,anmerkungen zur ,transkription ,der vorliegende ,text wurde anhand der #aiac erschienenen ,buchausgabe so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,zeichensetzung und offensichtliche typographische ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,unterschiedliche ,schreibweisen sowie ungewhnliche ,ausdrcke wurden dagegen beibehalten4 ,auf ,s4 #gc erscheint im laufenden ,text eine ,strichzeichnung dreier ,tische1 die in ,hufeisenform aufgestellt sind4 ,dies wird in der vorliegenden ,textfassung mit dem ,ausdruck ,skizze angedeutet4 ,passagen in ,kursivschrift werden durch ,unterstriche hervorgehoben2 gesperrte ,passagen sind von ,pluszeichen umgeben4 ,fettgedruckte ,textstellen sind mit ,gleichheitszeichen markiert4 ,erziehung und ,unterricht der ,blinden4 ,von ,friedrich ,zech ,direktor der ,prov4-,wilhelm-,augusta-,blindenanstalt in ,danzig-,knigsthal4 ,illustration ,danzig4 ,verlag und ,druck von ,a4 ,w4 ,kafemann ,g4 m4 b4 ,h4 #aiac ,vorwort4 ,die vorliegende ,schrift will in erster ,linie den angehenden ,blindenlehrern eine bersicht ihres reichen ,arbeitsgebietes geben4 ,zu dem ,zwecke ist versucht worden1 den ,blinden in seiner ,eigenart zu kennzeichnen und hieraus die ,grundstze fr seine ,erziehung und seinen ,unterricht abzuleiten4 ,ein ,eingehen auf ,spezialfragen methodischer ,art wurde vermieden1 um dem jungen ,lehrer die wichtige und interessante ,aufgabe3 ,anwendung der allgemeinen ,gesichtspunkte auf die methodische ,gestaltung des ,bildungsstoffes1 nicht zu verkrzen4 ,ich hoffe1 da die ,schrift den ,blindenlehrern auch bei der ,vorbereitung auf die ,fachprfungen gute ,dienste leisten wird4 ,fr ein weitergehendes ,studium gibt die bei den einzelnen ,kapiteln angefhrte ,literatur die ntigen ,fingerzeige1 desgleichen das im ,anhange gegebene ,verzeichnis wichtiger ,fachschriften und endlich die ,zusammenstellung bedeutungsvoller ,abhandlungen aus den bisher erschienenen #cb ,jahrgngen des ,blindenfreundes84 ber den engeren ,kreis der ,fachgenossen hinaus drfte das ,werk auch den ,landes- und ,kommunalbehrden und allen1 denen das ,wohl der ,blinden am ,herzen liegt1 manchen ,aufschlu ber ihre ,schutzbefohlenen und manche ,anregung fr eine ersprieliche ,ttigkeit auf dem ,gebiete der ,blindenbildung und der ,blindenfrsorge geben4 ,der ,provinzialverwaltung der ,provinz ,westpreuen1 durch deren tatkrftige ,frderung die ,herausgabe des ,buches erst mglich wurde1 sage ich auch an dieser ,stelle meinen tiefgefhlten ,dank4 ,danzig-,knigsthal1 im ,februar #aiac4 ,fr4 ,zech4 ,inhalt4 ,einleitung4 ,seite #a4 ,begriff der ,blindheit #g #b4 ,die hufigsten ,ursachen der ,erblindung #h #c4 ,statistik des ,blindenwesens #af ,i4 ,der ,gegenstand der ,erziehung3 der ,blinde4 #a4 ,einflu der ,blindheit auf die krperliche ,entwickelung #bb #b4 ,einflu der ,blindheit auf die geistige ,entwickelung #bg #c4 ,folgen der ,blindheit in sozialer ,beziehung #dd #d4 ,die erste ,erziehung des blinden ,kindes #eb ,,ii4 ,aufgaben der ,blindenbildung #eh ,,iii4 ,die ,blindenanstalt4 #a4 ,die baulichen ,anlagen #fg #b4 ,die ,ausstattung der ,anstalt #gb #c4 ,die ,hausordnung #hd ,,iv4 ,der ,blindenlehrer #id ,v4 ,die ,erziehung des ,zglings #ajc ,,vi4 ,die ,geistesbildung4 #a4 ,die physiologisch-psychologischen ,grundlagen4 ,a4 ,das ,tasten #aab ,b4 ,das ,hren #aca #b4 ,die ,anschauung als ,fundament des ,blindenunterrichts #acf #c4 ,die ,bedeutung der ,phantasie fr die ,geistesbildung #adi #d4 ,das ,gedchtnis #aee ,,vii4 ,der ,unterrichtsbetrieb4 #a4 ,der ,stundenplan #afa #b4 ,der ,lehrplan #afg #c4 ,die ,unterrichtsform #agj ,,viii4 ,blinde mit ,sehresten #age ,,ix4 ,schwachbefhigte ,blinde #aha ,x4 ,taubstummblinde #aij ,,xi4 ,berufsbildung #aif ,,xii4 ,frsorge #bji ,,xiii4 ,die geschichtliche ,entwickelung der ,blindenbildung #bai ,anhang4 #a4 ,verzeichnis von ,schriften1 deren ,studium dem angehenden ,blindenlehrer empfohlen werden kann #bcf #b4 ,zusammenstellung bedeutungsvoller ,abhandlungen aus den vorliegenden #cb ,jahrgngen des ,blindenfreundes8 #bcg #c4 ,personen- und ,sachregister #bej ,abkrzungen3 ,bldfrd4 ,der ,blindenfreund81 ,zeitschrift fr ,verbesserung des ,loses der ,blinden4 ,dren 7,rheinland74 ,jhrlich #ab ,nummern4 ,kongr4-,ber4 ,berichte ber die ,verhandlungen der ,blindenlehrer-,kongresse4 ,bei den ,literaturangaben am ,schlusse der einzelnen ,kapitel sind die bezglichen ,abschnitte des ,encyklopdischen ,handbuchs des ,blindenwesens von ,alexander ,mell1 ,wien und ,leipzig #ahii8 nicht ausdrcklich erwhnt4 ,es wird an dieser ,stelle auf das ,werk hingewiesen4 ,einleitung4 #a4 ,begriff der ,blindheit4 ,in wissenschaftlichem ,sinne ist ein ,auge blind1 wenn in ihm die ,sehkraft ganz erloschen ist1 d4 h4 wenn die lichtempfindlichen ,schichten des ,auges vollkommen zu funktionieren aufgehrt haben4 ,ein solches ,auge kann nicht mehr hell und dunkel unterscheiden4 ,fr das praktische ,leben mu aber die ,grenze des ,begriffs ,blindheit8 weiter gesteckt werden4 ,der ,augenarzt ,professor ,schmidt-,rimpler gibt folgende ,definition3 ,als blind ist derjenige zu bezeichnen1 welcher bei gewhnlicher ,beleuchtung ,finger nicht weiter als in ca4 m ,entfernung zhlt48 ,vom ,standpunkt der ,selbsterhaltung des ,individuums bestimmt ,fuchs die ,blindheit3 ,wir nennen denjenigen blind1 dessen ,sehvermgen in unheilbarer ,weise so sehr herabgesetzt ist1 da ihm dadurch jeder ,beruf unmglich gemacht ist1 welcher den ,gebrauch der ,augen verlangt48 ,der beste praktische ,mastab fr die ,erblindung ist durch das ,orientierungsvermgen gegeben4 ,man kann annehmen1 da derjenige an der ,grenze der ,orientierungsfhigkeit steht1 welcher die vorgehaltenen ,finger ca4 #a m ,entfernung nicht mehr zu zhlen vermag4 ,ein solcher ,mensch kann sich in der ,regel nicht ohne fremde ,hilfe in einem unbekannten ,raume orientieren4 ,demnach wre derjenige als blind zu bezeichnen1 welcher nicht imstande ist1 bei guter ,tagesbeleuchtung sich allein zu fhren4 ,fr die ,entscheidung darber1 ob ein ,kind in eine ,blindenanstalt gehrt oder nicht1 reichen die gegebenen ,erklrungen aber nicht aus4 ,tatschlich befinden sich in den ,anstalten viele ,kinder1 die im obigen ,sinne nicht blind sind4 ,hier mu das entscheidende ,moment darin gesucht werden1 ob das ,kind noch imstande ist1 die ,volksschule zu besuchen4 ,solche ,kinder1 deren ,sehschrfe so mangelhaft ist1 da sie deshalb an dem ,unterricht sehender ,kinder nicht mit ,erfolg teilnehmen knnen1 mssen die ,blindenschule besuchen4 ,diese ,notwendigkeit tritt in der ,regel ein1 wenn das ,kind nur ber der normalen ,sehschrfe oder darunter verfgt4 ,nach dem preuischen ,gesetz zur ,beschulung blinder und taubstummer ,kinder vom #g4 ,august #aiaa sind nicht nur die vllig blinden ,kinder zum ,besuch einer ,blindenanstalt verpflichtet1 sondern auch solche ,kinder1 die so schwachsichtig sind1 da sie den blinden ,kindern gleichgeachtet werden mssen4 #b4 ,die hufigsten ,ursachen der ,erblindung4 ,die ,blindheit kann angeboren oder erworben sein4 ,die ,flle der ersten ,art sind bei weitem seltener als die der zweiten4 ,angeborene ,blindheit wird bedingt durch ,mibildungen des ,auges whrend der ,entwickelung im ,mutterleibe4 ,hierher gehren3 ,angeborener ,star1 ,fehlen des ,augapfels1 ,fehlen der ,iris1 angeborene ,kurzsichtigkeit mit ,netzhautablsung1 ,mibildungen des ,sehnervs4 ,als erworben wird die ,blindheit dann bezeichnet1 wenn sie aufgetreten ist1 nachdem das betreffende ,individuum vorher sehfhige ,augen gehabt hat4 ,nachstehend seien einige ,ursachen der ,erblindung genannt4 ,die ,erblindung infolge der ,pockenkrankheit war frher auerordentlich hufig4 ,die ,pockenblasen greifen oft die ,hornhaut an und zerstren sie4 ,in ,deutschland hatten im vorigen ,jahrhundert #ce aller ,blinden ihr ,augenlicht durch die ,pocken verloren4 ,in neuerer ,zeit ist infolge der obligatorischen ,impfung die ,krankheit und mit ihr die ,gefahr der ,erblindung durch die ,pocken nahezu verschwunden4 ,einen groen ,anteil an ,augenerkrankungen und ,erblindungen hat die ,augenentzndung der ,neugeborenen 7,blennorrhoea neonatorum74 ,die ,krankheit uert sich dadurch1 da in den ersten ,lebenstagen das ,auge einen eitrigen ,schleim absondert1 der weit herausspritzt1 wenn man die ,augenlider des ,kindes auseinanderzieht4 ,die ,eiterabsonderung wird hervorgerufen durch ,mikroorganismen1 die sogenannten ,eiterkokken4 ,diese knnen verschiedener ,art sein1 so kann z4 ,b4 der ,erreger der ,lungenentzndung1 der ,pneumokokkus1 ,blennorrhe hervorrufen4 ,in den meisten1 und zwar den schweren ,fllen1 handelt es sich um den ,gonokokkos1 jenen ,eiterkokkos1 welcher sich in den ,schleimabsonderungen der ,tripperkrankheit findet4 ,die bertragung auf das ,auge geschieht in der ,regel whrend des ,geburtsaktes1 indem etwas ,eiter aus den mtterlichen ,geschlechtswegen an den ,augenlidern des ,kindes haften bleibt und von da aus in die ,lidspalte hineingelangt4 ,aber auch spter kann durch die infizierten ,hnde der ,wchnerin oder der ,pflegerin eine bertragung auf das kindliche ,auge stattfinden4 ,die ,krankheit macht sich gewhnlich in der ,zeit vom zweiten bis fnften ,tage nach der ,geburt bemerkbar4 ,es entsteht eine ,bindehautentzndung mit starker ,eiterabsonderung4 ,der ,eiter ist auch fr andere ,augen sehr ansteckend4 ,bei lngerem ,bestande der ,krankheit und nicht entsprechender ,behandlung und ,pflege wird die ,hornhaut angegriffen1 mit deren ,zerstrung auch das ,sehvermgen schwindet4 ,nach ,ablauf der ,entzndung ist der ,augapfel entweder zu einem grauweien ,gebilde zusammengeschrumpft oder er bildet eine bergroe1 blulich-schwarze ,kugel1 die sich oft rastlos hin- und herbewegt4 ,bei ,erwachsenen entsteht ,blennorrhe ebenfalls durch bertragung des ,tripperschleims auf das ,auge4 ,die durch die ,augenentzndung der ,neugeborenen hervorgerufenen ,erblindungen sind in neuerer ,zeit erheblich zurckgegangen1 doch ist der ,prozentsatz immer noch ein hoher4 ,nach den ,feststellungen des ,professors ,cohn in ,breslau waren im ,jahre #aija von den ,insassen der deutschen ,blindenanstalten im ,durchschnitt #bj infolge von ,blennorrhe erblindet4 ,es ist dies um so bedauerlicher1 als durch geeignete rztliche ,manahmen der ,ausbruch der ,krankheit sicher vermieden werden kann4 ,das ,verdienst1 den sichern ,weg zur ,verhtung der ,blennorrhe gewiesen zu haben1 gebhrt dem ,arzt ,cred 7 #ahib74 ,als ,leiter der ,entbindungsanstalt und ,hebammenschule in ,leipzig hatte er ,gelegenheit1 an einer groen ,zahl von ,neugeborenen sein ,verfahren zu erproben4 ,es besteht darin1 da allen ,kindern ohne ,ausnahme unmittelbar nach dem ersten ,bade ein ,tropfen einer zweiprozentigen ,hllensteinlsung in jedes ,auge eingetrufelt wird4 ,jede weitere ,behandlung ist berflssig4 ,das bereits infizierte ,auge wird durch diese ,eintrufelung mit ,sicherheit gerettet2 das gesunde ,auge hat davon keinen ,schaden#a4 ,das ,credsche ,verfahren wird in den ffentlichen ,entbindungsanstalten durchweg mit absolutem ,erfolge angewandt4 ,auch die ,hebammen werden bei ihrer ,ausbildung in der ,anwendung des ,mittels gebt4 ,in den meisten deutschen ,staaten ist ihnen das ,credisieren zur ,pflicht gemacht4 ,wenn trotzdem immer noch eine groe ,zahl von ,erblindungen durch ,blennorrhe vorkommt1 so liegt dies daran1 da besonders auf dem ,lande nicht immer geprfte ,hebammen als ,geburtshelferinnen zugezogen werden4 ,die ,krnerkrankheit oder ,trachom wird auch wohl gyptische ,augenentzndung genannt1 weil sie angeblich zur ,zeit der napoleonischen ,kriege am ,anfange des #ai4 ,jahrhunderts aus gypten nach ,europa eingeschleppt worden ist4 ,tatschlich ist dies ein ,irrtum2 die ,krankheit war schon seit dem ,altertum in ,europa bekannt4 ,wohl aber gewann das ,trachom durch die erwhnten ,kriege groe ,ausdehnung1 da es sehr ansteckend ist2 in der preuischen ,armee erkrankten in der ,zeit von #ahac-ahag an #bejjj ,mann daran4 ,in ,ruland und ,ungarn ist die ,krankheit sehr hufig2 auch im ,osten ,deutschlands tritt sie epidemisch1 besonders in ,schulen1 auf4 ,das ,trachom besteht in einer ,bindehautentzndung mit ,krnerbildung in der bergangsfalte der ,lider zum ,augapfel4 7,trachom ,rauhigkeit2 die ,bindehaut wird nmlich rauh durch die eingelagerten ,wucherungen47 ,spter schrumpft die ,bindehaut2 in der ,hornhaut bilden sich neue ,gefe1 und es entstehen in ihr ,geschwre und tiefe ,zerstrungen4 ,jedes ,trachom ist heilbar1 nur mu der ,patient zum ,arzt kommen1 solange das ,leiden sich im ersten ,stadium befindet1 d4 h4 auf die ,bindehaut beschrnkt ist4 ,er mu aber auch lange genug in der ,behandlung bleiben1 da das ,trachom ein langwieriges ,leiden ist4 ,nach ,magnus 7,die ,jugendblindheit87 betrgt die ,zahl der durch die ,krnerkrankheit ,erblindeten #i1e4 ,zahlreiche ,erblindungen treten auch durch uere ,verletzungen ein2 es sind #d bis #aj4 ,verletzungen der ,augen erfolgen entweder bei der ,arbeit oder auerhalb derselben durch ble ,zuflle1 durch ,leichtsinn oder ,bswilligkeit4 ,bei ,kindern treten ,verletzungen vielfach beim ,spiel ein4 ,das berchtigte ,quartett3 ,messer1 ,gabel1 ,schere und ,licht spielt dabei eine verhngnisvolle ,rolle4 ,auch durch die ,armbrust1 durch ,zndhtchen1 durch ,schiepulver und ,kalk gehen viele ,augen verloren4 ,die ,eltern knnen nicht dringend genug gewarnt werden1 ihre ,kinder vor solchen gefhrlichen ,spielzeugen zu bewahren4 ,zu erwhnen ist auch1 da zuweilen eine ,erblindung infolge eines ,selbstmordversuchs eintritt1 weil die ,kugel einen oder beide ,sehnerven durchtrennt hat4 ,viele ,augen gehen auch durch die sympathische ,entzndung zugrunde4 ,wenn nmlich ein ,auge durch eine schwere ,verletzung sich entzndet und vereitert1 so mu es in den meisten ,fllen entfernt werden1 weil sonst auch auf dem andern ,auge eine ,entzndung auftreten wrde1 die fast durchweg zur ,erblindung fhrt1 eben die sogenannte sympathische4 ,oft geht schon nach vier ,wochen das unverletzte ,auge ganz schleichend zugrunde1 zuweilen ohne wesentlichen ,schmerz4 ,ist die sympathische ,entzndung erst ausgebrochen1 dann ntzt das ,herausnehmen des verletzten ,auges meist nichts mehr1 und der ,kranke verliert beide ,augen4 ,das ,publikum mu daher immer wieder belehrt werden1 da bei jeder ,verletzung eines ,auges das andere stets gefhrdet ist und da nur schnellste sachverstndige rztliche ,hilfe ,rettung bringen kann4 ,die bisher genannten ,erblindungsursachen sind sicher vermeidbar4 ,bei einigen der nun folgenden ,erkrankungen kann die ,kunst des ,arztes zuweilen die ,katastrophe abwenden oder wenigstens mildern1 bei den andern ist ,hilfe meist ausgeschlossen4 ,die ,skrophulose fhrt in vielen ,fllen zu mehr oder weniger schweren ,erkrankungen der ,hornhaut4 ,in allen augenrztlichen ,kliniken der ,grostdte stellen die schwchlichen1 bleichen1 schlecht genhrten skrophulsen ,kinder das grte ,kontingent4 ,allgemeine ,krftigung des ,krpers durch gute ,nahrung1 gesunde ,wohnung1 frische ,luft etc4 kommt bei solchen ,kindern natrlich auch den ,augen zugute4 ,skrophulse ,erkrankungen der ,augen fhren brigens nur selten zu vlliger ,erblindung1 meist hinterlassen sie nur mehr oder weniger erhebliche ,sehstrungen4 ,nach manchen ,infektionskrankheiten1 z4 ,b4 ,masern1 ,scharlach1 ,typhus und epidemischer ,genickstarre1 treten zuweilen ,augenentzndungen ein1 die zur ,erblindung fhren knnen4 ,infolge dieser ,erblindungen verschrumpft das ,auge entweder ganz1 oder die durchsichtige ,hornhaut wird durch ,geschwre mit zurckbleibenden ,narben so getrbt1 da ein hinreichender ,lichteinfall nicht mehr mglich ist4 ,die ,erblindungen infolge von ,syphilis betragen zwar nur 4 ,allein es darf nicht vergessen werden1 da im ,gefolge dieser ,krankheit1 oft erst nach vielen ,jahren1 ,gehirn- und ,rckenmarksleiden auftreten1 die zur ,erblindung fhren4 ,auch unter den weiter unten erwhnten ,erblindungen durch ,regenbogenhaut- oder ,aderhautentzndungen besteht oft ein ,zusammenhang mit der ,syphilis4 ,nach ,katz lt sich der ,beweis liefern1 da #ab smtlicher ,augenkranken frher syphilitisch waren4 ,der grne ,star oder das ,glaukom besteht in einer ,vermehrung der ,flssigkeitsmenge im ,augapfel4 ,dadurch wird die ,spannung1 unter der die ueren ,augenhute stehen1 vermehrt1 der ,augendruck wird erhht4 ,die ,pupille erweitert sich und nimmt eine grnliche ,frbung an4 ,mit der ,erhhung des ,augendrucks entwickelt sich ein ,schwund1 eine ,aushhlung8 des ,sehnervs1 die die ,ursache der ,erblindung wird4 ,der groe ,augenarzt ,graefe hat die hufige ,heilbarkeit des ,glaukoms durch die ungefhrliche ,operation der knstlichen ,pupillenbildung nachgewiesen4 ,ist das ,glaukom angeboren oder tritt es in der ersten ,kindheit auf1 so dehnen sich infolge der ,drucksteigerung im ,innern des ,auges die noch zarten ,hllen desselben so stark aus1 da das ,auge sich unnatrlich vergrert4 ,so entsteht das ,ochsenauge 7,buphthalmus74 ,die ,erblindung geschieht wie beim ,erwachsenen durch ,aushhlungsschwund des ,sehnervs4 ,die ,regenbogenhautentzndung 7,iritis7 fhrt nur dann zur ,erblindung1 wenn sie in komplizierter ,form auftritt4 ,es entstehen dann ,verwachsungen des ,randes der ,pupille mit der dahinter liegenden ,linse1 wodurch sich die ,pupille verengt1 unrund und zackig begrenzt wird4 ,die komplizierten ,formen der ,iritis sind meist die ,folgen von ,allgemeinerkrankungen1 z4 ,b4 ,syphilis1 ,tuberkulose1 ,diabetes4 ,die ,netzhautablsung 7,amotio retinae7 ist zwar nicht immer1 aber doch vorwiegend die ,folge hochgradiger ,kurzsichtigkeit4 ,verliert die ,netzhaut durch ,erkrankung des ,auges ihren natrlichen ,zusammenhang mit der ,aderhaut1 von welcher sie ernhrt wird1 so geht sie ihrer ,funktion verlustig1 und das ,auge erblindet4 ,bei dieser ,krankheit und auch bei der folgenden liegt die ,grundursache hufig in der ,blutsverwandtschaft der ,eltern4 ,durch ,einschrnkung der ,verwandtenehen lieen sich die ,erblindungsflle verringern4 ,die ,pigmentdegeneration 7,retinitis pigmentosa71 auch getigerte ,netzhaut genannt1 besteht in der ,einwanderung von schwarzen ,farbstoffkrnchen in die ,netzhaut1 wodurch eine langsame ,abnahme des ,sehvermgens hervorgerufen wird1 bis vllige ,erblindung eintritt4 ,die ,krankheit tritt meist im jugendlichen ,alter auf1 kann aber auch schon im ,mutterleibe erworben sein4 ,nach ,magnus haben #ac aller ,jugendblinden ihr ,sehvermgen durch die ,retinitis pigmentosa verloren4 ,hufig bestehen gleichzeitig noch andere ,gebrechen1 z4 ,b4 ,taubheit4 ,die ,sehnervenentzndung 7,neuritis optica7 fhrt je nach dem ,grade1 in welcher sie auftritt1 zu geringen oder erheblichen ,sehstrungen bis zu vlliger ,erblindung 7,sehnervenschwund1 ,atrophia nervi optici74 ,die ,krankheit kann selbststndig auftreten1 oder sie ist die ,folge einer ,erkrankung des gesamten ,organismus 7,syphilis1 chronische ,blei-1 ,tabak- oder ,alkoholvergiftung71 oder sie hat endlich ihren ,grund in ,gehirn- und ,rckenmarksleiden4 ,auch ,schdelmibildungen1 z4 ,b4 ,wasserkopf und ,turmschdel1 fhren oft zu einem ,schwund der ,sehnerven4 ,das ,auge bleibt uerlich meist normal1 aber die ,pupille1 die bald abnorm weit1 bald abnorm enge sein kann1 ist auf ,lichteinfall unvernderlich4 ,die ,krankheit ist unheilbar1 der ,prozentsatz der ,erblindungen infolge von ,sehnervenschwund ist ein hoher4 ,der graue ,star 7,cataracta7 besteht in einer ,trbung der ,kristallinse4 ,das ,auge erscheint uerlich normal1 die ,hornhaut durchsichtig und glnzend1 die ,pupille rund und beweglich1 aber grau gefrbt2 der ,lichtschein des ,auges ist erhalten4 ,der graue ,star tritt meist im hheren ,alter auf4 ,durch ,entfernung der getrbten ,linse und ,ersatz derselben durch ein starkes ,konvexglas kann wieder ein gutes ,sehvermgen geschaffen werden4 ,der graue ,star kann auch angeboren sein4 ,eine erfolgreiche ,operation ist in diesem ,falle aber nur dann mglich1 wenn sie im ersten oder sptestens im zweiten ,lebensjahre ausgefhrt wird#b4 ,da das ,auge in engster ,beziehung zum ,nervensystem steht1 so kann durch ,erkrankung desselben1 insbesondere des ,zentralorgans1 auch das ,auge in ,mitleidenschaft gezogen werden4 ,tatschlich werden viele ,erblindungen durch organische ,erkrankungen des ,nervensystems hervorgerufen4 ,hierher gehren die bereits erwhnte ,retinitis pigmentosa und die ,entzndungen des ,sehnervs4 ,ferner knnen ,geschwlste des ,gehirns1 ,entzndungen der ,hirnhaut1 ,wucherungen in der ,hirnhaut1 wie sie hufig infolge von ,syphilis entstehen1 ,gehirnerweichung1 ,rckenmarksschwindsucht und andere ,erkrankungen des ,nervensystems zur ,erblindung fhren4 #dj ,prozent aller ,erblindungen sind als vermeidbar anzusehen4 ,wrde es gelingen1 diese vermeidbaren ,erblindungen tatschlich fernzuhalten1 so gbe es nach der ,schtzung von ,fuchs in ,europa etwa #ajjjjj ,blinde weniger4 ,durch ,aufklrung des groen ,publikums knnte dieses ,ziel wenigstens zum ,teil erreicht werden4 ,insbesondere mten die ,eltern belehrt werden1 wie sie ihre ,kinder vor der ,blindheit bewahren knnen4 ,zu diesem ,zwecke wird von den ,standesmtern der ,rheinprovinz ein ,flugblatt jedem ,vater ausgehndigt1 der die ,geburt eines ,kindes anmeldet4 ,das ,blatt enthlt zwei kurze ,abhandlungen3 #a4 ,was sollen die ,eltern tun1 um ihre sehenden ,kinder vor der ,blindheit zu behten8 #b4 ,wie sollen die ,eltern ihre blinden ,kinder in der ersten ,jugend zu ,hause behandeln und erziehen8 ,das ,beispiel der ,rheinprovinz hat auch in anderen deutschen ,landesteilen ,beachtung und ,nachahmung gefunden4 ,andeutungsweise mgen hier noch einige ,formen von ,sehstrungen erwhnt sein1 welche die ,sprache mit der ,bezeichnung blind8 in ,zusammenhang bringt4 ,die ,nachtblindheit besteht darin1 da die von ihr heimgesuchten ,personen nur bei heller ,beleuchtung gut sehen1 in der ,dmmerung aber nichts wahrnehmen1 so da sie kaum noch allein gehen knnen4 ,die ,ursache liegt wahrscheinlich in einer verlangsamten ,anpassung der ,netzhaut1 die in ,stoffwechselstrungen ihren ,grund hat4 ,die ,schneeblindheit hat mit ,blindheit nichts zu tun4 ,sie besteht in einer ,entzndung der ,bindehaut des ,auges infolge der ,einwirkung von ultravioletten ,strahlen1 wie sie sich bei lngeren ,gebirgswanderungen ber ,schneefelder und ,gletscher bemerkbar macht4 ,bei derartigen ,wanderungen mssen die ,augen durch eine ,schneebrille geschtzt werden1 um die scharfen1 tzenden und zerstrenden ultravioletten ,strahlen abzufangen4 ,die ,chininblindheit besteht in einer zeitweiligen ,trbung des ,gesichtsfeldes1 die durch den ,genu von ,chinin in grerer ,menge hervorgerufen wird4 ,chinin hat nmlich eine giftige ,wirkung auf die ,nervenzellen der ,netzhaut4 hnliche ,sehstrungen werden durch ,antifebrin und gewhnlichen ,alkohol hervorgerufen4 ,schlimmer sind die ,schdigungen des ,auges durch ,methylalkohol 7,genu desselben in ,likr oder ,einatmen der ,dmpfe72 in #ij von #ajj ,fllen tritt sogar eine dauernde ,schwchung des ,sehvermgens ein4 ,die ,seelenblindheit wird hervorgerufen durch ,erkrankung oder ,zerstrung des optischen ,erinnerungsfeldes im ,gehirn4 ,seelenblinde sehen alle ,dinge1 aber sie erkennen sie nicht4 ,bekannte ,personen1 ,vater1 ,mutter1 ,geschwister1 kommen ihnen fremd vor4 ,ein ,kranker erkannte sein eigenes ,spiegelbild nicht und bat es1 ihm ,platz zu machen4 ,eine seelenblinde ,dame verwechselte einen ,hund mit ihrem ,arzt1 ihr ,dienstmdchen sogar mit einem gedeckten ,tisch4 ,zum ,glck kommt die ,seelenblindheit sehr selten vor4 ,magnus1 ,die ,jugendblindheit4 ,wiesbaden #ahhf4 ,cohn1 ,lehrbuch der ,hygiene des ,auges4 ,wien und ,leipzig #ahib4 ,hirsch1 ,entstehung und ,verhtung der ,blindheit4 ,jena #aijb4 ,neuburger1 ,die hufigsten ,ursachen der ,erblindung und deren ,verhtung4 ,bldfrd4 #ahig ,s4 #abi u4 #ahih ,s4 #af4 ,greeff1 ber ,ursachen und ,verhtung der ,blindheit4 ,kongr4-,ber4 ,steglitz-,berlin #ahih4 ,s4 #dj4 ,an die ,eltern sehender und blinder ,kinder4 ,flugblatt der rheinischen ,prov4-,blindenanstalt zu ,dren4 #c4 ,statistik des ,blindenwesens4 ,eine zahlenmige bersicht der ,hufigkeit der ,blindheit1 der ,verteilung auf die verschiedenen ,lebensalter1 der ,ursachen der ,erblindung1 der beruflichen ,stellung der ,blinden1 der ,frsorge in unterrichtlicher und wirtschaftlicher ,hinsicht3 kurz eine ,statistik des ,blindenwesens ist in vieler ,hinsicht wertvoll4 ,ein ,interesse an einer solchen ,statistik haben in erster ,linie die ,staatsbehrden und ,kommunen1 die rzte1 die ,blindenlehrer und diejenigen ,menschenfreunde1 die es sich zur ,aufgabe gemacht haben1 den ,blinden zu helfen und ihnen ihr ,los zu erleichtern4 ,die ,statistik ist in mancher ,beziehung der ,ausgangspunkt der ,frsorge fr die ,blinden2 sie bildet die ,grundlage fr ,manahmen zur ,verhtung der ,blindheit und zur ,errichtung von ,unterrichts- und ,beschftigungsanstalten2 auch ist sie1 wenn sie in rechter ,weise ins ,publikum gebracht wird1 ein vorzgliches ,mittel1 um ,aufklrung zu schaffen1 um der ,allgemeinheit das ,gewissen zu schrfen1 ihr den ,segen mancher hygienischen ,einrichtungen zum ,bewutsein zu bringen und sie an die ,pflicht zu erinnern1 die sie dem ,unglck der ,blindheit gegenber hat4 ,die ,aufstellung und ,verarbeitung des statistischen ,materials ber das ,blindenwesen ist nicht immer in einwandfreier ,weise geschehen4 ,die ,fehlerquellen der ,blindenzhlungen liegen besonders darin1 da nicht rzte1 sondern ,laien die ,zhllisten ausfllen4 ,infolgedessen werden hufig ,personen1 die nur noch ganz schwache ,sehreste besitzen1 die also im praktischen ,sinne blind sind1 nicht als blind bezeichnet1 wie es auch andrerseits vorkommt1 da ,personen mit ganz gutem ,sehvermgen als blind in die ,listen eingetragen werden4 ,mit dem zunehmenden ,bildungsgrad der ,bevlkerung sind die ,zhlungen freilich genauer geworden2 so hat z4 ,b4 eine ,nachprfung des im ,knigreich ,bayern durch die ,volkszhlung vom ,jahre #aijj ermittelten ,zhlmaterials ergeben1 da das bei der ,volkszhlung gewonnene grozgige ,bild nach ,zahl und ,alter der ,blinden im allgemeinen richtig war2 es ergab sich fr die ,gesamtblindenzahl von ca4 #cejj ,personen nur eine ,differenz von #fj als ,minus zur ersten ,zhlung4 ,bei der ,wichtigkeit1 welche die ,statistik fr das ,blindenwesen hat1 ist es begreiflich1 da die ,blindenlehrer an der ,durchfhrung1 ,vervollkommnung und ,verwertung der ,blindenzhlungen gerne mitwirken4 ,sie halten es insbesondere fr ihre ,pflicht1 im ,verein mit den ,staatsbehrden und den rzten dazu mitzuhelfen1 da die vermeidbaren ,erblindungen immer mehr zurckgehen4 ,es wurde deshalb bei ,gelegenheit des ,,xii4 ,blindenlehrerkongresses in ,hamburg eine ,kommission fr internationale ,blindenstatistik8 ins ,leben gerufen1 die in dem oben bezeichneten ,sinne ttig ist4 ,im folgenden knnen nur einige allgemeine ,angaben und einige wichtige ,tabellen gebracht werden2 ,ausfhrliches enthlt die unten genannte ,literatur4 ,europa hat annhernd #cjjjjj ,blinde2 die ,zahl der ,blinden auf der ganzen ,erde wird mit ber einer ,million anzunehmen sein4 ,die ,hufigkeit der ,blindheit in einigen europischen ,lndern zeigt folgende ,tabelle3 ,zahl der ,blinden3 ,auf #ajjjjj ,einwohner entfallen ,blinde3 ,deutsches ,reich 7#aijj7 #cdccd #fj1i sterreich 7ohne ,ungarn77#aijj7 #adhge #ef1i ,schweiz 7#ahie7 #bajg #gb1b ,dnemark 7#aija7 #ajdg #db1h ,schweden 7#aijj7 #dcac #ff1d ,norwegen 7#aijj7 #ahgi #hd1f ,frankreich 7#ahhc7 #cbjef #hd1c ,britisches ,reich 7#ahia7 #caiff #gi1i ,italien 7#ahha7 #bagah #gf1b ,finnland 7#ahhj7 #ddfj #agh1d ,nach dieser ,tabelle ist die ,blindheit am hufigsten in ,finnland1 am seltensten in ,dnemark4 ,im ,deutschen ,reiche entfielen auf #ajjjjj ,einwohner im ,jahre #ahga #hh ,blinde #aijj #fa ,die relative ,abnahme der ,blindheit betrug in #cj ,jahren rund #cj4 ,nachstehende ,tabelle gibt die ,zahl der ,blinden in den greren ,bundesstaaten des ,deutschen ,reiches nach der ,zhlung von #aijj4 ,zahl der ,blinden3 ,auf #ajjjjj ,einwohner entfallen ,blinde3 ,preuen #bafad #fb1g ,bayern #cddd #ee1h ,sachsen #bgae #fd1f ,wrttemberg #acjb #fj1j ,baden #ajjc #id1f ,hessen #ecg #dg1i ,mecklenburg-,schwerin #deg #gf1a ,hamburg #beh #cf1h ,elsa-,lothringen #iig #eh1c ,preuische ,provinzen4 ,zahl der ,blinden3 ,auf #ajjjjj ,einwohner entfallen ,blinde3 ,ostpreuen #ahhc #id1a ,westpreuen #abcc #gi1j ,stadtkreis ,berlin #ajcf #ed1e ,brandenburg #ahii #fa1b ,pommern #aaeh #ga1j ,posen #acde #ga1j ,schlesien #cjab #fd1e ,sachsen #ahad #fd1a ,schleswig-,holstein #hig #fd1e ,hannover #adfb #ef1d ,westfalen #adfj #de1g ,hessen-,nassau #ajhg #eg1b ,rheinprovinz #cbhf #eg1j ,teilt man die ,gesamtzahl der ,blinden in zwei groe ,altersklassen1 in ,blinde unter #ej ,jahren und in ,blinde ber #ej ,jahren1 so ergeben sich im ,deutschen ,reich3 fr die #a4 ,gruppe #adjhd ,blinde #db #b4 #bjbej #eh ,auf #ajjjjj ,einwohner unter #ej ,jahren entfallen #bi1e ,blinde ber #bcj1h #bf aller ,blinden sind in frher ,jugend1 #gd sind spter erblindet4 ,im ,alter von #a-e ,jahren erblindeten #ae smtlicher ,blinden4 ,im ,alter von #e-ae ,jahren1 also ungefhr im schulpflichtigen ,alter1 standen #bcdj ,blinde #f1h4 ,die ,gesamtzahl der mnnlichen ,blinden betrug #aghah1 der weiblichen #afeaf 7mnnlich #eb1 weiblich #dh74 ,aus ,gemeinden bis zu #bjjj ,einwohnern 7,landgemeinden7 stammten #fb1 aus greren ,gemeinden 7,stadtgemeinden7 stammten #ch4 ,in den ersten #e ,jahren herrscht groe ,erblindungsgefahr2 die geringste ,gefahr besteht whrend der ,schulzeit4 ,vom #af4 bis #ej4 ,jahre nimmt die ,erblindungsgefahr langsam aber stetig zu2 vom #ea4 ,lebensjahre ab steigt sie rasch an4 ,die hchste ,erblindungsgefahr besteht zwischen dem #gj4 und #hj4 ,lebensjahre4 ,folgende ,tabelle 7nach ,hirsch7 zeigt die hufigsten ,ursachen der ,blindheit von #bbaj in der ,jugend erblindeten ,augen4 ,i4 ,angeboren4 ,prozent ,kindlicher grner ,star 7,buphthalmus7 ----#b1d ,kleinauge 7,mikrophthalmus7 -----#c1f ,pigment-,degeneration 7,retinitis pigmentosa7 ------#d1e ,angeborene ,krankheit der ,sehnerven 7,atrophia optica congenita7 -------#d1h ,angeborener grauer ,star 7,cataracta congenita7-------------#aj1a ,,ii4 ,augenkrankheiten ohne ,krperleiden4 ,grner ,star 7,glaucoma7 --#a1b ,sehnervenschwund 7,atrophia nervi optici7 -----#c1i ,augenentzndung der ,neugeborenen 7,blennorrhoea neonatorum7 ---------------------------#ch1a ,,iii4 ,durch ,krperkrank- heiten4 ,typhus --#a1d ,scharlach ----#b1c ,pocken -----#c1a ,skrophulose -------#d1f ,gehirnentzndung -------#d1i ,masern -----------#f1a ,,iv4 ,verletzungen etc4 ,verletzungen des ,kopfes --#j1i ,sympathische ,entzndungen ----#b1d ,direkte ,verletzungen -----------#e1g ,eine im ,mai #aija in #cc deutschen ,blindenanstalten vorgenommene ,ermittelung zeigt 7nach ,professor ,cohn-,breslau7 in bezug auf ,blennorrhe1 ,pocken und uere ,verletzungen folgendes ,bild3 ,gesamtzahl der ,blinden #bage ,zahl der ,blennorrhe-,blinden #dcb #bj ,zahl der ,blinden unter #aj ,jahren #bfh ,von diesen durch ,blennorrhe erblindet #hc #cj ,pocken-,blinde #af #j1g ,durch ,verletzung ,erblindete #aee #g ,prof4 ,dr4 ,cohn1 ,haben die neueren ,verhtungsvorschlge eine ,abnahme der ,blindenzahl herbeigefhrt8 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,hirsch1 ,entstehung und ,verhtung der ,blindheit4 ,jena #aijb4 ,die ,blinden im ,deutschen ,reiche nach dem ,ergebnisse der ,volkszhlung am #a4 ,dezember #aijj4 ,sonderabdruck aus den ,medizinal-statistischen ,mitteilungen aus dem ,kaiserlichen ,gesundheitsamt4 ,verlag von ,julius ,springer ,berlin4 ,schaidler1 ,hauptergebnisse der amtlichen ,blindenzhlungen im ,jahre #aijj4 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 ,wagner1 ,statistische ,blindenerhebung und gegenwrtiger ,stand der ,blindenstatistik in ,europa samt nderungsvorschlgen4 ,wie vor4 ,derselbe1 ,bericht ber die ,schluberatung der ,kommission fr internationale ,blindenstatistik in ,prag am #g4 ,oktober #aijh4 ,prag1 ,klarsche ,blindenanstalt #aiji4 ,wagner1 ,bericht ber die ,ttigkeit der ,kommission fr internationale ,blindenstatistik4 ,kongr4-,ber4 ,wien #aiaj4 ,i4 ,der ,gegenstand der ,erziehung3 ,der ,blinde4 #a4 ,einflu der ,blindheit auf die krperliche ,entwickelung4 ,als unmittelbare ,folge der ,blindheit in krperlicher ,hinsicht kommt1 abgesehen von einer fteren ,verunschnung des ,gesichts und dem ,fehlen des belebenden ,elements im ,gesichtsausdruck und ,mienenspiel1 nur ein ,umstand in ,betracht3 ,die ,beschrnkung der ,bewegungsfreiheit4 ,der ,blinde ist mehr oder weniger an den ihm durch vielfache bung bekannt gewordenen ,raum gebunden2 will er die ,grenzen desselben berschreiten1 so ist er auf fremde ,hilfe angewiesen1 er mu sich fhren lassen4 ,an dieser ,tatsache ist nichts zu ndern2 eine verstndige ,erziehung kann die drckende ,beschrnkung wohl mildern1 aufzuheben vermag sie dieselbe aber nicht4 ,alle sonstigen aufflligen krperlichen ,eigentmlichkeiten des ,blinden sind indirekte ,folgen der ,blindheit2 sie treten nicht in jedem ,falle ein1 machen sich auch nicht bei allen ,blinden in gleichem ,grade bemerkbar1 sind abhngig von ,erziehung und ,alter und davon1 ob die ,blindheit in frher ,jugend oder im vorgeschrittenen ,alter eingetreten ist4 ,bei vielen ,blinden zeigt sich eine gewisse ngstlichkeit und ,zaghaftigkeit in der ,bewegung4 ,sie strecken die ,arme weit vor1 um nicht anzustoen1 schieben die ,fe vorsichtig tastend vorwrts und schleichen in gebckter ,haltung dahin4 ,besonders bei ,spterblindeten kann man diese ,beobachtung hufig machen1 seltener bei jugendlichen ,blinden4 ,haben die letzteren nicht bertriebene ,frsorge oder grobe ,vernachlssigung im elterlichen ,hause erfahren1 so bewegen sie sich in bekannten ,rumen und auf bekanntem ,terrain meist mit anerkennenswerter ,sicherheit und ,leichtigkeit4 ,es hat dies darin seinen ,grund1 da sie in ausgedehntem ,mae die ihnen fr die ,orientierung zu ,gebote stehenden ,mittel1 insbesondere ,druck- und ,schallempfindungen zu verwerten wissen1 whrend ,spterblindete die erforderliche bung hierin schwerer gewinnen#c4 ,die mit der ,blindheit gegebene ,beschrnkung der ,bewegungsfreiheit fhrt hufig dazu1 da der ,blinde die ,bewegung auf ein ,mindestma herabdrckt4 ,erschwerend kommt bei lteren ,blinden noch dazu1 da sie vielfach auch durch die ,ausbung ihres ,berufes zum ,sitzen gezwungen werden4 ,die mangelnde ,bewegung und der ungengende ,aufenthalt in frischer ,luft wirken ungnstig auf die ,gesundheit ein4 ,namentlich treten ,verdauungsbeschwerden hufig auf4 ,im ,zusammenhange mit diesen stehen ,hautausschlge und ,geschwre1 die vielfach erst im vorgeschrittenen ,stadium bemerkt werden und dann rztliche ,eingriffe notwendig machen4 ,ein blasses1 krnkliches ,aussehen gibt ,zeugnis von der ungengenden ,durchblutung der ,haut und dem nicht ausreichenden ,einflu von ,licht und ,luft auf den ,krper4 ,da die ,muskeln1 namentlich die der ,beine und des ,rumpfes1 zu wenig bung haben1 bleiben sie schwach1 und deshalb stellt sich bei vielen ,blinden selbst schon nach einem krzeren ,spaziergange ,ermdung ein1 ein weiterer ,grund1 um die ,bewegung abzukrzen4 ,mit der geringen ,muskelbettigung hngt ein greres ,wrmebedrfnis zusammen1 das man besonders bei ,mdchen hufig beobachten kann2 berheizte ,zimmer1 bermig warme ,kleidung und schwere ,federbetten findet man bei lteren weiblichen ,blinden1 die sich im ,hause nach ihren ,wnschen einrichten knnen1 nur zu oft4 ,die ,haltung des ,blinden ist hufig unschn1 eckig und linkisch4 ,seine ,verbeugung ist steif1 er wei bei der ,unterhaltung ,arme und ,hnde nicht zu lassen1 spielend tastet er an ,stuhl und ,tisch entlang oder sitzt steif und ungrazis da4 ,bei den ,mahlzeiten macht dem ungebten ,blinden die ,handhabung von ,messer und ,gabel ,mhe4 ,durch ,berhrung der ,speisen berzeugt er sich1 wie weit der ,teller oder der ,becher gefllt ist1 zuweilen sind sogar die ,finger bei der ,befrderung der ,speisen zum ,munde in abstoender1 unappetitlicher ,weise behilflich4 ,es ist selbstverstndlich1 da solche schlechten ,manieren bei wohlerzogenen ,blinden nicht zu finden sind2 leider ist es aber ,tatsache1 da auch gebildete ,eltern dieser uerlichen1 aber doch wichtigen ,seite der ,erziehung ihrer blinden ,kinder nicht immer die ntige ,sorgfalt zuwenden4 ,hufig findet man bei ,blinden allerlei hliche1 undisziplinierte ,bewegungen3 sie bohren mit den ,fingern in den leeren ,augenhhlen1 wodurch ihnen angenehme ,lichtempfindungen hervorgerufen werden1 sie drehen unaufhrlich den ,kopf1 wackeln mit dem ,oberkrper1 zappeln mit den ,hnden oder ,fen usw4 ,diese hlichen ,bewegungen halten zuweilen stundenlang an1 so da sie fr die ,umgebung des ,blinden ganz unertrglich werden4 ,leicht fhrt die ,blindheit auch zur ,unsauberkeit4 ,die tastenden ,hnde kommen mit den verschiedensten ,dingen in ,berhrung1 vor ,staub und ,schmutz wird der ,blinde weniger gewarnt als der ,sehende1 und es fehlt die ,kontrolle des ,auges ber ,sauberkeit oder ,unsauberkeit am eigenen ,krper und seiner ,umgebung4 ,erziehung und ,unterricht sollen die in krperlicher ,hinsicht mit der ,blindheit zusammenhngenden ,nachteile und ,mngel soviel als mglich auszugleichen suchen4 ,die ,sicherheit der ,bewegung wird gefrdert durch ,turnen1 ,tanzen1 ,spielen im ,freien1 durch strenge ,beachtung der allgemein geltenden ,bewegungsregeln1 durch bung im ,gehen und ,ausweichen und durch ,vermeidung entbehrlicher ,fhrung4 ,das letztere ist um so notwendiger1 als es ,blinde gibt1 die auf selbstndige ,bewegung nahezu verzichten und sich1 wo immer angngig1 einem andern in den ,arm hngen4 ,man dulde solche ,trgheit nicht2 wer dazu neigt1 sollte zu fteren kurzen ,botengngen und ,arbeiten1 mit denen ,gangbewegung verbunden ist1 herangezogen werden4 ,zu fleiiger ,bewegung regt besonders ein groer ,garten an4 ,wo der ,blinde nur auf die ,anstaltsrume und einen kleinen kahlen ,hof angewiesen ist1 da wird er schwerlich zu einer leichten und sicheren ,gangart kommen2 wenn er sich dagegen auf einem groen ,terrain1 zwischen ,bumen und ,buschwerk tummeln kann1 lernt er ohne besondere ,anleitung ,hindernissen ausweichen und seine ,sinne zur ,orientierung brauchen4 ,in manchen ,anstalten erhalten die lteren ,zglinge praktische ,anleitung zur ,bewegung auf der ,strae4 ,eine solche ,anleitung ist fr mnnliche ,blinde1 die in ihrem spteren ,berufsleben ganz besonderen ,wert auf mglichste ,unabhngigkeit von einem ,fhrer legen mssen1 sicher ntzlich4 ,einen wichtigen ,anteil an der ,erziehung zur ,bewegungsfreude und ,bewegungsfreiheit hat der ,turnunterricht4 ,er wird in den deutschen ,blindenanstalten bis jetzt im allgemeinen zwar nur mit derselben ,stundenzahl bedacht wie in der ,volksschule2 es wre aber wnschenswert1 da ihm mehr ,zeit gewidmet wrde4 ,da das ,turnen so oft als mglich im ,freien1 bei ungnstiger ,witterung aber in einer gerumigen ,halle zu erteilen ist1 drfte selbstverstndlich sein4 ,man wird auf eine krftige ,bettigung des ganzen ,krpers bedacht sein mssen2 reigenartige bungen1 die in erster ,linie sthetische ,zwecke verfolgen und nur geringe ,kraftanstrengung erfordern1 wird man einschrnken4 ,neben den ,freibungen ist das ,gerteturnen zu pflegen4 ,turnspiele1 die zum ,laufen und ,springen ,veranlassung geben1 sind oft vorzunehmen4 ,steht ein gengend groer ,spielplatz zur ,verfgung1 so empfehlen sich1 unter ,beachtung der erforderlichen ,vorsichtsmaregeln1 ,schleuderballspiele1 die den gesamten ,krper krftig anregen4 ,gartenturngerte sollen den ,blinden zur bung seiner ,krfte auch in der schulfreien ,zeit einladen4 ,eine ,kegelbahn wird besonders lteren mnnlichen ,blinden neben angenehmer ,unterhaltung eine wohlttige krperliche ,bewegung verschaffen4 ,selbst sportliche ,bettigung ist in bescheidenen ,grenzen mglich2 in erster ,linie ist hier das ,rodeln und ,schlittschuhlaufen zu nennen2 in ,england und ,amerika wird auch das ,radfahren unter ,fhrung eines ,sehenden gepflegt4 ,da einige ,anstalten ihren besonderen ,saal mit orthopdischen ,gerten besitzen1 die den ,zglingen zur ,strkung ihres ,krpers zur ,verfgung stehen1 soll nur erwhnt werden4 ,fr alle ,anstalten sind zu fordern breite1 helle1 luftige ,korridore1 die bei ungnstiger ,witterung als ,wandelhallen benutzt werden knnen4 ,die ,verbesserung der ,haltung des blinden ,kindes und seine ,erziehung zu ,sitte und gesellschaftlichem ,anstande ist ebenfalls wichtig4 ,feste1 unter allen ,umstnden unverrckbare ,anstands- und ,gesellschaftsregeln mssen in der ,blindenanstalt beobachtet werden4 ,konsequent halte man darauf1 da die ,knaben beim ,gren ihre ,verbeugung1 die ,mdchen ihren ,knicks machen1 da sie um ,entschuldigung bitten1 wenn sie eine andere ,person angerannt haben1 da sie bei der ,unterhaltung keine ,verlegenheitsbewegungen machen oder ,stuhl und ,tisch abtasten4 ,besonders wichtig ist die ,erziehung zu guten ,manieren beim ,essen4 ,die richtige ,haltung des ,lffels ist von vornherein zu ben2 ltere ,zglinge sind an den ,gebrauch von ,messer und ,gabel zu gewhnen2 die freundliche und geschmackvolle ,ausstattung der ,speisetische 7,tischtuch7 und die ,beobachtung feststehender ,tischsitten werden den ,mahlzeiten einen wohltuenden ,anstrich geben und die ,manieren der ,zglinge gnstig beeinflussen4 ,bietet sich ,gelegenheit1 die ,zglinge in ,gesellschaft von ,sehenden zu bringen1 so tue man es2 sie werden dadurch gentigt1 auf die gesellschaftlichen ,gewohnheiten und ,regeln zu achten und sich manche ,zurckhaltung aufzuerlegen1 die sie im ,verkehr mit ihren ,schicksalsgenossen nicht zu beobachten brauchen4 ,aus diesem ,grunde ist auch die gesellige ,vereinigung der ,anstaltsbeamten und der ,zglinge1 wie sie sich z4 ,b4 an vaterlndischen ,gedenktagen und bei ,hausfestlichkeiten ermglichen lt1 zu empfehlen4 ,neben die ,gewhnung tritt die ,belehrung4 ,unterricht in der ,anstandslehre1 der natrlich die besondern ,verhltnisse des ,blinden bercksichtigt1 sollte in keiner ,anstalt fehlen4 ,die hlichen1 undisziplinierten ,bewegungen mancher ,blinden lassen sich nur durch hufiges ,erinnern und eventl4 durch ftere bung im ,stillsitzen und ,stillstehen beseitigen4 ,auch der ,turnunterricht wirkt helfend mit4 ,unsauberkeit an ,krper und ,kleidung wird bei dem ,blinden von den ,sehenden besonders peinlich empfunden4 ,darum sind die ,zglinge der ,blindenanstalt mit grter ,beharrlichkeit zur ,reinhaltung ihres ,krpers1 besonders der ,hnde1 ihrer ,kleidung und ,bcher anzuhalten4 ,aus ,grnden der ,sauberkeit empfiehlt es sich1 die vielgebrauchten ,lehrmittel mit einem feuchten ,schwamm fters zu reinigen2 mit den ,bchern lt sich dies leider nicht tun4 #b4 ,einflu der ,blindheit auf die geistige ,entwickelung4 ,die ,folgen der ,blindheit1 soweit sie fr die geistige ,entwickelung in ,betracht kommen1 sind #a4 absolute1 d4 h4 solche1 die durch die ,natur der ,blindheit bedingt sind1 und #b4 relative1 d4 h4 solche1 die nicht aus dem ,zustande der ,blindheit unmittelbar hervorgehen1 sondern erst bei mangelnder oder verkehrter ,erziehung in ,erscheinung treten4 ,die ersteren mssen als etwas ,unabnderliches hingenommen werden2 ihnen sind alle1 die in jugendlichem und die im vorgeschrittenen ,alter ,erblindeten1 unterworfen4 ,die letzteren knnen abgewendet werden4 ,sie treten bei dem verstndig erzogenen ,blinden seltener1 bei dem sich selbst berlassenen aber fast immer auf4 ,spterblindete sind ihnen weniger1 von ,geburt an ,blinde hufiger unterworfen4 ,erziehung und ,unterricht knnen sie beseitigen oder wenigstens mildern4 ,es wird zuerst von den absoluten ,folgen der ,blindheit zu reden sein4 ,da erscheint am auffallendsten die mit der ,blindheit gegebene groe ,beschrnkung der sinnlichen ,wahrnehmung4 ,das ,auge des ,sehenden ist unausgesetzt ttig und nimmt1 bewut oder unbewut1 willig oder widerwillig1 eine groe ,zahl von ,eindrcken auf4 ,kein anderer ,sinn fhrt dem ,geiste so viel ,nahrung zu wie das ,auge2 etwa neun ,zehntel unsers gesamten ,anschauungs- und ,vorstellungsmaterials sind auf den ,gesichtssinn zurckzufhren4 ,das wichtigste ,aufnahmeorgan des ,blinden1 die ,hand1 mu die ,gegenstnde suchen4 ,das ,tastfeld ist im ,vergleich zum ,gesichtsfeld ein sehr kleines4 ,eine genaue ,untersuchung kann die tastende ,hand nur bei solchen ,gegenstnden vornehmen1 die in das ,tastfeld hineinpassen2 was ber den ,raum der ausgebreiteten ,arme hinausreicht1 geht dem ,blinden vielfach ganz verloren oder es wird nur unvollkommen erkannt4 ,was das sagen will1 wird klar1 wenn man bedenkt1 da auf diese ,weise das blinde ,kind im vorschulpflichtigen ,alter von den meisten ,dingen in seiner nchsten ,umgebung nur ,bruchstcke kennen lernen kann 7,haus1 ,baum1 ,fenster1 ,ofen1 ,tr1 ,schrank etc474 ,ist die tastende ,hand also hinsichtlich der ,gre der zu untersuchenden ,krper nach der oberen ,grenze hin beschrnkt1 so ist sie es nicht minder nach der unteren ,grenze der ,ausdehnung hin3 kleine ,gegenstnde1 feine und zarte ,gebilde1 sowie die ,zusammensetzung und ,struktur von ,stoffen1 die das ,auge mhelos erkennt1 werden vom ,tastsinn nicht mehr aufgefat und unterschieden4 ,damit geht dem ,blinden die ganze ,kleinwelt verloren1 sei es die unendlich mannigfaltige ,kleinwelt in der ,natur oder die ,flle des ,kleinen in der ,technik und ,kunst4 ,der ,grund fr diese ,beschrnkung ist in der physiologischen ,unvollkommenheit des ,tastsinnes zu suchen1 wovon im ,,vi4 ,kapitel die ,rede sein wird4 ,der ,tastsinn ist an die ,krperwelt gebunden2 ,flchendarstellungen sind ihm unzugnglich4 ,infolgedessen geht dem ,blinden ein beraus reiches ,bildungsmaterial verloren3 ,die in der ,schrift niedergelegten ,schtze der ,sprache1 die ,liniengebilde der ,mekunst1 die ,werke des ,zeichners und ,malers4 ,hierin liegt auch ein ,hauptgrund fr die ,schwierigkeit des ,blindenunterrichts3 smtliche ,lehrmittel mssen plastisch sein1 und alles1 was der ,blinde selbst darstellt1 mu ebenfalls krperliche ,gestalt haben4 ,als uere ,folgen dieser ,notwendigkeit ergeben sich groe ,kosten bei der ,beschaffung von ,lehrmitteln und ein bedeutendes ,volumen derselben4 ,dem ,blinden fehlt ferner mit dem ,auge der ordnende und zusammenfassende ,sinn4 ,das ,auge gliedert die ,erscheinungswelt in ,gruppen2 es hebt einzelne ,merkmale oder einzelne ,gegenstnde hervor1 ordnet diesen die minder wichtigen unter und fat das ,ganze zusammen4 ,so entstehen die bereits jedem ,kinde gelufigen ,gruppenvorstellungen3 ,wiese1 ,wald1 ,feld1 ,dorf1 ,stadt1 ,bahnhof usw4 ,natrlich ist dieses ,zusammenfassen zu einer ,einheit ein geistiger ,vorgang1 nicht eine ,ttigkeit des ,auges2 dieses fhrt dem ,geiste nur ,wahrnehmungen zu1 die aber infolge der technischen ,vollkommenheit des ,sehorgans so genau und umfassend sind1 da der ,geist die ,gliederung und ,zusammenfassung des ,geschauten mit ,leichtigkeit vollzieht4 ,der ,blinde kann diese ,gruppierung und ,zusammenfassung zu einer ,einheit nicht vornehmen1 da die sinnliche ,gesamtauffassung eines gegliederten ,ganzen durch den ,tastsinn nicht mglich ist4 ,nur bei beschrnkter ,raumausdehnung kommt das gliedernde und ordnende ,moment auch beim ,tasten zur ,wirkung4 ,doch kann der ,unterricht die ,auffassung eines greren zusammengesetzten ,ganzen so vorbereiten1 da mit ,hilfe der ,phantasie wenigstens eine ungefhre ,vorstellung einer ,gruppe gewonnen wird4 ,von weitgehendem ,einflu auf das ,geistesleben des ,blinden ist der ,umstand1 da er die in seiner ,umgebung auftretenden ,ttigkeiten nur unvollkommen wahrzunehmen und zu beobachten vermag4 ,damit geht ihm einmal die ,anregung zu eigener nachahmender ,ttigkeit verloren1 und sodann wird ihm durch diesen ,umstand der ,einblick in den ,werdegang vieler ,dinge und ,verhltnisse entzogen4 ,das sehende ,kind lernt bereits in den ersten ,lebensjahren auf dem ,wege der spielenden ,nachahmung erstaunlich viel4 ,auf den verschiedensten ,gebieten sammelt es durch ,selbstbettigung ,anschauungen und ,erfahrungen und gewinnt so eine ,grundlage fr seine ,geistesbildung1 auf welcher die ,schule weiter bauen kann4 ,mehr noch3 die nachahmende ,ttigkeit bildet seinen ,krper1 namentlich die ,hand1 und bt ihn in seiner ,bestimmung1 ein williges ,werkzeug des ,geistes zu sein4 ,dem ,blinden wird die ,beobachtung einer ,ttigkeit schwer und in vielen ,fllen ganz unmglich1 da ein tastendes ,orientieren die ,bewegung strt1 ganz zu schweigen von den fr die tastende ,hand gefhrlichen und denjenigen ,bewegungen1 die ihrer ,natur nach berhaupt nur durch das ,auge aufgefat werden knnen 7,flug eines ,vogels1 ,zug der ,wolken usw474 ,wo eine ,ttigkeit mit ,schallwirkungen verbunden ist1 regen die letzteren den ,blinden zuweilen an1 die gleiche ,wirkung hervorzurufen 7,luten einer ,glocke1 ,klopfen mit dem ,hammer usw471 aber diese ,art der ,nachahmung bleibt meistens eine mechanische und befriedigt ihn1 weil sie das ,ohr angenehm unterhlt4 ,bewegungen1 die sich geruschlos vollziehen1 knnen ihn zu eigener ,ttigkeit und damit zu geistiger ,durchdringung des ,vorganges nicht anregen4 ,dieses ,manko ist auerordentlich schwerwiegend3 weil der ,blinde das sich in ,ttigkeit uernde ,leben nur unvollkommen wahrnehmen und beobachten kann1 kommt er in die ,gefahr1 selber unttig zu bleiben4 ,damit wenden wir uns zu den ,folgen der ,blindheit1 die oben als relative bezeichnet wurden4 ,die ,hinneigung zur ,unttigkeit1 zum passiven ,verhalten1 macht sich vorzugsweise bei dem von ,geburt an ,blinden bemerkbar1 zumal wenn ein solches ,kind von den ,eltern in den ersten ,lebensjahren ngstlich behtet1 an freier ,bewegung gehindert und zum ,gebrauch seiner ,glieder in ,spiel und ,arbeit nicht angehalten wird4 ,diese ,unttigkeit wird dem ,blinden zum ,verhngnis4 ,abgesehen von den nachteiligen ,folgen fr die allgemeine krperliche ,entwickelung1 von denen vorhin die ,rede war1 ist es besonders das fr die ,geistesbildung des ,blinden wichtigste ,organ1 die ,hand1 die durch diese ,passivitt schweren ,schaden erleidet4 ,die in ,ruhe und ,beschftigungslosigkeit beharrenden ,hnde bleiben lose ,muskelbndel1 ohne ,kraft und ,geschicklichkeit1 unsicher und unbeholfen im ,tasten und unbrauchbar selbst fr die einfachsten ,verrichtungen des tglichen ,lebens4 ,bedenkt man1 da die ,hand dem ,blinden aufnehmendes und ausfhrendes ,organ zugleich ist1 da beide ,arten der ,bettigung in regster ,wechselwirkung stehen1 da eine die andere frdert und die geistige ,erfassung und ,durchdringung der realen ,welt ohne die ,hand nicht denkbar ist1 so wird klar1 wie schwer sich die ,nichtbettigung der ,hand rchen mu4 ,im ,geistesleben des ,blinden spielt das ,gehr eine bedeutende ,rolle4 ,das ,ohr verbindet den ,blinden mit der ,ferne1 es gibt ihm ,nachricht ber mancherlei ,vorgnge in seiner ,umgebung1 es verschafft ihm in ,musik und ,poesie hohe sthetische ,gensse4 ,aber dieser fr ihn so wertvolle ,sinn kann ihm auch verhngnisvoll werden1 nmlich dann1 wenn die ,gehrswahrnehmungen ein solches bergewicht erlangen1 da sie die ,tastwahrnehmungen stark zurckdrngen und dadurch bestimmend auf die ganze ,richtung der ,entwickelung einwirken4 ,dieses tritt nur zu leicht ein4 ,whrend ,objekte zum ,tasten dem ,blinden dargereicht oder ihm wenigstens so genhert werden mssen1 da seine ,hand sie zu erreichen vermag1 drngen sich ,tne und ,gerusche dem ,blinden geradezu auf4 ,nun sollte man meinen1 er htte ,verlangen1 den ,gegenstand1 der einen ,klang hervorbringt1 auch durch den ,tastsinn kennen zu lernen4 ,aber das ist meist nicht der ,fall4 ,entweder befriedigt ihn der ,klang an sich1 besonders wenn er dem ,ohre angenehm ist1 so vllig1 da es zu einem ,nachdenken ber die ,ursache garnicht kommt1 oder die ,einbildungskraft ist sofort bereit1 ihm vom ,urheber des ,klanges irgendein phantastisches ,bild zu entwerfen4 ,dieses ,spiel der ,einbildungskraft bereitet ihm so viel ,genu1 da das ,verlangen nach der tatschlichen ,vorstellung ganz zurcktritt4 ,es kommt auch noch die in jedem ,menschen vorhandene ,scheu vor ,anstrengung hinzu3 das bloe ,anhren ist bequemer als die sorgfltige ,untersuchung mit der ,hand4 ,so entstehen auf ,grund des bloen ,klangbildes ,vorstellungen in der ,seele des ,blinden1 die mit der ,wirklichkeit nicht bereinstimmen4 ,man bezeichnet sie nach dem ,vorgange ,hitschmanns mit dem ,namen ,surrogatvorstellungen4 ,erlangt das ,ohr im ,geistesleben des ,blinden die herrschende ,stellung1 so wird der ,bildung der reale ,boden entzogen1 es entwickelt sich eine weitgehende ,vorstellungstrgheit1 ,phantasiegebilde beherrschen sein ,denken1 und er wird ein weltfremder1 mit dem praktischen ,leben in ,widerspruch stehender ,mensch4 ,zu dieser ,gefahr1 der ,hinneigung zu einem ,traumleben81 trgt auch die ,sprache des ,blinden bei4 ,das sehende ,kind erfhrt fr die durch das ,auge aufgenommenen ,gegenstnde meist auch den ,namen2 ,ding und ,name decken sich2 das ,klangbild ruft sofort die ,vorstellung des ,gegenstandes hervor1 das ,bild des ,gegenstandes reproduziert den ,namen4 ,das blinde ,kind hrt den ,namen eines ,dinges1 aber nur in den seltensten ,fllen tritt mit der ,gehrswahrnehmung auch gleichzeitig die entsprechende ,tastwahrnehmung auf4 ,so bleibt der ,name des ,dinges dem ,kinde ein bloer ,klang1 fr den im besten ,falle die ,phantasie einen ,surrogatinhalt schafft4 ,da dem ,blinden eine andere ,sprache als die der ,sehenden nicht zur ,verfgung steht1 so mu seine ,sprache inhaltsarm sein3 er begngt sich mit dem ,klangbilde4 ,gleichwohl wei er meist in seine ,sprache den ,ton der berzeugung zu legen1 so da seine ,umgebung ber die mangelnde reale ,grundlage der ,sprache hinweggetuscht wird4 ,auch der ,blinde selbst glaubt1 mit dem ,worte die ,sache zu haben und tuscht sich damit ber seine ,bildung und sein ,verstndnis fr die wirkliche ,welt4 ,aus dem ,gesagten lt sich auch der ,einflu der ,blindheit auf das ,willensleben unschwer erkennen4 ,der ,blinde1 der ,ttigkeiten nicht verfolgen kann1 dessen ,nachahmungstrieb nicht angeregt wird1 der in ,phantasiebildern schwelgt1 neigt von ,natur zur ,passivitt4 ,wohl ist seine ,phantasie unausgesetzt ttig1 aber die ,hnde empfangen vom ,gehirn keinen ,auftrag1 etwas zu schaffen1 und der ,wissensdrang treibt ihn nicht zum ,versuchen und ,probieren4 ,wird er nun gar noch von seiner ,umgebung durch weitgehende ,hilfeleistung und ,bedienung verwhnt1 so traut er sich garnichts zu1 er bleibt schlaff und energielos#d4 ,nur eine verstndige ,erziehung und ein geeigneter ,unterricht knnen diese ,energielosigkeit beseitigen1 die von ,natur vorhandene ,zaghaftigkeit in frische und frhliche ,aktivitt verwandeln und den ,willen zu den hchsten ,zielen anfeuern4 ,freilich kann es dann auch1 besonders wenn die ,leistungen des ,blinden angestaunt und bewundert werden1 leicht dahin kommen1 da er seine ,kraft berschtzt und die ,meinung gewinnt1 er knne in allen ,stcken dasselbe leisten wie der ,sehende4 ,das ,ich kann alles1 was die ,sehenden knnen68 ist fr ihn ebenso gefhrlich wie das ,ich kann nichts68 ,was den ,einflu der ,blindheit auf das ,gefhlsleben betrifft1 so ist zu erwhnen1 da die mit dem ,triebleben zusammenhngenden niederen ,gefhle bei dem sich selbst berlassenen ,blinden zu besonderer ,strke gelangen4 ,insbesondere gilt dies von den mit ,befriedigung des ,nahrungstriebes auftretenden ,gefhlen4 ,wo ,erziehung und ,unterricht einen reichen1 namentlich auch ethischen ,vorstellungskreis schaffen1 beeinflut dieser das ,gefhlsleben derart1 da die niederen ,gefhle zurcktreten und die hheren ,gefhle greren ,einflu erlangen4 7,mitgefhl1 sthetische1 religise1 patriotische ,gefhle usw47 ,groen ,einflu auf die ,gemtsstimmung des ,blinden hat das ,bewutsein von der eigenen ,leistungsfhigkeit4 ,das ,gefhl des ,gelingens einer ,arbeit erzeugt ,frohsinn und ,optimismus2 wo ihm dagegen die ,wahrnehmung seiner geringen ,leistungsfhigkeit entgegentritt oder oft vorgehalten wird1 da stellt sich ,unlust und allgemeine ,depression ein4 ,ebenso verdstert sich sein ,gemt1 wenn ihm auf ,schritt und ,tritt die ,abhngigkeit von den sehenden ,mitmenschen zum ,bewutsein kommt1 whrend sich sein ,mut und seine ,hoffnung neu beleben1 wenn er sich selbst zu helfen imstande ist und wenn er die ,erfahrung macht1 da er den ,platz1 auf den er gestellt ist1 ausfllt4 sthetische ,gefhle grnden sich bei dem ,blinden fast ausschlielich auf ,gehrseindrcke4 ,poesie und ,musik sind fr ihn recht eigentlich die ,gebiete sthetischen ,genieens4 ,religisen ,eindrcken ist er leicht zugnglich1 doch fhrt das religise ,gefhlsleben nicht selten zu berschwang und ,schwrmerei4 ,da ,blinde auch von ,leidenschaften bewegt werden und in ,affekt geraten knnen1 ist eine ,tatsache1 die jedem bekannt ist1 der lngere ,zeit ,umgang mit ihnen gehabt hat4 ,die in ,laienkreisen verbreitete ,ansicht1 da das ,gemt des ,blinden allezeit einem klaren1 ruhigen ,see gleiche1 entspricht nicht der ,wirklichkeit4 ,die ,gefhle1 von denen der ,blinde bewegt wird1 prgen sich in ,mienen und ,gebrden nicht so lebhaft aus wie bei dem ,sehenden1 weil das ,auge nicht mitwirkt und weil der ,blinde das ,mienenspiel anderer ,personen1 das zur ,nachahmung ,veranlassung gibt1 nicht beobachten kann4 ,die ,abweichungen in der ,geistesentwickelung des blinden von der des sehenden ,kindes bezeichnen auch die ,angriffspunkte fr eine rationelle ,blindenpdagogik4 ,nur dann1 wenn ,erziehung und ,unterricht an die ,eigentmlichkeiten in der geistigen ,entwickelung des ,blinden anknpfen1 kann es gelingen1 ihn aus seiner ,isolierung herauszuheben und die ,kluft zu berbrcken1 die zwischen ihm und den sehenden ,menschen besteht4 ,es ist geboten1 dies mit ,entschiedenheit zu betonen1 um einer oberflchlichen ,auffassung des ,blindenunterrichts zu begegnen4 ,es wird nmlich nicht selten folgende ,ansicht geuert3 ,das verfeinerte ,tastgefhl ersetzt dem ,blinden das ,gesicht2 er hat das ,auge gewissermaen in den ,fingerspitzen4 ,es wird im ,blindenunterricht also nur darauf ankommen1 mglichst alles das1 was der ,sehende mit dem ,auge wahrnimmt1 tastbar zu machen2 das sei die wesentlichste ,abweichung zwischen dem ,unterricht sehender und blinder ,kinder4 ,im brigen knne sich der ,unterricht in ,stoffauswahl und methodischer ,gestaltung durchaus an den fr ,vollsinnige berechneten anschlieen4 ,in neuerer ,zeit sind es vielfach auch die ,blinden selbst1 die diese ,ansicht vertreten1 und in ,verkennung der ihnen gesteckten ,grenzen glauben1 den ,sehenden nur dann als gleichberechtigt an die ,seite treten zu knnen1 wenn sie ihre ,bildung auf mglichst hnlichem ,wege erwerben wie diese4 ,demgegenber mu betont werden3 durch die ,beschrnkung der sinnlichen ,auffassung sind der ,erkenntnis des ,blinden ,grenzen gezogen1 die auch der beste ,unterricht nicht ganz wegrumen kann4 ,diese ,grenzen1 welche die ,blindheit zieht1 sollen dem ,blinden bewut werden2 sie mssen im ,unterricht respektiert und herausgestellt1 nicht aber durch berredende ,mitteilungen verwischt werden4 ,was der ,blinde nicht durch eine auf unmittelbare ,wahrnehmung basierte ,erkenntnis erwerben kann1 darf er nicht als einen ,besitz betrachten und verwenden48 ,im einzelnen drften sich aus den bisherigen ,darlegungen die nachstehenden ,erziehungs- und ,unterrichtsgrundstze ergeben4 ,da der ,tastsinn in der ,wahrnehmung realer ,objekte beschrnkt ist1 ist es ,pflicht des ,blindenunterrichts1 diejenigen ,dinge1 die eine ,auffassung durch das ,tastvermgen zulassen1 dem ,blinden auch tatschlich zugnglich zu machen4 ,dieser ,satz mu freilich sogleich eingeschrnkt werden4 ,nicht darauf kommt es an1 dem ,blinden eine bunte ,flle von ,objekten zu bieten4 ,darin irrte eine frhere ,zeit1 da sie glaubte1 mit der ,zahl der tastbaren ,objekte erweitere sich auch gleicherweise die ,bildung des ,blinden4 ,die ,forderung der ersten ,blindenlehrer3 ,fhrt dem blinden ,schler alle ,dinge vor1 die veranschaulicht werden knnen1 alle1 die ihm erreichbar sind1 alle1 die ihm frher oder spter einmal begegnen knnen1 je mehr1 desto besser6 ist in dieser ,allgemeinheit nicht richtig4 ,heute wissen wir1 da man in der ,zahl der ,objekte1 die man dem ,schler darbietet1 ,ma halten mu1 weil sonst1 wie aus dem ,kapitel ber das ,tasten ersichtlich ist1 die ,gefahr der ,flchtigkeit der ,anschauung entsteht4 ,nicht dies ist der ,weg zur grndlichen ,bildung des ,blinden1 ihn in ein ,museum der verschiedensten tastbaren ,objekte zu stellen1 sondern seinen ,geist an solchen ,gegenstnden zu schulen1 die in dem ,weltbilde1 das er zu erlangen imstande ist1 charakteristisch und unentbehrlich sind4 ,die ,hauptfrage des ,blindenlehrers darf nicht die sein3 ,was lt sich aus diesem oder jenem ,gebiet alles vorfhren und veranschaulichen8 sondern sie mu lauten3 ,welche ,gegenstnde whle ich aus1 damit der blinde ,schler eine ,grundlage fr die ,erfassung der ,welt gewinnt8 ,geht ihm ,wesentliches verloren1 entsteht eine ,lcke in seinem ,weltbilde1 wenn dieses oder jenes ,objekt1 diese oder jene ,tatsache bergangen wird8 ,es wird sich also im gesamten ,blindenunterricht1 soweit er realer ,natur ist1 um die ,auswahl und ,betrachtung typischer ,objekte handeln4 ,und diese werden1 um das vorweg zu sagen1 vorzugsweise der ,natur und den einfachen ,kulturverhltnissen zu entnehmen sein4 ,wenn also vorhin die ,forderung ausgesprochen wurde3 die ,dinge1 die eine ,auffassung durch den ,tastsinn zulassen1 sollen dem blinden ,schler auch tatschlich zugnglich gemacht werden1 so mu dazu ergnzend bemerkt werden3 soweit sie notwendig und imstande sind1 eine ,grundlage fr die ,erfassung der realen ,welt im ,geiste des ,schlers zu vermitteln4 ,da zu groe und zu kleine ,objekte durch den ,tastsinn nicht sicher aufgefat werden1 ist es notwendig1 sie durch ,verkleinerung bzw4 ,vergrerung dem ,tastfeld anzupassen4 ,die ,beschaffung solcher ,anschauungsmodelle haben die ,blindenanstalten von jeher als eine wichtige ,aufgabe angesehen4 ber ihre zweckmigste ,gre und ,beschaffenheit entscheiden die ,gesetze des ,tastens4 ,der ,mangel des ,tastsinnes hinsichtlich der ,ferne lt sich durch den ,unterricht nicht beseitigen4 ,doch ist es hie und da mglich1 das vom ,auge umfate ,raumgebiet in verkleinerter und verkrzter ,art dem ,tastsinn zugnglich zu machen4 ,so lt sich eine ,landschaft mit ihren ,bergen1 ,tlern1 ,gewssern und ,gehften stark verkleinert als ,sand- oder ,tonrelief darstellen1 wenn natrlich auch ohne weiteres zuzugeben ist1 da eine solche ,nachbildung einen sehr drftigen ,ersatz der ,wirklichkeit bildet4 ,immerhin wird der ,unterricht von diesem ,mittel1 die ,ferne dem tastenden ,finger nahe zu bringen1 fters ,gebrauch machen1 besonders in der ,heimatkunde1 wo eine bersichtliche ,vorstellung des ,landschaftsbildes die notwendige ,grundlage fr den spteren geographischen ,unterricht bildet4 ,akustische ,fernerscheinungen mssen im ,unterricht1 soweit dies mglich ist1 erklrt werden4 ,dies kann in vielen ,fllen dadurch geschehen1 da der ,schallerreger vorgefhrt1 in anderen ,fllen dadurch1 da durch nachahmende ,versuche eine hnliche ,schallwirkung hervorgerufen wird 7z4 ,b4 ,gesang eines ,vogels3 ,vorfhrung des prparierten ,tieres2 ,rauschen des ,waldes3 ,erzeugung eines hnlichen ,schalles durch ,schwenken eines ,zweiges74 brigens darf nicht unerwhnt bleiben1 da auch der ,geruchssinn dem ,blinden in gewissem ,sinne die ,ferne erschliet4 ,der ,duft von ,blumen1 ,wldern und ,wiesen1 der krftige ,salzgeruch der ,see lt ihn ihr ,vorhandensein schon in betrchtlicher ,entfernung erkennen4 ,auch die ,fhigkeit1 ,personen in einem gewissen ,abstande wahrzunehmen1 beruht teilweise auf ,geruchseindrcken4 ,wie der ,geruch1 so spielen auch der ,temperatursinn und die ,gemeinempfindung in der ,beurteilung der ,ferne eine ,rolle4 ,es wird auf den ,fernsinn8 in einem spteren ,kapitel eingegangen werden4 ,hier soll nur soviel gesagt sein1 da ,erziehung und ,unterricht die ,ausbildung und bung der fernwirkenden sensoriellen ,hilfsmittel sich angelegen lassen sein mu4 ,die gliedernde und ordnende ,ttigkeit des ,auges bei der ,gewinnung von ,sammelbegriffen lt sich in bescheidenem ,mae auf den ,tastsinn in der ,weise bertragen1 da man dem ,schler verkleinerte ,nachbildungen natrlicher ,gruppen vorfhrt und ihn anhlt1 solche ,gruppen auch selbst darzustellen4 ,so kann in einem mit ,sand gefllten ,kasten aus kleinen ,blechhuschen ein ,dorf aufgebaut werden2 ,steinchen1 die man in den ,sand drckt1 bilden das ,straenpflaster1 kleine buschige ,zweige stellen ,bume dar4 ,auch die von den ,schlern aus ,ton1 ,wachs oder ,plastilin geformten ,einzelgegenstnde knnen oft zweckmig zu ,gruppen zusammengestellt werden4 ,den ,ausgangspunkt der ,betrachtung einer ,gruppe bilden in der ,regel die dem ,schler zugnglichen ,einzeldinge2 dann folgt die verkleinerte ,nachbildung1 die infolge ihrer geringen ,ausdehnung in das ,tastfeld des ,kindes hineinpat und somit die ,gruppenauffassung ermglicht4 ,man kann aber auch den umgekehrten ,weg einschlagen3 man geht von der verkleinerten ,darstellung aus und bereitet durch diese das ,verstndnis fr die auf einem greren ,raum verteilte natrliche ,gruppe vor4 ,jedenfalls gehren ,wirklichkeit und ,nachbildung zusammen4 ,nur wo sich dem ,kennenlernen einer natrlichen ,gruppe bedeutende ,schwierigkeiten entgegenstellen1 darf man sich mit der bloen ,nachbildung begngen4 ,die ordnende und gliedernde ,ttigkeit des ,auges erstreckt sich aber nicht blo auf ,gruppengebiete1 sondern auch auf zusammengesetzte ,einzeldinge4 ,die minder wichtigen ,teile werden den wesentlichen untergeordnet2 das ,auge abstrahiert von dem den ,gegenstnden anhaftenden ,beiwerk1 das oft nur der ,verzierung dient1 und sucht den ,kern1 das ,wesen des ,dinges zu erfassen4 ,der tastenden ,hand wird diese ,unterscheidung schwerer4 ,darum mssen die ,anschauungsobjekte fr ,blinde mglichst einfach und frei von schmckendem und sonstwie strendem ,beiwerk sein4 ,aus diesem ,grunde sind die fr ,sehende berechneten ,lehrmittel1 selbst wenn sie deutlich tastbar sind1 fr die ,blindenschule vielfach nicht brauchbar4 ,sie mssen entweder vereinfacht oder in anderer ,weise so umgestaltet werden1 da die tastende ,hand das ,wesentliche an dem ,dinge leicht erkennt4 ,die mit der ,blindheit gegebene ,unmglichkeit1 ,ttigkeiten genau und lckenlos zu verfolgen und die damit zusammenhngende ,schwierigkeit1 die ,entstehung eines ,dinges zu beobachten1 stellt einen so bedeutenden ,nachteil fr die gesamte ,bildung des ,blinden dar1 da ,erziehung und ,unterricht alles aufbieten mssen1 um dieses ,manko zu beseitigen4 ,es kann hierfr in der ,hauptsache nur ein ,mittel in ,betracht kommen3 man mu den ,schler anleiten1 da er die ,arbeitsvorgnge1 die er nicht selbst beobachten kann1 mglichst durch eigene ,bettigung selbst erlebt4 ,es wre also1 um ein ,beispiel anzufhren1 nutzlos1 wenn man dem blinden ,schler mit ,worten beschreiben wollte1 wie ein ,baum gepflanzt wird2 es gengt auch nicht1 da er bei der ,pflanzarbeit1 die ein ,sehender ausfhrt1 zugegen ist und die drftigen ,gehrseindrcke aufnimmt1 die durch die ,ttigkeit des ,pflanzens erzeugt werden4 ,er mu vielmehr1 wenn auch nur in typischer ,art1 selber das ,pflanzloch graben1 das ,bumchen hineinstellen1 die ,wurzeln mit ,erde bedecken und den ,stamm an einen ,pfahl binden4 ,eine andere ,mglichkeit gibt es nicht1 um ihm die ,ttigkeit des ,pflanzens zum ,verstndnis zu bringen4 ,namentlich die grundlegenden ,vorgnge im ,natur- und ,kulturleben1 wie sie der sog4 ,anschauungsunterricht dem ,blinden vermitteln will1 lassen sich fast durchweg nur durch ,schaffen an den ,dingen und im ,umgange mit ihnen zum ,verstndnis bringen4 ,darum wird man den ,sachunterricht1 zumal den auf den unteren und mittleren ,stufen1 mglichst unter den ,gesichtspunkt des ,handelns stellen und die ,erkenntnis und die denkende ,erfassung der ,welt auf die untersuchende1 forschende1 nachahmende1 darstellende ,ttigkeit des ,schlers grnden4 ,die ,art dieser ,ttigkeit kann sein3 #a4 ,wirkliche praktische ,arbeit 7z4 ,b4 ,fllen der ,giekanne1 ,sprengen des ,blumenbeetes1 ,abwgen einer ,ware1 ,fllen eines ,baumes1 ,graben einer ,grube1 ,decken des ,tisches usw474 #b4 ,nachahmende ,versuche 7z4 ,b4 ,darstellung eines ,hauses1 einer ,brcke usw4 aus ,bausteinen1 einer ,fahne aus einem ,stabe und einem ,stckchen ,zeug1 eines ,wegweisers aus zwei ,holzstbchen4 ,vorgang des ,fischens durch nachahmende ,bewegung der gespreizten ,finger im ,wasser4 ,waschen und ,trocknen der ,wsche durch entsprechende ,behandlung eines ,lppchens usw474 ,hierher gehrt auch die so wichtige nachschaffende ,darstellung in ,ton oder ,wachs 7,formen oder ,modellieren74 #c4 ,spielende1 freie ,beschftigung4 ,diese freie1 nicht durch das ,wort des ,lehrers in bestimmte ,bahnen geleitete ,ttigkeit des blinden ,kindes ist von besonderer ,bedeutung fr seine ,geistesentwickelung4 ,sie kommt der ungezwungenen ,art1 wie das sehende ,kind ,erfahrungen gewinnt1 am nchsten4 ,die ,blindenanstalt hat darum ,einrichtungen zu treffen1 die dem ,kinde eine solche freie1 spielende ,bettigung ermglichen4 ,ein grerer ,garten1 der nicht blo nach grtnerischen1 sondern auch nach pdagogischen ,gesichtspunkten angelegt ist1 wird in besonderem ,mae das blinde ,kind zu spielenden ,untersuchungen und mannigfaltiger freier ,bettigung anregen4 ,die ,erziehung des ,kindes zur ttigen ,erfassung der ,wirklichkeit steigert auch die ,tastfhigkeit der ,hand4 ,die ,handmuskeln krftigen sich1 erlangen ,sicherheit in der ,kraftabmessung und werden fhig1 der ,hand und den ,fingern die ,stellung zu geben1 welche der jeweiligen ,ttigkeit angemessen ist4 ,mit der ,steigerung der ,tastfhigkeit erhht sich wieder die ,mglichkeit der ,geistesbildung4 ,wie wichtig ist also die ,ttigkeit fr den ,blinden6 ,es wurde oben dargelegt1 da die ,gehrswahrnehmungen das ,geistesleben des ,blinden auerordentlich beeinflussen1 ja da sie im vorschulpflichtigen ,alter oft ausschlielich wirksam sind4 ,auch auf die ,gefahr wurde hingewiesen1 die entsteht1 wenn die ,gehrswahrnehmungen die ,vorherrschaft erlangen und richtunggebend auf die ,geistesbildung des ,blinden einwirken3 der ,bildung wird der reale ,boden entzogen1 und phantastische ,spekulation tritt an die ,stelle folgerichtigen ,denkens4 ,dieser fr den ,blinden verhngnisvollen ,entwickelung kann nur dadurch begegnet werden1 da man den gesamten ,sachunterricht auf die ,wahrnehmungen des ,tastsinnes grndet1 als desjenigen ,sinnes1 der die rumliche ,erkenntnis des ,blinden ausschlielich vermittelt4 ,es soll mit dieser ,forderung aber durchaus nicht die ,bedeutung der ,gehrswahrnehmungen fr den ,blinden herabgesetzt werden2 sie sind tatschlich fr ihn beraus wichtig1 und es wre falsch und zudem ein vergebliches ,bemhen1 sie ausschalten und unterdrcken zu wollen4 ,es kann sich nur darum handeln1 ihnen die gebhrende ,stellung zu geben4 ,diese gewinnen sie in ,verbindung mit dem ,tasten4 ,tasten#e und ,hren sollen so oft als mglich aufeinander bezogen1 miteinander vereinigt werden1 besonders auf der ,elementarstufe4 ,durch diese ,verbindung soll das sinnliche ,hren zu einem denkenden werden1 soll der ,blinde lernen1 aus ,klngen und ,geruschen richtige ,schlsse auf den ,schallerreger ziehen4 ,in der ,art1 wie der ,blindenlehrer die mannigfaltigsten ,verbindungen zwischen ,tast- und ,hreindrcken zu schaffen wei1 wird sich sein pdagogisches ,geschick zeigen4 ,jedenfalls gebhrt dem ,tasthren8 in der ,blindenschule eine hervorragende ,stelle4 ,in der ,elementarklasse tritt es als selbstndige bung auf1 in den hheren ,klassen wird es bei jeder sich bietenden ,gelegenheit in ,anspruch genommen4 ,ist der ,blindenlehrer von der berzeugung durchdrungen1 da ,gehrsvorstellungen ohne realen ,inhalt wesenloser ,schein sind1 so wird er auch die ,sprache als ,unterrichtsmittel richtig einschtzen4 ,eine dem ,zustande der ,blindheit entsprechende ,sprache zu bilden1 ist der ,unterricht nicht imstande4 ,um so sorgfltiger wird darber zu wachen sein1 da bloe sprachliche ,mitteilungen nie die grundlegende selbstndige ,anschauung und ,erfahrung verdrngen drfen4 ,rein sprachliche ,leistungen des ,schlers knnen darum auch nicht als ,beweis fr die geistige ,erfassung und ,durchdringung eines realen ,stoffes angesehen werden2 nur in ,verbindung mit der darstellenden ,ttigkeit geben sie ,aufschlu ber den geistigen ,besitz des ,kindes4 ,daraus ergibt sich weiter1 da der ,unterricht bemht sein mu1 nur solche ,worte und ,redewendungen zu brauchen1 deren ,inhalt dem ,schler auf ,grund der eigenen ,anschauung verstndlich werden kann4 ,namentlich auf der ,elementarstufe mu dieser ,grundsatz strenge durchgefhrt werden4 ,er ist auch fr die ,einrichtung der ,fibel und der ersten ,lesebcher ausschlaggebend4 ,diese ,elementarbcher knnen darum nicht einfach von der ,volksschule auf die ,blindenschule bernommen werden2 sie mssen aus dem ,erfahrungsgebiet des ,blinden hervorgehen4 ,da das blinde ,kind seine ,anschauungen und ,erfahrungen in erster ,linie in seiner nchsten ,umgebung sammelt und diese in den einzelnen ,blindenanstalten verschieden ist1 so wre es das ,ideal1 wenn jede ,anstalt ihre eigenen1 den speziellen ,verhltnissen entsprechenden ,elementarbcher bese4 ,endlich ergibt sich aus dem ,verhltnis zwischen ,hren und ,tasten fr den ,blindenlehrer die ,mahnung1 auch auf den oberen ,stufen die ,unterrichtssprache so anschaulich und konkret als mglich zu gestalten4 ,bilder und ,redewendungen1 die der ,welt des ,sehens entnommen sind1 knnen und drfen auf die ,dauer nicht umgangen werden2 aber sie sollen sorgfltig erlutert und1 soweit dies angngig ist1 zu dem ,tastsinn in ,beziehung gesetzt werden4 ber die ,willensbildung des blinden ,kindes sollen hier nur einige ,andeutungen gemacht werden4 ,erziehung und ,unterricht werden es als eine ,hauptaufgabe ansehen mssen1 die dem ,blinden hufig innewohnende ,passivitt1 ,schlaffheit und ,energielosigkeit zu bekmpfen4 ,dies geschieht in erster ,linie durch ,gewhnung zur ,arbeit4 ,die weitgehende ,bedienung des blinden ,kindes durch ,eltern und ,geschwister ist ein schwerer ,fehler1 der sicher zur ,willensschwche fhrt4 ,wird dagegen das blinde ,kind frh angehalten1 sich selbst anzukleiden1 seine ,sachen in ,ordnung zu halten1 ohne fremde ,hilfe zu essen und bestimmte kleine husliche ,arbeiten zu verrichten1 so ist damit schon eine wertvolle ,grundlage fr die ,willensbildung geschaffen4 ,die natrliche ,zaghaftigkeit des ,blinden1 die ihm die ,meinung einprgt1 er knne nichts ,rechtes zustande bringen1 wird durch freundliche ,anerkennung auch schwacher ,leistungen zu besiegen sein4 ,nur nicht unbedacht schelten1 wenn dem blinden ,kinde etwas nicht gelingt6 ,namentlich auf dem ,gebiet des ,darstellens und ,schaffens mit der ,hand wird der ,lehrer oft mit den bescheidensten ,anlufen zufrieden sein mssen4 ,hat sich erst das ,selbstvertrauen des ,blinden gehoben1 so ist viel gewonnen4 ,immer wird man dies als ,ziel im ,auge behalten mssen3 ,den ,blinden auf sich selbst zu stellen1 ihm zum ,bewutsein kommen zu lassen1 da er meist ohne fremde ,hilfe fertig werden kann1 seine ,arbeitskraft zu strken1 die ,arbeitsfreudigkeit1 die ,hemmungen und ,strungen berwindet1 zu heben und ihn anzuregen1 seine ,ehre darin zu suchen1 durch ,flei und ,ausdauer1 durch tchtige1 solide ,arbeit sich seinen ,platz in der ,welt zu erobern4 ,die mancherlei unerfreulichen ,erscheinungen1 die hie und da unter den im ,leben stehenden ,blinden sich bemerkbar machen1 wurzeln zum groen ,teil in mangelndem ,arbeitsmut und in der wenig ehrenvollen ,meinung1 da ein ,blinder sich nicht anzustrengen brauche und von vornherein ,anspruch auf mitleidsvolle ,hilfe habe4 ,es ist das ein ,standpunkt1 der leider von den ,angehrigen der ,blinden hufig geteilt wird4 ,die nach der entgegengesetzten ,seite zuweilen hervortretenden unliebsamen ,erscheinungen3 ,selbstberschtzung und ,eitelkeit1 haben nicht selten darin ihren ,grund1 da die ,leistungen des ,blinden ber ,gebhr angestaunt und bewundert werden4 ,besucher der ,blindenanstalt beobachten in dieser ,hinsicht vielfach nicht die ntige ,zurckhaltung und bestrken den ,blinden dadurch in der hohen ,meinung von sich und seinem ,knnen4 ,khles ,abwgen der ,leistungen und taktvolles ,hinweisen auf hhere ,ziele werden bei zu hoher ,selbsteinschtzung am ,platze sein4 ,was die ,beeinflussung des ,gefhlslebens durch ,erziehung und ,unterricht betrifft1 so wird es in erster ,linie darauf ankommen1 die niederen ,gefhle1 namentlich die mit dem ,nahrungstriebe zusammenhngenden1 zurckzudrngen4 ,leider arbeitet hier die husliche ,erziehung der ,anstaltserziehung hufig entgegen4 ,die unverstndige ,liebe der ,eltern und ,verwandten meint3 das blinde ,kind mu so viel entbehren2 dafr soll es wenigstens durch gutes ,essen und ,trinken entschdigt werden4 ,gutes ,essen8 bedeutet bei ihnen aber gewhnlich ,kuchen1 ,sigkeiten und andere ,leckereien4 ,da ist es nicht zu verwundern1 da die ,blinden im vorgeschrittenen ,alter vielfach keinen hheren ,genu kennen1 als ,befriedigung des ,gaumens4 ,eine verstndige ,erziehung wird dahin streben1 da der ,blinde ,zunge und ,gaumen in ,zucht nimmt und ,gensse geistiger ,art kennen und erstreben lernt4 ,so wird dafr zu sorgen sein1 da freie ,stunden und ,tage durch gesellige ,spiele1 musikalische ,bettigung1 ,vorlesen und eigene ,lektre1 ,brett- und ,ballspiele1 ,spaziergnge usw4 ausgefllt werden4 ,in erster ,linie aber werden die ,lustgefhle zu steigern sein1 die mit dem ,gelingen einer ,arbeit verbunden sind4 ,es mu immer wieder daran erinnert werden1 da die ,arbeit dem ,blinden die reichste ,quelle der ,freude werden kann und soll4 ,auch von diesem ,gesichtspunkt aus darf daher der ,unterricht nicht1 wie vorhin gesagt1 bloe ,mitteilungen1 die ohne innere ,anteilnahme aufgenommen werden1 bieten1 sondern er mu den ,schler vor ,aufgaben stellen1 deren ,bewltigung das freudige ,gefhl des ,gelingens hervorruft4 ,anregung des religisen ,gefhls durch ,hausandacht1 ,religionsunterricht und ,besuch des ffentlichen ,gottesdienstes hat man von jeher als notwendige und wichtige ,aufgabe der ,blindenerziehung angesehen4 ,rhrselige ,empfindungen dagegen1 zu deren uerung manche weichgestimmten ,menschen dem ,blinden gegenber sich veranlat fhlen1 wird man von ihm fernzuhalten suchen4 ,nicht zu wehmtiger ,resignation1 sondern zu mutigem ,gottvertrauen soll der ,blinde erzogen werden4 ,dem sthetischen ,genieen1 wie ,musik und ,poesie es dem ,blinden in erster ,linie darbieten1 wird man einen weiten ,raum zuerkennen mssen4 ,doch ist zu betonen1 da es sich auch hier nicht um miges ,hinnehmen handeln darf2 der ,genu soll nicht blo in sinnlicher und phantastischer ,erregung bestehen3 durch geistiges und seelisches ,verarbeiten des ,gebotenen soll eine wirkliche ,bereicherung des ,gemts erfolgen4 ,daraus ergibt sich die ,forderung1 dem ,blinden nur wertvolle ,musik und ,poesie darzubieten und nur solche1 die er geistig zu erfassen und zu durchdringen imstande ist4 ,im ,gesangunterricht werden es in erster ,linie unsere schnen ,volkslieder und volkstmlichen ,gesnge sein1 von denen ein ,gewinn fr das ,gemt des ,schlers zu erwarten ist4 ,fr eine sthetische ,betrachtung plastischer ,kunstwerke reicht der ,tastsinn im allgemeinen nicht aus1 obgleich ,ausnahmen vorkommen 7,helen ,keller1 blinde ,bildschnitzer und ,former74 ,wohl aber bringt die ,erkenntnis des regelmigen ,aufbaues von krperlichen ,darstellungen und die ,zurckfhrung ihrer ,teile auf geometrische ,verhltnisse dem ,blinden ,freude und geistigen ,gewinn4 ,der ,unterricht wird dieser ,tatsache in der ,geometrie1 im ,formen und ,zeichnen und gelegentlich auch in andern ,fchern ,rechnung tragen4 ,krause1 ,geistige ,eigentmlichkeiten des blinden ,kindes4 ,bldfrd4 #ahhc ,s4 #eb4 ,heller1 ,die ,blindenbildung in ihrer ,beziehung zum ,leben4 ,kongr4-,ber4 ,frankfurt a4 ,m4 #ahhb4 ,die ,vorstellungen der ,blinden und die ,anschauung im ,blindenunterricht4 ,bldfrd4 #aija ,s4 #agg4 #c4 ,folgen der ,blindheit in sozialer ,beziehung4 ,wie alles ,unglck1 so erregt auch die ,blindheit ,teilnahme und ,mitleid1 ja es wird kaum einem andern ,unglcklichen soviel ,sympathie und ,mitgefhl entgegengebracht wie dem ,blinden4 ,die mit der ,blindheit gegebene ,hilflosigkeit in bezug auf ,bewegung und ,orientierung1 die groe ,beschrnkung in der ueren ,wahrnehmung und der damit verbundene ,verzicht auf so viele edle ,freuden1 die gedrckte uere ,erscheinung des ,blinden1 auf dessen ,gesicht sein ,unglck geschrieben steht3 das alles wird so ohne weiteres offenbar1 da jeden ,menschen tiefes ,mitleid ergreift1 wenn er mit einem ,blinden in ,berhrung kommt4 ,diese innige ,teilnahme ist erfreulich1 von ihr ist unendlicher ,segen ausgegangen1 auf ihr beruht zu einem gewichtigen ,teil der ,erfolg der ,arbeit an den ,blinden und fr die ,blinden4 ,aber die ,teilnahme hat auch ihre ,kehrseite4 ,wohl tut es dem ,menschen wohl1 wenn er ,verstndnis und ,mitgefhl fr sein ,unglck findet1 aber es berhrt ihn peinlich1 wenn diese teilnehmende ,gesinnung sich in unzarter oder gar aufdringlicher ,weise uert4 ,kein ,mensch mag an ,fehler und ,gebrechen gern erinnert werden1 auch der ,blinde nicht4 ,der ,rat1 den das ,sprchlein an der ,mauer jener alten ,blindenanstalt den ,besuchern gab1 ist darum beherzigenswert und sollte auch heute noch beachtet werden3 ,den ,geist dem ,lichte zugewandt1 ,regt hier der ,blinde froh die flei'ge ,hand4 ,sag ihm1 was ihn erfreuen kann1 ,doch stimme nie des ,mitleids ,wehlaut an68 ,das ,mitleid kann aber den ,blinden nicht blo verwunden1 es kann ihm geradezu zum ,verderben gereichen1 dadurch1 da es zu unrichtiger und unzeitiger ,hilfe verleitet4 ,es ist ein falsches und kurzsichtiges ,mitleid1 das dem ,blinden jede ,mhe und ,anstrengung ersparen will4 ,wie jeder ,mensch1 so wird auch der ,blinde nur durch den fleiigen ,gebrauch der ihm verliehenen ,gaben und ,krfte eine selbstndige und lebensfrohe ,persnlichkeit2 durch unverstndige ,hilfe bringt man ihn um sein ,lebensglck4 ,am verhngnisvollsten wirkt das ,mitleid1 wenn es zum ,darreichen von ,almosen verleitet4 ,diese letztgenannte ,art der ,hilfe wird sich ja freilich nur den ,blinden anbieten1 die in gedrckten ueren ,verhltnissen leben2 da aber die ,blindheit die sozial tieferstehenden ,volksschichten strker heimsucht als die oberen1 so tritt die ,gelegenheit1 durch ,almosen zu helfen1 sehr hufig ein4 ,in frheren ,zeiten sah man diese ,art der ,hilfe als die einzig mgliche an3 ,die ,blinden aen ,bettelbrot und ,gnadenbrot4 ,so wurde und wird auch heute noch vielfach der ,blinde durch falsch geleitetes ,mitleid auf die sozial tiefste ,stufe herabgedrckt2 man will ihm helfen und lt ihm eine ,demtigung widerfahren1 man will ihn aufrichten und lhmt durch ,almosen oder ,untersttzung seine ,arbeitsfreudigkeit und seinen ,flei1 man glaubt ihn zu befriedigen und macht ihn um so begehrlicher4 ,die rechte ,frsorge geht andere ,wege4 ,die ,blindheit bringt mehr als die meisten anderen krperlichen ,gebrechen den mit ihr ,behafteten in ,abhngigkeit von anderen ,menschen4 ,der ,blinde mu sich im unbekannten ,raume fhren lassen2 er mu ,hilfeleistungen annehmen1 die ein ,sehender entrstet zurckweisen wrde4 ,sucht er ,unterhaltung oder ,belehrung aus ,bchern1 so mu er andere bitten1 ihm vorzulesen2 will er seine ,gedanken und ,wnsche einem ,briefe anvertrauen1 so mu ein anderer fr ihn die ,feder ergreifen3 er ist abhngig auf ,schritt und ,tritt4 ,solche ,abhngigkeit ist tief schmerzlich1 und man versteht die ,bitterkeit1 mit welcher zuweilen die ,blinden von ihr sprechen4 ,dem ,blinden ist seine ,geistesbildung erschwert4 ,die ,volksschule kann ihm fast nichts bieten2 er mu eine eigens fr ihn eingerichtete ,bildungsanstalt aufsuchen#f4 ,damit ist in den meisten ,fllen ein ,verlassen des ,elternhauses in frhen ,jahren und ein ,verzichtleisten auf die ,lebensgemeinschaft der ,familie verbunden4 ,das ,ziel1 welches sich die ,blindenanstalt hinsichtlich der ,schulbildung stecken kann1 ist zwar im allgemeinen nicht niedriger als das der ,volksschule1 ja in manchen ,stcken hher1 aber berall da1 wo die sinnliche ,auffassung infolge der beschrnkten ,leistungsfhigkeit des ,tastvermgens stark herabgesetzt ist1 mu sich der ,unterricht in sehr bescheidenen ,grenzen halten4 7,naturgeschichte1 ,chemie1 wichtige ,stcke der ,physik1 ,zeichnen47 ,durch die ,notwendigkeit von ,spezialanstalten1 durch die eigenartigen ,lehrmittel1 deren ,herstellung mit bedeutenden ,kosten verbunden ist1 durch die ,notwendigkeit kleiner ,schulklassen 7etwa #ab ,schler pro ,klasse7 wird der ,unterricht teuer1 so da unbemittelte ,blinde auf die ,schulbildung verzichten mten1 wenn nicht durch die ,frsorge des ,staates oder besonderer ,vereine und ,stiftungen die ,ausbildung der ,blinden ganz oder wenigstens teilweise unentgeltlich erfolgte4 ,dem ,blinden ist auch seine geistige ,weiterbildung erschwert4 ,wohl hat ihm die ,anstalt whrend seiner ,schulzeit alle ihre ,bildungsmittel zur ,verfgung gestellt1 aber mit seiner ,entlassung aus der ,anstalt entstehen ,schwierigkeiten1 die erworbenen ,kenntnisse und ,fertigkeiten zu erhalten und weiter auszubilden4 ,der ,blinde ist meist nicht in der ,lage1 sich eigene ,bcher anzuschaffen1 denn sie sind teuer und nehmen viel ,raum ein2 die in ,reliefschrift vorhandene ,literatur ist auch ihrem ,umfange nach eine recht bescheidene und kann sich mit der ,flle1 die dem ,sehenden zu ,gebote steht1 bei weitem nicht messen4 ,die ,zeitungen und ,zeitschriften bercksichtigen seinen ,erfahrungs- und ,interessenkreis zu wenig1 abgesehen davon1 da er sie sich von einem ,sehenden vorlesen lassen mu4 ,in ,bildungs- und hnlichen ,vereinen findet er nur selten ,aufnahme und ,anschlu4 ,museen und ,ausstellungen existieren fr ihn nicht1 denn die ausgestellten ,gegenstnde drfen nicht betastet werden4 ,wanderungen und ,reisen bieten ihm wenig ,anregung4 ,der ,blinde ist in der ,wahl eines ,berufes beschrnkt4 ,es gibt nur ganz wenige ,berufe1 bei denen das ,auge allenfalls entbehrt werden kann4 ,ausgeschlossen ist fast immer der ,beamtenberuf1 selbst wenn er sich auf die ,schreibstube beschrnkt2 die schriftlichen ,arbeiten des amtlichen ,verkehrs kann der ,blinde nicht erledigen4 ,die ,ausbildung befhigter ,blinder zu ,lehrern und ,lehrerinnen an ,volksschulen und ,blindenanstalten ist zwar verschiedentlich versucht worden1 und wenn es auch einzelne tchtige1 ja bedeutende blinde ,lehrer gegeben hat1 die segensreich in ihrem ,kreise wirkten1 so knnen die ,staatsbehrden aus verschiedenen ,grnden sich doch nicht entschlieen1 blinde ,lehrer an ffentlichen ,schulen1 selbst nicht an ,blindenanstalten1 allgemein anzustellen4 ,so bleibt dem blinden ,lehrer nur die private ,ttigkeit als ,sprachlehrer oder als ,hilfskraft in einer ,blindenanstalt brig4 ,ebenso schwierig ist es fr solche ,blinde1 welche eine ,universitt besucht haben1 einen angemessenen ,wirkungskreis zu finden2 meist bleiben sie bei rein privater ,ttigkeit4 ,der ,beruf als ,organist1 ,konzertmusiker und ,musiklehrer kann zwar von dem ,blinden aufs beste ausgefllt werden2 bei der sehr groen ,konkurrenz seitens der sehenden ,musiker wird der ,blinde sich aber nur dann ,geltung verschaffen knnen1 wenn er ganz hervorragend tchtig ist1 die ihm entgegentretenden ueren ,schwierigkeiten zu berwinden und die ,bedenklichkeiten und ,vorurteile zu zerstreuen wei1 die ihm fast immer entgegengebracht werden4 ,fr die ,mehrzahl der ,blinden bleibt ein ,handwerk der geeignetste ,beruf4 ,aber auch hier mu mit einer weitgehenden ,beschrnkung gerechnet werden4 ,es gibt nur wenige ,handwerke1 die von ,blinden einwandfrei ausgebt werden knnen4 ,in ,deutschland haben sich besonders die ,korbflechterei1 die ,brstenmacherei und die ,seilerei bewhrt1 in ,dnemark auch die ,schuhmacherei1 in ,skandinavien die ,holzbearbeitung und eine bestimmte ,art der ,weberei4 ,fr ,blinde1 deren ,befhigung zur ,erlernung eines ,handwerks nicht ausreicht1 bleiben nur ,handarbeiten von untergeordnetem ,wert brig3 das ,flechten von ,stroh- und ,rohrseilen1 die ,herstellung von ,fumatten1 das ,beziehen von ,rohrsthlen1 die ,anfertigung von ,strohhlsen fr ,flaschen pp4 ,fr ,mdchen sind ,strick-1 ,hkel- und ,knpfarbeiten geeignet1 doch geben sie bei der ,billigkeit der ,maschinenarbeit nur einen minimalen ,verdienst4 ,von sonstigen ,beschftigungen1 die von ,blinden vereinzelt ausgebt werden1 seien genannt3 ,massage1 ,maschinennhen1 ,korrespondenz im ,bureau eines ,anwalts1 ,reliefdruckerei4 ,bei der ,ausbung des ,berufes hat der ,blinde ebenfalls mit groen ,schwierigkeiten zu kmpfen4 ,der ,handwerker leidet unter dem ,vorurteil1 da die ,arbeit des ,blinden nicht so gut und dauerhaft sei wie die des ,sehenden4 ,dieses ,mitrauen in seine ,leistungsfhigkeit fhrt hufig dazu1 da er bei ,auftrgen bergangen wird4 ,nicht selten mutet man ihm zu1 da er billiger arbeiten solle als der ,sehende1 da doch seine ,bedrfnisse geringere seien84 7,in ,wirklichkeit hat der ,blinde manche ,ausgaben1 die der ,sehende nicht kennt2 man denke z4 ,b4 an den ,fhrerlohn und die ,bezahlung der ,hilfeleistungen1 die der ,blinde im huslichen und beruflichen ,leben so oft braucht47 ,bei der ,beschaffung des ,arbeitsmaterials und dem ,vertriebe der gefertigten ,waren ist er vielfach auf die ,vermittelung der ,sehenden angewiesen1 und diese ist nicht immer sachgem und geschftsdienlich4 ,der blinde ,musiker mu oft viele ,jahre warten1 ehe sich ihm eine ,organistenstelle mit bescheidenem ,einkommen bietet1 und der blinde ,konzertmusiker ist von dem sehenden ,impresario8 gnzlich abhngig1 der gewhnlich nur auf seinen eigenen ,vorteil bedacht ist und nicht selten auch mit unlauteren ,mitteln arbeitet1 um gute ,geschfte zu machen4 ,auch in seiner ,eigenschaft als ,staatsbrger ergibt sich fr den ,blinden manche ,beschrnkung4 ,ein staatliches oder kommunales ,amt1 selbst wenn es sich um ein ,ehrenamt handelt1 wird ihm nur in wenigen ,ausnahmefllen bertragen4 ,man traut ihm die erforderlichen ,welt- und ,menschenkenntnisse nicht zu2 hindernd tritt auch hier wieder die ,schwierigkeit des schriftlichen ,verkehrs auf4 ,als ,schffe oder ,geschworener kommt er nicht in ,frage2 selbst als ,zeuge wird er nur selten herangezogen4 ,die ,ausstellung von rechtsverbindlichen ,urkunden und ,erklrungen durch einen ,blinden stt auf ,schwierigkeiten1 da er mit ,feder und ,tinte nicht zu schreiben vermag und ein mit der ,schreibmaschine ausgefhrtes ,schriftstck nur in gewissen ,fllen ,gltigkeit hat4 ,ist er mittellos1 so kann es auch vorkommen1 da er in der ,freizgigkeit beschrnkt ist1 da manche ,gemeinden aus ,besorgnis1 da sie in die ,lage kommen knnten1 ihn unterhalten oder wenigstens untersttzen zu mssen1 ihm bei der ,niederlassung ,schwierigkeiten bereiten und ihn nach dem ,heimatsort abzuschieben bestrebt sind4 ,endlich sei noch auf die ,beschrnkung hingewiesen1 die dem ,blinden hinsichtlich der ,grndung einer ,familie auferlegt ist4 ,bei einem blinden ,mdchen ist die ,verheiratung so gut wie ausgeschlossen1 und auch bei einem blinden ,manne ergeben sich meist1 wenn er eine ,ehe mit einem sehenden ,mdchen schlieen will1 groe ,schwierigkeiten und ,bedenken4 ,so mu also der ,blinde vielfach einsam durchs ,leben gehen4 ,die mit der ,blindheit gegebenen sozialen ,mngel und ,hrten nach ,mglichkeit zu beseitigen1 ist eine schne und notwendige ,aufgabe4 ,sie fllt der ,gesamtheit der ,sehenden zu1 in erster ,linie denen1 die von ,amts wegen berufen sind1 ihre ,kraft den ,blinden zu widmen2 aber auch die ,blinden selbst knnen viel dazu beitragen1 ihre soziale ,lage zu verbessern4 ,die ,gefahr1 die dem ,blinden aus dem unberlegten ,mitleid der ,sehenden erwchst1 kann nur durch ,aufklrung und ,belehrung des ,publikums1 wie sie wahre ,blindenfreunde durch ,wort und ,schrift stets gebt haben1 abgewandt werden4 ,mehr als das wirkt oft der ,einblick in die ,arbeit der ,blindenanstalt und die ,ttigkeit der ,frsorgevereine4 ,die ,milderung der ,abhngigkeit des ,blinden von den ,sehenden wird durch die ,erziehung und den ,unterricht in der ,blindenanstalt erstrebt4 ,sie sucht den ,blinden krperlich selbstndig zu machen1 damit er fremder ,handreichung mglichst entbehren kann2 sie bildet sein ,orientierungsvermgen aus1 um ihn von einem ,fhrer weniger abhngig zu machen2 sie lehrt ihn eine tastbare ,schrift lesen und erschliet ihm damit die ,schtze der ,literatur2 sie ermglicht ihm den schriftlichen ,verkehr mit den ,sehenden durch eine leicht herzustellende ,flachschrift und den mit seinen ,schicksalsgenossen durch die ,punktschrift und sammelt endlich diejenigen ,blinden1 die infolge widriger ,verhltnisse in besondere ,abhngigkeit von anderen ,menschen geraten wrden1 in ,heimsttten1 die mit ,arbeitsanstalten verbunden sind4 ,die ,erschwernisse1 die dem ,blinden in seiner ,weiterbildung entgegentreten1 suchen die ,blindenanstalten und die ,frsorgevereine ebenfalls nach ,mglichkeit zu beseitigen4 ,auch die ,blinden selbst arbeiten in dieser ,richtung in anerkennenswerter ,weise4 ,die ,anstalten versenden die in ihren ,bibliotheken vorhandenen ,bcher auf ,wunsch an die auswrtigen ,blinden und tragen in den meisten ,fllen auch die ,versendungskosten4 ,vor einigen ,jahren ist in ,hamburg eine groe ,leihbibliothek fr ,blinde 7,zentral-,bibliothek fr ,blinde7 gegrndet worden1 die ebenfalls die ,bcher unentgeltlich an ,blinde verborgt4 ,von einigen ,anstalten werden auch ,zeitschriften fr ,blinde mit unterhaltendem und belehrendem ,inhalt herausgegeben2 dasselbe geschieht von einzelnen ,blinden und ,blindenvereinigungen#g4 ,in groen ,stdten haben sich die ,blinden zwecks ,weiterbildung in ,vereinen zusammengefunden4 ,der schriftliche ,verkehr der ,blinden mit den ,sehenden findet mehr und mehr durch die ,schreibmaschine ,frderung und ,erleichterung4 ,maschinen fr erhabene ,schrift1 die auch der weniger bemittelte ,blinde sich anschaffen kann1 ersetzen das mhsame und langsame ,arbeiten mit dem ,schreibstift4 ,dazu hat unter ,mitwirkung der ,blinden die ,punktschrift eine ,krzung erfahren1 so da neben der alphabetischen ,schrift eine ,kurzschrift besteht1 die in erster ,linie der ,fortbildung der ,blinden zugute kommt#h4 ,was die ,beschrnkung des ,blinden in der ,berufswahl betrifft1 so ist trotz der ,bemhungen der ,blindenlehrer und auch der ,blinden selbst ein wesentlicher ,fortschritt leider nicht erzielt worden4 ,wohl erschliet sich hie und da dem einzelnen ,blinden ein neuer ,beruf1 der aber fr die ,allgemeinheit nicht in ,frage kommen kann4 ,voraussichtlich werden diejenigen handwerklichen ,beschftigungen1 die als fr ,blinde besonders geeignet in den ,anstalten gelehrt werden1 auch in ,zukunft fr die ,mehrzahl in ,betracht kommen4 ,daneben wird man von ,fall zu ,fall prfen mssen1 ob etwa die besondern ,verhltnisse und ueren ,umstnde es ratsam erscheinen lassen1 diesem und jenem ,blinden einen ,beruf zu erschlieen1 der abseits liegt4 ,allerdings wird dies weniger ,aufgabe der ,anstalt1 als vielmehr der ,angehrigen des ,blinden sein mssen4 ,die ,schwierigkeiten1 die dem ,blinden bei der ,ausbung seines ,berufes entgegentreten1 werden durch eine grndliche ,ausbildung und durch besondere ,manahme der ,frsorge wenigstens teilweise zu berwinden sein4 ,auf die ,ausbildung wird das ,hauptgewicht zu legen sein1 und zwar gilt dies hinsichtlich des ,handwerkers ebenso wie hinsichtlich des ,musikers und derer1 die etwa einen anderen ,beruf ergreifen4 ,nur dadurch1 da der blinde ,handwerker durchaus gute und einwandfreie ,ware liefert1 wird er das ,vorurteil gegen die ,blindenarbeit beseitigen4 ,und der blinde ,musiker mu ,vorzgliches leisten1 um mit den ,sehenden erfolgreich konkurrieren zu knnen4 ,die ,frsorge geht den ,schwierigkeiten und ,hemmnissen nach1 die dem ,einzelnen im ,berufsleben begegnen1 und versucht1 ihm den ,kampf um seine ,existenz zu erleichtern4 ,die ,beschrnkungen und ,erschwernisse1 die dem ,blinden als ,staatsbrger entgegentreten1 werden sich kaum beseitigen lassen4 ,hervorragende ,tchtigkeit1 verbunden mit strengster ,ehrenhaftigkeit und ,charakterfestigkeit1 werden die ,stellung des ,blinden in der menschlichen ,gemeinschaft festigen und ihn auch wohl zu der einen oder anderen ,vertrauensstellung im ,gemeinschaftsleben fhren4 ,der ,wunsch der ,blinden1 rechtsverbindliche ,urkunden1 besonders die ,bestimmung des letzten ,willens1 in ,punktschrift abfassen zu drfen1 wird sich wegen der ,mglichkeit von ,unterschiebungen1 wegen der ,schwierigkeit der ,prfung und aus andern ,grnden schwerlich erfllen lassen4 ,auch die ,ausnahmestellung1 die der ,blinde hinsichtlich des ,familienlebens einnimmt1 wird nicht zu beseitigen sein1 ja die ,beseitigung ist in vielen ,fllen nicht einmal wnschenswert4 ,es mag darum hier in aller ,krze ber die ,blindenehe etwas gesagt sein4 ,die ,verheiratung eines blinden ,mdchens ist in keinem ,falle wnschenswert1 da sie ihre ,pflichten als ,hausfrau und ,mutter nur ganz mangelhaft erfllen kann4 ,geradezu verhngnisvoll kann eine ,heirat ,blinder untereinander werden4 ,wo dahingehende ,wnsche auftreten1 hat man die dringende ,pflicht1 zu warnen und ihre ,verwirklichung zu verhten4 ,gegen die ,ehe zwischen einem blinden ,mann und einem sehenden ,mdchen bestehen solche schweren ,bedenken nicht1 doch werden die beteiligten ,personen und deren ,berater ernst zu prfen haben1 ob einerseits der ,blinde imstande ist1 eine ,familie zu ernhren und ob andererseits die ,frau fr ihn pat und aus ,neigung und mit ehrlichen ,absichten in die ,ehe tritt4 ,in diesem ,falle kann die ,ehe fr beide ,teile1 namentlich fr den ,blinden1 zum ,segen werden4 ,treffen die ,voraussetzungen nicht zu1 so wird die ,heirat der ,quell von ,jammer und ,elend4 ,fr manche blinden ,mnner ist es auch unter gnstigen ueren ,verhltnissen ,pflicht1 eine ,ehe nicht einzugehen1 nmlich dann1 wenn eine ,vererbung der ,blindheit oder eine andere ,schdigung der ,nachkommenschaft zu erwarten ist4 ,die ,angehrigen und ,freunde des ,blinden werden ihm daher bei ,erwgungen ber den entscheidenden ,schritt der ,eheschlieung ratend und helfend zur ,seite stehen4 ,freilich ist es ,tatsache1 da die ,blinden gerade in diesem ,punkte nicht immer geneigt sind1 guten ,rat anzunehmen4 ,denjenigen ,blinden1 die einsam durchs ,leben gehen mssen1 kann ein reger ,verkehr mit ihren ,schicksalsgenossen1 der ,zusammenschlu in ,vereinen und in behaglich eingerichteten ,heimen das ,familienleben einigermaen ersetzen4 ,moldenhawer1 ,die soziale ,stellung der ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,dresden #ahgf4 ,bttner1 ,die ,blindenehe4 ,kongr4-,ber4 ,kln #ahhh4 ,moldenhawer1 ,die ,stellung der ,blinden in der ,welt4 ,kongr4-,ber4 ,steglitz-,berlin #ahih4 ,heller1 ,die soziale ,stellung der ,blinden4 ,bericht ber den #d4 sterreichischen ,blindenlehrertag4 ,brnn #aiji4 #d4 ,die erste ,erziehung des blinden ,kindes4 ,die erste ,erziehung des blinden ,kindes ist von groer ,bedeutung fr sein ganzes ,leben4 ,was hier versumt wird1 lt sich spter nur schwer nachholen2 erhlt die erste ,erziehung eine falsche ,richtung1 so kann vielfach auch die tchtigste ,anstaltsarbeit den ,schaden nicht wieder gutmachen4 ,umgekehrt arbeitet eine verstndige ,lebenshaltung des ,kindes im elterlichen ,hause der ,anstaltserziehung trefflich vor4 ,die falsche ,erziehung hat hufig ihren ,grund in dem ,schmerz der ,mutter ber das mit der ,blindheit zerstrte ,glck ihres ,kindes und der daraus hervorwachsenden weichen ,stimmung und bergroen ,liebe1 die dem blinden ,kinde alles vermeintlich ,widerwrtige und ,unangenehme fernzuhalten sucht1 die ihm keinen ,wunsch versagt und es vor jeder ,anstrengung ngstlich behtet4 ,der ,schmerz der ,mutter ist wohl zu verstehen1 und es ist begreiflich1 da sie ihrem ,schmerzenskinde besondere ,liebe zuwendet4 ,trotzdem ist es1 gerade um des ,kindes willen1 ihre ,pflicht1 die weichen ,regungen zurckzudrngen und sich eine ruhigere ,stimmung zu erkmpfen4 ,es ist dann zu erwarten1 da die ,erziehung nicht eine ,gefhlssache1 sondern ein ,ergebnis verstndiger berlegung wird4 ,das ,ziel der huslichen ,erziehung ist3 ,entwickelung und bung der in den ,anlagen vorhandenen leiblichen und geistigen ,fhigkeiten des ,kindes bis zu einem solchen ,grade1 da die ,erziehung in der ,blindenanstalt fortgesetzt werden kann4 ,erschwert wird diese ,aufgabe durch den ,umstand1 da das blinde ,kind infolge seiner geringeren ,beobachtungsfhigkeit mehr ,anleitung zum ,gebrauch und zur bung seiner ,krfte bedarf als das sehende4 ,fehlt es hierzu den ,angehrigen des ,kindes an der ntigen ,zeit oder dem erforderlichen ,geschick1 so ist die notwendige ,folge1 da die ,anlagen des sich selbst berlassenen ,kindes unentwickelt bleiben oder da sich seine ,krfte in falscher ,richtung bettigen4 ,in krperlicher ,hinsicht wird die ,mutter das blinde ,kind ebenso frhe wie das sehende zur ,reinlichkeit und geregelter ,befriedigung seiner ,bedrfnisse anhalten4 ,es ist gar zu abstoend1 wenn ein blindes ,kind im vorgeschrittenen ,alter noch mit den einfachsten ,pflichten der ,sauberkeit in ,widerspruch gert4 ,das ,gehen kann und soll das blinde ,kind ebenso frhe erlernen wie das sehende2 es ist nicht gut1 wenn es lnger als unbedingt ntig1 getragen wird4 ,auf baldige ,selbstndigkeit in der ,fortbewegung ist von vornherein ,bedacht zu nehmen4 ,man lasse das ,kind zunchst an ,sthlen und andern ,hausgerten entlang gehen und lenke spter seine ,schritte durch ermunternde ,zurufe4 ,natrlich kann auch die ,fhrung des ,kindes nicht entbehrt werden1 sie soll aber mglichst eingeschrnkt werden4 ,frhe soll die ,mutter das ,kind daran gewhnen1 sich selbst an- und auszukleiden1 sich selbstndig zu waschen und zu kmmen4 ,es dauert wohl recht lange1 ehe das ,kind damit zustande kommt1 und die ,mutter mu bei den ersten ,versuchen groe ,geduld beweisen1 mu auch spter noch viel kontrollieren und nachbessern1 aber dafr ist mit diesen ersten und wichtigsten ,arbeiten des ,selbstbedienens ein groer ,schritt vorwrts getan zur ,selbstndigkeit des ,kindes4 ,auch lernt es dabei seinen ,krper aufs beste kennen1 was sehr wichtig ist4 ,wo irgend mglich1 soll das ,kind ferner angeregt werden1 ,dinge herbeizuholen und fortzutragen1 ,botengnge zu machen und andere mit ,bewegung verbundene kleine ,dienste zu leisten1 damit sein ,hin- und ,hergehen einen bestimmten ,zweck erhlt und der ,orientierungssinn in ,anspruch genommen wird4 ,geschieht das nicht1 so entsteht die ,gefahr1 da der ,ttigkeitstrieb des ,kindes seine ,befriedigung in passiven ,bewegungen sucht3 ,wiegen des ,krpers1 ,drehen des ,kopfes1 ,zappeln der ,arme und ,beine1 ,augenbohren usw4 ,an ,migkeit im ,essen und ,trinken ist das ,kind von vornherein zu gewhnen4 ,in dieser ,beziehung wird unendlich oft gefehlt1 besonders dadurch1 da man das ,kind an ,leckereien gewhnt4 ,es kommt dann hufig dahin1 da spter ein solches ,kind die gesunde und krftige ,hausmannskost der ,anstalt verachtet und jeden ,groschen zur ,beschaffung von ,kuchen und ,zuckerwerk verwendet4 ,natrlich soll das ,kind auch gute ,manieren beim ,essen beobachten2 man be mit ihm die richtige ,haltung des ,lffels und achte darauf1 da es bescheiden bittet1 wenn es noch nicht satt ist4 ,dinge zum ,spielen soll das blinde ,kind schon in der ,wiege erhalten3 ein ,bllchen1 eine ,klapper1 ein ,stbchen4 ,spter ist die ,auswahl grer3 ,brettchen1 ,hlzchen1 ,bausteine1 ,kugeln1 ,kegel1 ein ,lffel zum ,graben im ,sande1 ein ,becher1 ein kleiner ,wagen1 eine ,karre pp41 immer ,gegenstnde1 mit denen es ,ttigkeiten ausfhren kann4 ,auch ein ,klmpchen ,ton oder ,wachs zum ,formen ist als ,spielgabe vortrefflich geeignet4 fterer ,wechsel des ,spielzeuges ist geboten1 um ,einfrmigkeit und ,langeweile nicht aufkommen zu lassen4 ,das bloe ,darbieten des ,spielzeuges wird freilich nicht gengen2 da das blinde ,kind das ,tun und ,treiben anderer ,menschen nicht beobachten kann1 bleibt sein ,nachahmungstrieb ohne ,anregung1 und es wei mit dem ,spielzeuge nichts anzufangen4 ,anleitung ist darum auch hier notwendig4 ,diese wird am besten von ,kindern1 z4 ,b4 den ,geschwistern gegeben1 wie berhaupt ein hufiges ,zusammensein mit anderen ,kindern sehr anregend und frdernd auf das blinde ,kind einwirkt4 ,in der warmen ,jahreszeit soll es sich so oft als mglich im ,freien aufhalten4 ,das ist nicht blo aus gesundheitlichen ,grnden wichtig1 sondern auch deshalb1 weil dann das ,kind in die fr seine geistige ,entwickelung so notwendige ,berhrung mit der ,natur kommt4 ,welche wichtigen ,entdeckungen kann das blinde ,kind im ,garten und ,hof seiner ,eltern machen6 ,welcher geistige ,gewinn geht dem ,kinde der ,grostadt verloren1 das ans ,zimmer gefesselt ist und nur von ,zeit zu ,zeit zu einem ,spaziergang vor's ,tor hinausgefhrt wird6 ,soll man dem blinden ,kinde auch ,musikinstrumente in die ,hand geben8 ,die ,ansichten darber sind geteilt4 ,tatschlich verleiten manche ,instrumente1 wie ,klingel und ,mundharmonika1 zu allerlei beln ,angewohnheiten1 wie ,gesichterschneiden und ,hndezappeln2 vor ihnen mu daher gewarnt werden4 ,dagegen kann man eine ,holz- oder ,blechflte1 die einige ,tne umfat1 dem ,kinde unbedenklich in die ,hand geben2 es wird bald kleine ,melodien blasen lernen1 die sein musikalisches ,gehr anregen und ihm ,freude bereiten4 ,wird das ,kind lter1 so kann es zu allerlei kleinen huslichen ,arbeiten herangezogen werden3 es begleitet die ,mutter in den ,keller und holt ,gemse und ,kartoffeln1 es mahlt ,kaffee1 es hilft beim ,decken des ,tisches1 beim ,reinigen des ,geschirrs1 es stellt die ,sthle in ,ordnung1 fttert die ,tauben und ,hhner1 holt ,holz herbei usw4 ,je vielseitiger diese ,arbeiten sind1 desto sicherer und selbstndiger wird das ,kind in seinen ,bewegungen1 desto fgsamer werden die ,hnde1 desto reicher wird sein ,erfahrungskreis4 ,auch einige bungen1 die einen mehr formalen ,charakter haben und die ,ausbildung des ,tastsinnes direkt frdern1 kann die ,mutter vornehmen lassen1 etwa das ,sortieren verschiedener ,frchte1 das ,aufreihen von ,perlen und ,knpfen1 das ,einlegen von ,zndhlzchen usw4 ,auch auf die bung des ,gehrs wird die ,mutter bedacht sein4 ,da das ,gehr bei der ,orientierung des ,blinden hervorragend mitwirkt1 wird sie das ,kind auf die ,gerusche in seiner ,umgebung aufmerksam machen1 damit es lernt1 das ,ohr mehr und mehr als ,fhrer zu benutzen4 ,sie klatscht z4 ,b4 in die ,hnde1 wenn das ,kind zu ihr kommen soll1 bewegt den ,trdrcker1 damit es nach dem ,gerusch die ,richtung des ,ausganges beurteilt1 schickt es an dieses oder jenes ,hausgert und lt daran mit dem ,finger oder der ,faust klopfen1 lt durch ,fustampfen den ,boden untersuchen1 lt zuweilen eine ,stricknadel1 einen ,schlssel1 eine ,streichholzschachtel1 ein ,buch1 einen ,fingerhut1 eine ,nu und hnliche ,dinge zur ,erde fallen und sie nach dem ,klange erkennen und aufsuchen1 macht auf das ,rollen des ,wagens1 das ,brausen des ,sturmes1 das ,prasseln der ,regentropfen1 den ,gesang eines ,vogels aufmerksam4 ,mit allem ,ernst mu ,eigensinn und ble ,laune des blinden ,kindes bekmpft werden4 ,ist es notwendig1 so darf die ,mutter vor ,strafe nicht zurckschrecken4 ,das ist nicht ,hrte1 sondern eine ,wohltat fr das blinde ,kind2 die ,strafe bleibt ihm im ,gedchtnis1 und ,eigensinn und ble ,laune kommen nicht so leicht wieder auf4 ,das religise ,empfinden wird die ,mutter durch kindliches ,gebet und durch ,hinweis auf den himmlischen ,vater und den ,heiland wecken4 ,einige einfache ,gebetsverschen knnen dem ,kinde eingeprgt werden4 ,kleine ,liedchen helfen den ,frohsinn frdern und beleben den musikalischen ,sinn4 ,scherzfragen und ,rtsel regen zum ,denken an2 die ,darbietung von ,kinderreimen kommt der ,sprechlust des ,kindes entgegen und frdert die ,sprachtechnik4 ,dagegen ist die gedchtnismige ,aneignung von unverstandenen ,gedichten und biblischen ,erzhlungen unbedingt zu vermeiden2 sie leistet der fr den ,blinden so verhngnisvollen verbalen ,bildung ,vorschub4 ,nicht selten holen die ,eltern eines blinden ,kindes sich in der ,blindenanstalt ,rat ber seine zweckmigste ,erziehung4 ,solchen ,rat wird jeder ,blindenlehrer gern erteilen4 ,gut ist es1 wenn den ,eltern dabei eine kurze schriftliche ,anleitung in die ,hand gegeben werden kann4 ,eine solche bietet das von dem ,verein zur ,frsorge fr die ,blinden der ,rheinprovinz herausgegebene1 unten nher bezeichnete ,flugblatt4 ,flugblatt3 ,an die ,eltern sehender und blinder ,kinder4 ,verfat von ,dr4 ,th4 ,saemisch und ,w4 ,mecker4 ,zu beziehen durch die ,provinzial-,blindenanstalt in ,dren 7,rheinland74 ,schaidler1 ,das blinde ,kind im ,elternhause4 ,jahresbericht des ,kgl4 ,zentral-,blinden-,instituts in ,mnchen fr das ,schuljahr #aiaa_/ab4 ,heller1 ,die ,blindenbildung in ihrer ,beziehung zum ,leben4 ,kongr4-,ber4 ,frankfurt a4 ,m4 ,seite #aag und #aah4 ,froneberg1 ,das preuische ,frsorgeerziehungsgesetz fr ,minderjhrige in seiner ,anwendung auf die ,erziehung der ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,,ii4 ,aufgaben der ,blindenbildung4 ,die ltere ,zeit glaubte dem ,blinden gegenber nur die ,aufgabe zu haben1 sein leibliches ,wohl zu frdern4 ,vor den mancherlei ,gefahren1 die seinen ,krper bedrohen1 suchte man ihn zu behten1 und um seine materielle ,existenz zu sichern1 strebte man danach1 ihn zu versorgen4 ,behtung und ,versorgung waren das ,ziel jeglicher ,bettigung im ,interesse des ,blinden4 ,die ,notwendigkeit einer ihn ber das animalische ,leben hinausfhrenden ,erziehung fhlte man nicht1 denn man hielt den ,blinden im allgemeinen nicht fr bildungsfhig4 ,erst durch die am ,ende des #ah4 und am ,anfange des #ai4 ,jahrhunderts angestellten ,erziehungs- und ,unterrichtsversuche mit einzelnen ,blinden wurde das alte ,vorurteil langsam entkrftet1 und man erkannte mehr und mehr die ,pflicht1 den ,blinden durch ,erziehung und ,unterricht aus der ,isolierung1 in der er bisher gestanden1 herauszuheben2 man gewann die berzeugung1 da es eine ,pflicht der ,humanitt sei1 das in den niederen ,regionen des ,lebens verlaufende ,dasein des ,blinden zu heben und dadurch zu einem menschenwrdigen zu machen4 ,es hat lange gedauert1 bis diese ,erkenntnis sich berall ,bahn brach4 ,im einzelnen ist die alte ,anschauung auch heute noch nicht ganz berwunden1 denn immer wieder werden ,stimmen laut1 welche die fr die ,blindenerziehung aufgewandte ,mhe fr zwecklos erklren und die ,pflicht der ,sehenden dem ,blinden gegenber in der bloen ,versorgung mit des ,lebens ,notdurft und ,nahrung erblicken4 ,der ,blinde hat also ,anspruch auf ,erziehung und ,unterricht wie jedes sehende ,kind4 ,es fragt sich nun1 welches ,ziel die ,blindenbildung zu verfolgen hat4 ,nachstehende berlegung wird dabei den ,weg weisen4 ,der ,blinde hat dieselben seelischen ,grundanlagen und ,krfte wie der ,vollsinnige1 nur da wegen des ,fehlens eines wichtigen ,sinnes gewisse ,eigenarten und ,besonderheiten vorhanden sind1 die seinen ,entwickelungsgang beeinflussen und in seiner ,erziehung fters zu ,wegen fhren1 die von denen abweichen1 die das sehende ,kind wandelt4 ,aber hier wie dort sollen die ,wege zu demselben ,ziele1 dem ,ziele aller ,pdagogik1 fhren3 ,schaffung einer durchgeistigten ,persnlichkeit4 ,in der fortschreitenden ,durchgeistigung der menschlichen ,natur liegt ja das ,wesen der ,menschheitsentwickelung berhaupt3 ,zu den natrlichen1 krperlich sinnlichen ,trieben sollen mehr und mehr die geistigen ,interessen hinzutreten1 nmlich das ,streben nach ,erkenntnis1 nach sthetischer1 ethischer und religiser ,vervollkommnung und ntzlicher ,bettigung im ,dienste der ,menschheit4 ,wie wird aber das genannte ,ziel erreicht8 ,welches ist das ,mittel1 das die ,erziehung benutzt1 um den ,menschen zu einer durchgeistigten ,persnlichkeit zu bilden8 ,es ist bei dem ,sehenden wie bei dem ,blinden das gleiche3 ,bettigung der in den ,anlagen vorhandenen krperlichen und geistigen ,krfte4 ,erziehung und ,unterricht werden also fortgesetzt bemht sein mssen1 ,gelegenheit zu angemessener und zweckmiger bung der kindlichen ,krfte zu schaffen4 ,bei dem ,blinden bereitet die ,herbeifhrung dieser ,gelegenheit grere ,mhe als bei dem ,sehenden1 denn das ,gebiet der ,bettigung ist bei ihm ein kleineres1 die ,erfassung und ,durchdringung der an ihn herantretenden ,aufgaben vollzieht sich wegen der unvollkommneren sinnlichen ,eindrcke langsamer und schwerflliger1 und endlich erfordert die ,lsung der ihm gestellten ,aufgaben eigenartige1 dem ,tastsinn entsprechende ,lehr- und ,lernmittel4 ,es fragt sich nun1 wo die ,erziehungsaufgabe am besten gelst werden kann4 ,das ,elternhaus ist der ,bildungspflicht gegen das blinde ,kind ber die ersten ,jahre hinaus fast durchweg nicht gewachsen2 es ist1 wie die ,erfahrung lehrt1 in vielen ,fllen nicht einmal imstande1 die krperliche ,entwickelung des blinden ,kindes verstndig zu leiten1 viel weniger die geistige4 ,kann nun die ,schule1 das heit hier die allgemeine ,schule1 die ,eltern in dieser ,aufgabe untersttzen und ihnen einen ,teil derselben abnehmen1 wie sie es mit den vollsinnigen ,kindern tut8 ,man hat es hie und da fr mglich gehalten1 da der ,unterricht des ,blinden von vornherein in ,gemeinschaft mit den ,sehenden erfolgen knne1 ja es wird in der ,gegenwart sogar von mancher ,seite der ,gedanke erwogen1 ob es fr den ,blinden nicht in jedem ,falle vorteilhaft sei1 mit dem ,sehenden auf derselben ,schulbank zu sitzen4 ,die ,verfechter dieser ,idee betonen1 da der ,blinde in der ,welt der ,sehenden lebt1 da er ihren ,anschauungen und ,gebruchen sich anpassen msse2 er werde sich um so leichter in diese ,welt hineinleben1 je inniger von vornherein die ,berhrung mit den ,sehenden sei4 ,zugleich knne erwartet werden1 da dann auch die ,sehenden den ,blinden in der ,praxis des ,lebens als ihnen gleichwertig ansehen und respektieren werden4 ,neben einem ,krnlein ,wahrheit zeigt dieser ,gedanke aber eine gnzliche ,verkennung des ,wesens der ,bildung und eine unrichtige ,beurteilung der ,stellung des ,menschen in der brgerlichen ,gemeinschaft4 ,wenn die ,bildung in dem ,anlernen von ,kenntnissen und ,fertigkeiten bestnde1 in einem ,ankleben der ,bildungsstoffe von auen her1 dann knnte allerdings die ,schule der ,sehenden dem ,blinden eine ganz annehmbare ,bildung vermitteln1 denn ein groer ,teil dessen1 was dort gelehrt wird1 lt sich in seinen ,ergebnissen durch das ,ohr auffassen und gedchtnismig festhalten1 und wo dies nicht mglich ist 7,lesen1 ,schreiben1 ,zeichnen1 ,geographie usw471 da gengen einige abweichende ,lehrmittel1 um den ,blinden mit den sehenden ,mitschlern gleichen ,schritt halten zu lassen4 ,nun kann aber ,bildung nur gewonnen werden durch das ,wachstum des inneren ,menschen2 nur dadurch1 da die ,bildungsstoffe innerlich verarbeitet werden1 setzen sie sich um in geistige ,kraft4 ,die ,voraussetzung hierfr ist die anschauliche1 auf die ,ttigkeit der ,sinne1 bei dem ,blinden also vorzugsweise auf den ,tastsinn1 sich grndende ,erkenntnis der realen ,welt4 ,diese ,voraussetzung kann die ,schule der ,sehenden dem ,blinden gegenber nicht erfllen1 da sie die bermittelung und ,verarbeitung der ,bildungsstoffe auf ein dem ,blinden verschlossenes ,sinnesorgan1 das ,auge1 grndet4 ,erst wenn der ,blinde durch eine seinen besonderen ,verhltnissen und ,bedrfnissen entsprechende ,erziehung und durch einen ebensolchen ,unterricht eine konkrete ,grundlage fr seine ,bildung gewonnen hat1 kann von dem ,besuch einer fr ,sehende bestimmten ,schule ein geistiger ,gewinn fr ihn erwartet werden1 wie denn tatschlich manche begabten ,blinden1 die aus bemittelten ,familien stammen1 nach dem ,besuch einer ,blindenanstalt eine ,erweiterung ihrer ,bildung auf dem ,gymnasium und der ,universitt suchen4 ,im brigen wird niemand den ,blinden verachten oder auch nur geringer schtzen1 weil er seine ,bildung teilweise auf anderem ,wege erworben hat wie der ,sehende2 umgekehrt auch wrde ihn niemand als vollwertig ansehen1 weil er von vornherein dieselbe ,schule besucht hat wie der ,sehende2 die ,welt fragt in erster ,linie darnach1 was jemand leistet1 und wer in seinem ,berufe tchtig ist1 den schtzt und respektiert sie1 ob es nun ein ,sehender oder ,blinder ist#i4 ,ist also die ,erziehung und der ,unterricht des ,blinden1 soweit es sich um die ,grundlage der ,bildung handelt1 in den ,schulen der ,sehenden nicht mglich1 so ergibt sich die ,notwendigkeit1 ,spezialschulen fr die ,blinden1 ,blindenanstalten1 zu grnden1 die sich dem ,mangel ihrer ,zglinge anpassen4 ,diese haben1 wie eben angedeutet1 die ,grundlage der ,bildung zu schaffen1 verfolgen also dasselbe ,ziel wie die ,volksschule4 ,da die meisten ,blinden aus den mittleren und unteren ,volksschichten stammen und spter in ,berufen ttig sind1 die der unteren und mittleren ,kultursphre angehren1 so wird die ,mehrzahl auch in der ,blindenanstalt den ,abschlu der ,bildung finden4 ,wer von den ,blinden ber die elementare ,bildung1 wie sie die ,blindenanstalt vermittelt1 hinausstrebt1 der mu1 wie dies auch in entsprechender ,weise bei den ,sehenden geschieht1 unter ,aufwendung von mehr oder weniger bedeutenden ,geldmitteln und unter erheblicher ,verlngerung der ,bildungszeit eine hhere ,lehranstalt aufsuchen4 ,gewi sind fr den ,blinden die ,schwierigkeiten1 die ihm hier entgegentreten1 grer1 als fr den ,sehenden1 aber es ist zu bedenken1 da auch fr sehende ,schler1 wenn sie mit einem ,gebrechen behaftet sind1 mancherlei ,erschwernisse beim ,besuch hherer ,schulen eintreten4 ,staat und ,kommunen knnen bei der groen ,verschiedenheit der krperlichen ,gebrechen nicht jeden einzelnen ,fall bercksichtigen2 sie werden immer normale ,verhltnisse im ,auge haben mssen4 ,etwas anderes ist es1 wenn auf privatem ,wege ,schulen fr eine besondere ,kategorie von ,gebrechlichen geschaffen werden4 ,es fragt sich aber1 ob die ,grndung hherer ,blindenschulen8 im ,interesse der ,blinden lge4 ,abgesehen davon1 da solche ,schulen bedeutende ,geldmittel erfordern und also nur ganz wenigen zugute kmen1 so ist zu befrchten1 da gerade hierdurch das von den ,blinden so sehr erstrebte ,ziel3 mglichst gleiche ,einschtzung mit den ,sehenden1 nicht erreicht wird4 ,wie schon oben gesagt1 stellt das ,leben -- und es kann gar nicht anders sein -- die gleichen ,anforderungen an die ,leistungen des ,sehenden und des ,blinden2 nur wenn der ,blinde hinsichtlich seiner ,arbeit1 der geistigen wie der technischen1 nicht hinter den ,sehenden zurcktritt1 kann er sich in der ,welt der ,sehenden behaupten4 ,die ,blindenanstalt vermittelt ihm1 indem sie an sein ,gebrechen anknpft1 die ,grundlage der ,bildung2 wenn aber diese ,grundlage gewonnen ist1 dann soll er in die ,reihe der ,sehenden eintreten und zusehen1 ob seine ,kraft ausreicht1 mit ihnen gleichen ,schritt zu halten4 ,diejenigen ,blinden1 die eine hhere ,bildung erlangt haben1 sind diesen ,weg auch wirklich gegangen1 und sie alle geben zu3 ,der ,weg war sehr mhsam1 aber er ist der einzig richtige#aj4 ,soll also die ,aufgabe der ,blindenanstalt kurz gekennzeichnet werden1 so wird man sagen drfen3 sie hat in einem guten ,elementarunterricht1 der die ,verhltnisse und ,bedrfnisse des ,blinden bercksichtigt1 die ,grundlage der ,bildung zu geben4 ,sie hat also dieselbe ,aufgabe zu lsen wie die ,volksschule4 ,tatschlich ist die ,blindenanstalt auch bisher stets als eine ,volksschule 7gegliederte oder gehobene ,volksschule7 angesehen worden4 uerlich kommt dies dadurch zum ,ausdruck1 da der ,unterricht in der ,regel frei ist wie in der ,volksschule4 7,in ,preuen durch das ,gesetz ber die ,beschulung blinder und taubstummer ,kinder ausdrcklich bestimmt47 ,die ueren ,unterrichtsziele werden darum im groen und ganzen mit denen der ,elementarschule bereinstimmen2 in einzelnen ,gegenstnden wird man ber das gewhnliche ,ma hinausgehen knnen1 in anderen 7,naturgeschichte1 ,zeichnen usw47 werden die ,ziele niedriger gesteckt werden mssen2 einige ,fcher 7,frbelarbeit1 ,formen1 ,musik7 treten neu hinzu4 ,es kann notwendig werden1 da unter besonderen ,verhltnissen1 in dieser oder jener ,anstalt1 die ,ziele erweitert werden1 wie ja auch in manchen greren ,volksschulen die ,oberklassen nach dem ,plane der ,mittelschulen arbeiten4 ,nur sollen solche ,ausnahmen nicht zur allgemeinen ,regel erhoben werden4 ,ohne den ,parallelismus zwischen ,blindenanstalt und ,volksschule allzu ngstlich zu betonen1 soll jede ,anstalt bemht sein1 dem ,blinden eine so gute1 grndliche und vielseitige ,bildung zu geben1 wie sie nach den ,anlagen und ,krften des ,durchschnitts und den ueren ,umstnden mglich und wie sie fr einfache ,lebensverhltnisse erforderlich ist4 ,da die ,blinden zerstreut wohnen1 mssen sie zu einer ,unterrichtsgemeinschaft gesammelt werden4 ,gewhnlich vereinigt sie die ,anstalt1 welche sie unterrichtet1 zu einer ,internatsgemeinde1 was dem ,pensionsaufenthalt in einer fremden ,familie meist vorzuziehen ist4 ,abgesehen von den guten ,wohnungs- und ,verpflegungsverhltnissen1 die in der ,anstalt mehr gewhrleistet sind als in einer ,privatpension1 kommt die bequemere ,wahrnehmung des ,unterrichts und das in erziehlicher ,hinsicht wertvolle ,zusammensein mit den ,kameraden in ,betracht4 ,wohnen die ,eltern des blinden ,kindes am ,orte und macht die tgliche ,zufhrung zum ,unterricht nicht ,schwierigkeiten1 so kann auf den ,eintritt in das ,internat verzichtet werden4 ,die ,schler besuchen in diesem ,falle die ,anstalt nur zu den ,unterrichtsstunden und stehen im brigen unter der ,obhut und ,pflege der ,eltern4 7,die blinden ,kinder der ,stadt ,berlin sind durchweg solche ,schulgnger847 ,freilich wre fr die ,charakterentwickelung mancher dieser ,kinder die ,anstaltserziehung vorzuziehen1 da sie weit eher selbstndig macht1 als die oft nur verwhnende ,pflege im ,elternhause4 ,die ,volksschule entlt ihre ,schler nach ,vollendung der gesetzlich festgelegten ,schulpflicht4 ,in den meisten ,fllen gehen die entlassenen ,schler sogleich zur ,erlernung eines ,lebensberufes ber4 ,dementsprechend mten auch die ,zglinge der ,blindenanstalt1 wenn sie die ,anstaltsschule durchlaufen und nicht die ,absieht haben1 eine hhere ,schule zu besuchen1 ins ,leben hinaustreten1 um sich auf einen brgerlichen ,beruf vorzubereiten4 ,in der ,tat wre dies der regelrechte ,gang der weiteren ,entwickelung der ,blindenbildung4 ,aber da treten ,schwierigkeiten auf4 ,die ,mehrzahl der ,sehenden ist von der ,mglichkeit einer beruflichen ,ausbildung des ,blinden nicht berzeugt oder hlt sie fr so mhevoll1 da der ,blinde fast nie einen ,lehrmeister finden wrde1 der geneigt wre1 seine ,ausbildung zu bernehmen4 ,tatschlich ist die ,einfhrung des ,blinden in einen ,beruf schwierig und erfordert viel ,geduld und ,verstndnis fr die abweichende ,arbeitsweise2 nicht jedem ,lehrmeister knnte man einen blinden ,lehrling anvertrauen4 ,die ,blindenanstalt hat darum die berufliche ,ausbildung der ,mehrzahl ihrer ,zglinge selbst bernommen4 ,es fragt sich nun1 auf welchen ,beruf sich die ,ausbildung erstrecken kann4 ,da ist vor allem zu sagen1 da der ,blinde in der ,wahl eines ,berufes auerordentlich beschrnkt ist4 ,wohl sind in der ,blindenwelt die verschiedensten ,berufe vertreten1 vom ,kaufmann bis zum ,uhrmacher1 vom ,prediger bis zum ,korrespondenten1 aber es sind immer nur einzelne1 die infolge besonderer ,begabung1 besonderer ,willenskraft und unter besonderer ,gunst der ueren ,verhltnisse sich zu dem einen oder anderen ,berufe hindurchgearbeitet haben4 ,fr die ,mehrzahl der ,blinden1 fr den ,durchschnitt1 kommen nur wenige handwerkliche ,ttigkeiten in ,frage1 etwa die ,korbmacherei1 die ,brstenmacherei1 die ,seilerei und die ,herstellung von allerlei ,flechtwaren4 ,diese ,beschrnkung ist einerseits zu bedauern2 sie hat andererseits aber den ,vorteil1 da die ,ausbildung in der ,anstalt berhaupt durchfhrbar ist4 ,denn das ist klar1 da eine ,blindenanstalt nicht eine ,art ,universal-,lehrwerksttte sein kann1 in welcher jeder ,neigung und jeder ,spur einer besonderen ,begabung nachgegangen werden kann4 ,die ,anstalt kann nur der ,mehrzahl ihrer ,insassen dienen4 ,wo der eine und der andere ,interesse und ,anlage fr ,bettigung auf einem abseits liegenden ,gebiete zeigt1 da kann die ,anstalt wohl ratend und frsprechend eintreten1 im brigen aber mu der ,blinde versuchen1 durch eigene ,kraft und durch private ,hilfe sich seinen ,weg zu bahnen4 ,denjenigen aber1 die einen der ,blindenberufe8 erwhlen1 wird die ,anstalt eine grndliche ,ausbildung durch tchtige1 erfahrene ,meister geben knnen4 ,freilich lt sich nicht aus jedem ,holz ein ,merkur schnitzen1 denn unter den ,blinden ist1 wie unter den ,sehenden1 die technische ,befhigung auerordentlich verschieden4 ,es lt sich darum auch nicht von vornherein sagen1 ob jeder einzelne ein tchtiger ,korbmacher1 ,seiler oder ,brstenmacher werden wird4 ,neben der technischen ,begabung kommt fr die berufliche ,ausbildung natrlich auch der ,flei1 die ,ausdauer1 der feste ,wille des ,blinden1 etwas ,tchtiges zu werden1 in ,betracht4 ,die ,mglichkeit1 den erwhlten ,beruf grndlich zu erlernen1 soll die ,anstalt jedem ,blinden bieten2 aber es ist ungerecht1 ihr einen ,vorwurf zu machen -- wie dies denn hin und wieder geschieht -- wenn nicht jeder tatschlich ein im ,leben brauchbarer1 leistungsfhiger ,mensch wird4 brigens wird man den jungen ,blinden zu einem bestimmten ,berufe nicht zwingen2 er mag unter den in der ,anstalt gelehrten ,beschftigungen whlen4 ,wie die sehenden ,handwerkslehrlinge haben auch die blinden an einem geeigneten ,fortbildungsunterricht teilzunehmen1 der von der ,anstalt einzurichten ist4 ,sind die ,blindenanstalten unbedingt zu empfehlen8 ,bldfrd4 #ahhg ,s4 #a4 ,heller1 ,die ,blindenbildung und ihre ,bedeutung fr die ,erziehung des ,menschengeschlechts4 ,bldfrd4 #ahib ,s4 #ig4 ,lembcke1 ,der ,blindenbildung ,kern und ,stern4 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,matthies1 ,die ,humanitt im ,dienste der ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 ,brandstter1 ,die ,aufgabe der ffentlichen ,blindenanstalten4 ,was hat die ,blindenanstalt der ,jetztzeit zu leisten1 was nicht8 ,kongr4-,ber4 ,wien #aiaj4 ,hlters1 ,schulerinnerungen einer jungen blinden ,deutschen nebst einem ,nachwort von ,brandstter4 ,bldfrd4 #aiaa ,s4 #acb4 ,mohr1 ,die ,notwendigkeit einer hheren ,bildungsanstalt fr ,blinde4 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,,iii4 ,die ,blindenanstalt4 #a4 ,die baulichen ,anlagen4 ,da nach den ,ausfhrungen im vorigen ,kapitel kein ,zweifel darber bestehen kann1 da die ,erziehung1 der ,schulunterricht und die berufliche ,ausbildung des ,blinden am zweckmigsten in besondern ,anstalten erfolgt1 so wird die ,frage entstehen1 wie diese ,anstalten einzurichten sind1 damit sie ihrer ,bestimmung am vollkommensten entsprechen4 ,bei der relativ geringen ,zahl von ,blinden wird eine ,anstalt stets fr einen greren ,landesteil zu errichten sein1 wobei natrlich die ,bevlkerungsdichte mitzusprechen hat4 ,eine grere ,anstalt ist aus pekuniren ,grnden mehreren kleinen vorzuziehen1 wenn auch zugegeben werden mu1 da die letzteren in erziehlicher ,hinsicht ihre ,vorteile haben1 da sie den ,familiencharakter mehr wahren knnen4 ,in unterrichtlicher ,beziehung haben kleine ,anstalten allerdings erhebliche ,nachteile1 da die geringe ,zahl von ,schlern eine ,vereinigung mehrerer ,jahrgnge zu einer ,klasse notwendig macht1 was den ,unterricht sehr erschwert4 ,auerdem wrden sich beim ,vorhandensein mehrerer ,blindenanstalten in einem ,bezirke unliebsame ,berhrungen und ,einschrnkungen beim ,vertriebe der in den ,werksttten produzierten ,waren ergeben4 ,es ist also in jedem ,falle besser1 da ein grerer politisch abgegrenzter ,landesteil nur eine ,anstalt besitzt4 ,immerhin kann in stark bevlkerten ,gegenden die ,notwendigkeit eintreten1 neben einer bereits bestehenden ,anstalt eine zweite in demselben ,bezirk zu grnden1 wie denn tatschlich einige preuische ,provinzen 7,rheinprovinz1 ,westfalen1 ,brandenburg7 zwei ,blindenanstalten besitzen4 ,die ,blindenanstalten sind fast durchweg in greren ,stdten oder in ihrer ,nhe errichtet worden2 vielfach befinden sie sich in den ,landes- oder ,provinzialhauptstdten4 ,das ist in vieler ,beziehung vorteilhaft 7bequeme ,eisenbahnverbindung1 leichte ,beschaffung der wirtschaftlichen ,bedrfnisse1 leichter ,absatz der produzierten ,waren1 ,anregung der ,zglinge durch den ,besuch von guten ,konzerten etc472 bei dem ,neubau von ,anstalten wird man daher wohl nur aus zwingenden ,grnden von der bisherigen ,praxis abweichen4 ,die lteren ,anstalten wurden ursprnglich inmitten der ,stdte erbaut2 in neuerer ,zeit geht man1 wie dies auch bei anderen ,erziehungs-1 ,heil- und ,pflegeanstalten der ,fall ist1 mehr und mehr dazu ber1 die ,anstalten aus der ,enge der ,grostadt nach der ,peripherie zu verlegen4 ,hier haben sie ,luft und ,licht1 ausreichende ,hfe und ,grten fr die ,zglinge und ,raum fr die weitere ,entwickelung4 ,was die ,bauweise der ,blindenanstalten betrifft1 so findet man bei ihnen zwei ,systeme vertreten3 das ,korridor- oder ,blocksystem und das ,pavillon- oder ,koloniesystem4 ,eine im ,korridorsystem erbaute ,anstalt vereinigt den ganzen ,betrieb oder doch den grten ,teil desselben in einem einzigen ,gebude2 dieses ist also ,schul-1 ,wohn-1 ,schlaf- und ,wirtschaftshaus2 es enthlt wohl auch die ,werksttten und ,lagerrume4 ,durch die rumliche ,nhe der den verschiedenen ,zwecken dienenden ,anlagen wird die ,verwaltung erleichtert2 auch sind die ,baukosten nicht so hoch wie bei dem anderen ,system4 ,diesen ,vorteilen stehen aber gewichtige ,nachteile gegenber4 ,in einem solchen ,gebude lt die ,beschaffenheit der ,luft zu wnschen brig 7man denke an die ,speisegerche aus ,kche und ,esaal1 an die ,ausdnstungen der ,schlafrume1 die hufig in der ,nhe der ,wohn- und ,schulzimmer liegen1 und an die gewhnlich im ,kellergescho untergebrachten ,werksttten1 aus denen der ,staub durch das ganze ,haus dringt71 und die ,lftungsvorrichtungen knnen bei der groen ,ausdehnung des ,baues nicht in ausreichendem ,mae die ,erneuerung der ,luft bewerkstelligen4 ,ferner erschwert der ,aufenthalt von ,blinden der verschiedensten ,altersstufen und beider ,geschlechter in demselben ,gebude die ,erziehung und begnstigt unliebsame ,berhrungen der mnnlichen und weiblichen ,zglinge sowie auch des ,dienstpersonals mit den ,blinden4 ,diese ,nachteile fallen dann1 wenn die ,anstalt nach dem ,pavillonsystem erbaut ist1 zum grten ,teil fort4 ,die einzelnen ,gebude haben eine mige ,ausdehnung und knnen darum leicht durchlftet werden2 die ,werksttten und ,wirtschaftsrume belstigen nicht durch ihre ,ausdnstungen die ,schul-1 ,wohn- und ,schlafrume1 und die ,trennung der ,geschlechter und der verschiedenen ,altersstufen lt sich leicht durchfhren4 ,allerdings ist eine derartige ,bauart wesentlich teurer als die vorhin gekennzeichnete1 schon deshalb1 weil sie ein greres ,terrain erfordert4 ,der scheinbare ,nachteil1 da die ,zglinge und die sonstigen blinden ,insassen der ,anstalt tglich zu kleinen ,wanderungen nach dem ,wirtschaftsgebude 7,speisesle71 den ,werksttten1 dem ,schulgebude usw4 gentigt sind1 ist in ,wirklichkeit ein ,vorteil1 da auf diese ,weise die so heilsame ,bewegung im ,freien1 fr die manche ,blinden1 besonders die lteren ,mdchen1 durchaus nicht zu gewinnen sind1 befrdert wird4 ,wo die ,mittel zur vlligen ,durchfhrung des ,pavillonsystems nicht zur ,verfgung stehen1 kann vorteilhaft eine ,vereinigung beider ,systeme in der ,weise vorgenommen werden1 da ein ,hauptgebude fr die ,unterbringung smtlicher schulpflichtigen ,zglinge errichtet wird1 das auch zugleich die ,klassenrume enthlt1 whrend fr die in der ,lehrwerksttte ttigen ,zglinge1 sowie fr die ,heiminsassen besondere ,huser erbaut werden4 ,ein gemeinsames ,wirtschaftsgebude1 das bequeme ,zugnge hat1 sowie die verschiedenen ,werkstttenhuser vervollstndigen die ,anlage4 ,wenn es sich um einen ,neubau handelt1 werden die besten ,informationen und die wertvollsten ,anregungen durch eine ,besichtigung neuerer1 mustergiltig eingerichteten ,anstalten zu gewinnen sein4 ,gewhnlich wird an einer solchen ,besichtigung sich auch der ,leiter der zu erbauenden ,anstalt beteiligen2 er wird in erster ,linie ein ,urteil darber haben1 welche ,abweichungen bei dem ,bau der heimatlichen ,anstalt notwendig sind4 ,hier mgen nur einige allgemeine ,bemerkungen ber die baulichen ,anlagen stehen4 ,der ,luftraum fr ,arbeitssle 7,werksttten7 soll etwa #ag1 fr ,schlafrume #ai1 fr ,schul- und ,aufenthaltsrume #aj bis #ab ,kubikmeter pro ,kopf betragen4 ,die zweckmigste ,hhe fr die ,klassen-1 ,wohn- und ,schlafrume ist mit #c1ej bis #c1ge m anzunehmen4 ,die ,fensterflche eines ,raumes soll bis der ,fubodenflche ausmachen4 ,um eine schnelle1 zugfreie ,lufterneuerung zu ermglichen1 empfiehlt es sich1 die oberen ,flgel als sog4 ,kippflgel einzurichten4 ,auf ein bequemes ffnen und ,feststellen der unteren ,flgel ist ebenfalls ,bedacht zu nehmen4 ,fr die ,klassenrume wird ein ,ma von etwa #g #e m bei einer ,besetzung mit #aj bis #ab ,schlern anzunehmen sein4 ,dieselbe ,gre drften etwa die ,wohnrume fr die gleiche ,zahl von ,zglingen haben4 ,die ,korridore dienen bei einer ,breite von #b-b1ej m gleichzeitig als ,wandelhallen bei ungnstiger ,witterung4 ,die ,schlafrume liegen am zweckmigsten im obersten ,stockwerk1 die ,schul- und ,aufenthaltsrume in den unteren ,stockwerken4 ,im ,untergescho 7,kellergescho7 sollten ,rume1 die zum lngeren ,verweilen der ,zglinge bestimmt sind1 also ,wohn-1 ,schlaf- und ,arbeitsrume1 in keinem ,falle eingerichtet werden2 wohl aber ist es zur ,unterbringung der ,kche1 der ,speise-1 ,bade- und ,vorratsrume geeignet4 ,smtliche ,gebude werden massiv mit harter ,bedachung aufzufhren sein4 ,massivdecken und ,linoleum-,fubelag sind in unserer ,zeit selbstverstndlich4 ,fr die ,kchen- und ,baderume sind ,fliesen als ,fubelag zu empfehlen4 ,bei den ,treppen sind ,windungen zu vermeiden4 ,die ,stufen -- ,stein- oder ,kunststeinstufen mit ,linoleumauflage -- sollen eine ,steigungshhe von #ag cm haben4 ,fr die ,werksttten wird ,asphaltbelag1 der fuwarm ist1 noch am ersten zu empfehlen sein4 ,handlufer an den ,wnden sind zwar nicht unbedingt erforderlich1 doch tragen sie zur ,schonung der ,wnde bei1 an denen die wenig gewandten ,blinden sich bekanntlich entlang tasten4 ,eine schmale ,holzleiste1 in ,handhhe befestigt1 erfllt allerdings denselben ,zweck4 ,dagegen sind bei den ,treppen ,handgelnder nicht zu entbehren4 ,der ,anstrich der ,wnde1 ,tren und ,fenster soll hell und freundlich sein2 der untere ,teil der ,wnde ist mit einem lanstrich zu versehen4 ,die ,erwrmung der ,rume erfolgt am zweckmigsten durch ,zentralheizung2 in erster ,linie ist ,warmwasserheizung zu empfehlen1 die eine gleichmige ,wrme entwickelt4 ,die ,bereitung der ,speisen geschieht in ,wasserbad-,dampfkochapparaten2 daneben ist ein grerer ,herd mit ,bratfen und ,wrmerhren erforderlich4 ,fr die ,waschkche kann in einer greren ,anstalt nur der ,dampfbetrieb in ,frage kommen4 ,die ,badeeinrichtung wird als ,zentralbad1 fr smtliche ,insassen der ,anstalt1 einzurichten sein4 ,um in kurzer ,zeit eine grere ,zahl von badenden ,blinden abfertigen zu knnen1 empfiehlt sich die ,benutzung von ,brausen2 doch werden auch einige ,wannen nicht zu entbehren sein4 ,fr ,kranke sind besondere1 von den ,krankenzimmern aus bequem zu erreichende ,badezellen erforderlich4 ,die ,beleuchtung der ,anstaltsgebude wird durch ,gas oder ,elektrizitt erfolgen1 eventuell wendet man beide ,beleuchtungsarten an4 ,die ,vorzge der elektrischen ,beleuchtung sind bekannt2 leider stellen sich die ,brennkosten verhltnismig hoch4 ,wo man aus diesem ,grunde von der elektrischen ,beleuchtung glaubt absehen zu mssen1 sollte man doch erwgen1 ob sie sich nicht wenigstens fr die ,schlafrume und die ,werksttten einfhren lt2 bei den ,schlafzimmern sprechen hygienische ,grnde1 bei den ,werksttten ,grnde der ,feuersicherheit dafr4 ,in jedem ,falle wird darauf zu achten sein1 da alle ,rume1 in denen die ,zglinge wohnen und arbeiten1 gengend beleuchtet sind2 es gebietet dies die ,rcksicht auf diejenigen ,zglinge1 die noch ber ,sehreste verfgen1 und die ,rcksicht auf das ,lehr- und ,aufsichtspersonal4 ,fr den ,bau der ,werksttten lassen sich allgemeine ,regeln und ,vorschriften schwer aufstellen4 ,hier wird die ,erfahrung in erster ,linie das entscheidende ,wort zu sprechen haben4 ,auch die ,wnsche und ,vorschlge der ,werkmeister mssen ernstlich geprft werden4 ,vor allem werden folgende ,punkte ,aufmerksamkeit erfordern3 zweckmige ,ausntzung des ,raumes bei gehriger ,bewegungsfreiheit des einzelnen ,arbeiters1 leichte bersicht der ,rume fr den leitenden ,werkmeister1 ausreichende und gut funktionierende ,lftungsvorrichtungen1 bequeme ,erreichung der ,materialienvorrte und ,erweiterungsfhigkeit der ,anlage4 -- ,die fertigen ,waren nimmt ein besonderes ,lagerhaus auf1 das vorteilhaft mit einem an der ,strae liegenden ,verkaufsladen verbunden ist4 ,groe ,bedeutung in gesundheitlicher1 erziehlicher und unterrichtlicher ,hinsicht hat der zur ,anstalt gehrige ,garten4 ,es ist zu wnschen1 da er recht ausgedehnt sei1 damit die ,zglinge in ihm die ,mglichkeit tchtiger krperlicher ,bewegung finden4 ,breite1 trockene ,fuwege laden zum ,wandern ein1 ein groer ,platz regt zur ,bettigung im ,spiel an2 auf dem ,spielplatz drfen auch einige ,turngerte nicht fehlen#aa4 ,eine ,kegelbahn wird die lteren mnnlichen ,blinden an den ,sommerabenden zur frhlichen ,erprobung ihrer ,kunst und ,geschicklichkeit vereinigen4 ,in ,heckenlauben und ,gartenhuschen finden kleinere ,gruppen von ,zglingen ,ruhe und ,erholung nach der ,arbeit4 ,in der ,nhe des ,schulhauses ist der fr den botanischen ,unterricht bestimmte ,garten einzurichten4 ,etwas abseits wird man ein ,fleckchen ,land fr ,arbeitsversuche 7,pflgen1 ,graben1 einzelne physikalische ,versuche usw47 reservieren4 ,auch ein ,stckchen ,wildnis81 das der ordnenden ,hand des ,grtners ganz entzogen wird1 ist aus unterrichtlichen ,grnden sehr wnschenswert1 damit der ,blinde auch mit einem ,ausschnitt unverflschter ,natur umgehen lernt4 ,lt sich im ,garten ein ,teich anlegen1 so ist dies in vieler ,beziehung sehr wertvoll1 z4 ,b4 fr die im ersten geographischen ,unterricht zu entwickelnden ,begriffe4 -- ltere ,anstalten verfgen zuweilen ber einen weitausgedehnten ,park2 sie besitzen in demselben einen ,schatz1 der dem gesamten ,betriebe zugute kommt4 ,dr4 ,johnen1 ,die ,hygiene der ,blindenanstalt4 ,kongr4-,ber4 ,kln #ahhh4 ,dietrich1 ,bau und ,organisation einer ,blindenanstalt4 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 #b4 ,die ,ausstattung der ,anstalt4 ,unter den ,austattungsgegenstnden einer ,blindenanstalt sind vorzugsweise die ,lehr- und ,lernmittel charakteristisch2 die mit dem ,internatsleben im ,zusammenhange stehende innere ,einrichtung der ,wohn- und ,schlafrume unterscheidet sich kaum von der anderer ,erziehungsanstalten4 ,die ,besprechung kann sich daher auf die ,ausstattung der ,schulrume und die ,beschaffenheit der ,unterrichtsmittel beschrnken4 ,subsellien sind fr blinde ,schler aus mehreren ,grnden nicht zu empfehlen4 ,bei der vielfachen ,beschftigung des ,lehrers mit dem einzelnen ,schler ist es notwendig1 da er bequem und ohne ,umweg zu jedem ,schler gelangen kann4 ,das ist bei ,subsellien1 selbst bei zweisitzigen1 nicht mglich2 der ,lehrer bleibt daher in denjenigen ,unterrichtsstunden1 die ein hufiges ,fhren der ,hand und eine ftere ,korrektur dessen1 was der ,schler darstellt1 erfordern 7,erdkunde1 ,formen1 ,frbelarbeit usw471 fortwhrend im ,wandern4 ,dadurch entstehen ,zeitverluste1 auch leidet die ,ruhe des ,unterrichts1 zudem tritt ein ,kraftverbrauch des ,lehrers ein1 der vermieden werden kann4 ,subsellien sind auch deswegen nicht brauchbar1 weil sie eine schrge ,tischplatte besitzen4 ,wenn diese auch fr das ,lesen bequem ist1 so ist sie doch fr alle brigen ,arbeiten des ,schlers strend1 da auf ihr die ,gegenstnde nicht senkrecht1 sondern schrge stehen4 ,die ,ausfhrung von ,frbelschen ,baubungen1 das ,arbeiten mit den geometrischen ,krpern und manche physikalischen ,experimente lassen sich an einer schrgen ,platte berhaupt nicht vornehmen4 ,es empfiehlt sich daher1 in den ,schulklassen gewhnliche ,tische mit wagerechter ,platte aufzustellen1 dazu ,bnke mit ,lehne oder ,sthle4 ,an solchen ,tischen kann jede ,arbeit ausgefhrt werden1 sie knnen1 je nach ,bedrfnis1 auf einer oder beiden ,seiten besetzt werden1 knnen einzeln benutzt oder zu einer langen ,tafel zusammengestellt werden4 ,die ,tische besitzen einen ,doppelboden1 der durch ,querbrettchen in ,fcher eingeteilt ist1 die zur ,aufbewahrung der ,bcher1 ,hefte und ,schreibgerte dienen4 ,die ,schler arbeiten1 je nach ,erfordernis1 sitzend oder stehend4 ,fr die ,schler der ,unterstufe erhalten die ,tische eine ,hhe von #fd cm1 fr die ,mittelstufe eine solche von #fg cm1 fr die ,oberstufe #gb cm4 ,die ,lnge ist mit #b1ej m1 die ,breite mit #ij cm anzunehmen4 ,besetzt man beide ,seiten mit drei bis vier ,schlern1 so gengen zwei ,tische fr ein ,klassenzimmer4 ,vorteilhafter ist es jedoch1 wenn man noch einen dritten ,tisch aufstellt und dann nur die ,auenseiten benutzen lt2 die ,aufstellung der ,tische wre dann diese ,skizze ,der ,lehrer kann von dem ,eingange des offenen ,vierecks aus alle ,schler bersehen und ohne bedeutende nderung seines ,standortes die ,arbeit jedes einzelnen ,schlers kontrollieren4 ,whlt man diese ,anordnung1 so empfiehlt sich eine um #bj cm geringere ,breite der ,platte4 ,die ,bnke 7zweisitzig mit ,lehne7 oder ,sthle 7krftige1 sog4 ,bocksthle mit ,rohrsitz7 sind in ihrer ,sitzhhe den ,tischen angepat1 nmlich fr ,schler der ,unterstufe #dj cm1 der ,mittelstufe #dc cm1 der ,oberstufe #df cm4 ,die brigen ,ausdehnungen entsprechen der ,sitzhhe#ab4 ,ein ,tritt ist entbehrlich2 der ,lehrertisch sei mig gro und leicht transportabel4 ,ein ,klassenschrank und ein ,regal1 das zur ,aufbewahrung von ,bchern und zur ,unterbringung der tglich gebrauchten ,anschauungsmittel dient1 darf nicht fehlen4 ,wenn die groen ,wandkarten1 die frher in den ,klassenzimmern zu finden waren1 auch mehr und mehr verschwinden1 so ist doch das ,vorhandensein einer ,wandkarte des ,vaterlandes 7geprgte ,papierkarte7 in zweckmiger ,gre in den fr die ,schler der ,mittel und ,oberstufe bestimmten ,rumen wnschenswert2 es wird davon noch weiter unten die ,rede sein4 ,auerdem drfen grere abnehmbare ,polster 7,filz- oder ,torfplatten7 an den ,wnden nicht fehlen1 um ,bltter mit ,notizen in ,punktschrift 7geographische und geschichtliche ,namen1 ,wiederholungsaufgaben usw47 daran feststecken zu knnen2 sie werden vom ,lehrer auch zur ,darstellung von linearen und flchenmigen ,skizzen1 wie sie besonders im realistischen ,unterricht sich ergeben1 benutzt4 ,ein wichtiges ,ausstattungsstck des ,klassenzimmers ist der ,sandkasten4 ,er dient im ,anschauungsunterricht1 in der ,heimat- und ,erdkunde1 im ,physikunterricht1 zuweilen auch in den brigen ,gegenstnden zur darstellenden ,veranschaulichung vieler ,dinge und ,verhltnisse2 er ist in gewissem ,sinne ein universelles ,lehrmittel4 ,fr die ,lehrzimmer der ,unterstufe hat er eine ,ausdehnung von etwa #b m ,lnge1 #ej cm ,breite und #cj cm ,tiefe4 7,smtliche ,mae im ,lichten47 ,innen ist er mit ,zinkblech ausgeschlagen1 damit ein ,durchsickern des ,wassers verhtet wird4 ,durch zwei ,querbretter kann er in drei gleich groe ,abteilungen zerlegt werden4 ,er ruht auf drei krftigen ,brettfen2 seine ,gesamthhe betrgt ca4 #gj cm4 ,zwei ,schubladen1 die zwischen den ,fen angebracht sind1 dienen zur ,aufbewahrung der erforderlichen ,werkzeuge 7,spatel1 ,kelle1 kleines ,brett zum ,festklopfen des ,sandes1 ,holzhammer1 kleine ,eisenharke1 ,pfhlchen1 ,bleidraht1 ,blechhuschen usw474 ,der ,kasten ist bis auf seiner ,tiefe mit feinem1 etwas lehmigem ,sande gefllt1 der durch krftiges ,anfeuchten 7,giekanne7 fest und formfhig wird4 ,fr die oberen ,klassen empfehlen sich ,ksten1 die krzer1 aber etwas breiter sind1 etwa #he #fc cm4 ,zur ,aufbewahrung der fr den ,unterricht erforderlichen ,lehrmittel mu ein besonderes ,zimmer vorhanden sein1 das von den ,klassenrumen aus bequem erreichbar ist4 ,die ,lehrer sind dafr verantwortlich1 da solche ,gegenstnde1 die im ,unterricht nicht dauernd gebraucht werden1 wieder in das ,lehrmittelzimmer zurckgebracht werden1 damit sie anderweitig zur ,verfgung stehen4 ,ausrangierte ,unterrichtsmittel sollte man nicht radikal beseitigen1 sondern wenigstens ein ,stck von jeder ,art aufbewahren1 um sie zu einem kleinen ,unterrichtsmuseum vereinigen zu knnen4 ,eine solche ,sammlung gibt den neu eintretenden ,lehrern manche ,anregung1 sie bietet auch einen berblick ber die ,entwickelung der ,anstalt nach der unterrichtlichen ,seite hin1 hat also historischen ,wert4 ber die ,auswahl und ,beschaffenheit der ,lehrmittel fr die einzelnen ,unterrichtszweige sollen hier nur einige allgemeine ,bemerkungen gemacht werden4 ,am reichsten ist in den ,blindenanstalten wohl die ,gruppe der ,lehrmittel fr den ,anschauungsunterricht bedacht4 ,wie in einem spteren ,kapitel gezeigt werden wird1 liegt hier der ,segen nicht in der ,flle1 sondern darin1 da man solche ,gegenstnde auswhlt und anschafft1 die geeignet sind1 dem ,schler eine ,grundlage fr das ,verstndnis der ihm zugnglichen ,verhltnisse zu vermitteln4 ,dabei ist zu beachten1 da sie dauerhaft gearbeitet sind und da sie das in ihnen verkrperte ,prinzip klar zur ,darstellung bringen4 ,in ,spielwarengeschften wird man nicht allzuviel brauchbare ,sachen finden2 am wertvollsten werden diejenigen sein1 welche die ,lehrer der ,anstalt fertigen1 weil sie dem speziellen ,zweck angepat sind4 ,lehrmittel ,frbelscher ,art werden in verschiedener ,form und ,ausfhrung von mehreren ,blindenanstalten in den ,handel gebracht1 z4 ,b4 von denen in ,wien1 ,nrnberg und ,danzig4 ,es ist in neuester ,zeit gelungen1 die ,frbelschen ,holzbausteine usw4 derart zu prparieren1 da sie durch einen leichten ,druck fest aneinanderhaften und ebenso leicht auf einer ,unterlage befestigt werden knnen4 ,dadurch ergibt sich die ,mglichkeit1 diese ,lehrmittel in gleicher ,mannigfaltigkeit zu verwerten1 wie in der ,schule der ,sehenden4 ,es ist natrlich darauf zu achten1 da fr jedes ,kind ausreichendes ,frbelmaterial vorhanden ist4 ,den ,lehrmitteln fr den ,unterricht in der ,erdkunde ist von den ersten ,zeiten der ,blindenbildung an besondere ,sorgfalt zugewendet worden4 ,schon ,klein und ,zeume haben ,reliefkarten angefertigt1 der letztere1 selber ein tchtiger ,geograph1 stellte auch den ersten ,reliefglobus her1 der heute noch existiert und eine ,zierde des ,museums der ,kniglichen ,blindenanstalt zu ,steglitz ist4 ,fast in jeder ,anstalt sind noch einige der lteren ,blindenkarten vorhanden1 meist groe ,holztafeln1 auf denen die ,flsse durch ,drhte oder ,rinnen1 die ,gebirge durch ,kittauflagen1 die ,orte durch ,stifte bezeichnet sind4 ,diese ,karten werden heute wohl kaum noch benutzt2 sie machen einen ,klassenunterricht auch nahezu unmglich4 ,seitdem ,kunz-,illzach das ,prgen von ,reliefkarten in ,papier zur grten ,vollkommenheit ausgebildet hat1 sind ,papierkarten fast durchweg eingefhrt4 ,jedes ,kind erhlt ein ,exemplar1 und damit wird der ,unterricht zum ,klassenunterricht4 ,fr die ,karten ist ein solcher ,mastab zu fordern1 da die auf ihnen dargestellten ,zeichen sich nicht gegenseitig stren und die schnelle und sichere ,einprgung des ,kartenbildes beeintrchtigen4 ,fr die ,karte von ,deutschland drfte der ,mastab von #a zu #aejjjjj angemessen sein4 ,dabei ergibt sich eine ,kartengre von ca4 #he #fh cm4 ,da diese ,ausdehnung fr eine ,handkarte wesentlich zu gro ist1 wird eine ,zerlegung der ,hauptkarte in drei bis vier ,teilkarten notwendig4 ,der dabei sich ergebende belstand1 da der ,zusammenhang verloren geht und die ,schler kein einheitliches ,bild des ,vaterlandes gewinnen1 kann dadurch beseitigt werden1 da neben den ,teilkarten auch eine ,gesamtkarte in dem gleichen ,mastabe geprgt wird1 die als ,wandkarte zu benutzen wre4 ,fr die ,karten der europischen ,lnder wird im allgemeinen ein gleichmiger ,mastab von #a3 #dejjjjj1 fr ,lnder von geringerem ,umfange ein entsprechend grerer1 fr die fremden ,erdteile ein solcher von #a3 #cjjjjjjj zu whlen sein4 ,die ,karten erhalten bei diesem ,maverhltnis das bequeme ,format von etwa #dc #cf cm#ac4 ,aus hygienischen ,rcksichten und aus ,grnden der ,haltbarkeit empfiehlt sich ein mehrmaliger1 gleichmiger ,anstrich der ,oberseite mit dickflssiger ,schellacklsung4 ,was den auf einer ,blindenkarte darzustellenden erdkundlichen ,stoff betrifft1 so gilt auch hier der bekannte ,grundsatz3 ,nur leer scheinende ,karten prgen sich dem ,gedchtnis ein4 ,eine ,blindenkarte1 die dem ,schulunterricht dient1 sollte nur diejenigen ,objekte enthalten1 die tatschlich gemerkt werden4 ,reliefgloben liefert ebenfalls ,professor ,kunz-,illzach und die ,lehrmittelhandlung von ,schotte-,berlin4 ,wegen ihres hohen ,preises wird man sich meist mit der ,anschaffung einiger ,exemplare begngen4 ,reliefs einzelner ,teile der ,alpen 7aus plastischer ,masse7 stellt ,seminarlehrer ,dinges in ,amberg her4 ,fr den ,unterricht in der ,tierkunde werden in erster ,linie einige ,tierarten in gut gestopften ,exemplaren zu beschaffen sein4 ,von einer ,art gengen ein bis zwei ,stck4 ,jede grere ,naturalienhandlung1 z4 ,b4 die von ,schlter-,halle1 kann sie liefern4 ,die ,konservierung darf nicht durch ,arsenik geschehen1 weil durch das ,betasten der ,tierkrper ,gesundheitsstrungen hervorgerufen werden knnten4 brigens wird man in jedem ,falle darauf halten1 da sich die ,schler nach dem ,betasten eines prparierten ,tierkrpers die ,hnde grndlich waschen4 ,tiermodelle aus ,gipsmasse liefern die ,firmen ,victor ,drfelds ,nachfolger-,freiberg in ,sachsen1 ,hermann ,krau in ,rodach bei ,coburg und ,richard ,fugmann in ,sonneberg 7,thringen72 bei den letztgenannten ,tiermodellen kommen als ,bedeckung natrliche ,felle zur ,verwendung4 ,fr den ,unterricht in der ,menschenkunde werden einige ,skelett-,teile1 event4 ein vollstndiges ,skelett nicht zu entbehren sein4 ,modelle von ,pflanzen und ,pflanzenteilen knnen fehlen1 da hier die ,natur das beste ,anschauungsmaterial liefert4 ,wo die ,vergrerung und schematische ,darstellung eines ,pflanzenteils notwendig wird1 mag der ,lehrer ,modelle aus ,wachs formen4 ,die wichtigsten ,pflanzen liefert der ,schulgarten1 der bei keiner ,anstalt fehlen sollte4 ,hier lernen die ,schler die ,entwickelung der ,pflanzen kennen1 sie sind auch bei der ,aussaat und ,ernte und bei der ,pflege der ,gewchse beteiligt4 ,wo der ,raum es gestattet1 kann einzelnen ,zglingen auch ein ,beet fr die persnliche ,blumenpflege berlassen werden4 ,hier mag auch einiges ber ,reliefbilder gesagt sein4 ,solche sind in technisch einwandfreier ,weise von ,kunz-,illzach geprgt worden1 und zwar fr den botanischen und zoologischen ,unterricht4 ,fr die ,schaffung der ,bilder war der ,gedanke magebend1 da der ,blindenlehrer nicht selten in die ,lage kommt1 von ,tieren und ,pflanzen zu sprechen1 die er dem ,schler nicht in natura oder in krperlicher ,nachbildung vorfhren kann4 ,das ,reliefbild soll nun die ,mglichkeit bieten1 wenigstens eine ungefhre ,auffassung des ,objekts zu erlangen4 ,die ,bilder sind also von vornherein als ,notbehelf gedacht2 sie sollen nicht etwa die krperlichen ,anschauungsobjekte ersetzen4 ,man wird zu ihnen nur dann greifen1 wenn auf andere ,weise die erforderliche konkrete ,unterlage nicht zu gewinnen ist4 ,freilich soll man es sich in solchen ,fllen berlegen1 ob eine zwingende ,notwendigkeit zur ,erwhnung und ,betrachtung des ,objekts dann berhaupt vorhanden ist4 ,es liegt beim ,gebrauch von ,reliefbildern immerhin die ,gefahr nahe1 da man durch ,worte zu ersetzen sucht1 was der tastende ,finger nicht ergrnden kann4 ,in der ,anschaffung von ,apparaten fr die ,arbeitskunde 7,physik7 sei man vorsichtig4 ,die meisten kuflichen ,gegenstnde sind zu kompliziert und vertragen ein ,hantieren mit krftig zugreifenden ,hnden nicht4 ,mit den bekannten feinen ,gerten zur ,veranschaulichung der ,hebelgesetze z4 ,b4 werden die ,schler wenig anfangen knnen4 ,ein derber ,hebebaum1 mit dem praktische ,arbeit geleistet werden kann1 solide eiserne ,rollen1 eine brauchbare ,krmerwage1 eine krftige ,winde u4 dergl4 sind viel wertvoller4 ,hier findet der praktisch veranlagte ,lehrer ein reiches ,feld der ,bettigung4 ,bei dem weiten ,gebiet der ,elektrizitt wird man ,blinde nur in die elementarsten ,grundlagen einfhren knnen1 weil einmal die meisten elektrischen ,apparate ein ,betasten nicht zulassen 7,leitungsfhigkeit7 und weil die ,wirkungen nur zum kleinsten ,teile von dem ,ohr und dem ,tastgefhl wahrgenommen werden knnen4 ,eine ,elektrisiermaschine mag man immerhin anschaffen2 da aber auch sie ihre ,gebrauchsfhigkeit nahezu einbt1 wenn sie vielfach betastet wird1 empfiehlt es sich1 neben einer ,maschine1 die ausschlielich der ,anstellung von ,versuchen dient1 noch eine zweite zu beschaffen1 die zum ,betasten ,verwendung findet4 ,unter der groen ,zahl von ,schreibapparaten fr die ,punkt- und ,flachschrift drfte die ,auswahl schwer sein4 ,in erster ,linie wird man neben einem migen ,preise mglichste ,haltbarkeit fordern4 ,letztere ist wohl am meisten bei den ,schreibtafeln ohne ,holzteile gewhrleistet4 ,derartige ,tafeln liefern die ,blindenanstalten in ,berlin1 ,wien1 ,illzach und ,hamburg2 doch hat auch die ,tafel von ,brger-,dresden1 die einen ,holzrahmen besitzt1 einen ,vorzug1 und dieser liegt in dem verschiebbaren ,lineal2 dadurch wird die ,tafel auch fr das schriftliche ,rechnen brauchbar#ad4 ,fr die ,schler der ,unterstufe empfiehlt sich die ,anschaffung von sog4 ,trichterapparaten mit weitem ,zeilenabstand2 sie ntigen das ,kind zu einer korrekten und gleichmigen ,punktsetzung4 ,fr die ,oberstufe knnen sog4 ,rillenapparate gewhlt werden1 die ein schnelleres ,schreiben ermglichen4 ,das fr den ,schulgebrauch angemessene ,format der ,tafel ist etwa #be #ah cm2 zum ,schreiben fr ,bibliothekzwecke werden am besten grere ,apparate1 etwa in der ,ausdehnung von #cd #bf cm 7,ma der ,wiener groen ,schreibtafel7 verwendet4 ,was die ,flachschrift betrifft1 so lassen sich manche ,braille-,tafeln durch ,anwendung eines besonderen ,lineals auch hierfr benutzen 7,tafeln von ,kunz u4 ,brger71 andere haben auf der ,rckseite eine ,deckplatte fr ,flachschrift 7,berliner ,tafel74 ,in ,dnemark ist der ,guldberg-,apparat eingefhrt1 der eine schne ,schrift liefert1 aber in der ,handhabung umstndlich ist4 ,in sterreich ist der ,kleinsche ,stacheltypenapparat noch vielfach im ,gebrauch1 der die lateinischen ,grobuchstaben in erhabenen ,punktlinien erzeugt4 ,in neuerer ,zeit treten mit den einfachen ,apparaten fr ,braille- und ,flachschrift die verschiedenen ,schreibmaschinen in ,wettbewerb 7,wiener ,maschine1 ,picht-,maschinen fr ,punkt- und ,flachschrift1 ,nrnberger ,apparate von ,schleuner74 ,die allgemeine ,einfhrung solcher ,maschinen im ,schulunterricht wird sich vorlufig wohl noch durch den hohen ,preis verbieten2 doch sind in einigen ,anstalten die ,oberklassen der ,schule bereits mit ,maschinen ausgestattet4 ,dabei mag auch erwhnt werden1 da es gut sein wird1 wenn eine gewhnliche ,schreibmaschine1 wie sie in jedem ,kontor zu finden ist1 zum allgemeinen ,gebrauch fr solche ,blinde1 die ihre ,handhabung erlernt haben1 im ,geschftszimmer der ,anstalt zur ,verfgung steht4 ,das fr die ,punktschrift erforderliche ,papier soll krftiges1 zhes ,leinenpapier sein4 ,viel gebraucht wird das ,blindenschriftpapier8 der ,firma ,ferdinand ,flinsch-,berlin4 ,es ist auch fr den ,punktdruck vorzglich geeignet4 ,fr die tglichen ,schreibbungen gengt das wesentlich billigere ,zellulose-,packpapier1 das von der genannten ,firma ebenfalls geliefert wird4 ,die ersten ,lesebungen werden in vielen ,anstalten mit ,hilfe von sog4 ,lesekstchen betrieben4 ,sie ermglichen das ,entstehenlassen der ,braille-,buchstaben mit ,hilfe von ,stiften1 die in sechslcherige ,formen gesteckt werden4 ,bei der ,berliner ,lesetafel werden ,blechtypen auf einer ,leiste aneinandergereiht4 ,solche ,leseapparate knnen1 wenn sie verstndig gehandhabt werden1 gute ,dienste leisten2 fr jeden ,schler mu ein ,kstchen vorhanden sein4 ,fibel und ,lesebuch mssen selbstverstndlich in soviel ,exemplaren angeschafft werden1 da jedes ,kind im ,besitz eines ,buches ist4 ,wnschenswert sind ferner ,hilfsbcher fr den ,religionsunterricht1 die dem ,schler das ,einprgen der ,memorierstoffe erleichtern4 ,fr die ,punktschrift-,bibliothek wird man in erster ,linie die ,werke anschaffen1 die von den verschiedenen ,reliefdruckereien 7z4 ,b4 in ,steglitz1 ,berlin1 ,hannover1 ,dren1 ,paderborn1 ,frankfurt a4 ,m41 ,illzach1 ,leipzig1 ,breslau1 ,danzig1 ,wien usw47 herausgegeben sind4 ,daneben wird man auch die von ,freunden der ,anstalt handschriftlich hergestellten ,bcher gern annehmen4 ,fr solide ,einbnde sollte stets gesorgt werden4 ,im ,interesse der bersicht und einer schnellen ,erledigung des ,bcherwechsels ist eine nach sachlichen ,gesichtspunkten durchgefhrte ,ordnung der ,schriftwerke notwendig4 ,den ,stoff fr das abendliche ,vorlesen seitens der aufsichtfhrenden ,lehrer bietet eine ,bchersammlung1 die eine gute ,schler- und ,volksbibliothek darstellt4 ,in dem ,katalog wird zu vermerken sein1 fr welches ,alter die einzelnen ,bcher geeignet und wann sie vorgelesen sind4 ,dieser ,sammlung werden in der ,regel auch diejenigen ,bcher entnommen1 die handschriftlich in die ,punktschrift bertragen werden sollen4 ,natrlich darf auch eine ,lehrerbibliothek nicht fehlen4 ,sie wird in erster ,linie solche ,schriften enthalten1 die den ,blindenlehrer auf seinem ,spezialgebiet orientieren und ihn darin frdern und weiterbilden4 ,auerdem werden in ihr wichtige ,werke der allgemeinen ,pdagogik und ,methodik1 sowie die besten ,schriften aus den ,gebieten der einzelnen ,unterrichtsfcher zu finden sein4 ,auch einige gute pdagogische ,zeitschriften drfen nicht vergessen werden4 ,fr die bungen im ,formen 7,modellieren7 ist ,ton1 ,plastilin oder ,wachs anzuschaffen4 ,ton ist wegen seiner leichten ,bildsamkeit fr die ,unterstufe gut geeignet2 leider ist das ,hantieren mit ihm eine unsaubere ,sache1 so da man ihn von den ,klassenzimmern fern halten und die ,tonarbeiten in einem besondern1 fr diesen ,zweck eigens eingerichteten ,zimmer ausfhren lassen wird4 ,plastilin ist immer gebrauchsfertig und wegen seiner ,weichheit ebenfalls in den unteren ,klassen verwendbar4 ,da seine ,verarbeitung nicht besondere ,unsauberkeit verursacht1 kann es von jedem ,schler ohne weiteres an seinem ,platze benutzt werden4 ,als ,unterlage dient eine ,linoleumplatte4 ,modellierwachs hat vor den beiden anderen plastischen ,stoffen den ,vorzug der greren ,festigkeit bei vorzglicher ,bildsamkeit2 selbst allerlei ,feinheiten lassen sich beim ,formen in ,wachs ausprgen4 ,es ist darum der gegebene ,stoff fr die ,schler der oberen ,stufen4 ,leider macht seine ,erweichung einige ,schwierigkeit1 besonders im ,winter4 ,ntigenfalls mu man einen ,wrmeapparat zu ,hilfe nehmen4 ,gutes ,modellierwachs liefern die ,wachswarenfabriken von ,guthmann-,dresden und ,berta-,fulda4 ,zeichenapparate werden von mehreren ,anstalten in verschiedener ,ausfhrung hergestellt4 ,das ,wiener ,zeichenkissen mit ,rohaarfllung erfordert als ,material fr die ,darstellung von ,linien ,gummischnre1 desgleichen die ,filztafel4 ,schleuner-,nrnberg verwendet ,wachsfden1 die auf eine ,linoleumplatte gedrckt werden4 ,die ,knigsthaler ,zeichentafel besteht aus einer mit ,tuch berzogenen ,torfplatte1 auf welche feine ,kernrohrfden festgesteckt werden4 ,fr die ,wahl eines ,apparates werden lngere praktische ,versuche entscheidend sein4 ,fr den ,unterricht in der ,raumlehre sind ,modelle der geometrischen ,krper in erster ,linie erforderlich4 ,sie sollen aus ,buchenholz sauber gearbeitet und wesentlich grer sein als die bekannten ,frbelbausteine4 7,ausdehnung des ,wrfels etwa #e cm47 ,alle mssen das gleiche ,grenverhltnis aufweisen1 damit sie je nach ,erfordernis zusammengestellt werden knnen4 ,die ,modelle wird man selbstverstndlich in einer solchen ,zahl anschaffen1 da jeder ,schler ein ,exemplar erhlt4 ,man lt sie am besten von einem geschickten ,tischler anfertigen4 ,fr das geometrische ,zeichnen ist die ,heboldsche ,kreisscheibe1 die neuerdings von ,menzel-,hamburg verbessert ist1 vielfach im ,gebrauch4 ,ihr ,vorzug ist die ,schnelligkeit1 mit der man eine ,figur entstehen lassen kann1 ihr ,nachteil der1 da sie leicht zu mechanischem ,gebrauch fhrt4 ,die oben genannten ,zeichenapparate sind im geometrischen ,unterricht ebenfalls vielseitig verwendbar4 ,welche ,hilfsmittel man fr den ,rechenunterricht anzuschaffen hat1 wird davon abhngen1 wie hoch man das ,zifferrechnen 7,rechnen mit ,anstzen7 fr den ,blinden einschtzt4 ,fr den grundlegenden ,unterricht leistet die hundertlcherige ,tafel mit ,benutzung von ,korken und die russische ,rechenmaschine gute ,dienste4 ,der ,aufbau des ,zahlensystems lt sich an der ,neunertafel veranschaulichen4 ,fr das ,zifferrechnen kommt der ,wiener ,rechenkasten 7arabische oder ,braille-,typen7 die ,schleunersche ,tafel fr ,punktziffern und der ,taylor-,apparat 7,berliner ,anstalt7 mit besondern ,zifferzeichen in ,betracht4 brigens lt sich1 wie bereits angedeutet1 auch die gewhnliche ,braille-,schreibtafel fr das schriftliche ,rechnen verwenden1 am bequemsten die mit verschiebbarem ,lineal4 ,der ,vollstndigkeit halber mgen noch die fr den ,musikunterricht erforderlichen ,instrumente genannt werden4 ,mehrere ,klaviere1 ,geigen nebst den fr ein kleines ,streichorchester ntigen ,ergnzungsinstrumenten1 ein ,satz ,blechinstrumente fr ,blasorchester und eine gute ,orgel mit ,pedal und zwei ,manualen werden zum ,lehrmittelbestande einer greren ,blindenanstalt zu rechnen sein4 ,die ,orchesterinstrumente sind im ,musiksaal in geeigneten ,schrnken aufzubewahren4 ,wo in einer ,anstalt das ,klavierstimmen gelehrt wird1 drfen auch einige fr diesen ausgesprochenen ,zweck bestimmte ,pianos und ein ,flgel nicht fehlen2 es knnen ltere1 gebrauchte ,instrumente sein4 ,schlielich mu ein ,lehrmittel erwhnt werden1 das nicht fr ein einzelnes ,fach bestimmt ist1 sondern dem ganzen ,unterricht zugute kommt3 das sogenannte ,allerlei4 ,es ist dies eine ,sammlung der verschiedensten ,kleinigkeiten1 wie sie zumeist als ,abflle in ,natur1 ,haus und ,werkstatt vorkommen1 dort kaum beachtet werden1 fr den ,blindenunterricht aber wichtig und wertvoll sind4 ,einige dieser ,kleinigkeiten mgen genannt sein3 ,moos1 ,flechten1 ,zhne1 ,schieferstcke1 ,torfsteine1 ,schneckenhuser1 ,kieselsteine1 ,seesand1 ,vogelnester1 ,gewehrkugeln1 ,schrot1 ,rindenstcke1 ,frchte von ,waldbumen1 ,tierhrner1 ,klauen von ,huftieren1 ,rohwolle1 ,gnsefedern1 ,smereien1 ,ofenkacheln1 ,ziegelsteine1 ,fliesen1 ,lederstcke1 ,feilspne1 ,petroleum1 l1 ,schreibkreide1 ,schieferstifte usw4 ,diese ,dinge werden am besten in einem ,schrank untergebracht1 der mit ,schubfchern versehen ist4 ,wird im ,unterricht ein derartiger ,gegenstand oder ,stoff erwhnt1 so hat man ihn gleich bei der ,hand1 und der ,name gewinnt konkrete ,gestalt4 ,die ,vermehrung und ,ergnzung des ,allerlei8 wird der ,blindenlehrer sich recht angelegen sein lassen4 ,ferchen1 ,bericht der ,kommission fr ,veranschaulichungsmittel im ,blindenunterricht4 ,kongr4-,ber4 ,kiel #ahia4 ,kunz1 ,das ,bild in der ,blindenschule4 ,wie vor4 ,hecke1 ,wie verschaffen wir uns die wichtigsten ,veranschaulichungsmittel8 ,kongr4-,ber4 ,berlin-,steglitz #ahih4 ,zech1 ,der ,schulgarten4 ,bldfrd4 #aijj ,s4 #ec4 ,conrad1 ,die ,tafel im ,blindenunterricht4 ,kongr4-,ber4 ,halle a4 ,s4 #aijd4 ,kunz1 ,der ,karten- und ,bilderdruck4 ,geschichte der ,blindenanstalt zu ,illzach-,mlhausen i4 ,e4 ,engelmann1 ,leipzig #aijg4 ,s4 #bbi ff4 und ,blindenfreund #aijf ,s4 #ade4 ,lehrmittelverzeichnisse der ,blindenanstalten in ,wien1 ,berlin und ,nrnberg4 ,verzeichnis von ,bchern1 die sich in deutschen und sterreichischen ,blindenanstalten beim ,vorlesen bewhrt haben und zum bertragen in ,punktschrift eignen4 ,gesammelt1 ausgewhlt und aufgestellt von der ,lektre-,kommission4 ,hannover1 ,verein zur ,frderung der ,blindenbildung4 ,verzeichnis der geschriebenen ,punktschriftbcher in der ,bibliothek der ,kgl4 ,blindenanstalt zu ,steglitz4 ,hauptverzeichnis mit #e ,nachtrgen4 #c4 ,die ,hausordnung4 ,die ,feststellung der ,grenzen1 in denen sich das uere ,leben und ,treiben der ,anstaltszglinge bewegen darf1 bietet besondere ,schwierigkeiten1 weil in der ,regel ,blinde verschiedenen ,alters und ,geschlechts zu einer ,internatgemeinschaft vereinigt sind4 ,neben schulpflichtigen ,kindern im ,alter von #f bis #ad ,jahren beherbergt die ,anstalt auch heranwachsende ,jnglinge und ,jungfrauen1 die in der ,berufsbildung stehen1 nicht selten auch einige ltere ,blinde1 die in vorgercktem ,alter ihr ,gebrechen erworben haben und zwecks ,ausbildung in einer bestimmten ,arbeit in die ,anstalt eingetreten sind4 ,dazu lt sich bei der meist rumlichen ,nhe der ,blindenheime eine ftere ,berhrung der ,zglinge und ,heiminsassen nur schwer vermeiden4 ,die ,hausordnung wird daher der eigenartigen ,zusammensetzung der ,anstaltsgemeinde ,rechnung tragen mssen4 ,in erster ,linie ist zu fordern1 da die gemeinsame ,hausordnung nur die ,hauptmomente des ,anstaltslebens regeln darf2 zu viele und zu spezielle ,vorschriften wirken1 besonders auf die lteren ,zglinge1 verstimmend ein1 machen sie zu verschlossenen1 innerlich unfreien ,menschen und rufen vielfachen ,widerspruch und hufige bertretungen hervor4 ,wird man z4 ,b4 fr die jngeren ,zglinge eine bestimmte ,tagesstunde fr das ,reinigen der ,kleider und ,schuhe festsetzen1 so macht man den lteren ,zglingen hierber keine ,vorschrift1 sondern fordert nur1 da sie am ,morgen in sauberem ,anzge zu erscheinen haben4 ,werden die ersteren angehalten1 schulfreie ,stunden durch ,spiel1 ,lesen und anderweitige ,beschftigung angemessen auszufllen1 so sind den der ,schule entwachsenen ,zglingen gegenber wohl ,anregungen und ,wnsche1 nicht aber ,befehle und ,zwangsmaregeln fr arbeitsfreie ,zeiten am ,platze4 ,unbedingt zu respektieren1 und zwar von allen ,anstaltsinsassen1 ist die festgesetzte ,tagesordnung und ,stundeneinteilung4 ,pnktlicher ,anfang und pnktlicher ,schlu der ,arbeit ist1 wie in der ,schule1 so auch in den ,werksttten erstes ,erfordernis4 ,wo in den letzteren in bezug auf den pnktlichen ,anfang sich ,nachlssigkeit einschleicht1 empfiehlt es sich1 von den ,werkmeistern das vollzhlige ,beisammensein der ,arbeiter dem ,anstaltsleiter melden zu lassen4 ,von der tglichen ,arbeitszeit der ,schler wird bei dem ,kapitel ber den ,stundenplan die ,rede sein4 ,was die ,beschftigung der lteren ,zglinge in den ,werksttten betrifft1 so drfte eine ,arbeitszeit von neun ,stunden pro ,tag als ,norm anzusehen sein4 ,der ,beginn der ,arbeit wird zweckmig im ,sommer um #g1 im ,winter um #h ,uhr1 der ,schlu am ,abend um #g ,uhr erfolgen4 ,an ,pausen wren im ,sommerhalbjahr einzuschieben3 ,frhstckspause #bj ,minuten1 ,mittagspause #b ,stunden4 ,vesperpause #a ,stunde4 ,im ,winterhalbjahr wird mit ,rcksicht auf den spteren ,anfang der ,arbeit die ,mittags- und ,vesperpause um je ,stunde gekrzt4 ,die ,pausen drfen den ,zglingen selbstverstndlich nicht durch besondere ,aufgaben 7z4 ,b4 ,strafarbeiten7 verkmmert werden4 ,in der warmen ,jahreszeit halte man darauf1 da ,schler und ,lehrlinge sich mglichst viel im ,freien aufhalten4 ,im brigen wird man es jedem einzelnen berlassen mssen1 in welcher ,weise er die ,erholungszeit ausntzt4 ,viele ,zglinge werden sich musikalisch bettigen2 dagegen ist nichts einzuwenden1 wenn nur der ,aufenthalt in der frischen ,luft darber nicht gnzlich vernachlssigt wird4 ,widerlich ist das dumpfe ,hinbrten mancher lteren ,knaben in den ,pausen2 es neigen hierzu die trgen ,geister1 die keine hheren ,bedrfnisse kennen4 ,da ,wnsche der ,lehrer und ,aufsichtspersonen bei ihnen meist keine ,beachtung finden und ,zwangsmaregeln verfehlt wren1 empfiehlt es sich1 durch ihre geistig regsameren ,kameraden auf sie einzuwirken4 ,gutes ,zureden seitens der ,kameraden tut oft ,wunder4 ,notwendig ist es1 fr eine angemessene ,verwendung der ,abendstunden zu sorgen4 ,die jngsten ,schler gehen bald nach der ,abendmahlzeit zu ,bett4 ,fr die lteren ist in vielen ,anstalten eine ,lektrestunde eingefhrt4 ,in dieser ,stunde liest einer der ,lehrer aus einem unterhaltenden oder belehrenden ,buche vor1 und zwar entweder smtlichen ,zglingen oder nur einer bestimmten ,altersstufe4 ,diese ,vorlesestunden werden in der ,regel gern besucht1 vielfach geradezu herbeigesehnt4 ,sie bieten nach der ,tagesarbeit eine erfrischende ,abwechselung1 ,erholung und ,anregung4 ,zu fordern ist nur1 da der ,lesestoff dem ,verstndnis der ,zuhrer angemessen1 literarisch wertvoll und in ethischer ,beziehung einwandfrei ist4 ,es braucht wohl kaum erwhnt zu werden1 da grere ,werke 7,erzhlungen1 ,novellen7 im ,zusammenhange gelesen werden1 da also immer nur ein ,werk dargeboten wird und nicht etwa jeder ,lehrer ein besonderes ,buch liest4 ,werden die ,zuhrer nach ,altersstufen geschieden -- es gengen zwei ,abteilungen -- so erleichtert sich die ,auswahl der ,lektre4 ,der ersten ,abteilung kann dann etwa am ,montag1 ,mittwoch und ,freitag1 der zweiten an den brigen ,wochentagen vorgelesen werden4 ,auer dem ,vorlesen kommen fr arbeitsfreie ,stunden und ,tage1 namentlich auch fr ,sonn- und ,festtage1 noch andere der ,unterhaltung oder ,belehrung dienende ,veranstaltungen in ,betracht3 musikalische ,darbietungen1 ,gesellschaftsspiele1 ,brett- und hnliche ,spiele 7,mhle1 ,dame1 ,schach1 ,festung1 ,domino1 ,lotto1 geographische und geschichtliche ,spiele usw471 turnerische und sportmige bungen1 ,spaziergnge und ,ausflge1 deklamatorische und dramatische ,veranstaltungen4 ,musikalische ,unterhaltungen sollten fters stattfinden1 zumal im ,winter4 ,sie haben vor den ,lektrestunden den ,vorzug1 da sie smtliche ,blinden der ,anstalt1 auch die ,heiminsassen1 vereinigen und so das ,gefhl der ,zusammengehrigkeit der ,anstaltsgemeinde strken1 und da sie jedem1 alt und jung1 ,schler1 ,lehrling und ,pflegling1 etwas bieten4 ,zudem ist bei einer solchen ,darbietung ein ,teil der ,zglinge aktiv beteiligt1 was wichtig und wertvoll ist4 ,es brauchen fr diese ,musikabende nicht besondere ,gesang- und ,musikstcke einstudiert zu werden2 es wird vielmehr das geboten1 was im ,unterricht 7,chorgesang1 ,schlergesang1 ,klavier- und ,orgelunterricht1 ,streich- und ,blasorchester7 gebt worden ist4 ,gesellschaftsspiele machen den ,blinden viel ,freude4 ,sie sind wertvoll1 da sie viele ,mitspieler in ,ttigkeit versetzen1 ,aufmerksamkeit und ,gewandtheit beanspruchen und das korporative ,gefhl frdern4 ,in der ,regel werden sich diese ,spiele auf die ,geschlechter unter sich beschrnken1 doch knnen bei gehriger ,aufsicht und zweckmiger ,auswahl der ,spiele auch beide ,geschlechter vereinigt werden1 wie denn hier die beste ,gelegenheit ist1 beide ,geschlechter an den ,verkehr miteinander zu gewhnen4 ,am unbedenklichsten wird sich dies dort machen1 wo das ,internatsleben einen familiren ,anstrich hat1 also in kleinen ,anstalten1 wo auch die ,lehrer mit ihren ,angehrigen sich an den ,unterhaltungen und ,spielen der ,blinden beteiligen4 ,gegen ein ,tnzchen als ,abschlu eines ,festtages werden ,bedenken kaum erhoben werden knnen4 ,ob der ,tanz mnnliche und weibliche ,blinde vereinigen darf1 lt sich nicht allgemein sagen2 jeder ,anstaltsleiter wird aus den besonderen ,verhltnissen heraus entscheiden mssen1 ob eine solche ,vereinigung ohne ,schaden fr ,sitte und ,disziplin gestattet werden kann oder nicht4 ,an ,brettspielen und anderen ,spielgaben fr ,blinde ist kein ,mangel2 mehrere sind von den ,anstalten in ,wien und ,berlin herausgegeben2 sie lassen sich auch ohne besondere ,mhe in jeder ,anstalt anfertigen4 ,sollen sie ihren ,zweck erfllen1 so mssen sie mglichst einfach und haltbar sein4 ,die ,schachfiguren bestehen am besten aus krftigen ,metallstiften mit leicht tastbaren ,unterscheidungsmerkmalen am oberen ,ende4 ,am meisten zu empfehlen sind diejenigen ,spiele1 die das ,nachdenken anregen1 und unter diesen wieder solche1 die nicht den ,charakter von ,gewinstspielen haben4 ,wrfel- und ,kartenspiele knnen harmlos sein1 sind es aber tatschlich meist nicht4 ,namentlich das ,kartenspiel kann bei den lteren mnnlichen ,zglingen ausarten und zu recht hlichen ,erscheinungen fhren4 ,jedenfalls wird ein ,verbot des ,kartenspiels nicht als unntige ,hrte ausgelegt werden knnen4 ,die sehr hbsche ,beschftigung jngerer ,zglinge mit dem ,schleunerschen ,baukasten und die lterer mit den bekannten zusammensetzbaren ,figuren 7,kopfzerbrecher usw47 soll nur erwhnt werden4 ,sportmige bungen erfrischen und strken ,krper und ,geist4 ,die ,zahl derselben ist fr ,blinde freilich gering1 wenn man daran festhlt1 da der ,sport nicht in mechanischer ,krperbettigung besteht4 ,zu nennen sind etwa das ,kegeln1 ,schleuderballbungen1 das ,schlittschuhlaufen und das ,rodeln4 ,erfahrungsgem finden an diesen bungen und ,spielen in erster ,linie die mnnlichen ,blinden ,gefallen2 fr das ,schlittschuhlaufen und namentlich fr das ,rodeln interessieren sich aber auch die ,mdchen4 ,knnen die letztgenannten ,spiele in der ,nhe der ,anstalt1 wohl gar im ,garten gebt werden1 so ist dies besonders gnstig4 ,sorgfltige ,aufsicht ist zur ,verhtung von ,unglcksfllen notwendig2 die ,beteiligung einiger sehenden ,mitspieler ist der ,sache frderlich4 ,lngere ,spaziergnge auerhalb des ,anstaltsgebietes fr die ,mdchen und tchtige ,mrsche fr die ,knaben sind ein ausgezeichnetes und einfaches ,mittel1 um gesunde ,abwechselung und ,anregung in das einfrmige ,anstaltsleben hineinzubringen4 ,selbstverstndlich wird man dabei nicht allzu belebte ,gegenden aufsuchen und berhaupt alles vermeiden1 was die ,aufmerksamkeit des ,publikums auf die ,schar der blinden ,spaziergnger lenken knnte2 es ist merkwrdig1 wie wenig taktvoll die ,leute zuweilen an die ,blinden und ihre ,begleiter herantreten4 ,am besten whlt man als ,ziel des ,spazierganges eine freundliche stille ,gegend1 ein ,waldrestaurant oder ein bequem zu erreichendes ,dorf4 ,eine kleine ,erfrischung gibt die ntige ,strkung fr den ,rckweg4 ,zu deklamatorischen ,darbietungen geben die in der ,anstalt gefeierten ,feste ,veranlassung2 es knnen auch die vorher erwhnten musikalischen ,unterhaltungsabende so eingerichtet werden1 da zwischen die ,gesang- und ,instrumentalvortrge ,gedichte oder dramatische ,szenen eingeschoben werden4 ,auch in diesem ,falle empfiehlt es sich1 in erster ,linie das zu bieten1 was in der ,schule behandelt und gelernt ist4 ,in manchen ,blindeninstituten1 besonders in den sddeutschen und sterreichischen1 werden zu gewissen ,zeiten1 z4 ,b4 zu ,weihnachten1 lngere dramatische ,auffhrungen veranstaltet1 bei welchen die mitwirkenden ,zglinge kostmiert erscheinen4 ,selbstverstndlich kann weder auf die zuhrenden noch auf die aktiv beteiligten ,blinden eine derartige ,auffhrung einen solchen ,reiz ausben wie es bei ,sehenden der ,fall ist4 ,den letzteren wird brigens das ,spiel von ,blinden auch bei sorgfltigster ,einstudierung immer etwas steif und gezwungen erscheinen4 ,es ist aber nicht zu verkennen1 da die dramatischen ,auffhrungen den ,zglingen als ,hhepunkt in dem ,internatsleben erscheinen und da sie mit groem ,interesse sich an der ,vorbereitung und ,ausfhrung beteiligen4 ,auf die krperliche ,gewandtheit1 das gesellschaftliche ,benehmen und die sprachliche ,bildung knnen die dramatischen ,auffhrungen nur gnstig wirken4 ,nimmt die ,einbung nicht viel ,zeit in ,anspruch und whlt man solche ,stcke1 die im ,bereich des ,knnens der ,blinden liegen1 so werden ,einwendungen gegen diese ,veranstaltungen kaum gemacht werden knnen4 ,hufig kommt es vor1 da die ,blinden zu ,konzerten und ,opernvorstellungen freien ,eintritt oder solchen zu billigen ,preisen erhalten4 ,es werden in solchen ,fllen vorzugsweise die lteren ,zglinge zu bercksichtigen sein und unter diesen besonders solche1 die musikalisch sind4 ,eine zuverlssige ,begleitung darf natrlich nicht fehlen4 ,aus dem gemeinsamen ,internatsleben beider ,geschlechter 7,kodukation7 erwachsen ,schwierigkeiten1 die nicht gering anzuschlagen sind2 namentlich in den ,entwickelungsjahren der ,knaben und ,mdchen knnen sich leicht verhngnisvolle ,unordnungen einschleichen4 ,mit einer gnzlichen ,trennung der ,geschlechter1 etwa in der ,weise1 da sie in verschiedenen ,gebuden untergebracht werden und besondere ,spazierwege des ,gartens zugewiesen erhalten1 werden die ,gefahren nicht beseitigt2 wer zu ,ausschreitungen neigt1 findet trotzdem ,mittel und ,wege1 die ,ordnung zu durchbrechen4 ,jeder ,anstaltsleiter kann diesbezgliche ,beispiele wohl aus seiner ,erfahrung nennen4 ,die genannte ,beschrnkung erhht zudem den ,reiz des ,verbotenen und fhrt erst recht dazu1 ber die ,mglichkeit der ,verstndigung durch ,briefe und ber heimliche ,zusammenknfte nachzudenken4 ,zur ,verhtung von ,ausschreitungen gibt es nur ein wirksames ,mittel3 gehrige ,aufsicht4 ,je weniger geruschvoll diese ausgebt wird und je weniger sie den ,charakter des ,polizeidienstes zeigt1 desto besser erfllt sie ihren ,zweck4 ,die rechte ,aufsicht sucht weniger zu unterdrcken als abzulenken1 weniger zu verbieten als den ,willen zu strken4 ,ist das ,aufsichtspersonal der ,anstalt zuverlssig und besitzt es das ,vertrauen der ,zglinge1 so werden ihm sinnliche ,neigungen ,einzelner nicht entgehen2 es wird ihm dann auch gelingen1 ohne viel ,aufhebens verbotene ,pfade zu verbauen und die ,schicklichkeitsgrenze aufrecht zu erhalten4 ,darum ist die ,auswahl und ,anstellung des ,pflege- und ,aufsichtspersonals einer ,blindenanstalt von hchster ,bedeutung1 des weiblichen vielleicht noch mehr als des mnnlichen4 ,die ,aufseherinnen brauchen zwar nicht hochgebildete ,damen zu sein1 wohl aber ist zu wnschen1 da sie tchtige1 sittlich ernste1 mit natrlichem ,takt begabte ,mdchen in gesetztem ,alter sind1 die auch den lteren weiblichen ,zglingen ,respekts- und ,vertrauenspersonen sein knnen4 ,es versteht sich von selbst1 da das ,aufsichtspersonal ber jede auffllige ,erscheinung im ,verhalten der ,zglinge dem ,anstaltsleiter ,bericht erstattet2 ebenso werden die ,lehrer ihre ,wahrnehmungen1 die sie bei der ,tagesinspektion machen1 ihm mitteilen4 uerlich ist darauf zu achten1 da ,zimmer1 die nicht benutzt werden1 auch die ,klassenzimmer in schulfreien ,stunden1 verschlossen gehalten werden und da die ,zglinge nach ,eintritt der ,dunkelheit das ,haus nicht verlassen4 ,da ,knaben und ,mdchen in getrennt liegenden ,teilen des ,anstaltsgebudes oder eventl4 in besonderen ,husern unterzubringen sind1 ist selbstverstndlich4 brigens ist auch darauf zu achten1 da die ,zglinge vor ,verfhrungen durch das ,dienstpersonal geschtzt werden4 ,von der hufig verhngnisvollen ,rolle1 die ,zglinge mit ,sehresten im ,anstaltsleben spielen1 wird in einem spteren ,kapitel die ,rede sein4 ,sorgfltige ,beobachtung erfordern auch die ,besuche der ,zglinge durch ihre ,angehrigen und ,bekannten4 ,werden diese nicht geregelt und kontrolliert1 so knnen aus ihnen groe ,schwierigkeiten fr die ,erziehung entstehen4 ,es soll nur daran erinnert werden1 da die unverstndige ,versorgung der ,zglinge mit ,ewaren und ,leckereien bei solchen ,besuchen zu allerlei ,schdigungen in der ,ernhrung und in der ,tischdisziplin fhrt und daran1 da durch die ,angehrigen der ,blinden vielfach ,klatsch und ,verleumdung aus der ,anstalt hinausgetragen wird4 ,es ist ja berechtigt1 da die ,eltern ihr blindes ,kind1 das durch den ,zwang des ,gesetzes aus der ,familiengemeinschaft gehoben wird1 zuweilen besuchen4 ,aber dies darf nur zu einer bestimmten ,zeit und in angemessener ,dauer geschehen4 ,in keinem ,falle soll durch einen solchen ,besuch der ,unterricht oder die sonstige ,arbeit geschdigt werden2 nur in schulfreien ,stunden oder am ,sonntage drfen die ,angehrigen erscheinen4 ,es kann auch nicht geduldet werden1 da eine ganze ,schar von ,verwandten sich einfindet4 ,am besten wird die ,hchstzahl ein fr allemal festgesetzt4 ,so besteht in einigen ,anstalten die ,bestimmung1 da hchstens drei ,verwandte gleichzeitig einen ,zgling besuchen drfen4 ,ob die ,angehrigen in die ,wohnzimmer der ,blinden eintreten drfen oder ob ein besonderes ,besuchszimmer einzurichten ist1 mu jede ,anstalt fr sich entscheiden4 ,in besonderen ,fllen kann es notwendig werden1 da die ,unterredung zwischen einem ,zgling und seinen ,angehrigen nur in ,gegenwart eines ,anstaltsbeamten gestattet wird4 ,gegen das ,mitbringen von kleinen ,geschenken1 auch mancherlei ,ewaren1 wird man meist vergeblich eifern2 wenn dabei nur ,ma und ,ziel gehalten wird1 ist der ,schaden auch nicht gro4 ,ganz energisch wird man freilich dann gegen die elterliche ,freigebigkeit auftreten mssen1 wenn sie dahin fhrt1 da der ,zgling im ,essen whlerisch wird und die gesunde1 nahrhafte ,anstaltskost verachtet4 ,beurlaubungen von ,zglingen auerhalb der ,ferienzeit drfen im ,interesse einer geordneten ,erziehung und mit ,rcksicht auf die ,arbeit in ,schule und ,werksttte nur ausnahmsweise gewhrt werden4 ,es versteht sich von selbst1 da es in einem solchen ,falle ,sache der ,angehrigen ist1 den ,zgling von der ,anstalt abzuholen und ihn pnktlich wieder zurckzubringen4 ,den ,schlu des ,kapitels mgen einige ,bemerkungen ber die ,bekstigung der ,zglinge bilden4 ,es ist notwendig1 da der ,anstaltsleiter1 oder wer es sonst ist1 der die ,verpflegung der ,zglinge zu berwachen hat1 sich ber die vom gesundheitlichen ,standpunkte aus zu fordernde ,zusammensetzung und ,menge der tglichen ,nahrung informiert4 ,das ,studium eines der bekannten grundlegenden ,werke1 etwa das von ,munk u4 ,uffelmann#ae1 das auch ,kostzettel fr die verschiedensten ,verhltnisse enthlt1 wird ihm bei solcher ,orientierung ein sicherer ,wegweiser sein4 ,in zweifelhaften ,fllen mag er den ,anstaltsarzt zu ,rate ziehen4 ,die ,verpflegung in den ,blindenanstalten ist entweder so geregelt1 da sie einem konom bertragen wird1 der ein festes ,kostgeld pro ,zgling bezieht1 oder so1 da die ,anstaltsverwaltung die ,viktualien selber einkauft und die ,speisen unter ,aufsicht und ,leitung einer ,wirtschafterin zubereiten lt4 ,beide ,formen der ,verpflegung haben ihre ,vorteile und ,nachteile4 ,fhrt die ,anstalt die ,bekstigung in eigener ,regie aus1 und ist das ,kchenpersonal ehrlich und zuverlssig1 so ist mit dieser ,art die gute und zweckmige ,ernhrung der ,zglinge wohl am sichersten gewhrleistet4 ,allerdings erwchst der ,leitung durch diese ,praxis viel ,arbeit4 ,ob nun so oder so -- in beiden ,fllen bleibt dem ,anstaltsdirektor die ,verantwortung4 ,darum hat er die ,kchenzettel zu prfen oder sie selbst aufzustellen2 er mu den ,einkauf der ,vorrte berwachen1 das fertige ,essen auf seine ,schmackhaftigkeit hin erproben und darauf achten1 da jedem sein ,quantum zuteil wird4 ,unter den ,zglingen werden immer einige sein1 die diese und jene ,speise nicht essen mgen2 so sind manche ,kinder nur schwer zu bewegen1 ,gemse oder ,hlsenfrchte zu genieen4 ,da man ,ausnahmen nicht machen kann1 so halte man darauf1 da solche ,kinder wenigstens eine kleine ,portion zu sich nehmen4 ,freundliches ,zureden1 zuweilen auch ein wenig ,spott oder ein ,appellieren an die ,tapferkeit untersttzen die ,selbstberwindung4 ,nur wo eine bestimmte ,speise dem ,krper nicht bekommt1 wird sie durch eine andere ersetzt4 ,vor dem ,genu von ,bier und ,wein sind die jngeren ,zglinge unbedingt zu bewahren4 ,ein ,schade ist's nicht1 wenn auch den lteren ,blinden beides vorenthalten wird4 ,man mu indessen mit ,gebrauch und ,herkommen rechnen3 wo seit langen ,zeiten den ,blinden an ,sonn- oder ,festtagen ,bier gereicht wird1 lt sich die ,sitte nur schwer abschaffen1 und in ,weingegenden wrde man es als ,hrte auslegen1 wenn den der ,schule entwachsenen ,zglingen verwehrt wrde1 am ,sonntage ihr ,schpplein ,hauswein zu trinken4 ,wenn vom ,trinken die ,rede ist1 darf auch das ,rauchen nicht unerwhnt bleiben4 ,es gibt wohl nur wenige blinde ,mnner1 die ,nichtraucher sind1 und fast alle haben die ersten ,versuche bereits recht frh gemacht1 d4 h4 in der ,anstalt4 ,sobald die ,knaben sich nicht mehr als ,schler fhlen1 erscheint ihnen die ,pfeife oder ,zigarette als ,symbol der ,mnnlichkeit4 ,nun wre es freilich nicht gut1 wenn man in diesen ,jahren das ,rauchen schon gestatten wollte4 ,abgesehen von gesundheitlichen ,grnden ist es auch aus ethischen ,rcksichten nicht zu billigen1 da junge ,leute1 die mit ihrer ,hnde ,arbeit noch nichts verdienen1 ,geld fr ein entbehrliches ,genumittel ausgeben4 ,von einem bestimmten ,zeitpunkt1 etwa vom #ah4 ,jahre ab1 mag man das ,rauchen freigeben1 nicht weil dann schon die ntige ,wrde vorhanden wre1 sondern um das heimliche ,rauchen1 vielleicht an feuergefhrlichen ,orten1 zu verhindern4 ,man weise den ,rauchern besondere ,rume oder bestimmte ,stellen des ,gartens an1 dulde aber in keinem ,falle das ,rauchen in den ,wohnzimmern und ,schlafslen4 ,vor dem unvorsichtigen ,umgehen mit ,zndhlzchen mu natrlich eindringlich gewarnt werden4 ,hausordnung der ,blindenanstalt zu ,x4 ,bldfrd4 #ahhe4 ,s4 #cg4 ,bttner1 ,leben und ,schaffen in einer ,blindenanstalt4 ,bldfrd4 #ahif ,s4 #cc4 ,brandstter1 ,aus der ,verwaltung4 ,bldfrd4 #aijb ,s4 #ai4 ,brandstter1 ,kodukation4 ,bldfrd4 #aiab ,s4 #aff4 ,,iv4 ,der ,blindenlehrer4 ,von dem ,blindenlehrer ist in erster ,linie zu wnschen1 da er aus ,neigung1 nicht aus ueren ,grnden in seinen ,beruf eintritt4 ,es ist mancherlei1 was diesen ,beruf anziehend macht und die ,neigung zu ihm begnstigt4 ,dem ,menschenfreunde wird es als eine edle und befriedigende ,aufgabe erscheinen1 zum ,helfer besonders unglcklicher1 schwer geprfter ,brder und ,schwestern ausersehen zu sein4 ,den ,lehrer wird es reizen1 den oft vielverschlungenen ,pfaden nachzuspren1 auf denen dem ,geiste des blinden ,kindes ,licht und ,erkenntnis zugefhrt werden kann4 ,der ,erzieher wird seine ,freude an dem frischen1 frhlichen ,leben der groen ,anstaltsfamilie haben1 wo er ,vertrauen1 ,anhnglichkeit und ,dankbarkeit in reichem ,mae findet4 ,demgegenber steht manches1 was bedenklich stimmen kann und den ,entschlu zum ,eintritt in den ,dienst der ,blindenanstalt schwer macht4 ,die ,blindenanstalt ist ein ,internat1 und ein solches fordert von dem ,lehrer ,dienste1 die in reinen ,unterrichtsanstalten nicht verlangt werden3 ,inspektionspflicht1 ,unterhaltung der ,zglinge in schulfreien ,stunden durch ,vorlesen1 ,spielen u4 dergl41 ,verwaltung von mtern1 die im ,institutsleben begrndet sind 7,kassen-1 ,kleiderverwaltung usw47 und manche andern ,dienste4 ,der ,blindenunterricht ist mhsamer als der ,unterricht sehender ,schler2 er erfordert eine ,vorbereitung1 die nicht blo am ,schreibtisch geleistet werden kann1 sondern auch eine vielfache manuelle ,bettigung des ,lehrers auerhalb der ,unterrichtszeit notwendig macht4 ,die ,lehrmittel mu der ,blindenlehrer teilweise selber schaffen und instand halten2 die ,korrektur der schriftlichen ,arbeiten ist zeitraubend und anstrengend4 ,der ,unterricht verlangt in besonderem ,mae ,geduld und ,ausdauer und bereitet dem eifrig vorwrtsstrebenden ,lehrer oft ,hemmnisse1 die er schmerzlich empfindet4 ,endlich mu der ,blindenlehrer sich manche ,kenntnisse und ,fertigkeiten aneignen1 die einem andern ,lehrer fernliegen1 und diese ,kenntnisse und ,fertigkeiten und seine ,befhigung zum ,blindenlehrer berhaupt mu er meist in einer ,prfung nachweisen4 ,wer also vor die ,frage gestellt wird1 ob er sich dem ,dienste der ,blinden widmen will1 wird sich ernstlich prfen mssen1 ob ,kraft und ,neigung dazu ausreichen4 ,wer mit frischem ,mut und mit innerer ,teilnahme das ,amt eines ,blindenlehrers bernimmt1 der wird allerdings bald erkennen1 da es ein kstlicher und wahrhaft befriedigender ,beruf ist1 den er erwhlt hat1 und sein ,amt wird ihm1 je lnger desto mehr1 ans ,herz wachsen4 ,im ,nachfolgenden sollen diejenigen ,eigenschaften zusammengestellt werden1 die von dem ,blindenlehrer zu wnschen und zu verlangen sind4 ,der ,blindenlehrer mu seinem ,wesen und seinem ,charakter nach in den ,kreis der ,blinden hineinpassen4 ,es gibt weichgestimmte ,leute1 die keinen ,blinden sehen knnen1 ohne in ihrem ganzen ,gefhl aufs tiefste erregt zu werden4 ,ein dauernder ,umgang mit ,blinden wrde ihnen zur seelischen ,qual werden4 ,andere werden durch das hufig entstellte ,gesicht der ,blinden oder durch manche hliche ,angewohnheit einzelner unangenehm berhrt1 und ein ,zusammensein mit solchen wrde ihnen groe ,selbstberwindung kosten4 ,der ,blindenlehrer mu nach der einen und der andern ,seite hin frei sein von ,empfindlichkeit1 frei von ,gefhlsweichheit und frei von ,gefhlen der ,abneigung4 ,nicht als ob zu wnschen wre1 da er gleichgltig und unempfindlich im ,kreise der ,blinden sich bewegte1 sondern nur dies wird notwendig sein1 da er sich durch das ,elend1 das ihm mit der ,blindheit vor ,augen tritt1 in der ,ausbung seines ,amtes nicht stren lt4 ,ein mitfhlendes ,herz braucht er ganz gewi1 und eine barmherzige ,gesinnung1 die auch dem entstellten und von der ,natur stiefmtterlich bedachten ,blinden sich nicht entzieht1 ebenso4 ,vor einem ,lehrer mit hartem ,gemt und kaltem ,gefhl sollen die ,blinden bewahrt bleiben4 ,ein freundliches ,wesen wird dem ,blindenlehrer das ,herz seiner ,zglinge ffnen4 ,freundlichkeit zeigt sich dem ,blinden gegenber vor allem in dem ,ton der ,stimme4 ,durch eine harte1 scharfe1 bermig laute ,stimme wird der ,blinde abgestoen2 ein weicher1 ruhigfester1 modulationsreicher ,stimmton berhrt ihn angenehm4 ,selbstverstndlich darf die ,freundlichkeit nicht in sliches ,wesen ausarten1 noch weniger darf sie sich in ,liebkosungen uern4 ,das blinde ,kind empfindet die ,freundlichkeit des ,lehrers am tiefsten1 wenn sie sich mit ,wrde und ,stetigkeit paart4 ,freundlich sei auch der ,unterrichtston4 ,es wird ja bei der ,umstndlichkeit des ,unterrichts und bei der fteren ,notwendigkeit1 sich mit einer ,sache an jeden einzelnen ,schler zu wenden1 die ,geduld und ,ausdauer des ,lehrers oft auf eine harte ,probe gestellt1 zumal wenn es sich um schwache ,schler handelt2 aber mit heftigen ,gefhlsausbrchen1 mit ,klagen1 ,drohungen und ,strafen wird der ,unterricht nicht gefrdert4 ,ein heftiger ,lehrton erschreckt die ,schler und bringt doppelten rger und ,verdru4 ,eine gleichmige ,heiterkeit1 die ber dem ,unterricht ausgebreitet ist1 fters ein ,wort der ,anerkennung1 selten ein ,wort des ,tadels1 zuweilen1 wo sie angebracht erscheint1 eine humoristische ,bemerkung1 innere ,wrme in der ,darbietung des ,stoffes1 ,lebendigkeit des ,lehrgesprchs3 das alles wird die glcklichste ,stimmung fr den ,unterricht erzeugen4 ,von dem ,blindenlehrer ist ferner zu wnschen1 da er eine bewegliche ,natur sei4 ,die ,blinden neigen infolge ihres ,gebrechens vielfach zur ,ruhe1 zum passiven ,verhalten4 ,es kommt darauf an1 sie zur ,aktivitt1 zur lebendigen ,teilnahme1 zum ttigen ,erfassen der ,wirklichkeit zu erziehen4 ,ein ,lehrer1 der einen beweglichen ,sinn hat1 wird die ,schler durch die ganze ,art1 wie er sich gibt1 fortreien und wird auch die langsamen und trgen ,naturen munter machen4 ,ein phlegmatischer ,lehrer mit trger1 matter ,sprache1 wird in einer ,blindenklasse leicht langweilig und erzielt ,trumer4 ,namentlich fr die unteren ,klassen ist ein solcher ,lehrer unbrauchbar4 ,der ,blindenlehrer soll eine durch ,beobachtung und ,studium tiefgegrndete ,kenntnis von dem ,wesen und der ,natur des blinden ,kindes besitzen4 ,dazu wird zunchst notwendig sein1 da er eine genaue ,kenntnis der ,kindesnatur berhaupt besitzt4 ,der ,blinde ist in seinem ,wesen und in seiner ,entwickelung dem ,sehenden gleich2 eine besondere ,psychologie des ,blinden gibt es nicht2 es zeigen sich bei ihm nur bestimmte1 in dem ,fehlen des ,augenlichtes begrndete ,abweichungen der seelischen ,entwickelung4 ,die ,grundlage fr das ,verstndnis der ,natur des ,blinden wird also immer die allgemeine ,psychologie sein4 ,ein sorgfltiges ,studium derselben ist fr den ,blindenlehrer unerllich4 ,es ist hier nicht der ,ort1 fr ein besonderes psychologisches ,system einzutreten1 aber soviel darf gesagt sein1 da die von ,wundt begrndete neuere ,psychologie gerade dem ,blindenlehrer auerordentlich viel ,anregung bietet4 ,da mit der ,blindheit hufig auch geistige ,defekte verbunden sind1 ist ein ,studium der pdagogischen ,pathologie ebenfalls geboten4 ,auer dem ,studium der allgemeinen ,kinderpsychologie wird der ,blindenlehrer sich in der ,spezialliteratur seines ,gebietes fleiig umschauen mssen4 ,die deutsche ,blindenliteratur ist bei der kaum ein ,jahrhundert umfassenden ,entwickelung des ,blindenbildungswesens noch wenig umfangreich und umfat in der ,hauptsache die ,berichte der ,blindenlehrer-,kongresse1 die ,fachzeitschrift ,der ,blindenfreund8 und einige ,werke biographischer ,art4 ,doch enthalten diese ,werke eine ,flle von wichtigen ,aufstzen und ,abhandlungen1 die besonders deshalb so wertvoll sind1 weil die meisten von ihnen aus der unmittelbaren ,beobachtung der ,blinden und aus der ,praxis des ,unterrichts und der ,erziehung heraus entstanden sind4 ,auf das gro angelegte ,werk von ,mell1 ,encyklopdisches ,handbuch des ,blindenwesens8 mu noch besonders hingewiesen werden#af4 ,neben das ,studium der ,pdagogik im allgemeinen und das der ,blindenpdagogik im besonderen tritt die ,beobachtung des ,blinden4 ,dieses lebendige ,studium hat1 wenn es in rechter ,weise geschieht1 einen hohen ,wert und einen besondern ,reiz2 es fhrt dazu1 da der ,lehrer sich mehr und mehr in die ,lage des ,blinden1 in sein ,denken und ,fhlen hineinversetzen lernt4 ,damit gewinnt er das rechte ,verstndnis fr die ,bedrfnisse des ,blinden und einen ,blick fr das ,notwendige und ,erreichbare im ,unterricht4 ,zu einer solchen ,beobachtung reichen freilich die ,schulstunden allein nicht aus1 schon deshalb nicht1 weil das ,kind durch die ,unterrichtsdisziplin zu einer gewissen ,zurckhaltung gezwungen wird4 ,aber im ,umgange mit den ,kameraden1 beim ,spiel1 bei den ,mahlzeiten1 in den ,stunden der stillen ,selbstbeschftigung1 bei den ,gesprchen der ,blinden untereinander1 bei den kleinen ,arbeiten in der ,flechtwerksttte1 bei den ,vorlese- und ,unterhaltungsstunden1 zeigen sich die ,zglinge in ihrem wahren ,wesen und geben dem beobachtenden ,lehrer oft ,aufschlsse ber manches1 was ihm im ,unterricht rtselhaft und unklar an ihnen erscheint4 ,hier besonders wird er1 wie in einem spterm ,kapitel noch hervorgehoben werden wird1 erkennen1 da ein ,kind1 welches im ,unterricht stumpf und teilnahmslos erscheint1 doch nicht ganz interesselos ist und noch manche schtzenswerte praktische ,leistung vollbringt4 ,so fhrt die ,beobachtung des ,zglings zu einer gerechten ,beurteilung desselben4 ,beim ,spiel und der stillen ,beschftigung kann der ,lehrer oft fr den ,unterricht viel lernen1 besonders fr die ,art der ,veranschaulichung1 die ,art der ,orientierung und die ,weise1 wie der ,blinde die ,dinge sich dienstbar machen kann4 ,mit ,rcksicht auf die ,beobachtung der ,zglinge 7und auch aus erziehlichen ,grnden7 ist es wnschenswert1 da die ,blindenlehrer nicht auerhalb der ,anstalt wohnen1 sondern ihre ,wohnung auf dem ,anstaltsgrundstck haben4 ,andernfalls mssen sie ihre ,inspektionstage gewissenhaft dazu benutzen1 die ,zglinge grndlich zu beobachten4 ,der ,blindenlehrer soll auch in bezug auf den ,lehrstoff ein ,mann von grndlichem ,wissen sein4 ,es ist bekannt1 da die tchtigsten und kenntnisreichsten ,mnner einen besonders geschrften ,blick fr das ,wichtigste und ,grundlegende eines ,wissengebietes besitzen4 ,ein ,lehrer1 der aus dem ,vollen schpft1 wird die ,stoffe zweckmig auswhlen2 er wird sich auf das beschrnken1 was dem ,blinden verstndlich gemacht werden kann und was notwendig ist1 damit er einen ,einblick in das ,wesen einer ,sache gewinnt4 ,ein ,lehrer mit drftigen ,kenntnissen wird dagegen meist geneigt sein1 auch viel ,unwesentliches zu bieten1 so da die ,schler das1 was fr sie besondern ,wert hat1 nicht mit voller ,klarheit erfassen und aufnehmen4 ,grndliches ,wissen befhigt aber auch1 mit den einfachsten ,hilfsmitteln im ,unterricht zu operieren4 ,es sei an ,helmholtz erinnert1 der nach seinem eigenen ,gestndnis die tiefsten physikalischen ,probleme mit ,hilfe von ganz einfachen ,dingen1 wie ,garnrollen u4 dergl41 ergrndete4 ,und ,wundt1 der groe ,meister der ,psychologie1 hat erst krzlich an der ,hand eines einzigen einfachen ,instruments1 des ,metronoms1 eine tiefgehende ,einfhrung in sein ,spezialgebiet gegeben4 ,von einem ,blindenlehrer1 der groen ,wert auf die ,anschaffung von vielen und teuren ,anschauungsmitteln und ,apparaten legt1 ist zu vermuten1 da seine ,herrschaft ber den ,stoff keine souverne ist4 ,es ist wnschenswert1 da der ,blindenlehrer sich in einige ,gebiete besonders vertieft und hier ,spezialstudien1 auch nach der methodischen ,seite hin1 treibt4 ,wie in dem ,abschnitt ber den ,unterrichtsbetrieb gezeigt wird1 ist auf der oberen ,stufe der ,blindenschule ,fachunterricht zu empfehlen4 ,die ,vertiefung des ,blindenlehrers in einige ,spezialfcher ist die ,vorbedingung hierzu4 ,sehr erwnscht ist bei allen ,lehrern eine gute musikalische ,befhigung2 diejenigen von ihnen1 die den ,gesangunterricht auf der oberen ,stufe und den ,instrumentalunterricht an fortgeschrittene ,schler erteilen1 sollen eine grndliche musikalische ,bildung besitzen1 die event4 auf einem ,konservatorium ihren ,abschlu gefunden hat4 ,der ,blindenlehrer mu technische ,begabung und ,handgeschicklichkeit besitzen4 ,der ,blindenunterricht fordert in weit hherem ,mae eine manuelle ,bettigung des ,lehrers als jeder andere ,unterricht4 ,schon die krperliche ,veranschaulichung des ,lehrstoffes ntigt den ,lehrer fortwhrend zum ,gebrauch seiner ,hnde4 ,mit wenigen ,griffen mu er eine plastische ,gruppe1 eine technische ,vorrichtung des tglichen ,lebens darstellen2 die ,lehrmittel ,frbelscher ,art mu er in vielseitiger ,weise verwenden knnen2 ,stbchen1 ,brettchen1 ,linoleumstreifen1 ,wachs und ,draht sollen in seinen ,hnden die ,rolle spielen1 die in der ,schule der ,sehenden der ,kreide zukommt2 allerlei ,abfallstoffe aus dem ,haushalt und aus handwerklichen ,betrieben knnen ihm im ,unterricht wichtige ,dienste leisten4 ,ein ,lehrer1 der wenig technische ,begabung besitzt1 wird trotz allen ,fleies in einer ,blindenklasse oft ratlos dastehen und dann versuchen1 mit ,worten zu erklren1 was einzig durch den ,tastsinn aufgefat werden kann4 ,zudem ist es ja eine ,hauptaufgabe des ,blindenunterrichts1 die ,hnde der ,schler zur grtmglichen ,tastfhigkeit auszubilden2 das kann aber1 wie spter gezeigt wird1 nur durch hufige ,bettigung der ,hnde im ,umgang mit den ,dingen und durch manuelle ,darstellung geschehen4 ,hier soll der ,lehrer vorbildlich wirken2 beim ,formen1 ,zeichnen1 ,bauen und ,experimentieren mu er frisch zugreifen1 nachhelfen und berichtigen1 dann werden auch die ,schler ,interesse an der ,arbeit finden4 ,merkt der ,blindenlehrer1 da sein technisches ,knnen nicht ausreicht1 so mag er einen ,handfertigkeitskursus durchmachen oder noch besser in der ,lehrmittelwerksttte der ,anstalt nach der ,anleitung eines erfahrenen ,kollegen ttig sein4 ,leider gibt es fr ,blindenlehrer noch keine technischen ,kurse1 welche die speziellen ,bedrfnisse der ,blindenanstalt bercksichtigen2 ihre ,einfhrung wrde von groem ,nutzen sein4 ,die ,handgeschicklichkeit des ,lehrers kommt auch der ,lehrmittelsammlung der ,anstalt zugute1 denn nicht alle ,anschauungsmittel knnen kuflich erworben werden2 ein groer ,teil wird von dem ,blindenlehrer selbst hergestellt werden mssen1 wie denn wohl in fast allen ,anstalten die wertvollsten und zweckmigsten ,lehrmittel fr den ,blindenunterricht ihre ,entstehung den fleiigen und geschickten ,hnden technisch begabter ,lehrer verdanken4 ,so wird der ,blindenlehrer bei allen tchtigen ,kenntnissen doch nicht ein ,gelehrter1 sondern ein ,mann des praktischen ,lebens sein4 ,insbesondere wird er das in unserer ,zeit so vielgestaltige und in verwirrender ,hast sich abspielende ,kulturleben in seinen ,grundlagen und einfachen ,formen aus praktischer ,anschauung heraus kennen gelernt haben mssen4 ,ist er als ,knabe im ,elternhause zu den ,dingen des tglichen ,lebens in nhere ,beziehung getreten1 hat er in der ,hauswirtschaft gar selbst ,hand angelegt1 so ist damit ein beraus wertvolles ,erfahrungsmaterial sein persnliches ,eigentum geworden2 es wird ihm im ,unterricht die schtzbarsten ,dienste leisten und ihn befhigen1 die blinden ,schler zum nutzbringenden ,umgang mit den ,dingen anzuleiten4 ,der ,blindenlehrer soll ein ,meister der ,methode sein4 ,das wre freilich von jedem ,lehrer zu wnschen2 aber bei sehenden ,schlern kann der ,unterricht doch auch bei mangelhafter methodischer ,begabung des ,lehrers1 sofern dieser nur treu arbeitet1 immer noch ,erfreuliches leisten4 ,die grndliche ,anschauung durch das ,auge1 die ,anregung durch ,abbildungen und gute ,lehrmittel1 die ,hilfe durch ,lehrbcher und ,leitfden bilden doch eine ins ,gewicht fallende ,ergnzung zu einem methodisch ungeschickten ,verfahren4 ,im ,blindenunterricht dagegen steht und fllt alles mit der methodischen ,begabung des ,lehrers4 ,ein bloes ,einben von ,kenntnissen und ,fertigkeiten1 ein ,aufgeben8 aus einem ,lehrbuche und ein ,abhren des ,gelernten wre das ,traurigste1 was in der ,blindenschule geschehen knnte3 die gesamte ,bildung des ,schlers wre totes ,gedchtniswerk4 ,dagegen hat der ,unterricht lebendige ,kraft1 wenn der ,lehrer den ,stoff methodisch meistert4 ,die ,meisterschaft wird sich besonders zeigen in der ,angleichung des ,stoffes und des ,lehrverfahrens an den ,standpunkt des ,schlers1 in der anschaulichen und anregenden1 die ,kraftentwickelung des ,zglings frdernden ,darbietung1 in dem wohlabgemessenen ,wechsel zwischen geistiger und manueller ,bettigung1 in dem ,bestreben1 das rechte ,verhltnis zwischen dem ,klassenunterricht und der ,beschftigung mit dem ,einzelnen zu finden1 in der weisen ,verwertung der besondern ,gaben und ,krfte jedes einzelnen ,schlers1 in der ,frderung der ,schwachen und ,zurckgebliebenen4 ,dem ,blindenlehrer soll ein treues ,zusammenwirken mit den ,mitarbeitern und die ,gewinnung eines friedlichen und freundlichen ,verhltnisses zu ihnen am ,herzen liegen4 ,es ist zu bedenken1 da die ,anstalt mit allen ihren ,insassen eine groe ,familie bildet1 in der ,einigkeit und ,friede herrschen mu1 wenn sie gedeihen soll4 ,diese ,einigkeit wird aber schwer gefhrdet1 wenn das ,verhltnis der ,lehrer zu einander ein gespanntes und unfreundliches ist1 wenn ,eiferschteleien zu einem ngstlich-lieblosen ,beobachten untereinander fhren1 wenn ein ,kollege den anderen zu verdchtigen und herabzusetzen sucht4 ,die ,zglinge merken solche ,unstimmigkeiten sehr bald und kommen dabei in ,verlegenheit und ,bedrngnis in ihrem ,verhalten zu den einzelnen ,lehrern4 ,in jedem ,falle leidet die ,erziehung schwer4 ,am schlimmsten ist es1 wenn die ,uneinigkeit im ,kollegium dazu fhrt1 da sich unter den ,zglingen ,cliquen bilden1 die gegeneinander eifern4 ,auch der ,unterricht wird geschdigt1 wenn das ,band der ,eintracht im ,lehrerkollegium zerrissen ist1 denn der ,blindenunterricht fordert eine so hufige ,beziehung der ,lehrfcher zu einander 7man denke z4 ,b4 an die ,verbindung des ,formens und ,zeichnens mit allen ,disziplinen71 eine so innige ,verknpfung des ,lehrstoffes der verschiedenen ,gebiete 7man denke an ,anschauungsunterricht und ,heimatkunde1 ,geographie und ,arbeitskunde1 ,raumlehre und ,zeichnen71 da gegenseitige ,erkundigungen und ,besprechungen der ,lehrer miteinander nicht entbehrt werden knnen4 ,sollen noch die ethischen ,qualitten des ,blindenlehrers hervorgehoben werden1 so wre zunchst zu sagen1 da er ein humaner ,mann sein mu1 ein ,mann von ,herz und ,gemt1 dem es eine ,lust und ein ,bedrfnis ist1 den ,blinden zu helfen1 ein ,mann mit hohem ,sinn1 der den blinden ,zglingen mit ,vertrauen entgegenkommt1 von dem ,friede und ,freude ausgeht4 ,endlich mu gewnscht werden1 da er eine in ,gott gegrndete ,persnlichkeit ist1 da er sein ,amt als ihm von dem ,hchsten gegeben betrachtet und es im ,aufblick zu ihm mit aller ,treue verwaltet4 ,nur ein solcher ,lehrer kann die ,blinden zu jener ,lebensfreudigkeit anleiten1 die im ,vertrauen auf ,gottes ,fhrung ihre ,wurzel hat4 ,wulff1 ,des ,blindenlehrers ,trost und ,zuversicht4 ,kongr4-,ber4 ,frankfurt a4 ,m4 #ahhb4 ,lembcke1 ,welche ,anforderungen stellt der ,beruf an den ,blindenlehrer8 ,kongr4-,ber4 ,steglitz-,berlin #ahih4 ,merle1 ,die ,blindenlehrerprfungen4 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,v4 ,die ,erziehung des ,zglings4 ber die ,erziehung des ,zglings sind in dem ,abschnitt ber die ,hausordnung bereits ,andeutungen gemacht worden2 hier sollen die dortigen ,ausfhrungen ergnzt werden4 ,vorbemerkend wird hinzugefgt1 da das ,nachfolgende nur die ,anstaltserziehung bercksichtigt2 was die husliche ,erziehung des ,kindes vor dem ,eintritt in die ,blindenanstalt betrifft1 so wird auf den ,abschnitt ,die erste ,erziehung des blinden ,kindes8 verwiesen4 ,die ,blindenanstalt bernimmt mit der ,erziehung einer groen ,schar von ,blinden1 die teils im ,kindesalter1 teils in vorgeschrittener ,entwickelung stehen1 eine schwere und verantwortungsvolle ,aufgabe4 ,der ,zgling ist von den ,eltern entweder freiwillig oder unter dem ,zwange des ,gesetzes der ,anstalt bergeben worden4 ,damit ist das ,kind fr viele ,jahre aus der ,familiengemeinschaft geschieden1 und nur fr kurze ,zeit1 whrend der ,ferien1 tritt es als ,gast in dieselbe wieder ein4 ,bei der ,erziehung des blinden ,kindes sind also die bedeutsamen ,einflsse des ,familienlebens1 die unmittelbaren ,wirkungen der ,liebe und ,frsorge der ,eltern1 ausgeschaltet4 ,daher hat die ,anstalt die ,pflicht1 dem blinden ,kinde das ,elternhaus nach ,mglichkeit zu ersetzen4 ,dies wird zunchst dadurch geschehen1 da sie die ,pflege des ,kindes1 die ,sorge fr sein krperliches ,gedeihen1 gewissenhaft weiterfhrt4 ,es ist ja nicht immer richtig und verstndig gewesen1 was die ,mutter in krperlicher ,hinsicht fr ihr blindes ,kind getan hat2 aber sie hat es doch gut gemeint und erwartet nun1 da man in der ,anstalt auf den schwachen1 gebrechlichen ,krper dieselbe ,rcksicht nimmt1 wie es im ,elternhause der ,fall war4 ,die ueren ,bedingungen fr das krperliche ,gedeihen der blinden ,zglinge sind in den ,anstalten durchweg vorhanden1 ja im allgemeinen in viel hherem ,mae als im ,elternhause4 ,licht1 ,luft1 ein groer ,garten zur ,bewegung im ,freien1 gesunde1 nahrhafte ,kost1 ,regelmigkeit im ,wechsel von ,arbeit und ,ruhe1 ein bequemes ,nachtlager1 ausreichender ,schlaf1 zweckmige ,kleidung1 regelmiges ,baden1 sachgeme ,behandlung in ,krankheitsfllen3 alles das bietet die ,anstalt ihren ,zglingen4 ,es kommt nur darauf an1 da alle diese ,einrichtungen und ,manahmen verstndig geregelt und individuell gehandhabt werden4 ,sehr viel hngt in dieser ,beziehung von dem ,warte- und ,pflegepersonal ab4 ,was hilft der schnste ,spielplatz1 wenn die ,wrterin es duldet1 da die ,mdchen auch bei gutem ,wetter im ,zimmer hocken6 ,welche bsen ,folgen knnen entstehen1 wenn der ,wrter nicht darauf hlt1 da nach einem ,spaziergange1 bei welchem die ,zglinge vom ,regen berrascht wurden1 die ,kleider gewechselt werden6 ,gewissenhaft und verstndig soll das ,aufsichts- und ,pflegepersonal sein4 ,ganz junge ,personen1 denen noch jede ,erfahrung fehlt1 passen nicht in eine ,blindenanstalt4 ,auch eine angemessene ,bildung mu verlangt werden1 besonders von dem weiblichen ,personal4 ,notwendig ist es1 da der ,anstaltsleiter fters ,besprechungen mit den ,erziehungsgehilfen vornimmt4 ,hierbei wird er nicht blo seine eigene ,meinung zur ,geltung bringen drfen1 sondern auch dem ,beachtung schenken1 was von der andern ,seite eingewendet und vorgeschlagen wird4 ,nur so kann sich das notwendige ,vertrauensverhltnis zwischen ihm und den ,angestellten herausbilden2 wird den letzteren jede freie ,meinungsuerung von vornherein abgeschnitten1 so werden sie zu willenlosen ,werkzeugen1 und solche taugen nicht zum ,erziehen4 ,im andern ,falle schrft sich ihr ,verantwortungsgefhl1 und sie gewinnen jene ,freudigkeit1 die ,grundbedingung fr jede ,erziehungsarbeit ist4 ,in einigen ,anstalten hat man fr die ,pflege und ,erziehung der jngsten ,zglinge beider ,geschlechter und der lteren ,mdchen ,krankenschwestern1 fr die lteren ,knaben wohl auch ,gehilfen aus ,brderhusern angestellt4 ,bei ihnen findet man gewhnlich reges ,interesse und ,verstndnis fr die ,arbeit an den ,blinden4 ,die ,auswahl der ,pflege- und ,wartepersonen ist eine der schwierigsten ,aufgaben des ,anstaltsleiters4 ,migriffe rchen sich hufig schwer4 ,hat er die geeigneten ,personen gefunden1 so wird er sie der ,anstalt auch mglichst lange zu erhalten suchen2 eine gute ,besoldung und eine freundliche1 wrdige ,behandlung werden am sichersten dazu fhren4 ,besondere ,pflege und ,wartung der ,blinden ist in ,krankheitsfllen notwendig4 ,bei geringen ,beschwerden wenden sich die ,zglinge zunchst an den ,wrter oder die ,wrterin4 ,einfache ,verbnde1 ,auswaschen und ,khlen von ,schnittwunden1 ,erweichung von ,geschwren1 ,verabfolgung der bekanntesten ,mittel aus der ,hausapotheke und hnliche ,handreichungen1 wie sie auch jede ,mutter vornimmt1 kann man ihnen ohne weiteres berlassen4 ,es wird ihnen aber zur ,pflicht gemacht1 von jedem ,anzeichen einer ernsteren ,erkrankung dem ,anstaltsleiter unverzglich ,mitteilung zu machen1 damit der ,arzt benachrichtigt werden kann4 ,da dessen ,anordnungen genau befolgt werden mssen1 ist selbstverstndlich4 ,man darf aber nicht vergessen1 da ein ,kranker1 und zumal ein krankes blindes ,kind1 auer der krperlichen ,pflege auch ,teilnahme1 ,trost und guten ,zuspruch braucht4 ,wohl der ,anstalt1 in welcher das ,wartepersonal auch mit dem ,herzen bei den ,kranken ist6 ,der ,leiter wird natrlich auch fters das ,krankenzimmer aufsuchen1 am besten in ,gegenwart des ,pflegers oder der ,pflegerin1 um sich zu berzeugen1 ob es dem ,kranken an nichts fehlt und ob die rztlichen ,vorschriften richtig ausgefhrt werden4 ,groe ,geduld und ,ausdauer erfordert die ,pflege der krperlich ,schwachen1 der ,vernachlssigten1 der mit besonderen ,gebrechen ,behafteten4 ,es empfiehlt sich1 jedem der ,aufsichtspersonen einige dieser armen ,geschpfe zur speziellen ,pflege zu bergeben2 der rege ,wetteifer1 der dann entsteht1 kommt den ,schwachen zugute4 ,noch mehr ,selbstberwindung kostet die ,pflege derjenigen blinden ,kinder1 die hliche und widerwrtige ,gewohnheiten haben1 wobei in erster ,linie an die nchtliche ,verunreinigung zu denken ist4 ,hier gilt es1 sorgfltig darber zu wachen1 da solchen ,zglingen nicht ,unrecht geschieht4 ,mit krperlichen ,strafen wird nichts erreicht4 ,es mu in jedem einzelnen ,falle die wahrscheinliche ,ursache erforscht werden1 und darnach wird man1 event4 unter dem ,beirat des ,arztes1 seine ,manahmen treffen4 ,frhe ,abendmahlzeit1 vielleicht ohne oder mit nur wenig ,suppe1 mehrmaliges ,wecken des ,nachts und ,krftigung des ,willens durch freundliches ,zureden oder durch vorsichtige ,beschmung werden in den meisten ,fllen zur ,beseitigung des bels beitragen4 ,je weiter die ,zglinge heranwachsen1 desto mehr mssen sie daran gewhnt werden1 auf ihren ,krper und sein ,wohl und ,wehe zu achten4 ,eine zeitweilige ,kontrolle wird immerhin notwendig sein2 es ist unglaublich1 wie zuweilen auch erwachsene ,blinde ihren ,krper vernachlssigen4 ,das wchentliche ,bad gibt dem ,wartepersonal die beste ,veranlassung1 sich davon zu berzeugen1 ob nicht etwa ,hautkrankheiten1 ,ausschlge und ,geschwre sich gebildet haben4 ,die ,mdchen brauchen in den ,entwickelungsjahren ,aufklrung und ,beistand durch eine ltere weibliche ,person1 der sie ,vertrauen entgegenbringen knnen4 ,bei der ,arbeit in ,schule und ,werkstatt mu zu bestimmten ,zeiten auf die ,indisposition der ,mdchen ,rcksicht genommen werden4 ,hier mag an die unter den mnnlichen ,blinden weitverbreitete ,selbstbefleckung erinnert werden4 ,wo sie sich bemerkbar macht -- und das ist oft in sehr jugendlichem ,alter bereits der ,fall --1 da wird eine ernste ,unterredung des ,direktors oder des ,lehrers mit dem betreffenden ,zgling immer noch am wirksamsten sein4 ,daneben sorge man fr tchtige krperliche ,arbeit1 fr ,migkeit im ,essen1 besonders abends1 und fr frhes und pnktliches ,aufstehen am ,morgen4 ,die ,aborte halte man unter scharfer ,kontrolle4 ,in schlimmen ,fllen mu der ,arzt zu ,rate gezogen werden4 ,die erziehlichen ,manahmen1 die sich auf die psychische ,entwickelung des blinden ,kindes beziehen1 werden in erster ,linie darauf gerichtet sein mssen1 den ,zglingen eine frohe ,jugend zu bereiten4 ,das ,leben ist fr den ,blinden so ernst und legt ihm soviel ,sorgen und ,entbehrungen auf1 da ihm wenigstens heitere und sonnige ,jugendjahre zu wnschen sind4 ,darum soll der ,geist1 der in der ,anstalt herrscht1 ein frhlicher sein4 ,heiterkeit mu das ,element sein1 in dem die ,schar der jungen ,blinden lebt und webt4 ,auf diesen ,ton mu auch der ,verkehr der ,lehrer und ,aufsichtspersonen mit den ,zglingen gestimmt sein2 fr grmliche und nervse ,leute ist in der ,blindenanstalt kein ,platz4 ,an den ,spielen der ,kinder sollen die ,beamten ,interesse und ,freude haben1 mit der ntigen ,anregung und ,anleitung bei der ,hand sein1 sich auch selbst fters an dem vergngten ,treiben beteiligen4 ,einige einfache ,spielgerte1 nicht zu vergessen ,wagen und ,schlitten1 sind anzuschaffen und an die ,kinder auszuteilen2 das ,weihnachtsfest bietet die beste ,gelegenheit1 die mannigfaltigen ,wnsche der ,kleinen kennen zu lernen4 ,manche ,knaben versuchen selber1 allerlei ,dinge zur ,belustigung sich herzustellen3 ,klappermhlen und ,drachen1 von denen die letzteren allerdings hufig nur aus einem ,faden und einem daran befestigten ,stck ,papier bestehen1 ,pfeifen und ,schiffchen1 ,schiebogen und ,sbel1 ,helme und ,peitschen4 ,solche ,arbeit im ,dienste des ,spieles wird man freudig begren und frdern4 ,geht es bei dem kindlichen ,treiben manchmal auch etwas wild und strmisch her3 nur nicht tppisch dreinfahren1 nur gewhren lassen6 ,aber doch ,auge und ,ohr offen behalten1 damit die ,frhlichkeit nicht in ,ungezogenheit und ,roheit ausartet4 ,mit dem ,frohsinn vereint sollen ,milde und ,festigkeit das ,haus regieren4 ,bei dem ,worte jenes ,schulmannes3 den ,starken mchte ich als ,erzieher den feurigen ,petrus1 den ,schwachen den milden ,johannes schenken1 wird wohl niemand im ,zweifel sein1 wie es fr die ,blindenanstalt anzuwenden ist4 ,wer wollte einen ,blinden heftig anfahren und einschchtern1 wer wollte ihm mit ,hrte und ,lieblosigkeit begegnen6 ,welch ein schner ,anblick1 wenn die kleinen ,blinden ihr ,frulein8 umdrngen und liebkosend nach ihren ,hnden haschen1 wenn sie mit ihren ,leiden und ,freuden kommen und ,trost und ,teilnahme verlangen6 ,freundlich sei der ,verkehr aller ,anstaltsbeamten mit den ,zglingen4 ,ein rauher und herrischer ,kommandoton wirkt erkltend4 ,whrend unter ,sehenden das ,wort gilt3 ,in den ,augen liegt das ,herz1 urteilen die ,blinden3 ,in der ,stimme liegt das ,herz4 ,freundlich sei also der ,umgangston1 freundlich auch der ,lehrton in der ,schule4 ,recht sehr ist auch darauf zu achten1 da in den ,werksttten der ,geist der ,milde und ,freundlichkeit waltet4 ,nicht immer findet man bei den ,werkmeistern in dieser ,beziehung das rechte ,verstndnis4 ,weil vielleicht ihre eigene ,lehrzeit unter dem ,zeichen der ,hrte und des ,zwanges stand1 meinen sie1 da auch den blinden ,lehrlingen gegenber unbedingte ,strenge1 eiserne ,disziplin1 jeden ,widerspruch ausschlieende ,befehle notwendig sind1 um ihre ,autoritt zu wahren4 ,wo diese ,ansicht das ,leben in der ,werksttte beherrscht1 da kann dem angehenden blinden ,handwerker die ,lehrzeit geradezu zur ,qual werden1 und besonders die ,ungeschickten und ,schwachen werden allen ,mut und alle ,freudigkeit verlieren4 ,im brigen soll jeder ,lehrling1 jeder ,schler und jeder andere ,blinde der ,anstalt wissen1 da er dann1 wenn ihm ,unrecht und ,krnkung von irgendeiner ,seite widerfhrt1 bei dem ,anstaltsleiter ,beschwerde fhren kann4 ,zu dem ,gerechtigkeitssinn des ,direktors mu der ,blinde unbedingtes ,vertrauen haben2 es darf sich in keinem ,falle die ,meinung bei ihm festsetzen3 ich bin dem ,aufsichtspersonal1 den ,werkmeistern oder den ,lehrern auf ,gnade oder ,ungnade ausgeliefert4 ,die ,herbeifhrung des ,ausgleichs bei einem ,konflikt zwischen den ,zglingen und ,beamten erfordert seitens des ,leiters ,takt und ,gewandtheit2 das ,ansehen des ,beamten soll nicht geschwcht1 aber auch das ,recht des ,blinden soll nicht unterdrckt werden4 ,eine bloe ,entscheidung1 die leicht als ,willkr aufgefat werden kann1 wird fast stets auf der abgewiesenen ,seite ,widerspruch und heimliches ,grollen hervorrufen4 ,eine befriedigende ,lsung lt sich nur erreichen1 wenn man berzeugt und bei dem ,urteil die ,liebe nicht vergit4 ,mit der ,milde vertrgt sich sehr wohl die ,festigkeit4 ,pflicht und ,sitte drfen nicht verletzt1 ,ordnung und ,disziplin nicht verachtet werden4 ,wer seine ,arbeit nachlssig verrichtet1 mu sie noch einmal ausfhren2 wer sich nicht sauber hlt1 wird unweigerlich zum zweiten- und drittenmal ins ,waschzimmer geschickt4 ,solche ,maregeln werden den ,zglingen als selbstverstndlich erscheinen2 es sind einfache ,konsequenzen der ,gewhnung1 die auch in der ,erziehung des ,blinden eine beraus wichtige ,rolle spielt4 ,wo sich wirkliche ,vergehen1 ,bosheiten und ,schlechtigkeiten der ,zglinge zeigen1 da wird natrlich ,strafe nicht zu entbehren sein4 ,nur ist es notwendig1 da man sich vor einem bereilten ,urteil htet und erst nachforscht1 worin die ,ursachen des ,vorfalls liegen4 ,da hat ein ,kind den ,wasserhahn nicht geschlossen1 und es entsteht eine rgerliche berschwemmung des ,zimmers4 ,welches mag der ,beweggrund gewesen sein8 ,ist es ,nachlssigkeit1 ist es ,bosheit1 um dem ,schuldiener eine ,verlegenheit zu bereiten1 oder ,neugier1 um zu sehen1 wie die ,wasserflut das ,zimmer berschttet1 oder ist es jene eigenartige ,freude1 sich als ,ursache einer die ganze ,anstalt aufregenden ,szene zu fhlen8 ,vielleicht spielen die beiden letzten ,grnde bei vielen ,torheiten1 die man im ,anstaltsleben zu beklagen hat1 die wichtigste ,rolle2 eigentliche ,bosheiten und ,schlechtigkeiten kommen seltener vor4 ,darum wird in den meisten ,fllen eine ernste ,vorhaltung gengen1 um dem ,zgling sein ,unrecht zum ,bewutsein zu bringen und ,wiederholung zu verhten4 ,man wird brigens zuweilen gut tun1 nach dem ,tter nicht erst zu forschen1 sondern den ,schaden einfach zu beseitigen2 erfolgt die vom ,tter erwartete ,sensation nicht1 so verliert die ,sache fr ihn den ,reiz1 und man ist vor ,wiederholungen sicher4 ,wo sich freilich bei einer ,tat schlechte und gemeine ,gesinnung1 ,bosheit und ,trotz zeigt1 da wre freundliches ,mahnen und ,warnen allein vergeblich1 da mu im ,interesse des ,zglings selbst1 mit ,rcksicht auf den von der ,bosheit des ,missetters ,betroffenen und als ,shne fr die ,verletzung des ,gesetzes und der guten ,sitte eine angemessene ,strafe eintreten4 ,nachstehend seien einige ,strafen1 deren ,anwendung unbedenklich erscheint1 genannt3 7die kleinen ,ehrenstrafen fr ,unaufmerksamkeit usw41 die whrend des ,unterrichts verhngt werden1 sind fortgelassen73 ,verweis durch den ,anstaltsleiter1 entweder unter vier ,augen8 oder in ,gegenwart eines ,lehrers oder eines ,aufsichtsbeamten1 entweder vor der ,klasse oder vor dem ,lehrerkollegium1 berweisung in ein anderes ,wohn- oder ,schlafzimmer1 tgliches ,melden zu einer bestimmten ,zeit1 ,ausschlu von einem ,spaziergang oder einer musikalischen ,unterhaltung1 ,absonderung von den ,kameraden1 ,ausschlu vom ,spielplatz1 ,krzung eines ,geschenks1 ,anweisung eines besonderen ,platzes beim ,essen oder in der ,vorlesestunde1 ,mitteilung an die ,eltern4 ,diese und hnliche ,strafen mssen aber immer noch individuell und mit aller ,vorsicht angewandt werden1 besonders bei ,zglingen mit hochentwickeltem ,ehrgefhl4 ,die ,absonderung von den ,kameraden ist z4 ,b4 eine sehr wirkungsvolle ,strafe4 ,aber es wre doch bedenklich1 sie in der ,weise auszufhren1 da man den ,missetter in einen als ,karzer dienenden ,raum einschliet4 ,das ruhige ,verharren im ,amtszimmer des ,direktors oder im ,lehrerzimmer wird ebenso unangenehm empfunden1 und die ,gegenwart der einen oder anderen ,person schliet unerwartete ,folgen aus4 ,im allgemeinen ist zu empfehlen1 lieber zu milde als zu strenge ,strafen anzuwenden4 ,bedenkt man dazu1 da die ,blindheit hufig von psychopathischen ,zustnden begleitet wird1 so wird man vollends vorsichtig in der ,bestrafung sein4 ,krperliche ,zchtigung darf nur im uersten ,notfalle1 bei offenbarer ,widerspenstigkeit1 bei frecher ,lge1 bei ,vergehen gegen das ,eigentum der ,mitzglinge usw4 eintreten1 aber nur bei ,knaben im schulpflichtigen ,alter und auch hier sehr mig und vorsichtig4 ,tritt diese ,notwendigkeit einmal ein1 so mag die ,strafe vom ,anstaltsleiter in ,gegenwart eines zweiten ,beamten vollzogen werden4 ,in der ,schule drfen krperliche ,strafen nicht vorkommen2 ebenso ist den ,erziehungsgehilfen und ,werkmeistern jede krperliche ,zchtigung der ,zglinge strenge zu verbieten4 ,in auerordentlichen ,fllen1 wenn ,gefahr fr die anderen ,blinden vorliegt1 wird die ,entlassung des betreffenden ,zglings aus der ,anstalt erfolgen mssen4 ,gegenwrtig wird die ,frage der ,selbstregierung8 der ,jugend in der ,schule und im ,internate lebhaft errtert4 ,es ist fraglich1 ob die ,selbstregierung in der ,form1 wie sie sich etwa in den amerikanischen ,schulen herausgebildet hat1 in ,deutschland festen ,fu fassen wird1 und mehr als fraglich erscheint es1 ob sie fr die ,blindenanstalt pat4 ,dennoch ist der ,grundgedanke1 einen ,teil der ,verantwortlichkeit fr das ,gedeihen des ,schulstaates8 in die ,hand der ,schler selbst zu legen1 durchaus richtig4 ,die mter der ,ordner und ,stubenltesten hat man schon lange gehabt2 es ist auch nichts dagegen einzuwenden1 da diese mter weiter ausgestaltet und wechselnd nach der ,wahl der ,zglinge besetzt werden4 ,die freiwillige ,unterordnung unter einen selbstgewhlten ,vorstand8 hat eine starke erziehende ,macht2 sie bildet ein vortreffliches ,gegengewicht zu dem ,machtbewutsein der ,einzelnen und lehrt korporativ denken und handeln4 ,noch wichtiger erscheint eine ,beteiligung der ,zglinge bei ,festsetzung der ,strafe fr ein ,vergehen4 ,nicht so ist diese ,beteiligung zu denken1 da von den ,zglingen ein ,gerichtshof8 gebildet wird3 zum ,richten gehrt ,weisheit und ,erfahrung1 und diese ist bei der ,jugend noch nicht zu finden4 ,aber es knnten in schwierigen ,fllen einige ,kameraden desjenigen1 der sich zu verantworten hat1 vielleicht smtliche ,stubenltesten1 der ,verhandlung beiwohnen1 und ihre ,aussagen und ,meinungsuerungen wrden fr die ,beurteilung des ,falles sicher nicht wertlos sein4 ,auch ber die ,art und das ,ma der ,strafe werden diese ,beisitzer8 in vielen ,fllen ,vorschlge machen knnen4 ,der ,haupterfolg wird der sein1 da jeder ,schein von ,parteilichkeit und ,ungerechtigkeit schwinden mu4 ,es braucht wohl kaum erwhnt zu werden1 da die gekennzeichnete ,teilnahme an den internen ,regierungsgeschften der ,anstalt nur fr die der ,schule entwachsenen ,zglinge pat4 ,der ,blinde ist trotz der vortrefflichsten ,erziehung und ,ausbildung doch ein tief unglcklicher ,mensch1 wenn er nicht einen festen ,halt in ,gott hat4 ,das ,wort des ,psalmisten3 ,ob ich schon wanderte im finstern ,tal1 frchte ich kein ,unglck1 denn du bist bei mir1 dein ,stecken und ,stab trsten mich68 sagt1 was dem ,blinden die wahre ,lebensfreudigkeit zu geben vermag4 ,darum darf die ,anstaltsarbeit nicht anders als im christlichen ,geist aufgefat und ausgefhrt werden4 ,neben dem ,religionsunterricht1 der sein ,ziel in dem ,schriftwort3 ,es ist ein kstlich ,ding1 da das ,herz fest werde1 welches geschieht durch ,gnade8 finden wird1 sind es vorzugsweise die tglichen ,hausandachten1 der ,besuch des ffentlichen ,gottesdienstes1 die traurigen und freudigen ,erlebnisse der ,anstaltsgemeinde und die husliche ,lektre1 die das religise ,denken und ,empfinden beeinflussen4 ,wenn alle diese ,faktoren sich gegenseitig frdern und ergnzen1 dann kann erwartet werden1 da die ,blinden bei der ,entlassung aus der ,anstalt den kennen1 der ihnen forthin ,stecken und ,stab sein soll4 ,moldenhawer1 ,von der ,disziplin in den ,blindenanstalten4 ,bldfrd4 #ahij ,s4 #abj4 ,krger1 ,die ,lebensfreudigkeit des ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,steglitz-,berlin #ahih4 ,schaidler1 ,die ,lebenskunde in der ,blindenschule4 ,kongr4-,ber4 ,wien #aiaa4 ,,vi4 ,die ,geistesbildung4 #a4 ,die physiologisch-psychologischen ,grundlagen4 ,a4 ,das ,tasten4 ,die uere ,welt lernt der ,blinde vorzugsweise durch das ,tasten kennen4 ,das ,tastgefhl vermittelt die ,auffassung eines ,gegenstandes hinsichtlich seiner ,temperatur1 seiner physischen ,beschaffenheit 7hart1 weich1 glatt1 rauh usw47 und seiner ,form und ,ausdehnung4 ,demgem spricht man von dem ,temperatursinn1 dem ,drucksinn 7auch wohl ,tastsinn im engeren ,sinne7 und dem ,raum- oder ,ortssinn4 ,diese drei ,ausdrcke bezeichnen also eine dreifache ,fhigkeit des ,tastsinnes4 ,fr jede ,art von ,eindrcken sind besondere ,nervenbahnen vorhanden4 ,nach auen hin verlaufen die ,gefhlsnerven entweder frei in der ,haut oder in besonderen ,endorganen1 die man als ,gefhlskrperchen bezeichnet4 ,die ,gefhlskrperchen liegen vorzugsweise in der ,schleimschicht der ,oberhaut und der darunter befindlichen ,lederhaut1 aber auch in der ,tiefe des ,krpers1 in den ,sehnen1 ,muskeln und ,gelenken4 ,es mu ausdrcklich hervorgehoben werden1 da nicht jede ,stelle der ,haut ein ,universalwerkzeug ist1 geeignet fr die ,aufnahme der verschiedensten ,eindrcke4 ,an einigen ,punkten ist die ,haut nur empfnglich fr ,wrme1 an andern nur fr ,klte2 auf ,druck und ,berhrung reagieren wieder andere ,punkte1 d4 h4 ,nervenendigungen4 ,jedes ,nervenfdchen leitet also nur einen bestimmten ,eindruck3 dieses ,wrme1 jenes ,klte1 dieses ,druck und ,berhrung4 ,diese ,tatsache1 das ,gesetz der spezifischen ,sinnesenergie81 ist von dem groen ,gelehrten ,johannes ,mller entdeckt worden4 ,wie oben gesagt1 liegen die ,gefhlskrperchen vorzugsweise in der ,schleimschicht der ,oberhaut 7unmittelbar unter der ,hornschicht7 und in der ,lederhaut4 ,letztere besitzt zahlreiche ,hckerchen1 die in die ,oberhaut eingreifen 7,wrzchenschicht74 ,diese ,wrzchen enthalten entweder ,blutgefschlingen oder die erwhnten ,nervenendapparate4 ,die ,lage der ,wrzchen ist an einigen ,stellen der ,oberhaut1 z4 ,b4 an der ,innenflche der ,hand1 an dem eigentmlichen ,liniengeprge sichtbar4 ,an den ,fingerspitzen1 wo die ,wrzchen besonders gehuft sind1 erkennen wir ihre ,lage an den bekannten elegant verlaufenden ,furchen4 ,diese ,tastlinien8 sind so angeordnet1 da sie1 wie von ,forschern auf ,grund mathematischer ,berechnungen nachgewiesen ist1 die geringste ,dehnung erfahren1 wenn die ganze ,tastflche ausgedehnt wird4 ,sie sind neutral1 machen die ,spannungen und ,dehnungen nicht mit und geben daher die ,tasteindrcke sehr genau wieder4 ,die ,endapparate der ,gefhlsnerven 7,gefhlskrperchen7 haben nicht alle die gleiche ,form4 ,sie sind zu verschiedenen ,zeiten entdeckt und nach den ,entdeckern benannt worden4 ,man kennt folgende3 #a4 ,die ,merkelschen ,tastzellen4 #b4 ,die ,krauseschen ,endkolben4 #c4 ,die ,meinerschen ,tastkrperchen4 #d4 ,die ,vaterschen oder ,pacinischen ,krperchen4 ,diese ,tastapparate sind winzig kleine1 rundliche1 scheiben- oder kolbenfrmige ,polster1 in welche sich der ,nerv in vielfachen ,verschlingungen ausbreitet oder sich baumartig verstelt4 ,die ansehnlichste ,gre haben die ,vaterschen ,krperchen2 sie erreichen einen ,lngsdurchmesser von #a1e bis #d1e mm und liegen vorzugsweise an den ,kapseln der ,gelenke1 an ,sehnenscheiden und ,muskelanstzen4 ,die ,meinerschen ,tastkrperchen finden sich am hufigsten auf den ,ballen der ,finger und ,zehen4 ,die ,fingerballen enthalten etwa #ej auf #a qmm4 ,die ,krauseschen ,endkolben haben ihren ,sitz besonders in den ,schleimhuten1 welche ,tastempfindungen vermitteln3 in der ,schleimhaut der ,mundhhle1 der ,lippen1 der ,zunge und des weichen ,gaumens4 ,die ,merkelschen ,tastzellen werden besonders an solchen ,stellen gefunden1 an denen wenige ,tastkrperchen vorkommen1 am reichlichsten am ,bauche und an den ,oberschenkeln4 ,auer diesen ,nervenendapparaten kommen in der ganzen ,oberhaut und in den ,schleimhuten freie ,endigungen feinster ,nervenfasern vor4 ,auch besitzt der ,mensch ,tasthaare1 vorzugsweise im ,gesicht1 die mit ,nervenfasern in ,verbindung stehen2 an besonders nervenreichen ,stellen stehen die ,wimperhaare der ,augen4 ,welche der genannten ,nervenapparate im ,dienste des ,temperatur-1 des ,druck- und ,ortssinnes stehen1 ist noch nicht genau festgestellt4 ,man nimmt an1 da die ,meinerschen ,tastkrperchen in erster ,linie ,druckempfindungen vermitteln 7auch leise ,berhrung ist als ,druck aufzufassen71 da sie also ,trger des ,tastvermgens im engeren ,sinne sind4 ,die ,vaterschen ,krperchen sind wahrscheinlich die ,aufnahmeapparate des sogenannten ,muskelsinnes1 der das ,gefhl fr die ,lage der ,glieder vermittelt und eine wichtige ,rolle bei der ,beurteilung von ,form und ,ausdehnung eines ,gegenstandes spielt4 ,am reichsten mit ,tastnerven ausgestattet sind die ,fingerspitzen1 dann folgen die ,hohlhand1 die ,zehen und der ,handrcken2 die wenigsten ,tastnerven sind im ,oberschenkel und im ,rcken vorhanden4 ,dementsprechend ist das ,tastgefhl am feinsten in den ,fingerspitzen1 am geringsten auf dem ,rcken entwickelt4 ,der ,temperatursinn4 ,nicht jede ,stelle der ,haut ist fr ,wrme oder ,klte empfnglich4 ,der ,dne ,blix und der ,deutsche ,goldscheider machten die ,entdeckung1 da die ,haut sog4 ,kltepunkte und ,wrmepunkte besitzt4 ,die ersteren sind viel zahlreicher vorhanden als die letzteren2 die ganze ,haut besitzt etwa #bejjjj ,kltepunkte und nur etwa #cjjjj ,wrmepunkte4 ,der ,kltesinn ist also beim ,menschen viel strker entwickelt als der ,wrmesinn3 wir sind empfindlicher gegen ,wrmeentziehung als gegen ,wrmezufuhr4 ,besonders reich mit ,kltepunkten ausgestattet sind ,stirn1 ,wange und ,kinn2 daher werden diese ,stellen mit ,vorliebe zur ,temperaturprfung eines ,gegenstandes benutzt4 ,dem ,blinden gibt der ,temperatursinn manchen ,anhalt zur ,erkennung von ,dingen und ,beurteilung von ,eigenschaften derselben4 ,leicht werden ,gegenstnde1 die aus wrmeleitenden ,stoffen 7,metall1 ,glas1 ,stein7 bestehen1 von solchen aus lockerem ,material unterschieden4 ,selbst verschiedene ,holzarten beurteilt der ,temperatursinn auf ihre ,dichtigkeit hin1 so da der ,blinde sehr wohl unterscheiden kann1 ob seine ,hand auf einer ,tischplatte von ,eichen- oder ,tannenholz ruht4 ,der ,temperatursinn zeigt ihm an1 ob die ,bltter einer ,pflanze frisch oder welk sind1 ob ein ,kleidungsstck aus ,linnen oder ,wollenstoff gefertigt ist1 ob sein ,fu beim ,entkleiden auf einen mit lfarbe gestrichenen oder rohen ,bretter-,fuboden oder auf ,linoleum tritt4 ,durch den ,temperatursinn lernt er beurteilen1 wie weit eine ,flasche oder ein anderes ,gef mit einer ,flssigkeit gefllt ist1 lernt auch 7durch ,umfassen der ueren ,wand des ,gefes71 dieses bis zu einer bestimmten ,stelle zu fllen4 ,so leistet der ,temperatursinn dem ,blinden mannigfache ,dienste4 ,der ,unterricht wird ihn daher oft in ,anspruch nehmen1 um ihn zu verfeinern und weiter auszubilden4 ,es kann dies schon in den ersten ,schulwochen geschehen1 indem man fr die sogenannten ,sortierbungen ,gegenstnde aus verschiedenem ,material whlt1 z4 ,b4 kugelfrmige ,krper aus ,holz1 ,kork1 ,metall1 ,glas1 ,wachs usw4 ,im weiteren ,verlauf der ,schulzeit kann der ,temperatursinn besonders im ,anschauungs- und naturgeschichtlichen ,unterricht sowie in der ,arbeitskunde in den ,dienst der ,erkenntnis gestellt werden4 ,der ,drucksinn ist an die sog4 ,druckpunkte gebunden2 nur an diesen rumlich getrennten ,punkten der ,haut werden deutliche ,druckempfindungen wahrgenommen4 ,durch das ,druckgefhl werden die ,vernderungen des ,drucks auf der ,haut erkannt4 ,einen gleichmigen ,druck sprt man nicht2 so empfinden wir nicht den ,druck1 den die ,luft auf unsern ,krper ausbt1 nicht den ,druck des ,wassers beim ,baden1 auch nicht den gewaltigen ,druck1 den die ,hand beim ,eintauchen in ,quecksilber erleidet3 der ,drucksinn reagiert eben nur auf ,drucknderungen4 ,diese werden besonders lebhaft an solchen ,stellen unseres ,krpers empfunden1 die mit ,tasthrchen versehen sind4 7,in der unmittelbaren ,nhe der ,haarblge liegen ,druckpunkte47 ,man braucht nur ganz leise mit einem ,fserchen eines ,halmes die ,haut zu streifen1 und sofort wird der feine ,druck gesprt4 ,die ,tasthrchen wirken dabei wie ,hebel1 die den ,eindruck auf den ,nervenkranz1 der ihre ,wurzel umgibt1 bertragen4 ,die ,empfindlichkeit des ,drucksinnes ist von ,weber geprft worden4 ,dabei stellte sich heraus1 da die ,unterscheidung zweier ,gewichte nur dann wahrgenommen wird1 wenn der ,unterschied etwa des ,gewichts betrgt1 ganz gleichgiltig1 wie gro die ,gewichte sind2 es ist immer derselbe ,bruch1 um den ein ,druck vermehrt werden mu1 um bemerkt zu werden4 ,diese ,entdeckung ,webers lie sich auch auf ,gesichts- und ,gehrseindrcke anwenden und fhrte zur ,aufstellung eines allgemeinen ,gesetzes fr die ,empfindungslehre 7,webersches ,gesetz74 ,die ,haut empfindet aber nicht blo1 da sie berhrt wird1 sondern auch an welcher ,stelle die ,berhrung erfolgt2 wir knnen also den ,ort1 an dem der ,druckreiz stattfand1 mehr oder weniger genau angeben1 wir knnen die ,druckempfindung lokalisieren4 ,diese ,fhigkeit bezeichnet man mit dem ,namen ,raum- oder ,ortssinn4 ,der ,erklrung des ,raumsinnes hat der ,philosoph ,lotze eingehende ,studien gewidmet4 ,er kam zu der ,annahme1 da jede ,berhrung1 jeder ,druck sein besonderes ,lokalzeichen8 im ,gehirn haben msse oder anders ausgedrckt1 da ein und derselbe ,druck an den verschiedenen ,hautstellen eine verschiedene ,frbung habe1 die mit wunderbarer ,sicherheit und ,genauigkeit vom ,gehirn erkannt werde4 ,dadurch1 da der ,raumsinn der ,haut die ,eindrcke lokalisiert1 unterscheidet er sich wesentlich von dem ,raumsinne des ,auges2 wir empfinden einen optischen ,eindruck nicht in der ,netzhaut des ,auges1 sondern wir verlegen ihn nach auen in den ,sehraum4 ,der ,raumsinn ist vielfach untersucht worden1 am eingehendsten von ,weber und ,fechner4 ,als ,ma fr die ,feinheit desselben nimmt man den kleinsten ,abstand zweier ,punkte der ,hautoberflche an1 deren gleichzeitige ,reizung noch deutlich verschiedene ,ortsvorstellungen erweckt4 ,diesen ,abstand nennt ,fechner ,raumschwelle84 ,die ,raumschwelle der verschiedenen ,hautpartien wurde mittels des sog4 ,tastzirkels und des ,aesthesiometers festgestellt4 ,auf die ,versuche selbst soll hier nicht eingegangen werden2 sie ergaben1 da die ,raumschwelle fr die verschiedenen ,stellen der ,haut sehr ungleich ist4 ,am kleinsten ist sie auf der ,zungenspitze 7im ,durchschnitt rund #a mm71 auf den ,fingerkuppen 7rund #b mm7 und der ,lippe 7rund #d mm72 am grten ist sie auf der ,rckenhaut 7rund #fj mm74 ,der ,raumsinn ist also auf der ,zungenspitze #fj1 auf der ,fingerkuppe #cj1 auf der ,lippe #ae mal feiner entwickelt als auf dem ,rcken#ag4 ,bei manchen ,personen ist die ,raumschwelle wesentlich geringer als oben angegeben2 sie empfinden noch ,abstnde von mm4 ,das weibliche ,geschlecht ist hier dem mnnlichen berlegen4 ,darber ob der ,raumsinn der ,blinden von ,natur schrfer sei als der der ,sehenden1 ist viel gestritten worden4 ,im allgemeinen nahm man ersteres an2 doch scheint diese ,annahme durch die ,untersuchungen ,griesbachs zweifelhaft geworden zu sein2 er fand in der ,tastschrfe ,blinder und ,sehender keinen erheblichen ,unterschied1 und wo ein solcher vorhanden war1 fiel er zuungunsten der ,blinden aus4 ,durch bung verfeinert sich der ,ortssinn2 die ,verfeinerung ist allerdings keine dauernde2 bei ,nichtbung sinkt sie auf ihren frheren ,wert zurck4 ,merkwrdig ist es1 da an der ,verfeinerung des ,raumsinnes auch die symmetrischen ,hautstellen an der andern ,krperhlfte teilnehmen4 ,die ,empfindlichkeit des ,ortssinnes wird herabgesetzt durch ,klte1 ,blutleere und ,blutstauungen der ,haut1 starke ,dehnungen derselben 7,geschwlste71 ,ermdung durch anhaltendes ,tasten1 ,genu von ,alkohol1 ,morphium und andern betubenden ,mitteln und durch ,einwirkung des galvanischen ,stromes4 ,steigernd wirken u4 a4 ,feuchtigkeit der ,haut 7,schwei7 und der ,genu von ,koffen4 ,der ,drucksinn in ,verbindung mit dem ,raumsinne vermittelt die ,auffassung von ,tastobjekten nach verschiedenen ,seiten hin3 ob glatt oder rauh1 elastisch oder sprde1 leicht oder schwer1 hart oder weich1 trocken oder na1 fest oder flssig1 eckig oder rund1 spitz oder stumpf4 ,durch innige ,berhrung der ,haut mit dem ,objekt werden die entstehenden ,druckvernderungen genau im ,gehirn registriert und in psychische ,werte umgesetzt4 ,das ,bild eines ,gegenstandes1 wie es ,druck- und ,raumsinn 7kurz3 der ,hautsinn7 erzeugen1 ist aber doch kein allseitiges und genaues4 ,der ,hautsinn fr sich allein ist nicht imstande1 klare ,raumvorstellungen1 d4 h4 die ,auffassung der ,form und ,ausdehnung eines ,objekts1 zu vermitteln4 ,er ermglicht nur eine allgemeine ,auffassung1 im besten ,falle ein ,erkennen des ,objekts4 ,das auf der ,hautempfindung beruhende ,tasten 7,simultantasten7 reicht also fr die ,gewinnung klarer ,vorstellungen nicht aus4 ,es wurde vorhin von ,tastbewegungen gesprochen4 ,diese ,bewegungen spielen bei der ,gewinnung von ,raumvorstellungen eine wesentliche ,rolle4 ,es mu darum auf die ,bewegungsempfindungen oder den ,bewegungssinn nher eingegangen werden4 ,einige einfache ,experimente mgen zur ,einfhrung vorangestellt werden4 ,ich habe zwei ,hlzchen1 eines von #e cm1 ein anderes von #aj cm ,lnge4 ,jetzt zwnge ich einer ,person1 der ich die ,augen verbunden habe1 zwischen ,daumen und ,zeigefinger der rechten ,hand der ,lnge nach das krzere1 in die linke ,hand das lngere ,hlzchen4 ,ohne weiteres sagt mir die ,versuchsperson1 da beide ,stbchen verschieden lang sind1 ja noch mehr3 sie sagt1 da das eine doppelt so lang sei wie das andere1 vielleicht auch1 da die ,lnge etwa #e cm und #aj cm sei4 ,wie wei sie das8 ,die kleinen ,tastflchen1 die an der ,kuppe des ,zeigefingers und ,daumens die ,stbchen berhrten1 sind die gleichen2 die ,druckempfindungen waren genau dieselben4 ,es mu dem ,menschen also zum ,bewutsein gekommen sein1 wie weit er die ,finger von einander entfernt hat4 ,das ist tatschlich der ,fall3 wenn ich ihn auffordere1 die ,finger #aj cm auseinander zu halten1 so gelingt es ihm sogleich mit ziemlicher ,genauigkeit4 ,ich fordere ihn auf1 seinen ,arm zu einem rechten1 einem spitzen1 einem stumpfen ,winkel zu beugen3 sofort fhrt er es aus4 ,ich lasse ihn mit der ,fingerkuppe den ,rahmen eines an der ,wand hngenden ,bildes umfahren1 und in jedem ,augenblick kann er mir sagen1 ob sich die ,hand rechts oder links1 oben oder unten befindet4 ,daraus erkennen wir3 der ,mensch beurteilt eine ,bewegung richtig2 er hat ein ,gefhl dafr1 in welcher ,lage sich die ,muskeln1 ,gliedmaen1 ,knochen und ,gelenke befinden1 ein ,gefhl fr die ,zusammenziehung jedes einzelnen ,muskels4 ,man hat diesen ,sinn ,innensinn1 ,muskelsinn1 ,bewegungssinn genannt und spricht darum von motorischen oder ,bewegungsempfindungen4 ,die ,bewegungsempfindungen werden durch die in die ,gelenke1 ,bnder1 ,sehnen und ,muskeln eingelagerten ,nerven vermittelt4 ,die ,endapparate dieser ,nerven sind wahrscheinlich die ,vaterschen 7,pacinischen7 ,krperchen4 ,die ,reize entstehen durch ,verlagerungen der beweglicheren ,krperteile gegen die festeren 7,drehung der ,gelenke1 ,spannung der ,sehnen3 ,gelenkempfindungen1 ,spannungsempfindungen71 sowie durch nderungen in der ,blutverteilung4 ,die ,bewegungsempfindungen sind fr den ,menschen von groer ,wichtigkeit3 mit ihrer ,hilfe lernt er1 seine ,muskeln so zu gebrauchen1 da sie in genau abgestimmtem ,einklang fr jede gewollte ,bewegung zusammenwirken#ah4 ,die beim intensiven ,tasten auftretenden ,bewegungsreize werden zur ,grohirnrinde geleitet und erfahren dort eine psychische ,umwandlung1 so da dem ,blinden die ,form und ,ausdehnung der betasteten ,dinge und ihre ,stellung im ,raume zum ,bewutsein kommt4 ,dieses ,innewerden der rumlichen ,ausdehnung bezeichnet man eben mit dem ,namen ,raumvorstellung4 ,bei der ,gewinnung von ,raumvorstellungen wirken also hauptschlich die ,bewegungsempfindungen mit2 die gleichzeitig in ,erscheinung tretenden ,druckerscheinungen haben an der ,raumvorstellung geringeren ,anteil4 ,bain nennt darum die ,raumvorstellung geradezu die ,qualitt des ,muskelsinnes4 ,es ist nicht blo die rumliche ,ausdehnung einer ,bewegung1 sondern auch die ,dauer der ,muskelttigkeit1 die bei den ,bewegungsempfindungen zur ,geltung kommt2 es ist in ihnen mithin das rumliche und zeitliche ,moment vereinigt4 ,um also eine genaue ,raumvorstellung zu gewinnen1 mssen ,hautempfindungen und ,bewegungsempfindungen zusammenwirken4 ,das auf dem ,hautsinn beruhende ,tasten bereitet die ,auffassung vor1 es erzeugt ein schematisches ,gesamtbild des einwirkenden ,objekts4 ,th4 ,heller bezeichnet es darum als synthetisches ,tasten4 ,soll das ,objekt genau aufgefat werden1 so mssen ,tastbewegungen hinzutreten3 dem synthetischen ,tasten mu das analysierende folgen4 ,die ,tastbewegungen uern sich oft nur in ,hand- und ,fingerzuckungen1 die von dem ungebten ,beobachter kaum bemerkt werden#ai4 ,die ,ausbung der analysierenden ,tastbewegungen versteht sich bei dem ,blinden nicht von selbst1 denn jede ,bewegung und jede ,kombination von ,bewegungen mu gebt werden1 und zwar so lange1 bis sie sich mit ,leichtigkeit vollzieht1 d4 h4 bis nur diejenigen ,muskeln und ,gelenke in ,ttigkeit treten1 die gerade zu dieser bestimmten ,bewegung erforderlich sind4 ,bei dem zum ,tasten nicht angeleiteten ,blinden versagt die erforderliche ,muskelttigkeit der ,tastorgane ganz oder teilweise1 so da bei seinem ,tasten die ,druckempfindungen vorherrschen4 ,es wird also notwendig sein1 dem ,blindenunterricht eine solche ,richtung zu geben1 da der ,schler zu vielseitiger1 zweckmiger ,bettigung des ,bewegungssinnes veranlat wird4 ,wie dies geschehen kann1 soll weiter unten dargelegt werden4 ,man hat die ,frage aufgeworfen1 ob der ,gesichtssinn durch den ,tastsinn ersetzt werden kann4 ,wir kommen damit auf das vielerrterte ,sinnenvikariat84 ,die ,frage ist mit bezug auf den ,blinden die3 kann der ,blinde durch ,tasten auch solche ,anschauungen erlangen1 die sonst durch das ,auge gewonnen werden8 ,und umgekehrt3 knnen haptische ,sinneseindrcke 7,tasteindrcke7 in optische umgedeutet werden8 kann er durch ,tasten z4 ,b4 ,farbenvorstellungen gewinnen 7,farben fhlen78 ,kurz3 kann ein ,sinn den andern vikarieren88 ,darauf ist zu erwidern1 da dieser ,mglichkeit die anatomisch-physiologische ,beschaffenheit der ,sinnesorgane entgegensteht3 ,jedes ,sinnesorgan ist nur fr bestimmte uere ,reize empfnglich1 und die ,nerven jedes ,sinnesorgans leiten nur diese ganz bestimmten ,eindrcke zum ,zentralorgan4 ,die ,tastnerven reagieren also auf ,lichteindrcke nicht4 ,wenn also einzelne ,blinde behaupten1 sie knnten ,farben fhlen1 so beruht das entweder auf ,tuschung oder darauf1 da das ,auge fr ,lichteindrcke noch einige ,empfindung besitzt oder endlich darauf1 da die physische ,beschaffenheit des ,stoffes ,schlsse auf seine ,farbe ermglicht4 ,die haptischen ,raumvorstellungen sind also den optischen nicht wesensgleich1 wohl aber stimmen sie relativ mit ihnen berein insofern1 als der ,blinde sie ebenso als ,bausteine seiner ,bildung verwendet wie der ,sehende und die gewonnene ,raumerkenntnis mit denselben ,mitteln zum ,ausdruck bringt wie der ,sehende4 ,seine ,ttigkeit im ,formen und ,zeichnen1 im ,anschauungs- und ,handfertigkeitsunterricht sowie in verschiedenen gewerblichen ,beschftigungen beweisen1 da seine ,raumvorstellungen denen der ,sehenden gleichwertig sind4 ,wie alle ,sinne1 so kann auch der ,tastsinn halluzinieren4 ,man glaubt ,tastreize wahrzunehmen1 die tatschlich nicht vorhanden sind1 hat z4 ,b4 das ,gefhl von ,pelzigsein in den ,fingerspitzen und empfindet ,schmerzen ohne objektive ,ursache4 ,auf solche ,halluzinationen bauen sich zuweilen ,wahnideen auf ber erlittene ,mihandlungen oder unsittliche ,berhrungen4 ,aus den vorstehenden ,errterungen ber das ,tasten ergeben sich wichtige ,folgerungen fr den ,blindenunterricht4 ,sie mgen lose aneinander gereiht sein4 ,erhhungen sind leichter tastbar als ,vertiefungen1 da bei ersteren eine grere ,zahl von ,drucknerven in ,wirksamkeit tritt4 ,daher ist die ,blindenschrift erhaben1 darum hat man auch die frher viel umstrittene ,frage1 ob bei den ,landkarten die ,flulufe vertieft oder erhht darzustellen sind1 dahin entschieden1 da die ,erhhung vorzuziehen sei2 nur fr die ,anfnge des geographischen ,unterrichts whlt man die ,rinnenform1 aber in einer solchen ,breite1 da der tastende ,finger bis auf den ,grund der ,vertiefung reicht4 ,ein glattes ,relief ist weniger gut tastbar als ein leicht angerauhtes1 da im letzteren ,falle die ,berhrung mit der tastenden ,haut eine innigere ist4 ,aus diesem ,grunde drfen ,papier-,reliefkarten nicht mit stark glttendem ,lack berzogen werden#bj4 ,ebenso sind lackierte ,tiermodelle fr den ,unterricht weniger zu empfehlen als solche1 die den bekannten sammetartigen ,haarberzug besitzen4 ,leicht geriffelte ,linien sind auf ,reliefkarten den glatten ,linien vorzuziehen4 ,th4 ,heller hat untersucht1 wieviel erhhte ,punkte durch den ,drucksinn gleichzeitig wahrgenommen werden und welche ,anordnung derselben die zweckmigste ist4 ,die ,frage ist hinsichtlich des ,lesens der ,blindenschrift nicht unwichtig4 ,seine ,versuche1 denen er jedoch selber keine volle ,beweiskraft zuerkennt1 scheinen zu besttigen1 da die von ,louis ,braille eingefhrte ,sechszahl in zwei senkrechten ,reihen die zweckmigste ist4 7,der ,amerikaner ,wait ordnete die #f ,punkte in zwei wagerechten ,reihen2 ,braille ,wait 33374 ,beim ,lesen der ,punktschrift ist brigens nicht der ,drucksinn allein wirksam4 ,durch bloes ,auflegen der ,finger auf die ,punkt-,buchstaben findet nur ein langsames1 unsicheres ,erkennen derselben statt1 trotzdem die ,entfernung der einzelnen ,punkte voneinander deutlich ber der ,raumschwelle des ,ortssinnes der ,haut 7fast #b mm7 liegen4 ,erst wenn die ,bewegung der ,finger dazutritt 7bei dem gebten ,leser nur schwache ,finger- und ,handzuckungen71 werden die ,buchstaben schnell erkannt1 und das ,lesen geht flieend vor sich4 ,wir finden also auch beim ,lesen das synthetische und analysierende ,tasten vereinigt#ba4 ,da die ,zungenspitze und die ,lippen reich an ,tastnerven sind und die ,raumschwelle des ,ortssinnes hier am kleinsten ist1 eignen sie sich zu feinen ,untersuchungen1 wie sie fters in der ,pflanzenkunde notwendig sind4 ,wo z4 ,b4 der tastende ,finger die inneren ,teile der ,blte nicht mehr erkennt1 da werden sie noch von der ,zungenspitze unterschieden1 und die ,klebrigkeit der ,stempelnarbe wird am sichersten von den ,lippen erkannt4 ,wichtig ist auch das ,tasten mit dem ,fingernagel4 ,wo die fleischige ,fingerkuppe nicht eindringen kann1 in ,ritzen und ,fugen1 da gleitet der ,fingernagel tastend hinein2 feine ,unebenheiten einer ,flche werden mit ,leichtigkeit durch kratzendes ,tasten erkannt1 etwa die eingeritzte ,skala eines ,metermaes oder eines ,thermometers4 ,auch beim ,schreiben der ,punkt- und ,planschrift1 beim ,vorfhlen der ,schreibzeile mit der linken ,hand1 ist der ,fingernagel ttig4 ,man achte also darauf1 da die ,ngel des ,blinden nicht zu kurz geschnitten sind und steuere der hufig vorkommenden ,unsitte1 die ,fingerngel abzunagen#bb4 ,zuweilen wird der ,blindenlehrer in die ,lage kommen1 auch die ,zhne zum ,tasten heranzuziehen4 ,so lassen sich z4 ,b4 die ,schwingungen einer ,stimmgabel am leichtesten dadurch veranschaulichen1 da man einen der vibrierenden ,arme des ,instruments an die ,zhne des ,schlers hlt4 7,versuch bei der ,einfhrung in die ,lehre vom ,schall47 ,das ,haupttastwerkzeug1 die ,hand1 bietet dem ,blinden das ,ma fr die zweckmigste ,gre des ,tastraumes4 ,die ,raumvorstellung mu um so klarer und genauer werden1 je mehr ,druck- und ,bewegungsempfindungen beim ,tasten gleichzeitig in ,aktion treten4 ,nun ist1 wie oben dargelegt wurde1 die ,hand besonders reich an ,druck- und ,bewegungsnerven2 ein einziger ,griff der ,hand1 etwa das ,umfassen eines ,krpers1 setzt eine groe ,zahl von ,nerven in ,spannung4 ,hat das ,objekt eine der ,hand entsprechende ,gre1 so gengen die ,tastbewegungen der ,hand und der ,finger allein1 um eine allseitige ,untersuchung desselben vorzunehmen4 ,bei grerer ,ausdehnung tritt die ,hand in ihren untersuchenden ,bewegungen zurck und die ,muskeln und ,gelenke des ,armes bernehmen einen ,teil ihrer ,funktion4 ,dadurch verliert das ,tasten viel von seiner ,genauigkeit2 eine ,gesamtauffassung des ,objekts ist nicht mehr mglich1 da das ,tasten sich in eine ,reihe von einzelnen ,eindrcken auflst1 die nur durch das zeitliche ,moment zusammengehalten werden4 ,der ,blinde whlt darum von greren ,objekten hufig nur bestimmte ,teile aus1 die er dann einer genaueren ,untersuchung unterzieht4 ,noch schwieriger wird die ,raumauffassung bei solchen ,objekten1 die ber das ,ma der ausgebreiteten ,arme hinausreichen4 ,in diesen ,fllen ist eine ,bewegung des ,gesamtkrpers notwendig4 ,die ,ergrndung der feineren ,ma- und ,formverhltnisse wird dabei zur ,unmglichkeit4 ,schreitet der ,blinde z4 ,b4 mit ausgestrecktem ,arm an einem ,gebude entlang1 so gewinnt er dabei nur einen ,eindruck von charakteristischen ,teilen der ,umfassungsmauern1 etwa der ,ecken des ,hauses1 der ,ein- und ,vorsprnge1 der ,lage der ,abfallrohre usw4 ,dagegen vermag er durch das ,abschreiten eine ,vorstellung von der ,ausdehnung des ,gebudes zu erlangen4 ,einmal dient ihm dabei das ,schrittma als ,anhalt1 dann aber bietet ihm auch die ,zeitdauer der ,bewegung eine ,hilfe4 ,kennt der ,blinde die ,lnge seiner ,schritte genau1 so ist er imstande1 die ,ausdehnung des ,gebudes in den blichen ,maeinheiten auszudrcken4 ,aus dem ,gesagten geht hervor1 da die grte ,gewhr fr richtige ,raumvorstellungen dann gegeben ist1 wenn der ,tastraum im ,bereich der ausgestreckten und ausgebreiteten ,hnde liegt4 ,die im ,unterricht zur ,verwendung kommenden ,anschauungsobjekte drfen daher nicht zu gro sein4 ,von der ,meinung1 da die ,anschauungsmittel im ,interesse der ,deutlichkeit erhebliche ,dimensionen haben mten1 ist man lngst abgekommen4 ,die ,riesengloben und ,riesenlandkarten1 die frher die ,unterrichtsrume der ,blindenanstalten zierten1 sind lngst daraus entfernt4 ,nun ist es ja freilich aus technischen ,grnden nicht immer mglich1 die ,anschauungsobjekte dem ,tastraum der ,hnde anzupassen1 und auch die modernen ,karten erfordern bei ihrem ,gebrauch wenigstens eine ,bewegung der ,unterarme1 aber ,regel mu es bleiben1 da fr die ,lehrmittel des ,blindenunterrichts eine solche ,gre gewhlt wird1 da die ,hand den ,hauptanteil an der ,auffassung erhlt4 ,die ,vorstellung groer ,objekte kann dadurch erleichtert werden1 da dem ,schler zunchst verkleinerte ,modelle vorgefhrt werden und er dann zu vergleichenden ,messungen zwischen ,modell und ,original angehalten wird4 ,umgekehrt mu dem ,kennenlernen eines weit ausgedehnten ,objekts stets die verkleinerte ,darstellung folgen1 also dem ,besteigen und ,abschreiten eines ,berges die ,nachbildung desselben in ,sand oder ,ton1 der ,anschauung der ,original-,turngerte die ,vorfhrung derselben im verkleinerten ,mastabe4 ,das ,formen in ,sand1 ,ton und ,wachs ist ein vortreffliches ,mittel1 um dieser ,forderung nachzukommen4 ,wenn also das ,streben des ,unterrichts im allgemeinen auch darauf hinausgehen mu1 mit einem nicht zu ausgedehnten ,tastfelde zu operieren1 so gibt es doch auch ,flle1 wo es notwendig ist1 den ,tastraum durch ,zuhilfenahme eines ,stabes zu erweitern1 namentlich da1 wo es sich um die ,veranschaulichung von ,hhen- oder ,tiefenverhltnissen handelt4 ,die ,hhe einer ,trffnung1 die eines ,zimmers1 eines ,baumes1 die ,abzweigung eines mit dem ,arm nicht erreichbaren ,astes1 die ,tiefe einer ,grube1 eines ,gewssers3 ,das alles lt sich mit ,hilfe eines ,stabes feststellen#bc4 ,auch nach der entgegengesetzten ,seite hin1 bei zu geringer ,ausdehnung der zu betastenden ,stelle1 mu ein feines ,stbchen die ,hand untersttzen1 so bei der ,untersuchung von ,blten1 von feinen ffnungen an physikalischen ,instrumenten u4 dergl41 berall da1 wo der ,finger nicht eindringen kann4 ,beim ,schreiben der ,punkt- und ,flachschrift wirkt der ,schreibstift als ,taststbchen#bd4 ,beim ,handfertigkeitsunterricht und bei gewerblichen ,arbeiten werden die ,werkzeuge3 ,schere1 ,messer1 ,hammer usw41 als ,tastmittel gebraucht4 ,da die geschickte ,fhrung dieser ,werkzeuge und das ,tasten mit ihnen von groer ,wichtigkeit sind1 ist es notwendig1 dem ,blinden solche einfachen ,instrumente zur ,benutzung schon zeitig in die ,hand zu geben4 ,dies kann im ,anschauungsunterricht1 beim ,formen1 beim ,handfertigkeitsunterricht1 in der ,arbeitskunde und bei den ersten einfachen ,flechtarbeiten1 wie sie in jeder ,blindenanstalt eingefhrt sind1 geschehen4 ,um die ,tastfhigkeit der ,hand zu entwickeln und zu vervollkommnen1 hat man die ,einfhrung der ,hand- und ,fingergymnastik in den ,blindenanstalten empfohlen4 7,vergl4 ,gigerl1 ,die ,hand1 ihre ,krftigung und ,schulung durch ,finger- und ,handgelenk-,gymnastik im ,dienste des ,blindenunterrichtes4 ,bldfrd4 ,jhrg4 #ahie ,s4 #ae47 ,ihr ,wert drfte aber ein problematischer sein4 ,unbestrittene ,tatsache ist es ja1 da viele ,schler mit unentwickelten ,hnden in die ,anstalt eintreten2 bei manchen ist dies sicher eine ,folge der argen ,vernachlssigung und ,unttigkeit im elterlichen ,hause4 ,bei solchen ,schlern werden aber die vielseitigen ,handgriffe und bungen1 wie sie der ,unterricht erfordert und wie sie sich beim ,spiel und beim ,umgang mit den ,dingen von selbst ergeben1 ausreichen1 um das ,versumte nachzuholen4 ,bei der ,mehrzahl aber hngt die unvollkommene ,entwickelung der ,handgeschicklichkeit viel weniger von der anatomischen ,beschaffenheit der ,hand und der ,mechanik ihrer ,muskulatur ab als vom ,gehirn4 ,denn um eine ,bewegung zu erlernen1 mssen ganz bestimmte ,gehirnzentren in ,betrieb gestellt und gebt werden1 damit sie die geeigneten ,muskeln zu der gewnschten ,ttigkeit koordinieren4 ,dazu gehrt aber ,auffassungsgabe1 ,aufmerksamkeit und ,gedchtnis4 ,wo diese ,fhigkeiten infolge fehlerhafter ,gehirnentwickelung nur in geringem ,grade vorhanden sind1 da kann auch die eifrigst gebte ,handgymnastik die ,geschicklichkeit und ,tastfhigkeit der ,hand nicht erhhen4 ,die ,zeit1 die fr diese mechanischen und die ,schler nicht interessierenden bungen gebraucht wird1 kann zur anregenden ,bettigung der ,hnde beim ,spiel und bei kleinen praktischen ,arbeiten 7vergl4 ,kap4 ,,vi1 #b47 nutzbringender verwendet werden4 ,der ,klavierspieler1 auch der blinde1 mag von der ,fingergymnastik ,gewinn haben1 der blinde ,schler schlechthin hat ihn nicht4 brigens mte1 wenn die ,tastfhigkeit der ,hand hauptschlich von der ,entwickelung der ,muskulatur1 der ,lockerung der ,sehnen und ,bnder abhinge1 der blinde ,klavierspieler1 der ,geigenspieler und ,maschinenschreiber jedem andern ,blinden in der ,handgeschicklichkeit weit voraus sein4 ,das ist aber1 wie die ,erfahrung lehrt1 im allgemeinen nicht der ,fall4 ,da der ,blinde beim ,gehen auf der ,strae sein ,tastfeld durch einen ,stock vergrert1 der ihm bei der ,orientierung wichtige ,dienste leistet1 ist bekannt4 ,auch das ,futasten hilft ihm bei der ,orientierung2 nicht nur1 da der tastende ,fu ihm ,hindernisse1 wie ,steine1 ,baumwurzeln und ,unebenheiten des ,weges anzeigt1 sondern er belehrt ihn auch ber die ,art des ,bodens1 auf dem er dahinschreitet3 ob ein fester oder sandiger ,weg1 ob ,steinpflaster1 ,trottoir oder ,chaussee1 ob ein ,wiesenpfad oder ,wegrain usw4 ,im ,unterricht1 besonders beim ,turnen1 bei ,spielen im ,freien und bei ,lehrausflgen1 bietet sich ,gelegenheit1 von dem ,futasten reichlich ,gebrauch zu machen4 ,man kann1 wie vorhin im physiologisch-psychologischen ,sinne1 so auch im didaktischen ,sinne von synthetischem und analytischem ,tasten sprechen4 ,wir nehmen an1 der ,blinde will einen bestimmten ,baum kennen lernen4 ,der ,baum ist als ,ganzes gegeben4 ,der ,schler geht nun in der ,weise vor1 da er das ,ganze in seine ,teile zerlegt und jeden ,teil fr sich betrachtet3 er umspannt den ,stamm1 um eine ,anschauung von der ,dicke desselben zu bekommen2 vielleicht erklettert er ihn1 um sich von seiner ,hhe zu berzeugen2 er betastet die ,rinde und fhlt1 ob sie glatt1 rauh oder tiefrissig ist2 er sucht mit erhobenen ,armen festzustellen1 in welcher ,hhe sich die ste vom ,stamme abzweigen2 er erfat einen ,ast und schttelt ihn1 um seine ,festigkeit kennen zu lernen2 er sucht die ,zweige1 ,bltter und ,frchte auf usw4 ,der ,blinde hat also eine ,analyse des ,objekts vorgenommen4 ,der ,geist bleibt aber bei dem ,analysieren nicht stehen2 er fgt die einzelnen ,teile wieder zum ,ganzen zusammen1 geht nun also synthetisch vor4 ,analyse und ,synthese ergnzen sich4 ,in dem vorliegenden ,beispiel bleiben aber ,analyse und ,synthese ein rein geistiger ,akt 7der sich auf sinnlicher ,grundlage vollzieht72 denn die ,zerlegung des ,baumes in seine ,teile und deren ,zusammenfgung zum ,ganzen kann nicht tatschlich vorgenommen werden4 ,anders liegt folgender ,fall4 ,der blinde ,schler erhlt mehrere gleichgroe ,bausteine und legt sie nach ,anweisung des ,lehrers so aufeinander1 da jeder folgende ,stein ein wenig zurcktritt4 ,so entsteht eine ,treppe4 ,ist diese fertig1 so wird sie vom ,schler wieder auseinandergenommen1 indem er einen ,stein nach dem andern entfernt4 ,hier ist also nicht das ,ganze gegeben1 sondern es sind die ,teile vorhanden1 die zu einem ,ganzen zusammengefgt werden sollen3 es wird das synthetische ,verfahren eingeschlagen2 der ,synthese folgt die ,analyse4 ,beide ,vorgnge bleiben nicht rein geistige ,akte1 sondern sie vollziehen sich tatschlich1 sinnlich3 die ,hand fgt zusammen1 und die ,hand zerlegt4 ,es bedarf nicht langer berlegung1 um zu erkennen1 welcher von den beiden ,fllen fr die ,vorstellungsbildung der gnstigere ist1 es ist offenbar der zweite4 ,hier tritt die ,hand zu den einzelnen ,teilen des ,objekts in besonders innige ,beziehung4 ,das ganze zusammengesetzte ,tastinstrument mu aufgeboten werden1 um die ,darstellung auszufhren1 namentlich treten ,gelenke und ,muskeln in volle ,aktion4 ,arbeitsgefhle machen sich geltend1 und handelnd wird dem ,schler vieles klar1 was ihm entgeht1 wenn das ,objekt ein starres ,ganzes ist1 das er nur im ,geiste zerlegen und wieder zusammensetzen kann4 ,es kommt noch folgendes dazu4 ,wo sich ,synthese und ,analyse sinnlich vollziehen1 ist die ,mglichkeit vielseitiger bung gegeben4 ,die aus ,bausteinen dargestellte ,treppe kann der ,schler immer wieder von neuem aus seiner ,hand hervorgehen lassen4 ,dadurch wird der ,bewegungssinn fortwhrend in ,anspruch genommen und gebt2 ,muskeln und ,gelenke werden auf eine spezielle ,arbeit abgestimmt1 so da nach und nach alle hierbei unntigen und erschwerenden ,bewegungen der ,hand wegfallen4 ,das bedeutet aber eine ,vervollkommnung des ,tastens berhaupt1 die der weitern ,entwickelung des ,blinden zugute kommt4 ,gleichzeitig wird durch die wiederholte ,entstehung und ,zerlegung des ,objekts die ,anschauung vertieft und zu einem unverlierbaren ,eigentum des ,geistes gemacht4 ,ferner kann bei dem darstellenden1 aufbauenden ,verfahren die ,phantasie in lebhafte ,ttigkeit treten4 ,der ,schler kann1 um an das frhere ,beispiel anzuknpfen1 die ,treppe hoch und niedrig1 schmal und breit bauen1 er kann sie an eine ,mauer lehnen oder zwischen zwei ,wnde stellen1 er kann sie als einfache oder ,doppeltreppe ausfhren4 ,da bei dem ,blinden die groe ,gefahr besteht1 da die ,einbildungskraft ausartet1 so wird man die ,gelegenheit1 die sich hier zur ,anknpfung phantasierender ,ttigkeit an reale ,verhltnisse bietet1 nicht gering anschlagen drfen4 ,die ltere ,blindenpdagogik begngte sich vorzugsweise mit der ,betrachtung fertiger ,objekte2 man beschaffte ,modelle und lie sie anfhlen84 ,in neuerer ,zeit sucht man den ,unterricht mglichst so einzurichten1 da die in der ,betrachtung gebte ,analyse und ,synthese zu sinnlichen ,vorgngen erhoben werden4 ,man hat ,lehrmittel ersonnen1 die das ,bauen und ,konstruieren erleichtern1 man hat die ,ideen ,frbels1 die dem ,darstellungstriebe des ,kindes entgegenkommen1 dem ,blindenunterricht dienstbar gemacht und hat das ,formen in ,ton und ,wachs1 das ,zeichnen und den ,handfertigkeitsunterricht in den ,blindenanstalten eingefhrt4 ,dieser darstellende ,unterricht kann und soll natrlich die ,betrachtung der wirklichen ,dinge1 wie sie aus ,natur und ,menschenhand hervorgehen1 nicht ersetzen und berflssig machen4 ,das ,verstndnis der ,wirklichkeit ist immer die ,hauptsache1 ist das ,ziel des ,unterrichts2 alles andere ist als ,hilfe zur ,erreichung desselben anzusehen4 ,so wird1 um noch einmal auf das ,beispiel von der ,treppe zurckzukommen1 die am ,hause befindliche ,holz- oder ,steintreppe beim ,unterricht nicht ausgeschaltet werden drfen2 sie ist entweder der ,ausgangspunkt der ,behandlung 7in diesem ,falle dient die nachfolgende ,darstellung mit ,bausteinen als ,erluterung71 oder sie bildet den ,abschlu der ,betrachtung 7in diesem ,falle wird durch die voraufgehende ,darstellung das ,verstndnis fr die ,wirklichkeit vorbereitet74 ,kann man von einer sthetik des ,tastens sprechen8 ,hat der ,blinde einen ,genu vom ,berhren schner ,formen1 vom ,betasten einer ,bste mit edlen ,zgen8 ,dr4 ,hohenemser1 ein ,blindgeborener1 meint1 an dem ,fhlen des kalten ,marmors und ,metalls knnen sich keine sthetischen ,empfindungen entwickeln2 dagegen spricht ,helen ,keller mit berschwenglichen ,worten von dem hohen ,genu1 den ihr die schwellenden ,formen1 die schn geschwungenen ,linien des menschlichen ,gesichts und seiner ,nachbildung bereiten4 ,wir stimmen weder der vlligen ,verneinung noch der unbedingten ,bejahung zu4 ,tatschlich hat der im ,tasten gebte ,blinde ,freude an der ,gltte1 dem regelmigen ,aufbau1 der schnen ,linienfhrung eines ,krpers2 die ,form- und ,zeichenarbeiten vieler ,zglinge der ,blindenanstalten und die ,leistungen mancher blinden ,handwerker sind der beste ,beweis fr sthetisches ,empfinden beim ,tasten4 ,aber dieses hlt sich doch in recht bescheidenen ,grenzen2 es versagt da1 wo es sich um ,feinheiten und um die ,beurteilung der ,gesamtwirkung handelt4 ,damit sollen die ,angaben von ,helen ,keller nicht in ,zweifel gezogen werden2 das hochbegabte ,mdchen ist eben eine ,ausnahme1 die in diesem ,punkte von dem ,gros der ,blinden nicht erreicht wird4 ,fr den ,blinden gilt im allgemeinen die ,regel3 ,das ,tastvermgen ist der klarste1 das ,gehr ist der tiefste ,sinn1 der ,trger des ,gemtslebens1 der ,vermittler des sthetischen ,genieens4 -- ,im ,unterricht wird man1 wo sich dazu ,gelegenheit bietet 7,modellieren1 ,zeichnen1 ,geometrie1 ,naturgeschichte71 auf ,schnheit der ,formen hinweisen4 ,heller1 ,die psychologische ,grundlegung der ,blindenpdagogik4 ,kongr4-,ber4 ,kln a4 ,rh4-,dren #ahhh4 ,heller1 ,system der ,blindenpdagogik4 ,kongr4-,ber4 ,kiel #ahia4 ,dr4 ,theodor ,heller1 ,studien zur ,blindenpsychologie4 ,leipzig #aijd4 ,fischer1 ,die ,raumvorstellungen des ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 ,heller1 ,zur ,einfhrung in die ,lehre vom ,tasten4 ,bldfrd4 #aiji ,s4 #bfe4 ,burde1 ,die ,plastik des ,blinden4 ,leipzig #aiaj4 ,b4 ,das ,hren4 ber die ,bedeutung von ,gehrswahrnehmungen fr den ,blinden sind bereits in dem ,kapitel ,einflu der ,blindheit auf die geistige ,entwickelung8 einige ,andeutungen gemacht worden4 ,hier sollen dieselben ergnzt werden4 ,es ist vielfach die ,ansicht ausgesprochen worden1 da das ,gehr der wichtigste1 der fhrende ,sinn des ,blinden sei und da dementsprechend die ,blindenpdagogik sich nicht in erster ,linie auf den ,tast-1 sondern auf den ,gehrssinn grnden msse4 ,die ,vertreter dieser ,ansicht sind der ,meinung1 da auch ,schalleindrcke ,raumvorstellungen erzeugen und da ein ,blinder1 dem etwa der ,tastsinn fehlte1 eine vollstndige ,raumanschauung auf ,grund seiner ,gehrseindrcke erlangen wrde4 ,tatschlich gibt der ,schall dem ,blinden nur ,aufschlu ber die ,schallrichtung und ber die ,entfernung des schallerregenden ,objekts2 doch kommen ,tuschungen auch hierbei recht hufig vor4 ,th4 ,heller hat ,versuche mit ,blinden angestellt1 aus denen hervorging1 da im allgemeinen die ,verstrkung eines ,schalles als ,annherung der ,schallquelle und ,abschwchung des ,gerusches als ,entfernung derselben gedeutet wurde1 was doch nicht immer zutrifft4 ,auch die ,schallrichtung wurde hufig falsch angegeben#be4 ,das ,gehr des ,blinden ist also von ,natur nicht feiner als das des ,sehenden und besitzt nicht ,qualitten1 die der ,sehende nicht auch bese1 namentlich keine raumbildenden2 diese kommen vielmehr ausschlielich dem ,tastsinn zu4 ,der ,vorschlag eines ,augenarztes1 ,blinde als ,schiffsfhrer anzustellen1 da sie auch bei ,nebelwetter die ,richtung1 aus welcher ,signale anderer ,schiffe oder vom ,landungsplatz ertnen1 genauer anzugeben wten als ,sehende1 kann daher nur ein ,lcheln erregen4 ,die ,bedeutung des ,gehrssinnes fr die ,orientierung des ,blinden behlt natrlich ihre volle ,bedeutung2 leistet doch das ,gehr auch dem ,sehenden bei der ,bewegung wichtige ,dienste1 die erst voll zum ,bewutsein kommen1 wenn man die ,unsicherheit beobachtet1 die der ,taube auf der ,strae zeigt4 ,das ,ohr wird dem ,blinden also vielfach zum ,fhrer1 und hat er gelernt1 auf jedes ,gerusch in seiner ,umgebung zu achten1 so wchst bei ihm das ,gefhl der ,sicherheit4 ,streckt der ,blinde anfnglich die ,arme ngstlich vor1 um nicht anzustoen1 und ist sein ,schritt langsam und tastend1 so wird1 je mehr er das ,ohr in den ,dienst der ,orientierung stellt1 seine ,haltung freier und ungezwungener1 die vorgestreckten ,arme sinken1 das ,gesicht verliert den ngstlichen ,ausdruck1 und der ,schritt beschleunigt sich4 ,fr den ,verkehr des ,blinden mit den ,sehenden ist diese vorteilhafte ,vernderung in der ,krperhaltung und ,krperbewegung sehr wichtig3 der ,blinde wird weniger auffllig4 ,man wird also darauf zu halten haben1 da im ,unterricht1 beim ,spiel und bei ,spaziergngen die ,bewegung des ,blinden mglichst durch ,gehrseindrcke geleitet wird1 etwa durch ,zuruf1 durch ,klatschen in die ,hnde1 durch ,hinweis auf den eigenen ,schrittklang1 durch ,erregung orientierender ,gerusche mit einem ,stock usw4#bf4 ,auch auf die von ,stoff und ,raum abhngige ,schallfrbung der ,gerusche und ,tne mu der ,blinde aufmerksam gemacht werden4 ,aus der ,art des ,schalles kann er erkennen1 ob ein geschlossener ,raum gro oder klein1 hoch oder niedrig1 gefllt oder leer ist1 ob der ,fuboden aus ,steinfliesen1 ,holz oder ,linoleum besteht1 ob ein ,wagen auf einem sandigen ,wege1 einer ,chaussee oder auf einer gepflasterten ,strae fhrt1 ob er von zwei oder vier ,pferden gezogen wird1 ob er auf zwei oder vier ,rdern rollt1 ob der ,eisenbahnzug durch einen ,bergeinschnitt1 durch einen ,tunnel oder ber eine ,brcke fhrt1 ob er an einem ,zaun oder einem ,gebude vorber saust4 ,das ,gehr tritt also berall dort an ,stelle des ,tastens ein1 wo es sich um ein schnelles1 orientierendes ,erkennen im weiten ,raum handelt4 ,werden mit vielen dieser ,schalleindrcke auch nur ,surrogatvorstellungen verbunden1 so sind sie doch fr den ,blinden wichtig1 da sie ihn mit der ,ferne verbinden4 ,an dieser ,stelle mag einiges ber den sog4 ,fernsinn der ,blinden gesagt sein4 ,man versteht unter ,fernsinn oder ,ferngefhl das ,vermgen des ,blinden1 ,gegenstnde ohne ,zuhilfenahme der tastenden ,hnde in einer gewissen ,entfernung wahrzunehmen4 ,das ,ferngefhl ist ein ,hilfsmittel des ,orientierungsvermgens1 das aber von mancher ,seite als etwas ,geheimnisvolles und ,rtselhaftes hingestellt wird1 als ein sechster ,sinn8 des ,blinden4 ,tatsache ist1 da die meisten ,blinden1 wenn sie sich einem greren ,gegenstande nhern1 diesen aus einiger ,entfernung wahrnehmen2 umgekehrt erkennen sie die ,annherung eines greren ,objekts schon auf #c bis #d ,meter4 ,bei der ,bewegung entstehen ,luftstrmungen4 ,nhert sich eine ,person einem greren ,gegenstande1 so verdichtet sich die ,luftsule vor demselben1 und die verdichtete ,luft erfhrt eine ,reflexion nach der sich bewegenden ,person hin4 ,der vernderte ,luftdruck wird von dieser wahrgenommen1 besonders an der ,stirn4 ,mit der ,verdichtung der ,luft treten auch zugleich feine ,temperaturschwankungen auf2 auch diese wirken auf die ,haut ein4 ,endlich verndert sich mit der ,annherung an einen greren ,krper das ,schrittgerusch1 so da auch ,schallerscheinungen bei der ,wahrnehmung des entfernten ,gegenstandes mitwirken4 ,zuweilen ist bei diesen ,fernwahrnehmungen auch der ,geruch beteiligt4 ,da bei ,blinden infolge der groen bung sich der ,druck- und ,temperatursinn der ,haut und auch das ,gehr verfeinert1 ist es begreiflich1 da sie ,hindernissen schon in ansehnlicher ,entfernung ausweichen und dadurch das ,staunen der ,sehenden hervorrufen1 die an sich selbst eine solche ,verfeinerung des ,haut- und ,gehrsinnes nicht kennen lernen4 ,es ist deshalb aber nicht notwendig1 eine solche auf bung und ,aufmerksamkeit beruhende ,steigerung der ,sinnesempfindung mit dem ,namen eines sechsten ,sinnes8 zu belegen2 in dem ,wesen der ,blindheit liegt diese ,steigerung nicht begrndet4 ,von manchen ,blinden wird behauptet1 da das ,ferngefhl auch dann wirksam ist1 wenn die ,bewegung auf ein ruhendes ,objekt hin unterbleibt1 so da ,druckempfindungen fr die ,wahrnehmung nicht in ,frage kommen knnen4 ,wenn hier nicht ,tuschung vorliegt1 bedarf diese ,erscheinung noch der ,klrung und weiteren ,untersuchung4 ,von dem frheren ,blindenlehrer ,truschel-,straburg wird die ,ansicht vertreten1 da neben den oben genannten ,ursachen auch unhrbare ,schallwellen81 d4 h4 solche1 die unter der ,reizschwelle bleiben1 das ,ferngefhl hervorrufen4 ,sie kommen dem ,blinden nicht auf dem gewhnlichen ,wege durch das ,ohr zum ,bewutsein1 beeinflussen aber trotzdem sein ,empfinden4 ,demgegenber vertritt ,professor ,kunz-,illzach1 und mit ihm die ,mehrzahl der ,blindenlehrer1 die oben dargelegte ,auffassung1 da der ,fernsinn in einer ,verfeinerung der ,druck- und ,gehrsempfindungen seine ,erklrung findet4 ,da ,gehrseindrcke keine ,raumvorstellungen erzeugen knnen1 wurde oben bereits gesagt4 ,wenn also ,blinde behaupten1 nach der ,stimme einer ,person sich ein ,bild derselben entwerfen zu knnen1 so beruht das auf eine ,selbsttuschung4 ,gewi lassen sich aus der ,stimme manche krperlichen ,eigenschaften und manche ,charaktereigentmlichkeiten des ,sprechenden erkennen1 aber gerade das1 was hier behauptet wird3 eine ,vorstellung der ,form1 der ,gestalt1 der ,gesichtszge aus der ,stimme zu gewinnen -- das kann das ,gehr nicht leisten4 ,derartigen ,phantasiebildern kommt kein hherer ,wert zu als dem beliebten ,vergleich von ,tnen und ,akkorden mit ,farben3 es sind und bleiben ,surrogatvorstellungen4 ,das ,gehr gewinnt nur dann ,einflu auf die ,raumvorstellung des ,blinden1 wenn es zum ,tasten in ,beziehung gesetzt wird4 ,werden ,schalleindrcke mit ,tastvorstellungen aufs innigste verbunden1 so besteht die ,mglichkeit1 da die ersteren die letzteren reproduzieren1 anders ausgedrckt1 da die ,gehrseindrcke die durch den ,tastsinn festgestellte ,form und ,ausdehnung eines ,krpers ins ,bewutsein zurckrufen4 ,da dies sehr wichtig ist1 liegt auf der ,hand3 erst in diesem ,falle bleiben die dem ,blinden sich darbietenden ,tne und ,gerusche keine bloen ,luftgebilde1 die dem ,spiel der ,phantasie dienen1 sondern sie fhren ihm einen konkreten ,inhalt zu2 erst so wird die ,beschrnkung des ,tastsinnes ausgeglichen3 das ,gehr erspart dem ,blinden die ,wiederholung des ,tastens4 ,die ,mglichkeit1 da ,gehrsvorstellungen1 die ursprnglich mit ,tastvorstellungen verbunden waren 7,tasthren71 das ,tastbild reproduzieren1 ist physiologisch im ,bau des ,gehirns begrndet4 ,die durch ,reize verschiedener ,sinne hervorgerufenen ,nervenregungen konzentrieren sich an rumlich getrennten ,stellen der ,grohirnrinde1 oder anders ausgedrckt3 die einzelnen ,sinneszentren gehren verschiedenen ,teilen der ,grohirnrinde an4 ,die ,erregungen lassen in dieser ,spuren zurck 7latente ,dispositionen71 welche es ermglichen1 da das gewissermaen schlummernde ,erinnerungsbild psychisch wieder lebendig wird1 wenn ein geeignetes seelisches ,erlebnis hinzutritt4 ,da die ,sinneszentren getrennt sind1 darf man auch ein ,getrenntsein der latenten ,dispositionen annehmen4 ,nun sind aber die einzelnen ,regionen des ,gehirns durch besondere ,nervenleitungsbahnen1 die in ihrer ,beschaffenheit von den ,empfindungs- und ,bewegungsnerven abweichen1 mit einander verbunden2 man nennt sie ,assoziationsfasern4 ,es ist also im ,gehirn die ,mglichkeit einer ,verbindung von ,erregungen1 die verschiedenen ,sinnesgebieten angehren1 gegeben4 ,darum werden auch ,erregungen1 welche verschiedenen ,stellen der ,grohirnrinde gleichzeitig zugeleitet werden 7simultane ,assoziation71 in ihrer ,gesamtheit wiederholt1 wenn auch nur eine ,erregung wieder eintritt4 ,wir nehmen an1 das blinde ,kind erlangt durch allseitiges ,betasten eines ,gummiballes eine ,vorstellung von seiner ,gestalt und ,gre4 ,es wirft auch den ,ball zur ,erde1 so da ihm der bekannte ,schalleindruck des springenden ,balles zum ,bewutsein kommt4 ,beide ,vorstellungen1 die haptische und die akustische1 gehen eine ,verbindung ein 7,assoziation74 ,tritt spter einmal dem ,kinde ein ,gerusch entgegen1 das dem frher gehrten gleich oder hnlich ist1 so wird die ,vorstellungsverbindung wieder hergestellt3 die ,gehrsvorstellung reproduziert das ,tastbild des ,balles4 ,es ist darum eine ,hauptaufgabe des ,blindenunterrichts1 das ,tasthren8 zu pflegen1 die innige ,verbindung zwischen ,tasten und ,hren herzustellen4 ,jeder ,gegenstand1 der durch den ,tastsinn erkannt ist1 soll auch durch das ,gehr geprft werden1 und bei erneuter ,vorfhrung desselben soll das ,objekt durch das ,ohr erkannt werden4 ,dr4 ,th4 ,heller1 ,studien zur ,blindenpsychologie4 ,leipzig #aijd4 ,brandstter1 ,etwas von den ,blinden4 ,bldfrd4 #aije ,s4 #gc4 ,dr4 ,th4 ,zell1 ,die ,blinden und der sechste ,sinn4 ,bldfrd4 #aije ,s4 #agc4 ,das ,ferngefhl der ,blinden4 ,bldfrd4 #aijf ,s4 #bc4 ,das ,orientierungsvermgen und das sogenannte ,ferngefhl der ,blinden und ,taubblinden4 ,vortrag von ,professor ,m4 ,kunz4 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 7,in der ,besprechung dieses ,vortrages ,bericht ,s4 #age ff4 legt ,truschel-,straburg seine ,ansichten ber den ,fernsinn kurz dar47 ,kunz1 ,weitere ,versuche ber das ,orientierungsvermgen und ,ferngefhl der ,blinden und ,taubblinden4 ,leipzig1 ,engelmann #aijh4 ,truschel1 ,das ,problem des sog4 sechsten ,sinnes der ,blinden4 ,leipzig1 ,engelmann #aiji4 ,kunz1 ,das ,orientierungsvermgen und das sog4 ,ferngefhl der ,blinden und ,taubblinden4 ,separatabdruck aus dem ,int4 ,archiv fr ,schulhygiene ,,iv4 ,leipzig1 ,engelmann4 #b4 ,die ,anschauung als ,fundament des ,blindenunterrichts4 ,die ,fhigkeit des ,wahrnehmens durch ,tasten und ,hren ist bei dem ,blinden vorhanden2 mit dieser ,grundlage ist1 sofern der ,blinde geistig normal ist1 die ,mglichkeit gegeben1 die ,wahrnehmungen zu ,anschauungen zu erheben#bg4 ,es drfte kein ,zweifel darber sein1 da der ,blindenunterricht sich wie der ,unterricht der ,sehenden unbedingt auf die ,anschauung zu grnden hat4 ,nicht durch ,wort und ,buch soll der ,blinde die ,welt kennen lernen1 sondern durch ,betrachtung der ,dinge selbst2 eine grndliche ,bildung erlangt er nicht durch berredende ,mitteilungen1 sondern allein durch sachliche ,erfahrungen4 ,wir knnen darum ,hitschmann nicht zustimmen1 wenn er meint3 ,auf die ,anschaulichkeit der durch den ,unterricht vermittelten ,vorstellungen braucht man nur geringes ,gewicht zu legen48#bh4 ,hitschmann 7ein ,blinder7 behauptet1 da der ,blinde nur uerst selten in ,bildern denkt1 auch in solchen nicht1 welche ihm die ,erfahrungen des ,tastsinnes an die ,hand geben knnten1 sondern da er sich fast immer eigenartiger ,surrogatvorstellungen bedient1 die so unanschaulich sind1 da sie in dieser ,hinsicht an die abstrahierten ,begriffe des ,sehenden erinnern48 ,er ist auch der ,meinung1 da sich diese ,surrogate den ,anforderungen des praktischen ,lebens gegenber als vollkommen brauchbar und ausreichend erweisen2 der ,blindenlehrer sei daher berechtigt1 sie unbedenklich zur ,grundlage seines ,unterrichtes zu machen4 ,ob der ,blinde tatschlich fast immer mit unanschaulichen ,surrogatvorstellungen operiert1 mu bezweifelt werden2 wo es geschieht1 da hat es der ,unterricht wahrscheinlich an der erforderlichen konkreten ,gestaltung fehlen lassen2 er hat sich vielleicht hauptschlich auf sprachliche ,mitteilungen und ,gehrseindrcke gegrndet4 ,in diesem ,falle bleibt dem ,blinden allerdings nichts anderes brig1 als mit ,hilfe der ,phantasie sich ,ersatzvorstellungen zu bilden4 ,es fragt sich dann aber1 ob diese ,ersatzvorstellungen bei allen ,blinden bereinstimmen oder ob es nicht so ist1 da jeder sich fr ein und dasselbe ,objekt ein besonderes ,surrogat schafft4 ,sicher ist das letztere der ,fall4 ,damit wird aber die geistige ,gemeinschaft der ,blinden untereinander und die der ,blinden mit den ,sehenden aufgelst3 alle brauchen dieselbe sprachliche ,bezeichnung fr eine ,sache1 von der sich jeder ein anderes ,bild macht2 dort sind es wunderliche ,phantasiebilder1 die wenig oder nichts mit der ,wirklichkeit gemein haben1 hier sind es konkrete ,vorstellungen1 an denen nichts zu drehen und zu deuteln ist4 ,es mag sein1 da ein ,denken in unanschaulichen ,phantasiebildern den ,blinden fr seine ,person befriedigt2 er ist aber ein ,glied der menschlichen ,gesellschaft und auf das ,leben inmitten derselben angewiesen4 ,sein ,streben wird auch1 sofern es nicht krankhaft ist1 stets dahin gehen1 immer inniger in diese ,gemeinschaft hineinzuwachsen4 ,das ist aber nur dann denkbar1 wenn seine ,anschauungen und ,vorstellungen sich denen der anderen ,menschen mglichst nhern#bi4 ,wir sagen also3 ,je anschaulicher1 je konkreter der ,blindenunterricht ist1 desto grer ist sein ,wert4 ,es wird darum notwendig sein1 festzustellen1 unter welchen ,bedingungen die ,wahrnehmungen des ,blinden sich zu ,anschauungen erheben knnen4 ,es ist dabei unvermeidlich1 auf frher ,gesagtes zurckzukommen4 ,der ,unterricht mu sich1 soweit er die ,gewinnung realer ,kenntnisse zum ,ziele hat1 auf den ,tastsinn1 nicht auf ,gehrswahrnehmungen grnden4 ,nach den ,ausfhrungen1 die in den voraufgehenden ,abschnitten ber das ,tasten und ,hren gemacht wurden1 ist eine ,begrndung dieser ,forderung nicht notwendig4 ,tatschlich ist aber ihre ,erfllung nicht immer leicht1 zumal dann nicht1 wenn whrend des ,unterrichts eine nicht vorausgesehene ,veranschaulichung durch ,tasten notwendig wird4 ,vielleicht ist ein passendes ,anschauungsobjekt in der ,lehrmittelsammlung nicht vorhanden1 oder sein ,herbeischaffen ist umstndlich1 vielleicht frchtet man eine unliebsame ,unterbrechung des ,unterrichts durch ,umherreichen des ,objekts1 vielleicht hlt man die ,sache fr so einfach1 da man sie mit einem erklrenden ,worte glaubt abtun zu knnen1 vielleicht beruhigt man sich mit dem ,vorsatz1 die ,veranschaulichung nachtrglich eintreten zu lassen4 ,so greift man zu sprachlichen ,mitteilungen1 die scheinbar auch mit ,verstndnis aufgenommen werden1 und schnell kommt man ber die unangenehme ,situation hinweg4 ,wie oft wird der ,blindenlehrer in eine hnliche ,lage gefhrt6 ,wie beneidenswert ist in einem solchen ,falle der ,lehrer der ,sehenden1 der durch eine schnell herbeigeschaffte ,abbildung oder durch ein paar ,kreidestriche die konkrete ,unterlage zu geben vermag4 ,nur ein zartes pdagogisches ,gewissen und ein unbeugsamer ,wirklichkeitssinn knnen den ,blindenlehrer davor bewahren1 das umstndliche1 aber einzig wirksame ,tasten hintenan zu setzen4 ,bei der ,vorbereitung auf eine ,lektion wird er alle ,mglichkeiten1 die whrend des ,unterrichts eintreten knnten1 erwgen und dementsprechend die ,lehrmittel auswhlen4 ,versagt aber einmal seine ,voraussicht1 so mag er den ,unterricht lieber fr kurze ,zeit unterbrechen1 um konkretes ,material herbeizuschaffen4 ,allerdings mu dann verlangt werden1 da die ,lehrmittelsammlung so gelegen und so eingerichtet ist1 da ihm dies ohne groen ,zeitverlust mglich ist4 brigens wird es sich empfehlen1 einige vielseitig verwendbare plastische ,materialien3 ,wachs1 ,stbe1 ,ngel1 ,draht1 ,schnre1 ,bleistreifen usw41 immer in nchster ,nhe zu haben1 um sie analog der ,kreide verwenden zu knnen4 ,fr unvorhergesehene sofortige ,veranschaulichung leistet auch der neuerdings eingefhrte ,sandkasten vortreffliche ,dienste4 ,wie dem immer sei3 das ,tasten ist das ,a und ,o im ,blindenunterricht2 ein ,blindenlehrer1 der mit der ,formel operiert3 denkt euch4448 verdient nicht den ,namen eines solchen4 ,der ,unterricht darf nur wenige ,wahrnehmungen gleichzeitig bieten4 ,das ist besonders fr den ,unterricht auf der ,anfangsstufe zu beachten4 ,man bedenke1 wie ungebt und wenig leistungsfhig der ,tastsinn des sechs- bis achtjhrigen ,kindes noch ist1 wie namentlich ,muskeln und ,gelenke die ,tastbewegungen nur ganz mangelhaft auszufhren imstande sind4 ,es empfiehlt sich daher1 zunchst nur ganz einfache ,objekte dem ,kinde darzubieten und dabei die ,aufmerksamkeit nur auf ein ,merkmal hinzulenken4 ,so wird man z4 ,b4 bei den im ,anfangsunterricht vorzunehmenden ,sortierbungen8 zuerst nur groe und kleine ,kugeln1 etwa ,erbsen und ,marmeln1 unterscheiden lassen1 das folgende ,mal vielleicht kleine und groe ,bohnen4 ,das in beiden ,fllen vom ,kinde einzig zu beachtende ,merkmal ist die ,gre des ,objekts4 ,bei einer spteren bung wird die ,aufmerksamkeit auf die ,abweichung in der ,form der ,erbse und ,bohne gelenkt3 ,lege die kugelrunden ,erbsen in diese1 die lnglichrunden ,bohnen in jene ,schale48 ,sodann bringt man vielleicht den ,unterschied im ,stoff zur ,geltung3 ,holz-1 ,glas-1 ,korkkugeln usw4 ,so sind es immer nur wenige ,merkmale1 deren ,ergrndung durch den ,tastsinn gefordert wird4 -- ,oder wir denken an den ersten geographischen ,unterricht4 ,die ,plne und ,karten1 die man von dem ,kinde darstellen lt oder die ihm vorgelegt werden1 knnen nicht einfach genug sein3 einige ,bausteine zur ,bezeichnung der ,anstaltsgebude1 ein paar ,wachsfden zur ,darstellung der ,hauptwege -- das ist genug4 ,nur nicht jeden ,baum1 jeden ,rasenplatz und jede ,bank darstellen wollen1 sonst entsteht ,verwirrung4 ,auch auf den hheren ,stufen sind ,karten bedenklich1 die nach der ,art der fr ,sehende bestimmten mglichst viel ,stoff enthalten3 zahlreiche ,stdte1 ein genaues ,flunetz1 feine ,terrainabstufungen1 ,eisenbahnlinien1 ,kanle1 politische ,grenzen1 das ,gradnetz und vielleicht noch ,namenandeutungen in ,punktschrift4 ,das ist zuviel1 weil es ber die ,leistungsfhigkeit des ,tastsinnes hinausgeht4 ,dem ,schler mu ausreichende ,zeit zur ,untersuchung der ,objekte gewhrt werden4 ,bei flchtiger ,vorfhrung des ,objekts erreichen wegen der ,enge des ,bewutseins die ,vorstellungen nicht die ,klarheitsstufe1 sondern sie kommen der ,bewutseinsschwelle nur nahe1 oder1 um ,wundts ,ausdruck zu brauchen3 sie treten wohl in das innere ,blickfeld1 aber nicht in den ,blickpunkt des ,bewutseins4 ,zum ,tasten gehrt ,zeit4 ,darum wird der ,flchtigkeit der ,wahrnehmung ,vorschub geleistet1 wenn man die ,veranschaulichung ausschlielich whrend des ,unterrichts auftreten lt4 ,nehmen wir einen bestimmten ,fall an3 es soll ein ,tier1 etwa der ,maulwurf1 behandelt werden4 ,ein prpariertes ,exemplar desselben wird dem ersten ,schler in die ,hand gegeben4 ,das ,lehrgesprch kann aber noch nicht beginnen1 weil eben nur ein ,schler in der ,lage ist1 ,wahrnehmungen zu machen4 ,man lt also etwa #aj ,minuten verstreichen1 whrend dieser ,zeit wandert das ,objekt von ,hand zu ,hand4 ,nehmen wir an1 da die ,abteilung #aj ,schler umfat1 so steht jedem eine ,minute fr die ,betrachtung zur ,verfgung4 ,in einer so kurzen ,zeit ist aber der tastenden ,hand eine grndliche ,untersuchung unmglich4 ,der ,schler gewinnt nur einen ganz flchtigen ,eindruck des ,tieres1 etwa von der walzenfrmigen ,gestalt des ,krpers1 dem spitzen ,kopf und den kurzen ,beinen4 ,und auf solche flchtigen1 unzureichenden ,wahrnehmungen soll sich die ,behandlung sttzen8 ,wohl kommt das ,objekt nach dem ersten ,umlauf wieder zum ersten ,schler zu erneuter ,untersuchung zurck1 aber der alte belstand bleibt bestehen3 ,das ,tier kann immer wieder nur eine ganz kurze ,zeit dem einzelnen ,schler berlassen werden4 ,dieser ,nachteil fllt fort1 wenn das ,objekt vor dem ,unterricht den ,schlern mit der ,weisung bergeben wird1 es grndlich zu untersuchen4 ,es geschieht dies am zweckmigsten in besondern ,stunden1 ,vorbereitungsstunden81 die vom ,lehrer wohl kontrolliert werden1 die aber nicht eigentliche ,unterrichtsstunden sind2 es gengt1 da eine ,wrterin oder eine ltere ,schlerin die uere ,ordnung aufrecht erhlt4 ,in diesen ,vorbereitungsstunden hat sich jeder ,schler mit den ,objekten1 deren ,behandlung in ,aussicht genommen ist1 grndlich und mehrfach zu beschftigen4 ,durch ,hinweis des ,lehrers auf bestimmte ,teile des ,objekts werden diese herausgehoben und vom ,schler besonders beachtet4 ,setzt dann der ,unterricht ein1 so befindet er sich sofort auf festem ,boden2 wohl wandert das ,objekt auch jetzt noch von ,hand zu ,hand1 aber nur zum ,zweck der ,kontrolle und ,ergnzung der ,wahrnehmungen4 ,natrlich stehen die ,vorbereitungsstunden im ,dienste des gesamten ,unterrichts1 nicht blo des naturgeschichtlichen2 im ,interesse der ,grndlichkeit der ,anschauung ist ihre ,einrichtung durchaus notwendig4 -- ,manchmal bietet sich dem ,blindenlehrer ,gelegenheit1 seinen ,schlern ganze ,kollektionen von ,gegenstnden zum ,betasten darzubieten1 wie denn zuweilen die ,verwaltungen von ,museen und ,sammlungen in lblicher ,absicht ihre ,schtze den ,blinden zum ,kennenlernen8 zur ,verfgung stellen4 ,in solchen ,fllen wolle man sich daran erinnern1 da von einem flchtigen ,antasten der verschiedenen ,dinge durchaus kein ,gewinn fr die ,geistesbildung des ,schlers zu erwarten ist2 es entsteht im ,gegenteil ,schaden fr ihn1 da er zu der ,meinung kommt1 er kenne nun diese ,dinge und knne sich ein ,urteil ber sie erlauben2 solche ,museumsgnge8 wrden also der ,oberflchlichkeit ,vorschub leisten4 ,die ,anschauung soll vielseitig sein4 ,das will sagen3 der ,unterricht soll die verschiedensten ,tastmglichkeiten herbeifhren und verwerten1 und mit diesen verschiedenen ,tastuntersuchungen sollen sich tunlichst ,eindrcke aus den ,gebieten des ,gehrs1 des ,geruchs und ,geschmacks verbinden4 ,ein ,beispiel mge diese ,forderung erlutern4 ,in der naturgeschichtlichen ,unterrichtsstunde wird die ,sonnenrose behandelt2 die ,vorfhrung geschieht im ,schulgarten an lebenden ,exemplaren4 ,dabei werden1 um eine allseitige ,anschauung der ,pflanze zu gewinnen1 etwa folgende ,anschauungsbungen vorzunehmen sein3 ,feststellung1 da die ,blten von ,insekten umschwrmt werden 7,gehrseindrcke74 ,messen der ,hhe der ,pflanze am eigenen ,krper 7,bewegungsempfindungen der ,arme74 ,prfung der ,dicke des ,stengels 7umschlieende ,spannungsbewegung der ,hand7 und der ,rauhigkeit der ,bltter 7,druckempfindungen der ,handflche74 ,blatt an die ,wange halten 7genauerer ,eindruck der ,rauhigkeit infolge der greren ,druckempfindlichkeit der ,wangenhaut2 gleichzeitig tritt der ,temperatursinn in ,ttigkeit74 ,beurteilung der ,blattgre durch ,vergleich mit der ,handflche 7,spannungsempfindungen der gespreizten ,hand74 ,zerschneiden des ,stengels1 ,untersuchung des ,markes mit den ,fingern hinsichtlich der ,elastizitt und ,schwere 7,druckempfindungen der gegenbergestellten ,finger und ,gewichtsempfindungen der ,hand74 ,untersuchungen des ,markes durch die ,zhne1 ,kaubewegungen 7charakteristische ,druckreize74 ,beurteilung des ,bltenkorbes nach ,gre und ,zusammensetzung 7,spannungsempfindungen beider ,hnde1 zupfende ,druckbewegungen der gegenbergestellten ,finger74 ,auffassung des ,duftes der ,blten 7,geruchsempfindungen74 ,prfung der ,zungen- und ,rhrenblten in bezug auf ,form und innere ,beschaffenheit 7,tastbewegungen der ,finger1 der ,zunge und ,lippen1 ,temperaturempfindungen der ,lippen und ,wange74 ,beurteilung der ,frchte nach ,gre1 ,form und ,geschmack 7,bewegungsempfindungen der ,finger1 ,geschmacksempfindungen74 ,so entstehen bei der ,auffassung der ,pflanze ,teilvorstellungen1 die den verschiedensten ,sinnesgebieten angehren4 ,die ,verbindung dieser ,teilvorstellungen ergibt eine sogenannte ,komplikation1 die zu den simultanen ,assoziationen gehrt4 ,wie frher angedeutet wurde1 vermittelt das ,assoziationssystem der ,grohirnrinde 7die ,gesamtheit der ,assoziationsfasern7 den psychischen ,proze der ,vorstellungsverbindung4 ,sucht der ,unterricht also ,komplikationen herbeizufhren1 so gestaltet sich1 weil eben die ,glieder der ,komplikation sich assoziieren1 die ,anschauung krftig und fest4 ,treten dann spter einige ,glieder der ,komplikation wieder als ,erinnerungsbilder ins ,bewutsein1 so wecken sie infolge der frheren festen ,verbindung auch die andern ,partialvorstellungen1 und alle zusammen ergeben dann die ,gesamtvorstellung in ihrer ursprnglichen ,klarheit#cj4 ,die ,anschauung soll sich bei aller ,grndlichkeit doch vorwiegend auf das ,wesentliche erstrecken4 ,es ist zu bedenken1 da der ,tastsinn in der ,schnelligkeit der ,auffassung hinter dem ,auge wesentlich zurcksteht2 der ,unterricht kann darum nur langsam fortschreiten2 fr das ,eingehen auf unwichtige ,einzelheiten1 fr die ,verfolgung von ,nebenwegen bleibt keine ,zeit4 ,es mu auch noch einmal an die ,enge des ,bewutseins erinnert werden4 ,wenn auf die tastende ,hand und das aufmerkende ,ohr eine grere ,menge von ,sinnesreizen und ,vorstellungen einstrmt1 so knnen sich nur einige zur ,klarheit durchringen2 viele von ihnen1 und zwar manchmal die bedeutungsvollsten1 kommen nur bis zu der uersten ,grenze des inneren ,blickfeldes4 ,der ,unterricht kann sich daher auf die ,veranschaulichung von komplizierten ,objekten1 auf die ,betrachtung von ,lehrmitteln mit verwirrenden ,feinheiten nicht einlassen4 ,der ,blindenlehrer mu deshalb in hherem ,mae als der ,lehrer der ,sehenden zu generalisieren verstehen1 er mu das ,typische eines ,objekts oder eines ,vorganges herauszuheben wissen4 ,namentlich im ,anschauungsunterricht und in der ,arbeitskunde 7,physik7 wird er hierzu gezwungen sein4 ,soll z4 ,b4 der ,bau des ,hauses veranschaulicht werden1 so wird er nicht auf die verschiedenen ,stein- und ,holzverbindungen der ,maurer und ,zimmerer eingehen drfen1 nicht auf die technisch korrekte ,konstruktion des ,daches1 des ,fubodens usw4 ,bei der ,besprechung des ,glockengusses wird er die ,idee des ,vorganges zunchst ganz einfach an zwei bereinander gestellten ,blumentpfen im ,sandkasten darstellen1 bei ,behandlung der ,dampfmaschine sich nicht auf eine ,veranschaulichung der komplizierten ,schiebersteuerung einlassen4 ,selbstverstndlich ist es mglich1 solche ,dinge auch den ,blinden zu erklren1 aber es geschieht auf ,kosten anderer1 fr ihn bedeutungsvolleren ,erkenntnisse4 ,aus diesem ,grunde ist es auch verkehrt1 die ,lehrmittel fr den ,blindenunterricht nach den ,abbildungen und ,mustern fr ,sehende herzustellen2 sie mssen in den meisten ,fllen wesentlich einfacher sein und nur das enthalten1 was gerade ntig ist1 um das ,prinzip zu erkennen1 nach denen sie wirken4 ,der ,unterricht soll in der ,verwertung von ,wahrnehmungen1 welche die ,schler im elterlichen ,hause gemacht haben1 vorsichtig sein4 ,die blinden ,schler sind mit der ,behauptung1 sie htten diesen oder jenen ,gegenstand zu ,hause kennen gelernt1 diesen oder jenen ,vorgang beobachtet1 schnell bei der ,hand4 ,sieht man genauer zu1 so merkt man1 da die angeblichen ,wahrnehmungen sich entweder zu einem gehrt haben8 verflchtigen oder da die ,wahrnehmungen sehr drftig und lckenhaft waren4 ,bedenkt man dazu1 da derartige ,beobachtungen immer nur von einzelnen ,schlern gemacht worden sind1 so wird man einsehen1 da ihnen eine wesentliche ,bedeutung fr den ,gesamtunterricht nicht zukommt4 ,in keinem ,falle knnen sie die tatschliche ,anschauung im ,unterricht ersetzen4 ,gewi hat der bekannte pdagogische ,grundsatz3 der ,unterricht soll an die ,erfahrungen des ,kindes anknpfen18 auch fr den ,blindenunterricht ,geltung1 und der geschickte ,lehrer wird die vorhandenen ,anschauungen der ,schler im ,unterricht bercksichtigen und verwerten4 ,trotzdem wird man gut tun1 beim ,eintritt der ,schler in die ,anstalt auch selbstverstndlich erscheinende ,wahrnehmungen und ,erfahrungen nicht vorauszusetzen4 ,um so notwendiger ist die ,beachtung der folgenden ,forderung3 ,dem blinden ,schler mu in weitgehendem ,mae ,gelegenheit gegeben werden1 auch auerhalb des ,unterrichts ,anschauungen und sachliche ,erfahrungen zu gewinnen4 ,die ,erfahrung bereitet dem ,unterricht den ,boden2 ohne diese ,zubereitung kann er keine ,wurzeln schlagen und ,kraft gewinnen4 ,das ,erfahrungswissen ist in viel hherem ,mae persnliches ,eigentum des ,schlers1 es ist mit seinem ,ich viel inniger verknpft1 als die durch den ,unterricht erworbenen ,kenntnisse4 ,mit der ,gelegenheit ,erfahrungen zu sammeln1 wird ferner die in der ,blindheit liegende ,neigung zu verbaler ,bildung bekmpft4 ,endlich mu hervorgehoben werden1 da durch ,erwerbung von ,erfahrungswissen sich die geistige ,entwickelung des blinden ,kindes natrlich gestaltet1 sie nhert sich der des sehenden ,kindes1 das unausgesetzt seinen ,geist und ,krper nach der ,regel bettigt3 ,probieren geht ber ,studieren4 ,deshalb ist bei weitem nicht alles vom direkten ,unterricht zu erwarten4 ,darum ist auch nicht die ,blindenanstalt die beste1 deren ,schler sich immer schn abgemessen auf den ,korridoren des ,hauses und in den ,gngen des ,gartens bewegen1 die in ,reihe und ,glied spazieren gefhrt und in den ,freistunden ngstlich beaufsichtigt werden4 ,wenn irgendwo1 so mu in der ,blindenanstalt das ,wort des ,comenius in seiner ,mutterschule beherzigt werden3 ,lat die ,kinder ,ameislein werden1 welche immer herumkriechen1 tragen1 schleppen1 einlegen1 umlegen48 ,auf unsere ,verhltnisse bertragen1 heit das3 ,lat die blinden ,kinder1 besonders die jngeren1 im ,freien graben1 bauen1 fahren1 karren2 gebt ihnen ,gelegenheit1 an einem greren ,wassergef oder einem kleinen flachen ,teich ,studien ber das ,verhalten der ,krper zum ,wasser zu machen1 lat sie ,hhner1 ,tauben1 ,kaninchen pflegen1 gebt ihnen ,brettchen1 ,ngel1 ,bohrer1 ,hammer1 ,zange und andere ,werkzeuge in die ,hand und strkt den ,robinsontrieb1 der auch in dem blinden ,kinde vorhanden ist4 ,dann wchst sich die ,bildung des ,blinden nicht zu einer bloen ,schulbildung aus1 sondern sie erhlt von vornherein die ,richtung auf die ,wirklichkeit1 auf das praktische ,leben4 ,neben die betrachtende ,anschauung mu die ,anschauung durch ,bettigung treten4 ,in dem ,kapitel ber das ,tasten wurde auf die hohe ,bedeutung der ,bewegungsempfindungen fr die ,vorstellungsbildung hingewiesen3 wir wissen1 da sie bei der ,gewinnung von ,raumanschauungen eine wichtige ,rolle spielen4 ,der ,unterricht darf sich daher nicht mit einem bloen ,betasten der ,objekte begngen2 es wird mit diesem1 ebenso wie mit dem bloen ,ansehen1 wenig erreicht4 ,das ,kind soll an und mit den ,gegenstnden etwas erleben1 es soll in ,beziehung zu ihnen treten4 ,es ist dies fr die ,klarheit der ,anschauung von hchster ,bedeutung4 ,indem das ,kind sich an einem ,gegenstand bettigt1 lernt es nicht blo neue ,seiten desselben kennen1 sondern es wird in einer ganz eigenartigen1 fr das praktische ,leben geradezu unentbehrlichen ,art des ,untersuchens1 des ,selbstberzeugens1 des ,probierens gebt4 ,so wre z4 ,b4 bei der ,betrachtung des ,wagens 7sog4 vierrderiger ,sportwagen7 dieser nicht blo zu betasten1 und nach seinen ,teilen und dem ,stoffe1 aus dem diese hergestellt sind1 zu beschreiben1 sondern es wren auch etwa folgende in ,stichworten angedeutete ,ttigkeiten von den blinden ,schlern auszufhren3 den ,wagen auseinander nehmen1 die ,achsen schmieren 7,schmierseife72 die ,teile wieder zusammensetzen2 den ,wagen mit verschiedenen ,stoffen 7,steinen1 ,holz1 ,heu7 beladen1 ziehen1 und zwar #a4 auf ebenem ,wege1 #b4 bergan und #c4 bergab2 ein ,pferd 7greres ,modellpferd1 ,schaukelpferd7 einspannen4 ,sodann wrden die ,schler aus ,brettchen1 ,stbchen1 ,garnrollen usw4 einen ,wagen in einfachster ,form aufzubauen versuchen4 ,schlielich wrde die ,nachbildung des ,wagens oder einzelner ,teile desselben in ,wachs auszufhren sein4 -- ,auch bei ,objekten1 die scheinbar eine ,bettigung des ,schlers nicht zulassen1 findet man bei einigem ,nachdenken immer noch die ,mglichkeit1 verschiedene bungen an und mit ihnen ausfhren zu lassen4 ,in den ersten ,schulwochen wird die ,gewinnung von ,anschauungen durch ,bettigung einen ,hauptteil des ,unterrichts ausmachen4 ,man knnte diese einfachen ,arbeiten ,handgriffe und ,elementarbungen8 nennen4 ,nachstehend seien einige genannt und zwar zunchst solche1 die im ,freien1 sodann solche1 die im ,hause ausgefhrt werden knnen4 ,korb1 mit einigen ,steinen oder ,holzstckchen gefllt1 tragen1 und zwar zu zweien1 ferner einzeln in der ,hand und auf der ,schulter 7,hilfe des ,lehrers674 ,reisig sammeln1 dnnes ,reisig zerbrechen4 ,ein trockenes stchen vom ,baume brechen4 ,gras1 ,bltter1 ,blumen pflcken4 ,einfaches ,struchen binden4 ,unter dem ,regenschirm gehen2 die ,geschicktesten versuchen den ,schirm zu ffnen und zu schlieen4 ,ein ,sckchen mit ,sand fllen4 ,sack zubinden1 auf der ,schulter tragen4 ,sand ausstreuen4 bungen an der ,pumpe3 ,ttigkeit des ,pumpens1 ,wasser ber die ,hnde rieseln lassen1 ,eimer mit ,wasser fllen1 ,wasser durch eine ,holzrinne in eine ,wanne laufen lassen4 ,trschlssel ausziehen1 einstecken1 ,tr zuschlieen4 ,sthle an eine bestimmte ,stelle tragen4 ,sthle neben- und hintereinander aufstellen4 ,teller ineinanderstellen1 auseinandertragen1 ,teller umdrehen4 ,schnur aufwickeln1 und zwar um die ,hand1 um einen runden ,stab1 um ein ,brettchen4 ,geld in eine ,sparbchse legen4 ,einige ,geldstcke kennen lernen4 ,etwas in ,papier ein- und auswickeln4 ,papier zusammenballen und auseinanderzupfen4 ,papier zur ,hlfte zusammenfalten4 ,tte mit ,steinchen fllen4 ,flasche zu- und aufkorken1 auch ,korke verwenden1 die zu klein oder zu gro sind1 so da der passende ,kork ausgesucht werden mu4 ,schwamm ins ,wasser tauchen1 ausdrcken4 ,mit dem ,schwamm die ,fensterscheiben putzen usw4 ,als ,anschauung durch ,bettigung ist natrlich auch alles ,darstellen mit ,bausteinen und den brigen ,lehrmitteln ,frbelscher ,art1 das ,formen und ,zeichnen und der sog4 ,handfertigkeitsunterricht anzusehen4 ,es erbrigt sich1 auf diese ,disziplinen nher einzugehen1 da von ihnen bereits gesprochen wurde4 ,nur eine ,bemerkung soll hier noch gemacht werden4 ,nicht selten fllt die ,nachbildung eines ,gegenstandes durch den ,schler so unvollkommen aus1 da man meinen knnte1 ihr ,wert fr die ,vorstellungsbildung sei sehr gering4 ,diese ,meinung ist unzutreffend4 ,der geistige ,proze1 der sich bei der ,darstellung vollzieht1 ist der gleiche1 ob das manuelle ,produkt mehr oder weniger vollkommen wird4 ,hufig hat die ,unvollkommenheit ihren ,grund nur in einer geringen technischen ,begabung des ,schlers1 die sich nach und nach hebt4 ,jedenfalls mu es ,grundsatz bleiben3 lieber eine unvollkommene ,darstellung als gar keine4 ,der ,anschauung mu die sprachliche ,darstellung folgen4 ,was der ,schler angeschaut1 erlebt und nachgebildet hat1 soll er mndlich darstellen4 ,die mndliche ,darstellung bildet den ,abschlu des ,anschauungsprozesses2 nur was der ,schler sprachlich wiedergeben kann1 ist ,eigentum seines ,geistes geworden4 ,zu verwerfen ist aber trockene und schablonenmige ,beschreibung4 ,besonders bildend und der ,form nach einfach ist die mndliche ,darstellung dann1 wenn man sie in das genetische ,gewand kleidet4 ,die ,aufgabe wird also nicht1 um ein ,beispiel zu whlen1 lauten3 ,beschreibe den ,tisch6 -- ,dann erscheint das unvermeidliche besteht aus8 mit seiner trockenen ,aufzhlung der ,teile -- sondern3 ,wie macht der ,schreiner den ,tisch8 ,oder3 ,wie baust du den ,tisch8 berhaupt ist die ,beschreibung von ,ttigkeiten1 die das ,kind ausfhrt oder ausgefhrt hat1 sehr wichtig1 nicht blo1 weil sie das ,kind an ,genauigkeit in der mndlichen ,darstellung gewhnt1 sondern auch1 weil sie eine ,kontrolle dafr ist1 ob die ,ttigkeit mit berlegung ausgefhrt worden ist4 ,die gewonnenen ,anschauungen mssen fters erneuert werden4 ,dem sehenden ,schler begegnen die ,dinge1 die er kennen gelernt hat1 immer wieder2 bei jedem ,gange durch die ,straen1 durch ,wald und ,flur1 beim ,durchblttern eines ,buches mit ,abbildungen1 im huslichen und im ,schulleben machen sich ihm die gewonnenen ,anschauungen von neuem bemerkbar4 ,dadurch wird die ,anschauung vertieft1 ergnzt und zu einem unverlierbaren ,besitz gemacht4 ,dem ,blinden entschwinden die betrachteten ,objekte gewhnlich fr einen langen ,zeitraum oder gar fr immer4 ,wir denken z4 ,b4 daran1 da der ,schler im ,physikunterricht die ,rolle und ihre ,anwendung kennen gelernt hat4 ,hat er jemals ,gelegenheit1 beim ,bau eines ,hauses die ,rolle und den ,flaschenzug zu betasten und damit die frhere ,anschauung zu erneuern8 ,oder wird ihm der im naturgeschichtlichen ,unterricht vorgefhrte ,hase jemals wieder begegnen8 ,so ist es vielfach3 es fehlt die ,wiederholung der gewonnenen ,anschauungen durch das ,leben4 ,die ,folge ist1 da die ,anschauung verblat und schlielich zu einem bloen ,wortklang herabsinkt4 ,dieser ,mglichkeit kann dadurch begegnet werden1 da dem ,schler die besprochenen ,objekte von ,zeit zu ,zeit zur ,wiederholung vorgefhrt werden4 ,es bedarf dabei keiner neuen ,behandlung82 meist wird es gengen1 dem ,schler das ,objekt eben darzubieten und durch einige wiederholende und erweiternde ,fragen und ,aufgaben die frher gewonnene ,anschauung aufzufrischen und zu ergnzen4 ,als ,wiederholungsmittel kann auch das ,formen benutzt werden2 dabei stellt es sich heraus1 ob die ,anschauung noch in vlliger ,klarheit vorhanden ist oder nicht4 ,am wenigsten zu empfehlen ist eine bloe ,wiederholung durch ,wort und ,buch4 ,heller1 ,die ,blindenbildung in ihrer ,beziehung zum ,leben4 ,kongr4-,ber4 ,frankfurt a4 ,m4 #ahhb4 ,wulff1 ,vorbedingungen fr eine fruchtbringende ,blindenbildung4 ,kongr4-,ber4 ,amsterdam #ahhe4 ,merle1 ,der ,anschauungsunterricht1 die ,grundlage alles ,blindenunterrichts4 ,bldfrd4 #ahhi ,s4 #ch4 ,zech1 ,vorschlge fr die praktische ,gestaltung des ,anschauungsunterrichts in der ,blindenschule4 ,kongr4-,ber4 ,halle a4 ,s4 #aijd4 ,zech1 ,forderungen der neueren ,pdagogik mit ,bezug auf den ,blindenunterricht4 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 #c4 ,die ,bedeutung der ,phantasie fr die ,geistesbildung4 ,die ,phantasie ist die wohlttige ,himmelsgabe1 die den ,blinden hinaushebt ber die ,enge seines ,daseins4 ,sie kann aber auch zu einer gefhrlichen ,macht fr ihn werden1 nmlich dann1 wenn sie die ,herrschaft ber sein ,seelenleben erlangt1 wenn sie nicht gelenkt und gezgelt wird durch einen unbeugsamen ,wirklichkeitssinn4 ,an der ,geistesbildung des ,blinden hat die ,phantasie einen bedeutenden ,anteil4 ,zunchst ist hervorzuheben1 da sie die unvollkommenen und beschrnkten sinnlichen ,wahrnehmungen des ,blinden ergnzt4 ,der ,blinde betastet einen ,baumstamm1 und die ,phantasie ergnzt ihn zu einem vollstndigen ,baume mit sten1 ,zweigen und ,blttern4 ,seine ,hand streift die ,mauer eines ,hauses und sofort steht das ,bild eines ,hauses mit seinen vier ,mauern1 dem spitzwinkeligen ,dache und den ,fensterreihen vor seiner ,seele4 ,er hrt einen ,kanonenschu und die ,einbildungskraft zaubert ihm eine ,lafette mit dem darauf liegenden ,rohre ins ,bewutsein4 ,diese ergnzende ,ttigkeit der ,phantasie zeigt sich selbstverstndlich auch im ,geistesleben des ,sehenden1 aber sie wird bei weitem nicht so oft in ,anspruch genommen wie bei dem ,blinden1 weil dem ,auge die meisten ,dinge als ,ganzes erscheinen4 ,freilich kann die ,phantasie nur dann eine ,vorstellung ergnzen1 wenn eine hnliche ,anschauung als ,ganzes bereits im ,bewutsein vorhanden ist4 ,absolut ,neues schaffen kann die ,phantasie nicht2 sie ist gebunden an den ,vorstellungsschatz der ,seele4 ,htte der ,blinde nicht frher einen ,baum von migen ,dimensionen allseitig kennen gelernt1 htte er also den kleinen ,stamm nicht mit den ,hnden umspannt1 ihn mit den ,fingern betastet1 mit der ,kraft seiner ,arme geschttelt1 mit den ,hnden in die ,krone hineingelangt1 die ,abzweigung der ste1 die ,gabelung der ,zweige1 die dichte ,belaubung gefhlt3 so wre bei der ,begegnung mit irgendeinem andern ,baumstamme die ,phantasie entweder gar nicht in ,ttigkeit getreten oder sie htte in vagen ,gedankenlufen ein ,bild geschaffen1 das mit der ,wirklichkeit nicht bereinstimmt4 ,bei dem zweiten und dritten ,beispiel besteht die ,voraussetzung fr die ergnzende ,ttigkeit der ,phantasie darin1 da der ,blinde ein ,haus und eine ,kanone im ,modell kennen gelernt hat4 ,fr den ,unterricht ergibt sich daraus die ,notwendigkeit1 in erster ,linie fr allseitige1 auf sinnlicher ,grundlage ruhenden ,vorstellungen zu sorgen4 ,besonders der ,anfangsunterricht wird seine ,hauptaufgabe darin sehen mssen1 einen fest im ,bewutsein haftenden ,schatz von ,anschauungen zu vermitteln4 ,fehlt der ,phantasiettigkeit des ,blinden diese reale ,grundlage1 so gestaltet sie sich zu unfruchtbarer ,trumerei und selbstgeflliger ,tndelei4 ,aus den angefhrten ,beispielen geht auch hervor1 da die ,phantasie die ,raumvorstellungen korrigiert2 sie vergrert oder verkleinert die ,dimensionen4 ,das ist fr den ,unterricht von besonderer ,wichtigkeit4 ,viele ,dinge knnen dem ,blinden nur in einem verkleinerten oder vergrerten ,modell vorgefhrt werden4 ,die ,phantasie bernimmt dann die ,vergrerung bzw4 die ,verkleinerung desselben zu den ,dimensionen des ,originals4 ,freilich ist die ,phantasie nicht ohne weiteres dazu imstande2 wo jede ,mglichkeit des ,grenvergleiches fehlt1 da wird das ,phantasiebild ungenau und nach der einen oder andern ,seite hin bertrieben4 ,als ein blinder ,schler bei der ,behandlung des ,wolfes1 der im verkleinerten ,modell vorgefhrt war1 gefragt wurde3 ,wie gro denkst du dir den ,wolf88 antwortete er3 ,so gro wie das ,anstaltsgebude48 ,hier htte der ,lehrer ,anhaltspunkte fr die ,beurteilung der ,gre geben mssen2 er htte vielleicht sagen knnen3 ,der ,wolf ist so lang wie deine ausgebreiteten ,arme und so hoch1 da er mit dem ,kopfe deine ,schulter berhren wrde4 ,in diesem ,vergleich zeigt sich brigens eine wichtige ,regel fr den ,blindenunterricht4 ,wenn irgend mglich1 sollen nmlich die ,grenbeziehungen zwischen ,modell und ,original auf den ,krper des ,schlers ,bezug nehmen1 weil der ,blinde in seinem ,krper den nchsten1 besten und sichersten ,mastab besitzt4 ,tatschlich bringt der ,blinde1 wo es nur angngig ist1 die ,ausdehnung eines ,dinges in ,beziehung zu seinem ,leibe4 ,wir nehmen an1 dem blinden ,schler wird im heimatkundlichen ,unterricht ein ,modell des ,anstaltsgebudes vorgefhrt4 ,er hat das ,originalgebude in seinen einzelnen ,teilen durch die tgliche ,erfahrung kennen gelernt2 einen ,gesamteindruck der ueren ,gestalt usw4 hat er aber wegen der ,gre des ,objekts nicht erlangen knnen4 ,beim ,betasten des ,modells wird sich nun etwa folgende ,gedankenreihe im ,geiste des ,schlers abwickeln3 ,dies ist ein ,fenster meines ,klassenzimmers2 es ist hier so schmal1 da mein ,finger die ganze ,breite ausfllt2 bei dem wirklichen8 ,fenster mu ich meine ,arme ausbreiten1 um es zu umspannen4 ,dies ist die ,vorderseite des ,gebudes2 sie ist hier so lang wie mein ,arm2 in ,wirklichkeit mu ich #aej ,schritte machen1 um von einem ,ende zum andern zu kommen4 ,dies ist die ,treppe2 auf einer ,stufe kann kaum mein ,finger ruhen2 auf den ,steinstufen der ,anstaltstreppe haben meine ,fe bequem ,platz usw4 ,hiernach ist es begreiflich1 da das ,messen und die ,abschtzung von ,gren mittelst des ,finger-1 ,hand-1 ,fu- und ,schrittmaes fr den ,blinden sehr wichtig ist4 ,bei den bungen im ,formen und ,zeichnen1 beim ,messen von ,linien und ,flchen sollten diese ,mae in erster ,linie gebraucht werden4 ,ebenso notwendig ist es1 da der ,schler plastische ,darstellungen in vergrertem oder verkleinertem ,mastabe ausfhren lernt2 die raumschaffende ,ttigkeit der ,phantasie findet in derartigen bungen eine wertvolle ,hilfe4 ,die ,phantasie bt aber an einem ,gegenstande nicht nur eine vergrernde oder verkleinernde ,ttigkeit aus1 sondern sie umkleidet das ,objekt auch mit allen den ,merkmalen1 die dem tastenden ,finger nicht verstndlich gemacht werden knnen1 sie verleiht vor allem den toten ,modellen ,leben und ,bewegung4 ,wie de mte dem ,blinden die ,natur vorkommen1 wenn er sie sich mit den steifen1 kalten ,tiermodellen bevlkert dchte1 die ihm der ,unterricht zur ,anschauung bietet6 ,die ,phantasie erst macht sie zu ,geschpfen von ,fleisch und ,blut1 die springend1 fliegend1 kletternd die ,natur beleben4 ,freilich1 so mu hier wieder gesagt werden1 kann sie dies nicht von selbst1 ohne jegliche bung2 der ,unterricht mu sie zu dieser ,ttigkeit anleiten4 ,machen wir uns dies an einem ,beispiel klar4 ,in der ,anstalt werden einige ,tiere gehalten1 unter andern ein ,esel1 der vom ,grtner fr mancherlei ,arbeit im ,garten benutzt wird4 ,die ,schler lernen ihn kennen2 sie besuchen ihn mehrfach im ,stalle1 auf der ,weide1 bei der ,arbeit4 ,sie klopfen seinen ,hals1 fhlen die ,wrme seiner ,haut1 bedecken die ,augen mit den ,hnden1 spielen mit den groen ,ohren1 besteigen seinen ,rcken und traben eine ,strecke1 wobei sie die ,bewegung und ,erschtterung seines ,krpers spren usw4 ,wird ihnen nun im ,unterricht ein ,modell des ,tieres vorgefhrt1 so stattet es die ,phantasie mit allen den ,merkmalen aus1 die das ,kind bei dem lebenden ,exemplar wahrgenommen hat4 ,dasselbe geschieht bei einem ,modell1 welches die ,schler aus ,wachs formen1 ja wird ihnen ein ,reliefbild des ,esels gezeigt1 so schafft die ,phantasie aus der halberhabenen ,form den an der ,krippe stehenden oder auf der ,weide grasenden ,esel4 ,geschieht eine derartige ,betrachtung vom lebenden ,tier bis zum umriartigen ,modell abwrts1 fters und an verschiedenen ,objekten1 so gewinnt die ,seele die ,fhigkeit1 von einem ,modell aufwrts schreitend das lebende ,objekt sich vorzustellen4 ,der ,unterricht soll darum den ,schler diese abwrts und wieder aufwrtsschreitende ,vorstellungsreihe oft durchlaufen lassen4 ,s4 ,heller nennt eine solche ,veranschaulichungsweise die ,methode der ab- und aufsteigenden ,linie2 sie ist die unerlliche ,vorbedingung fr das phantasiemige ,vorstellen4 ,in dieser ,veranschaulichungsreihe hat1 wie eben angedeutet1 auch das ,bild und der ,umri seinen ,platz1 die beide an sich nicht einen besonders groen ,wert haben2 hier aber sind sie ein ,mittel1 um die ,beziehungen zwischen der ,nachbildung und dem ,original klarzulegen4 ,ergibt sich dann einmal die ,notwendigkeit1 ein ,tier durch ein ,reliefbild oder einen ,umri zu veranschaulichen1 weil ein ,lehrmittel anderer ,art nicht zu beschaffen ist1 so kann erwartet werden1 da die ,phantasie aus diesen ,andeutungen eine in den ,hauptzgen richtige ,vorstellung des ,originals schafft4 ,die abwrtssteigende ,reihe bei der ,tierbetrachtung wre also3 ,lebendes ,tier1 ,modell1 ,nachbildung in den ,hauptzgen1 ,reliefbild1 ,umri2 bei der ,betrachtung eines sog4 geometrischen ,krpers3 ,krper1 ,abdruck desselben in ,sand oder ,ton1 ,halbrelief1 ,durchschnitt1 ,umri4 hnlich ist die ,veranschaulichungsreihe auch bei ,gegenstnden1 die im sog4 ,anschauungsunterricht behandelt werden4 ,es sei ausdrcklich gesagt1 da diese ,reihe nicht bei jedem ,objekt1 das betrachtet wird1 durchlaufen zu werden braucht2 die bung tritt nur von ,zeit zu ,zeit ein4 ,die absteigende ,anschauungsreihe ergibt in ihrem letzten ,gliede das bloe ,zeichen1 das ,symbol eines ,gegenstandes4 ,wie notwendig es ist1 die ,reihe bis hierher durchzufhren1 zeigt der geographische ,unterricht4 ,die gewundenen ,linien der ,reliefkarte1 die greren und kleineren ,punkte1 die unregelmigen ,erhhungen sind dem ,blinden nicht ,abbilder1 sondern nur ,symbole fr ,flsse1 ,stdte und ,gebirge4 ,die ,phantasie benutzt sie als ,anhaltspunkte1 um aus ihnen auf ,grund frherer ,anschauungen die genannten geographischen ,begriffe hervorzurufen4 ,der grundlegende erdkundliche ,unterricht macht den ,schler auf ,wanderungen mit einem ,berge1 einem ,bach usw4 bekannt1 gibt dann die verkleinerte und vereinfachte ,nachbildung in ,sand1 ,ton oder ,wachs und bertrgt diese mit weiterer ,generalisierung auf die ,terrainkarte1 die trotz der starken ,verkleinerung mit der ,wirklichkeit in den ,hauptzgen bereinstimmt4 ,bei weiterer ,beschrnkung der ,dimensionen1 wie sie notwendig wird1 wenn ein greres ,gebiet dargestellt werden soll1 lt sich an der reinen ,nachbildung nicht mehr festhalten2 dann treten eben die ,zeichen an die ,stelle der verkleinerten ,wirklichkeit1 und es beginnt die ,ttigkeit der ,phantasie4 ,war bisher von der ,phantasie in ihrer ,beziehung zum ,denken die ,rede -- ,wundt bezeichnet die ,phantasiettigkeit geradezu als eine ,form des ,denkens1 sie ist ein ,denken in ,bildern8 -- so darf doch auch noch nicht vergessen werden1 da sie den ,blinden eine ,quelle reichen ,genusses und erhebender ,empfindungen ist4 ,wir brauchen nur daran zu denken1 da die ,phantasie ihn bei dem ,brausen des ,sturmes1 dem ,suseln der ,bltter1 dem ,rauschen des ,meeres1 dem ,krachen des ,donners hinausfhrt ber die engen ,grenzen seiner ,anschauung und ihn eine ,ahnung gewinnen lt von der ,gre und ,erhabenheit der ,schpfung4 ,und welche lieblichen ,bilder zaubert ihm die ,phantasie vor1 wenn gute ,musik sein ,ohr berhrt6 ,mit ,recht steht im ,musiksaal einer ,blindenanstalt das ,dichterwort3 ,kommst du1 ,musik1 wird's in uns licht1 ,tief in der ,brust ein ,pfingsten tagt1 ,wenn deine ,wunderstimme spricht1 ,wozu das ,wort den ,dienst versagt48 ,wird die ,phantasie von dem ,willen gelenkt1 so da sie das ,denken beeinflut1 so bezeichnet man sie als aktive ,phantasie4 berlt man sich aber planlos und ziellos dem ,spiele der ,vorstellungen1 trumt man sich in ,situationen hinein1 die nie eintreten knnen1 beschwrt man ,bilder herauf1 die sich von der ,wirklichkeit unnatrlich entfernen1 so ist dies ein ,werk der passiven ,phantasie4 ,die passive ,phantasie tritt um so lebhafter in ,wirksamkeit1 je mehr das logische ,denken zurckgedrngt wird4 ,der sich selbst berlassene oder oberflchlich unterrichtete ,blinde steht ganz unter ihrem ,einflu2 er wird darum meist ein ,trumer und ein fr das praktische ,leben unbrauchbarer ,mensch4 ,es bildet sich bei ihm jene psychische ,schlaffheit heraus1 die es gar nicht zu dem ,verlangen kommen lt1 plastisch und anschaulich zu denken2 er findet in bloen ,klangwirkungen und ,wortvorstellungen seine ,befriedigung4 ,der ,blindenunterricht hat die ,pflicht1 mit allen ihm zu ,gebote stehenden ,mitteln die passive ,phantasie zurckzudrngen und sie in die aktive berzufhren4 ,wie dies geschieht1 ist oben dargelegt worden4 ,noch nicht erwhnt ist die hohe ,bedeutung des ,spieles1 dessen ,verwertung fr die ,phantasiebildung nicht hoch genug eingeschtzt werden kann4 ,dasselbe gilt von der praktischen ,arbeit des ,schlers4 ,zusammenfassend werden wir sagen drfen3 die aktive ,phantasie wird entwickelt1 wenn man den ,schler vor bloen sprachlichen ,mitteilungen bewahrt und bloe sprachliche ,leistungen richtig bewertet1 wenn man den ,unterricht auf der ersten ,stufe zu einem ausschlielich realen gestaltet1 bei dem ,wort und ,begriff sich decken1 und wenn man der freien ,bettigung des ,schlers in ,spiel und ,arbeit einen solchen ,raum gewhrt und ihr eine solche ,richtung gibt1 da er durch ,selbstprobieren und ,selbstberzeugen einen ,einblick gewinnt in das ,wesen der ,dinge und in den logischen ,zusammenhang der ,erscheinungen4 ,heller1 ,das ,prinzip der ,wechselwirkung in der ,blindenschule4 ,kongr4-,ber4 ,amsterdam #ahhe4 ,schrder1 ,die ,methode der ab- und aufsteigenden ,linie4 ,bldfrd4 #ahhi ,s4 #ajj4 #d4 ,das ,gedchtnis4 ,die ,anforderungen1 die ,schule und ,leben an das ,gedchtnis des ,blinden stellen1 sind wesentlich hher als bei dem ,sehenden4 ,dem ,sehenden wird das ,festhalten und die ,reproduktion der ,vorstellungen1 seien es nun sachliche oder sprachliche1 besonders durch zwei ,umstnde erleichtert3 ,die meisten ,dinge und ,erscheinungen1 die er kennen lernt1 begegnen ihm wiederholt1 manche unendlich oft1 so da ihr ,wesen und ihr ,verhltnis zueinander sich dem ,geiste mhelos einprgen2 sodann findet er eine beraus wirksame ,gedchtnishilfe in den verschiedensten ,arten der graphischen ,darstellung1 in der ,schrift1 der ,abbildung1 der zeichnerischen ,skizze1 der ,karte1 dem graphischen ,symbol4 ,wie sehr steht hier der ,blinde dem ,sehenden nach6 ,der blinde ,schler hat im ,unterricht einen ,pflug kennen gelernt1 ein kleines ,modell1 mit dem er einige drftige ,furchen im ,sande zieht4 ,spter aber wird er mit einem ,pfluge wahrscheinlich nie mehr in ,berhrung kommen2 im naturgeschichtlichen ,unterricht wird der ,fuchs betrachtet2 mit dem ,schlu der ,stunde sagt er ihm ,lebewohl auf ,nimmerwiedersehn2 ein geographischer ,name ist ihm entfallen1 aber seine ,reliefkarte ist stumm2 er mchte ein ,musikstck1 das ihm gefallen hat1 spielen1 aber die ,noten1 die sein sehender ,freund mit fliegendem ,blick in die ,praxis bertrgt1 existieren fr ihn nicht4 ,was er sein eigen nennen soll1 mu er im ,gedchtnis haben1 und mu es so festhalten1 da es auch in spteren ,zeiten ihm zur ,verfgung steht4 ,wohl fehlt es auch dem ,blinden nicht ganz an ,gedchtnishilfen3 ,bcher zum ,nachlesen und ,nachschlagen besitzt er ebenfalls2 auch er kann sich in seiner tastbaren ,schrift ,notizen machen2 zur ,darstellung von ,skizzen und einfachen geometrischen ,zeichnungen besitzt er geeignete ,apparate -- aber wie beraus drftig ist das alles gegen den ,reichtum1 ber den der ,sehende verfgt4 ,die hervorragende ,bedeutung1 die das ,gedchtnis fr den ,blinden hat1 macht es notwendig1 da dem ,merken und ,einprgen des ,unterrichtsstoffes besondere ,sorgfalt gewidmet wird4 ,in erster ,linie ist zu fordern1 da man dem ,gedchtnis nicht zu viel zumutet1 da man es also nicht zum ,festhalten von unwichtigen1 fr die ,bildung des ,blinden bedeutungslosen ,stoffen zwingt4 ,was ohne ,schaden vergessen werden kann1 soll berhaupt nicht erst gelehrt und behandelt werden4 ,hlt man an diesem ,grundsatz fest1 so wird in den bestehenden ,lehrplnen der ,blindenanstalten noch vieles gestrichen werden mssen2 auf den geographischen ,reliefkarten wird noch mancher ,punkt1 manche ,flulinie1 manche ,gebirgserhhung verschwinden2 im ,sprachunterricht wird manche tote ,regel1 manche ,definition1 manche bungsreihe als des ,behaltens nicht wert fallen gelassen werden4 ,dann wird im ,unterricht auch gengende ,zeit zur grndlichen ,behandlung des wirklich ,wichtigen und ,notwendigen verbleiben4 ,denn daran mu man festhalten3 was gelehrt wird1 ist dem ,gedchtnis so fest einzuprgen1 da die ,erinnerungsbilder nicht sobald wieder verblassen und verlschen4 ,dazu trgt in erster ,linie die konkrete ,gestaltung des ,unterrichtes bei4 ,was sinnlich erfat wird1 prgt sich ein1 was als bloer ,wortklang das ,ohr berhrt1 entschwindet dem ,gedchtnis bald4 ,die ,einprgung soll ferner1 soweit dies durchfhrbar ist1 verstandesmig erfolgen4 ,so wird man z4 ,b4 einen ,abschnitt aus einem ,musikstck nicht so lange vorspielen1 bis der ,schler ihn mechanisch aufgefat hat und ihn wiedergeben kann1 sondern man wird vom ,schler die ,gliederung herausfinden1 die ,melodiefhrung erkennen1 den ,fingersatz feststellen lassen4 ,bei den geographischen ,namen wird man mglichst ihren sinnlichen ,hintergrund erkennen lassen2 dasselbe wird man bei der ,sprache berhaupt tun2 bei dem ,blinden ist die ,aufdeckung ihres konkreten ,gehaltes um so notwendiger1 als er sie zum ,teil mechanisch braucht1 da er sie nicht der eigenen ,welt1 sondern der des ,sehenden entlehnt4 ,im gesamten ,unterricht wird ferner alles rein ,schnrednerische1 alles ,phrasenhafte zu verbann sein4 ,mag in der ,schule der ,sehenden manches ,unklare1 gefhlsmig ,erfate in der mndlichen und schriftlichen ,darstellung durchgehen1 in der ,blindenschule mu daran festgehalten werden1 da nur das1 was wirklich erkannt und das1 was tatschlich erlebt ist1 ausgesprochen wird4 ,man spricht vom primren und sekundren ,gedchtnis und versteht unter der ersten ,bezeichnung das unmittelbare ,behalten eines ,stoffes bei nur einmaliger ,darbietung1 whrend der zweite ,ausdruck das durch wiederholte ,darbietung und wiederholte ,reproduktion bewirkte dauernde ,festhalten eines ,stoffes bezeichnet4 ,das unmittelbare 7primre7 ,gedchtnis tritt bei der ,frage1 beim ,diktat1 beim ,kopfrechnen 7,behalten der ,aufgabe7 in ,wirksamkeit4 ,wenn es auch im allgemeinen richtig ist1 da solche ,stoffe tatschlich nur einmal dargeboten werden1 da also ein diktierter ,satz1 eine ,rechenaufgabe nicht zwei- oder dreimal vom ,lehrer vorgesprochen wird1 so ist doch zu bedenken1 da bei der rein akustischen ,auffassung1 wie sie fr ,blinde in ,betracht kommt 7der sehende ,schler verfolgt auch die ,mundbewegung und die ,mienen des ,lehrers71 leicht ,irrtmer entstehen knnen4 ,in vielen ,fllen wird daher eine sofortige ,wiederholung des zu schreibenden ,satzes1 der zu lsenden ,rechenaufgabe durch einen ,schler notwendig sein4 ,zur ,regel darf eine solche ,wiederholung allerdings nicht werden4 ,kommt die dauernde ,einprgung eines ,stoffes in ,frage1 so ist eine ftere ,reproduktion desselben geboten2 sie wird da1 wo es sich um ,namen1 ,regeln und ,merkstze handelt1 die nur mit dem ,ohr aufgefat werden1 durch ,nachsprechen seitens einzelner ,schler und durch ,chorsprechen ihren ,ausdruck finden4 ,damit das ,nachsprechen nicht ein mechanisches bleibt1 empfiehlt es sich1 den zu merkenden ,namen oder ,satz in verschiedener ,verbindung auftreten zu lassen4 ,wir nehmen z4 ,b4 an1 die ,schler haben auf der ,karte die ,warthe als einen rechten ,nebenflu der ,oder entdeckt4 ,der ,name ist ihnen noch unbekannt4 ,nachdem der ,lehrer ihn genannt hat1 folgen etwa die nachstehenden bungen1 die eine ,einprgung des ,namens im ,zusammenhange mit den gewonnenen sachlichen ,erfahrungen bezwecken3 ,wiederhole den ,namen4 ,du auch4 ,sprecht im ,chor4 ,der ,name wird mit th geschrieben4 ,buchstabiere ihn also 7mehrere ,schler74 ,sprich aus1 da die ,warthe ein ,nebenflu der ,oder ist4 ,gib an1 auf welcher ,seite er in die ,oder mndet und gebrauche dabei das ,wort ,nebenflu4 ,setze die ,warthe in ,beziehung zu der ,provinz ,posen und gebrauche dabei die ,bezeichnung ,hauptflu4 ,gib an1 welche preuischen ,provinzen die ,warthe durchstrmt4 ,bei der ,einprgung von ,gedichten1 die auf der ,anfangsstufe ausschlielich durch ,vorsprechen erfolgt1 ist zu beachten1 da nach neueren ,versuchen das ,memorieren in kleinen ,abschnitten unkonomisch ist2 man arbeitet mit dem geringsten ,kraftaufwande1 wenn man ,memorierstoffe von nicht zu groem ,umfange im ganzen zur ,einprgung darbietet1 bei ,gedichten also nicht einzelne ,zeilen1 auch nicht zwei oder drei ,zeilen zusammenfassend1 sondern eine ,strophe im ganzen4 ,auf der ,mittel- und ,oberstufe sollten nur solche ,gedichte gelernt werden1 die in den ,lesebchern enthalten sind1 damit das ,memorieren ohne ,hilfe des ,lehrers erfolgen kann4 ,da hier wie dort dem ,memorieren eine ,betrachtung des ,gedichtes voraufgeht1 versteht sich von selbst4 ,jede ,gedchtnisleistung erfordert eine straffe ,konzentration der ,geisteskrfte2 jede ,ablenkung der ,aufmerksamkeit beeintrchtigt die ,einprgung4 ,der ,blinde ist akustischen ,strungen besonders leicht ausgesetzt2 irgend ein ,gerusch1 das der ,sehende kaum beachtet1 lenkt ihn von der ,sache ab4 ,darum wird man auf eine ruhige ,lage der ,klassenzimmer bedacht sein mssen2 namentlich darf herberklingende ,musik die ,unterrichtsarbeit nicht stren4 ,die wenigen ueren ,gedchtnishilfen1 die fr den ,blinden in ,betracht kommen1 sollen ihm selbstverstndlich nicht vorenthalten werden4 ,so wird der ,lehrer im erdkundlichen ,unterricht die neu auftretenden ,namen in ,punktschrift niederschreiben und das ,blatt als ,hilfe fr die husliche ,wiederholung und ,einprgung aushngen4 ,wichtige ,regeln und ,merkstze werden von smtlichen ,schlern aufgezeichnet1 am besten in ein besonderes ,merkheft81 das ber die ,schulzeit hinaus im ,besitz der ,zglinge bleibt4 ,fr die ,einprgung von ,bibelsprchen1 ,kirchenliedern1 biblischen ,geschichten und ,bibellesestoffen sollen die ,schler ,hilfsbcher in den ,hnden haben1 die aber verstndig benutzt werden mssen4 ,darber1 ob besondere ,hilfsbcher fr den grammatischen und orthographischen ,unterricht notwendig sind1 gehen die ,meinungen auseinander4 ,tatschlich kann man ohne diese ,hilfsmittel auskommen2 auch liegt bei ihrem ,gebrauch die ,gefahr nahe1 da das lebendige1 gesprochene ,wort1 das fr den ,blinden eine noch hhere ,bedeutung hat als fr den ,sehenden1 durch allerlei ,regelwerk und schriftliche bungen eine ,beeintrchtigung erfhrt4 ,zudem ist es aus den eingangs erwhnten ,grnden nicht ratsam1 das ,gedchtnis mit grammatischen ,regeln und bungsstoffen zu belasten4 ,unbedingt entbehrlich sind ,hilfsbcher fr den ,unterricht in den ,realien4 ,im ,musikunterricht wird bei fortgeschrittneren ,schlern die ausschlieliche ,auffassung nach dem ,gehr zurcktreten gegenber dem ,unterricht nach ,noten4 ,fr erwachsene ,blinde ist die sofortige schriftliche ,fixierung mancher ,gedanken nicht selten wichtig und notwendig2 durch eine kleine ,taschen-,notiztafel fr ,punktschrift wird die schriftliche ,aufzeichnung an jedem ,orte mglich4 ,der blinde ,geschftsmann wird ebenfalls ohne ,notizen ber sein ,soll und ,haben nicht auskommen4 -- ,knstliche ,hilfen fr die ,einprgung von ,namen und die ,lage geographischer ,objekte haben im ,blindenunterricht nur dann ,wert1 wenn sie rein akustischer ,natur sind und sich fernhalten von mnemotechnischen ,knsteleien 7z4 ,b4 ,wasserstraen und ,inseln des ,stettiner ,haffs3 ,peene-,westen2 ,swine-,mitte2 ,divenow-,osten2 ,usedom-,westen2 ,wollin-,osten74 ,fr die ,einprgung von ,braille-,buchstaben und ,schriftkrzungen kann als ,merkhilfe fters die ,umkehrung und ,stellung eines ,buchstabens usw4 vorteilhaft gebraucht werden1 z4 ,b4 u umgekehrtes au2 ein umgekehrtes n2 ver c unten4 ,die ,tasten der ,schreibmaschine merkt der ,blinde leicht1 wenn er die ,buchstaben einer ,reihe zu ,worten zusammenfgt1 event4 unter ,einschiebung von ,vokalen1 oder wenn er mit den ,buchstaben der ,tasten ,wrter bildet und sie zu einem sinnvollen ,satze vereinigt4 7,die obere ,tastenreihe der ,blickensderfer ,schreibmaschine enthlt z4 ,b4 die ,buchstaben ,p ,f ,l ,o ,h2 ,merksatz3 ,peter findet leicht offene ,herzen74 ,das dauernde ,festhalten der erworbenen ,vorstellungen und ,kenntnisse wird durch ftere ,wiederholung am besten gesichert4 ,die ,wiederholung kann sehr verschieden geschehen4 beraus wichtig ist die erneute sinnliche ,vorfhrung frher betrachteter ,objekte2 sie kann durch keine sprachliche ,wiederholung ersetzt werden4 ,besonders intensiv gestaltet sie sich1 wenn sie mit ,aufgaben zur ,darstellung des ,objekts ,hand in ,hand geht4 ,sind z4 ,b4 im naturgeschichtlichen ,unterricht die wichtigsten ,arten der ,fische behandelt worden1 so kann mit einer wiederholenden ,vorfhrung der prparierten ,exemplare ein ,formen derselben verbunden werden4 ,oder die ,schler zeichnen von smtlichen ,fischen den ,krperumri1 oder sie bringen an dem ,modell eines ,fischkrpers die ,stellung der ,flossen bei den verschiedenen ,arten zur ,darstellung4 ,die hchste ,leistung ist das ,formen aus dem ,gedchtnis1 ohne erneutes ,betasten des ,objekts4 ,besonders notwendig ist die ftere ,wiederholung im geographischen ,unterricht2 wird das ,kartenbild im ,geiste des ,schlers nicht immer wieder erneuert1 so verblat es sehr bald1 und mit ihm gehen die geographischen ,kenntnisse verloren4 ,die ,wiederholung wird sich also neben einer ,auffrischung des erdkundlichen ,sachinhalts insbesondere auch auf die ,wiederbelebung des ,kartenbildes erstrecken mssen4 ,dies kann zunchst durch mehrfaches ,aufsuchen der gemerkten ,flsse1 ,gebirge1 ,stdte usw4 geschehen1 dann aber auch durch ,zeichnen von ,umrissen der ,lnder1 von ,flu- und ,gebirgsskizzen und durch schematische ,darstellungen3 ,hauptsache ist hier wie bei allen ,wiederholungen die ,vermeidung einer abstumpfenden ,gleichfrmigkeit4 ,zech1 ,befestigung und ,wiederholung der realistischen ,stoffe4 7,teil ,,iii der ,abhandlung ,aus der ,praxis des ,blindenunterrichts847 ,bldfrd4 #ahii ,s4 #bji4 ,derselbe4 ,brauchen wir ein ,reallesebuch8 ,bldfrd4 #aijj ,s4 #bjf4 ,,vii4 ,der ,unterrichtsbetrieb4 #a4 ,der ,stundenplan4 ,der ,stundenplan der ,blindenanstalt weicht in mancher ,hinsicht ab von den ,stundenplnen der ,volksschule4 ,die vielfach errterte ,frage1 ob der ,unterricht nur am ,vormittage oder auch nachmittags erteilt werden soll1 wird fr die ,blindenanstalt zugunsten des geteilten1 also des ,vor- und ,nachmittagsunterrichts zu beantworten sein4 ,da die ,anstalten fast durchweg ,internate sind1 fallen bei ihnen die gegen den ,nachmittagsunterricht geltend gemachten ,grnde 7zweimaliger ,schulweg1 ungengende ,ruhe whrend der ,mittagspause usw47 fort#ca4 ,der ganztgige ,unterricht bietet die ,mglichkeit1 die ,unterrichtsstunden gleichmig zu verteilen1 ,erholungs- und ,spielstunden einzuschieben und auch eine ,verlegung der einen oder andern ,stunde1 wie sie manchmal notwendig wird1 vorzunehmen4 7,es sei z4 ,b4 an den ,unterricht in der ,pflanzenkunde erinnert1 der bekanntlich im ,freien erteilt werden soll und darum vom ,wetter abhngig ist47 ,da die blinden ,schler in ihrer ,bewegungsfreiheit den sehenden ,kindern nachstehen1 auch weniger ,anregung zur ,bettigung in ,spiel und ,arbeit finden als diese1 so wre es fr sie geradezu verhngnisvoll1 wenn man an den ,nachmittagen von jeglichem ,unterricht ,abstand nehmen wollte2 man wrde damit dem ,hange zur ,passivitt1 zum unfruchtbaren ,phantasieren oder dumpfen ,hinbrten ,vorschub leisten4 ,daraus folgt1 da die ,zahl der ,unterrichts- und sonstigen ,arbeitsabschnitte1 die der ,stundenplan zu regeln hat1 grer sein wird als in andern ,schulen4 ,fr einen angemessenen ,wechsel zwischen direktem ,unterricht und stiller ,beschftigung1 zwischen geistiger und krperlicher ,arbeit ist natrlich zu sorgen1 damit in keiner ,weise eine berbrdung der ,schler eintritt4 ,eine bestimmte ,stundenzahl lt sich schwer nennen2 die ,hchstzahl der planmigen ,unterrichtsstunden pro ,woche drfte sein3 fr die ,oberstufe #cf bis #dj1 fr die ,mittelstufe #cj bis #ce1 fr die ,unterstufe #bj bis #bh4 7,vergl4 ,stundentafel74 ,hier mag auch die ,stundenzahl fr den ,lehrer errtert werden4 ,wieviel ,stunden pro ,woche drfen ihm zugemutet werden8 #cj bis #cb1 wie sie im allgemeinen als ,hchstzahl fr die ,lehrer der ,volksschule gilt1 sind fr den ,blindenlehrer sicher zu viel4 ,es ist zu bedenken1 da der ,unterricht eine sehr sorgfltige ,vorbereitung erfordert1 die nicht immer am ,schreibtisch erledigt werden kann1 sondern fters auch die ,anwesenheit des ,lehrers in der ,anstalt auerhalb der ,schulzeit notwendig macht1 da ferner die ,korrektur der schriftlichen ,arbeiten der ,schler umstndlich und anstrengend ist und da endlich die ,lehrer auch durch den ,aufsichtsdienst in der ,anstalt in ,anspruch genommen werden4 ,demnach wird man als ,hchstzahl der auf einen ,lehrer entfallenden ,unterrichtsstunden #bf pro ,woche annehmen drfen1 fr eine ,lehrerin #bd4 ,die ,lektionen werden am besten in ganzstndiger ,dauer erteilt4 ,die sog4 ,kurzstunde 7mit #dj oder #de ,minuten7 empfiehlt sich fr die ,blindenanstalt nicht4 ,durch die umstndliche ,veranschaulichung des ,lehrstoffes1 die hufige manuelle ,bettigung der ,schler1 die immer eine mit ,zeitverlust verbundene ,vorbereitung und ,nachbereitung erfordert 7,austeilen und ,einsammeln der ,lehrmittel usw471 den ftern ,unterricht im ,freien1 das hufige ,reinigen der ,hnde usw4 wird die ,unterrichtsarbeit vielfach aufgehalten und unterbrochen1 so da ein ,abschnitt von #dj bis #de ,minuten unbedingt zu kurz ist4 ,soll in der ,blindenanstalt das ,fachlehrer-,system herrschen1 oder soll ein ,lehrer smtliche ,unterrichtsstunden in einer ,klasse erteilen 7,klassenunterricht78 ,ehe diese ,frage beantwortet werden kann1 mu ber die ,stellung der ,anfangsklasse 7#a4 und event4 #b4 ,schuljahr7 gesprochen werden4 ,in den ,schulen der ,sehenden zeigt der ,stundenplan schon im ersten ,schuljahr eine ,trennung der ,lehrfcher4 ,religion1 ,anschauungsunterricht1 ,lesen und ,schreiben1 ,rechnen1 ,turnen und ,gesang wechseln in ganz- oder halbstndigen ,lektionen ab4 ,diese ,trennung ist fr die ,blindenschule zu verwerfen4 ,die wichtigste ,aufgabe des ersten ,schuljahres ist die ,gewinnung eines ,grundstockes von ,anschauungen2 ein intensiver ,anschauungsunterricht macht also den ,hauptteil der ,schularbeit aus4 ,dieser ,unterricht erstreckt sich nicht nur auf das ,kennenlernen von ,dingen nach ihrer ueren ,gestalt1 nach ihrer ,entstehung und ihrem ,zweck1 sondern er enthlt auch das ,moment der ,zahl und des ,wortes1 also die ,anfnge des ,rechnens und der ,sprache4 ,in dem richtig betriebenen ,anschauungsunterricht wird dem blinden ,schler ,sachkunde1 ,formkunde1 ,rechnen und sprachliche bung geboten1 die letztere zunchst nur mndlich4 ,es wre unpdagogisch1 wenn man diese in innigem ,zusammenhange stehenden ,elemente trennen und in besondere ,stunden verweisen wollte4 ,es drfen demnach nicht folgende ,namen auf dem ,stundenplane der ,anfangsklasse zu finden sein3 ,anschauung1 ,frbelunterricht1 ,formen1 ,handgriffe1 ,hrbungen1 ,handturnen1 ,rechnen1 sprachliche bungen1 ,gesang4 ,diese ,fcher8 bilden ein einheitliches ,gebiet1 den ,grundunterricht81 und unter diesem zusammenfassenden ,namen werden sie am zweckmigsten auf dem ,stundenplan erscheinen4 ,es mu dabei dem ,ermessen des ,lehrers und seiner pdagogischen ,einsicht berlassen bleiben1 die einzelnen ,teilgebiete des ,grundunterrichts in solcher ,folge und ,kombination zu betreiben1 wie sie der fortschreitenden ,erkenntnis des ,schlers und seiner jeweiligen geistigen und krperlichen ,verfassung entspricht4 ,abgesondert vom ,grundunterricht erscheint der ,religionsunterricht1 der ein ,gebiet fr sich bildet4 ,es ist klar1 da der ,grundunterricht nur von einer ,lehrkraft erteilt werden kann2 wir haben also auf der ,anfangsstufe ,klassenunterricht84 ,aber auch in den folgenden ,schuljahren1 dem #b4 bis #d41 ist es wnschenswert1 da zusammengehrige ,disziplinen in einer ,hand liegen4 ,die wichtigsten der hier betriebenen ,gegenstnde3 der ,anschauungsunterricht und die verschiedenen ,formen der ,darstellung81 haben so viele ,berhrungspunkte1 da eine ,verteilung derselben auf mehrere ,lehrkrfte zu einer ,lockerung des ,zusammenhanges fhren knnte4 ,der ,klassenunterricht1 wenn auch nur in beschrnkter ,form1 ist darum auch hier zu empfehlen4 ,auf der ,mittel- und ,oberstufe sprechen dagegen gewichtige ,grnde fr den ,fachunterricht4 ,die ,veranschaulichung des ,lehrstoffes1 besonders des realistischen1 die ,handhabung der ,lehrmittel1 die zweckmige ,auswahl des bungsstoffes und die ,anleitung des ,schlers zur manuellen ,darstellung erfordern viel ,erfahrung und ,sachkenntnis1 und diese lassen sich nur durch eingehende ,beschftigung mit dem betreffenden ,lehrgebiete und durch jahrelange praktische bung in der ,schulklasse gewinnen4 ,auch kann bei ,anwendung des ,fachunterrichts auf der ,mittel- und ,oberstufe der besonderen ,begabung und persnlichen ,neigung des ,lehrers ,rechnung getragen werden1 was dazu mithilft1 die ,arbeitsfreudigkeit zu steigern4 ,eine ,gefahr wird dabei allerdings zu vermeiden sein3 ,es darf nicht jeder ,lehrer isoliert arbeiten2 die ,fachlehrer mssen sich untereinander verstndigen1 damit diejenigen natrlichen ,verbindungen1 die zwischen den einzelnen ,lehrgegenstnden bzw4 den jeweiligen ,lehrstoffen bestehen1 erhalten bleiben 7man denke z4 ,b4 an den ,zusammenhang des ,formens mit dem ,sachunterricht74 ,die ,lehrfcher sollen einander sttzen und frdern1 auch wenn sie nicht in einer ,hand vereinigt sind4 ,wichtig ist die ,frage nach dem ,umfang einer ,unterrichtsabteilung 7,schulklasse74 ,dabei kommt folgendes in ,betracht4 ,der ,blindenlehrer kann den ,unterricht nicht vom ,katheder aus leiten4 ,er mu bald an diesen1 bald an jenen ,schler herantreten1 um sich zu berzeugen1 ob er richtig tastet1 richtig zeigt1 eine ,ttigkeit verstndig ausfhrt2 hier mu er das ,objekt1 dort die tastende ,hand in die beste ,lage bringen2 hier mu er einen ,schler zur ,ausfhrung eines ,versuchs anleiten1 dort einen andern anregen1 durch eigenes ,probieren zum ,ziele zu kommen4 ,so zwingt ihn der ,unterricht1 fortwhrend in persnliche ,beziehung zu jedem einzelnen ,schler zu treten4 ,dadurch zersplittert sich seine ,kraft1 und der gemeinsame ,unterricht kommt nur zu leicht in die ,gefahr1 sich in ,einzelunterricht aufzulsen4 ,sind auch noch die ,veranschaulichungsmittel unvollkommen und nur in beschrnkter ,zahl vorhanden1 so hufen sich die ,schwierigkeiten und die ,zeitverluste4 ,schon bei einer sehr migen ,schlerzahl gehrt viel pdagogisches ,geschick und ein scharfer ,blick dazu1 allen ,schlern gerecht zu werden1 die ,gemeinsamkeit des ,unterrichts zu wahren1 und doch auch jedem einzelnen ,kinde beizuspringen4 ,die ,praxis hat ergeben1 da bei #ab ,schlern der erforderliche berblick und die ,einheitlichkeit des ,unterrichts gesichert sind2 diese ,zahl drfte daher als ,normalzahl fr eine ,abteilung anzusehen sein2 die hchste zulssige ,schlerzahl wird #af sein4 ,zum ,schlu wird umstehend als ,beispiel die ,stundentabelle der ,wilhelm-,augusta-,blindenanstalt in ,danzig-,knigsthal fr das ,sommerhalbjahr #aiac geboten4 ,einige ,erluterungen dazu finden sich in dem folgenden ,abschnitt ber den ,lehrplan4 ,schorcht1 ,empfiehlt sich in ,blindenanstalten das ,fachlehrer- oder das ,klassenlehrer-,system8 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 ,stundentabelle4 ---------------------------------------- ----------------------- ,stundenzahl pro ,woche3 ,lehrgegenstand3 ----------------------------------- ,i ,a,i ,b ,i ,,ii,,iii ,,iv ,v ,,vi ---------------------------------------- ----------------------- ,religion -- -- #d #d #b #b #b #b ,deutsch -- -- #f #f #ed_/b #c -- -- ,anschauung und ,darstellung -- -- -- -- #f #f -- -- ,grundunterricht -- -- -- -- -- -- #af #af ,geschichte -- -- #b #b -- -- -- -- ,rechnen -- -- #c #c #cd_/b #a -- -- ,raumlehre -- -- #b #a -- -- -- -- ,naturgeschichte -- -- #b #b -- -- -- -- ,arbeitskunde 7,naturlehre7 -- -- #b #b -- -- -- -- ,heimatkunde -- -- -- -- #b #b -- -- ,erdkunde -- -- #b #b -- -- -- -- ,formen -- -- #b #b -- -- -- -- ,zeichnen -- -- #b -- -- -- -- -- ,schulgesang -- -- #c #c #b #b -- -- ,gemischter ,chorgesang #b #b -- -- -- -- -- -- ,mnnergesang #a #a -- -- -- -- -- -- ,instrumentalmusik #bj -- -- -- -- ,handfertigkeits-,unt4 -- -- #b #b -- -- -- -- ,weibl4 ,handarbeiten -- #e #e #c #c -- -- -- ,turnen -- #b #b #b #b #b #b -- ,fortbildungs-,unt4 #d #d -- -- -- -- -- -- ,spiel -- -- -- -- #b #b #d #f ,hilfeleistung im ,hause fr die ,mdchen -- -- #b #b -- -- -- -- ---------------------------------------- ----------------------- ,knaben #g #i #cd #ca #bd #bd #bd #bd ,mdchen #f #ac #ci #cd #bg #bd #bd #bd ,auerdem erhalten die ,schler der ,kl4 ,i-,,vi in #f-h ,stunden pro ,woche ,unterricht in einfachen technischen ,arbeiten 7,flechtarbeiten74 #b4 ,der ,lehrplan4 ,whrend der ,stundenplan die uere ,ordnung der ,unterrichtsarbeit regelt1 ordnet der ,lehrplan den inneren ,betrieb1 d4 h4 er stellt die ,lehrziele auf1 bezeichnet die zu behandelnden ,stoffgebiete und verteilt sie auf die einzelnen ,unterrichtsstufen4 ,der ,lehrplan der ,blindenanstalt darf natrlich nicht eine ,kopie des ,lehrplans der ,volksschule sein2 er mu aus den ,bedrfnissen des ,blinden hervorgehen1 aus der ,eigenart seines ,wahrnehmens und ,erkennens1 seiner psychischen ,veranlagung und den ,forderungen1 die das ,leben an ihn stellt4 ,zu wnschen ist ferner1 da er sich nicht mit einer bloen ,aufzhlung des ,lehrstoffes begngt1 sondern auch die ,teilziele und ,fortschritte kennzeichnet1 die in jedem ,fache stufenweise zu erstreben sind4 ,ebenso wird zu fordern sein1 da er die ,bedeutung der einzelnen ,stoffe und ,stoffgruppen fr die ,bildung des ,blinden hervorhebt1 auf ,klippen und ,untiefen aufmerksam macht und den krzesten und besten ,weg zeigt1 der zum ,ziele fhrt4 ,ein solcher ,plan lt sich nicht auf wenigen ,seiten darlegen1 sondern er wird ein ausfhrliches ,schriftstck sein4 ,bei aller ,ausfhrlichkeit darf er sich jedoch nicht in ,einzelheiten verlieren1 darf nicht jede ,kleinigkeit regeln wollen1 darf nicht den ,stoff bis auf ,tage und ,stunden zuschneiden1 sonst wird er zur unertrglichen ,fessel4 ,er soll ein ,fhrer und ,berater des ,blindenlehrers sein1 nicht aber ein ,reglement1 das ihm auf ,schritt und ,tritt die ,hnde bindet4 ,der ,lehrplan mu der ,anstalt1 fr welche er bestimmt ist1 angepat sein und ihren besonderen ,bedrfnissen ,rechnung tragen4 ,es ist daher unmglich1 fr die ,blindenanstalten eines greren ,gebietes einen ,normallehrplan8 zu schaffen4 ,versuche1 die in dieser ,richtung angestellt wurden1 haben zu keinem ,resultat gefhrt4 ,mglich und wnschenswert ist es jedoch1 da den verschiedenen ,lehrplnen gemeinsame ,richtlinien zugrunde gelegt werden1 damit eine gewisse ,einheitlichkeit erreicht wird4 ,diese ist u4 a4 deshalb notwendig1 um eine ,erleichterung in der ,beschaffung von ,bchern und ,lehrmitteln herbeizufhren1 was sonst mhsamer ,einzelarbeit berlassen bleiben mte1 kann bei einer relativen ,gleichmigkeit der ,lehrplne der fabrikmigen ,herstellung zugewiesen werden4 ,die ,unterrichtsfcher1 die zurzeit in den ,blindenanstalten eingefhrt sind1 wurden bereits in der ,stundentabelle des vorigen ,kapitels genannt4 ,neuerdings wird vereinzelt fr die ,mdchen noch der ,haushaltungsunterricht gefordert2 die ,versuche1 die nach dieser ,richtung unternommen wurden1 sind aber noch nicht zum ,abschlu gekommen1 weshalb ein ,urteil ber diesen ,unterricht verfrht wre4 ,er soll darum hier nicht weiter bercksichtigt werden4 ,grundunterricht8 und ,deutsch8 sind ,sammelnamen fr ,gruppen zusammengehriger ,unterrichtselemente4 ,das gleiche gilt vom ,fortbildungsunterricht84 ,die ,grnde fr die ,zusammenfassung unter diese ,namen wurden vorhin 7s4 ,stundenplan7 in bezug auf den ,grundunterricht dargelegt2 sie gelten auch fr ,deutsch8 und den ,fortbildungsunterricht84 ,der ,anschauungsunterricht der ,unterstufe soll die ,grundlage fr den gesamten ,unterricht1 soweit er realer ,natur ist1 bieten4 ,mit ihm untrennbar verbunden ist die ,darstellung in ihren verschiedenen ,formen3 ,bauen1 ,tfelchen- und ,stbchenlegen1 ,flechten1 ,falten1 ,ausnhen1 ,arbeit am ,sandkasten1 ,modellieren4 ,letzteres ist auch auf der oberen ,stufe lediglich ein ,hilfsfach1 das dort vorzugsweise im ,dienste der ,realien steht4 ,das ,zeichnen hat nicht die ,bedeutung des ,zeichnens der ,sehenden2 er findet seine ,begrndung und ,sttze in der ,raumlehre4 ,der ,musikunterricht ist fakultativ2 er beschrnkt sich in der ,regel auf solche ,schler1 die in der ,musik voraussichtlich ihren ,lebensberuf 7,organist1 ,musiklehrer1 ,klavierstimmer7 finden werden4 ,dem ,gesangunterricht wird wegen seiner hervorragenden ,bedeutung fr den ,blinden besondere ,sorgfalt zuzuwenden sein2 da die ,blindenanstalten auch ltere ,blinde beider ,geschlechter beherbergen1 ist die ,einrichtung von ,stunden fr ,mnnergesang1 ,frauengesang und gemischten ,chorgesang meist mglich4 ,der ,handfertigkeitsunterricht in ,holz1 ,pappe usw4 fr die ,knaben1 der in andern ,schulen gewhnlich in ,nebenstunden verwiesen wird1 ist in der ,blindenanstalt wegen seiner ,bedeutung fr die ,gestaltungsfhigkeit der ,hand und ihre ,vervollkommnung im ,tasten ein obligatorischer ,gegenstand4 ,als ihm in gewissem ,sinne entsprechend ist die ,hilfsarbeit der ,mdchen im ,hause8 anzusehen1 die sich auf einfache ,ttigkeiten in der ,hauswirtschaft erstreckt1 wie ,aufwischen des ,fubodens1 ,abstuben der ,mbel1 ,ordnen der ,hausgerte1 ,waschen kleiner ,wschestcke1 ,reinigen des ,egeschirrs usw4 ,das ,spiel1 besonders das im ,freien1 ist ein so wichtiges ,mittel zur ,krperkrftigung des blinden ,kindes1 zur ,verbesserung seiner ,haltung1 zur ,vervollkommnung in der ,orientierung1 zur ,erweiterung seiner ,erfahrung und zur ,ausbildung ethischer ,qualitten1 da ihm ein weiter ,raum zugewiesen werden mu4 ,auf der ,unterstufe wird das ,spiel mit den brigen ,lehrgegenstnden gleich zu bewerten und darum auch nicht in die ,hnde einer ,aufsichtsperson1 sondern in die des ,lehrers zu legen sein4 ,auer dem eigentlichen ,schulunterricht ist in den ,blindenanstalten seit ihrem ,bestehen auch der sog4 technische ,unterricht 7,handarbeit7 eingefhrt4 ,es handelt sich hier aber nicht um einen gewerbsmigen ,betrieb1 sondern um eine ,beschftigung1 die pdagogischen ,zwecken dient4 ,die ,handarbeit bildet ein erwnschtes ,gegengewicht zu dem eigentlichen ,schulunterricht1 fllt beschftigungslose ,stunden der ,zglinge angemessen aus1 bereitet fr die sptere ,erlernung eines ,handwerks vor und lehrt die ,schler ,freude finden an technischer ,bettigung4 ,es ist natrlich darauf zu achten1 da jede berlastung der ,zglinge vermieden wird2 namentlich soll die ,handarbeit ihnen die notwendige ,zeit zur ,erholung und zu frhlichem ,spiel nicht verkrzen4 ,es kommen in ,betracht3 ,leichte ,flechtarbeiten in ,stroh1 ,binsen1 ,schilf1 ,bindfaden1 ,tuchkanten und andern billigen ,materialien4 ,es ist eine vielgehrte ,klage1 da die ,lehrplne der niederen und hheren ,schulen an einer berflle des ,stoffes leiden4 ,als die notwendige ,folge ergibt sich eine vom ,lehrer wie vom ,schler gleich unliebsam empfundene ,hast des ,unterrichts1 die es zu einer grndlichen ,vertiefung in den ,stoff gar nicht kommen lt4 ,fr die ,blindenschule wrde ein berladener ,lehrplan noch schwerere ,folgen nach sich ziehen3 er wrde den ,kern und ,stern des ,blindenunterrichts1 die ,erziehung des ,kindes zu gegenstndlichem ,denken1 in ,frage stellen4 ,der ,blindenunterricht braucht wegen der schwerflligen ,arbeit des ,tastsinnes ,zeit und ,ruhe2 im entgegengesetzten ,falle kann er nur ,worte ohne ,inhalt bieten4 ,darum darf die ,blindenschule ihren ,ruhm nicht darin suchen1 alle ,stoffe aufzunehmen1 welche die ,lehrplne der ,sehenden enthalten4 ,unbedingt mu alles das ausgeschieden werden1 was dem ,blinden bloes ,schulwissen bleibt1 was er innerlich nicht verarbeiten kann und was sich in das ,weltbild1 das er zu erlangen imstande ist1 nicht einfgen lt4 7,vergl4 ,kap4 ,i1 #b47 ,empfehlen wird es sich1 im ,lehrplan nicht das ,maximum dessen1 was etwa erreicht werden kann1 zu bieten1 sondern das ,minimum festzustellen1 das eine ,durchschnittsklasse zu bewltigen imstande ist4 ,treten einmal besonders gnstige ,verhltnisse ein -- wie denn die ,erfahrung lehrt1 da ein ,jahrgang zuweilen besonders tchtig ist -- so kann der ,lehrer in diesem und jenem ,punkte ber die ,forderungen des ,lehrplanes hinausgehen4 ,fischer1 ,normallehrplan fr ,blindenschulen4 ,kongr4-,ber4 ,berlin-,steglitz #ahih4 ,fischer1 ,bericht ber die ,arbeiten der ,lehrplan-,kommission4 ,bldfrd4 #aija ,s4 #aac4 ,brandstter1 ,allgemeine ,bestimmungen fr den ,unterricht in der ,blindenschule4 ,entwurf4 7,wohl in den meisten deutschen ,blindenanstalten als ,handschrift vorhanden47 ,zech1 ,grundlinien zu einem ,lehrplan fr deutsche ,blindenanstalten4 ,nachtrag zu dem ,bericht ber den ,,xii4 ,blindenlehrerkongre in ,hamburg #aijg4 ,ders41 ,bildungswert der in den ,blindenanstalten eingefhrten ,unterrichtsgegenstnde und ihre ,stellung im ,lehrplan der ,blindenschule4 ,kongr4-,ber4 ,wien #aiaj4 #c4 ,die ,unterrichtsform4 ,bei der ,bezeichnung ,unterrichtsform8 ist an zweierlei zu denken3 an das unterrichtliche ,tun und an das ,unterrichtsgesprch4 ,was das letztere betrifft1 so gelten fr seine ,anwendung im ,blindenunterricht dieselben ,forderungen1 wie sie die ,didaktik fr die ,schule allgemein aufgestellt hat4 ,doch ist zu bemerken1 da in der ,blindenklasse das reine ,lehrgesprch seltener auftreten wird als in der ,schule der ,sehenden1 da berall da1 wo es sich um die ,erkenntnis realer ,verhltnisse handelt1 die mndliche ,unterweisung ohne gleichzeitige ,handbettigung fr den ,blinden geringen ,wert hat4 ,lehrgesprch und unterrichtliches ,tun greifen in der ,blindenklasse fortwhrend ineinander4 ,wie in der ,schule der ,sehenden1 wird auch im ,blindenunterricht die entwickelnde ,form des ,lehrgesprchs vorherrschen4 ,natrlich kann auch die reine ,mitteilung nicht entbehrt werden2 man beschrnke sie aber auf das ,mindestma2 jedenfalls darf eine ,mitteilung nicht dort eintreten1 wo man fragend-entwickelnd vorgehen kann4 ,der mndlichen ,darstellung des ,schlers gestatte man mglichste ,freiheit2 man unterbreche sie1 wenn irgend angngig1 nicht durch ,fragen und ,aufdrngen bestimmter ,wendungen und ,ausdrcke4 ,da der ,blinde die ,mundbewegungen und das ,mienenspiel des ,sprechenden nicht beobachten kann1 fehlt ihm ein wichtiges ,vorbild fr die ,muskeleinstellung der ,sprachwerkzeuge4 ,dieses ,manko kann einigermaen durch hufiges ,chorsprechen ausgeglichen werden4 ,namentlich sollen ,merkstze1 ,regeln1 ,gesetze1 geographische und geschichtliche ,namen durch ,chorsprechen gelufig gemacht werden4 ,da die beginnende ,zerstreutheit und ,unaufmerksamkeit bei blinden ,schlern nicht so leicht zu erkennen ist wie bei sehenden1 ist das ,chorsprechen auch ein vortreffliches ,mittel1 um die ,beteiligung der trgen und unachtsamen ,geister am ,unterricht zu sichern4 ,der ,lehrton soll frisch und lebhaft sein4 ,es ist zu bedenken1 da alle die ueren ,mittel1 die in der ,schule der ,sehenden die aufmerksame ,teilnahme am ,unterricht frdern helfen 7der belebende ,blick des ,lehrers1 die das ,lehrgesprch begleitenden ,gesten1 das ,vorfhren von ,abbildungen1 das ,vormachen und ,zeigen des ,lehrers usw471 im ,blindenunterricht entweder ganz wegfallen oder nur fr den einzelnen ,schler wirksam sind4 ,um so mehr mu der ,blindenlehrer durch die ,wrme und ,lebendigkeit des ,lehrtons seine ,schler fortzureien verstehen4 ,am schwierigsten wird sich in der ,blindenklasse das unterrichtliche ,tun gestalten4 ,es wurde frher schon darauf hingewiesen1 da die ,tastbettigung sich nicht auf die eigentlichen ,unterrichtsstunden beschrnken darf4 ,eine allseitige und fruchtbare ,erkenntnis der ,dinge und ,ttigkeiten lt sich nur durch freie ,schlerbungen erreichen1 in denen der ,lehrer zurcktritt und seine ,mitwirkung nur darauf beschrnkt1 die ,bedingungen herbeizufhren1 unter denen die bungen und ,versuche erfolgreich vorgenommen werden knnen4 ,in einer solchen ,stunde brauchen die ,schler nicht alle in gleicher ,weise ttig zu sein3 der eine macht sich vielleicht mit einer erdkundlichen ,darstellung im ,sandkasten bekannt1 ein anderer beschftigt sich mit ,untersuchungen der ,krmerwage1 die der ,lehrer demnchst behandeln will1 ein dritter hantiert mit den dabeistehenden ,gewichten1 ein vierter formt einen bestimmten ,teil der ,wage1 ein fnfter benutzt verschiedene ,werkzeuge als ,hebel usw4 ,solche bungsstunden bilden die unerlliche ,vorbereitung des eigentlichen ,unterrichts4 ,in der ,unterrichtsstunde selbst wird zunchst die durch die ,eigenarbeit gewonnene ,erfahrung und ,erkenntnis festgestellt1 und dann setzt das schaffende ,lernen in wohlberlegter ,folge und ,ordnung ein4 ,erlaubt die ,art der ,arbeit nicht eine praktische ,beteiligung smtlicher ,schler1 so mu man sich damit begngen1 einzelne ,handgriffe von diesem und jenem ausfhren zu lassen1 gleichzeitig aber die nicht unmittelbar ,beteiligten zur aufmerksamen ,verfolgung der ,vorgnge durch das ,ohr anzuregen4 ,soll z4 ,b4 das ,sieden des ,wassers beobachtet werden1 so wrde sich die ,behandlung etwa so gestalten3 der ,lehrer blst in die ,kochflasche hinein2 die ,schler merken3 wir brauchen zu dem ,versuche eine ,flasche4 ,sie beurteilen nach der ,hhe des ,tones auch die ,gre derselben4 ,drei ,schler werden beauftragt1 die ,flasche zur ,hlfte mit ,wasser zu fllen4 ,der erste umfat die obere ,hlfte der ,flasche mit der ,hand1 der zweite setzt den ,trichter ein und hlt ihn fest1 der dritte giet das ,wasser in den ,trichter4 ,der erste merkt an der aufsteigenden ,klte1 wann es die gewnschte ,hhe erreicht hat und unterbricht die ,ttigkeit des ,fllens durch ein ,halt6 ,der ,lehrer lt eine ,streichholzschachtel auf den ,tisch fallen2 die ,kinder erkennen sie und vermuten1 da die ,spirituslampe angezndet werden soll4 ,ein ,schler besorgt das ,anznden1 ein anderer setzt den ,dreifu ber die ,lampe1 ein dritter stellt die ,flasche darauf1 ein vierter beobachtet mit seiner ,hand die zunehmende ,erwrmung der ,flasche1 bis ihn die ,hitze zwingt1 die ,hand zurckzuziehen4 ,nun kommt die ,beobachtung durch das ,ohr3 das ,singen des ,wassers und das brodelnde ,gerusch des ,kochens4 ,so sind die ,schler nicht nur beobachtend ttig gewesen1 sondern jeder von ihnen hat sich auch praktisch am ,unterricht beteiligt1 wenn auch nur mit einigen ,handgriffen4 ,wo die ,zahl der ,lehrmittel und die ,art der ,arbeit einen geschlossenen ,klassenunterricht ermglicht 7,frbelarbeit1 ,raumlehre1 ,erdkunde1 ,formen1 ,zeichnen1 ,pflanzenkunde71 da wre es natrlich ein unverzeihlicher ,fehler1 wenn man ihn nicht strikte durchfhren wollte4 ,das unterrichtliche ,tun findet seinen weiteren ,ausbau in den der ,lehrstunde folgenden ,schlerbungen4 ,haben die vorbereitenden ,untersuchungen mehr oder weniger den ,charakter des ,zuflligen1 so gestalten sich die nachfolgenden bungen zur ,lsung ganz bestimmter ,aufgaben4 ,wurde etwa fr die ,vorbereitung einer geographischen ,stunde die ,aufgabe gestellt3 macht euch nach der ,karte mit der ,provinz ,posen bekannt1 so heit es am ,ende der ,unterrichtsstunde3 ,zum nchsten ,male will ich ,genaueres ber die eigenartige ,grenzlinie der ,provinz hren2 die vereinfachte ,darstellung im ,sandkasten wird euch in der ,untersuchung untersttzen2 ,a4 und ,b4 werden versuchen1 den ,umri mit ,wachsfden nachzuzeichnen2 die andern sollen aus dem im ,sandkasten liegenden ,bleidraht die ,warthe und ,netze darstellen usw4 ,da es eine ,hauptaufgabe des ,unterrichts ist1 den ,blinden in die ,dinge und ,verhltnisse einzufhren1 wie sie sich in der ,wirklichkeit1 in der ,natur darstellen1 wird eine ftere ,verlegung des ,unterrichts aus dem ,schulzimmer ins ,freie notwendig sein4 ,bei der geringen ,schlerzahl einer ,klasse lt sich diese ,forderung ohne ,schwierigkeit durchfhren4 ,namentlich der ,anschauungsunterricht1 die ,arbeitskunde1 der heimatkundliche und naturgeschichtliche ,unterricht mssen sich zum ,teil in ,hof1 ,garten1 ,feld und ,wald abspielen1 wenn die ,bildung des ,blinden nicht ausschlielich an toten ,modellen1 sondern im ,umgang mit den wirklichen ,dingen erworben werden soll4 ,wie frher bereits hervorgehoben1 ist es wnschenswert1 da der ,anstaltsgarten1 oder wenigstens ein ,teil desselben1 dem ,unterricht dienstbar gemacht wird4 ,wo dies aus zwingenden ,grnden nicht mglich ist1 mu die ,schulwanderung als ,ersatz eintreten2 freilich gestaltet sich dann der ,unterricht umstndlicher und zeitraubender4 ,der ,unterricht im ,freien wird von dem im ,klassenzimmer betriebenen insofern abweichen1 als das ,wort des ,lehrers und auch die sprachliche ,darstellung des ,schlers strker zurcktritt2 es kommt in erster ,linie darauf an1 den ,schler an die ,dinge heranzubringen1 ihn zum ttigen ,umgehen mit denselben zu veranlassen4 ,damit ergibt sich ganz von selbst eine freiere ,art des ,lehrtons und eine weniger gebundene ,form der ,disziplin4 ,die sprachliche ,durcharbeitung und ,vertiefung des praktisch ,erworbenen geschieht spter in der ,ruhe des ,klassenzimmers4 ,zuweilen wird es notwendig sein1 den ,gang des ,unterrichts zu unterbrechen1 nmlich dann1 wenn eine auffllige ,erscheinung die ,schler ablenkt oder wenn sich ungesucht eine ,gelegenheit zu einer nicht alltglichen ,beobachtung ergibt4 ,von einer gegenseitigen ,hilfe und ,untersttzung der ,schler wird der ,unterricht fters ,gebrauch machen4 ,namentlich dann1 wenn es sich um die ,einbung von ,handgriffen und ,ttigkeiten handelt1 kann ein ,blinder dem anderen wertvolle ,dienste leisten4 ,es kommt dabei gar nicht selten vor1 da der ,blinde einen einfacheren und zweckmigeren ,arbeitsweg einschlgt wie der ,lehrer4 ,jedenfalls bietet das ,suchen1 ,probieren1 ,experimentieren und ,einben zu zweien viel ,anregung4 ,froneberg1 ,die ,exkursionen im ,dienste des ,blindenunterrichts4 ,bldfrd4 #ahib ,s4 #adc4 ,mell1 ber den ,kontakt des blinden ,kindes mit der ,natur4 ,bldfrd4 #ahif ,s4 #ace4 ,,viii4 ,blinde mit ,sehresten4 ,wie in dem einleitenden ,kapitel hervorgehoben wurde1 mu der ,begriff der ,blindheit im praktischen ,sinne auch auf solche schwachsichtigen ,personen ausgedehnt werden1 die ber weniger als der normalen ,sehschrfe verfgen4 ,derartig schwachsichtige ,kinder knnen an dem ,unterricht sehender ,schler nicht mit ,erfolg teilnehmen2 sie mssen vielmehr einen besonderen ,unterricht empfangen4 ,in den meisten ,fllen werden sie der ,blindenanstalt zugefhrt4 ,das preuische ,gesetz vom #g4 ,august #aiaa weist solche schwachsichtigen ,kinder ebenfalls in die ,blindenanstalt4 ,so finden wir denn in den ,blindenanstalten neben vllig ,blinden auch solche1 die mehr oder weniger erhebliche ,sehreste besitzen4 ,ihre ,zahl ist verhltnismig gro4 ,in der von dem ,verfasser geleiteten ,anstalt befinden sich unter #aej ,insassen #dj mit ,sehresten1 also ca4 #bg ,prozent4 ,diese ,halbsehenden bilden sozusagen ein fremdes ,element in der ,blindenanstalt4 ,alle ,einrichtungen der ,anstalt1 alle ,ordnungen und ,gesetze sind fr vllig ,blinde berechnet2 sie passen fr die ,halbsehenden nur zum geringsten ,teil1 und diese empfinden es darum meist als ,hrte und lstigen ,zwang1 sich diesen ,ordnungen fgen zu mssen4 ,die ,folge zeigt sich hufig in einem widerwilligen und anspruchsvollen ,auftreten der ,schwachsichtigen2 dazu ist es ihnen ein ,leichtes1 die ,anstaltsgesetze zu umgehen und ihre ,erzieher zu tuschen4 ,schlimmer noch ist der starke ,einflu1 den sie auf ihre blinden ,mitzglinge ausben4 ,durch ihre uere berlegenheit beherrschen sie diese und verleiten sie zu allerlei ,ungehrigkeiten und bertretungen der ,anstaltsordnung4 ,sie erschweren also die ,erziehung in der ,blindenanstalt4 ,in der ,schule bilden sie eine stete ,versuchung fr den ,lehrer1 seinen ,unterricht nicht fr die vllig ,blinden1 sondern fr die ,halbsehenden einzurichten und die ganz blinden ,schler zu vernachlssigen4 ,in der ,werksttte sind sie diejenigen1 die von seiten des ,meisters weniger ,anleitung und ,hilfe bei den technischen ,arbeiten brauchen als die vllig ,blinden2 auch zu allerlei kleinen ,diensten1 wie sie in der ,werksttte notwendig sind1 knnen sie herangezogen werden4 ,es besteht daher die ,gefahr1 da der ,meister sie in mancher ,hinsicht bevorzugt und ihre ,geschicklichkeit lobt1 whrend er die vllig ,blinden1 besonders wenn ihre technische ,begabung gering ist1 hintenansetzt und ihre schwcheren ,leistungen nicht anerkennt4 ,so knnen die ,halbsehenden zu einer ungerechten ,beurteilung ihrer blinden ,mitzglinge verleiten4 ,den ,blindenanstalten wrde die ,arbeit erleichtert1 wenn fr die ,schwachsichtigen in anderer ,weise gesorgt wrde2 auch fr diese selbst wre dies ein ,vorteil4 ,es ist darum von verschiedenen ,seiten der ,vorschlag gemacht worden1 bei den ,blindenanstalten oder bei den ,normalschulen oder bei beiden ,hilfsklassen fr ,schwachsichtige einzurichten und die in ,betracht kommenden ,schler1 je nach ihrer ,sehfhigkeit entweder den ,hilfsklassen der ,blindenanstalt oder denen der ,normalschule zu berweisen4 ,auch daran ist gedacht worden1 ob es nicht empfehlenswert sei1 neben ,anstalten fr vllig ,blinde1 also den ,blindenanstalten im eigentlichen ,sinne1 noch besondere ,anstalten fr ,schwachsichtige zu grnden4 ,die berufliche ,ausbildung1 so wird gesagt1 knnte vielleicht auch bei willigen ,handwerksmeistern1 ,landwirten1 ,kaufleuten usw4 erfolgen1 denen eine namhafte ,prmie fr ihre ,mhe zu zahlen wre4 ,diese ,vorschlge haben viel fr sich4 ,in besondern ,hilfsklassen oder ,anstalten fr ,schwachsichtige wrde der ,unterricht sich in erster ,linie auf das ,auge grnden knnen1 natrlich mit den ,abweichungen1 die eben durch die ,schwachsichtigkeit geboten sind 7grere ,druckschrift1 keine ,wand-1 sondern ,einzellehrmittel usw472 der ,tastsinn kme nur zur ,kontrolle und ,untersttzung der ,anschauung in ,betracht4 ,dadurch wrde die ,bildungsmglichkeit reicher und vielseitiger2 sie wrde sich der der ,sehenden stark nhern4 ,ferner knnten auch in anderer ,weise ,verbindungen mit den ,sehenden geschaffen werden1 ja bei ,einrichtung der ,anstalt als ,externat wrden sie sich von selbst ergeben4 ,dieser ,vorteil ist nicht gering anzuschlagen1 denn das ,leben mit und unter den ,sehenden ist ein beraus wichtiger ,faktor in der ,erziehung und ,ausbildung der ,schler mit schwachem ,sehvermgen4 ,auch die ,grenzen der ,berufsbildung lieen sich bei dieser ,annherung an die ,sehenden wesentlich erweitern1 und damit wrde sich die ,erwerbsfhigkeit der ,schwachsichtigen und ihre ,berufsfreudigkeit steigern4 ,indessen bestehen gegen diese ,vorschlge doch auch ernste ,bedenken1 zunchst solche uerer ,art4 ,hilfsklassen fr schwachsichtige ,schler lieen sich wohl bei groen1 nicht aber bei kleineren ,blindenanstalten einrichten1 weil hier die ,zahl der ,schwachsichtigen zu gering ist4 ,auch im ersten ,falle mten1 der unterrichtlichen ,gliederung wegen1 mehrere ,abteilungen geschaffen werden1 und es wre fraglich1 ob dann die ,frequenz fr die einzelnen ,klassen eine ausreichende sein wrde4 ,zudem drfte sich die ,einrichtung recht kostspielig gestalten4 ,die ,behrden wrden wahrscheinlich schon aus diesem ,grunde gegen die ,schaffung derartiger ,klassen oder ganzer ,anstalten sich ablehnend verhalten4 ,bedenklicher noch mu folgende ,erwgung stimmen4 ,der ,begriff schwachsichtig8 ist nicht bestimmt umgrenzt4 ,in den ,blindenanstalten befinden sich ,schwachsichtige aller ,grade1 von solchen1 die nur hell und dunkel unterscheiden1 aufwrts bis zu solchen1 die sich den vllig ,sehenden stark nhern4 ,es wird sehr schwierig sein1 diese verschiedenen ,abstufungen richtig einzuschtzen1 so da man sagen kann3 du gehrst trotz deines kleinen ,sehrestes in die ,blindenanstalt1 du in die ,klasse der ,schwachsichtigen ersten ,grades1 du in die ,abteilung der ,schwachsichtigen zweiten ,grades usw4 ,nun kommt dazu1 da die ,sehkraft der ,schwachsichtigen ,vernderungen unterworfen ist4 ,bei manchen von ihnen bessert sich das ,sehvermgen im ,laufe der ,zeit1 bei andern verschlechtert es sich2 das ,schlermaterial bleibt also kein gleichmiges#cb4 ,dadurch hufen sich die ,schwierigkeiten fr ,erziehung und ,unterricht4 ,aus allen diesen ,grnden wird es vorlufig wohl dabei bleiben mssen1 da hochgradig schwachsichtige ,kinder der ,blindenanstalt zugefhrt und da sie mit den vllig ,blinden gemeinsam erzogen und unterrichtet werden4 ,sie werden es sich also auch gefallen lassen mssen1 da weder in der ,hausordnung noch im ,unterricht besondere ,rcksicht auf sie genommen wird4 ,man kann es ihnen natrlich nicht verbieten1 den verbliebenen ,sehrest zu gebrauchen2 der ,gebrauch des ,auges neben dem ,tasten ist auch notwendig1 damit das ,auge die erforderliche bung behlt4 ,indem man aber den ,unterricht auf das ,tasten grndet und von den ,schwachsichtigen wie von den vllig ,blinden nur ,tastleistungen verlangt1 bildet man zugleich den ,sinn aus1 der gegebenenfalls das schwache ,augenlicht ersetzen kann4 ,wenn also das schwachsichtige ,kind ein ,anschauungsobjekt nicht blo durch die tastende ,hand1 sondern auch durch das ,auge aufzufassen sucht1 so kann man dies ruhig geschehen lassen1 es sei denn1 da der ,arzt ausdrcklich eine ,schonung der ,augen verordnet hat4 ,dagegen wird man nie ein ,lesen der ,punktschrift mit den ,augen gestatten1 da dieses auerordentlich anstrengend ist und den schwachen ,sehrest schwer gefhrdet2 man denke z4 ,b4 an den sogenannten ,zwischenpunktdruck6 ,wenn man also den ,unterricht und die ,erziehung der ,schwachsichtigen im allgemeinen genau so gestalten wird wie bei den ,blinden1 so kann doch auch wieder in mancher ,hinsicht den ,schwachsichtigen eine ,ausnahmestellung gewhrt werden4 ,man wird sie fters zu allerlei ,botendiensten heranziehen1 zur unterrichtlichen ,hilfe und ,beaufsichtigung1 zur ,untersttzung des ,meisters in der ,werksttte1 zum ,fhren vllig ,blinder1 zu mancherlei ,arbeiten in der ,kche und im huslichen ,betriebe4 ,dadurch kommen sie mit ,sehenden in vielfache ,berhrung und erweitern ihren ,arbeitskreis1 was fr ihr spteres ,leben wichtig ist4 ,es lt sich bei dem einen oder andern auch wohl ohne besondere ,mhe ermglichen1 da er auf privatem ,wege noch die ,druck- und ,schreibschrift der ,sehenden erlernt4 ,gewhnlich sind die betreffenden ,schwachsichtigen sehr eifrig bei dieser ,arbeit1 so da es nur geringer ,nachhilfe des ,lehrers bedarf4 ,statt der gebruchlichen ,heboldschrift1 wird ihnen das ,schreiben der ,kurrentschrift unter ,anwendung einer geeigneten ,tafel 7etwa der ,hamannschen ,tafel oder des ,chemnitzer ,linienblatts7 gestattet#cc4 ,hat sich bei einem ,schwachsichtigen die ,sehkraft wesentlich gebessert1 so kann er nach ,beendigung der ,schulzeit entlassen werden1 damit er sich auerhalb der ,anstalt auf einen ,beruf vorbereitet4 ,im andern ,falle erhlt er seine berufliche ,ausbildung mit den ,blinden zusammen in der ,anstalt4 ,meist wird er mit der ,erlernung des ,handwerks frher fertig sein wie seine blinden ,kameraden4 ,es wird ihm dann vielleicht auch gelingen1 bei einem ,meister ,beschftigung als ,gehilfe oder ,geselle zu erlangen4 ,auch die ,mglichkeit1 als ,handwerker selbstndig zu werden1 liegt bei ihm eher vor als bei einem vllig ,blinden4 ,in jedem ,falle steht er im ,erwerbsleben wesentlich gnstiger da als dieser4 ,bei ,handhabung der ,frsorge seitens der ,anstalt oder eines ,frsorgevereins wird dies zu bercksichtigen sein4 ,schwachsichtige1 die eine hhere ,bildung erstreben1 werden entweder ,privatunterricht empfangen mssen oder sie werden nach einer entsprechenden privaten ,vorbereitung oder event4 einer solchen in einer ,blindenanstalt eine hhere ,schule aufsuchen knnen4 ,je nach dem ,grade der ,schwachsichtigkeit wird sich hier die ,aneignung der ,bildungsstoffe entweder der ,weise des ,blinden oder der des ,sehenden nhern4 ,brandstter1 ,aus der ,verwaltung4 ,bldfrd4 #aijb ,s4 #a4 ,lembcke1 ,einige ,bemerkungen gegen die ,ausfhrungen und ,vorschlge des ,herrn ,direktors ,brandtstter betr4 die ,ausbildung der ,zglinge mit einem ,rest von ,sehvermgen4 ,entgegnung hierauf von ,brandstter4 ,wie vor ,s4 #cd und #cg4 ,dr4 ,levinsohn1 ,gehren ,schwachsichtige in die ,blindenanstalt8 ,kongr4-,ber4 ,hamburg #aijg4 ,,ix4 ,schwachbefhigte ,blinde4 ,unter den ,blinden befinden sich nicht wenige1 deren geistige ,fhigkeiten unter dem normalen ,durchschnitt stehen4 ,man bezeichnet sie1 je nach dem ,grade des geistigen ,tiefstandes1 als schwachbefhigte1 schwachsinnige und bldsinnige ,blinde4 ,nur die beiden ersten ,gruppen kommen fr ,erziehung und ,unterricht in ,betracht2 fr die bldsinnigen ,blinden kann es sich nur um ,bewahrung und ,pflege innerhalb der ,familie oder besonderer ,anstalten handeln4 ,die schwachbefhigten und schwachsinnigen ,blinden machten nach im ,jahre #aijf angestellten ,erhebungen etwa #aj der in ,anstalten unterrichteten ,blinden aus4 ,es ist jedoch anzunehmen1 da dieser ,prozentsatz sich steigern wird1 weil einmal die ,zahl der normal beanlagten ,blinden infolge der ,fortschritte der ,augenheilkunde und der ,hygiene fortwhrend zurckgeht und sodann1 weil durch den sich immer weiter ausdehnenden ,schulzwang fr ,blinde auch solche ,kinder den ,anstalten zugefhrt werden1 die frher entweder ganz im ,schoe der ,familie verblieben oder von den ,anstalten als nicht bildungsfhig zurckgewiesen wurden4 ,der ,zusammenhang zwischen ,sehstrungen und ,schwachsinn ist auffllig4 ,der ,grund liegt in der engen ,beziehung zwischen der ,entwickelung des ,gehirns und der des ,auges1 denn die ,anlage des ,auges wird von dem ,gehirn geliefert4 ,bei krankhafter ,veranlagung des ,gehirns treten darum fters auch ,erkrankungen des ,auges bzw4 ,blindheit ein4 ,die ,fehler an beiden ,organen1 ,gehirn und ,auge1 werden zum grten ,teil erblich erworben1 so da man in diesem ,falle von angeborenem ,schwachsinn1 verbunden mit ,blindheit1 spricht#cd4 ,hufig sind die ,eltern eines schwachsinnigen blinden ,kindes selbst schwach befhigt 7sie haben schlecht gelernt87 oder es waren bei weiter entfernten ,vorfahren geistige ,defekte vorhanden4 ,vielfach liegen ,geisteskrankheiten oder ,epilepsie in der ,familie vor4 ,auch ,alkoholismus und ,syphilis der ,eltern kommen als ,ursache des mit ,blindheit verbundenen ,schwachsinns nicht selten in ,frage4 ,schwachsinnige ,blinde zeigen im allgemeinen denselben ,typus wie die mit ,schwachsinn behafteten sehenden ,kinder1 nur da der krperliche und geistige ,tiefstand meist noch aufflliger ist4 ,charakteristisch ist bei vielen die geringe ,entwickelung des ,ttigkeitstriebes4 ,meist sitzt ein solches ,kind trge und stumpfsinnig an seinem ,platze und bewegt sich berhaupt nicht oder nur mit fremder ,hilfe fort4 ,in ,unttigkeit verharren auch ,arme und ,hnde4 ,gibt man ihm ein ,spielzeug in die ,hand1 so hlt es dieses wohl krampfhaft fest1 betastet und gebraucht es aber nicht4 ,infolge dieser ,trgheit bleiben die ,muskeln1 insbesondere die der ,hnde1 ,arme und ,beine1 unentwickelt1 der ganze ,krper ist schlaff1 es fehlt ihm die ,elastizitt4 ,im ,gegensatz zu dem apathischen ,wesen vieler ,blinden steht die zerfahrene1 unruhige1 strmische ,art anderer 7manischer ,typus74 ,sie reden unaufhrlich1 vielfach zusammenhanglos1 und schweifen dabei ziellos vom hundertsten ins tausendste4 ,mit ,vorliebe erzhlen sie vom ,essen1 und es kann vorkommen1 da man auf die verschiedensten ,fragen1 die man an ein solches ,kind richtet1 stets die gleiche ,antwort bekommt3 ,heute gibt es das und das zu essen4 ,sie laufen aufgeregt umher1 hpfen und springen1 zerstren auch wohl dieses oder jenes ,spiel- und ,hausgert und treiben allerlei ,unfug4 ,hufig sind die schwachsinnigen ,blinden noch mit besondern ,krperleiden behaftet2 man findet bei ihnen ,lhmungen1 ,krampferscheinungen1 ,epilepsie1 ,ohrenleiden1 ,sprachstrungen1 ,wucherungen im ,nasenrachenraum usw4 ,zuweilen fehlt die ,herrschaft ber die ,schliemuskeln1 so da ftere ,verunreinigung vorkommt4 ,automatische ,bewegungen1 wie fortwhrendes ,beugen des ,oberkrpers1 ,drehen des ,kopfes1 ,zappeln der ,hnde1 findet man bei ihnen noch hufiger als bei den normalen ,blinden4 ,die geistigen ,fhigkeiten sind je nach dem ,grade des ,schwachsinns verschieden4 ,neben solchen ,kindern1 die bei der ungezwungenen ,unterhaltung geistig normal erscheinen und deren ,intelligenzdefekt erst dann in ,erscheinung tritt1 wenn es sich um eine geordnete ,denkttigkeit handelt1 gibt es auch solche1 deren geistiger ,tiefstand ohne weiteres offenbar wird4 ,bei fast allen schwachsinnigen ,blinden ist die sinnliche ,auffassung der ,auenwelt eine hchst mangelhafte2 man kann von den meisten sagen3 sie haben ,ohren und hren nicht1 sie haben ,finger und tasten nicht4 ,das ,gedchtnis ist schwach entwickelt4 ,manches ,kind kann einen ganz kurzen1 ihm oftmals vorgesprochenen ,satz1 ja nicht einmal ein ,wort festhalten2 eine mhsam eingebte ,verszeile ist am nchsten ,tage vllig vergessen4 ,die ,aufmerksamkeit ist von kurzer ,dauer2 sehr schnell tritt geistige und krperliche ,ermdung ein4 ,die ,geistesttigkeit ist vielfach eine sprunghafte1 keine gleichmige2 jetzt gibt das ,kind vielleicht ganz verstndige ,antworten1 und in der nchsten ,minute sind die ,antworten absolut verworren und unsinnig4 ,die ,orts- und ,grenunterscheidung macht dem ,kinde zuweilen ungeheure ,mhe2 die ,begriffe oben1 unten1 lang1 kurz1 klein1 gro werden immer wieder verwechselt4 ,die ,zahlvorstellung ist bei den meisten beraus schwach oder gar nicht entwickelt2 manche knnen ein ,ding von zwei oder mehreren nicht unterscheiden4 ,der ,nachahmungstrieb liegt ganz darnieder4 ,der schwachsinnige ,blinde hrt seine normal begabten ,kameraden pfeifen1 singen1 spielen1 aber das regt ihn nicht an1 diese ,ttigkeiten selbst auszufhren4 ,nicht selten findet man jedoch ,begabung fr ein bestimmtes ,gebiet3 bei dem einen ist das mechanische ,gedchtnis merkwrdig entwickelt1 so da er etwa die ,geburtstage smtlicher ,kameraden kennt oder lange ,gedichte mit ,leichtigkeit lernt1 natrlich ohne eine ,spur von ,verstndnis fr den ,inhalt zu haben4 ,andere knnen eine ,melodie nach einmaligem ,vorsingen richtig nachsingen1 noch andere sind fr ein mechanisches ,umgehen mit ,zahlen begabt4 ,die physiologische ,ursache fr die geringe ,entwickelung der geistigen ,fhigkeiten ist in der unvollkommenen ,ausbildung der ,nervenzellen und der grauen ,hirnrinde zu suchen4 ,auch die ,assoziationsfasern1 welche die verschiedenen ,gehirnzentren miteinander verbinden1 sind in der ,entwickelung zurckgeblieben4 ,es entsteht nun die ,frage1 ob die ,aufnahme schwachsinniger ,blinden in eine ,blindenanstalt notwendig und ratsam erscheint4 ber die ,notwendigkeit der ,erziehung und des ,unterrichts wird ein ,zweifel kaum bestehen knnen1 denn wo auch nur eine ,spur von ,bildungsfhigkeit vorhanden ist1 gebietet es die ,humanitt1 den schwachglimmenden ,funken zu nhren2 es ist mit ,wahrscheinlichkeit zu erwarten1 da er sich durch die verstndnisvolle ,arbeit des ,lehrers und ,erziehers zu einem wenigstens bescheiden leuchtenden ,flmmchen entwickeln wird4 ,die fr sehende schwachsinnige ,kinder bestimmten ,schulen oder ,anstalten knnen dem blinden schwachsinnigen ,kinde unmglich gerecht werden1 das bedarf keiner weiteren ,auseinandersetzung2 es bleibt also nur die ,blindenanstalt brig4 ,nun haben sich die ,blindenanstalten in frherer ,zeit gegen die ,aufnahme solcher ,zglinge vielfach gestrubt1 weil die ,eintrittsbedingungen fast durchweg die ,vorschrift enthielten1 da die aufzunehmenden ,zglinge bildungsfhig sein mten4 ,wurde diese ,vorschrift milde gehandhabt1 so kamen wohl einige schwachsinnige ,blinde in die ,anstalt hinein1 aber nun wute man nicht recht1 was man mit ihnen anfangen sollte4 ,mit den normal begabten ,kindern konnten sie nicht gleichen ,schritt halten1 und sie blieben daher hufig whrend der ganzen ,schulzeit in der untersten ,klasse sitzen2 vor einer ,vereinigung smtlicher schwachsinnigen ,blinden zu einer ,klasse mit besonderem ,unterricht scheute man sich der ,kosten wegen2 in kleineren ,anstalten war die ,zahl derartiger ,kinder auch zu gering4 ,in neuerer ,zeit nehmen die ,blindenanstalten den ,schwachsinnigen gegenber eine weniger enge ,stellung ein4 ,sie gehen von dem ,gedanken aus1 da der ,begriff der ,bildungsfhigkeit nicht fest abgegrenzt ist und da beim ,eintritt eines ,blinden in die ,anstalt nicht immer klar zu erkennen ist1 ob die ,bildungsmglichkeit vorhanden ist oder nicht4 ,zuweilen zeigt ein im ,elternhaus stark vernachlssigtes ,kind bei der ,aufnahme in die ,anstalt einen solchen krperlichen und geistigen ,tiefstand1 da der ,gedanke der ,bildungsunfhigkeit nahe liegt4 ,erst bei lngerem ,aufenthalt in der ,anstalt stellt es sich heraus1 da geringe geistige ,krfte doch vorhanden und entwickelungsfhig sind4 ,es wre sehr bedauerlich1 wenn durch ein vorschnelles ,urteil ein solches ,kind von dem ,segen der ,erziehung und des ,unterrichts ausgeschlossen wrde4 ,es ist darum auch bedenklich1 die ,aufnahme eines schwachsinnigen ,kindes in die ,anstalt einzig von dem ,gutachten des ,arztes abhngig zu machen2 hier mu vielmehr der ,blindenpdagoge das letzte ,wort haben1 und dieses kann1 wie gesagt1 erst nach lngeren ,unterrichtsversuchen gesprochen werden4 ,in der ,ausbildung der schwachsinnigen ,blinden hat die schsische ,blindenanstalt in ,chemnitz 7frher ,dresden7 den ,anfang gemacht2 dort wird sie seit #ahhh gebt4 ,in den andern deutschen ,anstalten hat man fast durchweg erst im letzten ,jahrzehnt zu dieser ,angelegenheit ,stellung genommen4 ,wo die ,zahl der ,zglinge gro ist1 richtet man ,sonderklassen fr ,schwachbefhigte ein2 wo dies wegen der geringen ,frequenz nicht mglich ist1 sucht man in ,nachhilfestunden die ,schwachen zu frdern4 ,die ,zukunft wird einen weiteren ,ausbau dieses ,zweiges der ,blindenbildung notwendig machen2 es wre vielleicht auch zu erwgen1 ob die ,schwachbefhigten aus mehreren ,anstalten in einer ,sonderanstalt vereinigt werden knnten4 ,die ,sorge fr die schwachsinnigen ,blinden legt dem ,lehrer die ,pflicht auf1 sich mit der von der ,norm abweichenden ,entwickelung des kindlichen ,seelenlebens bekannt zu machen4 ,auch fr die ,behandlung der normal begabten ,schler wird er bei diesem ,studium viel gewinnen1 vor allem wird es ihn im ,urteil ber ihre ,leistungsfhigkeit vorsichtig machen und ihn dazu veranlassen1 bei ,minderleistungen1 die nicht ohne weiteres erklrbar sind1 und bei aufflligen ,gemtszustnden den tieferen ,ursachen fr die ,hemmungen im ,seelenleben nachzugehen4 ,an geeigneten ,schriften ber die pdagogische ,pathologie ist kein ,mangel2 neben dem theoretischen ,studium ist aber die ,beobachtung und der praktische ,umgang mit den abnorm veranlagten ,kindern unerllich#ce4 ,bei der ,erziehung und dem ,unterricht schwachbefhigter ,blinden mu eine weitgehende individuelle ,behandlung eintreten4 ,eine solche ist nur in kleinen ,abteilungen mglich2 die ,hchstzahl einer ,abteilung drfte acht ,schler sein4 ,der ,stunden- und ,lehrplan wird dem ,lehrer mglichste ,freiheit lassen1 damit jedes ,hetzen und ,treiben von vornherein ausgeschlossen ist4 ,wegen der schnellen ,ermdung des ,kindes ist mit der ,arbeit fters zu wechseln1 selbst innerhalb einer ,stunde4 ,man versteife sich nicht darauf1 ein bestimmtes ,ziel an einem ,tage oder in einer ,woche zu erreichen und schelte nicht und werde nicht ungeduldig1 wenn alle ,mhe vergeblich zu sein scheint4 ,ein hartes ,wort1 eine ungeduldige ,bemerkung schchtert das ,kind zuweilen so ein1 da nun erst recht mit ihm nichts anzufangen ist4 ,anerkennung und ,lob dagegen frdern das schwache ,selbstvertrauen und erhhen die ,arbeitsfreude4 ,der gesamte ,unterricht wird zunchst ein ,anschauungsunterricht in einfachster ,form sein1 der in erster ,linie darauf ausgeht1 die darniederliegende ,sinnesttigkeit zu frdern4 ,dies geschieht1 indem man die ,schler zum ,umgange mit den ,dingen ihrer nchsten ,umgebung anregt4 ,das ,zeigen1 ,bringen1 ,wegtragen1 ,verndern1 ,untersuchen1 ,benutzen und ,benennen der ,dinge und ein ,spielen mit ihnen gibt reichen ,stoff zur ,bettigung des ,krpers1 zur ,gewinnung von ,anschauungen und zur ,bildung der ,sprache4 ,daneben werden einfache ,frbelarbeiten zur speziellen ,schulung der ,hnde1 zur ,erarbeitung rumlicher ,vorstellungen und zur bung der ,aufmerksamkeit notwendig sein4 ,in der warmen ,jahreszeit fhre man die ,schler so oft als mglich hinaus und lehre sie einige ,naturdinge kennen4 ,je zwangloser dies geschieht und je mehr die ,schler dabei selbstttig sind1 desto zweckentsprechender ist es4 ,welche wichtigen ,wahrnehmungen und ,erfahrungen lassen sich z4 ,b4 handelnd an einem ,baume gewinnen6 ,die ,schler knnen den ,baum umspannen1 schtteln1 nach den sten greifen1 ein ,blatt1 einen ,zweig1 eine ,blte abpflcken1 sie knnen sich unter den ,baum lagern1 knnen eine ,bank herbeiholen und sie im ,schatten des ,baumes aufstellen1 knnen eine ,leiter an den ,stamm lehnen2 die ,mutigsten versuchen vielleicht auch1 die ,leiter zu besteigen oder am ,stamm 7mit ,hilfe des ,lehrers7 ein wenig emporzuklimmen usw4 ,der geschickte ,lehrer wird solche ,ttigkeiten nicht als schulmige bungen behandeln1 sondern sie in die ,form des ,spiels kleiden1 wie denn berhaupt bei schwachsinnigen ,blinden bedeutende ,erfolge durch sogenannte ,lehrspiele erzielt werden1 d4 i4 durch ,spiele1 in welche lehrhafte ,motive aller ,art hineingetragen werden4 ,die ,tchtigeren erlernen in spteren ,jahren1 nach vielfachen ,vorbungen auf der ,stecktafel1 das ,lesen und ,schreiben der ,punktschrift4 ,die ,anfnge des ,rechnens1 etwa im ,zahlenraume bis #bj1 bei gnstigen ,verhltnissen bis #ajj1 kommen nach und nach auf weitgehender sinnlicher ,grundlage ebenfalls zur ,behandlung4 ,im ,religionsunterricht werden einige einfache biblische ,geschichten geboten2 das ,verstndnis fr dieselben wird dadurch vertieft1 da die auftretenden ,handlungen1 soweit dies tunlich ist1 tatschlich zur ,darstellung kommen4 ,die ,unterrichtserfolge werden aber trotz grter ,anschaulichkeit und weitgehender ,selbstbettigung immer zweifelhaft bleiben1 wenn nicht ftere ,wiederholungen stattfinden4 ,bei denselben mssen jedoch ,abweichungen von der ersten ,art der ,darbietung vermieden werden2 die ,wiederholung mu genau den frheren ,weg einschlagen4 ,was die erziehliche ,ttigkeit an den schwachsinnigen ,blinden betrifft1 so wird streng darauf zu achten sein1 da die ,pfleger und ,erziehungsgehilfen die schwachen ,krfte der ,kinder und ihre abnormen krperlichen und geistigen ,fhigkeiten bercksichtigen4 ,ein ,necken und ,hnseln durch die normalen ,schler darf nie geduldet werden2 brigens ist eine ,trennung von diesen in den ,wohn- und ,schlafrumen nicht unbedingt notwendig und auch nicht immer ratsam1 da die ,schwachen durch ein ,zusammensein mit den andern ,zglingen angeregt und gefrdert werden4 ,nicht selten nimmt ein normaler ,zgling sich eines schwachen ,kameraden liebevoll an2 das ist in jeder ,beziehung erfreulich und wertvoll4 ,am schwierigsten ist die ,behandlung der unruhigen ,schwachsinnigen mit ihren undisziplinierten ,bewegungen1 dem aufgeregten ,wesen1 dem ,lrmen und ,toben4 ,ermahnungen und ,zurechtweisungen sind bei solchen ,kindern natrlich nutzlos4 ,s4 ,heller hat durch ,fubodenliegen und ,fubodenturnen1 das aber lngere ,zeit fortgesetzt werden mu1 eine allmhliche ,besserung ihres aufgeregten ,zustandes erzielt4 7,vergl4 ,kongr4-,bericht ,breslau #aija ,s4 #bdb47 ,derartige bungen werden aber in der ,regel nur vom ,lehrer selbst vorzunehmen sein4 ,von den die ,erwerbsfhigkeit vorbereitenden ,arbeiten knnen whrend der ,schuljahre nur die einfachsten vorgenommen werden1 etwa das ,auslesen von ,stroh und ,binsen und das ,flechten von ,stroh- und ,schilfzpfen4 ,bei andern ,arbeiten leisten die ,schwachsinnigen ,handreichung und ,hilfe4 ,nach beendigter ,schulzeit setzt die eigentliche ,berufsbildung ein4 ,mit denjenigen1 deren technische ,veranlagung nicht zu tief steht1 kann man1 nachdem sie das ,stuhl- und ,mattenflechten erlernt haben1 einen ,versuch in der ,korb- oder ,brstenmacherei anstellen2 zuweilen werden sie ganz brauchbare ,handwerker1 die wenigstens in einer bestimmten ,arbeit1 etwa im ,anfertigen einfacher ,krbe aus ungeschlten ,weiden oder in der ,herstellung grober ,besen und ,brsten ,anerkennenswertes leisten4 ,die ,mehrzahl wird ber die bekannten in der ,flechtwerksttte gelehrten ,beschftigungen nicht hinauskommen2 viele werden bei bloen ,hilfsarbeiten stehen bleiben4 ,die ,erwerbsfhigkeit bleibt also durchweg eine sehr beschrnkte4 ,eine ,entlassung in die ,heimat ist darum nur in seltenen ,fllen mglich4 ,wo zu befrchten ist1 da einem schwachsinnigen ,blinden im ,elternhause nicht die ,mglichkeit gegeben ist1 die mhsam erworbene technische ,fertigkeit zu verwerten1 da ist die ,unterbringung in einer mit der ,blindenanstalt verbundenen ,beschftigungsanstalt notwendig4 ,schlielich soll noch folgendes gesagt sein3 ,es gibt in jeder ,blindenanstalt ,zglinge1 die1 ohne schlechthin zu den ,schwachbefhigten oder ,schwachsinnigen gerechnet zu werden1 doch auch mit geistigen ,defekten behaftet sind1 mit solchen intellektueller ,art oder solchen des ,gefhls- und ,willenslebens4 ,wer kennt sie nicht1 die ,nervsen1 die ,hysterischen1 die ,affektmenschen6 ,sie gehren zu der groen ,zahl der ,anomalen81 fr die der ,blindenlehrer1 namentlich aber der ,anstaltsleiter ,verstndnis haben mu1 wenn anders sie vor ungerechter ,beurteilung und falscher ,behandlung bewahrt bleiben sollen4 ,ein ,orientieren auf dem ausgedehnten ,grenzgebiet zwischen geistiger ,gesundheit und ,krankheit ist daher fr den ,blindenlehrer durchaus notwendig4 ,er sei auch hier auf die vorhin genannten ,schriften hingewiesen1 besonders auf das ,werk des ,irrenarztes ,dr4 ,scholz3 ,anomale ,kinder84 ,ltzsch1 ,unsere schwach beanlagten ,blinden4 ,bldfrd4 #aija ,s4 #aj und #dh4 ,derselbe1 ber die ,erziehung und den ,unterricht schwachbeanlagter bzw4 schwachsinniger ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,x4 ,taubstummblinde4 ,nach der ,volkszhlung von #aijj gab es in ,preuen neben #bafad ,blinden #bae ,taubstummblinde2 die letzteren machen also etwa #a ,prozent der ,blinden aus4 ,im ,alter von #c-bj ,jahren standen #dj ,personen4 ,da auch ,taubstummblinde bildungsfhig sind1 ist im groen ,publikum erst durch die ,berichte ber die ,amerikanerin ,helen ,keller1 insbesondere durch das von ihr verfate ,buch ,die ,geschichte meines ,lebens8 bekannt geworden4 ,helen ,keller ist aber nicht die erste ,taubstummblinde1 die durch einen besonderen ,unterricht dem ,schicksal der geistigen ,verdung entzogen wurde4 ,im ,jahre #ahcg nahm der ,direktor der ,blindenanstalt in ,boston1 ,dr4 ,samuel ,howe1 der ,begrnder des amerikanischen ,blindenbildungswesens1 die achtjhrige taubstummblinde ,laura ,bridgman in seine ,anstalt auf und wute durch geschickte ,verwertung des ,tastsinnes den ,zugang zu ihrer ,seele zu finden4 ,sie lernte sich durch das ,fingeralphabet verstndigen1 den damals gebruchlichen ,unzial-,blindendruck lesen1 eignete sich auch einige ,kenntnisse in ,religion1 ,rechnen und den ,realien an und erlangte in feinen ,handarbeiten eine ansehnliche ,fertigkeit4 ,sie blieb zeitlebens in dem ,bostoner ,blindeninstitut und starb #ahhi4 ber den ,unterricht und die ,erziehung der ,laura ,bridgman hat ,dr4 ,howe genaue ,aufzeichnungen gemacht1 und seine ,methode wurde vorbildlich fr weitere ,unterrichtsversuche in ,amerika und andern ,lndern4 ,bei ,helen ,keller 7geb4 #ahhj7 fhrten ,erziehung und ,unterricht zu staunenswerten ,resultaten4 ,diese erklren sich einmal aus der groartigen ,begabung ,helens und sodann aus der vlligen ,hingabe ihrer genialen ,lehrerin1 ,annie ,sullivan1 an die ,person der taubstummblinden ,schlerin4 ,es kann hier auf den einzigartigen ,fall nicht nher eingegangen werden2 die von ,helen ,keller verfate ,lebensgeschichte1 ihre andern ,schriften und das ,tagebuch der ,mi ,sullivan 7enthalten in ,h4 ,k4s ,lebensgeschichte7 geben ber den ,werdegang und die geistige ,welt der berhmten ,taubstummblinden genauen ,aufschlu#cf4 ,in ,deutschland sind bisher ,unterrichtsversuche an dreisinnigen ,kindern von einzelnen ,blinden- und ,taubstummenlehrern angestellt worden1 so von ,kunz-,illzach1 ,fischer-,braunschweig1 ,nieen-,dren und ,riemann-,nowawes4 ,der ,letztgenannte 7,lehrer der ,knigl4 ,taubstummenanstalt in ,berlin7 leitet seit einer ,reihe von ,jahren den ,unterricht der taubstummblinden ,kinder im ,oberlinhause des ,pastors ,hoppe in ,nowawes bei ,potsdam und hat auf diesem ,gebiet eine besonders fruchtbare ,ttigkeit entfaltet4 ,in ,schweden besteht seit #ahhf eine ,spezialbildungsanstalt fr ,taubstummblinde1 die staatlich untersttzt wird4 ,sie befindet sich in ,wenersborg1 wird von ,frau ,anrep-,nordin geleitet und zhlte im ,jahre #aije #ad taubstummblinde ,zglinge4 ,der ,anstalt ist ein ,arbeitsheim fr solche ,taubstummblinden angegliedert1 die den ,schulkursus absolviert haben1 aber aus mancherlei ,grnden nicht ins elterliche ,haus zurckkehren knnen1 und ein ,asyl1 das fr diejenigen unglcklichen ,wesen bestimmt ist1 die zu blde waren1 um aus dem ,unterricht oder der ,erziehung ,nutzen zu ziehen84 ,schweden steht also in der ,sorge fr die ,taubstummblinden an der ,spitze der ,kulturstaaten4 ,preuen hat hierin mit der kleinen ,abteilung in dem bereits genannten ,oberlinhause zu ,nowawes erst einen bescheidenen ,anfang gemacht2 es ist jedoch anzunehmen1 da sich die ,abteilung bald erweitern und zu einer selbstndigen ,anstalt mit behrdlicher ,untersttzung entwickeln wird4 ,sollte in ,preuen die ,schulpflicht fr ,taubstummblinde eingefhrt werden1 die1 obgleich sehr wnschenswert1 zurzeit weder hier noch in ,schweden besteht1 so wrde die ,erweiterung der bezeichneten ,abteilung eine ,notwendigkeit sein4 ,vielleicht wre eine einzige ,anstalt zur unterrichtlichen ,versorgung smtlicher bildungsfhigen ,taubstummblinden in ,preuen ausreichend4 ,die private ,ausbildung einzelner ,dreisinnigen wrde dann aufhren1 und mit ihr die bedauerliche ,zersplitterung auf diesem ,gebiet der ,pdagogik#cg4 ,von den taubstummblinden ,kindern ist allerdings nur ein ,teil bildungsfhig4 ,es ist begreiflich1 da die schweren ,erkrankungen1 die ,taubheit und ,blindheit zugleich hervorrufen1 vielfach mit ,gehirndefekten im ,zusammenhang stehen4 ,ob ,bildungsfhigkeit vorliegt1 knnen freilich erst lngere ,unterrichtsversuche bei dem einzelnen ,kinde erweisen1 denn anfnglich machen auch die geistig normalen ,taubblinden vielfach den ,eindruck von schwachsinnigen oder gar irren ,wesen4 ,hat man aber erst den ,zugang zu ihrem ,geiste entdeckt1 so findet meist ein berraschender ,fortschritt in der berwindung der bestehenden ,hemmungen statt4 ,der ,unterricht sucht die fr ,taubstumme und die fr ,blinde geltenden ,methoden in rechter ,weise zu verbinden4 ,er verfhrt dabei durchaus individuell4 ,er macht vor allem einen ,unterschied zwischen solchen ,taubblinden1 die ihr ,gebrechen von ,geburt an besitzen1 und solchen1 die es erworben haben4 ,bei den letzteren kommt es noch darauf an1 ob sie ertaubt sind1 nachdem die ,sprache bereits gefestigt war oder nicht4 ,die geistige ,entwickelung des ,taubblinden umfat1 wie auch die jedes vollsinnigen ,kindes1 ein ,zweifaches3 ,das ,erleben der ,umwelt und die ,darstellung der ,wahrnehmungstatsachen durch die ,sprache4 ,beides ist gleich wichtig1 und beides gehrt enge zusammen3 ,mit der ueren1 durch den ,tastsinn vermittelten ,wahrnehmung mu auch die ,sprache gegeben werden4 ,die sprachliche ,verstndigung kann erfolgen durch die ,gebrde1 das ,fingeralphabet und die ,lautsprache4 ,die ,gebrde ist die unvollkommenste ,sprachart4 ,sie besteht darin1 da durch ,handbewegungen ,zeichen gebildet werden1 deren jedes ein ganzes ,wort der ,lautsprache reprsentiert4 ,der ,gebrdensprache bedient sich der ,taubstumme und auch der ,taubblinde schon vor jedem ,unterricht4 ,wegen ihrer sehr beschrnkten ,ausdrucksfhigkeit findet sie in den deutschen ,taubstummenanstalten keine oder nur aushilfsweise ,verwendung4 ,auch bei dem ,unterricht der ,taubblinden wird sie nur auf der ,anfangsstufe geduldet werden knnen4 ,das ,fingeralphabet macht ebenfalls die ,hand zum ,sprachorgan2 aber die verschiedenen ,stellungen derselben bezeichnen je einen ,buchstaben des ,alphabets4 ,wir haben es hier also mit einer ,allgemeinsprache zu tun1 die in ihrer ,anwendungsfhigkeit der ,lautsprache entspricht1 aber auf einem andern ,zeichensystem beruht4 ,der sehende ,taubstumme fat sie optisch1 der ,taubblinde tastend auf2 sie wird ihm in die innere ,handflche appliziert#ch4 ,die ,lautsprache1 die ,sprache der normalen ,menschheit1 wurde in den deutschen ,taubstummenunterricht durch ,samuel ,heinicke eingefhrt4 ,durch ihre ,anwendung soll der ,taubstumme aus dem engen ,kreise seiner ,unglcksgefhrten herausgehoben und dem ,verkehr mit den ,hrenden zugnglich gemacht werden4 ,er lernt einerseits das1 was andere sprechen1 von deren ,lippen ablesen1 und er versucht andererseits durch ,hervorbringung der entsprechenden ,sprachbewegungen die ,laute und ,wrter hervorzubringen1 die von den andern verstanden werden4 ,das ,ablesen8 von den ,lippen geschieht bei den sehenden ,taubstummen auf optischem ,wege2 der blinde ,taubstumme ist auch hier ganz auf den ,tastsinn angewiesen4 ,helen ,keller legt z4 ,b4 ihre ,finger auf die ,lippen des ,sprechenden4 ,dadurch wird sowohl die eigene ,auffassung der ,lautsprache als auch deren ,hervorbringung auerordentlich erschwert4 ,beides gestaltet sich daher recht unvollkommen4 ,riemann1 der anfnglich in der ,anwendung der ,lautsprache das ,ziel der sprachlichen ,bildung der ,taubblinden sah1 hat seine ,ansicht insofern gendert1 als er die ,lautsprache nur dort entschieden fordert1 wo sie vor der ,ertaubung bereits vorhanden war1 wo es sich also um die ,erhaltung dieses wertvollen ,gutes handelt4 ,bei von ,geburt an ,taubblinden wird die ,lautsprache nur in gnstigen ,fllen gebt werden4 ,fr die geistige ,entwickelung der ,dreisinnigen ist die ,fingersprache 7das ,fingeralphabet7 entschieden von ausschlaggebender ,bedeutung1 wenn auch die ,lautsprache fr die ,verstndigung mit der ,umgebung groe ,vorteile bietet4 ,selbst bei ,helen ,keller spielt die ,lautsprache eine untergeordnete ,rolle2 das eigentliche geistige ,werkzeug ist fr sie die ,fingersprache4 ,das ,schwierigste im ,unterricht ist die ,gewinnung von ,assoziationen zwischen den ,tastobjekten und den entsprechenden ,zeichen des ,fingeralphabets4 ,gibt man dem ,kinde z4 ,b4 wiederholt einen ,ball in die ,hand und buchstabiert ihm dabei die ,buchstaben b a l l immer wieder in die ,hand1 so wird es nach und nach merken1 da ein ,zusammenhang zwischen dem kugelfrmigen ,spielzeug und den vier ,fingerzeichen besteht3 ,der ,tasteindruck des ,balles wird den ,tasteindruck der ,fingerzeichen ins ,bewutsein rufen und umgekehrt4 ,durch viele bung wird dem ,kinde mit der ,zeit die ,erkenntnis von der symbolischen ,bedeutung der ,zeichen und der ,mglichkeit ihrer universellen ,anwendung aufgehen4 ,damit ist der ,bann gebrochen1 der auf dem ,geistesleben des taubblinden ,kindes lastete1 und die intellektuelle und sprachliche ,entwickelung geht nun schnell vor sich4 ,der ,unterricht ist fast immer ,einzelunterricht4 ,die ,verstndigung mit dem taubblinden ,kinde wird anfangs nur denjenigen ,personen mglich sein1 die das ,fingeralphabet beherrschen2 erlernt der ,zgling spter die ,brailleschrift1 so erweitert sich damit fr ihn die ,umgangsmglichkeit4 ,viel gnstiger liegen die ,verhltnisse natrlich fr solche ,taubblinden1 die noch von frher her im ,besitz der ,lautsprache sind4 ,die ,kenntnisse1 die dem ,durchschnitt der ,dreisinnigen durch den ,unterricht vermittelt werden knnen1 sind immerhin recht bescheidene2 man wrde durchaus fehlgehen1 wenn man aus dem einzigartigen ,fall der ,helen ,keller ,schlsse auf die ,bildungshhe und die ,bildungsmglichkeit smtlicher ,taubstummblinden machen wollte4 ,hervorzuheben ist noch1 da auch unter gnstigen ,umstnden immer dafr ,sorge zu tragen sein wird1 da das ,erworbene nicht verloren geht und ein solches ,menschenkind in den frheren ,zustand zurcksinkt4 ,die ,entlassung eines taubblinden ,kindes in die ,heimat wird sich daher nur in ,ausnahmefllen empfehlen2 das ,kind ist fr das sptere ,leben am besten in einem mit der ,ausbildungsanstalt verbundenem ,heime aufgehoben1 wo es geistige ,anregung hat und sich mit geeigneter ,handarbeit ntzlich beschftigen kann4 ,riemann1 ,taubstumm und blind zugleich4 ,berlin #ahie4 ,kunz1 ,taubstummblinde4 ,geschichte der ,blindenanstalt zu ,illzach-,mlhausen4 ,leipzig #aijg4 ,riemann1 ,die ,taubstummblinden4 ,langensalza #aijg4 ,schfer1 ,das ,taubstummblindenheim in ,nowawes4 ,jahrbuch der ,krppelfrsorge pro #aijg4 ,hamburg #aijh4 ,anrep-,nordin1 berblick ber die ,entstehung und ,wirksamkeit der ,erziehungsanstalt fr ,taubblinde und fr ,schwachsinnigblinde zu ,wenersborg4 ,gteborg #aiaj4 v4 ,hagen1 ,ein ,wort zur ,frderung der ,taubstummblinden-,frsorge4 ,bldfrd4 #aiab ,s4 #he4 ,jerusalem1 ,laura ,bridgman4 ,bldfrd4 #ahij ,s4 #dj4 ,,xi4 ,berufsbildung4 ber die ,berufsbildung der ,blinden sind bereits in dem ,kapitel ber die ,aufgaben der ,blindenbildung einige ,andeutungen gemacht worden2 die dortigen ,ausfhrungen werden hier zu erweitern sein4 ,zu allen ,zeiten sind die ,blindenanstalten sich darber klar gewesen1 da ihre ,aufgabe nicht damit erschpft sei1 dem ,blinden eine gute ,schulbildung zu geben4 ,mit einer solchen allein wrde seine ,zukunft immer noch eine trostlose bleiben4 ,soll sein ,leben ihn befriedigen1 so mu es einen in produktiver ,arbeit begrndeten ,inhalt haben2 sein ,streben wird darum1 wenn es nicht darniedergehalten oder irregeleitet wird1 dahin gehen1 einen ,beruf zu erlernen1 durch denselben erwerbsfhig zu werden und sich eine ,stellung im brgerlichen ,leben zu erringen4 ,schon in den ersten ,blindenanstalten wurde diesem ,gedanken ,rechnung getragen2 ,klein und ,zeune unterwiesen ihre ,zglinge nicht blo in den ,schulwissenschaften1 sondern auch in einigen mechanischen ,fertigkeiten84 ,freilich schwebte ihnen dabei als ,ziel solcher ,unterweisung weniger die ,erwerbsfhigkeit und wirtschaftliche ,selbstndigkeit der ,blinden vor1 als vielmehr die ntzliche und befriedigende ,anwendung der ,zeit4 ,immerhin wird man in diesen ,versuchen der ersten ,blindenlehrer die ,anfnge einer ,berufsbildung zu sehen haben4 ,es hat noch langer ,zeit bedurft1 ehe man die im ,blinden ruhenden ,krfte und ,fhigkeiten voll erkannte und zur rechten ,entfaltung brachte4 ,je weitere ,fortschritte die ,blindenbildung machte1 desto mehr trat die ,berufsbildung neben die ,schulbildung1 und seit den letzten ,jahrzehnten besteht kein ,zweifel darber1 da das ,ziel aller ,blindenbildung die ,erwerbsfhigkeit und die wirtschaftliche ,selbstndigkeit des ,blinden sein mu4 ,es fragt sich nun1 welche ,berufe fr den ,blinden in ,betracht kommen4 ,als vor einer ,reihe von ,jahren eine ,umfrage in dieser ,richtung gehalten wurde1 ergaben sich #be verschiedene ,berufe1 die von ,blinden tatschlich ausgebt wurden4 ,aber diese berraschend groe ,zahl schrumpft sehr zusammen1 wenn wir erfahren1 da viele dieser ,berufe nur von einzelnen ,blinden infolge gnstiger ,umstnde und besonderer persnlicher ,eigenschaften betrieben werden konnten4 ,fr die ,mehrzahl war und ist die ,auswahl eine recht enge2 sie ist zudem abhngig von den allgemeinen wirtschaftlichen ,zeitverhltnissen und der wirtschaftlichen ,eigenart eines ,landes oder ,landesteiles4 ,die ,berufe1 welche von ,blinden ausgebt werden1 sind teils geistige1 teils gewerbliche4 ,fr die erste ,kategorie kommen in ,betracht3 das ,lehramt1 der ,beruf als ,schriftsteller und ,korrespondent und der als ,musiker4 ,blinde ,lehrer sind seit dem ,bestehen von ,blindenbildungsanstalten in den verschiedensten lehramtlichen ,stellungen ttig gewesen1 vom ,dozenten an einer ,hochschule an bis zum ,lehrer sehender ,volksschler2 am hufigsten fand und findet man sie an den ,blindenanstalten selbst4 ,es hat unter ihnen sehr tchtige ,mnner gegeben1 die sich groe ,verdienste um die ,ausbildung ,blinder erworben haben4 ,es brauchen nur die ,namen ,braille1 ,knie1 ,moon1 ,grpler und ,campbell genannt zu werden4 ,es besteht auch kein ,zweifel darber1 da ,blinde fr das ,lehramt befhigt sein knnen und auch imstande sind1 sich die erforderliche wissenschaftliche und pdagogische ,bildung anzueignen4 ,trotzdem ist es den blinden ,lehrern immer auerordentlich schwer geworden1 eine geeignete ,anstellung zu finden4 ,von der ,verwaltung einer ffentlichen ,volksschullehrerstelle kann selbstverstndlich in unserer ,zeit keine ,rede sein4 ,aber auch der ,anstellung an einer ,blindenanstalt stehen groe ,bedenken entgegen4 ,besonders fllt ins ,gewicht1 da der blinde ,lehrer die ,disziplin nicht in dem notwendigen ,mae handhaben kann3 es entgehen ihm hufig allerlei ,unarten und ,ungehrigkeiten der ,schler2 ,zglinge1 die noch ber ,sehreste verfgen1 knnen ihn leicht hintergehen2 er kann die ,haltung und ,aufmerksamkeit der ,kinder nicht ausreichend kontrollieren4 ,aus diesem ,grunde haben die ,lehrer der ,pariser ,anstalt1 die in der ,mehrzahl blind sind1 einen sehenden ,helfer zur ,seite1 der in den ,gngen auf und ab wandelt und bald in dieses1 bald in jenes ,klassenzimmer guckt1 um sich davon zu berzeugen1 da unter den ,schlern ,ordnung herrscht4 ,da eine solche ,einrichtung der ,autoritt des ,lehrers frderlich sei1 wird man wohl nicht behaupten knnen4 ,bedenklicher noch ist es1 da die notwendige ,nachprfung des ,tastens der ,schler durch einen blinden ,lehrer whrend des ,unterrichts umstndlich und strend ist und den ,klassenunterricht in ,einzelunterricht auflst4 ,es ist mglich1 da in einem greren ,kollegium ein hervorragend tchtiger blinder ,lehrer seinen ,platz in der ,anstalt gut ausfllt1 besonders wenn nicht ,klassen-1 sondern ,fachunterricht eingefhrt ist1 so da der blinde ,lehrer nicht ununterbrochen eine ,abteilung zu leiten hat2 aber als ,regel wird es gelten mssen1 da ein ,blinder als ,klassenlehrer nicht anzustellen ist4 ,eher ist es mglich1 ihn als ,hilfskraft im ,blindenunterricht fr besondere ,flle 7,nachhilfestunden1 fakultativen fremdsprachlichen ,unterricht1 ,beaufsichtigung von ,schularbeitsstunden usw47 zu verwenden4 ,dagegen wird es einem ,blinden nicht selten gelingen1 als ,privatlehrer sich eine ,stellung zu erringen1 sei es in einer ,familie1 in der ein blindes ,kind vorhanden ist1 sei es als ,sprachlehrer fr ,sehende4 7,von dem ,beruf als ,musiklehrer wird spter die ,rede sein47 ,immerhin ist es fr einen ,blinden ein ,wagnis1 den ,beruf des ,lehrers zu ergreifen4 ,die ,anstaltsleiter haben jedenfalls die ,pflicht1 auf die groen ,schwierigkeiten und ,enttuschungen hinzuweisen1 die dem ,blinden bevorstehen4 ,frdern drfen sie die entsprechenden ,wnsche und ,absichten nur dann1 wenn der ,blinde eine feste ,aussicht auf ,anstellung hat oder wenn die ,gewiheit vorliegt1 da er als ,privatlehrer sein ,auskommen finden wird4 ,es ist selbstverstndlich1 da die ,blindenanstalt die ,ausbildung von blinden ,lehrern nicht bernehmen kann4 ,wer sich fr diesen ,beruf entschliet1 wird1 wenn er auf ffentliche ,anstellung hoffen darf1 denselben ,weg gehen und auch dieselben ,prfungen ablegen mssen wie die sehenden ,lehrer4 ,die ,vorbereitung zum ,privatlehrer 7,sprachlehrer7 ist bisher wohl in den meisten ,fllen privatim erfolgt4 ,der ,beruf des ,schriftstellers kann nur fr einzelne1 wissenschaftlich grndlich gebildete ,blinde1 die ber schriftstellerische ,gaben verfgen und nicht mittellos sind1 in ,frage kommen4 ,das letztere ist nicht unwichtig1 da bekanntlich der ,weg des ,schriftstellers auch in pekunirer ,beziehung meist ein dornenvoller ist4 ,eine ,anstellung als ,korrespondent in einem greren ,geschftshause findet ein ,blinder zuweilen1 vorausgesetzt1 da er in der betreffenden geschftlichen ,branche ,erfahrung besitzt und im schriftlichen ,verkehr gewandt ist4 ,im frhen ,alter ,erblindete werden freilich zu einer derartigen ,stelle fast nie kommen1 eher schon ,spterblindete1 die frher in kaufmnnischen ,betrieben ttig gewesen sind 7vergl4 z4 ,b4 ,blindenfreund pro #ahie ,s4 #hj74 ,dagegen kann in dem ,bureau einer greren ,blindenanstalt ein blinder ,korrespondent mit ,nutzen ,verwendung finden4 ,der schriftliche ,verkehr mit den frheren ,zglingen1 der meist in ,punktschrift geschieht1 und die bertragung derartiger ,briefe in ,schwarzschrift 7fr die ,akten71 die ,herstellung von ,wiederholungsblttern fr den ,unterricht 7vergl4 ,blindenfreund pro #ahii ,s4 #baa7 und die bersetzung von ,punktschriftwerken fr den ,handgebrauch des ,lehrers in der ,schule geben ihm reichliche ,beschftigung4 ,selbstverstndlich mu ein blinder ,korrespondent die ,schreibmaschine 7,punkt- und ,schwarzschriftmaschine7 absolut beherrschen4 ,die ,vorbildung wird in einzelnen ,fllen in der ,anstalt erfolgen knnen4 ,die ,musik hat zu allen ,zeiten als ein ,gebiet gegolten1 auf dem der ,blinde sich hervorragend bettigen knne4 ,wird doch in ,laienkreisen hufig angenommen1 da jedem ,blinden als ,ersatz fr das ,auge ein fr die feinsten musikalischen ,empfindungen fhiges ,ohr verliehen sei4 ,da diese ,meinung eine irrige ist1 braucht nicht erst gesagt zu werden 7vergl4 ,bldfrd4 #ahid ,s4 #c74 ,ganz gewi hat die ,musik eine hervorragende ,bedeutung fr den ,blinden1 und es wre unverzeihlich1 wenn sie in der ,blindenanstalt nicht mit ,eifer gepflegt wrde4 ,aber es ist ein groer ,unterschied1 ob jemand die ,musik nur zu seiner ,freude und ,erholung betreibt oder ob er in ihrer ,ausbung seinen ,lebensberuf sieht4 ,whrend man im ersten ,falle auch ,zglinge mit migen musikalischen ,gaben vom ,musikunterricht nicht ausschlieen wird1 wenn die ueren ,umstnde es erlauben und wnschenswert erscheinen lassen1 so ist bei solchen ,blinden1 die die ,musik als ,brotstudium zu betreiben beabsichtigen1 eine auerordentliche ,befhigung die erste und wichtigste ,vorbedingung des ,studiums4 ,ob eine solche vorliegt1 wird sich meist schon bei dem elementaren ,musikkursus whrend der ,schulzeit zeigen4 ,das entscheidende ,urteil aber sollen nicht die ,eltern abgeben1 die nur zu leicht in ihrem ,klavier oder ,geige spielenden ,kinde ein musikalisches ,genie sehen1 sondern es mu einem tchtigen ,fachmann berlassen bleiben1 der genau wei1 welche hohen ,anforderungen an einen blinden ,organisten1 ,musiklehrer oder ,konzertmusiker gestellt werden4 ,sodann wird es notwendig sein1 die ,angehrigen des ,blinden und ihn selber ber die groen ,schwierigkeiten der ,ausbildung1 auch nach der pekuniren ,seite hin1 aufzuklren und darber1 da es auch fr den tchtigen ,musiker schwer ist1 eine ,anstellung zu erlangen oder durch freie ,ausbung der ,kunst sein ,auskommen zu finden4 ,die ,schwierigkeiten werden besonders gro sein1 wenn der ,blinde den niederen ,volksschichten entstammt1 weil dann die ,angehrigen seine ,bildung weder nach der gesellschaftlichen ,seite1 noch in pekunirer ,hinsicht in wnschenswerter ,weise zu frdern vermgen4 ,die ,ausbildung des ,musikers kann die ,anstalt nur teilweise bernehmen1 selbst wenn sie ber tchtige ,musiklehrer verfgt4 ,es gibt freilich ,blindenanstalten1 die den ausgesprochenen ,zweck verfolgen1 ihre ,zglinge bis zur musikalischen ,knstlerschaft auszubilden2 die hervorragendsten sind die ,anstalt zu ,paris 7,l'institut national des jeunes aveugles87 und das ,royal ,normal ,college and ,academy of ,music for the ,blind8 in ,london#ci4 ,die ausgedehnte musikalische ,ttigkeit beider ,institute erklrt sich durch die fr blinde ,musiker gnstigen ,verhltnisse in ,frankreich und ,england4 ,in ,deutschland1 wo der ,wirkungskreis der blinden ,musiker viel beschrnkter ist1 knnen die ,anstalten der ,musik nicht die gleiche herrschende ,stellung einrumen4 ,sie haben darum bisher meist nur einen ,teil der musikalischen ,ausbildung der talentvollsten ,schler bernommen2 den ,abschlu des ,unterrichts erhielten die ,schler in der ,regel auf einem ,konservatorium oder durch ,privatunterricht bei anerkannten ,musikpdagogen4 ,bei dieser ,praxis wird es wahrscheinlich auch in der ,zukunft verbleiben4 ,allerdings ist auch in ,deutschland die ,frage erwogen worden1 ob sich die ,grndung einer staatlichen ,musikhochschule fr ,blinde nicht empfehlen wrde4 ,der ,gedanke ging von dem blinden ,musiklehrer ,george ,neumann in ,knigsberg aus4 ,es kam zu einer ,petition an das preuische ,abgeordnetenhaus1 und die ,kommission fr das ,unterrichtswesen beschftigte sich eingehend mit derselben4 ,nach einem ausfhrlichen ,referat des ,geheimen ,oberregierungsrats ,dr4 ,schneider kam die ,kommission jedoch zu der berzeugung1 da eine solche ,grndung verfehlt sein wrde4 7,vergl4 ,bldfrd4 pro #ahia ,s4 #bji1 #ahib ,s4 #aie1 #ahif ,s4 #ig und #agg47 ,der ,plan der ,grndung einer ,musikhochschule fr ,blinde taucht aber immer wieder auf4 7,vergl4 ,kongrebericht ,breslau ,s4 #bdi und ,kongrebericht ,wien #aiaj ,s4 #bgb47 ,ob er sich verwirklichen lassen wird1 erscheint jedoch fraglich4 ,es sind insbesondere die nachstehenden ,bedenken1 die ihm entgegengehalten werden3 #a4 ,die ,grndung einer ,musikhochschule wrde eine wesentliche ,vermehrung der blinden ,musiker zur ,folge haben1 und die ,erlangung der wirtschaftlichen ,selbststndigkeit durch ,ausbung der ,kunst wre fr den einzelnen ,blinden dann noch schwieriger als es jetzt bereits der ,fall ist4 #b4 ,die fr die ,musikhochschule aufzuwendenden ,kosten wrden so bedeutende sein1 da sie in keinem ,verhltnis zu dem immerhin enge begrenzten ,arbeitserfolge stnden4 ,auch den ,musikschlern knnten erhebliche pekunire ,opfer nicht erspart werden1 so da die ,einrichtung in erster ,linie den bemittelten ,blinden zugute kme1 die ohnehin schon in der ,lage sind1 das ,ziel auf andere ,weise zu erreichen#dj4 #c4 ,es wre zu befrchten1 da das ,handwerk1 das fr den grten ,teil der ,blinden als ,beruf in ,frage kommt1 niedriger eingeschtzt wrde als die ,musik2 das mte bei den blinden ,handwerkern und ,handwerkslehrlingen zu ,neid und ,verdrossenheit fhren2 sie wrden als ,blinde zweiten ,grades angesehen werden4 #d4 ,auch ohne eine ,sonderanstalt ist es den talentvollen ,blinden bisher gelungen1 sich zu tchtigen ,organisten1 ,musiklehrern und ,konzertmusikern emporzuarbeiten4 ,der ,musikunterricht wird eine mglichst tiefe und allseitige ,einfhrung in die ,kunst zum ,ziele nehmen2 nicht zu ,virtuosen1 sondern zu ,knstlern sollen die ,blinden ausgebildet werden4 ,nur in diesem ,falle werden sie auch in ehrenvollen ,wettbewerb mit den sehenden ,musikern treten knnen4 ,schon bei der ,vorbereitung in der ,anstalt mu dieses ,ziel dem ,unterricht nach der theoretischen und praktischen ,seite hin die ,richtung geben2 da ein gutes ,konservatorium in dem angedeuteten ,sinne weiterarbeitet1 ist als selbstverstndlich vorauszusetzen4 ,die fr den ,blinden wichtigsten ,instrumente sind ,klavier und ,orgel1 weil sie ihm in erster ,linie ,gelegenheit geben1 seine ,kunst praktisch zu verwerten4 ,neben dem ,klavier- und ,orgelspiel wird auch der ,gesang nicht vernachlssigt werden drfen1 desgleichen bungen in der ,leitung eines ,chores4 ,beides ist fr die etwaige sptere ,stellung als ,organist wichtig1 weil mit diesem ,amte nicht selten die ,leitung eines ,kirchenchors verbunden ist4 ,zu dem ,musikunterricht steht das ,klavierstimmen in naher ,beziehung4 ,es kann von dem ,blinden1 der ein feines musikalisches ,gehr besitzt1 ohne erhebliche ,schwierigkeiten erlernt und ausgebt werden4 ,manche ,anstalten bernehmen die ,ausbildung von ,klavierstimmern selbst 7meist durch einen im ,stimmen erfahrenen blinden ,musiklehrer71 andere weisen die ,schler an tchtige ,fachleute4 ,in jedem ,falle ist es notwendig1 da der blinde ,klavierstimmer den ,abschlu seiner ,lehrttigkeit bei einem ,klavierbauer oder in einer ,klavierfabrik erhlt1 damit die bung eine vielseitige ist und ihm ,gelegenheit geboten wird1 die wichtigsten ,reparaturen an ,klavieren kennen und ausfhren zu lernen4 ,die ,ausbung eines ,handwerks hat bisher den grten ,teil der in den deutschen ,anstalten ausgebildeten ,blinden zur wirtschaftlichen ,selbstndigkeit gefhrt4 ,wohl ist der ,stand des ,handwerkers durch die mit der ,herrschaft des ,kapitals und der ,maschine eingetretenen wirtschaftlichen ,verschiebungen schwieriger geworden als frher1 aber er ist keineswegs so ungnstig1 da nicht auch der ,blinde bei gutem ,willen1 groem ,flei1 strenger ,rechtschaffenheit und solider ,arbeit dabei sein ,auskommen finden knnte4 ,leider ist es trotz eifrigster ,versuche bisher nicht gelungen1 auer den bekannten ,blindenhandwerken81 der ,korbmacherei1 ,brstenmacherei und ,seilerei1 noch andere fr ,blinde allgemein geeignete handwerkliche ,berufe ausfindig zu machen4 ,wie bei den ,sehenden wird auch bei den ,blinden die ,lehrzeit im allgemeinen nach ,beendigung der ,schulzeit beginnen4 ,die ,neigungen und ,wnsche des ,zglings und der ,eltern sind bei der ,wahl des ,handwerkes mglichst zu bercksichtigen4 ,ist die ,wahl nach der berzeugung des ,anstaltsdirektors nicht zu billigen1 so hat er die ,pflicht1 dem ,zgling und den ,eltern die ,grnde darzulegen1 die ein ,verfolgen des ,wunsches nicht ratsam erscheinen lassen4 ,jedenfalls soll er sich davor hten1 den ,zgling zur ,erlernung eines bestimmten ,handwerks zu zwingen oder ihn dazu zu berreden4 ,der ,lehrkursus ist in manchen ,anstalten fest begrenzt1 in andern ist kein bestimmter ,endtermin fr die ,lehrzeit festgesetzt4 ,beides hat seine ,vorteile und ,nachteile4 ,wei der blinde ,lehrling1 da fr seine ,ausbildung nur #c oder #d ,jahre zur ,verfgung stehen1 so wird er die ,zeit tchtig ausntzen2 ist die ,lehrzeit nicht fest abgegrenzt1 so werden die trgen und lssigen ,lehrlinge es an dem notwendigen ,eifer fehlen lassen4 ,dagegen ergibt sich im ersten ,falle der belstand1 da die ,schwachen und weniger ,begabten ihr ,handwerk nicht grndlich auslernen2 fr sie ist die ,lehrzeit zu kurz4 ,da die ,befhigung auerordentlich verschieden ist1 auch manche anderen ,umstnde noch in ,betracht kommen 7,zeit der ,erblindung4 ,sehreste oder total blind1 krperlich krftig oder schwchlich71 wird es sich trotz der vorhin erwhnten ,mglichkeit empfehlen1 die ,lehrzeit nicht zeitlich abzugrenzen1 sondern in jedem einzelnen ,falle zu bestimmen1 wann der ,lehrling freigesprochen werden soll4 ,als ,lehrmeister sind tchtige sehende ,handwerksmeister anzustellen2 ein blinder oder halbsehender ,werkgehilfe kann den ,meister in der ,unterweisung der ,lehrlinge vorteilhaft untersttzen4 ,das formale ,ziel der ,ausbildung ist dahin zu bestimmen3 der ,blinde soll sein ,handwerk so grndlich erlernen1 als ihm dies nach seinen ,gaben und ,krften mglich ist4 ,wer also z4 ,b4 als ,korbmacherlehrling das ,geschick und die ,fhigkeit besitzt1 neben der sog4 geschlagenen ,arbeit auch ,gestellarbeit zu leisten1 soll auch in diesem ,zweige der ,korbmacherei ausgebildet werden4 ,als materielles ,ziel wird die wirtschaftliche ,selbststndigkeit durch ,ausbung des erlernten ,handwerks anzusehen sein4 ,dieses ,ziel werden aber nicht alle blinden ,handwerkslehrlinge erreichen4 ,es ist also nicht richtig1 allgemein zu sagen3 ,jeder ,blinde1 der einige ,jahre ein ,handwerk erlernt hat1 ist fhig1 dasselbe selbstndig zu betreiben und sich damit zu ernhren4 ,die intelligenten1 willensstarken und geschickten ,blinden werden meist die wirtschaftliche ,selbstndigkeit erlangen2 die minder begabten1 langsamen1 willensschwachen und unpraktischen ,blinden werden zu einer solchen ,selbstndigkeit nicht kommen2 sie verdienen in gnstigen ,fllen ihr ,brot als ,gesellen bei einem ,meister oder in besonderen ,blindenwerksttten2 ,blinde mit ganz geringer ,arbeitsfhigkeit werden ihren ,unterhalt nur teilweise erwerben4 ,es ist wichtig1 ber den tatschlichen ,erfolg der ,ausbildung und ihren ,wert fr die ,erwerbsfhigkeit des ,blinden ein klares ,urteil zu gewinnen1 weil nicht selten die ,anstalten verantwortlich gemacht werden1 wenn ein ,blinder im ,leben nicht diejenige ,selbstndigkeit erlangt1 die man gewnscht und erwartet hatte4 ,nach ,beendigung der ,lehrzeit wird in manchen ,anstalten von denjenigen ,zglingen1 die das ,lehrziel ganz erreicht haben1 die ,gesellenprfung vor der in ,betracht kommenden ,innung abgelegt4 ,diese ,prfung kann in manchen ,fllen wertvoll sein2 im allgemeinen freilich wird die ,ablegung der ,gesellen- und auch der ,meisterprfung dem ,blinden nicht die ,vorteile bringen1 die dem ,sehenden daraus erwachsen4 ,als fertigen1 selbstndigen ,handwerker darf man den ,blinden nach ,beendigung der ,lehrzeit natrlich noch nicht ansehen1 und am wenigsten darf er sich selbst als solchen betrachten2 er mu erst die ,praxis des ,lebens kennen lernen und dabei zeigen1 ob er imstande ist1 sich durch sein ,handwerk zu unterhalten4 ,um die jungen blinden ,handwerker anzuregen1 die auf die ,ausbildungszeit folgenden ,jahre als ,gesellenjahre zu betrachten und dementsprechend anzuwenden1 ist in den meisten ,anstalten die ,bestimmung getroffen1 da ein ,anspruch auf die ,frsorge seitens der ,anstalt nur dann erworben wird1 wenn der ,blinde mehrere ,jahre hindurch als ,geselle gegen ,lohn in den ,anstaltswerksttten oder bei einem ,meister auerhalb der ,anstalt gearbeitet und sich von seinem ,arbeitsverdienst ernhrt hat4 ,damit wird auch erreicht1 da der ,blinde in dem ,handwerk die ,quelle seiner wirtschaftlichen ,kraft erkennen lernt und nicht in bequemer scheinenden1 aber unsicheren kaufmnnischen ,geschften4 ,whrend der ,lehrzeit soll der ,zgling einen guten ,fortbildungsschulunterricht erhalten4 ,es ist in den letzten ,jahren ber den zweckmigsten ,ausbau dieses ,unterrichts viel geschrieben worden4 ,zwei ,ansichten stehen sich gegenber3 die eine legt das ,hauptgewicht auf die theoretische ,ausgestaltung der handwerklichen und geschftlichen ,seite des ,berufs1 die andere stellt die mit der eigenartigen ,lage des blinden ,handwerkers gegebenen ethischen ,verhltnisse in den ,vordergrund des ,unterrichts4 ,es wird die ,aufgabe der ,zukunft sein1 das richtige ,verhltnis der beiden gekennzeichneten ,teilgebiete zu einander zu finden4 ,jedenfalls soll auch der ,fortbildungsschulunterricht an seinem ,teile zur ,erreichung des ,zieles der ,berufsbildung beitragen4 ,auer den in ,deutschland eingefhrten ,blindenhandwerken8 sind noch zu nennen die ,schuhmacherei1 die in ,dnemark und ,ruland1 die ,kunstweberei1 die in ,schweden betrieben wird1 und die ,massage1 die eine ganze ,zahl von ,blinden in ,japan ernhrt4 ,auch in ,deutschland ist es diesem oder jenem ,blinden gelungen1 nach einer unter rztlicher ,anleitung erfolgten ,ausbildung ,beschftigung als ,massierer zu erhalten4 ,im allgemeinen haben sich aber die ,hoffnungen1 welche die deutschen ,blinden auf die ,massage setzten1 nicht erfllt4 ,es gibt1 wie bereits eingangs erwhnt1 noch eine ganze ,reihe von ,ttigkeiten1 teils handwerklicher1 teils mechanisch-manueller ,natur1 die von einzelnen ,blinden ausgebt werden2 nachstehend seien einige genannt3 ,buchdruckerei1 ,metalldrehen1 ,matratzenfabrikation1 ,stanniolsortieren1 ,entrippen von ,tabaksblttern1 ,bedienen des ,telephons1 ,bildhauerei4 ,fr die allgemeine ,einfhrung kommt keine dieser ,beschftigungen in ,betracht4 ,es wre noch die ,berufsbildung der blinden ,mdchen kurz zu beleuchten4 ,die ,mdchen wurden frher fast durchweg in der ,erlernung der bekannten weiblichen ,handarbeiten unterwiesen3 ,stricken1 ,hkeln1 ,filet- und ,knpfarbeit2 daneben war das ,beziehen von ,rohrsitzen eine ,hauptbeschftigung fr sie4 ,wenn ein ,mdchen im ,schoe seiner ,familie geborgen war1 reichte eine derartige ,beschftigung wohl aus1 besonders1 wenn die ,blinde es auch verstand1 sich im ,hause ntzlich zu machen4 ,die ,strick- und ,flechtarbeit warf auch einen kleinen ,gewinn ab1 der als ,beitrag zur ,unterhaltung der ,blinden angenehm war4 ,stand aber ein unbemitteltes blindes ,mdchen allein da1 so war sein ,los fast regelmig das ,armenhaus oder ,unterbringung in einer fremden ,familie auf armenrechtlichem ,wege1 da der ,verdienst zur ,unterhaltung bei weitem nicht ausreichte4 ,dazu wurde das ,stricken und ,hkeln immer weniger lohnend1 da auch hier die ,maschine die ,handarbeit verdrngte4 ,die ,blindenanstalten muten also fr die weiblichen ,blinden nach anderen ,beschftigungen suchen4 ,als ein angemessenes ,handwerk erwies sich die ,brstenmacherei4 ,die ,arbeit ist1 abgesehen von der ,herstellung grberer ,ware 7,piassavabesen71 nicht allzu anstrengend und wirft unter der ,voraussetzung reichlicher ,auftrge soviel ab1 da eine gebte ,arbeiterin dabei ihr ,brot finden kann4 ,so ist denn in den letzten ,jahrzehnten in fast allen ,blindenanstalten die ,brstenmacherei als eine ,hauptbeschftigung fr die ,mdchen eingefhrt4 ,auch ,versuche mit der ,herstellung feinerer ,korbwaren durch befhigte ,mdchen sind gnstig ausgefallen4 ,die weiblichen ,lehrlinge machen ihre ,lehrzeit durch wie die mnnlichen1 besuchen auch die ,fortbildungsschule und betreiben spter das erlernte ,handwerk in der ,heimat oder in einem ,blindenheim4 ,freilich wird ein ,mdchen nur ausnahmsweise eine solche ,selbstndigkeit gewinnen1 wie sie bei einem mnnlichen blinden ,handwerker mglich ist2 sie wird bei dem ,absatz der ,waren vorzugsweise auf feste ,auftrge seitens der ,anstalt angewiesen sein1 wird auch nur selten ,beschftigung bei einem ,meister finden4 ,die frher betriebenen ,strick- und ,hkelarbeiten1 die ,flecht- und ,knpfarbeiten haben die ,anstalten nicht ganz fallen lassen4 ,sie sind immer noch wichtig fr besser situierte ,mdchen1 die ins ,elternhaus zurckkehren und auf die ,erlernung eines eigentlichen ,handwerks verzichten4 ,bei umfangreichen ,auftrgen von ,fabriken kann die ,anfertigung gewisser ,artikel 7z4 ,b4 ,gepcknetze fr ,eisenbahnwagen7 auch eine grere ,zahl von ,arbeiterinnen in einem ,heim lohnend beschftigen4 ,das ,beziehen von ,rohrsitzen bleibt ebenfalls eine von ,mdchen leicht ausfhrbare ,arbeit1 die bei grerer ,fertigkeit auch einen guten ,verdienst abwirft4 ,von anderen fr einzelne ,mdchen geeigneten ,beschftigungen sind noch zu nennen das ,drucken von ,bchern in ,braille-,schrift1 die ,arbeit an der ,strickmaschine und event4 am ,webstuhl und die vorhin bereits erwhnte ,bedienung der ,schreibmaschine4 ,von verschiedenen ,seiten1 namentlich in den ,kreisen der ,blinden selbst1 wird neuerdings die ,einfhrung des ,haushaltungs- und ,kochunterrichts in den ,blindenanstalten gewnscht4 ,man hofft1 da es manchem ,mdchen dann mglich sein wird1 in ,familien1 in ,erziehungs- oder ,krankenhusern ,stellung zu finden2 fr solche ,mdchen1 die nicht auf einen ,erwerb angewiesen sind1 erhofft man durch ,anwendung des ,erlernten im ,elternhause oder in der eigenen ,wirtschaft eine ,erhhung der ,lebensfreudigkeit4 ,die ,anstalten haben bei solchen weiblichen ,blinden1 die ,sinn und ,geschick fr husliche ,bettigung zeigten1 auch bisher diese ,anlagen gebt und weiter ausgebildet2 manches ,mdchen mit ,sehresten hat auch eine ,dienststelle erlangt4 ,ob eine derartige ,ausbildung der blinden ,mdchen allgemein zu empfehlen ist und ob sich daraus ein wesentlicher ,nutzen fr das ,fortkommen derselben ergibt1 mu erst die ,zeit lehren4 ,es werden gegenwrtig von einzelnen ,anstalten entsprechende ,versuche angestellt2 man wird daher gut tun1 das ,ergebnis dieser ,versuche abzuwarten1 namentlich auch hinsichtlich der ,bewhrung im praktischen ,leben4 ,diejenigen blinden ,zglinge1 ob mnnlich oder weiblich1 die nicht im ,vollbesitz ihrer krperlichen oder geistigen ,krfte sind oder deren technische ,befhigung eine mangelhafte ist1 knnen in der ,regel ein ,handwerk nicht erlernen4 ,sie werden1 so gut dies angngig ist1 in den ihren ,krften und ihrem ,geschick angemessenen ,flechtarbeiten ausgebildet4 ,eine wirtschaftliche ,selbstndigkeit ist bei ihnen natrlich ausgeschlossen4 ,rckschauend drfen wir sagen3 ,die ,berufsbildung der blinden ,zglinge ist wie der ,schulunterricht eine ,hauptaufgabe der ,blindenanstalten4 ,die ,berufswahl ist fr den ,durchschnitt der ,blinden sehr beschrnkt2 besondere ,begabung und auerordentliche ,willenskraft vermgen jedoch nicht selten die allgemein gezogenen ,schranken zu durchbrechen4 ,kann die ,anstalt bei der ,vorbereitung fr einen ,beruf auch nur die ,mehrzahl ihrer ,zglinge bercksichtigen1 so wird sie doch auch denjenigen1 die besondere ,wege einschlagen1 mit ,rat und ,tat hilfreich zur ,seite stehen4 ,wulff1 ,die ,zukunft des ,blinden4 ,kongr4-,ber4 ,berlin #ahgi4 ,petitionsbericht betr4 die ,errichtung einer ,musikhochschule fr ,blinde von der ,kommission fr das ,unterrichtswesen im preuischen ,abgeordnetenhause4 ,bldfrd4 #ahif ,s4 #ig4 ,mohr1 ,die ,notwendigkeit einer hheren ,bildungsanstalt fr ,blinde4 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,bauer1 ,wie kann die ,blindenfortbildungsschule helfen1 unsere ,lehrlinge zu tchtigen ,handwerkern zu erziehen8 ,kongr4-,ber4 ,halle #aijd4 ,brandstter1 ,zur ,fortbildungsschulfrage4 ,bldfrd4 #aije ,s4 #abi1 #aeg1 #ahi4 ,zech1 ,beitrge zur ,methodik des ,blindenunterrichts1 ,heft #a3 ,der ,fortbildungsunterricht4 ,danzig-,knigsthal #aiji4 ,baldus1 ,sind die an den ,blindenanstalten jetzt gelehrten ,berufe noch lohnend genug und1 wenn nicht1 welche ,berufe knnten in ,betracht gezogen werden8 ,kongr4-,ber4 ,wien #aiaj4 ,merle1 ,die ,blindenfrsorge in den groen ,stdten unter besonderer ,bercksichtigung der ,musik als ,erwerbszweig4 ,wie vor4 ,bauer1 ,vorschlge der ,kommission zur ,klrung und ,frderung der ,fortbildungsschulfrage4 ,wie vor ,s4 #cej4 ,roth1 ,blinde ,mdchen in der ,hauswirtschaft4 ,bldfrd4 #aiaa ,s4 #aje4 ,,xii4 ,frsorge4 ,man kann von einer ,blindenfrsorge im weiteren und von einer solchen im engeren ,sinne sprechen4 ,unter die erste ,bezeichnung wrden alle ,bestrebungen des ,staates1 der ,gemeinden1 mildttiger ,stiftungen und ,privatpersonen fallen1 die dazu mithelfen1 dem ,blinden sein ,schicksal zu erleichtern1 ihn zu frdern und ihm in irgendeiner ,weise im ,leben behilflich zu sein4 ,das gesamte ,blindenbildungswesen und alles1 was mit ,pflege1 ,bewahrung und ,versorgung zusammenhngt1 wrde dann zur ,frsorge zu rechnen sein4 ,in den ,kreisen der ,blindenlehrer fat man aber die ,frsorge enger1 indem man sie von der ,ausbildung scheidet4 ,alles was geschieht1 um den ,blinden fr das ,leben vorzubereiten1 also der ,unterricht in ,schule und ,werkstatt1 ist zur ,ausbildung zu rechnen2 alle diejenigen ,manahmen aber1 die dem ,blinden die ,mglichkeit schaffen1 seine ,erwerbsfhigkeit im ,leben anzuwenden1 fallen in das ,gebiet der ,frsorge4 ,kurz knnte man sagen3 das ,ziel der ,ausbildung ist1 den ,blinden erwerbsfhig zu machen1 das der ,frsorge1 ihm die ,erwerbsfhigkeit zu erhalten4 ,diese zweite ,aufgabe haben die ersten ,blindenanstalten noch nicht gekannt4 ,klein und ,zeune waren der ,meinung1 da eine grndliche ,ausbildung den ,blinden so weit bringen knne und msse1 da er sich in die ,reihen der ,vollsinnigen stellen und wie diese den ,kampf mit dem ,leben aufnehmen knne4 ,es zeigte sich jedoch bald1 da ein groer ,teil der ,blinden dieser ,aufgabe nicht gewachsen war und da auch die ,tchtigsten und ,besten nicht selten mit so mannigfaltigen ,hindernissen und ,erschwernissen im ,erwerbsleben zu kmpfen hatten1 da sie der ,hilfe und ,frsorge auch nach dem ,austritt aus der ,anstalt bedurften4 ,klein grndete darum neben seiner ,unterrichtsanstalt noch eine ,beschftigungsanstalt1 in welche er diejenigen blinden ,handwerker aufnahm1 die nicht die ,kraft hatten1 sich im ffentlichen ,erwerbsleben zu behaupten4 ,es ist charakteristisch und ein ,beweis fr den praktischen ,sinn ,kleins1 da er die ,frsorge fr die wirtschaftlich ,schwachen auf die ,idee der ,arbeit grndete4 ,zeune war in der ,sorge fr die der ,anstalt entwachsenen ,blinden weniger glcklich2 er sammelte einen ,fonds1 aus dessen ,zinsen sie bare ,untersttzungen erhielten4 ,die ,frsorge1 das ist auch heute noch der leitende ,gedanke bei allen ,bestrebungen1 den aus der ,anstalt entlassenen ,blinden zu helfen1 soll an den erlernten ,beruf anknpfen1 soll dem ,blinden die ,arbeitsmglichkeit schaffen und erhalten1 soll ihm die ,arbeit als sittliche ,pflicht und als ,mittel der ueren und inneren ,lebensbeglckung lieb und wert machen4 ,diese ,frsorge wird sich nicht auf alle ,blinden in gleicher ,weise erstrecken2 sie wird in erster ,linie den geistig und technisch wenig befhigten1 den unpraktischen1 charakterschwachen1 verzagten1 ohne ,halt und ,sttze im ,leben stehenden ,blinden nachgehen1 ohne doch auch die tatkrftigen und tchtigen ,elemente aus dem ,auge zu verlieren2 denn auch diese haben so viele ,widerwrtigkeiten1 ,vorurteile und ,hemmungen zu berwinden1 da ihre ,kraft oft erlahmt und ,hilfe ihnen not tut4 ,wer ist zur ,frsorge an den ,blinden berufen8 ,in erster ,linie die ,blindenanstalten4 ,sie kennen die ,bedrfnisse des ,blinden am besten1 sie wissen1 welche ,schwierigkeiten ihm im ,leben entgegentreten2 handelt es sich um frhere ,zglinge1 und das wird meist der ,fall sein1 so besitzen sie einen genauen ,einblick in ihre ,entwickelung1 ihren ,charakter1 ihre geistigen1 sittlichen und krperlichen ,fhigkeiten4 ,dadurch sind sie imstande1 die ,frsorge individuell auszuben1 sie nach den persnlichen ,bedrfnissen des einzelnen einzurichten4 ,es ist dies von wesentlicher ,bedeutung4 ,eine ,frsorge1 die schematisch verfhrt1 die ihre ,aufgabe etwa nur darin sieht1 den drauen stehenden ,blinden mglichst hohe ,baruntersttzungen zu verschaffen1 verfehlt ihren ,zweck und kann den ,untersttzten zum ,verderben gereichen4 ,neben den ,anstalten sind an der ,blindenfrsorge vielfach auch die ,staats- und ,kommunalverwaltungen sowie besondere ,vereine beteiligt2 diese ,organe haben insofern einen sehr wesentlichen ,anteil an der ,frsorge1 als sie die erforderlichen ,geldmittel zur ,verfgung stellen1 ohne welche die ,frsorge wenig ausrichten kann4 ,dadurch1 da die ,anstaltsvorstnde in der ,regel mit der ,geschftsleitung der ,frsorge beauftragt werden1 wird die zweckmige ,ausbung derselben gewhrleistet4 ,es fragt sich nun1 nach welchen ,grundstzen bei der ,frsorge zu verfahren ist4 ,als oberste ,regel mu gelten1 da die ,frsorge gerade nur so weit reichen darf1 als der ,blinde ihrer bedarf1 um mit eigener ,kraft durchs ,leben zu kommen4 ,sie soll nicht auf mhelose ,befriedigung seiner ,bedrfnisse gerichtet sein1 noch viel weniger soll sie ihn zu ,ansprchen verleiten1 die ber seinen ,stand hinausgehen2 sie soll ,hilfe zur ,selbsthilfe leisten1 nichts weiter4 ,als zweiter wichtiger ,grundsatz wird zu beachten sein1 da die ,frsorge das ,gefhl der ,freiheit und ,selbstndigkeit des ,blinden nicht ertten darf2 sie soll nichts ,erniedrigendes und ,beschmendes an sich haben4 ,achtung vor der ,persnlichkeit des ,blinden mu ihr das ,geprge geben4 ,sie wird alles vermeiden1 was der ,hilfe die ,form des ,almosenempfangens geben knnte1 denn die ,annahme von ,almosen erniedrigt4 ,darum soll sie vorsichtig sein in der ,darreichung oder ,erwirkung von ,baruntersttzungen4 ,je mehr sich die ,frsorge um die ,arbeit des ,blinden konzentriert1 desto wirksamer und segensreicher wird sie sein4 ,endlich ist es1 wie schon angedeutet1 notwendig1 die ,frsorge individuell zu gestalten4 ,die ,bedrfnisse der einzelnen ,blinden sind auerordentlich verschieden2 sie sind abhngig von der ,persnlichkeit des ,blinden1 von seinem ,charakter1 seinem ,knnen1 seiner huslichen ,umgebung1 dem ,wohnort und den ,landesverhltnissen4 ,alle diese ,faktoren mssen bercksichtigt werden4 ,es ist daher unmglich1 die gesamte ,blindenfrsorge allgemein zu regeln und in ,vorschriften zu fassen4 ,eine grndliche ,kenntnis der einschlgigen ,verhltnisse1 ein sicherer ,blick fr das1 was in dem einzelnen ,falle notwendig ist1 und ein inniges ,vertrautsein mit dem ,denken und ,fhlen des ,blinden1 mit seinen ,sorgen und ,nten ist fr alle diejenigen1 die mit der ,ausbung der ,frsorge betraut sind1 unentbehrlich4 ,was die ,art der ,frsorge betrifft1 so tritt sie hauptschlich in dreifacher ,weise auf3 #a4 als ,frderung der ,arbeitsmglichkeit1 #b4 als ,hilfe in ,zeiten der ,not und als ,sicherstellung der ,zukunft1 #c4 als ,anregung des ,geistes1 ,frderung der ,arbeitsfreudigkeit1 ,rat und ,hilfe in allerlei ,bedrngnis des ,gemtes4 ,die ,frderung der ,arbeitsmglichkeit wird schon in der ,ausbildungszeit vorbereitet4 ,damit der ,blinde nicht ganz mittellos ins ,leben tritt1 wird whrend der ,gesellenzeit8 7vergl4 das vorige ,kapitel7 der berschu seines ,arbeitsverdienstes auf einer ,sparkasse angelegt4 ,das ,guthaben findet in der ,regel zur ,anschaffung des erforderlichen ,werkzeuges und des ersten ,arbeitsmaterials ,verwendung4 ,der ,anstaltsleiter wird dem ,blinden bei der ,wahl des ,wohnortes und event4 bei der ,beschaffung einer ,wohnung und einer ,werksttte ratend und helfend zur ,seite stehen1 besonders dann1 wenn er an seinen ,eltern oder sonstigen ,verwandten keine ,sttze hat4 ,eine ,empfehlung des jungen ,handwerkers in seinem ,wohnort und ein ,hinweis auf ihn durch ein ,zeitungsinserat werden ihm die ersten ,kunden zufhren4 ,da er in den meisten ,fllen das ,arbeitsmaterial nur in kleinen ,mengen zu kaufen imstande ist1 wrde fr ihn der ,bezug desselben von einem ,engrosgeschft unmglich sein1 da derartige ,geschfte nur grere ,posten abgeben und zwar zu ,bedingungen1 denen der angehende blinde ,handwerker nicht gerecht werden kann4 ,deshalb berlt ihm die ,anstalt die ,rohmaterialien zu den von ihr gezahlten ,engrospreisen1 stundet ihm auch den ,betrag lngere ,zeit und nimmt bei der ,einforderung des ,betrages auf die ,verhltnisse des ,blinden ,rcksicht4 ,selbstverstndlich wird sie dabei immer auf eine solide und ehrliche ,geschftspraxis halten mssen2 wer durch unlauteres ,verhalten das ihm entgegengebrachte ,vertrauen mibraucht1 wird von der weiteren ,frsorge ausgeschlossen4 ,ist der ,warenabsatz des ,blinden kein ausreichender1 so kann die ,anstalt ihm eine wertvolle ,hilfe dadurch erweisen1 da sie einen ,teil seines ,vorrates zum ,verkaufe bernimmt4 ,voraussetzung ist freilich1 da die ,waren gut gearbeitet und absatzfhig sind4 ,der ,neigung mancher blinden ,handwerker1 nachlssig zu arbeiten1 weil sie meinen1 die ,anstalt nimmt die ,waren in jedem ,falle an1 darf nicht ,vorschub geleistet werden4 ,erhlt die ,anstalt grere ,lieferungsauftrge1 so wird es in vielen ,fllen mglich sein1 auch dem einen oder anderen der entlassenen ,blinden einen ,teilauftrag zu berweisen4 ,nicht selten ist der blinde ,handwerker gezwungen1 neben den von ihm selbst hergestellten ,waren auch solche zu fhren1 deren ,anfertigung fr ihn nicht lohnend genug ist1 oder die gar nicht in das von ihm erlernte ,handwerk schlagen4 ,so mu der ,korbmacher1 der mit geschlagener ,arbeit oder der ,reparatur von ,krben vollauf beschftigt ist1 zuweilen auch ,papier-1 ,nh-1 ,strickkrbe usw4 fhren1 weil sie von den ,kunden verlangt werden2 auch einfache ,brsten und ,seilerwaren sind zur ,vervollstndigung seines ,lagers zuweilen notwendig4 ,wenn die ,anstalt ihm diese ,waren zu ,engrospreisen berlt1 so ist das fr ihn meist vorteilhafter1 als wenn er sie aus ,fabriken bezieht1 die sofortige ,zahlung verlangen4 ,zur ,ausgestaltung des geschftlichen ,betriebes bedarf der aufstrebende blinde ,handwerker manchmal einer materiellen ,hilfe in ,form eines ,darlehns4 ,ruht das ,geschft auf solider ,grundlage und ist der ,blinde ein strebsamer und ehrenhafter ,mann1 so wird ihm die ,anstalt 7der ,frsorgeverein7 ein ,darlehn gewhren1 und zwar zu einem niedrigen ,zinsfue oder gar als unverzinsliches ,kapital mit bequemen ,rckzahlungsbedingungen4 ,es versteht sich von selbst1 da es sich nur um ,kapitalien von bescheidener ,hhe handeln kann4 ,die ,frsorge erstreckt sich ferner auf ,hilfe in ,zeiten der ,not und auf ,sicherstellung der ,zukunft des ,blinden4 ,wer kennt nicht die vielfachen ,nte1 unverschuldete und verschuldete1 in die der kleine ,handwerker und in ganz besonderem ,mae der blinde ,handwerker geraten kann3 ,krankheit1 eigene und solche der ,familie1 ,fehlschlagen eines ,unternehmens1 ,geldverluste bei zahlungsunfhigen ,kunden1 drckende ,konkurrenz1 ,wohnungssorgen1 teure ,zeit usw4 ,in solchen und hnlichen ,fllen wird die ,frsorge sich des ,blinden besonders annehmen4 ,es lt sich freilich nicht allgemein sagen1 wie sich die ,hilfe zu gestalten hat und wieweit sie in ,ttigkeit treten mu1 um das rechte ,ma zu halten und die eigene ,willenskraft nicht zu lhmen4 ,bare ,untersttzung wird hier vielfach das wichtigste ,mittel sein1 um die dringendsten ,notstnde zu beseitigen4 ,wirksamer ist in besonderen ,fllen die ,zuweisung von ,lebensmitteln1 ,kleidungsstcken1 ,arbeitsmaterial1 ,arzneien und ,krftigungsmitteln4 ,auch die besuchsweise ,aufnahme in die ,anstalt zwecks krperlicher und seelischer ,erholung und ,frderung der ,arbeitsfreudigkeit ist zuweilen zu empfehlen4 ,die ,sorge um die ,zukunft kann der blinde ,handwerker sich durch den ,beitritt zu den staatlichen ,versicherungen 7,invaliditts- und ,altersversicherung1 ,krankenversicherung und event4 auch ,unfallversicherung7 erleichtern4 ,schon in der ,ausbildungszeit wird man die ,lehrlinge auf den ,segen der ,selbstversicherung hinweisen und ihnen die ,ausbung des ihnen zustehenden ,rechts ans ,herz legen4 ,stehen sie dann spter im ,leben1 so werden sie von der ,frsorgestelle an die ,versicherung erinnert4 ,je hher die ,lohnklasse ist1 fr welche der ,versicherte zahlt1 desto hher ist bekanntlich auch die ,rente4 ,es empfiehlt sich daher1 fr die ,selbstversicherung eine mglichst hohe ,lohnklasse zu whlen4 ,da aber das ,aufbringen der ,beitrge fr den kleinen blinden ,handwerker manchmal recht schwierig ist1 bernimmt die ,frsorge in solchen ,fllen die teilweise oder ganze ,zahlung der ,versicherung4 ,endlich nimmt sich die ,frsorge des ,blinden in allerlei geistiger und seelischer ,bedrngnis an4 ,die ,anstalt gilt den frheren ,zglingen ja meist als das zweite ,vaterhaus1 und der ,anstaltsleiter ist ihnen der vterliche ,freund und ,berater1 dem sie ihr ,herz ausschtten und von dem sie freundlichen ,zuspruch1 ,trost und ,strkung erwarten4 ,ein fleiiger ,briefwechsel1 der natrlich in ,punktschrift gefhrt wird1 erhlt dieses ,verhltnis aufrecht und befestigt es4 ,nachhaltiger noch wirken ,besuche des ,anstaltsleiters bei den frheren ,zglingen4 ,sie werden oft als ,lichtpunkte in dem einfrmigen ,arbeitsleben empfunden4 ,hier gewinnt der ,anstaltsleiter den sichersten ,einblick in die ,verhltnisse seiner frheren ,zglinge1 hier kann er ihnen persnlich so nahe treten1 wie es auch bei dem fleiigsten ,briefwechsel nicht mglich ist2 bei diesen ,besuchen empfindet der ,blinde es am unmittelbarsten1 da jemand sich um ihn kmmert1 da er nicht ganz einsam ist unter ,menschen1 die fr sein ,fhlen und ,denken1 seine ,freuden und ,sorgen nicht immer das rechte ,verstndnis haben4 ,geistige ,anregung und ,erquickung kann ihm durch bersenden von ,bchern und ,zeitschriften geboten werden1 und wie die ,eltern ihrem in der ,ferne weilenden ,kinde durch allerlei ,gaben und ,geschenke ihre ,liebe beweisen1 so wird die ,frsorge auch dem ,blinden gegenber nicht vergessen1 da kleine ,liebesgaben1 die aber nicht immer in barem ,gelde zu bestehen brauchen1 zu gewissen ,zeiten1 etwa zu ,weihnachten1 ihn wahrhaft beglcken knnen4 ,besondere ,veranstaltungen mu die ,frsorge fr die krperlich und geistig ,schwachen1 die technisch gering ,befhigten1 die ngstlichen und ,willenschwachen1 die ,einsamen und ,alten treffen4 ,im ,leben knnen sie sich nicht behaupten1 und nur zu bald wrden sie der ffentlichen ,armenpflege mit ihren demtigenden und erniedrigenden ,manahmen anheimfallen4 ,ihre ,ausbildung wre zum ,teil eine vergebliche gewesen1 ja sie wrde ihnen das ,elend ihres ,daseins nur fhlbarer machen4 ,solchen ,blinden sucht die ,frsorge die ,lebensbedingungen durch ,grndung von offenen ,werksttten und ,heimen zu erleichtern4 ,die offenen ,werksttten findet man in einzelnen groen ,stdten1 am hufigsten in ,verbindung mit einer ,blindenanstalt4 ,die ,arbeiter1 meist mnnliche ,blinde1 wohnen im ,orte1 auerhalb der ,anstalt und suchen die gemeinsame ,werksttte nur zur ,arbeitszeit auf4 ,es wird ihnen mit dieser ,einrichtung die ,sorge um die ,erlangung von ,arbeitsauftrgen und um ,absatz der produzierten ,waren abgenommen2 beides vermittelt die ,frsorgestelle4 ,eine weitere ,erleichterung der ,lebensfhrung wird diesen blinden ,handwerkern hufig noch dadurch zuteil1 da ihnen die ,mglichkeit geboten wird1 das ,essen zu einem niedrigen ,preise aus der ,anstaltskonomie zu beziehen4 ,sie erhalten einen der ,arbeit entsprechenden ,stck- oder ,tagelohn1 werden gegen ,invaliditt und ,alter versichert und einer ,krankenkasse berwiesen4 ,bedingung fr das ,bestehen und ,gedeihen einer offenen ,werksttte sind ausreichende ,auftrge1 gnstige ,absatzgebiete fr die produzierten ,arbeiten und ein befriedigender ,modus der ,arbeitsverteilung4 ,in neuerer ,zeit wird in den ,kreisen der blinden ,handwerker die ,grndung von ,produktions-,genossenschaften viel erwogen4 ,es besteht eine solche ,genossenschaft bereits in ,wien4 ,die hier gewonnenen ,erfahrungen reichen noch nicht aus1 um ein abschlieendes ,urteil ber eine derartige ,einrichtung zu gewinnen4 ,es erscheint aber fraglich1 ob die ,hoffnungen1 die man in weiten ,kreisen auf ein genossenschaftliches ,arbeiten setzt1 sich erfllen werden2 feststehen drfte zunchst1 da sehende ,hilfskrfte in dem ,betriebe nicht zu entbehren sind4 ,sind diese nicht durchaus gewissenhaft1 so entstehen ,situationen1 die der ,genossenschaft nachteilig werden knnen4 ,fr viele ,blinde sind auch die offenen ,werksttten nicht die ihrer ,persnlichkeit und ihrem ,knnen entsprechende ,form der ,frsorge2 sie brauchen eine weitgehendere ,hilfe4 ,sie wrden einen ,teil ihrer ,freiheit und ,selbstbestimmung gern aufgeben und die ,ordnungen und ,gesetze einer ,anstaltsgemeinschaft annehmen1 wenn diese ihnen ,zuflucht und ,versorgung bieten wollte4 ,dieser ,gedanke wird in den ,heimen verwirklicht4 ,von den ,blindenasylen81 den ,versorgungshusern einer frheren ,zeit1 unterscheiden sich die ,heime dadurch1 da in ihnen das ,prinzip der ,lebensunterhaltung aus eigener ,kraft mglichst zur ,durchfhrung gebracht wird4 ,es soll den ,heiminsassen der ,lebensunterhalt nicht mhelos in den ,scho fallen2 sie sollen ihn durch ihrer ,hnde ,arbeit sich erwerben1 nur da ihnen die ,bedingungen hierzu erleichtert werden4 ,das ,heim bietet denjenigen ,blinden1 die es als ,zufluchtssttte freiwillig aufsuchen1 ,wohnung und ,bekstigung zu einem migen ,miets- bzw4 ,pensionssatz4 ,es stellt ihnen ferner die erforderlichen ,werksttten zur ,verfgung1 versorgt sie mit ,arbeit und bernimmt den ,verkauf der fertigen ,waren4 ,die ,arbeit wird nach festen ,lohnstzen1 die sich gewhnlich den rtlichen ,arbeitslhnen anschlieen1 bezahlt1 und die ,heiminsassen bestreiten aus ihrem ,arbeitsverdienst die ,miete und ,pension1 ,kleidung1 ,wsche und die sonstigen ,lebensbedrfnisse4 ,die tchtigsten ,arbeiter erzielen relativ gute ,einnahmen und knnen sich darum ihr ,leben recht behaglich gestalten1 knnen auch fr die ,zeit des ,alters einen ,spargroschen zurcklegen4 ,die ,schwachen bringen durch ihre ,arbeit die festgesetzte ,pension nur teilweise auf2 fr den ,rest tritt in der ,regel die ,heimatgemeinde ein4 ,um diesen ,blinden ein kleines ,taschengeld zuzuwenden1 wird ihnen fr die geleistete ,arbeit eine ,prmie gezahlt4 ,es ist nicht immer leicht1 die ,rechte und ,pflichten der beiden charakterisierten ,gruppen der ,heiminsassen gegeneinander abzugrenzen4 ,jedenfalls wird man seine ,manahmen so treffen mssen1 da nicht ,neid und ,eifersucht aufkommen und die ,schwachen sich nicht als ,blinde zweiter ,klasse fhlen4 ,die ,heimbewohner haben natrlich grere ,freiheit als die ,anstaltszglinge2 soweit es zulssig ist1 sollen sie ihr ,leben sich selbst gestalten4 ,willkr und ,schrankenlosigkeit drfen aber nicht geduldet werden2 eine1 wenn auch in groen ,zgen gehaltene ,hausordnung ist nicht zu entbehren2 die pnktliche ,wahrnehmung der ,arbeitszeit wird eine der wichtigsten ,bestimmungen dieser ,hausordnung sein4 ,im brigen soll jeder ,blinde1 der in einem ,heim ,zuflucht sucht1 wissen1 da er nicht auf ,grund eines ,rechtsanspruches dort ist1 sondern da er eine ,wohltat geniet4 ,seine ,ansprche und sein ,verhalten wird er darnach einzurichten haben4 ,die ,blindenheime sind nicht als die ,regel1 sondern nur als ein notwendiges ,glied der ,frsorge anzusehen4 ,das ,ziel der ,arbeit an den ,blinden und die ,regel ist der drauen lebende ,blinde1 der entweder ganz selbstndig oder mit ,hilfe der ,frsorge sein ,brot sich erwirbt4 ,nur dort1 wo aus den frher angefhrten ,grnden der ,kampf mit dem ,leben nicht aufgenommen werden kann1 wo der ,blinde im ,treiben der ,welt untersinken wrde1 tritt das ,heim als die einzige ,mglichkeit der ,hilfe ein4 ,eine ,gefahr wird dabei zu vermeiden sein3 das ,heim darf durch ,einrichtung und ,lebenshaltung die blinden ,insassen nicht verwhnen und sie in eine ,sphre hineinheben1 die weit ber die ,lebenskreise hinausgeht1 der sie entstammen4 ,es wre unnatrlich und ungerecht1 einige wenige ,blinde mit ,luxus und ,sorglosigkeit zu umgeben1 whrend die groe ,masse ihrer ,schicksalsgenossen es sich sauer werden und sich an den bescheidensten ,lebensbedingungen gengen lassen mu4 ,den ,abschlu der ,frsorge bildet das ,feierabendhaus fr die ,alten und ,arbeitsunfhigen4 ,meist wird es so sein1 da diese ,blinden eine ,invalidenrente beziehen und vielleicht auch kleine ,ersparnisse zu ihrem ,unterhalte verwenden4 ,zur ,arbeit wird niemand gezwungen2 wer sich rstig fhlt1 beschftigt sich1 wie es seine ,krfte erlauben4 ,denjenigen ,blinden1 die in ein ,feierabendhaus nicht eintreten knnen oder wollen1 sondern in der ,heimat ihren ,lebensabend zubringen1 wird die ,frsorge ebenfalls nachgehen4 ,es kann sich hier meist nur um materielle ,hilfe und event4 um die ,erwirkung von ,vergnstigungen in der armenrechtlichen ,versorgung handeln4 ,ferchen1 ,die in ,schleswig-,holstein modifizierte schsische ,frsorge fr die aus der ,blindenanstalt entlassenen ,zglinge4 ,kongr4-,ber4 ,amsterdam #ahhe4 ,mecker1 ,grundsatzungen der ,blindenfrsorge4 ,kongr4-,ber4 ,kln #ahhh4 ,brandstter1 ,welche ,pflichten legt uns die ,frsorge fr den blinden ,arbeiter auf8 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija4 ,lembcke1 ,die ,blindenfrsorge4 ,kongr4-,ber4 ,halle #aijd4 ,lembcke1 ,die ,blindenfrsorge4 ,bldfrd4 #aije ,s4 #hj4 ,,xiii4 ,die geschichtliche ,entwickelung der ,blindenbildung4 ,von einer eigentlichen ,blindenbildung kann man erst seit dem ,ende des #ah4 ,jahrhunderts sprechen4 ,bis dahin waren wohl einzelne hervorragend begabte ,blinde aus guten ,familien durch ,privatunterricht zu einer das ,staunen der ,sehenden hervorrufenden wissenschaftlichen und technischen ,bildung gelangt1 aber die ,forderung einer ,erziehung und ,bildung aller ,blinden trat erst in jener ,zeit auf1 als die von ,frankreich ausgehende ,idee der allgemeinen ,menschenbildung die edelsten ,geister zu erzieherischen ,versuchen anregte4 ,es war der ,philosoph ,diderot 7#agag-aghd71 der zuerst den ,gedanken der ,bildungsfhigkeit der ,blinden aussprach und ihm ,verbreitung verschaffte4 ,dies geschah durch seine im ,jahre #agdi erschienene ,schrift ,lettre sur les aveugles l'usage de ceux qui voient84 7,die ,schrift ist gekrzt im ,bldfrd4 ,jhrg4 #ahhd ,s4 #abi enthalten47 ,die ,ausfhrung des von ,diderot entwickelten ,gedankens unternahm ,valentin ,hay4 ,hay 7#agde-ahbb71 ein vielseitig gebildeter ,mann1 der ein ,amt im ,ministerium fr die auswrtigen ,angelegenheiten in ,paris bekleidete1 war mit dem blinden ,frulein ,maria ,theresia von ,paradis aus ,wien1 die in ,paris durch ihre musikalischen ,leistungen ,aufsehen erregte1 bekannt geworden4 ,auch auf den blinden ,mathematiker ,weienburg in ,mannheim und dessen ,lehrer ,christian ,niesen war er aufmerksam geworden4 ,er gewann die berzeugung1 da die ,blinden bildungsfhig seien1 und da es eine ,pflicht der ,humanitt sei1 sie zu erziehen und zu unterrichten4 ,durch das ,auftreten blinder ,straenmusiker1 die possenhaft aufgeputzt waren1 um ,aufsehen zu erregen1 wurde er veranlat1 den schon lange erwogenen ,plan1 die ,blinden dem ,elende zu entreien1 zur ,ausfhrung zu bringen4 ,er nahm den blinden ,knaben ,franois de ,lesueur in sein ,haus1 entschdigte ihn fr den ,ausfall seines ,bettelertrages und unterrichtete ihn4 ,das geschah im ,jahre #aghd2 mit diesem ,versuche wurde der ,grund zu der ersten ,blindenanstalt gelegt4 ,es kam ,hay zunchst darauf an1 einen greren ,kreis fr sein ,werk zu interessieren2 darum fhrte er schon nach wenigen ,monaten seinen ,schler einem geladenen ,publikum vor und prfte ihn im ,lesen1 ,schreiben und ,rechnen4 ,der ,erfolg war auerordentlich2 die ,blindensache gewann ,freunde1 und ,hay erhielt die ,mittel1 zwlf ,blinde aufzunehmen4 ,bald stieg die ,zahl auf das ,vierfache1 und als er zwei ,jahre spter #bd seiner besten ,schler dem ,hofe in ,versailles vorstellen durfte1 wo ihre ,leistungen mit hoher ,befriedigung aufgenommen wurden1 da gewann der ,gedanke der ,blindenbildung immer weiteren ,boden4 ,von ,anfang an umfate die ,blindenbildung ein ,doppeltes3 ,schulunterricht und ,handarbeitsunterricht4 ,im ,schulunterricht wurde das ,hauptgewicht auf ,lesen1 ,schreiben und ,rechnen gelegt4 ,daneben wurde ein intensiver ,musikunterricht betrieben4 ,doch finden wir auch schon die ,anfnge der ,realien4 ,was ,stoff und ,methode des ,unterrichts betrifft1 so schlo ,hay sich enge an den ,unterricht der ,sehenden an4 ,in der ,geometrie lie er ,figuren aus ,draht auf ,papptfelchen zeichnen2 das ,rechnen betrieb er als ,zifferrechnen mit erhabenen ,typen2 im erdkundlichen ,unterricht wurde das schnelle ,orientieren auf der ,karte als ,hauptstck angesehen4 ,trotz der tastbaren ,lehrmittel spielte die ,auffassung durch das ,ohr1 die mndliche ,mitteilung1 im ,unterricht noch eine wesentliche ,rolle4 ,sagte doch noch #dj ,jahre spter der tchtige ,johann ,wilhelm ,klein3 ,bei weitem der meiste ,unterricht in ,schul- und wissenschaftlichen ,gegenstnden geschieht durch mndlichen ,vortrag1 also durchs ,gehr2 das ,lesen aus ,bchern ist nur eine andere ,form desselben1 und dem ,blinden durch ,vorlesen ebenso zugnglich8#da4 ,fr das ,lesen und ,schreiben verwandte ,hay das lateinische ,alphabet4 ,die erhhte ,druckschrift wurde mit ,hilfe geeigneter ,lettern hergestellt4 ,was das ,schreiben betrifft1 so versuchte er1 ebenfalls eine ,reliefschrift einzufhren1 damit die ,blinden das ,geschriebene lesen konnten4 ,er lie mit einer geeigneten ,feder die ,buchstaben auf dem ,papier durchdrcken1 so da sie auf der ,rckseite schwach erhaben erschienen4 ,das ,ergebnis dieser ,versuche war aber kein auf die ,dauer befriedigendes2 man gab daher bald die ,reliefschrift auf und beschrnkte sich auf die ,flachschrift1 die freilich von dem ,schreiber selbst nicht gelesen werden konnte4 ,die starke ,anlehnung an die ,unterrichtsweise der ,sehenden erklrt sich zum ,teil daraus1 da die ,methode des ,elementarunterrichts noch fast ganz daniederlag1 und da man glaubte1 durch mglichste ,annherung an den allgemeinen ,unterricht die ,blinden ganz auf die ,stufe der ,sehenden zu heben4 ,war doch ,hay sogar der ,meinung1 da ,blinde als ,lehrer in den ,schulen der ,sehenden erfolgreich ttig sein knnten4 ,die ,versuche1 die er anstellte1 fielen freilich nicht befriedigend aus4 ,der ,handarbeitsunterricht bezweckte weniger1 die ,blinden erwerbsfhig zu machen1 als vielmehr1 ihnen eine ntzliche technische ,beschftigung zu bieten1 die auch einen kleinen ,gewinn abwarf4 ,eine handwerkliche ,ausbildung fand nicht statt4 ,die ,revolution war der ,entwickelung der ,pariser ,anstalt nicht gnstig4 ,napoleon verabschiedete ,hay und gab ihm eine ,pension4 ,zwar errichtete er sogleich eine ,privatanstalt fr die ,erziehung von ,blinden1 geriet aber bei seinen knappen ,verhltnissen sehr bald in eine miliche ,lage4 ,unter diesen ,umstnden kam ihm der ,antrag des ,kaisers ,alexander ,i4 von ,ruland sehr gelegen1 nach ,st4 ,petersburg berzusiedeln und dort eine ,blindenanstalt zu grnden4 ,auf der ,reise nach ,ruland berhrte ,hay ,berlin1 und sein dortiger ,aufenthalt wurde fr ,preuen bedeutungsvoll4 ,hay wurde in ,berlin mit dem ,augenarzt ,dr4 ,grapengieer bekannt und fhrte diesem den blinden ,schler ,fournier vor1 der ihn auf der ,reise begleitete4 ,grapengieer interessierte sich lebhaft fr den intelligenten ,blinden und stimmte ,hays ,idee der allgemeinen ,blindenbildung zu4 ,er brachte es dahin1 da ,hay seinen ,schler vor dem ,knige ,friedrich ,wilhelm ,,iii4 prfen durfte4 ,der ,knig wurde von der ,mglichkeit und ,wichtigkeit der ,erziehung ,blinder berzeugt und erklrte sich mit den ,vorschlgen ,hays fr die ,grndung einer ,blindenanstalt in ,berlin einverstanden4 ,die ,anstalt trat am #ac4 ,oktober #ahjf ins ,leben2 der ,leiter derselben wurde der junge1 begeisterte ,dr4 ,august ,zeune 7#aggh-ahec71 ,lehrer am ,gymnasium zum grauen ,kloster in ,berlin1 der im ,hause ,grapengieers mit ,hay bekannt geworden und von diesem dem ,knige empfohlen worden war4 ,hays ,aufenthalt in ,petersburg hatte leider nicht den gewnschten ,erfolg4 ,wohl kam es #ahjg zur ,grndung einer ,blindenanstalt1 aber die ,ungunst der ,zeit hinderte die gedeihliche ,entwickelung derselben4 ,hay kehrte #ahag nach ,paris zurck und lebte dort in recht rmlichen ,verhltnissen2 fnf ,jahre spter starb er1 fast vergessen4 ,erst die ,nachwelt erinnerte sich seiner4 ,ein schnes ,marmordenkmal ziert jetzt die von ihm gegrndete ,anstalt1 ein segensreich wirkender ,blinden-,frsorgeverein trgt seinen ,namen1 ebenso eine ,zeitschrift1 die im ,dienste des ,blindenwesens steht4 ,hays ,hauptwerk ber die ,blinden fhrt den ,titel3 ,essai sur l'education des aveugles8#db4 ,bereits zwei ,jahre vor der ,grndung der ,kniglichen ,blindenanstalt in ,berlin1 also im ,jahre #ahjd1 hatte der ,armenvorsteher ,johann ,wilhelm ,klein in ,wien 7geb4 #agfe zu ,allerheim bei ,nrdlingen1 gest4 #ahdh in ,wien7 den ,versuch gemacht1 einen blinden ,knaben1 ,jakob ,braun1 zu erziehen und zu unterrichten4 ,dieser ,versuch fhrte zur ,grndung des k4 k4 ,blinden-,erziehungs-,instituts8 in ,wien1 der ersten ,blindenanstalt auf sterreichischem ,boden4 ,johann ,wilhelm ,klein hat in einem langen und arbeitsvollen ,leben auerordentlich segensreich auf dem ,gebiete der ,blindenbildung gewirkt4 ,durch eine praktische1 mustergltige ,einrichtung der ,wiener ,anstalt1 durch die ,ausbildung der ,methode des ,blindenunterrichts1 durch ,abfassung eines ausfhrlichen ,lehrbuches zum ,unterrichte der ,blinden8 und durch die ,anbahnung der ,frsorge fr ltere ,blinde ist ,klein das ,vorbild und der ,meister der ,blindenlehrer geworden4 ber seine ,wirksamkeit knnen hier nur einige ,andeutungen gemacht werden4 ,wie in der ,pariser ,anstalt1 die ,klein brigens aus eigener ,anschauung nicht kannte1 wurde auch in ,wien hinsichtlich des ,unterrichts das ,hauptgewicht auf ,lesen1 ,schreiben1 ,rechnen und ,musik gelegt4 ,fr ,erdkunde und ,geschichte war nur je eine ,wochenstunde bestimmt4 ,einen eigentlichen ,anschauungsunterricht kennt ,klein nicht1 doch sind fr die ,schler der ,unterstufe wchentlich zwei ,stunden fr bungen in ,handgriffen8 angesetzt4 ,es waren dies ,anschauungsbungen1 die an den ,stoffen und ,gegenstnden einer zu dem sog4 ,allerlei8 vereinigten ,sammlung vorgenommen wurden4 ,auf die ,bildung der ,hnde legt ,klein ein groes ,gewicht4 ,er will sie beim ,spiel1 bei dem tglichen ,an- und ,auskleiden1 bei allerlei kleinen huslichen ,arbeiten und bei den ,vorbungen fr das ,flechten gebt wissen4 ,auch das1 was wir heute ,frbelarbeiten nennen1 war ihm nicht ganz fremd2 ebenso finden wir in seiner ,anstalt die ,anfnge des sog4 ,handfertigkeitsunterrichts4 ,in betreff des ,lesens blieb ,klein bei den als ,reliefschrift gedruckten ,unzialen4 ,zwar erhielt er durch ,louis ,braille auch ,kenntnis von der ,punktschrift1 doch verhielt er sich ihr gegenber ablehnend4 ,vllig neu war die ,anwendung der ,stachelschrift1 auf welche ,klein durch einen intelligenten ,blinden gefhrt wurde4 ,sie wurde in ,wien fast ausschlielich handschriftlich hergestellt1 whrend die ,anstalten in ,berlin und ,breslau sie schon frhe als ,druckschrift verwandten4 ,der ,stacheltypen-,apparat8 ist neuerdings von ,mell verbessert und noch heute in den sterreichischen ,anstalten im ,gebrauch4 ,auch der von ,klein eingefhrte ,wiener ,rechenkasten8 mit ,bleitypen1 der ein ,rechnen mit ,anstzen ermglicht1 wird heute noch vielfach benutzt4 ,bemerkenswert ist1 da ,klein bereits einen achtjhrigen ,schulunterricht fordert und in der ,wiener ,anstalt durchfhrt2 damit ist er vielen andern spter gegrndeten ,anstalten voraus1 die sich mit einer wesentlich krzeren ,schulzeit begngten oder notgedrungen begngen muten4 ,recht gro fr die damalige ,zeit war die ,zahl der von ,klein eingefhrten ,lehr- und ,lernmittel4 ,das ,verzeichnis derselben nimmt in seiner ,geschichte des ,blindenunterrichts8 vom ,jahre #ahcg #aa ,druckseiten ein4 ,freilich sind darunter viele ,sachen1 die nicht dem unmittelbaren ,gebrauch in der ,schule dienten1 sondern nur zur ,vervollstndigung der ,sammlung angeschafft waren4 ,klein sah voraus1 da ein spteres ,geschlecht der ,blindenlehrer an einer solchen ,sammlung wertvolle ,studien machen und viel ,anregung dabei gewinnen knne4 ,so legte er den ,grund zu dem heutigen ausgezeichneten ,museum fr den ,blindenunterricht beim k4 k4 ,blinden-,erziehungs-,institut in ,wien#dc4 ,sehr bescheiden ist in jener ,zeit noch die ,zahl der in ,reliefschrift gedruckten ,bcher2 sie beschrnkt sich in der ,hauptsache auf einige religise ,schriften1 eine ,sammlung von ,denksprchen1 eine ,gedicht- und ,fabelsammlung1 ,lesebungen fr ,anfnger und ,geschichtstabellen4 ,ein ,lesebuch ist nicht vorhanden4 ,was die ,lehrmittel fr den naturgeschichtlichen ,unterricht betrifft1 so ist bemerkenswert1 da ,klein auer vollstndigen ,modellen auch in ,papier gedruckte ,reliefbilder und ,umrizeichnungen verwenden lt4 ,das vorhin erwhnte ,lehrbuch zum ,unterrichte der ,blinden8 erschien im ,jahre #ahai4 ,es enthlt nicht nur eine ,darstellung des ,wissenwerten ber die ,natur des ,blinden1 ber seine ,stellung unter den ,sehenden und die ,abweichungen in seiner krperlichen ,entwickelung1 sondern auch eine vollstndige ,methodik des ,blindenunterrichts1 teilweise mit ausfhrlichen ,lehrgngen4 ,wenn auch vieles von dem1 was das ,buch bietet1 heute lngst berholt ist1 wenn namentlich die methodischen ,anweisungen gnzlich veraltet sind1 so sind einzelne ,partien des ,buches1 z4 ,b4 die allgemeinen ,abhandlungen1 auch jetzt noch lesenswert4 ,das gilt insbesondere auch von der ,anweisung zum ,musikunterricht1 die von dem sehr tchtigen ,mitarbeiter ,kleins1 dem ,hoforganisten ,simon ,sechter1 bearbeitet und in ihren ,grundzgen noch heute vorbildlich ist4 ,auch die von ,klein aufgestellten ,verhaltungsmaregeln fr die ,zglinge des k4 k4 ,blinden-,instituts88 enthalten vieles1 was sich auch jetzt noch fr die ,aufstellung einer ,hausordnung verwenden lt4 ,in bezug auf den ,handarbeitsunterricht war es natrlich1 da ,klein zunchst ,versuche anstellte1 um ein ,urteil darber zu gewinnen1 welche ,beschftigungsarten fr ,blinde besonders empfehlenswert seien4 ,es wurden betrieben3 ,papparbeiten1 ,buchbinderei1 ,schuhmacherei1 ,farbholzraspeln1 ,tischlerei1 ,drechslerei1 ,spinnen1 ,fransenmachen1 ,korbmacherei und ,seilerei4 ,die vier letztgenannten ,arbeitszweige erwiesen sich als besonders geeignet und wurden darum in grerem ,umfange eingefhrt1 whrend man die erstgenannten nach und nach wieder fallen lie4 ,freilich war an einen derartig intensiven ,betrieb der ,handarbeit1 wie wir sie gegenwrtig in den ,blindenanstalten finden1 nicht zu denken4 ,die ,einsicht1 da das ,ziel der ,blindenbildung die volle oder wenigstens teilweise ,erwerbsfhigkeit des ,blinden sein msse1 blieb einer spteren ,zeit vorbehalten4 ,klein hat denn auch die betrbende ,erfahrung machen mssen1 da viele ,zglinge nach der ,entlassung aus der ,anstalt sich wieder dem ,betteln zuwandten1 meist in ,verbindung mit dem ,musizieren4 ,er erstrebte darum die ,grndung einer ,versorgungs- und ,beschftigungsanstalt fr erwachsene ,blinde81 die auch tatschlich von einem ,verein ins ,leben gerufen wurde4 ,seit dieser ,zeit tritt der ,handarbeitsunterricht in der ,blindenanstalt mehr und mehr zurck2 er wurde der ,beschftigungsanstalt berwiesen4 ,rckschauend knnen wir sagen1 da in den ,bestrebungen ,kleins eine gesunde ,entwickelung des ,blindenbildungswesens zum ,ausdruck kommt4 ,selbst die in der ,gegenwart verfolgten ,ziele sind bei ihm 7und den gleichzeitig mit ihm wirkenden ,mnnern an den inzwischen entstandenen andern ,anstalten7 in den ,anfngen vorhanden4 ,die im ,jahre #ahjf in ,berlin von ,august ,zeune gegrndete ,knigliche ,blindenanstalt war mit einem ,zgling1 ,wilhelm ,engel aus ,kolberg1 erffnet worden4 ,aber die junge ,anstalt kam durch den inzwischen ausgebrochenen unglcklichen ,krieg in harte ,bedrngnis1 und nur die ,opferwilligkeit ,zeunes1 der sein ,vermgen hingab1 rettete sie vor dem ,untergange4 ,es war von weittragender ,bedeutung1 da die ersten ,anstalten auf deutschem und auf sterreichischem ,boden von so hervorragend tchtigen1 praktischen1 fr die ,sache der ,blinden begeisterten ,mnnern wie ,klein und ,zeune gegrndet und eine lange ,reihe von ,jahren geleitet wurden4 ,vielleicht war ,zeunes ,ttigkeit noch vielseitiger als die ,kleins1 da er auch noch auf dem ,gebiete der deutschen ,sprache und der ,geographie ,studien trieb und eine ,zeitlang ,vorlesungen an der ,universitt hielt4 ,der ,unterricht der ersten preuischen ,blindenanstalt bewegt sich im allgemeinen in den ,grenzen1 die wir bei ,klein kennen gelernt haben4 ,doch scheint ,zeune den ,realien mehr ,zeit gewidmet zu haben4 ,besonders dem erdkundlichen ,unterricht wurde groe ,sorgfalt zugewendet1 was sich wohl aus ,zeunes wissenschaftlichem ,interesse fr dieses ,fach erklrt4 ,wir finden bei ihm bereits einen stufenweise fortschreitenden ,lehrgang1 der von dem ,heimatsort ausgeht und mit der ,anschauung der ,erde als ,ganzes endet4 ,die ,lehrmittel fr den geographischen ,unterricht fertigte ,zeune selbst an und lie sie vervielfltigen4 ,er ist der ,erfinder der ,reliefgloben1 die er in der bedeutenden ,gre von #db und #fh cm ,durchmesser herstellte4 ,zeune war auch schriftstellerisch ttig4 ,sein wichtigstes ,werk fhrt den ,titel ,belisar oder ber ,blinde und ,blindenanstalten81 das in mehreren ,auflagen erschien4 ,es ist jedoch bei weitem nicht so umfangreich wie das ,lehrbuch von ,klein4 ,in den ,kriegen #ahac-ahae erblindeten mehr als #ejj preuische ,soldaten4 ,auf ,zeunes ,rat wurden fr diese ,blinden sog4 ,kriegsblindenanstalten in ,berlin1 ,breslau1 ,knigsberg1 ,marienwerder und ,mnster gegrndet4 ,es waren ,werkschulen1 in denen die ,blinden einige ,monate in einer handwerklichen ,beschftigung unterwiesen und dann in die ,heimat entlassen wurden2 die ,lehrmeister hatte ,zeune ausgebildet4 ,einige dieser ,anstalten bestanden nur kurze ,zeit4 ,die zu ,knigsberg wurde durch den bekannten ,general ,blow von ,dennewitz gefrdert1 bestand #ah ,jahre und nahm spter die ,form einer ,untersttzungsanstalt fr ,blinde an4 ,in vernderter ,gestalt besteht die ,stiftung noch heute4 ,die ,kriegsblindenanstalt in ,breslau entwickelte sich zu einer ,bildungsanstalt fr blinde ,kinder2 an ihr war der blinde ,knie ttig1 von dem weiter unten die ,rede sein wird4 ,mittlerweile hatte sich die ,zahl der deutschen ,bildungsanstalten fr blinde ,kinder vermehrt4 ,es entstanden im ersten ,drittel des #ai4 ,jahrhundert u4 a4 die ,anstalten in ,prag 7#ahjh71 ,dresden 7#ahji71 ,breslau 7#ahah durch ,knie gegrndet71 ,freising 7#ahbf1 spter nach ,mnchen verlegt71 ,braunschweig 7#ahbi1 durch ,lachmann gegrndet71 ,hamburg 7#ahcj71 ,halle und ,frankfurt a4 ,m4 7#ahcc74 ,auch die brigen europischen ,lnder blieben nicht zurck2 besonders ,england tat sich hervor2 schon am ,ende des #ah4 ,jahrhunderts wurden hier vier ,blindenanstalten ins ,leben gerufen4 ,im ,jahre #aheh sind nach ,knies ,bericht in ,deutschland und sterreich #bf ,blindenanstalten vorhanden4 ,die meisten dieser ,anstalten waren ,privatstiftungen2 erst im ,laufe der ,zeit wurden sie in ffentliche ,anstalten umgewandelt4 ,sie reichten natrlich bei weitem nicht aus1 um smtliche jugendlichen ,blinden aufzunehmen4 ,es wird darum immer wieder auf die ,volksschule als ,notbehelf hingewiesen1 und es erscheinen verschiedene ,schriften1 um die ,volksschullehrer mit der ,eigenart des ,blindenunterrichts bekannt zu machen4 ,in erster ,linie ist hier das ,werkchen von ,knie zu nennen3 ,anleitung zur zweckmigen ,behandlung blinder ,kinder in ffentlichen ,volksschulen81 ein ,bchlein1 das heute noch lesenswert ist4 ,interessant ist auch die ,beilage zu dem ,buche1 die eine ,art ,fibel in ,hochdruck darstellt und auch in die ,anfnge der ,tonkunst8 einfhrt4 ,der ,druck ist von der ,breslauer ,anstalt ausgefhrt2 die ,buchstaben sind ,unzialen in ,stachelschrift4 ,der fnften ,auflage von #aheh ist als ,neuheit ein ,blatt mit dem ,punktalphabet ,brailles beigefgt4 ,der ,unterricht wird allmhlich nach der methodischen ,seite hin vollkommener4 ,die ,gedchtnisbungen werden mehr und mehr eingeschrnkt und erstrecken sich auf literarisch wertvolle ,stoffe1 whrend frher mit ,vorliebe ,gedichte1 die von ,blinden stammten und fr ,blinde bestimmt waren1 memoriert wurden#dd4 ,die ,lehrer sind eifrig dabei1 die vorhandenen ,unterrichtsmittel zu verbessern und neue zu ersinnen4 ,namentlich fr den ,schreibunterricht wurden verschiedene praktische ,apparate erfunden1 so von ,hebold und ,guldberg4 ,was den ,buchdruck betrifft1 so hielt man in ,deutschland an den lateinischen ,lettern fest1 whrend im ,pariser ,institut bereits #ahej die ,punktschrift von ,louis ,braille eingefhrt wurde4 ,in ,england fand die ,schrift von ,moon weite ,verbreitung4 ,es will uns heute unbegreiflich erscheinen1 da die deutschen ,blindenanstalten sich so lange gegen die ,einfhrung der ,punktschrift strubten4 ,es war im ,grunde genommen nur ein ,bedenken1 welches die ,blindenlehrer gegen die ,braille-,schrift hatten1 dieses nmlich1 da die ,blinden mit der ,annahme einer ,schrift1 die nicht von jedermann gelesen werden konnte1 sich von den ,sehenden bedenklich entfernten4 ,auch erschien es gewagt1 ein ,system1 in welchem eine immerhin schon ansehnliche ,literatur entstanden war 7vor allem war die ,bibel in ,unzialen gedruckt71 aufzugeben und ein neues anzunehmen1 bei dem man mit dem ,buchdruck von vorn htte anfangen mssen4 ,dazu kam noch das ,system ,moons1 das der ,erfinder als der ,braille-,schrift weit berlegen anpries4 ,so wurde den deutschen ,blindenanstalten die ,wahl schwer gemacht2 was ,wunder1 da sie erklrten3 ,wir bleiben bei dem bewhrten ,alten4 ,es gereicht ihnen zur ,ehre1 da trotz der verschiedenen ,ansichten ber einen der wichtigsten ,punkte im ,blindenunterricht die ,eintracht gewahrt blieb4 ,sicher war es allen ,blindenlehrern aus dem ,herzen gesprochen1 wenn ,rsner in ,berlin am ,schlu eines lngeren ,artikels ber den ,blindendruck sagte3 ,tun wir ,blindenlehrer ,deutschlands an unserm ,teile ein jeder das ,seine6 ,blindenschrift-,systeme aber sollen uns nie scheiden68#de4 ,wre es den ,blindenanstalten mglich gewesen1 in engere ,fhlung miteinander zu kommen1 so htte sich ber manchen strittigen ,punkt in ,erziehung und ,unterricht sicher eine ,verstndigung erzielen lassen4 ,so aber arbeitete jede ,anstalt fr sich und hielt an dem fest1 was ,zeit und ,erfahrung scheinbar unangreifbar gemacht hatten4 ,wohl unternahmen einzelne ,blindenlehrer ,reisen1 um andere ,anstalten kennen zu lernen1 aber der ,gewinn solcher ,reisen kam doch nicht der ,allgemeinheit zugute4 ,ein ,fortschritt war es schon1 da die ,blindenlehrer seit dem ,jahre #ahed in dem ,organ der ,taubstummen- und ,blindenanstalten in ,deutschland8 eine ,zeitschrift besaen1 in welcher sie ihre ,meinungen austauschen konnten4 ,die ,zeitschrift erschien monatlich und wurde von dem ,direktor der ,taubstummenanstalt zu ,friedberg1 ,dr4 ,matthias1 herausgegeben4 ,hierbei mag erwhnt werden1 da nicht selten ,taubstummen- und ,blindenanstalten zu einer ,internatsgemeinschaft vereinigt waren2 erst in neuerer ,zeit ist diese unnatrliche ,verbindung fast durchweg gelst worden4 ,mit ,beginn des letzten ,drittels des vorigen ,jahrhunderts macht sich ein neuer ,eifer auf dem ,gebiete der ,blindenbildung bemerkbar4 ,tchtige ,mnner1 wie ,rsner-,berlin1 ,pablasek-,wien1 ,reinhard-,dresden1 ,ferchen-,kiel1 ,wulff-,neukloster u4 a4 stellten fr den ,unterricht1 fr die berufliche ,ausbildung und die ,frsorge der ,blinden praktische1 der ,neuzeit entsprechende ,ziele auf und suchten sie in ihren ,anstalten zu verwirklichen4 ,der wirtschaftliche ,aufschwung ,deutschlands nach den groen ,einigungskriegen1 die ,fortschritte im ,volksschulwesen1 die in ,preuen durch die ,allgemeinen ,bestimmungen8 vom ,jahre #ahgb eingeleitet wurden1 der freudige ,eifer1 der sich durchweg in der ,lehrerschaft zeigte und unter anderm seinen ,ausdruck in der ,vereinigung der ,lehrer zur ,frderung der ,berufsarbeit fand1 bte auch auf die ,blindenanstalten einen groen ,einflu aus4 ,am bedeutungsvollsten fr die ,entwickelung des ,blindenwesens war der ,zusammenschlu der ,blindenlehrer auf den mit dem ,jahre #ahgc beginnenden ,kongressen4 ,die ,anregung hierzu ging von ,dr4 ,frankl1 dem ,grnder des ,blinden-,instituts auf der hohen ,warte bei ,wien1 aus4 ,ihm war auf einer ,reise das isolierte ,arbeiten der ,blindenanstalten aufgefallen1 und er versprach sich von regelmigen ,zusammenknften der ,blindenlehrer eine ,klrung und ,frderung des gesamten ,blindenwesens4 ,seine ,idee fand allseitige ,zustimmung1 und so kam denn im ,jahre #ahgc der erste europische ,blindenlehrerkongre in ,wien zustande4 ,es ist schwer1 in wenigen ,zeilen den groen ,einflu darzulegen1 den die ,blindenlehrerkongresse auf den ,unterricht1 die ,berufsbildung der ,blinden und die ,frsorge ausgebt haben und noch ausben4 ,die aus der ,erfahrung geschpften ,vortrge der ,fachmnner1 die ,ausstellungen von ,lehr- und ,lernmitteln fr den ,blindenunterricht1 die ,teilnahme berufener ,vertreter der staatlichen und kommunalen ,behrden1 der ,gedankenaustausch der ,blindenlehrer bei der ,besprechung der ,vortrge und beim zwanglosen ,verkehr miteinander3 das alles wirkt zusammen1 um die ,kongresse zu einem bedeutungsvollen ,faktor der ,blindenbildung zu machen4 ,gleich auf den ersten ,kongressen wurde die ,schriftfrage zum ,gegenstand eingehender ,beratungen gemacht4 ,die ,versuche1 welche einzelne ,anstalten mit der ,punktschrift gemacht hatten1 waren so gnstig ausgefallen1 da man glaubte1 sie vom ,unterricht ferner nicht ausschlieen zu drfen4 ,man war nur im ,zweifel darber1 ob man ,brailles ,system annehmen sollte oder ein solches1 das dem ,bedrfnis der deutschen ,sprache mehr ,rechnung trug4 ,ein deutsches ,punktschriftsystem war von dem ,direktor der ,blindenanstalt zu ,leipzig1 v4 ,st4 ,marie1 aufgestellt worden4 ,er bezeichnete die in der deutschen ,schrift am hufigsten vorkommenden ,buchstaben mit der geringsten ,zahl von ,punkten4 ,das war offenbar ein ,vorteil gegenber dem rein alphabetischen ,system ,brailles4 ,trotzdem entschied man sich auf dem zweiten und dritten ,kongre 7,dresden und ,berlin7 aus schwerwiegenden ,grnden fr ,brailles ,system4 ,die ,linienschrift lie man zunchst aber noch nicht fallen1 sondern lehrte beide ,schriftarten nebeneinander4 ,erst spter1 als der ,ruf ,fort mit dem ,liniendruck68 immer lauter erscholl1 ging man ganz und gar zur ,punktschrift ber4 ,um den ,blindenanstalten die ntigen ,hochdruckschriften billig liefern zu knnen1 wurde auf dem ,kongre in ,dresden 7#ahgf7 der ,verein zur ,frderung der ,blindenbildung8 gegrndet1 der noch heute besteht4 ,bald erschien ein von dem ,verein herausgegebenes ,lesebuch1 das fr den ,schulunterricht dringend notwendig war4 ,einige ,bnde desselben waren in ,linienschrift1 die andern in ,punktschrift gedruckt4 ,die letztere wurde in der ,folge zu einer internationalen ,musikschrift1 einer deutschen ,kurzschrift und einer ,mathematikschrift ausgebaut4 ,auf die ,wichtigkeit der intensiven ,anschauung durch ,tasten wurde immer wieder hingewiesen4 ,dabei kam die ,notwendigkeit der darstellenden ,ttigkeit des ,schlers wiederholt zur ,sprache4 ,die ,folge war die ,einfhrung des ,modellierens1 des ,zeichnens1 der ,frbelarbeiten und des ,handfertigkeitsunterrichts in den ,blindenanstalten4 ,einen wesentlichen ,fortschritt machte der erdkundliche ,unterricht1 indem ,kunz-,illzach gute ,papier-,reliefkarten druckte1 die einen ,klassenunterricht ermglichten4 ,die ,schreibapparate fr ,punkt- und ,flachschrift wurden verbessert3 neuerdings sind auch ,maschinen fr beide ,schriftarten auf den ,plan getreten4 ,als die ,anstalten mit den ntigsten ,schulbchern versehen waren1 ging der ,verein zur ,frderung der ,blindenbildung zum ,druck von ,bchern fr die ,privatlektre der ,blinden ber4 ,in dieser ,arbeit wurde er von mehreren ,anstalten untersttzt1 die ,punktschrift-,druckereien einrichteten4 ,die ,hauptwerke unserer ,klassiker1 eine groe ,zahl von volkstmlichen ,erzhlungen und manche wertvollen ,werke aus dem ,gebiete der allgemeinen ,wissenschaft fllen seitdem die ,bibliotheken der ,blindenanstalten4 ,die ,leichtigkeit1 mit der die ,punktschrift handschriftlich hergestellt werden kann1 regte viele ,blindenfreunde zur ,mitarbeit an der ,vergrerung der ,blindenbibliotheken an4 ,der ,lesestoff ist dadurch ein so umfangreicher und vielseitiger geworden1 da das ,vorlesen durch ,sehende1 das frher einen weiten ,raum einnahm1 stark zurcktreten kann4 ,sehr erfreulich entwickelte sich die nach ,brailles ,system gedruckte ,musikliteratur4 ,hierbei besonders sieht man die ,wichtigkeit der internationalen ,schriftbereinstimmung4 ,was den ,unterricht im allgemeinen betrifft1 so war man auf den ,kongressen bemht1 nicht blo die praktische ,seite desselben zu betonen1 sondern auch den theoretischen ,grundlagen nachzugehen4 ,insbesondere wurde die psychologische ,begrndung des ,unterrichts hufig errtert4 ,man ging von der sehr richtigen ,ansicht aus1 da der ,unterricht um so wirksamer sein werde1 je mehr er der ,natur des ,blinden angepat sei4 ,das ,studium der ,natur des ,blinden und die ,klarstellung der ,abweichungen in seiner ,geistesentwickelung ist durch die ,kongresse auerordentlich gefrdert worden4 ,auf den ,unterricht hat dies insofern ,einflu gehabt1 als der frher gebte ngstliche ,anschlu an die ,schule der ,sehenden in bezug auf ,auswahl und ,verarbeitung des ,lehrstoffes nachlie und1 zumal auf den unteren ,stufen1 einer freieren1 der ,natur des blinden ,kindes entgegenkommenden ,praxis ,platz machte4 ,eine bedeutende ,frderung erfuhr der ,unterricht und das gesamte deutsche ,blindenwesen durch die ,grndung einer eigenen ,fachzeitschrift1 des von ,mecker-,dren im ,jahre #ahha ins ,leben gerufenen ,blindenfreundes84 ,auch von andern ,seiten erhielt die ,blindenliteratur manche wertvolle ,gabe4 ,mehrere ,anstalten1 in erster ,linie die zu ,wien und ,illzach1 gaben eine ausfhrliche ,darstellung ihrer geschichtlichen ,entwickelung2 ,theodor ,heller schrieb seine ,studien zur ,blindenpsychologie82 als wichtigstes ,werk aber erschien im ,jahre #aijj das zweibndige1 grndliche und ausfhrliche ,encyklopdische ,handbuch des ,blindenwesens8 von ,alexander ,mell4 ,eine ,ergnzung fand die ,blindenliteratur durch die bei den ,anstalten zu ,wien und ,steglitz geschaffenen ,blindenmuseen1 welche die ,entwickelung des ,blindenwesens praktisch vor ,augen stellen4 ,betreffs der ,berufsbildung der ,blinden haben die ,verhandlungen auf den ,kongressen und die ,errterungen in der oben genannten ,fachzeitschrift zur ,aufstellung eines ,zieles gefhrt1 das den ersten ,blindenlehrern noch fernlag4 ,wohl hatte schon ,johann ,wilhelm ,klein1 wie oben gezeigt1 seine ,zglinge in einigen mechanischen ,fertigkeiten8 unterwiesen1 und auch spter ist in den ,anstalten auer dem ,schulunterricht stets auch ,handarbeitsunterricht erteilt worden2 aber man schtzte die ,kraft des ,blinden noch nicht so hoch ein1 da man meinte1 er knne ohne wesentliche fremde ,hilfe1 durch eigene ,kraft sich im ,leben behaupten4 ,nun lehrte die ,erfahrung hie und da1 da bei grndlicher ,ausbildung in einem passenden ,berufe der ,blinde sehr wohl erwerbsfhig werden knne4 ,die ,meinungen hierber klrten sich nach und nach und fhrten zu weiteren praktischen ,versuchen4 ,so konnte auf dem ,kongre in ,berlin 7#ahgi7 als das ,ziel der ,anstaltsbildung die ,erwerbsfhigkeit des ,blinden und die daraus erwachsende ,selbstndigkeit in der ,ausbung eines ,berufes bezeichnet werden4 ,mit der ,verfolgung dieses ,zieles trat eine ,neubelebung der handwerklichen ,ausbildung ein1 die sich nun auch auf die ,mdchen erstreckte1 die bis dahin meist mit den sog4 weiblichen ,handarbeiten beschftigt worden waren4 ,der ,ausgestaltung der ,berufsbildung ist seitdem unausgesetzt die grte ,sorgfalt zugewendet worden2 man suchte den ,blinden neue ,erwerbszweige zu erschlieen1 und als mit dem ,beginn des #bj4 ,jahrhunderts mancherlei wirtschaftliche ,verschiebungen eintraten1 erwog man1 ob die bisherigen ,berufe auch noch lohnend seien oder durch andere ersetzt werden knnen4 ,mit der ,frage der ,erwerbsfhigkeit stand die ,frsorge fr die im ,berufsleben stehenden ,blinden im engen ,zusammenhange4 ,die ,ausrstung des ,blinden mit den fr einen ,beruf erforderlichen ,kenntnissen und ,fertigkeiten war zwecklos1 wenn nicht dafr ,sorge getragen wurde1 da er die gewonnene ,erwerbsfhigkeit auch tatschlich zur ,geltung bringen konnte4 ,hier hatte die ,frsorge einzusetzen4 ,eine vorbildliche ,ttigkeit in dieser ,richtung hatte die ,anstalt in ,dresden bereits unter ,georgi 7gest4 #ahfg7 entfaltet4 ,von andern deutschen ,anstalten waren die dortigen ,ideen aufgenommen und den ,lokalbedrfnissen entsprechend umgestaltet worden4 ,die ,aussprache auf den ,kongressen fhrte zu neuen ,formen1 u4 a4 auch zu den sogenannten ,blindenheimen und offenen ,werksttten4 ,nchst dem ,unterricht ist kein ,gebiet so eingehend besprochen worden wie die ,frsorge4 ,sollen noch einige uere ,errungenschaften der ,kongresse genannt werden1 so sei an die ,ermigung des ,portos fr ,briefe in erhabener ,schrift und an die ,fahrpreisermigung fr ,blinde auf den deutschen ,eisenbahnen erinnert1 welche ,vorteile auf bezgliche ,eingaben der ,blindenlehrerversammlungen bei den in ,betracht kommenden ,behrden gewhrt wurden4 ,auch fr die ,schaffung einer zuverlssigen ,blindenstatistik und fr ,manahmen zur ,verhtung der ,blindheit sind die ,kongresse lebhaft eingetreten4 ,endlich mu daran erinnert werden1 da sie von jeher den ,schulzwang fr blinde ,kinder und eine grndliche ,vorbildung der ,blindenlehrer erstrebt haben4 ,zum ,schlu mag mit einigen ,worten der gegenwrtige ,stand des ,blindenwesens charakterisiert werden4 ,die ,zahl der ,blindenanstalten hat sich in den letzten #ej ,jahren erheblich vermehrt4 ,seit #ahfj wurden in ,deutschland #aa1 in sterreich-,ungarn #ac ,anstalten neu gegrndet1 so da ,deutschland jetzt insgesamt #cc1 sterreich #ba ,blindenbildungsanstalten besitzt4 ,dazu kommen noch offene ,arbeitswerksttten1 ,blindenheime und ,feierabendhuser4 ,die berzeugung von der ,notwendigkeit der ,blindenbildung und dem ,segen der ,blindenanstalten ist nach und nach in alle ,volksschichten gedrungen4 ,wohl gibt es noch immer ,eltern1 die aus den verschiedensten ,grnden sich nur schwer entschlieen1 ihr blindes ,kind einer ,anstalt zu bergeben1 aber im allgemeinen sind die ,blindenanstalten doch volkstmlich geworden4 ,von weittragender ,bedeutung ist die im ,jahre #aiab erfolgte gesetzliche ,einfhrung der ,schulpflicht fr blinde ,kinder in dem grten deutschen ,bundesstaat1 ,preuen4 ,es ist zu erwarten1 da auch diejenigen deutschen ,staaten1 in denen die ,schulpflicht noch nicht besteht1 dem ,vorgange ,preuens folgen werden4 ,in baulicher ,beziehung haben die ,blindenanstalten wesentliche ,fortschritte gemacht4 ,mehrere sind aus der ,enge der ,grostadt an die ,peripherie oder in ,vororte verlegt worden1 wo fr ihre ,entwickelung ausreichender ,raum vorhanden ist4 ,nach der hygienischen ,seite hin sind die ,anstaltsgebude aufs beste eingerichtet2 namentlich ist die ,trennung der ,schul-1 ,wohn-1 ,wirtschafts- und ,arbeitsrume1 die frher meist unter einem ,dache vereinigt waren1 durchgefhrt4 ,im ,unterricht ist die auerordentliche ,verschiedenheit der einzelnen ,anstalten einer greren ,gleichmigkeit gewichen4 ,die vom ,kongre in ,hamburg 7#aijg7 angenommenen ,grundlinien zu einem ,lehrplan fr deutsche ,blindenanstalten8 bezeichnen in groen ,zgen die ,unterrichtsziele und die zu verarbeitenden ,stoffgebiete4 ,ein neues achtbndiges ,lesebuch stellt sich in den ,dienst des ,sprachunterrichts4 ,unterhaltende und belehrende ,schriften werden auer von dem ,verein zur ,frderung der ,blindenbildung8 auch von vielen ,anstalten gedruckt1 so da die ,bibliotheken einen recht bedeutenden ,umfang angenommen haben4 ,der ,gedanke der intensiven ,anschauung durch ,umgang mit den ,dingen und durch darstellende ,ttigkeit des ,schlers wird immer weiter ausgebaut und in die ,praxis bertragen4 ,auch die ,bestrebungen1 die durch die ,ausdrcke ,lebenskunde81 ,jugendpflege81 ,selbstregierung8 gekennzeichnet werden1 finden eine ernste ,prfung und regen zu ,versuchen an4 ,die schwachbefhigten ,schler sammelt man in besondere ,abteilungen1 und wo dies der geringen ,zahl wegen nicht mglich ist1 sucht man sie durch ,nachhilfestunden zu frdern4 ,die ,blindenlehrer sind bemht1 sich in die ,theorie und ,praxis ihres ,spezialgebietes immer grndlicher einzuarbeiten4 ,der auf den ,kongressen wiederholt gestellte ,antrag1 ,prfungen fr die angehenden ,blindenlehrer einzufhren1 hat in ,preuen jetzt seine ,verwirklichung gefunden4 ,es ist zu hoffen1 da diese ,prfungen1 wie fr die ,lehrer1 so auch fr die ,blindenschule von ,segen sein werden4 ,die ,berufsbildung der ,blinden wird von dem allgemeinen ,wirtschaftsleben stark beeinflut4 ,bei der sich immer mehr ausdehnenden ,fabrikarbeit und der damit zusammenhngenden berproduktion sind die ,aussichten fr den ,kleinbetrieb immer ungnstiger geworden1 und dem einzelnen blinden ,handwerker wird es immer schwerer1 als selbstndiger ,gewerbetreibender sein ,brot zu verdienen4 ,diese ,umstnde machen es notwendig1 nach neuen ,berufen fr die ,blinden ,umschau zu halten4 ,leider haben die diesbezglichen ,bemhungen der ,blindenlehrer und ,blindenfreunde bis jetzt wenig ,erfolg gehabt4 ,groe ,hoffnungen setzen die ,blinden auf die ,musik4 ,es ist gewi1 da auf diesem ,gebiete ein befhigter ,blinder ,tchtiges leisten kann1 aber auch hier ist die ,konkurrenz der ,sehenden so stark1 und der ,beruf als ,organist1 ,musiklehrer und ,knstler ist fr den ,blinden mit so viel ueren ,schwierigkeiten verbunden 7,konzertreisen71 da nur hervorragend tchtige ,blinde sich durch die ,musik eine gesicherte ,lebensstellung erringen knnen4 ,als ein passender1 fr sich allein aber nicht ausreichender ,beruf hat sich das ,klavierstimmen erwiesen4 ber die ,verwendung ,blinder mit ,sehresten in grtnerischen und landwirtschaftlichen ,betrieben werden zurzeit ,versuche angestellt4 ,in der ,frsorge sind die ,behrden und besondere ,frsorgevereine ttig1 beide meist durch ,vermittelung der ,anstalten4 ,die im ,leben stehenden ,blinden sucht man weniger durch ,baruntersttzung1 als vielmehr durch bermittelung von ,arbeitsauftrgen1 durch den ,absatz der gefertigten ,waren1 durch berlassung von ,arbeitsmaterial zu ,engrospreisen1 durch bernahme der ,beitrge zur ,invaliden- und ,altersversicherung und durch mancherlei ,hilfe lokaler ,art zu frdern4 ,die wirtschaftlich ,schwachen1 die sich im ,konkurrenzkampf des ,lebens nicht behaupten knnen1 insbesondere auch die ,mdchen1 sammelt man in ,heimen und offenen ,arbeitswerksttten4 ,hervorzuheben ist noch1 da auch die im ,leben stehenden ,blinden selbst bemht sind1 ,mittel und ,wege zu finden1 das ,los ihrer ,schicksalsgenossen zu verbessern4 ,wenn sich dabei auch hin und wieder ein gewisser ,gegensatz zwischen den ,blinden und den ,anstalten und ihren ,vertretern bemerkbar macht1 so kann doch erwartet werden1 da die hier und dort verfolgten ,ziele zu guter ,letzt zusammenflieen werden zum ,wohle aller ,blinden4 ,joh4 ,wilh4 ,klein1 ,geschichte des ,blindenunterrichts4 ,wien #ahcg4 ,mell1 ,knies ,briefe an ,j4 ,w4 ,klein4 ,bldfrd4 #ahia ,s4 #cb4 ,wiedmann1 ,zur ,geschichte der ,blindenbildung4 ,bldfrd4 #ahie ,s4 #agg4 ,kunz1 ,rckblick1 ,umblick1 ,ausblick4 ,kongr4-,ber4 ,halle #aijd4 ,anhang4 #a4 ,verzeichnis von ,schriften1 deren ,studium dem angehenden ,blindenlehrer empfohlen werden kann4 ltere ,schriften4 ,joh4 ,wilh4 ,klein1 ,lehrbuch zum ,unterrichte der ,blinden4 ,wien #ahai4 ,ders41 ,geschichte des ,blindenunterrichtes4 ,wien #ahcg4 ,knie1 ,anleitung zur zweckmigen ,behandlung blinder ,kinder4 ,breslau #ahcg4 ,zeune1 ,belisar oder ber ,blinde und ,blindenanstalten4 #g4 ,aufl4 ,berlin #ahdf4 ,neuere ,schriften4 ,der ,blindenfreund4 ,zeitschrift fr ,verbesserung des ,loses der ,blinden4 ,dren 7,rheinland74 ,jhrlich #ab ,nummern4 ,erscheint seit #ahha4 ,das ,blinden-1 ,idioten- und ,taubstummenbildungswesen4 ,von ,merle1 ,sengelmann u4 ,sder4 ,norden #ahhg4 ,bttner1 ,das ,formen und ,zeichnen4 7,verein zur ,frderung der ,blindenbildung47 #ahij4 ,heller1 ,modellieren und ,zeichnen4 ,wie vor4 #ahij4 ,libansky1 ,die ,blindenfrsorge4 ,wien #ahih4 ,mell1 ,encyklopdisches ,handbuch des ,blindenwesens1 #b ,bnde4 ,wien und ,leipzig #ahii4 ,th4 ,heller1 ,studien zur ,blindenpsychologie4 ,leipzig #aijd4 ,javal1 ,der ,blinde und seine ,welt4 ,hamburg u4 ,leipzig #aijd4 ,mell1 ,geschichte des k4 k4 ,blinden-,erziehungs-,instituts in ,wien4 ,wien #aijd4 ,kunz1 ,geschichte der ,blindenanstalt zu ,illzach-,mlhausen i4 ,e4 ,leipzig #aijg4 ,mell1 ,der ,blindenunterricht4 ,wien #aiaj4 ,axenfeld1 ,blindsein u4 ,blindenfrsorge4 ,freiburg i4 ,br4 #aiab4 ,uhthoff1 ,von den ,blinden4 ,breslau4 ,die ,berichte ber die ,verhandlungen der ,blindenlehrer-,kongresse4 ,die ,schriften von ,helen ,keller 7vergl4 das ,kapitel ,taubstummblinde874 ,die ,jahresberichte und ,festschriften der ,blindenanstalten4 ,le ,valentin ,hay81 ,revue universelle des questions relatives aux ,aveugles4 ,directeure3 ,maurice de la ,sizeranne4 ,paris4 ,armitage1 ,education and ,employment of the ,blind4 ,london #ahhf4 ,the ,blind48 ,begrndet von ,h4 ,j4 ,wilson4 ,london4 ,erscheint vierteljhrlich4 #b4 ,bedeutungsvolle ,abhandlungen aus den vorliegenden #cb ,jahrgngen des ,blindenfreundes84 7,der ,blindenfreund8 mit seinem reichen ,inhalt gibt ein vortreffliches ,bild der ,entwickelung des ,blindenwesens in den letzten drei ,jahrzehnten4 ,das ,studium der ,zeitschrift ist daher dem angehenden ,blindenlehrer dringend zu empfehlen4 ,um ihm dieses ,studium zu erleichtern1 sind aus der ,flle des ,stoffes diejenigen ,abhandlungen bezeichnet1 die nach dem persnlichen ,empfinden des ,verfassers in erster ,linie geeignet sind1 ein ,bild des ,lebens und ,strebens auf dem ,gebiet der ,blindenbildung zu geben4 ,ein ,urteil ber den ,wert der nicht genannten ,artikel soll mit dieser ,auswahl natrlich nicht ausgesprochen sein47 ,a4 ,zeitliche ,anordnung4 ,jahrgang #ahha4 ,mecker1 ,an die ,leser zur ,orientierung4 ,s4 #a4 ,bttner1 ,aus meinem ,tagebuche4 ,s4 #gh4 ,brandstter1 ,der ,blinde als ,organist4 ,s4 #abi4 ,moldenhawer1 ,der ,blinde als ,schuhmacher4 ,s4 #adj4 ,jahrgang #ahhb4 ,ferchen1 ,das ,brstenmachen1 ein ,handwerk der ,blinden4 ,s4 #f4 ,heller1 ,die ,rede in der ,blindenschule4 ,s4 #aba4 ,jahrgang #ahhc4 ,michel1 ,ein interessantes1 lngst verschollenes ,buch ber ,blindenerziehung4 7,hays ,abhandlung ber die ,erziehung der ,blinden vom ,jahre #aghf47 ,s4 #i4 ,krause1 ,geistige ,eigentmlichkeiten des blinden ,kindes4 ,s4 #eb4 ,brandstter1 ,valentin ,hay in ,berlin4 ,s4 #ig4 ,ein ,besuch im ,royal ,normal ,college for the ,blind8 zu ,london4 ,s4 #aja4 ,jahrgang #ahhd4 ,prof4 ,dr4 ,saemisch1 ,beobachtungen an einem im #b4 ,lebensjahre am grauen ,star erblindeten und im #aa4 ,lebensjahre glcklich operierten ,kinde4 ,s4 #g4 ,krage1 ,reisenotizen4 7,wirft interessante ,streiflichter auf die ,handhabung des ,unterrichts vor einigen ,jahrzehnten47 ,s4 #ch4 ,gutachten ber einen ,antrag auf ,errichtung einer ,hochschule der ,musik fr ,blinde4 ,s4 #hj4 ,vock1 ,der ,handarbeitsunterricht fr ,mdchen an ,blindenanstalten4 ,s4 #ajg4 ,brandstter1 ,diderot4 ,s4 #abi4 ,mohr1 ,der gegenwrtige ,stand der ,blindenfrsorge in ,england4 ,s4 #agg4 ,jahrgang #ahhe4 ,brandstter1 ,valentin ,hay ,saint-,petersbourg4 ,s4 #cc4 ,hausordnung der ,blindenanstalt zu ,x4 ,s4 #cg4 ,armitage1 ,die ,stenographie und ihre ,anwendung auf die ,braille-,schrift4 ,s4 #eb4 ,dr4 ,gunning1 ,sind die ,blindenanstalten unbedingt zu empfehlen8 ,s4 #aie4 ,jahrgang #ahhf4 ,brandstter1 ,zur ,stenographie-,frage4 ,s4 #aa4 ,dr4 ,armitage1 ,zu ,dr4 ,gunnings ,ansichten ber die ,blindenanstalten4 ,s4 #ag4 ,krohn1 ,nochmals die ,stenographie-,frage4 ,s4 #dc4 ,mohr1 ,fort mit dem ,liniendruck4 ,s4 #fh4 ,kunz1 ,drfen und sollen ,blinde zu ,sprachlehrern ausgebildet werden8 ,s4 #aje4 ,peters1 ,dr4 ,armitage1 der ,freund und ,wohltter der ,blinden4 ,s4 #ahc4 ,jahrgang #ahhg4 ,dr4 ,armitage1 ,linien- oder ,punktdruck4 ,s4 #i4 ,vor mehr als #bj ,jahren4 ,s4 #bg4 ,das ,royal ,normal-,college fr ,blinde in ,london4 ,s4 #hi4 ,die ,einweihung des ,braille-,denkmals4 ,s4 #aji4 ,marschiert ,frankreich an der ,spitze der ,bewegung zur ,verbesserung des ,loses der ,blinden8 ,s4 #aec4 7,antwort auf diesen ,artikel #ahhh1 ,s4 #ad47 ,jahrgang #ahhh4 ,mohr1 ,ein ,kapitel aus der ,geschichte des ,blindendrucks in ,england4 ,s4 #g4 ,die ,erfolge der ,pariser ,blindenanstalt4 ,s4 #cb4 ,perry 7blind71 ,die ,erziehung blinder ,kinder4 7,trotz vielfacher bertreibungen enthlt der ,artikel doch manche bedeutsamen ,winke47 ,s4 #ec4 ,brandstter1 ,musikalisches4 ,s4 #ia4 ,jahrgang #ahhi4 ,merle1 ,der ,anschauungsunterricht1 die ,grundlage alles ,blindenunterrichts4 ,s4 #ch4 ,m4 de la ,sizeranne1 ,der musikalische ,unterricht fr die ,blinden4 ,s4 #ig4 ,brandstter1 ,immer fr ,braille4 ,s4 #acd4 ,jahrgang #ahij4 ,ruppert1 ,reiseerinnerungen eines ,blindenlehrers an ,italien4 ,s4 #a4 ,die ,musikschriftfibel4 ,s4 #bc4 ,dr4 ,jerusalem1 ,laura ,bridgman4 ,s4 #dj4 ,mohr1 ,aus dem ,bericht der ,knigl4 ,kommission ber das ,blindenwesen in ,england4 ,s4 #ec4 7,bemerkungen hierzu ,s4 #ajb47 ,moldenhawer1 ,von der ,disziplin in den ,blindenanstalten4 ,s4 #abj4 ,jahrgang #ahia4 ,mell1 ,j4 ,g4 ,knies ,briefe an ,j4 ,w4 ,klein4 ,s4 #cb4 ,prof4 ,dr4 ,marschall1 ,die menschliche ,hand1 eine anatomisch-physiologische ,betrachtung4 ,s4 #da4 ,moldenhawer1 ,das ,lesen und ,schreiben der ,blinden4 ,s4 #ii4 ,zur ,errichtung einer ,hochschule der ,musik fr ,blinde4 ,s4 #bji4 7#ahib ,s4 #aie47 ,jahrgang #ahib4 ,beschulung blinder usw4 ,kinder nach dem ,volksschulgesetzentwurf des preuischen ,unterrichtsministers ,grafen von ,zedlitz-,trtzschler4 ,s4 #ag4 ,prof4 ,dr4 ,cohn1 ,creds ,verdienste um die ,augen der ,neugeborenen4 ,s4 #hg4 ,aldrich1 ,sollen die ,blinden heiraten8 ,s4 #ic4 ,heller1 ,die ,blindenbildung und ihre ,bedeutung fr die ,erziehung des ,menschengeschlechts4 ,s4 #ia4 ,preuisches ,gesetz vom #aa4 ,juli #ahia betreffend die hilfsbedrftigen ,geisteskranken1 ,idioten1 ,epileptischen1 ,taubstummen und ,blinden4 ,s4 #abi4 ,libansky1 ber die ,erziehung der ,blinden in ,amerika4 ,s4 #acd4 ,froneberg1 ,die ,exkursionen im ,dienste des ,blindenunterrichts4 ,s4 #adc4 ,jahrgang #ahic4 ,pariser ,briefe eines ,typhlophilen4 ,s4 #ajc1 #aac1 #afb1 #agg4 ,unterrichte anschaulich4 ,s4 #ajf4 ,ptsch1 ,wahrheit und ,dichtung ber ,blinde4 ,s4 #abd4 ,jahrgang #ahid4 ,prof4 ,saemisch1 ,die ,entwickelung der modernen ,augenheilkunde4 ,s4 #di4 ,kunz1 ,ausbildung eines taubstummblinden ,mdchens4 ,s4 #ha4 ,die ,liebe des ,blinden4 ,s4 #abg4 ,blindenerzieher-,kongre in ,chicago im ,juli #ahic4 7,enthlt wichtige ,angaben ber das amerikanische ,blindenwesen47 ,s4 #aai4 ,zech1 ,das ,zeichnen in der ,blindenanstalt4 ,s4 #ade4 ,jahrgang #ahie4 ,gigerl1 ,die ,hand1 ihre ,krftigung und ,schulung durch ,finger- und ,handgelenk-,gymnastik im ,dienste des ,blindenunterrichts4 ,s4 #ae4 ,rosalie ,euvrard1 ,von dem ,nutzen einer bungsklasse in den ,blindenschulen1 um die ,blinden zur ,erteilung von ,musikstunden an die ,sehenden zu gewhnen4 ,s4 #aag4 ,prof4 ,dr4 ,dufour1 ,physiologische ,studien ber die ,blindheit4 ,s4 #aba4 ,prof4 ,wiedemann1 ,zur ,geschichte der ,blindenbildung4 7ber die ,erziehungs- und ,lehranstalt der ,blinden zu ,paris47 ,s4 #agg4 ,khler1 ,eine ,plauderei ber das ,hospitieren4 ,s4 #ahf4 ,jahrgang #ahif4 ,aus alter ,zeit4 7,der erste deutsche ,blindenlehrer und sein ,schler3 ,christian ,niesen u4 ,r4 ,weienburg47 ,s4 #dj4 ,bttner1 ,an die unverheirateten ,entlassenen4 ,s4 #eh4 ,petitionsbericht betr4 die ,errichtung einer ,musikhochschule fr ,blinde von der ,kommission fr das ,unterrichtswesen im preuischen ,abgeordnetenhause4 ,s4 #ig ,entgegnung ,s4 #agg4 ,mell1 ber den ,kontakt des blinden ,kindes mit der ,natur4 ,s4 #ace4 ,freudenberg1 ,august ,zeune4 ,s4 #ada4 ,kull1 ,die ,blinden im ,orient4 ,s4 #aee4 ,jahrgang #ahig4 ,prof4 ,dr4 ,cohn1 ber den ,einflu der ,impfung auf die ,abnahme der ,erblindungen4 ,s4 #bb4 ,handarbeitsunterricht eines blinden ,mdchens4 ,s4 #fj4 ,prof4 ,franz ,ple 7,autobiographie74 ,s4 #ig4 ,neuburger1 ,die hufigsten ,ursachen der ,erblindung und deren ,verhtung4 ,s4 #abi u4 ,jhrg4 #ahih ,s4 #af4 ,aus alter ,zeit4 ,briefe von und an ,weienburg4 ,s4 #ach4 ,dr4 ,steffan1 ,wie kommt der ,mensch zum vernunftmigen ,gebrauch seiner ,sinnesorgane8 ,einige vornehme ,blinde4 ,s4 #ahh4 ,jahrgang #ahih4 ,hrende ,finger 7,lorms ,fingeralphabet74 ,s4 #bf4 ,gesetzliche ,bestimmungen1 ,blinde betreffend1 in ,deutschland4 ,s4 #cc4 ber die ,sinnesttigkeit der ,blinden4 ,s4 #abi4 ,jahrgang #ahii4 ,brandstter1 ,aus der ,schule4 ,s4 #a4 ,lembcke1 ,besprechung von ,hitschmann1 ber die ,prinzipien der ,blindenpdagogik84 ,s4 #ff4 ,brandstter1 ,nochmals ,friedrich ,hitschmann4 ,s4 #bae4 ,von den ,museen des ,blindenunterrichts4 ,s4 #ajf4 ,prof4 ,dr4 ,zoth1 ,griesbachs neue ,untersuchungen ber die ,sinnesschrfe ,blinder und ,sehender4 ,s4 #ade4 ,zech1 ,aus der ,praxis des ,blindenunterrichts4 ,s4 #bji4 ,jahrgang #aijj4 ,zech1 ,gedanken ber den naturgeschichtlichen ,unterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #ai4 ,ders41 ,der ,schulgarten1 ein ,lehrmittel fr den botanischen ,unterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #cg4 ,reglement der ,bibliothek ,braille in ,paris4 ,geschftsbericht der ,bibliothek fr das ,jahr #ahih4 ,s4 #gf4 ,nathan1 ,blinde ,konzertgeber4 ,s4 #hf4 uerungen hierzu4 ,s4 #abf und #aib4 ,buchwald1 ,eine ,zentralbibliothek fr die deutschen ,blinden4 ,s4 #ib4 ,zech1 ,brauchen wir ein ,reallesebuch8 ,s4 #bjf4 ,jahrgang #aija4 ,ltzsch1 ,unsere schwach beanlagten ,blinden4 ,s4 #aj u4 #dh4 ,fischer1 ,wilhelm ,ludolph ,lachmann4 ,s4 #bj4 ,brandstter1 ,zu den vier noch nicht gelsten ,fragen bezglich des ,druckes von ,bchern fr deutsche ,blinde4 ,s4 #ff und #abi4 ,cambridger achtpunktige ,braille-,schrift4 ,s4 #afe4 ,die ,vorstellungen der ,blinden und die ,anschauung im ,blindenunterricht4 ,s4 #agg4 ,brandstter1 ,aus der ,verwaltung 7,gewerbebetrieb der ,blindenanstalten74 ,s4 #bcc4 ,dr4 ,sommers ,pensions- und ,erziehungs-,institut fr blinde ,kinder in ,bergedorf bei ,hamburg4 ,s4 #bdh4 ,jahrgang #aijb4 ,brandstter1 ,aus der ,verwaltung 7,halbsehende ,zglinge1 ,s4 #a2 ,erziehung1 ,hausordnung1 ,elternhaus1 ,s4 #ai74 ,anwendung der reichsgesetzlichen ,invalidenversicherung auf blinde ,personen4 ,s4 #di4 ,brandt1 ,aus der ,praxis eines blinden ,handwerkers4 ,s4 #ef4 ,lembcke1 ,zweiter ,beitrag zu den ,verhandlungen ber ,hitschmanns ,prinzipien der ,blindenpdagogik4 ,s4 #fe4 ,krull1 ,was treiben unsere ,kinder in ihren ,freistunden8 ,s4 #ajb4 ,hecke1 ,dr4 ,f4 ,j4 ,campbell4 ,s4 #aac4 ,zech1 ,der ,physik-,unterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #ade4 7,ergnzungen hierzu von ,truschel1 ,s4 #afg1 und von ,brandstter1 ,jhrg4 #aijc ,s4 #ai47 ber die ,seelenblindheit4 ,s4 #agd4 ,jahrgang #aijc4 ,eisenbahnfahrten der ,blinden4 ,s4 #ag4 ,wie ist dem blinden ,handwerker zu helfen8 ,s4 #ef1 #ajd1 #acf4 ,mohr1 ,auf welche ,stufe und in welcher ,weise ist die ,kurzschrift in die ,schule einzufhren8 ,s4 #fd4 7,entgegnungen hierauf ,s4 #abi1 #aec1 #agi1 #ahf1 #bcj47 ,ptsch1 ,der ,blinde im modernen ,drama4 ,s4 #hi4 ,mell1 ,ein ,versuch zur ,grndung einer ,blindenanstalt in ,preuen vor dem ,auftreten ,hays in ,berlin4 ,s4 #aag4 ,jahrgang #aijd4 ,mnnich1 ,mangelhafte ,ausbildung der blinden ,stimmer in den ,anstalten4 ,s4 #aj4 7,bemerkungen hierzu ,s4 #ce1 #fi1 #hi1 #abi47 ,peyer1 ,der erste ,rechenunterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #dh4 ,erwiderung von ,mller4 ,s4 #afi4 ,bolte4 ,s4 #bji4 ,kunz4 #aije ,s4 #cg4 ,peyer4 #aije ,s4 #gg4 ,mell1 ,aus alter ,zeit4 7,eine ,publikation ,zeunes47 ,s4 #ajb4 ,jubilumsfeier des k4 k4 ,blinden-,erziehungs-,institutes in ,wien4 ,s4 #acg4 ,jahrgang #aije4 ,bauer1 ,zur ,fortbildungsschulfrage4 ,s4 #ee4 ,desgl4 von ,brandstter4 ,s4 #abi1 #aeg1 #ahi4 ,koch4 ,s4 #acd4 ,haake4 ,s4 #aia4 ,lembcke1 ,die ,blindenfrsorge4 ,s4 #hj4 ,matthies1 ,der ,blinde in der ,volksschule4 ,s4 #aef4 ,jahrgang #aijf4 ,czyperrek1 ,blindenanstalt u4 ,tuberkulose4 ,s4 #ajf4 ,luthmer1 ,die rechtliche ,stellung des ,blinden im ,deutschen ,reiche4 ,s4 #abg4 ,feuersenger1 ,unsere ,fibelliteratur4 ,s4 #acb4 ,kunz1 ,der ,kartendruck fr ,blinde4 ,s4 #ade4 ,schlter1 ,beitrge und ,vorschlge zum weiteren ,ausbau unserer ,braillepunktschrift4 7,mathematikschriftsystem47 ,s4 #aia4 ,mell1 ber ,blindenfrsorge4 ,s4 #bbg4 ,die ,hundertjahrfeier der ,knigl4 ,blindenanstalt in ,steglitz4 ,s4 #bcg4 ,jahrgang #aijg4 ,prof4 ,a4 v4 ,szily1 ,die ,aufgabe des ,augenarztes unheilbar ,erblindeten gegenber4 ,s4 #ga4 ,moldenhawer1 ,private und ffentliche1 separate und gemeinschaftliche ,hilfe fr ,blinde4 ,s4 #aei4 ,haun1 ,victor ,ballu4 ,s4 #bae4 ,fischer1 ,wilhelm ,ludolph ,lachmann als ,pdagog der ,blinden4 ,s4 #bde4 ,mohr1 ,die ,versorgung taubstummer ,blinden in ,preuen4 ,s4 #bfi4 ,jahrgang #aijh4 ,dr4 ,brunner1 ,riemanns ,psychologische ,studien an ,taubstummblinden und ,brohmer1 ,wie soll man ber ,helen ,keller denken8 ,s4 #fc4 ,dr4 ,cohn1 ,soll der ,blinde studieren8 ,s4 #acd4 v4 ,chlumecky1 ,ein ,wort ber die ,lormsche ,handzeichensprache fr ,taubblinde4 ,s4 #aga4 7,erwiderung hierauf von ,riemann4 ,s4 #bbf47 ,schorcht1 ,zur ,entstehung der ,sehnervenentartung und des sog4 ,turmschdels4 ,s4 #baf4 ,lembcke1 ,der sich allmhlich vollziehende ,umschwung des ganzen ,blindenwesens4 ,s4 #bfi4 ,chvenin1 ,das ,blindenhaus4 ,s4 #bii4 ,jahrgang #aiji4 ,rackwitz1 ,zum #ajj4 ,geburtstage ,louis ,brailles4 ,s4 #a4 ,heller1 ,die sittliche ,erziehung der ,blinden4 ,s4 #bf4 ,prof4 ,a4 v4 ,szily1 ,zum geistigen ,verkehr mit ,taubblinden4 ,s4 #bi4 ,kunz1 ,etwas ber die ,taubstummen-,methode8 beim ,sprachunterricht in ,blindenschulen4 ,s4 #cd4 ,der ,einflu der ,blutsverwandtschaft der ,eltern auf die ,kinder4 ,s4 #da1 #aac4 ,dr4 ,cohn1 ,der ,fortbildungsunterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #dj4 ,brandstter1 desgl4 ,s4 #fi1 #hg4 ,bauer1 desgl4 ,s4 #ia4 ,zech1 desgl4 ,s4 #age4 ,prof4 ,dr4 ,komoto1 ,die ,geschichte des ,blindenwesens in ,japan4 ,s4 #bce4 ,heller1 ,zur ,einfhrung in die ,lehre vom ,tasten4 ,s4 #bfe4 ,schmittbetz1 ,die ,bestrebungen der weiblichen ,blinden4 ,s4 #bfi4 ,jahrgang #aiaj4 ,baldus1 ,die ,eingliederung der ,blindenfrsorge in die ,arbeiter-,versicherungs-,gesetzgebung des ,deutschen ,reiches4 ,s4 #a4 ,denkschrift ber die ,versorgung der geistig und krperlich gebrechlichen ,blinden4 ,s4 #ed4 ,w4 ,stern1 ,helen ,keller4 ,s4 #hi4 ,hahn1 ,zur ,methodik des ,gesangunterrichts in der ,volksschule mit ,beziehung auf den ,blindenunterricht4 ,s4 #ach4 ,schwarzrock1 ,zur ,reform des ,gesangunterrichts4 ,s4 #aha4 ,jahrgang #aiaa4 ,brandstter1 ,chamisso in der ,fortbildungsschule4 ,s4 #ba4 ,prospekt des ,blinden-,lyzeums in ,braunschweig4 ,s4 #cc4 ,heller1 ,prophylaktische ,manahmen fr spter ,erblindende4 ,s4 #di4 ,schmittbetz1 ,blinde ,mdchen und ,frauen im ,erwerbsleben4 ,s4 #fd4 ,das ,gesetz ber die ,beschulung blinder und taubstummer ,kinder4 7,verhandlungen im ,landtage47 ,s4 #hd4 ,blinde ,mdchen in der ,hauswirtschaft4 ,s4 #aje4 ,die ,blinden und die ,landwirtschaft4 ,s4 #aah4 ,otto1 ,die ,punktschrift in den ,vereinigten ,staaten4 ,s4 #abg4 v4 ,hagen1 ,eine ,bitte fr die ,taubblinden4 ,s4 #age4 ,jahrgang #aiab4 ,zech1 ,aufgaben und ,aussichten4 ,s4 #df4 ,mina ,roth1 ,was wir wollen4 7,bestrebungen der weibl4 ,blinden47 ,s4 #ae4 ,vom ,haushaltungsunterricht4 ,s4 #eg4 ,bartosch1 ,vorschlge zur ,ausgestaltung des ,musikunterrichts4 ,s4 #ej4 ,erwiderung hierauf von ,brandstter4 7,musikalisches847 ,s4 #gi4 ,desgl4 von ,meyer 7,ein altes ,lied847 ,s4 #abb4 v4 ,hagen1 ,ein ,wort zur ,frderung der ,taubstummblinden-,frsorge4 ,s4 #he4 ,brandstter1 ,lehrplan fr den ,raumlehreunterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #ajh4 ,ders41 ,codukation4 ,s4 #aff4 ,ders41 ,die ,stellung des ,lesens und ,schreibens im ,unterricht der ,blindenschule4 ,s4 #agj4 ,der erste ,lese- und ,schreibunterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #aia4 ,brde1 ,der erste ,anschauungsunterricht in der ,blindenschule4 ,s4 #bcg4 ,b4 ,sachliche ,anordnung4 7,die ,zahl hinter den in ,stichworten angedeuteten berschriften bezeichnet den ,jahrgang des ,blindenfreundes4 ,mit ,hilfe des ersten ,verzeichnisses wird man darnach jede ,abhandlung leicht auffinden knnen47 ,blindheit4 ,beobachtungen an einem operierten ,kinde4 #ahhd4 -- ,creds ,verdienste4 #ahib4 -- ,augenheilkunde4 #ahid4 -- ,studien ber die ,blindheit4 #ahie4 -- ,ursachen der ,erblindung4 #ahig4 -- ,impfung und ,erblindung4 #ahig4 -- ,gebrauch der ,sinnesorgane4 #ahig4 -- ,sinnesttigkeit der ,blinden4 #ahih4 -- ,seelenblindheit4 #aijb4 -- ,blindheit und ,tuberkulose4 #aijf4 -- ,augenarzt und unheilbar ,erblindende4 #aijg4 -- ,sehnervenentartung und ,turmschdel4 #aijh4 -- ,blutsverwandtschaft4 #aiji4 -- ,spter ,erblindende4 #aiaa4 ,geistige ,entwickelung des ,blinden4 ,geistige ,eigentmlichkeiten des blinden ,kindes4 #ahhc4 -- ,wahrheit und ,dichtung4 #ahic4 -- ,die ,vorstellungen der ,blinden4 #aija4 -- ,umschwung des ganzen ,blindenwesens4 #aijh4 ,der ,blinde in sozialer ,beziehung4 ,sollen die ,blinden heiraten8 #ahib4 -- ,liebe der ,blinden4 #ahid4 -- ,rechtliche ,stellung der ,blinden4 #aijf4 ,aufgaben der ,blindenanstalt4 ,sind die ,blindenanstalten zu empfehlen8 #ahhe1 #ahhf4 -- ,beschulung blinder ,kinder4 #ahib1 #aiaa4 -- ,bedeutung der ,blindenbildung fr die ,erziehung des ,menschengeschlechts4 #ahib4 -- ,preuisches ,gesetz vom #aa4 ,juli #ahia1 #ahib4 -- ,gesetzliche ,bestimmungen4 #ahih4 -- ,der ,blinde in der ,volksschule4 #aije4 -- ,aufgaben und ,aussichten4 #aiab4 ,das ,tasten4 ,die menschliche ,hand4 #ahia4 -- ,handgymnastik4 #ahie4 -- ,sinnesschrfe ,blinder und ,sehender4 #ahii4 -- ,lehre vom ,tasten4 #aiji4 ,erziehung des blinden ,kindes4 ,hausordnung4 #ahhe4 -- ,die ,erziehung des blinden ,kindes4 #ahhh4 -- ,disziplin4 #ahij4 -- ,erziehung1 ,hausordnung1 ,elternhaus 7,aus der ,verwaltung874 #aijb ,s4 #ai4 -- ,freistunden4 #aijb4 -- ,sittliche ,erziehung4 #aiji4 -- ,codukation4 #aiab4 ,unterricht im allgemeinen4 ,reisenotizen4 #ahhd4 -- ,exkursionen4 #ahib4 -- ,unterrichte anschaulich4 #ahic4 -- ,hospitieren4 #ahie4 -- ,kontakt des blinden ,kindes mit der ,natur4 #ahif4 -- ,hitschmanns ,prinzipien der ,blindenpdagogik4 #ahii ,s4 #ff u4 #bae1 ferner ,jhrg4 #aijb4 ,spezielle ,methodik4 ,die ,rede in der ,blindenschule4 #ahhb4 -- ,stenographie4 #ahhe4 #ahhf4 -- ,liniendruck4 #ahhf4 -- ,linien- oder ,punktdruck4 #ahhg4 -- ,musikalisches4 #ahhh4 -- ,anschauungsunterricht4 #ahhi4 -- ,der musikalische ,unterricht4 #ahhi4 -- ,immer fr ,braille4 #ahhi4 -- ,musikschriftfibel4 #ahij4 -- ,lesen und ,schreiben4 #ahia4 -- ,zeichnen4 #ahid4 -- bungsklassen fr ,musikschler4 #ahie4 -- ,anschauungsunterricht 7,aus der ,schule874 #ahii4 -- ,einbung und ,wiederholung realistischer ,stoffe 7,aus der ,praxis des ,blindenunterrichts874 #ahii4 -- ,naturgeschichtlicher ,unterricht4 #aijj4 -- ,schulgarten4 #aijj4 -- ,reallesebuch4 #aijj4 -- ,noch nicht gelste ,fragen ber den ,druck von ,bchern4 #aija4 -- ,achtpunktige ,braille-,schrift4 #aija4 -- ,physikunterricht4 #aijb1 #aijc4 -- ,kurzschrift4 #aijc4 -- ,rechnen4 #aijd1 #aije4 -- ,fortbildungsschule4 #aije1 #aiji4 -- ,fibelliteratur4 #aijf4 -- ,kartendruck4 #aijf4 -- ,ausbau der ,punktschrift 7,mathematikschrift74 #aijf4 -- ,gesangunterricht4 #aiaj4 -- ,chamisso in der ,fortbildungsschule4 #aiaa4 -- ,musikunterricht4 #aiab4 -- ,raumlehreunterricht4 #aiab4 -- ,stellung des ,lesens und ,schreibens4 #aiab4 -- ,der erste ,lese- und ,schreibunterricht4 #aiab4 -- ,der erste ,anschauungsunterricht4 #aiab4 ,blinde mit ,sehresten1 ,schwachbefhigte ,blinde1 ,taubstummblinde4 ,halbsehende4 #aijb4 -- ,schwachbefhigte ,blinde4 #aija4 -- ,laura ,bridgman4 #ahij4 -- ,ausbildung eines taubstummblinden ,mdchens4 #ahid4 -- ,hrende ,finger4 #ahih4 -- ,versorgung ,taubstummblinder4 #aijg4 -- ,psychologische ,studien an ,taubstummblinden4 #aijh4 -- ,helen ,keller4 #aijh1 #aiaj4 -- ,lorms ,handzeichensprache4 #aijh4 -- ,geistiger ,verkehr mit ,taubblinden4 #aiji4 -- ,taubstummenmethode4 #aiji4 -- ,bitte fr die ,taubblinden4 #aiaa4 -- ,frderung der ,taubstummblinden-,frsorge4 #aiab4 ,berufsbildung4 ,organist4 #ahha4 -- ,schuhmacher4 #ahha4 -- ,brstenmacher4 #ahhb4 -- ,hochschule der ,musik4 #ahhd1 #ahia1 #ahib1 #ahif4 -- ,handarbeitsunterricht der ,mdchen4 #ahhd1 #ahig4 -- ,sprachlehrer4 #ahhf4 -- ,konzertgeber4 #aijj4 -- ,gewerbebetrieb4 #aija4 -- ,praxis eines blinden ,handwerkers4 #aijb4 -- ,klavierstimmen4 #aijd4 -- ,studierende ,blinde4 #aijh4 -- ,bestrebungen der weiblichen ,blinden4 #aiji1 #aiab4 -- ,blinde ,mdchen im ,erwerbsleben4 #aiaa4 -- ,hauswirtschaft4 #aiaa1 #aiab4 -- ,landwirtschaft4 #aiaa4 ,frsorge4 ,aus meinem ,tagebuch4 #ahha4 -- ,verheiratung und ,frsorge 7,bttner74 #ahif4 -- ,zentralbibliothek4 #aijj4 -- ,invalidenversicherung4 #aijb1 #aiaj4 -- ,eisenbahnfahrten4 #aijc4 -- ,handwerker4 #aijc4 -- ,blindenfrsorge4 #aije1 #aijf4 -- ,hilfe fr ,blinde4 #aijg4 -- ,blindenhaus4 #aijh4 -- ,gebrechliche ,blinde4 #aiaj4 ,zur ,geschichte der ,blindenbildung4 ,blindenfreund 7,zur ,orientierung74 #ahha4 -- ,hays ,abhandlung #ahhc4 -- ,hay in ,berlin4 #ahhc4 -- ,diderot4 #ahhd4 -- ,hay in ,petersburg4 #ahhe4 -- ,vor #bj ,jahren4 #ahhg4 -- ,braille-,denkmal4 #ahhg4 -- ,knies ,briefe4 #ahia4 -- ,zur ,geschichte der ,blindenbildung4 #ahie4 -- ,niesen und ,weienburg4 #ahif4 -- ,zeune4 #ahif1 #aijd4 -- ,briefe von ,weienburg4 #ahig4 -- ,lachmann4 #aija4 -- ,versuch zur ,grndung einer ,blindenanstalt in ,preuen4 #aijc4 -- ,jubilum des ,blindeninstituts in ,wien4 #aijd4 -- ,jubilum ,steglitz4 #aijf4 -- ,louis ,braille4 #aiji4 ,das ,blindenwesen des ,auslandes4 ,england4 #ahhc1 #ahhd1 #ahhf 7,dr4 ,armitage71 #ahhg1 #ahhh1 #ahij1 #aijb 7,dr4 ,campbell74 -- ,frankreich4 #ahhg1 #ahhh1 #ahic1 #ahid1 #aijj1 #aijg 7,ballu74 ,italien4 #ahij4 ,amerika4 #ahib1 #ahid1 #aiaa4 ,orient4 #ahif4 ,japan4 #aiji4 ,verschiedenes4 ,professor ,ple4 #ahig4 -- ,vornehme ,blinde4 #ahig4 -- ,museum4 #ahii4 -- ,sommers ,erziehungsinstitut4 #aija4 -- ,der ,blinde im ,drama4 #aijc4 -- ,blinden-,lyzeum4 #aiaa4 #c4 ,personen- und ,sachregister4 ,abhngigkeit des ,blinden #de4 #di4 ,aegyptische ,augenentzndung #aj4 ,aesthetik des ,tastens #acj4 ,aesthesiometer #aaf4 ,aesthetische ,gefhle #cc4 #dc4 ,aeuere ,verletzungen des ,auges #aa4 ,akustischer ,typus #adc4 ,allerlei #hc4 #bbc4 ,almosen #dd4 ,amaurosis #ad4 ,amotio retinae #ac4 ,anfangsklasse #afb4 ,anomale ,blinde #ahh4 ,anrep-,nordin #aia4 ,anschauung #acf4 ,anschauungsunterricht #afc4 #afh4 bei schwachbefhigten ,blinden #ahf4 ,anschauung durch ,bettigung #ade4 ,anstaltserziehung #ajc4 ,anstand #df4 ,apathischer ,typus #ahb4 ,arbeit1 nachahmende #ch4 1 praktische als ,anschauungsmittel #ch4 ,arbeitseinteilung #he4 ,arbeitskunde #gh4 ,atrophia nervi optici #ac4 ,aufmerksamkeit #aeh4 ,aufsichtspersonal #ajd4 ,augenentzndung der ,neugeborenen #h4 ,ausbildung im ,handwerk #bjc4 ,ausstattung der ,anstalt #gb4 ,badeeinrichtung #ga4 ,bauliche ,anlagen #fg4 ,begabung #ahc4 ,bekstigung #ia4 ,beleuchtung #ga4 ,belisar #bbf4 ,beobachtung des ,blinden #ig4 ,beruf #df4 #ej4 #ea4 ,berufsbildung #fe4 #aif4 #bcd4 der ,mdchen #bjf4 schwachsinniger ,blinden #ahh4 ,besuche der ,angehrigen #ij4 des ,anstaltsleiters #bad4 ,bettnssen #aje4 ,beurlaubung der ,zglinge #ia4 ,bewegungssinn1 ,bewegungsempfindungen #aah4 #aai4 ,bibliothek #di4 #hj4 ,bilder #gh4 #aec4 ,bildungsanstalten1 hhere fr ,blinde #fc4 ,bildungsfhigkeit des ,blinden #eh4 ,blennorrhoea neonatorum #h4 ,blinde als ,korrespondenten #aii4 als ,lehrer #aig4 ,blindenasyl #baf4 ,blindenfreund #bca4 ,blindenheim #baf4 ,blindenlehrerkongresse #bbi4 ,blindenvereine #ej4 ,blindheit1 angeborene und erworbene #h4 1 ,begriff derselben #g4 1 ,ursachen derselben #h4 ,blocksystem #fh4 ,blutsverwandtschaft #ac4 ,braille1 ,louis #aig4 #bbg4 ,braunschweig #bbf4 ,breslau #bbf4 ,bridgman1 ,laura #aij4 ,blow v4 ,dennewitz #bbf4 ,buphthalmus #ac4 ,campbell #aig4 ,cataracta #ad4 ,chemnitz #ahe4 ,chemnitzer ,linienblatt #agi4 ,chininblindheit #ae4 ,chorsprechen #aga4 ,cohn1 ,professor #i4 #ba4 #agh4 ,comenius #ade4 ,cred #i4 ,darstellung #afh4 ,deklamatorische ,darbietungen #hh4 ,diderot #bai4 ,dramatische ,auffhrungen #hh4 ,dresden #ahe4 #bbf4 ,druckpunkte #aae4 ,drucksinn #aae4 ,ehe #dh4 #ea4 ,elementarbungen #adf4 ,encyklopdie des ,blindenwesens #bcb4 ,england #bbf4 ,erfahrungswissen #ade4 ,ermdung #ahc4 ,erwerbsfhigkeit des ,blinden #aif4 ,erziehung1 erste #eb4 ,erziehungsgehilfen #ajd4 ,fachlehrer-,system #afb4 ,fachunterricht #ii4 #afd4 ,farbenfhlen #aba4 ,fechner #aaf4 ,feierabendhaus #bag4 ,ferchen #bbi4 ,fernerscheinungen1 akustische #cf4 ,fernsinn1 ,ferngefhl #acc4 ,fibel #dj4 ,fingeralphabet #abj4 #aic4 ,fingergymnastik #abf4 ,formen #ha4 #afj4 ,fortbildungsschule #bje4 ,fournier #bba4 ,frankfurt a4 ,m4 #bbf4 ,frankl1 ,ludwig ,august1 ,ritter von ,hochwart #bbi4 ,frbelarbeiten #adg4 ,frbelsche ,lehrmittel #ge4 ,fuchs #g4 #ad4 ,frsorge #bji4 #bcb4 #bce4 ,frsorgevereine #baa4 #bac4 ,fubodenturnen1 ,fubodenliegen #ahg4 ,futasten #abg4 ,garten #ga4 ,gebrdensprache #aib4 ,gedchtnis #aee4 ,gedchtnishilfen #aeh4 ,gedchtnis1 primres und sekundres #aeg4 ,gedichte1 ,einprgung derselben #aeh4 fr ,blinde #bbg4 ,gefhlskrperchen #aab4 #aac4 ,gefhlsleben #cb4 #db4 ,gehrswahrnehmungen #cj4 #ci4 ,gehr1 bung desselben #ee4 ,geistesbildung #de4 ,genossenschaften #bae4 ,geographie #afj4 ,geographische ,karten #aci4 ,georgi #bcc4 ,geruchssinn #cf4 ,geistige ,entwickelung des ,blinden #bg4 ,gesangunterricht #afh4 ,geschichte der ,blindenbildung #bai4 des ,blindenunterrichts von ,klein #bbc4 ,gesellenjahre #bjd4 #bab4 ,gesellenprfung #bjd4 ,gesellschaftsspiele #hf4 ,gesetz der spezifischen ,sinnesenergie #aab4 zur ,beschulung blinder ,kinder #h4 ,getigerte ,netzhaut #ac4 ,glaukom #ab4 ,globus #gg4 ,goldscheider #aaf4 ,graefe #ab4 ,grapengieer #bba4 ,griesbach #aag4 ,grpler #aig4 ,gre der ,anstaltsrume #gj4 ,grundunterricht #afc4 #afh4 ,gruppendarstellung #cf4 ,guldberg #bbg4 ,gymnasium #fb4 ,husliche ,arbeiten #ee4 ,halle #bbf4 ,halluzinationen #aba4 ,hamannsche ,tafel #agi4 ,hamburg #bbf4 ,handarbeitsunterricht #bbd4 ,handbettigung #agj4 ,hand1 ,bildung derselben #bbc4 ,handfertigkeitskursus #ajj4 ,handfertigkeitsunterricht #afh4 ,handgriffe #adf4 #bbc4 ,handgymnastik #abf4 ,handwerk #bjb4 ,handzuckungen #abj4 ,haushaltungsunterricht #afh4 #bjg4 ,hausordnung #hd4 ,hautsinn1 ,hautempfindung #aag4 ,hay1 ,valentin #bai4 ,hebold #bbg4 ,heboldschrift #agi4 ,heboldsche ,kreisscheibe #hb4 ,helfer #agd4 ,heller1 ,simon #aeb4 #agh4 #ahg4 ,heller1 ,dr4 ,theodor #abj4 #abb4 #aca4 #bca4 ,helmholtz #ad4 #ii4 ,hilfsarbeiten im ,hause #afh4 ,hilfsbcher fr den ,unterricht in den ,realien #aei4 ,hilfsklassen fr ,schwachsichtige #agf4 ,hirsch #ai4 ,hitschmann #ca4 #acf4 #acg4 ,hochschule der ,musik fr ,blinde #bja4 ,hhenmessungen #abe4 ,hren #aca4 ,hohenemser #acj4 ,hohe ,warte #bbi4 ,howe1 ,dr4 ,samuel #aij4 ,illzach #bca4 ,infektionskrankheiten #ab4 ,innensinn #aah4 ,internat #fd4 ,invalidenversicherung #bad4 ,iritis #ac4 ,kltepunkte #aad4 ,karten1 geographische #gf4 ,keller1 ,helen #acj4 #aij4 #aid4 ,klassen fr ,schwachbefhigte #ahe4 ,klassenunterricht #afb4 #agb4 ,klavierstimmen #bjb4 ,klein1 ,joh4 ,wilh4 #aif4 #bji4 #bbj4 #bbb4 ,knie #bbf4 #bbg4 ,kochkche #gj4 ,kochunterricht #bjg4 ,koedukation #hi4 ,knigsberg #bbf4 ,krnerkrankheit #aj4 ,krperliche ,entwickelung des ,blinden #bb4 ,zchtigung #aaj4 ,koloniesystem #fh4 ,kongresse der ,blindenlehrer #bbi4 ,konzerte #hi4 ,konzertmusiker #bjj4 ,korrespondent #aii4 ,korridorsystem #fh4 ,krankheit #aje4 ,krankenversicherung #bad4 ,krausesche ,endkolben #aac4 ,kriegsblindenanstalten #bbf4 ,kunz1 ,martin #acd4 #bcj4 ,kurzschrift #ej4 ,kurzstunde #afb4 ,lachmann #bbf4 ,landesmann1 ,dr4 ,heinrich #aic4 ,lautsprache #aic4 ,lehrbuch zum ,unterricht der ,blinden von ,klein #bbd4 ,lehrgesprch #agj4 #aga4 ,lehrmittel #gb4 ,lehrmittelzimmer #ge4 ,lehrplan #afg4 #bcd4 ,lehrspiele #ahg4 ,lehrton #aga4 ,leibliche ,pflege #ajc4 ,leidenschaft #cc4 ,lesebuch #bcj4 #bcd4 ,lesen der ,punktschrift mit den ,augen #agh4 ,lesekstchen #hj4 ,london #bjj4 ,lorm1 ,hieronymus #aic4 ,lotze #aaf4 ,luftraum #fi4 ,mdchen1 ,berufsbildung derselben #bjf4 ,magnus #aa4 #ac4 ,manischer ,typus #ahb4 ,marienwerder #bbf4 ,massage #bje4 ,matthias1 ,dr4 #bbh4 ,mecker1 ,wilhelm #bca4 ,meinersche ,tastkrperchen #aac4 ,mell1 ,alexander #f4 #ig4 #bcb4 ,merkelsche ,tastzellen #aac4 ,merkheft #aei4 ,mitleid #dd4 #di4 ,mnemotechnische ,hilfen #aei4 ,modellieren #ha4 ,moon #aig4 #bbg4 ,mnchen #bbf4 ,mnster #bbf4 ,museum #ge4 #bbd4 ,musik #aii4 ,musikalische ,befhigung des ,lehrers #ii4 ,musikalische ,unterhaltungsabende #hf4 ,musikhochschule fr ,blinde #bja4 ,musiklehrer #bjj4 ,musikliteratur #bca4 ,musikinstrumente #ee4 #hb4 ,musikunterricht #afh4 #bjb4 ,muskelsinn #aah4 ,nachahmung #bi4 ,nachtblindheit #ae4 ,netzhautablsung #ac4 ,neuritis optica #ac4 ,niesen1 ,christian #bai4 ,normallehrplan #afg4 ,normalzahl einer ,schulabteilung #afd4 ,nowawes #aia4 ,oberlinhaus zu ,nowawes #aia4 #aib4 ,ochsenauge #ac4 ,opernvorstellungen #hi4 ,organ der ,taubstummen- und ,blindenanstalten #bbh4 ,organist #bjj4 ,orientierung #acb4 ,ortssinn #aaf4 ,pablasek #bbi4 ,pacinische ,krperchen #aac4 #aah4 ,pdagogische ,pathologie #ahe4 ,papier #hj4 ,paradis1 ,maria ,theresia von #bai4 ,paris #aig4 #bjj4 #bbg4 ,pausen #he4 ,pavillonsystem #fh4 ,pensionen fr ,blinde #fc4 ,petersburg #bba4 #bbb4 ,pflegepersonal #ajd4 ,pflichtstunden der ,lehrer #afb4 ,phantasie #abi4 #adi4 ,phantasie1 aktive und passive #aed4 ,physik #gh4 ,pigmentdegeneration #ac4 ,pocken #h4 ,prag #bbf4 ,prfungen fr ,blindenlehrer #bcd4 ,psychologie #ig4 #bca4 ,punktschrift #bbg4 ,punktschriftsysteme #bcj4 ,rauchen #ib4 ,raumauffassung bei groen ,gegenstnden #abd4 ,raumlehre1 ,lehrmittel fr dieselbe #hb4 ,raumschwelle #aaf4 ,raumsinn #aaf4 ,raumvorstellung #aag4 #aai4 #abj4 #aba4 #acd4 #aej4 ,rechenapparate #hb4 ,regenbogenhautentzndung #ac4 ,reinhard #bbi4 ,reliefbilder #gh4 #aec4 #bbd4 ,reliefglobus #gg4 #bbf4 ,reliefkarten #gf4 #bcj4 ,religise ,erziehung #aaa4 ,gefhle #dc4 ,retinitis pigmentosa #ac4 ,riemann #aia4 #aic4 ,rsner #bbh4 #bbi4 ,ruhetasten #abj4 ,ruland #bba4 ,sandkasten #gd4 #aci4 ,schallfrbung #acb4 ,schmidt-,rimpler #g4 ,schneeblindheit #ae4 ,schneider1 ,dr4 ,geh4 ,oberregierungsrat #bja4 ,schreibapparate #gi4 ,schreibmaschine #ej4 #aei4 #aii4 ,schriftsteller #aih4 ,schlerbungen #agc4 ,schulgnger #fd4 #afa4 ,schulgarten #gg4 ,schulpflicht blinder ,kinder #bcc4 ,schulwanderungen #agc4 ,schwachbefhigte ,blinde #aha4 ,schwache ,blinde #aje4 #bae4 ,schwachsichtige ,blinde #age4 ,schwachsinn1 angeborener und erworbener #aha4 ,schweden #aia4 ,sechster ,sinn #acc4 ,sechter1 ,simon #bbd4 #bbg4 ,seelenblindheit #ae4 ,sehnervenentzndung1 ,sehnervenschwund #ac4 ,selbstbefleckung #ajf4 ,selbstregierung #aaj4 ,selbstberschtzung #db4 ,simultantasten #aag4 ,sinnenvikariat #abj4 ,skrophulose #aa4 ,sortierbungen #aci4 ,spaziergnge #hh4 ,spiel #ch4 #ed4 #ajf4 #afi4 ,spiele fr ,blinde #hf4 #hg4 ,sport #hg4 ,sprache des ,blinden #ca4 ,sprachlehrer #aih4 ,sprachliche ,darstellung #adh4 ,mitteilungen #dj4 ,staatsbrger #dh4 #ea4 ,stachelschrift #bbc4 ,star1 grauer #ad4 1 grner #ab4 1 schwarzer #ad4 ,statistik der ,blindheit #af4 v4 ,st4 ,marie #bcj4 ,strafen #aji4 ,stundenplan #afa4 ,stundentabelle #aff4 ,subsellien #gb4 ,sullivan1 ,annie #aij4 ,surrogatvorstellungen #ca4 ,sympathische ,augenentzndung #aa4 ,syphilis #ab4 ,ttigkeit als ,anschauungsmittel #cg4 ,taktiler ,typus #adc4 ,tanzen #hg4 ,tasten #aab4 1 ,aesthetik desselben #acj4 ,tastbewegungen #aah4 ,tasten1 aktives1 motorisches #abj4 1 analysierendes #abj4 1 direktes und indirektes #abf4 mit dem ,fu #abg4 mit der ,zunge1 den ,lippen1 dem ,fingernagel1 den ,zhnen #abc4 1 synthetisches #abj4 1 passives #abj4 1 synthetisches und analysierendes im didaktischen ,sinne #abg4 ,tastfhigkeit1 ,steigerung derselben #ci4 ,tastfeld #bg4 ,tasthaare #aad4 #aae4 ,tasthren #dj4 #acd4 #ace4 ,tastlinien #aac4 ,tastschrfe ,blinder und ,sehender #aag4 ,tastzirkel #aaf4 ,taubstummblinde #abj4 #aij4 ,taubstummblindenheim #aib4 ,taubstummenanstalten #bbh4 ,technische ,begabung des ,lehrers #ii4 ,technischer ,kursus #ajj4 ,unterricht #afi4 ,temperatursinn #aad4 ,tiermodelle #gg4 ,tische #gc4 ,trachom #aj4 ,trinken #ib4 ,truschel #acd4 ,turmschdel #ac4 ,turnunterricht #be4 ,ueberfllung des ,lehrplanes #afi4 ,uebung des verbliebenen ,sehrestes #agg4 ,universitt #fb4 ,unterricht1 geteilter oder ungeteilter #afa4 ,unterrichtliches ,tun #aga4 ,unterricht im ,freien #agc4 ,unterrichtsabteilung1 ,umfang derselben #afd4 ,unterrichtsfcher #afh4 ,unterrichtsform #agj4 ,unterrichtssprache #da4 ,unterrichtsstunden1 ,zahl derselben fr die verschiedenen ,stufen #afb4 ,vatersche ,krperchen #aac4 #aah4 ,veranschaulichungsreihe der ab- und aufsteigenden ,linie #aec4 ,verein zur ,frderung der ,blindenbildung #bcj4 ,vergehen #ajh4 ,vergrerung und ,verkleinerung eines ,objekts #aea4 ,volksschule #ei4 #fc4 ,vorbereitungsstunden des ,schlers #adj4 ,vorlesen #ha4 #he4 ,wrmepunkte #aad4 ,wrzchenschicht #aac4 ,wait #abb4 ,waschkche #gj4 ,wasserkopf #ac4 ,weber #aae4 ,webersches ,gesetz #aaf4 ,weienburg #bai4 ,weiterbildung #df4 #di4 ,wenersborg #aia4 ,werksttten #ga4 #ajg4 1 offene #bae4 ,wiederholung #adh4 #adi4 #afj4 ,wien #bbb4 #bca4 ,wiener ,rechenkasten #bbc4 ,willensbildung #da4 ,willensleben des ,blinden #cb4 ,wulff #bbi4 ,wundt #ig4 #aed4 ,zaghaftigkeit #da4 ,zeichnen #afh4 ,zeichenapparate #ha4 ,zeitschriften fr ,blinde #ej4 ,zentralheizung #gj4 ,zeune1 ,august #aif4 #bji4 #bbb4 #bbe4 ,ziel der ,blindenbildung #eh4 ,druck von ,a4 ,w4 ,kafemann ,g4 m4 b4 ,h4 in ,danzig4 ,funoten3 #a ,in neuester ,zeit wird vielfach statt der ,hllensteinlsung eine einprozentige ,lsung von essigsaurem ,silber angewandt1 weil diese ,lsung eine unbegrenzte ,haltbarkeit besitzt und auch in lngerer ,zeit keine strkere ,konzentration erreicht4 #b ,mit dem ,namen schwarzer ,star8 7,amaurosis7 bezeichneten die alten rzte alle diejenigen ,blindheitsformen1 bei welchen das ,auge uerlich unvernderte ,beschaffenheit und die ,pupille normale schwarze ,frbung zeigte4 ,erst die ,erfindung des ,augenspiegels durch ,helmholtz 7#ahea7 brachte ,licht in das bis dahin dunkle ,gebiet4 ,seit dieser ,zeit ist es dem ,augenarzt mglich1 in jedem einzelnen ,falle die ,erkrankung des ,auges speziell zu bezeichnen2 der schwarze ,star hat fr ihn zu existieren aufgehrt4 ,im ,volke hat sich die ,bezeichnung noch erhalten4 #c ,es ist ein allgemeines ,naturgesetz1 da beim ,fehlen eines ,sinnes die brigen ,sinne infolge der vermehrten ,inanspruchnahme in ihrer ,fhigkeit sich steigern4 ,so hat sich bei dem ,maulwurf und der ,fledermaus das ,tastgefhl in auerordentlicher ,weise entwickelt1 weil ihr ,sehorgan wegen des stndigen ,aufenthalts im ,dunkeln verkmmert ist4 hnlich vervollkommnen sich beim ,blinden das ,gehr1 das ,tastgefhl und der ,geruch4 ,von ,natur sind diese ,sinne nicht feiner entwickelt als bei dem ,sehenden2 erst durch die hufige bung wird ihre ,leistungsfhigkeit vervielfltigt4 ,aus diesem ,grunde ist es fr den ,sehenden auch schwer1 sich in die ,lage des ,blinden hineinzuversetzen1 denn das ,schlieen der ,augen zeigt nur die ,hilflosigkeit1 die mit dem ,ausschalten des ,sehorgans eintritt1 nicht aber die durch bung verfeinerten ,tast- und ,gehrskrfte des ,blinden4 #d ,da der ,wille diese ,richtung nicht notwendig einschlagen mu und da die gegebene ,charakteristik darum nicht auf alle ,blinden ohne ,ausnahme pat1 sei ausdrcklich erwhnt4 ,das ,gesagte gilt vorzugsweise von dem sich selbst berlassenen ,blinden4 #e ,das ,tasten in dem weiten ,sinne gefat1 wie es fr den ,blindenunterricht in ,frage kommt4 ,vergl4 ,kapitel ,,vi4 #a a4 #f ,wohl gibt es ,blinde1 die ein ,gymnasium und eine ,universitt besuchen2 dies kann aber erfolgreich nur dann geschehen1 wenn sie durch speziellen ,blindenunterricht eine entsprechende ,vorbereitung empfangen haben4 #g ,einige dieser ,zeitschriften seien hier genannt3 ,blindendaheim 7,berlin71 ,feierstunden 7,paderborn71 ,mitteilungen des ,vereins der deutschredenden ,blinden 7,freiburg i4 ,b471 ,monatsblatt fr die ehemaligen ,zglinge der ,blindenanstalt zu ,knigsberg 7,knigsberg i4 ,pr471 ,westpreuischer ,blindenfreund 7,knigsthal-,danzig71 ,der gute ,kamerad 7,leipzig71 ,johann ,wilhelm ,klein 7,wien71 ,glauben und ,wissen 7,herausgeber ,reusch-,darmstadt71 ,woche fr ,blinde 7,dren71 ,der beste ,freund 7,steglitz74 #h ,von den ,blindenvereinen entfaltet ,der ,verein der deutschredenden ,blinden8 eine besonders rege ,ttigkeit2 derzeitiger ,geschftsfhrer ist ,dr4 ,aug4 ,papendiek-,freiburg i4 ,b4 ,das ,organ des ,vereins sind die vorhin genannten ,mitteilungen usw484 #i ,so lange ,blindenanstalten in ausreichender ,zahl nicht vorhanden waren1 und die ,notwendigkeit eines ,spezialunterrichts der ,blinden im ,publikum noch wenig anerkannt war1 besuchten viele ,blinde die ,volksschule ihres ,heimatortes4 ,durch geeignete ,schriften suchte man die ,volksschullehrer mit der ,behandlung blinder ,kinder in den ,schulen der ,vollsinnigen bekannt zu machen4 ,derartige ,anleitungen sind u4 a4 verfat von ,knie1 ,entlicher1 ,riemann1 ,binder und ,pablasek4 ,der ,besuch der ,volksschule ist aber von den ,blindenlehrern immer nur als ein schwacher ,notbehelf angesehen worden1 denn es ist klar1 da ein ,unterricht1 der sich in erster ,linie auf den ,gesichtssinn grndet1 dem ,blinden hinsichtlich der ,lehrweise und der ,lehrmittel unmglich gerecht werden kann1 von der ,berufsbildung und der ,pflege des ,gefhls- und ,willenslebens ganz zu schweigen4 ,die ,fachleute haben darum stets aufs nachdrcklichste betont1 da die ,ausbildung der ,blinden nur in ,sonderanstalten durchfhrbar sei4 7,vergl4 ,matthies1 ,der ,blinde in der ,volksschule4 ,bldfrd4 #aije ,s4 #aef47 #aj ,vor #bj ,jahren wurde in ,amerika die ,frage erwogen1 ob die ,grndung einer speziell fr ,blinde eingerichteten ,hochschule zu empfehlen sei4 ,den mancherlei ,vorteilen und ,erleichterungen1 die mit einer derartigen ,hochschule den ,blinden geboten wre1 wurden folgende schwerwiegende ,nachteile entgegengestellt3 ,eine ,blindenhochschule wrde unverhltnismig hohe ,geldmittel erfordern1 so da das ,studium fr den ,blinden sehr teuer wre2 die ,blindenhochschule knnte sich mit den besten ,universitten nicht messen1 da angesehene ,gelehrte sich an derselben nicht anstellen lassen wrden2 der ,stand der ,studien wre anfnglich wohl ein hoher1 wrde aber allmhlich sinken1 um den durchschnittlichen ,anlagen der blinden ,studenten gerecht zu werden2 endlich wrde die ,blindenhochschule1 wie auch immer ihre ,lehrverdienste und ihre gesetzliche ,stellung sein mgen1 doch wenig akademischen ,einflu und ,autoritt besitzen1 und ihre akademischen ,grade wrden geringe ,geltung haben4 7,vergl4 ,bericht ber den ,kongre von ,blindenerziehern in ,chicago im ,juli #ahic4 ,bldfrd4 #ahid ,s4 #adg_/adh47 ,manche dieser ,grnde drften auch fr eine ,lehranstalt mit gymnasialem ,charakter zutreffend sein4 ,da hhere ,bildung an sich dem ,blinden noch keine ,befriedigung gewhrt1 ist in der ,debatte ber den unten genannten ,vortrag von ,mohr 7,kongr4-,ber4 ,breslau #aija ,s4 #bfb ff47 an ,beispielen aus dem ,leben gezeigt4 ,der den ,blindenlehrern von mancher ,seite gemachte ,vorwurf1 da sie den ,bildungsbestrebungen der ,blinden nicht das rechte ,verstndnis entgegenbringen1 mu zurckgewiesen werden4 ,die ,blindenlehrer kehren sich nur gegen gewisse ungesunde1 berspannte und oft auch kritiklos einseitig gerichtete ,bildungsansprche4 ,vergl4 hierber3 ,lembcke1 ,zur ,steuer der ,wahrheit48 ,bldfrd4 ,jhrg4 #aiaj ,s4 #ah4 -- ,private hhere ,bildungsanstalten fr ,blinde bestehen in ,bergedorf bei ,hamburg 7,bldfrd4 #aijd ,s4 #afg7 und in ,braunschweig 7,blinden-,lyzeum2 ,bldfrd4 #aiaa ,s4 #cc74 ,nach dem ,bldfrd4 von #ahif ,s4 #ajd sollte ein ,gymnasium fr ,blinde in ,luckenwalde gegrndet werden2 ob diese ,grndung zustande gekommen ist und ob die ,lehranstalt etwa jetzt noch besteht1 ist dem ,verfasser unbekannt4 ,pensionen fr ,blinde gibt es in dem bereits genannten ,bergedorf 7,dr4 ,sommers ,pension2 ,bldfrd4 #aija ,s4 #bdh71 in ,freienwalde a4 ,oder 7,frau ,margarete ,wilhelm1 ,bldfrd4 #aijd4 ,s4 #afg7 und in ,abbazia1 sterr4 ,riviera 7,frl4 ,therese ,fuchs74 ,die letztgenannte ,pension bietet auch ,gelegenheit zu wissenschaftlicher1 musikalischer und beruflicher ,ausbildung4 ,vergl4 ,bldfrd4 #aiab ,s4 #adc4 #aa ,fr den eigentlichen ,turnunterricht ist selbstverstndlich eine besondere ,turnhalle vorhanden1 doch sollen bei gutem ,wetter1 auch in der khlen ,jahreszeit1 jedesmal einige bungen 7besonders ,marschier- und ,laufbungen7 im ,freien vorgenommen werden4 #ab ,manchmal ist es mglich1 alte ,subsellien umarbeiten zu lassen1 indem man unter die ,platte ,keile befestigen lt1 die ihr die wagerechte ,richtung geben4 ,die ,sitze sind dann allerdings meist nicht mehr brauchbar und mssen durch besondere ,bnke oder ,sthle ersetzt werden4 ,die ,aufstellung der ,tische kann ebenfalls im offenen ,viereck erfolgen4 #ac ,die genannten ,mae weisen die in der ,blindenanstalt zu ,danzig-,knigsthal geprgten ,karten auf2 ,kunz whlt einen etwas greren ,mastab4 #ad ,ein ,lineal hat auch die ,illzacher ,tafel von ,kunz1 doch besteht bei ihr der ,rahmen aus ,metall4 #ae ,munk u4 ,uffelmann4 ,die ,ernhrung des gesunden und kranken ,menschen4 ,wien u4 ,leipzig1 ,urban u4 ,schwarzenberg4 #af ,im ,schlukapitel des vorliegenden ,buches ist versucht worden1 diejenigen ,werke der deutschen ,blindenliteratur zusammenzustellen1 deren ,studium dem ,blindenlehrer zu empfehlen ist4 #ag ,werden fr die ,versuche ganz feine ,spitzen benutzt1 wie ,goldscheider es getan1 so ergeben sich wesentlich niedrigere ,zahlen1 fr den ,rcken z4 ,b4 nur #e-f ,millimeter4 #ah ,es gibt ,kranke1 die alle ,sinne besitzen1 denen aber gerade dieser ,innensinn1 wenigstens teilweise1 verloren gegangen ist4 ,sie knnen ,arme und ,beine bewegen1 die ,muskeln haben ihre ,kraft wie frher1 aber sie wissen nicht1 wo ,arme und ,beine sind1 wenn sie es nicht mit den ,augen sehen4 ,wir verbinden solchen ,menschen die ,augen1 und sie sind hilflos4 ,sie schwanken beim ,gehen und fallen4 ,es gibt ,kranke1 die nur auf einer ,seite den ,muskelsinn verloren haben4 ,verbinde ich einem solchen die ,augen und bringe den ,arm seiner kranken ,seite in eine erhobene ,stellung1 in der er 7die ,kraft ist ja da7 von dem ,kranken festgehalten wird1 so kann er1 aufgefordert1 mit der gesunden ,hand die kranke zu berhren1 erstaunlicherweise diese ,hand nicht finden4 ,er sucht sie an der kranken ,seite1 sie ist nicht da1 vor dem ,leib1 hinten1 nirgends ist sie zu finden1 bis er auf die ,idee verfllt1 die ,schulter zu suchen und von da ber den ,arm nach der ,hand sich hinzutasten4 ,es kommt auch vor1 da solche ,leute mit der ,hand ergriffene ,gegenstnde nur festhalten knnen1 solange ihre ,augen darauf gerichtet bleiben2 sobald sie den ,blick abwenden1 lassen sie den ,gegenstand fallen4 ,solche ,kranken sind rckenmarksleidend4 ,man erkennt sie an den ungelenken und ungeregelten1 ausfahrenden ,bewegungen4 ,mit klatschenden1 stampfenden ,schritten1 ihre ,beine vorwrts schleudernd1 schreiten sie voran und verfolgen ihre ,bewegungen ngstlich mit den ,augen4 ,die ,augen ersetzen den ,muskelsinn3 der ,kranke geht sozusagen auf den ,augen4 7,dekker47 #ai ,man kann das ,tasten1 bei dem die ,hand suchend und analysierend vorgeht1 aktives1 motorisches ,tasten nennen1 whrend das auf dem ,drucksinn beruhende 7die bloe ,berhrung7 passives oder ,ruhetasten zu nennen wre4 ,nach dem oben ,gesagten bereitet das passive ,tasten das motorische vor1 es wirkt als ,signal fr das letztere4 ,groe ,bedeutung hat das passive ,tasten fr den ,taubstummblinden1 da ihm beim ,gebrauch des ,fingeralphabetes die entsprechenden ,tastzeichen in die ,innenflche der ,hand appliziert werden4 7,vergl4 das ,kapitel ,taubstummblinde47 ,das passive ,tasten ersetzt hier also einen ,teil der ,funktion des ,ohres4 #bj ,also nicht mit ,kopallack oder ,damarlack2 ,schellack gibt ihnen eine angenehme ,rauhigkeit4 #ba ,der ,blinde benutzt zum ,lesen in der ,regel die beiden ,zeigefinger4 ,der rasch bewegte rechte ,finger bernimmt die ,synthese1 whrend der langsamer fortschreitende linke analysierend vorgeht4 ,bei gebten ,lesern flieen ,synthese und ,analyse zusammen2 nur bei undeutlich ausgeprgten ,buchstabenformen tritt eine ,auflsung des ,tastaktes ein4 #bb ,die ,empfindlichkeit des ,fingernagels erklrt sich dadurch1 da er beim kratzenden ,tasten wie ein ,hebel wirkt1 der auch die kleinste ,druckschwankung den im ,nagelbett liegenden ,nervenapparaten mitteilt4 brigens kommt dazu1 da durch die ,untersuchung mit dem ,nagel hufig ,gerusche entstehen1 die bei der ,vorstellungsbildung ebenfalls verwertet werden4 #bc ,fr ,hhenmessungen dient dem ,blinden die ,lnge des eigenen ,krpers als ,normalma2 die nchste ,erweiterung wird durch ,aufwrtsstrecken des ,armes erreicht4 ,eine klare ,vorstellung der ,hhenausdehnung zu gewinnen1 wenn sie ber das genannte ,ma hinausgeht1 ist schwierig1 wie es dem ,blinden auch ,mhe macht1 die ,lngen- und ,hhenausdehnung in das rechte ,verhltnis zu bringen4 ,das ,urteil ber die ,raumausdehnung von ,gebuden erhlt durch den ,geometrie- und ,anschauungsunterricht eine wertvolle ,hilfe4 ,leider lt sich bei verkleinerten ,gruppendarstellungen nicht immer das rechte ,grenverhltnis innehalten2 man denke z4 ,b4 an eine ,darstellung1 wie sie aus ,schlerhand hufig hervorgeht3 ein aus plastischem ,stoff geformtes ,huschen mit einer davorstehenden ,bank1 auf welcher ein ,mensch sitzt2 die ,bank reicht fast stets bis zur halben ,hhe des ,hauses1 und der ,mensch kommt in seiner ,gre der ganzen ,hhe des ,hauses gleich4 hnlich ist's mit ,gruppendarstellungen des ,lehrers im ,sandkasten4 ,jedenfalls herrscht im ,vorstellungsleben auch intelligenter ,blinden ,unsicherheit in bezug auf das ,grenverhltnis der ,dinge zu einander4 -- ,die ,hhe von ,gebuden1 ,trmen pp4 kann man dem ,blinden dadurch ungefhr zum ,bewutsein bringen1 da man sie mit einer bekannten ,treppenhhe vergleicht1 z4 ,b43 denke an die ,treppe im ,anstaltsgebude1 die vom #a4 zum #b4 ,stock fhrt2 um bis zur ,spitze des ,turms der ,marienkirche in ,danzig zu kommen1 mtest du #ah solcher ,treppen #dcb ,stufen hinaufsteigen4 #bd ,man knnte ein ,tasten1 bei dem die ,haut das ,objekt nicht direkt berhrt1 indirektes ,tasten nennen1 whrend bei unmittelbarer ,berhrung direktes ,tasten vorliegt4 #be ,th4 ,heller1 ,studien zur ,blindenpsychologie4 #aijd ,s4 #ajg4 #bf ,bekannt ist1 da ,blinde beim ,gehen auf der ,strae mit dem ,stock leicht gegen die ,bordsteine des ,brgersteiges schlagen4 #bg ,die neuere ,psychologie kennt zwar nur ,empfindungen und ,vorstellungen1 spricht also nicht von ,wahrnehmungen und ,anschauungen1 die sie als hhere ,stufen der ,empfindung ansieht4 ,fr unsere ,zwecke empfiehlt sich immerhin die ,unterscheidung der drei ,stufen3 ,empfindung1 ,wahrnehmung1 ,anschauung4 ,den primren ,eindruck bezeichnet man mit dem ,namen ,empfindung2 eine besonders deutliche ,empfindung heit ,wahrnehmung4 ,werden die ,wahrnehmungen durch die rumliche1 zeitliche und urschliche ,anordnung zur allseitigen ,klarheit erhoben1 so spricht man von einer ,anschauung4 #bh ,hitschmann1 ber die ,prinzipien der ,blindenpdagogik4 ,langensalza1 ,beyer ,mann4 #bi ,vergl4 die ,besprechungen der ,abhandlung ,hitschmanns von ,lembcke1 ,bldfrd4 ,jhrg4 #ahii ,s4 #ff und von ,brandstter in dem gleichen ,jhrg4 ,s4 #bae1 ferner nochmals von ,lembcke im ,jhrg4 #aijb ,s4 #fe4 #cj ,es ist eine bedeutsame ,eigenschaft der ,komplikation1 da unter den ,teilvorstellungen sehr leicht eine zur herrschenden wird1 whrend die anderen zurcktreten4 ,das ,streben des ,blindenunterrichts soll1 wie mehrfach gezeigt1 dahin gehen1 da die ,tastvorstellungen das bergewicht erhalten4 ,es mu aber auch folgendes gesagt werden3 ,es gibt in der ,art der ,auffassung bei den ,blinden wie bei den ,sehenden groe individuelle ,unterschiede4 ,die ,psychologie der individuellen ,differenzen8 spricht von sog4 ,typen1 ,erscheinungen des ,seelenlebens1 die auf einem bestimmten ,gebiet eine ,abweichung von dem gewhnlichen ,verlauf darstellen4 ,es gibt ,blinde1 bei denen trotz sorgfltigsten ,tastunterrichts die mit der ,anschauung verbundenen akustischen ,merkmale die ,herrschaft und ,fhrung im ,vorstellungsleben bernehmen1 whrend bei der ,mehrzahl der sachgem unterrichteten ,blinden die ,tastanschauungen das ,vorstellungsleben beherrschen4 ,man kann darum von einem akustischen oder auditiven und einem taktilen ,typus sprechen4 ,auditive ,typen kommen1 wie leicht begreiflich1 besonders hufig unter den blinden ,musikern vor4 #ca ,zhlt die ,anstalt viele ,schulgnger8 oder wohnen gar1 wie in ,berlin1 smtliche ,schler im ,elternhause1 so wird der ,unterricht nur am ,vormittage zu erteilen sein4 #cb ,in den meisten ,fllen wirkt der vorsichtige ,gebrauch und die bung der schwachen ,augen gnstig auf die verbliebene ,sehkraft ein1 wie es andererseits auch vorkommt1 da sehfhige ,augen infolge mangelnder bung die ,kraft des ,sehens verlieren knnen und dann als blind gelten4 ,in diesem letzteren ,falle kann durch systematische ,sehbungen die verloren gegangene ,sehfhigkeit wiedergewonnen werden4 7,vergl4 ,heller1 ,das ,bewutsein als ,faktor der ,blindenbildung1 ,kongr4-,ber4 ,breslau #aija ,s4 #aaj und die sich hieran schlieenden ,ausfhrungen des ,universittsprofessors ,dr4 ,cohn47 ,es kann aber bei manchen ,schwachsichtigen auch durchaus notwendig sein1 die ,augen zu schonen1 namentlich bei hochgradig ,kurzsichtigen4 ,die ,entscheidung darber1 wie ein ,schwachsichtiger sich in bezug auf den ,gebrauch der ,augen verhalten soll1 ist ,sache des ,augenarztes4 #cc ,schwachsichtige oder auch vllig ,blinde1 die von frher her die ,kurrentschrift beherrschen1 wird man in jedem ,falle anhalten1 diese ,schrift weiter zu ben2 das ,erlernen einer besonderen ,flachschrift ist dann unntig4 brigens sind ltere blinde ,personen 7,spterblindete7 gewhnlich sehr dankbar1 wenn man sie auf einen ,schreibapparat hinweist1 mit dessen ,hilfe sie ihre ,handschrift weiterschreiben knnen4 #cd ,als erworben gilt der ,schwachsinn dann1 wenn infolge krankhafter ,vorgnge die ,summe der geistigen ,fhigkeiten einer ,person unter das ,niveau eines gesunden ,menschen sinkt und hier dauernd stehen bleibt4 ,den ,blindenlehrer interessiert in erster ,linie der angeborene ,schwachsinn4 #ce ,zum ,studium sind zu empfehlen3 ,strmpell1 ,die pdagogische ,pathologie4 ,leipzig #aiaj4 ,heller1 ,grundri der ,heilpdagogik4 ,leipzig #aijd4 ,scholz1 ,anomale ,kinder4 ,berlin #aiab4 ,dannemann1 ,schober und ,schulze1 ,enzyklopdisches ,handbuch der ,heilpdagogik4 ,halle a4 ,s4 #aiaa4 #cf ,die bisher von ,helen ,keller verfaten und in deutscher bersetzung erschienenen ,schriften sind3 #a4 ,die ,geschichte meines ,lebens4 #b4 ,optimismus4 #c4 ,meine ,welt4 #d4 ,dunkelheit4 #e4 ,briefe meiner ,werdezeit4 ,smtliche ,schriften sind erschienen bei ,robert ,lutz-,stuttgart4 #cg ,inzwischen ist in ,nowawes ein ,heim fr #fj ,taubstummblinde mit einem ,kostenaufwande von #bfjjjj ,mk4 gegrndet worden2 die ,mittel wurden zum grten ,teil durch ,sammlungen aufgebracht4 ,voraussichtlich wird diese ,anstalt fr ,preuen dieselbe ,bedeutung gewinnen wie die zu ,wenersborg fr ,schweden4 #ch ,das ,fingeralphabet wurde in ,spanien erfunden und wird in ,amerika beim ,taubstummenunterricht in ,verbindung mit andern ,methoden gebraucht4 ,in neuerer ,zeit ist noch eine andere ,finger-,zeichensprache8 bekannt geworden1 die von ,dr4 ,heinrich ,landesmann 7,schriftstellername ,hieronymus ,lorm71 die von manchen ,taubblinden benutzt wird4 ,vergl4 ,landesmann1 ,fingerzeichensprache1 ,brnn #aijh bei ,friedr4 ,irrgang1 und die ,abhandlungen von v4 ,chlumecky und ,riemann im ,blindenfreund pro #aijh ,s4 #aga und #bbf4 #ci ,in der genannten ,pariser ,anstalt sind #ba ,lehrkrfte fr den ,musikunterricht angestellt2 #be ,klaviere1 #c ,harmonien1 #b ,orgeln und eine groe ,zahl sonstiger ,instrumente stehen den ,schlern zur ,verfgung4 ,mindestens #fjj ,blinde finden in ,frankreich durch die ,musik und das ,klavierstimmen ihren ,unterhalt2 besonders hufig finden sie ,anstellung als ,organist1 wozu u4 a4 die vielen ,klster ,veranlassung geben4 ,das ,royal ,normal ,college besitzt gar #fj ,klaviere und #f ,orgeln und die tchtigsten musikalischen ,krfte1 die in ,london zu finden sind1 erteilen den ,unterricht4 #dj ,im ,royal ,normal ,college wird von den ,schlern eine ,pension von #abjj bis #bjjj ,m gezahlt4 #da ,joh4 ,wilh4 ,klein1 ,geschichte des ,blindenunterrichts4 ,wien #ahcg4 ,vorwort4 #db ,in deutscher bersetzung ,blindenfreund8 pro #ahhc ,s4 #i4 #dc ,ein hnlich reichhaltiges und vielseitiges ,museum besitzt die ,knigliche ,blindenanstalt in ,steglitz bei ,berlin4 #dd ,klein gab eine ,sammlung von #hc solcher ,gedichte heraus1 die den ,titel fhrte ,lieder fr ,blinde und von ,blinden84 ,auch ,knie stellt in einem ,anhang zu seinem vorhin erwhnten ,bchlein eine ,reihe solcher ,gedichte zusammen4 ,sie haben nur teilweise literarischen ,wert1 viele sind ,gelegenheitsgedichte4 ,manche sind von ,kleins ,mitarbeiter ,simon ,sechter in ,musik gesetzt4 ,fast alle durchweht ein wehmtiger ,ton2 ,entsagung1 ,ergebung1 ,trost3 das ist die ,stimmung1 welche sie widerspiegeln4 #de ,rsner1 ,dr4 ,hirzels ,blindenschrift-,druckerei in ,lausanne4 ,organ der ,taubstummen- und ,blindenanstalten in ,deutschland4 ,jahrgang #ahfc ,nr4 #aa und #ab4