,die ,ostereyer4 ,eine ,erzhlung zum ,ostergeschenke fr ,kinder4 ,von dem ,verfasser der ,genovefa4 ,leitmeritz4 #ahah4 bey ,carl ,wilhelm ,medau4 ,vorerinnerung an die ,kinder4 ,die folgende kleine ,erzhlung ward schon einmal vielen ,kindern1 die lngst zuvor ber den hohen ,sinn und die schne ,bedeutung des heiligen ,osterfestes unterrichtet worden1 zu einer lehrreichen und angenehmen ,unterhaltung vorgelesen1 und nicht nur die ,kinder1 sondern auch mehrere ,erwachsene hrten sie mit ,freuden an4 ,weil ich nun dachte1 da diese ,erzhlung auch euch1 meine lieben ,kinder -- ja wohl auch euren grern ,geschwistern und selbst euren ,aeltern -- ,vergngen machen drfte1 so ward sie als ein kleines ,ostergeschenk fr euch gedruckt4 ,die ,erzhlung handelt1 wie es der ,titel sagt1 freylich nur von einer ,kleinigkeit -- den ,ostereyern2 inde werdet ihr gewi gerne lesen1 wie auch die kleinste ,gabe ,gottes -- ein ,ey6 -- ein groes ,wunder der ,allmacht und ,weisheit ,gottes und eine mannigfaltige ,wohlthat fr die ,menschen sey1 ja wie ,gott sich oft einer geringen ,sache bediene1 seine heilige ,vorschrift und liebreiche ,vatersorgfalt an den ,menschen zu verherrlichen4 ,diese und andere gute ,lehren sind in diesem ,bchlein die ,hauptsache2 das brige soll blos dazu dienen1 euch eine unschuldige ,freude zu machen -- wie etwa eure ,mutter euch auf das ,osterfest ein ,ey schenkt1 das nicht nur durchaus voll krftiger ,nahrung ist1 sondern auch durch ein geflliges ,aeueres und eine freundliche ,farbe das ,auge vergngt4 ,der ,verfasser4 ,erstes ,kapitel4 ,o weh1 da giebts noch nicht einmal ,hhner6 ,es lebten einmal vor vielen hundert ,jahren1 in einem kleinen ,thale tief im ,gebirge1 einige arme ,kohlenbrenner4 ,das enge ,thal war rings von ,wald und ,felsen eingeschlossen4 ,die ,htten der armen ,leute lagen im ,thale umher zerstreut4 ,einige ,kirsch- und ,pflaumenbume bey jeder ,htte1 etwas ,ackerland mit ,sommergetreide1 ,flachs und ,hanf1 eine ,kuh und einige ,ziegen waren all ihr ,reichthum4 ,inde erwarben sie noch einiges mit ,kohlenbrennen fr die ,einschmelze im ,gebirge4 ,so wenig aber die ,leute hatten1 so waren sie dennoch ein sehr glckliches ,vlklein2 denn sie wnschten sich nicht mehr4 ,sie waren bey ihrer harten ,lebensart1 bey steter ,arbeit und strenger ,mssigkeit vollkommen gesund und man sah in diesen armen ,htten -- was man in ,pallsten vergebens suchen wrde -- alte ,mnner1 die ber hundert ,jahre zhlten4 ,eines ,tages1 da schon der ,haber anfing zu bleichen und es in dem ,gebirge sehr hei war1 kam ein ,khlermdchen1 das die ,ziegen htete1 fast auer ,athem nach ,hause gesprungen1 und brachte den ,aeltern die ,nachricht1 es seyen fremde ,leute in dem ,thale angekommen von gar wundersamer ,tracht und seltsamer ,redensart -- eine vornehme ,frau1 und zwey ,kinder1 und ein sehr alter ,mann1 der1 ob er gleich sehr prchtige ,kleider anhabe1 doch nur ihr ,diener scheine4 ,ach1 sagte das ,mdchen1 die guten ,leute sind hungrig und durstig1 und sehr mde4 ,ich traf sie1 als ich eine verlorne ,ziege suchte1 ganz abgemattet im ,gebirge an1 und zeigte ihnen den ,weg in unser ,thal4 ,wir wollen ihnen doch etwas zu essen und zu trinken hinaus tragen -- und sehen1 ob wir sie die ,nacht bey uns und den ,nachbarn nicht unterbringen knnen4 ,die ,aeltern nahmen sogleich ,haberbrot1 ,milch und ,ziegenkse und gingen hin4 ,die ,fremden hatten sich inde in den ,schatten einer buschigen ,felsenwand gelagert1 wo es sehr khl war4 ,die ,frau sa auf einem bemoosten ,felsenstcke1 und hatte ihr ,angesicht mit einem weien ,schleyer von feinem ,flor bedeckt4 ,eines der ,kinder1 ein zartes1 wunderschnes ,frulein1 sa ihr auf dem ,schooe4 ,der alte ,diener1 ein ehrwrdiger ,greis1 war damit beschftigt1 das schwer beladene ,maulthier abzupacken1 das sie bey sich hatten4 ,das andere ,kind1 ein muntrer1 schner ,knabe1 hielt dem ,thiere einige ,disteln hin1 an denen es begierig fra4 ,der ,kohlenbrenner und sein ,weib nherten sich der fremden ,frau mit ,ehrerbietung4 ,denn an ihrer edlen ,gestalt1 ihrem ,anstande und ihrem langen1 weien ,gewande merkte man sogleich1 da sie von hohem ,stande seyn msse4 ,sieh nur1 sagte die ,kohlenbrennerinn leise zu ihrem ,manne1 den zierlich ausgezackten1 stehenden ,halskragen1 die feinen ,spitzen1 aus denen die zarten ,hnde nur zur ,hlfte hervorblicken1 und -- der tausig6 -- sogar die ,schuhe sind so wei1 wie ,kirschenblthe1 und mit silbernen ,blmchen geziert6 ,der ,mann tadelte aber sein ,weib und sagte zu ihr3 ,dir steckt doch nichts im ,kopfe1 als die ,eitelkeit6 ,den hhern ,stnden geziemt eine vornehmere ,kleidung4 ,inde macht das ,kleid den ,menschen um nichts besser1 und mit den zierlichen ,schuhen hat die gute ,frau wohl schon manchen harten ,tritt thun und manche rauhe ,wege gehen mssen4 ,der ,khler und die ,khlerinn bothen der fremden ,frau jetzt ,milch1 ,brot und ,kse an4 ,die ,frau schlug den ,schleyer zurck und beyde wunderten sich ber die ,schnheit und die edle1 sanfte ,gesichtsbildung der ,frau4 ,sie dankte freundlich1 und lie sogleich das ,kind auf dem ,schooe aus der irdenen ,schale voll ,milch trinken -- und die hellen ,thrnen drangen ihr aus den ,augen1 und benetzten die blhenden ,wangen1 als das ,kleine die ,schale mit beyden ,hndchen festhielt und begierig trank4 ,auch der liebliche ,knabe kam herbey und trank auch4 ,darauf theilte sie von dem ,brote aus -- und dann trank sie erst selbst1 und a von dem ,brote4 ,der fremde ,mann aber lie sich besonders den ,ks' sehr gut schmecken4 ,whrend sie aen1 kamen aus allen ,htten gro und klein herbey1 standen im ,kreise umher1 und betrachteten neugierig und wundernd die neuangekommenen ,fremden4 ,nachdem der alte ,mann satt war1 bat er flehentlich1 die ,leute mchten der ,frau doch in irgend einer ,htte auf einige ,zeit ein kleines ,stbchen einrumen2 sie werde ihnen nicht zur ,last fallen1 sondern alles reichlich bezahlen4 ,ach ja1 sagte die ,frau mit sanfter1 lieblicher ,stimme1 erbarmt euch einer unglcklichen ,mutter und ihrer zwey ,kleinen1 die durch ein schreckliches ,schicksal aus ihrer ,heimath vertrieben wurden4 ,die ,mnner traten sogleich zusammen1 und hielten ,rath1 wie das zu machen sey4 ,oben im ,thale brach hoch aus rthlichen ,marmorfelsen ein ,bchlein hervor1 strzte sich1 schumend und wei wie ,milch1 von ,felsen zu ,felsen1 und trieb eine ,mhle1 die gleichsam nur so an den ,felsen dort hing4 ,auf der andern ,seite des ,bchleins hatte der ,mller noch ein anderes nettes ,huschen erbaut4 ,freylich war es1 wie alle brigen ,huser im ,thale1 nur ganz von ,holz2 aber gar freundlich anzusehen1 von ,kirschbumen lieblich beschattet1 und von einem kleinen ,grtchen umgeben4 ,dieses ,huschen bot der ,mller der fremden ,frau zur ,wohnung an4 ,mein neues ,httchen da droben1 sagte er1 indem er mit der ,hand hinauf zeigte1 rume ich euch1 wie es dasteht1 herzlich gerne ein4 ,es ist spanneu1 und noch kein ,mensch hat darin gewohnt4 ,ich baute es eigentlich1 um einmal dahin zu ziehen1 wenn ich die ,mhle meinem ,sohne bergeben werde4 ,wie doch der liebe ,gott -- ,ihm sey ,dank6 -- so wunderbar fr euch sorgt6 ,erst gestern bin ich damit vollends fertig geworden1 und heute knnet ihr nun schon einziehen4 ,es ist recht so1 als wenn ich es gerade nur fr euch gebaut htte4 ,es wird euch gewi gefallen6 ,die gute ,frau war ber dieses freundliche ,anerbiethen hocherfreut4 ,nachdem sie etwas ausgeruht hatte1 ging sie sogleich hinauf4 ,sie trug das kleine ,frulein auf dem ,arme1 und der alte ,mann fhrte den ,knaben an der ,hand4 ,der ,mller aber besorgte das ,maulthier4 ,die ,frau fand das ,huschen1 zur groen ,freude des ,mllers1 ganz unvergleichlich4 ,mit einem ,tische1 einigen ,sthlen1 und ,bettsttten war es schon versehen4 ,schne ,teppiche und prchtige ,decken zur ,nachtruhe hatte die ,frau auf dem ,maulthiere mitgebracht4 ,sie bernachtete daher sogleich da -- und dankte ,gott mit ihren beiden ,kleinen vor dem ,schlafengehen noch herzlich1 da er ihr nach langem ,herumirren einen so angemessenen ,zufluchtsort habe finden lassen4 ,wer htte es geglaubt1 sagte sie1 da ich1 in ,pallsten erwachsen1 mich noch glcklich schtzen wrde1 in eine solche ,htte aufgenommen zu werden4 ,wie nthig hat auch der ,hhere1 gegen den ,niedrigsten gut und gefllig zu seyn6 ,knnte er auch so hart seyn1 es nicht aus ,menschenfreundlichkeit zu thun1 so sollte ihn doch die ,klugheit dazu bewegen4 ,denn kein ,mensch wei1 was ihm bevorsteht4 ,den andern ,morgen kam die ,frau in aller ,frhe mit ihren ,kleinen aus der niedern ,wohnung hervor1 sich ein wenig in der ,gegend umzusehen4 ,denn am ,tage zuvor waren sie dazu allzumde4 ,mit ,entzcken betrachtete sie die schne ,aussicht ins ,thal4 ,die ,htten der ,khler lagen tief unten im grnen ,thale wie hingeset1 nur immer zwey oder drey beisammen4 ,das ,mhlbchlein schlngelte sich hell wie ,silber mitten durchhin4 ,die bunten ,felsen voll grner ,gestruche1 an denen die ,ziegen nagten1 htte man1 so wie sie jetzt von der ,morgensonne beleuchtet waren1 nicht schner mahlen knnen4 ,der alte ,mller kam1 sobald er die ,frau mit ihren ,kindern erblickte1 sogleich aus der ,mhle heraus1 und ber den schmalen ,steg1 der ber das ,bchlein fhrte1 herber4 ,aber nicht wahr1 rief er1 ein schneres ,pltzchen als dieses1 giebt es doch im ganzen ,thale nicht6 ,hier scheint die ,morgensonne immer am ersten hin4 ,wenn die ,htten unten1 wie eben jetzt1 noch im schwarzen ,schatten liegen1 so ist da droben schon alles von der ,sonne wie vergoldet4 ,ja oft1 wenn in dem tiefen1 feuchten ,thal kaum die ,kamine der ,htten aus dem grauen ,nebel hervorragen1 hat man hier den klaren blauen ,himmel4 ,den ,kindern der ,frau gefiel aber das ,mhlrad1 das sich bestndig so geschftig umdrehte1 am besten4 ,den ,knaben ergtzte besonders das ,klappern der ,mhle1 und das ,rauschen des ,wassers1 das wie siedende ,milch zu kochen schien4 ,das ,mdchen hingegen hatte ihre vorzgliche ,freude an den funkelnden ,edelsteinen von allen ,farben1 die1 wie sie sagte1 im ,sonnenglanze von dem immer trpfelnden ,rade fielen4 ,die ,frau brachte den ,tag zu1 sich einzurichten1 so gut es in diesem armen ,thale seyn konnte4 ,die ,leute wetteiferten1 sie mit ,lebensmitteln1 mit ,brennholz1 irdenem ,kchengeschirre1 und andern ,kleinigkeiten zu versehen4 ,das ,mdchen1 das ihr zuerst den ,weg in das ,thal gezeigt hatte und ,martha hie1 kam zu ihr in den ,dienst4 ,vor allem brauche ich ,eyer6 sagte die ,frau1 als sie sich zum ,kochen anschickte4 ,sieh doch1 da du mir fr ,bezahlung einige auftreibest4 ,eyer8 fragte ,martha ganz verwundert4 ,je wozu denn8 ,nrrisches ,mdchen1 sagte die ,frau1 wozu8 -- zum ,kochen4 ,gehe nur1 und mache1 da du bald wieder kommest4 ,zum ,kochen8 sagte das ,mdchen2 aber die ,vgelein haben ja nun keine ,eylein mehr1 und dann wre es doch auch ,schade4 ,vier ,personen htten ja wohl einige hundert ,eylein von ,finken oder ,hnflingen nthig1 sich satt zu essen4 ,was plauderst du da1 sagte die ,frau2 wer redet denn von den ,eyerchen der ,vgelein4 ,ich meyne ,hhnereyer4 ,das ,mdchen schttelte den ,kopf und sagte3 ,was das fr ,vgel sind1 wei ich gar nicht4 ,in meinem ,leben habe ich noch keine gesehen4 ,o weh1 sagte die ,frau1 so giebts bey euch noch nicht einmal ,hhner6 ,denn da die ,hhner erst aus dem ,morgenlande zu uns gebracht wurden1 so war damals in manchen ,gegenden ein ,huhn wirklich etwas so seltenes1 als jetzt ein ,pfau4 ,die ,frau wute sich1 da hier auch nichts von ,fleischspeisen zu haben war1 in ihrer kleinen ,kche fast nicht zu helfen4 ,ich htte nie daran gedacht1 sprach sie1 was es um ein ,ey fr eine ,wohlthat ,gottes ist1 bis jetzt1 da ich keines haben kann4 ,so gings mir aber auf meiner ,wanderung schon mit hundert ,dingen4 ,mangel und ,noth haben doch auch ihr ,gutes1 indem sie uns auf manche ,gabe ,gottes1 die wir bisher nicht achteten1 aufmerksam machen1 und uns ,dankbarkeit lehren4 ,die gute ,frau mute sehr kmmerlich leben4 ,die ,leute trugen ihr inde fleiig zu1 was sie nur immer glaubten1 da ihr angenehm seyn knnte4 ,wenn der ,mller eine schne ,forelle oder ein ,khler ein ,paar ,krametsvgel fing1 so brachten sie ihr dieselben sogleich4 ,die grten ,dienste that ihr aber der alte ,diener1 der mit ihr gekommen war4 ,sie hatte noch einige goldene ,kleinodien und kostbare ,edelsteine4 ,von diesem gab sie ihm von ,zeit zu ,zeit1 und er verreiste damit1 und blieb oft mehrere ,wochen aus4 ,so oft er zurck kam1 brachte er immer allerley mit1 das er fr die kleine ,haushaltung eingekauft hatte4 ,die ,leute bemerkten inde1 da die ,frau nach seiner ,zurckkunft oft sehr traurig war1 und rothgeweinte ,augen hatte4 ,sie wren gar gerne dahinter gekommen1 wer sie denn eigentlich sey1 und woher sie komme4 ,allein sie selbst zu fragen1 hatten sie den ,muth nicht4 ,der alte ,mann aber sagte ihnen1 wenn sie ihn fragten1 so seltsame ,namen1 da sie dieselben kaum nachsprechen konnten1 und sie in einer ,viertelstunde schon wieder vergessen hatten1 bis sie endlich merkten1 da der muntere ,greis sie nur zum ,besten habe4 ,da machten sie sich an die ,kleinen4 ,sag' uns doch1 sagten sie zum ,knaben1 wie heit denn deine ,mutter eigentlich8 ,wir wollen es nicht weiter sagen4 ,sag es uns nur ins ,ohr4 ,da sagte ihnen denn das ,kind sehr geheimnisvoll1 aber auch sehr offenherzig und zutraulich3 ,sie heit eigentlich ,mamma4 ,aehnliche ,antworten gab auch das ,mdchen4 ,die ,leute muten es also der ,zeit berlassen1 dieses ,geheimni zu enthllen4 ,zweytes ,kapitel4 ,gottlob1 nun sind doch einmal die ,hhner da6 ,einmal kam der alte ,diener1 der ,kuno hie1 wieder von einer ,reise heim1 und trug einen ,hhnerstall auf dem ,rcken4 ,in dem waren ein ,hahn und einige ,hennen4 ,als die ,kinder im ,thale den alten ,mann kommen sahen1 liefen sie alle zusammen2 denn er brachte ihnen immer etwas mit -- weies ,brot1 getrocknete ,pflaumen1 ein ,pfeifchen1 ein ,glcklein fr ihre ,ziegen oder sonst eine ,kleinigkeit4 ,diemal waren die ,kinder sehr neugierig1 was denn in dem vergitterten ,kstchen sey1 das fast ganz mit ,tuch bedeckt war1 so da man nicht recht hinein sehen konnte4 ,sie begleiteten ihn bis vor die ,thre der ,frau1 die mit ihren zwey ,kleinen sogleich freudig herauskam und ihn grte4 ,gottlob1 rief das kleine ,frulein und klatschte in die ,hnde1 nun sind doch einmal die ,hhner da6 ,der ,mann stellte den ,kasten nieder1 ffnete das ,thrchen1 und da kam denn zuerst ein prchtiger ,hahn heraus4 ,die ,kinder erstaunten4 ,was fr ein sonderbarer ,vogel das ist6 riefen sie2 denn wie man ihn heie1 wuten sie noch nicht4 ,in unserm ,leben haben wir noch keinen so schnen ,vogel gesehen6 ,was er fr eine schne ,krone auf dem ,kopfe hat1 noch schner roth1 als ,kornblumen2 und wie wunderschn brunlich und gelblich seine ,federn schimmern1 noch schner als reifes ,getreide in der ,abendsonne2 und wie wunderlich er den ,schweif trgt1 fast wie eine ,sichel gekrmmt6 ,auch die ,hennen gefielen ihnen sehr wohl4 ,es waren ein ,paar ,schwarze mit hochrothem ,kamme1 ein ,paar ,weie mit ,schpfen1 und ein ,paar ,rthlichbraune ohne ,schweif4 ,die ,frau streute den ,hhnern einige ,hnde voll ,haberkrner hin4 ,die ,hhner pickten sie geschftig hinweg1 und die ,kinder standen und knieten im ,kreise umher1 und sahen mit vergngten ,gesichtern zu4 ,als der ,haber aufgefressen war1 da schwang mit einem ,male der ,hahn die ,flgel und krhte -- und alle ,kinder lachten laut zusammen1 so freuten sie sich darber4 ,und im ,heimwege schrien die ,knaben alle3 ,kikeriki und die ,mdchen machten es ihnen wohl auch nach1 aber doch nicht gar so laut4 ,als die ,kinder heimkamen1 erzhlten sie von den ,wundervgeln1 die viel grer seyen1 als die ,ringeltauben1 ja wohl grer1 als die ,raben1 und wie sie so schne ,farben htten1 noch viel schner als alle ,vgel im ,walde4 ,und1 sagte die kleine ,marie1 ,marthas ,schwesterlein1 wie sie so ein rothes ,kpplein auf dem ,kopfe tragen1 wie es bisher noch bey keinen ,vgeln des ,waldes gebruchlich gewesen4 ,auch die ,aeltern wurden neugierig und kamen1 die fremden ,vgel zu sehen1 und waren nicht weniger darber verwundert4 ,nach einiger ,zeit lie sich eine der ,hennen zum ,brten an4 ,martha mute die ,henne tglich fttern4 ,die ,frau zeigte einmal den ,kindern aus dem ,thale das ,nest1 und die ,kinder wunderten sich alle laut ber die ,menge von ,eyern4 ,funfzehn ,eyer6 riefen sie2 die ,holztauben legen nur zwey1 andere ,vgelein nur fnf ,eyer4 ,o wie wird die ,henne so viele ,junge auffttern6 ,da die ,jungen anfingen auszukriechen1 wollte die ,frau den ,kindern eine ,freude machen1 und lie sie rufen4 ,es kamen aber1 da es eben ,feyertag war1 auch viele groe ,leute mit4 ,sie zeigte ihnen ein aufgepicktes ,ey4 ,o wie freuten sich die ,kinder1 als das junge ,hhnlein so geschftig pickte1 herauszukommen4 ,die ,frau half ihm vollends heraus4 ,nun war die ,verwunderung noch grer1 da das kleine ,vgelein schon ber und ber so schne gelbe ,flaumfederlein habe1 so munter aus den schwarzen ,aeuglein blicke1 und sogleich davon laufen knne1 da doch andere junge ,vgelein nackt1 blind und ganz hlflos zur ,welt kmen4 ,das ist doch etwas unerhrtes1 sagten die ,kinder1 solche ,vgel giebt es in der ganzen ,welt nicht mehr4 ,als die schne1 glnzend schwarze ,glucke mit dem purpurrothen ,kamme1 in ,mitte ihrer fnfzehn gelbhaarigen ,jungen1 das erste ,mal auf den grnen ,rasen herausschritt1 da war die ,freude der ,kinder und ,aeltern gar ber alle ,weise4 ,schneres kann man doch nichts sehen6 sagte ein ,khler4 ,und horcht nur1 sprach die ,khlerinn1 wie die ,alte den ,jungen lockt1 und wie die kleinen ,dingerchen den ,ruf verstehen1 und sogleich folgen4 ,es wre zu wnschen1 da ihr ,kinder auch immer so auf den ,ruf ginget4 ,ein ,knabe wollte ein junges ,hhnlein fangen1 um es nher zu betrachten4 ,das kleine ,dingelchen schrie aber klglich1 und auf das ,geschrey scho die ,alte pltzlich und mit weitgeffneten ,flgeln herbey1 und flog dem ,knaben1 der heftig erschrack und jammernd um ,hlfe schrie1 auf den ,kopf4 ,sie htte ihm wohl die ,augen ausgekratzt1 wenn er das ,junge nicht augenblicklich wieder htte laufen lassen4 ,der ,vater schmhte den ,knaben1 und die ,mutter sagte3 ,wie das treue ,thier sich seiner ,jungen so eifrig annimmt6 ,menschen knnten sogar von ihm lernen4 ,wenn die ,henne nun einen guten ,bissen fand1 so erhob sie sogleich ein ,geschrey1 und die ,jungen eilten alle zusammen4 ,die ,alte zerhackte ihn erst mit ihrem ,schnabel und legte ihnen gleichsam vor4 ,jedermann wunderte sich1 da so junge ,thierchen1 die kaum ber einen ,tag alt wren1 nicht nur sogleich laufen1 sondern auch schon fressen knnten4 ,da jetzt die ,sonne sich etwas unter die ,wolken verbarg -- so sammelten sich alle ,jungen unter die ,alte1 und versteckten sich da1 um sich zu wrmen4 ,das ist noch das allerschnste1 sagten die ,leute4 ,es ist gar so artig und munter1 wie hie und da ein ,kpfchen unter den ,flgeln der ,henne hervorsieht1 oder sich ein ,junges hervorwagt1 und sogleich wieder an einer andern ,stelle unter sie hineinkriecht4 ,der ,mller1 der in seiner weibestubten ,kleidung in ,mitte der schwarzen ,khler sich gar sonderbar ausnahm1 aber auch an ,einsicht sich eben so vor ihnen auszeichnete1 sprach3 ,was das doch ein ,wunderding mit diesen fremden ,vgeln ist6 ,wir erblicken zwar ,gott berall in der ,natur2 aber wenn wir etwas ungewhnliches sehen1 fllt uns seine ,allmacht1 ,weisheit und ,gte doch noch mehr in die ,augen4 ,bedenkt nur1 wie gut es ist1 da diese kleinen ,vgelein sogleich laufen und fressen knnen2 wenn die ,alte so vielen ,jungen das ,futter im ,schnabel zutragen mte1 wie eine ,schwalbe1 da wrde sie nicht fertig6 ,wie gut ists1 da es schon die ,natur der ,jungen so ist1 der ,alten nachzulaufen und ihrer ,stimme zu folgen4 ,liefen sie1 weil sie doch auf der ,stelle laufen knnen1 sogleich auseinander2 die ,alte knnte sie nicht mehr zusammen bringen1 und die ,jungen gingen verloren4 ,besonders wundert mich aber1 wo die ,henne den ,muth hernimmt1 ihre ,jungen so tapfer zu vertheidigen6 ,habe ich mich doch oft schon ber die ,hhner gergert1 und sie dumme ,thiere gescholten1 weil sie allemal1 so oft ich an ihnen vorbey ging1 vor ,furcht scheu auseinander flogen1 obwohl sie lngst merken konnten1 da ich ihnen nichts zu leid thue4 ,und nun ist die ,natur des ,thieres ganz verndert1 und sie setzt sich gegen einen ,mann zur ,wehre4 ,oft hat es mich ergtzt1 wie die ,hennen um einen ,bissen zanken1 oder wie diejenige1 die ein greres ,brcklein fand1 so neidig ist1 und sogleich davon luft1 und wie die andern ihr nachlaufen1 und es ihr nehmen wollen4 ,jetzt aber hat sie ihre ,gefrssigkeit ganz abgelegt1 und ruft den ,jungen selbst und rhrt nichts an1 bis alle satt sind4 ,ich glaube das gute ,thier strbe lieber selbst ,hungers1 als da sie eines ihrer ,jungen verhungern liee4 ,diese zrtliche ,sorgfalt1 mit der die ,henne ihre zarten ,jungen umherfhrt1 ,futter fr sie aufsucht1 sie ernhrt1 sie beschtzt1 sie unter ihren ,flgeln wrmt -- hat ,gott dem ,thiere eingepflanzt4 ,so zrtlich ist ,gott fr diese jungen ,hhnlein besorgt6 ,und wie sollten nun wir verzagen8 ,sollte ,er nicht noch mehr fr uns besorgt seyn8 ,freylich sorgt ,er noch mehr fr uns4 ,darum nur guten ,muth1 lieben ,leute6 ,gott macht alles wohl4 ,er sorgt fr alle seine ,geschpfe -- am meisten aber fr den ,menschen1 der in seinen ,augen mehr ist1 als alle ,hhner und alle andern ,vgel in der ganzen ,welt4 ,drittes ,kapitel4 ,jetzt giebt es ,eyer im ,ueberflu4 ,weil die guten ,leute im ,thale gegen die fremde ,frau immer gar so gefllig gewesen1 so war sie schon lange darauf bedacht1 ihnen auch wieder eine ,freude zu machen1 und ihre rmliche ,haushaltung zu erleichtern4 ,die gute ,frau hatte daher ,eyer und ,hhner sehr geschont1 und da sie nun einen schnen ,vorrath von ,eyern und auch mehrere ,hhner beysammen hatte1 schickte sie ,martha ins ,thal1 alle ,hausmtter auf den morgigen ,tag1 der ein ,sonntag war1 einzuladen4 ,sie kamen mit ,freuden1 und in ihrem schnsten ,aufputze4 ,in dem kleinen ,grtchen hatte der alte ,diener einen lndlichen ,tisch mit einigen ,bnken bereitet4 ,hier muten sie ,platz nehmen4 ,martha brachte hierauf einen groen ,korb voll ,eyer4 ,die waren alle so reinlich1 da man kein ,flecklein daran sah1 und wei wie ,schnee4 ,die ,kohlenbrennerinnen erstaunten und wunderten sich nicht wenig ber die ,menge von ,eyern4 ,gottlob6 sagte die ,frau1 jetzt giebt es ,eyer im ,ueberflu1 und es ist allerdings ein schner ,anblick1 so viele reinliche ,eyer beysammen zu sehen4 ,nun will ich euch aber auch zeigen1 wie man sie in der ,haushaltung ntzen kann4 ,in einer ,ecke des ,baumgrtchens1 unten an einem ,felsen1 war ,feuer aufgemacht4 ,eine groe ,pfanne voll ,wasser hing ber dem ,feuer4 ,die ,frau schlug zuerst ein ,ey auf1 um zu zeigen1 wie es innen aussehe1 bevor es in das heie ,wasser komme4 ,alle betrachteten mit ,aufmerksamkeit die schne kristallhelle ,feuchtigkeit1 in der gleich einer gelben ,kugel der ,dotter schwamm4 ,nun wurden so viele ,eyer1 als es ,gste waren1 weich gesotten4 ,auf dem ,tische war ,salz und weies lnglich geschnittenes ,brot in ,bereitschaft4 ,die ,frau lehrte sie die ,eyer ffnen1 und nun wunderten sich alle1 wie das durchsichtige des ,eys so schn wei wie ,milch aussah1 und eben so1 wie das ,gelbe1 fester geworden4 ,alle lobten1 indem sie nach ,anweisung der ,frau die ,eyer mit dem ,brote austunkten1 die treffliche ,speise4 ,da hat man1 sagten sie1 ,geschirr und ,speise sogleich beysammen4 ,und wie schn und reinlich1 wie lieblich wei und gelb alles aussieht6 ,wie schnell1 ohne ,kunst1 ohne allen ,aufwand ein ,ey gekocht ist4 ,auch fr ,kranke knnte man nicht leicht eine wohlfeilere und nahrhaftere ,speise finden4 ,die ,frau schlug hierauf ,eyer in heies ,schmalz4 ,dieses war fr die ,khlerinnen wieder eine neue ,erscheinung4 ,wie das ,gelbe so schn vom ,weien umgeben ist1 sagten sie1 wie bey den groen wei- und gelben ,wiesenblumen1 die man ,ochsenaugen nennt4 ,die ,eyer wurden nach und nach auf grnen ,spinat gelegt1 der in einer groen flachen ,schssel bereit stand -- und auch diese ,speise wurde von allen gelobt4 ,so machte die ,frau noch andere ,eyerspeisen1 und unterrichtete die ,khlerinnen1 wie die ,eyer nicht nur an und fr sich eine gesunde ,speise seyen1 sondern mit noch grerm ,vortheil zur bessern ,bereitung anderer ,speisen bentzt werden knnen4 ,zuletzt wurde schner grner ,ackersalat aufgetragen4 ,kuno brachte einen ,teller voll ,eyer1 die schon frher hart gesotten wurden1 damit sie inde wieder kalt wrden4 ,der frhliche ,alte lie aus ,scherz die ,eyer fallen1 da sie auf dem steinigen ,boden herumrollten4 ,die ,khlerinnen am ,tische erschracken1 da sie laut aufschrien4 ,sie meynten1 die ,eyer wrden ausflieen4 ,aber wie wunderten sie sich alle1 als die ,frau die ,schalen rein ablste1 und jedes ,ey so durchaus hart erschien1 da es sich schneiden lie4 ,die ,sache schien ihnen ein ,wunder4 ,inde sagte ihnen die ,frau1 wie man die ,eyer hart siede und legte die zierlich geschnittenen ,eyer auf den ,salat1 und auch diese ,speise schmeckte den ,gsten sehr gut4 ,nachdem die ,mahlzeit geendet war1 vertheilte die ,frau einige ,hhne und mehrere ,hennen unter die ,hausmtter4 ,sie sagte ihnen1 da eine ,henne des ,jahres hundert1 bis hundert fnfzig ,eyer lege -- worber alle erstaunten4 ,ueber hundert ,eyer6 riefen sie4 ,welch ein ,vortheil in der ,haushaltung6 ,die guten ,hausmtter brachten mit den ,hhnern eine groe ,freude ins ,thal4 ,in allen ,htten war ,jubel4 ,alle ,leute im ,thale segneten die ,frau1 und dankten ,gott fr so schne wohlthtige ,geschenke4 ,die ,hhner waren lange ,zeit das tgliche ,gesprch4 ,immer bemerkten die ,leute noch etwas neues daran1 das sonderbar und zugleich ntzlich war4 ,die ,eigenschaft1 da der ,hahn morgens krhe1 war den ,hausvtern besonders lieb4 ,er verkndet so1 sagten sie1 den nahen ,tag und fordert die ,menschen auf1 an ihr ,tagwerk zu gehen4 ,es ist ein ganz neues ,leben im ,thal1 wenn am ,morgen die ,hhne so zusammen krhen1 und man geht ordentlich munterer an die ,arbeit6 ,freylich wohl6 sagte der ,mller4 ,wenn der ,hahn aber gegen ,mitternacht das erste ,mal krht1 so ruft er den lustigen ,gesellschaften mit lauter ,stimme zu1 jetzt sey es die hchste ,zeit1 sich zur ,ruhe zu begeben4 ,den ,hausmttern gefiel es noch besonders1 da die ,henne es gatzend ankndete1 wenn sie ein ,ey gelegt hatte4 ,allemal war ,freude im ,hause1 wenn sie sich hren lie4 ,so wei man es doch gleich1 sagten sie1 und kann das ntzliche ,geschenk sogleich in ,empfang nehmen4 ,hausvter und ,hausmtter sagten oft unter einander3 ,diese ,vgel sind wahrhaftig von ,gott recht eigentlich zu ,hausthieren geschaffen4 ,sie halten sich so treulich an das ,haus1 entfernen sich nie weit davon1 kommen1 sobald man ihnen lockt1 sogleich alle zurck1 ja1 sie gehen am ,abende von selbst heim1 und warten an ,hausthr oder ,fenster1 bis man sie hereinlasse4 ,nicht nur bringen sie in der ,haushaltung einen groen ,nutzen2 ihr ,unterhalt kostet auch sehr wenig4 ,sie nehmen mit ,kleye1 mit dem ,abfalle vom ,gemse1 und mit andern schlechten ,dingen vorlieb1 die man im ,hause sonst nicht weiter ntzen knnte4 ,ja sie gehen vom ,morgen bis ,abend auer dem ,hause berall umher und scharren und suchen ihr ,futter selbst auf4 ,viele tausend ,krnlein1 die besonders zur ,erntezeit und bey dem ,dreschen verloren gingen1 kommen so noch den ,menschen zu gut4 ,die ,hennen lesen sie fleiig auf und geben uns ,eyer dafr4 ,die rmste ,wittwe1 die sonst kein ,hausthier halten konnte1 vermag doch noch eine ,henne1 und das tgliche ,ey ist ein tgliches ,almosen fr sie4 ,auch die zwey ,kinder der ,frau sahen nun ein1 woran sie im ,ueberflusse nie gedacht hatten1 was die ,eyer fr gtige ,geschenke ,gottes seyen4 ,o wie froh waren sie1 als sie hie und da morgens ein ,ey in ,milch essen konnten6 ,wie gut fanden sie nun manche ,speise1 die ihnen vorhin nicht recht geniebar schien1 weil das ,ey daran fehlte4 ,wie sehr dankten sie ,gott dafr6 ,viertes ,kapitel4 ,das ,fest der bemahlten ,eyer1 ein ,kinderfest4 ,inde gingen ,sommer und ,herbst vorber1 und der ,winter kam4 ,er war1 zumal in dieser rauhen ,gegend1 sehr hart4 ,die kleinen ,htten im ,thale lagen ,monate lang1 wie im ,schnee vergraben4 ,nur die rauchenden ,kamine und etwas von den ,dchern schauten noch aus der weien ,hlle hervor4 ,von dem ,hohlwege zwischen den ,felsen herauf sah man gar nichts mehr4 ,die ,mhle stand still1 und die ,wasserflle hingen starr und geruschlos an den ,felsen da4 ,man konnte nur wenig zusammen kommen4 ,desto grer war die ,freude1 als der ,schnee schmolz1 und es wieder ,frhling ward4 ,die ,kinder aus dem ,thale kamen sogleich wieder herauf1 und brachten den beyden fremden ,kindern1 ,edmund und ,blanda1 die ersten blauen ,veilchen und gelben ,schlsselblmchen1 die sie im ,thale finden konnten4 ,ja sie flochten ihnen1 sobald es mehrere dieser holden ,frhlingsblmchen gab1 die schnsten blauen und gelben ,krnze4 ,ich mu1 sagte die edle ,frau1 den guten ,kindern doch auch eine ,freude machen4 ,ich will ihnen auf den kommenden ,ostertag ein kleines lndliches ,kinderfest geben4 ,denn es ist gar schn1 da man solche ,tage den ,kindern1 so gut man nur immer kann1 zu ,freudentagen mache4 ,aber was soll ich ihnen geben8 ,auf ,weihnachten konnte ich sie mit ,aepfeln und ,nssen beschenken1 die ich fr sie hatte bringen lassen4 ,allein zu dieser ,zeit hat man nichts im ,hause1 als etwa ein ,ey4 ,noch bringt die ,natur nichts hervor1 das zu genieen wre4 ,alle ,bume und ,struche stehen ohne ,frchte und ,beeren4 ,eyer sind die ersten ,geschenke der wieder auflebenden ,natur4 ,aber1 sagte ,martha1 wenn die ,eyer nur nicht so ganz ohne alle ,farben wren6 ,wei ist wohl auch schn4 ,allein die allerley ,farben der ,frchte und ,beeren1 zumal die schnen rothen ,wangen der ,aepfelein1 sind doch noch schner4 ,du bringst mich da auf einen ,einfall1 sagte die gute ,frau1 der nicht gar bel seyn mag4 ,ich will die ,eyer hart sieden1 und sie1 was sich whrend des ,siedens leicht thun lt1 zugleich frben4 ,die mancherley ,farben machen den ,kindern gewi groe ,freude4 ,die verstndige ,mutter kannte verschiedene ,wurzeln und ,moose1 die man zum ,schnfrben brauchen kann4 ,sie frbte nun die ,eyer auf verschiedene ,art4 ,einige wurden schn himmelblau1 andere gelb wie ,zitronen1 andere so schn roth wie das ,innere der ,rosen4 ,einige hatte sie mit zarten grnen ,blttchen eingebunden1 die sich dann auf den ,eyern abbildeten1 und ihnen ein unvergleichlich schnes buntes ,aussehen gaben4 ,auf einige setzte sie auch einen kleinen ,reim4 ,die bemahlten ,eyer1 sagte der ,mller1 als er sie erblickte1 sind gerade recht fr das ,fest1 wo die ,natur ihr weies ,kleid ablegt1 und sich mit allerley ,farben schmckt4 ,die gute ,mutter macht es gerade wie der liebe ,gott1 der uns nicht nur schmackhafte ,frchte giebt1 sondern sie auch noch fr das ,auge schn und freundlich macht4 ,wie er die ,kirsche roth1 die ,pflaume blau1 die ,birne gelb frbt1 so macht sie es mit den ,eyern4 ,der ,ostertag war diesesmal ein beraus schner ,frhlingstag -- ein wahrer ,auferstehungstag der ,natur4 ,die ,sonne schien so schn und warm1 der ,himmel war so rein und blau1 da es eine ,lust war1 und alles neues ,leben fhlte4 ,die ,wiesen im ,thale waren bereits schn grn und hie und da schon bunt von ,blumen4 ,schon lange vor ,anbruch der ,morgenrthe hatten die ,frau und der alte ,kuno sich auf den ,weg zur ,kirche gemacht1 die ber zwey ,stunden weit entfernt jenseits mehrerer ,berge lag4 ,die ,vter und ,mtter aus dem ,thale1 und die grern ,kinder1 die so weit gehen konnten1 zogen auch mit dahin4 ,gegen ,mittag kam die ,frau mit ,hlfe des ,maulthieres1 das ,kuno fhrte1 wieder zurck2 die brigen ,leute aber kamen mit ihren ,kindern erst lange nach ,mittag1 oder gar erst gegen ,abend nach ,hause4 ,sobald die ,frau angelangt war1 eilten jene ,kinder1 die man daheim gelassen hatte1 und die mit ,edmund und ,blanda ungefhr von einerley ,alter -- und schon lange eingeladen waren1 voll ,freude herauf4 ,die ,frau fhrte sie in das ,grtchen1 das ,kuno im vorigen ,jahre sehr verschnert hatte4 ,nahe an der ,felsenwand1 auf einem zierlich mit ,kiese beschtteten ,grunde1 war ein lnglicht runder ,tisch4 ,der war jetzt mit einem farbigen ,teppiche belegt4 ,rasensitze von jungem1 frischen ,grn umgaben ihn4 ,die ,kinder setzten sich rings um den ,tisch1 und mitten unter ihnen ,edmund und ,blanda4 ,alle sahen freundlich und frhlich aus den ,augen und waren voll ,erwartung der ,dinge1 die da kommen wrden4 ,es war wirklich ein ungemein lieblicher ,anblick1 den schnen ,kreis von gelb- und braunlockichten ,kpfchen und alle blhenden ,gesichtchen zu sehen4 ,so schn ist kein ,blumenkranz1 sagte die ,frau bey sich selbst1 und wre er auch aus den schnsten ,rosen und ,lilien gewunden4 ,nun erzhlte ihnen die ,frau zuerst sehr schn und deutlich1 warum der heilige ,ostertag ein so groes ,freudenfest sey -- und dann wurde eine groe irdene ,schssel voll heier ,milch aufgetragen1 darein ,eyer geschlagen waren4 ,jedes ,kind hatte ein neues irdenes ,schsselchen vor sich stehen4 ,jedes bekam nun seinen ,theil und lie sichs trefflich schmecken4 ,hierauf fhrte die ,frau die ,kinder durch eine ,seitenthr des ,grtchens in das kleine ,tannenwldchen1 das an den ,garten stie4 ,zwischen den jungen ,tnnchen waren hie und da schne grne ,rasenpltze4 ,da sagte die ,frau den ,kindern1 jedes solle aus ,moos1 mit dem die ,felsen und ,bume umher reichlich bewachsen waren1 ein kleines ,nestchen machen4 ,sie gehorchten mit ,freuden4 ,denjenigen ,kindern1 die nicht zurecht kommen konnten1 muten die geschicktern helfen4 ,jedes mute sich sein ,nestchen recht wohl merken4 ,nun kehrten die ,kinder wieder in den ,garten zurck4 ,aber sieh -- da erblickten sie auf dem ,tische einen groen ,kuchen von ,eyerbrot1 der wie ein groer gewundner ,kranz gestaltet war4 ,jedes bekam nun ein groes ,stck ,kuchen4 ,inde nun die ,kinder aen1 schlich ,martha mit einem groen ,korbe voll gefrbter ,eyer heimlich in das ,wldchen1 und vertheilte die ,eyer in die ,nestchen1 und die blauen1 rothen1 gelben oder bunten ,eyer nahmen sich in den zierlichen ,nestchen von zartem1 grnlichem ,moose ungemein schn aus4 ,nachdem die ,kinder genug gegessen hatten1 sagte die ,frau3 ,nun kommt1 jetzt wollen wir nach den ,nestchen sehen4 ,in jedem ,nestchen lagen fnf gleichfarbige ,eyer1 und auf ,einem derselben stand ein ,reim4 ,was da die ,kinder fr ein ,freudengeschrey erhoben6 ,die ,freude und der ,jubel ging ber alle ,beschreibung4 -- ,rothe ,eyer6 ,rothe ,eyer6 rief das eine1 in meinem ,nestchen sind lauter rothe ,eyer4 ,und in dem meinigen blaue1 rief ein anderes1 o alle so schn blau1 wie jetzt der ,himmel4 ,die meinigen sind gelb1 schrie ein drittes1 noch viel schner gelb1 als die ,schlsselblmchen1 oder der hellgelbe ,schmetterling1 der dort fliegt4 ,die meinigen1 rief das vierte1 haben gar alle ,farben6 ,o das mssen wunderschne ,hhner seyn1 rief ein kleiner ,knabe1 weil sie so schne ,eyer legen4 ,die mchte ich einmal sehen4 ,ey1 sagte ,martha's ,schwesterchen1 das ,kleinste aus allen ,kindern1 die ,hhner legen freylich keine so schne ,eyer4 ,ich glaube gar1 das ,hschen hat sie gelegt1 das aus dem ,wachholderbusche heraussprang und davon lief1 als ich dort das ,nestchen bauen wollte4 ,und alle ,kinder lachten zusammen1 und sagten im ,scherze1 der ,haase lege die bunten ,eyer4 ,ein ,scherz1 der sich in manchen ,gegenden bis auf unsere ,zeiten erhalten hat4 ,o mit wie wenigem1 sagte die ,frau1 kann man den ,menschen eine groe ,freude machen6 ,wer sollte nicht gerne geben2 indem ja geben seliger ist1 als empfangen6 -- ,wer doch noch ein ,kind seyn knnte6 ,eine solche ,freude empfinden unter den ,erwachsenen nur diejenigen1 die ihr ,herz rein und schuldlos bewahrten4 ,nur die leben noch in dem ,paradiese der ,kindheit -- diesem ,gottesreiche schuldloser ,freude4 ,nun machte die ,frau den ,kindern wieder eine andere ,unterhaltung4 ,manches ,kind1 das nur blaue ,eyer bekam1 htte gerne auch ein rothes oder gelbes gehabt4 ,denen1 mit den rothen1 gelben oder bunten ,eyern ging es eben so4 ,die ,frau sagte daher den ,kindern1 sie sollen mit einander tauschen4 ,nur das ,ey mit dem ,sprchlein durfte nicht vertauscht werden4 ,das war jetzt eine neue ,freude1 da jedes ,kind auf diese ,art ,eyer von allen ,farben erhielt4 ,seht1 sagte die ,frau1 so mu man einander aushelfen4 ,wie es mit den ,eyern hier ist1 so ist es mit tausend andern ,dingen4 ,gott theilte seine ,gaben so aus1 da die ,menschen einander davon wechselweise mittheilen knnen1 und so einander ,freude machen und einander lieber gewinnen sollen4 ,mchte doch jeder ,tausch oder ,kauf1 wie euer kleiner ,eyerhandel beschaffen seyn1 da immer beyde ,theile gewinnen1 und keiner verliere4 ,der kleine ,edmund las seinen ,reim4 ,ein ,khlerknabe war darber voll ,erstaunen4 ,denn damals gab es noch wenige ,schulen1 und mancher ,erwachsene wute kaum1 da es um das ,lesen und ,schreiben etwas ,schnes und ,ntzliches sey4 ,der ,khlerknabe wollte nun sogleich wissen1 was denn da auf seinem ,ey geschrieben stehe4 ,o ein unvergleichlich schnes ,sprchlein6 sagte die ,frau4 ,hre einmal6 ,fr ,speis und ,trank -- dem ,geber dank6 ,sie fragte die ,kinder1 ob sie dieses immer gethan htten8 ,jetzt fiel es ihnen erst ein1 ,gott fr die frhliche ,mahlzeit und die schnen ,eyer zu danken1 was sie denn nach ,anleitung der ,frau auch sogleich von ,herzen thaten4 ,nun wollte aber jedes ,kind wissen1 was auf seinem ,ey stehe4 ,alle drngten sich um die ,frau4 ,alle die kleinen ,hndchen1 und in jedem der ,hndchen ein ,ey1 waren gegen sie ausgestreckt4 ,alle riefen wie mit einem ,munde3 ,was steht auf meinem8 ,was auf meinem8 ,wie heit meines8 ,o meines zuerst lesen6 ,die ,frau mute ,friede machen1 und die ,kinder in einen ,kreis stellen4 ,jetzt las sie in der ,reihe herum ein ,sprchlein nach dem andern4 ,jedes ,kind war voll ,begierde zu wissen1 wie sein ,reimlein heie4 ,alle horchten auf die ,frau1 und wandten kein ,auge von ihr1 wenn sie wieder ein ,sprchlein las4 ,die ,reimlein bestanden nur immer aus einigen ,wrtchen4 ,alle zusammen1 sowohl auf den ,eyern1 die sie jetzt1 als auf jenen1 die sie nachher noch austheilte1 waren ungefhr folgende3 #a4 ,nur ,eins ist noth1 ,kind1 liebe ,gott6 #b4 ,gott sieht dich1 ,kind1 ,drum scheu die ,snd4 #c4 ,fr ,speis und ,trank ,dem ,geber dank'4 #d4 ,ein dankbar ,herz ,flammt himmelwrts4 #e4 ,vertrau' auf ,gott1 ,er hilft in ,noth4 #f4 ,hchst elend ist1 ,wer ,gott vergit4 #g4 ,wer ,jesum ehrt1 ,thut1 was ,er lehrt4 #h4 ,gebet und ,flei ,macht gut und weis'4 #i4 ,fromm1 gut und rein1 ,drey ,edelstein4 #aj4 ,ein gutes ,kind ,gehorcht geschwind4 #aa4 ,beym ,eigensinn ,ist kein ,gewinn4 #ab4 ,ein reines ,herz ,erspart viel ,schmerz4 #ac4 ,kind1 wirst du roth1 ,so warnt dich ,gott4 #ad4 ,wie ,rosen blht ,ein rein ,gemth4 #ae4 ,bescheidenheit ,das schnste ,kleid4 #af4 ,wer ,lgen spricht1 ,dem glaubt man nicht4 #ag4 ,die ,heucheley ,ein faules ,ey4 #ah4 ,verdientes ,brot1 ,macht ,wangen roth4 #ai4 ,unmig seyn ,bringt ,schmach und ,pein4 #bj4 ,geiz macht ein ,herz ,zu ,stein und ,erz4 #ba4 ,ein frommer ,mann1 ,hilft wo er kann4 #bb4 ,zorn1 ,ha und ,neid ,bringt dir nur ,leid4 #bc4 ,still1 sanft und mild1 ,ein goldner ,schild4 #bd4 ,geduld im ,leiden ,bringt ,himmelsfreuden4 #be4 ,gutseyn1 nicht ,gold1 ,macht lieb und hold4 #bf4 ,ein gut ,gewissen1 ,ein sanftes ,kissen4 #bg4 ,wer ,gutes thut1 ,hat frohen ,muth4 #bh4 ,zur ,ewigkeit ,sey stets bereit4 #bi4 ,weltlust vergeht1 ,tugend besteht4 #cj4 ,den ,frommen lohnen ,dort ew'ge ,kronen4 ,jedes ,kind gab sich alle ,mhe1 sein ,reimlein zu merken1 und wiederholte es in der ,stille immer bey sich selbst1 um es nicht zu vergessen4 ,die ,frau fragte nun in der ,reihe herum1 ob jedes sein ,sprchlein noch wisse4 ,hie und da mute sie ein wenig nachhelfen4 ,aber bald wute jedes ,kind das seine schn und deutlich zu sagen4 ,ja viele merkten auch die ,reimlein der brigen4 ,nach und nach wute fast jedes ,kind alle ,reime auswendig4 ,wenn man nur das erste ,wort nannte1 so wuten sie fast allemal das ,sprchlein bis ans ,ende zu sagen4 ,und wenn man die erste ,hlfte sagte1 so wuten sie die zweyte ganz sicher4 ,so viel auf einmal1 und so leicht1 unter ,lust und ,lachen1 hatten die ,kinder noch nie gelernt4 ,die ,vter und ,mtter und die andern ,kinder1 die indes nach ,hause gekommen waren1 und den lauten ,jubel1 der in das ,thal hinabscholl1 vernahmen1 eilten herauf1 zu sehen und zu hren1 was es denn gebe1 und waren ganz erstaunt4 ,so viel1 sagten sie1 lernen ja die ,kinder zu ,hause kaum in einem halben ,jahre auswendig1 als hier in einer halben ,stunde4 ,es bleibt doch wahr1 ,lust und ,lieb zu einem ,ding1 macht alle ,mh und ,arbeit gering4 ,aber den ,kindern ,lust zu machen1 sagte der ,mller1 das ist das ,kunststckchen4 ,da steckts6 -- ,das heit einmal viel gelernt4 ,das ist ja eine ganze ,sittenlehre fr ,kinder im ,kleinen4 ,wie die ,frau doch mit ,kindern umzugehen wei6 ,die ,frau beschenkte nun auch die brigen ,kinder mit bunten ,eyern und mit ,kuchen1 und sagte noch zu allen3 ,die gefrbten ,eyer mgt ihr zu ,hause essen2 und die mit dem ,sprchlein1 mt ihr zum ,andenken aufbewahren4 ,die essen wir freylich nicht6 sagten die ,kinder4 ,die heben wir auf4 ,das ,sprchlein ist ja mehr werth1 als das ,ey4 ,das ist's wahrhaftig1 sagte die ,frau1 wenn ihr das befolgt1 was es euch lehrt4 ,sie ermahnte die ,aeltern nun1 die ,kinder bey guter ,gelegenheit an die ,sprchlein zu erinnern4 ,die ,aeltern thatens4 ,wenn ein ,kind nicht sogleich auf das ,wort folgen wollte1 erhob der ,vater den ,finger und sagte3 ,ein gutes ,kind -- und das ,kind sprach3 gehorcht geschwind6 und gehorchte dann auch geschwind4 ,wenn ein ,kind ,miene machte1 zu lgen1 sprach die ,mutter3 ,wer ,lgen spricht -- dem glaubt man nicht6 fuhr das ,kind fort1 errthete und schmte sich zu lgen4 ,und so machten die ,aeltern es auch mit den brigen ,reimen4 ,die ,kinder sagten noch gar oft1 in ihrem ,leben htten sie keinen so vergngten ,tag gehabt4 ,nun1 sagte die ,frau allemal1 so thut nur fleiig1 wie es in den ,sprchlein heit1 und dann gebe ich euch alle ,jahre ein solches ,eyerfest4 ,wer aber bse ist und nicht folgt1 darf nicht dazu kommen4 ,denn es soll nur ein ,fest fr gute ,kinder seyn4 ,o1 wie da die ,kinder im ,thale so gut und so folgsam wurden6 ,fnftes ,kapitel4 ,ein ,paar ,eyer -- mehr werth1 als wenn sie von ,gold wren4 ,unter den ,zuschauern1 die dem kleinen ,kinderfeste beywohnten1 hatte die ,frau einen fremden ,jngling bemerkt1 der in dem ,kreise frhlicher ,menschen ganz traurig dastand4 ,der ,jngling mogte etwa im sechzehnten ,jahre seyn4 ,er war nur sehr rmlich gekleidet1 allein von einem sehr edlen ,aussehen und von einer blhenden1 unverdorbenen ,gesichtsfarbe2 seine schnen gelben ,haare hingen bis auf die ,schultern herab1 und in der ,hand hatte er einen langen ,wanderstab4 ,nachdem sich die meisten ,zuschauer zerstreut hatten1 fragte ihn die ,frau voll ,mitleids1 warum er denn so traurig sey4 ,ach1 sprach der ,jngling1 und die hellen ,thrnen standen ihm in den ,augen1 mein ,vater1 der ein ,steinhauer war1 ist erst vor drey ,wochen gestorben4 ,meiner ,mutter geht es nun mit meinen zwey kleinen ,geschwistern1 einem ,knaben und einem ,mdchen1 sehr hart4 ,mich will der ,bruder meiner ,mutter annehmen1 und mich das ,handwerk des ,vaters1 das er auch treibt1 lehren1 damit ich die ,mutter erhalten und mich in der ,welt fortbringen knne4 ,zu diesem reise ich jetzt4 ,ich komme schon zwanzig ,stunden weit her und habe fast noch so weit zu gehen4 ,denn der ,vetter wohnt weit hin in einer andern ,gegend des ,gebirges4 ,die ,frau wurde1 besonders da ihr eignes ,schicksal dem ,schicksale der armen ,wittwe des ,steinhauers in etwas hnlich war1 sehr gerhrt4 ,sie gab ihm ,milch mit ,eyern und ,eyerkuchen zu essen1 und schenkte ihm einiges1 seine ,mutter damit zu untersttzen4 ,edmund und ,blanda hatten auch groes ,mitleiden mit ihm4 ,da1 sagte ,blanda1 bring dieses rothe ,ey deinem kleinen ,schwesterchen und gre sie mir recht freundlich4 ,und1 sagte ,edmund1 dieses blaue ,ey bringe deinem ,brderchen zum ,grue1 und sag ihm1 er soll uns einmal heimsuchen6 ,wir wollen ihm dann auch ,milchsuppe und ,eyerkuchen auftischen4 ,die ,mutter lchelte1 holte noch ein bemahltes ,ey1 und sagte3 ,dieses ,ey da gieb deiner ,mutter4 ,das ,sprchlein darauf ist der beste ,trost1 den ich ihr geben kann3 ,vertrau auf ,gott1 -- ,er hilft in ,noth6 und so wird ihr das ,ey kein unangenehmes ,geschenk seyn2 ja wenn sie das ,sprchlein befolgt1 so ist es das beste ,geschenk von der ,welt1 das man ihr nur immer machen knnte4 ,der ,jngling dankte herzlich4 ,der ,mller behielt ihn ber ,nacht1 und am andern ,morgen1 da die ,spitzen der ,felsen1 die das ,thal einschlossen1 sich errtheten1 setzte er seinen ,stab weiter1 nachdem der ,mller ihm noch zuvor ,haberbrot und ,ziegenkse in seinen ,queersack gesteckt hatte4 ,fridolin1 denn so hie der ,jngling1 wanderte durch das ,gebirge1 ber hohe ,felsen und durch tiefe ,thler1 rstig fort4 ,am ,abende des dritten ,tages war er nur noch ein ,paar ,stunden von der ,wohnung des ,vetters entfernt4 ,aber sieh da -- als er so auf schmalem ,wege1 lngs einer himmelhohen ,felsenwand hinkletterte1 und in die tiefe schauerliche ,kluft zwischen den buschigen ,felsen mit ,grausen hinabschaute1 erblickte er auf einmal ein aufgezumtes und gesatteltes ,pferd2 die ,decke war schn purpurroth und der ,zgel schien lauter ,gold4 ,das ,pferd aber schaute zu ihm herauf und wieherte1 als freute es sich1 einen ,menschen zu sehen1 und als wollte es ihn mit lautem ,jubel willkommen heien4 ,alle ,welt1 sagte der ,jngling1 wie kommt das edle ,thier in diese tiefe ,schlucht hinab4 ,allem nach gehrt es einem ,ritter zu4 ,wenn dem ,herrn1 dem es angehrt1 nur kein ,unglck begegnet ist4 ,ein gesatteltes ,pferd ohne ,reiter an einem solchen ,orte ist immer ein ,anblick1 ber den man erschrickt4 ,mir wird ganz bange2 ich mu doch einmal nachsehen4 ,er versuchte lange vergebens hinab zu klettern1 wiewohl er im ,bergsteigen sehr gebt war4 ,endlich fand er einen engen ,steig zwischen den ,felsen1 den ein wildes ,bergwasser ausgehhlt hatte1 der aber jetzt trocken lag1 und kam glcklich hinunter4 ,da sah er einen ,mann von edlem ,aussehen und in ritterlicher ,kleidung unter einem berhangenden ,felsen liegen4 ,sein glnzender ,helm mit dem prangenden ,federbusche lag neben ihm1 und der ,spie steckte darneben4 ,der ,mann aber sah sehr bla aus1 und der ,jngling wute nicht1 ob er nur schlafe oder gar todt sey4 ,mitleidig ging er zu ihm hin1 fate ihn freundlich bey der ,hand und sagte3 ,fehlt euch etwas lieber ,herr8 ,der ,mann schlug die ,augen auf1 blickte den ,jngling starr an1 seufzte1 und versuchte zu reden4 ,aber er konnte kein ,wort hervorbringen4 ,da deutete er mit der ,hand auf den ,mund1 und dann auf den ,helm1 der neben ihm lag4 ,fridolin verstand1 da er trinken wolle1 nahm den ,helm1 und ging1 ,wasser zu holen4 ,ein paar graue ,weidenbume tief in einem ,winkel der ,schlucht verriethen ihm1 da ,wasser in der ,nhe seyn msse4 ,er ging hin1 fand feuchten ,grund1 wand sich eine ,strecke zwischen ,felsen und ,gestruchen hinauf1 und sieh -- da rann ein kleines ,quellchen1 hell wie ,kristall1 aus einem moosigen ,felsen hervor4 ,fridolin fllte den ,helm1 und eilte dem ,durstenden zu4 ,er trank fter und in langen ,zgen4 ,nach und nach kam ihm die ,sprache wieder4 ,gott sey ,dank6 war sein erstes ,wort4 ,und auch dir sey ,dank1 freundlicher ,jngling1 fuhr er mit heierer ,stimme fort1 indem er den ,kopf auf die ,hand sttzte4 ,dich hat mir ,gott zugesendet1 damit ich nicht verschmachte4 -- ,aber1 wie mich jetzt hungert6 ,hast du nicht einen ,bissen ,brot bei dir8 ,o du mein ,gott1 rief ,fridolin1 wenn ich es nur frher gewut htte4 ,haberbrot und ,ziegenkse1 die ich da im ,queersacke trug1 sind rein aufgezehrt4 ,doch halt1 halt6 rief er jetzt freudig aus1 da habe ich ja noch die ,eyer4 ,die sind eine gesunde1 nahrhafte ,speise4 ,er setzte sich zu dem ,manne auf den reichlich mit ,moos bewachsenen ,boden1 langte die gefrbten ,eyer hervor1 machte sogleich eines von der ,schale los1 schnitt es mit seinem ,taschenmesser1 gleich ,aepfelschnitzchen1 in lnglichte ,stcklein1 und gab ein ,stckchen nach dem andern dem ,manne4 ,der ,mann a begierig1 trank dann wieder dazwischen1 und a dann wieder4 ,fridolin wollte das dritte ,ey auch aufklopfen4 ,aber der ,mann sagte3 ,la es gut seyn4 ,zuviel auf einmal essen1 besonders nachdem man lange gehungert1 ist nicht gut4 ,ich habe fr jetzt genug4 ,so gut hat es mir in meinem ,leben noch nicht geschmeckt4 ,es war ein ,knigsmahl4 ,ich fhle mich1 ,gott sey ,dank1 schon krftiger1 fuhr er fort und setzte sich vollends auf4 ,o wenn du nicht gekommen wrest1 so wre ich diese ,nacht sicher verschmachtet4 ,aber1 sagte ,fridolin1 indem er den hellen ,panzer und die ,kleidung von prchtigen ,farben nher betrachtete1 wie kommt ihr1 edler ,ritter1 mit eurem ,pferde denn in diese schauerliche ,schlucht herab8 ,ich bin nur ein ,edelknecht1 sagte der ,mann1 und reise schon mehrere ,wochen in ,angelegenheit meines ,herrn weit umher4 ,da hab ich mich in diesem waldigen ,gebirge verirrt4 ,die ,nacht berfiel mich4 ,auf einmal strzte ich in der ,finsterni1 samt meinem ,pferde1 den steilen ,abhang dort herunter in diese ,tiefe4 ,dem ,pferde1 das gut auf den ,beinen ist1 geschah nichts4 ,aber ich habe mich da an dem ,fue beschdigt1 da ich nicht mehr gehen1 und mich nicht einmal mehr auf das ,pferd schwingen kann4 ,inde ists ein ,wunder1 da ,mann und ,ro nicht sogleich zu ,grund gingen4 ,ich kann ,gott nicht genug danken6 ,ich verband mir die ,wunde2 aber das ,wundfieber setzte mir hart zu4 ,ich hatte mich schon darein ergeben1 zwischen diesen ,felsen ,hungers zu sterben4 ,da erschienst du mir1 guter ,jngling -- wie ein ,engel des ,himmels4 ,sag doch an1 wie kommst du hieher in diese menschenleere1 einsame ,wste8 ,fridolin erzhlte1 und der ,mann hrte aufmerksam zu1 und that dazwischen allerley ,fragen4 ,wunderlich1 sagte er1 indem er auf die ,eyerschaalen zeigte1 die auf dem ,moose umherlagen1 da sie so schn roth und blau sind4 ,ich habe noch nie solche ,eyer gesehen4 ,wie1 la mich das ,ey1 das noch ganz ist und das du wieder in den ,queersack stecktest1 doch einmal nher betrachten6 ,fridolin gabs ihm1 und erzhlte1 wie er dazu gekommen4 ,der ,mann betrachtete das ,ey sehr aufmerksam1 und die ,thrnen drangen ihm in die ,augen4 ,mein ,gott1 sagte er1 was da auf dem ,ey steht1 ist wohl recht wahr3 ,vertrau auf ,gott1 -- ,er hilft in ,noth4 ,das habe ich jetzt erfahren4 ,mit heier ,inbrunst flehte ich in diesem ,abgrunde zu ,gott um ,hlfe1 und ,er hat mein ,flehen erhrt4 ,seine ,gte sey dafr dankbar gepriesen4 ,gesegnet seyen die guten ,kinder1 die dir das ,paar ,eyer schenkten4 ,o sie dachten wohl nicht1 da sie damit einem fremden ,manne das ,leben retten wrden4 ,gesegnet sey die gute ,frau1 die auf dieses ,ey hier den trstlichen ,reim schrieb4 ,du1 fuhr er fort1 gib das ,ey mir4 ,ich will es aufheben1 damit ich den schnen ,spruch1 der sich an mir so schn bewhrte1 immer vor ,augen haben kann4 ,ja1 meine ,kinder und ,kindeskinder sollen noch im ,vertrauen auf ,gott gestrkt werden1 so oft sie das ,ey erblicken und den ,spruch lesen4 ,vielleicht erzhlen nach hundert ,jahren meine ,urenkel noch davon1 wie wunderbar ,gott ihren ,urgrovater durch ein ,paar ,eyer vom ,hungertode gerettet habe4 -- ,ich will dir fr die ,eyer etwas anders geben4 ,er zog seinen ,geldbeutel heraus1 und gab ihm fr jedes ,ey1 das er gegessen1 hatte1 ein ,goldstck -- fr das mit dem schnen ,reim aber zwey4 ,fridolin wollte ihm das ,ey zwar nicht lassen4 ,der ,mann aber bat so lange1 bis er es ihm gab4 ,doch sieh1 sagte der ,mann jetzt1 indem er an der ,felsenwand hinauf blickte1 es will ,abend werden1 und die ,felsen und ,gestruche da oben schimmern in der ,abendsonne schon wie rothes ,gold4 ,versuch es doch einmal1 mir auf das ,pferd zu helfen4 ,der ,weg1 auf dem du herabkamst in diese frchterliche ,schlucht1 wo die ,sonne nie hinscheinet1 lt mich doch einen ,ausgang hoffen4 ,fridolin half ihm auf das ,pferd1 und fhrte es am ,zgel4 ,sie kamen durch den ,hohlweg mit vieler ,mhe1 aber dennoch glcklich hinauf4 ,o wie sich da der ,mann freute1 als er die ,sonne wieder erblickte1 und ,wald und ,gebirg umher1 von ihren glhendrothen ,strahlen herrlich beleuchtet4 ,zu meinem ,vetter1 sagte ,fridolin1 kommen wir jetzt wohl noch4 ,ich gehe einen starken ,schritt und euer ,pferd bleibt gewi nicht zurck4 ,der ,vetter wird euch mit ,freuden aufnehmen4 ,er ist ein braver ,mann4 ,ihr findet nicht nur eine gute ,nachtherberge1 sondern sicher auch1 bis ihr wieder hergestellt seyd1 eine liebreiche ,pflege4 ,mit anbrechender ,nacht kamen sie vor der ,htte des ehrlichen ,steinhauers an4 ,er nahm den ,edelknecht mit ,freuden auf1 und klopfte seinem jungen ,vetter ,fridolin auf die ,schulter1 da er so brav und gut gehandelt habe4 -- ,fridolin trug seine ,bedenklichkeit vor1 da er nicht ,wort halten und seiner ,mutter und seinen ,geschwistern die gefrbten ,eyer nicht senden knne4 ,ach was1 ,eyer1 sagte ,fridolins ,vetter1 ich wei zwar nicht1 was du alles von rothen und blauen und bunten ,eyern daher schwatzest1 oder was diese ,eyer vor andern ,vogeleyern1 deren viele gewi noch weit schner und zarter bemahlt sind1 besonders haben sollen2 aber wren sie auch pures ,gold1 so wren sie dennoch wohl fort -- da nur der brave ,mann hier nicht hungers sterben durfte1 und du einmal ein braver ,kerl wirst4 ,du hast gehandelt1 wie der wohlthtige ,samariter -- und ich will nun den ,wirth machen4 ,aber bezahlen darfst du mir nichts1 setzte er noch lchelnd hinzu4 ,hrst du8 ,der ,edelknecht zeigte das ,ey mit dem ,spruche4 ,es ist wunderschn1 sagte der ,vetter zu ,fridolin4 ,inde la ihm's nur2 das ,gold da wird deiner ,mutter lieber seyn4 ,komm1 ich will es dir auswechseln6 ,der ,jngling erstaunte ber die ,menge ,mnze1 die er dafr bekam2 denn er hatte das ,gold nicht gekannt4 ,sieh1 sagte der ,vetter1 auch an deiner ,mutter wird der ,spruch wahr3 ,gott hilft in ,noth6 ,der ,spruch ist mehr werth1 als all das ,gold4 ,es ist inde gut1 da man den ,spruch auch ohne das ,ey merken kann4 ,vergi ihn daher dein ,lebenlang nicht4 ,der ,edelknecht blieb so lange1 bis er ganz gesund war1 und beschenkte1 ehe er aufsa1 noch alle im ,hause reichlich4 ,sechstes ,kapitel4 ,ein ,ey1 das wirklich in ,gold und ,perlen gefat wird4 ,den ,frhling und ,sommer ber fiel in dem ,thale nichts besonders vor4 ,die ,kohlenbrenner bauten ihr kleines ,feld und gingen fleiig in den ,wald1 ,kohlen zu brennen2 ihre ,weiber besorgten die ,haushaltung und zogen viele ,hhner2 und die ,kinder fragten sehr oft1 ob es wohl nicht bald wieder ,ostern sey4 ,die edle ,frau aber war jetzt manchmal sehr traurig4 ,ihr alter1 treuer ,diener1 der sie hieher begleitet hatte1 und anfangs von ,zeit zu ,zeit bald grere1 bald kleinere ,reisen machte1 und ihre ,geschfte besorgte1 konnte das ,thal schon lange nicht mehr verlassen4 ,denn er fing an zu krnkeln4 ,ja1 als es ,herbst ward und die ,gestruche an den ,felsen umher bereits bunte ,bltter hatten1 konnte er kaum mehr vor die ,thre1 um sich1 was er sonst so gerne that1 ein wenig zu sonnen4 ,die ,frau vergo aus ,mitleid mit dem guten1 alten ,manne1 und aus ,besorgni1 ihre letzte ,sttze zu verlieren1 manche stille ,thrne4 ,auch das fiel ihr sehr schwer1 da sie nun durch ihn von ihrem ,vaterlande keine ,nachricht mehr erhalten konnte1 und in diesem abgelegenen ,thale von der ganzen brigen ,welt wie abgeschieden war4 ,um diese ,zeit setzte aber noch ein anders ,ereigni die gute ,frau in nicht geringe ,aengste und ,schrecken4 ,die ,kohlenbrenner kamen eines ,morgens aus dem ,walde heim1 und erzhlten1 als sie die vergangene ,nacht wohlgemuth bey ihren brennenden ,kohlhaufen gesessen wren1 da seyen auf einmal vier fremde ,mnner zu ihnen gekommen1 die eiserne ,kappen auf dem ,kopfe und eiserne ,wammse angehabt1 und groe ,schwerter an der ,seite und lange ,spiee in der ,hand gefhrt htten4 ,sie htten sich ,dienstleute des ,grafen von ,schroffeneck genannt1 der mit vielen ,reisigen in dem ,gebirge angekommen sey4 ,sie htten sich auch nach allem in der ,gegend wohl erkundigt4 ,der ,mller eilte mit dieser ,neuigkeit sogleich zu der ,frau1 die eben an dem ,bette des kranken ,kuno sa4 ,sie wurde1 als der ,mller den ,namen ,schroffeneck nannte1 todtenbleich1 und rief3 ,o ,gott1 der ist mein schrecklichster ,feind6 ,ich glaube nicht anders1 als er stellt mir nach dem ,leben4 ,die ,kohlenbrenner werden den fremden ,mnnern meinen ,aufenthalt doch ja nicht entdeckt haben6 ,der ,mller versicherte1 so viel er wisse1 sey von ihr gar nicht die ,rede gewesen4 ,die ,mnner htten sich an dem ,feuer nur gewrmt und seyen gegen ,tag wieder weiter gegangen4 ,da sie aber noch in dem ,gebirge umherstreifen1 sey dennoch gewi4 ,lieber ,oswald6 sagte die ,frau zum ,mller1 ,ich habe1 seit ihr mich in euer ,haus aufnahmet1 euch immer als einen gottesfrchtigen1 rechtschaffenen1 redlichen ,mann kennen gelernt4 ,euch will ich daher meine ganze ,geschichte anvertrauen1 und auch die groe ,angst entdecken1 die jetzt mein ,herz erfllt2 denn auf euern guten ,rath und auf euern treuen ,beystand mache ich sichere ,rechnung4 ,ich bin ,rosalinde1 eine ,tochter des ,herzoges von ,burgund4 ,zwey angesehene ,grafen warben um meine ,hand -- ,hanno von ,schroffeneck und ,arno von ,lindenburg4 ,hanno war der reichste und mchtigste ,herr weit umher1 und hatte viele ,schlsser und ,kriegsleute2 allein er war nicht gut und edel4 ,arno war wohl der tapferste und edelste ,ritter im ,lande2 allein im ,vergleich mit ,hanno arm2 denn er hatte von seinem edlen1 uneigenntzigen ,vater nur ein einziges alterndes ,schlo geerbt1 und war auch gar nicht darauf bedacht1 durch ,gewalt mehrere an sich zu reien4 ,ihm gab ich1 mit ,gutheien meines ,vaters1 meine ,hand1 und brachte ihm eine schne ,strecke ,landes mit mehreren festen ,schlssern zum ,brautschatze4 ,wir lebten so vergngt1 wie im ,himmel4 ,hanno von ,schroffeneck fate aber einen grimmigen ,ha gegen mich und meinen ,gemahl1 und wurde uns todtfeind4 ,inde verbarg er seinen ,groll1 und lie ihn nicht in ffentliche ,feindseligkeiten ausbrechen4 ,nun mute mein ,gemahl mit dem ,kaiser in den ,krieg gegen die wilden heidnischen ,vlker ziehen4 ,hanno htte den ,zug auch mitmachen sollen4 ,allein unter allerley ,vorwnden wute er seine ,rstungen zu verzgern1 blieb zurck1 und versprach blos1 dem ,heere sobald mglich zu folgen4 ,whrend nun mein ,gemahl mit seinen ,leuten an den fernen ,grenzen fr sein ,vaterland kmpfte1 und alle genug zu thun hatten1 den bermchtigen ,feind abzuhalten1 brach der treulose ,hanno in unser ,land ein -- und niemand war1 der sich ihm widersetzen konnte4 ,er verwstete alles weit umher1 und erstrmte ein festes ,schlo nach dem andern4 ,mir blieb nichts brig1 als mit meinen zwey lieben ,kindern heimlich zu entfliehen4 ,mein guter alter ,kuno war mein einziger ,schutzengel auf dieser gefhrlichen ,flucht1 auf der ich keinen ,augenblick vor ,hanno's ,nachstellungen sicher war4 ,er fhrte mich in dieses ,gebirg1 wo ich in diesem vor aller ,welt verborgenen ,thale einen so ruhigen ,aufenthalt fand4 ,hier wollte ich nun weilen1 bis mein ,gemahl aus dem ,kriege zurck kommen1 und unsre ,habe dem unrechtmigen ,besitzer wieder entreien wrde4 ,von ,zeit zu ,zeit zog ,kuno aus dem ,gebirge in die bewohntere ,welt1 ,kunde von dem ,kriege einzuholen4 ,allein immer kehrte er mit traurigen ,nachrichten zurck4 ,immer noch waltete der bse ,hanno in unserm ,lande1 immer noch dauerte der ,krieg an den ,grenzen mit abwechselndem ,glcke fort4 ,nun aber ist schon bald ein ,jahr1 da mein guter ,kuno krank ist1 und seit der ,zeit wei ich nichts mehr von meinem theuren ,vaterlande1 und von meinem lieben ,gemahl4 ,ach1 vielleicht fiel er schon lange unter dem ,schwerte der ,feinde6 ,vielleicht kam ,hanno1 der mir mit seinen ,leuten so nahe ist1 meinem geheimen ,aufenthalte auf die ,spur -- und was wird dann aus mir werden8 ,der ,tod wre noch das ,beste1 was mir begegnen knnte6 -- ,o redet doch mit den ,khlern1 lieber ,oswald1 da sie mich doch nicht verrathen6 ,was verrathen6 sagte der ,mller4 ,ich stehe euch gut fr alle2 jeder gbe sein ,leben fr mich4 ,ehe der von ,schroffeneck euch etwas zu leid thun sollte1 mte er es mit uns allen aufnehmen4 ,seyd daher auer ,sorgen1 edle ,frau6 ,eben so sprachen die ,kohlenbrenner1 als ihnen der ,mller die ,sache vortrug4 ,er soll nur kommen1 sagten sie1 dem wollen wir mit unsern ,schrhacken den ,weg weisen4 ,die gute ,frau brachte inde ihr ,leben unter bestndigen ,sorgen und ,aengsten zu4 ,sie getraute sich kaum mehr aus der ,htte1 und lie auch keines ihrer ,kinder vor die ,thre4 ,ihr ,leben war sehr betrbt und kummervoll4 ,da es aber in dem ,gebirge wieder ruhig wurde1 und man von den geharnischten ,mnnern nichts mehr sah und hrte1 wagte sie es einmal1 einen kleinen ,spaziergang zu machen4 ,es war nach langem ,regen gar ein schner1 lieblicher ,tag spt im ,herbste4 ,einige hundert ,schritte von ihrer ,htte war eine ,art lndlicher ,kapelle4 ,sie war nur aus rohen ,tannenstmmen erbaut1 und an der ,vorderseite ganz offen4 ,in der ,kapelle sah man die ,flucht nach ,aegypten1 ein sehr liebliches ,gemhlde1 das ,kuno einmal von einer seiner ,wanderungen mitgebracht hatte1 die gute ,frau ber ihre eigene ,flucht zu trsten4 ,hinter der ,kapelle erhob sich eine hohe ,felsenwand1 und vor der ,kapelle standen einige schne ,tannen1 und beschatteten den ,eingang derselben4 ,das ,pltzchen hatte noch etwas ,stilles und ,trauliches1 da man mit ,wehmuth und ,freude hier verweilte4 ,ein angenehmer ,weg ber grnen ,rasen1 zwischen mahlerischen ,felsen und ,gestruchen fhrte dahin4 ,dies war ihr liebster ,spaziergang4 ,sie ging -- nicht ganz ohne ,bangigkeit -- auch dieses ,mal dahin4 ,sie kniete mit ihren ,kindern einige ,zeit auf dem ,betstuhle am ,eingange der ,kapelle4 ,die ,aehnlichkeit ihres ,schicksals mit dem der gttlichen ,mutter1 die auch mit ihrem ,kinde in ein fremdes ,land flchten mute1 rhrte sie1 und manche ,zhre flo von ihren ,wangen4 ,sie betete eine ,zeit1 und setzte sich dann auf die ,bank4 ,ihre ,kinder pflckten inde an den ,felsen umher ,brombeeren1 freuten sich1 da jede ,beere gleichsam ein kleines1 glnzendschwarzes ,trubchen bilde1 und entfernten sich nach und nach ziemlich weit4 ,als nun die ,frau so einsam da sa -- sieh1 da kam ein ,pilgersmann zwischen den ,felsen hervor und nherte sich der ,kapelle4 ,er hatte nach ,art der ,pilger ein langes1 schwarzes ,gewand an und einen kurzen ,mantel darber4 ,sein ,hut war mit schnfarbigen ,meermuscheln geziert1 und in der ,hand fhrte er einen langen1 weien ,stab4 ,er war1 wie es schien1 schon sehr alt1 aber doch ein stattlicher1 sehr wohlaussehender ,mann4 ,seine langen ,haare1 die auf beiden ,seiten der ,scheitel schlicht herab hingen1 und sein langer ,bart waren wei wie ,schleeblthe1 aber seine ,wangen noch rther1 als die schnsten ,rosen4 ,die ,frau erschrack1 als sie den fremden ,mann sah4 ,er grte sie ehrerbietig und fing ein ,gesprch mit ihr an4 ,sie aber war in ihren ,reden sehr vorsichtig und zurckhaltend4 ,sie blickte ihn nur sehr schchtern an1 als wollte sie ihn erst ausforschen1 ob sie ihm -- als einem ganz ,fremden -- wohl auch trauen drfe4 ,edle ,frau1 sagte endlich der ,pilger1 habt keine ,furcht vor mir4 ,ihr seyd mir nicht so fremd1 als ihr denket4 ,ihr seyd ,rosalinde von ,burgund4 ,ich wei auch gar wohl1 was fr ein hartes ,schicksal euch zwang1 zwischen diesen rauhen ,felsen eine ,zufluchtssttte zu suchen4 ,auch euer ,gemahl1 von dem ihr nun schon drei ,jahre getrennt seyd1 ist mir recht wohl bekannt4 ,seit ihr hier in dieser abgelegenen ,gegend wohnet1 hat sich in der ,welt vieles gendert4 ,wenn euch je noch daran liegt1 von dem guten ,arno von ,lindenburg zu hren1 und das ,andenken an ihn in eurem ,herzen noch nicht erloschen ist1 so kann ich euch die frhlichsten ,nachrichten von ihm mittheilen4 ,es ist ,friede6 ,mit ,siegeskrnzen geschmckt kehrte das christliche ,heer zurck4 ,euer ,gemahl hat seine geraubten ,festen wieder erobert4 ,der ,bsewicht ,hanno rettete sich mit genauer ,noth in dieses ,gebirg1 und auch aus diesem hat er sich schon weiter flchten mssen4 ,der innigste ,wunsch eures ,gemahls ist nun1 euch1 seine geliebte ,gemahlinn1 wieder aufzufinden4 ,o ,gott6 rief jetzt die ,frau1 welch eine ,freudenbothschaft6 ,o wie dank ich ,dir1 lieber ,gott6 ,sie sank auf die ,knie1 und reichliche ,thrnen flossen ber ihre ,wangen4 ,ja1 sprach sie1 ,du1 guter ,gott1 hast meine heien ,thrnen gesehen1 meine stillen ,seufzer vernommen1 mein unaufhrliches ,flehen erhrt6 -- ,o ,arno1 ,arno1 da mir doch bald der selige ,augenblick wrde1 dich wieder zu sehen1 und dir deine ,kinder1 die bey deiner ,abreise noch ganz unmndig waren1 vorzufhren1 damit du nun aus ihrem ,munde das erste ,mal den holden ,vaternamen vernehmest6 ,ja wohl zweifeln1 du frommer ,mann1 sagte sie zum ,pilger1 ob ich meines ,gemahls noch gedenke -- ob nicht sein ,andenken in meinem ,herzen erloschen8 -- ,o meine ,kinder1 rief sie jetzt ihren zwey ,kleinen zu1 die schchtern in einiger ,entfernung standen1 und den fremden ,mann neugierig betrachteten -- o kommt hieher6 ,beyde ,kinder kamen eilig4 ,du1 ,edmund1 sprach sie jetzt zum ,knaben1 indem sie das ,kind kte und ermunterte1 nicht scheu1 sondern hbsch dreist zu seyn1 sage dem ,manne hier das kleine ,gebet1 das wir alle ,morgen fr den ,vater beten4 ,der ,kleine faltete1 als ob es allzeit so seyn mte1 auch wenn man es nur auswendig hersagte1 andchtig die ,hnde1 und sprach mit sichtbarer ,rhrung1 die ,augen zum ,himmel gerichtet1 laut und mit ,ausdruck3 ,lieber ,vater im ,himmel6 ,sieh auf uns zwey arme ,waislein herab6 ,unser ,vater ist im ,kriege4 ,o la ihn nicht umkommen6 ,o wir wollen auch recht fromm und gut seyn1 damit der liebe ,vater ,freude habe1 wenn er uns einmal wiedersieht6 ,ach ja1 erflle unsre ,bitte6 ,und du1 ,blanda1 sagte sie zum gelblockigten ,mdchen mit den ,rosenwangen1 sag1 wie beten wir ,abends fr den ,vater1 ehe wir uns schlafen legen8 ,das ,kind faltete eben so wie der ,knabe die kleinen ,hndchen1 schlug die blauen ,augen zum ,himmel auf1 und betete schchtern mit sanfter1 leiser ,stimme3 ,lieber ,vater im ,himmel6 ,ehe wir zur ,ruhe gehen1 flehen wir noch zu ,dir fr unsern ,vater auf ,erde4 ,la ihn sanft ruhen und dein ,engel beschtze ihn vor feindlichem ,ueberfall4 ,schenke auch der lieben ,mutter sanften ,schlaf1 damit sie ihres tiefen ,kummers ein wenig vergesse4 ,oder wenn ,du ihr auch den sen ,schlaf entziehen willst -- so la ihn auf die ,augenlieder des ,vaters sanft herabsinken4 ,o mchte dieser ,abend der letzte unsrer traurigen ,trennung seyn -- mchte bald der frohe ,morgen jenes ,tages anbrechen1 an dem wir ihn wiedersehen6 ,amen1 ,amen6 sagte die ,mutter1 indem sie die ,hnde faltete1 und weinend zum ,himmel aufblickte4 -- -- ,jetzt fing der ,pilger mit einem ,male an laut zu weinen4 ,in einem ,augenblicke hatte er die ,verkleidung -- ,haare und ,bart1 ,pilgermantel und ,pilgerrock hinweg geworfen -- und stand nun in prchtiger1 ritterlicher ,tracht1 in ,gold und ,purpur1 in jugendlicher ,schnheit1 voll ,kraft und ,leben da1 und breitete seine ,arme weit gegen ,frau und ,kinder aus1 und rief mit lauter1 tiefgerhrter ,stimme3 ,o ,rosalinde1 meine ,gemahlinn -- o ,edmund und ,blanda1 meine liebsten ,kinder6 ,die ,frau war vom pltzlichen ,freudenschrecken ganz betubt4 ,die ,kinder1 die bey dem lauten ,weinen des ,pilgers eben zu ihrer ,mutter aufgeblickt hatten1 als wollten sie um ,hlfe fr den ,mann flehen1 schauten1 als sie jetzt ihren ,namen hrten1 um -- und erschracken ber das ,wunder1 das sie zu sehen glaubten2 denn sie meinten1 da die ,mutter ihnen fters aus der ,legende erzhlt hatte1 nicht anders1 als der ,greis habe sich mit einem ,male in einen schnen ,jngling des ,himmels -- in einen ,engel verwandelt2 so schn kam ihnen ihr ,vater vor4 ,denn wirklich war er auch der schnste ,mann unter dem ganzen christlichen ,heere4 ,o wie entzckt waren sie1 als die ,mutter ihnen nun sagte1 der schne ,herr sey ihr lieber ,vater1 von dem sie ihnen so oft erzhlt habe4 ,vater und ,mutter und ,kinder fhlten sich so glcklich1 als wren sie schon im ,himmel1 und ein ,paar ,stunden verschwanden ihnen wie ein ,paar ,augenblicke4 ,rosalinde hatte aus den ,reden ihres ,gemahls vernommen1 da er unter starker ,bedeckung spornstreichs hieher geritten sey1 um sie hier abzuholen2 da er aber wegen der steilen1 gefhrlichen ,felsenwege sein ,gefolge von ,reitern zurckgelassen habe1 und in ,pilgertracht1 deren sich die ,vornehmen damals oft bedienten1 wenn sie unbekannt reisen wollten1 zu ,fue vorausgeeilt sey1 schneller bey ihr zu seyn1 sich unter dieser fremden ,gestalt von ihrem ,wohlbefinden und von dem ,wohlverhalten seiner ,kinder zu berzeugen1 und sie auf seinen ,empfang vorzubereiten4 ,rosalinde fragte1 wie es gekommen sey1 da er ihren ,aufenthalt so sicher erfahren habe4 ,o ,rosalinde1 sagte er1 unser ,wiedersehen ist die ,frucht deiner ,wohlthtigkeit gegen die armen ,leute1 besonders gegen die ,kinder in diesem ,thale4 ,darum hat ,gott deinen ,kindern den ,vater wieder geschenkt4 ,ohne diese deine wohlthtigen ,gesinnungen htten wir uns nicht so bald1 ach vielleicht gar nicht mehr gesehen6 ,denn berall warest du von unsren ,feinden umgeben1 und leicht httest du in ihre ,hnde fallen knnen4 ,erst nachdem ich mit meinen ,leuten im ,gebirge angekommen war1 entfloh ,hanno mit den ,seinigen ber alle ,berge4 ,sieh da1 sprach er1 und zeigte ihr das gefrbte ,ey mit dem ,spruche3 ,vertrau auf ,gott1 ,er hilft in ,noth6 ,dieses ,ey ward in der ,hand ,gottes das ,mittel1 uns wieder zu vereinigen4 ,ich hatte lange ,zeit her ,leute ohne ,zahl ausgesendet1 dich zu suchen -- aber immer vergebens4 ,da kam einmal ,eckbert1 einer meiner ,edelknechte1 den ich schon fr verloren hielt1 weil er mir gar lange ausblieb1 von einem ,ritte zurck4 ,er war in einen ,abgrund gestrzt1 und wre da bald verhungert4 ,ein fremder ,jngling rettete ihn mit einem ,paar ,eyer vom ,hungertode1 und lie ihm noch obendrein dieses ,ey mit dem schnen ,spruche zum ,andenken an seine ,rettung4 ,eckbert zeigte mir das ,ey4 ,aber1 lieber ,himmel1 wie erstaunte ich6 ,auf den ersten ,blick erkannte ich deine ,hand4 ,augenblicklich saen wir auf1 und ritten dem groen ,marmorbruche zu1 in dem der gute ,jngling arbeitete4 ,dieser zeigte mir den ,weg hieher4 ,httest du den schnen freundlichen ,gedanken nicht gehabt1 den ,kindern mit den bunten ,eyern ein ,fest zu machen2 httest du bey den leiblichen ,wohlthaten nicht auf den ,geist so schn ,bedacht genommen1 und die schnen ,denkreime nicht auf die ,eyer geschrieben1 wret ihr alle -- du mein lieber kleiner ,edmund da1 und du meine kleine holde ,blanda hier1 gegen einen fremden ,jngling nicht so wohlthtig gewesen3 o so wre uns der heutige ,freudentag nicht geworden4 ,auf jeder milden ,gabe -- sie sey auch noch so klein -- ruht doch immer der ,segen des ,hchsten1 wenn sie aus reinem ,herzen und ohne ,hoffnung einer ,vergeltung gegeben wird4 ,sie ist ein ,samenkorn1 das reichliche ,frchte trgt4 ,unter ,gottes ,leitung bringt sie uns oft auf ,erden schon groes ,heil4 ,merkt euch das euer ,leben lang1 ihr lieben ,kinder6 ,gebt den ,armen gerne1 sucht andern einen frohen ,tag zu machen1 gleicht eurer ,mutter6 ,helft andern aus der ,noth1 und euch wird auch geholfen werden6 ,erbarmet euch1 und ihr werdet auch ,erbarmen finden4 ,freudig werdet ihr dann auf ,gott vertrauen knnen1 und die felsenfeste ,wahrheit auf der zerbrechlichen ,eyerschale da1 die heute so schn in ,erfllung ging1 wird auch fernerhin an euch herrlich in ,erfllung gehen4 ,er wird euch nie ohne ,hlfe lassen4 -- ,die seht ihr aus dieser ,geschichte4 ,in ,gold und ,perlen werde ich dehalb dieses ,ey fassen1 und zum steten ,andenken in unsrer ,burgkapelle am ,altare aufhngen4 ,inde war es ,abend geworden1 und schon glnzte hie und da ein ,sternlein am klaren ,himmel4 ,graf ,arno ging mit seiner ,gemahlinn am ,arme ihrer lndlichen ,wohnung zu1 und die zwey ,kleinen gingen voraus4 ,hier erwartete sie neue ,freude4 ,der ,edelknecht und ,fridolin1 sein ,erretter1 waren hier und hatten sich inde mit ,kuno unterhalten1 den die ,ankunft seines geliebten ,herrn schon fast gesund gemacht hatte4 ,der gute ,jngling ,fridolin1 dem die ,grfin die ,eyer geschenkt hatte1 kam zuerst herbey1 und grte sie und die ,kinder als alte ,bekannte auf das freundlichste und freudigste4 ,dann trat ,eckbert1 der ,edelknecht1 den die ,eyer vom ,hungertode gerettet hatten1 ehrerbietig herbey und sagte3 ,lat mich1 theure ,grfin1 die wohlthtige ,hand kssen1 die mir unter ,gottes ,leitung das ,leben rettete4 ,den braven ,kuno umarmte der ,graf als seinen treusten ,diener1 und auch dem wackern ,mller1 der festlich geputzt in seinem hellblauen ,sonntagsrocke dastand1 schttelte er mit dankbarer ,rhrung treuherzig die ,hand4 ,sie speisten den ,abend alle zusammen und waren von ,herzen frhlich und vergngt4 ,am andern ,morgen aber war groer ,jubel im ganzen ,thale4 ,die ,nachricht1 der ,gemahl der guten ,frau1 ein vornehmer -- vornehmer ,herr1 sey angekommen1 setzte alles in ,bewegung4 ,gro und ,klein kam herauf1 ihn zu sehen1 und die kleine ,htte ward ganz von ,leuten umringt4 ,der ,graf trat mit seiner ,gemahlinn und seinen ,kindern heraus und grte die ,leute auf das liebreichste1 und dankte ihnen fr alles ,gute1 das sie seiner ,gemahlinn und seinen ,kindern erwiesen htten4 ,o nicht wir sind ihre ,wohlthter1 sagten die ,leute mit ,thrnen in den ,augen1 sie ist unsre grte ,wohlthterinn6 ,der ,graf unterhielt sich lange mit den guten ,leuten1 und sprach mit einem jeden aus ihnen1 und alle waren ber seine ,freundlichkeit entzckt4 ,inde hatte das ,gefolg des ,grafen1 mit ,hlfe einiger ,kohlenbrenner einen ,weg in das ,thal gefunden4 ,unter dem ,klange der ,trompeten kamen mehrere ,ritter1 und eine ,menge ,knappen zu ,pferd und zu ,fu zwischen zwey waldigen ,bergen hervor1 zogen in das ,thal herein1 und ihre ,helme und ,spiee leuchteten im ,glanze der ,sonne wie ,blitze4 ,alle begrten ihre wiedergefundene ,gebietherinn mit hoher ,freude -- und ihr ,freudenruf hallte rings von den ,felsen zurck4 ,graf ,arno blieb noch ein ,paar ,tage hier2 am ,abende1 bevor er mit seiner ,gemahlinn und seinen ,kindern1 mit ,kuno und dem brigen ,gefolge abreiste1 gab er noch allen ,bewohnern des ,thales eine groe ,mahlzeit4 ,der ,mller und die ,khler saen zwischen ,rittern und ,knappen1 und die ,tafel sah sehr bunt aus4 ,am ,ende der ,mahlzeit beschenkte der ,graf seine lndlichen ,gste1 vorzglich den ,mller1 noch sehr reichlich4 ,martha blieb in den ,diensten der ,grfinn4 ,fr die ,mutter und ,geschwister des guten ,jnglings ,fridolin sorgte er noch ganz besonders4 ,zu den ,kindern der ,khler aber sagte er3 ,fr euch1 ihr lieben ,kleinen1 will ich zum ,andenken an den ,aufenthalt meiner ,gemahlinn unter so guten ,leuten eine kleine ,stiftung machen4 ,jedes ,jahr sollen auf ,ostern allen ,kindern ,eyer von allen ,farben ausgetheilt werden4 ,und ich1 sprach die gute ,grfinn1 will diesen ,gebrauch in unsrer ganzen ,grafschaft einfhren1 und dort zum ,andenken meiner ,befreyung alle ,jahre auf ,ostern gefrbte ,eyer unter die ,kinder austheilen lassen4 ,die geschah auch4 ,die ,eyer nannte man ,ostereyer1 und die schne ,sitte verbreitete sich nach und nach durch das ganze ,land4 ,die ,leute an andern ,orten1 die den ,gebrauch nachmachten1 sagten3 ,die ,erlsung der guten ,grfinn aus ihrem ,felsenthale und jenes ,edelknechtes aus dem ,abgrunde vom nahen ,tode1 geht uns zwar nicht so nahe an1 ihr ,andenken jhrlich zu feiern4 ,die bunten ,eyer sollen daher unsre ,kinder an eine grere1 herrlichere ,erlsung erinnern1 die uns sehr nahe angeht -- an unsre ,erlsung von ,snde1 ,elend und ,tod1 durch ,denjenigen1 der vom ,tode auferstand4 ,das ,osterfest ist das rechte ,erlsungsfest -- und die ,freude1 die wir da den ,kindern machen1 ist ganz dem ,sinne des ,erlsers gem4 ,die ,liebe1 die gerne gro und klein erfreut1 ist ja die ,summe seiner heiligen ,religion1 und das schnste ,kennzeichen seiner wahren ,verehrer4 ,ja1 die ,sitte1 den ,kindern ,eyer zu schenken1 kann auch den ,aeltern und allen ,menschen eine schne ,erinnerung an die ,vaterliebe ,gottes gegen uns ,menschen1 gleichsam ein ,pfand der wohlwollenden ,gesinnungen seines treuen ,vaterherzens seyn4 ,denn der ,mund der ,wahrheit hat es ja selbst gesagt3 ,wo ist unter euch ein ,vater1 der seinem ,sohne1 der ihn um ein ,ey bittet1 einen ,skorpion geben knnte8 ,wenn nun ihr euren ,kindern gute ,gaben zu geben wit1 wie viel mehr wird euer ,vater im ,himmel denen1 die ,ihn darum bitten -- 7die beste aller ,gaben7 den guten ,geist geben8 ,anmerkungen zur ,transkription ,die ,schreibweise der ,buchvorlage wurde weitgehend beibehalten4 ,offensichtliche ,fehler wurden korrigiert wie hier aufgefhrt 7vorher_/nachher73 ,s4 #e3 444 armen ,kohlenbrenner4 ,das enge ,thal war 444 444 arme ,kohlenbrenner4 ,das enge ,thal war 444 ,s4 #af3 444 wunderlich er den ,schweif trgt1 fast wie ein 444 444 wunderlich er den ,schweif trgt1 fast wie eine 444 ,s4 #bj3 444 merken konnten1 das ich ihnen nichts zu leid 444 444 merken konnten1 da ich ihnen nichts zu leid 444 ,s4 #bd3 444 aufgetragen4 ,kuno brachte ein ,teller voll 444 444 aufgetragen4 ,kuno brachte einen ,teller voll 444 ,s4 #bi3 444 abbildeten1 und ihnen ein unvergleichlich schnen 444 444 abbildeten1 und ihnen ein unvergleichlich schnes 444 ,s4 #bi3 444 schner ,frhlingtag -- ein wahrer ,auferstehungstag 444 444 schner ,frhlingstag -- ein wahrer ,auferstehungstag 444 ,s4 #ej3 444 ,ereigni die gute ,frau in nicht geringe ,aengsten 444 444 ,ereigni die gute ,frau in nicht geringe ,aengste 444 ,s4 #ed3 444 wagte er es einmal1 einen kleinen ,spaziergang 444 444 wagte sie es einmal1 einen kleinen ,spaziergang 444 ,s4 #ef3 444 ob sie ihm -- als einen ganz ,fremden -- 444 444 ob sie ihm -- als einem ganz ,fremden -- 444 ,s4 #fj3 444 ber das ,wunder1 da sie zu sehen glaubten2 444 444 ber das ,wunder1 das sie zu sehen glaubten2 444 ,s4 #fd3 444 dankte ihnen fr alles ,gute1 da sie seiner 444 444 dankte ihnen fr alles ,gute1 das sie seiner 444