,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #ahhh erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,zeichensetzung und offensichtliche typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,ungewhnliche1 altertmliche1 sowie inkonsistente ,schreibweisen wurden dagegen beibehalten1 insbesondere wenn diese in der damaligen ,zeit blich waren oder im ,text mehrfach auftreten4 ,das ,inhaltsverzeichnis wurde nach ,vorgabe des ,textes folgendermaen angepasst3 a4 ,das ,philosophie-,studium auf den ,universitten#8 wurde korrigiert zu ,das ,philosophie-,studium an den ,universitten#84 b4 ,die ,seitenzahl fr den ,abschnitt ,die preussische ,schulreform von #ahhb#8 wurde von #afj zu #afi gendert4 ,umlaute in ,grobuchstaben 71 und 7 sowie das ,esszett#8 77 werden im ,text umschrieben 7,ae1 ,oe1 ,ue1 bzw4 ss74 ,die von der ,normalschrift abweichenden ,schriftschnitte wurden in der vorliegenden ,fassung mit den folgenden ,sonderzeichen gekennzeichnet3 fett3 ,gleichheitszeichen gesperrt3 ,pluszeichen ,eduard von ,hartmann4 ,moderne ,probleme4 ,zweite vermehrte ,auflage4 ,illustration ,leipzig ,verlag von ,wilhelm ,friedrich ,k4 ,r4 ,hofbuchhndler4 #ahhh4 ,alle ,rechte vorbehalten4 ,vorwort zur ersten ,auflage4 ,dass es mir bisher an ,feinden gefehlt habe1 wird niemand behaupten knnen4 ,die katholische ,kirche hat mich in amtlichen ,kundgebungen und in dicken ,bchern als einen ,erzketzer und ,hauptfhrer der wider ,gott anstrmenden ,rotte gebrandmarkt1 die evangelischen ,orthodoxen haben sich auch in dieser ,frage an ihre ,rockschsse gehngt1 und der liberale ,protestantismus wird mir die an ihm gebte ,kritik#a niemals verzeihen4 ,die ,konservativen verabscheuen mich als religisen ,revolutionr1 die ,liberalen als einen ,gegner der parlamentarischen ,regierungsform1 als ,militaristen1 ,monopolisten und ,socialisten2 die ,socialdemokraten hassen in mir mit ,recht den aristokratisch gesinnten ,gegner alles demokratischen ,nivellements1 der speciell die socialdemokratischen ,verirrungen so scharf mitgenommen hat4#b ,die mechanistisch und darwinistisch gesinnte ,welt der ,naturforscher hat sich von der zweiten ,auflage meiner ,schrift ,das ,unbewusste vom ,standpunkte der ,physiologie und ,descendenztheorie8 i4 ,j4 #ahgg so schwer getroffen gefhlt1 dass sie sich seitdem in grollendes ,stillschweigen und ,ignoriren gehllt hat4 ,die ,positivisten und ,neukantianer1 welche alle ,metaphysik verwerfen und bekmpfen1 sehen in dem ,verfasser der ,schrift ber den ,neukantianismus u4 s4 w48 einen der gefhrlichsten ,strer ihrer ,cirkel2 die vordarwinschen naturwissenschaftlichen ,materialisten und die ,nachfolger ,feuerbachs hassen in mir1 wie die ,schriften von ,stiebeling1 ,j4 ,c4 ,fischer1 ,carl ,grn und die ,wuthausbrche ,dhrings beweisen1 einen rckstndigen ,schwrmer und ,obscuranten1 und die ,optimisten aus allen ,lagern reichen sich die ,hnde1 um meinen ,pessimismus1 den sie nicht verstehen1 als ,volksverderber und ,jugendverfhrer zu verdammen4 ,die ,hegelianer hatte ich schon durch meine erste ,verffentlichung ,ueber die dialektische ,methode8 vor den ,kopf gestossen1 die ,schopenhauerianer bereits durch die ,kritik der ,schopenhauerschen ,moralprincipien 7in der ,phnomenologie des sittlichen ,bewusstseins87 verletzt und durch den ,aufsatz ,mein ,verhltniss zu ,schopenhauer8 7in den ,philosophischen ,fragen der ,gegenwart8 ,nr4 ,,ii7 ganz in's ,lager meiner ,gegner hinbergetrieben1 und den ,universittsphilosophen gegenber hatte ich meine ohnehin schon schwierige ,stellung als unznftiger ,konkurrent noch durch verschiedene ,aeusserungen ber die ,universittsphilosophie#c verschlimmert4 ,unter diesen ,umstnden htte ein ganz auf sich selbst angewiesener1 auf keine ,klique1 kein literarisches ,organ und kein ,katheder gesttzter ,forscher leicht ,bedenken tragen knnen1 die ,zahl der ihn umgebenden ,feinde zu vermehren und deren ,feindseligkeit zu verschrfen4 ,wenn ich dies trotzdem in den letzten ,jahren im weitesten ,umfang gethan habe1 so bitte ich darin keine bermthige ,laune oder muthwillige ,hndelsucht zu sehen2 was mich dazu antrieb1 gegen so mancherlei moderne ,irrthmer das ,wort zu ergreifen1 war ein inneres ,bedrfniss1 die ,stimme der besonnenen ,kritik zur ,geltung zu bringen1 ein unerschtterliches ,vertrauen in die siegreiche ,kraft der schlichten ungeschminkten ,wahrheit1 und ein ,gefhl der ,verpflichtung1 durch meine vllig unabhngige ,stellung mehr als viele ,andere zur ,inangriffnahme so peinlicher und undankbarer ,aufgaben berufen zu sein4 ,durch meine ,schrift ,das ,judenthum in ,gegenwart und ,zukunft8 habe ich mir nmlich nicht nur bei den ,vertretern des ,judenthums selbst1 sondern auch bei den christlichen ,philosemiten und nicht minder bei den ,antisemiten viele neue ,gegner gemacht1 ebenso durch meine ,schrift ber den ,spiritismus sowohl die spiritistischen ,kreise gegen mich aufgebracht1 als auch dem ,widerwillen der ,aufklrungsrationalisten und ,materialisten gegen mich neue ,nahrung zugefhrt4 ,der ,aufsatz ,was sollen wir essen88 hat bei den ,vegetarianern eine frmliche ,erbitterung gegen mich wachgerufen1 welche sich bis zu der ffentlichen ,drohung3 es mir nicht vergessen zu wollen81 verstiegen hat4 ,unsre ,stellung zu den ,thieren8 hat eine hnliche ,wirkung auf die ,antivivisektionisten und sentimentalen ,thierschtzler ausgebt4 ,die ,gleichstellung der ,geschlechter8 und ,die ,lebensfrage der ,familie8 hat diejenigen ,mitglieder des schnen ,geschlechts1 welche fr die ,emancipation ihrer ,schwestern und fr eine ausserfamilire ,berufsstellung derselben kmpfen gegen mich in ,harnisch gebracht4 ,der ,rckgang des ,deutschthums8 hat den bei der grossdeutschen ,idee stehen gebliebenen ,theil der deutschen ,liberalen gegen mich aufgeregt1 die preussischen ,polen mir zu unvershnlichen ,feinden gemacht1 die ,erbitterung des ,ultramontanismus neu geschrt und vor allem bei den ,deutschsterreichern einen ,sturm der ,entrstung entfesselt1 der wohl nicht ganz ohne ,einfluss auf das aktive ,aufraffen derselben aus dem doktrinr-liberalen ,schlummer geblieben ist und hoffentlich auch ferner noch erspriessliche ,folgen zeitigen wird4 ,die ,aufstze ,zur ,reform des ,universittsunterrichts8 und ,das ,philosophie-,studium8 drften die ,antipathien der ,philosophieprofessoren gegen mich1 wenn das berhaupt mglich war1 noch verschrft haben1 und ,die ,ueberbrdung der ,schuljugend8 muss auch diejenigen ,pdagogenkreise gegen mich verstimmen1 welche nicht schon als ,vertheidiger der ,realschulen oder ,realgymnasien durch meine frhere ,schrift ,zur ,reform des hheren ,schulwesens8 gegen mich eingenommen waren4 ,zum mindesten brgt das durch zahllose ,gegenartikel1 ,vortrge1 ,zuschriften u4 s4 w4 bekundete ,aufsehen1 welches die ,mehrzahl der nachstehenden ,aufstze schon bei ihrer vereinzelten ,verffentlichung in ,zeitschriften gemacht hat1 dafr1 dass dieselben auch in ihrer nunmehrigen ,zusammenstellung einige ,beachtung verdienen drften2 denn erst in dieser ihrer ,vereinigung lassen sie ihre innere ,zusammengehrigkeit1 sowohl unter einander1 als auch mit den ,schriften ber das ,judenthum und den ,spiritismus erkennen4 ,die ,abhandlung ,der ,somnambulismus8 bildet eine unmittelbare ,ergnzung zu der ,schrift ber den ,spiritismus1 indem beide sich gegenseitig erluternde ,arbeiten die sogenannte ,nachtseite der menschlichen ,natur8 errtern und entschieden gegen eine neuere1 auf den ,geheimbuddhismus gesttzte mystische ,richtung ,front machen1 welche dieses ,gebiet eines krankhaften ,nerven- und ,seelenlebens zu einer dem normalen ,zustand berlegenen hheren ,stufe des ,geisteslebens aufzubauschen versucht4 ,die ,aufstze gegen den ,vegetarianismus1 den ,antivivisektionismus1 die ,frauenemancipation und die egoistisch berspannte ,missachtung der ,familienpflichten gehren ebenfalls in eine engere ,gruppe zusammen1 welche der ,schrift ber das ,judenthum schon dadurch nher gerckt ist1 dass in ihnen allen der abstrakte ,idealismus und die falsche ,sentimentalitt bekmpft wird4 ,bekanntlich hatte ,richard ,wagner in seinen letzten ,lebensjahren neben andern ,eigenthmlichkeiten auch diejenige1 sich zum theoretischen ,vertreter des ,vegetarianismus1 ,antivivisektionismus und ,antisemitismus aufzuwerfen1 und unter demjenigen ,theil seiner ,jnger und ,anhnger1 welcher darauf schwrt1 dass in dem ,evangelium des ,meisters auch seine ,art sich zu ruspern und zu spucken einen untrennbaren ,bestandtheil bilde1 spielen auch ,vertreterinnen der ,frauenemancipation eine bedeutende ,rolle4 ,hier findet also gleichsam ein ,zusammenfluss der verschiedenen ,strme des abstrakten ,idealismus statt1 welche ich in der vorliegenden ,schrift bekmpfe1 und es scheint deshalb unvermeidlich1 dass dieselbe bei diesem ,kreise noch grsseren ,anstoss erweckt1 als dies schon frher meine ,nichtanerkennung der ,schopenhauerschen ,mitleidsmoral und ,theorie der ,musik und meine ,kritik sowohl des ,urbuddhismus 7im ,religisen ,bewusstsein der ,menschheit8 ,b4 ,i1 #b7 als auch des ,geheimbuddhismus 7in den ,philosophischen ,fragen der ,gegenwart8 ,nr4 ,,ix7 gethan hat4 ,mgen diese ,bltter trotz aller weiteren ,anfeindungen1 die ihnen nicht erspart bleiben werden1 einen ,leserkreis finden1 der geneigt ist1 in dem wsten ,durcheinander fanatischer ,parteistimmen auch der ,stimme der parteilosen nchternen ,besonnenheit sein ,ohr zu leihen1 und mgen diejenigen1 welche meine ,ansichten nur aus gegnerischen ,entstellungen kennen1 sich durch eignen ,einblick berzeugen1 dass sie nichts weiter enthalten1 als was fr jeden ,unbefangenen selbstverstndlich und kaum des ,aussprechens bedrftig scheinen sollte4 ,wenn aber philosophische ,kritiker sich daran stossen sollten1 dass ich mir die ,mhe gegeben habe1 auch ,selbstverstndliches niederzuschreiben1 so bitte ich sie zu erwgen1 dass verkehrten ,zeitstrmungen gegenber auch das ,aussprechen des ,selbstverstndlichen sein ,recht hat1 und dass es des ,philosophen nicht unwrdig ist1 auch der populren ,behandlung von ,zeitfragen nher zu treten4 ,berlin-,lichterfelde1 im ,herbst #ahhe4 ,eduard von ,hartmann4 ,vorwort zur zweiten ,auflage4 ,der baldige ,absatz der ersten ,auflage dieses ,buches liefert die erfreuliche ,besttigung dafr1 dass die am ,schlusse ihres ,vorworts ausgesprochene ,hoffnung nicht zu ,schanden geworden ist4 ,ich habe in der zweiten ,auflage als ,nr4 ,v-,,vii drei ,aufstze ber die heutige ,geselligkeit1 ber die ,wohnungsfrage und ber moderne ,unsitten eingeschaltet1 welche sich ihrem ,inhalt nach an die ersten vier ,aufstze auf das engste anschliessen und dem ,buch noch mehr als bisher den ,charakter eines ,vorlufers zur ,socialethik geben4 ,ebenso habe ich den beiden ,aufstzen ber die ,schulfrage einen dritten 7,nr4 ,,xii7 hinzugefgt1 welcher eine ,uebersicht ber den gegenwrtigen ,stand der ganzen ,bewegung giebt und die zunchst erforderlichen ,schritte prcisirt4 ,dagegen habe ich den ,aufsatz ber den ,rckgang des ,deutschthums fortgelassen1 weil inzwischen mit dem ,erlass und der fortschreitenden ,ausfhrung der preussischen ,polengesetze sein ,zweck erfllt und seine ,aktualitt erloschen ist4 ,in einigen der anderen ,aufstze1 besonders in ,nr4 ,,xv1 habe ich kleinere ,zustze beigefgt1 welche durch die an die erste ,auflage geknpfte ,kritik und ,polemik veranlasst worden sind4 ,mge das ,buch auch in seiner neuen ,gestalt gnstige ,aufnahme finden4 ,berlin-,lichterfelde1 im ,mrz #ahhh4 ,eduard von ,hartmann4 ,inhalt4 ,i4 ,was sollen wir essen8 #a ,,ii4 ,unsere ,stellung zu den ,thieren #ba ,,iii4 ,die ,gleichstellung der ,geschlechter #cf ,,iv4 ,die ,lebensfrage der ,familie #ej ,v4 ,die heutige ,geselligkeit #he ,,vi4 ,die ,wohnungsfrage #if ,,vii4 ,moderne ,unsitten #ajf ,,viii4 ,zur ,reform des ,universittsunterrichts #abj ,,ix4 ,das ,philosophie-,studium an den ,universitten #adj ,x4 ,die ,ueberbrdung der ,schuljugend #aeg ,,xi4 ,die preussische ,schulreform von #ahhb #afi ,,xii4 ,der ,streit um die ,organisation der hheren ,schulen #agg ,,xiii4 ,der ,bcher ,noth #aic ,,xiv4 ,die epidemische ,ruhmsucht unserer ,zeit #bjj ,,xv4 ,der ,somnambulismus #bjg ,i4 ,was sollen wir essen8 ,in rztlichen ,kreisen hat im letzten ,menschenalter ein hauptschlich von ,england ausgegangener ,umschwung der ,ansichten ber die ,dit stattgefunden1 der die ,fleischkost in weit hherem ,masse bevorzugt1 als es frher blich war4 ,im ,gegensatz hierzu erklren die vegetarianischen ,bestrebungen die reine ,pflanzenkost fr die allein naturgemsse1 rationelle und humane ,ernhrungsweise und machen mit der ,kraft einer religisen ,ueberzeugung das knftige ,heil der ,menschheit von dem ,verzicht auf alle ,fleischkost abhngig4 ,die ,frage scheint wichtig genug1 um sie in reifliche ,erwgung zu ziehen4 ,das fr ein organisches ,wesen ,naturgemsse ist an zwei ,merkmalen zu erkennen3 an der ,einrichtung seiner ,organisation und an seinen ,instinkten4 ,beide weisen bereinstimmend dem ,menschen seine ,stellung unter den ,omnivoren 7,allesfressern7 an1 zu denen beispielsweise auch die ,schweine1 ,bren und ,affen gehren4 ,magen und ,darm des ,menschen sind nicht wie diejenigen der ,wiederkuer fr das ,verdauen von ,gras und ,blttern eingerichtet1 aber der ,darm hat doch eine bedeutend grssere relative ,lnge als bei den auf reine ,fleischkost angewiesenen katzenartigen ,raubthieren4 ,das menschliche ,gebiss ist wie dasjenige aller ,omnivoren aus ,schneidezhnen1 ,reisszhnen und ,mahlzhnen zusammengesetzt2 die reinen ,fleischzhne machen nur den achten ,theil des ,gesammtbestandes aus1 was allerdings auf ein ,uebergewicht vegetabilischer ,kost hindeutet4 ,die ,instinkte des ,menschen weisen ebenso wie die aller brigen ,omnivoren darauf hin1 dass die ,fleischnahrung in gewissem ,sinne die werthvollere fr seinen ,organismus ist2 bei offen stehender ,auswahl strzen sich alle ,omnivoren zunchst mit ,gier auf das ,fleisch4 ,hieraus knnte man schliessen1 dass die ,schneide- und ,mahlzhne den ,omnivoren von der ,natur nur deshalb verliehen seien1 um fr den ,fall des zeitweiligen ,mangels an den schwerer zu erlangenden animalischen ,nahrungsmitteln doch keinen ,hunger zu leiden1 sondern auf vegetabilische ,nahrungsmittel zurckgreifen zu knnen4 ,aber so einfach liegt die ,sache doch nicht4 ,denn wo der ,instinkt nicht schon durch dauernde ,gewhnung denaturirt ist1 pflegt auf die erste ,gier nach ,fleisch bald eine ,reaktion der ,uebersttigung zu folgen1 mit der ein um so strkeres ,verlangen zur ,rckkehr nach pflanzlichen ,nahrungsmitteln hervortritt4 ,die ,nahrungsinstinkte des ,menschen zeigen ausserdem thatschlich bedeutende ,abweichungen nach ,klima1 ,alter1 ,geschlecht1 ,arbeitsleistung und ,individualitt4 ,in tropischen ,lndern1 wo nur ein geringer ,wrmeverlust zu decken und intensive ,arbeit kaum mglich ist1 wo also der ,krper ohnehin nur eine geringe ,menge von tglicher ,nahrung zu verdauen braucht1 reicht seine ,verdauungskraft auch bei vegetabilischer ,ernhrung mehr als aus1 so dass ,fleischkost selbst bei grsster quantitativer ,mssigkeit leicht zur ,uebernhrung fhrt2 in den ,polargegenden dagegen ist ein so starker ,ersatz durch ,nahrung erforderlich1 dass auch die beste ,verdauung unfhig wre1 die nthige ,assimilation aus vegetabilischer ,kost zu vollziehen4 ,der quatorialen ,gengsamkeit entspricht demnach die instinktive ,bevorzugung von ,nahrungsmitteln mit geringstem ,nhrwerth 7,obst1 ,reis etc471 der polaren ,gefrssigkeit das instinktive ,bedrfniss nach ,nahrungsmitteln von hchstem ,nhrwerth bei leichtester ,verdaulichkeit 7,fleisch1 ,fett1 ,thran etc474 ,in den gemssigten ,zonen wiederholen sich diese ,gegenstze in gemssigter ,form3 whrend der faulenzende ,sditaliener und ,sdspanier nichts begehrt als eine ,hand voll ,datteln und ,feigen nebst einer ,zwiebel oder allenfalls ,maccaroni1 kann der englische ,arbeiter oder der norddeutsche ,sacktrger nicht ,fleisch und ,speck genug bekommen4 ,im ,durchschnitt tritt im gemssigten ,klima der omnivore ,instinkt des ,menschen in ungetrbter ,reinheit ans ,licht1 whrend er durch excessive ,hitze oder ,klte nach der ,seite der ,pflanzennahrung oder ,fleischnahrung hin abgelenkt wird4 ,dies lsst darauf schliessen1 dass der ,mensch einem gemssigten ,klima seinen ,ursprung verdankt1 weil nur in diesem sein ,instinkt mit seiner ,organisation im ,einklang ist4 ,wie die klimatischen ,abweichungen vom normalen ,instinkt als zweckmssige ,anpassungen erscheinen1 so auch die durch ,alter1 ,geschlecht1 ,individualitt und ,arbeitsleistung bedingten ,abweichungen4 ,die geschwchte ,verdauungskraft des ,alters verlangt nach einem strkeren ,grade von ,fleischzusatz in der ,nahrung1 whrend der kindliche und jugendliche ,appetit auf ,obst und ,gemse im ,alter mehr und mehr schwindet4 ,das mnnliche ,geschlecht hat im ,durchschnitt strkeren ,fleischhunger8 als das weibliche1 auch abgesehen davon1 ob es durch ein grsseres ,mass von ,arbeit ein strkeres ,ersatzbedrfniss hat2 es scheint vermittelst einseitiger ,vererbung im mnnlichen ,geschlecht die durch strkere ,arbeitsleistung geweckte ,neigung zur ,fleischkost sich durch lange ,generationen hindurch summirt und befestigt zu haben4 ,wer aus ,stnden1 ,familien oder ,gegenden gebrtig ist1 in denen ein betrchtlicher ,fleischzusatz zur ,nahrung ,generationen hindurch blich war1 wird sich immer nur im ,kampfe mit seiner instinktiven ,neigung auf reine ,pflanzenkost zurckziehen2 wer hingegen sowohl fr seine ,person als auch durch seine ,vorfahren auf ,pflanzenkost eingerichtet ist1 wird doch in reiferem ,alter eine allmhlich zunehmende ,verstrkung des ,fleischzusatzes bis zu einer gewissen ,grenze hin immer mit ,behagen empfinden4 ,diese ,grenze ist allerdings individuell verschieden je nach der ,verdauungskraft und den qualitativen ,bedrfnissen des ,organismus1 und es ist nicht zu bestreiten1 dass es ganz ausnahmsweise auch in gemssigten ,klimaten ,individuen1 besonders solche weiblichen ,geschlechts gibt1 die eine ausgesprochene ,idiosynkrasie gegen ,fleischnahrung haben4 ,solche individuellen ,abweichungen des ,nahrungsinstinkts knnen pathologisch1 sie knnen aber auch physiologisch bedingt sein1 und selbst auf pathologischer ,grundlage knnen sie ebensowohl zweckmssige ,heilinstinkte1 wie krankhaft perverse ,instinkte sein4 ,nimmt man den ,durchschnitt des menschlichen ,nahrungsinstinktes in gemssigtem ,klima zum ,massstabe1 so findet man ihn wesentlich mit der ,organisation seines ,gebisses bereinstimmend1 d4 h4 so1 dass der grssere ,gewichtstheil der tglichen ,nahrung vegetabilischen1 der kleinere animalischen ,ursprungs sein muss1 um ihm zu gengen4 ,ein ,unterschied besteht allerdings zwischen beiden ,massstben1 insofern der ,instinkt mehr als den achten ,theil ,fleisch in der ,kost verlangt1 wie man es nach dem ,gebiss erwarten sollte2 diess drfte sich daraus erklren1 dass das ,gebiss1 welches der ,mensch von den omnivoren ,thieren berkam1 auf den achten ,theil rohen ,fleisches berechnet ist1 der ,mensch aber gebratenes und gekochtes ,fleisch bequem auch mit den ,mahlzhnen kauen kann4 ,dem ,instinkt nach gemischter ,nahrung entspricht der ,instinkt nach ,abwechselung zwischen ,fleisch- und ,pflanzenkost1 wenn die wnschenswerthe ,mischung beider nicht zu erlangen ist4 ,die naturgemsse ,kost des ,menschen ist also weder die reine ,fleisch-1 noch die reine ,pflanzenkost1 sondern die gemischte oder in den ,mahlzeiten zwischen beiden wechselnde1 allerdings mit ,uebergewicht der pflanzlichen ,bestandtheile4 ,gegen diese ,thatsache lehnt sich der ,vegetarianismus vergebens auf1 der ausserdem die berechtigte ,verschiedenheit der ,zusammensetzung je nach ,klima1 ,alter und ,geschlecht1 ,individualitt und ,arbeitsleistung vllig verkennt4 ,auf den ,instinkt des ,menschen ist er deshalb als auf einen kannibalischen81 als auf ein ererbtes ,ueberlebsel thierischer ,roheit schlecht zu sprechen1 und es ist der grsste ,kummer der ,vegetarianer1 dass so wenige von denen1 welche vegetarianischen ,principien huldigen1 im ,stande sind1 sich gegen die ,rckflligkeit in die vom ,instinkt geforderte gemischte ,kost zu wahren4 ,mag er darin vom humanen ,standpunkt aus recht haben oder nicht1 jedenfalls hat er das ,recht damit verwirkt1 sich fr die naturgemsse ,lebensweise8 zu proklamiren4 ,will er doch diese ,behauptung aufrecht erhalten1 so muss er zu der ,hilfshypothese greifen1 dass der ,instinkt des ,menschen ein widernatrlicher1 degenerirter sei4 ,aber wodurch soll er degenerirt sein8 ,und wie lsst sich diese ,behauptung vereinigen mit der ,thatsache1 dass alle ,thiere mit gemischtem ,gebiss ,omnivoren sind1 und alle ,omnivoren weit gieriger auf ,fleischkost als auf ,pflanzenkost sind8 ,man sehe nur1 wie ein ,affe in ,leidenschaft gerth1 wenn er eine ,taube im ,zimmer bemerkt1 whrend er die gebotenen ,frchte zwar mit ,behagen1 aber ohne besondere ,erregung hinnimmt4 ,wenn es ,specien mit gemischtem ,gebiss giebt1 deren ,nahrungsinstinkt die ,pflanzenkost bevorzugt1 so ist diess eine ,discrepanz zwischen ,organisation und ,instinkt1 welche nur auf einer nachtrglichen ,anpassung des animalen ,typus an die ,lebensverhltnisse entstanden sein kann4 ,diese ,anpassung kann entweder auf einer ,unzutrglichkeit des ,klimas fr ,fleischkost1 oder auf der ,leichtigkeit der ,versorgung mit nahrhaften und schmackhaften ,frchten fr ,kletterthiere1 oder auf der ,schwerflligkeit und ,waffenlosigkeit des ,arttypus1 welche den ,raub von ,beutethieren erschwert1 oder auf einer ,verbindung dieser ,umstnde beruhen4 ,aber wenn auch die bis jetzt vllig unerwiesene ,behauptung wahr wre1 dass gerade die menschenhnlichen ,affen im ,naturzustande eine ,degeneration des ,instinktes nach dieser ,richtung hin zeigen1 so ist daraus doch nicht zu schliessen1 dass es fr den ,menschen naturgemss sei1 ebenfalls diesem degenerirten ,affeninstinkt zu folgen1 der thatschlich nicht der seinige ist1 und dessen ,anpassungsmotive fr ihn nicht mehr zutreffen4 ,denn der ,mensch lebt zumeist in einem gemssigteren ,klima1 als die menschenhnlichen ,affen1 ist nicht so ,kletterthier wie sie1 schafft sich die ihm von der ,natur versagten ,waffen und macht das ,fleisch durch ,zubereitung leichter verdaulich4 ,da der ,mensch nicht von den uns bekannten menschenhnlichen ,affen abstammt1 braucht er auch nicht erst deren degenerirten ,nahrungsinstinkt zu restituiren1 sondern nur den naturgemssen seiner thierischen ,vorfahren zu konservieren4 ,es entsteht die weitere ,frage1 ob die vegetabilische ,ernhrung rationeller sei1 d4 h4 dem ,menschen mehr ,vortheile oder weniger ,nachtheile biete als die animalische4 ,denn wenn es auch am nchsten liegt1 die naturgemsse ,lebensweise zugleich fr die vernnftige zu halten1 so ist doch durch den ,glauben an die ,zweckmssigkeit der ,natur im ,allgemeinen die ,mglichkeit nicht ausgeschlossen1 dass etwas fr den ,naturzustand ,passendes im ,kulturzustand einschneidender ,abnderungen bedarf1 um den hheren ,zwecken des ,kulturlebens zu gengen4 ,deshalb kann die ,untersuchung1 ob etwas naturgemss sei oder nicht1 niemals das letzte ,wort haben2 denn der aus der ,natur hervorwachsende bewusste ,geist ist zwar selbst noch einerseits etwas ,natrliches1 anderseits etwas ber die ,natur ,erhabenes1 also etwas ,natrliches von hherer ,ordnungsstufe1 welches die ,naturzweckmssigkeit fortsetzt und steigert1 indem es das ,naturgemsse niederer ,ordnungsstufe nach seinen ,bedrfnissen modelt4 ,die ,vegetarianer behaupten1 dass die ,pflanzenkost den ,menschen im ,durchschnitt gesunder und widerstandsfhiger gegen ,krankheiten mache als gemischte ,kost2 die ,mehrzahl der ,aerzte behauptet dagegen1 dass eine ,vermehrung der ,fleischbestandtheile in der gemischten ,kost den ,menschen im ,durchschnitt gesunder und widerstandsfhiger gegen ,krankheiten mache4 ,ich meine1 dass die naturgemsse ,kost unter normalen ,verhltnissen dem ,menschen auch am besten bekommt1 dass fr einen geschwchten oder in schlechtem ,ernhrungszustand befindlichen ,organismus eine womglich nur vorbergehende ,verstrkung des ,fleischzusatzes vortheilhaft ist1 und dass es irrationell ist1 sich in gesunden ,tagen mit zu starkem ,fleischzusatz zu verwhnen1 weil damit die ,mglichkeit einer vortheilhaften ,steigerung in ,krankheitsfllen ausgeschlossen ist4 ,dabei ist zuzugeben1 dass durch die rztliche ,bevorzugung der ,fleischkost nicht selten die ,grenze der vortheilhaften ,mischung berschritten wird1 die namentlich bei manchen jngeren weiblichen ,individuen ziemlich tief liegen kann1 und dass in solchen ,fllen die ,betreffenden den ,uebergang zur reinen ,pflanzenkost fr zutrglicher verspren knnen als die bertriebene ,fleischdit1 weil erstere von ihrer natrlichen ,mischungslinie weniger weit abliegen kann als letztere4 ,ferner ist zu bercksichtigen1 dass in ,folge der steigenden ,wohlhabenheit der ,kulturvlker in den letzten ,menschenaltern in allen ,gesellschaftsschichten die ,nahrhaftigkeit der durchschnittlichen ,verkstigung sehr gestiegen ist1 so dass bei der ,anpassung des ererbten ,appetits an eine schlechtere ,kost eine gewisse ,ueberernhrung gegenwrtig sehr verbreitet ist2 will man solche ,ueberernhrung mit ihren gesundheitsschdlichen ,folgen beseitigen1 so ist das einfachste ,mittel1 bei den ,mahlzeiten mssiger zu sein1 das demnchst einfachste1 zu einer minder nahrhaften ,kost zurckzukehren1 so dass die gesundheitsdienlichen ,folgen der vegetarianischen ,kost bei berernhrten ,vielessern leicht erklrlich sind4 ,ausserdem knnen die vielfach behaupteten ,vortheile einer vegetarianischen ,lebensweise in naturgemssen ,lebensvorschriften 7,leben in frischer ,luft1 ,vermeidung von ,spirituosen und ,pflanzenalkaloiden u4 s4 w47 gesucht werden1 welche mit einer naturgemssen gemischten ,kost ebenso gut zu vereinigen sind1 wie mit reiner ,pflanzenkost2 insofern der ,uebergang zu beiden zugleich gemacht wird1 wird hufig der letzteren ,ursache eine ,wirkung zugeschrieben1 die nur von der ersteren abhngt4 ,wo hingegen unter vlligem ,gleichbleiben der sonstigen ,lebensgewohnheiten nicht etwa eine bertriebene ,fleischkost1 sondern eine individuell naturgemsse1 gemischte ,kost mit reiner ,pflanzenkost vertauscht wird1 da wird der ,regel nach eine ,schwchung des ,organismus durch ,herabsetzung seines ,ernhrungszustandes die ,folge sein1 und nur ausnahmsweise wird dieses ,ergebniss in unmerklich geringem ,grade eintreten1 sei es1 dass der ,betreffende eine hinreichend gute ,verdauung hat1 um erheblich mehr essen und trinken zu knnen als bisher1 sei es1 dass die ,linie der richtigen ,mischung fr ihn ohnehin schon sehr nahe an der reinen ,pflanzenkost lag4 ,da diese ,behauptungen nicht streng zu erweisen sind1 ebensowenig wie diejenigen der ,vegetarianer und der ,schwrmer fr mglichst reine ,fleischkost1 zwischen denen sie in der ,mitte liegen1 so knnen wir ber diesen ,punkt hinweggehen2 wir knnen es um so eher1 als selbst die ,vegetarianer sich meist damit begngen1 auf anderm ,wege zu begrnden1 dass ihre ,pflanzenkost die allein rationelle sei4 ,sie sagen nmlich1 die ,pflanzenkost ist im ,stande1 dieselbe chemische ,zusammensetzung der ,speisen zu liefern wie die ,fleischkost1 ist also nicht geringer an ,nhrwerth als diese2 sie schtzt aber vor den ,gefahren1 welche die ,fleischkost mit sich fhrt1 ist also in ,summa besser als diese4 ,nun ist es zwar richtig1 dass ,pflanzenkost dieselbe chemische ,zusammensetzung der ,speisen liefern kann wie ,fleischkost1 aber es ist unrichtig1 den ,nhrwerth der ,speisen bloss nach ihrer chemischen ,zusammensetzung zu schtzen4 ,vielmehr ist derselbe ebensosehr durch den ,verdaulichkeitsgrad der ,speisen wie durch ihre chemische ,zusammensetzung bedingt1 und zwar nicht nur in dem ,sinne1 dass der ,procentsatz der von den dargebotenen ,nhrstoffen assimilirten ,nhrstoffe entscheidet1 sondern ausserdem noch mit ,bercksichtigung der bei der ,verdauung gleicher ,procentstze verbrauchten lebendigen ,kraft4 ,der ,vorzug der ,fleischkost fr den ,organismus liegt darin1 dass sie nicht nur einen grsseren ,procentsatz der dargebotenen chemischen ,stoffe assimiliren lsst1 sondern auch dem ,organismus bei der ,assimilirung gleicher procentualischer ,mengen eine geringere ,arbeitsleistung zumuthet4 ,der ,nhrwerth eines ,stoffes ist proportional der bei normaler ,verdauung assimilirbaren ,quote desselben abzglich desjenigen ,theils derselben1 welcher das ,aequivalent der bei der ,verdauung verbrauchten lebendigen ,kraft darstellt1 und vom ,organismus vorweggenommen werden muss1 um nur den status quo vor der ,verdauung wieder herzustellen4 ,lsst man zwei ,gruppen von ,sperlingen gleiche ,zeit hungern und bietet dann der einen ,gruppe ,krnerfutter1 der anderen gehacktes rohes ,fleisch1 so erholt sich ein weit grsserer ,procentsatz bei letzterer als bei ersterer ,behandlung2 d4 h4 die ,leichtverdaulichkeit einer ,speise fllt um so mehr ins ,gewicht1 je weniger lebendige ,kraft ein ,organismus fr die ,verdauungsarbeit noch brig und verfgbar hat4 ,nun haben alle einigermassen leichtverdaulichen pflanzlichen ,nahrungsmittel einen im ,vergleich zum ,fleisch nur sehr geringen ,nhrwerth2 dagegen gehren die einzigen ,pflanzenstoffe1 deren chemische ,zusammensetzung mit derjenigen des ,fleisches wetteifern kann1 die ,hlsenfrchte und ,pilze1 zu den am allerschwersten verdaulichen ,nahrungsmitteln4 ,deshalb fllt es auch den ,vegetarianern gar nicht ein1 ihre ,mahlzeiten durch hinreichenden ,zusatz von ,hlsenfrchten der chemischen ,zusammensetzung einer ,fleischmahlzeit anzunhern1 weil schon der ,instinkt sich gegen solche tgliche ,belastung des ,magens mit ,hlsenfrchten struben wrde2 vielmehr begngen sie sich mit ,mahlzeiten von viel geringerem theoretischem ,nhrwerth als ,fleisch und benutzen das ,vorhandensein der ,hlsenfrchte mehr nur als theoretisches ,argument4 ,aber auch diejenigen ,pflanzenstoffe1 welche einen erheblich geringeren theoretischen ,nhrwerth haben als ,fleisch1 sind trotzdem fr einen normalen menschlichen ,organismus immer noch schwerer verdaulich als ,fleisch4 ,hiernach ist jede auf die ,dauer ertrgliche ,pflanzenkost sowohl um vieles rmer an ,nhrstoffen als die ,fleischkost1 als auch schwerverdaulicher als diese1 so dass die vegetarianische ,behauptung1 dass beide im ,nhrwerth gleichstehen1 den ,thatsachen in jeder ,hinsicht widerspricht4 ,dass das ,fleisch von kranken ,thieren1 besonders wenn es nicht gut gekocht oder gebraten ist1 ,krankheiten im ,gefolge haben kann1 ist ebensowenig zu bestreiten1 wie dass man durch den ,genuss von ungekochten ,pflanzenstoffen 7,salaten etc47 krank werden kann2 den ,finnen und ,trichinen stehen die ,eier des ,hundebandwurms gegenber1 die im ,menschen zum verderblichen ,echinococcus auswachsen4 ,rohe ,pflanzentheile und rohes ,fleisch sind beide gefhrlich1 gekocht beide ungefhrlich1 besonders da wo gute ,gesundheitspolizei gehandhabt und fr den ,verlust an erkranktem oder unbrauchbarem ,schlachtvieh ,entschdigung geleistet wird4 ,vllig haltlos ist die vegetarianische ,behauptung1 dass auch sogenanntes gesundes ,fleisch1 weil es sich beim ,genuss in dem mit der ,leichenstarre beginnenden ,stadium der ,fulniss befinde1 ein schdliches ,reizmittel sei1 welches besonders auf die ,nerven und die ,herzthtigkeit verderblich einwirke4 ,will man jede rckschreitende ,metamorphose ,fulniss nennen1 so ist auch die ,verdauung ein ,fulnissprocess1 und befinden sich dicke ,milch1 ,butter1 ,kse1 alle gegohrenen ,getrnke und alles ,hefegebck oder ,honiggebck ganz ebenso und in noch hherem ,grade im ,zustande der ,fulniss wie gesundes ,fleisch1 das bekanntlich einige ,tage nach dem ,schlachten viel gesnder und leichter verdaulich ist als unmittelbar nach demselben1 und zwar deshalb1 weil die rckschreitende ,metamorphose vor dem ,genuss dem ,verdauungsprocess einen ,theil seiner ,arbeit erspart4 ,dass ein mssiger ,genuss gesunden ,fleisches fr ,nerven und ,herzthtigkeit verderblich8 sei1 ist geradezu aberwitzig1 und nicht minder grundlos ist die ,behauptung1 dass erst der ,fleischgenuss zum ,missbrauch von ,gewrzen und ,spirituosen verleite2 denn der ,missbrauch von ,gewrzen ist am grssten bei ,gemsen1 ,mehlspeisen und ,gebck1 nicht bei reinen ,fleischspeisen1 den meisten ,branntwein konsumiren die kartoffelessenden ,irlnder und die kohlessenden ,polen und ,russen1 und die ,naturvlker strzen mit gleicher ,gier auf das importirte ,feuerwasser1 mgen sie an ,pflanzenkost oder gemischte ,kost gewhnt sein4 ,wenn die ,vegetarianer sich darauf beschrnken wollten1 den ,genuss rohen ,fleisches als gesundheitsgefhrlich zu bekmpfen und auf ,verbesserung der das ,schlachtvieh betreffenden ,gesetze und ,einrichtungen hinzuwirken1 so wren sie ebenso sehr im ,recht1 wie sie jetzt ber das ,ziel hinausschiessen1 wenn sie allen ,fleischgenuss als gesundheitsgefhrlich bekmpfen4 ,selbst bei dem frheren ,fehlen aller ,vorsichtsmassregeln war doch der ,procentsatz der ,geschdigten so unerheblich1 dass er gar nicht in ,betracht kommen konnte gegen den ,nachtheil1 welchen die gnzliche ,enthaltung vom ,fleischgenuss der ,leistungsfhigkeit des ,volkes zugefgt haben wrde4 ,es muss demnach der ,versuch des ,beweises1 dass die ,pflanzenkost bei gleichem ,nhrwerth geringere ,nachtheile als die ,fleischkost im ,gefolge habe und darum vorzuziehen sei1 in beiden ,theilen als missglckt gelten4 ,aber wenn die ,pflanzenkost nicht rationell heissen kann in ,bezug auf den einzelnen1 der sie geniesst1 so knnte sie darum doch rationell sein in ,bezug auf die ,vlker1 welche sie annehmen1 und dies in solchem ,masse1 dass selbst die ,nachtheile1 die sie fr den einzelnen hat1 dagegen zurcktreten mssen4 ,in der ,that behaupten die ,vegetarianer1 dass allgemeiner ,uebergang zur ,pflanzenkost den ,speiseluxus beseitigen und dadurch einen ,hauptgrund zur neidischen ,unzufriedenheit der rmeren ,klassen aus der ,welt schaffen wrde4 ,nun ist zuzugeben1 dass nichts so sehr den ,neid der ,armen erregt1 als die ,fleischtpfe der ,wohlhabenderen1 die ihnen unerschwinglich sind1 d4 h4 dass die sociale ,frage noch weit mehr ,fleischfrage als ,brodfrage ist2 allein dies spricht gerade gegen den ,vegetarianismus1 und beweist1 dass derselbe die letzten ,triebfedern des ,vlkerlebens verkennt4 ,die ,sehnsucht nach den ,fleischtpfen wird in den ,massen niemals erlschen1 auch wenn alle gebildeten ,stnde behufs ,lsung der socialen ,frage zu ,vegetarianern wrden1 und eben darum ist die sociale ,frage1 insofern sie ,fleischfrage8 ist1 auf diesem ,wege nicht zu lsen4 ,anderseits wrde schon heute jeder ,deutsche tglich ,fleisch essen knnen1 also aus diesem ,grunde die ,reichen nicht mehr zu beneiden brauchen1 wenn er es nicht vorzge1 das dazu fr ihn und seine ,familie mehr als ausreichende ,geld fr sich allein auf ,schnaps1 ,bier und ,cigarren zu verwenden4 ,wenn der ,vegetarianismus seine ,agitation gegen diese gesundheitsschdlichen und socialgefhrlichen ,genussmittel richten wollte1 so wre mit einem ,erfolg auf diesem ,felde die sociale ,frage1 soweit sie ,fleischfrage8 ist1 von selbst mitgelst4 ,uebrigens ist es ein ,irrthum1 dass der ,speiseluxus bloss an ,fleischspeisen gebunden ist2 er kann sich in der vegetarianischen ,kche ebensogut entfalten1 und wrde sich ohne ,zweifel in derselben zu gleichen ,uebertreibungen verirren1 sobald es nur erst eine grssere ,anzahl sehr reicher ,vegetarianer gbe4 ,eine andere ,frage ist die1 wie sich die ,ernhrung der ,menschheit in einer ,zukunft gestalten wird1 in welcher alle ,erdtheile so dicht bevlkert sein werden wie jetzt ,europa4 ,diese ,fragen haben nicht wir zu lsen1 die wir heute ebensowenig im ,stande wren1 ohne ,getreideeinfuhr zu leben als ohne ,vieheinfuhr4 ,sollte einmal alles ,schlachtvieh von der ,erde verschwinden und jede ,wiese zum ,acker werden1 von dessen ,frchten sich die ,menschen unmittelbar ernhren mssen1 dann wird die ,menschheit jener fernen ,zukunft sicherlich einen ,charakter energieloser ,mittelmssigkeit zeigen1 ebenso wie es heute die vorwiegend vegetarianischen ,vlker thun4 ,denn es scheint1 dass die ,pflanzenkost zahmer1 sanfter1 geduldiger1 indolenter1 unfhiger zu hervorragenden krperlichen und geistigen ,leistungen1 unfhiger zur ,initiative1 zu energischen ,entschliessungen1 kurz1 passiver1 willenloser1 quietistischer und geistloser macht1 und dass es nur die passiven ,tugenden und das vegetative ,traumleben 7,somnambulismus u4 dergl47 sind1 welche durch dieselben begnstigt werden4 ,fr die vegetativen und reproduktiven ,aufgaben des ,lebens1 wie sie bei ,landleuten und beim weiblichen ,geschlecht berwiegen1 mag ,pflanzenkost ausreichen1 nicht aber fr die gesteigerten ,anforderungen an gesteigerte ,produktivitt1 wie das moderne ,kulturleben der ,stdte1 insbesondere der ,grossstdte1 sie an die arbeitenden ,mnner stellt4 ,mit dem ,fleischgenuss seiner kulturtragenden ,minderheit hrt ein ,volk auf1 eine aktive ,rolle in der ,geschichte zu spielen und verzichtet auf die thtige ,mitarbeit am ,kulturprocess1 welche einen durch blosse ,pflanzenkost nicht zu erzielenden ,ueberschuss an geistiger ,energie ber die ,bedrfnisse des vegetativen ,lebens hinaus erfordert4 ,nur solche religise und philosophische ,weltanschauungen knnen ohne ,widerspruch mit sich selbst den ,vegetarianismus als wesentlichen ,bestandtheil in sich aufnehmen1 welche keine ,entwickelung1 keinen ,fortschritt1 keinen realen ,weltprocess1 kurz keine aktiven sittlichen ,kulturaufgaben der ,menschheit anerkennen1 sondern in einem entwickelungslosen ,traumidealismus und dem davon unabtrennbaren passiven ,quietismus befangen sind4 ,die reine ,pflanzenkost ist nach alledem ebensowenig rationell wie naturgemss2 sie ist vielmehr ebenso kulturwidrig wie naturwidrig4 ,es bleibt nur noch die letzte ,begrndung des ,vegetarianismus durch ,humanittsrcksichten zu errtern4 ,nun kann es aber keine angebliche ,humanittsrcksicht geben1 welche im ,stande wre1 etwas zu rechtfertigen1 das zugleich naturwidrig und kulturfeindlich ist2 wre wirklich jede ,abweichung von reiner ,pflanzenkost so inhuman1 wie die ,vegetarianer behaupten1 so msste man diese ,inhumanitt ruhig mit in den ,kauf nehmen1 um nicht gegen die sittliche ,pflicht der ,menschheit zur ,erfllung ihrer ,kulturaufgabe zu verstossen1 und knnte die ,verantwortung fr solche ,inhumanitt getrost der ,vorsehung anheimgeben1 welche unsere ,natur so eingerichtet htte1 dass wir nur auf inhumanem ,wege unsere ,mission erfllen knnten4 ,in der ,that tritt aber bei dem ,streit um die ,humanitt eine ,verschiebung der ,frage ein1 welche von den ,vegetarianern in der ,regel geflissentlich verdunkelt wird4 ,die ,behauptung1 dass es inhuman sei1 ,milch1 ,butter1 ,kse und ,eier zu geniessen1 wrde in den heutigen ,ansichten unseres ,volkes kein ,verstndniss finden2 deshalb beschrnken sich die ,vegetarianer auf die ,behauptung1 dass das ,tdten von ,thieren zum ,zweck des ,fleischgenusses inhuman sei4 ,die ,humanittsrcksicht dient also nur zur ,begrndung jenes ,vegetarianismus der laxeren ,observanz1 welcher nicht die ,nahrungsmittel animalischer ,herkunft1 sondern nur den ,fleischgenuss als solchen bekmpft4 ,nun ist es zweifellos1 dass man mit einer richtigen ,mischung aus ,pflanzenkost und ,milch1 ,butter1 ,kse und ,eiern vortrefflich bestehen und allen ,anforderungen des ,lebens gengen kann2 eine solche ,kost ist aber eben keine ,pflanzenkost1 sondern eine gemischte ,kost1 also eine zwar naturgemsse und rationelle1 aber eben nicht vegetarianische ,dit4 ,wre die ,behauptung der ,vegetarianer1 dass reine ,pflanzenkost die allein naturgemsse und rationelle ,dit ist1 richtig1 so msste die gemischte ,kost1 gleichviel ob ihre animalischen ,bestandtheile von lebenden oder todten ,thieren stammen1 naturwidrig und irrationell sein2 ist sie das aber nicht1 so ist eben damit jene ,behauptung des ,vegetarianismus preisgegeben4 ,wenn die ,fleischkost nun insoweit verwerflich ist1 als sie das ,tdten lebender ,geschpfe zum ,verspeisen herbeifhrt1 nicht aber sofern die ,produkte lebender ,thiere umfasst1 dann ist damit zugestanden1 dass nicht die animalische oder vegetabilische ,herkunft der ,nahrungsmittel als solche1 sondern die nheren ,umstnde ihrer ,erlangung1 nicht die ,angemessenheit an unsere ,organisation und ,lebenszwecke1 sondern ,rcksichten1 die auf einem ganz anderen ,gebiet liegen1 fr die ,entscheidung massgebend sind4 ,da die ,bedenken gegen das ,fleisch als gelegentlichen ,krankheitstrger schon oben erledigt sind1 so mssten diese ,vegetarianer der laxeren ,observanz zugeben1 dass die ,erweiterung ihrer ,tafelgensse durch ,braten und ,fisch ihnen sehr erwnscht sein msste1 wenn nur ein ,engel ihnen diese ,speisen vom ,himmel brchte mit der ,versicherung1 dass sie nicht von getdteten ,thieren entnommen1 sondern durch ein ,wunder geschaffen seien4 ,dies ist also ein principiell anderer ,standpunkt1 und es ist inconsequent1 beide miteinander verknpfen zu wollen2 die ,vertreter dieses ,standpunkts sollten ihn als ,antikannibalismus streng vom ,vegetarianismus unterscheiden4 ,das ,humanittsargument stellt nmlich das ,verzehren von getdteten ,thieren dem ,verzehren von getdteten ,menschen1 d4 h4 dem ,kannibalismus1 gleich1 insofern auch die ,thiere als unsere ,brder im ,reiche des ,lebens zu betrachten seien4 ,dieses ,argument beweist schon darum nichts1 weil es zu viel beweist4 ,es ist eine oberflchliche und unwissenschaftliche ,volksmeinung1 dass ein ,eidotter eine homogene ,flssigkeit und nicht ebensogut ein lebendes und empfindendes ,individuum wie etwa ein ,spanferkel sei2 es ist ein ,vorurtheil1 dass nur die ,thiere unsere ,brder im ,reiche des ,lebens und der ,empfindung seien1 die ,pflanze aber nicht4 ,es ist reine ,willkr1 die ,grenzlinie1 jenseits deren wir das ,lebendige zum ,verzehren tdten drfen1 zwischen ,thier und ,pflanzenreich zu ziehen2 ein anderer knnte mit gleichem ,recht oder ,unrecht diese ,grenze zwischen ,wirbelthieren und ,wirbellosen1 ein dritter zwischen ,warmbltern und ,kaltbltern1 ein vierter zwischen den ,affen und den brigen ,sugetieren1 ein fnfter zwischen den anthropoiden und den brigen ,affen ziehen4 ,dies alles ist grundlose ,willkr der subjektiven ,meinung und aus wissenschaftlichem ,gesichtspunkt gleich unhaltbar2 aus letzterem giebt es nur zwei in sich consequente ,standpunkte1 zwischen denen man zu whlen hat4 ,entweder nmlich muss man die ,grenze zwischen der organischen und anorganischen1 der lebendigen und leblosen ,natur ziehen1 oder aber zwischen der ,species1 zu welcher wir gehren1 und allen brigen ,specien4 ,im ersteren ,falle verzichtet man auf alle organisirten1 d4 h4 lebendigen und lebensfhigen ,nhrstoffe 7wozu alle ,bltter1 ,keime und ,samen gehren7 und auf alle organischen ,nhrstoffe1 die nur durch ,tdtung von lebenden ,pflanzen oder ,pflanzentheilen zu erlangen sind1 und beschrnkt sich auf solche organische ,nhrstoffe1 welche nicht mehr lebensfhige natrliche ,sekrete von ,pflanzen oder ,reste von schon abgestorbenen ,pflanzen sind1 oder auf noch zu erfindende knstliche ,nhrstoffe1 die von der synthetischen ,chemie aus unorganischen ,stoffen im ,laboratorium zu bereiten sind4 ,im letzteren ,falle dagegen beschrnkt man den ,kannibalismus1 wie die ,natur selbst es im ganzen ,thierreich thut1 auf die ,individuen der eigenen ,species2 denn jedes ,thier frisst ungescheut ,thiere anderer ,art1 scheut aber mit seltenen 7teleologisch besonders zu begrndenden7 ,ausnahmen vor dem ,verzehren von seinesgleichen zurck4 ,im ersteren ,falle verabscheut man das ,verzehren von zerstckelten ,leichen als ,kannibalismus1 gleichviel ob die getdteten ,brder aus dem ,reiche des ,lebens ,thiere1 ,pilze oder ,pflanzen sind1 und respektirt die ,heiligkeit und ,unantastbarkeit des ,lebens in jeder ,gestalt2 im letzteren ,falle erkennt man die grossen ,gradverschiedenheiten der ,verwandtschaft mit anderen ,lebewesen an und zieht die ,grenze fr den ,kannibalismus da1 wo die ,natur sie uns durch den eigenen ,instinkt und die ,analogien des gesammten ,thierreichs vorgezeichnet hat4 ,die ,wahl in dieser ,alternative scheint mir nicht schwer2 will man seine ,kost nicht auf vermodertes ,laub und abgestorbene ,pilze beschrnken1 so muss man sich nothgedrungen fr die andere ,seite der ,alternative entscheiden1 verliert dann aber auch das ,recht1 von der ,inhumanitt des ,fleischgenusses zu reden4 ,dass die ,jagd ein inhumanes ,handwerk ist1 kann gar nicht bestritten werden2 denn ihre ,art1 zu tdten1 ist bei ,treibjagden grausam1 immer unsicher und oft qualvoll fr verwundetes und entkommenes ,wild4 ,die ,jagd ist aber in den ,kulturlndern ohnehin auf den ,aussterbeetat gesetzt1 und auch bei uns1 wo der ,grundadel sie noch knstlich als ,ueberbleibsel aus roheren ,zeiten kultivirt1 ist doch der ,procentsatz des gejagten ,wildes ein sehr kleiner unter allem getdteten ,vieh4 ,dass auch das ,schlchterhandwerk noch nicht auf der ,hhe unserer heutigen ,humanittsanforderungen steht und in dieser ,richtung verbesserungsbedrftig ist1 kann man ebenso zugeben und nur wnschen1 dass der ,vegetarianismus an diesen beiden ,punkten die berechtigten ,thierschutzbestrebungen untersttze4 ,der ,einwurf1 dass das ,schlchterhandwerk verroht1 fllt weg1 wenn nur noch mit zweckmssigen ,schlachtmasken geschlachtet1 und eventuell das ,eintreiben des ,stiftes von einer durch blossen ,fingerdruck auszulsenden mechanischen ,kraft bewirkt wird2 zu entbehren ist jedes ,schlchterhandwerk auch dann nicht1 wenn man das ,fleisch der getdteten ,thiere wegwirft1 so lange berhaupt noch ,zuchtvieh gehalten wird4 ,wenn man nun annhme1 dass nur ,zuchtvieh zur ,verzehrung gelangte1 das auf rationelle ,weise geschlachtet wre1 so knnte eine ,inhumanitt nicht mehr zugegeben werden4 ,sterben msste ja jedes ,schlachtthier doch einmal1 und wenn der ,mensch ihm einen ,tod bereitet1 der schneller und schmerzloser als der natrliche ist1 so ist das eher eine positive ,humanitt zu nennen4 ,wenn alle ,menschen auf ,fleisch verzichteten und statt dessen ,milch und deren ,ableitungsprodukte genssen1 so wrde man mindestens ebensoviel ,vieh wie jetzt zchten mssen1 msste aber1 falls man das ,schlachten fr inhuman hielte1 fr die nicht mehr milchenden ,khe ,alterversorgungsanstalten und fr alle mnnlichen ,klber ,asyle anlegen1 in denen sie bis zu ihrem natrlichen ,tode zwecklos verpflegt wrden4 ,wenn dagegen alle ,menschen zur reinen ,pflanzenkost bergingen1 so wrde gar kein ,vieh mehr gezchtet werden2 nach der blichen optimistischen ,auffassung muss es aber ein positiver ,gewinn fr die ,lustbilance der ,welt sein1 dass der ,mensch im allgemeinen ,kampf ums ,dasein ,thieren das ,leben gnnt1 die sich bis zu ihrem schnellen schmerzlosen ,tode des ,lebens freuen knnen1 und selbst vom pessimistischen ,standpunkt aus wrde man einen ,menschheitsbeschluss1 die ,hausthierrassen gnzlich auszurotten1 mindestens nicht seiner ,humanitt wegen rhmen knnen4 ,wenn man brigens ohne ,milchkhe nicht auskommt und vernnftigerweise die ausgedienten ,milchkhe und die mnnlichen ,klber nicht zwecklos weiter fttern kann1 sondern schlechterdings tdten muss1 so ist nicht abzusehen1 warum man deren ,fleisch fortwerfen soll1 statt es zu verzehren4 ,solange man ferner noch ,wollschafe hlt1 gilt das nmliche fr den zu reichlichen ,nachwuchs der ,schafherden4 ,damit ist aber ein ,zustand als human und vernnftig anerkannt1 der ganz mit dem heute bestehenden zusammenfllt1 und das ,princip des ,mitleids hat damit jedes auch nur scheinbare ,recht zum ,mitsprechen in der ,ernhrungsfrage eingebsst4 ,der ,versuch1 die ,inhumanitt des ,fleischgenusses mit objektiven ,grnden nachzuweisen1 ist hiernach als gescheitert zu betrachten und es bleibt dem ,vegetarianismus nur die letzte ,zuflucht offen1 sich auf das ,gefhl zu berufen4 ,wenn jemand erklrt1 es sei gegen sein ,gefhl1 das ,fleisch von einem ,thier zu essen1 nicht nur von einem solchen1 das er lebend geliebt oder doch lebend gekannt oder gar selbst getdtet hat1 sondern auch von einem solchen1 das er nicht gekannt hat und das von einem anderen getdtet ist1 so ist darber nicht zu streiten1 und man kann jedem seine ,gefhle und die ,bercksichtigung derselben gnnen1 so lange er dadurch anderen nicht unbequem1 also namentlich gegen anders ,fhlende nicht intolerant und agressiv wird4 ,niemand wird einem ,tischnachbarn ,braten aufdrngen1 wenn derselbe erklrt1 der ,fleischgenuss widerstrebe seinem ,gefhl2 wenn mir aber mein vegetarianischer ,nachbar vorwirft1 mein ,fleischessen sei inhumaner1 barbarischer ,kannibalismus1 so weise ich ihn mit der ,entgegnung zurck1 sein vegetarianisches ,gefhl sei eine verschrobene1 zimperliche ,sentimentalitt ohne objektive ,begrndung4 ,,ii4 ,unsere ,stellung zu den ,thieren4 ,die ,thiere sind mit uns gleichen ,geschlechts1 wenn auch nicht gleicher ,art1 unsere ,vettern lterer ,linie1 gleichviel ob man in diesem ,ausdruck nur ein ,bild oder die treffende ,bezeichnung einer wirklichen genealogischen ,verwandtschaft sehen will4 ,sie sind nach gleichem ,grundtypus gebaut1 und ihr natrliches ,leben verluft in den gleichen natrlichen ,verrichtungen wie das unsrige2 aber auch ihr ,seelenleben zeigt dieselben ,grundfunktionen 7,vorstellung und ,wille nebst ,gefhl71 denselben ,widerstreit zwischen ,selbstsucht und socialen ,instinkten1 und dieselbe geistige ,grundanlage fr ,geberden- und ,wortsprache1 wie die relative ,verstndnissfhigkeit aller hheren ,thiere fr die menschliche ,wortsprache und die ,fhigkeit einiger zur ,nachahmung keineswegs unverstandener ,worte beweist4 ,der ,unterschied zwischen ,thier und ,mensch ist nur ein solcher des ,grades2 er wird nur dadurch scheinbar zu einem ,unterschiede der ,art1 dass alle ,sugethiere ausser dem ,menschen stumm sind und darum in ihrem geistigen ,leben auch nur mit stummen ,menschen verglichen werden drfen4 ,ein ,stummer1 der nicht knstlich und mhsam zum ,verstndniss und ,gebrauch der ,schriftsprache erzogen ist1 findet sich ebenso wie das ,thier auf unartikulirte ,laute und ,geberden beschrnkt2 sein ,denken ist allemal anschaulicher als dasjenige ,redender von sonst gleicher ,bildungsstufe1 aber es entbehrt doch nicht der ,begriffe1 wenn es sie auch nicht mit ,worten bezeichnen kann1 und vollzieht ebensogut eine logische ,verknpfung der 7anschaulichen und begrifflichen7 ,vorstellungen wie dasjenige ,redender4 ,in demselben ,sinne knnen wir auch dem anschaulichen ,vorstellungsleben der ,thiere weder ,begriffe noch logische ,verknpfung der ,vorstellungen1 d4 h4 eigentliches ,denken1 absprechen1 so dass man hier vergeblich eine scharfe ,grenzlinie zwischen ,mensch und ,thier sucht4 ,nur weil die ,menschen allmhlich eine ,wortsprache ausgebildet und den so entwickelten ,wortsprachsinn auf ihre ,nachkommen vererbt haben1 sind stumme ,menschen soviel bildungsfhiger als ,thiere1 denen sie sonst auch der ,art nach gleich stehen wrden1 wogegen der bldsinnige ,mensch tief unter dem normalen ,thiere steht4 ,dass wir zu den ,thieren in moralischen ,beziehungen stehen1 ist hiernach zweifellos2 die sittliche ,verpflichtung1 ,niemanden zu verletzen1 vielmehr jedem nach ,krften zu helfen1 bezieht sich auf alle empfindenden ,lebewesen ohne ,ausnahme1 gleichviel ob man dieselben als ,mitgeschpfe desselben ,herrgotts1 als ,kinder desselben ,vaters im ,himmel1 als natrliche ,vettern lterer ,linie1 oder als objektive ,erscheinungen desselben ,einen ,weltwesens betrachtet4 ,die moralischen ,beziehungen des ,menschen zu den ,thieren bestehen auch unabhngig davon1 ob das einzelne ,thier seinerseits zu einer mehr oder minder vollkommenen oder unvollkommenen ,auffassung dieser ,beziehungen im ,stande ist1 und ob es fhig und gewillt ist1 die ,rcksichtnahme und ,hilfsbereitschaft des ,menschen zu erwidern2 das wre eine traurige ,sorte von ,moralitt1 die von der ,gegenseitigkeit der ,leistungen abhngig gemacht wrde1 und nur da gbe1 wo sie auf ,entgelt oder ,lohn von der andern ,seite hoffen drfte4 ,damit ist aber nicht ausgeschlossen1 dass die moralischen ,beziehungen befestigt und mit reicherem ,inhalt erfllt werden1 wo beide ,theile zu einander in ein gemthliches ,verhltniss oder in ein stillschweigendes ,vertragsverhltniss gegenseitiger ,leistungen eintreten2 denn in solchem ,falle wrde das einfache ,unrecht einer ,verletzung durch ,verwickelung mit ,untreue1 ,undank1 ,unbilligkeit u4 s4 w4 erschwert4 ,diese ,erschwerung tritt auch dann ein1 wenn die ,thiere kein ,bewusstsein davon haben1 dass sie dem ,menschen durch ihren erzwungenen ,gehorsam ,dienste leisten2 es gengt1 dass der ,mensch die ,dienste der ,thiere annimmt1 beziehungsweise erzwingt1 um ihn zu den entsprechenden billigen ,gegenleistungen moralisch zu verpflichten4 ,das ,thier ist somit moralisches ,rechtssubjekt1 d4 h4 das ,subjekt derjenigen moralischen ,forderungs-,rechte1 welche den moralischen ,pflichten des ,menschen ihm gegenber korrespondiren1 und deren ,verletzung fr den ,menschen ein moralisches ,unrecht ist2 dagegen kann der ,mensch an das ,thier keine hheren moralischen ,ansprche stellen1 als insoweit dessen ,fassungsvermgen ihm das ,verstndniss seiner moralischen ,beziehungen zum ,menschen gestattet1 hat aber dafr das moralische ,befugniss-,recht1 das ,thier zwangsweise zu den ihm dienlichen ,leistungen zu verwenden4 ,alle bisherigen ,rechtssysteme lassen als juridische ,rechtssubjekte nur menschliche ,individuen oder statutenmssig festgestellte menschliche ,zwecke 7moralische ,personen7 zu4 ,es ist kein begrifflicher ,grund abzusehen1 warum ein ,rechtssystem nicht auch ,thiere als juridische ,rechtssubjekte zulassen sollte1 da doch bldsinnige ,menschen als solche gelten4 ,es ist aber ein ,missverstndniss des ,unterschiedes zwischen moralischen und juridischen ,rechten und ,pflichten1 zu behaupten1 dass von ,rechtswegen 7d4 h4 aus dem ,gesichtspunkt eines eingebildeten und seinem eigenen ,begriff widersprechenden ,naturrechts oder ,vernunftrechts7 eigentlich die ,thiere auch juridische ,rechtssubjekte sein mssten4 ,das juridische ,recht ist immer positiv1 d4 h4 historisch1 und kann seiner ,natur nach immer nur einen ,theil der ,sphre des moralischen ,rechts umfassen2 welche ,theile der ,sphre des moralischen ,rechts in das juridische ,rechtssystem1 d4 h4 in die positive ,rechtsordnung durch die ,gesetzgebung aufzunehmen seien1 kann niemals selbst wieder von juridischen ,erwgungen abhngen1 sondern nur durch ,rcksichten der ,zweckmssigkeit und ,opportunitt bedingt sein4 ,dass aber ein dringendes ,bedrfniss aus ,zweckmssigkeitsgrnden bestnde1 durch ,gesetzgebung die juridische ,rechtsfhigkeit der ,thiere in unser ,rechtssystem einzufhren1 das ist entschieden zu bestreiten4 ,vor allem wrde die ,lage der ,thiere durch eine solche ,aenderung ihrer formalen ,stellung zur ,rechtsordnung inhaltlich gar nicht berhrt werden1 da ihre ,rechte doch immer nur durch ,vertretung von ,menschen wrden wahrgenommen werden knnen1 wie sie es jetzt nthigen ,falls auch schon werden 7wenn z4 ,b4 eine alte ,dame eine ,summe fr die ,pensionirung ihres ,lieblingshundes ausgesetzt hat74 ,die einzige wnschenswerthe ,aenderung der ,gesetzgebung in ,betreff der ,thiere ist die1 dass ,rohheit oder ,bosheit in deren ,behandlung nicht bloss straffllig sein muss1 wenn sie ffentliches ,aergerniss giebt1 sondern auch1 wenn sie als eine insgeheim erfolgte1 oder als eine vor zustimmenden ,zuschauern stattgehabte nachgewiesen werden kann4 ,diese ,abnderung hat aber mit der ,erhebung der ,thiere zu juridischen ,rechtssubjekten gar nichts zu thun1 denn die ,gemeingefhrlichkeit des in solcher ,handlungsweise sich offenbarenden ,charakters gengt fr sich allein schon1 um den ,staat in diesem ,falle hnlich wie bei anderen ,verbrechen1 wo keinem ,rechtssubjekt ein ,unrecht geschieht1 an seine ,pflicht des ,schutzes der ,gesellschaft durch rechtzeitige ,bekmpfung derartiger gemeingefhrlicher ,charaktereigenschaften zu erinnern4 ,unser juridisches ,verhltniss zu den ,thieren ist somit nur indirekter ,art2 unser ,rechtssystem zieht die moralischen ,beziehungen der ,menschen zu den ,thieren nur so weit in seine ,sphre1 als die ,interessen der menschlichen ,gesellschaft durch dieselben berhrt werden1 zu deren ,sicherstellung und ,schutze die ,rechtsordnung allein errichtet ist4 ,es ist also unrichtig1 unser juridisches ,verhltniss zu den ,thieren darum als ein direktes aufzufassen1 weil unser moralisches ,verhltniss zu denselben ein solches ist2 es ist aber auch ebenso unrichtig1 die ,unmittelbarkeit des letzteren darum zu bezweifeln oder zu bestreiten1 weil das erstere ein bloss mittelbares ist4 ,wir haben nicht deshalb uns der ,verletzung der ,thiere zu enthalten1 weil eine solche unsrer ,menschenwrde nicht gemss1 oder unserem pflichtmssigen ,streben nach ,selbstvervollkommnung hinderlich1 oder von anderweitigen ungnstigen ,rckwirkungen auf den ,handelnden und die menschliche ,gesellschaft sein wrde1 sondern zuerst und vor allem deshalb1 weil wir das moralische ,recht jedes empfindenden ,lebewesens ohne ,ansehen von ,stand oder ,person1 also auch ohne ,ansehen von ,rasse1 ,species und ,genus zu respektiren haben4 ,diese ,achtung vor allen lebendigen und fhlenden ,mitgeschpfen 7mag man sie nun auf die ,achtung vor dem ,schpferwillen oder auf die ,wesenseinheit der verschiedenen ,erscheinungsindividuen grnden7 ist einfach eine ,forderung der 7moralischen7 ,gerechtigkeit2 denn ,gerechtigkeit8 besagt in letzter ,instanz nichts andres als die ,anerkennung der ,gleichgltigkeit des empfindenden ,subjekts84#d ,wie die moralischen ,beziehungen unter ,menschen1 so mssen auch diejenigen zwischen ,thier und ,mensch vor allem auf dem unerschtterlichen ,grunde der 7moralischen7 ,gerechtigkeit ruhen2 nur aus diesem rationalistischen ,moralprincip ist eine deutliche und scharf bestimmte ,grenzlinie des ,verhaltens abzuleiten1 nicht aus den schwankenden ,principien der ,gefhlsmoral4 ,letztere sind unentbehrlich1 theils um die ,motivationskraft des gerechten ,verhaltens zu verstrken1 theils um innerhalb des von der ,gerechtigkeit gelassenen ,spielraums dem positiven ,wohlwollen zur ,geltung zu verhelfen2 aber sich selbst berlassen sind sie gerade die strksten ,verfhrer zu ungerechtem und unbilligem ,verhalten1 und es ist ganz unmglich1 die ,gerechtigkeit aus einem einzelnen ,gefhlsmoralprincip 7z4 ,b4 dem ,mitleid7 oder aus der ,summe derselben abzuleiten4 ,wer sich in seinem ,verhalten zu den ,thieren von der ,gerechtigkeit leiten lsst1 der wird so wie so1 ob er mitleidig ist oder nicht1 dem ,thiere nichts ,unbilliges zumuthen oder zufgen1 und das ,mitleid kme bei ihm nutzlos hintennach gehinkt1 wenn es mitsprechen wollte2 wer aber sich von dem ,mitleid1 der ,gutmthigkeit und ,weichherzigkeit bestimmen lsst1 der wird in seinem ,verhalten nur durch ,zufall mit den ,forderungen der ,gerechtigkeit gelegentlich bereinstimmen1 und oft genug dieselben verletzen4 ,wenn der weichherzige ,thierfreund eine arme ,familie keuchend einen schwer belasteten ,handwagen ziehen und schieben sieht1 so neigt er stets dazu1 sich zum ,anwalt des mitangespannten berbrdeten ,hundes aufzuwerfen und zu ,gunsten desselben die berbrdeten ,menschen noch mehr zu berbrden2 er vergisst dabei nur1 dass der gut behandelte ,familienhund es als sein ,recht und seine ,ehre betrachtet1 sich mit seinen ,herren mitzuplagen1 und dass die ,menschen bei ihrer scheinbar freiwilligen ,qulerei oft weit mehr unter der ,geissel eines zwingenden ,schicksals stehen und weit schwerer unter diesem harten ,zwange leiden1 als das vom ,menschen zur ,arbeit gezwungene ,thier4 ,so lange die ,menschen noch im ,schweisse ihres ,angesichts ihr ,brod verdienen und zeitweilig ber ihre ,krfte sich anstrengen mssen1 wird es eine ,ungerechtigkeit bleiben1 ihnen jede auch nur zeitweilige ,ueberanstrengung der ,arbeitsthiere zu verwehren4 ,eine ,ueberanstrengung der ,arbeitsthiere aus unzureichenden ,grnden ist dagegen ebenso ungerecht wie unvernnftig und bedarf zu ihrer ,verurtheilung nicht erst des ,mitleids4 ,das ,mitleid ist bekanntlich ein zweischneidiges ,schwert3 insoweit es ,unlust ist1 drngt es ebensosehr dazu1 den ,anblick der ,gelegenheiten seiner ,entstehung durch ,ausweichen zu meiden als diejenigen abzustellen1 deren ,anblick man auf keine ,weise aus dem ,wege gehen kann2 soweit es aber ein ,gefhl ist1 das dazu anlockt1 seine ,anlsse aufzusuchen1 ist es ein ,lustgefhl und als solches verleitet es zugleich dazu1 die zu bemitleidenden ,leiden nicht nur nicht abzustellen1 sondern geradezu erst recht herbeizufhren4 ,das ,mitleid ist der ,grausamkeitswollust eng verwandt1 und es ist ganz irrthmlich zu glauben1 dass ,giftmischer oder ,thierquler aus ,passion kein ,mitleid mit ihren ,opfern empfinden1 da sie ohne eine starke ,emotion des ,mitgefhls gar keine so starke ,lust aus dem fremden ,leid schpfen knnten4 ,deshalb geht man fehl1 wenn man glaubt1 den passionirten ,thierquler durch ,erweckung seines ,mitleids von seiner verworfenen ,neigung abbringen zu knnen2 erst wenn man ihn nthigt1 sich selbst als das von einem andern in gleicher ,weise gequlte ,wesen vorzustellen und durch diese ,vorstellung sein ,gerechtigkeitsgefhl zur ,reaktion bringt1 wird man hoffen drfen1 einen ,erfolg zu erzielen4 ,denn selbst von einem andern geqult zu werden1 empfindet jeder als ein angethanes ,unrecht1 so dass es nur der ,abstraktion von der ,individualitt des ,gequlten und des ,qulers bedarf1 um das ,unrecht auch bei der ,umkehrung einzusehen4 ,auf der andern ,seite schiesst das ,mitleid mit den ,thieren ber das ,ziel hinweg1 indem es keine ,rcksicht darauf nimmt1 ob wir uns mit denselben im ,kriegs- oder ,friedenszustande befinden4 ,nun befindet sich aber die ,menschheit mit allen ,thierarten im ,kriegszustande1 denen gegenber sie sich im ,kampfe ums ,dasein zu behaupten hat1 und nur mit denjenigen im ,friedenszustande1 welche im ,kampf ums ,dasein mit der brigen ,thierwelt entweder helfende ,bundesgenossen oder doch wenigstens ,neutrale sind4 ,die ,religion des ,mitleids1 der ,buddhismus1 verlangt1 dass man sich ruhig von ,tigern fressen1 von ,giftschlangen und ,scorpionen stechen1 von ,lusen peinigen lsst1 wenn man kein ,mittel besitzt1 sich ihnen auf friedlichem ,wege zu entziehen1 stempelt aber die ,tdtung eines dieser ,thiere zu einem todeswrdigen ,verbrechen1 durch das man allen sonst etwa erworbenen ,anspruch auf ,heiligkeit wieder einbsst4 ,die ,absurditt dieser ,folgerung zeigt die ,unhaltbarkeit des ,princips1 von dem sie richtig abgeleitet ist4 ,der ,kampf ums ,dasein ist nicht minder ein ,krieg aufs ,messer1 wo er ein indirekter1 d4 h4 ,wettbewerb um die ,mittel des ,lebens ist2 deshalb ist es ebensosehr eine ,existenzfrage fr die ,menschheit1 dass sie das ,wild und die ,schmarotzer des ,feldes und ,hauses 7,muse1 ,ratten1 ,ameisen7 bis zur ,vernichtung bekmpft4 ,jedes ,stck ,nahrungsmittel1 dessen sich ein ,thier bemchtigt1 obwohl es zur ,ernhrung eines ,menschen htte dienen knnen1 verschlimmert die ,situation der auf der ,hungergrenze lebenden ,glieder der ,menschheit2 jedes ,mitleid auf diesem ,gebiet opfert einen ,menschen1 um ein ,thier zu retten1 wenn sich auch der dabei geopferte ,mensch nicht mit dem ,finger zeigen lsst4 ,aus diesem ,gesichtspunkt ist jeder ,luxus in der ,erhaltung berflssiger ,thiere mit ,nahrungsmitteln1 die fr ,menschen htten dienen knnen1 ein ,unrecht an der ,menschheit2 dabei ist es gleichgltig1 ob die betreffenden ,nahrungsmittel den ,menschen direkt oder indirekt1 d4 h4 durch ,ernhrung von ntzlichen ,thieren htten dienen knnen4 ,nicht als unntz drfen solche ,thiere gerechnet werden1 welche der ,belehrung 7in zoologischen ,grten7 oder der ,befriedigung von ,gemthsbedrfnissen dienen 7,stubenhunde1 -,katzen1 -,vgel etc472 noch weniger sind es die ,thiere1 welche dem ,menschen bei der ,jagd1 beim ,kampf gegen ,schmarotzer1 bei der ,bewachung seines ,eigenthums1 bei seiner ,ortsbewegung oder seinen sonstigen ,arbeiten ,beistand leisten1 oder welche zur ,produktion von ,nahrungsmitteln und ,bekleidungsstoffen gezchtet werden4 ,aber auch solche ,thierarten mssen in ihrer ,vermehrung so weit beschrnkt werden1 dass ihre ,zahl nicht ber die zum ,nutzen des ,menschen erforderliche ,grsse hinauswchst1 weil der ,ueberschuss zu den berflssigen ,verzehrern von ,nahrungsmitteln gehren wrde4 ,der ,kampf gegen die schdlichen und unntzen ,thierarten so wie derjenige gegen eine schdliche ,vermehrung der relativ ntzlichen ,thierarten ist eine ,pflicht des ,menschen gegen die ,menschheit2 da die ,menschheit hhere sittliche und ,kulturaufgaben zu lsen hat als das ,thierreich1 so steht auch die ,pflicht gegen die ,menschheit der ,pflicht gegen die ,thiere voran1 und die mitleidige ,gutmthigkeit1 welche sich im gegebenen ,falle nicht zur ,tdtung der ,thiere entschliessen kann1 ist ebenso unsittlich wie die ,weichherzigkeit eines ,familienvaters1 der seinen ,kindern das ,brod wegnimmt1 um es dem an seiner ,thre bettelnden arbeitsscheuen ,landstreicher zu reichen1 oder wie die ,empfindsamkeit einer alten ,jungfer1 die ihren fetten ,mops mit ,braten und ,zuckerbrod fttert1 whrend ihre ,dienstboten sich mit ,kochfleisch und ,schwarzbrod begngen mssen4 ,jede ,gattung im ,naturhaushalt braucht einen ,regulator1 der ihr ,ueberwuchern verhindert2 einer der wichtigsten dieser ,regulatoren ist der ,mensch und seine bezglichen ,pflichten im ,naturhaushalt sind um so ausgedehnter und dringlicher geworden1 je mehr er die brigen ,regulatoren 7die ,raubthiere7 von der ,erde verdrngt hat4 ,wenn er jetzt1 wo er in ,kulturlndern fr die meisten ,arten grsserer pflanzenfressender und allesfressender ,thiere sich zum einzigen ,regulator gemacht hat1 sich durch mitleidige ,regungen abhalten lsst1 seines ,amtes zu walten1 so verletzt er nicht nur seine ,pflichten gegen die ,menschheit sondern auch seine ,pflichten gegen die gesetzmssige ,ordnung des irdischen ,naturhaushaltes und die ,erhaltung ihres ,gleichgewichts4 ,ueberall wo es an regulirenden ,raubthieren fehlt1 fhrt solche ,sentimentalitt sich sehr bald praktisch ad absurdum1 wie die ,frsche der ,abderiten beweisen1 oder die #di ,katzen1 welche der gemthvolle junge ,dichter ein ,jahr nach seinem ,verbot der ,tdtung des ersten ,wurfes besass4 ,so gelangt die ,sentimentalitt gegen die ,thiere gar leicht dazu1 sich lcherlich zu machen1 nmlich berall da1 wo zwar ihre absurden ,konsequenzen in die ,anschauung fallen1 wo aber nicht ihre indirekte ,schdlichkeit und principielle ,unsittlichkeit zum ,bewusstsein kommt 7deren ,ernsthaftigkeit den komischen ,eindruck der ersteren verhindern wrde74 ,die empfindsame ,weichherzigkeit ist in sittlicher ,hinsicht eine hchst bedenkliche ,eigenschaft#e1 und man darf sich darum auch nicht wundern1 wenn man diesen ihren bedenklichen ,charakter auch in ihrem ,einfluss auf unsre ,verhltnisse zu den ,thieren besttigt findet4 ,ueberall wo man einem ,menschen begegnet1 der sich durch bermssige ,zrtlichkeit und ostentative ,weichherzigkeit gegen ,thiere auszeichnet1 ist der ,verdacht gerechtfertigt1 dass man es mit einem ,individuum zu thun habe1 welches fr seinen ,mitmenschen nicht viel brig hat und welches die aus seiner mangelhaften ,pflichterfllung gegen letztere auf seinen ,charakter zu ziehenden ,schlussfolgerungen durch ein ,uebermaass von ,rcksichtnahme und ,wohlthtigkeit gegen die ,thiere vor sich selbst1 oder auch nur vor ,andern1 zu entkrften sucht4 ,oft ist es nur das instinktive ,streben nach einer ,herstellung des sittlichen ,gleichgewichts1 was die zu wenig ,gerechtigkeit in sich fhlenden ,menschen dahin drngt1 ein bertriebenes ,gewicht auf ihr gutes ,herz8 zu legen2 oft ist es geradezu die ,lieblosigkeit des angeborenen ,charakters1 welche zum ,gegengewicht gegen den unklar gefhlten ,mangel1 zu einer gewaltsamen ,pflege des ,mitleids und der ,barmherzigkeit fhrt2 nicht selten aber ist es gradezu der ,menschenhass und die ,missachtung des eignen ,geschlechts1 welche gleichsam eine gewaltsame ,zusammendrngung aller verfgbaren ,gefhlswrme in das ,verhltniss zu den ,thieren zur ,folge hat4 ,die versauerte alte ,jungfer1 der verbitterte ,misanthrop1 der ,menschenverchter auf dem ,throne1 der kalt-grausame ,ketzerrichter1 der blutdrstige ,revolutionsheld1 das sind die ,typen1 bei denen die ,ueberzrtlichkeit fr die ,thiere ihren ,gipfel zu erreichen pflegt4 ,wer sein ,verhltniss zu den ,thieren aus dem ,gesichtspunkt der ,gerechtigkeit regelt1 der wird auch dann die ,inferioritt des ,thieres niemals vergessen1 wenn er mit einem bestimmten thierischen ,individuum in ein engeres ,freundschaftsverhltniss tritt2 nur ein solcher wird fhig sein1 dem ,thiere die grsste ,wohlthat angedeihen zu lassen1 welche der ,mensch ihm erweisen kann3 die ,erziehung1 whrend das gute ,herz nur zu verziehen1 d4 h4 zu verderben versteht4 ,wer sich zu den ,thieren nicht hingezogen fhlt und sich damit begngt1 ihnen kein ,unrecht zu thun1 der kann darum doch das warmherzigste und wackerste ,mitglied der menschlichen ,gesellschaft sein2 wer aber fr die ,thiere eine empfindsame ,ueberzrtlichkeit entwickelt1 dessen ,charakter mge man nicht minder mit ,misstrauen begegnen wie einem1 der sie zu seinem ,vergngen martert4 ,freilich knnen auch traurige ,erfahrungen und unverschuldetes ,unglck den ,menschen zur ,vereinsamung gefhrt haben1 und einem solchen wird man es gerne gnnen1 wenn sein verdetes ,herz die letzte ,zuflucht zu der ,thierwelt nimmt2 aber in der ,regel liegt der gemthlichen ,vereinsamung eine ,schuld zu ,grunde1 eine ,missachtung und ,nichterfllung der ,ansprche1 welche die menschliche ,gesellschaft an jedes ihrer ,glieder zu stellen berechtigt ist4 ,die vorstehenden ,bemerkungen drften gengen zum ,erweise1 dass das ,mitleid kein brauchbares ,princip zur ,feststellung der ethischen ,grenzlinie des ,verhaltens gegen die ,thiere ist1 dass vielmehr diese ,grenzlinie nur durch die ,gerechtigkeit gezogen werden kann1 welche dem ,thiere giebt1 was des ,thieres ist1 aber auch dem ,menschen giebt1 was des ,menschen ist1 und welche die ,pflichten gegen die ,menschheit und den ,naturhaushalt der ,erde als die hheren im ,vergleich mit den ,pflichten gegen die ,thiere anerkennt4 ,wir alle ohne ,ausnahme sind nicht nur berechtigt1 sondern auch verpflichtet1 den ,kampf ums ,dasein der ,menschheit gegen die ,thierwelt mitzukmpfen1 also die schdlichen und unntzen ,mitbewerber um die irdischen ,bedingungen des ,lebens zu tdten2 wir sind aber ebenso verpflichtet1 bei diesem ,kampfe jede unntze ,hrte und ,grausamkeit zu vermeiden4 ,das nmliche gilt fr unsre ,benutzung der ,thiere zur ,frderung der menschlichen ,kulturzwecke1 sowohl was die ,verwendung thierischer ,arbeitskraft1 also auch was die ,frderung der ,wissenschaft und ,heilkunst durch ,anstellung von ,experimenten anbetrifft4 ,die moderne ,naturwissenschaft hat ihren ,rang als exakte ,wissenschaft wesentlich durch die experimentelle ,grundlage ihres induktiven ,verfahrens gewonnen1 und kann das ,experiment nicht aufgeben1 ohne vom ,range einer exakten ,wissenschaft wieder herunter zu steigen4 ,nun knnen ,experimente ber physiologische und pathologische ,processe nur an lebenden ,krpern gewonnen werden1 und jeder ,arzt muss fortwhrend an seinen ,patienten experimentiren4 ,jedes neue ,heilmittel1 jedes neue ,gift1 jeder neu entdeckte chemische ,stoff muss auf seine physiologische ,wirkung am lebenden ,krper experimentell geprft werden1 jede neue khne chirurgische ,operation muss ein ,mal zum ersten ,mal an einem lebenden ,organismus versucht werden4 ,die ,erforschung der ,krankheitsursachen1 insbesondere der organischen ,krankheitstrger kann nur durch ausgedehnte ,impfversuche mit den ,zchtigungsergebnissen der ,reinkulturen fortschreiten2 die ,ergrndung der ,funktionen verschiedener ,theile des centralen ,nervensystems kann nur durch experimentelle ,eingriffe in den normalen ,lebensprocess gefrdert werden4 ,oft genug schon hat die ,begeisterung fr den ,fortschritt der ,wissenschaft junge ,aerzte dahin gefhrt1 an sich selbst solche ,versuche anzustellen1 die manchmal mit dem ,leben bezahlt wurden2 den ,steinschnitt verdanken wir einem franzsischen ,arzte1 der vom ,knig die ,erlaubniss erhielt1 einen zum ,tode verurtheilten1 steinleidenden ,verbrecher zum ersten ,versuchsobjekt zu nehmen4 ,solche physiologischen ,versuche knnen fr ihre ,objekte mit gar keinen oder geringfgigen ,unbequemlichkeiten verbunden sein 7wie z4 ,b4 manche ,ftterungsversuche72 sie knnen usserst lstig sein1 ohne dass irgend ein ,eingriff in den ,organismus stattfindet 7z4 ,b4 die dauernde ,einsperrung in eine enge ,glasglocke zur ,bestimmung der ,ausathmungsgase72 sie knnen endlich schweres ,siechthum und mehr oder minder sichern ,tod herbeifhren 7wie z4 ,b4 die ,impfungsversuche mit ,krankheitstrgern1 oder die quantitative ,feststellung der ,giftwirkungen74 ,wer irgend mit der modernen ,physiologie1 ,pathologie und ,medicin vertraut ist1 der weiss1 dass die ,zukunft dieser ,wissenschaften ganz und gar von einer rationellen ,fortfhrung solcher ,versuche1 und zwar im ausgedehntesten ,maassstabe abhngt2 wer einer andern ,ansicht huldigt1 befindet sich im ,widerspruch mit der erdrckenden ,mehrheit der ,vertreter jener ,fcher4 ,selbst dann1 wenn die entgegengesetzte ,ansicht1 dass alle ,thierversuche berflssig und nutzlos fr die ,wissenschaft seien1 im ,rechte wre1 und selbst dann1 wenn es gelnge1 die gesetzgeberischen ,konsequenzen dieser ,ansicht zu ziehen1 d4 h4 alle ,thierversuche zu verbieten1 wrde doch dieses ,verbot wirkungslos sein2 die ,forscher1 welche oft genug muthig genug sind1 an sich selbst gewagte ,versuche anzustellen1 wrden heimlich die ,thierversuche um so eifriger fortsetzen1 als ihnen eventuell von ,seiten einer nach ihrer ,meinung unvernnftigen ,gesetzgebung das ,martyrium zu ,ehren der ,wissenschaft in ,aussicht stnde4 ,anstatt den alten ,grundsatz fiat experimentum in corpore vili8 der ,thierwelt gegenber ausser ,kraft setzen zu wollen1 sollte man vielmehr ernstlich in ,erwgung ziehen1 ob es nicht rathsam und geboten sei1 ,verbrecher als corpora vilia zu benutzen2 d4 h4 den zur ,todesstrafe ,verurtheilten freizustellen1 ob sie statt der ,hinrichtung ein lebensgefhrliches ,experiment an sich vornehmen lassen wollen1 und den zu geringeren ,strafen ,verurtheilten anheimzugeben1 ob sie ihre ,strafe durch ,preisgebung zu mehr oder weniger schmerzhaften und qulenden ,versuchen abbssen wollen4 ,die ,wissenschaft und die ,gefngnissverwaltungen wrden davon gleichmssig ,vortheil1 das ,recht und das ,publikum keinen ,nachtheil haben1 und den ,verbrechern wrde nichts geschehen1 wozu sie nicht eingewilligt haben4 ,ein solches ,gesetz wrde mit einem ,schlage alle sentimentalen ,klagen ber ungerechte ,behandlung der ,thiere durch die ,naturforscher gegenstandlos machen1 indem sie dem ,thierversuch den ,menschenversuch anreihte2 denn wenn man den ,thieren nichts anthun drfte1 wozu man nicht ihre ,zustimmung vorher eingeholt htte1 so drfte man sie auch nicht gegen ihren ,willen tdten oder zu ,arbeiten anhalten4 ,dass keine ,gesetzgebung im ,stande ist1 ,missbruche zu verhten1 liegt ebenso auf der ,hand1 wie dass eine ,sache um so mehr dem ,missbrauch ausgesetzt ist1 je edler und je wichtiger sie ist4 ,die beste und wirksamste ,vorkehrung gegen missbruchliche ,behandlung der ,thierversuche liegt in einer sorgfltigen ,unterweisung der ,studierenden ber die zweckmssige technische ,anstellung derselben1 ber ihre ,leistungsfhigkeit und ,tragweite2 das gesetzliche ,verbot1 die ,thierversuche in die ,lehrvortrge aufzunehmen1 wrde nur die entgegengesetzte ,wirkung haben1 d4 h4 der unverstndigen und ungeschickten ,pfuscherei auf diesem ,gebiete ,vorschub leisten4 ,die inhaltliche ,erwgung1 ob der eventuelle ,nutzen bestimmter ,versuche wichtig genug ist1 um die den ,versuchsthieren zugefgten ,leiden zu rechtfertigen1 liegt selbstverstndlich ganz ausserhalb der gesetzgeberischen und richterlichen ,zustndigkeit und kann nur durch ,sachverstndige festgestellt werden1 d4 h4 sie muss letzten ,endes doch dem ,takt und ,gewissen der in ihren ,fachkreisen tonangebenden ,forscher anheimgestellt bleiben4 ,die ffentliche ,meinung hat die ,aufgabe1 durch ihre ,stimme das ,gewissen der ,forscher in dieser ,richtung zu schrfen und ihren ,takt zu verfeinern2 sie kann aber diese ,aufgabe nicht schlechter erfllen1 als wenn sie das ,kind mit dem ,bade ausschttet und durch ihren ,unverstand die ,forscher an den ,gedanken gewhnt1 dass sie sich um die jedenfalls unmgliche ,zufriedenstellung einer irregeleiteten ffentlichen ,meinung berhaupt nicht mehr zu bekmmern brauchen4 ,das jetzt so beliebte ,schlagwort ,vivisektion8 benutzt das ,grauen der meisten ,laien vor dem chirurgischen ,messer und dem fliessenden ,blut als ,schreckgespenst zur ,verwirrung der ,urtheilsfhigkeit2 nur der kleinste ,theil der ,thierversuche bedient sich chirurgischer ,eingriffe1 und diese brauchen gar nicht besonders schmerzhaft zu sein und sind mindestens durchschnittlich nicht diejenigen unter den ,thierversuchen1 welche mit den schwersten ,leiden fr die ,objekte verknpft sind4 ,,iii4 ,die ,gleichstellung der ,geschlechter4 ,niemand wird der excentrischen ,ansicht einiger ,physiologen beistimmen1 dass der mnnliche wie der weibliche ,organismus nur ein ,appendix der bezglichen ,fortpflanzungswerkzeuge1 ein zur ,sicherstellung ihrer ,funktionen unentbehrlicher ,hlfsapparat sei2 aber dennoch liegt in dieser ,uebertreibung eine ,wahrheit1 die von allen ,denjenigen bersehen wird1 welche fr ,gleichheit der ,geschlechter schwrmen4 ,in dem physiologischen ,geschlechtscharakter des ,mannes und ,weibes ist nicht nur ein ,unterschied1 sondern geradezu ein ,gegensatz anzuerkennen1 und dieser auf keine ,weise aus der ,welt zu schaffende ,gegensatz ist bestimmend fr das gesammte natrliche und geistige ,leben der ,menschen4 ,dieser ,gegensatz ist derjenige von ,aktivitt und ,passivitt1 von ,begehren und ,gewhren1 ,werben und ,umworbensein2 er besteht nicht nur in der ,gesellschaft der ,unverheiratheten1 sondern setzt sich auch im ehelichen ,leben fort4 ,ein ,mann von geschlechtlicher ,passivitt erscheint als ein hinter seiner natrlichen ,aufgabe zurckbleibender1 unmnnlicher ,mann2 ein ,weib von geschlechtlicher ,aktivitt erscheint als ein ihre ,sphre berschreitendes1 unweibliches ,weib4 ,wren beide aktiv1 so wrde das ,geschlechtsleben alle brigen ,seiten des ,lebens berwuchern2 wren beide passiv1 so wrde der ,naturzweck nicht mehr hinlnglich gesichert sein4 ,darum erscheint es als eine teleologische ,einrichtung der ,natur1 dass das eine ,geschlecht seinem normalen ,instinkte nach aktiv1 das andere passiv ist1 und es heisst die ,zweckmssigkeit dieser ,natureinrichtung verkennen1 wenn man dem einen oder dem andern ,geschlechte aus seiner ,naturanlage einen ,vorwurf macht1 oder wenn man dahin strebt1 die socialen ,folgen und ,erscheinungsformen dieses ,gegensatzes knstlich abzustumpfen und auszugleichen4 ,wenn dieses ,bestreben in weiterem ,umfange von ,erfolg gekrnt wre1 so msste es das mnnliche ,geschlecht unmnnlich1 oder das weibliche unweiblich machen1 oder beides zugleich in gewissem ,grade1 und die blen ,folgen fr die ,erhaltung der ,bevlkerung knnten nicht lange ausbleiben4 ,wre der ,mann nicht begehrend1 so htte das ,weib nichts zu gewhren1 was dem ,manne werthvoll schiene1 so hrte damit auch die ,macht des weiblichen ,geschlechts ber das mnnliche auf4 ,denn diese ,macht beruht lediglich darauf1 dass das ,weib etwas zu gewhren hat1 was der ,mann begehrt1 und dass die geschlechtliche ,passivitt dem ,weibe das ,versagen leichter macht1 als dem ,manne das ,entsagen4 ,diese ,macht ist aber auch so gross1 dass berall und in allen ,vlkern die thatschliche ,beherrschung des mnnlichen ,geschlechts durch das weibliche trotz des usseren ,scheines vom ,gegentheil die ,regel bildet2 das durch sie hergestellte ,verhltniss berdauert gewohnheitsmssig die ,periode der geschlechtlichen ,bethtigung und drckt dem ganzen socialen ,leben sein ,siegel auf4 ,so lange man diese auf dem ,geschlechtsgegensatz beruhende geheime ,uebermacht des weiblichen ,geschlechts nicht brechen kann1 muss als nothwendiges ,gegengewicht gegen dieselbe eine rechtliche ,vorherrschaft des mnnlichen ,geschlechts aufrecht erhalten werden1 um das ,gleichgewicht nur einigermassen wieder herzustellen4 ,gelnge es dagegen den ,vorkmpfern fr ,geschlechtergleichstellung1 alle ,vorrechte der ,mnner in ,staat und ,gesellschaft1 in ,recht und ,sitte zu beseitigen1 so wrde damit eine ,periode der reinen ,weiberherrschaft inaugurirt werden1 wie nicht die ,geschichte1 nur die ,sage sie bisher kennt4 ,die ,schwrmerei fr abstrakte ,gleichstellung schlgt also praktisch mit ,nothwendigkeit in ihr ,gegentheil um1 weil sie die wirksamsten ,thatsachen ignorirt1 sofern dieselben sich der ,regelung durch gesetzliche ,schablonen entziehen4 ,erst in zweiter ,reihe kommt die ,erwgung in ,betracht1 dass die ,gefhlsmssigkeit des weiblichen ,handelns1 welche in der ,familie und der ,geselligkeit so wohl am ,platze ist1 schlechterdings ungeeignet ist zur ,ordnung der ffentlichen ,angelegenheiten1 in denen es auf ,alleinherrschaft der ,vernunft ankommt4 ,gerechtigkeit und ,billigkeit wrde nach dem ,eintritt der ,frauen ins ffentliche ,leben noch weit weniger anzutreffen sein1 als jetzt1 dagegen wrde der ,nepotismus und die ,intriguenwirthschaft noch mehr ,boden gewinnen1 und das ganze ffentliche ,leben wrde sich immer mehr zu dem vermittelungslosen ,gegensatz zwischen einem pfffisch gegngelten ,gefhlskonservatismus und einem demagogisch verhetzten1 fanatischen ,radikalismus zuspitzen4 ,statt einer ,stimme wrde jede ,frau ber zwei verfgen1 es sei denn1 dass ihr ,mann bereit wre1 den huslichen ,frieden und das ,familienglck seiner politischen ,ueberzeugung zum ,opfer zu bringen4 ,in allen katholischen ,lndern wre der ,sieg der klerikalen ,partei besiegelt und fr die ,dauer gesichert1 und die ,gesammtheit der unter ultramontanen ,ministerien stehenden1 d4 h4 von ,rom aus geleiteten ,staaten wrden eine ,macht darstellen1 die ausreichte1 den allmhlichen ,triumph des jesuitischen ,papstthums auf der ganzen ,erde zu verbrgen2 ,niemand htte also mehr ,anlass auf politische ,gleichstellung der ,frauen hinzuwirken1 als die ,ultramontanen1 und fr ,niemand arbeiten die ,vorkmpfer der ,frauen-,emancipation in hherem ,maasse als fr die katholische ,kirche4 ,weil die ,fortpflanzungsfunktion1 die vom ,manne nur gelegentlich und nebenbei ausgebt wird1 ohne ihn in seinem sonstigen ,berufe zu hindern1 dem ,weibe die schwersten ,lasten auferlegt und als der ,hhepunkt und ,angelpunkt des weiblichen ,lebens erscheint1 darum ist auch der weibliche ,organismus in weit hherem ,grade als der mnnliche auf diese ,funktion hin veranlagt und durchgebildet1 und findet in ihr seinen ,schwerpunkt1 wie der mnnliche in den ,funktionen des ,gehirns und der willkrlichen ,muskeln4 ,ein ,maass an krperlicher oder geistiger ,arbeit1 das der mnnliche ,organismus ganz wohl ohne ,nachtheil vertrgt1 richtet den weiblichen ,organismus bald zu ,grunde1 oder nutzt ihn wenigstens in viel krzerer ,zeit ab4 ,schwere krperliche ,arbeit konsumirt die weibliche ,leistungskraft viel rascher1 als die mnnliche1 fhrt zu vorzeitigem ,alter und ,erschpfung1 setzt die ,widerstandsfhigkeit gegen ,krankheitseinflsse herab und krzt durch alles dies die ,lebensdauer ab4 ,noch weit schdlicher wirkt angestrengte geistige ,arbeit auf den weiblichen ,organismus1 denn das weibliche ,gehirn und ,nervensystem vertrgt lange nicht soviel1 wie das mnnliche1 weshalb schon die ,erziehung und geistige ,ausbildung beider ,geschlechter stets eine verschiedene bleiben muss4 ,am ehesten vertrgt der weibliche ,krper eine ,berufsthtigkeit1 in welcher leichte krperliche und leichte geistige ,arbeit gemischt ist1 und dem ,krper nur mssige ,bewegung zugemuthet wird4 ,diese ,berufsarten 7,schneiderei1 ,grtnerei1 ,kleinhandel1 ,kche und ,hauswirthschaft1 ,kinder- und ,krankenpflege7 sind aber doch zu beschrnkt1 um jemals eine ,gleichstellung des ,lohnes der weiblichen ,arbeit mit der mnnlichen zu ermglichen4 ,selbst bei dem ,klassenunterricht kleinerer ,kinder nutzt die weibliche ,lehrkraft sich soviel schneller ab1 dass die ,ersparnisse am ,lehrergehalt durch ,mehrbelastung des ,pensionsfonds in ,folge frherer ,pensionirung aufgewogen werden4 ,das weibliche ,geschlecht bleibt darum in der ,hauptsache -- und ganz besonders in den die ,kultur tragenden und frdernden ,gesellschaftsschichten -- doch immer auf die ,ernhrung durch die ,arbeit des mnnlichen angewiesen1 wofr seine sociale ,gegenleistung in der ,hauswirthschaft1 ,fortpflanzung und ,kinderpflege besteht4 ,auf dem ,gebiete der gesellschaftlichen ,sitte ist die ,schwrmerei fr ,gleichstellung und gleiche ,beurtheilung der ,geschlechter nicht minder verkehrt1 wie auf demjenigen der ,politik und der ,berufsarbeit4 ,entweder gehen die ,emancipationsbestrebungen dahin1 dass auch dem ,weibe alles erlaubt sein msse1 was dem ,manne von der ,sitte gestattet ist -- dann fhren sie zu einer alles ,familienleben zerrttenden und das ,volkswohl untergrabenden ,libertinage2 oder der ,gleichheitsformalismus tritt moralisirend auf und verbietet dem ,manne jede ,freiheit1 die dem ,weibe durch die ,sitte versagt ist1 dann fhrt er zu einem lcherlichen ,rigorismus1 welcher der ,natur ,unmgliches zumuthet und den ,rckschlag in sein ,gegentheil oder in heuchlerischen ,pharisismus unvermeidlich macht4 ,nur in einem ,punkte ist die ,forderung1 dass der ,mann ebensowenig ,freiheit haben drfe1 wie die ,frau unbedingt zuzugeben1 nmlich in der monogamischen ,ehe1 deren ,wesen gleiche ,treue von beiden ,seiten und gleiche sittliche ,beherrschung etwaiger instinktiver ,velleitten zur ,untreue erheischt4 ,aber selbst hier bleibt die ,wahrheit bestehen1 dass die ,verletzung der ,treue von ,seiten des ,mannes und von ,seiten der ,frau einen ganz verschiedenen ,grad der ,missbilligung hervorruft1 weil sie ganz verschiedene sociale ,folgen nach sich zieht1 weil die eine sich ausserhalb1 die andere innerhalb der ,familie vollzieht1 weil die eine das ,verhltniss der ,kinder zu den ,eltern und ,geschwistern unberhrt lsst1 die andere es vllig zerstrt oder doch durch ,zweifel untergrbt4 ,der ,mann einer notorisch untreuen ,frau hat nur die ,wahl1 entweder ,vaterpflichten gegen untergeschobene ,bastarde zu ben1 oder seine eigenen ,kinder durch ,scheidung mutterlos zu machen2 kann er die ,untreue nicht juridisch beweisen1 so bleibt ihm nicht einmal diese ,wahl1 sondern er muss sich der emprenden ,nothwendigkeit fgen1 ,kindern1 die er nicht fr die seinigen halten kann1 ,kindesrechte gegen sich einzurumen4 ,schon der blosse ,verdacht vergiftet das ,familienleben1 weil es immer das eigene ,nest ist1 das die etwaige ,untreue der ,frau beschmutzt4 ,dagegen lsst die ,untreue des ,mannes1 weil sie ausserhalb des ,kreises der ,familie fllt1 den ,familienstand und die ,stellung der ,frau als ,mutter und ,hausherrin intakt1 wenn sie auch den ,rechten und ,gefhlen der letzteren eine moralische1 und mglicher ,weise auch dem ,familienwohlstand eine materielle ,schdigung zufgt4 ,darum hat die gekrnkte ,frau freie ,wahl1 ob sie unvershnlich auf ihrem formellen ,recht der ,scheidung bestehen1 oder ob sie vergeben und ihren ,kindern das gemeinsame ,familienleben erhalten will2 das ,vergeben ist ohne ,beeintrchtigung ihrer ,wrde mglich1 was bei dem gekrnkten ,manne nicht der ,fall ist1 und darum hat allein die ,frau das ,vorrecht1 sich mit der gttlichen ,milde des ,verzeihens zu schmcken1 welche den ,mann in gleicher ,lage verchtlich macht4 ,viel durchgreifender1 als in der ehelichen ,treue sind die aus dem ,geschlechtsgegensatz abfliessenden ,unterschiede in ,bezug auf das ,leben vor der ,ehe4 ,ein ,mann1 welcher gegen das geschlechtliche ,vorleben des zu whlenden ,weibes gleichgltig ist 7wie gewisse spekulative ,heirathsannoncen es verknden7 macht sich verchtlich2 ein ,weib dagegen1 welches ohne ,zweifel an der ,ehrenhaftigkeit eines ,bewerbers daran ,anstoss nimmt1 dass er schon vor der ,bewerbung um sie geschlechtlich aktiv war1 macht sich lcherlich 7so z4 ,b4 die ,heldin in ,bjrnson's ,schauspiel3 ,der ,handschuh874 ,wre der ,mann nicht geschlechtlich aktiv1 so wrde er sich an der ,freundschaft mit ,frauen gengen lassen1 und hchstens noch aus usserlichen1 nicht zur ,sache selbst gehrigen ,motiven zur ,ehe sich entschliessen2 jedes feinfhlige ,weib strubt sich aber mit ,recht dagegen1 bloss aus solchen usseren ,motiven zur ,ehe begehrt zu werden4 ,kann also das ,weib nur bei einem seiner ,natur nach geschlechtlich aktiven ,mann erwarten1 um ihrer selbst willen geheirathet zu werden1 so ist es eine naturwidrige und unverstndige ,forderung1 dass diese ,aktivitt bis zur ,bekanntschaft mit ihr habe latent bleiben und erst bei ihrem ,anblick erwachen sollen4 ,umgekehrt dagegen hat der ,mann das ,recht1 ein weibliches1 das heisst geschlechtlich passives ,weib in seiner ,erkorenen vorauszusetzen1 mit anderen ,worten eine ,jungfrau1 die auf den ,mann ihrer ,wahl gewartet hat1 um sich von ihm aus dem trumenden ,schlummer zum wachen ,liebesleben wecken zu lassen4 ,es liegt der hchste ,reiz fr das mnnliche ,liebeswerben darin1 ein noch unbeschriebenes ,blatt vorzufinden1 in das er seine ,schriftzge eingraben kann1 eine noch reine ,passivitt1 d4 h4 eine noch potentielle ,gegenliebe1 die er erst durch seine ,aktivitt zur ,aktualitt erhebt4 ,darum gilt die ,jungfrulichkeit der ,braut als selbstverstndliche1 stillschweigende ,voraussetzung der ,eheschliessung1 und jede ,tuschung ber dieselbe als gesetzlicher ,ehescheidungsgrund1 ebensogut wie ,ehebruch4 ,wollte man aber dem entsprechend auch die ,jungfrulichkeit der ,bewerber zur ,bedingung gltiger ,ehen machen1 so wrden in der ,hauptsache nur noch solche ,mnner legitime ,familien grnden1 deren physiologischer ,defekt die ,fortpflanzung ihrer ,naturanlage nicht wnschenswerth macht1 und es wrde durch die ,zuchtwahl mehrerer ,generationen bei schnell abnehmender ,bevlkerung eine ,sorte von ,mnnern producirt werden1 die gar nicht mehr an ,verheirathung denkt4 ,ein ,mdchen1 das sein ,lebensglck ihrem ,bewerber anzuvertrauen im ,begriff steht1 thut freilich wohl1 alle thatschlichen ,anhaltspunkte in ,betracht zu ziehen1 welche zur ,erschliessung seines ,charakters beitragen knnen1 und zu solchen gehrt zweifellos in erster ,reihe die ,art seines ,verhaltens gegen andere ,frauen1 zu denen er bereits in ,beziehung gestanden hat2 aber es kommt dabei nicht sowohl auf die ,thatsache an1 dass er schon vorher andere ,verhltnisse angeknpft hatte1 als vielmehr darauf1 wie er sich in denselben benommen hat1 und vor allen ,dingen1 wodurch dieselben gelst worden sind4 ,einen als schuldigen ,theil geschiedenen ,ehemann zu heirathen1 ist mindestens ein ,wagniss1 ber dessen blen ,ausfall sich kein ,weib nachher beklagen kann4 ,auch bei ,vermeidung jeder ,unehrenhaftigkeit treten oft genug die bedenklichsten ,charakterzge1 wie ,leichtsinn1 ,selbstsucht1 ,genusssucht1 ,rcksichtslosigkeit1 ,unvertrglichkeit1 ,hartherzigkeit1 ,undankbarkeit1 ,frivolitt u4 s4 w4 zu ,tage1 welche jedes besonnene ,mdchen davon abschrecken mssen1 sich einem solchen ,charakter anzuvertrauen4 ,aber es ist dies offenbar etwas ganz anderes1 als die ,forderung1 dass der ,mann keine andern ,verhltnisse angeknpft haben solle1 und darf mit ihr nicht verwechselt werden4 ,war das ,verhalten desselben vorwurfsfrei1 so bietet vielmehr ein so in den ,prfungen des ,lebens bewhrter ,bewerber eine ungleich grssere ,brgschaft als ein gleichaltriger ,unerprobter4 ,wenn es auch zweifelhaft sein mag1 ob der ,mann zwei ,frauen zugleich wahrhaft lieben knne1 so ist es doch unzweifelhaft1 dass er mehrere nach einander mit ganzem und vollem ,herzen lieben knne1 und die ,behauptung1 dass nur ,eine ,liebe die wahre sei1 ist eine unstatthafte ,verallgemeinerung eines fr die weibliche ,empfindungsweise wahren ,satzes auf den ,menschen als solchen4 ,der ,organismus des ,mannes bleibt davon vllig unberhrt1 wenn derselbe aus einem ,junggesellen zum ,gatten und ,vater wird2 er empfngt nichts zu dem ,seinigen hinzu und wird durch das1 was er giebt1 nicht rmer4 ,das ,weib hingegen verhlt sich nicht gebend1 sondern empfangend und tritt dadurch in ein ganz neues physiologisches ,lebensstadium1 das ihren ,organismus bis in seine kleinsten ,theile alterirt4 ,eine ,mutter hat berdiess ,monate lange mit einem zweiten ,organismus in ,blutaustausch gelebt1 dessen ,blutbereitung nur zur ,hlfte durch die ererbten mtterlichen1 zur andern ,hlfte durch die ererbten vterlichen ,eigenschaften bestimmt war1 sie hat also ihre ,gewebe theilweise mit einem ,blute ernhrt1 das zur ,hlfte durch ihren ,gatten bestimmt war1 und hat dadurch ,eigenschaften des letzteren in gewissem ,grade in sich aufgenommen1 welche zwar in ihr latent bleiben1 desto mehr aber in ,kindern einer spteren ,ehe wieder zu ,tage treten knnen 7was man ungenau so ausdrckt1 dass diese ,einflsse in ganz besonderem ,maasse auf die ,fortpflanzungssphre wirken74 ,der ,gatte einer ,wittwe findet also kein unbeschriebenes ,blatt mehr vor1 sondern einen in gewissem ,grade durch seinen ,vorgnger mitbestimmten ,organismus1 mit dessen ,vererbungstendenzen die seinigen erst den ,kampf aufzunehmen haben4 ,ein ,weib giebt sich demnach in der ,that ihrem ,gatten mit ,seele und ,leib hin1 ein ,mann seiner ,gattin bloss mit der ,seele1 und mit dem ,leibe nur insofern1 als er die ,verpflichtung bernimmt1 fr sie mit zu arbeiten4 ,mit diesem physiologischen ,unterschiede der ,rckwirkung der ,ehe auf beide ,geschlechter hngt der ,gegensatz im ,instinkt beider ,geschlechter auf das engste zusammen4 ,so lange die ,schwrmer fr ,gleichstellung der ,geschlechter jenen physiologischen ,unterschied nicht wegdekretiren knnen1 werden sie vergeblich an dem ,gegensatz der ,instinkte rtteln und werden mit einer beide ,unterschiede ignorirenden socialen ,gleichmacherei nur widernatrliche ,zerrbilder liefern1 die an ihrer inneren ,absurditt scheitern4 ,hiermit soll keineswegs auf die ,wiederverheirathung der ,wittwen ein ,stein geworfen werden1 obwohl die ,frivolitt1 mit welcher dieser ,gegenstand nur zu hufig in ,lustspielen und ,romanen behandelt wird1 des deutschen ,volkes nicht wrdig ist4 ,eine kinderlose ,wittwe oder geschiedene ,frau1 oder eine solche1 die nicht selbst in der ,erziehung ihrer ,kinder ihre ,lebensaufgabe suchen und finden kann1 oder die allein dieser ,aufgabe sich nicht gewachsen fhlt1 soll auf keine ,weise gehindert werden1 ihren ,lebensberuf in einer zweiten ,ehe zu suchen1 insbesondere1 wenn sie in ihrer ersten ,ehe die wahre ,liebe noch nicht durchlebt hat2 aber eine ,mutter wird immer wohl thun1 zunchst in der ,erziehung ihrer ,kinder ihre dringendste ,lebensaufgabe zu sehen1 und wird1 wenn sie diese ernst und pflichttreu erfasst1 selten ,grund haben1 nach einem weiteren ,feld fr die ,bethtigung ihrer ,krfte auszusphen4 ,ein ,mann braucht sich durch die ,wittwenschaft seiner ,geliebten nicht von der ,verbindung mit derselben abhalten zu lassen1 aber er soll sich darber klar sein1 dass diese ,wittwenschaft ein ,punkt ist1 ber den er sich hinwegsetzen muss1 und dass die ,frau es durch ungewhnliche persnliche ,vorzge verdienen muss1 dass er sich ber diesen ,punkt hinwegsetzt4 ,ein ,mdchen dagegen1 das einen ,wittwer heirathet1 hat sich1 was seine ,person anbetrifft1 ber gar nichts hinwegzusetzen1 kann sich vielmehr freuen1 dass es einen schon von ihrer ,vorgngerin erzogenen und gezhmten ,mann bekommt4 ,aehnlich ist der ,unterschied zwischen einem ,manne1 der schon einmal ,brutigam war1 und einem ,mdchen1 das schon einmal ,braut war4 ,der erstere bleibt davon in seinem ,werthe unberhrt1 sofern nur die ,lsung der ,verlobung ohne seine ,schuld erfolgt ist2 die letztere1 auch wenn sie ganz schuldlos an dem ,auseinandergehen ist1 gleicht einer ,waare1 die ,havarie erlitten hat1 und deren ,werth dadurch im ,preise gesunken ist4 ,mag sie die weibliche ,passivitt in ihrem ,brautstand noch so wohl bewahrt haben1 so ist doch die latente ,pontentialitt ihrer ,passivitt aufgehoben1 die ,jungfrulichkeit ihres ,herzens nicht mehr intakt1 der ,duft von den ,schmetterlingsflgeln abgestreift4 ,nur einmal kann das ,weib praktisch lernen1 was ,liebe ist1 und es ist schmerzlich fr den ,liebenden1 nicht derjenige sein zu knnen1 der es sie lehrt4 ,wohl treibt ein vom ,frhlingsfrost verletzter ,baum eine zweite ,laubkrone empor1 aber so reich und ppig1 wie die erste1 wird sie nicht2 so entfaltet auch das ,mdchenherz eine zweite ,blthe1 wenn die erste vor der ,reife verwelken musste1 aber seine volle und ganze ,blthenpracht breitet es doch nur da aus1 wo die zum ersten ,mal erwachende ,liebe ungestrt mit ganzer ,kraft alle ,phasen durchluft4 ,nun ist dies freilich nicht so zu nehmen1 als sollten der noch schlummernden ,jungfrulichkeit die ,trume verwehrt sein1 welche das knftige ,liebesleben ideal anticipiren2 denn diese ,trume greifen in ihrer ,gegenstandslosigkeit keinem ,rechte eines knftigen ,bewerbers vor4 ,ebenso wenig kann man der ,jungfrau die unwillkrlichen tastenden ,versuche verargen1 mit denen sie das ,ideal ihrer ,trume den ihr begegnenden wirklichen ,mnnern anzupassen unternimmt1 und noch untriftiger wre die ,zumuthung1 dass die ,jungfrau gegen alle ,bewerber schlechthin sprde sein solle1 bis der eine ,auserwhlte kommt1 weil der ,auserwhlte niemals kommen wrde1 wenn es jedem ersten ,annherungsversuche schlechterdings an jedem ,entgegenkommen fehlte4 ,nur wenn zufllig die ,versuche1 das ,ideal an die begegnenden ,mnner anzupassen1 mit den ,bewerbungen eines bestimmten ,mannes und einem gewissen ,entgegenkommen gegen dieselben zusammen treffen1 nur dann tritt der ,punkt ein1 wo die ,trume der ,phantasie im ,begriffe stehen1 in reales ,liebesleben umzuschlagen2 aber dieses ,wnschen und ,sehnen1 ,hoffen und ,frchten ist doch erst die ,vorhalle zum realen ,liebesleben und dieses selbst beginnt erst mit dem ausdrcklichen oder stillschweigenden ,einverstndniss beider ,theile1 d4 h4 mit dem ,eintritte in ein brutliches ,verhltniss1 gleichviel ob dasselbe ,geheimniss der ,liebenden bleibt1 oder der ,familie mitgetheilt1 oder vor der ,gesellschaft erklrt wird4 ,der ,grad der ,strke und ,vollstndigkeit1 in welchem die ,gefhle in solchem ,verhltnisse geweckt und erschlossen werden1 ist nicht abhngig von seiner lngeren ,dauer1 wenn auch eine gewisse ,dauer die ,vollstndigkeit der ,aufschliessung begnstigt2 sie ist ferner unabhngig davon1 ob das dem ,wunsche vorschwebende ,ziel der ,vereinigung als erreichbar oder unerreichbar gedacht oder in welcher ,form es vorgestellt wird4 ,nimmt man den ,begriff des brutlichen ,verhltnisses in diesem weiteren ,sinne1 so deckt er sich genau mit dem ,begriffe des realen ,liebeslebens1 und so kann dessen ,grenze von vorbereitenden ,anknpfungsversuchen und von ,phantasietrumen mit sthetischen ,schein-,empfindungen nicht zweifelhaft sein4 ,praktisch freilich ist die ,grenze zwischen ,anknpfsversuchen und brutlichem ,verhltniss durch die ,sitten verschieden gezogen1 und liegt die ,gefahr nahe1 bei lebhafter ,phantasie ideale sthetische ,scheingefhle mit realen zu verwechseln1 also blosse ,phantasiespiele fr wirkliches ,liebesleben zu halten2 indessen belehrt das weit schnellere ,ausklingen1 ,verblassen und spurlose ,verschwinden der ,phantasiegefhle nachtrglich ziemlich leicht und sicher ber deren ,unterschied von realen ,gefhlen und ber die etwa stattgehabte ,verwechselung der ersteren mit den letzteren4 ,alle ,behauptungen von ,frauen1 dass sie fter als einmal wahrhaft geliebt haben1 drften sich darauf zurckfhren lassen1 dass der ,unterschied zwischen den ,scheingefhlen einer lebhaften ,phatasiethtigkeit und dem realen ,gefhlsleben des ,herzens nicht beachtet worden ist2 die phantasiemssige ,anticipation des realen ,liebeslebens kann aber bis zu einem gewissen ,grade der ,lebhaftigkeit1 ,flle und ,feinheit der letzteren frderlich sein4 ,so kann eine schuldlos entlobte ,braut1 die zwar phantasiemssig zu lieben versucht1 aber es nicht bis zu wirklicher ,liebe fr ihren ,brutigam gebracht hat1 unter ,umstnden ein dankbarerer ,gegenstand der ,liebe sein1 als ein phantasieloses ,mdchen1 das allzu plump und schwerfllig auf die entgegengebrachte ,liebe reagirt4 ,aber sowie man es versucht1 diesen ,satz auszudehnen auf ,frauen1 welche in der ,liebe praktisch schon viel durchgemacht haben1 so tritt der ,unterschied zwischen ,phantasiespiel und ,wirklichkeit hervor3 der ernste ,mann1 der dem ,weibe seiner ,wahl wirklich seine ,seele hinzugeben verlangt1 erwartet auch als ,gegengabe ein reines und womglich jungfruliches ,herz1 wogegen der ,lstling1 der nichts geben1 sondern nur seine ,sinnlichkeit gereizt sehen will1 solchen erfahrenen8 ,frauen eine ,zeit lang den ,vorzug giebt1 bis endlich auch er1 der strksten ,reize bedrftig geworden1 doch wieder zur unentweihten ,jungfrulichkeit1 als dem letzten und hchsten ,stimulans1 zurckgreift4 ,umgekehrt ist der erfahrene und im ,leben geprfte ,mann fr ein reines ,frauengemth unendlich viel anziehender1 als ein ,neuling auf dem ,felde der ,liebe1 und es sind nur die alternden ,frauen1 welche dazu gelangen1 die ,unschuld1 die ihnen selber lngst abhanden gekommen ist1 an jungen ,mnnern reizend zu finden4 ,es bedarf wohl kaum des ,hinweises darauf1 dass alle diese ,unterschiede des ,verhaltens1 in denen der ,gegensatz der ,geschlechter sich ausdrckt1 niemals aus eudmonologischen ,motiven konservirt zu werden beanspruchen knnen1 sondern nur deshalb1 weil mit ihrer ,missachtung und allmhlichen ,unterdrckung die von der ,naturteleologie gesetzten ,reize zur ,verehelichung1 d4 h4 zur ,ueberwindung des ,egoismus zu ,gunsten der nchsten ,generation1 aufhren wrden1 und damit der ,kulturprocess den schwersten ,schaden leiden wrde4#f ,,iv4 ,die ,lebensfrage der ,familie4 ,unter aller ,verhltnissen ist die ,lebensdauer der ,familien oder ,geschlechter in den hheren ,stnden durchschnittlich krzer als in den mittleren und niederen2 aber wohl selten hat es eine ,zeit gegeben1 in welcher das ,missverhltniss einen solchen ,grad erreicht hat1 wie gegenwrtig4 ,es drfte schwer sein1 fr diese ,behauptung den exakten ,beweis zu erbringen1 da die mittlere ,lebensdauer der ,familien oder ,geschlechter in einem ,stande nicht unmittelbar abhngig ist von der mittleren ,lebensdauer der ,individuen1 welche sie zusammensetzen1 und von den ,lebenslufen der ,familien oder ,geschlechter in den mittleren oder niederen ,stnden meist nur kurze ,bruchstcke zu verfolgen sind4 ,trotzdem wird man dieser ,behauptung beistimmen drfen1 wenn man erwgt1 dass die drei hauptschlichen ,ursachen1 von welchen der ,unterschied der mittleren ,lebensdauer eines ,geschlechts in hheren und niederen ,stnden abhngt1 in der letzten ,zeit sehr zugenommen haben1 nmlich der grssere ,procentsatz an ,unverehelichten1 das sptere mittlere ,heirathsalter und die kleinere durchschnittliche ,kinderzahl1 die auf eine ,ehe kommt4 ,neben diesen drei ,ursachen spielt noch eine vierte mit1 welche in ihren ,wirkungen noch weit schwerer abzuschtzen und der statistischen ,aufnahme bis jetzt entzogen ist1 welche aber darum nicht weniger einschneidend wirkt3 es ist diess der ,umstand1 dass gegenber der strkeren ,inanspruchnahme von ,muskelkraft und individueller ,lebenskraft in den ,berufsarten der niederen ,stnde die intensivere ,geistesarbeit und das intensivere ,genussleben der hheren ,stnde mehr ,nervenkraft konsumirt und dadurch die ,lebenskraft des ,geschlechts rascher verzehrt4 ,durch ,verbrauch von ,nervenkraft wird nmlich mehr als durch irgend etwas anderes das ,fortpflanzungsvermgen alterirt und zwar in doppeltem ,sinne1 erstens in ,bezug auf die ,zahl und ,tchtigkeit der unmittelbaren ,nachkommenschaft1 zweitens aber auch noch ganz besonders in ,bezug auf die ,nervenkraft und ,fortpflanzungsfhigkeit der nchsten ,generation1 von welcher die ,zahl und ,tchtigkeit der ,nachkommenschaft in spteren ,generationen mehr als von irgend einem anderen ,umstande abhngt4 ,insoweit sich die fragliche ,wirkung in der ,durchschnittszahl der auf eine ,ehe entfallenden ,kinder ausspricht1 ist sie bereits in der dritten der vorangestellten ,ursachen in ,rechnung gestellt2 insoweit sie aber die ,tchtigkeit1 ,fortpflanzungsfhigkeit und durchschnittliche ,kinderzahl der unmittelbaren ,nachkommen betrifft1 muss sie als ein vierter ,factor in ,ansatz gebracht werden1 was freilich erst dann ziffermssig mglich wre1 wenn wir eine vergleichende ,familienstatistik der verschiedenen ,stnde und ,berufsarten besssen4 ,man knnte nun meinen1 dass in der krzeren durchschnittlichen ,lebensdauer der ,familien und ,geschlechter in den hheren ,stnden ein billiger ,ausgleich liege fr die lngere ,durchschnittsdauer des ,individuallebens1 und dass es vom ,standpunkt des ,ganzen betrachtet gerade ein trstlicher ,gedanke sei1 dass die ,familien der hheren ,stnde1 auch wenn sie sich in ihrem ,stande behaupten1 doch allmhlich durch ,aussterben fr ein ,nachrcken der niederen ,stnde ,raum machen4 ,indessen die ,genugthuung ber diesen ,ausgleich wre doch nur eine kurzsichtige im ,interesse des ,ganzen4 ,denn es wrde dabei bersehen1 dass es vor allem im ,interesse des ,ganzen liegt1 die ererbten und generationsweise gesteigerten ,anpassungen an hhere sociale und kulturelle ,aufgaben1 durch welche die ,mitglieder der hheren ,stnde denen der niederen durchschnittlich berlegen sind1 mglichst voll auszubeuten und auch fr die ,zukunft des ,processes nach ,mglichkeit durch ,weitervererbung zu verwerthen4 ,so wnschenswerth es ist1 dass strebsamen und ausnahmsweise gnstig veranlagten ,individuen und ,familien das ,aufrcken in die hheren ,stnde offen stehe1 um diesen immer frisches ,blut zuzufhren und sie zur ,selbstbehauptung durch berlegene ,leistungen zu zwingen1 so zweckmssig es ferner ist1 die untchtigen1 arbeitsscheuen und ungnstig veranlagten ,individuen der hheren ,stnde durch keine socialen ,einrichtungen vor dem ,wiederhinabsinken in die niederen ,stnde zu bewahren1 ebenso unzweckmssig wre es1 den kapitalisirten ,gewinn der ,arbeit vergangener ,generationen1 wie er in den ererbten ,vorzgen der hheren ,stnde vorliegt1 leichtsinnig vergeuden zu lassen1 wenn man etwas zu seiner ,erhaltung fr knftige ,generationen thun kann4 ,aus diesem ,grunde lohnt es sich wohl1 der ,erwgung der ,ursachen nher zu treten1 durch welche die zunehmende ,verkrzung der durchschnittlichen ,lebensdauer der ,familien hherer ,stnde bedingt ist1 und sich umzusehen1 welche ,mittel der ,abhlfe fr diese wachsende ,kalamitt unseres socialpolitischen ,lebens zur ,verfgung stehen4 ,es kommt noch eine zweite ,folge der ,ehelosigkeit und ,heirathsversptung hinzu1 welche als ein socialer ,uebelstand von der grssten ,tragweite allgemein anerkannt ist1 dessen symptomatische ,behandlung aber bis jetzt nur das ,uebel verschlimmert hat1 und der so lange fortdauern wird1 bis er durch ,abstellung seiner ,ursachen an der ,wurzel erfasst wird4 ,es ist dies die sogenannte ,frauenfrage1 richtiger ,jungfernfrage1 d4 h4 die ,frage1 welchen ,beruf man den ,weibern anweisen soll1 die ihren natrlichen ,beruf als ,frau verfehlt haben4 ,bekanntlich ist die ,personenzahl beider ,geschlechter in der ,jugendblthe gleich1 whrend im ,kindesalter das mnnliche ,geschlecht ein wenig1 im reiferen ,alter das weibliche betrchtlich und in wachsendem ,maasse berwiegt4 ,hieraus folgt1 dass keine ,jungfern brig bleiben wrden1 wenn ,jedermann in seiner ,jugendblthe eine ,lebensgefhrtin whlte4 ,eine ,jungfernfrage entspringt erst daraus1 dass die ,zahl der ,mdchen in der ,jugendblthe grsser ist als die ,zahl der ,mnner in demjenigen reiferen ,lebensalter1 in welchem sie in den hheren ,stnden zur ,ehe zu schreiten pflegen1 und dass ein ,theil dieser ,mnner es vorzieht1 unverheirathet zu bleiben4 ,die ,ausbildung der ,mdchen fr selbststndige ,berufsarten1 welche zur symptomatischen ,lsung der ,jungfernfrage vorgeschlagen ist und vielfach angestrebt wird1 macht das ,uebel nur rger1 weil sie die ,mdchen weniger anziehend fr die ,mnner macht und dadurch die ,zahl der unverheirathet bleibenden ,mnner1 also auch die ,zahl der sitzenbleibenden ,mdchen vermehrt1 was wiederum eine ,verschrfung der ,dringlichkeit der ,jungfernfrage und vergrsserte ,anstrengungen zur selbststndigen ,erwerbsthtigkeit zur ,folge hat4 ,aus diesem fehlerhaften ,kreislauf1 der sich in sich selbst steigert1 ist nur herauszukommen1 wenn man die alleinige ,ursache der ,jungfernfrage in der zunehmenden ,ehelosigkeit und ,heirathsversptung der ,mnner erkennt1 und die ,bemhungen zur ,abhlfe an diesem ,punkte einsetzt4 ,was zunchst die vierte ,ursache der ,verringerung der mittleren ,lebensdauer der ,familien1 die strkere ,abnutzung der ,nervenkraft durch intensivere geistige ,arbeit und geistigen ,genuss1 betrifft1 so ist sie in der ,hauptsache nicht zu beseitigen4 ,die hheren ,berufsarten haben eben ihr ,wesen darin1 eine hhere und angespanntere geistige ,arbeit zu verlangen1 und selbst dann1 wenn man bestreiten wollte1 dass die intensivere ,arbeit auch intensiveren ,genuss als ,gegengewicht fordert1 wrde man doch nicht leugnen knnen1 dass die ,gensse und ,erholungen der gebildeten ,stnde selbst vergeistigter ,art sind und darum auch wieder eine geistige ,anspannung1 wenn auch in anderer ,art als die ,arbeit1 nthig machen4 ,da alle hhere ,geisteskultur der ,menschheit in dieser ,steigerung der geistigen ,arbeit und des geistigen ,genusses liegt1 so wird keine menschliche ,schlauheit jemals ein ,mittel ersinnen1 um die kulturtragenden ,minderheiten der ,vlker vor einer rascheren ,abnutzung zu bewahren1 und es bleibt in dieser ,hinsicht nichts brig1 als sich mit der ,mauserung der ,aristokratie durch allmhlichen ,nachwuchs von unten zu trsten4 ,um so dringender aber muss den hhern ,stnden ans ,herz gelegt werden1 dass sie sich vor jeder ,uebertreibung in ,arbeit und ,genuss hten und die unvermeidlichen gesundheitlichen ,nachtheile ihrer socialen ,stellung nach ,mglichkeit dadurch auszugleichen suchen1 dass sie im ,uebrigen ein gesundheitsgemsseres ,leben fhren1 als es den niederen ,stnden durch ihre pekunire ,lage gestattet ist4 ,vor allem gilt es1 den die ,nervenkraft ersetzenden ,schlaf der ,nacht heilig zu halten1 demnchst nicht nur auf nahrhafte1 sondern auch auf reizlose ,kost zu achten1 so viel als mglich sich ,bewegung zu machen und frische ,luft zu athmen1 den ersten ,theil des ,tages der ,arbeit1 den zweiten der ,erholung zu widmen1 regelmssig zu leben und in allen ,dingen ,maass zu halten4 ,eine grosse ,gefahr liegt darin1 dass die nervenerregende ,wirkung der ,gehirnarbeit irritirend auf die ,genitalsphre wirkt und leicht zu einer vorzeitigen ,vergeudung des ,fortpflanzungsvermgens verleitet2 diese ,gefahr wird um so grsser1 je lnger sie ,zeit hat zu wirken1 d4 h4 je spter das durchschnittliche ,verheirathungsalter der ,mnner in den hheren ,stnden fllt4 ,hier mssen alle hygienischen1 sthetischen und moralischen ,hebel angesetzt werden1 um den socialen ,schden vorzubeugen1 die aus der ,verbindung der verstrkten ,irritation mit der verlngerten ,entbehrung erwachsen knnen2 am wirksamsten im ,grossen und ,ganzen wird sich auch hier die ,abschwchung der nervsen ,irritation durch gesundheitsgemsse ,lebensweise und ,vermeidung ditetischer ,reizmittel erweisen4 ,es ist nicht schwer zu sehen1 dass diese ,ursache in ,wechselwirkung steht mit den drei andern4 ,es ist fr einen jungen ,mann um so leichter1 zeitweilige ,selbstbeherrschung zu ben1 je nher und gewisser ihm das ,ziel der ,ehe vorschwebt1 um so schwerer1 je ferner und aussichtloser dasselbe nach ,lage der socialen ,verhltnisse fr ihn ist2 umgekehrt rckt nichts die ,neigung zur ,verheirathung so sehr in den ,hintergrund1 als die ,gewhnung an ein zgelloses ,junggesellenleben1 und es mssen dann meist schon nebenschliche ,motive sein1 welche den ,entschluss zur ,verheirathung doch noch reifen lassen4 ,ebenso stehen die drei andern ,grnde untereinander in ,wechselwirkung4 ,wer wenig ,aussicht hat1 zur ,verheirathung zu gelangen1 macht sich von vornherein mit dem ,junggesellenleben vertraut und entzieht sich der ,gelegenheit zur ,anknpfung brutlicher ,verhltnisse1 so dass schon der ,zufall sein ,spiel treiben muss1 wenn er ihn doch noch in ,hymens ,fesseln schlagen soll4 ,wer erst in reiferen ,jahren ans ,heirathen denken kann1 der verpasst die ,zeit der jugendlichen ,eindrucksfhigkeit1 innerhalb deren so manches weibliche ,wesen sein ,herz htte gewinnen knnen1 und wenn er endlich soviel vor sich gebracht hat1 dass er eine ,familie zu grnden wnscht1 so sieht er sich vergebens nach einem ,mdchen um1 in das er sich verlieben knnte1 und wartet entweder1 bis es ganz und gar zu spt ist1 oder er schliesst aus usserlichen ,grnden eine ,ehe ohne ,liebe4 ,heirathet ein ,mann erst in reiferen ,jahren1 so wird er durchschnittlich ein lteres ,mdchen zur ,frau whlen1 als wenn er jnger geheirathet htte3 es wird demnach die ,zahl der ,kinder in seiner ,ehe schon um des ,alters der ,frau willen geringer sein2 ausserdem aber tritt er nach krzerer ,ehedauer in ein ,lebensalter ein1 in welchem die ,ehe ihre natrliche ,bedeutung zu verlieren pflegt1 auch wenn die ,frau noch nicht aufgehrt hat1 fortpflanzungsfhig zu sein1 so dass hier ein zweiter ,grund fr ,verkrzung der natrlichen ,kinderzahl zu ,tage tritt4 ,da es nicht bloss auf die ,zahl1 sondern auch auf die ,beschaffenheit der ,kinder1 auf die ,schonung der ,mutter fr ihren weiteren ,beruf1 und auf die gengende ,ausbildung derselben fr die ,erziehung der ,kinder ankommt1 so wrde ich es keineswegs fr einen idealen ,zustand halten1 wenn die ,tchter der hheren ,stnde unmittelbar nach erreichter ,pubertt in die ,ehe trten2 aber auch die ,hinausschiebung des durchschnittlichen ,heirathsalters der ,mdchen auf das #bf4 bis #bh4 ,lebensjahr ist unnatrlich1 weil es ohne weitere ,frderung ihrer ,ausbildung ihre jugendliche ,anpassungsfhigkeit verringert und mehrere ,kinder1 welche vom #ba4 bis zum #bf4 ,jahr der ,mutter htten das ,licht der ,welt erblicken knnen1 fr immer ungeboren lsst4 ,dieselben ,motive1 welche die ,mnner gar nicht oder erst in reiferen ,jahren zum ,entschluss der ,verheirathung gelangen lassen1 bewirken auch eine ,scheu vor reichem ,kindersegen4 ,wir sind bereits zu einem solchen ,grade der ,verwirrung und ,verkehrung der ,begriffe gelangt1 dass unsern hheren ,stnden die naturgemsse ,kinderzahl einer normalen ,ehe von jugendlich verbundenen gesunden und krftigen ,gatten als eine kaninchenartige ,fruchtbarkeit8 anstssig erscheint4#g ,wo solche ,ansichten ,platz gegriffen haben1 mssen sie selbstverstndlich eine ,rckwirkung auf das mittlere ,heirathsalter ben1 insbesondere auf dasjenige der ,frau2 denn je lnger ein ,mdchen mit der ,verheirathung wartet1 oder ein je lteres ,mdchen ein ,mann zur ,frau whlt1 desto weniger ,sorge vor allzu reichem ,kindersegen brauchen sie zu hegen4 ,fr den ,mann ist die grssere oder geringere ,kinderzahl wesentlich nur eine pekunire ,frage1 da die ,frau doch allein die ,lasten derselben zu tragen hat2 fr die ,frau aber ist es eine ,kardinalfrage des ,leibes und der ,seele4 ,wo nun durch einen widernatrlichen ,spiritualismus und abstrakten ,idealismus verschrobene ,ansichten in der ,frauenwelt gewisser ,stnde grossgezogen werden1 welche trefflich als ,deckmantel der egoistischen ,bequemlichkeit1 ,leistungsscheu und ,genusssucht verwendbar sind1 da bildet sich ein ,geschlecht pretiser und berspannter ,egoistinnen1 welche allenfalls wohl noch ein oder zwei ,mal die ,lasten der ,mutterschaft auf sich nehmen wollen1 weil sie anders auch der ,freuden derselben nicht theilhaft werden knnen1 welche dann aber auch nicht weiter von den ,naturpflichten des ,frauenberufs belstigt sein1 sondern ungestrt ihrer ,behaglichkeit und ihren ,amsements leben wollen4 ,nichts kann geeigneter sein1 die ,mnner energisch von der ,ehe abzuschrecken1 als die ,verbreitung solcher ebenso unsittlichen wie unnatrlichen ,ansichten2 denn wenn sie doch nur fr wenige ,jahre die ,aussicht haben sollen1 in einer naturgemssen ,ehe zu leben1 so ist dieser ,preis wahrlich das ,opfer ihrer ,freiheit nicht werth1 und wenn sie nachher doch nur ein naturwidriges ,verhltniss mit einem aus ,egoismus unsittlichen ,weibe fortsetzen sollen1 so knnen sie sich auch gleich mit unsittlichen ,verhltnissen zu egoistischen ,weibern begngen1 die wenigstens nicht mit pretiser ,ehrbarkeit und tugendhafter ,ueberspanntheit prunken4 ,mdchen1 welche zwar alle ,vortheile der ,frauenstellung durch die ,ehe zu erlangen wnschen1 aber nicht mehr die ehrliche und rckhaltslose ,opferwilligkeit fr alle ihnen von der ,natur und dem socialen ,gesammtinteresse auferlegten ,pflichten besitzen1 wollen den ,mann1 der sie heirathet1 einfach im ,handel betrgen1 und es geschieht ihnen persnlich nur ihr ,recht1 wenn sie dabei die ,betrogenen sind1 d4 h4 sitzen bleiben4 ,leider geschieht nur mit dieser nchstliegenden ,lsung dem socialen ,ganzen nicht sein ,recht1 und deshalb knnen solche berspannte egoistische ,ansichten nicht entschieden genug zur rechten ,zeit bekmpft werden4 ,die ,mdchen knnen nicht frh genug lernen1 dass sie ebensowenig wie die ,mnner geboren sind1 um zu geniessen1 sondern um zu dienen1 nicht den ,mnnern1 sondern gleich diesen ihrem ,beruf1 und dass ihr einziger unmittelbarer ,beruf darin liegt1 dem ,vaterlande mglichst viel mglichst tchtige und wohlerzogene neue ,brger zuzufhren1 um es im ,kampf ums ,dasein der ,nationen konkurrenzfhig und siegreich zu erhalten4 ,ist es denn nicht ein tief beschmender ,gedanke1 dass in allen modernen ,kulturvlkern die bisherige ,durchschnittszahl der ehelichen ,geburten nicht ausreichen wrde1 um dieselben vor ,rckgang und allmhlichem ,aussterben zu bewahren1 dass z4 ,b4 das deutsche ,volk seine ,vermehrung seit dem ,jahre #ahae1 durch welche allein es in den ,stand gesetzt wurde1 seine ,existenz gegen ,frankreich siegreich zu behaupten1 lediglich den ,opfern verdankt1 welche die ,mtter der unehelichen ,kinder auf dem ,altar des ,vaterlandes niedergelegt haben8 ,ist es denn nicht ebenso beschmend fr die hheren ,stnde1 dass sie1 die am ehesten in der ,lage wren1 fr die ,volksvermehrung ein ,uebriges zu thun1 in der ,erfllung dieser staatsbrgerlichen ,pflicht hinter dem ,durchschnitt weit zurckbleiben1 dem ,proletariat zu andern ,lasten auch noch die ,last aufbrden1 den ,ausfall ihrer ,leistungen zu decken und dadurch eine umgekehrte natrliche ,zuchtwahl1 eine ,erhaltung des mindest ,entwickelten1 inauguriren8 ,in dem unnatrlichen egoistischen ,widerwillen vieler ,mdchen der hheren ,stnde gegen eine opferbereite ,erfllung des ,frauenberufs ist ein zwar verborgenes und sorgsam verhlltes aber doch hinreichend durchscheinendes ,motiv aufgedeckt1 welches die ,mnner von der ,ehe mit ,standesgenossinnen abschreckt1 sobald sie klar genug blicken1 um zu merken1 dass es darauf abgesehen ist1 sie im ,handel zu betrgen1 und dass sie in einer solchen ,ehe vor die ,wahl gestellt sind1 entweder unter dem ,druck pekunirer ,motive sich mit guter ,miene in die ,lage des ,betrogenen zu finden1 oder die ,frau zur ,erfllung ihrer ,pflichten zu zwingen auf ,kosten des ehelichen ,friedens und huslichen ,behagens4 ,es giebt aber auch offener zu ,tage liegende ,grnde1 welche die ,zunahme der ,ehelosigkeit und ,heirathsversptung erklren1 nmlich der immer allgemeiner werdende ,hang1 ber seinen ,stand hinaus zu leben4 ,es ist unbestreitbare ,thatsache1 dass trotz einer rascheren ,vermehrung der ,bevlkerung die ,lebenshaltung aller ,stnde in den letzten #aej ,jahren ausserordentlich gestiegen ist4 ,unsere heutigen ,arbeiter1 welche ber ,unzulnglichkeit der ,lhne klagen1 knnen sich kaum einen ,begriff davon machen1 in welchem ,elend ihre ,urgrosseltern lebten2 aber unser ,mittelstand bis in die hchsten ,berufsarten hinauf kann sich in seinen lteren ,gliedern noch sehr wohl entsinnen1 welche puritanische ,einfachheit in den ,husern seiner ,grosseltern nach den ,mittheilungen der ,eltern in deren ,jugend geherrscht hat4 ,die ,mglichkeit einer besseren ,lebenshaltung aller ,stnde trotz schneller ,volksvermehrung liegt ausschliesslich darin1 dass jetzt die aufgespeicherte ,sonnenkraft vergangener ,jahrtausende1 die wir mit den ,steinkohlen aus der ,erde graben1 vermittelst unsrer ,maschinen unverhltnissmssig viel mehr ,gebrauchswerthe producirt1 als dieselbe ,volkszahl durch eigne ,kraft und ,handarbeit liefern knnte1 und dass wir gegen einen berschssigen ,theil dieser ,fabrikate die ,bodenprodukte andrer ,lnder und ,welttheile eintauschen knnen4 ,der ,grund dafr1 dass der ,drang nach ,steigerung des ,wohllebens gegenwrtig so viel intensiver geworden und theilweise in eine krankhafte ,genusssucht ausgeartet ist1 liegt einerseits darin1 dass die bedeutend vermehrte ,klasse der sehr ,reichen in dem produktiven ,raffinement unsrer ,zeit die ,mittel zu einem hchst verfeinerten ,wohlleben vorfindet und durch ihr ,beispiel die andern ,stnde zur ,nacheiferung anreizt1 andrerseits darin1 dass der demokratische nivellirende ,zug unsres ,zeitalters sich mehr als je gegen die ,unterschiede des ,komforts verschiedener ,stnde als gegen eine sociale ,ungerechtigkeit auflehnt1 und die ,gensse der ,bevorzugten als das gleiche ,recht fr ,alle fordert4 ,wie berall sind auch hier ,vortheile und ,nachtheile verbunden4 ,die ,intensitt des ,emporstrebens in eine gnstigere ,lebenslage1 welche der ,haupthebel des ,kulturfortschritts durch ,steigerung des ,wettbewerbs und des ,arbeitseifers ist1 hngt selbst wieder wesentlich von der ,intensitt ab1 mit welcher von jedem ,stande die ,theilnahme an den ,genssen und ,vorzgen der ber ihm stehenden ,stnde ersehnt wird und insofern ist diese ,intensitt ein ,vorzug unsrer ,zeit4 ,andrerseits liegt in ihr eine ,steigerung der ,gefahr1 dass man die ,zukunft1 d4 h4 die reellen ,chancen des socialen ,emporsteigens der ,familie1 um der ,gegenwart willen1 d4 h4 um des vermehrten augenblicklichen ,behagens willen preisgiebt1 dass man die erstrebte ,sache1 d4 h4 die ,gewinnung einer behaglicheren ,lebenslage1 dem blossen ,schein ihres ,besitzes opfert4 ,in diesem ,sinne wird dasjenige1 was ,hebel eines beschleunigten ,kulturfortschritts sein sollte1 zum ,hinderniss des ,fortschreitens der ,familie1 nmlich wenn der ,leichtsinn1 welcher die ,mittel des ,emporklimmens in momentaner ,genusssucht verzehrt1 und die ,eitelkeit1 welche den gleissenden ,prunk und die hohle ,prahlerei an die ,stelle des wirklichen ,besitzes einer gnstigeren ,lage setzen1 sich hinzugesellen4 ,darum ist der ,drang nach ,emporsteigen nur insoweit wirthschaftlich gesund und social berechtigt und zweckmssig1 als er die ,krfte zum ,erwerb grsserer ,mittel anspornt1 aber verderblich1 wo er mit den vorlufig zur ,verfgung stehenden ,mitteln das ,ziel des ,wunsches vorwegnimmt1 d4 h4 zu unverhltnissmssigen ,luxus fhrt4 ,wie ein unverhltnissmssig geringes ,luxusbedrfniss zum ,hemmniss des ,kulturfortschritts wird und ein ,volk zum ,stillstand verurtheilt1 so muss ein bermssiges1 d4 h4 ber die verfgbaren ,mittel hinausgehendes ,luxusbedrfniss zum kulturgeschichtlichen ,rckschritt und endlich zum ,ruin fhren4 ,was fr ganze ,vlker gilt1 das gilt nicht minder fr einzelne ,stnde und ,familien4 ,nichts muss so unfehlbar den ,ruin des ,grundadels beschleunigen1 als dessen krankhafte ,sucht1 sich an ,luxus nicht von dem ,geldadel berflgeln zu lassen1 und ein grosser ,theil der ,klagen ber die zunehmende ,verschuldung des ,grossgrundbesitzes ist allein darauf zurckzufhren1 dass die rasche ,steigerung der ,gterertrge doch noch weit berholt ist durch die ,steigerung der ,lebensgewohnheiten der unmittelbar und mittelbar von ihnen lebenden ,familien4 ,der ,dienstadel oder ,beamtenstand klagt in den meisten ,beamtenkategorien mit ,unrecht darber1 dass die ,steigerung der ,gehlter mit der ,entwerthung des ,geldes nicht gleichen ,schritt gehalten habe2 seine sociale ,stellung ist nur dadurch relativ ungnstiger geworden1 weil die ,lebensgewohnheiten des ,geldadels und des mit ihm wetteifernden ,grundadels seit einigen ,menschenaltern sich ausserordentlich gesteigert haben1 so dass er im ,vergleich zu diesen ihm verwandten ,stnden sich in derselben ,lage hchst unzufrieden fhlt1 mit welcher er frher sehr zufrieden war4 ,sogar der ,officierstand1 der am meisten ,anlass htte1 jede ,verweichlichung zu scheuen und in spartanischer ,bedrfnisslosigkeit seine ,ehre zu suchen1 ist mehr und mehr in einen thrichten ,wettstreit mit dem ,geldadel gerathen1 und hier wirkt jede ,verirrung des ,standesgeistes um so schlimmer1 als der ,einzelne weit weniger die ,mglichkeit hat1 sich gegen erkannte ,unsitten aufzulehnen4 ,weil in allen ,stnden mit ,ausnahme des ,geldadels die ,ansprche an das ,leben schneller gewachsen sind als die ,mittel ihrer ,befriedigung1 nur darum ist die ,unzufriedenheit und die ,klage ber unauskmmliche ,mittel jetzt so weit verbreitet4 ,dieselben ,stnde1 welche frher bei bescheidener ,lebensweise ,mittel genug brig hatten1 um eine reichliche ,kinderzahl anspruchslos aber gut zu erziehen und noch einen ,nothgroschen fr die ,familie zurckzulegen1 verbrauchen jetzt bei gestiegenen ,lebensansprchen ein ,einkommen von mindestens gleicher ,kaufkraft entweder fr sich allein oder fr eine viel kleinere ,familie1 erziehen wenige1 aber anspruchsvolle und verwhnte ,kinder und lassen ihre ,hinterbliebenen in einer hilflosen1 mit ihrer ,verwhnung um so bitterer kontrastirenden ,lage zurck1 weil die luxurisere ,lebenshaltung fr ,sparrcklagen zur ,selbstversicherung nichts brig lsst4 ,die so ber ihren ,stand hinaus gewhnten ,kinder sind dann die ,heirathskandidaten der nchsten ,generation4 ,ist es da ein ,wunder1 wenn die ,shne ,bedenken tragen1 sich zu verheirathen und ihren ,arbeitsertrag fr sich allein verbrauchen1 und wenn die mittellosen ,tchter dem ,loose einer traurigen ,jungfernschaft und oft genug dem ,kreise der verschmten ,armuth verfallen8 ,auch in der ,familie1 ebenso wie im ,stande und im ,volke1 ist der ,tod1 d4 h4 das ,aussterben1 der ,sold der wirthschaftlichen ,snde4 ,wo noch ein natrliches sociales ,solidarittsbewusstsein herrscht1 wirkt diese ,erkenntniss als ein ,gegenmotiv gegen die wirthschaftliche ,verirrung2 aber das ist gerade das ,gefhrlichste an der individualistischen ,atomisirung und dem abstrakt-idealistischen ,nivellement unserer ,zeit1 dass jedes ,individuum nur an sich und seine ,rechte auf das ,leben1 aber nicht an seine ,gliedschaft in socialen ,individuen hherer ,ordnung und an seine ,pflichten gegen diese denkt4 ,aprs nous le dluge6 ist der ,wahlspruch der selbstschtigen ,genusssucht2 mag die ,welt hernach ohne mich weiter gehen1 wie sie kann und will1 wenn ich nur mein ,leben genossen habe1 so gut ich konnte6 ,hier enthllt sich die sittliche ,verirrung und ,verkehrtheit als ,wurzel der wirthschaftlichen4 ,familien1 die ihre ,mitglieder in diesem unsittlichen ,egoismus sich verhrten lassen1 verdienen auch aus sittlichem ,gesichtspunkt1 unterzugehen und durch neuaufstrebende ,elemente ersetzt zu werden4 ,glcklicher ,weise sind solche extreme ,erscheinungen noch keineswegs allgemein verbreitet1 wenn auch in geringerem ,maasse die ,tendenz zu luxuriseren ,lebensgewohnheiten schon den ganzen socialen ,krper inficirt hat4 ,es steckt auch in unsern hheren ,stnden noch ein berwiegend gesunder ,kern1 und an ihn wende ich mich1 um ihn durch die ,erkenntniss1 wohin die ,verirrung der ,zeit fhren muss1 zum ,widerstande gegen einen bethrten ,zeitgeist und ,standesgeist zu ermuthigen und diesen ,geist durch eine energische ,reaktion in gesundere ,bahnen zurckfhren zu helfen4 ,wenn ich vorher darauf hingewiesen habe1 dass es vorzugsweise das weibliche ,geschlecht ist1 dessen ,egoismus sich gegen die vorbehaltlose und opferwillige ,erfllung der ihm auferlegten ,berufslasten zu struben in ,gefahr ist1 so erfordert die ,gerechtigkeit die ,anerkennung1 dass es vorzugsweise das mnnliche ,geschlecht ist1 welches aus finanziellen ,bedenken vor der ,ehe zurckscheut4 ,denn wie das ,weib den schwereren ,theil der natrlichen ,lasten zu tragen hat1 so der ,mann den schwereren ,theil der socialen ,lasten1 d4 h4 die ,beschaffung des ,unterhalts fr die ganze ,familie4 ,das ,mdchen1 das sich verheirathet1 muss dem ,manne soweit vertrauen1 dass er fr den ,unterhalt der ,familie sorgen wird2 sie hat mit darunter zu leiden1 wenn sie sich geirrt hat1 aber sie trgt keine ,verantwortung dafr4 ,der ,mann dagegen1 der sich zur ,ehe entschliesst1 bernimmt die ganze ,verantwortung fr die ,erhaltung der ,familie und scheut vor dem ,gedanken zurck1 dieser ,verantwortung nicht gewachsen zu sein4 ,in finanzieller ,hinsicht schreiten deshalb die meisten ,mdchen geradezu leichtsinnig zur ,ehe1 auch wenn sie in andrer ,hinsicht gar nicht leichtsinnigen ,temperaments sind2 sie werden dabei von einem gewissen ,fatalismus der ,pflichterfllung getragen und von der beruhigenden ,gewissheit1 alle ,verantwortlichkeit in dieser ,hinsicht auf den ,mann abwlzen zu knnen4 ,es liegt ihnen so viel daran1 zur ,erfllung ihres natrlichen ,berufs und zu den socialen ,vortheilen der ,frauenstellung zu gelangen1 dass sie ihre kritische ,besonnenheit bereitwillig zurckdrngen und sich gern einer ,tuschung ber die ,zukunft hingeben1 die sie bei jeder ihrer ,freundinnen ohne ,zweifel durchschauen wrden4 ,sie sind demgemss stets bereit1 die ,sorgen und ,bedenken eines sonst willkommenen ,bewerbers zu beschwichtigen und denselben ihrer ,anspruchslosigkeit1 ,gengsamkeit1 ,arbeitslust und ,opferwilligkeit zu versichern1 um ihm den ,entschluss zu erleichtern4 ,diese ,versicherungen sind auch keineswegs ,lgen1 sondern gute ,vorstze1 deren ,erfllung sie sich wirklich zutrauen2 zumal wenn ein ,mdchen liebt1 so hlt sie keine ,beschrnkung fr zu gross1 um als ,hinderniss der ,vereinigung mit dem ,geliebten gelten zu drfen4 ,leider pflegt die gehobene ,stimmung der ,braut nicht fr die ,dauer vorzuhalten und oft sind alle die guten ,vorstze bloss ,pflastersteine auf dem ,wege zu einer ehelichen ,hlle4 ,die alten ,gewohnheiten behaupten ihr ,recht1 und wenn auch die ,vernunft so weit die ,oberhand behlt1 um die unvermeidlichen ,entbehrungen zu ertragen1 so fehlt dabei doch nicht bloss die ,freudigkeit1 sondern oft genug auch die blosse ,geduld1 und die mangelnde ,zufriedenheit der ,frau lsst auch die husliche ,behaglichkeit des ,mannes nicht aufkommen4 ,bald ist es die ,kleidung und der ,putz oder ,schmuck1 bald der ,charakter des ,wohnorts1 bald die ,grsse der ,wohnung1 bald die ,bedienung1 bald die ,kost1 bald die ,beschaffenheit des ,umgangskreises1 bald die ,zerstreuungen und ,vergngungen1 welche bei der neuen ,lebensweise mit den frheren ,gewohnheiten der ,frau im ,widerspruch stehen und durch welche ihre ,unzufriedenheit erregt wird4 ,manchmal werden die alten ,gewohnheiten durch neue verdrngt1 aber meist behauptet die ,erinnerung an die frher besessenen ,annehmlichkeiten ihr ,recht und verhrtet und verbittert sich in ,bezug auf den einen oder den andern ,punkt je lnger je mehr4 ,schlimmer noch als offne ,klagen und ,vorwrfe wirkt auf den ,gemthsfrieden des ,mannes die unausgesprochene stndige ,unzufriedenheit der ,frau1 sowohl der mrrischen wie der sanft duldenden1 und am schlimmsten ist die hysterisch angehauchte ,bedrcktheit und ,melancholie1 welche stets mit dem ,uebergange in wirkliches ,gemthsleiden droht1 wenn ihr nicht der ,wille geschieht und sie durch ,zerstreuungen abgelenkt wird4 ,ist dem unbefriedigten ,anspruch durch ,geld abzuhelfen1 so soll der ,mann wo mglich seine schon voll angespannte ,arbeitskraft berspannen1 um demselben genug zu thun2 will er aber gar das ,geld1 welches zu diesem ,zwecke ausreichen wrde1 zur ,selbstversicherung der ,familie zurcklegen1 so betrachtet die ,frau das einfach als einen ,raub an dem ihr ,gebhrenden4 ,reichen die ,mittel ohnehin schon nicht aus1 um irgendwelche ,ansprche der ,frau zu befriedigen1 so muss natrlich einer solchen ,frau jeder ,gedanke an weitere ,vergrsserung der ,familie als ein von dem rcksichtslosen ,manne gegen sie geplantes ,verbrechen erscheinen2 denn nun verbinden sich in ihr der ,egoismus in natrlicher und in wirthschaftlicher ,hinsicht1 um den ,zweck der ,ehe zu vereiteln4 ,ebenso staunenswrdig wie die ,opferwilligkeit1 die ,energie und die ,ausdauer der ,leistungen sind1 zu denen das ,weib als uneheliche ,mutter oder als ,wittwe unter dem eisernen ,zwang der ,nothwendigkeit1 fr ihre ,kinder zu sorgen1 sich aufschwingen kann1 ebenso grausam und unbarmherzig kann die egoistische ,rcksichtslosigkeit sein1 mit welcher dasselbe ,weib alle ,lasten dem ,manne aufbrdet1 so lange sie noch einen hat4 ,das hier gezeichnete ,bild ist glcklicher ,weise nicht die ,regel1 sondern nur die ,ausnahme1 wenn auch keine ganz seltene2 aber irgend etwas von den hier zusammengestellten ,zgen wird man bei einiger ,aufmerksamkeit hufiger entdecken als man denkt4 ,jeder ,mann1 der mit ,heirathsgedanken umgeht1 muss daran denken1 dass eine solche ,zukunft auch ihm blhen kann1 und dass wenigstens die guten ,vorstze und ,versicherungen seiner ,erkorenen ihm ganz und gar keine ,brgschaft dagegen gewhren4 ,bewunderungswrdig erscheint mir stets das ,durchschnittsweib aus dem ,volke1 das ohne ,dienstboten ihr ganzes ,hauswesen allein besorgen1 ihre ,wochenbetten unter dem ,beistand geflliger ,nachbarinnen erledigen1 ihre ,kinder selbst warten und pflegen1 dabei noch oft die ,rohheiten eines rcksichtslosen und zeitweise betrunknen ,mannes ertragen und durch eignen ,arbeitsverdienst zur ,einnahme der ,familie beisteuern muss1 und das alles mit der ,aussicht1 im ,falle der ,wittwenschaft fr ihre ,erhaltung und fr die ,erziehung der ,kinder mit ihren zwei ,hnden aufkommen zu mssen4 ,dieses ,weib aus dem ,volke trgt entschieden den schwereren ,antheil an der ,last des ,lebens1 und die ,art1 wie sie ihn meistens trgt1 nthigt uns volle ,hochachtung vor ihrem sittlichen ,werthe ab1 welcher dem des ,mannes meist ebenso berlegen ist1 wie er in den hheren ,stnden hinter diesem zurcksteht4 ,an den unglcklichen ,ehen und ,scheidungen in den niederen ,stnden trgt meist der ,mann1 an denjenigen in den hheren ,stnden berwiegend die ,frau die ,schuld2 in den ersteren ist entschieden die ,frau1 in den letzteren gewhnlich der ,mann der liebenswrdigere und innerlich gebildetere ,theil4 ,den ,grund davon sehe ich wesentlich darin1 dass die ,mdchen und ,frauen der hheren ,stnde durch geschftigen ,mssiggang systematisch verdorben1 von dem ,gedanken1 dass ,arbeiten und ,dulden der natrliche ,zustand des ,menschen sei1 entwhnt und darauf hingedrngt werden1 in der ,bequemlichkeit und ,vergnglichkeit den ,zweck ihres ,daseins zu suchen4 ,ein fnfstndiger ,mdchenschulunterricht mit zwei- bis dreistndiger huslicher ,arbeitszeit1 einhalb- bis einstndigem ,schulwege und nebenherlaufenden ,privatstunden verbietet es1 die ,mdchen whrend der ,schulzeit zu huslichen ,arbeiten heranzuziehen2 wenn sie dann mit #ae bis #ag ,jahren die ,schule verlassen1 so haben sie bereits gelernt1 sich als ,damen zu fhlen1 welche fr husliche ,arbeiten zu vornehm und zu gebildet sind1 und wenn sie auch wirklich anders dchten1 so sind in einem ,hauswesen mit der entsprechenden ,zahl von ,dienstboten keine nennenswerthen ,arbeiten da1 welche die ,hausfrau ihnen anweisen knnte4 ,vom #af4 ,jahre bis zur ,verheirathung in den #bj;er ,jahren sind sie somit zum ,mssiggang frmlich gezwungen1 wenn sie sich nicht zu einem wissenschaftlichen oder knstlerischen ,studium entschliessen1 durch welches sie dem ,beruf als knftige ,hausfrauen immer mehr entfremdet werden4 ,das einzige1 was sie im ,durchschnitt lernen1 das ist1 ihre nutzlose ,zeitvergeudung mit mehr oder minder ,grazie zu verschleiern1 sei es durch das ,lesen der allerneuesten englischen und franzsischen ,schundromane 7der einzigen ,frucht ihrer ,sprachstudien71 sei es durch ,klavierklimpern1 sei es durch zwecklose augenverderbende ,handarbeiten4 ,jeder ,arbeitseifer1 jedes ,gefhl des ,verpflichtetseins zu volkswirthschaftlichen ,leistungen1 jede ,scham vor einer blossen ,schmarotzerexistenz und unverdientem ,wohlleben wird dabei systematisch ertdtet1 und man kann sich nicht wundern1 wenn die so erzogenen ,mdchen vor dem ,gedanken zurckschaudern1 als ,frau in ein ,hauswesen eintreten zu sollen1 wo ihnen zwar die grobe ,arbeit durch eine ,magd abgenommen wird1 aber das eigentliche ,kochen1 das ,schneidern ihrer eigenen ,kleidung und derjenigen fr die ,kinder1 und1 was am schwersten wiegt1 die tgliche und nchtliche ,kinderpflege auf ihre eignen ,schultern fallen wrde4 ,das ,hchste1 wozu sie sich aufschwingen wollen1 ist die ,last der ,leitung eines ,hauswesens mit mehreren ,dienstboten1 deren ,ansprche an ,gedankensammlung und wohlberlegte ,anordnung schon grell genug von der in der ,mdchenzeit gewohnten passiven ,bummelei abstechen2 aber einen ,mann zu nehmen1 der nicht im ,stande ist1 ihnen ,kchin und ,kindermdchen zu halten1 und alle ,familiengarderobe durch fremde ,hnde anfertigen zu lassen1 darin sehen sie mindestens ein so grosses ,opfer1 dass es durch ein lebenslngliches ,aufhndengetragenwerden vom ,manne nicht aufgewogen werden kann4 ,in der ,regel denkt ein ,mdchen beim ,heirathen nur an den ,brautstand1 die ,hochzeitkleider und die ,honigmonde1 und alle damit gegebenen ,lasten ist sie willig1 auf sich zu nehmen4 ,kommen nachher die ,kinder hinzu1 welche eine ,kinderwrterin1 ,kinderkleider1 vergrsserte ,wohnung und ,tafel verlangen1 nun so ist das eben bloss ,schuld des ,mannes1 fr die er aufzukommen hat4 ,kann er das nicht in dem ,maasse1 wie das ,behagen und die ,bequemlichkeit der ,frau es verlangen1 so macht er dadurch diese zur ,mrtyrerin1 oder er vergrssert vielmehr nur das ,martyrium1 welches die ,frau durch die wiederholten ,schwangerschaften1 ,entbindungen und ,wochenbetten um seinetwillen8 tragen muss4 ,dass in den hheren ,stnden der ,beruf des ,mannes1 durch welchen er die ,mittel fr die ,erhaltung der ,familie beschafft1 ein viel grsseres ,martyrium ist als derjenige einer alle ihre ,pflichten erfllenden ,frau1 dass er namentlich die ,lebensdauer in viel hherem ,grade abkrzt1 das kommt dabei natrlich nicht in ,betracht4 ,wie der ,beruf den ,mann allmhlich aufreibt und seine ,gesundheit untergrbt1 entzieht sich in den frheren ,stadien meistens der ,beobachtung1 wird auch wohl vom ,manne geflissentlich ignorirt2 wie dagegen der ,beruf der ,frau vorbergehende und spter sich meist vllig wieder ausgleichende ,strungen des ,wohlbefindens hervorruft1 das liegt auf der ,hand1 und die ,frauen ermangeln selten1 es in das rechte ,licht zu stellen1 wie leidend8 sie durch ,erfllung ihres ,berufs geworden sind1 zumal wenn sie dabei nervs8 oder gar hysterisch8 sind4 ,und wie viele ,frauen der hheren ,stnde giebt es1 die nicht nervs sind8 ,wie viele1 welche krperlich der ,erfllung ihres ,berufes noch vollauf gewachsen und im ,stande sind1 die ,vereinigung von ,arbeit und ,kinderwartung am ,tage mit jahrelanger nchtlicher ,ruhestrung ohne unertrgliche ,steigerung ihrer ,nervositt zu ertragen8 ,durch das sinnlose ,aderlassen der vorhergehenden ,jahrhunderte sind wir zu einem blutarmen1 bleichschtigen ,geschlechte1 durch das stdtische ,leben mit seinen knstlichen ,erregungen und seinem ,mangel an frischer ,luft und ,bewegung im ,freien zu einem nervsen ,geschlecht geworden1 und in ,folge der unvernnftigen ,ueberanstrengung des zarter gebauten weiblichen ,gehirns vom #f4 bis zum #af4 ,jahr durch unsre hheren ,tchterschulen und weiterhin durch die weiblichen ,berufsstudien haben wir den durch das gesundheitswidrige ,schnren der letzten ,generationen schon aus dem ,gleichgewicht gerckten weiblichen ,organismus der hheren ,stnde dahin gebracht1 dass er zu seinen natrlichen ,zwecken immer untauglicher geworden ist4 ,kein ,wunder1 wenn da der ,geist anfngt1 sich gegen die ,erfllung der ,naturzwecke aufzulehnen1 zu denen er den ,krper unbrauchbar fhlt4 ,das nach ,glck und ,liebe sich sehnende ,herz des ,mdchens gerth in ,widerspruch mit der ,natur und wird fast unwillkrlich zu einem platonischen abstrakten ,idealismus hingedrngt1 in welchem es whnt1 ein ,mnnerherz ohne die ,naturbasis der ,liebe sich dauernd zu eigen machen zu knnen2 unsre ganze ,mdchenerziehung1 welche auf ngstliche gewaltsame ,verschleierung und ,ignorirung dieser ,naturgrundlage und ihrer ,weisheit und ,wrde ausgeht1 untersttzt diese ihrem ,egoismus so angenehme ,verirrung und der ,mann hat nachher die ,kosten dieser knstlichen ,selbsttuschung zu tragen1 indem sein naturgemsses ,verhalten ihm als sinnliche ,rohheit und rcksichtslose ,barbarei in ,rechnung gestellt wird4 ,wenn es so der ,frau auch nicht gelingt1 den ,mann von seinem ,unrecht gegen sie zu berzeugen1 so berzeugt sie ihn doch hinlnglich von ihrer ,naturentfremdung1 ,untchtigkeit und ,selbstsucht1 stumpft hierdurch wie durch die qulende ,unzufriedenheit mit ihrer ,lage die anfngliche ,liebe des ,mannes fr sie mehr und mehr ab1 und gelangt so an einen ,punkt1 wo der erkaltete und ermdete ,mann dem ,appell an seinen wirtschaftlichen ,egoismus zugnglich wird4 ,die ,folge ist dann die geringere ,kinderzahl der ,ehen der hheren ,stnde im ,vergleich mit denen der niederen4 ,die jungen ,mnner reflektiren wohl selten auf alle hier aufgefhrten ,umstnde1 aber sie haben doch eine mehr oder minder deutliche ,kenntniss von der ,naturentfremdung1 krperlichen und geistigen ,berufsuntchtigkeit1 ,arbeitsscheu1 ,verwhnung und ,selbstsucht der ,mdchen hherer ,stnde1 denn sie kennen ja ihre ,schwestern4 ,sie haben deshalb eine instinktive ,furcht vor der ,ehe1 und ziehen es vor1 mit ,mdchenherzen vor der ,ehe zu spielen1 anstatt mit ihrem ,herzen nach der ,hochzeit spielen zu lassen4 ,sie frchten mehr als in irgend einer frheren ,kulturperiode die ,liebe1 welche sie verblenden knnte gegen das1 was sie zu erwarten haben1 schtzen ihre ,junggesellenfreiheit um so hher1 und hoffen1 dass ihnen der ,reinfall8 auf ein vermgensloses ,mdchen erspart bleiben wird4 ,wenn sich nun in dieser ,hoffnung auch ein grosser ,procentsatz tuscht1 so ist doch solche generelle ,abneigung der gebildeten ,jugend gegen die ,ehe mit einem vermgenslosen ,mdchen ein hchst bedenkliches ,zeichen der ,zeit1 ein ,symptom von einem auch in der ,mnnerwelt berwuchernden ,egoismus1 von ,mangel an ,familiensinn und socialem ,pflichtgefhl4 ,kein ,mann kann bezweifeln1 dass es auch unter den vermgenslosen ,mdchen seines ,standes ,ausnahmen genug giebt1 dass er1 wenn er durchaus in seinem ,stande heirathen will1 den ,muth haben muss1 nach diesen ,ausnahmen zu suchen1 dass es mit zu seiner ,pflicht gehrt1 im ,falle der ,enttuschung in der ,ehe den ,kampf mit der ,selbstsucht der ,frau aufzunehmen und die versumte ,erziehung derselben nachzuholen1 dass er endlich selbst bei ,erfolglosigkeit dieses ,strebens seine ,tchter anders erziehen und eine bessere sociale ,zukunft herauffhren helfen soll4 ,das ,verschanzen hinter die weiblichen ,fehler ist leider nur zu oft ein blosser ,vorwand der mnnlichen ,jugend1 um ihrer ,selbstsucht1 d4 h4 dem ,verbrauch ihres gesammten ,einkommens fr ihre ,person1 ungestrt weiter frhnen zu knnen4 ,wer seine ganze ,einnahme fr sich allein verbraucht1 der schreckt natrlich davor zurck1 pltzlich den ,haupttheil derselben fr eine ,familie abgeben zu sollen2 er verschiebt das ,heirathen auf eine ,gehaltserhhung1 hat aber1 wenn diese kommt1 nicht gerade eine bestimmte ,frau in ,aussicht und gewhnt sich dann daran1 auch das hhere ,einkommen ganz fr seine persnlichen ,bedrfnisse zu verbrauchen4 ,uebermannt ihn eine wirkliche ,liebe1 so entschliesst er sich freilich zu ,opfern und ,einschrnkungen und findet nachher meistens1 dass ihm die ,entbehrungen viel leichter geworden sind1 als er sich vorher gedacht hat1 gerade umgekehrt wie bei der ,frau4 ,fehlt es aber zu der ,zeit1 wo sein ,einkommen fr eine ,familie ausreicht1 an einer rechten ,liebe in seinem ,herzen1 die ihn ber die kleinliche ,selbstsucht hinweghebt -- und diess ist nur zu oft der ,fall -- so wird die letztere bei vielen stark genug sein1 sie von der ,erfllung ihrer socialen ,brgerpflicht durch ,eheschliessung abzuhalten4 ,freilich giebt es noch junge ,mnner genug1 die auch ohne eigentliche ,liebesleidenschaft ganz gern bereit wren1 sich erhebliche persnliche ,einschrnkungen aufzulegen1 um des ,familienglcks und des huslichen ,behagens theilhaftig zu werden1 wenn sie nur noch den ,glauben fassen knnten1 dass dieses ,glck ihnen mit den verwhnten und anspruchsvollen ,mdchen ihres ,standes wirklich noch blhen knne1 wenn sie nicht frchten mssten1 alle ,opfer umsonst zu bringen und sich durch ,fesselung an eine unzufriedene und missvergngte ,frau das ,leben zu verbittern4 ,die schonungslose ,aufdeckung der ,grnde1 aus denen die vermehrte ,ehelosigkeit und ,heirathsversptung und die verminderte ,kinderzahl unserer hheren ,stnde entspringt1 mag manchem ,leser peinlich gewesen sein1 aber sie hat wenigstens den ,vortheil1 die ,punkte erkennbar zu machen1 an welchen die ,hebel zur ,wiederherstellung gesunderer socialer ,zustnde angesetzt werden mssen4 ,zunchst kann die ,gesetzgebung etwas thun1 nmlich die ,prmie aufheben1 welche auf der ,ehelosigkeit steht in ,folge des ,umstandes1 dass der ,familienvater von seinem ,einkommen trotz der erhhten ,leistungen fr den ,staat durch die ,kindererziehung und trotz des hheren ,beitrags zu den indirekten ,steuern und ,zllen doch noch dieselben direkten ,steuern zahlen muss1 wie der ,junggesell1 und dass nach ,intestaterbrecht ledige und verheirathete ,erben gleichen ,erbanspruch haben4 ,wir betrachten zunchst den ersten ,punkt4 ,ob ein ,einkommen eine oder fnf ,personen ernhrt1 msste sich doch in der ,steuerquote ausdrcken1 d4 h4 der unverheirathete ,steuerzahler msste von dem gleichen ,einkommen das ,fnffache an direkter ,steuer entrichten1 wie der ,familienvater1 um einen billigen ,ausgleich herzustellen4 ,wir knnen nicht zu dem ,athenischen ,gesetze zurckkehren1 nach welchem der gesunde ,brger mit zurckgelegtem vierzigsten ,lebensjahr zur ,zwangstrauung8 gefhrt wurde 7wie bis vor ,kurzem bei uns die ,kinder zur ,zwangstaufe71 aber wir knnen unsern ,brgern die ,eheschliessung dadurch als eine staatsbrgerliche ,ehrenpflicht einschrfen1 dass wir die ,entziehung von derselben hnlich wie diejenige von gewissen ,ehrenmtern der ,selbstverwaltung durch ,vervielfachung der direkten ,steuern ahnden4 ,das ,geschlecht kann hierbei keinen ,unterschied begrnden2 denn in den steuerpflichtigen ,jungfern1 mgen sie im ,einzelnen noch so unschuldig an ihrem ,sitzenbleiben sein1 muss die ,entartung ihres ,geschlechts im ,ganzen gestraft werden1 da die ,gesetzgebung nicht individualisiren kann4 ,da die unteren ,stufen der ,klassensteuer ohnehin schon bei uns aufgehoben sind1 und weitere ,stufen der ,aufhebung entgegen sehen1 so wrden die von ihrem ,arbeitsertrag lebenden ,jungfern von einer solchen ,massregel ebensowenig betroffen werden1 wie die niederen ,stnde berhaupt1 und auf weiblicher ,seite nur die besser situirten ,rentnerinnen darunter zu leiden haben1 die es vertragen knnen4#h ,da die ,entziehung von der socialen ,pflicht der ,familiengrndung um so gemeinschdlicher und strafbarer ist1 je wohlhabender die ledigen ,individuen sind1 so wre es sogar nicht mehr als billig1 den ,coefficienten fr die ,vervielfachung der ,steuer progressiv zu machen2 denn je grsser die ,wohlhabenheit1 desto strafbarer ist die ,entziehung von der ,pflicht der ,familiengrndung und desto nachtheiliger wirkt die durch sparsame ,proliferation verursachte ,vermgensanhufung4 ,in den niederen ,stnden1 wo die ,vermehrung schon eher zu schnell als zu langsam ist1 hat man durch ,aufhebung aller ,erschwerungen und ,unkosten der ,eheschliessung und durch die theils schon durchgefhrte1 theils in ,aussicht stehende ,aufhebung des ,schulgeldes alles gethan1 um die ,vermehrung noch zu befrdern2 in den hheren ,stnden1 wo die ,vermehrung erschreckend hinter dem ,nothwendigen zurckbleibt1 scheut man bis jetzt vor der natrlichsten ,forderung der ausgleichenden ,gerechtigkeit durch die ,vervielfachung der direkten ,steuern der ,ledigen zurck4 ,wir kommen nun zu dem zweiten ,punkt1 nmlich zu der ,unbilligkeit1 welche darin liegt1 dass ledige und verheirathete ,kinder gleichviel erben4 ,die alten ,jungfern1 welche eine zwecklose ,drohnenexistenz im ,staate fhren1 und die ,junggesellen1 welche ausser ihrer direkten ,berufsarbeit keine socialen ,leistungen fr den ,staat aufzuweisen haben1 verdienen nicht1 von der ,rente des gemeinsamen ,familienvermgens den nmlichen ,antheil zu verbrauchen1 wie ihre verheiratheten ,geschwister1 welche durch ihre ,kinder gezwungen sind1 fr ihre ,person bei gleicher ,einnahme viel beschrnkter zu leben4 ,wenn auch die ,vermgens-,antheile der ,ledigen spter auf ihre ,neffen und ,nichten mitbergehen1 so gelangen sie doch meistens zu spt in deren ,hnde1 um denselben noch mit ihrem vollen volkswirthschaftlichen ,nutzen zu gut zu kommen1 und was weit schlimmer ist1 die ,rente derselben ist fr die ,lebensdauer der ,erbonkel und ,erbtanten dem social activen ,theil des lebenden ,geschlechtes verloren gegangen und hat durch die unverhltnissmssige ,erhhung des ,wohllebens1 des ,komforts und des ,luxus der ,niessnutzer als augenscheinliche ,prmie ihrer ,ehelosigkeit gewirkt4 ,umgekehrt wrde mancher egoistische ,junggeselle sich eher zur ,verheirathung entschliessen und manches wohlhabende whlerische ,mdchen vorsichtiger in der ,austheilung ihrer ,krbe und maassvoller in ihren ,ansprchen werden1 wenn sie wssten1 dass die ,hlfte der noch zu erwartenden ,erbschaften ihnen verloren geht1 falls sie ledig bleiben4 ,um diess zu erreichen1 msste das ,intestaterbrecht dahin abgendert werden1 dass unter verwandtschaftlich gleich nahe stehenden ,erbberechtigten die ,ledigen nur den halben ,erbanspruch von demjenigen der ,verheiratheten haben sollen4 ,diejenigen ,ledigen1 welche beim ,erbfall noch nicht das #ce4 ,lebensjahr zurckgelegt haben1 mssten beanspruchen knnen1 dass ihnen die andere ,hlfte ihres ,erbtheils sichergestellt werde fr den ,fall1 dass sie sich bis zu dem genannten ,alter verheirathen1 wogegen nach ,ueberschreitung dieser ,altersgrenze der sichergestellte ,theil unter die verheiratheten ,miterben zur ,vertheilung gelangen wrde4 ,wem diese ,bestimmung missfiele1 dem bliebe es unbenommen1 testamentarisch anders zu verfgen2 da aber der ,erbgang thatschlich zum grossen ,theil nach ,intestaterbrecht erfolgt1 so wrde eine ,aenderung in diesem immerhin einen betrchtlichen realen ,einfluss haben4 ,fr wichtiger als den realen ,einfluss wrde ich brigens die moralische ,wirkung solcher gesetzlicher ,bestimmungen halten1 insofern sie im ,volke das ,bewusstsein wecken und strken wrden1 dass die social passiven und social aktiven ,theile der ,gesellschaft einen so verschiedenen socialen ,werth fr die ,gesammtheit haben1 dass sie nicht mit gleichem ,maasse gemessen werden drfen4 ,der ,satz3 wer nicht arbeitet1 soll auch nicht essen8 muss wenigstens insoweit wieder zu ,ehren kommen1 dass die sociale ,berufslosigkeit der ,missachtung preisgegeben wird1 wo sie verschuldet ist1 dass kouponschneidende ,mssiggnger und ,mssiggngerinnen nicht mehr der ehrlichen ,arbeit zum ,hohn ein luxurises ,wohlleben fhren1 sondern auf ein bescheidenes ,auskommen beschrnkt werden1 und dass diejenigen1 welche die staatsbrgerliche ,ehrenpflicht der ,familiengrndung nicht erfllt haben1 auch nicht gleiche ,rechte wie ihre leistungsfhigeren und leistungswilligeren ,mitbrger zu besitzen verdienen4 ,der behaglich lebende ,junggeselle muss aufhren1 sich vergngt in die ,hnde zu reiben1 sich seiner ,pfiffigkeit zu rhmen1 und hohnlachend auf den dummen ,tropf herabzusehen1 der sich im ,schweisse seines ,angesichts fr seine zahlreiche ,familie plagt4 ,die spttische ,geringschtzung1 welche schon jetzt wegen ihrer ,berufslosigkeit oft unverdient genug auf der alten ,jungfer lastet1 muss auch auf den krperlich heiratsfhigen alten ,junggesellen bertragen werden1 mit doppelter ,wucht1 weil er nicht auf das ,gewhltwerden zu warten braucht1 sondern selber die ,wahl frei hat2 sie muss sich zum sittlichen ,unwillen steigern1 wenn die ,entziehung von der socialen ,ehrenpflicht der ,familiengrndung sich beim ,junggesellen mit berufsloser ,unthtigkeit paart1 aus welcher man der alten ,jungfer unter den heutigen ,verhltnissen kaum einen ,vorwurf machen kann4 ,wenn auf diese ,weise das ,gefhl der ,verpflichtung zur ,familiengrndung in der mnnlichen ,jugend wieder geweckt und die ,entziehung von dieser ,ehrenpflicht wieder zu einem ,gegenstande der ,scham gemacht worden ist1 dann werden auch die jungen ,mnner mit ganz anderen ,augen auf ihre ,zukunft blicken lernen und ihre ,gegenwart mit ,rcksicht auf diese ,zukunft zu gestalten suchen4 ,jetzt1 wo sie fr sich leben1 halten sie es so sehr fr das ,normale1 ihre ganze ,einnahme zu verbrauchen1 dass ihnen das ,gegentheil gar nicht in den ,sinn kommt2 dann1 wenn sie ihre ,junggesellenzeit nur als ,vorstufe zu derjenigen des ,familienvaters ins ,auge fassen1 werden sie von vornherein ihre ,gewohnheiten nach ,maassgabe der letzteren einzurichten haben4 ,von seelenmrderischen ,lastern1 wie dem ,spiel1 werden sie sich viel leichter frei halten1 wenn ihnen die ,perspektive des ,familienlebens als ,ziel vorschwebt2 die ,kosten fr ,verhltnisse zweifelhaften ,charakters werden sie sich ebenfalls auf ,grund des nher gerckten ehelichen ,lebens lieber ersparen1 womit dann wiederum der ,hauptantrieb zu kostspieligem ,kleiderluxus in ,wegfall kommt4 ,je mehr sie das ,bewusstsein haben1 sich fr knftiges ,familienleben vorzubereiten1 desto mehr werden sie den ,familienverkehr der ,kneipe vorziehen1 desto mehr wird die ,verfhrung der ,kneipe zur ,gewhnung an bermssige ,fleischnahrung1 ,trinken und ,rauchen zurcktreten1 desto weniger werden sie von ihrer ,nachtruhe der ,erholung opfern und desto besser werden sie fr ihre ,gesundheit und die ,erhaltung ihrer ,nervenkraft sorgen4 ,glcklicherweise beginnt das ,rauchen in der gebildeten ,jugend jetzt ebenso aus der ,mode zu kommen1 wie das ,tabakkauen und ,schnupfen es schon lange ist1 und gegen das sinnlose ,trinken erhebt sich aus studentischen ,kreisen selbst ebenso eine ,reaktion wie aus medicinischen ,kreisen gegen den eine ,zeitlang begnstigten bermssigen ,fleischgenuss4 ,wer aber an gesundheitsgemsse gemischte ,kost gewhnt ist und weder raucht1 noch trinkt1 noch spielt1 der hat fr seine ,person kaum noch ein ,opfer zu bringen nthig1 wenn er zur ,ehe schreitet1 der wird auch vor der ,ehe nicht in ,versuchung gewesen sein1 sein ganzes ,berufseinkommen fr sich zu verbrauchen1 sondern wird zeitig angefangen haben zurckzulegen1 sei es in ,form von ,ersparnissen oder von ,alters- und ,lebensversicherung oder sonst wie4 ,ein solcher ,mann wird beim ,uebergang zum ,familienleben nur gewinnen1 vorausgesetzt1 dass er ein gesundes1 arbeitsfhiges1 arbeitswilliges und anspruchsloses ,mdchen whlt4 ,wenn es bei einem gesunden ,zeitgeist und ,standesgeist das ,natrlichste ist1 ein solches ,mdchen in seinem ,stande zu suchen1 so muss dies bei einem korrumpirten ,standesgeist1 bei einem zur ,unsitte gewordenen ,leben ber den ,stand hinaus1 ebenso bedenklich erscheinen wie unter normalen ,verhltnissen das ,heirathen ber seinem ,stande4 ,niemand darf sich fr einen ,herzenskndiger halten1 am wenigsten1 wenn ,amor ihm die ,binde um die ,augen gelegt hat2 deshalb wird ,niemand sich zutrauen drfen1 den ,charakter seiner ,erkorenen so zu durchschauen1 dass er sich auf ,grund ihrer guten ,vorstze gegen jeden ,rckfall in luxurisere ,gewohnheiten1 als sie bei ihm fortsetzen kann1 gesichert halten drfte4 ,es bleibt also bei der ,trglichkeit der subjektiven ,diagnose dem ,heirathskandidaten nur das objektive ,merkmal brig1 ob die bisherigen ,gewohnheiten1 welche seine ,erwhlte in der ,lebenshaltung ihres ,elternhauses sich angeeignet hat1 nicht ber das ,maass von ,komfort hinausgehen1 welches er ihr gewhren kann4 ,ist dies der ,fall1 so muss er sich darber klar sein1 dass auch die beste und bescheidenste ,frau1 die sich willig in die ihr neuen1 einfacheren ,verhltnisse findet1 doch nie aufhren wird1 ihr ,herabsteigen als ein ihm dargebrachtes ,opfer zu empfinden1 welches vorweg durch einen ,ueberschuss an ,liebe ber die sonst zu verlangende hinaus ausgeglichen werden muss4 ,fr den ,mann ist es ein ,leichtes1 das ,weib seiner ,wahl zu sich emporzuheben1 da die meisten ,frauen sich mit wunderbarem ,geschick hheren ,ansprchen anzupassen und in einem hheren ,kreise heimisch zu machen verstehen2 dagegen fllt es dem ,weibe unendlich schwer1 sich zu dem ,manne ihrer ,wahl so herabzulassen1 dass er es nicht mehr als ,herablassung fhlt4 ,die ,frau vergleicht niemals die ,lage1 in welche sie ohne die geschlossene ,ehe nach dem ,tode ihrer ,eltern gekommen sein wrde1 mit der in der ,ehe ihr zu ,theil gewordenen1 sondern immer nur diejenige1 welche sie als ,mdchen thatschlich im ,elternhause durchlebt hat2 denn die ,frau kmmert sich nicht um abstrakte ,mglichkeiten der blossen ,vorstellung1 sondern hlt sich an die ihrem ,gedchtniss anschaulich eingeprgte ,erfahrung als allein reell in ,betracht kommendes ,vergleichsobjekt4 ,fllt dieser ,vergleich fr die ,gegenwart ungnstig aus1 so hilft kein ,hinweis auf das1 was inzwischen vermuthlich an deren ,stelle getreten sein wrde1 denn die ,mglichkeit bleibt ja unbestreitbar1 dass sie vielleicht auch noch eine bessere ,partie htte machen knnen4 ,will also der ,mann sicher gehen1 so muss er seine ,wahl auf solche ,familien seines ,standes beschrnken1 welche der ,verirrung des ,zeitgeistes erfolgreich ,widerstand geleistet und ihre ,tchter so einfach gehalten1 so anspruchslos erzogen und so zur ,arbeitsamkeit gewhnt haben1 dass sie das ihnen dargebotene ,loos an seiner ,seite ohne ,herablassung und ohne ,umlernen in ihren ,gewohnheiten annehmen knne4 ,ein ,mann1 dessen voraussichtliche ,einnahme mit #cj1 #dj1 #ej und #fj ,jahren die ,hhe von #cj1 #dj1 #ej und #fj hundert ,mark nicht bersteigt 7wie dies durchschnittlich bei unsern meisten hheren ,berufsarten thatschlich nicht der ,fall ist71 kann schlechterdings nur mit einer ,frau zufrieden und behaglich leben1 welche fhig und willens ist1 ihre eigene ,kchin1 ,kinderwrterin und ,schneiderin zu sein und sich nur fr die grobe ,hausarbeit eine ,hlfe zu halten4 ,eine solche wird er aber nur in einem ,hause suchen drfen1 das selber mit hchstens einem ,dienstboten oder womglich ohne solchen mit einer blossen ,aufwrterin auskommt1 und auch sonst in ,kost1 ,kleidung1 ,wohnung1 ,reisen u4 s4 w4 sich der grssten ,bescheidenheit befleissigt1 keinesfalls aber in einem solchen1 wo die erwachsenen ,tchter gewohnt sind1 sich bedienen zu lassen1 statt selbst den ,eltern und dem ,ganzen der ,familie zu dienen4 ,findet er aber keine solche ,familie in seinem ,stande1 oder doch keine1 deren ,tchter sein ,herz zu gewinnen vermgen1 so soll er darum sich nicht von seiner ,pflicht entbunden erachten1 sondern den einfachen ,ausweg einschlagen1 so weit von seinem ,stande herabzusteigen1 als die ,gemthserziehung und ,charakterbildung der ,tchter noch ausreichend scheint1 um seinen ,kindern die nothwendige mtterliche ,erziehung zu sichern4 ,wrde das erstere allgemein unter der mnnlichen ,jugend1 so wrden alle ber ihren ,stand hinaus lebenden ,familien damit bestraft1 dass ihre ,tchter sitzen blieben1 und nur die vernnftigen erhielten in der ausnahmsweisen ,verheirathung ihrer ,tchter die ,prmie fr den ,muth und die ,ausdauer ihres ,schwimmens gegen den ,strom4 ,wrden an ,stelle aller ,tchter der ber ihren ,stand hinaus lebenden ,familien von den jungen ,mnnern ,tchter aus geringerem ,stande gewhlt1 so wrde der korrumpirte weibliche ,theil der hheren ,stnde von der ,fortpflanzung ausgeschlossen1 ohne dass darum die in dem mnnlichen ,theil derselben ,stnde niedergelegten erblichen ,eigenschaften dem ,kulturprocess mit verloren gingen2 an ,stelle der ,blutserneuerung des ,standes durch ,einrcken von ganz neuen ,elementen aus den niederen ,stnden trte dann eine halbseitige ,blutsauffrischung durch ,konnubium mit den minder entarteten ,tchtern der nchstniederen ,stnde4 ,diese halbseitige ,blutsauffrischung hat jedenfalls vor der gnzlichen ,blutserneuerung des ,standes den ,vortheil1 dass die durch ,vererbung angehuften ,eigenschaften wenigstens des mnnlichen ,theils fr die weitere ,betheiligung des ,standes an der ,kulturarbeit konservirt werden2 aber sie macht die ,forderung nicht berflssig1 dass man ,mittel und ,wege aufsuchen msse1 um wo mglich auch die weibliche ,hlfte der hheren ,stnde vor einer solchen ,ausschaltung zu bewahren4 ,das bei weitem wirksamste ,mittel wrde jedenfalls das ,bewusstsein von der drohenden ,ausschaltung durch ,verheirathung aller ,mnner mit ,mdchen geringeren ,standes sein2 denn der letzte ,grund fr das ,drngen gerade des weiblichen ,geschlechts nach ,luxus ist doch schliesslich nur die ,hoffnung1 durch solchen ,schein einer ,erhabenheit ber das ,durchschnittsniveau ihres ,standes die ,mnner zu blenden und fr sie anziehender und begehrenswerther zu werden4 ,sobald die ,ueberzeugung im weiblichen ,geschlecht allgemein wrde1 dass dieses ,streben den umgekehrten ,erfolg hat1 wrde dessen ,nerv gelhmt sein4 ,der ,irrthum aber1 durch welchen die ,mdchen bisher zu diesem verkehrten ,verfahren sich haben verleiten lassen1 entspringt aus der ,verwechselung zwischen der ,anziehungskraft1 die ein ,mdchen auf einen ,mann zur vorbergehenden ,unterhaltung ausbt1 und derjenigen1 welche sie auf einen solchen als ,heirathskandidaten ausbt4 ,nur die erstere macht sich den ,mdchen in jeder ,gesellschaft und auf jedem ,balle sinnlich wahrnehmbar1 whrend die letztere sich in ihren ,ursachen dem ,verstndniss der ,mdchen zu sehr entzieht4 ,aber ein wenig ,nachdenken knnte sie doch lehren1 dass die am meisten umschwrmten ,lwinnen der ,blle und ,landpartien ebenso oft und noch fter sitzen bleiben als die unbeachteten und unscheinbaren ,wegeblmchen4 ,eine grosse ,schuld der ,bestrkung in diesem ,irrthum tragen leider die ,mtter1 indem sie nach dem ,eintritt in die ,ehe nicht aufhren wollen1 auf die zum ,theil dem ,luxus der ,erscheinung zugeschriebenen gesellschaftlichen ,erfolge zu verzichten1 vielmehr den ,verlust der jugendlichen ,reize durch ,steigerung der ,toilette zu ersetzen suchen4 ,solchen ,mttern geschieht dann ganz ,recht1 wenn sie das ihren ,tchtern gegebene ,beispiel mit deren ,sitzenbleiben bssen mssen4 ,man kann sagen1 dass der letzte handgreifliche ,grund unserer verschrobenen ,weiber in dem hheren ,tchterschulwesen liegt1 das sich erst in dem letzten halben ,jahrhundert entwickelt hat4 ,knnten wir diese ,entwickelung mit einem ,streich rckgngig machen1 und unsere ,tchter auf das ,niveau der ,volksschulbildung1 mit dem unsere ,grossmtter sich begngen mussten1 zurckschrauben1 so wrden sie ebensowenig1 wie diese es thaten1 sich fr zu vornehm und zu gebildet zur ,erfllung ihrer natrlichen und socialen ,pflichten1 zur ,kinderpflege und ,hausarbeit halten4 ,hat doch selbst die ,jungfernfrage nur dadurch ihre ,schrfe bekommen1 dass die ,jungfern der hheren ,stande nicht mehr wie frher in den ,hauswesen ihrer ,verwandten arbeiten und dienen wollen4 ,alle ,halbbildung ist ein ,fluch und nicht ein ,segen2 unsere hhere ,tchterschulbildung aber ist ,halbbildung der schlimmsten ,art und erzeugt naturgemss auch die ,folgen einer solchen4 ,nun lsst sich aber eine fnfzigjhrige geschichtliche ,entwickelung nicht so ohne ,weiteres annulliren1 und es sind ja auch in der ,tchterschule berechtigte und der ,pflege werthe ,elemente vorhanden1 welche man nicht mit der ,wurzel ausreissen sollte1 selbst wenn man es knnte4 ,ich begnge mich hier mit ,aufstellung der ,forderung1 dass der ,unterricht bis zum #ad4 ,jahre nur #d ,stunden tglich1 nachher nur #c ,stunden 7mit ,ausschluss von ,rechnen und ,gesang7 umfassen darf1 dass nur eine fremde ,sprache 7die franzsische7 getrieben werden und dass fr die huslichen ,arbeiten nicht mehr als eine ,stunde in ,anspruch genommen werden darf4 ,hierdurch wrde die gesundheitsschdliche ,ueberanspannung der ,mdchengehirne beseitigt und die ,mglichkeit einer zunehmenden huslichen ,nebenbeschftigung der ,schulmdchen erffnet4 ,eine fakultative ,ausdehnung der ,schulzeit auf #aa-ab ,jahre mit nur #b tglichen ,unterrichtsstunden in den beiden letzten ,jahren wrde den jetzt so schroffen ,uebergang von der ,schule zur huslichen ,selbstthtigkeit allmhlicher machen und der ,schule erst ,gelegenheit geben1 ,disciplinen wie ,kunstgeschichte mit wirklichem ,nutzen zu pflegen1 die jetzt nur mehr als schne ,aushngeschilder in den ,schulprogrammen prangen und bloss den ,mdchen mit dem ,glauben an die erlangte ,bildung den ,kopf verdrehen4 ,sache der ,mtter ist es1 die ,tchter sowohl in den ,schuljahren mit abnehmender ,schulzeit wie nach beendigter ,schulzeit mit ,ernst und ,strenge zu geordneter und ntzlicher huslicher ,thtigkeit anzuhalten1 ,sache der ,vter1 ebensowohl den heranwachsenden ,tchtern wie den heranwachsenden ,shnen gegenber die ,hand auf den ,beutel zu halten1 damit sich beide nicht frhzeitig an ein ,maass von ,ausgaben gewhnen1 von dem nach der ,verheirathung oder nach des ,vaters ,tode zurckstehen zu mssen sie spter als schmerzliche ,entbehrung empfinden wrden4 ,wenn jeder ,familienvater seiner ,pflicht eingedenk bleibt1 den ,etat des ,hauswesens niemals blos nach den augenblicklich verfgbaren ,mitteln einzurichten1 sondern immer zugleich die ,zukunft der ,familie im ,auge zu behalten1 dann wird sich ganz von selbst eine ,einrichtung des ,hauswesens ergeben1 welche sowohl die ,shne wie die ,tchter fr ihre knftige ,aufgabe eigener ,familiengrndung vorbereitet4 ,v4 ,die heutige ,geselligkeit4 #a4 ,die ,geselligkeit im ,hause4 ,das grossstdtische ,leben hat die ,tendenz1 seine ,uhr zurckzustellen1 d4 h4 den ,morgen zu verkrzen1 die ,mittagszeit zu verspten und den ,abend zu verlngern4 ,als ich kleines ,kind war1 speisten noch die meisten ,leute mit ihren ,kindern in der mittglichen ,schulpause1 also gegen #a ,uhr1 whrend die jetzige ,essenszeit zwischen #b und #f diejenigen ,kinder1 deren ,schulen noch ,nachmittagsunterricht haben1 von der ,familientafel ausschliesst4 ,in meines ,vaters ,jugend begannen die ,berliner ,theater-,vorstellungen um #f1 in meiner ,jugend um #f1 jetzt um #g1 einzelne erst um #g ,uhr4 ,die nchtlichen ,sitzungen des englischen ,parlaments zeigen1 bis zu welchem ,punkte die naturwidrige ,verkehrung der ,tageszeiten fortschreiten kann4 ,schon bei uns machen sich die unbequemen ,folgen der ,versptung des ,lebens sehr fhlbar in der ,geselligkeit4 ,naturgemss liegt die ,zeit fr geselliges ,zusammenkommen in den ,abendstunden1 welche die ,erholung nach der ,arbeit des ,tages bilden sollen1 und nur besondere ,feste drfen das ,recht der ,arbeit auf die ,wochentage verkrzen4 ,die zu den ,lebensgewohnheiten am besten passende abendliche ,erholungszeit ist zu erkennen aus den ,stunden1 wo der ,theaterbesuch stattfindet1 daher ist es naturgemss1 dass die ,geselligkeitszeit mit der ,theaterzeit zusammentrifft4 ,letztere fllt bei uns jetzt in die ,stunden von #g bis #aj2 die abendliche ,geselligkeit wird etwa eine ,stunde mehr beanspruchen1 da sie im ,unterschied von der ,theaterzeit die ,zeit zum ,abendessen in sich schliesst4 ,eine ,zusammenkunft1 die weniger als #c ,stunden dauert1 fllt den ,abend nicht aus2 solche1 die mehr als #d in ,anspruch nimmt1 wirkt ermdend und wird zur ,anstrengung1 anstatt ,erholung zu sein4 ,nun war es frher angnglich1 dass die ,gesellschaftszeit eine ,stunde spter lag als die ,theaterzeit1 jetzt aber1 wo die zum ,heimweg erforderliche ,durchschnittszeit mit der ,grsse der ,stadt wchst1 wrde schon ein ,beginn #c- bis #d-stndiger ,gesellschaften um #h die ,nachtruhe derer empfindlich stren1 welche am anderen ,morgen um #h wieder in ihrem ,berufe thtig sein mssen4 ,da aber durch die ,eitelkeit1 nicht zuerst kommen zu wollen1 der ,anfang der ,gesellschaften sich von #h bis #i verschoben hat1 und viele erst aus dem ,theater in ,gesellschaft gehen1 so wird sogar die ,nachtruhe derer geschdigt1 welche erst um #i ,uhr ,morgens nthig haben1 in ihren ,bureaus oder ,komptoren zu erscheinen4 ,die ,folge dieser ,zustnde ist1 dass die heutige ,gesellschaft immer allgemeiner als eine drckende ,last empfunden wird1 die man nur trgt1 weil man sich nicht ganz den geselligen ,verpflichtungen entziehen kann4 ,in solchen ,kreisen1 denen es auf eine ,vertheuerung der ,geselligkeit nicht ankommt1 hat man den ,ausweg gefunden1 zu der frheren ,zeit der ,abendgeselligkeit unserer ,grosseltern 7#f bis #aj7 zurckzukehren1 indem man die ,hauptmahlzeit wie die ,alten auf den ,abend verlegt1 d4 h4 sich zum ,mittagessen um #f ,uhr ,abends einladet4 ,dadurch wird zunchst der ,vortheil erreicht1 dass die ,gste1 wie sie es immer sollten1 es fr unhflich halten1 in der ,versptung das akademische ,viertel zu berschreiten und dass die unbehagliche ,unruhe des ,kommens abgekrzt wird2 was aber wichtiger ist1 man kommt zu rechter ,zeit nach ,haus und ist am anderen ,tage wieder frisch fr die ,arbeit4 ,aber die ,nachtheile dieses ,auswegs liegen auf der ,hand4 ,entweder wird das ,essen und ,trinken bei stundenlanger ,ausdehnung zur ,hauptsache der ,zusammenkunft1 oder wenn1 wie es neuerdings glcklicherweise ,sitte geworden ist1 auch das reichste ,mahl schnell hintereinander aufgetragen und in einer ,stunde erledigt wird1 so ist man noch mehrere ,stunden mit vollem ,magen und eingenommenem ,kopfe beisammen und geht auseinander1 wenn das ,stadium der ersten ,verdauungstrgheit glcklich berwunden ist4 ,aber es ist immer eine falsche ,geselligkeit1 in der man sich vereinigt1 um den ,tafelfreuden zu huldigen1 anstatt sich zu ,tische zu setzen1 weil bei dem ,zusammensein gerade die ,essenszeit herangerckt ist4 ,wo der ,gaumen in erster ,reihe bercksichtigt wird1 ist es kein ,wunder1 wenn ,geist und ,gemth in den ,hintergrund treten mssen4 ,die hauptschliche ,zeit fr gesellige ,unterhaltung muss vor dem ,essen liegen1 nicht hinter demselben1 deshalb muss die ,gesellschaft nicht mit der ,hauptmahlzeit des ,tages beginnen1 sondern mit einer leichten ,nebenmahlzeit schliessen4 ,die ,hineinziehung der ,hauptmahlzeit in die ,gesellschaftszeit verfhrt allzuleicht zur ,entfaltung eines berflssigen und unerfreulichen ,luxus1 vor welchem die abendliche ,nebenmahlzeit leichter geschtzt ist1 weil hier der gesunde ,instinkt vor ,ueberfllung des ,magens beim ,beginn der ,nacht warnt4 ,thatschlich hat seit der ,grnderzeit der ,luxus in den ,diners8 bei uns eine ,ausdehnung gewonnen1 welche vom kulturgeschichtlichen und socialethischen ,gesichtspunkt aus nur zu bedauern ist4 ,die ,verallgemeinerung der ,diners8 kann nur dazu fhren1 das gesellige ,leben noch mehr1 als es schon jetzt in vielen ,kreisen der ,fall ist1 auf einzelne unvermeidliche ,abftterungen8 zu beschrnken4 ,das ,heilmittel gegen diesen ,schaden und die aus ihm weiter zu frchtenden ,gefahren ist leicht zu sehen3 man braucht nur wieder den ,muth zu haben1 sich zu kurzen und frhen ,abendgesellschaften einzuladen und sich ber ,innehaltung des akademischen ,viertels derart zu verstndigen1 dass dessen ,ueberschreitung allgemein wieder als unhflich gilt4 ,bringen diejenigen ,gste1 welche vom spten huslichen ,mittagessen kommen1 wenig ,appetit mit1 so ist das um so besser2 denn es muss die ,rckkehr vom bertriebenen ,speiseluxus zu vernnftiger ,frugalitt erleichtern4 ,es ist ja ursprnglich schn empfunden1 dass man1 um den ,gast zu ehren1 der gewhnlichen ,familienmahlzeit ein briges hinzufgt2 wo aber der eingerissene ,missbrauch die ,geselligkeit des ,mittelstandes zu zerstren droht1 da ist als ,reaktion gegen solche ,ausschreitung der muthige ,entschluss am ,platz1 dass man auf jede1 auch auf die kleinste ,zuthat verzichtet und die ,gste verschmht1 welche nicht mit der gewhnlichen ,familienmahlzeit vorlieb nehmen wollen4 #b4 ,die ,geselligkeit ausser dem ,hause4 ,in keinem ,punkte hat wohl das ,leben der norddeutschen grsseren ,stdte in den letzten vierzig ,jahren so auffallend seine ,physiognomie verndert1 als in der ,verlegung eines grossen ,theils der ,geselligkeit an ffentliche ,orte4 ,in den vierziger ,jahren bot zum ,beispiel ,berlin dem ,erholung suchenden ,publikum zwar im ,sommer eine ,anzahl primitiv eingerichteter ffentlicher ,grten1 im ,winter aber fast nur eigentliche ,speisehuser1 ,weinstuben1 ,conditoreien und ,weissbierlokale1 und fr die niederen ,stnde ,tabagien8 und ,tanzbden48 ,in den ,speisehusern entwickelte sich eine ,geselligkeit fast nur gelegentlich durch eine ,tischgemeinschaft1 die sich ihrer ,natur nach auf ,junggesellen beschrnkte2 die ,conditoreien1 die als ,kaffeehuser benutzt wurden1 dienten dabei zugleich als ,lesekabinets und liessen deshalb geselligen ,verkehr unter den ,gsten nicht aufkommen2 so blieben fr die besseren ,stnde fast nur die ,weinstuben und die wenigen anstndigen ,weissbierlokale brig1 welche von ,frauen noch durchaus gemieden wurden4 ,der erste ,umschwung in diesen ,zustnden erfolgte durch die ,einfhrung der bayerischen ,bierlokale und ,biergrten1 der zweite durch diejenige der ,wiener ,kaffeehuser2 beide fanden den ,boden dadurch vorbereitet1 dass durch die ,verdoppelung und ,verdreifachung der stdtischen ,miethspreise die ,menschen genthigt worden waren1 enger zusammengedrngt zu wohnen1 also weniger ,raum in der eigenen ,huslichkeit fr gesellige ,zwecke frei hatten und dafr ,ersatz ausser dem ,hause suchten4 ,als zweiter begnstigender ,umstand aber kam hinzu1 dass der ,luxus in der ,bewirtung von ,gsten in diesem ,zeitraum in einer ,weise gestiegen war1 welche es dem ,mittelstand fast unmglich machte1 hufiger ,gste bei sich zu sehen2 infolge dessen beschrnkte man die husliche ,geselligkeit in diesen ,kreisen1 wenn man nicht gleich ganz auf dieselbe verzichtete1 mehr und mehr auf wenige reprsentative ,abftterungen8 und verlegte die eigentliche1 der ,erholung dienende ,geselligkeit an ffentliche ,orte1 wo jeder fr sich selbst zu bezahlen hat4 ,so erklrlich diese ,umwandlung ist1 und so sehr sie mit dem demokratisch nivellierenden und durcheinander schttelnden ,zuge unsrer ,zeit harmonirt1 so fragt sich doch1 ob sie uns dem ,ideal der ,geselligkeit nher gefhrt oder ferner gerckt hat1 und ob sie den angestrebten ,zweck ,gewinnung eines mglichst grossen geselligen ,behagens bei mglichst geringem ,kostenaufwand8 auch wirklich erreicht hat4 ,beides muss leider verneint werden4 ,zunchst liegt die ,gefahr in der ffentlichen ,geselligkeit1 dass sie die ,geschlechter voneinander sondert und die ,stellung der ,frauen noch ungnstiger macht1 als sie ohnehin schon ist4 ,der ,mann hat eine scharf gegeneinander abgegrenzte ,arbeitszeit und ,mussezeit2 die ,frau1 welche dem ,hauswesen vorsteht und die ,kinder beaufsichtigt1 nicht1 wenigstens ist ihre ganz freie ,mussezeit sehr viel knapper bemessen4 ,der ,mann kann tglich die ,abendstunden nach vollbrachter ,tagesarbeit der geselligen ,erholung widmen1 gleichviel wo1 die ,frau nur1 wenn sie im ,hause ab- und zugehen und nach dem ,rechten sehen kann4 ,der ,mann hat nur die ,wahl1 entweder seine ,erholung an ffentlichen ,orten allein zu suchen und die ,frau zu ,hause zu lassen1 oder ausser der ,frau noch die ,kinder mitzunehmen1 oder den ,ausgang auf eine viel knapper bemessene ,zeit zu beschrnken1 als ihm seine ,musse gestattet4 ,geht er allein1 so versimpelt die ,frau in der ,vereinsamung des ,hauses und in der tglichen ,arbeits-,tretmhle der ,wirthschaft1 die ,kinder lernen den ,vater als nicht zur ,familie gehrig betrachten1 und dieser selbst entfremdet sich der ,familie und dem ,geschmack an den ,familienfreuden4 ,geht er mit der ,frau ohne die ,kinder1 so leiden diese darunter doppelt und zugleich leidet das ,hauswesen dabei2 geht er mit ,frau und ,kindern1 so leidet das ,hauswesen nicht weniger1 so wird die ganze ,familie dem ,hause entrckt und entfremdet1 und werden die ,kinder durch die frhzeitige ,einfhrung in die zerstreuende ,unruhe des ffentlichen ,lebens sittlich geschdigt4 ,bei der ,beschrnkung der ffentlichen ,geselligkeit auf die ,mnner pflegen die ,frauen sich in einem ausschliesslich weiblichen ,verkehr in ,kaffeekrnzchen u4 s4 w4 eine gewisse ,schadloshaltung zu suchen2 aber die ,mnner leiden selbst auf die ,dauer am meisten unter dieser ,isolirung der ,geschlechter1 weil die ,frauen1 die vom geistigen ,verkehr mit ,mnnern wie im ,orient und im ,alterthum ausgeschlossen sind1 auch unfhig werden mssen1 dem ,mann im ,hause geistige ,anregung und entgegenkommendes ,verstndniss zu bieten4 ,das andere ,extrem1 die ,herabwrdigung des ,hauses zur blossen ,schlafstelle und das ,herumtreiben in den ,bierlokalen mit ,kind und ,kegel1 ist freilich noch schlimmer1 und die scheinbare ,mittelstrasse ist thatschlich nur der ,uebergang von einem ,extrem zum andern4 ,wie hauptschlich in dem gegenseitigen ,verkehr der ,geschlechter die bildende1 sittigende und veredelnde ,macht der ,geselligkeit liegt1 so steckt in dem eigenen ,heim1 in dem sich ,heimischfhlen im eignen ,hause1 die ,wurzel alles ,heimathgefhls und ,familiensinns4 ,es mag bequemer sein1 sich in der ausschliesslichen ,geselligkeit mit dem eignen ,geschlecht ungenirt gehen zu lassen1 aber das intimere ,behagen und die feinere ,befriedigung des ,geselligkeitsbedrfnisses ist doch erst da zu finden1 wo mit ,ueberwindung dieses ,trgheitsmoments die geschlechtliche ,polaritt der geistigen und gemtlichen ,eigenschaften zur ,spannung und ,entladung gelangt4 ,erst diese ,form der ,geselligkeit frdert den ganzen ,menschen und entfaltet alle in ihm schlummernden geselligen ,anlagen zur hchsten und verfeinertsten ,genussfhigkeit4 ,wie steht es nun mit dem ,behagen an einem ffentlichen ,ort im ,vergleich zu demjenigen in einem ,privatraum1 wenn wir gleiche ,zusammensetzung der ,gesellschaft annehmen8 ,welche ,anstrengung kostet es einem zarter besaiteten ,sinn1 bei dem ,gemisch von ,speiseduft1 ,bierneigengeruch1 ,tabaksqualm und ,stickluft1 wie es in den meisten ,lokalen herrscht1 ein ,behagen an der augenblicklichen ,lage auch nur aufkommen zu lassen6 ,und noch mehr als die ,nase und die ,athmungsorgane ist in der ,regel das ,ohr beleidigt1 welches die ,unterhaltung der ,tischgenossen trotz allen ,summens vom ,gesprch der ,nachbartische1 trotz ,kellnergetrappel und ,tellergeklapper auffangen soll4 ,welche ,luft herrscht in den unterirdischen ,lokalen einer ,grossstadt1 welcher ,lrm in den modernen ,prachtslen fr zahllose ,gste6 ,sondert man sich mit seinen ,freunden in ein eigenes ,zimmer ab1 so sitzt man in der ,regel noch enger eingepfercht1 als in der eignen ,wohnung und dabei doch auch ungemthlicher2 benutzt man dagegen mit vielen andern ,gesellschaften einen gemeinsamen ,raum1 so zerstrt das ohrenbeleidigende ,gerusch jede mgliche ,illusion traulicher ,abgegrenztheit und ,geschlossenheit der eignen ,gruppe4 ,aber auch die ,verbilligung der ,geselligkeit durch ,verlegung derselben an ffentliche ,orte ist eine ,tuschung4 ,wenn der ,mann allein ausgeht und die ,frau jede ,geselligkeit entbehren lsst1 so mag er allenfalls etwas billiger fortkommen1 als wenn er mit der ,frau gemeinsam husliche ,geselligkeit pflegte1 obwohl auch das noch zweifelhaft ist2 die etwaige ,ersparniss ist dann aber ganz allein durch die ,entbehrungen der ,frau erzielt4 ,wo ,mann und ,frau zusammen ausgehen1 werden sie allemal bei der ,jahresabrechnung herausfinden1 dass sie erheblich mehr bezahlt haben1 als wenn sie dieselben ,speisen und ,getrnke zu ,hause verzehrt oder mit andern ,familien ausgetauscht htten1 und dass sie fr die gehabte ,mehrausgabe sich zu ,hause eine erhhte ,ausgabe fr ,wohnungsmiethe und ,bedienung htten gestatten knnen4 ,da man im ,durchschnitt nicht annehmen kann1 dass diese ,thatsache sich der ,kenntniss der ,menschen entzieht1 so wre es rthselhaft1 dass sie trotzdem aus dem ,behagen des eignen ,hauses in frostige ,prachtrume oder kahle ,spelunken flchten1 wenn nicht die eigentliche ,lsung des ,rtsels in dem ,umstand zu suchen wre1 dass ihre ,eitelkeit sie hindert1 ihren ,gsten dasselbe vorzusetzen1 womit jeder am ffentlichen ,orte vorlieb nimmt4 ,wo jeder ,gast fr sich selbst ,speisen und ,getrnke auswhlt und bestellt1 bernimmt er auch die ,verantwortung dafr1 sich mit der vorgefundenen ,beschaffenheit und ,gte derselben begngen zu wollen2 wo der ,wirth den ,gsten die ,speisen auftischt1 trgt er die ,verantwortung1 dass sie allen gengen werden4 ,die eitle ,prahlerei1 sich gegenseitig berbieten zu wollen1 die ,narrheit des ,speiseluxus ist es also in letzter ,instanz1 was die husliche ,geselligkeit des ,mittelstandes zu ,gunsten einer ffentlichen aufopfert1 und die ,feigheit jedes einzelnen zur ,umkehr1 die mutlose ,scheu1 als erster auf den ,weg der ,vernunft zurckzukehren1 sie sind es1 welche diese unbehaglichen und bedenklichen ,missstnde aufrecht erhalten und immer wieder befestigen und steigern4 ,man wage doch nur1 seinen ,gsten dasselbe zu bieten1 was sie am ffentlichen ,ort vom ,kellner fordern1 und alle ,gefahren der ungesunden ffentlichen ,geselligkeit sind mit einem ,schlage beseitigt4 ,es brauchen sich zur ,anbahnung der ,umkehr nur ein paar befreundete ,familien ber diesen ,grundsatz zu einigen1 und der ,anfang ist gemacht2 sie mgen aber auch ja nicht vergessen1 namhafte ,konventionalstrafen zu vereinbaren fr jede ,hausfrau1 welche dem ,kitzel des ,ueberbietens in der ,bewirthung nicht sollte widerstehen knnen1 denn sonst ist mit ,sicherheit darauf zu rechnen1 dass binnen ,jahr und ,tag jede solche ,vereinigung sich auflst und ihre ,mitglieder reuig in die verlassene ,kneipe zurckkehren4 ,die ffentliche ,geselligkeit ist um so behaglicher1 je geschlossener sie ist und je mehr sie sich der familiren ,geselligkeit im eigenen ,hause annhert4 ,am meisten ist dies im ,club der ,fall1 der dem ,junggesellen1 wenigstens so lange er gesund und rstig ist1 in hohem ,maasse ,ersatz fr die mangelnde ,huslichkeit und ,familiengeselligkeit gewhren kann4 ,aber auch dem ,club haftet doch trotz allem ,comfort der sociale ,nachtheil der ,geschlechtertrennung an1 und desshalb kann die ,clubgeselligkeit1 wenn sie sich in die ,zeit der ,verheirathung der ,mnner bertrgt1 oder wenn sie gar dieselben von der ,verheirathung abhlt1 durchaus nicht als ein geselliges ,ideal betrachtet werden4 ,fr verheirathete ,mnner konnten die ,clubs nur in einem ,lande und unter einem ,volksstamm zu hherer ,blthe gelangen1 in welchem die ,familien als solche1 und namentlich deren weibliche ,mitglieder1 keinen rechten ,sinn und kein ausgesprochenes ,talent fr unbefangene heitere ,geselligkeit haben1 und desshalb ganz zufrieden damit sind1 sich in den ,burgfrieden des behaglich eingerichteten eigenen ,hauses zurckziehen zu drfen4 ,insoweit die ,zunahme der ffentlichen ,geselligkeit aus der wachsenden ,wohnungsnoth der ,stdte entspringt1 ist sie natrlich nur in dem ,maasse rckgngig zu machen1 als die ,wohnungsfrage gelst oder doch in normalere ,bahnen zurckgelenkt wird4 ,dies gilt namentlich fr die niederen ,stnde1 denen man unmglich zumuthen kann1 in ihrer ,wohnung ihre gesellige ,erholung zu suchen1 so lange dieselbe nur aus ,schlafstuben und ,kche besteht2 es gilt aber auch fr alle ,stnde im ,sommer1 so lange die ,stadtwohnungen keinen ,garten haben1 in welchem sich die ,familie mit ihren ,abend-,gsten behaglich der frischen ,luft erfreuen kann4 ,sobald die ,arbeiter-,wohnungsfrage in dem ,sinne gelst sein wird1 dass der ,arbeiterfamilie wieder eine ,wohnstube zur ,verfgung steht1 wird auch die ,aushusigkeit in ,arbeiterkreisen wieder abnehmen1 und diese ,lsung zu finden ist ein ,haupterforderniss fr unsere ,zeit4 ,sobald die gartenlosen ,stadtviertel nur dem geschftlichen ,treiben des ,tages dienen1 und jede ,familie sich wieder der ,gartenbenutzung als ,zubehr ihrer ,wohnung erfreut1 wird auch das ,bedrfniss der ,geselligkeit in ffentlichen ,biergrten wieder in ,wegfall kommen4 ,fr den ,stand der ,junggesellen werden natrlich immer ffentliche ,lokale fr abendliche ,geselligkeit ein gewisses ,bedrfniss bleiben1 ebenso gut wie ,speisehuser fr den ,mittagstisch2 aber auch dieses ,bedrfniss wird sich verringern1 je mehr die ,junggesellen wieder zu einer naturgemssen frheren ,verheirathung schreiten1 und je mehr die jngeren unter ihnen wieder ,anschluss an die ihnen jetzt fast verloren gegangene ,familiengeselligkeit suchen4 ,,vi4 ,die ,wohnungsfrage4 ,die alte ,regel des ,lord ,chesterfield3 ,kleide dich nach deinem ,stande1 speise unter deinem ,stande1 wohne ber deinem ,stande68 hat auch heut noch ihren guten ,sinn4 ,die ,einfachheit und ,bedrfnisslosigkeit wird in der ,ernhrung zu einem hygieinischen und volkswirthschaftlichen ,gewinn1 in der ,wohnungsweise zu einer hygieinischen und socialethischen ,gefahr4 ,kaum etwas andres unter den ,aeusserlichkeiten der ,lebensgewohnheiten eines ,volkes oder ,standes ist von so tiefgreifender ,rckwirkung auf seine sittlichen ,anschauungen und ,gewhnungen wie die ,art seines ,wohnens1 die ,dichtigkeit der ,zusammendrngung1 die ,vertheilung der ,wohn-1 ,schlaf- und ,kochrume4 ,ein grosser ,theil der ,kulturgeschichte der ,menschheit liesse sich am ,leitfaden der ,wohnungsweise und ihrer ,vernderungen entwickeln4 ,der ,einfluss der ,wohnung wird um so wichtiger1 je mehr die ,menschen durch ,klima1 ,verhltnisse und sonstige ,lebensgewohnheiten auf das ,innere der ,wohnungen angewiesen sind2 er ist also z4 ,b4 um so grsser1 je weniger das ,klima ein ,leben im ,freien gestattet und je weniger die ,berufsarbeit im ,freien auszufhren ist4 ,die ,alten konnten in fensterlosen ,alkoven schlafen1 weil sie am ,tage meist auf dem ,hofe oder auf dem ,markte lebten2 der ,landmann kann sich ohne ,schaden fr seine ,gesundheit den ,sonntagnachmittag in ein ewig ungelftetes ,zimmer setzen1 weil er die ganze ,woche ohnehin im ,freien zu arbeiten hat4 ,das ganze ,gewicht der ,wohnungsfrage tritt erst bei dem ,stdter des nrdlichen ,europas hervor1 der durch seine ,berufsarbeit1 wenn nicht an die ,wohnrume selbst1 so doch an ihnen hnliche ,breaus1 ,gerichtsstuben1 ,klassenzimmer1 ,komptore1 ,werksttten oder ,fabrikrume gefesselt ist1 und der selbst seine politische ,thtigkeit in verrucherten ,bierlokalen ausbt4 ,hier hngt die ,erhaltung der ,gesundheit und krperlichen ,tchtigkeit wesentlich von der ,gesundheitsgemssheit der ,wohnung ab4 ,am wichtigsten sind die ,schlafrume1 weil man in ihnen die lngste ,zeit hintereinander verweilt2 in zweiter ,reihe kommen die ,wohn- oder ,wirthschaftsrume1 erstere besonders fr den ,mann1 letztere vornehmlich fr die ,frau1 beide fr die ,kinder4 ,schon viel unwichtiger ist das ,speisezimmer der ,familie1 falls ein besondrer ,raum fr diesen ,zweck vorbehalten ist1 weil man in ihm doch nur verhltnissmssig kurze ,zeit verweilt2 am gleichgltigsten sind die etwaigen ,gesellschaftszimmer1 ,reprsentationsrume und ,prunkgemcher1 weil sie nur ausnahmsweise benutzt werden4 ,der ,grundsatz1 dass man die besten1 gesndesten und luftigsten ,zimmer zu ,schlafstuben whlen msse1 wird immerfort gepredigt1 aber es wird immerfort dagegen verstossen1 und die moderne stdtische ,bauart1 welche ansehnliche ,wohnrume an die ,strasse1 aber vogelbauerartige ,schlafstuben an die schornsteinengen ,hfe verlegt1 ist ebenso sehr ein ,hohn auf diesen ,grundsatz1 wie die jetzige ,mode1 alle ,gebrauchsmbel in die ohnehin schon zu engen ,schlafzimmer hineinzustopfen und die ,wohnzimmer bloss mit ,prunkmbeln1 ,kunstwerken und kunstgewerblichen ,schaustcken auszustatten4 ,man hat lange genug ber die gute ,stube8 der frheren ,generationen gespottet1 und scheint darber gar nicht bemerkt zu haben1 dass die neueste ,modenarrheit stilvoller8 ,einrichtungen uns dahin gebracht hat1 statt einer guten ,stube8 lauter gute ,stuben8 ausser dem ,schlafzimmer zu haben4 ,man vergisst dabei1 dass das rechte ,grundgesetz aller ,schnheit die sinnlich einleuchtende ,angemessenheit an den praktischen ,gebrauchszweck ist1 und dass keine ornamentale ,zuthat einen ,verstoss gegen dieses architektonische ,grundgesetz des ,kunstgewerbes wieder gut zu machen vermag4 ,was wir jetzt ,stil8 in unsrer ,wohnungsausstattung nennen1 ist nur die knstlerische ,verschrobenheit und ,eitelkeits-,narrheit unsrer ,sitten1 der stilisirte ,widerspruch zwischen dem1 was wir vorstellen wollen1 und dem1 was wir sind4 ,ein wirklicher ,stil kann sich erst dann entwickeln1 wenn wir ,hoffarth und ,lge aus unsrer ,reprsentation verbannen und die ,vernunft der ,sache selbst zu ,worte kommen lassen4 ,nur auf dem ,grunde der ,wahrheit und ,zweckmssigkeit des ,wesens kann die ,schnheit der ,erscheinung erblhen1 andernfalls bleibt sie eine aufgetragene ,schminke1 welche fr jedes feinere sthetische ,gefhl das bertnchte ,unwesen nur um so widerlicher macht4 ,so gewiss einem ,gast die fnf ,gnge eines ,soupers im ,halse stecken bleiben mssen1 wenn er daran denkt1 dass die ,familie sich durch viele fleischlose ,kartoffelmahlzeiten die ,mittel zu dieser ,gasterei abdarben muss1 so gewiss mssen ihn die stilvollen8 zwei oder drei ,vorderstuben anekeln1 wenn er daran denkt1 dass alle wirklichen ,gebrauchsmbel in der ,familie mit den unglcklichen ,kindern in zwei oder drei ,lcher von luft- und lichtlosen ,schlafkammern zusammengepfercht sind1 in denen nach ,verabschiedung der ,gste auch die ,eltern noch ,unterschlupf suchen1 whrend die ,dienstboten in mehr oder minder unmglichen ,schlafgelegenheiten sich zur ,arbeit des folgenden ,tages strken4 ,so lange die ,fensterffnungen der ,wohn- und ,schlafrume durch keine ,glasscheiben verschlossen waren1 oder so lange der einfache ,glasfensterverschluss undicht genug war1 um eine ausreichende unbeabsichtigte ,ventilation zu gestatten1 konnten auch enge und mehrfach besetzte ,schlafzimmer den hygienischen ,ansprchen gengen4 ,gegenwrtig1 wo auch die ,schlafzimmer meistens mit gutschliessenden ,doppelfenstern versehen werden1 sollte durch baupolizeiliche ,vorschrift dafr ,sorge getragen werden1 dass berall hohe ,ventilationsspalten neben den ,fenstern angebracht werden1 welche mit ,watte verstopft werden1 um das ,eindringen schdlicher ,keime abzuhalten4 ,eine solche ,vorkehrung scheint mir vor dem ,schlafen bei offnen ,fenstern den ,vorzug zu verdienen1 insbesondere in ,malariagegenden und fr ,personen mit rheumatischen und katarrhalischen ,dispositionen1 ganz abgesehen davon1 dass in ,parterrewohnungen das ,schlafen bei offnen ,fenstern aus ,sicherheitsgrnden unthunlich und selbst eine ,treppe hoch nicht unbedenklich ist4 ,die von rztlicher ,seite mehr und mehr empfohlene und im ,publikum mehr und mehr in ,aufnahme kommende ,sitte des ,schlafens bei offenem ,fenster weist deutlich genug auf die ,richtung hin1 in welcher eine ,abhilfe zu suchen ist2 der ,ventilationsspalt mit ,watteverschluss leistet indessen dasselbe ohne die mit dem ersteren verbundenen ,gefahren4 ,sehr wnschenswerth und heilsam wre es1 wenn jede ,wohnung ,gelegenheit bte1 bei jedem ,wetter ohne ,erkltungsgefahr tglich mehrere ,stunden frische ,luft geniessen zu knnen1 auch ohne die ,wohnung verlassen zu mssen4 ,dies ist erreichbar1 wenn zu jeder ,wohnung ein ,ostbalkon und ein ,westbalkon gehrt1 welche ringsherum geschlossene ,brstung1 hlzernen ,fussboden1 glserne ,seitenwnde und ein leinenes ,zeltdach ber sich tragen4 ,auch der fr ,erkltungen empfindlichste ,mensch kann bei jeder ,witterung auf dem jeweilig windgeschtzten dieser ,balkone mehrere ,stunden hintereinander verweilen und seine gewohnten ,beschftigungen treiben1 wofern er sich nur so kleidet1 wie wenn die ,lufttemperatur um #aj ,grad niedriger wre als sie ist1 die ,beine fest in ,decken einwickelt und die ,hnde durch waschlederne ,handschuhe schtzt4 ,ein solcher ,aufenthalt im ,freien kann natrlich die ,spaziergnge in frischer ,luft nicht berflssig machen1 wohl aber mit denselben zusammen die ,luftkurorte und ,winterkurorte ersetzen1 ohne dass er die ,menschen aus ihrem gewohnten ,kreise und ihrer ,beschftigung herausreisst4 ,den prophylaktischen ,werth einer theilweisen ,verlegung unseres stubenhockerischen ,lebens auf die ,balkone halte ich fr unberechenbar und glaube sicher1 dass das nchste ,jahrhundert in dieser ,hinsicht einen grossen ,umschwung in unsren ,lebensgewohnheiten herbeifhren wird1 welcher uns dem erfrischenden ,leben im ,freien1 wie die ,alten es fhrten1 wieder um so viel nher bringen wird1 wie unsre klimatischen ,verhltnisse es gestatten4 ,gegenwrtig sind wir noch auf dem ,punkte1 dass die ,menschen sich bequemen1 alles zu thun1 um ihre zerstrte ,gesundheit wieder herzustellen1 aber gar nichts1 um die bedrohte sich zu erhalten4 ,in den ,heilanstalten und ,kurorten machen sie eine ,art von ,sport daraus1 die journe mdicale1 d4 h4 die tgliche ,aufenthaltsdauer in frischer ,luft auf #i bis #aa ,stunden auszudehnen1 aber zu ,hause denken sie mit einem tglichen1 einstndigen ,spaziergange ,wunder wieviel fr ihre ,gesundheit gethan zu haben4 ,durch die ,balkone wird der ,garten als ,zubehr der ,wohnung keineswegs berflssig2 whrend der ,werth der ,balkone besonders im ,winter und bei ungnstiger ,witterung hervortritt1 wird der ,garten im ,sommer und bei schnem ,wetter zur doppelten ,wohlthat4 ,der ,balkon bietet frische ,luft1 aber der ,garten soll ausserdem freie ,natur bieten1 oder wenigstens einen ,ersatz fr dieselbe1 wie blauer ,himmel1 grner ,rasen mit blhenden ,blumen und schattige ,bume ihn zu gewhren im ,stande sind4 ,der ,balkon ist wesentlich nur fr ,erwachsene geeignet1 der ,garten ist der ,tummelplatz der ,kinder und als solcher die nothwendige scenische ,vervollstndigung zum ,kindheitsparadies4 ,erst der ,besitz des ,gartens macht die ,familiengeselligkeit im eigenen ,hause auch im heissen ,sommer mglich1 wenn die ,gste nach der ,hitze und dem ,staub des ,tages ,erquickung in der ,abend- und ,nachtluft suchen4 ,dazu gehrt nun freilich1 dass der ,garten auch wirklich ein ,garten ist1 nicht ein stubengrosser ,fleck mit verkmmerten ,gewchsen1 auf den niemals die ,sonne scheint1 und von dem aus man erst bei starkem ,hintenberlegen des ,kopfes eines ,stckchens ,himmel ansichtig wird4 ,wie unglaublich die ,gengsamkeit der ,grossstdter in dieser ,hinsicht ist1 sieht man am besten1 wenn man an einem heissen ,sommerabend die ,biergrten der inneren ,stadttheile durchwandert2 von frischer ,luft kann in der ,mehrzahl dieser zwischen ,huserkolossen schachtartig eingezwngten ,grten8 keine ,rede mehr sein1 und es ist nur die ,auffrischung der ,abendtemperatur1 der ,kontrast mit der noch schlimmeren ,luft der ,wohn- und ,arbeitsrume und die nchtliche ,verschleierung der ,umgebung1 was diese ,erholungsorte8 ertrglich erscheinen lsst4 ,da nun thatschlich in allen grsseren ,stdten die ,grten mehr und mehr verschwinden oder bis zur ,selbstironisirung einschrumpfen1 so scheint es nicht leicht1 die gestellte ,forderung zu verwirklichen4 ,von besonderer socialethischer und hygieinischer ,wichtigkeit ist ferner der ,unterschied1 ob jede ,familie ihr eignes ,haus bewohnt1 oder ob sie mit vielen anderen ,familien das ,haus theilt4 ,nur das eigne ,haus lsst ein wahres und volles ,heimathsgefhl1 die echte ,poesie des ,vaterhauses8 in dem aufwachsenden1 jungen ,geschlecht entstehen2 die ,miethwohnung mag vom ,ntzlichkeitsstandpunkte aus betrachtet praktischer sein1 insofern ihr ,wechsel sich den zu- und abnehmenden ,bedrfnissen der ,familie leichter anpasst1 aber der sittigende und festigende ,einfluss auf ,gemth und ,charakter1 den der eigne ,besitz gewhrt1 fehlt ihr4 ,dies gilt schon dann1 wenn die ,miethwohnung selbst ein ganzes ,haus umfasst2 noch andere ,schdlichkeiten treten hinzu1 wenn sie nur eine unter den vielen ,wohnungen einer ,miethskaserne oder eines ,miethspalastes ist4 ,ausser den ,differenzen zwischen ,miethern und ,wirth entwickeln sich dann eine ,menge ,streitereien zwischen den verschiedenen ,miethern theils infolge der ,nthigung1 sich um die gemeinsame ,benutzung der gemeinsamen ,hauseinrichtungen zu vertragen1 theils durch den ,klatsch der ,dienstboten2 beide verderben den ,charakter durch ,gewhnung an ,streitsucht und ,kleinlichkeit und vergiften das nachbarliche ,verhltniss4 ,man begreift1 warum man im alten ,tyrus neun- bis zehnstckige ,huser baute2 die enge ,insel liess ein andres ,wachsthum der ,stadt1 als in die ,hhe eben nicht zu1 und hnliche ,verhltnisse kehren in neuerer ,zeit in ,festungen wieder4 ,man begreift auch wohl1 dass vor ,entwickelung der ,pferdebahnen und ,hochbahnen grosse ,stdte die ,neigung haben mussten1 in die ,hhe zu wachsen und das ,hinterland der ,strassenhuser baulich auszunutzen1 weil eben die ,verkehrsmittel zur ,ueberwindung grsserer ,strecken fehlten4 ,aber gegenwrtig1 wo diese ,verkehrsmittel theils schon vorhanden sind1 theils ihre ,brauchbarkeit zur ,genge erprobt haben und der weiteren ,verwirklichung entgegensehen1 ist es unbegreiflich1 dass die ,stdte nicht ausschliesslich in die ,breite wachsen4 ,statistisch ist es erwiesen1 dass nicht die ,kellerwohnungen am ungesundesten sind1 sondern die im vierten ,stock gelegenen1 trotzdem dass ,licht und ,luft zu ihnen besseren ,zutritt hat2 der ,grund liegt theils in der ,schdlichkeit des ,treppensteigens fr vielerlei ,konstitutionen und ,zustnde1 theils in der ,lufterneuerung der ,wohnrume von unten her1 welche reichlich ein ,drittel der ,gesammtventilation betrgt und den ,bewohnern der obersten ,stockwerke gleichsam ,stichproben von smmtlichen ,miasmen der vier bis fnf unter ihnen wohnenden ,familien zufhrt4 ,jede ,erhhung um ein neues ,stockwerk macht eben auch rckwrts alle unteren ,stockwerke ungesunder1 indem sie eben so gut wie ein ,verbauen der ,hfe den ,luft- und ,lichtzutritt zu den ,fenstern derselben beschrnkt4 ,das ,verbauen der ,hfe in ,verbindung mit der ,engigkeit der ,strassen macht es schon jetzt in den meisten ,stadttheilen unmglich1 an jeder ,wohnung einen1 geschweige denn zwei ,balkone anzubringen1 und ebenso ist es der ,grund fr das ,einschrumpfen und ,aussterben der ,grten4 ,die rgsten ,snden in dieser ,hinsicht sind in ,berlin erst in den letzten beiden ,jahrzehnten begangen worden1 und zwar lediglich desshalb1 weil die massgebenden ,behrden nicht mit einer zweckmssigen und doch nicht unbilligen ,bauordnung zu ,stande kommen konnten2 sie konnten aber bloss darum nicht mit ihr zu ,stande kommen1 weil sie sich nicht entschliessen konnten1 die ,einfrmigkeit der ,vorschriften aufzugeben und der vlligen ,verschiedenheit der ,situation bei ,umbauten in der ,innenstadt1 bei ,neubauten an der ,peripherie und bei ,neubauten in der weiteren ,umgebung ,rechnung zu tragen4 ,auch die neue ,berliner ,bauordnung von #ahhg trgt der ,verschiedenheit der inneren und usseren1 der fertigen und der erst anzulegenden ,stadttheile in ganz unzulnglicher ,weise ,rechnung1 und fordert auf der einen ,seite zu viel1 auf der anderen zu wenig4 ,was bis jetzt gebaut ist1 das ist nun einmal verpfuscht2 man kann es durch ,zwangsverfgungen nicht ungeschehen machen1 ohne schreiende ,unbilligkeit gegen die ,besitzer auch nicht im ,falle von ,umbauten2 aber man kann die ,zukunft davor retten1 in den jetzt noch unbebauten ,stadttheilen in denselben ,fehler zu verfallen4 ,man braucht nur auf dem ,bebauungsplan eine ,eintheilung in verschiedene ,zonen vorzunehmen1 in deren ersten hchstens dreistckig1 in deren zweiten hchstens zweistckig1 und in deren dritten nur im ,villenstil gebaut werden darf4 ,um dies einheitlich durchzufhren1 dazu wre allerdings die ,zusammenlegung ,berlins mit seinen ,vororten zu einer ,provinz ,berlin8 unter einheitlicher ,baupolizei-,verwaltung erforderlich1 von der schon wiederholentlich die ,rede gewesen ist1 und welche sich auf die ,dauer doch als eine unausweichliche ,nothwendigkeit aufdrngen wird4 ,sobald eine solche ,abnderung der bestehenden ,bauordnung erlassen wre1 wrde das ,publikum mehr als jetzt das ,wohnen in entfernteren ,villenkolonien bevorzugen1 welche allein die ,verwirklichung aller oben gestellten ,forderungen zu bieten im ,stande sind4 ,nur in den ,vororten hat der ,boden noch einen so mssigen ,preis1 dass ,huser fr eine ,familie mit ,balkonen und ,grten und mit einer ausreichenden ,zahl durchweg luftiger und heller ,zimmer mglich sind4 ,man kann ohne ,furcht vor ,uebertreibung sagen1 dass in den ,zimmern eines ,vororts gesndere ,luft geatmet wird1 als auf den meisten ,hfen einer ,grossstadt1 ber welcher stets1 auch bei ganz klarem ,himmel1 eine von weither sichtbar schwere ,dunst- und ,rauchmasse lagert4 ,am auffallendsten ist der ,unterschied der ,luft im ,hochsommer1 wo jeder1 der es kann1 die ,grossstadt verlsst1 whrend der ,vorortbewohner diese ,reisekosten spart4 ,die jetzige ,kasernenstadt wrde dann mehr und mehr zur blossen ,geschftsstadt1 in welcher die ,berufsarbeiten des ,tages sich vollziehen1 whrend man ,nachmittags oder ,abends in die gesunde ,aussenwohnung zurckkehrt4 ,allerdings gehrt1 um dem ,publikum das ,draussenwohnen mundrecht zu machen1 auch das noch dazu1 dass das ,pferdebahnen-1 ,hochbahnen-1 und ,aussenbahnen-,netz bedeutend vergrssert und vervollstndigt wird1 dass die ,abonnementspreise noch viel billiger werden1 und dass nicht1 wie jetzt1 seltene grssere ,zge1 sondern fortwhrend kleine abgelassen werden4 ,dann aber ist allerdings zu hoffen1 dass sich im ,verlaufe einer ,generation alle ,grossstdter an das ,draussenwohnen und seine ,vorteile fr ,leib und ,seele der ,familien so sehr gewhnen werden1 dass die ,nachfrage nach eigentlichen ,wohnungen in der ,stadt und mit ihr der unnatrlich in die ,hhe geschraubte ,bodenwerth betrchtlich sinkt1 so dass es bei den ,umbauten der ,zukunft wieder ganz von selbst praktischer werden drfte1 den ,raum weniger sparsam auszunutzen4 ,sollten indess diese ,massregeln sich als nicht ausreichend erweisen1 dann1 aber auch dann erst drfte und msste man dem ,gedanken einer ,expropriation des ganzen stdtischen ,grundbesitzes durch die ,kommune nher treten1 um das ,grundbel der ,wohnungsfrage1 die stetige ,steigerung des freihndig verkauften ,bodenwerths1 an der ,wurzel zu fassen und wenigstens fr sptere ,generationen nach erfolgter ,amortisation der ,kaufsummen ertrglichere ,verhltnisse anzubahnen4 ,,vii4 ,moderne ,unsitten4 #a4 ,der ,blumenluxus4 ,der ,strauss1 den ich gepflcket1 ,grsse ,dich viel tausend ,mal6 ,ich habe mich oft gebcket ,ach1 wohl ein tausend ,mal1 ,und ihn an's ,herz gedrcket ,viel hundert tausend ,mal4 ,goethe4 ,das ,ausschmcken einer ,person mit ,blumen und das ,schenken von ,blumen1 sei es zum ,schmuck der ,person oder ihrer ,umgebung1 ist wesentlich eine symbolische ,handlung4 ,wer sich selbst mit ,blumen schmckt1 bekundet damit seine gehobene1 festliche1 lebensfrohe ,stimmung1 seinen ,wunsch1 sich im vortheilhaftesten ,lichte zu zeigen und anderen zu gefallen2 wer einem andern ,blumen schenkt1 drckt damit symbolisch den ,wunsch aus1 selber so der beschenkten ,person zu huldigen und zur ,verschnerung ihres ,lebensweges dienen zu wollen1 wie die ihr zugeeigneten ,kinder der ,flur es thun4 ,am deutlichsten ist diese ,symbolik in dem ,blumen auf den ,weg streuen81 wo sie besagt1 dass1 soviel an dem ,geber liegt1 die beschenkte ,person einen ,blumenpfad wandeln und mit ihren ,fssen nur auf ,blumen 7nicht auf ,dornen1 ,staub und ,steine7 treten solle2 aber auch das ,verzieren der ,pforten der ,stadt oder des ,hauses1 oder das ,ausschmcken der ,wohnrume mit ,blumen hat wesentlich denselben ,sinn4 ,schmckt man eine theure ,person mit ,blumen1 so bezeugt man damit zugleich1 dass man dieselbe im besten ,lichte und in geflligster ,darstellung zu sehen wnscht2 hat man die ,blumen selbst in ,wald und ,feld gesucht und gepflckt1 so zeigt dies zugleich1 dass man keine ,mhe scheut1 die ,theure zu zieren4 ,im ,ganzen ist jede ,symbolik um so ausdrucksvoller1 je einfacher sie ist2 die ,vervielfachung des ,symbols rckt den ,eindruck seiner realen ,beschaffenheit in den ,vordergrund und drngt damit eben so sehr seinen tieferen ,sinn zurck4 ,deshalb sagt gewhnlich eine ,blume mehr als ein ganzer ,strauss1 ein kleiner ,strauss mehr als ein grosser1 ein einzelner ,strauss mehr als ein ,dutzend oder ein ganzer ,wagen voll ,blumen4 ,nur wo die ,mhe des ,suchens und ,pflckens und der etwa in die ,zusammenstellung hineingelegte geheime ,sinn als ,huldigung in den ,vordergrund tritt1 nur da kann ein ,strauss mehr gelten als eine ,blume1 aber selbst in diesem ,falle hat die ,wirksamkeit der ,multiplikation ihre engen ,grenzen4 ,jede kunstmssige ,behandlung des ,arrangements lenkt die ,aufmerksamkeit von der ,symbolik der ,gabe auf ihren sthetischen ,werth ab und verringert damit deren innere ,bedeutung2 schon die im ,garten gezogenen ,blumen1 mit ,ausnahme einiger ,arten1 bei denen man die ,entstehung durch knstliche ,zuchtwahl fast schon vergessen hat1 sprechen weniger zum ,herzen als die ursprnglichen ,kinder der ,natur1 welche gleichsam die spontane ,huldigung von ,hain und ,flur darstellen4 ,sie sind schon darum einzig in ihrer ,art1 weil sie ein ,geschenk ohne jeden ,geldwerth darstellen1 was man an den ,blumen des ,gartens1 gleichviel ob sie aus dem eigenen ,garten gepflckt oder dem eines ,kunstgrtners entnommen sind1 schon nicht mehr sagen kann4 ,eine ,huldigung ist aber um so zarter1 der symbolische ,werth des ,geschenks um so reiner1 je weniger demselben irgend ein in ,geld ausdrckbarer materieller ,werth zukommt4 ,es ist nicht bloss die ,sitte1 welche die ,annahme von materiell werthvollen ,geschenken verbietet1 sondern auch das ,zartgefhl1 weil jede ,leistung eine entsprechende ,gegenleistung bedingt4 ,in der materiell werthlosen ,blumengabe ist der ,begriff des ,geschenkes vollkommen vergeistigt und bloss das pretium affectionis brig geblieben1 welches der ,strke des ,huldigungswunsches und der aufgewandten ,mhe proportional ist4 ,wenn man in einer ,stadt lebt1 wo es unmglich ist1 ,blumen anders als im ,wege des ,kaufs zu erlangen1 so ist der poetische ,duft des ,blumenschenkens und der auf dem ,selberpflcken und der materiellen ,werthlosigkeit beruhende ,affektionswerth unwiederbringlich verloren4 ,aber es wre ,pedanterie1 darum das ,schenken gekaufter ,blumen ganz verbieten zu wollen1 da die ,symbolik der ,huldigung noch bestehen bleibt4 ,immerhin muss man dessen eingedenk bleiben1 dass gekaufte ,blumen doch nur ein klgliches ,surrogat selbstgepflckter sind1 und dass man mit dem ,schenken gekaufter ,blumen weit vorsichtiger und sparsamer sein muss als mit demjenigen selbstgepflckter4 ,auch hier nimmt der symbolische ,werth der ,gabe in dem ,maasse ab1 als der selbststndige materielle oder der sthetische ,werth derselben zunimmt2 auch hier ist die ,gabe um so ausdrucksvoller1 je anspruchsloser1 kunstloser1 natrlicher und schlichter sie erscheint1 je mehr sie dem selbstgepflckten ,strausse wilder ,blumen hnelt4 ,die ,multiplikation verringert hier den ,werth nicht nur an sich1 sondern auch durch ,steigerung des ,geldwerthes1 whrend die ,entschuldigung der vermehrten ,mhe fehlt4 ,das gekaufte ,blumengeschenk erfllt nur dann seinen ,zweck1 wenn der dafr gezahlte ,preis so gering ist1 dass er fr die ,verhltnisse sowohl des ,gebers als auch des ,beschenkten gar nicht in ,betracht kommt1 also fglich der materiellen ,werthlosigkeit der selbstgepflckten ,blumen gleichgeachtet werden kann4 ,ein selbststndiger1 sthetischer1 kunstgewerblicher ,werth eines ,blumenarrangements zerstrt den symbolischen ,werth nicht nur durch ,steigerung des materiellen ,werthes1 sondern auch abgesehen von dieser schon dadurch1 dass er das ,geschenk aus der ,sphre der ,natur in diejenige der ,kunst entrckt1 also mit ,kunstwerken und ,kunstindustriewerken auf eine ,stufe stellt4 ,so wenig man gegen das ,beschenken mit ,vasen1 ,nippsachen u4 dgl4 etwas einwenden kann1 wenn die ,personen in einem ,verhltniss zu einander stehen1 in welchem die ,sitte das ,schenken gestattet1 ebensowenig gegen das ,beschenken mit kunstvoll arrangierten ,blumenkrben1 ,fllhrnern u4 s4 w42 aber es mssen dann eben auch ,personen sein1 die sich ebensogut ,vasen u4 dgl4 schenken drften1 und die ,immunitt des relativ werthlosen ,blumenschenkens muss fr solche ,objekte auch dann ausgeschlossen bleiben1 wenn der ,geldwerth fr den ,reichthum der ,geber und der ,beschenkten nicht in's ,gewicht fllt4 ,diese ,grenze ist leider in neuerer ,zeit nicht mehr inne gehalten2 man hat die ,freiheit des ,blumenschenkens gemissbraucht1 um sie auf ,geschenke von selbststndigem kunstindustriellen ,werthe auszudehnen1 und das von den wohlhabendsten ,gesellschaftsschichten gegebene ble ,beispiel hat auch die mittleren ,kreise zu einem ,blumenluxus verfhrt1 der ausser aller ,proportion zu ihren ,verhltnissen steht4 ,wenn ein ,frst oder die ,herrin eines gastfreien ,hauses zu ihrem ,geburtstage mehrere ,zimmer mit kostbaren ,blumengeschenken gefllt bekommt1 wenn eine ,primadonna einen ,mbelwagen braucht1 um die mit ,blumen berschttete ,bhne abzurumen1 oder wenn die ,saisonlwin in einem ,modebade bei der ,abreise mit ihren ,kindern im ersten ,wagen fhrt und die erhaltenen ,blumen von ihrem ,dienstpersonal in den nachfolgenden ,wagen transportiren lsst1 so sind das ,ausschreitungen des ,blumenluxus1 die sich selber richten4 ,es kommt aber darauf an1 sich darber klar zu werden1 dass die ,sitten1 aus denen diese ,ausschreitungen hervorgehen1 selbst schon im ,princip ,unsitten sind1 an welche es nachgerade ,zeit wird1 die bessernde ,hand anzulegen4 ,niemand soll einem andern in einem ,augenblicke ,blumen schenken1 wo er sicher ist1 denselben mit dem ,geschenke zu belstigen1 und ihn vor die ,wahl stellt1 entweder sich des ,geschenks baldmglichst zu entledigen1 oder mit dessen ,bewahrung zu plagen4 ,wer seinen ,badebekannten ,blumen schenken will1 mag es whrend ihres ,aufenthaltes thun1 aber nicht bei der ,abreise2 wer einer ,primadonna seine ,huldigung erweisen will1 mag ihr ,blumen in's ,haus senden1 aber nicht vor die ,fsse oder gar in's ,gesicht schleudern4 ,wer ein ,gefhl fr die ,werthsverringerung durch ,multiplikation hat1 wird sich instinktiv scheuen1 seine ,gabe zu einem ,zeitpunkt darzubringen1 wo sie durch das ,zusammentreffen mit vielen anderen jeden ,werth verliert1 und einen passenderen ,zeitpunkt whlen4 ,wer aber keine ,wahl im ,zeitpunkte frei hat1 wird dann seinen ,takt wenigstens dadurch beweisen1 dass er sich auf eine einzelne oder ganz wenige ,blumen beschrnkt1 da die ,multiplikation ohnehin schon durch die ,vielheit der ,geber entsteht4 ,vor allen ,dingen aber ist dem ,grundsatz wieder ,geltung zu verschaffen1 dass werthvolle oder gar kostbare ,blumengeschenke unstatthaft sind unter ,personen1 denen die ,sitte die ,annahme anderer ,geschenke von einander verbietet4 ,die ,poesie der ,blumengabe wird durch nichts mehr entwrdigt1 als wenn das gegenseitige ,ueberbieten der ,geber in der ,kostbarkeit der ,geschenke zum ,tummelplatz fr ,motive der ,eitelkeit und der spekulativen ,gewinnsucht gemacht wird4 ,so lange der selbstgepflckte ,strauss von ,feldblumen nur ,ausdrucksmittel ist fr die beredte ,sprache des ,herzens1 mssen jene feineren ,bedenken schweigen1 welche sofort in ihr ,recht treten1 wo die ,kunstindustrie sich der ,blumengaben bemchtigt4 ,nichts predigt so laut die ,vergnglichkeit des ,schnen als die von ihrem ,stamm und ihrer ,wurzel getrennte ,blume4 ,sie ist ein zum ,tode verwundeter ,organismus1 dessen ,farben nur noch nicht beschdigt sind1 -- ein noch lebendes und lchelndes ,haupt1 das von seinem ,rumpfe getrennt ist4 ,der heute so prchtig prangende ,strauss ist morgen ein verwelkter1 verwesender ,leichenhaufen1 und unter dem ,schein des ,lebens1 an dem das ,auge sich freuen soll1 fhlt das ,herz den ,todeskampf der ,zellen und ,organe hindurch4 ,wenn ich am ,morgen die ber ,nacht erblhte ,rose am ,stock im ,garten betrachte1 und mir sagen muss1 dass vielleicht schon am selben ,abend ihr ,blumenleben seinen ,gipfel berschritten hat und seinem ,verfall zuneigt1 dann ist es ein natrlicher ,process des ,werdens und ,vergehens1 der in diesem ,einzelfall mir anschaulich vor die ,seele tritt2 wenn ich aber die ,rose im ,wasserglas oder auf den ,draht eines ,bouquets8 geflochten sehe1 so kann ich mich des widerwrtigen ,gedankens nicht erwehren1 dass der ,mensch ein ,blumenleben gemordet hat1 damit es im ,sterben ein ,auge erfreue1 das herzlos genug ist1 den unnatrlichen ,tod unter dem ,scheine des ,lebens nicht herauszufhlen4 ,dass es nicht der ,tod an sich ist1 dessen ,anblick uns strt1 beweisen die getrockneten ,blumen1 die ebensowenig missfallen wie ausgestopfte ,thiere oder aufgespannte ,schmetterlinge4 ,es ist vielmehr das den ,tod im ,herzen tragende ,leben1 der zur ,ergtzung hervorgerufene und vor ,augen gestellte ,todeskampf der widerstandslos duldenden ,blumenseele1 was das ,herz verletzt4 ,fr ein feineres ,empfinden gehrt die ,blume so wenig in das ,bouquet wie der ,vogel in das ,bauer1 sondern die ,blume in den ,garten1 in ,wiese1 ,feld und ,wald1 wie der ,vogel auf den ,baum4 ,wer keinen ,garten hat1 oder nicht im ,stande ist1 denselben zu betreten1 der mag zum ,ersatz sich ,blumen in sein ,zimmer oder vor sein ,bett bringen lassen4 ,wer aber im ,stande ist1 die ,naturschnheit da zu geniessen1 wo sie am schnsten ist1 d4 h4 in ihrer naturgemssen ,umgebung und unter ihren naturgemssen ,lebensbedingungen1 der wird selbst die ,topfblumen im ,zimmer gern missen1 und viel lieber das ,freie aufsuchen1 um sie zu bewundern4 ,sehe ich aber gar ein ,meisterwerk der ,blumengrtnerei1 einen grossen ,korb mit einer ,masse der kostbarsten auf ,draht gezogenen ,blthen1 so ist mir zu ,muth1 als wrde mir ein ,ragout aus ,tausenden von ,nachtigallzungen vorgesetzt1 oder als sollte ich einen ,damenkopfputz aus lauter aufgespiessten1 auf's ,rad geflochtenen1 noch zappelnden ,schmetterlingen und ,kfern bewundern4 ,ich bin berzeugt1 dass eine sptere ,zeit die heutigen ,moden im ,blumenluxus noch hrter verurtheilen wird1 als wir die in ,figuren geschnittenen ,bume des vorigen ,jahrhunderts1 und dass die ,kunstgrtnerei bei einer ,reinigung und ,verfeinerung des ,geschmacks ihre ,triumphe wieder ausschliesslich da feiern wird1 wo sie berechtigt sind3 im ,sommer- und ,wintergarten4 #b4 ,das ,rauchen4 ,die meisten jungen ,leute kommen durch die ,macht des ,beispiels zum ,rauchen3 sie scheuen sich1 als ,nichtraucher unter einer ,mehrheit von rauchenden ,genossen unmnnlich zu erscheinen1 oder als absonderliche ,ausnahme dazustehen4 ,gegen einen solchen sklavischen ,nachahmungstrieb darf man bei den selbststndigeren ,naturen an das eigene ,urtheil und den ,stolz der ,selbstbestimmung appelliren2 die unselbststndigeren ,jnglinge wird man am besten dadurch vor den ,folgen solcher ,nachahmungssucht bewahren1 wenn man sie darauf aufmerksam macht1 dass im letzten ,menschenalter das ,rauchen in den besten gesellschaftlichen ,kreisen mehr und mehr aus der ,mode gekommen sei1 dass der ,procentsatz der ,nichtraucher in denselben bestndig im ,steigen sei1 und dass es schon jetzt fr distinguirter gelten knne1 nicht zu rauchen als zu rauchen4 ,der ,mensch ist ohnehin so sehr der ,sklave seiner angeborenen und anerzogenen ,bedrfnisse1 dass er wahrlich nicht nthig hat1 diese ,gebundenheit noch durch ein weiteres angewhntes ,bedrfniss zu vermehren2 wenn man sieht1 wie schmerzlich der ,gewohnheitsraucher unter einer1 wenn auch nur zeitweiligen ,entbehrung 7sei es aus gesellschaftlichen oder gesundheitlichen oder konomischen ,rcksichten1 sei es unter dem ,zwange von ,ausnahmeverhltnissen1 wie im ,kriege7 leidet1 so sollte sich der ,freiheitsstolz jedes ,jnglings dagegen aufbumen1 freiwillig ein solches ,joch auf sich zu nehmen4 ,ein eingewurzeltes ,laster aufzugeben1 kostet eine fast bermenschliche ,ueberwindung2 aber sich gegen die zwecklose ,angewhnung zu struben1 kostet weiter gar keine ,ueberwindung1 als die eines unmnnlichen ,nachahmungstriebes4 ,jeder ,jngling1 der den hheren ,stnden angehren will1 sollte ber ein solches ,mass von ,selbstbeherrschung verfgen1 und der socialen ,ehrenpflicht seines ,standes eingedenk bleiben1 den niederen ,stnden mit gutem ,beispiel voranzugehen und die allmhliche ,entwhnung der ,nation von diesem ,laster anzubahnen4 ,denn ein ,laster muss diese ,angewohnheit in der ,that genannt werden1 durch welche jhrlich ,milliarden buchstblich in die ,luft geblasen werden1 die andernfalls ausreichen wrden1 die brennendsten socialen ,fragen 7,alters-1 ,wittwen- und ,waisenversorgung7 zu lsen1 unter deren ,last unsere ,zeit seufzt4 ,vlker ohne sonstige ,pflanzenalkalode mgen in dem ,nikotin ein werthvolles ,reizmittel der ,nervennhrung schtzen2 ,vlker mit ,thee1 ,kaffee1 ,cacao u4 s4 w4 besitzen in diesen ,reizmittel genug1 als dass nicht das ,nikotin zu viel des ,reizes hinzubringen sollte4 ,die ,einwirkung des ,tabakrauches bei ,affektionen der ,augen1 der ,athmungswege1 des ,magens und ,darmkanals und der ,galle ist entschieden nachtheilig2 meistens aber entschliessen die erkrankten ,raucher sich viel zu spt1 ihre ,gewohnheit auszusetzen4 ,wie jedes ,reizmittel1 so stumpft auch dieses sich durch ,gewohnheit ab und verlangt verstrkte ,zufuhr1 birgt also die ,gefahr einer ,uebertreibung in sich1 welche zur chronischen ,nikotinvergiftung fhren kann1 besonders bei der ,verbindung mit reichlichem ,alkoholgenuss2 die complicirten ,erscheinungen der chronischen ,nikotinvergiftung 7,spinalirritation1 ,amblyopie u4 s4 w47 sind aber zum ,theil noch so wenig ergrndet und bekannt1 dass sie vorkommenden ,falles hufig genug von den ,patienten und ,aerzten nicht erkannt oder falsch gedeutet werden4 ,hoffentlich bleibt die burschikose ,sitte des ,rauchens im weiblichen ,geschlecht fr immer auf ,studentinnen und dergleichen ,emancipirte beschrnkt2 so lange dies aber geschieht1 haben die ,raucher nur die ,wahl1 sich von dem anderen ,geschlecht abzusondern oder gegen dasselbe 7natrlich unter scheinbarer ,beobachtung der feinsten ,hflichkeitsformen7 rcksichtslos zu sein4 ,gerade in den niederen ,volksschichten1 wo das ,weib ohnehin der geplagtere und schlechter gestellte ,theil ist1 geht ein unverhltnissmssig grosser ,theil des ,gesammthaushaltes fr das ,rauchbedrfniss des ,mannes darauf4 ,ist der sociale ,schaden des ,rauchens nicht mit dem des ,branntweintrinkens zu vergleichen1 so auch nicht der physiologische ,nutzen desselben1 da der ,branntwein doch wenigstens eine ,ersparniss an anderen ,nahrungsstoffen im ,gefolge hat1 der ,tabak nicht4 ,die nationalkonomischen ,vortheile der ,beseitigung des ,tabakrauchens wren ungeheuer4 ,nicht nur knnte der ,arbeiter dadurch eine ,lebensversicherung erwerben1 welche ausreichte1 um sein ,alter1 seine ,wittwe und ,waisen gegen die dringendste ,noth zu schtzen1 sondern zugleich wrde auch die nationale ,handelsbilanz verbessert1 wenn einerseits die ,einfuhr auslndischen ,tabaks und andererseits die ,einfuhr derjenigen auslndischen ,bodenprodukte wegfiele1 welche auf dem jetzt mit ,tabak bepflanzten einheimischen ,boden erzeugt werden knnten4 ,die jetzt mit dem ,bau und der ,verarbeitung des einheimischen ,tabaks beschftigten ,personen wrden alsdann mit dem ,bau und der ,verbreitung der an seine ,stelle tretenden ,bodenprodukte beschftigt sein und die jetzt fr auslndischen ,tabak bezahlten ,summen wrden1 in ,gestalt von ,wittwen- und ,waisen-,pensionen in den ,verkehr zurckgestrmt1 dazu dienen1 das ,haushaltsniveau der ,arbeiterbevlkerung zu erhhen1 also ihre ,kaufkraft fr anderweitige ,genussmittel zu steigern4 ,dadurch wrde die nationale ,produktion weit mehr gewinnen1 als sie durch das ,aufhren des ,tabaksexports und der ,verarbeitung des auslndischen ,tabaks verlre4 ,da eine solche ,umwandlung aber von innen heraus keinesfalls allzuschnell erfolgen drfte1 so ist es ,aufgabe des ,staates1 dieselbe durch eine mglichst hohe ,steigerung der ,tabakssteuer zu untersttzen1 denn auf nichts ist eine hohe ,steuer so wohl angebracht als auf dies ,laster4 ,wre nicht die bei weitem grsste ,zahl der ,abgeordneten und ,whler rauchende ,mnner1 wre statt dessen eine ,volksabstimmung nach ,kpfen mglich1 so wrde nchst der ,branntweinsteuer keine ,steuer bereitwilliger erhht werden1 als die auf den ,tabak4 ,eine wesentliche ,verminderung des ,rauchens liesse sich freilich auch von der strksten ,erhhung der ,tabakssteuer nicht augenblicklich erwarten1 da die gewohnheitsmssigen ,raucher doch weiter rauchen wrden1 nur etwas geringere ,sorten2 aber in der nchstfolgenden ,generation wrde der ,einfluss doch sehr bedeutend werden1 da die erhhte ,kostspieligkeit des ,rauchens ein verstrktes ,gegenmotiv gegen die ,angewhnung desselben liefern und fr viele ,jnglinge entscheidend werden knnte4 ,die ,einfhrung des ,monopols wrde die nicht zu unterschtzende ,gefahr in sich schliessen1 dass der ,staat das ,rauchen auf alle ,weise1 insbesondere bei den hheren ,gesellschaftsklassen begnstigte1 um erhhte ,einnahmen zu erzielen1 und dadurch dem aus der ,mode-,kommen desselben entgegenwirkte4 ,dieses nationalkonomische ,bedenken trifft das ,tabaksmonopol jedenfalls in hherem ,grade als das ,branntweinmonopol1 weil jede anstndige ,regierung sich schmen wrde1 ihre ,unterthanen zum ,trinken zu verleiten1 nicht aber zum ,rauchen4 #c4 ,die ,politik und die ,jugend4 ,ein ,hauptunglck der ,zeit nach d4 ,j4 #dh in ,deutschland ist das ,zusammentreffen gesteigerter ,berufsansprche mit dem ,ueberwuchern politischer ,interessen ber die knstlerischen1 wissenschaftlichen1 gemthlich-geselligen und religis-sittlichen4 ,die in jeder ,berufsttigkeit gegen frher erheblich gesteigerten ,ansprche an den ,trger verringern nicht nur die ,musse1 sondern lassen auch den einzelnen nach gethaner ,tagesarbeit erschpfter und erholungsbedrftiger in die ,mussezeit eintreten1 so dass er nicht nur weniger ,zeit1 sondern auch weniger ,lust und ,kraft verfgbar behlt1 um sich ,interessen1 die seinem ,berufe fern liegen1 mit ,ernst und ,sammlung zuzuwenden4 ,was aber noch brig bleibt1 davon nimmt die ,politik den ,lwenanteil fr sich in ,anspruch1 welche sowohl als politische ,tagespresse1 wie als politisches ,vereinswesen an die ,sammlungsfhigkeit des ,aufnehmenden nicht allzu hohe ,ansprche stellt4 ,die ,interessen an socialethischen und religisen ,fragen gelangen fast nur noch insoweit zu ihrem ,recht1 als sie sich mit der ,politik berhren1 in den ,streit der politischen ,parteien ,eingang gefunden haben und durch die ,brille des ,politikers angesehen werden knnen4 ,das politische ,parteitreiben aber macht das ,gros der ,menschen roh und gewhnt sie an das ,austheilen und ,ertragen von ,beleidigungen und ,beschimpfungen hnlich wie in der ,reformationszeit der konfessionelle ,hader4 ,wie sollen diese ,zustnde sich bessern8 ,die gesteigerten ,berufsansprche entsprechen der ,forderung gesteigerter ,arbeitsteilung und intensiverer ,arbeitsleistung4 ,die modernen ,staatsverfassungen erheischen die ,betheiligung aller ,mnner bei den politischen ,wahlen1 und ein gleichgltiges ,fernbleiben der geistigen ,elite des ,volks wrde das ohnehin schon bestehende ,uebergewicht der demagogischen ,schreier und ,hetzer zu einem geradezu unbestrittenen machen4 ,die reifen ,mnner knnen und drfen sich nur ausnahmsweise ihren politischen ,pflichten entziehen1 aber diese ,pflicht sollte doch nur fr die reifen ,mnner gelten4 ,handarbeiter mgen fr relativ reif gelten1 wenn sie in das ,alter der ,wahlberechtigung eingetreten sind 7#ba bis #bd ,jahr72 denn geistig reifer als sie dann sind1 werden sie doch nur in ,ausnahmefllen noch werden4 ,die gebildeten ,stnde dagegen brauchen gerade die ,zeit vom ,abgang aus der ,schule bis zur ,verheirathung 7also etwa vom #ah4 bis zum #cj4 ,jahre71 um sich geistig zu entwickeln und ihre ,mannesreife zu gewinnen2 wenn sie diese ,zeit1 wo der ,geist bereits das volle ,verstndniss besitzt1 ohne doch schon in festen ,ansichten verknchert zu sein1 fr ihre humanistische ,ausbildung ungenutzt verstreichen lassen und statt dessen sich auf ,politik werfen1 so versumen sie meist etwas ,unwiederbringliches4 ,soll die ,physiognomie unsrer hheren ,gesellschaft vor einer vorzeitigen facies hippocratica bewahrt bleiben1 so mssen ,studenten und angehende ,praktiker die ,politik wie die ,pest scheuen und die ,erfllung ihrer politischen ,staatsbrgerpflichten auf ein ,alter verschieben1 wo sie durch vielseitige humanistische ,bildung in ihrem ,geiste einen ,grund gelegt haben1 auf dem eine selbststndige1 von ,parteischlagworten unabhngige politische ,urtheilsbildung erst mglich wird4 #d4 ,puder und ,schminke4 ,das grsste koloristische ,meisterwerk der ,natur ist die ,haut der nordischen weissen ,menschenrasse2 es bertrifft an ,feinheit und ,komplicirtheit der ,farbentne1 an ,leuchtkraft und ,sttigung alle sonstigen ,farbenwunder der ,natur4 ,wer seinen ,teint durch ,puder und ,schminke zu verbessern glaubt1 gleicht einem ,bilderrestaurateur1 der ein ,tiziansches ,inkarnat durch weisse oder rothe ,retouchen zu heben unternimmt4 ,auch die gelben und grnen ,tinten des sogenannten schlechten ,teints sind unendlich viel schner als ,mehl und ,zinnober4 ,der ,puder macht die ,glanzlichter der ,haut stumpf und matt1 die ,schatten kraft- und wirkungslos1 die ,mitteltne fade und mehlsuppig2 alle ,farben in ,licht1 ,schatten und ,mitteltnen entfrbt er zum eintnigen ,grau des ,gypses4 ,auf der ,bhne sind ,puder und ,schminke ein ,mittel zur ,herstellung der zur ,rolle gehrigen mimischen ,maske2 wer diesen ,bestandtheil des scenischen ,scheins ins wirkliche ,leben bertrgt1 gleicht einem ,menschen1 der seinen ,garten mit gemalten ,bumen und ,struchen zu verschnern versucht1 und zeigt zugleich1 dass er nicht sein eignes ,selbst darstellen1 sondern eine ,komdiantenrolle im ,leben spielen will4 ,nichts ist komischer als die sittliche ,entrstung1 mit welcher die bloss ,gepuderte8 auf die ,gepuderte und ,geschminkte herabsieht1 denn an ,geschmacklosigkeit steht sie ihr kaum nach1 wohl aber an ,muth und ,klugheit3 an ,muth in der zaghafteren ,schaustellung ihres naturwidrigen ,geschmacks und an ,klugheit in dem ,wahne1 den weissen ,puderteint eher als den farbigen ,schminkteint fr ,natur ausgeben zu knnen4 ,wenn in den tonangebenden ,schichten der ,gesellschaft das ,pudern der ,haut zur herrschenden ,unsitte wird1 so ist das ein ,zeichen1 dass in ihnen ,unbildung1 ,verbildung und ,unnatur1 ,geschmacksrohheit und ,sinnesverkehrtheit sich die ,hand reichen1 und dass ein ,ungewitter des ,vlkerschicksals zur ,reinigung der ungesunden socialen ,atmosphre noth thut4 ,eine ,kultur1 die sich usserlich durch den ,puder kund giebt1 ist eine miasmatische ,afterkultur1 die keine echte ,kraft mehr zu ihrer ,vertheidigung begeistern vermag1 und deshalb ber kurz oder lang dem ,ansturme der kulturfeindlichen ,mchte ohnmchtig erliegt2 wie es im vorigen ,jahrhundert dem ancien rgime erging1 so wrde es in diesem der modernen ,bourgeoisie ergehen1 wenn eine allgemeinere ,verbreitung von ,puder und ,schminke die symptomatische ,rechtfertigung fr die socialdemokratische ,behauptung von der innern ,fulniss ihrer ,kultur liefern sollte4 ,,viii4 ,zur ,reform des ,universittsunterrichts4 ,unsere ,universitten haben im geistigen ,leben der ,nation nicht mehr die ,bedeutung wie frher1 theils weil der ,einfluss der ,literatur den ihrigen berholt hat1 theils weil sie ihren ,einfluss mit zahlreichen neben ihnen aufgeblhten ,hochschulen technischen1 militrischen und sonstigen ,charakters theilen mssen4 ,aber noch immer ist ihre ,bedeutung so gross1 dass es unrecht wre1 dieselbe zu unterschtzen1 und darum ist auch die ,frage nach den ,mngeln unserer ,universitten und nach ihrer ,abhlfe eine ,frage von allgemeinem ,interesse fr jeden1 dem dies ,gedeihen und der ,fortschritt der deutschen ,geisteskultur am ,herzen liegt4 ,die ,mngel unsres ,universittswesens liegen sowohl auf ,seite der ,studentenschaft wie auf ,seiten der ,lehrkrper ziemlich offen zu ,tage4 ,viele ,studenten studiren in den ersten ,semestern zu wenig oder gar nicht1 weil falsche ,ehrbegriffe und zeittdtende ,genusssucht ihre ,krfte vollauf in ,anspruch nehmen2 wenn sie aber anfangen zu studiren1 so haben sie alle ,hnde voll zu thun1 um den gesteigerten ,prfungsansprchen an ihre ,berufswissenschaft ,genge zu leisten1 so dass ihnen whrend der ganzen ,studienzeit kein ,augenblick fr allgemeinere ,geistesbildung1 fr das ,studium der humaniora brig bleibt4 ,fr solche ,studenten passt unsre deutsche ,einrichtung der ,universitten nicht2 wre es sicher1 dass diese ,art von ,studententhum das ,feld der ,zukunft behaupten wrde1 so msste unser ,universittswesen aus ,zweckmssigkeitsgrnden seine akademische ,freiheit aufgeben und gegen den franzsischen und englischen ,zuschnitt der obligatorischen ,einpaukerei vertauschen4 ,glcklicher ,weise besitzen wir noch studentische ,elemente genug1 welche von der akademischen ,freiheit wirklichen ,nutzen ziehen1 und wenn man den ,zeichen der ,zeit trauen darf1 so darf man vorlufig die ,hoffnung nicht fahren lassen1 dass aus den ,kreisen des ,studententhums heraus ein ,umschwung zum ,bessern erfolgen wird durch eine mchtige ,auflehnung gegen die bisherige sinnlose ,kraft- und ,zeitvergeudung4 ,einem solchen ,umschwung mssen aber einschneidende ,reformen von ,seiten des ,lehrkrpers entgegenkommen1 wenn die ,besserung grndlich und dauernd werden soll4 ,der tiefliegendste und allereigentlichste ,krebsschaden unsres ,universittsunterrichts liegt meiner ,meinung nach darin1 dass der ,regel nach die ,erfindung der ,buchdruckerkunst mit ,hartnckigkeit ignorirt1 und heute noch wie im ,mittelalter der ,unterricht allein auf mndlichen ,vortrag gegrndet wird4 ,man verkennt die physiologische ,thatsache1 dass eine ,stunde ,vortrag-,hren die ,nerven und das ,gehirn weit mehr anstrengt als eine ,stunde ,lesen4 ,dieser ,satz erleidet nur da eine ,ausnahme1 wo das ,lesen eine noch ungewohnte ,thtigkeit ist1 welche eine besondere ,anspannung der ,aufmerksamkeit erfordert2 ein ,jngling aber1 der noch auf diesem kindlichen ,standpunkt steht1 ist eben noch nicht reif fr den ,besuch der ,universitt1 und deshalb ist bei den ,universittseinrichtungen auf solche unreife ,individuen keine ,rcksicht zu nehmen4 ,es sind verhltnissmssig wenige ,fcher des ,universittsunterrichts1 bei denen die ,demonstration den ,stamm bildet1 um welche der ,vortrag sich bloss erluternd herumrankt2 bei den meisten ist das mndliche ,wort des ,lehrers auf sich allein angewiesen4 ,was der ,lehrer vortrgt1 ist der ,inhalt eines ungedruckten ,lehrbuchs2 was der ,schler nachschreibt1 ist der ,inhalt eines ungedruckten ,leitfadens4 ,kein ,student wrde es sich einfallen lassen1 nachzuschreiben1 wenn er bei ,belegung des ,kollegs den gedruckten ,leitfaden des ,docenten eingehndigt erhielte1 und ausserdem jederzeit in einem gedruckten ,lehrbuch des ,docenten das ,gehrte nachlesen knnte4 ,der ganze ,unfug des ,nachschreibens wrde mit einem ,schlage beseitigt1 wenn die ,universittsordnung es verbte1 dass irgend ein ,professor oder ,docent ein ,kolleg ankndigte1 zu dem er nicht vorher der ,universittsbehrde den gedruckten ,leitfaden eingereicht1 oder einen der bereits bekannten ,leitfaden eines ,dritten zu ,grunde legen zu wollen erklrt hat4 ,jedem ,draussenstehenden msste es zunchst unbegreiflich scheinen1 warum dies nicht auch ohne solche ,zwangsbestimmung freiwillig von allen ,lehrern geschieht1 da die ,sache doch gar so einfach und selbstverstndlich scheint1 und jeder ,meinungsnderung des ,lehrers theils durch neue ,auflagen des ,leitfadens1 theils durch die ,ausfhrungen des mndlichen ,vortrags ,rechnung getragen werden kann4 ,der ,grund1 warum es bisher so selten geschieht1 und statt dessen abgeschriebene ,diktathefte umlaufen1 ist wohl in der ,furcht der ,professoren zu suchen1 einerseits durch selbst herausgegebene ,leitfaden sich allzusehr der ,kontrole und ,kritik ihrer ,konkurrenten bloss zu stellen1#i andrerseits durch solche ,darbietung des zusammengedrngten ,lernstoffes fr die ,prfungen den ,studenten das ,besuchen ihrer sonst reizlosen ,vortrge berflssig zu machen4 ,in der ,that trgt der ,leitfaden8 die ,gefahr in sich1 dass er dem faulen ,studenten die ,beruhigung gewhrt1 auch ohne ,besuch der ,vortrge durch ,auswendiglernen seines ,inhalts das ,examen in dem ,gegenstande bestehen zu knnen4 ,diese ,gefahr liegt aber wesentlich nur dann vor1 wenn der ,lehrer sich nicht auf einen wirklichen ,leitfaden1 d4 h4 ein gedrucktes ,diktatheft1 zu beschrnken gewusst hat1 und statt dessen ein ,mittelding von ,leitfaden und ,lehrbuch1 oder gar ein kurzgefasstes ,lehrbuch unter dem ,titel ,leitfaden8 verffentlicht hat4 ,je knapper der ,leitfaden ist1 desto sicherer wird der ,examinator das verstndnisslose ,memoiren desselben von dem rationellen ,durchdringen seines ,inhalts unterscheiden knnen und im ,stande sein1 das erstere als ungengend zu verwerfen4 ,legt der ,docent ,werth darauf1 seinen ,zuhrern den ,leitfaden nicht auf einmal1 sondern nur nach jeder ,stunde das ,diktat des gehaltenen ,vortrags in die ,hand zu geben1 so hindert ihn nichts daran1 seinen ,leitfaden in losen ,blttern drucken zu lassen1 und wenn seine ,zuhrerschaft zu klein ist1 um den ,druck zu lohnen1 so stehen ihm andere billige ,vervielfltigungsarten zur ,auswahl 7,lithographie1 ,hektographie u4 s4 w471 welche alle den gemeinsamen ,vortheil haben1 die ,zeit fr das ,diktat zu ersparen4 ,man rhmt dem mndlichen ,vortrag mit ,recht nach1 dass er bei gleichem sachlichen ,inhalt doch anregender sei als die ,lektre1 weil er mit ,hlfe der ,deklamation und ,mimik von ,person zu ,person elektrische ,fden des ,verstndnisses spinnt4 ,dieser ,vorzug kommt aber nur dem freien ,vortrag und keineswegs der ,vorlesung zu2 im ,gegentheil wirkt das ,ablesen eines ,manuscriptes meistens ungnstiger auf den ,hrer als die ,lektre der gedruckten ,vorlesung auf den ,leser1 weil derselbe sich bei letzterer von vornherein auf sich allein angewiesen weiss1 bei ersterer aber in seiner berechtigten ,erwartung auf die belebende und zndende ,geisteswirkung von ,person zu ,person getuscht wird4 ,wrde man nun aber statistisch feststellen1 welcher ,procentsatz der ,universittslehrer seine eigentlichen ,lehrvortrge 7abgesehen von den ,demonstrationen und ,seminarien7 frei hlt und nicht abliest1 so mchte die ,ziffer sehr gering ausfallen4 ,nimmt man noch hinzu1 dass nur ein kleiner ,theil unter den ,vorlesenden gut zu lesen versteht1 einige sogar geradezu schwer zu verstehen sind1 so begreift man1 dass das ,hren der ,vorlesungen bei den ,studenten in eben dem ,maasse aus der ,mode gekommen ist1 als geeignete ,lehrbcher der verschiedenen ,fcher sich dem ,selbststudium durch ,lektre dargeboten haben4 ,der fleissige ,student arbeitet lieber zu ,hause ein gangbares ,lehrbuch durch1 das in der ,regel besser ist als die ,vorlesungen seines ,professors1 und erspart sich damit den ,besuch der ,kollegia4 ,er verbessert also auf eigne ,hand den ,fehler1 den die ,universitt mit dem ,ignoriren der ,buchdruckerkunst begangen hat2 aber er vollzieht diese ,verbesserung nur dadurch1 dass er das ,universittsstudium zum leeren ,schein verflchtigt und das ,privatstudium an dessen ,stelle setzt4 ,er muss nach wie vor die ,kollegia1 die er nicht hrt1 bezahlen und der ,professor muss1 um nicht seine ,einnahmen zu gefhrden1 den ,besuch der ,wahrheit zuwider bezeugen4 ,der ,student ist ferner genthigt1 sich die ,diktathefte des nicht gehrten ,professors zu verschaffen1 und sie durchzuarbeiten1 um im ,examen bei ihm bestehen zu knnen1 weil der ,examinator ja nicht merken darf1 dass der ,examinand sein ,wissen aus dem ,lehrbuch eines ,konkurrenten geschpft hat4 ,so fhrt der ,fehler im ,universittsunterricht und dessen eigenmchtige ,verbesserung von ,seiten der ,studenten zur ,unwahrheit auf beiden ,seiten1 zu einem in sich unsittlichen ,zustand1 der den ,misskredit der ,vorlesungen zu einer wirklichen ,missachtung steigern muss4 ,dieser ,zustand erfordert dringend ,abhlfe und diese ist auf keinem anderen ,wege mglich1 als dadurch1 dass der ,universittsunterricht seinen ,grundfehler3 das ,ignoriren der ,buchdruckerkunst1 ablegt4 ,entweder ist das ,heft1 welches ein ,professor vorliest1 werth gedruckt zu werden1 dann soll es auch als gedrucktes ,lehrbuch den ,studenten zugnglich sein2 oder es ist nicht werth1 gedruckt zu werden1 dann ist es auch erst recht nicht werth1 vorgelesen zu werden1 und die ,studenten haben dann ganz ,recht1 wenn sie sich gegen den ,besuch solcher ,vorlesungen struben und den direkten oder indirekten ,zwang dazu als ein ihnen angethanes ,unrecht empfinden4 ,ein direkter ,zwang zu einem ,kolleg besteht aber da1 wo der ,besuch eines ,kollegs ber den ,gegenstand obligatorisch ist und nur ein ,lehrer ber den ,gegenstand liest2 ein indirekter ,zwang besteht berall1 wo ein ,examinator das ,kolleg ber einen ,prfungsgegenstand liest4 ,daraus folgt1 dass kein ,professor stndiger ,examinator in einem ,fache werden darf1 ber das er nicht entweder ein ,lehrbuch herausgegeben hat1 oder das er nicht nach dem ,lehrbuche eines ,dritten behandelt und prft4 ,hiergegen wird man nun einwenden1 dass eine solche ,bestimmung erst recht dazu fhren wrde1 die ,hrsle zu verden1 und dass mit ihr der ,universittsunterricht in der ,hauptsache seine ,abdankung legalisiren wrde1 wofern er nur zu der ,konsequenz fortginge1 anstatt der unwahren ,atteste ber den ,besuch der ,zwangskollegien wahrhafte ,quittungen ber den ,ankauf der betreffenden ,lehrbcher zu fordern4 ,insoweit als dieser ,einwand richtig ist1 kann man nur darauf antworten1 dass insoweit allerdings der mndliche ,universittsunterricht das ,recht zu existiren verloren hat1 und dass es nicht gerechtfertigt werden kann1 einen innerlich unhaltbar gewordenen ,zustand durch ein knstliches ,system konventioneller ,unwahrheiten als hohles ,scheinbild konserviren zu wollen4 ,insoweit muss also jede ,maassregel willkommen geheissen werden1 welche den usseren ,zusammenbruch eines innerlich hohlen und unwahren ,zustandes beschleunigt4 ,aber es ist nicht richtig1 dass mit der vorgeschlagenen ,maassregel der mndliche ,universittsunterricht noch weiter herunterkommen wrde2 im ,gegentheil wrde dieselbe geeignet sein1 ihm einen neuen ,aufschwung zu verschaffen1 wofern derselbe nur die durch die vernderten ,umstnde gebotene ,umwandlung mit sich vornimmt4 ,allerdings kann der ,lehrer nicht erwarten1 dass man seine ,vorlesungen mit anhre1 wenn er doch nur sein ,lehrbuch vorliest1 das man zu ,hause bequemer und schneller lesen kann4 ,der ,hauptvortheil der mndlichen ,belehrung1 die ,mglichkeit von ,frage und ,antwort1 bleibt ja ohnehin bei solchem rein einseitigen ,vortrag unbenutzt1 und doch wird erst in der lebendigen ,wechselrede der ,lehrer gezwungen1 frei zu produciren und dadurch die eigentlichen ,vorzge des mndlichen ,vortrages ber die ,lektre zu entfalten4 ,andrerseits hat der ,lehrer nicht mehr nthig1 seinen ,schlern dasjenige mndlich zu sagen1 was sie in dem betreffenden ,abschnitt seines ,lehrbuchs schon zu ,hause hatten lesen knnen1 sondern er hat nun den ,vortheil1 diesen ,abschnitt auf ,grund der vorausgesetzten ,lektre frei mit ihnen durchsprechen zu knnen1 hnlich wie es schon jetzt in den ,privatissimis und ,seminarien mit philologischen oder philosophischen ,klassikern geschieht4 ,die ,studenten knnten ihren ,zweifel und ihre ,unklarheit ber bestimmte ,punkte fragend zur ,sprache bringen1 und dadurch ihr ,studium unendlich viel fruchtbarer machen1 als es durch einsame ,lektre oder durch ,besprechung unter lauter ,lernenden werden kann4 ,die ,kollegien wrden sich gegen jetzt merklich fllen1 weil viel mehr aus denselben zu holen wre1 und die ,repetition von gedruckten ,leitfaden wrde wirklich zur ,wiederholung eines rationell verarbeiteten ,gedankenmaterials werden4 ,die ,arbeit der ,lehrer wrde sich dabei verringern1 da die ,hlfte derjenigen ,stundenzahl1 welche jetzt der ,vortrag erheischt1 zur ,besprechung ausreichen wrde2 die ,arbeit der ,studenten aber wrde sich trotz des viel grsseren ,gewinns nicht wesentlich vergrssern1 da man in zwei ganzen ,stunden zu ,hause bequem so viel lesen kann1 wie man in vier mal dreiviertel ,stunden im ,colleg hrt4 ,wenn die ,examinatoren gezwungen wrden1 diese vernderte ,unterrichtsart anzunehmen1 so wrden dadurch indirekt alle nicht examinirenden ,lehrer mit gezwungen werden1 dasselbe ,verfahren zu beobachten1 soweit dieselben die gleichen ,gegenstnde lehren4 ,denn grade der persnliche ,verkehr mit den ,examinatoren1 welcher durch die ,besprechung der ,lehrbcher erffnet ist1 wrde den schon jetzt bestehenden ,vorsprung der ,examinatoren gegen die nicht examinirenden ,konkurrenten so sehr vergrssern1 dass die ,konkurrenz der letzteren vllig aussichtslos werden msste1 wenn sie im alten ,schlendrian der ,vorlesungen8 verharren wollten4 ,schon jetzt ist der ,vortheil der ,examinatoren so gross1 dass gegen diesen ,vorsprung der ,stellung keine ,ueberlegenheit in den ,leistungen aufkommen kann2 wenn dieser ,vorsprung durch die vernderte ,unterrichtsart noch vergrssert wird1 so ist das ein schwerwiegender ,uebelstand1 der leider mit in den ,kauf genommen werden muss4 ,der einzig mgliche1 aber auch von der ,gerechtigkeit geforderte und darum unerlssliche ,ausgleich ist darin zu suchen1 dass die ,examinatoren aufhren1 fr den durch ihre ,stellung und nicht durch ihre ,tchtigkeit bedingten strkeren ,zuspruch zu ihren ,kollegien diejenige ,prmie zu erhalten1 welche nur als ,prmie berlegener ,tchtigkeit einen ,sinn hat1 nmlich die ,kollegiengelder ihrer ,zuhrer4 ,es giebt eine ,anzahl ,kollegien1 deren ,gegenstand von hohem wissenschaftlichen ,werth1 aber nicht gerade ,gegenstand einer ,berufsprfung ist4 ,solche ,kollegien haben naturgemss auch bei der grssten ,tchtigkeit des ,lehrers nur wenige ,zuhrer1 whrend andre von unentbehrlichem ,nutzen oder allgemeinerem ,interesse auch bei geringerer ,tchtigkeit des ,lehrers auf strkeren ,zuspruch rechnen drfen4 ,hieraus erhellt wiederum1 wie wenig die ,zuhrerzahl geeignet ist1 als ,maassstab fr die ,tchtigkeit des ,lehrers oder gar fr eine demselben zu gewhrende ,extravergtigung zu dienen4 ,wenn es doch einzelnen ,professoren von anerkannt hervorragender ,bedeutung in einem ,fache von geringer praktischer ,verwendbarkeit und specialisirtem ,interesse gelingt1 eine grssere ,zahl von ,hrern um sich zu versammeln1 so erzielen sie die ihnen dadurch zufliessenden hheren ,einnahmen wiederum nur dadurch1 dass sie die ,erfindung der ,buchdruckerkunst ignoriren und somit jeden1 der ihre ,arbeiten kennen lernen will1 zwingen1 zu ihnen zu kommen und ihre ,vorlesungen zu hren4 ,man wird zugeben1 dass eine solche ,monopolisirung der ,wissenschaft ein in der ,gegenwart nicht mehr zu duldender ,rest mittelalterlicher ,zunft- und ,bann-,rechte ist1 und dass die ,honorarverhltnisse1 welche einen ,gelehrten zu solcher ,zurckhaltung treiben1 selbst ein unwrdiges ,ueberlebsel berwundener ,zeiten sind4 ,sobald der ,bezug von ,kollegiengeldern ein ,ende hat1 hrt auch das ,interesse an der ,nichtverffentlichung der ,forschungsergebnisse auf1 da das blosse ,eitelkeitsinteresse an der ,zahl der ,zuhrer denn doch wohl zu tief steht1 um den ,fortschritt der ,wissenschaft in seiner stets wachsenden ,beschleunigung zu hemmen4 ,fr ,forscher solcher ,art ist berhaupt das ,lehren gar keine ,bedingung ihrer ,wirksamkeit1 sollte fr sie vielmehr nur ,mittel der eigenen ,anregung und ,erfrischung sein4 ,ihr ,platz ist nicht sowohl im ,lehrkrper einer ,universitt als in einer ,akademie mit der ,berechtigung1 aber ohne die ,verpflichtung zum ,abhalten von ,vortrgen an den ,staatsuniversitten4 ,man kann ein vorzglicher ,lehrer und ein sehr untergeordneter ,forscher sein2 man kann aber auch ein hervorragender ,forscher und dabei sehr schlechter ,lehrer sein4 ,der ,staat hat ein ebenso grosses ,interesse1 sich ,forscher1 als sich ,lehrer zu sichern2 aber er fasst die ,sache am unrechten ,ende an1 wenn er beides vermengt1 also von jedem ,lehrer als unentbehrliche ,zuthat seiner ,stellung den ,nimbus eines bedeutenden ,forschers und ,frderers der ,wissenschaft verlangt1 und jedem ,forscher eine ,lehrthtigkeit als ,bedingung fr die ,gewhrung eines ,staatsgehaltes zumuthet4 ,die ,bedeutung der ,akademien fr die ,gegenwart ruht ausschliesslich darin1 dass sie den ,forschern eine sorgenfreie ,existenz zur ,fortsetzung ihrer ,forschungen mit ungetheilten ,krften gewhren2 dieses ,ziel haben ursprnglich die meisten ,akademien sich vorgezeichnet1 und es ist nicht der ,fehler ihrer ,grnder1 wenn die mit der ,mitgliedschaft verknpften ,gehlter in ,folge vernderten ,geldwerthes ihrem ,zwecke nicht mehr gengen4 ,wenn die ,regierungen sich entschliessen knnten1 die ,mitgliedschaften der ,akademien durch zeitgemsse ,erhhung der ,gehlter zu ,forscher-,sinekuren zu erheben1 so wrden sie damit den hchsten ,spitzen des ,kulturfortschritts einen ebenso grossen ,dienst erweisen als den ,universitten1 welche dadurch von ,lehrern entlastet wrden1 die nur aus ,noth lehren1 um nebenbei als ,forscher leben zu knnen4 ,das ,gehalt eines ,mitglieds der ,akademie msste eben hher sein als das hchste ,professorengehalt1 womit aber selbstverstndlich auch eine ,kumulation beider ,gehlter ausgeschlossen wre4 ,es ist bekannt1 dass es gegenwrtig zum grossen ,theil andre ,kollegien sind1 welche der ,student besucht1 als die1 welche er bezahlt2 er bezahlt diejenigen1 welche er direkt oder indirekt gezwungen ist1 zu belegen1 und hat in der ,regel wenig ,neigung1 nebenbei auch diejenigen noch zu bezahlen1 welche er bloss aus ,interesse an der ,sache besucht4 ,die ,folge davon ist1 dass er auch die sein ,interesse erweckenden ,collegien nur unvollstndig1 weil mit bsem ,gewissen1 hrt1 ohne dass er im ,stande ist1 die ,lcken durch ,lektre des ,lehrbuchs zu ergnzen4 ,den nicht examinirenden ,lehrern raubt dieser ,missbrauch des ,hospitirens noch einen grossen ,theil derjenigen ,kollegiengelder1 welche ihnen durch den ,vorsprung ihrer examinirenden ,kollegen allenfalls noch htten brig bleiben knnen4 ,wollte man unter den ,verhltnissen1 wie sie sich entwickelt haben1 auf strenge ,ordnung halten1 und jeden ,studenten1 der nicht belegt hat1 hinausweisen1 so wrde die ,wirkung davon in der ,hauptsache nur die sein1 dass die ,hrsle noch mehr verden und die ,studenten noch mehr sich dem ,privatstudium durch ,lektre zuwenden4 ,wenn eine statistische ,erhebung darber vorgenommen werden knnte1 wie viel wirklich besuchte ,vorlesungsstunden auf den ,kopf der deutschen ,studentenschaft in einem ,semester kommen1 so wrde man darber staunen1 wie wenig der ,nutzen der ,vorlesungen in ihrer jetzigen ,art im ,ganzen von den ,studenten anerkannt wird1 und wie sehr das studentische ,leben 7mit ,ausnahme der medicinischen ,fakultt7 zwischen ,nichtsthun und ,privatstudium schwankt4 ,in der ,that konnte aber auch ein fleissiger ,besuch der ,collegien bei dem ,system der ,kollegiengelder nur so lange mglich bleiben1 als die ,gelegenheit zum ,erwerb der dort zu erlangenden ,kenntnisse auf privatem ,wege fehlte4 ,gegenwrtig ist die ,forderung der ,universitten1 dass der ,student jedes einzelne ,kolleg bezahle1 nichts weiter als eine ,prmie auf die ,faulheit und das ,privatstudium und eine gewaltsame ,zurckscheuchung der ,studenten von allen nicht obligatorischen ,kollegien4 ,der ,besuch der ,vorlesungen wrde sich sofort verdoppeln und verdreifachen1 wenn von jedem ,studenten ein ,fixum pro ,semester erhoben wrde1 durch dessen ,bezahlung er das ,recht erwirbt1 jedes ,kolleg zu belegen1 dessen ,pltze nicht schon smmtlich an frher angemeldete ,reflektanten vergeben sind4 ,der ,andrang zu den interessanteren ,vortrgen wrde dadurch so wachsen1 dass es nthig werden knnte1 diejenigen nummerirten ,pltze1 welche von ihren ursprnglichen ,inhabern ohne ausreichende ,entschuldigung durch drei ,stunden unbenutzt gelassen werden1 an nachbemerkte ,bewerber weiter zu begeben4 ,die ,kollegiengelder bilden nach ,ablsung der ,stolgebhren den letzten ,rest des mittelalterlichen ,sportel- und ,gebhren-,wesens1 und es ist endlich ,zeit1 mit dieser ,ruine aufzurumen1 welche ein ,haupthinderniss fr einen neuen ,aufschwung des ,universitts-,unterrichts bildet4 ,den ursprnglichen ,sinn einer ,prmie fr anziehende ,vortrge hat die ,ueberweisung der ,kollegiengelder an die ,professoren lngst eingebsst1 und gegenwrtig ist sie lediglich eine unverdiente ,gehaltszulage fr die ohnehin schon begnstigten ,examinatoren4 ,werden die ,einzelhonorare fr jedes ,kolleg in ein festes ,studienhonorar fr das ganze ,semester umgewandelt1 so fllt jede ,versuchung fort1 diese ,honorare dem ,lehrerkollegium zu berweisen1 anstatt derjenigen ,behrde1 welche die ,universitt erhlt und die ,gehlter der ,professoren zahlt4 ,diese ,aufhebung der ,gebhren msste natrlich mit einer ,ordnung der ,professorengehlter ,hand in ,hand gehen1 welche ohnehin dringendes ,bedrfniss ist2 auch mssten ,uebergangszustnde zugelassen werden1 deren ,errterung hier zu weit fhren wrde4 ,worber am meisten ffentlich geklagt wird1 ist die ,aussichtslosigkeit der akademischen ,laufbahn und die ,uebelstnde1 welche bei der ,berufung von ,professoren hervortreten4 ,abgesehen von den ,uebertreibungen und ungerechtfertigten ,verallgemeinerungen1 die bei solchen ,klagen fast unvermeidlich mit unterlaufen1 begehen die ,warnungsstimmen dieser ,art meistens den ,fehler1 dass sie allgemein menschliche ,uebelstnde1 wie ,cliquenwesen1 ,weiberregiment1 ,nepotismus und dergleichen fr funkelnagelneue ,erscheinungen speciell unsres ,universittslebens halten1 whrend diess doch nur die berall und zu allen ,zeiten gangbaren ,abweichungen von vorurtheilsloser ,sachlichkeit sind4 ,man mag solche ,dinge zur ,sprache bringen1 um den betreffenden ,kreisen das ,gewissen zu schrfen und sie an den ,ernst ihrer ,berufspflicht und die ,forderungen der guten ,sitte zu erinnern2 aber man wird nicht hoffen drfen1 dadurch mehr ,wirkung auszuben als mit ,moralpredigten irgend welcher andren ,art4 ,alle ,kooptation fhrt zur ,inzucht1 alle ,stellenbesetzung durch die ,regierung zur ,begnstigung politischer ,streber2 ,intrigue und persnliche ,begnstigung spielt hier wie dort ihre ,rolle1 wenn auch in verschiedener ,weise4 ,beide ,quellen unsachlicher ,entscheidung mssen einander beschrnken1 und jeder ,versuch1 der einen auf ,kosten der andren das ,uebergewicht zu verschaffen1 ist nach der einen wie nach der andern ,seite gleich fehlerhaft4 ,deshalb liegt kein ,anlass vor1 an den bestehenden ,zustnden wesentliche ,aenderungen in dieser ,hinsicht zu verlangen4 ,das ,widerwrtige an den akademischen ,zustnden liegt vor allem darin1 dass die ,erlangung einer ausserordentlichen ,professur noch keinerlei ,einkommen gewhrt1 und dass selbst der ,eintritt in eine ordentliche ,professur nicht dem ,ehrgeiz und der ,gewinnsucht das ,thor verschliesst4 ,der ,grund dafr ist aber ausschliesslich in den ungeordneten ,gehaltsverhltnissen zu suchen1 welche die einer ,berufung voraufgehenden ,verhandlungen nicht selten zu einem ,markten und ,feilschen herabwrdigen wie bei dem ,engagement eines ,schauspielers1 und das ,spiel der ,intriguen zur ,erlangung von wirklichen oder ,scheinberufungen nicht enden lassen4 ,der ,professorenstand wird nicht eher sein moralisches und sociales ,gleichgewicht und die ihm gebhrende wissenschaftliche ,wrde gewinnen1 als bis er durch eine feste ,gehaltsskala mit ,altersascension und rtlich verschiedenen ,wohnungsgeldern und durch gesicherte ,pensionsverhltnisse den andern ,staatsdienern an ,soliditt und ,stabilitt der pekuniren ,lebens-,grundlagen gleichgestellt wird4 ,wer von einer kleinen ,universitt an eine grosse berufen wird1 der soll nicht um materieller ,vortheile willen dort hin gehen1 sondern im freudigen ,stolz auf den erweiterten ,wirkungskreis2 zieht er aber das ,verbleiben im gewohnten und lieb gewordenen ,kreise vor1 so mgen die grossen ,universitten aus dem eignen ,nachwuchs ihre ,vakanzen besetzen4 ,es ist unwrdig1 dass mde ,greise bis an ihr ,ende weiter lehren mssen1 weil sie durch ein ganzes ,leben voll ,arbeit keinen ,pensionsanspruch erworben haben1 und ebenso unwrdig1 dass sie sich im ,falle vollstndiger ,unfhigkeit ihr ,gehalt fr die schuldig gebliebenen ,leistungen mssen schenken lassen4 ,es ist unwrdig1 dass die lngste ,dienstzeit keinen ,anspruch auf ,gehaltssteigerung verschafft1 und dass letztere erst auf dem ,umwege knstlich inscenirter ,scheinberufungen erpresst werden muss4 ,es ist ungehrig1 dass viel umworbenen ,berhmtheiten ,einnahmen von der ,hhe einer ,primadonnengage und luxurise ,dienstwohnungen bewilligt werden1 und ebenso ungehrig1 dass die ,berufung an grosse ,universitten zur ,nationalbelohnung fr abgediente ,invaliden des ,katheders herabgesetzt wird4 ,mit der ,gleichstellung aller ,professorengehlter in demselben ,staat1 oder wo mglich im ganzen ,reich wrden alle solche ,ungehrigkeiten ganz von selbst wegfallen4 ,der ,unterschied zwischen ordentlichen und ausserordentlichen ,professoren kann bestehen bleiben2 denn wer einmal zum ordentlichen ,professor ernannt ist1 der rckt damit auch von selbst in alle hheren ,gehaltsstufen nach seinem ,dienstalter auf1 whrend der ausserordentliche ,professor bei dem hchsten ,gehalt fr ausserordentliche ,professoren stehen bleibt1 wenn ihm die ,befrderung zum ,ordinarius versagt bleibt4 ,nur das scheint mir unbillig1 dass man ,docenten zu ausserordentlichen ,professoren ernennt1 sie dadurch mit der trgerischen ,hoffnung1 in der akademischen ,laufbahn ihr ,fortkommen zu finden1 kdert1 und dann ohne ,gehalt bis an ihr ,ende sitzen lsst4 ,die ,gehaltlosigkeit der ,extraordinarien wird so nicht ohne ,grund zu einer ,hauptquelle der ,bitterkeit fr alle1 welche nicht zu einer ordentlichen ,professur gelangen knnen1 und nun ihr ,leben fr ein verfehltes1 ihre akademische ,laufbahn fr eine gescheiterte1 und ihre ,lebensarbeit fr eine vllig unentlohnte ansehen mssen4 ,das ,gehalt der ,extraordinarien msste wenigstens fr einen ,junggesellen auskmmlich und zugleich pensionsberechtigt sein2 die zeitweilige gnadenweise ,gewhrung von ,untersttzungen kann niemals als ,ersatz fr ein pensionsfhiges1 wenn auch noch so bescheidenes ,gehalt gelten4 ,selbstverstndlich wrde die ,behrde fr das von ihr gewhrte ,gehalt auch ein ,minimum von wchentlichen ,lehrstunden von jedem ,angestellten verlangen mssen1 das beim ,extraordinarius geringer bemessen sein msste als beim ,ordinarius4 ,andrerseits haben auch die ,extraordinarien1 sobald sie ein festes ,gehalt beziehen1 keinen ,grund mehr1 den ,wegfall der ,collegiengelder zu bedauern4 ,die ,stellung als ,privatdocent ist eine ,vorbereitungsstufe und ,probezeit fr den akademischen ,beruf4 ,es ist wnschenswerth1 dass dieselbe mglichst zahlreichen ,bewerbern mglichst leicht zugnglich sei1 damit die ,behrden ein reichliches ,material zur ,ernennung von ausserordentlichen ,professoren zur ,auswahl haben2 aber es ist nicht wnschenswerth1 das lngere ,verbleiben in dieser ,stellung fr solche ,aspiranten angenehm und behaglich zu machen1 welche nach mehrjhriger ,probezeit nicht zur ausserordentlichen ,professur geeignet befunden worden sind4 ,man muss den ,privatdocenten den ,austritt aus der akademischen ,carriere ebenso leicht machen wie den ,eintritt1 und muss eine ,frist setzen1 etwa von zehn ,jahren1 nach deren ,ablauf ein nicht befrderter ,privatdocent eo ipso die venia docendi verliert4 ,nur auf diesem ,wege ist die ,existenz eines ,kreises von verbitterten lebenslnglichen ,privatdocenten zu vermeiden1 oder dem noch schlimmeren ,fehler vorzubeugen1 dass man alte ,privatdozenten endlich einmal zu ,professoren ernennt1 blos weil man das unverdiente ,scheitern in ihrem ,lebenslauf als gar zu grausames ,schicksal mitempfindet4 ,damit den ,docenten1 welche trotz mehrjhriger ,probezeit nicht zur ausserordentlichen ,professur gelangt sind1 das ,verbleiben in ihrer ,stellung erschwert wird1 ist es nothwendig1 dass denselben keinerlei ,remuneration oder ,honorar zufllt4 ,die ,zulassung zum ,dociren an einer ,hochschule ist an und fr sich ehrenvoll genug1 um auch einige ,jahre als blosse ,ehrensache gebt werden zu knnen1 zumal kein ,docent nthig hat1 mehr als einige ,stunden wchentlich dieser freiwilligen akademischen ,lehrthtigkeit zu widmen4 ,nur solche ,docenten1 welche zur ,befrderung fr einen spteren ,termin in sichere ,aussicht genommen sind1 drfen durch ,remunerationen aus ,dispositionsfonds an die akademische ,laufbahn gefesselt werden2 bei jedem andern msste eine solche ,gewhrung als eine grausame ,erweckung unbegrndeter ,hoffnungen verurtheilt werden4 ,die gehaltlose ,zeit eines jungen ,mannes1 welcher sich der akademischen ,laufbahn widmet1 wird danach im ,durchschnitt nicht wesentlich lnger zu rechnen sein als beispielsweise in der juristischen ,carriere4 ,der ,unterschied bleibt freilich bestehn1 dass der ,jurist nach ,ablauf dieser ,frist1 innerhalb deren er aus seinen eigenen ,mitteln oder aus denen seiner ,familie sich erhalten muss1 ziemlich sicher auf ,anstellung rechnen darf1 der ,docent aber nicht1 und es wird nicht zum ,ausgleich gengen1 dass die juristische ,laufbahn in erster ,reihe dem ,broterwerb1 die akademische ,laufbahn dagegen in erster ,linie der ,befriedigung theoretischer ,neigungen und idealer ,bedrfnisse dient4 ,dieser ,ausgleich ist deshalb ungengend1 weil die ,furcht1 sptestens zehn ,jahre nach der ,habilitation vor dem niederdrckenden ,misserfolg einer vllig gescheiterten ,carriere zu stehen1 die ,zahl der ,reflektanten auf das ,docententhum bei gleichzeitigem ,wegfall der ,kollegiengelder unter das erforderliche oder doch wnschenswerthe ,maass herabdrcken knnte1 trotzdem dass die ,hoffnung auf frhere ,befrderung zum besoldeten ,extraordinarius einen gegen die heutigen ,verhltnisse verstrkten ,anreiz zur ,habilitation gewhren wrde4 ,die akademische ,laufbahn ist nur dann im ,stande1 viele ,probekandidaten anzulocken1 ohne durch ,wiederausscheidung der ,mehrzahl der ,bewerber eine tiefe ,verbitterung zu sen1 wenn von vornherein darauf gesehen wird1 dass die ,docenten zugleich auf irgend einen andern1 als den akademischen ,ruf vorbereitet sind1 und diesen wo mglich gleichzeitig verfolgen1 jedenfalls aber nach dem ,scheitern ihrer akademischen ,laufbahn den ,rcktritt in denselben sich offen halten4 ,mit andern ,worten3 die ,universittsbehrden sollten mit ,ausnahme von ,persnlichkeiten1 die sich bereits durch hervorragende schriftstellerische ,leistungen als ausnahmsweise befhigt erwiesen haben1 den hchsten ,werth darauf legen1 nur solche ,kandidaten zur ,habilitation zuzulassen1 welche sich durch die erforderlichen ,staatsprfungen den ,eintritt in eine anderweitige ,laufbahn bereits gesichert haben2 die ,staatsbehrden aber sollten in ,anbetracht der hohen ,wichtigkeit des ,universittsunterrichts fr die nationale ,geisteskultur den ,staatsdienern aller ,berufsarten1 welche ,neigung spren1 sich eine ,zeitlang als akademische ,docenten zu versuchen1 die ,erfllung dieses ,wunsches durch das bereitwilligste ,entgegenkommen erleichtern1 anstatt denselben im ,interesse des ,specialdienstes ,schwierigkeiten oder unberwindliche ,hindernisse zu bereiten4 ,in der ,hauptsache besteht der von mir verlangte ,zustand schon heute in der medicinischen und theologischen ,fakultt2 jeder medicinische ,docent ist nebenbei praktischer ,arzt1 und jeder theologische ,docent ist nebenbei wenigstens ,licentiat und kann1 wenn er von der ,universitt zurcktritt1 eine ,predigerstelle annehmen4 ,immerhin wre es wnschenswerth1 dass mehr angestellte jngere ,geistliche1 als bisher nebenbei den ,beruf als ,docenten ausbten1 wenn sie in einer ,universittsstadt oder deren unmittelbarer ,nhe leben3 dagegen scheint mir eine dauernde ,verknpfung von ,seelsorge und akademischem ,lehramt1 wie sie jetzt ausnahmsweise vorkommt1 nicht empfehlenswerth1 vielmehr nach ausreichender ,probezeit die ,entscheidung fr die eine oder die andere ,berufsart geboten4 ,in der juristischen ,fakultt wre es nicht mehr als billig1 dass man von einem ,docenten die vorherige ,erlangung der ,richterqualitt forderte2 dagegen mssten auch ,richter1 ,staatsanwlte1 ,rechtsanwlte1 ,gerichts- und ,regierungs-,assessoren und -,rthe1 die an ,universittspltzen leben1 in liberalster ,weise zur ,habilitation zugelassen werden1 und ihre vorgesetzten ,gerichts- und ,verwaltungsbehrden von den ,ministerien darauf hingewiesen werden1 dass diese ,zulassung im dringenden ,interesse des ,staates liege1 und dass solche ,neigungen und ,bestrebungen fr die wissenschaftlichen ,interessen der ,bewerber ein ehrenvolles ,zeugniss ablegen4 ,dasselbe gilt fr die ,schulbehrden in ,bezug auf die ,lehrer an staatlichen und stdtischen ,schulen2 hier ist sogar der innere ,zusammenhang des hheren und ,hochschulwesens ein so enger1 dass es durchaus gerechtfertigt erscheint1 die ,zahl der wchentlichen ,kollegstunden 7wenigstens bis zur ,hhe von fnf7 auf die ,zahl der gesammten ,wochenstunden1 zu deren ,ertheilung der ,lehrer verpflichtet ist1 in ,anrechnung zu bringen1 also einem ,lehrer1 der zugleich ,universittsdocent ist1 statt #bd nur #ai ,schulstunden wchentlich zu bertragen4 ,die ,universittsbehrden aber sollten bei ,habilitationen in der philosophischen ,fakultt die ,bewerber1 welche die facultas docendi fr die hheren ,gymnasialklassen erworben haben1 entschieden bevorzugen1 damit den ,docenten1 welche zur ,befrderung in eine ausserordentliche ,professur nicht in ,aussicht genommen sind1 seinerzeit der ,rath ertheilt werden knne1 ins ,schulamt berzutreten4 ,gegenwrtig gilt der ,eintritt ins ,schulfach als fast gleichbedeutend mit dem ,verzicht auf die akademische ,laufbahn1 und darum bemhen sich die ,aspiranten auf letztere1 die ,annahme einer ,lehrersstellung1 selbst in einer ,universittsstadt1 wenn irgend mglich zu vermeiden1 und sei es auch unter den grssten ,anstrengungen und ,entbehrungen4 ,diess wrde aufhren4 ,wer nicht hinreichend mit ,gtern gesegnet ist1 um nach absolvirtem ,staatsexamen sich ganz dem theoretischen ,studium zu widmen1 der wrde zunchst eine ,lehrersstellung an einer ,schule in einer ,universittsstadt zu erlangen suchen und die #abj ,sonntage1 ,feiertage und ,ferientage im ,jahre der ,vorbereitung fr ein ,kolleg widmen2 wer aber einige ,zubusse htte1 der wrde am liebsten eine halbe ,lehrersstellung mit halbem ,gehalt annehmen1 um noch mehr freie ,zeit zu gewinnen4 ,die ,schulbehrden wrden nur dem ,interesse des nationalen ,unterrichts im ,ganzen dienen1 wenn sie die ,habilitationsreflektanten bei der ,anstellung in ,universittsorten bevorzugten und wie in der ,schweiz die ,verleihung halber ,lehrersstellen 7wenigstens fr die ersten zehn ,dienstjahre7 genehmigten4 ,die ,versuchung1 zu viel ,kollegien neben einander zu lesen1 fllt fr die ,privatdocenten mit dem ,aufhren der ,kollegiengelder ohnehin fort1 so dass die ,behrden keine erhebliche ,strung der dienstlichen ,interessen von einer solchen ,nebenbeschftigung zu befrchten haben4 ,es ist nun einmal unerlsslich1 die ,docententhtigkeit auch in der philosophischen ,fakultt mit irgend einem anderweitigen ,broterwerb zu verknpfen1 wenn nicht die akademische ,laufbahn immer mehr ein ,vorrecht der ,wohlhabenden werden soll2 es liegt aber im dringenden ,interesse des ,ganzen1 dass die ,verknpfung der ,docenten-,thtigkeit mit dem journalistischen ,broterwerb verhtet werde1 und schon darum ist es nthig1 dass der ,verbindung des ,lehramtes an einer hheren ,schule mit demjenigen an einer ,hochschule die ,wege gebahnt werden4 ,selbstverstndlich muss diese ,verkoppelung von ,aemtern mit der ,ernennung zum besoldeten ausserordentlichen ,professor ein ,ende finden4 ,ich bilde mir nicht ein1 dass mit den vorgeschlagenen ,aenderungen in der ,einrichtung der ,vorlesungen1 in den ,gehaltsverhltnissen der ,professoren und in der ,stellung der ,docenten alle ,klagen ber unser ,universittswesen verstummen wrden2 aber ich glaube1 dass damit eine grndliche ,abhilfe fr die offensten ,schden und dringendsten ,uebelstnde geschaffen werden wrde1 denen auf anderem ,wege schwer oder gar nicht beizukommen ist1 und dass das ,ansehen und die ,zufriedenheit der ,professoren1 die ,wrde ihres ,berufs und der ,nutzen der ,universitten in unserem ffentlichen ,leben sehr gewinnen wrden1 ohne dass dabei wesentlich hhere ,aufwendungen als jetzt erforderlich wren4 ,,ix4 ,das ,philosophie-,studium an den ,universitten4 ,unsere moderne ,wissenschaft luft ,gefahr1 am empirischen ,material zu ersticken und im ,specialismus zu verknchern4 ,die ,versenkung in die ,erfahrung und die ,arbeitstheilung sind die beiden ,principien1 durch welche sowohl die ,naturwissenschaften wie die ,gesellschaftswissenschaften und geschichtlichen ,disciplinen einen so grossen und raschen ,aufschwung genommen haben4 ,aber die moderne ,wissenschaft steht bereits wie der ,zauberlehrling rathlos da1 und fhlt sich unfhig1 die heraufbeschworenen ,geister zu bannen4 ,die ,erkenntniss verliert sich mehr und mehr im ,einzelnen1 anstatt ,honig aus demselben heimzubringen fr den gemeinsamen ,stock der systematischen ,wissenschaft1 von der alle ,specialforschung ausgegangen ist1 und zu der sie alle zurckkehren muss1 wenn sie fr die ,menschheit ,werth behalten soll4 ,wie ,bergleute1 die in verschiedenen ,schachten und ,stollen arbeiten1 ohne gemeinsamen ,plan des ,abbaus sich immer weiter von einander entfernen mssen1 bis schliesslich keiner mehr das ,klopfen der anderen hrt1 so geht es mit der immer weiter fortschreitenden ,specialisirung der ,specialfcher und -,gebiete4 ,schon innerhalb des engeren ,faches1 z4 ,b4 der ,mathematik1 hrt die ,mglichkeit der ,verstndigung der ,specialisten unter einander und ihrer gegenseitigen ,kontrole mehr und mehr auf2 selbst die praktische ,heilkunst droht sich in lauter ,specialheilknste aufzulsen und die ,naturwissenschaften arten immer mehr zu einem zusammenhanglosen ,sammelsurium kleinkrmerischer ,detailnotizen aus4 ,dabei schwillt die ,literatur zu immer ungeheuerlicherer ,ausdehnung an4 ,rund fnfzehntausend neue ,werke jhrlich in deutscher ,sprache und etwa ebensoviel in franzsischer und englischer ,sprache zusammengenommen1 das macht allein schon in einem ,menschenalter von einem drittel ,jahrhundert eine ,million ,bcher1 welche durch die in demselben ,zeitraum erschienenen periodischen ,druckschriften an ,masse noch weit bertroffen werden4 ,wie die ,thatsachenforscher in der ,empirie1 so gehen die historischen ,forscher in der ,literatur unter2 jede zu behandelnde ,detailfrage erfordert1 um grndlich zu sein1 schon jetzt das ,studium eines so kolossalen literarischen ,materials1 dass die ,frage in ganz enger ,begrenzung gestellt werden muss1 wenn die ,bearbeitung nicht gleich ins ,ungemessene anschwellen soll4 ,wenn dieser in den beiden letzten ,menschenaltern in ,fluss gekommene ,process noch ein ,jahrhundert so fortgeht1 so muss die europische ,geistesbildung in einem ,grade erstarren1 welcher alle ,verkncherung des chinesischen ,mandarinenthums1 ,talmudismus oder ,islamismus um ebenso viel hinter sich zurcklassen wird1 wie die ,bibliotheken unserer ,urenkel den ,bcherschatz der ,chinesen1 ,juden und ,muhamedaner4 ,will die moderne ,wissenschaft nicht sich selber zum ,spott werden und die ,welt zu dem ,gefhl bringen1 dass die ,vernichtung einer solchen sich greisenhaft berlebenden ,civilisation durch den ,vandalismus der ,socialdemokratie eine wenn auch nur negative kulturgeschichtliche ,wohlthat sein wrde1 so muss sie in sich gehen und bedenken1 dass ,arbeitstheilung und ,empirie in der ,wissenschaft niemals ,selbstzweck1 sondern nur dienende ,mittel zu einem hheren ,zweck1 an sich aber bloss nothwendige ,uebel sind4 ,diese ,uebel sind nur dann unschdlich zu machen1 wenn ein jeder ihrer ,gefahren und ihrer unmittelbaren ,werthlosigkeit eingedenk bleibt1 und nie die ,verpflichtung aus den ,augen verliert1 den ,zusammenhang seiner ,detailforschungen mit dem grsseren ,ganzen1 dem sie dienen1 und den ,zusammenhang des letzteren mit der einheitlichen ,totalitt der ,wissenschaft festzuhalten4 ,nur weil das ,gefhl dieser ,verpflichtung entschwunden ist1 konnte das ,uebel die schon jetzt erreichte ,ausdehnung gewinnen2 das ,gefhl der ,verpflichtung ist aber darum den ,forschern abhanden gekommen1 weil ihnen das ,verstndniss fr die einheitliche ,totalitt des menschlichen ,erkenntnisssystems vor lauter ,ueberschtzung der partikulren und singulren ,erfahrung verloren gegangen ist4 ,anstatt einzusehen1 dass die ,empirie fr alle ,wissenschaften nur in demselben ,sinne ,mittel zum ,zweck sein kann1 wie die ,technik fr alle ,knste1 hat die ,wissenschaft sich auf die ,suche8 gelegt1 wie die ,kunst auf die ,mache82 es ist die hchste ,zeit1 von dieser verhngnissvollen ,verwechselung zwischen ,mittel und ,zweck zurckzukommen und zu begreifen1 dass alle zusammengeschleppten ,materialien aus ,natur und ,geschichte noch ebensowenig wissenschaftliche ,erkenntniss ausmachen1 wie die ,routine der knstlerischen ,technik ein ,kunstwerk1 sondern dass die ,wissenschaft und ,kunst erst da beginnen1 wo die erweiterte ,erfahrung oder gesteigerte ,fertigkeit zu einem ,unterbau von hherem ,niveau werden1 auf dem sich ,werke des ,geistes erheben4 ,die einheitliche ,totalitt des ,erkenntnisssystems hat man von jeher ,philosophie genannt2 die ,ueberschtzung der ,empirie hatte zur ,kehrseite eine ,unterschtzung der ,philosophie1 insbesondere ihres einheitlichen ,centrums3 der spekulativen ,metaphysik1 ohne welchen die ,philosophie in haltlose ,trmmer auseinanderfllt4 ,die ,missachtung der ,philosophie fhrt nothwendig zur ,unterschtzung des selbststndigen ,werthes der ,einzelwissenschaften2 sind aber erst einmal die ,einzelwissenschaften aus ihrem ,dienstbarkeitsverhltniss zur ,philosophie herausgenommen1 so gerth das ganze ,system in ,auflsung1 indem innerhalb jeder ,einzelwissenschaft sich derselbe ,vorgang wiederholt1 d4 h4 jede ,specialrichtung sich fr berechtigt hlt1 ihren selbststndigen ,werth gegen die ,wissenschaft zu behaupten1 deren ,theil sie ist4 ,so gelangt schliesslich jeder ,dreck und ,quark dazu1 den gleichen ,werth wie die hchsten ,blthen des ,geisteslebens vor dem ,forum der ,wissenschaft zu beanspruchen1 weil er ebensogut ,gegenstand der ,erfahrung wie diese ist4 ,soll diesem ,unfug unsrer ,zeit gesteuert werden1 so mssen1 damit die ,specialforschungen wieder als dienstbare ,glieder und ,werkzeuge der ,einzelwissenschaften begriffen werden1 vor allen ,dingen erst wieder alle ,einzelwissenschaften als dienstbare ,glieder und ,werkzeuge der ,philosophie begriffen werden1 so muss der ,philosophie im ,bewusstsein der ,vertreter der modernen ,wissenschaft wieder die ,stelle als ,knigin der ,wissenschaften1 oder als ,wissenschaft der ,wissenschaften1 nmlich als einheitliche ,totalitt und inneres ,band des menschlichen ,erkenntnisssystems eingerumt werden4 ,so lange man dagegen whnt1 die ,philosophie sei ein berwundener ,standpunkt1 und die einheitliche ,totalitt der ,wissenschaften msse mit der ,zeit von unten herauf sich ganz von selbst erbauen1 wenn nur jeder ,arbeiter an seinem ,stein rstig weiter klopft1 so lange wird die ,zersplitterung1 ,entgeistigung und ,versumpfung der ,wissenschaften in atomistischer ,spezialisirung progressiv zunehmen4 ,die ,empirie als solche bringt immer nur ,divergenz ins ,unendliche mit sich2 die ,konvergenz der ,ergebnisse muss immer erst der die ,erfahrung bearbeitende ,geist hineinbringen2 um diess aber zu knnen1 muss er ein ,centrum als ,zielpunkt der ,konvergenz im ,sinn haben4 ,die ,empirie wird ewig unfertig bleiben1 weil sie ihrer ,natur nach endlos ist2 wollte der ,geist auf die ,beendigung der ,empirie warten1 bevor er die ,ergebnisse im ,sinne einer systematischen ,einheit zieht1 so wrde er niemals anfangen drfen4 ,die ,philosophie wird jederzeit unvollkommen sein mssen1 weil jederzeit die ,empirie unvollendet sein wird2 aber auch die unvollkommenste ,philosophie ist besser als gar keine und ist im ,stande1 die konvergirende ,bearbeitung der ,erfahrung zu ermglichen und das einheitliche ,system der ,erkenntniss zu frdern4 ,der ,einfluss der ,philosophie auf die ,einzelwissenschaften und auf die allgemeine ,bildung einer ,zeit kann unter sonst gleichen ,umstnden um so grsser sein1 je vollkommener sie ist1 und sie kann um so vollkommener sein1 auf eine je vollstndigere ,empirie sie sich sttzt4 ,da nun gegenwrtig eine vollstndigere ,empirie zur ,verfgung steht als je zuvor1 msste auch eine vollkommenere ,philosophie mglich sein1 mithin auch deren ,einfluss grsser sein knnen als je zuvor4 ,allerdings ist es gegenwrtig durch den ,umfang und die unverarbeitete ,zersplitterung der ,empirie dem ,einzelnen fast unmglich gemacht1 dieselbe in dem ,sinne zu umspannen und zu beherrschen1 wie es einem ,aristoteles1 ,leibniz1 oder auf viel niedrigerer ,stufe selbst noch einem ,alexander von ,humboldt mglich war4 ,auch unter den ,philosophen wre jetzt eine ,arbeitstheilung zum ,zwecke eintrchtigen ,zusammenarbeitens nthiger als je1 damit die nchsten ,ergebnisse der ,materialien zuvrderst so gesichtet und geordnet wrden1 dass ein genialer ,kopf sie endlich zusammenfassen knnte4 ,davon ist aber keine ,rede2 die offiziellen ,vertreter der ,philosophie in ,deutschland sind vielmehr in denselben ,fehler der divergenten ,arbeitstheilung ohne philosophische ,rcksichtnahme auf den ,einheitspunkt des ,erkenntnisssystems gerathen wie die ,vertreter der ,einzelwissenschaften1 und dieser ,fehler1 der bei ihnen doppelt tadelnswerth1 hat natrlich dazu beigetragen1 das ,ansehn der ,philosophie noch tiefer herunterzudrcken4 ,wenn die ,mehrzahl der ,universittsphilosophen1 die sonst ber gar nichts einverstanden ist1 doch darin einig ist1 dass die spekulative ,methaphysik veraltete phantastische ,mythologie ohne irgend welchen wissenschaftlichen ,werth ist1 und dass es die ,hauptaufgabe der ,universittsphilosophie ist1 die ,methaphysik mit ,fanatismus bis zur endlichen ,vernichtung zu bekmpfen1 so darf man sich nicht wundern1 dass auch die ,universittsprofessoren der brigen ,wissenschaften schon aus ,hflichkeit gegen ihre ,kollegen nicht widersprechen1 und dass die ,philosophie den letzten ,rest von ,ansehen1 den sie vor einigen ,jahrzehnten noch genoss1 bei dem gegenwrtigen ,geschlecht eingebsst hat4 ,die heutigen ,kathederphilosophen sind im ,durchschnitt unfhig nicht nur zu eigenen philosophischen ,leistungen1 denn zu solchen sind sie gar nicht verpflichtet1 sondern auch zur geschichtlichen ,uebermittelung unsrer nationalen geistigen ,errungenschaften1 weil sie in diesen1 ohne sie zu studiren1 bloss die spekulative ,metaphysik hassen und verachten4 ,ihre ,arbeiten bewegen sich meist auf dem ,gebiete einer unfruchtbaren ,aristotelischen oder ,kantischen ,philologie1 falls sie sich nicht gar mit dem ,nachkuen der englisch-franzsischen ,sensualisten und ,positivisten begngen2 d4 h4 sie plagen sich ausschliesslich mit den veralteten und geschichtlich lngst berwundenen ,systemen vergangener ,zeiten1 welche fr uns nothwendig schon darum zu unvollkommen sein mssen1 um brauchbar zu sein1 weil sie sich auf einen ,standpunkt der ,empirie sttzen1 gegen welchen der heutige sehr weit vorgeschritten ist4 ,gnstigsten ,falles bestehen die ,leistungen unserer ,universittsphilosophen darin1 dass sie1 anstatt zu philosophiren1 ebenfalls empirisches ,material zusammenschleppen1 indem sie den ,physiologen auf dem ,felde der ,sinneswahrnehmung mit mhsamem1 geduldigem ,experimentiren in's ,handwerk pfuschen4 ,die ,ausnahmen unter ihnen1 welche die ,geschichte der deutschen ,philosophie des neunzehnten ,jahrhunderts verstanden haben und anregend wiederzugeben wissen1 sind mit der ,laterne zu suchen2 aber diese pflegen sich dann auch wieder zu keinem energischen ,protest gegen das ,treiben ihrer ,kollegen aufraffen zu knnen1 und wagen sich nicht einmal mehr an den ,versuch heran1 die philosophischen ,systeme1 welche vor zwei oder drei ,menschenaltern bewunderungswrdig waren1 in einer dem heutigen ,standpunkt der ,empirie entsprechenden ,weise umzubilden4 ,wie ist es nun mglich1 dass die ,philosophie trotz der ,bestrebungen der ,akademiker1 sie zu ,grunde zu richten1 zu neuem ,ansehn komme1 und dadurch die moderne ,wissenschaft berhaupt vor vlliger ,verkncherung und ,versumpfung rette8 ,das radikalste ,heilmittel wre vielleicht das1 smmtliche ,universittsphilosophen zu pensioniren und die ,philosophie als ,gegenstand der ,vorlesungen aus der philosophischen ,fakultt zu streichen4 ,aber das wre eine unnthige ,verletzung der ,lehrfreiheit unsrer ,universitten4 ,ich glaube1 dass man die heutigen ,professoren und ,docenten der ,philosophie ruhig weiter dociren lassen kann1 wenn man nur aufhrt1 ihre ,vorlesungen direkt oder indirekt zu ,zwangskollegien zu stempeln4 ,wahrscheinlich wrden in kurzer ,zeit die meisten ihre ,vorlesungen aus ,mangel an ,zuhrern einstellen mssen4 ,es ist entschieden der ,philosophie unwrdig1 sie zu einem ,zwangsstudium herabzusetzen1 und der ,erfolg davon muss grade der umgekehrte von demjenigen sein1 der damit beabsichtigt ist4 ,die erste ,stufe der ,entwrdigung hat die ,philosophie damit berwunden1 dass sie aufgehrt hat1 obligatorischer ,unterrichtsgegenstand der ,knaben in den ,gymnasien zu sein2 die zweite wird sie erst dann berwinden1 wenn sie aufhrt1 obligatorischer ,unterrichtsgegenstand fr ,jnglinge zu sein1 die gar kein philosophisches ,bedrfniss haben1 sondern bloss ,geistliche oder ,lehrer oder ,aerzte zu werden wnschen4 ,es ist ja ein sehr schner ,gedanke1 dass ,philosophie das eigentliche und einzige ,studium sei1 durch welches man eine hhere allgemeine ,bildung im akademischen ,sinne des ,wortes erlangen knne1 und es sieht verlockend aus1 allen akademisch ,gebildeten dieses ,studium1 sei es als ,grundlage1 sei es als ,abschluss ihres ,bildungsganges aufzuerlegen4 ,aber wie gestaltet sich dieser ,gedanke in der nchternen ,wirklichkeit8 ,bei den ,juristen hat man es lngst aufgegeben1 das ,hren eines rechtsphilosophischen ,kollegs zu fordern2 denn in der ,that ist ,rechtsphilosophie fr sich allein und ausser allem ,zusammenhang mit dem ,ganzen der ,philosophie betrieben nichts weniger als philosophisch zu nennen1 und das ,gemenge von unverdauten juristischen ,brocken mit principiell verkehrten ,naturrechts- oder ,vernunftrechts-,theorien1 das man meist unter dem ,namen ,rechtsphilosophie zu hren bekommt1 kann nur dazu beitragen1 den ,misskredit der ,philosophie bei den angehenden ,praktikern zu steigern4 ,in dem ,studiengang der ,mediciner hatte sich das ,studium der ,philosophie schon vor lngerer ,zeit auf ein psychologisches ,kolleg reducirt1 in welchem sie sich in der ,regel schon um des ,zeitmangels willen mit den drrsten und drftigsten ,eintheilungen1 ,definitionen und ,notizen begngen mussten1 ohne auch nur einen ,hauch philosophischen ,geistes durch ihre ,seele wehen zu spren4 ,glcklicher weise ist es immer mehr ausser ,gebrauch gekommen1 dieses ,kolleg zu hren1 selbst dann1 wenn es ausnahmsweise noch beigelegt wird1 und nur die ,zglinge des ,friedrichs-,wilhelms-,instituts zu ,berlin seufzen noch unter dem ,zwange1 den ,besuch eines bestimmten psychologischen ,kollegs dienstlich kontrolirt zu sehen4 ,in der ,staatsprfung der ,theologen ist man so verstndig gewesen1 mit dem ,kulturexamen8 auch die ,prfung in der ,philosophie wieder zu beseitigen2 der etwa #dj ,seiten lange ,auszug aus dem ohnehin schon allzuknappen ,schweglerschen ,grundriss der ,geschichte der ,philosophie81 welcher zum ,zweck dieser ,prfung mit ,vorliebe gepaukt wurde1 war geradezu ein ,hohn auf die ,sache4 ,es ist deshalb als ein grosser ,fortschritt anzusehen1 dass die ,prfung in der ,philosophie durch den ,zwang zum ,belegen eines philosophischen ,kollegs ersetzt ist1 und es bleibt nur der weitere ,schritt zu vollziehen1 dass das ,honorar dieses ,zwangscollegs als das anerkannt und ausgesprochen wird1 was es thatschlich ausschliesslich ist1 als eine ,erhhung der ,prfungsgebhren1 so dass den ,professoren die ,unwahrheit des ,besuchsattestes erspart wird4 ,die ,kandidaten der ,lehrerstaatsprfung haben heute allein noch das wenig beneidenswerthe ,vorrecht1 in ,philosophie wirklich geprft zu werden4 ,was in aller ,welt haben aber diese ,philologen1 ,linguisten1 ,historiker1 ,literarhistoriker1 ,mathematiker und ,naturforscher von ,berufs wegen mit ,philosophie zu schaffen1 seitdem der ,unfug der philosophischen ,propdeutik auf den ,gymnasien in ,wegfall gekommen ist8 ,wenn man aber wirklich darauf sich sttzen will1 dass die ,philosophie zur hheren allgemeinen ,bildung des ,studirten gehrt1 warum misst man dann die ,juristen1 ,mediciner und ,theologen mit anderm ,maasse als die ,lehrer1 warum stellt man dann nicht entweder die ,prfung in der ,philosophie fr alle ,fakultten wieder her1 oder wandelt nicht auch bei den ,lehrern die ,prfung in diesem ,gegenstande in die blosse ,verpflichtung um1 ,testate ber gehrte ,kollegien beizubringen8 ,das ,studium des ,juristen und ,theologen ist wahrlich nicht ausgedehnter und zeitraubender als dasjenige des ,philologen1 ,linguisten1 oder ,mathematikers1 so dass entweder keinem von ihnen oder allen die ,zeit bleibt1 ihre allgemeine ,bildung durch ,philosophie zu vervollstndigen4 ,wenn wirklich erst die ,ablegung einer ,staatsprfung in der ,philosophie den ,aichstempel der hheren akademischen ,bildung gewhrt1 so htten ja die ,lehrer gegenwrtig die ,ehre1 die einzigen wahrhaft gebildeten unter allen ,akademikern zu sein6 ,nun wird man mir aber schwerlich widersprechen1 wenn ich behaupte1 dass jemand darum1 weil er die ,staatsprfung in ,philosophie bestanden hat1 ebensowenig eine ,ahnung von ,philosophie zu haben braucht1 wie jemand1 der sie nicht gemacht hat1 und dass auch der grsste ,philosoph1 wenn er sich nicht speciell auf diese ,prfung vorbereitet htte1 ganz ebenso wie jeder ,dummkopf in derselben durchfallen wrde4 ,ein ,kandidat mit ernsten philosophischen ,interessen1 der beispielsweise die ,werke der drei grssten ,philosophen unsers ,jahrhunderts1 ,schellings1 ,schopenhauers und ,hegels mit ,fleiss und ,verstndniss ganz durchstudirt htte1 wrde ganz wenige ,examinatoren finden1 bei denen ihm dieses ,studium etwas ntzte1 aber sehr viele1 bei denen es ihn zu ,falle bringen wrde1 wenn er seine bornirte ,liebhaberei fr derartige metaphysische ,mythologien8 auch nur ganz leise durchschimmern liesse4 ,die wenigen ,examinatoren in ,deutschland1 welche berhaupt fhig wren1 ihn ber ,schelling und ,hegel zu examiniren 7denn ,schopenhauer kommt ja nur als ,gegenstand der verchtlichen ,widerlegung in ,betracht71 kann er sich nicht aussuchen1 sondern er muss darauf gefasst sein1 von demjenigen geprft zu werden1 der grade an der ,reihe ist4 ,im gnstigsten ,falle ist dies ein ,professor1 der nichts fragt1 als was aus den ,diktatheften seiner ,vorlesungen zu lernen ist2 der ,kandidat hat dann gewhnlich noch ,zeit1 diese ,diktathefte sich zu verschaffen und einzupauken1 nachdem er den ,namen des ,examinators erfahren hat4 ,im ungnstigen ,falle bleibt er auf ,paukbcher wie ,schwegler's ,grundriss angewiesen1 und hat dann alle ,mhe darauf zu verwenden1 unter der ,hand die ,richtung und die ,liebhabereien des ,examinators auszukundschaften1 damit er sich ja htet1 eine demselben missfllige ,aeusserung zu thun1 was ihm bei den meisten mehr schaden wrde als kundgegebene ,wissenslcken4 ,da die ,mehrzahl der heutigen ,universittsprofessoren in dem ,hass und der ,verachtung gegen die ,metaphysik einig ist1 so hat er sich vor allen ,dingen davor zu hten1 irgend ein positives philosophisches ,interesse zu zeigen oder gar eine metaphysische ,ansicht zu ussern1 da dies die ,verkehrtheit und ,unfhigkeit seines philosophischen ,urtheils schon zur ,genge beweisen wrde4 ,weiss er dagegen ein krftig ,wrtlein gegen die ,metaphysik an geeigneter ,stelle bescheidentlich einfliessen zu lassen1 so hat er damit schon einen guten ,stein im ,brett4 ,fragt man ihn1 mit welchem ,philosophen er sich genauer befasst habe1 so nenne er ja keinen ,metaphysiker1 sondern womglich einen der ,englnder1 welche gegen die ,metaphysik und fr den gesunden ,menschenverstand geschrieben haben2 diess ist schon deshalb empfehlenswerth1 weil deren ,gedankenkreis so arm ist1 dass er leicht zu bewltigen ist4 ,will er aber einen ,deutschen nennen1 so gehe er ja nicht ber ,kant hinaus1 und studire von dessen ,werken nur die kritischen und negativ-dogmatischen1 nicht etwa die positiven und mehr spekulativen ,partien4 ,diese ,regeln sind nicht von mir aufgestellt1 sondern sie sind unter der studirenden ,jugend ziemlich allgemein bekannt1 und werden von den ,klgeren1 welche im ,leben ihr ,fortkommen zu finden wissen1 sorgsam beobachtet4 ,was hiernach der ,prfungszwang einzig und allein bewirken kann und bewirken muss1 ist eine ,steigerung des ohnehin schon in der ,zeitstrmung liegenden ,misskredits der ,philosophie1 insofern die ,studirenden genthigt werden1 solche ,kollegien zu hren und solche ,philosophen zu lesen1 welche gegen die ,mglichkeit und den ,werth der eigentlichen ,philosophie vom empiristischen oder skeptischen ,standpunkt aus ankmpfen4 ,ausserdem aber werden die ,studirenden1 sei es direkt durch das unfehlbare ,absprechen und die zur ,schau getragene ,verachtung von ,seiten der gehrten ,docenten1 sei es indirekt durch das private ,nachsprechen solcher ,urtheile von ,seiten der ,hrer1 ausdrcklich davon abgehalten1 sich eine philosophische ,bildung da anzueignen1 wo sie allein zu gewinnen ist1 nmlich bei wirklichen ,philosophen4 ,entweder haben die jungen ,leute1 wie es bei #ij-ie der ,fall ist1 kein philosophisches ,bedrfniss1 dann wird ihnen durch den ,zwang1 sich mit einer ,vorbereitung fr die philosophische ,prfung herumzuplagen1 die ,philosophie1 die ihnen blos gleichgltig war1 erst recht verekelt2 oder aber sie haben ein philosophisches ,bedrfniss1 dann wrden sie ohne die ,nthigung1 sich zur philosophischen ,prfung vorzubereiten1 vielleicht1 ja sogar wahrscheinlich1 auf irgend eine ,weise der wirklichen ,philosophie nher getreten sein1 whrend ihnen jetzt die ,beschftigung mit derselben noch vor der ,bekanntschaft verleidet und ihrem philosophischen ,bedrfniss statt des ,brotes ein ,stein geboten wird4 ,dadurch lassen sich dann die meisten noch rechtzeitig berzeugen1 dass die ,philosophie1 die sie kennen zu lernen knstlich verhindert worden sind1 denn doch nicht werth sei1 studirt zu werden1 und sie knnen nun aus philosophischer ,einsicht den ,chor der unphilosophischen ,kameraden strken und fhren1 der in allen ,tonarten die ,philosophie verspottet und verhhnt4 ,wenn doch noch ein ,einzelner durch alle diese kunstvollen ,vorkehrungen und ,einrichtungen zur ,verekelung der ,philosophie sich hindurcharbeitet1 so hat er es wahrlich einem guten ,stern zu danken4 ,wenn man auch von der durchschnittlichen ,beschaffenheit der heutigen ,universittsphilosophen ganz absehen wollte1 so bliebe der ,zwang zum ,hren vereinzelter philosophischer ,kollegien doch immerhin widersinnig4 ,entweder muss man mindestens vier ,semester hindurch ein ,kolleg mit mindestens vier ,wochenstunden ber ,geschichte der ,philosophie 7wie z4 ,b4 ,kuno ,fischer es hlt7 obligatorisch machen1 oder man soll die ,philosophie vollstndig der akademischen ,freiheit berlassen1 welche sie grade mehr als irgend ein anderer ,gegenstand durch ihr innerstes ,wesen verlangt4 ,ein ,semester von drei bis vier ,monaten ist viel zu kurz1 um in einem ,kolleg von nicht mehr als vier ,wochenstunden einem ,anfnger irgend etwas ,philosophisches von nachhaltiger ,wirkung bieten zu knnen2 entweder beschrnkt man sich auf gemeinverstndliche ,trivialitten1 oder man giebt etwas ,positives und schreckt dann durch die an die ,aufmerksamkeit und das ,verstndniss gestellten ,anforderungen schon wieder die meisten ab4 ,am grndlichsten ist diese ,abschreckung1 wenn mit dem ,kollegium logicum begonnen wird1 dieser traurigen ,ruine aristotelisch-mittelalterlicher ,scholastik2 dagegen pflegt sich die ,trivialitt am behaglichsten in der ,psychologie8 zu ergehen4 ,wren nur erst die ,staatsprfungen in der ,philosophie abgeschafft1 so wrden sich auch die ,promotionen in diesem ,fache sehr vermindern1 fr deren ,vorbereitung hnliche ,rcksichten zu beobachten sind1 wie die oben angefhrten4 ,soweit die ,promotionen zwecklose ,geldausgaben aus blosser ,titelsucht sind1 kann es nur im allgemeinen ,interesse 7wenn auch nicht in demjenigen der ,fakultten7 liegen1 wenn dieselben ausser ,uebung kommen und der ,lehrer sich knftig ebenso mit dem ,titel ,oberlehrer8 wie der ,mediciner mit dem ,titel ,arzt8 begngt4 ,soweit aber die ,promotionen eine ,vorbereitungsstufe zur akademischen ,docentenlaufbahn bilden1 werden sie in der ,philosophie um so seltener werden mssen1 je geringer der ,bedarf an philosophischen ,docenten wird1 und da der jetzige ,bedarf wesentlich nur durch die philosophischen ,staatsprfungen der ,lehrer bedingt ist1 so wrde mit dem ,wegfall dieser letzteren auch die ,zahl der ,universittsphilosophen allmhlich sehr zusammenschmelzen4 ,in demselben ,maasse wrde das ,ansehn der ,philosophie in der studirenden ,jugend und beim gebildeten ,publikum allmhlich wieder steigen4 ,sieht man von solchen ,philosophen ab1 welche erst in ,folge hervorragender philosophischer ,leistungen eine ,universittsprofessur erhielten 7wie ,hegel1 ,f4 ,a4 ,lange71 oder welche zwar ,universittsprofessoren aber nicht eigentlich ,philosophieprofessoren waren 7wie ,kant71 oder welche erst nachtrglich whrend ihrer akademischen ,laufbahn von der ,naturwissenschaft oder ,medicin zur ,philosophie bergingen 7wie ,lotze1 ,wundt71 so kann man die ,frderung der ,philosophie durch ,philosophieprofessoren 7wie ,fichte und ,schelling7 als eine seltene ,ausnahme betrachten4 ,zu allen ,zeiten 7vielleicht mit alleiniger ,ausnahme der ,wende des achtzehnten und neunzehnten ,jahrhunderts7 waren die ,gesammtleistungen der unznftigen philosophischen ,literatur einer ,generation denen der znftigen bedeutend berlegen1 ungefhr in demselben ,maasse wie es bei der ,poesie der ,fall sein wrde1 wenn wir bei jeder ,universitt #b-f officielle akademische ,dichter8 htten4 ,indem aber zu jeder ,zeit die ,universittsphilosophie sich als die officielle und eigentliche ,vertreterin der ,philosophie ihrer ,zeit gerirt und die ,bedeutung der zeitgenssischen unznftigen ,philosophie zu ignoriren oder doch zu verkleinern gesucht hat1 hat sie zu jeder ,zeit dem ,ansehn der gesammten ,philosophie mehr geschadet als gentzt4 ,diess war schon damals der ,fall1 als sie noch wirkliche ,philosophie zum ,inhalt hatte2 um wie viel mehr muss es heute der ,fall sein1 wo sie es zum grsseren ,theile nicht mehr ist1 sondern mehr und mehr zur principiellen ,antiphilosophie8 heruntergekommen ist4 ,auch die sorgfltigste ,auswahl unter den ,docenten wre ausser ,stande1 alle gegenwrtigen deutschen ,lehrsthle der ,philosophie mit geeigneten ,persnlichkeiten zu besetzen2 deshalb ist aus der ,besetzung der ,mehrzahl derselben mit ungeeigneten nicht einmal jemanden ein besonderer ,vorwurf zu machen4 ,kein ,fach bedarf aber auch weniger als die ,philosophie des mndlichen ,unterrichts1 weil keines weniger dazu da ist1 von unreifen ,jnglingen ohne inneres ,bedrfniss getrieben zu werden1 und es in keinem ,fache leichter und zugleich unentbehrlicher ist1 unmittelbar aus den ,quellen 7d4 h4 aus dem berreichen ,schatz der philosophischen ,klassiker7 zu schpfen4 ,kein ,feld bedarf weniger als die ,philosophie der staatlichen ,pflege und des behrdlichen ,schutzes1 aber keines bedarf auch dringender der vollen ungestrten ,freiheit der ,entwickelung1 zu welcher eben auf den ,universitten so lange die ,bedingungen fehlen1 als kollegialische und politische ,rcksichten auf die zu einem ,krper verkoppelte theologische ,fakultt unumgnglich sind4 ,wenn die ,philosophie in dem ,volke der ,denker8 so lange trotz aller ,verkmmerung durch eine unfreie ,universittsphilosophie und philosophische ,staatsprfungen und ,zwangskollegien gediehen ist1 so wre es ein vllig unbegrndeter ,kleinmuth1 zu frchten1 dass sie nicht mehr gedeihen knnte1 wenn der ,alp dieser ,verkmmerung von ihr genommen und sie der vollen ,freiheit zurckgegeben wird4 ,je weniger deutschen ,jnglingen durch zwangsweise ,qulerei mit einer unfreien und mehr oder minder unphilosophischen ,philosophie der ,geschmack an der ,philosophie verdorben wird1 desto mehr werden die abflligen ,urtheile gegen die ,philosophie1 welche jetzt unter den ,gebildeten der ,nation das ,gewhnliche sind1 schwinden1 und desto mehr ,jnglinge werden dazu gelangen1 ihren philosophischen ,wahrheitstrieb da zu befriedigen1 wo er allein die ihm angemessene und zugleich nahrhafte ,kost findet1 bei den grssten unter den deutschen ,philosophen4 ,ich zweifle keinen ,augenblick daran1 dass auch aus der ,lehrerprfung ber kurz oder lang die ,philosophie als ,unterrichtsgegenstand ausscheiden wird1 und dass einmal aller staatliche ,zwang zum ,hren 7oder ,belegen7 philosophischer ,vorlesungen aufhren wird2 ob aber dieser ,zopf noch frh genug abgeschnitten werden wird1 und ob namentlich die ,nachwirkungen dieses ,fortschritts frh genug eintreten werden1 um das bereits angerichtete ,unheil vor dem ,eintritt einer vlligen ,verkncherung unsrer ,specialwissenschaften wieder gut zu machen1 das scheint mir hchst fraglich4 ,deshalb wende ich mich an die studirende ,jugend und fordre sie auf1 bis zum ,eintritt dieser ,reform getrennte ,buchfhrung zu halten1 d4 h4 die ,befriedigung ihrer philosophischen ,bedrfnisse niemals und auf keine ,weise mit der ,vorbereitung zu den philosophischen ,staatsprfungen zu vermengen1 vielmehr die letzteren als die leeren ,formalitten zu erledigen1 zu denen sie lngst herabgesunken sind1 daneben aber mit ausdauerndem ,eifer und stiller ,andacht heimlich vor den ,examinatoren dem ,studium der edelsten ,geistesblthen der neueren philosophischen ,literatur obzuliegen und sich an ihnen mit echt philosophischem1 echt modernem und echt deutschem ,geiste zu erfllen4 ,x4 ,die ,ueberbrdung der ,schuljugend4 ,es darf als unbestreitbar gelten1 dass heute von den ,schlern mehr husliche ,arbeiten verlangt werden als vor einem ,menschenalter1 und dass trotzdem von dem ,durchschnitt der ,schler weniger geleistet wird1 so dass die ,procentzahl der ,nichtversetzten in jeder ,klasse betrchtlich gegen frher gewachsen ist4 ,die statistische ,ermittelung1 ob die ,jugend jetzt in durchschnittlich schlechterem ,gesundheitszustand als vor einem ,menschenalter die ,schule verlsst1 ist unausfhrbar2 aber auch wenn dieses ,resultat festzustellen wre1 knnte man doch einwenden1 dass es durch andre ,ursachen als die gestiegene ,arbeitslast bedingt oder doch mitbedingt sei4 ,wichtiger scheint mir die wachsende ,abneigung der ,jugend gegen die ,schule als ,zeugniss dafr1 dass letztere mehr und mehr zu einer krafterschpfenden ,drillanstalt geworden und mehr und mehr ihren ,beruf1 zur geistigen ,freudigkeit und ,frische anzuregen1 verfehlt4 ,nur der ,begabte1 der zugleich sich kein ,gewissen daraus macht1 sich durchzuschwindeln1 kommt ohne leiblichen ,schaden davon1 nimmt aber dafr die ,gewhnung an ,umgehung der obliegenden ,pflichten als bedauerliche ,mitgift in's ,leben mit4 ,die ,verfgung des preussischen ,unterrichtsministeriums vom ,mrz #ahhb drngt zwar auf ,beschrnkung der ,unterrichtsziele und namentlich des ,memorirstoffs1 aber bis jetzt1 wie es scheint1 in der ,hauptsache vergeblich4 ,es drfte deshalb nicht berflssig sein1 wenn ,laien ihre ,stimmen erheben1 um nicht blos ber die ,thatsache zu klagen1 sondern auch auf die ,ursachen und die ,wege zur ,abhlfe hinzuweisen4 ,die genannte ,centralverfgung weist auf die gegenwrtig in ,aufnahme gekommene fachmssige ,vorbildung der ,lehrer als auf eine ,hauptquelle der gesteigerten ,ansprche hin2 aber es ist psychologisch unmglich1 durch einfache ,verfgungen ,abhlfe zu schaffen1 so lange die ,schulbehrden erklren1 sich nicht auf den ,standpunkt stellen zu knnen1 dass nur auf wenige ,unterrichtsgegenstnde ,werth gelegt wird1 wie es der ,geh4 ,oberregierungsrath ,bonitz bei der ,debatte ber den ,cultusetat im preussischen ,abgeordnetenhause gethan hat4 ,ich behaupte1 dass nur ,lateinisch und ,griechisch ,hauptgegenstnde in dem ,sinne sind1 dass eine entschiedene ,unreife in einem derselben ein ,hinderniss der ,versetzung sein darf und muss4 ,dagegen ist es ganz gleichgltig1 ob ein ,schler der ,quarta sicher im elementaren ,rechnen ist1 oder ob ein ,schler der ,tertia ,gengendes in der ,geometrie leistet2 wenn er mathematische ,anlage hat1 so holt er das in den oberen ,klassen mit spielender ,leichtigkeit ganz unvermerkt durch den mathematischen ,unterricht nach1 und wenn er solche nicht hat1 wie thatschlich etwa zwei ,drittel der ,menschen sie nicht haben1 so ist es eine unbillige ,hrte1 ihm wegen solchen ,mangels seine ,carriere zu verderben und seinen ,eltern schwere ,opfer aufzuerlegen4 ,was der mathematische ,unterricht in den letzten drei ,jahren bei ,unbefhigten berhaupt leisten kann1 den ,hinweis auf die ,strenge der mathematischen ,beweisfhrung1 das leistet er auch dann1 wenn das ,auswendiglernen dieser ,beweise und die ,fertigkeit im ,aufgabenlsen unbefriedigend erscheint4 ,ebenso verkehrt ist es1 die deutsche ,grammatik in den unteren oder den deutschen ,aufsatz in den oberen ,klassen zu einem fr die ,versetzung massgebenden ,hauptgegenstand aufzubauschen1 whrend letzterer bei der ,abgangsprfung allerdings als solcher gelten muss4 ,der ,mangel an deutscher ,grammatik wird spter durch den ,ueberfluss an lateinischer und griechischer ausreichend ersetzt2 die ,entwickelung des ,stils aber tritt meist pltzlich und stossweise bei ,erlangung einer gewissen ,geistesreife ein1 und die ,unzulnglichkeit des ,stils in ,sekunda ist kein ,hinderniss dafr1 dass der ,betreffende in ,prima den besten ,aufsatz der ,klasse liefert4 ,das ,franzsische kann auf dem ,gymnasium niemals eine besondere ,wichtigkeit beanspruchen1 theils deshalb nicht1 weil die ihm zugetheilte ,stundenzahl thatschlich zu gering ist1 um etwas ,ordentliches darin verlangen zu knnen1 theils deshalb nicht1 weil es in keinem ,gegenstande leichter und gebotener ist1 sich durch ,lektre1 ,conversationsstunden u4 s4 w4 nach ,abgang von der ,schule fortzubilden1 als in diesem1 also grade hier die ,mngel der ,schulbildung am ehesten nachgeholt und ausgeglichen werden knnen1 wozu nach der ,schulzeit weit eher ,musse zu finden ist als whrend derselben4 ,die ,fcher1 welche hauptschlich das ,gedchtniss in ,anspruch nehmen 7,geschichte1 ,geographie1 ,naturkunde7 verlangen am allerwenigsten den ,fortbau auf einem in den vorhergehenden ,klassen gelegten ,grunde2 man kann bei ihnen anfangen1 wo man will1 und hat bis zur ,abgangsprfung doch alles in den unteren und mittleren ,klassen ,gelernte wieder spurlos vergessen4 ,der ,physikunterricht der obersten ,klassen endlich besitzt seinen ,werth lediglich in dem ,hinweis auf den strengen ,kausalzusammenhang der ,naturprocesse und auf das ,wesen der experimentellen ,induction2 dieser ,zweck muss durch die ,theilnahme am ,unterricht selbst erreicht werden1 und es kommt gar nicht darauf an1 wie viel von dem mitgetheilten ,wissensstoff im ,gedchtniss behalten wird4 ,die ,entlastung von ,memorirstoff sollte vor allen ,dingen beim ,religionsunterricht beginnen1 insbesondere bei demjenigen der bereits ,confirmirten2 nichts wird von den christlichen ,abiturienten als eine drckendere ,hrte empfunden1 als dass sie zu allen sonstigen ,wiederholungen hinzu sich noch mit dem ,auswendiglernen von ,katechismus und ,kirchenliedern plagen mssen1 von dem ihre jdischen ,mitschler befreit sind4 ,man kann nicht von jedem ,schler verlangen1 dass er sich fr alle ,unterrichtsgegenstnde gleichmssig interessiren soll2 jeder aber wird durch ,anlage und ,neigung auf gewisse ,nebenfcher hingewiesen sein1 in denen er schon durch die blosse ,theilnahme am ,unterricht gut beschlagen ist4 ,das gerade verleidet unserer ,jugend die ,schule1 dass ein gleiches ,interesse fr ,alles von ihr verlangt wird1 wobei aber fr das ,meiste ein bloss erzwungenes ,interesse herauskommt4 ,wer in ,latein und ,griechisch ,befriedigendes leistet1 der sollte unbedenklich versetzt werden1 wofern nur die ,leistungen in allen ,nebenfchern sich zu einem befriedigenden ,gesammtergebniss kompensiren1 also ein ,minus der einen durch ein ,plus der andern gedeckt wird2 wer aber in ,latein1 ,griechisch1 deutschem ,aufsatz und ,mathematik gengt1 der msste versetzt werden1 auch wenn er in allen anderen ,fchern nicht gengt1 und das ,urtheil ber die ,fertigkeiten drfte auch nicht den allergeringsten ,einfluss auf die ,versetzung haben4 ,nach hnlichen ,grundstzen wurde in meiner ,jugend in den mir bekannten ,schulen thatschlich verfahren1 und die ,endresultate waren bessere als heute1 wo trotz aller ,erschwerung des ,schulgangs und trotz der vermehrten huslichen ,aufgaben die ,leistungen in den beiden ,hauptgegenstnden des ,gymnasiums im ,sinken sind4 ,frher1 wo der husliche ,fleiss sich in der ,hauptsache auf ,latein und ,griechisch beschrnkte1 und ,jeder die seiner ,neigung nicht entsprechenden ,unterrichtsstunden ungestraft zur ,abspannung seiner ,aufmerksamkeit1 d4 h4 zur ,erholung und ,krftigung derselben fr die nchsten ,stunden benutzen konnte1 da wurde weit mehr gelernt1 als jetzt1 wo die multa das multum unmglich machen1 und die gesteigerte ,intensitt des ,unterrichts in allen ,stunden ohne ,ausnahme 7theilweise in ,verbindung mit dem ,wegfall des ,nachmittagsunterrichts7 die durchschnittliche ,aufnahmefhigkeit der ,schler fr den gesammten ,unterricht herabsetzt4 ,dass es wirklich die ,steigerung der ,ansprche in den ,nebenfchern ist1 welche die ,leistungsfhigkeit der ,schler herabsetzt und sowohl direkt wie indirekt zu einer das ,uebel nur noch verschlimmernden ,vermehrung der huslichen ,arbeiten zwingt1 das sieht man am besten an einem ,vergleich zwischen ,gymnasium und ,realschule2 die letztere hat mehr ,schulstunden und mehr husliche ,arbeiten als das erstere1 und trotzdem leistet sie noch weniger als dieses1 weil ihr in noch weit hherem ,grade die ,koncentration auf wenige ,hauptfcher fehlt4 ,fragt man aber1 wodurch die ,schulbehrden zu einer ,steigerung ihrer ,ansprche in den ,nebenfchern der ,gymnasien gegen frher gedrngt worden sind1 und wodurch sie in dieser falschen ,stellung festgehalten werden1 so ist es offenbar der ,zug der ,zeit nach ,verstrkung der ,bildung in den ,realwissenschaften1 d4 h4 eine falsche ,anticipation der realistischen ,fachbildung durch die ,schule als allgemeine ,bildungsanstalt1 oder mit anderen ,worten eine fehlerhafte ,koncurrenz der ,gymnasien mit dem ,lehrziel der ,oberrealschulen und ,realgymnasien1 welche eben als verschiedene ,grade der ,verquickung von allgemeinen ,bildungsschulen mit ,fachschulen zu charakterisiren sind4 ,die ,schulbehrden haben nur den ,fehler begangen1 dem ,andrngen nach vermehrter ,bercksichtigung der ,realwissenschaften auf den ,gymnasien zu sehr nachzugeben1 und zwar nicht sowohl in ,vermehrung der ,stundenzahl1 als vielmehr in ,steigerung der ,anforderungen an die ,schler4 ,die sich jetzt am lautesten ber die ,ueberbrdung beklagen1 sind gerade diejenigen1 welche die ,regierung in die falsche ,position gedrngt haben und auf diesem ,wege immer weiter drngen mchten2 gelnge es dieser ,richtung1 die alten ,sprachen im ,gymnasium zu ,gunsten der ,realwissenschaften noch erheblich zu beschrnken1 d4 h4 das ,gymnasium der ,realschule hnlicher zu machen1 so wrde damit die ,ueberbrdung der ,gymnasialjugend noch ber die der jetzigen ,realjugend hinauswachsen1 weil die alten ,sprachen doch immer ,hauptgegenstnde wrden bleiben mssen1 whrend sie schon auf dem jetzigen ,realgymnasium in den oberen ,klassen nur noch ein ,nebenfach darstellen4 ,so lange die ffentliche ,meinung diesen letzten ,grund der ,ueberbrdung nicht erkennt und ihren ,einfluss auf die ,schulbehrden nicht in umgekehrter ,richtung wie bisher geltend macht1 so lange werden alle ,palliativmittel sich als wirkungslos erweisen2 erst wenn die ,schulbehrden ihr ,aufsichtspersonal dahin instruiren1 bei den ,versetzungs- und ,abgangsprfungen nur den ,hauptgegenstnden ,wichtigkeit beizumessen1 bei den ,nebenfchern aber der ,individualitt der ,schler volle ,rechnung zu tragen1 erst dann werden die ,lehrer der ,nebenfcher aufhren knnen1 sich der ,versetzung eines in ihrem ,fache nicht gengenden ,schlers zu widersetzen4 ,dann wird wieder mehr ,freiheit fr ,lehrer und ,schler und mit ihr mehr ,freudigkeit und ,liebe zur ,arbeit in die ,schule ihren ,einzug halten1 die jetzt durch den ,anspruch1 das ,klassenziel von allen zu versetzenden ,schlern erreicht zu sehen1 mehr und mehr einer mechanischen ,drillthtigkeit gewichen ist4 ,es wird sehr wohl mglich sein1 die ,klassenziele in den ,nebenfchern sogar auf der ,hhe zu erhalten1 auf welche sie durch die fachmssig gebildeten ,lehrer hinaufgeschraubt sind1 sobald man nur darauf verzichtet1 alle ,schler dieses ,ziel erreichen zu sehen4 ,dann werden die ,schler allerdings nicht mehr mit so einfrmig gleichmssiger ,bildung wie jetzt die ,schule verlassen1 sondern der eine mehr in diesen1 der andere mehr in jenen ,fchern gebildet1 alle aber mit einem gegen jetzt erhhten geistigen ,niveau und mit unzerstrter ,geistesfrische und ,lernfreudigkeit4 -- ,unter solchen ,voraussetzungen allein wird es auch mglich sein1 die huslichen ,arbeiten auf das zu beschrnken1 worber sie aus idealem ,gesichtspunkt nicht hinausgreifen sollten3 auf ,vorbereitung und ,wiederholung4 ,man hat sich zwar gegenwrtig allgemein daran gewhnt1 die huslichen ,arbeiten als eine unentbehrliche ,ergnzung des ,schulunterrichts anzusehen1 aber ich halte diesen ,gesichtspunkt fr entschieden falsch1 und meine1 dass dessen ,falschheit ,jedem ohne ,weiteres einleuchten msste1 wenn nicht die ,gewhnung an das ,gegentheil als an den normalen ,zustand die ,unbefangenheit des ,urtheils aufhbe4 ,die ,schule ist dazu da1 um der ,jugend die nthige allgemeine ,bildung einzupflanzen1 und wenn sie sich dazu unfhig erklrt ohne ,zuhlfenahme des ,hauses1 so beweist sie damit nur1 dass entweder in ihrer ,organisation ein ,fehler steckt1 oder dass die ,lehrer die ihnen obliegende ,aufgabe theilweise auf das ,haus abzuwlzen bequemer finden4 ,zehn ,stunden ,handarbeit findet man heute bereits zuviel und steuert auf den achtstndigen ,normalarbeitstag fr alle ,arbeiter hin2 sollte da nicht achtstndige ,arbeitszeit fr die ,kopfarbeit ,erwachsener erst recht als unberschreitbares ,maximum gelten1 und sollten nicht drei ,viertel dieses ,quantums die allerhchste1 aus hygienischen ,rcksichten an jugendliche1 unreife ,gehirne zu stellende ,zumuthung sein8 ,dieses ,maximum wird aber mit #cd-ch ,wochenstunden 7in ,gymnasien und ,realgymnasien7 thatschlich erreicht und die hinzutretende ,inanspruchnahme fr husliche ,arbeiten ist eine auf keine ,weise zu rechtfertigende ,ueberanspannung4 ,es hat weit schdlichere ,folgen1 wenn man bei geistiger1 als wenn man bei krperlicher ,arbeit die gesundheitlich zulssige ,grenze berschreitet2 whrend aber der ,staat den jugendlichen ,fabrikarbeitern durch gesetzliche ,beschrnkungen der ,arbeitszeit ohne ,rcksicht auf die dadurch herbeigefhrte ,verringerung des ,familieneinkommens seine ,frsorge widmet1 sttzt er sich darauf1 dass ,schulmnnerkonferenzen eine #c-c-stndige husliche ,arbeitszeit neben #cf wchentlichen ,schulstunden fr keine ,ueberbrdung der reiferen ,jugend erklren1 anstatt darin den ,wahrspruch einer bei der ,angelegenheit dringlichst interessirten ,partei zu erblicken4 ,die ,schulmnner haben ohne ,zweifel das ,interesse1 die ,arbeitsleistung der ,schule1 d4 h4 ihre eigene ,arbeitsleistung durch ,mitanspannung des ,hauses zu erleichtern2 das ,haus aber hat um so mehr ,grund1 diesem ,uebergriff zu wehren1 als derselbe eben so unpdagogisch wie gesundheitswidrig ist1 und wenn die fehlerhafte ,organisation der ,schule1 die ,unfhigkeit zur selbststndigen ,erfllung ihrer ,aufgabe1 bis zu einem gewissen ,grade als ,entschuldigungsgrund fr diesen ,uebergriff gelten kann1 so liegt darin eine um so strkere ,aufforderung1 an diese fehlerhafte ,organisation die bessernde ,hand zu legen4 ,die huslichen ,arbeiten sind unpdagogisch4 ,mit diesem ,satz bin ich sicher1 den allgemeinen ,widerspruch hervorzurufen1 weil die ,schulmnner das ,publikum seit ,generationen an die entgegengesetzte ,ansicht zu gewhnen gewusst haben4 ,als ,grund wird angefhrt1 dass durch die huslichen ,arbeiten die ,jugend zu selbststndigem ,arbeiten angeleitet werde4 ,unter selbststndigem ,arbeiten8 kann man zweierlei verstehen3 erstens das ,studium selbstgewhlter ,wissenszweige und die ,bearbeitung selbstgewhlter ,aufgaben1 und zweitens die zwangsweise ,lsung gestellter ,aufgaben ohne ,gedankentausch und erleichternden ,verkehr mit dritten ,personen4 ,der erste ,zweck stellt eine ,ausnahme dar1 denn er passt bekanntlich nicht fr die ,schule im ,ganzen1 sondern nur fr die reifste ,stufe der ,schuljugend1 und fr diese halte auch ich die ,privatlektre und die freiwilligen ,arbeiten fr hchst wnschenswerth4 ,aber bei der jetzigen ,erschpfung der ,schler hren die sogenannten freiwilligen ,arbeiten ganz auf1 oder sie werden selbst wieder zu unfreiwilligen huslichen ,arbeiten mit einem gewissen ,spielraum in der ,wahl der ,gegenstnde2 in beiden ,fllen geht ihr pdagogischer ,werth als ,gewhnungsmittel an ,spontaneitt der ,arbeit verloren4 ,nur besonders begabte und zugleich intensiv strebsame ,kpfe knnen trotz der ,ueberbrdung die ,kraft und ,frische behalten1 mit ,privatstudien ihren persnlichen ,neigungen zu folgen2 bei der ,mehrzahl aller ,schler bewirkt das heutige ,system der huslichen ,arbeit erfahrungsmssig nicht die ,lust zu selbststndigen ,arbeiten1 sondern bloss den ,ekel vor aller ,geistesarbeit1 einen so grndlichen und dauerhaften ,ekel1 dass er nach der ,erholung der ersten ,studiensemester beim ,biere nur noch durch den ,zwang des ,brotstudiums berwunden zu werden pflegt4 ,der ,erfolg spricht also entschieden gegen die pdagogisch richtige ,wahl des ,mittels zum ,zweck2 die ,unzweckmssigkeit desselben ist aber auch deductiv zu erweisen4 ,der eigentliche1 regelmssige und allgemeine ,zweck der huslichen ,arbeiten im gewhnlichen ,sinne des ,worts kann nur der zweitgenannte sein3 die zwangsweise ,lsung gestellter ,aufgaben ohne ,gedankentausch und erleichternden ,verkehr mit dritten ,personen4 ,dass dieser ,zweck durch ,klausurarbeiten in der ,schule wirklich erreicht werden kann und thatschlich erreicht wird1 ist zweifellos2 dass er nur durch husliche ,arbeiten erreicht werden knne1 ist also vllig unhaltbar1 vielmehr sind solche fr diesen ,zweck ganz berflssig1 wofern nur die ,schule einen gengenden ,theil ihrer ,zeit auf ,klausurarbeiten verwendet4 ,dass aber dieser ,zweck berhaupt durch husliche ,arbeiten erreicht werden knne1 ist von zwei ,voraussetzungen1 die beide bei der ,mehrzahl der ,schler offenbare ,fictionen sind1 abhngig3 erstens dass die ,arbeiten wirklich zu ,hause gefertigt1 und zweitens1 dass sie ohne ,hlfe dritter ,personen und ohne unerlaubte ,hlfsmittel gefertigt werden4 ,bekanntlich wird ein ,theil der weniger kontrolirten ,arbeiten gar nicht1 ein anderer ,theil in der ,schule 7theils in ,zwischenstunden1 theils in weniger scharf kontrolirten ,schulstunden71 ein dritter ,theil mit fremder ,hlfe1 ein vierter vermittelst unerlaubter ,hlfsmittel 7lteren ,klassenheften1 gedruckten ,uebersetzungen u4 s4 w47 gemacht2 in allen diesen ,fllen wird der ,zweck der huslichen ,arbeiten1 und zwar nicht nur der pdagogische1 sondern auch der ,lehrzweck verfehlt1 und an seine ,stelle tritt die unpdagogische ,gewhnung der ,schler an ,unredlichkeit1 ,tuschung1 ,schwindeleien und ,umgehung der obliegenden ,pflichten4 ,je mehr der ,unterricht den ,charakter schablonenhafter ,dressur annimmt1 desto leichter sind die lteren ,klassenhefte zu missbrauchen2 je besser und billiger die sogenannten ,eselsbrcken werden1 desto nutzloser werden die ,prparationen1 da die allein werthvolle ,uebung im selbststndigen ,konstruiren der ,stze dabei wegfllt4 ,je hher die ,anforderungen der ,schule an die huslichen ,arbeitsleistungen in allen ,fchern gespannt werden1 desto strker wird der ,anreiz1 aus naturgemssem ,selbsterhaltungstriebe oder aus berechtigter ,nothwehr gegen die ,ueberbrdung solche sich darbietende ,erleichterungsmittel zu brauchen1 desto mehr wirkt die ,schule als direkte ,verfhrerin auch der gewissenhafteren ,schler zum ,betrug1 desto tiefer sinken naturgemss die durchschnittlichen ,klassenleistungen1 weil das ,unterrichtssystem auf ,voraussetzungen fusst1 die nicht erfllt werden4 ,was aber die persnliche ,selbststndigkeit der ,schler bei der ,anfertigung huslicher ,arbeiten betrifft1 so ist dieselbe schon da aufgehoben1 wo mehrere ,schler sich zu gemeinsamer ,arbeit vereinigen2 sie wird in ihr striktes ,gegentheil verwandelt1 wo die ,schule1 wie es oft genug vorkommt1 bei ,schlern von nicht besonderer ,fassungskraft geradezu auf die untersttzende ,mitwirkung des ,hauses rechnet4 ,am widersinnigsten sind die huslichen ,arbeiten in der ,mathematik1 da sie erfahrungsmssig doch nur von ganz ,wenigen selbststndig gelst1 von den ,uebrigen aber bloss abgeschrieben oder mit fremder ,hlfe gefertigt werden4 ,der begabte ,schler1 der in den ,schulstunden allein genug lernt zur ,erreichung des ,klassenziels1 ist sachlich im ,rechte1 wenn er die fr ihn berflssige ,plage der huslichen ,arbeiten geschickt umgeht2 der unbegabte gewissenhafte wird unter ihrer ,last erdrckt und verfehlt entweder das ,ziel der ,schule oder kommt gebrochen an ,geist und ,krper aus ihr hervor2 der unbegabte gewissenlose wird zum ,schwindel verleitet und verfehlt das ,ziel1 weil es von seinesgleichen ohne gewissenhafte ,erfllung aller ,anforderungen nicht zu erreichen ist2 die mittleren ,kpfe schlagen sich zur ,noth durch1 verlassen aber endlich mit gerechtem ,groll1 mit ,ueberdruss und ,bitterkeit die ,schule4 ,die ,lehrer werden durch die ,kontrole der ,unredlichkeit in einen bestndigen ,krieg mit den ,schlern hineingedrngt1 an dessen ,stelle bei dem ,mangel huslicher ,arbeit sofort die wohlthuendste ,eintracht trte2 auch werden sie durch ,beurtheilung der ,schler nach dem huslichen ,fleiss in eine falsche ,richtung hin1 und von der allein massgebenden ,beurtheilung nach den ,leistungen abgelenkt4 ,angenommen1 es wre von den jetzigen ,schulstunden keine einzige disponibel zu machen1 um die ,anfertigung der deutschen und fremdsprachlichen ,aufstze und mathematischen ,arbeiten aus dem ,hause in die ,schule zu verlegen1 so wre es immer noch besser1 einen ,nachmittag in jeder ,woche mit zwei ,stunden zur ,anfertigung dieser ,arbeiten unter ,klausur anzusetzen1 als den jetzigen unpdagogischen ,standpunkt zu belassen2 ebenso msste ein grsserer ,theil der ,lektrestunden zu kursorischer ,lektre ohne ,prparation verwandt werden1 um den ,schaden der jetzt allgemein blichen ,prparation mit ,uebersetzung einigermassen wieder gut zu machen4 ,erst mit der ,verlegung der ,aufstze und mathematischen ,aufgaben unter ,schulaufsicht wrde die ,beurtheilung derselben zu dem1 was sie doch sein soll1 zu einem ,massstabe fr die ,leistungen des ,schlers1 und erst mit ihr wrde der bei der huslichen ,anfertigung verfehlte pdagogische ,zweck der ,gewhnung an selbststndiges ,arbeiten wirklich erreicht werden4 ,jedenfalls darf der jetzige ,zustand nicht lnger fortbestehn3 entweder muss die ,zahl der ,schulstunden betrchtlich verringert werden1 oder die ,schule muss in der ,hauptsache ohne ,zuhlfenahme der huslichen ,arbeiten ihre ,aufgabe erfllen1 und es ist nicht schwer zu sehen1 welches dieser beiden ,ziele mehr ,aussichten fr praktische ,verwirklichung bietet4 ,aber die durchaus gebotene ,entlastung der ,schler1 mag man sie nun anstreben auf welchem der beiden ,wege man wolle1 setzt immer als ,bedingung ihrer ,mglichkeit voraus1 dass die ,nebenfcher wieder wie frher wirklich als ,nebenfcher behandelt werden und aufhren1 fr die ,versetzungs- oder ,abgangs-,reife einen mitbestimmenden ,einfluss zu besitzen4 ,,xi4 ,die preussische ,schulreform von #ahhb4 ,durch die ,circularverfgung des preussischen ,unterrichtsministeriums vom #ca4 ,mrz #ahhb 7,berlin bei ,w4 ,hertz71 welche das ,ergebniss langjhriger behrdlicher ,erwgungen und ,konferenzen darstellt1 drfte fr lngere ,zeit in unserem hheren ,schulwesen ein stabiler ,zustand geschaffen sein1 der erst nach ,einsammlung langjhriger weiterer ,erfahrungen die ,hoffnung auf weitergehende ,reformen offen lsst4 ,es liegt mir deshalb nahe1 das bisher ,erreichte mit den ,forderungen zu vergleichen1 welche ich im ,jahre #ahge in meiner ,schrift3 ,zur ,reform des hheren ,schulwesens8 aufgestellt und begrndet hatte4 ,ich hatte dort eine mssige ,aenderung des ,gymnasiallehrplans zu ,gunsten der ,realwissenschaften und des ,franzsischen verlangt1 ferner eine officielle ,anerkennung des ,werthes der lateinlosen ,realschulen mit neunjhrigem ,kursus1 die ich nicht als hhere allgemeine ,bildungsanstalten sondern als ,mittelschulen 7hhere ,brgerschulen7 mit angehngter ,fachschule von dreijhriger ,lehrdauer betrachte1 und hatte endlich gewnscht1 dass die vorhandenen ,realschulen mit ,latein entweder in reorganisirte ,gymnasien oder in lateinlose ,realschulen umgewandelt wrden4 ,diese ,wnsche sind durch die fragliche ,ministerialverfgung1 wo nicht erfllt1 doch ihrer ,erfllung nher gerckt4 ,wie die ,unterrichtsordnung von #ahei zum ersten ,male die ,realschulen mit ,latein officiell recipirte und einen ,normallehrplan fr dieselben aufstellte1 so sind jetzt die lateinlosen ,realschulen mit neunjhriger ,lehrdauer officiell recipirt und mit einem ,normallehrplan ausgestattet worden2 im ,gymnasiallehrplan ist eine ausreichende ,verstrkung der ,realwissenschaften und eine allerdings nicht ausreichende des ,franzsischen auf ,kosten des ,lateinischen angeordnet1 und in dem bisherigen ,realschullehrplan ist durch ,verstrkung des ,lateinischen auf ,kosten der ,naturwissenschaften wenigstens eine ,annherung an das ,gymnasium erzielt worden4 ,die ,verfgung unterscheidet nunmehr folgende ,arten von ,schulen3 ,gymnasien1 ,realgymnasien1 7frher ,realschulen erster ,ordnung71 ,oberrealschulen 7frher neunklassige ,gewerbe- und ,handelsschulen71 ,progymnasien1 ,realprogymnasien1 ,realschulen 7eigentlich ,oberprorealschulen71 alle drei mit siebenjhriger ,lehrdauer1 und endlich hhere ,brgerschulen1 d4 h4 sechsklassige ,schulen ohne ,latein mit ,franzsisch und ,englisch1 deren ,lehrplan sich von demjenigen der ,realschulen8 fast nur durch das ,fehlen der obersten ,klasse unterscheidet1 die aber eine in sich abgeschlossene ,bildung geben sollen4 ,betrachtet man die ,oberrealschulen8 als mittlere ,schulen mit aufgesetzter dreiklassiger ,fachschule1 so fllt der innere ,unterschied zwischen ,oberrealschulen1 ,realschulen und hheren ,brgerschulen fort und es bleibt nur die ussere ,differenz in der ,lehrdauer bestehen4 ,wenn schon in ,bezug auf die ,recipirung der ,oberrealschule8 und in ,bezug auf die gegenseitige ,annherung des ,gymnasiums und ,realgymnasiums8 die neueste ,verfgung als ein wichtiger ,fortschritt in der ,entwickelung unseres ,unterrichtswesens angesehen werden darf1 so kann man auch den ,geist1 in welchem die beigegebenen ,erluterungen abgefasst sind1 nur mit ,freuden begrssen4 ,ueberall wird auf ,beschrnkung im ,lehrstoff1 namentlich im ,memorirstoff1 gedrungen1 und vor mechanischer ,beurtheilung der ,schler nach dem ,ausfall der schriftlichen ,klassenarbeiten gewarnt2 die bermssige ,anspannung der ,schler1 besonders durch husliche ,arbeiten1 wird nicht mit ,unrecht grossentheils auf eine ,ueberspannung der ,lehrziele der ,schule zurckgefhrt1 die zumeist aus der specialistischen ,vorbildung der ,lehrer entspringt4 ,was nun zunchst die ,vernderungen im ,gymnasiallehrplan betrifft1 so hat den usseren ,anstoss zu denselben der ,wunsch gegeben1 die ,entschliessung der ,eltern ber die ,laufbahn ihrer ,shne um ein ,jahr hinauszuschieben2 d4 h4 das ,gymnasium und die bisherige ,realschule erster ,ordnung haben durch ,verlegung des ,beginns des griechischen ,unterrichts nach ,tertia eine nahezu bereinstimmende ,quarta erhalten1 so dass die ,wahl zwischen beiden ,schulen erst mit dem ,eintritt in die ,tertia erforderlich wird4 ,das ,griechische wrde dabei nichts verlieren1 wenn in allen mittleren und oberen ,klassen sieben ,wochenstunden statt der bisherigen sechs fr dasselbe angesetzt wren2 es wrde dann vielmehr durch ,koncentration des ,unterrichts und ,vermehrung der ,lektrestunden in ,obersekunda und ,prima geradezu gewinnen4 ,leider ist aber die ,zahl von sieben ,stunden nur fr ,tertia und ,secunda angesetzt1 whrend man es in ,prima bei sechs ,stunden belassen hat1 von denen eine nach wie vor 7trotz des ,wegfalls des griechischen ,examenscriptums7 den ,extemporalien und der grammatischen ,repetition gewidmet bleiben soll4 ,in diesem ,punkte ist die ,vernderung unbedingt eine ,verschlechterung1 ebenso wie in der ,vermehrung des geographischen und geschichtlichen ,unterrichts in den drei untersten ,klassen um je eine ,stunde4 ,ueber ,unzulnglichkeit der geographischen und geschichtlichen ,bildung ist noch wenig ,klage gefhrt1 und wo eine solche bestnde1 wrde eine ,vermehrung des ,memorirstoffes in den untersten ,klassen sich doch als erfolglos erweisen1 um auf sechs bis neun ,jahr spter das ,wissen des ,abiturienten zu erhhen4 ,dagegen kann die formale ,bildung des ,geistes durch grammatische ,schulung in den ,unterklassen nicht grndlich genug genommen werden1 und so lange die lateinische ,sprache diejenige ist1 an deren ,grammatik diese ,schulung vollzogen wird1 kann dem lateinischen ,unterricht in den ,unterklassen kaum eine zu hohe ,stundenzahl berwiesen werden4 ,es wre deshalb wnschenswerth1 diese ,aenderung rckgngig zu machen1 d4 h4 dem ,lateinischen die zu ,gunsten der ,geographie und ,biographien abgenommene ,wochenstunde zurckzugeben4 ,geschhe dies1 so wrde auch das ,lateinische gegen solchen ,zuwachs von drei ,jahres-,wochenstunden in den ,unterklassen ohne ,nachtheil einen ,verlust von zwei ,jahres-,wochenstunden in ,prima ertragen knnen1 mit denen das ,griechische auf seinen bisherigen ,stand zu ergnzen wre4 ,fr den franzsischen ,unterricht hatte ich von ,quarta bis ,prima die ,erhhung der ,wochenstunden von zwei auf drei verlangt2 statt dessen ist nur in ,quarta die ,erhhung von zwei auf fnf erfolgt4 ,nimmt man an1 dass letztere einer ,vermehrung in ,quarta und ,tertia von zwei auf drei gleichkommt1 so bliebe noch solche in ,secunda und ,prima zu wnschen brig1 und zwar zu ,gunsten einer ,ersetzung des lateinischen ,aufsatzes durch den franzsischen4 ,die ,circularverfgung8 gibt zu1 dass es gegenwrtig ein unerreichbares ,ziel wre1 den lateinischen ,aufsatz zum ,ausdruck fr die ,gedanken der ,schler machen zu wollen1 und beschrnkt denselben auf den durch die ,lektre zugefhrten ,gedankenkreis und ,wortschatz 7,s4 #bj74 ,aber auch innerhalb dieser ,beschrnkung wird die auf den lateinischen ,aufsatz verwendete ,zeit und ,mhe nur noch bei einer mehr als mittleren ,lehrkraft fruchtbar zu machen sein1 whrend die gleiche ,zeit und ,mhe1 auf den franzsischen ,aufsatz verwendet1 viel reichere ,frchte tragen muss4 ,das ,mindeste1 was als ,postulat festgehalten werden muss1 ist das1 dass den ,gymnasien je nach den ihnen zur ,verfgung stehenden ,lehrkrften freigestellt wird1 entweder den lateinischen1 oder den franzsischen ,aufsatz zu pflegen1 und im letzteren ,falle in ,secunda und ,prima eine lateinische ,wochenstunde an das ,franzsische abzugeben4 ,die ,verstrkung des mathematischen ,unterrichts ist in gengender ,weise erfolgt4 ,in ,secunda und ,prima sind ihm vier ,stunden wchentlich gesichert1 und wenn die ,stundenzahl in ,tertia bei drei belassen ist1 so ist zum ,ersatz dafr in ,quinta und ,quarta je eine ,wochenstunde mehr angesetzt4 ,da nunmehr der geometrische ,unterricht schon in ,quarta beginnt1 und in ,quinta durch geometrisches ,zeichnen vorbereitet wird1 so kann derselbe in ,tertia und ,untersecunda entsprechend beschrnkt1 und dadurch die nthige ,zeit fr grndlichere ,durcharbeitung der arithmetischen und algebraischen ,klassenpensa gewonnen werden 7,s4 #bd-be74 ,dass die ,stunde fr geometrisches ,zeichnen in ,quinta durch ,verminderung der ,religionsstunden von drei auf zwei gewonnen worden ist1 kann nur gebilligt werden1 da zwei wchentliche ,religionsstunden in allen ,klassen der hheren ,schulen ausreichend genannt werden mssen4 ,der naturwissenschaftliche ,unterricht litt bisher darunter1 dass ihm in ,sekunda nur eine ,stunde zugewiesen war1 und es war deshalb gerechtfertigt1 ihm die zweite ,stunde auf ,kosten des ,lateinischen zuzutheilen4 ,die ,naturkunde1 deren ,unterricht bisher in ,quarta eine ,unterbrechung erlitt1 in dieser ,klasse ebenfalls mit zwei ,stunden auszustatten1 dazu lag eigentlich kein ,bedrfniss vor2 man hat indessen einer starken ,zeitstrmung ,rechnung getragen1 indem man von den sechs durch ,wegfall des ,griechischen verfgbar werdenden ,stunden zwei der ,naturkunde zuwies 7wie drei dem ,franzsischen und eine der ,geometrie74 ,im ,grossen und ,ganzen verfolgt die neueste ,reform des ,gymnasiallehrplanes den rechten ,weg1 wenngleich die ,beeintrchtigung des ,griechischen -- mag sie an sich unerheblich scheinen -- sehr zu bedauern bleibt und frher oder spter wieder gut gemacht werden muss4 ,das wichtigste ,merkmal der ,reform ist1 dass das ,gymnasium wieder um einen ,schritt weiter gefhrt ist in der ,abstreifung des ,charakters als lateinische ,schule82 die ,einbusse von neun ,jahres-,wochenstunden wird die ,leistungen im ,lateinisch-,schreiben nothwendig immer mehr herabsetzen1 so dass in etwa einem ,jahrzehnt nach der ,verfgung die ,unhaltbarkeit des lateinischen ,aufsatzes immer einleuchtender werden muss4 ,dann wird auch die ,zeit gekommen sein1 denselben durch den franzsischen ,aufsatz zu ersetzen1 und das ,griechische wieder in seine ungeschmlerten ,rechte einzusetzen4 ,gehen wir nun zu dem ,lehrplan des ,realgymnasiums8 ber1 so fllt zunchst in die ,augen1 dass in demselben das ,lateinische zehn ,jahres-,wochenstunden gewonnen hat1 wie es im ,gymnasiallehrplan deren neun verloren hat4 ,die ,differenz der lateinischen ,jahres-,wochenstunden zwischen ,gymnasium und ,realgymnasium81 welche bisher #db betrug1 und gegenwrtig auf #bc verringert ist1 wrde auf #ah sinken1 wenn fr die drei untersten ,klassen vllige ,uebereinstimmung durch ,uebertragung des ,gymnasiallehrplans auf die ,realgymnasien8 hergestellt wrde2 warum diese ,konformitt nicht schon hergestellt ist1 obwohl die ,versetzung der ,schler aus der einen ,art von ,anstalt in die gleichen ,klassen der anderen stattfinden soll1 ist mir unerfindlich4 ,ebenso wunderlich erscheint die ,differenz im ,geschichtsunterricht1 wonach das ,gymnasium von den vier obersten ,jahreskursen zwei1 das ,realgymnasium deren nur einen der alten ,geschichte widmet2 das sieht so aus1 als sollte die ,geschichte des ,alterthums nicht zu den ,realwissenschaften8 gerechnet werden4 ,die gegenwrtige ,zahl lateinischer ,stunden1 nmlich sechs in ,tertia und fnf in ,sekunda und ,prima1 drfte in der ,that ausreichen1 um auf ,grund hinlnglicher grammatischer ,schulung eine fruchtbare ,lektre lateinischer ,klassiker zu ermglichen2 da aber die einseitige lateinische ,lektre ohne ,ergnzung durch die griechische nicht ausreicht1 dem ,geiste eine klassisch humanistische ,bildung zu gewhren 7wie die griechische ,lektre allein es allerdings vermchte71 so kann auch der revidirte ,lehrplan der ,realschule erster ,ordnung die ,verleihung des ,namens ,realgymnasium8 keineswegs rechtfertigen4 ,jedenfalls ist anzuerkennen1 dass auch diese ,reform mit ihrer ,verstrkung des altsprachlichen ,unterrichts bei gleichzeitiger ,ausscheidung der organischen ,chemie und ,beschrnkung der ,mineralogie und der ,mathematik 7in ,quarta und ,tertia7 sich auf dem rechten ,wege befindet und als vorlufige ,abschlagszahlung1 als ,verwirklichung des augenblicklich ,erreichbaren mit ,dank hinzunehmen ist4 ,zu bedauern bleibt neben der ,ungleichmssigkeit des ,lehrplans in den drei untersten ,klassen der ,uebelstand1 dass die ,realgymnasiasten8 noch immer mit zwei ,wochenstunden mehr belastet sind1 als die ,gymnasiasten1 was jedenfalls einer spteren ,abstellung bedarf1 da die ,gesammtleistungen der ,realgymnasien keinesfalls eine strkere ,inanspruchnahme des ,schlers rechtfertigen4 ,so lange zwischen reformirtem ,gymnasium und ,oberrealschule noch als dritte ,gattung das ,realgymnasium8 besteht1 so lange wird auch das ,streben der ,realgymnasien dauern1 die an ihre ,abgangsprfung geknpften ,berechtigungen zu erweitern4 ,ohne das ,gewicht der einer solchen ,erweiterung entgegenstehenden ,bedenken zu unterschtzen1 wird man doch auch die ,naturgemssheit eines solchen ,strebens anerkennen1 und wird unter ,beibehalt der bisherigen ,bestimmungen den ,realabiturienten wenigstens fr den nachtrglichen ,erwerb der an die ,gymnasialabgangsprfung geknpften ,berechtigungen die mglichsten ,erleichterungen gnnen4 ,bis jetzt muss in solchem ,falle eine ,nachprfung im ,lateinischen1 ,griechischen und in der alten ,geschichte abgelegt werden2 es wre nicht mehr als billig1 die gegenwrtig sehr verringerten ,mehrleistungen des ,gymnasiums im ,lateinischen durch die des ,realgymnasiums im ,franzsischen und ,englischen als kompensirt anzusehen1 ebenso die ,nachprfung in der alten ,geschichte fallen zu lassen und ausschliesslich diejenige im ,griechischen aufrecht zu erhalten4 ,,xii4 ,der ,streit um die ,organisation der hheren ,schulen4 ,wohl noch zu keiner ,zeit war das ,bewusstsein einer ,reformbedrftigkeit unseres hheren ,schulwesens so allgemein verbreitet wie jetzt1 und das ,gefhl1 dass die preussische ,reform vom #ca4 ,mrz #ahhb nur eine unzulngliche ,abschlagszahlung gewesen ist1 verschrft sich zusehends4 ,leider besteht nur noch immer kein ,einverstndniss ber das1 was geschehen soll1 um die ,einrichtungen unserer hheren ,schulen den ,ansprchen der modernen ,bildung anzupassen4 ,die ,regierungen haben deshalb einen schweren ,stand1 weil sie beim besten ,willen zur ,abhlfe nicht wissen1 auf wen sie hren sollen4 ,ohne ,zweifel gibt es eine ,anzahl denkender ,mnner1 besonders in ,schulkreisen1 welche den gegenwrtigen ,zustand fr einen allen ,bedrfnissen entsprechenden und durchaus keiner ,aenderung bedrftigen halten2 aber solche bilden doch wohl eine sehr kleine ,minderheit1 whrend die ,mehrzahl ,aenderungen bald in diesem1 bald in jenem ,sinne fr wnschenswerth oder gar nothwendig erachtet4 ,insbesondere richten sich die ,bedenken gegen die ,verschiedenartigkeit unserer hheren ,schulen1 und selbst diejenigen1 welche nicht eine vollstndige ,einheitsschule als ,ziel hinstellen1 geben doch zu1 dass es sich empfehle1 womglich eine ,einheit in dem unteren ,theil der ,klassen herzustellen4 ,fr ,gymnasien und ,realgymnasien hat die preussische ,reform diesem ,wunsche insoweit ,rechnung getragen1 dass der ,beginn des ,griechischen von ,quarta nach ,tertia verlegt ist und die frheren ,unterschiede im ,lehrplan der unteren ,klassen wenigstens annhernd ausgeglichen sind4 ,es ist in der ,that nicht abzusehen1 warum diese ,verhnlichung nicht zu einer vollstndigen ,gleichheit von ,sexta bis ,quarta werden sollte1 damit der ,uebergang von der ,quarta eines ,realgymnasiums zur ,tertia eines ,gymnasiums sich fortan ebenso leicht bewerkstelligen lasse1 wie jetzt der umgekehrte2 dann erst wrden wir eine wirkliche ,bifurcation oder ,gabelung fr die letzten sechs ,schuljahre haben4 ,ein ,theil der ,anhnger der ,gabelung geht aber weiter und fordert1 dass auch die zweijhrige ,tertia noch einheitlichen ,lehrplan erhalte und das ,griechische erst in ,sekunda beginne4 ,eine solche ,beschrnkung der ,gabelung auf die letzten vier ,schuljahre wrde allerdings eine betrchtliche ,beschrnkung des ,griechischen in der ,gymnasialabtheilung einschliessen4 ,diese ,beschrnkung des ,griechischen wird von den ,einen als bedauerliche ,folge mit in den ,kauf genommen1 whrend diese ,aussicht den ,anderen so erwnscht scheint1 dass sie geradezu als ,motiv zur ,aufstellung der ,forderung wirkt4 ,noch ,andere wollen sogar das ,griechische ganz auf die ,prima beschrnken1 also die ,gabelung erst dort beginnen lassen1 doch sind dies bis jetzt vereinzelte ,stimmen4 ,wer soweit zu gehen bereit ist1 der geht gewhnlich auch gleich noch weiter und weist das ,griechische ganz aus der ,schule hinaus auf die ,universitt1 sei es1 dass er das ,realgymnasium mit verstrktem lateinischen ,unterricht als ,einheitsschule proklamirt1 sei es1 dass er fr ,abschluss der hheren ,schule mit der ,obersekunda und ,verlngerung des ,universittsstudiums um zwei ,jahre plaidirt4 ,alle diese ,bestrebungen haben noch das ,gemeinsame1 dass sie an der lateinischen ,sprache als einem ,hauptunterrichtsgegenstand des ,einheitslehrplanes1 wie weit der letztere nun auch hinaufreichen mge1 festhalten1 also die lateinlose ,oberrealschule entweder als hhere ,schule aufgehoben wissen wollen1 oder aber als eine zweite ,art von hherer ,schule neben dem gegabelten ,realgymnasium bestehen lassen4 ,dieser ,gruppe stehen aber andere ,tendenzen gegenber1 welche die ,oberrealschule mit in den ,einheitslehrplan hineinziehen wollen4 ,wenn doch das ,griechische erst in ,sekunda oder ,prima beginnt1 so scheint es nicht unthunlich1 das ,lateinische erst zwei ,jahre frher1 also in ,tertia1 beziehungsweise ,sekunda beginnen zu lassen und den ,lehrplan der ,unterklassen auf die ,muttersprache und neuere ,fremdsprachen zu sttzen4 ,ein solcher ,lehrplan gestattet dann eine ,trifurcation1 indem sich von ,tertia 7bezw4 ,sekunda7 an die realistische und die humanistische ,richtung scheidet1 von ,sekunda 7bezw4 ,prima7 an aber die letztere sich noch einmal in den ,lehrplan mit und ohne ,griechisch spaltet4 ,auf der andern ,seite kann der realistische ,lehrplan sich in den letzten ,jahren noch einmal in eine neusprachliche und eine mathematisch-naturwissenschaftliche ,abtheilung sondern1 so dass wir eine ,quadrifurcation erhielten1 falls nicht das ,griechische ganz von der ,schule ausgeschlossen wird4 ,die ,vertreter der ,ansicht1 dass der altsprachliche ,unterricht erst in mittleren ,klassen beginnen sollte1 berufen sich dabei auf das ,vorbild des schwedischen ,schulwesens1 in welchem die deutsche ,sprache aus praktischen ,grnden zum ,hauptgegenstand der ,unterklassen erhoben ist4#aj ,sie sttzen sich aber ausserdem noch auf politische und sociale ,erwgungen1 insofern ein solcher ,lehrplan es sehr erleichtert1 alle ,schler zuerst durch die ,volksschule als ,unterstufe1 dann durch eine ,brgerschule als ,mittelstufe und endlich durch die hhere ,schule gehen zu lassen4 ,die sozialdemokratische ,forderung der allgemeinen ,aufhebung des ,schulgeldes und der ,versetzung aller ,kinder bloss nach den ,leistungen hat eine derartige ,organisation des ,schulwesens zur logischen ,voraussetzung4 ,dass eine solche ,stufenfolge nicht undurchfhrbar ist1 zeigt ihre annhernde ,verwirklichung im schweizerischen ,schulwesen4 ,alle politisch radikalen und social nivellirungsschtigen ,elemente werden frher oder spter diese ,forderung in ihr ,programm aufnehmen1 und es wre nicht unmglich1 dass die ,schulreformfrage letzten ,endes nicht nach pdagogischen ,rcksichten und kulturellen ,masstben1 sondern im ,gegensatz zu diesen durch die politische und sociale ,demokratisirungstendenz unserer ,zeit entschieden wrde4 ,es ist nmlich klar1 dass die ,masse bei einer solchen ,schulorganisation ebensoviel gewinnen wrde1 als die gebildeteren ,stnde ,einbusse erleiden mssten1 und da die ,masse an ,zahl weit voransteht1 so muss der ,verlust1 den die geistige ,aristokratie erleidet1 aus socialen dmonistischen ,gesichtspunkt nothwendig gegen den ,gewinn der breiteren ,volksschichten zurckstehen4 ,ob das geistige ,kulturniveau des ,volkes als ,ganzes bei einer solchen ,schdigung des ,bildungsgrades seiner ,aristokratie zurckgeht1 das kmmert ja die ,demokratie nicht1 bereitet ihr eher ,schadenfreude4 ,die ,interessenpolitik der kapitalistischen ,bourgeoisie oder der ,liberalismus frchtet die ,verwirklichung des demokratischen ,programms in diesem ,punkte nicht1 weil die ,wohlhabenden berzeugt sind1 dass sie in solchem ,falle hinreichende ,mittel haben wrden1 um ihre ,kinder durch ,unterricht in theuren ,privatschulen besser1 leichter und schneller als in der ffentlichen ,volks- und ,mittelschule fr die hhere ,schule vorbereiten zu lassen4 ,diese ,unbequemlichkeit auf sich zu nehmen wre die liberale ,geldaristokratie und der utilitarisch denkende ,gewerbestand gern bereit1 wenn dadurch nur das fr ihre ,zwecke ,ntzliche1 d4 h4 der neusprachliche und mathematisch naturwissenschaftliche ,lehrplan1 in die ,hhe kommt und die vom ,ntzlichkeitsstandpunkt zwecklose ,qulerei ihrer ,kinder mit alten ,sprachen aufhrt4 ,deshalb erhlt die demokratische ,nivellirungstendenz aus dem ,lager des ,liberalismus mchtigen ,vorschub1 wobei selbstverstndlich alle ,gabelung des ,lehrplanes nur als vorlufiges ,zugestndniss gilt1 in der ,hoffnung und mit der ,absicht1 dass es gelingen werde1 den ,beginn der ,gabelung allmhlich immer weiter hinauszuschieben1 bis endlich als allgemeine ,einheitschule die ,oberrealschule oder eine hnlich organisirte ,anstalt ohne alte ,sprachen brig bleibt4 ,das ,ideal einer solchen ,schule wird schon jetzt von verschiedenen radikalen ,schulreformern als ,ziel hingestellt1 als der vollstndige ,bruch mit der ,reaktion und den ,schatten des ,mittelalters gepriesen und auf die geschichtlich naturwissenschaftliche ,bildung unserer ,zeit gesttzt4 ,fragen wir uns nun1 woher es kommt1 dass das ,gefhl der ,reformbedrftigkeit unseres ,schulwesens gerade in dem letzten ,menschenalter so intensiv geworden ist1 so ist die ,antwort3 weil alle ,eltern fhlen1 dass ihre ,kinder mit ,lernstoff berbrdet werden und in ,folge dessen die wirklich durch die ,schule erzielte ,bildungsstufe der ,zglinge zurckgeht4 ,blickt man auf die ,geschichte des hheren ,schulwesens zurck1 so sieht man1 wie an die ursprngliche ,lateinschule ein ,unterrichtsgegenstand nach dem anderen angehngt wird1 deren jeder mit gutem ,rechte einen ,theil der nothwendigen allgemeinen ,bildung auszumachen beansprucht4 ,sollen unsere ,kinder sich nicht vollends dumm lernen1 so ist eine ,verminderung der vom ,lehrplan an dieselben gestellten ,ansprche unbedingt erforderlich4 ,jede intensivere ,gestaltung des ,unterrichts hat die entgegengesetzte ,wirkung1 ist also nur statthaft1 wenn die ,unterrichtszeit entsprechend verringert wird1 steigert aber bloss die vorhandenen ,uebelstnde1 wenn sie dazu benutzt wird1 um entgegengesetzte ,ansprche vereint zu befriedigen4 ,sobald die obligatorische ,einfgung des griechischen ,unterrichts in den ,gymnasiallehrplan in ,preussen durchgefhrt war1 begann auch das ,gefhl sich geltend zu machen1 dass dem altsprachlichen ,unterricht ein zu grosser ,antheil der verfgbaren ,zeit eingerumt sei1 und dieses ,gefhl fand theils in der ,entstehung der ,realgymnasien und ,oberrealschulen1 theils in kleinen ,korrekturen des ,gymnasiallehrplans seinen ,ausdruck4 ,aber die ,unbefriedigung blieb bestehen4 ,das ,bewusstsein ist allgemeiner geworden1 dass die ,oberrealschule keine den ,konkurrenzanstalten ebenbrtige hhere allgemeine ,bildung zu bieten habe2 nach der neuesten ,einschrnkung ihrer ,berechtigungen scheint es fast unvermeidlich1 dass dieselbe sich wieder in die ,bestandtheile auflst1 welche in ihr verquickt sind und in dieser ,vereinigung den falschen ,schein einer hheren ,schule sich angemasst haben1 nmlich in die hhere ,brgerschule einerseits und in die mittlere ,fachschule andererseits4 ,dass das ,gymnasium mit dem ,lehrplan von #ahhb im ,grossen und ,ganzen eine hhere allgemeine ,bildung vermittelt1 wird nicht bestritten1 doch werden immer noch in einzelnen ,punkten ,lcken in derselben gefunden und wird vor ,allem beklagt1 dass diese noch lckenhafte ,bildung nur auf ,kosten einer wirklichen ,ueberbrdung der ,jugend erlangt werde4 ,das ,realgymnasium endlich ist ein unglckliches ,zwitterding zwischen der alten ,lateinschule und der modernen ,oberrealschule2 ohne ,latein wrde es kein ,gymnasium sein1 aber was sie an ,latein gibt1 daran hat doch wieder kein ,schler rechte ,freude und es ist zu wenig1 um eine humanistische ,bildung zu vermitteln4 ,das ,schlimmste aber ist die durch die ,entwickelung der ,realschulen neben den ,gymnasien entstandene ,spaltung unseres ,schulwesens1 welche die einheitliche ,bildung der ,nation zerreisst und auf dem ,widerspruch beruht1 als ob es zwei beste ,methoden zur ,gewinnung einer zeitgemssen allgemeinen hheren ,bildung geben knnte4 ,dieser ,widerspruch kann auch durch keine ,gabelung gehoben werden1 sondern nur durch die volle ,einheitsschule4 ,alle gefhlsmssige ,antipathie gegen den altsprachlichen ,unterricht als gegen einen unzeitgemssen ,rest des ,mittelalters hat eine historische ,grundlage nur gegen das ,lateinische als ,unterrichtsgegenstand der alten ,lateinschule1 schliesst aber nur aus ,unkenntniss das ,griechische mit ein1 welches im ,mittelalter gar keine ,rolle spielte4 ,man sieht sich in dem ,widerspruch befangen1 dass man gern los mchte von dem unzeitgemss gewordenen ,lateinischen und doch fhlt1 aus der des altsprachlichen ,unterrichts beraubten ,schule keine rechte hhere ,bildung schpfen zu knnen4 ,der entscheidende ,punkt liegt im ,griechischen1 und hierauf spitzt sich neuerdings in der ,diskussion der ,fachkreise die ,schulreformfrage mehr und mehr zu4 ,war es ein ,fehler1 die ,lateinschule1 welche sich ohnehin den ,realdisciplinen ffnen musste1 auch noch mit dem ,griechischen zu belasten8 ,mssen wir diesen falschen ,schritt zurckthun1 d4 h4 zur ,lateinschule zurckkehren und deren ,lehrplan bloss um die ,realdisciplinen erweitern8 ,mssen wir den verminderten ,bildungswerth der lateinischen ,literatur fr die heutige ,zeit geduldig in den ,kauf nehmen1 und immerhin noch das ,beste daraus machen1 was daraus zu machen ist1 um nur nicht ganz der humanistischen ,bildung verlustig zu gehen8 ,in der ,that1 wir mssten uns dabei bescheiden1 wenn es keinen anderen ,ausweg gbe4 ,wir mssten dann die ,einheitsschule dadurch herstellen1 dass wir auf dem ,realgymnasium das ,lateinische auf ,kosten der ,realdisciplinen bedeutend verstrken1 und auf dem ,gymnasium die ,zahl der griechischen ,stunden an das ,lateinische und die ,realdisciplinen vertheilten4 ,das ,beste1 was unser heutiges ,gymnasium an humanistischer ,bildung bietet1 wrde einer so gewonnenen ,einheitsschule freilich fehlen1 die ,kenntniss der griechischen ,dichter1 ,geschichtsschreiber und ,redner1 und die ,unzulnglichkeit der durch die lateinischen ,schriftsteller vermittelten ,weltanschauung wrde mit jedem ,menschenalter schrfer zum ,bewusstsein gelangen1 bis endlich das ,missverhltniss zwischen ,ertrag und aufgewendeter ,arbeit einem knftigen ,geschlecht allzu schreiend duchte1 um es noch lnger zu ertragen4 ,die ,antipathie gegen das ,lateinische und die schon jetzt unsere reifere ,schuljugend durchziehende spttische ,missachtung gegen dessen ,literatur wrde mit jedem ,jahrzehnt wachsen1 bis ber kurz oder lang das nackte ,realprincip1 untersttzt durch die oben angefhrten politischen und socialen ,interessen ber den fadenscheinig gewordenen ,humanismus den ,sieg davon trge4 ,die ,frage ist nur1 ob wirklich die ,wiederausscheidung des ,griechischen das einzige ,mittel zur ,vereinfachung des gymnasialen ,lehrstoffes ist1 ob nicht die ,mnner1 welche das ,griechische als obligatorischen ,unterrichtsgegenstand in das deutsche ,gymnasium einfhrten1 doch auf dem rechten ,wege waren1 und ob nicht die dadurch entstandene ,ueberbrdung mit zwei alten ,sprachen bloss eine ,uebergangskrisis ist1 wie sie bei jedem ,umschwung tiefgreifender ,organisationen fast unvermeidlich ist4 ,das ,lateinische hat der abendlndischen ,kultur ber die ,nacht des ,mittelalters hinweggeholfen und ist die ,brcke geworden1 auf welcher sie in der ,zeit der ,renaissance und ,reformation zu den echten ,quellen ursprnglicher ,klassicitt1 zu den ,griechen1 zurckzusteigen begann4 ,sollte dieser geschichtliche ,process nicht auch in der ,schule sein entsprechendes ,nachspiel finden8 ,sollte nicht auch hier die ,latinitt wesentlich der ,erzieher zum ,hellenismus sein1 und abgedankt werden knnen1 wenn er als solcher seine ,schuldigkeit gethan und ausgedient hat8 ,die ,vlker romanischer ,rasse sind leider nicht in der glcklichen ,lage wie die ,germanen und ,slaven1 das ,lateinische ohne ,weiteres abschtteln zu knnen1 weil sie durch ihre eigene ,vergangenheit und ,sprachentwickelung zu eng mit demselben verknpft sind4 ,ausserhalb ,deutschlands ist entweder 7wie z4 ,b4 bei den slavischen ,vlkern7 der ,sinn fr die bildende ,kraft der ,klassicitt berhaupt noch nicht gengend in's ,volksbewusstsein eingedrungen1 oder man klebt noch1 wie die ,englnder1 an der ,bewunderung der lateinischen ,afterklassicitt fest4 ,gerade in ,deutschland aber bemhen sich seit hundert ,jahren die ,besten der ,nation1 derselben klar zu machen1 dass ,hellenismus und ,latinitt sich verhalten wie ,sonne und ,mond1 und das ,verstndniss dieser ,wahrheit ist tief in die ffentliche ,meinung eingedrungen4 ,sollte es nicht endlich an der ,zeit sein1 die ,konsequenzen daraus fr unsere ,schule zu ziehen8 ,erscheint es nicht wie eine ,verhhnung dieser ,wahrheit1 dass man die ,realgymnasiasten mit dem ,lateinischen qult1 anstatt die gleiche ,unterrichtszeit auf ,griechisch zu verwenden und dadurch mit einem ,schlage das ,realgymnasium zu einem wahrhaft humanistischen zu erheben8 ,wre es nicht rationeller1 in dem ,gymnasium1 wo eine gewisse ,pflege des ,lateinischen aus praktischen ,grnden vorlufig unentbehrlich scheint1 doch den ,lwenantheil des altsprachlichen ,unterrichts dem ,griechischen zuzuwenden1 d4 h4 einen ,rollentausch zwischen beiden alten ,sprachen vorzunehmen und in ,sexta gleich mit dem ,griechischen zu beginnen1 whrend der ,anfang des ,lateinischen auf ,tertia verschoben wird8 ,das ,griechische ist auch in rein sprachlicher ,hinsicht eine viel vollkommenere und schnere ,sprache1 und muthet uns dabei viel verwandter und heimischer an1 als das artikellose ,latein mit seinem ablativus absolutus1 seinem accusativus cum infinitivio und seiner verzwickten ,wortstellung im ,satze4 ,die lateinische ,literatur aber hat gerade nur insoweit einen ,werth1 als sie griechische ,muster durchschimmern lsst1 und die eklektische ,aufklrungsphilosophie eines ,cicero1 die im ,aufklrungszeitalter des vorigen ,jahrhunderts gerade noch als ,bildungsmittel der ,jugend gengen konnte1 kann es heute schlechterdings nicht mehr1 weder aus dem ,gesichtspunkt philosophischer ,spekulation1 noch aus demjenigen eines philosophieverachtenden ,positivismus4 ,zwei ,grundstze1 mgen sie nun als solche hingestellt werden1 oder mgen sie als unbestimmt gefhlte den ,reformtendenzen zu ,grunde liegen1 sind gegenwrtig kaum noch zu bestreiten3 #a4 zwei alte ,sprachen sind des ,guten zu viel1 und man muss eine opfern1 um die andere zu retten1 und #b4 das ,lateinische ist als ,bildungsmittel veraltet und nicht mehr die darauf verwendete ,zeit und ,mhe werth4 ,eine wahrhaft humanistische ,bildung im ,sinne der ,einfhrung in die ideale ,klassicitt kann nach dem ,massstab der heutigen ,ansprche nicht mehr das ,lateinische1 sondern nur noch das ,griechische gewhren4 ,wer auf eine solche humanistische ,bildung keinen ,werth legt1 wird die alten ,sprachen berhaupt verwerfen mssen2 wer sie der hheren ,schule gegen die anstrmende ,amerikanisirung aller ,werthmassstbe zu erhalten sucht1 der kmpft auf einem verlorenen ,posten1 wenn er seine ,krfte fr die ,erhaltung des ,lateinischen in seinem heutigen ,besitzstande einsetzt4 ,wollen die ,vertreter des humanistischen ,princips nicht durch ,uneinigkeit ihre ,sache zu ,grunde richten1 so mssen sie sich alle ohne ,ausnahme um die ,fahne des ,griechischen schaaren und an ,stelle der ,lateinschule der ,vergangenheit die griechische ,schule als ,zukunfts-,ziel in's ,auge fassen4 ,die nhere ,ausfhrung und ,begrndung dieser ,ansichten wrde hier zu weit fhren1 und muss ich in dieser ,hinsicht auf meine ,schrift3 ,zur ,reform des hheren ,schulwesens8 verweisen4 ,uebrigens ist der von mir daselbst als zweite ,stufe der ,reform befrwortete ,beginn des altsprachlichen ,unterrichts mit dem ,griechischen kein neuer ,gedanke1 z4 ,b4 von ,vittorino da ,feltre 7#acgh-addg71 ,heinrich ,stephanus1 ,tiberius ,hemsterhuis1 ,david ,ruhnken1 ,franz ,passow1 ,fichte1 ,herbart1 ,gervinus1 ,thaulow u4 ,a4 m4 vertreten worden4 ,neuerdings hat mein ,standpunkt warme ,vertheidiger gefunden in ,hans ,mller 7,griechische ,reisen und ,studien81 ,leipzig bei ,w4 ,friedrich1 #ahhg7 und ,johannes ,flach 7,der ,hellenismus der ,zukunft81 ebenda #ahhh71 zwei ,schriften1 die trotz mancher ber das ,ziel hinausschiessenden ,uebertreibungen bestens zu empfehlen sind und hoffentlich dazu beitragen werden1 der ,schulreformfrage neue ,impulse zu geben und manchen zwischen ,latinitt und ,hellenismus noch ,schwankenden auf die ,seite des letzteren hinberzuziehen4 ,ebenfalls bekennt sich zu meinen ,zukunftszielen ,f4 ,hornemann1 der ,schriftfhrer und geistige ,mittelpunkt des ,deutschen ,einheitsschulvereins81 allerdings nur in demselben ,sinne wie ich selbst1 als zu ,zukunftszielen1 denen man sich nur schrittweise durch eine vorsichtige geschichtliche ,entwickelung nhern kann#aa1 whrend ,flach meine drei ,stufen der ,reform konfundirt und nicht beachtet1 dass ich selbst in der dritten und letzten dem ,lateinischen noch zwei ,stunden in den letzten sechs ,schuljahren bewillige4 ,wenn es dem ,philosophen freistehen muss1 seinen ,blick auch in eine sptere ,zukunft zu richten1 um nach fernen ,idealen die gegenwrtig wnschenswerthen ,schritte zu bestimmen1 so haben doch alle unmittelbar zur ,ausfhrung bestimmten ,reformvorschlge sich mglichst eng an die gegebenen ,zustnde anzuschliessen1 damit die ruhige ,stetigkeit der ,entwickelung gewahrt bleibt4 ,in diesem ,sinne habe ich selbst meine erste ,stufe der ,reform gestaltet1 und in dieser ,auffassung wurzeln auch die ,bestrebungen des deutschen ,einheitsschulvereins und seiner bisherigen ,verffentlichungen 7#c ,hefte71 welche zu den besonnensten und durchdachtesten ,erzeugnissen der neueren ,schulreformliteratur gehren4 ,der ,zweck des ,vereins ist1 fr die innere ,berechtigung einer ,gymnasium und ,realgymnasium verschmelzenden hheren ,einheitsschule mit ,beibehaltung des ,griechischen fr alle ,schler einzutreten und auf die ,herbeifhrung einer solchen hinzuwirken48 ,der ,verein als solcher hat sich noch nicht ber einen ,lehrplan geeinigt1 wohl aber hat ,f4 ,hornemann einen solchen aufgestellt 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ajh71 der sich ziemlich eng an den preussischen ,gymnasiallehrplan von #ahhb anschliesst und dem badischen von #ahfi am nchsten steht4 ,nicht billigen kann ich in demselben die ,verminderung der griechischen ,stunden in ,tertia und ,sekunda von sieben auf sechs1 weil dieselbe dem idealen ,ziel der ganzen ,reform1 der ,strkung des ,griechischen1 schnurstracks zuwiderluft und statt dessen die vom preussischen ,ministerium im ,jahre #ahhb begonnene ,zurcksetzung des ,griechischen fortfhrt und verschlimmert4 ,ebensowenig kann ich es billigen1 dass die ,zahl der obligatorischen ,wochenstunden in ,prima um zwei erhht ist1 um das ,englische unterzubringen2 eine solche ,erweiterung des ,lehrplanes ohne ,verminderung anderen ,unterrichtsstoffes darf hchstens fakultativen ,charakter haben4 ,soll das ,englische obligatorisch werden1 so muss es auf ,kosten des ,lateinischen geschehen4 ,ich sehe aber keinen ,grund1 warum man die hsslichste und formell armseligste aller europischen ,sprachen allen ,gymnasiasten aufzwingen soll1 bloss weil sie die kaufmnnische ,geschftssprache von fnf ,erdtheilen1 die geschichtlich gewordene ,volapk oder ,weltsprache ist4 ,ein solcher ,schritt wre hchstens dann zu rechtfertigen1 wenn er der ,kaufpreis wre1 um den die ,verschiedenheit von ,realgymnasium und ,gymnasium wirklich endgltig beseitigt wrde2 so lange aber beide ,schulen mit und ohne ,griechisch doch noch nebeneinander fortbestehen1 hat das ,gymnasium auch gar keinen ,grund1 sich mit solchem gegen sein ,princip verstossenden ,ballast zu belasten1 und die fehlerhafte ,zweiheit der alten ,sprachen durch eine ebenso fehlerhafte ,zweiheit neuerer ,fremdsprachen zu verschlimmern4 ,die ,hornemann'sche ,erhhung der franzsischen ,unterrichtsstunden auf vier in ,tertia verliert ihre ,bedeutung1 wenn der ,beginn des ,franzsischen in ,quinta nach dem preussischen ,lehrplan beibehalten wird4 ,um der vierten franzsischen ,stunde willen in ,tertia braucht das ,griechische daselbst ebensowenig beraubt zu werden1 als um des ,englischen willen in ,sekunda4 ,im ,uebrigen trifft die ,erhhung der franzsischen ,stunden in den oberen ,klassen von zwei auf drei1 und die entsprechende ,verminderung der lateinischen ,stunden mit meinen ,vorschlgen zusammen1 whrend die ,vermehrung der ,mathematikstunden in ,tertia von #b auf #c durch den ,beginn des geometrischen ,unterrichts in ,quarta entbehrlich geworden ist4 ,als die ,hauptfrage fr den nchsten praktischen ,reformschritt darf die ,berechtigung oder ,nichtberechtigung des lateinischen ,aufsatzes gelten4 ,in ihr knnen die ,gegner aller alten ,sprache mit den ,vorkmpfern des ,hellenismus ,hand in ,hand gehen4 ,die ,frage ist so zu stellen3 lohnt heute noch unter ,voraussetzung einer mittleren ,lehrkraft bei durchschnittlichem ,schlermaterial die auf den lateinischen ,aufsatz verwendete ,zeit und ,mhe in ausreichendem ,masse oder nicht8 ,die ,antwort kann nur verneinend lauten4 ,der lateinische ,aufsatz liegt seit zwei ,menschenaltern im ,sterben2 es handelt sich nur darum1 seine ,euthanasie zu beschleunigen1 d4 h4 ihm durch ,ministerialverfgung den letzten ,todesstoss zu geben4 ,die ,zahl der in einem ,jahre geschriebenen lateinischen ,aufstze ist bereits auf ein ,drittel1 der durchschnittliche ,umfang jedes einzelnen auf ein ,viertel des frher blichen heruntergegangen2 dem ,rest wird ,niemand eine ,thrne nachweinen4 ,einen vor hundert ,jahren erschienenen beliebigen ,zeitungsartikel in's ,lateinische zu bersetzen ist im ,durchschnitt noch sehr viel leichter1 als einen heute erschienenen2 so sehr hat sich unser ,begriffsschatz und unsere ,denkweise im ,laufe des letzten ,jahrhunderts von denen des ,lateinischen entfernt4 ,aufstze kann man nur in lebenden ,sprachen schreiben2 die lateinische ,sprache ist aber bereits zweimal gestorben1 einmal als rmische ,volks- und ,staatssprache1 das zweite ,mal als internationale ,gelehrtensprache2 sie lebt nur noch als rmische ,kirchensprache fort und fristet selbst da bloss noch ein kmmerliches ,dasein4 ,die hohe bildende ,kraft des ,aufsatzschreibens in einer lebenden ,fremdsprache lsst sich das ,gymnasium bis jetzt gnzlich entgehen4 ,deshalb ist die ,einfhrung des franzsischen ,aufsatzes ebenso wnschenswerth wie die ,beseitigung des lateinischen4 ,fassen wir alles zusammen1 was fr den nchsten ,schritt einer preussischen ,schulreform wnschenswerth und anzustreben ist1 so sind es folgende ,punkte3 #a4 ,die drei ,unterklassen des ,gymnasiums und ,realgymnasiums mssen identischen ,lehrplan1 und zwar den des ,gymnasiums1 erhalten1 damit wenigstens in ihnen die ,einheitsschule zur vollen ,wahrheit wird4 #b4 ,der ,geschichtsunterricht im ,realgymnasium hat die alte ,geschichte in mindestens demselben ,umfange zu bercksichtigen1 wie derjenige des ,gymnasiums1 wobei fr eine strkere ,bercksichtigung der neueren ,geschichte in dem ,ueberschuss der ,geschichtsstunden gengende ,zeit verfgbar bleibt4 #c4 ,die ,nachprfung der ,realgymnasialabiturienten1 welche die ,berechtigung eines ,gymnasialabiturienten zu erlangen wnschen1 ist ausschliesslich auf das ,griechische zu beschrnken1 indem die ,minderleistungen im ,lateinischen als durch ,mehrleistungen in den neueren ,sprachen aufgewogen zu erachten sind4 #d4 ,die franzsischen ,unterichtsstunden in ,sekunda und ,prima werden im ,gymnasium von zwei auf drei erhht1 die lateinischen entsprechend vermindert2 der lateinische ,aufsatz wird durch den franzsischen ersetzt4 #e4 ,es sind ,erwgungen darber anzustellen1 ob nach ,verlegung des griechischen ,scriptums vom ,abiturientenexamen in die ,versetzungsprfung zur ,prima die ,pflege des griechischen ,extemporales in ,prima noch erforderlich ist oder nicht2 nach dem ,ausfall dieser ,erwgung ist entweder das griechische ,extemporale in ,prima streng zu verbieten oder dem ,griechischen die siebente ,stunde auf ,kosten des ,lateinischen zurckzugeben1 um welche es bei der ,verlegung des ,unterichtsbeginns von ,quarta nach ,tertia gegen frher verkrzt worden ist4 #f4 ,die ,prfung in der ,religion ist aus dem ,abiturientenexamen auszuscheiden4 #g4 ,bei allen ,versetzungs- und ,abgangsprfungen sind nur die ,hauptgegenstnde als entscheidend zu behandeln1 den ,nebenfchern aber kein besonderes ,gewicht beizumessen4 #h4 ,die huslichen ,arbeiten sind theils durch kursorische ,lektre1 theils durch ,anfertigung von ,aufstzen u4 s4 w4 in der ,klasse erheblich einzuschrnken4 ,ausarbeitungen des ,lehrvortrages sind entschieden zu verbieten und durch gedruckte ,leitfden zu ersetzen4 #i4 ,der philologische ,grundzug unseres altsprachlichen ,unterrichtes ist durch eine mehr literarische ,behandlung der ,klassiker zu ersetzen4 ,zu dem ,zweck ist mit der ,reform der philosophischen ,kollegien auf den ,universitten zu beginnen1 da man den jungen ,lehrern nicht zumuthen kann1 aus eigner ,kraft in ihren ,unterrichtsstunden die literarische ,behandlung des ,inhalts der ,klassiker voranzustellen1 welche sie auf der ,universitt als unwissenschaftlich und dilettantisch verachten gelernt haben4 ,diese vorlufigen ,wnsche fr den nchsten ,reformschritt sind gewiss massvoll1 und ich glaube1 dass sich alle ,reformfreunde1 mit ,ausnahme der ,latinittsverehrer1 auf dieselben hin einigen knnten1 wenn sie auch verschiedene ,ideale als fernere ,zukunftsziele dabei im ,sinne haben4 ,eine solche ,einigung thut aber dringend ,noth1 wenn berhaupt demnchst etwas zu ,stande kommen soll4 ,die thatschliche ,verwirklichung der vollen ,einheitsschule wird auf der nchsten ,stufe der ,reform berhaupt noch nicht in's ,auge gefasst werden knnen1 sondern erst fr eine sptere ,stufe1 wenn im ,gymnasium der ,rollentausch des ,griechischen und ,lateinischen vollzogen sein wird und die ,stundenzahl des ,lateinischen allmhlich auf ein ,minimum herabsinkt4 ,das ,ziel einer ,beibehaltung des ,griechischen fr alle ,schler scheint mir nur dann erreichbar1 wenn das ,griechische in der ,hauptsache zu der einzigen in der ,schule getriebenen alten ,sprache wird4 ,,xiii4 ,der ,bcher ,noth4 ,der wichtigste ,faktor fr die ,steigerung der wissenschaftlichen ,bildung ist die wissenschaftliche ,literatur1 wie der wichtigste ,faktor fr ihre ,erhaltung der wissenschaftliche ,unterricht 7auf hheren und ,hochschulen7 ist4 ,seine hervorragende ,stellung im wissenschaftlichen ,wettkampf der ,vlker verdankt ,deutschland neben der ,tchtigkeit seiner ,schulen und ,hochschulen wesentlich dem ,umfang und der ,bedeutung seiner wissenschaftlichen ,literatur4 ,weil die jhrliche ,bcherproduction ,deutschlands grsser ist als diejenige von ,frankreich und ,england zusammengenommen1 darum kann auch jhrlich eine grssere ,zahl hervorragender ,erscheinungen auf dem deutschen ,bchermarkt gefunden werden als auf dem franzsischen oder englischen1 whrend die brigen ,nationen als ,konkurrenten auf dem ,gebiete der ,wissenschaft noch wenig in ,betracht kommen4 ,in neuerer ,zeit treten ,erscheinungen hervor1 welche die gedeihliche ,fortentwickelung der wissenschaftlichen ,literatur in ,deutschland in ,frage stellen2 und diese ,gefahr ist wichtig genug1 um ihren ,ursachen und ihrer ,bekmpfung einige ,aufmerksamkeit zu widmen4 ,der ,absatz auch der wirklich werthvollen wissenschaftlichen ,bcher1 die nicht gerade ,unterrichtsbcher oder billige ,popularisirungen sind1 wird immer geringer1 so dass er oft kaum ein ,drittel der ,kosten deckt1 und in ,folge dessen wird fr die ,autoren die ,schwierigkeit1 einen ,verleger zu finden1 immer grsser4 ,in ,england und ,frankreich ist das ,publikum mit literarischen ,interessen durchschnittlich auch wohlhabend genug1 dieselben durch ,bcherkauf zu befriedigen2 in ,deutschland welches berhaupt an ,wohlhabenheit sehr zurcksteht1 sind ,wohlhabenheit und wissenschaftliche literarische ,interessen an ganz verschiedene ,stnde vertheilt4 ,aber dieser ,unterschied der nationalen ,kaufkraft und der ,kaufkraft der wissenschaftlich interessirten ,stnde zwischen ,deutschland und andren ,lndern hat immer bestanden und doch frher nicht eine gewisse ,blthe der wissenschaftlichen ,literatur verhindert1 whrend jetzt bei steigender ,wohlhabenheit des ,volkes die ,neigung zum ,ankauf wissenschaftlicher ,werke und belletristischer ,novitten im ,publikum immer mehr zurckgeht4 ,die ,verleger knnen nicht anders1 als diesen ,verhltnissen bei ihren ,unternehmungen ,rechnung tragen1 und die ,schriftsteller haben durchaus ,unrecht1 wenn sie ber die ,verleger klagen1 die doch eben nur ,geschftsleute sind4 ,ich sehe die ,grnde fr die ,abnahme des ,ankaufs wissenschaftlicher und schner ,literatur in ,folgendem3 #a4 ,die ,abnahme der ,mussezeit der ,gebildeten und ihrer ,fhigkeit1 dieselbe mit ,ernst und ,sammlung zu benutzen1 begnstigt eine ,literatur1 welche der ,erholung und ,zerstreuung dient1 und benachtheiligt solche1 die zur ,lektre eine gewisse ,stetigkeit und ,concentration verlangt4 #b4 ,das ,ueberwuchern der politischen ,interessen drngt diejenigen an ,wissenschaft1 ,kunst u4 s4 w4 in den ,hintergrund und die zerstreuende und aufreibende ,unruhe des modernen grossstdtischen ,lebens 7in ,berufsarbeit und ,geselligkeit7 macht die ,sammlung immer schwerer4 #c4 ,die ,vertheuerung der stdtischen ,miethswohnungen und die zunehmende ,hufigkeit der ,umzge machen einen grsseren ,bcherbesitz zu einer immer wachsenden ,last1 vor deren ,aufbrdung der ,deutsche sich scheut1 whrend erst das eigene ,haus 7wie in ,england7 ein ,behagen an eignen ,bchern aufkommen lsst4 #d4 ,die aus der ,steigerung der ,setzerlhne folgende ,vertheuerung der ,bcherpreise ist dem ,sinken des ,geldwerths betrchtlich vorausgeeilt und trgt dazu bei1 vom ,ankauf neuer ,werke abzuschrecken2 die ,verleger erhalten einen zu geringen ,theil des vom ,publikum gezahlten ,preises1 weil der ,zwischenhandel zu hohe ,provisionen verschluckt4 #e4 ,das ,anstandsbedrfniss an ,bcherbesitz wird durch billige ,klassiker-,ausgaben1 ,sammel- und ,nachschlagewerke1 populrwissenschaftliche ,mark-,bibliotheken1 ,moderomane1 gelegentliche ,geschenkliteratur und unentbehrliche ,hlfsmittel des ,berufs befriedigt2 meist wird auch der in der ,wohnung verfgbare ,raum durch dieselben erschpft4 #f4 ,die fr ,lektre verfgbare ,zeit wird durch das ,bestreben1 in der eigenen ,berufswissenschaft nothdrftig auf dem ,laufenden zu bleiben1 durch eine ,zeitung1 einen ,journalcirkel und die neuesten ,moderomane1 meist vollstndig ausgefllt1 ohne dass ,lust und ,zeit zur ,lektre wissenschaftlicher ,originalwerke brig bleibt4 #g4 ,die ,gewhnung an ,journal- und ,zeitungslektre verdirbt den ,geschmack und die ,fhigkeit zum ,lesen zusammenhngender ,werke1 und schon rckt auch uns ,deutschen die ,zeit nher1 wo der ,leitartikel8 bereits als eine zu grosse ,zumuthung an das ,koncentrationsvermgen gilt und in ein ,mosaik von ,entrefilets8 aufgedrselt wird4 ,gegen die ,verringerung der ,mussezeit durch ,steigerung der ,berufsansprche giebt es ebenso wie gegen das ,hinzutreten der politischen ,pflichten kein ,auskunftsmittel1 als dass die ,jugend ihre ,zeit bis zur vollen ,inanspruchnahme ihrer ,krfte durch den ,beruf fleissig zu ihrer allgemeinwissenschaftlichen ,geistesbildung benutzt und ihre ,betheiligung an politischen ,angelegenheiten bis zu erlangter ,bildungsreife 7also etwa in die dreissiger ,lebensjahre7 vertagt4 ,bis der stdtischen ,wohnungsmisre durch gesetzliche ,verhinderung der ,baustellenspekulation abgeholfen wird1 wird noch viel ,wasser in's ,meer laufen2 bis dahin muss eine reichliche ,dotation der vorhandenen staatlichen und stdtischen ,bibliotheken sowohl dem ,publikum wie dem ,verlagsbuchhandel zu ,hlfe kommen und an den betheiligten ,stellen das ,bewusstsein geweckt werden1 wie richtig eine derartige ,dotation fr die ,erhaltung und ,frderung der wissenschaftlichen ,nationalliteratur ist4 ,wie der ,romanverlag grsstentheils nur von den ,leihbibliotheken lebt1 so knnte der wissenschaftliche ,verlag in der ,hauptsache von den wissenschaftlichen ,bibliotheken leben1 wenn diesen nur die ,mittel zur ,verfgung gestellt wrden1 um ihre ,kulturaufgabe fr die ,nation in doppelter ,hinsicht 7kaufend und ausleihend7 zu erfllen4 ,die ,verleger mssten an alle ffentlichen ,bibliotheken direct zum ,buchhndlernettopreis liefern1 da der ,gewinn des ,zwischenhndlers hier gar keinen ,sinn hat und blos kulturschdlich wirkt2 dagegen msste der unbillige ,zwang zur ,lieferung von ,pflichtexemplaren den ,verlegern abgenommen werden4 ,auch dem ,publikum msste die ,mglichkeit erffnet werden1 direkt mit den ,verlegern in ,verbindung zu treten und die ,distributionsspesen zu ersparen1 wenn es keine ,bemhungen des ,distributeurs 7,sortimentsbuchhndlers7 in ,anspruch nimmt4 ,dies ist ausfhrbar durch ,bildung eines ,literaturbezugsvereins1 der als ,sortimentsbuchhandlung in's ,handelsregister eingetragen wird und den ,mitgliedern nur die wirklichen ,auslagen als ,aufschlagsprovision berechnet4 ,grndlicher freilich wre die ,abhilfe1 wenn die ,post ebenso die ,bcherspedition wie die ,zeitungsspedition bernhme1 neben dem periodischen ,postzeitungskatalog einen periodischen ,postbcherkatalog zu billigem ,abonnement herausgbe und ein ,centralbcheramt zur ,beantwortung von ,anfragen und zur ,ergnzung ungenauer ,bestellungen einrichtete4 ,bcherbezug zur ,ansicht auf bestimmte ,frist wrde auch beim ,postbuchhandel unter ,hinterlegung des ,preises als ,pfand ganz wohl mglich sein1 und nur die unverlangten ,bchersendungen zur ,ansicht wrden in ,wegfall kommen1 welche ich wegen ihres zerstreuenden ,einflusses fr berwiegend schdlich halte2 der grsste ,gewinn des ,buchhandels aber wrde meines ,erachtens bei der ,vermittelung durch die ,post in der ,beseitigung des verderblichen ,kreditwesens liegen4 ,so wenig die ,kreis- und ,gemeinde-,sparkassen durch ,postsparkassen vernichtet werden knnen1 ebenso wenig der ,sortimentsbuchhandel durch den ,postbuchhandel2 aber eine ,einschrnkung der ,zahl der ,sortimentsbuchhandlungen1 die seit der ,gewerbefreiheit das vorhandene ,bedrfniss weit berschritten hat1 knnte dem ,buchhandel nur von ,nutzen sein4 ,schon das ,antiquariat wrde den ,fortbestand selbststndiger ,buchlden sichern1 noch weit mehr aber das ,bedrfniss vieler ,kufer nach persnlicher ,rcksprache und mndlicher ,auskunft1 so wie der ,wunsch1 die ,auswahl der ,ansichtsendungen von einem ,dritten getroffen zu sehen2 solche ,kufer werden auch ferner bereit sein1 dem ,sortimenter fr seine ,mhwaltung die bisherige hhere ,provision zu zahlen4 ,soll der ,postbuchhandel durch seine ,vorzge die relative ,benachtheiligung des bestehenden ,sortimentsbuchhandels wett machen1 so mssen seine ,vortheile lediglich dem ,publikum1 nicht der ,post zu ,gute kommen1 d4 h4 die ,post darf von ,kunden nur den ,buchhndlernettopreis fr ,baarbezug ohne jeden ,gewinnaufschlag erheben und muss sich ihrerseits mit dem ,porto fr den ,bestellzettel 7#c ,pfennig71 dem ,streifband- oder ,paket-,porto fr die gelieferten ,bcher und einer eventuellen ,gebhr fr ,auskunftsertheilung 7etwa #e-aj ,pfennig7 begngen4 ,ein solcher ,postbuchhandel wrde auch den bemittelteren ,schriftstellern den lohnenden ,selbstverlag ihrer ,werke ermglichen1 whrend jetzt etwa die ,hlfte der vom ,publikum fr seine ,werke wirklich gezahlten ,summen in den ,hnden der ,sortimentsbuchhndler und des ,kommissionsverlegers hngen bleibt4 ,fr unbemittelte ,autoren msste dann noch ein ,verein hinzutreten1 welcher die eingesandten ,manuscripte gegen beizufgende ,prfungshonorare beurtheilen lsst und die werthvoll befundenen auf eigene ,kosten verffentlicht2 die ,deckung der ,kosten wrde theils aus den ,beitrgen der ,mitglieder erfolgen1 welche die ,publikationen des ,vereins dafr erhalten1 theils aus dem ,absatz an ,bibliotheken und an das ,privatpublikum vermittelst des ,postbuchhandels4 ,sehr wnschenswerth wre allerdings die ,lsung der technischen ,aufgabe1 fr ,herstellung kleiner ,auflagen 7von #ajj bis #ejj ,exemplaren7 ein ,verfahren zu finden1 das erheblich billiger als der ,letternsatz wre und doch dem ,auge die gewohnte ,form der grossen und kleinen ,druckbuchstaben darbte4 ,die ,gefahr1 welche in dem erdrckenden ,einfluss der ,zeitungen und ,journale liegt1 muss auf doppeltem ,wege bekmpft werden4 ,die ,jugend muss begreifen1 dass sie mit der ,hingabe an den flchtigen ,reiz dieser ,lektre ihre ,seele verkauft1 d4 h4 auf die grndliche und allseitige ,ausbildung ihres ,geistes verzichtet2 die ,aelteren aber mssen selbst aufhren1 der periodischen ,literatur aus ,bequemlichkeit einen ,werth beizulegen1 den sie nicht verdient1 mssen sie als ein nothwendiges ,uebel betrachten und namentlich die ,tagespresse mit der gebhrenden ,missachtung behandeln1 damit die ,jugend nicht durch den ,nachahmungstrieb verfhrt werde1 mit derselben ihre kostbare ,mussezeit zu verderben4 ,die gebildete ,jugend bis zu #cj ,jahren soll ebensowenig ,zeitung lesen1 wie ,politik treiben1 sondern alle ihre zur ,lektre verfgbare ,zeit auf ,bcher verwenden2 der ,schnee vom vergangenen ,jahr ist nicht wesenloser als der ,inhalt der ,zeitung von gestern4 ,die ,jugend soll aber auch keine ,journale lesen1 weil solche nur die ,aufgabe haben1 den auf ein gewisses fertiges ,bildungsniveau ,gelangten auf dem ,laufenden zu erhalten1 aber nicht geeignet sind1 eine noch fehlende ,bildung zu vermitteln4 ,sie sind um so weniger schdlich1 je zusammenhngendere und umfangreichere ,abhandlungen sie darbieten1 je hnlicher sie also dem ,buche werden1 und um so schdlicher1 je mehr sie sich dem ,charakter der ,zeitung annhern4 ,die reifen ,mnner sollen zu der ,einsicht gelangen1 dass man die grossen8 ,tageszeitungen bekmpfen und die kleinen8 kurzen ,bltter begnstigen muss1 und zwar um so mehr1 je weniger sie einer bestimmten ,partei dienen und je mehr sie sich bemhen1 die wichtigeren ,thatsachen der ,tagesgeschichte und die wichtigeren ,urtheile ber dieselben in unparteiischer ,krze zu registriren4 ,von ,journalen aber sollen sie nur soviel in ihr ,haus kommen lassen1 als nothdrftig ausreicht1 sie auf dem ,laufenden zu erhalten und namentlich sie auf wichtige ,erscheinungen der ,literatur hinzuweisen4 ,dann aber soll auch der beschftigste und angespannteste ,mann nicht unterlassen1 an freien ,sonntagen oder in ,ferienzeiten persnlich zu den ,quellen hinabzusteigen1 aus denen der ,geist der nationalen ,kultur sich verjngt1 d4 h4 zu den ,originalwerken der ,forscher1 ,denker und ,dichter4 ,,xiv4 ,die epidemische ,ruhmsucht unserer ,zeit4 ,die ,that ist alles1 nichts der ,ruhm4 ,goethe4 ,lieber ,leser6 ,hoffentlich bist ,du nicht berhmt2 aber vielleicht wnschest ,du es zu werden1 und wenn ,du zu alt bist1 um es fr ,dich selbst zu wnschen1 so erhoffst ,du es vielleicht fr ,deine ,shne1 ,schwiegershne oder ,enkel4 ,lieber ,leser1 lass dich warnen1 ehe es zu spt ist4 ,es gibt ja so ,manches auf der ,welt1 wonach die ,menschen sich sehnen1 und dessen ,schattenseiten sie erst kennen lernen1 wenn sie es erreicht haben2 aber der ,ruhm ist unter allen diesen ,prellereien die schlimmste1 weil seine ,schattenseiten am wenigsten bekannt und beachtet sind4 ,darum gestatte mir1 ,dir eine kleine ,auswahl derselben vorzufhren1 und wenn ,du diese ,zeilen gelesen hast1 so wird ,deine ,zufriedenheit nicht ohne ,zuwachs geblieben sein1 wenn ,du aus ihnen gelernt hast1 ,gott zu danken1 dass ,du nicht berhmt bist4 ,die wenigsten ,kpfe vertragen den ,weihrauchduft des ,ruhmes1 ohne davon umnebelt zu werden und das ,gleichgewicht vernnftiger ,selbstbeurtheilung zu verlieren4 ,die liebenswrdige ,bescheidenheit schwindet und macht einer dnkelvollen ,eitelkeit ,platz2 wo aber vorher schon ,eitelkeit bestand1 liegt die ,gefahr des ,ueberschnappens nahe4 ,der ,mensch wird empfindlich1 wo ihm die ,anerkennung vorenthalten bleibt1 auf welche er durch seinen ,ruhm ein ,recht erworben zu haben whnt2 er wird anspruchsvoll und pocht auf den schuldigen ,tribut von ,huldigungen4 ,seiner gewhnlichen ,umgebung von ,familie und ,freunden glaubt er sich nun enthoben und entrckt in eine hhere ,sphre des ,daseins2 indem er sich ihnen gegenber ein hheres und besseres ,menschenwesen dnkt1 wird der vorher ,fgsame besserwisserisch und herrschschtig und dadurch unliebenswrdig4 ,so werden nicht nur ,sitten und ,manieren1 sondern selbst ,gemth und ,charakter verdorben und die intimsten ,beziehungen vergiftet4 ,die nher ,stehenden sehen mit ,bedauern diese ,vernderung1 die ,nchsten leiden darunter2 die alten ,freunde ziehen sich halbwegs zurck1 auch wenn sie den ,erfolg gnnen1 oder fallen ganz ab1 wenn sie ihn missgnnen und beneiden4 ,nur seltenen ,ausnahmenaturen1 die schon vorher ein klares und sicheres ,urtheil ber sich selbst1 ihr ,vermgen und den ,werth ihrer ,leistungen besassen und gewohnt waren1 das ,urtheil der ,menge ihrem eigenen gegenber stolz zu missachten1 nur solche werden ungeschdigt an ihrem ,innersten die ,probe des ,berhmtwerdens bestehen4 ,aber wie knnen sie erwarten1 dass die ,welt an eine solche ausnahmsweise ,veranlagung glauben soll8 ,mgen die nchsten ,freunde und ,angehrigen diesen ,glauben besitzen und durch die tgliche ,erfahrung besttigt sehen1 so werden doch die neidischen ,freunde ein solches menschliches ,verdienst zu dem missgnnten ,ruhm hinzu einzurumen wenig geneigt sein1 und ferner ,stehende oder neue ,bekanntschaften werden stets mit dem ,vorurtheil behaftet sein und bleiben mssen1 dass die gewhnlichen und so schwer vermeidlichen ,fehler der ,berhmtheit auch in diesem ,falle vorliegen und vielleicht nur aus ,klugheit etwas geschickter als gewhnlich verhllt werden4 ,so legt der ,ruhm auf alle rein menschlichen ,beziehungen seinen erkltenden ,reiffrost1 bei ,allen1 die es verdienen und die es nicht verdienen4 ,von den bescheidenen1 zurckhaltenden1 feinfhligen1 harmlosen1 in sich befriedigten ,naturen wird der ,berhmte gescheut und gemieden1 von den unbescheidenen1 zudringlichen1 eitlen ,menschen1 die gern mit berhmten ,bekanntschaften prahlen1 wird er aufgesucht4 ,wenn ohnehin schon ein ,mensch8 mit der ,laterne gesucht werden muss1 so muss der ,berhmte sich zehnfache ,mhe geben1 einen zu finden2 noch mehr ,noth hat er aber1 sich derer zu erwehren1 an denen ihm nichts gelegen sein kann4 ,die ,menschen knnen sich so schwer denken1 dass ein ,mann1 der seinen ,ruhm verdient1 doch zunchst auch ein ,mensch sein muss und in hherem ,grade als andre ein solcher1 dem nichts ,menschliches fremd ist1 bei dem also auch alle menschlichen ,interessen sicher sind1 einen ,widerhall zu wecken4 ,statt dessen sind die ,bescheidenen und ,feinfhligeren1 wenn der ,zufall sie mit einem ,berhmten zusammenfhrt1 meist doppelt zurckhaltend und still aus ,furcht1 nicht geistreich und bedeutend genug1 oder auf dem ,specialgebiet des ,betreffenden nicht bewandert genug zu erscheinen2 die ,andern aber plagen ihn mit verstndnisslosen ,fragen und ,bemerkungen1 durch welche sie ihr ungewhnliches ,interesse und ,verstndniss fr die fragliche ,specialitt zu bekunden glauben4 ,in ,gesellschaft wie in der ,sommerfrische wird der ,berhmte1 wenn er nicht selbst ein ,eitelkeitsnarr ist1 bald nur noch den einen ,wunsch haben1 sich vor dem erkltenden und isolirenden ,nimbus des ,ruhmes durch ,incognito zu retten2 aber dieses ,mittel ist selten anwendbar und jedenfalls hilft es nicht gegen die ,belstigungen zu ,hause4 ,da kommen die ,besucher aus ,neugier1 die befriedigt wieder abgehen1 wenn sie konstatirt haben1 dass der ,herr ,x4 seinem ,portrt hnlich sieht2 aber diejenigen ,personen1 deren ,bekanntschaft aus sachlichen ,interessen gerade am erwnschtesten und fr beide ,theile am erspriesslichsten wre1 wagen leider aus ,bescheidenheit oft nicht1 die ,schwelle der ,berhmten zu berschreiten4 ,dass er von wirklichen oder angeblichen ,fachgenossen aufgesucht wird1 um ,almosen und ,untersttzung1 ,rath und ,hlfe zu finden1 mag noch hingehen1 da es neben der meist zwecklosen ,belstigung doch auch in ,ausnahmefllen ,gelegenheit gibt1 sich ntzlich zu machen2 die allerunsinnigste ,belstigung aber ist die durch ,autographensammler1 welche sich nicht mit den in ,autographenalbums facsimilirten ,schriftzgen begngen wollen1 sondern die ,eitelkeit haben1 mglichst viel ,originalhandschriften zu sammeln4 ,wer aus ,furcht1 sich unbeliebt zu machen1 einige ,mal auf solche ,zumuthungen eingegangen ist1 der wird berhuft mit brieflichen ,aufforderungen2 wer alle ,gesuche um ,autographen 7mit ,ausnahme der fr wohlthtige ,zwecke bestimmten71 wie es das einzig ,richtige ist1 in den ,papierkorb wirft1 der wird durch allerlei ,finten berlistet1 z4 ,b4 durch fingirte ,untersttzungsgesuche1 oder die noch beliebtere ,methode der ,bitte um ,rath kurz vor dem angeblich beabsichtigten ,selbstmord4 ,der ,autographensammler scheut sich niemals1 sich fr einen glhenden ,verehrer des ,angebettelten auszugeben1 auch wenn er dessen ,leistungen nicht anders als von ,hrensagen kennt2 ebenso findet man auch unter denjenigen1 welche sich nach der persnlichen ,bekanntschaft drngen1 selten einen1 der es der ,mhe werth gefunden htte1 zunchst die so viel leichter zu erlangende genauere ,bekanntschaft mit dem ,besten1 was die ,person zu geben hat1 mit der ,reihe ihrer ,thaten oder ,werke zu machen4 ,die ,strung der ,unbefangenheit im persnlichen ,verkehr erstreckt sich noch ber den mndlichen hinaus auf den brieflichen4 ,der widerwrtige ,personenkultus dieses ,jahrhunderts1 welcher allemal im umgekehrt proportionalen ,verhltniss zu dem ,ernst und der ,tiefe des sachlichen ,interesses steht1 hat es fertig gebracht1 dass keine private ,mittheilung eines berhmten ,mannes vor der ,verffentlichung nach dem ,tode1 ja wohl gar bei ,lebzeiten1 mehr sicher ist4 ,der ,eitle mag daraus den ,antrieb entnehmen1 auch seine ,privatbriefe so abzufassen1 wie er sie fr ein knftiges ,publikum wnscht2 wem aber solche ,exposition in ,schlafrock und ,nachtmtze zum ,ekel ist1 der wird seine ,korrespondenz auf die nothdrftigsten trocknen ,thatsachen beschrnken1 und die ,verkmmerung eines berechtigten ,gebietes des gemthlichen ,privatlebens bitter empfinden4 ,sofern die ,thaten und ,werke des ,menschen bestimmte ,tendenzen verfolgen 7was eigentlich nur bei ,knstlern nicht der ,fall -- sein sollte7 werden diese ,absichten und ,ziele stets der ,verkennung und der ,missdeutung von ihren ,gegnern wie vom blossen ,missverstand ausgesetzt sein2 es bilden sich bald zu ,anfang falsche ,meinungen und ,stichworte 7wie z4 ,b4 ,grillparzer whrend eines ganzen langen ,lebens ein ,schicksalstragdiendichter8 hiess71 welche durch keine ,bemhungen von ,seiten des ,verkannten auszurotten sind4 ,wenn seine ,werke nicht zugleich der vergnglichen ,unterhaltung dienen1 so verleiht der ,ruhm nicht einmal1 wie er doch billiger ,weise sollte1 den ,rechtsanspruch1 die spteren ,leistungen1 welche erst das ,gesammtbild vervollstndigen und den ersten ,eindruck berichtigen knnen1 auch nur beachtet zu sehen4 ,das ,publikum ist nur zu geneigt zu glauben1 dass ein erstes1 ,ruhm begrndendes ,fahnenwerk auch die ,leistungsfhigkeit seines ,urhebers in der ,hauptsache erschpfe und dass es nicht der ,mhe werth sei1 darauf hinzuhren1 was ein solcher ,autor sonst noch zu sagen haben knne 7man denke z4 ,b4 an ,strauss74 ,den einzigen reellen ,vortheil1 den der ,ruhm seinem ,besitzer gewhren knnte und sollte1 enthlt er ihm somit auch noch vor1 wenigstens in ,deutschland1 da das ,ausland in dieser ,hinsicht der ,ehrenpflichten gegen seine hervorragenden ,mnner besser eingedenk ist4 ,dagegen muss der ,kelch des ,verdrusses ber unbelehrbare ,vorurtheile und ohrenverschliessenden ,missverstand bis zur ,hefe geleert werden4 ,dass die ,ungerechtigkeit des ,urtheils bei sachlicher ,verkennung selten stehen bleibt und nur zu hufig auch die ,person und deren ,privatleben in den ,kreis ihrer ,angriffe mit hineinzieht1 ist ebenso bekannt1 wie dass es nur wenigen ffentlichen ,persnlichkeiten erspart bleibt1 ,gegner und ,feinde zu haben1 welche die gutglubige ,verurtheilung durch eingemischte ,einflsterungen des ,neides und ,uebelwollens trben und verbittern4 ,der ,empfindliche wird an alledem eine nie versiegende ,quelle der ,krnkung und des ,aergers haben1 aber auch der ,unempfindliche1 der sich von dem ,urtheil ,anderer in ruhigem ,stolze unabhngig weiss1 wird doch ,schmerz und ,betrbniss ber das mchtige ,beharrungsvermgen des ,vorurtheils und der ,gleichgltigkeit und ber die unausrottbare ,existenz der ,gesinnungsgemeinheit in der ,welt fhlen4 ,ist der ,berhmte ein ausbender ,knstler1 dessen ,leistungen zugleich dem ,zeitvertreib und dem ,vergngen dienen1 so bemhen sich seine ,bekannten1 zu seinem ,benefiz 7mit #ej ,antheil am ,reinertrag7 recht viel ,billets unterzubringen und versumen nicht1 selbst hinzugehen und krftigst zu applaudiren4 ,ist er dagegen ein ,schriftsteller1 gleichviel ob seine ,schriften der ,unterhaltung dienen oder nicht1 so kaufen sie dieselben nur in dem besonderen ,ausnahmefall1 dass es gerade zeitweilig ,mode ist1 dieselben zu kaufen und zu verschenken2 andernfalls muss der ,autor riskiren1 dass sie ihm bel nehmen1 die ,werke nicht von ihm geschenkt erhalten zu haben1 unbekmmert darum1 ob deren ,verkauf nicht auch sein ,benefiz 7mit #ej ,antheil am ,reinertrag7 darstellt4 ,dass man bei dem grssten ,ruhm verhungern kann1 wenn man nicht sonst eine reelle ,einnahmequelle besitzt1 und zwar um so leichter1 je echter der ,ruhm ist1 das ist weltbekannt1 ebenso dass der wahre und echte ,ruhm meist langsam gewonnen und nur von denen erlebt wird1 welche ein hohes ,alter erreichen4 ,was aber hat der ,mensch von einem ,ruhm nach seinem ,tode8 ,ist es da nicht ganz gleichgltig1 ob der ,nachruhm sich an den ,namen heftet1 den er im ,leben trug1 oder an einen falschen 7z4 ,b4 ,homer71 oder ob er1 wie z4 ,b4 bei dem ,nibelungenliede1 namenlos an den ,werken haftet8 ,ist es nicht die ,eitelkeit der ,eitelkeiten1 fr seinen ,namen nach ,nachruhm zu streben1 von dem man selber gar nichts hat8 ,und selbst wenn der ,berhmte steinalt wird und alle ,jubilen rite absolvirt1 so muss er doch noch seinen echten ,ruhm mit ebenso strahlendem falschen ,ruhm unwrdiger ,mitbewerber theilen1 also des ,ruhmes heilige ,krnze als auf gemeinen ,stirnen entweihte in ,empfang nehmen4 ,manchmal verbindet sich aber auch falscher und echter ,ruhm1 so dass eine ,person eine ,zeit lang wegen gewisser den ,zeitstrmungen entgegenkommenden ,nebeneigenschaften seiner ,leistungen falschen ,ruhm geniesst1 welcher allmhlich erblasst und das ,aufkommen des wahren ,ruhmes1 den seine ,leistungen nach ihrem tieferen ,kerngehalt verdienten1 mehr behindert als befrdert2 der ,verdacht auf eine solche ,verwickelung des ,sachverhalts ist berall da begrndet1 wo ein ,knstler oder ,schriftsteller1 dem man ,anspruch auf wahren ,ruhm nicht aberkennen mchte1 schon in jngeren oder mittleren ,jahren berhmt war 7man denke an ,goethes ,werther1 ,schillers ,ruber1 ,schellings ,naturphilosophie und hnliche ,beispiele74 ,wenn ,du also1 lieber ,leser1 ,dich nicht abschrecken lassen willst1 fr ,dich oder die ,deinigen nach ,ruhm zu streben1 so nimm wenigstens den guten ,rath an1 nicht nach echtem1 sondern nach falschem ,ruhm zu streben1 da nur der letztere ,dir einige ,aussicht gewhrt1 dass ,du seine ,vortheile an ,ehre und materiellem ,gewinn noch geniessen kannst4 ,willst ,du aber den falschen ,ruhm trotz seiner ideellen und materiellen ,vorzge verschmhen1 bloss weil er auf unwahrem ,grunde ruht1 dann hre berhaupt auf1 nach ,ruhm zu trachten1 und trachte statt dessen nach werthvollen ,leistungen1 ganz unbekmmert darum1 ob und wann denselben die ,anerkennung des ,ruhmes zu ,theil werden mge4 ,,xv4 ,der ,somnambulismus4 ,die ,erscheinungen des ,somnambulismus sind von altersher bekannt1 nicht nur diejenigen eines in ,nervenkrankheiten spontan eintretenden1 sondern auch diejenigen eines durch verschiedene ,mittel z4 ,b4 betubende ,dmpfe1 ,schwindeldrehungen1 ,fasten1 ,fixiren eines nahen ,blick-,punktes u4 s4 w4 hervorgerufenen ,somnambulismus4 ,die ,seltenheit des spontanen ,somnambulismus1 die schdlichen ,folgen des knstlich hervorgerufenen fr den ,organismus1 die ,verquickung des ,somnambulismus mit allerlei ,aberglauben und ,mysticismus und die ,schwierigkeiten einer ,erklrung der ,erscheinungen auf ,grund der herrschenden materialistischen ,naturanschauung haben jedoch bis vor ganz kurzer ,zeit davon abgeschreckt1 dieses ,erscheinungs-,gebiet auf exakte ,weise zu studiren4 ,die von der ,pariser ,akademie von #ahbe-ahca niedergesetzte ,kommission gelangte nicht ber die ,konstatirung der ,thatsachen hinaus1 und selbst diese gerieth bald wieder in ,vergessenheit oder wurde gar 7durch ,verwechselung mit dem ,kommissionsbericht von #aghd7 in ihr ,gegentheil entstellt4 ,erst das ,aufsehen1 welches die ffentlichen ,schaustellungen des ,magnetiseurs ,hansen erregten1 veranlassten einige deutsche ,physiologen 7insbesondere ,heidenhayn71 der ,sache nher zu treten1 und wenigstens die krperlichen ,phnomene des ,hypnotismus ausser ,zweifel zu stellen4 ,bald darauf wurden von ,preyer die ,braid'schen ,versuche und ,schriften neu an's ,licht gezogen1 welche einen durch ,fixiren heller ,punkte und hnliche ,mittel 7also nicht durch einen ,magnetiseur7 hervorgerufenen ,hypnotismus behandeln4 ,whrend die deutschen ,gelehrten in den letzten ,jahren sich kaum noch mit dem ,gegenstande zu beschftigen scheinen1 hat er neuerdings in ,frankreich zu sehr eingehenden und interessanten ,untersuchungen gefhrt4 ,so war z4 ,b4 ,charcot der erste1 welcher eine scharfe ,unterscheidung zwischen den drei ,hauptstufen des ,hypnotismus oder ,somnambulismus 7der lethargischen1 kataleptischen und im engeren ,sinne somnambulen7 einfhrte und die ,symptomenkomplexe dieser drei ,stufen genau definirte4#ab ,diese ,unterscheidung drfte auch dann ihren ,werth behalten1 wenn man anerkennt1 dass die ,grenzen zwischen den drei ,stufen keineswegs feste sind und fters ein ,ineinanderschieben und ,durcheinanderfliessen der ,symptome stattfinde4 ,zugleich verffentlichte der ,pariser ,neurologe ,richet seine langjhrigen ,erfahrungen1 nach welchen die deutschen ,physiologen im ,unrecht sind1 wenn sie die ,action eines ,magnetiseurs in allen ,fllen fr illusorisch erklren1 weil sie fr ,erzeugung von ,hypnotismus bei vielen ,personen entbehrlich ist4 ,richet behauptet1 dass seine magnetisirende ,thtigkeit auf jeden ,organismus1 auch den strksten1 eine ,einwirkung hinterlasse1 die sich mindestens in einer ,steigerung der ,empfnglichkeit fr knftige ,versuche kundgibt1 und dass er sich getraue1 in einer aufeinanderfolgenden ,reihe von ,sitzungen schliesslich jedes ,individuum ohne ,ausnahme in einen somnambulen ,zustand zu versetzen2 er behauptet ferner1 dass der durch magnetische ,striche hervorgerufene ,somnambulismus sich von dem durch ,fixiren naher ,punkte hervorgerufenen dadurch unterscheide1 dass im ersteren die psychischen ,erscheinungen1 in letzterem die krperlichen 7,lethargie1 ,katalepsie u4 s4 w47 vorwiegen4 ,ausserdem sind von ,bernheim1 ,binet und ,fr ,libault1 ,beaunis u4 a4 m4 ausgedehnte ,versuchsreihen mit ,somnambulen vorgenommen worden1 welche zu manchen neuen ,aufschlssen gefhrt haben1 insbesondere in ,bezug auf die ,uebertragung der ,aktivitt aus einer ,hirnhlfte in die andere und in ,bezug auf die ,umkehr der ,zustnde in ihre polaren ,gegenstze1 z4 ,b4 ,aktivitt in ,lhmung1 und ,lhmung in ,aktivitt und die ,erscheinungen des ausschliesslichen ,rapports einer ,somnambulen zu einem bestimmten ,experimentator#ac4 ,die deutschen ,physiologen haben sich bisher weit mehr auf das ,studium der in den niederen ,graden des ,hypnotismus vorwiegenden krperlichen ,erscheinungen beschrnkt1 whrend die ,franzosen bereits dem psychischen ,phnomen des eigentlichen ,somnambulismus nher getreten sind1 ohne jedoch das ,gebiet des ,wunderbaren mehr als zu streifen4 ,die interessantesten ,probleme harren deshalb bis jetzt ihrer wissenschaftlichen ,behandlung1 und sind nur errtert von ,mystikern und ,popularphilosophen1 welche kein ,bedenken getragen haben1 die phantastischen ,personifikationen somnambuler ,traumbilder als ,realitten aus einer anderen ,welt gelten zu lassen4 ,carl du ,prel hat sich der dankenswerthen ,aufgabe unterzogen1 die psychischen ,probleme des ,somnambulismus im ,zusammenhang zu bearbeiten1 wobei er sich von allem spiritistischen ,aberglauben als von unlogischen ,hypothesen vollstndig freihlt 7,s4 #baj1 #dcd1 vgl4 #aae1 #ahf1 #cjj71 und sogar das ,gebiet des eigentlichen ,hellsehens vorlufig bei ,seite lsst1 um es einem besonderen ,werk vorzubehalten4 ,durch den ,titel#ad braucht sich also ,niemand abschrecken zu lassen1 denn der ,verfasser erklrt ausdrcklich1 dass es mystische ,erscheinungen im eigentlichen ,sinne gar nicht gibt1 und ,manches uns nur heute noch mystisch vorkommt 7,s4 #chf1 #bjd74 ,gleichwohl kann ich den ,titel nicht zweckmssig finden1 weil ich nicht wie du ,prel im ,somnambulismus die ,grundform aller ,mystik8 7#cii1 #dig7 und in der ,mystik nicht das magische ,verhalten des ,menschen zu sich selbst8 7#ddd7 erkennen kann2 ich verstehe vielmehr unter ,mystik das gefhlsmssige ,sicheinswissen des ,menschen mit dem ,absoluten1 und sehe in der praktischen ,pflege des ,somnambulismus durch einen grossen ,theil der religisen ,mystiker nur eine ,verirrung1 die auf einem ,verkennen der eigentlichen ,natur und ,bedeutung des ,somnambulismus beruht4 ,ich meine deshalb1 der richtigere ,titel des du ,prel'schen ,buches htte lauten mssen3 ,der ,somnambulismus in seiner ,bedeutung fr ,psychologie und ,metaphysik48 ,in der ,that wre dieser ,titel erschpfend1 denn was aus den ,erscheinungsgebieten des gewhnlichen ,traumes und des wachen ,gedchtnisses herangezogen ist1 dient doch nur zum ,vergleich und zur ,erluterung der somnambulen ,erlebnisse4 ,auch du ,prel nimmt als erwiesen an1 dass ,hypnotismus und ,mesmerismus 7oder thierischer ,magnetismus7 keineswegs sich deckende ,begriffe von gleichem ,umfang sind 7#aee71 und dass es irrthmlich ist1 den hypnotischen oder somnambulen ,zustand lediglich auf ,vorgnge im ,wahrnehmungs- oder ,vorstellungsprocess des ,versuchsobjekts zurckfhren zu wollen4 ,zum ,beweise fhrt er an1 dass auch ,schlafende1 welche von den mit ihnen vorgenommenen ,manipulationen nichts wissen1 in ,somnambulismus versetzt werden knnen und dass sogar der ,schlaf die magnetische ,einwirkung erleichtert 7#ci-dj72 ferner1 dass auch die ,mimosa pudica ebenso durch ,mesmerisiren wie durch ,chloroformiren unempfindlich gemacht werden kann 7#aef74 ,ich mchte hinzufgen1 dass wir die dynamische ,aktivitt der ,magnetiseure auch aus anderen ,wirkungen kennen1 z4 ,b4 aus den lokalen ,einwirkungen auf menschliche ,krpertheile1 welche fr die ,hautempfindungen denjenigen einer schwachen ,elektrisirmaschine gleichen1 ferner auf das ,elektroskop und die ,magnetnadel1 und dass in einem sensitiven ,nervensystem schon ,electricitten von minimaler ,spannung starke ,abnderungen in der ,vertheilung der ,innervationsintensitt hervorrufen1 wie die ,versuche an ,hysterischen mit halbseitiger ,ansthesie des ,krpers beweisen4#ae ,dass auch der ,stahlmagnet gewaltige ,einwirkungen auf die ,vertheilung der ,innervationsenergie in den ,centralorganen ausbt1 ist durch die oben angefhrten ,versuche von ,binet und ,fr erwiesen1 vernderte ,anwendungsarten werden ohne ,zweifel noch andre ,verschiebungen der ,innervationsenergie kennen lehren und damit dem ,verstndniss der ,art und ,weise1 wie der ,einfluss des ,magnetiseurs die gleiche ,wirkung hervorbringt1 nher fhren4 ,es ist anzunehmen1 dass jeder ,mensch in irgend welchem ,grade die ,fhigkeit1 andere zu magnetisiren1 besitzt1 dass aber die ,herrschaft ber dieselbe nur durch ,uebung zu gewinnen ist1 weil diese ,fhigkeit nicht in dem ,organ der bewussten ,willkr ihren ,sitz hat1 sondern nur indirekt durch ,impulse des bewussten ,willens in anderen niederen ,centralorganen aufgelst wird4 ,damit stimmt berein1 dass ,somnambule1 deren ,willkrorgan ausser ,funktion gesetzt ist1 eine besonders starke ,fhigkeit zum ,magnetisiren ,dritter1 ja sogar ihres ,magnetiseurs gewinnen1 auch wenn sie dieselben im wachen ,zustand nicht besitzen oder beherrschen 7#bgd74 ,es ist ferner zu beachten1 dass fortdauernde ,bethtigung der magnetischen ,kraft den ,menschen angreift und entkrftet 7#bej71 woraus folgt1 dass der ,magnetiseur wirklich organische ,kraft bei seiner ,thtigkeit konsumirt4 ,es ist endlich zu bercksichtigen1 dass die elektrischen ,apparate der ,zitter-,rochen und -,aale nur ,gruppen von ,ganglienzellen sind1 und dass jede ,ganglienzelle in irgend welchem ,maasse die ,eigenschaft besitzen muss1 welche hier durch ,differenzirung ausgebildet ist4 ,ob das im thierischen ,magnetismus wirksame dynamische ,agens mit einer der uns bekannten ,naturkrfte identisch ist1 oder ob es eine noch unerforschte neue ,proteus-,gestalt der einheitlichen ,naturkraft ist1 welche bloss elektrische1 magnetische1 thermische und nervenphysiologische ,begleiterscheinungen hervorruft1 das drfte vorlufig schwer zu entscheiden sein1 doch neige ich der letzteren ,auffassung zu1 so dass der ,bezeichnung thierischer ,magnetismus8 oder organische ,electricitt8 nur ein uneigentlicher ,sinn beiwohnt4 ,ebenso vorsichtig wie in der ,gleichsetzung der mesmerischen ,funktion mit physikalischen ,krften muss man aber auch sein1 sie mit besser bekannten organischen psychischen oder gar metaphysischen ,potenzen zu identificiren1 wie wenn z4 ,b4 du ,prel sie mit der ,naturheilkraft gleichsetzt 7#bci71 wozu die etwaigen heilsamen ,nebenwirkungen der durch sie hervorgerufenen somnambulen ,zustnde noch lange keine ,berechtigung geben4 ,du ,prel hat sich in diesem ,punkte1 wie leider in manchen andern1 durch ,schopenhauers ,ansichten bestimmen lassen1 von welchem ,denker seine gesammte ,weltanschauung mehr als von irgend einem andern abhngig ist4 ,schopenhauer nimmt an#af1 dass der ,somnambulismus nur ein tiefer und vollkommener ,schlaf sei1 dass er deshalb heilsamer als der gewhnliche ,schlaf sei und von der ,naturheilkraft absichtlich herbeigefhrt werde4 ,er glaubt ferner1 dass ,wahrtrume auch im gewhnlichen tiefen ,schlafe hufig sind1 und der ,somnambulismus nur diese ,wahrtrume offenbare4 ,alle scheinbaren ,sinneswahrnehmungen der ,somnambulen hlt er fr ,wahrtrume1 welche die ,vermittelung der ,sinneswerkzeuge nur vorspiegeln4 ,in ,bezug auf die physiologische ,erklrung des somnambulen ,zustandes verwirft er mit triftigen ,grnden die ,annahme1 dass das ,gangliensystem an ,stelle des ,gehirns funktionire1 und hlt an der ,unentbehrlichkeit der ,gehirnfunktion fest1 worin ihm du ,prel leider nicht gefolgt ist2 seine ,theorie einer ,umkehrung der ,richtung der ,gehirnfunktion durch ,rollentausch der grauen und weissen ,substanz ist dagegen physiologisch ganz unhaltbar und ist auch von keiner ,seite vertheidigt worden4 ,so wenig der ,somnambulismus mit dem gewhnlichen ,schlaf zu verwechseln ist1 ebenso wenig ist er1 wie du ,prel meint 7#agc71 ein tieferer ,schlaf als der gewhnliche1 d4 h4 bloss graduell von demselben verschieden4 ,obschon ,uebergangsformen zwischen beiden stattfinden und einige ,merkmale ihnen gemeinsam sind1 sind sie doch specifisch verschieden2 in manchen ,beziehungen erscheint der ,schlaf als ,zwischenzustand zwischen ,somnambulismus und ,wachen1 in andern erscheint der ,somnambulismus als ,mittelzustand zwischen ,schlaf und ,wachen4 ,du ,prel1 welcher nur die erstere1 und ,wirth 7#dj71 welcher nur die letztere ,ansicht gelten lsst1 haben daher ,beide ,recht und ,unrecht4 ,der somnambule ,traum erscheint in der ,that gegenber dem gewhnlichen als ein gesteigerter ,traum1 aber der somnambule ,schlaf gleicht mehr dem ,verhalten im wachen ,zustande als im gewhnlichen ,schlaf4 ,das gewhnliche ,traumbewusstsein ist durch eine bessere ,erinnerungsbrcke mit dem wachen ,bewusstsein verbunden als das somnambule und kann zwischen diesen beiden als verknpfendes ,mitglied eintreten4 ,je nher das somnambule ,traumbewusstsein dem gewhnlichen ,traume steht1 desto leichter reichen ,erinnerungen aus demselben in's wache ,bewusstsein hinber2 je mehr es sich in sich vertieft1 desto schwerer wird die ,erinnerung an seinen ,inhalt1 am schwersten beim ,hochschlaf81 der nur durch das verknpfende ,mittelglied des gewhnlichen ,somnambulismus mit dem wachen ,bewusstsein verbunden werden kann4 ,je mehr sich der ,somnambulismus steigert1 desto mehr steigern sich die ,eigenthmlichkeiten1 welche das ,traumbewusstsein von dem wachen ,bewusstsein unterscheiden3 die ,passivitt des ,willens1 die ,sinnlichkeit und ,bildlichkeit der ,vorstellungen1 die ,strke der unwillkrlichen ,phantasiethtigkeit1 die ,neigung zu dramatischer ,spaltung des ,ich1 der ,mangel an ,besonnenheit und zielbewusster ,stetigkeit1 die ,hypersthesie des ,gedchtnisses1 die damit zusammenhngende ,geschwindigkeit des ,vorstellungswechsels1 und endlich die ,sensitivitt des ,gefhlslebens fr natrliche ,vorgnge innerhalb und ausserhalb des eigenen ,organismus4 ,andererseits aber steigern sich auch einige solche ,merkmale1 durch welche das wache ,leben sich vom ,schlaf unterscheidet1 erstens die ,fhigkeit1 vermittelst der ,sinneswerkzeuge von der ,aussenwelt ,eindrcke zu empfangen und auf diese ,eindrcke mit ,reden und ,handlungen sinngemss zu reagiren1 zweitens die ,eigenthmlichkeit1 dass die ,erlebnisse der ,zeitabschnitte des somnambulen ,lebens wie diejenigen des wachen ,lebens durch ihren ,erinnerungszusammenhang ein geschlossenes ,ganzes bilden1 whrend die ,trume der verschiedenen ,nchte der ,regel nach zusammenhangslose ,bruchstcke bleiben und nur ausnahmsweise mit vereinzelten ,erinnerungen ineinander bergreifen1 und drittens der ,umstand1 dass die das somnambule ,bewusstsein vermittelnden ,theile des ,centralnervensystems ebenso wie die das wache ,bewusstsein vermittelnden der zeitweiligen ,ruhe durch ,schlaf bedrfen1 wie der ,wechsel von ,schlaf und ,wachen bei einem ,wochen und ,monate lang anhaltenden ,somnambulismus beweist 7#ccb74 ,wenn eine ,somnambule ihren huslichen ,verrichtungen obliegt1 oder gar eine ,rolle auf der ,bhne tadellos durchfhrt1 so wird ,niemand bezweifeln1 dass ihr ,zustand dem ,wachen hnlicher ist1 als dem ,schlaf1 trotzdem sich bei genauerer ,untersuchung herausstellt1 dass der ,zustand ihres ,bewusstseins in vielen ,punkten als ein gesteigerter oder vertiefter ,traumzustand zu betrachten ist4 ,beim ,somnambulismus wird die ,aehnlichkeit mit dem ,wachen1 beim ,schlaf die ,unhnlichkeit mit dem ,wachen um so grsser1 je tiefer er wird2 je weniger tief ,somnambulismus und ,schlaf sind1 desto hnlicher sehen sie sich beide2 je tiefer sie werden1 d4 h4 je mehr sie ihre eigenartige specifische ,natur hervorkehren1 desto verschiedener und entgegengesetzter erscheinen sie4 ,der niedrigste ,grad des ,hypnotismus zeigt vollkommene ,lethargie1 also gar keinen ,verkehr mit der ,aussenwelt wie der ,schlaf2 erst im zweiten ,grade1 im kataleptischen ,stadium ffnet sich das ,ohr und die niedern ,sinne1 und erst im dritten ,stadium1 dem im engeren ,sinne somnambulen1 ffnen sich auch die ,augen und beginnt jener vollstndige ,verkehr mit der ,aussenwelt1 der auf den ersten ,anblick vom ,verhalten einer wachen ,person nicht zu unterscheiden ist4 ,der ,schlaf hingegen wird dem ,somnambulismus nur dann hnlicher1 wenn er im ,begriff ist1 in denselben berzugehen1 z4 ,b4 in dem ,sprechen und ,handeln der ,schlafenden2 aber der sich selbst treu bleibende ruhige und tiefe ,schlaf kennt solche ,extravaganzen nicht1 die schon einem gestrten ,gleichgewicht des ,nervensystems entspringen1 wie der ,somnambulismus auch4 ,es ist gleichgiltig ob1 wie du ,prel meint1 der tiefe1 oder1 wie ich meine1 der leichte ,schlaf mehr dazu neigt1 unruhig zu werden1 d4 h4 in ,uebergangsformen zum ,somnambulismus hineinzugerathen1 da man in beiden ,fllen es schon mit zusammengesetzten ,erscheinungen aus verschiedenen ,gebieten zu thun hat2 und ebenso gleichgiltig ist es fr die hier behandelte ,frage1 ob der tiefe ruhige ,schlaf traumlos ist oder nicht1 ob mit anderen ,worten nicht bloss das wache und das somnambule ,bewusstsein im ,schlafe ,ruhe und ,erholung geniesst1 sondern die ,bewusstseinsfunktion schlechthin4 ,letzteres kann wegen der beim ,erwachen abreissenden ,erinnerung niemals direkt konstatirt werden 7#dc72 du ,prel's indirekter ,beweis fr die ,behauptung beruht aber auf einem ,cirkelschluss1 insofern er aus der vorausgesetzten ,richtigkeit des ,satzes folgert1 dass auch der ,somnambulismus im ,wesentlichen nur ein vertiefter ,schlaf sei1 und hieraus dann wieder nach ,analogie zurckschliesst1 dass auch im natrlichen ,schlaf ebenso wie im ,somnambulismus das ,erwachen des ,traumbewusstseins proportional der ,tiefe des ,schlafes sein msse 7#dbg1 #cb1 #cg74 ,nach meiner ,ansicht hingegen wird schon durch das ,ruhebedrfniss des somnambulen ,bewusstseins und dessen ,befriedigung im ,schlafe zur ,genge erwiesen1 dass auch die das somnambule ,bewusstsein vermittelnden ,theile des ,centralnervensystems im tiefen ,schlafe ruhen1 so dass die dessen etwaige ,trume vermittelnden ,partien jedenfalls noch unterhalb der ersteren gesucht werden mssten4 ,worauf es hier ankommt1 ist nur1 zu konstatiren1 dass der natrliche ,schlaf ein gesunder normaler1 fr ,wache und ,somnambule gleich unentbehrlicher ,erholungszustand1 der ,somnambulismus aber ein abnormer1 pathologischer1 schlechthin entbehrlicher ,zustand ist1 dass ferner der reine ,schlaf mit wachsender ,vertiefung den ,schlfer immer mehr von der ,aussenwelt abschliesst1 der ,somnambulismus dagegen mit wachsender ,vertiefung den ,somnambulen in eine dem wachen ,zustand immer hnlicher werdende sinnlich vermittelte ,wechselbeziehung zur ,aussenwelt setzt4 ,dies gengt1 um einen specifischen ,unterschied beider ,zustnde festzustellen1 und den ,streit ber die ,stellung zwischen ,wachen1 ,schlaf und ,somnambulismus zu einem nebenschlichen zu machen4 ,ausser der ,verwandtschaft des ,somnambulismus mit dem wachen ,zustand und dem gewhnlichen ,traum ist noch diejenige mit der ,narkose und mit ,nerven- und ,geisteskrankheiten zu beachten4 ,die ,narkotisirung durch ,chloroform und ,aether stimmt darin mit dem ,somnambulismus berein1 dass eine von der ,peripherie nach dem ,centrum fortschreitende ,analgesie 7,unempfindlichkeit fr ,schmerz7 und scheinbar auch ,ansthesie eintritt1 dass das wache ,bewusstsein schwindet und unwillkrliche ,trume sich entfalten2 ein hnlicher ,zustand der ,analgesie trat auch bei den hchsten ,graden der ,folter manchmal ein1 der dann der ,hlfe des ,teufels zugeschrieben wurde4 ,bei der ,morphium- und ,haschisch-,narkose ist die ,analgesie weniger ausgesprochen1 dafr aber das ,traumleben gesteigert2 insbesondere das ,haschisch erzeugt eine ,hypersthesie des ,gedchtnisses und eine ,beschleunigung des ,vorstellungsablaufes1 welche mit den gleichen ,erscheinungen des somnambulen ,traumlebens viel ,aehnlichkeit hat4 ,alle ,narkosen unterscheiden sich aber dadurch vom ,somnambulismus1 dass in ihnen fr gewhnlich und unter ,ausschluss eines gleichzeitig eintretenden ,somnambulismus der ,verkehr mit der ,aussenwelt abgeschnitten ist2 nur eine unvollstndige ,narkose1 welche noch einen ,rest des wachen ,bewusstseins brig lsst1 macht solchen ,verkehr mglich4 ,auf der ,verwandtschaft dieser narkotischen ,zustnde mit dem ,somnambulismus beruht es1 dass in nervsen ,organisationen1 die zum ,somnambulismus neigen1 derselbe durch narkotische ,mittel hervorgerufen werden kann 7,pythia1 ,hexenfahrten u4 s4 w474 ,die ,menge von ,chloroform1 die ,jemand zur ,narkose braucht1 ist zugleich ein ,gradmesser seiner ,empfnglichkeit fr magnetische ,hypnotisirung1 und die ,blutbeschaffenheit eines hungernden ,organismus erleichtert in gleichem ,masse die ,narkose wie das ,magnetisiren und den spontanen ,eintritt von ,uebergangsformen zwischen ,traum und ,somnambulismus4 ,von den pathologischen ,zustnden des ,nervensystems bietet sich zunchst die konstitutionelle ,sensitivitt zum ,vergleich dar4 ,whrend ,sensibilitt8 die ,reizempfnglichkeit der ,empfindungsnerven bezeichnet1 insoweit sie auf einem feinen ,bau der ,endorgane 7,sinneswerkzeuge7 beruht1 bedeutet das ,wort ,sensitivitt8 eine abnorme ,reizempfnglichkeit1 welche nicht auf der ,verfeinerung der ,sinneswerkzeuge1 sondern auf der ,hypersthesie der ,empfindungsnerven und der ihre ,eindrcke verarbeitenden ,centralorgane beruht4 ,es giebt abnorme ,naturen1 welche bei vollem ,tagesbewusstsein die unglaublichsten ,dinge wahrnehmen1 sowohl ,vorgnge in ihrem eigenen ,organismus1 als dynamische ,einflsse der ,umgebung1 z4 ,b4 das ,vorhandensein einer ,katze im ,zimmer1 oder gewisse ,krankheiten anwesender ,personen1 oder die relativen elektrochemischen ,werthe einer ,reihe von eingewickelten ,stoffen4 ,es mag sein1 dass eine gewisse ,beschaffenheit des ,nervensystems fr alle ,arten von ,empfindungen die ,reizempfnglichkeit erhht2 aber es ist doch durchaus nicht nthig1 dass die ,sensitivitt fr ,gefhls-1 ,geruchs-1 ,gehrs- und ,gesichtsempfindungen immer ,hand in ,hand gehen1 oder gar den gleichen ,grad von ,steigerung aufweisen muss4 ,die ,thatsache1 dass ,sensitivitt auch in dem gewhnlichen wachen ,bewusstseinszustand vorkommt1 lsst erkennen1 dass1 wenn auch die abnormen ,bewusstseinszustnde 7wie ,traum1 ,somnambulismus1 ,irrsinn etc47 hufig mit ,schwellenverschiebung verbunden auftreten1 doch dieses ,symptom weder ausreichend zu ihrer ,charakterisirung heissen1 noch als ausreichende ,ursache ihres ,eintritts angesehen werden kann4 ,der ,somnambulismus zeigt eine ,sensitivitt insbesondere fr ,empfindungen des ,gemeingefhls 7#abb1 #ada71 zum ,theil auch fr solche des ,geruchs und ,geschmacks 7#bdf1 #chi71 wogegen das ,gehr unverndert zu bleiben scheint und die ,reizempfnglichkeit fr ,gesichtswahrnehmungen noch im zweiten1 kataleptischen ,stadium ganz aufgehoben ist und erst im dritten1 somnambulen ,stadium zugleich mit der nun auffllig erhhten ,hautempfindlichkeit wieder erwacht4 ,es ist also im ,somnambulismus die ,empfindungsschwelle der niedern ,sinne emporgeschraubt1 die der hheren theils unverndert1 theils heruntergerckt1 theils gesteigert1 und es ist demnach ebenso ungenau von einer ,herabsetzung der ,empfindungsschwelle im ,allgemeinen1 wie von einem ,geschlossensein der usseren ,sinne oder einem vom ,sinnesapparat unabhngigen ,bewusstsein in diesem ,zustand zu reden 7#adf1 #dda74 ,eine ,verschiebung der ,empfindungsschwelle findet zwar statt1 aber fr verschiedene ,sinneswahrnehmungen in ungleichem ,maasse und zum ,theil sogar in entgegengesetztem ,sinne1 und keine ,art von ,sinneswahrnehmungen fehlt im eigentlich somnambulen ,stadium des ,hypnotismus ganz1 weder die ,tastempfindungen1 welche zur ,wahrung des ,gleichgewichtes unentbehrlich sind1 noch die ,gesichtseindrcke1 ohne welche ein ,somnambuler sich in einer ihm unbekannten ,umgebung unmglich mit ,sicherheit bewegen knnte4 ,eine ,somnambule mit geffneten ,augen liest auf ,befehl ein ihr vorgehaltenes ,buch fliessend vor1 whrend sie bei geschlossenen ,augen auf den gleichen ,befehl nur unverstndliche ,worte murmelt4 ,die ,behauptung1 dass sie nicht mit den geffneten ,augen1 sondern etwa mit dem ,sonnengeflecht lse1 stnde logisch auf gleicher ,stufe mit der1 dass sie die ,worte nicht mit dem ,kehlkopf und der ,zunge bilde1 sondern mit dem ,magen4 ,manche ,somnambulen sind im ,stande1 mikroskopische ,photographien mit blossem ,auge zu erkennen1 oder ein ihnen abgekehrtes ,buch aus der ,spiegelung im ,auge des ,magnetiseurs zu lesen2 dies alles setzt eine hochgradige ,steigerung der ,gesichtsschrfe voraus4 ,auf den ,einfall1 dass eine ,somnambule mit fest zugedrckten ,ohren nicht mehr mit dem ,gehrorgan die ,worte des vor ihr stehenden ,magnetiseurs vernehme1 konnte ,schopenhauer nur darum kommen1#ag weil er nicht daran dachte1 sich durch den ,versuch zu berzeugen1 dass man mit fest zugedrckten und verstopften ,ohren noch ziemlich ebenso gut hrt1 wie mit offenen2 fr die leisesten ,worte des1 wenn auch entfernt stehenden ,magnetiseurs kann ausserdem in dem ,gehr der ,somnambulen eine hochgradig verschrfte ,wahrnehmungsfhigkeit vorhanden sein1 whrend gleichzeitig fr laute ,gesprche der nicht mit ihr in ,rapport stehenden ,anwesenden ,taubheit zu bestehen scheint4 ,das ,vorkommen des ,hellsehens wird selbst bei hoch gesteigertem ,somnambulismus immer nur als sporadischer ,ausnahmefall anzusehen sein1 aber nicht als ein fortdauernder ,zustand1 aus dem alle anscheinenden ,sinneswahrnehmungen zu erklren wren4 ,der psychologische ,unterschied zwischen ,sensitivitt und ,somnambulismus ist nicht in der ,ungleichmssigkeit der ,schwellenverschiebung fr verschiedene ,sinne1 sondern darin zu sehen1 dass die gewhnliche ,sensitivitt auf ein waches1 die somnambule auf ein trumendes ,bewusstsein trifft1 und dass in ,folge dessen der ,sensitive seine ,sinneseindrcke von ,phantasiebildern unterscheiden kann1 der ,somnambule nicht4 ,daher kommt es1 dass der ,somnambule ,phantasiebilder von ,sinneseindrcken1 welche durch ,ideenassociation aus ,empfindungen ganz anderer ,sinnesgebiete entstanden sind1 fr reale ,sinneswahrnehmungen hlt 7z4 ,b4 das ,phantasiegebild eines ,wohlgeschmacks oder einer ,amputation1 die der ,magnetiseur ihm bloss einredet1 oder die ,bilder von ,gestalten und ,stimmen1 die nur ,personifikationen oder ,symbolisirungen organischer ,gefhlsreize sind71 whrend energische ,sinneseindrcke1 die zu dem momentanen ,inhalt seines ,traumbewusstseins keine ,beziehung haben1 von diesem gar nicht appercipirt werden 7z4 ,b4 eine wirklich stattfindende ,operation1 oder ein intensiv schmeckender ,stoff auf der ,zunge1 oder die den geffneten ,augen sich darbietende ,umgebung74 ,die ,verwandtschaft des ,somnambulismus mit der ,sensitivitt macht es erklrlich1 dass wiederholter ,somnambulismus das ,nervensystem sensitiv macht1 d4 h4 einen geringeren ,grad der somnambulen ,sensitivitt als dauernden ,zustand zurcklsst4 ,die ,sensitivitt ist aber ein pathologischer1 bei ,unwohlsein sich steigernder 7#bbc7 ,zustand1 der fr unser praktisches ,leben mit den grssten ,unannehmlichkeiten verknpft ist 7#aig71 und hufig mit einer ,schwchung des ,gedchtnisses ,hand in ,hand geht 7#caj71 also ein ,zustand dessen ,herbeifhrung und ,steigerung sorgfltig zu vermeiden ist4 ,die ,verwandtschaft des ,somnambulismus mit ,hysterie1 ,epilepsie1 ,katalepsie1 ,ohnmacht1 ,starrsucht1 ,scheintod1 ,todeskampf1 ,fieberdelirien1 ,veitstanz und den verschiedenen ,arten des ,irrsinns zeigt eine ,anzahl sich kreuzender ,symptome2 alle schwereren ,erkrankungen des ,nervensystems disponiren zum spontanen ,eintritt und zur ,empfnglichkeit fr die knstliche ,erzeugung des ,somnambulismus1 wie umgekehrt ein hufiges ,hervorrufen des somnambulen ,zustandes knstliche ,hysterie erzeugt 7nach ,richet71 den ,geist und ,krper zerrttet und zu allen ,arten von ,nervenleiden prdisponirt4 ,so lange ein ,nervenleiden besteht1 gelingt es dem ,magnetiseur mit ,leichtigkeit1 den ,somnambulismus hervorzurufen2 schreitet aber die ,genesung fort1 so wird das ,magnetisiren des ,rekonvalescenten immer schwieriger 7#bci71 bleibt aber in ,folge der ,gewhnung des ,organismus immer noch leichter1 als es vor ,eintritt der ,krankheit war4 ,das weibliche ,geschlecht1 das bei seinem geringeren ,uebergewicht des ,grosshirns ber das sonstige ,centralnervensystem leichter zu decentralisirender ,desorganisation des letzteren1 d4 h4 zu ,nervenleiden1 hinneigt1 ist auch mehr prdisponirt fr das ,auftreten von natrlichem und die ,herbeifhrung von knstlichem ,somnambulismus1 insbesondere der hheren ,grade derselben4 ,die ,gleichheit der krperlichen ,symptome bei ,katalepsie und ,somnambulismus ist in die ,augen springend2 der ,tonus der ,muskeln gengt1 um jede einem ,gliede gegebene ,stellung zu behaupten1 ohne dass ,krampfzustnde vorhanden sind 7,wachstarre74 ,aber der ,unterschied zwischen ,katalepsie1 ,starrsucht1 ,scheintod einerseits und ,somnambulismus andererseits ist ebenso in die ,augen fallend3 die ,bewegungslosigkeit dort und die automatenartige ,beweglichkeit nach ,anleitung des unwillkrlichen ,inhalts des ,traumbewusstseins hier4 ,die automatische1 traumgeleitete ,beweglichkeit ist dagegen im ,veitstanz vorhanden1 sobald die gewhnlichen ,krmpfe sich zu ekstatischen ,konvulsionen ausbilden1 und die ,geschichte der religisen ,verirrungen zeigt in allen ,lndern und ,glaubenskreisen hnliche ,bilder solcher ansteckenden ,zustnde1 wie sie auch in ,fllen des spontanen ,somnambulismus hufig beobachtet werden4 ,manche ,theoretiker des ,somnambulismus sind soweit gegangen1 eine ,menge ,formen der schweren ,nerven- und ,geisteskrankheiten fr regellose ,formen des ,somnambulismus zu erklren 7#bdc1 #bff1 #cff72 wenn dies richtig wre1 so wrde der pathologische ,charakter des ,somnambulismus in ein noch helleres ,licht dadurch gestellt1 als wenn1 wie ich annehme1 in vielen ,fllen bloss eine ,verquickung somnambuler ,zustnde mit anderen verwandten ,strungen des nervsen ,gleichgewichts stattfindet4 ,gehen wir zu den psychischen ,symptomen ber1 so zeigt sich die ,hypersthesie der ,erinnerung nicht nur im ,somnambulismus und dem gewhnlichen ,traum1 sondern auch in ,fieberdelirien1 in manchen ,fllen der ,hysterie1 des ,irrsinns1 der ,incubationsperiode mancher ,gehirnkrankheiten und im ,todeskampf4 ,wenn eine ,somnambule die ,aufschriften der ,strassenschilder aus dem ,heimatsort ihrer ,jugend angeben kann1 wenn sie einmal ,gelesenes wrtlich hersagt1 wenn sie die lateinischen oder griechischen ,recitationen oder die ,violinbungen frherer ,stubennachbarn nachahmend wiederholt1 so finden diese ,leistungen eines hypersthetischen ,gedchtnisses ihre ,analogien in den gleichen ,erscheinungen bei ,fiebernden oder ,irrsinnigen1 und hier wie dort stellt sich leicht die ,tuschung ein1 dass ,reproduktionen aus dem ,gedchtniss1 die man nicht als solche erkennt1 unmittelbare ,neuproductionen seien1 so dass dann leicht die ,reproductionen vergangener ,ereignisse1 an welche die ,erinnerung 7d4 h4 ,wiedererkennung7 fehlt1 als ,weissagungen auf die ,zukunft gedeutet werden knnen4 ,hand in ,hand mit der ,hypersthesie der ,erinnerung geht nicht selten eine ,beschleunigung des ,vorstellungsablaufs2 wahrscheinlich sind beide1 die ,erleichterung und die ,beschleunigung des ,vorstellungswechsels durch ,ideenassociation1 koordinirte ,wirkungen derselben ,ursache1 einer ,hypersthesie des funktionirenden ,organs 7,gehirntheils74 ,wie die ,zeit des ,gehirnreflexes zwischen ,empfindung und motorischer ,reaktion1 so ist auch die durchschnittliche ,zeit1 die vom ,auftauchen einer ,vorstellung bis zum ,hervorrufen der folgenden durch ,ideenassociation verstreicht1 bei jedem ,individuum eine andere1 und bei demselben ,individuum je nach seinem ,befinden und seiner ,stimmung 7,frische oder ,ermdung1 ,sttigung oder ,nchternheit1 intellektuelle ,freiheit oder ,gemthsbeklommenheit7 erheblichen ,schwankungen 7etwa von #b bis #a_/ab ,sekunde7 schon im wachen normalen ,bewusstseinszustand unterworfen4 ,die ,schwankungen bewegen sich in noch weiteren ,grenzen im ,schlaf und den abnormen ,zustnden des ,nervensystems4 ,in ,fieberdelirien1 in maniakalischen ,delirien1 im ,haschischrausch und im ,todeskampf 7insbesondere der ,ertrinkenden7 erreicht die ,hypersthesie des ,gedchtnisses und der ,phantasie einen ,grad1 der mit ,ideenflucht bezeichnet wird1 den man aber bei der sinnlich-anschaulichen ,beschaffenheit solcher unwillkrlich vorberziehenden ,vorstellungsgebilde vielmehr ,bilderflucht8 nennen sollte4 ,indessen sind die ,berichte ber das ,vorberziehen des gesammten ,lebens von dem ,bewusstsein ,ertrinkender denn doch nur auf typische ,hauptmomente des ,lebens zu beziehen1 und deren knnen in #fj bis #ahj ,sekunden allerdings eine betrchtliche ,zahl 7#gbj bis #bafj7 auf einander folgen1 ohne die ,maximalgeschwindigkeit des wachen ,vorstellungsablaufs auch nur zu berschreiten4#ah ,ein weiteres psychisches ,symptom1 welches dem ,somnambulismus 7und dem ,traum7 mit ,fieberdelirien1 ,haschischtrumen und ,geistesstrungen gemeinsam ist1 ist die dramatische ,spaltung4 ,wenn eine ,gedchtnissvorstellung zwar reproducirt wird1 aber ohne ,wiedererkennung1 d4 h4 ohne ,erinnerung1 so nimmt das wache1 besonnene ,bewusstsein dieselbe hin als eine aus dem ,unbewussten auftauchende1 deren ,herkunft zunchst problematisch bleibt1 vermuthet aber von vornherein1 dass sie aus dem ,gedchtniss stammen werde2 oft hat man auch das ,gefhl1 sie schon gehabt zu haben1 also das ,bewusstsein1 dass sie ,gedchtnissvorstellung ist1 ohne ihr doch in der ,vergangenheit durch ,verknpfung mit ,ort1 ,zeit und nheren ,umstnden ihres frheren ,auftretens einen bestimmten ,platz anweisen zu knnen 7#bhd74 ,das trumende ,bewusstsein1 das dieser ,besonnenheit ermangelt und statt dessen allen ,gedankengehalt in sinnlich-anschauliche ,formen giesst 7#cc71 verbildlicht 7#ej71 symbolisirt 7#gj7 und personificirt 7#ii71 projicirt eine ,gedchtnissreproduktion1 die es nicht als solche zu rekognosciren vermag1 gern nach aussen1 und legt sie ,traumgestalten in den ,mund2 das irre ,bewusstsein verfhrt bei hheren ,graden der ,phantasieerregung ebenso1 bei geringeren ,graden1 die zur ,gestaltenprojektion 7,gesichtshallucination7 nicht ausreichen1 verlegt es wenigstens den ,gedankengehalt in von aussen kommende ,stimmen 7,gehrshallucination74 ,die ,bruchflche dieser dramatischen ,spaltung ist also die ,scheidelinie zwischen ,gedchtnissreproduktion und ,erinnerung 7#bia72 was das ,traumbewusstsein als sein ,eigenthum rekognoscirt1 nimmt es auch als solches1 als geistigen ,besitz und ,zubehr seines ,ich fr sich in ,anspruch1 was es nicht zu rekognosciren vermag1 aber trotzdem als seinen ,bewusstseinsinhalt vorfindet1 lsst es auch nicht als das ,seinige gelten und projicirt es auf andre ,traumgestalten4 ,aus dem ,unbewussten stammt also gleichmssig aller ,inhalt des ,traumbewusstseins1 sowohl der dem ,ich als der dem ,nichtich zugetheilte1 und ,alles gehrt gleichmssig dem ,inhalt des ,traumbewusstseins an2 auch das ,ich des ,trumers umfasst nur einen kleinen ,theil des ,gesammtinhalts des ,traumbewusstseins1 und auch dieser dem ,ich zugewiesene ,theil ist ein ebenso unwillkrlicher ,ausfluss aus dem ,quell des ,unbewussten1 wie der in's ,nichtich 7,aussenwelt und ,traumgestalten7 hinausprojicirte ,theil4 ,deshalb ist es unzulssig1 wenn du ,prel die ,bruchflche der dramatischen ,spaltung fr zusammenfallend erklrt mit der psychophysischen ,schwelle zwischen ,bewusstem und ,unbewusstem 7#if1 #aja71 oder wenn er behauptet1 dass alle ,verstandesprocesse1 die den ,charakter eines ,einfalls haben1 im ,traume zur dramatischen ,spaltung fhren 7#ajf74 ,gerade die produktiven ,einflle vertheilen sich auf das ,ich des ,trumers und die bereits gegebenen ,traumgestalten1 je nachdem die ,situation des ,traumes es verlangt1 d4 h4 je nachdem sie einem ,vorstellungskomplex associativ zugehren1 welcher dem ,traum-,ich oder anderen ,traumfiguren bereits zugetheilt ist4 ,aber wohl niemals werden solche produktive ,einflle zur ,abspaltung neuer ,traumfiguren veranlassen2 denn bei ihnen fehlt ja eben die ,scheidelinie zwischen ,reproduktion und ,erinnerung1 welche allein massgebend als ,bruchflche der ,spaltung ist1 und welche etwas ganz ,anderes ist als die psychophysische ,schwelle zwischen ,bewusstem und ,unbewusstem8 im ,allgemeinen4 ,es ist die niedrigste ,form der dramatischen ,spaltung1 wenn ein reproducirter ,gedchtnissvorrath1 der nicht als solcher wiedererkannt ist1 in fremde ,traumgestalten hinausprojicirt wird2 man sollte in diesem ,falle1 streng genommen1 noch nicht von dramatischer ,spaltung1 sondern von dramatischer ,vertheilung des ,bewusstseinsinhalts auf das ,ich und das ,nichtich des ,traumbewusstseins sprechen4 ,dies ,verhltniss bleibt auch dann noch dasselbe1 wenn die einer ,traumfigur in den ,mund gelegte ,gedchtnissvorstellung nach der ,aeusserung derselben dann als eigenes1 nur zeitweilig vergessenes ,wissen in's ,ich zurckgenommen wird4 ,interessanter sind jene ,spaltungen1 bei welchen nicht mehr das reproducirte ,vorstellungsmaterial1 sondern die eigene ,traumfigur1 das ,traum-,ich gespalten und in mehrere ,ichs zertheilt wird1 etwa als ,acteur auf der ,bhne und als ,zuschauer im ,parterre2 derartige ,verdoppelungen kommen auch bei ,todtkranken und bei ,irrsinnigen vor1 welche letztere manchmal lange ,disputationen mit ihrem visionr vor ihnen stehenden ,doppelgnger halten4 ,aber nicht immer weiss man sich im ,traum identisch mit seinem zweiten ,ich1 und das ,selbstbewusstsein kann zwischen beiden schwanken1 wobei dann immer das jeweilige eigentliche ,ich das zweite ,ich als sein anderes8 ,ich oder als den ,andern8 betrachtet2 beide ,ich knnen auch wieder in eins zusammenfliessen1 wie wenn das ,zuschauer-,ich auf die ,bhne springt1 um nun selbst weiter zu agiren4 ,dem analog ist es eine gewhnliche ,erscheinung1 dass das somnambule ,bewusstsein sich als das eigentliche ,ich des somnambulen ,zustandes von dem anderen8 ,ich des wachen ,zustandes1 dessen ,bewusstseinsphre es doch umspannt1 wie von einer fremden ,person unterscheidet1 und diese ,neigung1 die eigene ,persnlichkeit des wachen ,lebens als eine andere1 fremde1 obwohl doch mit dem ,ich wie ein ,doppelgnger zusammengekoppelte anzusehen1 wchst mit der ,tiefe des ,somnambulismus4 ,die ,scheidelinie zwischen ,reproduktion und ,erinnerung reicht zwar aus zur ,feststellung der ,bruchflche fr die einfache dramatische ,spaltung zwischen ,ich und ,nichtich1 aber nicht fr die ,feststellung der ,bruchflche fr die ,spaltung des ,ich in ein doppeltes ,ich1 das eigentliche8 ,ich und das andere82 die psychophysische ,schwelle zwischen ,bewusstem und ,unbewusstem1 die schon fr den ersteren ,fall nur irrthmlicher ,weise mit der ,bruchflche der ,spaltung verwechselt werden konnte1 passt auf den letzteren ,fall noch viel weniger1 da der ,bewusstseinsinhalt des anderen8 7normalen7 ,ich fr das ,bewusstsein des eigentlichen8 7somnambulen7 ,ich nichts weniger als unbewusst1 sondern vllig bewusst1 ja sogar in seiner ,einordnung in die ,erlebnisse der ,vergangenheit klar durchschaut und doch nicht als eigener ,besitz1 als ,zubehr des eigentlichen8 ,ich anerkannt wird4 ,man knnte sich denken1 dass das einer fremden ,traumfigur geliehene ,gedchtnissmaterial in dem ,falle1 wenn es eine grssere zusammenhngende ,gruppe von ,vorstellungen ausmacht1 dahin neigt1 das ,traumbewusstsein zu der ,ahnung zu fhren1 dass das scheinbar ,fremde doch nur sein verliehenes ,eigenthum1 somit die fremde ,traumfigur nur ein ,spaltungsprodukt des eigenen ,geisteslebens sei1 was sich dann bildlich in dem widerspruchsvollen ,gleichsetzen und ,ungleichsetzen der anderen ,figur mit dem ,traum-,ich ausdrckt2 aber dabei bleibt doch die ,hauptbedingung unerwhnt1 dass die abgetrennte ,vorstellungsmasse ausreichend und geeignet sein muss1 einem ,ich als ,unterlage zu dienen1 was psychologisch nicht zu erklren ist4 ,begrifflich streng zu sondern von dem subjektiven ,phnomen der dramatischen ,spaltung des ,ich ist das objektive ,phnomen des alternirenden ,bewusstseins4 ,ein solches kommt dann zu ,stande1 wenn verschiedene ,bewusstseinszustnde1 welche die ,eigenthmlichkeit haben1 nach stattgehabter ,unterbrechung die ,kontinuitt des ,bewusstseins aufrecht zu erhalten und ein in sich geschlossenes bewusstes ,lebensganze zu bilden1 mit einander abwechseln4 ,ein solcher ,zustand ist das normale wache ,bewusstsein1 ein zweiter das somnambule ,bewusstsein1 ein dritter der ,hochschlaf des somnambulen ,bewusstseins1 ein vierter und fnfter kann endlich in verschiedenen ,formen periodischer ,geistesstrung auftreten1 in welchen die ,erinnerung an das bisherige wache ,leben erlischt und ein von demselben vllig abgetrenntes neues ,leben begonnen und fortgefhrt wird4 ,auch die ,reiche der natrlichen ,trume wrde ein alternirendes ,bewusstsein konstituiren1 wenn sie sich ebenso wie die ,abschnitte des wachen ,lebens1 oder wie die ,reihe der somnambulen ,krisen oder die ,reihe der bezglichen ,irrsinnsanflle zu einem stetig zusammenhngenden ,erinnerungsganzen konsolidirten4 ,die periodische ,geistesstrung producirt fr sich allein manchmal mehr als ein abgetrenntes ,bewusstseinsleben1 das mit dem wachen alternirt2 wechseln zwei getrennte ,bewusstseinszustnde des ,irrsinns mit dem normalen wachen ,bewusstsein ab und tritt zu diesen dreien noch der somnambule ,zustand1 so haben wir es mit einem vierfachen alternirenden ,bewusstsein1 d4 h4 mit einem vierfachen ,geistesleben desselben ,individuums zu thun 7#ccg-cdc74 ,streng genommen kann von einem alternirenden ,bewusstsein nur da gesprochen werden1 wo weder der ,zustand a vom ,zustand b1 noch der ,zustand b vom ,zustand a etwas weiss2 diese ,bedingung ist aber im ,somnambulismus nur einseitig erfllt1 da das somnambule ,bewusstsein den ,gedchtnissinhalt des wachen nicht nur umspannt1 sondern sogar in erleichterter ,weise reproducirt 7#cjh1 #cab74 ,im ,traum findet dieses ,umspannen des wachen ,bewusstseinsinhalts durch das ,traumbewusstsein der ,regel nach ohne ,spaltung des ,ichs statt1 und die ,verdoppelung des ,ich im ,traume gehrt zu den seltensten ,ausnahmen1 bei denen vielleicht schon eine ,uebergangsform zwischen ,traum und ,somnambulismus oder ,traum und ,wahnsinn#ai anzunehmen ist4 ,im alternirenden ,bewusstsein des ,irrsinns fehlt in der ,regel jede ,umspannung der ,vorstellungen des einen ,zustandes durch das ,bewusstsein des anderen und jeder der beiden ,bewusstseinszustnde weigert sich1 die ihm von aussen dargebotenen ,vorstellungen1 sofern sie dem anderen angehren1 als die seinigen anzuerkennen1 oder berhaupt kennen zu wollen4 ,nur wenn der ,irrsinn dem ,traum sich annhert1 d4 h4 ,hallucinationen erzeugt1 kommt es vor1 dass das wahnsinnige ,bewusstsein als ein anderes ,ich aus der ,person des ,kranken 7meist mit vernderter ,stimme7 redet und sich von dieser unterscheidet1 womit dann die ,illusion der ,besessenheit gesetzt ist4 ,im ,somnambulismus weigert sich nur das wache ,bewusstsein1 die ,vorstellungen des somnambulen kennen zu wollen2 das letztere aber kennt die ,vorstellungen des ersteren wohl1 erkennt sie aber nicht als die seines eigentlichen8 ,ichs1 sondern als die des anderen8 an4 ,so nimmt ersichtlich der ,somnambulismus in dieser ,hinsicht eine ,mittelstellung zwischen ,traum und ,irrsinn ein1 halb dem einen1 halb dem andern gleichend1 und bemht1 die ,unterschiede beider durch die dramatische ,spaltung des ,ich zu vermitteln1 insofern durch dieselbe das alternirende ,bewusstsein des ,irrsinns in fingirter ,weise trotz der ,umspannung des alternirenden ,bewusstseinszustandes aufrecht erhalten wird4 ,es wird die ,vermuthung nahe liegen1 dass nicht nur hier1 sondern berall1 wo wir der dramatischen ,spaltung und ,verdoppelung des ,ich begegnen1 dieser phantastische optische ,dualismus eine symbolische ,personifikation der physiologischen ,thatsache ist1 dass die physiologischen ,hauptbedingungen zu einem alternirenden ,bewusstsein vorhanden sind1 wenn auch dasselbe wegen des ,fehlens gewisser ,nebenbedingungen meistens im latenten oder potentiellen ,zustande verharrt4 ,andrerseits werden wir annehmen drfen1 dass berall1 wo ein alternirendes ,bewusstsein besteht1 auch die physiologischen ,bedingungen fr die dramatische ,spaltung und ,verdoppelung des ,ich gegeben sind1 und nur das umspannende ,uebergreifen des einen ,bewusstseins ber das andere hinzuzutreten braucht1 um die ,verdoppelung des ,ich wirklich herbeizufhren2 die ,richtigkeit dieses ,satzes wird besttigt in denjenigen ,fllen des alternirenden ,bewusstseins bei ,geisteskranken1 in denen die beiden ,zustnde nicht pltzlich wechseln oder durch trennende ,bewusstlosigkeit geschieden sind1 sondern allmhlich in einander bergehen1 wo sich dann stets im ,uebergangsstadium das ,gefhl der doppelten ,persnlichkeit einstellt4 -- ,nach allem vorher ,angefhrten sollte man es fr unzweifelhaft halten1 dass man es beim ,somnambulismus mit einem nicht bloss abnormen1 sondern schlechthin krankhaften ,zustand des ,organismus zu thun hat1 mit einem ,zustand1 der nicht nur seiner ,entstehungsursache nach1 sondern an und fr sich pathologisch ist und deshalb auch nur pathologisch modificirte ,funktionen ermglicht4 ,der psychische ,symptomenkomplex des ,somnambulismus lsst sich zusammenfassen als eine ,auslschung oder ,suspension der psychischen ,funktionen im ,allgemeinen und als koncentrirte ,steigerung derselben in derjenigen beschrnkten ,richtung1 auf welche das ,interesse und die ,aufmerksamkeit durch den ,magnetiseur oder ,experimentator hingelenkt ist4 ,es besteht allgemeine ,fhllosigkeit1 ,seelenblindheit1 ,seelentaubheit1 ,geruch- und ,geschmacklosigkeit 7,analgesie und ,ansthesie71 ,gedchtnisslosigkeit 7,amnesie71 ,willenlosigkeit 7,abulie71 und vllige ,stockung des spontanen ,vorstellungsverlaufes1 alles dies aber gleichzeitig mit hochgradiger ,sensitivitt und ,hypersthesie1 ,verschrfung der sinnlichen ,wahrnehmungsfhigkeit1 ,gedchtnisssteigerung 7,hypermnesie71 erhhter ,willensenergie 7,hyperbulie7 und vermehrter ,intensitt und ,geschwindigkeit des ,vorstellungsablaufes1 freilich nur in den ganz eng begrenzten ,richtungen1 auf welche durch ,suggestion des ,magnetiseurs oder auch durch ,autosuggestion das ,interesse und die unwillkrliche1 reflektorische ,aufmerksamkeit koncentrirt ist4 ,es ist als ob alle psychischen ,funktionen durch knstliche ,verengerung des ,bettes1 in dem sie sich bewegen1 krankhaft gesteigert wren1 hnlich wie die ,muskelkrfte des ,maniakus4 ,dabei ist freilich nicht ausgeschlossen1 dass die ,ergebnisse der psychischen ,funktionen dieses ,zustandes logisch wahr oder moralisch untadelig seien2 z4 ,b4 wenn die pathologische ,verfeinerung der ,wahrnehmung das ,material zu ,erkenntnissen und unbewussten ,schlussfolgerungen liefert1 welche dem wachen ,bewusstsein verschlossen bleiben1 oder wenn das moralische ,gefhl des ,menschen durch die physische und psychische ,analgesie des somnambulen ,zustandes von pathologischen ,strungen befreit wird1 welche es im wachen ,zustande entstellen4 ,aber dieser relative ,werth der ,ergebnisse jener psychischen ,funktionen beweist doch nichts dagegen1 dass dieselben an und fr sich pathologischer ,natur sind1 wie du ,prel meint 7#aca1 #acg1 #bgh74 ,der ,beweis dafr ist damit gegeben1 dass auch andere pathologische ,zustnde1 ,sensitivitt1 ,irrsinn u4 s4 w4 gelegentlich richtige und ungewhnliche ,ergebnisse durch ihre pathologischen psychischen ,functionen zu ,tage frdern4 ,anderseits wrde die pathologische ,natur des somnambulen ,zustandes nicht hindern knnen1 dass die ,natur ihn unter ,umstnden als das kleinere von zwei ,uebeln whlt1 und dass die menschliche ,absicht dieses ,beispiel der ,natur nachahmt1 falls das ,uebergewicht des zu beseitigenden ,uebels und seine ,beseitigung durch das gewhlte ,mittel zweifellos sind4 ,du ,prel geht es wie so vielen ,autoren1 die sich anhaltend mit einem ,gegenstande beschftigt haben1 er berschtzt dessen ,bedeutung in jeder ,hinsicht4 ,so wenig es rathsam ist1 nach der ,weise der ,alten die ,trume auf ihren prophetischen ,werth hin zu kultiviren1 ebensowenig kann man es empfehlen1 den ,somnambulismus in ausgedehnterem ,maasse zu psychologischen ,experimenten oder gar zu ,heilzwecken zu benutzen4 ,wenn es wahrsagende ,trume giebt1 so mssen dieselben nach du ,prel in tiefem ,schlaf 7#cf7 stattfinden1 von welchem wir gar keine oder nur eine durch den ,halbschlaf vermittelte ,erinnerung besitzen 7#di72 der ,halbschlaf aber1 der nur werthlose ,phantasiebilder liefert 7#cf1 #ea71 droht die ohnehin schon symbolisirten ,ahnungen des tiefen ,schlafs noch zu verunstalten1 wenn er sie einmal ausnahmsweise der wachen ,erinnerung berliefert4 ,die ,jagd nach prophetischen ,trumen wrde deshalb sicherlich in der grssern ,mehrzahl der ,flle1 wo man einen solchen vermuthet und nach einer solchen ,vermuthung handelt1 den ,menschen zum ,narren haben2 gesetzt aber auch1 man lernte einmal aus der ,symbolik des ,traums1 dass man sich im ,inkubationsstadium einer noch nicht ausgebrochenen ,krankheit befnde1 so wrde dadurch die glckliche ,unwissenheit des ,kranken nur um so viel frher zerstrt ohne die ,therapie zu erleichtern1 welche doch meist erst in den spteren ,stadien einer ,erkrankung eingreifen kann4 ,zur ,erweiterung unserer psychologischen ,kenntnisse ber abnorme psychische ,zustnde wird man wohl thun1 sich auf genaue ,beobachtung des spontanen ,somnambulismus zu beschrnken2 ich wrde es eher fr zulssig halten1 an ,menschen mit ihrer ,zustimmung ,vivisectionsexperimente zu machen1 welche doch nur ihren ,krper vorbergehend schdigen1 als knstliche ,geistesstrungen in ihnen zu erzeugen1 welche erst bei fterer ,wiederholung interessantere ,ergebnisse liefern1 dann aber auch ,krper und ,geist dauernd zerrtten4#bj ,da der durch knstlichen ,somnambulismus dem ,nervensystem zugefgte ,schaden eine zweifellose ,thatsache1 der durch ihn zu erzielende medicinische ,gewinn aber theils illusorisch1 theils zweifelhaft und unsicher ist1 so wird jeder besonnene ,arzt vor der ,anwendung des ,somnambulismus zu ,heilzwecken zurckschrecken1 ganz unabhngig davon1 ob er sich denselben erklren kann oder nicht 7#bcg72 denn die vorlufige ,unerklrlichkeit der ,wirkungsweise der meisten ,heilmittel hat noch keinen ,arzt von deren ,anwendung abgehalten4 ,ausserdem sind es noch ,nebengrnde1 welche die medicinische ,verwendbarkeit des ,somnambulismus1 selbst wenn man sie im ,princip zuliesse1 doch praktisch 7ebenso wie die rtliche ,anwendung des ,heilmagnetismus ohne ,hypnotisirung7 auf ,ausnahmeflle beschrnken wrden1 nmlich die relative ,unempfnglichkeit vieler ,patienten fr magnetische ,einflsse1 die relative ,seltenheit ausreichender magnetischer ,kraft bei ,aerzten und die rasche ,krafterschpfung der ,magnetiseure bei erwerbsmssiger ,thtigkeit4 ,wollte man aber nach den ,vorschlgen ,fahnestock's#ba alle ,menschen darauf einben1 sich selbst willkrlich durch psychische ,einflsse in ,somnambulismus versenken zu knnen1 so wre der dadurch im ,nervensystem der ,menschheit angerichtete ,schaden unermesslich1 der ,gewinn aber hchst zweifelhaft2 denn ob bei schweren ,verwundungen1 ,brandwunden1 ,schlangenbissen1 ,neuralgien u4 s4 w4 der auf ,selbstsomnambulisirung ,eingebte im ,stande bliebe1 seinen psychischen ,vorstellungsablauf so zu beherrschen1 dass der ,somnambulismus auch wirklich eintrte1 darber hat ,fahnestock1 wie es scheint1 noch keine ,versuche angestellt4 ,den ,nutzen1 den der ,somnambulismus bringen kann1 schlgt du ,prel viel zu hoch an4 ,dass dauernde vollstndige ,schlafentziehung ebenso wie ,nahrungsentziehung den ,menschen tdtet1 ist zweifellos2 aber es ist falsch1 aus der ,unentbehrlichkeit des ,schlafs und der ,nahrung zu schliessen1 dass der ,mensch sich desto besser befinden msse1 je mehr ,schlaf und ,nahrung man ihm zufhrt 7#bab74 ,dass ,schlafsucht1 die zu wochenlangem oder monatelangem ,schlaf fhrt1 nicht nur nicht heilsam ist1 sondern meist mit ,bldsinn oder ,tod endet1 ist bekannt4 ,aber gesetzt auch1 der ,schlaf wre um so heilsamer1 je tiefer er ist1 so wre doch die daraus gezogene ,schlussfolgerung du ,prel's falsch1 dass der somnambule ,schlaf als der tiefere und intensivere auch heilsamer sein msse als der natrliche 7#da74 ,denn erstens beruht dieser ,schluss auf der falschen ,voraussetzung1 dass der ,somnambulismus eine ,vertiefung des normalen ,schlafes sei1 und zweitens lsst sie ausser ,acht1 dass selbst1 wenn er dies wre1 er doch nur eine krankhafte ,vertiefung desselben wre1 die sich niemals an ,heilsamkeit mit dem gesunden ,schlaf1 selbst solchem von geringerer ,tiefe1 messen kann4 ,so ist z4 ,b4 der durch ,chloral1 ,morphium u4 s4 w4 erzeugte ,schlaf tiefer als der gewhnliche1 und doch sind fnf ,stunden natrlichen ,schlafes erquickender als sieben ,stunden eines solchen knstlich erzeugten2 wer aber keinen natrlichen ,schlaf finden kann1 greift schliesslich doch zu solchen ,mitteln und darf dann wohl von ihnen rhmen1 dass sie nach langer ,schlaflosigkeit ihn wahrhaft erquickt haben4 ,so mgen auch ,somnambulen1 die an ,schlaflosigkeit leiden1 das ,erquickende des somnambulen ,schlafes rhmen1 der ihnen einen gewissen ,ersatz gewhrt2 ja sogar sie knnen1 wenn sie an schmerzhaften oder qulenden ,zustnden und ,verstimmungen des ,nervensystems leiden1 mit ,recht dem ,hypnotismus wegen seiner ,analgesie in ihrem subjektiven ,empfinden einen ,vorzug vor dem natrlichen ,schlaf einrumen1 ebenso wie sie ihm oft den ,vorzug vor dem ihnen unbehaglichen wachen ,zustande geben 7#dic74 ,aus dieser subjektiven ,bevorzugung des somnambulen ,zustandes durch die ,somnambulen auf seine objektive ,heilsamkeit zu schliessen1 wre ebenso voreilig1 als wenn man aus dem ,verlangen eines ,morphiumschtigen nach neuer ,narkose auf die ,heilsamkeit der ,morphiumnarkose schliessen wollte4 ,dass der somnambule ,zustand nicht erquickender sein kann1 als der gewhnliche ,schlaf1 wird dadurch objektiv erwiesen1 dass er den letzteren nicht berflssig macht1 vielmehr bei andauerndem ,somnambulismus das ,bedrfniss nach natrlichem ,schlaf ganz ebenso eintritt1 wie im wachen ,zustande 7#ccb74 ,uebrigens stehen den ,aeusserungen der ,somnambulen ber die ,erquicklichkeit des somnambulen ,zustandes ebensoviel ,aeusserungen gegenber1 dass derselbe nicht gut fr sie sei1 und dass ,alles vermieden werden solle1 was ihren ,rckfall in diesen ,zustand herbeifhren oder begnstigen knnte 7#cfi72 nur die ,aeusserungen der letzteren ,art sind unverdchtige ,kundgebungen des ,heilinstinkts1 whrend bei denen der ersteren ,art der ,verdacht nahe liegt1 dass der ,heilinstinkt durch den ,drang nach relativer ,behaglichkeit des subjektiven ,befindens verdunkelt werde4 ,letzteres wird dadurch erhrtet1 dass die ,somnambulen mit dem ,schwinden ihrer subjektiven ,beschwerden auch aufhren1 nach dem somnambulen ,zustand ,verlangen zu tragen2 wenn er aber erquicklich und unschdlich zugleich wre1 so mssten ,alle1 die ihn kennen gelernt haben1 nach seiner ,wiederholung ,verlangen tragen1 gleichviel ob sie gesund oder krank wren4 ,wenn der ,somnambulismus darum heilsamer wre1 als der ,schlaf1 weil er tiefer1 intensiver als dieser ist1 so msste er um so heilsamer sein1 je tiefer er ist1 am heilsamsten also als ,hochschlaf2 das ,gegentheil davon ist wahr3 der somnambule ,zustand ist um so schdlicher in seinen ,nachwirkungen auf den ,organismus1 je tiefer er ist1 und der geradezu lebensgefhrliche ,hochschlaf wird von den ,somnambulen selbst gefrchtet 7#cfe74 ,gegen die prahlerischen ,berichte der ,magnetiseure ber wunderbare ,heilungen und ,regenerationen in anhaltendem ,somnambulismus ist mehr kritische ,vorsicht nthig1 als du ,prel anwendet 7#bab1 #bed71 und das ,gleiche gilt fr die wunderbaren ,wirkungen der von den ,somnambulen fr sich oder ,andere verwendeten ,heilmittel4 ,da der ,somnambulismus ein krankhafter1 von dem gesunden ,schlaf specifisch verschiedener ,zustand ist1 der den letzteren keineswegs entbehrlich macht1 wohl aber um so schdlichere ,nachwirkungen hinterlsst1 je tiefer er war und je fter er sich wiederholte1 so ist gegen jede ,behauptung heilsamer ,wirkungen dieses ,zustandes die usserste ,vorsicht geboten4 ,der spontane ,somnambulismus ist zunchst ebenso zweifellos ein ,symptom einer ,erkrankung des ,nervensystems wie ,epilepsie1 ,veitstanz oder ,irrsinn2 nur die unkritische vorgefasste ,meinung von der ,heilsamkeit des ,somnambulismus kann zu dem ,irrthum verleiten1 in jedem ,fall von spontanem ,somnambulismus eine ,aeusserung der ,naturheilkraft zu sehen4 ,dabei bleibt natrlich die ,mglichkeit nicht ausgeschlossen1 dass in einzelnen besonderen ,fllen der spontane ,eintritt des ,somnambulismus in der ,that als eine ,selbsthlfe der ,natur aufzufassen ist1 z4 ,b4 um durch ,analgesie dem ,organismus eine ,erholungspause von unertrglichen ,schmerzen zu gnnen1 oder um einen ,anfall von nervser ,gleichgewichtsstrung in milderer ,form verlaufen zu lassen 7larvirte ,epilepsie1 larvirter maniakalischer ,anfall74 ,ebenso ist es nicht unmglich1 dass die im ,somnambulismus stattfindende ,funktionsausschaltung gewisser ,theile des ,organismus und die ,vernderung in den ,bahnen des ,blutstroms ,gelegenheit geben zur ,frderung regenerativer ,vorgnge4 ,im ersteren ,sinne knnte dem ,somnambulismus ein symptomatischer ,werth 7zur ,vorbeugung oder ,unterdrckung bedrohlicher nervser ,anflle71 im letzteren ,sinne ein ,werth fr die ,linderung der ,krankheitsursachen zugesprochen werden4 ,aber was so fr den spontanen ,somnambulismus gelten knnte1 ist darum noch nicht ohne ,weiteres auf den knstlichen ,somnambulismus zu bertragen1 wie du ,prel annimmt 7#adj72 denn wer steht dafr1 dass der knstliche ,somnambulismus genau derselbe ,zustand ist1 wie der natrliche1 dass er der ,natur1 die es unterlassen hat1 ihn spontan herbeizufhren1 berhaupt willkommen ist1 und dass er genau im rechten ,grade und genau zur rechten ,zeit angewendet wird8 ,insbesondere der mehr am ,tage liegende prophylaktische ,werth als symptomatisches ,palliativmittel hngt ganz davon ab1 dass der ,kranke den ,magnetiseur in jedem ,augenblick bei sich hat1 was doch viel schwerer ist1 als ein ,chloral- oder ,morphiumpulver immer bei sich zu tragen4 ,zwar kann der ,arzt dem ,patienten in der ,hypnose suggeriren1 dass der somnambule ,schlaf jedesmal wiederkehren soll1 sobald er eines von einer ,anzahl wirkungsloser ,plverchen zu sich nimmt1 oder auch sobald er einen bestimmten ,spruch hersagt2 aber solche posthypnotische ,suggestionen werden nur bei ,personen von hochgradiger ,nervositt lngere ,zeit ihre ,wirkung behalten1 und grade bei solchen ist die ,herbeifhrung des ,somnambulismus ohne sachkundige ,beaufsichtigung am wenigsten zulssig4 ,selbst wenn die krperlichen ,nachtheile der narkotischen ,mittel ebenso gross wren wie die des ,somnambulismus 7was entschieden zu bestreiten ist71 wrden sie doch1 da sie fr die ,gesundheit dasselbe mit grsserer ,sicherheit leisten1 den ,vorzug verdienen1 weil die ,gefahren fr ,geist und ,charakter bei ihnen ungleich geringer sind4 ,auch der ,heilwerth der posthypnotischen ,suggestionen bei hysterischen ,strungen ohne anatomische ,grundlage 7hysterischen ,lhmungen1 ,krmpfen u4 s4 w47 darf nicht berschtzt werden2 denn wenn es gelingt1 der ,krankheit die eine ,pforte zum ,hervortreten auf diese ,weise zu verschliessen1 so wird sie nie in ,verlegenheit sein1 sich dafr eine andere zu ffnen1 so dass nicht eine ,beseitigung1 sondern nur eine fortwhrende ,aenderung der ,symptome auf diesem ,wege erzielt wird4 ,immerhin kann die ,aufhebung besonders lstiger oder schdlicher ,symptome durch posthypnotische ,suggestion unter ,umstnden ein grosser ,gewinn fr die rztliche ,behandlung sein1 und drfte hierin noch am ehesten die mesmerische ,praxis eine ,zukunft haben4 ,nicht minder als den ,heilwerth des ,hypnotismus berschtzt du ,prel den ,werth der somnambulen ,sensitivitt und der durch sie vermittelten ,diagnose eigener und fremder ,krperzustnde4 ,die ,art1 wie die ,somnambule ihre ,krpertheile fhlt1 ist unmittelbar nicht in ,worten auszudrcken1 ja nicht einmal unmittelbar vom ,bewusstsein zu vergegenstndlichen2 erst der in ,anschauungsbilder umgewandelte1 d4 h4 in ,gesichtseindrcke bertragene ,gefhlseindruck ist in ,worten wiederzugeben4 ,gesetzt den ,fall1 der ,gefhlseindruck von der relativen ,lage und dem ,zustand der eigenen ,krpertheile wre genau und bestimmt1 so wrde er doch bei der unwillkrlichen ,uebertragung in ein ,anschauungsbild zum ersten ,mal1 und bei der ,uebersetzung des letzteren in ,worte zum zweiten ,mal entstellt4 ,entweder fehlt es der ,somnambule an ,worten und technischen ,ausdrcken zur ,beschreibung ihres ,bildes1 so dass der ,deutlichkeitsgrad ihrer ,anschauung gar nicht zu kontroliren ist2 oder sie beherrscht solche ,ausdrcke1 dann besitzt sie sicherlich auch einige unvollkommene ,kenntnisse1 welche ihrer vermeintlichen ,selbstschau ,grundlage und ,richtung geben und deren ,ergebnisse entweder verflschen oder ergnzen4 ,aber schon der ,gefhlseindruck selbst ist dunkel und unsicher1 und es bedarf schon einer ,uebung durch hufige ,wiederholung oder eines ausnahmsweisen hohen ,grades von ,somnambulismus oder einer rtlichen ,steigerung der ,hypersthesie durch rtliche ,magnetisirung 7#agi7bb1 um die totale1 beziehungsweise lokale ,selbstschau zu einer einigermassen bestimmten zu machen4 ,abgesehen von der natrlichen ,unbestimmtheit der ,diagnose 7#aih7 und von ihrer ,gefhrdung durch ,einmischung von abstrakten ,gedchtniss-,vorstellungen 7#agh7 und ,phantasiespielen 7#agb7 wird deren ,werth noch durch weitere ,fehlerquellen verringert4 ,einerseits kann nmlich der ,magnetiseur durch vorzeitiges1 oder zudringliches oder ungeschicktes ,fragen die ,somnambule zwingen1 seinen ,ansprchen durch erqulte ,antworten zu gengen1 die sie theils nach ihrem eigenen anatomischen ,kenntnissstand1 theils nach dem ,wortlaut der ,fragen eingerichtet 7#agh71 und andererseits knnen1 wenn die ,annahme der ,gedankenbertragung vom ,magnetiseur auf die ,somnambule richtig ist1 sowohl die bewussten ,gedanken des ,magnetiseurs ber die von ihm erwarteten ,antworten als auch die unbewussten ,vorstellungen oder dunklen ,ahnungen desselben ber den ,zustand der ,kranken in diese durch den magnetischen ,rapport bergehen und ihm aus demselben zurcktnen1 wie ein ,echo1 das er nicht als ,echo erkennt 7#bfg74 ,hlt der ,magnetiseur vorsichtshalber seine ,fragen zurck1 bis die ,somnambule spontane ,aeusserungen ber den ,gesundheitszustand vorbringt 7#agh71 so wird er nur selten eine ,diagnose zu hren bekommen1 und dann noch eine sehr unvollstndige und unbestimmte2 geht er dann mit ,fragen vor1 so weiss er doch nicht1 was aus dem gesteigerten ,krpergefhl der ,somnambule und was aus anderen ,quellen stammt4 ,somnambule zur ,diagnose fremder ,personen zu benutzen1 bleibt1 ob fr ,geld oder umsonst gebt1 immer ein ,missbrauch ihrer ,person1 der sie schwcht und angreift und gegen den sie sich mit ,recht struben 7#bjd-bje74 ,wre die ,ausnutzung der somnambulen ,sensitivitt fr ,diagnosen etwas ,unschdliches und wirklich ,werthvolles1 so wre nicht abzusehen1 warum ein ,magnetiseur1 der seine ,somnambule 7als ,frau1 ,tochter1 ,pflegling u4 s4 w47 unterhlt1 nicht ebenso gut wie ein konsultirender ,arzt fr die gelieferten ,diagnosen ,honorar annehmen sollte1 zumal sie ja von dem ,inhalt der ,sitzungen und ihrer ,entlohnung nichts zu erfahren brauchte 7#cgj74 ,die ,behauptung du ,prels1 dass die somnambule ,selbstschau viel werthvollere ,aufschlsse ber die ,anatomie des ,menschen als der ,leichenbefund und allein werthvolle ,aufschlsse ber die physiologische und pathologische ,oekonomie des ,menschen zu geben im ,stande sei1 weshalb in der ,vivisektion nichts als nutzlose ,grausamkeit zu sehen sei 7#aic71 resumirt seine ,ueberschtzung der somnambulen ,selbstschau in drastischer ,form und verkennt die ,nothwendigkeit1 sich der schwer zu erreichenden ,wahrheit von mglichst vielen ,seiten her zugleich anzunhern4 ,nach meiner ,ansicht ist der ,missbrauch von ,somnambulen zu ,diagnosen und ,heilverordnungen fr dritte ,personen ebenso unbedingt auszuschliessen1 wie ffentliche ,vorstellungen2 auf dem ,gebiet der ,selbstdiagnose aber wird nur ganz ausnahmsweise einmal eine in den selteneren ,graden des ,somnambulismus spontan eintretende ,aeusserung einen diagnostischen ,werth fr den ,arzt haben knnen4 ,eine ,erweiterung unserer anatomischen1 physiologischen und pathologischen ,kenntnisse im ,allgemeinen von den ,aussprchen der ,somnambulen zu erhoffen1 erscheint mir phantastisch und mit den bisherigen ,erfahrungen im ,widerspruch4 ,dagegen erkenne ich bereitwillig den ,nutzen an1 den das objektive ,studium dieser pathologischen ,zustnde der ,physiologie des ,nervensystems bringen kann und zum ,theil schon gebracht hat4 ,derselbe wrde noch ungleich grsser sein1 wenn die ,vivisektion sich mit dem ,somnambulismus redebegabter ,individuen verbinden liesse1 was leider nach den bisherigen ,ansichten ber die ,zulssigkeit der ,vivisektion bei ,menschen nicht angeht4 ,aber selbst zugegeben1 dass gelegentlich die somnambule ,selbstschau der rztlichen ,diagnose eine werthvolle ,ergnzung oder ,berichtigung zufhrt1 so ist damit doch sehr wenig gewonnen2 wre jeder gute ,diagnostiker darum auch schon ein guter ,arzt 7#agf71 so wrde es uns nicht an guten ,aerzten fehlen1 da in der ,diagnose unsere heutige ,medicin ebenso weit vorgeschritten ist1 als sie in der ,heilung innerer ,krankheiten ohnmchtig geblieben1 ja sogar zur ,kenntniss ihrer ,ohnmacht gelangt ist4 ,steht schon den akuten constitutionellen ,erkrankungen der ,arzt machtlos gegenber1 so noch weit mehr den chronischen2 allgemeine ,krftigung durch ,dit und ,hautpflege ist neben vorbergehender ,linderung einzelner lstiger ,symptome das einzige1 was ihm der heutige ,stand unserer ,kenntniss zu leisten gestattet1 insbesondere bei den chronischen ,krankheiten des ,nervensystems4 ,wie wenig ntzt ihm da die ,genauigkeit seiner eigenen ,diagnose1 und wie viel weniger die gelegentliche ,untersttzung durch die ,somnambule6 -- ,nun darf freilich der ,heilinstinkt der ,somnambulen nicht ausser ,acht gelassen werden2 aber dieser wird sich meist unabhngig von somnambuler ,selbstdiagnose und nur ausnahmsweise im ,zusammentreffen mit derselben usseren1 besonders1 wenn man spontane ,aeusserungen abwarten will1 denen allein einiger ,werth zugeschrieben werden kann 7#bee74 ,abgefragte ,heilverordnungen spiegeln fast immer nur die medicinischen ,ansichten des ,arztes wieder 7#bfg71 welche mit denjenigen seiner ,zeit theils bereinstimmen 7#beg71 theils mehr oder weniger von ihnen abweichen1 und zwar nicht bloss seine bewussten ,gedanken und ,entschliessungen1 sondern auch das von ihm ,geahnte und noch nicht ,erfasste1 oder das von ihm ,gewnschte aber noch nicht ,gewagte 7#bca1 #bgj74 ,aber auch die spontanen ,selbstverordnungen der ,somnambulen sind mit so viel ,fehlerquellen behaftet1 dass man niemals wissen kann1 ob und wie viel der ,heilinstinkt dabei mitspricht4 ,erstens haben die meisten ,laien mehr ,kenntniss von ,heilmitteln als von ,anatomie1 insbesondere ,nervenleidende1 an denen schon viel herum kurirt worden ist1 und die oft eine ,masse unverdauter medicinischer ,kenntnisse aufgelesen haben 7#cji72 es ist daher kein ,wunder1 dass auch die ,somnambulen die therapeutischen ,systeme ihrer ,zeit wenigstens den ,grundzgen nach widerspiegeln 7#bfd71 wenn ihre ,aeusserungen auch mit dem ,glauben und ,aberglauben der ,volksmedicin mehr oder weniger gemischt sind4 ,ebenso wie die vermeintlichen ,intuitionen der ,somnambulen ber metaphysische und religise ,dinge nur phantastisch gemodelte unbewusste ,reminiscenzen aus dem ihnen gelufigen religisen ,vorstellungskreise sind 7#ahe71 ebenso sind auch die vermeintlichen ,intuitionen des somnambulen 7oder trumenden7 ,heilinstinkts in der allergrssten ,mehrzahl der ,flle nichts als erinnerungslose ,reproduktionen von frher einmal ,gehrtem1 ,gelesenem oder ,probirtem1 welche durch die ,hypersthesie des ,gedchtnisses dem ,bewusstsein zur ,verfgung gestellt werden ohne jedes ,merkmal1 dass sie aus dem reflexiven discursiven ,wissen stammen 7#bbi74 ,zweitens kreuzen sich bei der ,somnambulen1 als einer ,kranken1 die perversen krankhaften ,instinkte mit dem ,heilinstinkt1 und man kann nie wissen1 welcher im gegebenen ,falle die ,oberhand hat2 das ,verlangen nach den unverdaulichsten ,dingen 7#bag71 nach kolossalen ,dosen stark wirkender ,medikamente 7#bgj bis #bgb71 nach ,fortdauer und ,wiederholung des somnambulen ,zustandes gehren ohne ,zweifel den ersteren an4 ,drittens schtzt der ,verzicht des ,magnetiseurs auf ,fragestellung bei engem magnetischem ,rapport keineswegs davor1 dass nicht schon dessen unausgesprochene bewusste und unbewusste ,vorstellungen und ,wnsche in die ,somnambule bergehen und aus ihr zurcktnen4 ,viertens kann die somnambule ,traumphantasie sich in einem ,spiel mit ebenso sinnlosen wie unschdlichen ,verordnungen ergehen 7#aga71 denen vom ,magnetiseur und demgemss auch von der ,kranken irrthmlich eine hohe ,wichtigkeit beigemessen wird4 ,bercksichtigt man endlich1 dass ,zurckhaltung in der ,fragestellung bei den registrirten ,krankheitsgeschichten von ,somnambulen zu den ,ausnahmen gehrt1 so wird man ermessen knnen1 einen wie geringen ,antheil an den berichteten ,selbstverordnungen man dem ,heilinstinkt zuschreiben darf4 ,betrachtet man die berichteten ,flle von gnstiger ,wirkung der somnambulen ,verordnungen1 so bleibt nach ,ausscheidung der schlechthin unzuverlssigen ,angaben und nach ,abzug der ,flle1 in denen bekannte ,heilmittel von anerkannter ,wirksamkeit verordnet sind1 in der ,that noch genug ,material brig1 um das ,erstaunen des ,laien zu erwecken4 ,aber ganz dasselbe ist der ,fall bei den zahllosen irrationellen ,systemen der ,heilkunst1 welche auf der ,erde im ,schwange gehen1 ja sogar bei ,schfern und wunderthtigen ,heiligenbildern2 sie alle haben eine ,menge zweifellos glcklicher ,kuren aufzuweisen1 insbesondere in ,fllen von ,nervenkrankheiten1 die jeder rationellen ,behandlung spotten1 und bei denen noch immer das ,wort gilt3 ,dein ,glaube hat ,dir geholfen4 ,wenn nun eine ,somnambule den festen ,glauben gewinnt1 dass sie in ,folge der getroffenen ,verordnungen sich bessern oder genesen werde1 so kann dieser ,glaube sehr wohl eine vorbergehende oder dauernde ,vernderung der ,krankheit herbeifhren1 ganz abgesehen davon1 ob den verordneten ,mitteln objektiv genommen irgend welche ,wirksamkeit zukommt4 ,aus der objektiven ,gleichgltigkeit des ,inhalts der ,verordnung erklrt sich die ,vorliebe der ,somnambulen fr anscheinend indifferente ,mittel oder fr homopathisch kleine ,gaben 7#bgb71 zugleich aber auch die ,thatsache1 dass die ,mittel immer nur ihnen selbst helfen1 aber in anscheinend gleichen ,fllen jede ,wirkung versagen und zur ,abstraktion von allgemein giltigen ,regeln nicht brauchbar sind 7#bfi-bgj72 ebenso erklrt sich aus der grsseren ,kraft des ,glaubens an eigene als an fremde ,verordnungen die ,thatsache1 dass die ,wirkung der somnambulen ,verordnungen fr dritte mit ihnen in ,rapport gesetzte ,personen soviel unsicherer ist1 als die ,wirkung der ,selbstverordnungen4 ,htten die ,verordnungen der ,somnambulen irgend welche objektive ,wirksamkeit1 so msste doch unbeschadet der grssten ,individualisirung der einzelnen ,flle irgend welcher greifbare ,gewinn fr die ,therapie1 wenn auch nur der allerbescheidensten ,art1 nachweisbar sein2 da dies trotz aller ,bemhungen der ,magnetiseure nicht der ,fall ist1 muss man schliessen1 dass die ,wirkung der ,verordnungen1 soweit letztere nicht von bereits bekannter objektiver ,wirkung sind1 nur subjektiver ,art ist1 und zwar nicht nur bei den ,somnambulen selbst1 sondern auch bei denen1 welche ihre ,hlfe in ,anspruch nehmen und an deren ,wirksamkeit glauben4 ,darum ist aber auch die ,hoffnung abgeschnitten1 auf diesem ,wege jemals einen ,fortschritt der medicinischen ,wissenschaft zu erzielen2 die ,befolgung der somnambulen ,verordnungen1 soweit keine objektive ,wirksamkeit derselben bekannt ist1 wird ein verstndiger ,arzt nur zu dem ,zwecke zugeben1 um von dem aufrichtenden ,einfluss des ,glaubens und ,vertrauens ,nutzen zu ziehen1 welcher durch das ,vergessen der somnambulen ,verordnung im wachen ,zustande nicht beeintrchtigt wird4 ,aber kein verstndiger ,arzt wird den knstlichen ,somnambulismus herbeifhren in der ungewissen ,aussicht1 eine ,selbstverordnung der ,kranken zu erzielen1 die vielleicht einen gnstigen subjektiven ,einfluss auf das ,nervenleiden haben knnte4 ,ganz unstatthaft aber ist das ,provociren von ,verordnungen fr dritte ,personen2 will man einmal ,hokus-,pokus treiben1 so giebt es andere ,mittel genug1 um medicinisch ntzliche ,einbildungen in den letzteren hervorzurufen1 als dass man zu dem ,zwecke durchaus mit der ,gesundheit eines ohnehin schon ,nervenkranken ein frevelhaftes ,spiel treiben msste4 ,bei alledem bin ich weit entfernt1 die ,existenz eines ,heilinstinkts und seine erleichterte ,aeusserung im somnambulen ,zustande zu leugnen2 ich behaupte nur1 dass diese ,aeusserungen unter einem solchen ,wust von werthlosen und schdlichen ,einfllen und ,einbildungen vergraben liegen1 dass es ein praktisch aussichtsloses und bei seinen unvermeidlichen ,irrwegen gefhrliches ,unternehmen wre1 auf dieselben eine indirekte hypnotische ,behandlung der ,kranken grnden zu wollen4 ,es ist auch die ,mglichkeit nicht ausgeschlossen1 dass die ,hypersthesie der ,gefhls- und ,vorstellungsfunktion im somnambulen ,zustande das ,auftauchen hellsehender ,intuitionen ber allerlei andere als medicinische ,dinge1 ja sogar ber transcendent metaphysische ,thatsachen erleichtert1 und trotzdem mssen1 wie du ,prel zugiebt 7#ahd-ahe71 alle ,versuche1 aus den ,somnambulen ,wahrsager zu machen oder gar ber metaphysische ,fragen von ihnen ,aufklrungen zu erhalten1 als ganz werthlos angesehen werden84 ,dieselben ,grnde1 welche diese ,versuche auf dem einen ,gebiet praktisch werthlos machen1 thun es im gleichen ,masse auch auf dem andern4 ,noch unzulssiger als die medicinische ,verwerthung ist die pdagogische ,ausnutzung des ,somnambulismus im moralischen ,interesse1 welche du ,prel der wohlbegrndeten ,besorgniss vor unmoralischen ,missbrauch der ,macht des ,magnetiseurs ber die somnambule ,person entgegengestellt 7#ceg-ceh74 ,das somnambule ,bewusstsein ist ein widerstandsloser und willenloser ,geisteszustand1 in welchem blindlings jeder ,befehl des ,magnetiseurs befolgt wird und die ,consequenzen des einmal erhaltenen ,thtigkeitsimpulses wie bei einem mechanischen ,automaten abschnurren2 die somnambule ,widerstandslosigkeit gegen den ,willen des ,magnetiseurs greift aber -- und darin liegt eine furchtbare ,gefahr -- auch in das wache ,leben ber1 so dass die wache ,person die unglaublichsten ,vorwnde aufsucht1 um einen im somnambulen ,zustande erhaltenen ,befehl des ,magnetiseurs zu rechter ,zeit zu erfllen1 obwohl sie keine ,erinnerung an diesen ,befehl hat1 sondern nur den dunklen1 unmotivirten ,trieb zum ,vollziehen der fraglichen ,handlung empfindet4 ,der pathologische ,charakter des ,somnambulismus und seine ,verwandtschaft mit der ,geistesstrung offenbart sich hier mit voller ,deutlichkeit1 indem die unbewusst fortwirkenden ,rckstnde des somnambulen ,lebens bei ihrem ,hineinragen in's normale ,leben sich genau so verhalten1 wie die unmotivirten und doch unwiderstehlich wirkenden ,triebe bei ,wahnsinnigen4 ,beide ,arten von decentralisirten ,impulsen kommen aus derselben ,region des ,centralnervensystems1 nur dass sie im ersteren ,fall durch den ,magnetiseur1 im letzteren ,fall durch innere krankhafte ,reize des ,organismus bestimmt sind4 ,es ist klar1 dass dieses ,verhltniss der ,somnambule zum ,magnetiseur den ,begriff der ,besessenheit objektiv verwirklicht1 von dessen ,verwirklichung in wachen ,irrsinnsfllen die blosse ,illusion besteht2 es ist ebenso klar1 dass die mit solcher ,besessenheit gegebene ,aufhebung der ,selbstbestimmung des ,willens das psychologische ,fundament der ,sittlichkeit ganz ebenso wie der spontane ,irrsinn zerstrt4 ,ob der ,inhalt des infiltrirten ,willens gut oder bse ist1 erscheint relativ gleichgiltig1 da seine ,ausfhrung dem ,handelnden doch nicht mehr moralisch zugerechnet werden kann2 aber das rein ,formelle an diesem ,verhltniss ist einem ,meuchelmord der sittlichen ,persnlichkeit gleich zu achten1 und muss als solcher immer sittlichen ,abscheu erwecken4 ,das ,hinberspielen des blinden ,automatengehorsams aus dem somnambulen in den wachen ,zustand kann niemals ,frchte von sittlichem ,werth1 sondern hchstens eine maschinenmssige ,legalitt der impulsiven ,handlungen erzielen2 aber die ,legalitt ist hier nicht1 wie in der echten ,pdagogik1 eine ,vorstufe zur ,bethtigung sittlicher ,autonomie1 sondern mit dem ,preise ihrer ,zerstrung bezahlt4 ,nur da1 wo durch ,geistesstrung ohnehin die psychische ,grundlage der sittlichen ,persnlichkeit aufgehoben ist1 kann die ,herbeifhrung des somnambulen ,zustandes und die ,aenderung der krankhaften ,willensimpulse und ,einbildungen unbedenklich erscheinen2 so z4 ,b4 wenn man einem ,irrsinnigen im somnambulen ,zustand befiehlt1 hinfort nicht mehr von einem bsen ,dmon sondern von einem guten ,genius besessen zu sein1 oder ihn selbst die ,person whlen lsst1 mit der er die ,vertauschung seines wahnsinnigen ,ich vornehmen will4 ,auch die ,mglichkeit ,somnambule auf ,befehl bestimmte ,vorstellungen fr die ,dauer vergessen zu lassen1 knnte zur ,bekmpfung von fixen ,ideen und ,zwangsvorstellungen verwerthet werden1 obschon die aus einer ,wahnvorstellung verscheuchte ,krankheit sich dann sehr bald in einer andern ,wahnvorstellung ein neues ,ventil zu ffnen pflegt4 ,es giebt keine launischeren1 selbstschtigeren1 anspruchsvolleren1 herrschschtigeren1 empfindlicheren1 kurz1 fr ihre ,umgebung unertrglicheren ,individuen1 als jene ,art von ,nervenkranken1 die zum ,somnambulismus prdisponirt sind1 und die ftere ,wiederholung des ,somnambulismus steigert die nervse ,gleichgewichtsstrung1 aus der diese ,unliebenswrdigkeit des ,benehmens entspringt1 hat also eine entschieden ungnstige ,rckwirkung auf die sittliche ,haltung der ,person1 ebenso wie auf ihr ,gedchtniss und ihre intellectuellen ,fhigkeiten4 ,nur in der somnambulen ,krise selbst1 wo der strende ,druck des ,nervenleidens auf die ,stimmung der ,kranken durch die ,analgesie aufgehoben ist und alle ,gedchtnissvorstellungen nur mit den ihnen in der ,vergangenheit 7also in gesunden ,tagen7 anhaftenden moralischen ,gefhlswerthen reproducirt werden 7#cag1 #cai71 erscheint auch das aus diesen begleitenden ,gefhlswerthen abfliessende moralische ,urtheil wieder so1 wie es in gesunden ,tagen war4 ,dieser ,zustand kann also relativ1 d4 h4 im ,vergleich mit der krankhaften ,entartung des sittlichen ,gefhls im wachen ,zustande1 als eine ,steigerung und ,reinigung des moralischen ,gefhls erscheinen 7#dcd72 aber der ,somnambulismus erzeugt diese nicht1 sondern lsst nur die reineren ,gefhlswerthe der gesunden ,vergangenheit durch das ,gedchtniss wieder aufwachen1 whrend er die ,strungen des gegenwrtigen wachen ,lebens zeitweilig verdunkelt4 ,nach alledem ist der ,nutzen des ,somnambulismus ebenso problematisch wie die ,schdlichkeit desselben fr ,leib und ,seele zweifellos ist2 alle ,versuche1 aus demselben ,nutzen zu ziehen1 sind 7mit ,ausnahme einzelner ,flle von ,behandlung der ,hysterie und des ,irrsinns7 nicht nur praktisch werthlos1 sondern befinden sich auf einem gefhrlichen ,irrwege4 ,es ist praktisch hchst wichtig1 daran festzuhalten1 dass der ,somnambulismus ein rein pathologischer ,zustand mit ausschliesslich pathologischen ,funktionen ist1 der vor anderen pathologischen ,nervenzustnden nichts voraus hat und keine einzige neue ,funktion des menschlichen ,geistes enthllt1 sondern nur bekannte ,funktionen in anderer ,zusammenstellung zeigt4 ,selbst das eigentliche ,hellsehen ist eine ,funktion1 die bei wachem ,bewusstsein unter ,umstnden auch vorkommt1 und die nur beim ,somnambulismus wegen der ,hypersthesie des ,gedchtnisses und der ,phantasie leichter eintritt2 aber noch nie hat die ,menschheit in ihrem ,kulturprocess vom somnambulen ,hellsehen irgend welche ,frderung erfahren1 weil solche abhngig ist von der ,verbindung des ,hellsehens mit der zielbewussten ,besonnenheit der ,geistesthtigkeit1 die eben im ,somnambulismus unterdrckt ist4 ,die willenlose1 decentralisirte1 automatenartige ,passivitt des somnambulen ,bewusstseins 7#abd7 stellt dasselbe tief unter das wache ,bewusstsein1 ebenso wie das gewhnliche ,traumbewusstsein1 dem gleichfalls das zielbewusste ,wollen und die ,richtung gebende ,aufmerksamkeit fehlen 7#cc74 ,die ,geistigkeit und bewusste ,vernnftigkeit des wachen ,lebens bekundet sich eben formell in der ,erhebung ber die anschauliche ,bildlichkeit der ,vorstellungen zu abstrakten ,begriffen und zur ,gedankenreflexion1 inhaltlich in der zielbewussten ,leitung des ,vorstellungs- und ,motivationsprocesses1 durch welche auch die autonome ,selbstbestimmung des ,willens ermglicht ist4 ,ein bloss bildliches ,bewusstsein1 dessen ,vorstellungsbilder mechanisch von aussen aufgezwungen werden oder ebenso mechanisch nach zufllig entstandenen ,associationen abschnurren1 und dessen ,handlungen ebenso mechanisch aus den aufgezwungenen oder zufllig aufgetauchten ,bildern entspringen1 entbehrt der ,finalitt im ,vorstellungsablauf und damit der specifisch geistigen ,vernnftigkeit4 ,je tiefer der natrliche oder somnambule ,schlaf ist1 desto mehr nimmt diese ,lhmung der ,spontaneitt1 diese teleologische ,vernunftlosigkeit der ,bilderfolge und ,handlungen zu1 und nur die wachsende ,hypersthesie des ,gedchtnisses und der ,phantasie bewirkt1 dass lngere ,bilderreihen im ,zusammenhang verlaufen4 ,beim normalen ,traum1 der schon im ,halbschlaf oft lngere zusammenhngende ,episoden zeigt1 mag bei der ,schlafvertiefung der zunehmende ,abschluss von den ,sinnesreizen die ,hufigkeit solcher strenden ,unterbrechungen vermindern und dadurch zur ,verlngerung der zusammenhngenden ,episoden beitragen 7#cb72 im ,somnambulismus giebt umgekehrt bei gesteigerter ,tiefe und damit zunehmendem ,aufschluss der ,sinne an die ,aussenwelt der ,magnetiseur den spiritus rector ab1 welcher den mechanischen ,bilderfluss im ,zgel hlt und von unwillkrlichen ,abschweifungen aus dem ,zusammenhang zurckholen kann4 ,alles ,vernnftige im gewhnlichen und somnambulen ,traum hngt aber doch lediglich von der ,vernnftigkeit des wachen ,bewusstseins ab1 nmlich bei beiden von der ,vernnftigkeit der im ,gedchtniss niedergelegten ,associationen1 durch welche die ,reihenfolge der ,reproduction bestimmt wird1 und beim ,somnambulismus ausserdem von der ,vernnftigkeit des den ,traum der ,somnambule leitenden ,magnetiseurs4 ,je tiefer der ,schlaf wird1 desto tiefer versinkt das ,traumbewusstsein in mechanische ,passivitt1 in gedankenlose ,bildlichkeit und in die ,neigung zu symbolischer ,personifikation 7#ii71 desto weiter entfernt es sich von der vernnftigen ,geistigkeit des wachen ,bewusstseins2 je tiefer und fester der ,schlaf1 desto tiefer wird die ,seele in das organische ,treiben der ,natur versenkt 7#bae74 ,je weiter sich aber der ,seelenzustand von der vernnftigen ,geistigkeit entfernt und je tiefer er in das organische ,treiben des blossen ,naturdaseins versenkt wird1 desto mehr steigt er auf der ,stufenleiter der organischen ,entwickelung abwrts1 desto unhnlicher wird er dem specifisch ,menschlichen und desto hnlicher dem thierischen und pflanzlichen ,leben4 ,das wache ,bewusstsein der ,thiere von den ,amphibien abwrts gleicht zweifellos mehr dem somnambulen ,bewusstsein als dem wachen ,bewusstsein des ,menschen1 und die ,sensitivitt des somnambulen ,zustandes fr unorganische und organische ,einflsse1 fr chemische1 elektrische und meteorologische ,eindrcke gleicht mehr dem thierischen und pflanzlichen ,verwachsensein mit dem ,naturganzen als der menschlichen ,aussonderung aus demselben4 ,wenn man demnach vor die ,alternative gestellt wre1 ob der ,somnambulismus sammt seiner sensitiven ,einfhlung in den ,naturzusammenhang als eine atavistische ,gestaltung1 d4 h4 als ein ,ueberlebsel berwundener biologischer ,entwickelungsstufen1 oder ob er als keimartige ,anticipation einer auf ,erden noch unerreichten hheren biologischen ,entwickelungsstufe zu deuten sei1 so msste die ,antwort zweifellos zu ,gunsten des atavistischen ,rckfalles in niedere ,lebensstufen lauten1 und die ,errterung1 ob die eventuell dem ,somnambulismus entsprechende hhere ,entwickelungsstufe noch hier auf ,erden1 oder in einem besseren ,jenseits oder auf anderen ,weltkrpern erreicht werden wird 7#chg1 #abe71 ist vllig bodenlos4 ,aber selbst die ,frage1 die jener ,alternative zu ,grunde liegt1 ist schon falsch gestellt3 denn sie ist nur zulssig bei normalen physiologischen ,zustnden1 die in der gradlinigen ,entwickelung liegen1 aber unzulssig bei pathologischen ,zustnden1 die aus derselben seitlich heraustreten4 ,niemand zweifelt daran1 dass ein ,irrsinniger mit alternirendem ,bewusstsein1 trotz seines zwiespltigen ,bewusstseinslebens1 und trotzdem er in dem einen ,zustand als eine andere geistige ,persnlichkeit wie in dem andern erscheint1 doch nur eine einzige geistige ,persnlichkeit mit einem einzigen ,bewusstsein1 aber mit wechselnden ,zustnden und demgemss wechselndem ,inhalt dieses ,bewusstseins ist4 ,nicht das ,bewusstsein ist bei solchen ,kranken doppelt1 auch nicht das ,vorstellungsmaterial1 ber das sein ,bewusstsein insgesammt verfgt1 sondern nur in zwei ,gruppen ist das ,vorstellungsmaterial getheilt1 so zwar1 dass jede ,vorstellung einer ,gruppe mit jeder derselben ,gruppe sich leicht associirt1 mit irgend welcher ,vorstellung aus der anderen ,gruppe aber gar nicht oder doch sehr schwer associirt4 ,der ,vorrath der einen ,gedchtnisskammer scheint in zwei ,kammern vertheilt 7#bih71 weil er in zwei ,haufen getheilt ist1 die untereinander sich nicht berhren4 ,dass nur ein leerer ,raum1 aber keine ,scheidewand zwischen ihnen steht1 erhellt daraus1 dass manchmal beim ,uebergang des einen ,zustandes in den anderen beide ,gruppen doch in einander bergreifen1 aber sich wegen ihrer ,fremdartigkeit abstossen4 ,man kann das ,bewusstsein mit einer ,blendlaterne vergleichen1 welche durch ihren ,lichtkegel immer nur einen engbegrenzten ,ausschnitt der ,umgebung auf einmal beleuchtet2 dreht sich die ,laterne langsam1 so rckt der ,lichtkegel stetig weiter und die ,continuitt des wechselnden ,bewusstseinsinhalts bleibt gewahrt1 -- dreht sie sich aber pltzlich mit einem ,ruck um mehr als den ,scheitelwinkel ihres ,erleuchtungskegels1 so sind ganz von einander getrennte ,ausschnitte der ,umgebung beleuchtet1 welche bei der ,dunkelheit der sie thatschlich verbindenden ,brcke als zwei getrennte ,bewusstseine erscheinen4 ,dass dieser ,schein trgt1 ist daraus empirisch zu erweisen1 dass die ,uebergangsbrcke unter ,umstnden1 bei langsamer ,drehung der ,laterne1 wirklich beobachtet1 also das ,vorhandensein des objektiven ,zusammenhanges beider ,gruppen erfahrungsmssig konstatirt wird4 ,denn wo die ,vergleichung von ,vorstellungen aus den verschiedenen ,bewusstseinszustnden berhaupt mglich ist1 da ist sie es nur unter der ,voraussetzung der ,einheitlichkeit des ,bewusstseins in beiden ,zustnden2 wo sie aber gar nicht beobachtet wird1 liegt in dieser ,nichtwirklichkeit doch noch kein ,beweis fr ihre ,unmglichkeit oder gar 7wie du ,prel meint -- #dch7 fr die ,doppelheit des ,bewusstseins1 da auch dann immer noch ein identisches ,bewusstsein bestehen kann1 dem nur die ,handhabe dazu fehlt1 seine ,identitt mit in seinen ,inhalt aufzunehmen4 ,nun kennen wir innerhalb desselben menschlichen ,organismus keine ,bewusstseinszustnde1 zwischen denen nicht wenigstens ausnahmsweise ein ,uebergang1 eine wenn auch nur schwache ,grenzberhrung stattfnde4 ,das wache ,bewusstsein erinnert sich vieler ,trume und mancher ,vorgnge aus dem somnambulen ,traumleben1 besonders wenn fr associative ,erinnerungsbehelfe ,sorge getragen wird2 ebenso erinnert sich das ,traumbewusstsein mancher ,vorgnge aus dem somnambulen ,leben1 und das somnambule ,bewusstsein ausnahmsweise der ,vorgnge aus dem ,hochschlaf 7#cdg-cef74 ,nach den neueren franzsischen ,berichten1 ist der entschiedene ,befehl des ,magnetiseurs an die ,somnambule1 sich nach dem ,erwachen an bestimmte ,vorgnge des somnambulen ,zustandes oder die ganze ,reihe derselben zu erinnern1 ausreichend1 um die ,erinnerungsbrcke mit ,sicherheit herzustellen4#bc ,diese ,thatsachen gengen zum strengen ,beweise des ,satzes1 dass wir es in allen diesen ,fllen nicht mit verschiedenen ,bewusstseinen innerhalb desselben organischen ,individuums1 sondern mit verschiedenen1 physiologisch bedingten ,zustnden desselben einen und einzigen ,bewusstseins zu thun haben1 und es bedarf dazu kaum noch des ,hinweises darauf1 dass das ,umspannen des einen ,bewusstseinszustandes durch den andern nicht die ,ausnahme1 sondern die ,regel ist1 wenn wir vom ,hochschlaf durch das somnambule und ,traumbewusstsein zu den verschiedenen normalen und abnormen ,zustnden des wachen ,bewusstseins fortschreiten4 ,diese ,stze sind so selbstverstndlich1 dass wohl ,niemand darauf verfallen wre1 sie in ,frage zu stellen1 wenn nicht der optische ,dualismus 7#adh7 der phantastischen ,spaltung 7#ch7 des ,ich in manchen abnormen ,bewusstseinszustnden mit einer ,mehrheit relativ gesonderter ,bewusstseinszustnde zusammentrfe4 ,nun ist aber klar1 dass die hallucinatorische ,deutlichkeit eines ,trauminhalts gar nichts fr dessen ,realitt beweist1 dass es dem ,aberglauben verfallen heisst1 wenn man die ,traumfiguren des gewhnlichen oder somnambulen ,traumes fr wirkliche ,personen nimmt 7#baj1 #ahf71 und dass die ,neigung zur ,verbildlichung und symbolisch-phantastischen ,personifikation mit der ,tiefe des ,traumbewusstseins wchst 7#ii71 also z4 ,b4 die ,zahl der ,schutzengel und ,interlocutoren mit der ,steigerung des ,somnambulismus zunimmt4 ,wie ist es unter solchen ,umstnden mglich1 die symbolischen ,personifikationen des ,traumbewusstseins ausnahmsweise als ,realitten zu behandeln1 sobald sie sich auf einen anderen1 relativ gesonderten ,bewusstseinszustand desselben ,individuums beziehen1 falls nicht schon auch ohnedies ein gengender ,grund vorliegt1 eine ,mehrheit von ,bewusstseinen oder ,personen innerhalb desselben organisch-psychischen ,individuums anzunehmen8 ,da wir gesehen haben1 dass dazu nicht nur kein ,grund vorliegt1 sondern eine solche ,annahme entschieden unstatthaft ist1 so ist es auch schlechthin unstatthaft1 in der ,anerkennung des phantastisch-illusorischen ,charakters aller dramatischen ,spaltungen des ,ich eine ,ausnahme zu ,gunsten der ,personifikation des normalen wachen ,bewusstseinszustandes durch den irrsinnigen 7#cdc7 oder durch den somnambulen zu machen 7#dch1 #ahi1 #abg74 ,wre das statthaft in ,bezug auf die somnambule ,traumpersonifikation des normalen wachen ,zustandes durch das somnambule ,bewusstsein1 so wre es nicht minder geboten in ,bezug auf die ,personifikation der abnormen wachen ,bewusstseinszustnde durch das somnambule ,bewusstsein und in ,bezug auf die ,personifikation des somnambulen ,zustandes durch das ,bewusstsein des ,hochschlafs2 wir wrden also durch diese ,art1 zu schliessen1 doch niemals auf zwei1 sondern sofort auf fnf bis sechs getrennte ,bewusstseine und ,personen innerhalb desselben organisch-psychischen ,individuums gefhrt werden4 ,die verschiedenen abnormen ,bewusstseinszustnde sind von einander in nicht geringerem ,grade relativ abgesondert als der normale ,bewusstseinszustand von den abnormen2 es ist also ganz unzulssig1 wie du ,prel thut1 die ,absonderung des normalen ,zustandes von den abnormen zur ,scheidegrenze zwischen zwei ,bewusstseinen oder ,personen im ,individuum zu stempeln1 die ,absonderung der abnormen ,zustnde unter einander aber zu ignoriren und alle diese ,bewusstseinszustnde kurzweg als die zweite ,person8 im ,individuum zusammenzufassen4 ,der optische ,pluralismus der ,personen ist berall1 auch als ,dualismus der ,personen im somnambulen oder ,traumbewusstsein1 eine phantastische psychologische ,illusion oder ,fiktion1 und wenn auch die ,thatsache dieser ,illusion keine illusorische1 sondern eine reelle ,thatsache ist 7#aad71 so darf man aus diesem ,satze doch unter keinen ,umstnden zu ,schlssen1 welche die ,realitt des ,inhalts dieser ,illusion unvermerkt voraussetzen1 fortschreiten 7#aab74 ,das wache ,bewusstsein und das somnambule ,bewusstsein sind also nicht zwei ,bewusstseine1 sondern zwei ,zustnde eines ,bewusstseins1 die durch ,schwellenverschiebung in einander berfliessen knnen1 und von denen der erste vom zweiten zwar durch regelmssige ,erinnerungslosigkeit1 der zweite vom ersten aber nur durch die phantastische illusorische ,personifikation desselben abgesondert ist4 ,wenn die ,blendlaterne des ,bewusstseins sich vom wachen zum ,traumzustand oder zum hypnotischen ,zustand hin dreht1 so erweitert sich der ,lichtkegel nach der ,seite der sensitiven ,gefhlseindrcke1 verengt sich aber nach der ,seite der ,sinneswahrnehmungen und der bewussten ,zwecke und ,interessen des ,tageslebens2 wenn dann der hypnotische ,zustand in den somnambulen bergeht1 so wird die vorherige ,verengerung in ,bezug auf die ,sinneswahrnehmungen wieder rckgngig gemacht4 ,das ,organ der ,willkr1 der ,spontaneitt1 der ,aufmerksamkeit1 der ,besonnenheit1 der zielbewussten ,leitung des ,vorstellungsablaufs1 der absichtlichen ,hervorrufung von ,vorstellungen und ,motiven und damit der ,selbstbestimmung des ,willens wird beim ,uebergang aus dem wachen in den trumenden oder somnambulen ,zustand gelhmt oder ausser ,thtigkeit gesetzt2 damit hrt auch die zgelnde und hemmende ,thtigkeit auf1 welche dieses ,organ auf die ussere und innere ,reflexthtigkeit der brigen ,centraltheile des ,nervensystems ausbt und durch welche es deren decentralisirende ,impulse centralistisch beherrscht4 ,weil diese reflexhemmende1 regulirende und leitende ,thtigkeit des hchsten ,geistesorgans am meisten anstrengt und am schnellsten ermdet1 so ist auch dieses ,organ1 das wir der ,krze halber hinfort mit ,willkrorgan8 bezeichnen wollen1 am meisten der ,erholung bedrftig1 und es ist deshalb offenbar als eine teleologische ,einrichtung aufzufassen1 dass es beim ,einschlafen zuerst depotenzirt wird4 ,nun ist es aber ein allgemeines physiologisches ,gesetz1 dass die gehemmte ,innervationsenergie des ,nervensystems eine gewisse ,bestndigkeit besitzt1 und wenigstens keinen pltzlichen ,schwankungen ausgesetzt ist4 ,so z4 ,b4 ist die hysterische ,ansthesie der einen ,krperhlfte allemal mit einer entsprechenden ,hypersthesie der andern ,krperhlfte verbunden1 welche beiden ,zustnde durch einen die gesammte ,innervationsenergie wieder gleichmssig vertheilenden galvanischen ,strom in gleichem ,masse 7wenn auch nur vorbergehend7 beseitigt werden knnen4 ,dem entsprechend muss die pltzliche ,ansthesirung des ,willkrorgans beim ,einschlafen eine ,hypersthesirung anderer ,theile des ,nervensystems als unvermeidliche ,ausgleichungserscheinung im ,gefolge haben1 und diese theilweise ,kompensations-,hypersthesie wird um so intensiver auftreten1 auf je beschrnktere ,theile sie koncentrirt ist4 ,daraus entspringen die lebhaften ,trume unmittelbar nach dem ,einschlafen1 wenn die gesammte ,innervationsenergie des ,organismus noch nicht ,zeit gehabt hat zu sinken1 und vor dem ,erwachen1 wenn sie durch die ,krftigung des genossenen ,schlafes sich wieder bis zur ,hhe des ,tageslebens erhoben hat4 ,dagegen ist anzunehmen1 dass die erholende ,wirkung des tiefes ,schlafes um so grsser ist1 je tiefer die gesammte ,innervationsenergie des ,organismus allmhlich nach dem ,einschlafen unter das ,niveau des ,tageslebens gesunken ist1 so dass im gesunden tiefen ,schlaf eine ,hypersthesie irgend welcher ,theile des ,nervensystems nicht stattzuhaben braucht4 ,dem ,somnambulismus als einem krankhaften ,zustand ist es im ,unterschiede vom gesunden tiefen und ruhigen ,schlaf eigenthmlich1 die ,innervationsenergie des wachen ,lebens und mit ihr die ,hypersthesie gewisser ,theile des ,nervensystems festzuhalten1 und dies ist der ,grund dafr1 dass einerseits das ,traumbewusstsein in ihm niemals erlischt1 und dass andererseits er nicht wie der ,schlaf das ,schlafbedrfnis befriedigt1 sondern bei lngerer ,dauer geradezu hervorruft4 ,je hher die ,hypersthesie der im ,somnambulismus funktionirenden ,theile steigt1 auf einen desto engeren ,bezirk muss die gesammte ,innervationsenergie koncentrirt sein1 desto mehr ,theile mssen also der ,ansthesie verfallen sein2 es muss also z4 ,b4 das ,bewusstsein des ,hochschlafs auf einem beschrnkteren funktionirenden ,gebiet des ,centralnervensystems beruhen1 als das gewhnliche somnambule ,bewusstsein4 ,da die ,hypersthesie des ,gedchtnisses und der ,phantasie im ,somnambulismus diejenigen des gewhnlichen ,traumes nach dem ,einschlafen bersteigen1 trotzdem dass im ersteren die ,perceptionscentra fr ,sinneswahrnehmungen in ,funktion1 in letzterem ansthetisch sind1 so lsst sich daraus entnehmen1 dass 7wenn man von der unwahrscheinlichen ,annahme einer ,steigerung der gesammten ,innervationsenergie im ,somnambulismus gegen den wachen ,zustand absieht7 entweder im ,traum schon eine gesunkene ,gesammtenergie sich bethtigt1 oder aber im ,somnambulismus ein beschrnkteres ,gebiet des ,centralnervensystems funktionirt als im ,traum4 ,vielleicht findet beides zugleich statt4 ,jetzt erst erhlt der obige ,vergleich des ,bewusstseins mit einer ,blendlaterne eine bestimmte physiologische ,bedeutung4 ,die ,umgebung1 auf welche der verschiebbare ,beleuchtungskegel fllt1 ist nicht als die ussere ,umgebung des ,organismus zu verstehen1 sondern als die ,gesammtheit des den ,bewusstseinsfunktionen zur organischen ,unterlage dienenden ,centralnervensystems2 es zieht immer derjenige ,theil den ,beleuchtungskegel des ,bewusstseins auf sich1 auf welchen jeweilig das ,maximum von ,innervationsenergie koncentrirt ist1 whrend die zeitweilig ansthetischen ,theile im ,dunkel bleiben4 ,je nachdem die funktionirenden ,theile der einen oder der anderen ,art von sensiblen und sensorischen ,nerven nher oder ferner liegen1 sinkt oder steigt die ,empfindungsschwelle fr die betreffende ,art von ,empfindungen und ,wahrnehmungen2 allen abnormen ,bewusstseinszustnden gemeinsam aber ist die ,hypersthesie des ,gedchtniss- und ,phantasieorgans1 welche deshalb 7neben jenen variablen ,compensationserscheinungen7 als die konstante ,compensationserscheinung zur ,ansthesie des ,willkrorgans anzusehen ist4 ,wenn im wachen ,bewusstseinszustnde ,vorstellungen aus dem ,vorstellungskreise der somnambulen ,krisen berhrt werden1 und dabei ausnahmsweise eine ,wiedererkennung stattfindet1 so heisst das mit anderen ,worten3 der ,beleuchtungskegel des ,bewusstseins hat diejenigen ,theile des ,centralnervensystems gestreift1 in welchen die somnambule ,vorstellung sich vollzogen hatte1 und in welchen demgemss auch ihr ,gedchtnisseindruck niedergelegt ist2 der ,beweis dafr liegt in der ,thatsache1 dass jede solche ,wiedererkennung den ,wiedereintritt des damals bestehenden ,vertheilungszustandes der gesammten ,innervationsenergie1 d4 h4 den ,rckfall in den somnambulen ,zustand begnstigt und nicht selten wirklich hervorruft 7#cfc-cfd74 ,es ist fr die ,psychologie ohne ,bedeutung1 wenn auch von hohem psychologischen ,interesse1 welche ,theile des ,centralnervensystems im ,traum und ,somnambulismus ausgeschaltet1 und welche in gesteigerter ,thtigkeit sind4 ,im ,allgemeinen ist anzunehmen1 dass die ,ansthesirung im ,schlaf und ,somnambulismus ebenso wie in der ,chloroformnarkose von der ,peripherie des ,centralnervensystems nach dessen ,centrum fortschreitet 7#ee72 doch hilft uns dieser ,satz nicht viel1 da wir nicht berall genau wissen1 welchen von zwei ,hirntheilen wir als den centraleren ansehen sollen1 und da er ausserdem ohne ,zweifel betrchtliche ,ausnahmen erleidet4 ,nur soviel ist gewiss1 dass das ,willkrorgan in der ,rindenschicht der ,grosshirnhemisphren zu suchen ist1 und deshalb im physiologischen ,sinne eine peripherische ,stellung zum ,mittelhirn einnimmt1 trotz seiner ,hegemonie im ,gebrauch der ,leistungsfhigkeit des gesammten ,organismus4 ,als die am meisten centralen sind jene ,theile zu betrachten1 die auch im vllig traumlosen tiefen ,schlaf noch funktioniren mssen1 um den ,fortbestand des ,lebens zu sichern2 whrend diese ,theile im gesunden tiefen ,schlaf besonders gnstig funktioniren 7wie der strkende und regenerirende ,einfluss dieses ,zustandes auf den ,organismus beweist71 scheinen sie im somnambulen ,hochschlaf 7wahrscheinlich wegen fortbestehender ,hypersthesie der ,perceptionscentra fr ,sinneswahrnehmungen trotz gesunkener ,gesammtenergie7 bereits in ihrer ,funktion bedroht1 als ob sie im ,begriff wren1 von ,lhmung und ,ansthesie befallen zu werden2 so dass der eigentliche ,hochschlaf schon als ein nicht ungefhrlicher ,zustand zu betrachten ist1 dessen knstliche ,herbeifhrung als ein durch nichts zu rechtfertigendes ,wagniss verurtheilt werden muss4 ,der ,schwerpunkt des physiologischen ,problems liegt in der ,frage3 wo sind im somnambulen ,zustande die ,perceptionscentra fr ,sinneswahrnehmungen1 das ,ausfhrungscentrum fr ,handlungs- und ,sprachbewegungen und die ,centra fr ,sach- und ,wortgedchtniss1 sowie fr gestaltende ,phantasiethtigkeit zu suchen8 ,dass sie im ,sonnengeflecht nicht zu finden sind1 unterliegt keinem ,zweifel4 ,das ,sonnengeflecht kann hchstens als reflektorisches und instinktives motorisches ,centrum fr einen ,theil der vegetativen organischen ,processe1 als ,perceptionscentrum fr ,gefhlseindrcke der eigenen ,eingeweide und allenfalls noch fr ,gefhlseindrcke1 die aus den ,beziehungen des ,organismus zur umgebenden ,natur stammen1 angesehen werden1 aber nur soweit die letzteren von gefhlsmssiger ,unbestimmtheit1 d4 h4 nicht zu ,sinneswahrnehmungen differenzirt sind2 denn eben weil das ,sonnengeflecht nicht mit ,sinnesnerven in directer ,verbindung steht1 und nicht darauf eingerichtet ist1 deren specifisch differenzirte ,reize in sich aufzunehmen und zu verarbeiten1 kann es sich die allgemeine ,perceptionsfhigkeit der ,ganglien fr undifferenzirte ,gefhlsreize in um so hherem ,grade bewahrt haben1 also wohl geeignet sein1 die innere ,selbstschau der ,somnambulen1 ihre ,diagnosen fremder ,krankheiten und ihre ,sensitivitt fr chemische1 meteorologische und andere ,einflsse zu vermitteln4 ,um aber die so percipirten ,reize in ,bilder umzusetzen oder zu symbolisiren1 und um die ,bilder wieder in ,worte zu bertragen und gar die ,worte auszusprechen1 dazu mssen nothwendig die etwaigen ,gefhlsperceptionen des ,sonnengeflechts zu ,hirntheilen hingeleitet werden1 welche mit den ,sinnes- und ,sprachbewegungsnerven in unmittelbarer ,verbindung stehen4 ,die ,aussagen der ,somnambulen ber ihre ,perception durch den ,magen oder die ,herzgrube deuten allerdings auf eine gesteigerte sensitive ,thtigkeit des ,sonnengeflechts und auf einen krankhaft gesteigerten ,rapport zwischen ihm und dem ,gehirn 7#aij1 #adb72 aber mehr lsst sich aus denselben sicherlich nicht entnehmen 7#ahh1 #cig-cih71 und du ,prel's ,ueberschtzung des ,gangliensystems im ,allgemeinen 7#ada1 #ahg1 #baa7 entbehrt der thatschlichen ,begrndung4 ,es bleibt sonach bloss die ,wahl zwischen den verschiedenen ,bestandtheilen des ,gehirns4 ,dass das ,willkrorgan nur einen ,theil der ,grosshirnhemisphrenrinde beansprucht1 ist als sicher anzunehmen2 es ist demnach wohl mglich1 dass der ganze brige ,theil der ,grosshirnhemisphren im ,traum und ,somnambulismus weiter funktionirt1 insbesondere das ,sprachcentrum1 das ,gedchtniss und die ,phantasie4 ,wenigstens liegt kein zwingender ,grund zu der ,annahme vor1 dass die ,phantasie des ,traumes eine schlechthin und specifisch andere als die des wachen ,bewusstseins sei1 wie du ,prel meint 7#ee1 #ahj72 denn wenn z4 ,b4 ,walter ,scott seinen ,ivanhoe im ,fieber komponirte1 ohne nachher von dieser ,ausfhrung seiner allgemeinen ,idee etwas zu wissen 7#cbh71 so spricht das dafr1 dass die ,traumphantasie des ,fieberdeliriums mit der knstlerischen ,phantasie identisch ist4 ,dass es streckenweise ,funktionslhmungen des ,grosshirngedchtnisses giebt ohne ,funktionslhmung desselben im ,allgemeinen1 zeigen eine ,menge ,beispiele 7#cce72 es wre daher auch dann1 wenn wir das somnambule ,gedchtniss als identisch mit dem wachen ,gedchtniss des ,gehirns betrachten1 die ,erklrung von ,erscheinungen nicht ausgeschlossen wie derjenigen1 dass das wache ,gedchtniss die willkrlich eingeprgten und die zu den wachen ,lebensinteressen in ,beziehung stehenden ,vorstellungen leichter reproducirt1 das somnambule ,gedchtniss dagegen die unwillkrlich percipirten ,vorstellungen und ,vorstellungsreihen 7#cjh74 ,auch die verschiedene ,frbung1 welche das somnambule und ,traumbewusstsein im ,vergleich zum wachen ,bewusstsein seinem ,inhalt verleiht1 und welche besonders beim ,wechsel beider ,zustnde durch den ,kontrast sprbar wird1 wrde nach dieser ,hypothese erklrbar bleiben2 denn wenn in einem ,orchester auf der einen ,seite eine ,anzahl ,instrumente wegfallen1 auf der anderen ,seite eine ,anzahl neuer ,instrumente hinzutreten1 so muss die ,klangfarbe des ,gesammteindrucks nothwendig eine andere werden4 ,endlich wrde die ,annahme1 dass das somnambule und ,traumbewusstsein auf einem ,zusammenwirken von ,theilen des ,grosshirns mit dem ,mittelhirn und ,kleinhirn beruht1 den ,vortheil haben1 noch ein weiteres ,gebiet brig zu lassen1 innerhalb dessen eine neue ,verschiebung des ,beleuchtungskegels1 wie sie im somnambulen ,hochschlaf eintritt1 geringeren ,schwierigkeiten der ,erklrung begegnet4 ,andererseits liegt aber auch keine ,nthigung vor1 dass ,theile des ,grosshirns beim ,zustandekommen des somnambulen ,bewusstseins betheiligt sein mssen4 ,wir wissen1 dass die einzelnen ,hirntheile relativ selbststndige ,centralorgane mit selbststndigen ,perceptions- und ,motionscentra1 selbststndigem ,gedchtniss und selbststndigen ,reflexen zwischen ,empfindung und ,bewegung1 zwischen ,bewusstsein und ,handlung sind1 und wir wissen nicht1 ob nicht schon die ,phantasie des wachen ,bewusstseins ihr materielles ,substrat ausserhalb des ,grosshirns liegen hat1 da sie weniger als andere ,geistesfhigkeiten von der ,willkr beherrscht wird4 ,sicher ist1 dass das ,kleinhirn im ,traum und ,somnambulismus eine erhhte ,thtigkeit entfaltet1 womit die ,behauptung ,reichenbachs bereinstimmt1 dass die odische ,insensitt 7d4 h4 die ,innervationsenergie7 im ,wachen im ,grosshirn1 im ,schlaf im ,kleinhirn berwiegt 7#eg74 ,das ,kleinhirn ist in erster ,instanz ,gehrs- und ,gleichgewichts-,centrum1 und demgemss ist die ,fhigkeit der ,gleichgewichtsbehauptung im somnambulen ,zustand entschieden gesteigert1 so wie das ,gehr der erste der oberen ,sinne ist1 durch welchen die ,somnambule mit der ,aussenwelt in ,beziehung tritt1 und immer derjenige ,sinn bleibt1 durch welchen der ,magnetiseur die ,somnambule am leichtesten und sichersten beherrscht und leitet4 ,das ,kleinhirn besitzt zweifellos ein ,gedchtniss fr ,gehrseindrcke1 also auch ein ,wortgedchtniss1 und wahrscheinlich auch ein ,centrum der musikalischen ,phantasie und ein motorisches ,centrum fr reflektorische ,sprachbewegungen4 ,vermuthlich ist es das ,kleinhirn1 welches die mit dem ,ohr1 aber nicht mit dem wachen ,grosshirnbewusstsein aufgefassten ,worte eines ,dritten percipirt und aufbewahrt und uns ermglicht1 sie nachtrglich1 nachdem sie im ,ohr lngst verklungen sind1 mit dem ,grosshirnbewusstsein percipiren zu knnen1 wenn wir veranlasst sind1 unsere ,aufmerksamkeit auf dieselben zu richten 7#cfc74 ,aber was dem ,kleinhirn fehlt1 ist die nhere ,verbindung mit dem ,sehnerv1 und demgemss die ,aufnahmefhigkeit fr ,gesichtseindrcke und ,phantasiebilder2 diese besitzen dagegen die ,vierhgel1 und mit ihr das ,bildergedchtniss und die ,fhigkeit1 auf ,gesichtseindrcke reflektorisch zu reagiren4 ,kleinhirn und ,vierhgel zusammen drften demnach fr sich allein schon gengen1 um die ,art des somnambulen ,verkehrs mit der ,aussenwelt und das mechanische ,fortspinnen somnambuler ,trume zu erklren1 womit indess keineswegs behauptet werden soll1 dass keine anderen ,hirntheile bei den betreffenden ,funktionen betheiligt seien4 ,eine exakte ,lsung wrde die ,frage nach der physiologischen ,grundlage des somnambulen ,bewusstseins und nach dem ,mass der funktionellen ,betheiligung des ,sonnengeflechtes und der einzelnen ,hirntheile nur durch ,vivisektionsversuche an somnambulen ,menschen finden knnen2 indess lsst sich nicht in ,abrede stellen1 dass die ,schmerzlokalisationen bei den mehrfach erwhnten ,versuchen von ,binet und ,fr auf ,theile des ,grosshirns als materielle ,grundlage der somnambulen psychischen ,funktionen mit grosser ,wahrscheinlichkeit hinweisen4 ,wie dem auch sei1 so viel ist gewiss1 dass wir keinen ,grund haben1 die abnormen ,bewusstseinszustnde von der physiologischen ,grundlage des ,centralnervensystems abzulsen 7#ahg71 so lange wir an der ,unentbehrlichkeit einer solchen fr das wache ,tagesbewusstsein festhalten2 denn die psychischen ,funktionen dieser abnormen ,zustnde sind1 wie wir gesehen haben1 weit geistloser1 sinnlicher1 mechanischer und inniger mit dem organischen ,naturleben verwachsen als diejenigen des normalen ,bewusstseinszustandes1 und sind es um so mehr1 je weiter sie sich von dem letzteren entfernen1 d4 h4 je tiefer der ,schlaf1 je gesteigerter der ,somnambulismus wird4 ,will man mit du ,prel das normale wache ,bewusstsein das sinnliche8 in der engeren ,bedeutung des ,wortes nennen1 so sind die abnormen ,bewusstseinszustnde als untersinnliche8 zu bezeichnen1 und sie sind um so untersinnlicher81 je weiter sie sich vom normalen sinnlichen ,bewusstsein entfernen4 ,wenn es ein vom leiblichen ,organismus und seinem ,zerfall unabhngiges leibfreies8 ,bewusstsein hinter dem sinnlichen8 gbe1 so wre solches jedenfalls in der entgegengesetzten ,richtung zu suchen1 als in derjenigen1 welche wir mit der ,untersuchung der abnormen untersinnlichen8 ,bewusstseinszustnde beschritten haben1 denn es wre nur als ein dem organischen ,treiben der ,natur entrcktes1 bersinnliches81 dem wachen ,bewusstsein an teleologisch-vernnftiger ,geistigkeit berlegenes zu denken4 ,will man mit du ,prel dieses hypothesische leibfreie ,bewusstsein mit dem metaphysischen ,unbewussten8 des betreffenden ,individuums gleichsetzen 7#cie1 ,s4 ,,vi71 so ist jedenfalls der ,somnambulismus eine schlechtere ,eingangspforte zu dieser ,region als das ihr nher stehende wache ,bewusstsein1 und am allerwenigsten die einzige ,eingangspforte zu derselben1 wie du ,prel meint 7#aeh72 denn es ist eine ,eingangspforte nur zu einem ,theil des physiologischen oder untersinnlichen ,unbewussten1 welches von dem metaphysischen oder bersinnlichen ,unbewussten streng unterschieden werden muss4 ,sowohl die normalen wie die abnormen ,bewusstseinszustnde sind ,zustnde des ,hirnbewusstseins1 wenn auch der ,brennpunkt seiner ,lage wechselt2 sie alle zusammen bilden also das eine sinnliche ,bewusstsein im weiteren ,sinne des ,wortes und konstituiren mit dem leiblichen ,organismus zusammen die ,persnlichkeit des ,menschen4 ,will man hinter diesem sinnlichen ,bewusstsein ein bersinnliches annehmen1 das in hnlicher ,weise1 wie das sinnliche sich auf den leiblichen ,organismus sttzt1 sich auf eine materielle ,basis von unvergleichlich feinerer1 therischer ,beschaffenheit 7#djc1 #cic71 auf einen vom ,tode des ,leibes nicht alternirten ,metaorganismus sttzen soll 7#ebb1 #ebc71 so wrde man damit allerdings eine zweite bersinnliche ,persnlichkeit hinter der sinnlichen ,persnlichkeit des ,menschen annehmen4 ,aber dieser hypothesische ,dualismus von bersinnlicher und sinnlicher ,persnlichkeit im ,menschen wre geradezu entgegengesetzter ,art wie der oben als unhaltbar nachgewiesene hypothetische ,dualismus zwischen normalem sinnlichen ,bewusstsein einerseits und der vermeintlichen ,mehrheit abnormer untersinnlicher ,bewusstseine andererseits1 und drfte keinenfalls mit demselben verwechselt oder durcheinander gemengt werden1 wie du ,prel bestndig thut#bd4 ,wre der ,dualismus von normal-sinnlichem und abnormem ,bewusstsein1 wie du ,prel meint1 erwiesen1 und die ,hypothese einer bersinnlichen ,persnlichkeit anderweitig gengend begrndet1 so htten wir doch immer keinen ,dualismus1 sondern einen ,trialismus von bersinnlicher1 normal-sinnlicher und abnorm untersinnlicher ,persnlichkeit1 oder genauer einen ,septualismus zwischen einer bersinnlichen1 einer normal-sinnlichen1 einer trumenden1 zwei somnambulen und zwei bis drei irrsinnigen ,personen in demselben ,menschen4 ,der verfehlte ,dualismus zwischen der normal-sinnlichen und der abnorm-untersinnlichen ,persnlichkeit1 die beide gleichmssig mit dem organischen ,leibe zu ,grunde gehen1 knnte keinesfalls etwas dazu beitragen1 den ebenso verfehlten ,dualismus zwischen der sterblichen sinnlichen und der unsterblichen bersinnlichen ,person im ,menschen zu begrnden oder auch nur annehmbarer zu machen4 ,der ,versuch du ,prels1 die uralte1 aber in keiner ,weise zu begrndende metaphysische ,weltanschauung des transcendentalen ,individualismus8 auf die ,erscheinungen des abnormen ,seelenlebens und insbesondere des ,somnambulismus zu sttzen1 erscheint hiernach ebenso misslungen1 wie der ihm voraufgegangene ,versuch ,hellenbachs1 dieselbe auf die ,erscheinungen des ,spiritismus zu sttzen4 ,man wrde mich missverstehen1 wenn man glaubte1 ich wolle du ,prel einen ,vorwurf aus seiner ,behauptung machen1 dass die psychischen ,funktionen des ,individual-,subjekts nicht mit der sinnlichen ,bewusstseinsthtigkeit erschpft sind1 sondern dass dasselbe ausserdem noch vor und jenseits alles organisch vermittelten ,bewusstseins liegende ,funktionen hervorbringt und trgt1 durch welche es einerseits den ,organismus producirt und erhlt 7#ade1 #dab7 und andererseits die ,bewusstseinsfunktionen sowohl des normalen wie der abnormen ,zustnde durch ,inspirationen untersttzt 7#aid1 #bgh74 ,ich tadle ihn nur deshalb1 weil er erstens in der offen stehenden ,frage nach der ,bewusstheit oder ,unbewusstheit der fraglichen ,functionen den ,beweis zu ,gunsten der ,bewusstheit einfach durch die ,konfusion zwischen untersinnlichem und bersinnlichem1 somnambulem und leibfreiem ,bewusstsein geliefert zu haben glaubt1 und zweitens1 dass er das so eingeschmuggelte bersinnliche ,bewusstsein wiederum mit dem dasselbe tragenden ,individualsubjekt verwechselt2 denn dieses letztere muss doch als das zwei ,bewusstseine oder ,personen gemeinsam tragende ,subjekt 7#cgf7 beiden gleich fern und gleich nahe stehen1 d4 h4 der unbewusste ,producent und ,trger beider sein1 und es ist unmglich1 demselben dadurch nher zu kommen1 dass man von der ,erscheinungswelt des einen dieser ,bewusstseine in diejenige des anderen hinberschreitet4 ,gbe es also auch hinter der sinnlichen ,person im ,menschen noch eine zweite bersinnliche1 so msste man doch1 um von der ,flchenausdehnung dieses zweiten ,bewusstseins zum unbewussten gemeinsamen ,subjekt beider ,personen zu gelangen1 ganz ebenso in die metaphysische ,tiefendimension hinabsteigen1 als wenn man von dem ,bewusstsein der ersten ,person ausgeht2 denn das ,subjekt selbst ist niemals empirisch im ,inhalt seiner ,funktion zu finden1 sondern nur aus der ,funktion durch einen nach rckwrts gehenden ,schluss intellectuell zu erreichen1 weshalb eben ,kant es das intelligible ,subjekt nennt 7#dae74 ,wenn es also schon unrichtig ist zu sagen1 dass die ,bewusstseinssteigerung nach der ,seite des abnormen ,bewusstseins durch ,anleihen beim bersinnlichen ,bewusstsein zu ,stande komme 7#dja71 so ist es doppelt unrichtig zu sagen1 dass das im normalen ,bewusstsein zurckgetretene gemeinsame ,subjekt der bersinnlichen und sinnlichen ,person in abnormen ,bewusstseinszustnden aus dem ,unbewussten hervortrete8 7#aci74 ,alle etwaigen bersinnlichen ,einwirkungen des ,individualsubjekts auf das organisch vermittelte ,bewusstsein knnen von diesem letzteren nur aufgefasst werden1 insofern sie zugleich in dessen eigene sinnlich-bildliche ,form eingekleidet werden 7#gj71 und wenn auch eine abnorme ,hypersthesie des ,gedchtniss- und ,phantasieorgans in untersinnlichen ,bewusstseinszustnden diese ,auffassung und ,einkleidung bis zu einem gewissen ,grade erleichtert1 so beweist doch der ,fortbestand des visionr-bildlichen ,charakters der ,eingebungen1 dass auch bei den ussersten ,graden der somnambulen ,hellsichtigkeit die organisch-sinnliche ,basis des ,bewusstseins nicht verlassen wird 7#aag-aah7 und keineswegs ein direkter ,uebergriff oder ,uebertritt in's bersinnliche ,bewusstsein stattfindet4 ,ein solcher bleibt auch dann ausgeschlossen1 wenn durch abnorme ,hypersthesie des ,gedchtniss- und ,phantasieorgans die gewhnliche ,geschwindigkeit des ,vorstellungsablaufes zur ,bilderflucht gesteigert wird1 und es ist unzulssig1 in solchem ,falle von transcendentalen ,zeitmass8 zu reden 7#hf71 oder gar die krankhafte ,bilderflucht eines berreizten ,gehirns mit ,kants ,lehre von der ,idealitt der ,zeit und des ,raumes zusammenzurhren 7#ic1 #adg71 da zur ,erklrung solcher seltener ,beispiele nicht einmal die ,maximalgeschwindigkeit des wachen ,vorstellungsablaufs berschritten zu werden braucht 7vgl4 oben74 ,die allen unsern heutigen ,ansichten widersprechende ,annahme du ,prel's1 dass das transcendentale8 ,bewusstsein ein leibfreies1 d4 h4 ohne das ,substrat von ,nervencentralorganen zu ,stande kommendes ,bewusstsein sei1 ist als der physiologische ,grundfehler seines ,standpunktes zu bezeichnen2 die ,verwechselung dieses transcendentalen ,bewusstseins8 mit dem 7unbewussten7 transcendentalen ,subjekt8 dagegen ist der logische ,grundfehler seines ,standpunktes4 ,du ,prel hat in seinen spteren ,arbeiten leider keinen ,versuch gemacht1 meine ,kritik dieser beiden ,grundfehler zu widerlegen1 sondern hat unbeirrt auf diesen beiden unhaltbaren ,voraussetzungen weitergebaut1 die bei ihm ebenso unbegrndet dastehen als sie ihrer ,natur nach unbegrndbar sind4 ,man kann hiernach ermessen1 welcher ,werth einer so fundirten transcendentalen ,psychologie8 beizulegen ist4 -- ,die ,genauigkeit verlangt zu erwhnen1 dass du ,prel noch auf einem vom ,somnambulismus unabhngigen ,wege die ,bewusstheit der bersinnlichen ,funktionen des ,subjekts zu erweisen sucht4 ,er verwirft nmlich die physiologische ,erklrung des ,gedchtnisses1 wonach dasselbe in hinterlassenen ,spuren der ,vorstellungsfunktion in den funktionirenden ,gehirntheilen bestehen soll1 und setzt an deren ,stelle eine metaphysische ,erklrung1 nach welcher alle vom sinnlichen ,bewusstsein zeitweilig vergessenen ,vorstellungen im bersinnlichen leibfreien ,bewusstsein als aktuelle ,vorstellungen fortbestehen1 und bei der ,reproduktion oder ,wiedererinnerung aus diesem von ,neuem in's sinnliche ,bewusstsein hinbertreten 7#cga-cge74 ,da die abnormen ,bewusstseinszustnde thatschlich keine gleichzeitige ,aktualitt aller jemals gehabten ,vorstellungen aufweisen1 da vielmehr das zeitweilige ,vergessen und ,wiedererinnern der ,vorstellungen1 d4 h4 das ,problem des ,gedchtnisses1 fr die abnormen ,bewusstseinszustnde ganz ebenso besteht wie fr den normalen1 so kann dasjenige ,bewusstsein welches den aktuellen ,gedchtnissvorrath enthalten und erhalten soll1 nur als das bersinnliche1 in keiner ,erfahrung anzutreffende1 leibfreie ,bewusstsein verstanden werden1 welchem dann gleichmssig die ,aufgabe zufiele1 als ,gedchtnissvorrathskammer sowohl fr das normale sinnliche1 als auch fr das abnorme untersinnliche ,bewusstsein zu dienen 7#cdf74 ,ich halte diesen ,erklrungsversuch aus zwei ,grnden fr verfehlt4 ,erstens wrde das bersinnliche ,bewusstsein1 wenn es alle jemals am ,menschen vorbergezogenen ,vorstellungen und ,gefhle in gleichzeitiger ,aktualitt als seinen ,inhalt umfasste1 ein sinnverwirrendes chaotisches ,durcheinander sein1 in welchem eben so wenig noch bestimmte ,vorstellungen enthalten wren1 wie in der gleichzeitigen ,auffhrung aller bisher geschriebenen ,musikstcke noch ,musik wre2 ein solches ,bewusstsein knnte niemals fr irgend welche ,erscheinung als ,erklrungsprincip dienen1 auch ganz abgesehen davon1 dass die ,auswahl einer bestimmten ,vorstellung aus diesem chaotischen ,bewusstsein und die ,art ihres ,ueberganges aus demselben in das sinnliche ,bewusstsein doch immer noch unerklrlich bliebe4 ,zweitens aber soll der indirekte ,beweis fr die ,richtigkeit dieser ,erklrung doch lediglich in der ,unannehmbarkeit der gewhnlichen physiologischen ,erklrung des ,gedchtnisses durch ,gehirnspuren liegen2 der ,nachweis der ,unhaltbarkeit dieser letzteren scheint mir aber entschieden misslungen4 ,indem nmlich du ,prel einerseits die ,wiederholung gleicher ,vorstellungen1 die ,verdichtung hnlicher zu einem gemeinsamen ,gedchtnisseindruck ausser ,acht lsst und das allmhliche ,vergessen der nicht wieder aufgefrischten ,spuren bis zum absoluten ,verschwinden nach einer krzeren oder lngeren ,zeit leugnet 7#cad1 #cbj71 rechnet er grosse ,zahlen von ,gehirnspuren heraus1 denen jede ,berechtigung fehlt2 andererseits unterschtzt er die ausserordentliche ,feinheit der organischen ,materie und deren ,fhigkeit1 eine ungeheure ,menge von ,spuren nicht nur nebeneinander1 sondern geradezu ineinander geschoben und verschrnkt in sich aufzunehmen1 wie ja auch eine unglaubliche ,zahl aktueller ,bewegungen in jedem ,massentheilchen gleichzeitig vor sich gehen4 ,htte er aber in seinen ,bedenken gegen die ,feinheit der organischen ,hirnmasse ,recht1 so wrde doch dieses ,bedenken in noch weit hherem ,grade fr die ungleich geringere materielle ,dichtigkeit des ,aetherleibes oder ,metaorganismus zutreffen1 auf dessen ,molekularbewegung die ,summe aller im bersinnlichen ,bewusstsein gleichzeitig aktuellen ,gedchtniss-,vorstellungen und ,gefhle sich ebenso sttzen muss1 wie die ,summe der im sinnlichen ,bewusstsein aktuellen ,vorstellungen und ,gefhle auf die ,molekularbewegungen der ,hirnmasse4 ,diese verfehlte ,theorie des ,erinnerungsvermgens wrde du ,prel schwerlich in den ,sinn gekommen sein1 wenn er nicht vorher schon die ,existenz eines bersinnlichen ,bewusstseins durch die ,verwechselung mit dem untersinnlichen erwiesen zu haben geglaubt htte4 -- ,die ,behauptung1 dass die fr uns unbewussten bersinnlichen psychischen ,funktionen unseres an und fr sich unbewussten ,individualsubjekts doch ihrerseits von einem bersinnlichen ,bewusstsein begleitet seien1 ist bis jetzt durch nichts erwiesen1 und doch liegt die ,beweislast dem ,behauptenden ob2 man wird demnach auch ferner logisch im ,rechte sein1 wenn man sie bis auf ,weiteres 7d4 h4 bis zur ,erbringung des ,beweises vom ,gegentheil7 als an und fr sich unbewusst betrachtet4 ,es scheint denn doch eine sehr viel einfachere und natrlichere ,annahme1 dass hinter den bewussten ,funktionen des ,individualsubjects ohne ,strung der ,einheit der bewussten ,persnlichkeit noch unbewusste ,funktionen desselben verlaufen1 als dass in jedem ,individuum zwei ,personen verkoppelt sind1 deren eine 7die sinnliche7 durch die andere 7die bersinnliche7 dmonisch besessen ist1 ohne etwas davon zu ahnen6 ,insbesondere ist zu beachten1 dass die hchst bedenkliche1 aber schlechthin unentbehrliche ,hlfshypothese eines unsterblichen ,aetherleibes oder ,metaorganismus mit dem ,wegfall des bersinnlichen ,bewusstseins fortfllt2 denn bewusste psychische ,funktionen brauchen zwar ein materielles ,substrat1 an dem sie erst sich selbst empfindlich werden1 aber unbewusste psychische ,funktionen sind allemal rein immaterieller ,natur4 ,alle unbewussten psychischen ,funktionen1 welche sich auf einen individuellen ,organismus beziehen1 sind durch dieses ,ziel zu einer individuellen psychischen ,gruppe von relativer ,bestndigkeit geeint1 ebenso wie sie rckwrts ihren ,einheitspunkt an dem sie gemeinsam tragenden ,subjekt haben4 ,auch ich will keineswegs den ,individualgeist oder die individuelle ,psyche berspringen1#be aber wenn du ,prel die ,frage1 ob dieselbe eine substantiell von ihres ,gleichen und vom ,absoluten getrennte ,monade1 oder eine blosse ,einschrnkung oder funktionelle ,konkretion 7dramatische ,spaltung7 des absoluten ,subjekts sei1 offen lsst 7#gb71 so habe ich geglaubt1 dieselbe zu ,gunsten der letzteren ,seite der ,alternative entscheiden zu mssen4#bf ,gerade das ,problem der ,inspiration des sinnlichen ,bewusstseins durch unbewusste ,funktionen der ,individualseele zwingt in allen ,fllen1 wo es sich um hellsehendes ,ahnen von rumlich oder zeitlich weit entfernten ,vorgngen handelt1 zu der ,lsung durch den konkreten ,monismus berzugehen1 weil hier eine rckwrtige ,verbindung aller ,individualsubjekte im absoluten ,subjekt 7gleichsam ein centraler ,telephon-,anschluss fr die ,inspirationen der unbewussten ,individualseele in's ,bewusstsein7 existirt1 whrend der monadologische ,individualismus nur die ,wahl hat1 die bezglichen ,thatsachen zu leugnen1 oder auf eine ganz gewaltsame oder unwahrscheinliche ,art als ,gefhlswahrnehmungen durch materielle ,vermittelung zu erklren 7#aih1 #dba74 ,htte du ,prel nicht den pathologischen ,charakter des ,somnambulismus verkannt1 und in ,folge dessen nicht das untersinnliche ,bewusstsein mit einem bersinnlichen 7transcendentalen7 verwechselt1 so wrde sich schwerlich eine ,differenz zwischen unseren metaphysischen ,deutungen der fraglichen ,erscheinungsgebiete herausgestellt haben4 ,von den metaphysischen ,konsequenzen seiner irrigen ,theorien aber werden nur zwei ,richtungen ,nutzen ziehen3 der ,spiritismus und die christliche ,apologetik4 ,die neueren ,verffentlichungen du ,prel's zeigen leider nur zu sehr1 dass er sich dem ,spiritismus nicht zu entreissen vermocht hat1 nachdem er einmal durch die aufgezeigten ,grundfehler demselben eine ,handhabe geboten hat4 ,der ,mangel an kritischer ,vorsicht in der ,benutzung der ,berichte1 welcher schon in seiner ,philosophie der ,mystik8 gergt werden musste1 macht sich in diesen spteren ,schriften theilweise in einem solchen ,maasse geltend1 dass dieselben dadurch einer wissenschaftlichen ,kritik entrckt erscheinen4 ,illustration ,frhere ,schriften desselben ,verfassers4 ,im ,verlag der ,knigl4 ,hofbuchhandlung von ,wilhelm ,friedrich in ,leipzig erschien3 ,der ,spiritismus4 #h ,bogen gr4 #h4 ,m4 #c4--4 ,das ,judenthum in ,gegenwart und ,zukunft4 ,zweite durchgesehene ,auflage4 #ac ,bogen gr4 #h4 ,m4 #e4--4 ,philosophische ,fragen der ,gegenwart4 #ai ,bogen gr4 #h4 ,preis ,m4 #f4--4 ,in ,carl ,duncker's ,verlag in ,berlin erschien3 ,a4 ,hauptwerke3 ,philosophie des ,unbewussten4 ,neunte erweiterte ,auflage in #b ,bnden4 ,erster ,theil3 ,phnomenologie des ,unbewussten4 ,zweiter ,theil3 ,metaphysik des ,unbewussten4 #fb ,bogen gr4 #h4 ,m4 #ab4-- ,das sittliche ,bewusstsein4 ,zweite ,auflage4 #dd ,bogen gr4 #h4 ,m4 #f4-- ,das religise ,bewusstsein der ,menschheit im ,stufengang seiner ,entwickelung4 #dj ,bogen gr4 #h4 ,m4 #aj4-- ,die ,religion des ,geistes4 #bb ,bogen gr4 #h4 ,m4 #g4-- ,aesthetik4 ,erster ,theil4 ,die deutsche ,aesthetik seit ,kant4 #cg ,bogen4 ,m4 #e4-- ,zweiter ,theil3 ,philosophie des ,schnen4 #ec ,bogen4 ,m4 #h4 ,beide ,bnde4 #ij ,bogen gr4 #h4 ,m4 #ac4-- ,b4 ,nebenwerke3 ,kritische ,grundlegung des transcendentalen ,realismus4 ,zweite erweiterte ,aufl4 von ,das ,ding und seine ,beschaffenheit84 #ab ,bogen gr4 #h4 ,m4 #d4-- ,gesammelte ,studien und ,aufstze gemeinverstndlichen ,inhalts4 ,zugleich zweite ,auflage von ,gesammelte philosophische ,abhandlungen81 ,schellings positive ,philosophie81 ,aphorismen ber das ,drama81 ,shakespeare's ,romeo und ,julia8 u4 s4 w4 #df ,bogen gr4 #h4 ,m4 #ab4-- ,neukantianismus1 ,schopenhauerianismus und ,hegelianismus in ihrer ,stellung zu den philosophischen ,aufgaben der ,gegenwart4 ,zweite erweiterte ,auflage der ,erluterungen zur ,metaphysik des ,unbewussten84 #bc ,bogen gr4 #h4 ,m4 #g4-- ,das ,unbewusste vom ,standpunkt der ,physiologie und ,descendenztheorie4 ,zweite vermehrte ,auflage4 ,nebst einem ,anhang1 enthaltend eine ,entgegnung auf ,professor ,oscar ,schmidt's ,kritik der naturwissenschaftlichen ,grundlagen der ,philosophie des ,unbewussten4 #bf ,bogen gr4 #h4 ,m4 #h4-- ,c4 ,kleinere ,schriften3 ,wahrheit und ,irrthum im ,darwinismus4 ,eine kritische ,darstellung der organischen ,entwickelungstheorie4 #aa ,bogen gr4 #h4 ,m4 #d4-- ,zur ,geschichte und ,begrndung des ,pessimismus4 #aj ,bogen gr4 #h4 ,m4 #c4-- ,die ,selbstzersetzung des ,christenthums und die ,religion der ,zukunft4 ,zweite ,auflage4 #i ,bogen gr4 #h4 ,m4 #c4-- ,die ,krisis des ,christenthums in der modernen ,theologie4 #i ,bogen gr4 #h4 ,m4 #b4gj ,j4 ,h4 von ,kirchmann's erkenntnisstheoretischer ,realismus4 ,ein kritischer ,beitrag zur ,begrndung des transcendentalen ,realismus4 #d ,bogen gr4 #h4 ,m4 #b4-- ,ueber die dialektische ,methode4 ,historisch-kritische ,untersuchungen4 #h ,bogen gr4 #h4 ,m4 #b4-- ,zur ,reform des hheren ,schulwesens4 #f ,bogen gr4 #h4 ,m4 #b4be ,die politischen ,aufgaben und ,zustnde des deutschen ,reiches4 #d ,bogen gr4 #h4 ,m4 #a4-- ,d4 ,erluterungs- und ,vertheidigungsschriften3 ,lichtstrahlen aus ,eduard von ,hartmann's smmtlichen ,werken1 herausgegeben von ,dr4 ,m4 ,schneidewin4 #bb ,bogen kl4 #h4 ,eleg4 gebunden ,m4 #e4-- ,das philosophische ,system ,eduard von ,hartmann's4 ,von ,dr4 ,r4 ,koeber4 #bf ,bogen gr4 #h4 7,breslau bei ,w4 ,koebner47 ,m4 #i4-- ,der ,kampf um's ,unbewusste4 ,von ,o4 ,plmacher4 ,nebst einem ,anhang1 enthaltend ein chronologisches ,verzeichniss der ,hartmann-,literatur von #ahfh bis #ahhj 7circa #ggj ,nummern74 #aj ,bogen gr4 #h4 ,m4 #c4-- ,der ,pessimismus in ,vergangenheit und ,gegenwart4 ,geschichtliches und ,kritisches4 ,von ,o4 ,plmacher4 #bc ,bogen gr4 #h4 7,heidelberg bei ,g4 ,weiss47 ,m4 #g4bj ,funoten3 #a ,in den ,kapiteln3 ,die ,unchristlichkeit des liberalen ,protestantismus8 und die ,irreligiositt des lib4 ,prot48 7,selbstzersetzung des ,christenthums ,cap4 ,,vi und ,,vii7 und in der ,schrift ,die ,krisis des ,christenthums8 ,abschn4 ,i4 #b1 ,,ii und ,,iv4 #b ,in der ,satire3 ,das ,gefngniss der ,zukunft8 7,gesammelte ,studien und ,aufstze ,a4 ,x47 und in der ,kritik des socialendmonistischen ,princips 7,phnomenologie des sittlichen ,bewusstseins ,abth4 ,,ii1 ,b4 ,i47 #c ,gesammelte ,studien und ,aufstze ,no4 ,i2 ,philosophische ,fragen der ,gegenwart ,no4 ,i4 #d ,vergl4 ,das sittliche ,bewusstsein81 #b4 ,aufl41 ,s4 #dae-dah4 7#a4 ,aufl4 ,s4 #eaf-eah74 #e ,vergl4 den ,abschnitt ber ,das ,moralprincip des ,mitgefhls8 in ,das sittliche ,bewusstsein81 #b4 ,aufl4 ,s4 #ahd-bjb 7#a4 ,aufl4 ,s4 #bag-bdj74 #f ,man vergleiche zu diesem ,abschnitt meine ,phnomenologie des sittlichen ,bewusstseins81 ,s4 #fgb-fgc1 #fib-fif2 #b4 ,aufl4 ,s4 #ecf-ecg1 #eeb-eee4 #g ,dieselbe beluft sich nach medicinischen ,annahmen auf #b vor dem #bj4 ,jahre1 #e in den #bj;ger1 #c in den #cj;ger und #a in den #dj;ger ,jahren1 zusammen auf #aa4 ,bei der ,verheirathung der ,frau mit #bf ,jahren sinkt die zu erwartende ,kinderzahl auf die ,hlfte1 d4 h4 auf #e1 was mit dem statistischen ,durchschnitt in ,deutschland bereinstimmt4 #h ,wollte man dem skrupulsesten ,gerechtigkeitsgefhl ,rechnung tragen1 so brauchte man nur die ,bestimmung in das ,gesetz aufzunehmen1 dass ,jungfern durch die eidesstattliche ,versicherung1 niemals einen ,heirathsantrag gehabt zu haben1 von der ,steuererhhung befreit werden4 ,wer die ,frauen kennt1 wird keinen ,augenblick daran zweifeln1 dass eine solche ,klausel unbenutzt bleiben wrde1 und dass deshalb ihre ,aufnahme in's ,gesetz berflssig und wirkungslos wre4 #i ,die ,besorgniss1 dass durch ,einreichung des ,leitfadens eine zu scharfe ,kontrole von ,seiten der ,universittsbehrden ermglicht und damit die ,lehrfreiheit beeintrchtigt werden knnte1 scheint mir ganz grundlos4 ,wenn ein ,docent ,dinge sagt1 die den ,universittsbehrden ,anstoss geben knnten1 so sagt er sie in den mndlichen ,erluterungen1 aber nicht in demjenigen1 was er den ,studenten diktirt1 -- und mehr soll ja der ,leitfaden nicht enthalten4 #aj ,h4 ,klinkhardt1 ,das hhere ,schulwesen ,schwedens4 ,leipzig1 ,j4 ,klinkhardt1 #ahhg4 ,einen bersichtlichen ,bericht ber dieses ,werk aus der ,feder des ,grafen ,pfeil findet man in der ,zeitung fr das hhere ,unterrichtswesen8 #ahhg1 ,nr4 #cj-cb4 #aa ,die ,zukunft unserer hheren ,schulen8 von ,f4 ,hornemann4 ,hannover1 ,carl ,meyer1 #ahhg4 ,s4 #aje ,anmerkung4 #ab ,leons sur les maladies du systme nerveux tome ,,iii4 -- ,essai d'une distinction nosographique des divers tats nerveux1 compris sous le nom d'hypnotisme4 7,comptes rendus de l',acadmie des sciences #ahhb47 #ac ,die ,philosophie der ,mystik von ,dr4 ,carl du ,prel4 ,leipzig1 ,ernst ,gnthers ,verlag #ahhe4 #ad ,die ,philosophie der ,mystik von ,dr4 ,carl du ,prel4 ,leipzig1 ,ernst ,gnthers ,verlag #ahhe4 #ae ,vigouroux1 ,mtalloscopie1 ,mtallothrapie1 ,oesthsiognes4 #af ,versuch ber das ,geistersehen und was damit zusammenhngt81 in den ,parerga und ,paralipomena81 #b4 ,aufl4 ,i4 ,band4 ,s4 #bda-cbh4 #ag ,parerga #b4 ,aufl4 ,i4 ,s4 #bfb 7vgl4 ,s4 #bfd74 #ah ,das ,gleiche gilt fr ,trume1 in denen ein usserer ,sinnenreiz in den ,traum ausnahmsweise einmal in der ,art dramatisch verwoben wird1 dass die letzten ,glieder des ,traumes durch die ,pointe bedingt erscheinen2 auch hier gengen die #b-c ,sekunden1 die von der ,perception des ,gehrseindrucks 7z4 ,b4 eines ,schlusses7 im untersten ,perceptionscentrum fr ,gehrseindrcke bis zur ,perception desselben durch das ,organ des ,traumbewusstseins sehr wohl verstreichen knnen 7,s4 #ij unten bis #ia oben71 um #bd-cf ,vorstellungsbilder auf einander folgen zu lassen4 #ai ,bekanntlich zeigt der ,traum eine ,menge ,erscheinungen des ,wahnsinns und macht dadurch viele der gewhnlichsten ,irrsinnsformen fr jeden1 der auf seine ,trume achtet1 von innen heraus verstndlich1 so z4 ,b4 den ,verfolgungswahn1 verschiedene sexuelle ,abnormitten1 ,verbrecherwahn1 ,grssenwahn u4 s4 w4 #bj ,die oben angefhrten ,versuche von ,binet und ,fr streifen bereits an die ,grenze des unheimlich ,grausamen auch ohne ,anwendung des ,messers2 sie liefern dafr aber auch durch ,bestimmung der schmerzenden ,stelle bei jeder ,art von seitlich transferirter ,hirnfunktion einen hchst schtzbaren ,beitrag zur ,lokalisation der ,hirnfunktionen4 #ba ,statuvolence oder der gewollte ,zustand4 ,von ,w4 ,b4 ,fahnestock4 ,deutsch von ,wittig4 ,leipzig #ahhc4 #bb ,diese lokale magnetische ,hypersthesirung bildet das ,gegenstck zu der lokalen ,ansthesirung durch narkotische ,mittel1 und der lokalen magnetischen ,ansthesirung 7z4 ,b4 bei ,brandwunden74 #bc ,die ,wirksamkeit des ,befehls zur ,erinnerung ist analog der ,wirksamkeit des ,befehls zum ,vergessen und zur ,elimination bestimmter ,wahrnehmungskomplexe aus der ,wahrnehmungsphre4 ,die ,sage von der ,tarnkappe wird zur ,wahrheit1 indem die ,somnambule nach dem ,erwachen unfhig ist1 eine bestimmte anwesende ,person wahrzunehmen1 wenn ihr diess im somnambulen ,zustand befohlen war4 #bd ,den usseren ,anlass zu dieser ,konfusion giebt der ,missbrauch des ,wortes transcendental8 in der ,bedeutung latent8 7#ddc7 oder unterhalb der ,schwelle des ,bewusstseins gelegen82 denn nun bezeichnet der ,ausdruck transcendentales ,bewusstsein8 in doppelsinniger ,weise bald das untersinnliche1 bald das bersinnliche ,bewusstsein4 ,ich habe deshalb das ,wort transcendental8 in der bisherigen ,errterung ganz vermieden1 um dieser ,verwirrung zu entgehen4 #be ,religion des ,geistes8 ,s4 #bbf-bbh4 #bf ,vgl4 ,das ,unbewusste vom ,standpunkte der ,physiologie und ,descendenztheorie8 #b4 ,aufl4 ,s4 #big-cjf4