,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahig erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche und altertmliche ,schreibweisen1 sowie regionale ,ausdrcke1 insbesondere in ,zitaten aus ,drers ,zeit1 bleiben gegenber dem ,original unverndert2 fremdsprachliche ,zitate wurden nicht korrigiert4 ,einige ,abbildungen wurden zwischen die ,abstze verschoben und zum ,teil sinngem gruppiert1 um den ,textfluss nicht zu beeintrchtigen4 ,das ,original wurde in ,frakturschrift gesetzt2 hiervon abweichende und besondere ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den nachfolgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen unterstrichen3 ,unterstriche gesperrt3 ,pluszeichen ,antiqua3 ,tilden ,liebhaber-,ausgaben ,illustration ,knstler-,monographien ,in ,verbindung mit ,andern herausgegeben von ,h4 ,knackfu ,v ,drer ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahig ,drer ,von ,h4 ,knackfu ,mit #acd ,abbildungen von ,gemlden1 ,holzschnitten1 ,kupferstichen und ,zeichnungen ,fnfte ,auflage ,illustration ,bielefeld und ,leipzig ,verlag von ,velhagen ,klasing #ahig ,von diesem ,werke ist fr ,liebhaber und ,freunde besonders luxuris ausgestatteter ,bcher auer der vorliegenden ,ausgabe eine numerierte ,ausgabe veranstaltet1 von der nur #ajj ,exemplare auf ,extra-,kunstdruckpapier hergestellt sind4 ,jedes ,exemplar ist in der ,presse sorgfltig numeriert 7von #a-ajj7 und in einen reichen ,ganzlederband gebunden4 ,der ,preis eines solchen ,exemplars betrgt #bj ,m4 ,ein ,nachdruck dieser ,ausgabe1 auf welche jede ,buchhandlung ,bestellungen annimmt1 wird nicht veranstaltet4 ,die ,verlagshandlung4 ,druck von ,fischer ,wittig in ,leipzig4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,die ,kreuztragung4 ,skizze ,drers zu einem ,fries1 im ,british ,museum zu ,london4 ,albrecht ,drer4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,buchstabe aus einem ,albrecht ,drer zugeschriebenen ,holzschnitt-,alphabet4 ,aus der schnen ,knospe1 die im ,,xv4 ,jahrhundert heranwuchs1 entfaltete sich jene prchtige ,blte1 welche der deutschen ,kunst des ,,xvi4 ,jahrhunderts einen der ehrenvollsten ,pltze in der gesamten ,kunstgeschichte sichert4 ,vor den anderen ,knsten fand die ,malerei ihre groen ,meister in ,deutschland4 ,die ,kraft des grten deutschen ,knstlers erwuchs auf dem ,boden der gewerbfleiigen ,reichsstadt ,nrnberg1 in deren ,malerwerksttten alte ,handwerksberlieferungen mit ,gewissenhaftigkeit und ,emsigkeit gepflegt wurden4 ,albrecht ,drer ward zu ,nrnberg am #ba4 ,mai #adga geboren4 ,sein ,vater war ein aus ,ungarn eingewanderter ,goldschmied2 derselbe war in seiner ,jugend lange in den ,niederlanden bei den groen ,knstlern8 gewesen1 war dann im ,jahre #adee nach ,nrnberg gekommen und hatte in der ,werkstatt des ,goldschmieds ,hieronymus ,holper ,stellung gefunden2 #adfg hatte er dessen erst fnfzehnjhrige ,tochter ,barbara geheiratet und war im folgenden ,jahre ,meister und ,brger von ,nrnberg geworden4 ,der junge ,albrecht1 bei dessen ,taufe der berhmte ,drucker und ,buchhndler ,anton ,koburger ,gevatter stand1 wurde fr das vterliche ,gewerbe bestimmt4 ,nachdem er die ,schule besucht hatte1 lernte er beim ,vater das ,goldschmiedehandwerk4 ,aber seine ,lust trug ihn mehr zu der ,malerei denn zu dem ,goldschmiedehandwerk2 und als er dies dem ,vater vorstellte1 gab dieser nach1 obschon es ihm leid that um die mit der ,goldschmiedelehre vergeblich verbrachte ,zeit4 -- ,es sind ,drers eigene ,aufzeichnungen1 denen wir diese ,nachrichten verdanken4 ,von ,albrecht ,drers frh entwickelter auergewhnlicher ,begabung sind uns zwei ,proben bewahrt geblieben4 ,die unter dem ,namen ,albertina bekannte ,sammlung von ,kupferstichen und ,handzeichnungen im ,palast des ,erzherzogs ,albrecht zu ,wien besitzt ein mit dem ,silberstift gezeichnetes ,selbstbildnis des ,goldschmiedelehrlings mit der spter eigenhndig hinzugefgten ,beischrift3 ,das hab ich aus einem ,spiegel nach mir selbst konterfeit im #adhd4 ,jahr1 da ich noch ein ,kind war4 ,albrecht ,drer8 7,abb4 #c74 ,das andere ,blatt1 welches mit ,hinsicht auf die ,jugend seines ,urhebers eine nicht minder erstaunliche ,leistung ist als jenes1 und das zugleich bekundet1 da auch in der ,goldschmiedewerkstatt ein gediegener ,zeichenunterricht erteilt wurde1 befindet sich im ,kupferstichkabinett des ,berliner ,museums2 es ist eine ,federzeichnung vom ,jahre #adhe und stellt eine thronende ,mutter ,gottes zwischen zwei ,engeln dar4 ,da sehen wir ,figuren1 die1 wie es nicht anders zu erwarten1 eine nur unvollkommene ,kenntnis des menschlichen ,krpers verraten1 und ,gewnder1 die in angelernter ,formengebung die eckige ,scharfbrchigkeit des ,faltenwurfs zeigen1 welche der sptgotischen ,kunst ,oberdeutschlands eigen war und die nicht nur mit der ,vorliebe der ,zeit fr leichte ,sammetgewebe zusammenhing1 sondern auch mit der tonangebenden ,stellung der ,holzschnitzerei in der bildenden ,kunst4 ,zugleich aber zeigt sich in dem ,aufbau der ,komposition neben einer liebenswrdigen kindlichen ,schlichtheit ein feiner ,sinn fr ,raumausfllung und abgewogene ,verteilung der ,massen1 und vor allem erfreut den ,beschauer eine ,herzlichkeit und ,innigkeit der ,empfindung1 die vollkommen knstlerisch ist4 ,und die zarten und doch schon so sicheren ,striche1 mit denen der ,knabe gezeichnet hat1 lassen die markige ,festigkeit der ,hand des ,mannes vorausahnen 7,abb4 #d74 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,drers ,selbstbildnis vom ,jahre #adhd4 ,silberstiftzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 ,der ,vermerk von ,drers ,hand in der oberen rechten ,ecke des ,bildes lautet3 ,das hab ich aus einem ,spiegel nach mir selbst konterfeit im #adhd4 ,jahr1 da ich noch ein ,kind war4 ,albrecht ,drer48 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,am #cj4 ,november #adhf kam ,albrecht ,drer zu ,michael ,wolgemut in die ,lehre2 auf drei ,jahre ward die ,zeit bemessen1 die er hier dienen8 sollte4 -- ,aus dieser ,lehrzeit ,drers stammt ein ,bildnis seines ,vaters1 das in der ,uffiziengalerie zu ,florenz bewahrt wird 7,abb4 #e74 ,schon in diesem frhen ,werk gibt sich der junge ,knstler als ein ,meister der ,bildnismalerei zu erkennen4 ,die ernsten1 klugen ,zge des ,mannes auf dessen frommen ,sinn der ,rosenkranz in seinen ,hnden hinweist1 sind mit groer ,lebendigkeit und ,feinheit aufgefat2 man sieht1 das ,bild mu sprechend hnlich gewesen sein4 ,den liebevollen ,flei1 den der junge ,maler auf die ,ausfhrung dieses ersten ,bildnisses verwendet hat1 kann man in dem jetzigen ,zustande des ,gemldes nur noch ahnen4 ,denn dasselbe war sehr schlecht erhalten und ist deswegen einer berarbeitung unterworfen worden2 dabei hat alles ein derberes ,aussehen bekommen1 als es noch vor wenigen ,jahren -- vor der berarbeitung -- der ,fall war2 namentlich erscheint das ,gesicht durch die ,vergrberung der ,zge jetzt lter1 als in dem frheren ,zustand4 ,auf diesem ,bilde erscheint zum erstenmal das bekannte ,monogramm ,albrecht ,drers1 welches er zeitlebens beibehalten hat4 ,auf die ,rckseite der ,holztafel hat ,drer ein ,wappen gemalt4 ,noch strker durch die ,unbilden der ,zeit geschdigt1 als die ,vorderseite1 zeigt diese erste ,probe von ,drers heraldischem ,geschmack in ihrem jetzigen bermalten ,zustand kaum noch einen ,strich von seiner ,hand4 ,doch bleibt dieselbe sachlich interessant4 ,es ist ein ,ehewappen4 ,von den beiden unter einem ,helm vereinigten ,schilden mu demnach der linke -- mit einem springenden ,widder -- derjenige der mtterlichen ,vorfahren ,drers sein2 der rechte ,schild1 derjenige der ,familie ,drer1 zeigt als sogenanntes redendes1 das heit aus dem ,namen hergeleitetes ,wappen eine geffnete ,thre 7,abb4 #f74 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,marienbild4 ,federzeichnung von #adhe im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,als ,albrecht ausgedient hatte1 schickte ihn sein ,vater auf die ,wanderschaft4 ,nach ,ostern #adij zog er aus und sah sich vier ,jahre lang in der ,welt um4 ,in ,kolmar und in ,basel ward er von den ,brdern des krzlich verstorbenen ,martin ,schongauer freundlich aufgenommen4 ,von dort aus scheint er die ,alpen durchwandert zu haben und bis nach ,venedig gekommen zu sein4 ,unterwegs hielt er manches ,landschaftsbild fest1 und zwar bisweilen in sorgfltigster ,ausfhrung mit ,wasserfarben4 ,drer war vielleicht der erste ,maler1 welcher die selbstndige ,bedeutung der ,landschaft und die ,poesie der landschaftlichen ,stimmung erfate4 ,dabei wute er die ,formen und die ,farben der ,natur mit unbedingter ,treue wiederzugeben4 ,manche seiner frheren und spteren ,studienbltter aus der ,fremde und aus der ,heimat sind ,landschaftsbilder im allermodernsten und allerrealistischsten ,sinne 7,abb4 #g74 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,drers ,vater4 ,gemlde von #adij in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 7,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz47 ,neben vielerlei ,studien und ,entwrfen hat sich aus ,drers ,wanderzeit auch ein sorgfltig in l gemaltes ,selbstbildnis vom ,jahre #adic erhalten 7in der ,sammlung ,felix zu ,leipzig74 ,goethe hat dasselbe beschrieben mit den ,worten3 ,unschtzbar hielt ich ,albrecht ,drers ,portrt1 von ihm selbst gemalt mit der ,jahrzahl #adic1 also in seinem zweiundzwanzigsten ,jahre1 halbe ,lebensgre1 ,bruststck1 zwei ,hnde1 die ,ellenbogen abgestutzt1 purpurrotes ,mtzchen mit kurzen schmalen ,nesteln1 ,hals bis unter die ,schlsselbeine blo1 am ,hemde gestickter ,obersaum1 die ,falten der rmel mit pfirsichroten ,bndern unterbunden1 blaugrauer mit gelben ,schnren verbrmter berwurf1 wie sich ein feiner ,jngling gar zierlich herausgeputzt htte1 in der ,hand bedeutsam ein blaublhendes ,eryngium1 im ,deutschen ,mannestreue genannt1 ein ernstes ,jnglingsgesicht1 keimende ,barthaare um ,mund und ,kinn1 das ,ganze herrlich gezeichnet1 reich und unschuldig1 harmonisch in seinen ,teilen1 von der hchsten ,ausfhrung1 vollkommen ,drers wrdig1 obgleich mit sehr dnner ,farbe gemalt48 ,mein ,sach die geht1 wie es oben steht81 ist mit zierlichen ,lettern in den ,hintergrund geschrieben 7,abb4 #h74 ,als ,drer nach ,pfingsten des ,jahres #adid heimkam1 hatte ihm sein ,vater bereits die ,braut geworben4 ,es war ,agnes ,frey1 die ,tochter eines kunstreichen ,mannes1 der in allen ,dingen erfahren8 war1 aus angesehenem ,geschlecht4 ,schon am #ad4 ,juli desselben ,jahres fand die ,hochzeit statt4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,ehewappen von ,drers ,eltern4 ,auf die ,rckseite des in ,abb4 #e wiedergegebenen ,bildes gemalt4 7,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz47 ,man mchte denken1 da ,drer sich beeilt htte1 die ,zge seiner jungen ,gattin1 die als schn galt1 in einem ,bilde festzulegen4 ,erhalten hat sich aber aus der ersten ,zeit der ,ehe nur eine ganz flchtige ,federzeichnung 7in der ,albertina71 die nicht als ,bildnis1 sondern mehr als ,scherz aufgefat1 die junge ,frau in halber ,figur zeigt1 wie sie1 mit auf den ,tisch gesttztem ,arm1 das ,kinn auf die ,hand gelehnt1 eben im ,begriff ist einzunicken4 ,mein ,agnes8 hat ,drer dabei geschrieben4 ,wie ,frau ,agnes1 die hier in der ,hausschrze und mit unbedecktem1 nicht ganz in ,ordnung gehaltenem ,haar erscheint1 in ihren guten ,kleidern aussah1 mag man wohl berechtigt sein1 aus drei ebenfalls in der ,albertina befindlichen ,trachtenbildchen zu entnehmen1 aquarellierten ,federzeichnungen1 die ,drer im ,jahre #aejj ausfhrte und mit den ,beischriften versah3 ,also geht man in ,husern 7zu7 ,nrnberg81 ,also geht man in ,nrnberg in die ,kirchen8 und ,also gehen die ,nrnberger ,frauen zum ,tanz48 ,ein wirkliches ,bildnis der ,albrecht ,drerin8 hat ,drer im ,jahre #aejd mit dem ,silberstift gezeichnet4 ,dasselbe befindet sich1 leider sehr verwischt1 in einer ,privatsammlung zu ,braunschweig4 ,da sehen wir unter der groen ,haube ein nicht mit ungewhnlichen ,reizen ausgestattetes1 aber offenes und verstndiges ,gesicht4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,die ,drahtziehmhle4 ,naturaufnahme in ,wasserfarben4 ,im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,drers ,ehe blieb kinderlos4 ,dennoch hatte er bald fr den ,unterhalt einer greren ,familie zu sorgen4 ,im ,jahre #aejb beschlo ,drers ,vater sein ,leben2 er hatte dasselbe mit groer ,mhe und schwerer1 harter ,arbeit zugebracht84 ,mit schlichten1 herzlichen ,worten hat ,drer in seinen ,aufzeichnungen das ,andenken des ,mannes geehrt1 der ihn von frhester ,kindheit an zu ,frmmigkeit und ,rechtschaffenheit erzogen hatte4 ,nach des ,vaters ,tode nun lag dem jungen ,meister nicht nur fr die zrtlich geliebte ,mutter1 die er zu sich nahm1 sondern auch fr eine ,schar von jngeren ,geschwistern die ,sorge ob4 ,dem ,anschein nach waren seine ,vermgensverhltnisse eine ,zeitlang keineswegs glnzend2 durch seine unermdliche ,arbeitskraft aber und durch seine rastlose ,thtigkeit brachte er es nach und nach zu einer ganz ansehnlichen ,wohlhabenheit4 ,bald nach der ,verheiratung erffnete ,drer eine selbstndige ,werkstatt4 ,dazu bedurfte es weder eines ,meisterstckes noch sonstiger ,frmlichkeiten4 ,denn in ,nrnberg galt1 im ,gegensatz zu den brigen ,stdten ,deutschlands1 die ,malerei als eine freie ,kunst1 die keinen znftigen ,ordnungen unterworfen war4 ,das kam auch der ,stellung eines ,malers1 der in ,wahrheit ein ,knstler war1 zu gute3 ,albrecht ,drer ist niemals als ,handwerksmeister betrachtet worden4 ,die ersten greren ,auftrge freilich1 die dem jungen ,knstler zu teil wurden1 ,altarwerke und ,gedchtnistafeln1 muten in der blichen ,weise mit ,hilfe von ,gesellen hergestellt werden4 ,doch auch in diesen ,arbeiten offenbarte sich deutlich die schpferische ,kraft des ,meisters und seine sichere ,beherrschung der ,form1 und unverkennbar prgte er manchem der ,bilder die ,zge der eigenen ,knstlerhand auf4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,drers ,selbstbildnis vom ,jahre #adic4 lgemlde in der ,sammlung ,felix zu ,leipzig4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,marienbild 7,madonna mit der ,meerkatze874 ,einer der frhesten ,kupferstiche ,drers4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,der verlorene ,sohn4 ,einer der frhesten ,kupferstiche ,drers4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,mutmaliches ,bildnis ,friedrichs des ,weisen1 ,kurfrsten von ,sachsen2 mit ,wasserfarben gemalt4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,in ,drers knstlerischem ,wesen treten zwei ,grundzge hervor1 der wissenschaftliche und der phantastische4 ,drer erklrte den ,wissenstrieb fr die einzige unter den begehrenden und wirkenden ,krften des ,gemts1 welche niemals befriedigt und bersttigt werden knnte4 ,so trat er auch seiner ,kunst als ,forscher entgegen4 ,er wollte erkennen1 um sich immer mehr vervollkommnen zu knnen4 ,das ,suchen nach dem ,wesen der ,schnheit fhrte ihn zwar zu dem echt knstlerischen ,bekenntnis3 ,die ,schnheit1 was das ist1 das wei ich nicht48 ,aber von seiner ,jugend an bis ins ,alter lie er nicht ab1 mit ,zirkel und ,mastab die ,gestalt des ,menschen und des nchstschnen ,geschpfes1 des ,pferdes1 zu untersuchen1 um1 wenn sich auch die ,schnheit mit ,ma und ,zahl nicht fassen lie1 so doch die ,gesetzmigkeit1 auf der die ,harmonie der ,erscheinung beruhen mute1 zu ergrnden4 ,zum ,ausgleich war ihm neben dem grbelnden ,verstand eine khn umherschweifende ,phantasie gegeben4 ,whrend jener das ,gesetzmige suchte1 liebte diese das ,ungewhnliche und ,seltsame2 sie reizte ihn1 ,erscheinungen1 welche die ,trume ihm vortuschten1 in ,form zu kleiden4 ,forschungstrieb und ,einbildungskraft1 beide lieen ihn als beste ,lehrmeisterin der ,kunst die ,natur entdecken4 ,das war der groe ,schritt1 der ,drers ,kunst von derjenigen seiner ,vorgnger scheidet4 ,drer umfing die ,natur mit ,liebe4 ,er wute das ,wirkliche mit der denkbar grten ,unmittelbarkeit aufzufassen4 ,aber bei der uersten ,naturtreue opferte er auch nicht das geringste von seinen knstlerischen ,absichten auf4 ,seine eigenen ,worte kennzeichnen am besten die ganze ,hoheit seiner ,kunstanschauung3 ,wahrhaftig steckt die ,kunst in der ,natur2 wer sie heraus kann reien1 der hat sie48 ,niemand solle glauben1 fhrt ,drer den ,gedanken weiter aus1 da er etwas besser machen knne1 als wie es ,gott geschaffen habe4 ,nimmermehr knne ein ,mensch aus eigenen ,sinnen ein schnes ,bild machen2 wenn aber einer durch vieles ,nachbilden der ,natur sein ,gemt voll gefat habe1 so besame sich die ,kunst und erwachse und bringe ihres ,geschlechtes ,frchte hervor3 daraus wird der versammelte heimliche ,schatz des ,herzens offenbar durch das ,werk und die neue ,kreatur1 die einer in seinem ,herzen schafft1 in der ,gestalt eines ,dinges48 -- ,schon in seinen ,jugendarbeiten hat ,drer gezeigt1 einen wie reichen ,schatz er in seinem ,herzen versammelt hatte4 -- ,das lteste erhaltene ,altarwerk aus ,drers ,werkstatt befindet sich in der ,dresdener ,gemldegalerie4 ,dasselbe besteht aus drei mit ,temperafarben auf ,leinwand gemalten ,bildern und zeigt uns in der ,mitte die ,mutter ,gottes1 auf den ,flgeln die ,heiligen ,antonius und ,sebastian4 ,drers eigenhndige ,arbeit blickt hier berall durch1 und sein erfindender ,geist waltet sichtbar in der kleinsten ,einzelheit4 ,die drei ,bilder bringen schon in der ,auffassung ganz ,neues1 sind unabhngig von jeder frheren ,art und ,weise1 die hier gegebenen ,gegenstnde zu behandeln4 ,auf dem ,mittelbild sehen wir die ,jungfrau ,maria1 in weniger als halber ,figur1 hinter einer ,brstung1 auf welcher das ,jesuskind schlafend auf einem ,kissen ruht4 ,sie hat in einem ,gebetbuch gelesen1 welches aufgeschlagen auf einem kleinen ,pult an dem einen ,ende der ,brstung liegt1 und wendet sich jetzt nach dem ,kinde hin1 an das sie mit gefalteten ,hnden die ,fortsetzung ihres ,gebetes richtet4 ber ihr schweben kleine ,englein und schwingen ,weihrauchfsser1 deren aufsteigender ,dampf nach alter kirchlicher ,symbolik das ,gott wohlgefllige ,gebet bedeutet4 ,zwei andere ,englein halten ber dem ,kopf der ,jungfrau eine prchtige ,krone4 ,wieder andere der kleinen ,engelkinder sind herabgestiegen auf den ,boden des ,gemaches1 dessen ,raum den ,hintergrund bildet1 und machen sich hier und in der in einem ,durchblick sichtbaren ,werkstatt ,josephs durch husliche ,verrichtungen ntzlich4 ,eines der kleinen ,wesen weht mit einem ,wedel die ,fliegen vom ,antlitz des schlummernden ,jesus4 ,das ist alles beraus liebenswrdig empfunden1 und ein unendlicher ,flei der ,ausfhrung erstreckt sich von dem erkennbaren ,bilderschmuck des ,gebetbuchs im ,vordergrund bis zu den winzigen ,figuren1 die man ganz fern auf der durch das ,fenster des ,gemaches sichtbaren ,strae gewahrt4 ,knstlerisch aber noch bedeutender als das ,mittelbild sind die schmalen ,flgelgemlde1 welche die beiden ,heiligen ebenfalls als ,halbfiguren hinter ,brstungen zeigen mit kleinen ,engeln1 die ihre ,hupter umschweben 7,abb4 #ab74 ,der heilige ,einsiedler ,antonius ist ein ruhiger ,greis2 er hlt die trockenen1 knochigen ,hnde auf das ,betrachtungsbuch gelegt und lt sich nicht mehr ngstigen durch die unholden ,teufelsfratzen1 die seinen ,kopf umschwirren und um deren ,verscheuchung die kleinen ,engel sich bemhen4 ,bei dem heiligen ,sebastian ist die ,jugendlichkeit ebenso vollkommen durchgefhrt1 wie bei dem ,einsiedler die ,altehrwrdigkeit2 sie spricht aus den weichen ,formen des ,kopfes1 dem lockigen ,geringel der ,haare und den kraftgefllten ,muskeln des entblten ,krpers1 wie aus dem lebhaften ,ausdruck des ,betenden und selbst seiner ,art und ,weise1 die ,hnde zu falten4 ,von den munter flatternden ,englein sind einige damit beschftigt1 ein ,purpurgewand um die nackten ,schultern des ,glaubenszeugen zu legen1 zwei andere1 von denen eines ein ,bndel ,pfeile als ,zeugnis von dessen ,martertod unter dem ,arm trgt1 halten einen goldenen ,reif1 die ,krone der ,heiligkeit1 fr ihn in ,bereitschaft4 ,auch bei dem heiligen ,antonius trgt einer der ,engel ein solches schmales ,diadem herbei4 ,durch diese ,reifen und die entsprechende ,knigskrone im ,mittelbilde hat ,drer die sonst gebruchlichen ,heiligenscheine ersetzt1 deren ,anbringung ihm wohl nicht recht vereinbar erschien mit der aufrichtigen ,naturwahrheit1 mit der er seine ,gestalten durchbildete4 ,das ,streben nach mglichst vollkommener ,naturwahrheit -- nach innerer im ,charakter und ,ausdruck der ,personen1 und nach uerer in der ,form1 spricht sich in diesen ,bildern schon sehr deutlich aus4 ,unverhllte ,krperformen von so durchgearbeiteter schner ,naturtreue wie der ,oberkrper dieses ,sebastian waren bis dahin in ,deutschland noch nicht gemalt worden4 -- ,das ,dresdener ,altarwerk stammt aus der ,schlokirche zu ,wittenberg4 ,es unterliegt wohl keinem ,zweifel1 da dasselbe zufolge einer ,bestellung des ,kurfrsten ,friedrich von ,sachsen ausgefhrt worden ist1 der sich zwischen #adid und #aeja wiederholt in ,nrnberg aufhielt und fr den ,drer mehrfach thtig war4 -- ,mehrere um diese ,zeit oder wenig spter unter ,drers ,leitung und nach seinen ,entwrfen angefertigte ,altargemlde und ,einzeltafeln lassen die ,hand von ,gehilfen recht deutlich erkennen4 ,aus anderen hinwiederum spricht mit voller ,kraft des ,meisters begnadete ,eigenart und seine packende1 ber jeden ,wechsel des ,zeitgeschmacks triumphierende ,wahrhaftigkeit der ,darstellungsweise4 ,vor allem gilt dies von einem in der ,alten ,pinakothek zu ,mnchen befindlichen1 wiederum aus einem ,mittelbild mit zwei ,flgeln bestehenden ,altarwerk1 welches1 weil es im ,auftrage von ,mitgliedern der ,nrnberger ,familie ,paumgrtner gemalt worden ist1 als der ,paumgrtnersche ,altar bezeichnet zu werden pflegt 7,abb4 #be-bg74 ,die ,mitteltafel dieses ,werkes zeigt die ,geburt ,christi4 ,wir blicken in das ,innere einer malerischen ,ruine1 deren ,sulen und ,bogen dem romanischen ,stil angehren2 das ist sehr bezeichnend fr die ,renaissance1 die das ,alte aufsuchte und nachbildete1 whrend sich die mittelalterliche ,kunst bei der ,darstellung von ,architekturen stets aufs genaueste nach dem jedesmaligen ,baustil der ,zeit richtete2 ,werke des ,altertums hatte ,drer ja noch nicht kennen gelernt1 und so uerte der ,zug der ,zeit sich bei ihm darin1 da er anstatt des ,antiken das ,altertmlichste1 was ihm zugnglich war1 also ,romanisches1 zur ,darstellung brachte4 ,die ,ruine dient als ,stall4 ,dem ,seitenraum1 welcher ,ochs und ,esel beherbergt1 ist ein ,bretterdach vorgebaut1 und unter diesem liegt das neugeborene ,knblein1 von kindlich sich freuenden ,engeln umgeben4 ,maria betrachtet knieend ihr ,kind in freudiger ,erregung4 ,joseph kniet ergriffen und bewegt an der anderen ,seite des ,kindes1 auerhalb des ,schutzdaches nieder4 ,von drauen herein kommen schon einige ,hirten1 denen der ,engel1 den man noch in den ,lften schweben sieht1 die ,botschaft verkndet hat 7,abb4 #be74 ,das ,schnste aber an dem ,paumgrtnerschen ,altar sind die beiden ,flgelbilder2 auf jedem derselben erblicken wir die lebensvolle ,prachtgestalt eines geharnischten ,kriegers1 der in wilder ,landschaft neben seinem ,rosse steht 7,abb4 #bf u4 #bg74 ,vermutlich fhren uns diese ,mnner mit ihren scharf ausgeprgten bildnismigen ,gesichtern die ,stifter des ,altarwerks vor4 ,man pflegt den vom ,mittelbild rechts stehenden als ,lukas ,paumgrtner1 den anderen als dessen ,bruder ,stephan zu bezeichnen4 ,es war ja nicht ungebruchlich1 da die ,stifter eines ,altars ihre ,bildnisse auf demselben anbringen lieen4 ,und sich in ,kriegskleidung darstellen zu lassen1 dazu knnten die ,paumgrtner ja irgend eine besondere ,veranlassung gehabt haben4 ,aber es widerspricht der kirchlichen ,gepflogenheit und dem natrlichen ,gefhl1 da in ,stifterbildnissen als solchen die irdischen ,persnlichkeiten anders als in der durch die ,zusammenstellung mit dem ,gttlichen gebotenen ,haltung der ,verehrung und ,anbetung abgebildet worden wren4 ,deswegen mu man annehmen1 da die beiden ,geharnischten1 auch wenn sie die ,zge der ,paumgrtner tragen1 zugleich zwei ritterliche ,heilige -- etwa ,georgius und ,eustachius -- vorstellen4 ,das ,fehlen des ,heiligenscheins ist kein ,gegengrund gegen diese ,annahme4 ,denn ,drer hat dieses herkmmliche ,zeichen der ,heiligkeit in seinen ausgefhrten ,gemlden immer weggelassen4 ,mit der vollkrftigen ,wirklichkeitstreue1 in der er seine ,gestalten und deren ,umgebung malte1 vertrug sich selbst der leichte goldene ,strahlenschein nicht1 den die van ,eycksche ,schule an ,stelle des mittelalterlichen ,nimbus eingefhrt hatte4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,der heil4 ,antonius der ,einsiedler und der heil4 ,sebastian4 ,flgelgemlde des ,altarwerkes in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,die ,frlegerin4 ,wahrscheinlich als ,studie zu einem ,marienbild gemaltes ,bildnis aus dem ,jahre #adig4 ,in der ,gemldegalerie zu ,augsburg4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,drers ,vater4 ,kohlenzeichnung im ,british ,museum zu ,london4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,drers ,selbstbildnis von #adih4 ,in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 ,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz4 ,zwei einzelne ,altartafeln1 die zwar berwiegend von ,schlerhand ausgefhrt1 aber als ,kompositionen bedeutsame ,werke des ,meisters sind1 die eine mit der ,jahreszahl #aejj bezeichnet1 die andere augenscheinlich zu derselben ,zeit entstanden1 stellen die ,beweinung des ,leichnams ,christi dar4 ,das eine dieser beiden ,bilder1 in der ,mnchener ,pinakothek befindlich1 fhrt uns an den ,fu des ,kreuzes4 ,der in ein ,leintuch gebettete heilige ,leichnam ist eben auf den ,boden gelegt worden2 ,joseph von ,arimathia hlt den ,kopf und ,oberkrper desselben emporgerichtet1 whrend ,nikodemus1 mit einem groen ,gef ,spezereien im ,arm1 das ,leintuch am ,fuende gefat hat4 ,neben ,nikodemus steht eine der ,marien1 tief eingehllt in einen dunklen ,mantel1 mit einem zweiten ,salbengef4 ,die brigen ,frauen haben sich neben dem ,toten auf den ,boden niedergelassen2 zwischen zwei wehklagenden ,matronen ringt die ,mutter ,maria in lautlosem ,schmerz die ,hnde2 ,maria ,magdalena hlt liebkosend die schlaffe ,rechte des ,leichnams gefat4 ,der ,jnger ,johannes ist ehrerbietig hinter die ,frauen zurckgetreten2 er blickt mit gefalteten ,hnden zur ,seite1 ins ,leere4 ,in der ,ferne sieht man in hellem ,abendlicht unter einer dunklen ,wolke die ,stadt und ,burg von ,jerusalem mit darber emporsteigendem felsigen ,gebirge4 ,das ,bild als ,ganzes fesselt gleich beim ersten ,anblick den ,beschauer durch die wunderbare ,freiheit und ,natrlichkeit der doch so sorgfltig abgewogenen ,komposition1 und je lnger man dasselbe eingehend betrachtet1 um so ergreifender spricht aus demselben die tiefempfundene ,klage 7,abb4 #bd74 ,das andere ,gemlde ist diesem in der ,stimmung sehr hnlich4 ,es wurde im ,auftrage der ,familie ,holzschuher gemalt und befindet sich jetzt im ,germanischen ,museum zu ,nrnberg4 ,der ,schauplatz des ,vorgangs ist hier vor die ffnung der ,grabeshhle verlegt2 es ist der ,augenblick einer kurzen letzten ,rast auf dem ,wege von ,golgatha1 das man in der ,ferne sieht1 zur ,gruft4 ,die ,stifterfamilie ist nach einem der lteren ,kunst sehr gelufigen1 bei ,drer sonst nicht mehr vorkommenden ,gebrauch am unteren ,rande des ,bildes in ganz kleinen ,figuren1 welche im ,gebete knieen1 abgebildet4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,die heimliche ,offenbarung ,johannis8 7#adih73 ,johannes vor dem ,angesicht ,gottes 7,apok4 #a1 #ab-ag74 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,die heimliche ,offenbarung ,johannis8 7#adih73 ,die vier ,reiter 7,apok4 #f1 #b-h74 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,die heimliche ,offenbarung ,johannis8 7#adih73 ,das ,blasen der sechsten ,posaune 7,apok4 #i1 #ac-ai74 ,die ,aufgabe der ,malerei begrenzt ,drer im ,sinne seiner ,zeit folgendermaen3 ,die ,kunst des ,malens wird gebraucht im ,dienst der ,kirche444 behlt auch die ,gestalt der ,menschen nach ihrem ,absterben48 ,die ,gemlde sollen also entweder ,andachtsbilder oder ,bildnisse sein4 ,doch hat er sich im ,jahre #aejj auch einmal auf dem der ,kunst des ,nordens bisher fast vllig fremden ,gebiete der ,mythologie versucht1 mit einer ,darstellung des ,herkules1 der die stymphalischen ,vgel ttet 7im ,germanischen ,museum zu ,nrnberg74 ,dieses mit dnnen ,farben auf ,leinwand gemalte ,bild ist sehr beachtenswert als ein ,zeugnis von der eingehenden ,gewissenhaftigkeit1 mit der ,drer den menschlichen ,krper kennen zu lernen sich bemhte4 ,in ,bezug auf diese ,kenntnis steht ,drer unendlich hoch ber all seinen ,vorgngern in ,deutschland4 ,das beweisen schon die ,christuskrper auf den beiden vorerwhnten ,gemlden4 ,hier aber hat er sich die ,aufgabe gestellt1 das ,spiel der ,muskeln in einer lebhaften ,bewegung zu erfassen und wiederzugeben4 ,bemerkenswert ist auch die schne ,landschaft mit den groen ,linien von ,berg und ,see2 hnliche ,formen mag ,drer wohl auf seiner ,wanderschaft am ,sdfu der ,alpen gesehen haben 7,abb4 #bc74 ,viel bedeutender aber als dieses ,bild1 das brigens durch schlechte ,behandlung sehr gelitten hat1 sind die ,bildnisse1 welche ,drer neben seinen ,altarwerken in jener ,zeit malte4 ,ein in das ,berliner ,museum gelangtes ,bild eines ,mannes in reicher ,kleidung1 mit ,temperafarben gemalt1 wird mit groer ,wahrscheinlichkeit als das ,portrt des ,kurfrsten ,friedrich 7des ,weisen7 von ,sachsen angesehen4 ,wenn diese ,annahme zutrifft1 so wrde es wohl gleichzeitig mit dem ,dresdener ,altarwerk entstanden sein1 und dieser frstliche ,gnner wre vielleicht der erste gewesen1 der bei ,drer ein ,bildnis bestellte 7,abb4 #aa74 ,das ,bild eines betenden ,mdchens mit prchtigem aufgelsten ,goldhaar1 ber dem auf ,stirn und ,scheitel ein ganz dnner1 durchsichtiger ,schleier liegt1 in der ,gemldegalerie zu ,augsburg1 gilt fr das ,portrt einer ,tochter der ,nrnberger ,familie ,frleger4 ,dieses holdselige ,mdchenbild1 das wie eine ,naturstudie zu einer ,madonna aussieht1 zeigt uns1 da ,drers scharfer ,blick fr das ,charakteristische auch den ,zauber weiblicher ,anmut und zarter ,jungfrulichkeit im innersten ,wesen zu erfassen wute 7,abb4 #ac74 ,ein aus dem nmlichen ,jahre #adig1 dem die ,frlegerin8 angehrt1 stammendes ,bildnis von ,drers ,vater befindet sich im ,besitze des ,herzogs von ,northumberland2 vielleicht ist die schne ,kohlenzeichnung1 welche das ,britische ,museum bewahrt1 als die ,vorzeichnung zu demselben anzusehen 7,abb4 #ad74 ,in ,ermangelung von ,bildnisauftrgen sa sich ,drer1 nachdem er den ,vater gemalt hatte1 wieder selbst ,modell4 ,die dunkelblonden ,locken wallten ihm jetzt in reicher ,flle auf die ,schultern herab1 in seinen ,zgen lag ein ber seine ,jahre hinausgehender ,ernst4 ,so zeigte er sich in dem im ,pradomuseum zu ,madrid befindlichen ,gemlde1 in schwarz und weier ,kleidung von ausgesuchtem modischen ,schnitt1 mit einem fast schwermtig zu nennenden ,ausdruck um ,mund und ,augen4 ,das ,bild ist mit der ,jahreszahl #adih und den ,worten3 ,das malt ,ich nach meiner gestalt ,ich war sex und zwanzig ,jar alt ,albrecht ,drer8 und darunter noch mit dem ,monogramm bezeichnet4 ,eine ,wiederholung desselben1 in welcher der ,ausdruck des ,kopfes etwas abgeschwcht und die ,zge ruhiger und heiterer gehalten sind1 befindet sich in der ,sammlung von ,malerbildnissen in der ,uffiziengalerie zu ,florenz 7,abb4 #ae74 ,das folgende ,jahr brachte ,bestellungen aus den ,kreisen der ,nrnberger ,brgerschaft4 ,drei ,bildnisse aus der ,familie ,tucher tragen die ,jahreszahl #adii4 ,es sind ,brustbilder in halber ,lebensgre4 ,zwei derselben1 ,hans ,tucher und seine ,ehefrau ,felicitas 7,abb4 #bj und #ba7 befinden sich im ,museum zu ,weimar1 das dritte1 ,frau ,elsbeth ,tucherin1 ,gattin von ,niklas ,tucher -- dessen ,bild zweifellos auch vorhanden gewesen ist --1 in der ,gemldegalerie zu ,kassel4 ,alle drei ,bilder sind in ganz gleicher ,weise ausgefhrt4 ,die ,gesichter sind mit einer harten ,bestimmtheit gezeichnet1 zweifellos in schrfster hnlichkeit4 ,die ,hintergrnde bestehen aus ,damastteppichen und ,ausblicken in das ,freie1 wo ,bumchen und ,wolken in einer eigentmlich kindlichen ,weise angegeben sind4 ,fast mchte man glauben1 ,drer wre bei der ,aufgabe1 ,personen aus einem so vornehmen ,geschlecht zu malen1 einigermaen befangen gewesen3 die ,malerei ist glatt und sauber1 aber ohne lebendigen ,farbenreiz4 ,ungleich malerischer ist das in der ,mnchener ,pinakothek befindliche prchtig lebenswahre ,bildnis des ,oswald ,krell aus dem nmlichen ,jahre4 ,schwarzer ,sammt1 brauner ,pelz1 eine rote ,stoffwand und das ,blau und ,grn eines reizvollen landschaftlichen ,ausblickes umgeben den von hellbraunen ,locken umwallten ,kopf des jungen ,mannes mit einem krftigen ,farbenklang 7,abb4 #ai74 ,im ,jahre #aejj malte ,drer dann das bekannteste und schnste seiner ,selbstbildnisse1 das sich 7in leider nicht ganz unversehrtem ,zustande7 in der ,pinakothek zu ,mnchen befindet3 in gerader ,vorderansicht1 das edle ,antlitz von einer noch strker gewordenen ,flle wohlgepflegter ,locken umrahmt1 mit ruhigem ,ausdruck und mit klar beobachtendem ,blick aus den glnzenden1 offenen ,augen 7,abb4 #bb74 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,bildnis des ,oswald ,krell4 lgemlde von #adii in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,hans ,tucher4 lgemlde von #adii1 im ,groherzogl4 ,museum zu ,weimar4 ,aus dem ersten ,jahresheft der ,kunsthistorischen ,gesellschaft fr photographische ,publikationen4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,felicitas ,tucherin1 ,gattin von ,hans ,tucher4 lgemlde von #adii1 im ,groherzogl4 ,museum zu ,weimar4 ,aus dem ersten ,jahresheft der ,kunsthistorischen ,gesellschaft fr photographische ,publikationen4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,drers ,selbstbildnis vom ,jahre #aejj4 lgemlde in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,die ,inschrift des ,bildes lautet3 ,albertus ,durerus ,noricus ipsum me propriis hic effingebam coloribus aetatis anno ,,xxviii8 7,albrecht ,drer aus ,nrnberg habe mich selbst hier mit naturgetreuen ,farben abgemalt im #bh4 ,lebensjahr74 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,herkules bekmpft die stymphalischen ,vgel4 ,mit ,wasserfarben ausgefhrtes ,gemlde von #aejj1 im ,germanischen ,museum zu ,nrnberg4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,die ,kreuzabnahme4 lgemlde von #aejj in der kniglichen ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,dasjenige aber1 wodurch ,albrecht ,drer schon in jungen ,jahren zu einem weltbekannten ,manne wurde1 waren weder seine ,kirchengemlde noch seine ,bildnisse1 sondern ein ,holzschnittwerk4 ,gemlde hafteten an ihren ,pltzen auf den ,altren der ,kirchen oder in den ,wohnungen der ,besteller4 ,es war immer nur ein mehr oder weniger eng begrenzter ,kreis von ,menschen1 der dieselben zu ,gesicht bekam4 ,holzschnitte aber1 die dank der ,billigkeit ihrer ,druckherstellung zu einem uerst niedrigen ,preise vertrieben werden konnten1 gingen als fliegende ,bltter8 in alle ,welt hinaus4 ,durch diese wurde in jener ,zeit mehr noch als durch das gedruckte ,wort ,tausenden und aber ,tausenden eine begierig aufgenommene geistige ,nahrung zugefhrt4 ,im ,jahre #adih gab ,drer die ,geheime ,offenbarung des ,evangelisten ,johannes mit lateinischem und deutschem ,text und fnfzehn ,holzschnitten von sehr groem ,format 7#bh zu #ci ,centimeter7 heraus4 ,er kam mit der ,wahl dieses ,stoffes der ,stimmung der ,zeit entgegen4 ,die erregten ,gemter des noch unklar nach ,neuem ringenden1 mit sich selbst im ,zwiespalt liegenden ,zeitalters vertieften sich mit besonderer ,vorliebe in die geheimnisvollen und so verschiedenartig ausgelegten ,weissagungen der ,apokalypse4 ,ihm aber1 dem von ,schaffensdrang erfllten ,knstler1 bot sich hier das reichste ,feld fr seine unerschpfliche ,einbildungskraft4 ,der ,zeichner wute den phantastischen ,geschichten des ,verfassers mit gleich khnem ,fluge der ,phantasie zu folgen4 ,so schuf er eine ,verbildlichung der dunklen ,seherworte des ,evangelisten1 wie sie so knstlerisch und gehaltreich die ,welt noch nicht gesehen und nicht geahnt hatte4 ,sein ,werk war etwas ganz ,neues1 eine ,offenbarung der ,kunst4 ,auch heute noch knnen diese urwchsigen1 kraft- und geistvollen ,bilder ihre ,wirkung niemals verfehlen4 ,derjenige mte wahrlich ein ganzer ,barbar sein1 der bei diesen ,meisterwerken groartiger ,erfindung ,ungenauigkeiten und ,hrten der ,zeichnung kleinlich bemngeln wollte1 anstatt sich hinreien zu lassen von der ,wucht der urgewaltigen ,kompositionen4 ,gewi fehlt es nicht an ,hrten und an ,versten gegen die uerliche sogenannte ,richtigkeit1 und oberflchliche ,schnheit der ,gestalten war niemals ein ,endziel von ,drers knstlerischen ,bestrebungen4 ,drer bediente sich1 um auszusprechen1 was er zu sagen hatte1 der ,formensprache1 die er erlernt hatte1 der ,formensprache seiner ,zeit4 ,diese ,formensprache berhrt den heutigen ,menschen1 der an eine andere knstlerische ,ausdrucksweise gewhnt ist1 anfangs befremdlich1 ebenso wie die ,schriftsprache jener ,zeit4 ,sie befremdet in den ,holzschnittzeichnungen in strkerem ,mae1 da ,drer hier fr die groe ,menge deutlich verstndlich sein wollte1 und da er1 damit das ,charakteristische nicht unter dem ,messer des ,holzschneiders verwischt werde1 die krftigste1 hrteste ,kennzeichnung anstreben mute1 whrend in seinen ,gemlden das ,studium des ,naturwirklichen seiner knstlerischen ,sprache ,wendungen verleiht1 die sie der heutigen1 wieder auf die ,natur zurckkehrenden ,ausdrucksweise nher bringt4 ,aber jedermann1 der sich die ,mhe gibt1 kann ,drers ,formensprache erlernen4 ,namentlich fr uns ,deutsche ist es nicht so schwer1 wie es vielleicht anfangs manchem scheint2 denn jeder ,strich1 den ,drer gezeichnet hat1 ist deutsch4 ,wer sich in die ,bltter der ,apokalypse1 die1 wenn auch in ,originaldrucken nicht mehr allzu hufig1 so doch in verschiedenen1 durch die technischen ,mittel der ,gegenwart mit vollkommener ,treue wiedergegebenen ,nachbildungen berall zugnglich sind1 ernstlich vertieft1 der wird bei jeder ,betrachtung neue knstlerische ,schnheiten entdecken und neuen ,genu aus denselben ziehen4 berall sehen wir hier die tiefsten ,gedanken mit packender ,kraft zum ,ausdruck gebracht1 mag nun die ,darstellung nur aus wenigen ,figuren bestehen oder mgen zahllose ,figuren die ,bildflche fllen2 mag der ,jubel der ,seligen geschildert sein oder grauser ,schrecken4 -- ,das erste ,blatt der ,folge dient als ,einleitung und beschftigt sich mit der ,person des ,verfassers der geheimen ,offenbarung3 es zeigt den ,evangelisten ,johannes1 wie er1 nach der ,erzhlung einer ,legende1 unter dem ,kaiser ,domitian mit siedendem l gepeinigt wird1 ohne ,schaden zu nehmen4 ,dann beginnt die ,reihe der apokalyptischen ,bilder mit der ,erscheinung ,gottes vor dem ,evangelisten 7,abb4 #af74 ,wie groartig ist hier allein schon die ,entrckung aus aller ,erdennhe angedeutet durch einen ,wolkenraum1 der die ,vorstellung des ,unbegrenzten erweckt6 ,in dem ,wolkenmeere thront der ,herr1 von sieben goldenen ,leuchtern umgeben1 und ,johannes ist bei seinem ,anblick ihm zu ,fen niedergefallen und vernimmt mit gefalteten ,hnden seine ,worte4 ,die ,erscheinung ,gottes ist im engsten ,anschlu an die ,worte des ,textes dargestellt3 ,sonnenstrahlen umgeben sein ,haupt1 ,feuerflammen lohen aus den ,augen1 ein ,schwert geht von seinem ,munde aus4 ,das alles wirkt so gewaltig1 da das ,befremdliche hinter dem ,groartigen des ,eindrucks verschwindet4 ,drers knstlerische ,kraft hat auch das fr die bildliche ,wiedergabe scheinbar ganz ,unmgliche bewltigt3 wie machtvoll blicken die ,augen zwischen den nach auen lodernden ,flammen heraus1 und welche erhabene ,gre liegt in der ausgestreckten ,rechten1 an der sieben flimmernde ,sterne haften4 -- ,im folgenden ,bilde sehen wir ber der ,erde1 die durch eine formenreiche ,landschaft angedeutet wird1 das geffnete ,himmelsthor4 ,im ,wolkenringe1 aus dem ,blitzesflammen hervorbrechen1 zwischen denen blasende ,kpfe die ,stimmen des ,donners verbildlichen1 sitzen die vierundzwanzig ltesten mit ,kronen und ,harfen4 ,innerhalb des von ihnen gebildeten ,kreises erscheint in der ,hhe der ,herr auf dem vom ,regenbogen umzogenen ,thron1 umgeben von den sieben ,lampen und den vier lebenden ,wesen4 ,ein ,engel fliegt vor seinen ,fen herab1 um zu fragen1 wer das ,buch mit sieben ,siegeln1 das auf dem ,schoe ,gottes liegt1 zu ffnen wrdig sei2 und ,johannes1 der an der tiefsten ,stelle des ,wolkenringes kniet1 erhlt von dem ihm zunchst befindlichen ltesten die ,antwort auf diese ,frage3 schon hebt das ,lamm ,gottes sich auf der ,stufe des ,thrones empor1 um das ,buch zu ffnen4 -- ,das nchste ,blatt1 das zu allen ,zeiten am meisten bewunderte der ganzen ,folge1 verbildlicht1 was bei der ,erffnung der vier ersten ,siegel sich dem ,seher zeigt 7,abb4 #ag74 ,in sturmbewegten1 von ,feuerstrahlen durchzuckten ,wolkenmassen strmen die verderbenbringenden ,reiter einher4 ,der gekrnte ,reiter mit dem ,bogen1 der mit dem ,schwerte und der mit der ,wage erscheinen wie sieggewohnte ,krieger auf wilden1 mchtigen ,rossen1 unter deren ,hufen die ,menschen zu ,haufen strzen4 ,als eine unheimliche gespenstische ,erscheinung galoppiert der vierte auf magerem ,klepper in ihrer ,reihe1 der ,tod4 ,und das ,totenreich folgte ihm nach82 das ist angedeutet durch den geffneten ,hllenrachen1 der eben einen ,gewaltigen der ,erde verschlingt4 ,das ,grauen des ,unabwendbaren ist in dieser ,komposition mit einer ,wucht zum ,ausdruck gebracht1 der sich kaum etwas hnliches in der bildenden ,kunst aller ,zeiten zur ,seite stellen lt4 -- ,es folgt die ffnung des fnften und sechsten ,siegels4 ,oben in der ,wolkenhhe werden an einem ,altar die ,blutzeugen durch ,engel mit weien ,gewndern bekleidet4 ,darunter sieht man ,sonne und ,mond1 nach mittelalterlicher ,weise mit ,gesichtern2 diese ,darstellungsweise entspricht sonst dem ,wesen ,drers nicht1 aber hier hat sie ihre ,bedeutung3 die ,himmelslichter blicken mit ,grauen und ,entsetzen auf die ,erde hinab4 ,der die ,erde berhrende ,himmelssaum rollt sich zusammen1 da die ,wolkenrnder wie ein ,vorhang nach beiden ,seiten auseinander gehen4 ,in dem ,zwischenrume fallen die ,sterne flammend herab auf die ,menschen4 ,verzweifelt schreien ,mnner und ,weiber2 gekrnte ,hupter und ,geistliche jeden ,ranges1 vom ,papst bis zum ,mnch1 drngen sich in hilflosem ,klumpen zusammen4 ,alle irdische ,macht und ,kraft hrt auf4 ,die ,schluchten der ,erde bieten keinen ,schutz3 man sieht1 wie die ,felsen schwanken4 -- ,wieder eine ,komposition von auerordentlicher ,gre ist das folgende ,bild4 ,in der ,hhe fliegt ein ,engel1 der ein ,kreuz1 das ,zeichen des lebendigen ,gottes8 trgt1 und gibt den vier ,engeln ,befehl1 die ber die ,winde ,gewalt haben4 ,diese vier ,engel1 starkknochige ,mnnergestalten mit mchtigen ,schwertern1 vernehmen das ,gebot2 sie wehren den ,winden1 die als blasende ,kpfe von wildem ,aussehen in den ,wolken umherbrausen4 ,eine ,gruppe schlanker1 fruchtbeladener ,bume ragt unbewegt in die sturmdurchtobte ,luft4 ,wie ,frieden und ,sonnenschein liegt es seitwrts ber der ,landschaft1 wo ein lieblicher ,engel einherschreitet1 der mit einem ,schreibrohr das ,zeichen des ,kreuzes an die ,stirnen der in dichter ,schar am ,boden knieenden ,auserwhlten malt4 -- ,darauf kommt die ,erffnung des siebenten ,siegels4 ,die sieben ,engel haben von ,gott ihre sieben ,posaunen empfangen1 und ber die ,erde brechen die ,schrecken herein1 die das ,blasen der vier ersten ,posaunen begleitet4 ,hier ist es wieder staunenswrdig1 wie der ,zeichner es verstanden hat1 die verheerenden ,ereignisse1 welche der ,text schildert1 in einer ganz unbefangenen1 aber sprechend deutlichen ,ausdrucksweise zur ,anschauung zu bringen4 -- ,es folgt die ,darstellung des sechsten ,posaunenstoes und seiner ,wirkung4 ,von den vier ,ecken des goldenen ,altars1 der vor dem ,angesicht ,gottes steht1 ertnt die ,stimme1 und die vier ,engel vom ,euphrat1 harte1 grimmige ,gestalten1 walten schonungslos ihres ,amtes1 den dritten ,teil der ,menschheit zu tten2 ihren wuchtigen ,schwerthieben erliegen die ,mchtigsten wie die ,geringen1 der gewappnete ,krieger wie das junge ,weib4 ber ihnen saust in den ,wolken das ,reiterheer heran -- wiederum in wortgetreuer ,verbildlichung des ,textes --1 das mit ,feuer1 ,rauch und ,schwefel die ,menschen ttet 7,abb4 #ah74 -- ,dann kommt ein ,bild1 das an unbefangener ,khnheit der ,darstellung das uerste bietet4 ,der ,engel1 der mit ,wolken bekleidet ist1 dessen ,gesicht1 vom ,regenbogen umkrnt1 der ,sonne gleicht1 und dessen ,fe feurige ,sulen sind1 steht mit dem einen ,fu auf dem ,meer1 mit dem anderen auf der ,erde und reicht1 whrend er die ,rechte zum ,schwur ber die ,wolken emporhebt1 mit der ,linken dem ,johannes das offene ,buch1 das dieser auf ,gehei eines ,himmelsboten verschlingt4 ,so befremdlich diese ,darstellung erscheint1 die seltsame ,riesengestalt des ,engels ist mit solchem ,ernst aufgefat1 da auch hier ,groartigkeit des ,eindrucks erzielt wird4 -- ,das folgende ,blatt zeigt den ,himmel in freudiger ,stimmung4 ,denn der ,sohn des ,weibes1 das1 mit der ,sonne bekleidet und mit ,sternen bekrnt1 auf dem ,monde steht1 wird von kleinen ,engeln zu ,gott emporgetragen4 ,die ,sterne1 wie ein ,blumenschmuck ber den ,himmel ausgebreitet1 strahlen und funkeln in festlicher ,pracht4 ,dem ,weibe gegenber1 dem ,adlerflgel gegeben sind zum ,entfliehen1 kriecht aus der ,tiefe der ,erde hervor der siebenkpfige ,drache1 der mit dem ,schweif in die ,sterne schlgt und einen ,wasserstrom ausspeit gegen das ,weib4 ,auch in der ,gestalt dieses ,drachens offenbart sich ,drers merkwrdige schpferische ,kraft3 das greuliche ,ungeheuer erscheint in einer1 man mchte sagen glaubhaften1 lebensvollen ,bildung4 -- ,hieran schliet sich die ,darstellung1 wie ,michael und seine ,engel mit unwiderstehlicher ,kraft den ,satan und seine ,genossen -- grauenvoll phantastisch gestaltete ,wesen -- hinabwerfen auf die ,erde1 deren ,gefilde ahnungslos in sonnigem ,frieden daliegen4 ,dann erscheint das siebenkpfige ,tier auf der ,erde1 das die ,menschen anbeten1 und sein ,gehilfe1 das ,tier mit den ,lammeshrnern1 das ,feuer vom ,himmel fallen macht4 ,aber darber erscheint im ,lichtglanz zwischen den ,wolken1 von ,engeln umgeben1 der ,herr mit der ,sichel4 -- ,im ,gegensatz zu der dem ,bsen dargebrachten ,huldigung zeigt das folgende ,bild die endlose ,menge der ,auserwhlten1 die dem im ,strahlenglanz zwischen den vier lebenden ,wesen erscheinenden ,lamm lobsingen4 -- ,darauf sehen wir die groe ,babel1 die als geschmcktes ,weib auf dem siebenkpfigen ,tier sitzt und ,frsten und ,vlkern den ,becher der ,verfhrung entgegenhlt1 und zugleich das ,hereinbrechen des ,strafgerichts3 neben dem mchtigen ,engel1 der den ,mhlstein ins ,meer zu werfen sich anschickt1 strmen himmlische ,kriegerscharen aus den ,wolken1 und in der ,ferne geht die ,stadt ,babel in ,rauch und ,flammen auf4 -- ,das ,schlubild zeigt den ,engel1 der den gefesselten ,teufel in den ,abgrund hinabzusteigen zwingt1 zu dessen ,thr er den ,schlssel hlt4 ,diese beiden groen ,figuren nehmen den ,vordergrund des prchtigen ,blattes ein4 ,weiter zurck steht auf waldbekrntem ,bergesgipfel ,johannes1 und ein ,engel zeigt ihm das neue ,jerusalem1 das sich reich und prchtig an einem baumreichen ,bergeshang ausdehnt4 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,die ,geburt ,christi4 ,mitteltafel des ,paumgrtnerschen ,altars in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,flgelbild vom ,paumgrtnerschen ,altar 7mutmaliches ,bildnis des ,lukas ,paumgrtner7 in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,flgelbild vom ,paumgrtnerschen ,altar 7mutmaliches ,bildnis des ,stephan ,paumgrtner7 in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,die drei ,bauern4 ,kupferstich4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,landsknecht mit der ,fahne ,kaiser ,maximilians4 ,kupferstich4 ,es ist nicht allein die vorher nie dagewesene und nachher nie bertroffene ,gre und ,khnheit der ,erfindung1 was ,drers ,zeichnungen zur ,apokalypse ihre groe ,bedeutung gibt4 ,zu dem knstlerischen ,wert dieser ,bltter kommt die besondere kunstgeschichtliche ,stellung1 die sie einnehmen4 ,sie bezeichnen den wichtigsten ,wendepunkt in der ,geschichte des ,holzschnittes4 ,bisher muten die ,holzschnitte bemalt werden1 um fr fertige ,bilder gelten zu knnen4 ,drer machte seine fr den ,schnitt bestimmten ,zeichnungen so1 da es keiner derartigen ,ergnzung bedurfte2 er war der erste1 der durch ,anbringen geschlossener ,strichlagen ,gegenstze von ,hell und ,dunkel1 ,licht und ,schatten in die ,holzzeichnungen brachte und durch dieses bis zu einem gewissen ,grade farbige8 ,zeichnen eine malerische ,wirkung erreichte1 welche die ,zuhilfenahme von ,farben berflssig machte4 ,die ,anforderungen an die ausfhrenden ,formschneider1 welche mit dem ,messer seinen ,strichen folgen muten1 so da die ,striche erhaben ber dem vertieften ,grund der ,platte stehen blieben1 wurden dadurch allerdings gewaltig gesteigert4 ,aber durch das gewhlte sehr groe ,format und durch die ausdrucksvolle ,bestimmtheit seines ,striches half ,drer den ,formschneidern die ,schwierigkeiten der ,aufgabe1 die er ihnen stellte1 berwinden4 ,zweifellos hat er die ,schnittausfhrung persnlich sehr aufmerksam berwacht4 ,im allgemeinen mu man sagen1 da die ,bilder zur ,apokalypse dafr1 da die ,formschneider niemals zuvor ,gelegenheit gehabt hatten1 so hohen knstlerischen ,ansprchen gegenber ihre ,geschicklichkeit zu erproben1 recht gut geschnitten sind2 in den feineren ,teilen1 besonders ,gesichtern und ,hnden1 hat das ,schneidemesser freilich noch oft genug den ,strich des ,meisters verunstaltet4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,die ,kreuzigung4 ,mit ,wei gehhte ,zeichnung auf getntem ,papier1 vom ,jahre #aejb4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,das ,wappen des ,todes4 ,kupferstich vom ,jahre #aejc4 ,die gleiche ,aufmerksamkeit wie dem ,holzschnitt wandte ,drer dem ,kupferstich zu4 ,wann er angefangen hat1 sich mit diesem ,kunstverfahren zu beschftigen1 wissen wir nicht4 ,vielleicht hatte er dazu schon bei seinem ,vater die ,anregung empfangen2 in ,goldschmiedewerksttten war ja die ,kupferstecherkunst geboren worden4 ,die berlieferung1 da er auch hierin von ,wolgemut unterrichtet worden sei1 leidet an ,unwahrscheinlichkeit1 da eine kupferstecherische ,thtigkeit ,wolgemuts nicht erwiesen ist4 ,es gibt unter ,drers frhesten1 noch mit schchterner ,hand ausgefhrten ,kupferstichen einige1 welche mehr oder weniger genau mit ,stichen einer gebteren ,hand1 die mit einem ,w gezeichnet sind1 bereinstimmen4 ,das ,w ist auf ,wolgemut gedeutet worden1 und man hat geglaubt1 ,drer habe1 als er seine ersten ,versuche in der ,grabstichelarbeit machte1 zu seiner bung ,werke des lteren ,meisters nachgestochen4 ,aber die ,annahme1 da das ,w ,wolgemut bedeute1 ist mit den gewichtigsten ,grnden zurckgewiesen worden2 und fr den unbefangenen ,beschauer spricht aus den fraglichen ,blttern so deutlich ,drers ,geist1 da man ihn fr den ,erfinder und jenen ,meister ,w1 wer es auch sein mag1 fr den ,nachstecher halten mu4 ,zu diesen ,stichen gehrt das in ,abbildung #i wiedergegebene ,marienbild1 das wegen des darauf befindlichen ,affen -- einer migen ,beigabe1 wie sie die ,knstler jener ,zeit gern anbrachten1 um die ,vielseitigkeit ihrer ,geschicklichkeit zu zeigen1 -- die ,bezeichnung ,madonna mit der ,meerkatze8 fhrt4 ,die ,ungebtheit im technischen ,verfahren verrt sich hier an manchen ,stellen4 ,aber ber dem ,ganzen liegt eine ,stimmung von echt ,drerscher ,poesie4 ,wir empfinden in dieser ,landschaft die ,luft eines khlen deutschen ,sommerabends2 ,wolken steigen geballt empor1 aber der ,wind1 der die ,kpfe der alten ,weiden beugt1 vertreibt sie wieder4 ,es geht ein frstelnder ,schauer durch die ,natur1 und in leiser ,schwermut schweifen die ,gedanken4 ,mit stillem1 ahnungsvollen ,leid betrachtet die junge ,mutter ihr ,kind1 das sorglos mit einem ,vogel spielt4 ,zu der ,landschaft1 die diesem ,blatte die ,stimmung1 in der sein knstlerischer ,wert liegt1 gibt1 hat ,drer eine noch vorhandene ,naturaufnahme aus der ,umgegend von ,nrnberg benutzt4 ,dieselbe befindet sich im ,britischen ,museum zu ,london und trgt von ,drers ,hand die ,aufschrift ,weier-,haus84 ,es ist einer jener mit ,wasserfarben gemalten ,ausschnitte aus der landschaftlichen ,wirklichkeit4 -- ,in der realistischen ,umgebung liegt auch der besondere1 uns heute wieder so unmittelbar ansprechende ,reiz des gleichfalls zu ,drers frhen ,kupferstichen gehrigen ,blattes3 ,der verlorene ,sohn84 ,unregelmige1 teilweise verwahrloste ,bauernhuser und ,stallungen1 feuchter ,erdboden1 ein ,misthaufen1 in dem ein ,hahn herumpickt3 das ist der ,schauplatz1 in dessen ,poesielosigkeit gerade die ergreifende ,poesie der ,darstellung liegt4 ,in dem ,schmutze dieses ,hofes ist bei den ,schweinen und ,ferkeln1 die sich um den ,futtertrog drngen1 ein verkommener ,mensch niedergekniet und pret in heiem ,gebet die ,finger ineinander1 zu reuiger ,umkehr entschlossen4 ,gewi bleibt der ,blick manchen ,beschauers zuerst an der ungeschickten ,zeichnung des schurzartig umgebundenen ,kittels hngen1 unter dessen ,falten der ,zusammenhang zwischen ,rumpf und ,beinen der ,figur verloren geht2 aber man sehe sich statt dessen den ,kopf und die ,hnde an1 mit welcher ,zerknirschung und welcher ,inbrunst dieser ,mensch betet6 7,abb4 #aj74 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,adam und ,eva4 ,tuschzeichnung aus dem ,jahre #aejd4 ,in der ,albertina zu ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,adam und ,eva4 ,kupferstich von #aejd4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,die ,anbetung der heiligen drei ,knige4 lgemlde vom ,jahre #aejd1 in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 7,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz47 ,ein guter ,maler18 schrieb ,drer einmal1 ist inwendig voller ,figuren1 und wenn's mglich wre1 da er ewiglich lebte1 so htte er aus den inneren ,ideen allzeit etwas ,neues durch die ,werke auszugieen48 ,holzschnitt und ,kupferstich gaben ihm ,gelegenheit1 aus der ,flle der ,ideen mehr auszugieen1 als in durchgefhrten ,gemlden mglich gewesen wre4 ,mehr noch als der ,holzschnitt1 bei dem immerhin in der ,rcksichtnahme auf die ,volkstmlichkeit der ,darstellung eine ,beschrnkung lag1 gestattete ihm der ,kupferstich1 seinen knstlerischen ,einfllen zu folgen und ,gegenstnde zu bearbeiten1 die ihm nicht gewichtig genug erschienen als ,vorwrfe fr ,bilder1 oder die ihrer ,natur nach die immer mit einer gewissen ,stofflichkeit behaftete ,ausfhrung in ,malerei nicht zulieen1 oder die sich nach den allgemeinen ,anschauungen der ,zeit nicht zu ,gemlden eigneten4 ,denselben ,meister1 der in den apokalyptischen ,bildern das ,erhabenste und bernatrlichste so eindringlich zu schildern wute1 sehen wir gelegentlich in das volle ,menschenleben hineingreifen und die alltglichsten ,dinge knstlerisch wiedergeben4 ,drer hat eine ,anzahl echter ,genrebilder und genrehafter ,gruppen oder ,einzelfiguren verffentlicht1 voll von schlagender ,lebenswahrheit1 bisweilen von kstlichem ,humor 7,abb4 #bh und #bi74 ,auch ,stiche mythologischen1 sinnbildlichen und phantastischen ,inhalts gab er neben seinen zahlreichen religisen ,blttern heraus4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,johannes der ,tufer4 ,flgelbild eines unvollendet gebliebenen ,altarwerkes1 von #aejd4 ,in der ,kunsthalle zu ,bremen4 ,wie den ,holzschnitt1 so brachte ,drer auch den ,kupferstich zu malerischer ,wirkung1 und zwar1 da hier die ,ausfhrung eine eigenhndige war1 in viel weiter gehendem ,mae4 ,in seinen frhen ,stichen ging die ,helldunkelwirkung nicht wesentlich ber dasjenige hinaus1 was die zur ,heraushebung der ,formen erforderliche ,schattierung von selbst mit sich brachte4 ,das war die ,art und ,weise1 wie damals allgemein in ,kupfer gestochen wurde4 ,drer aber stellte in dem ,mae1 wie seine ,geschicklichkeit mit der bung zunahm1 immer grere ,anforderungen an sich selbst in der ,handhabung des ,grabstichels1 und bald beherrschte er dieses ,werkzeug so1 da er damit die krftigsten wie die zartesten ,tne hervorrufen konnte4 ,whrend er durch seine krftigen ,holzschnittzeichnungen seinen ,namen den breitesten ,volksmassen bekannt machte1 wurde er durch seine feinen ,kupferstiche zum ,liebhaber der ,kunstfreunde und ,sammler4 -- ,das ,meisterwerk von ,drers ,grabstichelarbeit aus dieser ,zeit seines ,heranreifens -- eine der vollendetsten technischen ,leistungen der ,kupferstecherkunst berhaupt -- ist das ,wappen des ,todes8 von #aejc1 zugleich ein ,muster heraldischer ,formengebung und in seiner dsteren ,stimmung ein ,erzeugnis echtester knstlerischer ,empfindung 7,abb4 #ca74 -- ,der erste in hellen und dunklen ,massen zu voller malerischen ,bildwirkung durchgefhrte ,kupferstich erschien im ,jahre #aejd1 eine ,darstellung von ,adam und ,eva4 ,eine schne ,vorzeichnung zu diesem ,stich1 die sich in der ,albertina zu ,wien befindet1 zeigt die beiden ,figuren auf ganz schwarzem ,hintergrunde 7,abb4 #cb74 ,in dem ausgefhrten ,stich aber hat ,drer eine reichere und natrlichere ,wirkung erzielt durch die dunkelen ,massen der schattigen ,paradieseslandschaft 7,abb4 #cc74 ,noch in anderer ,beziehung ist dieses ,blatt ein ,markstein in der ,geschichte der deutschen ,kunst4 ,drer hat sich ehrlich bemht1 die natrliche ,schnheit der ,menschengestalt zur ,geltung zu bringen1 und man darf nicht verkennen1 wie viel er hier als erster1 der sich auf keinen ,vorgnger sttzen konnte1 da man vor ihm den nackten ,menschen als etwas ,unschnes darzustellen pflegte1 in dieser ,hinsicht erreicht hat4 ,in wohlberechtigtem ,selbstgefhl brachte er auf dem ,stich statt des bloen ,monogramms ein ,inschrifttfelchen an1 durch das er in der damaligen ,weltsprache der ,gelehrten1 auf lateinisch1 mitteilte1 da ,albrecht ,drer aus ,nrnberg diese ,arbeit gemacht habe4 ,man mu freilich annehmen1 da bei der ,bildung der ,gestalten von ,adam und ,eva dem ,meister die ,anschauung italienischer ,werke anregend und behilflich gewesen ist4 ,eben die ,kupferstecherkunst war es1 welche durch ihre leichtbeweglichen ,erzeugnisse die ,kenntnis von der italienischen ,kunst auch diesseits der ,alpen verbreitete4 ,besonders waren es die ,stiche des ,mantuaners ,mantegna1 die auf ,drer groen ,eindruck machten1 so da sie ihn gelegentlich sogar zur ,nachbildung reizten4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,die ,kreuzabnahme4 ,federzeichnung4 ,entwurf zu der ,darstellung des nmlichen ,gegenstandes in der ,grnen ,passion84 ,in der ,sammlung der ,uffizien zu ,florenz4 ,die ,thtigkeit ,drers als ,maler wurde inzwischen wieder durch den ,kurfrsten von ,sachsen in ,anspruch genommen4 ,die ,jahreszahl #aejb auf einer im ,museum zu ,basel befindlichen ,zeichnung1 welche die ,kreuzigung ,christi in einer an ,figuren berreichen ,komposition darstellt 7,abb4 #cj71 bestimmt die ,entstehungszeit eines fr diesen ,frsten angefertigten ,altarwerkes1 welches sich jetzt im ,schlo des ,frst-,erzbischofs von ,wien zu ,st4 ,veit bei ,wien befindet4 ,die ,mitteltafel dieses ,werkes zeigt die ,kreuzigung in fast ganz genauer bereinstimmung mit der ,baseler ,zeichnung4 ,die ,flgel1 welche infolge des ,hochformates des durch sie zu verschlieenden ,mittelbildes sehr schmal sind1 enthalten die ,kreuztragung und die ,erscheinung des ,auferstandenen vor ,maria ,magdalena2 dabei ist hier durch die schne baumreiche ,landschaft1 dort durch das ,stadtthor und die verkrzt gesehene ,stadtmauer das unbequeme ,format sehr glcklich ausgenutzt4 ,auen enthalten die ,flgel die groen ,gestalten des heiligen ,sebastian und des heiligen ,rochus4 ,die ,ausfhrung dieses ,altargemldes hat ,drer den ,hnden von ,gehilfen berlassen4 ,dagegen malte er im ,jahre #aejd eine vom ,kurfrsten von ,sachsen fr die ,schlokirche zu ,wittenberg bestellte ,altartafel1 die ,anbetung der heiligen drei ,knige darstellend1 ganz mit eigener ,hand4 ,dieses wunderbare ,gemlde1 das jetzt in dem ,kranze auserlesener ,meisterwerke prangt1 den die sogenannte ,tribuna der ,uffiziengalerie zu ,florenz umschliet1 lt bei dem vorzglichen ,zustand seiner ,erhaltung den ganzen ursprnglichen ,reiz der ,farbengebung und die bis auf die kleinsten ,einzelheiten sich erstreckende liebevolle ,sorgfalt der ,meisterhand erkennen und bewundern4 ,wer deutsch empfindet1 den wird es von all den herrlichen ,schpfungen der ,antike und der italienischen ,renaissance1 die hier in einem ,raume vereinigt sind1 immer wieder hinziehen zu dem wunderlieblichen ,bilde dieser deutschen ,madonna1 die in unbefangener ,wrde und voll stillen ,mutterglckes zusieht1 wie dem nackten ,knblein aus ihrem ,scho von fremden ,frsten ehrerbietige ,huldigungen dargebracht werden 7,abb4 #cd74 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,die ,kreuzigung4 ,zeichnung von #aejd 7aus der ,grnen ,passion871 in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,die ,grablegung4 ,zeichnung von #aejd 7aus der ,grnen ,passion871 in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,aus dem nmlichen ,jahre #aejd stammen zwei nicht ganz fertig gewordene ,altarflgel in der ,kunsthalle zu ,bremen1 welche den ,einsiedler ,onuphrius und ,johannes den ,tufer 7,abb4 #ce7 in trefflich mit den ,figuren zusammenkomponierten ,landschaften zeigen4 ,zugleich arbeitete ,drer in dieser ,zeit wieder an zwei groen ,holzschnittwerken1 von denen das eine die ,leidensgeschichte ,christi1 das andere das ,leben der ,jungfrau ,maria behandelte4 ,mit gleich hoher ,meisterschaft schilderte ,drer in diesen ,werken1 die unter den ,namen ,groe ,passion8 und ,marienleben8 bekannt sind1 die ergreifendsten tragischen ,vorgnge und die reizvoll behaglichsten ,familienbilder4 ,beide ,werke kamen indessen erst spter zum ,abschlu und zur ,verffentlichung4 ,das ,bilderwerk ber die ,leidensgeschichte1 dem er ein hnlich groes ,format gab1 wie der ,apokalypse1 hat er wahrscheinlich schon bald nach der ,vollendung jenes ersten ,holzschnittwerkes in ,angriff genommen4 ,sieben von den ,blttern stimmen in der ,art und ,weise der ,zeichnung ganz mit den ,bildern der ,apokalypse berein4 ,in tief ergreifender ,auffassung ist da geschildert1 wie der ,heiland im ,gebet am lberg kniet und die ,hnde wie in einer unwillkrlichen ,bewegung der ,abwehr gegen den ,leidenskelch vorstreckt1 whrend im ,vordergrunde die ,jnger schlafen und in der ,ferne schon der ,verrter die ,gartenpforte durchschreitet2 wie er zur ,geielung an eine ,sule gebunden1 der ,grausamkeit der wilden ,peiniger und dem ,hohn der nicht minder rohen ,zuschauer preisgegeben ist2 dann wie er1 eine bejammernswerte1 gebeugte ,gestalt1 in ,mantel und ,dornenkrone von ,pilatus dem erbarmungslosen ,volke gezeigt wird4 ,das groartig erdachte nchste ,blatt zeigt den ,erlser1 unter der ,last des ,kreuzes auf die ,kniee niedergesunken1 den ,kopf der ,veronika zugewendet1 die sich anschickt1 das blutberstrmte1 schmerzdurchzuckte ,antlitz abzutrocknen2 der rauhe ,kriegsknecht1 der den ,dulder an einem um den ,grtel gebundenen ,strick fhrt1 hlt in diesem ,augenblick mit ,zerren inne1 aber einer der den ,zug begleitenden ,beamten stt den ,zusammengebrochenen unbarmherzig mit seinem ,stab in den ,nacken4 ,dann folgt die ,kreuzigung in gedrngter ,komposition3 auf der einen ,seite des ,kreuzes die ,mutter ,maria ohnmchtig in den ,armen einer der anderen ,marien und des ,johannes1 auf der anderen ,seite der ,hauptmann mit einem ,begleiter zu ,pferde2 ,engel fangen das ,blut aus den ,wunden des ,erlsers auf1 und ,sonne und ,mond erscheinen hier wieder mit schmerzlich teilnehmenden ,gesichtern -- wie denn berhaupt dieses ,blatt sich am wenigsten von der berlieferten ,darstellungsweise entfernt4 ,das nchste ,bild schildert die ,klage um den vor dem ,eingang des ,grabes unter einem drren ,baum niedergelegten heiligen ,leichnam2 und daran schliet sich die ,darstellung1 wie der ,krper des ,heilandes1 von einem inzwischen grer gewordenen ,gefolge begleitet1 in die ,gruft getragen wird1 whrend ,maria kraftlos in der ,untersttzung des ,johannes liegen bleibt4 ,bewunderungswrdig ist in diesen beiden ,bildern1 wie auch in anderen1 die ,landschaft1 deren ,linien und ,massen wesentlich mit zur ,komposition gehren4 -- ,leider ist die ,schnittausfhrung der ,passionsbilder weniger gut gelungen als diejenige der ,zeichnungen zur ,apokalypse2 bei einzelnen hat das ,schneidemesser den ,strich des ,meisters sichtlich in gar grober ,weise entstellt4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,unser ,frauen ,leben8 7,das ,marienleben73 ,die ,vermhlung von ,joseph und ,maria 7#aejd74 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,das ,marienleben83 ,rast der heiligen ,familie in gypten 7#aejd-aeje74 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,das ,marienleben83 ,christi ,abschied von seiner ,mutter 7#aejd-aeje74 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,das ,rosenkranzfest4 lgemlde von #aejf1 im ,prmonstratenserstift ,strahow zu ,prag4 7,nach einer ,aufnahme nach dem beschdigten und stellenweise bermalten ,original47 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,alte ,kopie von ,drers ,rosenkranzfest1 in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 ,es ist nicht unwahrscheinlich1 da ,drer durch die ,einbue1 welche seine ,schpfungen unter der ,hand der ,holzschneider erlitten1 bewogen wurde1 die ,leidensgeschichte ,christi gleich noch einmal in freien ,zeichnungen1 bei denen keine ,rcksicht auf das1 was dem ,formschneider mglich und was ihm nicht mglich wre1 ihn beengte1 zu behandeln4 ,im ,jahre #aejd zeichnete er die herrliche ,folge von zwlf ,blttern1 die nach der ,farbe des ,papiers die ,grne ,passion8 genannt wird 7in der ,albertina zu ,wien74 ,die ,gegenstnde der ,folge sind der ,judasku1 ,christus vor ,herodes1 ,christus vor ,kaiphas1 die ,geielung1 die ,dornenkrnung1 die ,vorstellung vor dem ,volk1 die ,kreuzschleppung1 die ,anheftung an das ,kreuz1 der ,kreuzestod1 die ,kreuzabnahme1 die ,grablegung und die ,auferstehung4 ,drer machte diese ,zeichnungen nicht zum ,zwecke der ,verffentlichung1 sondern fr sich2 doch als etwas in seiner ,art ,fertiges1 dessen ,ausfhrung durch ,entwrfe vorbereitet wurde 7,abb4 #cf74 ,man mchte glauben1 da er sich selbst eine ,entschdigung geben wollte fr die ,nichtbefriedigung1 die ihm die ,holzschnittkompositionen verursachten4 ,seine knstlerische ,freiheit ist hier sehr viel grer als dort4 ,er hat sich mit voller ,knstlerlust in die ,aufgabe versenkt1 sich die geschichtlichen ,begebenheiten so natrlich wie mglich vorzustellen4 ,darum bleibt auch alles ,unnatrliche1 von der lteren ,kunst in sinnbildlicher ,bedeutung ,angewendete1 wie die ,strahlenscheine und die ,verkrperung von ,sonne und ,mond1 weg4 ,die ,naturwahrheit in der ,schilderung der ,vorgnge1 die mit einer staunenswrdigen ,schlichtheit und ,einfachheit anschaulich gemacht werden1 hat den ,knstler sozusagen von selbst auch zu einer reineren ,natrlichkeit der ,form gefhrt4 ,unverkennbar ist ,drer bei der ,anfertigung dieser ,bltter auch von dem ,verlangen nach einer weitergehenden und feineren malerischen ,wirkung1 als sie ihm durch die derben offenen ,striche der ,holzzeichnung erreichbar war1 geleitet worden4 ,es ist berraschend1 wieviel ,farbigkeit des ,eindruckes er mit ganz geringem ,aufwand von ,mitteln1 in ,schwarz und ,wei mit dem ,pinsel auf dem getnten ,papier zeichnend1 erreicht hat4 ,der sehr glcklich gewhlte grnliche ,ton des ,papiers spricht selbst mit1 indem er wesentlich beitrgt zu der eigenen1 wehmtigen ,stimmung der ,bilder 7,abb4 #cg und #ch74 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,christus am ,kreuz4 lgemlde von #aejf1 in der knigl4 ,gemldegalerie zu ,dresden4 7,mit ,genehmigung der ,photographischen ,gesellschaft in ,berlin47 ,von den ,holzschnittbildern1 in denen ,drer das ,leben der ,jungfrau ,maria nach der ,legende und den ,evangelien schilderte1 scheint der grte ,teil in den ,jahren #aejc bis #aeje fertig geworden zu sein4 ,diese liebenswrdigen ,bltter sind auf einen ganz anderen ,ton gestimmt als die ,apokalypse und die ,passion4 ,mit richtigem ,gefhl hat ,drer hier1 wo die ,darstellungen nicht sowohl durch ,groartigkeit1 als vielmehr durch innige ,poesie wirken wollen1 einen kleineren ,mastab gewhlt1 und dem entspricht die zartere ,zeichnung4 ,trotz dieser besonderen ,schwierigkeiten fr den ,formschneider ist die ,mehrzahl der ,bltter wieder ganz gut geschnitten4 ,drer mu entweder geschicktere und besser gebte ,hnde fr diese ,arbeit gefunden oder aber sich mehr ,zeit genommen haben1 die ,schnittausfhrung persnlich zu beaufsichtigen4 ,die ,bilderdichtung beginnt im ,anschlu an die alte ,legende von den ,eltern ,marias1 mit der ,darstellung1 wie das ,opfer1 welches ,joachim im ,tempel darbringen will1 vom ,hohenpriester zurckgewiesen wird1 weil die ,unfruchtbarkeit seiner zwanzigjhrigen ,ehe mit ,anna als ein ,zeichen gilt1 da ,gottes ,fluch auf dem ,ehepaar laste4 ,dann erscheint dem ,joachim1 der sich im ,kummer ber diese ,schande von seiner ,frau getrennt und in die ,einde zu den ,hirten zurckgezogen hat1 ein ,engel1 der ihm die ,geburt einer ,tochter vorherverkndet4 ,ganz prchtig ist in diesem ,bilde die ,landschaft3 die langgestreckte ,halde1 auf der die ,schafe weiden1 am ,saum eines wilden ,waldes1 mit ,ausblick auf das fern in der ,tiefe liegende ,meer mit gebirgiger ,kste4 ,der empfangenen ,verheiung zufolge in die ,stadt zurckgekehrt1 trifft ,joachim unter der ,goldenen ,pforte des ,tempels1 die als reicher sptgotischer ,rahmen das ,bild einschliet1 mit ,anna wieder zusammen2 whrend die beiden sich in herzlicher ,umarmung begren1 machen die in einiger ,entfernung stehenden ,nachbarn -- eine prchtige ,gruppe -- ihre ,bemerkungen ber die ,begegnung1 und ein ,bettler eilt mit ,hast herbei1 um die freudig bewegte ,stimmung des ,ehepaares fr sich auszuntzen4 ,dann blicken wir in einem kstlichen ,bild in die ,wochenstube1 wo das neugeborene ,kindlein gebadet wird1 whrend eine ,dienerin der ,mutter ,anna die ,suppe an das ,bett bringt1 an dessen ,seite die alte ,wrterin eingeschlafen ist1 und ,gevatterinnen und ,basen mit ,bier und ,kuchen das ,ereignis feiern4 ,das ist recht und schlecht ein ,nrnberger ,sittenbild aus ,drers ,zeit4 ,nur die schne ,gestalt eines ,engels1 der in einer ,wolke oben im ,gemach schwebt und knieend dem ,kindlein aus der ,hhe herab huldigt1 belehrt uns1 da dieses ,kind1 ,maria1 ein auergewhnliches ,wesen ist4 ,das folgende ,blatt fhrt uns in die ,vorhalle des ,tempels1 wo die ,wechsler nicht fehlen1 die das ,bethaus entweihen4 ,das heranwachsende ,kind schreitet aus der ,schar der anteilnehmenden ,verwandten heraus und betritt die zum ,heiligtum fhrenden ,stufen1 um sich oben1 wo es von den ,priestern erwartet wird1 dem ,dienste ,gottes zu weihen4 ,in der ,architektur des ,tempels und seines ,vorhofes hat ,drer sich bemht1 etwas ,antikisches8 -- so nannte man damals dasjenige1 was wir heute als ,renaissance bezeichnen -- zu schaffen4 ,mehr gotisch als antikisch ist die ,kirchenarchitektur auf dem so einfachen und so schnen ,bilde1 welches die ,trauung der zur ,jungfrau herangewachsenen ,maria mit ,joseph vor dem ,hohenpriester darstellt 7,abb4 #ci74 ,das nchste ,blatt zeigt ,maria1 wie sie1 in einem weitrumigen ,gemach1 dessen ,decke auf stattlichen ,bogenstellungen ruht1 am ,betpult sitzend1 die ,botschaft des ,engels demtig entgegennimmt4 ,dann folgt wieder ein ganzes ,meisterwerk3 die ,begrung von ,maria und ,elisabeth vor der ,thre von ,elisabeths ,wohnung1 auf deren ,schwelle ,zacharias1 den ,besuch hflich grend1 erscheint4 ,maria ist ber das ,gebirge herabgekommen1 und man sieht in der ,ferne1 hinter dem schattigen ,tannen- und ,laubwald des ,mittelgrundes1 die ,bergmasse1 die sich in mannigfaltigen ,formen immer hher emportrmt1 hell beleuchtet in durchsichtiger ,luft2 vom entlegensten und hchsten ,gipfel hat ein weier ,wolkenballen sich losgelst1 der in dem tiefen ,ton des sommerlichen ,himmels langsam zerfliet4 ,man wei nicht1 was man hier mehr bewundern soll1 die prachtvolle landschaftliche ,stimmung oder die feinfhlige ,beobachtung der ,frauenseele1 die in den ,figuren sich uert4 ,dann sehen wir ,maria in einem zerfallenen ,stallgebude vor dem ,knblein knieen1 dem sie das ,dasein gegeben hat2 kleine ,engel betrachten mit kindlicher ,freude und ,neugier den ,neugeborenen1 und andere ,englein lobsingen ihm in der ,luft2 von der einen ,seite kommt ,joseph mit eiligen ,schritten mit einer herbeigeholten ,laterne herein -- man sieht1 da er whrend des ,geheimnisses der ,geburt nicht zugegen war --1 und durch die andere ,thre nahen schon die ,hirten mit ,schalmei und ,dudelsack1 um das ,kind zu gren4 ,auf dem folgenden ,bild wohnen ,maria und ,joseph der durch die ,priester in einer ,art von ,kapelle vorgenommenen ,beschneidung des ,jesuskindleins bei4 ,darauf nehmen sie in einem als ,stall dienenden zerfallenen ,burggemuer die ,huldigungen entgegen1 welche die mit reisigem ,gefolge herbeigekommenen drei kniglichen ,weisen dem ,kinde darbringen4 ,weiterhin bringt ,maria das ,reinigungsopfer in der fremdartig1 aber gro erdachten1 in der ,tiefe von dmmerigem ,dunkel erfllten ,sulenhalle des ,tempels4 ,dann fhrt ,joseph die mit dem ,kinde auf dem geschirrten ,esel sitzende ,maria ber einen ,steg in endlos ausgedehntem ,wald1 dem eine naturgetreu gezeichnete ,dattelpalme ein morgenlndisches ,geprge gibt2 eine lichte ,wolke1 mit kleinen ,cherubim angefllt1 gleitet ber den ,flchtlingen durch die ,wipfel der ,bume4 ,darauf folgt ein kstlich erfundenes ,blatt1 welches den ungestrten friedlichen ,aufenthalt der heiligen ,familie in gypten verbildlicht4 ,in einer ,ortschaft1 der man die ,weltentlegenheit ansieht1 wo erhaltene und verfallene ,gebulichkeiten aneinander lehnen1 haben die ,flchtlinge ,unterkunft gefunden4 ,da liegen sie im ,freien ihren tglichen ,arbeiten ob1 unweit der ,treppe eines halbzerstrten verlassenen ,hauses1 neben der ein ,laufbrunnen pltschert4 ,joseph haut mit der ,axt ein ,balkengestell zurecht2 ,maria sitzt in seliger1 stiller ,mutterfreude neben der ,wiege und spinnt4 ,drei groe und ein kleiner ,engel umgeben das ,kopfende der ,wiege2 eine ,schar von kleinen ,engeln tummelt sich mit kindlicher ,geschftigkeit1 um die von ,josephs ,arbeit abfallenden ,spne aufzuheben und fortzuschaffen2 andere bringen1 selber spielend1 ,spielzeug herbei1 um das jetzt schlafende ,jesuskind nach seinem ,erwachen zu unterhalten4 ,hoch vom ,himmel blicken ,gott ,vater und der heilige ,geist herab auf das ,idyll1 das eines jeden ,beschauers ,herz erfreut 7,abb4 #dj74 ,darauf folgt gleich die ,darstellung der ,begebenheit1 die zuerst bekundet1 da der ,sohn ,marias den ,kreis des engen ,familienlebens verlassen mu1 um seinen ,beruf zu erfllen3 ,maria und ,joseph finden den zwlfjhrigen ,jesus im ,tempel zwischen den ,schriftgelehrten4 ,was alles die ,mutter an namenlosen ,schmerzen erdulden mu whrend des ,leidens ihres ,sohnes1 das hat ,drer nur angedeutet in einem einzigen ,blatt von erschtternder ,macht des ,ausdrucks3 ,jesus schickt sich an1 den ,weg zu betreten1 der ihn zu ,leiden und ,tod fhrt4 ,er hat ,abschied genommen und wendet sich noch einmal um und segnet seine ,mutter1 die1 auf die ,kniee niedergesunken und nur durch die besorgte ,untersttzung einer ,freundin am ,umfallen verhindert1 in ahnungsvoller ,seelenqual die ,hnde ringt1 whrend ihre ,blicke sich festzusaugen scheinen an die ,augen des ,sohnes 7,abb4 #da74 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,studienkopf zu dem ,bilde3 ,der zwlfjhrige ,jesus unter den ,schriftgelehrten4 ,handzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,der zwlfjhrige ,jesus unter den ,schriftgelehrten4 ,gemlde von #aejf1 in der ,gemldesammlung des ,palastes ,barberini zu ,rom4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,bildnis eines unbekannten ,mannes1 von #aejg4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,bildnis eines jungen ,mannes4 ,in der ,gemldesammlung des ,schlosses ,hamptoncourt bei ,london4 7,aus dem ersten ,jahresheft der ,kunsthistorischen ,gesellschaft fr photographische ,publikationen47 ,nach der ,fertigstellung dieser sechzehn ,bltter fehlte nur noch weniges an der ,vollendung der ,bilderfolge des ,marienlebens4 ,die ,ereignisse aber brachten es mit sich1 da dieses ,wenige erst nach einer ,reihe von ,jahren zur ,ausfhrung kam4 ,der ,umstand1 da ,drers ,holzschnitte in ,venedig unbefugterweise nachgestochen wurden und da der deutsche ,meister deshalb den ,schutz seines ,urheberrechtes bei der venezianischen ,regierung htte nachsuchen wollen1 soll die erste ,veranlassung zu einer lngeren ,reise nach ,venedig gewesen sein1 die ,drer im ,jahre #aeje antrat4 ,hauptschlich beschftigte ihn aber in ,venedig die ,ausfhrung einer ,altartafel1 die er im ,auftrage der dort ansssigen deutschen ,kaufleute fr deren ,kirche ,san ,bartolomeo malte4 ,es ist das jetzt im ,prmonstratenserstift ,strahow zu ,prag befindliche ,rosenkranzfest48 ,darauf sind in einer ,komposition von reicher1 festlicher ,pracht die ,jungfrau ,maria und das ,jesuskind als ,spender des ,rosenkranzes dargestellt3 sie schmcken die ,hupter des ,kaisers ,maximilian ,i und des ,papstes ,julius ,,ii mit ,krnzen von natrlichen ,rosen2 zu beiden ,seiten werden eine ,anzahl anderer ,personen durch den heiligen ,dominikus und eine ,schar von ,engeln in gleicher ,weise gekrnt4 ,im ,hintergrunde erblickt man den ,maler selbst nebst seinem liebsten und treuesten ,freunde1 dem berhmten ,humanisten ,wilibald ,pirkheimer2 er hlt ein ,blatt in der ,hand1 worauf zu lesen ist1 da in einem ,zeitraum von fnf ,monaten der ,deutsche ,albrecht ,drer das ,werk im ,jahre #aejf ausgefhrt habe 7,abb4 #db74 ,leider hat das vielbewunderte ,gemlde1 das noch vor seiner ,vollendung den ,dogen und den ,patriarchen von ,venedig veranlate1 den deutschen ,maler in seiner ,werkstatt aufzusuchen1 das nachmals durch ,kaiser ,rudolf ,,ii fr eine sehr hohe ,summe angekauft und mit unglaublichen ,vorsichtsmaregeln nach ,prag gebracht wurde1 in spteren1 rcksichtsloseren ,zeiten durch starke ,beschdigungen und mehr noch durch schauderhaft gefhllose1 modernisierende bermalung der ,kpfe von ,maria und dem ,jesuskind1 sowie der ,luft und anderer ,teile schwer gelitten4 ,die ,schnheit der ,gestalten und der ,komposition1 bei der ,mehrzahl der ,figuren auch den ,charakter und den ,ausdruck der ,kpfe und ,hnde knnen wir noch bewundern2 aber der einst aufs hchste gepriesene ,reiz der ,farbe und der meisterlichen ,ausfhrung kommt nur noch stellenweise zur ,geltung und lt uns die ,zerstrung doppelt beklagen4 ,eine bessere ,vorstellung von der ursprnglichen ,klarheit des ,gemldes und besonders von dem ,kopf der ,maria erhalten wir durch eine alte ,kopie desselben im ,hofmuseum zu ,wien1 obgleich diese ,kopie der ,feinheit ,drers1 besonders in den ,kpfen1 bei weitem nicht gerecht wird 7,abb4 #dc74 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,adam4 lgemlde von #aejg1 im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,eva4 lgemlde von #aejg1 im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,nebenher malte ,drer in ,venedig eine ,anzahl von ,bildnissen und mehrere kleinere ,gemlde4 ,das schnste von diesen besitzt die ,dresdener ,galerie in der ergreifenden und malerisch wirkungsvollen ,darstellung des ,gekreuzigten1 die ungeachtet des miniaturartigen ,mastabes ein wahrhaft groartiges ,werk ist4 ,finsternis senkt sich ber die ,erde herab2 nur am ,horizont glht ein gelblicher ,lichtstreifen ber dem ,meere4 ,der ,wind macht die ,haare und das ,lendentuch des ,gekreuzigten flattern1 dessen hellbeleuchtete ,gestalt als das ,licht in der ,finsternis erscheint4 ,kein ,zucken in dieser ,gestalt weist auf die ,qual der ,schmerzen hin3 ,ruhe ist ber den ,dulder gekommen1 er hebt das edle ,anlitz mit dem ,ausdruck ungebeugten ,vertrauens empor1 und wir vernehmen die ,worte3 ,vater1 in deine ,hnde befehle ich meinen ,geist8 7,abb4 #dd74 -- ,in der ,barberinischen ,sammlung zu ,rom befindet sich ein laut ,inschrift in fnf ,tagen gemaltes ,bild1 welches den zwlfjhrigen ,jesus im ,gesprche mit den ,schriftgelehrten darstellt4 ,es ist die schnelle1 wenn auch durch ,studien 7,abb4 #de7 vorbereitete ,niederschrift eines ,gedankens1 zu dem ,drer durch den ,anblick von ,leonardo da ,vincis ,charakterkpfen angeregt worden sein mochte4 ,das ,ganze besteht eigentlich nur aus ,kpfen und ,hnden2 aber diese sind alle gleich ausdrucksvoll 7,abb4 #df74 -- ,zu den in ,venedig entstandenen ,portrts gehrt vielleicht das mit der ,jahreszahl #aejg bezeichnete ,bildnis eines blondhaarigen jungen ,mannes im kunsthistorischen ,hofmuseum zu ,wien1 welches bekundet1 da ,drer im ,anblick der italienischen ,kunstwerke gelernt hatte1 alle ihm eigene scharfe ,bestimmtheit der ,kennzeichnung in ein ,gesicht zu legen1 ohne dabei die ,zge so hart zu malen1 wie er es in seinen frheren ,bildnissen gethan hatte 7,abb4 #dg74 ,dieses ,bild hat eine besondere ,merkwrdigkeit4 ,auf die ,rckseite der ,holztafel1 die vorn den so angenehm aussehenden jungen ,mann zeigt1 hat ,drer die ,avaritia1 den ,geiz1 gemalt in der ,gestalt eines hlichen1 abgemagerten alten ,weibes1 das einen ,sack mit ,goldstcken hlt und den ,beschauer hhnisch anlacht4 ,gewi hat der junge ,mann sein ,portrt bei ,drer bestellt gehabt1 dann aber nicht bezahlen wollen1 und der ,knstler hat seinem rger hierber ,luft gemacht durch die ,allegorie1 die er breit und mit krftigen ,farben auf die ,rckseite des nun in seinem ,besitz verbleibenden ,bildes hinstrich4 -- ,in dieselbe ,zeit mag wohl auch der im ,schlo ,hamptoncourt befindliche treffliche ,bildniskopf eines anderen jungen ,mannes mit wollig herabhngendem blonden ,haar fallen1 auf das als ein bisher unbeachtet gebliebenes und durch tadellose ,erhaltung ausgezeichnetes ,werk ,drers erst krzlich die ,aufmerksamkeit gelenkt worden ist 7,abb4 #dh74 ,von ,venedig aus machte ,drer eine ,reise nach ,bologna und ,ferrara4 ,eine begonnene ,reise nach ,mantua gab er wieder auf1 weil der ,zweck derselben1 die persnliche ,bekanntschaft des von ihm so hochverehrten ,mantegna zu machen1 durch dessen ,tod vereitelt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,die ,marter der zehntausend persischen ,christen4 ,gemlde von #aejh4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,von ,drers ,leben in ,venedig gibt eine ,reihe von noch vorhandenen ,briefen ,kunde1 die der ,meister an seinen ,freund ,pirkheimer geschrieben hat4 ,da erfahren wir1 da der deutsche ,maler fr die einheimischen ,knstler ein ,gegenstand der ,neugierde und des ,neides war2 da zwar viele ,edelleute1 aber wenig ,maler ihm wohl wollten2 da unter diesen wenigen aber der achtzigjhrige ,altmeister ,giovan ,bellini war4 ,wir sehen das allmhliche ,entstehen der ,altartafel2 wir hren ,drers ,klage1 da diese allzu zeitraubende ,arbeit ihn zwinge1 eine ,menge lohnenderer ,auftrge auszuschlagen1 und nehmen teil an seiner ,freude ber das endliche ,gelingen des ,werkes und ber den ,beifall1 den dasselbe findet4 ,wir sehen ihn die ,gassen der ,lagunenstadt durchstreifen1 um fr den ,freund allerlei ,besorgungen zu machen4 ,wir vernehmen1 wie er sich's wohl sein lt in der ,fremde1 aber dabei fr die ,seinen in der ,heimat zrtlich besorgt ist und als ein vorsichtiger ,hausvater seine ,erwerbsverhltnisse berschlgt4 ,mit lustigem bermut beantwortet er des ,freundes derbe ,spe1 und bei dem ,gedanken an die ,heimkehr kann er die ,worte nicht unterdrcken3 ,wie wird mich nach der ,sonnen frieren48 ,erst zu ,anfang des ,jahres #aejg kehrte ,drer nach ,nrnberg zurck4 ,der ,aufenthalt in ,venedig war fr seine knstlerische ,bildung von groer ,bedeutung gewesen4 ,die ,berhrung mit der italienischen ,kunst hatte ihn in seiner eigenen ,kunst weitergebracht1 ohne da er den ,gewinn mit dem geringsten ,opfer von seinem ,selbst bezahlt htte4 ,seine ,anschauungsweise war grer geworden1 sein ,formgefhl hatte sich verfeinert2 aber wie sein ,empfinden1 so blieb seine knstlerische ,ausdrucksweise durch und durch deutsch4 ,es gehrt mit zu den hchsten ,ruhmestiteln ,albrecht ,drers1 da das mnnliche ,bewutsein seiner ,knstlerschaft und das freudig stolze ,gefhl seines ,deutschtums ihm jeden ,versuch verwehrte1 den eigenen festen ,halt aufzugeben und sich an die fremdlndische ,kunst anzulehnen4 ,die ,nachahmung der ,italiener hat nach ihm die deutsche ,kunst zu ,grunde gerichtet4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,studie zu den ,hnden eines betenden ,apostels im ,hellerschen ,altarbild 7#aejh74 ,pinselzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 ,nach der ,rckkehr schuf ,drer in rascher ,folge mehrere grere ,gemlde4 ,das erste war eine ,darstellung von ,adam und ,eva auf zwei ,tafeln in lebensgroen ,figuren4 ,in ,italien hatte ,drer gesehen1 mit welch hoher knstlerischen ,schnheit die nackte ,menschengestalt bekleidet werden kann4 ,in diesen beiden ,gestalten des ,mannes und des ,weibes1 die eine ,vollkommenheit der ,formen zeigen1 wie sie der ,kunst des ,nordens bis dahin unerreichbar gewesen war1 legte er gleichsam ffentlich ,zeugnis ab von dem1 was sich ihm fr seine ,kunstanschauung ,neues in dem ,lande der alten ,kunst offenbart hatte4 ,aber man wrde ,drer groes ,unrecht thun1 wenn man die beiden ,figuren blo auf die ,form hin1 der denn doch noch nordische ,mngel anhaften1 betrachten wollte4 ,das ,beste daran ist vielmehr die ,feinheit des ,gefhls1 mit der die ,empfindung der beiden erdacht und ausgesprochen ist4 ,der ,ausdruck liegt nicht blo in den ,kpfen4 ,hier das mit weiblicher ,zurckhaltung gemischte schmeichelnde ,verlocken1 dort scheues ,zagen im ,verein mit der ,unfhigkeit1 zu widerstehen3 das ist in den ganzen ,gestalten1 bis in die ,fe und die ,fingerspitzen hinein mit einer ,meisterschaft1 die in dieser ,beziehung kaum ihresgleichen hat1 zur ,anschauung gebracht 7,abb4 #di und #ej74 ,man kann sich vorstellen1 welches ungeheure ,aufsehen diese beiden ,tafeln bei ihrem ersten ,erscheinen erregten4 ,dieselben sind schon frh kopiert worden4 ,um den ,besitz der ,originale streiten sich die ,sammlung des ,pittipalastes zu ,florenz und das ,pradomuseum zu ,madrid4 ,der ,streit ist wohl berflssig4 ,man mu unbedingt annehmen1 da der ,meister selbst sich zu einer ,wiederholung dieses ,werkes1 in dem er etwas nie ,dagewesenes erreicht hatte1 entschlossen hat4 ,die ,ausfhrung durch seine eigene ,hand ist bei dem ,madrider ,exemplar unanfechtbar2 aber auch bei dem ,florentiner ,exemplar1 das leider weniger gut erhalten ist1 kann wohl nicht an der ,eigenhndigkeit der ,arbeit gezweifelt werden4 ,die ,figuren stimmen hier und dort ganz genau miteinander berein4 ,im brigen unterscheiden sich die beiden ,ausfhrungen in hnlicher ,weise1 wie die ,zeichnung und der ,kupferstich von #aejd4 ,in ,florenz treten die ,figuren1 wie es dem ,inhalt der ,darstellung entspricht1 aus einem landschaftlichen ,hintergrund1 den ,tiere beleben1 hervor4 ,in ,madrid heben sie sich1 um ganz unbeeintrchtigt fr sich selbst zu wirken1 von schlichtem schwarzen ,grunde ab2 auch der ,baumstamm mit der ,schlange an der ,seite ,evas ist hier nicht in malerischer ,ausfhrung1 sondern mehr als bloe ,andeutung gemalt4 ,an dem unteren ,zweig des ,baumes hngt bei der ,eva in ,madrid ein ,tfelchen1 worauf zu lesen ist1 da der ,deutsche ,albrecht ,drer das ,bild gemacht habe4 7,albertus ,durer alemanus faciebat post virginis partum #aejg847 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,studie zum ,kopf eines emporblickenden ,apostels im ,hellerschen ,altarbild4 ,wei gehhte ,tuschzeichnung im ,kupferstichkabinett des ,berliner ,museums4 ,mehr ,arbeit als die beiden lebensgroen ,einzelgestalten machte dem ,meister ein ,gemlde mit zahllosen kleinen ,figuren1 welches ,kurfrst ,friedrich der ,weise bei ihm bestellte3 ,die ,marter der ,zehntausend8 7,hinrichtung der persischen ,christen unter ,knig ,sapor74 ,drer verwendete den ganzen groen ,flei1 den er besa1 auf dieses ,bild1 an dem er ber ein ,jahr arbeitete und das er im ,sommer #aejh vollendete 7,abb4 #ea74 ,dasselbe befindet sich jetzt in der ,gemldesammlung des kunsthistorischen ,hofmuseums zu ,wien4 ,vor allem mssen wir hier ,drers ,meisterschaft in der malerischen ,bewltigung der groen ,figurenmassen1 wobei er der in khnen ,linien aufgebauten ,landschaft eine wesentliche ,rolle zugewiesen hat1 und in der ,erfindung mannigfaltiger ,einzelheiten1 durch die er den grausigen ,gegenstand anziehend zu machen gewut hat1 bewundern4 ,die ursprngliche ,farbenharmonie des unglaublich fein ausgefhrten ,bildes ist leider dadurch gestrt1 da das reichlich angewendete ,lasursteinblau im ,laufe der ,zeit durch die ,farben1 mit denen es gemischt war1 durchgewachsen und an die ,oberflche getreten ist1 so da es jetzt sehr viel strker spricht1 als es nach der ,absicht des ,meisters sollte4 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,gewandstudie zu einem ,apostel des ,hellerschen ,altarbildes4 ,wei gehhte ,tuschzeichnung im ,kupferstichkabinett des ,berliner ,museums4 ,mit der gleichen ,sorgfalt malte ,drer dann die ,mitteltafel eines umfangreichen ,altarwerks1 mit dessen ,ausfhrung ihn der reiche ,frankfurter ,kaufherr ,jakob ,heller gleichfalls schon im ,jahre #aejg beauftragt hatte4 ,er selbst schrieb an den ,besteller1 da er all seine ,tage keine ,arbeit angefangen habe1 die ihm besser gefiele1 und noch nach der ,ablieferung im ,august #aeji war er um die vorsichtige ,behandlung des ,bildes besorgt4 ,von seiner fleiigen und gewissenhaften ,vorbereitung auf dieses ,werk legt eine ,anzahl von ,naturstudien ,zeugnis ab1 die in feiner ,pinselzeichnung ausgefhrt sind 7,abb4 #eb1 #ec1 #ed74 ,gegenstand des ,gemldes war die ,himmelfahrt ,marias4 ,unten umstehen die ,apostel das leere ,grab1 und oben in den ,wolken1 in denen sich ,scharen kleiner ,engel umhertummeln1 wird die ,jungfrau von ,gott ,vater und ,christus mit der ,krone der ,himmelsknigin geschmckt4 ,die wunderbare ,schnheit dieser von dem ,meister selbst fr sein bestes ,werk gehaltenen ,schpfung1 in der sich mit der liebevollsten ,ausarbeitung der ,einzelheiten eine groartige ,einheitlichkeit der malerischen ,wirkung verband1 knnen wir nur noch ahnen im ,anblick einer alten ,kopie1 welche mit sechs der von ,gehilfen ausgefhrten ,flgelbilder im ,historischen ,museum zu ,frankfurt aufbewahrt wird4 ,das ,original1 fr welches ,kaiser ,rudolf ,,ii den ,frankfurter ,dominikanern1 in deren ,kirche das ,altarwerk aufgestellt war1 vergeblich #ajjjj ,gulden bot1 und das dann spter von ,herzog ,maximilian von ,bayern erworben wurde1 ist im ,jahre #afgd bei dem ,brande der ,mnchener ,residenz ein ,raub der ,flammen geworden4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,aus der ,kupferstichpassion3 ,das ,gebet am lberg 7#aejh74 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,aus der ,kupferstichpassion3 ,der ,judasku 7#aejh74 ,ein gnstigeres ,geschick hat ber dem nchsten groen ,gemlde gewaltet1 welches ,drer schuf4 ,es ist das ,allerheiligenbild1 auch ,dreifaltigkeitsbild genannt1 das er fr die ,kapelle des sogenannten ,landauerklosters oder ,zwlfbrderhauses in ,nrnberg1 einer wohlthtigen ,stiftung zweier dortigen ,brger1 malte und im ,jahre #aeaa vollendete4 ,als die ,kapelle geweiht wurde1 erhielt sie ihren ,namen zu ,ehren aller ,heiligen2 dadurch war die ,wahl des ,gegenstandes fr das ,altargemlde bestimmt3 die in der ,anbetung des dreifaltigen ,gottes vereinte ,gesamtheit der ,heiligen 7,abb4 #ff74 ,wohlerhalten und unversehrt schmckt diese ,tafel die kaiserliche ,gemldegalerie zu ,wien4 ,nur die ,farbenwirkung hat auch hier durch das ,durchwachsen des ,blau1 sowie ferner durch das ,verblassen der ,schattentne in den grnen ,gewndern ihren ,einklang einigermaen eingebt4 ,aber die hohe ,vollkommenheit der ,zeichnung und der ,ausfhrung knnen wir bei diesem unvergleichlichen ,meisterwerk in ihrer ganzen ursprnglichen ,herrlichkeit bewundern4 ,wohl in keinem anderen ,erzeugnis der deutschen ,malerei ist so viel ,groartigkeit mit so viel ,poesie vereinigt4 ,man darf unbedenklich behaupten1 da diese ,meisterschpfung ,drers das erhabenste ,werk der kirchlichen ,kunst diesseits der ,alpen ist4 ,es entrckt den ,geist des glubigen ,beschauers in die ,sphren der ,seligen4 ,von ,engelchren umschwebt1 deren ,reigen sich in ungemessener ,ferne verliert1 erscheint in lichtdurchstrahltem ,gewlk die heilige ,dreifaltigkeit3 ,gott ,vater in ,krone und ,knigsmantel auf dem doppelten ,regenbogen thronend1 hlt mit den ,hnden das ,kreuz1 an dem ,gott ,sohn sich der ,menschheit opfert1 und ber seinem ,haupte schwebt der heilige ,geist in ,gestalt der ,taube4 ,zu beiden ,seiten knieen die ,auserwhlten des alten ,bundes und die ,heiligen der ,christenheit1 mit der ,jungfrau ,maria und ,johannes dem ,tufer an der ,spitze4 ,ihnen reiht sich auf einem niedrigeren ,wolkenkranze die ungezhlte ,schar der namenlosen ,seligen aller ,stnde an1 von ,kaiser und ,papst bis zu ,bauer und ,bettelfrau4 ,tief unten liegt die ,erde in weiter1 vom ,himmelslicht rosig berstrahlter ,landschaft4 -- ,zwischen den ,seligen ist in einer demtigen ,gestalt -- links am ,bildrande1 neben dem mit einer ,gebrde der ,ermutigung sich umwendenden ,kardinal -- der ,stifter des ,gemldes1 ,matthus ,landauer1 abgebildet4 ,unten auf der ,erde aber steht ,albrecht ,drer1 bescheiden in die ,ferne gerckt den ,himmlischen gegenber1 doch mit gerechtem ,selbstbewutsein hinausblickend zu dem sterblichen ,beschauer1 dem er sich als den ,urheber des ,gemldes nennt4 ,auch auf dem ,bilde der zehntausend ,mrtyrer und auf der ,hellerschen ,altartafel hatte er1 wie er es beim ,rosenkranzfest zuerst gethan1 sich selbst in den ,hintergrund gemalt und dabei voll ,vaterlandsgefhl seinem ,namen den ,zusatz ein ,deutscher8 beigefgt4 ,auf der ,inschrifttafel des ,allerheiligenbildes nennt er sich mit ,heimatsstolz als einen ,sohn der ,stadt1 welche das ,bild bewahren soll4 -- ,das ,allerheiligenbild1 dessen ,mastab im ,verhltnis zu seinem groen ,inhalt sehr klein ist1 wurde in einem prchtig geschnitzten ,holzrahmen1 fr den ,drer selbst den ,entwurf gezeichnet hatte1 an seinem ,bestimmungsort aufgestellt4 ,in einer ,zeit1 wo die ,nrnberger ihren ,drer nicht mehr gebhrend zu schtzen wuten1 gelang es dem eifrigen ,drersammler ,kaiser ,rudolf ,,ii1 das ,gemlde zu erwerben4 ,der leere ,rahmen blieb in ,nrnberg zurck und befindet sich1 leider durch grauen ,anstrich entstellt1 jetzt im ,germanischen ,museum4 ,es ist ein ,aufbau1 der sich aus einem schmuckreichen ,sockel1 verzierten ,sulen an den ,seitenwnden1 einem von diesen getragenen ,geblk und darber einem halbkreisfrmigen ,aufsatz zusammenfgt4 ,in dem ,bogenfeld des ,aufsatzes und in dem ,fries des ,geblkes ist das ,jngste ,gericht in geschnitzten ,figuren dargestellt2 an den ,seiten des ,aufsatzes befinden sich als freistehende ,figuren ,engel mit ,posaunen und auf dem ,scheitel desselben ein ,engel mit dem ,kreuz4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,marienbild4 ,mit ,wasserfarben angetuschte ,federzeichnung vom ,jahre #aeji4 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,der ,schmerzensmann4 ,titelbild zur ,kupferstichpassion4 7#aeji74 ,in der ,erfindung dieser reichen architektonischen ,einfassung seines ,gemldes hat ,drer sich als einen echten ,renaissanceknstler zu erkennen gegeben in dem ,sinne1 da er an die ,stelle sptgotischer ,gebilde die wiederbeseelten ,formen des klassischen ,altertums setzte4 ,in ,venedig hatte er ,kunstwerke gesehen1 in denen die ,formenwelt der antiken ,bau- und ,zierkunst sich wiederspiegelte1 und er huldigte dem tonangebenden ,geschmack seiner ,zeit1 indem er versuchte1 in seinen eigenen ,schpfungen derartige ,formen anzubringen4 ,schon vor der venezianischen ,reise hatte er ja bisweilen -- besonders im ,marienleben -- sich bemht1 aus unklaren ,vorstellungen heraus ,gebude1 die der ,antike gleichen sollten1 zu ersinnen4 ,jetzt besa er1 wenn auch kein wirkliches ,verstndnis1 so doch immerhin einige1 durch die ,anschauung von ,erzeugnissen der oberitalienischen ,renaissance gewonnene ,kenntnis von der ,baukunst des ,altertums4 ,wohl das hbscheste ,beispiel von seinen ,versuchen1 dasjenige1 was er sich in dieser ,beziehung angeeignet hatte1 selbstndig zu verwerten1 finden wir in einer ,zeichnung vom ,jahre #aeji1 die im ,baseler ,museum aufbewahrt wird4 ,es ist eine mit ,wasserfarben leicht bemalte ,federzeichnung1 die in einer ,komposition voll ,reiz und ,anmut die heilige ,jungfrau mit dem ,jesuskinde zeigt1 die dem ,spiel kleiner ,engelskinder lauschen1 whrend hinter ihnen der ,nhrvater ,joseph arbeitsmde am ,tisch eingeschlafen ist2 ber der wunderlieblichen ,gruppe wlbt sich eine offene ,halle1 deren reiche ,formen den grten ,teil des ,bildes einnehmen4 ,hier hat ,drer mit sichtlicher ,lust und mit feinem ,schnheitsgefhl eine ,architektur nach antiker ,art1 mit korinthischen ,sulen und kassettiertem ,tonnengewlbe1 entworfen 7,abb4 #eg74 ,im ,jahre der ,vollendung des ,dreifaltigkeitsbildes gab ,drer seine drei groen ,bcher8 als ein zusammenhngendes ,werk heraus3 nmlich die inzwischen fertig gewordenen ,folgen des ,marienlebens und der ,passion und eine neue1 um ein ,titelbild vermehrte ,auflage der ,apokalypse4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,titelbild zu dem ,holzschnittwerk ,das ,marienleben8 7#aeaj74 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,das ,marienleben83 ,marias ,tod 7#aeaj74 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,das ,marienleben83 ,die ,aufnahme ,marias in den ,himmel 7#aeaj74 ,an der ,spitze dieses groen ,holzschnittwerkes steht das neugezeichnete ,titelbild zum ,marienleben4 ,in diesem reizvollen ,bild1 das1 um ,platz fr den ,titel zu lassen1 nur einen ,teil der ,blattseite ausfllt1 sehen wir die ,jungfrau ,maria mit dem ,kinde an der ,brust zugleich als das ,weib der ,apokalypse dargestellt3 mit dem ,mond unter den ,fen1 von der ,sonne umgeben und mit einer ,krone von zwlf ,sternen ber dem ,haupt4 ,es ist wunderbar1 wie ,drer es verstanden hat1 mit schwarzen ,strichen den ,eindruck von strahlendem ,licht hervorzubringen 7,abb4 #ei74 ,dem ,titel folgen die vorher genannten sechzehn ,bilder4 ,an diese reihen sich zwei herrliche1 im ,jahre #aeaj hinzugefgte ,bltter1 aus denen man1 wenn man sie mit den frheren vergleicht1 deutlich sieht1 wie ,drer sich in der ,zwischenzeit vervollkommnet hatte4 ,das erste der beiden fhrt uns in das ,sterbegemach ,marias4 ,man fhlt die feierliche ,stille1 das ,dmpfen der ,schritte und der ,stimmen im ,kreise der ,apostel1 die das ,bett umgeben1 auf dem die ,mutter ,christi mit dem ,ausdruck seligen ,friedens auf dem vom ,tod verschnten ,antlitz eben den letzten ,atemzug gethan hat 7,abb4 #fj74 ,dann kommt die ,aufnahme ,marias in den ,himmel in einer ,darstellung1 welche im allgemeinen der ,anordnung dem ,hellerschen ,altarbild hnlich1 in allen ,einzelheiten aber wieder in neuer ,weise erdacht ist4 ,unten sind um den ,steinsarg1 der den ,krper ,marias bergen sollte1 die ,apostel versammelt und blicken voll ,staunen ber das ,unbegreifliche zum ,himmel empor4 ,dort oben kniet im strahlendurchfluteten ,lichtraum ber ,wolken und ,regenbogen die dem ,grab ,entrckte in verklrter und verjngter ,gestalt und empfngt von dem dreifaltigen ,gott die ,himmelskrone 7,abb4 #fa74 ,darauf folgt noch ein beraus liebenswrdiges ,schlublatt1 das der ,art seiner ,zeichnung nach bereits vor der venezianischen ,reise entstanden sein mu und gleichsam ein ,nachwort zu der ,erzhlung von ,unserer ,lieben ,frauen ,leben8 bildet4 ,da sitzt ,maria als ,himmelsknigin1 mit dem ,jesuskind auf dem ,scho1 von ,engeln und ,heiligen verehrt2 aber sie sitzt nicht auf einem ,himmelsthron1 sondern in einem traulichen irdischen ,gemach1 den ,sterblichen zugnglich als holde ,frbitterin4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,die kleine ,passion83 ,christus als ,grtner 7#aeji-aeaj74 ,auf dem ,titelblatt1 welches ,drer zur ,passion zeichnete1 nachdem er sich zur ,verffentlichung dieses so lange zur ,seite geschobenen ,werkes entschlossen hatte1 erscheint ,christus als ,schmerzensmann18 das heit in einer in der ,sptzeit des ,mittelalters aufgekommenen ,darstellung1 welche das ganze ,leiden des ,heilandes zusammenfassend zeigt3 entblt1 gegeielt1 mit ,dornen gekrnt1 verspottet1 an ,hnden und ,fen mit ,ngeln durchbohrt1 dem ,grabe verfallen1 so heftet der ,heiland einen ,blick voll tiefen ,schmerzes auf den ,beschauer 7,abb4 #fc74 ,in der ,passion ist der ,unterschied zwischen den lteren ,kompositionen und den mit der ,jahreszahl #aeaj bezeichneten vier neuen1 bei denen auch die ,schnittausfhrung gut gelungen ist1 sehr gro4 ,eines dieser ,bltter bildet den ,anfang der ,bilderfolge3 das letzte ,abendmahl4 ,das ,wort3 ,einer unter euch wird mich verraten8 versetzt die ,apostel in ,aufregung2 ,judas kriecht in sich zusammen1 versteckt seinen ,geldbeutel und thut1 als ob ihn dieses ,wort am wenigsten berhre4 ,das nchste der ,bltter von #aeaj fhrt in einem ,bilde voll leidenschaftlich bewegten ,lebens die ,gefangennahme ,jesu vor4 ,noch haften ,hand und ,lippen des ,verrters am ,haupte des ,verratenen1 und schon ist dieser mit ,stricken gefesselt1 und die wilde1 lrmende ,rotte schickt sich an1 das ,opfer fortzuzerren1 das in diesem schrecklichen ,augenblick1 wo die ,erfllung des ,leidensgeschickes zur ,thatsache wird1 einen hilfeflehenden ,blick menschlichen ,entsetzens zum ,himmel sendet4 ,so begreiflich wie nutzlos erscheint der grimme ,zorn des ,petrus1 der das ,schwert ber dem mit ,ungestm zu ,boden geschleuderten ,knecht ,malchus schwingt 7,abb4 #fd74 ,die beiden anderen neuen ,kompositionen bilden den ,schlu der ,passion3 ,christi ,hinabfahrt zur ,hlle und ,auferstehung4 ,mit gewaltiger ,dichterkraft fhrt uns der ,zeichner in die ,vorhlle1 wo ,christus unter dem ohnmchtigen ,toben greulicher ,teufelsgestalten die ,seelen der ,vter aus einem tiefen ,verlie hervorholt2 hinter den ,befreiten sieht man das offene ,thor der ,hlle1 das dem ,blick nichts weiter enthllt als ein grenzenloses schwelendes ,flammenmeer1 dessen ausstrahlende ,glut die ,siegesfahne des ,erlsers emporwehen macht4 ,nicht minder groartig ist das ,auferstehungsbild4 ,eine starke ,wache von ,bewaffneten umgibt das ,grab4 ,einige von ihnen schlafen1 ein alter ,kriegsmann schttelt unsanft einen der ,pflichtvergessenen2 einer erwacht eben und ffnet ghnend die ,augen1 er sieht1 ohne noch zu begreifen2 andere aber erkennen das ,wunder1 das sich vollzieht4 ber dem geschlossenen ,steindeckel der ,gruft1 an der man das von der ,obrigkeit angelegte ,siegel unverletzt sieht1 schwebt der ,heiland empor1 von einer ,wolke aufgenommen und von ,cherubimscharen begrt4 ,er hebt das von dem dreiteiligen ,lichtschein der ,gottheit umstrahlte ,antlitz zum ,himmel empor1 in der ,linken hlt er die ,siegesfahne1 mit der ,rechten segnet er die durch das vollbrachte ,leidenswerk erlste ,welt 7,abb4 #fe74 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,der ,schmerzensmann4 ,titelbild zu dem ,holzschnittwerk ,die groe ,passion84 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,das ,leiden ,jesu ,christi 7,groe ,passion783 ,die ,gefangennahme ,christi 7#aeaj74 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,aus dem ,holzschnittwerk ,die groe ,passion83 ,die ,auferstehung 7#aeaj74 ,die ,zeichnung1 welche ,drer der ,apokalypse als ,titelbild hinzufgte1 stellt den ,evangelisten ,johannes dar1 dem die ,mutter ,gottes als das mit der ,sonne bekleidete ,weib der ,offenbarung erscheint4 ,es ist bemerkenswert1 da ,drer fr den ,druck des ,textes zum ,marienleben und zur ,passion -- es waren lateinische ,verse1 welche der ihm befreundete ,benediktiner ,chelidonius verfat hatte -- die neu aufgekommenen ,schriftzeichen der ,renaissance1 die von den italienischen ,druckern der alten rmischen ,schrift nachgebildeten sogenannten lateinischen ,buchstaben1 verwendete4 ,fr den ,text zur ,apokalypse behielt er die sptgotischen ,lettern der ersten ,ausgabe bei4 ,in dem nmlichen ,jahre #aeaa gab ,drer ein kleines ,buch heraus1 welches eine bildliche ,schilderung des ,leidens ,christi in wieder anderer ,auffassung1 von ,gedichten des ,chelidonius begleitet1 enthlt4 ,auch dieses ,buch trgt den ,titel ,passion 7,passio ,christi871 und es ist von jeher gebruchlich1 seine ,bilderfolge und diejenige des groen ,buches durch die ,bezeichnungen die ,kleine ,passion8 und die ,groe ,passion8 zu unterscheiden4 ,die ,kleine ,passion besteht aus siebenunddreiig ,holzschnitten3 einer ,titelzeichnung1 welche ,christus als ,schmerzensmann auf einem ,stein sitzend darstellt1 und sechsunddreiig ,blttern in dem kleinen ,format von ungefhr #i zu #ab ,centimetern1 welche in ,kompositionen von meistens nur wenigen ,figuren das ,erlsungswerk mit ,ausfhrlichkeit und in einer mehr volkstmlichen ,weise erzhlen4 ,die smtlichen ,bildchen1 von denen einige mit der ,jahreszahl #aeji1 andere mit #aeaj bezeichnet sind1 scheinen schnell hintereinander gezeichnet zu sein4 ,die ,erzhlung beginnt mit dem ,sndenfall und der ,vertreibung aus dem ,paradies1 als der ,vorbedingung der ,erlsung4 ,nachdem die ,menschwerdung des ,erlsers durch die ,verkndigung und die ,geburt verbildlicht worden ist1 bildet der ,abschied ,jesu von seiner ,mutter die ,einleitung zu den ,ereignissen der mit dem ,einzug in ,jerusalem beginnenden ,leidenswoche4 ,vor und nach dem letzten ,abendmahl sind die ,vertreibung der ,wechsler aus dem ,tempel und die ,fuwaschung eingefgt4 ,das ,gebet am lberg1 wo ,christus im ,seelenkampf die vor die ,stirn gehobenen ,hnde zusammenpret1 berbietet an ,gre und ergreifender ,tiefe der ,auffassung das entsprechende ,bild der ,groen ,passion4 ,die ,begebenheiten zwischen der ,gefangennahme und der ,verurteilung werden in allen ,einzelheiten geschildert1 von der ,vorfhrung vor ,annas bis zur ,hndewaschung des ,pilatus4 ,auf die ,kreuztragung folgt ,veronika1 die mit dem ,abdruck von ,christi ,antlitz auf dem ,schweituch zwischen ,petrus und ,paulus dasteht1 als besonderes ,bild4 ,wir sehen1 wie ,christus an das ,kreuz angenagelt wird1 und wie er am ,kreuze die letzten ,worte spricht2 dann wie er in die ,unterwelt hinabsteigt2 wie sein ,leichnam vom ,kreuze abgenommen1 dann am ,fue des ,kreuzes beweint und darauf in das ,grab gelegt wird4 ,auf die ,auferstehung folgt die ,erscheinung des ,auferstandenen vor seiner ,mutter1 vor ,maria ,magdalena -- ein ,bild von hochpoetischer ,stimmung 7,abb4 #fb7 --1 vor den ,jngern zu ,emmaus und vor ,thomas4 ,darauf folgt die ,himmelfahrt1 bei der das ,entschwinden ,christi in befremdlicher1 aber wirksamer ,weise dadurch veranschaulicht ist1 da man nur noch seine ,fe sieht4 ,die ,herabkunft des heiligen ,geistes und die ,wiederkehr ,christi am ,jngsten ,tage bilden den ,schlu4 ,nichts spricht mehr fr die ,unerschpflichkeit von ,drers ,gestaltungsvermgen1 als die ,thatsache1 da er sich zu derselben ,zeit mit der ,ausarbeitung einer ,folge von ,kupferstichen beschftigte1 welche gleichfalls das ,leiden des ,heilandes1 in abermals anders ersonnenen ,darstellungen1 behandelte4 ,neben den vier ,bchern brachte ,drer eine ganze ,anzahl von einzelnen ,holzschnittblttern auf den ,markt4 ,im ,jahre #aeaj verffentlichte er auch einige ,holzschnitte mit lngerem ,text in ,reimen1 den er selbst verfat hatte und durch ,hinzufgung des ,monogramms als sein geistiges ,eigentum kennzeichnete2 er gab darin ,lebensregeln1 ,ermahnungen zur ,vorbereitung auf den ,tod und ,betrachtungen ber das ,leiden ,christi4 ,die ,jahreszahl #aeaa findet sich auf mehreren ,einzelholzschnitten von besonderer ,schnheit4 ,da ist vor allem das groe ,blatt die heilige ,dreifaltigkeit8 -- eine ,nebenfrucht des ,landauerschen ,altargemldes --1 ein erhabenes ,bild von wunderbar berirdischer ,stimmung4 ,so sehr hat ,gott die ,welt geliebt1 da er seinen eingeborenen ,sohn dahingab81 ist der ,inhalt der ,darstellung4 ber den ,wolken1 in denen die ,winde nach den vier ,richtungen blasen1 thront ,gott ,vater im endlosen ,raum1 den die von der ,gottheit ausgehenden ,lichtstrahlen erfllen4 ,er hlt den ,sohn in der ,gestalt des gemarterten und getteten ,dulders auf dem ,schoe1 und ein ,beben des ,schmerzes geht durch die ,engelscharen1 in denen die ,zeichen von ,christi ,marter und ,tod getragen werden 7,abb4 #fg74 -- ,das ,blatt ist ein ,meisterwerk der ,formschneidekunst1 es bringt jeden ,strich des ,zeichners klar zur ,geltung4 ,drer hatte die ,krfte1 deren er sich zum ,schnitt seiner ,holzzeichnungen bediente1 jetzt so geschult1 da er ihnen ,aufgaben anvertrauen konnte1 die1 wie dieses ,blatt1 die volle ,wirkung und die ,linienfeinheit eines ,kupferstiches erreichten4 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,die ,anbetung der heiligen ,dreifaltigkeit durch alle ,heiligen4 ,altargemlde von #aeaa4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,ein anderer groer ,holzschnitt aus demselben ,jahre1 die ,messe des heiligen ,gregor81 gehrt ebenfalls zu den groartigsten ,erzeugnissen von ,drers dichterischer ,gestaltungskraft4 ,da sehen wir1 wie vor den ,augen des messelesenden ,papstes ,gregor der ,altaraufsatz zum ,sarge wird1 aus dem der ,schmerzensmann emporsteigt1 umgeben von den ,marterwerkzeugen und den brigen bekannten ,wahrzeichen seines ,leidens2 wehklagende ,engel verneigen sich vor der rhrenden ,gestalt1 die mit einem ,blick unsglicher ,bekmmernis den ,zweifler anschaut4 ,dahinter verschwimmt alles in dunklem ,nebel1 der sich wie ein ,schleier vor die ministrierenden ,bischfe legt1 sich zu dichten ,wolkenmassen ballt und mit dem ,weihrauchdampf zusammenfliet4 ,es ist wunderbar1 mit welcher ,vollkommenheit hier das ,traumhafte einer ,erscheinung zur ,anschauung gebracht ist3 mit greifbarer ,krperlichkeit steht das ,gesicht vor dem ,schauenden da1 aber im nchsten ,augenblick wird es verschwinden1 der ,nebel wird zerrinnen1 und der ,begnadete und ,bekehrte wird nichts anderes erblicken1 als seine unbeteiligte reale ,umgebung 7,abb4 #fh74 ,illustration3 ,abb4 #fg4 ,die heilige ,dreifaltigkeit4 ,holzschnitt von #aeaa4 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,die wunderbare ,messe des heiligen ,gregor4 ,holzschnitt aus dem ,jahre #aeaa4 ,eine innige ,poesie heiligen ,erdendaseins erfllt das ,blatt1 welches die heilige ,familie umgeben von ihren ,verwandten1 die sogenannte heilige ,sippe8 darstellt4 ,jede dieser ,persnlichkeiten ist ein ,charakter1 und ein paar ,baumstmme und der ,rcken eines ,hgels zaubern den ,eindruck einer reizvoll behaglichen ,landschaftsstimmung hervor 7,abb4 #fi74 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,die heilige ,sippe4 ,holzschnitt von #aeaa4 ,die ,gemlde1 welche ,drer zunchst nach der ,landauerschen ,altartafel ausfhrte1 erforderten kein so ungeheures ,ma von ,arbeitskraft1 wie der ,meister sie bei seiner feinen und gewissenhaften ,art der ,ausfhrung auf die ,altarbilder der letzten ,jahre verwendet hatte4 ,es sind ,werke von groem ,mastab bei erheblich geringerem ,umfang4 ,die ,gemldesammlung im ,wiener ,hofmuseum besitzt ein liebenswrdiges kleines ,marienbild vom ,jahre #aeab1 das nach einer angeschnittenen ,birne1 welche das auf den ,hnden ,marias liegende nackte ,jesuskind im ,hndchen hlt1 benannt zu werden pflegt 7,abb4 #gj74 ,drers italienische ,zeitgenossen haben in ihren ,madonnen ein ,ma von sinnlicher ,schnheit1 in deren ,vollkommenheit sie1 gleich wie die ,knstler des klassischen ,altertums1 das ,ausdrucksmittel fr geistige ,vollkommenheit sahen1 zur ,anschauung gebracht1 das ber dasjenige1 was der deutsche ,meister in dieser ,hinsicht zu schaffen vermochte1 sehr weit hinausgeht4 ,aber keiner von ihnen reicht an diesen heran in ,bezug auf die ,verbildlichung heiligster ,jungfrulichkeit4 ,keine ,formenschnheit vermchte so nachhaltig auf den ,beschauer zu wirken1 wie der unfabare ,zauber vollkommener ,herzensreinheit1 der ber dem sen ,mdchengesicht dieser ,drerschen ,madonna schwebt4 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,madonna mit der angeschnittenen ,birne4 lgemlde von #aeab1 in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,ferner malte ,drer im ,jahre #aeab im ,auftrage seiner ,vaterstadt1 die ihn #aeji durch ,ernennung zum ,ratsmitgliede geehrt hatte1 zwei lebensgroe ,kaiserbilder zum ,schmucke der ,heiltumskammer81 eines zur ,aufbewahrung der ,reichskleinodien bestimmten ,gemaches4 ,die darzustellenden ,kaiser waren ,karl der ,groe als der ,grnder des ,kaisertums und ,sigismund als derjenige1 welcher der getreuen ,stadt ,nrnberg das ,heiltum8 anvertraut hatte4 ,fr diesen benutzte ,drer ein lteres ,bildnis2 in seinem ,karl dem ,groen schuf er das ,idealbild des gewaltigen ,herrschers1 das seitdem in der ,vorstellung des deutschen ,volkes lebt 7,abb4 #ga74 ,ziemlich stark bermalt1 befinden sich diese ,gemlde1 von denen sich die ,stadt niemals getrennt hat1 jetzt im ,germanischen ,museum4 ,danach lie ,drer mehrere ,jahre hindurch das lmalen fast vollstndig ruhen4 ,in wie verhltnismig kurzer ,zeit er auch die aufs sorgfltigste vorbereiteten und bis ins kleinste durchgearbeiteten ,gemlde entstehen lie1 ihm selbst ging das fleiige ,klubeln81 wie er schon #aeji in einem ,briefe an ,heller klagte1 nicht rasch genug von statten2 er wollte lieber seines ,stechens warten84 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,karl der ,groe4 lgemlde von #aeab1 im ,germanischen ,museum zu ,nrnberg4 ,die ,kupferstiche1 die ihm zumeist am ,herzen lagen1 als er jene ,worte schrieb1 waren die schon erwhnten ,passionsbilder4 ,einen ,teil dieses ,werkes hatte er schon whrend der ,arbeit an dem ,hellerschen ,altargemlde ausgefhrt1 wie die ,jahreszahlen #aejh und #aeji auf mehreren ,blttern beweisen4 ,die ,mehrzahl der dazu gehrigen ,stiche vollendete ,drer im ,jahre #aeab1 und im folgenden ,jahre gab er die aus siebzehn kleinen ,blttern bestehende abgeschlossene ,folge an die ffentlichkeit4 ,die ,kupferstichpassion beginnt mit einem ,titelbild1 welches den an der ,martersule stehenden ,schmerzensmann zeigt1 aus dessen ,seitenwunde ,strahlen des erlsenden ,blutes sich auf die ,hupter von ,maria und ,johannes -- die als ,vertreter der ganzen erlsten ,menschheit hier stehen -- sich ergieen 7,abb4 #eh71 und erzhlt dann die ,geschichte von ,christi ,leiden und ,tod und ,sieg ber den ,tod in fein ausgefhrten ,bildchen1 deren besonderer ,charakter1 entsprechend der hingebenden1 liebevollen ,arbeit des ,kupferstechers1 ein inniges ,versenken in das ,dargestellte ist4 ,wenn man die ,kleine ,holzschnittpassion eine volkstmliche ,erzhlung nennen kann1 so darf man die ,kupferstichpassion mit einer ,reihe stimmungsvoller ,gedichte vergleichen 7,abb4 #ee1 #ef1 #gc1 #gd und #ge74 ,wer diese ,blttchen mit einer ,hingabe betrachtet1 die derjenigen hnlich ist1 mit der sie geschaffen sind1 der wird eine ,quelle nie versiegenden ,genusses in ihnen finden4 ,illustration3 ,abb4 #gb4 ,der heilige ,hieronymus mit dem ,weidenbaum4 ,kupferstich von #aeab4 ,die im ,jahre #aeab1 wo ,drer sich dieser ,arbeit mit reichlicherer ,mue hingeben konnte1 entstandenen ,bltter der ,kupferstichpassion berbieten die frher gestochenen ganz erheblich an ,feinheit4 berhaupt machte ,drer in dieser ,zeit die schnellsten und bedeutendsten ,fortschritte in der ,handhabung des ,grabstichels4 ,das ,kupferstechen war jetzt in ausgesprochener ,weise seine ,lieblingsbeschftigung1 und die stete bung und das rastlose ,bemhen1 immer mehr zu erreichen1 fhrten ihn zu auerordentlichen ,erfolgen4 ,bltter1 wie die im ,jahre #aeac gestochene herrliche ,komposition der zwei klagenden ,engel1 die der ,welt das ,bild des dornengekrnten ,erlsers vor ,augen halten 7,abb4 #gf71 sind auch in technischer ,beziehung so schn1 da man eine weitere ,vervollkommnung dieser ,art von ,kupferstich kaum fr mglich halten sollte4 ,und doch gelangte ,drer1 der im ,kupferstich das ,mittel suchte1 seinen innersten ,empfindungen gelufigen ,ausdruck in vollendeter ,form zu geben1 noch weiter4 ,in den ,jahren #aeac und #aead schuf er die drei ,bltter1 die den ,hhepunkt der deutschen ,kupferstecherkunst bezeichnen und die zugleich in rein knstlerischer ,beziehung1 als ,mitteilungen aus dem tiefsten ,inneren der ,knstlerseele1 in denen ,gedanken und ,form eins sind1 zu ,drers vollendetsten ,werken gehren4 ,es sind die drei ,bltter1 die zu allen ,zeiten nur ungeteilte ,bewunderung gefunden haben3 ,ritter1 ,tod und ,teufel81 ,melancholie8 und ,st4 ,hieronymus im ,gehuse 7in der ,stube784 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,aus der ,kupferstichpassion3 ,christus vor ,kaiphas 7#aeab74 ,illustration3 ,abb4 #gd4 ,aus der ,kupferstichpassion3 ,christus in der ,vorhlle 7#aeab74 ,zur ,erklrung des ,blattes ,ritter1 ,tod und ,teufel8 wei eine alte ,nachricht zu sagen1 da dasselbe sich auf eine ,geschichte beziehe1 die zu ,drers ,zeit von einem ,ritter ,namens ,philipp ,rink erzhlt wurde4 ,aber das ,bild bedarf keiner ,erklrung1 die der unmittelbar packenden ,wirkung seiner dichterischen ,kraft und ,schnheit nur ,abbruch thun wrde4 ,in einem wilden ,hohlweg reitet auf schlpfrigem ,boden ein ,ritter1 den ,speer auf der ,schulter4 ,es ist ,abend2 man fhlt den klaren ,ton1 der nach ,sonnenuntergang die ,luft erfllt1 in dem wolkenlosen ,stckchen ,himmel1 das ber dem ,rand der ,schlucht1 von ,gestrpp in schroffen ,linien durchschnitten1 sichtbar ist2 man fhlt das schwindende ,licht1 das die fern auf einer ,bergeshhe liegende ,burg mit einem weichen ,ton berzieht4 ,in der schaurigen ,schlucht aber ist es khl und dster4 ,ein verglimmender ,abendstrahl1 der auf einer ,kante des ,abhanges ruht1 weicht der heraufrckenden ,dunkelheit4 ,in unheimliche ,finsternis fhrt der sich verengende ,weg zwischen hher steigenden ,wnden2 -- fhrt er ins ,verderben8 ,neben dem ,ritter reitet als bleiches ,gespenst der ,tod1 und hinter ihm schleicht ein grauenhafter ,teufel1 der mit schauerlich gierigem ,blick aus glhenden ,augen die ,krallenhand nach ihm hebt4 ,des ,ritters ,ro und ,hund ahnen etwas ,bengstigendes4 ,er aber kennt keine ,furcht2 ohne rechts noch links zu sehen1 in unerschtterlicher ,haltung1 reitet er vorwrts4 ,jeder ,deutsche wird diesen ,rittersmann verstehen1 der trotz ,tod und ,teufel auf dem eingeschlagenen ,wege bleibt 7,abb4 #gg74 ,solch einen ,mann der entschlossenen ,that qulen die grbelnden ,zweifel nicht1 auf die das trumerische ,bild der ,melancholie8 hinweist4 ,da sitzt eine ,gestalt1 welche die ,macht des ,menschengeistes verkrpert1 mit dem ,lorbeer des ,ruhmes gekrnt1 von allerlei ,zeichen menschlichen ,wissens und ,knnens1 wie ,handwerksgert und mathematischen ,krpern1 umgeben4 ,wohl mag dieses mchtige ,wesen sich weithin tragen lassen von seinen starken ,schwingen2 dennoch sinkt es schlielich in sich zusammen im ,gefhl seiner ,unvollkommenheit4 ,es gleicht dem ,kinde1 das auf dem ,mhlstein sitzt und auf einem ,tfelchen ,schreib- und ,rechenbungen macht4 ,es mchte das ,tier beneiden knnen1 dem kein ,forschensdrang den ,schlaf raubt4 ,der ,schmelztiegel des ,alchimisten1 durch den die letzten ,grundbestandteile der ,dinge sich doch nicht ermitteln lassen1 die ,kugel1 deren ,inhalt sich nicht in ,zahlen ausdrcken lt1 sind ,zeichen der ,beschrnkung des menschlichen ,geistes1 ,gegenstcke zu der an den ,turm gelehnten ,leiter1 dem ,spottbild auf die winzige ,kleinheit der dem ,menschen erreichbaren ,erhebung ber die ,erde4 ,raum und ,zeit setzen dem ,menschengeist ,schranken4 ,die ,sanduhr und das ,glcklein an der ,turmwand1 wo ein ,zahlenquadrat von zweckloser ,spielerei des menschlichen ,scharfsinns erzhlt1 verknden die ,flchtigkeit und das ,gemessensein der ,zeit4 ,und ber dem verschwindenden ,horizont des ,oceans durchleuchtet die ,rtselerscheinung eines ,kometen den endlosen ,himmelsraum1 an dem das unfabare ,gebilde des ,regenbogens prangt4 ,seiner ,nichtigkeit dem ,all gegenber sich bewut1 starrt der ,genius mit gesenkten ,fittichen voll ,niedergeschlagenheit vor sich hin1 und mig ruht seine ,hand auf dem ,buch1 in dem das ,unbegreifliche doch nicht gesagt1 und an dem ,zirkel1 mit dem das ,unerreichbare nicht gemessen werden kann 7,abb4 #gi74 ,der ,beschauer mag vielleicht finden1 das ,bild sei mit ausgeklgelten und schwer verstndlichen ,beziehungen berladen4 ,aber deren ,ausdeutung im einzelnen ist auch gar keine unerlliche ,vorbedingung fr den ,genu des ,bildes3 das ,ganze spricht mit voller ,verstndlichkeit zu uns durch seine ,stimmung4 ,das ist das ,einsehen1 da wir nichts wissen knnen84 ,auch ,drer hat einmal das ,bekenntnis niedergeschrieben3 ,die ,lge ist in unserer ,erkenntnis1 und die ,finsternis steckt so hart in uns1 da auch unser ,nachtappen fehlt48 ,den geraden ,gegensatz hierzu bildet jener in seiner ,arbeit volles ,gengen findende ,forscher1 der im heiligen ,hieronymus verkrpert ist4 ,ganz in sein ,werk versunken1 sitzt der groe ,kirchenvater in seiner gemtlichen ,gelehrtenstube2 man fhlt die behagliche ,wrme1 die das ,sonnenlicht1 durch die ,butzenscheiben gedmpft1 in das ,gemach hineintrgt2 in friedlichem ,schlummer ruht der ,lwe des ,heiligen neben einem ,hndchen 7,abb4 #ha74 ,auch in diesen beiden ,blttern ist ,drer wieder so kerndeutsch4 ,man braucht kein sogenanntes ,kunstverstndnis zu besitzen1 sondern nur ein deutsches ,herz zu haben1 um diese ,stimmungen mitfhlen zu knnen4 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,aus der ,kupferstichpassion3 ,die ,grablegung 7#aeab74 ,die ,jahre1 in denen ,drer aus der innersten ,schatzkammer seines ,herzens solch kstliche ,juwelen der vollendetsten ,stimmungsmalerei hervorholte1 brachten ihm den grten ,schmerz seines ,lebens1 die ,krankheit und den ,tod seiner ,mutter4 ,in einer besonderen ,aufzeichnung hat er hierber ergreifend und ausfhrlich berichtet4 ,die fromme1 sanftmtige und wohlthtige ,frau starb nach mehr als jahrlangem ,siechtum am #ag4 ,mai #aead4 ,wenige ,wochen vor ihrem ,tode1 am ,okulisonntag1 hatte ,drer sie in einer lebensgroen ,kohlenzeichnung abgebildet4 ,das ,berliner ,kupferstichkabinett bewahrt dieses rhrende ,bildnis3 ein abgemagertes1 vieldurchfurchtes ,antlitz mit gottergebener ,duldermiene1 die den ,tod in der ,nhe sieht 7,abb4 #gh74 ,sicher ist ,drer an keiner ,arbeit mehr mit dem ganzen ,herzen dabei gewesen1 als an dieser sichtlich in kurzer ,zeit hingeschriebenen ,zeichnung1 in der er das ,bild seiner ,mutter1 die in der rastlosen ,thtigkeit der schaffenden1 sorgenden ,hausfrau frher vielleicht niemals eine ,stunde erbrigt hatte1 um dem ,sohn zu sitzen1 jetzt in der unfreiwilligen ,mue der ,krankheit1 in letzter ,stunde1 als ein ,jammerbild festhielt4 ,es mag ihm eine ,pein gewesen sein1 die ,entstellungen1 die die ,todesnhe in das geliebte ,antlitz gegraben1 ,zug um ,zug zu verfolgen4 ,aber er schenkte sich nichts von dem ,schrecklichen3 nicht die ,erschlaffung der ,augenmuskeln1 welche die beiden ,augensterne auseinander weichen lt1 nicht das ,zusammensinken der ,nasenknorpel1 noch die entsetzliche ,abmagerung1 welche die ,knochen und die einzelnen ,muskelstrnge des ,halses mit frchterlicher ,deutlichkeit unter der verwelkten ,haut hervortreten lt4 ,das ist die ,liebe und ,ehrfurcht1 die ,drer vor der ,natur hegte4 ,wenn er etwas in der ,wirklichkeit ,vorhandenes nachbildete als das1 was es war1 so bildete er es so nach1 wie es war4 ,seine ,treue und ,ehrlichkeit war dann so bedingungslos vollkommen1 da dieser ,realismus von keinem unserer modernen ,maler auch nur um ein ,hrchen berboten werden knnte4 ,drers ,studienbltter bieten zahlreiche ,belege4 ,ein besonders sprechendes ,beispiel ist auch das in ,abbildung #hj wiedergegebene1 mit schnellen ,federstrichen gezeichnete ,bildnis einer weiblichen ,persnlichkeit1 deren gutmtiges1 durch eine ,anschwellung des rechten ,augenlides verunziertes ,gesicht auch sonst unter ,drers ,zeichnungen vorkommt1 -- wahrscheinlich einer ,verwandten des ,hauses4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,zwei ,engel mit dem ,schweituche der ,veronika4 ,kupferstich von #aeac4 ,von ,gemlden weist das ,jahr #aead nur einen ,christuskopf von zu bezweifelnder ,echtheit auf1 der sich in der ,kunsthalle zu ,bremen befindet4 ,dem ,jahre #aeae gehrt eine ,maria als ,schmerzensmutter1 unter dem ,kreuze stehend gedacht1 in der ,mnchener ,pinakothek1 an4 ,beides sind ,werke von untergeordneter ,bedeutung4 ,das meiste von ,drers ,zeit wurde jetzt durch ,aufgaben in ,anspruch genommen1 die der ,kaiser ihm stellte4 ,kaiser ,maximilian1 der sich an der ,hervorhebung seiner eigenen ,persnlichkeit erfreute1 ohne deswegen eitel zu sein -- ein ,zug1 der im ,geiste jener ,zeit begrndet war und der ja auch bei ,drer in den vielen ,selbstbildnissen zu ,tage tritt --1 hatte die ,idee zu einer groartigen bildlichen ,verherrlichung seines ,lebens selbst entworfen4 ,das ,ganze sollte einen ,triumph vorstellen und aus zwei ,teilen1 dem ,triumphbogen oder der ,ehrenpforte und dem ,triumphzuge1 bestehen4 ,des ,kaisers ,freund und treuer ,begleiter1 der ,geschichtschreiber1 ,dichter und ,mathematiker ,johannes ,stabius1 bernahm die ,anordnung und verfate die ,inschriften4 ,ehrenpforte und ,triumphzug sollten jedes in einem riesigen ,holzschnittblatt erscheinen1 und ,drer war beauftragt1 zunchst die ,zeichnung der ,ehrenpforte anzufertigen4 ,im ,jahre #aeae war er mit der gewaltigen ,bildermasse1 aus der sich dieses seltsame ,gebilde zusammenfgte1 fertig4 ,seit drei ,jahren hatte er daran gearbeitet4 #ib ,holzstcke1 deren ,schnitt der ,nrnberger ,formschneider ,hieronymus ,andre ausfhrte1 waren zur ,herstellung des ,blattes erforderlich1 das in seiner vollstndigen ,zusammensetzung ber drei ,meter hoch und wenig unter drei ,meter breit ist4 ,das ,ganze stellt ein ,gebude von sehr entfernter hnlichkeit mit einem rmischen ,triumphbogen dar1 ber und ber mit ,bildern aus dem ,leben des ,kaisers 7,abb4 #hb-he71 mit geschichtlichen und sinnbildlichen ,figuren1 mit ,wappen1 mannigfaltigem ,zierwerk und mit ,inschriften bedeckt4 ,an ,stelle seines gewhnlichen ,monogramms hat ,drer hier sein ,familienwappen1 den ,schild mit der offenen ,thr1 angebracht4 ,illustration3 ,abb4 #gg4 ,ritter1 ,tod und ,teufel4 ,kupferstich vom ,jahre #aeac4 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,drers ,mutter4 ,kohlenzeichnung aus dem ,jahre #aead1 im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,die ,beischrift von ,drers ,hand in der rechten oberen ,ecke lautet3 #aead an oculy4 ,dz ist albrecht drers muter dy was alt #fc ,jor48 ,nach ihrem ,tode fgte er mit ,tinte hinzu3 ,und ist verschiden ,im #aead4 ,jor am erchtag 7,dienstag7 vor der crewtzwochen1 um zwey genacht 7in der ,nacht478 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,die ,melancholie4 ,kupferstich aus dem ,jahre #aead4 ,illustration3 ,abb4 #hj4 ,federzeichnung nach dem ,leben1 vermutlich ,drers ,schwgerin ,katharina ,frey darstellend1 von #aead4 ,in einer englischen ,privatsammlung4 ,anziehender als dieser ,riesenholzschnitt1 bei dem man nur anstaunen kann1 wie lebendig sich ,drers ,gestaltungskraft auch unter dem ,drucke genauer bindenden ,vorschriften noch zu bewegen vermochte und wie er in die zahlreichen ,darstellungen von ,schlachten und ,belagerungen immer wieder ,abwechselung zu bringen wute1 ist eine andere ,arbeit1 die er im ,jahre #aeae fr den ,kaiser ausfhrte und in der er nach ,herzenslust den ,eingebungen seiner von einer ,welt von ,gestalten erfllten ,phantasie nachgehen konnte4 ,maximilian hatte fr seinen persnlichen ,gebrauch ein ,gebetbuch drucken lassen4 ,in einem ,exemplare dieses ,gebetbuches1 das sich jetzt in der ,kniglichen ,bibliothek zu ,mnchen befindet1 schmckte ,drer #de ,bltter mit ,randverzierungen in ,federzeichnung4 ,der ,reichtum an knstlerischem ,erfindungsvermgen1 der hier entfaltet ist1 entzieht sich jeder ,beschreibung4 ,bald unmittelbar auf die ,gebete ,bezug nehmend1 bald in der ,verfolgung eines durch einen ,satz oder ein ,wort angeregten ,gedankens abschweifend1 bald auch scheinbar willkrlichen ,einfllen folgend1 hat der ,meister auf die breiten ,rnder der ,pergamentbltter die erhabensten himmlischen ,gestalten1 sowie ernste und scherzhafte ,figuren aus dem ,leben gezeichnet2 ,fabelwesen und allerlei ,tiere1 natrliche wie erdichtete1 mischen sich hinein2 daneben spriet und sprot berall das kstlichste ,zierwerk von wundervollen ,pflanzengewinden hervor1 khne ,federzge fgen sich zu seltsamen ,fratzen oder ,tierfiguren zusammen1 verflechten sich zu regelmigen ,ornamenten oder laufen in weitgeschwungene ,schnrkel aus4 ,bald eng1 bald lose schmiegen sich die ,randzeichnungen1 wie inhaltlich an das ,wort1 so als ,schmuckgebilde an das ,viereck des gedruckten ,textes an2 hier umrahmen sie denselben vollstndig1 dort bilden sie einen ,zierstreifen nur an einer ,seite1 da schlieen sie ihn von beiden ,seiten ein oder umranken eine ,ecke2 nur in einzelnen ,fllen beschrnken sie sich am ,schlu eines ,abschnittes auf eine ,vignette am ,fu der ,seite4 ,ihr ,reiz ist unerschpflich1 und jedes ,blatt hat seine eigene einheitliche ,stimmung4 ,das erste der von ,drer geschmckten ,bltter zeigt als ,begleitung eines ,gebetes1 welches die vertrauensvolle ,empfehlung in den gttlichen ,schutz enthlt1 ein freudig heiteres ,ornament von ,rosenranken1 in dem sich ,tiere tummeln1 whrend oben im ,geranke ein ,mann sitzt1 der auf der ,schalmei blst und dessen ,haltung und ,ausdruck eine ,stimmung vollkommenen ,seelenfriedens aussprechen4 ,dann sind neben ,gebeten1 in denen der heiligen ,barbara1 des heiligen ,sebastian und des heiligen ,georg gedacht wird1 die ,gestalten dieser ,heiligen angebracht3 ,barbara als eine liebliche frstliche ,jungfrau1 auf einer ,blume stehend2 ,sebastian1 von ,pfeilen durchbohrt1 an einen ,baum gebunden1 unter dessen ,wurzeln der bse ,drache ohnmchtig faucht und mit dem ,schweife ,ringe schlgt2 ,georg1 als ein prchtiger geharnischter ,ritter1 der mit dem aufgerichteten ,speer in der ,rechten in eiserner ,ruhe dasteht und mit der linken ,faust den besiegten ,lindwurm wie ein erlegtes ,wild am ,halse in die ,hhe gezogen hlt4 ,weiterhin erscheint bei einem ,gebet1 das von der menschlichen ,gebrechlichkeit handelt1 im ,zierwerk die scherzhaft aufgefate ,figur eines ,arztes1 der mit wichtiger ,miene durch seine ,brille den im ,glase befindlichen ,krankheitsstoff seines ,patienten betrachtet2 unter ihm sitzt ein ,hschen1 und ber ihm hngt eine ,drossel in der ,schlinge4 ,zu einem ,gebet1 das von der ,verwandlung von ,brot und ,wein in ,christi ,fleisch und ,blut spricht1 hat ,drer den ,heiland als blutenden ,schmerzensmann gezeichnet4 ,bei einem in ,todesnot zu sprechenden ,gebet hat er ein sogenanntes ,totentanzbild angebracht3 der ,tod -- hier nicht wie auf dem ,kupferstich von #aejc als wilder ,mann1 auch nicht wie auf dem berhmten ,stich von #aeac als eine seltsam gespenstische ,erscheinung1 sondern als ein fast zum ,gerippe zusammengeschrumpfter ,leichnam gebildet -- tritt mit dem ,stundenglas einem prunkhaft aufgeputzten ,kriegsmann entgegen1 der gegen ihn umsonst das ,schwert zu ziehen sucht2 darber sieht man eine ,wetterwolke und einen vom ,falken gestoenen ,reiher4 ,das ,gebet fr die ,wohlthter hat den ,meister zur ,verbildlichung der ,wohlthtigkeit angeregt durch eine ,darstellung des ,pelikans1 der sich die ,brust aufreit1 um seine ,jungen zu fttern1 und durch einen wohlgekleideten ,mann1 der einem halbnackten ,bettler eine ,gabe spendet4 ,bei dem ,gebet fr die ,verstorbenen zeigt er einen ,engel1 der eine ,seele aus den ,flammen des ,fegefeuers zur ,herrlichkeit ,gottes emportrgt1 whrend kleine ,engel denen1 die noch weiter ben mssen1 ,khlung zublasen2 als ,gegenbild ist dabei auch der ,bse1 der die ,seelen einfngt fr die ,qual1 angedeutet3 unten schiet aus den ,flammen ein ,liniengebilde hervor1 das sich zur ,gestalt eines ,drachen entwickelt1 der mit langer ,zunge einen umherflatternden ,schmetterling einfngt4 ,darauf folgt im ,text der #abi4 7#acj47 ,psalm1 und hier kniet ,knig ,david mit der ,harfe vor dem himmlischen ,vater in der ,hhe4 ,auf den ,psalm folgt der ,anfang des ,johannesevangeliums4 ,dabei ist der ,evangelist dargestellt1 der mit seinem ,schreibgert in der ,einsamkeit sitzt und zu der strahlenden ,erscheinung der ,himmelsknigin mit dem ,christuskind emporschaut4 ,nachdem dann der #ej4 7#ea47 ,psalm mit berwiegend ornamentalen ,gebilden begleitet worden ist1 kommt zu einer ,anrufung der heiligen ,dreifaltigkeit ein ,bild des dreieinigen ,gottes2 oben schwebt eine ,schar von ,cherubim1 und unten verwandelt sich der ,kreuzesstamm1 an dem ,gott ,sohn sich zeigt1 in einen ,weinstock mit ,reben4 ,bei den nun folgenden ,betrachtungen ber verschiedene ,heilige sehen wir den heil4 ,georg als ,ritter zu ,ro in voller ,rstung1 der den ,schaft seines ,speeres1 an dem das ,banner mit dem ,kreuzeszeichen weht1 auf den ,lindwurm aufstellt1 der berwunden unter den ,hufen des ,pferdes liegt2 dann die heil4 ,apollonia1 die ,apostel ,matthias und ,andreas und den heil4 ,maximilian1 diese alle mit ,hinzufgung von anderen1 schmckender ,raumausfllung dienenden ,bildchen1 deren einige sehr bemerkenswerte ,tierdarstellungen enthalten4 ,dann folgt eine prchtige ,komposition zum #ef4 7#eg47 ,psalm1 der mit den ,worten ,gegen die ,mchtigen8 berschrieben ist4 ,in den ,wolken steht ,christus mit der ,weltkugel in der ,linken1 die ,rechte zum ,segen erhoben2 er sendet vom ,himmel und errettet mich83 das ist dargestellt durch den herabstrmenden ,erzengel ,michael1 der den ,satan niederwirft2 und bergibt der ,schmach meine ,unterdrcker83 da sehen wir einen ,knig auf einem ,triumphwagen1 gezogen von einem ,bock1 den ein ,knabe auf einem ,steckenpferde am ,barte fhrt4 ,hierbei fehlt auch eine politische ,anspielung nicht1 die den ,unterdrcker nher kennzeichnet3 dieser ,knig hat auf seinem ,reichsapfel anstatt des ,kreuzes den ,halbmond4 ,bei zwei darauffolgenden ,psalmen1 welche die gemeinschaftliche berschrift fhren3 ,zu sprechen1 wenn man einen ,krieg beginnen mu81 -- es sind der #ij4 7#ia47 und der #cd4 7#ce47 ,psalm --1 ist unten jedesmal ein wildes ,kampfgetmmel dargestellt1 und darber1 am ,seitenrande1 schwebt betend ein ,engel in himmlischer ,ruhe4 ,auf der nchsten von ,drer geschmckten ,seite kommt der ,satz vor3 ,wie die ,juden erschreckt zu ,boden fielen48 ,dazu illustriert der ,knstler den ,vers des ,johannesevangeliums3 ,als nun ,jesus zu ihnen sprach3 ,ich bin es1 da wichen sie zurck und fielen zu ,boden48 ,und da ihm bei der ,darstellung der ,gefangennahme gleich das ganze ,leiden ,christi in die ,vorstellung tritt1 zeichnet er dazu an den ,seitenrand ,maria als ,schmerzensmutter4 ,weiterhin gibt dem ,zeichner das im ,gebet vorkommende ,wort ,versuchung8 das ,thema zu der ,einfassung der betreffenden ,seite3 ein im krausen ,rankengeschlinge einherwandelnder ,kriegsmann lauscht1 halb argwhnisch1 halb begehrlich1 auf das ,geraune eines seltsamen ,vogels2 und der ,fuchs der ,fabel lockt die ,hhner mit ,fltenspiel4 ,bei den ,gebeten zu ,ehren der ,muttergottes ist die ,darstellung der ,verkndigung auf zwei gegenberstehende ,seiten verteilt2 dabei ist hier der ,zorn des ,teufels1 der mit ,geschrei und ,grimassen flchtet1 und dort die ,freude der ,engel1 die einen ,baum pflanzen1 geschildert4 ,dann sehen wir bei einem ,kirchenliede einen im ,galopp dahersprengenden ,ritter1 den der ,tod mit der ,sense verfolgt und den ein aus den ,ranken sich herablassender ,teufel bedroht4 ,bei dem #h4 ,psalm musizieren die ,hirten1 und die ,vgel jubeln in blumigen ,zweigen zu den ,worten3 ,herr1 unser ,herr1 wie wunderbar ist dein ,name82 und ein ,lwe1 der unter den ,augen eines ,eremiten seine ganze ,aufmerksamkeit einem schwirrenden ,insekt zuwendet1 deutet die ,unterwerfung der ,tiere unter die ,fe des ,menschen an4 ,was aber mag den ,zeichner angeregt haben1 beim #ah4 7#ai47 ,psalm den ,hercules an den ,rand zu zeichnen1 der die stymphalischen ,vgel bekmpft8 ,vielleicht nur das ,wort3 ,frohlocket wie ein ,riese8 --8 ,deutlicher erkennbar sind die ,anregungen bei den nchsten ,psalmenbildern3 beim #bc4 7#bd47 ,psalm ein indianischer ,krieger1 in des ,knstlers ,vorstellung getreten aus den ,worten3 ,der ,erdkreis und alle1 die ihn bewohnen81 die ihn an die bis vor kurzem noch unbekannten ,lnder jenseits des ,oceans denken lieen2 beim #dd4 7#de47 ,psalm ein ,morgenlnder mit einem ,kamel1 wohl aus dem ,gedanken an die ,reichen des ,volkes mit ,geschenken8 hervorgegangen4 ,eine ,sule1 ein ,engelknabe mit ,frchten1 ein spielender ,hund1 ,vglein in den ,zweigen1 ein behaglich schlafender ,mann3 das webt sich zusammen zu einem ,stimmungsbild sicherer ,ruhe1 das die ,worte des #de4 7#df47 ,psalms einrahmt3 ,darum frchten wir uns nicht1 wenn auch die ,erde erschttert wird48 ,nach einem blo mit ,phantasiespielen geschmckten ,blatt folgen zwei ,bilder1 welche1 ohne da man bestimmte ,anknpfungspunkte in den von ihnen eingeschlossenen ,psalmentexten finden knnte1 den ,gegensatz zwischen ,strke und ,schwche verbildlichen3 hier ,hercules und ein am ,boden liegender ,trunkenbold2 dort ein gersteter ,kriegsmann und eine bei der ,arbeit eingeschlafene alte ,frau4 ,kstlich ist das ,bild zum #ig4 7#ih47 ,psalm3 ,singet dem ,herrn ein neues ,lied48 ,da hat sich eine ganze ,kapelle zu feierlicher ,musik auf der ,wiese vor der ,stadt versammelt2 und eine freudig bewegte ,stimmung klingt in den ,schwingungen des emporsteigenden ,rankenwerkes nach1 das sich aus den ,baumstmmchen1 die auf der ,wiese stehen1 entwickelt4 ,im ,text folgen nun wieder verschiedene ,gebete4 ,bei einer ,erwhnung der ,jungfrau ,maria hat ,drer diese als eine noch ganz jugendliche ,gestalt1 die zu kindlich frommem ,gebet die ,hnde faltet1 an den ,rand gezeichnet2 ber ihrem ,haupt hlt ein ,engel die ,himmelskrone1 und vor ihren ,fen singt ein entzckender kleiner ,engelknabe zur ,laute4 ,im ,gegensatz zu dieser ,verbildlichung der reinsten ,gottseligkeit erscheint auf dem nchsten ,blatt die ,thorheit der ,welt unter dem ,bilde einer mit ,markteinkufen beladenen ,frau1 die mit beiden ,fen in ein ,gef mit ,eiern tritt1 und auf deren ,kopf eine ,gans mit den ,flgeln klatscht4 ,in dem folgenden ,bild ist eine hnliche ,gegensatzwirkung erzielt durch die ,zusammenstellung eines unter ,reben zechenden ,silen1 dem ein ,faun auf der ,pansflte aufspielt1 und eines in den ,wolken betenden ,engels4 ,dann folgt wieder ein ,blatt1 das nur ,zierwerk enthlt 7,abb4 #hf74 ,darauf kommt ein wunderschnes ,bild zum ,beginn des ,hymnus3 ,herr ,gott1 dich loben wir48 ,seitwrts steht der heil4 ,ambrosius1 eine feierliche ,bischofsgestalt1 als der ,verfasser dieses ,lobgesanges2 und unten reitet das ,christkind1 dem ein ,engel die ,wege bereitet1 ber die ,erde4 ,das nchste ,bild zeigt einen ,engel1 der mit ,inbrunst das ,gebet3 ,herr1 eile mir zu ,hilfe8 fr einen geharnischten ,ritter spricht1 der auf einen sich ihm mit der ,hellebarde entgegenstellenden wsten ,krieger einsprengt4 ,bei diesem ,ritter denkt man unwillkrlich an ,kaiser ,maximilian selbst1 auf dessen persnlicher ,anordnung sicher die ganze ,zusammenstellung der ,gebete beruht4 ,die folgende ,seite1 auf der wieder ,psalmen beginnen1 bringt einen herrlichen ,christuskopf auf dem ,schweituch der ,veronika4 ,auf der nchsten ,seite schlieen ,drers ,randzeichnungen mit einem ,bild voll heiterer ,frhlichkeit in jeder ,linie1 mit zum ,klange einer ,schalmei tanzenden ,paaren1 das die ,anfangsworte des #ii4 7#ajj47 ,psalms in ,formen bersetzt3 ,jubelt ,gott1 alle ,lande6 dienet dem ,herrn mit ,freuden68 -- ,wie in der ,eingebung des ,augenblickes hingeschriebene ,improvisationen voll ,geist1 ,gemt und ,geschmack treten all diese mannigfaltigen ,darstellungen vor das ,auge des ,beschauers4 ,aus dem leichten ,spiel der ,knstlerhand ist ,blatt um ,blatt ein ,meisterwerk hervorgegangen4 ,wenn man mit ,recht ,drers ,allerheiligenbild neben ,raffaels ,disputa stellt1 so ist man in gleicher ,weise berechtigt1 die ,randzeichnungen in des ,kaisers ,gebetbuch das deutsche ,gegenstck zu den vatikanischen ,loggien zu nennen4 ,in ihren figrlichen ,darstellungen ist eine unerschpfliche ,flle knstlerischer ,schnheit enthalten4 ,ihre ,ornamentik ist ganz frei und selbstndig1 von der sptgotischen ,zierkunst ebenso unabhngig wie von derjenigen der damaligen italienischen ,renaissance4 ,die ,reinheit der feinen geschwungenen ,linienzge offenbart eine ,leichtigkeit und ,sicherheit der ,hand1 die an das ,unbegreifliche grenzt4 ,man wird an die alte ,erzhlung von ,apelles erinnert1 der keinen ,tag vorbergehen lie1 ohne sich im ,zeichnen von ,linien zu ben4 ,drer soll die ,fertigkeit besessen haben1 mit haarscharfem ,strich einen ,kreis zu ziehen ohne die geringste ,abweichung von der mathematischen ,genauigkeit4 ,wer die ,randzeichnungen in ,kaiser ,maximilians ,gebetbuch gesehen hat1 hat keinen ,grund mehr1 eine solche ,thatsache zu bezweifeln4 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,st4 ,hieronymus im ,gehuse4 ,kupferstich aus dem ,jahre #aead4 ,illustration3 ,abb4 #hb4 ,einzelbild aus dem groen ,holzschnittblatt ,die ,ehrenpforte83 ,kaiser ,maximilian und seine ,braut ,maria von ,burgund4 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,einzelbild aus dem ,holzschnittblatt ,die ,ehrenpforte83 ,einzug in eine erstrmte ,stadt4 ,illustration3 ,abb4 #hd4 ,einzelbild aus dem ,holzschnittblatt ,die ,ehrenpforte83 ,kaiser ,maximilian nimmt die bergabe eines belagerten franzsischen ,platzes entgegen4 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,einzelbild aus dem ,holzschnittblatt ,die ,ehrenpforte83 ,die ,belehnung des ,herzogs von ,mailand durch ,kaiser ,maximilian4 ,im ,jahre #aeaf fhrte ,drer wieder einige ,gemlde aus4 ,dieselben sind smtlich von geringem ,umfang1 teils ,bildnisse1 teils ,heiligenbilder4 ,eines der ,bildnisse ist dasjenige von ,drers ,lehrer ,wolgemut4 ,da tritt uns der ehrenwerte ,meister1 der fr sein hohes ,greisenalter noch recht rstig aussieht und dessen kluge ,augen sich eine jugendliche ,lebhaftigkeit bewahrt haben1 mit einer ,lebendigkeit entgegen1 die uns die ganze ,persnlichkeit vergegenwrtigt 7,abb4 #hi74 ,wolgemut war nie ein groer ,knstler gewesen1 aber ein achtbarer ,maler1 der reichfarbige ,altarbilder in biederer ,komposition und fleiiger ,ausfhrung angefertigt hatte4 ,drer hatte von ihm eine gediegene ,unterweisung in dem ,handwerklichen seiner ,kunst empfangen und bewahrte ihm eine dankbare ,verehrung4 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,eine ,seite aus ,kaiser ,maximilians ,gebetbuch mit ,drers ,randzeichnungen 7#aeae74 ,in der knigl4 ,bibliothek zu ,mnchen4 ,whrend hier ,drers realistische ,kunst voll in die ,erscheinung tritt1 zeigt ein in der ,gemldegalerie zu ,augsburg befindliches kleines ,marienbild -- ,madonna mit der ,nelke8 genannt --1 das aus wenig mehr als den ,kpfen der ,jungfrau und des ,jesuskindes besteht1 den bei ,drer seltenen ,versuch1 zu idealisieren4 ,es mag sein1 da besondere ,wnsche des ,bestellers ihn zu einer ,annherung an das ,herkommen der lteren ,kunstweise veranlat haben2 er hat hier auch1 ganz gegen seine ,gewohnheit1 ,lichtscheine um die beiden ,kpfe gemalt4 ,aber befremdlich berhren einen in einem ,drerschen ,werk diese unnatrliche ,verschmlerung der ,nase1 diese ,verkleinerung des ,mundes4 ,im seelischen ,ausdruck jedoch1 in der unendlichen ,liebenswrdigkeit dieser jungfrulichen ,mutter ist das ,bild ganz des groen ,meisters wrdig4 ,illustration3 ,abb4 #hg4 ,der ,apostel ,philippus4 ,gemlde in ,wasserfarben1 vom ,jahre #aeaf4 ,in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 7,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz47 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,der ,apostel ,jacobus der ltere4 ,gemlde in ,wasserfarben1 vom ,jahre #aeaf4 ,in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 7,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz47 ,als ,idealkpfe kann man wohl auch die beiden ,apostelbilder bezeichnen1 die sich in der ,uffiziengalerie zu ,florenz befinden4 ,aber das ,ideale ist in diesen prchtigen ,greisenkpfen1 welche die ,glaubensboten ,philippus und ,jacobus1 den weitgewanderten1 vorstellen1 nicht in einer vermeintlichen ,veredelung der ,form gesucht1 sondern es ist aus dem ,inneren der ,persnlichkeiten heraus entwickelt2 ,charakterbilder zu schaffen1 war die ,aufgabe1 die ,drer sich hier gestellt hatte 7,abb4 #hg und #hh74 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,bildnis des ,michael ,wolgemut4 lgemlde von #aeaf1 in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 ,die ,inschrift in der rechten oberen ,ecke des ,bildes lautet3 ,das hat albrecht drer abconterfeyt nach sienem lehrmeister michel wolgemut jm ,jar #aeaf und er was #hb jor und hat gelebt pis das man zelet #aeai ,jor1 do ist er ferschieden an sant endres dag fr er by sun auffgyng4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,im ,jahre #aeag scheint ,drer die ,malerei wieder ganz beiseite gelassen zu haben4 ,wenigstens findet sich diese ,jahreszahl auf keinem seiner ,gemlde4 ,im folgenden ,jahre versuchte er sich noch einmal an der ,aufgabe1 eine lebensgroe unbekleidete ,figur zu malen4 ,den ,vorwurf hierzu nahm er1 auf einen zehn ,jahre frher gezeichneten ,entwurf zurckgreifend1 aus der rmischen ,geschichte1 mit der sich in der ,renaissancezeit ja jeder ,gebildete beschftigte4 ,er malte die ,lucretia1 die1 an ihr ,bett sich anlehnend1 im ,begriff steht1 sich mit dem ,dolch zu durchbohren 7,abb4 #ia74 ,dieses ,bild ist bedeutsam als ein ,beweis von ,drers unausgesetztem ,arbeiten an seiner eigenen ,ausbildung4 ,denn es ist kaum anzunehmen1 da er zum ,malen dieses ,bildes einen anderen ,grund gehabt habe1 als die ,absicht1 sich zu ben durch die ,bewltigung der ,schwierigkeiten1 die in der malerischen ,wiedergabe der nackten ,menschengestalt liegen4 ,die ,bewltigung dieser ,schwierigkeiten ist ihm indessen hier lange nicht so gut gelungen wie bei den frheren ,bildern von ,adam und ,eva1 denen die ,lucretia in ,bezug auf ,malerei und ,farbe ebensowenig ebenbrtig ist1 wie in ,bezug auf den ,ausdruck4 ,doch bleibt die durchgebildete ,modellierung der ,formen1 die dem ,krper volle ,rundung verleiht1 sowie auch die ,schnheit dieser ,formen immer sehr beachtenswert4 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,entwurf zu einem ,grabmal 7fr ,peter ,vischer gezeichnet74 ,federzeichnung von #aeag4 ,in der ,uffiziensammlung zu ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,lucretia4 lgemlde von #aeah1 in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,auch in seiner ,lieblingskunst1 dem ,kupferstechen1 schaffte und strebte ,drer immer weiter4 ,vollkommeneres zu erreichen1 als ihm in den ,meisterwerken von #aeac und #aead gelungen war1 das war innerhalb der angewandten ,herstellungsart der ,kupferstiche allerdings nicht mehr mglich4 ,aber nun sann er auf ein neues technisches ,verfahren1 das ihm die ,mglichkeit verschaffen sollte1 seine ,gedanken in noch leichterer und frischerer ,weise1 als es die ,arbeit mit dem ,grabstichel gestattete1 auf die vervielfltigende ,platte zu bringen4 ,schon frher1 etwa seit dem ,jahre #aeaj1 angestellte ,versuche mit der sogenannten kalten ,nadel81 einem spitzigen1 ganz feine ,linien in das ,kupfer einreienden ,instrument1 hatten zu keinem befriedigenden ,ergebnis gefhrt4 ,das ,hauptblatt dieser ,gattung ist der heilige ,hieronymus mit dem ,weidenbaum81 von #aeab4 ,nur sehr wenige allererste ,abdrcke geben einen ,begriff davon1 welchen auerordentlichen malerischen ,reiz ,drer hier1 mit der scharfen ,nadel wie mit einer unendlich feinen ,feder zeichnend1 erstrebt und erreicht hat4 ,in diesen ersten ,abdrcken kommt die wundervolle ,stimmung ganz zur ,geltung1 die ,stimmung der tiefsten ,einsamkeit1 der ,abgeschlossenheit von der ,auenwelt1 von der groen ,stadt1 die ein ,blick durch die schmale ,felsenspalte in weiter ,ferne ahnen lt1 des ,alleinseins mit ,gott1 dem der ,kirchenvater sich hingibt in diesem verborgenen ,winkel den ,gesteins1 wo nur sprliches ,gras und ein verkrppelter ,weidenbaum drftige ,nahrung finden 7,abb4 #gb74 ,die spteren ,abdrcke wurden so matt1 da sie von dieser ,stimmung und von der ,lebendigkeit der ,zeichnung gar keine ,vorstellung mehr gewhren4 ,nach den ungengenden ,erfolgen mit der kalten ,nadel kam ,drer auf die ,radierung1 als deren ,erfinder -- wenigstens im ,sinne knstlerischer ,anwendung des ,verfahrens -- er wohl angesehen werden mu4 ,statt die ,zeichnung mit dem ,stichel in die polierte ,metallplatte einzugraben1 ritzte er sie mit der ,nadel in eine auf die ,platte aufgetragene ,grundierung und tzte sie dann mit ,suren1 welche von dem ,stoff der ,grundierung nicht durchgelassen wurden und daher das ,metall nur da angriffen1 wo es durch die ,striche und ,punkte der ,zeichnung blogelegt war1 in die ,platte hinein4 ,da das ,kupfer dem tzverfahren ,drers ,schwierigkeiten entgegenstellte1 bediente er sich dazu eiserner ,platten4 ,drers ,radierungen fallen1 wie es scheint1 smtlich in die ,jahre #aead bis #aeah4 ,spter kehrte er zum ,grabstichel1 der ihm doch eine vollkommenere ,befriedigung gewhrte1 zurck4 ,das berhmteste ,blatt unter ,drers ,radierungen ist die groe ,kanone81 die ,darstellung eines ,nrnberger ,geschtzes1 das unter der ,aufsicht eines ,stckmeisters und unter der ,wache strammer ,landsknechte auf einem die weite ,landschaft beherrschenden ,hgel aufgefahren steht und von einer ,gruppe ,trken mit sehr bedenklichen ,mienen betrachtet wird4 ,das ,blatt war gegen die herrschende ,trkenfurcht gerichtet 7,abb4 #ib74 ,eine reizvolle ,grabstichelarbeit aus dem nmlichen ,jahre #aeah1 dem die ,radierung der groen ,kanone angehrt1 ist das liebenswrdige ,marienbild1 in welchem zwei schwebende ,engel eine reiche ,krone ber dem ,haupt der ,jungfrau halten1 die in stillem mtterlichen ,behagen dasitzt und den ,blick von dem ,kinde hinweg mit ernstem ,ausdruck dem ,beschauer zuwendet4 ,in dem landschaftlichen ,hintergrund ist hier ein beraus anspruchsloses ,motiv verwertet1 ein einfacher ,zaun2 aber mit welcher feinen ,schnheit klingen die ,linien dieser ,landschaft1 deren ,ferne zwischen den ,zaunstecken durchblickt1 mit dem ,ganzen zusammen6 7,abb4 #ic47 ,lose ,holzschnittbltter streute ,drer fortwhrend in die ,welt1 in denen er viel ,schnes bot4 ,was fr einen bezaubernd kindlichen1 herzinnigen ,ton hat er in dem entzckenden ,mariengedicht gefunden1 das er im ,jahre #aeah auf ,holz zeichnete6 7,abb4 #id47 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,die groe ,kanone4 ,radierung vom ,jahre #aeah4 ,illustration3 ,abb4 #ic4 ,madonna mit zwei ,engeln4 ,kupferstich von #aeah4 ,illustration3 ,abb4 #id4 ,maria mit dem ,jesuskind1 von ,engeln umgeben4 ,holzschnitt von #aeah4 ,gemlde1 ,radierungen1 fliegende ,holzschnitte1 das waren alles nur ,nebenarbeiten in diesem ,jahre4 ,das meiste von ,drers ,zeit und ,arbeitskraft war durch die vom ,kaiser gestellte ,aufgabe mit ,beschlag belegt4 ,zwar waren mit den ,zeichnungen zu dem ,riesenholzschnitt ,kaisers ,triumphzug81 der noch umfnglicher gedacht war als die ,ehrenpforte und daher eine noch grere ,anzahl von ,holzstcken erforderte1 auer ,drer noch verschiedene andere ,maler beschftigt4 ,aber seine ,aufgabe war schon umfangreich genug4 ,ihm war die ,anfertigung der bedeutsamsten ,abschnitte der langen ,bilderreihe aufgetragen1 die sich aus mancherlei ,gruppen zu ,fu1 zu ,ro und zu ,wagen zusammensetzen sollte und fr die der ,kaiser selbst die genauesten ,angaben gemacht hatte4 ,unter anderem fhrte ,drer diejenige ,abteilung aus1 welche die ,kriege ,maximilians verbildlichte2 nach der ursprnglichen ,vorschrift des ,kaisers sollten hier ,landsknechte im ,zuge einherschreiten1 welche auf ,tafeln die betreffenden ,kriegsbilder trgen2 dies erschien dem ,meister zu eintnig1 und er gefiel sich dafr in der ,erfindung schn geschmckter knstlicher ,fortbewegungsmaschinen1 auf denen die ,abbildungen der ,schlachten1 ,festungen etc4 bald als ,gemlde1 bald als plastische ,bildwerke gedacht1 vorgefhrt werden4 ,ein besonders prchtiges ,blatt schuf er in dem ,wagen1 darauf die ,vermhlung ,maximilians mit ,maria von ,burgund zur ,darstellung kam4 ,den ,mittelpunkt des langen ,zuges sollte der groe ,triumphwagen bilden1 auf dem man den ,kaiser mit seiner ganzen ,familie erblickte4 ,der erste ,entwurf1 den ,drer zu diesem ,wagen vorlegte1 hat sich in einer in der ,albertina zu ,wien aufbewahrten ,federzeichnung erhalten 7,abb4 #ie74 ,aber ,drers ,freund ,wilibald ,pirkheimer1 der bei der inhaltlichen ,ausarbeitung des ,triumphzuges mitzuwirken sich berufen fhlte1 fand diesen ,entwurf ungengend2 denn er wollte1 da alle ,tugenden des ,kaisers in verkrperter ,gestalt auf und neben dem ,wagen zu sehen sein sollten4 ,einen hiernach angefertigten neuen ausfhrlichen ,entwurf schickte ,pirkheimer im ,mrz #aeah an den ,kaiser4 ,ehe indessen dieses ,hauptstck geschnitten wurde1 fand das ganze ,unternehmen einen pltzlichen ,abschlu1 da ,maximilian am #ab4 ,januar #aeai starb4 -- ,vorher war es ,drer noch vergnnt1 den ihm so wohlgesinnten kaiserlichen ,herrn nach dem ,leben abzubilden4 ,zu dem ,reichstag1 den ,maximilian im ,jahre #aeah nach ,augsburg berief1 begab sich auch ,drer mit den ,vertretern der ,stadt ,nrnberg4 ,am #bh4 ,juni sa ihm der ,kaiser hoch oben auf der ,pfalz in seinem kleinen ,stble84 ,hier entstand in sichtlich sehr kurzer ,zeit jene in der ,albertina aufbewahrte geistreiche ,kohlenzeichnung1 welche der ,nachwelt ein so sprechendes ,bild des letzten ,ritters8 berliefert hat 7,abb4 #if74 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,entwurf zu dem ,kaiserwagen des ,holzschnittbildes ,triumphzug ,maximilians84 ,federzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,kaiser ,maximilian4 ,kohlenzeichnung nach dem ,leben4 ,in der ,albertina zu ,wien4 ,beischrift3 ,das ist ,kaiser ,maximilian den hab ich ,albrecht ,drer zu ,augspurg hoch oben auff der pfalz in seinem kleinen stble kunterfeit do man zalt #aeah am montag nach ,johannes tauffer48 ,illustration3 ,abb4 #ig4 ,holzschnittbildnis ,kaiser ,maximilians vom ,jahre #aeai4 ,nach dieser ,zeichnung verffentlichte ,drer das ,bildnis des ,kaisers in dem nmlichen ,mastab1 etwas unter ,lebensgre1 in zwei groen ,holzschnitten4 ,das eine ,blatt gibt das ,brustbild ohne weitere ,zuthat1 nur mit einem ,schriftzettel1 darauf ,namen und ,titel des ,kaisers geschrieben sind4 ,das andere1 das nach des ,kaisers ,tode erschien1 zeigt dasselbe in einer reichen ,umrahmung1 von verzierten ,sulen eingefat1 auf denen ,greifen als ,halter des ,kaiserwappens und der ,abzeichen des ,goldenen ,vliees stehen 7,abb4 #ig74 ,dieselbe ,zeichnung legte ,drer dann auch zwei ,gemlden zu ,grunde4 ,von diesen befindet sich das eine1 das mit ,wasserfarben auf ,leinwand gemalt und durch die ,zeit sehr getrbt ist1 im ,germanischen ,museum zu ,nrnberg1 das andere1 das in lfarben ausgefhrt ist1 in der ,wiener ,galerie4 ,auf ersterem ist der ,kaiser im ,mantel mit weiem ,pelz1 mit der ,kette des ,goldenen ,vliees1 auf dem anderen in schlichter ,kleidung dargestellt 7,abb4 #ih74 ,beidemal hlt er einen ,granatapfel in der ,hand1 wodurch auf eine sinnbildliche ,bedeutung1 die der ,kaiser dieser ,frucht beilegte1 hingewiesen wird4 ,aus den ,inschriften1 welche ,drer den ,bildnissen des ,kaisers beifgte1 fhlt man heraus1 wie schmerzlich ihn dessen ,hinscheiden ergriffen hatte4 ,illustration3 ,abb4 #ih4 ,kaiser ,maximilian4 lgemlde von #aeai1 in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,auf dem ,augsburger ,reichstag portrtierte ,drer auch den ,kardinal ,albrecht von ,brandenburg1 ,primas und ,kurfrst des ,reichs1 ,erzbischof von ,mainz und ,magdeburg4 ,das mit ,kohle gezeichnete ,originalbildnis des erst #bh;jhrigen ,kirchenfrsten besitzt ebenfalls die ,albertina4 ,im folgenden ,jahre fhrte ,drer das ,portrt in ,kupferstich aus4 ,denn der ,kardinal war eine bekannte und beliebte ,persnlichkeit1 deren ,bild mancher gern besitzen mochte4 ,mit diesem prchtigen ,blatt erffnete ,drer die herrliche ,reihe seiner ,kupferstichbildnisse4 ,die ,bildnisdarstellung beschftigte ihn berhaupt von nun an am meisten4 ,es ist1 als ob der ,meister die ganze gesammelte ,kraft seiner reifsten ,jahre auf das eine ,ziel gerichtet htte1 das menschliche ,antlitz als den ,spiegel des ,charakters zu ergrnden4 -- ,von anderweitigen ,arbeiten1 die aus seiner nimmer rastenden ,hand hervorgingen1 zeichnet sich unter den ,werken des ,jahres #aeai noch der kleine feine ,kupferstich aus1 der eine reizvoll ausgefhrte ,ansicht einer ,feste1 welche an die ,burg von ,nrnberg erinnert1 und davor im ,vordergrund den heiligen ,einsiedler ,antonius zeigt2 das ,stadtbild1 das sich in vielgliederigem ,umri von dem wolkenlosen ,himmel abhebt1 und das ,bild des tiefsten ,versunkenseins in dem ,einsiedler1 der den ,kreuzstab neben sich in den ,boden gepflanzt hat1 klingen zu einer eigentmlich trumerischen ,stimmung zusammen 7,abb4 #ii74 ,illustration3 ,abb4 #ii4 ,st4 ,antonius4 ,kupferstich aus dem ,jahre #aeai4 ,im ,sommer #aebj trat ,drer eine ,reise nach den ,niederlanden an1 die sich ber ,jahr und ,tag ausdehnte4 ,den ,ansto zu diesem ,unternehmen gab ihm zweifellos der ,wunsch1 mit ,kaiser ,maximilians ,nachfolger ,karl ,v1 dessen ,landung in ,antwerpen bevorstand1 zusammenzutreffen4 ,denn durch den ,tod ,maximilians war der ,fortbezug einer ,leibrente von #ajj ,gulden jhrlich1 die dieser ihm gewhrt hatte1 in ,frage gestellt4 ,die ,auszahlung eines ,betrages von #bjj ,gulden1 den der ,kaiser ihm auf die ,nrnberger ,stadtsteuer angewiesen hatte1 verweigerte der ,rat von ,nrnberg trotz der schon ausgestellten kaiserlichen ,quittung und trotz aller ,bemhungen ,drers4 ,in diesen ,angelegenheiten erhoffte er von dem neuen ,kaiser ,hilfe1 wenn es ihm gelnge1 demselben persnlich nahe zu kommen und sein ,wohlwollen zu erwerben4 ,daneben trieb ihn sicherlich das ,verlangen1 die niederlndische ,kunst durch eigene ,anschauung kennen zu lernen4 ,am #ab4 ,juli brach ,drer auf1 von seiner ,frau und einer ,magd begleitet4 ,am #b4 ,august traf er in ,antwerpen ein4 ,gegen ,ende des ,monats begab er sich nach ,brssel1 um sich der ,statthalterin der ,niederlande1 ,kaiser ,maximilians ,tochter ,margareta1 vorstellen zu lassen1 damit diese sich bei dem jungen ,kaiser1 ihrem ,neffen1 zu seinen ,gunsten verwende4 ,nach ,antwerpen zurckgekehrt1 wohnte er dem glnzenden ,einzug ,karls ,v bei4 ,er folgte dann1 um eine ,gelegenheit zum berreichen seiner ,bittschrift an den ,kaiser zu finden1 dem ,zuge desselben zur ,krnung nach ,aachen und weiter nach ,kln4 ,hier erlangte er am #ab4 ,november die kaiserliche ,besttigungsurkunde fr den ,fortbezug seines ,jahrgehaltes4 ,auf die ,auszahlung desjenigen ,betrages von ,kaiser ,maximilians ,schuld1 die dieser auf die ,nrnberger ,stadtsteuer angewiesen hatte1 mute er indessen verzichten4 ber ,nymwegen und ,herzogenbusch kehrte er nach ,antwerpen zurck4 ,von hier machte er im ,dezember einen ,ausflug nach ,seeland2 im ,frhjahr #aeba besuchte er ,brgge und ,gent und im ,juni ,mecheln4 ,im ,juli trat er darauf die ,heimfahrt an4 -- ,in einem kleinen ,skizzenbuch1 aus dem noch manche ,bltter in verschiedenen ,sammlungen bewahrt werden1 und in einem ausfhrlichen ,tagebuch hat der ,meister die ,eindrcke dieser ,reise festgehalten4 ,drers ,reisetagebuch ist ein unschtzbares ,vermchtnis1 nicht nur in ,hinsicht auf die ,persnlichkeit des ,knstlers1 sondern auch auf die ,kulturgeschichte seiner ,zeit4 ,illustration3 ,abb4 #ajj4 ,aus ,drers ,reiseskizzenbuch3 ,bildnis des kaiserlichen ,hauptmanns ,felix ,hungersperg4 ,in der ,albertina zu ,wien4 ,das ist haubtman felix der kstlich lautenschlaher4 -- ,zu antorff 7,antwerpen7 gemacht4 -- #aebj48 ,illustration3 ,abb4 #aja4 ,trachtenzeichnung aus dem niederlndischen ,skizzenbuch4 7,beischrift3 ,ein brgin47 ,in der ,ambrosianischen ,bibliothek zu ,mailand4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #ajb4 ,studienkpfe von ,seelnderinnen1 auf der niederlndischen ,reise gezeichnet4 ,in der ,sammlung des ,herzogs von ,aumale4 ,illustration3 ,abb4 #ajc4 ,die ,kreuztragung4 ,zeichnung aus dem ,jahre #aebj4 ,in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #ajd4 ,die ,grablegung4 ,zeichnung von #aeba4 ,in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #aje4 ,studienkopf eines alten ,mannes4 ,pinselzeichnung auf dunklem ,papier1 mit ,wei gehht4 ,von der niederlndischen ,reise #aeba4 ,in der ,albertina zu ,wien4 ,die ,beischrift ,drers oben am ,rande der ,zeichnung lautet3 ,der ,mann war alt #ic ,jar und noch gesund und fermglich krftig zu ,antorff8 7,antwerpen74 ,der ,meister fhrte einen groen ,vorrat von ,kunstware1 das ist von ,holzschnitten und ,kupferstichen1 bei sich4 ,wir erfahren aus seinen ,aufzeichnungen1 wie er gleich nach ,antritt seiner ,reise sich das ,wohlwollen des ,bischofs von ,bamberg durch das ,geschenk eines gemalten ,marienbildes1 zweier seiner groen ,holzschnittwerke und mehrerer ,kupferstiche erwirbt2 wie der ,bischof ihn darauf in der ,herberge als seinen ,gast behandeln lt und ihm drei ,empfehlungsbriefe und einen ,zollbrief1 der sich bei der ,weiterreise als sehr ntzlich erweisen sollte1 mitgibt4 ,in ,frankfurt bekommt er von ,jakob ,heller ,wein in die ,herberge geschickt4 ,auch an vielen anderen ,orten findet er ,bekannte und ,bewunderer1 die es sich angelegen sein lassen1 ihm ,freundlichkeiten zu bezeigen4 ,von ,frankfurt an wird die ,reise zu ,schiff fortgesetzt4 ,auf dem ,rheinschiff fhrt ,frau ,agnes eigene ,kche4 ,drers ,name ist berall so bekannt1 da ihn in ,boppard sogar der ,zllner frei passieren lt1 obgleich der ,freibrief des ,bischofs von ,bamberg hier nicht mehr galt4 ,von ,kln geht die ,reise im ,wagen auf der krzesten ,strae nach ,antwerpen4 ,in ,antwerpen wird ,drer gleich am ,abend seiner ,ankunft von dem ,vertreter des ,augsburger ,hauses ,fugger zu einem kstlichen ,mahl geladen4 ,am darauf folgenden ,sonntag geben ihm die ,antwerpener ,maler ein glnzendes ,fest1 bei dem er wie ein ,frst geehrt wird und zu dem ihm auch der ,rat von ,antwerpen den ,willkommstrunk sendet4 ,er besucht gleich in den ersten ,tagen den ,maler ,quentin ,massys2 dann auch den gelehrten ,erasmus von ,rotterdam4 ,in allen ,kreisen erfhrt er die grte ,liebenswrdigkeit1 besonders nehmen sich mehrere reiche ,kaufleute verschiedener ,nationalitt seiner an4 ,er besichtigt die stolzen ,bauwerke ,antwerpens und bewundert die groartigen ,vorbereitungen1 die fr den ,einritt des neuen ,kaisers getroffen werden4 ,ein ,schauspiel1 das ihn entzckt1 ist die groe ,prozession am ,sonntag nach ,mari ,himmelfahrt mit ihren prunkvollen ,aufzgen von ,wagen und ,schiffen mit lebenden ,bildern1 mit ,reitern und mannigfaltigen ,gruppen1 deren ,beschreibung ,drer schlielich mit den ,worten abbricht1 da er alles das in ein ganzes ,buch nimmer schreiben knnte4 -- ,in ,brssel1 wo er von der ,statthalterin mit der grten ,leutseligkeit empfangen wird1 staunt er die kostbaren ,wunderdinge an1 die aus dem neuen ,goldlande jenseits des ,oceans fr den ,kaiser geschickt worden sind1 und sein ,herz erfreut sich dabei ber die subtilen ,ingenia der ,menschen in fremden ,landen84 ,er bewundert das herrliche alte ,rathaus und die ,werke der groen ,maler des vergangenen ,jahrhunderts4 ,mit seinen lebenden ,kunstgenossen tritt er auch hier in freundlichen ,verkehr4 ,der ,maler ,bernhard van ,orley gibt ihm und einigen vornehmen ,herren vom ,hofe ein ,essen1 dessen ,aufwand den deutschen ,meister in ,staunen versetzt4 -- ,beim ,einzuge ,karls ,v in ,antwerpen weidet sich das ,auge des ,malers daran1 wie der ,kaiser mit ,schauspielen1 groer ,freudigkeit und schnen ,jungfrauenbildern8 empfangen wird4 ,bei der ,kaiserkrnung zu ,aachen ist er zugegen und bewundert all die kstlichen ,herrlichkeiten1 dergleichen kein ,lebender etwas ,prchtigeres gesehen hat84 ,auf der ,fahrt von ,aachen nach ,kln ist er der ,gast der ,nrnberger ,gesandtschaft1 welche die ,krnungsinsignien nach ,aachen gebracht hat4 ,in ,kln wohnt er dem glnzenden ,fest bei1 welches die ,stadt zu ,ehren ,karls ,v veranstaltet1 und sieht den jungen ,kaiser auf dem ,grzenich tanzen4 ,drer vergit aber auch nicht zu vermerken1 da es ihm groe ,mhe und ,arbeit8 gemacht habe1 die ,bewilligung seines ,bittgesuches zu erlangen4 ,von den ,sehenswrdigkeiten ,klns erwhnt er das ,dombild von ,meister ,stephan besonders1 fr dessen ,aufschlieen er zwei ,weipfennige entrichtete4 -- ,die ,winterreise nach ,seeland unternahm ,drer lediglich1 um einen gestrandeten ,walfisch zu sehen2 doch versumte er auch hier das ,aufsuchen der ,kunstwerke nicht4 ,bei dieser ,reise kam er einmal in ,lebensgefahr4 ,er erzhlt in sehr anschaulicher ,weise diese ,begebenheit1 wie in ,arnemuiden das ,boot1 in welchem er gekommen1 durch ein groes ,schiff vom ,anlegeplatz losgerissen wird in dem ,augenblick1 wo die ,mannschaft und die ,mehrzahl der ,passagiere dasselbe schon verlassen haben1 whrend er sich mit noch einem ,reisenden1 zwei alten ,frauen1 einem kleinen ,jungen und dem ,schiffsherrn noch an ,bord befindet2 wie nun das ,boot bei starkem ,wind in die offene ,see hinaustreibt und eine allgemeine ,angst entsteht2 wie er dann dem ,schiffsherrn zuredet1 die ,hoffnung auf ,gott nicht zu verlieren1 und wie sie vereint mit ungebten ,hnden ein ,segel so weit hoch bringen1 da der ,schiffsherr dadurch die ,lenkung des ,boots wieder einigermaen in die ,hand bekommt1 so da es mit ,hilfe herbeirudernder ,schiffer wieder gelingt1 das ,land zu erreichen4 -- ,whrend des nun folgenden mehrmonatlichen ruhigen ,aufenthalts in ,antwerpen fhrt ,drer ein geselliges1 aber auch thtiges ,leben4 ,in der ,fastnachtszeit wohnt er mit seiner ,frau mehreren ,lustbarkeiten bei1 und ,anfang ,mai nimmt er an der ,hochzeitsfeier des guten ,landschaftsmalers8 ,joachim de ,patenier teil1 bei welcher zwei ,schauspiele -- das erste sehr andchtig und geistlich8 -- aufgefhrt werden4 -- ,die ,reise nach ,brgge und ,gent dient ausschlielich dem ,zwecke des ,kunstgenusses2 die ,gemlde von van ,eyck1 ,roger van der ,weiden1 ,hugo van der ,goes und ,hans ,memling finden gebhrende ,wrdigung1 besonders die berkstliche1 hochverstndige ,malerei8 des ,genter ,altars2 auch das marmorne ,marienbild von ,michelangelo wird besichtigt4 ,in beiden ,stdten veranstaltet die ,knstlerschaft ,festbankette zu ,ehren ,drers4 ,ebenso wird er spter in ,mecheln gefeiert1 wohin er sich hauptschlich zu dem ,zweck1 die ,erzherzogin ,margareta noch einmal zu sprechen1 begeben hat2 er wird von der ,frstin sehr freundlich aufgenommen1 findet aber mit einem ,bild des ,kaisers1 das er fr sie gezeichnet hat1 nicht ihren ,beifall4 ,nach der ,rckkehr nach ,antwerpen macht er die ihn sehr interessierende ,bekanntschaft des als ,kupferstecher mit ihm wetteifernden hollndischen ,malers ,lucas van ,leyden4 -- ,am ,ende seines ,antwerpener ,aufenthalts widerfuhr ihm noch eine groe ,ehre4 ,knig ,christian ,,ii von ,dnemark1 ,schweden und ,norwegen1 der1 aus seinem ,reich vertrieben1 bei dem ,kaiser1 seinem ,schwager1 ,hilfe suchte1 schickte nach ,drer1 um sich von ihm portrtieren zu lassen4 ,drer bemerkt1 da der ,knig als ein schner und mutiger ,mann ein ,gegenstand der ,bewunderung fr die ,antwerpener ist4 ,er zeichnet das ,bildnis desselben in ,kohle1 speist mit dem hohen ,herrn und begleitet denselben nach ,brssel1 wo der ,kaiser und die ,statthalterin den ,knig festlich empfangen4 ,darauf gibt ,knig ,christian dem ,kaiser und der ,statthalterin seinerseits ein ,bankett1 und ,drer ist geladener ,gast in dieser hohen ,gesellschaft4 ,zwischen den ,festlichkeiten malt er das ,bildnis des ,knigs in l mit geliehenen ,farben4 ,illustration3 ,abb4 #ajf4 ,drers ,frau1 #aeba auf der niederlndischen ,reise gezeichnet4 ,das hat albrecht drer nach seiner hausfrauen conterfei zu antorff in der niederlendischen kleidung im ,jor #aeba ,do sy aneinander zu der e gehabt hetten ,,xxvii ,jor48 ,im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,illustration3 ,abb4 #ajg4 ,studienzeichnung aus ,antwerpen 7#aeba73 ,die ,mohrin des portugiesischen ,konsuls ,brandan4 ,in der ,uffiziensammlung zu ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #ajh4 ,bildnis1 mutmalich des ,nrnberger ,patriziers ,hans ,imhof des lteren4 lgemlde aus dem ,jahre #aeba4 ,im ,pradomuseum zu ,madrid4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #aji4 ,kaiser ,maximilian auf dem ,triumphwagen bekrnzt von den ,figuren der ,tugenden4 ,bruchstck 7in stark verkleinerter ,nachbildung7 aus dem groen ,holzschnitt ,triumphwagen ,maximilians8 7#aebb74 ,einen groen ,raum nimmt in dem ,tagebuch die ,aufzhlung der ,geschenke von ,kunstwerken ein1 welche ,drer nach allen ,seiten hin verteilt1 bald als ,gegengabe fr etwas ,empfangenes1 bald auch1 bei ,hherstehenden1 zu dem ,zwecke1 sich deren ,wohlwollen zu gewinnen4 ,nicht ohne ,bitterkeit ist in den ,aufzeichnungen vermerkt1 da ,frau ,margareth81 die ,statthalterin1 fr das viele1 das sie von ihm bekommen1 gar nichts wiedergeschenkt habe4 ,sonst werden die mannigfaltigsten1 zum ,teil kostbaren ,geschenke als von ihm empfangen aufgezhlt2 auch seiner ,frau1 die sich in ,antwerpen ganz huslich eingerichtet hat1 flieen bisweilen ,geschenke zu4 ,drer erweist sich als ein leidenschaftlicher ,sammler von ,merkwrdigkeiten4 ,die ,erzeugnisse einer fremdartigen ,natur1 die ihm die ,kaufleute1 welche mit berseeischen ,lndern in ,verkehr stehen1 darbringen1 sind ihm willkommene ,gaben2 auch benutzt er manche ,gelegenheit1 derartige ,dinge kuflich zu erwerben4 ,aber auch ,kunstwerke schafft er sich an4 ,so tauscht er mit ,lucas van ,leyden eine groe ,anzahl seiner ,bltter gegen dessen ganzes ,kupferstichwerk aus4 ,wlsche ,kunst81 das heit italienische ,kupferstiche1 kauft er gern1 und nachdem er die ,bekanntschaft eines ,schlers von ,raffael1 ,vincidor von ,bologna1 der ihn aufsuchte1 gemacht1 bergibt er demselben sein gesamtes ,werk an ,holzschnitten und ,kupferstichen mit dem ,auftrag1 ihm dafr das ,werk ,raffaels81 nmlich die ,stiche des ,marcantonio1 aus ,italien kommen zu lassen4 ,bei einem ,besuch in der ,werkstatt des berhmten ,antwerpener ,illuministen ,gerhard ,horebout erwirbt er eine von dessen ,tochter gemalte ,miniatur und bemerkt dazu3 ,es ist ein gro ,wunder1 da ein ,frauenzimmer so viel machen kann48 -- ,seine ,kunstware8 fhrt er brigens nicht blo zum ,verschenken und ,vertauschen mit sich1 sondern er treibt auch einen lebhaften ,handel damit2 und nicht nur mit der eigenen1 sondern er hat auch den ,vertrieb von ,blttern seiner ,freunde1 unter denen er den ,grnhans8 -- ,hans ,baldung ,grien -- besonders nennt1 bernommen4 ,wir erfahren aus dem ,tagebuch1 zu welch niedrigen ,preisen die jetzt so kostbaren ,stiche ,drers damals verkauft wurden4 ,denn ber alle ,einnahmen und ,ausgaben -- unter den letzteren eine wahre ,unmenge von ,trinkgeldern -- ist sorgfltig ,buch gefhrt2 dabei sind einige kleine ,verluste im ,spiel ebensowenig vergessen1 wie der ,verlust1 der dadurch entstand1 da ,frau ,agnes einmal der ,geldbeutel abgeschnitten wurde4 -- ,auch ber ,drers knstlerische ,thtigkeit ist ,buch gefhrt4 ,von ,malgert hat er nur ,wasserfarben1 mit denen er sowohl auf ,papier1 als auch auf ,tchlein8 malte1 mitgenommen4 ,aber schon bald nach dem ersten ,eintreffen in ,antwerpen sieht er sich gentigt1 sich von ,joachim de ,patenier lfarben und einen ,gesellen zu leihen4 ,seine ,kunstfertigkeit wird nach allen ,seiten hin in ,anspruch genommen2 nicht nur durch das ,zeichnen und ,malen von ,bildnissen1 sondern auch durch mancherlei anderes3 so mu er dem ,leibarzt der ,erzherzogin ,margareta den ,plan zu einem ,haus anfertigen1 den ,goldschmieden in ,antwerpen macht er ,vorlagen fr ,schmucksachen und einer ,kaufmannsgilde eine ,vorzeichnung fr eine in ,stickerei auszufhrende ,heiligenfigur1 er zeichnet ,wappen fr vornehme ,herren und entwirft ,maskenkostme zu dem ,fastnachtsmummenschanz4 ,illustration3 ,abb4 #aaj4 ,tanzende ,affen1 mit der ,feder auf die ,rckseite eines ,briefes gezeichnet #aebc 7am ,tag7 nach ,andre zu ,nrnberg84 ,im ,museum zu ,basel4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #aaa4 ,kupferstichbildnis des ,kardinals ,albrecht von ,brandenburg 7der groe ,kardinal874 #aebc4 ,so sah er aus1 das sind seine ,augen und ,wangen und ,lippen4 ,in seinem #cd4 ,lebensjahre4 ,albrecht1 durch ,gottes ,barmherzigkeit der hochheiligen rmischen ,kirche ,kardinalpriester mit dem ,titel von ,st4 ,chrysogonus1 ,erzbischof von ,mainz und ,magdeburg1 ,kurfrst1 ,primas des ,reiches1 ,administrator von ,halberstadt1 ,markgraf von ,brandenburg48 ,illustration3 ,abb4 #aab4 ,kupferstichbildnis ,kurfrst ,friedrichs des ,weisen4 ,unterschrift3 ,christo geweiht4 -- ,dieser hat ,gottes ,wort mit der grten ,ergebung gefrdert2 ,ewigen ,nachruhms ist wrdig darum er frwahr4 -- ,fr ,herrn ,friedrich1 ,herzog von ,sachsen1 des h4 rmischen ,reichs ,erzmarschall1 ,kurfrst1 gemacht von ,albrecht ,drer aus ,nrnberg4 -- ,b,m,f,v,v 7unverstndlich7 -- #aebd48 ,illustration3 ,abb4 #aac4 ,wilibald ,pirkheimers ,bildnis aus dem #ec4 ,jahre seines ,lebens1 ,kupferstich von #aeba4 ,man lebt durch seinen ,geist1 das brige gehrt dem ,tode48 ,drers ,aufzeichnungen sind im allgemeinen ganz knapp und kurz gehalten1 und doch ist bisweilen in den wenigen ,worten ein lebendiges ,bild von einer ,person oder einem ,vorgang gegeben4 ,zu ausfhrlicherem ,bericht reizen ihn manchmal die ,festlichkeiten2 so schildert er namentlich das erste groe ,fest1 das die ,antwerpener ,knstlerschaft ihm gab1 mit vielem ,behagen4 berall blickt in dem ,tagebuch der beobachtende ,maler durch1 dessen ,augen immer beschftigt sind4 ,bald ist es die ,ansicht einer ,stadt1 bald die ,aussicht von einem ,turm1 hier eine ,gartenanlage1 da ein ,gebude1 was die ,aufmerksamkeit des ,meisters fesselt2 hier hlt er ein hbsches ,gesicht und dort die zu ,markte gebrachten stattlichen ,hengste der ,erinnerung fr wert4 ,als echter ,renaissanceknstler bemerkt er im ,aachener ,mnster sogleich1 da die dort eingeflickten8 antiken ,sulen kunstrecht nach des ,vitruvius ,vorschrift gemacht seien4 ,auch die weltgeschichtlichen ,ereignisse1 die damals ,deutschland bewegten1 nehmen seine ,aufmerksamkeit in ,anspruch4 ,durch die ,nachricht von ,luthers ,gefangennahme wird er tief erschttert4 ,an dem ,tage1 wo er hiervon gehrt hat1 flicht er ein langes inbrnstiges ,gebet in seine ,aufzeichnungen ein4 ,er lt erkennen1 da er mit der ganzen ,aufrichtigkeit und tiefen ,frmmigkeit seines ,herzens dem ,unternehmen der ,reformation zugethan ist1 doch ohne zu ahnen1 da eine ,kirchentrennung daraus hervorgehen wrde4 ,illustration3 ,abb4 #aad4 ,die ,anbetung der heiligen drei ,knige4 ,federzeichnung von #aebd4 ,in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,wenn wir lesen1 wie unglaublich viel ,albrecht ,drer whrend seines ,aufenthaltes in den ,niederlanden1 zwischen all den ,festlichkeiten1 den ,besuchen bei hoch und niedrig1 dem ,betrachten der ,sehenswrdigkeiten1 dem ,hin- und ,herreisen zu ,wagen1 zu ,ro und zu ,schiff1 immer und berall fr andere zeichnete und malte1 so erscheint es uns kaum begreiflich1 da er immer noch ,zeit fand1 an sein eigenes ,studium zu denken4 ,und doch hat er auer dem mit zum ,teil hchst sorgfltigen ,zeichnungen wohlgefllten ,skizzenbuch auch eine ,anzahl mit allem ,fleie ausgefhrter grerer ,studienbltter mit heimgebracht4 ,treffliche ,proben von ,drers ,thtigkeit auf der ,reise geben die in den ,abbildungen #ajj1 #ajb1 #ajg vorgefhrten ,bltter3 die schnelle und scharfe ,federzeichnung1 durch die ,drer sich die ,zge eines ,mannes aufbewahrte1 dessen ,lautenspiel er bewundert hatte und mit dem er1 wie eine sptere nochmalige ,ausfhrung von dessen ,bildnis beweist1 nher bekannt wurde2 die mit breitem ,metallstift in groem ,mastabe krftig ausgefhrten ,kpfe einer alten und einer jungen ,seelnderin2 die feine ,stiftzeichnung1 in der er die seltene ,gelegenheit1 eine ,negerin zu zeichnen1 mit eingehender ,beobachtung ausgenutzt hat4 ,die ,krone von ,drers auf der ,reise gesammelten ,studien ist der in schwarz und wei1 mit dem ,tuschpinsel und der ,schnepfenfeder auf grau getntes ,papier gezeichnete lebensgroe ,kopf eines dreiundneunzigjhrigen ,alten 7,abb4 #aje71 der ihm zu ,antwerpen mehrmals ,modell gesessen hat4 ,es ist bezeichnend fr des ,meisters unermdlichen ,arbeitstrieb1 da er1 wenn sich ihm gerade nichts anderes darbot1 zu dem ,nchstliegenden gegriffen und seine ,frau portrtiert hat3 eine groe1 mit dem ,metallstift auf dunkel grundiertem ,papier ausgefhrte ,zeichnung im ,kupferstichkabinett zu ,berlin zeigt uns ,frau ,agnes in dem niederlndischen ,kopftuch1 das der ,gatte ihr von der ,reise nach ,seeland mitgebracht hatte 7,abb4 #ajf74 ,aber nicht blo ,kpfe waren es1 die er seinen ,studienmappen einverleibte1 sondern auch mancherlei andere ,dinge zeichnete er auf1 wie ,ansichten des ,hafens und der ,kathedrale von ,antwerpen oder auffallende ,landestrachten 7,abb4 #aja7 oder einen ,lwen1 den er im ,zwinger zu ,gent beobachtete4 ,selbst auf der ,fahrt blieb er nicht mig4 ,ein ,skizzenbuchblatt 7im ,berliner ,kupferstichkabinett7 zeigt eine vom ,rheinschiff aus gezeichnete ,ansicht der ,uferhhen bei ,andernach und davor das ,brustbild eines ,reisegefhrten2 ein anderes1 bei ,boppard gezeichnet 7in der kaiserlichen ,hofbibliothek zu ,wien71 zeigt wiederum ,frau ,agnes1 dieses ,mal in dichte ,kopftcher eingemummt4 -- ,von den ,gemlden1 welche ,drer in den ,niederlanden anfertigte1 haben sich das ,wasserfarbenbildnis eines alten ,herrn mit roter ,kappe 7im ,louvre7 und das mit lfarben gemalte ,portrt des ,malers ,bernhard van ,orley 7in der ,dresdener ,gemldegalerie7 erhalten4 ,illustration3 ,abb4 #aae4 ,bildnis des ,nrnberger ,ratsherrn ,jakob ,muffel4 lgemlde von #aebf4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aaf4 ,bildnis des ,johannes ,kleeberger aus ,nrnberg1 in seinem #dj4 ,lebensjahre4 lgemlde von #aebf4 ,in der kaiserl4 ,gemldegalerie zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,j4 ,lwy in ,wien47 ,illustration3 ,abb4 #aag4 ,philipp ,melanchthon4 ,kupferstichbildnis aus dem ,jahre #aebf4 ,lebensgetreu konnte ,drer ,philippus' ,zge abbilden1 ,seinen ,verstand konnte nicht malen die kundige ,hand48 ,als ,drer im ,sommer #aeba1 wohlversehen mit ,geschenken fr seine ,freunde1 heimgekehrt war1 wurde ihm alsbald ein ,auftrag von seiten seiner ,vaterstadt zu teil4 ,der ,rat bertrug ihm die ,anfertigung der ,entwrfe zur ,ausmalung des ,rathaussaales4 ,die dreifache ,bestimmung des ,saales1 zu ,reichstagen1 ,gerichtssitzungen und ,festlichkeiten1 war magebend fr die ,wahl der ,gegenstnde4 ,die kaiserliche ,majestt ward verherrlicht durch jene fr ,maximilian angefertigte ,komposition des ,groen ,triumphwagens81 die ,drer jetzt dahin vernderte1 da der ,kaiser allein1 ohne seine ,familie1 in der allegorischen ,umgebung erschien4 ,in dieser ,gestalt gab er den ,triumphwagen8 im ,jahre #aebb auch in ,holzschnitt heraus 7daraus ,abb4 #aji74 ,fr die nchstgrte ,flche der zu bemalenden ,saalwand entwarf der ,meister als ,warnung vor vorschnellem ,richterspruch eine ,allegorie der ,verleumdung1 nach einer vielgelesenen ,beschreibung eines ,gemldes des ,apelles4 ,dieser ,entwurf1 eine ausgefhrte ,federzeichnung von #aebb1 wird in der ,albertina aufbewahrt4 ,fr das kleinere ,mittelfeld zwischen den beiden groen ,bildern ward eine lustige ,darstellung bestimmt1 die unter den ,namen der ,pfeiferstuhl8 bekannte ,gruppe von sieben ,stadtmusikanten und sieben anderen volkstmlichen ,figuren4 -- ,drer lieferte blo die ,visierungen8 zu diesen ,gemlden1 die ,ausfhrung geschah durch andere ,hnde4 ,die ,wandgemlde sind noch vorhanden1 aber roh bermalt und sehr schlecht erhalten4 ,illustration3 ,abb4 #aah4 ,bildnis des ,nrnberger ,ratsherrn ,hieronymus ,holzschuber4 lgemlde von #aebf4 ,im knigl4 ,museum zu ,berlin4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aai4 ,marienbild4 7,madonna mit dem ,apfel874 lgemlde von #aebf4 ,in der ,uffiziengalerie zu ,florenz4 7,nach einer ,originalphotographie von ,giacomo ,brogi in ,florenz47 ,drers ,hauptwerke aber in dieser ,zeit und in den nchstfolgenden ,jahren waren ,bildnisse4 ,mit der ,jahreszahl #aeba bezeichnet ist ein auf unbekanntem ,wege in den ,besitz des ,knigs ,philipp ,,iv von ,spanien gelangtes ,brustbild eines lteren ,herrn in ,pelzrock und breitem schwarzen ,hut 7,abb4 #ajh74 ,dieses ,prachtbildnis1 in dem man ,hans ,imhof den lteren aus ,nrnberg zu erkennen glaubt1 hngt im ,pradomuseum zu ,madrid an bevorzugter ,stelle zwischen den auserlesensten ,meisterwerken der verschiedenen ,nationen und ,jahrhunderte1 zusammen mit dem ,selbstbildnis von #adih4 ,mit welcher ,kraft ,drer sein ,leben lang an seiner knstlerischen ,vervollkommnung gearbeitet hat1 das wird einem nirgendwo so deutlich wie hier1 wo man die beiden ,bildnisse1 von denen das eine dem ersten1 das andere dem letzten ,jahrzehnt von des ,meisters ,thtigkeit angehrt1 bei einander sieht4 ,das jugendliche ,selbstbildnis erscheint in dieser ,umgebung dem verwhnten ,auge des ,beschauers sehr hart4 ,das ,bildnis von #aeba aber hlt jede ,nachbarschaft aus4 ,es ist etwas bedingungslos ,vollkommenes4 ,es besitzt malerische ,eigenschaften1 durch die es sogar den hchstgefeierten ,bildnissen1 welche ,drer einige ,jahre spter malte1 berlegen ist4 -- #aebb verffentlichte ,drer das groe prchtige ,holzschnittbildnis des kaiserlichen ,rates und ,protonotars beim ,reichskammergericht1 ,ulrich ,varnbler1 eines dem ,meister eng befreundeten ,mannes4 ,spter folgte das kleine ,holzschnittportrt des ,humanisten ,eobanus ,hessus4 ,wahrscheinlich bei ,gelegenheit des ,nrnberger ,reichstages von #aebb bis #aebc portrtierte ,drer zum zweitenmal den ,kardinal ,albrecht von ,brandenburg und dann auch seinen ltesten frstlichen ,gnner1 ,friedrich den ,weisen von ,sachsen4 ,beide ,bildnisse stach er in ,kupfer1 das erstere 7zum ,unterschied von dem kleinen ,portrt von #aeai der ,groe ,kardinal8 genannt1 ,abb4 #aaa7 im ,jahre #aebc1 das letztere #aebd 7,abb4 #aab74 ,wrdig schlo sich diesen herrlichen ,kupferstichbildnissen dasjenige des allzeit getreuen ,freundes ,wilibald ,pirkheimer an 7gleichfalls #aebd1 ,abb4 #aac71 der nicht nur als ,gelehrter1 sondern auch als ,staatsmann und ,truppenfhrer seinen ,namen berhmt gemacht hatte4 ,im ,jahre #aebf entstanden dann die ,kupferstichportrts des ,erasmus von ,rotterdam1 den ,drer in den ,niederlanden zweimal nach dem ,leben gezeichnet hatte1 und des ,melanchthon 7,abb4 #aag71 der sich damals wiederholt in ,nrnberg aufhielt1 um die ,einrichtung des neugegrndeten ,gymnasiums zu leiten1 und den mit ,drer ein ,band gegenseitiger ,bewunderung und ,zuneigung verknpfte4 -- ,das waren des ,meisters letzte ,kupferstiche4 ,in das ,jahr #aebf fllt auch die ,entstehung der letzten gemalten ,bildnisse ,drers4 ,darunter ist dasjenige des ,johann ,kleeberger1 des ,schwiegersohnes des ,wilibald ,pirkheimer1 das sich in der kaiserlichen ,gemldegalerie zu ,wien befindet1 befremdlich wegen der vom ,besteller aus gelehrter ,liebhaberei fr das klassische ,altertum gewnschten ,darstellungsweise4 ,kleebergers ,bildnis ist1 in ,anlehnung an altrmische ,darstellungen1 als ,bste gedacht1 die in einen ,steinrahmen eingesetzt ist1 und man sieht1 da ,drer mit der ,lsung des ,widerspruchs1 da er ein naturgetreues ,portrt eines lebendigen ,mannes malen und da dieses ,portrt zugleich den ,eindruck eines bemalten ,steinbildwerks machen sollte1 nicht recht fertig geworden ist 7,abb4 #aaf74 ,um so dankbarer war fr den ,meister die ,aufgabe1 die charaktervollen ,kpfe zweier lteren ,herren zu malen1 die in den hchsten mtern der ,stadt ,nrnberg standen und die beide mit ihm befreundet waren4 ,das sind die jetzt im kniglichen ,museum zu ,berlin befindlichen herrlichen ,bildnisse des ,jakob ,muffel1 eines ernsten1 bedchtigen1 schon etwas lebensmde aussehenden ,mannes mit glattrasiertem ,gesicht 7,abb4 #aae71 und des ,hieronymus ,holzschuher1 aus dessen gesundfarbigem1 von ,silberlocken und weiem ,bart umrahmten ,gesicht die ,augen mit ,jnglingsfeuer herausblitzen 7,abb4 #aah74 ,beide ,bildnisse sind groartige ,meisterwerke2 aber die ,erscheinung des alten ,holzschuher hat fr den ,maler doch einen besonderen ,reiz gehabt1 so da er in diesem im vollsten ,sinne lebensprhenden ,bilde eines seiner allervorzglichsten ,werke schuf4 ,illustration3 ,abb4 #abj4 ,die ,apostel ,johannes und ,petrus4 lgemlde von #aebf4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,illustration3 ,abb4 #aba4 ,der ,evangelist ,marcus und der ,apostel ,paulus4 lgemlde von #aebf4 ,in der knigl4 ,pinakothek zu ,mnchen4 7,nach einer ,originalphotographie von ,franz ,hanfstngl in ,mnchen47 ,schon whrend des ,aufenthalts in den ,niederlanden hatte ,drer den ,plan gefat1 noch einmal -- zum fnftenmal -- das ,leiden ,christi in zusammenhngender ,folge zu schildern4 ,das zur ,ausfhrung in ,holzschnitt bestimmte ,werk kam als solches nicht zustande2 auch von den ,entwrfen wurde nur ein kleiner ,teil fertig4 ,aber diese ,entwrfe1 ,federzeichnungen in breitem ,format1 sind wieder kostbare ,schpfungen4 ,wie alle frheren ,passionswerke sind sie durch eine einheitliche dichterische ,stimmung miteinander verbunden4 ,die mehrfache ,wiederholung eines und desselben ,gegenstandes weist darauf hin1 da ,drer sich bei diesen ,kompositionen nicht leicht entschlieen konnte1 eine fr befriedigend zu erklren2 und deswegen hat er wohl1 in dem ,gefhl1 da es ihm unmglich sei1 in diesem ,werk sich selbst vllig ,genge zu thun1 das ,ganze aufgegeben4 ,die frhesten der ,bltter sind zwei ,darstellungen der ,kreuztragung1 beide im ,jahre #aebj1 also noch in ,antwerpen1 gezeichnet und beide jetzt in ,florenz befindlich4 ,die eine zeigt einen figurenreichen ,zug1 der eben das ,stadtthor verlt2 das gaffende ,volk drngt sich von beiden ,seiten2 die ,roheit der ,kriegsknechte1 die dem ,zuge ,bahn machen1 und die ber die ,stockung1 die das ,niedersinken des ,christus verursacht1 in ,zorn geraten1 ist mit unbarmherziger ,wahrheit geschildert4 ,man sieht hier deutlich die ,einwirkung niederlndischer ,kunstweise4 ,auch das andere ,blatt zeigt eine dichte ,menschenmenge1 von so natrlicher ,anordnung1 da man die ,masse leben und sich bewegen sieht2 aber jene ,schroffheiten sind vermieden4 ,christus ist nicht im ,augenblick des ,niedersinkens dargestellt1 sondern wie er mhsam unter der ,last des schweren ,kreuzes schreitet1 -- und das wirkt fast noch rhrender 7,abb4 #ajc74 ,von #aeba sind drei ,zeichnungen der ,grablegung 7eine in ,florenz1 eine in ,frankfurt1 eine im ,germanischen ,museum zu ,nrnberg71 die1 bei sonstiger groer ,verschiedenheit untereinander1 das von der blichen ,darstellungsweise ,abweichende gemeinsam haben1 da ein frmlicher ,leichenzug an uns vorberzieht4 ,auf dem ,florentiner ,blatt schreitet ,joseph von ,arimathia mit anderen ,personen1 welche ,spezereien und ,tcher tragen1 dem heiligen ,leichnam voraus2 an die kleine ,schar der ,angehrigen und ,getreuen1 welche folgt und aus der nur ,magdalena laut jammernd an die ,seite des ,toten herausgetreten ist1 hat sich1 aus dem ,stadtthor kommend1 ein ,gefolge von ,menschen angeschlossen1 die1 ebenso wie einige den ,zug betrachtende ,mnner1 nicht sowohl durch ,verehrung fr den zu ,grabe ,getragenen1 als vielmehr durch ,neugierde herbeigefhrt worden sind 7,abb4 #ajd74 ,also auch hier ,betonung eines naturgetreuen ,volkslebens4 ,im ,jahre #aebc zeichnete ,drer einen ,entwurf zum letzten ,abendmahl 7in der ,albertina71 der ebenfalls von der blichen ,darstellungsweise in der ,anordnung abweicht3 ,christus sitzt nicht in der ,mitte1 sondern am ,kopfende der langen ,tafel4 ,in einer auf ,holz bertragenen ,zeichnung aus demselben ,jahre aber hat ,drer die ,komposition in einer ,weise angeordnet1 die derjenigen von ,leonardo da ,vincis ,freskogemlde hnlich ist4 ,dem ,format und der ,art der ,zeichnung nach gehrt zu dieser ,folge von ,bildern aus dem ,leben des ,erlsers auch das schne ,blatt in der ,albertina1 welches die ,anbetung der heiligen drei ,knige in einer so schlicht und herzlich empfundenen und zugleich so groartigen ,komposition zeigt 7,abb4 #aad74 ,zur ,ausfhrung in ,holzschnitt kam von alledem nur die erwhnte eine ,darstellung des letzten ,abendmahls4 ,illustration3 ,abb4 #abb4 ,der groe ,christuskopf4 ,nach ,drers ,tod ausgefhrter ,holzschnitt in ,helldunkeldruck4 ,der letzte ,holzschnitt religisen ,inhalts1 den ,drer herausgab -- im ,jahre #aebf --1 war eine heilige ,familie3 ein kleines1 fein gezeichnetes liebliches ,bild1 von eigenartig poetischer ,wirkung dadurch1 da die ,glorienscheine1 welche die ,hupter der ,mutter und des ,kindes umleuchten1 mit ihren ,strahlen die ganze ,luft erfllen4 ,der kirchlichen ,malerei waren jene ,jahre1 in denen die ,reformation in ,nrnberg eingefhrt wurde und die beunruhigten ,gemter hin und her schwankten1 nicht gnstig4 ,im ,jahre #aebc wurde in ,drers ,werkstatt ein kleines ,altarwerk fertig4 ,die zerstreuten ,bruchstcke dieses ,werkes1 das als der ,jabachsche ,altar bezeichnet zu werden pflegt1 weil es whrend der lngsten ,zeit seines ,bestehens die ,hauskapelle der ,familie ,jabach in ,kln schmckte1 befinden sich in der ,mnchener ,pinakothek1 im stdtischen ,museum zu ,kln und im ,stdelschen ,institut zu ,frankfurt4 ,drer selbst hat daran wohl keinen ,strich gemalt4 ,vielleicht war die ,bestellung eben dieses ,altars die ,veranlassung1 da er berhaupt wieder ,gehilfen annahm1 deren er sich sonst1 wie es scheint1 seit dem ,jahre #aeji nicht mehr bei der ,ausfhrung seiner ,arbeiten bedient hatte4 ,im ,jahre #aebf malte ,drer noch ein kleines ,andachtsbild3 die ,jungfrau ,maria -- etwas mehr als ,brustbild1 wenig unter ,lebensgre --1 mit dem ,jesuskind auf dem ,arm1 fr das sie einen ,apfel bereit hlt4 ,das ,kind1 das eine ,kornblume im ,hndchen hlt1 ist in ganz unbefangener ,kindlichkeit dargestellt4 ,die ,jungfrau ist sehr lieblich in ihrem sanften und bescheidenen ,ausdruck2 aber der ,versuch1 die ,form zu idealisieren1 der in dieser spten ,zeit des ,meisters doppelt befremdlich wirkt1 ist nicht ganz glcklich ausgefallen4 ,ein eigentmlich schwermtiger ,ton liegt ber dem ,bilde 7,abb4 #aai74 ,illustration3 ,abb4 #abc4 ,das ,lwenwappen mit dem ,hahn4 ,kupferstich4 ,illustration3 ,abb4 #abd4 ,in dem nmlichen ,jahre vollendete ,drer das letzte groe ,werk seiner ,malerei3 die beiden ,tafeln mit den ,aposteln ,johannes und ,petrus einerseits und ,paulus und ,marcus andererseits1 die1 bekannt unter dem ,namen die vier ,apostel8 oder die vier ,temperamente8 jetzt in der ,mnchener ,pinakothek prangen4 ,schon seit ,jahren hatte er sich damit beschftigt1 die ,apostel in ,charaktergestalten zu verbildlichen4 ,fnf ,apostelfiguren fhrte er in ,kupferstich aus in den ,jahren #aead bis #aebf2 aber er fhrte die ,reihe nicht zu ,ende4 ,es drngte ihn1 gleichsam ein groes ,schluwort seiner ,kunst in den gemalten ,apostelbildern auszusprechen1 zu denen die ,studien bis in das ,jahr #aebc hinaufreichen4 ,seit dem ,dezember #aebj1 wo er auf der ,reise nach ,seeland zum erstenmal von einem heftigen ,unwohlsein ergriffen wurde1 krnkelte ,drer4 ,jetzt fhlte er1 da die ,tage seiner ,schaffenskraft gezhlt seien4 ,vor seinem ,ende wollte er seiner geliebten ,vaterstadt ein knstlerisches ,vermchtnis bergeben1 und dazu whlte er die ,apostelbilder4 ,aus einer tiefernsten ,stimmung heraus1 aber mit jugendlicher ,kraft schuf er diese mchtigen lebensgroen ,gestalten1 in denen seine schpferische ,fhigkeit1 ,charakterbilder ins ,dasein zu rufen1 auf ihrer grten ,hhe erscheint4 ,die ganze ,liebe1 die er auf eine sorgfltige ,ausfhrung zu verwenden vermochte1 hat er diesem ,werke gewidmet1 aber alles ,kleinliche hat er vermieden4 ,er hat hier jene erhabene ,einfachheit erreicht1 die er1 wie er einst ,melanchthon voll ,schmerz ber seine ,unvollkommenheit gestand1 zwar als den hchsten ,schmuck der ,kunst erkannt1 aber niemals erlangen zu knnen geglaubt hatte4 ,in mchtiger ,gre treten die ,gestalten aus einem leeren schwarzen ,hintergrund heraus4 ,die ganze ,aufmerksamkeit des ,beschauers wird auf die vier ,kpfe gelenkt4 ,die beiden ,gewnder1 welche den grten ,raum der ,bildflchen einnehmen1 der weie ,mantel des ,paulus und der rote des ,johannes1 sind mit einer einfachen ,groartigkeit angeordnet1 die mit der ,groartigkeit der ,kpfe in vollem ,einklang steht 7,abb4 #abj und #aba74 ,die groe ,verschiedenheit der ,kpfe hat schon zu ,drers ,lebzeiten die ,ansicht aufkommen lassen1 da hier zugleich die vier ,temperamente dargestellt seien4 ,bei der groen ,bedeutung1 welche die damalige ,wissenschaft den sogenannten ,temperamenten oder ,flssigkeitsmischungen im menschlichen ,krper1 der feurigen1 luftigen1 wsserigen oder irdischen ,natur8 beilegte1 ist es gar nicht unwahrscheinlich1 da ,drer selbst auch an diese ,unterscheidungen gedacht habe4 ,was der ernst sinnende ,johannes1 der ruhige ,petrus1 der lebhafte ,marcus und der feurige ,paulus dem ,beschauer sagen wollen1 das hat der ,maler durch die ,unterschriften erlutert1 welche er den ,bildern hinzufgte3 ,alle weltlichen ,regenten in diesen gefahrvollen ,zeiten sollen billig acht haben1 da sie nicht fr das gttliche ,wort menschliche ,verfhrung annehmen1 denn ,gott will nichts zu seinem ,wort gethan1 noch davon genommen haben4 ,darum hrt diese trefflichen vier ,mnner ,petrum1 ,johannem1 ,paulum und ,marcum48 ,als ihre ,warnung8 werden nun die ,stellen aus dem zweiten ,brief des ,petrus1 aus dem ersten ,brief des ,johannes1 aus dem zweiten ,brief des ,paulus an ,timotheus und aus dem zwlften ,kapitel des ,marcusevangeliums angefhrt1 welche vor falschen ,propheten und ,sektierern1 vor ,leugnern der ,gottheit ,christi1 vor ,lasterhaften und vor hoffrtigen ,schriftgelehrten warnen4 ,mit diesen mahnenden ,unterschriften versehen verehrte ,drer die beiden ,tafeln im ,herbst #aebf seiner ,vaterstadt zu seinem ,andenken4 ,rhrend ist die ,bescheidenheit des ,begleitschreibens1 mit dem er dieselben an den ,rat bersandte3 ,dieweil ich vorlngst geneigt gewesen wre1 ,eure ,weisheit mit einem kleinwrdigen ,gemlde zu einem ,gedchtnis zu verehren1 habe ich doch solches aus ,mangelhaftigkeit meiner geringschtzigen ,werke unterlassen mssen4 ,nachdem ich aber diese vergangene ,zeit eine ,tafel gemalt und darauf mehr ,flei denn auf andere ,gemlde gelegt habe1 achte ich niemand wrdiger1 dieses zu einer ,gedchtnis zu behalten1 als ,eure ,weisheit1 deshalb ich auch dieselbe hiermit ,eurer ,weisheit verehre1 unterthnigerweise bittend1 dieselben wollen dieses kleine ,geschenk gefllig und gtig annehmen und meine gnstigen gndigen ,herrn1 wie ich bisher anbei gefunden habe1 sein und verbleiben48 ,ein ,jahrhundert lang hingen die beiden ,gemlde in der ,sitzungsstube der ersten ,wrdentrger von ,nrnberg4 ,dann erwarb sie ,kurfrst ,maximilian von ,bayern4 ,dieser lie auf die ,vorstellungen des ,rats von ,nrnberg die bedenklich erscheinenden ,unterschriften von den ,tafeln absgen und an die ,kopien ansetzen1 welche die ,nrnberger anstatt der ,originale behielten4 ,mit dem an ,meisterwerken so reichen ,jahre #aebf war ,drers knstlerische ,thtigkeit im wesentlichen abgeschlossen4 ,illustration3 ,abb4 #abe4 ,bcherzeichen ,pirkheimers1 ,holzschnitt4 ,mit dem ,pirkheimerschen und ,rieterschen ,wappen1 demnach vor dem ,tode von ,pirkheimers ,gattin ,crescentia ,rieter 7#aejd7 gezeichnet4 ,fr sich und seine ,freunde aufgestellt1 ,buch des ,wilibald ,pirkheimer48 ,illustration3 ,abb4 #abf4 ,bcherzeichen des ,propstes von ,st4 ,lorenz in ,nrnberg1 ,hektor ,pomer1 ,holzschnitt4 ,unterschrift in drei ,sprachen3 ,dem ,reinen ist alles rein48 ,sehr vieles und unendlich groes hatte er geschaffen als ,maler1 ,kupferstecher und ,zeichner fr den ,holzschnitt4 ,fr die erhabensten ,figuren der christlichen ,kunst hatte er eine ,gestaltung gefunden1 welche seither magebend geblieben ist4 ,der von ihm geschaffene ,christuskopf1 namentlich der dornengekrnte1 auch im ,leiden majesttische 7s4 ,abb4 #gf71 wird niemals berboten werden knnen2 nicht mit ,unrecht ist ein erst nach ,drers ,tode erschienener1 aber zweifellos auf seiner ,vorzeichnung beruhender ,holzschnitt1 der in einem ,haupt ,christi von doppelter ,lebensgre das qualvollste ,leiden und zugleich die berwindung des ,leidens veranschaulicht1 das ,leiden als gewollte ,that darstellt1 als das christliche ,gegenstck des olympischen ,zeus gepriesen worden 7,abb4 #abb74 ,daneben hatte er es nicht verschmht1 die ,gre seines ,knnens auch scheinbar kleinen ,dingen zuzuwenden4 ,er zeichnete prchtige ,wappen und gab damit das ,schnste1 was die ,renaissance auf heraldischem ,gebiet hervorgebracht hat 7,abb4 #abc74 ,er erfand ,titelverzierungen fr ,bcher 7,abb4 #abd7 und entwarf geschmackvolle ,buchzeichen 7,ex-libris87 fr die ,bibliotheken seiner ,freunde 7,abb4 #abe und #abf74 ,er konstruierte ,alphabete und trug durch seine mustergltigen lateinischen ,buchstaben 7vergl4 ,abb4 #b7 mit bei zur ,renaissance der ,schrift -- eine ,renaissance1 die freilich in ,deutschland unvollstndig blieb1 da wir ja heute noch an der augenverderbenden sptgotischen ,schrift mit ihren kantigen kleinen und ihren wunderlich verschrobenen groen ,buchstaben mit sonderbarer ,hartnckigkeit festhalten4 ,er bildete ,naturmerkwrdigkeiten ab zur ,befriedigung der ffentlichen ,neugierde1 und er fertigte ,entwrfe architektonischer und kunstgewerblicher ,art an1 sowohl zum ,zwecke allgemeiner ,belehrung1 als auch zu besonderen ,zwecken fr seine ,bekannten4 ,maler und ,bildner verdankten seiner ,liebenswrdigkeit ,vorbilder fr ihre ,werke4 ,so gibt es von seiner ,hand eine ,skizze zu einem von ,hans von ,kulmbach ausgefhrten ,gemlde und eine solche zu einem von ,peter ,vischer gegossenen ,grabmal 7,abb4 #ij74 ,seine ,geflligkeit kam jedem an ihn gerichteten ,wunsch entgegen2 ein merkwrdiges ,beispiel gibt die ,zeichnung eines ,affentanzes1 die er in einem 7im ,museum zu ,basel bewahrten7 ,brief an den ,magister ,felix ,frey in ,zrich schickte1 mit der ,entschuldigung1 da er die ,zeichnung nicht besser habe machen knnen1 weil er lange keinen lebenden ,affen gesehen htte 7,abb4 #aaj74 ,gern stellte ,drer1 der emsige ,forscher1 seine ,handfertigkeit in den ,dienst der ,wissenschaft1 nicht nur wenn es sich um die bildliche ,ergnzung der von ihm selbst verfaten ,fachschriften handelte2 er hat auch fr seinen ,freund ,stabius ,erd- und ,himmelskarten ausgefhrt4 ,auch was er als ,knabe in der ,goldschmiedewerkstatt seines ,vaters gelernt hatte1 verwertete ,drer gelegentlich4 ,so gravierte er zum ,schmucke eines ,schwertgriffs fr den ,kaiser ,maximilian ein ,goldplttchen mit der ,kreuzigungsgruppe2 das ,plttchen selbst ist verschwunden1 nur einige ,abdrcke desselben1 bekannt unter dem ,namen der ,degenknopf81 sind noch vorhanden 7,abb4 #acd74 ,fr ein ,kstchen1 das einem ,frulein ,imhof geschenkt wurde und welches sich heute noch zu ,nrnberg im ,besitz dieser ,familie befindet1 lieferte er ein in ,silber gegossenes ,relief1 das eine anmutige weibliche ,gestalt zeigt4 ,illustration3 ,abb4 #abg4 ,engelstudie4 ,weigehhte ,kreidezeichnung4 ,in einer englischen ,privatsammlung4 ,um ,drer ganz kennen und wrdigen zu lernen1 mu man sich mit der ,betrachtung seiner ,handzeichnungen beschftigen4 ,es haben sich deren sehr viele aus allen ,zeiten seiner ,thtigkeit erhalten4 ,sie sind freilich weit auseinander in ffentlichen und privaten ,sammlungen verstreut1 aber zum groen ,teil sind sie durch treffliche ,vervielfltigungen1 namentlich durch die ,braunschen ,photographien1 der ffentlichkeit bergeben4 ,des ,meisters unermdlicher ,flei1 die ,gewissenhaftigkeit seines ,studiums und der ,reichtum seiner ,phantasie treten gleichermaen in diesen in allen nur erdenklichen ,arten der ,technik bald flchtig hingeworfenen1 bald liebevoll durchgearbeiteten ,studien und ,skizzen zu ,tage4 ,an erster ,stelle stehen hier die ,kpfe4 ,in diesen ,abschriften der ,wirklichkeit1 mgen sie in groem oder in kleinem ,mastabe1 mit dem ,pinsel1 der ,feder1 dem ,stift oder der ,kohle gezeichnet sein1 lebt eine ,naturfrische1 die sich so ganz und voll nur selten in den ausgefhrten ,gemlden bewahren lie4 ,wieviel manchmal durch die bertragung in die ,malerei verloren ging1 zeigen besonders auch die ,kinderkpfchen1 die in den ,gemlden meistens an einer gewissen ,hrte leiden1 whrend sie in den ,studienzeichnungen entzckend sind 7,abb4 #abg74 ,den zu bestimmten ,werken gemachten ,studien1 den ,modellkpfen und den ,bildnissen benannter ,persnlichkeiten reiht sich eine groe ,menge von ,bildnissen ,unbekannter an1 die nur durch die ,zeichnungen1 in denen sie uns mit greifbarer ,lebendigkeit vorgefhrt werden1 fortleben 7,abb4 #abh ein um das ,jahr #aebj gezeichnetes ,bildnis74 ,ganz besonders fesseln diejenigen ,bltter1 auf denen die abgebildete ,persnlichkeit nicht portrtmig zurechtgesetzt1 sondern mit einem1 man mchte sagen hochmodernen ,realismus in scheinbar zuflliger -- aber berzeugend charakteristischer -- ,stellung festgehalten erscheint 7,abb4 #abi74 -- ,wahre ,wunderwerke sorgfltigster ,naturnachbildung sind mehrere in ,wasserfarben gemalte ,bltter1 ,pflanzen- und ,tierstudien1 die ,drer augenscheinlich aus keinem anderen ,grunde gemacht hat1 als weil es ihn freute1 sich mit liebevollem ,eingehen in die ,natur zu versenken2 so eine tote ,mandelkrhe und ein ,flgel von demselben ,vogel in der ,albertina1 auf geglttetes ,pergament gemalt1 mit einer unvergleichlichen ,wiedergabe des ,schillerglanzes der ,federn1 und ein ,hase1 bei dem sozusagen jedes einzelne ,haar ausgefhrt ist1 in derselben ,sammlung4 -- ,einen nicht geringeren ,genu gewhrt die ,betrachtung der ,kompositionsentwrfe1 die meistens mit der ,feder gleich in einem gewissen ,grad von ,vollendung gezeichnet sind 7,abb4 #cf1 #ajc1 #ajd1 #aad1 #acj71 bisweilen aber auch sich auf eine flchtige ,angabe beschrnken 7,abb4 #a und #aca7 oder nur mit wenigen leichten ,linien die ,grundzge eines ,bildes feststellen 7,abb4 #acb74 ,auch hier besitzt die erste ,niederschrift der knstlerischen ,gedanken eine ,frische und ,herzlichkeit des ,ausdrucks1 deren ,reiz in einer zeitraubenden ,ausfhrung -- selbst wenn die ,ausfhrung in dem ,drers ,hand am meisten zusagenden ,kupferstich geschah -- nicht mehr mit solcher ,unmittelbarkeit zur ,geltung kommen konnte4 ,eine groe ,zahl von ,drers erhaltenen ,kompositionszeichnungen ist auch ganz ohne eine bestimmte ,absicht spterer ,ausfhrung1 blo um dem ,schaffensdrange des ,augenblicks zu gengen1 entstanden4 ,auch befinden sich ,bltter darunter1 die schon ,ausfhrungen sind und fr sich selbst als abgeschlossene ,kunstwerke betrachtet sein wollen4 ,das vorzglichste in dieser ,art sind neben der ,grnen ,passion8 zwei zusammengehrige ,bildchen 7in der ,albertina und im ,berliner ,kupferstichkabinett71 die ,auferstehung ,christi und ,simson im ,kampf mit den ,philistern darstellend1 die mit der denkbar uersten ,feinheit und ,vollendung in schwarz und wei auf dunkel grundiertem ,papier gezeichnet sind und die von ,drer selbst fr wert gehalten wurden1 mit seiner vollen ,namensunterschrift bezeichnet zu werden4 -- ,eine eigene ,klasse von ,zeichnungen bilden diejenigen1 die wissenschaftlichen ,untersuchungen dienen1 indem sie die ,grenzen der mglichen ,verschiedenheiten in der menschlichen ,gesichtsbildung feststellen wollen 7,abb4 #acc7 oder auf die ,ermittelung der ,gesetze harmonischer ,verhltnisse ausgehen durch ,einzeichnung von ,maen und ,zirkelschlgen in ,figuren von ,menschen und ,pferden4 ,illustration3 ,abb4 #abh4 ,bildnis eines unbekannten ,mannes4 ,kohlenzeichnung in der ,albertina zu ,wien4 7,nach einer ,originalphotographie von ,braun1 ,clment ,cie4 in ,dornach i4 ,e4 und ,paris47 ,illustration3 ,abb4 #abi4 ,bildnis eines unbekannten ,mannes4 ,silberstiftzeichnung im knigl4 ,kupferstichkabinett zu ,berlin4 ,vom ,jahre #aebf an war ,drer fast nur noch schriftstellerisch thtig4 ,schon #aebe hatte er ein ,buch ber die ,mekunst8 7,perspektive7 mit erluternden ,holzschnitten herausgegeben4 #aebg widmete der vielseitig gebildete ,knstler1 der auch ber ,gymnastik und ber ,musik ,abhandlungen geschrieben hatte1 die er indessen nicht herausgab1 dem ,knig ,ferdinand ein mit zahlreichen ,illustrationen und mit einem schnen heraldischen ,titelbilde geschmcktes ,werk1 durch das er dem von den ,trken bedrohten ,vaterlande ntzen wollte1 und das fr die ,folgezeit nicht ohne praktische ,bedeutung geblieben ist3 ,unterricht zur ,befestigung der ,stdte1 ,schlsser und ,flecken48 ,ein mit diesem ,werke in innerem ,zusammenhang stehender groer ,holzschnitt1 die ,belagerung einer ,stadt darstellend1 war die letzte lediglich knstlerische ,arbeit1 welche ,drer der ffentlichkeit bergab4 -- ,es drngte den ,meister noch1 die von ihm auf dem ,gebiete der ,kunst gemachten ,erfahrungen kommenden ,knstlergeschlechtern mitzuteilen4 ,seine eigene ,kunst schtzte der grte ,knstler ganz klein2 aber er glaubte1 mit der ,zeit wrden die deutschen ,maler keiner anderen ,nation den ,preis vor ihnen lassen84 ,zur ,erlangung dieses ,zieles wollte er nach ,krften beitragen1 indem er auf die ,notwendigkeit wissenschaftlicher ,studien fr den ,knstler hinwies4 ,ihn dauerte die ,unwissenheit vieler seiner ,berufsgenossen1 die1 nur handwerksmig gebildet1 ihre ,werke zwar mit geschickter ,hand1 aber ohne ,vorbedacht8 malten4 ,die ,mekunst8 sollte nur ein ,teil seiner von ihm schon lange vorbereiteten umfassenden ,unterweisung fr junge ,kunstbeflissene sein4 ,den ,hauptbestandteil dieses ,werkes sollte eine ,proportionslehre8 in vier ,bchern bilden2 ,abhandlungen ber ,malerei und anderes sollten sich anschlieen4 ,doch nur das erste ,buch der ,proportionslehre81 die nachmals von seinen ,freunden in ihrem ganzen ,umfange druckfertig gemacht und herausgegeben und die spter in viele ,sprachen bersetzt wurde1 vermochte er selbst endgltig fertig zu stellen4 ,illustration3 ,abb4 #acj4 ,der heilige ,christophorus4 ,federzeichnung4 ,in einer ,privatsammlung in ,paris4 ,illustration3 ,abb4 #aca4 ,martyrium der heiligen ,katharina4 ,entwurf zu einem ,fries1 ,federzeichnung im ,british ,museum4 ,illustration3 ,abb4 #acb4 ,madonna mit ,heiligen4 ,federskizze1 anscheinend aus der ersten ,zeit nach der venezianischen ,reise4 ,im ,museum des ,louvre zu ,paris4 ,die ,heiligen der oberen ,reihe sind durch ,beischriften von ,drers ,hand als ,jakob1 ,joseph1 ,joachim und ,zacharias1 ,johannes1 ,david1 ,elisabeth und ,anna bezeichnet4 ,pltzlich und frher1 als man erwartete1 starb ,drer vor ,vollendung seines #eg4 ,lebensjahres eines sanften ,todes4 ,er ward auf dem ,johanneskirchhof zu ,nrnberg in dem ,erbbegrbnis der ,familie ,frey bestattet4 ,dem ,gedchtnis ,albrecht ,drers4 ,was von ,albrecht ,drer sterblich war1 wird von diesem ,hgel geborgen4 ,er ist dahingegangen am #f4 ,april #aebh48 ,so lautet in klassischer ,krze die von ,pirkheimer verfate lateinische ,inschrift der ,erzplatte1 welche die ,gruft bedeckt4 ,zahlreiche ,auslassungen geben uns ,kunde von dem ,schmerz1 mit dem die ,todesnachricht die grten ,mnner der ,zeit erfllte4 ,so hoch auch ,drer1 den seine gelehrten ,freunde den deutschen ,apelles nannten1 um seiner ,kunst willen geehrt worden war1 fast noch hher hatte man ihn um seiner menschlichen ,tugenden willen geschtzt und bewundert4 ,eine schne ,schilderung seiner ,persnlichkeit hat uns ,joachim ,camerarius1 der erste ,leiter des von ,melanchthon zu ,nrnberg gegrndeten ,gymnasiums1 in der ,vorrede zur lateinischen ,ausgabe von ,drers ,proportionslehre hinterlassen4 ,die ,natur hatte ihm18 heit es darin1 einen in ,bau und ,wuchs ansehnlichen ,krper gegeben1 passend zu der schnen ,seele1 die er einschlo4 ,sein ,kopf war scharf geprgt1 die ,augen leuchtend1 die ,nase wohlgeformt und krftig geschnitten1 der ,hals ein wenig zu lang1 die ,brust breit1 der ,leib schlank1 die ,schenkel muskuls1 die ,unterbeine fest4 ,aber seine ,finger -- etwas ,schneres meinte man gar nicht sehen zu knnen4 ,in seiner ,rede lag ein solcher ,wohllaut und ein solcher ,reiz1 da den ,zuhrern nichts unangenehmer war1 als wenn er aufhrte zu sprechen4 ,seine ,seele war von glhendem ,verlangen nach vollendeter ,schnheit der ,sitten und der ,lebensfhrung erfllt1 und er zeichnete sich darin so aus1 da er mit ,recht fr einen vollkommenen ,mann gehalten wurde4 ,aber darum war er keineswegs von trbseliger ,strenge oder von unangenehmem ,ernst2 im ,gegenteil1 alles1 was als ,beitrag zur ,verschnerung und zur ,erheiterung des ,lebens gilt1 ohne von ,ehrbarkeit und ,recht abzuweichen1 das hat er nicht nur sein ,leben lang nicht auer acht gelassen1 sondern auch als ,greis noch gut geheien1 wie seine nachgelassenen ,schriften ber ,gymnastik und ,musik darthun4 ,vor allem aber hatte die ,natur ihn zur ,malerei geschaffen1 und darum hat er sich dem ,studium dieser ,kunst mit allen ,krften hingegeben und sich eifrig bemht1 die ,werke berhmter ,maler aller ,nationen und den tieferen ,grund ihrer ,art und ,weise kennen zu lernen1 und was er davon fr richtig hielt1 sich anzueignen4 ,mit dem hchsten ,recht bewundern wir ,albrecht als den eifrigsten ,hter der ,sittlichkeit und ,zchtigkeit und als einen ,mann1 der durch die ,groartigkeit seiner ,malereien das ,bewutsein seiner ,kraft kund gab1 und bei dem doch auch von den kleineren ,werken nichts gering geschtzt werden darf4 ,man findet in seinen ,arbeiten keinen unberlegt oder verkehrt gezeichneten ,strich1 keinen berflssigen ,punkt4 ,was soll ich von der ,fertigkeit und ,sicherheit seiner ,hand sagen8 ,man mchte schwren1 mit ,lineal und ,zirkel sei gezogen1 was er ohne anderes ,mittel als ,pinsel1 ,stift oder ,feder zum ,verblffen der ,zuschauer hinzeichnete4 ,was soll ich davon sprechen1 mit welcher bereinstimmung von ,hand und schaffendem ,geist er oftmals die ,verbildlichungen irgend welcher ,dinge auf das ,papier warf oder1 wie die ,knstler sagen1 hinsetzte8 ,spteren ,lesern wird es gewi unglaublich erscheinen1 da er bisweilen eine ,zeichnung an weit auseinander liegenden ,stellen nicht nur einer ganzen ,darstellung1 sondern auch einzelner ,figuren anfing1 die dann1 wenn er die ,verbindung hergestellt hatte1 so zusammenkamen1 da gar kein besserer ,zusammenhang denkbar gewesen wre4 ,mit dem ,pinsel fhrte er auch die feinsten ,sachen auf ,leinwand oder ,holztafel ohne vorherige ,aufzeichnung aus1 und zwar so1 da nichts daran zu tadeln war1 da vielmehr alles das hchste ,lob fand4 ,das haben besonders die gefeiertsten ,maler bewundert1 die als die ,sachverstndigsten die ,schwierigkeit kannten4 -- ,wie sehr hoch ,albrecht auch stand1 so strebte er doch in seinem groen und erhabenen ,geist immer noch weiter4 ,wenn berhaupt etwas an diesem ,manne war1 das einem ,fehler hnlich schien1 so war es sein unbegrenzter ,flei mit der oftmals bis zur ,ungerechtigkeit getriebenen scharfen ,selbstbeurteilung4 -- ,nichts ,unreines1 nichts ,unwrdiges kommt in seinen ,werken vor1 da von allen derartigen ,dingen die ,gedanken seiner keuschen ,seele zurckflohen4 ,wie wrdig war der ,knstler seines groen ,erfolgs68 ,illustration3 ,abb4 #acc4 ,studie ber die ,unterschiede der ,gesichtsbildung4 ,in einer ,privatsammlung in ,paris4 ,drers ,knstlerruhm war schon bei seinen ,lebzeiten nicht nur in ,deutschland und den ,niederlanden1 sondern auch in ,italien unbestritten4 ,in ,venedig sowohl wie in ,antwerpen wurden ihm ,jahresgehalte angeboten1 um ihn dauernd zu fesseln2 und nur sein vaterlndischer ,sinn widerstand den hinreichend verlockenden ,anerbietungen4 ,als er von ,venedig aus nach ,bologna reiste1 wurde er von der dortigen ,knstlerschaft mit berschwenglichem ,jubel begrt1 in ,ferrara wurde er durch ,gedichte gefeiert4 ,raffael ,santi tauschte ,arbeiten mit dem deutschen ,meister aus1 um ihm seine ,hand zu weisen84 ,von ,raffaels ,geschenksendung an ,drer1 einer ,anzahl von ,zeichnungen1 hat sich ein ,blatt mit ,aktstudien1 durch einen ,vermerk von ,drers ,hand beglaubigt1 erhalten 7in der ,albertina72 das mit ,wasserfarben auf ein ,tchlein gemalte ,selbstbildnis1 welches ,drer als ,gegengabe schickte1 und dessen ,ausfhrung ,raffael in ,staunen versetzte1 ist verschwunden4 ,der groe ,urbinate hat kein ,bedenken getragen1 einem seiner berhmtesten ,gemlde1 der unter dem ,namen ,lo ,spasimo di ,sicilia8 bekannten ,kreuzschleppung1 das betreffende ,blatt aus ,drers ,groer ,passion8 zu ,grunde zu legen4 ,auch andere italienische ,meister haben von ,drer1 dem sie unumwunden den ,vorrang in ,bezug auf die ,erfindungsgabe zugestanden1 ,entlehnungen gemacht4 ,der unerschpfliche ,schatz seines ,ideenreichtums wurde ihnen hauptschlich durch die in ,originalabdrcken und in italienischen ,kupferstichnachbildungen verbreiteten ,holzschnitte vermittelt4 ,die allgemeine ,beliebtheit der ,drerschen ,arbeiten wurde auch in der ,heimat durch ,nachdrucker und ,flscher ausgebeutet4 ,wiederholt mute der ,rat von ,nrnberg sowohl bei ,drers ,lebzeiten1 als auch nachmals1 da das ,verlagsrecht an seine ,witwe1 die den ,gatten um elf ,jahre berlebte1 bergegangen war1 zum ,schutze von ,drers geistigem ,eigentum einschreiten4 ,spter wurde die ,flschung ganz im groen getrieben4 ,sogar ,werke1 dergleichen ,drer wohl niemals gemacht hat1 kleine ,reliefs in ,kelheimer ,stein und ,portrtmedaillen1 wurden mit seinem ,monogramm bezeichnet und als ,arbeiten ,drers in den ,handel gebracht4 ,seine greren ,gemlde wurden durch den ,eifer frstlicher ,sammler1 unter denen ,kaiser ,rudolf ,,ii obenan stand1 fast alle von ihren ursprnglichen ,bestimmungsorten entfernt4 ,erst als in der zweiten ,hlfte des ,,xvii4 ,jahrhunderts der franzsische ,kunstgeschmack in ,deutschland herrschend wurde1 lie die ,bewunderung des groen1 so echt und ganz deutschen ,meisters nach4 ,der erste1 der dessen ,bedeutung dann wieder erkannte und wrdigte1 war der junge ,goethe4 ,der zog des mnnlichen ,meisters holzgeschnitzteste ,gestalt8 der glatten ,modemalerei seiner ,tage vor und sprach zu einer ,zeit1 wo ,knstler und ,kunstverstndige noch durchaus anderen ,anschauungen huldigten1 das ,wort aus1 da ,drer -- wenn man ihn recht im ,innersten erkannt hat -- an ,wahrheit1 ,erhabenheit und selbst an ,grazie nur die ersten ,italiener zu seinesgleichen hat84 ,illustration3 ,abb4 #acd4 ,die ,kreuzigung4 ,abdruck einer ,gravierung in ,gold 7der sog4 ,degenknopf74