,,die ,,philosophie ,,der ,,freiheit4 ,,grundz,,ge ,,einer ,,modernen ,,weltanschauung4 ,,von ,,dr4 ,,rudolf ,,steiner4 ,beobachtungs-,resultate nach naturwissenschaftlicher ,methode4 ,,berlin4 ,,verlag ,,von ,,emil ,,felber4 #ahid4 ,alle ,rechte vorbehalten4 ,,inhalt4 ,wissenschaft der ,freiheit4 ,seite ,die ,ziele alles ,wissens #c ,das bewute menschliche ,handeln #i ,der ,grundtrieb zur ,wissenschaft #bb ,das ,denken im ,dienste der ,weltauffassung #ca ,die ,welt als ,wahrnehmung #eb ,das ,erkennen der ,welt #gg ,die menschliche ,individualitt #ajj ,giebt es ,grenzen des ,erkennens8 #ajh ,die ,wirklichkeit der ,freiheit4 ,die ,faktoren des ,lebens #abi ,die ,idee der ,freiheit #acf ,freiheitsphilosophie und ,monismus #afb ,weltzweck und ,lebenszweck 7,bestimmung des ,menschen7 #agj ,die moralische ,phantasie 7,darwinismus und ,sittlichkeit7 #agg ,der ,wert des ,lebens 7,pessimismus und ,optimismus7 #aia ,individualitt und ,gattung #bbd ,die letzten ,fragen4 ,die ,konsequenzen des ,monismus #bcc ,,wissenschaft ,,der ,,freiheit4 ,i4 ,,die ,,ziele ,,alles ,,wissens4 ,ich glaube einen ,grundzug unseres ,zeitalters richtig zu treffen1 wenn ich sage3 der ,kultus des menschlichen ,individuums strebt gegenwrtig dahin1 ,mittelpunkt aller ,lebensinteressen zu werden4 ,mit ,energie wird die berwindung jeder wie immer gearteten ,autoritt erstrebt4 ,was gelten soll1 mu seinen ,ursprung in den ,wurzeln der ,individualitt haben4 ,abgewiesen wird alles1 was die volle ,entfaltung der ,krfte des ,einzelnen hemmt4 ,ein jeglicher mu seinen ,helden whlen1 dem er die ,wege zum ,olymp hinauf sich nacharbeitet1 gilt nicht mehr fr uns4 ,wir lassen uns keine ,ideale aufdrngen2 wir sind berzeugt1 da in jedem von uns etwas lebt1 das edel ist und wert1 zur ,entwicklung zu kommen1 wenn wir nur tief genug1 bis in den ,grund unseres ,wesens1 hinabzusteigen vermgen4 ,wir glauben nicht mehr daran1 da es einen ,normalmenschen giebt1 zu dem alle hinstreben sollen4 ,unsere ,anschauung von der ,vollkommenheit des ,ganzen ist die1 da es auf der besonderen ,vollkommenheit jedes einzelnen ,individuums beruht4 ,nicht das1 was jeder andere auch kann1 wollen wir hervorbringen1 sondern1 was nach der ,eigentmlichkeit unseres ,wesens nur uns mglich ist1 soll als unser ,scherflein der ,weltentwicklung einverleibt werden4 ,niemals wollten die ,knstler weniger wissen von ,normen und ,regeln der ,kunst als heute4 ,jeder behauptet ein ,recht zu haben1 das knstlerisch zu gestalten1 was ihm eigen ist4 ,es giebt ,dramatiker1 die lieber im ,dialekt schreiben1 als in einer von der ,grammatik geforderten ,normalsprache4 ,keinen besseren ,ausdruck kann ich finden fr diese ,erscheinungen als den3 sie gehen hervor aus dem bis aufs ,hchste gesteigerten ,freiheitsdrang des ,individuums4 ,wir wollen nach keiner ,richtung abhngig sein2 und wo ,abhngigkeit sein mu1 da ertragen wir sie nur1 wenn sie mit einem ,lebensinteresse unseres ,individuums zusammenfllt4 ,ein solches ,zeitalter kann auch die ,wahrheit nur aus der ,tiefe des menschlichen ,wesens schpfen wollen4 ,von ,schillers bekannten zwei ,wegen3 ,wahrheit suchen wir beide1 du auen im ,leben1 ich innen ,in dem ,herzen1 und so findet sie jeder gewi4 ,ist das ,auge gesund1 so begegnet es auen dem ,schpfer2 ,ist es das ,herz1 dann gewi spiegelt es innen die ,welt wird der ,gegenwart vorzglich der zweite frommen4 ,eine ,wahrheit1 die uns von auen kommt1 trgt immer den ,stempel der ,unsicherheit an sich4 ,nur was einem jeden von uns in seinem eigenen ,innern als ,wahrheit erscheint1 daran mgen wir glauben4 ,nur die ,wahrheit kann uns ,sicherheit bringen im ,entwickeln unserer individuellen ,krfte4 ,wer von ,zweifeln geqult ist1 dessen ,krfte sind gelhmt4 ,in einer ,welt1 die ihm rtselhaft ist1 kann er kein ,ziel seines ,schaffens finden4 ,wir wollen nicht mehr glauben2 wir wollen wissen4 ,der ,glaube fordert ,anerkennung von ,wahrheiten1 die wir nicht ganz durchschauen4 ,was wir aber nicht durchschauen1 widerstrebt dem ,individuellen1 das alles mit seinem tiefsten ,innern durchleben will4 ,nur das ,wissen befriedigt uns1 das keiner ueren ,norm sich unterwirft1 sondern aus dem ,innenleben der ,persnlichkeit entspringt4 ,wir wollen auch kein solches ,wissen1 das in eingefrornen ,schulregeln sich ein- fr allemal ausgestaltet hat1 und in1 fr alle ,zeiten gltigen ,kompendien aufbewahrt ist4 ,wir halten uns jeder berechtigt1 von seinen nchsten ,erfahrungen1 seinen unmittelbaren ,erlebnissen auszugehen1 und von da aus zur ,erkenntnis des ganzen ,universums aufzusteigen4 ,wir erstreben ein sicheres ,wissen1 aber jeder auf seine eigene ,art4 ,unsere wissenschaftlichen ,lehren sollen auch nicht mehr eine solche ,gestalt annehmen1 als wenn ihre ,anerkennung ,sache eines unbedingten ,zwanges wre4 ,keiner von uns mchte einer wissenschaftlichen ,schrift einen ,titel geben1 wie einst ,fichte3 ,sonnenklarer ,bericht an das grere ,publikum ber das eigentliche ,wesen der neuesten ,philosophie4 ,ein ,versuch1 die ,leser zum ,verstehen zu zwingen4 ,heute soll niemand zum ,verstehen gezwungen werden4 ,wen nicht ein besonderes1 individuelles ,bedrfnis zu einer ,anschauung treibt1 von dem fordern wir keine ,anerkennung4 ,auch dem noch unreifen ,menschen1 dem ,kinde1 wollen wir gegenwrtig keine ,erkenntnisse eintrichtern1 sondern wir suchen seine ,fhigkeiten zu entwickeln1 damit es nicht mehr zum ,verstehen gezwungen zu werden braucht1 sondern verstehen will4 ,ich gebe mich keiner ,illusion hin in ,bezug auf diese ,charakteristik meines ,zeitalters4 ,ich wei1 wie viel individualittloses ,schablonentum lebt und sich breit macht4 ,aber ich wei ebenso gut1 da viele meiner ,zeitgenossen im ,sinne der angedeuteten ,richtung ihr ,leben einzurichten suchen4 ,ihnen mchte ich diese ,schrift widmen4 ,sie soll nicht den einzig mglichen ,weg zur ,wahrheit fhren1 aber sie soll von demjenigen erzhlen1 den einer eingeschlagen hat1 dem es um ,wahrheit zu thun ist4 ,die ,schrift fhrt zuerst in abstraktere ,gebiete1 wo der ,gedanke scharfe ,contouren ziehen mu1 um zu sichern ,punkten zu kommen4 ,aber der ,leser wird aus den drren ,begriffen heraus auch in das konkrete ,leben gefhrt4 ,ich bin eben durchaus der ,ansicht1 da man auch in das therreich der ,abstraktion sich erheben mu1 wenn man das ,dasein nach allen ,richtungen durchleben will4 ,wer nur mit den ,sinnen zu genieen versteht1 der kennt die ,leckerbissen des ,lebens nicht4 ,die orientalischen ,gelehrten lassen die ,lernenden erst ,jahre eines entsagenden und asketischen ,lebens verbringen1 bevor sie ihnen mitteilen1 was sie selbst wissen4 ,das ,abendland fordert zur ,wissenschaft keine frommen bungen und keine ,askese mehr1 aber es verlangt dafr den guten ,willen1 kurze ,zeit sich den unmittelbaren ,eindrcken des ,lebens zu entziehen1 und in das ,gebiet der reinen ,gedankenwelt sich zu begeben4 ,der ,gebiete des ,lebens sind viele4 ,fr jedes einzelne entwickeln sich besondere ,wissenschaften4 ,das ,leben selbst aber ist eine ,einheit1 und je mehr die ,wissenschaften bestrebt sind1 sich in die einzelnen ,gebiete zu vertiefen1 desto mehr entfernen sie sich von der ,anschauung des lebendigen ,weltganzen4 ,es mu ein ,wissen geben1 das in den einzelnen ,wissenschaften die ,elemente sucht1 um den ,menschen zum vollen ,leben wieder zurckzufhren4 ,der wissenschaftliche ,spezialforscher will sich durch seine ,erkenntnisse ein ,bewutsein von der ,welt und ihren ,wirkungen erwerben2 in dieser ,schrift ist das ,ziel ein philosophisches3 die ,wissenschaft soll selbst organisch-lebendig werden4 ,die ,einzelwissenschaften sind ,vorstufen der hier angestrebten ,wissenschaft4 ,ein hnliches ,verhltnis herrscht in den ,knsten4 ,der ,komponist arbeitet auf ,grund der ,kompositionslehre4 ,die letztere ist eine ,summe von ,kenntnissen1 deren ,besitz eine notwendige ,vorbedingung des ,komponierens ist4 ,im ,komponieren dienen die ,gesetze der ,kompositionslehre dem ,leben1 der realen ,wirklichkeit4 ,genau in demselben ,sinne ist die ,philosophie eine ,kunst4 ,alle wirklichen ,philosophen waren ,begriffsknstler4 ,fr sie wurden die menschlichen ,ideen zum ,kunstmateriale und die wissenschaftliche ,methode zur knstlerischen ,technik4 ,das abstrakte ,denken gewinnt dadurch konkretes1 individuelles ,leben4 ,die ,ideen werden ,lebensmchte4 ,wir haben dann nicht blo ein ,wissen von den ,dingen1 sondern wir haben das ,wissen zum realen1 sich selbst beherrschenden ,organismus gemacht2 unser wirkliches1 thtiges ,bewutsein hat sich ber ein blo passives ,aufnehmen von ,wahrheiten gestellt4 ,wie sich die ,philosophie als ,kunst zur ,freiheit des ,menschen verhlt1 was die letztere ist1 und ob wir ihrer teilhaftig sind oder es werden knnen3 das ist die ,hauptfrage meiner ,schrift4 ,alle anderen wissenschaftlichen ,ausfhrungen stehen hier nur1 weil sie zuletzt ,aufklrung geben ber jene1 meiner ,meinung nach1 den ,menschen am nchsten liegenden ,fragen4 ,eine ,philosophie der ,freiheit soll in diesen ,blttern gegeben werden4 ,alle ,wissenschaft wre nur ,befriedigung miger ,neugierde1 wenn sie nicht auf die ,erhhung des ,daseinswertes der menschlichen ,persnlichkeit hinstrebte4 ,den wahren ,wert erhalten die ,wissenschaften erst durch eine ,darstellung der menschlichen ,bedeutung ihrer ,resultate4 ,nicht die ,veredlung eines einzelnen ,seelenvermgens kann ,endzweck des ,individuums sein1 sondern die ,entwicklung aller in uns schlummernden ,fhigkeiten4 ,das ,wissen hat nur dadurch ,wert1 da es einen ,beitrag liefert zur allseitigen ,entfaltung der ganzen ,menschennatur4 ,diese ,schrift fat deshalb die ,beziehung zwischen ,wissenschaft und ,leben nicht so auf1 da der ,mensch sich der ,idee zu beugen hat und seine ,krfte ihrem ,dienst weihen soll1 sondern in dem ,sinne1 da er sich der ,ideenwelt bemchtigt1 um sie zu seinen menschlichen ,zielen1 die ber die blo wissenschaftlichen hinausgehen1 zu gebrauchen4 ,man mu sich der ,idee als ,herr gegenberstellen1 sonst gert man unter ihre ,knechtschaft4 ,,ii4 ,,das ,,bewusste ,,menschliche ,,handeln4 ,ist der ,mensch in seinem ,denken und ,handeln frei1 oder steht er unter dem ,zwange einer ehernen ,notwendigkeit8 ,auf wenige ,fragen ist soviel ,scharfsinn gewendet worden1 als auf diese4 ,die ,idee der ,freiheit hat warme ,anhnger wie hartnckige ,gegner in reicher ,zahl gefunden4 ,es giebt ,menschen1 die in ihrem sittlichen ,pathos jeden fr einen beschrnkten ,geist erklren1 der eine so offenkundige ,thatsache wie die ,freiheit zu leugnen vermag4 ,ihnen stehen andere gegenber1 die darin den ,gipfel der ,unwissenschaftlichkeit erblicken1 wenn jemand die ,gesetzmigkeit der ,natur auf dem ,gebiete des menschlichen ,handelns und ,denkens unterbrochen glaubt4 ,ein und dasselbe ,ding wird hier gleich oft fr das kostbarste ,gut der ,menschheit wie fr die rgste ,illusion erklrt4 ,unendliche ,spitzfindigkeit wurde aufgewendet1 um zu erklren1 wie sich die menschliche ,freiheit mit dem ,wirken in der ,natur1 der doch auch der ,mensch angehrt1 vertrgt4 ,nicht geringer ist die ,mhe1 mit der von anderer ,seite begreiflich zu machen gesucht wurde1 wie eine solche ,wahnidee hat entstehen knnen4 ,da man es hier mit einer der wichtigsten ,fragen des ,lebens1 der ,religion1 der ,praxis und der ,wissenschaft zu thun hat1 das fhlt jeder1 bei dem nicht das ,gegenteil von ,grndlichkeit der hervorstechendste ,zug seines ,charakters ist4 ,und es gehrt zu den traurigen ,zeichen der ,oberflchlichkeit gegenwrtigen ,denkens1 da ein ,buch1 das aus den ,ergebnissen neuerer ,naturforschung einen neuen ,glauben prgen will 7,dav4 ,fried4 ,strauss3 ,der alte und neue ,glaube71 ber diese ,frage nichts enthlt als die ,worte3 ,auf die ,frage nach der ,freiheit des menschlichen ,willens haben wir uns hierbei nicht einzulassen4 ,die vermeintlich indifferente ,wahlfreiheit ist von jeder ,philosophie1 die des ,namens wert war1 immer als ein leeres ,phantom erkannt worden2 die sittliche ,wertbestimmung der menschlichen ,handlungen und ,gesinnungen aber bleibt von jener ,frage unberhrt4 ,nicht weil ich glaube1 da das ,buch1 in dem sie steht1 eine besondere ,bedeutung hat1 fhre ich diese ,stelle hier an1 sondern weil sie mir die ,meinung auszusprechen scheint1 bis zu der sich in der fraglichen ,angelegenheit die ,mehrzahl unserer denkenden ,zeitgenossen aufzuschwingen vermag4 ,da die ,freiheit darin nicht bestehen knne1 von zwei mglichen ,handlungen ganz nach ,belieben die eine oder die andere zu whlen1 scheint heute jeder zu wissen1 der darauf ,anspruch macht1 den wissenschaftlichen ,kinderschuhen entwachsen zu sein4 ,es ist immer1 so behauptet man1 ein ganz bestimmter ,grund vorhanden1 warum man von mehreren mglichen ,handlungen gerade eine bestimmte zur ,ausfhrung bringt4 ,das scheint einleuchtend4 ,trotzdem richten sich bis zum heutigen ,tage die ,hauptangriffe der ,freiheitsgegner nur gegen die ,wahlfreiheit4 ,sagt doch sogar ,herbert ,spencer1 dessen ,ansichten mit jedem ,tage an ,verbreitung gewinnen 7,die ,prinzipien der ,psychologie1 von ,herbert ,spencer1 deutsche ,ausgabe von ,dr4 ,b4 ,vetter1 ,stuttgart #ahhb73 ,da aber jedermann auch nach ,belieben begehren oder nicht begehren knne1 was der eigentliche1 im ,dogma vom freien ,willen liegende ,satz ist1 das wird freilich ebensosehr durch die ,analyse des ,bewutseins1 als durch den ,inhalt der vorhergehenden ,kapitel 7der ,psychologie7 verneint4 ,von demselben ,gesichtspunkte gehen auch andere aus1 wenn sie den ,begriff des freien ,willens bekmpfen4 ,im ,keime finden sich alle diesbezglichen ,ausfhrungen schon bei ,spinoza4 ,was dieser klar und einfach gegen die ,idee der ,freiheit vorbrachte1 das wurde seitdem unzhlige ,male wiederholt1 nur eingehllt zumeist in die spitzfindigsten theoretischen ,lehren1 soda es schwer wird1 den schlichten ,gedankengang1 auf den es allein ankommt1 zu erkennen4 ,spinoza schreibt in einem ,briefe vom ,oktober oder ,november #afgd3 ,ich nenne nmlich die ,sache frei1 die aus der bloen ,notwendigkeit ihrer ,natur besteht und handelt1 und gezwungen nenne ich die1 welche von etwas anderem zum ,dasein und ,wirken in genauer und fester ,weise bestimmt wird4 ,so besteht z4 ,b4 ,gott1 obgleich notwendig1 doch frei1 weil er nur aus der ,notwendigkeit seiner ,natur allein besteht4 ,ebenso erkennt ,gott sich selbst und alles andere frei1 weil es aus der ,notwendigkeit seiner ,natur allein folgt1 da er alles erkennt4 ,sie sehen also1 da ich die ,freiheit nicht in ein freies ,beschlieen1 sondern in eine freie ,notwendigkeit setze4 ,doch wir wollen zu den erschaffenen ,dingen herabsteigen1 welche smtlich von ueren ,ursachen bestimmt werden1 in fester und genauer ,weise zu bestehen und zu wirken4 ,um dies deutlicher einzusehen1 wollen wir uns eine ganz einfache ,sache vorstellen4 ,so erhlt z4 ,b4 ein ,stein von einer ueren1 ihn stoenden ,ursache eine gewisse ,menge von ,bewegung1 mit der er nachher1 wenn der ,sto der ueren ,ursache aufgehrt hat1 notwendig fortfhrt1 sich zu bewegen4 ,dieses ,beharren des ,steines in seiner ,bewegung ist deshalb ein erzwungenes und kein notwendiges1 weil es durch den ,sto einer ueren ,ursache definiert werden mu4 ,was hier von dem ,stein gilt1 gilt von jeder anderen einzelnen ,sache1 und mag sie noch so zusammengesetzt und zu vielem geeignet sein1 nmlich1 da jede ,sache notwendig von einer ueren ,ursache bestimmt wird1 in fester und genauer ,weise zu bestehen und zu wirken4 ,nehmen ,sie nun1 ich bitte1 an1 da der ,stein1 whrend er sich bewegt1 denkt und wei1 er bestrebe sich1 soviel er kann1 in dem ,bewegen fortzufahren4 ,dieser ,stein1 der nur seines ,strebens sich bewut ist und keineswegs gleichgltig sich verhlt1 wird glauben1 da er ganz frei sei und da er aus keinem anderen ,grunde in seiner ,bewegung fortfahre1 als weil er es wolle4 ,dies ist aber jene menschliche ,freiheit1 die alle zu besitzen behaupten und die nur darin besteht1 da die ,menschen ihres ,begehrens sich bewut sind1 aber die ,ursachen1 von denen sie bestimmt werden1 nicht kennen4 ,so glaubt das ,kind1 da es die ,milch frei begehre1 und der zornige ,knabe1 da er frei die ,rache verlange1 und der ,furchtsame die ,flucht4 ,ferner glaubt der ,betrunkene1 da er nach freiem ,entschlu dies spreche1 was er1 wenn er nchtern geworden1 gern nicht gesprochen htte1 und da dieses ,vorurteil allen ,menschen angeboren ist1 so kann man sich nicht leicht davon befreien4 ,denn wenn auch die ,erfahrung gengend lehrt1 da die ,menschen am wenigsten ihr ,begehren migen knnen und da sie1 von entgegengesetzten ,leidenschaften bewegt1 das ,bessere einsehen und das ,schlechtere thun1 so halten sie sich doch fr frei und zwar1 weil sie manches weniger stark begehren und manches ,begehren leicht durch die ,erinnerung an anderes1 dessen man sich oft entsinnt1 gehemmt werden kann4 ,weil hier eine klar und bestimmt ausgesprochene ,ansicht vorliegt1 wird es auch leicht1 den ,grundirrtum1 der darin steckt1 aufzudecken4 ,so notwendig wie der ,stein auf einen ,ansto hin eine bestimmte ,bewegung ausfhrt1 ebenso notwendig soll der ,mensch eine ,handlung ausfhren1 wenn er durch irgend einen ,grund dazu getrieben wird4 ,nur weil der ,mensch ein ,bewutsein von seiner ,handlung hat1 hlt er sich fr den freien ,veranlasser derselben4 ,er bersieht dabei aber1 da eine ,ursache ihn treibt1 der er unbedingt folgen mu4 ,der ,irrtum in diesem ,gedankengange ist bald gefunden4 ,spinoza und alle1 die denken wie er1 bersehen1 da der ,mensch nicht nur ein ,bewutsein von seiner ,handlung hat1 sondern es auch von den ,ursachen haben kann1 von denen er geleitet wird4 ,niemand wird es bestreiten1 da das ,kind unfrei ist1 wenn es die ,milch begehrt1 da der ,betrunkene es ist1 wenn er ,dinge spricht1 die er spter bereut4 ,beide wissen nichts von den ,ursachen1 die in den ,tiefen ihres ,organismus thtig sind1 und unter deren unwiderstehlichem ,zwange sie stehen4 ,aber ist es berechtigt1 ,handlungen dieser ,art in einen ,topf zu werfen mit solchen1 bei denen sich der ,mensch nicht nur seines ,handelns bewut ist1 sondern auch der ,grnde1 die ihn veranlassen8 ,sind die ,handlungen der ,menschen denn von einerlei ,art8 ,darf die ,that des ,kriegers auf dem ,schlachtfelde1 die des wissenschaftlichen ,forschers im ,laboratorium1 des ,staatsmannes in verwickeltsten diplomatischen ,angelegenheiten wissenschaftlich auf gleiche ,stufe gestellt werden mit der des ,kindes1 wenn es nach ,milch begehrt8 ,wohl ist es wahr1 da man die ,lsung einer ,aufgabe da am besten versucht1 wo die ,sache am einfachsten ist4 ,aber oft schon hat der ,mangel an ,unterscheidungsvermgen endlose ,verwirrung gebracht4 ,und ein tiefgreifender ,unterschied ist es doch1 ob ich wei1 warum ich etwas thue1 oder ob das nicht der ,fall ist4 ,zunchst scheint das eine ganz selbstverstndliche ,wahrheit zu sein4 ,und doch wird von den ,gegnern der ,freiheit nie darnach gefragt3 ob denn ein ,beweggrund meines ,handelns1 den ich erkenne und durchschaue1 fr mich in gleichem ,sinne einen ,zwang bedeutet1 wie der organische ,proze1 der das ,kind veranlat1 nach ,milch zu schreien4 ,eduard von ,hartmann behauptet in seiner ,phnomenologie des sittlichen ,bewutseins 7,s4 #dea71 das menschliche ,wollen hnge von zwei ,hauptfaktoren ab3 von den ,beweggrnden und von dem ,charakter4 ,betrachtet man die ,menschen alle als gleich1 oder doch ihre ,verschiedenheiten als unerheblich1 so erscheint ihr ,wollen von auen als bestimmt2 nmlich durch die ,umstnde1 die an sie herantreten4 ,erwgt man aber1 da verschiedene ,menschen eine ,vorstellung erst dann zum ,beweggrund ihres ,handelns machen1 wenn ihr ,charakter ein solcher ist1 der durch die entsprechende ,vorstellung zu einer ,begehrung veranlat wird1 so erscheint der ,mensch von innen bestimmt und nicht von auen4 ,der ,mensch glaubt nun1 weil er1 gem seinem ,charakter1 eine ihm von auen aufgedrngte ,vorstellung erst zum ,beweggrund machen mu3 er sei frei1 d4 h4 unabhngig von ueren ,beweggrnden4 ,die ,wahrheit aber ist1 nach ,eduard von ,hartmann1 da3 wenn wir auch selbst die ,vorstellungen erst zu ,motiven erheben1 so thun wir dies doch nicht willkrlich1 sondern nach der ,notwendigkeit unserer charakterologischen ,veranlagung1 also nichts weniger als frei4 ,auch hier bleibt der ,umstand ohne alle ,bercksichtigung1 der besteht zwischen ,beweggrnden1 die ich erst auf mich wirken lasse1 nachdem ich sie mit meinem ,bewutsein durchdrungen habe1 und solchen1 denen ich folge1 ohne da ich ein klares ,wissen von ihnen besitze4 ,und dies fhrt unmittelbar auf den ,standpunkt1 von dem aus hier die ,sache angesehen werden soll4 ,darf die ,frage nach der ,freiheit unseres ,willens berhaupt einseitig fr sich versucht werden8 ,und wenn nicht3 mit welcher andern mu sie notwendig verknpft werden8 ,ist ein ,unterschied zwischen einem bewuten ,beweggrund meines ,handelns und einem unbewuten1 dann wird der erstere auch eine ,handlung nach sich ziehen1 die anders beurteilt werden mu1 als eine solche aus blindem ,drange4 ,die ,frage nach diesem ,unterschied wird also die erste sein4 ,und was sie ergiebt1 davon wird es erst abhngen1 wie wir uns zu der eigentlichen ,freiheitsfrage zu stellen haben4 ,was heit es1 ein ,wissen von den ,grnden seines ,handelns haben8 ,man hat diese ,frage zu wenig bercksichtigt1 weil man leider immer in zwei ,teile zerrissen hat1 was ein untrennbares ,ganzes ist3 den ,menschen4 ,den ,handelnden und den ,erkennenden unterschied man1 und leer ausgegangen ist dabei nur der1 auf den es vor allen andern ,dingen ankommt3 der aus ,erkenntnis ,handelnde4 ,man sagt3 frei sei der ,mensch1 wenn er nur unter der ,herrschaft seiner ,vernunft stehe und nicht unter der der animalischen ,begierden4 ,oder auch3 ,freiheit bedeute1 sein ,leben und ,handeln nach ,zwecken und ,entschlssen bestimmen zu knnen4 ,mit ,behauptungen solcher ,art ist aber gar nichts gewonnen4 ,denn das ist ja eben die ,frage1 ob die ,vernunft1 ob ,zwecke und ,entschlsse in gleicher ,weise auf den ,menschen einen ,zwang ausben wie animalische ,begierden4 ,wenn ohne mein ,zuthun ein vernnftiger ,entschlu in mir auftaucht1 gerade mit derselben ,notwendigkeit wie ,hunger und ,durst1 dann kann ich ihm nur notgedrungen folgen1 und meine ,freiheit ist eine ,illusion4 ,eine andere ,redensart lautet3 ,freisein heit3 nicht wollen knnen1 was man will1 sondern thun knnen1 was man will4 ,diesem ,gedanken hat der ,dichterphilosoph ,robert ,hamerling in seiner ,atomistik des ,willens einen scharfumrissenen ,ausdruck gegeben4 ,der ,mensch kann allerdings thun1 was er will -- aber er kann nicht wollen1 was er will1 weil sein ,wille durch ,motive bestimmt ist6 -- ,er kann nicht wollen was er will8 ,sehe man sich diese ,worte doch einmal nher an4 ,ist ein vernnftiger ,sinn darin8 ,freiheit des ,wollens mte also darin bestehen1 da man ohne ,grund1 ohne ,motiv etwas wollen knnte8 ,aber was heit denn ,wollen anders1 als einen ,grund haben1 dies lieber zu thun oder anzustreben als jenes8 ,ohne ,grund1 ohne ,motiv etwas wollen1 hiee etwas wollen1 ohne es zu wollen4 ,mit dem ,begriffe des ,wollens ist der des ,motivs unzertrennlich verknpft4 ,ohne ein bestimmendes ,motiv ist der ,wille ein leeres ,vermgen3 erst durch das ,motiv wird er thtig und reell4 ,es ist also ganz richtig1 da der menschliche ,wille insofern nicht frei ist1 als seine ,richtung immer durch das strkste der ,motive bestimmt ist4 ,aber es mu andererseits zugegeben werden1 da es absurd ist1 dieser ,unfreiheit gegenber von einer denkbaren ,freiheit des ,willens zu reden1 welche dahin ginge1 wollen zu knnen1 was man nicht will4 7,atomistik des ,willens ,s4 #bac f47 ,auch hier wird nur von ,motiven im allgemeinen gesprochen1 ohne auf den ,unterschied zwischen unbewuten und bewuten ,rcksicht zu nehmen4 ,wenn ein ,motiv auf mich wirkt und ich gezwungen bin1 ihm zu folgen1 weil es sich als das strkste unter seinesgleichen erweist1 dann hrt der ,gedanke an ,freiheit auf1 einen ,sinn zu haben4 ,wie soll es fr mich eine ,bedeutung haben1 ob ich etwas thun kann oder nicht1 wenn ich von dem ,motive gezwungen werde1 es zu thun8 ,nicht darauf kommt es zunchst an3 ob ich dann1 wenn das ,motiv auf mich gewirkt hat1 etwas thun kann oder nicht1 sondern ob es nur solche ,motive giebt1 die mit zwingender ,notwendigkeit wirken4 ,wenn ich etwas wollen mu1 dann ist es mir unter ,umstnden hchst gleichgltig1 ob ich es auch thun kann4 ,wenn mir wegen meines ,charakters und wegen der in meiner ,umgebung herrschenden ,umstnde ein ,motiv aufgedrngt wird1 das sich meinem ,denken gegenber als unvernnftig erweist1 dann mte ich sogar froh sein1 wenn ich nicht knnte1 was ich will4 ,nicht darauf kommt es an1 ob ich einen gefaten ,entschlu zur ,ausfhrung bringen kann1 sondern wie der ,entschlu in mir entsteht4 ,was den ,menschen von allen andern organischen ,wesen unterscheidet1 ist sein vernnftiges ,denken4 ,thtig zu sein1 hat er mit anderen ,organismen gemein4 ,nichts ist damit gewonnen1 wenn man zur ,aufhellung des ,freiheitsbegriffes fr das ,handeln des ,menschen nach ,analogieen im ,tierreiche sucht4 ,die moderne ,naturwissenschaft liebt solche ,analogieen4 ,und wenn es ihr gelungen ist1 bei den ,tieren etwas dem menschlichen ,verhalten hnliches gefunden zu haben1 glaubt sie1 die wichtigste ,frage der ,wissenschaft vom ,menschen berhrt zu haben4 ,zu welchen ,miverstndnissen diese ,meinung fhrt1 zeigt sich z4 ,b4 in dem ,buche3 ,die ,illusion der ,willensfreiheit von ,p4 ,re1 #ahhe1 der 7,s4 #e7 ber die ,freiheit folgendes sagt3 ,da es uns so scheint1 als ob die ,bewegung des ,steines notwendig1 des ,esels ,wollen nicht notwendig wre1 ist leicht erklrlich4 ,die ,ursachen1 welche den ,stein bewegen1 sind ja drauen und sichtbar4 ,die ,ursachen aber1 vermge deren der ,esel will1 sind drinnen und unsichtbar3 zwischen uns und der ,sttte ihrer ,wirksamkeit befindet sich die ,hirnschale des ,esels44444 ,man sieht die kausale ,bedingtheit nicht1 und meint daher1 sie sei nicht vorhanden4 ,das ,wollen1 erklrt man1 sei zwar die ,ursache der ,umdrehung des ,esels1 selbst aber sei es unbedingt2 es sei ein absoluter ,anfang4 ,also auch hier wieder wird ber ,handlungen des ,menschen1 bei denen er ein ,bewutsein von den ,grnden seines ,handelns hat1 einfach hinweggegangen1 denn ,re erklrt3 zwischen uns und der ,sttte ihrer ,wirksamkeit befindet sich die ,hirnschale des ,esels4 ,da es1 zwar nicht ,handlungen des ,esels1 wohl aber solche der ,menschen giebt1 bei denen zwischen uns und der ,handlung das bewut gewordene ,motiv liegt1 davon hat1 schon nach diesen ,worten1 ,re keine ,ahnung4 ,er beweist das einige ,seiten spter auch noch durch die ,worte3 ,wir nehmen die ,ursachen nicht wahr1 durch welche unser ,wollen bedingt wird1 daher meinen wir1 es sei berhaupt nicht ursachlich bedingt4 ,doch genug der ,beispiele1 welche beweisen1 da viele gegen die ,freiheit kmpfen1 ohne zu wissen1 was ,freiheit berhaupt ist4 ,da eine ,handlung nicht frei sein kann1 von der der ,thter nicht wei1 warum er sie vollbringt1 ist ganz selbstverstndlich4 ,wie verhlt es sich aber mit einer solchen1 ber deren ,grnde gedacht wird8 ,das fhrt uns auf die ,frage3 welches ist der ,ursprung und die ,bedeutung des ,denkens8 ,wenn wir wissen1 was ,denken im allgemeinen bedeutet1 dann wird es auch leicht sein1 klar darber zu werden1 was fr eine ,rolle das ,denken beim menschlichen ,handeln spielt4 ,das ,denken macht die ,seele1 womit auch das ,tier begabt ist1 erst zum ,geiste1 sagt ,hegel mit ,recht1 und deshalb wird das ,denken auch dem menschlichen ,handeln sein eigentmliches ,geprge geben4 ,keineswegs soll behauptet werden1 da all unser ,handeln nur aus der nchternen berlegung unseres ,verstandes fliee4 ,nur diejenigen ,handlungen als im hchsten ,sinne menschlich hinzustellen1 die aus dem abstrakten ,urteil hervorgehen1 liegt mir ganz fern4 ,aber sobald sich unser ,handeln herauferhebt aus dem ,gebiete der ,befriedigung rein animalischer ,begierden1 sind unsere ,beweggrnde immer von ,gedanken durchsetzt4 ,liebe1 ,mitleid1 ,patriotismus sind ,triebfedern des ,handelns1 die sich nicht in kalte ,verstandesbegriffe auflsen lassen4 ,man sagt3 das ,herz1 das ,gemt treten da in ihre ,rechte4 ,ohne ,zweifel4 ,aber das ,herz und das ,gemt schaffen keine ,beweggrnde des ,handelns4 ,sie setzen dieselben voraus4 ,in meinem ,herzen stellt sich das ,mitleid ein1 wenn in meinem ,bewutsein die ,vorstellung einer mitleiderregenden ,person aufgetreten ist4 ,der ,weg zum ,herzen geht durch den ,kopf4 ,davon macht auch die ,liebe keine ,ausnahme4 ,wenn sie nicht die bloe uerung des niedrigen ,geschlechtstriebes ist1 dann beruht sie auf den ,vorstellungen1 die wir uns von dem geliebten ,wesen machen4 ,und je idealistischer diese ,vorstellungen sind1 desto beseligender ist die ,liebe4 ,auch hier ist der ,gedanke der ,vater des ,gefhles4 ,man sagt3 die ,liebe mache blind fr die ,schwchen des geliebten ,wesens4 ,die ,sache kann auch umgekehrt angefat werden und behauptet3 die ,liebe ffne gerade fr die ,vorzge das ,auge4 ,viele gehen ahnungslos an diesen ,vorzgen vorbei1 ohne sie zu bemerken4 ,der eine sieht sie1 und eben deswegen erwacht die ,liebe in seiner ,seele4 ,was hat er anderes gethan3 als von dem sich eine ,vorstellung gemacht1 wovon hundert andere keine haben4 ,sie haben die ,liebe nicht1 weil ihnen die ,vorstellung mangelt4 ,wir mgen die ,sache anfassen1 wie wir wollen3 immer klarer mu es werden1 da die ,frage nach dem ,wesen des menschlichen ,handelns die andere voraussetzt nach dem ,ursprunge des ,denkens4 ,ich wende mich daher zunchst dieser ,frage zu4 ,,iii4 ,,der ,,grundtrieb ,,zur ,,wissenschaft4 ,zwei ,seelen wohnen1 ach6 in meiner ,brust1 ,die eine will sich von der andern trennen2 ,die eine hlt1 in derber ,liebeslust1 ,sich an die ,welt mit klammernden ,organen2 ,die andre hebt gewaltsam sich vom ,dust ,zu den ,gefilden hoher ,ahnen4 7,faust ,i1 #aaab-aaag47 ,mit diesen ,worten spricht ,goethe einen tief in der menschlichen ,natur begrndeten ,charakterzug aus4 ,kein einheitlich organisiertes ,wesen ist der ,mensch4 ,er verlangt stets mehr1 als die ,welt ihm freiwillig giebt4 ,bedrfnisse hat die ,natur uns gegeben1 und die ,befriedigung berlt sie unserer eigenen ,thtigkeit4 ,reichlich sind die ,gaben1 die uns zugeteilt1 aber noch reichlicher ist unser ,begehren4 ,wir scheinen zur ,unzufriedenheit geboren4 ,nur ein besonderer ,fall dieser ,unzufriedenheit ist unser ,erkenntnisdrang4 ,wir blicken einen ,baum zweimal an4 ,wir sehen das eine ,mal seine ste in ,ruhe1 das andere ,mal in ,bewegung4 ,wir geben uns mit dieser ,beobachtung nicht zufrieden4 ,warum stellt sich uns der ,baum das eine ,mal ruhend1 das andere ,mal in ,bewegung dar8 ,so fragen wir4 ,jeder ,blick in die ,natur erzeugt in uns eine ,summe von ,fragen4 ,mit jeder ,erscheinung1 die uns entgegentritt1 ist uns eine ,aufgabe mitgegeben4 ,jedes ,erlebnis wird uns zum ,rtsel4 ,wir sehen aus dem ,ei ein dem ,muttertiere hnliches ,wesen hervorgehen3 wir fragen nach dem ,grunde dieser hnlichkeit4 ,wir beobachten an einem ,lebewesen ,wachstum und ,entwicklung bis zu einem bestimmten ,grade der ,vollkommenheit3 wir suchen nach den ,bedingungen dieser ,erfahrung4 ,nirgends sind wir mit dem zufrieden1 was die ,natur vor unseren ,sinnen ausbreitet4 ,wir suchen berall nach dem1 was wir ,erklrung der ,thatsachen nennen4 ,der berschu dessen1 was wir in den ,dingen suchen1 ber das1 was uns in ihnen unmittelbar gegeben ist1 spaltet unser ganzes ,wesen in zwei ,teile2 wir werden uns unseres ,gegensatzes zur ,welt bewut4 ,wir stellen uns als ein selbstndiges ,wesen der ,welt gegenber4 ,das ,universum erscheint uns in den zwei ,gegenstzen3 ,ich und ,welt4 ,diese ,scheidewand zwischen uns und der ,welt errichten wir1 sobald das ,bewutsein in uns aufleuchtet4 ,aber niemals verlieren wir das ,gefhl1 da wir doch zur ,welt gehren1 da ein ,band besteht1 das uns verbindet1 da wir nicht ein ,wesen auerhalb1 sondern innerhalb des ,universums sind4 ,dieses ,gefhl erzeugt das ,streben1 den ,gegensatz zu berbrcken4 ,und in der berbrckung dieses ,gegensatzes besteht im letzten ,grunde das ganze geistige ,streben der ,menschheit4 ,die ,geschichte des geistigen ,lebens ist ein fortwhrendes ,suchen der ,einheit zwischen uns und der ,welt4 ,religion1 ,kunst und ,wissenschaft verfolgen gleichermaen dieses ,ziel4 ,der ,religis-,glubige sucht in der ,offenbarung1 die ihm ,gott zuteil werden lt1 die ,lsung der ,weltrtsel1 die ihm sein mit der bloen ,erscheinungswelt unzufriedenes ,ich aufgiebt4 ,der ,knstler sucht dem ,stoffe die ,ideen seines ,ich einzubilden1 um das in seinem ,innern ,lebende mit der ,auenwelt zu vershnen4 ,auch er fhlt sich unbefriedigt von der bloen ,erscheinungswelt und sucht ihr jenes ,mehr einzuformen1 das sein ,ich1 ber sie hinausgehend1 birgt4 ,der ,denker sucht nach den ,gesetzen der ,erscheinungen1 er strebt denkend zu durchdringen1 was er beobachtend erfhrt4 ,erst wenn wir den ,weltinhalt zu unserem ,gedankeninhalt gemacht haben1 erst dann finden wir den ,zusammenhang wieder1 aus dem wir uns selbst gelst haben4 ,wir werden spter sehen1 da dieses ,ziel nur erreicht wird1 wenn die ,aufgabe des wissenschaftlichen ,forschers allerdings viel tiefer aufgefat wird1 als dies oft geschieht4 ,das ganze ,verhltnis1 das ich hier dargelegt habe1 tritt uns in einer weltgeschichtlichen ,erscheinung entgegen3 in dem ,gegensatze der einheitlichen ,weltauffassung oder des ,monismus und der ,zweiweltentheorie oder des ,dualismus4 ,der ,dualismus richtet den ,blick nur auf die von dem ,bewutsein des ,menschen vollzogene ,trennung zwischen ,ich und ,welt4 ,sein ganzes ,streben ist ein ohnmchtiges ,ringen nach der ,vershnung dieser ,gegenstze1 die er bald ,geist und ,materie1 bald ,subjekt und ,objekt1 bald ,denken und ,erscheinung nennt4 ,er hat ein ,gefhl1 da es eine ,brcke geben mu zwischen den beiden ,welten1 aber er ist nicht imstande1 sie zu finden4 ,der ,monismus richtet den ,blick allein auf die ,einheit und sucht die einmal vorhandenen ,gegenstze zu leugnen oder zu verwischen4 ,keine von den beiden ,anschauungen kann befriedigen1 denn sie werden den ,thatsachen nicht gerecht4 ,der ,dualismus sieht ,geist 7,ich7 und ,materie 7,welt7 als zwei grundverschiedene ,wesenheiten an1 und kann deshalb nicht begreifen1 wie beide aufeinander wirken knnen4 ,wie soll der ,geist wissen1 was in der ,materie vorgeht1 wenn ihm deren eigentmliche ,natur ganz fremd ist8 ,oder wie soll er unter diesen ,umstnden auf sie wirken1 so da sich seine ,absichten in ,thaten umsetzen8 ,die widersinnigsten ,hypothesen wurden aufgestellt1 um diese ,fragen zu lsen4 ,aber auch mit dem ,monismus steht es bis heute nicht viel besser4 ,er hat sich bis jetzt in einer dreifachen ,art zu helfen gesucht3 entweder er leugnet den ,geist und wird zum ,materialismus2 oder er leugnet die ,materie1 um im ,spiritualismus sein ,heil zu suchen2 oder aber er behauptet1 da auch schon in dem einfachsten ,weltwesen ,materie und ,geist untrennbar verbunden sind1 weswegen man gar nicht erstaunt zu sein brauchte1 wenn in dem ,menschen diese zwei ,daseinsweisen auftreten1 die ja nirgends getrennt sind4 ,der ,materialismus kann niemals eine befriedigende ,welterklrung liefern4 ,denn jeder ,versuch einer ,erklrung mu damit beginnen1 da man sich ,gedanken ber die ,welterscheinungen bildet4 ,der ,materialismus macht deshalb den ,anfang mit dem ,gedanken der ,materie oder der materiellen ,vorgnge4 ,damit hat er bereits zwei verschiedene ,thatsachengebiete vor sich3 die materielle ,welt und die ,gedanken ber sie4 ,er sucht die letzteren dadurch zu begreifen1 da er sie als einen rein materiellen ,proze auffat4 ,er glaubt1 da das ,denken im ,gehirne etwa so zustande komme1 wie die ,verdauung in den animalischen ,organen4 ,so wie er der ,materie mechanische1 chemische und organische ,wirkungen zuschreibt1 so legt er ihr auch die ,fhigkeit bei1 unter bestimmten ,bedingungen zu denken4 ,er vergit1 da er nun das ,problem nur an einen andern ,ort verlegt hat4 ,statt sich selbst1 schreibt er die ,fhigkeit des ,denkens der ,materie zu4 ,und damit ist er wieder an seinem ,ausgangspunkte4 ,wie kommt die ,materie dazu1 ber ihr eigenes ,wesen nachzudenken8 ,warum ist sie nicht einfach mit sich zufrieden und nimmt ihr ,dasein hin8 ,von dem bestimmten ,subjekt1 von unserem eigenen ,ich hat er den ,blick abgewandt und auf ein unbestimmtes1 nebelhaftes ,gebilde ist er gekommen4 ,und hier tritt ihm dasselbe ,rtsel entgegen4 ,die materialistische ,anschauung vermag das ,problem nicht zu lsen1 sondern nur zu verschieben4 ,wie steht es mit der spiritualistischen8 ,der ,spiritualist leugnet die ,materie 7die ,welt7 und fat sie nur als ein ,produkt des ,geistes 7des ,ich7 auf4 ,er stellt sich vor1 da die ganze ,erscheinungswelt nur ein aus dem ,geiste herausgesponnenes ,wesen sei4 ,diese ,weltanschauung sieht sich sofort in die ,enge getrieben1 wenn sie den ,versuch macht1 irgend eine konkrete ,erscheinung aus dem ,geiste heraus zu entwickeln4 ,sie kann es weder im ,erkennen noch im ,handeln4 ,will man die ,aussenwelt wirklich erkennen1 so mu man den ,blick nach auen wenden und eine ,anleihe bei der ,erfahrung machen4 ,ohne dieses kann unser ,geist zu keinem ,inhalt kommen4 ,ebenso mssen wir1 wenn wir ans ,handeln gehen1 unsere ,absichten mit ,hlfe der materiellen ,stoffe und ,krfte in ,wirklichkeit umsetzen4 ,wir sind also auf die ,auenwelt angewiesen4 ,der extremste ,spiritualist1 oder wenn man will1 ,idealist1 ist ,johann ,gottlieb ,fichte4 ,er versuchte das ganze ,weltgebude aus dem ,ich abzuleiten4 ,was ihm dabei wirklich gelungen ist1 ist ein groartiges ,gedankenbild der ,welt1 ohne allen ,erfahrungsinhalt4 ,so wenig es dem ,materialisten mglich ist1 den ,geist1 ebensowenig ist es dem ,idealisten mglich1 die materielle ,auenwelt wegzudekretieren4 ,eine merkwrdige ,abart des ,idealismus ist die ,anschauung ,fried4 ,alb4 ,langes1 wie er sie in seiner vielgelesenen ,geschichte des ,materialismus vertreten hat4 ,er nimmt an1 da der ,materialismus ganz recht hat1 wenn er alle ,welterscheinungen1 einschlielich unseres ,denkens1 fr das ,produkt rein stofflicher ,vorgnge erklrt2 nur sei umgekehrt die ,materie und ihre ,vorgnge selbst wieder ein ,produkt unseres ,denkens4 ,die ,sinne geben uns ,wirkungen der ,dinge1 nicht getreue ,bilder1 oder gar die ,dinge selbst4 ,zu diesen bloen ,wirkungen gehren aber auch die ,sinne selbst samt dem ,hirn und den in ihm gedachten ,molecularschwingungen4 ,d4 h4 unser ,denken wird von den materiellen ,prozessen erzeugt und diese von unserem ,denken4 ,langes ,philosophie ist somit nichts anderes1 als die in ,begriffe umgesetzte ,geschichte des wackeren ,mnchhausen1 der sich an seinem eigenen ,haarschopf frei in der ,luft festhlt4 ,die dritte ,form des ,monismus ist die1 welche in dem einfachsten ,wesen 7,atom7 bereits die beiden ,wesenheiten1 ,materie und ,geist1 vereinigt sieht4 ,damit ist aber auch nichts erreicht1 als da die ,frage1 die eigentlich in unserem ,bewutsein entsteht1 auf einen anderen ,schauplatz versetzt wird4 ,wie kommt das einfache ,wesen dazu1 sich in einer zweifachen ,weise zu uern1 wenn es eine ungetrennte ,einheit ist8 ,allen diesen ,standpunkten gegenber mu geltend gemacht werden1 das uns der ,grund- und ,urgegensatz zuerst in unserem eigenen ,bewutsein entgegentritt4 ,wir sind es selbst1 die wir uns von dem ,mutterboden der ,natur loslsen1 und uns als ,ich der ,welt gegenberstellen4 ,klassisch spricht das ,goethe in seinem ,aufsatz ,die ,natur aus3 ,wir leben mitten in ihr 7der ,natur7 und sind ihr fremde4 ,sie spricht unaufhrlich mit uns1 und verrt uns ihr ,geheimnis nicht4 ,aber auch die ,kehrseite kennt ,goethe3 ,die ,menschen sind alle in ihr und sie in allen4 ,so wahr es ist1 da wir uns der ,natur entfremdet haben1 so wahr ist es1 da wir fhlen3 wir sind in ihr und gehren zu ihr4 ,es kann nur ihr eigenes ,wirken sein1 das auch in uns lebt4 ,wir mssen den ,weg zu ihr zurck wieder finden4 ,eine einfache berlegung kann uns diesen ,weg weisen4 ,wir haben uns zwar losgerissen von der ,natur2 aber wir mssen doch etwas mit herbergenommen haben in unser eigenes ,wesen4 ,dieses ,naturwesen in uns mssen wir aufsuchen1 dann werden wir den ,zusammenhang auch wieder finden4 ,das versumt der ,dualismus4 ,er hlt das menschliche ,innere fr ein der ,natur ganz fremdes ,geistwesen und sucht dieses an die ,natur anzukoppeln4 ,kein ,wunder1 da er das ,bindeglied nicht finden kann4 ,wir knnen die ,natur auer uns nur finden1 wenn wir sie in uns erst kennen4 ,das ihr ,gleiche in unserem eigenen ,innern wird uns der ,fhrer sein4 ,damit ist uns unsere ,bahn vorgezeichnet4 ,wir wollen keine ,spekulationen anstellen ber die ,wechselwirkung von ,natur und ,geist4 ,wir wollen aber hinuntersteigen in die ,tiefen unseres eigenen ,wesens1 um da jene ,elemente zu finden1 die wir herbergerettet haben bei unserer ,flucht aus der ,natur4 ,die ,erforschung unseres ,wesens mu uns die ,lsung des ,rtsels bringen4 ,wir mssen an einen ,punkt kommen1 wo wir uns sagen knnen3 hier sind wir nicht mehr blo ,ich1 hier liegt etwas1 was mehr als ,ich ist4 ,ich bin darauf gefat1 da mancher1 der bis hierher gelesen hat1 meine ,ausfhrungen nicht dem gegenwrtigen ,stande der ,wissenschaft gem findet4 ,ich kann dem gegenber nur erwidern1 da ich es bisher mit keinerlei wissenschaftlichen ,resultaten zu thun haben wollte1 sondern mit der einfachen ,beschreibung dessen1 was jedermann in seinem eigenen ,bewutsein erlebt4 ,da dabei auch einzelne ,stze ber ,vershnungsversuche des ,bewutseins mit der ,welt eingeflossen sind1 hat nur den ,zweck1 die eigentlichen ,thatsachen zu verdeutlichen4 ,ich habe deshalb auch keinen ,wert darauf gelegt1 die einzelnen ,ausdrcke1 wie ,ich1 ,geist1 ,welt1 ,natur u4 s4 w4 in der prcisen ,weise zu gebrauchen1 wie es in der ,psychologie und ,philosophie blich ist4 ,das alltgliche ,bewutsein kennt die scharfen ,unterschiede der ,wissenschaft nicht1 und um eine ,aufnahme des alltglichen ,thatbestandes handelte es sich bisher blo4 ,der ,einwand1 da meine bisherigen ,ausfhrungen der ,wissenschaft nicht entsprechen1 gliche etwa dem1 der jemand gemacht wrde1 wenn er ein ,gedicht zunchst recitierte und nicht gleich bei jeder ,zeile eine sthetisch-wissenschaftliche ,kritik gbe4 ,nicht wie die ,wissenschaft bisher das ,bewutsein interpretiert hat1 geht mich an1 sondern wie sich dasselbe stndlich darlebt4 ,,iv4 ,,das ,,denken ,,im ,,dienste ,,der ,,weltauffassung4 ,wenn ich beobachte1 wie eine ,billardkugel1 die gestoen wird1 ihre ,bewegung auf eine andere bertrgt1 so bleibe ich auf den ,verlauf dieses beobachteten ,vorganges ganz ohne ,einflu4 ,die ,bewegungsrichtung und ,schnelligkeit der zweiten ,kugel ist durch die ,richtung und ,schnelligkeit der ersten bestimmt4 ,so lange ich mich blo als ,beobachter verhalte1 wei ich ber die ,bewegung der zweiten ,kugel erst dann etwas zu sagen1 wenn dieselbe eingetreten ist4 ,anders ist die ,sache1 wenn ich ber den ,inhalt meiner ,beobachtung nachzudenken beginne4 ,mein ,nachdenken hat den ,zweck1 von dem ,vorgange ,begriffe zu bilden4 ,ich bringe den ,begriff einer elastischen ,kugel in ,verbindung mit gewissen anderen ,begriffen der ,mechanik und ziehe die besonderen ,umstnde in ,erwgung1 die in dem vorkommenden ,falle obwalten4 ,ich suche also zu dem ,vorgange1 der sich ohne mein ,zuthun abspielt1 einen zweiten hinzuzufgen1 der sich in der begrifflichen ,sphre vollzieht4 ,der letztere ist von mir abhngig4 ,das zeigt sich dadurch1 da ich mich mit der ,beobachtung begngen und auf alles ,begriffesuchen verzichten kann1 wenn ich kein ,bedrfnis darnach habe4 ,wenn dieses ,bedrfnis aber vorhanden ist1 dann beruhige ich mich erst1 wenn ich die ,begriffe3 ,kugel1 ,elasticitt1 ,bewegung1 ,sto1 ,geschwindigkeit u4 s4 w4 in eine gewisse ,verbindung gebracht habe1 zu welcher der beobachtete ,vorgang in einem bestimmten ,verhltnisse steht4 ,so gewi es nun ist1 da sich der ,vorgang unabhngig von mir vollzieht1 so gewi ist es1 da sich der begriffliche ,proze ohne mein ,zuthun nicht abspielen kann4 ,ob diese meine ,thtigkeit wirklich der ,ausflu meines selbstndigen ,wesens ist1 oder ob die modernen ,physiologen ,recht haben1 welche sagen1 da wir nicht denken knnen1 wie wir wollen1 sondern denken mssen1 wie es die gerade in unserem ,bewutsein vorhandenen ,gedanken und ,gedankenverbindungen bestimmen 7vergl4 ,ziehen1 ,leitfaden der physiologischen ,psychologie1 ,jena #ahic1 ,s4 #aga71 wird ,gegenstand einer spteren ,auseinandersetzung sein4 ,vorlufig wollen wir blo die ,thatsache feststellen1 da wir uns fortwhrend gezwungen fhlen1 zu den ohne unser ,zuthun uns gegebenen ,gegenstnden und ,vorgngen ,begriffe und ,begriffsverbindungen zu suchen1 die zu jenen in einer gewissen ,beziehung stehen4 ,ob dies ,thun in ,wahrheit unser ,thun ist oder ob wir es einer unabnderlichen ,notwendigkeit gem vollziehen1 lassen wir vorlufig dahin gestellt4 ,da es uns zunchst als das unserige erscheint1 ist ohne ,frage4 ,wir wissen ganz genau1 da uns mit den ,gegenstnden nicht zugleich deren ,begriffe mitgegeben werden4 ,da ich selbst der ,thtige bin1 mag auf einem ,schein beruhen2 der unmittelbaren ,beobachtung stellt sich die ,sache jedenfalls so dar4 ,die ,frage ist nun3 was gewinnen wir dadurch1 da wir zu einem ,vorgange ein begriffliches ,gegenstck hinzufinden8 ,es ist ein tiefgreifender ,unterschied zwischen der ,art1 wie sich fr mich die ,teile eines ,vorganges zu einander verhalten vor und nach der ,auffindung der entsprechenden ,begriffe4 ,die bloe ,beobachtung kann die ,teile eines gegebenen ,vorganges in ihrem ,verlaufe verfolgen2 ihr ,zusammenhang bleibt aber vor der ,zuhilfenahme von ,begriffen dunkel4 ,ich sehe die erste ,billardkugel in einer gewissen ,richtung und mit einer bestimmten ,geschwindigkeit gegen die zweite sich bewegen2 was nach erfolgtem ,sto geschieht1 mu ich abwarten und kann es dann auch wieder nur mit den ,augen verfolgen4 ,nehmen wir an1 es verdecke mir im ,augenblicke des ,stoes jemand das ,feld1 auf dem der ,vorgang sich abspielt1 so bin ich -- als bloer ,beobachter -- ohne ,kenntnis1 was nachher geschieht4 ,anders ist das1 wenn ich fr die ,konstellation der ,verhltnisse vor dem ,verdecken die entsprechenden ,begriffe gefunden habe4 ,in diesem ,falle kann ich angeben1 was geschieht1 auch wenn die ,mglichkeit der ,beobachtung aufhrt4 ,ein blo beobachteter ,vorgang oder ,gegenstand ergiebt aus sich selbst nichts ber seinen ,zusammenhang mit anderen ,vorgngen oder ,gegenstnden4 ,dieser ,zusammenhang wird erst ersichtlich1 wenn sich die ,beobachtung mit dem ,denken verbindet4 ,beobachtung und ,denken sind die beiden ,ausgangspunkte fr alles geistige ,streben des ,menschen1 insoferne er sich eines solchen bewut ist4 ,die ,verrichtungen des gemeinen ,menschenverstandes und die verwickeltesten wissenschaftlichen ,forschungen ruhen auf diesen beiden ,grundsulen unseres ,geistes4 ,die ,philosophen sind von verschiedenen ,urgegenstzen ausgegangen3 ,idee und ,wirklichkeit1 ,subjekt und ,objekt1 ,erscheinung und ,ding an sich1 ,ich und ,nicht-,ich1 ,idee und ,wille1 ,begriff und ,materie1 ,kraft und ,stoff1 ,bewutes und ,unbewutes4 ,es lt sich aber leicht zeigen1 da allen diesen ,gegenstzen der von ,beobachtung und ,denken1 als der fr den ,menschen wichtigste1 vorangehen mu4 ,was fr ein ,prinzip wir auch aufstellen mgen3 wir mssen es irgendwo als von uns beobachtet nachweisen1 oder in ,form eines klaren ,gedankens1 der von jedem anderen nachgedacht werden kann1 aussprechen4 ,jeder ,philosoph1 der anfngt ber seine ,urprinzipien zu sprechen1 mu sich der begrifflichen ,form1 und damit des ,denkens bedienen4 ,er giebt damit indirekt zu1 da er zu seiner ,bethtigung das ,denken bereits voraussetzt4 ,ob das ,denken oder irgend etwas anderes ,hauptelement der ,weltentwicklung ist1 darber werde hier noch nichts ausgemacht4 ,da aber der ,philosoph ohne das ,denken kein ,wissen darber gewinnen kann1 das ist von vornherein klar4 ,beim ,zustandekommen der ,welterscheinungen mag das ,denken eine ,nebenrolle spielen1 beim ,zustandekommen einer ,ansicht darber kommt ihm aber sicher eine ,hauptrolle zu4 ,was nun die ,beobachtung betrifft1 so liegt es in unserer ,organisation1 da wir derselben bedrfen4 ,unser ,denken ber ein ,pferd und der ,gegenstand ,pferd sind zwei ,dinge1 die fr uns getrennt auftreten4 ,und dieser ,gegenstand ist uns nur durch ,beobachtung zugnglich4 ,so wenig wir durch das bloe ,anstarren eines ,pferdes uns einen ,begriff von demselben machen knnen1 ebensowenig sind wir im ,stande1 durch bloes ,denken einen entsprechenden ,gegenstand hervorzubringen4 ,zeitlich geht die ,beobachtung sogar dem ,denken voraus4 ,denn auch das ,denken mssen wir erst durch ,beobachtung kennen lernen4 ,es war wesentlich die ,beschreibung einer ,beobachtung1 als wir am ,eingange dieses ,kapitels darstellten1 wie sich das ,denken an einem ,vorgange entzndet und ber das ohne sein ,zuthun ,gegebene hinausgeht4 ,alles was in den ,kreis unserer ,erlebnisse eintritt1 werden wir durch die ,beobachtung erst gewahr4 ,der ,inhalt von ,empfindungen1 ,wahrnehmungen1 ,anschauungen1 die ,gefhle1 ,willensakte1 ,traum- und ,phantasiegebilde1 ,vorstellungen1 ,begriffe und ,ideen1 smtliche ,illusionen und ,hallucinationen werden uns durch die ,beobachtung gegeben4 ,nur unterscheidet sich das ,denken als ,beobachtungsobjekt doch wesentlich von allen andern ,dingen4 ,die ,beobachtung eines ,tisches1 eines ,baumes tritt bei mir ein1 sobald diese ,gegenstnde auf dem ,horizonte meiner ,erlebnisse auftauchen4 ,das ,denken aber ber diese ,gegenstnde beobachte ich nicht gleichzeitig4 ,den ,tisch beobachte ich1 das ,denken ber den ,tisch fhre ich aus1 aber ich beobachte es nicht in demselben ,augenblicke4 ,ich mu mich erst auf einen ,standpunkt auerhalb meiner eigenen ,thtigkeit versetzen1 wenn ich neben dem ,tische auch mein ,denken ber den ,tisch beobachten will4 ,whrend das ,beobachten der ,gegenstnde und ,vorgnge und das ,denken darber ganz alltgliche1 mein fortlaufendes ,leben ausfllende ,zustnde sind1 ist die ,beobachtung des ,denkens eine ,art ,ausnahmezustand4 ,diese ,thatsache mu in entsprechender ,weise bercksichtigt werden1 wenn es sich darum handelt1 das ,verhltnis des ,denkens zu allen anderen ,beobachtungsinhalten zu bestimmen4 ,man mu sich klar darber sein1 da man bei der ,beobachtung des ,denkens auf dieses ein ,verfahren anwendet1 das fr die ,betrachtung des ganzen brigen ,weltinhaltes den normalen ,zustand bildet1 das aber im ,verfolge dieses normalen ,zustandes fr das ,denken selbst nicht eintritt4 ,es knnte jemand den ,einwand machen1 da das gleiche1 was ich hier von dem ,denken bemerkt habe1 auch von dem ,fhlen und den brigen geistigen ,thtigkeiten gelte4 ,wenn wir z4 ,b4 das ,gefhl der ,lust haben1 so entznde sich das auch an einem ,gegenstande1 und ich beobachte zwar diesen ,gegenstand1 nicht aber das ,gefhl der ,lust4 ,dieser ,einwand beruht aber auf einem ,irrtum4 ,die ,lust steht durchaus nicht in demselben ,verhltnisse zu ihrem ,gegenstande wie der ,begriff1 den das ,denken bildet4 ,ich bin mir auf das bestimmteste bewut1 da der ,begriff einer ,sache durch meine ,thtigkeit gebildet wird1 whrend die ,lust in mir auf hnliche ,art durch einen ,gegenstand erzeugt wird1 wie z4 ,b4 die ,vernderung1 die ein fallender ,stein in einem ,gegenstande bewirkt1 auf den er auffllt4 ,fr die ,beobachtung ist die ,lust in genau derselben ,weise gegeben1 wie der sie veranlassende ,vorgang4 ,ein ,gleiches gilt nicht vom ,begriffe4 ,ich kann fragen3 warum erzeugt ein bestimmter ,vorgang bei mir das ,gefhl der ,lust8 ,aber ich kann durchaus nicht fragen3 warum erzeugt ein ,vorgang bei mir eine bestimmte ,summe von ,begriffen8 ,das htte einfach keinen ,sinn4 ,bei dem ,nachdenken ber einen ,vorgang handelt es sich gar nicht um eine ,wirkung auf mich4 ,ich kann dadurch nichts ber mich erfahren1 da ich fr die beobachtete ,vernderung1 die ein gegen eine ,fensterscheibe geworfener ,stein in dieser bewirkt1 die entsprechenden ,begriffe kenne4 ,aber ich erfahre sehr wohl etwas ber meine ,persnlichkeit1 wenn ich das ,gefhl kenne1 das ein bestimmter ,vorgang in mir erweckt4 ,wenn ich einem beobachteten ,gegenstand gegenber sage3 dies ist eine ,rose1 so sage ich ber mich selbst nicht das ,geringste aus2 wenn ich aber von demselben ,dinge sage3 es bereitet mir das ,gefhl der ,lust1 so habe ich nicht nur die ,rose1 sondern auch mich selbst in meinem ,verhltnis zur ,rose charakterisiert4 ,von einer ,gleichstellung des ,denkens mit dem ,fhlen der ,beobachtung gegenber kann also nicht die ,rede sein4 ,dasselbe liee sich leicht auch fr die andern ,thtigkeiten des menschlichen ,geistes ableiten4 ,sie gehren dem ,denken gegenber in eine ,reihe mit anderen beobachteten ,gegenstnden und ,vorgngen4 ,es gehrt eben zu der eigentmlichen ,natur des ,denkens1 da es eine ,thtigkeit ist1 die blo auf den beobachteten ,gegenstand gelenkt ist und nicht auf die denkende ,persnlichkeit4 ,das spricht sich schon in der ,art aus1 wie wir unsere ,gedanken ber eine ,sache zum ,ausdruck bringen im ,gegensatz zu unseren ,gefhlen oder ,willensakten4 ,wenn ich einen ,gegenstand sehe und diesen als einen ,tisch erkenne1 werde ich im allgemeinen nicht sagen3 ich denke ber einen ,tisch1 sondern3 dies ist ein ,tisch4 ,wohl aber werde ich sagen3 ich freue mich ber den ,tisch4 ,im ersteren ,falle kommt es mir eben gar nicht darauf an1 auszusprechen1 da ich zu dem ,tisch in ein ,verhltnis trete2 in dem zweiten ,falle handelt es sich aber gerade um dieses ,verhltnis4 ,mit dem ,ausspruch3 ich denke ber einen ,tisch1 trete ich bereits in den oben charakterisierten ,ausnahmezustand ein1 wo etwas zum ,gegenstand der ,beobachtung gemacht wird1 was in unserer geistigen ,thtigkeit immer mitenthalten ist1 aber nicht als beobachtetes ,objekt4 ,das ist die eigentmliche ,natur des ,denkens1 da der ,denkende das ,denken vergisst1 whrend er es ausbt4 ,nicht das ,denken beschftigt ihn1 sondern der ,gegenstand des ,denkens1 den er beobachtet4 ,die erste ,beobachtung1 die wir ber das ,denken machen1 ist also die1 da es das unbeobachtete ,element unseres gewhnlichen ,geisteslebens ist4 ,der ,grund1 warum wir das ,denken im alltglichen ,geistesleben nicht beobachten1 ist kein anderer als der1 da es auf unserer eigenen ,thtigkeit beruht4 ,was ich nicht selbst hervorbringe1 tritt als ein gegenstndliches in mein ,beobachtungsfeld ein4 ,ich sehe mich ihm als einem ohne mich zustande ,gekommenen gegenber2 es tritt an mich heran2 ich mu es als die ,voraussetzung meines ,denkprozesses hinnehmen4 ,whrend ich ber den ,gegenstand nachdenke1 bin ich mit diesem beschftigt1 mein ,blick ist ihm zugewandt4 ,diese ,beschftigung ist eben die denkende ,betrachtung4 ,nicht auf meine ,thtigkeit1 sondern auf das ,objekt dieser ,thtigkeit ist meine ,aufmerksamkeit gerichtet4 ,mit anderen ,worten3 whrend ich denke1 sehe ich nicht auf mein ,denken1 das ich selbst hervorbringe1 sondern auf das ,objekt des ,denkens1 das ich nicht hervorbringe4 ,ich bin sogar in demselben ,fall1 wenn ich den ,ausnahmszustand eintreten lasse1 und ber mein ,denken selbst nachdenke4 ,ich kann mein gegenwrtiges ,denken nie beobachten2 sondern nur die ,erfahrungen1 die ich ber meinen ,denkproze gemacht habe1 kann ich nachher zum ,objekt des ,denkens machen4 ,ich mte mich in zwei ,persnlichkeiten spalten3 in eine1 die denkt1 und in die andere1 welche sich bei diesem ,denken selbst zusieht1 wenn ich mein gegenwrtiges ,denken beobachten wollte4 ,das kann ich nicht4 ,ich kann das nur in zwei getrennten ,akten ausfhren4 ,das ,denken1 das beobachtet werden soll1 ist nie das dabei in ,thtigkeit befindliche1 sondern ein anderes4 ,ob ich zu diesem ,zwecke meine ,beobachtungen an meinem eigenen frheren ,denken mache1 oder ob ich den ,gedankenproze einer anderen ,person verfolge1 oder endlich1 ob ich1 wie im obigen ,falle mit der ,bewegung der ,billardkugeln1 einen fingierten ,gedankenproze voraussetze1 darauf kommt es nicht an4 ,zwei ,dinge vertragen sich nicht3 thtiges ,hervorbringen und beschauliches ,gegenberstellen4 ,das wei schon das #a4 ,buch ,moses4 ,an den ersten sechs ,welttagen lt es ,gott die ,welt hervorbringen1 und erst als sie da ist1 ist die ,mglichkeit vorhanden1 sie zu beschauen3 ,und ,gott sahe an alles1 was er gemacht hatte2 und siehe da1 es war sehr gut4 ,so ist es auch mit unserem ,denken4 ,es mu erst da sein1 wenn wir es beobachten wollen4 ,der ,grund1 der es uns unmglich macht1 das ,denken in seinem jeweilig gegenwrtigen ,verlauf zu beobachten1 ist der gleiche wie der1 der es uns unmittelbarer und intimer erkennen lt als jeden andern ,proze der ,welt4 ,eben weil wir es selbst hervorbringen1 kennen wir das ,charakteristische seines ,verlaufs1 die ,art1 wie sich das dabei in ,betracht kommende ,geschehen vollzieht4 ,was in den brigen ,beobachtungssphren nur auf mittelbare ,weise gefunden werden kann3 der sachlich-entsprechende ,zusammenhang und das ,verhltnis der einzelnen ,gegenstnde1 das wissen wir beim ,denken auf ganz unmittelbare ,weise4 ,warum fr meine ,beobachtung der ,donner auf den ,blitz folgt1 wei ich nicht ohne weiteres2 warum mein ,denken den ,begriff ,donner mit dem des ,blitzes verbindet1 wei ich unmittelbar aus den ,inhalten der beiden ,begriffe4 ,es kommt natrlich gar nicht darauf an1 ob ich die richtigen ,begriffe von ,blitz und ,donner habe4 ,der ,zusammenhang derer1 die ich habe1 ist mir klar und zwar durch sie selbst4 ,diese durchsichtige ,klarheit in ,bezug auf den ,denkproze ist ganz unabhngig von unserer ,kenntnis der physiologischen ,grundlagen des ,denkens4 ,ich spreche hier von dem ,denken1 insoferne es sich aus der ,beobachtung unserer geistigen ,thtigkeit ergiebt4 ,wie ein materieller ,vorgang meines ,gehirns einen andern veranlat oder beeinflut1 whrend ich eine ,gedankenoperation ausfhre1 kommt dabei gar nicht in ,betracht4 ,was ich am ,denken beobachte ist nicht3 welcher ,vorgang in meinem ,gehirne den ,begriff des ,blitzes mit dem des ,donners verbindet1 sondern1 was mich veranlat1 die beiden ,begriffe in ein bestimmtes ,verhltnis zu bringen4 ,meine ,beobachtung ergiebt1 da ich mich in meinen ,gedankenverbindungen nach dem ,inhalte meiner ,gedanken richte1 nicht nach den materiellen ,vorgngen in meinem ,gehirn4 ,fr ein weniger materialistisches ,zeitalter1 als das unsrige1 wre diese ,bemerkung natrlich vollstndig berflssig4 ,gegenwrtig aber1 wo es ,leute giebt1 die glauben3 wenn wir wissen1 was ,materie ist1 werden wir auch wissen1 wie die ,materie denkt1 mu doch gesagt werden1 da man vom ,denken reden kann1 ohne sogleich mit der ,gehirnphysiologie in ,kollision zu treten4 ,es wird heute sehr vielen ,menschen schwer1 den ,begriff des ,denkens in seiner ,reinheit zu fassen4 ,wer der ,vorstellung1 die ich hier vom ,denken entwickelt habe1 sogleich den ,satz des ,cabanis entgegensetzt3 ,das ,gehirn sondert ,gedanken ab wie die ,leber ,galle1 die ,speicheldrse ,speichel u4 s4 w41 der wei einfach nicht1 wovon ich rede4 ,er sucht das ,denken durch einen bloen ,beobachtungsproze zu finden in derselben ,art1 wie wir bei anderen ,gegenstnden des ,weltinhaltes verfahren4 ,er kann es aber auf diesem ,wege nicht finden1 weil es sich1 wie ich nachgewiesen habe1 gerade da der normalen ,beobachtung entzieht4 ,wer den ,materialismus nicht berwinden kann1 dem fehlt die ,fhigkeit1 bei sich den geschilderten ,ausnahmezustand herbeizufhren1 der ihm zum ,bewutsein bringt1 was bei aller andern ,geistesthtigkeit unbewut bleibt4 ,wer den guten ,willen nicht hat1 sich in diesen ,standpunkt zu versetzen1 mit dem knnte man ber das ,denken so wenig wie mit dem ,blinden ber die ,farbe sprechen4 ,er mge nur aber nicht glauben1 da wir physiologische ,prozesse fr ,denken halten4 ,er erklrt das ,denken nicht1 weil er es berhaupt nicht sieht4 ,fr jeden aber1 der die ,fhigkeit hat1 das ,denken zu beobachten -- und bei gutem ,willen hat sie jeder normal organisierte ,mensch -- ist diese ,beobachtung die allerwichtigste1 die er machen kann4 ,denn er beobachtet etwas1 dessen ,hervorbringer er selbst ist2 er sieht sich nicht einem zunchst fremden ,gegenstande1 sondern seiner eigenen ,thtigkeit gegenber4 ,er wei1 wie das zustande kommt1 was er beobachtet4 ,er durchschaut die ,verhltnisse und ,beziehungen4 ,es ist ein fester ,punkt gewonnen1 von dem aus man mit begrndeter ,hoffnung nach der ,erklrung der brigen ,welterscheinungen suchen kann4 ,das ,gefhl1 einen solchen festen ,punkt zu haben1 veranlate den ,begrnder der neueren ,philosophie1 ,renatus ,cartesius1 das ganze menschliche ,wissen auf den ,satz zu grnden3 ,ich denke1 also bin ich4 ,alle andern ,dinge1 alles andere ,geschehen ist ohne mich da2 ich wei nicht1 ob als ,wahrheit1 ob als ,gaukelspiel und ,traum4 ,nur eines wei ich ganz unbedingt sicher1 denn ich bringe es selbst zu seinem sichern ,dasein3 mein ,denken4 ,mag es noch einen andern ,ursprung seines ,daseins haben1 mag es von ,gott oder anderswoher kommen2 da es in dem ,sinne da ist1 in dem ich es selbst hervorbringe1 dessen bin ich gewi4 ,einen andern ,sinn seinem ,satze unterzulegen hatte ,cartesius zunchst keine ,berechtigung4 ,nur da ich mich innerhalb des ,weltinhaltes in meinem ,denken als in meiner ureigensten ,thtigkeit erfasse1 konnte er behaupten4 ,was das darangehngte3 also bin ich heien soll1 darber ist viel gestritten worden4 ,einen ,sinn kann es aber nur unter einer einzigen ,bedingung haben4 ,die einfachste ,aussage1 die ich von einem ,dinge machen kann1 ist die1 da es ist1 da es existiert4 ,wie dann dieses ,dasein nher zu bestimmen ist1 das ist bei keinem ,dinge1 das in den ,horizont meiner ,erlebnisse eintritt1 sogleich im ,augenblicke zu sagen4 ,es wird jeder ,gegenstand erst in seinem ,verhltnisse zu andern zu untersuchen sein1 um bestimmen zu knnen1 in welchem ,sinne von ihm als einem existierenden gesprochen werden kann4 ,ein erlebter ,vorgang kann eine ,summe von ,wahrnehmungen1 aber auch ein ,traum1 eine ,hallucination u4 s4 w4 sein4 ,kurz1 ich kann nicht sagen1 in welchem ,sinne er existiert4 ,das werde ich dem ,vorgange selbst nicht entnehmen knnen1 sondern ich werde es erfahren1 wenn ich ihn im ,verhltnisse zu andern ,dingen betrachte4 ,da kann ich aber wieder nicht mehr wissen1 als wie er im ,verhltnisse zu diesen ,dingen steht4 ,mein ,suchen kommt erst auf einen festen ,grund1 wenn ich ein ,objekt finde1 bei dem ich den ,sinn seines ,daseins aus ihm selbst schpfen kann4 ,das bin ich aber selbst als ,denkender1 denn ich gebe meinem ,dasein den bestimmten1 in sich beruhenden ,inhalt der denkenden ,thtigkeit4 ,nun kann ich von da ausgehen und fragen3 existieren die andern ,dinge in dem gleichen oder in einem andern ,sinne8 ,wenn man das ,denken zum ,objekt der ,beobachtung macht1 fgt man zu dem brigen beobachteten ,weltinhalte etwas hinzu1 was sonst der ,aufmerksamkeit entgeht2 man ndert aber nicht die ,art1 wie sich der ,mensch auch den andern ,dingen gegenber verhlt4 ,man vermehrt die ,zahl der ,beobachtungsobjekte1 aber nicht die ,methode des ,beobachtens4 ,whrend wir die andern ,dinge beobachten1 mischt sich in das ,weltgeschehen -- zu dem ich jetzt das ,beobachten mitzhle -- ein ,proze1 der bersehen wird4 ,es ist etwas von allem andern ,geschehen verschiedenes vorhanden1 das nicht mitbercksichtigt wird4 ,wenn ich aber mein ,denken betrachte1 so ist kein solches unbercksichtigtes ,element vorhanden4 ,denn was jetzt im ,hintergrunde schwebt1 ist selbst wieder nur das ,denken4 ,der beobachtete ,gegenstand ist qualitativ derselbe wie die ,thtigkeit1 die sich auf ihn richtet4 ,und das ist wieder eine charakteristische ,eigentmlichkeit des ,denkens4 ,wenn wir es zum ,betrachtungsobjekt machen1 sehen wir uns nicht gezwungen1 dies mit ,hilfe eines ,qualitativ-,verschiedenen zu thun1 sondern wir knnen in demselben ,element verbleiben4 ,wenn ich einen ohne mein ,zuthun gegebenen ,gegenstand in mein ,denken einspinne1 so gehe ich ber meine ,beobachtung hinaus1 und es wird sich darum handeln3 was giebt mir ein ,recht dazu8 ,warum lasse ich den ,gegenstand nicht einfach auf mich einwirken8 ,auf welche ,weise ist es mglich1 da mein ,denken einen ,bezug zu dem ,gegenstande hat8 ,das sind ,fragen1 die sich jeder stellen mu1 der ber seine eigenen ,gedankenprozee nachdenkt4 ,sie fallen weg1 wenn man ber das ,denken selbst nachdenkt4 ,wir fgen zu dem ,denken nichts ihm ,fremdes hinzu1 haben uns also auch ber ein solches ,hinzufgen nicht zu rechtfertigen4 ,schelling sagt3 ,die ,natur erkennen1 heit die ,natur schaffen4 ,wer diese ,worte des tollkhnen ,naturphilosophen wrtlich nimmt1 wird wohl zeitlebens auf alles ,naturerkennen verzichten mssen4 ,denn die ,natur ist einmal da1 und um sie ein zweites ,mal zu schaffen1 mu man die ,prinzipien erkennen1 nach denen sie entstanden ist4 ,fr die ,natur1 die man erst schaffen wollte1 mte man der bereits bestehenden die ,bedingungen ihres ,daseins abgucken4 ,dieses ,abgucken1 das dem ,schaffen vorausgehen mte1 wre aber das ,erkennen der ,natur1 und zwar auch dann1 wenn nach erfolgtem ,abgucken das ,schaffen ganz unterbliebe4 ,nur eine noch nicht vorhandene ,natur knnte man schaffen1 ohne sie vorher zu erkennen4 ,was bei der ,natur unmglich ist3 das ,schaffen vor dem ,erkennen2 beim ,denken vollbringen wir es4 ,wollten wir mit dem ,denken warten1 bis wir es erkannt haben1 dann kmen wir nie dazu4 ,wir mssen resolut darauf losdenken1 um hinterher mittels der ,beobachtung des ,selbstgethanen zu seiner ,erkenntnis zu kommen4 ,der ,beobachtung des ,denkens schaffen wir selbst erst ein ,objekt4 ,fr das ,vorhandensein aller anderen ,objekte ist ohne unser ,zuthun gesorgt worden4 ,leicht knnte jemand meinem ,satze3 wir mssen denken1 bevor wir das ,denken betrachten knnen1 den andern als gleichberechtigt entgegenstellen3 wir knnen auch mit dem ,verdauen nicht warten1 bis wir den ,vorgang des ,verdauens beobachtet haben4 ,das wre ein ,einwand hnlich dem1 den ,pascal dem ,cartesius machte1 indem er behauptete1 man knne auch sagen3 ich gehe spazieren1 also bin ich4 ,ganz gewi mu ich auch resolut verdauen1 bevor ich den physiologischen ,proze der ,verdauung studiert habe4 ,aber mit der ,betrachtung des ,denkens liee sich das nur vergleichen1 wenn ich die ,verdauung hinterher nicht denkend betrachten1 sondern essen und verdauen wollte4 ,das ist doch eben auch nicht ohne ,grund1 da das ,verdauen zwar nicht ,gegenstand des ,verdauens1 das ,denken aber sehr wohl ,gegenstand des ,denkens werden kann4 ,es ist also zweifellos3 in dem ,denken halten wir das ,weltgeschehen an einem ,zipfel1 wo wir dabei sein mssen1 wenn etwas zustande kommen soll4 ,und das ist doch gerade das1 worauf es ankommt4 ,das ist gerade der ,grund1 warum mir die ,dinge so rtselhaft gegenberstehen3 da ich an ihrem ,zustandekommen so unbeteiligt bin4 ,ich finde sie einfach vor2 beim ,denken aber wei ich1 wie es gemacht wird4 ,daher giebt es keinen ursprnglicheren ,ausgangspunkt fr das ,betrachten alles ,weltgeschehens als das ,denken4 ,ich mchte nun einen weitverbreiteten ,irrtum noch erwhnen1 der in ,bezug auf das ,denken herrscht4 ,er besteht darin1 da man sagt3 das ,denken1 so wie es an sich selbst ist1 ist uns nirgends gegeben4 ,das ,denken1 das die ,beobachtungen unserer ,erfahrungen verbindet und mit einem ,netz von ,begriffen durchspinnt1 sei durchaus nicht dasselbe wie dasjenige1 das wir hinterher wieder von den ,gegenstnden der ,beobachtung herausschlen und zum ,gegenstande unserer ,betrachtung machen4 ,was wir erst unbewut in die ,dinge hineinweben1 sei ein ganz anderes1 als was wir dann mit ,bewutsein wieder herauslsen4 ,wer so schliet1 der begreift nicht1 da es ihm gar nicht mglich ist1 dem ,denken zu entschlpfen4 ,ich kann aus dem ,denken gar nicht herauskommen1 wenn ich das ,denken betrachten will4 ,wenn man das vorbewute ,denken1 von dem nachher bewuten ,denken unterscheidet1 so sollte man doch nicht vergessen1 da diese ,unterscheidung eine ganz uerliche ist1 die mit der ,sache selbst gar nichts zu thun hat4 ,ich mache eine ,sache dadurch berhaupt nicht zu einer andern1 da ich sie denkend betrachte4 ,ich kann mir denken1 da ein ,wesen mit ganz anders gearteten ,sinnesorganen und mit einer anders funktionierenden ,intelligenz von einem ,pferde eine ganz andere ,vorstellung hat als ich1 aber ich kann mir nicht denken1 da mein eigenes ,denken dadurch ein anderes wird1 da ich es beobachte4 ,ich beobachte selbst1 was ich selbst vollbringe4 ,wie mein ,denken sich fr eine andere ,intelligenz ausnimmt als die meine1 davon ist jetzt nicht die ,rede2 sondern davon1 wie es sich fr mich ausnimmt4 ,jedenfalls aber kann das ,bild meines ,denkens in einer andern ,intelligenz nicht ein wahreres sein als mein eigenes4 ,nur wenn ich nicht selbst das denkende ,wesen wre1 sondern das ,denken mir als ,thtigkeit eines mir fremdartigen ,wesens gegenbertrte1 knnte ich davon sprechen1 da mein ,bild des ,denkens zwar auf eine bestimmte ,weise auftrete2 wie das ,denken des ,wesens aber an sich selber sei1 das knnte ich nicht wissen4 ,mein eigenes ,denken von einem anderen ,standpunkte aus anzusehen1 liegt aber vorlufig fr mich nicht die geringste ,veranlassung vor4 ,ich betrachte ja die ganze brige ,welt mit ,hilfe des ,denkens4 ,wie sollte ich bei meinem ,denken hiervon eine ,ausnahme machen4 ,damit betrachte ich fr gengend gerechtfertigt1 wenn ich in meiner ,weltbetrachtung von dem ,denken ausgehe4 ,als ,archimedes den ,hebel erfunden hatte1 da glaubte er mit seiner ,hilfe den ganzen ,kosmos aus den ,angeln heben zu knnen1 wenn er nur einen ,punkt fnde1 wo er sein ,instrument aufsttzen knnte4 ,er brauchte etwas1 was durch sich selbst1 nicht durch anderes getragen wird4 ,im ,denken haben wir ein ,prinzip1 das durch sich selbst besteht4 ,von hier aus sei es versucht1 die ,welt zu begreifen4 ,das ,denken knnen wir durch es selbst erfassen4 ,die ,frage ist nur1 ob wir durch dasselbe auch noch etwas anderes ergreifen knnen4 ,ich habe bisher von dem ,denken gesprochen1 ohne auf seinen ,trger1 das menschliche ,bewutsein1 ,rcksicht zu nehmen4 ,die meisten ,philosophen der ,gegenwart werden mir einwenden3 bevor es ein ,denken giebt1 mu es ein ,bewutsein geben4 ,deshalb sei vom ,bewutsein und nicht vom ,denken auszugehen4 ,es gebe kein ,denken ohne ,bewutsein4 ,ich mu dem gegenber erwidern3 ,wenn ich darber ,aufklrung haben will1 welches ,verhltnis zwischen ,denken und ,bewutsein besteht1 so mu ich darber nachdenken4 ,ich setze das ,denken damit voraus4 ,nun kann man darauf allerdings antworten3 ,wenn der ,philosoph das ,bewutsein begreifen will1 dann bedient er sich des ,denkens2 er setzt es insoferne voraus2 im gewhnlichen ,verlaufe des ,lebens aber entsteht das ,denken innerhalb des ,bewutseins und setzt also dieses voraus4 ,wenn diese ,antwort dem ,weltschpfer gegeben wrde1 der das ,denken schaffen will1 so wre sie ohne ,zweifel berechtigt4 ,man kann natrlich das ,denken nicht entstehen lassen1 ohne vorher das ,bewutsein zustande zu bringen4 ,dem ,philosophen aber handelt es sich nicht um die ,weltschpfung1 sondern um das ,begreifen derselben4 ,er hat daher auch nicht die ,ausgangspunkte fr das ,schaffen1 sondern fr das ,begreifen der ,welt zu suchen4 ,ich finde es ganz sonderbar1 wenn man dem ,philosophen vorwirft1 da er sich vor allen andern ,dingen um die ,richtigkeit seiner ,prinzipien1 nicht aber sogleich um die ,gegenstnde bekmmert1 die er begreifen will4 ,der ,weltschpfer mute vor allem wissen1 wie er einen ,trger fr das ,denken findet1 der ,philosoph aber mu nach einer sichern ,grundlage suchen1 von der aus er das ,vorhandene begreifen kann4 ,was frommt es uns1 wenn wir vom ,bewutsein ausgehen und es der denkenden ,betrachtung unterwerfen1 wenn wir vorher ber die ,mglichkeit1 durch denkende ,betrachtung ,aufschlu ber die ,dinge zu bekommen1 nichts wissen8 ,wir mssen erst das ,denken ganz neutral1 ohne ,beziehung auf ein denkendes ,subjekt oder ein gedachtes ,objekt betrachten4 ,denn in ,subjekt und ,objekt haben wir bereits ,begriffe1 die durch das ,denken gebildet sind4 ,es ist nicht zu leugnen3 ehe anderes begriffen werden kann1 mu es das ,denken werden4 ,wer es leugnet1 der bersieht1 da er als ,mensch nicht ein ,anfangsglied der ,schpfung1 sondern deren ,endglied ist4 ,man kann deswegen behufs ,erklrung der ,welt durch ,begriffe nicht von den zeitlich ersten ,elementen des ,daseins ausgehen1 sondern von dem1 was uns als das ,nchste1 als das ,intimste gegeben ist4 ,wir knnen uns nicht mit einem ,sprunge an den ,anfang der ,welt versetzen1 um da unsere ,betrachtung anzufangen1 sondern wir mssen von dem gegenwrtigen ,augenblick ausgehen1 und sehen1 ob wir von dem ,spteren zu dem ,frheren aufsteigen knnen4 ,so lange die ,geologie von erdichteten ,revolutionen gesprochen hat1 um den gegenwrtigen ,zustand der ,erde zu erklren1 so lange tappte sie in der ,finsternis4 ,erst als sie ihren ,anfang damit machte1 zu untersuchen1 welche ,vorgnge gegenwrtig noch auf der ,erde sich abspielen und von diesen zurckschlo auf das ,vergangene1 hatte sie einen sicheren ,boden gewonnen4 ,so lange die ,philosophie alle mglichen ,prinzipien annehmen wird1 wie ,atom1 ,bewegung1 ,materie1 ,wille1 ,unbewutes1 wird sie in der ,luft schweben4 ,erst wenn der ,philosoph das absolut letzte als sein erstes ansehen wird1 kann er zum ,ziele kommen4 ,dieses absolut letzte1 zu dem es die ,weltentwicklung gebracht hat1 ist aber das ,denken4 ,es giebt ,leute1 die sagen3 ob unser ,denken an sich richtig sei oder nicht1 knnen wir aber doch nicht mit ,sicherheit feststellen4 ,insoferne bleibt also der ,ausgangspunkt jedenfalls ein zweifelhafter4 ,das ist gerade so vernnftig gesprochen1 wie wenn man ,zweifel hegt1 ob ein ,baum an sich richtig sei oder nicht4 ,das ,denken ist eine ,thatsache2 und ber die ,richtigkeit oder ,falschheit einer solchen zu sprechen1 ist sinnlos4 ,ich kann hchstens darber ,zweifel haben1 ob das ,denken richtig verwendet wird1 wie ich zweifeln kann1 ob ein gewisser ,baum ein entsprechendes ,holz zu einem zweckmigen ,gert giebt4 ,zu zeigen1 inwieferne die ,anwendung des ,denkens auf die ,welt eine richtige oder falsche ist1 wird gerade ,aufgabe dieser ,schrift sein4 ,ich kann es verstehen1 wenn jemand ,zweifel hegt1 da durch das ,denken ber die ,welt etwas ausgemacht werden kann2 das aber ist mir unbegreiflich1 wie jemand die ,richtigkeit des ,denkens an sich anzweifeln kann4 ,v4 ,,die ,,welt ,,als ,,wahrnehmung4 ,durch das ,denken entstehen ,begriffe und ,ideen4 ,was ein ,begriff ist1 kann nicht mit ,worten gesagt werden4 ,worte knnen nur den ,menschen darauf aufmerksam machen1 da er ,begriffe habe4 ,wenn jemand einen ,baum sieht1 so reagiert sein ,denken auf seine ,beobachtung2 zu dem ,gegenstande tritt ein ideelles ,gegenstck hinzu1 und er betrachtet den ,gegenstand und das ideelle ,gegenstck als zusammengehrig4 ,wenn der ,gegenstand aus seinem ,beobachtungsfelde verschwindet1 so bleibt nur das ideelle ,gegenstck davon zurck4 ,das letztere ist der ,begriff des ,gegenstandes4 ,je mehr sich unsere ,erfahrung erweitert1 desto grer wird die ,summe unserer ,begriffe4 ,die ,begriffe stehen aber durchaus nicht vereinzelt da4 ,sie schlieen sich zu einem gesetzmigen ,ganzen zusammen4 ,der ,begriff ,organismus schliet sich z4 ,b4 an die andern3 gesetzmige ,entwicklung1 ,wachstum an4 ,andere an ,einzeldingen gebildete ,begriffe fallen vllig in ,eins zusammen4 ,alle ,begriffe die ich mir von ,lwen bilde1 fallen in den ,gesamtbegriff ,lwe zusammen4 ,auf diese ,weise verbinden sich die einzelnen ,begriffe zu einem geschlossenen ,begriffssystem1 in dem jeder seine besondere ,stelle hat4 ,ideen sind qualitativ von ,begriffen nicht verschieden4 ,sie sind nur inhaltsvollere1 gesttigtere und umfangreichere ,begriffe4 ,ich mu einen besonderen ,wert darauflegen1 da hier an dieser ,stelle beachtet werde1 da ich als meinen ,ausgangspunkt das ,denken bezeichnet habe1 und nicht ,begriffe und ,ideen1 die erst durch das ,denken gewonnen werden4 ,diese setzen das ,denken bereits voraus4 ,es kann daher1 was ich in ,bezug auf die in sich selbst ruhende1 durch nichts bestimmte ,natur des ,denkens gesagt habe1 nicht einfach auf die ,begriffe bertragen werden4 7,ich bemerke das hier ausdrcklich1 weil hier meine ,differenz mit ,hegel liegt4 ,dieser setzt den ,begriff als ,erstes und ,ursprngliches47 ,der ,begriff kann nicht aus der ,beobachtung gewonnen werden4 ,das geht schon aus dem ,umstande hervor1 da der heranwachsende ,mensch sich langsam und allmhlich erst die ,begriffe zu den ,gegenstnden bildet1 die ihn umgeben4 ,die ,begriffe werden zu der ,beobachtung hinzugefgt4 ,ein vielgelesener ,philosoph der ,gegenwart 7,herbert ,spencer7 schildert den geistigen ,proze1 den wir gegenber der ,beobachtung vollziehen1 folgendermaen3 ,wenn wir an einem ,septembertag1 durch die ,felder wandelnd1 wenige ,schritte vor uns ein ,gerusch hren und an der ,seite des ,grabens1 von dem es herzukommen schien1 das ,gras in ,bewegung sehen1 so werden wir wahrscheinlich auf die ,stelle losgehen1 um zu erfahren1 was das ,gerusch und die ,bewegung hervorbrachte4 ,bei unserer ,annherung flattert ein ,rebhuhn in den ,graben und damit ist unsere ,neugierde befriedigt3 wir haben1 was wir eine ,erklrung der ,erscheinungen nennen4 ,diese ,erklrung luft1 wohlgemerkt1 auf folgendes hinaus3 weil wir im ,leben unendlich oft erfahren haben1 da eine ,strung der ruhigen ,lage kleiner ,krper die ,bewegung anderer zwischen ihnen befindlicher ,krper begleitet1 und weil wir deshalb die ,beziehungen zwischen solchen ,strungen und solchen ,bewegungen verallgemeinert haben1 so halten wir diese besondere ,strung fr erklrt1 sobald wir finden1 da sie ein ,beispiel eben dieser ,beziehung darbietet4 ,genauer besehen stellt sich die ,sache ganz anders dar1 als sie hier beschrieben ist4 ,wenn ich ein ,gerusch hre1 so suche ich zunchst den ,begriff fr diese ,beobachtung4 ,dieser ,begriff erst weist mich ber das ,gerusch hinaus4 ,wer nicht weiter nachdenkt1 der hrt eben das ,gerusch und giebt sich damit zufrieden4 ,durch mein ,nachdenken aber ist mir klar1 da ich ein ,gerusch als ,wirkung aufzufassen habe4 ,also erst wenn ich den ,begriff der ,wirkung mit der ,wahrnehmung des ,gerusches verbinde1 werde ich veranlat1 ber die ,einzelbeobachtung hinauszugehen und nach der ,ursache zu suchen4 ,der ,begriff der ,wirkung ruft den der ,ursache hervor und ich suche dann nach dem verursachenden ,gegenstande1 den ich in der ,gestalt des ,rebhuhns finde4 ,diese ,begriffe1 ,ursache und ,wirkung1 kann ich aber niemals durch bloe ,beobachtung1 und erstrecke sie sich auf noch so viele ,flle1 gewinnen4 ,die ,beobachtung ruft das ,denken hervor und erst dieses ist es1 das mir den ,weg weist1 das einzelne ,erlebnis an ein anderes anzuschlieen4 ,wenn man von einer streng objektiven ,wissenschaft fordert1 da sie ihren ,inhalt nur der ,beobachtung entnehme1 so mu man zugleich fordern1 da sie auf alles ,denken verzichte4 ,denn dieses geht seiner ,natur nach ber das ,beobachtete hinaus4 ,nun ist es am ,platze von dem ,denken auf das denkende ,wesen berzugehen4 ,denn durch dieses wird das ,denken mit der ,beobachtung verbunden4 ,das menschliche ,bewutsein ist der ,schauplatz1 wo ,begriff und ,beobachtung einander begegnen und wo sie miteinander verknpft werden4 ,dadurch ist aber dieses 7menschliche7 ,bewutsein zugleich charakterisiert4 ,es ist der ,vermittler zwischen ,denken und ,beobachtung4 ,insoferne es einen ,gegenstand beobachtet1 erscheint ihm dieser als gegeben1 insoferne es denkt1 erscheint es sich selbst als thtig4 ,es betrachtet den ,gegenstand als ,objekt1 sich selbst als das denkende ,subjekt4 ,weil es sein ,denken auf die ,beobachtung richtet1 ist es ,bewutsein von den ,objekten2 weil es sein ,denken auf sich richtet1 ist es ,bewutsein seiner selbst oder ,selbstbewutsein4 ,das menschliche ,bewutsein mu notwendig zugleich ,selbstbewutsein sein1 weil es denkendes ,bewutsein ist4 ,denn wenn das ,denken den ,blick auf seine eigene ,thtigkeit richtet1 dann hat es seine ureigene ,wesenheit1 also sein ,subjekt als ,objekt zum ,gegenstande4 ,nun darf aber nicht bersehen werden1 da wir uns nur mit ,hilfe des ,denkens als ,subjekt bestimmen und uns den ,objekten entgegensetzen knnen4 ,deshalb darf das ,denken niemals als eine blo subjektive ,thtigkeit aufgefat werden4 ,das ,denken ist jenseits von ,subjekt und ,objekt4 ,es bildet diese beiden ,begriffe ebenso wie alle anderen4 ,wenn wir als denkendes ,subjekt also den ,begriff auf ein ,objekt beziehen1 so drfen wir diese ,beziehung nicht als etwas blo ,subjektives auffassen4 ,nicht das ,subjekt ist es1 welches die ,beziehung herbeifhrt1 sondern das ,denken4 ,das ,subjekt denkt nicht deshalb1 weil es ,subjekt ist2 sondern es erscheint sich als ein ,subjekt1 weil es zu denken vermag4 ,die ,thtigkeit1 die das ,bewutsein als denkendes ,wesen ausbt1 ist also keine blo subjektive1 sondern eine solche1 die weder subjektiv noch objektiv ist1 eine ber diese beiden ,begriffe hinausgehende4 ,ich darf niemals sagen1 da mein individuelles ,subjekt denkt2 dieses lebt vielmehr selbst von des ,denkens ,gnaden4 ,das ,denken ist somit ein ,element1 das mich ber mein ,selbst hinausfhrt und mit den ,objekten verbindet4 ,aber es trennt mich zugleich von ihnen1 indem es mich ihnen als ,subjekt gegenberstellt4 ,darauf beruht die ,doppelnatur des ,menschen3 ,er denkt und umschliet damit sich selbst und die brige ,welt2 aber er mu sich mittels des ,denkens zugleich als ein den ,dingen gegenberstehendes ,individuum bestimmen4 ,das nchste wird nun sein1 uns zu fragen3 wie kommt das andere ,element1 das wir bisher blo als ,beobachtungsobjekt bezeichnet haben1 und das sich mit dem ,denken im ,bewutsein begegnet1 in das letztere8 ,wir mssen1 um diese ,frage zu beantworten1 aus unserem ,beobachtungsfelde alles aussondern1 was durch das ,denken bereits in dasselbe hineingetragen worden ist4 ,denn unser jeweiliger ,bewutseinsinhalt ist immer schon mit ,begriffen in der mannigfachsten ,weise durchsetzt4 ,wir mssen uns vorstellen1 da ein ,wesen mit vollkommen entwickelter menschlicher ,intelligenz aus dem ,nichts entstehe und der ,welt gegenbertrete4 ,was es da gewahr wrde1 bevor es das ,denken in ,thtigkeit bringt1 das ist der reine ,beobachtungsinhalt4 ,die ,welt zeigte dann diesem ,wesen nur das bloe zusammenhanglose ,aggregat von ,empfindungsobjekten3 ,farben1 ,tne1 ,druck-1 ,wrme-1 ,geschmacks- und ,geruchsempfindungen2 dann ,lust- und ,unlustgefhle4 ,dieses ,aggregat ist der ,inhalt der reinen1 gedankenlosen ,beobachtung4 ,ihm gegenber steht das ,denken1 das bereit ist1 seine ,thtigkeit zu entfalten1 wenn sich ein ,angriffspunkt dazu findet4 ,die ,erfahrung lehrt bald1 da er sich findet4 ,das ,denken ist imstande ,fden zu ziehen von einem ,beobachtungselement zum andern4 ,es verknpft mit diesen ,elementen bestimmte ,begriffe und bringt sie dadurch in ein ,verhltnis4 ,wir haben oben bereits gesehen1 wie ein uns begegnendes ,gerusch mit einer andern ,beobachtung dadurch verbunden wird1 da wir das erstere als ,wirkung der letzteren bezeichnen4 ,wenn wir uns nun daran erinnern1 da die ,thtigkeit des ,denkens durchaus nicht als eine subjektive aufzufassen ist1 so werden wir auch nicht versucht sein zu glauben1 da solche ,beziehungen1 die durch das ,denken hergestellt sind1 blo eine subjektive ,geltung haben4 ,es wird sich jetzt darum handeln1 durch denkende berlegung die ,beziehung zu suchen1 die der oben angegebene unmittelbar gegebene ,beobachtungsinhalt zu unserem bewuten ,subjekt hat4 ,bei dem ,schwanken des ,sprachgebrauches erscheint es mir geboten1 da ich mich mit meinem ,leser ber den ,gebrauch eines ,wortes verstndige1 das ich im folgenden anwenden mu4 ,ich werde die unmittelbaren ,empfindungsobjekte1 die ich oben genannt habe1 insoferne das bewute ,subjekt von ihnen durch ,beobachtung ,kenntnis nimmt1 ,wahrnehmungen nennen4 ,also nicht den ,vorgang der ,beobachtung1 sondern das ,objekt dieser ,beobachtung bezeichne ich mit diesem ,namen4 ,ich whle den ,ausdruck ,empfindung nicht1 weil dieser in der ,physiologie eine bestimmte ,bedeutung hat1 die enger ist1 als die meines ,begriffes von ,wahrnehmung4 ,ein ,gefhl in mir selbst kann ich wohl als ,wahrnehmung1 nicht aber als ,empfindung im physiologischen ,sinne bezeichnen4 ,wenn ich von meinem ,gefhle ,kenntnis erhalten soll1 so mu es erst ,wahrnehmung fr mich werden4 ,und die ,art1 wie wir durch ,beobachtung ,kenntnis von unserem ,denken erhalten1 ist eine solche1 da wir auch das ,denken in seinem ersten ,auftreten fr unser ,bewutsein ,wahrnehmung nennen knnen4 ,der naive ,mensch betrachtet seine ,wahrnehmungen in dem ,sinne1 wie sie ihm unmittelbar erscheinen1 als ,dinge1 die ein von ihm ganz unabhngiges ,dasein haben4 ,wenn er einen ,baum sieht1 so glaubt er zunchst1 da dieser in der ,gestalt1 die er sieht1 mit den ,farben1 die seine ,teile haben u4 s4 w41 dort an dem ,orte steht1 wohin der ,blick gerichtet ist4 ,wenn derselbe ,mensch morgens die ,sonne als eine ,scheibe am ,horizonte erscheinen sieht und den ,lauf dieser ,scheibe verfolgt1 so ist er der ,meinung1 da das alles in dieser ,weise 7an sich7 besteht und vorgeht1 wie er es beobachtet4 ,er hlt so lange an diesem ,glauben fest1 bis er anderen ,wahrnehmungen begegnet1 die jenen widersprechen4 ,das ,kind1 das noch keine ,erfahrungen ber ,entfernungen hat1 greift nach dem ,monde und stellt das1 was es nach dem ersten ,augenschein fr wirklich gehalten hat1 erst richtig1 wenn eine zweite ,wahrnehmung sich mit der ersten im ,widerspruch befindet4 ,jede ,erweiterung des ,kreises meiner ,wahrnehmungen ntigt mich1 mein ,bild der ,welt zu berichtigen4 ,das zeigt sich im tglichen ,leben ebenso wie in der ,geistesentwicklung der ,menschheit4 ,das ,bild1 das sich die ,alten von der ,beziehung der ,erde zu der ,sonne und den andern ,himmelskrpern machten1 mute von ,copernikus durch ein anderes ersetzt werden1 weil es mit ,wahrnehmungen1 die frher unbekannt waren1 nicht zusammenstimmte4 ,als ,dr4 ,franz einen ,blindgeborenen operierte1 sagte dieser1 da er sich vor seiner ,operation durch die ,wahrnehmungen seines ,tastsinnes ein ganz anderes ,bild von der ,gre der ,gegenstnde gemacht habe4 ,er mute seine ,tastwahrnehmungen durch seine ,gesichtswahrnehmungen berichtigen4 ,woher kommt es1 da wir zu solchen fortwhrenden ,richtigstellungen unserer ,beobachtungen gezwungen sind8 ,eine einfache berlegung bringt die ,antwort auf diese ,frage4 ,wenn ich an dem einen ,ende einer ,allee stehe1 so erscheinen mir die ,bume an dem andern1 von mir entfernten ,ende kleiner und nher aneinandergerckt als da1 wo ich stehe4 ,mein ,wahrnehmungsbild wird ein anderes1 wenn ich den ,ort ndere1 von dem aus ich meine ,beobachtungen mache4 ,es ist also in der ,gestalt1 in der es an mich herantritt1 abhngig von einer ,bestimmung1 die nicht an dem ,objekte hngt1 sondern die mir1 dem ,wahrnehmenden1 zukommt4 ,es ist fr eine ,allee ganz gleichgltig1 wo ich stehe4 ,das ,bild aber1 das ich von ihr erhalte1 ist wesentlich davon abhngig4 ,ebenso ist es fr die ,sonne und das ,planetensystem gleichgltig1 da die ,menschen sie gerade von der ,erde aus ansehen4 ,das ,wahrnehmungsbild aber1 das sich diesen darbietet1 ist durch diesen ihren ,wohnsitz bestimmt4 ,diese ,abhngigkeit des ,wahrnehmungsbildes von unserem ,beobachtungsorte ist diejenige1 die am leichtesten zu durchschauen ist4 ,schwieriger wird die ,sache schon1 wenn wir die ,abhngigkeit unserer ,wahrnehmungswelt von unserer leiblichen und geistigen ,organisation kennen lernen4 ,der ,physiker zeigt uns1 da innerhalb des ,raumes1 in dem wir einen ,schall hren1 ,schwingungen der ,luft stattfinden1 und da auch der ,krper1 in dem wir den ,ursprung des ,schalles suchen1 eine schwingende ,bewegung seiner ,teile aufweist4 ,wir nehmen diese ,bewegung nur als ,schall wahr1 wenn wir ein normal organisiertes ,ohr haben4 ,ohne ein solches bliebe uns die ganze ,welt ewig stumm4 ,die ,physiologie belehrt uns darber1 da es ,menschen giebt1 die nichts wahrnehmen von der herrlichen ,farbenpracht1 die uns umgiebt4 ,ihr ,wahrnehmungsbild weist nur ,nuancen von ,hell und ,dunkel auf4 ,andere nehmen nur eine bestimmte ,farbe1 z4 ,b4 das ,rot1 nicht wahr4 ,ihrem ,weltbilde fehlt dieser ,farbenton1 und es ist daher thatschlich ein anderes als das eines ,durchschnittsmenschen4 ,ich mchte die ,abhngigkeit meines ,wahrnehmungsbildes von meinem ,beobachtungsorte eine mathematische1 die von meiner ,organisation eine qualitative nennen4 ,durch jene werden die ,grenverhltnisse und gegenseitigen ,entfernungen meiner ,wahrnehmungen bestimmt1 durch diese die ,qualitt derselben4 ,da ich eine rote ,flche rot sehe -- diese qualitative ,bestimmung -- hngt von der ,organisation meines ,auges ab4 ,meine ,wahrnehmungsbilder sind also zunchst subjektiv4 ,die ,erkenntnis von dem subjektiven ,charakter unserer ,wahrnehmungen kann leicht zu ,zweifeln darber fhren1 ob berhaupt etwas ,objektives denselben zum ,grunde liegt4 ,wenn wir wissen1 da eine ,wahrnehmung1 z4 ,b4 die der roten ,farbe1 oder eines bestimmten ,tones nicht mglich ist1 ohne eine bestimmte ,einrichtung unseres ,organismus1 so kann man zu dem ,glauben kommen1 da dieselbe1 abgesehen von unserem subjektiven ,organismus keinen ,bestand hat1 da sie ohne den ,akt des ,wahrnehmens1 dessen ,objekt sie ist1 keine ,art des ,daseins hat4 ,diese ,ansicht hat in ,george ,berkeley einen klassischen ,vertreter gefunden1 der der ,meinung war1 da der ,mensch von dem ,augenblicke an1 wo er sich der ,bedeutung des ,subjekts fr die ,wahrnehmung bewut geworden ist1 nicht mehr an eine ohne den bewuten ,geist vorhandene ,welt glauben knne4 ,er sagt3 ,einige ,wahrheiten liegen so nahe und sind so einleuchtend1 da man nur die ,augen zu ffnen braucht1 um sie zu sehen4 ,fr eine solche halte ich den wichtigen ,satz1 da der ganze ,chor am ,himmel und alles1 was zur ,erde gehrt1 mit einem ,worte alle die ,krper1 die den gewaltigen ,bau der ,welt zusammensetzen1 keine ,subsistenz auerhalb des ,geistes haben1 da ihr ,sein in ihrem ,wahrgenommen- oder ,erkannt-,werden besteht1 da sie folglich1 so lange sie nicht wirklich von mir wahrgenommen werden oder in meinem ,bewutsein oder dem eines anderen geschaffenen ,geistes existieren1 entweder berhaupt keine ,existenz haben oder in dem ,bewutsein eines ewigen ,geistes existieren4 ,fr diese ,ansicht bleibt von der ,wahrnehmung nichts mehr brig1 wenn man von dem ,wahrgenommen-,werden absieht4 ,es giebt keine ,farbe1 wenn keine gesehen1 keinen ,ton1 wenn keiner gehrt wird4 ,ebensowenig wie ,farbe und ,ton existieren ,ausdehnung1 ,gestalt und ,bewegung auerhalb des ,wahrnehmungsaktes4 ,wir sehen nirgends bloe ,ausdehnung oder ,gestalt1 sondern diese immer mit ,farbe oder andern unbestreitbar von unserer ,subjektivitt abhngigen ,eigenschaften verknpft4 ,wenn die letzteren mit unserer ,wahrnehmung verschwinden1 so mu das auch bei den ersteren der ,fall sein1 die an sie gebunden sind4 ,dem ,einwand1 da1 wenn auch ,figur1 ,farbe1 ,ton u4 s4 w4 keine andere ,existenz als die innerhalb des ,wahrnehmungsaktes haben1 es doch ,dinge geben msse1 die ohne das ,bewutsein da sind und denen die bewuten ,wahrnehmungsbilder hnlich seien1 begegnet die geschilderte ,ansicht damit1 da sie sagt3 eine ,farbe kann nur hnlich einer ,farbe1 eine ,figur hnlich einer ,figur sein4 ,unsere ,wahrnehmungen knnen nur unseren ,wahrnehmungen1 aber keinerlei anderen ,dingen hnlich sein4 ,auch was wir einen ,gegenstand nennen1 ist nichts anderes als eine ,gruppe von ,wahrnehmungen1 die in einer bestimmten ,weise verbunden sind4 ,nehme ich von einem ,tische ,gestalt1 ,ausdehnung1 ,farbe u4 s4 w41 kurz alles1 was nur meine ,wahrnehmung ist1 weg1 so bleibt nichts mehr brig4 ,diese ,ansicht fhrt1 konsequent verfolgt1 zu der ,behauptung3 ,die ,objekte meiner ,wahrnehmungen sind nur durch mich vorhanden und zwar nur insoferne und so lange ich sie wahrnehme2 sie verschwinden mit dem ,wahrnehmen und haben keinen ,sinn ohne dieses4 ,auer meinen ,wahrnehmungen wei ich aber von keinen ,gegenstnden und kann von keinen wissen4 ,gegen diese ,behauptung ist so lange nichts einzuwenden1 als ich blo im allgemeinen den ,umstand in ,betracht ziehe1 da die ,wahrnehmung von der ,organisation meines ,subjektes mitbestimmt wird4 ,wesentlich anders stellte sich die ,sache aber1 wenn wir imstande wren1 anzugeben1 welches die ,funktion unseres ,wahrnehmens beim ,zustandekommen einer ,wahrnehmung ist4 ,wir wten dann1 was an der ,wahrnehmung whrend des ,wahrnehmens geschieht1 und knnten auch bestimmen1 was an ihr schon sein mu1 bevor sie wahrgenommen wird4 ,damit wird unsere ,betrachtung von dem ,objekt der ,wahrnehmung auf das ,subjekt derselben geleitet4 ,ich nehme nicht nur andere ,dinge wahr1 sondern ich nehme mich selbst wahr4 ,die ,wahrnehmung meiner selbst hat zunchst den ,inhalt1 da ich das ,bleibende bin gegenber den immer kommenden und gehenden ,wahrnehmungsbildern4 ,die ,wahrnehmung des ,ich geht in meinem ,bewutsein als ,begleiter aller andern ,wahrnehmungen nebenher4 ,wenn ich in die ,wahrnehmung eines gegebenen ,gegenstandes vertieft bin1 so habe ich vorlufig nur von diesem ein ,bewutsein4 ,dazu tritt dann die ,wahrnehmung meines ,selbst4 ,ich bin mir nunmehr nicht blo des ,gegenstandes bewut1 sondern auch meiner ,persnlichkeit1 die dem ,gegenstand gegenbersteht und ihn beobachtet4 ,ich sehe nicht blo einen ,baum1 sondern ich wei auch1 da ich es bin1 der ihn sieht4 ,ich erkenne auch1 da in mir etwas vorgeht1 whrend ich den ,baum beobachte4 ,wenn der ,baum aus meinem ,gesichtskreise verschwindet1 bleibt ein ,rckstand von diesem ,vorgange3 ein ,bild des ,baumes4 ,dieses ,bild hat sich whrend meiner ,beobachtung mit meinem ,selbst verbunden4 ,mein ,selbst hat sich bereichert2 sein ,inhalt hat ein neues ,element in sich aufgenommen4 ,dieses ,element nenne ich meine ,vorstellung von dem ,baume4 ,ich kme nie in die ,lage von ,vorstellungen zu sprechen1 wenn ich nicht die ,wahrnehmung meines ,selbst machte4 ,wahrnehmungen wrden kommen und gehen2 ich liee sie vorberziehen4 ,nur dadurch1 da ich mein ,selbst wahrnehme und merke1 da mit jeder ,wahrnehmung sich auch dessen ,inhalt ndert1 sehe ich mich gezwungen1 die ,beobachtung des ,gegenstandes mit meiner eigenen ,zustandsvernderung in ,zusammenhang zu bringen und von meiner ,vorstellung zu sprechen4 ,die ,vorstellung nehme ich an meinem ,selbst wahr1 in dem ,sinne1 wie ,farbe1 ,ton u4 s4 w4 an andern ,gegenstnden4 ,ich kann jetzt auch den ,unterschied machen1 da ich diese andern ,gegenstnde1 die sich mir gegenberstellen1 ,auenwelt nenne1 whrend ich den ,inhalt meiner ,selbstwahrnehmung als ,innenwelt bezeichne4 ,die ,verkennung des ,verhltnisses von ,vorstellung und ,gegenstand hat die grten ,miverstndnisse in der neueren ,philosophie herbeigefhrt4 ,die ,wahrnehmung einer ,vernderung in uns1 die ,modifikation1 die mein ,selbst erfhrt1 wurde in den ,vordergrund gedrngt und das diese ,modifikation veranlassende ,objekt ganz aus dem ,auge verloren4 ,man hat gesagt3 wir nehmen nicht die ,gegenstnde wahr1 sondern nur unsere ,vorstellungen4 ,ich soll nichts wissen von dem ,tische an sich1 der ,gegenstand meiner ,beobachtung ist1 sondern nur von der ,vernderung1 die mit mir selbst vorgeht1 whrend ich den ,tisch wahrnehme4 ,diese ,anschauung darf nicht mit der vorhin erwhnten ,berkeleyschen verwechselt werden4 ,berkeley behauptet die subjektive ,natur meines ,wahrnehmungsinhaltes1 aber er sagt nicht1 da ich nur von meinen ,vorstellungen wissen kann4 ,er schrnkt mein ,wissen auf meine ,vorstellungen ein1 weil er der ,meinung ist1 da es keine ,gegenstnde auerhalb des ,vorstellens giebt4 ,was ich als ,tisch ansehe1 das ist im ,sinne ,berkeleys nicht mehr vorhanden1 sobald ich meinen ,blick nicht mehr darauf richte4 ,deshalb lt ,berkeley meine ,wahrnehmungen unmittelbar durch die ,macht ,gottes entstehen4 ,ich sehe einen ,tisch1 weil ,gott diese ,wahrnehmung in mir hervorruft4 ,berkeley kennt daher keine anderen realen ,wesen als ,gott und die menschlichen ,geister4 ,was wir ,welt nennen1 ist nur innerhalb der ,geister vorhanden4 ,was der naive ,mensch ,auenwelt1 krperliche ,natur nennt1 ist fr ,berkeley nicht vorhanden4 ,dieser ,ansicht steht die jetzt herrschende ,kantsche gegenber1 welche unsere ,erkenntnis von der ,welt nicht deshalb auf unsere ,vorstellungen einschrnkt1 weil sie berzeugt ist1 da es auer diesen ,vorstellungen keine ,dinge geben kann1 sondern weil sie uns so organisiert glaubt1 da wir nur von den ,vernderungen unseres eigenen ,selbst1 nicht von den diese ,vernderungen veranlassenden ,dingen an sich erfahren knnen4 ,sie folgert aus dem ,umstande1 da ich nur meine ,vorstellungen kenne1 nicht1 da es keine von diesen ,vorstellungen unabhngige ,existenz giebt1 sondern nur1 da das ,subjekt eine solche nicht unmittelbar in sich aufnehmen1 sie nicht anders als durch das ,medium seiner subjektiven ,gedanken imaginieren1 fingieren1 denken1 erkennen1 vielleicht auch nicht erkennen kann 7,o4 ,liebmann1 ,zur ,analysis der ,wirklichkeit1 ,s4 #bh74 ,diese ,anschauung glaubt etwas unbedingt ,gewisses zu sagen1 etwas1 was ohne alle ,beweise unmittelbar einleuchtet4 ,der erste ,fundamentalsatz1 den sich der ,philosoph zu deutlichem ,bewutsein zu bringen hat1 besteht in der ,erkenntnis1 da unser ,wissen sich zunchst auf nichts weiter als auf unsere ,vorstellungen erstreckt4 ,unsere ,vorstellungen sind das ,einzige1 was wir unmittelbar erfahren1 unmittelbar erleben2 und eben weil wir sie unmittelbar erfahren1 deshalb vermag uns auch der radikalste ,zweifel das ,wissen von denselben nicht zu entreien4 ,dagegen ist das ,wissen1 das ber mein ,vorstellen -- ich nehme diesen ,ausdruck hier berall im weitesten ,sinne1 so da alles psychische ,geschehen darunter fllt -- hinausgeht1 vor dem ,zweifel nicht geschtzt4 ,daher mu zu ,beginn des ,philosophierens alles ber die ,vorstellungen hinausgehende ,wissen ausdrcklich als bezweifelbar hingestellt werden1 so beginnt ,volkelt sein ,buch ber ,kants ,erkenntnistheorie4 ,was hiermit so hingestellt wird1 als ob es eine unmittelbare und selbstverstndliche ,wahrheit wre1 ist aber in ,wirklichkeit das ,resultat einer ,gedankenoperation1 die folgendermaen verluft3 ,der naive ,mensch glaubt1 da die ,gegenstnde1 so wie er sie wahrnimmt1 auch auerhalb seines ,bewutseins vorhanden sind4 ,die ,physik1 ,physiologie und ,psychologie lehren aber1 da zu unseren ,wahrnehmungen unsere ,organisation notwendig ist1 da wir folglich von nichts wissen knnen1 als von dem1 was unsere ,organisation uns von den ,dingen berliefert4 ,unsere ,wahrnehmungen sind somit ,modifikationen unserer ,organisation1 nicht ,dinge an sich4 ,den hier angedeuteten ,gedankengang hat ,eduard von ,hartmann in der ,that als denjenigen charakterisiert1 der zur berzeugung von dem ,satze fhren mu1 da wir ein direktes ,wissen nur von unseren ,vorstellungen haben knnen 7vergl4 dessen ,grundproblem der ,erkenntnistheorie1 ,s4 #af-dj74 ,weil wir auerhalb unseres ,organismus ,schwingungen der ,krper und der ,luft finden1 die sich uns als ,schall darstellen1 so wird gefolgert1 da das1 was wir ,schall nennen1 nichts weiter sei als eine subjektive ,reaktion unseres ,organismus auf jene ,bewegungen in der ,auenwelt4 ,in derselben ,weise findet man1 da ,farbe und ,wrme nur ,modifikationen unseres ,organismus sind4 ,und zwar ist man der ,ansicht1 da diese beiden ,wahrnehmungsarten in uns hervorgerufen werden durch die ,wirkung der ,bewegung eines den ,weltraum fllenden1 unendlich feinen ,stoffes1 des thers4 ,wenn die ,schwingungen dieses thers die ,hautnerven meines ,krpers erregen1 so habe ich die ,wahrnehmung der ,wrme1 wenn sie den ,sehnerv treffen1 nehme ich ,licht und ,farbe wahr4 ,licht1 ,farbe und ,wrme sind also das1 womit meine ,sinnesnerven auf den ,reiz von auen antworten4 ,auch der ,tastsinn liefert mir nicht die ,gegenstnde der ,auenwelt1 sondern nur meine eigenen ,zustnde4 ,der ,physiker glaubt1 da die ,krper aus unendlich kleinen ,teilen1 den ,moleklen1 bestehen1 und da diese ,molekle nicht unmittelbar aneinandergrenzen1 sondern gewisse ,entfernungen voneinander haben4 ,es ist also zwischen ihnen der leere ,raum4 ,durch diese wirken sie aufeinander mittelst anziehender und abstoender ,krfte4 ,wenn ich meine ,hand einem ,krper nhere1 so berhren die ,molekle meiner ,hand keineswegs unmittelbar diejenigen des ,krpers1 sondern es bleibt eine gewisse ,entfernung zwischen ,krper und ,hand1 und was ich als ,widerstand des ,krpers empfinde1 das ist nichts weiter als die ,wirkung der abstoenden ,kraft1 die seine ,molekle auf meine ,hand ausben4 ,ich bin schlechthin auerhalb des ,krpers und nehme nur seine ,wirkung auf meinen ,organismus wahr4 ,ergnzend zu diesen berlegungen tritt die ,lehre von den sogenannten spezifischen ,sinnesenergien1 die ,j4 ,mller aufgestellt hat4 ,sie besteht darin1 da jeder ,sinn die ,eigentmlichkeit hat1 auf alle ueren ,reize nur in einer bestimmten ,weise zu antworten4 ,wird auf den ,sehnerv eine ,wirkung ausgebt1 so entsteht ,lichtwahrnehmung1 gleichgltig ob die ,erregung durch das geschieht1 was wir ,licht nennen1 oder ob ein mechanischer ,druck oder ein elektrischer ,strom auf den ,nerv einwirkt4 ,andrerseits werden in verschiedenen ,sinnen durch die gleichen ueren ,reize verschiedene ,wahrnehmungen hervorgerufen4 ,daraus scheint hervorzugehen1 da unsere ,sinne nur das berliefern knnen1 was in ihnen selbst vorgeht1 nichts aber von der ,auenwelt4 ,sie bestimmen die ,wahrnehmungen je nach ihrer ,natur4 ,die ,physiologie zeigt1 da auch von einem direkten ,wissen dessen keine ,rede sein kann1 was die ,gegenstnde in unseren ,sinnesorganen bewirken4 ,indem der ,physiologe die ,vorgnge in unserem eigenen ,leibe verfolgt1 findet er1 da schon in den ,sinnesorganen die ,wirkungen der ueren ,bewegung in der mannigfaltigsten ,weise umgendert werden4 ,wir sehen das am deutlichsten an ,auge und ,ohr4 ,beide sind sehr komplizierte ,organe1 die den ueren ,reiz wesentlich verndern1 ehe sie ihn zum entsprechenden ,nerv bringen4 ,von dem peripherischen ,ende des ,nerv wird nun der schon vernderte ,reiz weiter zum ,gehirn geleitet4 ,hier erst mssen wieder die ,centralorgane erregt werden4 ,daraus wird geschlossen1 da der uere ,vorgang eine ,reihe von ,umwandlungen erfahren hat1 ehe er zum ,bewutsein kommt4 ,was da im ,gehirne sich abspielt1 ist durch so viele ,zwischenvorgnge mit dem ueren ,vorgang verbunden1 da an eine hnlichkeit mit denselben nicht mehr gedacht werden kann4 ,was das ,gehirn der ,seele zuletzt vermittelt1 sind weder uere ,vorgnge1 noch ,vorgnge in den ,sinnesorganen1 sondern nur solche innerhalb des ,gehirnes4 ,aber auch die letzteren nimmt die ,seele noch nicht unmittelbar wahr4 ,was wir im ,bewutsein zuletzt haben1 sind gar keine ,gehirnvorgnge1 sondern ,empfindungen4 ,meine ,empfindung des ,rot hat gar keine hnlichkeit mit dem ,vorgange1 der sich im ,gehirn abspielt1 wenn ich das ,rot empfinde4 ,das letztere tritt erst wieder als ,wirkung in der ,seele auf und wird nur verursacht durch den ,hirnvorgang4 ,deshalb sagt ,hartmann 7,grundproblem der ,erkenntnistheorie ,s4 #cg73 ,was das ,subjekt wahrnimmt1 sind also immer nur ,modifikationen seiner eigenen psychischen ,zustnde und nichts anderes4 ,wenn ich die ,empfindungen habe1 dann sind diese aber noch lange nicht zu dem gruppiert1 was ich als ,dinge wahrnehme4 ,es knnen mir ja nur einzelne ,empfindungen durch das ,gehirn vermittelt werden4 ,die ,empfindungen der ,hrte und ,weichheit werden mir durch den ,tast-1 die ,farbe- und ,lichtempfindungen durch den ,gesichtssinn vermittelt4 ,doch finden sich dieselben an einem und demselben ,gegenstande vereinigt4 ,diese ,vereinigung mu also erst von der ,seele selbst bewirkt werden4 ,das heit1 die ,seele setzt die einzelnen durch das ,gehirn vermittelten ,empfindungen zu ,krpern zusammen4 ,mein ,gehirn berliefert mir einzeln die ,gesichts-1 ,tast- und ,gehrempfindungen1 und zwar auf ganz verschiedenen ,wegen1 die dann die ,seele zu der ,vorstellung ,trompete zusammensetzt4 ,dieses ,endglied 7,vorstellung der ,trompete7 eines ,prozesses ist es1 was fr mein ,bewutsein zu allererst gegeben ist4 ,es ist in demselben nichts mehr von dem zu finden1 was auer mir ist und ursprnglich einen ,eindruck auf meine ,sinne gemacht hat4 ,der uere ,gegenstand ist auf dem ,wege zum ,gehirn und durch das ,gehirn zur ,seele vollstndig verloren gegangen4 ,es wird schwer sein1 ein zweites ,gedankengebude in der ,geschichte des menschlichen ,geisteslebens zu finden1 das mit grerem ,scharfsinn zusammengetragen ist1 und das bei genauerer ,prfung doch in nichts zerfllt4 ,sehen wir einmal nher zu1 wie es zustande kommt4 ,man geht zunchst von dem aus1 was dem naiven ,bewutsein gegeben ist1 von dem wahrgenommenen ,dinge4 ,dann zeigt man1 da alles1 was an diesem ,dinge sich findet1 fr uns nicht da wre1 wenn wir keine ,sinne htten4 ,kein ,auge3 keine ,farbe4 ,also ist die ,farbe in dem noch nicht vorhanden1 was auf das ,auge wirkt4 ,sie entsteht erst durch die ,wechselwirkung des ,auges mit dem ,gegenstande4 ,dieser ist also farblos4 ,aber auch im ,auge ist die ,farbe nicht vorhanden2 denn da ist ein chemischer oder physikalischer ,vorgang vorhanden1 der erst durch den ,nerv zum ,gehirn geleitet wird1 und da einen andern auslst4 ,dieser ist noch immer nicht die ,farbe4 ,sie wird erst durch den ,hirnproze in der ,seele hervorgerufen4 ,da tritt sie mir noch immer nicht ins ,bewutsein1 sondern wird erst durch die ,seele nach auen an einen ,krper verlegt4 ,an diesem nehme ich sie endlich wahr4 ,wir haben einen vollstndigen ,kreisgang durchgemacht4 ,wir sind uns eines farbigen ,krpers bewut geworden4 ,das ist das ,erste4 ,nun hebt die ,gedankenoperation an4 ,wenn ich keine ,augen htte1 wre der ,krper fr mich farblos4 ,ich kann die ,farbe also nicht in den ,krper verlegen4 ,ich gehe auf die ,suche nach ihr4 ,ich suche sie im ,auge3 vergebens2 im ,nerv3 vergebens2 im ,gehirne3 ebenso vergebens2 in der ,seele3 hier finde ich sie zwar1 aber nicht mit dem ,krper verbunden4 ,den farbigen ,krper finde ich erst wieder da1 wo ich ausgegangen bin4 ,der ,kreis ist geschlossen4 ,ich glaube das als ,erzeugnis meiner ,seele zu erkennen1 was der naive ,mensch sich als drauen im ,raume vorhanden denkt4 ,so lange man dabei stehen bleibt1 scheint alles in schnster ,ordnung4 ,aber die ,sache mu noch einmal von vorne angefangen werden4 ,ich habe ja bis jetzt mit einem ,dinge gewirtschaftet3 mit der ueren ,wahrnehmung1 von dem ich frher1 als naiver ,mensch1 eine ganz falsche ,ansicht gehabt habe4 ,ich war der ,meinung3 sie htte so1 wie ich sie wahrnehme1 einen objektiven ,bestand4 ,nun merke ich1 da sie mit meinem ,vorstellen verschwindet1 da sie nur eine ,modifikation meiner seelischen ,zustnde ist4 ,habe ich nun berhaupt noch ein ,recht1 in meinen ,betrachtungen von ihr auszugehen8 ,kann ich von ihr sagen1 da sie auf meine ,seele wirkt8 ,ich mu von jetzt ab den ,tisch1 von dem ich frher geglaubt habe1 da er auf mich wirkt und in mir eine ,vorstellung von sich hervorbringt1 selbst als ,vorstellung behandeln4 ,konsequenterweise sind dann aber auch meine ,sinnesorgane und die ,vorgnge in ihnen blo subjektiv4 ,ich habe kein ,recht1 von einem wirklichen ,auge zu sprechen1 sondern nur von meiner ,vorstellung des ,auges4 ,ebenso ist es mit der ,nervenleitung und dem ,gehirnproze und nicht weniger mit dem ,vorgange in der ,seele selbst1 durch den aus dem ,chaos der mannigfaltigen ,empfindungen ,dinge aufgebaut werden sollen4 ,durchlaufe ich unter ,voraussetzung der ,richtigkeit des ersten ,gedankenkreisganges die ,glieder meines ,erkenntnisaktes nochmals1 so zeigt sich der letztere als ein ,gespinst von ,vorstellungen1 die doch als solche nicht aufeinander wirken knnen4 ,ich kann nicht sagen3 meine ,vorstellung des ,gegenstandes wirkt auf meine ,vorstellung des ,auges1 und aus dieser ,wechselwirkung geht die ,vorstellung der ,farbe hervor4 ,aber ich habe es auch nicht ntig4 ,denn sobald mir klar ist1 da mir meine ,sinnesorgane und deren ,thtigkeiten1 mein ,nerven- und ,seelenproze auch nur durch die ,wahrnehmung gegeben werden knnen1 zeigt sich der geschilderte ,gedankengang in seiner vollen ,unmglichkeit4 ,es ist richtig3 fr mich ist keine ,wahrnehmung ohne das entsprechende ,sinnesorgan gegeben4 ,aber ebensowenig ein ,sinnesorgan ohne ,wahrnehmung4 ,ich kann von meiner ,wahrnehmung des ,tisches auf das ,auge bergehen1 das ihn sieht1 auf die ,hautnerven1 die ihn tasten2 aber was in diesen vorgeht1 kann ich wieder nur aus der ,wahrnehmung erfahren4 ,und da bemerke ich denn bald1 da in dem ,proze1 der sich im ,auge vollzieht1 nicht eine ,spur von hnlichkeit ist mit dem1 was ich als ,farbe wahrnehme4 ,ich kann meine ,farbenwahrnehmung nicht dadurch vernichten1 da ich den ,proze im ,auge aufzeige1 der sich whrend dieser ,wahrnehmung darin abspielt4 ,ebensowenig finde ich in den ,nerven- und ,gehirnprozessen die ,farbe wieder2 ich verbinde nur neue ,wahrnehmungen innerhalb meines ,organismus mit der ersten1 die der naive ,mensch auerhalb seines ,organismus verlegt4 ,ich gehe nur von einer ,wahrnehmung zur andern ber4 ,auerdem enthlt die ganze ,schlufolgerung einen ,sprung4 ,ich bin in der ,lage1 die ,vorgnge in meinem ,organismus bis zu den ,prozessen in meinem ,gehirne zu verfolgen1 wenn auch meine ,annahmen immer hypothetischer werden1 je mehr ich mich den centralen ,vorgngen des ,gehirnes nhere4 ,der ,weg der ueren ,beobachtung hrt mit dem ,vorgange in meinem ,gehirne auf1 und zwar mit jenem1 den ich wahrnehmen wrde1 wenn ich mit physikalischen1 chemischen u4 s4 w4 ,hilfsmitteln und ,methoden das ,gehirn behandeln knnte4 ,der ,weg der inneren ,beobachtung fngt mit der ,empfindung an und reicht bis zum ,aufbau der ,dinge aus dem ,empfindungsmaterial4 ,beim bergange von dem ,hirnproze zur ,empfindung ist der ,beobachtungsweg unterbrochen4 ,die charakterisierte ,denkart1 die sich im ,gegensatz zum ,standpunkte des naiven ,bewutseins1 den sie naiven ,realismus nennt1 als kritischen ,idealismus bezeichnet1 macht den ,fehler1 da sie die ,eine ,wahrnehmung als ,vorstellung charakterisiert1 aber die andere gerade in dem ,sinne hinnimmt1 wie es der von ihr scheinbar widerlegte naive ,realismus thut4 ,sie beweist den ,vorstellungscharakter der ,wahrnehmungen1 indem sie in naiver ,weise die ,wahrnehmungen am eigenen ,organismus als objektiv giltige ,thatsachen hinnimmt und zu alledem noch bersieht1 da sie zwei ,beobachtungsgebiete durcheinanderwirft1 zwischen denen sie keine ,vermittlung finden kann4 ,der kritische ,idealismus kann den naiven ,realismus nur widerlegen1 wenn er selbst in naiv-realistischer ,weise seinen eigenen ,organismus als objektiv existierend annimmt4 ,in demselben ,augenblicke1 wo er sich der vollstndigen ,gleichartigkeit der ,wahrnehmungen am eigenen ,organismus mit den vom naiven ,realismus als objektiv existierend angenommenen ,wahrnehmungen bewut wird1 kann er sich nicht mehr auf die ersteren als auf eine sichere ,grundlage sttzen4 ,er mte auch seine subjektive ,organisation als bloen ,vorstellungskomplex ansehen4 ,damit geht aber die ,mglichkeit verloren1 den ,inhalt der wahrgenommenen ,welt durch die geistige ,organisation bewirkt zu denken4 ,man mte annehmen1 da die ,vorstellung ,farbe nur eine ,modifikation der ,vorstellung ,auge sei4 ,der sogenannte kritische ,idealismus kann nicht bewiesen werden1 ohne eine ,anleihe beim naiven ,realismus zu machen4 ,der letztere wird nur dadurch widerlegt1 da man dessen eigene ,voraussetzungen auf einem anderen ,gebiete ungeprft gelten lt4 ,soviel ist hieraus gewi3 durch ,untersuchungen innerhalb des ,wahrnehmungsgebietes kann der kritische ,idealismus nicht bewiesen1 somit die ,wahrnehmung ihres objektiven ,charakters nicht entkleidet werden4 ,noch weniger aber darf der ,satz3 die wahrgenommene ,welt ist meine ,vorstellung als durch sich selbst einleuchtend und keines ,beweises bedrftig hingestellt werden4 ,schopenhauer beginnt sein ,hauptwerk1 ,die ,welt als ,wille und ,vorstellung1 mit den ,worten3 ,die ,welt ist meine ,vorstellung4 -- ,dies ist die ,wahrheit1 welche in ,beziehung auf jedes lebende und erkennende ,wesen gilt1 wiewohl der ,mensch allein sie in das reflektierte abstrakte ,bewutsein bringen kann3 und thut er dies wirklich1 so ist die philosophische ,besonnenheit bei ihm eingetreten4 ,es wird ihm dann deutlich und gewi1 da er keine ,sonne kennt und keine ,erde2 sondern immer nur ein ,auge1 das eine ,sonne sieht1 eine ,hand1 die eine ,erde fhlt2 da die ,welt1 welche ihn umgiebt1 nur als ,vorstellung da ist2 d4 h4 durchweg nur in ,beziehung auf ein anderes1 das ,vorstellende1 welches er selbst ist4 -- ,wenn irgend eine ,wahrheit a priori ausgesprochen werden kann1 so ist es diese3 denn sie ist die ,aussage derjenigen ,form aller mglichen und erdenklichen ,erfahrung1 welche allgemeiner als alle anderen1 als ,zeit1 ,raum und ,kausalitt ist3 denn alle diese setzen jene eben voraus 444 ,der ganze ,satz scheitert an dem oben bereits von uns angefhrten ,umstande1 da das ,auge und die ,hand nicht weniger ,wahrnehmungen sind als die ,sonne und die ,erde4 ,und man knnte im ,sinne ,schopenhauers und mit ,anlehnung an seine ,ausdrucksweise seinen ,stzen entgegenhalten3 ,mein ,auge1 das die ,sonne sieht1 und meine ,hand1 die die ,erde fhlt1 sind meine ,vorstellungen gerade so wie die ,sonne und die ,erde selbst4 ,da ich damit aber den ,satz wieder aufhebe1 ist ohne weiteres klar4 ,denn nur mein wirkliches ,auge und meine wirkliche ,hand knnten die ,vorstellungen ,sonne und ,erde als ihre ,modifikationen an sich haben1 nicht aber meine ,vorstellungen ,auge und ,hand4 ,der kritische ,idealismus ist vllig ungeeignet1 eine ,ansicht ber das ,verhltnis von ,wahrnehmung und ,vorstellung zu gewinnen4 ,die auf ,s4 #fc angedeutete ,scheidung dessen1 was an der ,wahrnehmung whrend des ,wahrnehmens geschieht und was an ihr schon sein mu1 bevor sie wahrgenommen wird1 kann er nicht vornehmen4 ,dazu mu also ein anderer ,weg eingeschlagen werden4 ,,vi4 ,,das ,,erkennen ,,der ,,welt4 ,aus den vorhergehenden ,betrachtungen folgt1 da es unmglich ist1 durch ,untersuchung unseres ,beobachtungsinhalts den ,beweis zu erbringen1 da unsere ,wahrnehmungen ,vorstellungen sind4 ,dieser ,beweis soll nmlich dadurch erbracht werden1 da man zeigt3 wenn der ,wahrnehmungsproze in der ,art erfolgt1 wie man ihn gem den naiv-realistischen ,annahmen ber die psychologische und physiologische ,konstitution unseres ,individuums sich vorstellt1 dann haben wir es nicht mit ,dingen an sich1 sondern blo mit unseren ,vorstellungen von den ,dingen zu thun4 ,wenn nun der naive ,realismus1 konsequent verfolgt1 zu ,resultaten fhrt1 die das gerade ,gegenteil seiner ,voraussetzungen darstellen1 so mssen diese ,voraussetzungen als ungeeignet zur ,begrndung einer ,weltanschauung bezeichnet und fallen gelassen werden4 ,jedenfalls ist es unstatthaft1 die ,voraussetzungen zu verwerfen und die ,folgerungen gelten zu lassen1 wie es der kritische ,idealist thut1 der seiner ,behauptung3 die ,welt ist meine ,vorstellung1 den obigen ,beweisgang zu ,grunde legt4 7,eduard von ,hartmann giebt in seiner ,schrift ,das ,grundproblem der ,erkenntnistheorie eine ausfhrliche ,darstellung dieses ,beweisganges47 ,ein anderes ist die ,richtigkeit des kritischen ,idealismus1 ein anderes die berzeugungskraft seiner ,beweise4 ,wie es mit der ersteren steht1 wird sich spter im ,zusammenhange unserer ,ausfhrungen ergeben4 ,die berzeugungskraft seines ,beweises ist aber gleich ,null4 ,wenn man ein ,haus baut1 und bei ,herstellung des ersten ,stockwerkes bricht das ,erdgescho in sich zusammen1 so strzt das erste ,stockwerk mit4 ,der naive ,realismus und der kritische ,idealismus verhalten sich wie dies ,erdgescho zum ersten ,stockwerk4 ,wer der ,ansicht ist1 da die ganze wahrgenommene ,welt nur eine vorgestellte ist1 und zwar die ,wirkung der mir unbekannten ,dinge auf meine ,seele1 fr den geht die eigentliche ,erkenntnisfrage natrlich nicht auf die nur in der ,seele vorhandenen ,vorstellungen1 sondern auf die jenseits unseres ,bewutseins liegenden1 von uns unabhngigen ,dinge4 ,er fragt3 ,wieviel knnen wir von den letzteren mittelbar erkennen1 da sie unserer ,beobachtung unmittelbar nicht zugnglich sind8 ,der auf diesem ,standpunkt ,stehende kmmert sich nicht um den inneren ,zusammenhang seiner bewuten ,wahrnehmungen1 sondern um deren nicht mehr bewute ,ursachen1 die ein von ihm unabhngiges ,dasein haben1 whrend1 nach seiner ,ansicht1 die ,wahrnehmungen verschwinden1 sobald er seine ,sinne von den ,dingen abwendet4 ,unser ,bewutsein wirkt1 von diesem ,gesichtspunkte aus1 wie ein ,spiegel1 dessen ,bilder von bestimmten ,dingen auch in dem ,augenblicke verschwinden1 in dem seine spiegelnde ,flche ihnen nicht zugewandt ist4 ,wer aber die ,dinge selbst nicht sieht1 sondern nur ihre ,spiegelbilder1 der mu aus dem ,verhalten der letzteren ber die ,beschaffenheit der ersteren durch ,schlsse indirekt sich unterrichten4 ,auf diesem ,standpunkte steht die neuere ,naturwissenschaft1 welche die ,wahrnehmungen nur als ,mittel benutzt1 um ,aufschlu ber die hinter denselben stehenden und allein wahrhaft seienden ,bewegungen des ,stoffes zu gewinnen4 ,wenn der ,philosoph als kritischer ,idealist berhaupt ein ,sein gelten lt1 dann geht sein ,erkenntnisstreben mit mittelbarer ,benutzung der ,vorstellungen allein auf dieses ,sein4 ,sein ,interesse berspringt die subjektive ,welt der ,vorstellungen und geht auf das ,erzeugende dieser ,vorstellungen los4 ,der kritische ,idealist kann aber soweit gehen1 da er sagt3 ich bin in meine ,vorstellungswelt eingeschlossen und kann aus ihr nicht hinaus4 ,wenn ich ein ,ding hinter meinen ,vorstellungen denke1 so ist dieser ,gedanke doch auch weiter nichts als meine ,vorstellung4 ,ein solcher ,idealist wird dann das ,ding an sich entweder ganz leugnen oder wenigstens davon erklren1 da es fr uns ,menschen gar keine ,bedeutung hat1 d4 i4 so gut wie nicht da ist1 weil wir nichts von ihm wissen knnen4 ,einem kritischen ,idealisten dieser ,art erscheint die ganze ,welt als ein wster ,traum1 dem gegenber jeder ,erkenntnisdrang einfach sinnlos wre4 ,fr ihn kann es nur zwei ,gattungen von ,menschen geben3 ,befangene1 die ihre eigenen ,traumgespinste fr wirkliche ,dinge halten1 und ,weise1 die die ,nichtigkeit dieser ,traumwelt durchschauen1 und die nach und nach alle ,lust verlieren mssen1 sich weiter darum zu bekmmern4 ,fr diesen ,standpunkt kann auch die eigene ,persnlichkeit zum bloen ,traumbilde werden4 ,gerade so wie unter den ,bildern des ,schlaftraums unser eigenes ,traumbild erscheint1 so tritt im wachen ,bewutsein die ,vorstellung des eigenen ,ich zu der ,vorstellung der ,auenwelt hinzu4 ,wir haben im ,bewutsein dann nicht unser wirkliches ,ich1 sondern nur unsere ,ichvorstellung gegeben4 ,wer nun leugnet1 da es keine ,dinge giebt1 oder wenigstens1 da wir von ihnen etwas wissen knnen3 der mu auch das ,dasein beziehungsweise die ,erkenntnis der eigenen ,persnlichkeit leugnen4 ,der kritische ,idealist kommt dann zu der ,behauptung3 ,alle ,realitt verwandelt sich in einen wunderbaren ,traum1 ohne ein ,leben1 von welchem getrumt wird1 und ohne einen ,geist1 dem da trumt2 in einen ,traum1 der in einem ,traume von sich selbst zusammenhngt 7vgl4 ,fichte1 die ,bestimmung des ,menschen74 ,gleichgiltig1 ob derjenige1 der das unmittelbare ,leben als ,traum zu erkennen glaubt1 hinter diesem ,traum nichts mehr vermutet1 oder ob er seine ,vorstellungen auf wirkliche ,dinge bezieht3 das ,leben selbst mu fr ihn alles wissenschaftliche ,interesse verlieren4 ,whrend aber fr denjenigen1 der mit dem ,traume das uns zugngliche ,all erschpft glaubt1 alle ,wissenschaft ein ,unding ist1 wird fr den andern1 der sich befugt glaubt1 von den ,vorstellungen auf die ,dinge zu schlieen1 die ,wissenschaft in der ,erforschung dieser ,dinge an sich bestehen4 ,die erstere ,weltansicht kann mit dem ,namen absoluter ,illusionismus bezeichnet werden1 die zweite nennt ihr konsequentester ,vertreter1 ,eduard von ,hartmann1 transcendentalen ,realismus #a4 ,diese beiden ,ansichten haben mit dem naiven ,realismus das gemein1 da sie ,fu in der ,welt zu fassen suchen durch eine ,untersuchung der ,wahrnehmungen4 ,sie knnen aber innerhalb dieses ,gebietes nirgends einen festen ,punkt finden4 ,eine ,hauptfrage fr den ,bekenner des transcendentalen ,realismus mte sein3 wie bringt das ,ich aus sich selbst die ,vorstellungswelt zustande8 ,fr eine uns gegebene ,welt von ,vorstellungen1 die verschwindet1 sobald wir unsere ,sinne der ,auenwelt verschlieen1 kann ein ernstes ,erkenntnisstreben sich insofern erwrmen1 als sie das ,mittel ist1 die ,welt des an sich seienden ,ich mittelbar zu erforschen4 ,wenn die ,dinge unserer ,erfahrung ,vorstellungen wren1 dann gliche unser alltgliches ,leben einem ,traume und die ,erkenntnis des wahren ,thatbestandes dem ,erwachen4 ,auch unsere ,traumbilder interessieren uns so lange1 als wir trumen1 folglich die ,traumnatur nicht durchschauen4 ,in dem ,augenblicke des ,erwachens fragen wir nicht mehr nach dem inneren ,zusammenhange unserer ,traumbilder1 sondern nach den physikalischen1 physiologischen und psychologischen ,vorgngen1 die ihnen zum ,grunde liegen4 ,ebensowenig kann sich der ,philosoph1 der die ,welt fr seine ,vorstellung hlt1 fr den inneren ,zusammenhang der ,einzelheiten in derselben interessieren4 ,falls er berhaupt ein seiendes ,ich gelten lt1 dann wird er nicht fragen1 wie hngt eine meiner ,vorstellungen mit einer anderen zusammen1 sondern was geht in der von ihm unabhngigen ,seele vor1 whrend sein ,bewutsein einen bestimmten ,vorstellungsablauf enthlt4 ,wenn ich trume1 da ich ,wein trinke1 der mir ein ,brennen im ,kehlkopf verursache und dann mit ,hustenreiz aufwache 7vgl4 ,weygandt1 ,entstehung der ,trume1 #ahic71 so hrt im ,augenblicke des ,erwachens die ,traumhandlung auf1 fr mich ein ,interesse zu haben4 ,mein ,augenmerk ist nur noch auf die physiologischen und psychologischen ,prozesse gerichtet1 durch die der ,hustenreiz sich symbolisch in dem ,traumbilde zum ,ausdruck bringt4 ,in hnlicher ,weise mu der ,philosoph1 sobald er von dem ,vorstellungscharakter der gegebenen ,welt berzeugt ist1 von dieser sofort auf die dahinter steckende wirkliche ,seele berspringen4 ,schlimmer steht die ,sache allerdings1 wenn der ,illusionismus das ,ich an sich hinter den ,vorstellungen ganz leugnet1 oder es wenigstens fr unerkennbar hlt4 ,zu einer solchen ,ansicht kann sehr leicht die ,erwgung fhren1 da es dem ,trumen gegenber zwar den ,zustand des ,wachens giebt1 in dem wir ,gelegenheit haben1 die ,trume zu durchschauen und auf reale ,verhltnisse zu beziehen1 da wir aber keinen zu dem wachen ,bewutseinsleben in einem hnlichen ,verhltnisse stehenden ,zustand haben4 ,wer zu dieser ,ansicht sich bekennt1 dem geht die ,einsicht ab1 da es etwas giebt1 das sich in der ,that zum bloen ,wahrnehmen verhlt wie das ,erfahren im wachen ,zustande zum ,trumen4 ,dieses ,etwas ist das ,denken4 ,dem naiven ,menschen kann derselbe ,mangel nicht angerechnet werden4 ,er giebt sich dem ,leben hin und hlt die ,dinge so fr wirklich1 wie sie sich ihm in der ,erfahrung darbieten4 ,der erste ,schritt aber1 der ber diesen ,standpunkt hinaus unternommen wird1 kann nur in der ,frage bestehen3 wie verhlt sich das ,denken zur ,wahrnehmung8 ,ganz einerlei3 ob die ,wahrnehmung in der mir gegebenen ,gestalt vor und nach meinem ,vorstellen weiterbesteht oder nicht3 wenn ich irgend etwas ber sie aussagen will1 so kann es nur mit ,hilfe des ,denkens geschehen4 ,wenn ich sage3 die ,welt ist meine ,vorstellung1 so habe ich das ,ergebnis eines ,denkprozesses ausgesprochen1 und wenn mein ,denken auf die ,welt nicht anwendbar ist1 so ist dieses ,ergebnis ein ,irrtum4 ,zwischen die ,wahrnehmung und jede ,art von ,aussage ber dieselbe schiebt sich das ,denken ein4 ,den ,grund1 warum das ,denken bei der ,betrachtung der ,dinge zumeist bersehen wird1 haben wir bereits angegeben 7vergl4 ,s4 #ch f474 ,er liegt in dem ,umstande1 da wir nur auf den ,gegenstand1 ber den wir denken1 nicht aber zugleich auf das ,denken unsere ,aufmerksamkeit richten4 ,das naive ,bewutsein behandelt daher das ,denken wie etwas1 das mit den ,dingen nichts zu thun hat1 sondern ganz abseits von denselben steht und seine ,betrachtungen ber die ,welt anstellt4 ,das ,bild1 das der ,denker von den ,erscheinungen der ,welt entwirft1 gilt nicht als etwas1 was zu den ,dingen gehrt1 sondern als ein nur im ,kopfe des ,menschen existierendes2 die ,welt ist auch fertig ohne dieses ,bild4 ,die ,welt ist fix und fertig in allen ihren ,substanzen und ,krften2 und von dieser fertigen ,welt entwirft der ,mensch ein ,bild4 ,die so denken1 mu man nur fragen3 mit welchem ,rechte erklrt ihr die ,welt fr fertig1 ohne das ,denken8 ,bringt nicht mit der gleichen ,notwendigkeit die ,welt das ,denken im ,kopfe des ,menschen hervor1 wie die ,blte an der ,pflanze8 ,pflanzet ein ,samenkorn in den ,boden4 ,es treibt ,wurzel und ,stengel4 ,es entfaltet sich zu ,blttern und ,blten4 ,stellet die ,pflanze euch selbst gegenber4 ,sie verbindet sich in eurer ,seele mit einem bestimmten ,begriffe4 ,warum gehrt dieser ,begriff weniger zur ganzen ,pflanze als ,blatt und ,blte8 ,ihr saget3 die ,bltter und ,blten sind ohne ein wahrnehmendes ,subjekt da2 der ,begriff erscheint erst1 wenn sich der ,mensch der ,pflanze gegenberstellt4 ,ganz wohl4 ,aber auch ,blten und ,bltter entstehen an der ,pflanze nur1 wenn ,erde da ist1 in die der ,keim gelegt werden kann1 wenn ,licht und ,luft da sind1 in denen sich ,bltter und ,blten entfalten knnen4 ,gerade so entsteht der ,begriff der ,pflanze1 wenn ein denkendes ,bewutsein an die ,pflanze herantritt4 ,es ist ganz willkrlich1 die ,summe dessen1 was wir von einem ,dinge durch die bloe ,wahrnehmung erfahren1 fr eine ,totalitt1 fr ein ,ganzes zu halten und dasjenige1 was sich durch die denkende ,betrachtung ergiebt1 als ein solches ,hinzugekommenes1 das mit der ,sache selbst nichts zu thun hat4 ,wenn ich heute eine ,rosenknospe erhalte1 so ist das ,bild1 das sich meiner ,wahrnehmung darbietet1 nur zunchst ein abgeschlossenes4 ,wenn ich die ,knospe in ,wasser setze1 so werde ich morgen ein ganz anderes ,bild meines ,objektes erhalten4 ,wenn ich mein ,auge von der ,rosenknospe nicht abwende1 so sehe ich den heutigen ,zustand in den morgigen durch unzhlige ,zwischenstufen kontinuierlich bergehen4 ,das ,bild1 das sich mir in einem bestimmten ,augenblicke darbietet1 ist nur ein zuflliger ,ausschnitt aus dem in einem fortwhrenden ,werden begriffenen ,gegenstande4 ,setze ich die ,knospe nicht in ,wasser1 so bringt sie eine ganze ,reihe von ,zustnden nicht zur ,entwickelung1 die der ,mglichkeit nach in ihr lagen4 ,ebenso kann ich morgen verhindert sein1 die ,blte weiter zu beobachten und dadurch ein unvollstndiges ,bild haben4 ,es wre eine ganz unsachliche1 an ,zuflligkeiten sich heftende ,meinung1 die von dem in einer gewissen ,zeit sich darbietenden ,bilde erklrte3 das ist die ,sache4 ,ebensowenig ist es statthaft1 die ,summe der ,wahrnehmungsmerkmale fr die ,sache zu erklren4 ,es wre sehr wohl mglich1 da ein ,geist zugleich und ungetrennt von der ,wahrnehmung den ,begriff mitempfangen knnte4 ,ein solcher ,geist wrde gar nicht auf den ,einfall kommen1 den ,begriff als etwas nicht zur ,sache ,gehriges zu betrachten4 ,er mte ihm ein mit der ,sache unzertrennlich verbundenes ,dasein zuschreiben4 ,ich will mich noch durch ein ,beispiel deutlicher machen4 ,wenn ich einen ,stein in horizontaler ,richtung durch die ,luft werfe1 so sehe ich ihn nacheinander an verschiedenen ,orten4 ,ich verbinde diese ,orte zu einer ,linie4 ,in der ,mathematik lerne ich verschiedene ,linienformen kennen1 darunter auch die ,parabel4 ,ich kenne die ,parabel als eine ,linie1 die entsteht1 wenn sich ein ,punkt in einer gewissen gesetzmigen ,art bewegt4 ,wenn ich die ,bedingungen untersuche1 unter denen sich der geworfene ,stein bewegt1 so finde ich1 da die ,linie seiner ,bewegung mit der identisch ist1 die ich als ,parabel kenne4 ,da sich der ,stein gerade in einer ,parabel bewegt1 das ist eine ,folge der gegebenen ,bedingungen und folgt mit ,notwendigkeit aus diesen4 ,die ,form der ,parabel gehrt zur ganzen ,erscheinung1 wie alles andere1 was an derselben in ,betracht kommt4 ,dem oben beschriebenen ,geist1 der nicht den ,umweg des ,denkens nehmen mte1 wre nicht nur eine ,summe von ,gesichtsempfindungen an verschiedenen ,orten gegeben1 sondern ungetrennt von der ,erscheinung auch die parabolische ,form der ,wurflinie1 die wir erst durch ,denken zu der ,erscheinung hinzufgen4 ,nicht an den ,gegenstnden liegt es1 da sie uns zunchst ohne die entsprechenden ,begriffe gegeben werden1 sondern an unserer geistigen ,organisation4 ,unsere totale ,wesenheit funktioniert in der ,weise1 da ihr bei jedem ,dinge der ,wirklichkeit von zwei ,seiten her die ,elemente zuflieen1 die fr die ,sache in ,betracht kommen3 von seiten des ,wahrnehmens und des ,denkens4 ,es hat mit der ,natur der ,dinge nichts zu thun1 wie ich organisiert bin1 sie zu erfassen4 ,der ,schnitt zwischen ,wahrnehmen und ,denken ist erst in dem ,augenblicke vorhanden1 wo ich1 der ,betrachtende1 den ,dingen gegenbertrete4 ,welche ,elemente dem ,dinge angehren und welche nicht1 kann aber durchaus nicht davon abhngen1 auf welche ,weise ich zur ,kenntnis dieser ,elemente gelange4 ,der ,mensch ist ein eingeschrnktes ,wesen4 ,zunchst ist er ein ,ding unter anderen ,dingen4 ,sein ,dasein gehrt dem ,raum und der ,zeit an4 ,dadurch kann ihm auch immer nur ein beschrnkter ,teil des gesamten ,universums gegeben sein4 ,dieser beschrnkte ,teil schliet sich aber ringsherum sowohl zeitlich wie rumlich an anderes an4 ,wre unser ,dasein so mit den ,dingen verknpft1 da jedes ,weltgeschehen zugleich unser ,geschehen wre1 dann gbe es den ,unterschied zwischen uns und den ,dingen nicht4 ,dann aber gbe es fr uns auch keine ,einzeldinge4 ,da ginge alles ,geschehen kontinuierlich ineinander ber4 ,der ,kosmos wre eine ,einheit und eine in sich beschlossene ,ganzheit4 ,der ,strom des ,geschehens htte nirgends eine ,unterbrechung4 ,wegen unserer ,beschrnkung erscheint uns als ,einzelheit1 was in ,wahrheit nicht ,einzelheit ist4 ,nirgends ist z4 ,b4 die ,einzelqualitt des ,rot abgesondert fr sich vorhanden4 ,sie ist allseitig von anderen ,qualitten umgeben1 zu denen sie gehrt1 und ohne die sie nicht bestehen knnte4 ,fr uns aber ist es eine ,notwendigkeit1 gewisse ,ausschnitte aus der ,welt herauszuheben1 und sie fr sich zu betrachten4 ,unser ,auge kann nur einzelne ,farben nacheinander aus einem vielgliedrigen ,farbenganzen1 unser ,verstand nur einzelne ,begriffe aus einem zusammenhngenden ,begriffssysteme erfassen4 ,diese ,absonderung ist ein subjektiver ,akt1 bedingt durch den ,umstand1 da wir nicht identisch sind mit dem ,weltproze1 sondern ein ,ding unter anderen ,dingen4 ,es kommt nun alles darauf an1 die ,stellung des ,dinges1 das wir selbst sind1 zu den anderen ,dingen zu bestimmen4 ,diese ,bestimmung mu unterschieden werden von dem bloen ,bewutwerden unseres ,selbst4 ,das letztere beruht auf dem ,wahrnehmen wie das ,bewutwerden jedes anderen ,dinges4 ,die ,selbstwahrnehmung zeigt mir eine ,summe von ,eigenschaften1 die ich ebenso zu dem ,ganzen meiner ,persnlichkeit zusammenfasse1 wie ich die ,eigenschaften3 gelb1 metallglnzend1 hart u4 s4 w4 zu der ,einheit ,gold zusammenfasse4 ,die ,selbstwahrnehmung fhrt mich nicht aus dem ,bereiche dessen hinaus1 was zu mir gehrt4 ,dieses ,selbstwahrnehmen ist zu unterscheiden von dem denkenden ,selbstbestimmen4 ,wie ich eine einzelne ,wahrnehmung der ,auenwelt durch das ,denken eingliedere in den ,zusammenhang der ,welt1 so gliedere ich die an mir selbst gemachten ,wahrnehmungen in den ,weltproze durch das ,denken ein4 ,mein ,selbstwahrnehmen schliet mich innerhalb bestimmter ,grenzen ein2 mein ,denken hat nichts zu thun mit diesen ,grenzen4 ,in diesem ,sinne bin ich ein ,doppelwesen4 ,ich bin eingeschlossen in das ,gebiet1 das ich als das meiner ,persnlichkeit wahrnehme1 aber ich bin ,trger einer ,thtigkeit1 die von einer hheren ,sphre aus mein begrenztes ,dasein bestimmt4 ,unser ,denken ist nicht individuell wie unser ,empfinden und ,fhlen4 ,es ist universell4 ,es erhlt ein individuelles ,geprge in jedem einzelnen ,menschen nur dadurch1 da es auf sein individuelles ,fhlen und ,empfinden bezogen ist4 ,durch diese besonderen ,frbungen des universellen ,denkens unterscheiden sich die einzelnen ,menschen voneinander4 ,ein ,dreieck hat nur einen einzigen ,begriff4 ,fr den ,inhalt dieses ,begriffes ist es gleichgiltig1 ob ihn das menschliche ,bewutsein ,a oder ,b fat4 ,er wird aber von jedem der zwei ,bewutseine in individueller ,weise erfat werden4 ,diesem ,gedanken steht ein schwer zu berwindendes ,vorurteil der ,menschen gegenber4 ,die ,befangenheit kommt nicht bis zu der ,einsicht1 da der ,begriff des ,dreieckes1 den mein ,kopf erfat1 derselbe ist1 wie der durch den ,kopf meines ,nebenmenschen ergriffene4 ,der naive ,mensch hlt sich fr den ,bildner seiner ,begriffe4 ,er glaubt deshalb1 jede ,person hat ihre eigenen ,begriffe4 ,es ist eine ,grundforderung des philosophischen ,denkens1 dieses ,vorurteil zu berwinden4 ,der ,eine einheitliche ,begriff des ,dreiecks wird nicht dadurch zu einer ,vielheit1 da von vielen gedacht wird4 ,denn das ,denken der vielen selbst ist eine ,einheit4 ,in dem ,denken haben wir das ,element gegeben1 das unsere besondere ,individualitt mit dem ,kosmos zu einem ,ganzen zusammenschliet4 ,indem wir empfinden und fhlen 7wahrnehmen71 sind wir einzelne1 indem wir denken1 sind wir das ,all-,eine ,wesen1 das alles durchdringt4 ,dies ist der tiefere ,grund unserer ,doppelnatur3 ,wir sehen in uns eine schlechthin absolute ,kraft zum ,dasein kommen1 eine ,kraft1 die universell ist1 aber wir lernen sie nicht bei ihrem ,ausstrmen aus dem ,centrum der ,welt kennen1 sondern in einem ,punkte der ,peripherie4 ,wre das erstere der ,fall1 dann wten wir in dem ,augenblicke1 in dem wir zum ,bewutsein kommen1 das ganze ,weltrtsel4 ,da wir aber in einem ,punkte der ,peripherie stehen und unser eigenes ,dasein in bestimmte ,grenzen eingeschlossen finden1 mssen wir das auerhalb unseres eigenen ,wesens gelegene ,gebiet mit ,hilfe des aus dem allgemeinen ,weltensein in uns hereinragenden ,denkens kennen lernen4 ,dadurch1 da das ,denken in uns bergreift ber unser ,sondersein und auf das allgemeine ,weltensein sich bezieht1 entsteht in uns der ,trieb der ,erkenntnis4 ,wesen ohne ,denken haben diesen ,trieb nicht4 ,wenn sich ihnen andere ,dinge gegenberstellen1 so sind dadurch keine ,fragen gegeben4 ,diese anderen ,dinge bleiben solchen ,wesen uerlich4 ,bei denkenden ,wesen stt dem ,auendinge gegenber der ,begriff auf4 ,er ist dasjenige1 was wir von dem ,dinge nicht von auen1 sondern von innen empfangen4 ,den ,ausgleich1 die ,vereinigung der beiden ,elemente1 des inneren und des ueren1 soll die ,erkenntnis liefern4 ,die ,wahrnehmung ist also nichts ,fertiges1 ,abgeschlossenes1 sondern die eine ,seite der totalen ,wirklichkeit4 ,die andere ,seite ist der ,begriff4 ,der ,erkenntnisakt ist die ,synthese von ,wahrnehmung und ,begriff4 ,wahrnehmung und ,begriff eines ,dinges machen aber erst das ganze ,ding aus4 ,die vorangehenden ,ausfhrungen liefern den ,beweis1 da es ein ,unding ist1 etwas anderes ,gemeinsames in den ,einzelwesen der ,welt zu suchen1 als den ideellen ,inhalt1 den uns das ,denken darbietet4 ,alle ,versuche mssen scheitern1 die nach einer anderen ,welteinheit streben als nach diesem in sich zusammenhngenden ideellen ,inhalt1 welchen wir uns durch denkende ,betrachtung unserer ,wahrnehmungen erwerben4 ,nicht ein persnlicher ,gott1 nicht ,kraft oder ,stoff1 noch der ideenlose ,wille 7,schopenhauers und ,hartmanns7 knnen uns als eine universelle ,welteinheit gelten4 ,diese ,wesenheiten gehren smtlich nur einem beschrnkten ,gebiet unserer ,beobachtung an4 ,persnlichkeit nehmen wir nur an uns1 ,kraft und ,stoff an den ,auendingen wahr4 ,was den ,willen betrifft1 so kann er nur als die ,thtigkeitsuerung unserer beschrnkten ,persnlichkeit gelten4 ,schopenhauer will es vermeiden1 das abstrakte ,denken zum ,trger der ,welteinheit zu machen und sucht statt dessen etwas1 das sich ihm unmittelbar als ein ,reales darbietet4 ,dieser ,philosoph glaubt1 da wir der ,welt nimmermehr beikommen1 wenn wir sie als ,auenwelt ansehen4 ,in der ,that wrde die nachgeforschte ,bedeutung der mir lediglich als meine ,vorstellung gegenberstehenden ,welt1 oder der bergang von ihr1 als bloe ,vorstellung des erkennenden ,subjekts1 zu dem1 was sie noch auerdem sein mag1 nimmermehr zu finden sein1 wenn der ,forscher selbst nichts weiter als das rein erkennende ,subjekt 7geflgelter ,engelskopf ohne ,leib7 wre4 ,nun aber wurzelt er selbst in jener ,welt1 findet sich nmlich in ihr als ,individuum1 d4 h4 sein ,erkennen1 welches der bedingende ,trger der ganzen ,welt als ,vorstellung ist1 ist demnach durchaus vermittelt durch einen ,leib1 dessen ,affektionen1 wie gezeigt1 dem ,verstande der ,ausgangspunkt der ,anschauung jener ,welt sind4 ,dieser ,leib ist dem rein erkennenden ,subjekt als solchen eine ,vorstellung wie jede andere1 ein ,objekt unter ,objekten3 die ,bewegungen1 die ,aktionen desselben sind ihm insoweit nicht anders als wie die ,vernderungen aller anderen anschaulichen ,objekte bekannt1 und wren ihm ebenso fremd und unverstndlich1 wenn die ,bedeutung derselben ihm nicht etwa auf eine ganz andere ,art entrtselt wre444444 ,dem ,subjekt des ,erkennens1 welches durch seine ,identitt mit dem ,leibe als ,individuum auftritt1 ist dieser ,leib auf zwei ganz verschiedene ,weisen gegeben3 einmal als ,vorstellung in verstndiger ,anschauung1 als ,objekt unter ,objekten1 und den ,gesetzen dieser unterworfen2 sodann aber auch zugleich auf eine ganz andere ,weise1 nmlich als jenes jedem unmittelbar bekannte1 welches das ,wort ,wille bezeichnet4 ,jeder wahre ,akt seines ,willens ist sofort und unausbleiblich auch eine ,bewegung seines ,leibes3 er kann den ,akt nicht wirklich wollen1 ohne zugleich wahrzunehmen1 da er als ,bewegung des ,leibes erscheint4 ,der ,willensakt und die ,aktion des ,leibes sind nicht zwei objektiv erkannte verschiedene ,zustnde1 die das ,band der ,kausalitt verknpft1 stehen nicht im ,verhltnis von ,ursache und ,wirkung2 sondern sind eins und dasselbe1 nur auf zwei gnzlich verschiedene ,weisen gegeben3 einmal ganz unmittelbar und einmal in der ,anschauung fr den ,verstand4 ,durch diese ,auseinandersetzungen glaubt sich ,schopenhauer berechtigt1 in dem ,leibe des ,menschen die ,objektitt des ,willens zu finden4 ,er ist der ,meinung1 in den ,aktionen des ,leibes unmittelbar eine ,realitt1 das ,ding an sich in concreto zu fhlen4 ,gegen diese ,ausfhrungen mu eingewendet werden1 da uns die ,aktionen unseres ,leibes nur durch ,selbstwahrnehmungen zum ,bewutsein kommen und als solche nichts voraus haben vor anderen ,wahrnehmungen4 ,wenn wir ihre ,wesenheit erkennen wollen1 so knnen wir dies nur durch denkende ,betrachtung1 d4 h4 durch ,eingliederung derselben in das ideelle ,system unserer ,begriffe und ,ideen4 ,am tiefsten eingewurzelt in das naive ,menschheitsbewutsein ist die ,meinung3 das ,denken sei abstrakt1 ohne allen konkreten ,inhalt4 ,es knne hchstens ein ideelles ,gegenbild der ,welteinheit liefern1 nicht etwa diese selbst4 ,wer so urteilt1 hat sich niemals klar gemacht1 was die ,wahrnehmung ohne den ,begriff ist4 ,sehen wir uns nur diese ,welt der ,wahrnehmung an3 ,ein bloes ,nebeneinander im ,raum und ,nacheinander in der ,zeit1 ein ,aggregat zusammenhangloser ,einzelheiten ist sie4 ,keines der ,dinge1 die da auftreten und abgehen auf der ,wahrnehmungsbhne1 hat mit dem andern etwas zu thun4 ,die ,welt ist eine ,mannigfaltigkeit von gleichwertigen ,gegenstnden4 ,keiner spielt eine grere ,rolle als der andere im ,getriebe der ,welt4 ,soll uns klar werden1 da diese oder jene ,thatsache grere ,bedeutung hat als die andere1 so mssen wir unser ,denken befragen4 ,ohne das funktionierende ,denken erscheint uns das rudimentre ,organ des ,tieres1 das ohne ,bedeutung fr dessen ,leben ist1 gleichwertig mit dem wichtigsten ,krpergliede4 ,die einzelnen ,thatsachen treten in ihrer ,bedeutung in sich und fr die brigen ,teile der ,welt erst hervor1 wenn das ,denken seine ,fden zieht von ,wesen zu ,wesen4 ,diese ,thtigkeit des ,denkens ist eine inhaltvolle4 ,denn nur durch einen ganz bestimmten konkreten ,inhalt kann ich wissen1 warum die ,schnecke auf einer niedrigeren ,organisationsstufe steht als der ,lwe4 ,der bloe ,anblick1 die ,wahrnehmung giebt mir keinen ,inhalt1 der mich ber die ,vollkommenheit der ,organisation belehren knnte4 ,diesen ,inhalt bringt das ,denken der ,wahrnehmung aus der ,begriffs- und ,ideenwelt des ,menschen entgegen4 ,im ,gegensatz zum ,wahrnehmungsinhalte1 der uns von auen gegeben ist1 erscheint der ,gedankeninhalt im ,innern4 ,die ,form1 in der er zunchst auftritt1 wollen wir als ,intuition bezeichnen4 ,sie ist fr das des ,denkens1 was die ,beobachtung fr die ,wahrnehmung ist4 ,intuition und ,beobachtung sind die ,quellen unserer ,erkenntnis4 ,wir stehen einem beobachteten ,dinge der ,welt so lange fremd gegenber1 so lange wir in unserem ,innern nicht die entsprechende ,intuition haben1 die uns das in der ,wahrnehmung fehlende ,stck der ,wirklichkeit ergnzt4 ,wer nicht die ,fhigkeit hat1 die den ,dingen entsprechenden ,intuitionen zu finden1 dem bleibt die volle ,wirklichkeit verschlossen4 ,wie der ,farbenblinde nur ,helligkeitsunterschiede ohne ,farbenqualitten sieht1 so kann der ,intuitionslose nur unzusammenhngende ,wahrnehmungsfragmente beobachten4 ,ein ,ding erklren1 verstndlich machen heit nichts anderes1 als es in den ,zusammenhang hinein versetzen1 aus dem es durch die oben geschilderte ,einrichtung unserer ,organisation herausgerissen ist4 ,ein von dem ,weltganzen abgetrenntes ,ding giebt es nicht4 ,alle ,sonderung hat blo subjektive ,geltung fr unsere ,organisation4 ,fr uns legt sich das ,weltganze auseinander in3 oben und unten1 vor und nach1 ,ursache und ,wirkung1 ,gegenstand und ,vorstellung1 ,stoff und ,kraft1 ,objekt und ,subjekt u4 s4 w4 ,was uns in der ,beobachtung an ,einzelheiten gegenbertritt1 das verbindet sich durch die zusammenhngende1 einheitliche ,welt unserer ,intuitionen ,glied fr ,glied2 und wir fgen durch das ,denken alles wieder in ,eins zusammen1 was wir durch das ,wahrnehmen getrennt haben4 ,die ,rtselhaftigkeit eines ,gegenstandes liegt in seinem ,sonderdasein4 ,diese ist aber von uns hervorgerufen und kann1 innerhalb der ,begriffswelt1 auch wieder aufgehoben werden4 ,auer durch ,denken und ,wahrnehmen ist uns direkt nichts gegeben4 ,es entsteht nun die ,frage3 wie steht es gem unseren ,ausfhrungen mit der ,bedeutung der ,wahrnehmung8 ,wir haben zwar erkannt1 da der ,beweis1 den der kritische ,idealismus fr die subjektive ,natur der ,wahrnehmungen vorbringt1 in sich zerfllt2 aber mit der ,einsicht in die ,unrichtigkeit des ,beweises ist noch nicht ausgemacht1 da die ,sache selbst auf einem ,irrtume beruht4 ,der kritische ,idealismus geht in seiner ,beweisfhrung nicht von der absoluten ,natur des ,denkens aus1 sondern sttzt sich darauf1 da der naive ,realismus1 konsequent verfolgt1 sich selbst aufhebt4 ,wie stellt sich die ,sache1 wenn die ,absolutheit des ,denkens erkannt ist8 ,nehmen wir an1 es trete eine bestimmte ,wahrnehmung1 z4 ,b4 ,rot1 in meinem ,bewutsein auf4 ,die ,wahrnehmung erweist sich bei fortgehender ,betrachtung in ,zusammenhang stehend mit anderen ,wahrnehmungen1 z4 ,b4 einer bestimmten ,figur1 mit gewissen ,temperatur- und ,tastwahrnehmungen4 ,diesen ,zusammenhang bezeichne ich als einen ,gegenstand der ,sinnenwelt4 ,ich kann mich nun fragen3 was findet sich auer dem angefhrten noch in jenem ,raumausschnitte1 in dem mir obige ,wahrnehmungen erscheinen4 ,ich werde mechanische1 chemische und andere ,vorgnge innerhalb des ,raumteiles finden4 ,nun gehe ich weiter und untersuche die ,vorgnge1 die ich auf dem ,wege von dem ,gegenstande zu meinem ,sinnesorgane finde4 ,ich werde ,bewegungsvorgnge in einem elastischen ,mittel finden1 die ihrer ,wesenheit nach nicht das ,geringste mit den ursprnglichen ,wahrnehmungen gemein haben4 ,das gleiche ,resultat erhalte ich1 wenn ich die weitere ,vermittelung vom ,sinnorgane zum ,gehirn untersuche4 ,auf jedem dieser ,gebiete mache ich neue ,wahrnehmungen2 aber was als bindendes ,mittel sich durch alle diese rumlich und zeitlich auseinanderliegenden ,wahrnehmungen hindurchwebt1 das ist das ,denken4 ,die den ,schall vermittelnden ,schwingungen der ,luft sind mir gerade so als ,wahrnehmungen gegeben wie der ,schall selbst4 ,nur das ,denken gliedert alle diese ,wahrnehmungen aneinander und zeigt sie in ihren gegenseitigen ,beziehungen4 ,wir knnen nicht davon sprechen1 da es auer dem unmittelbar ,wahrgenommenen noch anderes giebt1 als die ideellen 7durch das ,denken aufzudeckenden7 ,zusammenhnge der ,wahrnehmungen4 ,die ber das blo ,wahrgenommene hinausgehende ,beziehung der ,wahrnehmungsobjekte zum ,wahrnehmungssubjekte ist also eine blo ideelle1 d4 h4 nur durch ,begriffe ausdrckbare4 ,nur in dem ,falle1 wenn ich wahrnehmen knnte1 wie das ,wahrnehmungsobjekt das ,wahrnehmungssubjekt afficiert1 oder umgekehrt1 wenn ich den ,aufbau des ,wahrnehmungsgebildes durch das ,subjekt beobachten knnte1 wre es mglich1 so zu sprechen1 wie es die moderne ,physiologie und der auf sie gebaute kritische ,idealismus thun4 ,diese ,ansicht verwechselt einen ideellen ,bezug 7des ,objekts auf das ,subjekt7 mit einem ,proze1 von dem nur gesprochen werden knnte1 wenn er wahrzunehmen wre4 ,der ,satz ,keine ,farbe ohne farbenempfindendes ,auge kann daher nicht die ,bedeutung haben1 da das ,auge die ,farbe hervorbringt1 sondern nur die1 da ein durch das ,denken erkennbarer ideeller ,zusammenhang besteht zwischen der ,wahrnehmung ,farbe und der ,wahrnehmung ,auge4 ,die empirische ,wissenschaft wird festzustellen haben1 wie sich die ,eigenschaften des ,auges und die der ,farben zu einander verhalten2 durch welche ,einrichtungen das ,sehorgan die ,wahrnehmung der ,farben vermittelt u4 s4 w4 ,ich kann verfolgen1 wie eine ,wahrnehmung auf die andere folgt1 wie sie rumlich mit andern in ,beziehung steht1 und dies dann in einen begrifflichen ,ausdruck bringen2 aber ich kann nicht wahrnehmen1 wie eine ,wahrnehmung aus dem ,unwahrnehmbaren hervorgeht4 ,alle ,bemhungen1 zwischen den ,wahrnehmungen andere als ,gedankenbezge zu suchen1 mssen notwendig scheitern4 ,was ist also die ,wahrnehmung8 ,diese ,frage ist1 im allgemeinen gestellt1 absurd4 ,die ,wahrnehmung tritt immer als eine ganz bestimmte1 als konkreter ,inhalt auf4 ,dieser ,inhalt ist unmittelbar gegeben1 und erschpft sich in dem ,gegebenen4 ,man kann in ,bezug auf dieses ,gegebene nur fragen1 was es auerhalb der ,wahrnehmung d4 i4 fr das ,denken ist4 ,die ,frage nach dem ,was einer ,wahrnehmung kann also nur auf die begriffliche ,intuition gehen1 die ihr entspricht4 ,unter diesem ,gesichtspunkte kann die ,frage nach der ,subjektivitt der ,wahrnehmung im ,sinne des kritischen ,idealismus gar nicht aufgeworfen werden4 ,als subjektiv darf nur bezeichnet werden1 was als zum ,subjekte gehrig wahrgenommen wird4 ,das ,band zu bilden zwischen ,subjektivem und ,objektivem kommt keinem1 im naiven ,sinn realen1 ,proze d4 h4 einem wahrnehmbaren ,geschehen zu1 sondern allein dem ,denken4 ,es ist also fr uns objektiv1 was sich fr die ,wahrnehmung als auerhalb des ,wahrnehmungssubjektes gelegen darstellt4 ,mein ,wahrnehmungssubjekt bleibt fr mich wahrnehmbar1 wenn der ,tisch1 der soeben vor mir steht1 aus dem ,kreise meiner ,beobachtung verschwunden sein wird4 ,die ,beobachtung des ,tisches hat eine1 ebenfalls bleibende1 ,vernderung in mir hervorgerufen4 ,ich behalte ein ,bild des ,tisches zurck1 das nun mit meinem ,selbst verbunden ist4 ,die moderne ,psychologie bezeichnet dieses ,bild als ,erinnerungsvorstellung4 ,es ist aber dasjenige1 was allein mit ,recht ,vorstellung des ,tisches genannt werden kann4 ,es ist nmlich die wahrnehmbare ,vernderung meines eigenen ,zustandes durch die ,anwesenheit des ,tisches in meinem ,gesichtsfelde4 ,und zwar bedeutet sie nicht die ,vernderung irgend eines hinter dem ,wahrnehmungssubjekte stehenden ,ich an sich1 sondern die ,vernderung des wahrnehmbaren ,subjektes selbst4 ,die ,vorstellung ist also eine subjektive ,wahrnehmung im ,gegensatz zur objektiven ,wahrnehmung bei ,anwesenheit des ,gegenstandes im ,wahrnehmungshorizonte4 ,das ,zusammenwerfen jener subjektiven mit dieser objektiven ,wahrnehmung fhrt zu dem ,miverstndnisse des ,idealismus3 die ,welt ist meine ,vorstellung4 ,es wird sich nun zunchst darum handeln1 den ,begriff der ,vorstellung nher zu bestimmen4 ,was wir bisher ber sie vorgebracht haben1 ist nicht der ,begriff derselben1 sondern weist nur den ,weg1 wo sie im ,wahrnehmungsfelde zu finden ist4 ,der genaue ,begriff der ,vorstellung wird es uns dann auch mglich machen1 einen befriedigenden ,aufschlu ber das ,verhltnis von ,vorstellung und ,gegenstand zu gewinnen4 ,dies wird uns dann auch ber die ,grenze fhren1 wo das ,verhltnis zwischen ,subjekt und ,objekt von dem rein begrifflichen ,felde des ,erkennens hinabgefhrt wird in das konkrete individuelle ,leben4 ,wissen wir erst1 was wir von der ,welt zu halten haben1 dann wird es ein ,leichtes sein1 auch uns darnach einzurichten4 ,wir knnen erst mit voller ,kraft thtig sein1 wenn wir das ,objekt kennen1 dem wir unsere ,thtigkeit widmen4 ,,vii4 ,,die ,,menschliche ,,individualit,t4 ,die ,hauptschwierigkeit bei der ,erklrung der ,vorstellungen wird von den ,philosophen in dem ,umstande gefunden1 da wir die ueren ,dinge nicht selbst sind1 und unsere ,vorstellungen doch eine den ,dingen entsprechende ,gestalt haben sollen4 ,bei genauerem ,zusehen stellt sich aber heraus1 da diese ,schwierigkeit gar nicht besteht4 ,die ueren ,dinge sind wir allerdings nicht1 aber wir gehren mit den ueren ,dingen zu ein und derselben ,welt4 ,der ,ausschnitt aus der ,welt1 den ich als mein ,subjekt wahrnehme1 wird von dem ,strome des allgemeinen ,weltgeschehens durchzogen4 ,fr mein ,wahrnehmen bin ich zunchst innerhalb der ,grenzen meiner ,leibeshaut eingeschlossen4 ,aber was da drinnen steckt in dieser ,leibeshaut1 gehrt zu dem ,kosmos als einem ,ganzen4 ,damit also eine ,beziehung bestehe zwischen meinem ,organismus und dem ,gegenstande auer mir1 ist es gar nicht ntig1 da etwas von dem ,gegenstande in mich hereinschlpfe oder in meinen ,geist einen ,eindruck mache1 wie ein ,siegelring in ,wachs4 ,die ,frage3 wie bekomme ich ,kunde von dem ,baume1 der zehn ,schritte von mir entfernt steht1 ist vllig schief gestellt4 ,sie entspringt aus der ,anschauung1 da meine ,leibesgrenzen absolute ,scheidewnde seien1 durch die die ,nachrichten von den ,dingen in mich hereinwandern4 ,die ,krfte1 welche innerhalb meiner ,leibeshaut wirken1 sind die gleichen wie die auerhalb bestehenden4 ,ich bin also wirklich die ,dinge2 allerdings nicht ,ich1 insoferne ich ,wahrnehmungssubjekt bin1 aber ,ich1 insofern ich ein ,teil innerhalb des allgemeinen ,weltgeschehens bin4 ,die ,wahrnehmung des ,baumes liegt mit meinem ,ich in demselben ,ganzen4 ,dieses allgemeine ,weltgeschehen ruft in gleichem ,mae dort die ,wahrnehmung des ,baumes hervor1 wie hier die ,wahrnehmung meines ,ich4 ,wre ich nicht ,welterkenner1 sondern ,weltschpfer1 so entstnde ,objekt und ,subjekt 7,wahrnehmung und ,ich7 in einem ,akte4 ,denn sie bedingen einander gegenseitig4 ,als ,welterkenner kann ich das ,gemeinsame der beiden als zusammengehriger ,wesenseiten nur durch ,denken finden1 das durch ,begriffe beide aufeinander bezieht4 ,am schwierigsten aus dem ,felde zu schlagen werden die sogenannten physiologischen ,beweise fr die ,subjektivitt unserer ,wahrnehmungen sein4 ,wenn ich einen ,druck auf die ,haut meines ,krpers ausfhre1 so nehme ich ihn als ,druckempfindung wahr4 ,denselben ,druck kann ich durch das ,auge als ,licht1 durch das ,ohr als ,ton wahrnehmen4 ,einen elektrischen ,schlag nehme ich durch das ,auge als ,licht1 durch das ,ohr als ,schall1 durch die ,hautnerven als ,sto1 durch das ,geruchsorgan als ,phosphorgeruch wahr4 ,was folgt aus dieser ,thatsache8 ,nur dieses3 ,ich nehme einen elektrischen ,schlag wahr 7resp4 einen ,druck7 und darauf eine ,lichtqualitt1 oder einen ,ton1 bezw4 einen gewissen ,geruch u4 s4 w4 ,wenn kein ,auge da wre1 so gesellte sich zu der ,wahrnehmung der mechanischen ,erschtterung in der ,umgebung keine ,lichtqualitt1 ohne die ,anwesenheit eines ,gehrorgans kein ,ton u4 s4 w4 ,mit welchem ,rechte kann man sagen1 ohne ,wahrnehmungsorgane wre der ganze ,vorgang nicht vorhanden8 ,wer von dem ,umstande1 da ein elektrischer ,vorgang im ,auge ,licht hervorruft1 zurckschliet3 also ist das1 was wir als ,licht empfinden1 auer unserem ,organismus nur ein mechanischer ,bewegungsvorgang1 der vergit1 da er nur von einer ,wahrnehmung auf die andere bergeht und durchaus nicht auf etwas auerhalb der ,wahrnehmung4 ,ebenso gut1 wie man sagen kann3 das ,auge nimmt einen mechanischen ,bewegungsvorgang seiner ,umgebung als ,licht wahr1 ebensogut kann man behaupten3 eine gesetzmige ,vernderung eines ,gegenstandes wird von uns als ,bewegungsvorgang wahrgenommen4 ,wenn ich auf dem ,umfang einer rotierenden ,scheibe ein ,pferd zwlfmal male1 und zwar genau in den ,gestalten1 die sein ,krper im fortgehenden ,laufe annimmt1 so kann ich durch ,rotieren der ,scheibe den ,schein der ,bewegung hervorrufen4 ,ich brauche nur durch eine ffnung zu blicken und zwar so1 da ich in den entsprechenden ,zwischenzeiten die aufeinander folgenden ,stellungen des ,pferdes sehe4 ,ich sehe nicht zwlf ,pferdebilder1 sondern das ,bild eines dahineilenden ,pferdes4 ,die erwhnte physiologische ,thatsache kann also kein ,licht auf das ,verhltnis von ,wahrnehmung und ,vorstellung werfen4 ,wir mssen uns auf andere ,weise zurechtfinden4 ,in dem ,augenblicke1 wo eine ,wahrnehmung in meinem ,beobachtungshorizonte auftaucht1 bethtigt sich durch mich auch das ,denken4 ,ein ,glied in meinem ,gedankensysteme1 eine bestimmte ,intuition1 ein ,begriff verbindet sich mit der ,wahrnehmung4 ,wenn dann die ,wahrnehmung aus meinem ,gesichtskreise verschwindet3 was bleibt zurck8 ,meine ,intuition mit der ,beziehung auf die bestimmte ,wahrnehmung1 die sich im ,momente des ,wahrnehmens gebildet hat4 ,mit welcher ,lebhaftigkeit ich dann spter diese ,beziehung mir wieder vergegenwrtigen kann1 das hngt von der ,art ab1 in der mein geistiger und krperlicher ,organismus funktioniert4 ,die ,vorstellung ist nichts anderes als eine auf eine bestimmte ,wahrnehmung bezogene ,intuition1 ein ,begriff1 der einmal mit einer ,wahrnehmung verknpft war1 und dem der ,bezug auf diese ,wahrnehmung geblieben ist4 ,mein ,begriff eines ,lwen ist nicht aus meinen ,wahrnehmungen von ,lwen gebildet4 ,wohl aber ist meine ,vorstellung vom ,lwen an der ,wahrnehmung gebildet4 ,ich kann jemandem den ,begriff eines ,lwen beibringen1 der nie einen ,lwen gesehen hat4 ,eine lebendige ,vorstellung ihm beizubringen1 wird mir ohne sein eigenes ,wahrnehmen nicht gelingen4 ,die ,vorstellung ist also nichts anderes als ein individualisierter ,begriff4 ,und nun ist es uns erklrlich1 da fr uns die ,dinge der ,wirklichkeit durch ,vorstellungen reprsentiert werden knnen4 ,die volle ,wirklichkeit eines ,dinges ergiebt sich uns im ,augenblicke der ,beobachtung aus dem ,zusammengehen von ,begriff und ,wahrnehmung4 ,der ,begriff erhlt durch eine ,wahrnehmung eine individuelle ,gestalt1 einen ,bezug zu dieser bestimmten ,wahrnehmung4 ,in dieser individuellen ,gestalt1 die den ,bezug auf die ,wahrnehmung als eine ,eigentmlichkeit in sich trgt1 lebt er in uns fort und bildet die ,vorstellung des betreffenden ,dinges4 ,treffen wir auf ein zweites ,ding1 mit dem sich derselbe ,begriff verbindet1 so erkennen wir es mit dem ersten als zu derselben ,art gehrig2 treffen wir dasselbe ,ding ein zweites ,mal wieder1 so finden wir in unserem ,begriffssysteme nicht nur berhaupt einen entsprechenden ,begriff1 sondern den individualisierten ,begriff mit dem ihm eigentmlichen ,bezug auf denselben ,gegenstand1 und wir erkennen den ,gegenstand wieder4 ,die ,vorstellung steht also zwischen ,wahrnehmung und ,begriff4 ,sie ist der bestimmte1 auf die ,wahrnehmung deutende ,begriff4 ,die ,summe meiner ,vorstellungen kann ich meine ,erfahrung nennen4 ,derjenige ,mensch wird die reichere ,erfahrung haben1 der eine grere ,zahl individualisierter ,begriffe hat4 ,ein ,mensch1 dem jedes ,intuitionsvermgen fehlt1 ist nicht geeignet1 sich ,erfahrung zu erwerben4 ,er verliert die ,gegenstnde wieder aus seinem ,gesichtskreise1 weil ihm die ,begriffe fehlen1 die er zu ihnen in ,beziehung setzen soll4 ,ein ,mensch mit gut entwickeltem ,denkvermgen1 aber mit einem infolge grober ,sinneswerkzeuge schlecht funktionierenden ,wahrnehmen1 wird ebensowenig ,erfahrung sammeln knnen4 ,er kann sich zwar auf irgend eine ,weise ,begriffe erwerben2 aber seinen ,intuitionen fehlt der lebendige ,bezug auf bestimmte ,dinge4 ,der gedankenlose ,reisende und der in abstrakten ,begriffssystemen lebende ,gelehrte sind gleich unfhig1 sich eine reiche ,erfahrung zu erwerben4 ,als ,wahrnehmung und ,begriff stellt sich uns die ,wirklichkeit2 als ,vorstellung die subjektive ,reprsentation dieser ,wirklichkeit dar4 ,wenn sich unsere ,persnlichkeit blo als erkennend uerte1 so wre die ,summe alles ,objektiven in ,wahrnehmung1 ,begriff und ,vorstellung gegeben4 ,wir begngen uns aber nicht damit1 die ,wahrnehmung mit ,hilfe des ,denkens auf den ,begriff zu beziehen1 sondern wir beziehen sie auch auf unsere besondere ,subjektivitt1 auf unser individuelles ,ich4 ,der ,ausdruck dieses individuellen ,bezuges ist das ,gefhl1 das sich als ,lust oder ,unlust auslebt4 ,denken und ,fhlen entsprechen der ,doppelnatur unseres ,wesens1 der wir schon gedacht haben4 ,das ,denken ist das ,element1 durch das wir das allgemeine ,geschehen des ,kosmos mitmachen2 das ,fhlen das1 wodurch wir uns in die ,enge des eigenen ,wesens zurckziehen4 ,unser ,denken verbindet uns mit der ,welt2 unser ,fhlen fhrt uns in uns selbst zurck1 macht uns erst zum ,individuum4 ,wren wir blo denkende und wahrnehmende ,wesen1 so mte unser ganzes ,leben in unterschiedloser ,gleichgltigkeit dahinflieen4 ,wenn wir uns blo als ,selbst erkennen knnten1 so wren wir uns vollstndig gleichgltig4 ,erst dadurch1 da wir mit der ,selbsterkenntnis das ,selbstgefhl1 mit der ,wahrnehmung der ,dinge ,lust und ,schmerz empfinden1 leben wir als individuelle ,wesen1 deren ,dasein nicht mit dem ,begriffsverhltnis erschpft ist1 in dem sie zu der brigen ,welt stehen1 sondern die noch einen besonderen ,wert fr sich haben4 ,man knnte versucht sein1 in dem ,gefhlsleben ein ,element zu sehen1 das reicher mit ,wirklichkeit gesttigt ist als das denkende ,betrachten der ,welt4 ,darauf ist zu erwidern1 da das ,gefhlsleben eben doch nur fr mein ,individuum diese reichere ,bedeutung hat4 ,fr das ,weltganze kann mein ,gefhlsleben nur einen ,wert erhalten1 wenn das ,gefhl1 als ,wahrnehmung an meinem ,selbst1 mit einem ,begriffe in ,verbindung tritt und sich auf diesem ,umwege dem ,kosmos eingliedert4 ,unser ,leben ist ein fortwhrendes ,hin- und ,herpendeln zwischen dem ,mitleben des allgemeinen ,weltgeschehens und unserem individuellen ,sein4 ,je weiter wir hinaufsteigen in die allgemeine ,natur des ,denkens1 wo uns das ,individuelle zuletzt nur mehr als ,beispiel1 als ,exemplar des ,begriffes interessiert1 desto mehr verliert sich in uns der ,charakter des besonderen ,wesens1 der ganz bestimmten einzelnen ,persnlichkeit4 ,je weiter wir herabsteigen in die ,tiefen des ,eigenlebens und unsere ,gefhle mitklingen lassen mit den ,erfahrungen der ,auenwelt1 desto mehr sondern wir uns ab von dem universellen ,sein4 ,eine wahrhafte ,individualitt wird derjenige sein1 der am weitesten hinaufreicht mit seinen ,gefhlen in die ,region des ,ideellen4 ,es giebt ,menschen1 bei denen auch die allgemeinsten ,ideen1 die in ihrem ,kopfe sich festsetzen1 noch jene besondere ,frbung tragen1 die sie unverkennbar als mit ihrem ,trger im ,zusammenhange zeigt4 ,andere existieren1 deren ,begriffe so ohne jede ,spur einer ,eigentmlichkeit an uns herankommen1 als wren sie gar nicht aus einem ,menschen entsprungen1 der ,fleisch und ,blut hat4 ,das ,vorstellen giebt unserem ,begriffsleben bereits ein individuelles ,geprge4 ,jedermann hat ja einen eigenen ,standort1 von dem aus er die ,welt betrachtet4 ,an seine ,wahrnehmungen schlieen sich seine ,begriffe an4 ,er wird auf seine besondere ,art die allgemeinen ,begriffe denken4 ,diese besondere ,bestimmtheit ist ein ,ergebnis unseres ,standortes in der ,welt1 der an unseren ,lebensplatz sich anschlieenden ,wahrnehmungssphre4 ,wir nennen die hiermit gekennzeichneten ,voraussetzungen des ,individuellen das milieu4 ,dieser ,bestimmtheit steht entgegen eine andere1 von unserer besonderen ,organisation abhngige4 ,unsere ,organisation ist ja eine spezielle1 vollbestimmte ,einzelheit4 ,wir verbinden jeder besondere ,gefhle und zwar in den verschiedensten ,strkegraden mit unseren ,wahrnehmungen4 ,dies ist das ,individuelle unserer ,eigenpersnlichkeit4 ,es bleibt als ,rest zurck1 wenn wir die ,bestimmtheiten des milieu alle in ,rechnung gebracht haben4 ,ein vllig gedankenleeres ,gefhlsleben mte allmhlich allen ,zusammenhang mit der ,welt verlieren4 ,die ,erkenntnis der ,dinge wird bei dem auf ,totalitt angelegten ,menschen ,hand in ,hand gehen mit der ,ausbildung und ,entwicklung des ,gefhlslebens4 ,das ,gefhl ist das ,mittel1 wodurch die ,begriffe zunchst konkretes ,leben gewinnen4 ,,viii4 ,,giebt ,,es ,,grenzen ,,des ,,erkennens8 ,wir haben festgestellt1 da die ,elemente zur ,erklrung der ,wirklichkeit den beiden ,sphren3 dem ,wahrnehmen und dem ,denken zu entnehmen sind4 ,unsere ,organisation bedingt es1 wie wir gesehen haben1 da uns die volle1 totale ,wirklichkeit1 einschlielich unseres eigenen ,subjektes1 zunchst als ,zweiheit erscheint4 ,das ,erkennen berwindet diese ,zweiheit1 indem es aus den beiden ,elementen der ,wirklichkeit3 der ,wahrnehmung und dem ,begriff das ganze ,ding zusammenfgt4 ,nennen wir die ,weise1 in der uns die ,welt entgegentritt1 bevor sie durch das ,erkennen ihre rechte ,gestalt gewonnen hat1 die ,welt der ,erscheinung im ,gegensatz zu der aus ,wahrnehmung und ,begriff einheitlich zusammengesetzten ,wesenheit4 ,dann knnen wir sagen3 die ,welt ist uns als ,zweiheit 7dualistisch7 gegeben1 und das ,erkennen verarbeitet sie zur ,einheit 7monistisch74 ,eine ,philosophie1 welche von diesem ,grundprinzip ausgeht1 kann als monistische ,philosophie oder ,monismus bezeichnet werden4 ,ihr steht gegenber die ,zweiweltentheorie oder der ,dualismus4 ,der letztere nimmt nicht etwa zwei blo durch unsere ,organisation auseinandergehaltene ,seiten der einheitlichen ,wirklichkeit an1 sondern zwei von einander absolut verschiedene ,welten4 ,er sucht dann ,erklrungsprinzipien fr die eine ,welt in der andern4 ,der ,dualismus beruht auf einer falschen ,auffassung dessen1 was wir ,erkenntnis nennen4 ,er trennt das gesamte ,sein in zwei ,gebiete1 von denen jedes seine eigenen ,gesetze hat1 und lt diese ,gebiete einander uerlich gegenberstehen4 ,einem solchen ,dualismus entspringt die durch ,kant in die ,wissenschaft eingefhrte und bis heute nicht wieder herausgebrachte ,unterscheidung von ,wahrnehmungsobjekt und ,ding an sich4 ,unseren ,ausfhrungen gem liegt es in der ,natur unserer geistigen ,organisation1 da ein besonderes ,ding nur als ,wahrnehmung gegeben sein kann4 ,das ,denken berwindet dann die ,besonderung1 indem es jeder ,wahrnehmung ihre gesetzmige ,stelle im ,weltganzen anweist4 ,so lange die gesonderten ,teile des ,weltganzen als ,wahrnehmungen bestimmt werden1 folgen wir einfach in der ,aussonderung einem ,gesetze unserer ,subjektivitt4 ,betrachten wir aber die ,summe aller ,wahrnehmungen als den ,einen ,teil und stellen diesem dann einen zweiten in den ,dingen an sich gegenber1 so philosophieren wir ins ,blaue hinein4 ,wir haben es dann mit einem bloen ,begriffsspiel zu thun4 ,wir konstruieren einen knstlichen ,gegensatz1 knnen aber fr das zweite ,glied desselben keinen ,inhalt gewinnen1 denn ein solcher kann fr ein besonderes ,ding nur aus der ,wahrnehmung geschpft werden4 ,jede ,art des ,seins1 das auerhalb des ,gebietes von ,wahrnehmung und ,begriff angenommen wird1 ist in die ,sphre der unberechtigten ,hypothesen zu verweisen4 ,in diese ,kategorie gehrt das ,ding an sich4 ,es ist nur ganz natrlich1 da der dualistische ,denker den ,zusammenhang des hypothetisch angenommenen ,weltprinzipes und des erfahrungsmig ,gegebenen nicht finden kann4 ,fr das hypothetische ,weltprincip lt sich nur ein ,inhalt gewinnen1 wenn man ihn aus der ,erfahrungswelt entlehnt und sich ber diese ,thatsache hinwegtuscht4 ,sonst bleibt es ein inhaltsleerer ,begriff1 ein ,unbegriff1 der nur die ,form des ,begriffes hat4 ,der dualistische ,denker behauptet dann gewhnlich3 der ,inhalt dieses ,begriffes sei unserer ,erkenntnis unzugnglich2 wir knnten nur wissen1 da ein solcher ,inhalt vorhanden ist1 nicht was vorhanden ist4 ,in beiden ,fllen ist die berwindung des ,dualismus unmglich4 ,bringt man ein paar abstrakte ,elemente der ,erfahrungswelt in den ,begriff des ,dinges an sich hinein1 dann bleibt es doch unmglich1 das reiche konkrete ,leben der ,erfahrung auf ein paar ,eigenschaften zurckzufhren1 die selbst nur aus dieser ,wahrnehmung entnommen sind4 ,du ,bois-,reymond stellt fest1 da die unwahrnehmbaren ,atome der ,materie durch ihre ,lage und ,bewegung ,empfindung und ,gefhl erzeugen1 um dann zu dem ,schlusse zu kommen3 wir knnen niemals zu einer befriedigenden ,erklrung darber kommen1 wie ,materie und ,bewegung ,empfindung und ,gefhl erzeugen1 denn es ist eben durchaus und fr immer unbegreiflich1 da es einer ,anzahl von ,kohlenstoff-1 ,wasserstoff-1 ,stickstoff- u4 s4 w4 ,atomen nicht sollte gleichgiltig sein1 wie sie liegen und sich bewegen1 wie sie lagen und sich bewegten1 wie sie liegen und sich bewegen werden4 ,es ist in keiner ,weise einzusehen1 wie aus ihrem ,zusammenwirken ,bewutsein entstehen knne4 ,diese ,schlufolgerung ist charakteristisch fr die ganze ,denkrichtung4 ,aus der reichen ,welt der ,wahrnehmungen wird abgesondert3 ,lage und ,bewegung4 ,diese werden auf die erdachte ,welt der ,atome bertragen4 ,dann tritt die ,verwunderung darber ein1 da man aus diesem selbstgemachten und aus der ,wahrnehmungswelt entlehnten ,prinzip das konkrete ,leben nicht herauswickeln kann4 ,da der ,dualist1 der mit einem vollstndig inhaltleeren ,begriff vom ,ansich arbeitet1 zu keiner ,welterklrung kommen kann1 folgt schon aus der1 oben angegebenen1 ,definition seines ,prinzipes4 ,in jedem ,falle sieht sich der ,dualist gezwungen1 unserem ,erkenntnisvermgen unbersteigliche ,schranken zu setzen4 ,der ,anhnger einer monistischen ,weltanschauung wei1 da alles1 was er zur ,erklrung einer ihm gegebenen ,erscheinung der ,welt braucht1 im ,bereiche der letztern liegen msse4 ,was ihn hindert1 dazu zu gelangen1 knnen nur zufllige zeitliche oder rumliche ,schranken oder ,mngel seiner ,organisation sein4 ,und zwar nicht der menschlichen ,organisation im allgemeinen1 sondern nur seiner besonderen individuellen4 ,es folgt aus dem ,begriffe des ,erkennens1 wie wir ihn bestimmt haben1 da von ,erkenntnisgrenzen nicht gesprochen werden kann4 ,das ,erkennen ist keine allgemeine ,weltangelegenheit1 sondern ein ,geschft1 das der ,mensch mit sich selbst abzumachen hat4 ,die ,dinge verlangen keine ,erklrung4 ,sie existieren und wirken aufeinander nach den ,gesetzen1 die durch das ,denken auffindbar sind4 ,sie existieren in unzertrennlicher ,einheit mit diesen ,gesetzen4 ,da tritt ihnen unsere ,ichheit gegenber und erfat von ihnen zunchst nur das1 was wir als ,wahrnehmung bezeichnet haben4 ,aber in dem ,innern dieser ,ichheit findet sich die ,kraft1 um auch den andern ,teil der ,wirklichkeit zu finden4 ,erst wenn die ,ichheit die beiden ,elemente der ,wirklichkeit1 die in der ,welt unzertrennlich verbunden sind1 auch fr sich vereinigt hat1 dann ist die ,erkenntnisbefriedigung eingetreten3 das ,ich ist wieder bei der ,wirklichkeit angelangt4 ,die ,vorbedingungen zum ,entstehen des ,erkennens sind also durch und fr das ,ich4 ,das letztere giebt sich selbst die ,fragen des ,erkennens auf4 ,und zwar entnimmt es sie aus dem in sich vollstndig klaren und durchsichtigen ,elemente des ,denkens4 ,stellen wir uns ,fragen1 die wir nicht beantworten knnen1 so kann der ,inhalt der ,frage nicht in allen seinen ,teilen klar und deutlich sein4 ,nicht die ,welt stellt an uns die ,fragen1 sondern wir selbst stellen sie4 ,ich kann mir denken1 da mir jede ,mglichkeit fehlt1 eine ,frage zu beantworten1 die ich irgendwo aufgeschrieben finde1 ohne da ich die ,sphre kenne1 aus der der ,inhalt der ,frage genommen ist4 ,bei unserer ,erkenntnis handelt es sich um ,fragen1 die uns dadurch aufgegeben werden1 da einer durch ,ort1 ,zeit und subjektive ,organisation bedingten ,wahrnehmungssphre eine auf die ,allheit der ,welt gehende ,begriffssphre gegenbersteht4 ,meine ,aufgabe besteht in dem ,ausgleich dieser beiden mir wohlbekannten ,sphren4 ,von einer ,grenze der ,erkenntnis kann da nicht gesprochen werden4 ,es kann zu irgend einer ,zeit dieses oder jenes unaufgeklrt bleiben1 weil wir durch zufllige ,umstnde verhindert sind1 die ,dinge wahrzunehmen1 die dabei im ,spiele sind4 ,was aber heute nicht gefunden ist1 kann es morgen werden4 ,die hierdurch bedingten ,schranken sind nur zufllige1 die mit dem ,fortschreiten von ,wahrnehmung und ,denken berwunden werden mssen4 ,der ,dualismus begeht den ,fehler1 da er den ,gegensatz von ,objekt und ,subjekt1 der nur innerhalb des ,wahrnehmungsgebietes eine ,bedeutung hat1 auf rein erdachte ,wesenheiten auerhalb desselben bertrgt4 ,da aber die innerhalb des ,wahrnehmungshorizontes gesonderten ,dinge nur so lange gesondert sind1 als der ,wahrnehmende sich des ,denkens enthlt1 das alle ,sonderung aufhebt und als eine blo subjektiv bedingte erkennen lt1 so bertrgt der ,dualist ,bestimmungen auf ,wesenheiten hinter den ,wahrnehmungen1 die selbst fr diese keine absolute1 sondern nur eine relative ,geltung haben4 ,er zerlegt dadurch die zwei fr den ,erkenntnisproze in ,betracht kommenden ,faktoren1 ,wahrnehmung und ,begriff1 in vier3 #a7 ,das ,objekt an sich2 #b7 die ,wahrnehmung1 die das ,subjekt von dem ,objekt hat2 #c7 das ,subjekt2 #d7 den ,begriff1 der die ,wahrnehmung auf das ,objekt an sich bezieht4 ,die ,beziehung zwischen dem ,objekt und ,subjekt ist eine reale2 das ,subjekt wird wirklich 7dynamisch7 durch das ,objekt beeinflut4 ,dieser reale ,proze fllt nicht in unser ,bewutsein4 ,aber er ruft im ,subjekt eine ,gegenwirkung auf die vom ,objekt ausgehende ,wirkung hervor4 ,das ,resultat dieser ,gegenwirkung ist die ,wahrnehmung4 ,diese fllt erst ins ,bewutsein4 ,das ,objekt hat eine objektive 7vom ,subjekt unabhngige71 die ,wahrnehmung eine subjektive ,realitt4 ,diese subjektive ,realitt bezieht das ,subjekt auf das ,objekt4 ,die letztere ,beziehung ist eine ideelle4 ,der ,dualismus spaltet somit den ,erkenntnisproze in zwei ,teile4 ,den einen1 ,erzeugung des ,wahrnehmungsobjektes aus dem ,ding an sich1 lt er auerhalb1 den andern1 ,verbindung der ,wahrnehmung mit dem ,begriff und ,beziehung desselben auf das ,objekt1 innerhalb des ,bewutseins sich abspielen4 ,unter diesen ,voraussetzungen ist es klar1 da der ,dualist in seinen ,begriffen nur subjektive ,reprsentanten dessen zu gewinnen glaubt1 was vor seinem ,bewutsein liegt4 ,der objektiv-reale ,vorgang im ,subjekte1 durch den die ,wahrnehmung zustande kommt1 und umsomehr die objektiven ,beziehungen der ,dinge an sich bleiben fr den ,dualisten direkt unerkennbar2 seiner ,meinung nach kann sich der ,mensch nur begriffliche ,reprsentanten fr das objektiv ,reale verschaffen4 ,das ,einheitsband der ,dinge1 das diese unter sich und objektiv mit unserem ,individualgeist 7als ,ding an sich7 verbindet1 liegt jenseits des ,bewutseins in einem gttlichen ,wesen an sich1 von dem wir in unserem ,bewutsein ebenfalls nur einen begrifflichen ,reprsentanten haben4 ,der ,dualismus glaubt die ganze ,welt zu einem abstrakten ,begriffsschema zu verflchtigen1 wenn er nicht neben den begrifflichen ,zusammenhngen der ,gegenstnde noch reale ,zusammenhnge statuiert4 ,mit andern ,worten3 dem ,dualisten erscheinen die durch das ,denken auffindbaren ,idealprinzipien zu luftig1 und er sucht noch ,realprinzipien1 von denen sie gesttzt werden knnen4 ,wir wollen uns diese ,realprinzipien einmal nher anschauen4 ,der naive ,mensch 7naive ,realist7 betrachtet die ,gegenstnde der ueren ,erfahrung als ,realitten4 ,der ,umstand1 da er diese ,dinge mit seinen ,hnden greifen1 mit seinen ,augen sehen kann1 gilt ihm als ,zeugnis der ,realitt4 ,nichts existiert1 was man nicht wahrnehmen kann1 ist geradezu als das erste ,axiom des naiven ,menschen anzusehen1 das ebenso gut in seiner ,umkehrung anerkannt wird3 ,alles1 was wahrgenommen werden kann1 existiert4 ,der beste ,beweis fr diese ,behauptung ist der ,unsterblichkeits- und ,geisterglaube des naiven ,menschen4 ,er stellt sich die ,seele als feine sinnliche ,materie vor1 die unter besonderen ,bedingungen sogar fr den gewhnlichen ,menschen sichtbar werden kann 7,gespensterglaube74 ,dieser seiner realen ,welt gegenber ist fr den naiven ,realisten alles andere1 namentlich die ,welt der ,ideen1 unreal1 blo ideell4 ,was wir zu den ,gegenstnden hinzudenken1 das ist bloer ,gedanke ber die ,dinge4 ,der ,gedanke fgt nichts ,reales zu der ,wahrnehmung hinzu4 ,aber nicht nur in ,bezug auf das ,sein der ,dinge hlt der naive ,mensch die ,sinneswahrnehmung fr das einzige ,zeugnis der ,realitt1 sondern auch in ,bezug auf das ,geschehen4 ,ein ,ding kann1 nach seiner ,ansicht1 nur dann auf ein anderes wirken1 wenn eine fr die ,sinneswahrnehmung vorhandene ,kraft von dem einen ausgeht und das andere ergreift4 ltere griechische ,philosophen1 die naive ,realisten im besten ,sinne des ,wortes waren1 stellten sich das ,sehen in der ,weise vor1 da das ,auge ,fhler ausstrecke1 die die ,dinge berhren4 ,die ltere ,physik glaubte1 da sehr feine ,stoffe von den ,krpern ausstrmen und durch unsere ,sinnesorgane in die ,seele eindringen4 ,das wirkliche ,sehen dieser ,stoffe ist nur durch die ,grobheit unserer ,sinne im ,verhltnis zu der ,feinheit dieser ,stoffe unmglich4 ,prinzipiell gestand man diesen ,stoffen aus demselben ,grunde ,realitt zu1 warum man es den ,gegenstnden der ,sinnenwelt zugesteht1 nmlich wegen ihrer ,seinsform1 die derjenigen der sinnenflligen ,realitt analog gedacht wurde4 ,die in sich beruhende ,wesenheit der ,ideen gilt dem naiven ,bewutsein nicht in gleichem ,sinne als real4 ,ein in der bloen ,idee gefater ,gegenstand gilt so lange als bloe ,chimre1 bis durch die ,sinneswahrnehmung die berzeugung von der ,realitt geliefert werden kann4 ,der naive ,mensch verlangt1 um es kurz zu sagen1 zum ideellen ,zeugnis seines ,denkens noch das reale der ,sinne4 ,in diesem ,bedrfnisse des naiven ,menschen liegt der ,grund zur ,entstehung des ,offenbarungsglaubens4 ,der ,gott1 der durch das ,denken gegeben ist1 bleibt immer nur ein gedachter ,gott4 ,das naive ,bewutsein verlangt die ,kundgebung durch ,mittel1 die der sinnlichen ,wahrnehmung zugnglich sind4 ,der ,gott mu leibhaftig erscheinen1 und seine ,gttlichkeit durch sinnenfllig konstatierbares ,verwandeln von ,wasser in ,wein erweisen4 ,auch das ,erkennen selbst stellt sich der naive ,mensch als einen den ,sinnesprozessen analogen ,vorgang vor4 ,die ,dinge machen einen ,eindruck in der ,seele1 oder sie senden ,bilder aus1 die durch die ,sinne eindringen u4 s4 w4 ,dasjenige1 was der naive ,mensch mit den ,sinnen wahrnehmen kann1 das hlt er fr wirklich1 und dasjenige1 wovon er keine solche ,wahrnehmung hat 7,gott1 ,seele1 das ,erkennen u4 s4 w471 das stellt er sich analog dem ,wahrgenommenen vor4 ,will der naive ,realismus eine ,wissenschaft begrnden1 so kann er eine solche nur in einer genauen ,beschreibung des ,wahrnehmungsinhaltes sehen4 ,die ,begriffe sind ihm nur ,mittel zum ,zweck4 ,sie sind da1 um ideelle ,gegenbilder fr die ,wahrnehmungen zu schaffen4 ,fr die ,dinge selbst bedeuten sie nichts4 ,als real gelten dem naiven ,realisten nur die ,tulpenindividuen1 die gesehen werden1 oder gesehen werden knnen2 die ,eine ,idee der ,tulpe gilt ihm als ,abstraktum1 als das unreale ,gedankenbild1 das sich die ,seele aus den allen ,tulpen gemeinsamen ,merkmalen zusammengefgt hat4 ,den naiven ,realismus mit seinem ,grundsatz von der ,wirklichkeit alles ,wahrgenommenen widerlegt die ,erfahrung1 welche lehrt1 da der ,inhalt der ,wahrnehmungen vergnglicher ,natur ist4 ,die ,tulpe1 die ich sehe1 ist heute wirklich2 nach einem ,jahre wird sie in ,nichts verschwunden sein4 ,was sich behauptet hat1 ist die ,gattung ,tulpe4 ,diese ,gattung ist aber fr den naiven ,realismus nur eine ,idee1 keine ,wirklichkeit4 ,so sieht sich denn diese ,weltanschauung in der ,lage1 ihre ,wirklichkeiten kommen und verschwinden zu sehen1 whrend sich das1 nach ihrer ,meinung1 ,unwirkliche dem ,wirklichen gegenber behauptet4 ,der naive ,realismus mu also neben den ,wahrnehmungen auch noch etwas ,ideelles gelten lassen4 ,er mu ,wesenheiten in sich aufnehmen1 die er nicht mit den ,sinnen wahrnehmen kann4 ,er findet sich dadurch mit sich selbst ab1 da er deren ,daseinsform analog mit derjenigen der ,sinnesobjekte denkt4 ,solche hypothetisch angenommenen ,realitten sind die unsichtbaren ,krfte1 durch die die sinnlich wahrzunehmenden ,dinge aufeinander wirken4 ,ein solches ,ding ist die ,vererbung1 die ber das ,individuum hinaus fortwirkt und die der ,grund ist1 da sich aus dem ,individuum ein neues entwickelt1 das ihm hnlich ist1 wodurch sich die ,gattung erhlt4 ,ein solches ,ding ist das den organischen ,leib durchdringende ,lebensprinzip1 die ,seele1 fr die man im naiven ,bewutsein stets einen nach ,analogie mit ,sinnesrealitten gebildeten ,begriff findet1 und ist endlich das gttliche ,wesen des naiven ,menschen4 ,dieses gttliche ,wesen wird in einer ,weise wirksam gedacht1 die ganz dem entspricht1 was als ,wirkungsart des ,menschen selbst wahrgenommen werden kann3 anthropomorphisch4 ,die moderne ,physik fhrt die ,sinnesempfindungen auf ,bewegungen der kleinsten ,teile der ,krper und eines unendlich feinen ,stoffes1 des thers1 zurck4 ,was wir z4 ,b4 als ,wrme empfinden1 ist innerhalb des ,raumes1 den der wrmeverursachende ,krper einnimmt1 ,bewegung seiner ,teile4 ,auch hier wird wieder ein ,unwahrnehmbares in ,analogie mit dem ,wahrnehmbaren gedacht4 ,das sinnliche ,analogon des ,begriffs ,krper ist in diesem ,sinne etwa das ,innere eines allseitig geschlossenen ,raumes1 in dem sich nach allen ,richtungen elastische ,kugeln bewegen1 die einander stoen1 an die ,wnde an- und von ihnen abprallen u4 s4 w4 ,ohne solche ,annahmen zerfiele dem naiven ,realismus die ,welt in ein unzusammenhngendes ,aggregat von ,wahrnehmungen ohne gegenseitige ,beziehungen1 das sich zu keiner ,einheit zusammenschliet4 ,es ist aber klar1 da der naive ,realismus nur durch eine ,inkonsequenz zu dieser ,annahme kommen kann4 ,wenn er seinem ,grundsatz3 nur das ,wahrgenommene ist wirklich1 treu bleiben will1 dann darf er doch1 wo er nichts wahrnimmt1 kein ,wirkliches annehmen4 ,die unwahrnehmbaren ,krfte1 die von den wahrnehmbaren ,dingen aus wirken1 sind eigentlich unberechtigte ,hypothesen vom ,standpunkte des naiven ,realismus4 ,und weil er keine anderen ,realitten kennt1 so stattet er seine hypothetischen ,krfte mit ,wahrnehmungsinhalt aus4 ,er wendet also eine ,seinsform 7das ,wahrnehmungsdasein7 auf ein ,gebiet an1 wo ihm das ,mittel fehlt1 das allein ber diese ,seinsform eine ,aussage zu machen hat3 das sinnliche ,wahrnehmen4 ,diese in sich widerspruchvolle ,weltanschauung fhrt zum metaphysischen ,realismus4 ,der konstruiert neben der wahrnehmbaren ,realitt noch eine unwahrnehmbare1 die er der erstem analog denkt4 ,der metaphysische ,realismus ist deshalb notwendig ,dualismus4 ,wo der metaphysische ,realismus eine ,beziehung zwischen wahrnehmbaren ,dingen bemerkt 7,annherung durch ,bewegung1 ,bewutwerden eines ,objektiven u4 s4 w471 da setzt er eine ,realitt hin4 ,die ,beziehung1 die er bemerkt1 kann er jedoch nur durch das ,denken ausdrcken1 nicht aber wahrnehmen4 ,die ideelle ,beziehung wird willkrlich zu einem dem ,wahrnehmbaren hnlichen gemacht4 ,so ist fr diese ,denkrichtung die wirkliche ,welt zusammengesetzt aus den ,wahrnehmungsobjekten1 die im ewigen ,werden sind1 kommen und verschwinden1 und aus den unwahrnehmbaren ,krften1 von denen die ,wahrnehmungsobjekte hervorgebracht werden1 und die das ,bleibende sind4 ,der metaphysische ,realismus ist eine widerspruchsvolle ,mischung des naiven ,realismus mit dem ,idealismus4 ,seine hypothetischen ,krfte sind unwahrnehmbare ,wesenheiten mit ,wahrnehmungsqualitten4 ,er hat sich entschlossen1 auer dem ,weltgebiete1 fr dessen ,daseinsform er in dem ,wahrnehmen ein ,erkenntnismittel hat1 noch ein ,gebiet gelten zu lassen1 bei dem dieses ,mittel versagt1 und das nur durch das ,denken zu ermitteln ist4 ,er kann sich aber nicht zu gleicher ,zeit auch entschlieen1 die ,form des ,seins1 die ihm das ,denken vermittelt1 den ,begriff 7die ,idee71 auch als gleichberechtigten ,faktor neben der ,wahrnehmung anzuerkennen4 ,will man den ,widerspruch der unwahrnehmbaren ,wahrnehmung vermeiden1 so mu man zugestehen1 da es fr die durch das ,denken vermittelten ,beziehungen zwischen den ,wahrnehmungen fr uns keine andere ,existenzform als die des ,begriffes giebt4 ,als die ,summe von ,wahrnehmungen und ihrer begrifflichen 7ideellen7 ,bezge stellt sich die ,welt dar1 wenn man aus dem metaphysischen ,realismus den unberechtigten ,bestandteil hinauswirft4 ,so luft der metaphysische ,realismus in eine ,weltanschauung ein1 welche fr die ,wahrnehmung das ,prinzip der ,wahrnehmbarkeit1 fr die ,beziehungen unter den ,wahrnehmungen die ,denkbarkeit fordert4 ,diese ,weltanschauung kann kein drittes ,weltgebiet neben der ,wahrnehmungs- und ,begriffswelt gelten lassen1 fr das beide ,prinzipien1 das sogenannte ,realprinzip und das ,idealprinzip1 zugleich ,geltung haben4 ,wenn der metaphysische ,realismus behauptet1 da neben der ideellen ,beziehung zwischen dem ,wahrnehmungsobjekt und seinem ,wahrnehmungssubjekt noch eine reale ,beziehung zwischen dem ,ding an sich der ,wahrnehmung und dem ,ding an sich des wahrnehmbaren ,subjektes 7des sogenannten ,individualgeistes7 bestehen mu1 so beruht diese ,behauptung auf der falschen ,annahme eines den ,prozessen der ,sinnenwelt analogen1 nicht wahrnehmbaren ,seinsprozesses4 ,wenn ferner der metaphysische ,realismus sagt3 mit meiner ,wahrnehmungswelt komme ich in ein bewut-ideelles ,verhltnis2 mit der wirklichen ,welt kann ich aber nur in ein dynamisches 7,krfte-7 ,verhltnis kommen1 so begeht er nicht weniger den schon gergten ,fehler4 ,von einem ,krfteverhltnis kann nur innerhalb der ,wahrnehmungswelt 7dem ,gebiete des ,tastsinnes71 nicht aber auerhalb desselben die ,rede sein4 ,wir wollen die oben charakterisierte ,weltanschauung1 in die der metaphysische ,realismus zuletzt einmndet1 wenn er seine widerspruchsvollen ,elemente abstreift1 ,monismus nennen1 weil sie den einseitigen ,realismus mit dem ,idealismus zu einer hheren ,einheit vereinigt4 ,fr den naiven ,realismus ist die wirkliche ,welt eine ,summe von ,wahrnehmungsobjekten2 fr den metaphysischen ,realismus kommt auer den ,wahrnehmungen auch noch den unwahrnehmbaren ,krften ,realitt zu2 der ,monismus setzt an die ,stelle von ,krften die ideellen ,zusammenhnge1 die er durch sein ,denken gewinnt4 ,das aber sind die ,naturgesetze4 ,ein ,naturgesetz ist ja nichts anderes als der begriffliche ,ausdruck fr den ,zusammenhang gewisser ,wahrnehmungen4 ,der ,monismus kommt gar nicht in die ,lage1 auer ,wahrnehmung und ,begriff1 nach anderen ,erklrungsprinzipien der ,wirklichkeit zu fragen4 ,er wei1 da sich im ganzen ,bereiche der ,wirklichkeit kein ,anla dazu findet4 ,er sieht in der ,wahrnehmungswelt1 wie sie unmittelbar dem ,wahrnehmen vorliegt1 ein halbes ,wirkliches2 in der ,vereinigung derselben mit der ,begriffswelt findet er die volle ,wirklichkeit4 ,der metaphysische ,realist kann dem ,anhnger des ,monismus einwenden3 es mag sein1 da fr deine ,organisation deine ,erkenntnis in sich vollkommen ist1 da kein ,glied fehlt2 du weit aber nicht3 wie sich die ,welt in einer ,intelligenz abspiegelt1 die anders organisiert ist als die deinige4 ,die ,antwort des ,monismus wird sein3 ,es mag sein1 da es andere ,intelligenzen giebt als die menschlichen2 es mag auch sein1 da ihre ,wahrnehmungen eine andere ,gestalt haben als die unsrigen1 wenn bei ihnen berhaupt ,wahrnehmen stattfindet4 ,das alles geht mich aber aus folgenden ,grnden gar nichts an4 ,ich bin durch mein ,wahrnehmen1 und zwar durch dieses spezifische menschliche ,wahrnehmen als ,subjekt dem ,objekt gegenbergestellt4 ,der ,zusammenhang der ,dinge ist damit unterbrochen4 ,das ,subjekt stellt durch das ,denken diesen ,zusammenhang wieder her4 ,damit hat es sich dem ,weltganzen wieder eingefgt4 ,da nur durch unser ,subjekt dieses ,ganze an der ,stelle zwischen unserer ,wahrnehmung und unserem ,begriff zerschnitten erscheint1 so ist in der ,vereinigung dieser beiden auch eine vollkommene ,erkenntnis gegeben4 ,fr ,wesen mit einer andern ,wahrnehmungswelt 7z4 ,b4 mit der doppelten ,anzahl von ,sinnesorganen7 erschiene der ,zusammenhang an einer andern ,stelle unterbrochen1 und die ,wiederherstellung mte demnach auch eine diesem ,wesen spezifische ,gestalt haben4 ,nur fr den naiven und den metaphysischen ,realismus1 die beide in dem ,inhalte der ,seele nur eine ideelle ,reprsentation der ,welt sehen1 besteht die ,frage nach der ,grenze des ,erkennens4 ,fr sie ist nmlich das auerhalb des ,subjektes ,befindliche ein ,absolutes1 ein in sich ,beruhendes1 und der ,inhalt des ,subjektes ein ,bild desselben1 das schlechthin auerhalb dieses ,absoluten steht4 ,die ,vollkommenheit der ,erkenntnis beruht auf der greren oder geringeren hnlichkeit des ,bildes mit dem absoluten ,objekte4 ,ein ,wesen1 bei dem die ,zahl der ,sinne kleiner ist1 als beim ,menschen1 wird weniger1 eines1 bei dem sie grer ist1 mehr von der ,welt wahrnehmen4 ,das erstere wird demnach eine unvollkommenere ,erkenntnis haben als das letztere4 ,fr den ,monismus liegt die ,sache anders4 ,durch die ,organisation des wahrnehmenden ,wesens wird die ,gestalt bestimmt1 wo der ,weltzusammenhang in ,subjekt und ,objekt auseinandergerissen erscheint4 ,das ,objekt ist kein absolutes1 sondern nur ein relatives1 in ,bezug auf dieses bestimmte ,subjekt4 ,die berbrckung des ,gegensatzes kann demnach auch nur wieder in der ganz spezifischen1 gerade dem menschlichen ,subjekt eigenen ,weise geschehen4 ,sobald das ,ich1 das in dem ,wahrnehmen von der ,welt abgetrennt ist1 in der denkenden ,betrachtung wieder in den ,weltzusammenhang sich einfgt1 dann hrt alles weitere ,fragen1 das nur eine ,folge der ,trennung war1 auf4 ,ein anders geartetes ,wesen htte eine anders geartete ,erkenntnis4 ,die unsrige ist ausreichend1 um die durch unser eigenes ,wesen aufgestellten ,fragen zu beantworten4 ,der metaphysische ,realismus mu fragen1 wodurch ist das als ,wahrnehmung ,gegebene gegeben2 wodurch wird das ,subjekt affiziert8 ,fr den ,monismus ist die ,wahrnehmung durch das ,subjekt bestimmt4 ,dieses hat aber in dem ,denken zugleich das ,mittel1 die durch es selbst hervorgerufene ,bestimmtheit wieder aufzuheben4 ,der metaphysische ,realismus steht vor einer weiteren ,schwierigkeit1 wenn er die hnlichkeit der ,weltbilder verschiedener menschlicher ,individuen erklren will4 ,er mu sich fragen3 wie kommt es1 da das ,weltbild1 das ich aus meiner subjektiv bestimmten ,wahrnehmung und meinen ,begriffen aufbaue1 gleichkommt dem1 das ein anderes menschliches ,individuum aus denselben beiden subjektiven ,faktoren aufbaut8 ,wie kann ich berhaupt aus meinem subjektiven ,weltbilde auf das eines andern ,menschen schlieen8 ,daraus1 da die ,menschen sich miteinander praktisch abfinden1 glaubt der metaphysische ,realist die hnlichkeit ihrer subjektiven ,weltbilder erschlieen zu knnen4 ,aus der hnlichkeit dieser ,weltbilder schliet er dann weiter auf die ,gleichheit der den einzelnen menschlichen ,wahrnehmungssubjekten zu ,grunde liegenden ,individualgeister oder der den ,subjekten zu ,grunde liegenden ,ich an sich4 ,dieser ,schlu ist also ein solcher aus einer ,summe von ,wirkungen auf den ,charakter der ihnen zu ,grunde liegenden ,ursachen4 ,wir glauben aus einer hinreichend groen ,anzahl von ,fllen den ,sachverhalt so zu erkennen1 da wir wissen1 wie sich die erschlossenen ,ursachen in andern ,fllen verhalten werden4 ,einen solchen ,schlu nennen wir einen ,induktionsschlu4 ,wir werden uns gentigt sehen1 die ,resultate desselben zu modifizieren1 wenn in einer weitern ,beobachtung etwas ,unerwartetes sich ergiebt1 weil der ,charakter des ,resultates doch nur durch die individuelle ,gestalt der geschehenen ,beobachtungen bestimmt ist4 ,diese bedingte ,erkenntnis der ,ursachen reiche aber fr das praktische ,leben vollstndig aus1 behauptet der metaphysische ,realist4 ,der ,induktionsschlu ist die methodische ,grundlage des modernen metaphysischen ,realismus4 ,es gab eine ,zeit1 in der man aus ,begriffen glaubte etwas herauswickeln zu knnen1 was nicht mehr ,begriff ist4 ,man glaubte aus den ,begriffen die metaphysischen ,realwesen1 deren der metaphysische ,realismus einmal bedarf1 erkennen zu knnen4 ,diese ,art des ,philosophierens gehrt heute zu den berwundenen ,dingen4 ,dafr aber glaubt man1 aus einer gengend groen ,anzahl von ,wahrnehmungsthatsachen auf den ,charakter des ,dinges an sich schlieen zu knnen1 das diesen ,thatsachen zu ,grunde liegt4 ,wie frher aus dem ,begriffe1 so sucht man heute das ,metaphysische aus den ,wahrnehmungen herauswickeln zu knnen4 ,da man die ,begriffe in durchsichtiger ,klarheit vor sich hat1 so glaubte man aus ihnen auch das ,metaphysische mit absoluter ,sicherheit ableiten zu knnen4 ,die ,wahrnehmungen liegen nicht mit gleich durchsichtiger ,klarheit vor4 ,jede folgende stellt sich wieder etwas anders dar1 als die gleichartigen vorhergehenden4 ,im ,grunde wird daher das aus den vorhergehenden ,erschlossene durch jede folgende etwas modifiziert4 ,die ,gestalt1 die man auf diese ,weise fr das ,metaphysische gewinnt1 ist also nur eine relativ richtige zu nennen2 sie unterliegt der ,korrektur durch knftige ,flle4 ,einen durch diesen methodischen ,grundsatz bestimmten ,charakter trgt die ,metaphysik ,eduard von ,hartmanns1 der als ,motto auf das ,titelblatt seines ersten ,hauptwerkes gesetzt hat3 ,spekulative ,resultate nach induktiv naturwissenschaftlicher ,methode4 ,die ,gestalt1 die der metaphysische ,realist gegenwrtig seinen ,dingen an sich giebt1 ist eine durch ,induktionsschlsse gewonnene4 ,von dem ,vorhandensein eines objektiv-realen ,zusammenhanges der ,welt neben dem subjektiven durch ,wahrnehmung und ,begriff erkennbaren1 ist er durch ,erwgungen ber den ,erkenntnisproze berzeugt4 ,wie diese objektive ,realitt beschaffen ist1 das glaubt er durch ,induktionsschlsse aus seinen ,wahrnehmungen heraus bestimmen zu knnen4 ,,die ,,wirklichkeit ,,der ,,freiheit4 ,,ix4 ,,die ,,faktoren ,,des ,,lebens4 ,rekapitulieren wir das in den vorangehenden ,kapiteln ,gewonnene4 ,die ,welt tritt dem ,menschen als eine ,vielheit gegenber1 als eine ,summe von ,einzelheiten4 ,eine von diesen ,einzelheiten1 ein ,ding unter ,dingen1 ist er selbst4 ,diese ,gestalt der ,welt bezeichnen wir schlechthin als gegeben1 und insofern wir sie nicht durch bewute ,thtigkeit entwickeln1 sondern vorfinden1 als ,wahrnehmung4 ,innerhalb der ,welt der ,wahrnehmungen nehmen wir uns selbst wahr4 ,diese ,selbstwahrnehmung bliebe einfach als eine unter den vielen anderen ,wahrnehmungen stehen1 wenn nicht aus der ,mitte dieser ,selbstwahrnehmung etwas auftauchte1 das sich geeignet erweist die ,wahrnehmungen berhaupt1 also auch die ,summe aller anderen ,wahrnehmungen mit der unseres ,selbst1 zu verbinden4 ,dieses auftauchende ,etwas ist nicht mehr bloe ,wahrnehmung2 es wird auch nicht gleich den ,wahrnehmungen einfach vorgefunden4 ,es wird durch ,thtigkeit hervorgebracht4 ,es erscheint zunchst an das gebunden1 was wir als unser ,selbst wahrnehmen4 ,seiner inneren ,bedeutung nach greift es aber ber das ,selbst hinaus4 ,es fgt den einzelnen ,wahrnehmungen ideelle ,bestimmtheiten bei1 die sich aber aufeinander beziehen1 die in einem ,ganzen gegrndet sind4 ,das durch ,selbstwahrnehmung ,gewonnene bestimmt es auf gleiche ,weise ideell wie alle andern ,wahrnehmungen und stellt es als ,subjekt oder ,ich den ,objekten gegenber4 ,dieses ,etwas ist das ,denken1 und die ideellen ,bestimmtheiten sind die ,begriffe und ,ideen4 ,das ,denken uert sich daher zunchst an der ,wahrnehmung des ,selbst2 ist aber nicht blo subjektiv2 denn das ,selbst bezeichnet sich erst mit ,hilfe des ,denkens als ,subjekt4 ,diese gedankliche ,beziehung auf sich selbst ist eine ,lebensbestimmung unserer ,persnlichkeit4 ,durch sie fhren wir ein rein ideelles ,dasein4 ,wir fhlen uns durch sie als denkende ,wesen4 ,diese ,lebensbestimmung bliebe eine rein begriffliche 7logische71 wenn keine anderen ,bestimmungen unseres ,selbst hinzutrten4 ,wir wren dann ,wesen1 deren ,leben sich in der ,herstellung rein ideeller ,beziehungen zwischen den ,wahrnehmungen untereinander und den letztern und uns selbst erschpfte4 ,nennt man die ,herstellung eines solchen gedanklichen ,verhltnisses ein ,erkennen1 und den durch dieselbe gewonnenen ,zustand unseres ,selbst ,wissen1 so mten wir uns beim ,eintreffen der obigen ,voraussetzung als blo erkennende oder wissende ,wesen ansehen4 ,die ,voraussetzung trifft aber nicht zu4 ,wir beziehen die ,wahrnehmungen nicht blo ideell auf uns1 durch den ,begriff1 sondern auch noch durch das ,gefhl1 wie wir gesehen haben4 ,wir sind also nicht ,wesen mit blo begrifflichem ,lebensinhalt4 ,der naive ,realist sieht sogar in dem ,gefhlsleben ein wirklicheres ,leben der ,persnlichkeit als in dem rein ideellen ,element des ,wissens4 ,und er hat von seinem ,standpunkte aus ganz recht1 wenn er in dieser ,weise sich die ,sache zurechtlegt4 ,das ,gefhl ist auf subjektiver ,seite zunchst genau dasselbe1 was die ,wahrnehmung auf objektiver ,seite ist4 ,nach dem ,grundsatz des naiven ,realismus3 alles ist wirklich1 was wahrgenommen werden kann1 ist daher das ,gefhl die ,brgschaft der ,realitt der eigenen ,persnlichkeit4 ,der ,monismus mu aber dem ,gefhle die gleiche ,ergnzung angedeihen lassen1 die er fr die ,wahrnehmung notwendig erachtet1 wenn sie als vollkommene ,wirklichkeit sich darstellen soll4 ,fr den ,monismus ist das ,gefhl ein unvollstndiges ,wirkliche1 das in der ersten ,form1 in der es uns gegeben ist1 seinen zweiten ,faktor1 den ,begriff oder die ,idee1 noch nicht mitenthlt4 ,deshalb tritt im ,leben auch berall das ,fhlen gleichwie das ,wahrnehmen vor dem ,erkennen auf4 ,wir fhlen uns zuerst als ,daseiende2 und im ,laufe der allmhlichen ,entwicklung ringen wir uns erst zu dem ,punkte durch1 wo uns in dem dumpfgefllten eigenen ,dasein der ,begriff unseres ,selbst aufgeht4 ,was fr uns erst spter hervortritt1 ist aber ursprnglich mit dem ,gefhle unzertrennlich verbunden4 ,der naive ,mensch gert durch diesen ,umstand auf den ,glauben3 in dem ,fhlen stelle sich ihm das ,dasein unmittelbar1 in dem ,wissen nur mittelbar dar4 ,die ,ausbildung des ,gefhlslebens wird ihm daher vor allen andern ,dingen wichtig erscheinen4 ,er wird den ,zusammenhang der ,welt erst erfasst zu haben glauben1 wenn er ihn in sein ,fhlen aufgenommen hat4 ,er sucht nicht das ,wissen1 sondern das ,fhlen zum ,mittel der ,erkenntnis zu machen4 ,da das ,gefhl etwas ganz ,individuelles ist1 etwas der ,wahrnehmung ,gleichkommendes1 so macht der ,gefhlsphilosoph ein ,prinzip1 das nur innerhalb seiner ,persnlichkeit eine ,bedeutung hat1 zum ,weltprinzipe4 ,er sucht die ganze ,welt mit seinem eigenen ,selbst zu durchdringen4 ,was der ,monismus im ,begriffe zu erfassen strebt1 das sucht der ,gefhlsphilosoph mit dem ,gefhle zu erreichen1 und sieht dieses sein ,zusammensein mit den ,objekten als das unmittelbarere an4 ,die hiermit gekennzeichnete ,richtung1 die ,philosophie des ,gefhls1 ist die ,mystik4 ,der ,irrtum dieser ,anschauungsweise besteht darinnen1 da sie erleben will1 was sie wissen soll1 da sie ein individuelles1 das ,gefhl1 zu einem universellen erziehen will4 ,das ,fhlen ist ein rein individueller ,akt1 die ,beziehung der ,auenwelt auf unser ,subjekt1 insofern diese ,beziehung ihren ,ausdruck findet in einem blo subjektiven ,erleben4 ,es giebt noch eine andere uerung der menschlichen ,persnlichkeit4 ,das ,ich lebt durch sein ,denken das allgemeine ,weltleben mit2 es bezieht durch dasselbe rein ideell 7begrifflich7 die ,wahrnehmungen auf sich1 sich auf die ,wahrnehmungen4 ,im ,gefhl erlebt es einen ,bezug der ,objekte auf sein ,subjekt2 im ,willen ist das ,umgekehrte der ,fall4 ,im ,wollen haben wir ebenfalls eine ,wahrnehmung vor uns1 nmlich die des individuellen ,bezugs unseres ,selbstes auf das ,objektive4 ,was am ,wollen nicht rein ideeller ,faktor ist1 das ist ebenso blo ,gegenstand des ,wahrnehmens wie das bei irgend einem ,dinge der ,auenwelt der ,fall ist4 ,dennoch wird der naive ,realismus auch hier wieder ein weit wirklicheres ,sein vor sich zu haben glauben1 als durch das ,denken erlangt werden kann4 ,er wird in dem ,willen ein ,element erblicken1 in dem er ein ,geschehen1 ein ,verursachen unmittelbar gewahr wird1 im ,gegensatz zum ,denken1 das das ,geschehen erst in ,begriffe fat4 ,was das ,ich durch seinen ,willen vollbringt1 stellt fr eine solche ,anschauungsweise einen ,proze dar1 der unmittelbar erlebt wird4 ,in dem ,wollen glaubt der ,bekenner dieser ,philosophie das ,weltgeschehen wirklich an einem ,zipfel erfat zu haben4 ,whrend er die anderen ,geschehnisse nur durch ,wahrnehmen von auen verfolgen kann1 glaubt er in seinem ,wollen ein reales ,geschehen ganz unmittelbar zu erleben4 ,die ,seinsform1 in der ihm der ,wille innerhalb des ,selbst erscheint1 wird fr ihn zu einem ,realprinzip der ,wirklichkeit4 ,sein eigenes ,wollen erscheint ihm als ,spezialfall des allgemeinen ,weltgeschehens2 dieses letztere somit als allgemeines ,wollen4 ,der ,wille wird zum ,weltprinzip wie in der ,mystik das ,gefhl zum ,erkenntnisprinzip4 ,diese ,anschauungsweise ist ,willensphilosophie 7,thelismus74 ,was sich nur individuell erleben lt1 das wird durch sie zum konstituierenden ,faktor der ,welt gemacht4 ,so wenig die ,mystik ,wissenschaft genannt werden kann1 so wenig kann es die ,willensphilosophie4 ,denn beide behaupten mit dem begrifflichen ,durchdringen der ,welt nicht auskommen zu knnen4 ,beide fordern neben dem ,idealprinzip des ,seins noch ein ,realprinzip4 ,da wir aber fr diese sogenannten ,realprinzipien nur das ,wahrnehmen als ,auffassungsmittel haben1 so ist die ,behauptung der ,mystik und der ,willensphilosophie identisch mit der ,ansicht3 wir haben zwei ,quellen der ,erkenntnis3 die des ,denkens und die des ,wahrnehmens1 welches letztere sich im ,gefhl und ,willen als individuelles ,erleben darstellt4 ,da die ,ausflsse der einen ,quelle1 die ,erlebnisse1 nicht direkt in die der andern1 des ,denkens1 aufgenommen werden knnen1 so bleiben die beiden ,erkenntnisweisen1 ,wahrnehmen 7,erleben7 und ,denken ohne hhere ,vermittlung nebeneinander bestehen4 ,neben dem durch das ,wissen erreichbaren ,idealprinzip giebt es noch ein zu erlebendes ,realprinzip der ,welt4 ,mit andern ,worten3 die ,mystik und ,willensphilosophie sind naiver ,realismus1 weil sie dem ,satz huldigen3 das unmittelbar ,wahrgenommene 7,erlebte7 ist wirklich4 ,sie begehen dem ursprnglichen naiven ,realismus gegenber nur noch die ,inkonsequenz1 da sie eine bestimmte ,form des ,wahrnehmens 7das ,fhlen1 beziehungsweise ,wollen7 zum alleinigen ,erkenntnismittel des ,seins machen1 whrend sie das doch nur knnen1 wenn sie im allgemeinen dem ,grundsatz huldigen3 das ,wahrgenommene ist wirklich4 ,sie mten somit auch dem ueren ,wahrnehmen einen gleichen ,erkenntniswert zuschreiben4 ,die ,willensphilosophie wird zum metaphysischen ,realismus1 wenn sie den ,willen auch in die ,daseinssphren verlegt1 in denen ein unmittelbares ,erleben desselben nicht wie in dem eigenen ,subjekt mglich ist4 ,sie nimmt ein ,prinzip auer dem ,subjekt hypothetisch an1 fr das das subjektive ,erleben das einzige ,wirklichkeitskriterium ist4 ,als metaphysischer ,realismus verfllt die ,willensphilosophie der im vorhergehenden ,kapitel angegebenen ,kritik1 welche das widerspruchsvolle ,moment jedes metaphysischen ,realismus berwinden und anerkennen mu1 da der ,wille nur insofern ein allgemeines ,weltgeschehen ist1 als er sich ideell auf die brige ,welt bezieht4 ,x4 ,,die ,,idee ,,der ,,freiheit4 ,der ,begriff des ,baumes ist fr das ,erkennen durch die ,wahrnehmung des ,baumes bedingt4 ,ich kann der bestimmten ,wahrnehmung gegenber nur einen ganz bestimmten ,begriff aus dem allgemeinen ,begriffssystem herausheben4 ,der ,zusammenhang von ,begriff und ,wahrnehmung wird durch das ,denken an der ,wahrnehmung mittelbar und objektiv bestimmt4 ,die ,verbindung der ,wahrnehmung mit ihrem ,begriffe wird nach dem ,wahrnehmungsakte erkannt2 die ,zusammengehrigkeit ist aber in der ,sache selbst bestimmt4 ,anders ist das bei unserem ,wollen4 ,hier ist die ,wahrnehmung unser individueller ,daseinsgehalt1 wie der ,begriff das ,allgemeine in uns ist4 ,was durch den ,begriff in ideelle ,beziehung zur ,auenwelt tritt1 das ist unser eigenes ,erlebnis1 eine ,wahrnehmung an uns selbst4 ,und zwar nehmen wir uns als thtiges1 auf die ,auenwelt wirksames ,wesen wahr4 ,was ich bei ,erkenntnis meines eigenen ,wollens in ,verbindung bringe1 das ist der ,begriff mit einer entsprechenden ,wahrnehmung1 nmlich der einzelnen ,willensuerung4 ,mit anderen ,worten3 ich gliedere meine individuelle ,fhigkeit 7das ,wollen7 dem allgemeinen ,weltgeschehen mit ,hilfe meines ,denkens ein4 ,der ,inhalt des ,begriffs fr eine am ,horizonte unserer ,erfahrung auftretende uere ,wahrnehmung wird durch ,intuition gegeben4 ,die ,intuition ist die ,quelle fr den ,inhalt unseres ganzen ,begriffssystems4 ,die ,wahrnehmung zeigt mir nur1 welchen ,begriff ich aus der ,summe meiner ,intuitionen im gegebenen ,falle anzuwenden habe4 ,der ,inhalt eines ,begriffes ist durch die ,wahrnehmung zwar bedingt aber nicht hervorgebracht2 sondern er ist intuitiv gegeben und durch das ,denken mit der ,wahrnehmung verbunden4 ,der begriffliche ,inhalt eines ,willensaktes ist ebensowenig aus diesem ,willensakte abzuleiten4 ,er wird durch ,intuition gewonnen4 ,tritt nun die begriffliche ,intuition 7der ideelle ,inhalt7 meines ,willensaktes vor dessen ,wahrnehmung auf1 dann ist der ,inhalt meines individuellen ,thuns das ,ergebnis einer ideellen ,bestimmung4 ,der ,grund1 warum ich aus der ,summe der mir mglichen ,intuitionen gerade die ,eine heraushebe1 kann nicht in einem ,wahrnehmungsobjekte gesucht werden1 sondern liegt in der gegenseitigen1 rein ideellen ,bedingtheit der ,glieder meines ,ideensystems4 ,mit andern ,worten3 fr mein ,wollen kann ich keine bestimmenden ,elemente in der ,wahrnehmungswelt1 sondern nur in der ,ideenwelt finden4 ,das ,wollen ist durch die ,idee bestimmt4 -- ,das ,begriffssystem1 welches der ,auenwelt entspricht1 ist durch diese ,auenwelt auch bedingt4 ,welche ,intuition einer ,wahrnehmung entspricht1 das mu an letzterer bestimmt werden2 und wie sich dann diese ,intuition mit unserem brigen ,ideengebude zusammenschliet1 das ist wieder von dem intuitiven ,inhalt abhngig4 ,die ,wahrnehmung bedingt also direkt ihren ,begriff1 und indirekt dadurch auch ihre ,stellung in dem ,begriffssysteme der ,welt4 ,der aus dem ,begriffssysteme herausgehobene ideelle ,inhalt eines ,willensaktes1 der diesem vorhergeht1 ist nur durch das ,begriffssystem selbst bestimmt4 -- ,ein ,willensakt1 der von nichts anderem als von diesem ideellen ,inhalte abhngt1 ist selbst als ideell1 als ein durch die ,idee bestimmter aufzufassen4 ,damit ist natrlich nicht gesagt1 da alle ,willensakte nur ideell bestimmt sind4 ,es haben alle das menschliche ,individuum bestimmenden ,faktoren ,einflu auf das ,wollen4 ,fr den einzelnen ,willensakt kommt in ,betracht3 das ,motiv und die ,triebfeder4 ,das ,motiv ist der begriffliche ,faktor2 die ,triebfeder ist der ,wahrnehmungsfaktor des ,wollens4 ,der begriffliche ,faktor oder das ,motiv ist der augenblickliche ,bestimmungsgrund des ,wollens2 die ,triebfeder der bleibende ,bestimmungsgrund des ,individuums4 ,motiv des ,wollens kann nur ein reiner ,begriff oder ein ,begriff mit einem bestimmten ,bezug auf das ,wahrnehmen sein1 d4 i4 eine ,vorstellung4 ,allgemeine und individuelle ,begriffe 7,vorstellungen7 werden dadurch zu ,motiven des ,wollens1 da sie auf das menschliche ,individuum wirken und dasselbe in einer gewissen ,richtung zum ,handeln bestimmen4 ,ein und derselbe ,begriff1 beziehungsweise eine und dieselbe ,vorstellung wirkt aber auf verschiedene ,individuen verschieden4 ,sie veranlat verschiedene ,menschen zu verschiedenen ,handlungen4 ,das ,wollen ist also nicht blo ein ,ergebnis des ,begriffes oder der ,vorstellung1 sondern auch der individuellen ,beschaffenheit des ,menschen4 ,diese individuelle ,beschaffenheit wollen wir -- nach ,eduard von ,hartmann -- die charakterologische ,anlage nennen4 ,die ,art1 wie ,begriff und ,vorstellung auf die charakterologische ,anlage des ,menschen wirken1 giebt seinem ,leben ein bestimmtes moralisches oder ethisches ,geprge4 ,die charakterologische ,anlage wird gebildet durch den mehr oder weniger bleibenden ,lebensgehalt unseres ,subjektes1 d4 i4 durch unseren ,vorstellungs- und ,gefhlsinhalt4 ,ob mich eine in mir gegenwrtig auftretende ,vorstellung zu einem ,wollen anregt1 das hngt davon ab1 wie sie sich zu meinem brigen ,vorstellungsinhalte und auch zu meinen ,gefhlseigentmlichkeiten verhlt4 ,mein ,vorstellungsinhalt ist aber wieder bedingt durch die ,summe derjenigen ,begriffe1 die im ,verlaufe meines individuellen ,lebens mit ,wahrnehmungen in ,berhrung gekommen1 d4 h4 zu ,vorstellungen geworden sind4 ,diese hngt wieder ab von meiner greren oder geringeren ,fhigkeit der ,intuition und von dem ,umkreis meiner ,beobachtungen1 d4 i4 von dem subjektiven und dem objektiven ,faktor der ,erfahrungen1 von der inneren ,bestimmtheit und dem milieu4 ,ganz besonders ist meine charakterologische ,anlage durch mein ,gefhlsleben bestimmt4 ,ob ich an einer bestimmten ,vorstellung oder einem ,begriff ,freude oder ,schmerz empfinde1 davon wird es abhngen1 ob ich sie zum ,motiv meines ,handelns machen will oder nicht4 -- ,dies sind die ,elemente1 die bei einem ,willensakte in ,betracht kommen4 ,die unmittelbar gegenwrtige ,vorstellung oder der ,begriff1 die zum ,motiv werden1 bestimmen das ,ziel1 den ,zweck meines ,wollens2 meine charakterologische ,anlage bestimmt mich1 auf dieses ,ziel meine ,thtigkeit zu richten4 ,die ,vorstellung1 in der nchsten halben ,stunde einen ,spaziergang zu machen1 bestimmt das ,ziel meines ,handelns4 ,diese ,vorstellung wird aber nur dann zum ,motiv des ,wollens erhoben1 wenn sie auf eine geeignete charakterologische ,anlage auftrifft1 d4 i4 wenn sich durch mein bisheriges ,leben in mir die ,vorstellungen gebildet haben von der ,zweckmigkeit des ,spazierengehens1 von dem ,wert der ,gesundheit1 und ferner1 wenn sich mit der ,vorstellung des ,spazierengehens in mir das ,gefhl der ,lust verbindet4 ,wir haben somit zu unterscheiden3 #a7 ,die mglichen subjektiven ,anlagen1 die geeignet sind1 bestimmte ,vorstellungen und ,begriffe zu ,motiven zu machen2 und #b7 die mglichen ,vorstellungen und ,begriffe1 die imstande sind1 meine charakterologische ,anlage so zu beeinflussen1 da sich ein ,wollen ergiebt4 ,jene stellen die ,triebfedern1 diese die ,ziele der ,sittlichkeit dar4 ,die ,triebfedern der ,sittlichkeit knnen wir dadurch finden1 da wir nachsehen1 aus welchen ,elementen sich das individuelle ,leben zusammensetzt4 ,die erste ,stufe des individuellen ,lebens ist das ,wahrnehmen1 und zwar das ,wahrnehmen der ,sinne4 ,wir stehen hier in jener ,region unseres individuellen ,lebens1 wo sich das ,wahrnehmen unmittelbar1 ohne ,dazwischentreten eines ,gefhles oder ,begriffes in ,wollen umsetzt4 ,die ,triebfeder des ,menschen1 die hierbei in ,betracht kommt1 wird als ,trieb schlechthin bezeichnet4 ,die ,befriedigung unserer niederen1 rein animalischen ,bedrfnisse 7,hunger1 roher ,geschlechtsverkehr u4 s4 w47 kommt auf diesem ,wege zustande4 ,das charakteristische des ,trieblebens besteht in der ,unmittelbarkeit1 mit der die ,einzelwahrnehmung das ,wollen auslst4 ,diese ,art der ,bestimmung des ,wollens1 die ursprnglich nur dem niederen ,sinnenleben eigen ist1 kann aber auch auf die ,wahrnehmungen der hheren ,sinne ausgedehnt werden4 ,wir lassen auf die ,wahrnehmung irgend eines ,geschehens in der ,auenwelt1 ohne weiter nachzudenken und ohne da sich uns an die ,wahrnehmung ein besonderes ,gefhl knpft1 eine ,handlung folgen1 wie das namentlich im konventionellen ,umgange mit ,menschen geschieht4 ,die ,triebfeder dieses ,handelns bezeichnet man als ,takt oder sittlichen ,geschmack4 ,je fter sich ein solches unmittelbares ,auslsen einer ,handlung durch eine ,wahrnehmung vollzieht1 desto geeigneter wird sich der betreffende ,mensch erweisen1 rein unter dem ,einflu des ,taktes zu handeln1 d4 i4 der ,takt wird zu seiner charakterologischen ,anlage4 ,die zweite ,sphre des menschlichen ,lebens ist das ,fhlen4 ,an die ,wahrnehmungen der ,auenwelt knpfen sich bestimmte ,gefhle4 ,diese ,gefhle knnen zu ,triebfedern des ,handelns werden4 ,wenn ich einen hungernden ,menschen sehe1 so kann mein ,mitgefhl mit demselben die ,triebfeder meines ,handelns bilden4 ,solche ,gefhle sind etwa3 das ,schamgefhl1 der ,stolz1 das ,ehrgefhl1 die ,demut1 die ,reue1 das ,mitgefhl1 das ,rache- und ,dankbarkeitsgefhl1 die ,piett1 die ,treue1 das ,liebes- und ,pflichtgefhl #b4 ,die dritte ,stufe des ,lebens endlich ist das ,denken und ,vorstellen4 ,durch bloe berlegung kann eine ,vorstellung oder ein ,begriff zum ,motiv einer ,handlung werden4 ,vorstellungen werden dadurch ,motive1 da wir im ,laufe des ,lebens fortwhrend gewisse ,ziele des ,wollens an ,wahrnehmungen knpfen1 die in mehr oder weniger modifizierter ,gestalt immer wiederkehren4 ,daher kommt es1 da bei ,menschen1 die nicht ganz ohne ,erfahrung sind1 stets mit bestimmten ,wahrnehmungen auch die ,vorstellungen von ,handlungen ins ,bewutsein treten1 die sie in einem hnlichen ,fall ausgefhrt oder ausfhren gesehen haben4 ,diese ,vorstellungen schweben ihnen als bestimmende ,muster bei allen spteren ,entschlieungen vor1 sie werden ,glieder ihrer charakterologischen ,anlage4 ,wir knnen die damit bezeichnete ,triebfeder des ,wollens die praktische ,erfahrung nennen4 ,die praktische ,erfahrung geht allmhlich in das rein taktvolle ,handeln ber4 ,wenn sich bestimmte typische ,bilder von ,handlungen mit ,vorstellungen von gewissen ,situationen des ,lebens in unserem ,bewutsein so fest verbunden haben1 da wir gegebenen ,falles mit berspringung aller auf ,erfahrung sich grndenden berlegung unmittelbar auf die ,wahrnehmung hin ins ,wollen bergehen1 dann ist dies der ,fall4 ,die hchste ,stufe des individuellen ,lebens ist das begriffliche ,denken ohne ,rcksicht auf einen bestimmten ,wahrnehmungsgehalt4 ,wir bestimmen den ,inhalt eines ,begriffes durch reine ,intuition aus der ideellen ,sphre heraus4 ,ein solcher ,begriff enthlt dann zunchst keinen ,bezug auf bestimmte ,wahrnehmungen4 ,wenn wir unter dem ,einflusse eines auf eine ,wahrnehmung deutenden ,begriffes1 d4 i4 einer ,vorstellung1 in das ,wollen eintreten1 so ist es diese ,wahrnehmung1 die uns auf dem ,umwege durch das begriffliche ,denken bestimmt4 ,wenn wir unter dem ,einflusse bloer ,intuitionen handeln1 so ist die ,triebfeder unseres ,handelns das reine ,denken4 ,da man gewohnt ist das reine ,denkvermgen in der ,philosophie als ,vernunft zu bezeichnen1 so ist es wohl auch berechtigt1 die auf dieser ,stufe gekennzeichnete moralische ,triebfeder die praktische ,vernunft zu nennen4 ,am klarsten hat von dieser ,triebfeder des ,wollens ,kreyenbhl 7,philosophische ,monatshefte1 ,bd4 ,,xviii1 ,heft #c7 gehandelt4 ,ich rechne seinen darber geschriebenen ,aufsatz zu den bedeutsamsten ,erzeugnissen der gegenwrtigen ,philosophie1 namentlich der ,ethik4 ,kreyenbhl bezeichnet die in ,rede stehende ,triebfeder als praktisches ,apriori1 d4 h4 unmittelbar aus meiner ,intuition flieenden ,antrieb zum ,handeln4 ,es ist klar1 da ein solcher ,antrieb nicht mehr im strengen ,wortsinne zu dem ,gebiete der charakterologischen ,anlagen gerechnet werden kann4 ,denn was hier als ,triebfeder wirkt1 ist nicht mehr ein blo ,individuelles in mir1 sondern der ideelle und folglich allgemeine ,inhalt meiner ,intuition4 ,sobald ich die ,berechtigung dieses ,inhaltes als ,grundlage und ,ausgangspunkt einer ,handlung ansehe1 trete ich in das ,wollen ein1 gleichgltig ob der ,begriff bereits zeitlich vorher in mir da war1 oder erst unmittelbar vor dem ,handeln in mein ,bewutsein eintritt1 d4 i4 gleichgltig1 ob er bereits als ,anlage in mir vorhanden war oder nicht4 ,zu einem wirklichen ,willensakt kommt es nur dann1 wenn ein augenblicklicher ,antrieb des ,handelns in ,form eines ,begriffes oder einer ,vorstellung auf die charakterologische ,anlage einwirkt4 ,ein solcher ,antrieb wird dann zum ,motiv des ,wollens4 ,die ,motive der ,sittlichkeit sind ,vorstellungen und ,begriffe4 ,es giebt ,ethiker1 die auch im ,gefhle ein ,motiv der ,sittlichkeit sehen2 sie behaupten z4 ,b4 ,ziel des sittlichen ,handelns sei die ,befrderung des grtmglichen ,quantums von ,lust im handelnden ,individuum4 ,die ,lust selbst aber kann nicht ,motiv werden1 sondern nur eine vorgestellte ,lust4 ,die ,vorstellung eines knftigen ,gefhles1 nicht aber das ,gefhl selbst kann auf meine charakterologische ,anlage einwirken4 ,denn das ,gefhl selbst ist im ,augenblicke der ,handlung noch nicht da1 soll vielmehr erst durch die ,handlung hervorgebracht werden4 ,die ,vorstellung des eigenen oder fremden ,wohles wird aber mit ,recht als ein ,motiv des ,wollens angesehen4 ,das ,prinzip1 durch sein ,handeln die grte ,summe eigener ,lust zu bewirken1 d4 i4 die individuelle ,glckseligkeit zu erreichen1 heit ,egoismus4 ,diese individuelle ,glckseligkeit wird entweder dadurch zu erreichen gesucht1 da man in rcksichtsloser ,weise nur auf das eigene ,wohl bedacht ist und dieses auch auf ,kosten des ,glckes fremder ,individualitten erstrebt 7reiner ,egoismus71 oder dadurch1 da man das fremde ,wohl aus dem ,grunde befrdert1 weil man sich dann mittelbar von den glcklichen fremden ,individualitten einen gnstigen ,einflu auf die eigene ,person verspricht1 oder weil man durch ,schdigung fremder ,individuen auch eine ,gefhrdung des eigenen ,interesses befrchtet 7,klugheitsmoral74 ,der besondere ,inhalt der egoistischen ,sittlichkeitsprinzipien wird davon abhngen1 welche ,vorstellung sich der ,mensch von seiner eigenen oder der fremden ,glckseligkeit macht4 ,nach dem1 was einer als ein ,gut des ,lebens ansieht 7,wohlleben1 ,hoffnung auf ,glckseligkeit1 ,erlsung von verschiedenen beln u4 s4 w471 wird er den ,inhalt seines egoistischen ,strebens bestimmen4 ,als ein weiteres ,motiv ist dann der rein begriffliche ,inhalt einer ,handlung anzusehen4 ,dieser ,inhalt bezieht sich nicht wie die ,vorstellung der eigenen ,lust auf die einzelne ,handlung allein1 sondern auf die ,begrndung einer ,handlung aus einem ,systeme sittlicher ,prinzipien4 ,diese ,moralprinzipien knnen in ,form abstrakter ,begriffe das sittliche ,leben regeln1 ohne da der ,einzelne sich um den ,ursprung der ,begriffe kmmert4 ,wir empfinden dann einfach die ,unterwerfung unter den sittlichen ,begriff1 der als ,gebot ber unserem ,handeln schwebt1 als sittliche ,notwendigkeit4 ,die ,begrndung dieser ,notwendigkeit berlassen wir dem1 der die sittliche ,unterwerfung fordert1 d4 i4 der sittlichen ,autoritt1 die wir anerkennen 7,familienoberhaupt1 ,staat1 gesellschaftliche ,sitte1 kirchliche ,autoritt1 gttliche ,offenbarung74 ,eine besondere ,art dieser ,sittlichkeitsprinzipien ist die1 wo das ,gebot sich nicht durch eine uere ,autoritt fr uns kundgiebt1 sondern durch unser eigenes ,innere 7sittliche ,autonomie74 ,wir glauben dann die ,stimme in unserem eigenen ,innern zu vernehmen1 der wir uns zu unterwerfen haben4 ,der ,ausdruck dieser ,stimme ist das ,gewissen4 ,es bedeutet einen sittlichen ,fortschritt1 wenn der ,mensch zum ,motiv seines ,handelns nicht einfach das ,gebot einer ueren oder der inneren ,autoritt macht1 sondern wenn er den ,grund einzusehen bestrebt ist1 aus dem irgend eine ,maxime des ,handelns als ,motiv in ihm wirken soll4 ,dieser ,fortschritt ist der von der autoritativen ,moral zu dem ,handeln aus sittlicher ,einsicht4 ,der ,mensch wird auf dieser ,stufe der ,sittlichkeit die ,bedrfnisse des sittlichen ,lebens aufsuchen und sich von der ,erkenntnis derselben zu seinen ,handlungen bestimmen lassen4 ,solche ,bedrfnisse sind3 #a7 das grtmgliche ,wohl der ,gesamtmenschheit rein um dieses ,wohles willen2 #b7 der ,kulturfortschritt oder die sittliche ,entwicklung der ,menschheit zu immer grerer ,vollkommenheit2 #c7 die ,verwirklichung rein intuitiv erfater individueller ,sittlichkeitsziele4 ,das grtmgliche ,wohl der ,gesamtmenschheit wird natrlich von verschiedenen ,menschen in verschiedener ,weise aufgefat werden4 ,die obige ,maxime bezieht sich nicht auf eine bestimmte ,vorstellung von diesem ,wohl1 sondern darauf1 da jeder ,einzelne1 der dies ,prinzip anerkennt1 bestrebt ist1 dasjenige zu thun1 was nach seiner ,ansicht das ,wohl der ,gesamtmenschheit am meisten frdert4 ,der ,kulturfortschritt erweist sich fr denjenigen1 dem sich an die ,gter der ,kultur ein ,lustgefhl knpft1 als ein spezieller ,fall des vorigen ,moralprinzips4 ,er wird nur den ,untergang und die ,zerstrung mancher ,dinge1 die auch zum ,wohle der ,menschheit beitragen1 mit in ,kauf nehmen mssen4 ,es ist aber auch mglich1 da jemand in dem ,kulturfortschritt1 abgesehen von dem damit verbundenen ,lustgefhl1 eine sittliche ,notwendigkeit erblickt4 ,dann ist derselbe fr ihn ein besonderes ,moralprinzip neben dem vorigen4 ,sowohl die ,maxime des ,gesamtwohles wie auch jene des ,kulturfortschrittes beruht auf der ,vorstellung1 d4 i4 auf der ,beziehung1 die man dem ,inhalt der sittlichen ,ideen zu bestimmten ,erlebnissen 7,wahrnehmungen7 giebt4 ,das hchste denkbare ,sittlichkeitsprinzip ist aber das1 welches keine solche ,beziehung von vornherein enthlt1 sondern aus dem ,quell der reinen ,intuition entspringt und erst nachher die ,beziehung zur ,wahrnehmung 7zum ,leben7 sucht4 ,die ,bestimmung1 was zu wollen ist1 geht hier von einer andern ,instanz aus als in den vorhergehenden ,fllen4 ,wer dem sittlichen ,prinzip des ,gesamtwohles huldigt1 der wird bei allen seinen ,handlungen zuerst fragen1 was zu diesem ,gesamtwohl seine ,ideale beitragen4 ,wer sich zu dem sittlichen ,prinzip des ,kulturfortschrittes bekennt1 wird es hier ebenso machen4 ,es giebt aber ein hheres1 das in dem einzelnen ,falle nicht von einem bestimmten einzelnen ,sittlichkeitsziel ausgeht1 sondern welches allen ,sittlichkeitsmaximen einen gewissen ,wert beilegt1 und im gegebenen ,falle immer fragt1 ob denn hier das eine oder das andere ,moralprinzip das wichtigere ist4 ,es kann vorkommen1 da jemand unter gegebenen ,verhltnissen die ,frderung des ,kulturfortschritts1 unter andern die des ,gesamtwohls1 im dritten ,falle die ,frderung des eigenen ,wohles fr das richtige ansieht und zum ,motiv seines ,handelns macht4 ,wenn aber alle andern ,bestimmungsgrnde erst an zweite ,stelle treten1 dann kommt in erster ,linie die begriffliche ,intuition selbst in ,betracht4 ,damit fallen alle andern ,motive weg1 und nur der ,ideengehalt der ,handlung wirkt als ,motiv derselben4 ,wir haben unter den ,stufen der charakterologischen ,anlage diejenige als die hchste bezeichnet1 die als reines ,denken1 als praktische ,vernunft wirkt4 ,unter den ,motiven haben wir jetzt als das hchste die begriffliche ,intuition bezeichnet4 ,bei genauerer berlegung stellt sich alsbald heraus1 da auf dieser ,stufe der ,sittlichkeit ,triebfeder und ,motiv zusammenfallen1 d4 i41 da weder eine vorherbestimmte charakterologische ,anlage1 noch ein ueres1 normativ angenommenes sittliches ,prinzip auf unser ,handeln wirken4 ,die ,handlung ist also keine schablonenmige1 die nach den ,regeln eines ,moralcodex ausgefhrt wird1 und auch keine solche1 die der ,mensch auf ueren ,ansto hin automatenhaft vollzieht1 sondern eine schlechthin durch ihren idealen ,gehalt bestimmte4 ,zur ,voraussetzung hat eine solche ,handlung die ,fhigkeit der moralischen ,intuitionen4 ,wem die ,fhigkeit fehlt1 sich fr den einzelnen ,fall seine besondere ,sittlichkeitsmaxime zu schaffen1 der wird es auch nie zum wahrhaft individuellen ,wollen bringen4 ,der gerade ,gegensatz dieses ,sittlichkeitsprinzips ist das ,kant'sche3 ,handle so1 da die ,grundstze deines ,handelns fr alle ,menschen gelten knnen4 ,dieser ,satz ist der ,tod alles individuellen ,handelns4 ,nicht wie alle ,menschen handeln wrden1 kann fr mich magebend sein1 sondern was fr mich in dem individuellen ,falle zu thun ist4 ,ein oberflchliches ,urteil knnte vielleicht diesen ,ausfhrungen einwenden3 wie kann das ,handeln zugleich individuell auf den besondern ,fall und die besondere ,situation geprgt und doch rein ideell aus der ,intuition heraus bestimmt sein8 ,dieser ,einwand beruht auf einer ,verwechselung von sittlichem ,motiv und wahrnehmbarem ,inhalt der ,handlung4 ,der letztere kann ,motiv sein1 und ist es auch z4 ,b4 beim ,kulturfortschritt1 beim ,handeln aus ,egoismus u4 s4 w42 beim ,handeln auf ,grund rein sittlicher ,intuition ist er es nicht4 ,mein ,ich richtet seinen ,blick natrlich auf diesen ,wahrnehmungsinhalt1 bestimmen lt es sich durch denselben nicht4 ,dieser ,inhalt wird nur bentzt1 um sich einen ,erkenntnisbegriff zu bilden1 den dazu gehrigen moralischen ,begriff entnimmt das ,ich nicht aus dem ,objekte4 ,der ,erkenntnisbegriff aus einer bestimmten ,situation1 der ich gegenberstehe1 ist nur dann zugleich ein moralischer ,begriff1 wenn ich auf dem ,standpunkte eines bestimmten ,moralprinzips stehe4 ,wenn ich auf dem ,boden der ,kulturentwicklungsmoral stehe1 dann gehe ich mit gebundener ,marschroute in der ,welt umher4 ,aus jedem ,geschehen1 das ich wahrnehme und das mich beschftigen kann1 entspringt zugleich eine sittliche ,pflicht2 nmlich mein ,scherflein beizutragen1 damit das betreffende ,geschehen in den ,dienst der ,kulturentwickelung gestellt werde4 ,auer dem ,begriff1 der mir den naturgesetzlichen ,zusammenhang eines ,geschehens oder ,dinges enthllt1 haben die letztern auch noch eine sittliche ,etikette umgehngt1 die fr mich1 das moralische ,wesen1 eine ethische ,anweisung enthlt1 wie ich mich zu benehmen habe4 ,diese sittliche ,etikette fllt auf einem hheren ,standpunkte weg1 und die ,art meines ,handelns ergiebt sich in jedem einzelnen ,falle aus meiner ,idee2 und zwar aus der ,idee1 die mir dem konkreten ,fall gegenber aufgeht4 ,die ,menschen sind dem ,intuitionsvermgen nach verschieden4 ,dem ,einen sprudeln die ,ideen zu1 der andere erwirbt sich sie mhselig4 ,die ,situationen1 in denen die ,menschen leben1 und die den ,schauplatz ihres ,handelns abgeben1 sind nicht weniger verschieden4 ,wie ein ,mensch handelt1 wird also abhngen von der ,art1 wie sein ,intuitionsvermgen einer bestimmten ,situation gegenber wirkt4 ,die ,summe der in uns wirksamen ,ideen1 den realen ,inhalt unserer ,intuitionen1 macht das aus1 was bei aller ,allgemeinheit der ,ideenwelt in jedem ,menschen individuell geartet ist4 ,insofern dieser intuitive ,inhalt auf das ,handeln geht1 ist er der ,sittlichkeitsgehalt des ,individuums4 ,das ,auslebenlassen dieses ,gehalts ist die moralische ,maxime dessen1 der alle andern ,moralprinzipien als untergeordnet betrachtet4 ,man kann diesen ,standpunkt den ethischen ,individualismus nennen4 ,das ,magebende einer ,handlung im konkreten ,falle ist das ,auffinden der entsprechenden1 ganz individuellen ,intuition4 ,auf dieser ,stufe der ,sittlichkeit kann von allgemeinen ,sittlichkeitsbegriffen 7,normen1 ,gesetzen7 nicht die ,rede sein4 ,allgemeine ,normen setzen immer konkrete ,thatsachen voraus1 aus denen sie abgeleitet werden knnen4 ,durch das menschliche ,handeln werden aber ,thatsachen erst geschaffen4 ,wenn wir das ,gesetzmige 7,begriffliche in dem ,handeln der ,individuen1 ,vlker und ,zeitalter7 aufsuchen1 so erhalten wir eine ,ethik1 aber nicht als ,wissenschaft von sittlichen ,normen1 sondern als ,naturlehre der ,sittlichkeit4 ,erst die hierdurch gewonnenen ,gesetze verhalten sich zum menschlichen ,handeln so wie die ,naturgesetze zu einer besonderen ,erscheinung4 ,sie sind aber durchaus nicht identisch mit den ,gesetzen1 die wir unserm ,handeln zu ,grunde legen4 ,wenn ich oder ein anderer spter ber meine ,handlung nachdenken1 kann es herauskommen1 welche ,sittlichkeitsmaximen bei derselben in ,betracht kommen4 ,whrend ich handle1 bewegt mich nicht die ,sittlichkeitsmaxime1 sondern die ,liebe zu dem ,objekt1 das ich durch meine ,handlung verwirklichen will4 ,ich frage keinen ,menschen und auch keinen ,moralcodex3 soll ich diese ,handlung ausfhren1 sondern ich fhre sie aus1 sobald ich die ,idee davon gefat habe4 ,nur dadurch ist sie meine ,handlung4 ,wer handelt1 weil er bestimmte sittliche ,normen anerkennt1 dessen ,handlung ist das ,ergebnis der in seinem ,moralcodex stehenden ,prinzipien4 ,er ist blo der ,vollstrecker4 ,er ist ein hherer ,automat4 ,werfet einen ,anla zum ,handeln in sein ,bewutsein1 und alsbald setzt sich das ,rderwerk seiner ,moralprinzipien in ,bewegung und luft in gesetzmiger ,weise ab1 um eine christliche1 humane1 selbstlose oder eine ,handlung des kulturgeschichtlichen ,fortschrittes zu vollbringen4 ,nur wenn ich meiner ,liebe zu dem ,objekte folge1 dann bin ich es selbst1 der handelt4 ,ich erkenne auf dieser ,stufe der ,sittlichkeit keinen ,herrn ber mich1 nicht die uere ,autoritt1 nicht die sogenannte ,stimme meines ,gewissens4 ,ich erkenne kein ueres ,prinzip meines ,handelns an1 weil ich in mir selbst den ,grund des ,handelns1 die ,liebe zur ,handlung1 gefunden habe4 ,ich prfe nicht1 ob meine ,handlung gut oder bse ist2 ich vollziehe sie1 weil ich in sie verliebt bin4 ,ich frage mich auch nicht3 wie wrde ein anderer ,mensch in meinem ,falle handeln1 sondern ich handle1 wie ich1 diese besondere ,individualitt1 will4 ,nicht das allgemein bliche1 die allgemeine ,sitte1 eine allgemein-menschliche ,maxime1 eine sittliche ,norm leitet mich1 sondern meine ,liebe zur ,that4 ,ich fhle keinen ,zwang1 nicht den ,zwang der ,natur1 die mich bei meinen ,trieben leitet1 nicht den ,zwang der sittlichen ,gebote1 sondern ich will einfach ausfhren1 was in mir liegt4 ,die ,verteidiger der allgemeinen sittlichen ,normen werden zu diesen ,ausfhrungen sagen3 wenn jeder das ,recht hat1 sich auszuleben und zu thun1 was ihm beliebt1 dann ist kein ,unterschied zwischen guter ,handlung und ,verbrechen2 jede ,gaunerei1 die in mir liegt1 hat gleichen ,anspruch sich auszuleben1 wie die ,intention1 dem allgemeinen ,besten zu dienen4 ,nicht der ,umstand1 da ich eine ,handlung der ,idee nach ins ,auge gefat habe1 kann fr mich1 als sittlichen ,menschen magebend sein1 sondern nachherige ,prfung1 ob sie gut oder bse ist4 ,nur im ersteren ,falle werde ich sie ausfhren4 ,meine ,entgegnung auf diesen ,einwand ist die3 da ich nicht spreche von ,kindern und auch nicht von ,menschen1 die ihren tierischen oder sozialen ,instinkten folgen4 ,ich spreche von ,menschen1 die fhig sind1 sich zum ,ideengehalte der ,welt zu erheben4 ,da die ,that des ,verbrechers in gleichem ,sinn ein ,ausleben der ,individualitt genannt wird1 wie die ,verkrperung reiner ,intuition1 ist nur mglich in einem ,zeitalter1 wo unreife ,menschen die blinden ,triebe zur ,individualitt des ,menschen zhlen4 ,der tierische ,trieb1 der zum ,verbrechen treibt1 gehrt nicht zum ,individuellen des ,menschen1 sondern zum ,allgemeinsten in ihm1 zu dem1 was bei allen ,individuen in gleichem ,mae geltend ist4 ,das ,individuelle in mir ist nicht mein ,organismus mit seinen ,trieben und ,gefhlen1 sondern das ist die einige ,ideenwelt1 die in diesem ,organismus aufleuchtet4 ,meine ,triebe1 ,instinkte1 ,leidenschaften begrnden nichts weiter in mir1 als da ich zur allgemeinen ,gattung ,mensch gehre2 der ,umstand1 da sich ein ,ideelles in diesen ,trieben1 ,leidenschaften und ,gefhlen auf eine besondere ,art auslebt1 begrndet meine ,individualitt4 ,durch meine ,instinkte1 ,triebe bin ich ein ,mensch1 von denen zwlf ein ,dutzend machen2 durch die besondere ,form der ,idee1 durch die ich mich innerhalb des ,dutzend als ,ich bezeichne1 bin ich ,individuum4 ,nach der ,verschiedenheit meiner tierischen ,natur knnte mich nur ein mir fremdes ,wesen von andern unterscheiden2 durch mein ,denken1 d4 h4 durch das thtige ,erfassen dessen1 was sich als ,ideelles in meinem ,organismus auslebt1 unterscheide ich mich selbst von andern4 ,man kann also von der ,handlung des ,verbrechers gar nicht sagen1 da sie aus der ,idee hervorgeht4 ,ja1 das ist gerade das ,charakteristische der ,verbrecherhandlungen1 da sie aus den auerideellen ,elementen des ,menschen sich herleiten4 ,eine ,handlung1 deren ,grund in dem ideellen ,teil meines individuellen ,wesens liegt1 ist frei1 jede andere1 gleichgltig1 ob sie aus dem ,zwange der ,natur oder aus der ,ntigung einer sittlichen ,norm vollzogen wird1 ist unfrei4 ,frei ist nur der ,mensch1 der in jedem ,augenblicke seines ,lebens sich selbst zu folgen in der ,lage ist4 ,eine sittliche ,that ist nur meine ,that1 wenn sie in dieser ,auffassung eine freie genannt werden kann4 ,die ,handlung aus ,freiheit schliet die sittlichen ,gesetze nicht etwa aus1 sondern ein2 sie erweist sich nur als hher stehend gegenber derjenigen1 die von diesen ,gesetzen diktiert ist4 ,warum sollte meine ,handlung denn weniger dem ,gesamtwohle dienen1 wenn ich sie aus ,liebe gethan habe1 als dann1 wenn ich sie aus dem ,grunde vollbracht habe1 weil dem ,gesamtwohle zu dienen eine ,pflicht ist8 ,der ,pflichtbegriff schliet die ,freiheit aus1 weil er das ,individuelle nicht anerkennen will1 sondern ,unterwerfung des letztern unter eine allgemeine ,norm fordert4 ,die ,freiheit des ,handelns ist nur denkbar vom ,standpunkte des ethischen ,individualismus aus4 ,wie ist aber ein ,zusammenleben der ,menschen mglich1 wenn jeder nur bestrebt ist1 seine ,individualitt zur ,geltung zu bringen8 ,damit ist wieder ein ,einwand des ,moralismus gekennzeichnet4 ,dieser glaubt1 eine ,gemeinschaft von ,menschen sei nur mglich1 wenn sie alle vereinigt sind durch eine gemeinsame sittliche ,ordnung4 ,der ,moralismus versteht eben die ,einigkeit der ,ideenwelt nicht4 ,er begreift nicht1 da die ,ideenwelt1 die in mir thtig ist1 keine andere ist als die in meinem ,mitmenschen4 ,der ,unterschied zwischen mir und meinem ,mitmenschen liegt durchaus nicht darin1 da wir in zwei ganz verschiedenen ,geisteswelten leben1 sondern da er aus der uns gemeinsamen ,ideenwelt andere ,intuitionen empfngt als ich4 ,er will seine ,intuitionen ausleben1 ich die meinigen4 ,wenn wir beide wirklich aus der ,idee schpfen und keinen ueren 7physischen oder moralischen7 ,antrieben folgen1 so knnen wir uns nur in dem gleichen ,streben1 in denselben ,intentionen begegnen4 ,ein sittliches ,miverstehen1 ein ,aufeinanderprallen ist bei sittlich freien ,menschen ausgeschlossen4 ,nur der sittlich ,unfreie1 der dem ,naturtrieb oder dem ,pflichtgebot folgt1 stt den ,nebenmenschen zurck1 wenn er nicht dem gleichen ,instinkt und dem gleichen ,gebot folgt4 ,leben und ,leben lassen ist die ,grundmaxime der freien ,menschen4 ,sie kennen kein ,sollen2 wie sie in einem besonderen ,falle wollen werden1 das wird ihnen ihr ,ideenvermgen sagen4 ,lge nicht in der menschlichen ,wesenheit der ,urgrund zur ,vertrglichkeit2 man wrde sie ihr durch keine ueren ,gesetze einimpfen6 ,nur weil die menschlichen ,individuen ,eines ,geistes sind1 knnen sie sich auch nebeneinander ausleben4 ,der ,freie lebt in dem ,vertrauen darauf los1 da der andere ,freie mit ihm einer geistigen ,welt angehrt und sich in seinen ,intentionen mit ihm begegnen wird4 ,der ,freie verlangt von seinen ,mitmenschen keine bereinstimmung1 aber er erwartet sie1 weil sie in der menschlichen ,natur liegt4 ,es wird viele geben1 die da sagen3 der ,begriff des freien ,menschen1 den du da entwirfst1 ist eine ,chimre1 ist nirgends verwirklicht4 ,wir haben es aber mit wirklichen ,menschen zu thun1 und bei denen ist auf ,sittlichkeit nur zu hoffen1 wenn sie einem ,sittengebote gehorchen1 wenn sie ihre sittliche ,mission als ,pflicht auffassen und nicht frei ihren ,neigungen und ihrer ,liebe folgen4 ,ich bezweifle das keineswegs4 ,nur ein ,blinder knnte es4 ,aber dann hinweg mit aller ,heuchelei der ,sittlichkeit4 ,saget einfach3 die menschliche ,natur mu zu ihren ,handlungen gezwungen werden1 solange sie nicht frei ist4 ,ob man die ,unfreiheit durch physische ,mittel oder durch ,sittengesetze bezwingt1 ob der ,mensch unfrei ist1 weil er seinem malosen ,geschlechtstrieb folgt oder darum1 weil er in den ,fesseln konventioneller ,sittlichkeit eingeschnrt ist1 ist ganz gleichgltig4 ,man behaupte aber nur nicht1 da ein solcher ,mensch mit ,recht eine ,handlung die seinige nennt1 da er doch von einer fremden ,gewalt dazu getrieben ist4 ,aber mitten aus der ,zwangsordnung heraus erheben sich die freien ,geister1 die sich selbst finden in dem ,wust von ,sitte1 ,gesetzeszwang1 ,religionsbung u4 s4 w4 ,frei sind sie1 insofern sie nur sich folgen1 unfrei1 insofern sie sich unterwerfen4 ,wer von uns kann sagen1 da er in allen seinen ,handlungen wirklich frei ist8 ,aber in jedem von uns wohnt eine tiefere ,wesenheit1 in der sich der freie ,mensch ausspricht4 ,aus ,handlungen der ,freiheit und der ,unfreiheit setzt sich unser ,leben zusammen4 ,wir knnen aber den ,begriff des ,menschen nicht zu ,ende denken1 ohne auf den freien ,geist als die reinste ,ausprgung der menschlichen ,natur zu kommen4 ,wahrhaft ,menschen sind wir doch nur1 insofern wir frei sind4 ,das ist ein ,ideal1 werden viele sagen4 ,ohne ,zweifel1 aber ein solches1 das sich in unserer ,wesenheit als reales ,element an die ,oberflche arbeitet4 ,es ist kein erdachtes oder ertrumtes ,ideal1 sondern ein solches1 das ,leben hat und das sich auch in der unvollkommensten ,form seines ,daseins deutlich ankndigt4 ,wre der ,mensch ein bloes ,naturwesen1 dann wre das ,aufsuchen von ,idealen1 d4 i4 von ,ideen1 die augenblicklich unwirksam sind1 deren ,verwirklichung aber gefordert wird1 ein ,unding4 ,an dem ,dinge der ,auenwelt ist die ,idee durch die ,wahrnehmung bestimmt2 wir haben das unserige gethan1 wenn wir den ,zusammenhang von ,idee und ,wahrnehmung erkannt haben4 ,beim ,menschen ist das nicht so4 ,die ,summe seines ,daseins ist nicht ohne ihn selbst bestimmt2 sein ,begriff 7freier ,geist7 ist mit dem ,wahrnehmungsbilde ,mensch nicht im voraus objektiv vereinigt1 um blo nachher durch die ,erkenntnis festgestellt zu werden4 ,der ,mensch mu selbstthtig seinen ,begriff mit der ,wahrnehmung ,mensch vereinigen4 ,begriff und ,wahrnehmung decken sich hier nur1 wenn sie der ,mensch selbst zur ,deckung bringt4 ,er kann es aber nur1 wenn er den ,begriff des freien ,geistes1 d4 i4 seinen eigenen ,begriff1 gefunden hat4 ,in der objektiven ,welt ist uns durch unsere ,organisation ein ,grenzstrich gezogen zwischen ,wahrnehmung und ,begriff2 das ,erkennen berwindet diese ,grenze4 ,in der subjektiven ,natur ist diese ,grenze nicht minder vorhanden2 der ,mensch berwindet sie im ,laufe seiner ,entwicklung1 indem er in seiner ,erscheinung seinen ,begriff zur ,ausgestaltung bringt4 ,so fhrt uns sowohl das intellektuelle wie das sittliche ,leben des ,menschen auf seine ,doppelnatur3 das ,wahrnehmen 7unmittelbares ,erleben7 und ,denken4 ,das intellektuelle ,leben berwindet die ,doppelnatur durch die ,erkenntnis1 das sittliche durch die thatschliche ,verwirklichung des freien ,geistes4 ,jedes ,wesen hat seinen eingeborenen ,begriff 7das ,gesetz seines ,seins und ,wirkens72 aber er ist in den ,auendingen unzertrennlich mit der ,wahrnehmung verbunden und nur innerhalb unseres geistigen ,organismus von dieser abgesondert4 ,beim ,menschen selbst ist ,begriff und ,wahrnehmung zunchst thatschlich getrennt1 um von ihm ebenso thatschlich vereinigt zu werden4 ,man kann einwenden3 unserer ,wahrnehmung des ,menschen entspricht in jedem ,augenblicke seines ,lebens ein bestimmter ,begriff1 sowie jedem anderen ,dinge auch4 ,ich kann mir den ,begriff eines ,schablonenmenschen bilden und kann einen solchen auch als ,wahrnehmung gegeben haben2 wenn ich zu diesem auch noch den ,begriff des freien ,geistes bringe1 so habe ich zwei ,begriffe fr dasselbe ,objekt4 ,das ist einseitig gedacht4 ,ich bin als ,wahrnehmungsobjekt einer fortwhrenden ,vernderung unterworfen4 ,als ,kind war ich ein anderer1 ein anderer als ,jngling und als ,mann4 ,ja1 in jedem ,augenblicke ist mein ,wahrnehmungsbild ein anderes als in den vorangehenden4 ,diese ,vernderungen knnen sich in dem ,sinne vollziehen1 da sich in ihnen nur immer derselbe 7,schablonenmensch7 ausspricht1 oder da sie den ,ausdruck des freien ,geistes darstellen4 ,diesen ,vernderungen ist das ,wahrnehmungsobjekt meines ,handelns unterworfen4 ,es ist in dem ,wahrnehmungsobjekt ,mensch die ,mglichkeit gegeben1 sich umzubilden1 wie im ,pflanzenkeim die ,mglichkeit liegt1 zur ganzen ,pflanze zu werden4 ,die ,pflanze wird sich umbilden wegen der objektiven1 in ihr liegenden ,gesetzmigkeit2 der ,mensch bleibt in seinem unvollendeten ,zustande1 wenn er nicht den ,umbildungsstoff in sich selbst aufgreift1 und sich durch eigene ,kraft umbildet4 ,die ,natur macht aus dem ,menschen blo ein ,naturwesen2 die ,gesellschaft ein gesetzmig handelndes2 ein freies ,wesen kann er nur selbst aus sich machen4 ,die ,natur lt den ,menschen in einem gewissen ,stadium seiner ,entwicklung aus ihren ,fesseln los2 die ,gesellschaft fhrt diese ,entwicklung bis zu einem weiteren ,punkte2 den letzten ,schliff kann nur der ,mensch selbst sich geben4 ,der ,standpunkt der freien ,sittlichkeit behauptet also nicht1 da der freie ,geist die einzige ,gestalt ist1 in der ein ,mensch existieren kann4 ,sie sieht in der freien ,geistigkeit nur das letzte ,entwicklungsstadium des ,menschen4 ,damit ist nicht geleugnet1 da das ,handeln nach ,normen als ,entwicklungsstufe seine ,berechtigung habe4 ,es kann nur nicht als absoluter ,sittlichkeitsstandpunkt anerkannt werden4 ,der freie ,geist aber berwindet die ,normen in dem ,sinne1 da er sie nicht als ,gebote empfindet1 sondern sein ,handeln nach seinen ,impulsen 7,intuitionen7 einrichtet4 ,wenn ,kant von der ,pflicht sagt3 ,pflicht6 du erhabener1 groer ,name1 der du nichts ,beliebtes1 was ,einschmeichelung bei sich fhrt1 in dir fassest1 sondern ,unterwerfung verlangst1 der du ein ,gesetz aufstellst 4441 vor dem alle ,neigungen verstummen1 wenn sie gleich im ,geheimen ihm entgegenwirken2 so erwidert der freie ,geist3 ,freiheit6 du freundlicher1 menschlicher ,name1 der du alles sittlich ,beliebte1 was meinem ,menschentum am meisten schmeichelt1 in dir fassest1 und mich zu niemandes ,diener machst1 der du kein ,gesetz aufstellst1 sondern abwartest1 was meine ,neigung selbst als ,gesetz verknden wird1 weil sie jedem auferzwungenen ,gesetze ,widerstand leistet4 ,das ist der ,gegensatz von gesetzmiger und freier ,sittlichkeit4 ,der ,philister1 der in dem ,staate die verkrperte ,sittlichkeit sieht1 wird in dem freien ,geist einen ,staatsgefhrlichen sehen4 ,er thut es aber nur1 weil sein ,blick eingeengt ist in eine bestimmte ,zeitepoche4 ,wenn er ber dieselbe hinausblicken knnte1 so mte er alsbald finden1 da der freie ,geist selten ntig hat1 ber die ,gesetze seines ,staates hinauszugehen1 nie aber sich mit ihnen in einen wirklichen ,widerspruch zu setzen4 ,denn die ,staatsgesetze sind smtlich aus ,intuitionen freier ,geister entsprungen1 ebenso wie alle anderen objektiven ,sittlichkeitsgesetze4 ,kein ,gesetz wird durch ,familienautoritt ausgebt1 das nicht einmal von einem ,ahnherrn als solches intuitiv erfat und festgesetzt worden wre2 auch die konventionellen ,gesetze der ,sittlichkeit werden von bestimmten ,menschen zuerst aufgestellt2 und die ,staatsgesetze entstehen stets im ,kopfe eines ,staatsmannes4 ,diese ,geister haben die ,gesetze ber die anderen ,menschen gesetzt1 und unfrei wird nur der1 welcher diesen ,ursprung vergit1 und sie entweder zu gttlichen ,geboten1 zu objektiven sittlichen ,pflichtbegriffen oder zur befehlenden ,stimme seines eigenen ,gewissens macht4 ,wer den ,ursprung aber nicht bersieht1 sondern ihn in dem ,menschen sucht1 der wird damit rechnen als mit einem ,gliede derselben ,ideenwelt1 aus der auch er seine sittlichen ,intuitionen holt4 ,glaubt er bessere zu haben1 so sucht er sie an die ,stelle der bestehenden zu bringen2 findet er diese berechtigt1 dann handelt er ihnen gem1 als wenn sie seine eigenen wren4 ,der ,mensch ist nicht da1 um eine sittliche ,weltordnung zu begrnden4 ,wer dies behauptet1 steht in ,bezug auf ,menschheitswissenschaft noch auf demselben ,standpunkt1 auf dem jene ,naturwissenschaft stand1 die da glaubte3 der ,stier htte ,hrner1 damit er stoen knne4 ,die ,naturforscher haben glcklich den objektiven ,zweckbegriff zu den ,toten geworfen4 ,die ,ethik kann sich schwerer davon frei machen4 ,aber so wie die ,hrner nicht wegen des ,stoens da sind1 sondern das ,stoen durch die ,hrner2 so ist der ,mensch nicht wegen der ,sittlichkeit da1 sondern die ,sittlichkeit durch den ,menschen4 ,der freie ,mensch handelt1 weil er eine sittliche ,idee hat2 aber er handelt nicht1 damit er sittlich sei4 ,die menschlichen ,individuen sind die ,voraussetzung der sittlichen ,weltordnung4 ,das menschliche ,individuum ist ,quell aller ,sittlichkeit und ,mittelpunkt alles ,lebens4 ,der ,staat1 die ,gesellschaft sind nur da1 weil sie sich als notwendige ,folge des ,individuallebens ergeben4 ,da dann der ,staat und die ,gesellschaft wieder zurckwirken auf das ,individualleben1 ist ebenso begreiflich1 wie der ,umstand1 da das ,stoen1 das durch die ,hrner da ist1 wieder zurckwirkt auf die weitere ,entwicklung der ,hrner des ,stieres1 die bei lngerem ,nichtgebrauch verkmmern wrden4 ,ebenso mu das ,individuum verkmmern1 wenn es auerhalb der menschlichen ,gemeinschaft ein abgesondertes ,dasein fhrt4 ,darum bildet sich ja gerade die gesellschaftliche ,ordnung1 um im gnstigen ,sinne wieder zurck auf das ,individuum zu wirken4 ,,xi4 ,,freiheitsphilosophie ,,und ,,monismus4 ,der naive ,mensch1 der nur als wirklich gelten lt1 was er mit ,augen sehen und mit ,hnden greifen kann1 fordert auch fr sein sittliches ,leben ,beweggrnde1 die mit den ,sinnen wahrnehmbar sind4 ,er fordert ein ,wesen1 das ihm diese ,beweggrnde auf eine seinen ,sinnen verstndliche ,weise mitteilt4 ,er wird von einem ,menschen1 den er fr weiser und mchtiger hlt als sich selbst1 oder dem er aus einem andern ,grunde als eine ber ihn stehende ,macht anerkennt1 diese ,beweggrnde als ,gebote sich diktieren lassen4 ,es ergeben sich auf diese ,weise als sittliche ,prinzipien die schon frher genannten1 der ,familien-1 staatlichen1 gesellschaftlichen1 kirchlichen und gttlichen ,autoritt4 ,der befangenste ,mensch glaubt noch einem einzelnen andern ,menschen2 der etwas fortgeschrittenere lt sich sein sittliches ,verhalten von einer ,mehrheit 7,staat1 ,gesellschaft7 diktieren4 ,immer sind es wahrnehmbare ,mchte1 auf die er baut4 ,wem endlich die berzeugung aufdmmert1 da dies doch im ,grunde ebenso schwache ,menschen sind wie er1 der sucht bei einer hheren ,macht ,auskunft1 bei einem gttlichen ,wesen1 das er sich aber mit sinnlich wahrnehmbaren ,eigenschaften ausstattet4 ,er lt sich von diesem ,wesen den begrifflichen ,inhalt seines sittlichen ,lebens wieder auf wahrnehmbare ,weise vermitteln1 sei es1 da der ,gott im brennenden ,dornbusche erscheint1 sei es1 da er in leibhaftig-menschlicher ,gestalt unter den ,menschen wandelt und ihren ,ohren vernehmbar sagt1 was sie thun und nicht thun sollen4 ,die hchste ,entwicklungsstufe des naiven ,realismus auf dem ,gebiete der ,sittlichkeit ist die1 wo das ,sittengebot 7sittliche ,idee7 von jeder fremden ,wesenheit abgetrennt und hypothetisch als absolute ,kraft im eigenen ,innern gedacht wird4 ,was der ,mensch zuerst als ,stimme ,gottes vernahm1 das vernimmt er jetzt als selbstndige ,macht in seinem ,innern und nennt es ,gewissen4 ,damit ist aber die ,stufe des naiven ,bewutseins bereits verlassen1 und wir sind eingetreten in die ,region1 wo die ,sittengesetze als ,normen verselbstndigt werden4 ,sie haben dann keinen ,trger mehr1 sondern werden zu metaphysischen ,wesenheiten1 die durch sich selbst existieren4 ,sie sind analog den unsichtbar-sichtbaren ,krften des metaphysischen ,realismus4 ,sie treten auch immer als ,begleiterscheinung des metaphysischen ,realismus auf4 ,der metaphysische ,realismus bezieht ja die uns gegebene ,wahrnehmungswelt und die von uns gedachte ,begriffssphre auf ein auerhalb liegendes ,wesen an sich4 ,in dieser seiner zweiten ,welt mu er auch den ,ursprung der ,sittlichkeit suchen4 ,es giebt da verschiedene ,mglichkeiten4 ,ist das ,wesen an sich ein gedankenloses1 nach rein mechanischen ,gesetzen wirkendes1 wie es der moderne ,materialismus sich vorstellt1 dann wird es auch das menschliche ,individuum durch rein mechanische ,notwendigkeit aus sich hervorbringen samt allem1 was an diesem ist4 ,das ,bewutsein unserer ,freiheit kann dann nur eine ,illusion sein4 ,denn whrend ich mich fr den ,schpfer meiner ,handlung halte1 wirkt in mir die mich zusammensetzende ,materie und ihre ,bewegungsvorgnge4 ,ich glaube mich frei2 alle meine ,handlungen sind aber thatschlich nur ,ergebnisse des meinem leiblichen und geistigen ,organismus zu ,grunde liegenden ,stoffwechsels4 ,nur weil wir die uns zwingenden ,motive nicht kennen1 haben wir das ,gefhl der ,freiheit4 ,wir mssen hervorheben1 da das ,gefhl der ,freiheit auf der ,abwesenheit uerer zwingender ,motive beruht4 ,unser ,handeln ist necessitiert wie unser ,denken4 7,ziehen1 ,leitfaden der physiologischen ,psychologie ,s4 #bjg f47 ,eine andere ,mglichkeit ist die1 da jemand in einem geistigen ,wesen das hinter den ,erscheinungen steckende ,absolute sieht4 ,dann wird er auch den ,antrieb zum ,handeln in einer geistigen ,kraft suchen4 ,er wird die in seiner ,vernunft auffindbaren ,sittenprinzipien fr einen ,ausflu dieses ,wesens an sich ansehen1 das mit dem ,menschen seine besonderen ,absichten hat4 ,die ,sittengesetze erscheinen dem ,dualisten dieser ,richtung als von dem ,absoluten diktiert1 und der ,mensch hat durch seine ,vernunft einfach diese ,ratschlsse des absoluten ,wesens zu erforschen und auszufhren4 ,die sittliche ,weltordnung erscheint dem ,dualisten als wahrnehmbarer ,abglanz einer hinter derselben stehenden hheren ,ordnung4 ,die irdische ,sittlichkeit ist die ,erscheinung der gttlichen ,weltordnung4 ,nicht der ,mensch ist es1 auf den es in dieser sittlichen ,ordnung ankommt1 sondern auf das ,wesen an sich1 auf ,gott4 ,der ,mensch soll das1 was ,gott will4 ,eduard von ,hartmann1 der das ,wesen an sich als ,gottheit vorstellt1 fr die das eigene ,dasein ,leiden ist1 glaubt1 dieses gttliche ,wesen habe die ,welt erschaffen1 damit es durch dieselbe von seinem unendlich groen ,leiden erlst werde4 ,dieser ,philosoph sieht daher die sittliche ,entwicklung der ,menschheit als einen ,proze an1 der dazu da ist1 die ,gottheit zu erlsen4 ,nur durch den ,aufbau einer sittlichen ,weltordnung von seiten vernnftiger selbstbewuter ,individuen kann der ,weltproze seinem ,ziel entgegengefhrt werden4 ,das reale ,dasein ist die ,inkarnation der ,gottheit1 der ,weltproze die ,passionsgeschichte des fleischgewordenen ,gottes1 und zugleich der ,weg der ,erlsung des im ,fleische ,gekreuzigten2 die ,sittlichkeit aber ist die ,mitarbeit an der ,abkrzung dieses ,leidens- und ,erlsungsweges4 7,hartmann1 ,phnomenologie des sittlichen ,bewutseins #hga47 ,hier handelt der ,mensch nicht1 weil er will1 sondern er soll handeln1 weil ,gott erlst sein will4 ,wie der materialistische ,dualist den ,menschen zum ,automaten macht1 dessen ,handeln nur das ,ergebnis rein mechanischer ,gesetzmigkeit ist1 so macht ihn der spiritualistische ,dualist 7d4 i4 derjenige1 der das ,absolute1 das ,wesen an sich1 in einem geistigen sieht7 zum ,sklaven des ,willens jenes ,absoluten4 ,freiheit ist innerhalb des ,materialismus sowie des ,spiritualismus1 berhaupt innerhalb des metaphysischen ,realismus1 ausgeschlossen4 ,der naive wie der metaphysische ,realismus mssen konsequenterweise aus einem und demselben ,grunde die ,freiheit leugnen1 weil sie in dem ,menschen nur den ,vollstrecker oder ,vollzieher von notwendig ihm aufgedrngten ,prinzipien sehen4 ,der naive ,realismus ttet die ,freiheit durch ,unterwerfung unter die ,autoritt eines wahrnehmbaren oder nach ,analogie der ,wahrnehmungen gedachten ,wesens oder endlich unter die abstrakte ,stimme seines ,gewissens2 der ,metaphysiker kann die ,freiheit nicht anerkennen1 weil er den ,menschen von einem ,wesen an sich mechanisch oder moralisch bestimmt sein lt4 ,der ,monismus wird die teilweise ,berechtigung des naiven ,realismus anerkennen mssen1 weil er die ,berechtigung der ,wahrnehmungswelt anerkennt4 ,wer unfhig ist1 die sittlichen ,ideen durch ,intuition hervorzubringen1 der mu sie von andern empfangen4 ,insoweit der ,mensch seine sittlichen ,prinzipien von auen empfngt1 ist er thatschlich unfrei4 ,aber der ,monismus schreibt der ,idee neben der ,wahrnehmung eine gleiche ,bedeutung zu4 ,die ,idee kann aber nur im menschlichen ,individuum zur ,erscheinung kommen4 ,insofern der ,mensch den ,antrieben von dieser ,seite folgt1 ist er frei4 ,der ,monismus spricht aber der ,metaphysik alle ,berechtigung ab1 folglich auch den von sogenannten ,wesen an sich herrhrenden ,antrieben des ,handelns4 ,der ,mensch kann nach monistischer ,auffassung unfrei handeln1 wenn er einem wahrnehmbaren ueren ,zwange folgt2 er kann frei handeln1 wenn er nur sich selbst gehorcht4 ,einen unbewuten1 hinter ,wahrnehmung und ,begriff steckenden ,zwang kann der ,monismus nicht anerkennen4 ,wenn jemand von einer ,handlung seines ,mitmenschen behauptet3 sie sei unfrei vollbracht1 so mu er innerhalb der wahrnehmbaren ,welt das ,ding1 oder den ,menschen1 oder die ,einrichtung nachweisen1 die jemand zu seiner ,handlung veranlat haben2 wenn der ,behauptende sich auf ,ursachen des ,handelns auerhalb der sinnlich und geistig wirklichen ,welt beruft1 dann kann sich der ,monismus auf eine solche ,behauptung nicht einlassen4 ,nach monistischer ,auffassung handelt der ,mensch teils unfrei1 teils frei4 ,er findet sich als unfrei in der ,welt der ,wahrnehmungen vor und verwirklicht in sich den freien ,geist4 ,die sittlichen ,gebote1 die der ,metaphysiker als ,ausflsse einer hheren ,macht ansehen mu1 sind dem ,bekenner des ,monismus ,gedanken der ,menschen2 die sittliche ,weltordnung ist ihm weder der ,abklatsch einer rein mechanischen ,naturordnung1 noch einer gttlichen ,weltregierung1 sondern durchaus freies ,menschenwerk4 ,der ,mensch hat nicht den ,willen ,gottes in der ,welt1 sondern seinen eigenen durchzusetzen2 er verwirklicht nicht die ,ratschlsse und ,intentionen eines andern ,wesens1 sondern seine eigenen4 ,hinter den handelnden ,menschen sieht der ,monismus nicht einen ,weltenlenker1 der die ,menschen nach seinem ,willen bestimmt1 sondern die ,menschen verfolgen nur ihre eigenen1 menschlichen ,zwecke4 ,und zwar verfolgt jedes ,individuum seine besondern ,zwecke4 ,denn die ,ideenwelt lebt sich nicht in einer ,gemeinschaft von ,menschen1 sondern nur in menschlichen ,individuen aus4 ,was als gemeinsames ,ziel einer menschlichen ,gesamtheit sich ergiebt1 das ist nur die ,folge der einzelnen ,willensthaten der ,individuen1 und zwar meist einiger weniger ,auserlesener1 denen die anderen1 als ihren ,autoritten1 folgen4 ,jeder von uns ist berufen zum freien ,geiste1 wie jeder ,rosenkeim berufen ist1 ,rose zu werden4 ,der ,monismus ist also im ,gebiete des wahrhaft sittlichen ,handelns ,freiheitsphilosophie4 ,weil er ,wirklichkeitsphilosophie ist1 so weist er ebenso gut die metaphysischen 7unwirklichen7 ,einschrnkungen des freien ,geistes zurck1 wie er die physischen und historischen 7naiv-wirklichen7 des naiven ,menschen anerkennt4 ,weil er den ,menschen nicht als abgeschlossenes ,produkt1 das in jedem ,augenblicke seines ,lebens sein volles ,wesen entfaltet1 betrachtet1 so scheint ihm der ,streit1 ob der ,mensch als solcher frei ist oder nicht1 nichtig4 ,er sieht in dem ,menschen ein sich entwickelndes ,wesen und fragt1 ob auf dieser ,entwicklungsbahn auch die ,stufe des freien ,geistes erreicht werden kann4 ,der ,monismus wei1 da die ,natur den ,menschen nicht als freien ,geist fix und fertig aus ihren ,armen entlt1 sondern da sie ihn bis zu einer gewissen ,stufe fhrt1 von der aus er noch immer als unfreies ,wesen sich weiter entwickelt1 bis er an den ,punkt kommt1 wo er sich selbst findet4 ,der ,monismus leugnet nicht die ,sittlichkeit1 aber er ist sich klar darber1 da ein ,wesen1 das unter einem physischen oder moralischen ,zwange handelt1 nicht wahrhaftig sittlich sein kann4 ,er betrachtet den ,durchgang durch das automatische ,handeln 7nach natrlichen ,trieben und ,instinkten7 und denjenigen durch das gehorsame ,handeln 7nach sittlichen ,normen7 als notwendige ,vorstufen der ,sittlichkeit1 aber er sieht die ,mglichkeit ein1 beide ,durchgangsstadien durch den freien ,geist zu berwinden4 ,der ,monismus befreit den ,menschen im allgemeinen von den innerweltlichen ,fesseln der naiven ,sittlichkeitsmaximen und von den auerweltlichen ,sittlichkeitsmaximen der spekulierenden ,metaphysiker4 ,jene kann er nicht aus der ,welt schaffen1 wie er die ,wahrnehmung nicht aus der ,welt schaffen kann1 diese lehnt er ab1 weil er alle ,erklrungsprinzipien zur ,aufhellung der ,welterscheinungen innerhalb der ,welt sucht und keine auerhalb derselben4 ,ebenso wie der ,monismus es ablehnt1 an andere ,erkenntnisprinzipien als solche fr ,menschen auch nur zu denken 7vgl4 ,s4 #abd71 so weist er auch den ,gedanken an andere ,sittlichkeitsmaximen als solche fr ,menschen entschieden zurck4 ,die menschliche ,sittlichkeit ist wie die menschliche ,erkenntnis bedingt durch die menschliche ,natur4 ,und so wie hhere ,wesen wahrscheinlich unter ,erkenntnis etwas ganz anderes verstehen wrden als wir1 so wrden wohl andere ,wesen auch eine andere ,sittlichkeit haben2 vielleicht wre aber ihr ,handeln berhaupt gar nicht unter dem ,gesichtspunkte der ,sittlichkeit zu betrachten4 ,kurz ber solche ,dinge zu reden1 ist fr den ,monismus absurd4 ,sittlichkeit ist dem ,anhnger des ,monismus eine spezifisch menschliche ,eigenschaft1 und ,freiheit die menschliche ,form1 sittlich zu sein4 ,,xii4 ,,weltzweck ,,und ,,lebenszweck4 ,,bestimmung ,,des ,,menschen4 ,unter den mannigfaltigen ,strmungen in dem geistigen ,leben der ,menschheit ist eine zu verfolgen1 die man die berwindung des ,zweckbegriffes nennen kann4 ,die ,zweckmigkeit ist eine bestimmte ,art in der ,abfolge von ,erscheinungen4 ,wahrhaft wirklich ist die ,zweckmigkeit nur dann1 wenn im ,gegensatz zu dem ,verhltnis von ,ursache und ,wirkung1 wo das vorhergehende ,ereignis ein spteres bestimmt1 umgekehrt das folgende ,ereignis bestimmend auf das frhere einwirkt4 ,dies kann aber nur bei menschlichen ,handlungen der ,fall sein4 ,der ,mensch vollbringt eine ,handlung1 die er sich vorher vorstellt1 und lt sich von dieser ,vorstellung zur ,handlung bestimmen4 ,das ,sptere1 die ,handlung1 wirkt mit ,hilfe der ,vorstellung auf das frhere1 den handelnden ,menschen4 ,dieser ,umweg durch das menschliche ,vorstellen ist aber zum zweckmigen ,zusammenhange durchaus notwendig4 ,in dem ,prozesse1 der in ,ursache und ,wirkung zerfllt1 ist zu unterscheiden die ,wahrnehmung von dem ,begriff4 ,die ,wahrnehmung der ,ursache geht der ,wahrnehmung der ,wirkung vorher2 ,ursache und ,wirkung blieben in unserem ,bewutsein einfach nebeneinander bestehen1 wenn wir sie nicht durch ihre entsprechenden ,begriffe miteinander verbinden knnten4 ,die ,wahrnehmung der ,wirkung kann stets nur auf die ,wahrnehmung der ,ursache folgen4 ,wenn die ,wirkung einen realen ,einflu auf die ,ursache haben soll1 so kann dies nur durch den begrifflichen ,faktor sein4 ,denn der ,wahrnehmungsfaktor der ,wirkung ist vor dem der ,ursache einfach gar nicht vorhanden4 ,wer behauptet1 die ,blte sei der ,zweck der ,wurzel1 d4 h4 die erstere habe auf die letztere einen ,einflu1 der kann das nur von dem ,faktor an der ,blte behaupten1 den er durch sein ,denken an derselben konstatiert4 ,der ,wahrnehmungsfaktor der ,blte hat zur ,zeit der ,entstehungszeit der ,wurzel noch kein ,dasein4 ,zum zweckmigen ,zusammenhange ist aber nicht blo der ideelle1 gesetzmige ,zusammenhang des ,spteren mit dem ,frheren notwendig1 sondern der ,begriff 7das ,gesetz7 der ,wirkung mu real1 durch einen wahrnehmbaren ,proze die ,ursache beeinflussen4 ,einen wahrnehmbaren ,einflu von einem ,begriff auf etwas anderes knnen wir aber nur bei den menschlichen ,handlungen beobachten4 ,hier ist also der ,zweckbegriff allein anwendbar4 ,das naive ,bewutsein1 das nur das ,wahrnehmbare gelten lt1 sucht -- wie wir wiederholt bemerkt -- auch dorthin ,wahrnehmbares zu versetzen1 wo nur ,ideelles zu erkennen ist4 ,in dem wahrnehmbaren ,geschehen sucht es wahrnehmbare ,zusammenhnge oder1 wenn es solche nicht findet1 trumt sie es hinein4 ,der im subjektiven ,handeln geltende ,zweckbegriff ist ein geeignetes ,element fr solche ertrumte ,zusammenhnge4 ,der naive ,mensch wei1 wie er ein ,geschehen zustande bringt und folgert daraus1 da es die ,natur ebenso machen wird4 ,in den rein ideellen ,naturzusammenhngen sieht er nicht nur unsichtbare ,krfte1 sondern auch unwahrnehmbare reale ,zwecke4 ,der ,mensch macht seine ,werkzeuge zweckmig2 nach demselben ,rezept lt der naive ,realist den ,schpfer die ,organismen bauen4 ,nur ganz allmhlich verschwindet dieser falsche ,zweckbegriff aus den ,wissenschaften4 ,in der ,philosophie treibt er auch heute noch ziemlich arg sein ,unwesen4 ,da wird gefragt nach dem ,zweck der ,welt1 nach der ,bestimmung 7folglich auch dem ,zweck7 des ,menschen u4 s4 w4 ,der ,monismus weist den ,zweckbegriff auf allen ,gebieten1 mit alleiniger ,ausnahme des menschlichen ,handelns zurck4 ,er sucht nach ,naturgesetzen1 aber nicht nach ,naturzwecken4 ,naturzwecke sind willkrliche ,annahmen wie die unwahrnehmbaren ,krfte 7,s4 #aah74 ,aber auch ,lebenszwecke1 die der ,mensch sich nicht selbst setzt1 sind vom ,standpunkte des ,monismus unberechtigte ,annahmen4 ,zweckvoll ist nur dasjenige1 was der ,mensch erst dazu gemacht hat1 denn nur durch ,verwirklichung einer ,idee entsteht ,zweckmiges4 ,wirksam im realistischen ,sinne wird die ,idee aber nur im ,menschen4 ,deshalb hat das ,leben nur den ,zweck und die ,bestimmung1 die der ,mensch ihm giebt4 ,auf die ,frage3 was hat der ,mensch fr eine ,aufgabe im ,leben1 kann der ,monismus nur antworten3 die1 die er sich selbst setzt4 ,meine ,sendung in der ,welt ist keine vorherbestimmte1 sondern sie ist jeweilig die1 die ich mir erwhle4 ,ich trete nicht mit gebundener ,marschroute meinen ,lebensweg an4 ,ideen werden nur durch ,menschen verwirklicht4 ,es ist also unstatthaft1 von der ,verkrperung von ,ideen durch die ,geschichte zu sprechen4 ,alle solche ,wendungen wie3 die ,geschichte ist die ,entwicklung der ,menschen zur ,freiheit1 oder die ,verwirklichung der sittlichen ,weltordnung u4 s4 w4 sind von monistischen ,gesichtspunkten aus unhaltbar4 ,die ,anhnger des ,zweckbegriffes glauben mit demselben zugleich alle ,ordnung und ,einheitlichkeit der ,welt preisgeben zu mssen4 ,man hre z4 ,b4 ,robert ,hamerling 7,atomistik des ,willens1 ,,ii4 ,band41 ,s4 #bja73 ,so lange es ,triebe in der ,natur giebt1 ist es eine ,thorheit1 ,zwecke in derselben zu leugnen4 ,wie die ,gestaltung eines ,gliedes des menschlichen ,krpers nicht bestimmt und bedingt ist durch eine in der ,luft schwebende ,idee dieses ,gliedes1 sondern durch den ,zusammenhang mit dem greren ,ganzen1 dem ,krper1 welchem das ,glied angehrt1 so ist die ,gestaltung jedes ,naturwesens1 sei es ,pflanze1 ,tier1 ,mensch1 nicht bestimmt und bedingt durch eine in der ,luft schwebende ,idee desselben1 sondern durch das ,formprinzip des greren1 sich zweckmig auslebenden und ausgestaltenden ,ganzen der ,natur4 ,und ,s4 #aia desselben ,bandes3 ,die ,zwecktheorie behauptet nur1 da trotz der tausend ,unbequemlichkeiten und ,qualen dieses kreatrlichen ,lebens eine hohe ,zweck- und ,planmigkeit unverkennbar in den ,gebilden und in den ,entwicklungen der ,natur vorhanden ist -- eine ,plan- und ,zweckmigkeit jedoch1 welche sich nur innerhalb der ,naturgesetze verwirklicht1 und welche nicht auf eine ,schlaraffenwelt abzielen kann1 in welcher dem ,leben kein ,tod1 dem ,werden kein ,vergehen mit allen mehr oder weniger unerfreulichen1 aber schlechterdings unvermeidlichen ,mittelstufen gegenberstnde4 ,wenn die ,gegner des ,zweckbegriffes ein mhsam zusammengebrachtes ,kehrichthufchen von halben oder ganzen1 vermeintlichen oder wirklichen ,unzweckmigkeiten einer ,welt von ,wundern der ,zweckmigkeit1 wie sie die ,natur in allen ,bereichen aufweist1 entgegenstellen1 so finde ich das ebenso drollig4 -- ,was wird hier ,zweckmigkeit genannt8 ,ein ,zusammenstimmen von ,wahrnehmungen zu einem ,ganzen4 ,da aber allen ,wahrnehmungen ,gesetze 7,ideen7 zu ,grunde liegen1 die wir durch unser ,denken finden1 so ist das planmige ,zusammenstimmen der ,glieder eines ,wahrnehmungsganzen nichts weiter als das ideelle 7logische7 ,zusammenstimmen der in diesem ,wahrnehmungsganzen enthaltenen ,glieder eines ,ideenganzen4 ,wenn gesagt wird1 das ,tier oder der ,mensch sei nicht bestimmt durch eine in der ,luft schwebende ,idee1 so ist das schief ausgedrckt1 und die verurteilte ,ansicht verliert bei der ,richtigstellung des ,ausdruckes von selbst den absurden ,charakter4 ,das ,tier ist allerdings nicht durch eine in der ,luft schwebende ,idee1 wohl aber durch eine ihm eingeborene und seine gesetzmige ,wesenheit ausmachende ,idee bestimmt4 ,gerade weil die ,idee nicht auer dem ,dinge ist1 sondern in demselben als dessen ,wesen wirkt1 kann nicht von ,zweckmigkeit gesprochen werden4 ,gerade derjenige1 der leugnet1 da das ,naturwesen von auen bestimmt ist 7ob durch eine in der ,luft schwebende ,idee oder eine im ,geiste eines ,weltschpfers existierende ist in dieser ,beziehung ganz gleichgltig71 mu zugeben1 da dieses ,wesen nicht zweckmig und planvoll von auen1 sondern urschlich und gesetzmig von innen bestimmt wird4 ,eine ,maschine gestalte ich dann zweckmig1 wenn ich die ,teile in einen ,zusammenhang bringe1 den sie von ,natur aus nicht haben4 ,das ,zweckmige der ,einrichtung besteht dann darin1 da ich die ,wirkungsweise der ,maschine als deren ,idee ihr zu ,grunde gelegt habe4 ,die ,maschine ist dadurch ein ,wahrnehmungsobjekt mit entsprechender ,idee geworden4 ,solche ,wesen sind auch die ,naturwesen4 ,wer ein ,ding deshalb zweckmig nennt1 weil es gesetzmig gebildet ist1 der mag die ,naturwesen eben auch mit dieser ,bezeichnung belegen4 ,nur darf diese ,gesetzmigkeit nicht mit jener des subjektiven menschlichen ,handelns verwechselt werden4 ,zum ,zweck ist eben durchaus notwendig1 da die wirkende ,ursache ein ,begriff ist1 und zwar der der ,wirkung4 ,in der ,natur sind aber nirgends ,begriffe als ,ursachen nachzuweisen2 der ,begriff erweist sich stets nur als der ideelle ,zusammenhang von ,ursache und ,wirkung4 ,ursachen sind in der ,natur nur in ,form von ,wahrnehmungen vorhanden4 ,der ,dualismus kann von ,welt- und ,naturzwecken reden4 ,wo fr unsere ,wahrnehmung eine gesetzmige ,verknpfung von ,ursache und ,wirkung sich uert1 da kann der ,dualist annehmen1 da wir nur den ,abklatsch eines ,zusammenhanges sehen1 in dem das absolute ,weltwesen seine ,zwecke verwirklichte4 ,fr den ,monismus entfllt mit dem absoluten ,weltwesen auch der ,grund zur ,annahme von ,welt- und ,naturzwecken4 ,,xiii4 ,,die ,,moralische ,,phantasie4 7,,darwinismus ,,und ,,sittlichkeit47 ,der freie ,geist handelt nach seinen ,impulsen1 das sind ,intuitionen1 die aus dem ,ganzen seiner ,ideenwelt durch das ,denken ausgewhlt sind4 ,fr den unfreien ,geist liegt der ,grund1 warum er aus seiner ,ideenwelt eine bestimmte ,intuition aussondert1 um sie einer ,handlung zu ,grunde zu legen1 in der ihm gegebenen ,wahrnehmungswelt1 d4 h4 in seinen bisherigen ,erlebnissen4 ,er erinnert sich1 bevor er zu einem ,entschlu kommt1 daran1 was jemand in einem dem seinigen analogen ,falle gethan oder zu thun fr gut geheien hat1 oder was ,gott fr diesen ,fall befohlen hat u4 s4 w41 und darnach handelt er4 ,dem freien ,geist stehen diese ,vorbedingungen nicht zu ,gebote4 ,er fat einen schlechthin ersten ,entschlu4 ,es kmmert ihn dabei ebenso wenig1 was andere in diesem ,falle gethan1 noch was sie dafr befohlen haben4 ,er hat rein ideelle 7logische7 ,grnde1 die ihn bewegen1 aus der ,summe seiner ,begriffe gerade einen bestimmten herauszuheben und ihn in ,handlung umzusetzen4 ,seine ,handlung wird aber der wahrnehmbaren ,wirklichkeit angehren4 ,was er vollbringt1 wird also mit einem ganz bestimmten ,wahrnehmungsinhalte identisch sein4 ,der ,begriff wird sich in einem konkreten ,einzelgeschehnis zu verwirklichen haben4 ,er wird als ,begriff diesen ,einzelfall nicht enthalten knnen4 ,er wird sich darauf nur in der ,art beziehen knnen1 wie berhaupt ein ,begriff sich auf eine ,wahrnehmung bezieht1 z4 ,b4 wie der ,begriff des ,lwen auf einen einzelnen ,lwen4 ,das ,mittelglied zwischen ,begriff und ,wahrnehmung ist die ,vorstellung 7vgl4 ,s4 #ajc ff474 ,dem unfreien ,geist ist dieses ,mittelglied von vornherein gegeben4 ,die ,motive sind von vornherein als ,vorstellungen in seinem ,bewutsein vorhanden4 ,wenn er etwas ausfhren will1 so macht er das so1 wie er es gesehen hat1 oder wie es ihm fr den einzelnen ,fall befohlen wird4 ,die ,autoritt wirkt daher am besten durch ,beispiele1 d4 h4 durch berlieferung ganz bestimmter ,einzelhandlungen an das ,bewutsein des unfreien ,geistes4 ,der ,christ handelt weniger nach den ,lehren als nach dem ,vorbilde des ,erlsers4 ,regeln haben fr das positive ,handeln weniger ,wert als fr das ,unterlassen bestimmter ,handlungen4 ,gesetze treten nur dann in die allgemeine ,begriffsform1 wenn sie ,handlungen verbieten1 nicht aber wenn sie sie zu thun gebieten4 ,gesetze ber das1 was er thun soll1 mssen dem unfreien ,geiste in ganz konkreter ,form gegeben werden4 ,reinige die ,strae vor deinem ,hausthore6 ,zahle deine ,steuern in dieser bestimmten ,hhe bei dem ,steueramte ,x6 u4 s4 w4 ,begriffsform haben die ,gesetze zur ,verhinderung von ,handlungen4 ,du sollst nicht stehlen6 ,du sollst nicht ehebrechen6 ,diese ,gesetze wirken auf den unfreien ,geist aber auch nur durch den ,hinweis auf eine konkrete ,vorstellung1 z4 ,b4 die der entsprechenden zeitlichen ,strafen1 oder der ,gewissensqual1 oder der ewigen ,verdammnis u4 s4 w4 ,sobald der ,antrieb zu einer ,handlung in der allgemein-begrifflichen ,form vorhanden ist 7z4 ,b4 du sollst deinen ,mitmenschen ,gutes thun6 du sollst so leben1 da du dein ,wohlsein am besten befrderst671 dann mu in jedem einzelnen ,fall die konkrete ,vorstellung des ,handelns 7die ,beziehung des ,begriffes auf einen ,wahrnehmungsinhalt7 erst gefunden werden4 ,bei dem freien ,geiste1 den kein ,vorbild und keine ,furcht vor ,strafe etc4 treibt1 ist diese ,umsetzung des ,begriffes in die ,vorstellung immer notwendig4 ,konkrete ,vorstellungen aus der ,summe seiner ,ideen heraus produziert der ,mensch durch die ,phantasie4 ,was der freie ,geist ntig hat1 um seine ,ideen zu verwirklichen1 um sich durchzusetzen1 ist also die moralische ,phantasie4 ,sie ist die ,quelle fr das ,handeln des freien ,geistes4 ,deshalb sind auch nur ,menschen mit moralischer ,phantasie eigentlich sittlich produktiv4 ,die bloen ,moralprediger1 d4 i4 die ,leute1 die sittliche ,regeln ausspinnen1 ohne sie zu konkreten ,vorstellungen verdichten zu knnen1 sind moralisch unproduktiv4 ,sie gleichen den ,kritikern1 die verstndig auseinanderzusetzen wissen1 wie ein ,kunstwerk beschaffen sein soll1 selbst aber auch nicht das geringste zustande bringen knnen4 ,die moralische ,phantasie mu1 um ihre ,vorstellung zu verwirklichen1 in ein bestimmtes ,gebiet von ,wahrnehmungen eingreifen4 ,die ,handlung des ,menschen schafft keine ,wahrnehmungen1 sondern prgt die ,wahrnehmungen1 die bereits vorhanden sind1 um1 erteilt ihnen eine neue ,gestalt4 ,um ein bestimmtes ,wahrnehmungsobjekt oder eine ,summe von solchen1 einer moralischen ,vorstellung gem1 umbilden zu knnen1 mu man den gesetzmigen ,inhalt 7die bisherige ,wirkungsweise1 die man neu gestalten oder der man eine neue ,richtung geben will7 dieses ,wahrnehmungsbildes begriffen haben4 ,man mu ferner den ,modus finden1 nach dem sich diese ,gesetzmigkeit in eine neue verwandeln lt4 ,dieser ,teil der moralischen ,wirksamkeit beruht auf ,kenntnis der ,erscheinungswelt1 mit der man es zu thun hat4 ,er ist also zu suchen in einem ,zweige der wissenschaftlichen ,erkenntnis berhaupt4 ,das moralische ,handeln setzt also voraus neben dem moralischen ,ideenvermgen #c und der moralischen ,phantasie die ,fhigkeit1 die ,welt der ,wahrnehmungen umzuformen1 ohne ihren naturgesetzlichen ,zusammenhang zu durchbrechen4 ,diese ,fhigkeit ist moralische ,technik4 ,sie ist in dem ,sinne lernbar1 wie ,wissenschaft berhaupt lernbar ist4 ,im allgemeinen sind ,menschen nmlich geeigneter1 die ,begriffe fr die schon fertige ,welt zu finden1 als produktiv aus der ,phantasie die noch nicht vorhandenen zuknftigen ,handlungen zu bestimmen4 ,deshalb ist es sehr wohl mglich1 da ,menschen ohne moralische ,phantasie die moralischen ,vorstellungen von andern empfangen und diese geschickt der ,wirklichkeit einprgen4 ,auch der umgekehrte ,fall kann vorkommen1 da ,menschen mit moralischer ,phantasie ohne die technische ,geschicklichkeit sind und sich dann anderer ,menschen zur ,verwirklichung ihrer ,vorstellungen bedienen mssen4 ,insofern zum moralischen ,handeln die ,kenntnis der ,objekte unseres ,handelnsgebietes notwendig ist1 beruht unser ,handeln auf dieser ,kenntnis4 ,was hier in ,betracht kommt1 sind ,naturgesetze4 ,wir haben es mit ,naturwissenschaft zu thun1 nicht mit ,ethik4 ,die moralische ,phantasie und das moralische ,ideenvermgen knnen erst ,gegenstand des ,wissens werden1 nachdem sie vom ,individuum produziert sind4 ,dann aber regeln sie nicht mehr das ,leben1 sondern haben es bereits geregelt4 ,sie sind als wirkende ,ursachen wie alle andern aufzufassen 7,zwecke sind sie blo fr das ,subjekt74 ,wir beschftigen uns mit ihnen als mit einer ,naturlehre der moralischen ,vorstellungen4 ,eine ,ethik als ,normwissenschaft kann es daneben nicht geben4 ,man hat den normativen ,charakter der moralischen ,gesetze wenigstens insofern halten wollen1 da man die ,ethik im ,sinne der ,ditetik auffate1 welche aus den ,lebensbedingungen des ,organismus allgemeine ,regeln ableitet1 um auf ,grund derselben dann den ,krper im besonderen zu beeinflussen 7,paulsen1 ,system der ,ethik74 ,dieser ,vergleich ist falsch1 weil unser moralisches ,leben sich nicht mit dem ,leben des ,organismus vergleichen lt4 ,die ,wirksamkeit des ,organismus ist ohne unser ,zuthun da2 wir finden dessen ,gesetze in der ,welt fertig vor1 knnen sie also suchen1 und dann die gefundenen anwenden4 ,die moralischen ,gesetze werden aber von uns erst geschaffen4 ,wir knnen sie nicht anwenden1 bevor sie geschaffen sind4 ,der ,irrtum entsteht daher1 da die moralischen ,gesetze nicht in jedem ,momente inhaltlich neu geschaffen werden1 sondern sich forterben4 ,die von den ,vorfahren bernommenen erscheinen dann gegeben wie die ,naturgesetze des ,organismus4 ,sie werden aber durchaus nicht mit demselben ,rechte von einer spteren ,generation wie ditetische ,regeln angewendet4 ,denn sie gehen auf das ,individuum und nicht wie das ,naturgesetz auf das ,exemplar einer ,gattung4 ,als ,organismus bin ich ein solches ,gattungsexemplar und ich werde naturgem leben1 wenn ich die ,naturgesetze der ,gattung in meinem besonderen ,falle anwende2 als sittliches ,wesen bin ich ,individuum und habe meine ganz eigenen ,gesetze #d4 ,die hier vertretene ,ansicht scheint in ,widerspruch zu stehen mit jener ,grundlehre der modernen ,naturwissenschaft1 die man als ,entwicklungstheorie bezeichnet4 ,aber sie scheint es nur4 ,unter ,entwicklung wird verstanden das reale ,hervorgehen des ,spteren aus dem ,frheren auf naturgesetzlichem ,wege4 ,unter ,entwicklung in der organischen ,welt versteht man den ,umstand1 da die spteren 7vollkommneren7 organischen ,formen reale ,abkmmlinge der frheren 7unvollkommnen7 sind und auf naturgesetzliche ,weise aus ihnen hervorgegangen sind4 ,die ,bekenner der organischen ,entwicklungstheorie stellen sich vor1 da es auf der ,erde einmal eine ,zeitepoche gegeben hat1 wo ein ,mensch das allmhliche ,hervorgehen der ,reptilien aus den ,uramnioten mit ,augen htte verfolgen knnen1 wenn er damals als ,mensch htte dabei sein knnen und mit entsprechend langer ,lebensdauer ausgestattet gewesen wre4 ,ebenso stellen sich die ,entwicklungstheoretiker vor1 da ein ,mensch das ,hervorgehen des ,sonnensystems aus dem ,kant-,laplaceschen ,urnebel htte beobachten knnen1 wenn er whrend der unendlich langen ,zeit frei im ,gebiet des ,weltthers sich an einem entsprechenden ,orte htte aufhalten knnen4 ,keinem ,entwicklungstheoretiker wird es aber einfallen1 zu behaupten1 da er aus seinem ,begriffe des ,uramniontieres den des ,reptils mit allen seinen ,eigenschaften herausholen kann1 auch wenn er nie ein ,reptil gesehen hat4 ,ebenso wenig knnte aus dem ,begriff des ,kant-,laplaceschen ,urnebels das ,sonnensystem abgeleitet werden1 wenn dieser ,begriff des ,urnebels direkt nur an der ,wahrnehmung des ,urnebels bestimmt worden wre4 ,das heit mit anderen ,worten3 der ,entwicklungstheoretiker mu1 wenn er konsequent denkt1 behaupten1 da aus frheren ,entwicklungsphasen sptere sich real entwickeln1 da wir1 wenn wir den ,begriff des ,unvollkommnen und den des ,vollkommnen gegeben haben1 den ,zusammenhang einsehen knnen2 keineswegs aber wird er zugeben1 da der an dem ,frheren erlangte ,begriff hinreicht1 um das ,sptere daraus zu entwickeln4 ,daraus folgt fr den ,ethiker1 da er zwar den ,zusammenhang spterer moralischer ,begriffe mit frheren einsehen kann2 aber nicht1 da auch nur eine einzige neue moralische ,idee aus frheren geholt werden kann4 ,als moralisches ,wesen produziert das ,individuum seinen ,inhalt4 ,dieser produzierte ,inhalt ist fr den ,ethiker gerade so ein ,gegebenes1 wie fr den ,naturforscher die ,reptilien ein ,gegebenes sind4 ,die ,reptilien sind aus den ,uramnioten hervorgegangen2 aber der ,naturforscher kann aus dem ,begriff der ,uramnioten den der ,reptilien nicht herausholen4 ,sptere moralische ,ideen entwickeln sich aus frheren2 der ,ethiker kann aber aus den sittlichen ,begriffen einer frheren ,kulturperiode die der spteren nicht herausholen4 ,die ,verwirrung wird dadurch hervorgerufen1 da wir als ,naturforscher die ,thatsachen bereits vor uns haben und hinterher sie erst erkennend betrachten2 whrend wir beim sittlichen ,handeln selbst erst die ,thatsachen schaffen1 die wir hinterher erkennen4 ,beim ,entwicklungsproze der sittlichen ,weltordnung verrichten wir das1 was die ,natur auf niedrigerer ,stufe verrichtet3 wir verndern ein ,wahrnehmbares4 ,die ethische ,norm kann also zunchst nicht wie ein ,naturgesetz erkannt1 sondern sie mu geschaffen werden4 ,erst wenn sie da ist1 kann sie ,gegenstand des ,erkennens werden4 ,aber knnen wir denn nicht das ,neue an dem ,alten messen8 ,wird nicht jeder ,mensch gezwungen sein1 das durch seine moralische ,phantasie ,produzierte an den hergebrachten sittlichen ,lehren zu bemessen8 ,wenn er wahrhaft sittlich produktiv sein will1 so ist das ein eben solches ,unding1 wie es das andere wre1 wenn man eine neue ,naturform an der alten bemessen wollte und sagte3 weil die ,reptilien mit den ,uramnioten nicht bereinstimmen1 sind sie eine unberechtigte 7krankhafte7 ,form4 ,der ethische ,individualismus steht also nicht im ,gegensatz zur ,entwicklungstheorie1 sondern folgt direkt aus ihr4 ,der ,haeckelsche ,stammbaum von den ,urtieren bis hinauf zum ,menschen als organisches ,wesen mte sich ohne ,unterbrechung der natrlichen ,gesetzlichkeit und ohne eine ,durchbrechung der einheitlichen ,entwicklung herauf verfolgen lassen bis zu dem ,individuum als einem im bestimmten ,sinne sittlichen ,wesen4 ,so wahr es aber ist1 da die sittlichen ,ideen des ,individuums wahrnehmbar aus denen seiner ,vorfahren hervorgegangen sind1 so wahr ist es auch1 da dasselbe sittlich unfruchtbar ist1 wenn es nicht selbst moralische ,ideen hat4 ,derselbe ethische ,individualismus1 den ich auf ,grund der vorangehenden ,anschauungen entwickelt habe1 wrde sich auch aus der ,entwicklungstheorie ableiten lassen4 ,die schlieliche berzeugung wre dieselbe2 nur der ,weg ein anderer1 auf dem sie erlangt ist4 ,das ,hervortreten vllig neuer sittlicher ,ideen aus der moralischen ,phantasie ist fr die ,entwicklungstheorie gerade so wenig wunderbar1 wie das ,hervorgehen einer neuen ,tierart aus einer andern4 ,nur mu diese ,theorie als monistische ,weltanschauung im sittlichen ,leben ebenso wie im natrlichen jeden jenseitigen 7metaphysischen7 ,einflu abweisen4 ,sie folgt dabei demselben ,prinzip1 das sie antreibt1 wenn sie die ,ursachen neuer organischer ,formen in bereits bestehenden sucht2 nicht in dem ,eingreifen eines auerweltlichen ,gottes1 der jede neue ,art nach einem neuen ,schpfungsgedanken durch bernatrlichen ,einflu hervorruft4 ,sowie der ,monismus zur ,erklrung des ,lebewesens keinen bernatrlichen ,schpfungsgedanken brauchen kann1 so ist es ihm auch unmglich1 die sittliche ,weltordnung von ,ursachen abzuleiten1 die nicht innerhalb der ,welt liegen4 ,er kann keinen fortdauernden bernatrlichen ,einflu auf das sittliche ,leben 7gttliche ,weltregierung von auen71 noch einen zeitlichen durch eine besondere ,offenbarung 7,erteilung der zehn ,gebote7 oder durch ,erscheinung ,gottes auf der ,erde 7,gttlichkeit ,christi7 zulassen4 ,die sittlichen ,prozesse sind dem ,monismus ,naturprodukte wie alles andere ,bestehende und ihre ,ursachen mssen in der ,natur1 d4 i41 weil der ,mensch der ,trger der ,sittlichkeit ist1 im ,menschen gesucht werden4 ,der ethische ,individualismus ist somit die ,krnung des ,gebudes1 das ,darwin und ,haeckel fr die ,naturwissenschaft errichtet haben4 ,er ist ,entwicklungslehre auf das sittliche ,leben bertragen4 ,wer dem ,begriff des ,natrlichen von vornherein in engherziger ,weise ein willkrlich begrenztes ,gebiet anweist1 der kann dann leicht dazu kommen1 fr die freie individuelle ,handlung keinen ,raum darin zu finden4 ,der konsequent verfahrende ,entwicklungstheoretiker kann in solche ,engherzigkeit nicht verfallen4 ,er kann die natrliche ,entwicklungsweise beim ,affen nicht abschlieen und dem ,menschen einen bernatrlichen ,ursprung zugestehen2 er kann auch bei den organischen ,verrichtungen des ,menschen nicht stehen bleiben und nur diese natrlich finden1 sondern er mu auch das sittlich-freie ,leben als ,fortsetzung des organischen ansehen4 ,der ,entwicklungstheoretiker kann1 seiner ,grundauffassung gem1 nur behaupten1 da das sittliche ,handeln aus den unvollkommneren ,arten des ,naturgeschehens hervorgeht2 die ,charakteristik des ,handelns1 d4 i4 seine ,bestimmung als eines freien1 mu er der unmittelbaren ,beobachtung des ,handelns berlassen4 ,er behauptet ja auch nur1 da ,menschen aus ,affen sich entwickelt haben4 ,wie die ,menschen beschaffen sind1 das mu durch ,beobachtung dieser selbst festgestellt werden4 ,die ,ergebnisse dieser ,beobachtung knnen nicht in ,widerspruch geraten mit der ,entwicklungsgeschichte4 ,nur die ,behauptung1 da die ,ergebnisse solche sind1 die eine natrliche ,weltordnung ausschlieen1 knnte nicht in bereinstimmung mit der neueren ,richtung der ,naturwissenschaft gebracht werden #e4 ,von einer sich selbst verstehenden ,naturwissenschaft hat der ethische ,individualismus nichts zu frchten3 die ,beobachtung ergiebt als ,charakteristikum der vollkommenen ,form des menschlichen ,handelns die ,freiheit2 die begriffliche ,beziehung dieses ,ergebnisses auf andere ,formen des ,geschehens ergiebt den natrlichen ,ursprung der freien ,handlungen4 ,wie steht es nun1 vom natrlichen ,standpunkte aus1 mit der bereits oben 7,s4 #ag7 erwhnten ,unterscheidung zwischen den beiden ,stzen3 ,frei sein heit thun knnen1 was man will und dem andern3 nach ,belieben begehren knnen und nicht begehren knnen sei der eigentliche ,sinn des ,dogmas vom freien ,willen8 ,hamerling begrndet gerade seine ,ansicht vom freien ,willen auf diese ,unterscheidung1 indem er das erste fr richtig1 das zweite fr eine absurde ,tautologie erklrt4 ,er sagt3 ich kann thun1 was ich will4 ,aber zu sagen3 ich kann wollen1 was ich will1 ist eine leere ,tautologie4 ,ob ich thun1 d4 i4 in ,wirklichkeit umsetzen kann1 was ich will1 was ich mir also als ,idee meines ,thuns vorgesetzt habe1 das hngt von ueren ,umstnden und von meiner technischen ,geschicklichkeit 7vergl4 ,s4 #ahj7 ab4 ,frei sein heit die dem ,handeln zu ,grunde liegenden ,vorstellungen 7,beweggrnde7 durch die moralische ,phantasie von sich aus bestimmen knnen4 ,freiheit ist unmglich1 wenn etwas auer mir 7mechanischer ,proze oder ,gott7 meine moralischen ,vorstellungen bestimmt4 ,ich bin also nur dann frei1 wenn ich selbst diese ,vorstellungen produziere2 nicht1 wenn ich die ,beweggrnde1 die ein anderes ,wesen in mich gesetzt hat1 ausfhren kann4 ,ein freies ,wesen ist dasjenige1 welches wollen kann1 was es selbst fr richtig hlt4 ,wer etwas anderes thut1 als er will1 der mu zu diesem anderen durch ,motive getrieben werden1 die nicht in ihm liegen4 ,ein solcher handelt unfrei4 ,nach ,belieben wollen knnen1 was man fr richtig oder nicht richtig hlt1 heit also3 nach ,belieben frei oder unfrei sein zu knnen4 ,das ist natrlich ebenso absurd1 wie die ,freiheit in dem ,vermgen zu sehen1 thun zu knnen1 was man wollen mu4 ,das letztere aber behauptet ,hamerling1 wenn er sagt3 ,es ist vollkommen wahr1 da der ,wille immer durch ,beweggrnde bestimmt wird1 aber es ist absurd zu sagen1 da er deshalb unfrei sei2 denn eine grere ,freiheit lt sich fr ihn weder wnschen noch denken1 als die1 sich nach ,magabe seiner eigenen ,strke und ,entschiedenheit zu verwirklichen8 ,ja wohl3 es lt sich eine grere ,freiheit wnschen1 und das ist erst die wahre4 ,nmlich die3 sich die ,grnde seines ,wollens selbst zu bestimmen4 ,von der ,ausfhrung dessen abzusehen1 was er will2 dazu lt sich der ,mensch unter ,umstnden bewegen4 ,sich vorschreiben zu lassen1 was er thun soll1 d4 i4 zu wollen1 was ein ,anderer und nicht ,er fr richtig hlt1 dazu ist er nur zu haben1 wenn er sich nicht frei fhlt4 ,die ueren ,gewalten knnen mich hindern1 zu thun1 was ich will4 ,dann verdammen sie mich einfach zum ,nichtsthun4 ,erst wenn sie meinen ,geist knechten und mir meine ,beweggrnde aus dem ,kopfe jagen und an deren ,stelle die ihrigen setzen wollen1 dann beabsichtigen sie meine ,unfreiheit4 ,die ,kirche wendet sich daher nicht blo gegen das ,thun1 sondern namentlich gegen die unreinen ,gedanken1 d4 i4 die ,beweggrnde meines ,handelns4 ,unrein sind ihr aber alle ,beweggrnde1 die sie nicht angiebt4 ,eine ,kirche erzeugt erst wahre ,sklaven1 wenn ihre ,priester sich zu ,gewissensrten machen1 d4 i4 wenn die ,glubigen sich von ihnen 7aus dem ,beichtstuhle7 die ,beweggrnde ihres ,handelns holen4 ,,xiv4 ,,der ,,wert ,,des ,,lebens4 7,,pessimismus ,,und ,,optimismus74 ,ein ,gegenstck zu der ,frage nach dem ,zwecke oder der ,bestimmung des ,lebens 7vergl4 ,s4 #agj ff47 ist die nach dessen ,wert4 ,zwei entgegengesetzten ,ansichten begegnen wir in dieser ,beziehung1 und dazwischen allen denkbaren ,vermittlungsversuchen4 ,eine ,ansicht sagt3 die ,welt ist die denkbar beste1 die es geben kann1 und das ,leben und ,handeln in derselben ein ,gut von unschtzbarem ,werte4 ,alles bietet sich als harmonisches und zweckmiges ,zusammenwirken dar und ist der ,bewunderung wert4 ,auch das scheinbar ,bse und ble ist von einem hhern ,standpunkte als gut erkennbar2 denn es stellt einen wohlthuenden ,gegensatz zum ,guten dar2 wir knnen dies um so besser schtzen1 wenn es sich von jenem abhebt4 ,auch ist das bel kein wahrhaft wirkliches2 wir empfinden nur einen geringeren ,grad des ,wohles als bel4 ,das bel ist ,abwesenheit des ,guten2 nichts was an sich ,bedeutung hat4 ,die andere ,ansicht ist die1 welche behauptet3 das ,leben ist voll ,qual und ,elend1 die ,lust berwiegt berall die ,unlust1 der ,schmerz die ,freude4 ,das ,dasein ist eine ,last1 und das ,nichtsein wre dem ,sein unter allen ,umstnden vorzuziehen4 ,als die ,hauptvertreter der ersteren ,ansicht1 des ,optimismus1 haben wir ,shaftesbury und ,leibniz1 als die der zweiten1 des ,pessimismus1 ,schopenhauer und ,eduard von ,hartmann aufzufassen4 ,leibniz sagt3 die ,welt ist die beste1 die es geben kann4 ,eine bessere ist unmglich4 ,denn ,gott ist gut und weise4 ,ein guter ,gott will die beste der ,welten schaffen2 ein weiser kennt sie2 er kann sie vor allen anderen mglichen schlechteren unterscheiden4 ,nur ein bser oder unweiser ,gott knnte eine schlechtere als die bestmgliche ,welt schaffen4 ,wer von diesem ,gesichtspunkte ausgeht1 wird leicht dem menschlichen ,handeln die ,richtung vorzeichnen knnen1 die es einschlagen mu1 um zum ,besten der ,welt das seinige beizutragen4 ,der ,mensch wird nur die ,ratschlsse ,gottes zu erforschen und sich darnach zu benehmen haben4 ,wenn er wei1 was ,gott mit der ,welt und dem ,menschengeschlecht fr ,absichten hat1 dann wird er auch das ,richtige thun4 ,und er wird sich glcklich fhlen1 zu dem andern ,guten auch das seinige hinzuzufgen4 ,vom optimistischen ,standpunkt aus ist also das ,leben des ,lebens wert4 ,es mu uns zur mitwirkenden ,anteilnahme anregen4 ,anders stellt sich ,schopenhauer die ,sache vor4 ,er denkt sich den ,weltengrund nicht als allweises und allgtiges ,wesen1 sondern als blinden ,drang oder ,willen4 ,ewiges ,streben1 unaufhrliches ,schmachten nach ,befriedigung1 die doch nie erreicht werden kann1 ist der ,grundzug alles ,wollens4 ,denn ist ein erstrebtes ,ziel erreicht1 so entsteht ein neues ,bedrfnis u4 s4 w4 ,die ,befriedigung kann immer nur von verschwindend kleiner ,dauer sein4 ,der ganze brige ,inhalt unseres ,lebens ist unbefriedigtes ,drngen1 d4 i4 ,unzufriedenheit1 ,leiden4 ,stumpft sich der blinde ,drang endlich ab1 so fehlt uns jeglicher ,inhalt2 eine unendliche ,langeweile erfllt unser ,dasein4 ,daher ist das relativ ,beste1 ,wnsche und ,bedrfnisse in sich zu ersticken1 das ,wollen zu ertten4 ,der ,schopenhauersche ,pessimismus fhrt zur ,thatenlosigkeit1 sein sittliches ,ziel ist ,universalfaulheit4 ,in wesentlich anderer ,art sucht ,hartmann den ,pessimismus zu begrnden und fr die ,ethik auszunutzen4 ,hartmann sucht1 einem ,lieblingsstreben unserer ,zeit folgend1 seine ,weltanschauung auf ,erfahrung zu begrnden4 ,aus der ,beobachtung des ,lebens will er ,aufschlu darber gewinnen1 ob die ,lust oder die ,unlust in der ,welt berwiege4 ,er lt1 was den ,menschen als ,gut und ,glck erscheint1 vor der ,vernunft ,revue passieren1 um zu zeigen1 da alle vermeintliche ,befriedigung bei genauerem ,zusehen sich als ,illusion erweist4 ,illusion ist es1 wenn wir glauben in3 ,gesundheit1 ,jugend1 ,freiheit1 auskmmlicher ,existenz1 ,liebe 7,geschlechtsgenu71 ,mitleid1 ,freundschaft und ,familienleben1 ,ehrgefhl1 ,ehre1 ,ruhm1 ,herrschaft1 religiser ,erbauung1 ,wissenschafts- und ,kunstbetrieb1 ,hoffnung auf jenseitiges ,leben1 ,beteiligung am ,kulturfortschritt -- ,quellen des ,glckes und der ,befriedigung zu haben4 ,vor einer nchternen ,betrachtung bringt jeder ,genu viel mehr bel und ,elend als ,lust in die ,welt4 ,die ,unbehaglichkeit des ,katzenjammers ist stets grer als die ,behaglichkeit des ,rausches4 ,die ,unlust berwiegt bei weitem in der ,welt4 ,kein ,mensch1 auch der relativ glcklichste1 wrde1 gefragt1 das elende ,leben ein zweites ,mal durchmachen wollen4 ,da nun aber ,hartmann die ,anwesenheit des ,ideellen 7der ,weisheit7 in der ,welt nicht leugnet1 ihm vielmehr eine gleiche ,berechtigung neben dem blinden ,drange 7,willen7 zugesteht1 so kann er seinem ,urwesen die ,schpfung der ,welt nur zumuten1 wenn es den ,schmerz der ,welt in einen weisen ,weltzweck auslaufen lt4 ,der ,schmerz der ,weltwesen ist aber kein anderer als der ,gottesschmerz selbst1 denn das ,leben der ,natur als ,ganzes ist identisch mit dem ,leben ,gottes4 ,ein allweises ,wesen kann aber sein ,ziel nur in der ,befreiung vom ,leid sehen1 und da alles ,dasein ,leid ist1 in der ,befreiung vom ,dasein4 ,das ,sein in das weit bessere ,nichtsein berzufhren1 ist der ,zweck der ,weltschpfung4 ,der ,weltproze ist ein fortwhrendes ,ankmpfen gegen den ,gottesschmerz1 das zuletzt mit der ,vernichtung alles ,daseins endet4 ,das sittliche ,leben der ,menschen wird also sein3 ,teilnahme an der ,vernichtung des ,daseins4 ,gott hat die ,welt erschaffen1 damit er sich durch dieselbe vor seinem unendlichen ,schmerze befreie4 ,diese ist gewissermaen wie ein juckender ,ausschlag am ,absoluten zu betrachten1 durch den dessen unbewute ,heilkraft sich von einer inneren ,krankheit befreit1 oder auch als ein schmerzhaftes ,zugpflaster1 welches das all-eine ,wesen sich selbst appliziert1 um einen innern ,schmerz zunchst nach auen abzulenken und fr die ,folge zu beseitigen4 ,die ,menschen sind ,glieder der ,welt4 ,in ihnen leidet ,gott4 ,er hat sie geschaffen1 um seinen unendlichen ,schmerz zu zersplittern4 ,der ,schmerz1 den jeder einzelne von uns leidet1 ist nur ein ,tropfen in dem unendlichen ,meere des ,gottesschmerzes 7,hartmann1 ,phnomenologie des sittlichen ,bewutseins ,s4 #hff ff474 ,der ,mensch hat sich mit der ,erkenntnis zu durchdringen1 da das ,jagen nach individueller ,befriedigung 7der ,egoismus7 eine ,thorheit ist1 und hat sich einzig von der ,aufgabe leiten zu lassen1 durch selbstlose ,hingabe an den ,weltproze der ,erlsung ,gottes sich zu widmen4 ,im ,gegensatz zu dem ,schopenhauers fhrt uns ,hartmanns ,pessimismus zu einer hingebenden ,thtigkeit fr eine erhabene ,aufgabe4 ,wie steht es aber mit der ,begrndung auf ,erfahrung8 ,streben nach ,befriedigung ist ,hinausgreifen der ,lebensthtigkeit ber den ,lebensinhalt4 ,ein ,wesen ist hungrig1 d4 h4 es strebt nach ,sttigung1 wenn seine organischen ,funktionen zu ihrem weiteren ,verlauf ,zufhrung neuen ,lebensinhaltes in ,form von ,nahrungsmitteln verlangen4 ,das ,streben nach ,ehre besteht darin1 da der ,mensch sein persnliches ,thun und ,lassen erst dann fr wertvoll ansieht1 wenn zu seiner ,bethtigung die ,anerkennung von auen kommt4 ,das ,streben nach ,erkenntnis entsteht1 wenn dem ,menschen zu der ,welt1 die er sehen1 hren u4 s4 w4 kann1 solange etwas fehlt1 als er sie nicht begriffen hat4 ,die ,erfllung des ,strebens erzeugt in dem strebenden ,individuum ,lust1 die ,nichtbefriedigung ,unlust4 ,es ist dabei wichtig zu beobachten1 da ,lust oder ,unlust erst von der ,erfllung oder ,nichterfllung meines ,strebens abhngt4 ,das ,streben selbst kann keineswegs als ,unlust gelten4 ,wenn es sich also herausstellt1 da in dem ,momente des ,erfllens einer ,bestrebung sich sogleich wieder eine neue einstellt1 so darf ich nicht sagen3 die ,lust hat fr mich ,unlust geboren1 weil unter allen ,umstnden der ,genu das ,begehren nach seiner ,wiederholung oder nach einer neuen ,lust erzeugt4 ,erst wenn dieses ,begehren auf die ,unmglichkeit seiner ,erfllung stt1 kann ich von ,unlust sprechen4 ,selbst dann1 wenn ein erlebter ,genu in mir das ,verlangen nach einem greren oder raffinierteren ,lusterlebnis erzeugt1 kann ich von einer durch die erste ,lust erzeugten ,unlust erst in dem ,augenblicke sprechen1 wenn mir die ,mittel versagt sind1 die grere oder raffiniertere ,lust zu erleben4 ,nur dann1 wenn als naturgesetzliche ,folge des ,genusses ,unlust eintritt1 wie etwa beim ,geschlechtsgenu des ,weibes durch die ,leiden des ,wochenbettes und die ,mhen der ,kinderpflege1 kann ich in dem ,genu den ,schpfer des ,schmerzes finden4 ,wenn ,streben ,unlust hervorriefe1 so mte die ,beseitigung des ,strebens von ,lust begleitet sein4 ,es ist aber das ,gegenteil der ,fall4 ,der ,mangel an ,streben in unserem ,lebensinhalte erzeugt ,langeweile1 und diese ist mit ,unlust verbunden4 ,da aber das ,streben naturgem lange ,zeit dauern kann1 bevor ihm die ,erfllung zu teil wird und sich dann vorlufig mit der ,hoffnung auf dieselbe zufrieden giebt1 so mu anerkannt werden1 da die ,unlust mit dem ,streben als solchen gar nichts zu thun hat1 sondern lediglich an der ,nichterfllung desselben hngt4 ,schopenhauer hat also unter allen ,umstnden ,unrecht1 wenn er das ,begehren oder ,streben 7den ,willen7 an sich fr den ,quell des ,schmerzes hlt4 ,in ,wahrheit ist sogar das ,gegenteil richtig4 ,streben 7,begehren7 an sich macht ,freude4 ,wer kennt nicht den ,genu1 den die ,hoffnung auf ein entferntes1 aber stark begehrtes ,ziel bereitet4 ,diese ,freude ist die ,begleiterin der ,arbeit1 deren ,frchte uns in ,zukunft erst zu teil werden sollen4 ,diese ,lust ist ganz unabhngig von der ,erreichung des ,zieles4 ,wenn dann das ,ziel erreicht ist1 dann kommt zu der ,lust des ,strebens die der ,erfllung als etwas ,neues hinzu4 ,wer aber sagen wollte3 zur ,unlust durch ein nichtbefriedigtes ,ziel kommt auch noch die ber die getuschte ,hoffnung und mache zuletzt die ,unlust an der ,nichterfllung doch grer1 als die etwaige ,lust an der ,erfllung1 dem ist zu erwidern3 es kann auch das ,gegenteil der ,fall sein2 der ,rckblick auf den ,genu in der ,zeit des unerfllten ,begehrens wird ebenso oft lindernd auf die ,unlust durch ,nichterfllung wirken4 ,wer im ,anblicke gescheiterter ,hoffnungen ausruft3 ich habe das meinige gethan1 der ist ein ,beweisobjekt fr diese ,behauptung4 ,das beseeligende ,gefhl1 nach ,krften das ,beste gewollt zu haben1 bersehen diejenigen1 welche an jedes nicht erfllte ,begehren die ,behauptung knpfen1 da nicht nur allein die ,freude an der ,erfllung ausgeblieben1 sondern auch der ,genu des ,begehrens selbst zerstrt ist4 ,erfllung eines ,begehrens ruft ,lust und ,nichterfllung eines solchen ,unlust hervor4 ,daraus darf nicht geschlossen werden3 ,lust ist ,befriedigung eines ,begehrens1 ,unlust ,nichtbefriedigung4 ,sowohl ,lust wie ,unlust knnen sich in einem ,wesen einstellen1 auch ohne da sie ,folgen eines ,begehrens sind4 ,krankheit ist ,unlust1 der kein ,begehren vorausgeht4 ,wer behaupten wollte3 ,krankheit sei unbefriedigtes ,begehren nach ,gesundheit1 der beginge den ,fehler1 da er den selbstverstndlichen und nicht zum ,bewutsein gebrachten ,wunsch1 nicht krank zu werden1 fr ein positives ,begehren hielte4 ,wenn jemand von einem reichen ,verwandten1 von dessen ,existenz er nicht die geringste ,ahnung hatte1 eine ,erbschaft macht1 so erfllt ihn diese ,thatsache ohne vorangegangenes ,begehren mit ,lust4 ,wer also untersuchen will1 ob auf ,seite der ,lust oder der ,unlust ein berschu zu finden ist1 der mu in ,rechnung bringen3 die ,lust am ,begehren1 die an der ,erfllung des ,begehrens1 und diejenige1 die uns unerstrebt zu teil wird4 ,auf die andere ,seite des ,kontobuches wird zu stehen kommen3 ,unlust aus ,langeweile1 solche aus nicht erflltem ,streben1 und endlich solche1 die ohne unser ,begehren an uns herantritt4 ,zu der letzteren ,gattung gehrt auch die ,unlust1 die uns aufgedrngte1 nicht selbstgewhlte ,arbeit verursacht4 ,nun entsteht die ,frage3 welches ist das rechte ,mittel1 um aus diesem ,soll und ,haben die ,bilanz zu erhalten8 ,eduard von ,hartmann ist der ,meinung1 da es die abwgende ,vernunft ist4 ,er sagt zwar 7,philosophie des ,unbewuten #g4 ,auflage1 ,,ii4 ,band1 ,s4 #bij73 ,schmerz und ,lust sind nur insofern sie empfunden werden4 ,hieraus folgt1 da es fr die ,lust keinen andern ,mastab giebt1 als den subjektiven des ,gefhles4 ,ich mu empfinden1 ob die ,summe meiner ,unlustgefhle zusammengestellt mit meinen ,lustgefhlen in mir einen berschu von ,freude oder ,schmerz ergiebt4 ,dessen ungeachtet behauptet ,hartmann3 ,wenn der ,lebenswert jedes ,wesens nur nach seinem eigenen subjektiven ,mastabe in ,anschlag gebracht werden kann1 so ist doch damit keineswegs gesagt1 da jedes ,wesen aus den smtlichen ,affektionen seines ,lebens die richtige algebraische ,summe zieht1 oder mit andern ,worten1 da sein ,gesamturteil ber sein eigenes ,leben ein in ,bezug auf seine subjektiven ,erlebnisse richtiges sei4 ,damit wird doch wieder die vernunftgeme ,beurteilung des ,gefhles zum ,wertschtzer gemacht4 ,und weil ,hartmann dieser ,meinung ist1 glaubt er1 um zu einer richtigen ,bewertung des ,lebens zu kommen1 die ,faktoren aus dem ,wege rumen zu mssen1 die unser ,urteil ber die ,lust- und ,unlustbilanz verflschen4 ,er sucht das auf zwei ,wegen zu erreichen4 ,erstens indem er nachweist1 da unser ,begehren 7,trieb1 ,wille7 sich strend in unsere nchterne ,beurteilung des ,gefhlswertes einmischt4 ,whrend wir uns z4 ,b4 sagen mten1 da der ,geschlechtsgenu eine ,quelle des bels ist1 verfhrt uns der ,umstand1 da der ,geschlechtstrieb in uns mchtig ist1 dazu1 uns eine ,lust vorzugaukeln1 die in dem ,mae gar nicht da ist4 ,wir wollen genieen2 deshalb gestehen wir uns nicht1 da wir unter dem ,genusse leiden4 ,zweitens unterwirft ,hartmann die ,gefhle einer ,kritik und sucht nachzuweisen1 da die ,gegenstnde1 an die sich die ,gefhle knpfen1 vor der ,vernunfterkenntnis sich als ,illusionen erweisen1 und da sie in dem ,augenblicke zerstrt werden1 wenn unsere stets wachsende ,intelligenz die ,illusionen durchschaut4 ,hartmann denkt sich also die ,sache folgendermaen4 ,wenn ein ,ehrgeiziger sich darber klar werden will1 ob bis zu dem ,augenblicke1 in dem er seine ,betrachtung anstellt1 die ,lust oder die ,unlust den berwiegenden ,anteil an seinem ,leben gehabt hat1 dann mu er sich von zwei ,fehlerquellen bei seiner ,beurteilung frei machen4 ,da er ehrgeizig ist1 wird dieser ,grundzug seines ,charakters ihm die ,freuden ber ,anerkennung seiner ,leistungen durch ein ,vergrerungsglas1 die ,krnkungen durch ,zurcksetzungen aber durch ein ,verkleinerungsglas zeigen4 ,damals1 als er die ,zurcksetzungen erfuhr1 fhlte er die ,krnkungen1 gerade weil er ehrgeizig ist2 in der ,erinnerung erscheinen sie in milderem ,lichte1 whrend sich die ,freuden ber ,anerkennungen1 fr die er so zugnglich ist1 um so tiefer einprgen4 ,nun ist es zwar fr den ,ehrgeizigen eine wahre ,wohlthat1 da es so ist4 ,die ,tuschung vermindert sein ,unlustgefhl in dem ,augenblicke der ,selbstbeobachtung4 ,dennoch ist seine ,beurteilung eine falsche4 ,die ,leiden1 ber die sich ihm ein ,schleier breitet1 hat er wirklich durchmachen mssen in ihrer ganzen ,strke1 und er setzt sie somit in das ,kontobuch seines ,lebens thatschlich falsch ein4 ,um zu einem richtigen ,urteile zu kommen1 mte der ,ehrgeizige fr den ,moment seiner ,betrachtung sich seines ,ehrgeizes entledigen4 ,er mte ohne ,glser vor seinem geistigen ,auge sein bisher abgelaufenes ,leben betrachten4 ,er gleicht sonst dem ,kaufmanne1 der beim ,abschlu seiner ,bcher seinen ,geschftseifer mit auf die ,einnahmeseite setzt4 ,hartmann geht aber noch weiter4 ,er sagt3 ,der ,ehrgeizige mu sich auch klar machen1 da die ,anerkennungen1 nach denen er jagt1 wertlose ,dinge sind4 ,er mu selbst zur ,einsicht kommen1 oder von andern dazu gebracht werden1 da einem vernnftigen ,menschen an der ,anerkennung von ,seite der ,menschen nichts liegen knne1 da man ja in allen solchen ,sachen1 die nicht ,lebensfragen der ,entwicklung1 oder gar von der ,wissenschaft schon endgltig gelst sind1 immer darauf schwren kann1 da die ,majoritten ,unrecht und die ,minoritten ,recht haben4 ,einem solchen ,urteile giebt derjenige sein ,lebensglck in die ,hnde1 welcher den ,ehrgeiz zu seinem ,leitstern macht4 7,phil4 des ,unbew4 ,,ii4 ,bd4 ,s4 #ccb47 ,wenn sich der ,ehrgeizige das alles sagt1 dann mu er alles als eine ,illusion bezeichnen1 was er durch seinen ,ehrgeiz erreicht hat1 folglich auch die ,gefhle1 die sich an die entsprechende ,befriedigung seines ,ehrgeizes knpfen4 ,aus diesem ,grunde sagt ,hartmann3 es mu auch noch das aus dem ,konto der ,lebenswerte gestrichen werden1 was sich an unseren ,lustgefhlen als ,illusion ergiebt2 was dann brig bleibt1 stelle die ,lustsumme des ,lebens dar1 und diese sei gegen die ,unlustsumme so klein1 da das ,leben kein ,genu1 und ,nichtsein dem ,sein vorzuziehen sei4 ,aber whrend es unmittelbar einleuchtend ist1 da die durch ,einmischung des ehrgeizigen ,triebes bewirkte ,tuschung bei ,aufstellung der ,lustbilanz ein falsches ,resultat bewirkt1 mu das von der ,erkenntnis des illusorischen ,charakters der ,gegenstnde der ,lust ,gesagte jedoch bestritten werden4 ,ein ,ausscheiden aller an wirkliche oder vermeintliche ,illusionen sich knpfenden ,lustgefhle von der ,lustbilanz des ,lebens wrde die letztere geradezu verflschen4 ,denn der ,ehrgeizige hat ber die ,anerkennung der ,menge wirklich seine ,freude gehabt1 ganz gleichgltig1 ob er selbst spter1 oder ein anderer diese ,anerkennung als ,illusion erkennt4 ,damit wird die genossene freudige ,empfindung nicht um das ,geringste kleiner gemacht4 ,die ,ausscheidung aller solchen illusorischen ,gefhle aus der ,lebensbilanz stellt nicht etwa unser ,urteil ber die ,gefhle richtig1 sondern lscht wirklich vorhandene ,gefhle aus dem ,leben aus4 ,und warum sollen diese ,gefhle ausgeschieden werden8 ,weil sie sich an ,gegenstnde heften1 die sich als ,illusionen entpuppen4 ,dabei ist also der ,wert des ,lebens nicht von der ,menge der ,lust1 sondern von der ,qualitt der ,lust und diese von dem ,werte der die ,lust verursachenden ,dinge abhngig gemacht4 ,wenn ich den ,wert des ,lebens aber erst aus der ,menge der ,lust oder ,unlust bestimmen will1 das es mir bringt1 dann darf ich nicht etwas anderes voraussetzen1 wodurch ich erst wieder den ,wert oder ,unwert der ,lust bestimme4 ,wenn ich sage3 ich will die ,lustmenge mit der ,unlustmenge vergleichen und sehen1 welche grer ist1 dann mu ich auch alle ,lust und ,unlust in ihren wirklichen ,gren in ,rechnung bringen1 ganz abgesehen davon1 ob ihnen eine ,illusion zum ,grunde liegt oder nicht4 ,wer einer auf ,illusion beruhenden ,lust einen geringeren ,wert fr das ,leben zuschreibt1 als einer solchen1 die sich vor der ,vernunft rechtfertigen lt1 der macht eben den ,wert des ,lebens noch von anderen ,faktoren abhngig als von der ,lust4 ,wer1 gleich ,eduard von ,hartmann1 die ,lust deshalb geringer veranschlgt1 weil sie sich an einen eitlen ,gegenstand knpft1 der gleicht einem ,kaufmanne1 der das bedeutende ,ertrgnis einer ,spielwarenfabrik deshalb mit dem ,viertel des ,betrages in sein ,konto einsetzt1 weil in derselben ,gegenstnde zur ,tndelei fr ,kinder produziert werden4 ,wenn es sich blo darum handelt1 die ,lust- und ,unlustmenge gegeneinander abzuwgen1 dann ist also der illusorische ,charakter der ,gegenstnde gewisser ,lustempfindungen vllig aus dem ,spiele zu lassen4 ,der von ,hartmann empfohlene ,weg3 vernnftiger ,betrachtung der vom ,leben erzeugten ,lust- und ,unlustmenge1 hat uns also bisher so weit gefhrt1 da wir wissen1 wie wir die ,rechnung aufzustellen haben1 was wir auf die eine1 was auf die andere ,seite unseres ,kontobuches zu setzen haben4 ,wie soll aber nun die ,rechnung gemacht werden8 ,ist die ,vernunft auch geeignet1 die ,bilanz zu bestimmen8 ,der ,kaufmann hat in seiner ,rechnung einen ,fehler gemacht1 wenn der berechnete ,gewinn sich mit den durch das ,geschft nachweislich genossenen oder noch zu genieenden ,gtern nicht deckt4 ,auch der ,philosoph wird unbedingt einen ,fehler in seiner ,beurteilung gemacht haben1 wenn er den etwa ausgeklgelten berschu an ,lust1 beziehungsweise ,unlust in der ,empfindung nicht nachweisen kann4 ,ich will vorlufig die ,rechnung der auf vernunftgeme ,weltbetrachtung sich sttzenden ,pessimisten nicht kontrollieren3 wer aber sich entscheiden soll1 ob er das ,lebensgeschft weiter fhren soll oder nicht1 der wird erst den ,nachweis verlangen1 wo der berechnete berschu an ,unlust steckt8 ,hiermit haben wir den ,punkt berhrt1 wo die ,vernunft nicht in der ,lage ist1 den berschu an ,lust oder ,unlust allein von sich aus zu bestimmen1 sondern wo sie diesen berschu im ,leben als ,wahrnehmung zeigen mu4 ,nicht in dem ,begriff allein1 sondern in dem durch das ,denken vermittelten ,ineinandergreifen von ,begriff und ,wahrnehmung 7und ,gefhl ist ,wahrnehmung7 ist dem ,menschen das ,wirkliche erreichbar 7vergl4 ,s4 #hf ff474 ,der ,kaufmann wird ja auch sein ,geschft erst dann aufgeben1 wenn der von seinem ,buchhalter berechnete ,verlust an ,gtern sich durch die ,thatsachen besttigt4 ,wenn das nicht der ,fall ist1 dann lt er den ,buchhalter die ,rechnung nochmals machen4 ,genau in derselben ,weise wird es der im ,leben stehende ,mensch machen4 ,wenn der ,philosoph ihm beweisen will1 da die ,unlust weit grer ist als die ,lust1 er jedoch das nicht empfindet1 dann wird er sagen3 du hast dich in deinem ,grbeln geirrt1 denke die ,sache nochmals durch4 ,sind aber in einem ,geschfte zu einem bestimmten ,zeitpunkte wirklich solche ,verluste vorhanden1 da kein ,kredit mehr ausreicht1 um die ,glubiger zu befriedigen1 so tritt auch dann der ,bankerott ein1 wenn der ,kaufmann es vermeidet1 durch ,fhrung der ,bcher ,klarheit ber seine ,angelegenheiten zu haben4 ,ebenso mte es1 wenn das ,unlustquantum bei einem ,menschen in einem bestimmten ,zeitpunkte so gro wrde1 da keine ,hoffnung 7,kredit7 auf knftige ,lust ihn ber den ,schmerz hinwegsetzen knnte1 zum ,bankerott des ,lebensgeschftes fhren4 ,nun ist aber die ,zahl der ,selbstmrder doch eine relativ geringe im ,verhltnis zu der ,menge derjenigen1 die mutig weiter leben4 ,die wenigsten ,menschen stellen das ,lebensgeschft der vorhandenen ,unlust willen ein4 ,was folgt daraus8 ,entweder1 da es nicht richtig ist1 zu sagen1 die ,unlustmenge sei grer als die ,lustmenge1 oder da wir unser ,weiterleben gar nicht von der empfundenen ,lust- oder ,unlustmenge abhngig machen4 ,auf eine ganz eigenartige ,weise kommt der ,pessimismus ,ed4 v4 ,hartmanns dazu1 das ,leben wertlos zu erklren1 weil darinnen der ,schmerz berwiegt1 und doch die ,notwendigkeit zu behaupten1 es durchzumachen4 ,diese ,notwendigkeit liegt darin1 da der oben 7,s4 #aid7 angegebene ,weltzweck nur durch rastlose1 hingebungsvolle ,arbeit der ,menschen erreicht werden kann4 ,so lange aber die ,menschen noch ihren egoistischen ,gelsten nachgehen1 sind sie zu solcher selbstlosen ,arbeit untauglich4 ,erst wenn sie sich durch ,erfahrung und ,vernunft berzeugt haben1 da die vom ,egoismus erstrebten ,lebensgensse nicht erlangt werden knnen1 widmen sie sich ihrer eigentlichen ,aufgabe4 ,auf diese ,weise soll die pessimistische berzeugung der ,quell der ,selbstlosigkeit sein4 ,eine ,erziehung auf ,grund des ,pessimismus soll den ,egoismus dadurch ausrotten1 da sie ihm seine ,aussichtslosigkeit vor ,augen stellt4 ,nach dieser ,ansicht liegt also das ,streben nach ,lust ursprnglich in der ,menschennatur begrndet4 ,nur aus ,einsicht in die ,unmglichkeit der ,erfllung dankt dieses ,streben zu ,gunsten hherer ,menschheitsaufgaben ab4 ,von der sittlichen ,weltanschauung1 die von der ,anerkennung des ,pessimismus die ,hingabe an unegoistische ,lebensziele erhofft1 kann nicht gesagt werden1 da sie den ,egoismus im wahren ,sinne des ,wortes berwinde4 ,die sittlichen ,ideale sollen erst dann stark genug sein1 sich des ,willens zu bemchtigen1 wenn der ,mensch eingesehen hat1 da das selbstschtige ,streben nach ,lust zu keiner ,befriedigung fhren kann4 ,der ,mensch1 dessen ,selbstsucht nach den ,trauben der ,lust begehrt1 findet sie sauer1 weil er sie nicht erreichen kann3 er geht von ihnen und widmet sich einem selbstlosen ,lebenswandel4 ,die sittlichen ,ideale sind1 nach der ,meinung der ,pessimisten1 nicht stark genug1 den ,egoismus zu berwinden2 aber sie errichten ihre ,herrschaft auf dem ,boden1 den ihnen vorher die ,erkenntnis von der ,aussichtslosigkeit der ,selbstsucht frei gemacht hat4 ,wenn die ,menschen ihrer ,naturanlage nach die ,lust erstreben1 sie aber unmglich erreichen knnen1 dann ist ,vernichtung des ,daseins und ,erlsung durch das ,nichtsein das einzig vernnftige ,ziel4 ,und wenn man der ,ansicht ist1 da der eigentliche ,trger des ,weltschmerzes ,gott ist1 so mssen die ,menschen es sich zur ,aufgabe machen1 die ,erlsung ,gottes herbeizufhren4 ,durch den ,selbstmord des einzelnen wird die ,erreichung dieses ,zieles nicht gefrdert1 sondern beeintrchtigt4 ,gott kann vernnftigerweise die ,menschen nur geschaffen haben1 damit sie durch ihr ,handeln seine ,erlsung herbeifhren4 ,sonst wre die ,schpfung zwecklos4 ,jeder mu in dem allgemeinen ,erlsungswerke seine bestimmte ,arbeit verrichten4 ,entzieht er sich derselben durch den ,selbstmord1 so mu die ihm zugedachte ,arbeit von einem andern verrichtet werden4 ,dieser mu statt ihm die ,daseinsqual ertragen4 ,und da in jedem ,wesen ,gott steckt als der eigentliche ,schmerztrger1 so hat der ,selbstmrder die ,menge des ,gottesschmerzes nicht im geringsten vermindert1 vielmehr ,gott die neue ,schwierigkeit auferlegt1 fr ihn einen ,ersatzmann zu schaffen4 ,dies alles setzt voraus1 da die ,lust ein ,wertmastab fr das ,leben sei4 ,das ,leben uert sich durch eine ,summe von ,trieben 7,bedrfnissen74 ,wenn der ,wert des ,lebens davon abhinge1 ob es mehr ,lust oder ,unlust bringt1 dann ist ein ,trieb als wertlos zu bezeichnen1 der seinem ,trger einen berschu der letztern eintrgt4 ,wir wollen einmal ,trieb und ,lust daraufhin ansehen1 ob der erste durch die zweite gemessen werden kann4 ,um nicht den ,verdacht zu erwecken1 das ,leben erst mit der ,sphre der ,geistesaristokratie anfangen zu lassen1 beginnen wir mit einem rein tierischen ,bedrfnis1 dem ,hunger4 ,der ,hunger entsteht1 wenn unsere ,organe ohne neue ,stoffzufuhr nicht weiter funktionieren knnen4 ,was der ,hungrige zunchst erstrebt1 ist die ,sttigung4 ,sobald die ,nahrungszufuhr in dem ,mae erfolgt ist1 da der ,hunger aufhrt1 ist alles erreicht1 was der ,ernhrungstrieb erstrebt4 ,der ,genu1 der sich an die ,sttigung knpft1 besteht frs erste in der ,beseitigung des ,schmerzes1 den der ,hunger bereitet4 ,zu dem bloen ,ernhrungstriebe tritt ein anderes ,bedrfnis4 ,der ,mensch will durch die ,nahrungsaufnahme nicht blo seine gestrten ,organfunktionen wieder in ,ordnung bringen1 beziehungsweise den ,schmerz des ,hungers berwinden3 er sucht dies auch unter ,begleitung angenehmer ,geschmacksempfindungen zu bewerkstelligen4 ,wenn er ,hunger hat und eine halbe ,stunde vor einer genureichen ,mahlzeit steht1 vermeidet er es1 durch minderwertige ,kost1 die ihn frher befriedigen knnte1 sich die ,lust fr das bessere zu verderben4 ,er braucht den ,hunger1 um von seiner ,mahlzeit den vollen ,genu zu haben4 ,dadurch wird ihm der ,hunger zugleich zum ,veranlasser der ,lust4 ,wenn nun aller in der ,welt vorhandene ,hunger gestillt werden knnte1 dann ergbe sich die volle ,genumenge1 die dem ,vorhandensein des ,nahrungsbedrfnisses zu verdanken ist4 ,hinzuzurechnen wre noch der besondere ,genu1 den ,leckermuler durch eine ber das ,gewhnliche hinausgehende ,kultur ihrer ,geschmacksnerven erzielen4 ,den denkbar grten ,wert htte diese ,genumenge1 wenn kein auf die in ,betracht kommende ,genuart hinzielendes ,bedrfnis unbefriedigt bliebe1 und wenn mit dem ,genu nicht zugleich eine gewisse ,menge ,unlust in den ,kauf genommen werden mte4 ,die moderne ,naturwissenschaft ist der ,ansicht1 da die ,natur mehr ,leben erzeugt1 als sie erhalten kann1 d4 i4 auch mehr ,hunger hervorbringt1 als sie zu befriedigen in der ,lage ist4 ,der berschu an ,leben1 der erzeugt wird1 mu unter ,schmerzen im ,kampf ums ,dasein zu ,grunde gehen4 ,zugegeben3 die ,lebensbedrfnisse seien in jedem ,augenblicke des ,weltgeschehens grer als den vorhandenen ,befriedigungsmitteln entspricht1 und der ,lebensgenu werde dadurch beeintrchtigt4 ,der wirklich vorhandene ,lebensgenu wird aber nicht um das geringste kleiner gemacht4 ,wo ,befriedigung des ,begehrens eintritt1 da ist die entsprechende ,genumenge vorhanden1 auch wenn es in dem begehrenden ,wesen selbst oder in andern daneben eine reiche ,zahl unbefriedigter ,triebe giebt4 ,was aber dadurch vermindert wird1 ist der ,wert des ,lebensgenusses4 ,wenn nur ein ,teil der ,bedrfnisse eines ,lebewesens ,befriedigung findet1 so hat es einen dem entsprechenden ,genu4 ,dieser hat einen um so geringeren ,wert1 je kleiner er ist im ,verhltnis zur ,gesamtforderung des ,lebens im ,gebiete der in ,frage kommenden ,begierden4 ,man kann sich diesen ,wert durch einen ,bruch dargestellt denken1 dessen ,zhler der wirklich vorhandene ,genu und dessen ,nenner die ,bedrfnissumme ist4 ,der ,bruch hat den ,wert #a1 wenn ,zhler und ,nenner gleich sind1 d4 h4 wenn alle ,bedrfnisse auch befriedigt werden4 ,er wird grer als #a1 wenn in einem ,lebewesen mehr ,lust vorhanden ist1 als seine ,begierden fordern2 und er ist kleiner als #a1 wenn die ,genumenge hinter der ,summe der ,begierden zurckbleibt4 ,der ,bruch kann aber nie ,null werden1 solange der ,zhler auch nur den geringsten ,wert hat4 ,wenn ein ,mensch vor seinem ,tode den ,rechnungsabschlu machte1 und die auf einen bestimmten ,trieb 7z4 ,b4 den ,hunger7 kommende ,menge des ,genusses sich ber das ganze ,leben mit allen ,forderungen dieses ,triebes verteilt dchte1 so htte die erlebte ,lust vielleicht nur einen geringen ,wert2 wertlos aber kann sie nie werden4 ,bei gleichbleibender ,genumenge nimmt mit der ,vermehrung der ,bedrfnisse eines ,lebewesens der ,wert der ,lebenslust ab4 ,ein ,gleiches gilt fr die ,summe alles ,lebens in der ,natur4 ,je grer die ,zahl der ,lebewesen ist im ,verhltnis zu der ,zahl derer1 die volle ,befriedigung ihrer ,triebe finden knnen1 desto geringer ist der durchschnittliche ,lustwert des ,lebens4 ,die ,wechsel auf den ,lebensgenu1 die uns in unseren ,trieben ausgestellt sind1 werden eben billiger1 wenn man nicht hoffen kann1 sie fr den vollen ,betrag einzulsen4 ,wenn ich drei ,tage lang genug zu essen habe1 und dafr dann weitere drei ,tage hungern mu1 so wird der ,genu an den drei ,etagen dadurch nicht geringer4 ,aber ich mu mir ihn dann auf sechs ,tage verteilt denken1 wodurch sein ,wert fr meinen ,ernhrungstrieb auf die ,hlfte herabgemindert wird4 ,ebenso verhlt es sich mit der ,gre der ,lust im ,verhltnis zum ,grade meines ,bedrfnisses4 ,wenn ich ,hunger fr zwei ,butterbrode habe1 und nur eines bekommen kann1 so hat der aus dem einen gezogene ,genu nur die ,hlfte des ,wertes1 den er haben wrde1 wenn ich nach der ,aufzehrung satt wre4 ,dies ist die ,art1 wie im ,leben der ,wert einer ,lust bestimmt wird4 ,sie wird bemessen an den ,bedrfnissen des ,lebens4 ,unsere ,begierden sind der ,mastab2 die ,lust ist das ,gemessene4 ,der ,sttigungsgenu erhlt nur dadurch einen ,wert1 da ,hunger vorhanden ist2 und er erhlt einen ,wert von bestimmter ,gre durch das ,verhltnis1 in dem er zu der ,gre des vorhandenen ,hungers steht4 ,unerfllte ,forderungen unseres ,lebens werfen ihre ,schatten auch auf die befriedigten ,begierden und beeintrchtigen den ,wert genureicher ,stunden4 ,man kann aber auch von dem gegenwrtigen ,wert eines ,lustgefhles sprechen4 ,dieser ,wert ist um so geringer1 je kleiner die ,lust im ,verhltnis zur ,dauer und ,strke unserer ,begierde ist4 ,vollen ,wert hat fr uns eine ,lustmenge1 die an ,dauer und ,grad genau mit unserer ,begierde bereinstimmt4 ,eine1 gegenber unserem ,begehren kleinere ,lustmenge vermindert den ,lustwert2 eine grere erzeugt einen nicht verlangten berschu1 der nur solange als ,lust empfunden wird1 als wir whrend des ,genieens unsere ,begierde zu steigern vermgen4 ,sind wir nicht imstande1 in der ,steigerung unseres ,verlangens mit der zunehmenden ,lust gleichen ,schritt zu halten1 so verwandelt sich die ,lust in ,unlust4 ,der ,gegenstand1 der uns sonst befriedigen wrde1 strmt auf uns ein1 ohne da wir es wollen1 und wir leiden darunter4 ,dies ist ein ,beweis dafr1 da die ,lust nur solange fr uns einen ,wert hat1 als wir sie an unserer ,begierde messen knnen4 ,ein berma von angenehmem ,gefhl schlgt in ,schmerz um4 ,wir knnen das besonders bei ,menschen beobachten1 deren ,verlangen nach irgend einer ,art von ,lust sehr gering ist4 ,leuten1 deren ,nahrungstrieb abgestumpft ist1 wird das ,essen leicht zum ,ekel4 ,auch daraus geht hervor1 da die ,begierde der ,wertmesser der ,lust ist4 ,nun kann der ,pessimismus sagen3 der unbefriedigte ,nahrungstrieb bringe nicht nur die ,unlust ber den entbehrten ,genu1 sondern positive ,schmerzen1 ,qual und ,elend in die ,welt4 ,er kann sich hierbei berufen auf das namenlose ,elend der von ,nahrungssorgen heimgesuchten ,menschen2 auf die ,summe von ,unlust1 die solchen ,menschen mittelbar aus dem ,nahrungsmangel erwchst4 ,und wenn er seine ,behauptung auch auf die auermenschliche ,natur anwenden will1 kann er hinweisen auf die ,qualen der ,tiere1 die in gewissen ,jahreszeiten aus ,nahrungsmangel verhungern4 ,von diesen beln behauptet der ,pessimist1 da sie die durch den ,nahrungstrieb in die ,welt gesetzte ,genumenge reichlich berwiegen4 ,es ist ja zweifellos1 da man ,lust und ,unlust miteinander vergleichen und den berschu der einen oder der andern bestimmen kann1 wie das bei ,gewinn und ,verlust geschieht4 ,wenn aber der ,pessimismus glaubt1 aus dem ,umstande1 da auf ,seite der ,unlust sich ein berschu ergiebt1 auf die ,wertlosigkeit des ,lebens schlieen zu knnen1 so ist er insofern im ,irrtum1 als er eine ,rechnung macht1 die im wirklichen ,leben nicht ausgefhrt wird4 ,unsere ,begierde richtet sich im einzelnen ,falle auf einen bestimmten ,gegenstand4 ,der ,lustwert der ,befriedigung wird1 wie wir gesehen haben1 um so grer sein1 je grer die ,lustmenge im ,verhltnis zur ,gre unseres ,begehrens ist #f4 ,von der ,gre unseres ,begehrens hngt es aber auch ab1 wie gro die ,menge der ,unlust ist1 die wir mit in ,kauf nehmen wollen1 um die ,lust zu erreichen4 ,wir vergleichen die ,menge der ,unlust nicht mit der der ,lust1 sondern mit der ,gre unserer ,begierde4 ,wer groe ,freude am ,essen hat1 der wird wegen des ,genusses in besseren ,zeiten sich leichter ber eine ,periode des ,hungerns hinweghelfen1 als ein anderer1 dem diese ,freude an der ,befriedigung des ,nahrungstriebes fehlt4 ,das ,weib1 das ein ,kind haben will1 vergleicht nicht die ,lust1 die ihm aus dessen ,besitz erwchst1 mit den ,unlustmengen1 die aus ,schwangerschaft1 ,kindbett1 ,kinderpflege u4 s4 w4 sich ergeben1 sondern mit seiner ,begierde nach dem ,besitz des ,kindes4 ,wir erstreben niemals eine abstrakte ,lust von bestimmter ,gre1 sondern die konkrete ,befriedigung in einer ganz bestimmten ,weise4 ,wenn wir nach einem bestimmten ,gegenstand oder einer bestimmten ,empfindung streben1 so knnen wir nicht dadurch befriedigt werden1 da uns ein anderer ,gegenstand oder eine andere ,empfindung zu teil wird1 die uns eine ,lust von gleicher ,gre bereitet4 ,wer nach ,sttigung strebt1 dem kann man die ,lust an derselben nicht durch eine gleich groe1 aber durch einen ,spaziergang erzeugte ersetzen4 ,nur wenn unsere ,begierde ganz allgemein nach einem bestimmten ,lustquantum strebte1 dann mte sie sofort verstummen1 wenn diese ,lust nicht ohne ein sie an ,gre berragendes ,unlustquantum zu erreichen wre4 ,da aber die ,befriedigung auf eine bestimmte ,art erstrebt wird1 so tritt die ,lust mit der ,erfllung auch dann ein1 wenn mit ihr eine sie berwiegende ,unlust in ,kauf genommen werden mu4 ,dadurch1 da sich die ,triebe der ,lebewesen in einer bestimmten ,richtung bewegen und auf ein konkretes ,ziel losgehen1 hrt die ,mglichkeit auf1 die auf dem ,wege zu diesem ,ziele sich entgegenstellende ,unlustmenge als gleichgeltenden ,faktor mit in ,rechnung zu bringen4 ,wenn die ,begierde nur stark genug ist1 um nach berwindung der ,unlust -- und sei sie absolut genommen noch so gro -- noch in irgend einem ,grade vorhanden zu sein1 so kann die ,lust an der ,befriedigung doch noch in voller ,gre durchgekostet werden4 ,die ,begierde bringt also die ,unlust nicht direkt in ,beziehung zu der erreichten ,lust1 sondern indirekt1 indem sie ihre eigene ,gre 7im ,verhltnis7 zu der der ,unlust in eine ,beziehung bringt4 ,nicht darum handelt es sich1 ob die zu erreichende ,lust oder ,unlust grer ist1 sondern darum1 ob die ,begierde nach dem erstrebten ,ziele oder der ,widerstand der entgegentretenden ,unlust grer ist4 ,ist dieser ,widerstand grer als die ,begierde1 dann ergiebt sich die letztere in das ,unvermeidliche1 erlahmt1 und strebt nicht weiter4 ,dadurch1 da ,befriedigung in einer bestimmten ,art verlangt wird1 gewinnt die mit ihr zusammenhngende ,lust eine ,bedeutung1 die es ermglicht1 nach eingetretener ,befriedigung das notwendige ,unlustquantum nur insofern in die ,rechnung einzustellen1 als es das ,ma unserer ,begierde verringert hat4 ,wenn ich ein leidenschaftlicher ,freund von ,fernsichten bin1 so berechne ich niemals3 wie viel ,lust macht mir der ,blick von dem ,berggipfel aus direkt verglichen mit der ,unlust des mhseligen ,auf- und ,abstiegs4 ,ich berlege aber3 ob nach berwindung der ,schwierigkeiten meine ,begierde nach der ,fernsicht noch lebhaft genug sein wird4 ,nur mittelbar durch die ,gre der ,begierde knnen ,lust und ,unlust zusammen ein ,ergebnis liefern4 ,es fragt sich also gar nicht1 ob ,lust oder ,unlust im bermae vorhanden ist1 sondern ob das ,wollen der ,lust stark genug ist1 die ,unlust zu berwinden4 ,ein ,beweis fr die ,richtigkeit dieser ,behauptung ist der ,umstand1 da der ,wert der ,lust hher angeschlagen wird1 wenn sie durch groe ,unlust erkauft werden mu1 als dann1 wenn sie uns gleichsam wie ein ,geschenk des ,himmels in den ,scho fllt4 ,wenn ,leiden und ,qualen unsere ,begierde herabgestimmt haben1 und dann das ,ziel doch noch erreicht wird1 dann ist eben die ,lust im ,verhltnis zu dem noch briggebliebenen ,quantum der ,begierde um so grer4 ,dieses ,verhltnis stellt aber1 wie ich gezeigt habe1 den ,wert der ,lust dar 7vergl4 ,s4 #bji74 ,ein weiterer ,beweis ist dadurch gegeben1 da die ,lebewesen 7einschlielich des ,menschen7 ihre ,triebe solange zur ,entfaltung bringen1 als sie imstande sind1 die entgegenstehenden ,schmerzen und ,qualen zu ertragen4 ,und der ,kampf ums ,dasein ist nur die ,folge dieser ,thatsache4 ,das vorhandene ,leben strebt nach ,entfaltung1 und nur derjenige ,teil giebt den ,kampf auf1 dessen ,begierden durch die ,gewalt der sich auftrmenden ,schwierigkeiten erstickt werden4 ,jedes ,lebewesen sucht solange nach ,nahrung1 bis der ,nahrungsmangel sein ,leben zerstrt4 ,und auch der ,mensch legt erst ,hand an sich selber1 wenn er 7mit ,recht oder ,unrecht7 glaubt1 die ihm erstrebenswerten ,lebensziele nicht erreichen zu knnen4 ,solange er aber noch an die ,mglichkeit glaubt1 das nach seiner ,ansicht ,erstrebenswerte zu erreichen1 kmpft er gegen alle ,qualen und ,schmerzen an4 ,die ,philosophie mte dem ,menschen erst die ,meinung beibringen1 da ,wollen nur dann einen ,sinn hat1 wenn die ,lust grer als die ,unlust ist2 seiner ,natur nach will er die ,gegenstnde seines ,begehrens erreichen1 wenn er die dabei notwendig werdende ,unlust ertragen kann1 sei sie dann auch noch so gro4 ,eine solche ,philosophie wre aber irrtmlich1 weil sie das menschliche ,wollen von einem ,umstande abhngig macht 7berschu der ,lust ber die ,unlust71 der dem ,menschen ursprnglich fremd ist4 ,der ursprngliche ,mastab des ,wollens ist die ,begierde1 und diese setzt sich durch1 solange sie kann4 ,wenn ich gezwungen bin1 beim ,einkaufe eines bestimmten ,quantums pfel doppelt so viele schlechte als gute mitzunehmen -- weil der ,verkufer seinen ,platz frei bekommen will -- so werde ich mich keinen ,moment besinnen1 die schlechten pfel mitzunehmen1 wenn ich den ,wert der geringeren ,menge guter fr mich so hoch veranschlagen darf1 da ich zu dem ,kaufpreis auch noch die ,auslagen fr ,hinwegschaffung der schlechten ,ware auf mich nehmen will4 ,dies ,beispiel veranschaulicht die ,beziehung zwischen den durch einen ,trieb bereiteten ,lust- und ,unlustmengen4 ,ich bestimme den ,wert der guten pfel nicht dadurch1 da ich ihre ,summe von der der schlechten subtrahiere1 sondern darnach1 ob die ersteren trotz des ,vorhandenseins der letztern noch einen ,wert behalten4 ,ebenso wie ich bei dem ,genu der guten pfel die schlechten unbercksichtigt lasse1 so gebe ich mich der ,befriedigung einer ,begierde hin1 nachdem ich die notwendigen ,qualen abgeschttelt habe4 ,wenn der ,pessimismus auch ,recht htte mit seiner ,behauptung1 da in der ,welt mehr ,unlust als ,lust vorhanden ist3 auf das ,wollen wre das ohne ,einflu1 denn die ,lebewesen streben nach der brigbleibenden ,lust doch4 ,der empirische ,nachweis1 da der ,schmerz die ,freude berwiegt1 ist zwar geeignet die ,aussichtslosigkeit jener philosophischen ,richtung zu zeigen1 die den ,wert des ,lebens in dem berschu der ,lust sieht 7,eudmonismus71 nicht aber das ,wollen berhaupt als unvernnftig hinzustellen2 denn dieses geht nicht auf einen berschu von ,lust1 sondern auf die nach ,abzug der ,unlust noch brigbleibende ,lustmenge4 ,diese erscheint noch immer als ein erstrebenswertes ,ziel4 ,man hat den ,pessimismus dadurch zu widerlegen versucht1 da man behauptete1 es sei unmglich1 den berschu von ,lust oder ,unlust in der ,welt auszurechnen4 ,die ,mglichkeit einer jeden ,berechnung beruht darauf1 da die in ,rechnung zu stellenden ,dinge ihrer ,gre nach miteinander verglichen werden knnen4 ,nun hat jede ,unlust und jede ,lust eine bestimmte ,gre 7,strke und ,dauer74 ,auch ,lustempfindungen verschiedener ,art knnen wir ihrer ,gre nach wenigstens schtzungsweise vergleichen4 ,wir wissen1 ob uns eine gute ,cigarre oder ein guter ,witz mehr ,vergngen macht4 ,gegen die ,vergleichbarkeit verschiedener ,lust- und ,unlustsorten1 ihrer ,gre nach1 lt sich somit nichts einwenden4 ,und der ,forscher1 der es sich zur ,aufgabe macht1 den ,lust- oder ,unlustberschu in der ,welt zu bestimmen1 geht von durchaus berechtigten ,voraussetzungen aus4 ,man kann die ,irrtmlichkeit der pessimistischen ,resultate behaupten1 aber man darf die ,mglichkeit einer wissenschaftlichen ,abschtzung der ,lust- und ,unlustmengen und damit die ,bestimmung der ,lustbilanze nicht anzweifeln4 ,unrichtig aber ist es1 wenn behauptet wird1 da aus dem ,ergebnisse dieser ,rechnung fr das menschliche ,wollen etwas folge4 ,die ,flle1 wo wir den ,wert unserer ,bethtigung wirklich davon abhngig machen1 ob die ,lust oder die ,unlust einen berschu zeigt1 sind die1 in denen uns die ,gegenstnde1 auf die unser ,thun sich richtet1 gleichgltig sind4 ,wenn es sich mir darum handelt1 nach meiner ,arbeit mir ein ,vergngen durch ein ,spiel oder eine leichte ,unterhaltung zu bereiten1 und es mir vllig gleichgltig ist1 was ich zu diesem ,zwecke thue1 so frage ich mich3 was bringt mir den grten berschu an ,lust4 ,und ich unterlasse eine ,bethtigung unbedingt1 wenn sich die ,wage nach der ,unlustseite hin neigt4 ,bei einem ,kinde1 dem wir ein ,spielzeug kaufen wollen1 denken wir bei der ,wahl nach1 was ihm die meiste ,freude bereitet4 ,in allen anderen ,fllen bestimmen wir uns nicht ausschlielich nach der ,lustbilanze4 ,wenn also die pessimistischen ,ethiker der ,ansicht sind1 durch den ,nachweis1 da die ,unlust in grerer ,menge vorhanden ist als die ,lust1 den ,boden fr die selbstlose ,hingabe an die ,kulturarbeit zu bereiten1 so bedenken sie nicht1 da sich das menschliche ,wollen seiner ,natur nach von dieser ,erkenntnis nicht beeinflussen lt4 ,das ,streben der ,menschen richtet sich nach dem ,mae der nach berwindung aller ,schwierigkeiten mglichen ,befriedigung4 ,die ,hoffnung auf diese ,befriedigung ist der ,grund der menschlichen ,bethtigung4 ,die ,arbeit jedes einzelnen und die ganze ,kulturarbeit entspringt aus dieser ,hoffnung4 ,die pessimistische ,ethik glaubt dem ,menschen die ,jagd nach dem ,glcke als eine unmgliche hinstellen zu mssen1 damit er sich seinen eigentlichen sittlichen ,aufgaben widme4 ,aber diese sittlichen ,aufgaben sind nichts anderes als die konkreten natrlichen und geistigen ,triebe2 und die ,befriedigung derselben wird angestrebt trotz der ,unlust1 die dabei abfllt4 ,die ,jagd nach dem ,glcke1 die der ,pessimismus ausrotten will1 ist also gar nicht vorhanden4 ,die ,aufgaben aber1 die der ,mensch zu vollbringen hat1 vollbringt er1 weil er sie kraft seines ,wesens vollbringen will4 ,die pessimistische ,ethik behauptet1 der ,mensch knne erst dann sich dem hingeben1 was er als seine ,lebensaufgabe erkennt1 wenn er das ,streben nach ,lust aufgegeben hat4 ,keine ,ethik aber kann je andere ,lebensaufgaben ersinnen als die ,verwirklichung der von den menschlichen ,begierden geforderten ,befriedigungen und die ,erfllung seiner sittlichen ,ideale4 ,keine ,ethik kann ihm die ,lust nehmen1 die er an dieser ,erfllung des von ihm ,begehrten hat4 ,wenn der ,pessimist sagt3 strebe nicht nach ,lust1 denn du kannst sie nie erreichen2 strebe nach dem1 was du als deine ,aufgabe erkennst1 so ist darauf zu erwidern3 das ist ,menschenart1 und es ist die ,erfindung einer auf ,irrwegen wandelnden ,philosophie1 wenn behauptet wird1 der ,mensch strebe blo nach dem ,glcke4 ,er strebt nach ,befriedigung dessen1 was sein ,wesen begehrt1 und die ,erfllung ist ihm eine ,lust4 ,was die pessimistische ,ethik verlangt3 nicht ,streben nach ,lust1 sondern nach ,erreichung dessen1 was du als deine ,lebensaufgabe erkennst1 so trifft sie damit dasjenige1 was der ,mensch seinem ,wesen nach will4 ,der ,mensch braucht durch die ,philosophie nicht erst umgekrempelt zu werden1 er braucht seine ,natur nicht erst abzuwerfen1 um sittlich zu sein4 ,sittlichkeit ist ,streben nach einem ,ziel1 solange die damit verknpfte ,unlust die ,begierde darnach nicht lhmt4 ,und dieses ist das ,wesen alles wirklichen ,wollens4 ,die ,ethik beruht nicht auf der ,ausrottung alles ,strebens nach ,lust1 damit die bleichschtigen sittlichen ,ideen ihre ,herrschaft da aufschlagen knnen1 wo ihnen keine starke ,sehnsucht nach ,lebensgenu entgegensteht1 sondern auf dem starken ,wollen1 das sein ,ziel erreicht1 auch wenn der ,weg dazu ein dornenvoller ist4 ,die sittlichen ,ideale entspringen aus der moralischen ,phantasie des ,menschen4 ,ihre ,verwirklichung hngt davon ab1 da sie von dem ,menschen stark genug begehrt werden1 um ,schmerzen und ,qualen zu berwinden4 ,sie sind seine ,intuitionen1 die ,triebfedern1 die sein ,geist spannt1 er will sie1 weil ihre ,verwirklichung seine hchste ,lust ist4 ,er hat es nicht ntig1 sich von der ,ethik erst verbieten zu lassen1 da er nach ,lust strebe1 um sich dann gebieten zu lassen1 wonach er streben soll4 ,er wird nach sittlichen ,idealen streben1 wenn seine moralische ,phantasie thtig genug ist1 um ihm ,intuitionen einzugeben1 die seinem ,wollen die ,strke verleihen1 sich durchzusetzen4 ,wer nach ,idealen von hehrer ,gre strebt1 der thut es1 weil sie der ,inhalt seines ,wollens sind1 und die ,verwirklichung wird ihm ein ,genu sein1 gegen den die ,lust1 welche die ,armseligkeit aus der ,befriedigung der alltglichen ,triebe zieht1 eine ,kleinigkeit ist4 ,idealisten schwelgen bei der ,umsetzung ihrer ,ideale in ,wirklichkeit4 ,wer die ,lust an der ,befriedigung des menschlichen ,begehrens ausrotten will1 mu den ,menschen erst zum ,sklaven machen1 der nicht handelt1 weil er will1 sondern weil er soll4 ,denn die ,erreichung des ,gewollten macht ,lust4 ,was man das ,gute nennt1 ist nicht das1 was der ,mensch soll1 sondern das1 was er will1 wenn er die volle ,menschennatur zur ,entfaltung bringt4 ,wer dies nicht anerkennt1 der mu dem ,menschen erst das austreiben1 was er will1 und ihm dann von auen das vorschreiben lassen1 was er seinem ,wollen zum ,inhalt zu geben hat4 ,der ,mensch verleiht der ,erfllung einer ,begierde einen ,wert1 weil sie aus seinem ,wesen entspringt4 ,das ,erreichte hat seinen ,wert1 weil es gewollt ist4 ,spricht man dem ,ziel des menschlichen ,wollens als solchen seinen ,wert ab1 dann mu man die wertvollen ,ziele von etwas nehmen1 das der ,mensch nicht will4 ,die auf den ,pessimismus sich aufbauende ,ethik entspringt aus der ,miachtung der moralischen ,phantasie4 ,wer den individuellen ,menschengeist nicht fr fhig hlt1 sich selbst den ,inhalt seines ,strebens zu geben1 nur der kann die ,summe des ,wollens in der ,sehnsucht nach ,lust suchen4 ,der phantasielose ,mensch schafft keine sittlichen ,ideen4 ,sie mssen ihm gegeben werden4 ,da er nach ,befriedigung seiner niederen ,begierden strebt3 dafr aber sorgt die physische ,natur4 ,zur ,entfaltung des ganzen ,menschen gehren aber auch die aus dem ,geiste stammenden ,begierden4 ,nur wenn man der ,meinung ist1 da diese der ,mensch berhaupt nicht hat1 kann man behaupten1 da er sie von auen empfangen soll4 ,dann ist man auch berechtigt1 zu sagen1 da er verpflichtet ist1 etwas zu thun1 was er nicht will4 ,jede ,ethik1 die von dem ,menschen fordert1 da er sein ,wollen zurckdrnge1 um ,aufgaben zu erfllen1 die er nicht will1 rechnet nicht mit dem ganzen ,menschen1 sondern mit einem solchen1 dem das geistige ,begehrungsvermgen fehlt4 ,fr den harmonisch entwickelten ,menschen sind die sogenannten ,ideen des ,guten nicht auerhalb1 sondern innerhalb des ,kreises seines ,wollens4 ,nicht in der ,austilgung des ,eigenwillens liegt das sittliche ,handeln1 sondern in der vollen ,entwicklung der ,menschennatur4 ,wer die sittlichen ,ideale nur fr erreichbar hlt1 wenn der ,mensch seinen ,eigenwillen erttet1 der wei nicht1 da diese ,ideale ebenso von dem ,menschen gewollt sind1 wie die ,befriedigung der sogenannten tierischen ,triebe4 ,es ist nicht zu leugnen1 da die hiermit charakterisierten ,anschauungen leicht miverstanden werden knnen4 ,unreife ,knaben ohne moralische ,phantasie sehen gerne die ,instinkte ihrer ,halbnatur fr den vollen ,menschheitsgehalt an1 und lehnen alle nicht von ihnen erzeugten sittlichen ,ideen ab1 damit sie ungestrt sich ausleben knnen4 ,da fr die halbentwickelte ,menschennatur nicht gilt1 was fr den ,vollmenschen richtig ist1 ist selbstverstndlich4 ,wer durch ,erziehung erst noch dahin gebracht werden soll1 da seine sittliche ,natur die ,eischalen der niederen ,leidenschaften durchbricht3 von dem darf nicht in ,anspruch genommen werden1 was fr den reifen ,menschen gilt4 ,hier sollte aber nicht verzeichnet werden1 was dem unentwickelten ,menschen einzuprgen ist1 sondern das1 was in dem ,wesen des ausgereiften ,menschen liegt4 ,dieser ausgereifte ,mensch giebt seinen ,wert sich selbst4 ,nicht die ,lust erstrebt er1 die ihm als ,gnadengeschenk von der ,natur oder von dem ,schpfer gereicht wird2 und auch nicht die ,pflicht erfllt er1 die er als solche erkennt1 nachdem er das ,streben nach ,lust abgestreift hat4 ,er handelt1 wie er will1 das ist nach ,magabe seiner ethischen ,intuitionen2 und er sieht in der ,erreichung dessen1 was er will1 seinen wahren ,lebensgenu4 ,den ,wert des ,lebens bestimmt er an dem ,verhltnis des ,erreichten zu dem ,erstrebten4 ,die ,ethik1 welche an die ,stelle des ,wollens das ,sollen1 an die ,stelle der ,neigung die ,pflicht setzt1 bestimmt folgerichtig den ,wert des ,menschen an dem ,verhltnis dessen1 was die ,pflicht fordert1 zu dem1 was er erfllt4 ,sie mit den ,menschen an einem auerhalb seines ,wesens gelegenen ,mastab4 -- ,die hier entwickelte ,ansicht weist den ,menschen auf sich selbst zurck4 ,sie erkennt nur das als den wahren ,wert des ,lebens an1 was der einzelne nach ,magabe seines ,wollens als solchen ansieht4 ,sie wei ebensowenig von einem nicht vom ,individuum anerkannten ,wert des ,lebens wie von einem nicht aus diesem entsprungenen ,zweck des ,lebens4 ,sie sieht in dem ,individuum seinen eigenen ,herrn und seinen eigenen ,schtzer4 ,,xv4 ,,individualit,t ,,und ,,gattung4 ,der ,ansicht1 da der ,mensch eine vollstndig in sich geschlossene1 freie ,individualitt ist1 stehen scheinbar die ,thatsachen entgegen1 da er als ,glied innerhalb eines natrlichen ,ganzen auftritt 7,rasse1 ,stamm1 ,volk1 ,familie1 mnnliches und weibliches ,geschlecht71 und da er innerhalb eines ,ganzen wirkt 7,staat1 ,kirche u4 s4 w474 ,er trgt die allgemeinen ,charaktereigentmlichkeiten der ,gemeinschaft1 der er angehrt1 und giebt seinem ,handeln einen ,inhalt1 der durch den ,platz1 den er innerhalb einer ,mehrheit einnimmt1 bestimmt ist4 ,ist dabei berhaupt noch ,individualitt mglich8 ,kann man den ,menschen selbst als ein ,ganzes fr sich ansehen1 wenn er aus einem ,ganzen herauswchst1 und in ein ,ganzes sich eingliedert8 ,das ,glied eines ,ganzen wird seinen ,eigenschaften und ,funktionen nach durch das ,ganze bestimmt4 ,ein ,volksstamm ist ein ,ganzes1 und alle zu ihm gehrigen ,menschen tragen die ,eigentmlichkeiten an sich1 die im ,wesen des ,stammes bedingt sind4 ,wie der einzelne beschaffen ist und wie er sich bethtigt1 ist durch den ,stammescharakter bedingt4 ,dadurch erhlt die ,physiognomie und das ,thun des einzelnen etwas ,gattungsmiges4 ,wenn wir nach dem ,grunde fragen1 warum dies und jenes an dem ,menschen so oder so ist1 so werden wir aus dem ,einzelwesen hinaus auf die ,gattung verwiesen4 ,diese erklrt es uns1 warum etwas an ihm in der von uns beobachteten ,form auftritt4 ,von diesem ,gattungsmigen macht sich aber der ,mensch frei4 ,er entwickelt ,eigenschaften und ,funktionen an sich1 deren ,bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen knnen4 ,das ,gattungsmige dient ihm dabei nur als ,mittel1 um seine besondere ,wesenheit in ihm auszudrcken4 ,er gebraucht die ihm von der ,natur mitgegebenen ,eigentmlichkeiten als ,material1 und giebt ihm die seinem eigenen ,wesen geme ,form4 ,wir suchen nun vergebens den ,grund fr eine uerung dieses ,wesens in den ,gesetzen der ,gattung4 ,wir haben es mit einem ,individuum zu thun1 das nur durch sich selbst erklrt werden kann4 ,ist ein ,mensch bis zu dieser ,loslsung von dem ,gattungsmigen durchgedrungen1 und wir wollen alles1 was an ihm ist1 doch noch aus dem ,charakter der ,gattung erklren1 so haben wir fr das ,individuelle kein ,organ4 ,es ist unmglich1 einen ,menschen ganz zu verstehen1 wenn man seiner ,beurteilung einen ,gattungsbegriff zu ,grunde legt4 ,am hartnckigsten im ,beurteilen nach der ,gattung ist man da1 wo es sich um das ,geschlecht des ,menschen handelt4 ,der ,mann sieht im ,weibe1 das ,weib in dem ,manne fast immer zu viel von dem allgemeinen ,charakter des anderen ,geschlechtes und zu wenig von dem individuellen4 ,im praktischen ,leben schadet das den ,mnnern weniger als den ,frauen4 ,die sociale ,stellung der ,frau ist zumeist deshalb eine so unwrdige1 weil sie nicht bedingt ist durch die individuellen ,eigentmlichkeiten der einzelnen ,frau1 sondern durch die allgemeinen ,vorstellungen1 die man sich von der natrlichen ,aufgabe und den ,bedrfnissen des ,weibes macht4 ,die ,bethtigung des ,mannes im ,leben richtet sich nach dessen individuellen ,fhigkeiten und ,neigungen1 die des ,weibes soll ausschlielich durch den ,umstand bedingt sein1 da es eben ,weib ist4 ,das ,weib soll der ,sklave des ,gattungsmigen1 des ,allgemein-,weiblichen sein4 ,solange von ,mnnern darber debattiert wird1 ob die ,frau ihrer ,naturanlage nach zu diesem oder jenem ,beruf tauge1 so lange kann die sogenannte ,frauenfrage aus ihrem elementarsten ,stadium nicht herauskommen4 ,was die ,frau ihrer ,natur nach wollen kann1 das berlasse man der ,frau zu beurteilen4 ,wenn es wahr ist1 da die ,frauen nur zu dem ,berufe taugen1 der ihnen jetzt zukommt1 dann werden sie aus sich selbst heraus kaum einen anderen erreichen4 ,sie mssen es aber selbst entscheiden knnen1 was ihrer ,natur gem ist4 ,wer eine ,erschtterung unserer socialen ,zustnde davon befrchtet1 da die ,frauen nicht als ,gattungsmenschen1 sondern als ,individuen genommen werden1 dem mu entgegnet werden1 da sociale ,zustnde1 innerhalb welcher die ,hlfte der ,menschheit ein menschenunwrdiges ,dasein hat1 eben der ,verbesserung gar sehr bedrftig sind4 ,wer die ,menschen nach ,gattungscharakteren beurteilt1 der kommt eben gerade bis zu der ,grenze1 ber welcher sie anfangen1 ,wesen zu sein1 deren ,bethtigung auf freier ,selbstbestimmung beruht4 ,was unterhalb dieser ,grenze liegt1 das kann natrlich ,gegenstand wissenschaftlicher ,betrachtung sein4 ,die ,rassen-1 ,stammes-1 ,volks- und ,geschlechtseigentmlichkeiten sind der ,inhalt besonderer ,wissenschaften4 ,nur ,menschen1 die allein als ,exemplare der ,gattung leben1 knnten sich mit einem allgemeinen ,bilde decken1 das durch solche wissenschaftliche ,betrachtung zustande kommt4 ,aber alle diese ,wissenschaften knnen nicht vordringen bis zu dem besonderen ,inhalt des einzelnen ,individuums4 ,da wo das ,gebiet der ,freiheit 7des ,denkens und ,handelns7 beginnt1 hrt das ,bestimmen des ,individuums nach ,gesetzen der ,gattung auf4 ,den begrifflichen ,inhalt1 den der ,mensch durch das ,denken mit der ,wahrnehmung in ,verbindung bringen mu1 um der vollen ,wirklichkeit sich zu bemchtigen 7vgl4 ,s4 #hf ff471 kann niemand ein- fr allemal festsetzen und der ,menschheit fertig hinterlassen4 ,das ,individuum mu seine ,begriffe durch eigene ,intuition gewinnen4 ,wie der einzelne zu denken hat1 lt sich nicht aus irgend einem ,gattungsbegriffe ableiten4 ,dafr ist einzig und allein das ,individuum magebend4 ,ebensowenig ist aus allgemeinen ,menschencharakteren zu bestimmen1 welche konkrete ,ziele das ,individuum seinem ,wollen vorsetzen will4 ,wer das einzelne ,individuum verstehen will1 mu bis in dessen besondere ,wesenheit dringen1 und nicht bei typischen ,eigentmlichkeiten stehen bleiben4 ,in diesem ,sinne ist jeder einzelne ,mensch ein ,problem4 ,und alle ,wissenschaft1 die sich mit abstrakten ,gedanken und ,gattungsbegriffen befat1 ist nur eine ,vorbereitung zu jener ,erkenntnis1 die uns zu teil wird1 wenn uns eine menschliche ,individualitt seine ,art1 die ,welt anzuschauen1 mitteilt1 und zu der anderen1 die wir aus dem ,inhalt seines ,wollens gewinnen4 ,wo wir die ,empfindung haben3 hier haben wir es mit einem ,menschen zu thun1 der frei ist von typischer ,denkungsart und gattungsmigem ,wollen1 da mssen wir aufhren1 irgend welche ,begriffe aus unserem ,geiste zu ,hilfe zu nehmen1 wenn wir sein ,wesen verstehen wollen4 ,das ,erkennen besteht in der ,verbindung des ,begriffes mit der ,wahrnehmung durch das ,denken4 ,bei allen anderen ,objekten mu der ,beobachter die ,begriffe durch seine ,intuition gewinnen2 beim ,verstehen einer freien ,individualitt handelt es sich nur darum1 deren ,begriffe1 nach denen sie sich ja selbst bestimmen1 rein 7ohne ,vermischung7 mit eigenem ,begriffsinhalt herberzunehmen in unseren ,geist4 ,menschen1 die in jede ,beurteilung eines anderen sofort ihre eigenen ,begriffe einmischen1 knnen nie zu dem ,verstndnisse einer ,individualitt gelangen4 ,so wie die freie ,individualitt sich frei macht von den ,eigentmlichkeiten der ,gattung1 so mu das ,erkennen sich frei machen von der ,art1 wie das ,gattungsmige verstanden wird4 ,nur in dem ,grade1 in dem der ,mensch sich in der gekennzeichneten ,weise frei gemacht hat vom ,gattungsmigen1 kommt er als freier ,geist innerhalb eines menschlichen ,gemeinwesens in ,betracht4 ,kein ,mensch ist vollstndig ,gattung1 keiner ganz ,individualitt4 ,aber eine grere oder geringere ,sphre seines ,wesens lst jeder ,mensch allmhlich ab1 ebenso von dem ,gattungsmigen des animalischen ,lebens1 wie von den despotisch ihn beherrschenden ,geboten menschlicher ,autoritten4 ,fr den ,teil1 fr den sich der ,mensch aber eine solche ,freiheit nicht erobern kann1 bildet er ein ,glied innerhalb des ,natur- und ,geistesorganismus4 ,er lebt in dieser ,hinsicht1 wie er es andern abgukt1 oder wie sie es ihm befehlen4 ,einen ethischen ,wert hat nur der ,teil seines ,handelns1 der aus seinen ,intuitionen entspringt4 ,den fgt er zur schon vorhandenen ,summe sittlicher ,begriffe hinzu4 ,aus solchen ethischen ,intuitionen entspringt alle sittliche ,bethtigung der ,menschheit4 ,man kann auch sagen3 das sittliche ,leben der ,menschheit ist die ,gesamtsumme der moralischen ,phantasieerzeugnisse der freien menschlichen ,individuen4 ,dies ist das ,glaubensbekenntnis des ,monismus4 ,er kann in der ,geschichte des sittlichen ,lebens nicht die ,erziehung des ,menschengeschlechtes durch einen jenseitigen ,gott erkennen1 sondern nur das allmhliche ,ausleben aller ,begriffe und ,ideen1 die aus der moralischen ,phantasie entspringen knnen4 ,,die ,,letzten ,,fragen4 ,,die ,,konsequenzen ,,des ,,monismus4 ,die einheitliche ,naturerklrung oder der ,monismus entnimmt der menschlichen ,erfahrung alle ,prinzipien1 die er zur ,erklrung der ,welt braucht4 ,die ,quellen des ,handelns sucht er ebenfalls innerhalb der ,beobachtungswelt1 nmlich in der unserer ,selbsterkenntnis zugnglichen menschlichen ,natur1 und zwar in der moralischen ,phantasie4 ,er lehnt es ab1 die letzten ,grnde fr die dem ,wahrnehmen und ,denken vorliegende ,welt auerhalb derselben zu suchen4 ,fr den ,monismus ist die ,einheit1 welche die denkende ,beobachtung zu der mannigfaltigen ,vielheit der ,wahrnehmungen hinzubringt1 zugleich diejenige1 die das menschliche ,erkenntnisbedrfnis verlangt und durch die es auch vollkommen befriedigt wird4 ,wer hinter dieser ,einheit noch eine andere sucht1 der beweist damit nur1 da er die bereinstimmung des durch das ,denken ,gefundenen mit dem vom ,erkenntnistrieb ,geforderten nicht erkennt4 ,das einzelne menschliche ,individuum ist von der ,welt nicht thatschlich abgesondert4 ,es ist ein ,teil der ,welt1 und der ,zusammenhang mit dem ,ganzen des ,kosmos ist nicht der ,wirklichkeit nach1 sondern nur fr unsere ,wahrnehmung unterbrochen4 ,wir sehen fr's erste diesen ,teil als fr sich existierendes ,wesen1 weil wir die ,riemen und ,seile nicht sehen1 durch welche die ,bewegung unseres ,lebensrades von den ,grundkrften des ,kosmos bewirkt wird4 ,wer auf diesem ,wahrnehmungsstandpunkt stehen bleibt1 der sieht den ,teil eines ,ganzen fr ein wirklich selbstndig existierendes ,wesen1 eine ,monade1 an1 welches die ,kunde von der brigen ,welt auf irgend eine ,weise von auen erhlt4 ,der ,monismus hat gezeigt1 da die ,selbstndigkeit nur so lange geglaubt werden kann1 als das ,wahrgenommene nicht durch das ,denken in das ,netz der ,begriffswelt eingespannt wird4 ,geschieht dies1 so entpuppt sich alle ,teilexistenz in der ,welt1 alles besondere ,dasein als ein bloer ,schein des ,wahrnehmens4 ,eine in sich geschlossene ,totalexistenz kann nur dem ,universum in seiner ,ganzheit zugeschrieben werden4 ,das ,denken zerstrt den ,schein des ,wahrnehmens und gliedert auch unsere individuelle ,existenz in das ,leben des ,kosmos ein4 ,die ,einheit der ,begriffswelt1 welche die objektiven ,wahrnehmungen enthlt1 nimmt auch den ,inhalt unserer subjektiven ,persnlichkeit in sich auf4 ,das ,denken giebt uns von der ,wirklichkeit die wahre ,gestalt1 als einer in sich geschlossenen ,einheit1 whrend die ,mannigfaltigkeit der ,wahrnehmungen nur ein durch unsere ,organisation bedingter ,schein ist 7vgl4 ,s4 #afc ff474 ,die ,erkenntnis der wirklichen ,einheit gegenber dem ,schein des ,vielen bildete zu allen ,zeiten das ,ziel des menschlichen ,denkens4 ,die ,wissenschaft bemhte sich die zusammenhanglos scheinenden ,wahrnehmungen durch ,aufdeckung der gesetzmigen ,zusammenhnge innerhalb derselben als ,einheit1 zu erkennen4 ,weil man aber der ,ansicht war1 da der von dem menschlichen ,denken ermittelte ,zusammenhang nur eine subjektive ,bedeutung habe1 suchte man den wahren ,grund der ,einheit in einem jenseits unserer ,erfahrungswelt gelegenen ,objekte 7,gott1 ,wille1 absoluter ,geist u4 s4 w474 -- ,und1 auf diese ,meinung gesttzt1 bestrebte man sich zu dem ,wissen ber die innerhalb der ,erfahrung erkennbaren ,zusammenhnge noch ein zweites zu gewinnen1 das ber die ,erfahrung hinausgeht1 und den ,zusammenhang derselben mit den nicht mehr erfahrbaren ,wesenheiten aufdeckt 7,metaphysik74 ,den ,grund1 warum wir durch logisch geregeltes ,denken den ,weltzusammenhang begreifen1 sah man darin1 da ein ,urwesen nach logischen ,gesetzen die ,welt aufgebaut hat1 und den ,grund fr unser ,handeln sah man in dem ,wollen des ,urwesens4 ,man erkannte nicht1 da das ,denken ,subjektives und ,objektives zugleich umspannt1 und da in dem ,zusammenschlu der ,wahrnehmung mit dem ,begriff die totale ,wirklichkeit vermittelt wird4 ,nur solange wir die die ,wahrnehmung durchdringende und bestimmende ,gesetzmigkeit in der abstrakten ,form des ,begriffes betrachten1 solange haben wir es in der ,that mit etwas rein ,subjektivem zu thun4 ,subjektiv ist aber nicht der ,inhalt des ,begriffes1 der mit ,hilfe des ,denkens zu der ,wahrnehmung hinzugewonnen wird4 ,dieser ,inhalt ist nicht aus dem ,subjekte1 sondern aus der ,wirklichkeit genommen4 ,er ist der ,teil der ,wirklichkeit1 den das ,wahrnehmen nicht erreichen kann4 ,er ist ,erfahrung1 aber nicht durch das ,wahrnehmen vermittelte ,erfahrung4 ,wer sich nicht vorstellen kann1 da der ,begriff ein ,wirkliches ist1 der denkt nur an die abstrakte ,form1 wie er denselben in seinem ,geiste festhlt4 ,aber in solcher ,absonderung ist er ebenso nur durch unsere ,organisation vorhanden1 wie die ,wahrnehmung es ist4 ,auch der ,baum1 den man wahrnimmt1 hat abgesondert fr sich keine ,existenz4 ,er ist nur innerhalb des groen ,rderwerkes der ,natur ein ,glied1 und nur in realem ,zusammenhang mit ihr mglich4 ,ein abstrakter ,begriff hat fr sich keine ,wirklichkeit1 ebensowenig wie eine ,wahrnehmung fr sich4 ,die ,wahrnehmung ist der ,teil der ,wirklichkeit1 der objektiv1 der ,begriff derjenige1 der subjektiv 7durch ,intuition1 vergl4 ,s4 #id ff47 gegeben wird4 ,unsere geistige ,organisation reit die ,wirklichkeit in diese beiden ,faktoren auseinander4 ,der eine ,faktor erscheint dem ,wahrnehmen1 der andere der ,intuition4 ,erst der ,zusammenhang der beiden1 die gesetzmig sich in das ,universum eingliedernde ,wahrnehmung1 ist volle ,wirklichkeit4 ,betrachten wir die bloe ,wahrnehmung fr sich1 so haben wir keine ,wirklichkeit1 sondern ein zusammenhangloses ,chaos2 betrachten wir die ,gesetzmigkeit der ,wahrnehmungen fr sich1 dann haben wir es blo mit abstrakten ,begriffen zu thun4 ,nicht der abstrakte ,begriff enthlt die ,wirklichkeit2 wohl aber die denkende ,beobachtung1 die weder einseitig den ,begriff1 noch die ,wahrnehmung fr sich betrachtet1 sondern den ,zusammenhang beider4 ,da wir in der ,wirklichkeit leben 7mit unserer realen ,existenz in derselben wurzeln71 wird selbst der orthodoxeste ,idealist nicht leugnen4 ,er wird nur bestreiten1 da wir ideell mit unserem ,erkennen auch das erreichen1 was wir real durchleben4 ,dem gegenber zeigt der ,monismus1 da das ,denken weder subjektiv1 noch objektiv1 sondern ein beide ,seiten der ,wirklichkeit umspannendes ,prinzip ist4 ,wenn wir denkend beobachten1 vollziehen wir einen ,proze1 der selbst in die ,reihe des wirklichen ,geschehens gehrt4 ,wir berwinden durch das ,denken innerhalb der ,erfahrung selbst die ,einseitigkeit des bloen ,wahrnehmens4 ,wir knnen durch abstrakte1 begriffliche ,hypothesen 7durch rein begriffliches ,nachdenken7 das ,wesen des ,wirklichen nicht erklgeln1 aber wir leben1 indem wir zu den ,wahrnehmungen die ,ideen finden1 in dem ,wirklichen4 ,der ,monismus sucht zu der ,erfahrung kein ,unerfahrbares 7,jenseitiges71 sondern sieht in ,begriff und ,wahrnehmung das ,wirkliche4 ,er spinnt aus bloen ,begriffen keine ,metaphysik1 weil er in dem ,begriffe an sich nur die eine ,seite der ,wirklichkeit sieht1 die dem ,wahrnehmen verborgen bleibt1 und nur im ,zusammenhang mit der ,wahrnehmung einen ,sinn hat4 ,er ruft aber in dem ,menschen die berzeugung hervor1 da er in der ,welt der ,wirklichkeit lebt und nicht auerhalb seiner ,welt eine hhere ,wirklichkeit zu suchen hat4 ,er hlt davon ab1 das ,absolut-,wirkliche anderswo als in der ,erfahrung zu suchen1 weil er den ,inhalt der ,erfahrung selbst als das ,wirkliche erkennt4 ,und er ist befriedigt durch diese ,wirklichkeit1 weil er wei1 da das ,denken auf keine andere hinweist4 ,was der ,dualismus erst hinter der ,beobachtungswelt sucht1 das findet der ,monismus in dieser selbst4 ,der ,monismus zeigt1 da wir mit unserem ,erkennen die ,wirklichkeit in ihrer wahren ,gestalt ergreifen1 nicht in einem subjektiven ,bilde4 ,fr den ,monismus ist der ,begriffsinhalt der ,welt fr alle menschlichen ,individuen derselbe 7vergl4 ,s4 #hh ff474 ,nach monistischen ,prinzipien betrachtet ein menschliches ,individuum ein anderes als seinesgleichen1 weil es derselbe ,weltinhalt ist1 der sich in ihm auslebt4 ,es giebt in der einigen ,begriffswelt nicht etwa so viele ,begriffe des ,lwen1 wie es ,individuen giebt1 die einen ,lwen denken1 sondern nur einen4 ,und der ,begriff1 den ,a zu der ,wahrnehmung des ,lwen hinzufgt1 ist derselbe1 wie der des ,b1 nur durch ein anderes ,wahrnehmungssubjekt aufgefat4 7,vergl4 ,s4 #hi47 ,das ,denken fhrt alle ,wahrnehmungssubjekte auf die gemeinsame ideelle ,einheit aller ,mannigfaltigkeit4 ,die einige ,ideenwelt lebt sich in ihnen als in einer ,vielheit von ,individuen aus4 ,so lange sich der ,mensch blo durch ,selbstwahrnehmung erfat1 sieht er sich als diesen besonderen ,menschen an1 so bald er auf die in ihm aufleuchtende1 alles ,besondere umspannende ,ideenwelt blickt1 sieht er in sich das absolut ,wirkliche lebendig4 ,der ,dualismus bestimmt das gttliche ,urwesen als dasjenige1 was alle ,menschen durchdringt und in ihnen allen lebt4 ,der ,monismus findet dieses gemeinsame gttliche ,leben in der ,wirklichkeit selbst4 ,der ideelle ,inhalt eines andern ,subjektes ist auch der meinige1 und ich sehe ihn nur solange als einen andern an1 als ich wahrnehme1 nicht mehr aber1 so bald ich denke4 ,jeder ,mensch umspannt mit seinem ,denken nur einen ,teil der gesamten ,ideenwelt1 und insofern unterscheiden sich die ,individuen auch durch den thatschlichen ,inhalt ihres ,denkens4 ,aber diese ,inhalte sind in einem in sich geschlossenen ,ganzen1 das die ,denkinhalte aller ,menschen umfat4 ,das gemeinsame ,urwesen1 das alle ,menschen durchdringt1 ergreift somit der ,mensch in seinem ,denken4 ,das mit dem ,gedankeninhalt erfllte ,leben in der ,wirklichkeit ist zugleich das ,leben in ,gott4 ,die ,welt ist ,gott4 ,das ,jenseits beruht auf einem ,miverstndnis derer1 die glauben1 da das ,diesseits den ,grund seines ,bestandes nicht in sich hat4 ,sie sehen nicht ein1 da sie durch das ,denken das finden1 was sie zur ,erklrung der ,wahrnehmung verlangen4 ,deshalb hat aber auch noch keine ,spekulation einen ,inhalt zu ,tage gefrdert1 der nicht aus der uns gegebenen ,wirklichkeit entlehnt wre4 ,der persnliche ,gott ist nur der in ein ,jenseits versetzte ,mensch1 der ,wille ,schopenhauers die verabsolutierte menschliche ,willenskraft1 das aus ,idee und ,wille zusammengesetzte unbewute ,urwesen ,hartmanns eine ,zusammensetzung zweier ,abstraktionen aus der ,erfahrung4 ,genau dasselbe ist von allen anderen jenseitigen ,prinzipien zu sagen4 ,der menschliche ,geist kommt in ,wahrheit nie ber die ,wirklichkeit hinaus1 in der wir leben1 und er hat es auch nicht ntig1 da alles in dieser ,welt liegt1 was er zu ihrer ,erklrung braucht4 ,wenn sich die ,philosophen zuletzt befriedigt erklren mit der ,herleitung der ,welt aus ,prinzipien1 die sie der ,erfahrung entlehnen und in ein ,jenseits versetzen1 so mu eine solche ,befriedigung auch mglich sein1 wenn der gleiche ,inhalt im ,diesseits belassen wird1 wohin er ohnedies gehrt4 ,alles ,hinausgehen ber die ,welt ist nur ein scheinbares1 und die aus der ,welt hinausversetzten ,prinzipien erklren die ,welt nicht besser1 als die in derselben liegenden4 ,das sich selbst verstehende ,denken fordert aber auch gar nicht zu einem solchen ,hinausgehen auf1 da es keinen ,gedankeninhalt giebt1 der nicht innerhalb der ,welt einen ,wahrnehmungsinhalt findet1 mit dem zusammen er ein ,wirkliches bildet4 ,auch die ,objekte der ,phantasie sind nur ,inhalte1 die ihre ,berechtigung erst haben1 wenn sie zu ,vorstellungen werden1 die auf einen ,wahrnehmungsinhalt hinweisen4 ,durch diesen ,wahrnehmungsinhalt gliedern sie sich der ,wirklichkeit ein4 ,ein ,begriff1 der mit einem ,inhalt erfllt ist1 der auerhalb der uns gegebenen ,welt liegen soll1 ist eine ,abstraktion1 der keine ,wirklichkeit entspricht4 ,ersinnen knnen wir nur die ,begriffe der ,wirklichkeit2 um diese selbst zu finden1 bedarf es auch noch des ,wahrnehmens4 ,ein ,urwesen der ,welt1 fr das ein ,inhalt erdacht wird1 ist fr ein sich selbst verstehendes ,denken eine unmgliche ,annahme4 ,der ,monismus leugnet nicht das ,ideelle1 er sieht sogar einen ,wahrnehmungsinhalt1 zu dem das ideelle ,gegenstck fehlt1 nicht fr volle ,wirklichkeit an2 aber er findet im ganzen ,gebiet des ,denkens nichts1 das nicht der diesseitigen ,welt angehrte4 ,der ,monismus sieht in einer ,wissenschaft1 die sich darauf beschrnkt1 die ,wahrnehmungen zu beschreiben1 ohne zu den ideellen ,ergnzungen derselben vorzudringen1 eine ,halbheit4 ,aber er betrachtet ebenso als ,halbheiten alle abstrakten ,begriffe1 die ihre ,ergnzung nicht in der ,wahrnehmung finden und sich nirgends in das die beobachtbare ,welt umspannende ,begriffsnetz einfgen4 ,er kennt daher keine ,ideen1 die auf ein jenseits unserer ,erfahrung liegendes ,objektives hindeuten1 und die den ,inhalt einer ,metaphysik bilden sollen4 ,alles was die ,menschheit an solchen ,ideen erzeugt hat1 sind ihm ,abstraktionen aus der ,erfahrung1 deren ,entlehnung aus derselben von ihren ,urhebern nur bersehen wird4 ,ebensowenig knnen nach monistischen ,grundstzen die ,ziele unseres ,handelns aus einem ,jenseits entnommen werden4 ,sie mssen1 insofern sie gedacht sind1 aus der menschlichen ,intuition stammen4 ,der ,mensch macht nicht die ,zwecke eines objektiven 7jenseitigen7 ,urwesens zu seinen individuellen ,zwecken1 sondern er verfolgt seine eigenen1 ihm von seiner moralischen ,phantasie gegebenen4 ,die in einer ,handlung sich verwirklichende ,idee lst der ,mensch aus der einigen ,ideenwelt los und legt sie seinem ,wollen zu ,grunde4 ,in seinem ,handeln leben sich also nicht die aus dem ,jenseits dem ,diesseits eingeimpften ,gebote aus1 sondern die der diesseitigen ,welt angehrigen menschlichen ,intuitionen4 ,der ,monismus kennt keinen ,weltenlenker1 der auerhalb unserer selbst unseren ,handlungen ,ziel und ,richtung setzte4 ,der ,mensch findet keinen jenseitigen ,urgrund des ,daseins1 dessen ,ratschlsse er erforschen knnte1 um von ihm die ,ziele zu erfahren1 nach denen er mit seinen ,handlungen hinzuzusteuern hat4 ,er ist auf sich selbst zurckgewiesen4 ,er selbst mu seinem ,handeln einen ,inhalt geben4 ,wenn er auerhalb der ,welt1 in der er lebt1 nach ,bestimmungsgrnden seines ,wollens sucht1 so forscht er vergebens4 ,er mu sie1 wenn er ber die ,befriedigung seiner natrlichen ,triebe1 fr die ,mutter ,natur vorgesorgt hat1 hinausgeht1 in seiner eigenen moralischen ,phantasie suchen1 wenn es nicht seine ,bequemlichkeit vorzieht1 von der moralischen ,phantasie anderer sich bestimmen zu lassen1 das heit3 er mu alles ,handeln unterlassen oder nach ,bestimmungsgrnden handeln1 die er sich selbst aus der ,welt seiner ,ideen heraus giebt1 oder die ihm andere aus derselben heraus geben4 ,er wird1 wenn er ber sein sinnliches ,triebleben und ber die ,ausfhrung der ,befehle anderer ,menschen hinauskommt1 durch nichts1 als durch sich selbst bestimmt4 ,er mu aus einem von ihm selbst gesetzten1 durch nichts anderes bestimmten ,antrieb handeln4 ,ideell ist dieser ,antrieb allerdings in der einigen ,ideenwelt bestimmt2 aber faktisch kann er nur durch den ,menschen aus dieser abgeleitet und in ,wirklichkeit umgesetzt werden4 ,fr die aktuelle ,umsetzung einer ,idee in ,wirklichkeit durch den ,menschen kann der ,monismus nur in dem ,menschen selbst den ,grund finden4 ,da eine ,idee zur ,handlung werde1 mu der ,mensch erst wollen1 bevor es geschehen kann4 ,ein solches ,wollen hat seinen ,grund also nur in dem ,menschen selbst4 ,der ,mensch ist dann das letzte ,bestimmende seiner ,handlung4 ,er ist frei4 ,,ende4 ,,anmerkungen #a transcendental ist eine ,erkenntnis1 welche sich bewut ist1 da ber die ,dinge an sich nicht direkt etwas ausgesagt werden kann1 sondern welche indirekt ,schlsse von dem bekannten ,subjektiven auf das ,unbekannte1 jenseits das ,subjektiven ,liegende 7,transcendente7 macht4 ,das ,ding an sich ist nach dieser ,ansicht jenseits des ,gebietes der uns unmittelbar erkennbaren ,welt1 d4 i4 transcendent4 ,unsere ,welt kann aber auf das ,transcendente transcendental bezogen werden4 ,realismus heit ,hartmanns ,anschauung1 weil sie ber das ,subjektive1 ,ideale hinaus1 auf das ,transcendente1 ,reale geht4 #b ,eine vollstndige ,zusammenstellung der ,prinzipien der ,sittlichkeit findet man 7vom ,standpunkte des metaphysischen ,realismus aus7 in ,eduard von ,hartmanns3 ,phnomenologie des sittlichen ,bewutseins4 #c ,nur ,oberflchlichkeit knnte im ,gebrauch des ,wortes ,vermgen an dieser und andern ,stellen dieser ,schrift einen ,rckfall in die ,lehre der alten ,psychologie von den ,seelenvermgen erblicken4 ,der ,zusammenhang mit dem ,s4 #id ,gesagten ergiebt genau die ,bedeutung des ,wortes4 #d ,wenn ,paulsen 7,s4 #ae des angefhrten ,buches7 sagt3 ,verschiedene ,naturanlage und ,lebensbedingungen erfordern wie eine verschiedene leibliche so auch eine verschiedene geistig-moralische ,dit1 so ist er der richtigen ,erkenntnis ganz nahe1 trifft aber den entscheidenden ,punkt doch nicht4 ,insofern ich ,individuum bin1 brauche ich keine ,dit4 ,ditetik heit die ,kunst1 das besondere ,exemplar mit den allgemeinen ,gesetzen der ,gattung in ,einklang bringen4 ,als ,individuum bin ich aber kein ,exemplar der ,gattung4 #e ,da wir ,gedanken 7ethische ,ideen7 als ,objekte der ,beobachtung bezeichnen1 geschieht mit ,recht4 ,denn wenn auch die ,gebilde des ,denkens whrend der gedanklichen ,thtigkeit nicht mit ins ,beobachtungsfeld eintreten1 so knnen sie doch nachher ,gegenstand der ,beobachtung werden4 ,und auf diesem ,wege haben wir unsere ,charakteristik des ,handelns gewonnen4 #f ,von dem ,falle1 wo durch bermige ,steigerung der ,lust diese in ,unlust umschlgt1 sehen wir hier ab4