,,friedrich ,,nietzsche ,,ein ,k,,mpfer ,,gegen ,,seine ,,zeit4 ,von ,dr4 ,,rudolf ,,steiner4 ,,weimar4 ,,verlag ,,von ,,emil ,,felber4 #ahie4 ,,inhalt4 ,seite ,vorrede ,,vii ,i4 ,nietzsches ,charakter #a ,,ii4 ,der bermensch #bi ,,iii4 ,nietzsches ,entwickelungsgang #ic ,,vorrede4 ,als ich vor sechs ,jahren die ,werke ,friedrich ,nietzsches kennen lernte1 waren in mir bereits ,ideen ausgebildet1 die den seinigen hnlich sind4 ,unabhngig von ihm und auf anderen ,wegen als er1 bin ich zu ,anschauungen gekommen1 die im ,einklang stehen mit dem1 was ,nietzsche in seinen ,schriften3 ,zarathustra1 ,jenseits von ,gut und ,bse1 ,genealogie der ,moral und ,gtzendmmerung ausgesprochen hat4 ,schon in meinem #ahhf erschienenen kleinen ,buche ,erkenntnistheorie der ,goetheschen ,weltanschauung kommt dieselbe ,gesinnung zum ,ausdruck1 wie in den genannten ,werken ,nietzsches4 ,dies ist der ,grund1 warum ich mich gedrngt fhlte1 ein ,bild von dem ,vorstellungs- und ,empfindungsleben ,nietzsches zu zeichnen4 ,ich glaube1 da ein solches ,bild ,nietzsche am hnlichsten dann wird1 wenn man es seinen erwhnten letzten ,schriften gem schafft4 ,so habe ich es gethan4 ,die frheren ,schriften ,nietzsches zeigen uns ihn als ,suchenden4 ,er stellt sich uns in ihnen dar als rastlos aufwrts ,strebender4 ,in seinen letzten ,schriften sehen wir ihn auf dem ,gipfel angelangt1 der eine seiner ureigenen ,geistesart angemessene ,hhe hat4 ,in den meisten der bis jetzt ber ,nietzsche erschienenen ,schriften wird dessen ,entwickelung so dargestellt1 als ob er in den verschiedenen ,zeiten seiner ,schriftstellerlaufbahn voneinander mehr oder weniger abweichende ,meinungen gehabt htte4 ,ich habe zu zeigen versucht1 da von einem ,meinungswechsel bei ,nietzsche nicht die ,rede sein kann1 sondern nur von einer ,aufwrts-,bewegung1 von der naturgemen ,entwickelung einer ,persnlichkeit1 die noch nicht die ihren ,anschauungen entsprechende ,ausdrucksform gefunden hatte1 als sie ihre ersten ,schriften schrieb4 ,das ,endziel von ,nietzsches ,wirken ist die ,zeichnung des ,typus bermensch4 ,diesen ,typus zu charakterisieren1 habe ich als eine der ,hauptaufgaben meiner ,schrift betrachtet4 ,mein ,bild des bermenschen ist genau das ,gegenteil des ,zerrbildes geworden1 das in dem augenblicklich verbreitetsten ,buche ber ,nietzsche von ,frau ,lou ,andreas-,salom entworfen ist4 ,man kann nichts dem ,nietzscheschen ,geiste mehr ,zuwiderlaufendes in die ,welt setzen1 als das mystische ,ungetm1 das ,frau ,salom aus dem bermenschen gemacht hat4 ,mein ,buch zeigt1 da in ,nietzsches ,ideen nirgends auch nur die geringste ,spur von ,mystik anzutreffen ist4 ,auf die ,widerlegung der ,ansicht von ,frau ,salom1 da ,nietzsches ,gedanken in ,menschliches1 ,allzumenschliches von den ,ausfhrungen ,paul ,res1 des ,verfassers der ,psychologischen ,beobachtungen und des ,ursprungs der moralischen ,empfindungen u4 s4 w41 beeinflut seien1 habe ich mich nicht eingelassen4 ,ein so mittelmiger ,kopf wie ,paul ,re konnte auf ,nietzsche keinen bedeutenden ,eindruck machen4 ,ich wrde diese ,dinge auch hier nicht berhren1 wenn nicht das ,buch von ,frau ,salom so viel beigetragen htte1 geradezu widerwrtige ,ansichten ber ,nietzsche zu verbreiten4 ,fritz ,koegel1 der ausgezeichnete ,herausgeber von ,nietzsches ,werken1 hat im ,magazin fr ,litteratur diesem ,machwerke die gebhrende ,abfertigung angedeihen lassen4 ,ich kann diese kurze ,vorrede nicht beschlieen1 ohne ,frau ,frster-,nietzsche1 der ,schwester ,nietzsches1 herzlichst zu danken fr die vielen ,freundlichkeiten1 die ich von ihr whrend der ,zeit erfahren habe1 in der meine ,schrift entstanden ist4 ,den im ,nietzsche-,archiv in ,naumburg verlebten ,stunden verdanke ich die ,stimmung1 aus der heraus die folgenden ,gedanken geschrieben sind4 ,weimar1 ,april #ahie4 ,rudolf ,steiner4 ,,nietzsches ,,werke4 ,ich fhre hier zur ,orientierung die bis jetzt erschienenen und fr meine ,ausfhrungen in ,betracht kommenden ,schriften ,nietzsches an und fge zu jeder einzelnen die ,jahreszahl des ,erscheinens der ersten ,auflage hinzu4 ,die ,geburt der ,tragdie4 ,oder3 ,griechentum und ,pessimismus4 ,die #a4 ,aufl4 erschien #ahgb4 ,eine neue ,ausgabe mit vorgedrucktem ,versuch einer ,selbstkritik erschien #ahhf4 ,unzeitgeme ,betrachtungen4 ,erstes ,stck3 ,david ,strau1 der ,bekenner und ,schriftsteller4 #a4 ,aufl4 #ahgc4 ,zweites ,stck3 ,vom ,nutzen und ,nachteil der ,historie fr das ,leben4 #a4 ,aufl4 #ahgd4 ,drittes ,stck3 ,schopenhauer als ,erzieher4 #a4 ,aufl4 #ahgd4 ,viertes ,stck3 ,richard ,wagner in ,bayreuth4 #a4 ,aufl4 #ahgf4 ,menschliches1 ,allzumenschliches4 ,ein ,buch fr freie ,geister4 #a4 ,band4 #a4 ,aufl4 #ahgh4 ,eine neue ,ausgabe mit einer einfhrenden ,vorrede erschien #ahhf4 ,menschliches1 ,allzumenschliches4 ,ein ,buch fr freie ,geister4 #b4 ,band4 ,die beiden ,abteilungen dieses ,buches3 ,vermischte ,meinungen und ,sprche und ,der ,wanderer und sein ,schatten erschienen zuerst jede als besonderes ,buch4 ,die erste #ahgi unter dem ,titel3 ,menschliches1 ,allzumenschliches4 ,ein ,buch fr freie ,geister4 ,anhang3 ,vermischte ,meinungen und ,sprche1 die zweite #ahhj4 ,beide ,abteilungen wurden #ahhf zu einem ,bande vereinigt1 der mit einer einfhrenden ,vorrede versehen wurde und der den ,titel trug3 ,menschliches1 ,allzumenschliches4 ,ein ,buch fr freie ,geister4 ,zweiter ,band4 ,neue ,ausgabe mit einer einfhrenden ,vorrede4 ,morgenrte4 ,gedanken ber die moralischen ,vorurteile4 #a4 ,aufl4 #ahha4 ,neue ,ausgabe mit einer einfhrenden ,vorrede #ahhg4 ,die frhliche ,wissenschaft 7,la gaya scienza74 #a4 ,aufl4 #ahhb4 ,neue ,ausgabe mit einer ,vorrede #ahhg4 ,also sprach ,zarathustra4 ,die ,teile erschienen zuerst einzeln3 #a4 ,teil #ahhc2 #b4 ,teil #ahhc2 #c4 ,teil #ahhd4 ,die erste ,gesamtausgabe der drei ,teile erschien #ahhf4 ,der vierte ,teil erschien #ahhe in #dj ,abzgen blo fr ,freunde und erst #ahia als #a4 ,aufl4 ,jenseits von ,gut und ,bse4 ,vorspiel einer ,philosophie der ,zukunft4 #a4 ,aufl4 #ahhf4 ,zur ,genealogie der ,moral4 ,eine ,streitschrift4 #a4 ,aufl4 #ahhg4 ,der ,fall ,wagner4 ,ein ,musikanten-,problem4 #a4 ,aufl4 #ahhh4 ,gtzendmmerung oder ,wie man mit dem ,hammer philosophiert4 #a4 ,aufl4 #ahhi4 ,nietzsche contra ,wagner4 ,aktenstcke eines ,psychologen4 ,erschien #ahie in der ,gesamtausgabe zum ersten ,mal4 #ahhh bereits einmal gedruckt1 aber nicht ausgegeben4 ,der ,antichrist4 ,versuch einer ,kritik des ,christentums4 ,das erste ,buch des unvollendeten ,werkes ,nietzsches ,der ,wille zur ,macht4 ,in der ,gesamtausgabe 7#ahie7 zum erstenmal gedruckt4 ,gedichte4 ,in der ,gesamtausgabe #ahie4 ,eine ,gesamtausgabe von ,nietzsches ,werken in #h ,bnden ist #ahie bei ,c4 ,g4 ,naumann in ,leipzig erschienen4 ,in derselben sind enthalten3 ,die ,geburt der ,tragdie #d4 ,aufl42 ,die ,unzeitgemen ,betrachtungen #c4 ,aufl42 ,menschliches1 ,allzumenschliches #a4 u4 #b4 ,bd4 #d4 ,aufl42 ,morgenrte #b4 ,aufl42 ,frhliche ,wissenschaft #b4 ,aufl42 ,zarathustra #d4 ,aufl42 ,jenseits von ,gut und ,bse #e4 ,aufl42 ,genealogie der ,moral #d4 ,aufl42 ,der ,fall ,wagner #c4 ,aufl42 ,gtzendmmerung #c4 ,aufl42 ,nietzsche contra ,wagner2 ,antichrist2 ,gedichte4 ,die ,verffentlichung der noch ungedruckten ,arbeiten ,nietzsches1 sowie seiner ,entwrfe zu ,arbeiten1 seiner ,fragmente u4 s4 w4 steht bevor4 ,i4 ,,der ,,charakter4 #a4 ,friedrich ,nietzsche charakterisiert sich selbst als einsamen ,grbler und ,rtselfreund1 als unzeitgeme ,persnlichkeit4 ,wer auf solchen eigenen ,wegen geht1 wie er1 begegnet niemandem2 das bringen die eigenen ,wege mit sich4 ,niemand kommt1 ihm dabei zu helfen2 mit allem1 was ihm von ,gefahr1 ,zufall1 ,bosheit und schlechtem ,wetter zustt1 mu er allein fertig werden1 sagt er in der ,vorrede zur zweiten ,ausgabe seiner ,morgenrte4 ,aber reizvoll ist es1 ihm in seine ,einsamkeit zu folgen4 ,die ,worte1 die er ber sein ,verhltnis zu ,schopenhauer ausgesprochen hat1 mchte ich ber das meinige zu ,nietzsche sagen3 ,ich gehre zu den ,lesern ,nietzsches1 welche1 nachdem sie die erste ,seite von ihm gelesen1 mit ,bestimmtheit wissen1 da sie alle ,seiten lesen und auf jedes ,wort hren werden1 das er berhaupt gesagt hat4 ,mein ,vertrauen zu ihm war sofort da 44444 ,ich verstand ihn1 als ob er fr mich geschrieben htte1 um mich verstndlich1 aber unbescheiden und thricht auszudrcken4 ,man kann so sprechen und weit davon entfernt sein1 sich als ,glubigen der ,nietzscheschen ,weltanschauung zu bekennen4 ,weiter allerdings nicht1 als ,nietzsche davon entfernt war1 sich solche ,glubige zu wnschen4 ,legt er doch seinem ,zarathustra die ,worte in den ,mund3 ,ihr sagt1 ihr glaubt an ,zarathustra8 ,aber was liegt an ,zarathustra6 ,ihr seid meine ,glubigen3 aber was liegt an allen ,glubigen6 ,ihr hattet euch noch nicht gesucht3 da fandet ihr mich4 ,so thun alle ,glubigen2 darum ist es so wenig mit allem ,glauben4 ,nun heie ich euch1 mich verlieren und euch finden2 und erst1 wenn ihr mich alle verleugnet habt1 will ich euch wiederkehren4 ,nietzsche ist kein ,messias und ,religionsstifter2 er kann deshalb sich wohl ,freunde seiner ,meinungen wnschen2 ,bekenner seiner ,lehren aber1 die ihr eigenes ,selbst aufgeben1 um das seinige zu finden1 kann er nicht wollen4 ,in ,nietzsches ,persnlichkeit finden sich ,instinkte1 denen ganze ,vorstellungskreise seiner ,zeitgenossen zuwider sind4 ,von den wichtigsten ,kulturideen derjenigen1 in deren ,mitte er sich entwickelt hat1 wendet er sich ab mit einem instinktiven ,widerwillen2 und zwar nicht so1 wie man eine ,behauptung ablehnt1 in der man einen logischen ,widerspruch entdeckt hat1 sondern wie man sich von einer ,farbe abwendet1 die dem ,auge ,schmerz verursacht4 ,der ,widerwille geht von dem unmittelbaren ,gefhl aus2 die bewute berlegung kommt zunchst gar nicht in ,betracht4 ,was andere ,menschen empfinden1 wenn ihnen die ,gedanken3 ,schuld1 ,gewissensbi1 ,snde1 jenseitiges ,leben1 ,ideal1 ,seligkeit1 ,vaterland durch den ,kopf gehen1 wirkt auf ,nietzsche unangenehm4 ,die instinktive ,art der ,abneigung gegen die genannten ,vorstellungen unterscheidet ,nietzsche auch von den sogenannten ,freigeistern der ,gegenwart4 ,diese kennen alle ,verstandeseinwnde gegen die alten ,wahnvorstellungen2 aber wie selten findet sich einer1 der von sich sagen kann3 seine ,instinkte hngen nicht mehr an ihnen6 ,gerade die ,instinkte sind es1 die den ,freigeistern der ,gegenwart bse ,streiche spielen4 ,das ,denken nimmt einen von den berlieferten ,ideen unabhngigen ,charakter an1 aber die ,instinkte knnen sich diesem vernderten ,charakter des ,verstandes nicht anpassen4 ,diese freien ,geister setzen irgend einen ,begriff der modernen ,wissenschaft an die ,stelle einer lteren ,vorstellung2 aber sie sprechen so von ihm1 da man erkennt3 der ,verstand geht einen andern ,weg als die ,instinkte4 ,der ,verstand sucht in dem ,stoffe1 in der ,kraft1 in der ,naturgesetzlichkeit den ,urgrund der ,erscheinungen2 die ,instinkte aber verleiten dazu1 diesen ,wesen gegenber dasselbe zu empfinden1 was andere ihrem persnlichen ,gotte gegenber empfinden4 ,geister dieser ,art wehren sich gegen den ,vorwurf der ,gottesleugnung2 aber sie thun es nicht deshalb1 weil ihre ,weltauffassung sie auf etwas fhrt1 was mit irgend einer ,gottesvorstellung bereinstimmt1 sondern weil sie von ihren ,vorfahren die ,eigenschaft ererbt haben1 bei dem ,worte ,gottesleugner ein instinktives ,gruseln zu empfinden4 ,groe ,naturforscher betonen1 da sie die ,vorstellungen3 ,gott1 ,unsterblichkeit nicht verbannen1 sondern nur im ,sinne der modernen ,wissenschaft umgestalten wollen4 ,ihre ,instinkte sind eben hinter ihrem ,verstande zurckgeblieben4 ,eine groe ,zahl dieser freien ,geister vertritt die ,ansicht1 da der ,wille des ,menschen unfrei ist4 ,sie sagen3 der ,mensch mu in einem bestimmten ,falle so handeln1 wie es sein ,charakter und die auf ihn einwirkenden ,verhltnisse bedingen4 ,man halte aber ,umschau bei diesen ,gegnern der ,ansicht vom freien ,willen1 und man wird finden1 da sich die ,instinkte dieser ,freigeister von dem ,vollbringer einer bsen ,that geradeso mit ,abscheu abwenden1 wie es die ,instinkte der anderen thun1 die der ,meinung sind3 der freie ,wille knne sich nach ,belieben dem ,guten oder dem ,bsen zuwenden4 ,der ,widerspruch zwischen ,verstand und ,instinkt ist das ,merkmal unserer modernen ,geister4 ,auch in den freiesten ,denkern der ,gegenwart leben noch die von der christlichen ,orthodoxie gepflanzten ,instinkte4 ,genau die entgegengesetzten sind in ,nietzsches ,natur wirksam4 ,er braucht nicht erst darber nachzudenken1 ob es ,grnde gegen die ,annahme eines persnlichen ,weltenlenkers giebt4 ,sein ,instinkt ist zu stolz1 um sich vor einem solchen zu beugen2 deshalb lehnt er eine derartige ,vorstellung ab4 ,er spricht mit seinem ,zarathustra3 ,aber da ich euch ganz mein ,herz offenbare1 ihr ,freunde3 wenn es ,gtter gbe1 wie hielte ich's aus1 kein ,gott zu sein6 ,also giebt es keine ,gtter4 ,sich selbst oder einen andern wegen einer begangenen ,handlung schuldig zu sprechen1 dazu drngt ihn nichts in seinem ,innern4 ,um ein solches schuldig unstatthaft zu finden1 dazu braucht er keine ,theorie vom freien oder unfreien ,willen4 ,auch die patriotischen ,empfindungen seiner deutschen ,volksgenossen sind ,nietzsches ,instinkten zuwider4 ,er kann sein ,empfinden und ,denken nicht abhngig machen von den ,gedankenkreisen des ,volkes1 innerhalb dessen er geboren und erzogen ist2 auch nicht von der ,zeit1 in der er lebt4 ,es ist so kleinstdtisch -- sagt er in seiner ,schrift ,schopenhauer als ,erzieher --1 sich zu den ,ansichten verpflichten1 die ein paar hundert ,meilen weiter schon nicht mehr verpflichten4 ,orient und ,occident sind ,kreidestriche1 die uns jemand vor unsere ,augen hinmalt1 um unsere ,furchtsamkeit zu narren4 ,ich will den ,versuch machen1 zur ,freiheit zu kommen1 sagt sich die junge ,seele2 und da sollte es sie hindern1 da zufllig zwei ,nationen sich hassen und bekriegen1 oder da ein ,meer zwischen zwei ,weltteilen liegt1 oder da rings um uns eine ,religion gelehrt wird1 welche vor ein paar tausend ,jahren nicht bestand4 ,die ,empfindungen der ,deutschen whrend des ,krieges im ,jahre #ahgj fanden in seiner ,seele einen so geringen ,widerhall1 da er1 whrend die ,donner der ,schlacht von ,wrth ber ,europa weggingen1 in einem ,winkel der ,alpen sa1 sehr vergrbelt und verrtselt1 folglich sehr bekmmert und unbekmmert zugleich1 und seine ,gedanken ber die ,griechen niederschrieb4 ,und als er einige ,wochen darauf sich selbst unter den ,mauern von ,metz befand1 war er noch immer nicht losgekommen von den ,fragezeichen1 die er zum ,leben und der ,kunst der ,griechen gesetzt hatte4 7,vergl4 ,versuch einer ,selbstkritik in der zweiten ,auflage seiner ,geburt der ,tragdie47 ,als der ,krieg zu ,ende war1 stimmte er so wenig in die ,begeisterung seiner deutschen ,zeitgenossen ber den errungenen ,sieg ein1 da er schon im ,jahre #ahgb in seiner ,schrift ber ,david ,strau von den schlimmen und gefhrlichen ,folgen des siegreich beendeten ,kampfes sprach4 ,er stellte es sogar als einen ,wahn hin1 da auch die deutsche ,kultur in diesem ,kampfe gesiegt habe1 und er nannte diesen ,wahn gefhrlich1 weil1 wenn er innerhalb des deutschen ,volkes herrschend wird1 die ,gefahr vorhanden ist1 den ,sieg in eine vllige ,niederlage zu verwandeln2 in die ,niederlage1 ja ,exstirpation des deutschen ,geistes zu ,gunsten des ,deutschen ,reiches4 ,das ist ,nietzsches ,gesinnung in einer ,zeit1 in der ganz ,europa voll ist von nationaler ,begeisterung4 ,es ist die ,gesinnung einer unzeitgemen ,persnlichkeit1 eines ,kmpfers gegen seine ,zeit4 ,auer dem ,angefhrten liee sich noch vieles nennen1 was in ,nietzsches ,empfindungs- und ,vorstellungsleben anders ist1 als in dem seiner ,zeitgenossen4 #b4 ,nietzsche ist kein ,denker im gewhnlichen ,sinne des ,wortes4 ,fr die fragwrdigen und tiefdringenden ,fragen1 die er der ,welt und dem ,leben gegenber zu stellen hat1 reicht das bloe ,denken nicht aus4 ,fr diese ,fragen mssen alle ,krfte der menschlichen ,natur entfesselt werden2 die denkende ,betrachtung allein ist ihnen nicht gewachsen4 ,zu blo erdachten ,grnden fr eine ,meinung hat ,nietzsche kein ,vertrauen4 ,es giebt ein ,mitrauen in mir gegen ,dialektik1 selbst gegen ,grnde1 schreibt er am #b4 ,dezember #ahhg an ,georg ,brandes4 7,vergl4 dessen ,menschen und ,werke1 ,s4 #bab74 ,wer ihn um die ,grnde seiner ,ansichten fragt1 fr den hat er ,zarathustras ,antwort bereit3 ,du fragst warum8 ,ich gehre nicht zu denen1 welche man nach ihrem ,warum fragen darf4 ,nicht ob eine ,ansicht logisch bewiesen werden kann1 ist fr ihn magebend1 sondern ob sie auf alle ,krfte der menschlichen ,persnlichkeit so wirkt1 da sie fr das ,leben ,wert hat4 ,er lt einen ,gedanken nur gelten1 wenn er ihn geeignet findet1 zur ,entwicklung des ,lebens beizutragen4 ,den ,menschen so gesund als mglich1 so machtvoll als mglich1 so schpferisch als mglich zu sehen1 ist sein ,wunsch4 ,wahrheit1 ,schnheit1 alle ,ideale haben nur ,wert und gehen den ,menschen nur etwas an1 insofern sie lebenfrdernd sind4 ,die ,frage nach dem ,werte der ,wahrheit tritt in mehreren ,schriften ,nietzsches auf4 ,in der verwegensten ,form wird sie in seinem ,buche3 ,jenseits von ,gut und ,bse gestellt4 ,der ,wille zur ,wahrheit1 der uns noch zu manchem ,wagnisse verfhren wird1 jene berhmte ,wahrhaftigkeit1 von der alle ,philosophen bisher mit ,ehrerbietung geredet haben3 was fr ,fragen hat dieser ,wille zur ,wahrheit uns schon vorgelegt6 ,welche wunderlichen1 schlimmen1 fragwrdigen ,fragen6 ,das ist bereits eine lange ,geschichte -- und doch scheint es1 da sie kaum eben angefangen hat4 ,was ,wunder1 wenn wir endlich auch mitrauisch werden1 die ,geduld verlieren1 uns ungeduldig umdrehn8 ,da wir von dieser ,sphinx auch unsererseits das ,fragen lernen8 ,wer ist das eigentlich1 der uns hier ,fragen stellt8 ,was in uns will eigentlich 'zur ,wahrheit'8 ,in der ,that1 wir machten lange ,halt vor der ,frage nach der ,ursache dieses ,willens -- bis wir1 zuletzt1 vor einer noch grndlicheren ,frage ganz und gar stehen blieben4 ,wir fragten nach dem ,werte dieses ,willens4 ,gesetzt1 wir wollen ,wahrheit3 warum nicht lieber ,unwahrheit8 ,das ist ein ,gedanke von kaum zu berbietender ,khnheit4 ,stellt man daneben1 was ein anderer khner ,grbler und ,rtselfreund1 ,johann ,gottlieb ,fichte1 von dem ,streben nach ,wahrheit sagt1 so sieht man erst1 wie tief aus dem ,wesen der menschlichen ,natur ,nietzsche seine ,vorstellungen heraufholt4 ,ich bin dazu berufen -- sagt ,fichte -- der ,wahrheit ,zeugnis zu geben2 an meinem ,leben und an meinem ,schicksal liegt nichts2 an den ,wirkungen meines ,lebens liegt unendlich viel4 ,ich bin ein ,priester der ,wahrheit2 ich bin in ihrem ,solde2 ich habe mich verbindlich gemacht1 alles fr sie zu thun und zu wagen und zu leiden4 7,fichte1 ,vorlesungen ber die ,bestimmung des ,gelehrten1 vierte ,vorlesung47 ,diese ,worte sprechen das ,verhltnis aus1 in das sich die edelsten ,geister der abendlndischen neueren ,kultur zur ,wahrheit setzen4 ,nietzsches angefhrtem ,ausspruch gegenber erscheinen sie oberflchlich4 ,man kann gegen sie einwenden3 ,ist es denn nicht mglich1 da die ,unwahrheit wertvollere ,wirkungen fr das ,leben hat1 als die ,wahrheit8 ,ist es ausgeschlossen1 da die ,wahrheit dem ,leben schadet8 ,hat sich ,fichte diese ,fragen gestellt8 ,haben es andere gethan1 die der ,wahrheit ,zeugnis gegeben haben8 ,nietzsche aber stellt diese ,fragen4 ,und er glaubt ber sie erst dann ins ,reine zu kommen1 wenn er das ,streben nach ,wahrheit nicht als bloe ,verstandessache behandelt1 sondern nach den ,instinkten sucht1 die dieses ,streben erzeugen4 ,denn es knnte ja wohl sein1 da sich diese ,instinkte der ,wahrheit nur als ,mittel bedienten1 um etwas zu erreichen1 was hher steht1 als die ,wahrheit4 ,nietzsche findet1 nachdem er lange genug den ,philosophen zwischen die ,zeilen und auf die ,finger gesehn hat3 ,das meiste ,denken eines ,philosophen ist durch seine ,instinkte heimlich gefhrt und in bestimmte ,bahnen gezwungen4 ,die ,philosophen glauben1 die letzte ,triebfeder ihres ,thuns sei das ,streben nach ,wahrheit4 ,sie glauben dies1 weil sie nicht auf den ,grund der menschlichen ,natur zu sehen vermgen4 ,in ,wirklichkeit wird das ,streben nach ,wahrheit gelenkt von dem ,willen zur ,macht4 ,mit ,hilfe der ,wahrheit soll die ,macht und ,lebensflle der ,persnlichkeit erhht werden4 ,das bewute ,denken des ,philosophen ist der ,meinung3 die ,erkenntnis der ,wahrheit sei ein letztes ,ziel2 der unbewute ,instinkt1 der das ,denken treibt1 strebt nach ,frderung des ,lebens4 ,fr diesen ,instinkt ist die ,falschheit eines ,urteils noch kein ,einwand gegen ein ,urteil2 fr ihn kommt allein die ,frage in ,betracht3 wie weit ist es lebenfrdernd1 lebenerhaltend1 arterhaltend1 vielleicht gar artzchtend 7,jenseits von ,gut und ,bse #d74 ',wille zur ,wahrheit' heit ihr's1 ihr ,weisesten1 was euch treibt und brnstig macht8 ,wille zur ,denkbarkeit alles ,seienden3 also heie ich euren ,willen6 ,alles ,seiende wollt ihr erst denkbar machen3 denn ihr zweifelt mit gutem ,mitrauen1 ob es schon denkbar ist4 ,aber es soll sich euch fgen und biegen6 ,so will's euer ,wille4 ,glatt soll es werden und dem ,geiste unterthan1 als sein ,spiegel und ,widerbild4 ,das ist euer ganzer ,wille1 ihr ,weisesten1 als ein ,wille zur ,macht 44444 7,zarathustra1 #b4 ,teil1 ,von der ,selbst-berwindung47 ,die ,wahrheit soll die ,welt dem ,geiste unterthan machen und dadurch dem ,leben dienen4 ,nur als ,lebensbedingung hat sie einen ,wert4 -- ,kann man nicht aber noch weiter gehen und fragen3 was ist das ,leben selbst wert8 ,nietzsche hlt eine solche ,frage fr unmglich4 ,da alles ,lebende so machtvoll1 so inhaltreich leben will1 als irgend mglich ist1 nimmt er als eine ,thatsache hin1 ber die er nicht weiter grbelt4 ,die ,lebensinstinkte fragen nicht nach dem ,werte des ,lebens4 ,sie fragen nur3 welche ,mittel giebt es1 um die ,macht ihres ,trgers zu erhhen4 ,urteile1 ,werturteile ber das ,leben1 fr oder wider1 knnen zuletzt niemals wahr sein3 sie haben nur ,wert als ,symptome1 sie kommen nur als ,symptome in ,betracht1 -- an sich sind solche ,urteile ,dummheiten4 ,man mu durchaus seine ,finger darnach ausstrecken und den ,versuch machen1 die erstaunliche ,finesse zu fassen1 da der ,wert des ,lebens nicht abgeschtzt werden kann4 ,von einem ,lebenden nicht1 weil ein solcher ,partei1 ja sogar ,streitobjekt ist1 und nicht ,richter2 von einem ,toten nicht1 aus einem andern ,grunde4 -- ,von seiten eines ,philosophen im ,wert des ,lebens ein ,problem sehn1 bleibt dergestalt sogar ein ,einwurf gegen ihn1 ein ,fragezeichen an seiner ,weisheit1 eine ,unweisheit4 -- 7,gtzendmmerung4 ,das ,problem des ,sokrates47 ,die ,frage nach dem ,werte des ,lebens existiert nur fr eine mangelhaft ausgebildete1 kranke ,persnlichkeit4 ,wer allseitig entwickelt ist1 lebt1 ohne zu fragen1 wie viel sein ,leben wert ist4 ,weil ,nietzsche die beschriebenen ,ansichten hat1 deshalb legt er auf logische ,beweisgrnde fr ein ,urteil wenig ,gewicht4 ,nicht darauf kommt es ihm an1 ob sich das ,urteil logisch beweisen lt1 sondern wie gut sich unter seinem ,einflusse leben lt4 ,nicht allein der ,verstand1 sondern die ganze ,persnlichkeit des ,menschen soll befriedigt werden4 ,die besten ,gedanken sind diejenigen1 welche alle ,krfte der menschlichen ,natur in eine ihnen angemessene ,bewegung bringen4 ,nur ,gedanken dieser ,art haben fr ,nietzsche ,interesse4 ,er ist kein philosophischer ,kopf1 sondern ein ,honigsammler des ,geistes1 der die ,bienenkrbe der ,erkenntnis aufsucht und heimzubringen sucht1 was dem ,leben frommt4 #c4 ,in ,nietzsches ,persnlichkeit sind diejenigen ,instinkte vorherrschend1 die den ,menschen zu einem gebietenden1 herrischen ,wesen machen4 ,ihm gefllt alles1 was ,macht bekundet2 ihm mifllt alles1 was ,schwche verrt4 ,er fhlt sich nur so lange glcklich1 als er sich in ,lebensbedingungen befindet1 die seine ,kraft erhhen4 ,er liebt ,hemmnisse1 ,widerstnde fr seine ,thtigkeit1 weil er sich bei ihrer berwindung seiner ,macht bewut wird4 ,er sucht die beschwerlichsten ,wege auf1 die der ,mensch gehen kann4 ,ein ,grundzug seines ,charakters ist in dem ,spruche ausgedrckt1 den er der zweiten ,ausgabe seiner frhlichen ,wissenschaft auf das ,titelblatt gesetzt hat3 ,ich wohne in meinem eignen ,haus1 ,hab' niemandem nie nichts nachgemacht ,und -- lachte noch jeden ,meister aus1 ,der nicht sich selber ausgelacht4 ,jede ,art von ,unterordnung unter eine fremde ,macht empfindet ,nietzsche als ,schwche4 ,und ber das1 was eine fremde ,macht ist1 denkt er anders als mancher1 der sich als unabhngigen1 freien ,geist bezeichnet4 ,nietzsche empfindet es als ,schwche1 wenn der ,mensch sich in seinem ,denken und ,handeln sogenannten ewigen1 ehernen ,gesetzen der ,vernunft unterwirft4 ,was die allseitig entwickelte ,persnlichkeit thut1 das lt sie sich von keiner ,moralwissenschaft vorschreiben1 sondern allein von den ,antrieben des eigenen ,selbst4 ,der ,mensch ist in dem ,augenblicke schon schwach1 in dem er nach ,gesetzen und ,regeln sucht1 nach denen er denken und handeln soll4 ,der ,starke bestimmt die ,art seines ,denkens und ,handelns aus seinem eigenen ,wesen heraus4 ,diese ,ansicht spricht ,nietzsche am schroffsten in ,stzen aus1 um derentwillen ihn kleinlich denkende ,menschen geradezu als einen gefhrlichen ,geist bezeichnet haben3 ,als die christlichen ,kreuzfahrer im ,orient auf jenen unbesiegbaren ,assassinenorden stieen1 jenen ,freigeisterorden par excellence1 dessen unterste ,grade in einem ,gehorsame lebten1 wie einen gleichen kein ,mnchsorden erreicht hat1 da bekamen sie auf irgend welchem ,wege auch einen ,wink ber jenes ,symbol und ,kerbholzwort1 das nur den obersten ,graden1 als deren ,sekretum1 vorbehalten war3 ,nichts ist wahr1 alles ist erlaubt6 4444 ,wohlan1 das war ,freiheit des ,geistes1 damit war der ,wahrheit selbst der ,glaube gekndigt 444 7,genealogie der ,moral #ai74 ,da diese ,stze die ,empfindungen einer vornehmen1 einer ,herrennatur zum ,ausdruck bringen1 die sich die ,erlaubnis1 frei1 nach ihren eigenen ,gesetzen zu leben1 durch keine ,rcksicht auf ewige ,wahrheiten und ,vorschriften der ,moral verkmmern lassen will1 fhlen diejenigen ,menschen nicht1 die1 ihrer ,art nach1 zur ,unterwrfigkeit geeignet sind4 ,eine ,persnlichkeit1 wie die ,nietzsches ist1 vertrgt auch jene ,tyrannen nicht1 die in der ,form abstrakter ,sittengebote auftreten4 ,ich bestimme1 wie ich denken1 wie ich handeln will1 sagt eine solche ,natur4 ,es giebt ,menschen1 die ihre ,berechtigung1 sich ,freidenker zu nennen1 davon herleiten1 da sie sich in ihrem ,denken und ,handeln nicht solchen ,gesetzen unterwerfen1 die von anderen ,menschen herrhren1 sondern nur den ewigen ,gesetzen der ,vernunft1 den unumstlichen ,pflichtbegriffen oder dem ,willen ,gottes4 ,nietzsche sieht solche ,menschen nicht als wahrhaft starke ,persnlichkeiten an4 ,denn auch sie denken und handeln nicht nach ihrer eigenen ,natur1 sondern nach den ,befehlen einer hheren ,autoritt4 ,ob der ,sklave der ,willkr seines ,herrn1 der ,religise den geoffenbarten ,wahrheiten eines ,gottes oder der ,philosoph den ,aussprchen der ,vernunft folgt1 das ndert nichts an dem ,umstande1 da sie alle ,gehorchende sind4 ,was befiehlt1 ist dabei gleichgltig2 das ausschlaggebende ist1 da berhaupt befohlen wird1 da der ,mensch sich nicht selbst die ,richtung fr sein ,thun giebt1 sondern der ,meinung ist1 es gebe eine ,macht1 welche ihm diese ,richtung vorzeichnet4 ,der starke1 wahrhaft freie ,mensch will die ,wahrheit nicht empfangen -- er will sie schaffen2 er will sich nichts erlauben lassen1 er will nicht gehorchen4 ,die eigentlichen ,philosophen sind ,befehlende und ,gesetzgeber2 sie sagen3 so soll es sein6 sie bestimmen erst das ,wohin8 und ,wozu8 des ,menschen und verfgen dabei ber die ,vorarbeit aller philosophischen ,arbeiter1 aller berwltiger der ,vergangenheit1 -- sie greifen mit schpferischer ,hand nach der ,zukunft1 und alles1 was ist und war1 wird ihnen dabei zum ,mittel1 zum ,werkzeug1 zum ,hammer4 ,ihr ,erkennen ist ,schaffen1 ihr ,schaffen ist eine ,gesetzgebung1 ihr ,wille zur ,wahrheit ist -- ,wille zur ,macht4 -- ,giebt es heute solche ,philosophen8 ,gab es schon solche ,philosophen8 ,mu es nicht solche ,philosophen geben8 7,jenseits von ,gut und ,bse #baa47 #d4 ,ein besonderes ,zeichen menschlicher ,schwche sieht ,nietzsche in jeder ,art von ,glauben an ein ,jenseits1 an eine andere ,welt1 als die ist1 in der der ,mensch lebt4 ,man kann1 nach seiner ,ansicht1 dem ,leben keinen greren ,schaden thun1 als wenn man sein ,leben im ,diesseits im ,hinblick auf ein anderes ,leben im ,jenseits einrichtet4 ,man kann sich keiner greren ,verirrung hingeben1 als wenn man hinter den ,erscheinungen dieser ,welt ,wesenheiten annimmt1 die der menschlichen ,erkenntnis unzugnglich sind1 und die als der eigentliche ,urgrund1 als das ,bestimmende alles ,daseins gelten sollen4 ,durch eine solche ,annahme verdirbt man sich die ,freude an dieser ,welt4 ,man wrdigt sie zum ,scheine1 zu einem bloen ,abglanz eines ,unzugnglichen herab4 ,man erklrt die uns bekannte ,welt1 die fr uns allein wirkliche1 fr einen nichtigen ,traum und schreibt die wahre ,wirklichkeit einer ertrumten1 erdichteten anderen ,welt zu4 ,man erklrt die menschlichen ,sinne fr ,betrger1 die uns ,scheinbilder statt ,wirklichkeiten liefern4 ,nur aus der ,schwche kann eine solche ,ansicht stammen4 ,denn der ,starke1 der fest in der ,wirklichkeit wurzelt1 der seine ,freude am ,leben hat1 wird es sich nicht in den ,sinn kommen lassen1 eine andere ,wirklichkeit zu erdichten4 ,er ist mit dieser ,welt beschftigt und bedarf keiner andern4 ,aber die ,leidenden1 die ,kranken1 die unzufrieden sind mit diesem ,leben1 nehmen ihre ,zuflucht zum ,jenseits4 ,was ihnen das ,diesseits entzogen hat1 soll ihnen das ,jenseits bieten4 ,der ,starke1 der ,gesunde1 der entwickelte und taugliche ,sinne hat1 um die ,grnde dieser ,welt in ihr selber aufzusuchen1 der bedarf zur ,erklrung der ,erscheinungen1 innerhalb deren er lebt1 keiner jenseitigen ,grnde und ,wesenheiten4 ,der ,schwache1 der mit verkrppelten ,augen und ,ohren die ,wirklichkeit wahrnimmt1 der braucht ,ursachen hinter den ,erscheinungen4 ,aus dem ,leiden und der kranken ,sehnsucht ist der ,glaube an das ,jenseits geboren4 ,aus dem ,unvermgen1 die wirkliche ,welt zu durchschauen1 sind alle ,annahmen von ,dingen an sich erwachsen4 ,alle1 welche ,grund haben1 das wirkliche ,leben zu verneinen1 sagen ,ja zu einem erdichteten4 ,nietzsche will ein ,jasager gegenber der ,wirklichkeit sein4 ,diese ,welt will er durchforschen nach allen ,richtungen1 er will sich einbohren in die ,tiefen des ,daseins2 von einem andern ,leben will er nichts wissen4 ,ihn kann selbst das ,leiden nicht veranlassen1 ,nein zum ,leben zu sagen2 denn auch das ,leiden ist ihm ein ,mittel der ,erkenntnis4 ,nicht anders1 als es ein ,reisender macht1 der sich vorsetzt1 zu einer bestimmten ,stunde aufzuwachen1 und sich dann ruhig dem ,schlafe berlt3 so ergeben wir ,philosophen1 gesetzt1 da wir krank werden1 uns zeitweilig mit ,leib und ,seele der ,krankheit -- wir machen gleichsam vor uns die ,augen zu4 ,und wie jener wei1 da irgend etwas nicht schlft1 irgend etwas die ,stunden abzhlt und ihn aufwecken wird1 so wissen auch wir1 da der entscheidende ,augenblick uns wach finden wird1 -- da dann etwas hervorspringt und den ,geist auf der ,that ertappt1 ich meine auf der ,schwche oder ,umkehr oder ,ergebung oder ,verhrtung oder ,verdsterung1 und wie alle die krankhaften ,zustnde des ,geistes heien1 welche in gesunden ,tagen den ,stolz des ,geistes wider sich haben4 ,man lernt nach einer derartigen ,selbstbefragung1 ,selbstversuchung1 mit einem feineren ,auge nach allem1 worber berhaupt bisher philosophiert worden ist1 hinsehen 444 7,vorrede zur zweiten ,ausgabe der frhlichen ,wissenschaft47 -- #e4 ,dieser lebens- und wirklichkeitsfreundliche ,sinn ,nietzsches zeigt sich auch in seinen ,anschauungen ber die ,menschen und ihre gegenseitigen ,beziehungen4 ,auf diesem ,gebiete ist ,nietzsche vollkommener ,individualist4 ,jeder ,mensch gilt ihm als eine ,welt fr sich1 ein ,unikum4 ,das wunderlich bunte ,mancherlei1 das zum ,einerlei vereinigt ist und uns als ein bestimmter ,mensch entgegentritt1 kann kein noch so seltsamer ,zufall ein zweites ,mal in gleicher ,weise zusammenschtteln4 7,schopenhauer als ,erzieher #a47 ,die wenigsten ,menschen sind jedoch geneigt1 ihre nur einmal vorhandenen ,eigentmlichkeiten zu entfalten4 ,sie frchten sich vor der ,einsamkeit1 in die sie dadurch gedrngt werden4 ,es ist bequemer und gefahrloser1 in gleicher ,weise wie die ,mitmenschen zu leben2 man findet dann immer ,gesellschaft4 ,wer auf seine eigene ,art sich einrichtet1 wird von anderen nicht verstanden und findet keine ,genossen4 ,fr ,nietzsche hat die ,einsamkeit einen besonderen ,reiz4 ,er liebt es1 die ,heimlichkeiten des eigenen ,innern aufzusuchen4 ,er flieht die ,gemeinschaft der ,menschen4 ,seine ,gedankengnge sind zumeist ,bohrversuche nach ,schtzen1 die tief in seiner ,persnlichkeit verborgen liegen4 ,das ,licht1 das andere ihm bieten1 verschmht er2 die ,luft1 die man da atmet1 wo das ,gemeinsame der ,menschen1 die ,regel ,mensch lebt1 will er nicht mitatmen4 ,er trachtet instinktiv nach seiner ,burg und ,heimlichkeit1 wo er von der ,menge1 den vielen1 den allermeisten erlst ist4 7,jenseits von ,gut und ,bse #cf47 ,in seiner frhlichen ,wissenschaft klagt er1 da es ihm schwer ist1 seine ,mitmenschen zu verdauen2 und in ,jenseits von ,gut und ,bse 7 #bhb7 verrt er1 da er zumeist gefhrliche ,verdauungsstrungen davontrug1 wenn er sich an ,tische setzte1 an denen die ,kost des ,allgemein-,menschlichen genossen wurde4 ,die ,menschen drfen ,nietzsche nicht zu nahe kommen1 wenn er sie ertragen soll4 #f4 ,nietzsche erklrt einen ,gedanken1 ein ,urteil in derjenigen ,form fr gltig1 zu der die freiwaltenden ,lebensinstinkte ihre ,zustimmung geben4 ,ansichten1 fr die das ,leben sich entscheidet1 lt er sich durch keine logischen ,zweifel nehmen4 ,dadurch erhlt sein ,denken einen sichern1 freien ,zug4 ,es wird nicht beirrt durch ,bedenken wie3 ob eine ,behauptung auch objektiv wahr ist1 ob sie die ,grenzen des menschlichen ,erkenntnisvermgens nicht berschreitet u4 s4 w4 ,wenn ,nietzsche den ,wert eines ,urteiles fr das ,leben erkannt hat1 dann fragt er nicht mehr nach einer weiteren objektiven ,bedeutung und ,gltigkeit desselben4 ,und wegen ,grenzen des ,erkennens macht er sich keine ,sorgen4 ,er ist der ,ansicht1 da ein gesundes ,denken das schafft1 was es schaffen kann1 und sich nicht mit der nutzlosen ,frage abqult3 was kann ich nicht8 ,wer den ,wert eines ,urteils nach dem ,grade bestimmen will1 in dem es das ,leben frdert1 kann diesen ,grad natrlich nur durch seine eigenen1 persnlichen ,lebenstriebe und ,lebensinstinkte festsetzen4 ,er kann nie mehr sagen wollen1 als3 in ,bezug auf meine ,lebensinstinkte halte ich dieses bestimmte ,urteil fr ein wertvolles4 ,und ,nietzsche will auch nie etwas anderes sagen1 wenn er eine ,ansicht ausspricht4 ,gerade dieses sein ,verhltnis zu seiner ,gedankenwelt wirkt so wohlthuend auf den freiheitlich gesinnten ,leser4 ,es giebt ,nietzsches ,schriften den ,charakter anspruchsloser1 bescheidener ,vornehmheit4 ,wie abstoend und unbescheiden klingt es daneben1 wenn andere ,denker glauben1 ihre ,person sei das ,organ1 durch das der ,welt ewige1 unumstliche ,wahrheiten verkndet werden4 ,man kann in ,nietzsches ,werken ,stze finden1 die ein starkes ,selbstbewutsein ausdrcken1 z4 ,b43 ,ich habe der ,menschheit das tiefste ,buch gegeben1 das sie besitzt1 meinen ,zarathustra3 ich gebe ihr ber kurzem das unabhngigste4 -- 7,gtzendmmerung1 ,streifzge eines ,unzeitgemen #ea47 ,was besagt dies aber aus seinem ,munde8 ,ich habe es gewagt1 ein ,buch zu schreiben1 dessen ,inhalt tiefer aus dem ,wesen einer ,persnlichkeit geholt ist1 als das sonst bei hnlichen ,bchern der ,fall ist2 und ich werde ein ,buch liefern1 das unabhngiger von jedem fremden ,urteil ist1 als andere philosophische ,schriften2 denn ich werde ber die wichtigsten ,dinge blo aussprechen1 wie sich meine persnlichen ,instinkte zu ihnen verhalten4 ,das ist vornehme ,bescheidenheit4 ,sie geht freilich denen wider den ,geschmack1 deren verlogene ,demut sagt3 ich bin nichts1 mein ,werk ist alles2 ich bringe nichts von persnlichem ,empfinden in meine ,bcher1 sondern ich spreche blo aus1 was die reine ,vernunft mich aussprechen heit4 ,solche ,menschen wollen ihre ,person verleugnen1 um behaupten zu knnen1 da ihre ,aussprche die eines hheren ,geistes sind4 ,nietzsche hlt seine ,gedanken fr ,erzeugnisse seiner ,person und fr nicht mehr4 #g4 ,die ,fachphilosophen mgen ber ,nietzsche lcheln oder ihre ,meinungen ber die ,gefahren seiner ,weltanschauung zum besten geben4 ,manche dieser ,geister1 die nichts sind als personifizierte ,lehrbcher der ,logik1 knnen natrlich ,nietzsches aus den mchtigsten1 unmittelbarsten ,lebensimpulsen entspringendes ,schaffen nicht loben4 ,nietzsche mit seinen khnen ,gedankensprngen trifft jedenfalls auf tiefere ,geheimnisse der menschlichen ,natur1 als mancher logische ,denker mit seinem vorsichtigen ,kriechen4 ,was nutzt alle ,logik1 wenn sie mit ihren ,begriffsnetzen nur einen wertlosen ,inhalt fngt8 ,wenn uns wertvolle ,gedanken mitgeteilt werden1 dann erfreuen wir uns an ihnen1 wenn sie auch nicht mit logischen ,fden verknpft sind4 ,das ,heil des ,lebens hngt nicht allein von der ,logik ab1 sondern auch von der ,gedankenerzeugung4 ,unsere ,fachphilosophie ist gegenwrtig unfruchtbar genug1 und sie knnte die ,belebung mit ,gedanken eines mutigen1 khnen ,schriftstellers1 wie es ,nietzsche ist1 sehr wohl brauchen4 ,die ,entwickelungskraft dieser ,fachphilosophie ist gelhmt durch den ,einflu1 den das ,kant'sche ,denken auf sie genommen hat4 ,sie hat durch diesen ,einflu alle ,ursprnglichkeit1 allen ,mut verloren4 ,kant hat aus der ,schulphilosophie seiner ,zeit den ,begriff von ,wahrheiten1 die aus der reinen ,vernunft stammen1 bernommen4 ,er hat zu zeigen versucht1 da wir durch solche ,wahrheit nichts wissen knnen von ,dingen1 die jenseits unserer ,erfahrung liegen1 von ,dingen an sich4 ,seit einem ,jahrhundert ist nun unermelicher ,scharfsinn aufgewendet worden1 um diesen ,kant'schen ,gedanken nach allen ,seiten durchzudenken4 ,die ,erzeugnisse dieses ,scharfsinns sind allerdings oft drftig und trivial4 bersetzte man die ,banalitten manches philosophischen ,buches der ,gegenwart aus den ,schulformeln in eine gesunde ,sprache1 so wrde sich ein solcher ,inhalt gegenber manchem kurzen ,aphorismus ,nietzsches armselig genug ausnehmen4 ,dieser konnte im ,hinblick auf die ,philosophie der ,gegenwart mit einem gewissen ,recht den stolzen ,satz aussprechen3 ,mein ,ehrgeiz ist1 in zehn ,stzen zu sagen1 was jeder andere in einem ,buche sagt1 -- was jeder andere in einem ,buche nicht sagt 444 #h4 ,wie ,nietzsche in seinen eigenen ,meinungen nichts geben will als ein ,erzeugnis seiner persnlichen ,instinkte und ,triebe1 so sind ihm auch fremde ,ansichten nichts weiter als ,symptome1 aus denen er auf die in einzelnen ,menschen oder ganzen ,vlkern1 ,rassen u4 s4 w4 vorwaltenden ,instinkte schliet4 ,er macht sich nichts mit ,diskussionen oder ,widerlegungen fremder ,meinungen zu schaffen4 ,aber er sucht die ,instinkte auf1 die sich in diesen ,meinungen aussprechen4 ,er sucht die ,charaktere der ,persnlichkeiten oder ,vlker aus ihren ,ansichten zu erkennen4 ,ob eine ,ansicht auf das ,vorwalten der ,instinkte fr ,gesundheit1 ,tapferkeit1 ,vornehmheit1 ,lebensfreude hinweist1 oder ob sie aus ungesunden1 sklavischen1 mden1 lebensfeindlichen ,instinkten entspringt1 das interessiert ihn4 ,wahrheiten an sich sind ihm gleichgltig2 er kmmert sich darum1 wie die ,menschen ihre ,wahrheiten ihren ,instinkten gem ausbilden1 und wie sie damit ihre ,lebensziele frdern4 ,die natrlichen ,ursachen der menschlichen ,ansichten will er aufsuchen4 ,nach dem ,sinne jener ,idealisten1 die der ,wahrheit einen selbstndigen ,wert zuerkennen1 die ihr einen reinen1 hhern ,ursprung als den aus den ,instinkten geben wollen1 ist ,nietzsches ,bestreben allerdings nicht4 ,er erklrt die menschlichen ,ansichten als das ,ergebnis natrlicher ,krfte1 wie der ,naturforscher die ,einrichtung des ,auges aus dem ,zusammenwirken natrlicher ,ursachen erklrt4 ,eine ,erklrung der geistigen ,entwickelung der ,menschheit aus besonderen sittlichen ,zwecken1 ,idealen1 aus einer sittlichen ,weltordnung erkennt er ebensowenig an1 wie der ,naturforscher der ,gegenwart die ,erklrung anerkennt1 da die ,natur das ,auge deswegen in einer bestimmten ,weise gebaut hat1 weil sie den ,zweck hatte1 dem ,organismus ein ,organ zum ,sehen anzuerschaffen4 ,in jedem ,ideal sieht ,nietzsche nur den ,ausdruck fr einen ,instinkt1 der sich auf eine bestimmte ,art seine ,befriedigung sucht1 wie der moderne ,naturforscher in der zweckmigen ,einrichtung eines ,organes das ,ergebnis organischer ,bildungsgesetze sieht4 ,wenn es gegenwrtig noch ,naturforscher und ,philosophen giebt1 die jedes ,schaffen der ,natur nach ,zwecken ablehnen1 aber vor dem sittlichen ,idealismus ,halt machen und in der ,geschichte die ,verwirklichung eines gttlichen ,willens1 einer idealen ,ordnung der ,dinge sehen1 so ist dies eine ,instinkthalbheit4 ,solchen ,personen fehlt fr die ,beurteilung geistiger ,vorgnge der richtige ,blick1 whrend sie ihn in der ,beobachtung von ,naturvorgngen zeigen4 ,wenn ein ,mensch glaubt1 er strebe ein ,ideal an1 das nicht aus der ,wirklichkeit stammt1 so glaubt er dies nur1 weil er den ,instinkt nicht kennt1 aus dem dieses ,ideal entsteht4 ,nietzsche ist ,anti-,idealist in dem ,sinne1 wie der moderne ,naturforscher ,gegner der ,annahme von ,zwecken ist1 die die ,natur verwirklichen soll4 ,er spricht ebensowenig von sittlichen ,zwecken1 wie der ,naturforscher von ,naturzwecken spricht4 ,nietzsche hlt es nicht fr weiser1 zu sagen3 der ,mensch soll ein sittliches ,ideal verwirklichen1 wie zu erklren3 der ,stier hat ,hrner1 damit er stoen knne4 ,er betrachtet den einen wie den andern ,ausspruch als ,produkt einer ,welterklrung1 welche von gttlicher ,vorsehung1 weiser ,allmacht1 statt von natrlichen ,wirkungen1 spricht4 ,diese ,welterklrung ist ein ,hemmschuh fr alles gesunde ,denken2 sie schafft einen erdichteten1 idealen ,nebel1 der das natrliche1 auf die ,beobachtung der ,wirklichkeit gerichtete ,sehvermgen hindert1 die ,weltvorgnge zu durchschauen2 sie stumpft endlich vllig allen ,wirklichkeitssinn ab4 #i4 ,wenn ,nietzsche sich in einen geistigen ,kampf einlt1 so will er nicht fremde ,meinungen als solche widerlegen1 sondern er thut es1 weil diese ,meinungen auf schdliche1 naturwidrige ,instinkte hinweisen1 die er bekmpfen will4 ,er hat dabei eine hnliche ,absicht1 wie sie jemand hat1 der eine schdliche ,naturwirkung bekmpft oder ein gefhrliches ,naturwesen vertilgt4 ,er baut nicht auf die berzeugende ,kraft der ,wahrheit1 sondern darauf1 da er den ,gegner besiegen wird1 wenn dieser die ungesunden1 schdlichen ,instinkte1 er aber die gesunden1 lebenfrdernden hat4 ,er sucht nach keiner weiteren ,rechtfertigung eines solchen ,kampfes1 wenn seine ,instinkte die des ,gegners als schdlich empfinden4 ,er glaubt nicht als ,vertreter irgend einer ,idee kmpfen zu mssen1 sondern er kmpft1 weil ihn seine ,instinkte dazu treiben4 ,zwar ist das bei keinem geistigen ,kampfe anders1 aber gewhnlich sind sich die ,kmpfer der wirklichen ,triebfedern ebensowenig bewut1 wie die ,philosophen sich ihres ,willens zur ,macht oder die ,anhnger der sittlichen ,weltordnung der natrlichen ,ursachen ihrer sittlichen ,ideale4 ,sie glauben1 da lediglich ,meinung gegen ,meinung kmpft1 und verhllen ihre wirklichen ,motive durch ,begriffsmntel4 ,sie nennen auch die ,instinkte des ,gegners nicht1 die ihnen unsympathisch sind1 ja diese kommen ihnen vielleicht gar nicht zum ,bewutsein4 ,kurz1 die ,krfte1 die eigentlich feindlich gegen einander gerichtet sind1 treten gar nicht offen hervor4 ,nietzsche nennt rcksichtslos die ,instinkte des ,gegners1 die ihm zuwider sind1 und er nennt auch die ,instinkte1 die er ihnen entgegensetzt4 ,wer dies ,cynismus nennen will1 der mag es thun4 ,er soll aber nur nicht bersehen1 da es in aller menschlichen ,thtigkeit niemals etwas anderes als solchen ,cynismus gegeben hat1 und da alle idealistischen ,wahngewebe von diesem ,cynismus gewebt sind4 ,,ii4 ,,der ,,bermensch4 #aj4 ,alles ,streben des ,menschen besteht1 wie das eines jeden ,lebewesens1 darin1 von der ,natur eingepflanzte ,triebe und ,instinkte in der besten ,weise zu befriedigen4 ,wenn die ,menschen nach ,tugend1 ,gerechtigkeit1 ,erkenntnis und ,kunst streben1 so geschieht dies deshalb1 weil ,tugend1 ,gerechtigkeit u4 s4 w4 ,mittel sind1 durch die die menschlichen ,instinkte sich so entwickeln knnen1 wie es deren ,natur entsprechend ist4 ,die ,instinkte wrden ohne diese ,mittel verkmmern4 ,es ist nun eine ,eigentmlichkeit des ,menschen1 da er diesen ,zusammenhang seiner ,lebensbedingungen mit seinen natrlichen ,trieben vergit und jene ,mittel zu einem naturgemen1 machtvollen ,leben als etwas ansieht1 das an sich einen unbedingten ,wert hat4 ,der ,mensch sagt dann3 ,tugend1 ,gerechtigkeit1 ,erkenntnis u4 s4 w4 mssen um ihrer selbst willen erstrebt werden4 ,sie haben nicht dadurch einen ,wert1 da sie dem ,leben dienen1 sondern vielmehr das ,leben erhalte erst einen ,wert dadurch1 da es nach jenen idealen ,gtern strebt4 ,der ,mensch sei nicht dazu da1 nach ,magabe seiner ,instinkte zu leben1 wie das ,tier2 sondern er solle seine ,instinkte dadurch adeln1 da er sie in den ,dienst hherer ,zwecke stelle4 ,auf diese ,weise kommt der ,mensch dazu1 das1 was er selbst erst zur ,befriedigung seiner ,triebe geschaffen hat1 als ,ideale anzubeten1 die seinem ,leben erst die rechte ,weihe geben4 ,er fordert ,unterwerfung unter die ,ideale1 die er hher schtzt1 als sich selbst4 ,er lst sich los von dem ,mutterboden der ,wirklichkeit und will seinem ,dasein einen hheren ,sinn und ,zweck geben4 ,er erfindet einen unnatrlichen ,ursprung fr seine ,ideale4 ,er nennt sie den ,willen ,gottes1 die ewigen sittlichen ,gebote4 ,er will die ,wahrheit um der ,wahrheit willen1 die ,tugend um der ,tugend willen anstreben4 ,er betrachtet sich als einen guten ,menschen erst dann1 wenn es ihm angeblich gelungen ist1 seine ,selbstsucht1 d4 h4 seine natrlichen ,instinkte zu bndigen und selbstlos einem idealen ,ziele zu folgen4 ,einem solchen ,idealisten gilt der ,mensch als unedel und bse1 der es bis zu solcher ,selbstberwindung nicht gebracht hat4 ,nun stammen ursprnglich alle ,ideale aus natrlichen ,instinkten4 ,auch was der ,christ als ,tugend ansieht1 die ihm ,gott geoffenbart hat1 ist ursprnglich von ,menschen erfunden1 um irgend welche ,instinkte zu befriedigen4 ,der natrliche ,ursprung ist vergessen und der gttliche hinzugedichtet worden4 hnlich verhlt es sich mit den ,tugenden1 die die ,philosophen und ,moralprediger aufstellen4 ,wenn die ,menschen blo gesunde ,instinkte htten und diesen gem ihre ,ideale bestimmten1 so wrde der theoretische ,irrtum ber den ,ursprung dieser ,ideale nicht schaden4 ,die ,idealisten htten zwar falsche ,ansichten ber die ,herkunft ihrer ,ziele1 aber diese ,ziele selbst wren gesund1 und das ,leben mte gedeihen4 ,aber es giebt ungesunde ,instinkte1 die nicht auf ,strkung1 ,frderung des ,lebens1 sondern auf dessen ,schwchung1 ,verkmmerung abzielen4 ,diese bemchtigen sich des genannten theoretischen ,irrtums und machen ihn zum praktischen ,lebenszwecke4 ,sie verleiten den ,menschen1 zu sagen3 ein vollkommener ,mensch ist nicht derjenige1 der sich selbst1 seinem ,leben dienen will1 sondern derjenige1 der sich der ,verwirklichung eines ,ideals hingiebt4 ,unter dem ,einflu dieser ,instinkte bleibt der ,mensch nicht blo dabei stehen1 irrtmlich seinen ,zielen einen un- oder bernatrlichen ,ursprung anzudichten1 sondern er macht sich wirklich solche ,ideale zurecht oder bernimmt sie von anderen1 die nicht den ,bedrfnissen des ,lebens dienen4 ,er strebt nicht mehr darnach1 die in seiner ,persnlichkeit liegenden ,krfte ans ,tageslicht zu ziehen1 sondern er lebt nach einem seiner ,natur aufgezwungenen ,musterbilde4 ,ob er dieses ,ziel einer ,religion entnimmt1 oder ob er es selbst auf ,grund gewisser1 nicht in seiner ,natur liegenden ,voraussetzungen bestimmt3 darauf kommt es nicht an4 ,der ,philosoph1 der einen allgemeinen ,zweck der ,menschheit im ,auge hat und aus diesem seine sittlichen ,ideale ableitet1 legt der menschlichen ,natur ebenso ,fesseln an1 wie der ,religionsstifter1 der den ,menschen sagt3 dies ist das ,ziel1 das euch ,gott gesetzt hat2 und dem mt ihr folgen4 ,es ist auch gleichgltig1 ob der ,mensch sich vorsetzt1 ein ,ebenbild ,gottes zu werden1 oder ob er ein ,ideal des vollkommenen ,menschen erfindet und diesem mglichst hnlich werden will4 ,wirklich ist nur der einzelne ,mensch und die ,triebe und ,instinkte dieses einzelnen ,menschen4 ,nur wenn er auf die ,bedrfnisse seiner eigenen ,person sein ,augenmerk richtet1 kann der ,mensch erfahren1 was seinem ,leben frommt4 ,der einzelne ,mensch wird nicht vollkommen1 wenn er sich verleugnet und einem ,vorbilde hnlich wird1 sondern wenn er das verwirklicht1 was in ihm zur ,verwirklichung drngt4 ,die menschliche ,thtigkeit erhlt nicht erst einen ,sinn1 wenn sie einem unpersnlichen1 ueren ,zwecke dient2 sie hat ihren ,sinn in sich selbst4 ,der ,anti-,idealist wird zwar auch in der ungesunden ,abkehr des ,menschen von seinen ureigenen ,instinkten noch eine ,instinktuerung erblicken4 ,er wei1 da der ,mensch selbst das ,instinktwidrige nur aus ,instinkt vollbringen kann4 ,er wird aber doch die ,instinktwidrigkeit bekmpfen1 wie der ,arzt eine ,krankheit bekmpft1 trotzdem er wei1 da sie naturgem aus bestimmten ,ursachen entstanden ist4 ,es darf also dem ,anti-,idealisten nicht der ,einwurf gemacht werden3 du behauptest1 alles1 was der ,mensch erstrebt1 also auch alle ,ideale1 seien naturgem entstanden2 dennoch bekmpfst du den ,idealismus4 ,gewi entstehen ,ideale ebenso naturgem wie ,krankheiten2 aber der ,gesunde bekmpft den ,idealismus1 wie er die ,krankheit bekmpft4 ,der ,idealist aber sieht die ,ideale als etwas an1 das gehegt und gepflegt werden mu4 ,der ,glaube1 da der ,mensch vollkommen erst wird1 wenn er hheren ,zwecken dient1 ist1 nach ,nietzsches ,meinung1 etwas1 das berwunden werden mu4 ,der ,mensch mu sich auf sich selbst besinnen und erkennen1 da er ,ideale nur erschaffen hat1 um sich zu dienen4 ,naturgem leben1 ist gesnder1 als ,idealen nachjagen1 die angeblich nicht aus der ,wirklichkeit stammen4 ,den ,menschen1 der nicht unpersnlichen ,zielen dient1 sondern der den ,zweck und ,sinn seines ,daseins in sich selbst sucht1 der solche ,tugenden zu den seinigen macht1 die seiner ,kraftentfaltung1 seiner ,machtvollkommenheit dienen -- diesen ,menschen stellt ,nietzsche hher als den selbstlosen ,idealisten4 ,dies ist es1 was er durch seinen ,zarathustra verkndet4 ,das souverne ,individuum1 das wei1 da es nur aus seiner ,natur heraus leben kann1 und das in einer seinem ,wesen entsprechenden ,lebensgestaltung sein persnliches ,ziel sieht1 ist fr ,nietzsche der bermensch1 im ,gegensatz zu dem ,menschen1 der glaubt3 ihm sei das ,leben geschenkt1 um einem auer ihm selbst liegenden ,zwecke zu dienen4 ,den bermenschen1 d4 h4 den ,menschen1 der naturgem zu leben versteht1 lehrt ,zarathustra4 ,er lehrt die ,menschen1 ihre ,tugenden als ihre ,geschpfe betrachten2 er heit sie diejenigen verachten1 die ihre ,tugenden hher als sich selbst achten4 ,zarathustra ist in die ,einsamkeit gegangen1 um sich frei zu machen von der ,demut1 in der sich die ,menschen beugen vor ihren ,tugenden4 ,er geht erst wieder unter ,menschen1 als er die ,tugenden verachten gelernt hat1 die das ,leben bndigen und nicht dem ,leben dienen wollen4 ,er bewegt sich nun leicht wie ein ,tnzer1 denn er folgt nur sich und seinem ,willen und achtet nicht auf die ,linien1 die ihm von den ,tugenden vorgezeichnet werden4 ,nicht schwer mehr lastet der ,glaube auf seinem ,rcken1 da es unrecht sei1 nur sich selbst zu folgen4 ,zarathustra schlft nun nicht mehr1 um von ,idealen zu trumen2 er ist ein ,wachender1 der der ,wirklichkeit sich frei gegenberstellt4 ,ein schmutziger ,strom ist ihm der ,mensch1 der sich selbst verloren hat und vor seinen eigenen ,geschpfen im ,staube liegt4 ,der bermensch ist ihm ein ,meer1 das diesen ,strom aufnimmt1 ohne selbst unrein zu werden4 ,denn der bermensch hat sich selbst gefunden2 er erkennt sich als ,herrn und ,schpfer seiner ,tugenden4 ,zarathustra hat das ,groe erlebt1 da ihm alle ,tugend zum ,ekel geworden ist1 die ber den ,menschen gesetzt wird4 ,was ist das ,grte1 das ihr erleben knnt8 ,das ist die ,stunde der groen ,verachtung4 ,die ,stunde1 in der euch euer ,glck zum ,ekel wird und ebenso eure ,vernunft und eure ,tugend4 #aa4 ,die ,weisheit ,zarathustras ist nicht nach dem ,sinne der modernen ,gebildeten4 ,sie mchten alle ,menschen einander gleich machen4 ,wenn alle nur nach einem ,ziele streben1 sagen sie1 dann ist ,zufriedenheit und ,glck auf ,erden4 ,der ,mensch soll zurckhalten1 so fordern sie1 seine besondern persnlichen ,wnsche und nur der ,allgemeinheit1 dem gemeinsamen ,glcke dienen4 ,friede und ,ruhe wird dann auf der ,erde herrschen4 ,wenn jeder die gleichen ,bedrfnisse hat1 dann strt keiner die ,kreise des andern4 ,nicht sich und seine individuellen ,ziele soll der ,einzelne im ,auge haben1 sondern nach der einmal bestimmten ,schablone sollen alle leben4 ,verschwinden soll alles einzelne ,leben1 und ,glieder der gemeinsamen ,weltordnung sollen alle werden4 ,kein ,hirt und eine ,herde6 ,jeder will das ,gleiche1 jeder ist gleich1 wer anders fhlt1 geht freiwillig ins ,irrenhaus4 ',ehemals war alle ,welt irre' -- sagen die ,feinsten und blinzeln4 ,man ist klug und wei alles1 was geschehen ist3 so hat man kein ,ende zu spotten4 ,man zankt sich noch1 aber man vershnt sich bald1 sonst verdirbt es den ,magen4 ,zarathustra ist zu lange ,einsiedler gewesen1 um solcher ,weisheit zu huldigen4 ,er hat die eigenartigen ,tne gehrt1 die aus dem ,innern der ,persnlichkeit erklingen1 wenn der ,mensch abseits steht von dem ,lrm des ,marktes1 wo einer nur die ,worte des andern nachspricht4 ,und er mchte es den ,menschen in die ,ohren rufen3 hret auf die ,stimmen1 die nur in jedem ,einzelnen von euch erklingen4 ,denn die nur sind naturgem1 die nur sagen jedem1 was er vermag4 ,ein ,feind des ,lebens1 des reichen1 vollen ,lebens1 ist derjenige1 welcher diese ,stimmen ungehrt verhallen lt und auf das gemeinsame ,geschrei der ,menschen hrt4 ,zu den ,freunden der ,gleichheit aller ,menschen will ,zarathustra nicht sprechen4 ,sie knnten ihn nur miverstehen4 ,denn sie wrden glauben1 da sein bermensch jenes ideale ,musterbild sei1 dem alle gleich werden sollen4 ,aber ,zarathustra will den ,menschen keine ,vorschriften darber machen1 wie sie sein sollen2 er will nur jeden ,einzelnen auf sich selbst verweisen und ihm sagen3 berlasse dich dir selbst1 folge nur dir allein1 stelle dich ber ,tugend1 ,weisheit und ,erkenntnis4 ,zu solchen1 die sich suchen wollen1 spricht ,zarathustra2 nicht einer ,menge1 die ein gemeinsames ,ziel sucht1 sondern solchen ,gefhrten1 gelten seine ,worte1 die gleich ihm einen eigenen ,weg gehen4 ,sie allein verstehen ihn1 denn sie wissen1 da er nicht sagen will3 seht1 dies ist der bermensch1 werdet wie er1 sondern3 seht1 ich habe mich gesucht2 so bin ich1 wie ich es euch lehre2 geht hin und sucht euch ebenso1 dann habt ihr den bermenschen4 ,den ,einsiedlern werde ich mein ,lied singen und den ,zweisiedlern2 und wer noch ,ohren hat fr ,unerhrtes1 dem will ich sein ,herz schwer machen mit meinem ,glcke4 #ab4 ,zwei ,tiere3 die ,schlange1 als das klgste1 und der ,adler1 als das stolzeste ,tier1 begleiten ,zarathustra4 ,sie sind die ,symbole seiner ,instinkte4 ,klugheit schtzt ,zarathustra1 denn sie lehrt den ,menschen die verschlungenen ,pfade der ,wirklichkeit finden2 sie lehrt ihn kennen1 was er zum ,leben braucht4 ,und auch den ,stolz liebt ,zarathustra1 denn der ,stolz bringt die ,selbstachtung des ,menschen hervor1 durch die dieser dazu kommt1 sich selbst als den ,sinn und ,zweck seines ,daseins zu betrachten4 ,der ,stolze stellt seine ,weisheit1 seine ,tugend nicht ber sich selbst4 ,der ,stolz bewahrt den ,menschen davor1 sich selbst zu vergessen ber hheren1 heiligeren ,zielen4 ,lieber noch als den ,stolz mchte ,zarathustra die ,klugheit verlieren4 ,denn die ,klugheit1 die nicht von ,stolz begleitet ist1 sieht sich nicht als ,menschenwerk an4 ,wem der ,stolz und die ,selbstachtung fehlt1 der glaubt1 seine ,klugheit sei ihm vom ,himmel geschenkt4 ,ein solcher sagt3 ein ,thor ist der ,mensch1 und er hat nur so viel ,weisheit1 als ihm der ,himmel schenken will4 ,und wenn mich einst meine ,klugheit verlt3 -- ach1 sie liebt es1 davonzufliegen6 -- mge mein ,stolz dann noch mit meiner ,thorheit fliegen6 #ac4 ,drei ,verwandlungen mu der menschliche ,geist durchmachen1 bis er sich selbst gefunden hat4 ,dies lehrt ,zarathustra4 ,ehrfrchtig ist der ,geist zuerst4 ,er nennt ,tugend1 was auf ihm lastet4 ,er erniedrigt sich1 um seine ,tugend zu erhhen4 ,er sagt3 alle ,weisheit ist bei ,gott1 und ,gottes ,wegen mu ich folgen4 ,gott legt mir das ,schwerste auf1 um meine ,kraft zu prfen1 ob sie auch stark sei und geduldig ausharre4 ,nur der ,geduldige ist stark4 ,gehorchen will ich1 sagt der ,geist auf dieser ,stufe1 und ausfhren die ,gebote des ,weltengeistes1 ohne zu fragen1 was der ,sinn dieser ,gebote ist4 ,der ,geist fhlt den ,druck1 den eine hhere ,macht auf ihn ausbt4 ,nicht seine ,wege geht der ,geist1 sondern die ,wege dessen1 dem er dient4 ,es kommt die ,zeit1 wo der ,geist inne wird1 da kein ,gott zu ihm redet4 ,dann will er frei sein und ,herr in seiner eigenen ,welt4 ,er sucht nach einer ,richtschnur fr seine ,geschicke4 ,er frgt nicht mehr den ,weltengeist1 wie er sein ,leben einrichten solle4 ,aber nach einem festen ,gesetz1 nach einem heiligen du sollst strebt er4 ,er sucht nach einem ,mastab1 um den ,wert der ,dinge zu messen2 er sucht nach einem ,unterscheidungszeichen von ,gut und ,bse4 ,es mu eine ,regel fr mein ,leben geben1 die nicht von mir1 von meinem ,willen abhngt1 so spricht der ,geist auf dieser ,stufe4 ,dieser ,regel will ich mich fgen4 ,frei bin ich1 meint der ,geist1 aber nur frei1 um einer solchen ,regel zu gehorchen4 ,auch diese ,stufe berwindet der ,geist4 ,er wird wie das ,kind1 das bei seinem ,spielen nicht fragt3 wie soll ich dies oder jenes machen1 sondern das nur seinen ,willen ausfhrt1 das nur sich selbst folgt4 ,seinen ,willen will nun der ,geist1 seine ,welt gewinnt sich der ,weltverlorne4 ,drei ,verwandlungen nannte ich euch des ,geistes3 wie der ,geist zum ,kamele ward1 und zum ,lwen das ,kamel1 und der ,lwe zuletzt zum ,kinde4 -- -- ,also sprach ,zarathustra4 #ad4 ,was wollen die ,weisen1 die die ,tugend ber den ,menschen stellen8 fragt ,zarathustra4 ,sie sagen3 die ,ruhe der ,seele kann nur haben1 wer seine ,pflicht gethan hat1 wer dem heiligen du sollst gefolgt ist4 ,tugendhaft soll der ,mensch sein1 damit er nach gethaner ,pflicht trumen knne von erfllten ,idealen und keine ,gewissensbisse fhle4 ,ein ,mensch mit ,gewissensbissen gleicht1 sagen die ,tugendhaften1 einem ,schlafenden1 dem bse ,trume die ,nachtruhe stren4 ,wenige wissen das1 aber man mu alle ,tugenden haben1 um gut zu schlafen4 ,werde ich falsch ,zeugnis reden8 ,werde ich ehebrechen8 ,werde ich mich gelsten lassen meines ,nchsten ,magd8 ,das alles vertrge sich schlecht mit gutem ,schlafe 444 ,friede mit ,gott und dem ,nachbar1 so will es der gute ,schlaf4 ,und ,friede auch noch mit des ,nachbars ,teufel6 ,sonst geht er bei dir des ,nachts um4 ,nicht was sein ,trieb ihn heit1 thut der ,tugendhafte1 sondern was ,seelenruhe bewirkt4 ,er lebt1 um in ,ruhe ber das ,leben trumen zu knnen4 ,noch lieber ist es ihm1 wenn den ,schlaf1 den er ,seelenruhe nennt1 gar kein ,traum strt4 ,das heit3 dem ,tugendhaften ist es am liebsten1 wenn er irgendwoher die ,regeln seines ,handelns erhlt und im brigen seine ,ruhe genieen kann4 ,seine ,weisheit heit3 wachen1 um gut zu schlafen4 ,und wahrlich1 htte das ,leben keinen ,sinn1 und mte ich ,unsinn whlen1 so wre auch mir dies der whlenswrdigste ,unsinn1 spricht ,zarathustra4 ,auch fr ,zarathustra gab es eine ,zeit1 da er glaubte1 ein auerhalb der ,welt wohnender ,geist1 ein ,gott1 habe die ,welt geschaffen4 ,einen unzufriedenen1 leidenden ,gott dachte sich ,zarathustra4 ,um sich eine ,befriedigung zu verschaffen1 um von seinem ,leiden loszukommen1 habe ,gott die ,welt erschaffen1 meinte einst ,zarathustra4 ,aber er hat einsehen gelernt1 da es ein ,wahnbild war1 das er sich selbst geschaffen hatte4 ,ach1 ihr ,brder1 dieser ,gott1 den ich schuf1 war ,menschenwerk und -,wahnsinn gleich allen ,gttern6 ,zarathustra hat seine ,sinne gebrauchen und die ,welt betrachten gelernt4 ,und zufrieden wurde er mit der ,welt2 nicht mehr schweiften seine ,gedanken ins ,jenseits4 ,blind war er ehemals und konnte die ,welt nicht sehen1 deshalb suchte er sein ,heil auerhalb der ,welt4 ,aber ,zarathustra hat sehen gelernt und erkennen1 da die ,welt in sich selbst ihren ,sinn habe4 ,einen neuen ,stolz lehrte mich mein ,ich1 den lehre ich die ,menschen3 nicht mehr den ,kopf in den ,sand der himmlischen ,dinge zu stecken1 sondern frei ihn zu tragen1 meinen ,erdenkopf1 der der ,erde ,sinn schafft4 #ae4 ,in ,leib und ,seele haben die ,idealisten den ,menschen gespalten1 in ,idee und ,wirklichkeit haben sie alles ,dasein geteilt4 ,und sie haben die ,seele1 den ,geist1 die ,idee zu einem besonders ,wertvollen gemacht1 um die ,wirklichkeit1 den ,leib um so mehr verachten zu knnen4 ,zarathustra aber sagt3 ,nur eine ,wirklichkeit1 nur einen ,leib giebt es1 und die ,seele ist nur etwas am ,leibe1 die ,idee nur etwas an der ,wirklichkeit4 ,eine ,einheit sind ,leib und ,seele des ,menschen2 aus einer ,wurzel entspringen ,krper und ,geist4 ,der ,geist ist nur da1 weil ein ,krper da ist1 der ,krfte hat1 an sich den ,geist zu entwickeln4 ,wie die ,pflanze an sich die ,blte1 so entfaltet der ,krper an sich den ,geist4 ,hinter deinen ,gedanken und ,gefhlen1 mein ,bruder1 steht ein mchtiger ,gebieter1 ein unbekannter ,weiser -- der heit ,selbst4 ,in deinem ,leibe wohnt er1 dein ,leib ist er4 ,wer einen ,sinn hat fr das ,wirkliche1 der sucht den ,geist1 die ,seele in und an dem ,wirklichen1 er sucht die ,vernunft in dem ,wirklichen2 nur wer die ,wirklichkeit fr geistlos1 fr blo natrlich1 fr roh hlt1 der giebt dem ,geiste1 der ,seele ein besonderes ,dasein4 ,er macht die ,wirklichkeit zur bloen ,wohnung des ,geistes4 ,einem solchen fehlt aber auch der ,sinn fr die ,wahrnehmung des ,geistes selbst4 ,nur weil er den ,geist in der ,wirklichkeit nicht sieht1 sucht er ihn anderswo4 ,es ist mehr ,vernunft in deinem ,leibe1 als in deiner besten ,weisheit 44444 ,der ,leib ist eine groe ,vernunft1 eine ,vielheit mit einem ,sinne1 ein ,krieg und ein ,frieden1 eine ,herde und ein ,hirt4 ,werkzeug deines ,leibes ist auch deine kleine ,vernunft1 mein ,bruder1 die du ,geist nennst1 ein kleines ,werk- und ,spielzeug deiner groen ,vernunft4 ,ein ,thor ist1 wer die ,blte von der ,pflanze reit und glaubt1 die abgerissene ,blte werde nun sich noch zur ,frucht entwickeln4 ,ein ,thor ist ebenso1 wer den ,geist von der ,natur absondert und glaubt1 ein solcher abgesonderter ,geist knne noch schaffen4 ,menschen mit kranken ,instinkten haben die ,scheidung von ,geist und ,krper vorgenommen4 ,ein kranker ,instinkt nur kann sagen3 mein ,reich ist nicht von dieser ,welt4 ,eines gesunden ,instinktes ,reich ist nur diese ,welt4 #af4 ,was fr ,ideale haben sie doch geschaffen1 diese ,verchter der ,wirklichkeit6 ,fassen wir sie ins ,auge1 die ,ideale der ,asketen1 die da sagen3 wendet ab euren ,blick vom ,diesseits und schaut nach dem ,jenseits6 ,was bedeuten asketische ,ideale8 ,mit dieser ,frage und den ,vermutungen1 mit denen er sie beantwortet1 hat uns ,nietzsche am tiefsten hineinblicken lassen in sein von der abendlndischen neueren ,kultur unbefriedigtes ,herz4 7,genealogie der ,moral1 #c4 ,abteilung47 ,wenn ein ,knstler1 wie z4 ,b4 ,richard ,wagner in der letzten ,zeit seines ,schaffens1 ,anhnger des asketischen ,ideales wird1 so hat das nicht viel zu bedeuten4 ,der ,knstler steht sein ganzes ,leben hindurch ber seinen ,schpfungen4 ,er sieht von oben herab auf seine ,wirklichkeiten4 ,er schafft ,wirklichkeiten1 die nicht seine ,wirklichkeit sind4 ,ein ,homer htte keinen ,achill1 ein ,goethe keinen ,faust gedichtet1 wenn ,homer ein ,achill1 und wenn ,goethe ein ,faust gewesen wre4 7,genealogie1 #c4 ,abt4 #d47 ,wenn nun ein solcher ,knstler sein eigenes ,dasein einmal ernst nimmt1 sich selbst und seine persnlichen ,ansichten in ,wirklichkeit umsetzen will1 so ist es kein ,wunder1 wenn etwas sehr ,unreales entsteht4 ,richard ,wagner hat ber seine ,kunst vollstndig umgelernt1 als ihm die ,philosophie ,schopenhauers bekannt wurde4 ,vorher hielt er die ,musik fr ein ,ausdrucksmittel1 das etwas braucht1 dem es ,ausdruck verschafft1 das ,drama4 ,in seiner ,schrift ,oper und ,drama1 die #ahea geschrieben ist1 spricht er aus1 da der grte ,irrtum1 dem man sich in ,bezug auf die ,oper hingeben kann1 der ist1 da ein ,mittel des ,ausdrucks 7die ,musik7 zum ,zwecke1 der ,zweck des ,ausdrucks 7das ,drama7 aber zum ,mittel gemacht werde4 ,er bekannte sich zu einer andern ,ansicht1 nachdem er ,schopenhauers ,lehre von der ,musik kennen gelernt hatte4 ,schopenhauer ist der ,ansicht1 da durch die ,musik das ,wesen der ,dinge selbst zu uns spricht4 ,der ewige ,wille1 der in allen ,dingen lebt1 er wird in allen anderen ,knsten nur in seinen ,abbildern1 in den ,ideen1 verkrpert2 die ,musik ist kein bloes ,bild des ,willens3 in ihr giebt sich der ,wille unmittelbar kund4 ,was uns in allen unseren ,vorstellungen nur im ,abglanz erscheint3 der ewige ,grund alles ,seins1 der ,wille1 ihn glaubt ,schopenhauer in den ,klngen der ,musik unmittelbar zu vernehmen4 ,kunde aus dem ,jenseits bringt fr ,schopenhauer die ,musik4 ,diese ,ansicht wirkte auf ,richard ,wagner4 ,nicht mehr als ,ausdrucksmittel wirklicher menschlicher ,leidenschaften1 wie sie im ,drama verkrpert sind1 lie er die ,musik gelten1 sondern als eine ,art ,mundstck des ,ansich der ,dinge1 ein ,telephon des ,jenseits4 ,richard ,wagner glaubte jetzt nicht mehr die ,wirklichkeit in ,tnen auszudrcken2 er redete frderhin nicht nur ,musik1 dieser ,bauchredner ,gottes1 -- er redete ,metaphysik3 was ,wunder1 da er endlich eines ,tages asketische ,ideale redete4 7,genealogie1 #c4 ,abteilung1 #e47 ,htte ,richard ,wagner blo seine ,ansicht ber die ,bedeutung der ,musik gendert1 so htte ,nietzsche keinen ,anla1 ihm etwas vorzuwerfen4 ,nietzsche knnte dann hchstens sagen3 ,wagner hat auer seinen ,kunstwerken auch noch allerlei verkehrte ,theorien ber die ,kunst geschaffen4 ,da aber ,wagner in der letzten ,zeit seines ,schaffens den ,schopenhauerschen ,jenseitsglauben auch in seinen ,kunstwerken verkrpert hat1 da er seine ,musik dazu verwendet hat1 die ,flucht vor der ,wirklichkeit zu verherrlichen3 das ging ,nietzsche wider den ,geschmack4 ,aber der ,fall ,wagner besagt nichts1 wenn es sich um die ,bedeutung der ,verherrlichung des ,jenseits auf ,kosten des ,diesseits1 wenn es sich um die ,bedeutung der asketischen ,ideale handelt4 ,knstler stehen nicht auf eigenen ,fen4 ,wie ,richard ,wagner von ,schopenhauer abhngig ist1 so waren die ,knstler zu allen ,zeiten ,kammerdiener einer ,moral1 oder ,philosophie oder ,religion4 ,anders ist es1 wenn die ,philosophen fr die ,verachtung der ,wirklichkeit1 fr die asketischen ,ideale eintreten4 ,sie thun das aus einem tiefen ,instinkte heraus4 ,schopenhauer hat diesen ,instinkt verraten durch die ,beschreibung1 die er von dem ,schaffen und ,genieen eines ,kunstwerkes giebt4 ,da also das ,kunstwerk die ,auffassung der ,ideen1 in welcher der sthetische ,genu besteht1 so sehr erleichtert1 beruht nicht blo darauf1 da die ,kunst durch ,hervorhebung des ,wesentlichen und ,aussonderung des ,unwesentlichen die ,dinge deutlicher und charakteristischer darstellt1 sondern ebenso sehr darauf1 da das zur objektiven ,auffassung des ,wesens der ,dinge erforderte gnzliche ,schweigen des ,willens am sichersten dadurch erreicht wird1 da das angeschaute ,objekt gar nicht im ,gebiete der ,dinge liegt1 welche einer ,beziehung zum ,willen fhig sind4 7,ergnzungen zum #c4 ,buch der ,welt als ,wille und ,vorstellung1 ,kap4 #ba47 ,wann aber ein uerer ,anla oder eine innere ,stimmung uns pltzlich aus dem endlosen ,strome des ,wollens heraushebt1 die ,erkenntnis dem ,sklavendienst des ,willens entreit1 die ,aufmerksamkeit nun nicht mehr auf die ,motive des ,wollens gerichtet wird1 sondern die ,dinge frei von ihrer ,beziehung auf den ,willen auffat1 also ohne ,interesse1 ohne ,subjektivitt1 rein objektiv sie betrachtet1 ihnen ganz hingegeben1 sofern sie blo ,vorstellungen1 nicht sofern sie ,motive sind3 dann ist 44444 der schmerzenlose ,zustand1 den ,epikuros als das hchste ,gut und als den ,zustand der ,gtter pries eingetreten3 denn wir sind fr jenen ,augenblick des schnden ,willensdranges entledigt1 wir feiern den ,sabbat der ,zuchthausarbeit des ,wollens1 das ,rad des ,ixion steht still4 7,welt als ,wille und ,vorstellung1 #ch47 ,dies ist eine ,beschreibung einer ,art des sthetischen ,genusses1 die nur bei dem ,philosophen vorkommt4 ,nietzsche stellt ihr gegenber eine andere ,beschreibung1 die ein wirklicher ,zuschauer und ,artist gemacht hat -- ,stendhal1 der das ,schne une promesse de bonheur nennt4 ,schopenhauer mchte alles ,willensinteresse1 alles wirkliche ,leben ausschalten1 wenn es sich um die ,betrachtung eines ,kunstwerkes handelt1 und nur mit dem ,geiste genieen2 ,stendhal sieht in dem ,kunstwerke ein ,versprechen von ,glck1 also einen ,hinweis auf das ,leben1 und sieht in diesem ,zusammenhang der ,kunst mit dem ,leben den ,wert der ,kunst4 ,kant fordert vom schnen ,kunstwerk1 da es ohne ,interesse gefalle1 d4 h4 da es uns heraushebe aus dem wirklichen ,leben und einen rein geistigen ,genu gewhre4 ,was sucht der ,philosoph in dem knstlerischen ,genu8 ,erlsung von der ,wirklichkeit4 ,in eine ,wirklichkeit-fremde ,stimmung will der ,philosoph durch das ,kunstwerk versetzt werden4 ,er verrt dadurch seinen ,grundinstinkt4 ,der ,philosoph fhlt sich in den ,augenblicken am wohlsten1 in denen er von der ,wirklichkeit loskommen kann4 ,seine ,ansicht vom sthetischen ,genu zeigt1 da er die ,wirklichkeit nicht liebt4 ,nicht was der dem ,leben zugewandte ,zuschauer von dem ,kunstwerke verlangt1 sagen uns die ,philosophen in ihren ,theorien1 sondern nur1 was ihnen selbst angemessen ist4 ,und dem ,philosophen ist die ,abkehr von dem ,leben sehr frderlich4 ,er will sich seine verschlungenen ,gedankenwege nicht durchkreuzen lassen von der ,wirklichkeit4 ,das ,denken gedeiht besser1 wenn sich der ,philosoph von dem ,leben abkehrt4 ,es ist nun kein ,wunder1 wenn dieser philosophische ,grundinstinkt geradezu zu einer lebensfeindlichen ,stimmung wird4 ,wir finden eine solche ,stimmung bei der ,mehrzahl der ,philosophen ausgebildet4 ,und nahe liegt es1 da der ,philosoph seine eigene ,antipathie gegen das ,leben zu einer ,lehre ausbildet und fordert1 da sich alle ,menschen zu einer solchen ,lehre bekennen4 ,schopenhauer hat dieses gethan4 ,er fand1 da der ,lrm der ,welt seine ,gedankenarbeit strte4 ,er empfand1 da man ber die ,wirklichkeit am besten nachdenken kann1 wenn man dieser ,wirklichkeit entflieht4 ,zugleich verga er1 da alles ,denken ber die ,wirklichkeit doch nur dann einen ,wert hat1 wenn es aus dieser ,wirklichkeit entspringt4 ,er beachtete nicht1 da das ,zurckziehen des ,philosophen von der ,wirklichkeit nur geschehen kann1 damit die entfernt von dem ,leben entstandenen philosophischen ,gedanken dann dem ,leben um so besser dienen knnen4 ,wenn der ,philosoph den ,grundinstinkt1 der nur ihm als ,philosophen frderlich ist1 der ganzen ,menschheit aufdrngen will1 dann wird er zu einem ,feinde des ,lebens4 ,der ,philosoph1 der die ,weltflucht nicht als ,mittel betrachtet1 um weltfreundliche ,gedanken zu schaffen1 sondern als ,zweck1 als ,ziel1 kann nur ,wertloses schaffen4 ,der wahre ,philosoph flieht auf der einen ,seite die ,wirklichkeit nur1 um sich auf der anderen um so tiefer in sie einzubohren4 ,aber es ist begreiflich1 da dieser ,grundinstinkt den ,philosophen leicht dazu verfhren kann1 die ,weltflucht als solche fr wertvoll zu halten4 ,dann wird der ,philosoph zu einem ,anwalt der ,weltverneinung4 ,er lehrt ,abkehr vom ,leben1 asketisches ,ideal4 ,er findet3 ,ein gewisser ,asketismus 44444 eine harte und heitere ,entsagsamkeit besten ,willens gehrt zu den gnstigen ,bedingungen hchster ,geistigkeit1 insgleichen auch zu deren natrlichsten ,folgen3 so wird es von vornherein nicht ,wunder nehmen1 wenn das asketische ,ideal gerade von den ,philosophen nie ohne einige ,voreingenommenheit behandelt worden ist4 7,genealogie der ,moral1 #c4 ,abteilung #h47 #ag4 ,einen andern ,ursprung haben die asketischen ,ideale der ,priester4 ,was bei dem ,philosophen durch das berwuchern eines bei ihm berechtigten ,triebes entsteht1 das bildet das ,grundideal des priesterlichen ,wirkens4 ,der ,priester sieht in der ,hingabe des ,menschen an das wirkliche ,leben einen ,irrtum2 er verlangt1 da man dieses ,leben gering achte gegenber einem andern ,leben1 das von hheren als blo natrlichen ,krften gelenkt wird4 ,der ,priester leugnet1 da das wirkliche ,leben einen ,sinn in sich selbst habe1 und er fordert1 da ihm dieser ,sinn verliehen werde durch ,einimpfung eines hheren ,willens4 ,er sieht das ,leben in der ,zeitlichkeit als unvollkommen an und stellt ihm ein ewiges1 vollkommenes ,leben gegenber4 ,abkehr von der ,zeitlichkeit und ,einkehr in das ,ewige1 ,unwandelbare lehrt der ,priester4 ,ich mchte als besonders bezeichnend fr die priesterliche ,denkweise einige ,stze aus dem berhmten ,buche ,die deutsche ,theologie anfhren1 das aus dem #ad4 ,jahrhundert stammt und von dem ,luther sagt1 da er aus keinem ,buche1 die ,bibel und den heiligen ,augustin ausgenommen1 mehr gelernt habe1 was ,gott1 ,christus und der ,mensch sei1 als aus diesem4 ,auch ,schopenhauer findet1 da der ,geist des ,christentums in diesem ,buche vollkommen und krftig ausgesprochen ist4 ,nachdem der ,verfasser1 der uns unbekannt ist1 auseinander gesetzt hat1 da alle ,dinge der ,welt nur ein ,unvollkommenes und ,geteiltes seien gegenber dem ,vollkommenen1 das in sich und in seinem ,wesen alle ,wesen begriffen und beschlossen hat1 und ohne das und auer dem kein wahres ,wesen ist und in dem alle ,dinge ihr ,wesen haben1 fhrt er aus1 da der ,mensch in dieses ,wesen nur eindringen kann1 wenn er ,kreatrlichkeit1 ,geschaffenheit1 ,ichheit1 ,selbstheit und dergleichen alles verloren und in sich zu nichte gemacht hat4 ,was von dem ,vollkommenen ausgeflossen ist und was der ,mensch als seine wirkliche ,welt erkennt1 das wird folgendermaen charakterisiert3 ,das ist kein wahres ,wesen und hat kein ,wesen anders denn in dem ,vollkommenen1 sondern es ist ein ,zufall oder ein ,glanz und ein ,schein1 der kein ,wesen ist oder kein ,wesen hat anders als in dem ,feuer1 wo der ,glanz ausfliet1 oder in der ,sonne1 oder in dem ,lichte4 ,die ,schrift spricht und der ,glaube und die ,wahrheit3 ,snde sei nichts anderes1 denn da sich die ,kreatur abkehrt von dem unwandelbaren ,gute und kehret sich zu dem wandelbaren1 das ist3 da sie sich kehrt von dem ,vollkommenen zu dem ,geteilten und ,unvollkommenen und allermeist zu sich selber4 ,nun merke4 ,wenn sich die ,kreatur etwas ,gutes annimmt1 als ,wesens1 ,lebens1 ,wissens1 ,erkennens1 ,vermgens und krzlich alles dessen1 was man gut nennen soll1 und meint1 da sie das sei oder da es das ,ihre sei oder ihr zugehre oder da es von ihr sei3 so oft und viel dabei geschieht1 so kehrt sie sich ab4 ,was that der ,teufel anders oder was war sein ,fall und ,abkehren anders1 als da er sich annahm1 er wre auch etwas und etwas wre sein und ihm gehrte auch etwas zu8 ,dies ,annehmen und sein ,ich und sein ,mich1 sein ,mir und sein ,mein1 das war sein ,abkehren und sein ,fall4 ,also ist es noch 4444 ,denn alles das1 was man fr gut hlt oder gut nennen soll1 das gehrt niemand zu1 denn allein dem ewigen wahren ,gut1 der ,gott allein ist1 und wer sich dessen annimmt1 der thut ,unrecht und wider ,gott4 7#a41 #b41 #d4 ,kap4 der deutsch4 ,theol41 #c4 ,aufl41 bersetzt von ,pfeiffer47 ,diese ,stze sprechen die ,gesinnung jedes ,priesters aus4 ,sie sprechen den eigentlichen ,charakter der ,priesterlichkeit aus4 ,und dieser ,charakter ist das ,gegenteil desjenigen1 den ,nietzsche als den hherwertigen1 den lebenswrdigen bezeichnet4 ,der hherwertige ,typus ,mensch will alles1 was er ist1 nur durch sich sein2 er will1 da alles1 was er fr gut hlt und gut nennt1 niemand zugehrt1 denn ihm selbst4 ,aber jene minderwertige ,gesinnung ist kein ,ausnahmefall4 ,sie ist eine der breitesten und lngsten ,thatsachen1 die es giebt4 ,von einem fernen ,gestirn aus gelesen1 wrde vielleicht die ,majuskelschrift unseres ,erdendaseins zu dem ,schlu verfhren1 die ,erde sei der eigentlich asketische ,stern1 ein ,winkel mivergngter1 hochmtiger und widriger ,geschpfe1 die einen tiefen ,verdru an sich1 an der ,erde1 an allem ,leben gar nicht los wrden4 7,genealogie der ,moral1 #c4 ,abteilung #aa47 ,der asketische ,priester ist deshalb eine ,notwendigkeit1 weil die ,mehrzahl der ,menschen an einer ,hemmung und ,ermdung der ,lebenskrfte leidet1 weil sie an der ,wirklichkeit leidet4 ,der asketische ,priester ist der ,trster und ,arzt derjenigen1 die am ,leben leiden4 ,er trstet sie dadurch1 da er ihnen sagt3 dieses ,leben1 an dem ihr leidet1 ist nicht das wahre ,leben2 das wahre ,leben ist denjenigen1 die an diesem ,leben leiden1 viel leichter erreichbar als den ,gesunden1 die an diesem ,leben hngen und sich ihm hingeben4 ,durch solche ,aussprche zchtet der ,priester die ,verachtung1 die ,verleumdung dieses wirklichen ,lebens4 ,er bringt endlich die ,gesinnung hervor1 die sagt3 um das wahre ,leben zu erreichen1 mu dieses wirkliche ,leben verneint werden4 ,in der ,verbreitung dieser ,gesinnung sucht der asketische ,priester seine ,strke4 ,er beseitigt durch die ,zchtung dieser ,gesinnung eine groe ,gefahr1 die den ,gesunden1 ,starken1 ,selbstbewuten von den ,verunglckten1 ,niedergeworfenen1 ,zerbrochenen droht4 ,die letzteren hassen die ,gesunden und die leiblich und seelisch ,glcklichen1 die ihre ,krfte aus der ,natur nehmen4 ,diesen ,ha1 der sich dadurch uern mte1 da die ,schwachen gegen die ,starken einen fortwhrenden ,vernichtungskrieg fhrten1 sucht der ,priester niederzuhalten4 ,er stellt deshalb die ,starken als diejenigen hin1 die ein wertloses1 menschenunwrdiges ,leben fhren und behauptet dagegen1 da das wahre ,leben allein denen erreichbar ist1 die von dem ,erdenleben geschdigt werden4 ,der asketische ,priester mu uns als der vorherbestimmte ,heiland1 ,hirt und ,anwalt der kranken ,herde gelten3 damit erst verstehen wir seine ungeheure historische ,mission4 ,die ,herrschaft ber ,leidende ist sein ,reich1 auf sie weist ihn sein ,instinkt an1 in ihr hat er seine eigenste ,kunst1 seine ,meisterschaft1 seine ,art von ,glck4 7,genealogie1 #c4 ,abth4 #ae47 ,es ist kein ,wunder1 wenn eine solche ,denkweise endlich dazu fhrt1 da ihre ,anhnger nicht nur das ,leben verachten1 sondern geradezu auf seine ,zerstrung hinarbeiten4 ,wenn den ,menschen gesagt wird1 nur der ,leidende1 der ,schwache kann wirklich zu einem hheren ,leben kommen1 so wird endlich das ,leiden1 die ,schwche gesucht werden4 ,sich selbst ,schmerz zuzufgen1 den ,willen in sich ganz ertten1 das wird ,ziel des ,lebens werden4 ,die ,opfer dieser ,gesinnung sind die ,heiligen4 ,vllige ,keuschheit und ,entsagung aller ,wollust fr den1 welcher eigentliche ,heiligkeit anstrebt2 ,wegwerfung alles ,eigentums1 ,verlassung jedes ,wohnortes1 aller ,angehrigen1 tiefe1 gnzliche ,einsamkeit1 zugebracht in stillschweigender ,betrachtung1 mit freiwilliger ,bue und schrecklicher langsamer ,selbstpeinigung1 zur gnzlichen ,mortifikation des ,willens1 welche zuletzt bis zum freiwilligen ,tode geht durch ,hunger1 auch durch ,entgegengehen den ,krokodilen1 durch ,herabstrzen vom geheiligten ,felsengipfel im ,himalaya1 durch ,lebendigbegrabenwerden1 auch durch ,hinwerfung unter die ,rder des unter ,gesang1 ,jubel und ,tanz der ,bajaderen die ,gtterbilder umfahrenden ,wagens1 dies sind die letzten ,frchte der asketischen ,gesinnung4 7,schopenhauer1 ,welt als ,wille und ,vorstellung #fh47 ,diese ,denkweise ist dem ,leiden am ,leben entsprungen1 und sie richtet ihre ,waffen gegen das ,leben4 ,wenn der ,gesunde1 ,lebensfrohe von ihr angesteckt wird1 dann tilgt sie bei ihm die gesunden1 starken ,instinkte aus4 ,nietzsches ,werk gipfelt darinnen1 dieser ,lehre gegenber etwas anderes geltend zu machen1 eine ,ansicht fr ,gesunde1 ,wohlgeratene4 ,mgen die ,miratenen1 ,verdorbenen in der ,lehre der asketischen ,priester ihr ,heil suchen2 die ,gesunden will ,nietzsche um sich sammeln und ihnen eine ,meinung sagen1 die ihnen besser zu ,gesichte steht1 als jedes lebensfeindliche ,ideal4 #ah4 ,auch in den ,pflegern der modernen ,wissenschaft steckt noch das asketische ,ideal4 ,zwar rhmt sich diese ,wissenschaft1 alle alten ,glaubensvorstellungen ber ,bord geworfen zu haben und sich nur an die ,wirklichkeit zu halten4 ,sie will nichts gelten lassen1 was sich nicht zhlen1 berechnen1 wgen1 sehen und greifen lt4 ,da man auf diese ,weise das ,dasein zu einer ,rechenknechtsbung und ,stubenhockerei fr ,mathematiker herabwrdigt1 ist den modernen ,gelehrten gleichgltig4 7,frhliche ,wissenschaft #cgc47 ,ein ,recht1 die vor seinen ,sinnen und seiner ,vernunft vorberziehenden ,vorkommnisse der ,welt zu interpretieren1 soda er sie mit seinem ,denken beherrschen kann1 schreibt sich ein solcher ,gelehrter nicht zu4 ,er sagt3 die ,wahrheit mu von meiner ,interpretationskunst unabhngig sein1 und ich habe die ,wahrheit nicht zu schaffen1 sondern ich mu sie mir von den ,erscheinungen der ,welt diktieren lassen4 ,wozu diese moderne ,wissenschaft zuletzt gelangt1 wenn sie sich alles ,zurechtlegens der ,welterscheinungen enthlt1 das hat ein ,anhnger dieser ,wissenschaft 7,richard ,wahle7 in einem soeben erschienenen ,buche 7,das ,ganze der ,philosophie und ihr ,ende7 ausgesprochen3 ,was knnte der ,geist1 der in das ,weltgehuse sphend und in sich die ,fragen nach dem ,wesen und dem ,ziele des ,geschehens herumwlzte1 endlich als ,antwort finden8 ,es ist ihm widerfahren1 da er1 wie er so scheinbar im ,gegensatze zur umgebenden ,welt dastand1 sich auflste und in einer ,flucht von ,vorkommnissen mit allen ,vorkommnissen zusammenflo4 ,er wute nicht mehr die ,welt2 er sagte1 ich bin nicht sicher1 da ,wissende da sind1 sondern ,vorkommnisse sind da schlechthin4 ,sie kommen freilich in solcher ,weise1 da der ,begriff eines ,wissens vorschnell1 ungerechtfertigt entstehen konnte 4444 ,und ,begriffe huschten empor1 um ,licht in die ,vorkommnisse zu bringen1 aber es waren ,irrlichter1 ,seelen der ,wnsche nach ,wissen1 erbrmliche1 in ihrer ,evidenz nichtssagende ,postulate einer unausgefllten ,wissensform4 ,unbekannte ,faktoren mssen im ,wechsel walten4 ber ihre ,natur war ,dunkel gebreitet4 ,vorkommnisse sind der ,schleier des ,wahrhaften4 ,da die menschliche ,persnlichkeit in die ,vorkommnisse der ,wirklichkeit einen ,sinn hineinlegen knne und die unbekannten ,faktoren1 die im ,wechsel der ,ereignisse walten1 aus eigenem ,vermgen ergnzen knne1 daran denken die modernen ,gelehrten nicht4 ,sie wollen nicht die ,flucht der ,erscheinungen durch die ,ideen interpretieren1 die aus ihrer ,persnlichkeit stammen4 ,sie wollen die ,erscheinungen blo beobachten und beschreiben1 aber nicht deuten4 ,sie wollen bei dem ,thatschlichen stehen bleiben und es der schpferischen ,phantasie nicht gestatten1 sich ein in sich gegliedertes ,bild von der ,wirklichkeit zu machen4 ,wenn ein phantasievoller ,naturforscher1 wie z4 ,b4 ,ernst ,haeckel1 aus den ,ergebnissen einzelner ,beobachtungen ein ,gesamtbild der ,entwickelung des organischen ,lebens auf der ,erde entwirft1 dann fallen diese ,fanatiker der ,thatschlichkeit ber ihn her und zeihen ihn der ,versndigung an der ,wahrheit4 ,die ,bilder1 die er von dem ,leben in der ,natur entwirft1 knnen sie nicht mit ,augen sehen1 oder mit ,hnden greifen4 ,ihnen ist das unpersnliche ,urteil lieber1 als das durch den ,geist der ,persnlichkeit gefrbte4 ,sie mchten bei ihren ,beobachtungen am liebsten die ,persnlichkeit ganz ausschalten4 ,es ist das asketische ,ideal1 das die ,fanatiker der ,thatschlichkeit beherrscht4 ,sie wollen eine ,wahrheit jenseits des persnlichen1 individuellen ,urteiles4 ,was der ,mensch in die ,dinge hineinphantasieren kann1 bekmmert sie nicht2 die ,wahrheit ist ihnen etwas absolut ,vollkommenes1 ein ,gott2 der ,mensch soll sie entdecken1 sich ihr ergeben1 aber sie nicht schaffen4 ,die ,naturforscher und die ,geschichtschreiber sind gegenwrtig von dem gleichen ,geiste des asketischen ,ideals beseelt4 berall ,aufzhlen1 ,beschreiben von ,thatsachen1 und nichts darber4 ,jedes ,zurechtlegen der ,thatsachen ist verpnt4 ,alles persnliche ,urteilen soll unterbleiben4 ,unter diesen modernen ,gelehrten finden sich auch ,atheisten4 ,diese ,atheisten sind aber keine freieren ,geister als ihre ,zeitgenossen1 die an ,gott glauben4 ,mit den ,mitteln der modernen ,wissenschaft lt sich das ,dasein ,gottes nicht beweisen4 ,hat sich doch eine der ,leuchten moderner ,wissenschaft 7,du ,bois-,reymond7 ber die ,annahme einer ,weltseele also geuert3 bevor der ,naturforscher sich zu einer solchen ,annahme entschliet1 verlangt er1 da ihm irgendwo in der ,welt1 in ,neuroglia gebettet und mit warmem arteriellen ,blut unter richtigem ,druck gespeist1 ein dem geistigen ,vermgen solcher ,seele an ,umfang entsprechendes ,konvolut von ,ganglienzellen und ,nervenfasern gezeigt werde 7,grenzen des ,naturerkennens ,s4 #dd74 ,die moderne ,wissenschaft lehnt den ,glauben an ,gott ab1 weil dieser ,glaube neben dem ,glauben an die objektive ,wahrheit nicht bestehen kann4 ,diese objektive ,wahrheit ist aber nichts anderes als ein neuer ,gott1 der ber den alten gesiegt hat4 ,der unbedingte redliche ,atheismus 7und seine ,luft allein atmen wir1 wir geistigeren ,menschen dieses ,zeitalters67 steht nicht im ,gegensatz zu jenem 7asketischen7 ,ideale1 wie es den ,anschein hat2 er ist vielmehr nur eine seiner letzten ,entwickelungsphasen1 eine seiner ,schluformen und inneren ,folgerichtigkeiten1 er ist die ,ehrfurcht gebietende ,katastrophe einer zweitausendjhrigen ,zucht zur ,wahrheit1 welche am ,schlusse sich die ,lge im ,glauben an ,gott verbietet4 7,genealogie1 #c4 ,abteilung #bg47 ,der ,christ sucht die ,wahrheit in ,gott1 weil er ,gott fr den ,quell aller ,wahrheit hlt2 der moderne ,atheist lehnt den ,glauben an ,gott ab1 weil ihm sein ,gott1 sein ,ideal von ,wahrheit diesen ,glauben verbietet4 ,der moderne ,geist sieht in ,gott eine menschliche ,schpfung2 in der ,wahrheit sieht er etwas1 was ohne alles menschliche ,zuthun durch sich selbst besteht4 ,der wirklich freie ,geist geht noch weiter4 ,er fragt3 ,was bedeutet aller ,wille zur ,wahrheit8 ,wozu ,wahrheit8 ,alle ,wahrheit entsteht doch dadurch1 da der ,mensch ber die ,erscheinungen der ,welt nachdenkt1 sich ,gedanken ber die ,dinge bildet4 ,der ,mensch selbst ist der ,schpfer der ,wahrheit4 ,der freie ,geist kommt zum ,bewutsein seines ,schaffens der ,wahrheit4 ,er betrachtet die ,wahrheit nicht mehr als etwas1 dem er sich unterordnet2 er betrachtet sie als sein ,geschpf4 #ai4 ,die mit schwachen1 miratenen ,erkenntnisinstinkten ausgestatteten ,menschen wagen es nicht1 aus der ,begriffe bildenden ,macht ihrer ,persnlichkeit heraus den ,welterscheinungen einen ,sinn unterzulegen4 ,sie wollen1 da ihnen die ,gesetzmigkeit der ,natur als ,thatbestand vor die ,sinne trete4 ,ein subjektives1 der ,einrichtung des menschlichen ,geistes gem geformtes ,weltbild scheint ihnen wertlos4 ,aber die bloe ,beobachtung der ,vorkommnisse in der ,welt liefert uns nur ein zusammenhangloses und doch nicht in ,einzelheiten gesondertes ,weltbild4 ,dem bloen ,beobachter der ,dinge erscheint kein ,gegenstand1 kein ,geschehnis wichtiger1 bedeutungsvoller als das andere4 ,das rudimentre ,organ eines ,organismus1 das vielleicht dann1 wenn wir darber nachgedacht haben1 ohne alle ,bedeutung fr die ,entwickelung des ,lebens erscheint1 steht gerade mit demselben ,anspruch auf ,beachtung da1 wie der edelste ,teil des ,organismus1 so lange wir blo den objektiven ,thatbestand beschauen4 ,ursache und ,wirkung sind aufeinanderfolgende ,erscheinungen1 die ineinander berflieen1 ohne durch etwas getrennt zu sein1 so lange wir sie blo beobachten4 ,erst wenn wir mit unserem ,denken einsetzen1 die ineinander flieenden ,erscheinungen sondern und gedanklich aufeinander beziehen1 wird ein gesetzmiger ,zusammenhang sichtbar4 ,erst das ,denken erklrt die eine ,erscheinung fr die ,ursache1 die andere fr die ,wirkung4 ,wir sehen einen ,regentropfen auf den ,erdboden fallen und eine ,vertiefung hervorrufen4 ,ein ,wesen1 das nicht denken kann1 wird hier nicht ,ursache und ,wirkung sehen1 sondern nur eine ,aufeinanderfolge von ,erscheinungen4 ,ein denkendes ,wesen isoliert die ,erscheinungen1 bringt die isolierten ,fakten in ein ,verhltnis und bezeichnet das eine ,faktum als ,ursache1 das andere als ,wirkung4 ,durch die ,beobachtung wird der ,intellekt angeregt1 ,gedanken zu produzieren und diese mit den beobachteten ,thatsachen zu einem gedankenvollen ,weltbilde zu verschmelzen4 ,der ,mensch thut dies1 weil er die ,summe der ,beobachtungen gedanklich beherrschen will4 ,ein ihm gegenberstehendes ,gedankenleeres drckt auf ihn wie eine unbekannte ,macht4 ,er widersetzt sich dieser ,macht1 berwindet sie1 indem er sie denkbar macht4 ,auch alles ,zhlen1 ,wgen und ,berechnen der ,erscheinungen geschieht aus demselben ,grunde4 ,es ist der ,wille zur ,macht1 der sich in dem ,erkenntnistriebe auslebt4 7,ich habe den ,erkenntnisproze im einzelnen dargestellt in meinen beiden ,schriften3 ,wahrheit und ,wissenschaft und ,die ,philosophie der ,freiheit47 ,der stumpfe1 schwache ,intellekt will sich nicht eingestehen1 da er es selbst ist1 der als uerung seines ,strebens nach ,macht die ,erscheinungen interpretiert4 ,er hlt auch seine ,interpretation fr einen ,thatbestand4 ,und er fragt3 wie der ,mensch dazu kommt1 einen solchen ,thatbestand in der ,wirklichkeit zu finden4 ,er fragt z4 ,b43 wie kommt es1 da der ,intellekt in zwei aufeinander folgenden ,erscheinungen ,ursache und ,wirkung anerkennt8 ,alle ,erkenntnistheoretiker von ,locke1 ,hume1 ,kant bis auf die ,gegenwart haben sich mit dieser ,frage beschftigt4 ,die ,spitzfindigkeiten1 die sie auf diese ,untersuchung verwendet haben1 sind unfruchtbar geblieben4 ,die ,erklrung ist gegeben in dem ,streben des menschlichen ,intellekts nach ,macht4 ,die ,frage ist gar nicht3 sind ,urteile1 ,gedanken ber die ,erscheinungen mglich1 sondern3 hat der menschliche ,intellekt solche ,urteile ntig8 ,weil er sie ntig hat1 deshalb wendet er sie an1 und nicht weil sie mglich sind4 ,es kommt darauf an1 zu begreifen1 da zum ,zweck der ,erhaltung von ,wesen unserer ,art solche ,urteile als wahr geglaubt werden mssen2 weshalb sie natrlich noch falsche ,urteile sein knnten6 7,jenseits von ,gut und ,bse #aa47 ,und wir sind grundstzlich geneigt1 zu behaupten1 da die falschesten ,urteile uns die unentbehrlichsten sind1 da ohne ein ,geltenlassen der logischen ,fiktionen1 ohne ein ,messen der ,wirklichkeit an der rein erfundenen ,welt des ,unbedingten1 ,sich-selbst-,gleichen1 ohne eine bestndige ,flschung der ,welt durch die ,zahl der ,mensch nicht leben knnte1 -- da ,verzichtleisten auf falsche ,urteile ein ,verzichtleisten auf ,leben1 eine ,verneinung des ,lebens wre4 7,ebenda #d47 ,wem dieser ,ausspruch paradox erscheint1 der besinne sich darauf1 wie fruchtbar die ,anwendung der ,geometrie auf die ,wirklichkeit ist1 obgleich es nirgends in der ,welt wirklich geometrisch regelmige ,linien1 ,flchen u4 s4 w4 giebt4 ,wenn der stumpfe1 schwache ,intellekt einsieht1 da alle ,urteile ber die ,dinge aus ihm selbst stammen1 durch ihn produziert und mit den ,beobachtungen verschmolzen werden1 dann hat er nicht den ,mut1 diese ,urteile rckhaltslos anzuwenden4 ,er sagt3 ,urteile solcher ,art knnen uns keine ,erkenntnis von dem wahren ,wesen der ,dinge vermitteln4 ,dieses wahre ,wesen bleibt daher unserer ,erkenntnis verschlossen4 ,noch in einer anderen ,art sucht der schwache ,intellekt zu beweisen1 da durch das menschliche ,erkennen kein ,feststehendes gewonnen werden kann4 ,er sagt3 ,der ,mensch sieht1 hrt1 tastet die ,dinge und ,vorgnge4 ,was er dabei wahrnimmt1 sind ,eindrcke auf seine ,sinnesorgane4 ,wenn er eine ,farbe1 einen ,ton wahrnimmt1 so kann er nur sagen3 mein ,auge1 mein ,ohr werden in einer gewissen ,art bestimmt1 ,farbe1 ,ton wahrzunehmen4 ,nicht etwas auer ihm nimmt der ,mensch wahr1 sondern nur eine ,bestimmung1 eine ,modifikation seiner eigenen ,organe4 ,in der ,wahrnehmung werden das ,auge1 das ,ohr u4 s4 w4 dazu veranlat1 in einer gewissen ,weise zu empfinden2 sie werden in einen bestimmten ,zustand versetzt4 ,diese ,zustnde seiner eigenen ,organe nimmt der ,mensch als ,farben1 ,tne1 ,gerche u4 s4 w4 wahr4 ,in aller ,wahrnehmung nimmt der ,mensch nur seine eigenen ,zustnde wahr4 ,was er ,auenwelt nennt1 ist nur aus diesen seinen ,zustnden zusammengesetzt2 ist also im eigentlichen ,sinne sein ,werk4 ,die ,dinge1 die ihn veranlassen1 aus sich heraus die ,auenwelt zu spinnen1 kennt er nicht2 nur ihre ,wirkungen auf seine ,organe4 ,einem von dem ,menschen getrumten ,traume gleich1 der durch ein ,unbekanntes veranlat wird1 erscheint die ,welt in dieser ,beleuchtung4 ,wenn dieser ,gedanke konsequent zu ,ende gedacht wird1 so zieht er folgenden ,nachsatz nach sich4 ,auch seine ,organe kennt der ,mensch nur1 insofern er sie wahrnimmt2 sie sind ,glieder in seiner ,wahrnehmungswelt4 ,und seines eigenen ,selbst wird sich der ,mensch nur bewut1 insofern er die ,bilder der ,welt aus sich herausspinnt4 ,traumbilder nimmt er wahr und inmitten dieser ,traumbilder ein ,ich1 an dem diese ,traumbilder vorberziehen4 ,jedes ,traumbild erscheint in ,begleitung dieses ,ich4 ,man kann auch sagen3 jedes ,traumbild erscheint inmitten der ,traumwelt immer in ,beziehung auf dieses ,ich4 ,dieses ,ich haftet als ,bestimmung1 als ,eigenschaft an den ,traumbildern4 ,es ist somit1 als ,bestimmung von ,traumbildern1 selbst ein ,traumhaftes4 ,j4 ,g4 ,fichte fat diese ,ansicht in die ,worte zusammen3 ,was durch das ,wissen und aus dem ,wissen entsteht1 ist nur ein ,wissen4 ,alles ,wissen aber ist nur ,abbildung1 und es wird in ihm immer etwas gefordert1 das dem ,bilde entspreche4 ,diese ,forderung kann durch kein ,wissen befriedigt werden2 und ein ,system des ,wissens ist notwendig ein ,system bloer ,bilder1 ohne alle ,realitt1 ,bedeutung und ,zweck4 ,alle ,realitt ist fr ,fichte ein wunderbarer ,traum1 ohne ein ,leben1 von welchem getrumt wird1 und ohne einen ,geist1 dem da trumt2 ein ,traum1 der in einem ,traume von sich selbst zusammenhngt4 7,bestimmung des ,menschen1 #b4 ,buch47 ,was hat diese ganze ,gedankenkette fr eine ,bedeutung8 ,ein schwacher ,intellekt1 der sich nicht unterfangen will1 der ,welt aus sich heraus einen ,sinn zu geben1 sucht diesen ,sinn in der ,welt der ,beobachtungen4 ,er kann ihn da natrlich nicht finden1 weil die bloe ,beobachtung gedankenleer ist4 ,der starke1 produktive ,intellekt verwendet seine ,begriffswelt dazu1 die ,beobachtungen zu deuten2 der schwache1 unproduktive ,intellekt erklrt sich selbst fr zu ohnmchtig1 um das zu thun und sagt3 ich kann in den ,erscheinungen der ,welt keinen ,sinn finden2 sie sind bloe ,bilder1 die an mir vorberziehen4 ,der ,sinn des ,daseins mu auerhalb1 jenseits der ,erscheinungswelt gesucht werden4 ,dadurch wird die ,erscheinungswelt1 d4 h4 die menschliche ,wirklichkeit fr einen ,traum1 eine ,tuschung1 ein ,nichts erklrt und das wahre ,wesen der ,erscheinungen wird in einem ,ding an sich gesucht1 bis zu dem keine ,beobachtung1 kein ,erkennen reicht1 d4 h4 von dem sich der ,erkennende keine ,vorstellung machen kann4 ,dieses wahre ,wesen ist also fr den ,erkennenden ein vllig leerer ,gedanke1 der ,gedanke an ein ,nichts4 ,traum ist bei jenen ,philosophen1 die von dem ,ding an sich sprechen1 die ,erscheinungswelt2 ,nichts ist aber das1 was sie als das wahre ,wesen dieser ,erscheinungswelt ansehen4 ,die ganze philosophische ,bewegung1 die von dem ,ding an sich spricht und die in der neueren ,zeit sich namentlich auf ,kant sttzt1 ist der ,glaube an das ,nichts1 ist philosophischer ,nihilismus4 #bj4 ,wenn der starke ,geist nach der ,ursache eines menschlichen ,handelns und ,vollbringens sucht1 so findet er diese immer in dem ,willen zur ,macht der einzelnen ,persnlichkeit4 ,der ,mensch mit schwachem1 mutlosem ,intellekt will dies aber nicht zugeben4 ,er fhlt sich nicht krftig genug1 sich zum ,herrn und ,richtunggeber seines ,handelns zu machen4 ,er deutet die ,triebe1 die ihn lenken1 als ,gebote einer fremden ,macht4 ,er sagt nicht3 ich handle1 wie ich will2 sondern er sagt3 ich handle gem einem ,gebote1 wie ich soll4 ,er will sich nicht befehlen1 er will gehorchen4 ,auf der einen ,stufe der ,entwickelung sehen die ,menschen ihre ,antriebe zum ,handeln als ,gebote ,gottes an1 auf einer andern ,stufe glauben sie in ihrem ,innern eine ,stimme zu vernehmen1 die ihnen gebietet4 ,sie wagen es im letztern ,falle nicht1 zu sagen3 ich bin es selbst1 der da befiehlt2 sie behaupten3 in mir spricht ein hherer ,wille sich aus4 ,da sein ,gewissen ihm in jedem einzelnen ,falle sagt1 wie er handeln soll1 ist die ,meinung des einen2 da ein kategorischer ,imperativ ihm befiehlt1 behauptet ein anderer4 ,hren wir1 was ,j4 ,g4 ,fichte sagt3 ,es soll schlechthin etwas geschehen1 weil es nun einmal geschehen soll3 dasjenige1 was das ,gewissen nun eben von mir 4444 fordert2 da es geschehe1 dazu1 lediglich dazu bin ich da2 um es zu erkennen1 habe ich ,verstand2 um es zu vollbringen1 habe ich ,kraft4 7,bestimmung des ,menschen1 #c4 ,buch47 ,ich fhre mit ,vorliebe ,j4 ,g4 ,fichtes ,aussprche an1 weil er mit eiserner ,konsequenz die ,meinung der ,schwachen und ,miratenen bis ans ,ende gedacht hat4 ,wozu diese ,meinungen zuletzt fhren1 kann man nur erkennen1 wenn man sie da aufsucht1 wo sie zu ,ende gedacht worden sind2 auf die ,halben1 die jeden ,gedanken nur bis in seine ,mitte denken1 kann man sich nicht sttzen4 ,nicht in der ,einzelpersnlichkeit wird von denen1 die in der angedeuteten ,weise denken1 der ,quell des ,wissens gesucht2 sondern jenseits dieser ,persnlichkeit in einem ,willen an sich4 ,eben dieser ,wille an sich soll als ,stimme ,gottes oder als ,stimme des ,gewissens1 kategorischer ,imperativ u4 s4 w4 zu dem ,einzelnen sprechen4 ,er soll der universelle ,lenker des menschlichen ,handelns und der ,urquell der ,sittlichkeit sein und auch die ,zwecke des sittlichen ,handelns bestimmen4 ,ich sage1 das ,gebot des ,handelns selbst ist es1 welches durch sich selbst mir einen ,zweck setzt3 dasselbe in mir1 was mich ntigt1 zu denken1 da ich so handeln solle1 ntigt mich1 zu glauben1 da aus diesem ,handeln etwas erfolgen werde2 es erffnet dem ,auge die ,aussicht auf eine andere ,welt4 ,wie ich im ,gehorsam lebe1 lebe ich zugleich in der ,anschauung seines ,zweckes1 lebe ich in der besseren ,welt1 die er mir verheit4 7,fichte1 ,die ,bestimmung des ,menschen1 #c4 ,buch47 ,der also ,denkende will sich nicht selbst sein ,ziel setzen2 er will von dem hheren ,willen1 dem er gehorcht1 sich zu einem ,ziele fhren lassen4 ,er will sich seines ,eigenwillens entledigen und sich zum ,werkzeug hherer ,zwecke machen4 ,in ,worten1 die zu den schnsten ,erzeugnissen des ,sinnes fr ,gehorsam und ,demut gehren1 die mir bekannt sind1 schildert ,fichte die ,hingabe an den ewigen ,willen an sich4 ,erhabener lebendiger ,wille1 den kein ,name nennt1 und kein ,begriff umfat1 wohl darf ich mein ,gemt zu dir erheben2 denn du und ich sind nicht getrennt4 ,deine ,stimme ertnt in mir1 die meinige tnt in dir wieder2 und alle meine ,gedanken1 wenn sie nur wahr und gut sind1 sind in dir gedacht4 -- ,in dir1 dem ,unbegreiflichen1 werde ich mir selbst1 und wird mir die ,welt vollkommen begreiflich1 alle ,rtsel meines ,daseins werden gelst1 und die vollendetste ,harmonie entsteht in meinem ,geiste4 ,ich verhlle vor dir mein ,angesicht1 und lege die ,hand auf den ,mund4 ,wie du fr dich selbst bist1 und dir selbst erscheinst1 kann ich nie einsehen1 so gewi ich nie du selbst werden kann4 ,nach tausendmal tausend durchlebten ,geisterleben werde ich dich noch eben so wenig begreifen als jetzt1 in dieser ,hlle von ,erde4 7,bestimmung des ,menschen1 #c4 ,buch47 ,wohin dieser ,wille den ,menschen zuletzt fhren will1 das kann der ,einzelne nicht wissen4 ,wer an diesen ,willen glaubt1 gesteht also damit1 da er ber die ,endzwecke seines ,handelns nichts wei4 ,die ,ziele1 die sich der ,einzelne schafft1 sind aber fr einen solchen ,glubigen eines hheren ,willens keine wahren ,ziele4 ,er setzt somit an die ,stelle der durch das ,individuum geschaffenen positiven ,einzelziele einen ,endzweck der ganzen ,menschheit1 dessen ,gedankeninhalt aber ein ,nichts ist4 ,ein solcher ,glubiger ist moralischer ,nihilist4 ,er ist in der schlimmsten ,art von ,unwissenheit befangen1 die sich erdenken lt4 ,nietzsche wollte diese ,art von ,unwissenheit in einem besonderen ,buche seines unvollendet gebliebenen ,werkes der ,wille zur ,macht behandeln4 7,vgl4 ,anhang zu ,bd4 ,,viii4 der ,gesamtausgabe von ,nietzsches ,werken47 ,die ,lobpreisung des moralischen ,nihilismus finden wir wieder in ,fichtes ,bestimmung des ,menschen 7#c4 ,buch73 ,ich will nicht versuchen1 was mir durch das ,wesen der ,endlichkeit versagt ist1 und was mir zu nichts ntzen wrde2 wie du an dir selbst bist1 will ich nicht wissen4 ,aber deine ,beziehungen und ,verhltnisse zu mir1 dem ,endlichen1 und zu allem ,endlichen1 liegen offen vor meinem ,auge3 werde ich1 was ich sein soll6 -- und sie umgeben mich in hellerer ,klarheit1 als das ,bewutsein meines eignen ,daseins4 ,du wirkest in mir die ,erkenntnis von meiner ,pflicht1 von meiner ,bestimmung in der ,reihe der vernnftigen ,wesen2 wie1 das wei ich nicht1 noch bedarf ich es zu wissen4 ,du weit und erkennst1 was ich denke und will2 wie du wissen kannst1 -- durch welchen ,akt du dieses ,bewutsein zu stande bringst1 darber verstehe ich nichts2 ja ich wei sogar sehr wohl1 da der ,begriff eines ,akts1 und eines besonderen ,akts des ,bewutseins nur von mir gilt1 nicht aber von dir1 dem ,unendlichen4 ,du willst1 denn du willst1 da mein freier ,gehorsam ,folgen habe in alle ,ewigkeit2 den ,akt deines ,willens begreife ich nicht2 und wei nur soviel1 da er nicht hnlich ist dem meinigen4 ,du thust1 und dein ,wille selbst ist ,that2 aber deine ,wirkungsweise ist der1 die ich allein zu denken vermag1 geradezu entgegengesetzt4 ,du lebest und bist1 denn du weit1 willst und wirkest1 allgegenwrtig der endlichen ,vernunft2 aber du bist nicht1 wie ich alle ,ewigkeiten hindurch allein ein ,sein werde denken knnen4 ,dem moralischen ,nihilismus stellt ,nietzsche die ,ziele gegenber1 die der schaffende ,einzelwille sich setzt4 ,den ,lehrern der ,ergebung ruft ,zarathustra zu3 ,diese ,lehrer der ,ergebung4 berall hin1 wo es klein und krank und grindig ist1 kriechen sie hin1 gleich ,lusen2 und nur mein ,ekel hindert mich1 sie zu knacken4 ,wohlan6 ,dies ist meine ,predigt fr ihre ,ohren3 ich bin ,zarathustra1 der ,gottlose1 der da spricht3 'wer ist gottloser denn ich1 da ich mich seiner ,unterweisung freue8' ,ich bin ,zarathustra1 der ,gottlose3 wo finde ich meinesgleichen8 ,und alle die sind meinesgleichen1 die sich selber ihren ,willen geben und alle ,ergebung von sich abthun4 #ba4 ,die starke ,persnlichkeit1 die ,ziele schafft1 ist rcksichtslos in der ,ausfhrung derselben4 ,die schwache ,persnlichkeit dagegen fhrt nur das aus1 wozu der ,wille ,gottes oder die ,stimme des ,gewissens oder der kategorische ,imperativ ,ja sagt4 ,was diesem ,ja entspricht1 bezeichnet der ,schwache als gut1 was diesem ,ja zuwider ist als bse4 ,der ,starke kann dieses gut und bs nicht anerkennen2 denn er erkennt diejenige ,macht nicht an1 von der sich der ,schwache sein ,gutes und ,bses bestimmen lt4 ,was er1 der ,starke1 will1 ist fr ihn gut2 er fhrt es durch gegen alle widerstrebenden ,mchte4 ,was ihn in dieser ,durchfhrung strt1 das sucht er zu berwinden4 ,er glaubt nicht1 da ein ewiger ,weltwille alle einzelnen ,willensentschlsse zu einer groen ,harmonie lenkt2 aber er ist der ,ansicht1 da alle menschliche ,entwickelung aus den ,willensimpulsen der ,einzelpersnlichkeiten sich ergiebt1 und da ein ewiger ,krieg besteht zwischen den einzelnen ,willensuerungen1 in dem immer der strkere ,wille ber den schwcheren siegt4 ,von den ,schwachen und ,mutlosen wird die starke ,persnlichkeit1 die sich selbst ,gesetz und ,zweck geben will1 als bse1 als sndhaft bezeichnet4 ,sie erregt ,furcht1 denn sie durchbricht die hergebrachten ,ordnungen2 sie nennt wertlos1 was die ,schwachen gewohnt sind1 wertvoll zu nennen1 und sie erfindet ,neues1 vor ihr ,unbekanntes1 das sie als wertvoll bezeichnet4 ,jede individuelle ,handlung1 jede individuelle ,denkweise erregt ,schauder2 es ist gar nicht auszurechnen1 was gerade die selteneren1 ausgesuchteren1 ursprnglicheren ,geister im ganzen ,verlauf der ,geschichte dadurch gelitten haben mssen1 da sie immer als die bsen und gefhrlichen empfunden wurden1 ja da sie sich selber so empfanden4 ,unter der ,herrschaft der ,sittlichkeit hat die ,originalitt jeder ,art ein bses ,gewissen bekommen2 bis diesen ,augenblick ist der ,himmel der ,besten noch dadurch verdsterter1 als er sein mte4 7,morgenrte #i47 ,der wahrhaft freie ,geist fat schlechthin erste ,entschlsse2 der unfreie entscheidet sich nach dem ,herkommen4 ,sittlichkeit ist nichts anderes 7also namentlich nicht mehr671 als ,gehorsam gegen ,sitten1 welcher ,art diese auch sein mgen2 ,sitten aber sind die herkmmliche ,art zu handeln und abzuschtzen 7,morgenrte #i74 ,dieses ,herkommen ist es1 was von den ,moralisten als ewiger ,wille1 kategorischer ,imperativ gedeutet wird4 ,jedes ,herkommen ist aber das ,ergebnis der naturgemen ,triebe und ,impulse einzelner ,menschen1 ganzer ,stmme1 ,vlker u4 s4 w4 ,es ist ebenso das ,produkt natrlicher ,ursachen1 wie etwa die ,witterungsverhltnisse einzelner ,gegenden4 ,der freie ,geist erklrt sich durch dieses ,herkommen nicht gebunden4 ,er hat seine individuellen ,triebe und ,impulse1 und diese sind nicht weniger berechtigt als die der anderen4 ,er setzt diese ,impulse in ,handlungen um1 wie eine ,wolke ,regen auf die ,erdoberflche sendet1 wenn die ,ursachen dazu vorhanden sind4 ,der freie ,geist steht jenseits dessen1 was das ,herkommen als gut und bse ansieht4 ,er schafft sich selbst sein ,gut und ,bse4 ,als ich zu den ,menschen kam1 da fand ich sie sitzen auf einem alten ,dnkel3 ,alle dnkten sich lange schon zu wissen1 was dem ,menschen gut und bse sei4 ,eine alte mde ,sache dnkte ihnen alles ,reden von ,tugend2 und wer gut schlafen wollte1 der sprach vor dem ,schlafengehen noch von ',gut und ,bse'4 ,diese ,schlferei strte ich auf1 als ich lehrte3 was gut und bse ist1 das wei noch niemand -- es sei denn der ,schaffende4 ,das aber ist der1 welcher des ,menschen ,ziel schafft und der ,erde ihren ,sinn giebt und ihre ,zukunft3 dieser erst schafft es1 da etwas gut und bse ist4 7,zarathustra1 #c4 ,teil1 ,von alten und neuen ,tafeln47 ,auch dann wenn der freie ,geist handelt1 wie es dem ,herkommen gem ist1 dann thut er es1 weil er die herkmmlichen ,motive zu den seinigen machen will1 und weil er es in bestimmten ,fllen nicht fr ntig hlt1 an die ,stelle des ,herkmmlichen etwas ,neues zu setzen4 #bb4 ,der ,starke sucht in der ,durchsetzung seines schaffenden ,selbst seine ,lebensaufgabe4 ,diese ,selbstsucht unterscheidet ihn von den ,schwachen1 die in der selbstlosen ,hingabe an das1 was sie das ,gute nennen1 die ,sittlichkeit sehen4 ,die ,schwachen predigen die ,selbstlosigkeit als die hchste ,tugend4 ,ihre ,selbstlosigkeit ist aber nur die ,folge ihres ,mangels an ,schaffenskraft4 ,htten sie ein schaffendes ,selbst1 so wrden sie dieses auch durchsetzen wollen4 ,der ,starke liebt den ,krieg1 denn er braucht den ,krieg1 um seine ,schpfungen gegen die widerstrebenden ,mchte durchzusetzen4 ,euren ,feind sollt ihr suchen1 euren ,krieg sollt ihr fhren und fr eure ,gedanken6 ,und wenn euer ,gedanke unterliegt1 so soll eure ,redlichkeit darber noch ,triumph rufen6 ,ihr sollt den ,frieden lieben als ,mittel zu neuen ,kriegen4 ,und den kurzen ,frieden mehr als den langen4 ,euch rate ich nicht zur ,arbeit1 sondern zum ,kampfe4 ,euch rate ich nicht zum ,frieden1 sondern zum ,siege4 ,eure ,arbeit sei ein ,kampf1 euer ,friede sei ein ,sieg6 ,ihr sagt1 die gute ,sache sei es1 die sogar den ,krieg heilige8 ,ich aber sage euch3 der gute ,krieg ist es1 der jede ,sache heiligt4 ,der ,krieg und der ,mut haben mehr groe ,dinge gethan1 als die ,nchstenliebe4 ,nicht euer ,mitleiden1 sondern eure ,tapferkeit rettete bisher die ,verunglckten4 7,zarathustra1 #a4 ,teil1 ,vom ,krieg und ,kriegsvolke47 ,unerbittlich und ohne ,schonung des ,widerstrebenden handelt der ,schaffende4 ,er kennt nicht die ,tugend der ,leidenden3 das ,mitleid4 ,aus seiner ,kraft kommen die ,antriebe des ,schaffenden1 nicht aus dem ,gefhle des fremden ,leidens4 ,da die ,kraft siege1 dafr setzt er sich ein1 nicht da das ,leidende1 ,schwache gepflegt werde4 ,schopenhauer hat die ganze ,welt fr ein ,lazarett erklrt1 und die aus dem ,mitgefhle mit den ,leidenden entspringenden ,handlungen fr die hchsten ,tugenden4 ,er hat damit die ,moral des ,christentums in anderer ,form ausgesprochen1 als dieses selbst es thut4 ,der ,schaffende fhlt sich nicht berufen1 ,krankenwrterdienste zu verrichten4 ,die ,tchtigen1 ,gesunden knnen nicht um der ,schwachen1 ,kranken willen da sein4 ,das ,mitleid schwcht die ,kraft1 den ,mut1 die ,tapferkeit4 ,das ,mitleid sucht gerade das zu erhalten1 was der ,starke berwinden will3 die ,schwche1 das ,leiden4 ,der ,sieg des ,starken ber das ,schwache ist der ,sinn aller menschlichen1 wie aller natrlichen ,entwickelung4 ,leben selbst ist wesentlich ,aneignung1 ,verletzung1 berwltigung des ,fremden und ,schwcheren1 ,unterdrckung1 ,hrte1 ,aufzwngung eigener ,formen1 ,einverleibung und mindestens1 mildestens1 ,ausbeutung4 7,jenseits von ,gut und ,bse #bei47 ,und wollt ihr nicht ,schicksale sein und ,unerbittliche3 wie knntet ihr mit mir -- siegen8 ,und wenn eure ,hrte nicht blitzen und scheiden und zerschneiden will3 wie knntet ihr einst mit mir -- schaffen8 ,die ,schaffenden nmlich sind hart4 ,und ,seligkeit mu es euch dnken1 eure ,hand auf ,jahrtausende zu drcken wie auf ,wachs1 -- -- ,seligkeit1 auf dem ,willen von ,jahrtausenden zu schreiben wie auf ,erz1 -- hrter als ,erz1 edler als ,erz4 ,ganz hart ist allein das ,edelste4 ,diese neue ,tafel1 o meine ,brder1 stelle ich ber euch3 werdet hart4 7,zarathustra1 #c4 ,teil1 ,von alten und neuen ,tafeln47 ,der freie ,geist macht keinen ,anspruch auf ,mitleid4 ,wer ihn bemitleiden wollte1 den mte er fragen3 hltst du mich fr so schwach1 da ich mein ,leid nicht selbst tragen kann8 ,ihm geht jedes ,mitleid gegen die ,scham4 ,nietzsche bringt den ,widerwillen des ,starken gegen das ,mitleiden im vierten ,teil seines ,zarathustra zur ,anschauung4 ,zarathustra kommt auf seinen ,wanderungen in ein ,thal1 das ,schlangentod heit4 ,kein ,lebewesen findet sich hier4 ,nur eine ,art hlicher grner ,schlangen kommt hierher1 um zu sterben4 ,dieses ,thal hat der hlichste ,mensch aufgesucht4 ,dieser will von keinem ,wesen gesehen werden wegen seiner ,hlichkeit4 ,in diesem ,thal sieht ihn niemand auer ,gott4 ,aber auch dessen ,anblick kann er nicht ertragen4 ,das ,bewutsein1 da ,gottes ,blicke in alle ,rume dringen1 ist ihm zur ,last4 ,er hat deshalb ,gott gettet1 d4 h4 er hat den ,glauben an ,gott in sich erttet4 ,er ist zum ,atheisten geworden wegen seiner ,hlichkeit4 ,als ,zarathustra diesen ,menschen sieht1 berfllt ihn noch einmal das1 was er fr immer in sich getilgt zu haben glaubt3 das ,mitleid mit der furchtbaren ,hlichkeit4 ,dies ist eine ,versuchung ,zarathustras4 ,er weist aber das ,gefhl des ,mitleids bald zurck und wird wieder hart4 ,der hlichste ,mensch sagt zu ihm3 ,deine ,hrte ehrt meine ,hlichkeit4 ,ich bin zu reich an ,hlichkeit1 um irgend eines ,menschen ,mitleid zu ertragen4 ,mitleid geht gegen die ,scham4 ,wer ,mitleid braucht1 kann nicht allein stehen1 und der freie ,geist will vollstndig auf sich selbst gestellt sein4 #bc4 ,mit der ,aufzeigung des natrlichen ,willens zur ,macht als ,ursache der menschlichen ,handlungen geben sich die ,schwachen nicht zufrieden4 ,sie suchen nicht blo nach natrlichen ,zusammenhngen in der ,menschenentwickelung1 sondern sie suchen das ,verhltnis der menschlichen ,handlungen zu dem1 was sie als den ,willen an sich1 die ewige1 sittliche ,weltordnung nennen4 ,wer dieser ,weltordnung zuwiderhandelt1 dem sprechen sie eine ,schuld zu4 ,und sie begngen sich auch nicht damit1 eine ,handlung nach ihren natrlichen ,folgen zu bewerten1 sondern sie machen den ,anspruch darauf1 da eine schuldvolle ,handlung auch moralische ,folgen1 ,strafen nach sich ziehe4 ,sie nennen sich selbst schuldig1 wenn sie ihr ,handeln mit der sittlichen ,weltordnung nicht in bereinstimmung finden2 sie wenden sich mit ,abscheu von dem ,quell des ,bsen in sich ab und nennen dies ,gefhl bses ,gewissen4 ,alle diese ,begriffe lt die starke ,persnlichkeit nicht gelten4 ,sie kmmert sich nur um die natrlichen ,folgen ihrer ,handlungen4 ,sie fragt3 wieviel ist meine ,handlungsweise fr das ,leben wert8 ,entspricht sie dem1 was ich gewollt habe8 ,der ,starke kann sich grmen1 wenn ihm eine ,handlung fehlschlgt1 wenn das ,resultat seinen ,absichten nicht entspricht4 ,aber er klagt sich nicht an4 ,denn er mit seine ,handlungsweise nicht an auernatrlichen ,mastben4 ,er wei1 da er so handelt1 wie es seinen natrlichen ,trieben entspricht1 und kann hchstens bedauern1 da diese nicht besser sind4 ,ebenso hlt er es mit der ,beurteilung fremder ,handlungen4 ,ein moralisches ,abschtzen der ,handlungen kennt er nicht4 ,er ist ,immoralist4 ,was das ,herkommen als bse bezeichnet1 sieht der ,immoralist ebenso als ,ausflu menschlicher ,instinkte an1 wie das ,gute4 ,die ,strafe gilt ihm nicht als moralisch bedingt1 sondern nur als ein ,mittel1 ,instinkte gewisser ,menschen1 die andern schdlich sind1 auszurotten4 ,die ,gesellschaft straft nach ,ansicht des ,immoralisten nicht deswegen1 weil sie ein moralisches ,recht hat1 die ,schuld zu shnen1 sondern allein1 weil sie sich strker erweist1 als der ,einzelne1 welcher der ,gesamtheit widerstrebende ,instinkte hat4 ,die ,macht der ,gesellschaft steht gegen die ,macht des ,einzelnen4 ,dies ist der natrliche ,zusammenhang einer bsen ,handlung des ,einzelnen mit der ,rechtsprechung der ,gesellschaft und der ,bestrafung dieses ,einzelnen4 ,es ist der ,wille zur ,macht1 d4 h4 zum ,ausleben jener ,instinkte1 die bei der ,mehrzahl der ,menschen vorhanden sind1 der sich in der ,rechtspflege einer ,gesellschaft uert4 ,der ,sieg einer ,mehrheit ber einen ,einzelnen ist jede ,bestrafung4 ,siegte der ,einzelne ber die ,gesellschaft1 so mte seine ,handlungsweise als gut1 die der andern als bse bezeichnet werden4 ,das jeweilige ,recht drckt nur aus1 was die ,gesellschaft eben als die beste ,grundlage ihres ,willens zur ,macht anerkennt4 #bd4 ,weil ,nietzsche in der menschlichen ,handlungsweise nur einen ,ausflu der ,instinkte sieht1 und diese letzteren bei verschiedenen ,menschen verschieden sind1 scheint es ihm notwendig1 da auch deren ,handlungsweisen verschieden sind4 ,nietzsche ist deshalb ein entschiedener ,gegner des demokratischen ,grundsatzes3 ,gleiche ,rechte und gleiche ,pflichten fr alle4 ,die ,menschen sind ungleich1 deshalb mssen auch ihre ,rechte und ,pflichten ungleich sein4 ,der natrliche ,gang der ,weltgeschichte wird stets starke und schwache1 schaffende und unfruchtbare ,menschen aufweisen4 ,und die ,starken werden immer dazu berufen sein1 den ,schwachen die ,ziele zu bestimmen4 ,ja noch mehr3 die ,starken werden sich der ,schwachen als ,mittel zum ,zwecke1 d4 h4 als ,sklaven bedienen4 ,nietzsche spricht natrlich nicht von einem moralischen ,recht der ,starken zur ,haltung von ,sklaven4 ,moralische ,rechte erkennt er nicht an4 ,sondern er ist der ,meinung1 da die berwindung des ,schwcheren durch den ,strkeren1 die er fr das ,princip alles ,lebens hlt1 notwendig zur ,sklaverei fhren mu4 ,es ist auch natrlich1 da sich der berwundene gegen den berwinder auflehnt4 ,wenn diese ,auflehnung sich nicht durch die ,that uern kann1 so uert sie sich wenigstens im ,gefhle4 ,und der ,ausdruck dieses ,gefhles ist die ,rache1 die stets in den ,herzen derer wohnt1 die in irgend einer ,weise von den besser ,veranlagten berwunden worden sind4 ,als ,ausflu dieser ,rache sieht ,nietzsche die moderne socialdemokratische ,bewegung an4 ,der ,sieg dieser ,bewegung wrde ihm eine ,erhhung der ,miratenen1 bel-,weggekommenen zu ,ungunsten der ,besseren sein4 ,gerade das ,gegenteil strebt ,nietzsche an3 die ,pflege der starken1 selbstherrlichen ,persnlichkeit4 ,und er hat die ,sucht1 die alles gleich machen und die souverne ,individualitt in dem ,meere der allgemeinen ,mittelmigkeit verschwinden lassen will4 ,nicht alle sollen dasselbe haben und genieen1 meint ,nietzsche1 sondern jeder soll haben und genieen1 was er nach ,magabe seiner persnlichen ,strke erreichen kann4 #be4 ,was der ,mensch wert ist1 hngt allein von dem ,wert seiner ,instinkte ab4 ,durch nichts anderes kann der ,wert des ,menschen bestimmt werden4 ,man spricht von dem ,werte der ,arbeit4 ,die ,arbeit soll den ,menschen adeln4 ,aber die ,arbeit hat an sich gar keinen ,wert4 ,nur dadurch1 da sie dem ,menschen dient1 erhlt sie einen ,wert4 ,nur insofern sich die ,arbeit als natrliche ,folge der menschlichen ,neigungen darstellt1 ist sie des ,menschen wrdig4 ,wer sich zum ,diener der ,arbeit macht1 entwrdigt sich4 ,nur der ,mensch1 der nicht sich selbst seinen ,wert bestimmen kann1 sucht diesen ,wert an der ,gre seines ,werkes abzumessen4 ,es ist charakteristisch fr das demokratische ,brgertum der neueren ,zeit1 da es in der ,wertbemessung des ,menschen sich nach dessen ,arbeit richtet4 ,sogar ,goethe ist von dieser ,gesinnung nicht frei4 ,lt er doch seinen ,faust die volle ,befriedigung in dem ,bewutsein gethaner ,arbeit finden4 #bf4 ,auch die ,kunst hat nach ,nietzsches ,meinung nur ,wert1 wenn sie dem ,leben des ,einzelmenschen dient4 ,auch hier vertritt ,nietzsche die ,ansicht der starken ,persnlichkeit und lehnt alles ab1 was die schwachen ,instinkte ber die ,kunst aussprechen4 ,fast alle deutschen sthetiker vertreten den ,standpunkt der schwachen ,instinkte4 ,die ,kunst soll ein ,unendliches im ,endlichen1 ein ,ewiges im ,zeitlichen1 eine ,idee in der ,wirklichkeit darstellen4 ,fr ,schelling z4 ,b4 ist alle sinnliche ,schnheit nur ein ,abglanz jener unendlichen ,schnheit1 die wir nie mit den ,sinnen wahrnehmen knnen4 ,das ,kunstwerk ist nicht um seiner selbst willen und durch das1 was es ist1 schn1 sondern weil es die ,idee der ,schnheit abbildet4 ,das sinnliche ,bild ist nur ein ,ausdrucksmittel1 nur die ,form fr einen bersinnlichen ,inhalt4 ,und ,hegel nennt das ,schne das sinnliche ,scheinen der ,idee4 hnliches kann man auch bei den andern deutschen sthetikern finden4 ,fr ,nietzsche ist die ,kunst ein lebenfrderndes ,element1 und nur1 wenn sie dieses ist1 hat sie ,berechtigung4 ,wer das ,leben1 wie er es unmittelbar wahrnimmt1 nicht ertragen kann1 der formt es sich nach seinem ,bedrfnisse um1 und damit schafft er ein ,kunstwerk4 ,und was will der ,genieende vom ,kunstwerk8 ,er will ,erhhung seiner ,lebensfreude1 ,strkung seiner ,lebenskrfte1 ,befriedigung von ,bedrfnissen1 die ihm die ,wirklichkeit nicht befriedigt4 ,aber er will1 wenn sein ,sinn auf das ,wirkliche gerichtet ist1 nicht durch das ,kunstwerk den ,abglanz des ,gttlichen1 berirdischen erblicken4 ,hren wir1 wie ,nietzsche den ,eindruck schildert1 den ,bizets ,carmen auf ihn gemacht3 ,ich werde ein besserer ,mensch1 wenn mir dieser ,bizet zuredet4 ,auch ein besserer ,musikant1 ein besserer ,zuhrer4 ,kann man berhaupt noch besser zuhren8 -- ,ich vergrabe meine ,ohren noch unter diese ,musik1 ich hre deren ,ursache4 ,es scheint mir1 da ich ihre ,entstehung erlebe -- ich zittere vor ,gefahren1 die irgend ein ,wagnis begleiten1 ich bin entzckt ber ,glcksflle1 an denen ,bizet unschuldig ist4 -- ,und seltsam6 im ,grunde denke ich nicht daran1 oder wei es nicht1 wie sehr ich daran denke4 ,denn ganz andere ,gedanken laufen mir whrend dem durch den ,kopf 444 ,hat man bemerkt1 da die ,musik den ,geist frei macht8 dem ,gelehrten ,flgel giebt8 da man umsomehr ,philosoph wird1 je mehr man ,musiker wird8 -- ,der graue ,himmel der ,abstraktion wie von ,blitzen durchzuckt2 das ,licht stark genug fr alles ,filigran der ,dinge2 die groen ,probleme nahe zum ,greifen2 die ,welt wie von einem ,berge aus berblickt4 -- ,ich definierte eben das philosophische ,pathos4 -- ,und unversehens fallen mir ,antworten in den ,scho1 ein kleiner ,hagel von ,eis und ,weisheit1 von gelsten ,problemen 44 ,wo bin ich8 -- ,bizet macht mich fruchtbar4 ,alles ,gute macht mich fruchtbar4 ,ich habe keine andere ,dankbarkeit1 ich habe auch keinen andern ,beweis dafr1 was gut ist4 -- 7,fall ,wagner #a47 ,weil ,richard ,wagners ,musik eine solche ,wirkung nicht auf ihn machte1 deshalb lehnte sie ,nietzsche ab3 ,meine ,einwnde gegen die ,musik ,wagners sind physiologische ,einwnde 44444 ,meine ,thatsache1 mein petit fait vrai ist1 da ich nicht mehr leicht atme1 wenn diese ,musik erst auf mich wirkt2 da alsbald mein ,fu gegen sie bse wird und revoltiert3 er hat das ,bedrfnis nach ,takt1 ,tanz1 ,marsch 444 er verlangt von der ,musik vorerst die ,entzckungen1 welche in gutem ,gehen1 ,schreiten1 ,tanzen liegen4 ,protestiert aber nicht auch mein ,magen8 mein ,herz8 mein ,blutlauf8 betrbt sich nicht mein ,eingeweide8 ,werde ich nicht unversehens heiser dabei8 ,und so frage ich mich3 was will eigentlich mein ganzer ,leib von der ,musik berhaupt8 444 ,ich glaube1 seine ,erleichterung3 wie als ob alle animalischen ,funktionen durch leichte1 khne1 ausgelassene1 selbstgewisse ,rhythmen beschleunigt werden sollten2 wie als ob das eherne1 bleierne ,leben durch goldene1 zrtliche1 lgleiche ,melodieen seine ,schwere verlieren sollte4 ,meine ,schwermut will in den ,verstecken und ,abgrnden der ,vollkommenheit ausruhen3 dazu brauche ich ,musik4 7,nietzsche kontra ,wagner4 ,kap43 ,wo ich ,einwnde mache47 -- ,im ,anfange seiner schriftstellerischen ,laufbahn tuschte sich ,nietzsche ber das1 was seine ,instinkte von der ,kunst verlangen1 deshalb war er damals ein ,anhnger ,wagners4 ,er hat sich durch das ,studium der ,schopenhauerschen ,philosophie zum ,idealismus verfhren lassen4 ,er glaubte einige ,zeit hindurch an den ,idealismus und tuschte sich knstliche ,bedrfnisse1 ideale ,bedrfnisse vor4 ,erst im weiteren ,verlaufe seines ,lebens merkte er1 da aller ,idealismus seinen ,trieben gerade entgegengesetzt ist4 ,er wurde nun aufrichtiger gegen sich selbst4 ,er sprach aus1 wie er selbst empfand4 ,und das konnte nur zur vollstndigen ,ablehnung von ,wagners ,musik fhren1 die ja immer mehr den asketischen ,charakter annahm1 den wir bereits als ,kennzeichen von ,wagners letztem ,wirkensziel aufgefhrt haben4 ,die sthetiker1 die es der ,kunst zur ,aufgabe machen1 die ,idee zu versinnlichen1 das ,gttliche zu verkrpern1 vertreten auf diesem ,gebiete eine hnliche ,ansicht wie die philosophischen ,nihilisten auf dem ,gebiete der ,erkenntnis und der ,moral4 ,sie suchen in den ,kunstobjekten ein ,jenseitiges1 das sich aber vor dem ,wirklichkeitssinn in ein ,nichts auflst4 ,es giebt auch einen sthetischen ,nihilismus4 ,diesem steht die sthetik der starken ,persnlichkeit gegenber1 die in der ,kunst ein ,abbild der ,wirklichkeit1 eine hhere ,wirklichkeit sieht1 die der ,mensch lieber geniet als die ,alltglichkeit4 #bg4 ,zwei ,menschentypen stellt ,nietzsche einander gegenber3 den ,schwachen und den ,starken4 ,der erstere sucht die ,erkenntnis als einen objektiven ,thatbestand1 der von der ,auenwelt in seinen ,geist einflieen soll4 ,er lt sich sein ,gutes und ,bses von einem ewigen ,weltwillen oder einem kategorischen ,imperativ diktieren4 ,er bezeichnet jede nicht von diesem ,weltwillen1 sondern nur von dem schpferischen ,eigenwillen bestimmte ,handlung als ,snde1 die eine moralische ,strafe nach sich ziehen mu4 ,er mchte fr alle ,menschen gleiche ,rechte dekretieren und den ,wert des ,menschen nach einem uern ,mastabe bestimmen4 ,er mchte endlich in der ,kunst ein ,abbild des ,gttlichen1 eine ,kunde aus dem ,jenseits erblicken4 ,der ,starke dagegen sieht alle ,erkenntnis als den ,ausdruck des ,willens zur ,macht an4 ,er sucht durch die ,erkenntnis die ,dinge denkbar und sich dadurch unterthan zu machen4 ,er wei1 da er selbst der ,schpfer der ,wahrheit ist2 da niemand als er selbst sein ,gutes und sein ,bses schaffen kann4 ,er betrachtet die ,handlungen des ,menschen als ,folgen natrlicher ,triebe und lt sie gelten als ,naturereignisse1 die niemals als ,snden zu betrachten sind und nicht eine moralische ,verurteilung verdienen4 ,er sucht den ,wert des ,menschen in der ,tchtigkeit seiner ,instinkte4 ,einen ,menschen mit den ,instinkten fr ,gesundheit1 ,geist1 ,schnheit1 ,ausdauer1 ,vornehmheit schtzt er hher als einen solchen mit den ,instinkten fr ,schwche1 ,hlichkeit1 ,sklaverei4 ,er beurteilt ein ,kunstwerk nach dem ,grade1 in dem es zur ,steigerung seiner ,krfte beitrgt4 ,diesen letzteren ,menschentypus versteht ,nietzsche unter seinem bermenschen4 ,solche bermenschen konnten bisher nur durch das ,zusammentreffen zuflliger ,umstnde entstehen4 ,ihre ,entwickelung zum bewuten ,ziele der ,menschheit zu machen1 ist die ,absicht1 die ,zarathustra hat4 ,man sah bisher das ,ziel der menschlichen ,entwickelung in irgendwelchen ,idealen4 ,hier hlt ,nietzsche eine nderung der ,anschauungen fr ntig4 ,der hherwertige ,typus ist oft genug schon dagewesen3 aber als ein ,glcksfall1 als eine ,ausnahme1 niemals als gewollt4 ,vielmehr ist er gerade am besten gefrchtet worden1 er war bisher beinahe das ,furchtbare2 -- und aus der ,furcht heraus wurde der umgekehrte ,typus gewollt1 gezchtet1 erreicht3 das ,haustier1 das ,herdentier1 das kranke ,tier ,mensch1 -- der ,christ 444 7,antichrist #c74 ,zarathustras ,weisheit soll diesen bermenschen1 zu dem jener andere ,typus nur ein bergang ist1 lehren4 ,nietzsche nennt diese ,weisheit eine dionysische4 ,es ist eine ,weisheit1 die nicht dem ,menschen von auen gegeben wird2 es ist eine selbstgeschaffene ,weisheit4 ,der dionysische ,weise forscht nicht2 er schafft4 ,er steht nicht als ,betrachter auer der ,welt1 die er erkennen will2 er ist ,eins geworden mit seiner ,erkenntnis4 ,er sucht nicht nach einem ,gotte2 was er sich noch als gttlich vorstellen kann1 ist nur ,er selbst als ,schpfer seiner eigenen ,welt4 ,wenn dieser ,zustand auf alle ,krfte des menschlichen ,organismus sich erstreckt1 so giebt das den dionysischen ,menschen1 dem es unmglich ist1 irgend eine ,suggestion nicht zu verstehen2 er bersieht kein ,zeichen des ,affekts1 er hat den hchsten ,grad des verstehenden und erratenden ,instinktes1 wie er den hchsten ,grad von ,mitteilungskunst besitzt4 ,er geht in jede ,haut1 in jeden ,affekt ein3 er verwandelt sich bestndig4 ,dem dionysischen ,weisen steht der bloe ,betrachter gegenber1 der sich immer auerhalb seiner ,erkenntnisobjekte stehend glaubt1 als objektiver1 leidender ,zuschauer4 ,dem dionysischen ,menschen steht der apollinische gegenber1 der vor allem das ,auge erregt hlt1 soda es die ,kraft der ,vision bekommt4 ,visionen1 ,bilder von ,dingen1 die jenseits der ,menschen-,wirklichkeit stehen1 erstrebt der apollinische ,geist1 nicht eine durch ihn selbst geschaffene ,weisheit4 #bh4 ,die apollinische ,weisheit hat den ,charakter des ,ernstes4 ,sie empfindet die ,herrschaft des ,jenseits1 das sie nur im ,bilde besitzt1 als einen schweren ,druck1 als eine ihr widerstrebende ,macht4 ,ernst ist die apollinische ,weisheit1 denn sie glaubt sich im ,besitze einer ,kunde aus dem ,jenseits1 wenn diese auch nur durch ,bilder1 ,visionen vermittelt sein soll4 ,schwer beladen mit seiner ,erkenntnis wandelt der apollinische ,geist einher1 denn er trgt eine ,brde1 die aus einer andern ,welt stammt4 ,und den ,ausdruck der ,wrde nimmt er an1 denn vor den ,kundgebungen des ,unendlichen mu jedes ,lachen verstummen4 ,dieses ,lachen aber charakterisiert den dionysischen ,geist4 ,er wei1 da alles1 was er ,weisheit nennt1 nur seine ,weisheit ist1 von ihm erfunden1 um sich das ,leben leicht zu machen4 ,nur dieses ,eine soll ja seine ,weisheit sein3 ein ,mittel1 das ihm erlaubt1 zum ,leben ,ja zu sagen4 ,dem dionysischen ,menschen ist der ,geist der ,schwere zuwider1 weil er das ,leben nicht erleichtert1 sondern niederdrckt4 ,die selbstgeschaffene ,weisheit ist eine heitere ,weisheit1 denn wer sich selbst seine ,brde schafft1 der schafft sich nur eine solche1 die er auch leicht tragen kann4 ,mit der selbstgeschaffenen ,weisheit bewegt sich der dionysische ,geist leicht durch die ,welt wie ein ,tnzer4 ,da ich aber der ,weisheit gut bin und oft zu gut3 das macht1 sie erinnert mich gar sehr an das ,leben6 ,sie hat ihr ,auge1 ihr ,lachen und sogar ihr goldnes ,angelrtchen3 was kann ich dafr1 da die beiden sich so hnlich sehen8 ,in dein ,auge schaute ich jngst1 o ,leben3 ,gold sah ich in deinem ,nachtauge blinken1 -- mein ,herz stand still vor dieser ,wollust3 -- einen goldenen ,kahn sah ich blinken auf nchtigen ,gewssern1 einen sinkenden1 trinkenden1 wieder winkenden goldenen ,schaukelkahn6 ,nach meinem ,fue1 dem tanzwtigen1 warfst du einen ,blick1 einen lachenden1 fragenden1 schmelzenden ,schaukelblick3 zweimal nur regtest du deine ,klapper mit kleinen ,hnden -- da schaukelte mein ,fu vor ,tanzwut4 -- ,meine ,fersen bumten sich1 meine ,zehen horchten1 dich zu verstehen3 doch trgt der ,tnzer sein ,ohr -- in seinen ,zehen6 7,zarathustra #b4 u4 #c4 ,teil4 ,die ,tanzlieder47 #bi4 ,weil der dionysische ,geist aus sich selbst alle ,antriebe seines ,thuns entnimmt und keiner ueren ,macht gehorcht1 ist er ein freier ,geist4 ,denn ein freier ,geist ist derjenige1 der nur seiner ,natur folgt4 ,nun ist allerdings in ,nietzsches ,werken nur die ,rede von ,instinkten als den ,antrieben des freien ,geistes4 ,ich glaube1 da hier ,nietzsche mit einem ,namen eine ,reihe von ,antrieben zusammengefat hat1 die eine mehr ins ,einzelne gehende ,betrachtung erfordern4 ,nietzsche nennt ,instinkte sowohl die bei den ,tieren vorhandenen ,triebe zur ,ernhrung und ,selbsterhaltung1 wie auch die hchsten ,antriebe der menschlichen ,natur1 z4 ,b4 den ,erkenntnistrieb1 den ,trieb1 nach sittlichen ,mastben zu handeln1 den ,trieb1 sich an ,kunstwerken zu ergtzen u4 s4 w4 ,nun sind zwar alle diese ,triebe uerungsformen einer und derselben ,grundkraft4 ,aber sie stellen doch verschiedene ,stufen in der ,entwickelung dieser ,kraft dar4 ,die moralischen ,antriebe z4 ,b4 sind eine besondere ,stufe der ,instinkte4 ,wenn auch zugegeben werden kann1 da sie nur hhere ,formen sinnlicher ,instinkte sind1 so treten sie doch im ,menschen auf eine besondere ,art ins ,dasein4 ,dies zeigt sich darin1 da es dem ,menschen mglich ist1 ,handlungen zu vollfhren1 die nicht unmittelbar auf sinnliche ,instinkte zurckzufhren sind1 sondern nur auf jene ,antriebe1 die eben als hhere ,formen des ,instinktes zu bezeichnen sind4 ,der ,mensch schafft sich ,antriebe seines ,handelns1 die nicht aus seinen sinnlichen ,trieben abzuleiten sind1 sondern nur aus dem bewuten ,denken4 ,er setzt sich individuelle ,zwecke vor1 aber er setzt sich diese mit ,bewutsein vor4 ,und es ist ein groer ,unterschied1 ob er einem unbewut entstandenen und erst hinterher in das ,bewutsein aufgenommenen ,instinkte oder einem ,gedanken folgt1 den er von vornherein mit vollem ,bewutsein produziert hat4 ,wenn ich esse1 weil mein ,nahrungstrieb mich drngt1 so ist dies etwas wesentlich anderes1 als wenn ich eine mathematische ,aufgabe lse4 ,die denkende ,erfassung der ,welterscheinungen stellt eine besondere ,form des allgemeinen ,wahrnehmungsvermgens dar4 ,sie unterscheidet sich von der bloen sinnlichen ,wahrnehmung4 ,dem ,menschen sind nun die hheren ,entwickelungsformen des ,instinktlebens ebenso natrlich wie die niederen4 ,stehen beide nicht im ,einklange1 dann ist er zur ,unfreiheit verurteilt4 ,es kann der ,fall eintreten1 da eine schwache ,persnlichkeit mit vollkommen gesunden sinnlichen ,instinkten nur schwache geistige ,instinkte hat4 ,dann wird sie zwar in ,bezug auf ihr ,sinnenleben ihre eigene ,individualitt entfalten1 aber die gedanklichen ,antriebe ihres ,handelns wird sie aus dem ,herkommen entlehnen4 ,es kann eine ,disharmonie beider ,triebwelten entstehen4 ,die sinnlichen ,triebe drngen zum ,ausleben der eigenen ,persnlichkeit1 die geistigen ,antriebe stehen in dem ,banne einer uern ,autoritt4 ,das ,geistesleben einer solchen ,persnlichkeit wird von den sinnlichen1 das sinnliche ,leben von den geistigen ,instinkten tyrannisiert4 ,denn beide ,gewalten gehren nicht zusammen1 sind nicht aus einer ,wesenheit erwachsen4 ,zur wirklich freien ,persnlichkeit gehrt also nicht nur ein gesund entwickeltes individuelles sinnliches ,triebleben1 sondern auch die ,fhigkeit1 sich die gedanklichen ,antriebe fr das ,leben zu schaffen4 ,erst derjenige ,mensch ist vollkommen frei1 der auch ,gedanken produzieren kann1 die zum ,handeln fhren4 ,ich habe das ,vermgen1 rein gedankliche ,triebfedern des ,handelns zu schaffen1 in meiner ,schrift ,die ,philosophie der ,freiheit 7,weimar1 ,emil ,felber #ahid7 die moralische ,phantasie genannt4 ,nur wer diese moralische ,phantasie hat1 ist wirklich frei1 denn der ,mensch mu nach bewuten ,triebfedern handeln4 ,und wenn er solche nicht selbst produzieren kann1 dann mu er sich dieselben von ueren ,autoritten oder von dem in ,form der ,gewissensstimme in ihm sprechenden ,herkommen geben lassen4 ,ein ,mensch1 der sich blo seinen sinnlichen ,instinkten berlt1 handelt wie ein ,tier2 ein ,mensch1 der seine sinnlichen ,instinkte unter fremde ,gedanken stellt1 handelt unfrei2 erst der ,mensch1 der sich selbst seine moralischen ,ziele schafft1 handelt frei4 ,die moralische ,phantasie fehlt in ,nietzsches ,ausfhrungen4 ,wer dessen ,gedanken zu ,ende denkt1 mu notwendig auf diesen ,begriff kommen4 ,aber andererseits ist es auch eine unbedingte ,notwendigkeit1 da dieser ,begriff der ,nietzscheschen ,weltanschauung eingefgt wird4 ,sonst knnte gegen dieselbe immerfort eingewendet werden3 ,zwar ist der dionysische ,mensch kein ,knecht des ,herkommens oder des jenseitigen ,willens1 aber er ist ein ,knecht seiner eigenen ,instinkte4 ,nietzsche hat seinen ,blick auf das ,ursprngliche1 ,eigenpersnliche im ,menschen gerichtet4 ,er suchte dieses ,eigenpersnliche herauszulsen aus dem ,mantel des ,unpersnlichen1 in den es eine wirklichkeitsfeindliche ,weltanschauung eingehllt hat4 ,aber er ist nicht dazu gekommen1 die ,stufen des ,lebens innerhalb der ,persnlichkeit selbst zu unterscheiden4 ,er hat deshalb die ,bedeutung des ,bewutseins fr die menschliche ,persnlichkeit unterschtzt4 ,die ,bewutheit ist die letzte und spteste ,entwickelung des ,organischen und folglich auch das ,unfertigste und ,unkrftigste daran4 ,aus der ,bewutheit stammen unzhlige ,fehlgriffe1 welche machen1 da ein ,tier1 ein ,mensch zu ,grunde geht1 frher als es ntig wre1 ber das ,geschick1 wie ,homer sagt4 ,wre nicht der erhaltende ,verband der ,instinkte so beraus viel mchtiger1 diente er nicht im ganzen als ,regulator3 an ihrem verkehrten ,urteilen und ,phantasieren mit offenen ,augen1 an ihrer ,ungrndlichkeit und ,leichtglubigkeit1 kurz eben an ihrer ,bewutheit mte die ,menschheit zu ,grunde gehen1 sagt ,nietzsche 7,frhliche ,wissenschaft #aa74 ,dies ist zwar durchaus zuzugeben2 aber nicht minder wahr ist es1 da der ,mensch nur insoweit frei ist1 als er sich gedankliche ,triebfedern seines ,handelns innerhalb des ,bewutseins schaffen kann4 ,die ,betrachtung der gedanklichen ,triebfedern fhrt aber noch weiter4 ,es ist eine ,thatsache der ,erfahrung1 da diese gedanklichen ,triebfedern1 die die ,menschen aus sich heraus produzieren1 bei den einzelnen ,individuen doch bis zu einem gewissen ,grade eine bereinstimmung zeigen4 ,auch wenn der einzelne ,mensch ganz frei aus sich heraus ,gedanken schafft1 so stimmen diese in gewisser ,weise mit den ,gedanken anderer ,menschen berein4 ,daraus folgt fr den ,freien die ,berechtigung1 anzunehmen1 da die ,harmonie in der menschlichen ,gesellschaft von selbst eintritt1 wenn sie aus souvernen ,individuen besteht4 ,er kann diese ,meinung dem ,verteidiger der ,unfreiheit gegenberstellen1 der glaubt1 da die ,handlungen einer ,mehrheit von ,menschen nur zusammenstimmen1 wenn sie durch eine uere ,gewalt nach einem gemeinsamen ,ziele hingelenkt werden4 ,der freie ,geist ist deshalb durchaus kein ,anhnger jener ,ansicht1 welche die tierischen ,triebe absolut frei walten lassen und alle gesetzlichen ,ordnungen deshalb abschaffen will4 ,aber er verlangt absolute ,freiheit fr diejenigen1 die nicht blo ihren tierischen ,instinkten folgen wollen1 sondern die imstande sind1 moralische ,triebfedern1 ihr eigenes ,gutes und ,bses1 zu schaffen4 ,nur wer ,nietzsche nicht so weit durchdrungen hat1 da er die letzten ,konsequenzen von dessen ,weltanschauung zu ziehen vermag1 trotzdem sie ,nietzsche nicht selbst gezogen hat1 kann in ihm einen ,menschen sehen1 der mit einer gewissen stilistischen ,wollust zu enthllen den ,mut gefunden hat1 was bisher etwa im geheimsten ,seelengrunde grandioser ,verbrechertypen 4444 verborgen gelauert haben mag 7,ludwig ,stein1 ,friedrich ,nietzsches ,weltanschauung und ihre ,gefahren ,s4 #e74 ,noch immer ist die ,durchschnittsbildung eines deutschen ,professors nicht so weit1 das ,groe einer ,persnlichkeit von deren kleinen ,irrtmern abzutrennen4 ,sonst knnte man es nicht erleben1 da die ,kritik eines solchen ,professors gerade gegen diese kleinen ,irrtmer sich richtet4 ,ich denke1 wahrhafte ,bildung nimmt das ,groe einer ,persnlichkeit auf und verbessert kleine ,irrtmer oder denkt halbfertige ,gedanken zu ,ende4 ,,iii4 ,,nietzsches ,,entwickelungsgang4 #cj4 ,ich habe ,nietzsches ,ansichten vom bermenschen so dargestellt1 wie sie uns in seinen letzten ,schriften3 ,zarathustra 7#ahhc-ahhd71 ,jenseits von ,gut und ,bse 7#ahhf71 ,genealogie der ,moral 7#ahhg71 ,der ,fall ,wagner 7#ahhh71 ,gtzendmmerung 7#ahhi7 entgegentreten4 ,in dem unvollendet gebliebenen ,werke3 ,der ,wille zur ,macht1 ,versuch einer ,umwertung aller ,werte1 dessen erster ,teil ,antichrist im #h4 ,bande der ,gesamtausgabe erschienen ist1 htten sie wohl ihren philosophisch prgnantesten ,ausdruck gefunden4 ,aus der ,disposition1 die im ,anhange zu dem erwhnten ,band abgedruckt ist1 ist das deutlich zu erkennen4 ,sie heit3 #a4 ,der ,antichrist4 ,versuch einer ,kritik des ,christentums4 #b4 ,der freie ,geist4 ,kritik der ,philosophie als einer nihilistischen ,bewegung4 #c4 ,der ,immoralist4 ,kritik der verhngnisvollsten ,art von ,unwissenheit1 der ,moral4 #d4 ,dionysos4 ,philosophie der ewigen ,wiederkunft4 ,nietzsche hat seine ,gedanken nicht sogleich im ,beginne seiner schriftstellerischen ,laufbahn in der ihnen ureigensten ,form zum ,ausdruck gebracht4 ,er stand anfangs unter dem ,einflusse des deutschen ,idealismus1 namentlich in der ,form1 in der ihn ,schopenhauer und ,richard ,wagner vertreten haben4 ,in ,schopenhauerschen und ,wagnerschen ,formeln drckt er sich in seinen ersten ,schriften aus4 ,wer aber durch dieses ,formelwesen hindurch auf den ,kern der ,nietzscheschen ,gedanken zu blicken vermag1 der findet in diesen ,schriften dieselben ,absichten und ,ziele1 die in den spteren ,werken zum ,ausdruck kommen4 ,man kann von ,nietzsches ,entwickelung nicht sprechen1 ohne an den freiesten ,denker erinnert zu werden1 den die neuzeitliche ,menschheit hervorgebracht hat1 an ,max ,stirner4 ,es ist eine traurige ,wahrheit1 da dieser ,denker1 der im vollsten ,sinne dem entspricht1 was ,nietzsche von dem bermenschen fordert1 nur von wenigen erkannt und gewrdigt worden ist4 ,er hat bereits in den vierziger ,jahren dieses ,jahrhunderts ,nietzsches ,weltanschauung ausgesprochen4 ,allerdings nicht in solch gesttigten ,herzenstnen wie ,nietzsche1 aber dafr in krystallklaren ,gedanken1 neben denen sich ,nietzsches ,aphorismen allerdings oft wie ein bloes ,stammeln ausnehmen4 ,welchen ,weg htte ,nietzsche genommen1 wenn nicht ,schopenhauer1 sondern ,max ,stirner sein ,erzieher geworden wre6 ,in ,nietzsches ,schriften ist keinerlei ,einflu ,stirners zu bemerken4 ,aus eigener ,kraft mute sich ,nietzsche aus dem deutschen ,idealismus heraus zu einer der ,stirnerschen gleichen ,weltauffassung durchringen4 ,stirner ist wie ,nietzsche der ,ansicht1 das die ,triebkrfte des menschlichen ,lebens nur in der einzelnen1 wirklichen ,persnlichkeit gesucht werden knnen4 ,er lehnt alle ,gewalten ab1 die die ,einzelpersnlichkeit von auen formen1 bestimmen wollen4 ,er verfolgt den ,gang der ,weltgeschichte und findet den ,grundirrtum der bisherigen ,menschheit darin1 da sie nicht die ,pflege und ,kultur der individuellen ,persnlichkeit1 sondern andere1 unpersnliche ,ziele und ,zwecke sich vorsetzte4 ,er sieht die wahre ,befreiung des ,menschen darin1 da dieser allen solchen ,zielen keine hhere ,realitt zugesteht1 sondern sich dieser ,ziele als ,mittel zu seiner ,selbstpflege bedient4 ,der freie ,mensch bestimmt sich seine ,zwecke2 er besitzt seine ,ideale2 er lt sich nicht von ihnen besitzen4 ,der ,mensch1 der nicht als freie ,persnlichkeit ber seinen ,idealen waltet1 steht unter dem ,einflusse derselben1 wie der ,irrsinnige1 der an fixen ,ideen leidet4 ,es ist fr ,stirner einerlei1 ob sich der ,mensch einbildet1 der ,knig von ,china1 oder ob ein behaglicher ,brger sich einbildet1 es sei seine ,bestimmung1 ein guter ,christ1 ein glubiger ,protestant1 ein loyaler ,brger1 ein tugendhafter ,mensch u4 s4 w4 zu sein -- das ist beides ein und dieselbe 'fixe ,idee'4 ,wer es nie versucht und gewagt hat1 kein guter ,christ1 kein glubiger ,protestant1 kein tugendhafter ,mensch u4 s4 w4 zu sein1 der ist in der ,glubigkeit1 ,tugendhaftigkeit u4 s4 w4 gefangen und befangen4 ,man braucht nur einige ,stze aus ,stirners ,buch3 ,der ,einzige und sein ,eigentum zu lesen1 um zu sehen1 wie verwandt seine ,anschauung der ,nietzscheschen ist4 ,ich fhre einige ,stellen aus diesem ,buche an1 die besonders bezeichnend fr ,stirners ,denkweise sind4 ,vorchristliche und christliche ,zeit verfolgen ein entgegengesetztes ,ziel2 jene will das ,reale idealisieren1 diese das ,ideale realisieren1 jene sucht den heiligen ,geist1 diese den verklrten ,leib4 ,daher schliet jene mit der ,unempfindlichkeit gegen das ,reale1 mit der ,weltverachtung2 diese wird mit der ,abwerfung des ,idealen1 mit der ,geistesverachtung enden4 ,wie der ,zug der ,heiligung oder ,reinigung durch die alte ,welt geht 7die ,waschungen u4 s4 w471 so geht der der ,verleiblichung durch die christliche3 der ,gott strzt sich in diese ,welt1 wird ,fleisch und will sie erlsen1 d4 h4 mit sich erfllen2 da er aber die ,idee oder der ,geist ist1 so fhrt man 7z4 ,b4 ,hegel7 am ,schlusse die ,idee in alles1 in die ,welt1 ein und beweist1 da die ,idee1 die ,vernunft in allem sei4 ,dem1 was die heidnischen ,stoiker als den ,weisen aufstellten1 entspricht in der heutigen ,bildung der ,mensch1 jener wie dieser ein fleischloses ,wesen4 ,der unwirkliche ,weise1 dieser leiblose ,heilige der ,stoiker1 wurde eine wirkliche ,person1 ein leiblicher ,heiliger in dem fleischgewordenen ,gotte2 der unwirkliche ,mensch1 das leiblose ,ich1 wird wirklich werden im leibhaftigen ,ich1 in ,mir4 ,da der ,einzelne fr sich eine ,weltgeschichte ist und an der brigen ,weltgeschichte sein ,eigentum besitzt1 das geht ber das ,christliche hinaus4 ,dem ,christen ist die ,weltgeschichte das ,hhere1 weil sie die ,geschichte ,christi oder des ,menschen ist2 dem ,egoisten hat nur seine ,geschichte ,wert1 weil er nur sich entwickeln will1 nicht die ,menschheits-,idee1 nicht den ,plan ,gottes1 nicht die ,absichten der ,vorsehung1 nicht die ,freiheit u4 dergl4 ,er sieht sich nicht fr ein ,werkzeug der ,idee oder ein ,gef ,gottes an1 er erkennt keinen ,beruf an1 er whnt nicht1 zur ,fortentwickelung der ,menschheit dazusein1 und sein ,scherflein dazu beitragen zu mssen1 sondern er lebt sich aus1 unbesorgt darum1 wie gut oder wie schlecht die ,menschheit dabei fahre4 ,liee es nicht das ,miverstndnis zu1 als sollte ein ,naturzustand gepriesen werden1 so knnte man an ,lenaus ,drei ,zigeuner erinnern4 -- ,was1 bin ,ich dazu in der ,welt1 um ,ideen zu realisieren8 ,um etwa zur ,verwirklichung der ,idee ,staat durch mein ,brgertum das ,meinige zu thun oder durch die ,ehe1 als ,ehegatte und ,vater1 die ,idee der ,familie zu einem ,dasein zu bringen8 ,was ficht mich ein solcher ,beruf an6 ,ich lebe so wenig nach einem ,berufe1 als die ,blume nach einem ,berufe wchst und duftet4 ,das ,ideal der ,mensch ist realisiert1 wenn die christliche ,anschauung umschlgt in den ,satz3 ,ich1 dieser ,einzige1 bin der ,mensch4 ,die ,begriffsfrage3 was ist der ,mensch8 -- hat sich dann in die persnliche umgesetzt3 wer ist der ,mensch8 ,bei was suchte man den ,begriff1 um ihn zu realisieren2 bei wer ist's berhaupt keine ,frage mehr1 sondern die ,antwort im ,fragenden gleich persnlich vorhanden3 die ,frage beantwortet sich von selbst4 ,man sagt von ,gott3 ,namen nennen ,dich nicht4 ,das gilt von ,mir3 kein ,begriff drckt ,mich aus1 nichts1 was man als mein ,wesen angiebt1 erschpft mich2 es sind nur ,namen4 ,gleichfalls sagt man von ,gott1 er sei vollkommen und habe keinen ,beruf1 nach ,vollkommenheit zu streben4 ,auch das gilt allein von ,mir4 ,eigner bin ,ich meiner ,gewalt1 und ,ich bin es dann1 wenn ,ich ,mich als ,einzigen wei4 ,im ,einzigen kehrt selbst der ,eigner in sein schpferisches ,nichts zurck1 aus welchem er geboren wird4 ,jedes hhere ,wesen ber ,mir1 sei es ,gott1 sei es der ,mensch1 schwcht das ,gefhl meiner ,einzigkeit und erbleicht vor der ,sonne dieses ,bewutseins3 ,stell' ,ich auf ,mich1 den ,einzigen1 meine ,sache1 dann steht sie auf dem vergnglichen1 dem sterblichen ,schpfer seiner1 der sich selbst verzehrt1 und ,ich darf sagen3 ,ich hab' mein' ,sach' auf nichts gestellt4 ,dieser auf sich sich selbst gestellte1 nur aus sich heraus schaffende ,eigner ist ,nietzsches bermensch4 #ca4 ,diese ,stirnerschen ,gedanken wren das geeignete ,gef gewesen1 in das ,nietzsche sein reiches ,empfindungsleben htte gieen knnen4 ,statt dessen suchte er in ,schopenhauers ,begriffswelt die ,leiter1 auf der er zu seiner ,gedankenwelt hinaufkletterte4 ,aus zwei ,wurzeln stammt1 nach ,schopenhauers ,meinung1 unsere gesamte ,welterkenntnis4 ,aus dem ,vorstellungsleben und aus der ,wahrnehmung des ,willens1 der in uns selbst als ,handelnder auftritt4 ,das ,ding an sich liegt jenseits der ,welt unserer ,vorstellung4 ,denn die ,vorstellung ist nur die ,wirkung1 die das ,ding an sich auf mein ,erkenntnisorgan ausbt4 ,nur die ,eindrcke kenne ich1 die die ,dinge auf mich machen1 nicht die ,dinge selbst4 ,und diese ,eindrcke sind eben meine ,vorstellungen4 ,ich kenne keine ,sonne und keine ,erde1 sondern nur ein ,auge1 das eine ,sonne sieht1 und eine ,hand1 die eine ,erde fhlt4 ,der ,mensch wei nur3 da die ,welt1 welche ihn umgiebt1 nur als ,vorstellung da ist1 d4 h4 durchweg nur in ,beziehung auf ein anderes1 das ,vorstellende1 welches er selbst ist4 7,schopenhauer1 ,welt als ,wille und ,vorstellung #a47 ,aber der ,mensch stellt die ,welt nicht blo vor1 sondern er wirkt auch in ihr2 er wird sich seines ,willens bewut1 und er erfhrt1 da dasjenige1 welches er in sich als ,wille empfindet1 von auen als ,bewegung seines ,leibes wahrgenommen werden kann1 d4 h4 der ,mensch nimmt sein eigenes ,wirken doppelt wahr1 von innen als ,vorstellung1 von auen als ,wille4 ,schopenhauer schliet daraus1 da es der ,wille selbst ist1 der in der wahrgenommenen ,leibesaktion als ,vorstellung erscheint4 ,und er behauptet dann weiter1 da nicht nur der ,vorstellung des eigenen ,leibes und seiner ,bewegungen ein ,wille zu ,grunde liege1 sondern da dies auch bei allen brigen ,vorstellungen der ,fall sei4 ,die ganze ,welt ist also1 nach ,schopenhauers ,ansicht1 dem ,wesen nach ,wille und erscheint unserem ,intellekt als ,vorstellung4 ,dieser ,wille1 behauptet ,schopenhauer weiter1 ist in allen ,dingen ein einheitlicher4 ,nur unser ,intellekt verursacht1 da wir eine ,mehrheit von besonderen ,dingen wahrnehmen4 ,durch seinen ,willen hngt der ,mensch1 nach dieser ,anschauung1 mit dem einheitlichen ,weltwesen zusammen4 ,insofern der ,mensch wirkt1 wirkt in ihm der einheitliche ,urwille4 ,als einzelne1 besondere ,persnlichkeit existiert der ,mensch nur in seiner eigenen ,vorstellung2 im ,wesen ist er identisch mit dem einheitlichen ,weltengrunde4 ,nehmen wir an1 da in ,nietzsche1 als er die ,schopenhauersche ,philosophie kennen lernte1 schon der ,gedanke des bermenschen unbewut1 instinktiv vorhanden war1 so konnte ihn diese ,willenslehre allerdings nur sympathisch berhren4 ,in dem menschlichen ,willen war ihm ein ,element gegeben1 das den ,menschen unmittelbar an der ,schpfung des ,weltinhaltes teilnehmen lie4 ,als ,wollender ist der ,mensch nicht blo ein auerhalb des ,weltinhaltes stehender ,zuschauer1 der sich ,bilder des ,wirklichen macht1 sondern er ist selbst ein ,schaffender4 ,in ihm waltet die gttliche ,kraft1 ber die hinaus es keine andere giebt4 #cb4 ,aus diesen ,anschauungen heraus bildeten sich bei ,nietzsche die beiden ,ideen von der apollinischen und der dionysischen ,weltbetrachtung4 ,sie wendete er auf das griechische ,kunstleben an1 das er demgem aus zwei ,wurzeln entstehen lie3 aus einer ,kunst des ,vorstellens und einer ,kunst des ,wollens4 ,wenn der ,vorstellende seine ,vorstellungswelt idealisiert und seine idealisierten ,vorstellungen in ,kunstwerken verkrpert1 so entsteht die apollinische ,kunst4 ,er verleiht den einzelnen ,vorstellungsobjekten dadurch1 da er ihnen die ,schnheit einprgt1 den ,schein des ,ewigen4 ,aber er bleibt innerhalb der ,vorstellungswelt stehen4 ,der dionysische ,knstler sucht nicht nur in seinen ,kunstwerken die ,schnheit auszudrcken1 sondern er ahmt selbst das schpferische ,wirken des ,weltwillens nach4 ,er sucht in seinen eigenen ,bewegungen den ,weltgeist abzubilden4 ,er macht sich zur sichtbaren ,verkrperung des ,willens4 ,er wird selbst ,kunstwerk4 ,singend und tanzend uert sich der ,mensch als ,mitglied einer hhern ,gemeinschaft3 er hat das ,gehen und ,sprechen verlernt und ist auf dem ,wege1 tanzend in die ,lfte emporzufliegen4 ,aus seinen ,gebrden spricht die ,verzauberung 7,geburt der ,tragdie #a74 ,in diesem ,zustande vergit der ,mensch sich selbst1 er fhlt sich nicht mehr als ,individuum1 er lt in sich den allgemeinen ,weltwillen walten4 ,in dieser ,weise deutet ,nietzsche die ,feste1 die zu ,ehren des ,gottes ,dionysus durch die ,dionysusdiener veranstaltet wurden4 ,in dem ,dionysusdiener sieht ,nietzsche das ,urbild des dionysischen ,knstlers4 ,nun stellt er sich vor1 da die lteste dramatische ,kunst der ,griechen dadurch entstanden ist1 da eine hhere ,vereinigung des ,dionysischen mit dem ,apollinischen sich vollzogen hat4 ,auf diese ,weise erklrt er den ,ursprung der ersten griechischen ,tragdie4 ,er nimmt an1 da die ,tragdie aus dem tragischen ,chore entstanden ist4 ,der dionysische ,mensch wird zum ,zuschauer1 zum ,betrachter eines ,bildes1 das ihn selbst darstellt4 ,der ,chor ist die ,selbstspiegelung eines dionysisch erregten ,menschen1 d4 h4 der dionysische ,mensch sieht seine dionysische ,erregung durch ein apollinisches ,kunstwerk abgebildet4 ,die ,darstellung des ,dionysischen im apollinischen ,bilde ist die primitive ,tragdie4 ,voraussetzung einer solchen ,tragdie ist1 da in ihrem ,schpfer ein lebendiges ,bewutsein von dem ,zusammenhang des ,menschen mit den ,urgewalten der ,welt vorhanden ist4 ,ein solches ,bewutsein spricht sich als ,mythus aus4 ,das ,mythische mu der ,gegenstand der ltesten ,tragdie sein4 ,tritt nun in der ,entwickelung eines ,volkes der ,zeitpunkt ein1 wo der zersetzende ,verstand das lebendige ,gefhl fr den ,mythus zerstrt1 so ist der ,tod des ,tragischen die notwendige ,folge4 #cc4 ,in der ,entwickelung des ,griechentums trat1 nach ,nietzsches ,meinung1 mit ,sokrates dieser ,zeitpunkt ein4 ,sokrates war ein ,feind alles instinktiven1 mit den ,naturgewalten im ,bunde stehenden ,lebens4 ,er lie nur dasjenige gelten1 was der ,verstand denkend zu beweisen vermag1 was lehrbar ist4 ,damit war dem ,mythus der ,krieg erklrt4 ,und der von ,nietzsche als ,schler des ,sokrates bezeichnete ,euripides zerstrte die ,tragdie1 weil sein ,schaffen nicht mehr1 wie das des schylos1 aus den dionysischen ,instinkten1 sondern aus dem kritischen ,verstande entsprang4 ,statt der ,nachbildung der ,willensbewegungen des ,weltgeistes findet sich bei ,euripides die verstndige ,verknpfung einzelner ,vorgnge innerhalb der tragischen ,handlung4 ,ich frage nicht nach der historischen ,rechtfertigung dieser ,nietzscheschen ,ideen4 ,er ist ihretwegen von einem klassischen ,philologen scharf angegriffen worden4 ,nietzsches ,beschreibung der griechischen ,kultur lt sich vergleichen mit der ,schilderung1 die ein ,mensch von einer ,landschaft giebt1 die er von dem ,gipfel eines ,berges aus betrachtet2 eine philologische ,darstellung mit einer ,beschreibung1 die der ,wanderer giebt1 der jedes einzelne ,fleckchen besucht4 ,von dem ,berge aus verschiebt sich manches eben nach den ,gesetzen der ,optik4 #cd4 ,was hier in ,betracht kommt1 ist die ,frage3 was fr eine ,aufgabe stellte sich ,nietzsche in seiner ,geburt der ,tragdie8 ,nietzsche ist der ,ansicht1 da die lteren ,griechen die ,leiden des ,daseins sehr gut gekannt haben4 ,es geht die alte ,sage1 da ,knig ,midas lange ,zeit nach dem weisen ,silen1 dem ,begleiter des ,dionysus1 im ,walde gejagt habe1 ohne ihn zu fangen4 ,als er ihm endlich in die ,hnde gefallen ist1 fragt der ,knig1 was fr den ,menschen das ,allerbeste und ,allervorzglichste sei4 ,starr und unbeweglich schweigt der ,dmon1 bis er1 durch den ,knig gezwungen1 endlich unter gellem ,lachen in diese ,worte ausbricht3 ,elendes ,eintagsgeschlecht1 des ,zufalls ,kinder und der ,mhsal1 was zwingst du mich1 dir zu sagen1 was nicht zu hren fr dich das ,ersprielichste ist8 ,das ,allerbeste ist fr dich gnzlich unerreichbar3 nicht geboren zu sein1 nicht zu sein1 nichts zu sein4 ,das ,zweitbeste aber ist fr dich -- bald zu sterben 7,geburt der ,tragdie #c74 ,in dieser ,sage findet ,nietzsche eine ,grundempfindung der ,griechen ausgedrckt4 ,er hlt es fr eine ,oberflchlichkeit1 wenn man die ,griechen als das bestndig heitere1 kindlich tndelnde ,volk hinstellt4 ,aus der tragischen ,grundempfindung heraus mute den ,griechen der ,drang entstehen1 etwas zu schaffen1 wodurch das ,dasein ertrglich wird4 ,sie suchten nach einer ,rechtfertigung des ,daseins -- und fanden diese in ihrer ,gtterwelt und in der ,kunst4 ,nur durch das ,gegenbild der olympischen ,gtter und der ,kunst wurde den ,griechen die rauhe ,wirklichkeit ertrglich4 ,die ,grundfrage in der ,geburt der ,tragdie ist also fr ,nietzsche3 ,inwiefern ist die griechische ,kunst lebenfrdernd1 lebenerhaltend gewesen8 ,nietzsches ,grundinstinkt macht sich somit in ,bezug auf die ,kunst als lebenfrdernde ,macht schon in diesem ersten ,werke geltend4 #ce4 ,noch ein anderer ,grundinstinkt ,nietzsches ist in diesem ,werke schon zu beobachten4 ,es ist die ,abneigung gegen die blo logischen ,geister1 deren ,persnlichkeit vollstndig unter der ,herrschaft ihres ,verstandes steht4 ,aus dieser ,abneigung stammt ,nietzsches ,meinung1 da der sokratische ,geist der ,zerstrer der griechischen ,kultur ist4 ,das ,logische gilt ,nietzsche nur als eine ,form1 in der sich die ,persnlichkeit uert4 ,wenn zu dieser ,form nicht noch andere uerungsweisen treten1 so erscheint die ,persnlichkeit als ,krppel1 als ,organismus1 an dem notwendige ,organe verstmmelt sind4 ,weil ,nietzsche in ,kants ,schriften nur den grbelnden ,verstand entdecken konnte1 nennt er ,kant einen verwachsenen ,begriffskrppel4 ,nur wenn die ,logik der ,ausdruck fr die tieferen ,grundinstinkte einer ,persnlichkeit ist1 lt sie ,nietzsche gelten4 ,sie mu ein ,ausflu des ber-,logischen in der ,persnlichkeit sein4 ,nietzsche hat an der ,ablehnung des sokratischen ,geistes immer festgehalten4 ,wir lesen in der ,gtzendmmerung3 ,mit ,sokrates schlgt der griechische ,geschmack zu ,gunsten der ,dialektik um3 was geschieht da eigentlich8 ,vor allem wird ein vornehmer ,geschmack besiegt2 der ,pbel kommt mit der ,dialektik oben auf4 ,vor ,sokrates lehnte man in der guten ,gesellschaft die dialektischen ,manieren ab2 sie galten als schlechte ,manieren1 sie stellten blo 7,problem des ,sokrates #e74 ,wo nicht krftige ,grundinstinkte fr eine ,sache sprechen1 da tritt der beweisende ,verstand ein und sucht sie durch ,advokatenknste zu sttzen4 #cf4 ,einen ,erneuerer des dionysischen ,geistes glaubte ,nietzsche in ,richard ,wagner zu erkennen4 ,er hat aus diesem ,glauben heraus die vierte seiner ,unzeitgemen ,betrachtungen3 ,richard ,wagner in ,bayreuth1 #ahge1 geschrieben4 ,er hielt in dieser ,zeit noch an der ,deutung des dionysischen ,geistes fest1 die er sich in ,gemheit der ,schopenhauerschen ,philosophie gebildet hatte4 ,er glaubte noch1 da die ,wirklichkeit nur menschliche ,vorstellung sei und jenseits dieser ,vorstellungswelt das ,wesen der ,dinge in ,form des ,urwillens liege4 ,und der schaffende dionysische ,geist war ihm noch nicht der aus sich heraus schaffende1 sondern der sich selbst vergessende1 in dem ,urwollen aufgehende ,mensch4 ,bilder des waltenden ,urwillens1 von einem an diesen ,urwillen hingegebenen dionysischen ,geiste geschaffen1 waren ihm ,wagners ,musikdramen4 ,und da ,schopenhauer in der ,musik ein unmittelbares ,abbild des ,willens sah1 so glaubte auch ,nietzsche in der ,musik das beste ,ausdrucksmittel fr einen dionysisch schaffenden ,geist sehen zu sollen4 ,die ,sprache der civilisierten ,vlker schien ihm erkrankt4 ,sie kann nicht mehr der schlichte ,ausdruck der ,gefhle sein1 denn die ,worte muten allmhlich immer mehr dazu verwendet werden1 der ,ausdruck fr die zunehmende ,verstandesbildung der ,menschen zu werden4 ,dadurch aber ist die ,bedeutung der ,worte abstrakt1 arm geworden4 ,sie knnen nicht mehr ausdrcken1 was der aus dem ,urwillen heraus schaffende dionysische ,geist empfindet4 ,dieser kann daher in dem ,wortdrama sich nicht mehr aussprechen4 ,er mu andere ,ausdrucksmittel1 vor allem die ,musik1 aber auch die anderen ,knste zu ,hilfe rufen4 ,der dionysische ,geist wird zum dithyrambischen ,dramatiker1 diesen ,begriff so voll genommen1 da er zugleich den ,schauspieler1 ,dichter1 ,musiker umfat4 ,wie man sich nun auch die ,entwickelung des ,urdramatikers vorstellen mge1 in seiner ,reife und ,vollendung ist er ein ,gebilde ohne jede ,hemmung und ,lcke3 der eigentlich freie ,knstler1 der gar nicht anders kann1 als in allen ,knsten zugleich denken1 der ,mittler und ,vershner zwischen scheinbar getrennten ,sphren1 der ,wiederhersteller einer ,ein- und ,gesamtheit des knstlerischen ,vermgens1 welches gar nicht erraten und erschlossen1 sondern nur durch die ,that gezeigt werden kann 7,richard ,wagner in ,bayreuth #g74 ,als dionysischen ,geist verehrte ,nietzsche ,richard ,wagner4 ,und nur in dem von ,nietzsche in der eben genannten ,schrift angegebenen ,sinne kann ,wagner als dionysischer ,geist bezeichnet werden4 ,seine ,instinkte sind auf das ,jenseits gerichtet2 er will die ,stimme des ,jenseits durch seine ,musik erklingen lassen4 ,ich habe bereits 7,s4 #ha f47 darauf hingewiesen1 da sich ,nietzsche spter selbst fand und imstande war1 seine auf das ,diesseits gerichteten ,instinkte in ihrer ,eigenart zu erkennen4 ,er hatte ursprnglich die ,wagnersche ,kunst miverstanden1 weil er sich selbst miverstanden hatte1 weil er seine ,instinkte durch die ,schopenhauersche ,philosophie hatte tyrannisieren lassen4 ,wie ein ,krankheitsproze erschien ihm spter diese ,unterordnung seiner ,instinkte unter eine fremde ,geistesmacht4 ,er fand1 da er auf seine ,instinkte nicht gehrt hatte und sich durch eine ihm unangemessene ,meinung hatte verfhren lassen1 eine ,kunst auf diese ,instinkte wirken lassen1 die ihnen nur zum ,nachteil gereichen konnte1 die sie krank machen mute4 #cg4 ,nietzsche hat den ,einflu1 den die seinen ,grundtrieben widersprechende ,schopenhauersche ,philosophie auf ihn genommen1 selbst geschildert in seiner dritten ,unzeitgemen ,betrachtung1 ,schopenhauer als ,erzieher 7#ahgc71 zu einer ,zeit1 als er noch an diese ,philosophie glaubte4 ,nietzsche suchte einen ,erzieher4 ,der rechte ,erzieher kann nur der sein1 der auf den zu ,erziehenden so wirkt1 da dessen innerster ,wesenskern sich aus der ,persnlichkeit heraus entwickelt4 ,auf jeden ,menschen wirkt seine ,zeit mit ihren ,kulturmitteln ein4 ,er nimmt auf1 was die ,zeit an ,bildungsstoff bietet4 ,aber es frgt sich1 wie er sich inmitten dieses von auen auf ihn ,eindringenden selbst finden kann2 wie er das aus sich herausspinnen kann1 was er und nur er und kein anderer sein kann4 ,der ,mensch1 welcher nicht zur ,masse gehren will1 braucht nur aufzuhren1 gegen sich bequem zu sein2 er folge seinem ,gewissen1 welches ihm zuruft3 sei du selbst6 ,das bist du alles nicht1 was du jetzt thust1 meinst1 begehrst1 so spricht der ,mensch zu sich1 der eines ,tages findet1 da er sich immer nur damit begngt hat1 ,bildungsstoff von auen aufzunehmen 7,schopenhauer als ,erzieher #a74 ,nietzsche fand sich selbst1 wenn auch zunchst noch nicht in seiner ihm ureigensten ,gestalt1 durch das ,studium der ,schopenhauerschen ,philosophie4 ,nietzsche strebte unbewut danach1 einfach und ehrlich seinen ,grundtrieben gem sich auszusprechen4 ,er fand um sich nur ,menschen1 die in den ,bildungsformeln der ,zeit sich ausdrckten1 die ihr eigenes ,wesen durch diese ,formeln verhllten4 ,in ,schopenhauer fand ,nietzsche aber einen ,menschen1 der den ,mut hatte1 seine persnlichen ,empfindungen der ,welt gegenber zum ,inhalte seiner ,philosophie zu machen3 ,das krftige ,wohlgefhl des ,sprechenden umfing ,nietzsche beim ersten ,lesen von ,schopenhauers ,stzen4 ,hier ist eine immer gleichartige1 strkende ,luft1 so fhlen wir2 hier ist eine gewisse unnachahmliche ,unbefangenheit und ,natrlichkeit1 wie sie ,menschen haben1 die in sich zu ,hause und zwar in einem sehr reichen ,hause ,herren sind3 im ,gegensatze zu jenen ,schriftstellern1 die sich am meisten wundern1 wenn sie einmal geistreich waren1 und deren ,vortrag dadurch etwas ,unruhiges und ,naturwidriges bekommt4 ,schopenhauer redet mit sich2 oder wenn man sich durchaus einen ,zuhrer denken will1 so denke man sich den ,sohn1 den der ,vater unterweist4 ,es ist ein redliches1 derbes1 gutmtiges ,aussprechen vor einem ,hrer1 der mit ,liebe hrt 7,schopenhauer #b74 ,da er einen ,menschen1 der sich seinen innersten ,instinkten gem ausspricht1 reden hrte1 das war es1 was ,nietzsche zu ,schopenhauer hinzog4 ,nietzsche sah in ,schopenhauer eine starke ,persnlichkeit1 die nicht durch die ,philosophie in einen bloen ,verstandesmenschen umgewandelt wird1 sondern die das ,logische nur zum ,ausdrucke des berlogischen1 des ,instinktiven in sich macht4 ,die ,sehnsucht nach starker ,natur1 nach gesunder und einfacher ,menschheit war bei ihm eine ,sehnsucht nach sich selbst2 und sobald er die ,zeit in sich besiegt hatte1 mute er auch1 mit erstauntem ,auge1 den ,genius in sich erblicken 7,schopenhauer #c74 ,in ,nietzsches ,geist arbeitete schon damals das ,streben nach der ,idee des bermenschen1 der sich selbst sucht1 als den ,sinn seines ,daseins1 und einen solchen ,suchenden fand er in ,schopenhauer4 ,in solchen ,menschen sieht er den ,zweck und zwar den einzigen ,zweck des ,weltdaseins erreicht2 die ,natur scheint ihm an einem ,ziele angekommen zu sein1 wenn sie einen solchen ,menschen hervorgebracht hat4 ,die ,natur1 die nie springt1 macht hier ihren einzigen ,sprung und zwar einen ,freudensprung1 denn sie fhlt sich zum erstenmal am ,ziele1 dort nmlich1 wo sie begreift1 da sie verlernen msse1 ,ziele zu haben4 7,schopenh4 #e47 ,in diesem ,satze liegt der ,keim zur ,konzeption des bermenschen4 ,nietzsche wollte1 als er diesen ,satz niederschrieb1 schon genau dasselbe1 was er spter mit seinem ,zarathustra wollte2 aber ihm fehlte noch die ,kraft1 dieses ,wollen in einer eigenen ,sprache auszusprechen4 ,er sah schon1 als er sein ,schopenhauerbuch schrieb1 den ,grundgedanken der ,kultur in der ,erzeugung des bermenschen4 #ch4 ,in der ,entwickelung der persnlichen ,instinkte der ,einzelmenschen sieht also ,nietzsche das ,ziel aller menschlichen ,entwickelung4 ,was dieser ,entwickelung entgegenarbeitet1 erscheint ihm als die eigentlichste ,versndigung an der ,menschheit4 ,es giebt aber etwas im ,menschen1 das auf ganz natrliche ,weise seiner freien ,entwickelung widerstrebt4 ,der ,mensch lt sich nicht allein durch die in jedem einzelnen ,augenblicke in ihm thtigen ,triebe bestimmen1 sondern auch durch alles das1 was in seinem ,gedchtnisse sich angesammelt hat4 ,der ,mensch erinnert sich an seine eigenen ,erlebnisse1 er sucht sich ein ,bewutsein der ,erlebnisse seines ,volkes1 ,stammes1 ja der ganzen ,menschheit durch den ,betrieb der ,geschichte zu verschaffen4 ,der ,mensch ist ein historisches ,wesen4 ,die ,tiere leben unhistorisch2 sie folgen den ,trieben1 die in dem einzelnen ,augenblicke in ihnen wirken4 ,der ,mensch lt sich durch seine ,vergangenheit bestimmen4 ,wenn er irgend etwas unternehmen will1 frgt er sich3 welche ,erfahrungen habe ich oder ein anderer mit einem hnlichen ,unternehmen schon gemacht8 ,der ,antrieb zu einer ,handlung kann durch die ,erinnerung an ein ,erlebnis vollstndig abgettet werden4 ,fr ,nietzsche entsteht aus der ,beobachtung dieser ,thatsache die ,frage3 inwiefern wirkt das ,erinnerungsvermgen des ,menschen auf sein ,leben frdernd1 und inwiefern wirkt es nachteilig ein8 ,die ,erinnerung1 die auch ,dinge zu umfassen sucht1 die der ,mensch nicht selbst erlebt hat1 lebt als historischer ,sinn1 als ,studium des ,vergangenen in dem ,menschen4 ,nietzsche fragt3 inwiefern wirkt der historische ,sinn lebenfrdernd8 ,die ,antwort auf diese ,frage sucht er zu geben in seiner zweiten ,unzeitgemen ,betrachtung3 ,vom ,nutzen und ,nachteil der ,historie fr das ,leben 7#ahdc74 ,die ,veranlassung zu dieser ,schrift war ,nietzsches ,wahrnehmung1 da der historische ,sinn bei seinen ,zeitgenossen1 namentlich bei den ,gelehrten unter denselben1 ein hervorstechendes ,charaktermerkmal geworden war4 ,die ,vertiefung in die ,vergangenheit fand ,nietzsche berall gepriesen4 ,nur durch ,erkenntnis der ,vergangenheit soll der ,mensch imstande sein1 zu unterscheiden1 was ihm mglich1 was ihm unmglich ist3 dieses ,glaubensbekenntnis drang ihm in die ,ohren4 ,nur wer wei1 wie sich ein ,volk entwickelt hat1 kann ermessen1 was fr seine ,zukunft frderlich ist3 diesen ,ruf hrte ,nietzsche4 ,ja selbst die ,philosophen wollten nicht mehr ,neues erdenken1 sondern lieber die ,gedanken ihrer ,vorfahren studieren4 ,dieser historische ,sinn wirkt lhmend auf das gegenwrtige ,schaffen4 ,wer bei jedem ,impuls1 der sich in ihm regt1 erst zu bestimmen sucht1 wozu ein hnlicher ,impuls in der ,vergangenheit gefhrt hat1 in dem erschlaffen die ,krfte1 bevor sie gewirkt haben4 ,denkt euch das uerste ,beispiel1 einen ,menschen1 der die ,kraft zu vergessen gar nicht bese1 der verurteilt wre1 berall ein ,werden zu sehen3 ein solcher glaubt nicht mehr an sein eigenes ,sein1 glaubt nicht mehr an sich1 sieht alles in bewegte ,punkte auseinander flieen und verliert sich in diesem ,strome des ,werdens4 444 ,zu allem ,handeln gehrt ,vergessen1 wie zum ,leben alles ,organischen nicht nur ,licht1 sondern auch ,dunkel gehrt4 ,ein ,mensch1 der durch und durch nur historisch empfinden wollte1 wre dem hnlich1 der sich des ,schlafens zu enthalten gezwungen wre1 oder dem ,tiere1 das nur vom ,wiederkuen und immer wiederholtem ,wiederkuen fortleben sollte 7,historie #a74 ,nietzsche ist der ,meinung1 da der ,mensch nur so viel ,geschichte vertragen kann1 als dem ,mae seiner schpferischen ,krfte entspricht4 ,die starke ,persnlichkeit fhrt ihre ,intentionen aus1 trotzdem sie sich an die ,erlebnisse der ,vergangenheit erinnert1 ja sie wird vielleicht gerade durch die ,erinnerung an diese ,erlebnisse eine ,strkung ihrer ,kraft erfahren4 ,die ,krfte des schwachen ,menschen aber werden durch den historischen ,sinn ausgelscht4 ,um den ,grad zu bestimmen und durch ihn dann die ,grenze1 an der das ,vergangene vergessen werden mu1 wenn es nicht zum ,totengrber des ,gegenwrtigen werden soll1 mte man genau wissen1 wie gro die plastische ,kraft eines ,menschen1 eines ,volkes1 einer ,kultur ist1 ich meine jene ,kraft1 aus sich heraus eigenartig zu wachsen1 ,vergangenes und ,fremdes umzubilden und einzuverleiben 7,historie #a74 ,nietzsche ist der ,ansicht1 da das ,historische nur insofern gepflegt werden soll1 als es fr die ,gesundheit eines ,einzelnen1 eines ,volkes oder einer ,kultur ntig ist4 ,worauf es ihm ankommt1 ist3 besser lernen1 ,historie zum ,zwecke des ,lebens zu treiben 7,historie #a74 ,er spricht dem ,menschen das ,recht zu1 die ,geschichte so zu treiben1 da sie mglichst zur ,frderung der ,antriebe einer bestimmten ,gegenwart wirkt4 ,von diesem ,gesichtspunkte aus ist er ein ,gegner jener ,geschichtsbetrachtung1 die nur in der historischen ,objektivitt ihr ,heil sucht1 die nur sehen und erzhlen will1 wie es in der ,vergangenheit thatschlich zugegangen ist1 die nur die reine1 folgenlose ,erkenntnis oder deutlicher die ,wahrheit1 bei der nichts herauskommt1 sucht 7,historie #f74 ,eine solche ,betrachtung kann nur aus einer schwachen ,persnlichkeit entspringen1 deren ,empfindungen nicht flut- und ebbeartig auf- und abwogen1 wenn sie den ,strom der ,ereignisse an sich vorbergehen sieht4 ,eine solche ,persnlichkeit ist zum nachtnenden ,passivum geworden1 das durch sein ,ertnen wieder auf andere derartige ,passiva wirkt3 bis endlich die ganze ,luft einer ,zeit von solchen durcheinander schwirrenden zarten und verwandten ,nachklngen erfllt ist4 7,historie #f47 ,da aber eine solche schwache ,persnlichkeit wirklich die ,krfte nachempfinden kann1 die in den ,menschen der ,vergangenheit gewaltet haben1 glaubt ,nietzsche nicht3 ,doch scheint es mir1 da man gleichsam nur die ,obertne jedes originalen und geschichtlichen ,haupttons vernimmt3 das ,derbe und ,mchtige des ,originals ist aus dem sphrisch-dnnen und spitzen ,saitenklange nicht mehr zu erraten4 ,dafr weckte der ,originalton meistens ,thaten1 ,nte1 ,schrecken1 dieser lullt uns ein und macht uns zu weichlichen ,genieern2 es ist1 als ob man die heroische ,symphonie fr zwei ,flten eingerichtet und zum ,gebrauch von trumenden ,opiumrauchern bestimmt habe4 7,historie #f47 ,nur der kann die ,vergangenheit wirklich verstehen1 der auch in der ,gegenwart machtvoll lebt1 der krftige ,instinkte hat1 durch die er die ,instinkte der ,vorfahren erraten und erschlieen kann4 ,dieser kmmert sich weniger um das ,thatschliche1 als um das1 was aus den ,thatsachen sich erraten lt4 ,es wre eine ,geschichtsschreibung zu denken1 die keinen ,tropfen der gemeinen empirischen ,wahrheit in sich hat und doch im hchsten ,grade auf das ,prdikat der ,objektivitt ,anspruch machen drfte4 7,historie #f47 ,der ,meister einer solchen ,geschichtsschreibung wre der1 der berall in den historischen ,personen und ,ereignissen das aufsuchte1 was hinter dem blo ,thatschlichen steckt4 ,dazu mu er aber ein mchtiges ,eigenleben fhren1 denn ,instinkte und ,triebe kann man unmittelbar nur an der eigenen ,person beobachten4 ,nur aus der hchsten ,kraft der ,gegenwart drft ihr das ,vergangene deuten3 nur in der strksten ,anspannung eurer edelsten ,eigenschaften werdet ihr erraten1 was in dem ,vergangenen wissens- und bewahrenswrdig und gro ist4 ,gleiches durch ,gleiches6 ,sonst zieht ihr das ,vergangene zu euch nieder4 ,alle ,geschichte schreibt der ,erfahrene und berlegene4 ,wer nicht einiges grer und hher erlebt hat als alle1 wird auch nichts ,groes und ,hohes aus der ,vergangenheit zu deuten wissen4 7,historie #f47 ,dem berhandnehmen des historischen ,sinnes in der ,gegenwart gegenber macht ,nietzsche geltend1 da der ,mensch vor allem zu leben lerne1 und nur im ,dienste des erlernten ,lebens die ,historie gebrauche4 7,historie #aj47 ,er will vor allen ,dingen eine ,gesundheitslehre des ,lebens1 und die ,historie soll nur insoweit getrieben werden1 als sie einer solchen ,gesundheitslehre frderlich ist4 ,was ist an der ,geschichtsbetrachtung lebenfrdernd8 ,diese ,frage stellt ,nietzsche in seiner ,historie1 und er steht damit bereits auf dem ,boden1 den er in dem ,s4 #i f4 angefhrten ,satz aus ,jenseits von ,gut und ,bse bezeichnet4 #ci4 ,in besonders starkem ,grade wirkt der gesunden ,entwickelung der ,eigenpersnlichkeit jene ,gesinnung entgegen1 die in dem brgerlichen ,philister zur ,erscheinung kommt4 ,ein ,philister ist der ,gegensatz zu einem ,menschen1 der in dem freien ,ausleben seiner ,anlagen ,befriedigung findet4 ,der ,philister will dieses ,ausleben nur insoweit gelten lassen1 als es einem gewissen ,durchschnittsma der menschlichen ,begabung entspricht4 ,so lange der ,philister innerhalb seiner ,grenzen bleibt1 ist gegen ihn nichts einzuwenden4 ,wer ein ,durchschnittsmensch bleiben will1 der hat das mit sich abzumachen4 ,nietzsche fand unter seinen ,zeitgenossen solche1 die ihre philisterhafte ,gesinnung zur ,normalgesinnung fr alle ,menschen machen wollten1 die ihre ,philisterhaftigkeit als das einzige1 wahre ,menschentum ansahen4 ,zu ihnen rechnet er ,dav4 ,friedr4 ,strau1 den sthetiker ,friedr4 ,theodor ,vischer u4 ,a4 ,vischer1 glaubt er1 habe das ,philisterbekenntnis unumwunden abgelegt in einer ,rede1 die er zum ,andenken ,hlderlins gehalten hat4 ,er sieht es in den ,worten3 ,er 7,hlderlin7 war eine der unbewaffneten ,seelen1 er war der ,werther ,griechenlands1 ein hoffnungslos ,verliebter2 es war ein ,leben voll ,weichheit und ,sehnsucht1 aber auch ,kraft und ,inhalt war in seinem ,leben1 ,flle und ,leben in seinem ,stil1 der da und dort sogar an ,aeschylus gemahnt4 ,nur hatte sein ,geist zu wenig vom ,harten2 es fehlte ihm als ,waffe der ,humor2 er konnte es nicht ertragen1 da man noch kein ,barbar ist1 wenn man ein ,philister ist4 7,david ,strau #b47 ,der ,philister will hervorragenden ,menschen nicht geradezu die ,existenzberechtigung absprechen2 aber er meint3 sie gehen an der ,wirklichkeit zu ,grunde1 wenn sie sich nicht abzufinden wissen mit den ,einrichtungen1 die der ,durchschnittsmensch seinen ,bedrfnissen entsprechend geschaffen hat4 ,diese ,einrichtungen seien einmal das ,einzige1 was wirklich1 was vernnftig ist1 und in sie msse sich auch der groe ,mensch fgen4 ,aus dieser ,philistergesinnung heraus hat ,david ,strau sein ,buch ,der alte und der neue ,glaube geschrieben4 ,gegen dieses ,buch oder vielmehr gegen die in ihm zum ,ausdruck gekommene ,gesinnung wendet sich die erste der ,nietzscheschen ,unzeitgemen ,betrachtungen3 ,david ,strau1 der ,bekenner und ,schriftsteller 7#ahgc74 ,der ,eindruck der neueren naturwissenschaftlichen ,errungenschaften auf den ,philister ist ein solcher1 da er sagt3 ,der christliche ,ausblick auf ein unsterbliches1 himmlisches ,leben ist1 samt den andern ,trstungen der christlichen ,religion1 unrettbar dahingefallen4 7,david ,strau #d47 ,er will sich das ,leben auf der ,erde gem den ,vorstellungen der ,naturwissenschaft behaglich1 d4 h4 so behaglich1 wie es dem ,philister entspricht1 einrichten4 ,nun zeigt der ,philister1 wie man glcklich und zufrieden sein kann1 trotzdem man wei1 da kein hherer ,geist ber den ,sternen waltet1 sondern die starren1 gefhllosen ,krfte der ,natur ber alles ,weltgeschehen herrschen4 ,wir haben whrend der letzten ,jahre lebendigen ,anteil genommen an dem groen nationalen ,krieg und der ,aufrichtung des deutschen ,staates1 und wir finden uns durch diese so unerwartete als herrliche ,wendung der ,geschicke unserer vielgeprften ,nation im ,innersten erhoben4 ,dem ,verstndnis dieser ,dinge helfen wir durch geschichtliche ,studien nach1 die jetzt mittelst einer ,reihe anziehend und volkstmlich geschriebener ,geschichtswerke auch dem ,nichtgelehrten leicht gemacht sind2 dabei suchen wir unsere ,naturerkenntnisse zu erweitern1 wozu es an gemeinverstndlichen ,hlfsmitteln gleichfalls nicht fehlt2 und endlich finden wir in den ,schriften unserer groen ,dichter1 bei den ,auffhrungen der ,werke unserer groen ,musiker eine ,anregung fr ,geist und ,gemt1 fr ,phantasie und ,humor1 die nichts zu wnschen brig lt4 ,so leben wir1 so wandeln wir beglckt4 7,strau1 ,der alte und neue ,glaube #hh47 ,es ist das ,evangelium des trivialsten ,lebensgenusses1 das aus diesen ,worten spricht4 ,alles1 was ber das ,triviale hinausgeht1 nennt der ,philister ungesund4 ,strau sagt von der ,neunten ,symphonie ,beethovens1 da diese nur bei denen beliebt sei1 welchen das ,barocke als das ,geniale1 das ,formlose als das ,erhabene gilt 7,der alte und neue ,glaube #aji72 von ,schopenhauer wei der ,messias des ,philistertums zu verknden1 da man an eine so ungesunde und unersprieliche ,philosophie wie die ,schopenhauersche keine ,grnde1 sondern hchstens nur ,worte und ,scherze verschwenden drfe4 7,david ,strau #f47 ,gesund nennt der ,philister nur das1 was der ,durchschnittsbildung entspricht4 ,als sittliches ,urgebot stellt ,strau den ,satz auf3 ,alles sittliche ,handeln ist ein ,sichbestimmen des ,einzelnen1 nach der ,idee der ,gattung4 7,der alte und neue ,glaube #gd47 ,nietzsche erwidert darauf3 ,ins ,deutliche und ,greifbare bertragen heit das nur3 lebe als ,mensch und nicht als ,affe oder ,seehund4 ,dieser ,imperativ ist leider nur durchaus unbrauchbar und kraftlos1 weil unter dem ,begriff ,mensch das ,mannigfaltigste zusammen im ,joche geht1 z4 ,b4 der ,patagonier und der ,magister ,strau1 und weil niemand wagen wird1 mit gleichem ,rechte zu sagen3 lebe als ,patagonier6 und3 lebe als ,magister ,strau6 7,dav4 ,strau #g47 ,es ist ein ,ideal1 und zwar ein ,ideal jmmerlichster ,art1 das ,strau den ,menschen vorsetzen will4 ,und ,nietzsche protestiert dagegen2 er protestiert1 weil in ihm ein lebhafter ,instinkt ruft3 lebe nicht1 wie der ,magister ,strau1 sondern lebe1 wie es dir angemessen ist6 #dj4 ,erst in der ,schrift3 ,menschliches1 ,allzumenschliches 7#ahgh7 erscheint ,nietzsche frei von dem ,einflusse der ,schopenhauerschen ,denkweise4 ,er hat es aufgegeben1 bernatrliche ,ursachen fr die natrlichen ,ereignisse zu suchen2 er strebt nach natrlichen ,erklrungsgrnden4 ,er sieht jetzt alles ,menschenleben als eine ,art natrlichen ,geschehens an2 in dem ,menschen sieht er das hchste ,naturprodukt4 ,man lebt zuletzt unter den ,menschen und mit sich wie in der ,natur1 ohne ,lob1 ,vorwrfe1 ,ereiferung1 an vielem sich wie an einem ,schauspiel weidend1 vor dem man sich bisher nur zu frchten hatte4 ,man wre die ,emphasis los und wrde die ,anstachelung des ,gedankens1 da man nicht nur ,natur oder mehr als ,natur sei1 nicht weiter empfinden 44444 es mu ein ,mensch1 von dem in solchem ,mae die gewhnlichen ,fesseln des ,lebens abgefallen sind1 da er nur deshalb weiter lebt1 um immer besser zu erkennen1 auf alles1 ja fast auf alles1 was bei den anderen ,menschen ,wert hat1 ohne ,neid und ,verdru verzichten knnen2 ihm mu als der wnschenswerteste ,zustand jenes freie1 furchtlose ,schweben ber ,menschen1 ,sitten1 ,gesetzen und den herkmmlichen ,schtzungen der ,dinge gengen4 7,menschliches ,i4 #hd47 ,nietzsche hat bereits allen ,glauben an ,ideale aufgegeben2 er sieht in den menschlichen ,handlungen nur noch ,folgen natrlicher ,ursachen1 und in dem ,erkennen dieser ,ursachen findet er seine ,befriedigung4 ,er findet1 da man eine unrichtige ,vorstellung von den ,dingen bekommt1 wenn man blo das an ihnen sieht1 was von dem ,lichte der idealistischen ,erkenntnis beleuchtet wird4 ,es entgeht einem dann das1 was von den ,dingen im ,schatten liegt4 ,nietzsche will jetzt nicht nur die ,sonnen-1 sondern auch die ,schattenseite der ,dinge kennen lernen4 ,aus diesem ,streben ging die ,schrift3 ,der ,wanderer und sein ,schatten hervor 7#ahgi74 ,er will in diesem ,buche die ,erscheinungen des ,lebens von allen ,seiten erfassen4 ,er ist ,wirklichkeitsphilosoph im besten ,sinne des ,wortes geworden4 ,in der ,morgenrte 7#ahha7 schildert er den moralischen ,proze in der ,menschheitsentwickelung als einen ,naturvorgang4 ,schon in dieser ,schrift zeigt er1 da es keine berirdische sittliche ,weltordnung1 keine ewigen ,gesetze des ,guten und ,bsen giebt1 und da alle ,sittlichkeit entsprungen ist aus den in den ,menschen waltenden natrlichen ,trieben und ,instinkten4 ,nun war die ,bahn frei gemacht fr den originellen ,wandergang ,nietzsches4 ,wenn keine auermenschliche ,macht dem ,menschen eine bindende ,verpflichtung auferlegen kann1 dann ist er berechtigt1 das eigene ,schaffen frei walten zu lassen4 ,diese ,erkenntnis ist das ,leitmotiv der frhlichen ,wissenschaft 7#ahhb74 ,keine ,fessel ist nun dieser freien ,erkenntnis ,nietzsches mehr angelegt4 ,er fhlt sich berufen1 neue ,werte zu schaffen1 nachdem er den ,ursprung der alten erkannt und gefunden hat1 da sie nur menschliche1 keine gttlichen ,werte sind4 ,er wagt es jetzt1 das zu verwerfen1 was seinen ,instinkten widerspricht1 und anderes an die ,stelle zu setzen1 was seinen ,trieben gem ist3 ,wir ,neuen1 ,namenlosen1 ,schlechtverstndlichen1 wir ,frhgeburten einer noch unbewiesenen ,zukunft -- wir bedrfen zu einem neuen ,zwecke auch eines neuen ,mittels1 nmlich einer neuen ,gesundheit1 einer strkeren1 gewitzteren1 zheren1 verwegeneren1 lstigeren1 als alle ,gesundheiten bisher waren4 ,wessen ,seele darnach drstet1 den ganzen ,umfang der bisherigen ,werte und ,wnschbarkeiten erlebt und alle ,knste dieses idealischen ,mittelmeeres umschifft zu haben1 wer aus den ,abenteuern der eigensten ,erfahrungen wissen will1 wie es einem ,eroberer und ,entdecker des ,ideals zu ,mute ist 444 der hat zu allererst ,eins ntig1 die groe ,gesundheit 4444 ,und nun1 nachdem wir lange dergestalt unterwegs waren1 wir ,argonauten des ,ideals1 mutiger vielleicht1 als klug ist 444 will es uns scheinen1 als ob wir1 zum ,lohn dafr1 ein noch unentdecktes ,land vor uns haben 4444 ,wie knnten wir uns1 nach solchen ,ausblicken und mit einem solchen ,heihunger in ,gewissen und ,wissen1 noch am gegenwrtigen ,menschen gengen lassen6 7,frhliche ,wissenschaft #chb47 #da4 ,aus der in den vorstehenden ,stzen charakterisierten ,stimmung heraus erwuchs ,nietzsche das ,bild seines bermenschen4 ,es ist das ,gegenbild des ,gegenwartsmenschen2 es ist vor allem das ,gegenbild des ,christen4 ,im ,christentum ist der ,widerspruch gegen die ,pflege des starken ,lebens ,religion geworden4 7,antichrist #e47 ,der ,stifter dieser ,religion lehrte3 da vor ,gott das verchtlich ist1 was vor den ,menschen ,wert hat4 ,in dem ,gottesreich will der ,christ alles verwirklicht finden1 was ihm auf ,erden mangelhaft erscheint4 ,das ,christentum ist die ,religion1 die dem ,menschen alle ,sorge fr das irdische ,leben benehmen will2 es ist die ,religion der ,schwachen1 die sich gerne als ,gebot vorsetzen lassen3 ,widerstrebe nicht dem ,bsen und dulde alles ,ungemach1 weil sie nicht stark genug sind zum ,widerstande4 ,der ,christ hat keinen ,sinn fr die vornehme ,persnlichkeit1 die aus ihrer eigenen ,wirklichkeit ihre ,kraft schpfen will4 ,er glaubt1 der ,blick fr das ,menschenreich verderbe die ,sehkraft fr das ,gottesreich4 ,auch die vorgeschritteneren ,christen1 die nicht mehr glauben1 da sie am ,ende der ,tage in ihrer leibhaftigen ,gestalt wieder auferstehen werden1 um entweder in das ,paradies aufgenommen oder in die ,hlle verstoen zu werden1 trumen von gttlicher ,vorsehung1 von einer bersinnlichen ,ordnung der ,dinge4 ,auch sie sind der ,ansicht1 da sich der ,mensch ber seine blo irdischen ,ziele erheben und in ein ideales ,reich einfgen msse4 ,sie glauben1 da das ,leben einen rein geistigen ,hintergrund habe1 und da es erst dadurch einen ,wert erhalte4 ,nicht die ,instinkte fr ,gesundheit1 ,schnheit1 ,wachstum1 ,wohlgeratenheit1 ,dauer1 fr ,hufung von ,krften will das ,christentum pflegen1 sondern den ,ha gegen den ,geist1 gegen ,stolz1 ,mut1 ,vornehmheit1 gegen das ,selbstvertrauen und die ,freiheit des ,geistes1 den ,ha gegen die ,freuden der sinnlichen ,welt1 gegen die ,freude und ,heiterkeit der ,wirklichkeit1 in der der ,mensch lebt4 7,antichrist #ba47 ,das ,christentum bezeichnet das ,natrliche geradezu als verwerflich4 ,im christlichen ,gotte ist ein jenseitiges ,wesen1 d4 h4 ein ,nichts vergttlicht1 es ist der ,wille zum ,nichts heilig gesprochen4 7,antichrist #ah47 ,deshalb bekmpft ,nietzsche im ersten ,buche seiner ,umwertung aller ,werte das ,christentum4 ,und er wollte im zweiten und dritten ,buche auch die ,philosophie und ,moral der ,schwachen bekmpfen1 die sich nur in der ,rolle von ,abhngigen wohlgefallen4 ,weil der ,typus des ,menschen1 den ,nietzsche gezchtet sehen will1 das diesseitige ,leben nicht gering schtzt1 sondern dieses ,leben mit ,liebe umfat und es zu hoch stellt1 um glauben zu knnen1 da es nur einmal gelebt werden solle1 deshalb ist er nach der ,ewigkeit brnstig 7,zarathustra1 #c4 ,teil1 die sieben ,siegel7 und mchte1 da dieses ,leben unendlich oft gelebt werden knne4 ,nietzsche lt seinen ,zarathustra den ,lehrer der ewigen ,wiederkunft sein4 ,siehe1 wir wissen 444441 da alle ,dinge ewig wiederkehren und wir selber mit1 und da wir schon ewige ,male dagewesen sind1 und alle ,dinge mit uns4 7,zarath4 #c4 ,teil1 der ,genesende47 ,eine bestimmte ,meinung darber zu haben1 welche ,vorstellung ,nietzsche mit dem ,worte ewige ,wiederkunft verknpfte1 scheint mir gegenwrtig nicht mglich zu sein4 ,man wird darber erst ,genaueres sagen knnen1 wenn die ,aufzeichnungen ,nietzsches zu den unvollendeten ,teilen seines ,willens zur ,macht in der zweiten ,abteilung der ,gesamtausgabe seiner ,werke vorliegen werden4