertreffen und wie dieses ,ereignis das ,rittertum erzeugt1 das in ganz ,europa zur ,herrschaft gelangt2 es entstehen die ,ritterorden1 die ihre ,mitglieder zu einem ehelosen ,leben in der ,einsamkeit verdammen1 nur um dem einen ,ziel zu dienen1 und so beginnt das tiefreligise christliche ,zeitalter4 ,ich wrde darlegen1 wie dann die religise ,begeisterung die ,grenzen1 die ihr die ,hand des gttlichen ,heilands gezogen hatte1 berschreitet und wie um dieselbe ,zeit1 ganz ohne da ,europa es bemerkt1 eine groe1 weltgeschichtliche ,episode anbricht4 ,um diese ,zeit entsteht das nach seiner ,gre unermeliche ,reich des ,dschingis-,chan und verschlingt alle ,lnder ,asiens1 die den ,europern unbekannt waren4 ,in ,europa besaen nur die ,klster eigenes ,land und feste ,wohnsitze2 alles verwandelt sich in fahrendes ,rittertum1 alles nomadisiert1 alles irrt unruhig hin und her2 jeder ist zugleich ,krieger und ,befehlshaber1 ,vasall und ,herrscher1 jeder gehorcht und gebietet zugleich -- es ist das ,jahrhundert der grten ,zersplitterung und zugleich der grten ,einheit4 -- ,jeder unterwirft sich nur dem eigenen ,willen1 und doch sind alle in einem ,ziel1 in einem ,gedanken verbunden4 ,nachdem die armen ,landleute viel ,ungemach erlitten1 beschlieen sie1 sich von ihren ,unterdrckern unabhngig zu machen und in ,stdten zu vereinigen4 ,es bildet sich der ,mittelstand1 die ,stdte fangen an1 reich zu werden1 und im ,norden ,europas entsteht die ,hansa1 als ,schutzwall gegen die ,raubritter1 diese verbindet bald durch ihren ,handel allmhlich alle nordeuropischen ,staaten4 ,im ,sden aber erblht als ,frucht der ,kreuzzge das durch seine ,handelsgewalt so imponierende ,venedig1 diese ,knigin des ,meeres1 diese herrliche ,republik1 mit ihrer auerordentlich komplizierten und merkwrdigen ,verfassung4 ,alle ,reichtmer ,europas und ,asiens gehen unmerklich in ihre ,hnde ber4 ,so wie der ,papst ,europa durch seine religise ,macht beherrscht1 ebenso beherrscht es ,venedig durch seinen unermelichen ,reichtum4 ,der geistliche ,despot lie kein ,mittel unversucht1 den venezianischen ,handel zu zerstren1 aber alles war vergeblich1 bis endlich ein ,brger ,genuas durch seine ,entdeckung der ,neuen ,welt ihn vernichtete4 ,schlielich mte ich schildern1 wie sich der ,aktionskreis der ,geschichte pltzlich erweitert und der ,handel des ,mittelmeers zurckgeht4 ,die ,europer eilen habgierig nach ,amerika und fhren von dort ,berge von ,gold ein4 ,der ,atlantische und der ,groe ,ozean sind in ihrer ,macht1 um dieselbe ,zeit dringen die ppstlichen ,missionare bis in das nordstliche ,asien und ,afrika vor1 und die ,welt tut sich fast pltzlich in ihrer unendlichen ,gre auf4 ,jetzt aber beginnt man in ,europa allmhlich1 an der ,rechtmigkeit der ppstlichen ,gewalt zu zweifeln1 und wie ehemals ein armer ,genueser den ,handel ,venedigs vernichtete1 so erschtterte jetzt ein ,augustinermnch1 ,luther1 die ,macht des ,papstes4 ,ich wrde erzhlen1 wie dieser ,gedanke in dem ,kopf des bescheidenen ,mnches entstand1 und wie er seine ,thesen kraftvoll und trotzig verteidigte2 wie dann der ,papst bei seinem ,sturz noch furchtbarer und erfinderischer wurde1 wie er die schreckliche ,inquisition und den1 durch seine unsichtbare ,macht ,schrecken verbreitenden ,jesuitenorden schuf1 wie letzterer sich ber die ganze ,welt verbreitete1 berall eindrang und einschlich und geheime ,verbindungswege mit allen ,enden der ,welt herstellte4 ,aber je hrter der ,papst wurde1 um so eifriger arbeiteten die ,druckerpressen4 ,ganz ,europa teilte sich in zwei ,parteien1 und diese feindlichen ,lager griffen endlich zu den ,waffen1 ein langer1 harter ,krieg innerhalb und auerhalb der ,staaten entbrannte pltzlich in ganz ,europa4 ,jetzt wurde nicht mehr mit ,pfeil und ,bogen gekmpft1 sondern mit ,kanonen und ,kugeln1 mit ,donner und ,blitz2 dieser furchtbare ,streit wurde mit ,hilfe der schrecklichen und unheilvollen ,erfindung eines ,mnchs und ,alchimisten ausgefochten4 ,die geistliche ,macht sinkt immer mehr1 und die weltlichen ,herrscher erstarken4 ,dann mte man darstellen1 wie sich ,europa nach diesen ,kriegen vernderte4 ,die einzelnen ,staaten und ,vlker schlieen sich immer inniger zu unteilbaren ,massen zusammen4 ,die frhere ,teilung der ,gewalten1 die im ,mittelalter vorherrschte1 hat aufgehrt4 ,die ganze ,macht konzentriert sich nunmehr in einer ,person4 ,hierdurch kommen die starken ,charaktere mehr zur ,geltung1 der ,wirkungskreis der ,herrscher1 ihrer ,minister und ,feldherrn erweitert sich4 ,ganz von selbst entsteht in ,europa ein ,vlkerbund1 der mit ,waffengewalt die ,unantastbarkeit eines jeden ,reiches verteidigen will4 ,unterdessen ergreifen unermdliche hollndische ,kaufleute1 die ihr ,land mit ,gewalt dem ,meere abgerungen1 ,besitz von den ,inseln des ,indischen ,ozeans und verdienen ,millionen durch die ,kultur der kostbaren1 exotischen ,gewchse1 sie reien1 wie einstmals ,venedig1 den ,handel der ganzen ,welt an sich1 bis ein hervorragender ,frst1 die ,unantastbarkeit der ,staaten miachtend1 auch diesen ,handel wieder vernichtet4 ,ich wrde das glnzende ,zeitalter schildern1 das dieser ,knig 7,ludwig ,,xiv47 herbeifhrte2 ,frankreich strotzte frmlich von ,erzeugnissen des ,luxus1 die franzsischen ,fabriken1 die franzsischen ,gelehrten taten sich berall hervor1 ,paris wurde die ,hauptstadt der ,welt1 wo sich ganz ,europa ein ,rendezvous gab1 und franzsische ,sprache1 franzsische ,sitten und franzsische ,etikette verbreitete sich ber die europische ,welt4 ,aber indem dieser ehrgeizige ,knig die ,unantastbarkeit fremden ,besitzes miachtete und den hollndischen ,handel zugrunde richtete1 zerstrte er auch seinen eigenen ,staat und vernichtete seine eigene ,gre4 ,schnell macht sich das britische ,inselvolk1 das bis dahin sein ,ziel langsam aber sicher verfolgt hatte1 diesen ,umstand zunutze und steht pltzlich als ,beherrscher des ganzen ,welthandels da1 bald setzt es in ,indien ,millionen um1 besteuert ,amerika1 und wo es ein ,meer gibt1 da weht die britische ,flagge4 ,ihr tritt ,napoleon1 dieser ,riese des ,,xix4 ,jahrhunderts1 in den ,weg1 und er bedient sich dabei einer anderen ,waffe -- eines absoluten militrischen ,despotismus2 mit seinen strmischen ,bewegungen bringt er ganz ,europa auer ,fassung und legt ihm sein eisernes ,protektorat auf4 ,umsonst wettert ,pitt im englischen ,parlament gegen ihn1 umsonst bringt er seine schrecklichen ,bndnisse zustande4 ,niemand hat den ,mut1 ,napoleon zu widerstehen1 bis er selbst sich ins ,verderben strzt1 indem er einen ,vorsto nach ,ruland macht1 wo ihn ein unbekanntes ,land1 die ,hrte des ,klimas und ein durch eine rauhe ,taktik gesthltes ,heer zugrunde richten4 ,ruland1 das diesen ,riesen an seiner uneinnehmbaren ,feste zerschellen lie1 hlt nun im weiten ,nordosten in drohender ,majestt die ,wacht2 die befreiten ,staaten nehmen wieder ihr frheres ,aussehen und ihre alten ,formen an und schlieen von neuem einen ,bund zum ,schutz ihres ,besitzes4 ,die ,bildung und die ,kultur1 die sich durch nichts hemmen lt1 beginnt1 sich allmhlich auch in den unteren ,klassen zu verbreiten1 die ,dampfmaschinen lassen die ,industrie eine bewunderungswrdige ,vollkommenheit erreichen1 leisten den ,menschen1 gleich unsichtbaren ,geistern1 ,hilfe und lassen seine ,kraft immer schrecklicher1 zugleich aber auch wohlttiger werden3 mit heiligem ,schaudern erkennt er1 wie das ,wort aus ,nazareth endlich sich ber die ganze ,welt ergiet4 ,wenn die ,weltgeschichte in eine so kurze aber vollstndige ,skizze gefat wird1 und alle ,ereignisse in dieser ,weise untereinander verbunden werden1 dann wird nichts dem ,gedchtnis der ,zuhrer entschwinden1 und in ihren ,kpfen wird sich unwillkrlich ein ,ganzes bilden4 ,und schlielich wird diese ,skizze sich nach allen ,seiten hin erweitern und eine vollstndige ,geschichte der ,menschheit darstellen4 ,,vii ,nach der ,darstellung der ganzen ,menschheitsgeschichte wrde ich die ,geschichte der einzelnen ,staaten und ,vlker1 die den groen ,mechanismus der ,weltgeschichte bilden1 behandeln4 ,natrlich mu auch hier bei der ,betrachtung jedes ,einzelnen die ,flle und ,abgeschlossenheit gewahrt werden4 ,ich mu die ,geschichte jedes ,staates mit einem ,blick von ihrem ,anfang bis zu ihrem ,ende umfassen1 mu zeigen1 wie ein ,reich gegrndet wurde1 wann es seine hchste ,macht und seinen hchsten ,glanz erreichte1 wann und warum es unterging 7wenn es berhaupt unterging7 und wie es die ,gestalt annahm1 die es noch heutzutage besitzt2 wenn ein ,volk vom ,angesicht der ,erde verschwunden ist1 dann mte man aufzeigen1 wie ein neues an seine ,stelle trat und was dies letztere von dem frheren bernommen hat4 ,,viii ,damit das ,vorgetragene sich dem ,gedchtnis noch tiefer einprgt1 ist nach ,beendigung des ,kursus noch eine wiederholende bersicht notwendig4 ,damit aber diese ,wiederholungen ihren ,zweck besser erfllen1 mu man sich bemhen1 ihnen das ,interesse und die ,anziehungskraft der ,neuheit zu geben4 ,nach der ,geschichte der ,welt im allgemeinen und der eines jeden ,landes und ,volkes im besonderen ist es ratsam1 eine bersicht ber alle ,erdteile zu geben und hierbei auf ihre ,verschiedenheiten und die ,besonderheiten der sie bewohnenden ,vlker hinzuweisen1 damit die ,zuhrer selbst ihre ,schlsse daraus ziehen knnen4 ,zuerst mte man mit ,asien anfangen1 dieser groen ,wiege der jungen ,menschheit1 des ,kontinents der ungeheuren ,umwlzungen1 wo pltzlich ganze ,vlker von furchtbarer ,gre auftauchen und ebenso pltzlich wieder von anderen verschlungen werden2 wo so viele ,nationen eine nach der anderen fr immer verschwinden1 whrend die ,regierungsformen und der ,geist der ,vlker dieselben bleiben2 noch heute ist der ,asiat immer gleich hochmtig und stolz1 schnell begeistert und von ,leidenschaft ergriffen2 und ebenso schnell verfllt er wieder der ,trgheit und dem tatenlosen ,genuleben2 zugleich ist dieser ,erdteil der ,schauplatz der groen ,widersprche und einer gewaltigen ,unordnung2 noch immer wandert ein ,volk von unbersehbarer ,menschenzahl mit unzhligen ,roherden sorglos von ,ort zu ,ort1 whrend am anderen ,ende1 irgendwo in der ,wste1 ein rasender ,fanatiker1 ganz bla und abgemagert vom bestndigen ,fasten1 ber einer neuen ,religion brtet1 die einmal ganz ,asien erfassen1 das ganze ,volk in eine leidenschaftliche ,begeisterung versetzen1 gleichsam in einen undurchdringlichen ,panzer hllen und es seinem ,verderben entgegenfhren soll2 zugleich aber ist es mglich1 da dicht daneben ein anderes ,volk lebt1 das1 von ,luxus umgeben und angefressen von asiatischer bersttigung1 schon alle diese ,phasen und ,krisen lngst hinter sich hat4 ,nur hier knnen diese merkwrdigen ,gegenstze existieren1 die wir an den ,bumen des ,sdens beobachten1 wo sich an demselben ,zweige eine ,blte entfaltet1 eine andre schon eine ,frucht ansetzt1 eine dritte reift und zugleich eine vierte berreif zu ,boden fllt4 ,dann mu man zu ,europa bergehen1 dessen ,geschichte einen ganz entgegengesetzten ,charakter hat1 wo das ,leben der ,vlker im ,gegensatz zu ,asien viel lnger und viel groartiger ist und alles ,ordnung und ,regelmigkeit atmet2 hier bewegen sich die ,vlker ,schritt fr ,schritt und in gemessenem ,takte wie regulre europische ,truppen2 fast alle ,staaten wachsen und entwickeln sich hier zu gleicher ,zeit4 ,trotz aller ,verschiedenheiten der einzelnen ,nationen beobachtet man hier eine allgemeine ,einheitlichkeit1 sie sind alle so wunderbar miteinander verflochten1 da sie nur im ,zusammenhang mit dem ganzen ,europa verstanden werden knnen1 und so erscheint ,europa selbst fast wie ein einziger geeinigter ,staat4 ,in diesem kleinen ,teil der ,welt kam ein alter ,proze zum ,austrag3 der ,mensch erhob sich ber die ,natur1 und die ,natur ward zur ,kunst2 ja ihre ,armut und ihre ,sprdigkeit brachte erst die unendliche ,welt ans ,licht1 die im ,menschen verborgen lag1 lie ihn fhlen1 wie hoch er ber allem ,irdischen stand1 und lie das ,sein der ,welt als ein ewiges ,leben des ,geistes erscheinen4 ,nur in diesem ,erdteil entfaltete sich der hohe ,genius des ,christentums ganz1 und schwebt der unermeliche ,gedanke1 beschattet vom himmlischen ,zeichen des ,kreuzes ber ihm1 wie ber seiner ,heimat4 ,dann folgt ,afrika1 das im ,gegensatz zu ,europa den geistigen ,tod darstellt1 wo die ,natur stets despotisch ber den ,menschen herrscht1 wo sie ihn in ihrer kniglichen ,majestt immer wieder in seinen ,urzustand1 das sinnliche ,leben1 zurckstie2 wo kein einziges einheimisches1 eingeborenes ,volk sich zu vollem ,leben entwickelte1 und einen hellen ,lichtstrahl in die ,welt sandte1 und wo selbst die ,kolonisten aus andern ,lndern vergeblich den ,kampf mit der glhenden1 afrikanischen ,natur aufnahmen1 denn je tiefer sie in das ,innere ,afrikas eindrangen1 desto mehr verfielen sie den sinnlichen ,trieben4 ,und endlich -- ,amerika1 -- diese ,weltkolonie1 dieses ,babel aller mglichen ,nationen1 wo sich drei verschiedene ,erdteile trafen1 sich miteinander mischten1 aber noch zu keinem ,ganzen verschmolzen und daher auch bis heute noch keine ,einheit1 nicht einmal die der ,religion erreicht haben4 ,trotzdem es in seinen ,teilen so manches ,charakteristische an sich hat1 hat es doch noch keinen allgemeinen ,charakter ausgebildet2 noch immer besteht es trotz der groen ,massen1 die es umfat1 noch aus unorganisierten ,urkrften und ,urelementen und gleicht1 obwohl es aus lauter unabhngigen ,staaten besteht1 noch immer einer ,kolonie4 ,ein flchtiger berblick ber die ,geschichte eines jeden ,erdteils in seinen am strksten ausgeprgten ,charakterzgen1 die ,darstellung der tiefsten ,ergebnisse der ,jahrhunderte und der sich in ihnen abspielenden ,begebenheiten1 nicht etwa nur ihrer oberflchlichen ,resultate1 sind darum eine ,notwendigkeit1 weil sie die ,zuhrer zum ,nachdenken veranlassen und ,gedanken bei ihnen auslsen4 ,ihr ,geist arbeitet schneller1 wenn er sich ,fragen von echter und poesievoller ,gre gegenbersieht4 ,solch ein berblick ist schon deshalb so notwendig1 weil er dieselben ,objekte hufig in einem andern ,lichte zeigt4 ,denn um einen ,gegenstand ganz zu verstehen1 mu er von allen ,seiten beleuchtet werden1 oder1 wie ,schlzer einmal sagt1 man kennt die ,geschichte nur dann gut1 wenn man sie von vorn bis hinten1 von rechts nach links und in allen ,richtungen kennt4 ,,ix ,daher ist es gut1 nach ,beendigung des ,kursus die ganze ,weltgeschichte noch einmal nach einzelnen ,jahrhunderten gleichsam in ,form eines ,epilogs zu berblicken4 ,dann wird die ,weltgeschichte wie eine ,stufenfolge der ,jahrhunderte vor uns stehen4 ,dabei mu man unbedingt darauf hinweisen1 wodurch der ,anfang1 die ,mitte und das ,ende eines jeden ,jahrhunderts gekennzeichnet sind1 und ferner -- seinen ,geist und seine hervorstechenden ,zge darstellen4 ,um jedes ,jahrhundert genauer zu charakterisieren und eine gewisse ,monotonie der ,jahreszahlen zu vermeiden1 wrde ich es nach dem ,namen des ,volkes oder des ,mannes bezeichnen1 die sich in dem betreffenden ,zeitraum weit ber die andern emporschwangen und sich am intensivsten auf der ,weltenbhne bettigten4 ,eine solche ,stufenleiter der ,jahrhunderte ist das beste ,mittel1 dem ,gedchtnis der ,zuhrer den ,synchronismus der ,ereignisse1 der ,erscheinungen und der ,personen einzuprgen4 ,x ,mir scheint1 da solch eine ,art des ,unterrichts natrlicher wre und der ,wahrheit mehr entsprechen wrde4 ,jedenfalls wird der1 der die ,erhabenheit der ,geschichte im ,tiefsten erfat hat1 einsehen1 da sie nicht das ,erzeugnis einer pltzlichen ,eingebung1 sondern die ,frucht einer sorgfltigen berlegung und ,erfahrung ist2 da hierbei kein ,epitheton1 und kein einziges ,wort nur aus ,stilrcksichten oder eitler ,schnrednerei verloren wurde1 sondern da es das ,resultat eines langen ,studiums der ,weltchroniken ist2 da selbst der ,entwurf einer allgemeinen und vollstndigen ,skizze der allgemeinen ,weltgeschichte1 der selbst1 wenn er so kurz ist1 wie das hier geschildert wurde1 nicht anders mglich ist1 als indem man die allerfeinsten und verwickeltsten ,fden der ,geschichte aufgesprt und entwirrt hat1 und da nur die ,liebe zur ,wissenschaft1 die einem zum ,genu ward1 einen dazu bewegen konnte1 seine ,gedanken darzustellen1 da unser ,zweck dabei die ,herzensbildung der jungen ,zuhrer durch jene grndliche ,erfahrung ist1 wie sie uns durch die ,geschichte vermittelt wird1 sofern wir sie nur in ihrer wahren ,gre erkennen4 ,sie sollen erkennen1 da wir nur einen ,zweck im ,auge haben1 in unseren ,zuhrern feste und mnnliche ,grundstze zu entwickeln1 die fortan kein leichtsinniger ,fanatiker und keine vorbergehende ,erregung zu erschttern vermgen -- sie zu bescheidenen1 demtigen1 vornehmen ,charakteren und zu ntzlichen und notwendigen ,mitarbeitern des groen ,knigs zu machen1 auf da sie weder im ,glck noch im ,unglck ihre ,pflicht1 ihren ,glauben1 ihre unantastbare ,ehre und ihr ,gelbde1 treue ,diener des ,vaterlandes und des ,kaisers zu sein1 verletzen4 #ahcb4 ,v ,ein berblick ber das ,werden ,kleinrulands#b ,funote #b3 ,diese ,skizze bildet die ,einleitung zu einer ,geschichte ,kleinrulands2 da aber der ganze erste ,teil dieser ,geschichte vollstndig umgearbeitet wurde1 so lassen wir diesen ,teil als besonderen ,aufsatz hier folgen4 ,i ,welch furchtbar armselige ,rolle spielt doch das ,,xiii4 ,jahrhundert in der ,geschichte ,rulands4 ,hundert kleine ,staaten1 die einer ,rasse entstammen1 einen ,glauben bekennen1 eine ,sprache sprechen1 gemeinsame ,charaktereigentmlichkeiten haben und -- fast mchte es scheinen1 gegen ihren ,willen1 durch ,blutsverwandtschaft untereinander verbunden sind -- alle diese kleinen ,reiche waren so miteinander verfeindet1 wie dies selbst unter verschiedengearteten ,vlkern nur selten vorkommt4 ,nicht ,ha 7denn einer wirklich starken ,leidenschaft waren sie nicht fhig71 auch nicht eine stetige ,politik als ,folge eines unbeugsamen ,sinnes oder reifer ,lebenserkenntnis waren es1 die sie trennten3 es war ein ,chaos von ,kmpfen um vorbergehender1 momentaner ,vorteile willen1 und diese ,streitigkeiten waren um so verderblicher1 weil sie den ,volkscharakter1 der unter den starken normannischen ,frsten angefangen hatte1 eine eigenartige ,physiognomie anzunehmen1 allmhlich zersetzten4 ,die ,religion1 die die ,vlker mehr denn alles andere miteinander verbindet und erzieht1 hatte nur wenig ,einflu auf sie2 denn sie war damals noch nicht mit den ,gesetzen und mit dem ,leben verwachsen4 ,die ,mnche1 die ,lehrer1 ja sogar die ,metropoliten waren ,einsiedler1 die sich in ihre ,zellen zurckzogen und ihre ,augen vor der ,welt verschlossen2 sie beteten zwar fr alle ,menschen1 aber verstanden es nicht1 mit ,hilfe ihrer gewaltigen ,waffe3 des ,glaubens -- ,macht ber das ,volk zu erringen und mit diesem ,glauben die kleine ,flamme des ,glaubenseifers bis zum ,enthusiasmus zu schren1 der doch allein imstande ist1 junge ,vlker zu verbinden und sie fr groe ,taten zu begeistern4 ,das war der groe ,unterschied gegenber dem ,westen1 wo der allmchtige ,papst ganz ,europa mit seiner geistlichen ,macht umspann1 wie mit einem unsichtbaren ,spinngewebe1 wo sein allmchtiges ,wort ,streitigkeiten schlichtete oder entfachte1 und wo die ,bedrohung mit seinem furchtbaren ,fluch die ,leidenschaften und die noch halbwilden ,vlker bndigte4 ,hier waren die ,klster noch ,zufluchtssttten fr die ,menschen1 die sich durch ihre ,sanftmut und ,gte von dem allgemeinen ,charakter des ,jahrhunderts abhoben4 ,nicht selten redeten die ,geistlichen von ihren ,hhlen und ,klstern aus den ,teilfrsten ins ,gewissen2 aber ihre ,ermahnungen blieben erfolglos1 die ,frsten verstanden es nur1 zu fasten und ,kirchen zu bauen1 damit glaubten sie1 den ,anforderungen des ,christentums ,genge geleistet zu haben3 es als ein ,gesetz zu achten und sich seinen ,geboten zu fgen1 verstanden sie nicht4 ,die geringfgigsten ,ursachen hatten endlose ,kriege zur ,folge4 ,das waren keine ,kriege zwischen dem ,knig und seinen ,lehnsmnnern oder der ,vasallen untereinander -- nein -- das waren ,zwistigkeiten zwischen ,blutsverwandten1 zwischen leiblichen ,brdern1 ,vtern und ,kindern4 ,nicht ,ha oder starke ,leidenschaft fachten sie an -- nein -- der ,bruder erschlug seinen ,bruder um eines ,stckes ,land willen1 oder auch nur um ,mut und ,khnheit an den ,tag zu legen4 ,welch schreckliches ,beispiel fr das ,volk6 ,blutsverwandtschaft galt fr nichts1 denn die ,bewohner zweier benachbarter ,teile1 die alle untereinander verwandt waren1 waren jeden ,augenblick bereit1 mit der ,wut von ,wlfen bereinander herzufallen4 ,es war nicht ererbte ,zwietracht1 die sie antrieb1 denn der ,freund von heute wurde zum ,feinde von morgen und umgekehrt4 ,das ,volk hatte eine kaltbltige ,bestialitt angenommen3 es mordete1 ohne recht zu wissen warum4 ,kein starkes ,gefhl1 weder ,fanatismus1 noch ,aberglaube1 ja nicht einmal ein ,vorurteil konnten es begeistern1 und es schien1 als seien alle starken und hohen menschlichen ,leidenschaften in ihm erloschen2 wenn zu jener ,zeit ein ,genie erschienen wre1 das den ,wunsch gehabt htte1 mit diesem ,volk etwas ,groes zu vollbringen1 es htte keine ,saite gefunden1 bei der er es htte fassen knnen1 um diesen gefhllosen ,krper aufzurtteln2 es sei denn etwa die eiserne physische ,kraft4 ,damals schien die ,geschichte gleichsam erstarrt zu sein und sich in ,geographie verwandelt zu haben3 das einfrmige ,leben1 das sich in den einzelnen ,teilen regte1 aber als ,ganzes starr und unbeweglich dalag1 konnte als geographisches ,zubehr des ,landes gelten4 ,,ii ,da nun trat ein wunderbares ,ereignis ein4 ,in ,asien1 im ,herzen dieses ,erdteils ,asien1 in diesen ,steppen1 die schon so viele ,vlker ber ,europa ausgegossen hatten1 erhob sich jetzt das furchtbarste und zahlreichste von allen1 dessen ,eroberungszge eine ,ausdehnung annahmen1 wie nie vorher4 ,die frchterlichen ,mongolen1 mit ihren zahllosen ,roherden und ,zeltwagen1 wie sie in ,europa noch nie gesehen worden waren1 berfluteten ,ruland1 und mit echt asiatisch-barbarischer ,freude bezeichneten sie ihren ,weg durch flammende ,rauchsulen und ,feuersbrnste4 ,diese ,invasion unterwarf ,ruland einer zweihundertjhrigen ,sklaverei und entzog es den ,blicken ,europas4 ,war dies nun eine ,rettung1 indem es ,ruland seine ,selbstndigkeit wahrte1 da doch die ,teilfrsten seine ,integritt gegenber den litauischen ,eroberern kaum aufrecht erhalten htten1 oder war es eine ,strafe fr die fortwhrenden ,streitigkeiten -- genug1 dieses furchtbare ,ereignis zog gewaltige ,folgen nach sich3 es erlegte den ,frstentmern ,nord- und ,mittelrulands ein schweres ,joch auf1 schuf aber zugleich im ,sden ein neues slawisches ,geschlecht1 ein ,geschlecht dessen ganzes ,leben in einem bestndigen ,kampf bestand und dessen ,geschichte ich hier schildern will4 ,,iii ,am meisten hatte ,sdruland unter den ,tataren zu leiden gehabt4 ,niedergebrannte ,stdte und ,felder1 verkohlte ,wlder1 das alte ,kiew in ,trmmern1 menschenleere ,wsten -- das war der ,anblick den dies unglckliche ,land darbot4 ,die erschrockenen ,einwohner flohen nach ,polen oder nach ,litauen2 zahlreiche ,edelleute und ,frsten wanderten nach dem ,norden ,rulands aus4 ,schon frher war die ,zahl der ,bevlkerung in dieser ,gegend sichtlich zurckgegangen4 ,kiew war lngst nicht mehr die ,hauptstadt1 und die bedeutenderen ,frstentmer hatten sich nach ,norden hinaufgezogen4 ,es schien1 als htte das ,volk seine eigene ,nichtigkeit erkannt1 denn es verlie die ,pltze1 wo die bunte ,natur ihre ,erfindungskraft zu entfalten beginnt2 herrliche1 unbersehbare ,steppen breiten sich hier aus und die verschiedenartigsten ,grser von gigantischer ,hhe bedecken sie2 hie und da steigen unvermittelt ganz mit wilden ,kirschbumen und ,edelkirschen berste ,hgel auf1 oder es tut sich ein blumengeschmckter ,abgrund vor uns auf1 viele rauschende ,flsse schlngeln sich durch das ,land und bilden entzckende ,landschaftsbilder1 gewaltig gleitet der ,dnjepr wie ein leuchtendes ,band mit seinen unersttlichen ,stromschnellen zwischen groartigen1 steilabstrzenden ,ufern und durch unbersehbare ,wiesen dahin -- und dies alles erwrmt der milde ,odem des ,sdens4 -- ,das ,volk verlie diese ,gegenden und drngte sich nach den ,teilen ,rulands1 wo die ,oberflche der ,erde einfrmig glatt und eben1 fast immer sumpfig ist1 und wo ein paar elende ,kiefern und ,fichten aus dem ,boden ragen2 hier gibt es kein frischpulsierendes ,leben voller ,bewegung1 sondern nur ein dumpfes ,vegetieren1 das wie ein schwerer ,druck auf dem ,geiste lastet4 ,es ist1 als wre damit die ,wahrheit des ,satzes bewiesen1 da nur ein starkes1 lebens- und charaktervolles ,volk ,gegenden von groartiger ,naturbeschaffenheit aufsucht1 oder da nur gewaltige und groartige ,naturszenerien ein khnes1 leidenschaftliches1 charaktervolles ,volk hervorbringen knnen4 ,,iv ,als der erste ,schreck vorber war1 begannen allmhlich ,auswanderer aus ,polen1 ,litauen und ,ruland sich in diesem ,lande1 der eigentlichen ,heimat der ,slawen1 niederzulassen2 hier war die ,wiege der alten ,poljanen und ,ssewerjanen1 dieser rein slawischen ,stmme1 die sich in ,groruland schon mit finnischen ,vlkerschaften zu vermischen begannen1 aber sich hier in ihrer ,reinheit erhielten1 mit all ihren heidnischen ,glaubenslehren1 ihren kindlichen ,vorurteilen1 ihren ,sagen und ,gesngen und ihrer slawischen ,mythologie1 die bei ihnen so naiv mit dem ,christentum verschmolz4 ,den in ihre alte ,heimat zurckkehrenden ,einwohnern folgten auch ,auswanderer aus anderen ,lndern auf den ,fersen1 mit denen sie sich durch lngeres ,beisammenleben allmhlich vermischt hatten4 ,diese ,einwanderung vollzog sich furchtsam und zaghaft1 weil das schreckenverbreitende ,wandervolk nicht weit entfernt war3 sie waren nur durch die ,steppe voneinander getrennt1 oder besser gesagt1 miteinander verbunden4 ,trotz der bunten ,bevlkerung fehlte es hier an jenen ,zwistigkeiten1 die im ,innern ,rulands nie aufhrten4 ,die von allen ,seiten drohende ,gefahr lie den ,menschen keine ,zeit zum ,streit4 ,das von den furchtbaren ,herdenbesitzern bel zugerichtete ,kiew1 die altehrwrdige ,mutter der russischen ,stdte1 blieb noch lange verarmt und konnte sich kaum mit so mancher unbedeutenden ,stadt des nrdlichen ,rulands messen4 ,alle ,menschen hatten es verlassen1 selbst die ,mnche und ,chronisten1 die es immer wie ein ,heiligtum verehrt hatten1 zogen fort4 ,die ,kunde von ,kiew hrt pltzlich auf1 und obwohl dort eine ,linie des russischen ,frstengeschlechts zurckblieb1 geriet es fr ein halbes ,jahrhundert vollstndig in ,vergessenheit4 ,nur hin und wieder sprechen noch die ,chronisten wie im ,traum von ,kiew1 sie erzhlen1 da es in der schrecklichsten ,weise zerstrt wurde1 und da die ,beamten der ,chane dort residierten -- dann aber ist's als htte sich ein undurchdringlicher ,vorhang darber gebreitet4 ,v ,whrend so ,ruland durch die ,tataren zur ,unttigkeit und ,erstarrung verurteilt war1 fhrte der groe ,heide ,gedimin ein neues ,volk auf den ,schauplatz der ,geschichte herauf -- ein armes ,volk1 arm an ,kultur und arm an ,lebensmitteln --1 es bewohnte die wilden ,fichtenwlder im heutigen ,weiruland1 hllte sich in ,tierfelle statt in ,kleider1 betete den ,gott ,perun an und beugte sein ,knie in noch nie von der ,axt berhrten ,hainen vor dem altehrwrdigen ,feuer2 dies ,volk1 das unter dem ,namen der ,litauer bekannt war1 hatte ehemals den russischen ,frsten ,tribut gezahlt4 ,nun aber wurde es unter seinem ,frsten ,gedimin zu der bedeutendsten ,macht in dem gewaltigen ,nordosten ,europas6 ,damals glichen die ,stdte1 die ,frstentmer und die ,vlker des westlichen ,ruland noch ,stcken und ,fetzen1 die jenseits der ,grenze des ,tatarenjoches lagen4 ,sie bildeten kein ,ganzes1 und daher konnte auch der litauische ,eroberer fast durch einen einzigen ,angriff seines von ihm selbst geschaffenen heidnischen ,heeres den ganzen ,flchenraum zwischen ,polen und dem tatarischen ,ruland seiner ,macht unterwerfen4 ,dann fhrte er sein ,heer nach ,sden in das ,gebiet der wolhynischen ,frsten4 ,es ist nur natrlich1 da der ,erfolg ihn berall begleitete4 ,in ,luzk stellte sich ihm der ,frst ,leo entgegen und leistete ihm harten ,widerstand1 war aber doch nicht imstande1 ihn zurckzuschlagen und sein ,land zu behaupten4 ,gedimin setzte ,gouverneure und ,gemeindelteste ein und zog weiter nach ,sden1 mitten ins ,herz des sdlichen ,rulands1 nach ,kiew4 ,dem ,frsten ,leo von ,luzk gelang es auf der ,flucht1 den ,frsten von ,kiew1 ,stanislaus1 zu berreden1 dem furchtbaren ,eroberer mit seiner wenig zahlreichen ,streitmacht entgegenzutreten4 ,seine ,truppen wurden noch durch verbndete ,tataren verstrkt2 aber alle ergriffen die ,flucht vor dem mchtigen ,litauer4 ,nachdem ,gedimin den ,feinden am ,flusse ,irpenj eine furchtbare ,niederlage bereitet1 zog er im ,triumph in ,kiew ein1 das noch unter dem frischen ,eindruck eines ,einfalls der ,tataren stand1 und setzte dort den ,frsten ,mindow ,oljschansky1 der eben den griechischen ,glauben angenommen hatte1 als ,regenten ein4 ,so entri der litauische ,eroberer den ,tataren ein ,stck ,land1 das fast vor ihren ,augen gelegen war4 ,man sollte glauben1 dies htte einen ,kampf zwischen den beiden ,vlkern zur ,folge haben mssen1 aber ,gedimin war ein klarer und politischer ,kopf1 trotz seiner scheinbaren ,wildheit und trotz des barbarischen ,zeitalters4 ,er verstand es1 sich die ,freundschaft der ,tataren zu erhalten1 obwohl er ber ,lnder herrschte1 die er ihnen entrissen hatte1 ohne ihnen ,tribut zu zahlen4 ,dieser urwchsige ,politiker1 der weder schreiben noch lesen konnte und einen heidnischen ,gott anbetete1 rhrte nicht an die ,sitten und die alten ,regierungsformen der unterworfenen ,vlker1 alles blieb beim alten1 er besttigte alle ,privilegien und befahl seinen ,gemeindevorstehern1 die ,landesgebruche streng zu achten1 und hinterlie bei seinem ,zuge durchs ,land nirgends ,spuren der ,verwstung4 ,die absolute ,bedeutungslosigkeit der herumliegenden ,vlker und seiner ,zeitgenossen lassen seine ,gestalt zu ungeheuren ,dimensionen emporwachsen4 ,er starb im ,jahre #acdj1 seine ,leiche wurde auf ein ,pferd gesetzt1 und er wurde nach der heidnischen ,sitte der ,litauer mitsamt seinem ,waffentrger1 seinen ,jagdhunden und ,falken verbrannt4 ,ihm folgten ,oljgerd und ,jagello auf dem ,thron1 zwei ebenso starke ,charaktere1 die noch weiter zum ,aufschwung ,litauens beitrugen1 indem sie den angegliederten ,lndern gegenber dieselbe ,politik verfolgten wie er4 ,,vi ,so trennte sich das sdliche ,ruland unter dem mchtigen ,schutz der litauischen ,frsten ganz von dem ,norden4 ,jede ,verbindung zwischen ihnen hrte auf2 es bildeten sich zwei ,reiche1 die einen und denselben ,namen ,ruland fhrten1 das eine unter dem ,joch der ,tataren -- das andere unter demselben ,zepter wie ,litauen4 ,aber alle nheren ,beziehungen zwischen ihnen hrten auf2 andere ,gesetze1 andere ,sitten1 andere ,ziele1 andere ,verhltnisse und andere ,taten schufen mit der ,zeit ganz verschiedene ,charaktere4 ,zu ergrnden1 in welcher ,weise dies geschah1 bildet den ,zweck unserer ,geschichte4 ,aber vor allem mssen wir einen ,blick auf die geographische ,lage dieses ,landes werfen1 damit mssen wir durchaus beginnen1 denn von der ,beschaffenheit des ,bodens hngt die ,lebensweise1 ja sogar der ,charakter eines ,volkes ab4 ,gar vieles in der ,geschichte lt sich durch die ,geographie erklren4 ,dieses ,land1 das spter den ,namen der ,ukraine erhielt1 erstreckt sich im ,norden bis zum fnfzigsten ,grad nrdlicher ,breite und ist eher flach als gebirgig4 ,hier begegnen wir hufig kleinen ,hgeln1 aber keiner zusammenhngenden ,gebirgskette4 ,in dem nrdlichen ,teil gibt es zahlreiche ,wlder1 die ehemals ganze ,herden von ,bren und ,wildschweinen beherbergten4 ,der sdliche ,teil liegt ganz offen da und stellt ein weites ,steppenland von ppiger ,fruchtbarkeit dar1 das aber nur hie und da mit ,getreide bestellt ist4 ,dieser herrliche1 jungfruliche ,boden bringt aus sich selbst eine verschwenderische ,flle der mannigfaltigsten1 verschiedenartigsten ,grser hervor4 ,hier trieben sich ganze ,scharen von ,steppenantilopen1 ,hirschen und wilden ,pferden herum4 ,vom ,norden nach ,sden zieht sich der mchtige ,dnjepr durch das ,land1 umsponnen von einem ganzen ,netze kleinerer ,nebenflsse1 die in ihn mnden4 ,sein rechtes ,ufer ist gebirgig und bietet anmutige und zugleich wilde ,landschaftsbilder dar2 das linke besteht ganz aus ,wiesen1 die mit kleinen ,wldern bedeckt sind und meist unter ,wasser stehen4 ,unweit der ,mndung des ,dnjepr ins ,meer bilden schroff aus dem ,flubett aufsteigende ,felsen zwlf ,stromschnellen1 sie unterbrechen die ,strmung und machen die ,schiffahrt sehr gefhrlich4 ,in ihrer ,nhe gab es viele sogenannte ,sugaken1 wilde ,ziegen mit weilich-glnzenden ,hrnern und atlasweichem ,fell4 ,frher war der ,wasserstand des ,dnjepr hher1 sein ,flubett breiter1 und er berschwemmte die ,wiesen an seinem ,ufer auf grere ,strecken hin4 ,wenn das ,wasser sinkt1 ist das ,bild berraschend schn3 alle ,bodenerhhungen treten hervor und bilden unzhlige1 grne ,inseln inmitten der unabsehbaren ,gewsser des ,ozeans4 ,nur ein einziger schiffbarer ,flu1 die ,desna1 mndet in den ,dnjepr1 sie fliet durch die nrdliche ,ukraine1 mit ihren bewaldeten ,ufern1 die fast immer berschwemmt sind2 aber auch dieser ,flu ist nur stellenweise befahrbar4 ,auerdem gibt's im ,norden noch den ,oster und einen ,teil des ,sseim1 im ,sden die ,ssula1 den ,psjoll mit einer ,reihe schner ,landschaftsbilder1 den ,chorol und andere2 aber keiner von all diesen ,flssen ist schiffbar4 ,verkehrswege gibt es nicht2 die ,produkte konnten nicht ausgetauscht werden1 und daher konnte sich hier auch kein handeltreibendes ,volk ansiedeln4 ,alle ,flsse verzweigen sich in der ,mitte2 keiner von ihnen bildete durch seinen ,lauf eine natrliche ,grenze zwischen den benachbarten ,vlkern4 ,im ,norden lag ,ruland1 im ,osten hausten die ,kiptschatskischen1 im ,sden die ,krimschen ,tataren1 im ,westen lag ,polen und berall offenes ,land -- die ,grenzen wurden durch ,steppen und weite ,ebenen gebildet4 ,htte es auch nur von einer ,seite eine natrliche ,grenze in ,form eines ,gebirges oder eines ,meeres gegeben1 so htte das hier wohnhafte ,volk sich sicherlich sein politisches ,wesen bewahrt und ein selbstndiges ,reich gebildet4 ,aber das offene1 unbeschtzte ,land wurde die bestndige ,beute von berfllen und ,verwstungen1 -- es wurde ein ,platz1 auf dem drei feindliche ,nationen aufeinanderstieen1 den ,boden mit ,knochen dngten und mit ,blut trnkten4 ,ein berfall der ,tataren zerstrte die ganze ,arbeit des ,landmanns2 die ,wiesen und ,felder wurden von den ,hufen der ,rosse zerstampft oder niedergebrannt1 die leichtgebauten ,htten bis auf den ,grund niedergerissen und die ,einwohner vertrieben oder mitsamt ihrem ,vieh in die ,gefangenschaft gefhrt4 ,das war ein ,land des ,schreckens2 und daher konnte hier nur ein kriegerisches1 durch ,zusammenschlu starkes ,volk erstehen -- ein tollkhnes ,volk1 dessen ganzes ,leben von ,kriegen erfllt1 und das in ,krieg und ,schlachten gesugt und aufgezogen war4 ,freiwillige und unfreiwillige ,auswanderer1 heimatlose ,wanderer1 die nichts zu verlieren hatten1 ,menschen1 deren ,leben keinen ,heller wert war1 deren zgelloser ,wille sich keiner ,macht und keinem ,gesetz fgen wollte1 und denen berall der ,galgen drohte1 zogen in dies ,land und whlten diesen uerst gefhrlichen ,ort1 in unmittelbarer ,nhe der asiatischen ,eroberer der ,tataren und ,trken1 zu ihrem ,aufenthalt4 ,diese zusammengewrfelte ,menschenmenge wuchs immer mehr an1 vermehrte sich und bildete schlielich ein ganzes ,volk1 das seinen ,charakter1 ja1 ich mchte sagen1 sein ,kolorit der ganzen ,ukraine mitteilte -- es vollzog sich ein ,wunder -- die friedlichen slawischen ,stmme verwandelten sich unter seinem ,einflu in ein kriegerisches ,volk1 das unter dem ,namen ,kosaken bekannt ist und eine der merkwrdigsten ,erscheinungen in der ,geschichte ,europas bildet2 vielleicht war nur dies ,volk imstande1 die verheerende berschwemmung durch die beiden mohammedanischen ,stmme1 die ,europa zu verschlingen drohte1 zurckzudmmen4 ,,vii ,das erste ,auftauchen der ,kosaken fllt1 wenn nicht ins ,ende des ,,xiii41 so doch in den ,anfang des ,,xiv4 ,jahrhunderts1 in das ,jahrhundert1 wo der starke ,glaubenseifer in ,europa noch nicht erloschen war1 und wo sich pltzlich fast an allen ,orten ,brderschaften und ,ritterorden bildeten1 ganz im ,widerspruch zu der damaligen allgemeinen ,zersplitterung2 diese ,genossenschaften legten sich mit bewunderungswrdiger ,selbstverleugnung alle mglichen ,opfer auf1 entsagten den gewhnlichen ,lebensgewohnheiten der ,ehe und wurden zu unbeugsamen ,htern der geistigen ,gter der ,welt1 und zu ehernen ,beschtzern des christlichen ,glaubens4 ,je schwcher der ,zusammenhang der damaligen ,staaten untereinander war1 desto mchtiger wuchs die furchtbare ,macht dieser ,verbindungen an4 ,die ,verbreitung des ,islam und das ,erstarken der jungen1 mchtigen mohammedanischen ,vlker1 die schon in ,europa eingedrungen waren1 trugen auch zu ihrem ,wachstum bei4 ,der ,geist dieser ,brderschaften drang berallhin -- er fate nicht nur unter den ,rittern ,fu -- aber allerdings waren ihre ,ziele und ,zwecke nicht immer dieselben4 ,um diese ,zeit entstand in der ,nhe der ,stromschnellen ein ,stdtchen1 oder eine ,ansiedlung mit ,namen ,tscherkassy1 die von khnen ,einwanderern gegrndet war2 ihr ,name erinnert an ,bewohner des ,kaukasus1 denen auch von vielen die ,grndung des ,stdtchens zugeschrieben wird1 denn dies war der ,hauptsammelplatz und ,aufenthaltsort der ,kosaken4 ,anfnglich zwangen die hufigen ,einflle der ,tataren in den nrdlichen ,teil der ,ukraine die ,bewohner1 sich durch die ,flucht zu retten1 sich den ,kosaken anzuschlieen und ihre ,zahl zu vergrern4 ,das war ein bunter ,haufen der allerverwegensten ,vertreter der angrenzenden ,nationen4 ,wilde ,bergbewohner1 verarmte ,russen1 polnische ,leibeigene1 die sich dem ,despotismus ihrer ,herren entzogen hatten1 ja sogar abtrnnige ,mohammedaner oder ,tataren haben vielleicht den ersten ,grund zu dieser merkwrdigen ,gesellschaft am anderen ,ufer des ,dnjepr gelegt1 die sich spter1 gleich den ,ordensrittern1 den bestndigen ,kampf mit den ,unglubigen zum ,ziel setzte4 ,dieser ,menschenhaufen besa keine ,befestigungen und keine einzige ,burg4 ,erdhtten1 ,hhlen und allerhand ,schlupfwinkel zwischen den ,felswnden des ,dnjepr1 die hufig unter dem ,wasser1 oder auf den ,inseln1 oder im dichten ,steppengras gelegen waren1 dienten ihnen zum ,versteck fr sich selbst und die zusammengeraubten ,schtze4 ,die ,nester dieser ,ruber waren unsichtbar2 sie kamen pltzlich herangeflogen1 bemchtigten sich ihrer ,beute und verschwanden dann wieder4 ,sie bekmpften die ,tataren mit deren eigenen ,waffen1 das heit1 sie wandten dabei die ,kriegsfhrung der ,asiaten an und fhrten berflle auf sie aus4 ,da ihr ,leben unter dem bestndigen ,druck der ,angst stand1 wollten auch sie ihrerseits ein ,schreckbild fr ihre ,nachbarn sein4 ,die ,tataren und ,trken muten jeden ,augenblick eines berfalls seitens dieser unerbittlichen ,bewohner der ,stromschnellen gewrtig sein4 ,die mohammedanischen ,nachbarn wuten nicht1 welchen ,namen sie diesem verhaten ,volk geben sollten4 ,wenn einer dem anderen seine tiefste ,verachtung ausdrcken wollte1 so nannte er ihn einen ,kosaken4 ,,viii ,ein groer ,teil dieser ,gesellschaft bestand aus den ursprnglichen autochthonen ,bewohnern des sdlichen ,ruland4 ,ein ,beweis dafr ist ihre ,sprache1 die1 obwohl sie viele tatarische und polnische ,worte in sich aufgenommen1 immer ihren reinen sdslawischen ,charakter bewahrt hat1 der dem damaligen russischen sehr hnlich war1 und ein fernerer ,beweis ist ihr ,glaube1 der immer der griechisch-katholische blieb4 ,jeder hatte freien ,zutritt zu dieser ,gemeinschaft1 nur mute er unbedingt den griechischen ,glauben annehmen4 ,diese ,gesellschaft trug alle ,merkmale1 die einer ,ruberbande eigen sind1 an sich2 aber wenn wir nher zusehen1 so finden wir hier ,keime eines politischen ,organismus und eines charaktervollen ,volkes1 das sich gleich zu ,anfang seiner ,existenz ein wichtiges ,ziel gesetzt hatte1 -- den ,kampf mit den ,unglubigen und die ,reinerhaltung der eigenen ,religion4 ,das waren jedoch keine strengen katholischen ,ritter1 sie erlegten sich weder ,gelbde noch ,fasten auf2 sie kasteiten sich nicht durch ,enthaltsamkeit und ,abttung des ,fleisches2 sie waren unbndig wie die ,stromschnellen ihres ,dnjepr und vergaen die ganze ,welt bei ihren wilden ,gelagen und wsten ,festen4 ,die enge ,verbrderung1 die unter den ,mitgliedern einer ,ruberbande herrscht1 verband auch sie miteinander4 ,alles war ,gemeingut -- der ,wein1 das ,geld und ihre ,wohnsttten4 ,die ewige ,angst1 die ewige ,gefahr flte ihnen eine eigentmliche ,lebensverachtung ein4 ,der ,kosak kmmerte sich mehr um sein volles ,ma ,wein1 als um sein ,schicksal4 ,aber bei ihren berfllen bewiesen sie ,gewandtheit1 ,schrfe des ,geistes und eine groe ,geschicklichkeit1 aus jedem ,umstande ,nutzen zu ziehen4 ,man mute diesen ,bewohner der ,stromschnellen in seiner halb tatarischen und halb polnischen ,tracht1 die so recht den ,grenzbewohner verrieten1 sehen1 wenn er mit asiatischer ,gewandtheit auf seinem ,ro dahinsprengte1 im dichten ,steppengras verschwand1 dann wieder mit der ,schnelligkeit eines ,tigers aus seinem unsichtbaren ,schlupfwinkel hervorstrzte oder ganz in ,schlingpflanzen und ,schlamm gehllt als ,schreckgespenst aus dem ,sumpf oder ,flu vor dem fliehenden ,tataren auftauchte4 ,nach solch einem berfall bummelte und zechte derselbe ,kosak mit seinen ,kameraden herum1 vergeudete und verschleuderte die erbeuteten ,schtze1 war sinnlos betrunken und lebte sorglos dahin1 bis zu einem neuen ,kriegszug1 wenn nicht die ,tataren ihn berrumpelten1 die ,sorglosen im betrunkenen ,zustand auseinandertrieben und ihre ,ansiedlung bis auf den ,grund zerstrten4 ,doch bald entstand1 wie durch ein ,wunder1 die ,ansiedlung aufs neue1 und ein verheerender1 furchtbarer ,ausfall gegen die ,tataren rchte die erlittene ,schmach4 ,und wieder begann das alte sorglose und zgellose ,leben4 ,,ix ,es schien fast1 als sollte die ,existenz dieses ,volkes ewig sein4 ,es verminderte sich nie1 die ,ausscheidenden1 die ,erschlagenen und ,ertrunkenen wurden immer wieder ersetzt4 ,dieses frhliche ,leben bte seine ,anziehungskraft auf jedermann aus4 ,das war ja noch jene poetische ,zeit1 wo man mit dem ,sbel in der ,hand alles erreichen konnte1 und wo jeder einzelne nicht ,zuschauer1 sondern handelnde ,person sein wollte4 ,die ,kolonie nahm allmhlich einen ganz eigenartigen1 allgemeinen ,charakter an1 aus ihr bildete sich eine eigene ,nationalitt heraus1 und je nher das ,,xv4 ,jahrhundert herankam1 desto mehr vergrerte sie sich durch neuen ,zuzug4 ,allmhlich entstanden ganze ,flecken und ,drfer mit ,husern1 die von ,familien bewohnt wurden1 und sich in der ,nhe dieses trotzigen ,bollwerks ansiedelten1 um unter der ,bedingung gewisser ,verpflichtungen ihren ,schutz zu genieen4 ,so geschah es1 da das ,land um ,kiew herum verdete1 und sich dagegen am jenseitigen ,ufer des ,dnjepr immer mehr und mehr bevlkerte4 ,durch die ,berhrung und den ,verkehr mit den ,kosaken wurden auch die verheirateten ,mnner1 die ,familienvter1 allmhlich immer kriegerischer gesinnt4 ,der ,sbel und der ,pflug schlossen ,freundschaft untereinander und fanden sich bei jedem ,landmann zusammen4 ,verwegene ,hagestolze fingen an1 nicht nur ,gold1 ,geld und ,rosse1 sondern auch ,tatarenfrauen und -tchter zu rauben1 die sie nachher heirateten4 ,durch diese ,vermischung erhielten die ,gesichter1 die ehemals einen recht verschiedenartigen ,vlkertypus aufwiesen1 eine mehr gleichartige asiatische ,physiognomie4 ,und so entstand ein ,volk1 das seinem ,glauben und seinem ,wohnort nach zu ,europa gehrte1 aber nach seinen ,sitten1 nach seiner ,tracht und ,lebensweise vollkommen asiatisch war1 ein ,volk1 in dem zwei verschiedene ,weltteile zusammentrafen1 und zwei vllig anders geartete ,elemente sich untereinander mischten3 europische ,vorsicht und asiatische ,sorglosigkeit1 ,treuherzigkeit und ,verschlagenheit1 krftige ,aktivitt und grenzenlose ,trgheit und ,verzrtelung1 das ,streben nach ,fortschritt und ,vervollkommnung -- und zugleich der ,wunsch sich den ,anschein zu geben1 als verachte man jeglichen ,fortschritt und jede ,vervollkommnung4 #ahcb4 ,,vi ,einige ,worte ber ,puschkin ,bei dem ,namen ,puschkin steigt sofort der ,gedanke an ,rulands nationalen ,dichter auf4 ,und in der ,tat -- es gibt keinen unter unseren ,dichtern1 der hher stnde1 keiner kann mit mehr ,recht national genannt werden1 als er4 ,daher gebhrt dieser ,titel vor allem ihm1 wie keinem andern4 ,in ihm ist1 wie in einem ,wrterbuch1 der ganze ,reichtum1 die ganze ,kraft und ,geschmeidigkeit unserer ,sprache niedergelegt4 ,er hat mehr1 denn je ein anderer1 ihre ,grenzen erweitert und uns ihre gewaltigen ,dimensionen offenbart4 ,puschkin ist eine ganz auerordentliche ,erscheinung1 ja vielleicht die erste und einzige1 die der russische ,geist hervorgebracht hat1 das ist der russische ,mensch in seiner hchsten und letzten ,ausprgung1 wie er sich uns vielleicht erst in zwei ,jahrhunderten darstellen wird4 ,in ihm spiegelt sich die russische ,natur1 die russische ,seele1 die russische ,sprache und der russische ,charakter in einer solch reinen sublimen ,schnheit1 wie eine ,landschaft auf der konvexen ,oberflche eines optischen ,glases4 ,schon sein ,leben war echt russisch4 ,die freie ,ungebundenheit und ,flle1 nach der es den ,russen verlangt1 wenn er sich fr einen ,augenblick selbst vergit1 und die eine so starke ,anziehungskraft auf die frische russische ,jugend besitzt1 sind auch fr die ersten ,jahre charakteristisch1 whrend der er die groe ,welt betritt4 -- ,wie mit ,absicht fhrte ihn das ,schicksal gerade dorthin1 wo die ,grenzen ,rulands durch ,schroffheit und charaktervolle ,majestt der ,natur bezeichnet werden1 wo die grenzenlose russische ,ebene vom ,sdwind umfchelt und von steil in die ,wolken ragenden ,bergen unterbrochen wird4 ,der gigantische1 mit ewigem ,schnee bedeckte ,kaukasus1 der mitten aus der heien sdlichen ,ebene emporsteigt1 machte einen tiefen ,eindruck auf ihn1 man kann sagen1 er erweckte die ,krfte seiner ,seele und sprengte die letzten ,ketten1 die den freien ,gedanken noch beschwerten4 ,das poesievolle1 zgellose ,leben der verwegenen ,bergbewohner1 ihre stndigen ,zusammenste und ihre pltzlichen unwiderstehlichen berflle entzckten ihn4 ,und seit jener ,zeit erhielt sein ,pinsel jenen wunderbaren ,schwung und jene ,khnheit1 die das ganze ,ruland1 das erst eben zu lesen begonnen hatte1 so tief ergriff4 ,wenn er den ,kampf eines ,tschetschenzen mit einem ,kosaken schildert1 dann sind seine ,worte wie ,blitze2 sie funkeln wie eine blanke ,sbelklinge und strmen schneller dahin1 als die ,wogen der ,schlacht4 ,nur er versteht es1 den ,kaukasus zu besingen2 er ist mit seiner ganzen ,seele1 mit allen seinen ,sinnen in ihn verliebt2 er ist ganz erfllt1 ganz durchdrungen von der ,schnheit seiner ,landschaft1 vom sdlichen ,himmel1 von den herrlichen1 ,grusischen ,ebenen1 von den berauschenden ,nchten und ,grten der ,krim4 ,das macht wohl1 da er in all seinen ,werken da am wrmsten und feurigsten ist1 wo seine ,seele vom ,hauch des ,sdens getroffen wird4 ,unwillkrlich setzt er hier seine ganze ,kraft ein1 und daher bten auch seine ,schpfungen1 die1 vom ,kaukasus handelnd1 vom freien ,leben der ,tscherkessen und den ,nchten der ,krim erfllt sind1 jenen herrlichen magischen ,zauber aus2 selbst die1 denen es an ,geschmack fehlte1 und deren geistige ,fhigkeiten nicht ausreichten1 um ihn zu verstehen1 waren von ihnen entzckt4 ,das ,khne ist am leichtesten verstndlich1 es weitet die ,seele mchtig und gewaltig aus1 vor allem die der ,jugend1 die es immer nach ,ungewhnlichem drstet4 ,kein einziger ,poet in ganz ,ruland hatte ein so beneidenswertes ,schicksal wie ,puschkin4 ,der ,ruhm keines einzigen hat sich so schnell verbreitet1 wie der seine4 ,alle fhlten sich verpflichtet1 bei jeder passenden oder unpassenden ,gelegenheit einige von den herrlichen1 glnzenden ,stellen aus seinen ,werken zu zitieren1 oder doch wenigstens zu verballhornisieren4 ,schon sein ,name allein hatte etwas ,elektrisierendes2 ein miger ,tintenkleckser brauchte ihn nur in einer seiner ,arbeiten zu erwhnen1 und sie wurde berall gelesen#c4 ,schon bei seinem ersten ,auftreten war er durch und durch national2 denn die wahre ,nationalitt besteht ja nicht in der ,beschreibung eines russischen ,sarafans1 sondern in dem ,geist eines ,volkes4 ,ein ,dichter kann auch dann noch national bleiben1 wenn er ganz fremde ,welten darstellt1 nur mu er sie mit seinen ,augen durch sein nationales ,element hindurch1 mit den ,augen seines ,volkes anschauen1 er mu so reden und fhlen1 da seine ,landsleute meinen1 sie seien es selbst1 die so fhlten und redeten4 ,wenn man von den ,eigenschaften sprechen will1 die die ,vorzge ,puschkins im ,vergleich mit anderen ,schriftstellern bilden1 so mu man sagen1 da sie in der auergewhnlichen ,krze seiner ,schilderungen und in der seltenen ,kunst liegen1 einen ,gegenstand mit ein paar ,strichen zu zeichnen4 ,seine ,epitheta sind so khn und treffend1 da sie oft eine lange ,umschreibung ersetzen1 sein ,pinsel strmt frmlich dahin4 ,ein kleines ,werk von ihm ist stets ebensoviel wert1 wie eine ganze groe ,dichtung4 ,man kann kaum von einem anderen ,dichter sagen1 da bei ihm in einem kleinen ,stcke so viel ,gre1 ,schlichtheit und ,kraft enthalten sei1 wie bei ,puschkin4 ,aber seine letzten ,werke1 die er in der ,zeit verfate1 als der ,kaukasus mit seiner schroffen ,majestt1 mit seinen mchtigen in die ,wolken ragenden ,gipfeln seinen ,blicken entschwunden war1 als er sich ins ,herz ,rulands zurckzog und sich tiefer in die schlichte ,ebene1 in das ,studium des ,lebens und der ,sitten seiner ,landsleute versenkte1 als er ein echt nationaler ,dichter sein wollte -- diese seine letzten ,dichtungen berraschten nicht mehr durch die ,farbenpracht und die blendende ,khnheit1 die all seine ,werke erfllte1 wenn er vom ,elbrus1 von den ,bergvlkern des ,kaukasus1 von der ,krim und ,grusien erzhlte4 ,funote #c3 ,unter ,puschkins ,namen wurden auch eine ,reihe abgeschmackter ,verse verbreitet4 ,das ist das gewhnliche ,los des ,talents1 dessen ,name bekannt und berhmt ist4 -- ,anfangs lacht man darber1 aber spter fngt man an1 sich zu rgern1 wenn man ber die erste ,jugend hinaus ist und sieht1 da diese ,torheiten kein ,ende nehmen4 ,schlielich schrieb man ,puschkin sogar ,werke wie ,das ,cholera-,mittel1 ,die erste ,nacht und hnliche zu4 ,ich glaube1 diese ,erscheinung ist nicht schwer zu erklren4 ,alle ,leser1 die gebildeten und ungebildeten waren von seiner khnen ,pinselfhrung und dem ,zauber seiner ,bilder entzckt und verlangten strmisch1 er solle volkstmliche und historische ,themata zum ,gegenstand seiner ,poesie machen1 sie vergaen1 da man doch unmglich das ruhige und weniger von ,leidenschaften erfllte russische ,leben mit denselben ,farben malen konnte1 wie die ,berge des ,kaukasus und seine freien ,bewohner4 ,die ,masse des ,publikums1 die sozusagen die ,nation ausmacht1 ist sehr seltsam in ihren ,anforderungen und ,wnschen2 sie schreit3 ,schildere uns1 so wie wir sind1 vllig wahrheitsgetreu1 stelle die ,taten unserer ,ahnen dar1 und zwar so1 wie sie sich wirklich vollzogen haben4 ,aber1 wenn es der ,dichter dann versucht1 ihrem ,ruf ,folge zu leisten1 und alles wahrheitsgetreu1 d4 h4 ganz so wie es sich abspielte1 zu schildern1 dann heit es gleich3 ,das ist matt1 das ist schwach1 das ist schlecht1 es entspricht durchaus nicht der ,wahrheit4 ,die ,masse des ,volkes gleicht in dieser ,hinsicht einer ,dame1 die bei einem ,maler ein ,portrt bestellt1 und den ,wunsch uert1 er solle es so hnlich wie mglich machen2 aber weh ihm1 wenn er es nicht versteht1 alle ihre ,fehler zu verhllen6 ,die russische ,geschichte nimmt erst in ihrer letzten ,epoche unter den ,zaren eine groe ,lebhaftigkeit an2 bis dahin war der ,charakter des ,volkes meist recht farblos1 die verschiedenen ,abstufungen der ,leidenschaften waren ihm unbekannt4 ,den ,poeten trifft keine ,schuld2 aber auch dem ,volk kann man sein ,gefhl nicht belnehmen1 das es verleitet1 den ,taten seiner ,vorfahren greren ,wert beizulegen4 ,daher hat der ,poet zwei ,mglichkeiten3 entweder sein ,pathos hher emporzuschrauben1 dem ,schwchlichen grere ,kraft einzuflen1 mit ,feuer von ,dingen zu reden1 die in sich selbst keine starke innere ,wrme haben1 dann ist die ,masse seiner ,verehrer1 die ,masse des ,volks auf seiner ,seite und zugleich mit ihr das ,geld2 oder er mu der ,wahrheit treu bleiben1 gro sein1 wo auch das ,thema gro ist1 khn und schroff sein1 wo wahrhafte ,khnheit und ,schroffheit sich zeigt1 ruhig und still bleiben1 wo auch die ,ereignisse nicht sieden und brodeln4 ,dann aber kann er der ,masse ,lebewohl sagen4 ,sie wird ihm nicht zujubeln1 es sei denn1 da der ,gegenstand1 den er darstellt1 schon an und fr sich so gro und gewaltig ist1 da er einen allgemeinen ,enthusiasmus entfachen mu4 ,der ,dichter vermied den ersten ,weg1 eben weil er ,dichter bleiben wollte1 und weil ein jeder1 der nur einen ,funken des heiligen ,berufes in sich fhlt1 ein so feines ,empfinden hat1 das es ihm nicht erlaubt1 sein ,talent durch solche ,mittel zu offenbaren4 ,niemand wird leugnen1 da ein wilder ,bergbewohner mit seiner kriegerischen ,tracht1 der so frei wie die ,freiheit selbst1 der sein eigener ,herr und ,richter ist1 einen viel strkeren ,eindruck macht1 als irgendein ,assessor2 und obgleich der erstere seinen ,feind gettet1 nachdem er ihm in einer ,felsspalte auflauerte1 oder ein ganzes ,dorf niedergebrannt hat1 so erscheint er uns doch viel bedeutender und interessanter und erweckt immer in weit hherem ,grade ,mitleid1 als unser ,beisitzer in seinem fadenscheinigen1 mit ,tabakflecken beschmutzten ,frack1 der1 ohne es zu wollen1 nur auf dem ,wege von allerhand ,nachforschungen und ,nachprfungen eine ,reihe von allen mglichen ,leibeigenen und ,freien ins ,elend gebracht hat4 ,aber der eine wie der andere sind beides ,erscheinungen1 die unserer ,welt angehren2 sie haben beide ein ,anrecht auf unsere ,aufmerksamkeit1 obwohl aus einem ganz natrlichen ,grunde das1 was wir seltener sehen1 unsere ,phantasie weit strker erregt1 und so ist der ,umstand1 da der ,dichter das ,gewhnliche dem ,ungewhnlichen vorzieht1 nichts anderes als eine falsche ,rechnung des ,dichters -- eine falsche ,rechnung gegenber seinem zahlreichen ,publikum -- aber freilich nicht gegenber sich selbst4 ,dadurch verliert er nicht1 nein1 er gewinnt vielleicht sogar noch an ,wert1 allerdings wohl nur in den ,augen einiger weniger ,sachkundiger4 ,bei dieser ,gelegenheit fllt mir eine ,geschichte aus meiner ,kindheit ein4 ,ich hatte immer eine gewisse ,leidenschaft fr die ,malerei4 ,ich interessierte mich besonders fr eine ,landschaft1 die ich gemalt hatte1 und in deren ,vordergrunde sich ein verdorrter ,baum erhob4 ,ich lebte damals auf dem ,lande1 die ,kunstkenner und die ,richter1 die ber mich zu urteilen hatten1 waren meine ,nachbarn4 ,einer von ihnen warf einen prfenden ,blick auf das ,bild1 schttelte den ,kopf und sagte3 -- ,ein guter ,knstler whlt sich immer einen schnen1 schlanken ,baum mit jungen1 frischen ,blttern und nicht einen vertrockneten4 ,in meiner ,kindheit verdro es mich1 solche ,urteile zu hren1 aber spter habe ich daraus eine ,lehre gezogen3 man mu wissen1 was der ,masse gefllt und was ihr nicht gefllt4 ,die ,werke ,puschkins1 die aus der russischen ,natur herauswachsen1 sind ebenso still und leidenschaftslos1 wie die russische ,natur4 ,nur der kann sie ganz verstehen1 dessen ,seele wahrhaft russische ,elemente in sich trgt1 der ,ruland seine ,heimat nennt1 dessen ,geist so zart organisiert ist und dessen ,gefhl so fein zu empfinden gelernt hat1 da er die scheinbar unbedeutenden russischen ,lieder und den russischen ,geist nachempfinden kann2 denn je alltglicher der ,gegenstand ist1 desto hher mu der ,dichter stehn1 um aus ihm das ,ungewhnliche an die ,oberflche zu ziehen1 und zwar so1 da dieses ,ungewhnliche zugleich die lauterste ,wahrheit darstellt4 ,in der ,tat3 sind ,puschkins letzte ,werke auch in ihrem ganzen ,werte erkannt worden8 ,hat auch nur einer den ,boris ,godunow richtig verstanden und seine ,bedeutung begriffen1 dieses groe und tiefe ,werk1 voll innerer1 unnahbarer ,poesie1 das jeden groben1 bunten ,schmuck verschmht1 der der ,masse ins ,auge sticht4 ,jedenfalls ist nie ein richtiges ,urteil ber diese ,werke gedruckt worden1 und sie sind bis heute so gut wie unbeachtet geblieben4 ,in seinen kleinen ,schriften1 dieser herrlichen ,anthologie ist ,puschkin auerordentlich vielseitig1 hier erscheint er noch umfassender und bedeutender als in seinen ,dichtungen4 ,einzelne von diesen kleinen ,werken haben etwas so ,packendes und ,blendendes1 da sie ein jeder verstehen kann1 aber der weitaus grte ,teil unter ihnen1 und zwar die allerschnsten erscheinen der groen ,masse unbedeutend und gewhnlich4 ,um sie zu verstehen1 mu man einen ganz besonderen ,sprsinn und einen viel feineren ,geschmack haben1 als ihn ein ,mensch besitzt1 auf den nur die allergrten und hervorstechendsten ,zge wirken4 ,hierzu mu man der groben1 schweren ,speisen lngst berdrssig1 man mu in gewissem ,mae ,sybarit sein1 dem nur kleine ,vgel von der ,gre eines ,fingerhuts oder solche ,gerichte ,genu gewhren1 deren ,geschmack dem fade1 seltsam und unangenehm erscheinen mu1 der an die ,gerichte seines ,kochs1 eines ,leibeigenen vom ,lande1 gewhnt ist4 ,diese ,sammlung seiner kleinen ,gedichte stellt eine ,reihe blendender ,bilder dar4 ,es ist jene klare ,welt1 erfllt von jenen ,zgen1 die nur den ,alten bekannt waren1 jene ,welt1 in der die ,natur so lebendig zu uns spricht und sich so hell wiederspiegelt1 wie in der silbernen ,flut eines ,flusses1 aus dem pltzlich ein blendendweier ,nacken1 schneeweie ,hnde und ein ,alabasterhals1 umschattet von nachtschwarzen ,locken -- oder kristallene ,trauben1 ,myrten und schattige ,haine leuchtend emportauchen1 als wren sie fr das ,leben geschaffen4 ,hier ist alles beisammen3 ,genu1 ,einfalt und ein pltzlicher ,hhenflug des ,gedankens1 der die begeisterte ,seele des ,lesers pltzlich mit heiligem ,schaudern umfngt4 ,das sind keine ,kaskaden einer ,rhetorik1 die nur durch ,wortreichtum gefllt und in denen ein jeder ,satz nur deshalb so wuchtig wirkt1 weil er sich mit andern verbindet und durch das ,getn der ganzen ,masse betubt1 aber einzeln betrachtet1 schwach und inhaltsleer erscheint4 ,hier fehlt jede ,beredsamkeit1 hier gibt es nur ,poesie4 ,es fehlt jeder uere ,glanz1 alles ist einfach1 anstndig1 von nur innerer ,klarheit erfllt1 die sich jedoch nicht sofort offenbart4 ,hier ist alles lakonisch1 wie die wahre ,poesie es immer ist4 ,es sind immer nur wenige ,worte1 aber sie sind so treffend1 da sie alles sagen4 ,in jedem ,worte liegt ein ganzer unendlicher ,abgrund beschlossen1 jedes ,wort ist so unerschpflich wie der ,dichter selbst4 ,so kommt es1 da man diese kleinen ,werke immer wieder liest1 whrend dieser hohe ,vorzug einem ,werke fehlt1 in dem der ,grundgedanke allzu klar hervorleuchtet4 ,es war mir immer merkwrdig1 ,urteile von ,mnnern1 die den ,ruf von ,kunstkennern und ,literaten hatten1 ber diese ,werke zu hren2 hatte ich ehemals doch viel auf sie gegeben1 ehe ich ihre ,ansichten ber diesen ,gegenstand kennen gelernt hatte4 ,man kann diese kleinen ,werke einen ,prfstein nennen1 an dem man den ,geschmack und das sthetische ,gefhl des ,kritikers messen kann4 ,aber seltsam6 ,man sollte meinen1 diese ,gedichte mten jedem verstndlich sein6 ,sie sind so schlicht und zugleich erhaben1 so glhend und leuchtend1 so sinnlich und zugleich doch wieder so kindlich rein4 ,wie knnte man sie nicht verstehen8 ,aber ach1 es ist eine unerschtterliche ,wahrheit3 je mehr ein ,poet ein wahrer ,dichter ist1 je mehr er nur die ,gefhle darstellt1 die nur ein ,dichter kennt und empfindet1 um so handgreiflich kleiner wird der ,kreis der ihn umgebenden ,menge1 ja er wird schlielich so eng1 da man zuletzt die ,zahl seiner wahren ,bewunderer an den ,fingern abzhlen kann4 #ahcb4 ,,vii ber die ,architektur unserer ,zeit ,ich werde immer traurig1 wenn ich die neuen ,bauten sehe1 die unaufhrlich vor unseren ,augen entstehen1 fr die ,millionen verschleudert werden und von denen nur die allerwenigsten den erstaunten ,blick durch ,gre des ,entwurfs1 ,eigenart und ,khnheit der ,phantasie1 oder auch nur durch die ,pracht und die blendende ,buntheit der ,ornamente fesseln4 ,und unwillkrlich drngt sich einem der ,gedanke auf3 sollte die groe ,epoche der ,architektur wirklich endgltig dahin sein8 sollten wirklich ,genialitt und ,gre nie wieder bei uns einkehren8 oder sind das ,vorzge1 die nur jungen von ,energie und ,enthusiasmus erfllten ,vlkern eigen sind1 die noch nichts wissen von der langweiligen und leidenschaftslosen ,bildung8 ,warum erheben sich aber dann jene ,vlker1 auf die wir in unserer ,selbstzufriedenheit so geringschtzig herabsehen und denen wir kaum einen ,platz in der ,weltgeschichte einrumen wollen1 durch die ,schpfungen ihres finsteren und durch keinen ,funken von ,wissen erleuchteten ,verstandes so hoch ber uns8 ,warum sind denn dann die kolossalen ,statuen der ,inder so ungeheuer und grandios1 warum sind die ,baudenkmler der ,araber so herrlich und prchtig8 ,und wie konnten in ,europa whrend des ,mittelalters so viele ,bauten von so wunderbarer ,gre entstehen8 ,wie ungern unterwirft man sich der berzeugungskraft dieser berlegung1 aber alles spricht dafr1 da sie wahr ist4 ,sie sind vorber -- diese ,jahrhunderte1 als noch der ,glaube1 der heie inbrnstige ,glaube alle ,gedanken1 alle ,geister und alles ,tun und ,trachten auf ein ,ziel hinlenkte1 als noch der ,knstler bestndig danach strebte1 seine ,schpfungen dem himmlischen ,ideal immer mehr anzunhern2 zu ihm allein trieb es ihn und schon wenn er seiner ansichtig wurde1 erhob er fromm die zum ,gebet gefalteten ,hnde4 ,seine ,gebude strebten zum ,himmel empor1 die schmalen ,fenster1 die ,sulen und ,pfeiler und die hohen ,gewlbe streckten sich in die ,hhe1 durchbrochen und durchsichtig wie ein ,spitzengewebe1 schwebte gleich einer ,rauchsule der spitze ,turm darber1 und der majesttische ,dom erschien gegenber den ,wohnhusern der ,menschen so gewaltig und erhaben1 wie das ,streben unserer ,seele gegenber den ,trieben unseres ,leibes4 ,es gab einst eine wunderbare christlich-europisch-nationale ,architektur -- wir aber haben sie verlassen1 aufgegeben und vergessen wie etwas ,fremdes und sie geringschtzig behandelt wie etwas ,plumpes und ,barbarisches4 ,ist es da ein ,wunder1 da sich ,europa schon nach drei ,jahrhunderten eifrig auf alles mgliche strzte1 gierig alles ,fremde annahm1 die herrliche antike rmische und byzantinische ,bauart bewunderte und sie in seiner ,weise verunstaltete2 ,europa wute nicht1 da es mitten in seinem ,herzen ,wunderdinge gab1 mit denen verglichen alles1 was es bisher gesehen hatte1 gering erscheint1 es wute nicht1 da es einen ,mailnder und ,klner ,dom in sich beherbergte1 und da noch heute die ,steine des unvollendeten ,turms vom ,straburger ,mnster verwittern4 ,die gotische ,architektur1 jener gotische ,stil1 der sich am ,ende des ,mittelalters herausbildete1 ist eine ,schpfung1 wie sie der ,geschmack des ,menschen und seine ,phantasie noch niemals hervorgebracht hat4 ,mit ,unrecht will man sie von dem arabischen herleiten4 ,die ,grundzge dieser beiden ,stile gehen weit auseinander2 von der arabischen ,architektur entnahm die gotische nur die ,kunst1 der schweren ,masse eines ,baus eine gewisse ,leichtigkeit zu verleihen und sie mit wunderbaren ,ornamenten zu schmcken1 aber selbst der reiche ,schmuck nahm bei ihr ganz andere ,formen an4 -- ,sie ist erhaben und umfassend wie das ,christentum6 ,hier finden wir alles vereinigt3 einen ,wald von schlanken1 hoch ber unsere ,hupter hinaufstrebenden ,pfeilern1 gewaltige1 schmale ,fenster in den verschiedenartigsten ,variationen und mannigfachen ,rahmen und dazu diese ungeheure1 kolossale ,masse1 die durch eine bunte ,menge kleiner ,ornamente belebt wird2 diese leichten ,spinngewebe des ,schnitzwerks1 das das ,ganze in sein ,netz einhllt1 es von der ,basis bis zur ,turmspitze umspinnt und mit ihm gen ,himmel zu fliegen scheint3 ,majestt und ,schnheit1 ,pracht und ,schlichtheit1 ,schwere und ,leichtigkeit -- das sind ,vorzge1 die nur die ,architektur der damaligen ,zeit zu vereinigen verstanden hat4 ,wenn man ins heilige ,dunkel eines solchen ,domes eintritt1 wo das ,licht phantastisch durch bunt gemalte ,scheiben bricht1 und seine ,augen dorthin emporhebt1 wo die mchtigen ,pfeiler sich begegnen1 kreuzen und schlielich ganz zu verlieren scheinen1 da man ihr ,ende nicht absieht1 dann ist es nur natrlich1 da man in seiner ,seele unwillkrlich etwas von dem ,schauer der ,gegenwart des ,heiligen versprt1 an das selbst der khne ,verstand nicht zu rhren wagt4 ,doch -- sie ist verschwunden1 diese herrliche ,architektur6 ,als der ,enthusiasmus des ,mittelalters erloschen war1 als die ,gedanken der ,menschen sich immer mehr zersplitterten und sich auf eine ,menge anderer ,ziele richteten1 als die ,einheit und ,ganzheit des einen ,zieles verschwand1 da verschwand zugleich mit ihnen auch ,gre und ,erhabenheit4 ,die ,krfte zersplitterten sich und wurden immer schwcher4 ,man begann pltzlich auf allen ,gebieten eine ,menge der wunderbarsten ,dinge zu produzieren1 aber etwas wahrhaft ,groes1 etwas ,gigantisches gab es nicht mehr4 ,eine ,anzahl von ,bewohnern des byzantinischen ,reiches waren aus ihrer1 von den ,muselmnnern besetzten1 lasterhaften ,hauptstadt entflohen und verdarben nun den ,geschmack der ,europer und ihre kolossale ,architektur4 ,die ,byzantiner hatten damals schon lngst ihren klassischen alten attischen ,geschmack verloren1 ja1 sie hatten sich nicht einmal den alten byzantinischen erhalten und brachten nur noch elende ,reste ihres degenerierten ,stiles nach ,europa mit4 ,sie versuchten es1 die runden1 heidnischen1 zauberischen1 wollstigen ,formen ihrer ,kuppeln und ,sulen dem ,christentum anzupassen1 aber sie machten das ebenso ungeschickt1 wie sie das ,christentum ihrem heidnischen1 altersschwachen und jeder ,spannkraft entbehrenden ,leben angepat hatten4 ,die ,kuppel streckte sich empor und nahm eine fast eckige ,gestalt an4 ,die schlanken ,linien der ,giebel erschienen merkwrdig gebrochen und fhrten zu nichtssagenden ,formen4 ,die in dieser ,weise verunstaltete byzantische ,architektur gelangte nach ,europa1 wo sie ihrerseits noch weiter verndert wurde1 weil die ,europer noch die ursprngliche gotische ,idee und ,vorstellung in ihrer ,seele trugen1 die der schwchlichen ,vielseitigkeit der ,griechen so sehr widersprach4 ,damals entstanden jene massiven ,palste mit ihren sinnlosen ,sulen und ,halbsulen2 das alles war zaghaft und kleinlich1 das war keine ,pracht1 sondern nur eine migestalte ,schlichtheit4 ,eine ,menge mythologischer ,kpfe und sinnloser ,verzierungen1 die an der schweren ,masse klebten1 verliehen ihr darum doch keine ,leichtigkeit1 milderten keineswegs ihre schroffen ,linien durch einen ,zusatz von ,zartheit und drckten keinen ,gedanken aus4 ,das ,streben nach oben1 das den schwersten ,massen ,leichtigkeit und ,erhabenheit verliehen hatte1 war verschwunden4 ,statt dessen wuchsen sie jetzt in die ,breite4 ,aber die ,kirchen1 die im ,,xvii4 und im ,anfang des ,,xviii4 ,jahrhunderts gebaut wurden1 lassen die ,idee ihrer ,bestimmung noch weniger erkennen4 ,bei ihrem ,anblick hat man1 wie es scheint1 dasselbe ,gefhl1 wie wenn ein roher ,mensch sich die ,allren eines feinen ,weltmannes zu geben sucht4 ,in ihnen vereinigte sich die gerade ,linie in geschmackloser ,weise mit der geschwungenen und krummen4 ,trotz der halbgotischen ,form ihrer ganzen ,masse haben sie den gotischen ,charakter ganz eingebt4 ,die ,fenster sind klein und stehen dicht gedrngt nebeneinander oder sie sind ohne jede ,harmonie auf eine groe ,flche verteilt4 ,die ,pilaster ziehen sich nicht mehr durch die ganze ,lnge des ,baues hin1 sondern sind entweder oben unter der ,kuppel oder aber in der ,mitte der ,mauer angeklebt1 sie sind kurz1 plump und tragen hufig noch ein zweites ,stockwerk ebensolcher kleiner und hlicher ,sulenreihen4 ,die ,linie des ,daches ist gleichfalls gebrochen2 dabei hlt man hufig noch an dem gotischen ,turm fest1 aber es ist nicht mehr der leichte1 durchbrochene1 durchsichtige ,turm1 der unter der ,hand der mittelalterlichen ,knstler eine so sthetische ,gestalt annahm4 ,jetzt ist er massiv1 schwerfllig und strebt auch gar nicht mehr zum ,himmel empor4 ,alles1 was an das lngliche1 aufstrebende gotische ,detail erinnerte1 wurde nunmehr als geschmacklos verworfen4 ,obgleich der ,geschmack im ,laufe des ,,xviii4 ,jahrhunderts etwas besser wurde1 haben wir darum noch nichts gewonnen2 denn diese ,besserung vollzog sich innerhalb der ,fesseln fremder ,formen4 ,die gotische ,schwere wurde mit ,recht verpnt1 in ihrer ,mischung mit der griechischen ,form war sie hlich bis zur ,unmglichkeit4 ,jetzt begann man mit noch grerem ,eifer die ,antike zu studieren4 ,aber man tat es1 wie es ngstliche ,schler tun1 die die kleinsten ,einzelheiten des ,originals mit peinlicher ,sorgfalt kopieren und darber die ,idee des ,ganzen vergessen4 ,man nahm einzelne ,teile heraus und klebte sie an die ungeheure ,masse und berlud diese mit ihnen1 die dadurch einen bis dahin geradezu unerhrten ,mangel an ,einheitlichkeit und ,harmonie aufzuweisen begann4 ,die ,sulen und ,kuppeln1 die uns ehedem am meisten entzckt hatten1 wurden bei jedem ,gebude ganz ziel- und zwecklos und an jeder nur mglichen ,stelle angebracht4 ,sie bildeten nicht mehr den ,grundgedanken des ,bauwerks1 sondern nur noch seine ,teile oder -- besser gesagt -- seinen ,schmuck4 ,wir vergrerten die ,dimensionen des ,gebudes immer mehr1 whrend wir die ,kuppel im ,verhltnis zum ,ganzen immer kleiner werden lieen4 ,wir betrachteten das ,gebude1 das wir zum ,modell gewhlt hatten1 nicht aus einer gewissen ,entfernung und durch das ,vergrerungsglas1 sondern wir sahen es aus der ,nhe1 und die ,kuppel wurde ganz klein und verschwand vor dem ,ganzen4 ,und da wir nun dieses einsame ,thronen hoch ber dem ,gebude als leer empfanden1 so fgten wir schnell noch ein paar weitere hinzu1 setzten dem ,gebude noch einige ,trme auf1 die ber sie hinausragten1 und die ,kuppeln bekamen eine gewisse hnlichkeit mit ,pilzen4 ,die ,kuppel1 dieses schnste und herrlichste ,produkt des ,geschmacks1 wenn sie anmutig und leicht geschwungen das ganze ,gebude beherrscht und strahlend mit ihrer wolkigen ,oberflche auf der ganzen weien ,masse ruht1 verschwand vollstndig4 ,ich liebe die ,kuppel1 jene wundervolle1 gewaltige1 schwach gewlbte ,kuppel1 die der reiche ,geschmack der ,griechen im alexandrinischen ,zeitalter und nach ihm im ,jahrhundert der ,genusucht und des ,egoismus wieder erstehen lie4 ,dieses ,jahrhundert einer raffinierten ,lebenszerstckelung1 das ,jahrhundert der leichten1 duftigen ,wollust1 der ,trgheit und ppigkeit atmenden ,anthologie1 wo ein jeder nur sich selbst angehrte1 fr sich selbst und nicht fr die ,gesellschaft lebte1 und wo ber den herrlichen1 prchtigen ffentlichen ,bdern sich berall diese ,kuppel erhob1 khn geschwungen wie das ,himmelsgewlbe4 ,nichts kann die ,masse der ,huser so selig und so wundervoll krnen1 wie eine solche ,kuppel2 aber sie darf nur ber einem ,gebude ruhn1 das sich unermelich in die ,breite dehnt und einen mglichst groen ,flchenraum umspannt4 ,sie mu auf seinem ganzen groen ,grundri ruhn1 sie mu heller als das ,gebude selbst und womglich ganz wei sein4 ,dieses blendende ,wei verleiht ihrer leicht geschwungenen ,form einen unbegreiflichen ,zauber und eine herrliche ,flle1 und sie rundet sich dann noch wunderbarer und luftiger im ,himmelsblau4 ,noch heute haben die ,stdte von ,syrien und thiopien einen ganz ungewhnlichen ,reiz1 weil sich in ihnen noch einzelne ,kuppeln dieser ,art erhalten haben4 ,und auch gegenwrtig noch kann man im ,orient eine ganze ,menge von groartigen ,exemplaren finden4 ,der ,portikus mit seinen ,sulen1 dieses leuchtende ,erzeugnis des harmonischen1 attischen ,geschmacks1 der keinerlei berbau ber sich duldete1 ist uns gleichfalls verloren gegangen4 ,man kam nicht auf den ,gedanken1 ihn ins ,kolossale zu steigern1 ihn ber die ganze ,breite und ,hhe des ,gebudes auszudehnen4 ,man hat ihn nicht in die ,breite entwickelt und auch nicht vergrert1 sondern man wandte ihn in seiner gewhnlichen ,form an4 ,ist es da ein ,wunder1 da ,gebude1 die eines mchtigen ,portikus bedurft htten1 leer erschienen1 da nur ber den ,portalen einige auf ,sulen ruhende ,giebel angebracht wurden4 ,die in ,kirchen und ,palsten ber ihm aufgebauten ,massen und ,trme1 die seinem ,charakter gar nicht entsprachen1 erdrckten und vernichteten ihn vollends4 ,so ist auch ein ,dichter1 der kein groes ,genie besitzt1 stets unzufrieden mit einem einfachen ,sujet1 und statt es neu zu entwickeln und ins ,groe zu steigern1 verkoppelt er es mit einer ganzen ,reihe anderer4 ,seine ,dichtung wird durch die ,buntheit der verschiedenen ,gegenstnde nur belastet1 aber es fehlt ihr an einem beherrschenden ,gedanken1 und so bildet sie kein harmonisches ,ganzes mehr4 ,zu ,beginn des ,,xix4 ,jahrhunderts begann sich pltzlich die ,idee der attischen ,schlichtheit zu verbreiten1 sie wurde -- wie das immer zu geschehen pflegt -- zur ,mode und legte ihren ,stempel auf alles1 selbst auf die ,kleider der ,frauen1 die sich in leichte nachlssige ,hetrengewnder verwandelten4 ,man htte meinen knnen1 die ,zeit htte sich noch weiter in das ,studium der ,antike vertiefen und ihren ,geist noch umfassender ergrnden mssen1 und doch trug alles1 was nach ihrem ,vorbild erbaut wurde1 den ,stempel des ,kleinlichen und ,miniaturhaften4 ,man lernte wohl die ,kunst1 die ,teile miteinander zu verbinden und zu harmonisieren1 nicht aber die1 dem ,ganzen ,gre zu verleihen und ihm die ,proportion zu geben1 die das ,staunen und die ,bewunderung des ,beschauers erregen konnte4 ,diese neue ,strmung gab sich fast ausschlielich in der ,errichtung kleiner ,lauben1 ,gartenpavillons und hnlichen ,spielereien aus4 ,diese ,dinge hatten wohl mancherlei ,attisches an sich1 aber man mute sie durch das ,mikroskop betrachten4 ,bei groen ffentlichen ,gebuden dagegen hielt man es nicht fr ntig1 sich von diesem ,stil leiten zu lassen2 und so wurde dieser schlielich primitiv und einfach bis zur ,plattheit4 ,eine beraus schdliche ,richtung in der ,architektur fhrte zu der ,idee der ,proportion1 aber nicht zu der1 die ein ,gebude in ,beziehung auf sich selbst1 sondern nur zu der1 die es in ,beziehung auf die es umgebenden ,bauten haben mu4 ,das ist fast ebenso1 wie wenn ein ,genie sich von allem ,originellen und ,ungewhnlichen fernhalten wollte1 weil die gewhnlichen ,menschen sonst gar zu armselig und unbedeutend erscheinen wrden4 ,diese ,proportionalitt bestand auch darin1 da ein ,gebude1 so gro seine ,dimensionen an sich auch sein mochten1 unbedingt klein erscheinen mute4 ,man isolierte es und suchte einen so gewaltigen und breiten ,platz fr es aus1 da es einen noch weit unbedeutenderen ,eindruck machen mute4 ,es war fast so1 als glte es vor allem1 den ,gedanken einzuprgen1 da das ,groe gar nicht gro sei1 und als wollte man die ,achtung und die ,andacht vor dem ,groen gewaltsam in der ,seele ersticken und den ,menschen gegen alles gleichgltig machen4 ,man begann nun1 allen stdtischen ,gebuden eine ganz platte einfache ,form zu geben4 ,die ,huser suchte man einander so hnlich wie mglich zu machen1 aber sie glichen mehr ,scheunen und ,kasernen1 als heiteren ,wohnsttten von ,menschen4 ,ihre ganz glatte ,form gewann durchaus nicht an ,lebhaftigkeit durch die kleinen1 regelmigen ,fenster1 die gegenber dem ganzen ,gebude das ,aussehen von zusammengekniffenen ,augen annahmen4 ,und auf diese ,architektur waren wir noch vor kurzem so stolz1 hielten sie fr die hchste ,blte des ,geschmacks und erbauten ganze ,stdte in ihrem ,stile4 ,wenn sich heutzutage jemand erkhnte1 inmitten dieser glatten einfrmigen ,husermassen einen ,bau zu errichten1 der den ,stempel eines eigenartigen1 scharf ausgeprgten ,stiles trge1 oder unmittelbar neben ein ,gebude im attischen ,geschmack ein anderes gotisches zu setzen -- man wrde ihn sicherlich fr halb verrckt halten6 ,und darum haben ja auch die neuen ,stdte gar keine ,physiognomie3 sie sind alle so regelmig1 so einfrmig1 so monoton2 wenn man eine ,strae kennen gelernt hat1 fhlt man sich schon gelangweilt und versprt durchaus keinen ,wunsch1 in eine zweite hineinzublicken4 ,das ist eine lange ,reihe von ,mauern und weiter nichts6 ,vergebens sucht das ,auge nach einem ,punkt1 wo sich eine ,mauer von der ununterbrochenen ,reihe loslst1 in die ,hhe schiet und in khn geschwungener ,wlbung nach den ,wolken strebt oder in einen gewaltigen ,turm ausmndet4 ,eine alte deutsche ,stadt mit ihren engen ,gassen1 ihren bunten ,husern und ihren hohen ,glockentrmen bietet ein ,bild dar1 das unserer ,einbildungskraft weit mehr zu sagen hat2 selbst die ,ansicht einer morgenlndischen ,stadt mit ihren hohen schlanken ,minaretts1 ihren bunten orientalischen1 ganz im ,grn der ,grten ertrinkenden ,kuppeln hat weit mehr ,charakter und strmt mehr ,poesie und ,phantasie aus als unsere europischen ,stdte mit ihrer modernen ,architektur4 ,groe und kolossale ,trme gehren unbedingt zu einer ,stadt1 ganz abgesehen von der groen ,bedeutung1 die sie fr die christlichen ,kirchen haben -- sie bieten nicht nur einen schnen ,anblick dar und dienen ihnen nicht nur zum ,schmuck1 sie sind auch darum so notwendig1 weil sie einer ,stadt ein scharfes charakteristisches ,geprge geben und die ,rolle eines ,leuchtturms spielen1 der jedem den ,weg weist und ihn davor bewahrt1 sich zu verirren4 ,noch notwendiger sind sie fr die ,hauptstdte1 da sie gnstige ,punkte darbieten1 von denen aus man die ,umgebung beobachten kann4 ,bei uns begngt man sich gewhnlich schon mit einer ,hhe1 die gerade ausreicht1 das ,stadtbild zu berblicken4 ,und doch wre es fr eine groe ,stadt von hervorragender ,bedeutung1 einen berblick ber eine ,flche von mindestens #aej ,werst in allen ,richtungen zu haben4 ,dazu wrden wahrscheinlich schon ein oder zwei ,stockwerke mehr gengen1 und das ,bild wrde sich sofort ndern1 denn bei der ,erhhung des ,standortes nimmt die ,peripherie des ,horizontes in ungeheurer ,progression zu4 ,die ,hauptstadt gewinnt damit einen groen ,vorteil1 wenn ihr der berblick ber die ,provinz gewhrleistet wird und wenn sie die ,dinge schneller vorauszusehen vermag2 ein ,gebude1 das das gewhnliche ,ma bersteigt1 nimmt sogleich ein majesttisches ,ansehen an4 ,auch der ,architekt hat nur ,vorteil davon1 denn die ,gre des ,baues spornt seine ,begeisterung zu hherem ,fluge und regt seine ,einbildungskraft lebhafter an4 ,diese ,richtung in der ,architektur schien dagegen ihre ,gre wie mit ,absicht verbergen zu wollen1 whrend sie doch gerade ihre ,raumwirkung um so strker htte betonen sollen4 ,nein1 das ,gesetz der ,gre ist ein anderes3 ein ,gebude mu sich fast unmittelbar ber dem ,haupte des ,beschauers bis ins ,grenzenlose erheben1 auf da sich ein pltzliches ,staunen seiner bemchtige1 und er mu kaum imstande sein1 die ganze ,hhe mit den ,augen auszumessen4 ,daher ist es immer besser1 wenn ein ,gebude auf einem kleinen ,platze steht4 ,in diesen darf eine ,strae mnden1 so da man den ,bau von ferne in perspektivischer ,verkrzung bersehen kann2 in der ,nhe aber mu er eine berwltigende ,gre haben4 ,es ist auch gut1 wenn eine ,strae an ihm vorbeifhrt1 wenn an seinem ,eingangstor ,wagen donnernd vorberrollen1 wenn sich ,menschen um ihn drngen und durch ihre ,kleinheit seine ,gre noch gewaltiger erscheinen lassen4 ,gebt nur dem ,menschen mehr ,raum1 und er wird hher und stolzer emporblicken auf die vor ihm liegenden ,gegenstnde4 ,alles wird ihm klein erscheinen4 ,wir sind so seltsam konstruiert2 unsere ,nerven sind so merkwrdig eingerichtet1 da nur das ,pltzliche1 das uns beim ersten ,blick ,betubende uns erschttert4 ,daher mu die ,hhe eines ,gebudes im ,verhltnis zum ,platze1 auf dem es steht1 wachsen4 ,wenn es vom uersten ,ende des ,platzes aus klein erscheint und der ,beschauer nicht in ,staunen und ,verwunderung versetzt wird1 sondern dazu erst nher herankommen mu1 dann ist es nichts mit dem ,gebude1 und zugleich damit sind die ,mhen und die ,kosten1 die es verursacht hat1 dahin4 ,aber kehren wir zu der ,schlichtheit des ,stiles zurck1 der unser ,,xix4 ,jahrhundert beeinflut hat4 ,selbst die ,griechen fhlten es1 da die ewigen geraden ,linien und die vollkommene ,schlichtheit bei einem ,gebude gar zu platt wirken mssen1 besonders wenn eine grere ,anzahl solcher ,bauten nebeneinander stehen4 ,sie fhlten1 da die strenge ,regelmigkeit und ,einfachheit unbedingt in der nchsten ,umgebung irgendeinen ,gegensatz herausforderten1 um originell zu wirken und aufzufallen4 ,und daher berwlbten sie ihre ,huser mit einem ,laubdach4 ,und in der ,tat1 das blendende ,wei der geraden ,wand oder des schlanken ,giebels mit seinen ,sulen hebt sich beraus schn von dem grnen ,dunkel des ,laubes ab4 ,denn es bildet einen ,kontrast zu dem wolkigen ,dickicht der ,bume1 die ihre ,zweige fast immer unregelmig1 aber darum um so schner darber ausbreiten4 ,auch wenn ihre ,gebude von anderen ,bauten umgeben waren und mitten in der ,stadt standen1 empfanden sie dies berma an ,schlichtheit und versuchten es daher1 ihnen mglichst viel ,abwechslung zu geben4 ,zunchst dachten sie an die ,natur und an ,bume2 aber in der ,stadt ist der ,baum ein teures ,objekt1 und so verfielen sie darauf1 statt der glatten dorischen ,sulen immer hufiger korinthische mit ,kapitlen aus krausem ,blattwerk zu verwenden2 berhaupt kamen alle ,vlker instinktiv darauf1 ihre ,gebude mit ,blttern oder ,weinranken und -trauben oder anderen ,zieraten1 die entfernt an ,baumzweige erinnerten1 zu schmcken4 ,sie folgten dabei blind und unwillkrlich einer dunkeln ,eingehung ihres ,geschmacks4 ,in der gotischen ,architektur spiegelt sich der ,eindruck von einem dunklen ,urwaldgestrpp1 wo seit unvordenklichen ,zeiten nie der ,schlag einer ,axt ertnte1 am deutlichsten wieder4 ,diese sich in unendlichen ,linien verlierenden ,ornamente1 dieses ,netz durchbrochenen ,schnitzwerks ist nichts anderes als die ferne ,erinnerung an den ,baumstamm mit seinen sten1 ,zweigen und ,blttern4 ,daher stelle man ruhig neben einen gotischen ,bau eine griechische ,architektur in ihrer schlichten ,anmut4 ,sie wird zwischen ihnen dastehen wie in einer ,umgebung von herrlichen1 majesttischen ,bumen1 und der griechische wie auch der gotische ,bau werden dadurch noch an ,reiz gewinnen4 ,die hchsten ,effekte werden durch schroffe ,gegenstze erzielt4 ,die ,schnheit wirkt nie glnzender und aufflliger als im ,kontrast2 ein ,kontrast wirkt nur dort hlich1 wo er das ,produkt eines rohen ,geschmacks oder richtiger des ,mangels an jeglichem ,geschmack ist2 wo er dagegen unter der ,herrschaft eines feinen und edlen ,geschmackes steht1 da ist er die ,vorbedingung fr alles andere und da wirkt er in gleichem ,mae auf alle ,menschen4 ,die einzelnen ,teile stehen untereinander in einem harmonischen ,verhltnis1 nach demselben ,gesetz1 nach dem die hellgelbe ,farbe mit der dunkelblauen1 die weie mit der hellblauen1 die hellrote mit der grnen usw4 harmonieren4 ,alles hngt vom ,geschmack und von der ,kunst der ,gruppierung ab1 nur mu man es vermeiden1 bei ein und demselben ,gebude verschiedene ,geschmacksrichtungen und ,stile miteinander zu vermischen4 ,man lasse ein jedes fr sich ein ,ganzes und ,ursprngliches bilden1 dann darf der ,gegensatz zwischen diesen eigenartigen ,individuen und ihr ,verhltnis zueinander schroff und kraftvoll sein4 ,je mehr ,denkmler der verschiedensten ,baustile eine ,stadt aufzuweisen hat1 um so interessanter ist sie1 um so hufiger wird sie die ,aufmerksamkeit des ,beschauers auf sich lenken und ihn dazu veranlassen1 bei jedem ,schritt stehenzubleiben und zu genieen4 ,wre es denn etwa wnschenswert1 da der ,spaziergnger in einem englischen ,garten statt der langen ,reihe berraschender ,bilder immer nur denselben ,weg wiederfnde oder doch immer solche ,alleen1 die durch ihre ,ausblicke so sehr an schon frher ,gesehenes erinnern1 da sie einem lngst bekannt vorkommen4 ,wir bedrfen durchaus einer gewissen ,toleranz2 denn ohne sie ist in der ,kunst nichts zu erreichen4 ,alle ,stilarten sind schn1 wenn sie in ihrer ,art schn sind4 ,jeder ,stil1 der glatte und massive der gypter1 der kolossale und bunte der ,indier1 der prchtige maurische ,stil1 der finstere durchgeistigte gotische1 der anmutige griechische ,stil -- sie alle sind schn1 wenn sie der ,bestimmung des ,baues entsprechen4 ,sie alle wirken majesttisch1 wenn sie nur richtig verstanden werden4 ,wenn man jedoch von mir verlangte1 ich solle einem von diesen verschiedenen ,baustilen einen entschiedenen ,vorzug geben1 so wrde ich immer den gotischen whlen4 ,er ist rein europisch1 ein reines ,erzeugnis des europischen ,geistes -- und darum steht er uns auch am besten an4 ,seine wunderbare ,erhabenheit und ,schnheit bertrifft alle andern1 aber ich flehe euch an1 habt ,mitleid mit ihm und verunstaltet und korrumpiert ihn nicht4 ,blickt hufiger hin auf den berhmten ,klner ,dom1 -- da habt ihr ihn in seiner ganzen ,vollkommenheit und ,majestt4 ,weder die ,antike noch die ,moderne haben je ein herrlicheres ,denkmal erschaffen4 ,ich ziehe die gotische ,architektur auch noch darum vor1 weil sie den ,knstlern mehr ,spielraum gewhrt4 ,die ,phantasie strebt lebendiger und feuriger in die ,hhe als in die ,breite2 daher darf man den gotischen ,stil auch nur bei ,kirchen und solchen ,bauten anwenden1 die sich hoch zum ,himmel emporrecken4 ,die ,linien und die der ,gesimse entbehrenden gotischen ,pilaster mssen eng gedrngt das ganze ,gebude durchziehen4 ,keinesfalls drfen sie zu weit voneinander abstehen1 und niemals darf die ,lnge des ,gebudes seine ,breite nicht mindestens um zwei- oder sogar dreimal berragen4 ,denn dann vernichtet es sich selbst4 ,richtet es auf1 wie es dies verlangt1 hher1 immer hher1 lat seine ,mauern emporstreben und dicht1 wie von ,pfeilen1 ,pappeln oder ,fhren1 von unzhligen ,eckpfeilern umgeben sein4 ,nirgends darf es ,horizontale und ,ruhepunkte geben1 nirgends ,gesimse1 die dem ,ganzen eine andere ,richtung verleihen und die ,dimension des ,gebudes verringern4 ,alle ,linien mssen vom ,fundament bis zur ,spitze ihre ,richtung bewahren4 ,grere ,fenster1 von mannigfaltigster ,form und kolossalen ,verhltnissen6 ,eine leichte therische ,spitze1 und je mehr sich der ,bau in die ,hhe schwingt1 um so durchsichtiger1 schwebender mu er werden4 ,vor allem aber vergesse man die ,hauptsache nicht3 es darf kein ,verhltnis zwischen der ,hhe und der ,breite bestehen4 ,das ,wort ,breite mu vllig verschwinden4 ,hier gibt es nur eine gesetzgebende ,idee3 die ,hhe4 ,ich bin berzeugt1 da mancher einwenden wird1 die ,errichtung eines gar zu hohen ,baues sei nutzlos3 was wir brauchen1 ist mehr ,raum1 die ,hhe habe keinen ,wert fr uns und sei ein unproduktiver ,aufwand von ,material4 ,aber ich rate ja auch gar nicht dazu1 diesen gotischen ,stil bei ,theatern1 ,brsen oder ,vereinshusern1 wie berhaupt bei ,bauten anzuwenden1 die die ,bestimmung haben1 ,sammelpltze fr das ,amsement1 fr ,hndler und ,arbeiter zu sein4 ,jeder wird mit mir einverstanden sein1 da es keinen erhabeneren1 groartigeren und passenderen ,stil fr ein ,wohnhaus des ,christengottes gibt1 als den gotischen4 ,wem aber wrden wir dann entsagen8 was aufgeben8 ,alles ,erhabene1 alles ,gewaltige1 bei dessen ,anblick alle ,gedanken sich auf ein ,ziel richten und den ,betenden von seiner niederen ,htte abziehen4 ,hier ist es vielleicht am ,platze1 sich der alten groen ,wahrheit zu erinnern1 da das ,volk nicht imstande ist1 die ,religion in derselben ,reinheit und ,krperlosigkeit zu erfassen1 wie ein ,mensch von hherer ,bildung1 da auf den gemeinen ,mann die sichtbaren ,gegenstnde den strksten ,eindruck machen und da1 je geringer diese ,wirkung auf ihn1 desto schwcher auch seine ,begeisterung und sein einfltiger ,glaube ist4 ,die ,pracht versetzt den schlichten ,mann in eine ,art von ,betubung1 und sie ist die einzige ,feder1 die den ,wilden bewegt4 ,das ,ungewhnliche macht einen ,eindruck auf jeden ,menschen1 aber nur dann1 wenn es von schroffer ,khnheit ist und einem in die ,augen sticht4 ,hier ist keine ,sparsamkeit und kein ,geiz am ,platze1 vielmehr wrde die ,sparsamkeit an dieser ,stelle in ihr ,gegenteil umschlagen1 und der ,vorteil1 der sich aus ihr ergbe1 kme dem eines einzelnen ,menschen gegenber dem der ganzen ,menschheit gleich4 ,walter ,scott war der erste1 der den ,staub von dem gotischen ,stil entfernte und die ,welt auf seine ,vorzge hinwies4 ,von da ab begann er sich rapide zu verbreiten4 ,in ,england wurden alle neuen ,kirchen im gotischen ,stile gebaut4 ,sie sind sehr hbsch1 sehr gefllig fr das ,auge1 aber ach6 es fehlt die wahre ,gre1 die uns in den groen ,baudenkmlern der ,vorzeit entgegentritt4 ,trotz der ,spitzbgen ber den ,fenstern und trotz der ,trme ist der wahrhaft gotische ,charakter in ihnen nicht berall gewahrt1 und oft entfernen sie sich zu weit von ihren ,vorbildern4 ,einmal sind sie an und fr sich schon nicht kolossal genug 7ein groer ,mangel bei einem gotischen ,gebude67 und ferner fehlt jener ,wald vierkantiger1 schlanker ,pfeiler und ,linien1 die sich eintrchtig durch den ganzen ,bau hindurchziehen1 oder er ist mit ,bewutsein beiseite gelassen worden1 und die daher rhrende ,gltte verleiht ihnen unwillkrlich einen anderen ,charakter4 ,durch die machtvolle ,sprache ,walter ,scotts begann der gotische ,stil sich schnell berall zu verbreiten und berall einzudringen4 ,noch ehe er ,zeit hatte1 sich zu wahrer ,gre zu erheben1 wurde er kleinlich und spielerisch4 ,landhuser1 ,schrnke1 ,paravents1 ,tische1 ,sthle -- alles wurde gotisch4 ,und die mchtigen und herrlichen ,ornamente wurden zu allerhand ,spielereien verwandt4 ,unser ,jahrhundert ist so klein1 unsere ,wnsche und ,neigungen sind so zersplittert1 unsere ,kenntnisse sind so enzyklopdisch1 da wir unsere ,gedanken gar nicht auf einen einzigen ,gegenstand zu konzentrieren vermgen4 ,und daher zerstckeln wir alles1 was wir hervorbringen1 indem wir lauter ,nichtigkeiten und ,nippes erzeugen4 ,wir besitzen die wunderbare ,gabe1 alles ins ,kleinliche und ,gewhnliche herabzuziehen4 ,die gyptische ,architektur1 deren ganze ,wirkung auf ihren ungeheuren ,dimensionen beruht1 verwenden wir beim ,bau von kleinen ,brcken und ,torbgen1 deren ,spitze ein vorberfahrender ,droschkenkutscher mit der ,hand erreichen kann4 ,den gotischen ,stil verwenden wir bei der ,anfertigung von ,ohrgehngen und ,uhrgehusen und den griechischen bei der ,anlage von ,gartenlauben4 ,dagegen bedienen wir uns bei groen ffentlichen ,gebuden einer ,architektur1 der man kaum einen eigenen ,stil zuschreiben kann4 ,sie ist so sinnlos1 stellt eine derartige unharmonische ,verbindung von ,teilen dar und verrt einen solchen ,mangel an ,phantasie1 da man sie unmglich als einen eigenartigen charaktervollen ,stil anerkennen kann4 ,es gibt eine ,goldader1 von der man jedoch kaum wei1 da sie existiert4 ,es gibt eine ganz eigene1 besondere ,welt1 aus der ,europa noch so gut wie gar nicht geschpft hat4 ,das ist die orientalische ,architektur1 dieses ,erzeugnis der reinen ,phantasie1 einer wunderbaren1 glhenden orientalischen ,einbildungskraft1 die sich in ,hyperbeln und ,allegorien hllt und das ,leben und seine prosaischen ,nte flieht4 ,das ,leben der ,asiaten konnte sich nie so vielseitig entwickeln1 wie das der ,europer1 ihre ,bedrfnisse waren nie so mannigfaltig und zahlreich wie die unsrigen1 und daher ist es nur natrlich1 da ihre einfachen ,wohnhuser der ,buntheit1 ,klarheit und ,anmut entbehren4 ,sie stehen isoliert da1 haben etwas ,monotones und wirken ebenso langweilig durch den ,mangel an jeglicher ,idee1 wie der ,asiate selbst1 whrend er ruht4 ,aber berall1 wo die asiatische ,prachtliebe1 dieser herrliche1 mchtige ,prunk1 der in ihren ,mrchen aufleuchtet1 hingedrungen ist1 berall1 wo diese perlengeschmckte ,tochter der orientalischen ,phantasie hingelangte1 da stehen auch heute noch wundersame1 prchtige ,palste4 ,ihr ,bau whrte ganze ,jahrhunderte4 ,ein ganzes ,volk1 eine ganze ,nation arbeitete an ihrer ,aufrichtung1 und die ,vorfahren glaubten an eine ,vollendung durch die kommenden ,generationen1 wie an eine unausbleibliche ,vorherbestimmung4 berall1 wo diese allmchtige massive ,prachtliebe oder der wilde ,enthusiasmus ihrer ursprnglichen ,religion ,boden gewann1 da trmten sich1 durch ihre ,riesendimensionen furchterzeugende ,denkmler auf1 vor denen der ,gedanke staunend verstummt1 wenn man bedenkt1 wie unbedeutend ihre ,mittel und ihr ,wissen und wie armselig ihre ,maschinen waren1 die sie zum ,heben und ,befestigen dieser schrecklichen ,massen benutzten4 ,aber eine noch grere ,bewunderung ergreift uns1 wenn wir sehen1 wie der halbwilde und noch ganz unkultivierte ,mensch sich bei der ,errichtung dieser gigantischen ,bauten pltzlich entwickelt1 von der ,idee der ,gottheit durchdrungen und begeistert wird1 so da er unwillkrlich seinen ,geist aufleuchten lt und der allmhlichen jahrhundertlangen ,bildungsarbeit vorauseilt4 ,man werfe einen ,blick auf diesen massiven1 majesttischen ,tempel von ,tritschingur 7,trichinopoli7 der ,indier1 der seiner ,gre nach wohl eins der bedeutendsten ,gebude darstellt4 ,diese pyramidenfrmige ,verjngung der ,masse nach oben1 dieses allmhliche ,kleinerwerden der ,stockwerke1 diese ,unzahl indischer ,sulengnge1 die die ,mauern umkleiden1 diese bereinander getrmten ,pilaster und ,sulen1 die den ,eindruck machen1 als klmmen sie aneinander hinauf1 nur um so schnell wie mglich den ,gipfel des ganzen ,massivs zu erreichen -- das alles ist das ,erzeugnis eines ganz eigenartigen ,geschmacks4 ,aber wenn der ,tempel von ,tritschingur 7,trichinopoli7 allzu schwerfllig ist und einen allzu heidnischen ,charakter hat1 so sehe man sich den wunderbaren ,kutub-,minar an1 dessen sich ,dehli mit ,recht rhmt4 ,ich kenne in der ganzen ,welt keinen zweiten ,turm1 der bei einer fast attischen ,schlichtheit so viel tiefe ,schnheit ausstrmte und in dem die ,phantasie sich so rein und erhaben verkrperte4 ,wenn wir uns diesen ,stil auch nicht vollkommen aneignen knnen1 so knnten die ,europer doch mit ,nutzen dieses pyramidale1 kegelfrmige ,streben nach oben1 diese charakteristische ,eigentmlichkeit des indischen ,stils bei ihren ,bauten in ,anwendung bringen4 ,der orientalische ,stil der ,palste ist ganz entgegengesetzter ,art4 ,hier herrscht die asiatische ,pracht vor4 ,das ,gebude dehnt sich stark in die ,breite aus4 ,die gewaltige orientalische ,kuppel ist entweder ganz rund oder sie wlbt sich wie eine wollstige umgestlpte ,vase2 sie hat die ,form einer ,kugel oder sie beherrscht1 reich beladen mit ,schmuck und mit ,schnitzwerk versehen1 wie eine prunkvolle ,mitra patriarchalisch das ganze ,gebude4 ,unten am ,fue friedigt ein ganzes ,gehege von kleinen ,kuppeln wie ein ,reigen demtiger ,sklaven die mchtigen ,mauern ein4 ,auf allen ,seiten erheben sich schmale ,minarets1 die durch ihre leichte1 heitere ,haltung einen wunderbaren ,kontrast zu der gewichtigen majesttischen ,form des ganzen ,gebudes bilden4 ,so ruht der ,mohammedaner in seinem weiten gold- und edelsteingeschmckten ,gewande inmitten schlanker nackter ,huris mit ihren blendend weien ,leibern4 ,nirgends hat die ,baukunst so verschiedene ,formen angenommen wie im ,orient4 ,man kann wohl sagen1 da hier jedes ,gebude ohne ,rcksicht auf schon vorhandene ,stilformen seine eigene ,architektur ausbildete1 oder richtiger1 es entsprang aus ganz neuen ,voraussetzungen1 aus der ,ahnung eines eigenen ,stilgefhls1 das mit den frheren nur eine entfernte hnlichkeit hatte und stets auf religisen und nationalen ,prinzipien beruhte4 ,ganz ,indien ist mit herrlichen ,bauten berst2 jeder ,bau hat eine scharf ausgeprgte ,eigenart1 er trgt in so hohem ,grade den ,stempel seines eigenen ,wesens1 da man ihn nie in einer gemeinsamen ,kategorie mit den anderen unterbringen kann4 ,diese ,unzahl mannigfaltigster ,kuppelformen1 die einander nie gleichen1 diese ,ornamente und ,zieraten1 die immer neu und immer voneinander verschieden sind -- alles spricht von einer wunderbaren ,phantasie1 die sich niemals durch irgendwelche ,regeln in ,fessel schlagen lie4 brigens lag der ,grund dieser ,mannigfaltigkeit vielleicht in den zahllosen ,sekten1 die ,indien erfllten und eine ewige ,opposition1 eine bestndige ,reizsamkeit der ,einbildungskraft zur ,folge hatten4 ,aber von noch herrlicherer ,pracht erfllt1 wie sie nur die orientalische ,natur ausstrmt1 sind die ,gebude1 die durch den arabischen ,stil beeinflut wurden4 ,in ,asien fand whrend jener verheerenden ,zusammenste alter und neuer ,vlker1 besonders aber derer1 die den ,islam bekannten1 eine auerordentlich starke ,vermischung der ,stilarten statt1 die besonders khne ,abweichungen zur ,folge hatte4 ,aber niemals und nirgends hat sich die ,khnheit mit einer so wundersamen ,pracht verbunden wie bei den ,arabern2 sie entnahmen der ,natur alles1 was sie an edelster ,schnheit in sich birgt4 ,ihre ,architektur hat nichts von dem ,charakter undurchdringlicher ,wlder2 sie besteht ganz aus ,blumen2 sie ist mit ,blumen geschmckt1 sie ertrinkt in einem ,meer von herrlichen ppigen ,blten1 wie sie das zarte anmutige ,tal ,kaschmirs bersen4 ,ihre geschnitzten ,sulen sind mit ,tulpen umwunden1 ihr ,schnitzwerk stellt ,vergimeinnicht1 vierbltterige ,blten oder sich entfaltende ,rosen dar4 ,ihre ,galerien gleichen ,palmenhainen1 deren ,wipfel sich zu ,hallen wlben2 alles verrt ihre auerordentliche ,prachtliebe und ihren blhenden ,geschmack4 ,diese ,architektur scheint wie geschaffen fr ein ,leben1 das dem ,genu geweiht ist1 und fr heitere1 helle ,wohnsttten der ,menschen4 ,alles ,finstere und ,dstere ist hier restlos ausgestoen4 ,jeder ,baum ist so wunderbar und von einem zauberischen ,reiz wie eine orientalische ,schne mit ihren schwarzen ,augen1 die wie ,blitze funkeln1 mit ihrem bunten ,gewande1 und ihrem kostbaren ,halsgeschmeide4 ,die orientalische ,architektur weist etwas auf1 was die ,europer noch niemals angewendet haben2 das sind ihre ,sulen1 die nicht glatt1 sondern vom ,sockel bis zum ,kapitl mit bunten ,zieraten versehen sind4 ,mitunter sind diese ,sulen ganz durchbrochen und filigranartig3 das ,schnitzwerk durchdringt sie vollstndig4 ,es ist dies die wundersamste ,erfindung des orientalischen ,geschmacks4 ,ein solcher ,bau mag noch so massiv sein1 die ,sulen lassen ihn trotzdem beinah therisch erscheinen4 ,man knnte sich fragen1 warum sollen wir diesen ,stil nicht auch auf unsern ,boden verpflanzen8 ,aber der ,geist und der ,geschmack des ,menschen ist ein seltsames ,ding3 ehe er die ,wahrheit erreicht1 macht er so viele ,umwege1 begeht er so viel ,torheiten1 ,verkehrtheiten und ,sinnlosigkeiten1 da er sich nachher selbst ber seinen ,unverstand wundert4 ,europa hat sich um all diese ,baudenkmler nicht einmal gekmmert4 ,nur der ,stil der ,chinesen1 den man wohl als den allerarmseligsten und kleinlichsten unter den ,stilgattungen der orientalischen ,vlker bezeichnen kann1 wurde gegen ,ende des ,,xviii4 ,jahrhunderts durch einen seltsamen ,zufall zu uns herbergetragen4 ,es war noch gut1 da die ,europer ihn nach ihrer ,gewohnheit sogleich beim ,bau von kleinen ,brcken1 bei ,pavillons1 ,vasen und ,kaminen nachahmten1 und da es ihnen nicht in den ,sinn kam1 ihn bei groen ,bauten anzuwenden4 ,in der ,tat hatte dieser ,stil manche ,vorzge bei kleinen ,nippessachen1 weil die ,europer ihn sofort in ihrem ,geiste vervollkommneten und ihm eine ,anmut verliehen1 die er an und fr sich gar nicht besitzt4 ,fehlt es doch auch dem ,volk1 das ihn hervorbrachte1 trotz seiner hohen ,bildung1 vllig an ,energie4 ,es gibt noch eine ,stilart1 die sich grundstzlich von allen bisher erwhnten unterscheidet2 es ist dies die ,architektur der indischen und gyptischen ,katakomben1 bei denen diese zwei ,vlker in so wundersamer ,weise zusammentrafen und so ,anla dazu gaben1 eine ursprngliche ,verwandtschaft zwischen beiden anzunehmen4 ,ihr ,hauptmerkmal ist ihre ,schwere2 hier vereinigt sich alles zu einer plumpen ,masse1 zu einem ,klumpen4 ,das ,gebude ruht gewichtig1 wie auf ,elefantenfen1 auf kurzen schweren ,sulen1 deren ,dicke fast ebenso bedeutend ist1 wie ihre ,hhe4 ,hier kommt die ,breite und die ,masse zur absoluten ,herrschaft4 ,es ist1 als ob das ganze ,gewicht der ,erde in ihr zur ,darstellung kme1 der ,erde in deren ,innerem sich ihre plumpe ,majestt versteckt4 ,das1 was bei andern ,stilarten ein ,fehler ist1 wird hier zu einem ,vorzug4 ,diese unterirdische ,architektur hat auch etwas ,erhabenes1 obwohl sie ganz andere ,gedanken anregt4 ,hier wirkt das ,gewicht nicht hlich1 sondern groartig1 weil es die ,grundidee des ganzen ,gebudes darstellt4 ,wenn sich ein ,knstler die ,aufgabe stellt1 etwas ,massives und ,schweres zu schaffen1 und wenn es ihm gelingt1 so ist sein ,werk sicherlich gut4 ,aber wenn er die ,absicht hatte1 etwas ,schwerflliges hervorzubringen1 und etwas produziert1 was gar nicht schwerfllig wirkt1 oder umgekehrt1 wenn er etwas ,leichtes hervorbringen will1 und statt dessen etwas erzeugt1 was schwerfllig wirkt1 so ist das auf jeden ,fall vom bel4 ,nachdem man die ,erde von diesen unterirdischen ,bauten entfernt hatte1 und diese nun im ,lichte der ,sonne dastanden1 boten sie immer einen seltsamen und zugleich furchterregenden ,anblick dar4 ,es schien fast1 als liee die ,erde pltzlich ihr tiefstes ,innere sehn1 und als lge die ,finsternis pltzlich von grellem ,lichte beleuchtet da -- diese ,finsternis1 die nur vom ,lichte erhellt1 nicht aber von ihm vertrieben wird1 wie eine gyptische ,urne oder der ,kopf eines ,toten auf einer festlich geschmckten ,tafel4 ,mir scheint1 man tat unrecht1 diese ,architektur unter die ,erde zu verbannen3 wenn wir sie pltzlich inmitten heiterer1 leichtgebauter ,huser erblicken1 kann sie ihren ,eindruck auf uns nicht verfehlen1 ja1 sie wird sicherlich einen starken ,effekt hervorbringen4 ,ein einziges solches ,gebude inmitten einer stark bevlkerten ,stadt wrde sicherlich wundervoll wirken1 aber nur eins und nicht mehr4 ,bei ,bauten dieser ,art bestehen die ,teile aus schweren ,massen1 aber bei alledem sind ihre ,verhltnisse von einer inneren1 wenn auch beinahe schrecklichen ,harmonie erfllt4 ,und etwas ,vollendetes in diesem ,stile zu leisten1 ist sicherlich nicht ganz leicht4 ,die sich ber dem ,erdboden erhebenden ,bauten der gypter weisen einen ganz anderen ,charakter auf2 sie sind gleichfalls massiv1 zugleich aber sind hchste ,anmut und ,schlichtheit zwei ,zge1 die man nie an ihnen vermissen wird4 ,ihren ,grundcharakter aber bilden ihre kolossalen ,dimensionen4 ,je glatter1 je weniger gegliedert und mit auffallenden ,verzierungen versehen sie sind1 um so besser4 ,aber man wende sie nur nicht bei kleinen ,brcken an1 ohne ihre ungeheuren ,dimensionen ist diese ,architektur weniger als gar nichts4 ,ich wiederhole noch einmal3 jeder ,stil ist schn1 wenn all seine ,voraussetzungen erfllt und wenn er in strengem ,einklang mit seiner ,bestimmung gewhlt und durchgefhrt ist4 ,ohne diese wohlmeinende und unparteiische ,toleranz kann es keine wahrhaften ,talente noch auch wirklich groartige ,werke geben4 ,fort mit dieser ,scholastik1 die jedem ,gebude das gleiche ,ma vorschreibt und verlangt1 da alles in demselben ,geschmack gebaut werde6 ,eine ,stadt mu aus den verschiedensten ,massen bestehen1 wenn wir verlangen1 da sie unseren ,augen eine ,freude sein soll4 ,mgen sich in ihr die verschiedensten ,stilarten vereinigen4 ,mag sich doch in derselben ,strae ein finsteres gotisches ,gebude1 ein mit ppigem ,zierat geschmckter orientalischer ,palast1 ein kolossaler gyptischer ,bau und ein von anmutiger ,harmonie erflltes griechisches ,haus erheben6 ,da mgen die leicht gewlbte milchfarbene ,kuppel1 die andchtige1 ins ,grenzenlose ragende ,turmspitze1 die orientalische ,mitra1 das abgeplattete italienische und das hohe1 mit ,figuren geschmckte flmische ,dach1 die vierkantige ,pyramide1 die runde ,sule und der eckige ,obelisk uns entgegentreten4 ,die ,huser drfen so wenig wie mglich zu einer kompakten einfrmigen ,mauer verschmelzen1 sondern sich bald hoch emporrecken und bald wieder tiefer herabsinken4 ,trme von verschiedenstem ,stil sollen das ,straenbild beleben4 ,sollte es wirklich jemand geben1 der den ,mut1 oder besser gesagt1 die ,schwche htte1 zu behaupten1 eine flache ,ebene in der ,natur liee sich mit einer ,gegend voller sich bereinander trmender ,schluchten1 ,felsblcke und ,hgel vergleichen8 ,ein ,architekt1 der wirklich schpferische ,kraft besitzt1 mu eine grndliche ,kenntnis aller ,baustile besitzen2 am wenigsten sollte er den ,geschmack der ,vlker verachten1 auf die wir wegen ihrer knstlerischen ,rckstndigkeit gewhnlich herabzusehen pflegen4 ,er mu sie alle umfassen1 studieren und all ihre unendlichen ,variationen in sich aufnehmen4 ,was aber die ,hauptsache ist1 er mu in ihre ,idee eindringen und sich nicht nur ihre kleinen ueren ,formen und ,teile aneignen4 ,um jedoch ihr ,wesen zu ergreifen1 dazu mu er ein ,genie und ein ,poet sein4 ,aber wenden wir uns nun zu der ,architektur der ,stdte4 ,eine ,stadt sollte so gebaut werden1 da jeder ihrer ,teile1 jede einzelne ,husermasse ein lebendiges ,bild darbietet4 ,jede ,husergruppe mu belebt werden1 so da sie -- wenn ich mich so ausdrcken darf -- immer neue charakteristische ,zge hervorzubringen scheint1 damit sie sich unserem ,gedchtnisse einprge und unserer ,einbildungskraft keine ,ruhe lasse4 ,es gibt ,bilder1 die man sein ,leben lang nicht vergit1 und es gibt solche1 die man trotz aller ,anstrengungen nicht im ,gedchtnis festhalten kann4 ,die ,baukunst ist grber1 zugleich aber groartiger als alle anderen ,knste1 wie die ,malerei1 die ,skulptur und die ,musik4 ,und daher liegt ihre ,wirkung in dem ,effekt1 den sie ausbt4 ,ein ,stadtbild hat den ,vorzug1 da man es mit einem ,schlage verndern und nach eigenem ,ermessen umgestalten kann4 ,hufig braucht man nur ein einziges ,gebude zu den schon bestehenden hinzuzufgen1 und es verndert gnzlich seine ,form und erhlt einen vllig andern ,charakter1 so wie die ,zeichnung eines ,schlers pltzlich unter dem ,pinsel oder dem ,stift des ,lehrers ,leben gewinnt4 ,er verstrkt an der einen ,stelle die ,linie1 retuschiert etwas an einer andern1 er berhrt die dritte kaum1 und alles wird anders4 ,auerdem fhren uns hufig die ,fehler selbst auf die ,idee1 wie wir sie vermeiden knnen4 ,das ,charakterlose bringt uns das ,charaktervolle1 das ,kleinliche und ,platte seine ,gegenstze1 das ,khne und ,ungewhnliche zum ,bewutsein4 ,eine ,vertiefung nach unten erweckt die ,idee einer ,erhhung nach oben und umgekehrt4 ,das ,genie ist ein ,besitzer unendlicher ,reichtmer1 vor dem die ganze ,welt mit allen ihren ,schtzen verblat4 ,bei der ,anlage einer ,stadt mu man auch auf die ,bodenbeschaffenheit achten4 ,stdte werden entweder auf ,anhhen1 auf ,hgeln oder in der ,ebene erbaut4 ,eine hochgelegene ,stadt erfordert weniger ,kunst1 weil da die ,natur schon selbst bei ihrem ,bau mithilft4 ,sie erhebt die ,huser bald auf ihre majesttischen ,hgel und lt sie mitten unter ihren ,nachbarn wie ,riesen erscheinen1 bald wieder lt sie sie in die ,tiefe herabsinken1 um die umstehenden ,huser zur ,geltung zu bringen4 ,in solchen ,stdten ist es nicht notwendig1 fr eine groe ,abwechslung zu sorgen4 ,hier kann man glatte und einfrmige ,fronten verwerten1 weil schon das ungleichmige ,terrain eine gewisse ,abwechslung hineinbringt1 indem es ihnen verschiedene ,standpunkte anweist4 ,man mu darauf achten1 da die ,hhe der einzelnen hintereinander stehenden ,huser so zur ,geltung komme1 da der ,beschauer am ,fue eines ,hgels den ,eindruck gewinnt1 als erhebe sich vor ihm eine zwanzigstckige ,masse4 ,dort bedarf es keiner groen ,kunst1 wo die ,natur noch gewaltiger ist als die ,kunst1 und da dient die letztere nur dazu1 die erstere zu schmcken4 ,da dagegen1 wo das ,terrain eben und einfrmig ist1 wo die ,natur schlummert1 da mu die ,kunst mit voller ,kraft einsetzen4 ,sie mu ,farbe und ,kolorit in die ,landschaft hineinbringen1 mu -- wenn ich mich so ausdrcken darf -- den ,boden aufwhlen1 die ,ebene verschwinden lassen und die tote1 flache ,wste beleben4 ,hier wren ,schlichtheit und ,einfrmigkeit ,snde4 ,hier mu die ,architektur so eigenartig wie nur mglich sein3 sie mu bald ein dsteres ueres annehmen1 bald wieder einen frhlichen ,ausdruck1 bald mu sie einen altertmlichen ,eindruck machen1 bald wieder durch ihre ,neuheit verblffen4 ,sie mu uns mit ,schrecken erfllen1 durch ihre ,schnheit blenden1 bald dster blicken wie ein von ,gewitterwolken verfinsterter ,tag1 und bald wieder heiter wie ein strahlender ,morgen voller ,sonnenglanz4 ,die ,architektur ist in ihrer ,art auch eine ,weltchronik1 sie spricht noch zu uns1 wenn die ,sagen und ,gesnge lngst verstummt sind und wenn uns nichts mehr von einem untergegangenen ,volke berichtet4 ,so mag sie denn1 wenn auch nur teilweise1 sich mitten in unseren ,stdten erheben1 wie sie einst zu ,lebzeiten eines zugrunde gegangenen ,volkes existierte1 auf da bei ihrem ,anblick uns immer der ,gedanke an sein vergangenes ,dasein aufsteige1 da wir uns in sein ,leben und in seine ,sitten und ,gewohnheiten1 in seinen ,bildungsgrad versetzen und mit ,dankbarkeit an dies ,volk zurckdenken1 dessen ,auftreten selbst eine ,sprosse an der ,leiter unseres eigenen ,aufstiegs bedeutet#d4 ,funote #d3 ,mir kam frher hufig ein seltsamer ,gedanke2 ich war der ,ansicht1 es mte doch schn sein1 wenn eine jede ,stadt eine ,strae aufzuweisen htte1 die gewissermaen eine ganze ,chronik der ,architektur darstellt3 dazu mte sie mit einem schweren1 finsteren ,tor beginnen2 htte der ,beschauer dieses passiert1 so sollte er zu beiden ,seiten des ,weges gewaltige1 mchtige ,gebude in einem ursprnglichen1 noch rohen ,geschmack1 wie er allen ,urvlkern eigen ist1 erblicken1 auf diese sollten die verschiedenen ,entwicklungsformen des ,stiles folgen3 ,seine machtvolle ,umgestaltung1 zur gyptischen ,architektur1 sodann zur ,schnheit des griechischen ,stils1 ferner zur wollstigen ,pracht der alexandrinischen und byzantinischen ,architektur mit ihren flachen ,kuppeln1 dann zum rmischen ,stil mit seinen vielreihigen ,arkaden1 und dann wieder der ,niedergang1 das ,zurckfallen in die rohen ,zeiten und das pltzliche ,sichaufschwingen zu der ungewhnlichen ,pracht der arabischen ,architektur2 hierauf sollte der rohe gotische1 dann der gotisch-arabische und dann der reingotische ,stil1 diese ,krone der ,kunst1 wie wir sie in dem ,klner ,dom vorfinden1 folgen2 hierauf die furchtbare ,vermischung aller ,stile unter dem ,einflu der byzantinischen ,kunst1 dann die ,wiederkehr der alten griechischen ,architektur in neuem ,gewande1 und endlich mte die ,strae in ein ,tor ausmnden1 das alle ,elemente des neuen ,geschmacks in sich zusammenfat4 ,diese ,strae wre dann in gewissem ,sinne eine lebendige ,entwicklungsgeschichte des ,geschmacks1 und wer zu faul wre1 dicke ,folianten durchzublttern1 der brauchte nur einmal durch diese ,strae zu gehen1 um ein vollkommenes ,bild dieser ,entwicklung zu erhalten4 ,sollte es wirklich ganz unmglich sein1 sei es auch nur um der ,originalitt willen1 eine vllig neue und eigenartige ,architektur zu erschaffen1 die allen ,einflssen der lteren entzogen ist6 ,wenn der wilde1 noch wenig entwickelte ,mensch1 dem nur die ,natur1 die er selbst noch so schlecht versteht1 als ,lehrmeisterin und ,anregerin dient1 ein ,werk voller ,schnheit1 voll unbewuten instinktiven ,stilgefhls schafft1 woher knnen denn wir mit unseren so stark entwickelten ,fhigkeiten und die wir die ,natur in all ihrem geheimen ,wirken soviel besser verstehen1 -- woher knnen denn wir nichts schaffen1 was von dem ganzen ,reichtum unseres ,wissens durchdrungen ist4 ,die ,idee der ,baukunst ward ja aus der ,natur selbst geschpft1 aber zu einer ,zeit1 als der ,mensch ihren ,einflu noch lebhaft empfand4 ,jetzt aber hat er die ,kunst noch ber die ,natur erhoben -- knnte er da seine ,gedanken nicht aus der ,kunst selbst oder richtiger aus der harmonischen ,verschmelzung von ,natur und ,kunst schpfen6 ,man sehe nur1 welche ungeheure ,erfindungskraft er bei der ,herstellung all der kleinen ,mittel eines verfeinerten ,luxus an den ,tag legt4 ,man blicke hin auf all diese modernen ,spielereien1 die tglich emportauchen und wieder verschwinden4 ,man betrachte sie meinetwegen durch das ,mikroskop1 wenn sie anders unsere ,aufmerksamkeit nicht fesseln -- welch feiner ,geschmack spricht aus ihnen1 was fr herrlichen nie dagewesenen ,formen begegnen wir da6 ,hier finden wir einen ,stil1 wie er frher noch nie existiert hat4 ,das ,schnitzwerk und die ,arbeit sind so originell1 so neu und dabei so schn1 da wir uns hufig nicht satt sehen knnen4 ,aber ach6 wir fhlen nicht das geringste ,mitleid1 wenn wir bemerken1 wie der ,geschmack des ,menschen sich in der ,produktion von ,nichtigem und ,vergnglichem verbraucht1 statt sich in ,ewigem und ,unwandelbarem zu objektivieren4 ,knnten wir denn dieses in ,stckwerk sich zersplitternde ,kunstvermgen nicht auf groe ,gegenstnde richten1 mu denn alles1 dem wir in der ,natur begegnen1 durchaus eine ,sule1 eine ,kuppel oder ein ,bogen sein8 ,wieviel ,formen gibt es1 die noch ganz unberhrt daliegen4 ,in wie tausendfltiger ,weise kann die gerade ,linie sich in die gebrochene wandeln und ihre ,richtung ndern6 ,wie unendlich mannigfaltig kann sich die ,krumme wlben und ausweichen1 wieviel neue ,ornamente und ,verzierungen lassen sich einfhren1 die noch nie ein ,architekt in seinen ,kodex eintrug6 -- ,in unserem ,jahrhundert gibt es solche ,errungenschaften und soviele ganz neue1 nur ihm eigene ,elemente1 aus denen man das ,material zu einer ,unzahl neuer noch nie dagewesener ,bauten schpfen knnte6 -- ,nehmen wir z4 ,b4 jene herabhngenden ,verzierungen1 wie sie erst vor kurzem gebruchlich wurden4 ,bisher wurde diese hngende ,architektur nur bei ,theaterlogen1 ,balkonen und kleinen ,brcken angewandt4 ,aber wenn erst ganze ,stockwerke schweben und durch khne ,bogen miteinander verbunden sein werden1 wenn ganze ,massen statt auf schweren ,sulen auf durchbrochenen ,sttzen von ,gueisen ruhen1 wenn zahllose ,balkone ein ,haus von unten bis oben mit verschlungenem gueisernem ,gitterwerk schmcken und tausenderlei herabhngende gueiserne ,verzierungen es mit einem leichten ,netz umgeben werden1 so da es durch sie hindurchschimmert wie durch einen durchsichtigen ,schleier1 wenn diese diaphanen ,verzierungen sich um einen herrlichen runden ,turm schlingen und zusammen mit ihm zum ,himmel emporfliegen wrden1 -- welch eine ,leichtigkeit und therische ,schnheit wrden dann unsere ,huser annehmen4 ,welch eine ,menge von ,anregungen finden wir berall verstreut1 die im ,kopfe eines ,architekten ganz unerhrte1 lebendige ,ideen erzeugen knnen2 aber freilich mte dieser ,architekt ein schpferisches ,genie und ein ,dichter sein4 #ahca4 ,dieser ,aufsatz ist vor langer ,zeit geschrieben4 ,in den letzten ,jahren ist der ,geschmack in ,europa und besonders in unserem geliebten ,ruland besser geworden4 ,es gibt schon viele ,architekten1 die unserem ,lande ,ehre machen4 ,unter diesen mchte ich ,brjulow nennen1 dessen ,bauten von wahrhaftem ,geschmack und echter ,originalitt erfllt sind4 ,,viii ,al-,mamun ,eine historische ,charakteristik ,nie ist ein ,frst whrend einer solchen ,bltezeit seines ,reiches zur ,herrschaft gelangt1 wie ,al-,mamun4 ,das furchterregende ,kalifat erhob sich mchtig auf dem klassischen ,boden der ,alten ,welt4 ,im ,osten umfate es den ganzen blhenden ,sdwesten ,asiens1 ,indien mit eingeschlossen2 im ,westen zog es sich lngs den ,ufern ,afrikas bis nach ,gibraltar hin4 ,seine mchtige ,flotte beherrschte das ,mittelmeer4 ,bagdad1 die ,hauptstadt dieser neuen1 wunderbaren ,welt1 sandte seine ,befehle bis in die entlegensten ,grenzen seiner ,provinzen4 ,das neu bekehrte ,asien strmte in die ausgezeichneten ,schulen von ,bassor1 ,nippur und ,kufa und reifte nun zu hherer ,kultur4 ,damaskus konnte alle ,lstlinge in seine kostbaren ,stoffe hllen und ganz ,europa mit ,stahlklingen versorgen2 schon dachte der ,araber1 ,mohammeds ,paradies auf der ,erde zu errichten3 er schuf ,wasserleitungen1 ,palste und ganze ,palmenwlder1 wo ,springbrunnen anmutig spielten und die ,wohlgerche des ,orients zum ,himmel stiegen4 ,und doch hatte bei all dem ,luxus noch keine der moralischen ,krankheiten einer politischen ,gesellschaft ,zeit gehabt1 hier ,wurzel zu fassen4 ,alle ,teile dieses gromchtigen ,reiches1 dieser mohammedanischen ,welt1 waren eng untereinander verbunden und dieser ,zusammenhang wurde durch den ,willen des merkwrdigen ,harun immer mehr und mehr gefestigt1 denn dieser hatte die vielseitigen ,fhigkeiten seines ,volkes erkannt4 ,er war weder nur ,philosoph auf dem ,thron1 noch allein ,politiker1 noch blo ,krieger oder ,literat im ,kaisermantel4 ,er vereinigte alles in sich1 erstreckte seine ,ttigkeit gleichmig auf alles und lie keinen ,teil ber den andern ,oberhand gewinnen4 ,er impfte seiner ,nation nur gerade so viel von der fremdlndischen ,kultur ein1 wie ntig war1 um ihre eigene ,entwicklung zu frdern4 ,damals hatten die ,araber die ,epoche des ,fanatismus und der ,eroberungen schon hinter sich1 waren aber noch immer von ,enthusiasmus erfllt1 und die feuersprhenden ,seiten des ,koran wurden noch mit derselben ,begeisterung gelesen und seine ,gebote noch ebenso sklavisch befolgt4 ,harun verstand es1 den ,gang der ,administration und die ,regierungsgeschfte zu beschleunigen und durch die ,furcht vor seiner ,allgegenwart seinen ,befehlen berall ,geltung zu verschaffen4 ,die ,statthalter und ,emire1 die sonst immer darnach strebten1 ,selbstherrscher und ,despoten zu sein1 frchteten sich1 dem ,blicke des verkleideten ,kalifen1 dem nichts entging1 zu begegnen -- und so ging die ,regierung ohne ,gesetze fest und bestimmt ihren ,weg4 ,unter solchen ,umstnden trat ,al-,mamun die ,herrschaft an4 ,byzanz nannte ihn den hochherzigen ,beschtzer der ,wissenschaft1 die ,geschichte reihte seinen ,namen unter die ,wohltter der ,menschheit ein4 ,dieser ,herrscher wollte sein politisches ,reich in ein ,reich der ,musen verwandeln4 ,er besa die ,lebhaftigkeit und alle ,fhigkeiten1 die fr ein ernstes ,studium notwendig waren4 ,sein ,charakter war von einer edlen ,vornehmheit1 das ,streben nach ,wahrheit seine ,devise4 ,er war verliebt in die ,wissenschaft1 und zwar ganz selbstlos1 er liebte sie um ihrer selbst willen1 ohne an ihren ,zweck und ihre ,anwendung zu denken4 ,er gab sich ihr mit einer einseitigen ,leidenschaft hin4 ,damals hatten die ,araber erst eben den ,aristoteles entdeckt4 ,ihrer allzu strmischen1 ungeheuren orientalischen ,phantasie mute der allumfassende1 scharf denkende1 griechische ,philosoph fremd bleiben1 aber die arabischen ,gelehrten1 die schon seit langer ,zeit an mhsame ,arbeit und schon an die ,exaktheit und das formale ,denken gewhnt waren1 gaben sich mit einem wissenschaftlichen ,feuereifer dem ,studium hin4 ,diese endlosen ,schlsse1 diese die ,ordnung dessen1 was sie in ihren ,seelen frher nur teilweise und wie durch ein ,aufleuchten empfunden hatten1 seine ,erhebung zur ,evidenz1 das alles mute die damaligen ,gelehrten bezaubern4 ,al-,mamun1 der unter ihrem ,einflu erzogen wurde1 war von einem wahren ,hunger nach ,kultur erfllt und gab sich alle erdenkliche ,mhe1 diese bis dahin unbekannte griechische ,welt in sein ,reich einzufhren4 ,bagdad breitete seine ,arme freundschaftlich der ganzen gelehrten ,welt seiner ,zeit entgegen4 ,die ,gnade des ,kalifen stand jedem offen1 der irgendeinem ,beruf angehrte1 er mochte die ,religion bekennen1 die er wollte1 und von noch so entgegengesetzten ,prinzipien erfllt sein4 ,es war nur natrlich1 da vor allem die ,mnner ihr ,wissen nach ,bagdad trugen1 die in ihren ,seelen noch das ,bild des in christliche ,formen gekleideten ,polytheismus trugen1 die bereit waren1 mit ihrem ,herzblut ,ammonius ,saccas1 ,plotin und die anderen ,bekenner des ,neuplatonismus zu verteidigen und die in dem nur zu sehr mit dem ,streit um die verschiedenen christlichen ,dogmen beschftigten ,byzanz kein ,feld fr ihre gelehrten ,turniere fanden4 ,bagdad verwandelte sich in eine ,republik der mannigfaltigsten ,fakultten1 ,wissenschaften und ,meinungen4 ,der knigliche ,araber versenkte sich aufmerksam in die betubende ,musik dieser gelehrten ,disputationen und ,spitzfindigkeiten4 ,die hheren ,staatsbeamten konnten sich dem ,beispiel ihres ,herrschers nicht entziehen1 und alle hheren ,schichten des ,reiches wurden von einer ,art literarischer ,monomanie ergriffen4 ,die ,wesire und ,emire versuchten ihrerseits1 allerhand gelehrte ,fremde an ihren ,hof zu ziehen4 ,es ist selbstverstndlich1 da die ,administration damit in den ,hintergrund gerckt wurde1 da die ,wrdentrger vieles1 was zur ,regierung gehrte1 dem ,gutdnken ihrer ,sekretre oder ,gnstlinge berlieen1 da diese ,gnstlinge hufig ganz ungebildet waren und ihre ,stellung oft nur durch ,intrigen erklommen1 und da dies alles nicht ohne ,einflu auf das ,volk bleiben und mit der ,zeit auf die ,regierenden selbst zurckfallen mute4 ,die groe ,zahl theoretischer ,philosophen und ,dichter1 die hohe ,regierungsposten einnahmen1 lie im ,lande keine starke ,regierung aufkommen4 ,ihre ,sphre liegt ganz wo anders2 sie erfreuen sich des allerhchsten ,schutzes und gehen ruhig ihren ,weg4 ,nur die wenigen groen ,dichter machen hierin eine ,ausnahme1 wenn sie den ,philosophen1 den ,poeten und den ,historiker in sich vereinigen1 sie1 die die ,natur und den ,menschen ergrnden1 in die ,vergangenheit dringen und die ,zukunft voraussehen1 und deren ,worten das ganze ,volk lauscht4 ,sie sind ,hohepriester4 ,kluge ,herrscher ehren sie durch ihren ,verkehr1 behten ihr kostbares ,leben und frchten sich1 dieses ,leben durch ,beteiligung an der so vielseitigen ,ttigkeit des ,regierens zu unterdrcken4 ,sie werden nur bei uerst wichtigen ,ministerrten hinzugezogen1 da sie bis in die ,tiefe des menschlichen ,herzens dringen4 ,der edle ,al-,mamun hatte den aufrichtigen ,wunsch1 seine ,untertanen glcklich zu machen4 ,er wute1 da die ,wissenschaften1 die die ,entwicklung der ,menschen frdern1 das beste ,mittel1 der treuste ,fhrer zum ,ziel seien4 ,mit aller ,gewalt zwang er seine ,untertanen1 die von ihm eingefhrte ,kultur anzunehmen4 ,aber die ,aufklrung1 die ,al-,mamun zu verbreiten bestrebt war1 entsprach am wenigsten dem angebotenen ,charakter und der angeborenen ,phantasie der ,araber4 ,die wenig kraftvollen ,prinzipien des ,polytheismus1 die sich in ein bloes ,wortspiel verwandelt hatten1 die frechen ,verstmmelungen christlicher ,ideen1 die ein so seltsames ,licht auf die ,wissenschaft jener ,zeit warfen1 die sich nicht mit dieser verschmolzen1 und man kann wohl sagen1 sie durch ihr bergewicht vernichteten1 bildeten einen krassen ,kontrast zu der feurigen ,natur der ,araber1 deren ,phantasie die nchternen ,schlsse des kalten ,verstandes nur allzusehr unterdrckte4 ,dieses ,volk ging nicht1 nein1 es flog frmlich seinem ,entwicklungsziele entgegen4 ,sein ,genius offenbarte sich pltzlich und gleichzeitig im ,kriege1 im ,handel1 in den ,knsten1 in der ,manufaktur und in der ppigen ,poesie des ,orients4 ,seine reichen ,gaben1 wie hnliche in der ,geschichte der ,menschheit noch niemals dagewesen waren1 entfalteten sich reich1 strahlend1 eigenartig und in hchster ,orginalitt4 ,es schien fast1 als sollte dieses ,volk sich zu einer ,nation von hchster ,vollkommenheit entwickeln4 ,aber ,al-,mamun verstand es nicht6 ,er beachtete die groe ,wahrheit nicht1 da die ,bildung aus dem ,volke selbst kommen mu1 da eine aufgepfropfte ,kultur nur insoweit angeeignet werden darf1 als sie die eigene ,entwicklung frdert1 da aber die ,entwicklung eines ,volkes nur aus den eigenen nationalen ,elementen hervorgehen kann4 ,fr die ,araber aber wurde ihr ,bettigungsfeld durch diese unfruchtbare fremdlndische ,kultur nur versperrt4 ,der ,kosmopolitismus ,al-,mamuns1 der allen ,gelehrten aller ,parteien den ,eintritt in sein ,reich gestattete1 ging fast gar zu weit4 ,die ,privilegien1 die den ,christen im ,reiche zuteil wurden1 muten notwendig den ,ha der eigenen ,untertanen erwecken und hatten selbst die ,verachtung ntzlicher ,einrichtungen zur ,folge1 -- ja1 das ,volk verlor sogar allmhlich die ,liebe zu seinem ,herrscher4 ,in seinen ,regierungsmaregeln war ,al-,mamun mehr theoretischer als praktischer ,philosoph1 der doch ein ,herrscher vor allem sein mte4 ,er kannte das ,leben seines ,volkes aus ,beschreibungen und ,erzhlungen anderer und nicht aus eigener ,anschauung wie der groe ,harun1 der es persnlich studiert hatte4 ,bei den asiatischen ,regierungsformen1 die keine bestimmten ,gesetze kennen1 liegt die ganze ,verwaltung auf den ,schultern des ,monarchen selbst1 und daher mu seine ,ttigkeit eine auergewhnlich intensive1 mu seine ,aufmerksamkeit bestndig gespannt sein2 er darf niemand vertrauen1 und sein ,auge mu die ,vielseitigkeit eines ,argus haben2 es braucht nur einen ,augenblick einzuschlafen1 und die mit seinen ,vollmachten ausgestatteten ,statthalter lehnen sich auf1 und das ,reich ist von einer ,million ,despoten erfllt4 ,al-,mamun aber lebte in seinem ,bagdad wie in einem ,musenreich1 das er sich selbst geschaffen hatte und das ganz von der politischen ,welt getrennt war4 ,die ,christen1 die allmhlich auch anfingen1 sich in die ,verwaltung einzumengen1 konnten den ,volksgeist und die ,landessitten nicht kennen lernen4 ,auerdem war der fremde ,glaube den ,arabern1 die noch an ihrem ,enthusiasmus und ihrer ,unduldsamkeit festhielten1 unertrglich4 ,und whrend der ,name ,al-,mamuns auf den ,lippen aller damaliger ,gelehrten schwebte und seine ,gastfreundschaft buntbeflaggte ,schiffe an die syrische ,kste lockte1 wurde seine ,macht im ,innern des ,reiches immer schwcher und schwcher4 ,die ,bewohner der ,provinzen1 die ihren ,kalifen nie von ,angesicht zu ,angesicht gesehen hatten1 schtzten seinen ,namen nur wenig4 ,die militrischen ,krfte nahmen immer mehr ab4 ,die ,kultur1 die ihren ,ausgangspunkt gewhnlich von ,bagdad1 dem ,zentrum des ,reiches1 nahm1 verringerte sich und erlosch immer mehr1 je mehr sie sich den fernen ,grenzen nherte4 ,in den ,grenzlndern hatte sich der ,kulturzustand der ,araber noch auf dem ,niveau seiner ersten ,periode erhalten1 hier standen noch von ,fanatismus erfllte ,truppen1 die jederzeit bereit waren1 den ,glauben ,mohammeds mit ,feuer und ,schwert zu verbreiten4 ,die mchtigen ,emire1 die bald die unzureichende ,verbindung mit ,bagdad erkannten1 trumten von der ,unabhngigkeit1 und ,al-,mamun mute noch whrend seiner ,regierung den ,abfall ,persiens1 ,indiens und der entlegenen ,provinzen ,afrikas erleben4 ,aber vielleicht wre diese falsche ,richtung der ,verwaltung noch ein bel gewesen1 das wieder gutzumachen war1 wenn ,al-,mamun seine ,wahrheitsliebe nicht zu weit getrieben htte4 ,er wollte der religise ,reformator seiner ,nation werden4 ,er besa einen rein theoretischen ,verstand1 war ber jeglichen ,aberglauben und alle ,vorurteile erhaben1 auch war er genauer ber einige christliche ,dogmen unterrichtet1 als seine ,vorgnger1 und so konnte er seine ,augen nicht gegen die zahllosen ,widersprche und den blhenden ,unsinn1 die in den ,verordnungen des fanatischen ,schpfers des ,korans berall zum ,ausdrucke kommen1 verschlieen4 ,er entschlo sich1 das heilige ,buch ,mohammeds zu reinigen und zu reformieren1 und das in einer ,zeit1 als noch alle niederen ,regierungsbeamten sowie der ganze ,pbel davon berzeugt waren1 da das ,buch vom ,himmel stamme1 und wo der ,zweifel an dem allergeringsten ,gebote schon fr das grte ,verbrechen galt4 ,der halbgriechischen ,denkungsweise ,al-,mamuns war der vllig blinde ,enthusiasmus seiner ,untertanen ganz fremd4 ,die ,unterdrckung des ,fanatismus hielt er fr den ersten ,schritt zur ,kultur seines ,volkes -- und doch bildete dieser ,fanatismus das ganze ,sein des arabischen ,volkes2 diesen ,fanatismus1 dem er seine ganze ,entwicklung und seine glnzende ,epoche verdankte1 zu zerstren1 hie den politischen ,bestand des ganzen ,reiches untergraben4 ,al-,mamun erschien das ,paradies ,mohammeds1 in das der ,araber sein ganzes sinnliches ,leben1 dieses nur fr den ,genu und fr die ,wollust bestimmte ,leben1 hineintrug1 als der ,gipfel der ,torheit4 ,aber er lie dabei auer acht1 da diese ,gebote ein ,produkt des glhenden1 arabischen ,klimas1 des feurigen ,temperaments des ,arabers waren1 da dies ,paradies fr den ,mohammedaner die groe ,oase inmitten der ,wste seines ,lebens war1 da nur die ,hoffnung auf dies ,paradies es dem so sinnenfrohen ,araber ermglichte1 alle ,armut und ,unterdrckung zu ertragen und1 beim ,anblick des in ,luxus frmlich versinkenden ,sybariten den ,neid in seiner ,seele zu bekmpfen4 ,der ,gedanke1 da auch er einmal von ,huris umringt1 in einem ,luxus schwelgen werde1 der die ,pracht aller irdischen ,machthaber weit bertrifft1 war wohl nur einer ,sinnlichkeit und einer blhenden ,phantasie fabar1 wie sie die ,natur den ,arabern verliehen hatte4 ,und vielleicht htte sich der ,glaube dieses ,volkes erst im ,verlauf der ferneren ,entwicklung ohne allzu empfindliche ,strungen reinigen lassen2 ,al-,mamun aber hatte kein ,verstndnis fr die asiatische ,natur seiner ,untertanen4 ,man kann sich den ,grad der ,emprung in den zahllosen ,schichten des ,volkes vorstellen1 als das ,gercht von den ,neuerungen des ,kalifen sich verbreitete4 ,wie mute sich das ,volk zu ihnen stellen1 das dem ,kalifen schon allein wegen der ,frderung der christlichen ,religion und seiner ,vorliebe fr die ,fremden offen des ,modalismus oder der ,ketzerei anklagte8 ,die rohe ,masse der alten strengglubigen ,bekenner des ,koran zwangen den ,kalifen durch ihren harten ,widerstand endlich1 zu den ,waffen zu greifen4 ,und der edle1 hochherzige ,al-,mamun1 der von wahrer ,menschenliebe durchdrungen war1 wurde zum ,verfolger seiner eigenen ,untertanen4 ,durch diese ,verfolgungen weckte er von neuem den wilden ,fanatismus der ,araber1 aber schon nicht mehr jenen ,fanatismus1 der die frheren ,nomadenvlker ,arabiens zu einer ,masse verschmolzen hatte -- sondern einen oppositionellen ,fanatismus1 -- einen ,fanatismus1 der die ,massen auseinanderri1 der ,zank und ,streit bis in die innersten ,grnde des ,reiches trug1 der die rohen ,leidenschaften der ,araber aufrhrte1 der den ,dolch und das ,gift des ,hasses in die ,hand der fanatischen ,bekenner des ,islams drckte1 und der eine ,unzahl verblendeter ,sekten erstehen lie1 unter ihnen die schrecklichste1 die der ,karmaten1 die noch lange1 zur ,zeit der ,kreuzzge1 unter dem ,namen der syrischen ,assassinen ihr ,wesen trieben4 ,mitten in den ,unruhen1 die an den verschiedenen ,enden des ,reiches ausbrachen1 inmitten der ,emprung und des ,parteienzwists starb der edle ,al-,mamun1 der mit einer ,hand zahllose ,wohltaten und reiche ,mittel fr ,schulen1 ,werksttten und fr die ,kunst ausgestreut und mit der anderen seine unbotmigen1 fanatischen ,untertanen gezchtigt hatte -- er starb1 ohne sein ,volk verstanden zu haben und selbst unverstanden von seinem ,volk4 ,in jedem ,fall aber hat er uns ein lehrreiches ,beispiel gegeben4 ,er hat der ,welt das ,bild eines ,herrschers geboten1 der trotz allen ,willens zum ,guten1 trotz aller ,sanftmut des ,herzens und bei aller ,aufopferungsfhigkeit und seiner auergewhnlichen ,liebe zu den ,wissenschaften1 doch eine der wichtigsten1 wenn auch unbewuten ,ursachen wurde1 die den ,fall seines ,reiches beschleunigten4 ,arabesken ,zweiter ,teil ,i ,das ,leben ,ein armer ,wstensohn hatte einen ,traum3 ,still liegt das groe ,mittellndische ,meer und breitet sich aus in unendliche ,fernen1 und von drei verschiedenen ,seiten blicken nach ihm hin die glhenden ,ksten ,afrikas mit ihren schlanken ,palmen1 die nackten syrischen ,wsten und die vom ,meer zerklfteten1 dichtbevlkerten ,ksten ,europas4 ,in einer ,bucht an dem unbeweglichen ,meer erhebt sich das alte gypten4 ,eine ,pyramide steht neben der andern2 granitene ,sphinxe blicken aus grauen ,augen2 zahllose ,stufen fhren zu ihnen hinauf4 ,genhrt von dem groen ,nil1 geschmckt mit geheimnisvollen ,zeichen und heiligen ,tieren1 thront majesttisch das alte gypten unbeweglich und wie verzaubert1 gleich einer ,mumie1 die der ,verwesung ,trotz bietet4 ,zahllose unabhngige ,kolonien hat das heitere ,griechenland um sich herum gegrndet4 ,das ,mittelmeer ist mit ,inseln berst1 die in grnen ,wldern ertrinken2 ,oliven1 ,weinreben und ,feigenbume schaukeln sich mit ihren honiggetrnkten ,zweigen im ,winde2 ,sulen1 wei wie die ,brste einer ,jungfrau1 runden sich im ppigen ,dunkel der ,bume2 der von wundersamem ,meiel erweckte ,marmor atmet wollstig und freut sich schamhaft seiner herrlichen ,nacktheit2 mit ,weintrauben geschmckt1 ,pokale und ,thyrsosstbe in ,hnden1 hlt das ,volk im geruschvollen ,tanz inne2 schlanke1 junge ,priesterinnen mit wallenden ,locken werfen flammende ,blicke aus nachtschwarzen ,augen4 ,efeubekrnzte ,schalmeien1 ,zimbeln und andere musische ,instrumente erklingen4 ,wie ,fliegen schwirren ,schiffe um ,rhodus und ,korkyra und bieten ihre selig geschwellten ,fahnen dem ,winde dar4 ,und alles atmet starr und unbeweglich in seiner steinernen ,majestt4 ,stolz und unermelich dehnt sich das eiserne ,rom1 ein ,wald von ,lanzen starrt gen ,himmel1 und in drohendem ,glanze leuchten die sthlernen ,schwerter4 ,sein gieriges ,auge scheint alles verschlingen zu wollen1 und weit ausgestreckt ist seine sehnige ,rechte4 ,aber auch ,rom liegt unbeweglich da1 wie alles rings umher und rhrt seine lwenstarken ,glieder nicht4 ,die ,luft des himmlischen ,ozeans lastete dumpf und erstickend auf allem4 ,kein ,wellenschlag bewegte das groe ,mittelmeer1 und es war1 als wre das ,jngste ,gericht gekommen fr die drei ,reiche -- vor dem ,ende der ,welt4 ,da sprach gypten1 und die schlanken ,palmen1 die ,bewohner seiner ,ebenen1 schwankten im ,winde1 und die ,obelisken streckten ihre feinen ,nadeln noch hher empor3 ,hrt mich1 ihr ,vlker6 ,ich allein drang ein in das ,geheimnis des ,lebens und in das ,rtsel des ,menschen4 ,alles ist vergnglich4 ,gemein ist alle ,kunst1 armselig jeder ,genu und noch armseliger die ,worte und ,taten4 ,der ,tod1 der ,tod herrscht ber die ,welt und ber den ,menschen6 ,der ,tod verschlingt alles1 und alles lebt fr den ,tod4 ,fern1 fern ist die ,auferstehung6 ,gibt es denn berhaupt eine ,auferstehung8 ,fort mit den ,wnschen1 den ,genssen4 ,armer ,mensch6 ,errichte immer hhere ,pyramiden1 um dein elendes ,dasein wenigstens etwas zu verlngern4 ,und es sprach das heitere ,griechenland1 das so klar ist wie der ,himmel1 wie der ,morgen und wie die ,jugend1 und es war1 als vernhme man keine ,worte sondern ,tne einer ,schalmei3 ,das ,leben ward fr das ,leben geschaffen4 ,erweitere und bereichere dein ,leben1 erweitere mit ihm deine ,gensse4 ,ihm bringe alles zum ,opfer dar4 ,sieh1 wie ist alles so plastisch und schn in der ,natur1 wie ist alles in ,eintracht verbunden4 ,in der ,welt ist alles enthalten4 ,alles1 auch alles1 worber die ,gtter gebieten1 enthlt sie2 lern' es nur finden4 ,gttlicher1 stolzer ,gebieter dieser ,erde1 bekrnze dein herrliches ,haupt mit ,eichenlaub und ,lorbeer und geniee dein ,leben2 fliege hin auf deinem ,wagen bei den rauschenden ,spielen und lenke kunstvoll die feurigen ,rosse4 ,fern sei deiner freien1 stolzen ,seele die ,habgier und der ,neid6 ,meiel1 ,palette und ,flte sind geschaffen1 die ,welt zu beherrschen1 sie aber soll sich der ,schnheit beugen4 ,mit ,efeu und ,weinlaub umwinde deine duftende ,stirn und das liebliche ,haupt deiner schamhaften ,freundin6 ,das ,leben ward fr das ,leben und fr den ,genu geschaffen -- lern' des ,genusses wrdig sein4 ,und das in ,eisen gehllte ,rom klirrte mit dem leuchtenden ,walde seiner ,lanzen und sprach3 ,ich habe des ,geheimnis des ,menschenlebens ergrndet4 ,die ,ruhe ist des ,menschen unwrdig1 sie richtet ihn zugrunde in seinem eigentlichen ,wesen4 ,kunst und ,genu sind zu gering fr seine ,seele4 ,der wahre ,genu liegt in dem gigantischen ,wunsche4 ,verchtlich ist das ,leben der ,vlker und des ,einzelnen ohne ruhmreiche ,heldentaten4 ,drste nach ,ruhm1 drste nach ,ruhm1 o ,mensch6 ,beim betubenden ,lrme der ,waffen im ,rausch unbeschreiblicher ,lust la auf die ,schilde der lanzentragenden ,legionen dich heben6 ,hrst du1 wie sich zu deinen ,fen die ganze ,welt1 wie sich ,millionen versammelten und1 die ,speere schwenkend1 in einen einzigen ,ruf ausbrechen8 ,hrst du's1 wie dein ,name furchtverbreitend auf den ,lippen der fernsten ,vlker bebt1 die am ,ende der ,welt wohnen8 ,alles1 was dein ,blick umfassen kann1 erflle alles mit dem ,klang deines ,namens6 ,strebe unablssig weiter1 es gibt keine ,grenzen weder der ,welt noch deiner ,wnsche4 ,furchtbar und streng schreite vorwrts und erweitere deine ,weltherrschaft1 dann wirst du zuletzt auch den ,himmel erobern4 ,und ,rom schwieg und heftete seinen ,adlerblick auf den ,osten4 ,auch ,griechenland wandte seine herrlichen1 vom ,genu feuchten ,augen nach ,osten1 und auch gypten wandte seine trben1 farblosen ,augen dem ,orient zu4 ,ein steiniges ,land2 ein verachtetes ,volk2 ein paar einsame ,htten stehen an nackte ,hgel gelehnt1 und hie und da nur fllt der sprliche ,schatten eines drren ,feigenbaumes auf sie4 ,hinter einem niedrigen bauflligen ,zaun steht eine ,eselin4 ,in der ,holzkrippe liegt ein ,knblein2 die jungfruliche ,mutter steht ber es gebeugt und schaut es mit trnenfeuchten ,augen an2 hoch ber der ,krippe aber steht ein ,stern1 und ein herrliches ,leuchten erfllt die ,welt4 ,die ,pyramiden des hieroglyphengeschmckten gyptens senkten sich immer tiefer1 und gypten versank in ,trume2 unruhig blickte das herrliche ,griechenland1 ,rom senkte die ,augen und schaute auf seine eisernen ,lanzen2 das groe ,asien mit seinen zahllosen ,hirtenvlkern lauschte gespannt1 und der ,ararat1 der ,urvater der ,erde1 beugte seinen ,nacken4 #ahca4 ,,ii ,schlzer1 ,mller und ,herder ,schlzer1 ,mller und ,herder sind die groen ,baumeister der ,weltgeschichte4 ,der ,gedanke an diese war ihr ,lieblingsgedanke und verlie sie keinen ,augenblick whrend der ganzen ,zeit ihres so verschiedenartigen ,lebenslaufes4 ,man kann sagen1 da ,schlzer der erste war1 der von der ,idee eines einigen groen ,ganzen1 einer ,einheit durchdrungen war1 zu der alle ,zeiten und alle ,vlker zusammengefat und zusammengeschmolzen werden mssen4 ,er wollte die ganze ,welt und alles ,lebendige mit einem ,blick umspannen4 ,es schien1 als wnschte er hundert ,argusaugen zu besitzen1 um mit einem ,blick alle ,geschehnisse in den entlegensten ,teilen der ,welt zu bersehen4 ,sein ,stil ist ein ,blitz1 der fast pltzlich bald hier1 bald dort zndet und die ,gegenstnde momentan1 aber mit blendender ,klarheit1 beleuchtet4 ,ich wei nicht1 ob er selbst das htte leisten knnen1 was er den anderen so scharf vorgezeichnet hat2 jedenfalls aber war niemand so stark von seinem ,objekt ergriffen wie er4 ,er hatte die ,gabe1 alles in einem kleinen ,brennpunkt zu konzentrieren und oft mit zwei1 drei scharfen ,strichen1 ja zuweilen durch ein einziges ,epitheton1 ein bestimmtes ,ereignis oder ein ganzes ,volk zu charakterisieren4 ,seine ,epitheta sind wunderbar1 temperamentvoll und khn und erscheinen als die ,frucht eines glcklichen ,augenblicks1 einer momentanen ,eingebung2 sie sind von so scharfer verblffender ,wahrheit1 da selbst eine tiefe und dauernd in ihrer ,richtung beharrende ,forschung sie nicht entdeckt htte1 es sei denn1 da sie von ,schlzer selbst ausgefhrt worden wre4 ,er war nicht eigentlich ,historiker1 und ich glaube sogar1 da er gar nicht ,historiker htte sein knnen4 ,seine ,gedanken sind zu sprunghaft1 zu leidenschaftlich1 um sich zu einer harmonisch und gemchlich dahinflieenden ,erzhlung zu formen4 ,er analysierte die ,welt und alle verschwundenen und noch lebenden ,vlker1 aber er beschrieb sie nicht2 er sezierte die ganze ,welt mit dem ,messer des ,anatomen1 zerschnitt und zerlegte sie in massive ,teile1 er gruppierte und klassifizierte die ,vlker wie ein ,botaniker die verschiedenen ,pflanzen nach bestimmten ,merkmalen ordnet4 ,und daher sollte man glauben1 da durch diese ,art der ,behandlung seine geschichtlichen ,aufzeichnungen etwas ,skelettartiges und ,trockenes erhalten htten2 aber merkwrdigerweise leuchtet alles bei ihm in so grellen ,farben1 der machtvolle ,blitz seines ,auges hat etwas so ,sicheres1 da man beim ,lesen seiner gedrngten ,weltskizze erstaunt bemerkt1 wie unsere ,phantasie sich entzndet1 erweitert und alles nach demselben ,gesetze ergnzt1 das ,schlzer mit einen gewaltigem ,wort gekennzeichnet hat2 zuweilen aber eilt unsere ,einbildungskraft die khn vorgezeichneten ,wege noch weiter4 ,da er einer der ersten war1 der von der ,gre und dem wahren ,ziel der ,weltgeschichte beunruhigt wurde1 mute er unbedingt ein oppositionelles ,genie werden4 ,diese seine ,stellung gab ihm die groe ,energie1 das ,feuer und sogar den rger ber die ,kurzsichtigkeit seiner ,vorgnger1 die sehr hufig in seinen ,schriften zum ,ausbruch kommen4 ,mit einem ,donnerwort vernichtet er sie und in diesem einen ,wort verbindet sich der ,genu und ein sardonisches ,lcheln ber den ,besiegten mit einer sieghaften ,wahrheit4 ,man knnte ihn mit mehr ,recht noch als ,kant den ,alleszermalmer nennen4 ,fast immer lassen sich die ,mnner der ,opposition zu sehr von ihrer ,stellung hinreien1 indem sie sich in ihrem enthusiastischen bereifer nur an eine ,regel halten -- allem ,vorangegangenen zu widersprechen4 ,doch dieser ,vorwurf trifft ,schlzer nicht3 sein germanischer ,geist beharrt unerschtterlich auf seinem ,standpunkt4 ,er ist ein strenger1 allwissender ,richter2 seine ,urteile sind scharf1 kurz und gerecht4 ,vielleicht werden einige sich darber wundern1 da ich von ,schlzer wie von einem groen ,baumeister der ,weltgeschichte rede1 whrend doch die ,gedanken und ,werke1 die er diesem ,gegenstande gewidmet hat1 in einem kleinen ,leitfaden fr ,studenten bestehn2 aber dieses kleine ,bchlein gehrt zur ,zahl der ,werke1 nach deren ,lektre man glaubt1 ganze ,bnde gelesen zu haben2 ich mchte es mit einem kleinen ,fenster vergleichen1 durch das man1 wenn man sein ,auge nur nahe genug heranbringt1 die ganze ,welt erblicken kann4 ,er wirft ein helles ,licht auf die ,gegenstnde1 lehrt sie uns begreifen1 und schlielich gelangt man dazu1 alles mit eigenen ,augen zu sehen4 ,mller ist ein ,historiker ganz anderen ,schlages4 ,still1 ruhig und bedchtig1 ist er das volle ,gegenteil von ,schlzer4 ,mit einer eigenartigen1 bezaubernden ,liebe gibt er sich seinem ,gegenstande hin4 ,sein ,vortrag glnzt nicht durch eine scharf ausgeprgte ,eigenart wie der ,stil ,schlzers2 er kennt weder die leidenschaftlichen ,ausbrche1 noch den prgnanten ,lakonismus1 der den ,vortrag ,schlzers auszeichnet4 ,er umfat nicht alles so momentan1 so mit einem ,blicke wie jener1 umspannt es nicht mit gewaltiger ,hand1 er erforscht alles1 was die ,welt erfllt1 ruhig1 in bestimmter ,reihenfolge1 ohne jene berstrzung und ,hast1 mit der ein ,autor sich ausspricht1 der sich frchtet1 jemand knnte ihm seine ,gedanken entwenden und ihm zuvorkommen4 ,das ,wort ,untersuchung pat so recht zu seinem ,stil2 seine ,darstellungen sind wahrhafte ,untersuchungen4 ,als ,staatsmann beschftigt er sich vorzglich mit der ,errterung der ,staatsformen und mit den ,gesetzen der gegenwrtigen und der untergegangenen ,reiche2 aber er betont diese ,seite nicht in dem ,mae1 um darber andre ,seiten ganz im ,schatten zu lassen1 ein ,fehler1 dessen nur einseitige ,historiker fhig sind und in den auch ,heeren mitunter verfallen ist2 im ,gegenteil1 er wendet seine ,aufmerksamkeit auch allen ,grenzgebieten zu4 ,alles1 was in der ,geschichte nicht ganz klar ist1 was noch wenig erforscht ist1 das alles unterwirft er einer ,untersuchung4 ,man fhlt sogar1 da er sich mit ,vorliebe mit der ,urgeschichte und berhaupt mit den ,epochen beschftigt1 wo das ,volk noch nicht von der ,kultur und ihren ,lastern berhrt ist und noch seine einfachen ,sitten und seine ,unabhngigkeit bewahrt4 ,diese ,perioden schildert er mit einer leuchtenden ,ausfhrlichkeit1 mit einer sanften ,wrme1 wie wenn er sich selbst dabei verge und sich mitten unter seinen braven ,schweizern zu befinden whnte4 ,das wichtigste ,resultat1 das er aus seiner ,geschichtsdarstellung zieht1 ist dieses1 da ein ,volk nur dann glcklich ist1 wenn es die alten ,sitten des ,landes treu befolgt und seine einfache ,lebensweise und ,unabhngigkeit beibehlt4 berall schimmert seine reife ,weisheit und seine kindliche ,seelenklarheit durch4 ,der ,adel seiner ,gedanken und die ,freiheitsliebe durchdringen all seine ,werke4 ,nicht der ,gedanke an die ,einheit und an ein unzertrennliches ,ganzes ist das ,ziel1 nach dem seine ,darstellung bewut hinstrebt2 er spricht eigentlich nie darber1 aber sein ganzes ,werk lt uns diese ,einheit fhlen1 obgleich er ber der ,betrachtung eines ,volkes die ,sache der ganzen ,welt zu vergessen scheint4 ,seine ,geschichte ist keine ununterbrochene1 bewegliche ,kette von ,begebenheiten2 hier gibt es keine dramatischen ,effekte2 aus allem spricht die bedchtige ,weisheit des ,autors4 ,er gibt seinen ,gedanken keine scharfen prgnanten ,formulierungen3 sie scheinen sich bescheiden und hufig wie in einem unbeachteten ,winkel zu verbergen1 so da man sie nur entdeckt1 wenn man sie sucht2 aber dafr sind sie so erhaben und zugleich so tief1 da nach einem ,ausdruck ,wagners im ,faust der ganze ,himmel zu dem glcklichen ,finder niedersteigt4 ,dieser bescheidene1 prunklose ,vortrag und der ,mangel an blendenden ,lichtern weckt unwillkrlich unser ,mitleid2 sie sind der ,grund1 warum ,mller so wenig bekannt oder besser gesagt nicht so bekannt ist1 wie er es verdient4 ,nur solche ,menschen1 die tief durchdrungen von der ,idee der ,geschichte und einer edleren ,bildung fhig sind1 knnen ihn ganz verstehen2 den brigen erscheint er unbedeutend und oberflchlich4 ,herder vertritt eine ganz andere ,art der ,geschichtsauffassung4 ,er betrachtet alles mit geistigen ,augen4 ,bei ihm verschlingt die ,macht der ,idee vllig die greifbare ,form4 ,stets sieht er einen ,menschen als ,vertreter der ganzen ,menschheit an4 ,er forscht tief und begeistert gleich einem ,brahmanen der ,natur -- wie man ihn in ,deutschland zu nennen pflegt4 ,bei ihm werden die ,ereignisse bedeutender durch ihre ,gruppierung1 all seine ,gedanken sind erhaben1 tiefsinnig und weltumspannend4 ,sie erscheinen bei ihm nur selten in ,beziehung zu der sichtbaren ,natur und steigen gleichsam unmittelbar aus ihrem reinen ,feuer empor4 ,daher fehlt es ihnen auch an historischer ,greifbarkeit und ,plastik4 ,wenn ein ,ereignis riesengro ist und eine ,idee einschliet -- dann entfaltet es sich bei ihm mit all seinen geheimsten ,nebenwirkungen2 aber wenn es zu nah mit dem ,leben und der ,praxis in ,berhrung kommt1 dann mangelt es ihm am bestimmten ,kolorit4 ,wenn er sich herablt1 einzelne ,persnlichkeiten oder die ,lenker der ,geschichte zu schildern1 dann erscheinen sie bei ihm lange nicht so deutlich wie die allgemeinen ,gruppen und sie nehmen eine zu allgemeine ,physiognomie an2 sie sind entweder ganz gut oder ganz bse2 alle die zahllosen ,schattierungen der ,charaktere1 alle ,verquickung und ,mannigfaltigkeit der ,eigenschaften1 deren ,erkenntnis nur einem ,forscher zuteil wird1 der die ,menschen mit ,mitrauen betrachtet1 alle diese ,abstufungen verschwinden vllig bei ihm4 ,er ist unendlich weise in der ,erforschung des idealen ,menschen und der ,menschheit1 aber ein ,kind in der ,erkenntnis des wirklichen ,menschen1 und dies ist nur natrlich --1 da ein ,weiser immer gro ist in seinen ,gedanken und unwissend in den ,kleinigkeiten1 die das ,leben ausfllen4 ,als ,dichter steht er weit hher als ,schlzer und ,mller4 ,aber gerade weil er ,poet ist1 so erschafft und erarbeitet er alles in seinem ,innern in seinem einsamen ,arbeitszimmer2 ganz ergriffen von einer hheren ,offenbarung1 whlte er stets nur das ,schne und ,groe1 weil das nun einmal der ,natur seiner erhabenen1 reinen ,seele entspricht4 ,aber das ,hohe und ,schne reit sich manches ,mal von dem niedren und verachteten ,leben los oder wird durch den ,druck jener zahllosen und verschiedenartigen ,erscheinungen1 die soviel ,buntheit in das menschliche ,leben hineinbringen und deren ,erkenntnis nur selten dem weltabgewandten ,weisen zufllt1 hervorgerufen4 ,sein ,stil zeichnet sich vor dem der anderen durch ,bilderreichtum und breite ,pinselfhrung aus1 er ist eben ,dichter und hebt sich daher deutlich von dem ewig ruhigen und bedchtigen ,mller1 diesem ,philosophen und ,gesetzgeber1 sowie von dem fast immer schroffen und unzufriedenen kritischen ,philosophen ,schlzer ab4 ,mir scheint1 wenn man ,herders tiefe ,schlsse1 die bis in die fernsten ,anfnge der ,menschheit reichen1 mit dem schnellen1 feurigen ,blick ,schlzers und der erfinderischen1 weltgewandten ,weisheit ,mllers vereinigen knnte1 dann htten wir erst einen ,historiker1 der da fhig wre1 eine ,weltgeschichte zu schreiben4 ,und doch wrde ihm noch manches dazu fehlen2 es wrde ihm noch an jener dramatischen ,kraft mangeln1 die wir weder bei ,schlzer1 noch bei ,mller1 noch auch bei ,herder finden4 ,ich verstehe unter dem ,wort dramatische ,kraft nicht die ,kunst1 die darin besteht1 einen guten ,dialog zu fhren1 sondern die ,fhigkeit1 einem ganzen ,werke jenen mitreienden ,schwung und jenes dramatische ,interesse mitzuteilen1 das manche von ,schillers historischen ,fragmenten1 besonders die ,geschichte des ,dreiigjhrigen ,krieges1 ausstrmen und das fast jedes einfache ,geschehnis auszeichnet4 ,doch zu allem ,genannten mchte ich noch gern das ,anziehende der ,erzhlergabe eines ,walter ,scott und seinen starken ,sinn fr alle feinen ,nuancen hinzufgen4 ,nehmen wir dann noch ,shakespeares ,talent fr die ,entwicklung groer ,charaktereigenschaften in den engsten ,grenzen hinzu1 dann1 will es mir scheinen1 htten wir einen ,historiker1 wie er fr eine ,darstellung der ,weltgeschichte erforderlich ist4 ,bis dahin aber werden ,mller1 ,schlzer und ,herder noch lange unsere groen ,wegweiser bleiben4 ,sie haben viel1 sehr viel ,licht in die ,weltgeschichte gebracht4 ,und wenn wir heute schon ein paar beachtenswerte geschichtliche ,werke besitzen1 so verdanken wir diese ihnen allein4 #ahcb4 ,,iii ,der ,newsky-,prospekt ,es gibt in ,petersburg nichts ,schneres als den ,newsky-,prospekt2 fr ,petersburg wenigstens bedeutet er alles6 ,gibt es einen ,vorzug1 der dieser ,schnen unter den ,straen1 dieser ,zierde unserer ,hauptstadt1 fehlte6 ,ich bin berzeugt1 da kein einziger von den blassen ,beamten1 die ihre ,einwohnerschaft bilden1 den ,newsky-,prospekt -- auch nicht fr alle ,herrlichkeiten der ,welt -- eintauschen wrde4 ,sie alle sind ganz begeistert fr den ,newsky-,prospekt2 nicht nur die ,fnfundzwanzigjhrigen1 die prachtvolle ,schnurrbrte und einen wundervoll sitzenden ,rock tragen1 nein1 auch jene1 denen schon weie ,haare ums ,kinn sprieen1 und deren ,kpfe glatt sind wie silberne ,schsseln4 ,und erst die ,damen6 ,oh6 die ,damen schwrmen noch viel mehr fr den ,newsky-,prospekt4 ,wem kann er denn auch nicht gefallen6 ,sobald man nur auf die ,strae heraustritt1 so erfat einen schon eine ,feiertagsstimmung4 ,selbst wenn man etwas sehr ,wichtiges vorhat1 so vergit man sicherlich sein ,geschft1 sobald man den ,newsky betritt4 ,dies ist der einzige ,ort1 wo die ,menschen erscheinen1 nicht1 weil sie dort sein mssen1 und wo sie weder die ,notwendigkeit noch das ,geschftsinteresse hintreiben1 die doch sonst ganz ,petersburg gefangen halten4 ,es kommt einem so vor1 als sei der ,mensch1 der einem auf dem ,newsky begegnet1 weniger egoistisch als der auf der ,morskaja1 der ,gorochowaja1 ,liteinji1 ,meschtschanskaja und den anderen ,straen1 wo der ,geiz1 die ,habsucht und ,geschftigkeit auf allen ,gesichtern ausgeprgt ist1 die man vorbeikommen oder in ,wagen und ,droschken einherjagen sieht4 ,der ,newsky ist der wichtigste ,verkehrspunkt ,petersburgs1 wo alles sich begegnet4 ,der ,bewohner der ,petersburger oder der ,wiborger ,seite1 der seinen ,freund auf ,peski oder am ,moskauer ,tor schon seit vielen ,jahren nicht mehr besucht hat1 kann ganz sicher sein1 ihn hier zu treffen4 ,kein ,adrebuch und keine ,auskunftsstelle kann einem so zuverlssige ,nachrichten vermitteln1 wie der ,newsky-,prospekt4 ,der ,newsky-,prospekt ist allmchtig4 ,er bildet die einzige ,zerstreuung fr das an ,spaziergngen so arme ,petersburg4 ,wie ist sein ,trottoir so rein gefegt und1 o ,gott6 wie viele ,fe haben ihre ,spuren auf ihm hinterlassen6 ,der plumpe1 schmutzige ,stiefel des verabschiedeten ,soldaten1 unter dessen ,wucht scheinbar jeder ,granitblock bersten mte1 der kleine1 an ,leichtigkeit einer ,rauchwolke vergleichbare ,schuh der jungen ,dame1 die ihr zierliches ,kpfchen nach den glnzenden ,ladenfenstern hinwendet1 wie die ,sonnenblume ihr ,antlitz der ,sonne zukehrt1 und der rasselnde ,sbel des hoffnungsvollen ,leutnants1 der eine tiefe ,furche in das ,pflaster grbt -- hier tritt alles zutage3 die ,gewalt der ,kraft1 wie die ,macht der ,schwche4 ,welch schnelles phantastisches ,spiel rollt sich im ,lauf eines einzigen ,tages hier ab6 ,wie viele ,vernderungen erlebt er im ,lauf von vierundzwanzig ,stunden6 ,fangen wir mit dem frhen ,morgen an1 wenn ganz ,petersburg nach heiem1 frischgebackenem ,brot riecht1 und von alten ,weibern in zerlumpten ,kleidern und ,mnteln angefllt ist1 die ihre ,streifzge durch die ,kirchen beginnen und die weichherzigen ,fugnger berfallen4 ,ein wenig spter ist der ,newsky wieder ganz leer3 noch liegen die wohlgenhrten ,ladenbesitzer und ,kommis in ihren hollndischen ,hemden da und schlafen oder sie seifen ihre ehrwrdigen ,backen ein und trinken ihren ,kaffee2 vor den ,tren der ,zuckerbcker versammeln sich ,bettler1 und der schlaftrunkene ,ganymed1 der gestern noch gleich einer ,fliege mit seiner ,schokolade herumschwirrte1 kriecht ohne ,halsbinde und mit einem ,besen in der ,hand hervor und wirft ihnen altgebackene ,kuchen und ,brotreste zu4 ,auf der ,strae trabt arbeitendes ,volk einher1 manches ,mal berschreitet ein ,haufen russischer ,bauern1 die zur ,arbeit eilen1 den ,newsky2 ihre ,stiefel sind ganz mit ,kalk beschmiert1 und selbst der ,katharinenkanal1 der wegen seiner ,sauberkeit bekannt ist1 wre nicht imstande1 sie rein zu waschen4 ,um diese ,zeit wrde ich keiner ,dame raten1 dort spazierenzugehen1 da das russische ,volk sich solcher ,ausdrcke zu bedienen pflegt1 die sie wahrscheinlich nicht einmal im ,theater zu hren bekme4 ,manches ,mal begegnet man auch einem schlfrigen ,beamten mit einem ,portefeuille unter dem ,arm1 wenn ihn der ,weg nach dem ,departement zufllig ber den ,newsky fhrt4 ,man kann wohl sagen1 da um diese ,zeit d4 h4 bis #ab ,uhr der ,newsky fr alle nur ein ,mittel und nicht das eigentliche ,ziel ist2 er fllt sich allmhlich mit ,leuten1 die sich durchaus nicht um ihn kmmern und nur an ihre ,beschftigung1 ihre ,sorgen und ihren ,verdru denken4 ,ein russischer ,bauer lt sich ber ein ,zehnkopekenstck oder gar ber eine ,kupfermnze im ,werte von sieben ,kopeken aus1 ,mnner und alte ,weiber gestikulieren mit den ,hnden oder halten ,selbstgesprche1 wobei sie mitunter recht bezeichnende ,gesten machen1 aber niemand hrt auf sie oder lacht ber sie1 abgesehen etwa von ein ,paar ,jungen in buntgestreiften ,kitteln mit leeren ,flaschen oder neuen ,stiefeln in den ,hnden1 die wie ein ,blitz auf dem ,newsky hin und her schwirren4 ,um diese ,zeit wird niemand darauf achten1 wie ,sie angezogen sind1 selbst wenn ,sie statt eines ,hutes eine ,mtze auf dem ,kopfe htten oder wenn ,ihr ,kragen aus ihrer ,halsbinde hervorkrche4 ,um #ab ,uhr machen die ,gouverneure und ,erzieher aller ,nationalitten mit ihren ,zglingen1 die ,batistkragen tragen1 ihren obligaten ,spaziergang4 ,die englischen ,johns und die franzsischen ,hhne gehen ,arm in ,arm mit den ihrer vterlichen ,obhut anvertrauten ,zglingen auf und ab und erklren ihnen voller ,anstand und ,wrde1 die ,schilder seien deshalb ber den ,kauflden angebracht1 damit man von ihnen ablesen knne1 was in einem jeden ,laden zu haben sei4 ,zahlreiche ,gouvernanten1 blasse ,misses und rosige ,mademoiselles gehen wichtig hinter leichtfigen1 koketten ,fruleins einher und schrfen ihnen ein1 die linke ,schulter hher zu ziehen und sich einer besseren ,haltung zu befleiigen1 kurz gesagt3 um diese ,zeit trgt der ,newsky-,prospekt einen pdagogischen ,charakter4 ,doch je mehr der ,zeiger gegen #b ,uhr vorrckt1 um so mehr verringert sich die ,zahl der ,pdagogen1 ,gouvernanten und ,kinder und schlielich werden sie ganz von ihren zrtlichen ,vtern verdrngt1 die ihre buntgekleideten1 nervenschwachen ,gefhrtinnen am ,arme fhren4 ,allmhlich gesellen sich auch noch die zu ihnen1 die ihre so wichtigen huslichen ,angelegenheiten erledigt haben3 sie muten mit ihrem ,arzt ber das ,wetter sprechen1 ihm einen kleinen ,pickel zeigen1 der sich auf der ,nase gebildet hatte1 muten sich nach dem ,befinden ihrer ,kinder und ,pferde erkundigen1 welch erstere brigens eine groe ,begabung an den ,tag legten2 dann muten sie einen ,theaterzettel und einen wichtigen ,zeitungsartikel ber die neu angekommenen und abgereisten ,personen lesen und endlich muten sie noch ihren ,kaffee trinken2 ferner gesellen sich auch noch die zu ihnen1 denen ein beneidenswertes ,schicksal den segensreichen ,beruf eines ,beamten fr besondere ,auftrge bescherte2 auch die schlieen sich ihnen an1 die in den auslndischen mtern dienen und sich durch die ,vornehmheit ihrer ,beschftigung und ihrer ,manieren auszeichnen4 ,mein ,gott6 was gibt es doch fr herrliche mter und ,berufe1 wie erheben und erquicken sie unser ,herz6 ,aber ach6 ich selbst stehe nicht im ,staatsdienst und habe nicht das ,vergngen1 die feinen ,umgangsformen eines ,vorgesetzten an mir zu erproben4 ,alles1 was man auf dem ,newsky sieht1 strotzt frmlich von ,wrde und ,wohlanstndigkeit2 die ,herren in ihren langen ,rcken mit den ,hnden in den ,taschen und die ,damen in ihren rosa1 weien oder hellblauen ,atlasjacken und ihren koketten ,htchen6 hier kann man ganz ungewhnlichen ,backenbrten begegnen1 die mit einer besonderen1 geradezu staunenerregenden ,geschicklichkeit hinter die ,halsbinde gesteckt sind#e1 herrlichen sammetweichen ,backenbrten1 die wie ,atlas glnzen1 und schwarz sind wie der feinste ,zobel oder ein ,stck ,kohle2 aber ach6 leider gehren diese immer nur ,auslndern an4 ,denen1 die in den andern ,departements dienen1 hat die ,vorsehung die schwarzen ,brte versagt1 und sie mssen zu ihrem groen ,leidwesen rote tragen4 ,ferner trifft man hier so herrliche ,schnurrbrte1 da keine ,feder und kein ,pinsel imstande wren1 sie abzuschildern2 ,schnurrbrte1 deren ,pflege weitaus die grere ,hlfte des ,lebens gewidmet wird1 die der ,gegenstand einer dauernden ,sorge bei ,nacht und bei ,tage sind2 ,schnurrbrte1 die mit den herrlichsten ,parfms und ,dften getrnkt und mit den kostbarsten und seltensten ,pomaden bestrichen sind2 die des ,nachts in das feinste ,velinpapier gewickelt werden1 die sich der rhrendsten ,anhnglichkeit ihrer ,besitzer erfreuen und die den ,neid aller ,vorbergehenden erwecken4 ,hier wird jedermann geblendet durch die tausend verschiedenen ,arten von ,hten1 ,kleidern und durch all die bunten und leichten ,tcher1 denen ihre ,besitzerinnen hufig ganze zwei ,tage lang die ,treue bewahren4 ,es ist1 als htte sich ein ganzes ,meer von ,faltern von den zarten ,blumenblten erhoben und schwebe nun als leuchtende ,wolke ber den schwarzen ,kfern1 die durch das mnnliche ,geschlecht reprsentiert werden4 ,hier begegnet man solchen ,taillen1 wie man sie nicht einmal im ,traum zu sehen bekommt3 feinen1 schmalen ,taillen1 nicht dicker wie ein ,flaschenhals1 so da man bei einer ,begegnung mit ihren ,besitzerinnen ehrerbietig zur ,seite tritt1 um nur nicht in unvorsichtiger ,weise mit seinen unhflichen ,ellbogen gegen sie anzustoen2 es bermannt einen eine ,schchternheit und eine wahre ,angst1 da man am ,ende gar durch einen unvorsichtigen ,atemzug dieses herrliche ,gebilde der ,natur und der ,kunst zerstren knnte4 ,und was fr ,frauenrmel man auf dem ,newsky antrifft6 ,nein1 welch eine ,pracht6 ,sie haben eine gewisse hnlichkeit mit zwei ,luftballons1 da man meint1 die ,dame mte sich pltzlich in den ther emporschwingen1 wenn der ,herr sie nicht festhielte2 denn es ist ebenso angenehm und leicht1 eine ,dame in die ,hhe zu heben1 wie ein volles ,champagnerglas an die ,lippen zu setzen4 ,nirgends begrt man sich so wrdevoll und so ungezwungen wie auf dem ,newsky-,prospekt4 ,hier kann man einem ,lcheln begegnen1 einem ,lcheln1 das einzig in seiner ,art und ber alle ,kunst erhaben ist2 man mchte mitunter dahinschmelzen vor ,vergngen ber solch ein ,lcheln2 aber es gibt auch ein ,lcheln1 vor dem man ganz klein wird und zusammenknickt wie ein ,grashalm1 so da man das ,haupt senkt1 und dann gibt es wieder eines1 bei dem man sich hher fhlt als der ,admiralittsturm1 und das uns wieder hoch emporhebt4 ,hier hrt man mit auergewhnlichem ,anstand und einem hohen ,gefhl der eigenen ,wrde von ,konzerten und vom ,wetter reden4 ,hier begegnet man einer ,unzahl unergrndlicher ,charaktere und ,erscheinungen4 ,gott im ,himmel6 was fr sonderbaren ,charakteren begegnet man nicht auf dem ,newsky6 ,es gibt eine ,menge von ,menschen1 die uns bei einer ,begegnung stets auf die ,fe sehen1 und wenn wir vorbergegangen sind1 sich umkehren und unsere ,fracksche betrachten4 ,ich kann bis jetzt nicht begreifen1 was das zu bedeuten hat4 ,anfnglich meinte ich1 es seien ,schuhmacher1 aber keine ,spur davon6 ,gewhnlich dienen sie in irgendeinem ,departement1 und viele von ihnen schreiben ausgezeichnete ,berichte1 die von einer ,behrde an die andere gesandt werden1 oder es sind ,leute1 die sich mit ,spazierengehen oder in verschiedenen ,konditoreien mit dem ,lesen von ,journalen beschftigen1 mit einem ,wort1 es sind meist sehr achtbare ,menschen4 ,um diese gesegnete ,zeit zwischen #b und #c ,uhr nachmittags knnte man den ,newsky-,prospekt die auf und ab wogende ,hauptstadt nennen4 ,dann gleicht er einer ,ausstellung der allerschnsten ,erzeugnisse der ,menschheit4 ,der eine lt seinen feinen ,rock mit dem schnsten ,biberkragen sehen1 ein anderer eine wundervolle griechische ,nase1 ein dritter einen herrlichen ,backenbart1 eine vierte ein ,paar wunderbare ,augen und ein reizendes ,htchen1 ein fnfter einen ,ring mit einem ,talisman1 den er am wohlgepflegten ,daumen trgt1 eine sechste einen ,fu in einem entzckenden ,stiefelchen1 ein siebenter eine staunenerregende ,halsbinde1 ein achter einen verblffenden ,schnurrbart1 444 aber die ,uhr schlgt drei -- die ,menschen verlaufen sich1 und die ,ausstellung verdet4 ,funote #e3 ,zur ,zeit ,nikolaus ,i4 waren die ,brte verboten4 ,um #c ,uhr findet ein neuer ,dekorationswechsel statt6 ,auf dem ,newsky wird es pltzlich ,frhling6 er fllt sich ganz mit ,beamten in grnen ,amtsfrcken4 ,hungrige ,titulr-1 ,hof- und andre ,rte suchen aus allen ,krften ihre ,schritte zu beschleunigen4 ,junge ,kollegienregistratoren1 ,gouvernements- und ,kollegiensekretre beeilen sich noch schnell1 ihre freie ,zeit auszunutzen und sich auf dem ,newsky zu zeigen1 und kommen mit einem ,anstand einhergegangen1 als htten sie bei ,leibe keine sechs ,stunden im ,bureau gesessen4 ,dagegen kommen die alten ,kollegiensekretre1 ,titulr- und ,hofrte schnell und mit gesenktem ,kopfe vorbeigeschritten1 sie haben keine ,zeit1 sich die ,spaziergnger anzuschauen und haben sich noch nicht vllig von ihren ,sorgen losgerissen2 in ihren ,kpfen summt und brummt es1 da steckt ein ganzes ,archiv von angefangenen und noch nicht abgeschlossenen ,arbeiten1 und statt der ,kauflden sehen sie nichts wie ,konvolute von ,akten und das runde ,gesicht ihres ,bureauchefs4 ,von #d ,uhr an ist der ,newsky leer1 dann trifft man dort kaum noch einen ,beamten4 ,hchstens eine ,nherin1 die mit einem ,karton in der ,hand ber die ,strae luft oder das arme ,opfer eines menschenfreundlichen ,tischvorstehers in einem ,friesmantel1 einen zugereisten ,sonderling1 dem alle ,stunden des ,tages gleich viel bedeuten1 eine lange1 steife ,englnderin mit einem ,pompadour und einem ,buch in der ,hand1 einen ,bureaudiener1 einen ,russen mit einem drftigen ,bart1 in einem baumwollenen ,rock1 dessen ,taille beinahe oben am ,halse sitzt1 einen ,menschen1 dem man sofort die ganze ,haltlosigkeit seiner ,existenz ansieht1 und bei dem sich alles bewegt1 der ,rcken1 die ,hnde1 die ,fe und der ,kopf1 wenn er behutsam auf dem ,trottoir einhergeht2 oder man begegnet etwa noch einem kleinen ,handelsmann -- sonst trifft man um diese ,zeit niemand auf dem ,newsky-,prospekt4 ,sobald sich jedoch die ,dmmerung auf die ,huser und ,straen hinabsenkt und ein in eine ,bastmatte gewickelter ,nachtwchter langsam die ,leiter besteigt1 um die ,laternen anzuznden1 sobald aus den niedrigen ,fenstern der ,kauflden die ,kupferstiche hervorgucken1 die sich im ,laufe des ,tages nicht sehen lassen durften1 dann belebt der ,newsky sich wieder1 dann kommt wieder ,leben und ,bewegung in ihn4 ,jetzt bricht jene geheimnisvolle ,zeit an1 wo die ,lampen allen ,dingen einen so verlockenden1 wunderbaren ,schimmer verleihen4 ,um diese ,zeit begegnet man vielen jungen ,leuten1 meistenteils ,hagestolzen in warmen ,rcken und ,mnteln4 ,um diese ,zeit fhlt man1 da dieses alles einen ,zweck1 ein ,ziel oder besser gesagt etwas hnliches wie ein ,ziel bekommt1 etwas ganz ,besonderes und ,unbestimmtes2 jetzt beschleunigen alle ihre ,schritte und bleiben dann wieder stehn1 es kommt etwas ,ungleichmiges1 ,unruhiges in ihre ,bewegungen4 ,lange ,schatten huschen ber die ,mauern und ber das ,pflaster hin und reichen mit ihren ,kpfen fast bis zur ,polizeibrcke4 ,junge ,kollegienregistratoren1 ,gouvernements- und ,kollegiensekretre promenieren lange hin und her1 whrend die alten ,kollegienregistratoren1 ,titulr- und ,hofrte grtenteils zu ,hause sitzen1 entweder weil sie verheiratet sind oder weil ihre deutschen ,kchinnen so gut kochen4 ,jetzt trifft man wieder die alten1 ehrwrdigen ,herren1 die mit so viel ,wrde und einem erstaunlichen ,anstand um #b ,uhr auf dem ,newsky spazierengingen4 ,allein1 jetzt sieht man sie ebenso laufen wie die jungen ,kollegienregistratoren1 um einer von ,ferne herannahenden ,dame unter den ,hut zu gucken4 ,die vollen1 mit dicker roter ,schminke bedeckten ,lippen und ,wangen gefallen nmlich vielen ,spaziergngern1 hauptschlich jedoch den ,handlungskommis1 den ,bureaudienern und den ,kaufleuten1 die lange deutsche ,rcke tragen und ,arm in ,arm scharenweise daherkommen4 ,halt6 rief um diese ,zeit der ,leutnant ,piragow und hielt einen befrackten und in einen ,mantel gehllten jungen ,mann1 der neben ihm daherging1 am ,arme fest1 hast du gesehn8 ,gewi habe ich sie gesehn3 eine echt peruginische ,bianka6 ,ja1 von welcher sprichst du eigentlich8 ,von ihr1 von der da mit den dunklen ,haaren2 was fr ,augen1 ,gott6 was fr ,augen6 diese ,figur1 diese ,zge1 dies ,oval des ,gesichts -- ein wahres ,wunder6 ,ach was1 ich spreche von der ,blonden1 die hinter ihr nach jener ,seite ging4 ,nun1 warum gehst du denn der ,brnetten nicht nach1 wenn sie dir so gefllt8 ,ich bitte dich1 wo denkst du hin6 rief tief errtend der junge ,mann im ,frack4 ,als ob sie zu denen gehrt1 die des ,abends auf dem ,newsky herumspazieren2 das ist gewi eine feine ,dame -- fuhr er seufzend fort -- ihr ,mantel allein kostet sicherlich #hj ,rubel4 ,du ,grnschnabel6 rief ,piragow und stie ihn mit ,gewalt nach jener ,richtung1 wo ihr leuchtender ,mantel wehte4 ,geh1 ,einfaltspinsel1 sonst entwischt sie dir6 ich gehe der ,blonden nach6 ,und beide ,freunde trennten sich4 ,wir kennen euch6 dachte ,piragow mit einem selbstzufriedenen und selbstbewuten ,lcheln2 er war davon berzeugt1 da es keine ,schne gab1 die ihm widerstehen knnte4 ,der junge ,mann im ,frack und im ,mantel ging schchtern und ngstlichen ,schritts nach jener ,seite1 wo fern von ihm der bunte ,mantel flatterte2 wenn das ,licht der ,laterne auf ihn fiel1 so leuchteten seine ,farben grell auf1 um dann wieder fern im ,dunkel zu verschwinden4 ,das ,herz des jungen ,mannes schlug heftig1 und er beschleunigte unwillkrlich seine ,schritte4 ,er wagte gar nicht daran zu denken1 da er die ,aufmerksamkeit der sich entfernenden ,schnen auf sich ziehen knnte1 und noch viel weniger konnte er einen so schwarzen ,gedanken zulassen1 wie ,piragow ihn angedeutet hatte2 aber er wollte gern das ,haus sehen und sich die ,wohnung dieses herrlichen ,geschpfs merken1 das direkt vom ,himmel auf den ,newsky herabgeflogen zu sein schien und wahrscheinlich wieder1 ,gott wei wohin1 entschwinden wrde2 und er rannte so schnell vorwrts1 da er in einem fort allerhand solide ,herren mit ergrauten ,backenbrten vom ,trottoir herunterstie4 ,dieser junge ,mann gehrte einer ,klasse von ,menschen an1 die bei uns eine recht merkwrdige ,erscheinung bilden und ebensowenig unter die ,einwohner ,petersburgs gehren wie unsere ,traumbilder in die reale ,welt4 ,man begegnet diesem auerordentlichen ,typus nur ganz selten in einer ,stadt1 wo fast alle ,bewohner ,beamte1 ,kaufleute oder deutsche ,handwerker sind4 ,das war ein ,knstler6 ,nicht wahr1 das ist doch eine merkwrdige ,erscheinung8 ,ein ,petersburger ,knstler6 ,ein ,knstler im ,lande des ,schnees6 im ,lande der ,finnen1 wo alles na1 eben1 glatt1 bla1 grau und neblig ist6 ,diese ,knstler haben durchaus keine hnlichkeit mit den italienischen ,knstlern1 die stolz und leidenschaftlich sind wie das italienische ,land und der italienische ,himmel1 im ,gegenteil1 die ,petersburger ,knstler sind meistens ein braves1 schlichtes ,vlkchen1 sie sind schchtern und sorglos1 lieben im stillen ihre ,kunst1 trinken im kleinen ,stbchen ihren ,tee mit zwei guten ,kameraden1 reden bescheiden von ihrem ,lieblingsthema und trumen nicht einmal von ,luxus oder berflu4 ,stets laden sie irgendein altes ,bettelweib zu sich ein und lassen es sechs ,stunden bei sich sitzen1 um ihr jmmerliches1 stumpfes ,gesicht auf die ,leinwand zu werfen4 ,sie malen die ,perspektive ihres ,zimmers1 in dem sich allerhand malerischer ,plunder herumtreibt3 ,gipshnde und -fe1 die mit der ,zeit durch den ,staub eine kaffeebraune ,farbe angenommen haben1 zerbrochene ,staffeleien1 eine hingeworfene ,palette1 ein ,freund1 der ,guitarre spielt1 ,wnde1 die mit ,farbenklecksen beschmiert sind1 oder ein offenes ,fenster1 durch das man in der ,ferne die blasse ,newa und ein paar arme ,fischer in roten ,hemden sieht4 ,die ,arbeiten dieser ,knstler haben fast immer ein graues1 trbes ,kolorit -- diesen unauslschlichen ,stempel des ,nordens4 ,trotz alledem sind sie stets mit wahrhaftem ,genu bei der ,arbeit4 ,hufig lebt in ihnen ein echtes ,talent1 und wenn nur die frische ,luft ,italiens sie umwehte1 so wrde es sich sicherlich ebenso frei1 ungehemmt und herrlich entwickeln1 wie eine ,pflanze1 die man aus dem ,zimmer in die frische1 reine ,luft trgt4 ,diese ,knstler sind sehr schchtern2 ein ,stern oder eine dicke ,epaulette bringen sie schon in solch eine ,verwirrung1 da sie sofort mit dem ,preis fr ihre ,werke herabgehen4 ,manches ,mal lieben sie es1 sich zu putzen und schn zu machen1 aber ihre ,eleganz wirkt immer herausfordernd und macht den ,eindruck eines ,flickens auf einem alten ,kleidungsstck4 ,zuweilen sieht man sie in einem ausgezeichneten ,frack und einem schmutzigen ,mantel oder in einer teuren ,sammtweste und einem ganz befleckten ,rock daherkommen4 ,dann erinnern sie an eine ihrer unvollendeten ,landschaften1 auf der man hufig eine auf dem ,kopf stehende ,nymphe entdecken kann1 da der ,knstler die ,landschaft einfach auf eine schon bemalte ,leinwand1 ein altes ,bild1 das er einstmals mit ,begeisterung begonnen1 hingemalt hat1 weil er gerade keine andere ,leinwand zur ,verfgung hatte4 ,solch ein ,knstler sieht niemand gerade ins ,auge2 wenn er einen ansieht1 so ist sein ,blick trbe und unbestimmt2 er durchbohrt ,euch nicht mit dem ,habichtauge des ,forschers oder mit dem ,falkenblick eines ,kavallerieleutnants4 ,dies kommt daher1 weil er stets ,ihre ,zge und zugleich die irgendeines ,herkules aus ,gips beobachtet1 der bei ihm im ,zimmer steht1 oder weil ihm das ,bild vorschwebt1 das er demnchst malen will4 ,daher gibt er ,euch auch oft falsche und unzusammenhngende ,antworten1 und die ,gedanken1 die in seinem ,hirn durcheinanderschwirren1 vergrern noch seine ,schchternheit4 ,zu dieser ,art von ,leuten gehrte auch der oben erwhnte junge ,mann -- der ,knstler ,piskarjow2 er war sehr schchtern und bescheiden1 aber in seiner ,seele lebte doch ein ,funke von ,gefhl1 der im gegebenen ,moment zur ,flamme werden konnte4 ,mit einem geheimen ,bangen eilte er dem ,gegenstande seiner ,bewunderung nach1 der einen so tiefen ,eindruck auf ihn gemacht hatte1 und er schien sich selbst ber seine ,dreistigkeit zu wundern4 ,die ,unbekannte1 die seine ,augen1 seine ,gefhle und seine ,gedanken so ganz gefangengenommen hatte1 wendete pltzlich ihr ,kpfchen und sah ihn an6 ,gott6 welch gttliche ,zge6 ,die herrliche1 blendend weie ,stirn war von wundervollen ,haaren eingerahmt1 die schwarz waren wie ,achat2 sie kruselten sich in prachtvollen ,locken1 ein ,teil fiel unter dem ,hut hervor und berhrte die von der abendlichen ,klte leicht getteten ,wangen4 ,um ihre fest geschlossenen ,lippen spielte ein ,schwarm von entzckenden ,trumen4 ,alles1 was uns von den ,erinnerungen unserer ,kindheit brigbleibt -- alles1 was beim ,schein des ,lmpchens vor dem ,heiligenbilde unsere ,schwrmerei und stille ,begeisterung weckt -- alles dies schien sich auf diesen ,lippen voll wundersamer ,harmonie zu vereinigen1 ineinanderzuflieen und widerzuspiegeln4 ,sie sah ,piskarjow an1 und sein ,herz erzitterte bei diesem ,blick1 sie sah ihn voller ,strenge an1 und ein ,gefhl der ,emprung ber diese freche ,verfolgung sprach aus ihren ,zgen2 aber auf diesem herrlichen ,antlitz hatte selbst der ,zorn etwas ,bezauberndes4 ,von ,scham und ,schchternheit bermannt1 blieb er stehen und schlug die ,augen nieder2 aber wie konnte er nur diese ,gottheit aus den ,augen verlieren1 ohne das ,heiligtum kennen gelernt zu haben1 in dem sie sich niedergelassen hatte4 ,solche ,gedanken schossen unserem jungen ,schwrmer durch den ,kopf1 als er sich entschlo1 ihr zu folgen4 ,damit dies jedoch nicht bemerkt wrde1 folgte er ihr aus weiter ,ferne1 blickte sich sorglos nach allen ,seiten um und sah sich die ,schilder an den ,husern an1 lie aber dabei die ,unbekannte keinen ,moment aus den ,augen4 ,die ,zahl der ,spaziergnger wurde geringer1 und auf der ,strae wurde es stiller1 da sah sich die ,schne um1 und es schien ihm1 als krusele ein leichtes ,lcheln ihre ,lippen4 ,ein ,zittern lief ihm durch alle ,glieder3 er wollte seinen ,augen nicht trauen4 ,nein1 es war wohl nur die ,laterne1 die ihm mit ihrem trgerischen ,licht dies ,lcheln vorgegaukelt hatte4 ,allein1 der ,atem stockte in seiner ,brust1 alles in ihm erzitterte1 alle seine ,sinne erglhten1 und ein seltsamer ,nebel hllte alles vor ihm ein4 ,das ,trottoir bewegte sich unter seinen ,fen1 die ,wagen und die vorberjagenden ,pferde schienen stillzustehn1 die ,brcke dehnte sich immer mehr in die ,lnge und barst ber ihrem ,bogen auseinander1 die ,huser standen auf dem ,kopfe1 ein ,wchterhuschen strzte auf ihn zu1 und die ,hellebarde des ,wchters1 die goldenen ,buchstaben der ,schilder mit der darauf gemalten ,schere3 alles leuchtete und blitzte unmittelbar vor seinen ,augenwimpern auf4 ,und dies alles hatte der einzige ,blick1 die eine ,wendung des schnen ,kpfchens hervorgerufen4 ,taub1 blind und gedankenlos folgte er den zarten ,spuren der niedlichen ,fchen und versuchte die ,hast seiner ,schritte1 die nach dem ,takt seines ,herzschlages dahinstrmten1 zu migen4 ,manches ,mal packte ihn der ,zweifel3 war wirklich der ,ausdruck ihres ,gesichtes so freundlich gewesen8 -- und er blieb einen ,augenblick stehn1 aber das ,pochen seines ,herzens1 eine unberwindliche ,gewalt1 die ,erregung all seiner ,sinne trieb ihn immer wieder vorwrts4 ,er merkte gar nicht1 wie sich auf einmal ein vierstckiges ,haus vor ihm erhob1 das mit seinen vier erleuchteten ,fensterreihen auf ihn herabsah1 und wie er pltzlich gegen das eiserne ,gelnder vor der ,einfahrt stie4 ,er sah1 wie die ,unbekannte die ,treppe hinaufflog2 dann aber drehte sie sich um1 legte den ,finger auf die ,lippen und gab ihm ein ,zeichen1 ihr zu folgen4 ,seine ,knie zitterten ihm1 seine ,gefhle und ,gedanken glhten1 ein wunderbares ,glcksgefhl traf wie ein ,blitz mit schneidender ,schrfe sein ,herz4 ,nein1 das war doch kein ,traum6 ,gott6 so viel ,glck in einem einzigen ,augenblick6 welch herrliches ,leben in diesen kurzen zwei ,minuten4 ,aber war es auch wirklich kein ,traum8 ,war sie1 fr deren himmlischen ,blick er bereit war1 sein ganzes ,leben zu opfern1 deren ,wohnsttte nahe zu sein1 er schon fr ein unaussprechliches ,glck hielt -- war sie denn wirklich jetzt eben so freundlich und so aufmerksam gegen ihn gewesen8 ,er flog die ,treppen hinauf4 ,er war keines irdischen ,gedankens fhig1 und keine irdische ,leidenschaft loderte mehr in ihm4 ,nein1 in diesem ,augenblick war er rein und makellos wie ein reiner1 keuscher ,jngling1 den nur ein unbestimmtes1 geistiges ,liebesbedrfnis erfllte4 ,und was in einem lasterhaften ,menschen khne und hliche ,wnsche geweckt htte1 das luterte seine ,gefhle nur noch mehr4 ,das ,vertrauen1 das ihm das herrliche schwache ,geschpf entgegenbrachte1 dies ,vertrauen verpflichtete ihn zu dem ,gelbde1 mit ritterlicher ,strenge und sklavischer ,unterwerfung all ihre ,befehle zu erfllen4 ,er wnschte nur1 da die ,aufgaben1 die sie ihm stellen wrde1 so schwer als mglich1 ja1 geradezu unausfhrbar wren1 damit er mit voller ,anspannung aller seiner ,krfte hinfliegen knnte1 sie zu berwinden4 ,er zweifelte nicht daran1 da irgendein geheimnisvolles und wichtiges ,ereignis die ,unbekannte bewogen htte1 sich ihm anzuvertrauen1 da sicherlich bedeutende ,dienstleistungen von ihm gefordert werden wrden1 und er fhlte schon die ,kraft und die ,entschlossenheit in sich1 die ihn zu allem fhig machte4 ,die ,treppe wand sich immer mehr hinauf1 und mit ihr drehten sich seine ,trume und ,gedanken im ,kreise herum4 ,steigen ,sie vorsichtiger hinauf1 erklang eine ,stimme gleich einer ,harfe und lie all seine ,sinne von neuem erbeben4 ,auf dem dunklen ,treppenabsatz des vierten ,stockwerkes klopfte die ,unbekannte an die ,tr2 sie ffnete sich1 und sie traten zusammen ein4 ,eine hbsche ,frau kam ihnen mit einem ,licht entgegen2 allein1 sie sah ,piskarjow so eigentmlich und frech an1 da er unwillkrlich die ,augen senkte4 ,sie traten ins ,zimmer4 ,er erblickte in drei verschiedenen ,ecken drei weibliche ,figuren4 ,die eine legte ,karten1 die zweite sa vor einem ,klavier und spielte mit zwei ,fingern etwas wie eine elende ,melodie einer altmodischen ,polonse1 die dritte sa vor dem ,spiegel und kmmte ihr langes ,haar mit einem ,kamm1 und es fiel ihr nicht ein1 beim ,eintritt des ,fremden ihre ,beschftigung zu unterbrechen4 berall herrschte eine peinliche ,unordnung1 wie man sie sonst nur im ,zimmer eines sorglosen ,hagestolzen antrifft4 ,die noch ziemlich gut erhaltenen ,mbel waren mit ,staub bedeckt1 ein ,spinngewebe berzog die ,stuckarbeit des ,gesimses1 durch die halbgeffnete ,tr des benachbarten ,zimmers sah man einen mit einem ,sporn versehenen ,stiefel und den roten ,aufschlag eines ,uniformrockes1 und den ,eintretenden drang ganz ungeniert eine laute mnnliche ,stimme und das ,gelchter einer ,frau entgegen4 ,mein ,gott1 wo war er hineingeraten6 ,anfangs traute er kaum seinen ,augen und fing an1 sich die ,gegenstnde im ,zimmer genauer anzusehen2 aber die nackten ,wnde1 die ,fenster1 die durch kleine ,vorhnge verhngt waren1 deuteten durchaus nicht auf die ,gegenwart einer sorgsamen ,hausfrau2 die schlaffen gealterten ,zge dieser elenden ,geschpfe1 von denen das eine sich gerade vor seine ,nase hingesetzt hatte und ihn ebenso ruhig betrachtete1 wie einen ,fleck auf einem fremden ,kleide1 alles berzeugte ihn davon1 da er in eins jener hlichen ,asyle geraten sei1 wo das gemeine ,laster1 das von einer falschen berkultur und der groen bervlkerung der ,hauptstadt erzeugt wird1 sich eine ,wohnsttte gegrndet hatte -- eins jener ,asyle1 wo der ,mensch alles ,reine und ,heilige1 das unser ,leben verschnt1 schndet und erstickt1 wo das ,weib1 dies schnste ,wunderwerk dieser ,welt1 die ,krone der ,schpfung1 sich in ein merkwrdiges1 zweideutiges ,wesen verwandelt hat1 wo es mit dem ,verlust seiner ,seelenreinheit auch alle ,weiblichkeit verliert1 sich in widerwrtiger ,weise die ,manieren und das freche ,wesen der ,mnner aneignet1 und wo es aufhrt1 das herrliche1 schwache ,geschpf zu sein1 das sich seiner ganzen ,natur nach so sehr von uns unterscheidet4 ,piskarjow ma sie vom ,kopf bis zu den ,fen mit seinen ,blicken1 als wolle er sich noch einmal davon berzeugen1 ob sie auch wirklich dasselbe ,wesen sei1 das ihn auf dem ,newsky so bestrickt und so weit mit sich fortgefhrt hatte4 ,aber auch jetzt war sie1 wie sie da vor ihm stand1 noch immer so schn wie vorhin2 ihr ,haar war noch ebenso herrlich1 und ihre ,augen erschienen ihm noch immer wahrhaft gttlich4 ,sie war jung und frisch1 kaum #ag ,jahre alt -- man sah es ihr an1 da das furchtbare ,laster sie erst vor kurzem ergriffen hatte6 ,es hatte sich noch nicht an ihre ,wangen herangewagt1 sie waren noch frisch1 zart und rosig2 mit einem ,wort1 sie war wunderbar schn4 ,ganz in ihren ,anblick versunken stand er da1 und schon wollte er sich in seiner schlichten ,weise1 wie frher seinen ,trumereien hingeben4 ,aber dieses lange ,schweigen langweilte die ,schne2 sie lchelte bedeutungsvoll und sah ihm gerade in die ,augen4 ,allein dieses ,lcheln hatte etwas ,gemeines und ,freches1 war so sonderbar und pate so schlecht zu ihrem ,gesichte1 wie etwa der ,ausdruck der ,frmmigkeit zu der ,fratze eines bestechlichen ,beamten oder ein ,kontobuch zu einem ,poeten4 ,piskarjow erbebte4 ,sie ffnete ihre reizenden ,lippen und fing an zu reden1 aber was sie sagte1 war alles so dumm und abgeschmackt 444 wie wenn zugleich mit der ,tugend auch der ,verstand den ,menschen verliee6 ,er wollte nichts mehr hren 444 und machte einen furchtbar komischen und einfltigen ,eindruck wie ein ,kind6 ,statt ihr ,entgegenkommen auszunutzen1 statt sich ber solch einen ,zufall zu freuen -- ber den sich jeder andere an seiner ,stelle ohne ,zweifel gefreut htte -- strmte er1 so schnell ihn seine ,fe trugen1 wie ein ,reh auf die ,strae4 ,gesenkten ,hauptes und die ,hnde in den ,scho gelegt1 sa er in seinem ,zimmer wie ein armer ,bettler1 der am ,meeresufer eine kostbare ,perle gefunden hat und sie wieder ins ,wasser fallen lie4 ,so eine ,schnheit6 ,solch gttliche ,zge6 ,doch wo mute ich sie finden8 an welchem ,ort6 444 das war alles1 was er sagen konnte4 ,wahrlich1 nie werden wir mchtiger vom ,mitleid erfat1 als beim ,anblick der ,schnheit1 die der verderbliche ,odem des ,lasters gestreift hat4 ,ja1 wenn sich noch das ,hliche mit ihm verbnde1 aber die ,schnheit1 die zarte ,schnheit6 444 ,nur mit der ,tugend und mit der ,reinheit vereint sie sich in unseren ,gedanken4 ,das schne ,mdchen1 das den armen ,piskarjow so bestrickt hatte1 war wirklich eine wundersame und ungewhnliche ,erscheinung4 ,aber ihre ,anwesenheit in diesem verchtlichen ,kreise erschien um so unerklrlicher4 ,ihre ,zge waren so herrlich geformt1 der ,ausdruck des schnen ,gesichts war so edel1 da man durchaus nicht glauben konnte1 das ,laster habe schon seine ,krallen in sie hineingeschlagen4 ,fr einen leidenschaftlichen ,gatten wre sie eine ,perle1 fr die kein ,preis zu hoch1 seine ganze ,welt1 sein ,paradies1 sein ganzer ,reichtum gewesen2 in einem bescheidenen ,familienkreise htte sie wie ein herrlicher1 stiller ,stern geleuchtet und mit einer ,bewegung ihres wunderschnen ,mundes ihre sen ,befehle erteilt4 ,in einem von ,menschen erfllten ,saale auf blankem ,parkett1 bei ,kerzenglanz wre sie eine ,gottheit gewesen2 eine ,schar von ,verehrern htte in wortloser ,anbetung zu ihren ,fen gelegen4 ,aber ach1 der furchtbare1 teuflische ,wille des bsen ,geistes1 der darnach lechzt1 die ,harmonie dieses ,lebens zu zerstren1 hatte sie mit ,hohngelchter in diesen schrecklichen ,abgrund gestrzt4 ,vllig hingenommen von herzzerreiendem ,mitleid1 sa ,piskarjow vor der zusammengeschmolzenen ,kerze4 ,die ,mitternacht war lngst vorber1 die ,turmuhr schlug halb eins1 aber er sa noch immer unbeweglich1 schlaflos und gedankenlos vor sich hindmmernd da4 ,schon wollte der ,schlummer seine ,unbeweglichkeit bentzend1 ihn leise berwltigen1 das ,zimmer fing an1 vor seinen ,blicken zu versinken1 und der ,kerzenschimmer blinkte noch leise durch die ihn gefangen haltenden ,trume1 als pltzlich ein ,klopfen1 das an der ,tre ertnte1 ihn aufschreckte und wieder ermunterte4 ,die ,tr ffnete sich1 und ein ,diener in einer eleganten ,livree trat ein4 ,noch nie hatte eine so reiche ,livree sein einsames ,zimmer aufgesucht4 ,und noch dazu zu dieser ungewhnlichen ,stunde 444 er begriff nichts und starrte mit ungeduldiger ,neugierde auf den eintretenden ,diener4 ,die ,dame1 sagte der ,diener1 sich hflich verneigend1 bei der ,sie die ,gte hatten1 vor ein paar ,stunden vorzusprechen1 bittet ,sie1 zu ihr zu kommen1 und hat den ,wagen nach ,ihnen geschickt4 ,piskarjow stand in sprachloser ,verwundrung da1 ein ,wagen und ein ,livreediener6 444 ,nein1 hier lag sicher ein ,miverstndnis vor 444 ,hren ,sie1 mein ,lieber1 sagte er schchtern1 ,sie haben sich gewi in der ,tr geirrt4 ,wahrscheinlich hat ,ihre ,herrin ,sie zu einem anderen ,herrn geschickt und nicht zu mir4 ,nein1 mein ,herr1 ich irre mich nicht4 ,sie haben doch die ,dame zu ,fu nach ,hause begleitet3 bis in ihr im vierten ,stock gelegenes ,zimmer in der ,liteinaja8 ,ja1 das habe ich getan4 ,nun1 dann kommen ,sie bitte schnell mit mir1 meine ,herrin will ,sie durchaus sehen und bittet ,sie1 zu ihr ins ,haus zu kommen4 ,piskarjow lief die ,treppe hinab4 ,auf dem ,hofe stand wirklich ein ,wagen4 ,er setzte sich hinein1 die ,tr schlug zu1 die ,pflastersteine erdrhnten unter den ,rdern und ,hufen der ,pferde1 und die erleuchteten ,fassaden der ,huser mit den grellen ,schildern und ,laternen flogen an den ,wagenfenstern vorber4 ,whrend der ,fahrt zerbrach sich ,piskarjow den ,kopf1 er wute nicht1 wie er sich dies ,abenteuer erklren sollte4 ,ein eigenes ,haus1 der ,wagen1 der ,livreediener 444 dies alles stimmte durchaus nicht zu dem ,zimmer im vierten ,stock1 zu den staubigen ,fenstern und dem verstimmten ,klavier4 ,der ,wagen hielt vor einer hell erleuchteten ,einfahrt1 und zu seinem ,erstaunen erblickte ,piskarjow eine ,reihe ,equipagen und hell erleuchtete ,fenster1 er vernahm die ,unterhaltung der ,kutscher1 ,musik usw4 444 ,ein vornehmer ,livreediener hob ihn aus dem ,wagen und fhrte ihn ehrfurchtsvoll in ein mit ,marmorsulen verziertes ,vorhaus2 der goldstrotzende ,portier und die umherliegenden ,mntel und ,pelze1 alles war von dem grellen ,lichte einer ,lampe erleuchtet4 ,eine luftige ,treppe1 mit einem blitzenden ,gelnder1 fhrte1 umfchelt von aromatischen ,dften1 nach oben4 ,ohne recht zu wissen wie1 hatte er sie erstiegen und nun trat er in den ersten ,saal1 aber schon beim ersten ,schritt fuhr er erschreckt durch die vielen ,menschen zurck4 ,die ungewhnliche ,buntheit der anwesenden ,gste brachte ihn vollends in ,verwirrung2 es schien ihm1 da irgendein ,dmon die ganze ,welt in eine ,menge winziger ,stcke zerbrckelt und dann diese ,stcke ohne ,sinn und ,verstand durcheinandergewirbelt htte4 ,blendende ,frauenschultern1 schwarze ,frcke1 ,kronleuchter und ,lampen1 duftige1 fliegende ,gazeschleier1 therische ,bnder und ein dicker ,konterba1 der ber dem ,gelnder des wundervollen ,chors hervorlugte1 dies alles glnzte und glitzerte vor seinen ,augen4 ,pltzlich sah er so viele ehrwrdige ,greise und ltere ,mnner mit ,sternen auf den ,frcken1 und ,damen1 die so leicht1 stolz und grazis ber das ,parkett schwebten oder in langen ,reihen nebeneinander saen1 er hrte so viele franzsische und englische ,wrter1 und die jungen ,leute in den schwarzen ,frcken trugen einen so edlen ,anstand zur ,schau1 sprachen oder schwiegen mit so viel ,wrde1 verstanden es so vorzglich1 nur das ,allernotwendigste zu sagen1 scherzten so herablassend1 lchelten so hflich1 hatten solch herrliche ,backenbrte und wuten so geschickt ihre schnen ,hnde zu zeigen1 indem sie ihre ,halsbinde zurecht rckten2 die ,damen waren so duftig1 so ganz hingenommen von einer absoluten ,selbstzufriedenheit und ,wonne1 sie senkten so entzckend die ,augen1 -- da 444 ,aber schon das vllig verschchterte ,wesen ,piskarjows1 der sich ngstlich an eine ,sule drckte1 lie seine vollstndige ,verwirrung erkennen4 ,whrenddessen hatte die ,gesellschaft einen ,kreis um eine tanzende ,gruppe gebildet4 ,die ,tnzerinnen schwangen sich in durchsichtige ,schpfungen der ,pariser ,modekunst1 in ,stoffe gehllt1 die ganz aus ,luft gewebt schienen1 im ,kreise herum2 sie berhrten das ,parkett nur ganz oberflchlich mit ihren funkelnden ,fchen und erschienen dadurch noch therischer1 als wenn sie es berhaupt nicht berhrt htten4 ,eine von ihnen war noch schner1 kostbarer und glnzender gekleidet als die andern4 ,ihr ganzes ,kostm zeugte von einer wundersamen ,harmonie und einem erlesenen ,geschmack1 und dabei hatte es den ,anschein1 als kmmerte sie sich gar nicht darum und als htte sich diese ,harmonie von selbst ber sie ergossen4 ,sie schien die sie umgebende ,schar der ,zuschauer wohl zu bemerken und bemerkte sie auch wieder nicht1 die schnen1 langen ,wimpern waren gleichgltig gesenkt1 und ihre blendendweie ,gesichtsfarbe fiel noch mehr in die ,augen1 wenn bei einer leichten ,senkung des ,kpfchens ein schwacher ,schatten auf ihre entzckende ,stirn fiel4 ,piskarjow strengte alle seine ,krfte an1 um sich einen ,weg durch die ,masse der ,zuschauer zu bahnen1 um sie besser sehen zu knnen1 aber zu seinem grten ,verdru verdeckte ein ungeheurer ,kopf mit schwarzem ,lockenhaar in einem fort die ,tnzerin2 dabei sah er sich bald so von der ,menge eingezwngt1 da er weder vorwrts noch rckwrts zu gehen wagte1 aus ,furcht1 mit irgendeinem ,geheimrat zusammenzustoen4 ,endlich jedoch war es ihm auf irgendeine ,art gelungen1 sich bis nach vorne vorzudrngen und er warf einen ,blick auf seine ,kleider1 um sie ein wenig in ,ordnung zu bringen4 ,aber allmchtiger ,gott3 ,was war das8 ,er hatte seinen alten ,rock an1 der voller ,farbenflecken war2 in der ,eile des ,aufbruchs hatte er es nmlich ganz vergessen1 sich in einen anstndigen ,anzug zu werfen4 ,er wurde rot bis ber die ,ohren1 lie den ,kopf hngen und wollte in die ,erde versinken1 aber es war wirklich keine ,versenkung da1 in der er htte verschwinden knnen3 hinter ihm stand eine ganze ,mauer von eleganten ,kammerjunkern in hochfeinen ,uniformrcken4 ,er wnschte sich so weit fort als nur mglich von der ,schnen mit der herrlichen ,stirn und den entzckenden ,wimpern4 ,voller ,angst hob er die ,augen1 um zu sehen1 ob sie ihn wohl gar anblickte4 ,o ,gott1 sie stand ja vor ihm6 ,aber was war das8 ,was war das8 -- ,sie ist es6 schrie er fast mit ,aufgebot all seiner ,krfte4 ,es war wirklich dieselbe ,schne1 die er auf dem ,newsky-,prospekt getroffen und die er dann nach ,hause begleitet hatte4 ,unterdessen aber hatte sie die ,wimpern erhoben und sah alle mit ihrem klaren ,blick an4 ,o ,gott1 wie schn ist sie6 444 das war alles1 was er stockenden ,atems sagen konnte4 ,sie suchte den ganzen ,kreis mit ihren ,augen ab2 alle lechzten frmlich darnach1 ihre ,aufmerksamkeit auf sich zu ziehen1 aber sie blickte nur mit einer gewissen ,ermdung und ,gleichgltigkeit wieder weg1 und ihre ,augen begegneten denen ,piskarjows4 ,welch ein ,himmel6 ,welch ein ,paradies lag in diesem ,blick6 ,allmchtiger ,gott6 ,woher wollte er die ,kraft nehmen1 ihn zu ertragen1 sein ,herz vermochte ihn nicht auszuhalten1 es mute zerreien und die ,seele mit sich entfhren6 ,sie gab ihm ein ,zeichen1 aber nicht mit der ,hand1 noch durch eine ,neigung des ,kopfes1 nein -- dieses ,zeichen lag in dem ,blick ihrer verfhrerischen ,augen1 in einem so feinen1 unmerklichen ,ausdruck1 da niemand ihn bemerken konnte2 -- er aber bemerkte -- er verstand ihn4 ,der ,tanz dauerte lange1 die mde ,musik schien ersterben und erlschen zu wollen1 aber sie raffte sich wieder auf und tnte kreischend und laut schmetternd durch den ,saal2 da endlich -- war der ,tanz zu ,ende6 ,die schne ,frau setzte sich nieder1 ihr ,busen hob und senkte sich unter den zarten ,wolken des ,gazestoffes2 ihre ,hand 7,gott1 was war das doch fr eine wundervolle ,hand67 sank auf ihre ,knie1 und fiel schwer auf das durchsichtige ,kleid2 dem ,kleide schien unter dieser ,berhrung ,musik zu entstrmen1 und die zarte ,fliederfarbe lie das blendende ,wei der schnen ,hand noch deutlicher hervortreten4 ,nur einmal diese ,hnde berhren -- und dann nichts mehr6 ,keinen anderen ,wunsch mehr -- jeder andere wre zu khn gewesen 444 ,er stand hinter ihrem ,stuhl und wagte es nicht1 etwas zu sagen oder ,atem zu holen -- ,sie haben sich wohl gelangweilt8 fragte sie1 ich habe mich auch gelangweilt4 ,ich merke es wohl1 da ,sie mich hassen1 fgte sie hinzu und senkte ihre langen ,wimpern4 ,sie hassen8 ich8 44 wollte der vllig fassungslose ,piskarjow ausrufen und er htte gewi noch eine ganze ,menge unzusammenhngender ,worte hervorgebracht1 aber in diesem ,augenblick trat ein ,kammerherr mit einem sehr schnen1 gelockten ,toupet hinzu und machte ein paar witzige und angenehme ,bemerkungen4 ,er lchelte freundlich1 lie hierbei eine ,reihe schner ,zhne sehen und schien mit jedem ,witz einen ,nagel in ,piskarjows ,herz zu treiben4 ,zum ,glck wandte sich endlich einer von den ,anwesenden mit einer ,frage an den ,kammerherrn4 ,wie unertrglich ist das6 sagte sie und hob ihre himmlischen ,augen zu ihm empor4 -- ,ich will mich am andern ,ende des ,saales hinsetzen1 kommen ,sie zu mir6 ,sie glitt durch die ,menge und entschwand seinen ,blicken4 ,halb wahnsinnig machte er sich zwischen den ,leuten hindurch ,bahn und war gleich darauf an ihrer ,seite4 ,ja1 das war sie6 ,sie sa da wie eine ,knigin1 schner und herrlicher als alle andern1 und suchte ihn mit den ,augen4 ,sie sind hier8 sagte sie leise4 ,ich will aufrichtig gegen ,sie sein3 die ,art unserer ,begegnung ist ,ihnen gewi sonderbar erschienen4 ,konnten ,sie wirklich glauben1 da ich zu jener verchtlichen ,menschenklasse gehre1 in deren ,mitte ,sie mich trafen8 ,mein ,betragen scheint ,ihnen merkwrdig1 aber ich will ,ihnen ein ,geheimnis anvertrauen4 ,sind ,sie auch imstande1 sagte sie und sah ihm forschend in die ,augen -- es nie jemand zu verraten8 ,o gewi1 ich schwre ,ihnen 444 ,aber in diesem ,augenblick trat ein ltlicher ,herr an sie heran1 fing an1 in einer ,sprache1 die ,piskarjow unverstndlich blieb1 mit ihr zu reden1 und reichte ihr den ,arm4 ,sie warf ,piskarjow einen flehenden ,blick zu und gab ihm ein ,zeichen1 er solle auf seinem ,platz bleiben und ihre ,rckkehr abwarten1 aber in seiner ,ungeduld fhlte er sich auerstande1 irgendeinen ,befehl1 und wre es selbst der ihrige gewesen1 zu empfangen4 ,er wollte ihr folgen1 doch im ,gedrnge wurden sie voneinander getrennt4 ,er konnte das fliederfarbige ,kleid nicht mehr entdecken1 in hchster ,unruhe eilte er aus einem ,zimmer ins andere und stie alle1 die ihm entgegenkamen1 unbarmherzig zur ,seite4 ,allein in den ,zimmern saen nur vornehme und reiche ,herren beim ,whist und hllten sich in ein stumpfes ,schweigen4 ,in einem ,winkel stritten ein paar ltere ,leute ber die ,vorzge des ,militrdienstes gegenber denen des ,zivildienstes1 und in einer anderen ,ecke machten einige junge ,leute in eleganten ,frcken flchtige ,bemerkungen ber das mehrbndige ,werk eines ernsten ,poeten4 ,piskarjow fhlte1 wie ein ltlicher ,herr von ehrwrdigem ueren ihn bei einem ,knopf seiner ,rocks ergriff und ihm eine sehr richtige ,antwort auf eine ,bemerkung von ihm erteilte1 aber er stie ihn grob von sich1 ohne zu bemerken1 da der ,herr einen recht hohen ,orden um den ,hals trug4 ,piskarjow lief in ein anderes ,zimmer1 sie war nicht da1 dann in ein drittes -- auch da war sie nicht zu finden4 ,wo ist sie nur8 ,fhrt mich zu ihr6 ,oh6 ich kann nicht ohne ihren ,anblick leben6 ich will wissen1 was sie mir zu sagen hatte6 ,aber all sein ,suchen war umsonst4 ,mde und ngstlich drckte er sich in eine ,ecke1 und blickte in die ,menge vor ihm1 doch seine mden ,augen stellten ihm alles in unbestimmten ,formen und ,konturen dar4 ,endlich fing er an1 die ,wnde seines eigenen ,zimmers zu erkennen4 ,er blickte auf3 vor ihm stand ein ,leuchter1 die ,kerze war fast ganz heruntergebrannt und war im ,begriff1 zu verlschen1 das ,licht war dahingeschmolzen1 und der ,talg hatte sich ber den alten ,tisch ergossen4 ,er hatte also nur geschlafen4 ,gott1 welch ein schner ,traum6 warum mute er nur wieder erwachen86 warum hatte er nicht noch eine ,minute warten knnen6 ,gewi wre sie zurckgekommen6 ,das aufdringliche ,morgengrauen1 das ihn mit seinem trben ,lichte peinigte1 blickte durchs ,fenster hinein4 ,das ,zimmer lag grau und trbe da3 berall herrschte ,unordnung 444 ,oh1 diese abscheuliche ,wirklichkeit1 was war sie im ,vergleich mit dem ,traume8 ,er kleidete sich schnell aus1 legte sich ins ,bett und hllte sich in die ,decke ein1 ganz von dem einen ,wunsche erfllt1 das entflohene ,traumbild wieder zurckzurufen4 ,der ,traum zgerte auch nicht1 sich einzustellen1 aber er lie ihn nicht sehen1 was er sehen wollte3 bald erschien der ,leutnant ,piragow mit einer ,pfeife im ,munde1 bald der ,diener aus der ,akademie1 bald ein ,wirklicher ,staatsrat1 dann wieder der ,kopf einer ,finnlnderin1 die er einst gemalt hatte1 und hnlicher ,unsinn4 ,bis zum ,nachmittag lag er im ,bett1 weil er wieder einschlafen wollte -- aber die ,schne wollte nicht erscheinen4 ,wenn sie doch nur fr einen ,augenblick ihre wundervollen ,zge vor ihm enthllt1 wenn er doch nur fr einen ,augenblick ihren leichten ,schritt vernommen htte1 wenn ihr entblter ,arm nur fr einen ,moment1 wie eine schneeweie ,wolke an seinen ,blicken vorbergeschwebt wre6 ,er hatte alles von sich geworfen und alles vergessen und sa nun mit einer trost- und hoffnungslosen ,miene da1 ganz in sein ,traumgesicht versunken4 ,er dachte nicht mehr daran1 etwas zu unternehmen2 teilnahmslos und leblos starrten seine ,augen durchs ,fenster auf den ,hof1 wo ein schmutziger ,wassertrger ,wasser ausgo1 das in der ,luft gefror1 und wo ein ,verkufer mit meckernder ,stimme seine ,ware feilbot3 alte ,kleider zu verkaufen4 ,alles ,wirkliche und ,alltgliche berhrte sein ,ohr fremd und seltsam4 ,so sa er bis zum ,abend da1 dann warf er sich leidenschaftlich ins ,bett4 ,lange kmpfte er mit der ,schlaflosigkeit1 aber endlich besiegte er sie4 ,wieder fing er an zu trumen1 aber diesmal war es ein fader1 hlicher ,traum4 ,gott1 erbarme ,dich6 ,oh1 la mich sie sehen1 wenn auch nur fr einen ,augenblick1 fr einen einzigen ,augenblick6 ,er wartete wieder auf den ,abend1 schlief wieder ein und trumte von einem ,beamten1 der ein ,beamter und zu gleicher ,zeit ein ,fagott war4 ,oh6 das ist unertrglich6 rief er da4 ,endlich erschien sie ihm1 ihr ,kpfchen1 ihre ,locken 444 sie sah ihn an 444 aber ach1 nur ganz kurze ,zeit6 ,wieder senkte sich ein ,nebel herab1 444 und abermals versank er in einen dummen ,traum4 ,allmhlich bildeten seine ,trume den ganzen ,inhalt seines ,lebens1 und von dieser ,zeit ab nahm sein ,leben eine merkwrdige ,richtung an3 man konnte sagen1 er schlief -- wenn er wach war1 und er war wach -- wenn er trumte4 ,wenn ihn jemand gesehen htte1 wie er ganz stumm vor seinem leeren ,tisch sa1 oder wie er auf der ,strae einherging1 er htte ihn fr einen ,nachtwandler oder einen durch ,alkohol vergifteten ,narren gehalten2 sein ,blick war vllig ausdruckslos1 seine angeborene ,zerstreutheit entwickelte sich bis ins ,malose und verjagte herrisch alle ,bewegung und ,empfindung aus seinem ,gesicht1 nur beim ,anbruch der ,nacht belebten sich seine starren ,zge wieder4 ,dieser ,zustand zerrttete seinen ,organismus1 aber die grte ,qual brach erst fr ihn an1 als der ,schlaf endlich anfing1 ihn ganz zu fliehen4 ,vom ,wunsche verzehrt1 diesen seinen einzigen ,schatz zu retten1 wandte er alle ,mittel an1 um ihn wiederzuerlangen4 ,er erfuhr1 da es ein ,mittel gbe1 das einem den ,schlaf wiederbringt1 dazu brauche man nur ,opium zu nehmen4 ,aber wo sollte er sich dies ,opium verschaffen6 ,piskarjow erinnerte sich eines ,persers1 der ,ladenbesitzer war1 mit persischen ,schals handelte und ihn bei jeder ,begegnung gebeten hatte1 ihm doch ein schnes ,frauenbildnis zu malen4 ,in der berzeugung1 da der ,perser ,opium bese1 entschlo er sich1 zu ihm zu gehen4 ,der ,perser empfing ihn1 mit verschrnkten ,beinen auf dem ,diwan sitzend3 ,wozu brauchst du ,opium8 fragte er ihn4 ,piskarjow erzhlte ihm von seiner ,schlaflosigkeit4 ,gut1 ich will dir ,opium geben -- aber male mir ein schnes ,frauenbildnis dafr4 ,es mu jedoch wirklich schn sein6 ,sie mu schwarze ,brauen und groe ,sammetaugen haben1 und ich selbst will neben ihr liegen und meine ,pfeife rauchen6 ,hrst du1 aber schn mu sie sein1 wunderschn1 hrst du8 ,piskarjow versprach ihm alles4 ,der ,perser ging auf einen ,augenblick hinaus und kehrte dann mit einem ,flschchen1 das mit einer schwarzen ,flssigkeit angefllt war1 zurck2 vorsichtig go er einen ,teil davon in ein anderes ,flschchen und gab es ,piskarjow mit der ,weisung1 nicht mehr als sieben ,tropfen in ,wasser zu nehmen4 ,piskarjow griff nach dem kostbaren ,flschchen1 das er fr keinen ,goldklumpen wieder hergegeben htte und lief ,hals ber ,kopf nach ,hause4 ,kaum war er zu ,hause angekommen1 so go er sich einige ,tropfen in ein ,glas ,wasser1 trank es hastig aus und warf sich auf sein ,lager4 ,mein ,gott6 welche ,wonne war dies6 ,da war sie6 ,da war sie wieder1 aber jetzt erschien sie ihm in einer ganz anderen ,welt4 ,oh1 wie reizend war das6 da sa sie am ,fenster eines hellen ,landhuschens2 ihre ,kleidung war von einer ,schlichtheit1 wie nur ein ,poet sie ersinnen konnte4 ,ihre ,haartracht 444 ,heiliger ,gott1 wie einfach war sie1 und doch wie kleidsam6 ,der kurze ,zopf fiel ihr auf ihren schlanken ,nacken herab1 alles an ihr war bescheiden1 geheimnisvoll und deutete auf einen wunderbar edlen1 feinen ,geschmack4 ,wie grazis war ihr ,gang1 wie harmonisch der ,takt ihrer ,schritte und das ,rauschen ihres schlichten ,kleides6 wie schn ihr ,arm mit dem aus ,haaren geflochtenen ,armband6 ,mit ,trnen in den ,augen sagte sie zu ihm3 ,verachten ,sie mich nicht1 ich bin nicht das1 wofr ,sie mich halten6 ,sehen ,sie mich an6 ,blicken ,sie mich aufmerksam an und sagen ,sie dann3 sollte ich denn wirklich dessen fhig sein -- woran ,sie denken8 -- ,o nein1 nein1 der solches zu denken wagte 444 soll 444 ,er wachte gerhrt1 ja erschttert1 mit ,trnen in den ,augen auf4 ,es wre besser1 du existiertest berhaupt nicht1 sondern wrest die ,schpfung eines begeisterten ,knstlers1 ich wrde nicht von der ,leinwand weichen1 oh1 ich wrde dich ewig anschauen und dich unaufhrlich kssen4 ,du wrest mein ,leben1 mein ganzes ,sein die herrlichste ,phantasie1 und ich wre glcklich4 ,ich htte keinen ,wunsch auer nach dir6 ,wie meinen ,schutzengel wrde ich dich anrufen1 im ,schlafe und wenn ich wach wre1 und wenn ich etwas ,gttliches und ,heiliges darstellen mte1 so wrde ich auf dich warten1 da du mir erscheinest4 ,doch nun1 was fr ein entsetzliches ,leben6 ,sie lebt -- aber was ntzt es mir6 ,ist denn das ,leben eines ,wahnsinnigen eine ,freude fr seine ,angehrigen und seine ,freunde1 die ihn einstmals liebten86 ,mein ,gott1 was ist unser ,leben6 ,ein ewiger ,streit zwischen ,illusion und ,wirklichkeit6 -- ,solche und hnliche ,gedanken beschftigten ihn unaufhrlich4 ,andere ,interessen hatte er nicht1 er dachte an nichts und a fast gar nichts2 voller ,ungeduld und mit der ,leidenschaft eines ,liebhabers wartete er auf den ,abend und die ersehnte ,erscheinung4 ,diese bestndige ,richtung seiner ,gedanken auf ein ,ziel gewann schlielich solch eine ,gewalt ber sein ganzes ,sein und seine ,einbildungskraft1 da das ersehnte ,bild fast tglich vor seinem inneren ,auge erschien1 aber immer in einer ,umgebung1 die der ,wirklichkeit geradezu widersprach1 denn seine ,gedanken waren rein wie die ,gedanken eines ,kindes4 ,der ,gegenstand seiner ,liebe wurde durch seine ,trume verwandelt und veredelt4 ,der ,gebrauch des ,opiums erhitzte seine ,gedanken immer mehr2 wenn es einmal einen bis zum hchsten ,grade des ,wahnsinns ungestmen1 qualvoll und verzehrend ,verliebten gegeben hat1 so war es dieser ,unglckliche4 ,der schnste von allen seinen ,trumen war dieser3 ,er fand sich in seinem ,atelier wieder1 war froh gestimmt und sa selig mit der ,palette in der ,hand da4 ,auch sie war zugegen und war seine ,frau4 ,sie sa neben ihm1 sttzte sich mit ihrem zierlichen ,ellenbogen auf die ,lehne seines ,stuhles und sah zu1 wie er arbeitete4 ,in ihren dunklen1 mden ,augen lag eine lastende ,flle des ,glcks1 alles im ,zimmer war durchtrnkt von ,seligkeit1 berall herrschte ,helligkeit1 ,ordnung und ,sauberkeit4 ,himmlischer ,gott6 sie lehnte ihr herrliches ,kpfchen an seine ,brust 444 ,einen schneren ,traum hatte ,piskarjow noch nie gehabt und er fhlte sich frischer und weniger zerstreut als vorher4 ,wundersame ,gedanken regten sich in seinem ,hirn3 ,vielleicht1 so dachte er1 vielleicht ist sie durch irgendeinen unverschuldeten1 schrecklichen ,zufall dem ,laster verfallen1 vielleicht sehnt sich ihre ,seele nach ,bue1 vielleicht verlangt sie selbst danach1 sich aus ihrer entsetzlichen ,lage zu befreien4 ,darf man denn gleichgltig zusehen1 wie sie zugrunde geht8 wo es sich vielleicht nur darum handelt1 ihr die ,hand entgegenzustrecken und sie vor dem ,ertrinken zu retten6 ,und seine ,gedanken eilten immer weiter3 ,mich kennt niemand1 sagte er zu sich selbst1 wer kmmert sich um mich1 und um wen brauche ich mich zu kmmern86 ,wenn sie aufrichtig bereut und ihren ,lebenswandel ndert1 so -- will ich sie heiraten4 ,ja1 ich mu sie heiraten1 ich werde verstndig handeln6 ,wieviel ,menschen gibt es1 die ihre ,wirtschafterinnen und manches ,mal sogar ganz verwerfliche ,geschpfe heiraten2 meine ,tat wird uneigenntzig und vielleicht sogar gro sein4 ,ich werde der ,welt eine ihrer schnsten ,zierden wiedergeben6 ,whrend er solch leichtsinnige ,plne schmiedete1 fhlte er die ,rte in seine ,wangen steigen2 er trat vor den ,spiegel und erschrak ber seine eingefallenen ,zge und die ,blsse seines ,gesichts4 ,diesmal kleidete er sich sorgfltig an1 wusch sich1 kmmte sein ,haar1 warf sich in seinen neuen ,frack und zog eine feine ,weste an1 legte den ,mantel um und ging auf die ,strae4 ,gierig sog er die frische ,luft ein und fhlte ein ,wohlbehagen in seinem ,innern wie ein ,genesender1 der sich nach einer langwierigen ,krankheit zum erstenmal entschlossen hat1 an die ,luft zu gehn4 ,als er sich der ,strae nherte1 die er seit der verhngnisvollen ,begegnung nicht mehr betreten hatte1 fing sein ,herz heftiger an1 zu pochen4 ,lange suchte er nach dem ,hause2 es schien1 das ,gedchtnis versagte ihm den ,dienst4 ,zweimal ging er die ,strae auf und ab und wute nicht1 wo er stehnbleiben sollte4 ,endlich glaubte er das ,haus gefunden zu haben4 ,schnell lief er die ,treppe hinauf und klopfte an die ,tr3 die ,tr ffnete sich1 -- und wer trat ihm entgegen8 ,sein ,ideal6 sein geheimnisvolles ,traumbild1 das ,original seiner ,phantasien -- sie1 die sein ,alles1 sein ,leben1 sein ganzes furchtbares1 qualvolles und doch so ses ,leben ausmachte -- sie stand vor ihm4 ,er erbebte2 ganz berwltigt von der ,freude1 konnte er sich vor ,schwche kaum auf den ,fen halten4 ,sie stand vor ihm1 noch ebenso schn wie ehemals2 obgleich ihre ,augen etwas trbe waren und eine leichte ,blsse auf ihren nicht mehr ganz so frischen ,zgen lag1 war sie doch immer noch wunderschn4 ,oh1 rief sie aus1 als sie ,piskarjow erblickte1 und rieb sich die ,augen4 ,es war schon #b ,uhr nachmittag4 ,warum sind ,sie damals weggelaufen8 ,piskarjow lie sich ganz erschpft auf einem ,stuhle nieder und blickte sie an4 ,ich bin erst eben aufgewacht2 man hat mich um #g ,uhr nach ,hause gebracht4 ,ich war ganz betrunken6 fgte sie mit einem ,lcheln hinzu4 ,oh6 wrest du doch stumm1 wrest du der ,sprache beraubt1 statt solche ,reden zu fhren6 ,wie in einem ,panorama1 so hatte sie ihm in diesem ,augenblick ihr ganzes ,leben aufgerollt4 ,trotz alledem aber nahm er all seine ,kraft zusammen3 er wollte den ,versuch machen1 ob seine ,ermahnungen keinen ,eindruck auf sie ausben wrden4 ,nachdem er sich ermannt hatte1 fing er mit zitternder ,stimme an1 ihr in glhenden ,farben die ,schrecken ihrer ,lage zu schildern4 ,sie hrte ihn mit ,aufmerksamkeit und mit dem ,gefhl des ,staunens an1 wie wir es wohl beim ,anblick von etwas vllig ,unerwartetem und ,merkwrdigem zu uern pflegen4 ,mit einem kaum merklichen ,lcheln blickte sie auf ihre ,freundin1 die in der ,ecke sa1 in ihrer ,arbeit -- sie reinigte gerade einen ,kamm -- innehielt und dem neuen ,propheten gleichfalls aufmerksam zuhrte4 ,es ist wahr1 ich bin arm6 schlo ,piskarjow nach einer langen und erbaulichen ,ermahnung1 aber wir werden arbeiten1 wir werden uns beide1 einer wie der andere1 um die ,wette bemhen1 unsere ,lage zu verbessern4 ,es gibt nichts ,schneres1 als alles seiner eigenen ,kraft zu verdanken4 ,ich werde ,bilder malen1 du wirst mit einer ,arbeit beschftigt neben mir sitzen und mich zum ,schaffen begeistern2 es soll uns an nichts fehlen4 ,wie wre das mglich6 unterbrach sie ihn in seiner ,rede mit dem ,ausdruck tiefer ,verachtung4 ,ich bin doch keine ,wscherin oder ,nherin1 da ich arbeiten sollte6 ,mein ,gott6 in diesen ,worten kam die ganze ,hlichkeit dieses verchtlichen ,lebens zum ,ausdruck1 eines ,lebens voller ,eitelkeit und ,miggangs1 dieser treuen ,gefhrten des ,lasters4 ,hier fiel die ,freundin1 die bis jetzt still in der ,ecke gesessen hatte1 frech ein3 ,heiraten sie mich6 ,wenn ich verheiratet bin1 werde ich immer so dasitzen4 ,hierbei verzog sie ihr erbrmliches ,gesicht zu einer dummen ,grimasse1 und dies amsierte die ,schne aufs hchste und brachte sie zum ,lachen4 ,oh6 das war zuviel6 das war unertrglich6 ,er strzte hinaus1 wie von ,sinnen und als ob er den ,verstand verloren htte4 ,seine ,gedanken verwirrten sich2 ohne ,sinn und ,ziel1 blind1 taub und gefhllos1 so trieb er sich den ganzen ,tag ber herum4 ,niemand wute1 ob er irgendwo geschlafen hatte oder nicht1 erst am nchsten ,tage kehrte er1 von einem trichten ,instinkt getrieben1 in seine ,wohnung zurck1 er war in einem schrecklichen ,zustande1 sein ,gesicht war bleich1 die ,haare waren verwhlt1 und in seinen ,zgen machten sich ,anzeichen von ,wahnsinn bemerkbar4 ,er schlo sich in seinem ,zimmer ein1 lie niemand zu sich herein und nahm nichts zu sich4 ,es vergingen vier ,tage1 ohne da sich sein verschlossenes ,zimmer auch nur einmal geffnet htte1 es verging eine ,woche1 und das ,zimmer blieb noch immer verschlossen4 ,man rttelte an der ,tr1 man rief nach ihm1 aber es erfolgte keine ,antwort2 endlich brach man die ,tr auf und fand einen leblosen ,krper mit einer durchschnittenen ,kehle4 ,das blutige ,rasiermesser lag am ,boden4 ,aus den krampfhaft verrenkten ,armen und den furchtbar verzerrten ,gesichtszgen konnte man schlieen1 da seine ,hand gezittert und da der ,selbstmrder sich noch lange geqult hatte1 bevor seine sndige ,seele sich von ihrer ,hlle befreit hatte4 ,so starb der arme1 stille1 bescheidene1 schchterne1 kindlich-schlichte ,piskarjow1 ein ,opfer der wahnsinnigen ,leidenschaft3 er der den ,funken eines ,talentes in sich getragen1 das sich vielleicht zu einer hohen1 hellen ,flamme htte entwickeln knnen6 ,niemand weinte um ihn1 niemand warf einen ,blick auf seinen leblosen ,krper als der ,polizeikommissar und der ,stadtarzt1 diese gewohnten ,gestalten mit ihren gleichgltigen ,mienen4 ,man trug seinen ,sarg ganz still ohne jede religise ,zeremonie nach ,ochta1 ein einziger ,wchter begleitete ihn -- aber auch der weinte nur1 weil er ein ,glas ,schnaps ber den ,durst getrunken hatte4 ,selbst der ,leutnant ,piragow1 der ihm bei ,lebzeiten seine hohe ,protektion erwiesen hatte1 erschien nicht1 um dem ,leichnam des ,unglcklichen einen letzten ,blick zu weihn4 ,er hatte brigens ganz andere ,dinge im ,kopfe3 er war mit einem auerordentlichen ,erlebnis beschftigt4 ,aber wenden wir uns lieber ihm zu3 ich liebe die ,toten nicht1 und es ist mir immer unangenehm1 wenn ein ,begrbniszug mit dem alten ,invaliden1 der wie ein ,kapuziner gekleidet ist und seinen ,tabak mit der linken ,hand schnupft1 weil er in der rechten eine ,fackel trgt1 meinen ,weg kreuzt4 ,ich spre immer etwas wie ,verdru1 wenn ich einem kostbaren ,katafalk und einem mit ,sammet bezogenen ,sarg begegne2 aber mein ,verdru mischt sich mit ,wehmut1 wenn ich einen ,lastfuhrmann sehe1 der einen kahlen1 toten ,sarg eines ,armen mit sich fhrt1 begleitet von einer ,bettlerin1 die zufllig des ,weges daherkam und dem ,sarge folgte1 da sie gerade nichts anderes zu tun hatte4 ,ich glaube1 wir haben den ,leutnant ,piragow verlassen1 als er sich gerade von dem armen ,maler ,piskarjow trennte und der schnen ,blondine nacheilte4 ,diese ,blondine war ein leichtsinniges und interessantes ,geschpf4 ,sie blieb vor jedem ,kaufladen stehn und betrachtete die in den ,schaufenstern ausgelegten ,grtel1 ,halstcher1 ,ohrringe1 ,handschuhe und sonstigen ,kleinigkeiten1 drehte sich hin und her1 blickte nach allen ,seiten und sah sich fortwhrend um4 ,mein ,tubchen6 sagte ,piragow selbstbewut1 setzte seine ,verfolgung fort und verbarg sein ,gesicht1 um nicht von seinen ,bekannten erkannt zu werden1 in dem ,kragen4 ,doch es ist vielleicht ,zeit1 den ,leser etwas nher mit ,piragow bekannt zu machen4 ,aber bevor wir erzhlen1 wer ,piragow eigentlich war1 ist es am ,platze1 etwas ber die ,kreise zu sagen1 zu denen ,piragow gehrte4 ,es gibt in ,petersburg ,offiziere1 die gewissermaen eine ,mittelklasse bilden4 ,in ,gesellschaften1 bei ,diners von ,staatsrten oder ,wirklichen ,staatsrten1 die sich diesen ,titel durch vierzigjhrigen ,dienst erworben haben1 kann man immer den einen oder den anderen ,offizier dieser ,kategorie treffen4 ,ein paar hhere ,tchter1 so bleich und farblos wie ,petersburg selbst1 von denen einzelne schon recht verblht aussehen1 ein ,teetisch1 ein ,klavier1 ein huslicher ,tanz -- dies alles ist nicht denkbar ohne die blitzenden ,epauletten1 die man beim ,lampenschein zwischen den sittsamen ,blondinen und den schwarzen ,fracks der ,brder und ,hausfreunde glnzen sieht4 ,es ist sehr schwer1 diese kaltbltigen ,jungfrauen aufzumuntern und sie zum ,lachen zu bringen1 dazu gehrt eine groe ,kunst1 oder besser gesagt1 dazu bedarf es gar keiner ,kunst4 ,man mu nicht allzu klug und auch nicht allzu komisch reden1 und in allem mu jene ,hohlheit und ,nichtigkeit liegen1 die das weibliche ,geschlecht so liebt4 ,doch in dieser ,hinsicht mu man den ,herren ,gerechtigkeit widerfahren lassen1 sie verstehen es ausgezeichnet1 sich bei diesen faden ,jungfrauen ,gehr zu verschaffen und sie zum ,lachen zu reizen4 ,rufe1 die von ,gelchter erstickt werden1 wie3 ,bitte1 hren ,sie auf6 ,schmen ,sie sich doch1 einen so zum ,lachen zu bringen6 sind hufig die schnste ,belohnung fr diese ,art ,leute4 ,in der besseren ,gesellschaft begegnet man ihnen nur selten1 oder richtiger gesagt1 nie4 ,hier werden sie ganz von den ,leuten verdrngt1 die man in diesen ,kreisen die ,aristokratie nennt4 brigens aber hlt man sie fr gelehrte und wohlerzogene junge ,leute4 ,sie lieben es1 sich ber ,literatur zu unterhalten1 loben ,bulgarin1 ,puschkin und ,gretsch1 und sprechen mit ,verachtung und geistreichen ,sticheleien ber ,a4 ,a4 ,orlow4 ,auch versumen sie keinen ffentlichen ,vortrag1 ob in ihm nun von der ,buchhaltung oder vom ,forstwesen die ,rede ist4 ,stets ist der eine oder der andere von ihnen im ,theater zu finden1 ganz gleichgltig1 was fr ein ,stck gerade aufgefhrt wird1 es mte denn eine ganz dumme ,posse sein1 die ihrem anspruchsvollen ,geschmack nicht gengt2 sonst aber sind sie immer im ,theater4 ,fr die ,theaterdirektionen ist das das beste ,publikum4 ,in den ,stcken sind es hauptschlich schne ,verse1 die sie schtzen2 auch rufen sie stets die ,schauspieler mit lautem ,beifall vor die ,rampe2 viele von ihnen unterrichten in staatlichen ,lehranstalten oder sie bereiten die ,zglinge fr diese ,anstalten vor1 und schlielich schaffen sie sich ein paar ,pferde und ein ,kabriolett an4 ,dann wird ihr ,wirkungskreis noch ausgedehnter2 zum ,schlu fhren sie eine ,kaufmannstochter1 die ,klavier spielt und etwa #ajjjjj ,rubel in bar und einen ,haufen brtiger ,verwandter mitbringt1 zum ,altar4 ,dieser ,ehre werden sie jedoch nie frher teilhaftig1 als bis sie wenigstens zum ,oberst avanciert sind2 denn obgleich die russischen ,barttrger#f immer noch etwas nach ,kraut riechen1 wollen sie doch ihre ,tchter mindestens als ,generalsfrauen oder doch als ,oberstinnen sehen4 ,dies sind die wichtigsten ,charakterzge dieser ,art junger ,leute4 ,jedoch der ,leutnant ,piragow hatte noch eine ,menge anderer ,talente1 die nur ihm persnlich eigen waren4 ,er verstand es ausgezeichnet1 ,verse aus ,dimitri-,donskoj und ,wehe dem ,gescheiten zu deklamieren1 und wute vortrefflich ,rauchringe aus der ,pfeife aufsteigen zu lassen1 manches ,mal konnte er ein ganzes ,dutzend nebeneinander aufreihen6 ,er konnte vorzglich davon erzhlen1 da die ,kanone etwas an und fr sich und da das ,einhorn auch etwas an und fr sich sei 444 brigens ist es auerordentlich schwer1 alle ,talente aufzuzhlen1 mit denen das ,schicksal den ,leutnant ,piragow ausgestattet hatte4 ,er sprach gern ber eine ,schauspielerin oder eine ,tnzerin1 aber nicht mit der ,schrfe1 wie sich gewhnlich ,leutnants ber solche ,gegenstnde auszulassen pflegen4 ,mit seinem ,leutnantsrang1 zu dem er erst vor kurzem avanciert war1 war er sehr zufrieden1 obgleich er hufig sagte1 whrend er sich aufs ,sofa streckte3 ach ja1 alles ist eitel1 was hat denn das zu bedeuten1 da ich ,leutnant bin2 aber in seinem ,innern fhlte er sich doch sehr durch die neue ,wrde gehoben1 und in der ,unterhaltung bemhte er sich hufig darauf anzuspielen2 ja als ihm einmal auf der ,strae ein ,schreiber begegnete1 der ihm unhflich zu sein schien1 hielt er ihn sofort an und gab ihm in kurzen aber scharfen ,worten zu verstehen1 da vor ihm ein ,leutnant und nicht ein xbeliebiger ,offizier stehe -- und da in diesem ,moment zwei allerliebste ,damen vorbergingen -- bemhte er sich1 sich besonders hbsch auszudrcken4 ,piragow trug berhaupt eine ,leidenschaft fr alles ,schne zur ,schau und daher protegierte er auch den ,knstler ,piskarjow3 vielleicht kam es brigens auch nur daher1 weil er es so sehr wnschte1 sein mnnliches ,gesicht auf der ,leinwand zu sehen4 ,aber nun sei es genug von den ,tugenden ,piragows4 ,der ,mensch ist ein so erstaunliches ,wesen1 da es unmglich ist1 alle seine ,vorzge mit einemmal aufzuzhlen1 je lnger man ihn anschaut1 desto mehr neue ,eigentmlichkeiten kommen zum ,vorschein1 und man fnde nie ein ,ende1 wenn man sie alle herzhlen wollte4 ,funote #f3 d4 h4 ,kaufleute4 ,piragow fuhr also fort1 die ,unbekannte zu verfolgen2 von ,zeit zu ,zeit unterhielt er sie mit ,fragen1 auf die sie kurz und scharf oder mit unverstndlichen ,lauten antwortete4 ,sie gingen durch das dunkle ,kasansche ,tor und bogen in die ,meschtschanskaja1 diese von kleinen ,tabak- und ,kramldenbesitzern1 deutschen ,handwerkern und finnischen ,nymphen bevlkerte ,strae1 ein4 ,die ,blondine beschleunigte ihre ,schritte sichtlich und schlpfte in die ,pforte eines ziemlich schmutzigen ,hauses4 ,piragow folgte ihr4 ,sie lief eine schmale1 dunkle ,treppe hinauf1 ffnete eine ,tr und trat ein1 whrend ihr ,piragow mutig folgte4 ,pltzlich befand er sich in einem groen ,zimmer mit schwarzen ,wnden und einem verrucherten ,plafond4 ,ein ganzer ,haufen von eisernen ,schrauben1 ,schlosserwerkzeugen1 ,instrumenten1 glnzenden ,kaffeekannen und ,leuchtern lag auf dem ,tisch1 und der ,boden war mit eisernen und kupfernen ,sgespnen bestreut4 ,piragow begriff sofort1 da dies die ,werksttte eines ,handwerkers war4 ,die ,unbekannte verschwand weiter durch eine ,seitentr4 ,piragow besann sich einen ,augenblick1 dann aber folgte er der russischen ,maxime und entschlo sich1 vorwrts zu eilen4 ,er trat in ein andres ,zimmer1 das dem ersten durchaus nicht hnlich sah3 es war sehr sauber und ordentlich1 und man erkannte sofort1 da der ,wirt ein ,deutscher war4 ,ein beraus merkwrdiges ,bild setzte ,piragow aufs hchste in ,erstaunen3 vor ihm sa ,schiller -- nicht jener ,schiller1 der den ,wilhelm ,tell und die ,geschichte des ,dreiigjhrigen ,krieges geschrieben hat1 sondern der bekannte ,schiller1 ein ,schlossermeister aus der ,meschtschanskistrae4 ,neben ,schiller stand ,hoffmann1 aber wiederum nicht der ,dichter ,hoffmann1 sondern ein tchtiger ,schuhmachermeister dieses ,namens aus der ,offizierstrae und ein groer ,freund ,schillers4 ,schiller war betrunken1 sa auf einem ,stuhl1 stampfte mit dem ,fu und sprach mit groem ,eifer auf den andern ein4 ,dies alles hatte ,piragow noch nicht in ,erstaunen gesetzt2 was seine ,verwunderung erregte1 war die hchst merkwrdige ,stellung dieser beiden ,gestalten4 ,schiller sa da1 hielt den ,kopf in die ,hhe und streckte seine ziemlich dicke ,nase vor2 ,hoffmann aber hatte diese ,nase mit zwei ,fingern gefat und fuhr mit der ,schneide eines ,schustermessers ber ihre ,oberflche hin und her4 ,beide sprachen ,deutsch1 und daher konnte ,leutnant ,piragow1 der auer guten ,morgen kein ,wort ,deutsch konnte1 nichts von der ganzen ,sache verstehen4 ,im brigen aber hatten ,schillers ,reden folgenden ,inhalt3 ,ich will sie nicht1 ich brauche keine ,nase6 sagte er und fuchtelte mit den ,hnden in der ,luft herum4 ,allein fr diese ,nase verbrauche ich #c ,pfund ,tabak monatlich4 ,und ich zahle in einem elenden russischen ,laden -- weil die deutschen ,lden keinen russischen ,tabak haben -- ich zahle in einem elenden russischen ,laden #dj ,kopeken pro ,pfund3 das macht also #a ,rubel #bj ,kopeken -- und zwlfmal #a ,rubel #bj ,kopeken1 das macht wiederum #ad ,rubel #dj ,kopeken4 -- ,hrst du's1 mein ,freund ,hoffmann1 allein fr die ,nase #ad ,rubel und #dj ,kopeken4 ,an ,feiertagen schnupfe ich ,rap -- denn an einem ,feiertage will ich doch keinen scheulichen russischen ,tabak schnupfen4 ,das ,jahr ber schnupfe ich #b ,pfund ,rap zu #b ,rubel das ,pfund -- #d ,rubel und #ad ,rubel das macht im ganzen #ah ,rubel #dj ,kopeken allein fr ,tabak4 ,das ist mein ,ruin6 ,freund ,hoffmann1 ich frage dich1 habe ich nicht recht8 ,hoffmann1 der auch angetrunken war1 gab seine ,zustimmung4 #bj ,rubel #dj ,kopeken4 ,ich bin ein ,schwabe1 ich habe einen ,knig in ,deutschland6 ,ich will keine ,nase mehr haben6 schneide sie mir ab1 da1 da ist meine ,nase6 ,und wenn nicht das unerwartete ,eintreten des ,leutnants ,piragow dazwischengekommen wre1 dann htte ,hoffmann sicherlich ohne viele ,umstnde ,schillers ,nase abgeschnitten1 denn er hatte ja schon das ,messer in der ,hand1 wie wenn er eine ,schuhsohle zuschneiden wollte4 ,schiller war sehr verdrielich1 da pltzlich ein unbekannter1 ungebetener ,fremdling ihn im ungelegensten ,moment strte4 ,obgleich er sich ganz im ,banne des ,bier- und ,weinrausches befand1 fhlte er doch1 da sein ,zustand und die ,beschftigung1 bei der er angetroffen wurde1 in ,gegenwart eines fremden ,zeugen etwas ,unschickliches haben mochte4 ,piragow verbeugte sich leicht und sagte mit der ihm eigenen ,zuvorkommenheit3 ,sie entschuldigen doch6 ,machen ,sie1 da ,sie fortkommen6 sagte ,schiller gedehnt4 ,diese ,antwort verblffte den ,leutnant ,piragow4 ,solch eine ,behandlung war ihm ganz neu4 ,das ,lcheln1 das eben auf seinen ,zgen gespielt hatte1 verschwand pltzlich4 ,im ,gefhl seiner gekrnkten ,wrde sagte er3 ,ich mu mich sehr wundern1 mein ,herr 444 wahrscheinlich haben ,sie nicht bemerkt 444 da ich ,offizier bin 444 ,was 444 ,offizier8 ,ich bin ein ,schwabe6 ,ich 7und hierbei schlug ,schiller mit der ,faust auf den ,tisch7 werde bald selbst ,offizier sein1 anderthalb ,jahre ,junker1 zwei ,jahre ,leutnant1 und gleich morgen bin ich ,offizier6 ,so mach' ich's mit einem ,offizier6 ,aber ich will nicht dienen1 pfff 4444 ,hierbei hielt er sich die ,hand vors ,gesicht und blies drauf4 ,der ,leutnant ,piragow sah ein1 da ihm nichts andres brigblieb1 als sich zu entfernen2 aber diese unziemliche ,behandlung seines ,standes war ihm doch sehr unangenehm4 ,ein paarmal blieb er auf der ,treppe stehn1 wie wenn er ,mut fassen wollte und darber nachdchte1 wie er ,schiller seine ,frechheit ben lassen knnte4 ,endlich kam er zu dem ,schlu1 da ,schiller zu entschuldigen sei1 da sein ,hirn mit ,bier und ,wein angefllt wre1 auch fiel ihm die reizende ,blondine wieder ein1 und so entschlo er sich1 das alles zu vergessen4 ,am folgenden ,tage betrat der ,leutnant ,piragow frhmorgens die ,werkstatt des ,schmiedes4 ,im ersten ,zimmer kam ihm die hbsche ,blondine entgegen und fragte ihn mit recht unfreundlicher ,stimme1 die ihr sehr gut zu ,gesicht stand3 ,was wnschen ,sie8 ,ah1 guten ,tag1 meine ,schne6 ,sie erkennen mich wohl nicht8 ,sie kleiner ,schelm6 was fr schne ,augen ,sie haben6 ,hierbei wollte ihr der ,leutnant ,piragow in liebenswrdiger ,weise einen ,finger unters ,kinn legen und es emporheben1 aber die ,blondine stie einen erschrockenen ,laut aus und fragte ihn ebenso unfreundlich3 ,was wnschen ,sie8 ,nur ,sie zu sehen1 sonst wnsche ich nichts6 erwiderte der ,leutnant ,piragow freundlich lchelnd und trat nher1 aber als er merkte1 da die ngstliche ,blondine nach der ,tr strebte1 setzte er hinzu3 ,ich mchte ein ,paar ,sporen bestellen1 meine ,liebe1 knnen ,sie mir ein ,paar ,sporen machen8 ,um ,sie liebzuhaben1 brauche ich allerdings keine ,sporen1 im ,gegenteil1 eher noch ,zgel6 ,was fr reizende ,hndchen6 ,der ,leutnant ,piragow war bei solcher ,art ,liebeserklrungen immer sehr hflich4 ,ich werde gleich meinen ,mann rufen6 rief ihm die ,deutsche laut zu1 ging hinaus und einige ,minuten darauf erblickte ,piragow ,schiller1 der noch ganz verschlafen und kaum von seinem gestrigen ,rausch ernchtert ins ,zimmer trat4 ,als er den ,offizier erkannte1 stieg die gestrige ,szene wie ein ,traum vor ihm auf4 ,eine klare ,erinnerung hatte er in diesem ,zustande nicht1 aber er fhlte1 da er irgendeine ,dummheit begangen hatte1 und empfing daher den ,offizier mit recht verdrielicher ,miene4 ,weniger als #ae ,rubel kann ich fr die ,sporen nicht nehmen6 sagte er1 um ,piragow so schnell wie mglich loszuwerden1 denn es war ihm1 dem ehrlichen ,deutschen1 sehr peinlich1 dem ,manne gegenberzustehn1 der ihn in solch einer peinlichen ,situation gesehen hatte4 ,schiller liebte es1 nur mit zwei1 drei guten ,freunden und ohne ,zeugen zu zechen1 daher schlo er sich fr diese ,zeit ein und verbarg sich selbst vor seinen ,arbeitern4 ,warum sind ,sie denn so teuer8 sagte ,piragow freundlich4 ,es ist doch deutsche ,arbeit6 erwiderte ,schiller kaltbltig und strich sich das ,kinn4 -- ,ein ,russe wird sie ,ihnen fr #b ,rubel anfertigen4 ,schn1 um ,ihnen zu beweisen1 da ich ,sie liebe und ,ihre ,bekanntschaft zu machen wnsche1 will ich ,ihnen #ae ,rubel bezahlen6 ,schiller besann sich einen ,augenblick3 als ehrlicher ,deutscher schmte er sich ein wenig4 ,von dem ,wunsche getrieben1 ,piragow seine ,absicht auszureden1 sagte er1 da er die ,sporen frhestens in zwei ,wochen herstellen knne4 ,aber ,piragow erklrte sich ohne jedweden ,widerspruch mit allem einverstanden4 ,der ,deutsche dachte ein wenig nach und grbelte hin und her1 ob er wohl seine ,arbeit so ausgezeichnet ausfhren knnte1 da sie wirklich #ae ,rubel wert wrde4 ,in diesem ,augenblick trat die ,blondine in die ,werkstatt und machte sich etwas am ,tisch1 der mit ,kaffeekannen besetzt war1 zu schaffen4 ,piragow benutzte ,schillers ,nachdenklichkeit1 trat dicht an sie heran und drckte ihren ,arm1 der bis zur ,schulter entblt war4 ,dies mifiel ,schiller sehr3 ,meine ,frau6 schrie er ihn an4 ,was wollen ,sie denn8 entgegnete die ,blondine4 ,geh in die ,kche6 ,die ,blondine entfernte sich4 ,also in zwei ,wochen8 sagte ,piragow4 ,ja1 in zwei ,wochen1 sagte ,schiller nachdenklich1 ich habe jetzt viel ,arbeit6 ,auf ,wiedersehn1 ich komme wieder vor6 ,auf ,wiedersehn6 sagte ,schiller und schlo die ,tr hinter ihm4 ,der ,leutnant war fest entschlossen1 seine ,werbung nicht aufzugeben1 obgleich die ,blondine ihm sichtlich ,widerstand entgegensetzte4 ,er konnte es nicht fassen1 da man ihm widerstehen knnte1 um so weniger1 als seine ,liebenswrdigkeit und sein illustrer ,rang ihm alles ,recht auf ,entgegenkommen gab4 ,man mu noch hinzufgen1 da ,frau ,schiller bei all ihrem ,liebreiz sehr beschrnkt war4 brigens bildet ja bei einer hbschen ,frau die ,dummheit noch einen besonderen ,reiz4 ,wenigstens habe ich viele ,mnner gekannt1 die von der ,dummheit ihrer ,frauen begeistert waren und in ihr ein ,symptom kindlicher ,unschuld sahen4 ,die ,schnheit bringt geradezu ,wunder hervor4 ,alle geistigen ,mngel wirken bei einer schnen ,frau1 anstatt abzustoen1 nur noch besonders anziehend2 selbst das ,laster erhlt einen gewissen ,anschein von ,lieblichkeit4 ,aber wo die ,schnheit fehlt1 da mu eine ,frau mindestens zwanzigmal so klug sein wie ein ,mann1 um ,achtung oder gar ,liebe einzuflen4 ,doch trotz ihrer ,beschrnktheit war ,frau ,schiller stets ihrer ,pflicht treu geblieben1 daher wurde es ,piragow sehr schwer1 sein khnes ,unternehmen erfolgreich zu ,ende zu fhren4 ,allein die berwindung von ,hindernissen ist stets mit ,genu verbunden1 und so wurde unsere ,blondine ihm nur noch interessanter4 ,er fing an1 sich sehr oft nach den ,sporen zu erkundigen1 so da ,schiller dies zuletzt lstig wurde4 ,er gab sich alle ,mhe1 die begonnene ,arbeit schnell zu beendigen1 und endlich waren die ,sporen fertig4 ,ach1 welch eine herrliche ,arbeit6 rief der ,leutnant ,piragow beim ,anblick der ,sporen4 ,mein ,gott1 wie vortrefflich sind sie gemacht4 ,selbst unser ,general nennt solche nicht sein eigen6 ,ein ,gefhl der ,selbstzufriedenheit erfllte ,schillers ,seele4 ,seine ,augen nahmen einen vergngten ,ausdruck an1 und er war innerlich bereit1 sich vllig mit ,piragow auszushnen4 ,dieser russische ,offizier ist ein kluger ,mann6 dachte er bei sich4 ,nicht wahr1 ,sie knnen doch auch ,einfassungen fr ,dolche und andere ,waffen anfertigen8 ,oh1 gewi kann ich das1 sagte ,schiller lchelnd4 ,so machen ,sie mir also eine ,fassung fr meinen ,dolch4 ,ich werde ihn ,ihnen bringen2 ich habe einen sehr schnen trkischen ,dolch1 aber ich mchte ihn anders fassen lassen6 ,schiller traf dieser ,vorschlag wie eine ,bombe4 ,er runzelte die ,stirn4 ,da haben wir's6 dachte er bei sich1 und schalt sich innerlich1 da er selbst ,anla zu einer neuen ,bestellung gegeben hatte4 ,es jetzt noch abzulehnen1 schien ihm unehrenhaft1 auch hatte ja der russische ,offizier seine ,arbeit gelobt4 -- ,kopfschttelnd erklrte er seine ,bereitwilligkeit1 aber der ,ku1 den ,piragow der zierlichen ,blondine beim ,fortgehen dreist auf die ,lippen drckte1 brachte ihn vollends aus der ,fassung4 ,ich halte es nicht fr berflssig1 den ,leser etwas nher mit ,schiller bekannt zu machen4 ,schiller war ein echter ,deutscher in vollstem ,sinn des ,wortes4 ,schon als zwanzigjhriger ,jngling1 in jener glcklichen ,zeit1 wo ein ,russe noch sorglos in den ,tag hinein lebt1 hatte sich ,schiller bereits sein ,leben zurechtgelegt und wich nie und in keinem ,fall von seinem ,ziel ab4 ,er hatte bei sich beschlossen1 immer um #g ,uhr aufzustehn1 um #b ,uhr zu ,mittag zu essen1 in allem gewissenhaft zu sein und sich ,sonntags zu betrinken4 ,er hatte sich vorgenommen1 im ,laufe von zehn ,jahren ein ,kapital von #ejjjj ,rubeln zurckzulegen1 und schon dieser ,entschlu gengte1 um die ,erfllung seines ,planes so sicher und unumstlich zu machen wie das ,schicksal2 denn eher vergit es ein ,beamter1 in das ,vorzimmer seines ,chefs hineinzublicken1 als da ein ,deutscher sich entschliet1 sein ,wort zu brechen4 ,niemals gab er mehr aus1 als er sich vorgenommen hatte1 und wenn die ,kartoffelpreise ber das gewhnliche ,ma stiegen1 legte er doch nie eine ,kopeke zu1 sondern verminderte lieber das ,quantum2 wenn er auch manches ,mal nicht ganz satt wurde1 so gewhnte er sich doch daran4 ,seine ,ordnungsliebe ging so weit1 da er bei sich beschlossen hatte1 seine ,frau nicht hufiger als zweimal am ,tage zu kssen und1 um ihr nur ja keinen berzhligen ,ku auf die ,lippen zu drcken1 tat er nie mehr als einen ,kaffeelffel voll ,pfeffer in die ,suppe2 brigens wurde diese ,regel am ,sonntag nicht so streng eingehalten1 da ,schiller an diesem ,tage stets zwei ,flaschen ,bier und eine ,flasche ,kmmel trank1 auf den er freilich immer schimpfte4 ,er pflegte jedoch nicht so zu trinken wie die ,englnder1 die sich gleich nach dem ,mittag einschlieen und sich ganz allein und still fr sich berauschen4 ,er als ,deutscher bedurfte beim ,zechen stets der ,anregung und ,begeisterung und trank daher immer in ,gesellschaft1 entweder mit dem ,schuster ,hoffmann oder mit dem ,tischler ,kunz1 der ebenfalls ein ,deutscher und dazu ein groer ,sufer war4 ,dies war der ,charakter unseres ehrenwerten ,schiller1 der nunmehr in eine sehr schwierige ,lage geraten war4 ,obgleich er ein ,phlegmatiker und ein ,deutscher war1 so erregte doch das ,betragen ,piragows so etwas wie ,eifersucht in ihm4 ,er zerbrach sich den ,kopf1 es wollte ihm aber durchaus nichts einfallen1 auf welche ,art und ,weise er den russischen ,offizier abschtteln knnte4 ,unterdessen spielte ,piragow1 wenn er sich im ,kreise seiner ,kameraden befand und gemtlich die ,pfeife rauchte1 -- die ,vorsehung hat es nun einmal so eingerichtet1 da1 wo ,offiziere beisammen weilen1 auch die ,pfeife nicht fehlen darf -- hufig auf das ,techtelmechtel mit der reizenden ,blondine an2 mit einem bedeutungsvollen und angenehmen ,lcheln rhmte er sich bereits einer groen ,intimitt mit ihr2 in ,wirklichkeit aber begann er bereits1 die ,hoffnung zu verlieren1 da er sie jemals wrde erobern knnen4 ,eines ,tages machte er einen ,spaziergang auf der ,meschtschanskaja und blickte immer auf das ,haus1 an dem das ,schild ,schillers mit den ,kaffeekannen und ,teemaschinen prangte2 zu seiner groen ,freude entdeckte er pltzlich das ,kpfchen der ,blondine1 die sich aus dem ,fenster beugte und die ,vorbergehenden betrachtete4 ,er blieb stehn1 warf ihr einen ,handku zu und rief3 ,guten ,morgen6 ,die ,blondine erwiderte seinen ,gru wie den eines alten ,bekannten4 ,ist ,ihr ,mann zu ,hause8 ,ja1 sagte die ,blonde4 ,und wann ist er nicht zu ,hause8 ,sonntags ist er gewhnlich nicht zu ,hause6 sagte die dumme ,gans4 ,das ist nicht bel1 dachte ,piragow bei sich1 das knnte man ausnutzen4 -- ,und schon am nchsten ,sonntag schneite er der ,blondine ins ,haus hinein4 ,schiller war wirklich nicht anwesend4 ,die hbsche ,hausfrau war aufs hchste erschrocken2 aber diesmal war ,piragow vorsichtig1 betrug sich sehr ehrerbietig1 verbeugte sich in verbindlicher ,form und lie dabei die ganze ,schnheit seiner biegsamen1 straffen ,gestalt zur ,geltung kommen4 ,er scherzte sehr nett und hflich1 aber das deutsche ,schfchen gab auf alles nur ganz einsilbige ,antworten4 ,endlich1 nachdem er schon ber alles mgliche geredet hatte und nun bemerkte1 da sie nichts interessierte1 schlug er ihr vor1 etwas zu tanzen4 ,die ,deutsche ging darauf ein1 denn die deutschen ,frauen pflegen bekanntlich sehr gern zu tanzen4 ,dieses gab ,piragow ,anla zu den khnsten ,hoffnungen3 erstens machte ihr dieses ,spa1 zweitens konnte er hierbei seine ,gewandtheit und seine elegante ,taille sehen lassen1 drittens kann man sich einer ,dame beim ,tanzen noch mehr nhern als sonst1 er konnte die hbsche ,deutsche umarmen und damit den ,grund zu allem weiteren legen1 kurz1 er hoffte auf einen vollstndigen ,triumph4 ,er begann eine ,gavotte vor sich hin zu summen1 weil er wute1 da die ,deutschen einer allmhlichen ,steigerung bedrfen4 ,die niedliche ,blondine trat in die ,mitte des ,zimmers und hob ihren reizenden ,fu empor4 ,diese ,stellung versetzte ,piragow derart in ,begeisterung1 da er ihr einen ,ku auf den ,fu drcken wollte4 ,die ,deutsche fing an zu schreien1 wodurch sie ihren ,reiz in den ,augen ,piragows noch mehr erhhte4 ,er berschttete sie mit ,kssen4 ,da ging pltzlich die ,tr auf1 und ,schiller1 ,hoffmann und der ,tischler ,kunz traten ein4 ,alle drei ehrenwerten ,handwerker waren betrunken wie die ,schlosser4 ,ich berlasse es dem ,leser1 sich den rger und den ,zorn ,schillers vorzustellen4 ,frechling6 schrie er in hchster ,wut1 wie wagst du es1 meine ,frau zu kssen6 ,du bist ein ,lump und kein russischer ,offizier6 ,hol dich der ,teufel1 nicht wahr1 ,freund ,hoffmann1 ich bin ein ,deutscher und kein russisches ,schwein6 7,hoffmann bejahte dies47 ,zum ,donnerwetter1 ich will doch keine ,hrner tragen6 ,pack' ihn am ,kragen1 ,freund ,hoffmann6 ich will nicht -- fuhr er fort und fuchtelte gewaltig mit den ,hnden in der ,luft herum1 wobei sein ,gesicht so rot wurde wie seine ,weste4 -- ,ich lebe schon acht ,jahre in ,petersburg1 ich habe eine ,mutter in ,schwaben und einen ,onkel in ,nrnberg1 ich bin ein ,deutscher und kein ,hornvieh6 -- ,rei ihm die ,kleider vom ,leibe1 ,freund ,hoffmann6 halt ihn an den ,hnden und ,fen fest1 ,kamerad ,kunz6 ,und die ,deutschen packten ,piragow an ,hnden und ,fen4 ,vergeblich versuchte er1 sich freizumachen2 diese drei ,handwerker waren die krftigsten unter allen ,petersburger ,deutschen und verfuhren so grob und unhflich mit ihm1 da ich1 wie ich gestehen mu1 keine ,worte finde1 diese traurige ,szene zu schildern4 ,ich bin berzeugt1 da ,schiller den nchsten ,tag wie im ,fieber war und zitterte wie das ,espenlaub1 da er jeden ,augenblick auf das ,erscheinen der ,polizei gefat war2 er htte1 wei ,gott1 wieviel dafr gegeben1 wenn das gestrige ,ereignis nur ein ,traum gewesen wre4 ,ader das ,geschehene lt sich nun einmal nicht mehr ungeschehen machen4 ,in der ,tat lie sich nichts mit der ,wut und der ,emprung ,piragows vergleichen4 ,schon der ,gedanke an die frchterliche ,beleidigung brachte ihn dem ,wahnsinn nahe4 ,die ,verbannung nach ,sibirien oder ,spierutenlaufen erschienen ihm als die geringsten ,strafen1 die ,schiller verdient hatte4 ,er flog nach ,hause1 um sich umzuziehen und von dort direkt zum ,general zu fahren2 ihm wollte er die ,unverschmtheit der deutschen ,handwerker in den glhendsten ,farben schildern4 ,zu gleicher ,zeit wollte er auch eine schriftliche ,klage beim ,generalstab einreichen3 falls aber die angesetzte ,strafe nicht gengend streng ausfallen sollte1 wollte er die ,sache vor alle ,instanzen bringen4 ,allein dies alles fand einen ganz merkwrdigen ,abschlu3 unterwegs trat er in eine ,konditorei1 a zwei ,kuchen aus ,bltterteig1 warf einen ,blick in die ,zeitschrift ,die ,nordische ,biene und verlie das ,lokal schon weniger wtend und aufgebracht4 ,der recht angenehm frische ,abend lud ihn dazu ein1 etwas auf dem ,newsky auf und ab zu gehen2 gegen neun ,uhr hatte er sich so weit beruhigt1 da er fand1 am ,sonntag ginge es nicht gut1 den ,general zu belstigen1 auch wrde er ihn wohl schwerlich zu ,hause treffen1 daher begab sich ,piragow zu einer ,soiree bei dem ,chef der ,kontrollbehrde1 wo sich ein sehr netter ,kreis von ,beamten und ,offizieren seines ,regiments zusammenfand4 ,er verbrachte den ,abend sehr angenehm und zeichnete sich bei der ,mazurka so aus1 da nicht nur die ,damen1 sondern auch die ,herren ganz begeistert waren4 ,als ich vorgestern auf dem ,newsky einherschlenderte und mich dieser beiden ,ereignisse erinnerte1 dachte ich so bei mir3 ,wie herrlich eingerichtet ist doch unsere ,welt6 ,wie merkwrdig1 wie unbegreiflich spielt doch das ,schicksal mit uns2 erreichen wir je1 was wir wnschen8 erlangen wir je1 was die ,bestimmung unserer ,krfte und ,fhigkeiten zu sein scheint8 es kommt immer anders1 als man glaubt4 ,dem einen beschert das ,schicksal die herrlichsten ,pferde1 er aber fhrt gleichgltig spazieren1 ohne ihre ,schnheit zu bemerken1 whrend ein anderer1 dessen ,herz vor ,leidenschaft fr ,pferde glht1 zu ,fu geht und sich damit begngen mu1 mit der ,zunge zu schnalzen1 wenn ein schner ,rappe an ihm vorberjagt4 ,ein dritter hat einen ausgezeichneten ,koch1 aber leider einen so kleinen ,mund1 da er nicht mehr als zwei ,stckchen hineinstopfen kann1 sein ,freund dagegen hat ein ,maul von der ,gre des ,generalstabstors und mu sich1 ach6 mit einem simpeln deutschen ,kartoffelgericht begngen4 ,wie sonderbar spielt doch das ,schicksal mit uns6 ,aber am seltsamsten ist doch das1 was auf dem ,newsky zu geschehen pflegt4 ,oh6 traut ihm nicht1 diesem ,newsky-,prospekt6 ,ich hlle mich immer fester in meinen ,mantel1 wenn ich ber diese ,strae gehe und gebe mir die grte ,mhe1 mich um keins der ,dinge zu kmmern1 die mir dort begegnen4 ,dort ist alles ,trug1 alles ist nur ein ,traum1 und nichts ist das1 als was es erscheint4 ,sie glauben vielleicht1 dieser ,herr1 der dort in einem feinen ,rock daherkommt1 sei sehr reich3 keineswegs2 der ganze ,kerl besteht aus nichts anderem1 als aus diesem ,rock4 ,sie bilden sich ein1 da diese beiden ,dickwnste1 die dort vor der im ,bau begriffenen ,kirche stehen1 ber ihren ,stil reden -- kein ,gedanke4 ,sie sprechen darber1 welch seltsame ,pose zwei ,krhen einnehmen1 die auf ihrem ,giebel einander gegenbersitzen4 ,sie glauben wohl1 da jener ,enthusiast1 der mit den ,hnden gestikuliert1 davon spricht1 wie seine ,frau einem ihm ganz unbekannten ,offizier durch das ,fenster eine ,papierkugel an den ,kopf geworfen hat -- durchaus nicht1 er redet ber ,lafayette4 ,sie meinen wirklich1 da diese ,damen 444 ach1 den ,damen sollten ,sie berhaupt nicht trauen6 ,blicken ,sie auch weniger in die ,schaufenster hinein3 die dort ausliegenden ,nichtigkeiten sind vielleicht sehr schn1 aber sie schmecken mchtig nach einigen ,hundertrubelscheinen4 ,vor allem aber mge ,gott ,sie davor bewahren1 den ,damen unter die ,hte zu gucken6 ,wie verlockend auch abends der ,mantel einer ,schnen im ,winde flattert1 auf keinen ,fall wrde ich ihr aus ,neugierde nachgehen4 ,halten ,sie sich fern1 um ,gottes willen1 halten ,sie sich mglichst fern von der ,laterne und gehen ,sie schnell1 so schnell wie mglich1 vorber6 ,sie knnen noch von ,glck sagen1 wenn ,ihnen nur ein hlicher ,fettfleck auf ,ihren eleganten ,rock tropft4 ,aber auch abgesehen von der ,laterne1 berall lauert der ,betrug auf ,sie4 ,der ,newsky-,prospekt ist immer voller ,lug und ,trug1 am meisten jedoch dann1 wenn die ,nacht wie ein dichtes ,gewlk auf ihn niedersinkt und die weien und hellgelben ,mauern der ,huser hervortreten lt1 wenn die ganze ,stadt in ,lichterglanz erstrahlt und gleichsam vom ,donner erdrhnt1 wenn ,myriaden von ,equipagen ber die ,brcken rollen1 die ,vorreiter schreiend auf den ,pferden vorbeigaloppieren1 und wenn ,satan eigenhndig die ,lampen anzndet1 nur um alles in einem bernatrlichen ,licht erscheinen zu lassen4 ,,iv ber die kleinrussischen ,lieder ,erst in den letzten ,jahren1 in der ,zeit1 wo das ,streben nach ,originalitt und nach einer eigenartigen nationalen ,poesie erwacht ist1 haben die kleinrussischen ,lieder1 die der gebildeten ,welt bis dahin ganz unbekannt und nur im ,volke lebendig waren1 die ,aufmerksamkeit auf sich gelenkt4 ,bis dahin war nur ihre bezaubernde ,musik dann und wann in die hheren ,kreise gedrungen1 die ,worte aber waren ganz unbeachtet geblieben und hatten niemandes ,neugierde geweckt4 ,ja1 selbst die ,melodien wurden niemals in vollstndiger ,fassung mitgeteilt4 ,irgendein talentloser ,komponist zerstckelte sie mitleidlos und fgte sie in seine eigenen gefhllosen1 plumpen ,schpfungen ein4#g ,aber die allerschnsten ,stimmen und ,lieder haben nur die ,steppen der ,ukraine vernommen3 nur hier erklingen sie unter dem ,dache niedriger ,lehmhtten1 die von ,maulbeer- und ,kirschbumen umstanden sind1 im ,glanze der ,morgensonne mittags und abends1 whrend die zitronengelben ,garben des ,weizens unter der ,sichel der ,schnitter hinsinken1 und nur hin und wieder wird der ,gesang unterbrochen durch den ,schrei der ,steppenmwe1 durch das ,lied zahlloser ,scharen von ,lerchen und den ngstlichen ,schlag der ,golddrossel4 ,funote #g3 brigens drfen sich die ,freunde der ,musik und der ,poesie beruhigen4 ,vor kurzem hat ,maximowitsch eine vortreffliche ,sammlung dieser ,lieder herausgegeben1 die von ,aljabjew fr ,gesang gesetzt sind4 ,ich will mich nicht ber die ,bedeutung der ,volkslieder auslassen4 ,sie sind die lebendige1 leuchtende1 farbige ,geschichte des ,volks1 die ,wahrheit1 die das ganze ,leben einer ,nation blolegt4 ,wenn dies ,leben tatkrftig1 wechselvoll1 frei und eigenartig und von ,poesie erfllt war1 und wenn dies ,volk trotz seiner ,vielseitigkeit keine hhere ,zivilisation erreicht hat1 dann lebt sich all sein ,feuer1 all seine herrliche1 jugendliche ,kraft in den ,volksliedern aus4 ,sie sind ein ,grabdenkmal seiner ,vergangenheit -- ja mehr als ein ,grabdenkmal3 ein mit einem beredten ,relief geschmckter und mit einer historischen ,aufschrift versehener ,stein ist nichts im ,vergleich mit dieser lebenden1 redenden und von der ,vergangenheit kndenden ,chronik4 ,in dieser ,beziehung bedeuten die ,volkslieder fr ,kleinruland alles3 seine ,poesie1 seine ,geschichte und das ,grab seiner ,vter4 ,wer nicht in die ,tiefen dieser ,lieder gedrungen ist1 der wird nichts von der ,vergangenheit dieses blhenden ,stckes ,ruland erfahren4 ,der ,historiker darf in ihnen nicht ,hinweise auf ,tage und ,daten von ,schlachten1 genaue ,ortsbeschreibungen oder wahrheitsgetreue ,berichte suchen2 in dieser ,beziehung werden ihn nur die wenigsten ,lieder weiterbringen4 ,wenn er aber das wahre ,wesen1 die ,elemente des ,charakters1 alle ,schwankungen und ,nuancen des ,gefhls und alles dessen1 was ein bestimmtes ,volk bewegt1 seiner ,leiden und ,freuden ergrnden1 wenn er den ,geist vergangener ,zeitalter1 den allgemeinen ,charakter des ,ganzen und jedes einzelnen ,teiles erforschen will1 dann wird er in jeder ,beziehung befriedigt sein2 die ,geschichte des ,volks wird sich ihm in einer leuchtenden ,gre offenbaren4 ,die kleinrussischen ,lieder knnen mit vollem ,recht historisch genannt werden1 weil sie sich nicht einen ,augenblick vom ,leben entfernen und stets den historischen ,moment und den geschichtlichen ,zustand treu widerspiegeln4 ,sie alle sind von der schrankenlosen ,freiheit des ,kosakenlebens durchdrungen und durchflutet4 ,aus allem redet die ,kraft1 der ,frohsinn1 die ,seelenstrke1 mit der der ,kosak den sorglosen ,frieden des ,familienlebens aufgibt1 um sich in die ,poesie der ,schlachten1 in ,gefahren und zgellose ,gelage mit den ,kameraden zu strzen4 ,weder die dunkelbrauige ,freundin mit ihrer strahlenden ,frische1 ihren braunen ,augen1 dem blendenden ,glanz ihrer ,zhne1 die in hingebender ,liebe dem ,ro in die ,zgel fllt1 noch die ,trnenbche vergieende alte ,mutter1 deren ganzes ,dasein in dem einen ,gefhl der ,mutterliebe aufgeht1 -- nichts hat die ,macht1 ihn zurckzuhalten4 ,eigensinnig und unerschtterlich eilt er in die ,steppe und ins ,lager der ,kameraden hinaus4 ,die ,gesellschaft seiner ,kumpane1 der lebenslustigen ,raubritter1 ersetzt ihm alles -- ,weib1 ,mutter1 ,schwestern und ,brder4 ,die ,bande dieser ,brderschaft gehen ihm ber alles und sind noch strker als die ,liebe4 ,das ,schwarze ,meer leuchtet1 die herrliche unermeliche ,steppe vom ,taman bis zur ,donau -- dieser wilde ,ozean von ,blten wogt unter dem ,hauch des ,windes4 ,in der unendlichen ,tiefe des ,himmels verschwinden ,schwne und ,kraniche4 ,der sterbende ,kosak liegt mitten in der ,khle dieser jungfrulichen ,natur hingestreckt da1 er nimmt seine letzte ,kraft zusammen1 um nicht zu sterben1 ohne noch einmal seinen ,kameraden einen ,blick nachgesandt zu haben4 ,denn wohl wute es das ,kosakenhaupt1 ,da es nicht fern vom ,kosakenheer sterben wrde4 ,als er sie erblickt1 ist er befriedigt1 und stirbt4 ,ob nun das ,kosakenheer still und gehorsam in den ,krieg zieht1 ob ,pulverdampf und ,kugelregen sich aus den ,gewehren entldt1 ob der ,metkrug oder der ,weinbecher kreist1 ob von der furchtbaren ,hinrichtung des ,hetmans berichtet wird1 da einem die ,haare dabei zu ,berge stehn1 von der ,rache des ,kosaken oder von einem erschlagenen ,helden1 der mit weit ausgestreckten ,armen und wirrem ,schopf auf dem ,rasen liegt1 oder vom ,geschrei der in den ,wolken schwebenden ,adler1 die um das ,recht streiten1 dem ,kosaken die ,augen auszuhacken -- alles dies lebt in den ,liedern und ist in ihnen mit khnen ,farben geschildert4 ,ein anderer ,teil der ,lieder stellt die andere ,seite des ,volkslebens dar3 hier finden wir zahllose ,zge aus dem ,familienleben des ,kosaken1 und hier herrscht der absolute ,gegensatz4 ,dort hren wir nur von ,kosaken1 vom ,kriege und vom wilden ,lagerleben2 hier dagegen ersteht vor uns die ,frauenwelt1 diese wehmtige1 zrtliche ,liebe atmende ,welt2 die zwei ,geschlechter verkehren nur kurze ,zeit miteinander und trennen sich dann fr ganze ,jahre4 ,diese ,jahre schwinden fr die ,frau in banger ,erwartung und ,sehnsucht nach ihren ,mnnern und ihren ,liebsten dahin1 die einst wie ein ,traum1 ein ,phantasiegebilde in ihrem herrlichen ,kriegsschmuck an ihnen vorberzogen4 ,daher ist auch ihre ,liebe von einer unendlichen ,poesie durchwebt4 ,das frische1 unschuldige1 einem ,tubchen vergleichbare junge ,weib hat pltzlich die hchste ,seligkeit1 das ,paradies des ,weibes1 das nur fr die ,liebe geschaffen ist1 kennen gelernt4 ,ihr erster ,lebensfrhling1 den sie mit dem starken1 freien ,sohn des ,krieges verlebt hat1 hat ihr ganzes ,lebensglck in einen flchtigen ,augenblick zusammengedrngt2 mit ihm verglichen hat das ganze ,leben keinen ,wert2 sie lebt nur in der ,erinnerung an diesen ,moment4 ,sehnschtig erwartet sie vom ,morgen bis zum ,abend die ,rckkehr ihres ,gatten mit den schwarzen ,brauen4 ,o ihr schwarzen ,augenbrauen1 ,wie schwer macht ihr mir das ,leben1 ,keine ,nacht wollt ihr ,alleine schlafen4 ,sie lebt ausschlielich von ,erinnerungen4 ,alles1 was sie zusammen gesehen1 wo sie miteinander geweilt1 was sie miteinander geredet1 alles ruft sie sich in die ,erinnerung zurck1 ohne auch das ,geringste auer acht zu lassen4 ,sie wendet sich an alles1 was sie in der ,natur entdeckt1 an alles1 was ,leben ausstrmt1 selbst an die leblosen ,gegenstnde1 klagt ihnen ihr ,leid und spricht mit ihnen4 ,und wie einfach1 wie poetisch schlicht sind ihre seelenvollen ,worte4 ,alles bringt sie in ,beziehung zu ihrem ,gefhl und wird nicht mde zu reden1 denn der ,mensch hat immer viele ,worte1 wenn der ,schmerz eine geheime ,se in sich birgt4 ,endlich spricht sie in stiller1 hoffnungsloser ,verzweiflung3 ,ach1 jetzt kann ich nicht mehr wandeln1 ,wo ich mit dem ,liebsten ging4 ,ach1 jetzt kann ich nicht mehr lieben1 ,den ich einst so sehr geliebt4 ,ach1 jetzt kann ich nicht mehr wandeln ,vor dem ,schlosse in der ,frh4 ,ach1 ich kann mich nicht mehr lehnen ,an den ,arm des ,heigeliebten4 ,ach1 jetzt kann ich nicht mehr wandeln ,in dem ,wald und ,nsse suchen4 ,ach1 vorber1 lngst vorber ,ist die heitre ,mdchenzeit4 ,um denen1 die die kleinrussische ,sprache nicht beherrschen1 die ,tiefe des ,empfindens1 die sich in diesen ,liedern offenbart1 so verstndlich wie mglich zu machen1 will ich hier eines dieser ,lieder in der bertragung anfhren4 ,mein ,liebster zrnt mir und grollt mir4 ,er sattelt seinen ,rappen und zieht in die ,ferne1 weit1 weit fort von mir4 ,wohin ziehst du1 mein ,geliebter1 du mein graues ,tubchen1 wohin entfliehst du8 ,wem berlssest du mich schutzloses1 junges ,wesen8 ,ich lasse dich in ,gottes ,obhut1 ,geliebte6 ,warte auf mich1 bis ich von der weiten ,reise zurckkehre4 ,oh1 wenn ich wte1 wenn ich es doch sehen knnte1 wohin mein ,liebster trabt1 so wollte ich ihm auf dem ganzen ,wege ,brcken aus grnem ,schilf bauen und ihn immerfort bei mir erwarten4 ,allmchtiger ,gott1 ebne die ,berge und ,tler1 auf da die ,wege berall glatt seien1 und da er bequem von seinem ,ziele bis vors ,haus reiten kann4 ,ah6 die ,wiesen singen1 die ,ufer klingen1 das ,gras auf den ,wegen fngt an zu grnen2 da ist er1 mein ,geliebter kommt geritten6 ,ah6 die ,wiesen singen1 die ,ufer klingen1 der ,wacholder erblht -- gewi plaudert mein ,geliebter1 mein graues ,tubchen irgendwo mit einer andern4 ,warum kamst du nicht geflogen1 wie ich dich bat6 ,hattest du kein ,ro1 kanntest du den ,weg nicht mehr1 oder hat's dir deine ,mutter verboten8 ,ich habe ein ,pferd2 auch kenne ich den ,weg1 und die ,mutter hat mir schon gestern abend geboten1 mein ,ro zu satteln4 ,aber kaum sitz' ich auf dem ,pferde1 kaum reit' ich zum ,tore hinaus1 da luft schon die andere mir nach und sthnt und weint so bitterlich1 da greift mir ihr ,kummer ans ,herz4 ,man knnte tausende von hnlichen ,liedern anfhren und vielleicht noch weit schnere4 ,alle sind sie wohlklingend1 duftig und auerordentlich mannigfaltig4 berall gibt es neue ,farben1 eine groe ,schlichtheit und eine unbeschreibliche ,zartheit des ,gefhls4 ,wo aber die ,gedanken das ,religise streifen1 sind sie ganz besonders poetisch4 ,sie bewundern nicht die gewaltigen ,werke des ewigen ,schpfers2 eine solche ,bewunderung gehrt schon einer hheren ,entwicklungs- und ,erkenntnisstufe an2 ihr ,glaube ist so unschuldig1 so rhrend und so rein wie die unbefleckte ,seele des ,kindes4 ,sie wenden sich an ,gott1 wie ,kinder an ihren ,vater4 ,sie fhren ihn hufig mit so unschuldiger ,einfalt in ihr ,alltagsleben ein1 da seine kunstlose ,darstellung in ihnen gerade durch ihre ,einfachheit etwas ,erhabenes an sich hat4 ,dadurch erhalten in den ,liedern der ,kleinrussen auch die gewhnlichsten ,gegenstnde etwas unbeschreiblich ,poetisches1 wozu auch die berreste verschiedener aus der altslawischen ,mythologie herstammenden ,sitten1 die sie dem ,christentum angepat haben1 sehr viel beitragen4 ,oftmals fleht ein trauerndes ,mdchen ,gott an1 er mge eine ,wachskerze am ,himmel entznden1 bis der ,liebste ber die ,donau gesetzt ist4 ,auf allem liegt der ,stempel reinster1 ursprnglichster ,kindheit und folglich hoher ,poesie4 ,die ,form ihrer ,lieder1 der ,mdchenlieder sowohl wie der ,kosakenlieder1 ist fast immer dramatisch -- ein ,zeichen fr die ,entwicklung des ,volksgeistes und des ttigen1 unruhigen ,lebens1 das dies ,volk so lange gefhrt hat4 ,fast niemals haben ihre ,lieder eine beschreibende ,form und sie gefallen sich nicht in ausfhrlichen ,darstellungen der ,natur4 ,nur hie und da scheint die ,natur in der einen oder der andern ,strophe hindurch1 aber nichtsdestoweniger sind ihre ,zge so neu1 so fein1 so bezeichnend und gut1 da sie den ganzen ,gegenstand vor die ,seele zaubern4 brigens nimmt man zu ihnen nur darum seine ,zuflucht1 um die ,gefhle der ,seele krftiger zum ,ausdruck zu bringen4 ,und daher unterwerfen sich die ,naturerscheinungen gefgig den ,gefhlsregungen4 ,derselbe ,gegenstand spiegelt sich immer gleichzeitig in der inneren und ueren ,welt1 oft ist statt der ganzen ueren ,umgebung nur ein einziger markanter ,zug oder ein ,teil dieser ,umgebung berhrt4 ,nirgends findet sich ein ,satz wie etwa der folgende3 es war ,abend2 statt dessen ist immer die ,rede von gewissen ,vorgngen1 die abends zu geschehen pflegen1 z4 ,b43 ,die ,khe kamen vom ,acker1 die ,schfchen von der ,wiese2 ,das ,mdchen stand beim ,burschen und weinte sich die braunen ,augen rot4 ,daher haben sehr viele1 ohne dies recht zu verstehen1 solche und hnliche ,wendungen fr unsinnig erklrt4 ,ein ,gefhl findet immer einen starken1 pltzlichen1 schroffen ,ausdruck und wird nie durch lange ,perioden abgeschwcht4 ,in einigen ,liedern gibt es keine fortlaufende ,idee1 sie gleichen einer ,reihe von ,strophen1 von denen jede einen besonderen ,gedanken in sich schliet4 ,oft erscheinen sie ganz unbedeutend1 weil sie spontan entstanden sind1 und da der ,blick des ,volkes sehr lebhaft ist1 so werden gewhnlich die ,gegenstnde1 die zuerst in die ,augen fallen1 gleich im ,anfang des ,liedes erwhnt2 dafr aber treten in diesem bunten ,durcheinander ,strophen hervor1 die uns durch die bezaubernde ,ursprnglichkeit ihrer ,poesie entzcken4 ,hier vereinigen sich eine leuchtende1 treue ,malerei und eine wohlklingende ,wortmusik4 ,ein solches ,lied wird nicht mit der ,feder in der ,hand1 nicht auf dem ,papier1 auf ,grund strenger berlegung komponiert1 nein1 es entsteht im ,taumel der ,selbstvergessenheit1 wenn die ,seele singt und klingt und alle ,glieder ihre gewhnliche gleichgltige ,lage verlassen und sich freier zu rhren beginnen1 wenn die ,arme sich in die ,hhe strecken und die strmischen ,wellen der ,lust den ,menschen ber alles hinwegtragen4 ,dies sprt man sogar in den traurigen und wehmtigen ,liedern1 deren herzzerreiende ,klnge schmerzvoll an unsere ,seele greifen4 ,nie konnten solche ,tne unter gewhnlichen ,verhltnissen und bei einer nchternen ,betrachtung des ,gegenstandes der ,seele eines ,menschen entquellen4 ,nur dann1 wenn der ,wein den prosaischen ,gedanken verwirrt und zerstrt1 wenn die ,gedanken seltsam und unbegreiflich in ihrer ,disharmonie doch innerlich zusammenklingen -- in solch mehr feierlicher als heiterer ,ekstase beginnt die ,seele sich rtselvoll in unertrglich schmerzlichen ,klngen auszustrmen4 ,hier gibt es keinen ,gedanken1 keine berlegung6 ,der ganze geheimnisvolle ,organismus verlangt nach ,tnen und nur nach ,tnen4 ,daher ist die ,poesie dieser ,lieder so unbegreiflich1 zauberhaft und grazis wie ,musik4 ,die ,gedankenpoesie ist fr jedermann weit verstndlicher als die ,poesie der ,tne oder besser gesagt die ,poesie der ,poesie4 ,nur ein auserwhlter1 wahrhafter ,dichter1 ein ,mann1 der seinem innersten ,wesen nach ,poet ist1 kann sie verstehen1 und daher kommt es1 da oft das allerschnste ,lied unbemerkt vorberrauscht1 whrend ein minderwertiges durch seinen ,inhalt gewinnt4 ,der kleinrussische ,versbau eignet sich sehr fr das ,lied2 in ihm finden sich ,versma1 ,tonfall und ,rhythmus vereinigt4 ,ihr ,rhythmus ist schnell und rapid1 daher ist die einzelne ,zeile fast nie zu lang1 aber selbst wenn dieses mitunter vorkommt1 so wird er in der ,mitte durch eine ,zsur mit einem klangvollen ,reim durchschnitten4 ,reine1 langgedehnte ,jamben kommen selten vor2 meistenteils sind es schnelle ,trochen1 ,daktylen1 ,amphibrachen1 die schnell dahinfliegen1 sich einer mit dem anderen frei und launenhaft verbinden und so zu neuen ,versmaen fhren1 die sie in mannigfaltigster ,weise variieren4 ,die ,rhythmen tnen und klingen zusammen wie die silbernen ,hufeisen der ,tanzenden4 ,ein sicheres ,gehr und musikalisches ,gefhl ist ihnen allen gemeinsam4 ,oft klingt eine ,zeile mit einer anderen harmonisch zusammen1 trotzdem beide sich nicht einmal miteinander reimen4 ,die ,hufigkeit des ,reims ist erstaunlich4 ,hufig enthlt eine ,zeile zwei ,zsuren und reimt sich zweimal vor dem ,schlureim1 der auerdem in der zweiten ,zeile1 die gleichfalls in der ,mitte doppelt gereimt ist1 einen ,gegenreim findet4 ,manches ,mal begegnen wir einem solchen ,reim1 den man eigentlich keinen ,reim nennen kann1 der aber in seiner ,tonfrbung so wohlklingend ist1 da er uns mehr gefllt als ein ,reim1 und der nie einem ,dichter in den ,sinn gekommen wre1 whrend er die ,feder in der ,hand hlt4 ,den ,charakter der ,musik kann man nicht mit einem ,wort bezeichnen3 sie ist auerordentlich mannigfaltig4 ,in vielen ,liedern ist sie leicht1 grazis1 berhrt nur leicht die ,erde1 und es scheint1 als spiele sie neckisch mit den ,tnen4 ,zuweilen nimmt die ,melodie eine mnnliche ,physiognomie an und wird kraftvoll1 stark und mchtig2 schwer stampfen die ,fe die ,erde1 und es scheint1 als knne man nur den schwerflligen ,hopak nach dieser ,musik tanzen4 ,ein anderes ,mal aber werden die ,tne ungewhnlich frei1 breit1 schwingen sich gigantisch empor1 suchen unendliche ,rume zu umfassen1 und bei ihren ,klngen fhlt der ,tnzer sich selbst als ,riese3 seine ,seele1 sein ganzes ,sein erweitert sich und dehnt sich bis ins ,unendliche4 ,er lst sich pltzlich von der ,erde1 dann trifft er sie noch krftiger mit seinen glnzenden ,hufeisen1 um im nchsten ,augenblick wieder in die ,luft zu fliegen4 ,was aber die traurige ,musik anbelangt1 so kann man sie hier so hren1 wie nirgends sonst4 ,ob es nun der ,schmerz um die geknickte ,jugend ist1 der es nicht vergnnt war1 sich auszuleben1 oder die ,klage ber die traurige ,lage des damaligen ,kleinruland 444 diese ,tne leben1 brennen und zerreien unsere ,seele4 ,die melancholische russische ,musik drckt1 wie ,m4 ,maksimowitsch richtig bemerkt hat1 ein ,gefhl aus1 das das ,leben vergessen will2 sie strebt danach1 sich vom ,leben zu entfernen und die alltglichen ,nte und ,sorgen zu bertuben2 aber in den kleinrussischen ,liedern verschmilzt dies ,gefhl mit dem ,lebensgefhl3 ihre ,tne sind so lebendig1 man glaubt1 da sie nicht nur zu klingen1 sondern auch zu sprechen scheinen -- sie reden in ,worten1 sie sprechen in ganzen ,stzen1 und jedes ,wort dieser feurigen ,reden dringt in die ,seele4 ,ihr ,aufschluchzen gleicht manchmal so sehr einem ,herzensschrei1 da das ,herz des ,lauschers pltzlich zusammenzuckt1 als htte ein scharfer ,stahl es berhrt4 ,hufig klingt eine so starke1 trostlose und gleichgltige ,verzweiflung hindurch1 da wir uns beim ,hren selbst vergessen und das ,gefhl haben1 als sei die ,hoffnung fr immer aus der ,welt entflohen4 ,an anderen ,stellen hren wir ein kurzes ,aufsthnen und so lebhafte1 heftige ,seufzer1 da wir uns zitternd fragen3 sind das noch ,tne8 ,das ist der unertrgliche ,jammer einer ,mutter1 der eine grausame ,gewalt ihr ,kind entreit1 um es mit bestialischem ,lachen an einem ,stein zu zerschmettern4 ,nichts kann gewaltiger sein1 als die ,volksmusik1 wenn das ,volk nur poetische ,begabung hat und ein wechselvolles1 tatenreiches ,leben fhrt1 wenn der ,druck der ,gewalt und ewiger unberwindlicher ,hindernisse es ihm nicht gestatteten1 fr einen ,moment einzuschlummern1 ihm ,klagen abntigen1 und wenn diese ,klagen niemals und nirgends anders zum ,ausdruck kommen konnten1 als in seinen ,liedern4 ,in solch einer ,lage befand sich ,kleinruland zu der ,zeit1 als sich die ,union raubgierig auf das schutzlose ,land strzte4 ,aus ihnen1 aus diesen ,tnen kann man sich ein ebenso deutliches ,bild von diesen vergangenen ,leiden machen1 wie von einem ,sturm mit ,hagelschauern und einem ,wolkenbruch1 wenn man die diamantenen ,trnen erblickt1 die die erfrischten ,bume von unten bis oben bedecken1 wenn die ,sonne ihre abendlichen ,strahlen aussendet1 wenn die ,luft dnn und rein ist1 wenn aus der ,ferne das ,brllen der ,herden zu uns herberzittert und wenn der bluliche ,rauch1 dieser ,vorbote des lndlichen ,nachtmahls und der ,feierstunde1 in leuchtenden ,ringen gen ,himmel steigt und der ,abend1 der stille1 klare ,abend die beruhigte ,erde umfngt4 #ahcc4 ,v ,gedanken ber ,geographie fr die unteren ,klassen ,gro und erstaunlich ist das ,gebiet der ,geographie4 ,lnder1 wo der sdliche ,himmel glht und wo jedes ,geschpf sich einer doppelten ,lebensenergie erfreut1 und ,gegenden1 wo wir in den entstellten ,zgen der ,natur ,grauen und ,entsetzen lesen1 wo das ganze ,land sich in einen starren ,leichnam verwandelt2 ,bergriesen1 die in den ,himmel ragen1 nachlssig hingeworfene ,landschaften1 die von der ganzen ,kraft und ,fruchtbarkeit einer ppigen und reichen ,vegetation berquellen1 und wiederum glhende ,wsten und ,steppen1 ein losgerissenes ,stck ,erde inmitten eines grenzenlosen ,meers1 die ,menschen1 die ,kunst und die ,grenze alles ,lebens6 -- wo wollte man ,gegenstnde finden1 die strker zu unserer ,einbildung sprchen1 gibt es eine herrlichere ,wissenschaft fr die ,kinder1 gibt es eine1 die die ,poesie ihrer jugendlichen ,seele lebhafter beflgeln knnte8 ,und ist es nicht traurig1 wenn man ihnen anstatt all dieser ,dinge ein lebloses1 trockenes ,skelett vorfhrt und kalt hinzufgt3 ,das ist die ,erde1 auf der wir wohnen2 da ist die schne ,welt1 die uns der unbegreifliche ,baumeister geschenkt hat6 -- ,aber mehr noch6 ,man verbirgt ,ihn vor den ,kindern und lt sie statt dessen einen politischen ,krper benagen1 der die ,welt ihrer ,begriffe bersteigt und sogar fr einen ,verstand1 der im ,besitze hherer ,ideen ist1 viel ,ungereimtes enthlt4 -- ,unwillkrlich kommt einem da der ,gedanke3 sollten wirklich der groe ,humboldt und jene anderen khnen ,forscher1 die so viel ,licht in das ,gebiet der ,wissenschaften hineingetragen1 und die uns die wunderbaren ,hieroglyphen1 mit denen unsere ,welt bedeckt ist1 entziffert haben1 nur einigen wenigen ,gelehrten zugnglich sein1 sollte die ,altersstufe1 die mehr denn jede andere das ,bedrfnis nach ,klarheit und ,bestimmtheit hat1 auf nichts als unverstndliche ,darstellungen angewiesen sein8 99 99 99 99 99 ,die ,kindheit ist zunchst nichts wie ein groes ,drsten1 ein instinktives ,streben nach ,erkenntnis4 ,sie verlangt nach allem und mchte alles wissen4 ,am meisten interessiert sie sich fr ferne ,lnder3 ,wie ist es dort8 was geht dort vor8 was gibt es da fr ,menschen8 wie leben sie8 ,diese ,fragen drngen sich ihr in reicher ,flle auf1 sie alle beziehen sich auf die physische ,geographie1 und daher mu die gewaltige1 reiche1 furchtbare und zauberische ,welt in ihrem physischen ,zustande sie in hherem ,mae und in umfassenderer ,weise beschftigen4 99 99 99 99 99 ,in vielen von unseren ,lehranstalten trgt man die ,geographie in zwei1 manches ,mal sogar in drei ,klassen vor1 weil die ,zglinge nicht imstande sind1 das ganze ,gebiet in einem ,jahre durchzunehmen4 ,und das ist gut1 denn die ,geographie verdient es1 da man sich nicht nur ein ,jahr lang mit ihr beschftigt2 aber die ,lehrer verfallen in einen sehr groen ,fehler2 sie teilen den ,erdball in zwei1 oder je nach den ,klassen1 in drei ,teile1 und dabei fllt der untersten ,klasse ,europa zu1 das gewhnlich nur nach seiner politischen ,seite mit den ausfhrlichsten ,details durchgenommen wird1 whrend die hheren ,klassen durch die ,steppen und den afrikanischen ,sand irren und sich mit den ,wilden unterhalten mssen4 ,abgesehen von der ,unvernunft und von der merkwrdigen ,form solch einer ,lehrmethode gehrt noch ein ungeheures ,gedchtnis dazu1 um diese ganze ungeordnete ,masse festzuhalten4 ,aber selbst wenn man die ,mglichkeit solch phnomenaler ,begabungen in der ,natur zugibt1 so wird doch sogar in dem ,kopfe eines solchen ,phnomens nie ein schnes ,ganzes zurckbleiben4 -- ,es werden hchstens sorgfltig bearbeitete1 aber vllig getrennte ,stcke sein1 die von keinem krftigen ,leben beseelt sind1 das mit rhythmischem ,pulsschlag durch alle ,adern rinnt4 ,es ist wie bei einem ,volke1 das fr eine monarchische ,regierung prdestiniert ist und sie im ,sturme politischer ,erschtterung verloren hat4 ,es ist viel besser1 wenn der ,zgling die ,geographie auf zwei verschiedenen ,altersstufen durchnimmt4 ,auf der ersten ,stufe sollte er nur einen groen berblick ber die ganze ,welt erhalten1 aber einen solchen1 der seine ganze ,aufmerksamkeit anregt und ihm die ganze ,weite und ungeheure ,gre der geographischen ,welt vor ,augen fhrt4 ,zu diesem ,kursus mten auch die ,naturgeschichte1 die ,physik1 die ,statistik und alles1 was mit der ,welt zusammenhngt1 ihren ,teil beisteuern1 damit die ,welt den ,eindruck einer einzigen1 leuchtenden1 bunten ,dichtung mache und der ,schler nach ,mglichkeit mit all ihren ,teilen bekannt und vertraut werde4 ,gar keine ,einzelheiten1 nur die groen markanten ,zge6 aber so1 da er ahnt1 wo ,eisesklte und wo eine starke ,vegetation vorherrscht1 wo die ,manufaktur und wo die ,bildung hher steht1 wo die ,unwissenheit grer1 wo die ,erde tiefer ist1 und wo die ,berge sich mchtiger emportrmen4 -- ,in der zweiten ,periode des ,kindesalters mssen die ,grenzen dieser ,welt auseinandergerckt werden4 ,jetzt soll er die ,gegenstnde1 die er frher mit bloem ,auge gesehen1 durchs ,mikroskop betrachten4 ,dann wird er auch alle ,ausnahmen und bergnge1 und weniger die starken1 als die feinen ,abweichungen kennen lernen4 99 99 99 99 99 ,der ,schler soll berhaupt kein ,buch bei sich haben4 ,ein ,buch1 es mag sein wie es will1 wird seine ,einbildungskraft stets einengen und abtten4 ,er soll nur die ,karte vor sich haben4 ,man soll ihm keine geographische ,erscheinung erklren1 ohne sie auf der ,stelle zu fixieren2 selbst wenn es sich nur um eine lebendige1 schne ,beschreibung handelt1 mu der ,schler beim ,zuhren seine ,augen auf einen ,punkt der ,karte richten1 und dieser kleine ,punkt mu sich vor ihm immer mehr und mehr ausbreiten1 und alle ,karten1 die er whrend der ,rede des ,lehrers vor sich sieht1 in sich aufnehmen4 ,dann kann man sicher sein1 da die ,erscheinungen sich seinem ,gedchtnis fr immer einprgen werden1 und da er1 whrend seine ,augen das nackte ,weltgerippe betrachten1 es sofort mit leuchtenden ,farben ausfllen wird4 99 99 99 99 99 ,vor allem mu er die ,gestalt der ,erde in seinem ,gedchtnis festhalten4 ,das ,kartenzeichnen1 mit dem man die ,schler so sehr qult1 bringt wenig ,nutzen4 ,die vielen kleinen ,details1 die vielen einzelnen ,staaten und ,reiche knnen sich in seinem ,kopfe nur gegenseitig vernichten4 ,viel besser ist es1 man gibt den ,kindern vor allem eine scharfe und lebendige ,idee von der ,gestalt der ,erde3 ich mchte dazu raten1 zu diesem ,zwecke das ,wasser wei und die ganze ,erde schwarz darzustellen1 damit sie sich unwillkrlich dem ,gedanken ganz deutlich und durch ihre scharfen ,konturen aufdrngen und die ,schler unaufhrlich mit ihrer unregelmigen ,figur verfolgen4 ,jetzt wird es ihnen schon viel leichter fallen1 die ,gestalt der ,erde nachzuzeichnen1 nur sollte man ihnen nie gestatten1 sich in ,einzelheiten zu ergehen1 d4 h4 alle kleinen ,vorgebirge und ,ausbuchtungen der ,ufer zu vermerken4 ,es ist sogar besser1 wenn sie diese anfnglich nicht kennen1 dafr aber die allgemeine ,gestalt der ,erde festhalten4 99 99 99 99 99 ,es ist weit besser1 am ,anfang die ganze ,welt auf einmal zu behandeln1 alle ,weltteile auf einmal zu berblicken1 denn auf diese ,weise treten die ,gegenstze um so strker hervor4 ,wenn man sie in ihrer ,gesamtheit kennen gelernt hat1 kann man hierauf grndlicher auf jeden ,erdteil eingehen4 ,was nun die ,reihenfolge anbelangt1 in der die ,weltteile durchgegangen werden sollten1 so wrde ich dazu raten1 sich durch die allmhlige ,entwicklung des ,menschen und damit durch die allmhlige ,entdeckung der ,erdteile leiten zu lassen3 ,man beginne mit ,asien1 der ,wiege der ,menschheit1 mit ihrer ,kindheit1 gehe dann zu ,afrika1 zu ihrer feurigen und zugleich wilden ,jugend ber1 wende sich sodann ,europa1 ihrer schnellen ,klrung und dem ,reifen der ,vernunft zu1 schreite dann mit dieser nach ,amerika fort1 wo der gereifte1 mchtige ,mensch wieder mit dem ursprnglichen und sinnlichen ,menschen zusammenstt1 und schliee die ,darstellung endlich mit den im grenzenlosen ,ozean verstreuten ,inseln4 ,eine solche ,einteilung scheint mir weit natrlicher4 ,vor allem mu der ,schler sich einen allgemeinen und charakteristischen ,begriff von jedem einzelnen ,erdteil machen4 ,zuerst von ,asien1 wo alles gro und weit ist1 wo die ,menschen uerlich so wrdevoll und kalt sind und doch pltzlich von unbezwinglicher ,leidenschaft ergriffen1 aufwallen knnen2 in ihrem kindlichen ,begriffsvermgen kommen sie sich klger vor als alle anderen2 hier gibt es nur berhebung und sklavische ,unterwerfung2 alles ist frei und leicht gekleidet1 leicht bewaffnet1 und jedermann ist ein guter ,reiter2 hier kann der ,trke sein ganzes ,leben lang mit untergeschlagenen ,beinen dasitzen und seinen ,nargileh rauchen1 hier rast der ,beduine wie ein ,sturmwind durch die ,wste1 hier wird der ,glaube zum ,fanatismus1 dies ganze ,land ist das ,land der ,glaubensbekenntnisse1 die sich von hier aus ber die ganze ,welt verbreiten4 ,dann gehe man zu ,afrika ber1 wo die ,sonne so hei brennt und ,ozeane von ,sandwsten sich ber unermeliche ,flchen dehnen2 dies ist das ,land der ,lwen1 ,tiger1 der ,palmen und der ,kokospalmen und der ,menschen1 die sich in ihrem ueren und ihren sinnlichen ,neigungen nur wenig von ,affen unterscheiden1 deren zahlreiche ,scharen das ,land durchziehen usw4 99 99 99 99 99 ,nachdem der ,schler das ,bild eines ,erdteils aufgezeichnet hat1 verzeichne er alle ,hhen und ,tiefen auf ihm und stellte dar1 wie die ,berge sich verzweigen und in langen1 formlosen ,ketten durch das ,land ziehen4 ,bei dieser ,gelegenheit kann man sich der ,reliefdarstellung ,europas von ,ritter bedienen1 obwohl sie sich wegen ihrer unklaren ,grenzen zwischen ,licht und ,schatten nicht ganz fr ,kinder eignet4 ,daher wre es am besten1 man stellte zu diesem ,zwecke ein richtiges ,basrelief aus festem ,ton oder ,metall her4 ,dann brauchte der ,schler es sich nur aufmerksam anzusehen1 und die ,hhen und ,tiefen wrden sich seinem ,gedchtnis fr immer einprgen4 99 99 99 99 99 ,da die ,berge der ,erde ihre ,form gegeben haben1 so mu ihre ,kenntnis sozusagen den ,anfang des ganzen ,geographieunterrichts bilden4 ,nachdem wir ihre ,verzweigungen auf der ,oberflche der ,erde aufgewiesen haben1 mssen wir auf ihr ueres1 auf ihre ,form1 auf ihre ,zusammensetzung1 auf ihre ,entstehung und endlich auf ihren ,charakter und ihre ,eigenart hinweisen1 durch die sie sich von anderen ,bergketten unterscheiden -- doch dies darf nicht in trockner ,weise mit einer gelehrten ,ausfhrlichkeit geschehen1 sondern so1 da der ,schler erkennt1 da diese oder jene ,gebirgskette aus dunklem oder hartem ,granit bestehe1 da das ,innere einer anderen wei1 kalkartig oder lehmig1 locker1 gelb1 dunkel1 rot oder endlich aus ,erden und ,gesteinen von leuchtenden ,farben zusammengesetzt sei4 ,man kann sogar erzhlen1 da die ,gebirge hufig von ,metallagern und ,erzadern durchzogen sind1 kann ihre ,lage darstellen und zwar kann man dies interessant und unterhaltend tun4 ,was aber ihre ,oberflche anbetrifft1 so versteht es sich von selbst1 da man alle hchsten ,punkte angeben mu3 alle bemerkenswerten ,erscheinungen auf ihnen sowie die ,hhen1 bis zu denen die ,menschen emporgestiegen sind4 99 99 99 99 99 ,es knnte nicht schaden1 auch die unterirdische ,geographie kurz zu berhren4 ,mir scheint1 es gibt keinen poetischeren ,gegenstand als diese1 obwohl sie nur fr die hheren ,altersstufen ganz verstndlich sein kann4 ,hier haben alle ,tatsachen und ,erscheinungen etwas ,gigantisches und ,kolossales an sich4 ,hier begegnen wir ganzen ungeheuren ,massen4 ,hier trgt alles den ,stempel der gewaltigen ,erdumwlzungen1 hier wird die ,seele mchtiger als sonst von den groen ,werken des ,schpfers erschttert4 ,hier liegen ganze ,lager von unterirdischen ,wldern begraben4 ,hier ruht in tiefster ,einsamkeit die ,muschel eingebettet1 schon im ,begriff1 sich in ,marmor zu verwandeln4 ,hier lodern ewige ,feuer1 deren ,ausbrche die ,oberflche der ,erde umgestalten4 ,ein groer ,teil dieser ,erscheinungen kann selbst bei einer oberflchlichen ,darstellung den ,eindruck auf die ,einbildungskraft des jungen ,zglings nicht verfehlen4 99 99 99 99 99 ,der ,proze und die ,ausbreitung der ,vegetation auf der ,erde mu auf der ,karte an der ,hand einer ,stufenfolge der ,wrmegrade aufgezeigt werden3 wo eine sdliche ,pflanze heimisch ist1 wohin sie als ,gast verschlagen ward1 unter welchem ,grade sie zugrunde geht1 wo die nrdliche ,vegetation beginnt1 wo sich auch diese endlich verliert1 wo alles ,wachstum aufhrt1 wo die ,natur in den ,umarmungen des kalten ,ozeans abstirbt und wo der wunderbare ,pol sich in undurchdringliche und fr den ,menschen unzugngliche ,eismassen einhllt4 ,und in der gleichen ,weise mte auch die ,ausbreitung der ,tierwelt dargestellt werden4 ,doch der ,boden verlangt eine andere ,einteilung der ,erde nach ,zonen1 von denen jede einzelne eine besondere ,art umschliet4 99 99 99 99 99 ,nur hie und da werden die ,erzeugnisse der ,kunst von den ,geographen behandelt4 ,es gibt keinen bergang von der ,natur zu den ,produkten des ,menschen4 ,die letzteren sind wie durch eine ,axt von ihrem ,urquell abgespalten4 ,ich rede nicht einmal davon1 da bei ihnen jener ,ehebund des ,menschen mit der ,natur1 der die ,manufaktur gebiert1 gar nicht erwhnt wird4 ,bevor also der ,schler zur ,betrachtung der ,industrie und den ,erzeugnissen menschlicher ,handarbeit fortschreitet1 mu er hierzu durch die ,kenntnis der ,bodenerzeugnisse vorbereitet werden1 damit er selbst daraus schlieen kann1 welche ,industrien sich in einem bestimmten ,reiche vorfinden mssen2 falls ,ausnahmen in dieser ,hinsicht vorkommen sollten1 ist es unbedingt ntig1 auf ihre ,ursachen hinzuweisen3 vielleicht liegen sie in dem sorglosen ,charakter der ,bevlkerung1 in fremdartigen ,nebenumstnden1 in dem bergroen ,reichtum der ,nachbarn1 in dem ,mangel an ,kommunikationsmitteln oder hnlichen ,verhltnissen4 ,wenn er erst ber die ,industrie orientiert ist1 kann er auch zum ,handel bergehen1 der ja ohnedies nicht sehr interessant und nicht leicht verstndlich ist4 99 99 99 99 99 ,bei der ,aufzhlung der ,vlker mu der ,lehrer durchaus auf die ,physiognomie und die ,eigentmlichkeiten hinweisen1 die der ,charakter eines ,volks1 sozusagen unter dem ,einflusse geographischer ,verhltnisse angenommen hat4 ,er mu alle ,vlker der ,erde in groe ,familien einordnen1 erst die gemeinschaftlichen ,zge einer jeden ,gruppe schildern und dann erst zu ihren unterscheidenden ,merkmalen bergehen4 ,dann mu er ihre physische ,geschichte1 d4 h4 die ,geschichte ihrer ,charakternderungen folgen lassen1 damit es dem ,schler klar werde1 warum z4 ,b4 die ,teutonen in ,deutschland durch einen festen1 phlegmatischen ,charakter ausgezeichnet sind1 und warum derselbe ,stamm nach berschreitung der ,alpen ein so munteres1 leichtes ,wesen annimmt4 99 99 99 99 99 ,auch ,karten1 die die ,ausbreitung der ,bildung auf der ,erdkugel darstellen1 sind fr ,kinder von groem ,nutzen4 ,dieser ,nutzen wird zur ,notwendigkeit1 sobald man zu ,europa bergeht4 ,da es jedoch bei uns solche ,karten noch nicht gibt1 mu der ,lehrer sich der kleinen ,mhe unterziehen und selbst eine solche anfertigen4 ,die ,punkte1 wo die ,kultur einen hohen ,grad erreicht hat1 mu er durch leuchtende ,farben hervorheben und dort leichte ,schatten aufsetzen1 wo sie tiefer steht4 ,diese ,schatten werden immer dunkler1 je tiefer wir herabsteigen1 und verwandeln sich in vllige ,finsternis in dem ,mae als die ,natur verwildert und der ,mensch bis zum seelenlosen ,eskimo hinabsinkt4 ,die ,gre der ,erde und der einzelnen ,staaten wird man sich nie durch ,feststellung ihres ,quadratinhalts einprgen4 ,man braucht nur einen ,blick auf die ,karte zu werfen1 das ist das einzige ,mittel1 sie kennen zu lernen4 ,es wre nicht unangebracht1 jedes ,reich besonders auszuschneiden1 so da es ein einzelnes ,stck und durch ,zusammenfgung mit den andern einen ,weltteil bilde4 ,so knnte man die ,gre und ,form eines jeden ,reiches sichtbar machen4 99 99 99 99 99 ,bei der ,darstellung einer jeden ,stadt mu man ihre ,lage genau bestimmen3 ob sie auf dem ,berge liegt oder sich ins ,tal hinabzieht1 mu ihr ,leben1 ihre ,bedeutung1 ihre ,einkunftsquellen schildern -- und berhaupt mit einigen krftigen ,strichen ihren ,charakter zeichnen4 ,der ,lehrer mu aus dem reichhaltigen ,material all das hervorziehen1 was eine ,eigentmlichkeit dieser ,stadt ist1 und wodurch sie sich von den vielen anderen unterscheidet4 ,der ,schler soll wissen1 was ,rom1 was ,paris1 was ,petersburg ist4 ,er darf die anderen europischen ,stdte nicht etwa an dem eigenen ,mastabe1 der sich beim ,anblick von ,petersburg in seinem ,kopf gebildet hat1 messen4 ,bei der ,darstellung jeder einzelnen ,stadt mu das1 was allen ,stdten gemeinsam ist1 ausgeschlossen werden4 ,in vielen von unseren ,geographiebchern wird auch heute noch bei der ,erwhnung einer ,gouvernementsstadt erzhlt1 da es dort ein ,gymnasium1 eine ,kathedrale1 und bei ,zitierung einer ,kreisstadt bemerkt1 da es in ihr eine ,kreisschule gibt usw4 ,wozu soll das dienen8 ,es gengt1 wenn man dem ,schler gleich am ,anfang sagt1 da es bei uns in jeder ,gouvernementstadt ein ,gymnasium und eine ,kirche gibt4 ,in der ganzen ,welt aber gibt es nur einen ,kreml1 einen ,vatikan1 ein ,palais-,royal1 eine ,reiterstatue ,peters des ,groen von ,falkonet1 ein ,petscherski-,kloster in ,kiew1 einen ,king ,bench6 ber diese wird das ,kind gewi ,genaueres erfahren wollen4 ,man darf sich nicht mit nichtigen ,dingen1 wie mit dem ,aufzhlen von ,husern und ,kirchen1 aufhalten1 die den ,schler nur langweilen knnen1 dies sollte nur in ,ausnahmefllen gestattet sein1 wenn etwas entweder durch seine ,gre oder durch ein negatives ,merkmal aus der ,kategorie des ,alltglichen hervorragt4 ,statt dessen kann man ber die ,architektur einer ,stadt sprechen -- in welchem ,stil sie erbaut ist1 und ob die ,gebude durch ,gre oder ,schnheit auffallen4 ,bei der ,darstellung einer sehr alten ,stadt mu man darauf aufmerksam machen1 wie majesttisch ihre1 wenn auch seltsam anmutende altertmliche1 in ,jahrhunderten bewhrte und in den ,erschtterungen gro gewordene ,architektur und wie leicht und elegant dagegen der ,stil einer anderen ,stadt ist1 die nur ein ,jahrhundert zu ihrer ,entstehung brauchte4 ,beim ,gedanken an irgendein deutsches ,stdtchen mu der ,schler sich sofort enge ,gassen und kleine1 schmale1 hohe ,huschen1 an denen alles so einfach1 so lieb und so bukolisch ist1 vorstellen1 und daneben eckige ,kirchen mit hoch in die ,luft ragenden ,turmspitzen4 ,mit dem ,gedanken an ,rom1 diesem dumpfen ,echo der ganzen antiken1 in dem ,wirbel der ,jahrhunderte untergegangenen ,welt1 mu sich unweigerlich der ,gedanke an mchtige1 sich khn vom ,boden erhebende ,gebude verbinden1 die1 auf schlanke ,hallen und gigantische ,sulen gesttzt1 verfallen1 gleich als snnen sie ber die verflossenen ,tage ihrer groen1 herrlichen ,jugend nach4 ,zu diesem ,zweck wre es gut1 den ,schlern recht hufig die ,fassaden der berhmtesten ,bauten zu zeigen2 dann wrde sich ihre ungewhnliche ,gestalt dem ,gedchtnis einprgen1 und dies wrde unwillkrlich und unmerklich zur ,bildung ihres jungen ,geschmacks beitragen4 99 99 99 99 99 ,hin und wieder mu auch die ,geschichte durch die ,erinnerung an vergangene ,ereignisse die geographische ,welt beleuchten4 ,das ,vergangene mu aber schon sehr augenfllig und von rein geographischen ,ursachen bewirkt sein1 um an sie zu erinnern4 ,wenn jedoch der ,schler zur selben ,zeit ,geschichte studiert1 dann flieen ,geographie und ,geschichte miteinander zusammen1 um ein organisches ,ganzes zu bilden4 99 99 99 99 99 ,der ,vortrag des ,lehrers mu fesselnd und bilderreich sein1 alle eindrucksvollen ,gegenden1 alle groen ,naturerscheinungen mssen mit leuchtenden ,farben geschildert werden4 ,was stark auf die ,phantasie wirkt1 das geht dem ,gedchtnis nicht leicht verloren4 ,der ,vortrag mu dem ,stil eines ,reisenden gleichen4 ,die strenge analytische ,systematik1 besonders wenn sie sich auf ,kleinigkeiten erstreckt1 kann nicht lange im ,kopf eines ,jnglings haften4 ,das ,kind behlt nur dann ein ,system1 wenn es es nicht mit ,augen sieht und wenn es ihm verborgen bleibt4 ,sein ,system -- ist das ,interesse1 der ,faden1 an dem sich die ,ereignisse oder die ,erzhlungen aufreihen4 ,alles1 was wahrhaft notwendig ist1 alles1 was mehr mit unserem ,leben zusammenhngt1 was wir spter noch besser bei uns selbst anwenden knnen1 -- dies alles ist interessant4 brigens3 was ist in der ,geographie uninteressant8 ,sie ist so tief wie das ,meer1 sie erweitert unsere eigensten ,handlungen und unsern ,wirkungskreis1 und obgleich sie uns die ,grenzen eines jeden ,landes zeigt1 verhllt sie ihre eigenen so geschickt1 da sie selbst fr ,erwachsene ein philosophisch anziehender ,gegenstand bleibt4 ,kurz gesagt1 man mu versuchen1 den ,schler so viel als mglich mit der ,welt bekannt zu machen1 mit all ihrer unendlichen ,mannigfaltigkeit1 aber in einer ,weise1 da sein ,gedchtnis nicht berbrdet wird1 sondern da ihm dies alles wie ein mit helleuchtenden ,farben gemaltes ,bild erscheint4 ,hierfr bieten uns die ,beschreibungen der ,reisenden einen reichen ,schatz dar2 es gibt deren eine ganze ,menge2 wie mir scheint1 hat man es jedoch noch nicht verstanden1 in dieser ,hinsicht1 gengenden ,nutzen aus ihnen zu ziehen4 99 99 99 99 99 ,an der ,trgheit und ,unaufmerksamkeit des ,schlers hat meist der ,lehrer schuld1 sie sind nur ,zeugnisse fr seine eigne ,nachlssigkeit2 er hat es also nicht verstanden1 die ,aufmerksamkeit seiner jugendlichen ,hrer zu fesseln1 oder er hat es nicht gewollt2 er hat sie gezwungen1 seine bittern ,pillen mit ,widerwillen zu schlucken4 ,man darf nie einen vollstndigen ,mangel an ,fhigkeiten bei einem ,kinde voraussetzen4 ,ich bin oft ,zeuge gewesen1 wie ein ,kind1 das allgemein fr ganz unbegabt und von der ,natur als stiefmtterlich behandelt gehalten wurde1 mit ungeteilter ,aufmerksamkeit einer grauenerregenden ,erzhlung lauschte1 und wie auf seinem fast seelenlosen1 von keinem ,gefhl der ,teilnahme belebten ,gesichte unruhige ,spannung und ,angst miteinander abwechselten4 ,sollte es wirklich nicht mglich sein1 diese ,aufmerksamkeit fr die ,wissenschaft nutzbar zu machen8 #ahbi4 ,,vi ,der letzte ,tag von ,pompeji ,ein ,bild von ,brylow ,dies ,bild von ,brylow ist eine der glnzendsten ,erscheinungen des ,,xix4 ,jahrhunderts4 ,es ist der ,auferstehungstag der ,malerei1 die lange ,zeit in einer ,art von lethargischem ,schlafe verharrte4 ,ich will nicht von den ,ursachen eines solch ungewhnlichen ,stillstandes reden1 obgleich dieser einen sehr interessanten ,gegenstand fr die ,forschung darbietet2 ich will nur erwhnen1 da1 wenn auch das ,ende des ,,xviii4 und der ,anfang des ,,xix4 ,jahrhunderts uns in der ,malerei nichts ,vollendetes und ,gewaltiges gebracht1 sie doch in ihren einzelnen ,teilen mancherlei ,frderliches geleistet haben4 ,die ,malerei zerfiel in unzhlige ,atome und ,teilchen4 ,jedes dieser ,atome ward unendlich viel tiefer erkannt und fortentwickelt wie in frheren ,zeiten4 ,man entdeckte geheimnisvolle ,erscheinungen1 von denen man frher nicht einmal etwas ahnte3 ,all das an der ,natur1 was der ,mensch am hufigsten sieht1 was ihn umgibt und ein ,leben mit ihm lebt1 diese sichtbare ,natur mit all ihren kleinen ,zgen1 die von den groen ,knstlern vernachlssigt wurden1 erreichte eine bewunderungswrdige ,wahrheit und ,vollkommenheit der ,darstellung4 ,alles wetteiferte miteinander1 um das lebendige ,kolorit1 das die ,natur ausstrmt1 zu erfassen4 ,alles ,geheimnisvolle in ihrem ,schoe1 diese stumme ,sprache der ,landschaft ward entdeckt1 oder richtiger1 ward ihr geraubt1 ward der ,natur entrissen1 obwohl ihr freilich nur ,stcke entrissen wurden und obwohl alle ,erzeugnisse dieses ,jahrhunderts an ,experimente oder1 besser gesagt1 an ,notizen1 ,materialsammlungen und flchtige ,gedanken erinnern1 die ein ,reisender in aller ,eile in sein ,tagebuch eintrgt1 um sie nicht zu vergessen und um spter ein ,ganzes aus ihnen zu machen4 ,die ,malerei zerfiel in ihre primitivsten1 beschrnktesten ,zweige3 die ,stecherkunst1 die ,lithographie1 und eine ,unzahl unbedeutender ,erscheinungen wurde mit groem ,eifer bis in ihre einzelnen ,teile bearbeitet4 ,dies verdanken wir dem ,,xix4 ,jahrhundert4 ,das ,kolorit1 das im ,,xix4 ,jahrhundert verwendet wird1 bedeutet einen groen ,fortschritt in der ,erkenntnis der ,natur4 ,man sehe sich nur einmal diese immer wieder erscheinenden ,fragmente1 ,perspektiven und ,landschaften an1 die im ,,xix4 ,jahrhundert das ,zusammenflieen des ,menschen mit der ihn umgebenden ,natur zum ,ausdruck bringen3 wie differenziert sich hier die von ,licht umflutete ,huserflucht1 indem sie aus der ,finsternis hervortritt6 wie durchsichtig ist das vom ,licht getroffene ,wasser1 wie flutet es im ,schattendunkel der ,zweige6 wie schwl und strahlend verliert sich der leuchtende ,himmel in der ,ferne6 wie nah rckt er dem ,beschauer die einzelnen ,gegenstnde3 welch khne1 welch unerhrte ,verwerfung der ,schatten dort1 wo man sie frher nicht einmal ahnte1 und zugleich bei aller ,schrfe welch wundervolle ,zartheit1 welch eine geheime ,musik selbst in den gewhnlichsten leblosen ,gegenstnden6 ,aber worin es unsere ,zeit am weitesten gebracht hat1 das ist die ,beleuchtung4 ,die ,beleuchtung verleiht all unseren ,schpfungen solch eine ,kraft1 ja1 man kann sagen1 solch eine ,einheitlichkeit1 da sie1 obwohl sie keine tiefere ,bedeutung in sich tragen1 die auf etwas ,geniales schlieen lt1 doch unserm ,auge unendlich angenehm sind4 ,sie knnen uns durch ihren ,gesamtausdruck zwar nicht fesseln1 trotzdem aber entdeckt man bei genauerer ,beobachtung in ihrem ,schpfer hufig eine1 wenn auch beschrnkte ,kunsterfahrung4 ,man betrachte einmal all diese unaufhrlich erscheinenden ,gravren1 diese ,produkte eines starken ,talents1 in denen die ,natur so lebendig pulsiert1 da man meinen sollte1 sie wren in ,farbe getaucht4 ,die ,morgenrte leuchtet in ihnen so zart am ,himmel1 da wir beim lngeren ,hinsehen den purpurnen ,widerschein des ,abends zu erkennen glauben2 die von ,sonnenlicht berfluteten ,bume scheinen gleichsam wie mit einer dnnen ,staubschicht bedeckt2 aus dem tiefsten ,dunkel der ,schatten blitzt ein leuchtendes1 blhendes ,wei sinnberckend hervor4 ,wenn man sie anblickt1 so frchtet man sich1 sie mit dem ,atem zu streifen4 ,dieser ,effekt1 der sich berall in der ,natur findet1 und durch den ,kampf von ,licht und ,schatten entsteht1 dieser ,effekt ist das ,ziel und ,streben all unserer ,knstler geworden4 ,man kann sagen1 das ,,xix4 ,jahrhundert sei das ,jahrhundert der ,effekte4 ,jedermann vom ,ersten bis zum ,letzten hascht nach ,effekt1 vom ,poeten bis zum ,konditor1 so da diese ,effekte uns wahrlich schon zu langweilen beginnen1 und es ist mglich1 da das ,,xix4 ,jahrhundert infolge einer seltsamen ,laune sich endlich wieder dem ,schlichten zuwenden wird4 brigens kann man sagen1 da die ,effekte sich am meisten fr die ,malerei eignen1 wie berhaupt fr alles1 was wir mit den ,augen genieen3 hier fllt1 wenn sie an unrechter ,stelle angebracht und wenn sie falsch sind1 ihre ,falschheit und ,zweckwidrigkeit sofort einem jeden auf4 ,ganz anders ist es bei ,erzeugnissen1 die sich nur dem inneren ,auge erschlieen3 hier wirken falsche ,effekte schdlich1 weil sie die ,lge verbreiten1 denn die einfltige ,menge strzt sich kritiklos auf alles1 was glnzt4 ,in den ,hnden eines echten1 wahren ,talentes dagegen sind sie stets wahrhaftig und steigern den ,menschen ins ,riesenhafte2 wo sie jedoch in die ,hand eines unechten ,talentes geraten1 da werden sie dem wahren ,kunstkenner ein ,greuel1 da wirken sie so widerwrtig wie ein ,zwerg in dem ,gewande eines ,riesen1 oder ein gemeiner ,mensch1 der sich mit einer unverdienten1 nur dem ,verdienst gebhrenden ,auszeichnung schmckt4 ,aber alles dieses gehrt nicht eigentlich zum gegenwrtigen ,thema4 ,man mu zugeben1 da im allgemeinen das ,streben nach ,effekt eher ntzt als schadet2 es treibt uns eher vorwrts als rckwrts und hat sogar in der allerletzten ,zeit viel zur ,vervollkommnung beigetragen4 ,von dem ,wunsch getrieben1 einen ,effekt hervorzubringen1 haben viele ihr ,objekt genauer studiert und ihre geistigen ,fhigkeiten viel lebhafter angespannt4 ,und wenn der wahre ,effekt sich grtenteils nur in kleinen ,vorwrfen offenbarte1 so lag die ,schuld mehr an dem ,mangel an groen ,genies1 als in der ungeheuren ,zersplitterung des ,lebens und der ,kenntnisse1 der man sie gewhnlich zuschreibt4 ,auerdem hat das ,streben nach ,effekt dazu beigetragen1 da die ,details mit groer ,grndlichkeit herausgearbeitet und da sie durch ihr starkes ,insaugefallen allen zugnglich gemacht werden4 ,ich erinnere mich nicht1 wer es ausgesprochen hat1 im ,,xix4 ,jahrhundert sei die ,erscheinung eines universalen ,genies1 das das ganze ,leben des ,,xix4 ,jahrhunderts in sich aufnehmen knnte1 ein ,ding der ,unmglichkeit4 ,das ist durchaus unrichtig1 das ist ein ,gedanke1 den nur die ,hoffnungslosigkeit eingeben kann und der von einem gewissen ,kleinmut zeugt4 ,im ,gegenteil1 nie wird der ,flug der ,seele eines ,genius so strahlend sein1 wie in unserer ,zeit2 noch nie war das notwendige ,material so gut fr ihn vorbereitet wie im ,,xix4 ,jahrhundert4 ,und sein ,schritt wird sicherlich der eines ,riesen und jedem1 vom ,kleinsten bis zum ,grten1 sichtbar sein4 ,das ,bild von ,brylow kann eine vollwertige1 universale ,schpfung genannt werden4 ,in ihr ist alles enthalten4 ,wenigstens hat es eine so gewaltige ,mannigfaltigkeit in sein ,bereich gezogen1 wie vor ihm nie ein anderes ,bild4 ,das ,thema entspricht ganz dem ,geschmack unseres ,jahrhunderts1 das aus dem ,gefhl seiner ungeheuren ,zersplitterung heraus darnach strebt1 alle ,erscheinungen zu ganzen ,gruppen zusammenzuschlieen1 und das daher die groen ,krisen1 die von der ganzen ,masse empfunden werden1 bevorzugt4 ,jeder kennt jene herrlichen ,werke1 zu denen die ,vision des ,balthasar1 die ,zerstrung ,ninives und noch einige andere gehren2 hier sind die gewaltigen ,katastrophen in ihrer ganzen schrecklichen ,gre dargestellt1 in einer vollkommenen ,beleuchtung2 in furchtbarer ,macht lassen ungeheure ,blitze die schreckliche ,finsternis aufleuchten und zucken ber den ,kpfen des betenden ,volks4 ,der ,gesamteindruck dieser ,bilder ist erschtternd und von seltener ,einheitlichkeit2 doch aber bilden sie nur den ,ausdruck fr eine ,seite dieses ,gedankens4 ,sie erinnern an eine ferne ,landschaft und liefern nur einen einzigen allgemeinen ,eindruck4 ,wir haben nur ein ,gefhl fr die furchtbare ,lage der ganzen ,volksmasse1 erkennen aber keinen einzelnen ,menschen1 der den ganzen ,schrecken der sich vor seinen ,augen vollziehenden ,zerstrung zum ,ausdruck bringt4 ,diesen ,gedanken1 den wir nur in starker perspektivischer ,verkrzung gesehen1 stellt uns ,brylow pltzlich unmittelbar vor ,augen1 und dieser ,gedanke wchst ins ,riesenhafte und scheint auch uns in seinen ,bannkreis zu ziehen4 ,die ,darstellung1 die ,komposition seiner ,idee ist mit auerordentlicher ,khnheit ausgefhrt3 er hat den ,blitzstrahl ergriffen und lt ihn strmend auf sein ,bild niederfallen4 ,der ,blitz hat alles mit seinem ,licht bergossen und berflutet1 wie um alles sichtbar zu machen1 so da kein ,gegenstand dem ,beschauer verborgen bleibt4 ,daher liegt auch auf allem eine ungeheuere ,lichtflle4 ,die ,figuren sind mit kraftvoller ,hand hingeworfen1 wie nur ein gewaltiger ,genius es vermag4 ,diese ganze ,gruppe1 die im ,augenblick1 wo der ,blitz niederfllt1 wie erstarrt stehengeblieben ist1 und in der sich tausend verschiedene ,gefhle spiegeln1 dieser stolze ,athlet1 der einen ,schreckensschrei ausstt1 in dem ,kraft1 ,hochmut und ,ohnmacht liegen1 und der sich mit seinem ,mantel gegen den ,wirbelwind von ,steinen deckt1 dieses ,weib1 das zu ,boden gestrzt ist und ihren herrlichen ,arm von einer nie dagewesenen ,schnheit ausstreckt1 dieses ,kind1 das den ,beschauer mit seinem ,blick zu durchbohren scheint1 dieser vom ,blitzschlag betubte ,greis1 der von seinen ,kindern getragen wird1 dessen schrecklicher ,krper schon einen ,grabeshauch auszustrmen und dessen ,hand mit den weit ausgespreizten ,fingern in der ,luft erstarrt zu sein scheint1 diese ,mutter1 die die ,flucht aufgibt und trotz der ,bitten ihres ,sohnes1 dessen angsterflltes ,flehen der ,beschauer zu vernehmen meint1 unbeugsam bei ihrem ,entschlu verharrt1 diese ,menge1 die entsetzt von den ,mauern zurckweicht oder voller ,schrecken und doch wieder ihren ,schreck pltzlich vergessend1 wild auf die ,erscheinung hinstarrt1 die das ,ende der ,welt ankndigt1 dieser ,priester im weien ,gewande1 der in hoffnungsloser ,wut seinen ,blick auf die ganze ,welt richtet -- dies alles ist so gewaltig1 so khn1 so harmonisch ineinandergefgt1 wie es nur im ,kopfe eines universalen ,genius mglich war4 ,ich will hier nicht den ,inhalt des ,bildes analysieren1 noch die dargestellten ,vorgnge erlutern und erklren4 ,hierfr hat jeder sein eigenes ,auge und sein eigenes ,gefhlsma2 auerdem ist dies alles so augenfllig und steht in so naher ,beziehung zu dem menschlichen ,leben und zu der ,natur1 die der ,mensch vor sich sieht und begreift1 weil beide jedem1 dem ,kleinsten wie dem ,grten1 verstndlich sind3 ich will nur die ,vorzge und die scharf hervorstehenden ,eigentmlichkeiten des ,brylowschen ,stils hervorheben1 um so mehr1 da sie wohl den meisten entgangen sein werden4 ,brylow ist der erste ,maler1 bei dem die ,plastik bis zur hchsten ,vollkommenheit gediehen ist4 ,seine ,gestalten sind trotz des furchtbaren ,ereignisses und trotz der ,lage1 in der sie sich befinden1 doch nicht von jenem wilden ,entsetzen erfat1 von dem die herben ,schpfungen ,michelangelos erfllt sind1 bei deren ,anblick wir erbeben4 ,auch finden wir bei ,brylow nicht jene ,vorherrschaft der himmlischen1 unerreichbaren und zarten ,gefhle1 von denen ,raffaels ,bilder berquellen4 ,seine ,gestalten sind schn1 trotz all der ,schrecken ihrer ,situation4 ,sie berwinden das ,entsetzen durch ihre ,schnheit4 ,er ist hier nicht so1 wie bei ,michelangelo1 bei dem der ,krper nur dazu dient1 um die ,kraft der ,seele1 ihre ,leiden1 ihre ,seufzer und ihre furchtbaren ,erschtterungen sehen zu lassen1 bei dem die ,plastik unterging und die ,kontur des ,menschen riesenhafte ,dimensionen annahm1 weil sie nur dem ,gedanken zum ,symbol dient1 und bei dem nicht der ,mensch1 sondern allein seine ,leidenschaften vor uns erscheinen4 ,bei ,brylow erscheint der ,mensch nur dazu1 um seine ganze ,schnheit und die hohe ,anmut seiner ,natur zu offenbaren4 ,die ,leidenschaften und die wahrhaften1 flammenden ,gefhle treten uns in so wunderbaren ,formen1 in so herrlichen ,menschengestalten entgegen1 da ein ,rausch des ,entzckens uns erfat4 ,als ich das ,bild zum dritten- und viertenmal ansah1 schien es mir1 als sei die ,skulptur -- jene ,skulptur1 die in der ,antike solch eine plastische ,vollkommenheit erreicht hat1 als sei die ,skulptur endlich in die ,malerei bergegangen und htte sich berdies mit einer geheimnisvollen ,musik erfllt4 ,brylows ,menschen haben stolze und schne ,bewegungen2 seine ,frauengestalten haben etwas ,strahlendes1 aber es sind nicht die ,frauen ,raffaels mit ihren feinen1 kaum erkennbaren ,engelszgen -- das sind leidenschaftliche1 wilde1 sdliche ,italienerinnen1 in der ganzen reinen ,schnheit des ,mittags stark1 kraftvoll1 glhend in der ,flle ihrer ,leidenschaften und in der ,macht ihrer ,schnheit und herrlich in ihrer ,weiblichkeit4 ,brylow hat keine ,gestalt geschaffen1 die nicht ,schnheit atmete2 all seine ,menschen sind schn4 ,die ,gesamtbewegungen seiner ,gruppen sind von gewaltigem ,rhythmus und sind in ihrer ,gesamtwirkung schon etwas ,schnes4 ,bei ihrer ,erschaffung hat ,brylow seine ,phantasie ebenso stark gezgelt und kraftvoll gelenkt1 wie der ,bewohner der ,wste einen arabischen ,hengst4 ,daher ist das ganze ,bild so voller ,spannkraft und ,pracht4 ,im allgemeinen entdecken wir in dem ,bilde einen gewissen ,mangel an ,idealitt1 d4 h4 einer abstrakten ,idealitt2 darin besteht sein strkster ,vorzug4 ,wenn diese ,idealitt1 dieses bergewicht der ,idee hinzugekommen wre1 dann htte das ,bild einen ganz anderen ,ausdruck erhalten und nicht den ,eindruck hervorgerufen1 den es jetzt macht4 ,das ,mitleid und jene furchtbare innere ,ergriffenheit htten sich nicht so der ,seelen der ,beschauer bemchtigt1 und der wunderbare1 von ,liebe zur ,schnheit und ,wahrheit erfllte ,gedanke wre ganz verloren gegangen4 ,was uns schreckt1 sind nicht die ,zerstrung1 nicht der ,tod1 im ,gegenteil1 in diesem ,augenblick liegt etwas ,poetisches1 ein wie im ,wirbelwind dahinstrmender1 geistiger ,genu2 wir trauern um unser ses ,sinnenglck1 um unsere herrliche ,erde4 ,brylow hat diesen ,gedanken in seiner ganzen ,kraft erfat4 ,er hat den ,menschen in seiner hchsten ,schnheit dargestellt1 sein ,weib ist der ,inbegriff aller ,herrlichkeit der ,welt4 ,seine ,augen strahlen hell wie die ,sterne1 seine ,kraft und ,wollust atmende ,brust verspricht die ,wonnen der ,seligkeit4 ,und dieses wundersame ,weib1 diese ,krone der ,schpfung1 dieses ,ideal unserer ,erde mu zugrunde gehen in dem allgemeinen ,untergang wie das letzte verchtlichste ,geschpf1 das es nicht wert ist1 zu ihren ,fen dahinzukriechen4 ,ihre ,trnen selbst1 ,ihre ,angst und ihr ,schluchzen -- alles ist schn4 ,die uere ins ,auge fallende ,eigenart oder die ,manier ,brylows bildet auch einen vllig originellen und einen besonderen ,fortschritt4 ,auf seinen ,bildern liegt ein ,meer von ,licht4 ,das ist sein ,charakter4 ,seine ,schatten sind krftig und scharf1 gehen aber in der ,gesamtmasse unter1 verschwinden im ,licht4 ,wie in der ,natur1 so sind sie auch bei ,brylow kaum bemerkbar4 ,man knnte seinen ,pinsel glnzend und durchsichtig nennen4 ,die ,rundung eines schnen ,krpers hat etwas ,durchscheinendes und erinnert an ,porzellan2 das ,licht1 das ihn mit seinem ,glanze berflutet1 scheint zu gleicher ,zeit in ihn einzudringen4 ,und dieses ,licht ist wiederum so zart1 da es zu phosphoreszieren scheint4 ,selbst der ,schatten erscheint bei ihm durchsichtig und strmt bei aller ,kraft und ,strke eine reine1 weiche ,zartheit und ,poesie aus4 ,seine ,pinselfhrung prgt sich einem fr alle ,zeiten ein4 ,ich hatte zuerst nur ein ,bild von ihm gesehen -- das ,portrt der ,familie ,witgenstein4 ,es prgte sich sofort und mit einem ,schlage meiner ,phantasie ein und lebt dort fr immer in seinem leuchtenden ,glanze4 ,als ich auf dem ,wege war1 mir das ,bild ,die ,zerstrung von ,pompeji anzusehen1 war das erste ganz aus meinem ,gedchtnis geschwunden4 ,ich nherte mich mit einer greren ,menge von ,menschen dem ,saal1 wo das ,bild hing1 und ich hatte1 wie das in solchen ,fllen zu geschehen pflegt1 fr einen ,augenblick ganz vergessen1 da ich gekommen war1 um mir ein ,werk ,brylows anzusehen2 ich hatte sogar vergessen1 ob berhaupt ein ,brylow auf der ,welt existiert4 ,aber als mein ,blick auf das ,bild fiel1 als es vor mir aufstrahlte1 da durchzuckte mich wie ein ,blitz der ,gedanke an jenes ,portrt1 und ich glaubte das ,wort ,brylow zu hren4 ,ich hatte ihn wiedererkannt4 ,sein ,pinsel hat etwas von jener ,poesie1 die man nur empfinden kann und die man stets wiedererkennt3 unsere ,sinne erkennen und fhlen stets die spezifischen ,eigentmlichkeiten1 obwohl wir sie mit ,worten nie auszudrcken vermgen4 ,sein ,kolorit hat eine ,leuchtkraft1 wie man sie frher fast nie gekannt hat2 seine ,farben glhen und treffen sprhend unsere ,augen4 ,bei einem ,knstler1 der nur eine kleine ,stufe tiefer stnde als ,brylow1 wren sie unertrglich1 bei ihm aber sind sie von jener ,harmonie belebt und von jener inneren ,musik durchdrungen1 die die lebendigen ,geschpfe der ,natur erfllt4 ,aber die strkste ,eigenart und das1 was das ,grte an ,brylow ist1 das ist die ungeheure ,vielseitigkeit und der ungeheure ,umfang seines ,talents4 ,er lt nichts auer acht1 bei ihm ist alles von der ,grundidee und den ,hauptgestalten bis zum letzten ,pflasterstein frisch und lebendig4 ,er bemht sich1 alle ,gegenstnde zu umfassen und ihnen allen den machtvollen ,stempel seines ,talents aufzudrcken4 ,gewhnlich pflegten sich die ,knstler frherer ,zeiten nur eine einzelne ,seite eines ,gegenstands vorzunehmen und auf diese ihr ganzes ,talent zu konzentrieren1 das sich daher auch zu einer ungewhnlichen1 man mchte sagen1 abstrakten ,gre entwickelte4 ,raffael malte gewhnlich nur ,gesichter und stellte das ,erwachen himmlischer ,leidenschaften und ,neigungen auf ihnen dar2 alles brige1 selbst die ,gewnder1 lie er seine ,schler vollenden4 ,auch alle brigen groen ,knstler vernachlssigten1 ergriffen von der ,erhabenheit der ,religion oder der ,erhabenheit der ,leidenschaften1 alles ,beiwerk und alles ,sekundre auf ihren ,gemlden4 ,bei ihnen hat der ,himmel immer eine dunkelbraune ,farbe2 ihre ,wolken erinnern mehr an ,heubndel oder an ,granitmassen2 die ,bume bilden entweder in ihrer ,regelmigkeit etwas ,kindlich-,einfrmiges oder in ihrer willkrlichen ,form etwas ,unharmonisch-,hliches4 ,fr ,brylow dagegen sind alle ,gegenstnde vom grten bis zum kleinsten wertvoll4 ,er sucht die ,natur mit seinen ,riesenarmen zu umfassen und drckt sie mit der ,leidenschaft eines ,liebhabers an sein ,herz4 ,vielleicht ist ihm dabei die detaillierte ,durcharbeitung der ,teile1 mit der ihm das ,,xix4 ,jahrhundert vorangegangen ist1 von ,nutzen gewesen4 ,vielleicht htte ,brylow1 wenn er frher zur ,welt gekommen wre1 nicht dieses vielseitige aufs ,ganze und ,kolossale gerichtete ,streben besessen1 und vielleicht gehren daher seine ,werke zu den ersten1 die durch ihre ,lebendigkeit und als reine ,spiegel der ,natur einem jeden verstndlich sind4 ,seine ,werke gehren zu den ersten1 die sowohl der ,knstler1 der einen hochentwickelten ,kunstgeschmack hat1 wie der ,laie1 der nicht einmal wei1 was ,kunst ist 7wenn auch nicht in gleicher ,weise71 begreifen kann4 ,es sind die ersten ,werke1 denen das beneidenswerte ,los zuteil ward1 sich einen ,weltruf zu erobern1 und das hervorragendste unter ihnen ist bis heute das ,gemlde ,der letzte ,tag von ,pompeji1 das sich durch seine ungewhnliche ,gre und die ,vereinigung aller hchsten ,schnheiten nur mit einer ,oper vergleichen lt1 wenn die ,oper wirklich eine ,vereinigung der dreieinigen ,welt der ,knste1 der ,malerei1 der ,poesie und der ,musik darstellt4 #ahcd4 ,im ,august4 ,,vii ,der ,gefangene ,ein ,kapitel aus einem historischen ,roman ,im ,jahre #aedc1 zu ,beginn des ,frhjahrs1 wurde nachts die ,ruhe des kleinen ,stdtchens ,lukoma durch eine ,abteilung der ordentlichen kniglichen ,truppen gestrt4 ,der abnehmende ,mond1 der mit seiner leuchtenden ,sichel durch die ,wolken brach1 die sich immerfort um ihn zusammenballten1 erhellte fr einen ,augenblick den ,boden der ,schlucht1 auf deren ,grunde sich das kleine ,stdtchen angesiedelt hatte4 ,zum ,erstaunen der wenig zahlreichen ,stadtbewohner1 die erwacht waren1 zog die ,abteilung1 deren bloes ,erscheinen sonst der ,vorbote von allerhand ,unruhen und ,plnderungen war1 mit einer schauerlichen ,ruhe durch die ,gassen4 ,man merkte1 da die ganze ,kraft ihrer stark gespannten ,aufmerksamkeit sich auf den ,gefangenen konzentrierte1 der in ihrer ,mitte einherritt2 er hatte wohl das seltsamste ,kostm an1 das einem ,menschen je gewaltsam aufgezwungen wurde4 ,sein ,krper war von unten bis oben mit ,gewehren bedeckt1 die an ihm festgebunden waren1 wahrscheinlich1 um ihm eine gewisse ,bewegungslosigkeit zu verleihen4 ,ein ,kanonengestell war auf seinem ,rcken befestigt4 ,sein ,ro konnte sich kaum fortbewegen1 und der unglckliche ,gefangene wre lngst herabgefallen1 wenn er nicht mit einem dicken ,seil an den ,sattel gebunden gewesen wre4 ,htte ein ,mondstrahl auch nur fr einen ,augenblick sein ,gesicht gestreift1 er htte sich in den blutigen ,schweitropfen gebrochen1 die ihm ber die ,wangen rannen4 ,aber der ,mond konnte das ,gesicht des ,gefangenen nicht sehen1 da es hinter einer eisernen ,maske verborgen war4 ,die neugierigen ,bewohner versuchten hin und wieder mit offenem ,munde nher an den ,gefangenen heranzutreten1 wenn sie aber die drohend geballte ,faust oder den ,sbel eines der ,begleiter erblickten1 schraken sie zurck1 liefen eilig in ihre elenden ,htten und wickelten sich1 in der ,khle der ,nachtluft frstelnd1 fester in die um die ,schulter geworfenen tatarischen ,pelze4 ,die ,abteilung hatte die ,stadt passiert und nherte sich einem einsamen ,kloster4 ,dieses ,gebude1 das aus zwei vllig verschiedenen ,teilen bestand1 lag ganz am ,ende der ,stadt auf einem steilen ,abhang4 ,der untere ,teil der ,kirche war aus ,stein und bestand sozusagen ganz aus ,spalten und ,rissen2 er war von ,feuerrauch und ,pulverdampf geschwrzt1 stellenweise war er ganz grn1 mit ,nesseln1 ,hopfen und wilden ,glockenblumen bedeckt1 und bildete eine lebendige ,chronik des ,landes1 das unter so viel blutigen ,ernten zu leiden gehabt hatte4 ,der obere ,teil mit seinen fnf geschwungenen1 hlzernen ,kuppeln1 die eine entartete byzantinische ,architektur geschaffen und die von barbarischen ,nachahmern noch mehr verunstaltet waren1 bestand ganz aus ,holz4 ,die neuen ,bretter1 die zwischen den alten rauchgeschwrzten hervorschimmerten1 verliehen der ,kirche eine gewisse ,buntheit und lieen erkennen1 da fromme ,pilger sie vor nicht gar zu langer ,zeit ausgebessert hatten4 ,ein blasser ,strahl der ,mondsichel stahl sich durch die krausen ,zweige der ,apfelbume1 die mit ihrem dichten ,laubwerk einen ,teil des ,gebudes verdeckten1 und fiel auf die niedrige ,tr und das ber ihr angebrachte zackige ,gesims1 das mit kleinen1 eigensinnig wuchernden gelben ,blumen bedeckt war2 sie leuchteten auf und glichen einer feurigen oder goldenen ,aufschrift auf dem natrlichen ,gesims4 ,einer aus der ,menge1 ein ,mann mit einem nicht enden wollenden ,schnurrbart1 wie man noch nie einen hnlichen gesehen hatte1 -- er war noch lnger als seine ,arme -- ein ,mensch1 den man nach seinem ,benehmen und seinem frechen1 gebieterischen ,blick wohl fr den ,fhrer der ,abteilung halten konnte1 schlug mit dem ,flintenlauf an das ,tor4 ,die morschen ,klostermauern drhnten und gaben einen ,ton von sich1 der wie die ,stimme eines ,sterbenden klang und in der ,luft verhallte4 ,darnach trat wieder tiefe ,stille ein4 ,ein wildes ,fluchen in den verschiedensten ,mundarten donnerte unter dem gewaltigen ,schnurrbart des ,abteilungschefs hervor3 ,macht auf6 verfluchtes ,popenvolk6 ,sonst wei ich schon1 wie ich euch wecken will6 ,ein ,pistolenschu ertnte1 die ,kugel drang durch das ,tor und schlug ins ,kirchenfenster ein1 so da innen die ,scheiben klirrend zu ,boden fielen4 ,dies verursachte eine groe ,verwirrung in den ,zellen1 die an die ,kirche grenzten2 man sah ,lichter aufblitzen2 ein ,schlsselbund erklirrte2 das ,tor ffnete sich knarrend1 und vier ,mnche mit dem ,prior an der ,spitze traten bleich mit einem ,kreuz in der ,hand heraus4 ,hebt euch weg6 unreine ,geister1 ,bewohner der ,hlle6 sagte kaum hrbar mit zitternder ,stimme der ,prior4 ,im ,namen des ,vaters1 des ,sohnes und des ,heiligen ,geistes1 hebe dich weg von hier1 ,satan6 ,allez6 ,das klfft noch6 ,verfluchter ,kerl6 brllte der ,fhrer in einer ,sprache1 der kein ,mensch htte einen ,namen geben knnen -- aus so verschiedenartigen ,elementen war sie zusammengebraut -- ,was klffst du ,strolch und sagst1 wir seien ,teufel2 wir ,teufel8 ,wir sind von den ,kniglichen6 ,was seid ihr fr ,leute8 ,ich kenne euch nicht6 ,was seid ihr gekommen1 die ,ruhe der rechtglubigen ,kirche zu stren8 ,ich werde dir die ,augen mit ,pulver auswaschen1 alte ,hndin6 ,gib mir die ,schlssel zu den ,klosterkellern4 ,wozu braucht ihr die ,schlssel zu unseren ,kellern8 ,ich werde nicht erst viel mit dir reden1 dummer ,pope4 ,aber wenn du willst1 ,baamasenjata1 sprich mit meinem ,gaul4 ,bring' diesem ,antichristen die ,schlssel1 ,bruder ,kasjan1 seufzte der ,prior und wandte sich an den einen ,mnch4 ,aber ich habe keinen ,wein1 so wahr ,gott heilig ist1 ich habe keinen6 nicht ein einziges ,fa1 auch kein ,fchen1 ich habe nichts1 was ihr brauchen knntet4 ,was geht mich das an6 ,meine ,jungens wollen trinken4 ,ich sage dir1 wenn du dummer ,pope keinen ,stall1 kein ,heu und keinen ,weizen fr meine ,pferde hergibst1 dann fhre ich sie in eure ,kirche und versetze dir einen ,futritt ins ,gesicht4 ,der ,prior sagte keine ,wort1 er blickte die ,ankmmlinge mit seinen bleiernen ,augen an1 die1 wie es schien1 schon lngst nicht mehr dieser ,welt gehrten1 denn sie lieen keine ,andeutung von einer ,leidenschaft erkennen1 und sein ,blick traf mit dem des ,jesuiten zusammen1 der seine ,augen haerfllt auf ihn gerichtet hatte4 ,der ,prior wandte sich ab1 und sein ,auge fiel auf den seltsamen ,gefangenen mit dem ,eisenvisier4 ,es schien1 da dieser ,anblick den ,greis1 der gegen alles1 was nicht die ,kirche anging1 teilnahmslos war1 berraschte4 ,warum habt ihr diesen ,menschen gefangen8 ,gott6 strafe sie mit ,deiner dreifaltigen ,macht6 ,gewi wieder ein ,mrtyrer1 der fr seinen ,glauben an ,christus leidet4 ,der ,gefangene lie nur ein schwaches ,sthnen vernehmen4 ,die ,schlssel wurden gebracht1 und beim ,schein eines schlfrig brennenden ,lmpchens nherte sich die ganze ,bande dem ,eingang einer ,hhle1 die sich hinter der ,kirche befand4 ,kaum waren sie alle in das unterirdische1 hliche ,gewlbe hinabgestiegen1 als ,grabesfeuchtigkeit sie umfing4 ,stumm schritt der ,fhrer voran1 und die flackernde ,flamme der ,lampe mit ihrem nebligen ,strahlenkranz warf ihm einen fahlen1 gespenstigen ,lichtschimmer ins ,gesicht1 whrend der ,schatten seines endlosen ,schnurrbarts sich emporbumte und alle mit zwei langen1 dunklen ,streifen bedeckte4 ,nur die beiden ,enden des ,kopfes mit ihrer plumpen ,rundung waren hell und scharf beleuchtet und lieen den unsglich gefhllosen ,ausdruck erkennen1 der darauf hindeutete1 da jede weichere ,regung in dieser ,seele lngst erstorben und erstarrt1 da ,tod und ,leben ihm innerlich gleichgltig waren1 da sein grter ,genu in ,tabak und ,branntwein bestand und da er sich nur dort ganz selig fhlte1 wo alles lrmt und klirrt und trunken zu ,boden sinkt4 ,er war ein ,sprosse der ,grenzvlker1 in dem zahlreiche ,nationen sich gemischt hatten4 ,von ,geburt ein ,serbe1 der alles ,menschliche in den wsten ,raubzgen und ,trinkgelagen ,ungarns in sich erttet hatte1 seiner ,kleidung und auch zum ,teil seiner ,sprache nach ein ,pole1 seiner ,geldgier nach ein ,jude1 seiner ,verschwendungssucht nach ein ,kosak und in seinem ehernen ,gleichmut ein ,teufel4 ,er schien die ganze ,zeit ber ganz ruhig zu sein und nur dann und wann murmelte er einen gewhnlichen ,fluch zwischen den ,zhnen hindurch1 besonders wenn er auf dem unebenen ,boden stolperte1 der sich immer tiefer und tiefer hinabsenkte4 ,mit groer ,sorgfalt betrachtete er alle ,lcher in den ,erdwnden1 die jetzt ganz verschttet waren1 und einst als ,zellen und einzige ,zufluchtssttte im ,lande gedient hatten1 wo selten ein ,jahr verging1 ohne da die ,zerstrung durch ,steppen und ,felder raste1 und wo niemand massivere ,gebude und ,schlsser errichtete1 weil jedermann wute1 wie geringe ,dauer ihnen beschieden war4 ,endlich erreichten sie eine hlzerne ganz mit ,moos und ,schimmel bedeckte ,tr1 die mit ,balken und ,steinen verrammelt war4 ,der ,fhrer blieb vor ihr stehen und betrachtete sie argwhnisch von oben bis unten4 ,nun6 sagte er1 wies mit den ,augen nach der ,tr hin1 und es war1 als ginge ein ,windsto von seiner struppigen ,braue aus4 ,sofort machten sich einige von seinen ,leuten an die ,arbeit2 nur mit ,mhe gelang es ihnen1 die ,balken zu entfernen4 ,die ,tr ffnete sich6 ,gott6 welch ein grauenerregender ,anblick bot sich den ,augen der ,anwesenden dar6 ,schweigend blickten sie einander an1 ehe sie wagten1 dort einzutreten4 ,es liegt etwas von den ,schrecken des ,grabes in solch einem unterirdischen ,gang4 ,dort herrscht der ,tod in seiner starren ,majestt1 er reckt seine knchernen ,gliedmaen unter all den blhenden ,stdten und ,drfern1 unter der heiteren1 lebensfrohen ,welt4 ,aber wenn dieses ,todesgrauen atmende ,innere der ,erde noch von lebenden ,wesen1 von jenen ,hllengeistern bevlkert wird1 deren ,anblick uns schon allein erzittern lt1 dann erscheint es noch furchtbarer4 ,der ,modergeruch war so stark1 da anfnglich allen der ,atem stockte4 ,eine riesengroe ,krte hockte da und glotzte die ,eindringlinge1 die sie in ihrer ,ruhe gestrt hatten1 mit ihren grlichen hervorquellenden ,augen an4 ,die viereckige ,hhle hatte nur einen einzigen ,eingang2 groe ,stcke von ,spinngeweben hingen in langen ,fetzen von dem ,erdgewlbe herab1 das die ,decke der ,hhle bildete4 ,groe ,haufen von ,erde1 die von der ,decke herabgestrzt waren1 lagen am ,boden4 ,auf einem dieser ,haufen lagen ,menschenknochen1 und blitzschnell huschten schnellfige ,eidechsen zwischen ihnen hindurch4 ,eine ,eule oder eine ,fledermaus htte in dieser ,umgebung noch schn gewirkt4 ,warum ist das keine ,stube6 's ist eine schne ,stube6 schrie der ,fhrer4 ,allez1 hinein6 ,du1 ,hund1 du wirst hier gut schlafen6 ,leg' dich mal auf den ,erdklumpen und nimm dir die ,krte zum ,kopfkissen1 oder besser1 nimm sie dir fr die ,nacht zur ,frau6 ,einer von den ,kniglichen lachte ber diesen ,scherz1 aber sein ,gelchter fand in diesen feuchten ,hallen ein so schreckliches1 tonloses ,echo1 da er selbst erschrak4 ,der ,gefangene1 der bis dahin stillgestanden war1 wurde in die ,mitte der ,hhle gestoen und hrte nur noch1 wie hinter ihm die ,tr knarrte und die ,balken krachten1 die den ,eingang versperrten4 ,das ,licht erlosch1 und ,finsternis umfing das ,innere der ,hhle4 ,der ,unglckliche erbebte4 ,es schien ihm1 als htte man den ,sargdeckel ber ihm zugeschlagen1 und das ,krachen der ,balken1 die den ,eingang versperrten1 schien ihm dem ,klirren des ,spatens zu gleichen1 wenn die ,erde mit schrecklichem ,laute auf die letzten berreste eines ,menschen fllt und die ,menge gleichgltig wie das ,grab und wie im ,traume flstert3 ,er ist nicht mehr -- aber einst lebte er4 ,nach dem ersten ,schrecken verfiel der ,gefangene in eine sinnlose ,spannung1 in einen seelenlosen ,zustand1 der gewhnlich einzutreten pflegt1 wenn ein ,schlag einen so furchtbar trifft1 da der ,mensch nicht einmal den ,mut hat1 an ihn zu denken1 sondern seine ,augen auf irgendeinen unbedeutenden ,gegenstand heftet und ihn aufmerksam betrachtet4 ,in solchen ,augenblicken gehrt er einer anderen ,welt an und hat keinen ,teil mehr an dem1 was die ,menschen bewegt3 er sieht gedankenlos vor sich hin1 er fhlt1 ohne zu empfinden1 und ist von einem seltsamen ,leben erfllt4 ,zuerst heftete er seine ,aufmerksamkeit auf die ihn umgebende ,finsternis4 ,fr eine ,spanne ,zeit war alles vergessen -- ihr ,schrecken und der ,gedanke daran1 da er lebendig begraben war4 ,mit all seinen ,sinnen suchte er sich mit der ,finsternis vertraut zu machen1 und vor ihm tat sich eine ganz neue seltsame ,welt auf3 pltzlich sah er helle ,streifen die ,dunkelheit durchziehen -- eine letzte ,erinnerung an das ,licht4 ,diese ,streifen nahmen alle mglichen ,farben an und bildeten die seltsamsten ,figuren4 ,es gibt keine absolute ,finsternis fr das ,auge4 ,man mag es zudrcken1 soviel man will1 es malt und zaubert uns ,farben vor1 die es frher einmal gesehen hat4 ,diese bunten ,arabesken nahmen entweder die ,form eines bunten ,schals oder eines reich gederten ,marmors oder endlich jene seltsame ,gestalt an1 die uns so wunderbar fremdartig anmutet1 wenn wir ein ,stck eines ,flgels oder das ,beinchen eines ,insekts unter dem ,mikroskop betrachten4 ,zuweilen sah er einen schlanken ,fensterrahmen1 den es doch in seiner ,hhle nicht gab1 vor seinem ,blick auftauchen4 ,ein phantastisches ,azurblau leuchtete in dem schwarzen ,rahmen auf1 verwandelte sich dann in ein ,kaffeebraun1 verschwand ganz und ging dann in ein dunkles ,schwarz ber1 das mit ,pnktchen von gelber1 blauer oder unbestimmter ,farbe best war4 ,bald aber verschwand diese ganze ,welt1 und des ,gefangenen bemchtigte sich eine andere ,empfindung4 ,anfnglich konnte er sich von diesem ,gefhle keine ,rechenschaft geben1 dann aber gewann es immer mehr an ,bestimmtheit4 ,er hatte ein ,gefhl der ,klte auf seiner ,hand1 und seine ,finger glitten unwillkrlich ber etwas ,schlpfriges hin4 ,pltzlich fuhr ihm der ,gedanke an die ,krte durch den ,kopf6 444 ,er schrie auf und fhlte sich augenblicklich in die ,wirklichkeit versetzt6 ,seine ,gedanken tauchten pltzlich tief unter in den ,schrecken der ,gegenwart4 ,hierzu kam noch die gnzliche ,erschpfung seiner ,krfte und die furchtbare ,stickluft3 dies alles hatte zur ,folge1 da er in eine tiefe ,ohnmacht versank4 ,unterdessen machten sich's die kniglichen ,truppen in den ,klosterzellen bequem1 als ob sie zu ,hause wren2 sie schickten die ,mnche fort1 um die ,stlle zu reinigen1 und fingen frhlich an zu zechen1 voller ,freude1 da sie sich endlich des ,menschen1 dessen sie bedurften1 bemchtigt hatten4 #ahcj4 ,,viii ber die ,vlkerwanderung am ,ende des ,v4 ,jahrhunderts ,die groe ,vlkerwanderung1 aus der die heutige ,bevlkerung ,europas hervorgegangen ist1 reicht mit ihrem ,anfang bis in das ferne ,altertum4 ,sie beginnt vielleicht gleichzeitig mit der ,grndung ,roms1 ja vielleicht sogar schon frher4 ,whrend noch das ,mittelmeer die neu entstandenen ,staaten umsplte1 die ersten ,schritte eines aufkeimenden ,handels beobachten konnte und der ,geist der ,vlker1 die die ,blte der antiken ,welt bilden1 sich immer mehr und mehr entwickelte -- verbarg sich in den ,tiefen ,asiens eine andre unbekannte ,welt1 die dazu bestimmt war1 die ganze antike ,herrlichkeit1 den ,geist der ,antike und seine alten ,formen zu vernichten und sie durch einen neuen ,geist zu ersetzen4 ,mittelasien bildet einen schroffen ,gegensatz zum ,sden und zu dem ,sdwesten dieses ,kontinents1 sowie zu den afrikanischen und europischen ,ksten des ,mittelmeers1 wo die blhende ,vielgestaltigkeit der ,natur1 des ,bodens1 der ,erzeugnisse1 der ,wechsel von ,festland und ,wasser1 und die unzhligen ,inselgruppen1 die ,vorgebirge und ,meerbusen geradezu wie geschaffen sind1 um die ,tatkraft und den ,geist des ,menschen zu einer rapiden ,entwicklung zu bringen4 ,die ,natur ,mittelasiens ist von ganz anderer ,art3 sie ist einfrmig und unermelich4 ,seine ,steppen gehen ins ,uferlose1 sie bilden ungeheure ,flchen und scheinen einem wsten ,ozean zu gleichen1 der nirgends durch eine ,insel unterbrochen wird4 ,die stillen1 regungslosen ,seen inmitten dieser endlosen ,ebenen konnten unmglich zur ,tatkraft anspornen4 ,es schien1 als htte die ,natur selbst dieses ,land fr ,hirtenvlker bestimmt1 damit wir uns nach diesen eine ,vorstellung von der primitiven ,lebensweise der ,urvlker bilden knnten4 ,die ,unermelichkeit dieser ,ebenen konnte im ,menschen nie den ,gedanken an einen dauernden ,wohnsitz aufkommen lassen1 ein ,gedanke1 der gewhnlich nur beim ,anblick von schroffen ,felsen1 ,meeresufern1 ,inseln und berhaupt in ,gegenden entsteht1 wo man festen ,fu fassen kann4 ,wo dagegen die ,natur in regungslosem ,schlummer liegt1 da wird auch der ,mensch sorglos und kmmert sich nur um das ,allernotwendigste4 ,die patriarchalischen ,bewohner der ,steppen nhrten sich nur von ,milch und ,kse1 die ihnen ihre halbwilden ,haustiere lieferten1 und nur selten aen sie ,fleisch4 ,daher vermehrten sich auch ihre ,herden in ganz ungewhnlichem ,mae2 ihre ,besitzer muten immer hufiger von einem ,ort zum andern ziehen1 mit jedem ,jahr wurde der ,bedarf an ,wiesen grer und grer -- und so kam es1 da das ,land1 das uns noch heutzutage durch seine unermeliche ,gre erschreckt1 da das ,land1 das doppelt so gro war wie die ganze zivilisierte ,welt jener ,zeit und mit dem smtliche ,bauern der ,welt nichts anzufangen wten -- da dies ,land zu eng fr seine ,bewohner wurde4 ,die mchtigeren ,frsten muten die schwcheren verdrngen4 ,ein ,hirtenvolk1 das kein immobiles ,eigentum hat1 dessen ,besitz sich auf ein durch die ,zeit erworbenes und befestigtes ,recht sttzt1 gibt leicht dem ersten ,ansturm nach und zieht selbst mit seinen ,herden weiter4 ,so wurde ,asien ein ,menschen ausspeiender ,vulkan4 ,jedes ,jahr warf es neue ,menschenscharen und ,herden aus seinem ,inneren aus1 die ihrerseits die schon frher ,ausgespienen aus ihren ,niederlassungen verjagten4 ,diese berschritten die ,berge und drangen in ,europa ein4 ,man kann wohl sagen1 diese ,vlker schritten nicht in einer bestimmten ,richtung vorwrts1 sondern eins verdrngte das andere mechanisch von seinem ,platz4 ,das waren keine ,eroberer1 sondern eine ,art ,sklaven1 die unter dem ,druck einer angedrohten ,strafe handelten4 ,so zog sich eine ,kette von ,vlkern von ,osten und ,nordosten durch ganz ,europa bis nach ,sden hin4 ,im ,sden stie sie auf das erste ,hindernis1 sie bekam die gewaltige ,macht der ,rmer zu spren und traf mit der antiken ,welt zusammen4 ,unterdessen fuhr ,asien weiter fort1 neue ,scharen von ,menschen auszuwerfen4 ,der ,ansto1 der von jedem neuen ,ausbruch dieses ,vulkans ausging1 pflanzte sich durch die ganze ,kette fort3 die neuen ,scharen drngten die vorderen ,reihen weiter1 jene die vor ihnen marschierenden und so fort4 ,die ,wucht dieser ,vlkerwanderung wurde bald auerordentlich stark1 dafr aber wurde auch der ,gegendruck seitens der ,rmer sehr krftig1 so da sich an der ,grenze des rmischen ,reiches eine ungeheuere ,menge von ,vlkern zu stauen begann4 ,bei jedem neuen ,ausbruch wurde diese ,menge immer grer und strker1 und es wurde den ,rmern immer schwerer1 sich ihrer zu erwehren4 ,endlich gaben die ,rmer nach1 und die ,horden strmten mit gewaltigem ,ungestm nach dem ,sden ,europas4 ,htte ,europa im ,sden nicht das ,mittellndische ,meer zur ,grenze gehabt1 oder htten diese ,vlker irgendein ,verstndnis fr die ,schiffahrt besessen1 so htte die ,vlkerwanderung noch lange fortgedauert -- denn ,asien hrte nicht auf1 neue ,menschenscharen auszuwerfen -- die ,vlker wren nach ,afrika bergesetzt1 ,europa wre noch viele ,jahre lang nicht zur ,ruhe gekommen1 das ,chaos htte noch lange fortbestanden1 viele ,reiche wren erst viel spter gegrndet und der ,fortschritt der ,zivilisation wre berhaupt um viele ,jahrhunderte zurckgeworfen worden4 ,aber als die ,vlker den ,sden ,europas erobert hatten1 und als sie das ,meer und die ,unmglichkeit1 weiter vorwrtszuschreiten1 vor sich sahen1 da entschlossen sie sich1 mit aller ,gewalt gegen die nachdrngenden ,feinde vorzugehen4 ,als die letzteren auf solch unerwarteten ,widerstand stieen1 beschlossen sie auch1 ihre ,feinde zurckzudrngen1 die nun ihrerseits wieder dasselbe mit ihren ,gegnern taten1 und so geschah es1 da der ,ansto die entgegengesetzte ,richtung erhielt1 und die ,bewegung kam pltzlich zum ,stehen4 ,die ,folgen dieser ,erscheinung machten sich sogar in ,asien fhlbar1 und einige ,hirtenvlker wurden hierdurch gezwungen1 zum ,ackerbau berzugehen4 ,diese ,vlkerwanderung htte sich viel schneller vollzogen1 wenn auch ,europa aus solch flachen1 offen daliegenden ,ebenen bestanden htte1 wie sie ,asien bedecken4 ,hier dagegen hatte die ,natur auf einer verhltnismig kleinen ,flche eine ungeheuere ,unregelmigkeit und ,mannigfaltigkeit hervorgebracht3 berall ist das ,festland vom ,meere durchfurcht1 seine ,ufer bestehen aus zahllosen ,halbinseln und ,vorgebirgen1 und auch im ,innern gibt es nur sehr wenig ebene ,flchen2 der ,boden steigt und senkt sich in einem fort1 erhebt sich und bildet ungeheure ,gebirge1 oder er fllt jh herab und bildet tiefe ,tler1 die wie durch einen ,erdsturz zwischen diesen entstanden zu sein scheinen4 ,dazu kam1 da ,europa zu jener ,zeit noch mit undurchdringlichen ,urwldern bedeckt und von sumpfigen ,mooren durchzogen war4 ,und daher vollzog sich die ,vlkerwanderung1 je tiefer sie bis ins ,innere ,europas drang1 immer langsamer und langsamer3 die ,menschen muten sich durch ,wlder hindurchschlagen1 ,berge bersteigen und ,smpfe umgehen4 ,ihre ,niederlassungen bildeten sozusagen ,oasen1 und die einzelnen ,vlker wurden durch ,urwlder und unerforschte ,gegenden voneinander getrennt1 so da sie hufig lange gegen jegliche berflle geschtzt waren4 ,und wenn dann eine neue ,springflut von gewaltigen ,vlkermassen1 befehligt von einem unternehmenden ,fhrer1 herankam und ,europa mit wundersamen ,fanalen illuminierte1 indem sie die alten ,urwlder in ,brand setzte und der ,vernichtung preisgab1 dann bot sich den erstaunten ,blicken der ,ankmmlinge ein ,volk dar1 von dessen ,existenz sie keine ,ahnung gehabt hatten1 und das in seinen ,sitten und ,gebruchen sich zwar weit von ihnen entfernt1 dennoch aber eine gewisse hnlichkeit mit ihnen bewahrt hatte4 ,man kann sagen1 ganz ,europa bestand damals aus lauter ,fetzen und ,bruchstcken1 die die ,natur selbst voneinander getrennt hatte2 daher war die ,unterwerfung dieses ,erdteils und seine ,vereinigung unter der ,gewalt eines ,herrschers ein ,ding der ,unmglichkeit1 und so entstanden die zahlreichen europischen ,nationen1 die sich ohne allen ,zweifel zu einer ,nation verschmolzen und einen einheitlichen ,charakter angenommen htten1 wenn ,europa eine einzige offene ,ebene gewesen wre4 ,das war eine neue nie gesehene ,welt1 von der die antiken zivilisierten ,vlker nichts wuten1 und die sich1 wie man wohl sagen darf1 auch selbst kaum kannte4 ,den ,kern dieser ,vlker bildeten die zahlreichen ,stmme germanischer ,nation1 die sich ber den ganzen ,westen ausbreiteten4 ,die ,ufer der ,nordsee1 des ,rheins1 der ,donau und ganz ,mitteleuropa bis zur ,ostsee waren von ihnen besetzt4 ,als die ,rmer zum erstenmal mit ihnen zusammenstieen1 bewies der ,kulturzustand dieser ,vlker1 da sie schon lange in ,europa ansssig waren1 und da ihre bersiedelung nach ,europa schon im grauesten ,altertum stattgefunden haben mute4 ,da sie jedoch aus ,asien stammten1 dafr konnte man den ,beweis in der seltsamen hnlichkeit einiger deutscher ,stammwrter mit der persischen ,sprache finden4 ,ob nun ,asien in grauer ,urzeit zugleich die ,stmme ausgeworfen hat1 die spter im ,sden inmitten der ,berge das persische#h ,volk und in den nordischen ,wldern ,europas das ,volk der ,germanen gebildet haben1 oder ob vielleicht spter der gewichtige ,einflu der ,parther1 die aus ,mittelasien hervorbrachen1 eine ,reihe von ,wrtern in die persische ,sprache eingefhrt hat1 die man bis dahin nur in den unermelichen asiatischen ,steppen vernommen1 und die sich bereits in ,europa verbreitet hatten#i -- wie dem auch sei -- jedenfalls stammen die ,germanen ursprnglich aus ,asien und hat sich ihre ,einwanderung in ,europa schon in grauer ,urzeit vollzogen4 ,diese ,vlker bildeten einen vollkommenen ,gegensatz zu den ,rmern und gewissermaen eine ,welt fr sich4 ,ihre physische und geistige ,natur trug den ausgesprochenen ,stempel echter ,ursprnglichkeit und ,eigenart4 ,ihre physische ,organisation widersprach durchaus der der ,vlker der ,alten ,welt4 ,die schwarzen glnzenden ,augen1 das dunkle ,haar1 das ausdrucksvolle ,gesicht des ,sdlnders1 in dem sich die ,begierde nach ppigkeit und bermigen ,genssen zu spiegeln schien -- dieser gemeinsame ,typus der bereits erstarrten antiken ,welt -- traf hier auf sein vollkommenes ,gegenteil3 die blauugigen1 blonden1 groen und starken ,germanen mit dem einseitig wilden1 kriegerischen ,ausdruck im ,gesicht reprsentierten einen vllig neuen ,typus der menschlichen ,natur1 der den ,beginn der ,neuen ,welt kennzeichnete4 ,funote #h3 ,schlzer4 ,funote #i3 ,mller4 ,ihre ,religion1 ihre ,lebensweise1 ihr ,temperament1 die ,grundelemente ihres ,charakters unterschieden sich in jeder ,beziehung von den zivilisierten ,vlkern jener ,zeit4 ,die ,religion der ,germanen zeichnete sich durch eine besondere ,eigenart aus4 ,ihre ,gottheit1 der ,gegenstand ihrer ,anbetung1 war die ,erde4 ,es war1 als htte der dstere ,anblick des damaligen ,europa ihnen die ,idee zu dieser ,religion eingegeben4 ,nur selten von ,sonnenlicht umflossen1 immer nur im ,schatten hundertjhriger ,eichen lebend1 und ,hhlen als erste ,wohnsttten oder ,verstecke fr ihre ,schtze grabend1 sahen sie nichts wie die ,erde1 deren gewaltige ,kraft auf ihrer ,oberflche ,pflanzen wachsen lie1 die ihnen als armselige ,nahrung dienten1 und herrliche1 hohe ,bume1 die ber ihren ,kpfen rauschten -- und so konnten sie die ,erde fr die ,erzeugerin aller ,dinge halten4 ,von ihr leiteten sie ihren ,gott ,tuisto-,teut ab1 der einen ,sohn ,mannus hatte und von diesem wiederum die verschiedenen ,stmme der germanischen ,vlker1 die sie fr die ltesten ,bewohner der ,welt hielten4 ,es knnte scheinen1 als ob dieser ,begriff von der ,religion sie ganz wesentlich von ,asien unterscheidet1 aber wir mssen nicht vergessen1 welch gewaltigen ,einflu die ,natur und die ,bodenverhltnisse stets gehabt haben4 ,die ,natur bt eine despotische ,herrschaft ber den ,urmenschen aus4 ,je mehr der ,mensch sich entwickelt1 je mehr sein ,geist heranreift1 um so mehr ,macht bekommt er ber die ,natur1 und dann schreibt er ihr die ,gesetze vor1 aber im wilden ,urzustande mu er sich ihren ,gesetzen fgen1 ist er ihr ,sklave4 ,in ,mittelasien liegt der ,himmel immer offen vor dem ,auge da2 dort ist er unbersehbar und von einer gewaltigen ,ausdehnung2 im ,vergleich mit ihm erscheint die ,erde armselig und klein4 ,keine einzige hochgewachsene ,pflanze1 kein spitzer1 kantiger1 hoher und schmaler ,fels fesselt das ,auge2 das auf den unabsehbaren ,flchen sprieende ,gras erscheint hier noch niedriger als sonst4 ,aber hier strahlt die ,sonne in ihrer ganzen ,herrlichkeit und berflutet alles mit ihrem ,licht3 leuchtende ,sterne bersen dicht das ,himmelsgewlbe1 und sie allein dienen den ,menschen zum ,halt und ,wegweiser4 ,daher war in ,asien berall die ,anbetung der ,sonne und der ,himmelsgestirne vorherrschend4 ,je mehr dagegen die ,vlker nach ,europa vordrangen1 desto seltener sahen sie die ,sonne4 ,das dichte1 majesttische ,dunkel der europischen ,wlder machte einen tieferen ,eindruck auf ihre ungebildete ,phantasie4 ,die ,nebel und die aus den ,smpfen aufsteigenden ,ausdnstungen verbargen den ,himmel vor ihnen1 und die ,notwendigkeit1 sich zeitweise mit dem ,ackerbau zu beschftigen1 brachte es mit sich1 da sie sich enger an die ,erde anschlossen4 ,daher war auch bei den germanischen ,vlkern die ,anbetung der ,gestirne nur sehr wenig verbreitet1 und nur bei ganz wenigen ,vlkern hat sich eine ,erinnerung daran erhalten4 ,tief im ,waldesdickicht1 das nie von einem ,sonnenstrahl durchdrungen wurde1 brachten sie ihrer ,gttin1 der ,mutter ,hertha1 ihre ,opfer dar4 ,es scheint so1 als ob ihnen die ,finsternis fr heilig galt1 darin war ihre ,religion schon von ,anbeginn allen anderen ,religionen unhnlich4 ,sie glaubten an die ,unsterblichkeit4 ,aber ihr ,himmel war ein finsterer ,himmel4 ,in ihrer ,walhalla sahen sie nur die ,fortsetzung ihres kriegerischen ,lebens3 dorthin versetzten sie ihre germanischen ,eichen1 ihre flammenden ,lagerfeuer und das ,getse ihrer ,waffen2 bleifarbene ,wolken verhllten ihren ,himmel1 den sie mit den dunklen ,schatten ihrer groen im ,kriege gefallenen ,helden bevlkerten4 ,die ,anbetung ,herthas verbreitete sich fast bei allen germanischen ,stmmen4 ,zu den ,gegenstnden ihrer ,verehrung gehrten auch die ,schatten ihrer verstorbenen ,helden1 die sie sich in bernatrlicher1 ins ,riesenhafte gesteigerter ,gre vorstellten4 ,auch ihre treuen ,gefhrten1 die ,kriegsrosse1 genossen dieselbe ,verehrung1 unter denen die weien nach ,tacitus fr besonders heilig galten und in den heiligen ,hainen untergebracht wurden4 ,man spannte sie vor den heiligen ,wagen1 dem der ,knig und die ,priester folgten1 und aus dem ,schnauben der ,rosse deutete man die ,zukunft4 ,die germanischen ,vlker blieben lange ,zeit ihrer ursprnglichen ,lebensweise treu4 ,sie lebten nur fr den ,krieg1 er bildete ihre ganze ,freude4 ,beim ,kriegslrm erbebten sie wie junge1 kampfmtige ,tiger4 ,sie dachten nur daran1 ihre ,krfte zu messen und sich an der ,schlacht zu vergngen4 ,habgier und ,beutelust spielte nur eine geringe ,rolle3 als ,hauptsache galt ihnen nur1 sich in der ,schlacht hervorzutun1 damit ihre ,heldentaten spter im ,liede besungen wrden4 ,alle ,vorteile und ihr ganzes ,lebensglck hing mit dem ,namen dessen zusammen1 der sich mit ,kriegsruhm bedeckt hatte4 ,er wurde zum ,fhrer gewhlt2 ihn bewunderten und verehrten alle ,vlker4 ,er war der ,vermittler und ,richter in allen ,streitfragen1 und er verteilte im ,kriege nach eigenem ,ermessen die ganze ,beute2 sogar fremde und weit entlegene ,stmme sandten ihm ,pferdegeschirr zum ,geschenk2 die verwandten und untergebenen ,stmme brachten ihm freiwillig die ,erzeugnisse ihrer ,felder1 ,frchte1 ,rinder und ,rosse als ,gabe dar4 ,mut und ,tapferkeit galten als etwas ,gttliches2 alles strmte um die ,wette der ,fahne des ,fhrers zu1 und jedermann kmpfte nicht um der ,beute willen1 sondern um sich vor ihm auszuzeichnen und ein ,wort der ,anerkennung von ihm zu hren4 ,sein ,name lebte noch lange in den ,heldengesngen fort1 nach seinem ,tode wurden ihm zu ,ehren groe ,festgelage veranstaltet1 und noch lange rhmte sich sein ,stamm seiner ,heldentaten2 seinem ,schatten wurden allmhlich gttliche ,ehren zuteil1 und er wurde ein ,gegenstand der ,anbetung4 ,solch ein ,schicksal war beneidenswert1 denn auch im unentwickelten ,menschen glht ja schon die ,sehnsucht nach ,unsterblichkeit4 ,alle ohne ,unterschied eiferten danach1 ruhmvolle ,taten zu vollbringen2 die ,schlachten huften sich1 und die ,germanen waren stets bereit1 auf den ersten ,ruf mit ihren wilden ,kriegshorden heranzubrausen4 ,sie kmpften fast nackt1 indem sie ihre athletische ,kraft in aller ,schlichtheit an den ,tag legten4 ,ein ,mantel1 der statt von einer ,schnalle1 von einem ,dorn zusammengehalten wurde1 ein ,raubtierfell ber der ,schulter -- das war ihre ganze ,rstung4 ,sie stellten sich in dichten ,haufen in keilfrmiger ,schlachtordnung auf und kmpften von nahem und von ferne mit kurzen ,lanzen1 die ,framen genannt wurden2 mit der ,lwenkraft ihrer ,muskeln schleuderten sie sie so weit1 wie es ntig war1 um den ,feind zu erreichen2 nur ihre ,schilde waren etwas schner und prchtiger und waren mit grellen ,farben bemalt2 ,scharen von ,frauen und ,kindern folgten ihnen in die ,schlacht1 begleiteten sie mit ihrem ,geschrei und spornten sie immer wieder zu neuem ,mut an3 sie dachten nicht an ,flucht1 der ,gedanke an die ,sklaverei1 die ihre ,frauen und ,kinder erwartete1 verdoppelte nur die wilde ,kraft ihres ,ansturms1 und der ,feind war gezwungen1 nachzugeben4 ,die ,frauen sogen ihren ,mnnern mitten im ,getmmel der ,schlacht die ,wunden aus1 verbanden sie1 ja sie trugen die ,verwundeten auf ihren ,schultern hinweg4 ,der ,tod des ,fhrers wirkte nicht etwa lhmend auf sie1 im ,gegenteil1 er kettete alle durch das sthlerne ,band der ,rache zusammen und machte sie unberwindlich4 ,es galt als grte ,schande1 seinen ,schild wegzuwerfen2 der ,unglckliche1 dem dies passierte1 wurde ein ,opfer der allgemeinen ,verachtung und nahm sich selbst das ,leben4 ,nur auf ,grund der allgemeinen ,achtung herrschte der ,fhrer1 ohne da ihm sonst irgendwelche ,machtmittel zu ,gebote standen1 unumschrnkt ber die ,stmme1 und die ,krieger befolgten mit bewunderungswrdigem ,gehorsam seine ,befehle4 ,doch nicht nur im ,kriege hatte er den ,oberbefehl1 er behielt zuweilen seine ,macht auch whrend des ,friedens bei und nannte sich dann ,heerfhrer#aj4 ,die ,germanen waren sehr freiheitsliebend und wollten keine ,gewalt ber sich anerkennen4 ,eine eigentliche ,regierung gab es nicht4 ,sie versammelten sich und veranstalteten ,volksversammlungen1 die jeden ,monat bei ,neumond und ,vollmond1 bei auerordentlichen ,anlssen jedoch zu jeder beliebigen ,zeit abgehalten wurden4 ,sie erschienen trge und langsam zu diesen ,versammlungen1 wie um anzudeuten1 da sie aus freien ,stcken kmen2 es vergingen einige ,tage1 bis die ntige ,zahl beisammen war und die ,beratung beginnen konnte4 ,sie saen in voller ,rstung da2 nur die ,priester hatten das ,recht1 ,schweigen zu gebieten2 die ,familienltesten prsidierten1 die sogenannten ,grauhaarigen 7grawion71 die spter diesen ,namen in den der ,grafen vernderten1 die ,frsten und die1 die sich whrend der ,schlachten ausgezeichnet hatten1 fhrten das ,wort2 ihre ,rede war schlicht und von jenem krftigen1 gedrngten ,lakonismus erfllt1 durch den sich die treuherzige ,beredsamkeit junger ,vlker auszeichnet4 ,sie waren schlicht und offenherzig2 ihre ,verbrechen waren nur die ,folgen ihrer ,unwissenheit und nicht ihrer ,lasterhaftigkeit4 ,nur ,ehrlosigkeit und eine niedrige ,gesinnung galten als ,verbrechen2 berlufer und ,verrter wurden gehngt und einem qualvollen ,tode berantwortet2 fr ein gemeines und ehrloses ,vergehen wurde der ,schuldige in einen ,sumpf versenkt1 und es wurde ,schlamm und ,reisig auf ihn geworfen1 wie um etwas zu verbergen1 was nie ans ,tageslicht kommen sollte4 ,die untreue ,frau war ganz in der ,gewalt ihres ,mannes3 er durfte ihr das ,haupthaar abschneiden1 ihr ihre ,kleider wegnehmen und sie nackt und schmachbedeckt mit ,ruten durch ,drfer und ,siedelungen jagen2 niemand wagte es1 auch wenn sie noch so schn war1 ihr sein ,mitleid zu bezeigen4 ,aber diese ,flle waren nur selten1 denn die ,germanen hatten einen wilden und rauhen ,charakter1 und bei ihnen herrschten nur ,bruche und ,sitten1 die gewhnlich viel strker sind als ,gesetze4 ,funote #aj3 ,tacitus4 ,in ihrem huslichen ,leben waren sie ganz im ,gegensatz zu ihrem unruhigen kriegerischen ,wesen sehr sorglos und trge4 ,sie waren stumpf und sehr faul und lagen in ihren ,htten herum1 ohne sich vom ,fleck zu rhren4 ,je mutiger ein ,mann zu sein glaubte1 um so mehr hielt er es fr unter seiner ,wrde1 sich mit irgendeiner ,arbeit abzugeben2 die cker wurden von alten ,leuten1 von den ,schwachen1 ,minderjhrigen und ,knechten bebaut2 letztere genossen volle ,freiheit und muten nur eine kleine ,naturalabgabe von ihren ,feldern zahlen4 ,alle huslichen ,arbeiten lagen auf den ,schultern der ,frauen4 ,die ,frau brachte ihrem ,manne keine ,mitgift in die ,ehe mit1 im ,gegenteil1 er mute ihr am ,vorabend der ,hochzeit einen ,ochsen im ,joch1 ein voll ausgerstetes ,pferd und eine ,lanze darbringen1 wie um damit auszudrcken1 da sie von nun an an all seinen ,beschftigungen teilnehmen msse4 ,die ,kleidung der ,germanen war ganz anders1 als dies in der rmischen ,welt und bei allen sdlichen ,vlkern blich war1 die eine gewisse ,liebhaberei fr leichte1 weite ,gewnder hatten2 sie trugen enge ,kleider1 die sich fest an den ,krper anschmiegten1 und die ,tierfelle1 in die sie sich mit ,vorliebe hllten1 verliehen ihnen ein wildes1 tierisches ,aussehen4 ,die ,kleidung der ,frauen unterschied sich nur wenig von der der ,mnner2 einzelne trugen hochrote ,leinwandrcke1 die nur bis zum ,grtel reichten1 so da der ,hals1 der ,busen und die ,arme offen blieben4 ,die ,kinder waren sich ganz allein berlassen und wuchsen in der ,gesellschaft der ,haustiere auf4 ,erst wenn sie volljhrig wurden1 durften sie ,waffen tragen und an den ,versammlungen teilnehmen4 ,die ,gastfreundschaft1 die allen wilden ,vlkern von primitiven ,sitten eigen ist1 war auch den ,germanen eigentmlich2 der ,gast wurde reichlich beschenkt1 und wenn jemand nicht in der ,lage war1 einen ,gast zu bewirten1 fhrte er ihn selbst zu einem seiner ,genossen4 ,am hufigsten jedoch konnte man die alten ,germanen bei ihren ,festgelagen antreffen1 wo manches ,mal mehrere ,nchte hindurch gezecht wurde1 dann war der ,wald prachtvoll erleuchtet von lohenden ,eichen1 und ein ,getrnk aus gegorenem ,gerstensaft1 wahrscheinlich der ,urahne des heutigen ,biers1 das in ,deutschland so viel getrunken wird1 lie ihren ,gedanken1 ,reden und ,entschlssen freien ,lauf4 ,bei diesen ,gelagen kamen alle ihre ,unternehmungen zur ,reife4 ,hier faten sie die ,plne zu ihren khnen1 gewagten ,angriffen1 die whrend einer gemchlichen ,volksversammlung wohl nicht jedem und auch nicht immer in den ,sinn gekommen wren4 ,sie waren strmisch1 waghalsig1 und wenn sie einmal wach1 erschttert und aus ihrer kaltbltigen ,indolenz aufgerttelt waren1 kannte ihre ,leidenschaft keine ,grenzen4 ,ihre ,verwegenheit kam ganz besonders beim ,wrfelspiel zum ,ausdruck1 da konnte der wilde ,germane so leidenschaftlich werden1 da er sein ,haus1 seine ,waffen1 sein ,weib1 seine ,kinder und zuletzt sich selbst verspielte und in die ,sklaverei verkaufte -- ein ,zustand1 der ihn schlimmer dnken mute als der ,tod6 ,vielleicht war dieses wilde ,temperament die ,quelle jener starken1 khnen ,leidenschaften1 die den ,europer erfllen4 ,so geartet waren die germanischen ,vlker -- diese wilden ,elemente1 aus denen das neue ,europa hervorgegangen ist4 ,sie zerfielen in unzhlige ,stmme und berzogen das nrdliche ,europa ebenso dicht wie die dichten europischen ,wlder4 ,um einen klaren berblick ber sie zu gewinnen1 wollen wir mit den ,gegenden beginnen1 wo die ,alte ,welt diese ersten ,begrnder der ,neuen ,welt zuerst erblickte1 d4 h4 mit der ,donau1 die den ,rmern als ,grenze diente4 ,hier wohnten ,stmme1 die zwar noch frei aber doch nicht mehr ganz wild waren1 und die schon ,beziehungen mit dem antiken1 zivilisierten ,rom angeknpft hatten1 als da sind3 die ,hermunduren1 die ,narisker1 die ,markomannen und die ,quaden4 ,ferner lag eine groe ,kette von germanischen ,stmmen an den ,ufern des ,rheins von seiner ,quelle bis tief herab zu der ,stelle1 wo er ins ,meer fllt4 ,das waren die ,vangionen1 ,triboker1 ,nemeter1 ,matiaken1 ,ubier2 auf sie folgten die ,tenkterer1 die besten ,reiter1 deren ,reiterei auch bei den ,rmern berhmt war1 und deren ganzer ,besitz aus ihren ,rossen bestand und immer dem ,tapfersten hinterlassen wurde2 dann folgten die ,usipier und hart an der ,mndung des ,rheins1 wo er ins ,meer strmt -- die mchtigen ,bataver4 ,das mittlere ,deutschland war ganz mit ,wldern bedeckt und barg die wildesten und mchtigsten ,stmme in sich4 ,von ,westen nach ,osten fortschreitend1 treffen wir zuerst auf die ,chatten1 die ,ahnen der heutigen ,hessen2 sie bewohnten die aus zahllosen ,hgeln bestehenden ,ufer des ,main4 ,dieses ,volk verbreitete ,schrecken um sich durch sein ,fuvolk1 durch dessen vortreffliche ,aufstellung und ,organisation1 durch seine umsichtige ,angriffstaktik und den wilden ,ausdruck seiner ,gesichter4 ,die ,sitten und ,gebruche der ,chatten setzten einen durch ihre ,eigenart unwillkrlich in ,erstaunen4 ,kein ,jngling durfte sich das ,haar schneiden1 ehe er nicht seine ,hnde in ,feindesblut gewaschen hatte1 whrend der ,schlacht muten sie in den vorderen ,reihen kmpfen1 und dann jagten sie den ,feinden mit ihren struppigen1 behaarten ,gesichtern ,angst und ,schrecken ein4 ,jeder ,chatte trug einen eisernen ,ring am ,arm1 was sonst fr schmachvoll galt1 weil der ,ring an eine ,kette erinnerte1 doch durfte er ihn nicht frher ablegen1 als bis er mit eigener ,hand einen ,feind gettet hatte4 ,sdlich von den ,chatten wohnten die ,cherusker1 die ,bewohner des ,harzes1 weiter folgten die ,fosen1 die ,sigambrer1 die ,brukterer1 die ,angrivarier1 die ,chasuarier und endlich die ,harier1 die sich durch eine ganz eigene ,angriffsweise auszeichneten4 ,sie fhrten ihre berflle in dunklen finsteren ,nchten aus1 frbten sich1 um ,schrecken und ,furcht einzuflen1 ihren ,leib1 trugen schwarz angestrichene ,schilde und boten sich dem erstaunten ,blicke der ,feinde1 die diesen ,anblick nicht zu ertragen vermochten1 wie ein ,leichenzug dar4 stlich von ihnen in etwas freieren1 offener daliegenden ,gegenden wohnten die ,sueven4 ,diese bestanden aus einer ,menge verschiedener ,stmme und fhrten noch lange ,zeit ein ,hirtenleben1 obwohl sich der ,boden wegen seiner vielen ,smpfe nur wenig dazu eignete4 berhaupt kann man sagen1 je mehr man sich dem ,sden oder dem ,sdwesten nherte1 um so mehr ,ackerbau treibende ,stmme traf man an2 oder ,ackerbau und ,viehzucht traten zusammen auf2 je mehr man sich dagegen dem ,osten1 ,ungarn1 ,dacien und ,polen nherte1 um so mehr berwog das ,hirtenleben1 und je tiefer man endlich in die ,wlder des ,harzes eindrang1 um so finsterer und krftiger wurden die germanischen ,stmme4 ,aber die allergefhrlichsten unter ihnen1 die selbst die ,rmer fast gar nicht kannten1 und die dennoch die eigentlichen ,zerstrer ihrer ,herrschaft wurden -- das waren alle die ,stmme1 die die ,ksten des ,meeres und die an der ,ostsee gelegenen ,lnder bevlkerten4 ,bis hierher waren die ,rmer nie vorgedrungen4 ,hier wohnten ,seeruber1 die unternehmungslustigsten unter den ,germanen1 die schon die ,lage des ,landes und des ,meeres dazu zwang1 sich in die khnsten ,unternehmungen zu strzen4 ,so ein ,leben fhrten die ,friesen und ,chauken am ,ufer der ,nordsee1 dann ein wenig weiter die gewaltigsten unter den ,korsaren des ,nordens1 die ,sachsen1 ferner in ,holstein die ,cimbern1 an der ,ostsee die ,goten1 die ,wariner1 die ,rugier und ,burgunder und in ,preuen die ,longobarden1 die ,vandalen und die ,heruler4 ,auerdem gab es in ,mitteldeutschland noch eine ganze ,reihe von ,abkmmlingen dieser ,stmme1 die ganz verborgen in ,wldern und ,smpfen lebten2 whrend der hufigen ,schlachten und ,kmpfe zwischen den einzelnen ,stmmen wurden sie aus ihren ,verstecken hinausgedrngt und sahen sich nun gezwungen1 ,pltze aufzusuchen1 bis zu denen kein ,mensch vordringen konnte4 ,auch die ,berge der ,alpen und der ,karpathen bargen eine ,menge von ,fetzen oder berresten verschiedener ,stmme in sich3 gallische1 germanische und wendische ,vlker1 die in dem wilden ,europa herumvagabundierten4 ,der ,nordwesten des ,erdteils konnte infolge seiner ungeheuren ,unfruchtbarkeit und ,armut und seiner langen1 den und ungeheueren ,strecken keine starken ,vlker hervorbringen und groziehen4 ,in seinen weit verstreuten1 obdachlosen1 verwaisten ,bewohnern -- den ,finnen1 und den ,abkmmlingen estnischer ,stmme erstarb alles ,leben1 ebenso wie in der ,natur jener ,gegenden4 ,dies war jene besondere ,welt in dem wilden ,europa6 ,das waren die ,vlker1 deren gewaltige ,kraft die ,rmer vor allem an sich erfahren sollten4 ,und wenn das ,weltreich nicht schon viel frher zusammenbrach1 so liegt der ,grund nur in der ungeheuren ,zersplitterung der germanischen ,vlker1 in der ,bodenbeschaffenheit ,europas1 die sie hinderte1 zu einem ,ganzen zu verschmelzen1 in der ,einfachheit ihrer ,sitten1 die sie veranlaten1 sich mit den rohen ,erzeugnissen ihres ,landes zu begngen1 in dem fr diese nur auf die ,zerstrung ausgehenden ,wilden so bezeichnenden ,mangel an ,habgier1 in ihrem sehaften ,leben und in ihrer ,liebe zur ,freiheit1 die sie immer wieder zwang1 sich in die ,tiefe der ,wlder zurckzuziehen4 ,die ,rmer waren sich der ,gefahr voll bewut1 die ihnen von der frischen ,kraft dieser europischen ,vlker her drohte4 ,und daher waren sie darauf bedacht1 keine ,grenze des ,reiches1 weder die asiatische im ,osten1 noch die afrikanische im ,sden1 so zu schtzen und zu befestigen1 wie die europische im ,norden4 ,hier1 kann man wohl sagen1 konzentrierte sich ihre ganze militrische ,schutzmacht4 ,und man mu zugeben1 da die ,verteidigungsmaregeln1 die whrend der damaligen ,lage des an ,erschpfung zugrunde gehenden ,reiches aufgeboten wurden1 sehr vernnftig waren4 ,das rmische ,reich berlie seine gefhrdeten ,grenzen den frischen1 kriegerischen ,vlkern1 die sie am besten verteidigen konnten und sich anfnglich mit wenigem begngten4 ,aber es mu zur ,ehre der germanischen ,vlker gesagt werden1 da nur die uerste ,not sie zwang1 dieses ,geschenk ,roms anzunehmen4 ,diese ,abhngigkeit erschien ihnen wie ,sklaverei1 und sie eilten wieder in die ,tiefe ihrer ,wlder zurck -- um dort ein ,versteck fr ihre ,freiheit zu suchen4 ,die ,anschlge der ,rmer zwangen sie1 starke ,bndnisse miteinander zu schlieen1 aber diese ,bndnisse waren nie offensiver ,natur1 ihr ,zweck bestand immer nur darin1 die ,freiheit1 die den ,germanen teurer als alles war1 vor ,gefahren zu schtzen4 ,eins von diesen ,bndnissen1 das unter dem ,namen des frnkischen ,bundes bekannt wurde1 wuchs und erstarkte dank der gnstigen ,lage des ,landes und dem immer heftiger werdenden ,ansturm seitens aller andern ,stmme4 ,die verschiedenen ,vlker1 die ihm beitraten1 hatten einen ,teil von ,westfalen und ,hessen besetzt und sich so eng miteinander verschmolzen1 da sie schlielich nur eine ,nation unter dem ,namen der ,franken bildeten4 ,doch dieses ,bndnis wre den ,rmern nie so gefhrlich geworden1 und ganz ,deutschland htte sich auch weiter nicht geregt1 wenn nicht eine fremde ,kraft1 d4 h4 ,vlker1 die aus ,asien kamen1 einen ,druck auf die ,germanen ausgebt htte4 ,der stliche ,teil ,europas war uerst gefhrlich wegen seiner weiten ,ebenen4 ,das war ein weitgeffnetes ,tor nach ,westeuropa1 der groe ,weg1 auf dem die so verschieden gearteten ,vlker eines nach dem andern herangezogen kamen1 hier waren auch die ,wlder bedeutend hufiger niedergebrannt1 wie in anderen ,gegenden2 auch die ,smpfe waren hier am frhesten ausgetrocknet und mit jedem ,jahrhundert wurde dieser ,weg freier und bequemer fr die groen ,vlkerzge4 ,die weiten offenen ,flchen gaben den ,vlkern und ,stmmen die ,mglichkeit1 sich zu groen ,massen zu vereinigen1 und eigneten sich ungemein fr ein ,nomadenleben1 das seinerseits gnstige ,gelegenheiten zu ,angriffen in groem ,mastabe bietet4 ,ein ganzes ,volk konnte pltzlich seine fliegenden ,wohnsitze verlassen und mit seiner ganzen ,masse einen furchtbaren1 unwiderstehlichen berfall auf ein andres ausfhren4 ,eins von den germanischen ,vlkern ward frher denn alle brigen dazu bestimmt1 eine allgemeine ,vlkerbewegung hervorzurufen4 ,dieses ,volk waren die ,goten#aa1 ein ,volk1 auf dem ein furchtbarer ,fluch zu lasten schien1 der es zu ewigem ,wanderleben verurteilte4 ,die ,goten muten lange herumirren1 bald erschienen sie in ,skandinavien1 bald an den beiden ,ksten der ,ostsee und endlich im weiten ,osten ,europas4 ,nach dem ,zeugnis des ,geschichtsforschers ,jornandes saen sie ursprnglich in ,skandinavien4 ,es ist sogar mglich1 da dies eins der ,urvlker ,europas war4 ,nachdem sie ihre schneebedeckte ,heimat verlassen hatten1 drangen sie bis an die ,ksten ,preuens und riefen eine groe allgemeine ,umwlzung hervor4 ,sie verdrngten die ,vandalen1 die ,longobarden1 die ,heruler1 die ,burgunder und ,sachsen aus jenen ,landstrichen und zwangen sie gegen ihren eigenen ,willen1 sich am eifrigsten an der ,zerstrung des westrmischen ,reiches zu beteiligen4 ,die allgemeine ,erschtterung machte sich in ganz ,europa bemerkbar3 diese ganze ,kette der mchtigen baltischen ,stmme nherte sich den ,grenzen ,roms1 drngte viele ,stmme ins ,gebirge und in die ,smpfe zurck1 konzentrierte ihre ,krfte noch mehr und machte so die ,rmer mit neuen ,vlkern bekannt4 ,von nun an konnte man ,herulern1 ,vandalen und ,longobarden in ihren ,armeen begegnen4 ,funote #aa3 ber die ,goten siehe ,prokop1 ,jornandes1 ,gibbon4 ,unterdessen hatten die ,goten1 nachdem sie vor sich her einen ,weg gebahnt hatten1 die am ,ufer der ,donau lebenden ,vlker1 die ,markomannen und die ,quaden1 teils vertrieben1 teils unterworfen2 nun vereinigten sie sich in groen ,massen in den sdlichen ,ebenen ,daciens und zogen zusammen mit den unterjochten ,stmmen dem ,schwarzen ,meere entgegen4 ,je mehr sie nach ,sden vordrangen1 desto besser wurde der ,weg1 und um so schneller vollzog sich ihre ,wanderung4 ,endlich erschienen sie mitten in ,griechenland und in ,kleinasien und brannten die ,ksten des ,schwarzen ,meeres nieder4 ,chalcedon und ,ephesus wurden eingeschert4 ,athen wurde in furchtbarer ,weise und schonungslos zerstrt4 ,kaiser ,decius erkannte die ,gefahr1 die den stlichen ,grenzen seines gewaltigen ,reiches drohte2 er fhrte selbst seine ,truppen gen ,osten und fiel in der ,schlacht mit der ,waffe in der ,hand1 whrend sein ,heer im ,westen gegen die ,vandalen1 ,heruler und ,sueven kmpfte1 die von den ,goten aus ihrer ,heimat vertrieben worden waren4 ,mit ,beute beladen kehrten die ,goten zurck1 besetzten das heutige ,ruland1 erhielten auf ,grund eines ,vertrages mit den ,rmern ganz ,dacien und setzten sich hier fest4 ,sie rissen die ,herrschaft ber die ,vlker1 die an den ,ufern der ,donau wohnten1 an sich und beunruhigten das sorglose ,kaiserreich durch ihre ,gegenwart4 ,als die ,imperatoren1 diese mchtigen ,beherrscher der ,welt1 durch eigene schmerzliche ,erfahrung den wilden ,mut der ,goten kennen gelernt hatten1 beschlossen sie1 sie in ihre ,armee aufzunehmen und diesem unberwindlichen ,volk von ,barbaren ,sold zu bezahlen4 ,dadurch gewannen sie sich krftige ,verteidiger1 zugleich aber zogen sie sich mchtige ,feinde heran1 denn sie enthllten ihnen die ,geheimnisse einer wohlausgebildeten ,taktik1 die ihnen spter ein noch greres bergewicht verleihen mute4 brigens aber war die ,strategie der ,goten auch schon ohnedies unberwindlich4 ,sie vereinigten in sich die ,taktik der leichtbeweglichen ,wandervlker und die der ansssigen bodenstndigen ,stmme4 ,sie formierten sich in gewaltigen1 dichtgedrngten ,massen und zeigten die gleiche ,standhaftigkeit im ,ansturm des ersten ,angriffs1 wie whrend des ,hhepunktes der ,schlacht oder bei ihrem ,ausgang1 wo ihre ,kraft allmhlich erlischt4 ,eine ,schlacht mochte sich noch so lange hinziehen1 es war unmglich1 die ,reihen der ,goten ins ,wanken zu bringen4 ,sie begleiteten ihren ,angriff1 gleich anderen germanischen ,stmmen1 mit ,gesngen4 ,in ihren ,liedern verherrlichten sie die ,namen ihrer alten ,helden3 ,fridigern1 ,vidicula ,ethespamar und anderer4 ,die geistliche ,obergewalt lag in den ,hnden eines einzelnen1 dieser war zugleich ,knig1 ,heerfhrer und ,oberpriester2 trotz alledem aber hing er von dem ,rate der ,tapferen ab4 ,bei den ,goten herrschte von ,urzeiten an das knigliche ,geschlecht der ,balten1 und nur aus diesem ,geschlecht durfte ihr ,knig gewhlt werden4 ,sie beteten ,wotan an1 der im grauen ,altertum zusammen mit ,odin1 diesem nordischen ,uly#ab1 ihr ,heerfhrer gewesen war4 ,von allen germanischen ,stmmen waren die ,goten am meisten zur ,assimilation der ,kultur befhigt4 ,bis zur ,mitte des ,,iv4 ,jahrhunderts wurde die ,macht der ,goten von den ,vlkern1 die an der ,donau sowie von denen1 die im ,westen und ,osten des heutigen ,ruland saen1 anerkannt4 ,der ,name ihres ,knigs ,hermanrich stand in hohen ,ehren an den ,ufern des ,schwarzen ,meeres sowohl als auch in ,livland4 ,allein die gotische ,herrschaft wurde durch den groen ,vlkerzug der ,hunnen1 die aus ,asien hereinbrachen1 erschttert4 ,die ,hunnen oder ,hjongnu waren nach de ,guignes ein mchtiger ,volksstamm1 der die groen ,steppen der ,tatarei und der ,mandschurei bewohnte und ,china in ,unruhe versetzte2 da sie jedoch der verschlagenen chinesischen ,politik nicht gewachsen waren1 wurden sie allmhlich den chinesischen ,kaisern tributpflichtig4 ,allein ein groer ,teil der ,hunnen erhob sich mit seinen ,wagen und ,roherden und zog nach ,westen1 besetzte die ,lnder jenseits des ,kaspischen ,meeres und entzog sich so den ,blicken ,chinas4 ,ihre ,ansiedelung an den ,ufern des ,kaspischen ,meeres verlegen die rmischen ,historiker in die ,zeit ,domitians4 ,es ist hier vielleicht am ,platz1 darauf hinzuweisen1 da die gebildete griechisch-rmische ,welt jener ,zeit bis zur ,regierungszeit des ,kaisers ,valens gar nicht einmal wute1 da dieses ,volk existiert1 bis pltzlich die aus den ,gebirgen ,asiens hervorbrechenden ,hunnen und mit ihnen die ,avaren1 ,unnuguren1 ,usenguren 7,uturguren1 ,cuturguren7 und alle die anderen ,vlker vor ihnen auftauchten1 deren ,namen fr das feine und zugleich korrumpierte ,gehr der ,griechen und ,rmer einen so rohen ,klang hatten4 ,der verheerende1 unabwendbare ,andrang dieser ,bewohner ,asiens1 ihre ,gewohnheit1 rohes ,fleisch zu essen1 die ,schdel der ,feinde als ,becher zu benutzen und die ersten besten unter ihren ,gefangenen den ,schatten ihrer ,ahnen auf blutigen ,scheiterhaufen zum ,opfer zu bringen1 ihre kalmckischen ,zge1 die flachen1 plumpen1 braunen ,gesichter1 die einem schon durch ihren wilden ,ausdruck ,angst einjagen konnten1 ihre kleine ,gestalt1 die nur aus ,muskeln zu bestehen schien -- dies alles versetzte die asiatisch-rmischen ,provinzen in solchen ,schrecken1 da deren ,bewohner daran zweifelten1 ob sie sie wirklich zur menschlichen ,gattung rechnen sollten4 ,sie waren der ,ansicht1 die ,magier und ,zauberer1 die in den ungeheuren ,wsten am ,kaspischen ,meer hausten1 wren in unreinen ,verkehr mit ,teufeln getreten1 und diesem ,bunde seien die ,hunnen entsprossen4 ,funote #ab3 ,schlegel ,war es nur ein seltsamer ,instinkt1 der die ,hunnen zurcktrieb1 oder erschreckten sie die allzu bunten mit ,grten und ,stdten bersten ,flchen des rmischen ,asiens1 die die ,nomadenvlker fr ,gefngnisse halten und daher fliehen1 oder fanden sie keine den1 freien ,steppen1 deren sie fr ihre zahllosen ,herden unbedingt bedurften -- genug1 sie zogen1 statt die ,richtung nach ,sden einzuschlagen1 -- nach ,nordwesten1 berhrten auf ihrem ,wege den ,kaukasus1 scheuchten ein paar ,volksstmme1 die an seinem ,fue wohnten1 auf und nahmen sie auf ihrer ,wanderung mit sich1 und diese groe ,masse von ,nomaden ergo sich ber ,europa4 ,auf dem vorgeschobensten ,posten ,europas standen damals1 wie wir gesehen haben1 die ,goten4 ,ihre zahlreichen ,stmme und die von ihnen unterjochten ,vlker waren die ersten ,wachtposten ,europas und standen in dichten ,scharen vor seinem mchtigen ,tore1 ein ,tor1 das leider viel zu gewaltig fr den kleinen ,erdteil -- ,europa -- war4 ,und die ,goten1 dieselben ,goten1 die bis dahin fr das unberwindliche ,bollwerk ,europas und fr eine unbesiegbare ,macht gegolten hatten1 wichen vor den ,hunnen zurck4 ,es konnte auch gar nicht anders kommen4 ,die geheimnisvolle ,kraft eines solchen ,ansturms seitens solcher asiatischer ,vlkermassen war den ,goten vollkommen unbekannt4 ,wenn die ,goten gewut htten1 da ein solcher ,einfall asiatischer ,stmme nur durch den ersten gewaltigen ,anprall gefhrlich ist1 und da nur die ,fhigkeit1 ihnen einen dauernden ,widerstand entgegenzusetzen und die ,schlacht in die ,lnge zu ziehen1 den ,sieg entscheiden kann -- wenn die ,goten dies gewut htten1 dann htten sich die ,hunnen wieder in den ,kaukasus zurckgezogen1 und ,europa htte nichts von der groen ,erschtterung versprt1 die sein ganzes uere umwandeln sollte4 ,aber dies ,geheimnis blieb den ,goten unbekannt4 brigens mu man auch anerkennen1 da es einer schier bermenschlichen ,tapferkeit und ,geistesgegenwart bedurfte1 um dem ersten ,ansturm der ,hunnen zu widerstehen4 ,sie begleiteten ihren ,angriff mit so entsetzlichem ,geschrei1 ihre ungeheuren ,massen kamen so dichtgedrngt herangeflogen1 ihre beinahe wilden ,rosse kamen so wtend angerast1 als strzten sie einen steilen ,abhang hinunter und als knnten die ,reiter selbst ihren ,sturmschritt nicht hemmen2 ihr schmales1 zwischen den dicken ,backen fast verschwindendes ,auge war so scharf und sicher1 sie gaben der ,schlacht jeden ,augenblick eine so rasche ,wendung1 sie konnten sich so schnell in alle ,winde zerstreuen und verschwinden1 sich so pltzlich wieder in einem ,haufen vereinigen1 sie schleuderten mit so groer ,treffsicherheit einen ganzen ,wald von ,lanzen gegen ihren ,feind1 selbst wenn sie die ,flucht ergriffen1 wuten sie sich so vorzglich durch ihre ,geschosse zu decken und sie begleiteten dies alles mit einem so wilden1 betubenden ,geschrei1 da sich schwerlich ein ,heerfhrer finden konnte1 dessen ,auge nicht unsicher1 dessen ,kopf nicht schwindlig geworden wre im ,kampfe mit den ,hunnen4 ,nachdem sie die ,goten vertrieben hatten1 nahmen die ,hunnen den westlichen ,teil der polnischen ,provinzen des heutigen ,ruland1 den ,norden und die ,donaulnder ein -- wieder nahm die ,geographie ,europas ein andres ,ansehen an4 ,dadurch1 da die ,hunnen einen so groen ,flchenraum besetzten1 muten sie notwendigerweise eine starke ,erschtterung und eine mchtige ,verschiebung in den ,wohnsitzen der einzelnen ,vlker hervorrufen4 ,die zurckgedrngten ,goten zogen1 obwohl ihnen dies nicht leicht wurde1 nach ,westen und ,sden weiter2 die ,vandalen und ,sueven1 mit denen sich die ,rmer1 oder besser gesagt1 die rmischen ,germanen an den ,grenzen schon vielfach gemessen hatten1 zogen durch ,frankreich ber die ,alpen und drangen in ,spanien ein4 ,und hier in ,spanien stieen pltzlich ,vlker aus den verschiedensten ,himmelsgegenden zur allgemeinen ,verwunderung miteinander zusammen3 die ,sueven von den ,ksten der ,ostsee und aus dem schneebedeckten ,skandinavien und die ,alanen1 die die ,hunnen auf ihrem ,zuge vom ,fue des ,kaukasus verscheucht und hierher getrieben hatten4 ,fnfzig ,jahre lang irrten die ,hunnen in den ,steppen ,rulands herum1 zogen mit ihren ,zeltwagen von ,ort zu ,ort und trieben ihre ,roherden von einem ,platz zum andern1 ohne weitere ,eroberungen zu machen2 denn auch diesmal wurde ,westeuropa durch seine ,urwlder und seine hgelige ,bodenbeschaffenheit gerettet1 auch fehlte es den ,hunnen an einem unternehmenden ,anfhrer4 ,sie begngten sich damit1 ihre nchsten ,nachbarn zu berfallen1 raubten meist ihre ,frauen und ,kinder und trieben ihre ,herden mit sich fort4 ,unter diesen ,raubzgen hatten die ,goten1 da sie ihnen am nchsten wohnten1 am meisten zu leiden4 ,die ,goten teilten sich um diese ,zeit in zwei groe ,stmme3 in die ,westgoten1 die sich ihre ,knige aus der lteren herrschenden ,linie der ,balten1 und in die ,ostgoten1 die ihre ,knige aus dem neuen ,herrschergeschlecht der ,amaler whlten4 ,immer mehr von den ,hunnen zurckgedrngt1 drangen sie bis zum ,sden der jetzigen ,ukraine und der ,moldau vor4 ,ein ,teil der ,westgoten1 die sich nirgends sicher fhlten1 wandte sich1 gefhrt von ,fridigern1 ,alatheus und ,saphrax1 mit der ,bitte an den rmischen ,kaiser1 er mge es ihnen erlauben1 die ,donau zu berschreiten1 sich am sdlichen ,ufer des ,flusses anzusiedeln und die rmischen ,provinzen gegen berflle der immer mchtiger werdenden ,barbaren zu verteidigen4 ,der ,kaiser ,valentinian1 der das ,reich gemeinschaftlich mit seinem ,bruder ,valens regierte1 nahm diese unerwartete ,hilfe mit ,freuden an -- und die ,westgoten berschritten die ,donau4 ,unterdessen hatten die ,ostgoten und ein ,teil der ,westgoten1 die im ,sdosten wohnten1 hufig unter ,hungersnten zu leiden1 und da sie sahen1 da die ,not immer strker wurde1 baten sie den ,kaiser ,valens1 der die stlichen ,provinzen verwaltete und in ,konstantinopel residierte1 sie mit allerhand ,waren zu versorgen und ihnen zu gestatten1 mit den ,bewohnern des ,landes ,handel zu treiben4 ,der ,kaiser befahl den ,regenten von ,thracien1 ,lupicinus und ,maximus1 die ,bitten der ,goten in allen ,punkten zu erfllen2 beide waren typische ,griechen aus der byzantinischen ,zeit -- hinterlistig und immer bereit1 auch ohne dringende ,veranlassung ein ,verbrechen zu begehen1 den ,barbaren gegenber aber hielten sie jede ,missetat fr erlaubt4 ,sie lieen sich mit den ,goten nicht erst in ,handelsgeschfte ein1 sondern raubten sie ganz einfach aus und trieben sie bis zum uersten1 so da diese gentigt waren1 ihre eigenen ,frauen und ,kinder zu verkaufen2 endlich luden sie die heldenmtigsten ,goten unter freundschaftlichen ,vorwnden zu sich ein und beschlossen1 sie heimlich umzubringen4 ,dies rief die ,rachsucht dieses wilden ,volkes1 das sich jedoch noch ein ursprnglich menschliches ,gefhl bewahrt hatte1 wach4 ,ungeheure ,scharen von ,goten fielen in ,thracien ein1 drangen bis ,konstantinopel vor1 brannten alles nieder und plnderten und scherten alle ,stdte und ihre ,umgegenden ein1 die sie auf ihrem ,wege antrafen4 ,der ,kaiser ,valens befand sich in einer sehr milichen ,lage4 ,er war ein eifriger ,arianer und verfolgte unbarmherzig alle ,gegner dieser ,sekte4 ,infolgedessen hatte er viele ,feinde1 und selbst sein ,bruder ,valentinian1 der ,kaiser von ,rom war1 verweigerte ihm seine ,hilfe4 berdies war der ,kaiser ,valens auch sehr grausam und mitrauisch2 man hatte ihm geweissagt1 ein ,mann1 dessen ,name mit den ,buchstaben ,theo444 beginnt1 wrde seinen ,untergang herbeifhren -- und so lie er denn smtliche ,theoderiche1 ,theodate und ,theodosiusse1 die irgendein bedeutenderes ,amt bekleideten1 erdolchen oder erwrgen4 ,es versteht sich von selbst1 da diese ,taten in seinen ,untertanen keinen allzu groen ,eifer und keine ,neigung1 ihren ,monarchen zu verteidigen1 wachriefen1 und auerdem waren diese ,untertanen ein erbrmliches und charakterloses ,volk2 die ,soldaten waren jederzeit bereit1 zu meutern und beim ersten ,anla die ,flucht zu ergreifen2 die ,staatsgelder wanderten in die ,hnde von ,eunuchen1 ,gnstlingen1 ,konkubinen und schlauen ,priestern1 und so erhielt ,valens schlielich die ,strafe fr sein frheres ,leben4 ,verlassen von den fliehenden ,soldaten1 suchte er ,schutz in einer armseligen ,htte und wurde zusammen mit dieser von den rachschtigen ,goten verbrannt4 ,nur der ,unkenntnis der ,goten1 die sich nicht auf die ,belagerung einer ,stadt verstanden1 verdankte ,konstantinopel seine ,rettung4 ,triumphierend und mit ,beute beladen kehrten die ,goten zu ihren ,wohnsitzen zurck1 bei den ,rmern eine schauerliche ,erinnerung an ihren ,besuch hinterlassend4 ,bald darauf erfolgte die endgltige ,teilung des rmischen ,reichs4 ,der ,kaiser ,theodosius hoffte1 es noch durch diese ,skularisierung zu retten1 er glaubte1 die ,schwche des ,reiches sei die ,folge seiner unermelichen ,gre und der ,unmglichkeit seiner ,beherrschung durch einen einzelnen4 ,die stliche ,hlfte1 die von nun an mit ,recht die griechische genannt wurde -- noch treffender htte man sie das ,reich der ,eunuchen1 ,komdianten1 ,gnstlinge1 ,rennbahnen1 der ,verschwrer1 der gemeinen ,mrder und der disputierenden ,mnche nennen knnen -- erhielt ,arcadius1 der ganz unter dem ,einflu seines verschmitzten ,vormunds ,rufinus stand2 die westliche ,hlfte1 die mit ,unrecht die rmische genannt wurde1 weil hier alle beliebigen mter der ,verwaltung von ,emporkmmlingen besetzt waren1 die von ,goten1 ,vandalen oder anderen germanischen ,vlkern abstammten und nur mit einem dnnen uerlichen ,firni rmischer ,bildung berzogen waren3 diese westliche ,hlfte1 die mitten im eigenen ,herzen gewaltsam eindringende ,feinde beherbergte1 und die wie ein lebendiger ,leichnam die ,lebenskraft in sich schwinden sah und fhlte1 dies westrmische ,reich fiel dem minderjhrigen ,honorius zu1 der sich vllig von ,stilicho leiten lie2 letzterer war von ,geburt ein ,vandale1 der unter ,theodosius ein treuer und tapferer ,vasall gewesen war1 aber unter dessen unbedeutendem ,sohn ein gemeiner ,schwchling wurde4 ,die ,vormnder1 die die entgegengesetzten ,enden ,europas regierten1 haten einander4 ,das erste ,geschenk1 das ,rufinus1 der schlau war wie ein byzantinischer ,grieche1 seinem ,feinde ,stilicho bersandte1 war das mchtige ,heer der ,westgoten1 die er berredet hatte1 ,italien zu erobern1 whrend er ihnen versprach1 seinerseits ,rom jede ,hilfe zu verweigern4 ,und die ,westgoten verlieen insgesamt ihre ,wohnsitze in ,dacien und an den ,ufern der ,donau und drangen in ,italien ein4 ,aber fr ,stilicho hatte diese ,invasion gar keine ,schrecken1 im ,gegenteil1 er freute sich im geheimen ber sie und knpfte eine ,menge von ,plnen an sie4 ,vor allem hoffte er1 mit ,hilfe dieser zahlreichen ,menge junger1 krftiger ,barbaren viele andere ,barbaren1 die schon ins ,innere des rmischen ,reichs eingedrungen waren1 zu vernichten4 ,damals gehrte ,gallien zu ,rom und es gehrte doch auch wieder nicht dazu4 ,der starke ,frankenbund stand mit den unter seiner ,hegemonie vereinigten ,stmmen an der ,grenze dieses ,landes2 im ,osten und ,sden1 d4 h4 im ,herzen ,frankreichs1 hatten sich's die ,alemannen und ,burgunder bequem gemacht4 ,in ,spanien hielten die ,sueven1 die ,alanen und ,vandalen die besten ,teile des ,landes1 d4 h4 den ,sden1 besetzt1 und die rmischen ,prfekten und ,befehlshaber spielten unter ihnen eine recht traurige ,rolle3 sie bekleideten eine ,wrde1 ohne die geringste ,macht zu besitzen4 ,es schien fast1 als lge ber der halben ,welt statt des rmischen ,reichs nur sein langer1 mchtiger ,schatten4 ,dieses ,reich glich einer tausendjhrigen ,eiche1 die einen durch ihren ungeheuren ,umfang in ,erstaunen setzt1 aber deren ,inneres schon lngst verfault und vermodert ist4 ,stilicho wute geschickt ,alarich von seiner ,absicht1 sich in ,italien niederzulassen1 abzubringen1 indem er ihm das reiche blhende ,spanien anbot4 ,er hatte sogar den ,plan1 diese ,barbaren gegen seinen ,feind ,rufinus aufzuhetzen2 ja er trumte schon davon1 sich1 wenn der ,plan gelingen sollte1 an ,stelle des schwachen ,honorius zum ,kaiser ausrufen zu lassen1 aber die ,sache war zu fein gesponnen1 und statt dessen sank sein eigener ,kopf vom ,rumpfe4 ,der schwache1 unbedeutende ,honorius1 der auch nicht einen von ,stilichos ,plnen erfat hatte1 befahl einem seiner ,feldherrn1 der ebenso unverstndig war wie er1 den ,goten1 die sich schon nach ,spanien gewandt hatten1 um sie zu schdigen1 in den ,rcken zu fallen4 ,da aber kehrte ,alarich mit einem ,male um und stand nun pltzlich vor den ,toren ,roms4 ,wie gewhnlich floh ,honorius2 der ,senat1 der seine ,ohnmacht einsah1 flehte den mchtigen ,goten an1 er mge doch abziehen1 versprach ihm1 ,tribut zu bezahlen1 und folgte ihm sofort einen ,teil aus2 der ,sieger entschlo sich1 auf den anderen ,teil zu warten1 und zog sich von ,rom zurck4 ,kaum aber hrte ,honorius1 da die ,gefahr vorber sei1 als er nach ,rom zurckkehrte1 doch er dachte nicht daran1 den versprochenen ,tribut zu bezahlen4 ,da jedoch erschien ,alarich in heller ,emprung vor den ,mauern ,roms1 und drohte1 die ewige ,stadt in einen ,haufen ,asche zu verwandeln4 ,am #bc4 ,august #dji nahmen die ,mauern der ,weltresidenz den ,anfhrer der ,goten in sich auf4 ,die herrlichen ,huser und ,palste wurden geplndert1 aber der frchterliche ,alarich verbot die ,brandstiftung und das ,blutvergieen4 ,hieraus kann man ermessen1 wie gro seine ,willenskraft und die ,macht war1 die er ber seine wilden ,heerscharen besa1 konnte er sie doch davon abhalten1 wovon selbst ein ,befehlshaber gebildeter ,truppen seine ,soldaten nicht immer abzuhalten imstande ist4 ,von ,honorius war in der ,stadt keine ,spur zu entdecken1 er hatte lngst ,zeit gefunden1 sich davonzumachen4 ,dafr aber machte der ,eroberer kein ,hehl aus seiner tiefen ,verachtung der ,rmer2 er ernannte ihren ,prfekten ,attalus zum ,kaiser und lie ihn auf den ,knien vor der ,tr seines ,zeltes vorbeirutschen4 ,nachdem er seinen ,rachedurst gestillt hatte1 verlie er ,rom und zog nach dem ,sden ,italiens4 ,hier schmiedete er groe ,plne2 er erbaute eine ,flotte und wollte schon seine siegreichen ,fahnen nach der afrikanischen ,kste tragen1 da gebot der ,tod seinem ,siegeszuge ,halt4 ,um ihm ein ,grab zu bereiten1 leiteten die ,westgoten das ,bett des ,busentostromes ab1 gruben auf seinem ,grunde ein tiefes ,grab1 in das sie den ,leichnam hinabsenkten1 schtteten es zu und lenkten den ,strom in sein frheres ,bett zurck1 damit niemand das ,grab des groen ,goten schnden oder ihm ,schimpf antun knnte4 ,nach ,alarichs ,tode ward ,athaulf zum ,knig gewhlt und dieser fhrte die ,goten endlich nach ,spanien1 wo sie sich sehr bald festsetzten und ein mchtiges gotisches ,knigreich grndeten1 nachdem sie die unbedeutenden rmischen ,befehlshaber von dort vertrieben hatten4 ,die ,einwanderung der ,westgoten machte sich an allen ,enden ,spaniens lebhaft bemerkbar4 ,die ,alanen und ,sueven wurden stark bedrngt und sahen sich gezwungen1 die ,herrschaft der ,goten anzuerkennen4 ,selbst die ,vandalen1 die bis dahin in ,spanien die strkste ,vormacht gebildet hatten1 wurden energisch zurckgedrngt und gegen die ,kste des ,mittelmeers zurckgeworfen4 ,schon dachte der ,knig ,geiserich daran1 nach ,afrika berzusetzen4 ,da trat ein ,ereignis ein1 das die ,verwirklichung seines ,planes1 wie absichtlich1 noch beschleunigte4 ,um diese ,zeit herrschte in ,rom fr den minderjhrigen ,valentinian und seine ,mutter der berhmte ,atius2 er war sehr unternehmend1 ehrgeizig1 schlau und nicht whlerisch in den ,mitteln1 wenn es galt1 zu erringen1 was er wnschte4 ,atius hatte einen mchtigen ,feind in ,bonifacius1 dem ,statthalter in ,afrika1 und daher war er entschlossen1 ihn zugrunde zu richten4 ,zu diesem ,zweck lie er ihn im ,auftrag des ,kaisers nach ,rom rufen4 ,bonifacius aber hatte den ,plan durchschaut1 und daher war er entschlossen1 in ,afrika zu bleiben und ,geiserich um ,hilfe anzugehen4 #dbg landete ,geiserich mit seinen ,vandalen und einem ,teil der ,alanen an der afrikanischen ,kste und bezeichnete seinen ,weg durch ,brandstiftungen und ,verwstungen4 ,zu spt sah ,bonifacius ein1 welchen ,fehler er begangen hatte1 sich einen solchen ,gast einzuladen4 ,er hatte sich bereits mit seinem ,kaiser ausgeshnt und wollte nun seinem unruhigen ,verbndeten ,einhalt gebieten4 ,aber es war nicht so leicht1 mit ,geiserich fertig zu werden1 und ,bonifacius ward geschlagen4 ,geiserich steckte ,karthago in ,flammen1 plnderte die ,huser1 metzelte die ,einwohner nieder und ri alle ,reichtmer an sich1 die er nur finden konnte4 ,die schnellen ,erfolge entfachten seinen wilden ,ehrgeiz noch mehr4 ,bald war die ganze ,kste ,nordafrikas der ,herrschaft der ,vandalen unterworfen4 ,mit ,feuer und ,schwert bekehrte er die ,bevlkerung zum arianischen ,glauben und grndete eins der mchtigsten ,reiche dieser wilden und finsteren ,epoche4 ,nun aber wurde ,geiserich bermtig4 ,seine frchterliche ,flotte zerstreute sich ber das ,mittelmeer und machte durch ihre ,raubzge jegliche ,schiffahrt unmglich4 ,jedes ,jahr erschien dieser numidische ,lwe an smtlichen ,ksten des ,mittelmeers1 von ,griechenland und ,illyrien bis ,gibraltar1 und raubte1 als sammele er die ,ernte von den eigenen ,feldern ein1 alles1 was diese blhenden und bevlkerten ,gegenden erzeugten4 ,spanien1 ,sizilien1 ,sardinien1 ,dalmatien hatten abwechselnd die frchterliche und zerstrende ,hand dieses gekrnten ,piraten zu fhlen1 der hier so schnell das erste ,reich christlicher ,corsaren gegrndet hatte4 ,endlich aber erfate ihn inmitten aller ,gre und der ,pracht der zusammengeraubten ,reichtmer jener ,geisteszustand1 jene schreckliche ,melancholie1 die den ,geist verdorren lt und qult und stets der ,vorbote der ,tyrannei1 dieser furchtbaren ,seelenkrankheit der ,herrscher1 ist4 ,er begann mitrauisch zu werden gegen alle1 die ihn umgaben1 und sein ,argwohn erstreckte sich zuletzt sogar auf seine ,gemahlin1 die ,tochter eines ,knigs der ,westgoten3 er bildete sich ein1 sie habe die ,absicht1 ihn zu vergiften4 ,ganz hingenommen von diesem ,gedanken1 befahl er1 ihr ,nase und ,ohren abzuschneiden1 und schickte sie so verunstaltet zu ihrem ,vater4 ,weil er aber die ,rache der ,goten frchtete1 machte er dem ,hunnenfhrer ,attila den ,vorschlag1 von ,norden aus in ,spanien und ,italien einzubrechen4 ,attila residierte in ,dacien2 hier hatte er1 unweit der ,donau1 sein ,standlager aus rohen1 hlzernen ,htten aufgeschlagen1 in deren ,mitte sich sein plumper ,palast erhob4 ,attila war der ,fhrer1 der den ,hunnen bis dahin gefehlt hatte4 ,er hatte gezeigt1 welch furchtbare ,gewalt die vorwrtsstrmende ,kraft der ,asiaten annehmen kann4 ,der ganze ,nordosten ,europas erkannte seine ,herrschaft an4 ,die lange ,kette der ,vlker1 die dem schier unberwindlichen ,hunnenknige ,tribut zahlten1 begann mit dem ,kaukasus und endete am ,rhein4 ,die ,goten1 die ,gepiden1 die ,alanen1 die ,heruler1 die ,akatirer1 die ,thringer und die ,slawen1 sie alle wurden von den ,grenzen seines schnell wachsenden ,nomadenreichs umschlossen4 ,der griechische ,kaiser1 der seine ,verachtung kennen gelernt hatte1 sandte ihm demtig seinen ,tribut und lag im ,staube vor seiner ,macht und ,gre4 ,attila war ein ,mensch von kleiner ,gestalt1 fast ein ,zwerg1 mit einem ungeheuren ,kopf und kleinen ,kalmckenaugen1 und sein ,blick war so schnell1 da keiner seiner ,untertanen ihn ertragen konnte1 ohne unwillkrlich zu zittern4 ,mit diesem ,blick allein beherrschte er alle seine ,stmme1 die trotz ihrer zerstreuten ,wohnsitze und trotz der ,verschiedenheit ihrer ,lebensweise1 ihrer ,sitten und ,gebruche durch sein ,wort zu einem einzigen ,wesen zusammenschmolzen4 ,mitten unter seinen ,hflingen1 die mit geraubtem ,golde prunkten1 ging dieser merkwrdige ,mensch in einem groben1 weiten ,gewand umher1 lag auf einem gewhnlichen ,lager von ,filz und trank fast nur ,wasser aus einem ,holzeimer2 weder sein ,ro1 noch sein ,sattel waren je mit ,edelsteinen geschmckt1 und er nannte sich selbst die ,geiel ,gottes1 die gesandt ward1 um die ,welt zu zchtigen4 ,seine ,macht ber die ,truppen war grenzenlos3 sie glaubten1 da er ein verzaubertes ,schwert bese1 mit dem er die ganze ,welt erobern msse4 ,die unterworfenen ,vlker beugten sich mit bewunderungswrdigem ,gehorsam unter seine ,herrschaft4 brigens war auch jeder ,gedanke an eine ,emprung vllig ausgeschlossen1 denn ,attila htte leicht vor seinem ,zelt eine ,pyramide von ,schdeln errichten knnen1 bei deren ,anblick wohl einem jeden die ,lust zu solchen ,unternehmungen vergangen wre4 ,er lie sich nicht gern ohne ,grund in einen ,krieg ein1 besonders wenn der ,friede fr ihn dieselben ,vorteile hatte4 ,er war ein furchtbarer ,richter4 ,er konnte auch gromtig sein1 aber nur gegen ,sklaven1 die zu seinen ,fen lagen4 ,aber ,attilas ,rache 4444 jedoch niemand htte den ,mut gehabt1 seine ,rache heraufzubeschwren4 ,anscheinend hatte ,geiserichs ,vorschlag ihn in seinen eigenen ,plnen befestigt4 ,auf sein ,gebot sammelten sich all seine zahllosen ,stmme1 und er zog mit ihnen gen ,westen4 ,das rmische ,reich merkte bald1 welch groe ,gefahr ihm drohte4 ,alle ,nationen1 die das ,westeuropa jener ,zeit bevlkerten1 wurden von einer gewaltigen ,aufregung ergriffen4 ,und nun geschah etwas ,auerordentliches3 ,das ganze barbarische ,westeuropa vereinigte sich zu einem einzigen ,bndnis1 die ,rmer schlossen sich den ,zerstrern ihres ,reichs1 den ,westgoten1 ,alanen und ,franken an4 ,nomaden- und ,hirtenvlker strzten sich auf sehafte und zum ,teil schon ackerbauende ,vlker1 das ungestme despotische ,asien auf das gefestigte1 freie ,europa4 ,hier mssen wir bemerken1 da die germanischen ,vlker um so freiheitsliebender waren1 je weiter gen ,westen sie lebten4 ,die ,alpen waren von alters her eine ,schutzwehr der europischen ,freiheit und im weiten ,umkreise um sie herum haben sich die ,stmme auch heute noch einen gewissen ,unabhngigkeitszug bewahrt4 ,die ,marneebene in ,frankreich sollte der ,schauplatz dieser in der ,geschichte einzig dastehenden ,schlacht werden4 ,das freie ,westeuropa1 die ,rmer1 die ,westgoten1 die ,aremoriker1 die ,breonen1 die ,burgunder1 die ,sachsen1 die ,alanen und die ,franken unter ,fhrung ihrer ,knige und ,feldherrn und unter der ,oberleitung des gewandten ,atius und das nomadisierende ,osteuropa3 die ,ostgoten1 ,alanen1 ,gepiden1 ,markomannen1 ,veneter1 ,longobarden1 ,heruler1 ,akatirer1 ,avaren1 ,thringer1 ,roktolanen sowie einige slawische ,stmme unter der ,fhrung ihrer ,frsten1 ,knige und ,prinzen1 geleitet von dem einen allmchtigen ,willen ,attilas1 sollten eine ,entscheidung ber so manches herbeifhren1 was fr die ,nachwelt von hchster ,bedeutung ward4 ,das freie ,europa hielt stand4 ,die unberwindliche verderbenbringende ,reiterei ,attilas und die verbndeten ,vlker wurden zurckgeworfen1 und der unbezwingliche ,hunne1 der seine ganze ihm zu ,gebote stehende ,willenskraft eingesetzt hatte1 kehrte mit seinen ,roherden und ,vlkern in die ,ebenen ,ungarns und ,pannoniens zurck4 ,atius1 der nicht den ,wunsch hatte1 da die ,westgoten1 die sich in dieser blutigen ,schlacht mehr denn alle brigen ausgezeichnet hatten1 ein zu groes bergewicht gewnnen1 erleichterte ,attila den ,rckzug4 ,die groe ,vlkerliga zerfiel1 nachdem sie ihre ,aufgabe erfllt hatte1 und alles kehrte1 da man annahm1 die ,gefahr sei vorber1 in seinen ,anfangszustand zurck4 ,aber der frchterliche ,hunnenfhrer raufte sich zornig seinen edlen ,haarschopf und fiel nach einem ,jahr1 nachdem er die ,reihen seiner ,truppen durch neue ergnzt hatte1 in ,italien ein1 wo der sorglose ,kaiser ,valentinian und sogar ,atius selbst nichts von ,gefahr ahnten4 ,die erste ,stadt1 die ,attilas schwere ,hand zu spren bekam1 war ,aquileja4 ,er scherte sie vollkommen ein und wurde so die ,veranlassung1 da ein ,huflein berlebender ,einwohner am ,adriatischen ,meere die ,stadt ,venedig grndeten4 ,von hier zog er wie eine feurige ,geiel durch ganz ,italien4 ,die ,stdte ,concordia1 ,brescia1 ,vicenza1 ,padua1 ,verona1 ,mantua1 ,mailand1 ,modena1 ,parma lieen nichts wie niedergebrannte ,mauern sehen4 ,ich schwre es1 rief der wilde ,hunne1 da soll kein ,gras mehr wachsen1 wo der ,huf meines ,rosses den ,boden berhrt hat6 ,endlich sah auch ,rom ,attila vor seinen ,mauern4 ,der erschrockene ,papst trat in vollem ,ornat und begleitet von einer ganzen ,prozession dem unerbittlichen ,hunnen entgegen und1 -- war es nun die ,pracht des christlichen ,ritus oder der unter den wilden1 ja selbst unter den heidnischen ,vlkern vielfach verbreitete ,gedanke1 da ,rom etwas ,heiliges in seinen ,mauern berge -- genug1 ,attila begngte sich damit1 einen groen ,tribut zu erheben1 zog sich zurck und verlie ,italien4 ,schon sollte die vereinigte ,liga der westlichen ,vlker seine ,macht und ,rache kennen lernen1 aber sein pltzlicher ,tod rettete sie4 ,attila fand einen seltsamen ,tod4 ,er1 der so dster und zurckhaltend gewesen war1 der es nicht einmal geduldet hatte1 da der ,griff seines ,sbels und sein ,filzsattel mit goldenem ,zierat oder ,edelsteinen geschmckt werde1 vernderte von einem ,tage zum andern seine ,lebensweise4 ,nachdem er die ,tochter des ,kaisers von ,baktrien1 ein ,mdchen von wunderbarer ,schnheit1 geheiratet hatte1 gab er sich1 ganz berauscht von ,wein und ,gelagen1 mit einer so wilden ,leidenschaft der ,sinnenlust hin1 da er seine ganze sthlerne ,lebenskraft wie in einem ,zuge ausstrmen lie4 ,ein ,blutstrom rann ihm aus ,ohren1 ,mund und ,nase1 und er erstickte4 ,in einer unbekannten ,wste1 in stockfinstrer ,nacht grub man ,attila das ,grab und begleitete diese ,arbeit mit ,gesngen1 in denen seine ,heldentaten gepriesen wurden4 ,sein ,leichnam wurde in einen dreiwndigen ,sarg gelegt -- die eine ,wand war von ,gold1 die andre von ,silber und die letzte von ,kupfer2 seine ,waffen und das ,geschirr seiner ,rosse wurde mit ihm ins ,grab gesenkt4 ,alle ,knechte und ,sklaven1 die die ,grube gegraben1 wurden am ,grabe erstochen1 damit kein ,lebender je die ,stelle fnde1 wo die ,gebeine des groen ,mannes ruhten#ac4 ,nach dem ,tode ,attilas stoben die ,hunnen pltzlich auseinander und zerstreuten sich wie alle asiatischen ,vlker1 die nur durch den mchtigen ,willen eines ,fhrers zusammengehalten werden4 ,nunmehr breiteten sich die europischen ,vlker weiter und freier aus1 sie wurden selbstndiger1 und im ,osten traten slawische ,stmme mehr in den ,vordergrund1 die sich allmhlich vermehrten und in sechzig verschiedene ,stmme teilten2 sie zogen bis nach ,tirol1 machten nach dem ,abzug der ,ostgoten an den ,grenzen des griechischen ,kaiserreichs von sich reden1 drangen immer mehr in die weiten ,ebenen ein und verwandelten sich allmhlich in sehafte ,vlker4 ber ,italien lagen nach den ,verwstungen ,attilas noch lange ,rauchwolken1 aber selbst in den halbzerstrten ,ruinen nisteten noch immer allerhand ,tcken und ,rnke1 und in diesem vllig erschpften ,reiche gab es immer noch elende ,ehrgeizlinge4 ,dem ,senator ,maximus war es gelungen1 ,atius1 die einzige ,sttze des schwankenden ,thrones1 vor dem ohnmchtigen ,kaiser ,valentinian zu verdchtigen1 und der undankbare ,valentinian erschlug ihn mit eigener ,hand4 ,nun aber1 als er dieser ,sttze verlustig gegangen war1 fiel er selbst von der ,hand des ,maximus1 dieser setzte sich die ,kaiserkrone auf sein von kindischem ,ehrgeiz erflltes ,haupt und heiratete die ,witwe ,eudoxia4 ,die ,witwe aber drstete nach ,rache1 sie war emprt ber den gemeinen ,mord an ihrem ,gemahl1 ,italiens ,schicksal beunruhigte sie wenig1 und so forderte sie ,geiserich im geheimen auf1 nach ,rom zu kommen1 um den ,tod des ,kaisers1 seines ,verbndeten und ,freundes1 zu rchen4 ,funote #ac3 ber die ,hunnen und ,attila siehe ,jornandes1 ,de ,guignes1 ,fischer4 ,geiserich lie nicht gern lange auf sich warten2 sofort verlie er mit seinen ,vandalen die afrikanische ,kste1 schiffte sich auf seinen ,piratenschiffen ein und landete in ,italien4 ,und alles1 was vom ,schwert ,attilas verschont geblieben war1 das vernichtete ,geiserich in gewohnter ,weise4 ,er untersuchte nicht lange1 wer recht und wer unrecht hatte1 oder wem er ,hilfe leisten sollte4 ,alle traf dasselbe ,schicksal4 ,geiserich verstand sich besonders gut auf das ,plndern2 nach ihm fand niemand etwas1 woran er sich htte bereichern knnen4 ,rom1 das bis dahin selbst von den ,heiden verschont geblieben war1 wurde von diesem christlichen ,knig ganz erbarmungslos geplndert2 alles1 was berhaupt mitgenommen werden konnte1 wurde mitgenommen4 ,er fllte seine ,schiffe mit einer ,unzahl von ,gefangenen1 mit denen er selbst nichts anzufangen wute2 er nahm eine ,menge von ,schauspielern und ,knstlern mit1 selbst die ,frau des ,kaisers samt ihren ,tchtern1 denen er doch zu ,hilfe geeilt war1 zuletzt holte er auch die goldene ,kuppel vom ,kapitol herunter und schleppte sie zugleich mit anderen ,schtzen nach ,afrika4 ,nach all diesen ,ereignissen erinnerte ,italien kaum noch an den ,schatten seines ehemaligen ,ruhms4 ,einst in herrlicher ,blte prangend1 der ,glanzpunkt der europischen ,natur1 bot es jetzt den wilden ,anblick eines verwsteten1 zerstrten ,landes dar4 ,der ,name des ,kaisers war in den verlassenen ,stdten kaum noch zu hren4 ,der rmische ,imperator hatte gar keine ,einknfte mehr4 ,er war nicht mehr imstande1 seinem eigenen ,heer1 das aus ,herulern1 ,rugiern und ,turcilingern bestand1 seinen ,sold zu bezahlen4 ,und so setzte denn ihr ,anfhrer ,odoaker den ,kaiser ab und wurde selbst ein unbeschrnkter und vllig unabhngiger ,herrscher2 allein1 er wollte die kaiserliche ,wrde gar nicht mehr annehmen1 sondern nannte sich ganz einfach ,knig der ,heruler4 ,ein anderer ,teil des rmischen ,heeres befand sich in ,gallien1 es war durch die ,alpen gewissermaen von der ,heimat abgeschnitten1 und sein ,anfhrer ,syagrius1 der von den ,ereignissen in ,italien gar keine ,kunde hatte1 verteidigte hier das gar nicht mehr existierende ,reich gegen den vereinigten ,frankenbund1 der um diese ,zeit bereits bermchtig zu werden begann1 weil ein unternehmender ,knig und ,feldherr1 ,chlodwig1 an seiner ,spitze stand4 ,syagrius1 der von seinem ,reich abgeschnitten war und gar keine ,verstrkungen erhielt1 fiel es schwer1 diesen frischen ,krften ,widerstand zu leisten3 er gab nach1 und ,gallien wurde von frnkischen ,stmmen berschwemmt4 ,bald darnach brachen die ,ostgoten unter der ,fhrung von ,theoderich von den nrdlichen ,grenzen des ostrmischen ,reiches auf1 nahmen ,italien ein und brachten die dort lebenden ,vlker unter ihre ,herrschaft4 ,kurze ,zeit nachher setzten die ,angelsachsen auf ihren plumpen1 khnen ,schiffen ber das ,meer1 unterwarfen ,england -- und damit fand die groe ,vlkerwanderung1 soweit sie sich in groen ,massen vollzog1 endgltig ihren ,abschlu1 aber in engeren ,grenzen und in kleinerem ,umfange nahm sie auch noch weiter ihren ,fortgang4 ,die vielen wilden ,jger1 die dieses allgemeine ,herber- und ,hinberwandern und dieser bestndige ,wechsel der ,wohnsitze herangezogen hatten1 waren von einer starken ,leidenschaft fr allerhand ,abenteuer und ,wandern ergriffen1 und obgleich ganz ,europa jetzt scheinbar unbeweglich dalag1 rhrte es sich und wogte es dort hin und her wie auf einem ungeheuren ,marktplatz4 ,alle ,nationen waren so durcheinandergemengt1 da es vergeblich gewesen wre1 eine reine und unberhrte entdecken zu wollen1 und erst mit der ,zeit drckten bestimmte stabile ,regierungsformen oder ,beschftigungen den bedeutendsten unter ihnen eine besondere ,eigenart und bestimmte unterscheidende ,merkmale auf4 ,damals gab es vier groe ,vlkergruppen oder -massen1 die die anderen an ,bedeutung berragten1 gleichsam vier ,hauptpunkte1 in denen sich die ,macht ,europas konzentrierte4 ,in ,spanien -- die ,westgoten1 die mit einem ,teil der von ihnen unterjochten ,vlker dort eingefallen waren1 sich daselbst1 d4 h4 in ,spanien mit den ,alanen1 ,sueven1 ,vandalen und einigen anderen von diesen abhngenden ,stmmen vereinigt und in dem ,gebirge von ,asturien eine ,menge feindlicher ,banditenbanden wider sich aufgeregt hatten4 ,ferner in ,gallien die ,franken1 die bereits aus den frheren ,nachbarn der ,rmer1 den ,germanen von der ,donau und vom ,rhein1 den ,usipiern1 ,sigambern1 ,cheruskern1 ,chatten1 ,brukteren1 ,angrivariern1 ,chasuariern und anderen eine ,nation gebildet1 sich mit den einheimischen rmischen ,galliern vereinigt1 mit den unterworfenen ,aremorikern1 ,bretonen1 ,alemannen1 ,burgundern und zum ,teil auch mit den ,bajuwaren und ,friesen verbunden1 ohne sich doch mit ihnen zu verschmelzen1 und die das ,gebiet ihrer ,herrschaft bis ber die ,alpen ber den ,rhein hinaus ausgedehnt hatten4 ,das war eine der mchtigsten ,vlkergruppen4 ,im nrdlichen ,deutschland saen die ,sachsen1 die durch ihre ,wildheit und ihr ,korsarentum ,schrecken erregten und sich nur wenig mit anderen ,stmmen vermischt hatten1 und in ,italien die ,ostgoten1 in deren ,masse sich viele ,abkmmlinge von ,vlkern befanden1 die in ,osteuropa herumwanderten -- ,sueven1 ,alanen1 ,avaren1 ,slawen1 ,gepiden -- und die unter der geschickten und festen ,regierung ,theoderichs eine ,zeitlang das bergewicht in ,europa erlangten4 ,auerdem bten diese groen ,vlkermassen noch eine ,schutzherrschaft ber eine ,menge weit abseits wohnender ,stmme aus4 ,die ,grenzen zwischen ihnen verloren sich oft in unbekannte ,rume2 in dem von den ,grenzen eingeschlossenen ,lande erhielten sich hufig viele ,vlker1 die hier ganz unabhngig durch- und nebeneinander lebten4 ,so in ,mitteldeutschland -- die ,longobarden1 dann ein ,teil der ,bajuwaren1 die sich in ,italien ausgezeichnet1 und alle ,vlker1 die einst in den ehemals unermelichen ,wldern des ,harzes und des felsigen ,vorgebirges der ,alpen gelebt hatten4 ,der ,osten ,europas war von den vllig zerstreuten slawischen ,stmmen besetzt1 die unter dem ewigen ,druck aller aus ,asien nach ,europa strmenden ,vlker noch nicht ,zeit gefunden hatten1 ttig in die ,weltgeschichte einzugreifen4 ,jenseits des so bezeichneten ,kreises im ,norden und ,osten wohnten verschiedene ,vlker1 die noch in dunkler ,tatenlosigkeit dahinlebten4 ,dies war die ,lage ,europas am ,ende des ,v4 ,jahrhunderts1 dessen ,ausgang so laut und unruhig war1 als durch den unbeschreiblichen ,ratschlu der ,vorsehung das gewaltige ,chaos1 das die dunklen ,elemente zu einer neuen ,welt in sich trug1 sich auf ,europa niedersenkte1 als sich ,vlker in ungeheuren ,massen verheerend auf andere ,vlker strzten1 zu jener ,zeit1 als noch gewaltige1 finstere ,taten geschahen1 als die ,namen eines ,alarich1 ,geiserich und ,attila gleich unruhigen ,kometen durch die ,welt schwirrten1 whrend die ,alte ,welt im ,osten langsam vermoderte1 als die rmische ,kultur sich zaghaft an die ,ksten ,syriens1 ,alexandriens und ,konstantinopels drngte und die ketzerischen ,lehren eines ,nestor und ,eutiches an ihren gebrechlichen altersschwachen ,krften nagten4 ,,ix ,memoiren eines ,wahnsinnigen ,den #c4 ,oktober4 ,heute hat sich etwas ,auerordentliches ereignet4 ,ich stand diesen ,morgen ziemlich spt auf1 und als ,mawra mir meine frisch geputzten ,stiefel hereinbrachte1 fragte ich sie1 wieviel die ,uhr sei4 ,als ich hrte1 da es lngst zehn geschlagen htte1 beeilte ich mich mit dem ,ankleiden4 ,ich mu gestehn1 am liebsten wre ich gar nicht in die ,kanzlei gegangen1 da ich im voraus wute1 was fr eine saure ,miene unser ,abteilungschef machen wrde4 ,schon seit geraumer ,zeit pflegt er mich immer wieder zu fragen3 ,sag' mal1 ,freundchen1 was geht eigentlich in deinem ,oberstbchen vor1 du lufst hin und her wie ein ,irrsinniger und wirfst alles so durcheinander1 da sich selbst der ,teufel nicht mehr auskennt1 du schreibst die ,titel mit kleinem ,anfangsbuchstaben und datierst und numerierst die ,akten nicht4 ,so ein verdammter ,kerl6 ,sicherlich plagt ihn der ,neid1 weil ich im ,arbeitszimmer des ,direktors sitze und die ,federn fr ,seine ,exzellenz schneide4 ,mit einem ,wort3 ich wre gar nicht in die ,kanzlei gegangen1 wenn ich nicht die ,hoffnung gehabt htte1 den ,kassierer zu sehn1 und von diesem ,juden wenigstens einen kleinen ,vorschu auf mein ,gehalt herauszukriegen4 ,das ist auch so eine ,kreatur4 ,gerechter ,gott1 eher bricht das ,jngste ,gericht herein1 als da er einem das ,gehalt fr einen ,monat vorausbezahlt6 ,bitte ihn1 soviel du willst1 geh meinetwegen zugrunde1 sei in der grten ,klemme -- der alte ,satan rckt nicht mit ,geld heraus4 ,dafr mu er sich von seiner ,kchin zu ,hause ohrfeigen lassen4 ,das ist ja weltbekannt4 ,ich sehe auch nicht ein1 was es fr ,vorteile hat1 im ,departement zu dienen4 ,man hat da doch gar keine ,einnahmen6 ,in den ,gouvernementsverwaltungen1 in den ,zivil- und ,staatsbehrden dagegen1 das ist eine ganz andere ,sache6 ,da sitzt einer ganz in die ,ecke gedrckt da und kritzelt irgend etwas -- sein ,frack ist ganz fadenscheinig -- er hat eine ,fratze1 da man ausspucken mchte4 ,aber seht mal hin1 was er sich fr eine ,villa leistet6 ,man darf es gar nicht erst wagen1 ihm eine schn vergoldete ,porzellantasse anzubieten4 ,das1 sagt er1 solch ein ,geschenk1 das ist was fr 'nen ,doktor4 ,er dagegen mu gleich ein paar ,pferde1 eine ,equipage oder einen ,biberkragen fr #cjj ,rubel haben4 uerlich ist er so bescheiden und spricht so zart3 ,wollen ,sie mir nicht fr einen ,augenblick ,ihr ,messerchen leihen1 um meine ,feder zu schneiden6 und dabei rupft er einen derartig1 da er einem kaum das ,hemd am ,leibe briglt4 ,das mu man allerdings zugeben1 unser ,dienst hat etwas ,vornehmes1 berall herrscht eine solche ,reinlichkeit1 wie sie sich in keiner ,gouvernementskanzlei finden drfte1 alle ,tische sind aus ,mahagoni1 und die ,vorgesetzten sagen ,sie zu einem4 ,ja1 ich mu gestehn1 ich htte lngst die ,kanzlei verlassen1 wenn nicht dieser vornehme ,ton bei uns herrschte4 ,ich legte meinen alten ,mantel an und nahm einen ,regenschirm in die ,hand1 denn es regnete heftig4 ,die ,straen waren leer2 nur ein paar alte ,weiber1 die sich mit ihren ber den ,kopf geschlagenen ,rcken vor dem ,regen schtzten1 einige russische ,kaufleute unter riesigen ,schirmen und ein paar ,droschken kamen mir entgegen4 ,von den besseren ,leuten begegnete ich nur einigen von unseren ,beamten4 ,bei einer ,straenkreuzung erblickte ich einen von ihnen4 ,als ich ihn bemerkte1 dachte ich mir sofort3 ,he1 ,freundchen1 du gehst mir nicht in die ,kanzlei1 du eilst jener ,schnen nach1 die vor dir herluft1 und sphst nach ihren ,fchen4 ,solche ,teufelskerle1 diese ,beamten6 ,bei ,gott6 ,die geben selbst einem ,offizier nichts nach6 ,da braucht nur irgendein ,mdel in einem netten ,htchen vorberzugehn1 sofort hat er sie schon gekapert4 ,als mir dies durch den ,sinn ging1 fiel mein ,blick auf einen ,wagen1 der gerade vor einem ,laden hielt1 an dem ich vorberkam4 ,ich erkannte ihn sofort3 es war der ,wagen unseres ,direktors4 ,ich berlegte3 ,er hat in diesem ,laden nichts zu tun -- gewi ist es seine ,tochter6 ,ich drckte mich dicht an die ,wand4 ,der ,bediente ffnete den ,schlag1 und sie hpfte heraus wie ein ,vgelchen4 ,sie wandte ihr ,kpfchen nach rechts und nach links1 wie reizend zuckte sie mit den ,brauen und wie blitzten ihre ,augen6 44444 ,gott6 mein ,gott1 ich bin verloren1 ganz verloren6 444 ,warum mute sie aber auch bei solch einem ,wetter ausfahren6 ,da soll noch jemand behaupten1 da die ,frauen keine ,leidenschaft fr allerhand ,putz und ,flitterwerk haben4 ,sie hatte mich nicht erkannt1 ich hatte ja absichtlich versucht1 mich ganz hinter meinem ,kragen zu verkriechen1 weil ich einen ganz alten1 fleckigen ,mantel von altmodischem ,schnitt umgelegt hatte4 ,jetzt trgt man ,mntel mit einem langen ,kragen1 und der meine hat mehrere kurze bereinander2 obendrein war das ,tuch nicht einmal decatiert4 ,ihr ,hndchen1 das nicht ,zeit gehabt hatte1 in die ,ladentr zu schlpfen1 blieb auf der ,strae4 ,ich kenne dieses ,hndchen1 es heit ,maggie2 ich hatte keine ,minute auf der ,strae gestanden1 da hrte ich pltzlich ein feines ,stimmchen3 ,guten ,tag1 ,maggie6 ,was ist denn das1 wer spricht denn da86 ,ich schaute mich nach allen ,seiten um und sah zwei ,damen unter einem ,regenschirm daherkommen3 die eine war schon recht alt1 die andere noch jung2 sie gingen an mir vorber1 da erklang es aufs neue3 ,schm' dich1 ,maggie6 ,hol's der ,teufel6 ,ich sah1 da ,maggie einen ,hund beschnffelte1 der hinter den ,damen einherlief4 ,aha6 sagte ich zu mir2 wie wird mir1 sollte ich am ,ende betrunken sein8 ,aber das passiert mir ja nur hchst selten6 ,nein1 ,fidel1 du irrst dich6 ,jetzt sah ich's deutlich3 die1 die dies sagte1 war ,maggie selbst3 ,ich war1 wau1 wau1 ich war1 wau1 wau1 wau1 sehr krank6 ,sieh einer das ,hndchen an6 ,ich mu gestehn1 ich war sehr erstaunt1 als ich hrte1 da es geradeso sprach wie ein ,mensch4 ,aber als ich spter alles ordentlich berlegte1 hrte ich auf1 mich zu wundern4 ,wahrhaftig1 so etwas ist auf ,erden schon hufiger vorgekommen6 ,man erzhlt sich1 da in ,england einmal ein ,fisch ans ,land geschwommen sei1 der zwei ,worte in einer so merkwrdigen ,sprache gesprochen htte1 da sich die ,gelehrten schon drei ,jahre darber den ,kopf zerbrechen und doch nicht herauskriegen knnen1 was das fr eine ,sprache war4 ,ich habe auch in der ,zeitung von zwei ,khen gelesen1 die in einen ,laden gekommen seien und ein ,pfund ,tee verlangt htten4 ,aber ich mu sagen1 ich wunderte mich doch noch mehr1 als ich ,maggie sagen hrte3 ,ich habe dir geschrieben1 ,fidel2 gewi hat ,polkan dir meinen ,brief nicht berbracht4 ,teufel auch1 ich habe noch nie im ,leben gehrt1 da ein ,hund schreiben kann4 ,richtig schreiben kann doch nur ein ,edelmann 444 ,natrlich1 es kommt wohl auch einmal vor1 da irgendein ,kaufmann1 ein ,bureaumensch oder sogar ein ,leibeigner etwas hinkritzelt6 ,aber das ist doch immer nur ein mechanisches ,geschreibsel6 ,ohne ,punkte1 ohne ,komma und ohne alles ,stilgefhl6 444 ,das setzte mich in ,erstaunen4 ,ich mu gestehn1 seit einiger ,zeit fange ich an1 ,dinge zu sehen und zu hren1 die bis jetzt noch kein ,mensch gesehen und gehrt hat4 ,ich will mal diesem ,hndchen folgen1 sagte ich zu mir1 und erfahren1 wie und was es denkt4 ,ich spannte meinen ,schirm auf und ging hinter den ,damen her4 ,wir bogen in die ,erbsenstrae1 dann in die ,meschtschanskaja1 nachher in die ,storljarnaja und endlich zur ,kokuschkin-,brcke ein und blieben vor einem groen ,hause stehn4 ,dieses ,haus kenne ich6 sagte ich zu mir1 es gehrt ,swerkow4 ,so ein ,kasten6 ,was leben da nicht alles fr ,leute6 ,wie viele ,kchinnen und wie viel ,zugereiste gibt es da6 ,auch von uns ,beamten gibt es da eine ganze ,menge6 ,die sitzen wie ,hunde einer auf dem andern und hetzen noch einen dritten auf ihn4 ,hier wohnt auch einer meiner ,freunde1 der sehr gut ,piston blst4 ,die ,damen stiegen in den fnften ,stock hinauf4 ,schn1 sagte ich zu mir jetzt will ich nicht mitgehen1 ich will mir die ,gegend merken und nicht versumen1 mir die erste ,gelegenheit zunutze zu machen4 ,den #d4 ,oktober4 ,heute ist ,mittwoch und daher habe ich meinen ,chef in seinem ,arbeitszimmer aufgesucht4 ,ich kam absichtlich etwas frher1 setzte mich hin und spitzte noch einmal alle ,federn an4 ,unser ,direktor mu ein sehr kluger ,mensch sein4 ,sein ganzes ,kabinett ist mit ,bcherschrnken angefllt4 ,ich las die ,titel einiger ,bcher4 ,lauter gelehrtes ,zeug1 so gelehrt1 da unsereiner sich gar nicht dranwagen kann -- alles franzsische oder deutsche ,bcher4 ,und wenn man ihm erst ins ,gesicht sieht -- uff -- welche ,wrde leuchtet einem aus seinen ,augen entgegen4 ,ich habe noch nie gehrt1 da er ein unntzes ,wort gesagt htte4 ,wenn man ihm ein ,papier reicht1 bemerkt er hchstens3 ,wie ist es heute drauen8 ,feucht1 ,euere ,exzellenz6 ,ja1 das ist keine ,gesellschaft fr unsereinen4 ,er ist ein ,staatsmann6 ,dennoch aber merke ich1 da er mich besonders gern hat4 ,ach1 wenn doch auch seine ,tochter 444 so eine verfluchte ,geschichte6 444 ,doch still davon6 ,kein ,wort mehr6 ,ich las heute in der ,biene4 ,die ,franzosen sind doch ein dummes ,volk6 ,was wollen sie eigentlich8 ,bei ,gott1 ich mchte sie alle bers ,knie legen und auspeitschen4 ,ich las auch eine sehr nette ,beschreibung eines ,balles1 die ein ,gutsbesitzer aus ,kursk verfat hatte4 ,diese ,kursker ,gutsbesitzer schreiben doch sehr gut4 ,da bemerkte ich1 da die ,uhr halb eins schlug1 und dennoch wollte unser ,chef noch immer nicht aus seinem ,schlafzimmer herauskommen4 ,aber keine ,feder ist imstande1 das zu beschreiben1 was sich um halb zwei ,uhr abspielte4 ,die ,tr wurde geffnet1 ich glaubte schon1 es sei der ,direktor1 und sprang1 mit den ,papieren in der ,hand1 vom ,stuhl auf3 aber es war sie1 sie selbst6 ,alle ,heiligen6 wie herrlich war sie angezogen6 ,ihr ,kleid war schneewei wie das ,gefieder eines ,schwanes -- ein wundervolles ,kleid4 ,und wie sie mich anblickte -- glich sie der ,sonne -- bei ,gott -- der ,sonne6 ,sie grte und sagte3 ,ist ,papa nicht hier gewesen8 ,herr ,gott6 was fr eine ,stimme6 -- der reinste ,kanarienvogel1 wahrhaftig1 der reinste ,kanarienvogel6 ,euere ,exzellenz6 wollte ich sagen1 vernichten ,sie mich nicht1 aber wenn ,sie mich schon durchaus vernichten wollen1 so tun ,sie es mit ,ihrem hochgeborenen ,hndchen6 ,aber hol's der ,teufel1 die ,zunge versagte mir ihren ,dienst1 und ich sagte nur3 ,durchaus nicht6 ,sie sah erst mich an1 dann die ,bcher und lie dabei ihr ,taschentuch fallen2 ich sprang eilig hinzu1 glitt aber auf dem verfluchten ,parkett aus und htte mir fast die ,nase zerschlagen1 doch hielt sie mich noch im letzten ,moment aufrecht und hob das ,tuch auf6 ,alle ,heiligen6 ,welch ein ,tuch6 der allerfeinste ,batist -- ,ambrosia -- das reine ,ambrosia6 ,man glaubte ihm frmlich die ,vornehmheit seiner ,besitzerin anzumerken4 ,sie bedankte sich und lchelte flchtig1 so da sich ihre zuckersen ,lippen kaum merklich kruselten1 dann ging sie4 ,ich blieb noch eine ,stunde lang sitzen1 als pltzlich der ,diener hereintrat und sagte3 ,aksentjij ,iwanowitsch1 gehen ,sie nach ,hause1 der ,herr ist schon fortgefahren4 ,ich kann dieses ,bedientenvolk nicht leiden2 immer rekeln sie sich im ,vorzimmer herum1 und unsereins zu gren1 das fllt ihnen gar nicht ein4 ,aber das ist noch nicht das rgste2 einmal kam ein solcher ,hund sogar auf den ,gedanken1 mir eine ,prise anzubieten1 ohne vom ,stuhl aufzustehen4 ,ja1 weit du denn nicht1 du dummer ,sklave1 da ich ein ,beamter und ein ,edelmann bin86 ,indessen nahm ich meinen ,hut1 legte mir allein meinen ,mantel um1 denn diesen hohen ,herrn fllt es doch nicht ein1 unsereinem hineinzuhelfen1 und ging meiner ,wege4 ,zu ,hause lag ich meistens auf dem ,bett4 ,dann schrieb ich ein paar schne ,verse ab3 ,da mein ,lieb ein ,stndchen nicht zu sehn ist -- 's mu ein ,jahr schon her sein1 dacht' ich2 ,weil mein ,leben mir so arg verhat ist1 ,kann ich da noch leben8 -- sagt' ich4 ,wahrscheinlich ist es ein ,gedicht von ,puschkin4 ,abends wickelte ich mich fest in meinen ,mantel und ging vor das ,haustor ,seiner ,exzellenz1 ich wartete ziemlich lange1 ob sie nicht vielleicht heraustreten und in den ,wagen steigen wrde1 ich hoffte1 sie noch einmal zu sehn2 aber sie kam nicht4 -- ,den #f4 ,november4 ,der ,abteilungschef ist ganz aus dem ,huschen6 ,als ich in die ,kanzlei kam1 lie er mich sofort rufen und sprach3 ,sag' mir bitte1 was tust du eigentlich8 ,wie8 ich tue gar nichts1 antwortete ich4 ,hre mal1 denk' doch mal darber nach1 du bist doch schon ber #dj ,jahre alt -- es wre bald ,zeit1 da du vernnftig wirst4 ,was bildest du dir eigentlich ein8 ,du glaubst wohl1 ich sei nicht hinter all deine ,schliche gekommen8 ,du lufst ja der ,tochter unseres ,direktors nach6 ,sieh dich doch nur mal an und mach' dir mal klar1 wer du eigentlich bist6 ,du bist doch eine ,null -- und weiter nichts4 ,du hast ja keinen ,heller im ,kasten4 ,wirf doch einen ,blick in den ,spiegel -- wie kannst du nur an so etwas denken6 ,hol' ihn der ,teufel6 weil sein ,gesicht an eine ,medizinflasche erinnert und weil er nur noch ein paar ,haare auf dem ,kopf hat1 die er knstlich zu einem ,schopf zusammendreht1 den er mit allerhand duftenden ,pomaden salbt1 und weil er die ,nase hoch trgt1 bildet er sich ein1 da ihm allein alles erlaubt sei4 ,ich verstehe1 ich verstehe sehr gut1 warum er so wtend auf mich ist4 ,er beneidet mich1 vielleicht wei er1 da ich bevorzugt werde1 vielleicht hat er die ,zeichen des ,wohlwollens bemerkt1 die mir zuteil geworden sind4 ,ach was6 ,ich spucke auf ihn6 ,auch was ,groes6 ,ein -- ,hofrat6 trgt 'ne goldene ,uhrkette und lt sich ,stiefel zu #cj ,rubel das ,paar machen4 ,ach6 hol ihn doch der ,teufel6 ,bin ich etwa aus niederem ,stande8 ,bin ich etwa ein ,schneider oder der ,sohn eines ,unteroffiziers6 ,ich bin ein ,edelmann6 ,ich kann mich doch auch heraufdienen4 ,ich bin erst #db ,jahre alt --1 und da beginnt doch eigentlich der ,dienst erst richtig4 ,warte nur1 ,freundchen6 wir werden auch noch einmal ,oberst sein1 ja1 vielleicht1 so ,gott will1 auch noch ein bissel mehr6 ,dann schaffe ich mir eine schne ,wohnung an1 vielleicht noch eine bessere als deine4 ,du bildest dir wohl ein1 da es auer dir keine anstndigen ,menschen gibt8 ,dann schaffe ich mir einen ,frack nach der neuesten ,mode an und binde mir eine ebensolche ,krawatte um wie du -- dann reichst du berhaupt nicht an mich heran4 ,ich habe blo kein ,geld -- das ist das ,pech4 ,den #h4 ,november4 ,heute war ich im ,theater4 ,man gab ,filatka1 den russischen ,narren4 ,ich habe sehr gelacht4 ,dann folgte noch eine ,posse mit allerhand komischen ,couplets1 in denen es ber die ,gerichtsbeamten herging1 besonders wurde ein ,kollegienregistrator aufs ,korn genommen2 diese ,couplets waren sehr krftig1 und ich habe mich gewundert1 da die ,zensur sie nicht beanstandet hat4 ,von den ,kaufleuten hie es geradezu1 da sie das ,volk betrgen1 da ihre ,shne verschwenderisch leben und nach dem ,adelsstand streben4 ,dann gab's auch ein sehr amsantes ,couplet ber die ,journalisten3 der ,autor bat das ,publikum um ,schutz vor ihnen1 da sie immer alles herunterreien4 ,die heutigen ,schriftsteller schreiben sehr interessante ,stcke4 ,ich gehe sehr gern ins ,theater4 ,sobald ich nur ein paar ,groschen in der ,tasche habe1 kann ich der ,versuchung nicht widerstehn und geh' hinein4 ,es gibt unter den ,beamten solche ,schweine1 die durchaus nicht ins ,theater gehen wollen -- richtige ,bauern -- es sei denn1 da man ihnen ein ,freibillett schenkt4 ,da war auch eine ,sngerin4 ,sie sang wunderschn -- sie erinnerte mich an jene 4444 ach6 so 'ne ,gemeinheit4 ,doch still1 still 444 kein ,wort mehr davon4 ,den #i4 ,november4 ,um #h ,uhr begab ich mich in die ,kanzlei4 ,der ,abteilungschef tat so1 als bemerke er mein ,eintreten gar nicht4 ,ich meinerseits tat auch so1 als htten wir nichts miteinander vorgehabt4 ,ich sah einige ,akten durch und verglich sie miteinander4 ,um #d ,uhr ging ich wieder fort4 ,ich kam an der ,wohnung des ,direktors vorbei1 aber es war niemand zu sehn4 ,nach ,tisch lag ich meist wieder auf dem ,bett4 ,den #aa4 ,november4 ,heute sa ich im ,arbeitszimmer unseres ,direktors1 schnitt dreiundzwanzig ,federn fr ihn und fr ,ihre1 oh1 oh1 oh1 und fr ,ihre ,exzellenz vier ,federn4 ,er hat es gern1 wenn recht viele ,federn auf seinem ,tisch bereit liegen4 ,oh1 das mu ein ,kopf sein6 ,er schweigt bestndig1 aber in diesem ,kopf -- glaub' ich -- erwgt er alles4 ,ich mchte gern wissen1 worber er am meisten nachdenkt1 und was er fr ,plne schmiedet4 ,ich mchte das ,leben dieser ,herrn gern so aus der ,nhe beobachten1 alle diese ,equivoquen und ,hofintrigen2 wie sie sich bewegen1 und was sie in ihrem ,kreise tun und treiben3 das wrde ich gern erfahren6 -- ,schon hufig hatte ich ,lust1 mich mit ,seiner ,exzellenz in ein ,gesprch einzulassen1 aber wei der ,teufel1 die ,zunge versagt mir ihren ,dienst4 ,schlielich sagt man nur1 da es drauen kalt oder warm ist1 und mehr bringt man bei dem besten ,willen nicht heraus4 ,wie gern wrde ich einen ,blick ins ,gastzimmer werfen1 aber die ,tr steht nur selten offen2 von dem ,gastzimmer aus sieht man in ein zweites ,zimmer6 ,gott1 was fr eine noble ,einrichtung6 ,was fr ,spiegel6 ,welch ein ,porzellan6 ,ich wrde auch gerne mal in den ,teil des ,hauses hineinblicken1 wo ,ihre ,exz4444 ja1 da mchte ich gern einmal rein3 in ihrem ,boudoir1 was stehen da wohl fr ,flschchen und ,bchsen1 was fr herrlich duftende ,blumen1 die man kaum anzuhauchen wagt1 da liegt vielleicht auch ihr ,kleid1 das sie eben abgelegt hat1 und das mehr einem ,lufthauch als einem ,kleidungsstck gleicht4 ,wie gern wrde ich auch einen ,blick ins ,schlafzimmer werfen4 ,das mu ein ,wunderland 444 das mu ein ,paradies sein1 wie es1 glaube ich1 selbst im ,himmel kein hnliches gibt4 ,ich mchte das ,bnkchen sehn1 auf das sie des ,morgens beim ,aufstehn ihr ,fchen setzt1 ich mchte sehn1 wie sie sich die schneeweien ,strmpfe anzieht 444 ,o ,gott6 o ,gott6 ,doch still6 still6 ,kein ,wort mehr6 ,heute fiel's mir pltzlich wie ,schuppen von den ,augen3 ich erinnerte mich des ,gesprchs der beiden ,hunde1 das ich auf dem ,newsky-,prospekt belauscht hatte4 ,gut1 dachte ich bei mir1 ich werde jetzt alles erfahren6 ,ich mte nur den ,briefwechsel dieser beiden elenden ,hunde auffangen4 ,daraus werde ich gewi so manches erfahren4 ,ich mu hier anmerken3 einmal habe ich ,maggie sogar zu mir herangelockt und ihr gesagt3 ,hr' einmal1 ,maggie1 wir sind jetzt allein1 wenn du willst1 werde ich sogar die ,tr schlieen1 so da uns niemand sehen kann -- erzhle mir alles1 was du von dem ,frulein weit3 was treibt sie und wie ist sie1 ich schwre dir1 niemand soll etwas davon erfahren4 ,aber das listige ,hndchen kniff nur den ,schwanz ein1 duckte sich ganz zusammen und schlich leise zur ,tr hinaus1 als htte es nichts gehrt4 ,ich vermute schon lange1 da die ,hunde viel klger sind als die ,menschen2 ich bin sogar berzeugt1 da sie sprechen knnen1 nur sind sie sehr eigensinnig4 ,ein ,hund ist ein groer ,politiker3 er bemerkt alles und beobachtet jeden ,schritt1 den der ,mensch macht4 ,nein1 es mag biegen oder brechen1 morgen gehe ich zu ,swerkow1 frage ,fidel aus und nehme1 wenn es glckt1 alle ,briefe1 die ,maggie ihr geschrieben1 an mich4 ,den #ab4 ,november4 ,um #b ,uhr machte ich mich auf1 denn ich wollte ,fidel durchaus sehen und aushorchen4 ,ich kann den ,kohlgeruch1 der aus allen ,krmerlden in der ,meschtschanskaja aufsteigt1 auf den ,tod nicht leiden1 dazu dringt noch ein solcher ,gestank aus allen ,pforten1 da ich mir die ,nase zuhielt und mich1 so schnell ich nur konnte1 aus dem ,staub machte4 ,und dann verpesteten einem die grlichen ,handwerker noch derartig die ,luft mit dem ,ru und dem ,rauch1 der aus ihren ,werksttten aufsteigt1 da es fr einen anstndigen ,menschen tatschlich unmglich ist1 hier spazierenzugehen4 ,als ich zum sechsten ,stock emporgestiegen war und die ,glocke gezogen hatte1 trat ein ,mdchen heraus1 das nicht bel aussah1 und dessen ,gesicht mit kleinen ,sommersprossen bedeckt war4 ,ich erkannte sie4 ,es war dieselbe1 die die alte ,frau begleitet hatte4 ,sie errtete ein wenig1 und ich begriff sie sogleich4 -- ,die ,kleine sehnte sich nach einem ,schatz4 ,was wnschen ,sie8 fragte sie4 ,ich mu mit ,ihrem ,hndchen sprechen4 ,das ,mdchen war offenbar sehr dumm6 ,ich merkte sofort1 da sie dumm war6 ,in diesem ,moment kam der ,hund bellend herangesprungen3 ich wollte ihn fassen1 aber das ,scheusal htte mich mit seinen ,zhnen beinahe an der ,nase gepackt4 ,pltzlich erblickte ich in der ,ecke sein ,lager4 ,ach1 das ist ja1 was ich brauche6 ,ich trat nher1 whlte das ,stroh im ,holzkasten durcheinander und holte zu meiner groen ,freude ein kleines ,papierbndel hervor4 ,als das garstige ,tier das sah1 bi es mich erst in die ,wade1 dann aber merkte es1 da ich die ,papiere eingesteckt hatte1 und fing an zu winseln und zu schmeicheln1 ich aber sagte3 ,nein1 mein ,schatz1 lebe wohl6 und lief davon4 ,ich glaube1 das ,mdchen hielt mich fr einen ,wahnsinnigen1 denn sie erschrak furchtbar4 ,als ich nach ,hause kam1 wollte ich mich sofort an die ,arbeit machen und die ,briefe entziffern -- denn bei ,licht sehe ich nicht gut4 ,aber ,mawra war gerade dabei1 den ,fuboden zu waschen4 ,diese dummen ,finnlnderinnen sind besonders immer dann reinlich1 wenn man es nicht brauchen kann4 ,so ging ich denn hinaus1 um einen ,spaziergang zu machen und das ,geschehene zu berdenken4 ,endlich werde ich alles erfahren6 ,alle ihre ,plne und ,intrigen1 alle geheimen ,triebfedern und werde alles ergrnden4 ,diese ,briefe werden mir alles enthllen4 ,die ,hunde sind ein kluges ,volk1 sie kennen die politischen ,verhltnisse1 und daher werde ich dort alles ,wissenswerte ber unsern ,chef finden1 das ,portrt und die ,machinationen dieses ,mannes4 ,sicherlich wird auch einiges ber sie darin enthalten sein1 das 444 doch still1 kein ,wort mehr4 ,gegen ,abend kam ich nach ,hause und lag die meiste ,zeit ber auf dem ,bett4 ,den #ac4 ,november4 ,nun wollen wir mal sehn6 ,der ,brief ist ziemlich leserlich geschrieben4 ,doch aber liegt etwas ,hndisches in der ,handschrift4 ,wir wollen mal sehn3 ,liebe ,fidel6 ,ich kann mich noch immer nicht recht an deinen plebejischen ,namen gewhnen4 ,konnte man dir wirklich keinen besseren geben8 ,fidel1 ,rose -- wie vulgr das klingt6 ,aber lassen wir das jetzt beiseite1 es freut mich sehr1 da wir beschlossen haben1 einander zu schreiben4 ,der ,brief ist recht orthographisch geschrieben4 ,die ,interpunktionszeichen sind immer auf ihrem richtigen ,platze1 und die ,buchstaben sind nirgends verwechselt4 ,ja1 ich glaube1 da selbst unser ,abteilungschef nicht so korrekt schreiben kann1 obgleich er behauptet1 da er die ,universitt besucht habe4 ,sehen wir weiter6 ,mir scheint1 eine der grten ,freuden des ,lebens ist1 seine ,gedanken1 ,gefhle und ,eindrcke mit einem ,freunde zu teilen4 ,hm 444 diesen ,gedanken hat sie aus einem deutschen ,aufsatz1 der in russischer ,sprache erschienen ist4 ,ich kann mich nicht auf den ,titel besinnen4 ,ich spreche aus ,erfahrung1 obgleich ich nicht weiter in der ,welt herumgekommen bin1 als bis vor unsere ,haustr4 ,ist mein ,leben nicht von ,wohlstand umgeben8 ,mein ,frulein1 das der ,papa ,sophie nennt1 liebt mich grenzenlos4 ,o ,gott1 o ,gott6 ,doch still1 still6 ,kein ,wort mehr6 ,papa liebkost mich auch hufig4 ,ich trinke ,tee und ,kaffee mit ,sahne4 ,ach1 ma chre1 ich mu ,dir sagen1 da ich gar keine ,freude an groen abgenagten ,knochen habe1 wie sie unser ,polkan in der ,kche zu fressen kriegt4 ,nur ,wildpretknochen schmecken gut1 und auch die nur1 wenn das ,mark noch darin ist4 ,es schmeckt auch sehr gut1 wenn man mehrere verschiedene ,saucen durcheinandermischt1 nur drfen keine ,kapern und keine ,gemse darin sein2 aber ich kenne nichts ,schlimmeres1 als die ,gewohnheit1 ,hunden ,brotkgelchen vorzusetzen4 ,da fngt irgendein ,herr1 der bei ,tisch sitzt1 und der schon allerhand ,schund in seinen ,hnden gehalten hat1 pltzlich an1 mit diesen selben ,hnden ,brot zu kneten1 ruft ,dich herbei und steckt ,dir so eine ,brotkugel zwischen die ,zhne4 ,refsieren darf man nicht -- so frit man es denn1 obwohl es einen ekelt1 aber man frit es doch6 ,wei der ,teufel1 was das ist6 ,so ein ,bldsinn6 ,als ob es kein besseres ,thema gbe1 ber das man schreiben knnte4 ,wir wollen mal sehn1 ob wir auf der anderen ,seite nichts ,vernnftigeres finden4 4444 ,ich bin gern bereit1 ,dich von allen ,ereignissen zu unterrichten1 die sich bei uns abspielen4 ,ich habe ,dir schon einiges von der ,hauptperson erzhlt1 die ,sophie ,papa nennt4 ,das ist ein sehr merkwrdiger ,mensch 444 ,endlich6 ,ich wute es ja1 sie haben einen politischen ,blick fr alle ,dinge4 ,la uns 'n mal sehn -- was der ,papa tut3 444 merkwrdiger ,mensch4 ,er schweigt fast immer und spricht nur selten2 aber vor einer ,woche sprach er in einem fort vor sich hin3 ,werde ich ihn bekommen oder werde ich ihn nicht bekommen8 ,einmal wandte er sich sogar mit der ,frage an mich3 ,wie denkst du1 ,maggie1 werde ich ihn bekommen1 oder werde ich ihn nicht bekommen8 ,ich konnte rein gar nichts verstehen1 beschnffelte seine ,stiefel und schlich mich fort4 ,dann aber -- es ist jetzt eine ,woche -- erschien ,papa pltzlich hocherfreut1 ma chre4 ,den ganzen ,morgen lang gingen bei ihm uniformierte ,herren ein und aus1 die ihm alle zu etwas gratulierten4 ,bei ,tisch war er so vergngt1 wie ich ihn nie zuvor gesehn1 und er erzhlte in einem fort ,anekdoten4 ,nach dem ,essen hob er mich zu sich empor1 deutete auf seinen ,hals und sagte3 ,sieh mal1 ,maggie1 was ist das8 ,ich sah ein kleines ,bndchen auf seiner ,brust1 roch daran1 fand aber gar nicht1 da es gut duftete1 schlielich leckte ich noch einmal daran3 es schmeckte etwas salzig4 ,hm1 dieses ,hndchen erlaubt sich1 wie mir scheint1 ein bichen viel4 ,es soll sich in acht nehmen1 da es keine ,prgel kriegt6 444 ,so1 er ist also ehrgeizig1 das mu man sich merken6 ,leb' wohl1 ma chre4 ,ich eile usw41 usw4 ,morgen will ich meinen ,brief beenden4 -- ,guten ,tag1 jetzt bin ich wieder bei ,dir4 ,heute war mein ,frulein ,sophie 444 ,ah1 nun wollen wir mal sehn1 was mit ,sophie los ist6 ,ach1 so 'ne ,gemeinheit 444 ,doch still1 still6 444 fahren wir fort4 44444 mein ,frulein ,sophie in groer ,aufregung4 ,sie rstete sich zu einem ,ball1 und ich war sehr erfreut1 da ich ,dir in ihrer ,abwesenheit schreiben konnte4 ,meine ,sophie ist immer sehr froh1 wenn sie einen ,ball besuchen kann1 obgleich sie sich beim ,ankleiden fast immer rgert4 ,wozu sich die ,menschen eigentlich anziehn und warum laufen sie nicht so herum wie wir zum ,beispiel8 ,es ist doch viel bequemer und angenehmer4 ,ich kann auch nicht verstehen1 was das fr ein ,vergngen ist1 einen ,ball zu besuchen4 ,sophie kommt von den ,bllen stets erst gegen #f ,uhr morgens nach ,hause1 und ich glaube immer aus ihrem bleichen1 elenden ,aussehen zu erkennen1 da die rmste nicht genug zu essen bekommen hat4 ,ich mu gestehn1 ich knnte nicht so leben4 ,wenn ich keine ,sauce mit ,rebhuhn und keine gebratenen ,hhnerflgel bekme1 so wte ich nicht1 was mit mir geschhe4 ,auch ,sauce mit ,brei schmeckt sehr gut4 ,dagegen ,karotten1 ,rben oder ,artischocken1 die schmecken nie gut4 ,ein sehr ungleichmiger ,stil4 ,man sieht doch gleich1 da dies kein ,mensch geschrieben hat4 ,er fngt an1 wie es sich gehrt1 und schliet wie ein ,hund4 ,ich will mir doch noch einen weiteren ,brief ansehen4 ,er ist zwar ein bichen lang1 und auch das ,datum fehlt4 ,ach1 meine ,liebe1 wie fhlbar macht sich doch das ,herannahen des ,frhlings6 ,mein ,herz klopft1 als erwarte es etwas6 ,in meinen ,ohren klingt es unaufhrlich1 so da ich hufig minutenlang mit erhobenem ,bein lauschend an der ,tr stehe6 ,ich will ,dir gestehn1 da ich viele ,verehrer habe4 ,hufig betrachte ich sie1 whrend ich gemchlich am ,fenster sitze4 ,ach1 wenn ,du wtest1 was es fr ,migeburten unter ihnen gibt6 ,der eine1 ein plumper ,kter1 ist furchtbar dumm1 die ,borniertheit spricht ihm aus dem ,gesicht1 er stolziert wichtig auf der ,strae einher und bildet sich ein1 eine hchst bedeutende ,persnlichkeit zu sein2 er denkt wohl1 da sich alle so ohne weiteres in ihn verlieben werden4 ,aber keine ,spur davon4 ,ich habe ihn gar nicht beachtet und tat so1 als htte ich ihn nie gesehn4 ,und was fr eine frchterliche ,dogge da zuweilen vor meinem ,fenster stehnbleibt6 ,wenn sie sich auf die ,hinterbeine stellte1 was das plumpe ,tier sicherlich gar nicht kann1 wrde sie ,sophies ,papa1 der doch auch ziemlich gro und dick ist1 um ,kopfeslnge berragen4 ,dieser ,affe ist sicherlich ein schrecklicher ,frechling4 ,ich knurrte ihn an1 aber er kmmerte sich absolut nicht drum und verzog keine ,miene1 streckte nur seine ,zunge heraus1 wackelte mit seinen mchtigen ,ohren und schaute in mein ,fenster hinein6 -- solch ein ,bauer6 ,aber glaubst ,du wirklich1 ma chre1 da mein ,herz unempfindlich ist fr all dies ,werben86 ,ach1 nein 44444 ,wenn ,du nur den einen ,kavalier gesehen httest1 der mitunter ber den ,zaun unseres ,nachbars klettert -- er heit ,tresor -- oh1 ma chre -- was der fr ein ,schnuzchen hat66 4444 ,pfui ,teufel6 4444 ,was fr ein ,bldsinn6 4444 ,wie kann man nur ganze ,seiten mit solchen ,dummheiten anfllen4 ,einen ,menschen6 ,ich will einen ,menschen sehn2 mich verlangt nach geistiger ,nahrung1 die meine ,seele speist und labt3 und statt dessen diese ,dummheiten 44444 ,doch ich will eine ,seite berschlagen1 vielleicht wird's besser6 444 ,sophie sa am ,tisch und nhte etwas4 ,ich blickte zum ,fenster hinaus1 weil ich mir gern die ,spaziergnger anschaue1 als pltzlich der ,diener hereintrat und ,herrn ,teplow meldete4 ,ich lasse bitten6 rief ,sophie und umarmte mich strmisch4 ,ach1 ,maggie1 ,maggie6 wenn ,du wtest1 wer das ist3 ein brnetter ,kammerjunker6 und ,augen hat er6 schwarz und klar wie ,achat6 und ,sophie lief in ihr ,zimmer4 ,einen ,augenblick spter trat ein junger ,kammerjunker mit einem schwarzen ,backenbart herein2 er nherte sich dem ,spiegel1 ordnete sein ,haar und sah sich im ,zimmer um4 ,ich knurrte und ging auf meinen ,platz zurck4 ,sophie kam bald zurck und beantwortete seinen ,kratzfu mit einem frhlichen ,knicks2 ich tat1 als bemerke ich nichts und schaute ruhig aus dem ,fenster1 beugte aber meinen ,kopf etwas zur ,seite und versuchte zu hren1 was sie sprachen4 ,ach1 ma chre1 was das fr ,banalitten waren6 ,sie redeten davon1 wie eine ,dame beim ,tanz anstatt des einen ,pas einen anderen gemacht htte1 ferner1 da ein gewisser ,robow mit seinem ,jabot einem ,storche auerordentlich hnlich gesehen htte und beinahe auf dem ,parkett ausgeglitten und gefallen wre4 ,schlielich erzhlten sie noch1 da eine gewisse ,lidina sich einbilde1 sie habe blaue ,augen1 whrend sie in ,wirklichkeit grn seien usw4 ,ich dachte mir1 wie kann man nur diesen ,kammerjunker mit ,tresor vergleichen6 ,himmel6 welch ein ,unterschied6 ,erstens hat der ,kammerjunker ein vollkommen glattes ,gesicht1 das von einem ,backenbart eingerahmt ist1 was so aussieht1 als ob er sich ein schwarzes ,tuch um den ,kopf gebunden hat4 ,wie anders ,tresor6 ,er hat ein ganz feines ,schnuzchen und mitten auf der ,stirn einen kleinen weien ,fleck4 ,auch ,tresors ,taille ist unvergleichlich1 viel schner als die des ,kammerjunkers4 ,auch seine ,augen1 seine ,manieren und seine ,bewegungen sind ganz anders4 ,welch ein ,unterschied6 ,ich verstehe nicht1 meine ,liebe1 was sie an ihrem ,teplow gefunden hat1 und warum sie so entzckt von ihm ist86 444 ,mir scheint auch1 hier mu etwas nicht richtig sein4 ,es ist unmglich1 da dieser ,teplow sie so bezaubert hat4 ,ich will mal weiter sehn3 ,mir scheint1 wenn ihr schon dieser ,kammerjunker so gefllt1 wird sie bald auch an jenem ,beamten ,gefallen finden1 der in ,papas ,zimmer sitzt4 ,ach1 ma chre1 wenn ,du wtest1 was das fr ein ,scheusal ist4 ,die reine ,schildkrte1 die man in einen ,sack gesteckt hat 444 ,was kann das wohl fr ein ,beamter sein8 ,sein ,familienname ist hchst seltsam4 ,er sitzt immer da und schneidet ,federn4 ,die ,haare auf seinem ,kopf erinnern stark an einen ,bschel ,heu4 ,papa benutzt ihn mitunter statt des ,dieners zu ,botendiensten 444 ,mir scheint1 dieses garstige ,hndchen spielt auf mich an6 ,habe ich denn ,haare wie ein ,heubschel6 ,sophie kann sich nur mit ,mhe des ,lachens enthalten1 wenn sie ihn ansieht4 ,du lgst1 verfluchter ,hund6 ,welche boshafte ,zunge6 ,als ob ich nicht wte1 da dies alles vom ,neid eingegeben ist1 als ob ich nicht wei1 wer hier dahintersteckt4 ,das ist doch eine ,intrige des ,abteilungschefs6 ,dieser ,mensch hat mir doch ewigen ,ha geschworen -- nun schadet er mir bei jedem ,schritt1 den ich tue4 brigens will ich mir noch einen ,brief ansehn4 ,vielleicht klrt sich dann die ,sache von selbst auf4 ,ma chre ,fidel1 verzeih'1 da ich so lange nicht geschrieben habe4 ,ich war in einem ,wonnerausch6 ,der ,dichter hat wirklich recht1 der gesagt hat1 da die ,liebe das zweite ,leben ist4 ,auerdem gehen groe ,vernderungen in unserem ,hause vor4 ,der ,kammerjunker besucht uns jetzt tglich4 ,sophie ist wahnsinnig in ihn verliebt4 ,papa ist sehr vergngt4 ,ich habe sogar von unserem ,grigorij gehrt1 -- der bei uns den ,fuboden fegt und immer ,selbstgesprche fhrt -- da die ,hochzeit bald stattfinden wird1 denn ,papa will durchaus1 da ,sophie einen ,general oder einen ,kammerjunker oder einen ,militroberst heiratet 444 ,hol's der ,teufel6 ich kann nicht mehr lesen 444 ,immer irgendein ,kammerjunker oder ,general4 ,alles ,schne1 was es auf der ,welt gibt -- fllt immer den ,kammerjunkern oder ,generlen zu4 ,du findest irgendein elendes ,ding1 das dich glcklich machen knnte1 und willst schon mit der ,hand darnach greifen1 da wird es dir von einem ,kammerjunker oder einem ,general entrissen4 ,hol's der ,teufel6 444 ,ich wnschte1 ich wrde selbst ,general2 nicht um ihre ,hand zu gewinnen usw4 -- nein1 ich wnschte nur deshalb1 ich wre ,general1 um zu sehn1 wie sie vor mir scharwenzeln und alle diese hfischen ,verbeugungen und ,equivoquen machen wrden1 und um ihnen dann sagen zu knnen1 da ich auf sie beide speie4 ,hol's der ,teufel -- es ist aber doch rgerlich6 ,ich habe die ,briefe dieses dummen ,hndchens in ,stcke gerissen4 ,den #c4 ,dezember4 ,es kann nicht sein4 ,das sind ,lgengespinste1 die ,hochzeit wird niemals stattfinden6 ,was liegt denn daran1 wenn er auch ,kammerjunker ist6 ,das ist doch nichts weiter als ein ,titel und kein sichtbarer ,gegenstand1 den man in die ,hand nehmen knnte4 ,weil er ,kammerjunker ist1 bekommt er doch kein drittes ,auge auf der ,stirn4 ,seine ,nase ist doch auch nicht von ,gold1 sondern aus demselben ,stoff wie die meine und die anderer ,menschen6 ,er riecht doch und it nicht etwa mit ihr1 und er niest und hustet nicht mit ihr4 ,ich wollte schon immer ergrnden1 woher diese ,unterschiede stammen4 ,warum bin ich z4 ,b4 ,titularrat und wozu bin ich ,titularrat8 ,vielleicht bin ich gar nicht ,titularrat6 ,vielleicht bin ich ein ,graf oder ein ,general und scheine nur ,titularrat zu sein4 ,vielleicht wei ich noch selbst nicht1 wer ich bin4 ,es gibt doch in der ,geschichte genug ,beispiele dafr3 irgendein ganz gewhnlicher ,mensch1 der nicht einmal ,edelmann1 sondern ein simpler ,brger oder ,bauer ist -- entpuppt sich pltzlich als hoher ,wrdentrger1 ,baron oder 444 na1 wie sagt man doch gleich8 ,wenn also schon ein ,bauer so emporsteigen kann1 was kann dann nicht erst aus einem ,edelmann werden8 ,wie wr's z4 ,b41 wenn ich pltzlich in ,generalsuniform erschiene3 auf der rechten ,schulter eine ,epaulette und auf der linken ,schulter eine ,epaulette1 und ein blaues ,band ber der ,achsel -- was wohl meine ,schne da fr ,augen machen wrde8 ,und was wrde wohl erst unser ,papa1 unser ,direktor dazu sagen8 ,oh -- er ist ein groer ,streber6 ,er ist ein ,freimaurer1 unbedingt ein ,freimaurer2 wenn er sich auch verstellt1 als sei er dieses und jenes1 ich habe es doch gleich bemerkt1 da er ,freimaurer ist4 ,wenn er einem die ,hand reicht1 streckt er einem nur zwei ,finger entgegen4 ,ja -- warum sollte ich denn nicht jeden ,augenblick zum ,generalgouverneur1 zum ,intendanten oder zu so etwas hnlichem ernannt werden6 ,ich mchte wirklich gern wissen1 warum gerade ich ,titularrat bin8 ,warum gerade ,titularrat8 ,den #e4 ,dezember4 ,heute habe ich den ganzen ,tag ber ,zeitungen gelesen4 ,was fr merkwrdige ,dinge doch in ,spanien vorgehen6 ,es war mir nicht einmal leicht1 zu verstehen1 was da vorgeht6 ,man schreibt1 da der ,thron erledigt sei1 und da sich die ,stnde wegen der ,wahl des ,nachfolgers in einer sehr schwierigen ,lage befinden1 und da deswegen sogar ,unruhen ausgebrochen seien6 ,das scheint mit doch sehr sonderbar6 ,wie ist es nur mglich1 da ein ,thron erledigt wird6 ,man sagt3 eine ,donna solle den ,thron besteigen4 ,aber eine ,donna kann doch keinen ,thron besteigen4 ,das geht doch nicht6 ,auf dem ,throne mu doch ein ,knig sitzen4 ,ja aber1 wendet man ein1 es ist doch kein ,knig da6 ,das kann aber doch nicht sein1 da kein ,knig da ist6 ,ein ,land kann nicht ohne ,knig existieren4 ,ein ,knig ist sicherlich da1 aber er hlt sich irgendwo verborgen4 ,es ist sehr mglich1 da er im ,lande weilt1 aber irgendwelche ,familienverhltnisse oder ,befrchtungen seitens der benachbarten ,mchte1 wie ,frankreich und anderer1 veranlassen ihn1 sich zu verbergen -- oder gibt es vielleicht noch andere ,grnde8 ,den #h4 ,dezember4 ,ich war schon im ,begriff1 in die ,kanzlei zu gehn1 aber verschiedene ,grnde und ,bedenken hielten mich zurck4 ,die spanischen ,angelegenheiten wollen mir nicht aus dem ,kopf4 ,wie ist es nur mglich1 da eine ,donna ,knig wird4 ,das wird man gar nicht zulassen6 ,england wird zuerst dagegen ,einspruch erheben6 ,auch die politische ,lage ,europas1 der ,kaiser von sterreich und unser ,kaiser 444 ,ich mu sagen1 diese ,ereignisse haben mich dermaen erschttert und niedergeschmettert1 da ich den ganzen ,tag zu nichts fhig war4 ,mawra machte mir gegenber die ,bemerkung1 da ich beim ,essen sehr zerstreut gewesen sei4 ,sie hat ganz recht3 ich habe in meiner ,zerstreutheit sogar zwei ,teller fallen lassen1 da sie zerbrachen4 ,nach ,tisch ging ich spazieren1 aber ich konnte nichts ,interessantes entdecken4 ,ich lag meistens auf dem ,bett und dachte ber die spanischen ,angelegenheiten nach4 ,im ,jahre #bjjj1 den #dc4 ,april4 ,der heutige ,tag ist ein groer ,jubeltag6 ,spanien hat wieder einen ,knig6 ,er ist gefunden6 ,dieser ,knig bin ich6 ,erst heute habe ich es erfahren4 ,ich mu gestehn1 es erleuchtete mich wie ein ,blitzstrahl4 ,ich begreife nicht1 wie ich denken1 wie ich mir einbilden konnte1 ich sei ein ,titularrat6 ,wie konnte sich dieser wahnsinnige1 dieser aberwitzige ,gedanke in meinem ,hirn festsetzen6 ,nur gut1 da es damals niemand eingefallen ist1 mich ins ,narrenhaus zu sperren4 ,jetzt ist mir alles klar4 ,es liegt alles vor mir wie auf der flachen ,hand4 ,frher dagegen -- ich versteh' es nicht -- frher lag alles wie im ,nebel vor mir4 ,ich denke1 dies alles kommt daher1 weil die ,menschen glauben1 da das ,gehirn des ,menschen sich im ,kopf befinde2 dies ist gar nicht der ,fall2 in ,wirklichkeit trgt es der ,wind vom ,kaspischen ,meer her4 ,zuerst erffnete ich ,mawra1 wer ich bin4 ,als sie vernahm1 da der spanische ,knig vor ihr steht1 schlug sie die ,hnde ber dem ,kopfe zusammen und starb fast vor ,schreck4 ,die ,dumme1 sie hat noch nie einen spanischen ,knig gesehn4 ,ich versuchte1 sie zu beruhigen und ihr mit gndigen ,worten mein ,wohlwollen auszudrcken1 indem ich ihr erklrte1 ich sei gar nicht bse auf sie1 weil sie mir mitunter meine ,stiefel so schlecht geputzt habe4 ,das sind doch einfache ,leute4 ,mit ihnen kann man doch nicht ber hhere ,dinge reden4 ,sie war darum so erschrocken1 weil sie in dem ,glauben lebt1 da alle spanischen ,knige ,philipp ,,ii4 hnlich seien4 ,aber ich setzte ihr auseinander1 da ,philipp und ich nichts ,gemeinsames miteinander htten1 und da ich keine ,kapuziner bei mir habe4 ,ich ging heute nicht ins ,departement4 ,hol' es der ,teufel6 ,nein1 meine ,herren1 jetzt kriegt ihr mich nicht mehr dahinein2 ich denke nicht mehr daran1 eure garstigen ,papiere abzuschreiben6 ,den #hf4 ,oktember zwischen ,tag und ,nacht4 ,heute erschien unser ,exekutor1 um mich aufzufordern1 in die ,kanzlei zu kommen2 es ist schon bald drei ,wochen1 da ich nicht in der ,kanzlei war4 ,aber die ,menschen sind ungerecht4 ,sie rechnen mit ,wochen4 ,das haben die ,juden eingefhrt1 weil sich ihr ,rabbiner um diese ,zeit wscht6 444 ,ich ging aber zum ,spa ins ,bureau4 ,der ,abteilungschef dachte1 ich wrde ihn begren und wrde mich entschuldigen1 aber ich sah ihn nur gleichgltig an1 nicht zu bse1 aber auch nicht zu freundlich1 und lie mich auf meinem ,platz nieder1 als bemerke ich niemand4 ,ich sah mir die ganze ,kanzleisippe an und dachte bei mir3 wie1 wenn ihr wtet1 wer mitten unter euch sitzt 444 ,gerechter ,gott1 was htte sich da fr ein ,tumult erhoben6 ,ja1 selbst der ,abteilungschef wrde sich dann so tief vor mir verbeugen1 wie er es jetzt vor dem ,direktor tut4 ,man legte ein paar ,akten vor mich hin2 ich sollte einen ,exzerpt daraus machen4 ,doch ich rhrte keinen ,finger4 ,ein paar ,augenblicke spter entstand eine allgemeine ,unruhe4 ,man rief3 der ,direktor kommt4 ,mehrere ,beamten strmten um die ,wette hinaus1 um sich ihm bemerkbar zu machen4 ,ich aber rhrte mich nicht vom ,flecke4 ,als er durch unsere ,abteilung hindurchging1 knpften alle ihre ,frcke zu2 aber ich tat nichts dergleichen4 ,was ist denn ein ,direktor8 ,sollte ich etwa vor dem aufstehen8 -- niemals6 ,was ist er auch fr ein ,direktor6 ,ein ,stpsel ist er1 aber kein ,direktor4 ,ein ganz gewhnlicher ,stpsel -- ein simpler ,stpsel1 und weiter nichts -- so einer1 mit dem man ,flaschen zukorkt4 ,am meisten ,spa machte es mir1 als man mir ein ,papier zur ,unterschrift vorlegte4 ,sie glaubten sicherlich1 ich wrde ganz unten in einem ,eckchen eine ,unterschrift hinsetzen -- ,tischvorsteher ,soundso -- fiel mir ja gar nicht ein6 ,statt dessen signierte ich in der ,mitte des ,blattes1 wo gewhnlich der ,namenszug des ,departementdirektors prangt1 mit krftigen ,zgen3 ,ferdinand ,,viii4 ,man htte sehen mssen1 was fr ein ehrfrchtiges ,schweigen entstand6 ,aber ich winkte nur mit der ,hand und sagte3 ,ich bedarf keiner ,zeichen der ,untertnigkeit und ging hinaus4 ,von dort ging ich sofort in die ,wohnung des ,direktors4 ,er war nicht zu ,hause4 ,der ,bediente wollte mich nicht einlassen1 aber ich herrschte ihn derartig an1 da er die ,hnde sinken lie4 ,von dort schritt ich geradaus in ihr ,ankleidezimmer4 ,sie sa vor dem ,spiegel1 sprang auf und tat einen ,schritt zurck4 ,ich sagte ihr aber nicht1 da ich der ,knig von ,spanien bin4 ,ich sagte ihr nur1 da ihr ein so groes ,glck bevorstehe1 wie sie es sich wohl nicht trumen lasse1 und da wir trotz aller ,intrigen unserer ,feinde vereinigt bleiben wrden4 ,mehr wollte ich auch nicht sagen und daher ging ich hinaus4 ,oh6 welch ein heimtckisches ,geschpf ist doch das ,weib6 ,erst jetzt habe ich begriffen1 was das ,weib ist6 ,bisher wute noch niemand1 in wen sie verliebt ist3 ich bin der erste1 der es entdeckt hat4 ,das ,weib ist in den ,teufel verliebt4 ,jawohl1 ich scherze nicht4 ,die ,physiker reden lauter ,dummheiten1 wenn sie sagen1 sie sei dies und jenes4 ,sie liebt nur den ,teufel4 ,schaun ,sie nur hin3 da sitzt sie in einer ,loge im ersten ,rang und hlt sich die ,lorgnette vor die ,augen4 ,sie glauben1 sie betrachtet jenen dicken ,herrn mit dem ,stern4 ,keineswegs6 sie schaut nach dem ,teufel1 der hinter seinem ,rcken steht4 ,so -- jetzt hat er sich in seinen ,frack verkrochen und winkt ihr von dort aus mit dem ,finger4 ,sie wird ihn sicherlich heiraten -- ganz sicher4 ,und all diese ,beamten und hohen ,herren1 ihre ,vter1 die berall herumscharwenzeln1 sich an den ,hof drngen und laut erklren1 sie seien ,patrioten und dies und jenes3 sie wollen eine ,leibrente haben1 diese ,herren ,patrioten6 ,ihre ,mutter1 ihren ,vater1 ja selbst ihren ,gott werden sie verkaufen1 diese ,judasse und ,streber6 ,das macht alles der ,ehrgeiz1 und dieser ,ehrgeiz kommt nmlich daher1 weil sich unter der ,zunge ein kleines ,blschen befindet2 in ihm sitzt ein kleines ,wrmchen1 so gro wie ein ,stecknadelkopf1 und das alles rhrt von einem ,bader her1 der in der ,erbsenstrae wohnt4 ,sein ,name ist mir entfallen2 aber es steht vllig fest1 da er gemeinsam mit einer ,hebamme in der ganzen ,welt den ,islam verbreiten will1 und daher soll in ,frankreich1 wie man sagt1 schon ein groer ,teil der ,bevlkerung den mohammedanischen ,glauben bekennen4 ,kein ,datum1 der ,tag hatte kein ,datum4 ,ich ging inkognito auf dem ,newsky spazieren1 da kam der ,kaiser vorbeigefahren4 ,alles zog den ,hut und ich auch2 ich lie mir's jedoch nicht merken1 da ich der ,knig von ,spanien bin4 ,ich hielt es nicht fr angemessen1 mich hier1 vor dem ,publikum1 zu erkennen zu geben2 vor allem mu ich mich bei ,hofe vorstellen4 ,ich habe damit gezgert1 weil ich bis jetzt noch kein spanisches ,nationalkostm habe4 ,ich mte mir wenigstens einen spanischen ,mantel verschaffen4 ,ich wollte mir schon beim ,schneider einen bestellen -- aber diese ,kerls sind ja die reinen ,esel1 und dazu kommt noch1 da sie sich gar nicht fr ihre ,arbeit interessieren1 sie wollen nur ,geschfte machen1 ihre ,hauptttigkeit ist1 die ,straen zu pflastern4 ,ich habe beschlossen1 mir den ,mantel aus meinem neuen ,uniformrock1 den ich erst zweimal getragen habe1 machen zu lassen4 ,aber damit ihn mir diese ,lumpen nicht ruinieren1 habe ich mich dahin entschieden1 ihn mir selbst zu nhen1 und zwar hinter verschlossenen ,tren1 damit es niemand sieht4 ,ich habe ihn ganz aufgetrennt und mit einer ,schere zerschnitten -- weil der ,schnitt ja ganz anders sein mu4 ,des ,datums erinnere ich mich nicht1 der ,monat war auch ausgeblieben1 wei der ,teufel1 was da los war4 ,der ,mantel ist vollstndig fertig4 ,mawra schrie auf1 als ich ihn umlegte4 ,dennoch kann ich mich noch nicht entschlieen1 mich bei ,hofe vorzustellen4 ,bis jetzt ist die ,deputation aus ,spanien noch nicht angekommen4 ,ohne ,deputation aber geht es wohl nicht4 ,auch wrde mein hoher ,rang so nicht zur ,geltung kommen4 ,ich erwarte die ,deputation von ,stunde zu ,stunde4 ,den ,ersten4 ,ich bin ob der ,saumseligkeit der ,deputierten aufs hchste erstaunt6 ,was fr ,grnde mgen sie aufgehalten haben6 ,doch nicht am ,ende ,frankreich8 ,ja1 das ist die unfreundlichste unter allen ,mchten4 ,ich ging auf die ,post und fragte1 ob die spanischen ,deputierten noch nicht eingetroffen wren2 aber der ,postmeister ist furchtbar dumm -- er wei von nichts3 ,nein1 sagt er1 hier sind keine spanischen ,deputierten2 wenn ,sie aber einen ,brief absenden wollen1 so werden wir ihn gern zu der festgesetzten ,taxe befrdern4 ,hol' ihn der ,teufel6 ,was soll ich mit einem ,brief6 ,ein ,brief6 ,so ein ,unsinn -- ,briefe schreiben nur ,apotheker 44444 ,und auch das nur1 nachdem sie ihre ,zunge in ,essig getunkt haben4 ,denn ohne dies wre ihr ganzes ,gesicht mit ,flechten bedeckt4 ,madrid1 den #cj4 ,februarius4 ,da bin ich nun in ,spanien6 es ging so schnell1 da ich gar keine ,zeit hatte1 zu mir zu kommen4 ,heute frh erschienen die spanischen ,deputierten bei mir1 und wir stiegen alle zusammen in den ,wagen4 ,ich wunderte mich sehr ber die ungewhnliche ,geschwindigkeit4 ,wir fuhren so schnell1 da wir schon in einer halben ,stunde die spanische ,grenze erreicht hatten4 brigens gibt es jetzt in ganz ,europa ,eisenschienen1 und die ,dampfer fahren sehr schnell4 ,spanien ist doch ein sonderbares ,land4 ,als ich das erste ,zimmer betrat1 erblickte ich eine ,menge ,menschen1 die alle rasierte ,kpfe hatten4 ,ich erriet sofort1 da das ,granden oder ,soldaten waren1 denn die pflegen dort ihre ,kpfe zu rasieren4 ,das ,benehmen des ,reichskanzlers1 der mich an der ,hand fhrte1 erschien mir jedoch sehr merkwrdig3 er stie mich in eine kleine ,stube und sagte3 ,bleib hier sitzen und wenn du noch einmal ,lust verspren solltest1 dich ,knig ,ferdinand zu nennen1 werde ich dir diese ,spe schon ausprgeln4 ,aber da ich wute1 da er mich nur auf die ,probe stellen wollte1 gab ich eine verneinende ,antwort1 worauf mich der ,kanzler zweimal auf den ,rcken schlug1 da ich vor ,schmerz beinah laut aufgeschrien htte1 aber ich nahm mich zusammen1 da ich mich erinnerte1 da dies der ,ritterschlag war1 den man bei der bernahme einer hohen ,wrde erhlt -- in ,spanien haben sich nmlich die alten ,rittersitten noch erhalten4 ,als ich allein geblieben war1 beschlo ich1 an die ,staatsgeschfte zu gehen4 ,ich entdeckte1 da ,china und ,spanien ein und dasselbe ,land sind und nur aus ,unwissenheit fr zwei verschiedene ,staaten gehalten werden4 ,ich rate daher jedem1 ,spanien auf ein ,blatt ,papier zu schreiben1 wenn er ,china lesen will4 ,allein1 das ,ereignis1 das morgen stattfinden soll1 erfllt mich mit ,sorge4 ,morgen um #g ,uhr wird sich etwas ,auerordentliches begeben3 die ,erde wird sich auf den ,mond setzen4 ,auch der berhmte englische ,chemiker ,wellington schreibt hierber4 ,ich mu gestehn1 beim ,gedanken an die auerordentliche ,zartheit und ,zerbrechlichkeit des ,mondes fhlte ich eine groe ,unruhe in meinem ,herzen4 ,der ,mond wird doch gewhnlich in ,hamburg gemacht1 und man mu sagen1 er wird sehr schlecht gemacht4 ,ich wundre mich1 da sich ,england nicht darum kmmert4 ,er wird von einem lahmen ,bttcher hergestellt1 und man merkt gleich1 da der ,kerl keine ,ahnung vom ,monde hat4 ,er benutzt dabei ein geteertes ,seil und etwas ,bauml2 daher auch dieser schreckliche ,gestank1 der sich berall auf der ,erde verbreitet1 da man sich die ,nase zuhalten mchte4 ,daher ist der ,mond auch eine so zarte ,kugel1 da keine ,menschen auf ihm leben knnen und da er nur noch von ,nasen bewohnt wird4 ,darum knnen wir ja auch unsere ,nasen nicht sehen1 denn sie sind alle auf dem ,monde4 ,als ich mir vorstellte1 da die ,erde1 diese schwere ,masse1 sich auf den ,mond setzen und all unsere ,nasen zu ,mehl zermahlen knnte1 ergriff mich solch eine ,unruhe1 da ich schnell ,schuhe und ,strmpfe anzog und in den ,saal des ,reichsrats lief1 um der ,polizei ,order zu geben1 sie solle die ,erde daran hindern1 sich auf den ,mond zu setzen4 ,die rasierten ,granden1 die ich in groer ,zahl im ,saale des ,reichsrats versammelt fand1 sind eine sehr intelligente ,gesellschaft2 als ich sagte3 ,meine ,herren6 wir mssen den ,mond retten1 die ,erde will sich auf ihn setzen6 da erhoben sich alle und strzten alle fort1 um meinen kniglichen ,willen auszufhren1 ja1 viele kletterten auf die ,wand1 um den ,mond zu holen2 aber in diesem ,augenblick trat der groe ,kanzler herein4 ,als sie ihn erblickten liefen alle davon4 ,ich1 der ,knig1 blieb allein da4 ,aber zu meinem grten ,erstaunen schlug mich der ,kanzler mit seinem ,stock ber den ,rcken und trieb mich in mein ,zimmer4 ,so gro ist die ,macht der spanischen ,volkssitten4 ,im ,januar desselben ,jahres1 der auf den ,februar folgte4 ,ich kann noch immer nicht verstehn1 was ,spanien fr ein merkwrdiges ,land ist4 ,die ,volkssitten und die ,hofetikette sind hier ganz ungewhnlich4 ,ich verstehe sie nicht1 nein wirklich -- ich verstehe nichts mehr6 ,heute hat man mir den ,kopf geschoren1 obgleich ich aus ,leibeskrften schrie und rief1 ich wolle kein ,mnch werden4 ,aber was dann mit mir geschah1 als sie mir kaltes ,wasser auf den ,kopf tropfen lieen1 das wei ich nicht mehr4 ,solch eine ,hllenpein habe ich noch nie gefhlt4 ,ich wre fast rasend geworden1 so da sie mich nur mit ,mhe bndigen konnten4 ,ich kann den ,sinn dieser sonderbaren ,sitte gar nicht verstehen4 ,das ist eine ganz dumme und sinnlose ,sitte4 ,die ,unvernunft der ,knige1 die diese ,sitte noch immer nicht abgeschafft haben1 ist mir unbegreiflich4 ,aller ,wahrscheinlichkeit nach bin ich in die ,hnde der ,inquisition gefallen1 und ich fange an zu glauben1 da der1 den ich fr den ,kanzler hielt1 der ,groinquisitor in eigener ,person ist4 ,aber ich kann's nicht begreifen1 da der ,knig der ,inquisition verfallen konnte4 ,es ist zwar mglich1 da ,frankreich1 und besonders ,polignac dahinter steckt4 ,oh1 dieser ,hund1 dieser ,polignac6 ,er hat geschworen1 mir bis zu meinem ,tode zu schaden4 ,und nun hetzt und hetzt er mich2 aber ich wei wohl1 ,freundchen1 du wirst von ,england aufgereizt4 ,die ,englnder sind groe ,politiker4 ,sie machen immer ,kniffe und ,winkelzge4 ,das ist doch weltbekannt1 wenn ,england eine ,prise nimmt -- mu ,frankreich niesen4 ,den #be4 ,heute kam der ,groinquisitor wieder in mein ,zimmer2 aber als ich ihn aus der ,ferne herankommen hrte1 verkroch ich mich unter einen ,stuhl4 ,wie er nun das ,zimmer leer fand1 fing er an zu schreien4 ,erst rief er3 ,poprischtschin6 ,ich gab keinen ,laut von mir2 hierauf rief er3 ,aksentij ,iwanow6 ,herr ,titularrat und ,edelmann6 ,ich schwieg noch immer4 ,ferdinand ,,viii41 ,knig von ,spanien6 ,ich wollte meinen ,kopf vorstecken1 dachte mir aber3 ,nein1 mein ,lieber1 du betrgst mich nicht1 ich kenne dich jetzt1 du wirst mir wieder kaltes ,wasser auf den ,kopf gieen4 ,allein er erblickte mich und jagte mich mit dem ,stock unter dem ,stuhl hervor4 ,dieser verfluchte ,stock tut doch verdammt weh6 brigens hat mich eine ,entdeckung1 die ich heute gemacht habe1 fr alles entschdigt3 ich habe nmlich bemerkt1 da es bei jedem ,hahn ein ,spanien gibt3 es befindet sich unter den ,federn1 und zwar in der ,nhe der ,schwanzfedern4 ,der ,groinquisitor verlie mich brigens in sehr bler ,laune und drohte mir irgendeine ,strafe an4 ,aber ich achte nicht auf seinen ohnmchtigen ,zorn1 da ich wei1 da er doch nur eine ,maschine und zwar ein ,instrument in ,hnden ,englands ist4 ,d-#cd-;en sten4 ,mon4 des ,jah4 im ,februar #cdi4 ,nein1 ich kann's nicht lnger ertragen6 ,mein ,gott1 was fangen sie mit mir an6 ,sie gieen mir kaltes ,wasser auf den ,kopf6 ,sie achten meiner nicht1 sie sehen und hren nicht auf mich6 ,was habe ich ihnen getan8 ,warum qulen sie mich so8 ,was wollen sie von mir ,armem8 ,was knnte ich ihnen geben8 ,ich habe ja selbst nichts6 ,ich habe keine ,kraft mehr1 ich kann diese ,qualen nicht ertragen1 mit denen sie mich qulen1 mein ,kopf brennt mir1 und alles dreht sich vor meinen ,augen6 ,oh6 rettet mich6 ,bringt mich fort von hier6 gebt mir ein ,dreigespann schnellfiger ,rosse1 die dahinstrmen wie ein ,wirbelwind6 steig ein1 mein ,wagenlenker6 lute1 lute1 mein ,glcklein1 strmt vorwrts1 ihr meine ,rosse1 und tragt mich fort aus dieser ,welt6 ,weiter1 immer weiter1 damit ich nichts von alledem1 nichts1 gar nichts mehr sehe4 ,sieh6 da ballt der ,himmel sich vor mir zusammen1 ein ,sternchen funkelt in der ,ferne4 ,der ,wald mit seinen dunkeln ,bumen zieht mondbestrahlt an mir vorber4 ,grauer ,nebel breitet sich zu meinen ,fen1 und eine ,saite tnt in ihm4 ,rechts das ,meer und links ,italien4 ,sieh1 da tauchen ,rulands ,htten vor mir auf6 ,ist das mein ,vaterhaus1 dort in der blauen ,ferne8 ,sitzt nicht dort mein ,mtterchen am ,fenster8 ,o ,mutter1 ,mutter1 rette deinen armen ,sohn6 ,lass eine ,trne auf seinen kranken ,kopf fallen6 blick' hin1 wie sie ihn qulen6 drck' ihn ans ,herz1 den armen ,verwaisten6 es ist kein ,platz fr ihn auf dieser ,welt6 man hetzt1 man verfolgt ihn4 ,mutter erbarme dich deines kranken ,kindes 444 ,aber wissen ,sie eigentlich schon1 da der ,bei von ,algier eine ,warze unter der ,nase hat8 ,aufstze aus ,puschkins ,zeitgenossen 7,sowremennik7 ,i ber die ,strmungen in der ,zeitschriftenliteratur der ,jahre #ahcd-ahce ,die ,zeitschriftenliteratur1 diese lebendige1 frische1 geschwtzige1 feinfhlige ,literaturgattung1 ist ebenso notwendig fr die ,wissenschaft und die ,kunst1 wie die ,verkehrsmittel fr einen ,staat1 und wie die ,messen und die ,brsen fr den ,handel und die ,kaufmannschaft4 ,sie leitet und lenkt den ,geschmack der ,menge1 setzt alles in ,umlauf und bringt alles in ,verkehr1 was sich in der ,bcherwelt ans ,licht wagt und was ohne sie in der einen wie in der anderen ,beziehung nur totes ,kapital wre4 ,sie stellt den schnellen1 eigenwilligen ,austausch aller ,anschauungen1 das lebendige ,wechselgesprch alles dessen dar1 was unter der ,buchdruckerpresse hervorkommt2 ihre ,stimme ist die wahre ,reprsentantin der ,ansichten einer ganzen ,epoche und eines ,jahrhunderts1 solcher ,ansichten1 die ohne sie ungehrt verhallen wrden4 ,sie ergreift und zieht mit ,absicht oder selbst1 ohne es zu wollen1 neun ,zehntel alles dessen in ihr ,bereich1 was ,eigentum der ,literatur wird4 ,wie viele ,leute gibt es nicht1 die nur deshalb reden1 kritisieren und ,urteile fllen1 weil alle diese ,urteile ihnen schon beinahe fertig zugetragen werden1 und die von sich aus nie eine ,ansicht geuert1 ber etwas geredet oder etwas kritisiert htten6 ,und daher hat die ,zeitschriftenliteratur jedenfalls ein ,recht auf unsere grte ,aufmerksamkeit4 ,vielleicht hat sich der ,mangel einer journalistischen ,bettigung und einer lebendigen modernen ,bewegung bei uns seit langem nicht so deutlich bemerkbar gemacht1 wie in den zwei letzten ,jahren4 ,der grte ,teil unserer ,zeitschriften zeichnete sich durch eine groe ,farblosigkeit aus4 ,viele von den alten ,journalen waren eingegangen1 andere vegetierten matt und langsam weiter1 neue erschienen nicht1 auer etwa der ,lesebibliothek und dem neueren ,moskauer ,beobachter1 obgleich sich gerade um diese ,zeit ein allgemeines ,bedrfnis nach geistiger ,nahrung fhlbar machte1 und die ,zahl der ,leser um ein bedeutendes zugenommen hatte4 ,so arm diese ,epoche auch war1 sie hat dasselbe ,anrecht auf unsere ,aufmerksamkeit1 wie vielleicht eine solche voller ,leben und ,bewegung1 denn sie gehrt in gleicher ,weise unserer ,literaturgeschichte an4 ,die ,leser hatten vllig recht1 wenn sie sich ber die ,drftigkeit und ,armut unserer ,zeitschriften beklagten3 ,der ,telegraph hatte schon lngst den scharfen ,ton nicht mehr1 der durch seine feindliche ,stellung gegenber den ,petersburger ,journalen bedingt war4 ,das ,teleskop war mit ,aufstzen angefllt1 denen es an jeder ,frische und lebendigen ,aktualitt fehlte4 ,um diese ,zeit entschlo sich der ,buchhndler ,smirdin1 der sich schon lngst durch seine ,regsamkeit und ,gewissenhaftigkeit bekannt gemacht hatte1 all seine kurzsichtigen ,kollegen durch seine ,unternehmungslust beschmte und durch seine ,wirksamkeit eine gewisse ,bewegung in den ,buchhandel gebracht hatte1 zu der ,herausgabe einer groen allumfassenden ,zeitschrift2 dazu wollte er smtliche ,literaten1 die es in ,ruland gab1 gewinnen und sie veranlassen1 sich an seinem ,unternehmen zu beteiligen4 ,der ,prospekt umfate nahezu alle ,namen unserer russischen ,schriftsteller4 ,der ,professor der arabischen ,literatur1 ,herr ,ssenkowski1 erklrte sich bereit1 die ,leitung der ,zeitschrift zu bernehmen4 ,herr ,gretsch1 der bereits seit langem als ,herausgeber zweier ,journale1 der ,nordischen ,biene und des ,sohnes des ,vaterlandes bekannt war1 wurde ihm als ,redakteur zur ,seite gestellt4 ,wir wissen nicht1 ob sie sich dieser ,sache freiwillig annahmen1 oder ob ,herr ,smirdin sie durch sein ,bitten dazu bewogen hatte2 wie dem auch sei1 jedenfalls war man im allgemeinen darber einig1 da der ,buchhndler ein wenig unvorsichtig vorgegangen sei4 ,da er eine so groe ,anzahl von ,literaten fr seine ,zeitschrift gewonnen hatte1 htte er die ,wahl eines ,redakteurs ihrem ,gutachten berlassen mssen4 berdies lieen alle ,beteiligten eine sehr wichtige ,frage auer acht3 sollte die ,zeitschrift auf einen bestimmten ,ton abgestimmt sein1 sollte sie eine bestimmte1 im voraus festgelegte ,richtung vertreten oder sollte sie ein ,sammelplatz aller mglichen ,anschauungen und ,meinungen werden8 ,die ,antwort1 die die ,zeitschrift auf diese ,frage gab1 war sehr zweifelhaft2 wie gewhnlich erklrte sie1 die ,kritik werde sehr wohlwollend und unparteiisch sein und sich jeder persnlichen ,invektiven und unvornehmer ,allren enthalten2 ein ,versprechen1 das jeder ,journalist abzugeben pflegt4 ,aber schon mit dem ,erscheinen des ersten ,heftes berzeugte sich das ,publikum sofort1 da die ,zeitschrift durch den ,ton1 die ,meinung und die ,gedanken eines einzelnen beherrscht wurde1 und da die ,namen der ,schriftsteller1 deren glnzende ,reihen eine halbe ,seite des ,titelblatts einnahmen1 nur leihweise ausgeborgt worden waren1 um eine grere ,zahl von ,abonnenten anzulocken4 ,der ,buchhndler ,smirdin tat seinerseits alles1 was das ,publikum von ihm zu erwarten berechtigt war4 ,die ,ehrlichkeit1 die ihn immer ausgezeichnet hatte1 bewies er auch wieder bei der ,herausgabe der ,zeitschrift4 ,die ,zeitschrift erschien mit ungewhnlicher ,pnktlichkeit3 am ,ersten jedes ,monats erhielten die ,abonnenten einen so dicken ,band zugesandt1 wie ihn ehedem keine von unseren ,druckereien in zwei ,monaten htte herstellen knnen4 ,statt der angekndigten achtzehn ,bogen gab er manchen ,monat doppelt so viele4 ,sehen wir nun aber zu1 ob auch die ,mnner1 denen er die innere ,organisation der ,zeitschrift anvertraut hatte1 ihre ,pflicht erfllten4 ,die ,hauptperson1 der ,spiritus rector der ganzen ,zeitschrift war ,herr ,ssenkowski4 ,der ,name des ,herrn ,gretsch war nur pro forma mit herangezogen2 jedenfalls war nichts davon zu merken1 da er an der ,sache beteiligt war4 ,herr ,gretsch ist schon seit langem der unvermeidliche ,ehrenredakteur jeder neubegrndeten ,zeitschrift3 wie man gewhnlich einen wrdigen1 lteren ,herrn auffordert1 bei allen ,hochzeiten den ,brautvater zu spielen4 ,aber was fr ein ,ziel hatte die ,redaktion dieser ,zeitschrift im ,auge1 welches ,problem beabsichtigte sie zu lsen8 ,hier werden wir unwillkrlich nachdenklich1 und ebenso wird es wohl auch dem ,leser ergehen4 ,herr ,ssenkowski hat im ,programm nichts davon gesagt1 was er sich fr ein ,ziel gesteckt habe und welche ,richtung er einzuhalten gedenke2 nur das eine war fr alle klar ersichtlich1 da er sich sozusagen unbemerkt in die erste ,nummer einschlich1 um sich am ,ende des ,bandes ganz als ,herr im ,hause zu gebrden4 brigens darf man sich hierber nicht beklagen3 vielleicht ist ein gewisser scharfer ,ton1 und sogar eine gewisse ,frechheit fr den ,journalisten unentbehrlich1 was wir freilich keineswegs billigen1 obgleich es uns bekannt ist1 da ein ,journalist durch derartige ,eigenschaften im ,urteil der ,menge immer nur gewinnt4 ,worauf aber richtete dieser neue ,herr seine besondere ,aufmerksamkeit8 welch ein ,gedanke beherrschte bei ihm alle anderen8 wofr hatte er eine besondere ,vorliebe8 war etwas zu merken von jenen unverrckbaren ,grundstzen1 ohne die ein ,mensch charakterlos wird1 die ihm eine gewisse ,originalitt verleihen und die seine ,physiognomie bestimmen8 ,wenn man alles1 was er in dieser ,zeitschrift verffentlicht hat1 durchliest1 wenn man allen ,worten1 die er sagt1 tiefer nachgeht1 so kann man sich unwillkrlich einer gewissen ,verwunderung nicht erwehren3 was hat das zu bedeuten8 was veranlat diesen ,mann zum ,schreiben8 ,wir sehen einen ,menschen vor uns1 der sich sein ,geld keineswegs ohne ,gegenleistung erwirbt1 der im ,schweie seines ,angesichts arbeitet1 der sich nicht nur um seine eigenen ,aufstze kmmert1 sondern auch die fremden korrigiert und verbessert -- mit einem ,wort3 einen ,menschen1 der unermdlich ttig ist4 ,wozu dient nun diese ganze ,ttigkeit8 ,sehen wir uns einmal den ,leiter der ,zeitschrift1 wie er sich uns in den verschiedenen ,gattungen seiner literarischen ,werke darstellt1 nher an1 und sagen wir dann einige ,worte ber die ,haupteigenschaften seiner ,aufstze1 denn das ist durchaus und in jeder ,beziehung eine ,notwendigkeit4 ,herr ,ssenkowski tritt in seiner ,zeitschrift auf als ,kritiker1 als ,erzhler1 als ,gelehrter1 als ,satiriker1 als ,verknder der neuesten ,ereignisse usw4 usw41 und zwar unter den ,namen ,brambeus1 ,morosow1 ,tjutjundschu ,oglu1 ,a4 ,belkin und endlich in eigner ,person4 ,als ,gelehrter hat ,herr ,ssenkowski einen recht umfangreichen ,aufsatz ber die ,sagen verfat -- einen ,aufsatz1 der voller ,hypothesen ist1 und zwar nicht seiner eigenen1 sondern solcher1 die er auf gut ,glck bei der flchtigen ,lektre einiger ,bcher aufgelesen hat2 diese ,hypothesen gehren nicht der russischen ,geschichte an4 ,diese ,sagen1 die der scharfsinnige ,schlzer1 der bis jetzt in bezug auf die ,strenge und die ,tiefe seines kritischen ,blicks nicht seinesgleichen gesunden1 fr ,mrchen erklrt hat1 die keine ,beachtung verdienen1 diese ,sagen macht ,herr ,ssenkowski zum ,ecksteine der russischen ,geschichte1 ohne auch nur einen ,beweis dafr anzufhren1 der der ,kritik standhlt2 es fllt ihm nicht ein1 ihren einzigartigen1 wahren ,wert festzustellen4 ,die ,sagen sind poetische ,erzeugnisse eines ,volkes1 das eine groe ,rolle in der ,geschichte gespielt hat4 ,dieser ,aufsatz1 der voll theoretischer ,figuren ist1 hat vielen braven1 aber ein wenig beschrnkten ,leuten gefallen1 und ,herr ,bulgarin hat sogar eine ,rezension ber ihn geschrieben1 in der er ,herrn ,ssenkowski noch ber ,schlzer1 ,humboldt und alle ,gelehrten stellt1 die jemals existiert haben4 ,ein anderer ,gegenstand1 auf den ,herr ,ssenkowski sich sehr viel einbildet1 und der sein eigentliches ,steckenpferd ist1 ist der ,orient4 ,hier hat er schon von jeher seine ,stimme erhoben1 und sobald irgendein ,artikel ber den ,orient erschien1 oder dieser irgendwo erwhnt wurde1 und sei es auch nur in einem ,gedicht1 wurde er zornig und behauptete1 der ,autor knne kein ,urteil ber den ,orient haben1 er drfe nicht ber ihn urteilen1 denn er kenne den ,orient gar nicht4 ,man verzeiht einem ,menschen1 der in seinen ,gegenstand verliebt ist und der erkennt1 wie wenig die anderen ihn verstehen1 gern ein ,wort der ,emprung2 aber dieser ,mensch mu doch wenigstens eine anerkannte ,autoritt sein4 ,herr ,ssenkowski htte tatschlich etwas ber den ,orient verffentlichen sollen4 ,einem ,menschen1 der noch nichts geleistet hat1 glaubt man nicht so leicht aufs ,wort1 besonders wenn seine ,urteile so leichtfertig und vom ,geist der ,unduldsamkeit erfllt sind2 brigens findet man in seinen kleinen ,aufstzen ber den ,orient dieselben ,fehler1 die er bestndig bei anderen tadelt4 ,in diesen ,aufstzen sagt er tatschlich nichts ,neues ber den ,orient -- da findet man auch nicht einen krftigen ,zug1 keinen groen ,gedanken1 ja nicht einmal eine geniale ,vermutung6 ,es lt sich nicht leugnen1 da ,herr ,ssenkowski ein groes ,wissen hat2 im ,gegenteil1 man merkt sofort1 da er viel gelesen hat2 aber man sprt nirgends etwas von jener bewegenden1 alles beherrschenden ,kraft1 die ihn auf ein bestimmtes ,ziel hin dirigiert4 ,dieses ganze ,wissen ist in einer ,art ,grung begriffen1 eins widerspricht dem andern und vertrgt sich nicht mit dem andern4 ,untersuchen wir einmal seine ,ansicht ber die moderne schne ,literatur4 ,in seinen ,kritiken lt ,herr ,ssenkowski einen vollstndigen ,mangel an einer festen ,anschauung erkennen1 so da keiner seiner ,leser mit ,bestimmtheit zu sagen vermchte1 was dem ,rezensenten am besten gefllt1 wovon seine ,seele ergriffen ward1 woran er ,geschmack findet3 er verrt in seinen ,rezensionen weder einen positiven noch einen negativen ,geschmack -- sondern gar keinen4 ,das1 was ihm heute gefllt1 wird morgen zur ,zielscheibe seines ,spotts4 ,er war der erste1 der ,herrn ,kukolnik neben ,goethe gestellt hat1 um dann zu erklren1 er htte dies nur aus einer gewissen ,laune heraus getan4 ,folglich sind seine ,rezensionen nicht die ,frucht seiner berzeugung oder seines ,gefhls1 sondern nur das ,produkt von ,stimmungen und ,verhltnissen4 ,walter ,scott1 dieses groe ,genie1 dessen unsterbliche ,werke ein so umfassendes und vollendetes ,bild des ,lebens geben1 ,walter ,scott wurde von ihm ein ,charlatan genannt4 ,und das mute ,ruland lesen -- das wurde zu ,leuten gesagt1 die bereits eine gewisse ,bildung besaen und die ,walter ,scott gelesen hatten4 ,man darf berzeugt sein1 da ,herr ,ssenkowski das unabsichtlich und nur aus bereilung gesagt hat1 denn er hat sich noch nie viel darum gekmmert1 was er sagt1 und er wei im folgenden ,artikel schon nicht mehr1 was er im vorhergehenden geschrieben hat4 ,in seinen ,analysen und ,kritiken sprach ,herr ,ssenkowski auch niemals von dem inneren ,charakter des ,werkes1 das er gerade untersuchte2 nie gab er eine genaue und przise ,bestimmung seines wahren ,wertes3 seine ,kritik bestand entweder in einem bedingungslosen ,lob1 in dem der ,rezensent sich von ,herzen an seinen eigenen ,phrasen berauschte1 oder in einem ,tadel1 aus dem eine seltsame ,bitterkeit sprach4 ,sie drehte sich um lauter ,kleinigkeiten und beschrnkte sich darauf1 zwei oder drei ,stze zu zitieren und sie dem ,spott und ,hohn preiszugeben4 ,nie wurde etwas davon erwhnt1 was sich der ,schriftsteller in seinem ,werke fr eine ,aufgabe gestellt1 wie er sie ausgefhrt1 und wenn er sie nicht ausgefhrt hatte1 wie er sie htte ausfhren sollen4 ,vor allem aber beschftigte sich ,herr ,ssenkowski mit allerhand literarischem ,unrat und einer groen ,menge aller mglichen seichten ,bcher -- ber sie machte er sich lustig1 ergo er seinen ,spott und lie bei dieser ,gelegenheit jenem ,witz freien ,lauf1 der einigen ,lesern so wohl gefllt4 ,schlielich erhob er sogar ein groes ,geschrei wegen der zwei ,frwrter dieser und jener1 die ihm aus einem unbekannten ,grunde mit dem ,geiste der russischen ,sprache unvereinbar schienen4 -- ber diese zwei ,frwrter schrieb er ganze ,traktate1 und alle ,aufstze1 die er ber irgendein ,thema verfate1 schlossen immer damit1 da die ,frwrter dieser und jener durchaus zu verwerfen wren4 ,dies erinnerte an den alten ,proze ,tredjakowskis gegen den ,buchstaben y 7is hiza7 und das i 7den zehnten ,buchstaben des russischen ,alphabets71 eine ,sache1 die erst vor kurzem von einem ,professor von neuem aufgenommen wurde4 ,ein ,buch1 in dem ,herr ,ssenkowski diesen beiden ,wrtlein begegnete1 wurde feierlich als schlecht geschrieben abgelehnt4 ,seine eigenen ,werke1 seine ,erzhlungen und dergleichen erschienen unter der ,firma ,brambeus4 ,diese ,erzhlungen und ,aufstze in ,form von ,erzhlungen fielen allgemein auf durch ihre sklavische und bertriebene ,nachahmung moderner franzsischer ,autoren1 besonders weil ,herr ,ssenkowski die ganze zeitgenssische franzsische ,literatur schlecht zu machen suchte4 ,es ist unbegreiflich1 wie wenig ,scharfsinn er in diesem ,fall entwickelte und fr wie einfltig er seine ,leser hielt4 ,auerdem ist es ganz unverstndlich1 weshalb er einigen seiner ,aufstze das ,prdikat phantastisch verlieh4 ,ein absoluter ,mangel an ,wahrheit1 ,natur und ,wahrscheinlichkeit gengt noch nicht1 um das ,prdikat phantastisch zu rechtfertigen4 ,die phantastischen ,werke des ,barons ,brambeus erinnern an jene ,bcher1 die einige ,zeit lang in groer ,menge erschienen1 wie etwa das folgende3 ,wenn's dir nicht pat1 so hr' nicht zu1 doch str' mich nicht im ,lgen und hnliche4 ,hier finden wir dieselbe ,leichtfertigkeit1 ja1 der ,autor macht nicht einmal den ,versuch1 seine ,gedanken zu rechtfertigen4 ,erfahrene ,leser wollen oft eine ganze ,reihe von ,entlehnungen entdeckt haben1 die sich der ,autor in der ,eile und in der ,hast1 mit der er weiterstrmte1 gestattete2 er kmmerte sich nur wenig um ihren ,zusammenhang1 und so verlor das1 was im ,original noch einen ,sinn hatte1 in der ,kopie jegliche ,bedeutung4 ,dies waren die ,ttigkeit und die ,leistungen des ,leiters der ,lesebibliothek4 ,wir hielten es fr ntig1 etwas ausfhrlicher auf sie einzugehen1 da er in der ,lesebibliothek ,alleinherrscher war1 und weil seine ,ansichten sich mit groer ,geschwindigkeit zugleich mit den viertausend ,exemplaren des ,journals ber das ganze ,ruland verbreiteten4 ,eine ,zeitschrift1 die mit den vom ,buchhndler ,smirdin zur ,verfgung gestellten ,mitteln herausgegeben wurde1 konnte unmglich ganz schlecht sein4 ,sie hatte schon den groen ,vorzug1 da jede ,nummer einen groen ,umfang hatte und als dicker ,band erschien4 ,das war eine angenehme ,neuerung fr die ,abonnenten1 besonders fr die ,bewohner unserer ,stdte und die ,gutsbesitzer auf dem ,lande4 ,die ,bibliothek brachte mitunter interessante ,aufstze aus auslndischen ,zeitschriften1 und in dem lyrischen ,teile begegnete man den ,namen der ,leuchten unseres russischen ,parnasses4 ,am besten aber war stets die ,rubrik ,vermischtes1 die eine bunte ,menge der neuesten ,neuigkeiten enthielt4 ,dieser ,teil hatte etwas ,lebendiges und echt ,journalistisches4 ,die schne ,prosaliteratur1 sowohl die ,originale wie die bersetzungen1 die ,erzhlungen usw4 lieen auf wenig ,geschmack und wenig ,verstndnis bei der ,auswahl schlieen4 ,in der ,lesebibliothek pflegte auch etwas vorzukommen1 was bis dahin in ,ruland unerhrt war4 ,der ,leiter korrigierte und arbeitete fast alle ,aufstze um1 die in ihr zum ,abdruck kamen1 und merkwrdigerweise gestand er das ganz khn und offen ein3 ,bei uns in der ,lesebibliothek herrscht ein anderes ,prinzip als bei anderen ,zeitschriften1 erklrte er einmal1 wir behalten keine ,erzhlung in ihrer ursprnglichen ,form bei1 alle werden umgearbeitet1 zuweilen ziehen wir zwei1 zuweilen auch drei zu einer zusammen1 und die ,aufstze gewinnen auerordentlich durch unsere ,umarbeitungen4 ,solch eine seltsame ,bevormundung war bisher in ,ruland nicht blich4 ,viele ,schriftsteller fingen an zu frchten1 das ,publikum knne ,aufstze1 die hufig ganz ohne ,unterschrift erschienen1 oder mit fingierten ,namen gezeichnet waren1 fr ,arbeiten von ihnen halten1 und zogen sich deshalb von der ,mitarbeit an dieser ,zeitschrift zurck4 ,die ,zahl der ,teilnehmer schmolz so zusammen1 da die ,herausgeber bereits im zweiten ,jahre keine lange ,liste von ,namen aufstellen konnten1 sondern nur dunkel andeuteten1 da sie die besten ,schriftsteller zu ihren ,mitarbeitern zhlten1 ohne sie jedoch zu nennen4 ,und obgleich die ,zeitschrift weder ihr ,format noch auch ihr ,wesen nderte1 wurden doch die ,aufstze merklich schlechter3 ein gewisser ,mangel an ,sorgfalt machte sich fhlbar4 ,schon wurde die ,bibliothek in den ,hauptstdten weniger gelesen1 in der ,provinz dagegen fand sie noch denselben ,absatz1 und die in ihr vertretenen ,anschauungen verbreiteten sich ebenso rasch4 ,wenden wir uns jetzt zu den anderen ,zeitschriften4 ,die ,nordische ,biene brachte alle offiziellen ,nachrichten und erfllte in dieser ,beziehung ihre ,aufgabe4 ,sie enthielt politische ,mitteilungen und die neuesten ,nachrichten des ,aus- und ,inlands4 ,ihr ,redakteur1 ,herr ,gretsch1 erreichte bei ihrer ,leitung eine hohe ,stufe der ,pnktlichkeit und ,gewissenhaftigkeit1 sie erschien immer zur rechten ,zeit2 in literarischer ,hinsicht aber fehlte es ihr an jeder festen und bestimmten ,note und sie lie keine starke ,hand erkennen1 die den in ihr vertretenen ,anschauungen eine bestimmte ,richtung gab4 ,das war eine ,art ,korb1 in den ein jeder hineinwarf1 was ihm gerade in den ,sinn kam4 ,die ,bcherrezensionen1 die fast immer wohlwollend waren1 wurden von den ,freunden und mitunter von den ,schriftstellern selbst geschrieben4 ,in der ,nordischen ,biene erprobten mancherlei anonyme ,autoren1 die sich hinter verschiedenen ,buchstaben versteckten1 die ,schrfe ihrer ,federn -- ohne ,zweifel noch recht junge ,leute1 denn in ihren ,aufstzen machte sich ein erhebliches ,ma von ,keckheit bemerkbar4 ,meist richteten sie ihre ,angriffe auf ,leute1 die sich gar nicht verteidigen konnten1 und auf arme hilflose ,waisen4 ,auch las man da allerhand geistreiche ,bosheiten1 die sich brigens alle ziemlich hnlich sahen und gegen allerhand unsaubere ,publikationen richteten4 ,das ,wesen dieser ,rezensionen bestand gewhnlich darin1 da man das ,buch nach allen ,richtungen lobte und dann zum ,schlu alle ,verantwortung mit den ,worten ablehnte3 brigens wre es wnschenswert1 da der verehrte ,herr ,autor einige kleine stilistische und sprachliche ,fehler verbessere oder ,ein gutes ,buch verlangt auch eine gute ,ausstattung und dergleichen1 woraufhin sich der ,verfasser des rezensierten ,buches gewhnlich gekrnkt fhlte und sich ber die ,parteilichkeit des ,kritikers beklagte4 ,die ,bcher wurden hufig von denselben ,rezensenten besprochen1 die ,berichte ber die ,erffnung einer neuen ,tabaksfabrik in der ,hauptstadt1 ber ,pomoden usw4 schrieben2 diese ,berichte waren mitunter sehr geistreich1 und die darin enthaltenen ,witze lieen auf wohlerzogene ,leute schlieen1 die ohne allen ,zweifel gute ,grnde hatten1 mit den ,fabrikbesitzern zufrieden zu sein4 brigens konnte man von der ,nordischen ,biene auch nicht mehr verlangen2 dies war eine stets pnktlich erscheinende1 alljhrliche ,affiche1 ihre ,aufgabe bestand darin1 das ,publikum einzuladen1 das ,urteil aber berlie sie dem ,leser selbst4 ,die ,zeitschrift1 die den ,titel der ,sohn des ,vaterlandes und das ,nrdliche ,archiv trug1 blhte die ganze ,zeit ber im ,verborgenen4 ,niemand sprach von ihr1 niemand berief sich auf sie1 trotzdem aber erschien sie regelmig einmal die ,woche und war auf ihrer ,rckseite ein so ungeheures ,programm abgedruckt1 wie man es schwerlich noch irgendwoanders finden wird4 ,der ,sohn des ,vaterlandes 7so versprach das ,programm7 wrde ,aufstze ber ,archologie1 ,medizin1 ,jurisprudenz1 ,statistik1 russische ,geschichte1 allgemeine ,geschichte1 russische ,literatur1 auslndische ,literatur und endlich noch ber ,literatur berhaupt1 ber ,geographie1 ,ethnographie usw41 eine historische ,galerie usw4 bringen4 ,manch ein ,leser wird die ,hnde zusammenschlagen1 wenn er ein solch frchterliches ,programm liest1 und meinen1 dies wre die gewaltigste ,enzyklopdie gewesen1 die es je in der ,welt gegeben hat4 ,aber keine ,spur davon3 statt dessen erschien ein mageres1 dnnes ,bchlein im ,umfang von drei ,bogen1 das meist mit einem ,aufsatz ber irgendeine ,krankheit begann1 der nicht einmal von ,medizinern gelesen wurde4 ,kritische ,aufstze und gar solche von lebendigem aktuellem ,inhalt gehrten keineswegs zu den gewhnlichen ,erscheinungen4 ,die politischen ,nachrichten dieser ,zeitschrift bestanden in denselben trockenen ,fakten aus der ,nordischen ,biene und waren infolgedessen schon alle bekannt4 ,dazwischen kamen auch recht merkwrdige ,originalerzhlungen zum ,abdruck2 sie waren ungeheuer kurz und vllig farblos4 ,und selbst wenn dann einmal etwas ,bemerkenswertes darunter vorkam1 so blieb es doch gnzlich unbeachtet4 ,die ,namen der ,redakteure1 der ,herren ,bulgarin und ,gretsch1 prangten nur auf dem ,titelblatt1 und es gab nichts1 was darauf hindeutete1 da sie wirklich an der ,herausgabe mit beteiligt waren4 ,trotzdem aber existierte das ,journal nun einmal1 also mute es doch ,leser und ,abonnenten haben4 ,diese ,leser und ,abonnenten bestanden aus allerhand ehrenwerten1 alten ,herren1 die in der ,provinz lebten und die ebensosehr das ,bedrfnis hatten1 etwas zu lesen1 wie nach dem ,mittagessen ein ,stndchen zu schlafen und sich zweimal wchentlich rasieren zu lassen4 ,whrend dieser ganzen ,zeit erschien in ,petersburg noch eine rein literarische ,zeitung1 die sich gegen das ,eindringen wissenschaftlicher ,interessen und anderer ernster ,beitrge zu schtzen wute2 sie war weder politisch noch statistisch noch enzyklopdisch1 sie trat fr die alten berlieferungen ein1 hatte aber bei alledem einen besonderen ,charakter4 ,diese ,zeitung trug den ,titel3 ,literarische ,beilage zum ,invaliden4 ,in ihr erschienen kleine ,erzhlungen und ,unterhaltungen lndlicher ,gutsbesitzer ber ,literatur1 diese waren hufig recht trivial1 enthielten jedoch mitunter auch allerhand ,bosheiten1 die der ,wahrheit sehr nahe kamen3 der ,leser bemerkte zu seiner ,verwunderung1 da die ,gutsbesitzer sich gegen ,ende der ,artikel in richtige ,literaten verwandelten1 die sich das ,schicksal der modernen ,literatur sehr zu ,herzen nahmen und ihre ,urteile mit tzendem ,spotte wrzten4 ,diese ,zeitschrift bekmpfte alle erfolgreichen ,literaten1 obwohl ihre ganze ,taktik darin bestand1 irgendeinen ,passus zu zitieren1 der auf eine gewisse ,voreiligkeit1 wie sie den ,journalisten eigen ist1 schlieen lt1 und dann von sich aus eine recht boshafte ,bemerkung hinzuzufgen1 die nicht lnger als eine ,zeile und mit einem ,ausrufungszeichen versehen war4 ,herr ,wojeikow war ein eifriger ,jger2 er sa wie ein ,fischer mit seiner ,angel am ,ufer1 ohne je die ,geduld zu verlieren1 obwohl meist nur kleine ,fische auf seinen ,kder anbissen1 whrend sich die groen wieder losrissen und ins ,wasser zurckschwammen4 ,man fhlte deutlich1 da der ,redakteur eine wahrhafte literarische ,ader besa2 sein ,blick war stets mit nie erlahmender ,aufmerksamkeit auf das journalistische ,getriebe gerichtet4 ,ich wei nicht1 ob seine ,zeitung viele ,leser hatte1 jedenfalls aber verdiente sie es1 da man hin und wieder einen ,blick in sie warf4 ,in ,moskau erschien nur eine ,zeitschrift3 ,das ,teleskop mit einer kleinen ,beilage von einigen ,seiten1 unter dem ,namen ,fama2 diese ,zeitschrift1 die zu ,anfang sehr lebhaft einsetzte1 flaute jedoch sehr schnell ab und bildete ein buntes ,gemisch von allerhand ,artikeln ohne jede literarische ,bedeutung4 ,es war augenfllig1 da die ,herausgeber sich nicht die geringste ,mhe gaben und die einzelnen ,nummern auf gut ,glck und ohne jede ,sorgfalt erscheinen lieen4 ,das ,monopol1 das die ,lesebibliothek an sich gerissen hatte1 mute alle brigen ,zeitschriften an ihrer empfindlichen ,stelle treffen4 ,aber die ,nordische ,biene wurde von demselben ,herrn ,gretsch herausgegeben1 dessen ,name eine ,zeitlang auf dem ,titelblatt der ,bibliothek stand1 deren ,chefredakteur er angeblich war1 obgleich dies ,amt1 wie wir schon gesehen haben1 nur ein ,ehrentitel war2 es war daher nur natrlich1 da die ,nordische ,biene alles1 was in der ,bibliothek erschien1 loben und ihren wahren ,spiritus rector1 der unter einer ,reihe von ,decknamen schrieb1 einen russischen ,humboldt nennen konnte4 ,aber auch ohne dies wre diese ,zeitschrift wohl kaum als krftige ,gegnerin in ,betracht gekommen1 da sie von keinem einheitlichen ,willen geleitet wurde2 die verschiedenen ,literaten blickten dort nur hin und wieder1 wenn sie es gerade ntig hatten1 hinein4 ,auch der ,sohn des ,vaterlandes mute nachsprechen1 was die ,biene sagte4 ,und so konnten nur zwei ,zeitschriften gegen seine ,anschauungen ,front machen4 ,herr ,wojeikow nahm in der ,literarischen ,beilage einen ,anlauf zur ,opposition2 aber diese ,opposition bestand lediglich in kleinen ,bemerkungen ber allerhand journalistische ,schnitzer und in ein paar glcklichen ,witzen1 die sich in wenigen kurzen ,worten und in einem ,spott uerten1 der von einzelnen ,literaten sehr gut verstanden1 von den ,uneingeweihten aber kaum bemerkt wurde4 ,niemals lie er eine ausfhrliche und grndliche ,kritik erscheinen1 die die ,richtung der neuen ,zeitschrift in irgendeiner ,weise kennzeichnete4 ,das ,teleskop arbeitete in ,gemeinschaft mit der ,fama1 und zwar gegen die ,lesebibliothek1 aber es tat dies ohne jede ,energie1 ,ausdauer und ohne die dazu notwendige ,geduld und ,kaltbltigkeit4 ,seine kritischen ,aufstze waren oft von rger ber einen glcklichen ,neuling erfllt2 es spottete ber den ,barontitel des ,herrn ,ssenkowski1 machte einige richtige ,bemerkungen ber sein seltsames ,kopieren der franzsischen ,schriftsteller1 traf aber nicht den ,kern der ,sache4 ,in der ,fama wiederholten sich dieselben ,anspielungen auf ,herrn ,brambeus1 und zwar oft in der ,analyse vllig belangloser ,werke4 ,auerdem schadete sich ,das ,teleskop auerordentlich durch das versptete ,erscheinen der ,nummern und die mangelnde ,sorgfalt1 mit der es redigiert wurde2 und so kam es1 da seine kritischen ,artikel noch weniger verbreitet waren4 ,es ist klar1 da die ,krfte und ,mittel dieser ,zeitschriften gegenber der ,lesebibliothek kaum in ,betracht kamen1 die unter ihnen wie ein ,elefant unter winzigen ,vierflern erschien4 ,der ,kampf war zu ungleich1 und1 wie es scheint1 zog man nicht in ,erwgung1 da die ,lesebibliothek gegen fnftausend ,abonnenten hatte1 da die von ihr vertretenen ,anschauungen selbst in solche ,gesellschaftskreise drangen1 wo man noch nie etwas von der ,existenz des ,teleskops und der ,literarischen ,beilage gehrt hatte1 und da die ,ideen und die in der ,lesebibliothek erscheinenden ,aufstze von den ,herausgebern derselben ,lesebibliothek1 die sich hinter verschiedenen ,namen versteckten1 aufs hchste gelobt und herausgestrichen wurden1 und zwar mit einem ,enthusiasmus1 der seine ,wirkung auf einen groen ,teil des ,publikums nie verfehlte2 denn was dem ,gebildeten lcherlich scheint1 das nimmt der beschrnkte ,leser in all seiner ,einfalt fr bare ,mnze1 und man konnte annehmen1 da bei der ,abonnentenzahl der ,bibliothek die ,anzahl der letzteren weit grer war2 dazu kommt1 da die meisten ,abonnenten der ,lesebibliothek ,neulinge waren1 d4 h4 solche1 die frher noch keine ,journale gelesen hatten und infolgedessen alles fr die lauterste ,wahrheit hielten1 und da endlich die ,lesebibliothek eine starke ,sttze in den viertausend ,exemplaren der ,nordischen ,biene fand4 ,die ,entrstung ber dies unerhrte ,monopol wurde schlielich sehr stark4 ,endlich entschlossen sich einige ,literaten in ,moskau dazu1 ihre eigene ,zeitschrift herauszugeben4 ,diese neue ,zeitschrift war eine ,notwendigkeit nicht sowohl fr das ,publikum1 d4 h4 fr die grte ,zahl der ,leser1 als vielmehr fr die ,literaten1 die in verschiedenem ,mae unter der ,bibliothek zu leiden hatten4 ,sie war eine ,notwendigkeit erstens fr die1 die einer ,freistatt bedurften1 in der sie ihre ,anschauungen uern konnten1 denn die ,lesebibliothek nahm keine kritischen ,aufstze auf1 wenn sie nicht dem ,geschmack des ,chefredakteurs entsprachen1 und zweitens fr die1 die zu ihrem ,erstaunen erfahren muten1 wie der ,redakteur die ,hand an ihre eigenen ,werke legte2 denn ,herr ,ssenkowski war bereits so weit gelangt1 da er alle der ,bibliothek eingesandten ,artikel ohne ,ansehen der ,person ihrer ,autoren einer ,bearbeitung unterzog4 ,er korrigierte ,aufstze militrischen1 historischen1 literarischen1 nationalkonomischen ,inhaltes usw41 und das tat er alles ohne jede bse ,absicht1 ohne sich weiter ,rechenschaft abzugeben1 oder sich dabei von einem ,gefhl der ,notwendigkeit und des ,anstandes leiten zu lassen1 ja1 er dichtete sogar zu einer ,komdie von ,von-,wisin einen eigenen ,schlu hinzu1 ohne zu bercksichtigen1 da diese ja schon ohnedies einen ,schlu hatte4 ,dies alles war fr die ,schriftsteller sehr peinlich1 die kein einziges ,organ hatten1 in dem sie ihre ,klagen vor der ,welt und den ,lesern vorbringen konnten4 ,aber schon allein das ,gercht von der ,grndung eines neuen ,journals rief die ,emprung der ,lesebibliothek wach und veranlate sie zu einem vllig unerwarteten ,schritt3 sie versicherte ihren ,abonnenten und ,lesern mit ungewhnlichem ,eifer1 da die neue ,zeitschrift keineswegs gut gesinnt sei und einen streitschtigen ,charakter haben wrde4 ,ein ,artikel1 der bei dieser ,gelegenheit in der ,nordischen ,biene erschien1 war anscheinend von einem ,menschen geschrieben1 der voller ,verzweiflung seinen vollstndigen ,zusammenbruch vor ,augen sieht4 ,in ihm wurde dem ,publikum mitgeteilt1 das neue ,journal wolle die ,lesebibliothek zugrunde richten1 und dies nur deshalb1 weil die ,herausgeber erklrt htten1 sie wrden eine gleiche ,anzahl von ,bogen erscheinen lassen wie die ,lesebibliothek4 ,nicht wahr1 ein sehr unvorsichtiges ,vorgehen8 ,in solch einem ,falle mu man seine selbstischen ,gefhle kunstvoll zu verbergen suchen und den richtigen ,moment abwarten1 um erst dann dem ,gegner einen wohlgezielten ,schlag zu versetzen4 ,weil ich eine ,zeitschrift herausgebe1 soll etwa darum ein anderer keine herausgeben drfen8 ,und wie knnte ich zrnen1 wenn mir jemand erklrt1 er wolle mich zum ,vorbild nehmen8 ,sollte ich ihm nicht vielmehr dankbar sein8 ,beweist er nicht gerade damit den hohen ,grad von ,achtung1 den ich mir bei dem ,publikum erworben habe8 ,je mehr ,wetteifer1 desto mehr ,gewinn fr die ,leser und die ,literaten4 ,aber sehen wir zu1 in welchem ,mae der ,moskauer ,beobachter die ,erwartungen des nach ,neuem lsternen ,publikums1 die ,hoffnungen der gebildeten ,leser1 die ,erwartungen der ,literaten und die ,befrchtungen der ,lesebibliothek rechtfertigte4 ,die neue ,zeitschrift hatte1 trotz aller ihrer eifrigen ,bemhungen1 sich berall bekannt zu machen1 doch nicht die ,mittel1 ihr ,erscheinen an allen ,ecken und ,enden ,rulands anzukndigen1 da die einzigen ,herolde und ,verbreiter neuer ,nachrichten seine ,gegner1 die ,nordische ,biene und die ,lesebibliothek waren1 die natrlich nie eine in wohlwollendem ,ton gehaltene ,anzeige ber die neue ,zeitschrift gebracht htten4 ,sie begann auch erst spt zu erscheinen1 nicht zu ,beginn des neuen ,jahres1 also nicht zu der ,zeit1 wo gewhnlich die ,abonnements beginnen1 und sie versumte es1 fr ein regelmiges ,erscheinen der ,bnde und ihre pnktliche ,zustellung zu sorgen4 ,aber der ,hauptgrund fr den ,mierfolg lag doch im ,charakter der ,zeitschrift selbst4 ,schon aus den ersten ,bnden1 die zur ,ausgabe gelangten1 konnte man erkennen1 da die ,grndung der ,zeitschrift nur die ,folge einer leidenschaftlichen ,wallung war4 ,auch dem ,moskauer ,beobachter fehlte es an einer starken ,triebfeder1 die die ganze ,zeitschrift im ,gange hielt4 ,der ,redakteur lie sich nur auf dem ,titelblatt sehen4 ,sein ,name war fast vllig unbekannt4 ,bis dahin hatte er nur einige wertvolle statistische ,aufstze geschrieben1 die indessen das rein literarisch gebildete ,publikum gar nicht kannte4 ,seine literarische ,richtung war unbekannt4 ,das war ein groer ,fehler der ,herausgeber des ,moskauer ,beobachters4 ,sie hatten vergessen1 da der ,redakteur immer eine hervorragende ,persnlichkeit sein mu4 ,das ganze ,ansehen einer ,zeitschrift ruht auf ihm1 auf der ,originalitt seiner ,anschauungen1 der ,lebhaftigkeit seines ,stils1 auf seiner ,sprache1 die allgemeinverstndlich und immer unterhaltend sein mu1 sowie auf der ,frische einer unermdlichen ,wirksamkeit4 ,aber ,herr ,androssow trat im ,moskauer ,beobachter kaum merkbar hervor4 ,wenn die ,herausgeber die ,absicht hatten1 einen ,redakteur an die ,spitze des ,blattes zu stellen1 der nur seinen ,namen dazu hergab1 wie das bei der allgemeinen ,trgheit1 die bei uns in ,ruland herrscht1 blich geworden ist1 dann htten sie die redaktionelle ,arbeit unter sich verteilen mssen4 ,aber sie berlieen dem ,redakteur die ganze ,verantwortung1 und der ,moskauer ,beobachter glich bald einem jener gelehrten ,vereine1 deren ,mitglieder berhaupt gar nichts tun1 ja nicht einmal zu den ,sitzungen erscheinen1 whrend sich der ,prsident jeden ,tag einfindet1 in seinem ,lehnstuhl ,platz nimmt und das ,protokoll dieser sprlich besuchten ,sitzung abfassen lt4 ,immerhin enthielt die ,zeitschrift ein paar recht gute ,aufstze und ,gedichte von ,jasikow und ,baratinski2 diese ,juwelen unserer russischen ,literatur gereichten ihr zur hchsten ,zierde1 dennoch aber sprt man in der ,zeitschrift nichts von dem ,puls des modernen ,lebens oder von einer regen und bewegten ,ttigkeit2 auch fehlte es ihr an jener ,mannigfaltigkeit1 an der es einem periodisch erscheinenden ,blatte nicht fehlen darf4 ,die wertvollen ,aufstze1 die in dieser ,zeitschrift erschienen1 glichen wenigen grnen ,oasen1 die aus einem ganzen ,meer sandiger ,steppen auftauchten4 ,auch schienen die ,herausgeber nur geringe ,kenntnis davon zu haben1 was dem ,publikum gefllt und was nicht4 ,oftmals verfielen auch gute ,aufstze der ,langenweile1 nur weil sie sich durch mehrere ,nummern hinzogen und stets mit der ,unterschrift versehen waren3 ,fortsetzung folgt4 ,dies war die ,zeitschrift1 die die ,aufgabe hatte1 den ,kampf mit der ,lesebibliothek aufzunehmen4 ,der ,beobachter begann mit einem oppositionellen ,aufsatz von ,schewyrew ber die ,handelsgeschfte1 wie sie in unserer ,literatur aufgekommen waren4 ,der ,autor zog gegen den ,handelsgeist in unserer ,gelehrtenwelt zu ,felde1 d4 h4 gegen das allgemeine ,bestreben1 sich aus der literarischen ,arbeit eine ,erwerbsquelle zu schaffen4 ,der ,hauptfehler dieses ,aufsatzes lag darin1 da der ,autor seine ,aufmerksamkeit nicht auf den ,kernpunkt richtete4 ,sodann donnerte er gegen alle1 die fr ,geld schreiben1 ohne jedoch die ,anschauungen des ,publikums ber den inneren ,wert der ,ware zu widerlegen4 ,dieser ,artikel war nur den ,literaten verstndlich1 bereitete der ,lesebibliothek ein rgernis1 bot jedoch dem ,publikum keinerlei ,belehrung1 das nicht einmal begriff1 um was es sich handelte4 ,auerdem war dieser ,ausfall sogar vllig unberechtigt1 da er sich gegen ein unverbrchliches ,gesetz jeglicher ,ttigkeit richtete4 ,die ,literatur mute sich in ein ,handelsunternehmen verwandeln1 weil die ,zahl der ,leser und das ,bedrfnis nach ,lektre gewachsen war4 ,es ist nur natrlich1 da in solch einem ,fall die unternehmungslustigen ,menschen1 ohne viel ,talent1 stets im ,vorteil sind1 wie bei jedem ,handelsgeschfte2 wo ein gewandter und geriebener ,kaufmann einem einfltigen ,kufer gegenbersteht1 trgt der erstere den ,gewinn davon4 ,man mute darauf hinweisen1 worin der ,betrug besteht1 und nicht die ,hhe der ,gewinne abschtzen4 ,es ist noch kein ,unglck1 da ein ,literat sich ein eintrgliches ,haus oder ein paar ,pferde anschafft2 das ,schlimme ist nur1 da dem armen ,volk schlechte ,ware geliefert wurde1 und da es sich noch etwas auf diese ,ware zugute tut4 ,herr ,schewyrew htte die ,aufmerksamkeit auf die armen ,kufer und nicht auf die ,hndler lenken mssen4 ,die ,hndler sind meist zugereiste ,leute2 heute sind sie hier und morgen sind sie wei ,gott wo4 ,bei dieser ,gelegenheit bekam auch der ,buchhndler ,smirdin einen sehr ungerechten ,vorwurf zu hren3 dieser hatte sich nichts zuschulden kommen lassen und htte fr seinen ,unternehmungsgeist und sein redliches ,wirken nichts als ,dankbarkeit verdient4 ,kein ,zweifel1 er hat manchen ,leuten zuviel ,freiheit gelassen1 die sich lieber mit ,handelsgeschften als mit der ,literatur htten beschftigen sollen4 ,das ,talent kriecht nicht und schmeichelt nicht1 wohl aber die ,habgier4 ,sich hierber zu beklagen1 wre ebenso komisch und seltsam1 wie wenn man sich ber die ,regierung beklagen wollte1 wenn man einmal einem kurzsichtigen ,beamten begegnet4 ,fr das ,talent ist die ,nachwelt da1 dieser unbestechliche ,juwelier1 der nur reinen ,brillanten eine ,fassung gibt4 ,herr ,schewyrew bewies in seinem ,aufsatz zwar einen edlen ,zorn gegen die prosaische und unwrdige ,richtung in unserer ,literatur1 aber auf die ,mehrzahl des ,publikums machte dieser ,artikel nicht den geringsten ,eindruck4 ,die ,bibliothek antwortete nur kurz und ganz nach der ,art ihrer gewhnlichen ,taktik2 sie wandte sich an die ,zuschauer1 d4 h4 an ihre ,abonnenten1 und sagte3 ,seht1 was fr eine unvornehme ,gesinnung ,herr ,schewyrew an den ,tag gelegt hat1 welchen ,mangel an ,anstand und an vornehmen ,gefhlen1 indem er uns beschuldigte1 da wir nur fr ,geld arbeiten1 whrend wir doch 444 usw4 ,das ist die allgemeine ,taktik unserer ,petersburger ,zeitschriften und ,tagesbltter1 sowie ihnen irgend jemand ihre ,habgier und ihre ,unttigkeit zum ,vorwurf macht1 beklagen sie sich sofort bei dem ,publikum ber die unanstndige ,ausdrucksweise und den unvornehmen ,charakter ihrer ,gegner und sie erklren1 der betreffende ,aufsatz sei nur geschrieben worden1 um das ,publikum zu reizen und ihm das ,geld aus der ,tasche zu locken4 ,und daher hielten sie es ihrerseits fr ihre heilige ,pflicht1 das ,publikum zu warnen4 ,und so kam es denn1 da der ,ausfall des ,moskauer ,beobachters an der ,lesebibliothek abprallte wie eine ,flintenkugel am dicken ,fell eines ,nashorns1 wobei der plumpe ,vierfler nicht einmal nieste4 ,nachdem der ,moskauer ,beobachter seine ,kugel abgeschossen hatte1 hllte er sich in ,schweigen -- ein ,beweis dafr1 da er noch gar keinen wohlberlegten ,aktionsplan entworfen hatte und absolut nicht wute1 wie und womit er anfangen solle4 ,man htte entweder gar nicht anfangen sollen1 oder1 wenn man einmal begonnen hatte1 nicht so bald wieder aufhren drfen4 ,nur durch eine unablssige ,ttigkeit htte der ,beobachter durchdringen und seinen ,namen im ,publikum bekannt machen knnen1 wie das einstmals dem ,telegraph gelungen war1 der in der gleichen ,weise und unter beinahe gleichen ,verhltnissen gewirkt hatte4 ,der ,beobachter lie bald darauf noch einige ,nummern erscheinen1 ohne jedoch auch nur in einer etwas zur ,verteidigung und zur ,begrndung seiner ,anschauungen zu sagen4 ,endlich1 nachdem schon mehrere ,nummern erschienen waren1 druckte er einen ,aufsatz1 der sich gegen ,brambeus richtete und sich auf einen vor lngerer ,zeit in der ,bibliothek abgedruckten ,artikel bezog4 ,dieser ,aufsatz hatte den ,namen ,brambeus und die junge ,literatur getragen1 und ,brambeus hatte sich in ihr als ,gesetzgeber und ,schpfer einer neuen ,schule und als ,fhrer einer neuen ,epoche -- der russischen ,literatur bezeichnet4 ,dies war allerdings sehr merkwrdig4 ,es ist ja schon vorgekommen1 da ,literaten sich selbst gelobt haben1 indem sie sich entweder den ,namen ihrer ,freunde beilegten1 oder auch in ihrem eigenen ,namen2 aber wenn sie es taten1 so geschah es immerhin mit einer gewissen ,schamhaftigkeit1 worauf sie es spter selbst versuchten1 die ganze ,sache eigenhndig wieder zu vertuschen1 da sie fhlten1 da sie sich etwas vergeben hatten4 ,noch nie aber hat ein ,autor sich selbst so frei1 so ungeniert gelobt1 wie der ,baron ,brambeus4 ,dieser originelle ,artikel war allzu aufsehenerregend1 als da er unbemerkt bleiben konnte4 ,das ,teleskop nahm ihn sich vor und spottete recht kurzweilig aber freilich nur ganz flchtig ber ihn4 ,auch ,herr ,wojeikow wies mit seiner gewhnlichen ,schlauheit auf ihn hin1 und schlielich hatte der ,aufsatz auch einen ,artikel im ,moskauer ,beobachter zur ,folge4 ,der ,zweck dieses ,artikels war1 den ,beweis zu fhren1 aus welchen ,quellen das ,talent und die ,berhmtheit des ,barons ,brambeus herstammen1 welche ,werke fremder ,autoren er benutzt1 als ob sie sein eigenes ,eigentum wren1 kurz1 aus was fr ,lappen sich ,baron ,brambeus seinen ,schlafrock zusammengeflickt htte4 ,einige anonyme ,bcher1 die bald danach erschienen1 brachten den ,moskauer ,beobachter in gnzliche ,vergessenheit4 ,selbst die ,lesebibliothek hrte schlielich auf1 ihn noch weiter zu erwhnen1 ein so ohnmchtiger ,gegner war er geworden2 sie fuhr nach wie vor fort1 ber ,wichtiges und ,unwichtiges zu scherzen1 und schrieb ber alles1 was ihr gerade unter die ,feder kam4 ,dies waren die ,taten unserer ,zeitschriften4 ,nachdem wir diese dargestellt1 wollen wir zusehen1 ob sie in diesen zwei ,jahren etwas geleistet haben1 was in der ,geschichte der ,literatur niedergelegt zu werden verdient oder ihr einen eigenartigen ,zug aufzuprgen geeignet wre1 zu was fr ,anschauungen1 was fr ,meinungsuerungen sie den ,grund gelegt1 was sie festgestellt und welchem ,gedanken sie ,brgerrecht verschafft haben4 ,ein langes ,programm1 das ,aufstze ber ,statistik1 ,medizin1 ,literatur usw4 verspricht1 hat gar keine ,bedeutung4 ,die ,ankndigung1 da die ,kritik wohlwollend1 frei von persnlicher ,gehssigkeit und unparteiisch sein werde1 bestimmt auch noch kein festes ,ziel4 ,und doch sollte ein solches ,ziel die notwendige ,voraussetzung einer jeden ,zeitschrift sein4 ,selbst die groe ,zahl der in ihr erscheinenden ,aufstze hat noch keine ,bedeutung1 wenn die ,zeitschrift keine eigene ,meinung hat1 und wenn in ihr keine1 und sei es nur eine einzige ,richtung1 zum ,ausdruck kommt1 die auf ein bestimmtes ,ziel hinweist4 ,die ,herausgabe des ,telegraph hatte doch offenbar den ,zweck1 alle mglichen veralteten eingewurzelten1 fast mechanisch gewordenen ,gedanken unserer derzeitigen ,verfechter des ,alten und der ,klassiker zu strzen4 ,der ,moskauer ,beobachter1 eine der besten ,zeitschriften1 obwohl in ihm nicht viel von einer modernen ,bewegung zu spren war1 htte die ,aufgabe gehabt1 das ,publikum mit den hervorragendsten ,schpfungen ,europas bekannt zu machen1 den ,kreis unserer ,literatur zu erweitern und uns neue ,vorstellungen ber die ,schriftsteller aller ,zeiten und ,vlker zu vermitteln4 ,hier ist nicht der ,platz1 davon zu reden1 inwieweit diese beiden ,zeitschriften ihren ,zweck erfllt haben2 zum mindesten konnten die ,leser in ihnen ein solches ,streben bemerken4 ,aber man sehe sich einmal die ,zeitschriften1 die in den zwei letzten ,jahren erschienen sind1 aufmerksam an2 man versuche es1 den ,grundgedanken einer jeden festzustellen4 ,man wird vergeblich nach einem solchen ,grundgedanken suchen4 ,wenn man einen der ,bnde aufschlgt1 ist man erstaunt ber die ,armseligkeit und ,belanglosigkeit der ,gegenstnde1 die dort behandelt werden4 ,darnach knnte man meinen1 in der literarischen ,welt habe auch nicht ein einziges wichtiges ,ereignis stattgefunden4 ,und dennoch ist #a4 der berhmte ,schotte gestorben1 der groe ,knder des ,herzens1 der ,natur und des ,lebens1 dieser reichste1 mannigfaltigste ,genius des ,,xix4 ,jahrhunderts2 #b4 hat in der gesamten europischen ,literatur eine neue ,geschmacksrichtung voller ,unruhe1 ,erregung und ,bewegung die ,oberhand gewonnen4 ,es erschien eine ,reihe unreifer1 zusammenhangsloser jugendlicher ,werke1 die jedoch eine starke ,begeisterung und eine mchtige ,glut ausstrmten3 eine ,folge der politischen ,grungen des ,landes1 in dem sie entstanden4 ,diese seltsame ,literatur1 unruhig wie ein ,komet und ebenso unorganisch wie er1 hat ,europa lebhaft erregt und sich schnell bis an alle ,enden der literarischen ,welt verbreitet4 ,und wenngleich diese ,erscheinungen einen universellen europischen ,charakter tragen1 so haben sie doch auch auf ,ruland einen ,einflu ausgebt2 aber fassen wir einmal die rein russischen literarischen ,ereignisse ins ,auge2 #c4 hat sich hier in hohem ,mae die ,lektre von ,romanen und trockenen1 langweiligen ,erzhlungen verbreitet2 zugleich machte sich eine allgemeine ,gleichgltigkeit gegen die ,poesie geltend2 #d4 erschienen neue ,auflagen der ,werke von ,derschawin und ,karamsin1 die laut nach einer literarischen ,kennzeichnung und nach einer wahrhaften1 richtigen ,bewertung verlangten1 wie die aller brigen lteren ,schriftsteller2 denn in der literarischen ,welt gibt es keinen ,tod1 und die ,toten greifen ebenso in unser ,leben ein und handeln und wirken mit uns wie die ,lebenden4 ,sie verlangten nach einer ,rckerstattung dessen1 was ihnen wirklich gebhrt2 sie forderten die ,zurcknahme ungerechter ,anklagen und falscher ,wertschtzungen1 die ganze ,jahre hindurch und auch heute noch gedankenlos wiederholt werden4 ,aber haben denn unsere ,zeitschriften auch -- auf ,grund strenger berlegung -- ausgesprochen1 wer ,walter ,scott war1 worin seine ,wirkung bestanden hat1 was die moderne franzsische ,literatur bedeutet1 unter welchen ,bedingungen sie entstanden ist1 woher sie stammt1 was die ,ursachen der falschen ,geschmacksrichtung waren und worin ihr ,wesen bestand2 warum die ,poesie von ,prosawerken abgelst wurde2 auf welcher ,bildungsstufe das russische ,publikum steht1 wer dieses russische ,publikum ist1 und was die ,originalitt und ,eigenart unserer ,schriftsteller ausmacht8 ,vergebens wird der ,leser in dieser ,richtung nach neuen ,gedanken oder auch nur nach ,spuren eines tiefen1 gewissenhaften ,studiums suchen4 ,auf ,walter ,scott hat man bei uns nur ein wenig geschimpft4 ,die franzsische ,literatur wurde von den einen mit einem kindlichen ,enthusiasmus aufgenommen2 sie erklrten1 die modernen ,schriftsteller wren bis in die tiefsten ,geheimnisse des menschlichen ,herzens eingedrungen1 die selbst einem ,cervantes und ,shakespeare verborgen geblieben wren2 andere wieder schmhten sie1 ohne selbst zu wissen warum1 whrend sie selbst ,werke im ,geschmack dieser ,schule schrieben1 nur mit dem ,unterschied1 da diese noch mehr ,unsinn und mehr ,torheiten enthielten4 ,die ,frage3 warum bei uns fade ,romane und ,erzhlungen einen solchen ,erfolg haben1 hat keinen von ihnen beschftigt1 statt dessen brachten sie zu den schon existierenden noch ihre eigenen auf den ,markt4 ber unser ,publikum sagten sie nur1 es sei ein hochachtbares ,publikum und es msse sich auf alle ,zeitschriften und alle mglichen ,bltter abonnieren1 denn diese knne ein jeder lesen3 der ,familienvater wie der ,kaufmann1 der ,militr wie der ,literat2 ber ,derschawin1 ,karamsin und ,krylow hatten sie gar nichts zu sagen1 oder sie wiederholten einfach dasselbe1 was ein ,kreisschullehrer seinen ,schlern erzhlt1 und halfen sich mit einem paar banalen ,phrasen4 ,worber schrieben also unsere ,journalisten8 ,sie sprachen von den beliebtesten und nchstliegendsten ,dingen1 sie redeten von sich selbst1 lobten in ihren ,zeitschriften ihre eigenen ,aufstze1 waren ausschlielich mit sich selbst beschftigt und schenkten allen anderen ,gegenstnden hchstens eine khle1 leidenschaftslose ,beachtung4 ,alles ,groe und ,auerordentliche schien unsichtbar geworden zu sein4 ,ihre gleichgltige ,kritik richtete sich auf ,gegenstnde1 die kaum der ,rede wert waren4 ,worin bestand nun der eigentliche ,charakter dieser ,kritik8 ,was in ihr am deutlichsten zum ,ausdruck kam1 war folgendes3 #a4 ,eine starke ,miachtung der eigenen ,meinung4 ,fast nie hatte man den ,eindruck1 da der ,kritiker seine ,ttigkeit fr etwas ,wichtiges hielt1 mit einem ,gefhl der ,ehrfurcht1 und nachdem er sich die ,sache zuvor berlegt hatte1 an sie heranging2 da er1 whrend er seine ,feder fhrte1 an die kleine ,zahl seiner ,zeitgenossen gedacht htte1 die eine hhere1 edlere ,bildung besaen und vor denen er fr jedes seiner ,worte ,rechenschaft ablegen mute4 ,die ,kritik in unseren ,zeitschriften war meist eine ,art ,possenreierei4 ,was tat man1 wenn man das ,buch eines ,schriftstellers lobte1 den man protegieren wollte8 ,man sagte nicht etwa einfach3 dieses ,buch ist gut1 oder es verdient in dieser und jener ,hinsicht ,anerkennung1 o nein3 die ,rezensenten erklrten1 dieses ,buch ist wundervoll1 ganz auergewhnlich1 es ist unerhrt genial1 es ist das beste russische ,buch2 es kostet fnfzehn ,rubel1 der ,autor steht hoch ber ,walter ,scott1 ,humboldt1 ,goethe und ,byron4 ,kaufen ,sie dies ,buch1 lassen ,sie es sich einbinden und stellen ,sie es in ,ihre ,bibliothek1 kaufen ,sie auch die zweite ,auflage und stellen ,sie sie gleichfalls in ,ihre ,bibliothek1 es kann nie schaden1 wenn man zwei ,exemplare von einem guten ,werk besitzt4 ,der grte ,teil der ,bcher wurde ohne jede berlegung und ganz kritiklos verherrlicht4 ,wenn man alle ,bcher zusammenzhlen wollte1 die als erstklassig angepriesen wurden1 so knnte wohl jemand glauben1 es gbe in der ganzen ,welt keine reichere ,literatur als die russische2 wenn ihn nicht -- freilich erst nach einiger ,zeit -- die widersprechenden ,urteile derselben ,rezensenten ber dieselben ,werke nachdenklich und stutzig machen mten4 ,und dieselbe ,malosigkeit trat in den abflligen ,urteilen ber ,werke von ,autoren hervor1 die sich den ,ha oder die ,abneigung des ,kritikers zugezogen hatten4 ,und so ergo sich sein ,zorn ebenso rckhaltslos1 indem er einem momentanen ,gefhl nachgab4 #b4 ,der literarische ,unglaube und die literarische ,unbildung4 ,diese beiden ,eigentmlichkeiten haben sich in der letzten ,zeit in unserer ,literatur besonders verbreitet4 ,nie findet man den ,namen von ,schriftstellern erwhnt1 die ihre ,laufbahn bereits vollendet haben1 und die1 von der ,sonne des ,ruhmes umstrahlt1 von ihrer ,hhe auf uns herabblicken4 ,kein ,rezensent hat seine ,augen ehrfrchtig zu ihnen erhoben und ihnen ,beachtung geschenkt4 ,fast nie begegnet man den ,namen eines ,derschawin1 ,lomonossow1 ,von-,wisin1 ,bogdanowitsch1 ,batjuschkow usw4 auf den ,seiten unserer ,zeitschriften4 ,nie hrt man was ber ihren ,einflu1 der auch heute noch fortdauert und sich heute noch bemerkbar macht4 ,nie werden sie zur ,vergleichung mit der heutigen ,epoche herangezogen4 ,es ist1 als wre unserem ,zeitalter die ,wurzel abgeschnitten1 als gbe es keinen ,ursprung1 von dem wir herstammten1 und als gbe es fr uns keine ,geschichte unserer ,vergangenheit4 ,diese literarische ,unbildung verbreitet sich hauptschlich unter den jngeren ,rezensenten1 so da unsere zeitgenssische1 kritische ,literatur wie etwas ,fremdes1 ,angeschwemmtes erscheint4 ,ein1 zwei ,jahre vergehen1 und die ,reden1 die anfnglich ziemlich laut und rege waren1 verstummten und verhallten wie ein ,ton ohne ,resonanz oder wie eine ,phrase1 die auf dem gestrigen ,ball fiel4 ,die ,namen der ,schriftsteller1 die ihren ,ruhm lngst fest begrndet1 und die ,namen derer1 die erst nach einem solchen streben1 sind zu einem bloen ,spielzeug geworden4 ,der eine ,rezensent richtet die wieder auf1 die sein ,gegner fallen gelassen hat1 und das alles geschieht ohne jede ,kritik ganz gedanken- und ideenlos4 ,hufig verdankt ein ,name seinen ,ruhm dem ,streit zweier ,rezensenten4 ,von den ,schriftstellern unseres ,vaterlandes wird nicht geredet1 dafr beginnt jeder ,rezensent1 selbst wenn er ber ein ganz unbedeutendes1 belangloses ,buch schreibt1 unbedingt mit ,shakespeare1 den er nie gelesen hat4 ,es ist heutzutage eben ,mode1 von ,shakespeare zu reden -- also her mit dem ,shakespeare6 ,er erklrt3 ,wir wollen das vorliegende ,buch von folgendem ,gesichtspunkt aus betrachten4 ,sehen wir zu1 inwieweit unser ,autor mit ,shakespeare bereinstimmt1 und dabei ist das ,buch1 das analysiert werden soll1 -- ein barer ,unsinn1 der ohne jegliche ,absicht1 mit ,shakespeare zu rivalisieren1 geschrieben ist1 und hchstens mit dem ,geist und der ,ausdrucksweise des ,rezensenten selbst hnlichkeit hat4 #c4 ,der ,mangel an einer rein sthetischen ,genufhigkeit und an ,geschmack4 ,in den ,moskauer ,journalen findet man noch hin und wieder einen gewissen ,geschmack oder eine ,art ,liebe zur ,kunst1 die ,kritik der ,petersburger ,zeitschriften1 besonders die der sogenannten anstndigen dagegen ist auerordentlich drftig4 ,die besprochenen ,werke werden hoch ber die ,byrons1 ,goethes usf4 erhoben4 ,aber nirgends gewinnt der ,leser den ,eindruck1 da dies der ,ausflu eines ,gefhls1 ein ,zeichen des ,verstndnisses ist1 da es aus der ,tiefe einer dankerfllten1 tiefergriffenen ,seele hervorquillt4 ,ihr ,stil ist trotz seiner ueren oft verschnrkelten1 glnzenden ,prunkhaftigkeit von einer erttenden ,klte4 ,nur dann merkt man ihm eine gewisse ,lebhaftigkeit und einen leidenschaftlichen ,schwung an1 wenn sich der ,rezensent an einer wunden ,stelle getroffen1 wenn er sich in seiner persnlichen ,wrde getroffen fhlt4 ,die ,gerechtigkeit verlangt1 da wir hier die ,kritiken von ,schewyrjow erwhnen1 die eine lobenswerte ,ausnahme bilden4 ,er teilt uns seine ,eindrcke in der ,form mit1 wie seine ,seele sie aufnimmt4 ,aus seinen ,aufstzen spricht stets ein ,mensch1 der nachdenkt1 ja1 der sich mitunter vom ersten ,eindruck fortreien lt4 #d4 ,die ,kleinheit der ,gedanken und ein kleinliches ,prahlen4 ,wir haben schon gesehen1 da die ,kritik sich nie mit bedeutenden ,fragen beschftigte4 ,die ,aufmerksamkeit der ,rezensenten war stets auf eine ganze ,reihe inhaltsloser ,bcher gerichtet1 nicht etwa deshalb1 um sie zu analysieren1 sondern um die ,liebenswrdigkeit des ,kritikers zu beweisen und die ,leser zum ,lachen zu bringen4 ,in wie hohem ,mae die ,kritik mit allerhand ,torheiten und albernen ,streitereien beschftigt war1 konnten die ,leser bereits aus dem berhmten ,proze gegen die beiden armen ,frwrter dieser und jener ersehen4 ,so weit also ist es allmhlich mit der russischen ,kritik gekommen6 ,wer aber waren denn die1 die bei uns ber die ,literatur redeten8 ,whrend dieser ,zeit lieen weder ,schukowski1 noch ,krylow1 noch ,frst ,wjasemski ihre ,meinung hren1 auch die1 die noch vor kurzer ,zeit eine ,zeitschrift herausgegeben hatten1 die in mancherlei ,aufstzen ihre eigene ,stimme erhoben und einen eigenen ,geschmack und wirkliche ,kenntnisse an den ,tag gelegt hatten1 waren verstummt3 kann man sich da noch ber solche ,zustnde in unserer ,literatur wundern8 ,warum schwiegen denn die ,schriftsteller1 die in ihren ,werken ein echtes sthetisches ,gefhl offenbart hatten8 ,hielten sie es fr unter ihrer ,wrde1 in die ,sphre der ,tagesliteratur hinabzusteigen1 wo gewhnlich allerhand ,kmpfer laut miteinander im ,streite liegen8 ,wir haben kein ,recht1 hierber zu entscheiden4 ,wir wollen hier nur bemerken1 da eine ,kritik1 die von echtem ,geschmack und einem tiefen ,verstand geleitet wird1 da die ,kritik eines hochbegabten ,talentes gleichwertig ist mit jeder originalen ,schpfung3 aus ihr lernen wir den ,schriftsteller1 den sie analysiert1 und in noch hherem ,mae den ,kritiker selbst kennen4 ,die ,kritik eines ,talentes berlebt das ephemere ,dasein einer ,zeitschrift4 ,fr die ,geschichte der ,literatur ist sie geradezu unschtzbar4 ,unsere ,literaturgeschichte ist noch jung4 ,sie hat nur wenige ,koryphen hervorgebracht2 aber fr die ,kritik eines ,denkers bietet sie ein reiches ,feld dar und ,arbeit fr viele ,jahre4 ,unsere ,schriftsteller haben sich eine vllig eigenartige ,form geschaffen2 trotz des gemeinsamen ,zuges unserer ,literatur1 der ,neigung zur ,nachahmung1 enthalten sie doch rein russische ,elemente1 ja selbst die ,art1 wie wir nachahmen1 hat einen ganz besonderen nordischen ,charakter an sich und stellt auch in der europischen ,literatur eine beachtenswerte ,erscheinung dar4 ,aber genug davon4 ,wir wollen diese ,ausfhrungen mit dem aufrichtigen ,wunsch schlieen1 da sich bei uns im kommenden ,jahr eine lebhaftere ,ttigkeit entwickeln1 und bei einer greren ,anzahl von ,zeitschriften die ,abhngigkeit vom ,monopol immer mehr verschwinden mge1 auf da dadurch bei allen ein lebhafterer ,wetteifer entbrenne1 ihre ,bestimmung zu erfllen4 ,zum mindesten macht sich schon heute darin ein trstliches ,streben bemerkbar1 da einzelne ,zeitschriften versprechen1 im kommenden ,jahre der ,herausgabe ihrer ,bnde mehr ,sorgfalt zuzuwenden als frher4 ,die ,verleger des ,sohnes des ,vaterlandes und des ,teleskop haben von ,verbesserungen gesprochen4 ,man kann kaum daran zweifeln1 da bei grerer ,mhewaltung mehr geleistet werden kann4 ,jedenfalls begleiten wir unseren ,wunsch mit herzlicher ,aufrichtigkeit und der heien ,frbitte3 ,mge das ,streben aller und eines jeden einzelnen tausendfltige ,frucht tragen2 je uneigenntziger und gewissenhafter seine ,ttigkeit sein wird1 um so mehr wohlverdiente ,anerkennung und ,dankbarkeit mge ihm zuteil werden4 ,,ii ,petersburger ,skizzen #ahcf ,i ,seltsam -- wohin nur die ,residenz ,rulands verschlagen ward --3 ,bis ans ,ende der ,welt4 ,ein merkwrdiges ,volk1 diese ,russen4 ,einst besaen sie in ,kiew eine ,hauptstadt1 da war es zu hei1 da war es nicht kalt genug2 und so siedelte denn die russische ,residenz nach ,moskau ber -- doch nein1 auch hier war's noch nicht kalt genug4 ,herrgott6 ,also her mit ,petersburg6 ,aber wie wildfremd sind sich dafr auch ,mutter und ,sohn6 ,was fr eine ,landschaft6 ,was fr eine ,natur6 ,die ,luft ist mit ,nebel erfllt1 die blasse1 graugrne ,erde ist mit verkohlten ,baumstmpfen1 ,tannen1 ,kiefern und kleinen ,erdhgeln bedeckt 444 ,noch gut1 da einen die blitzschnell vorberfliegenden1 schnurgeraden ,chausseen und die russische ,troika mit ,sang und ,klang wie im ,sturmwind an ihnen vorbeitragen4 ,und welch ein ,unterschied -- welch ein ,unterschied zwischen den beiden4 ,moskau ist noch bis heute ein langbrtiger russischer ,bauer -- ,petersburg dagegen ist schon ein gewandter ,europer4 ,wie sich das alte ,moskau weit ausgedehnt1 wie es in die ,breite gewachsen ist6 ,und wie hat sich dagegen das stutzerhafte ,petersburg zusammengezogen und in die ,lnge gestreckt6 ,von allen ,seiten ist es von ,spiegeln umstellt1 hier die ,newa1 dort der ,finnische ,meerbusen6 ,wahrhaftig1 es fehlt ihm nicht an ,gelegenheit1 sich selbst anzuschauen1 sich zu bespiegeln6 ,bemerkt es nur das kleinste ,stubchen oder ,flckchen auf seinem ,kleide1 so wird's sofort entfernt4 ,moskau ist ein altes ,hausmtterchen1 es bckt seine ,pfannkuchen1 sitzt daheim1 sieht sich die ,dinge von ferne an und lt sich1 ohne sich vom ,sessel zu erheben1 erzhlen1 wie es in der ,welt hergeht4 ,petersburg dagegen ist ein flotter ,bursche1 der nie zu ,hause sitzt1 der immer gut angezogen ist1 sich fr ,europa schn macht und den ,auslndern zunickt4 ,in ,petersburg ist alles in steter ,bewegung1 vom ,keller bis hinauf zur ,dachkammer2 um ,mitternacht fngt man an1 franzsische ,brtchen zu backen1 die am nchsten ,morgen allesamt von der aus den verschiedensten ,volksstmmen zusammengesetzten ,bevlkerung verzehrt werden2 whrend der ,nacht leuchtet bald eins seiner ,augen1 bald das andre4 ,whrend der ,nacht liegt ganz ,moskau in tiefem ,schlaf1 am ,morgen aber schlgt es ein ,kreuz1 verneigt sich nach allen vier ,himmelsrichtungen und fhrt dann mit seinen ,kalatschi#ad auf den ,markt4 ,moskau ist weiblichen#ae1 ,petersburg mnnlichen ,geschlechts4 ,in ,moskau gibt es lauter ,brute1 in ,petersburg lauter ,freier4 ,petersburg gibt mehr acht auf seine ,kleidung1 hat die grellen ,farben nicht gern1 ebensowenig wie alle khnen ,abweichungen von der ,mode1 ,moskau dagegen verlangt1 da1 wenn's schon eine ,mode geben soll1 diese auch nach allen ,regeln durchgefhrt werde2 trgt man lange ,taillen -- dann mssen sie noch viel lnger werden2 werden groe ,frackaufschlge getragen1 dann sind sie hier so gro wie das ,tor einer ,scheune4 ,petersburg -- ist ein ,mensch von peinlicher ,akkuratesse -- ein echter ,deutscher1 es erwgt alles und rechnet alles nach1 und ehe es eine ,abendgesellschaft gibt1 tut es einen ,blick in die ,tasche2 ,moskau -- ist ein russischer ,edelmann1 wenn er sich einmal amsiert1 dann amsiert er sich so1 da er hinfllt1 und kmmert sich nicht darum1 ob er mehr ausgibt1 als er in der ,tasche hat4 ,moskau liebt die goldene ,mittelstrae nicht4 ,alle ,moskauer ,zeitschriften bringen am ,schlu jeder ,nummer1 sie mgen einen noch so gelehrten ,inhalt haben1 immer ein ,modebild2 die ,petersburger ,zeitschriften bringen nur selten ,illustrationen als ,beilage1 aber wenn sie einmal eine beifgen1 dann kriegt ein ,leser1 der das nicht gewhnt ist1 einen ,schreck4 ,die ,moskauer ,zeitschriften reden von ,kant1 ,schelling usf4 usf41 in den ,petersburger ,journalen wird nur vom ,publikum und ber die gute ,gesinnung geschrieben 444 ,in ,moskau halten die ,zeitschriften ,schritt mit dem ,jahrhundert1 verspten sich aber bei ,zustellung ihrer ,nummern2 in ,petersburg halten die ,journale nicht ,schritt mit dem ,jahrhundert1 dafr erscheinen sie mit groer ,pnktlichkeit zur festgesetzten ,zeit4 ,in ,moskau bringen die ,literaten ihr ,geld durch1 in ,petersburg verdienen sie welches4 ,in ,moskau fhrt alle ,welt in dichte ,brenpelze eingehllt -- und meist zu einem ,diner2 in ,petersburg luft alles in ,friesrcken herum1 die ,hnde tief in die ,taschen vergraben1 und fliegt in hchster ,eile zur ,brse oder ins ,bureau4 ,moskau amsiert sich bis #d ,uhr morgens und verlt am nchsten ,tage das ,bett nicht vor #b ,uhr4 ,petersburg amsiert sich auch bis #d ,uhr morgens1 und doch eilt es am andern ,tage1 als ob nichts passiert wre1 schon um #i ,uhr in seinem ,friesrock in die ,kanzlei4 ,nach ,moskau kommt ,ruland mit vollen ,taschen und kehrt erleichtert wieder zurck4 ,nach ,petersburg kommen die ,leute mit leerem ,beutel und fahren mit einem hbschen ,kapital nach allen ,himmelsgegenden auseinander4 ,nach ,moskau kommt ,ruland in ,winterschlitten auf holperigen ,winterwegen gefahren1 um zu kaufen und zu verkaufen3 in ,petersburg luft das russische ,volk im ,sommer zu ,fu1 um bei einem ,bau ,beschftigung zu finden und um zu arbeiten4 ,moskau -- ist die groe ,vorratskammer1 hier trmt sich ,ballen ber ,ballen1 und den kleinen ,hndler beachtet es kaum4 ,petersburg ist ganz in kleine ,stcke zersplittert1 hat sich in lauter ,lden und ,kaufhuser aufgelst und macht ,jagd auf die rmeren ,kufer4 ,moskau sagt3 ,wenn der ,kufer mich braucht -- wird er mich schon finden6 ,petersburg fhrt ,ihnen mit seinen ,aushngeschildern direkt unter die ,nase1 verkriecht sich mit seinem ,weinausschank bis unter den ,fuboden ,ihrer ,wohnung und bringt seine ,droschkenhaltestellen geradewegs in ,ihrem ,haustor unter4 ,moskau sieht ber seine eigenen ,einwohner hinweg und sendet seine ,waren nach ganz ,ruland2 ,petersburg verkauft seine ,krawatten und seine ,handschuhe an seine eigenen ,beamten4 ,moskau ist eine groe ,markthalle2 ,petersburg -- ein heller ,kaufladen4 ,moskau ist fr ,ruland eine ,notwendigkeit4 ,ruland ist eine ,notwendigkeit fr ,petersburg4 ,in ,moskau begegnet man nur selten einem ,frack mit ,uniformknpfen1 in ,petersburg hat jeder ,frack solche ,knpfe4 ,petersburg macht sich gern ber die ,unbeholfenheit und ,geschmacklosigkeit ,moskaus lustig4 ,moskau spottet ber ,petersburg1 weil hier nicht gut russisch gesprochen wird4 ,in ,petersburg spazieren um #b ,uhr auf dem ,newsky-,prospekt ,leute1 von denen man meinen knnte1 sie seien aus den ,modebeilagen der ,journale1 die in den ,schaufenstern ausliegen1 entsprungen2 sogar ganz alte ,damen haben hier so dnne ,taillen1 da man lachen mu2 in ,moskau trifft man stets inmitten der ,masse modern gekleideter ,spaziergnger eine alte ,frau mit einem ,kopftuch1 die keine ,spur von ,taille hat4 ,ich knnte noch mancherlei sagen1 allein es ist -- ,funote #ad3 ,eine ,art ,semmel4 ,funote #ae3 ,moskau russisch ,moskwa ist weiblichen1 ,petersburg spr4 ,pitirburg -- mnnlichen ,geschlechts4 ,ein ,abstand von ganz ungeheurer ,gre6 444 ,,ii ,es ist schwer1 die allgemeine ,physiognomie von ,petersburg zu schildern4 ,es hat etwas1 das an eine amerikanische ,kolonie in ,europa erinnert3 ebensowenig ursprngliche ,nationalitt und ebensoviel fremdlndische ,mischlinge1 die sich noch nicht zu einer festen ,masse zusammengefgt haben4 ,soviel verschiedene ,nationen sich hier zusammen finden1 ebensoviel ,gesellschaftsschichten gibt es hier4 ,diese ,kreise sind streng voneinander geschieden3 ,aristokraten1 ,beamte im ,dienste1 ,handwerker1 ,englnder1 ,deutsche1 ,kaufleute1 sie alle bilden ,kreise1 die sich nur ganz selten miteinander vereinigen1 gewhnlich aber fr sich leben und sich unterhalten1 ohne da einer von dem andern etwas wei4 ,jeder von diesen ,kreisen besteht1 wenn man genauer zusieht1 wieder aus einer ,menge kleiner ,kreise1 die gleichfalls nicht miteinander zusammenhngen4 ,nehmen wir z4 ,b4 die ,beamten4 ,die jungen ,gehilfen der ,tischvorsteher bilden ihren eigenen ,kreis1 und nie wird der ,abteilungschef zu ihnen herabsteigen4 ,in ,gegenwart eines ,kanzleibeamten hebt wiederum der ,tischvorsteher seinen ,kopf um ein paar ,zoll hher4 ,die deutschen ,handwerker und die deutschen ,beamten bilden auch ihren besonderen ,kreis4 ,die ,lehrer bilden einen ,kreis1 die ,schauspieler einen1 ja sogar die ,literaten1 die noch immer recht zweideutige und zweifelhafte ,persnlichkeiten darstellen1 stehen abseits fr sich da4 ,mit einem ,wort1 es ist fast so1 wie wenn eine riesengroe ,postkutsche bei einem ,gasthause vorgefahren wre1 in der alle ,gste whrend der ,fahrt in ihre ,mntel gehllt dagesessen htten1 und nur darum zusammen in den allgemeinen ,saal trten1 weil eben kein anderer ,raum vorhanden ist4 ,der ,versuch1 ffentliche ,vereine zu grnden1 hat bis jetzt keinen ,erfolg gehabt4 ,der ,petersburger besucht auch den ,klub nur1 um dort ,mittag zu essen1 und nicht1 um seine ,zeit dort zu verbringen4 ,da ,petersburg noch nicht zu einem ,gasthaus geworden ist1 das liegt allein an einer inneren ,naturanlage des ,russen1 der1 trotzdem er sich bestndig an den ,fremden abschleift1 sich immer noch eine gewisse ,originalitt bewahrt hat4 ,um von jedem dieser einzelnen ,kreise erzhlen zu knnen1 um ihr ,leben1 das in ,genssen und ,vergngen1 ,hoffnungen und ,schmerzen dahinfliet1 zu studieren1 mte man zu den ,leuten gehren1 die gar nicht schreiben1 weil diese ,leute -- dies ist der ,lohn fr ihre ,ttigkeit -- absolut keine ,zeit haben4 ,also lassen wir die ,blle und ,soireen beiseite4 ,ich will mich den ,vergngungen zuwenden1 die eine lngere ,erinnerung an sich zurcklassen und die von allen ,gesellschaftsklassen mitgemacht werden4 ,die ,theater und ,konzerte -- das sind die ,punkte1 wo alle ,klassen der ,petersburger ,gesellschaft zusammenstoen1 wo sie genug ,mue haben1 sich aneinander sattzusehen4 ,das ,ballett und die ,oper -- sind der ,knig und die ,knigin der ,petersburger ,theater4 ,sie waren noch prchtiger1 rauschender1 hinreiender als in den frheren ,jahren1 und die entzckten ,zuschauer hatten vllig vergessen1 da es auch noch eine gewaltige ,tragdie gibt1 die den gleichgestimmten ,herzen der stumm lauschenden ,menge unwillkrlich die erhabensten ,gefhle einhaucht1 da es eine ,komdie gibt1 die das getreue ,abbild der sich vor uns hin und her bewegenden ,gesellschaft ist3 eine tief durchdachte ,komdie1 die durch die ,tiefe ihrer ,ironie uns zum ,lachen reizt2 nicht zu jenem ,lachen1 das durch einen oberflchlichen ,eindruck1 durch einen flchtigen ,witz oder durch einen ,kalauer hervorgerufen wird1 auch nicht zu jenem ,lachen1 das die rohe ,menge in unserer ,gesellschaft bewegt1 die nach ,verrenkungen und fratzenhaften ,verzerrungen der ,natur verlangt1 sondern zu jenem elektrisierenden1 belebenden ,lachen1 das1 durch den blendenden ,gedankenblitz erschttert1 unwillkrlich1 frei1 ungewollt1 unmittelbar aus der ,seele hervorstrmt1 das aus dem ruhigen ,genu geboren wird und nur durch einen hohen ,verstand hervorgerufen werden kann4 ,die ,zuschauer hatten recht1 wenn sie von dem ,ballett und der ,oper entzckt waren 444 ,auf der dramatischen ,bhne gab es ,melodramen und ,possen und zugereiste ,gste1 die sich auf der franzsischen ,bhne zu ,hause fhlten1 aber auf der russischen eine recht merkwrdige ,rolle spielten4 ,es ist ja eine lngst anerkannte ,tatsache1 da die russischen ,schauspieler sich recht seltsam ausnehmen1 wenn sie ,marquis1 ,vicomtes und ,barone spielen1 ebenso wie die franzsischen ,schauspieler wahrscheinlich recht komisch wren1 wenn sie versuchen wollten1 russische ,bauern darzustellen4 ,und wie machen sich ,blle1 ,abendgesellschaften und moderne ,routs1 die in den russischen ,stcken vorkommen1 auf der ,bhne8 ,und die ,possen8 ,die ,posse hat sich schon lngst die russische ,bhne erobert und bildet die ,unterhaltung der ,mittelklassen1 denn diese ,leute wollen eben lachen4 ,wer htte gedacht1 da wir nicht nur bersetzungen1 sondern auch ,originalpossen auf der russischen ,bhne zu sehen bekommen wrden8 ,eine russische ,posse6 ,es ist wirklich sehr merkwrdig1 und zwar deshalb1 weil dieses leichte1 farblose ,spiel nur bei den ,franzosen entstehen konnte1 bei einer ,nation1 deren ,charakter keine tiefen1 unwandelbaren ,zge besitzt2 aber wenn man den immer noch etwas schwerflligen und rauhen russischen ,charakter zwingt1 sich als petit matre zu bewegen1 dann kommt es mir immer so vor1 wie wenn einer von unseren wohlbeleibten1 pfiffigen und langbrtigen ,kaufleuten1 der bis dahin nichts anderes als schwere ,stulpenstiefel getragen hat1 statt dieser den einen ,fu mit einem schmalen ,schuh und ,strmpfen jour bekleiden wollte1 whrend der andere noch im ,stiefel steckt1 und dann in diesem ,aufzuge im ersten ,paar der ,franaise erscheinen wollte4 ,es sind schon fnf ,jahre1 seit sich das ,melodrama und die ,posse alle ,theater der ,welt erobert haben4 ,welch eine ,nachfferei6 ,sogar die ,deutschen 4444 wer htte das gedacht1 da selbst die ,deutschen1 dieses gediegene1 zu tiefen1 sthetischen ,genssen geneigte ,volk1 da die ,deutschen jetzt ,possen schreiben und spielen und geschwollene1 kalte ,melodramen zusammenkleistern und fr die ,bhne bearbeiten4 ,ja1 wenn dieses ,miasma noch auf den ,wink eines mchtigen ,genies hergetragen worden wre6 ,als alle ,welt der ,leier ,byrons nachahmte1 war dies keineswegs lcherlich2 im ,gegenteil1 in diesem ,streben lag etwas ,trstliches4 ,aber da ,dumas1 ,dulange und andere -- universale ,gesetzgeber werden konnten6 444 ,ich mchte schwren1 das ,,xix4 ,jahrhundert wird sich dieser fnf ,jahre schmen6 ,o ,molire6 groer ,molire6 du1 der du deine ,charaktere so grozgig ausstattetest1 mit einer solchen ,vollkommenheit entwickeltest1 der du ihre ,schatten so eingehend studiert hast1 und du strenger1 umsichtiger ,lessing1 und du edel glhender ,schiller1 der du die ,menschenwrde in so poetisch verklrtem ,lichte dargestellt hast6 schaut hin1 was jetzt nach euch auf eurer ,bhne geschieht1 seht1 was fr ein seltsames ,ungeheuer sich unter dem ,namen des ,melodramas unter uns eingeschlichen hat6 ,wo ist denn unser ,leben8 wo bleiben wir mit all unseren heutigen ,leidenschaften und ,seltsamkeiten8 ,wenn wir doch nur einen schwachen ,widerschein davon in unseren ,melodramen erblicken knnten6 ,aber unser ,melodrama lgt in der schamlosesten ,weise 4444 ,welch unbegreifliche ,erscheinung3 nur das groe1 tiefe1 ungewhnliche ,talent bemerkt und entdeckt das1 was uns alltglich umgibt1 was unzertrennlich mit uns verwachsen ist1 das ,gewhnliche2 das dagegen1 was nur selten geschieht1 was eine ,ausnahme bildet1 was uns durch seine ,hlichkeit1 durch seine ,unfrmlichkeit inmitten der ,ordnung in ,erstaunen setzt1 ist gerade das1 wonach die ,mittelmigkeit mit beiden ,hnden greift4 ,und so fliet das ,leben eines groen ,talents wie ein groer breiter ,strom in voller ,regelmigkeit1 rein wie ein ,spiegel1 dahin und reflektiert mit derselben ,klarheit die dunklen und die hellen ,wolken3 bei der ,mittelmigkeit dagegen fliet es hin wie eine trbe und schmutzige ,welle und spiegelt weder die ,helligkeit noch die ,finsternis4 ,das ,seltsame ist der ,gegenstand des heutigen ,dramas geworden4 ,es kommt vor allem darauf an1 eine ,begebenheit darzustellen1 die unbedingt neu1 unbedingt merkwrdig1 noch nie dagewesen und ganz unerhrt sein mu3 ein ,mord1 eine ,feuersbrunst1 die allerwildesten ,leidenschaften1 an die man in der modernen ,gesellschaft gar nicht einmal denkt6 ,wie wenn die ,shne des glhenden ,afrika europische ,frcke angezogen htten2 ,henker und ,gift -- nichts als ,effekt1 dieser ewige unvermeidliche ,effekt1 und doch weckt keine ,gestalt unsere ,teilnahme4 ,noch nie hat ein ,zuschauer das ,theater gerhrt und trnenden ,auges verlassen1 im ,gegenteil1 er setzt sich eilig und in einer seltsamen ,erregung in den ,wagen1 und es dauert lange1 bis er seine ,gedanken sammeln und sich klar ber sie werden kann4 ,solch ein ,schauspiel bietet man unserer verfeinerten1 gebildeten ,gesellschaft6 ,unwillkrlich steigen die blutigen ,wettkmpfe1 zu denen ganz ,rom whrend der ,epoche hchster ,macht und stumpfer bersttigung zusammenstrmte1 vor einem auf4 ,aber1 ,gott sei ,dank1 wir sind noch keine ,rmer und stehen nicht vor dem ,untergang unseres ,daseins1 sondern im ,morgenrot des ,lebens6 ,wenn man alle ,melodramen1 die in unserer ,zeit gegeben worden sind1 zusammennimmt1 so knnte man glauben1 in ein ,museum geraten zu sein1 in dem absichtlich alle ,migeburten und ,auswchse der ,natur vereinigt sind1 oder besser gesagt -- man glaubt einen ,kalender vor sich zu haben1 in dem mit kalendermiger ,kaltbltigkeit alle merkwrdigen ,ereignisse eingetragen sind1 und wo unter jedem ,datum zu lesen steht3 heute geschah an dem und dem ,orte folgender ,spitzbubenstreich2 heute wurde der ,ruber und ,brandstifter ,soundso gekpft2 dann und dann hat der ,handwerker ,x4 seine ,frau umgebracht 4444 und dergleichen mehr4 ,ich kann mir das ,staunen eines unserer ,nachkommen vorstellen1 der das ,leben unserer ,gesellschaft aus unseren ,melodramen studieren wollte4 ,da ist es denn nicht zu verwundern1 da das ,ballett und die ,oper noch eine erfreuliche ,erscheinung sind und einem eine gewisse ,erholung bieten3 hier findet man doch noch einen ruhigen ,genu4 ,die ,oper wird bei uns mit einem gierigen ,enthusiasmus aufgenommen4 ,bis heute noch ist die ,begeisterung nicht vorber1 mit der sich ganz ,petersburg auf die lebendige1 feurige ,musik der ,fenella und die wilde1 von hllischen ,genssen erfllte ,musik ,robert des ,teufels strzte4 -- ,semiramis1 die noch vor fnf ,jahren vom ,publikum sehr khl aufgenommen wurde1 versetzt heute1 wo die ,musik ,rossinis fast einen ,anachronismus bildet1 dasselbe ,publikum in ,verzckung4 ber den ,enthusiasmus1 den die ,oper ,das ,leben fr den ,zaren hervorgerufen hat1 will ich gar nicht erst reden3 er ist begreiflich und ganz ,ruland bekannt4 ber diese ,oper mte man entweder sehr viel oder gar nichts sagen4 ,ich rede jedoch nicht gern ber die ,musik oder ber den ,gesang4 ,mir scheint1 alle musikalischen ,traktate und ,rezensionen mssen die ,musiker von ,fach langweilen2 in der ,musik ist das allermeiste unaussprechlich und beruht auf einer unbewuten ,wirkung4 ,die ,leidenschaften der ,musiker -- sind keine irdischen ,leidenschaften2 die ,musik ist nur hin und wieder der ,ausdruck unserer ,leidenschaften oder besser gesagt3 sie ahmt ihre ,stimme nach1 um auf sie gesttzt1 sich wie ein perlender1 singender ,springquell gnzlich anderer ,leidenschaften in eine andere ,sphre emporzuschwingen4 ,ich will nur noch bemerken1 da sich die ,melomanie immer mehr verbreitet4 ,leute1 denen man gar keine musikalische ,denkart zutrauen wrde1 sitzen bestndig in dem ,leben fr den ,zaren1 im ,robert1 in der ,norma1 in ,fenella und in ,semiramis4 ,beinahe zweimal in jeder ,woche wird eine ,oper aufgefhrt2 jede von ihnen erlebt unzhlige ,auffhrungen1 und trotzdem ist es hufig schwer1 ein ,billett zu bekommen4 ,ist das nicht eine ,folge unserer slawischen zum ,gesang neigenden ,natur8 ,und ist es nicht eine ,rckkehr zu unserer alten ,zeit1 nach einer ,reise durch das fremde ,land der europischen ,kultur1 wo alles um uns herum eine fremde ,sprache sprach und wo sich lauter fremde ,menschen um uns drngten -- eine ,rckfahrt in einem russischen ,dreigespann mit seinen klingenden ,glocken -- ist es nicht so1 als erhben wir uns von unserem ,sitz1 und als riefen wir1 unsere ,mtzen schwenkend1 aus3 ,in der ,fremde ist es schn -- aber zu ,hause ist's doch noch besser4 ,was fr eine herrliche ,oper knnte man nach unseren nationalen ,motiven komponieren6 ,zeigt mir ein ,volk1 das mehr ,lieder htte6 ,unsere ,ukraine hallt wider von ,liedern4 ,auf der ,wolga1 von ihrer ,quelle bis zum ,meere1 ertnen -- die ganze ,reihe der dahintreibenden ,barken entlang -- die ,lieder der ,schiffsknechte4 ,unter ,gesang werden in ganz ,ruland aus ,balken von ,fichtenholz die ,htten gezimmert4 ,mit ,gesang fliegen die ,ziegel von ,hand zu ,hand und wachsen ,stdte wie ,pilze empor4 ,alte ,frauen singen1 wenn der kleine ,russe in ,windeln gewickelt wird1 wenn er sich verheiratet und wenn er begraben wird4 ,alles1 was reist1 ,adlige und ,brgerliche1 fliegen beim ,gesang des ,kutschers dahin4 ,am ,schwarzen ,meer singt der bartlose braune ,kosak mit dem pechschwarzen ,schnurrbart1 whrend er seine ,flinte ladet1 ein altes ,lied2 und dort am anderen ,ende ,rulands erlegt der russische ,hndler rittlings auf einer ,eisscholle sitzend1 den ,walfisch mit seiner ,harpune und singt ein ,lied dazu4 ,und da sollte es uns an ,stoff zu einer nationalen ,oper fehlen6 ,die ,oper ,glinkas ist nur ein schner ,anfang4 ,er hat es mit viel ,glck verstanden1 in seinem ,werk zwei slawische ,tonsprachen zu vereinigen2 man hrt es deutlich1 wo der ,russe und wo der ,pole spricht2 aus dem ,gesang des einen hrt man die freie1 weite ,melodie des russischen ,liedes heraus1 aus dem des anderen den kecken1 schnellen ,rhythmus der polnischen ,mazurka4 ,das ,petersburger ,ballett ist hervorragend4 ,bei dieser ,gelegenheit mu ich ein paar ,worte ber das ,ballett berhaupt sagen4 ,die ,ballettauffhrungen in ,paris1 ,petersburg und ,berlin haben eine hohe ,vollendung erreicht2 aber man mu gestehen1 da der ,fortschritt nur in der wachsenden ,pracht der ,kostme und der ,dekorationen besteht1 das eigentliche ,wesen des ,balletts1 jedoch1 die ,erfindung hlt nicht ,schritt mit der ,ausstattung1 die ,ballettschreiber bringen nur wenig ,neues in den ,tnzen4 ,bisher fehlt es noch an dem eigentlich ,charakteristischen4 ,sehen wir einmal zu3 an allen ,enden der ,welt gibt es berall ,nationaltnze2 der ,spanier tanzt ganz anders als der ,schweizer1 der ,schotte wiederum anders als der ,deutsche 7bei ,teniers71 der ,russe anders als der ,franzose und der ,asiate4 ,selbst in den verschiedenen ,provinzen desselben ,staates wechseln die ,tnze4 ,der ,russe des ,nordens tanzt nicht so wie der ,kleinrusse1 wie der ,sdslawe1 der ,pole oder ,finne2 der ,tanz des einen ist ausdrucksvoll1 der des andern gefhllos1 der eine ist wild und rasend1 der andere ruhig1 der eine gewaltsam und schwerfllig1 der andere leicht und therisch4 ,woher stammt diese ,mannigfaltigkeit der ,tnze8 ,sie stammt aus dem ,charakter der ,vlker1 aus ihrer ,lebensweise und der ,art ihrer ,beschftigung4 ,ein ,volk1 das ein stolzes1 kriegerisches ,leben fhrt1 bringt diesen ,stolz auch in seinem ,tanz zum ,ausdruck2 bei einem sorglosen1 freien ,volk spiegelt sich auch in den ,tnzen eine grenzenlose ,freiheit und eine poetische ,selbstvergessenheit2 ein ,volk1 das in einem heien ,klima lebt1 lt auch in seinen ,nationaltnzen ,glut1 ,leidenschaft und ,eifersucht spren4 ,der ,schpfer eines ,balletts kann zur ,charakterisierung seiner tanzenden ,helden1 wenn er sich nur von einem feinen ,geschmack leiten lt1 aus diesem reichen ,stoffe whlen1 soviel er will4 ,es versteht sich von selbst1 da er1 wenn er erst einmal den ,grundcharakter erfat hat1 ihn noch weiter entwickeln und sich weit ber sein ,original emporschwingen kann1 so wie ein musikalisches ,genie aus einem einfachen ,liede1 das es auf der ,strae hrt1 ein ganzes ,gedicht macht4 ,wenigstens wird der ,tanz erst dann einen tieferen ,sinn erhalten1 und so kann diese leichte1 luftige und feurige ,sprache1 die bis jetzt immer noch etwas beengt und beschrnkt erscheint1 sich zu hherer ,form und ,plastik entwickeln4 ,die ,petersburger sind groe ,freunde des ,theaters4 ,wenn ,sie einmal an einem frischen1 kalten ,morgen1 whrend der rosig goldene ,himmel von durchsichtigen ,rauchwolken1 die aus den ,schornsteinen aufsteigen1 durchzogen wird1 auf dem ,newsky-,prospekt spazieren sollten1 dann treten ,sie um diese ,zeit ins ,foyer des ,alexandra-,theaters3 ,sie werden erstaunt sein ber die hartnckige ,geduld1 mit der die hier versammelte ,volksmenge in dichten ,haufen den ,billettverkufer belagert1 der seine ,hand aus dem ,kassenfenster herausstreckt4 ,wie viel ,lakaien aller ,art drngen sich hier1 der eine im grauen ,mantel mit einer bunten seidenen ,krawatte1 aber ohne ,mtze1 und ein anderer1 bei dem der dreistckige ,kragen der ,livree einem bunten ,tintenwisch aus ,tuch in ,gestalt eines ,schmetterlings gleicht4 ,hier drngen sich auch jene ,beamten1 die sich die ,stiefel von ihren ,kchinnen putzen lassen1 und die niemand haben1 den sie nach einem ,theaterbillett schicken knnen4 ,hier knnen ,sie auch sehen1 wie ein echtrussischer ,held pltzlich die ,geduld verliert1 auf den ,schultern der ganzen ,menge bis zur ,kasse vordringt und sein ,billett empfngt4 ,dann erst wird ,ihnen klar werden1 wie sich bei uns die ,liebe zum ,theater bemerkbar macht4 ,und was wird auf unseren ,bhnen gegeben8 -- ,melodramen und ,vaudevilles6 444 ,ich hasse diese ,melodramen und ,vaudevilles4 ,die ,lage der russischen ,schauspieler ist sehr traurig4 ,vor ihnen zittert und brodelt ein aufnahmefhiges ,publikum1 und sie mssen ,leute darstellen1 die sie noch nie gesehen haben4 ,was sollen sie mit diesen seltsamen ,helden anfangen1 die weder ,franzosen noch ,deutsche sind1 sondern halbverrckte ,leute1 die weder eine bestimmte ,leidenschaft noch eine charakteristische ,physiognomie haben8 ,wie soll man da zeigen1 was man kann1 wie sollen sich unter solchen ,verhltnissen ,talente entwickeln8 ,gebt uns um ,gottes willen wahrhaft russische ,charaktere1 gebt uns uns selber1 unsere ,gauner und unsere ,querkpfe6 herauf mit ihnen auf die ,bhne und gebt sie dem ,gelchter aller preis6 ,das ,lachen -- ist etwas wahrhaft ,groes1 es raubt uns weder das ,leben1 noch unser ,eigentum1 und doch steht der ,schuldige da wie ein ,hase1 dem man die ,beine zusammengebunden hat4 ,wir haben uns so sehr an die farblosen franzsischen ,stcke gewhnt1 da wir uns beinahe frchten1 unsere eigenen zu sehen4 ,wenn man uns einen lebendigen ,charakter vorfhrt1 so glauben wir gleich1 das sei eine persnliche ,anspielung1 weil die dargestellte ,person weder einem ,paysan1 einem ,theater-,tyrannen1 einem ,reimschmied1 einem ,richter oder dergleichen verbrauchten ,typen gleicht1 die von zahnlosen ,autoren frmlich in ihre ,stcke geschleppt werden1 so wie man etwa einen jener unvermeidlichen ,figuranten auf die ,bhne schleppt1 die vor dem ,publikum mit dem gleichen stereotypen ,lcheln ihre im ,laufe von vierzig ,jahren bis zur ,virtuositt einstudierten ,pas herunterholzen4 ,wenn man z4 ,b4 sagt1 da es in einer ,stadt einen nicht ganz nchternen ,hofrat gibt1 so fhlen sich gleich alle ,hofrte beleidigt1 und manch ein anderer ,rat sagt wohl gar3 ,wie ist das nur mglich1 ich habe einen ,verwandten1 der ist ,hofrat3 ein vortrefflicher ,mensch6 wie kann man denn sagen1 da es einen betrunkenen ,hofrat gibt6 ,als ob ein einziger einen ganzen ,stand um seine ,ehre bringen knnte6 ,und solch eine ,empfindlichkeit ist bei uns tatschlich in allen ,gesellschaftsklassen verbreitet4 ,braucht es etwa noch der ,beispiele8 ,man denke nur an den ,revisor4 ,es ist wirklich peinlich4 ,es wre doch wirklich hchste ,zeit1 einzusehen1 da nur eine getreue ,darstellung von ,charakteren -- nicht in ihren lngst bekannten immer aufs neue wiederholten allgemeinen ,zgen -- sondern in einer ,form von wahrhaft nationalem ,geprge1 die uns durch ihre ,lebendigkeit berrascht1 so da wir ausrufen3 ,ja aber1 mir scheint1 das ist doch ein ,bekannter von mir6 -- da nur solch eine ,darstellung einen wesentlichen ,nutzen bringt4 ,wir haben aus dem ,theater ein ,spielzeug in der ,art jener ,rasselchen gemacht1 womit man ,kinder herbeilockt1 wir haben vergessen1 da das ,theater ein ,katheder ist1 von dem aus man einer ganzen groen ,menge eine lebendige ,lehre vortrgt1 auf ein ,beispiel hinweist1 wo uns beim festlichen ,lichterglanz1 beim ,lrm der ,musik1 unter einstimmigem ,gelchter1 ein weitbekanntes1 verstecktes ,laster gezeigt wird1 und wo1 begleitet von der geheimen ,stimme der allgemeinen ,teilnahme1 ein allbekanntes1 sich ngstlich verbergendes1 edles ,gefhl ans ,licht gezogen wird4 ,aber genug vom ,theater4 ,ich habe schon zuviel davon geredet4 ,der ,winterkarneval schliet mit einer lauten und lrmenden ,woche ab2 dann fliegt die eine ,hlfte der ,petersburger auf ,schaukeln durch die ,luft oder saust wie der ,wirbelwind die ,rodelbahn hinunter1 whrend sich die andere ,hlfte in eine lange ,kette von ,wagen verwandelt1 die sich kaum vorwrtsbewegt1 immer wieder aufgehalten von dem fr ,ordnung sorgenden ,gendarmen2 da gibt's den ganzen ,tag ber und am ,abend alle mglichen ,vorstellungen1 und der ganze ,admiralittsplatz ist mit ,nuschalen bedeckt 4444 ,still und finster ist die ,zeit der groen ,fasten4 ,es ist einem1 als vernehme man eine ,stimme1 die einem zuruft3 ,halt ein1 ,christenmensch3 sieh zu1 wie du lebst4 ,die ,straen sind leer4 ,man sieht keine ,wagen4 ,ein sinnender ,zug liegt auf den ,gesichtern der ,vorbergehenden4 ,ich liebe dich1 du ,zeit der ,nachdenklichkeit und des ,gebets6 ,freier und mit mehr berlegung werden meine ,gedanken dahinflieen1 und diese ganze seichte1 eitle ,gesellschaft wird sicherlich mde und verschlafen daliegen und vergessen1 zu mir zu kommen und mich mit ihrem trivialen ,gerede ber ,whist1 ,literatur1 ,auszeichnungen und ,theater zu plagen4 ,die ,fastenzeit in ,petersburg ist das ,fest der ,musik4 ,um diese ,zeit kommen hier ,musiker aus allen ,teilen ,europas zusammen4 ,das ,monstre-,konzert zum ,besten der ,invaliden hat immer etwas ,gewaltiges2 vierhundert ,musiker6 das macht einen mchtigen ,eindruck6 ,wenn der harmonische ,zusammenklang von vierhundert ,tnen unter dem drhnenden ,gewlbe emporhallt1 dann mu1 wie mir scheint1 auch die ,seele jedes ,zuhrers1 und wre sie noch so armselig1 von einer ganz ungewhnlichen ,erschtterung durchzittert werden4 ,whrend der ,fastenzeit fllt dann und wann ein ,sonnenstrahl in die ,petersburger ,atmosphre4 ,der westliche ,teil1 der dem ,meere zugewandt ist1 wird heller4 ,der ,norden blickt von der ,wiborger ,seite weniger finster herber4 ,immer hufiger halten die ,wagen auf der ,strae1 und die ,insassen steigen aus1 um auf dem ,trottoir spazierenzugehen4 ,seit dem ,jahre #ahcf ist der ,newsky-,prospekt1 dieser laute1 ewig bewegte1 emsige1 vorwrtsdrngende ,newsky-,prospekt ganz heruntergekommen3 der ,treffpunkt der vornehmen ,welt ist an den ,englischen ,kai verlegt worden4 ,der verstorbene ,kaiser liebte den ,englischen ,kai4 ,er ist auch wirklich wundervoll4 ,aber jetzt1 wo der ,korso dahin verlegt worden ist1 habe ich erst bemerkt1 da der ,kai etwas zu kurz ist4 ,die ,spaziergnger sind trotzdem noch im ,vorteil1 denn die ,hlfte des ,newsky-,prospekts war immer von ,handwerkern und ,beamten besetzt1 und man hatte hier die ,aussicht1 dreimal soviel ,pffe zu bekommen1 wie an irgendeinem anderen ,ort4 ,warum eilt nur unsere ,zeit1 die durch nichts zu ersetzen ist1 so schnell dahin8 ,wer ruft sie zu sich8 ,was bilden doch die groen ,fasten fr einen ruhigen1 stillen ,zeitabschnitt6 ,was kann man in diesen sieben ,wochen nicht alles vollbringen8 ,jetzt will ich mich endlich ernstlich an meine ,arbeit machen4 ,jetzt werde ich endlich vollenden1 was mich der ,lrm und die allgemeine ,unruhe nicht vollenden lieen4 ,aber ach1 die erste ,woche geht schon zu ,ende6 ,ich habe noch nicht angefangen und schon kommt die zweite hinter ihr hergejagt1 schon ist die erste ,hlfte der dritten vorber1 schon kommt die vierte heran1 schon beginnt der groe ,jahrmarkt im ,gostinnij ,dwor#af1 und eine ganze ,galerie von jungen ,weidenruten mit wchsernen ,frchten und ,blumen blht unter den dunklen ,hallen auf4 ,als ich an dieser bunten ,allee1 in deren ,dunkel eine ,menge von roh geschnitztem ,kinderspielzeug aufgetrmt war1 vorberging1 wurde mir recht peinlich zumute4 ,ich rgerte mich ber die rotwangigen ,kinderfrauen1 die sich hier in ganzen ,trupps herumtrieben1 ber die ,kinder1 die ganz glcklich vor diesem ,haufen eines ihnen so viel ,vergngen bereitenden ,plunders stehenblieben1 und ber den schwarzen untersetzten ,griechen mit dem groen ,schnurrbart1 der sich moldauischer ,konditor titulierte und allerhand zweifelhafte und undefinierbare ,leckereien feilbot4 ,die auf den ,tisch ausgebreiteten ,stiefelbrsten1 bleiernen ffchen1 ,gabeln und ,messer1 ,honigkuchen und kleinen ,spiegel widerten mich an4 ,die bunte ,menge aber drngt sich und schiebt sich immerfort weiter1 berall begegnet man demselben ,ausdruck in den ,zgen2 mit derselben ,neugierde wie im vorigen ,jahr1 wie vor zwei und drei und mehr ,jahren1 blickt man auf all die ,dinge2 ich aber und jeder einzelne ,mensch von diesem ,volk sind schon nicht mehr dieselben1 es sind andere ,gefhle1 die es heute bewegen1 nicht die1 die es im vergangenen ,jahr bewegten1 die ,gedanken sind finsterer geworden1 von den ,lippen strahlt uns kein so heiteres ,seelenlcheln entgegen wie ehedem1 und jeden ,tag verliert es etwas von seiner frheren ,lebhaftigkeit6 ,funote #af3 ,eine groe ,markthalle in ,petersburg4 ,auf der ,newa gab es frh ,eisgang4 ,ohne von den ,winden beunruhigt zu werden1 taute das ,eis noch beinahe vor dem eigentlichen ,eisgang auf und war so locker1 da es sich1 whrend es von der ,strmung fortgetragen wurde1 von selbst auflste4 ,bei nahezu gleicher ,zeit sandte auch der ,ladoga-,see seine ,eismassen hinunter4 ,die ,hauptstadt war pltzlich wie verwandelt4 ,die ,spitze des ,glockenturms der ,peter-,pauls-,kirche1 die ,festung1 die ,wilhelmsinsel1 die ,wiborger ,seite und der englische ,kai -- alles nahm ein malerisches ,aussehen an4 ,rauchwolken ausstoend1 kam der erste ,dampfer herangeflogen6 ,von ,wassilij ,ostrow und nach ihm hin fuhren die ersten1 mit ,beamten1 ,soldaten1 alten ,kinderfrauen und englischen ,kanzleibeamten besetzten ,khne ber die ,newa4 ,ich kann mich nicht erinnern1 da wir in jngster ,zeit so ein stilles1 heiteres ,wetter gehabt haben4 ,es war am ,abend vor ,ostersonntag1 als ich den ,boulevard der ,admiralitt betrat und auf ihm bis zum ,landungsplatz der ,dampfer schritt1 von dem einem zwei ,jaspis-,vasen entgegenleuchten2 da lag mit einem ,male die ,newa offen vor mir1 auf der ,wiborger ,seite schimmerte das helle ,rot des ,himmels durch einen blauen ,nebel hindurch1 die ,huser der ,petersburger ,seite waren in ein beinahe violettes ,licht getaucht1 das ihr unschnes uere verhllte1 die ,kirchen1 ber deren gewlbte ,flchen der ,nebel seine monotone ,decke breitete1 schienen wie auf einen ,hintergrund von hellrosa ,stoff gemalt oder aufgeklebt1 und in dieser violetten und hellblauen ,finsternis blitzte allein die ,turmspitze der ,peter-,pauls-,kirche auf und spiegelte sich im unendlichen ,wasserspiegel der ,newa -- da schien mir's1 als sei ich gar nicht in ,petersburg1 sondern als wre ich in eine andere ,stadt versetzt1 in der ich schon einmal gewesen war1 wo ich alles kenne und wo es das gibt1 was ,petersburg nicht hat 444 ,da war auch der bekannte ,ruderknecht1 den ich schon mehr als ein halbes ,jahr nicht gesehen hatte1 er machte sich am ,ufer mit seinem ,kahn zu schaffen1 vertraute ,reden klangen an mein ,ohr2 und dann das ,wasser und der ,sommer1 die es in ,petersburg nicht gab4 ,ich liebe den ,frhling auerordentlich4 ,sogar hier in diesem rauhen ,norden ist er meine liebste ,jahreszeit4 ,mir scheint1 kein ,mensch in der ganzen ,welt liebt ihn so wie ich4 ,mit ihm kehrt meine ,jugend zu mir zurck2 im ,frhling ist meine ,vergangenheit mehr als eine bloe ,erinnerung -- sie liegt vor meinem ,blick und treibt mir ,trnen in die ,augen4 ,ich war durch die hellen1 klaren ,tage des ,ostersonntags so berauscht1 da ich den groen ,jahrmarkt auf dem ,admiralittsplatz gar nicht bemerkte4 ,nur ganz von ferne sah ich1 wie eine ,schaukel einen jungen ,burschen1 ,arm in ,arm mit einer ,dame in elegantem ,hut1 hoch in die ,luft trug1 und an einer ,ecke streifte mein ,auge das groe ,schild einer ,schaubude1 auf dem ein ungeheurer roter ,teufel mit einer ,axt in der ,hand abgebildet war4 ,sonst habe ich nichts mehr gesehen4 ,es ist fast1 als ob das ,leben der ,residenz mit dem ,ostersonntag seinen ,abschlu findet1 und es scheint1 als mache sich hierauf alles1 was wir auf der ,strae sehen1 auf die ,reise4 ,die ,vorstellungen und die ,blle nach ,ostern sind nichts als die ,reste von denen1 die vor der ,fastenzeit stattfanden1 oder besser gesagt -- sie sind die letzten ,gste1 die spter aufbrechen als die anderen1 am ,kamin noch einige ,worte wechseln1 und die ,hand vor den ,mund legen1 um ihr ,ghnen zu verbergen4 ,die ,stadt trocknet ganz aus1 auch die ,trottoirs sind trocken4 ,die ,petersburger ,gentlemen spazieren im bloen ,rock1 jeder mit einem andern ,spazierstock herum2 statt der schweren ,kutschen sieht man halbgedeckte ,droschken und ,kabrioletts ber das glatte ,straenpflaster rollen4 ,jetzt werden auch viel weniger ,bcher gelesen4 ,schon sieht man in den ,schaufenstern statt der wollenen ,strmpfe ,sommermtzen und ,reitpeitschen ausliegen4 ,mit einem ,wort1 whrend des ganzen ,monats ,april scheint ganz ,petersburg im ,aufbruch begriffen4 ,es ist so angenehm1 die sitzende1 sehafte ,lebensweise aufzugeben und von einem weiten ,weg unter einen andern ,himmel nach den grnen ,hainen des ,sdens1 nach ,lndern1 in denen eine neue ,luft weht1 zu trumen4 ,der hat es gut1 dem am ,ende einer ,petersburger ,strae die in die ,wolken ragenden ,berge des ,kaukasus1 die ,seen der ,schweiz1 das mit ,lorbeeren und ,anemonen geschmckte ,italien oder das trotz seiner de noch herrliche ,griechenland winkt 4444 ,aber halt ein1 mein ,gedanke3 noch trmen sich zu meinen beiden ,seiten die ,huser ,petersburgs empor 4444 ,,iii ,italienische ,sommernchte ,erste ,nacht4 ,sie waren so s und so qualvoll1 diese schlaflosen ,nchte4 ,er sa krank in seinem ,lehnstuhl4 ,ich war bei ihm4 ,der ,schlaf wagte es nicht1 meine ,lider zu berhren4 ,stumm und gehorsam schien er das ,heiligtum unseres nchtlichen ,wachseins zu achten4 ,es war mir so s1 neben ihm zu sitzen und ihn anzuschaun4 ,schon seit zwei ,nchten sagten wir uns du4 ,wie viel nher war er mir seitdem gerckt4 ,er sa immer gleich sanft1 still und ergeben da4 ,gott6 wie freudig1 mit welcher ,heiterkeit htte ich seine ,krankheit auf mich genommen6 ,und wenn mein ,tod ihm seine ,gesundheit htte zurckgeben knnen1 wie bereitwillig htte ich mich ihm in die ,arme geworfen6 99 99 99 99 99 ,heute nacht war ich nicht bei ihm4 ,ich hatte mich endlich entschlossen1 wieder einmal zu ,hause zu schlafen4 ,oh6 wie hlich1 wie trivial war diese ,nacht und mein verchtlicher ,schlaf6 ,ich schlief schlecht1 obgleich ich alle ,nchte in der vergangenen ,woche schlaflos verbracht hatte4 ,der ,gedanke an ihn peinigte mich4 ,ich sah ihn vor mir1 wie er mich flehend und vorwurfsvoll anblickte4 ,ich sah ihn mit den ,augen der ,seele4 ,wie ein ,verbrecher eilte ich am nchsten ,morgen in aller ,frhe zu ihm4 ,er erblickte mich von seinem ,bett aus und lchelte mit jenem ,engelslcheln1 das ihm jetzt eigen war4 ,er reichte mir die ,hand und drckte sie liebevoll4 ,verrter6 sagte er4 ,du bist mir untreu geworden4 -- ,mein ,engel1 rief ich aus1 verzeihe mir4 ,ich habe gefhlt1 wie du gelitten4 ,ich habe mich die ganze ,nacht geqult4 ,meine ,ruhe war keine ,ruhe4 ,verzeihe mir4 ,er war so gtig4 ,mild drckte er meine ,hand4 ,wie war ich da fr die ,qualen meiner so sinnlos verbrachten ,nacht belohnt6 -- ,mein ,kopf ist mir so schwer1 sagte er4 ,ich fchelte ihm mit einem ,lorbeerzweig ,khlung zu4 ,oh1 wie khl1 wie schn das ist6 sagte er4 ,seine ,worte waren 444 ach1 wie waren diese ,worte 4446 ,was htte ich damals nicht dafr gegeben -- auf welche irdischen ,gter1 diese verchtlichen1 gemeinen1 hlichen ,gter htte ich damals nicht verzichtet 444 nein 444 oh1 sprechen wir nicht davon6 ,o du1 in dessen ,hnde diese formlosen1 schwachen ,zeilen1 dieser matte ,ausdruck meiner ,gefhle1 kommen -- wenn sie berhaupt in deine ,hnde kommen -- du wirst mich verstehn4 ,sonst wirst du sie nie zu sehen bekommen4 ,du wirst verstehn1 wie hlich dieser ganze ,haufen von ,schtzen und ,ehren1 dieser tnenden ,lockungen der ,holzpuppen ist1 die man ,menschen nennt4 ,oh6 mit welcher ,freude1 mit welcher ,wut wollte ich alles zerstampfen und zertreten1 was das mchtige ,zepter des ,kaisers des ,nordens zu verschenken hat1 wenn ich nur wte1 da ich damit ein ,lcheln auf seinem ,antlitz erkaufen knnte1 das mir eine kleine ,erleichterung ankndigt4 ,warum hast du mir einen so schlimmen ,mai gebracht8 sagte er1 als er erwachte2 er sa im ,lehnstuhl1 er hrte den ,wind1 der hinter den ,fensterscheiben brauste1 die sen ,wohlgerche wilder ,jasminblten und weier ,akazien mit sich fhrte und sie mit den ,rosenblttern durch die ,luft trug4 99 99 99 99 99 ,um #aj ,uhr ging ich zu ihm hinunter4 ,ich hatte ihn vor drei ,stunden verlassen1 um selbst etwas auszuruhn und etwas zurechtzumachen1 um ihm eine kleine ,abwechslung zu verschaffen1 damit mein ,erscheinen ihm spter mehr ,freude bereite4 ,ich kam um #aj ,uhr zu ihm hinunter4 ,er sa schon ber eine ,stunde allein4 ,die ,gste1 die bei ihm gewesen waren1 hatten ihn lngst verlassen4 ,er sa allein4 ,die ,qual der ,einsamkeit war auf seinem ,gesicht zu lesen4 ,als er mich erblickte1 winkte er leicht mit der ,hand4 ,o du mein ,retter1 sagte er4 ,noch heute klingen mir diese ,worte im ,ohre4 ,o du mein ,engel1 du hast dich gelangweilt8 ,oh6 wie habe ich mich gelangweilt6 antwortete er4 ,ich kte ihn auf die ,schulter4 ,er reichte mir seine ,wange4 ,wir kten uns2 er drckte noch immer meine ,hand4 ,achte ,nacht4 ,er lag nicht gern im ,bett und legte sich fast nie nieder4 ,er zog seinen ,lehnstuhl und die sitzende ,stellung vor4 ,aber in dieser ,nacht sagte ihm der ,arzt1 er msse sich ausruhn4 ,mimutig stand er auf1 sttzte sich auf meine ,schulter und ging zu seinem ,bett4 ,mein liebes ,herz6 ,sein mder ,blick1 sein bunter warmer ,rock1 sein langsamer ,schritt1 ich sehe das alles noch1 es steht mir vor ,augen4 ,er lehnte sich an meine ,schulter und flsterte mir ins ,ohr1 indem er einen ,blick auf das ,bett warf3 ,jetzt bin ich verlassen4 -- ,wir wollen nur eine halbe ,stunde im ,bett bleiben1 sagte ich ihm1 dann setzen wir uns wieder in deinen ,stuhl6 ,ich blickte auf dich1 du liebe1 zarte ,blte6 ,die ganze ,zeit1 whrend du im ,bett oder im ,lehnstuhl schliefst oder nur schlummertest1 folgte ich jeder deiner ,bewegungen1 bei jedem ,blick aus deinen ,augen wie durch eine unerklrliche ,gewalt an dich gebannt4 ,wie seltsam neu war mir damals mein ,leben1 und doch war mir's1 als sei das alles nur eine ,wiederholung von etwas ,fernem1 lngst ,dagewesenem6 ,aber mir scheint1 es ist schwer1 eine ,vorstellung davon zu geben1 mir war's1 als kehre ein flchtiger1 neuer ,abschnitt meiner ,jugend zu mir zurck1 einer ,zeit1 wo die junge ,seele nach ,freundschaft und ,verbrderung mit ihren jungen ,altersgenossen drstet1 nach einer wahrhaft jugendlichen ,freundschaft voller lieber1 beinahe kindlicher ,kleinigkeiten und gegenseitiger ,beweise einer zrtlichen ,anhnglichkeit2 wo es so s ist1 einander ,aug' in ,auge zu schauen1 wo man hufig sogar zu dem berflssigsten ,opfer bereit ist4 ,alle diese sen1 jungen1 frischen ,gefhle -- die1 ach1 nur die ,bewohner einer unwiederbringlich verlorenen ,welt sind -- alle diese ,gefhle kehrten zu mir zurck4 ,mein ,gott1 warum nur8 ,ich blickte auf dich1 meine liebe1 junge ,blte6 ,wehte mich darum dieser liebliche ,duft der ,jugend so pltzlich an1 um mich dann mit einemmal in eine noch grere1 tdliche ,erstarrung der ,gefhle zu strzen1 und um mich pltzlich um zehn ,jahre lter zu machen1 damit ich noch verzweifelter1 noch hoffnungsloser auf mein dahinschwindendes ,leben sehen sollte8 ,so flammt ein ausgehendes ,licht noch ein letztes ,mal in der ,luft auf und erleuchtet noch einmal zitternd die dstren ,mauern1 um dann fr immer zu erlschen4 ,rom ,ein ,fragment ,deutsch von ,otto ,buek ,sieh dir den ,blitz an1 wenn er durch kohlschwarze ,wolken bricht und schier unertrglich aufleuchtet in einer wahren ,flut von ,licht3 so sind die ,augen der ,albanerin ,anunziata4 ,an ihr erinnert alles an jene alten ,zeiten1 als der ,marmor aufzuleben begann und der ,meiel in der ,hand des ,bildhauers blitzte4 ,ein schwerer ,zopf dichter1 pechschwarzer ,haare schlang sich in zwei ,ringen hoch um das ,haupt1 um in vier langen ,locken auf den ,hals herabzufallen4 ,wem sie den leuchtenden ,schnee ihres ,antlitzes zuwenden mochte -- ihr ,bild prgte sich jedem tief ins ,herz hinein4 ,wandte sie jemand ihr ,profil zu -- so strmte ein wunderbarer ,adel von ihm aus1 und der schne ,schwung der ,linien bertraf alles1 was je eines ,malers ,pinsel geschaffen hat4 ,oder drehte sie einem den ,rcken und lie sie ihm ihren ,hinterkopf mit dem herrlichen1 aufwrts gekmmten ,haar1 den leuchtenden ,hals und die berirdische1 nie gesehene ,schnheit ihrer ,schultern sehen -- so wirkte sie auch da wie ein ,wunder4 ,aber am herrlichsten war sie1 wenn sie ihre ,augen auf jemand richtete1 ihn ansah und kalte ,schauer in sein ,herz go4 ,hell wie ,erz tnte ihre volle ,stimme4 ,kein geschmeidiger ,panther htte es an ,kraft1 ,stolz und ,schnelligkeit der ,bewegungen mit ihr aufnehmen knnen4 ,in jedem ,teile ihres herrlichen ,krpers erschien sie wie die ,krone der ,schpfung1 von den ,schultern bis hinab zu dem lebenatmenden ,fu von antiker ,bildung -- ja bis zur letzten ,zehe dieses ,fues4 ,wohin sie gehen mochte -- stets lie sie ein ,bild vor dem ,auge erstehen3 wenn sie abends mit der getriebenen ,bronzevase auf dem ,haupte zum ,brunnen eilte1 so schien sich die ganze ,umwelt mit einer wunderbaren ,harmonie zu erfllen3 die herrlichen ,linien des ,albanergebirges verloren sich sanfter in der ,ferne1 blauer als sonst erschien die ,tiefe des rmischen ,himmels1 schlanker strebte die ,zypresse zur ,hhe1 und der schnste unter den ,bumen des ,sdens1 die rmische ,pinie1 hob sich mit ihrer schirmartigen1 wie in der ,luft schwebenden ,spitze zarter und reiner vom ,himmel ab4 ,und alles1 der ,brunnen1 wo auf den ,marmorstufen die ,albanermdchen1 eine grer und schlanker als die andre1 in ,haufen beieinander standen und mit ihren krftigen1 silbernen ,stimmen durcheinanderschwatzten1 whrend in klingendem1 diamantenem ,strahl das ,wasser emporsprang und nacheinander die untergehaltenen kupfernen ,krge fllte1 -- der ,brunnen1 die ,mdchengruppen1 -- alles schien allein um ihretwillen da zu sein1 um ihre sieghafte ,schnheit noch heller erstrahlen1 um erkennen zu lassen1 da sie ber alles herrscht und gebietet1 wie eine ,knigin ber ihr ,hofgesinde4 ,oder1 wenn an einem ,feiertage die dunkle ,baumgalerie1 die von ,albano nach ,castel ,gandolfo fhrt1 voll festlich gekleideter ,menschen ist1 wenn unter ihrer dunklen ,wlbung die ,minenti stutzerhaft in ,sammetkleidern mit leuchtenden ,grteln und einer goldfarbenen ,blume an ihrem ,kastorhut einherspazieren1 wenn zahlreiche ,esel mit halbgeschlossenen ,augen schlanke1 krftige ,albanerinnen und ,frascatanerinnen in malerischer ,haltung mit weithin schimmerndem1 weiem ,kopfputz im ,schritt oder im ,galopp vorbertragen1 oder mhsam1 fortwhrend stolpernd und so gar nicht malerisch mit einem langen1 unbeweglichen1 in einen erbsgrauen1 undurchdringlichen ,mantel gehllten ,englnder vorberziehen1 der aus ,furcht1 seine ,fe knnten die ,erde berhren1 mit spitzwinklig emporgezogenen ,beinen dasitzt1 oder mit einem ,knstler in einer schlichten ,bluse1 einem an einem ,riemen befestigten ,holzkasten und einem kecken ,van-,dyk-,brtchen vorbeitraben1 whrend ,schatten und ,sonnenlicht abwechselnd ber die ganze ,gruppe huschen -- selbst dann1 d4 h4 selbst an solch einem ,feiertage ist es einem weit wohler zumute1 wenn sie da ist1 als wenn sie fehlt4 ,die ,passage lt sie strahlend und ganz in ,licht gehllt aus ihrer finstern1 dunklen ,tiefe heraustreten4 ,der ,purpurstoff ihres albanischen ,kleides flammt wie ,gold1 das ein ,sonnenstrahl berhrt hat4 ,eine wundersame ,feiertagsstimmung leuchtet einem jeden von ihrem ,anlitz entgegen1 und wer ihr begegnet1 bleibt wie angewurzelt stehen3 der stutzerhafte ,minenti mit der ,blume am ,hut stt einen ,schrei der berraschung aus1 das ,gesicht des ,englnders im erbsgrauen ,mantel verwandelt sich in ein ,fragezeichen1 und der ,knstler mit dem ,van-,dyk-,brtchen 4442 doch dieser bleibt viel lnger auf einem ,flecke stehen1 als alle andern1 wie wenn er sich dchte3 ja1 das wre ein herrliches ,modell fr eine ,diana1 eine stolze ,juno1 eine verfhrerische ,grazie wie berhaupt fr jede ,frau1 die jemals auf einer ,leinwand dargestellt ward6 ,und er fgt wohl in ,gedanken khn hinzu3 ja1 das wre ein ,paradies1 wenn ein solches ,wunder mein bescheidenes ,atelier fr immer schmcken knnte4 ,wer aber ist er1 dessen ,blick sich so viel leidenschaftlicher und wie gebannt an ihre ,spuren heftet6 ,wer ist er1 der jedes ihrer ,worte1 jede ihrer ,bewegungen und ,gedankenregungen so aufmerksam auf ihrem ,gesichte verfolgt4 ,ein fnfundzwanzigjhriger ,jngling1 ein rmischer ,frst1 der ,nachkomme einer ,familie1 die einst die ,ehre1 den ,stolz und die ,schmach des ,mittelalters bildete und die nun in einem wunderbaren alten ,schlo auf ihr nahes ,ende wartete4 ,dieses mit ,fresken von ,guercin und ,caracci gezierte ,schlo beherbergte eine ,bildergalerie voll nachgedunkelter ,gemlde1 verblichener ,stoffe1 lazurblauer ,tische und wurde von einem ,maestro di casa verwaltet1 der selbst grau wie ein ,falke war4 ,vor kurzem erst hatten ihn die rmischen ,straen erblickt3 diese schwarzen ,augen1 die hinter dem ber die ,schulter geworfenen ,mantel ,blitze hervorschleuderten1 diese ,nase von antiker ,kontur1 das ,elfenbein seiner ,stirn und die auf sie herabfallende wehende ,locke seidenen ,haares4 ,nach fnfzehnjhriger ,abwesenheit war er wieder in ,rom aufgetaucht2 nun ein stolzer ,jngling1 er1 der noch vor kurzem ein ,kind gewesen war4 ,aber der ,leser mu unbedingt erfahren1 wie das alles geschah1 und daher wollen wir schnell die ,geschichte dieses jungen1 aber an starken ,eindrcken schon so reichen ,lebens an uns vorberziehen lassen4 ,seine frhste ,jugend hatte der ,frst in ,rom verlebt2 er erhielt eine ,erziehung1 wie sie bei den hohen rmischen ,wrdentrgern1 deren ,leben sich seinem ,ende entgegenneigt1 blich ist4 ,ein ,abb vertrat bei ihm die ,stelle des ,lehrers1 ,aufsehers1 ,gouverneurs usw42 dieser war ein strenger ,klassiker1 ein ,verehrer der ,briefe ,pietro ,bembos1 der ,werke des ,giovanni della ,casa und einiger fnf oder sechs ,gesnge ,dantes1 die er beim ,lesen stets mit lebhaften ,ausrufen wie3 ,dio che cosa divina6 begleitete1 um nach ein paar ,zeilen gleich wieder hinzuzufgen3 ,diavolo che divina cosa6 ,darin bestand das ganze knstlerische ,werturteil und die ganze ,kritik der von ihm so bewunderten ,werke -- im brigen aber sprach er nur ber ,broccoli und ,artischocken1 -- dies war sein ,lieblingsthema1 und er wute ganz genau1 zu welcher ,jahreszeit das ,kalbfleisch am besten sei und in welchem ,monat man damit beginnen knne1 junges ,ziegenfleisch zu essen2 ber all diese ,gegenstnde unterhielt er sich am liebsten auf der ,strae1 wo er gewhnlich einen andern ,abb zu treffen pflegte2 er trug schwarze seidene ,strmpfe1 in die er zuvor ein ,paar wollene hineinstopfte1 wodurch er seine dicken ,waden geschickt zur ,geltung zu bringen wute1 nahm regelmig einmal im ,monat eine ,portion ,olio di ricino in einer ,tasse ,kaffee als ,purgiermittel ein und wurde1 wie alle ,abbs1 mit jedem ,tag und jeder ,stunde wohlbeleibter4 ,es ist begreiflich1 da sich der junge ,frst bei einer solchen ,erziehung kein groes ,wissen aneignete4 ,er erfuhr nur1 da die lateinische ,sprache die ,mutter der italienischen sei1 da es drei ,arten von ,monsignori gibt3 solche in schwarzen ,strmpfen1 solche in violetten ,strmpfen und endlich solche1 die beinahe so viel bedeuten1 wie ein ,kardinal2 er lernte einige ,briefe ,pietro ,bembos -- meist ,glckwunschschreiben an die zu jener ,zeit lebenden ,kardinle -- kennen1 machte nhere ,bekanntschaft mit der ,corsostrae1 wo er hufig mit dem ,abb spazierenging1 sowie ferner mit der ,villa ,borghese und mit zwei bis drei ,lden1 vor denen der ,abb haltzumachen pflegte1 um sich ,papier1 ,federn und ,schnupftabak zu kaufen1 und endlich noch mit der ,apotheke1 wo jener sein ,olio di ricino bezog4 ,das war der ganze ,horizont1 der das ,wissen des ,zglings umschlo4 ,von den anderen ,lndern und ,staaten hatte der ,abb nur in ganz unklaren und unsicheren ,andeutungen gesprochen3 er hatte erwhnt1 da es ein sehr reiches ,land1 ,frankreich1 gbe1 da die ,englnder gute ,kaufleute seien und eine groe ,vorliebe fr das ,reisen htten1 da die ,deutschen -- sehr viel trnken und da im ,norden ein barbarisches ,land ,moscovien liege1 in dem eine furchtbare ,klte herrsche1 bei der ein menschliches ,gehirn leicht in die ,brche gehen knne4 ,wahrscheinlich htte der ,zgling bis zu seinem fnfundzwanzigsten ,jahre kaum noch etwas ber diese ,tatsachen hinaus erfahren1 wenn es dem alten ,frsten nicht pltzlich eingefallen wre1 die alte ,erziehungsmethode fallen und dem ,sohne eine europische ,bildung geben zu lassen1 was wohl zum ,teil dem ,einflu einer franzsischen ,dame zuzuschreiben war1 auf die der ,frst seit einiger ,zeit berall -- im ,theater wie auf ,spaziergngen -- bestndig seine ,lorgnette richtete1 wobei er alle ,augenblicke sein ,kinn in sein ungeheures weies ,jabot versenkte und sich eine schwarze ,locke auf seiner ,percke zurechtstrich4 ,so wurde denn der junge ,frst nach ,lucca geschickt1 um hier die ,universitt zu beziehen4 ,dort entfaltete sich whrend eines sechsjhrigen ,aufenthaltes seine lebhafte italienische ,natur1 die unter der langweiligen ,aufsicht des ,abbs nur geschlummert hatte3 ,es zeigte sich1 da der ,jngling eine nach erlesenen ,genssen drstende ,seele und eine starke ,beobachtungsgabe besa4 ,die italienische ,universitt1 wo die ,wissenschaft unter der harten ,hlle trockener1 scholastischer ,formen dahinvegetierte1 befriedigte die jngere ,generation nicht mehr1 an deren ,ohr schon die ,kunde von dem lebendigen ,geiste gedrungen war1 die hie und da ber die ,alpen kam4 ,der ,einflu ,frankreichs machte sich bereits in ,oberitalien bemerkbar3 er wurde zugleich mit allerhand neuen ,moden1 ,vignetten1 ,vaudevilles und geknstelten ,produkten der zgellosen1 ungeheuerlichen und leidenschaftlichen franzsischen ,muse1 die aber dennoch ,spuren eines starken ,talentes erkennen lt1 hierher getragen4 ,die starke politische ,bewegung1 die sich seit der ,julirevolution in den ,zeitschriften bemerkbar machte1 fand auch hier ihr ,echo4 ,man trumte von der ,wiederherstellung der entschwundenen ruhmvollen italienischen ,vergangenheit und blickte voller ,emprung auf die verhate weie ,uniform der sterreichischen ,soldaten4 ,aber die zu ruhigen ,genssen reizende italienische ,natur machte sich nicht ,luft in einem ,aufstand1 zu dem sich der ,franzose ohne lange ,bedenken entschlossen htte3 all diese ,gefhle strmten nur in dem einen unbestimmten ,wunsch zusammen1 das wahre ,europa jenseits der ,alpen kennen zu lernen4 ,die ewige ,bewegung1 die es durchflutete1 und sein heller ,glanz erschienen in lockender ,ferne4 ,dort war alles neu1 stand alles im ,gegensatz zu dem ehrwrdigen ,alter ,italiens1 dort hatte das ,,xix4 ,jahrhundert und das wahre europische ,leben begonnen4 ,ein heies ,sehnen ri die ,seele des jungen ,frsten dorthin2 er trumte von hellem ,licht und ,abenteuern1 und jedesmal umwlkte ein drckendes ,gefhl der ,wehmut seinen ,geist1 wenn er der ,unmglichkeit inne wurde1 seinen ,wunsch erfllt zu sehen3 er kannte den unbeugsamen1 despotischen ,willen des alten ,frsten1 und er fhlte sich auerstande1 es mit ihm aufzunehmen -- da erhielt er pltzlich einen ,brief von dem ,frsten1 in dem dieser ihm befahl1 nach ,paris zu reisen1 seine ,studien in der dortigen ,universitt zu beendigen und nur in ,lucca die ,ankunft eines ,onkels abzuwarten1 um sich mit diesem zusammen auf die ,reise zu begeben4 ,der junge ,frst sprang vor ,glck in die ,hhe1 kte seine smtlichen ,freunde ab1 gab ihnen in einer ,osterie1 die in der ,umgegend der ,stadt lag1 ein ,festmahl und war zwei ,wochen spter bereits unterwegs mit einem ,herzen1 das jedem ,gegenstand mit frohem ,pochen entgegenschlug4 ,als man den ,simplon passiert hatte1 leuchtete ein freudiger ,gedanke in seinem ,kopfe auf2 er befand sich auf der andern ,seite der ,alpen3 er war in ,europa4 ,die wilde ,unform der ,schweizer ,alpen1 die sich ohne weite ,perspektiven und ohne jene weich in der ,ferne verlaufenden ,tiefen in die ,hhe trmten1 erschreckte zunchst seinen an die hohe ,ruhe und an die heitere wollstige ,schnheit der italienischen ,natur gewhnten ,blick4 ,aber er erheiterte sich mit einem ,schlage beim ,anblick der europischen ,stdte1 der prachtvollen hellen ,gasthfe und des ,komforts1 der jeden ,reisenden erwartete1 so da er sich's bequem machen konnte1 wie wenn er zu ,hause wre4 ,diese kokette ,sauberkeit und dieser ,glanz -- das war ihm alles neu4 ,in den deutschen ,stdten fhlte er sich ein wenig berrascht durch den etwas seltsamen ,krperbau der ,deutschen und den ,mangel an ,grazie1 ,harmonie und ,schnheit1 fr die der ,italiener ein angeborenes ,gefhl im ,busen trgt2 auch die deutsche ,sprache machte einen unangenehmen ,eindruck auf sein musikalisches ,ohr1 aber nun lag die franzsische ,grenze vor ihm1 und sein ,herz erbebte4 ,die leichten1 hpfenden ,laute einer modernen europischen ,sprache trafen zrtlich kosend sein ,ohr1 und mit ,wonne suchte er ihr sanft gleitendes ,gerusch aufzufangen2 schon in ,italien waren ihm diese ,laute als etwas ,hohes erschienen1 befreit von allen krampfhaften ,bewegungen1 wie sie den starken ,sprachen aller ,vlker der gemigten ,zone eigen sind1 die sich noch nicht gewhnt haben1 sich in mavollen ,grenzen zu halten4 ,einen noch greren ,eindruck aber machten auf ihn die ,frauen1 diese seltsamen1 leicht dahinschwebenden ,geschpfe4 ,er war berrascht ber diese flchtigen ,wesen mit den kaum hervortretenden zarten ,formen1 den kleinen ,fen1 dem feinen therischen ,gliederbau1 dem ,feuer der ,augen1 das ,hingabe und ,sympathie ausstrmte1 und ihrem leichten1 kaum ber ,andeutungen hinausgehenden ,geplauder4 ,voller ,ungeduld erwartete er die ,ankunft in ,paris1 das er in seiner ,einbildung mit ,trmen und ,palsten ausschmckte2 er machte sich ein eigenes ,phantasiebild von dieser ,stadt1 und mit pochendem ,herzen gewahrte er endlich die ersten ,anzeichen der ,nhe der ,hauptstadt3 ,plakate an den ,mauern1 ,buchstaben von ungeheurer ,gre1 immer zahlreicher werdende ,omnibusse und ,diligencen1 -- und nun erschienen die ersten ,huser der ,vorstadt4 ,doch jetzt war er in ,paris und fhlte sich dunkel von der ungeheueren ,auenseite der ,stadt umfangen2 ,staunen erfate ihn1 als er die ,bewegung und all den ,glanz in den ,straen erblickte1 dies wirre ,durcheinander der ,dcher1 den ,wald der ,schornsteine1 die dichten stillosen ,husermassen mit den eng beieinanderstehenden bunten ,lden1 die hlichen nackten1 zusammenhangslosen ,fassaden1 diese zahllose bunte ,menge goldener ,buchstaben1 die alle ,wnde bedeckten1 bis auf die ,dcher und sogar auf die ,schornsteine emporkletterten1 die hellen unteren ,stockwerke1 die aus lauter ,spiegelglsern bestanden1 und in die man bequem hineinsehen konnte4 ,dies also war ,paris1 dieser ewig kochende ,krater1 dieser ,springbrunnen1 der eine wahre ,funkengarbe von ,neuigkeiten1 von ,aufklrung1 ,moden1 erlesenem ,geschmack und winzigen1 aber mchtigen ,gesetzen ausspie1 denen sich selbst die ,tadler nicht zu entziehen vermochten3 diese groe ,ausstellung aller ,erzeugnisse der ,kunst1 hchster ,meisterschaft und aller ,talente1 die sich in den unbedeutendsten ,winkeln ,europas verbergen1 die drngende ,sehnsucht und der schnste ,traum eines ,zwanzigjhrigen1 diese ,wechselstube und dieser ,jahrmarkt ,europas4 ,ganz betubt und unfhig1 sich zu sammeln1 streifte er durch die ,straen1 die von allerlei ,volk wimmelten und von zahlreichen ,rinnen1 die die ,rder vorberrollender ,omnibusse hinterlieen1 durchfurcht waren1 bald gefesselt durch den ,anblick eines ,cafs und seiner wunderbaren1 geradezu kniglichen ,ausstattung1 bald wieder berrascht durch die berhmten gedeckten ,passagen1 wo ihn das dumpfe ,gerusch von einigen tausend ,fugngern betubte1 meist jungen ,leuten1 die sich wie eine kompakte ,masse vorwrts bewegten1 und vllig geblendet von dem flimmernden ,glanz der ,kauflden1 die von oben her durch ein auf das ,glasdach der ,galerie fallendes ,licht erleuchtet wurden4 ,zuweilen auch blieb er vor einem der vielen ,plakate stehen1 die in ,millionen ,exemplaren und dicht nebeneinanderhngend1 das ,auge durch ihre ,buntheit beunruhigten3 das waren laute ,ankndigungen von etwa vierundzwanzig ,vorstellungen1 die hier tglich stattfanden1 und einer schier unendlichen ,anzahl aller mglichen ,konzerte2 und als nun endlich dies ganze mrchenhafte ,durcheinander gegen ,abend bei der zauberischen ,gasbeleuchtung aufflammte -- als alle ,huser pltzlich gleichsam durchsichtig wurden und von unten herauf lebhaft zu leuchten begannen1 da geriet er vollends in ,verwirrung3 die ,fenster und die ,glser der ,magazine schienen ganz verschwunden1 ja berhaupt nicht mehr vorhanden zu sein1 und das ganze ,innere schien unbewacht unmittelbar an der ,strae zu liegen1 einen flimmernden ,glanz um sich zu verbreiten und sich tief innen in den ,glsern zu spiegeln4 ,ma quest' una cosa divina6 wiederholte der lebhafte ,italiener fortwhrend4 ,sein ,leben flo schnell dahin1 wie das ,leben vieler ,pariser und das der zahlreichen jungen ,auslnder1 die nach ,paris kommen4 ,bereits um neun ,uhr befand er sich1 kaum1 da er aus dem ,bett gesprungen war1 in einem prachtvollen ,caf mit modernen ,fresken unter ,glas und einer von ,gold strotzenden ,decke4 ,auf den ,tischen lagen ganze ,ste von ,zeitungen und ,zeitschriften gewaltigen ,formats1 und ein ,kellner von vornehmem uern schritt mit einer wundervollen ,kaffeekanne in der ,hand an den ,gsten vorbei4 ,hier trank er mit der ,genusucht eines ,sybariten aus einer ungeheuren ,tasse den fetten ,kaffee1 lehnte sich wohlig in das weiche elastische ,sofa zurck und dachte an die niedrigen1 dunklen italienischen ,cafs mit ihren unsauberen ,bottegas und ihren schmutzigen1 ungewaschenen ,glsern4 ,dann vertiefte er sich in die ,lektre der ungeheuren ,zeitungen und gedachte der schwindschtigen kleinen ,zeitschriften ,italiens1 des ,diario di ,roma1 des ,il ,pirato und hnlicher1 in denen nichts wie harmlose politische ,nachrichten und womglich ,anekdoten ber die ,thermopylen und den ,perserknig ,darius zu lesen waren4 ,hier dagegen sprte man berall die glhende ,leidenschaft1 die dem ,schriftsteller die ,feder gefhrt hatte4 ,hier berstrzten sich die ,fragen frmlich1 jede ,erwiderung rief eine neue hervor -- hier schien sich ein jeder nach ,krften durchzusetzen1 sich recht breit zu machen und grozutun3 irgendeiner drohte mit einer baldigen politischen ,umwlzung und verkndigte einen ,zusammenbruch des ,staates1 jede kaum merkliche ,bewegung in der ,kammer und im ,ministerium1 jede ihrer ,aktionen wuchs sich zu einer gewaltigen1 machtvollen ,bewegung der hartnckigen ,parteien aus und hallte als lautes1 wtendes ,geschrei aus den ,journalen wider4 ,ja1 der ,italiener versprte etwas wie ,furcht1 wenn er dies las und daran dachte1 da vielleicht schon morgen die ,revolution ausbrechen knnte2 wie von einem ,dunst umnebelt verlie er das ,lesezimmer1 und erst die ,straen von ,paris vermochten es1 den ganzen ,ballast in einem ,augenblick aus seinem ,kopfe zu vertreiben4 ,dieser ber alle ,gegenstnde dahinhpfende ,glanz1 diese bunte ,bewegung erschienen ihm nach der schweren ,lektre fast wie zarte ,blumen1 die sich an dem ,rande eines ,abgrundes angesiedelt hatten4 ,mit einem ,schlage befand er sich wieder ganz auf der ,strae und war bald gleich allen andern in jeder ,hinsicht ein miger ,flaneur4 ,er sah sich die frhlichen1 grazisen ,verkuferinnen an1 die gleich kaum erblhten ,knospen im ersten ,lenz der ,jugend prangten1 und die alle ,pariser ,kauflden anfllten1 als wenn die rauhe ,gestalt des ,mannes etwas ,anstiges an sich htte und hinter den groen ,fensterscheiben wie ein schwarzer ,fleck erschienen wre4 ,er sah1 wie die bis zur ,koketterie schmalen1 mit den feinsten ,seifen gewaschenen ,hndchen ihm lockend entgegenglnzten1 wie sie damit beschftigt waren1 das ,konfektpapier zu falten1 whrend die ,augen hell und unverwandt auf die ,vorbergehenden gerichtet waren2 er sah1 wie sich an einer andern ,stelle ein blondes1 lieblich geneigtes ,kpfchen1 die langen ,wimpern tief in die ,seiten eines ,moderomans versenkt1 am ,fenster abzeichnete1 und wie die ,schne gar nicht bemerkte1 da bereits ein ganzer ,haufen junger ,leute vor ihr stand1 ihren schneeweien ,hals1 ja1 jedes ,hrchen auf dem ,kopfe betrachtete1 und selbst das leise ,wogen des ,busens belauschte1 das die ,lektre begleitete4 ,er blieb auch vor einem ,bcherladen stehen1 wo ihm seltsame ,buchstaben gleich ,hieroglyphen entgegenblickten1 oder wo sich dunkle ,vignetten gleich schwarzen ,spinnen von dem dicken glnzenden ,papier abhoben1 ,vignetten1 die meist mit einem solchen ,schwung und einer solchen ,leidenschaft hingeworfen waren1 da es oft ganz unmglich war1 herauszubekommen1 was sie eigentlich darstellten4 ,oder er sah sich eine ,maschine an1 die fr sich allein einen ganzen ,laden ausfllte und die hinter der groen ,spiegelscheibe in voller ,ttigkeit war1 indem sie eine ungeheure ,walze1 die ,schokolade zerrieb1 hin und her wlzte4 ,er blickte auch in die ,lden hinein1 vor denen die ,pariser ,krokodile1 die ,hnde in den ,taschen und mit offenem ,munde1 stundenlang herumstehen3 da sah man wohl einen gewaltigen roten ,hummer aus dem grnen ,gemse hervorgucken1 oder eine getrffelte ,pute mit der lakonischen berschrift #cjj ,frank thronen1 oder gelbe und rote ,fische mit goldigen ,flossen und ,schwnzen in ,glasvasen herumschwimmen4 ,oder er schlenderte auf den breiten ,boulevards herum1 die das ganze enge winklige ,paris majesttisch durchquerten2 da sah man1 wie sich mitten in der ,stadt gewaltige ,bume bis zur ,hhe eines sechsstckigen ,hauses emporreckten1 und wie sich ,scharen von ,fremden und ein ,haufen urwchsiger ,pariser ,lwen und ,tiger1 die in den ,novellen und ,erzhlungen nicht immer richtig dargestellt sind1 auf dem ,asphalttrottoir drngten4 ,und wenn er genug herumflaniert und des ,schauens satt war1 dann begab er sich in ein ,restaurant1 wo die mit ,spiegelscheiben ausgeschlagenen ,wnde lngst im ,glanze des ,gaslichts erstrahlten und unzhlige ,gruppen von ,damen und ,herren widerspiegelten1 die hinter den kleinen im ,saale verstreuten ,tischen saen und sich geruschvoll unterhielten4 ,nach dem ,diner eilte er sogleich ins ,theater1 wobei ihm nur die ,wahl schwer wurde1 fr welches er sich entscheiden sollte3 denn jedes hatte seine eigene ,berhmtheit1 jedes seinen hervorragenden ,autor1 jedes seine besonderen ,schauspiele4 berall wurden ,novitten aufgefhrt4 ,dort gab es ein glnzendes ,vaudeville1 lebensprhend1 oberflchlich und jeden ,tag neu1 wie der ,franzose selbst1 ein ,stck1 das vielleicht in drei migen ,minuten entstanden war1 und beim ,publikum1 dank der unerschpflichen ,laune des ,schauspielers1 von ,anfang bis zu ,ende unaufhrliche ,lachstrme entfesselte4 ,dort wieder gab man ein ,drama voller ,glut und ,leidenschaft4 -- ,und unwillkrlich verglich er die trockene1 drftige ,schaubhne ,italiens1 wo der alte ,goldoni1 den schon alle auswendig konnten1 unaufhrlich wiederholt1 oder allerhand neue ,komdien aufgefhrt wurden1 deren ,harmlosigkeit und ,naivitt selbst ein ,kind htten langweilen mssen -- unwillkrlich verglich er jene mageren ,erzeugnisse mit dieser lebendigen1 hastigen dramatischen ,flut1 wo das ,eisen geschmiedet wurde1 solange es noch hei1 und wo jedermann besorgt war1 seine ,novitt knne vorzeitig kalt werden4 ,wenn er sich dann grndlich ausgelacht1 aufgeregt und satt gesehen hatte1 kehrte er mde und ganz berwltigt von all den ,eindrcken nach ,hause zurck und sank ins ,bett1 den einzigen ,gegenstand1 den der ,franzose bekanntlich in seiner ,stube nicht entbehren kann4 ,wenn er ein ,arbeitszimmer1 ein ,mittagessen und des ,abends einen beleuchteten ,raum braucht1 dann sucht er ein ffentliches ,gebude auf4 ,aber der ,frst unterlie es trotzdem nicht1 mit diesem abwechslungsreichen ,miggang auch die geistige ,bettigung zu verbinden1 nach der seine ,seele voller ,ungeduld drstete4 ,er besuchte auch die ,vorlesungen smtlicher berhmter ,professoren4 ,das lebendige1 oftmals ,begeisterung ausstrmende ,wort1 die neuen ,gesichtspunkte und die neuen ,seiten1 die der redegewandte ,professor den ,dingen abzugewinnen wute1 hatten fr den jungen ,italiener etwas berraschendes4 ,er fhlte pltzlich1 wie eine ,hlle von seinen ,augen sank1 wie die ,gegenstnde1 die er frher kaum bemerkt hatte1 nun pltzlich in einem neuen1 hellen ,lichte erstrahlten1 und wie der alte ,plunder von allerhand ,kenntnissen1 die er sich bisher angeeignet hatte und die bei der bergroen ,zahl der jungen ,leute gewhnlich wieder spurlos in ,vergessenheit geraten1 da es ihnen an ,gelegenheit zur ,anwendung fehlt1 pltzlich lebendig zu werden begann und nun1 mit neuem ,auge angesehen1 sich fr immer in seinem ,gedchtnis befestigte4 ,er unterlie es auch nicht1 sich alle berhmten ,prediger1 ,publizisten und ,redner1 die ,diskussionen in der ,kammer und berhaupt alles anzuhren1 was den ,ruhm von ,paris bildet und in ,europa laut von sich reden macht4 ,und trotzdem es ihm hufig an den ,mitteln fehlte1 da er vom alten ,frsten nur einen geringen ,wechsel erhielt1 wie er wohl einem ,studenten1 aber keinem ,frsten angemessen ist1 fand er dennoch ,gelegenheit1 sich alles anzusehen1 sich ,zutritt bei allen ,zelebritten zu verschaffen1 deren ,ruhm die europischen ,bltter bestndig ausposaunen1 indem eins das andre wiederholt1 ja1 er lernte sogar die ,modeschriftsteller persnlich kennen1 deren seltsame ,schpfungen1 wie die vieler andrer1 einen so starken ,eindruck auf seine junge leidenschaftliche ,seele gemacht hatten1 und in denen alle ,welt eine bisher noch nie angeschlagene ,saite und bislang noch von niemand erfate ,regungen der ,leidenschaften zu vernehmen glaubte4 ,mit einem ,wort1 das ,leben des jungen ,italieners nahm eine groe1 vielgestaltige ,wendung und ward von dem mchtigen ,glanze europischen ,lebens umstrahlt4 ,welche ,unzahl von ,eindrcken an einem einzigen ,tage3 sorgloser ,miggang und ein unruhiges ,erwachen1 eine leichte ,beschftigung der ,augen und eine angestrengte ,arbeit des ,geistes1 ein ,vaudeville im ,theater1 eine ,predigt in der ,kirche1 der politische ,wirbel in den ,zeitschriften und in der ,kammer1 das ,hndeklatschen in den ,auditorien1 der erschtternde ,donner des ,konservatoriumsorchesters1 der therische ,glanz der tanzenden ,bhne1 der laute ,lrm auf den ,straen -- welch ein mchtig flutendes ,leben fr einen fnfundzwanzigjhrigen ,jngling6 ,es gibt keinen herrlicheren ,punkt als ,paris1 und fr nichts in der ,welt htte er ein solches ,leben hingegeben4 ,wie angenehm und lustig ist's doch1 mitten im ,herzen ,europas zu leben1 wo man immer hher emporsteigt1 whrend man vorwrtsschreitet1 wo man fhlt1 da man ein ,glied der groen universellen ,gemeinschaft ist4 ,ja mitunter kam ihm sogar der ,gedanke1 ,italien gnzlich ,valet zu sagen und sich fr immer in ,paris niederzulassen4 ,italien erschien ihm jetzt wie ein finsterer1 mit ,schimmel bedeckter ,winkel ,europas1 wo alles ,leben und jede ,bewegung erstorben war4 ,so entflohen vier heie ,jahre seines ,lebens -- vier ,jahre von ungeheurer ,bedeutung fr einen ,jngling -- doch am ,schlu dieses ,abschnittes erschien ihm gar manches schon nicht in demselben ,lichte wie ehemals4 ,von vielem fhlte er sich enttuscht4 ,dasselbe ,paris1 das unaufhrlich neue ,fremde anzog1 diese nie erlschende ,leidenschaft der ,pariser machte auf ihn lngst nicht mehr den ,eindruck wie frher4 ,er sah1 wie diese groe ,vielseitigkeit und ,bewegtheit des ,lebens verging1 ohne ,folgen blieb und in der ,seele keinen fruchtbaren ,niederschlag hinterlie4 ,in dem ,wirbel dieser ewigen siedenden ,bewegung und ,ttigkeit entdeckte er nun eine furchtbare ,unttigkeit und ein schreckliches ,vorherrschen des ,wortes ber die ,tat4 ,er sah1 wie jeder ,franzose scheinbar nur mit dem erhitzten ,kopfe arbeitete1 wie diese ,lektre der mchtigen ,zeitungsbltter den ganzen ,tag in ,anspruch nahm und keine ,stunde fr das praktische ,leben briglie1 wie jeder ,franzose in diesem seltsamen ,strudel einer von ,druckerschwrze beherrschten papierenen ,politik erzogen wurde und ohne jede ,kenntnis des ,standes1 dem er angehrte1 ohne alle die ihm zukommenden ,rechte und ,lebensverhltnisse auch in der ,praxis kennen gelernt zu haben1 sich schon der einen oder andern ,partei anschlo1 sich all ihre ,interessen feurig und leidenschaftlich zu ,herzen nahm1 und seinen ,gegnern heftig entgegentrat1 ohne seine ,interessen1 noch seine ,gegner von ,angesicht zu kennen -- und das ,wort ,politik fing schlielich an1 unserem ,italiener lebhaften ,ekel zu erregen4 ,in den ,bewegungen des ,geistes1 des ,handels 444 berall und in allem glaubte er nur gewaltsame ,anstrengungen und ein ewiges ,streben nach neuen ,sensationen zu entdecken4 ,der eine suchte aus allen ,krften dem andern1 wenn auch nur fr einen ,moment1 den ,rang abzulaufen4 ,der ,kaufmann verwandte sein ganzes ,kapital auf die ,ausstattung seines ,ladens1 um die ,menge durch seinen ,glanz und seine ,pracht anzulocken4 ,der ,buchhandel nahm seine ,zuflucht zu allerhand ,bildern und ,illustrationen1 mit denen die ,bcher ausgestattet wurden1 sowie zu einem luxurisen ,buchschmuck1 um hierdurch die erkaltende ,aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken3 ,in ihren ,romanen und ,novellen suchten die ,schriftsteller den ,leser durch die ,seltsamkeit unerhrter ,leidenschaften und durch ,darstellung hlicher ,ausgeburten der menschlichen ,natur zu fesseln4 ,alles schien sich einem frech und ohne ,aufforderung von selbst anzubieten und aufzudrngen1 wie eine ,dirne1 die die ,mnner nachts auf der ,strae einzufangen sucht2 alles streckte in wildem ,wetteifer seine ,hand mglichst weit aus1 wie ein drngender ,haufe zudringlicher ,bettler4 ,selbst in der ,wissenschaft und in den so durchgeistigten ,vorlesungen1 deren ,wert er unbedingt anerkennen mute1 glaubte er die ,absicht herauszufhlen1 ,vorzge ans ,licht zu stellen1 mit ihnen zu prahlen und sich selbst in ,szene zu setzen3 berall gab es glnzende ,episoden1 aber dem ,ganzen fehlte doch der mchtige1 feierliche1 erhabene ,flu4 berall das ,bestreben1 bisher unbeachtete ,tatsachen aufzuspren und ihnen eine ungeheure ,bedeutung beizulegen1 oft zum ,nachteil der ,einstimmigkeit und ,harmonie des ,ganzen1 nur um sich den ,ruhm einer ,entdeckung zu sichern2 und schlielich dieses fast durchgngige1 dreiste ,selbstbewutsein1 dieser vllige ,mangel einer ,erkenntnis unserer ,unwissenheit -- und unserem ,italiener fiel ein ,vers ein1 in dem der italienische ,dichter ,alfieri in einer boshaften ,laune den ,franzosen den ,vorwurf macht3 ,tutto fanno1 nulla sanno1 ,tutto sanno1 nulla fanno4 ,gira volta son ,francesi1 ,piu gli pesi1 men ti danno4 ,eine trbselige ,stimmung bemchtigte sich des jungen ,frsten4 ,vergebens versuchte er es1 sich zu zerstreuen und ,menschen aufzusuchen1 die er achtete1 aber seine italienische ,natur wollte nicht mit der franzsischen zusammenstimmen4 ,er schlo zwar schnell ,freundschaften1 aber ein ,tag gengte1 um den ,franzosen bis zur letzten ,faser seines ,wesens kennen zu lernen2 am nchsten ,tage gab es schon nichts mehr an ihm zu erforschen4 ,weiter als bis zu einer gewissen ,tiefe konnte man keine ,frage in seine ,seele versenken1 und die scharfe ,klinge des ,gedankens wollte nicht weiter eindringen1 und doch hatte der ,italiener ein viel zu tiefes ,gefhl1 um eine ihm vllig befriedigende ,antwort bei einem leichtsinnig veranlagten ,menschen finden zu knnen4 ,so stie er auf eine seltsame ,leere1 selbst in den ,herzen derer1 denen er seine ,achtung nicht versagen konnte4 ,und er erkannte zuletzt1 da die ganze ,nation1 bei all ihren glnzenden ,eigenschaften1 ihrem edlen ,streben1 ihren ritterlichen ,aufwallungen1 dennoch bla und unvollkommen blieb3 ein leichtes ,vaudeville1 da sie selbst geschaffen hatte4 ber ihr ruhte keine erhabene ,idee von hoher ,wrde4 berall gab es nur ,andeutungen von ,gedanken1 aber die eigentlichen ,gedanken fehlten3 berall gab es nur halbe und keine ganzen ,leidenschaften1 alles blieb unvollendet1 flchtig hingeworfen1 mit rascher ,hand skizziert2 die ganze ,nation war eine glnzende ,vignette1 und nicht das ,bild eines groen ,meisters4 ,war es nur eine melancholische ,stimmung1 die ihn pltzlich berfallen hatte und ihn nun alles in einem solchen ,lichte sehen lie1 oder lag der ,grund dazu in dem wahrhaften1 frischen1 inneren ,gefhl der ,italiener -- genug1 dies ,paris mit all seinem ,lrm und ,glanz wurde ihm bald eine drckende ,wste1 und unwillkrlich flchtete er sich bis an die desten und entlegensten ,enden der ,stadt4 ,nur die italienische ,oper besuchte er noch2 nur da allein schien seine ,seele auszuruhen1 und die ,klnge der heimatlichen ,sprache wuchsen jetzt fr ihn bis zu ihrer ganzen ,macht und ,flle empor4 ,immer hufiger sah er jetzt sein ihm fast gnzlich aus dem ,gedchtnis entschwundenes ,italien vor sich3 dort irgendwo in weiter ,ferne und in einem eigentmlichen1 verlockenden ,lichte2 sein mahnender ,ruf wurde mit jedem ,tage deutlicher vernehmbar1 und so entschlo er sich denn am ,ende1 an seinen ,vater zu schreiben1 er mge ihm erlauben1 nach ,rom zurckzukehren1 da er kein ,bedrfnis empfnde1 lnger in ,paris zu bleiben4 ,zwei ,monate lang blieb jede ,antwort1 ja sogar der gewohnte ,wechsel aus1 den er schon lngst zu erwarten hatte4 ,anfnglich wartete er geduldig1 da er den launischen ,charakter seines ,vaters kannte1 endlich aber bemchtigte sich seiner eine gewisse ,unruhe4 ,er ging jede ,woche mehrmals zu seinem ,bankier und erhielt doch immer nur die gleiche ,antwort1 da keinerlei ,nachrichten aus ,rom eingetroffen seien4 ,schon war seine ,seele der ,verzweiflung nahe4 ,die ,mittel zur ,bestreitung seines ,lebensunterhalts waren schon seit langer ,zeit erschpft1 schon hatte er mehrfach beim ,bankier eine ,anleihe machen mssen1 doch auch dies ,geld war bereits ausgegeben1 und schon lange ,zeit a1 frhstckte und lebte er auf ,kredit2 man begann ihn bereits schief und unfreundlich anzusehen1 -- aber nicht einmal seine ,freunde wollten das geringste von sich hren lassen4 ,ein ,gefhl tiefer ,vereinsamung berfiel ihn4 ,voller ,erwartung und ,unruhe irrte er durch diese ihm tdliche ,langeweile einflende ,stadt4 ,jetzt im ,sommer erschien sie ihm noch weit unertrglicher2 die groe ,menge der ,reisenden hatte sich in die ,bder begeben1 oder befand sich in den groen europischen ,gasthfen und unterwegs4 ,eine gewisse de und ,leere warf ihre ,schatten auf alles4 ,die ,gebude und ,straen von ,paris waren unertrglich2 die ,grten verschmachteten elend inmitten der ,huser1 auf die die ,sonne hei herniederbrannte4 ,halbtot blieb er an der ,seine auf einer schweren1 lastenden ,brcke oder am schwlen ,ufer stehen1 und versuchte es1 sich selbst zu vergessen1 oder sich durch irgendeinen ,anblick zu zerstreuen2 eine unendliche ,langeweile verzehrte ihn1 und ein unbekannter ,wurm nagte an seinem ,herzen4 ,endlich erbarmte sich das ,schicksal seiner -- und eines ,tages berreichte ihm sein ,bankier einen ,brief4 ,er stammte von seinem ,onkel1 der ihm mitteilte1 da der alte ,frst nicht mehr am ,leben sei1 und da er nun kommen knne1 um ber die ,erbschaft zu verfgen2 dies erfordere seine persnliche ,anwesenheit1 weil die ,vermgensverhltnisse sich in groer ,unordnung befnden4 ,der ,brief enthielt auch noch eine magere ,banknote1 die gerade dazu reichte1 die ,reise und den vierten ,teil seiner ,schulden zu bezahlen4 ,der junge ,frst wollte keinen ,augenblick lnger zgern1 er wute den ,bankier1 wenn auch nicht ohne ,mhe1 dazu zu bewegen1 auf die ,bezahlung der ,schuld zu warten1 und besorgte sich einen ,platz im ,postwagen4 ,eine schwere ,last schien von seiner ,seele genommen zu sein1 als ,paris in der ,ferne vor ihm versank und die frische ,luft der ,felder ihn anwehte4 ,zwei ,tage darauf war er schon in ,marseille2 er wollte jedoch nicht eine einzige ,stunde ruhen und bestieg noch am selben ,abend das ,dampfschiff4 ,er fhlte sich durch das ,mittelmeer heimatlich berhrt2 umsplte es doch die ,ksten seines ,vaterlandes1 und schon beim ,anblick seiner unendlichen ,wogen fhlte er sich erfrischt4 ,es ist schwer1 die ,empfindung zu schildern1 die ihn beschlich1 als er die erste italienische ,stadt -- das prachtvolle ,genua erblickte4 ,doppelt so schn erschienen ihm nun die mchtig emporstrebenden bunten ,glockentrme1 die gestreiften ,kirchen aus weiem und schwarzem ,marmor und das ganze ,amphitheater mit den vielen ,trmen1 das ihn beim ,einlaufen des ,dampfers pltzlich von allen ,seiten umgab4 ,nie zuvor hatte er ,genua gesehen4 ,diese funkelnde ,buntheit der ,huser1 ,kirchen und ,palste inmitten dieser feinen therischen ,luft1 die in einer fast unbegreiflichen ,blue erstrahlte1 -- war ganz unvergleichlich4 ,er stieg ans ,ufer und befand sich sogleich in diesen dunklen1 wunderbaren1 engen1 mit ,fliesen ausgelegten ,straen1 ber denen oben nur ein ganz schmaler ,spalt blauen ,himmels sichtbar war4 ,dieses dichte ,nebeneinander der hohen gewaltigen ,huser1 dieser ,mangel jeden ,wagengerassels1 diese kleinen dreieckigen ,pltze und dazwischen die gewundenen ,linien der ,straen1 die wie kleine ,korridore aussehen und unzhlige ,lden ,genuesischer ,gold- und ,silberschmiede beherbergen1 -- das alles hatte fr ihn etwas berraschendes4 ,die malerischen ,spitzenmntel der ,frauen1 die kaum merklich von dem warmen ,siroccowind hin und her bewegt wurden1 ihr fester ,tritt1 der helle ,klang der ,stimmen auf den ,straen1 die offenstehenden ,tore der ,kirchen1 der ,weihrauchduft1 den sie ausstrmten -- dies alles wehte ihn an wie ein ,hauch aus fernen1 lngst vergangenen ,zeiten4 ,es fiel ihm ein1 da er schon seit vielen ,jahren nicht mehr in der ,kirche gewesen war1 in der ,kirche1 die in jenen aufgeklrten ,gegenden ,europas1 wo er geweilt hatte1 ihre hohe1 reine ,bedeutung eingebt hatte4 ,vorsichtig trat er ein und sank stumm neben dem prachtvollen1 marmornen ,sulengang auf die ,knie2 er betete lange1 ohne selbst zu wissen1 um was er bat -- er dankte ,gott dafr1 da ,italien ihn wieder in seinen ,scho aufgenommen1 da ihn wieder ein ,bedrfnis nach dem ,gebet berkommen hatte1 da seine ,seele so feierlich gestimmt war 4441 und das war sicherlich das schnste ,gebet4 ,mit einem ,wort1 er lie ,genua wie eine wundervolle ,station hinter sich zurck3 hier hatte er den ersten ,ku ,italiens empfangen4 ,und mit demselben heiteren ,gefhl sah er ,livorno1 das de ,pisa und das von ihm bisher so wenig gekannte ,florenz an sich vorberziehen4 ,majesttisch grten ihn die schwere facettierte ,kuppel des florentinischen ,doms1 die dunklen ,palste einer kniglichen ,architektur und die strenge ,gre der kleinen ,stadt4 ,dann ging's weiter ber den ,apennin1 auch hier begleitete ihn dieselbe heitere ,seelenstimmung1 und als dann endlich nach einer sechstgigen ,reise in klarer ,ferne auf blauem ,himmelsgrunde eine sich herrlich rundende ,kuppel aufleuchtete -- oh6 wie viel ,gefhle drngten sich da pltzlich in seiner ,brust6 ,nie hatte er hnliche gekannt1 und er htte sie auch nicht aussprechen knnen4 ,aufmerksam betrachtete er jeden ,hgel und jede ,erhebung4 ,und nun waren endlich auch der ,ponte ,molle und das ,stadttor da1 jetzt nahm ihn der schnste aller ,pltze auf1 die ,piazza del ,popolo2 der ,monte ,pincio mit seinen ,terrassen1 ,treppen1 ,statuen und den sich oben ergehenden ,menschen tauchte auf6 ,gott6 wie fing da sein ,herz an zu pochen6 ,der ,vetturino jagte ber die ,corsostrae dahin1 auf der der ,frst einst so unschuldig und treuherzig mit dem ,abb spazierengegangen war1 als er noch nichts andres wute1 als da die lateinische ,sprache die ,mutter der italienischen sei4 ,und nun zogen auch wieder alle ,huser an ihm vorbei1 an denen er jede ,einzelheit auswendig kannte3 der ,palazzo ,ruspoli mit seinem ungeheueren ,caf1 die ,piazza ,colonna1 der ,palazzo ,sciarra1 der ,palazzo ,doria1 und endlich bogen die ,reisenden in die engen ,gassen ein1 auf die die ,auslnder so schimpfen2 hier lrmte es nicht und wimmelte es nicht von ,menschen1 und nur selten begegnete man dem ,laden eines ,barbiers mit ein paar gemalten ,lilien ber der ,tr1 oder dem eines ,hutmachers1 der einen breitkrempigen ,kardinalshut vor dem ,eingang aufgehngt hatte1 oder endlich einem ,laden mit geflochtenen ,sthlen1 die gleich hier am ,ort und mitten auf der ,strae hergestellt wurden4 ,endlich machte der ,wagen vor einem groartigen ,palais im ,stil ,bramantes halt4 ,in dem kahlen1 noch nicht aufgerumten ,flur lie sich niemand sehen4 ,auf der ,treppe wurde der ,ankmmling von dem alten gebrechlichen ,maestro di casa begrt1 weil der ,portier wie gewhnlich mit seinem ,stab ins ,caf gegangen war1 wo er die grte ,zeit zu verbringen pflegte4 ,der ,alte ffnete eilig die ,lden1 und allmhlich wurde es hell in den gewaltigen1 altertmlichen ,slen4 ,ein trauriges ,gefhl bemchtigte sich des ,frsten -- ein ,gefhl1 das ein jeder versteht1 der nach einer ,abwesenheit von mehreren ,jahren nach ,hause zurckkehrt1 wo einem alles so viel lter und verdeter vorkommt1 und wo jeder ,gegenstand1 den wir seit unserer ,kindheit kennen1 eine so trbselige ,sprache redet4 ,und je heiterer die ,erinnerungen sind1 die sich an ihn knpfen1 um so drckender ist das ,gefhl der ,wehmut1 das bei seinem ,anblick unser ,herz ergreift4 ,der ,frst durchschritt die lange ,flucht der ,sle1 betrat flchtig das ,arbeitszimmer und das ,schlafzimmer1 wo vor noch gar nicht langer ,zeit der alte ,besitzer des ,schlosses auf einem ,bett einzuschlafen pflegte1 ber dem sich ein ,baldachin mit ,quasten und einem ,wappen erhob1 und aus dem er gewhnlich in ,pantoffeln und im ,schlafrock ins ,arbeitszimmer trat1 um ein ,glas ,eselsmilch zu trinken1 da er gern dick werden wollte4 ,dann besichtigte er das ,ankleidezimmer1 wo der ,alte sich einst mit der peinlichsten ,sorgfalt einer alten ,kokette geputzt hatte2 pflegte er sich doch von hier aus in seinem ,wagen1 begleitet von seinen ,lakaien zum ,corso nach der ,villa ,borghese zu begeben1 wo er seine ,lorgnette unaufhrlich auf eine ,englnderin richtete1 die gleichfalls hier ihre ,spazierfahrt machte4 ,auf den ,tischen und in den ,schubladen konnte man noch die ,reste von ,schminke1 ,puder und aller mglichen ,farben finden1 mit deren ,hilfe sich der ,greis zu verjngen suchte4 ,der ,maestro di casa erzhlte1 er habe noch zwei ,wochen vor seinem ,tode den festen ,entschlu gefat1 zu heiraten1 und htte sogar ausdrcklich zu diesem ,zwecke eine ,konsultation mit auslndischen ,doktoren abgehalten1 um mit diesen zu beraten1 wie man wohl con onore i doveri di marito erfllen knne1 aber eines schnen ,tages sei er nach einem ,besuche bei einigen ,kardinlen und einem ,prior ganz mde nach ,hause zurckgekehrt1 habe sich in seinen ,lehnsessel gesetzt und sei den ,tod der ,gerechten gestorben1 obwohl sein ,tod noch seliger gewesen wre1 wenn es ihm nach den ,worten des ,maestro di casa ein paar ,minuten frher eingefallen wre1 nach seinem ,beichtvater il padre ,benvenuto zu schicken4 ,der junge ,frst hrte sich das alles zerstreut an1 ohne mit seinen ,gedanken bei der ,sache zu sein4 ,nachdem er sich von der ,reise und den seltsamen ,eindrcken erholt hatte1 machte er sich daran1 seine ,angelegenheiten zu ordnen4 ,er war erschrocken ber die ,verwirrung1 die hier herrschte4 ,alles1 vom ,kleinsten bis zum ,grten1 befand sich in einem geradezu unmglichen ,durcheinander4 ,vier nie enden wollende ,prozesse wegen ein paar verfallener ,schlsser und ,gter in ,ferrara und ,neapel1 alle ,einnahmen schon auf drei ,jahre im voraus vllig erschpft2 ,schulden und tiefste ,armut inmitten von hchstem ,prunk und ,luxus -- das war das ,bild1 das sich den ,augen des ,frsten darbot4 ,der alte ,frst war eine unbegreifliche ,mischung von ,geiz und ,verschwendung gewesen4 ,er hielt sich ein groes ,personal von ,bedienten1 die er nicht bezahlte1 die nichts auer ihrer ,livree erhielten und sich mit den ,trinkgeldern der ,auslnder begngen muten1 die beim ,frsten erschienen1 um sich die ,galerie anzusehen4 ,der ,frst hatte ,jger1 ,offizianten1 ,lakaien1 die hinter seinem ,wagen herfuhren1 und ,lakaien1 die nirgends hinfuhren und nur tagelang in einem nahegelegenen ,caf oder in einer benachbarten ,osteria saen und schwatzten4 ,der junge ,frst entlie sofort das ganze ,gesindel1 all diese ,lakaien und ,jger1 und behielt nur den alten ,maestro di casa2 er hob fast den ganzen ,marstall auf1 verkaufte alle ,pferde1 die nie gebraucht worden waren1 berief die ,rechtsanwlte zu sich1 um weitere ,beschlsse ber die ,prozesse zu fassen1 und wute es so einzurichten1 da von den vier ,prozessen nur noch zwei brigblieben2 auf die brigen ,prozesse verzichtete er1 da sie ja doch gnzlich aussichtslos waren4 ,er nahm sich vor1 sich von nun ab in allem einzuschrnken und in seinem ,leben die strengste konomie walten zu lassen4 ,das wurde ihm nicht sehr schwer1 da er sich schon frh gewhnt hatte1 sich einzuschrnken4 ,es wurde ihm auch nicht schwer1 dem ,verkehr mit seinen ,standesgenossen zu entsagen2 -- brigens bestand diese ganze ,gesellschaft nur aus zwei oder drei aussterbenden ,familien1 deren ,erziehung ganz auf ein paar drftigen ,brocken franzsischer ,bildungselemente beruhte1 ferner aus einem reichen ,bankier1 um den sich ein ,kreis von ,auslndern scharte1 und in ein paar unnahbaren1 zugeknpften1 unfreundlichen ,kardinlen1 die ihr ,leben in grter ,zurckgezogenheit beim ,tresettspiel 7einer ,art ,schafskopf7 mit ihrem ,kammerdiener oder ,barbier verbrachten4 ,mit einem ,wort1 er sonderte sich gnzlich von allen ,menschen ab1 widmete sich ganz dem ,studium ,roms und erinnerte in dieser ,beziehung sogar an die ,auslnder1 die zunchst durch die unbedeutende schmucklose ,auenseite der ,stadt mit ihren dunklen fleckigen ,husern berrascht sind und sich1 von ,gasse zu ,gasse irrend1 erstaunt fragen3 wo ist denn das gewaltige1 alte ,rom8 um es erst spter wahrhaft kennen zu lernen1 wenn das antike ,rom allmhlich aus den engen ,gassen hervorzutreten beginnt3 hier in ,form einer dunklen ,arke1 dort in ,form marmorner1 in die ,mauer eingelassener ,karniese1 einer verwitterten ,porphyrsule1 eines ,giebels inmitten eines belriechenden ,fischmarkts2 oder als ein vollstndiger ,porticus vor einer neueren ,kirche1 oder endlich ganz abseits und dort in der ,ferne1 wo die bewohnte ,stadt ein ,ende nimmt2 hier wchst es pltzlich aus tausendjhrigem ,efeulaub und ,aloen mitten aus der offenen ,ebene in seiner ganzen ,gre hervor3 als ungeheures ,kolosseum1 als ,triumphpforte1 als ,ruinen der unbersehbaren ,csarenpalste1 der kaiserlichen ,bder1 der ,tempel und ,grberhallen1 die auf dem offenen ,felde verstreut liegen2 jetzt bemerkt der ,fremde schon nichts mehr von den neuen engen ,straen und ,gassen1 ganz umfangen von der antiken ,welt2 in seiner ,erinnerung erstehen die gewaltigen ,gestalten der ,csaren1 und sein ,ohr glaubt den ,schrei und das ,beifallsgeklatsch des rmischen ,volks zu vernehmen4 ,aber es ging ihm doch auch wieder nicht so1 wie dem ,auslnder1 der allein fr seinen ,titus ,livius und ,tacitus schwrmt1 an allem vorbersieht und fr nichts ,sinn hat1 auer fr die ,antike1 und der in einer edeln und pedantischen ,aufwallung gern die ganze neue ,stadt niederreien wrde -- nein1 er fand alles gleich schn1 die antike ,welt1 die sich unter dem dunklen ,architrav regte1 das gewaltige ,mittelalter1 das berall die ,spuren gigantischer ,knstler und einer wunderbaren ,freigebigkeit der ,ppste hinterlassen hatte1 und endlich die an dieses sich anschlieende neue ,zeit mit ihren zahlreich sich drngenden neuen ,vlkern4 ,ihm gefiel diese wunderbare ,verschmelzung zu einem ,ganzen1 dieser ,charakter einer dicht bevlkerten ,hauptstadt und dieser ,charakter einer einsamen ,wste1 die sich hier miteinander mischten1 diese ,palste und ,sulen1 dieses ,gras und das wilde ,gebsch1 das sich an den ,mauern dahinzog1 der lrmende ,markt inmitten dunkler1 einsamer1 unten verdeckter ,massen1 das helle ,geschrei des ,fischhndlers in der ,sulenhalle1 der ,limonadenverkufer vor dem ,pantheon mit seiner fliegenden und mit grnem ,laub geschmckten ,bude2 ihm gefiel selbst die ,unscheinbarkeit dieser dunklen1 unordentlichen ,straen1 der ,mangel aller hellen1 gelben ,farbe an den ,husern1 dieses ,idyll inmitten der ,stadt1 die ,ziegenherde1 die auf dem ,straenpflaster ausruhte1 das ,schreien der ,kinder und diese reine feierliche ,stille1 die unsichtbar auf allen ,dingen zu liegen schien1 und die auch den ,menschen umfing4 ,ihm gefielen diese unaufhrlichen berraschungen1 diese ,pltzlichkeiten1 die einem in ,rom so auffallen4 ,wie ein ,jger1 der am frhen ,morgen auf die ,jagd geht1 oder wie ein alter ,ritter1 der auf ,abenteuer auszieht1 so machte er sich jeden ,tag auf1 um neue und immer neue ,wunder aufzusuchen2 er blieb unwillkrlich stehen1 wenn sich pltzlich inmitten einer rmlichen ,gasse ein ,palast vor ihm auftrmte1 der eine finstere und strenge ,gre atmete4 ,seine schweren unerschtterlichen ,mauern waren aus dunklem ,travertin errichtet1 seine ,spitze krnte eine prachtvolle1 wunderbar ausgeschmckte1 kolossale ,karniese1 die mchtige ,tr war mit marmornen ,tragbalken ausgelegt1 und die ,fenster mit ihrem herrlichen architektonischen ,schmuck boten einen majesttischen ,anblick dar4 ,oder es blickte ihm pltzlich auf einem kleinen ,platz ein malerischer ,brunnen entgegen1 der sich selbst und seine vom ,moos verunstalteten granitenen ,stufen mit feuchtem ,na besprengte1 oder eine finstere1 schmutzige ,strae endete pltzlich mit einer glnzenden architektonischen ,dekoration eines ,bernini1 mit einem gen ,himmel strebenden ,obelisk1 mit einer ,kirche oder einer ,klostermauer mit ihren kohlschwarzen ,karniesen1 die auf dem dunkelblauen ,himmel im ,glanze der ,sonne aufflammten2 je weiter sich die ,straen in die ,tiefe verloren1 um so hufiger wurden die ,palste und die architektonischen ,schpfungen eines ,bramante1 ,borromini1 ,sangallo1 della ,porta1 ,vignola1 ,buonarotti1 und es wurde ihm endlich klar1 wie man nur hier in ,italien das ,gefhl hat1 da es eine ,architektur gibt1 und etwas von ihrer strengen knstlerischen ,gre ahnt4 ,aber noch grer war der geistige ,genu1 wenn er in das ,innere der ,kirchen und ,palste trat1 wo sich ,arken1 flache ,pfeiler und runde ,sulen aus allen mglichen ,marmorarten1 unterbrochen von blauen ,basaltkarniesen1 von ,porphyr1 ,gold und antiken ,steinen1 miteinander zu einer wundervollen ,harmonie verbanden1 sich einstimmig einem tief durchdachten ,plane fgend1 und wo sich hoch ber dies alles die unsterbliche ,schpfung des ,pinsels erhob4 ,sie waren von einer hohen ,schnheit1 diese tief durchdachten ,ausschmckungen der ,sle1 voll von einer kniglichen ,gre und architektonischen ,pracht1 die sich in diesem fruchtbaren ,zeitalter berall ehrfrchtig vor der ,malerei zu beugen wute1 als der ,knstler noch ,architekt1 ,maler und sogar ,bildhauer in einer ,person war4 ,diese mchtigen ,schpfungen des ,pinsels1 wie sie heute schon nicht mehr vorkommen1 erhoben sich finster vor ihm auf den dunklen ,mauern1 sie1 die noch immer aller ,nachahmung unerreichbaren1 unbegreiflichen ,vorbilder4 ,und wenn er nun in das ,innere eines solchen ,gebudes eintrat und sich immer tiefer in dem ,anblick versenkte1 dann glaubte er zu fhlen1 wie sich sein ,geschmack1 dessen ,keim seine ,seele schon immer barg1 beinahe merklich entwickelte4 ,wie kleinlich und armselig erschien ihm gegenber dieser majesttischen1 wunderbaren ,pracht aller ,prunk des ,,xix4 ,jahrhunderts1 der hchstens brauchbar war1 ,lden auszuschmcken1 und der nichts als ,mbeltischler1 ,tapezierer1 ,zimmerleute1 ,vergolder und einen ganzen ,haufen von ,handwerkern hervorgebracht1 die ,welt -- der ,raffaele1 ,tiziane und ,michelangelos beraubt und die ,kunst bis zum ,handwerk herabgedrckt hatte6 ,wie elend erschien ihm jetzt all dieser ,luxus1 der einen nur beim ersten ,blick verblfft1 und den man bald mit ,gleichmut betrachtet1 angesichts dieses erhabenen ,einfalls1 seine ,mauern mit unsterblichen ,gebilden des ,pinsels auszuschmcken1 dieser wunderbaren ,idee der ,besitzer jener ,palste -- sich einen ewigen ,gegenstand des ,genusses zu verschaffen in ,stunden1 wo man ausruht von der ,arbeit und von den lrmenden ,sorgen des ,lebens1 sich in einen ,winkel zurckzieht1 weit abseits von allen ,menschen1 in ein altertmliches ,sofa zurckgelehnt1 seinen ,blick stumm auf die ,wand richtet und mit der ,seele tief in die ,geheimnisse des ,pinsels eindringt1 ganz in die ,betrachtung der in der ,schnheit webenden geistigen ,ideen verloren6 ,denn unendlich erhebt die ,kunst den ,menschen1 indem sie den ,regungen unserer ,seele eine wunderbare ,schnheit und einen hohen ,adel verleiht4 ,wie klein erschien ihm vor dieser unerschtterlichen1 fruchtbaren ,pracht1 die den ,menschen mit ,gegenstnden umgab1 die seine ,seele mit ,bewegung erfllten und veredelten1 der heutige kleinliche ,schmuck1 wie er alljhrlich von der unruhigen ,mode ausgespien und wieder zerstrt wird1 diesem seltsamen1 unbegreiflichen ,produkt des ,,xix4 ,jahrhunderts1 vor dem sich die ,weisen stumm beugen1 dieser verheerenden ,vernichterin alles dessen1 was ungeheuer1 erhaben und heilig ist4 ,wenn er sich derartigen berlegungen hingab1 scho ihm unwillkrlich der ,gedanke durch den ,kopf3 ,rhrt nicht vielleicht daher jene gleichgltige ,klte1 die unser gegenwrtiges ,zeitalter umfngt1 jenes gemeine ,geschftsinteresse und diese vorzeitige ,abstumpfung der ,sinne1 die noch nicht einmal ,zeit hatten1 zu erwachen und sich zu entwickeln8 ,man beraubte den ,tempel seiner ,heiligtmer1 und der ,tempel ist kein ,tempel mehr4 ,fledermuse und bse ,geister haben ihre ,wohnsttte in ihm aufgeschlagen4 ,je tiefer sein ,blick in die ,dinge eindrang1 um so mehr berraschte ihn die ungewhnliche ,fruchtbarkeit jenes ,zeitalters1 und unwillkrlich mute er ausrufen3 ,wie und wann vermochten sie nur all dies zu erschaffen8 ,dieser wunderbare ,charakter1 der ,rom auszeichnete1 wuchs fr ihn mit jedem ,tag zu immer mchtigerer ,gre empor4 ,eine ,galerie neben der andern1 und immer noch wollten sie kein ,ende nehmen4 ,dort jene ,kirche barg irgendein ,wunderwerk des ,pinsels1 dort jene verwitternde ,mauer entzckte den ,blick durch eine ,freske1 deren ,farben bereits zu erlschen drohten1 und dort auf den hoch emporgetrmten ,marmorblcken und ,sulen1 die aus alten heidnischen ,tempeln hierher gebracht worden waren1 leuchtete einem ein von einem unsterblichen ,pinsel ausgeschmckter ,plafond entgegen4 ,das alles glich einer tief verborgenen ,goldader1 die mit gewhnlicher ,erde bedeckt und nur dem ,bergmann allein bekannt war4 ,wie voll war seine ,seele jedesmal1 wenn er nach ,hause zurckkehrte1 und wie verschieden war dieses von ruhiger1 feierlicher ,stille erfllte ,gefhl von jenen unruhigen ,eindrcken1 mit denen ,paris seine ,seele so sinnlos bestrmt hatte1 wenn er mde und abgespannt nach ,hause zurckkehrte und nur selten fhig war1 sich ber das ,ergebnis dieser ,empfindungen ,rechenschaft abzulegen4 ,jetzt erschien ihm die unscheinbare und dunkle ,auenseite ,roms1 ber die die ,auslnder so sehr klagen1 noch mehr zu diesen innern ,schtzen der ,stadt zu stimmen4 ,es wre ihm geradezu peinlich gewesen1 nach alledem auf eine moderne ,strae mit ihren prunkvollen ,lden1 den stutzerhaft gekleideten ,menschen und den eleganten ,equipagen hinauszutreten3 dies wre ihm fast wie eine unheilige ,zerstreuung1 ja wie eine ,tempelschndung vorgekommen4 ,diese bescheidene ,stille1 dieser eigentmliche ,charakter der rmischen ,bevlkerung1 dieser ,schatten des ,,xviii4 ,jahrhunderts1 der noch in ,form eines schwarzen ,abbs in einem ,dreimaster mit schwarzen ,strmpfen und ,schuhen oder eines purpurnen altertmlichen ,kardinalswagens mit seinen vergoldeten ,achsen1 ,rdern1 ,karniesen und ,wappen durch die ,straen huschte1 gefiel ihm weit besser1 denn dies alles stimmte so gut mit der ,gravitt und ,wrde ,roms berein3 dieses lebendige1 nie hastende ,volk1 das ruhig und malerisch durch die ,straen schritt1 den ,mantel ber den ,arm geschlagen oder die ,jacke ber der ,schulter1 ohne jenen schwerflligen ,ausdruck in den ,gesichtern1 der ihm so seltsam bei den blauen ,blusentrgern und berhaupt an der ganzen ,bevlkerung von ,paris aufgefallen war4 ,hier erschien selbst die ,armut in einem heiteren ,lichte1 sorglos und unbekannt mit ,qualen und ,trnen streckte sie unbefangen und schn ihre ,hand aus2 hier wirkte alles schn und heiter3 die malerischen ,regimenter von ,mnchen1 die in langen weien und schwarzen ,kleidern ber die ,straen gingen1 ein schmutziger rothaariger ,kapuziner1 der pltzlich in seinem hellen kamelfarbenen ,kleide in der ,sonne aufleuchtete1 endlich dieses ganze ,knstlervolk1 das sich hier von allen ,weltenden zusammenfand1 die engen ,fetzen europischer ,kleidung fortwarf und in freien1 malerischen ,kostmen einherging1 ihre wrdigen majesttischen ,brte1 wie wir sie auf den ,portrts ,leonardo da ,vincis und ,tizians finden1 und die so wenig hnlichkeit mit dem hlichen1 schmalen ,brtchen haben1 das sich der ,franzose zurecht schneidet und dann fnfmal im ,monat stutzen lassen mu4 ,hier bekam der ,knstler ein ,gefhl fr das lange wallende ,haar1 das er sich in dichten ,locken herunterfallen lie4 ,hier erhielt selbst der ,deutsche mit seinen krummen ,beinen und seinem ungegliederten ,krperbau einen bedeutenden ,ausdruck1 lie sich seine goldenen ,locken ber die ,schultern fallen und kleidete sich in eine leicht gefaltete griechische ,bluse oder einen ,sammetrock1 wie er unter dem ,namen ,cinquecento bekannt ist und wie ihn nur die ,knstler in ,rom tragen4 ,auf ihren ,gesichtern lagen die ,spuren einer strengen ,ruhe und einer friedlichen ,arbeit4 ,selbst die ,gesprche und ,meinungsuerungen1 die man auf den ,straen1 in den ,cafs1 in den ,osterien vernahm1 hatten keine hnlichkeit mit denen1 die der ,frst in den anderen ,straen ,europas gehrt hatte1 ja sie waren ihnen geradezu entgegengesetzt4 ,hier hrte man nichts von gefallenen ,fonds1 von ,kammerdebatten oder von der spanischen ,frage4 ,hier sprach man nur von einer neuerdings entdeckten antiken ,statue1 von der ,kraft des ,pinsels der groen ,meister1 hier stritt man sich und diskutierte ber das neu ausgestellte ,werk eines modernen ,knstlers1 ber ,volksfeste1 oder man hrte hier ,reden1 in denen der ,mensch sein ,inneres preisgab1 und die in ,europa durch langweilige ,salongesprche und politische ,unterhaltungen verdrngt sind1 die selbst jeden beseelten ,ausdruck aus den ,gesichtern vertrieben haben4 ,oft verlie er die ,stadt1 um sich in der ,umgegend umzusehen1 und dann setzten ihn neue ,wunder in ,erstaunen4 ,wie herrlich waren diese stummen ,wsten der rmischen ,felder1 die mit ,ruinen antiker ,tempel berst1 sich mit unbeschreiblicher ,ruhe ringsherum erstreckten4 ,bald lie die dichte ,decke gelber ,blten sie ganz wie in ,gold getaucht erscheinen1 bald wieder lieen die roten ,blten wilden ,mohns sie aufglhen wie eine neuentfachte ,kohle4 ,nach vier verschiedenen ,seiten bot sich ein vierfacher wunderbarer ,anblick dar4 ,auf der einen ,seite flossen die ,felder unmittelbar in einer scharfen ebenen ,linie mit dem ,horizont zusammen4 ,die ,arken der ,wasserleitungen schienen in der ,luft zu schweben und gleichsam auf den glnzenden silbernen ,himmel aufgeklebt zu sein4 ,auf der andern ,seite sah man hinter den ,feldern die ,berge hindurchschimmern4 ,sie trmten sich nicht wild und jh aus der ,ebene empor1 wie in ,tirol oder in der ,schweiz1 sondern in harmonischen flieenden ,linien1 sich hebend und senkend und umstrahlt von der herrlichen ,klarheit der ,luft1 schienen sie zum ,himmel emporfliegen zu wollen4 ,an ihrem ,fue zog sich eine lange ,arkade von ,wasserwerken gleich einem langgestreckten ,fundament dahin1 der ,gipfel der ,berge glich der luftigen ,fortsetzung eines wunderbaren ,gebudes1 und die ,farbe des ,himmels war hier schon nicht mehr silbern1 sondern hatte jenen unbeschreiblichen ,ton des jungen ,flieders4 ,in einer dritten ,richtung wurden diese ,felder gleichsam durch ,berge begrenzt1 aber hier traten sie nher an sie heran1 trmten sich hher empor1 traten mit ihren ,vorderreihen noch strker hervor und verschwanden in sanften ,abstufungen in der ,ferne4 ,die dnne blaue ,luft lie ihre ,farben wunderbar abgetnt erscheinen1 und durch diese blaue therische ,hlle hindurch sah man kaum merklich die ,huser und ,villen von ,frascati durchschimmern1 hier leise und sanft berhrt von den ,strahlen der ,sonne1 dort untertauchend in dem ,helldunkel kaum erkennbarer ,heine1 die in der ,ferne erglhten4 ,aber wenn man sich pltzlich umdrehte1 dann lag mit einemmal ein neues ,bild vor einem4 ,die ,felder gingen unmittelbar in die ,stadt ,rom ber4 ,die ,ecken und die ,linien der ,huser zeichneten sich scharf und klar ab1 in scharfen ,konturen rundeten sich die ,kuppeln1 die ,statuen des lateranischen ,johann und die majesttische ,kuppel der ,peterskirche1 die immer hher und hher emporstrebte1 je mehr man sich von ihr entfernte1 und die endlich den ganzen ,horizont einsam beherrschte1 wenn die ganze ,stadt bereits verschwunden war4 ,noch mehr aber liebte er es1 diese ,felder whrend eines ,sonnenunterganges von der ,terrasse einer der ,villen von ,frascati oder ,albano zu betrachten4 ,dann erschienen sie wie ein unbersehbares ,meer1 das hinter dem dunklen ,gitter der ,terrasse erglnzte und aufstieg4 ,alle ,unebenheiten und ,linien verschwanden in dem sie umspielenden ,lichte4 ,anfangs erschienen sie noch grnlich1 und hie und da erkannte man noch die ,arken und ,grabmler1 die auf ihnen verstreut waren1 dann aber spielten sie pltzlich in regenbogenfarbenem ,lichte1 in hellen1 durchscheinenden1 gelben ,tnen1 und kaum noch konnte man die ,ruinen der antiken ,baudenkmler erkennen4 ,endlich aber frbten sie sich immer tiefer purpurrot1 verschlangen selbst die unendliche ,kuppel und flossen in ein tiefes ,himbeerrot zusammen1 und nur noch der in der ,ferne glnzende goldene ,streifen des ,meeres trennte sie von dem ,horizont1 der ebenso purpurrot dalag1 wie sie4 ,niemals aber hatte er gesehen1 da die ,felder gleich dem ,himmel wie in ,flammen getaucht waren4 ,lange stand er1 ganz erfllt von einer unbeschreiblichen ,wonne1 in diesen ,anblick versunken1 da1 und dann hatte er wieder alles vergessen1 selbst sein ,entzcken4 ,und wenn dann auch die ,sonne untergegangen war1 der ,horizont schnell erlosch und sich noch schneller1 ja beinahe pltzlich die ,felder verdunkelten1 wenn dann der ,abend sein finsteres ,antlitz zeigte1 ,leuchtkfer in feurigen ,fontnen ber den ,ruinen emporschwirrten und jenes plumpe geflgelte ,insekt1 das aufrecht herangeflogen kommt wie ein ,mensch und unter dem ,namen ,teufel bekannt ist1 ihm pltzlich sinnlos ins ,auge flog1 dann erst merkte er1 da die ,klte der sdlichen ,nchte bereits herabgesunken war und ihn ganz durchschttelte1 und er beeilte sich1 in die ,straen der ,stadt zu kommen1 um nicht an dem ,fieber1 wie es hier im ,sden verbreitet ist1 zu erkranken4 ,so flo sein ,leben in dem ,genu der ,natur1 der ,knste und der ,antike dahin4 ,bei dieser ,lebensweise erfate ihn pltzlich strker als je der ,wunsch1 sich tiefer in die ,geschichte ,italiens zu versenken1 die er bisher nur fragmentarisch und in einzelnen ,episoden kennen gelernt hatte4 ,ohne dies wre ihm die ,gegenwart unvollstndig und unvollkommen erschienen1 und so machte er sich gierig daran1 die ,archive1 die ,chroniken und ,memoiren zu studieren4 ,er konnte sie jetzt nicht blo so lesen wie irgendein ,italiener1 der ewig in der ,stube hockt1 sich mit ,leib und ,seele in die beschriebenen ,vorgnge versenkt und ber der groen ,zahl der ,personen und der ,ereignisse1 die sich um ihn drngen1 die groe ,masse1 das ,ganze bersieht2 -- er konnte jetzt alles ruhig berschauen1 wie aus einem ,fenster des ,vatikan4 ,sein ,aufenthalt auerhalb ,italiens inmitten des ,lrms und der ,bewegung ttiger ,vlker und ,staaten diente ihm als strenge ,prfung und ,probe bei allen ,schlssen und ,folgerungen1 und verlieh seinem ,auge eine reiche ,vielseitigkeit und einen allumfassenden ,blick4 ,wenn er jetzt in den ,geschichtsbchern las1 war er noch mehr und ohne alle ,voreingenommenheit berrascht durch die ,gre und den ,glanz der italienischen ,vergangenheit4 ,er war ganz erstaunt ber die schnelle und vielseitige ,entwicklung des ,menschen auf einem so schmalen1 engbegrenzten ,fleckchen ,erde1 durch die mchtige und kraftvolle ,regsamkeit aller ,krfte4 ,er sah1 wie hier der ,mensch in voller ,ttigkeit war1 wie jede ,stadt ihre eigene ,sprache sprach und ihre groe ,geschichte besa1 die ganze ,bnde ausfllte1 und wie hier mit einem ,schlage alle ,arten und ,gestalten des brgerlichen ,lebens und der ,regierungsformen entsprangen3 -- ewig bewegte ,republiken voll starker unbotmiger ,charaktere1 und mitten unter ihnen -- allmchtige ,despoten1 eine ganze ,stadt voll kniglicher ,kaufleute1 von geheimen ,fden der ,regierung umsponnen unter der monarchischen ,scheingewalt des einen ,dogen2 die ,fremden1 die herbeigerufen worden waren und nun inmitten der einheimischen ,bewohner lebten1 die starken ,zusammenste und ,abwehrmaregeln im ,schoe eines unbedeutenden ,stdtchens1 der fast mrchenhafte ,glanz der ,herzge und ,monarchen winziger ,lnder1 alle die ,mzene1 ,protektoren und ,inquisitoren1 diese ganze ,reihe groer ,mnner1 die um ein und dieselbe ,zeit zusammentrafen1 die ,lyra1 der ,zirkel1 das ,schwert und die ,palette1 diese ,tempel1 die mitten im ,streit1 im ,kampf und whrend mchtiger ,unruhen errichtet wurden1 diese ,feindschaften1 die ,blutrache1 diese ,zge des ,gromuts und diese ganze ,masse romantischer ,ereignisse im brgerlichen ,leben1 mitten im ,wirbel des politischen1 gesellschaftlichen ,daseins1 und das wundersame ,band1 das sich um dies alles schlang1 eine so erstaunliche ,entfaltung aller ,seiten des politischen und brgerlichen ,lebens1 ein solches ,erwachen aller menschlichen ,elemente in einem so engen ,bezirk1 die an andern ,orten immer nur in ,bruchstcken und auf groen ,flchen zur ,darstellung kamen6 -- ,und das alles war pltzlich verschwunden1 pltzlich dahin1 alles war erloschen wie erkaltete ,lava und von ,europa selbst aus seinem ,gedchtnis getilgt1 wie ein alter unntzer ,plunder4 ,nirgends1 nicht einmal in den ,journalen lt uns das arme ,italien seine des ,diadems beraubte ,stirn sehen2 mit seiner politischen ,bedeutung hat es jeden ,einflu auf die ,welt verloren4 ,wie aber1 dachte er1 wird denn sein ,ruhm nie wieder auferstehen8 ,gibt es denn gar kein ,mittel1 ihm seinen entschwundenen ,glanz wiederzugeben8 ,und er gedachte der ,zeit1 als er noch als ,student der ,universitt1 als er in ,lucca von der ,zurckfhrung der ruhmreichen ,vergangenheit getrumt hatte2 er erinnerte sich1 wie dies der liebste ,gedanke der italienischen ,jugend gewesen war und wie sie gutmtig und treuherzig beim vollen ,becher davon geschwrmt hatten4 ,und nun mute er erkennen1 wie kurzsichtig diese jungen ,leute gewesen waren und wie kurzsichtig die ,politiker sind1 die dem ,volke ,trgheit und ,sorglosigkeit vorwerfen4 ,und eine dunkle ,ahnung des mchtigen ,fingers1 vor dem der ,mensch verstummt und sich demtig beugt1 des mchtigen ,fingers1 der den ,weltereignissen ihr ,ziel und ihren ,gang vorschreibt1 bemchtigte sich seiner und erfllte sein ,gemt mit ,staunen und ,ehrfurcht4 ,aus dem ,schoe ,italiens hatte ,er den armen von seinem eigenen ,heimatlande verfolgten ,genueser emporsteigen lassen1 der allein sein ganzes ,vaterland zugrunde richten sollte1 indem er ein neues unbekanntes ,land und neue weite ,seewege entdeckte4 ,der ,horizont der ,welt erweiterte sich2 das ,leben ,europas erhielt einen mchtigen ,schwung und ward erfllt von lebhafter ,bewegung4 ,schiffe begannen die ,welt zu umsegeln und machten die mchtigen ,krfte des ,nordens frei4 ,das ,mittelmeer verdete1 und wie das versandende ,bett eines ,flusses1 versandete ,italien1 das in dem ,wettstreit zurckgeblieben war4 ,noch steht ,venedig1 noch spiegeln sich seine erloschenen ,palste in den ,wellen des ,adriatischen ,meeres1 und ein herzzerreiender ,schmerz erfllt die ,seele des ,fremden1 wenn ihn der ,gondelfhrer gebeugten ,hauptes an den kahlen ,mauern und zerstrten ,brstungen stummer marmorner ,balkone vorberrudert4 ,stumm liegt ,ferrara da und schreckt uns mit dem drohend finstern ,anblick seines herzoglichen ,schlosses4 ,traurig und de stehen in ganz ,italien die gebeugten ,trme und die architektonischen ,wunder inmitten einer ,generation1 die gleichgltig zu ihnen emporsieht4 ,laut schallt das ,echo durch die einst so lebhaften ,straen1 und der rmliche ,vetturino hlt vor einer schmutzigen ,osteria1 die sich in einem prunkvollen ,schlo angesiedelt hat4 ,im hrenen ,bukleid des ,bettlers wandelt das heutige ,italien einher1 und wie staubige ,lumpen hngen an ihm die ,fetzen seines verblichenen ,knigsmantels4 ,in einer ,aufwallung tiefen ,seelenschmerzes htte er mitunter sogar ,trnen vergieen knnen4 ,aber dann bemchtigte sich seiner von selbst ein groer trostreicher ,gedanke1 und ein hheres ,ahnungsvermgen gab ihm die ,gewiheit1 da ,italien noch nicht gestorben sei1 da die ,spuren seiner ewigen unerschtterlichen ,macht ber die ganze ,welt sich noch fhlbar machten1 da sein gewaltiger ,genius ewig ber dem ,lande schwebt1 er1 der von ,anbeginn das ,schicksal ,europas in seinen ,busen gelegt hatte1 der das ,kreuz in die finsteren europischen ,wlder trug1 der mit dem ,schifferhaken der brgerlichen ,ordnung den an ihren fernen ,grenzen hausenden halbwilden ,menschen an sich zog1 der die ,glut des ,verkehrs und des ,welthandels entfachte1 die ,listen der ,politik und das verwickelte ,federwerk der brgerlichen ,verhltnisse spielen lie1 all seine geistigen ,krfte glanzvoll entfaltete1 seine ,stirn mit dem heiligen ,kranze der ,poesie umwand1 und als der politische ,einflu ,italiens bereits zu schwinden begann1 die ,welt mit herrlichen ,wundern erfllte3 mit ,kunstwerken1 die den ,menschen mit nie geahnten ,genssen und gttlichen ,gefhlen beschenkten1 wie sie bisher noch nie den ,schchten seiner ,seele entstiegen waren4 ,und als nun auch das ,jahrhundert der ,kunst zur ,neige ging und die ganz von ihren ,rechnungen und ,geschften in ,anspruch genommenen ,menschen fr sie erkalteten1 da schwebt er ber der ,welt und wird er getragen von den klagenden ,seufzern der ,musik1 und an den ,ufern der ,seine1 an der ,newa1 an der ,themse1 an der ,moskwa1 am ,mittelmeer und am ,schwarzen ,meer1 an den ,ksten ,algeriens und auf fernen1 vor kurzem noch halbbarbarischen ,inseln ertnt begeisterter ,beifall zum ,preise der unser ,ohr mit ,wohllaut erfllenden ,snger4 ,und endlich beherrscht er selbst durch sein ehrwrdiges ,alter und als ,bild des ,verfalls und der ,verwesung drohend die ,welt3 diese erhabenen architektonischen ,wunder blieben uns erhalten wie ein mahnender ,schatten1 als ein ewiger ,vorwurf1 um ,europa seinen kleinlichen chinesischen ,luxus und seine kindliche1 spielerische1 geistige ,zersplitterung entgegenzuhalten4 ,dieser ganze ,haufen untergegangener ,welten und diese wunderbare ,mischung mit der ewig blhenden ,natur -- das alles existiert nur zu dem ,zweck1 um die ,welt aufzurtteln1 um den ,bewohner des ,nordens zuweilen wie im ,traum diesen ,sden sehen zu lassen1 es existiert nur1 damit der ,gedanke an ihn1 ihn aus dem kalten ,leben und all der ,geschftigkeit1 die die ,seele verhrtet und erstarren lt1 herausreie und ber sich emporhebe1 indem sich pltzlich ein leuchtender1 den ,menschen weit mit sich forttragender ,ausblick vor ihm auftut1 ihm eine coliseische mondbeglnzte ,nacht1 das in ,schnheit sterbende ,venedig1 ein unsichtbares ,leuchten des ,himmels und das warme ,gekose der herrlichen ,luft vorzaubert -- auf da er wenigstens einmal in seinem ,leben ein schner ,mensch sei4 ,in einem solchen feierlichen ,augenblick shnte er sich mit dem ,niedergang und ,verfall seines ,vaterlandes aus1 und nun glaubte er1 berall ,keime des ewigen ,lebens und einer besseren ,zukunft zu erblicken1 die uns der ewige ,schpfer der ,welt unablssig bereitet4 ,in solchen ,augenblicken dachte er auch hufig ber die ,bedeutung des rmischen ,volkes fr die ,gegenwart nach2 und es schien ihm1 als ob hier noch ein ganz unverbrauchtes ,material vorliege4 ,in den ,epochen des ,glanzes hatte es auch nicht ein einziges ,mal eine bedeutende ,rolle gespielt2 nur die ,ppste und die adligen ,familien hatten ihre ,namen ins ,buch der ,geschichte eingezeichnet1 das ,volk aber war unbeachtet geblieben4 ,das ,spiel der ,interessen in ihm und um es herum hatte nicht in seinen ,kreis eingegriffen und es nicht mit sich fortgerissen2 noch war es unberhrt von jeglicher ,bildung geblieben1 die wie ein ,sturmwind die in ihm schlummernden ,krfte aufgerttelt htte4 ,etwas von kindlicher ,gte und ,vornehmheit lag in seiner ,natur4 ,dieser ,stolz auf den rmischen ,namen1 der ,grund weshalb ein groer ,teil der ,brger1 die sich fr ,nachkommen der alten ,quiriten hielten1 nie eine ehrliche ,verbindung mit andern ,bevlkerungsklassen einging2 dieser aus ,gutmtigkeit und ,leidenschaft gemischte ,charakter1 ein ,beweis fr seine ,schnheit und ,reinheit 7der ,rmer vergit nie das ,gute oder ,bse1 das ihm angetan wird2 er ist entweder gut oder bse1 verschwenderisch oder geizig1 seine ,laster und ,tugenden ruhen noch in ihren ursprnglichen ,schchten und haben sich noch nicht zu einem unbestimmten ,ganzen vermischt wie beim ,menschen unserer ,zivilisation1 der alle mglichen ,leidenschaften1 jedoch nur in ganz geringen ,dosen besitzt und bei dem sie alle unter der ,oberherrschaft des ,egoismus stehen72 diese ,unmigkeit und diese ,neigung1 aus dem ,vollen zu genieen -- ein allgemein verbreiteter ,zug bei allen starken ,vlkern -- das alles wurde fr ihn von groer ,bedeutung4 ,und dann diese strahlende ungeknstelte ,heiterkeit1 wie wir sie heute kaum bei einem andern ,volke finden1 berall1 wo der ,frst hingekommen war1 hatte er den ,eindruck gewonnen1 als mache man mhsame ,anstrengungen1 das ,volk zu zerstreuen und zu unterhalten2 hier dagegen unterhielt es sich selbst1 hier wollte es selbst mit teilnehmen2 whrend des ,karnevals war es kaum zu zgeln2 alles1 was es im ,laufe eines ,jahres zurckgelegt hatte1 war es bereit1 in diesen einundeinhalb ,wochen wieder durchzubringen2 fr ein ,kostm konnte es sein ganzes ,geld ausgeben2 der einfache ,mann verkleidet sich als ,bajazzo1 als ,weib1 als ,poet1 als ,doktor oder ,graf1 schwatzt euch allerhand trichtes ,zeug vor oder hlt euch wohl gar eine ,vorlesung1 ob ihr nun zuhrt oder nicht -- und diese ,frhlichkeit ergreift alle miteinander wie ein ,wirbel1 vom vierzigjhrigen ,mann bis zum jngsten ,burschen1 der letzte ,bettler1 der nichts hat1 was er anziehen knnte1 wendet seinen ,kittel um1 schwrzt sich sein ,gesicht mit ,kohle1 schliet sich dem bunten ,haufen an und luft mit4 ,und diese ,heiterkeit entspringt ganz einfach seiner ,natur1 sie ist kein ,produkt des ,rausches1 denn dasselbe ,volk pfeift einen ,betrunkenen aus1 wenn es ihm auf der ,strae begegnet4 ,und dann -- diese ,zge eines angeborenen knstlerischen ,instinkts und ,gefhls6 hatte doch einmal in ,gegenwart des ,frsten eine einfache ,frau einen ,knstler auf einen ,fehler in seinem ,gemlde aufmerksam gemacht2 er sah1 wie dieses ,gefhl sich in der malerischen ,kleidung und in dem ,schmuck der ,kirchen ausprgte1 sah wie das ,volk in ,gensano die ,straen mit ,blumenteppichen bedeckte1 wie die vielfarbigen ,blumenbltter sich zu bunten ,flecken und ,schatten verwandelten und auf dem ,pflaster zu allerhand ,figuren gruppierten -- zu dem ,wappen eines ,kardinals1 zum ,bilde des ,papstes1 zu einem ,namenszug1 zu ,vgeln1 ,tieren und verschieden gestalteten ,arabesken2 er sah1 wie die ,ewarenhndler1 die ,pizzicaruoli am ,abend vor ,ostersonntag ihre ,lden ausschmckten3 die ,schinken1 die ,wrste1 die weien ,schweinsblasen1 die ,zitronen und allerhand ,bltter ordneten sich zu einem bunten ,mosaik zusammen1 das einen ,plafond darstellte4 ,die zylindrischen ,parmesankse und andere ,ksesorten bildeten ganze ,sulenreihen1 indem sie sich bereinander trmten2 ,talgkerzen gruppierten sich zu dem mosaikartigen ,gewebe eines ,vorhanges1 der die inneren ,wnde schmckte2 da sah man ganze ,statuen und historische ,gruppen1 die einen christlichen oder biblischen ,stoff darstellten1 aus schneeweiem ,talg gegossen1 den der erstaunte ,beschauer fr ,alabaster halten mute -- der ganze ,boden verwandelte sich in einen heiteren ,tempel1 in dem vergoldete ,sterne erstrahlten1 der von kunstvoll aufgehngten ,ampeln erleuchtet wurde und in dessen ,spiegelscheiben sich zahllose ,haufen von ,ostereiern spiegelten4 ,zu alledem ist ein gewisser ,geschmack erforderlich1 und der ,pizzicaruolo machte das nicht1 weil es ihm etwas einbrachte1 sondern nur um andere und sich selbst an diesem ,anblick zu erfreuen4 ,und endlich war dies ein ,volk1 das sich seiner eigenen ,wrde bewut war3 hier bildete es das ,volk3 il popolo1 und nicht den gemeinen ,pbel2 es war sich bewut1 die wahren ,urelemente des ersten ,quiritenzeitalters in sich zu tragen2 nicht einmal die fremden ,reisenden1 diese ,verfhrer1 die die ,korruption in die mig dahinlebenden ,vlker tragen1 -- brachten es fertig1 dies ,volk zu verderben1 obwohl sich freilich infolge der berflutung mit fremden ,gsten die ,gasthuser und die ,landstraen mit einer ,klasse von verchtlichen ,leuten bevlkern1 nach denen sich der ,reisende hufig ein ,urteil ber das ganze ,volk bildet4 ,sogar die ,torheit der ,regierungsmanahmen1 dieser zusammenhanglose ,haufen aller mglichen ,gesetze1 die zu den verschiedensten ,zeiten und unter ganz verschiedenartigen ,verhltnissen entstanden waren1 und noch bis heute nicht wieder aufgehoben sind1 unter denen es sogar ,edikte gibt1 die aus der alten rmischen ,republik stammen1 selbst sie haben es nicht vermocht1 in diesem ,volke das hohe ,rechtsbewutsein zu entwurzeln4 ,er verfolgt den unehrlichen ,glubiger mit seinem ,tadel1 begleitet den ,leichenzug der ,verstorbenen mit ,pfeifen und spannt sich gromtig vor den ,leichenwagen1 der den ,leib eines vom ,volke geliebten ,mannes mit sich fhrt4 ,selbst das ,betragen der ,geistlichkeit1 das hufig rgernis erregen knnte und in andern ,lndern ,sittenlosigkeit und ,korruption zur ,folge haben wrde1 scheint keinen ,eindruck auf das ,volk zu machen3 denn es versteht die ,religion von ihren heuchlerischen ,dienern zu unterscheiden und ist noch nicht angekrnkelt von dem kalten ,geist des ,unglaubens4 ,und schlielich haben es selbst die ,not und die ,armut1 diese unvermeidlichen ,begleiterscheinungen eines stagnierenden ,staates1 nie zu finsteren beltaten verleitet3 dieses ,volk bleibt immer heiter1 ertrgt alles mit ,ruhe1 und nur in ,romanen und ,erzhlungen lesen wir von ,mordtaten und ,messerstechereien auf den ,straen4 ,aus diesen ,zgen ersah der ,frst1 da er es hier mit einem starken1 noch unberhrten ,volke zu tun hatte1 dem sich offenbar in der ,zukunft noch ein groes ,feld der ,bettigung erffnen mute4 ,die europische ,bildung hatte es1 wie es schien1 mit ,absicht bergangen und keine ihrer ,vollkommenheiten in seinem ,busen ,wurzeln schlagen lassen4 ,selbst die geistliche ,herrschaft1 dieses seltene ,schattengebilde1 das sich aus einer vergangenen ,zeit herbergerettet hatte1 hatte sich gleichsam nur zu dem ,zwecke erhalten1 um die ,nation vor fremden ,einflssen zu behten1 damit keiner der ehrgeizigen ,nachbarn sich an ihm vergreife1 und damit sein stolzes ,volkstum in stiller ,einsamkeit warte1 bis seine ,stunde kommen werde4 ,und dennoch hatte man hier in ,rom nicht den ,eindruck der ,totenstarre2 selbst diese ,ruinen und die prunkvolle ,armut strmten nichts von jener peinigenden1 whlenden ,stimmung aus1 die uns bei der ,betrachtung der berreste einer bei lebendigem ,leibe verwesenden ,nation befllt4 ,hier war man von dem entgegengesetzten ,gefhl beherrscht3 von einer heiteren1 feierlichen ,ruhe4 ,und jedesmal1 wenn der ,frst an dies alles dachte1 versank er unwillkrlich in ,sinnen1 und es schien ihm1 als lge eine seltsame geheimnisvolle ,bedeutung in dem ,worte3 das ewige ,rom4 ,die ,folge davon war1 da er sich mit immer grerem ,eifer dem ,studium seines ,volkes hingab4 ,er beobachtete es auf den ,straen und in den ,cafs1 von denen jedes sein eigenes ,publikum hatte2 in dem einen verkehrten die ,antiquare1 in einem andern die ,jger und die ,schtzen1 in einem dritten die ,bedienten der ,kardinle1 in einem vierten die ,knstler1 in einem fnften die ganze rmische ,jugend und die rmischen ,dandys4 ,er beobachtete es in den ,osterien1 in den echten rmischen ,osterien1 in die sich nie ein ,fremder verirrt1 wo sich ein rmischer ,nobile zuweilen neben einem ,minente niederlt1 und wo an heien ,tagen alle ,anwesenden ihre ,rcke und ,krawatten ablegen2 oder er besuchte eine jener kleineren rmlichen aber malerischen ,vorstadtschenken mit ihren luftigen ,fenstern ohne ,glasscheiben1 wo die ,rmer mit ihren ,familien oder in zahlreicher ,gesellschaft einkehrten1 um dort zu ,mittag zu essen1 oder1 wie sie sich ausdrckten1 per far allegria4 ,er lie sich neben ihnen am ,tische nieder1 speiste mit ihnen zu ,mittag und beteiligte sich an ihren ,unterhaltungen1 immer wieder erstaunt ber ihren schlichten1 gesunden ,menschenverstand und ber die ,lebhaftigkeit und ,originalitt1 mit der diese ungebildeten ,leute zu erzhlen verstanden4 ,die beste ,gelegenheit jedoch1 sie kennen zu lernen1 bot sich ihm whrend der ,zeremonien und ,festlichkeiten1 wenn die ganze ,bevlkerung ,roms pltzlich an der ,oberflche erscheint und eine schier unendliche ,menge holder ,schnheiten vor einem auftauchen1 von deren ,existenz man bisher keine ,ahnung hatte1 und wie man ihnen nur noch auf den ,basreliefs und in den ,anthologien der ,alten begegnet4 ,diese groen1 tiefen ,augen1 diese ,alabasterschultern1 diese pechschwarzen ,haare1 die sich in tausendfltigen ,formen ums ,haupt schlingen oder auf die ,schultern herabfallen1 malerisch durchbohrt von einem goldenen ,pfeil1 diese ,hnde1 dieser stolze ,gang -- dies alles erinnerte ihn an die ernste1 klassische ,schnheit1 und hatte nichts gemein mit dem leichtsinnigen ,reiz graziser ,frauen4 ,hier glichen die ,frauen mehr den ,bauten ,italiens3 sie glichen entweder ,palsten oder rmlichen ,htten1 sie waren entweder vollendete ,schnheiten oder ganz hlich2 die ,mittelmigkeit war hier berhaupt nicht vertreten1 hbsche ,frauen gab es hier nicht4 ,und er geno ihren ,anblick1 wie er die ,verse einer herrlichen ,dichtung geno1 deren ,schnheit sich noch weit ber die der andern erhebt1 und die in der ,seele einen khlen1 erfrischenden ,schauer hervorrufen4 ,allein1 bald gesellte sich zu all diesen ,genssen ein ,gefhl1 das all den andern den ,krieg erklrte -- ein ,gefhl1 das die mchtigsten ,leidenschaften aus ihrem geistigen ,schlummer erweckte1 ,leidenschaften1 die sich in demokratischer ,rebellion gegen die hohe ,seeleneinheit auflehnten3 er erblickte ,anunziata4 ,und so sind wir denn endlich bei dem hehren ,bildnis angelangt1 das sein helles ,licht ber den ,anfang unserer ,erzhlung verbreitete4 ,es war zur ,zeit des ,karnevals4 ,heute gehe ich nicht zum ,corso1 sagte der ,principe zu seinem ,maestro di casa1 whrend er aus dem ,hause trat1 der ,karneval fngt an1 mich zu langweilen2 ich finde die ,gartenfeste und die ,aufzge1 wie sie im ,sommer stattfinden1 viel schner4 ,ja ist denn das ein ,karneval8 versetzte der ,alte4 ,das ist ein ,karneval fr ,kinder4 ,ich erinnere mich eines ,karnevals6 ,da sah man auf dem ganzen ,corso auch nicht einen ,wagen1 und auf den ,straen gab's die ganze ,nacht ,musik2 die ,maler1 die ,architekten und ,bildhauer stellten ganze ,gruppen und veranstalteten groe ,auffhrungen1 und das ,volk -- der ,herr ,frst verstehen doch -- das ganze ,volk1 alle -- alle ,vergolder1 ,rahmenbauer1 ,mosaikleger1 smtliche schnen ,frauen1 die ganze ,signoria und alle ,nobili -- sie alle1 alle 444 machten mit 444 o quanta allegria6 ,das war ein richtiger ,karneval4 ,aber heutzutage1 was ist denn das fr ein ,karneval6 ,ach6 444 sagte der ,alte1 zuckte die ,achseln1 und dann sagte er noch einmal ,ach1 zuckte nochmals die ,achseln und fgte schlielich hinzu3 ,e una porcheria6 -- ,der ,maestro di casa untersttzte seinen ,ausruf in einer lebhaften ,aufwallung seines ,temperaments mit einer uerst krftigen ,geste1 beruhigte sich aber sogleich wieder1 als er bemerkte1 da der ,frst schon lngst nicht mehr vor ihm stand1 sondern sich schon lange auf der ,strae befand4 ,da er keine ,lust hatte1 sich am ,karneval zu beteiligen1 hatte er weder eine ,maske mitgenommen noch auch ein ,drahtnetz vors ,gesicht gelegt4 ,er hllte sich tief in seinen ,mantel und wollte sich ber den ,corso nach dem andern ,stadtteil begeben4 ,aber das ,menschengewhl war zu gro4 ,er drngte sich zwischen zwei ,menschen hindurch1 wobei ihm eine ,ladung ,mehl auf den ,kopf geschttet wurde2 ein bunter ,harlekin schlug ihm whrend er mit seiner ,kolombine an ihm vorbeistrmte mit seiner ,knarre auf die ,schulter1 von allen ,seiten flogen ihm confetti und ,blumenstrue ins ,gesicht1 von beiden ,seiten flsterte ihm jemand ins ,ohr1 von rechts ein ,graf und von links ein ,arzt1 der ihm eine lange ,vorlesung ber den ,inhalt seines ,blinddarmes hielt4 ,es war vllig unmglich zwischen all den ,menschen hindurchzukommen1 denn die ,volksmenge wuchs immer mehr an1 und die lange ,kette der ,wagen machte halt1 da sie nicht mehr vorwrts kommen konnte4 ,jetzt richtete sich die ,aufmerksamkeit der ,menge auf einen mutigen ,burschen1 der auf ,stelzen die ,huserreihen entlang schritt1 obwohl ihm jeden ,augenblick die ,stelzen unter den ,beinen weggeschlagen werden konnten und er ,gefahr lief1 sich auf dem ,pflaster zu ,tode zu fallen4 ,aber deswegen schien er sich keine ,sorge zu machen4 ,er trug einen ausgestopften ,riesen auf seiner ,schulter1 den er mit einer ,hand festhielt1 und in der andern ,hand ein ,stck ,papier mit einem ,sonett und einem darangehefteten ,schwanz1 wie man sie bei ,papierdrachen findet1 und schrie dazu aus voller ,kehle3 ,ecco il gran poeta morto6 ,ecco il suo sonetto colla coda4 7,da ist der verstorbene groe ,dichter6 ,das ist sein ,sonett mit dem ,schwanz coda#ag47 ,der verwegene ,bursche hatte eine so dichte ,menschenmenge um sich geschart1 da der ,frst in dem ,gedrnge kaum noch zu atmen vermochte4 ,endlich setzte sich die ganze ,menge hinter dem toten ,poeten in ,bewegung1 auch die lange ,wagenreihe1 worber der ,frst sehr erfreut war1 obgleich ihm in dem ,gedrnge der ,hut vom ,kopfe geschlagen worden war1 nach dem er jetzt eilig griff4 ,als er noch damit beschftigt war1 den ,hut aufzuheben1 schlug er die ,augen auf und blieb wie angewurzelt stehen3 vor ihm stand ein ,mdchen von einer unbeschreiblichen ,schnheit1 sie hatte ein leuchtendes albanisches ,kostm an und kam in ,gesellschaft von zwei andern gleichfalls schnen ,frauen daher1 die aber neben ihr verblaten1 wie die ,nacht vor dem ,tage4 ,das war ein herrliches ,wunderbildnis4 ,alles mute vor ihrem ,glanze dahinschwinden4 ,wenn man sie ansah1 wurde es einem klar1 warum die italienischen ,dichter schne ,frauen mit der ,sonne verglichen4 ,ja1 das war eine ,sonne1 das war die vollkommenste ,schnheit6 ,aller ,glanz1 der uns zersplittert und auf die einzelnen ,schnen dieser ,welt verteilt entgegenstrahlt1 war hier in einer einzigen vereinigt4 ,wenn man ihren ,busen und ihre ,bste ansah1 erkannte man sogleich die ,mngel des ,busens und der ,bste anderer schner ,frauen4 ,im ,vergleich mit ihrem dichten glnzenden ,haar mute jedes andere ,haar dnn und farblos erscheinen4 ,ihre ,hnde muten jeden ,menschen zum ,knstler machen6 denn wie ein ,knstler htte er sie ewig anschauen mgen und es nie gewagt1 sie anzuhauchen4 ,im ,vergleich mit ihren ,fen muten die ,fe aller ,englnderinnen1 aller ,deutschen1 aller ,franzsinnen und der ,frauen aller andern ,nationen wie ,holzspne erscheinen1 nur die antiken ,bildhauer haben die hehre ,idee ihrer ,schnheit in ihren ,statuen festgehalten4 ,ihre ,schnheit war vollkommen und wie dazu geschaffen1 jedermann in gleicher ,weise zu blenden4 ,hierzu bedurfte es nicht eines besonderen ,geschmacks2 angesichts solcher ,vollendung muten alle ,geschmacksrichtungen zusammentreffen2 vor ihr muten alle andchtig auf die ,knie sinken1 der ,glubige wie der ,unglubige wren vor ihr niedergefallen1 wie vor einer pltzlichen ,erscheinung der ,gottheit4 ,der ,frst sah1 wie die ganze ,menge und alle ,anwesenden1 soviel ihrer da waren1 sie anstarrten1 wie sich ein unwillkrliches mit ,entzcken gemischtes ,staunen in den ,zgen der ,frauen malte1 wie sie immer wieder ausriefen3 ,o bella6 wie alle ohne ,ausnahme sich in ,knstler verwandelt zu haben schienen und ganz im ,anschauen des schnen ,wesens verloren waren4 ,aber im ,gesicht des ,mdchens war nichts zu lesen1 auer einem lebhaften ,interesse fr den ,karneval3 sie sah nur die ,menge und die ,masken1 merkte nichts von den auf sie gerichteten ,augen und hrte kaum auf die hinter ihr stehenden ,herren in ,sammetjacken1 anscheinend ihre ,verwandten1 die sie wahrscheinlich hieher begleitet hatten4 ,der ,frst suchte von den ,leuten1 die neben ihm standen1 zu erfahren1 wer und woher wohl dies wunderschne ,mdchen sei1 aber man antwortete ihm berall blo mit einem ,achselzucken und einer unbestimmten ,geste und fgte vielleicht noch hinzu3 ,ich wei nicht1 wahrscheinlich ist's eine ,fremde#ah4 ,unbeweglich und mit angehaltenem ,atem schien er sie mit seinen ,blicken verschlingen zu wollen4 ,endlich richtete auch das schne ,mdchen ihre tiefen ,augen auf ihn1 um sie jedoch sogleich verlegen von ihm abzuwenden4 ,ein ,schrei weckte ihn aus seinen ,trumereien3 vor ihm stand ein mchtiger ,wagen4 ,eine ,anzahl ,masken in roten ,blusen rief ihn beim ,namen1 bestreute ihn mit ,mehl und begleitete ihre ,spe mit dem langgezogenen ,rufe hu 444 hu 444 hu6 ,in einem ,nu war er unter dem lauten ,gelchter der ,umstehenden von ,kopf bis zu den ,fen mit ,mehl berschttet4 ,ganz wei wie ,schnee1 ja selbst mit weien ,augenwimpern1 eilte der ,frst nach ,hause1 um sich umzuziehen4 ,funote #ag3 ,in der italienischen ,poetik gibt es eine besondere ,form1 die unter dem ,namen ,sonett mit dem ,schwanz 7con la coda7 bekannt ist -- sie wird dann angewandt1 wenn das ,gedicht den ganzen ,gedanken nicht zu fassen vermag und daher ein ,zusatz erforderlich wird1 der oft grer ist als das eigentliche ,sonett4 ,als er zu ,hause angekommen war und sich umgekleidet hatte1 war soviel ,zeit verstrichen1 da nur noch einundeinhalb ,stunden bis zum ,ave-,maria brigblieben4 ,die ,wagen kehrten bereits leer vom ,corso zurck3 die ,insassen hatten sich auf die ,balkons zurckgezogen1 um sich das ,volk anzusehen1 das sich in ,erwartung der ,pferderennen noch immer durch die ,straen drngte4 ,als er in den ,corso einbog1 stie er auf einen ,wagen1 der mit ,mnnern und ,frauen angefllt war4 ,die ,mnner trugen ,jacken1 die ,frauen hatten ,blumenkrnze auf dem ,haupt und ,zimbeln und ,kastagnetten in den ,hnden4 ,die ,insassen des ,wagens schienen in heiterer ,stimmung nach ,hause zurckzukehren1 er war an der ,seite mit ,girlanden geschmckt1 und die ,speichen und ,reifen der ,rder waren mit grnen ,zweigen umwunden4 ,aber das ,herz des ,frsten wurde kalt1 als er sah1 da im ,wagen1 inmitten der ,frauen1 das schne ,mdchen sa1 das einen so tiefen ,eindruck auf ihn gemacht hatte4 ,ein strahlendes ,lcheln erleuchtete ihr ,antlitz1 und unter ,schreien und ,singen rollte der ,wagen schnell an ihm vorbei4 ,sofort machte der ,frst sich auf und eilte ihm nach1 aber ein langer ,zug von ,musikanten kam ihm in den ,weg3 eine ,geige von schreckenerregender ,gre kam auf einem sechsrdrigen ,wagen dahergefahren4 ,ein ,mann sa rittlings auf dem ,gestell1 und ein anderer1 der ihr zur ,seite ging1 strich mit einem gewaltigen ,fiedelbogen ber vier dicke ,stricke1 die die ,saiten darstellen sollten4 ,die ,herstellung dieser ,geige hatte wahrscheinlich viel ,mhe und groe ,unkosten an ,zeit und ,geld verursacht4 ,voran schritt ein ,mann mit einer ungeheueren ,trommel4 ,eine groe ,menge ,volks1 junge ,burschen und ,knaben folgten in hellen ,scharen dem ,musikantenaufzug1 und die ganze ,prozession wurde beschlossen durch einen in ,rom wegen seiner ,leibesflle bekannten ,pizzicaruolo1 der eine ,klistierspritze von der ,gre eines ,kirchturms in der ,hand trug4 ,als der ,zug die ,strae verlassen hatte1 sah der ,frst1 da es schon zu spt war und daher keinen ,sinn mehr hatte1 hinter dem ,wagen herzulaufen2 zudem wute er ja auch nicht1 welchen ,weg er eingeschlagen hatte4 ,dennoch aber konnte er den ,gedanken nicht aufgeben1 das schne ,mdchen wieder aufzufinden4 ,seine ,einbildungskraft zauberte ihm immer wieder dieses strahlende ,lachen und den offenen ,mund mit der langen ,reihe wundervoller ,zhne vor4 ,das ist ein ,blitzstrahl und kein ,weib6 sagte er immer wieder zu sich selbst und fgte stolz hinzu3 ,sie ist eine ,rmerin3 ein solches ,weib konnte nur in ,rom geboren werden4 ,ich mu sie unbedingt wiedersehn2 ich trage ,verlangen nach ihrem ,anblick1 nicht um sie zu lieben -- nein1 ich mchte sie nur ansehen1 ihre ganze ,gestalt betrachten3 ihre ,augen1 ihre ,hnde1 ihre ,finger1 ihre glnzenden ,haare4 ,ich will sie nicht kssen1 ich mchte sie nur ansehen4 ,wie nur8 ,so mu es doch auch sein1 das liegt im ,wesen der ,natur2 sie hat kein ,recht1 ihre ,schnheit zu verbergen und mit sich fortzutragen4 ,die vollendete ,schnheit ward der ,welt ja darum geschenkt1 damit jeder sie anschaue1 und auf da er ihr ,bild ewig in seinem ,herzen trage4 ,wenn sie nur schn1 nur eine gewhnliche ,schnheit und kein ,wesen von dieser hchsten ,vollkommenheit wre1 dann htte sie wohl das ,recht1 einem ,einzelnen anzugehren1 er knnte sie in eine ,wste forttragen und der ,welt ihren ,anblick vorenthalten4 ,aber die vollkommene ,schnheit mu jedem sichtbar sein4 ,lt denn ein ,architekt einen prachtvollen ,tempel in einer engen ,gasse errichten8 ,nein1 er stellt ihn auf einen offenen ,platz hin1 damit der ,mensch ihn von allen ,seiten betrachten und sich an ihm erfreuen knne4 ,ward etwa deshalb das ,licht angezndet1 sagt der gttliche ,meister1 auf da man es verberge und unter den ,scheffel stelle4 ,nein das ,licht ward angezndet1 auf da es auf dem ,tische stehe1 allen ,helligkeit spende und auf da sich alle im ,lichte bewegen4 ,nein1 ich mu sie unbedingt sehen6 ,so sprach der ,frst zu sich selbst1 dachte dann lange nach und ging alle ,mittel durch1 die ihn zu seinem ,ziele fhren knnten2 endlich schien er eins gefunden zu haben3 sofort und ohne einen ,augenblick zu zgern begab er sich in eine der entlegenen ,gassen1 deren es in ,rom sehr viele gibt1 wo es nicht einmal einen ,kardinalspalast mit einem gemalten ,wappen auf dem ovalen ,holzschilde gibt1 wo sich ber jedem ,fenster und jeder ,tr der engen ,huschen eine ,nummer befindet1 wo sich das ,pflaster bucklig emportrmt und wieder senkt1 und wohin sich von ,fremden hchstens ein geriebener deutscher ,knstler mit seinem ,feldstecher und seinem ,farbenkasten verirrt1 oder etwa noch ein ,ziegenbock1 der hinter der vorbergehenden ,herde zurckgeblieben ist und stehenbleibt1 um sich diese merkwrdige ,strae anzuschauen1 die er noch nie gesehen hat4 ,hier hrt man die sonoren ,stimmen der ,rmerinnen2 in allen ,fenstern ertnt ,geplauder und lebhafte ,wechselrede4 ,hier herrscht volle ,aufrichtigkeit1 und der ,passant kann hier alle huslichen ,geheimnisse erfahren2 selbst ,mutter und ,tochter sprechen hier nicht anders miteinander1 als indem beide ihre ,kpfe zum ,fenster hinausstecken4 ,mnner sieht man hier berhaupt nicht4 ,kaum erglnzt der erste ,strahl der ,morgensonne1 und schon ffnet sich das ,fenster1 und siora ,susanna blickt auf die ,strae hinaus4 ,in einem anderen ,fenster erscheint siora ,grazia1 noch damit beschftigt1 sich den ,rock anzuziehen1 sodann ffnet siora ,nanna das ,fenster1 auf sie folgt siora ,lucia1 die sich das ,haar kmmt1 und endlich streckt siora ,cecilia ihre ,hand aus dem ,fenster1 um sich die ,wsche zu holen1 die auf einer ,schnur vor dem ,hause hngt und nun ihre ,strafe dafr erhlt1 da sie so widerspenstig war und sich so schwer erreichen lie3 denn ,donna ,cecilia drckt sie zornig zusammen und wirft sie mit den ,worten3 che bestia6 auf den ,boden4 ,hier lebt alles1 hier ist alles in ,bewegung1 hier fliegt pltzlich ein ,schuh aus dem ,fenster1 um einen unartigen ,jungen oder einen ,ziegenbock zu treffen1 der mit einem einjhrigen ,kind an einem ,korb steht1 es beschnuppert und seinen ,kopf vorbeugt1 um ihm zu zeigen1 was zwei ,hrner sind4 ,hier blieb nichts unbekannt1 hier wute man alles4 ,die ,signoras waren ber alles unterrichtet1 was auf der ,welt passierte1 sie wuten1 was siora ,giudita sich fr ein ,tuch gekauft hatte1 bei wem es heut ,fisch zum ,mittagessen gab1 wer ,barbaruccias ,geliebter und welcher ,kapuziner der beste ,beichtvater war4 ,nur selten flocht auch der ,gatte ein ,wort ein1 der meist auf der ,strae an die ,mauer gelehnt dastand1 eine kurze ,pfeife in den ,zhnen hielt1 und es fr seine ,pflicht hielt1 wenn er von einem ,kapuziner reden hrte1 ein paar ,worte wie3 ,das sind alles ,gauner6 hinzuzufgen1 worauf er wieder fortfuhr1 seine ,nase in ,rauchwolken einzuhllen4 ,hier kam nie ein ,wagen vorbeigefahren1 auer etwa ein zweirdriger ,rumpelkasten1 der von einem ,maultier gezogen wurde und ,mehl fr den ,bcker mitfhrte1 gewhnlich wurde er auch von einem schlfrigen ,esel begleitet1 der kaum dazu zu bewegen war1 seinen ,korb mit den ,broccoli bis an seinen ,bestimmungsort zu schleppen1 trotz aller ,hhs der ,straenjungen1 die seine unempfindlichen ,lenden mit ,steinwrfen regalierten4 ,hier gibt es keine ,magazine auer ein paar kleinen ,lden1 wo ,brot1 ,bindfaden und ,glasflaschen feilgeboten werden1 und einem dunklen1 engen ,caf1 das sich in einer ,straenecke befindet1 da konnte man stets den ,anblick eines bestndig auf die ,strae herauslaufenden ,bottegas genieen1 der den ,signoris in kleinen ,blechkannen ,kaffee oder eine in ,ziegenmilch gekochte ,schokolade1 die unter dem ,namen ,aurora bekannt ist1 servierte4 ,alle ,huser gehrten hier zwei1 drei1 mitunter aber auch vier ,hausbesitzern1 von denen der eine nur den lebenslnglichen ,niebrauch1 ein zweiter nur eine ,etage besa1 deren ,mietzins er jedoch nur zwei ,jahre lang erheben durfte1 wonach der ,stock auf ,grund eines ,testaments auf zehn ,jahre an den padre ,vincenzo fiel1 dessen rechtlicher ,anspruch jedoch von einem ,verwandten des ursprnglichen ,besitzers1 der in ,frascati wohnte1 und der schon rechtzeitig fr die ,einleitung eines ,prozesses gesorgt hatte1 angefochten wurde4 ,es gab auch solche ,hausbesitzer1 die nur ein einziges ,fenster in einem bestimmten ,hause und zwei andere in einem andern ,hause besaen1 und die ,einknfte von dem ,fenster1 fr das der unordentliche ,mieter brigens den ,mietzins meist schuldig blieb1 mit einem ,bruder teilten1 -- mit einem ,wort1 hier gab es in ,hlle und ,flle ,material fr unaufhrliche ,prozesse und reichen ,broterwerb fr die ,advokaten und ,kuriale1 die ,rom berschwemmten4 ,alle ,damen1 von denen soeben gesprochen wurde1 sowohl die vornehmsten1 die stets mit ihrem vollen ,namen genannt wurden1 wie die geringeren ,ranges1 die nur mit ,diminutiven beehrt wurden3 alle ,tettas1 ,tuttas1 ,nannas usw4 hatten meistens gar nichts zu tun2 das waren ,gattinnen von ,rechtsanwlten1 kleinen ,beamten1 kleinen ,kaufleuten1 ,trgern1 ,facchinos1 gewhnlich aber ,frauen unbeschftigter ,brger1 deren ganzes ,talent darin bestand1 sich geschickt mit ihren nicht mehr ganz intakten ,mnteln zu drapieren4 ,viele von den ,signoras standen den ,malern ,modell4 ,hier gab es ,modelle aller ,arten4 ,wenn sie ,geld hatten1 verbrachten sie ihre ,zeit mit ihren ,mnnern oder in groer ,gesellschaft in den ,osterien1 hatten sie kein ,geld -- so waren sie deshalb auch nicht betrbt1 sondern saen am ,fenster und blickten auf die ,strae hinaus4 ,heute war die ,strae stiller als sonst1 weil ein ,teil der ,bewohner mit der ,volksmenge nach dem ,corso gezogen waren4 ,der ,frst ging auf die alte verfallene ,tr eines ,huschens zu1 die zahlreiche ,lcher aufwies1 so da selbst der ,hauswirt lange mit dem ,schlssel nach dem ,schlsselloch suchen mute4 ,er war eben im ,begriff1 nach dem ,ring zu greifen1 als er pltzlich die ,worte vernahm3 ,signor ,principe will ,peppe sehen8 ,er hob das ,haupt und erblickte siora ,tutta1 die ihren ,kopf aus dem dritten ,stock hervorstreckte4 ,funote #ah3 ,die ,rmer nennen alle1 die nicht in ,rom leben1 ,fremde 7forestieri71 auch wenn sie nur zehn ,meilen auerhalb der ,stadt wohnen4 ,so ein vorlautes ,frauenzimmer6 rief siora ,susanna aus dem gegenberliegenden ,fenster4 ,der ,principe ist vielleicht gar nicht deswegen gekommen1 um ,peppe zu sehen6 ,natrlich1 um ,peppe zu sehen6 ,nicht wahr1 ,herr ,frst8 ,doch nur um ,peppe zu sprechen8 ,nicht wahr8 ,herr ,frst8 ,um ,peppe zu sprechen8 ,ach was1 ,peppe6 ,was fr einen ,peppe1 fuhr siora ,susanna1 mit beiden ,hnden gestikulierend1 fort4 ,der ,frst hat gerade ,zeit1 jetzt an ,peppe zu denken6 ,jetzt ist doch ,karneval4 ,der ,frst will sicher mit seiner ,cousine ,marchesa ,montelli1 und mit seinen ,freunden eine ,wagenfahrt unternehmen und in die ,stadt fahren1 per far allegria4 ,peppe6 ,peppe6 ,der ,frst war hchst erstaunt1 solche ,details ber die ,art1 wie er seine ,zeit verbringen wollte1 zu vernehmen1 aber er hat keinen ,anla1 sich zu wundern1 denn siora ,susanna wute alles4 ,nein1 meine lieben signore1 sagte der ,frst1 ich mu in der ,tat ,peppe sprechen4 ,diesmal jedoch war es siora ,grazia1 die die ,antwort erteilte2 sie hatte schon lngst ihren ,kopf aus einem ,fenster der zweiten ,etage herausgestreckt und sa lauschend da4 ,sie schnalzte zur ,antwort ein wenig mit der ,zunge und machte eine bezeichnende ,bewegung mit dem ,finger -- das gewhnliche ,zeichen der ,verneinung bei den ,rmerinnen -- und fgte dann hinzu3 ,er ist nicht zu ,hause4 ,aber vielleicht wissen ,sie1 wo er ist1 wohin er gegangen ist8 ,eh1 wohin wird er gegangen sein6 versetzte siora ,grazia1 indem sie ihren ,kopf ein wenig auf die ,seite neigte1 vielleicht -- in die ,osteria1 am ,platz beim ,brunnen2 wahrscheinlich hat ihn jemand aufgefordert2 er ist halt irgendwohin gegangen3 chi lo sa 7wer will es wissen74 ,wenn der ,principe ihm irgend etwas zu bestellen hat1 fiel hier ,signora ,barbaruccia ein1 die am gegenberliegenden ,fenster sa und im ,begriff war1 sich einen ,ohrring ins ,ohr zu hngen3 ,sie brauchen es mir nur zu sagen1 ich will es ihm ausrichten4 ,nein1 lieber nicht1 dachte der ,frst und dankte fr ein solches ,entgegenkommen4 ,in diesem ,augenblick lugte aus einer ,nebengasse eine mchtige schmutzige ,nase hervor1 die wie eine ungeheure ,axt ber den gleich darauf zum ,vorschein kommenden ,lippen und ber dem ganzen ,gesicht schwebte3 das war ,peppe in eigener ,person4 ,da ist ,peppe6 rief siora ,susanna4 ,da kommt ,peppe1 sior ,principe6 rief ,signora ,grazia lebhaft aus ihrem ,fenster4 ,er kommt1 ,peppe kommt6 trompetete siora ,cecilia aus einer ,straenecke4 ,principe1 ,principe6 ,das ist ja ,peppe6 ,da ist ,peppe6 7ecco ,peppe1 ecco ,peppe67 schrien die ,kinder auf der ,strae4 ,ich seh1 ich sehe1 sagte der ,frst1 ganz betubt von dem lauten ,geschrei4 ,da bin ich1 eccellenza4 ,da bin ich6 sagte ,peppe1 indem er die ,mtze abnahm4 ,man merkte es ihm an1 da er schon etwas vom ,karneval abgekriegt hatte4 ,er war auf einer ,seite mit einer ,ladung ,mehl bedacht worden3 der ganze ,rcken und eine ,seite waren ganz wei1 der ,hut war eingekeilt und das ganze ,gesicht mit weien ,tupfen bedeckt4 ,peppe war schon deswegen merkwrdig1 weil er sein ganzes ,leben lang den ,diminutivnamen ,peppe getragen hatte4 ,er hatte sich durchaus nicht bis zum ,giuseppe aufschwingen knnen1 obwohl er bereits grau zu werden begann4 ,er stammte sogar aus einer guten und wohlhabenden ,kaufmannsfamilie1 aber er hatte sein letztes ,huschen in einem ,proze verloren4 ,schon sein ,vater1 ein ,mensch von derselben ,gattung wie ,peppe1 trotzdem er sior ,giovanni genannt wurde1 hatte sein ganzes ,vermgen aufgezehrt1 und nun fristete ,peppe gleich vielen andern notdrftig sein ,leben1 so wie es gerade kam3 bald nahm er ,dienste bei einem ,auslnder1 bald spielte er den ,boten bei einem ,rechtsanwalt1 bald brachte er einem ,knstler das ,atelier in ,ordnung1 bald wieder diente er als ,wchter in einem ,weinberg oder in einer ,villa und je nach dem ,amt1 das er bekleidete1 wechselte er auch bestndig sein ,kostm4 ,mitunter begegnete man ,peppe in einem weiten ,rock und einem runden ,hut auf der ,strae1 bald wieder in einem engen ,kaftan1 der an zwei drei ,stellen geplatzt war1 und so enge rmel hatte1 da ,peppes lange ,arme wie zwei ,besenstiele aus ihnen hervorguckten1 zuweilen aber erschien er in einem ganz undefinierbaren ,kostm1 wobei er die einzelnen ,kleidungsstcke noch nicht einmal richtig angezogen hatte3 mitunter konnte man fast glauben1 er habe die ,jacke an ,stelle der ,hosen angezogen und sie hinten1 so gut es eben ging1 zugebunden4 ,er war stets zu allen mglichen ,diensten bereit und bernahm allerlei ,auftrge1 hufig sogar1 ohne da dabei etwas fr ihn abfiel4 ,er lief hin und verkaufte fr die in seiner ,strae wohnenden ,damen allerhand alten ,plunder3 in ,pergament gebundene ,bcher eines verarmten ,abbs oder ,antiquars oder das ,gemlde eines ,knstlers2 er ging morgens zu den ,abbs und nahm ihre ,hosen und ,schuhe1 um sie zu putzen1 mit sich nach ,hause1 wobei er es dann meist verga1 sie zur rechten ,zeit wieder zurckzubringen1 blo aus dem bereifrigen ,wunsch1 sich irgendeinem ,dritten gefllig zu erweisen1 und die ,abbs hatten dann den ganzen ,tag ber ,zimmerarrest1 da sie ja nicht ohne ,hosen und ,stiefel ausgehen konnten4 ,oft fiel ihm eine betrchtliche ,geldsumme zu4 ,aber er verfgte ber sie nach rmischer ,art1 d4 h4 schon am folgenden ,tage war fast nichts mehr davon brig1 und dies nicht etwa deshalb1 weil er das ,geld fr sich verbrauchte oder verschwendete1 sondern weil er alles in der ,lotterie verspielte1 fr die er eine groe ,leidenschaft besa4 ,es gab kaum eine ,nummer1 mit der er es nicht schon versucht hatte4 ,jede unbedeutende1 ganz alltgliche ,begebenheit erhielt fr ihn eine groe ,bedeutung4 ,wenn es sich einmal ereignete1 da er irgendeinen ,plunder auf der ,strae fand1 so sah er gleich in seinem ,wahrsagebuch nach1 unter welcher ,nummer er dort verzeichnet stand1 um sich sofort das entsprechende ,lotteriebillett zu besorgen4 ,einmal trumte er1 da der ,satan1 -- den er ohnedies aus einem unbekannten ,grunde jedesmal zu ,beginn des ,frhlings im ,traume sah -- da ihn der ,satan bei der ,nase gepackt hielt und ber die ,dcher smtlicher ,huser schleifte1 von der ,st4 ,ignatiuskirche1 ber den ganzen ,corso durch die ,tre ,ladronigasse bis nach der ,via della ,stamperia1 bis er endlich auf der ,treppe der ,trinita haltmachte und sagte3 ,das hast du dafr1 da du zum heiligen ,pankratius gebetet hast1 ,peppe6 ,deine ,nummer wird nicht gewinnen4 ,dieser ,traum machte in der ganzen ,strae groes ,aufsehen1 und besonders siora ,cecilia und siora ,susanna regten sich sehr ber ihn auf2 aber ,peppe deutete ihn in seiner ,weise3 er holte sofort sein ,wahrsagebuch und fand hier1 da der ,teufel #ac1 die ,nase #bd und der heilige ,pankratius #cj bedeutet1 und kaufte sich noch am selbigen ,morgen alle drei ,nummern4 ,dann addierte er alle drei ,zahlen zusammen1 was #fg ergab und besorgte sich noch ,nummer #fg4 ,wie gewhnlich waren alle vier ,nummern ,nieten4 ,ein anderes ,mal geriet er in ,streit mit einem ,weinbauer1 einem dicken ,rmer namens sior ,raphael ,tomacelli4 ,was der ,anla zu diesem ,streite war1 das wei ,gott allein2 es gab jedoch zwischen ihnen einen sehr lauten1 von lebhaften ,handbewegungen begleiteten ,disput1 und schlielich wurden beide kreidebleich -- ein drohendes ,zeichen1 auf das hin gewhnlich alle ,frauen entsetzt ans ,fenster eilen und der vorberkommende ,spaziergnger sich in ,sicherheit zu bringen sucht -- mit einem ,wort1 ein ,zeichen dafr1 da beide ,parteien gleich zum ,messer greifen werden4 ,und in der ,tat1 der dicke ,tomacelli hatte bereits seine ,hand in den ledernen ,stiefelschaft gesteckt1 der seine dicke ,wade eng umspannte1 um sein ,messer hervorzuholen1 und rief3 ,warte nur1 ich krieg dich schon1 du ,kalbskopf6 als sich ,peppe pltzlich mit der ,hand vor den ,kopf schlug und eilig das ,schlachtfeld verlie4 ,es war ihm eingefallen1 da er sich noch nie ein ,lotteriebillett auf das ,stichwort ,kalbskopf gekauft hatte4 ,er sah im ,wahrsagebuch nach1 unter welcher ,nummer der ,kalbskopf verzeichnet stand1 und lief schleunigst nach der ,lotteriekollekte1 so da alle ,straenbewohner1 die sich bereits auf ein blutiges ,schauspiel gefat gemacht hatten1 durch diese unerwartete ,wendung aufs hchste berrascht wurden1 ja selbst ,raphael ,tomacelli lie sein ,messer wieder in den ,stiefelschaft gleiten1 wute lange nicht1 was er nun beginnen sollte und sagte schlielich3 ,che uomo curioso6 7,seltsamer ,mensch67 brigens lie sich ,peppe dadurch1 da die ,billette stets ,nieten waren1 und da das ,geld weggeworfen war1 nicht im mindesten beirren4 ,er war fest berzeugt1 da er einmal reich werden wrde1 und wenn er an einem ,laden vorberging1 unterlie er es nie1 zu fragen1 was ein jeder ,gegenstand koste4 ,als er einmal erfuhr1 da ein groes ,haus verkauft werden sollte1 begab er sich zum ,verkufer1 um sich bei diesem genauer danach zu erkundigen1 und als seine ,bekannten sich ber ihn lustig machten1 versetzte er treuherzig3 ,was lacht ihr1 warum lacht ihr8 ,ich will es doch nicht gleich kaufen1 sondern spter einmal1 wenn ich ,geld haben werde4 ,das ist doch gar nicht so seltsam 444 ,ein jeder sollte sich ein ,vermgen erwerben1 um seinen ,kindern1 den ,armen1 oder fr einen ,kirchenbau und andre schne ,dinge etwas zu hinterlassen 444 ,chi lo sa4 ,der ,frst kannte ihn schon lange1 sein ,vater hatte ihn sogar einmal als ,bedienten engagiert1 aber sehr bald wieder davongejagt1 weil ,peppe seine ,livree bereits in einem ,monat aufgetragen und die ganzen ,toiletten des alten ,frsten durch einen unvorsichtigen ,sto mit dem ,ellenbogen aus dem ,fenster auf die ,strae geworfen hatte4 ,hr mal1 ,peppe6 sagte der ,frst4 ,was befehlen eccellenza8 versetzte ,peppe1 der barhaupt vor dem ,frsten stand1 der ,herr ,frst braucht nur zu sagen1 ,peppe6 und schon bin ich da6 ,daher brauchen der ,herr ,frst nur zu sagen3 ,hr mal1 ,peppe6 so erwidere ich schon3 ecco me eccelenza6 ,du mut mir folgenden ,dienst leisten1 ,peppe6 444 ,bei diesen ,worten sah der ,frst sich um1 und bemerkte1 da sich smtliche siore ,grazias1 smtliche ,susannen1 ,barbarucci1 ,tettas und ,tuttas1 soviel ihrer da waren1 neugierig aus dem ,fenster lehnten2 die arme siora ,cecilia aber war beinahe im ,begriff1 auf die ,strae herunterzufallen4 ,hm1 die ,sache steht schlimm6 dachte der ,frst1 komm ,peppe1 folge mir6 ,mit diesen ,worten schritt er voran1 whrend ,peppe ihm gesenkten ,hauptes folgte und vor sich hinmurmelte3 ,eh6 diese ,weiber sind so neugierig1 weil's eben ,weiber sind1 weil sie eben neugierig sind4 ,lange schritten sie1 jeder mit seinen eigenen ,gedanken beschftigt1 aus einer ,strae in die andere4 ,peppe dachte bei sich3 ,der ,frst will mir wahrscheinlich einen wichtigen ,auftrag geben1 weil er nicht in ,gegenwart der andern davon reden will2 folglich habe ich ein schnes ,geschenk oder gar ,geld von ihm zu erwarten4 ,wenn mir der ,frst aber ,geld gibt1 was soll ich damit anfangen8 ,soll ich es dem ,cafbesitzer sior ,serviglio geben1 dem ich schon lange was schuldig bin8 ,sior ,serviglio wird in der ersten ,fastenwoche sicherlich sein ,geld von mir zurckfordern1 denn er hat all sein ,geld fr den ,bau der ungeheuren ,geige verbraucht1 an der er drei ,monate lang eigenhndig gearbeitet hat1 um whrend des ,karnevals mit ihr durch alle ,straen zu ziehen1 jetzt wird sior ,serviglio wahrscheinlich noch lange statt ,rostbraten nur ,ziegenfleisch und in ,wasser gekochte ,broccoli essen1 bis er sich wieder mit seinem ,caf genug ,geld verdient hat4 ,oder soll ich sior ,serviglio noch nicht bezahlen1 sondern ihn blo zum ,mittagessen in eine ,osteria auffordern8 ,denn sior ,serviglio ist ein -- vero ,romano und wird mir um der ihm erwiesenen ,ehre willen die ,rckzahlungsfrist noch ein wenig verlngern2 die ,lotterie beginnt bestimmt in der zweiten ,woche der ,fasten4 ,wie soll ich nur bis dahin das ,geld verwahren8 ,die kann ich es so verstecken1 da weder ,giacomo noch ,meister ,petruccio1 der ,drechsler1 etwas davon erfhrt1 die mich sicherlich bitten werden1 ihnen etwas zu leihen8 ,giacomo hat nmlich all seine ,kleider bei den ,juden im ,gettho versetzt1 ,meister ,petruccio hat gleichfalls seine ,kleider zum ,juden ins ,gettho getragen1 und hat einen ,unterrock und das letzte ,tuch seiner ,frau in ,stcke gerissen1 um sich als ,weib zu verkleiden 444 wie soll ich es nur anstellen1 da ich ihnen nichts leihen mu8 ,dies waren die ,gedanken1 die ,peppe durch den ,kopf gingen4 ,der ,frst seinerseits aber dachte3 ,peppe kann herauskriegen1 wo das schne ,mdchen wohnt1 wer sie ist und kann sie mir auffinden4 ,erstens kennt er alle ,menschen und hat daher eher als alle andern ,gelegenheit1 in der ,menge einem ,freund zu begegnen1 er kann von diesem etwas erfahren1 kann in alle ,cafs und ,osterien hineinblicken und kann sogar jemand ansprechen1 da er durch seine ,figur bei niemand ,verdacht erregt4 ,er schwatzt zwar mitunter zuviel und ist recht zerstreut1 aber wenn man ihn bei seiner ,rmerehre fat und ihm sein ,ehrenwort abnimmt1 so wird er das ,geheimnis schon zu bewahren wissen4 ,so dachte der ,frst1 whrend er die ,straen durchschritt2 endlich blieb er stehen1 als er gewahrte1 da er die ,brcke lngst berschritten hatte und sich schon lange auf der ,seite ,roms befand1 die jenseits des ,tibers liegt1 da er bereits bergan ging und da die ,kirche ,s4 ,pietro in ,montorio nicht mehr fern war4 ,um nicht auf dem ,wege stehenzubleiben1 betrat er den ,platz1 von dem aus man ganz ,rom berblicken kann und sagte zu ,peppe gewandt3 ,hr mal1 ,peppe3 ich mu dich um einen ,dienst bitten4 ,was wnschen eccellenza8 versetzte ,peppe4 ,in diesem ,augenblick aber sah der ,frst ,rom vor sich liegen2 wie ein herrliches1 leuchtendes ,panorama breitete sich die ewige ,stadt vor ihm aus4 ,auf der ganzen hellen ,masse der ,huser1 ,kirchen1 ,kuppeln und ,turmspitzen lag der leuchtende ,glanz der herabsinkenden ,sonne4 ,einzeln und in ganzen ,gruppen traten eines hinter dem andern die ,huser1 die ,dcher1 die ,statuen1 die schwebenden ,terrassen und die ,galerien hervor2 dort funkelten die dnnen ,spitzen der ,trme und ,kuppeln einer ,masse und spielten mit der kaprizisen ,buntheit bemalter ,laternen in tausend ,farben1 dort trat ein ganzer ,palast hervor1 dort die schn geschmckte ,spitze der ,antoninussule mit dem ,kapitl und der ,statue des ,apostels ,paulus2 mehr rechts strebten die ,gebude des ,kapitols mit ihren ,rossen und ,statuen in den ,himmel1 noch mehr rechts ber der leuchtenden ,masse der ,huser und ,dcher erhob sich majesttisch und streng das finstere ,massiv des coliseischen ,kolosses1 dort wieder funkelte eine ,flucht von ,mauern1 ,terrassen und ,kuppeln1 in blendendes ,sonnenlicht getaucht4 ,und ber der ganzen blitzenden ,masse grten die ,wipfel steinerner ,eichen fern aus den ,villen der ,ludovisi und ,medici mit ihrem dunklen ,laub herber1 ber ihnen ragte ein ,wald von rmischen ,pinien empor1 die ihre zarten ,stmme mit den kuppelfrmigen ,wipfeln in die ,luft streckten4 ,und dieses ganze ,bild wurde seiner ganzen ,lnge nach begrenzt von dunkelblauen ,bergen1 die sich zart und durchsichtig wie die ,luft am ,horizont erhoben und von einem phosphoreszierenden ,lichte umwoben wurden4 ,kein ,wort und kein ,pinsel htte die wunderbare ,harmonie und den eintrchtigen ,zusammenhang aller ,zge dieses ,bildes schildern knnen6 ,die ,luft war so rein und durchsichtig1 da die zarteste ,linie der fernen ,gebude klar hervortrat und da alles so nahe erschien1 wie wenn man es mit der ,hand greifen konnte4 ,das letzte kleinste architektonische ,ornament1 der ,arabeskenschmuck eines ,gesimses -- alles zeichnete sich mit einer unbeschreiblichen ,deutlichkeit ab4 ,in diesem ,augenblick ertnte ein ,kanonenschu und ein ferner1 in eins zusammenflieender ,schrei der ,volksmenge -- das ,zeichen1 da die reiterlosen ,rosse schon vorbeigaloppiert waren und damit der ,karnevalstag seinen ,abschlu gefunden hatte4 ,die ,sonne sank immer tiefer herab und nherte sich dem ,erdrand2 ihr ,abglanz auf der ,masse der ,bauwerke wurde immer rosiger und glhender1 die ,stadt erschien jetzt noch belebter und nher1 die ,pinien noch dunkler1 das ,blau der ,berge wurde noch tiefer1 sie phosphoreszierten noch strker1 und der erlschende ,himmelsther wurde noch wundersamer und feierlicher6 444 ,o ,gott1 welch ein ,anblick6 ,und ganz hingerissen von all der ,herrlichkeit verga der ,frst sich selbst1 die ,schnheit ,anunziatas1 das rtselhafte ,schicksal seines ,volkes und alles1 was es auf dieser ,welt gab4 ,anhang ,i ,arabesken ,die ,arabesken sind in der ersten ,januarhlfte des ,jahres #ahce erschienen2 die ,unterschrift des ,zensors trgt das ,datum den #aj4 ,november #ahcd4 ,arabesken 7,erster ,teil7 ,i4 ,skulptur1 ,malerei und ,musik4 ,der ,entwurf zu diesem ,aufsatz stammt aus dem ,jahre #ahca1 die endgltige ,bearbeitung fr den ,druck fllt in das ,jahr #ahcd4 ,,ii4 ber das ,mittelalter4 ,dieser ,aufsatz1 ,gogols ,antrittsvorlesung1 ist im ,august #ahcd niedergeschrieben4 ,,iii4 ,ein ,kapitel aus einem historischen ,roman4 ,wurde zum erstenmal in dem ,almanach ,nordische ,blumen fr das ,jahr #ahca 7,ssewernyje zwety na #ahca god7 abgedruckt4 ,die ,unterschrift des ,zensors trgt das ,datum den #ah4 ,dezember #ahcj4 ,,iv4 ber den ,unterricht in der ,weltgeschichte4 ,dieser ,aufsatz ist im ,dezember #ahcc geschrieben4 ,in der ersten ,hlfte des ,jahres #ahcd wurde er noch einmal berarbeitet und erschien dann in der neuen ,fassung im ,februarheft der ,zeitschrift des ,kultusministeriums 7,journal ,ministerstwa ,narodnawo prossweschtschenja7 ,jahrgang #ahcd4 ,v4 ,ein berblick ber das ,werden ,kleinrulands4 ,der erste ,entwurf zu diesem ,aufsatz stammt aus dem ,jahre #ahcc2 im ,mrz #ahcd wurde er fr den ,druck neu bearbeitet und erschien zum erstenmal im ,aprilheft der ,zeitschrift des ,kultusministeriums1 ,jahrgang #ahcd1 unter dem ,titel ,ein ,abschnitt aus der ,geschichte ,kleinrulands1 ,band ,i1 ,buch ,i1 ,kapitel ,i4 ,,vi4 ,einige ,worte ber ,puschkin4 ,der erste ,entwurf stammt aus dem ,jahre #ahcb1 die letzte ,bearbeitung fr den ,druck aus dem ,jahre #ahcd4 ,,vii4 ber die ,architektur unserer ,zeit4 ,dieser ,aufsatz ist in der zweiten ,hlfte des ,jahres #ahcc begonnen1 #ahcd wurde er vor der ,drucklegung noch einmal berarbeitet4 ,,viii4 ,al-,mamun4 ,dieses ,essay stammt aus dem ,jahre #ahcd4 ,arabesken 7,zweiter ,teil7 ,i4 ,das ,leben4 ,der ,entwurf zu dieser ,skizze stammt aus dem ,jahre #ahcb1 die letzte ,bearbeitung aus dem ,jahre #ahcd4 ,,ii4 ,schlzer1 ,mller und ,herder4 ,der erste ,entwurf zu diesem ,aufsatz stammt aus dem ,jahre #ahcb1 die letzte ,fassung aus dem ,jahre #ahcd4 ,,iii4 ,der ,newsky-,prospekt4 ,diese ,novelle wurde #ahcc oder im ,anfang des ,jahres #ahcd begonnen4 ,im ,oktober #ahcd wurde sie fr den ,druck fertiggestellt4 ,bei der ,umarbeitung erhielt folgende ,stelle der ursprnglichen ,handschrift eine neue ,fassung3 ,wenn ,piragow seine ,uniform angehabt htte1 so htte wahrscheinlich die ,achtung vor seinem ,rang und seiner ,wrde die wilden ,teutonen sicherlich von ihrem ,unternehmen abstehen lassen2 aber er war ja nur als ,zivilist und als ,privatperson erschienen -- im ,rock und ohne ,epauletten4 ,in rasender ,wut rissen die ,deutschen ihm den ,rock vom ,leibe2 ,hoffmann setzte sich ihm mit dem ganzen ,gewicht seines ,leibes auf die ,beine1 ,kunz packte ihn am ,kopfe und ,schiller ergriff ein ,rutenbndel1 das bei ihm den ,dienst eines ,besens versah4 ,ich mu zu meinem groen ,bedauern gestehen1 da der ,leutnant ,piragow uerst schmerzhafte ,prgel bezog4 7,vergl4 ,seite #bch47 ,,iv4 ber die kleinrussischen ,lieder4 ,dieser ,aufsatz ist im ,mrz des ,jahres #ahcd niedergeschrieben und im ,aprilheft der ,zeitschrift des ,kultusministeriums1 ,jahrgang #ahcd1 erschienen4 ,v4 ,gedanken ber ,geographie4 ,dieser ,aufsatz erschien zum erstenmal in der ersten ,nummer der ,literaturzeitung 7,literaturnaja ,gaseta7 im ,januarheft des ,jahrgangs #ahca unter dem ,titel ,einige ,gedanken ber die ,art1 wie man ,kinder in der ,geographie unterrichten soll4 ,die neue ,fassung1 wie sie in den ,arabesken vorliegt1 stammt aus dem ,jahre #ahcd4 ,,vi4 ,der letzte ,tag von ,pompeji4 ,ist im ,august des ,jahres #ahcd geschrieben4 ,,vii4 ,der ,gefangene4 ,stammt aus dem ,jahre #ahcj4 ,,viii4 ber die ,vlkerwanderung am ,ende des ,v4 ,jahrhunderts4 ,ist wahrscheinlich im ,september des ,jahres #ahcd geschrieben4 ,,ix4 ,memoiren eines ,wahnsinnigen4 ,stammt aus dem ,jahre #ahcd4 ,,ii ,aufstze aus ,puschkins ,zeitgenossen ,i4 ber die ,strmungen in der ,zeitschriftenliteratur der ,jahre #ahcd-ahce4 ,dieser ,aufsatz wurde im ,februar #ahcf begonnen und erschien in neuer ,bearbeitung im ,april des ,jahres #ahce im ersten ,bande des ,zeitgenossen 7,sowremennik7 von ,puschkin4 ,,ii4 ,petersburger ,skizzen #ahcf4 ,dieser ,aufsatz besteht aus zwei ,teilen4 ,der erste ,teil stammt aus dem ,jahre #ahce1 der zweite aus dem ,april und ,mai des ,jahres #ahcf4 ,beide ,teile wurden zum erstenmal im sechsten ,bande von ,puschkins ,zeitgenossen abgedruckt1 der erst nach seinem ,tode erschien und die vom #b4 ,mai #ahcg datierte ,unterschrift des ,zensors trgt4 ,,iii4 ,italienische ,sommernchte4 ,der ,entwurf zu diesen ,skizzen stammt aus dem ,jahre #ahci4 ,,iii ,rom ,ein ,fragment ,s4 ,t4 ,aksakow1 dem ,gogol diese ,erzhlung #ahci selbst vorgelesen hat1 nennt sie die ,italienische ,novelle ,anunziata4 ,die ,erzhlung ist noch vor dem ,september desselben ,jahres in ,rom niedergeschrieben4 ,gegen ,ende des ,jahres #ahda wurde das ,fragment vor der ,drucklegung noch einmal berarbeitet4 ,es erschien in der dritten ,nummer des ,moskwitjanin 7der ,moskauer7 vom ,jahre #ahdb4 99 99 99 99 99 ,diese ,nachtrge und ,anmerkungen sind der russischen ,ausgabe von ,tichonrawow und ,schenrock 7,petersburg #aija7 entnommen4 ,der ,herausgeber4 ,druck von ,mnicke und ,jahn1 ,rudolstadt4 ,anmerkungen zur ,transkription ,die ,schreibweise der ,buchvorlage wurde weitgehend beibehalten4 ,auch ,variationen in der ,transliteration der russischen ,namen wurden nicht verndert4 ,im ,original ist in den ,memoiren eines ,wahnsinnigen im letzten ,eintrag 7,seite #chd7 der ,monatsname ,februar um #ahj ,grad gedreht 7kopfstehend7 geschrieben4 ,offensichtliche ,fehler wurden korrigiert wie hier aufgefhrt 7vorher_/nachher73 ,s4 #c3 444 kann man wohl schon die ,unvollkommenheit deines ,ganzen 444 444 kann man wohl schon die ,unvollkommenheit des ,ganzen 444 ,s4 #aj3 444 apelliert an unsere ,sympathie und nicht an unsere ,genufhigkeit4 444 444 appelliert an unsere ,sympathie und nicht an unsere ,genufhigkeit4 444 ,s4 #bg3 444 pltzlich in schrecklicher ,majestt auf1 diese endenlosen 444 444 pltzlich in schrecklicher ,majestt auf1 diese endlosen 444 ,s4 #ca3 444 der inmitten seiner unvermelichen ,lndereien1 im ,kreise 444 444 der inmitten seiner unermelichen ,lndereien1 im ,kreise 444 ,s4 #ca3 444 singen -- der unerbitterliche ,dolch erreichte sie am ,ende 444 444 singen -- der unerbittliche ,dolch erreichte sie am ,ende 444 ,s4 #cd3 444 ist1 und niemand erfhrt etwas von von ihnen4 444 444 ist1 und niemand erfhrt etwas von ihnen4 444 ,s4 #ci3 444 der heute den ,pirjatinsker ,kreis von dem ,lublinschen 444 444 die heute den ,pirjatinsker ,kreis von dem ,lublinschen 444 ,s4 #dj3 444 des ,mirgorodschen ,regiments nannte1 zu tun6 444 ,man 444 444 des ,mirgorodschen ,regiments nannte1 zu tun8 444 ,man 444 ,s4 #dc3 444 heuzutage nie eine kurze1 klare ,antwort geben1 er wird 444 444 heutzutage nie eine kurze1 klare ,antwort geben1 er wird 444 ,s4 #dd3 444 doch gar nicht gehrt1 da bei ,lochwitze ein ,lager aufgeschlagen 444 444 doch gar nicht gehrt1 da bei ,lochwitza ein ,lager aufgeschlagen 444 ,s4 #ej3 444 nachdem er zweiundfnzig ,seelenmessen fr den verstorbenen 444 444 nachdem er zweiundfnfzig ,seelenmessen fr den verstorbenen 444 ,s4 #ed3 444 erwrgst ja den ,kater8 ,ich habe dir was ,ses mitgebracht6 444 444 erwrgst ja den ,kater6 ,ich habe dir was ,ses mitgebracht6 444 ,s4 #gd3 444 ,nordosten in drohender ,majestt die ,wacht2 die bebefreiten 444 444 ,nordosten in drohender ,majestt die ,wacht2 die befreiten 444 ,s4 #abe3 444 kein harmonisches ,ganze mehr4 444 444 kein harmonisches ,ganzes mehr4 444 ,s4 #abe3 444 so wurden dieser schlielich primitiv und einfach bis zur 444 444 so wurde dieser schlielich primitiv und einfach bis zur 444 ,s4 #abg3 444 ,wlbung nach den ,wolken strebt oder in einen gegewaltigen 444 444 ,wlbung nach den ,wolken strebt oder in einen gewaltigen 444 ,s4 #adj3 444 mit ihrem bunten ,gewande1 und ihrem kostbarem ,halsgeschmeide4 444 444 mit ihrem bunten ,gewande1 und ihrem kostbaren ,halsgeschmeide4 444 ,s4 #adf3 444 uere annehmen1 bald wieder einen frhlichen ,ausdruck1 444 444 ueres annehmen1 bald wieder einen frhlichen ,ausdruck1 444 ,s4 #aeh3 444 die keine bestimmte ,gesetze kennen1 liegt die 444 444 die keine bestimmten ,gesetze kennen1 liegt die 444 ,s4 #afa3 444 ,fanatismus1 -- einen ,fantismus1 der die ,massen auseinanderri1 444 444 ,fanatismus1 -- einen ,fanatismus1 der die ,massen auseinanderri1 444 ,s4 #afh3 444 des ,menschen4 ,alles ist vergnglich4 ,gemein ist alle 444 444 ,menschen4 ,alles ist vergnglich4 ,gemein ist alle 444 ,s4 #agi3 444 ein unzertrennliches ,ganze ist das ,ziel1 nach dem seine 444 444 ein unzertrennliches ,ganzes ist das ,ziel1 nach dem seine 444 ,s4 #aib3 444 ,lesen von ,journlen beschftigen1 mit einem ,wort1 444 444 ,lesen von ,journalen beschftigen1 mit einem ,wort1 444 ,s4 #aig3 444 ,epaulette bringen sie schon in solch eine ,vewirrung1 da 444 444 ,epaulette bringen sie schon in solch eine ,verwirrung1 da 444 ,s4 #aii3 444 ,licht dies ,lcheln vorgegaukelt hatt4 ,allein1 der 444 444 ,licht dies ,lcheln vorgegaukelt hatte4 ,allein1 der 444 ,s4 #bfc3 444 nie ein schnes ,ganze zurckbleiben4 -- ,es werden 444 444 nie ein schnes ,ganzes zurckbleiben4 -- ,es werden 444 ,s4 #bga3 444 in ,kiew1 einen ,king ,bench8 ber diese wird das 444 444 in ,kiew1 einen ,king ,bench6 ber diese wird das 444 ,s4 #bgc3 444 ein organisches ,ganze zu bilden4 444 444 ein organisches ,ganzes zu bilden4 444 ,s4 #bhc3 444 ,schrecken und doch wieder seinen ,schreck pltzlich vergessend1 444 444 ,schrecken und doch wieder ihren ,schreck pltzlich vergessend1 444 ,s4 #cjf3 444 der ,zivilisation wren berhaupt um viele ,jahrhunderte 444 444 der ,zivilisation wre berhaupt um viele ,jahrhunderte 444 ,s4 #cca3 444 von selbst1 da diese ,taten in seine ,untertanen keinen allzu 444 444 von selbst1 da diese ,taten in seinen ,untertanen keinen allzu 444 ,s4 #cii3 444 durchaus zu verwerfen wren4 ,dies erinnnerte an den 444 444 durchaus zu verwerfen wren4 ,dies erinnerte an den 444 ,s4 #daj3 444 ,beobochter die ,erwartungen des nach ,neuem 444 444 ,beobachter die ,erwartungen des nach ,neuem 444 ,s4 #daj3 444 ,biene unb die ,lesebibliothek waren1 die natrlich nie 444 444 ,biene und die ,lesebibliothek waren1 die natrlich nie 444 ,s4 #dbd3 444 allerhand ,kmpfer laut miteinander im ,streite liegen4 444 444 allerhand ,kmpfer laut miteinander im ,streite liegen8 444 ,s4 #dbd3 444 mit jeder orginalen ,schpfung3 aus ihr lernen wir den 444 444 mit jeder originalen ,schpfung3 aus ihr lernen wir den 444 ,s4 #ddd3 444 ,verhltnissen ,talente entwickeln4 ,gebt uns um ,gottes 444 444 ,verhltnissen ,talente entwickeln8 ,gebt uns um ,gottes 444 ,s4 #ddd3 444 ,autoren frmlich in ihre ,stcken geschleppt werden1 so wie 444 444 ,autoren frmlich in ihre ,stcke geschleppt werden1 so wie 444 ,s4 #dfb3 444 hob sich mir ihrer schirmartigen1 wie in der ,luft schwebenden 444 444 hob sich mit ihrer schirmartigen1 wie in der ,luft schwebenden 444 ,s4 #dfb3 444 klingendem1 diamentenem ,strahl das ,wasser emporsprang 444 444 klingendem1 diamantenem ,strahl das ,wasser emporsprang 444 ,s4 #dib3 444 ,adel verleiht4 ,wie klein erschien ihm vor dieser unschtterlichen1 444 444 ,adel verleiht4 ,wie klein erschien ihm vor dieser unerschtterlichen1 444 ,s4 #dig3 444 rndeten sich die ,kuppeln1 die ,statuen des lateranischen 444 444 rundeten sich die ,kuppeln1 die ,statuen des lateranischen 444 ,s4 #eja3 444 ihm seinen entschwundenen ,glanz wiederzugeben4 ,und 444 444 ihm seinen entschwundenen ,glanz wiederzugeben8 ,und 444 ,s4 #eja3 444 er gedacht der ,zeit1 als er noch als ,student der ,universitt1 444 444 er gedachte der ,zeit1 als er noch als ,student der ,universitt1 444 ,s4 #ebi3 444 er kann von diesen etwas erfahren1 kann in alle ,cafs 444 444 er kann von diesem etwas erfahren1 kann in alle ,cafs 444