,,monographien ,,des ,,kunstgewerbes ,,herausgegeben ,,von ,,jean ,,louis ,,sponsel ,,iv4 ,,technik ,,der ,,bronzeplastik ,,von ,,hermann ,l,,er ,,mit #add ,,abbildungen ,,drittes ,,tausend ,,verlag ,,von ,,hermann ,,seemann ,,nachfolger ,,in ,,leipzig ,alle ,rechte vom ,verleger vorbehalten4 ,gedruckt bei ,e4 ,haberland in ,leipzig-,r4 ,einfhrung4 ,auch bei den grssten ,erzgusswerken fragt heute niemand mehr darnach1 wer es verstand1 den in leicht vergnglichen ,stoffen ausgefhrten ,modellen im widerspenstigen ,metalle ewige ,dauer und damit erst den rechten ,wert zu verleihen4 ,nur des ,meisters ,namen kennt man1 der im bildsamen ,thon oder ,wachs das ,vorbild schuf4 ,die ffentliche ,meinung hat sich in diesem ,punkte sehr gendert4 ,noch im ,jahre #agff schrieb man die folgenden bezeichnenden ,worte#a3 ,das ,modell wird bloss von ,wachs poussiret1 und obwohl es an sich knstlich seyn kan1 so gehret es doch fr den ,bildhauer1 davon jeder im stande ist1 eines zu machen1 nicht aber fr den ,giesser1 davon sich nicht ein jeder1 am wenigsten in ,frankreich1 an ein ,riesenmssiges ,bild wagen wird4 #a ,schaupl4 der ,natur4 ,frankf4 u4 ,leipzig #agff1 ,bd4 ,,vii4 ,diese ,aeusserung ist weder richtig1 soweit sie ,frankreich anbetrifft1 noch zeugt sie von hohem knstlerischen ,sinne1 doch als ein ,dokument fr die ,anschauungsweise jener ,zeit ist sie von hoher ,bedeutung4 ,wir knnen es kaum verstehen1 wie es mglich war1 dass der ,name des ,bildhauers1 der das ,modell schuf zu dem gewaltigen ,reiterbild des ,grossen ,kurfrsten in ,berlin1 lange ,zeit vergessen war1 whrend der ,name des ,giessmeisters1 dem es gelungen war1 das ,denkmal in ,erz zu giessen1 in aller ,munde war4 ,wir begreifen es nicht1 wie man den grossen ,bildner fast leer ausgehen1 dem ,erzgiesser goldene ,ehrenketten verleihen und sein ,bild von ,staats wegen in ,kupfer stechen lassen konnte4 ,schwer mag es sein1 in solchen ,fragen vllig gerecht zu urteilen1 unser freier ,blick ist gar zu leicht beengt2 ber die ,schranken1 die uns unsere ,zeit gezogen1 vermgen wir nicht hinwegzusehen4 ,doch solche ,erfahrungen geben zu denken2 auch das vllige ,nichtbeachten eines hervorragenden handwerklichen ,knnens ist ungerechtfertigt4 ,die schwierigsten technischen ,aufgaben werden heute spielend gelst1 man wrdigt sie nicht mehr4 ,wir leiden unter einem ,specialistentum1 und mehr als ein enges uns zugewiesenes ,gebiet des ,knnens und ,wissens vermgen wir kaum noch zu begreifen und zu beurteilen4 ,noch vor wenigen ,jahrhunderten war das anders1 gerade auch auf dem ,gebiete der ,kunst2 der ,knstler war in hherem ,masse wie heutzutage auch ,handwerker und der ,handwerker mehr ,knstler4 ,und fr das ,gebiet der hier zu betrachtenden ,metallplastik lsst sich zum wenigsten bis ins #ag4 ,jahrhundert nachweisen1 dass zumeist die erfindenden ,meister auch die ,ausfhrung ihrer ,werke in ,bronzeguss technisch leiteten4 ,ein ungerecht einseitiges ,urteil ber solche ,schpfungen war schon aus dem ,grunde in frheren ,jahrhunderten kaum mglich4 ,um der altehrwrdigen ,kunstgiesserei wieder zu dem ,ansehen zu verhelfen1 das ihr zweifellos gebhrt1 mge sie in ihrer technischen ,entwicklung1 so weit sie zurckzuverfolgen ist1 mit bevorzugter ,bercksichtigung der letzten ,jahrhunderte1 ein wenig eingehender behandelt werden4 ,nur wie bei der ,herstellung der bedeutsamsten1 d4 h4 besonders bei den durch ihre ,grsse und die ,art ihrer ,aufstellung bekanntesten ,werken in den verschiedenen ,zeiten verfahren wurde1 soll in der vorliegenden ,schrift zu zeigen versucht werden4 ,das fast ausschliesslich zu bercksichtigende ,metall sollen das ,kupfer und seine als ,erz oder ,bronze bezeichneten ,mischungen sein4 ,die ,eigenschaft der ,metalle1 in giessbar flssigem ,zustande in ,formen gefllt werden zu knnen1 und in deren ,hhlungen zu erstarren1 ist fr die ,plastik von weit grsserer ,wichtigkeit als die ,dehnbarkeit1 die es erlaubt1 auch mittels ,hmmer und anderer ,werkzeuge das ,metall in kaltem ,zustande in gewnschte ,formen zu bringen4 ,die ,formung durch den ,guss wird den weitesten ,raum in dieser ,schrift einnehmen mssen4 ,ohne ,zusatz anderer ,metalle1 unlegiert1 ist das ,kupfer zum ,giessen wenig brauchbar1 in um so hherem ,masse aber geeignet1 durch ,hmmer bearbeitet zu werden4 ,vorzglich giessbar wird das ,kupfer dann1 wenn man es mischt mit ,zinn1 ,zink1 ,blei und anderen1 bisweilen in geringeren ,mengen beigefgten ,metallen4 ,die ,mischungsverhltnisse bei der ,bronze fr den ,bildguss waren zu allen ,zeiten sehr schwankend4 ,die antiken ,bronzen enthalten ,zink fast gar nicht1 durchgehends aber einen starken ,zinnzusatz und nicht selten grssere ,beimengungen von ,blei4 ,die ,bronzen der neueren ,zeit enthalten sehr wenig ,blei1 bisweilen auch wenig ,zinn1 dagegen ist der ,zinkgehalt oft sehr hoch4 ,der ,guss einfachster und kleiner ,gegenstnde erfordert nur geringe ,vorbereitungen3 einen einfachen ,ofen1 ein ,schmelzgefss und die ,form4 ,am meisten von ,interesse ist die ,form4 ,die einfachste ,form fr einen massiven ,gegenstand erhlt man1 wenn man eine ,vertiefung in der ,gestalt des gewnschten ,gussstckes in einen festen feuerbestndigen ,stoff1 z4 ,b4 in ,stein grbt4 ,wenn das ,gussstck nicht auf der einen ,seite eben ist1 muss die ,form aus zwei ,teilen bestehen1 die genau auf einander passen1 und die beiderseitigen ,erhhungen des ,gussstckes in zweckmssiger ,verteilung vertieft enthalten4 ,durch eine ,oeffnung kann dann das flssige ,metall eingefllt werden4 ,mheloser herstellbar ist eine ,form in ,sand4 ,in geeignetem1 nicht zu lockeren ,sande kann die ,form durch ,abdruck eines vorhandenen ,modelles gewonnen werden4 ,um einen scharfen ,abdruck zu erhalten1 muss der ,sand zunchst festgestampft werden2 man fllt ihn deshalb z4 ,b4 in einen ,kasten4 ,einerseits ebene ,gussstcke knnen dann ohne weiteres in der im ,sande eingedrckten offenen ,vertiefung gegossen werden 7sogenannter ,herdguss74 ,bei jedem nicht einerseits flachen ,gegenstande muss eine ,teilform hergestellt werden4 ,soll z4 ,b4 eine ,kugel gegossen werden1 dann drckt man das ,modell zunchst zur ,hlfte in den ,sand des ,formkastens ein1 setzt dann einen gleichen oben offenen ,formkasten 7,rahmen7 darber1 der mittels ,zapfen oder dergleichen seine ,lage behlt1 fllt auch ihn mit ,sand und stampft diesen ber dem oberen ,teile des ,modells fest4 ,da man vorher die ,oberflche des ,sandes im unteren ,kasten mit ,holzkohlenstaub eingepudert hatte1 kann man nun den oberen ,kasten mitsamt dem ,sande1 der sich darin hlt1 abheben4 ,dann kann man das ,modell entfernen und von der ,formhhlung aus in dem ,sande eine ,rinne zu einem ,einschnitte in der ,kastenwandung ausheben4 ,nachdem man darauf die beiden ,ksten wieder aufeinandergelegt und sie durch irgendwelche ,vorkehrungen fest aneinander gepresst hat1 kann man das ,metall hineingiessen4 ,schon aus ,ersparnisrcksichten ist es aber im allgemeinen geboten1 die ,gussstcke hohl herzustellen1 zu dem ,zwecke bringt man in die ,hohlform einen ,kern4 ,dieser ,kern muss die ,form des ,modells haben1 aber um so viel kleiner als dieses sein1 wie die gewnschte ,metallstrke betragen soll4 ,der ,kern muss unverrckbar in der ,form befestigt werden1 man kann z4 ,b4 ,metallstbchen hindurchschieben1 die zwischen den ,teilflchen der ,form gehalten werden4 ,der ,kern wird dann von dem ,metall umschlossen1 ntigenfalls kann er durch ein spter in die ,metallwandung gebohrtes ,loch herausgekratzt werden4 ,der ,formkasten kann erspart werden1 wenn statt des ,sandes ,lehm verwendet wird1 der im ,feuer hart zu brennen ist4 ,man verfhrt im brigen hnlich wie vorher4 ,das ,modell wird zuerst auf der einen ,seite mit ,lehm umkleidet1 und dieser ,formteil getrocknet1 dann wird mit der anderen ,seite gleichartig verfahren4 ,wenn die ,formhlften gut aufeinander gepasst und mit ,lagemarken versehen sind1 die ein richtiges ,zusammensetzen ermglichen1 werden1 nachdem das ,modell herausgenommen ist1 beide ,teile gebrannt4 ,durch eine vorher eingeschnittene ,rinne kann das ,metall eingefllt werden4 ,der ,kern fr einen ,hohlguss kann in derselben ,weise wie vorher hergestellt werden4 ,schliesslich ist noch ein ,formverfahren dem ,princip nach hier zu besprechen1 das in der ,geschichte des ,kunstgusses die bei weitem wichtigste ,stellung einnimmt1 das sogenannte ,wachsausschmelzverfahren4 ,eine ganz beliebig geformte ,wachsmasse kann mit ,lehm umgeben werden1 in dem eine ,oeffnung hergestellt ist4 ,wird dann diese1 das ,wachs einschliessende ,lehmmasse getrocknet und weiter erwrmt1 so wird das ,wachs aus der ,oeffnung ausfliessen und ein ,hohlraum entstehen1 der genau die ,form der ,wachsmasse aufweist4 ,in die so hergestellte1 schliesslich noch hart gebrannte ,form kann flssiges ,metall gegossen werden4 ,wird nach dem ,erkalten des ,metalles der ,lehmmantel zerschlagen1 dann erhlt man einen ,metallkrper genau von der ,form1 die vorher das ,wachs zeigte4 ,dieses mannigfach zu variierende ,princip3 beliebig geformte1 durch ,guss herzustellende ,metallgegenstnde in ,wachs vorzubilden und eine vllig geschlossene1 d4 h4 ungeteilte1 nahtlose ,form darber zu nehmen1 hat man bereits vor ,jahrtausenden zu benutzen gewusst4 ,wie die hier aufgefhrten ,formverfahren bei bestimmten knstlerischen ,aufgaben in verschiedenen ,zeiten angewendet sind und welche ,vorkehrungen bei grossen und kompliciert gestalteten ,modellen getroffen worden sind1 wird spter eingehend zu errtern sein4 ,weit weniger umstndliche ,vorbereitungen erfordert die ,formung der ,metalle auf kaltem ,wege durch ,treiben4 ,die ,bronze kommt dafr nicht in ,frage1 sie ist zu sprde2 in erster ,linie ist das ,kupfer und zwar in mglichster ,reinheit1 daneben auch ,gold und ,silber von ,wichtigkeit4 ,die ,treibtechnik beruht darauf1 dass eine ,metallplatte sich an ,stellen1 die durch ,hmmer oder andere ,werkzeuge verdnnt worden sind1 aufbeult1 weil eben jede ,verdnnung eine ,ausdehnung zur ,folge hat4 ,durch geeignete ,anwendung der ,werkzeuge knnen nun diese ,beulen in eine gewnschte ,richtung geleitet und durch geringere oder strkere ,bearbeitung in der ntigen ,hhe oder ,tiefe nach aussen oder innen getrieben werden4 ,ueber ,einzelheiten wird spter zu reden sein4 ,die wichtigsten ,werkzeuge bei der ,treibarbeit sind ,hmmer aus ,holz und ,metall mit ebenen und runden ,flchen in verschiedenen ,grssen4 ,da das ,metall durch die ,bearbeitung dicht und sprde wird1 ist ein ,ofen notwendig1 in dem nach ,bedarf die ,arbeitsstcke ausgeglht werden1 wodurch das ,metall wieder die ntige ,dehnbarkeit erhlt4 ,zur letzten ,durcharbeitung werden kleine ,meissel in den verschiedensten ,formen -- die ,punzen -- verwendet4 ,schliesslich wird auch die ,herstellung metallplastischer ,werke auf galvanischem ,wege kurz zu besprechen sein4 ,die notwendigen technischen ,angaben darber finden sich am ,schlusse des ,bandes4 ,i4 ,die ,giesserwerkstatt4 ,ehe die verschiedenen ,formungsverfahren in ihrer ,entwicklung und ,anwendung genauer betrachtet werden1 soll ber die zu allen ,zeiten nur wenig vernderten wichtigsten ,einrichtungen der ,giessereiwerksttten und diejenigen ,arbeiten kurz voraus berichtet werden1 die die ,metallplastiker neben der ,herstellung der ,formen vor allem beschftigt haben4 ,das wichtigste ,ausstattungsstck einer ,giesserei ist der ,schmelzofen4 ,die ,einrichtung dieses ,ofens hngt besonders ab von der ,grsse der ,werke1 die gegossen werden sollen4 ,man unterscheidet ,tiegelfen und ,flammfen4 ,dem ,princip nach die lteren sind gewiss die ersteren1 doch drften auch die ,flammfen seit ,jahrtausenden bekannt und bei umfangreichen ,werken verwendet worden sein4 ,der ,tiegelofen 7,abb4 #a7 ist ein aus feuerfesten ,steinen aufgemauerter ,schacht von quadratischem oder rundem ,querschnitt1 der in gewisser ,hhe durch einen ,rost in einen oberen ,raum fr den ,tiegel und die ,feuerung und in einen unteren ,raum fr die durchfallende ,asche geteilt wird4 ,der ,feuerraum ist oben durch einen ,kanal mit der ,esse verbunden und durch einen abhebbaren ,deckel verschlossen4 ,der ,deckel wird entfernt1 wenn ,feuerungsmaterial nachgefllt werden muss1 eine verschliessbare ,oeffnung in der ,mitte des ,deckels gestattet die ,beobachtung des in dem ,tiegel befindlichen ,metalles1 des ,schmelzgutes4 ,der untere ,raum gestattet durch eine weite ,oeffnung das ,einstrmen der ,luft und die ,entfernung der ,asche4 ,wenn das ,metall im ,tiegel geschmolzen ist1 wird dieser mit ,hilfe einer geeigneten1 ihn rings umfassenden ,zange herausgehoben und das flssige ,metall in die bereit stehende ,form gefllt4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,tiegelofen4 ,bei den ,flammfen werden ,tiegel nicht verwendet4 ,die ,flammfen bestehen im wesentlichen aus dem ,feuerraum mit dem ,aschenfall darunter und dem ,herde1 der unmittelbar fr die ,aufnahme des zu schmelzenden ,metalles eingerichtet ist4 ,in der ,abbildung #b ist a der ,feuerraum1 er ist durch einen ,rost von dem ,aschenfall c getrennt1 und nach oben hin mit einer verschliessbaren ,oeffnung d versehen1 durch die die ,beaufsichtigung des ,feuers erfolgen und neues ,feuerungsmaterial zugefhrt werden kann4 ,die ,sohle des ,schmelzherdes b von kreisrunder ,grundflche1 ist geneigt und an der tiefsten ,stelle mit einer nach aussen fhrenden kleinen ,oeffnung1 dem ,stichloch g1 versehen1 das durch einen ,lehmstpsel zu verschliessen ist4 ,an der ,seitenwandung befindet sich eine ,thr e1 durch die das ,metall in den ,herdraum gebracht werden kann4 ,kleinere seitliche ,oeffnungen1 die ,pfeifen f1 f fhren die ,feuergase ins ,freie4 ,herd und ,feuerraum stehen durch das ,flammloch1 den ,schwalch1 in ,verbindung4 ,nachdem der ,ofen nun angewrmt und das ,metall eingefhrt und in der ,nhe des ,flammloches aufgehuft ist1 wird es durch die unmittelbare ,berhrung der durch das ,flammloch einstrmenden ,heizgase verflssigt4 ,die ,pfeifen sind durch ,schieber verschliessbar und je nach ,bedarf knnen die ,gase mehr nach der einen oder anderen ,seite gelenkt werden4 ,der ,abgang des ,metalles durch ,oxydation ist bei dieser ,schmelzung sehr bedeutend1 insbesondere bei den ,zusatzmetallen ,zinn1 ,zink und ,blei1 die deshalb erst in den ,ofen gebracht werden1 nachdem das ,kupfer bereits geschmolzen ist4 ,das flssige ,metall sammelt sich an der tiefsten ,stelle des ,herdes am ,stichloch4 ,sobald mit ,hilfe einer eisernen ,stange aus diesem der ,lehmstpsel entfernt ist1 wird das ,metall ausstrmen1 und kann in einer ,rinne in die bereit stehende ,form gelenkt werden4 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,flammofen4 ,sind nun1 wie sich spter zeigen wird1 ,nachrichten ber die ,formverfahren der ,vergangenheit1 abgesehen etwa von den letzten ,jahrhunderten1 nur sprlich erhalten1 so lassen uns die ,schriftsteller ber die ,einrichtung der ,oefen fast ganz im ,stich4 ,ueber die ,schmelzfen des ,altertums geben schriftliche ,quellen keine ,auskunft1 und die erhaltenen vereinfachten bildlichen ,darstellungen lassen die innere ,einrichtung auch nicht erkennen4 ,man darf1 wie schon gesagt wurde1 annehmen1 dass man sich bereits seit ,jahrtausenden der ,flammfen bedient hat1 denn selbst wenn man die grossartigen ,gusswerke1 von denen uns die ,litteratur des ,altertums berichtet1 in vielen ,teilen hergestellt hat1 werden ,tiegel kaum ausgereicht haben1 um die ,menge des ,schmelzgutes gleichzeitig zu verflssigen4 ,auch ber die ,art der ,oefen1 die bei den gewaltigen niederdeutschen ,gusswerken des ,mittelalters ,verwendung gefunden haben1 erhalten wir die erwnschte ,auskunft nicht4 ,wir sind jedoch in dem glcklichen ,besitze eines ,kunstbuches1 von dem jetzt mit ,sicherheit feststehen drfte1 dass es zum mindesten nicht lange nach dem ,tode des grossen ,knstler-,bischofs ,bernward von ,hildesheim niedergeschrieben wurde2 in diesem finden wir den besten ,aufschluss ber das kunsttechnische ,knnen der ,zeit um #aajj4 ,die ,schedula diversarum artium1 als deren ,verfasser sich der ,presbyter ,theophilus unterzeichnet1 ist auch fr die ,form- und ,giessverfahren des deutschen ,mittelalters das unschtzbarste ,dokument1 das wir besitzen4 ,allein1 ob die ,gusswerke1 ber deren ,herstellung sich jener deutsche ,mnch aufs eingehendste auslsst1 nur gedacht waren fr bescheidenere ,anforderungen1 ob er es bei der ,beschreibung des ,glockengusses nicht fr notwendig erachtete1 auch davon zu sprechen1 wie man das ,metall fr eine ber das gewhnliche ,mass hinausgehende ,glocke schmelzen sollte1 er giebt uns nur ,auskunft ber die ,verflssigung der ,glockenspeise in ,tiegeln4 ,der ,tiegelofen des ,theophilus weicht wesentlich von dem oben beschriebenen ab2 die ,erhitzung des ,metalles erfolgt von oben nach unten1 und nicht durch die ,tiegelwandung4 ,die ,oefen des ,theophilus nehmen eine ,mittelstellung zwischen ,tiegel- und ,flammfen ein4 ,theophilus sagt#b3 444 nimm einen eisernen ,topf mit rundem ,boden1 bloss zu diesem ,behufe eingerichtet1 welcher beiderseits zwei eiserne ,henkel habe1 oder wenn es eine sehr grosse ,glocke wird1 zwei oder drei und beschmiere dieselben innen und aussen mit tchtig gemahlenem ,thon ein-1 zwei- und dreimal1 bis er fingerdick aufgetragen sei und stelle sie auf zwei ,seiten gegenber1 dass man dazwischen gehen kann4 ,unter dieselbe gieb gewhnliche ,erde und schlage um dieselben an zwei ,orten1 oder wenn ntig an dreien1 kleine ,pflcke ein1 woselbst die ,blaseblge angesetzt werden sollen2 hier ramme zwei gleich breite ,pflcke krftig ein1 lasse zwischen ihnen eine ,oeffnung dem ,topfrande gegenber1 so dass der ,wind durchkomme1 setze in die einzelnen ,lcher dnne und gebogene ,eisen1 so dass die ,rhren der ,blge darauf fest ruhen4 ,dann mache mit ,steinen und ,thon ber dem ,topf rundumher einen ,ofen1 anderthalb ,fuss hoch1 und beschmiere ihn innen gleichmssig mit demselben ,thon1 und so bringe die brennenden ,kohlen herbei4 ,hast du es mit jedem einzelnen ,topfe so gemacht1 so schaffe die ,blge samt ihren ,vorrichtungen1 in denen sie sicher stehen1 herzu1 zwei zu jeglicher ,oeffnung1 und zu jedem ,blasebalge bestelle zwei krftige ,mnner4444 ,nach diesem wge alles ,erz1 das du besitzest1 oder es seien vier ,teile ,kupfer und als fnfter ,teil ,zinn1 und verteile fr die einzelnen ,tpfe deine ,partien nach dem1 was sie fassen4444 ,dann nimm das ,kupfer ohne das ,zinn und mische es1 indem du reichlich ,kohlen zugiebst2 hast du auch reichlich glhende ,kohlen beigeschafft1 so mache die ,blasblge blasen1 erst wenig1 dann mehr und mehr4 ,sobald du eine grne ,flamme aufsteigen siehst1 beginnt das ,kupfer bereits zu schmelzen1 alsbald legst du reichlich ,kohlen zu4 ,inzwischen hat sich der ,giesser1 wie ,theophilus angiebt1 auch noch mit der ,form zu schaffen zu machen1 schliesslich1 sagt er3 rhre das ,kupfer mit einem langen und drren ,holze1 und wenn du merkst1 dass es gnzlich flssig geworden1 so fge das ,zinn hinzu1 rhre wieder fleissig1 damit sie sich gut mischen2 nachdem der ,ofen im ,umfange zerbrochen worden1 stecke zwei starke und lange ,hlzer in die ,henkel des ,topfes1 rufe ernste und in dieser ,kunst erfahrene ,mnner zur ,stelle1 lasse sie ihn aufheben und mit aller ,vorsicht zur ,form tragen1 dann1 nachdem die ,kohlen und die ,asche hinausgeschafft sind1 lege ein ,seihetuch auf und lasse sie langsam hineingegossen werden4 ,ueber manche ,einzelheiten bleibt uns der kunstgebte ,mnch die ,antwort schuldig1 doch ist im ganzen die in ,abbildung #c gegebene ,konstruktion des ,ofens klar1 weitere ,erklrungen drften kaum notwendig sein4 #b ,vgl4 ,uebersetzung von ,a4 ,ilg in den ,quellenschriften zur ,kunstgeschichte4 ,,vii4 ,wien #ahgd4 7,uebersetzung an einigen ,stellen berichtigt47 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,rekonstruktion vom ,schmelzofen des ,theophilus4 ,um sich die ,mhe des ,tragens und vielfachen ,giessens zu ersparen1 empfiehlt ,theophilus3 verschaffe dir einen sehr grossen ,topf1 welcher einen flachen ,boden habe1 mache ihm an der ,seite in diesem ,boden eine ,oeffnung und bedecke ihn innen und aussen mit ,thon wie oben4 ,ist das gethan1 so stelle ihn nicht weiter von der ,form als fnf ,fuss auf1 schlage rings ,pflcke ein und setze das ,kohlenfeuer in ,stand4 ,sobald es glht1 verstopfe das ,loch mit ,thon1 welches gegen die ,form gerichtet ist1 stelle vier ,hlzer auf und mache im ,umkreise die ,pflcke wie oben4 ,wenn dann das ,kupfer mit den ,kohlen und dem ,feuer dazu gebracht ist1 so wende die drei ,reihen ,blge an und lasse krftig blasen4 ,dann wird die ,gussrinne1 in der das ,metall zur ,form fliessen soll1 wie folgt beschrieben3 444 habe ein trockenes so langes ,holz1 dass es von der ,topfffnung bis zu der ,form reiche1 dessen ,krmmung 7,rinne7 weit sei4 ,hast du diese auf allen ,seiten mit ,thon bedeckt1 namentlich oben1 so grabe sie ein1 bis sie mit dem ,erdboden gleich steht1 doch beim ,topfe etwas hher und gieb brennende ,kohlen darauf 7um vorzuwrmen1 damit das ,metall beim ,ausfliessen nicht erstarrt74 ,alsbald wird das ,zinn zugegeben und das ,kupfer1 wie oben mit dem gekrmmten ,eisen1 welches an einem ,holz stark befestigt sei1 gerhrt1 dann ffne das ,loch1 und indem die ,beistehenden zwei ,seihetcher halten 7damit nicht ,asche und dergleichen mit in die ,form gelangen kann71 lasse fliessen4 ,von einer ,ummauerung dieser zweiten ,ofenart spricht der ,verfasser der ,schedula wohl als von etwas ,selbstverstndlichem nicht4 ,die ,feuerung wird offenbar auch hier auf das zu schmelzende ,metall gebracht4 ,der ,gedanke1 statt der eisernen ,schmelzpfanne einen gemauerten berwlbten ,herd zu verwenden1 ist zu naheliegend1 und obschon ,theophilus davon nicht spricht1 mchte man doch annehmen1 dass auch diese ,art des ,flammofens mit daranschliessendem ,feuerraum im ,mittelalter bekannt gewesen ist4 ,ueber die ,bronzeschmelzfen des #af4 ,jahrhunderts sind wir sehr genau unterrichtet4 ,biringuccio giebt in seiner im ,jahre #aedj erschienenen ,pirotechnia#c an der ,hand zahlreicher ,abbildungen eingehende ,nachrichten ber die verschiedensten damals gebruchlichen ,oefen und ,benvenuto ,cellini beschreibt in seinen #aefh erschienenen ,trattati#d sehr verstndlich die ,art der ,flammfen1 deren er sich bei seinen grossen ,gusswerken bediente4 #c ,im ,auszuge bersetzt in ,beck1 ,geschichte des ,eisens ,bd4 ,,ii1 #a4 #d ,abhandlungen ber die ,goldschmiedekunst und die ,skulptur von ,benv4 ,cellini4 ,uebersetzung von ,j4 ,brinckmann4 ,leipzig #ahfg4 ,die ,tiegelfen ,biringuccios gleichen im grossen und ganzen noch den von ,theophilus beschriebenen1 und die ,flammfen denen1 die oben erlutert wurden4 ,nur einige die ,flammfen betreffende ,punkte1 die in ,biringuccios ,beschreibung von ,interesse sind1 mgen hier hervorgehoben werden4 ,wenn es sich um die ,ausfhrung besonders umfangreicher ,gusswerke handelt1 sagt er3 es knnte sein1 dass die erforderliche ,metallmasse so gross wre1 dass ihr es nicht fr gut halten wrdet1 euch einem einzigen ,ofen anzuvertrauen1 sondern es machen wrdet1 wie ,leonardo da ,vinci1 der ausgezeichnete ,bildhauer1 welcher den grossen ,koloss eines ,pferdes1 das er fr den ,herzog von ,mailand zu machen hatte1 aus drei ,oefen auf einmal goss4 ,das ,gleiche habe ich gehrt von einem ,glockengiesser in ,flandern1 welcher1 als er sein ,metall schmelzen wollte1 dies in zwei ,oefen thun musste1 da es ihm mit einem das erste ,mal nicht gelang4 ,doch kann ich nicht glauben1 dass einem1 der die ,menge des ,feuers zu der ,menge des ,materials richtig bemisst1 im grossen wie im kleinen dies nicht gelingen sollte4 ,ich sage zwar nicht1 dass1 wenn ich so etwas zu machen htte1 ich mir anmassen wrde1 das zu wissen1 was andere nicht wissen1 aber soweit es den ,feuerkanal und den ,feuerraum anbelangt1 so wrde ich denselben so gross machen1 dass ihm die ,flammen nicht fehlen wrden4 ,um es aber noch besser zu machen1 wrde ich deren zwei anlegen1 so dass jeder fr sich eine ,flamme nach dem ,schmelzraum bringe1 in der ,weise1 dass sie beim ,eintritte in das ,innere voneinander getrennt wren1 dann aber sich verbnden und eins wrden4 ,denn ich weiss wohl1 dass1 wenn die ,kanle sich begegnen wrden1 die ,flammen sich beeintrchtigen und in ihrem ,laufe1 um auf die ,bronze zu schlagen1 sich hindern wrden dadurch1 dass sie sich einander vertrieben4 ,die hier vorgeschlagene ,verdoppelung des ,feuerraumes scheint1 wenn berhaupt1 doch hchst selten ausgefhrt zu sein2 in jngeren ,berichten ist nie die ,rede davon4 ,biringuccio beschreibt dann ausser dem ,flammofen mit kreisrundem ,schmelzherd auch solche mit ovalem ,boden1 die1 wie er sagt1 nach der ,meinung anderer besser seien1 was die neuere ,technik im ,princip brigens besttigt hat4 ,cellinis ,flammofen wrde nach der ,beschreibung ohne weiteres zu rekonstruieren sein1 auch alle ,masse werden genau angegeben4 ,wieder ist es ein ,flammofen mit kreisrunder ,schmelzherdflche und einem ,feuerraume von quadratischem ,querschnitt4 ,die ,heizgase entweichen durch vier im oberen ,teile der ,herdwlbung angebrachte ,oeffnungen unmittelbar ins ,freie4 ,diese ,art des ,ofens blieb auch in den folgenden ,jahrhunderten fr die grssten ,gusswerke allgemein in ,anwendung 7vgl4 ,abb4 #d u4 #e74 ,die wichtigste1 besonders durch die ,eisengusstechnik wohl erst in der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts herbeigefhrte ,vervollkommnung war die ,zuhilfenahme einer hohen ,esse4 ,weiter auf die mannigfachen ,formvariationen der ,oefen des letzten ,jahrhunderts einzugehen1 ist hier nicht der ,ort1 gesagt mag nur noch werden1 dass an die ,stelle des runden ,herdraumes fast durchgehends der langgestreckte getreten ist4 ,die mannigfachen ,hindernisse1 die sich beim ,schmelzen des ,metalles besonders in frheren ,jahrhunderten wohl oftmals eingestellt haben1 beschreibt ,cellini sehr anschaulich1 hier wrde es zu weit fhren1 darauf einzugehen4 ,die ,dammgrube1 der tiefe ummauerte ,raum vor der ,ausflussffnung des ,ofens1 hat in erster ,linie den ,zweck1 der ,form beim ,einstrmen des flssigen ,metalles den ntigen ,halt zu geben und dem ,druck der ,gase in der ,form wirksam begegnen zu knnen1 die die flssige ,bronze in ihr entwickelt4 ,man erreicht diesen ,zweck1 indem man die ,dammgrube rings um die ,form herum mit ,erde vollstampft4 ,bei sehr grossen ,gusswerken erfllte die ,dammgrube zugleich noch die wichtige ,aufgabe des ,ofens zum ,ausschmelzen des ,wachses und zum ,trocknen der ,form4 ,theophilus giebt uns wieder bei ,gelegenheit des ,glockengusses ber die ,bedeutung der ,giessgrube und ber die ,behandlungsweise der ,form darin1 die ,angaben1 die auch heute noch ,geltung haben4 ,er sagt3 mache eine ,grube an dem ,orte1 wo du die ,form zum ,guss einsenken willst1 so tief1 als die ,breite derselben betrgt1 und mache mit ,steinen und ,thon in der ,art einer ,grundfeste einen starken ,fuss1 auf dem1 einen ,fuss hoch1 die ,form aufgestellt werde1 so dass in der ,mitte ein ,zwischenraum bleibe1 gleich einer ,strasse1 anderthalb ,fuss breit1 woselbst ,feuer unter der ,form brennen kann4 ,ist es geschehen1 so befestige vier ,hlzer1 welche oben bis zur ,flche des ,erdbodens vorragen1 neben jenem ,fusse und flle die ,grube sogleich mit ,erde an4 ,zugleich auch hole die ,form1 stelle sie zwischen jenen ,hlzern eben auf und beginne auf der einen ,seite die ,erde herauszuschaffen4 ,neigt sie sich nun1 so grabe auf der anderen ,seite1 bis die ,form auf dem ,steinfusse wagerecht aufsitzt4 ,alsbald wirf die ,hlzer heraus1 welche bloss zu diesem ,zwecke eingerammt waren1 um die ,form richtig zu stellen4 ,dann mache mit feuerfesten ,steinen und ,thon auf jeder ,seite vor jenem ,wegraum1 welchen du in der ,mitte des ,fusses gelassen1 einen ,bord1 und bilde rundum einen ,ofen1 einen halben ,fuss von der ,form entfernt4 ,bist du bei diesem ,aufbau bis zur halben ,hhe der ,form gelangt1 so reinige den ,ofenrand und444 schaffe das ,feuer samt trocknem ,holz herbei4 ,beginnt beim ,erwrmen der ,form das ,fett 7oder das ,wachs7 abzufliessen1 so vollende den am ,fuss lauwarmen ,ofen bis zum ,gipfel der ,form4 ,ueber die ,oeffnung setze eine ,bedeckung aus ,thon oder ,eisen4 ,ist das ,fett 7oder ,wachs7 nun vllig herausgeschmolzen1 so verstopfe beide ,oeffnungen 7aus denen das ,wachs ausfloss7 mit ,thon1 der im rechten ,verhltnis gemengt sei444 und hufe um die ,form herum reichlich ,holz1 damit den ,tag und die folgende ,nacht das ,feuer nicht ausgehe4 ,wenn dann inzwischen das ,metall im ,ofen verflssigt ist1 sagt ,theophilus3 eilst du zum ,formofen zurck und beginnst vom oberen ,teile die ,steine mit langen ,zangen einzureissen und aufzustossen4 ,solches ,werk1 an solcher ,stelle1 fordert nicht faule ,arbeiter1 sondern flinke und eifervolle1 damit nicht durch die ,sorglosigkeit jemandes entweder die ,form bricht1 oder einer den anderen hindert oder verletzt1 oder dessen ,zorn hervorruft1 was vor allem zu verhten ist4 ,sind nun alle ,steine eingerissen1 so wird das ,feuer wieder mit ,erde sicher verdeckt1 damit die ,grube um die ,form sorgfltig ausgefllt sei4 ,es seien ,leute da1 welche mit stumpfen ,hlzern stets umhergehen1 damit mssig stampfen und mit den ,fssen treten1 denn die eingefllte ,erde soll die ,form so umgeben1 dass sie auf keine ,weise zerbrochen werden kann1 wenn man das ,erz eingiesst4 ,und whrend dann die ,mnner das flssige ,metall in die ,form strmen lassen1 sagt ,theophilus weiter3 lege dich an die ,mndung der ,form1 indem du nach dem ,gehr sorgsam beachtest1 was innen vor sich gehe4 ,und wenn du etwas wie leichtes ,donnergemurmel hrst1 so sage ihnen1 sie mgen ein wenig einhalten und dann wieder eingiessen4 ,so wird durch zeitweiliges ,einhalten und ,eingiessen erreicht1 dass sich das ,erz gleichmssig lagere4 ,diese anschauliche ,schilderung des trefflichen ,mnches bedarf eines ,zusatzes nicht4 ,auf die ,beschreibung ,cellinis vom ,eindmmen der ,form in der ,giessgrube einzugehen1 erscheint nach den ,ausfhrungen des ,theophilus kaum notwendig2 wesentlich neues bringt er nicht4 ,erwhnt sei nur1 dass ,cellini das ,ausschmelzen des ,wachses aus der ,form und deren ,verglhen ausserhalb der ,giessgrube vornimmt4 ,nachdem aber das ,wachs ausgeschmolzen ist1 hat der ,kern den vollkommen festen ,halt in der ,hhlung des ,mantels eingebsst und ist mit grsster ,sorgfalt vor ,erschtterungen zu bewahren2 auch darauf weist der ,knstler mit dem ntigen ,nachdrucke hin4 ,bei sehr grossen ,gusswerken1 wie z4 ,b4 der im ,jahre #afii fr ,paris ausgefhrten ,girardonschen ,reiterstatue ,ludwigs ,,xiv41 wurde die ,dammgrube nicht vertieft1 sondern ber der ,erdoberflche aufgemauert4 ,die ,giessgrube bildete in diesem und in hnlichen ,fllen die ,sttte1 an der berhaupt die ganze ,giessform entstand4 ,man ging durch diese ,art der ,anlage einmal der ,gefahr aus dem ,wege1 dass in die sonst sehr tiefe ,grube ,grundwasser eindringen knnte1 dann wurde aber vor allem der kaum zu bewerkstelligende ,transport der kolossalen ,form vermieden1 bei dem ,verletzungen1 womglich im ,innern1 kaum zu vermeiden gewesen wren4 ,man mauerte also zunchst nur die ,fundamente der ,giessgrube und des daran schliessenden ,ofens auf1 und errichtete darber eine gerumige mit grossen ,fenstern versehene ,werkstatt1 die nach ,vollendung der ,gussform -- wenn es ntig wurde1 ,giessgrube und ,ofen aufzumauern -- abgebrochen und durch ein hheres1 auch den ,ofen berragendes ,haus ersetzt wurde 7,abb4 #d74 ,auf dem ,boden der ,giessgrube begann man damit1 fr die ,gussform einen niedrigen ,sockel zu errichten1 der aus rostartig sich kreuzenden ,mauern gebildet wurde4 ,darauf legte man ein aus starken ,eisenstben gefgtes ,gitter1 das zur eigentlichen ,grundlage der ,form wurde4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,giesshaus mit ,schnitten durch ,ofen und ,dammgrube 7,mariette1 ,description des travaux qui ont prced1 accompagn et suivi la fonte en bronze d'un seul jet de la statue questre de ,louis ,,xv4 ,paris #agfh74 ,besondere ,sorgfalt ist bei grsseren ,gusswerken1 berhaupt bei ,verwendung von ,flammfen1 aus denen das ,metall unmittelbar zur ,form strmt1 der oberen ,abdeckung der ,giessgrube ber der eingestampften ,form zuzuwenden4 ,cellinis klare ,angaben darber mgen hier zur ,vervollstndigung des von ,theophilus ,mitgeteilten noch ,platz finden4 ,er schreibt3 ,ist die ,grube bis zur ,hhe der ,haupt-,eingussrhren gefllt1 indem dabei das ntige ,geflle von dem ,ausflussloche des ,erzes bercksichtigt worden1 werden smtliche 444 in die ,hhe gefhrten ,luftkanle1 gleichfalls auch die ,eingussrhre mit ein wenig ,werg verstopft4 ,nun stelle man mit ,aussparung der ,rhrenffnungen ein ,pflaster aus ,backsteinen her1 welches genau bis an die ,mndung1 oder wie es oft vorkommt1 der mehreren ,eingussrhren reicht4 ,alsdann mssen ,steine von roher1 nur getrockneter ,erde bis zu einer ,breite von drei ,fingern oder mehr gespalten werden1 wie es der erfahrene ,meister fr das dem ,erze ntige ,geflle passend hlt2 welche ,steine dann mittels des mit ,scheerwolle gemischten ,thones anstatt des ,kalkes ber dem obigen ,backsteinpflaster zu einer ,rinne vermauert werden1 die von der ,wand des ,ofens herab rings um die ,oeffnung luft1 in welche das ,erz einstrmen soll4 ,durch ,ummauerung mit gebrannten oder gleichfalls rohen ,backsteinen befestige man nun behutsam die ,rinne2 die ,hhe dieser ,schutzmauer muss der letzteren gleichkommen1 fr die ,breite gengt ein ,backstein4 ,sind alle ,fugen1 aus denen das ,metall hervordringen knnte1 mit feuchter ,erde anstatt mit ,kalk verstrichen1 so ersetze man den ,wergpfropfen in den ,eingussrhren durch leicht herausziehbare ,stpsel aus feuchtem ,thon1 weil sofort glhende ,kohlen in die ,rinne zu bringen1 auch alles frischgemauerte damit zu bedecken ist4 ,dies wird etliche ,male wiederholt1 bis die ,erde nicht nur gut ausgetrocknet1 sondern auch gebrannt worden ist4 ,whrend nun das ,metall im ,ofen in ,fluss kommt1 blase man mit einem ,blasbalg ,asche und ,kohlen1 die dem flssigen ,erz den ,weg versperren knnten1 aus der ,rinne1 entferne die ,wergpfropfen der ,luftkanle und die ,thonstpsel der ,eingussrhren1 lege noch #b bis #c ,talglichte im ,gewicht von nicht vllig einem ,pfund in die ,rinne und eile zum ,ofen1 um die ,metallmischung mit einer neuen ,zuthat von ,zinn im ,betrage von ca4 #a_/b ,prozent vom gewhnlichen ,verhltnis aufzufrischen4 ,ist dies in aller ,eile geschehen und unterdessen das ,feuer im ,ofen bestndig mit neuem ,holz in ,brand erhalten1 so stosse man getrost das ,gussloch mit einer ,stange auf1 und lasse das flssige ,metall mit ,maass herausstrmen1 indem man das ,ende der ,stange noch eine ,weile in das ,gussloch hlt1 bis eine gewisse ,menge abgeflossen und die erste ,wut des ,metalles gebndigt ist1 die sonst leicht ,ursache wre1 dass sich ,wind in der ,form verfinge4 ,ist der erste ,drang gemssigt1 kann die ,stange entfernt werden und das ,erz1 bis der ,ofen leer ist1 auslaufen4 ,zu diesem ,ende steht ein ,mann an jeder der ,ofenthren und treibt das ,erz mit den blichen ,kratzeisen zur ,mndung hinaus4 ,das nach ,fllung der ,form noch abfliessende pflegt man durch ,bewerfen mit der aus der ,grube gegrabenen ,erde zu hemmen4 ,so wird nun endlich die ,form gefllt sein6 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,beginn des ,gusses 7,boffrand1 ,description de ce qui t pratiqu pour fonder en bronze d'un seul jet la figure questre de ,louis ,,xiv4 ,paris #agdc74 ,die gleichen ,vorkehrungen traf man auch in jngerer ,zeit bis auf den heutigen ,tag4 ,zumeist hielt man aber die ,oeffnungen der ,eingussrhren1 wie aus der ,abbildung #e zu ersehen ist1 so lange mit eisernen1 durch ,hebel hochzuziehenden ,stpseln verschlossen1 bis die flache ,vertiefung ber der ,form gleichmssig mit flssigem ,metall gefllt war1 damit das ,erz in alle ,gusskanle zur selben ,zeit einstrmte4 ,der ,guss wurde frher hufiger 7besonders wohl bei ,frstenstandbildern7 zu einem ,festakte gestaltet1 dem die vornehme ,welt1 wenn nicht gar der frstliche ,auftraggeber selber1 beiwohnte4 ,die ,abbildung #f veranschaulicht den ,beginn des ,gusses der fr ,paris gegossenen grossen ,reiterstatue ,ludwigs ,,xv4 im ,jahre #ageh4 ,auch beim ,guss von ,schlters ,denkmal des ,grossen ,kurfrsten am #b4 ,nov4 #agjj in ,berlin versammelte sich die vornehme ,gesellschaft1 an der ,spitze der ,markgraf ,christian ,ludwig1 im ,giesshause des ,meisters ,jacobi4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,der ,guss der ,statue ,ludwigs ,,xv4 7,mariette74 ,die wenigen ,augenblicke waren entscheidend fr das ,gelingen des ,werkes1 das ,monate oder gar ,jahre mhevoller ,vorbereitung gekostet hatte2 beim ,guss erst konnte es sich zeigen1 ob die ,form fest und gut gearbeitet war1 und ob man die ,menge des zu schmelzenden ,erzes richtig bemessen hatte4 ,schweres ,missgeschick konnte da den ,meister treffen1 auch ,cellini weiss davon zu berichten4 ,mit dem ,einguss des ,metalles sind die mhevollen ,arbeiten1 die ein ,bronzewerk erfordert1 nicht beendet4 ,die nchste ,aufgabe ist es1 die ,form wieder frei zu legen1 dann den ,formmantel zu zerschlagen und am erzenen ,bilde die mannigfachen noch notwendigen ,nacharbeiten vorzunehmen4 ,theophilus spricht sich ber diese letzten ,arbeiten nur sehr kurz aus4 ,sobald das ,metall im ,eingussrohre sich dunkel frbe1 solle die die ,form umgebende ,erde fortgerumt und wenn die ,form ganz kalt geworden ist1 der ,mantel beseitigt werden4 ,dann sagt er weiter3 beobachte sorgsam1 ob durch ,nachlssigkeit oder ,zufall etwas fehlerhaft sei1 schabe die ,stelle dann ringsum feilend ab und setze ,wachs an oder 7und darber7 ebenso ,thon2 wenn es getrocknet ist1 erwrme es und so giesse es darauf an1 bis das ,angegossene1 wenn der 7,metall7-,strom in jenen ,teil fliesst1 festhlt4 ,sobald du dies gewahr wirst1 so lte es1 falls es zu wenig fest anhafte1 durch ,verbrennung von ,weinstein und ,feilspnen von ,silber und ,kupfer444 an4 ,darauf befeile alle ,felder1 zuerst mit verschiedenen viereckigen1 dreieckigen und runden ,feilen1 ciselire sie dann mit den ,grabeisen1 schabe sie mit den ,schabeisen4 ,endlich1 wenn du dein ,werk mittels oben etwas glatten ,hlzern mit ,sand gescheuert hast1 vergolde es4 ,nchst ,theophilus finden sich in der ,schrift des ,pomponius ,gaurikus3 ,de sculptura#e1 ,angaben ber die ,nacharbeit von ,gusswerken4 ,dort heisst es3 ,die usserlichen ,fehler bestehen nun aber1 wie bei anderen ,dingen1 in ,ueberschssigem und ,mangelndem4 ,das ,ueberschssige wird mit ,meissel und ,feile entfernt1 dem ,mangel wird abgeholfen durch ,ansetzen und ,anfgen4 ,durch ,ansetzen auf folgende ,art3 hat man in die ,seiten viele ,lcher gebohrt1 so thut man nach ,bedrfnis ,wachs darauf1 verkreidet es1 und giesst dann1 nachdem das ,wachs herausgelassen und der 7zum ,verkreiden benutzte7 ,thon gebrannt ist1 ,metall von der betreffenden ,sorte hinein4 ,durch ,anfgen aber1 wie wir anschweissen1 so3 in einem irdenen ,gefss wird1 wie es ,brauch ist1 ,messing geschmolzen und zu je einem ,pfunde davon eine ,unze ,arsenik gethan1 nachher wird es in ehernem ,mrser gestossen4 ,dieses ,pulver untermischt mit ,borax1 wird auf die ,anfgestellen gestreut und dem ,feuer bis zum ,schmelzen ausgesetzt4444 ,die ,schnheit wird gnzlich vollendet durch ,gltten und ,farbigmachen4 ,durch ,gltten1 indem wir die rauhen ,feilenspuren mit dem ,ciselierstichel wegnehmen und ,glanz hervorbringen mit ,bimsstein1 einem ,griffel oder einem zahnfrmigen ,stahlinstrument 7,polierstahl71 das man bronitorium nennt4 #e ,zum ersten ,male herausgegeben im ,jahre #aejd4 ,uebersetzung von ,h4 ,brockhaus1 ,leipzig #ahhf4 ,cellini spricht sich nur kurz darber aus1 wie mit dem aus der ,form genommenen ,gusswerke weiter zu verfahren sei4 ,ein von ihm ausgefhrtes ,probegussstck kam so rein aus der ,form1 dass seine ,freunde meinten1 er brauche es nicht weiter nachzuarbeiten4 ,doch sagte er3 ,sie verstanden es aber so wenig1 als gewisse ,deutsche und ,franzosen1 die sich der schnsten ,geheimnisse rhmen1 und behaupten dergestalt in ,erz giessen zu knnen1 dass man nicht ntig habe1 es auszuputzen4 ,das ist aber ein nrrisches ,vorgehen1 denn jedes ,erz1 wenn es gegossen ist1 muss mit ,hammer und ,grabstichel nachgearbeitet werden1 wie es die wundersamen ,alten gethan haben1 und auch die ,neuen4 ,ich meine diejenigen1 welche in ,erz zu arbeiten verstanden4 ,auch ,flibien#f1 auf dessen ,abhandlung ber die ,giesserei noch verschiedentlich einzugehen sein wird1 geht mit wenigen ,worten darber hinweg2 ausfhrlichere ,angaben erhalten wir erst 7#agdc7 in ,boffrands ,beschreibung von der ,herstellung des ,girardonschen ,reiterbildes ,ludwigs ,,xiv4 ,boffrand giebt an1 dass man das ,metall in der ,form drei bis vier ,tage abkhlen lassen msse1 dann alle ,erde aus der ,giessgrube entfernen und den ,formmantel zerschlagen solle4 ,darauf habe die ,nacharbeit des ,bronzebildes zu beginnen4 ,die ,geschicklichkeit der ,werkleute habe es zwar dahin gebracht1 den ,guss so sauber gelingen zu lassen1 dass eine ,ueberarbeitung der ,flchen kaum notwendig sei1 dass ein ,waschen und ,scheuern mit ,weinhefe genge4 ,doch da die das ,werk umschliessenden ,gusskanle und ,luftrhren bei ihrer ,entfernung an der ,schnittstelle einen blanken ,fleck bildeten1 und da ja auch ,oeffnungen zu fllen seien1 deren ,einsatzstcke notwendig berarbeitet werden mssten1 so sagt ,boffrand1 msse man schon1 um eine einheitliche ,farbe am ganzen ,bilde zu erzielen1 auch alles brige nachciselieren4 #f ,flibien3 ,des ,principes de l',architecture etc4 ,paris #afig4 ,wenn das ,netz der ,guss- und ,luftrhren abgesgt sei1 msse zuerst der ,kern aus dem ,inneren entfernt werden aus einer fr den ,zweck im ,kreuz des ,pferdes ausgesparten ,oeffnung1 teils auch aus ,oeffnungen am unteren ,teile des ,krpers4 ,auch alle fr die ,standfestigkeit des ,gusswerks spter entbehrlichen ,teile des inneren ,eisengerstes mssten abgelst werden4 ,dann beginne die ,nacharbeit mit der ,suberung und ,schlichtung der ,schnittstellen der ,rhren1 weiter seien die ,unebenheiten zu entfernen1 die dadurch entstnden1 dass whrend des ,brennens sich ,risse in dem ,formmantel bilden4 ,die ,stbe der ,eisenarmatur1 die aus der ,bronzewandung nicht entfernt werden drften1 mssten 7da sie an der ,aussenflche rosten wrden7 bis zur ,mitte der ,bronzestrke mittels ,meisseln entfernt und die entstehenden ,lcher wieder mit dem ,gussmetall gefllt werden4 ,auch fnden sich bisweilen doppelte ,metallschichten1 die sich gebildet htten dadurch1 dass beim ,brennen der ,form die innere ,mantelschicht abblttere und diese ,blttchen dann zwischen ,kern und ,mantel liegend vom ,metall umflossen wrden4 ,auch diese ,stellen mssten durch ,einsatzstcke erneuert werden4 ,ferner seien blasige und besonders in den oberen ,teilen mit ,asche durchsetzte ,stellen nicht selten1 auch sie bedrften derselben ,bearbeitung4 ,die ,oeffnungen1 auch etwa beim ,erkalten entstehende ,risse1 sagt ,boffrand1 wrden zumeist mit flssig eingegossenem ,metall geschlossen4 ,man feile zu dem ,zweck den ,rand der ,lcher schwalbenschwanzartig aus1 bringe dann eine ,lehmform davor mit ,luft- und ,gussffnung1 erhitze das ,ganze gut und flle das in ,tiegeln verflssigte ,metall hinein4 ,an ,stellen1 die fr diese ,art der ,ausbesserung schwer zugnglich seien1 z4 ,b4 am ,bauche des ,pferdes1 hmmere man die ,ersatzstcke kalt ein4 ,schliesslich mssten noch die rauhen und porsen ,stellen mit stumpfen ,meisseln geschlichtet und gedichtet werden1 und wenn die ganze ,oberflche mit ,meisseln1 ,punzen1 gezhnten ,eisen und ,drahtbrsten gesubert sei1 reinige man sie drei bis vier ,mal mit ,sure und zuletzt mit warmer ,weinhefe4 ,tchtige und erfahrene ,werkleute seien zu all den ,arbeiten erforderlich und die ,kosten wren sehr bedeutend4 ,in verschiedenen ,punkten abweichend ussert sich ,wuttig#g ber die ,nacharbeit4 ,er sagt3 ,ist der ,guss der ,werke vollkommen fehlerfrei geraten1 so besteht die ntige ,ciselierarbeit bloss in dem ,abschneiden der ,metallzweige1 die durch die ,leitungsrhren der ,form gebildet worden1 und in dem ,ausfeilen der ,stellen1 auf welche sie geleitet waren4 ,diese ,arbeit macht um so weniger ,schwierigkeit1 da jene ,metallzweige nur auf solche ,stellen des ,kunstwerks verfgt werden1 die wenig ,detail von ,ausarbeitung haben1 z4 ,b4 auf ebene ,teile des ,leibes u4 s4 w4 ,es erfordert diese ,arbeit daher keinen gebten ,knstler1 sondern kann von jedem gemeinen ,arbeiter verrichtet werden4 ,anders verhlt es sich1 wenn z4 ,b4 nicht die grsste ,sorgfalt auf die ,anfertigung des ,wachsmodells gewandt worden1 oder wenn etwa da1 wo die einzelnen ,teile der ,gipsform in ,zusammenfgung waren1 ,wachsrnder etc4 entstanden sind1 die vielleicht noch berdies die feinsten ,zge des ,werks getroffen haben2 dann muss die ,geschicklichkeit und ,gebtheit eines guten ,kupferstechers 7,ciseleurs7 zu ,hilfe kommen1 die durch den ,wachspossierer verursachten ,fehler zu verbessern4 ,in solchem ,falle geht zuweilen aller ,ausdruck und alle ,schnheit1 trotz aller angewandten ,mhe des ,graveurs verloren1 da es unmglich ist1 etwas so ,vollkommenes durch ,ciselierarbeit hervorzubringen1 als was durch den ,guss hervorgebracht werden kann4 ,nachdem die ussere ,abrumung und etwaige ,ausbesserung der ,gusswerke verrichtet ist1 wird zur inneren ,ausrumung1 d4 h4 zur ,ausnahme des ,kerns nebst der ,armatur geschritten4 ,wuttig fhrt die ,beschreibung noch weiter aus1 doch scheint es kaum notwendig1 seine noch folgenden ,angaben zu citieren1 sie vermgen die von ,boffrand gegebenen nicht wesentlich zu ergnzen4 ,hingewiesen sei nur noch einmal darauf1 dass er jede ber das notwendigste ,mass hinausgehende ,nacharbeit fr fehlerhaft erklrt und man muss annehmen1 dass gleiche ,anschauungen auch die ,meister der frheren ,jahrhunderte vertraten1 so weit sie nicht etwa wie ,cellini die ,ciselierung der auch von ihnen modellierten ,werke eigenhndig ausfhrten4 #g ,wuttig3 ,die ,kunst1 aus ,bronze kolossale ,statuen zu giessen4 ,berlin #ahad4 ,bei den ,teilformverfahren1 wie sie fr den ,bildguss im #ai4 ,jahrhundert angewendet wurden1 waren die ,abrumungsarbeiten nach dem ,guss sehr viel einfacher1 doch durch die ,zusammenfgung der ,teile und die zumeist im weitgehendsten ,maasse erforderliche ,nacharbeit der mit einer rauhen ,gusshaut und einem ,netz von ,gussnhten berdeckten ,bildwerke wurde die ,gesamtmhe eher gesteigert als vermindert4 ,wie gerade im #ai4 ,jahrhundert die ,ciselierarbeit das ,schmerzenskind der ,knstler war1 wird sich ,gelegenheit bieten1 an anderer ,stelle zu zeigen4 ,kurz zu betrachten ist hier noch die ,metallfrbung durch bestimmte ,mischungsverhltnisse1 die natrliche ,oxydation und die1 wie es scheint1 auch zu allen ,zeiten angewendete knstliche ,patinierung4 ,wie weit man im ,altertum1 vor allem in ,griechenland1 von der letzteren ,gebrauch zu machen verstand1 ist bisher nicht bekannt4 ,manche mrchenhaft klingenden ,berichte ber die ,tnung von ,bronzefiguren knnten aber darauf schliessen lassen1 dass sie gebt wurde4 ,von einer ,bronzestatue des ,silanion1 einer sterbenden ,jokaste1 wird berichtet1 dass der ,knstler ihr ,gesicht blass1 wie das einer ,sterbenden zu tnen verstanden habe1 indem er dem ,erz ,silber beigemengt habe2 und bei einer ,statue des ,aristonidas1 die den rasenden ,athamas darstellte1 soll der ,erzgiesser der ,bronze ,eisen beigemischt haben1 damit der ,rost desselben durch den ,glanz des ,erzes hindurchschimmere und auf diese ,art die ,schamrte wiedergegeben werde4#h #h ,blmner1 ,gewerbe und ,knste bei ,griechen und ,rmern ,bd4 ,,iv4 ,s4 #cbg4 ,wenn nun auch zweifellos durch diese ,metalllegierungen ,tne in der angegebenen ,art erzielbar sind#i1 ausgeschlossen muss die partielle ,frbung sein1 wie sie nach den obigen ,angaben anzunehmen wre2 man knnte also an nachtrglichen ,farbenauftrag denken4 #i ,die ,mglichkeit der ,frbung durch einen ,eisenzusatz hat man wohl sicher mit ,unrecht bestritten4 ,vergl4 ,zeitschr4 d4 ,bayer4 ,gewerbe-,mus4 zu ,nrnberg ,bd4 #ah4 ,s4 #aje4 ,immerhin geht aus den angefhrten und hnlichen ,nachrichten hervor1 dass man die ,farbwirkungen verschiedener ,erzmischungen knstlerisch benutzte4 ,besondere ,berhmtheit genoss im ,altertum das korinthische ,erz4 ,man unterschied weissliches1 in dem ein ,silberzusatz berwog1 goldgelbes mit einem ,goldzusatze und eine dritte ,sorte1 in dem man ,kupfer1 ,silber und ,gold zu gleichen ,teilen gemischt haben soll4#aj ,neuere chemische ,untersuchungen konnten diese ,angaben bisher nicht besttigen1 geringe ,gold- oder ,silberbeimengungen1 die nachgewiesen sind1 drften nur als zufllig vorhanden anzusehen sein4 #aj ,blmner a4 a4 ,o4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #ahc;ff4 ,auch in der nachantiken ,zeit war es stets bekannt1 dass durch bestimmte ,mischungen bestimmte ,farbtne der ,bronze erreichbar waren1 knstlerische ,anwendung scheint man jedoch im ,abendlande kaum davon gemacht zu haben2 im allgemeinen whlte man gewisse ,legierungsverhltnisse mehr aus praktischen ,rcksichten4 ,bewunderungswrdige ,farbwirkungen durch ,legierung verstehen seit ,jahrhunderten ,chinesen und ,japaner zu erzielen1 doch bei grossen ,bronzewerken scheint man1 der hheren ,kostbarkeit wegen1 diese ,tnungen nicht angewendet zu haben2 darauf einzugehen drfte hier zu weit fhren4 ,patina im engeren ,sinne ist bei den berwiegend aus ,kupfer bestehenden ,metallmischungen eine von den ,zustzen nur in geringem ,grade abhngige ,oberflchenfrbung4 ,die ,patina ist eine ,sauerstoffverbindung des ,kupfers oder der ,bronze1 ein ,oxyd1 oder1 wenn man will1 ein ,rost1 ein ,edelrost1 der das ,metall zugleich mit einer schtzenden ,schicht umhllt1 die es vor weiteren schdlichen ,einflssen der ,atmosphre schtzt4 ,die ,patina ist zu allen ,zeiten mit seltenen ,ausnahmen 7vergl4 ,s4 #fg7 als etwas ,verschnerndes geschtzt worden1 und nicht erst in unserer ,zeit hat man sich bemht1 die schne grne ,farbe oder andere1 den metallischen ,glanz lindernde ,tne1 schon auf den neuen ,gusswerken hervorzubringen4 ,ganz zweifellos wandten die ,bronzeknstler des #ae4 und #af4 ,jahrhunderts1 vor allem in ,italien1 ,firnisse und ,farbmittel an1 um eine knstliche ,patina herzustellen4 ,die ,spuren davon haben sich erhalten bei zahlreichen nicht unter freiem ,himmel aufgestellten ,werken2 vor einer krftigen grnen ,tnung hat man sich damals so wenig wie in jngerer ,zeit gescheut4 ,einige ,angaben darber giebt wieder ,gaurikus in der angefhrten ,schrift4 ,nachdem er von der ,feuerversilberung und ,feuervergoldung gesprochen hat1 sagt er3 ,solche ,farben entstehen auch auf viele andere ,weisen1 die wir aber1 da sie weder dauerhaft noch auch besser sind1 nicht beachten wollen4 ,gelbe ,farbe aber wird sich ergeben zum ,besatz1 wenn man einen durch und durch gesuberten ,siegelabdruck auf eine weissglhende ,platte legt1 bis man sieht1 dass er ganz die ,farbe davon angenommen hat1 und ihn allmhlich erkalten lsst4 ,grn durch starkes ,benetzen mit salzigem ,essig1 ,schwarz entweder durch starkes ,ueberstreichen mit flssigem ,teer oder durch ,anrauchen von ,erzschlacken in ganz nassem ,zustande4 ,ob man den ffentlich aufgestellten ,erzdenkmlern in frheren ,jahrhunderten den ,metallglanz in demselben weitgehenden ,masse sogleich bei der ,aufstellung genommen hat1 wie es heute fast allgemeiner ,brauch ist1 drfte schwer zu entscheiden sein4#aa ,in der schon genannten kleinen #ahad in ,berlin erschienenen ,schrift des ,hofrats ,wuttig ist ,s4 #ec;ff4 von dem ,bronzieren wie von etwas allgemein ,bekanntem und oft ,gebten die ,rede4 ,dort heisst es3 ,jede aus der ,formgrube kommende ,statue hat ein unangenehmes ,oberflchenansehen1 ist an einigen ,stellen metallisch glnzend1 an den anderen angelaufen1 erscheint verschiedenfarbig gefleckt1 hell und dunkel u4 s4 w4 ,dies zu heben1 werden die ,statuen entweder durch ,abwischen mit sehr verdnnter ,schwefelsure und ,abscheuern in gleichfrmigen ,metallglanz gesetzt1 oder 7da der ,reflex des letztern zur ,entstellung der ,kunstwerke beitrgt7 bronziert1 d4 h4 knstlich mit demjenigen ,erzbeschlage 7,aerugo nobilis des ,horaz7 berzogen1 der sich durch ,einwirkung der ,atmosphrilien auf der ,oberflche der im ,freien aufgestellten ,werke sonst erst mit der ,zeit bildet4444 ,ich habe mich vor einigen ,jahren damit abgegeben1 verschiedene ,nuancen von ,grn und ,braun auf ,bronze und reinem ,kupfer hervorzubringen1 und es ist von meinen ,vorschriften ,gebrauch beim ,bronzieren grosser ,werke gemacht worden4 #aa ,vgl4 ,flibien a4 a4 ,o4 ,der ,verfasser giebt1 ohne ausdrcklich von ffentlich aufgestellten ,bronzemonumenten zu sprechen1 ber die zu seiner ,zeit gebte knstliche ,patinierung folgende ,auskunft3 ,il y en a qui prennent pour cela de l',huile et de la ,sanguine3 d'autres les font devenir vertes avec du vinaigre4 ,mais avec le temps la bronze prend un vernis1 qui tire sur le noir4 ,wuttig giebt noch eine ,reihe von ,rezepten zur knstlichen ,patinierung1 die hier ebensowenig nher auf ihre ,brauchbarkeit zu prfen sind1 wie die zahllosen heute fr denselben ,zweck angewendeten4 ,gewichtige ,stimmen erheben sich heute berhaupt gegen die knstliche ,patinierung4 ,von interessanten ,untersuchungen ber die ,bildung der natrlichen ,patina und ihre ,hinderungsursachen mge noch kurz berichtet werden4#ab ,man hat beobachtet1 dass ,erzbildwerke1 die bereits eine wundervolle ,patina angesetzt hatten1 diese um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts wieder mehr oder minder verloren haben1 ausgenommen an der ,regenschlagseite4 ,nach einer ,behandlung mit ,lauge kam sie auch an den brigen ,stellen wieder zum ,vorschein1 eine ziemlich stark schwefelsurehaltige ,schicht von ,kohlenruss hatte sich darber gebreitet4 ,eine genauere ,untersuchung liess erkennen1 dass der ,russ nicht allein die hssliche ,schmutzfarbe veranlasst1 dass er vielmehr auch tzend1 d4 h4 zerstrend auf die ,bronze wirkt4 ,in ,nrnberg angestellte ,versuche lehrten1 dass diesen verderblichen ,einflssen des ,kohlenrusses nur durch stetig wiederholte ,reinigung mit ,wasser entgegengearbeitet werden kann4 ,weiter wurde festgestellt1 dass die mit ,zink legierten ,bronzen weniger zur ,patinabildung geeignet sind1 wie die mit ,zinn legierten4 ,andere ,beobachter fhren als ,grund der mangelhaften ,patinabildung daneben auch die unzureichende ,dichtigkeit und ,gleichmssigkeit des ,gusses an und verlangen1 dass die ,erzgiesser in weitgehenderem ,masse wie bisher auf die gute ,konstruktion der ,oefen ,wert legen4 #ab ,zeitschr4 d4 ,bayer4 ,gewerbemuseums zu ,nrnberg4 #bj4 ,jahrg4 #ahhf ,s4 #ig;ff4 und ,maertens1 ,deutsche ,bildsulen4 ,stuttgart #ahib4 ,s4 #dj-da4 ,doch erst wenn die stdtischen ,verwaltungen ebenso wie die ,techniker diese ,winke nicht mehr ungehrt vorbergehen lassen1 drfte das schne ,ziel zu erreichen sein1 dass die schwarzen ,mnner unserer ,denkmler wieder in einer ansprechenderen ,tnung erscheinen4 ,,ii4 ,das ,wachsausschmelzverfahren im ,altertum und ,mittelalter bis zum #ad4 ,jahrhundert4 ,die grossartigsten und schnsten ,gusswerke aller ,zeiten sind in einem ,verfahren hergestellt1 das1 so einfach es im ,grunde ist1 doch ,wandlungen im ,laufe der ,jahrtausende erfahren hat1 die ebenso wie sie vom allgemein wissenschaftlichen ,standpunkte der ,betrachtung wert sind1 auch vom ,knstler und ,kunstfreunde beachtet zu werden verdienen4 ,das ,princip des ,wachsausschmelzverfahrens ist bereits kurz gekennzeichnet4 ,auf dem hier in ,betracht kommenden ,gebiet der ,metallplastik handelt es sich aber nur in seltenen ,fllen um die einfachste ,ausfhrungsmglichkeit des ,verfahrens1 mit dessen ,hilfe nur massive ,gussstcke erlangt werden knnen1 die knstlerische ,metallplastik hat zumeist schwierigere ,aufgaben zu lsen2 mannigfache bereits gekennzeichnete ,grnde machen es erforderlich1 ,hohlkrper zu erhalten4 ,wenn man nun von der kalten ,bearbeitung des ,metalles absieht1 dann drfte am einfachsten ein hohler ,metallkrper mit ,hilfe der ,schmelzbarkeit auf folgende ,art zu erhalten sein4 ,ein rundlicher ,metallhohlkrper von einer bestimmten ,grsse soll hergestellt werden4 ,man formt aus einem hitzebestndigen ,material z4 ,b4 ,lehm zunchst den ,kern1 der die ,form des gewnschten knftigen ,gussstckes hat1 nur muss er ein wenig kleiner sein4 ,der ,kern muss langsam getrocknet und schliesslich geglht werden1 er bsst dabei ein wenig an ,grsse ein1 und darauf muss von vornherein ,rcksicht genommen werden4 ,nach dem ,erkalten wird der ,kern ringsum eingehllt von einer ,wachsschicht1 die in ,form und ,wandungsstrke dem knftigen ,metallkrper genau gleich gemacht werden muss4 ,zu achten ist noch darauf1 dass die ,wachsschicht nach ,mglichkeit den ,kern in gleichmssiger ,dicke umschliesst1 denn das flssige ,metall1 das spter den ,raum des ,wachses ausfllen soll1 wrde an den strkeren ,teilen langsamer erkalten als an den dnneren4 ,die vor allem in ,betracht kommende ,bronze zieht sich aber beim ,erkalten zusammen1 sie schwindet1 und ,risse wrden besonders dann entstehen1 wenn das ,zusammenziehen ungleichmssig erfolgte4 ,ist so ,kern und ,wachsschicht sorgfltig vorbereitet1 dann wird in der ,herstellung der ,form fortgefahren2 es handelt sich zunchst darum1 den ,formmantel herzustellen4 ,die ,innenflche des ,mantels1 der wie der ,kern aus ,lehm gefertigt werden kann1 muss in mglichster ,schrfe alle ,formen des knftigen1 bis jetzt in ,wachs vorhandenen1 ,gussstckes aufweisen4 ,um das zu erreichen1 wird man auf die ,wachslage zuerst eine dnne1 aus usserst fein geschlmmtem ,lehm gewonnene ,schicht1 ntigenfalls mit einem ,pinsel1 auftragen und darber erst die ,festigkeit gebende ,lage aus grberem ,lehm aufbringen4 ,wrde man nun1 nachdem der ,mantel getrocknet ist1 in ihm eine ,oeffnung herstellen und die ganze ,form erwrmen1 dann wrde aus der ,durchbohrung das ,wachs ausfliessen und der ,kern dann lose im ,mantel eingeschlossen sein4 ,es kommt aber gerade darauf an1 den ,kern in einer unverrckbaren ,lage zum ,mantel zu befestigen1 und dieses erreicht man dadurch1 dass man vor dem ,erwrmen der ganzen ,form von aussen her dnne zugespitzte ,metallstbchen1 von der ,art des zu verwendenden ,gussmateriales bis in den ,kern einbohrt2 sie werden dem ,kerne ,halt geben1 auch wenn das ,wachs ausgeschmolzen ist4 ,nachdem das ,wachs entfernt ist1 wird auch der ,mantel geglht1 und die ,form ist dann fr den ,einguss des ,metalles vorbereitet2 ntigenfalls sind noch im ,mantel einige kleinere ,kanle anzubringen1 die der ,luft beim ,einfluss des ,metalles den ,austritt gewhren4 ,das flssige ,metall fllt sodann den ,raum zwischen ,kern und ,mantel aus1 umschliesst also wie vorher das ,wachs den ,kern und weiter auch die dnnen ,sttzstbchen1 es wird auch den ,eingusskanal und die etwa vorhandenen ,luftrhrchen fllen4 ,wird nun der ,mantel zerschlagen1 dann liegt der ,gusskrper mit seinem ,eingusszapfen und den stachelartig herausstehenden ,sttzstbchen frei da4 ,es ist nur ntig1 diese ,teile abzufeilen1 das ,ganze zu subern und ntigenfalls nachzuarbeiten4 ,soll aber auch der eingeschlossene ,lehmkern entfernt werden1 so muss erst knstlich eine ,oeffnung geschaffen werden1 durch die er herausgekratzt werden kann4 ,bei grsseren ,werken wird von vornherein auf diese fr die innere ,suberung des ,gussstckes notwendige ,oeffnung ,rcksicht genommen4 ,kaum der ,hervorhebung bedarf es1 dass bei diesem ,verfahren fr jedes einzelne ,gussstck stets dieselbe ziemlich mhsame ,arbeit geleistet werden muss1 von einer mechanischen ,erleichterung selbst bei ,herstellung vieler gleicher ,gegenstnde kann kaum die ,rede sein4 ,doch dieser ,nachteil ist eben ein knstlerischer ,vorzug1 jedes ,gusswerk ist eine ,originalarbeit1 bei der das eigentlich fr den ,guss verwendete1 verloren gehende ,wachsmodell vom ,knstler stets aufs neue modelliert werden muss4 ,das ,verfahren bietet vor anderen noch den ,vorzug1 dass die denkbar getreueste ,reproduktion der knstlerischen ,arbeit erzielt wird4 ,bei dem aus einem ,stcke bestehenden ,mantel sind ,verschiebungen kaum mglich1 auch kann die unter ,umstnden sehr schdigende ,nacharbeit fast vermieden werden4 ,wenn das ,formmaterial besonders geeignet gewhlt wird1 ist ein ,ueberarbeiten der gesamten ,oberflche kaum notwendig1 man wird sich beschrnken knnen auf die ,fortnahme der ,zapfen1 da die bekannten strenden ,gussnhte1 die bei anderen ,formverfahren unvermeidlich sind1 auch fortfallen4 ,das ,wachsausschmelzverfahren ist vermutlich in der gekennzeichneten ,ausfhrungsart schon viele ,jahrhunderte vor ,christi ,geburt zur ,herstellung metallplastischer ,werke angewendet worden4 ,schriftliche ,nachrichten ber das ,verfahren sind1 sofern man absieht von ,bezeichnungen1 die auf einzelne ,bestandteile oder ,materialien der ,form hinweisen1 aus dem ,altertum nicht bekannt1 eine ,untersuchung der erhaltenen ,arbeiten vermag aber in den meisten ,fllen eine ziemlich sichere ,auskunft ber ihre ,herstellungsart bei den ,vlkern des ,altertums zu geben4 ,an erster ,stelle sind die metallplastischen ,arbeiten des alten ,aegyptens von ,interesse4 ,ungezhlte aus ,kupferlegierungen gegossene ,werke der ,bildnerkunst sind aus diesem ltesten ,kulturreiche auf uns gekommen1 allerdings sind die erhaltenen ,kunstleistungen jener ,art ber das zweite vorchristliche ,jahrtausend mit ,sicherheit nicht hinauf zu datieren4 ,der ,oberkrper eines gusstechnisch sehr vollkommenen ,bronzefigrchens von ursprnglich etwa #cj cm ,hhe1 aus der ,zeit ,ramses ,,ii4 -- etwa #ad4 ,jahrh4 v4 ,chr4 -- befindet sich im ,berliner ,neuen ,museum4 ,franzsische ,forscher1 ,perrot und ,chipiez1 nehmen allerdings an1 dass bereits um die ,mitte des #c4 ,jahrtausends v4 ,chr4 gyptische ,giessknstler bedeutsame figrliche ,werke zu schaffen verstanden1 doch scheinen neben anderen auch technische ,grnde dagegen zu sprechen4 ,reines ,kupfer ist als ,gussmaterial kaum verwendbar2 geeigneter dazu wird es durch einen ,bleizusatz1 doch fr die ,ausbildung des eigentlichen ,kunstgusses war eine ,vermischung mit ,zinn die ,vorbedingung4 ,in ,aegypten wurde nun dieser1 den ,charakter der ,bronze wesentlich bestimmende ,bestandteil nicht gefunden4 ,mglich ist1 dass man ihn aus anderen orientalischen ,lndern erhielt1 doch vielleicht mit grsserer ,wahrscheinlichkeit nimmt man an1 dass erst phnizische ,seefahrer den kostbaren ,stoff von den fernen ,zinninseln1 von ,britannien her1 ins ,land der ,pharaonen gebracht haben4 ,doch hier kommt es vorwiegend auf die von jenen alten ,knstlern angewendete ,technik an4 ,ist es bei der angefhrten unvollstndigen ,berliner ,figur ihrer ,dnnwandigkeit wegen anzunehmen1 dass sie im ,wachsausschmelzverfahren entstand1 so lassen grssere1 dem letzten vorchristlichen ,jahrtausend angehrende ,arbeiten der ,bronzeplastik darber keinen ,zweifel4 ,an ihrer ,oberflche erkennt man neben ungleichmssig grossen ,einsatzstckchen1 die zweifellos als ,ausbesserungen von ,gussfehlern und dergleichen anzusehen sind1 auch in grsserer oder geringerer ,anzahl lnglich viereckige oder rundliche am selben ,gussstck fast durchgehends gleich grosse ,stbchen-,querschnitte1 die in ihrer ,verteilung ein gewisses ,princip erkennen lassen4 ,es sind das die bei jeder komplizierter gestalteten ,gussform unentbehrlichen ,sttzstbchen fr den ,kern1 die1 wie gezeigt ist1 mit eingegossen und nachher bis zur ,oberflche abgefeilt werden4 ,da nun bei keinem anderen ,formungsverfahren jene ,stbchen in gleicher ,art zur ,verwendung kommen knnen1 so ist in ihrem ,vorhandensein ein ,beweis fr die ,ausbung des ,wachsausschmelzverfahrens im alten ,aegypten zu erblicken4 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,marc-,aurel1 ,rom4 ,wie ,funde erkennen lassen1 wurde die ,giesskunst neben ,aegypten auch in anderen semitischen ,kulturstaaten des ,altertums gepflegt2 ganz besonders hervorragende ,meister in diesem ,fach mssen1 wie uns die ,bibel berichtet1 die ,phnizier gewesen sein4 ,im ersten ,buch der ,knige ist zu lesen1 dass ,knig ,salomo sich ,werkleute erbat vom ,knige ,hiram von ,tyrus zum ,bau der ,stiftshtte und zur ,herstellung grossartiger ,erzwerke4 ,unter vielen anderen in ,bronzeguss ausgefhrten ,gegenstnden sind dort genannt zwei eherne ,sulen von #ah ,ellen ,hhe und #ab ,ellen ,umfang mit ,knufen von #e ,ellen ,hhe1 dann das gewaltige eherne ,meer von #aj ,ellen ,weite und #e ,ellen ,hhe1 das auf #ab ehernen ,rindern ruhte4 ,bei dem lebhaften ,handelsverkehr1 den die ,phnizier mit ,aegypten unterhielten1 darf wohl ohne weiteres angenommen werden1 dass auch ihnen dasselbe ,formverfahren bekannt war1 das man im ,nillande so meisterhaft zu ben verstand4 ,den untrglichen ,beweis1 dass bereits im ,anfange des ersten vorchristlichen ,jahrtausends auch in den nrdlichen ,mittelmeerlanden das ,wachsausschmelzverfahren gebt wurde1 hat ,schliemann durch seine ,ausgrabungen in ,troja erbracht4 ,unter den ,funden ,schliemanns1 die z4 ,z4 im ,berliner ,vlkermuseum aufgestellt sind1 befindet sich auch eine fr den ,guss nicht benutzte1 zweifellos im ,wachsausschmelzverfahren hergestellte ,axtform1 deren ,bedeutung man erst erkannte1 nachdem sie der ,lnge nach auseinandergesgt war4#ac #ac ,abgebildet im ,katalog der ,schliemann-,sammlung ,nr4 #fgfh;a4 b4 und in ,troja-,ilion ,beil4 #df ,nr4 ,v,i,i,ia4 ,den griechischen ,stmmen blieb es vorbehalten1 knstlerisch und technisch wohl das ,hchste zu leisten1 das mit ,hilfe des ,wachsausschmelzverfahrens zu schaffen berhaupt mglich ist4 ,doch ,funde und schriftliche ,berichte lassen annehmen1 dass erst etwa um #fjj v4 ,chr4 die ,giesskunst einen hheren ,aufschwung genommen hat4 ,die ,griechen glaubten sogar als ,erfinder der ,bronzegiesskunst bestimmte ,meister1 die ,samier ,rhoikos und ,theodoros1 namhaft machen zu knnen2 mglich wre ja1 dass diese ,knstler das ,formen und ,giessen plastischer ,arbeiten in ,griechenland eingefhrt haben4 ,die oft mythischen ,darstellungen griechischer ,historiker ber die ,anfnge des ,kunstschaffens sind als entscheidend in solchen ,fragen gewiss nicht anzusehen4 ,die wichtigsten und zuverlssigsten ,nachrichten ber die kunsttechnischen ,fhigkeiten der frhen griechischen ,zeit danken wir dem ,dichter der ,ilias und ,odyssee4 ,zur ,zeit ,homers1 im ,beginn des letzten vorchristlichen ,jahrtausends1 hatte man es in ,griechenland auf dem ,gebiete des ,kunstgusses sicherlich noch nicht weit gebracht1 denn so eingehend der ,dichter ber die mannigfachsten ,metallarbeiten berichtet1 von ,gusswerken spricht er kaum4 ,zweifellos fest steht jedoch1 dass man seit dem #f4 ,jahrhundert v4 ,chr4 in ,griechenland wahre ,wunder der ,giesskunst geschaffen hat1 und wenn auch aus dieser ,zeit ,berichte ber die ,art der ,herstellung der ,bronzewerke nicht bekannt sind1 so lsst doch wieder die ,untersuchung der erhaltenen ,denkmler darber nicht im ,zweifel4 ,griechische ,gusswerke1 deren ,oberflche nicht durch eine zu starke ,oxydation die ,beurteilung erschwert1 lassen mit ,sicherheit erkennen1 dass sie im ,wachsausschmelzverfahren hergestellt sind4 ,auch hier wie in allen anderen ,fllen sind als kaum trgendes ,merkmal die ,spuren der ,kernsttzstbchen anzusehen4 ,das ,wachsausschmelzverfahren gestattet es auch1 sehr grosse ,bildwerke in einem ,guss1 also ungeteilt herzustellen4 ,obschon nun die erhaltenen ,denkmler ersehen lassen1 dass die griechischen ,giessmeister ihre ,kunst in hchster ,vollkommenheit beherrschten1 dass sie ein vorzgliches ,formmaterial besassen und ,metallmischungen herzustellen wussten1 mit deren ,hilfe die denkbar geringste ,wandungsstrke bei grosser ,dichtigkeit und ,festigkeit erreichbar war1 so scheinen sie doch stets auch mittelgrosse ,figuren in mehreren ,teilen geformt und gegossen zu haben1 die nachher fast unmerkbar aneinander gefgt wurden4 ,kopf1 ,arme1 auch ,beine1 wurden in der ,regel fr sich hergestellt4 ,bei einem ,guss im ,ganzen wrde der ,ersatz eines fehlgegossenen ,teiles naturgemss weit grssere ,schwierigkeiten bereitet haben4 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,thrflgel1 ,dom zu ,hildesheim4 ,jahrhunderte lang hat in ,griechenland die ,erzgiesskunst geblht4 ,welch gewaltigen ,eindruck die bronzenen ,bildwerke auf ,zeitgenossen und ,nachwelt gemacht haben mssen1 davon zeugen noch viele ,berichte aus dem ,altertum4 ,auch in ,italien hat die ,erzplastik schon frh geblht4 ,dem technisch erfahrenen ,volk der ,etrusker rhmt man nach1 dass es schon um das ,jahr #ajjj v4 ,chr4 die ,bronze als ,gussmaterial verwendet habe4 ,tausende von ,erzstatuen sollen sich in spterer ,zeit in den reichen etruskischen ,stdten befunden haben4 ,unter dem ,einflusse der ,etrusker und der in grosser ,zahl in ,italien angesiedelten ,griechen entwickelte sich die ,kunst in dem allmhlich zur ,weltmacht heranreifenden ,rom4 ,auch hier hat der ,bronzekunstguss in hoher ,blte gestanden1 allein ,griechen scheinen vor allem die ausbenden ,meister auf diesem ,gebiet gewesen zu sein4 ,obschon nun ,plinius ziemlich ausfhrliche ,berichte ber die ,verwendung des ,kupfers und seiner ,legierungen giebt2 ber die angewendeten ,formverfahren giebt er keinen ,aufschluss4 ,dass jedoch auch in rmischer ,zeit das ,wachsausschmelzverfahren vorherrschend blieb1 darf fr alle komplizierter gestalteten1 insbesondere die figrlichen ,werke1 ohne weiteres angenommen werden4 ,ein grosses ,erzwerk aus sptrmischer ,zeit darf hier nicht unerwhnt bleiben1 weil es als das lteste bis in unsere ,zeit erhaltene grosse ,reitermonument das ,vorbild fr zahllose gleichartige ,denkmler spterer ,jahrhunderte geworden ist3 der ,marc ,aurel auf dem ,kapitol in ,rom 7,abb4 #g74 ,welche ,rolle die ,bronze schon in vorgeschichtlicher ,zeit auch im nrdlichen ,europa gespielt hat1 ist allgemein bekannt4 ,wann aber diese ,metalllegierung an die ,stelle des primitiveren ,steinmaterials getreten ist1 und wie weit die ,gewinnung und ,bearbeitung im ,lande selbst geschah1 ist eine durchaus noch nicht vllig gelste ,frage4 ,zweifellos setzen die in nordischen ,landen gefundenen ,bronzearbeiten eine hochentwickelte ,gusstechnik voraus und die ,annahme1 dass seefahrende ,mittelmeervlker1 vielleicht die ,etrusker1 die fertigen ,gegenstnde dorthin verhandelt haben1 gewinnt dadurch an ,wahrscheinlichkeit4 ,nachdem der die ,lnder ,europas durchtobende ,sturm der ,vlkerwanderung sich gelegt hatte1 versuchte man zunchst in ,byzanz die knstlerischen und vor allem die technischen ,ueberlieferungen der ,antike weiter zu pflegen4 ,im #e4 ,jahrhundert n4 ,chr4 wurde im ,auftrage des ,papstes ,leo ,i4 eine beinahe lebensgrosse sitzende ,figur des ,apostels ,petrus von einem byzantinischen ,knstler in ,bronze gegossen4 ,im #f4 ,jahrhundert soll ,kaiser ,justinian einem ,rmer ,eustachius den ,auftrag zum ,guss einer ,sule mit seinem ,reiterstandbild in kolossaler ,grsse erteilt haben4 ,in ,barletta in ,apulien ist noch eine sehr grosse formlose ,bronzestatue erhalten1 die im #g4 ,jahrhundert von dem ,griechen ,polyphobos in ,konstantinopel gegossen wurde und die den ,kaiser ,heraclius darstellen soll4 ,auch im westlichen ,europa ist zweifellos seit der ,antike die ,ausbung der ,giesskunst1 und1 wie angenommen werden darf1 auch die ,kenntnis des ,wachsausschmelzverfahrens1 nie unterbrochen worden4 ,wenn man sich zuerst vielleicht allein auf die ,herstellung von ,bronzegegenstnden beschrnkt haben wird1 die dem praktischen ,gebrauche dienten1 so wird doch berichtet1 dass bereits im #g4 ,jahrhundert in ,st4 ,hilaire zu ,poitiers ein ganz hervorragendes ,gusswerk vorhanden gewesen sei3 ein ,lesepult1 das aus einem ,adler auf einem mit den ,evangelistengestalten geschmckten ,sockel gebildet war4 ,unter ,kaiser ,karl d4 ,gr4 entstanden auch in ,deutschland die ersten grsseren ,erzgusswerke4 ,einhard berichtet uns von der ,giesshtte1 die der ,kaiser in ,aachen hatte errichten lassen2 und es ist durchaus wahrscheinlich1 dass die noch im ,aachener ,mnster erhaltenen ,thren und ,gitter jener ,werkstatt entstammen4 ,mglich ist auch1 dass die kleine aus dem ,metzer ,dome stammende1 jetzt in ,paris befindliche viel umstrittene ,reiterstatuette des ,kaisers ,karl in der ,aachener ,giesshtte ausgefhrt wurde4 ,gewaltige ,bronzegusswerke neben kstlichen kleineren ,erzarbeiten sind im #aa4 ,jahrhundert in ,deutschland ausgefhrt worden4 ,wenn auch zunchst ,monumente zur ,aufstellung auf ffentlichen ,pltzen nicht geschaffen wurden1 die grossartigen zur ,zierde der ,gotteshuser bestimmten ,werke sind jenen in dieser ,zeit gleich zu rechnen und die dabei angewendeten ,herstellungsverfahren sind darum etwas nher zu betrachten4 ,hildesheim war unter dem grossen im ,jahre #ajbb gestorbenen ,bischof ,bernward die hohe ,schule der ,kunst1 nicht nur fr die deutschen ,lande1 hier entstanden auch die ersten im hchsten ,sinne monumentalen ,werke deutscher ,erzgiesskunst4 ,mit staunender ,ehrfurcht betrachten wir noch heute dort die ,zeugen jener grossen ,zeit3 die im ,jahre #ajae gegossenen riesenhaften ,thrflgel im ,dome 7,abb4 #h71 die bekanntlich in ,anlehnung an die ,trajanssule im ,jahre #ajbb entstandene erzene ,bernwardssule 7,abb4 #i7 und die ebenfalls in ,hildesheim erhaltenen knstlerisch und technisch gleich wertvollen ,altargerte4 ,dass bei allen diesen ,werken das ,wachsausschmelzverfahren ,anwendung gefunden hat1 ist ziemlich unzweideutig zu erkennen4 ,schriftliche ,nachrichten fehlen leider auch fr diese ,werke1 allein der wenig jngere ,theophilus giebt uns doch genaue ,beschreibungen verschiedener ,formungs- und ,giessverfahren1 die gleichartig auch bei den ,hildesheimer ,arbeiten angewendet sein drften4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,bernwardssule1 ,hildesheim4 ,die von ,theophilus beschriebene ,einformung eines ,rauchfasses ist hier zunchst von ,interesse1 als ,beispiel des ,verfahrens1 das bei allen komplizierter gestalteten1 insbesondere hohlen ,gussstcken damals angewendet sein wird4 ,der kunstgebte ,mnch beschreibt das ,wachsausschmelzverfahren genau in der vorher 7,s4 #ai;ff47 besprochenen ,ausfhrungsweise1 nur ,einzelheiten aus den ,angaben des ,theophilus seien hier noch einmal hervorgehoben4 ,um eine geeignete ,masse fr den ,formkern und den ,formmantel zu erhalten1 sagt er3 ,nimm mit ,mist gemischten und gut gemahlenen ,thon1 lasse ihn an der ,sonne trocknen1 den getrockneten mache klein und siebe ihn mit ,sorgfalt1 den gesiebten dann vermische mit ,wasser und verreibe ihn tchtig444 ,von der den ,kern umschliessenden ,wachsschicht1 der knftigen ,metallstrke1 sagt er ausdrcklich3 siehe zu1 dass das ,wachs an keiner ,stelle dicker1 noch dnner sei1 als an den brigen4 ,ganz besonderen ,wert legt er auf das sorgfltige ,ausglhen der ,form4 ,auf alles weist er in seiner schlichten ,weise den ,unkundigen hin1 so dass man sehr wohl nach seinen ,angaben zu arbeiten vermchte4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,formschema1 s4 unten4 ,das von ,theophilus fr die ,herstellung einer ,glocke anzuwendende ,formverfahren wrde kaum in den ,rahmen des hier zu behandelnden ,gebietes hineinfallen1 wenn man nicht auch darin nur das ,beispiel einer zweiten in geeigneten ,fllen anzuwendenden ,formungsmglichkeit erblicken msste4 ,die ausfhrliche ,beschreibung der ,glockenformerei1 wie sie ,theophilus giebt1 soll hier bergangen werden1 die ,anwendung auf eine andere ,aufgabe1 bei der hnliche ,formungsschwierigkeiten zu berwinden sind1 wie sie bei kunstreich verzierten ,glocken sich einstellen1 mge gestattet sein4 ,wenn es sich z4 ,b4 um den ,guss eines grossen1 aussen reich mit ,figuren verzierten ,taufbeckens handelt oder um den ,guss eines grossen ,thrflgels1 dann wird man bei der ,herstellung des ,gussmodells1 besonders der ,kostbarkeit des ,wachses wegen1 bestrebt sein1 seine ,verwendung nach ,mglichkeit einzuschrnken und soweit es angngig ist1 statt dessen sich billigerer ,stoffe zu bedienen4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,formschema1 s4 ,s4 #bh4 ,abbildung #aj sei ein ,stck des zu giessenden ,thrflgels im ,querschnitt1 a sei die ,rckplatte1 auf der einerseits ,gestalten voll vortreten1 und wie in der ,skizze angenommen ist1 z4 ,b4 auch ein ,baum plastisch dargestellt ist4 ,die ,platte mit allen darauf liegenden bildlichen ,darstellungen knnte nun nach dem bekannten ,verfahren in ,wachs modelliert und geformt werden4 ,kaum schwieriger wird aber das ,verfahren1 wenn die ,platte a z4 ,b4 in ,holz hergestellt wird1 und dann auf diesem ,grunde alle vortretenden unterschnittenen ,teile in ,wachs modelliert werden4 ,man wrde dann statt einer vllig geschlossenen nur eine zweiteilige ,form herzustellen haben4 ,zunchst wrde die ,platte a bis zu ihrer ,oberkante mit ,formlehm zu umhllen sein1 die ,schnittflche e wrde dann mit einer dnnen ,staubschicht 7z4 ,b4 ,holzkohlenpulver7 zu bedecken sein1 die das ,anhaften der oberen1 in der frher gekennzeichneten ,weise aufzutragenden1 ,formhlfte d verhindert4 ,ist diese zweiteilige ,form vorsichtig getrocknet1 so kann sie auseinander genommen werden4 ,der untere ,formteil kann ohne weiteres abgehoben werden1 dann kann auch die ,platte a von dem sie haltenden ,wachs abgelst und darauf die obere ,formhlfte d erwrmt werden1 so dass die in ,wachs modellierten ,teile herausschmelzen4 ,werden nun die beiden ,formteile weiter getrocknet und ausgeglht1 dann ist es nur noch notwendig1 sie in richtiger ,lage wieder zusammen zu fgen -- was ermglicht wird z4 ,b4 durch ,stifte im unteren ,formteile1 die in ,lcher des oberen eingreifen -- eine ,eingussffnung und ,luftkanle anzubringen1 und die ,form ist fr den ,guss vorbereitet4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,taufbecken1 ,dom zu ,hildesheim4 ,angenommen ist hier1 dass alle vortretenden1 in ,wachs modellierten ,teile massiv gegossen werden sollen1 notwendig ist das nicht1 sehr wohl knnen den krftigeren ,teilen ,kerne eingefgt werden4 ,in der beigefgten ,skizze 7,abb4 #aa71 in der das ,gussmodell vllig aus ,wachs bestehend gedacht ist1 sind die ,kerne mit dem sie tragenden ,eisenstabe eingezeichnet4 ,fest steht1 dass man sich auch diesen ,vorteil zu nutze zu machen verstand4 ,ausdrcklich unterrichtet werden wir darber in einer franzsischen ,schrift des #ac4 ,jahrhunderts1 dem ,livre des tablissements des mtiers de ,paris1 des #abfi verstorbenen ,etienne ,boyleaux4 ,dort wird ein ,besuch in der ,giesserwerkstatt des ,meisters ,alain ,le ,grant geschildert4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,lwe1 ,braunschweig4 ,der ,knstler modelliert einen grossen ,kirchenleuchter in braunem ,wachs und giebt die ntigen ,erklrungen1 die in mancher ,beziehung von hohem ,interesse sind4 ,er sei in ,brabant1 in der ,bourgogne1 in ,deutschland und ,italien gewesen1 dort gbe es tchtige ,giesser und ihre ,arbeit wrde nach ,verdienst gewrdigt4 ,in ,frankreich verlange man berladene ,arbeiten und wolle sie nicht entsprechend bezahlen1 deshalb wrde ,pfuscherarbeit geliefert1 an der die ,fehlstellen mit ,zinn ausgebessert seien1 doch man merke nichts davon1 das ,verstndnis fehle4 ,an dem ,kronleuchter1 den er in ,arbeit habe1 wrde jeder der sechs ,arme in einem ,gusse hergestellt4 ,zunchst werde in ,wachs ein tadelloses ,modell gemacht1 die dicken ,teile enthielten ,kerne aus ,erde mit gefaultem ,stroh1 die nachher aus den fr diesen ,zweck in der ,metallwandung ausgesparten ,lchern entfernt wrden4 ,die brigen ,angaben ber die ,herstellung des ,formmantels decken sich mit denen des ,theophilus4 ,neben zahlreichen1 zum ,teil kstlichen erzenen ,thrflgeln1 ,grabplatten1 ,taufbecken 7,abb4 #ab71 ,kronleuchtern und kleinerem ,kirchengert entstehen auch in der ersten ,hlfte des zweiten nachchristlichen ,jahrtausends bereits grosse freiplastische ,bronzewerke1 deren einige auf ffentlichen ,pltzen ,aufstellung fanden3 im ,dome zu ,erfurt die fast lebensgrosse ,figur eines ,leuchtertrgers#ad1 der im ,jahre #aaff aufgestellte ,lwe vor der ,burg ,dankwarderode in ,braunschweig 7,abb4 #ac7 und das ,reiterbild des ,drachentters ,st4 ,georg auf dem ,hradschin in ,prag1 von ,martin und ,georg ,klussenbach #acgc ausgefhrt 7,abb4 #ad74 #ad ,abbildung und nhere ,angaben in3 ,bau- und ,kunstdenkmler der ,provinz ,sachsen1 ,heft ,,xiii1 ,s4 #hb;ff4 ,whrend nun besonders in ,niederdeutschland fast allerorten mehr oder minder bedeutsame ,gusswerke geschaffen wurden1 scheinen in anderen ,lndern in der ,zeit vor dem #ad4 ,jahrhundert nur wenige grssere ,arbeiten der ,art entstanden zu sein4 ,die tchtigen ,leistungen der ,giesserwerksttten im ,maasgebiet1 vor allem in ,dinant1 drften noch am ersten hervorzuheben sein4 ,wenn auch wohl einfachste handwerkliche ,arbeiten den weiten ,ruf dieser ,stadt begrndeten1 sind doch ,werke wie der grosse ,taufkessel vom ,jahre #aaab in ,st4 ,barthlemy in ,lttich den besten ,gussleistungen deutscher ,knstler dieser ,zeit gleichwertig an die ,seite zu stellen4 ,weder ,italien noch ,frankreich1 ,england und die brigen europischen ,lnder haben hnlich bedeutende ,werke gleichen ,alters aufzuweisen4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,st4 ,georg auf dem ,hradschin in ,prag4 ,,iii4 ,das ,wachsausschmelzverfahren vom #ad4 bis zum #ai4 ,jahrhundert4 ,zeitlich zunchst entstehen in ,italien gussplastische ,werke1 die auch die frher geschaffenen deutschen ,schpfungen hinter sich lassen und fr alle ,zeiten ein ,ruhmestitel in der ,kunst jenes ,landes sind4 ,die in den ,jahren #accj-acce fr das ,baptisterium in ,florenz von ,venetianer ,giessern ausgefhrte ,bronzethr des ,andrea ,pisano 7,abb4 #ae7 muss in ,italien als das erste bedeutsame ,beispiel bezeichnet werden1 die ,gusstechnik im ,grossen anzuwenden2 die wenig lteren ,erzgussarbeiten am ,brunnen in ,perugia1 am ,dom in ,orvieto u4 a4 m4 sind dem gegenber von geringerer ,bedeutung4 ,erst mit dem #ae4 ,jahrhundert beginnt dort eine neue ,aera des ,kunstgusses4 ,wiederum ist es eine grosse ,bronzethr1 die die ,erzplastik des #ae4 ,jahrhunderts einleitet1 die #adjc von ,ghiberti begonnenen ,flgel fr das ,florentiner ,baptisterium 7,abb4 #ah1 ,s4 #cc74 ,genauere ,nachrichten ber das angewendete ,formverfahren sind ber diese ,thrflgel so wenig bekannt1 wie ber das zweite am gleichen ,ort befindliche1 von demselben ,knstler ausgefhrte viel berhmtere ,flgelpaar 7,abb4 #bj1 ,s4 #ce71 von dem ,michelangelo gesagt haben soll1 sie seien wrdig1 die ,pforten des ,paradieses zu schmcken4 ,und ebensowenig sind gleichzeitige nhere technische ,angaben erhalten ber die anderen glnzenden ,leistungen der italienischen ,giesskunst des #ae4 ,jahrhunderts4 ,zweifellos fest steht aber1 dass das ,wachsausschmelzverfahren angewendet wurde1 nur ber die ,art der ,ausfhrung der ,form knnen in ,einzelheiten ,zweifel bestehen4 ,seit dem #af4 ,jahrhundert mehren sich aber in ,italien die technischen1 gerade die ,herstellung der ,form bercksichtigende ,abhandlungen4 ,in der bereits angefhrten ,schrift ,de sculptura 7#aejd7 schreibt ,gaurikus3 ,unter ,form verstehen wir nun aber1 was vom ,wachse seine ,gestalt empfngt1 sie beibehlt und schliesslich getreu wiedergiebt4 ,dabei kommt es vorerst auf die ,beschaffenheit des ,thones an1 der nicht zh1 nicht erdig1 nicht unrein sein darf4 ,dann wird er geweicht1 zu gleichen ,teilen so lange mit ,stopfwerk oder ,pferdednger durchgearbeitet1 bis davon nichts mehr zu unterscheiden ist1 wobei man bisweilen ,asche oder ,ziegelstaub zusetzt4 ,er wird getrocknet1 abgekratzt1 durchgesiebt und mit ,wasser begossen1 dass er wieder lehmig wird1 nicht zu hart und nicht zu weich4 ,ich wrde sagen1 was beim ersten1 beim zweiten und beim dritten ,ueberstreichen zu beachten ist1 wie die ,formen zuletzt mit eisernen ,bndern zusammenzuhalten1 wie sie zu drren und in die ,erde zu graben sind1 wenn ich nicht absichtlich lieber wollte1 dass ,ihr das shet1 anstatt es zu hren4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,thr des ,andrea ,pisano1 ,florenz1 ,baptisterium4 ,gaurikus spricht auch von der ,formerei in ,pulver -- unserem fetten ,sande oder der sogenannten ,masse entsprechend -- doch da er ,angaben ber die ,art der ,verwendung unterlsst1 ist die ,auskunft von geringem ,belang4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,benv4 ,cellini1 ,perseus-,monument in der ,loggia dei ,lanzi zu ,florenz4 ,zwar etwa ein halbes ,jahrhundert jnger1 doch von ungleich hherer ,bedeutung sind fr uns die ,nachrichten des ,benvenuto ,cellini 7#aejj-aega71 die sich auf die ,einformung und den ,guss noch erhaltener ,erzwerke beziehen4 ,insbesondere beschreibt ,cellini die ,ausfhrung des in der ,loggia dei ,lanzi in ,florenz stehenden ,perseus-,monumentes 7,abb4 #af u4 #ag74 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,benv4 ,cellini1 ,sockel zum ,perseus-,monument4 ,das ,wachsausschmelzverfahren ist dabei angewendet1 jedoch in einer ,art1 die von der des ,theophilus besonders dadurch abweicht1 dass das in ,thon oder ,gips vorhandene ,modell1 ohne es zu zerstren1 mechanisch in ,wachs bertragen wird1 so dass im ,falle eines sich etwa ergebenden ,fehlgusses1 die ,herstellung einer zweiten ,form mit geringeren ,schwierigkeiten verbunden ist4 ,ob dieses ,verfahren bereits im #ae4 ,jahrhundert in ,italien angewendet wurde1 ist mit unbedingter ,sicherheit nicht zu entscheiden4 ,durch erhaltene ,briefe ,cellinis1 in denen er sein ,verfahren als ein neues bezeichnet1 drfte die ,annahme1 dass es doch bereits lnger gebt wurde1 kaum widerlegt sein -- das ,verfahren des ,theophilus wurde neben dem von ,cellini beschriebenen noch ,jahrhunderte lang auch von ,cellini selbst weiter gepflegt4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,erste ,thr ,ghibertis1 ,florenz1 ,baptisterium4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,formverfahren ,benv4 ,cellinis 7a74 7,schema47 ,die von ,cellini angewendete1 ohne weiteres schwer verstndliche ,art der ,formung1 soll mit ,hilfe von beigegebenen ,skizzen zu verdeutlichen versucht werden4 ,cellini schreibt3 ,modelliere die ,statue1 welche du giessen willst1 aus mit ,scherwolle gemischter1 dann der ,verwesung berlassener ,erde und bringe dies ,modell in allen ,verhltnissen und ,formen der schnen ,vollendung1 die du an dem ausgefhrten ,werke zu sehen wnschest1 so nahe wie mglich4 ,die ,kunst verlangt1 dass1 wenn du ,gutes leisten willst1 solches nicht nur am frischen1 sondern auch am trockenen ,modell der ,fall sei4 ,zum ,zweck des ,abformens mit ,gips wird letzterem nun ein ,ueberzug von ,maler-,staniol gegeben3 ,man schmilzt ,wachs und ,terpentin zu gleichen ,teilen in einem ,kessel und streicht das siedende ,gemisch mit einem ,borstenpinsel ganz behutsam auf das ,modell1 indem man dabei wohl acht giebt1 ,muskeln1 ,adern1 oder andere feine ,einzelheiten nicht zu zerstren4 ,darber lassen sich dann die ,staniolblttchen aufs beste aufkleben4 ,sie bestehen aus usserst dnngeschlagenem ,zinn1 wie es die ,maler hin und wieder anwenden1 z4 ,b4 wenn sie ,waffen auf ,leinwand malen4 ,nachdem die ganze ,figur nun noch mit ,oel gesalbt worden1 lassen sich die ,hohlformen mit ,leichtigkeit darber nehmen4444 ,letzteres geschieht auf verschiedene ,weise1 die schnste aber1 die mir vorgekommen ist1 und deren ich mich meistens bedient habe1 besteht darin1 die ,form thunlichst in mehrere ,stcke zu zerlegen1 deren ,zahl und ,lage sich nach den frei vom ,rumpfe abstehenden ,teilen1 wie ,armen1 ,beinen und dem ,kopf richtet4 ,diese einzelnen ,formstcke mssen mit grsster ,sorgfalt hergestellt werden2 whrend der ,gips noch weich ist1 steckt man in jedes von ihnen einen doppelten ,eisendraht1 der um soviel aus der ,masse vorragt1 dass man daran1 wie an einem ,ringe1 einen ,bindfaden befestigen kann4 ,wenn der ,gips sich verhrtet hat1 muss man versuchen1 ob jedes einzelne ,formstck sich gut abheben lsst1 ohne dass die ,feinheiten des ,werkes beschdigt werden2 ist dies der ,fall1 wird es wieder genau an seinen ,platz gebracht und das nchste ,formstck mglichst nahe am vorigen genommen1 damit der ,guss nicht durch leere ,zwischenrume fehlerhaft ausfalle4 ,so werden smtliche ,formstcke zunchst von der einen ,hlfte der ,figur genommen1 d4 h4 der ,hlfte der ,lnge nach1444 hierbei sind etwaige ,unterhhlungen wohl zu beachten1 berhaupt die ,formstcke so zu verteilen1 dass sie wieder zusammengefgt den ,ueberguss eines zusammenhngenden1 in einem ,stcke abhebbaren ,gipsmantels von zweier ,finger ,dicke gestatten4 ,bevor letzteres geschieht1 muss man die aus den ,gipsstcken vorstehenden ,ringe von ,eisendraht mit etwas ,thon umgeben1 so dass sie nachher beim ,abheben der ,hlle nicht hinderlich werden4 ,danach salbe man die ,aussenflche smtlicher ,formstcke1 welche die ,gipshlle bekleiden soll1 aufs beste mit ,oel1 damit diese sich nach ,erhrtung des ,gipses leicht abheben lasse4 ,hat man einmal versucht1 ob dies geht1 bringt man die ,stcke wieder an ihren ,ort in dem ,mantel und verfhrt auf dieselbe ,weise mit der zweiten hinteren ,hlfte der ,figur4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,zweite ,thr ,ghibertis1 ,florenz1 ,baptisterium4 ,diese erste1 vorbereitende ,stufe bei der ,herstellung der ,metallgussform mge zunchst an einigen ,abbildungen verdeutlicht werden4 ,die ,formarbeit bleibt im ganzen dieselbe1 wenn an ,stelle einer ganzen ,figur -- wie ,cellini annimmt -- z4 ,b4 nur ein ,kopf gegossen werden soll4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,vielteilige ,gipsform ber einem ,kopfe 7nach ,mariette1 s4 oben74 ,wenn das ,thonmodell bereits fertig und in der beschriebenen ,weise mit ,maler-,staniol berzogen ist1 handelt es sich zuerst darum1 eine ,gipshohlform herzustellen1 die nur dazu dienen soll1 das fr das ,wachsausschmelzverfahren vorbereitete ,wachsmodell auf mechanischem ,wege zu erhalten4 ,man wird an einer ,stelle des ,kopfes beginnen1 ,gipsbrei aufzutragen in einer ,strke1 die sich nach der ,grsse des ,modells richtet4 ,vor dem ,erstarren der ,gipsmasse wird man die ,aussenflche abschlichten und die ,drahtse hineindrcken4 ,nachdem der ,gips hart geworden ist1 wird man ihn vom ,modell abheben1 meist senkrecht zur ,innenflche gerichtete ,seitenflchen mit einem ,messer anschneiden und das nun fertige ,teilstck len4 ,nachdem es wieder genau seinen ,platz am ,modell erhalten hat1 trgt man daneben wiederum ,gipsbrei an und verfhrt damit in gleicher ,weise4 ,jedes ,teilstck wird man mglichst gross nehmen1 doch stets so1 dass es ,rundungen nur so weit bedeckt1 als es abhebbar bleibt4 ,vor allem aber muss auf voll unterschnittene ,teile am ,modell ,rcksicht genommen werden2 am ,kopf knnte das beispielsweise eine ,locke sein4 ,man kann da auf verschiedene ,weise vorgehen4 ,entweder wird man die ,unterschneidung ausfllen1 ohne weiteres ist dann darber zu formen4 ,doch da die ,unterschneidung dann an dem knftigen ,einguss -- in diesem ,falle ,wachs -- ebenfalls fehlen wrde1 msste sie nachtrglich hergestellt werden4 ,oder der voll unterschnittene ,teil kann von vornherein vom ,modell abgetrennt werden1 in der ,gipsform und am ,einguss wrden dann nur die ,trennflchen zum ,ausdruck kommen1 an die -- vorausgesetzt1 dass es sich wieder um ,wachs handelt -- leicht das abgetrennte1 fr sich modellierte oder geformte ,stckchen angesetzt werden kann4 ,schliesslich ist auch1 wenn nicht zu viele voll unterschnittene ,teile dicht nebeneinander vorhanden sind1 die ,schwierigkeit der ,einformung nicht gross4 ,man wird die ,formstcke nur derart trennen mssen1 dass sie die senartige ,unterschneidung von den ,seiten je zur ,hlfte bedecken4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,formverfahren ,benv4 ,cellinis 7b74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,formverfahren ,benv4 ,cellinis 7c74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,formverfahren ,benv4 ,cellinis 7d74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,formverfahren ,benv4 ,cellinis 7e74 7,schema47 ,ist nun die eine ,kopfseite1 z4 ,b4 die vordere1 in der angegebenen ,weise mit dicht aneinanderschliessenden ,formstckchen aus ,gips bedeckt1 dann werden1 wie ,cellini angiebt1 die ,drahtsen mit ,thonklmpchen bedeckt und smtliche aufs beste mit ,oel getrnkten ,teilstcke mit einer zweiten ,gipslage berkleidet 7,abb4 #ai u4 #ba74 ,diese ,lage wird nach dem ,erstarren abgehoben und an den ,stellen1 die durch die ,eindrcke der ,thonklmpchen gezeichnet sind1 mit ,lchern versehen4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,formverfahren ,benv4 ,cellinis 7f74 7,schema47 ,nachdem dann auch die andere ,kopfhlfte in derselben ,weise eingeformt ist und der ,gips den grssten ,teil seiner ,feuchtigkeit verloren hat1 werden die ,formstckchen einzeln vom ,modell abgehoben und nebeneinander in dem usseren ,gipsmantel befestigt1 indem man ,fden1 die durch die ,drahtsen gezogen sind1 ausserhalb der ,lcher des ,mantels mit ,hilfe kleiner ,holzknebel verknotet4 ,werden dann die beiden ,mantelhlften mitsamt den einliegenden ,formstckchen vereinigt1 so erhlt man die ,hohlform des ,kopfes 7,abb4 #ba1 #bb74 ,in gleicher ,weise wrde bei einer ganzen ,figur verfahren werden4 ,die ,gipshohlform dient nun als ,grundlage fr die weitere ,herstellung der hitzebestndigen ,metallgussform4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,ghiberti1 ,johannes d4 ,t41 ,florenz1 ,or ,san ,michele4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,ghiberti1 ,matthus1 ,florenz1 ,or ,san ,michele4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,donatello1 ,denkmal des ,gattamelata in ,padua4 ,der einfacheren ,handhabung wegen und um alle ,tiefen der ,gipsform leicht erreichen zu knnen1 zerlegt man sie wieder in ihre ,hauptteile1 dann giesst man1 wie ,cellini weiter beschreibt3 ein wenig feines ,fett in ihre ,hhlung1 in welche alsdann eine ,schicht ,wachs1 ,thon oder ,nudelteig 7woher dies ,verfahren auch das ,nudeln heisst7 eingedrckt wird4 ,zu diesem ,zwecke schneidet man in ein ,stck ,holz eine ,hhlung von der ,grsse der ,handflche und der ,tiefe eines guten ,messerrckens1 auch mehr oder weniger tief1 je nach der ,strke1 welche man dem ,gusse geben will4 ,in diese ,art von hlzerner ,form fllt man 7in gleichmssiger ,dicke7 den ,teig1 nimmt ihn dann heraus und drckt ihn so in die ,hohlform aus ,gips1 dass ein ,stck das andere genau berhrt4 ,ist auf diese ,weise die ,form von oben bis unten damit berzogen1 legt man ihre ,hlften nebeneinander auf den ,boden und macht ein ,gerst aus ,eisen1 welches dadurch1 dass man den ,stangen die ,krmmungen des ,rumpfes und der ,gliedmassen des ,modelles giebt1 der ,statue gleichsam als ,gerippe dienen soll4 ,darber trgt man dann nach und nach mageren1 d4 h4 mit ,scherwolle gekneteten ,thon auf1 den man ab und zu an der ,luft oder am ,feuer trocknen lsst1 bis endlich das ,gerste die ,hohlform vollstndig ausfllt1 wovon man sich durch wiederholtes ,aneinanderpassen derselben berzeugt4 ,berhrt dieser ,formkern berall die ,nudelschicht1 so wird er wieder herausgenommen1 ringsum von oben bis unten mit feinem ,eisendraht umwunden und so lange starker ,hitze ausgesetzt1 bis er gebrannt ist4 ,ist dies geschehen1 so bestreicht man ihn mit einem ganz feinen ,brei aus mit ,scherwolle gemischter ,erde1 ,ziegelpulver und gestossenen ,knochen1 worauf durch nochmaliges ,erhitzen auch dieser ,ueberzug gebrannt wird4 ,hat man dann nach ,entfernung der ,nudelschicht die ,form innen mit dem allerfeinsten ,speck dnn eingerieben -- und zwar mit erwrmtem1 weil dieser besser in den ,gips einzieht --1 sind dann auch die ,eingussrhren fr das ,wachs angebracht1 so befestigt man mittels einiger ,eisenstangen1 die man vom ,gerste des ,kernes hat herausragen lassen1 ,hohlform und ,kern wechselseitig derart1 dass sie sich gegeneinander nicht verrcken knnen4 ,hat man die ,hllen recht fest miteinander verbunden1 so richtet man die ,statue auf und bringt zum wenigsten noch vier ,luftkanle an2 je mehr ihrer sind1 desto sicherer wird die ,fllung der ,form mit ,wachs vor sich gehen4 ,zwei der ,luftkanle werden an den ,hnden angebracht1 zwei andere an den tiefsten ,stellen der ,fsse4 ,um sich diese ,arbeit zu erleichtern1 stellt man die ,form auf eine erhhte ,unterlage1 bohrt mit grosser ,vorsicht ein ,loch in schrger ,richtung nach unten1 ohne dass irgend ,unreinigkeiten in das ,innere der ,form gelangen1 steckt in das ,loch ,stcke ,schilfrohr1 die man mit ,verstndnis aufwrts biegt und1 ,rohr an ,rohr1 zu einer an der ,statue emporsteigenden ,rhre verbindet4 ,ist so bei smtlichen ,luftkanlen verfahren1 so werden die ,stellen1 wo zwei ,rohrstcke sich aneinander fgen1 wie auch die1 wo das erste im ,loche sitzt1 mit etwas feuchtem ,thon verschmiert1 damit das ,wachs keine ,lcken zum ,herausfliessen finde4 ,darauf kann man das ,wachs heiss und gut geschmolzen einstrmen lassen4 ,wenn nur alle ,vorarbeiten1 besonders die ,anbringung der unteren ,luftkanle1 richtig ausgefhrt sind1 wird die ,form sich bei noch so schwieriger ,haltung der ,figur leicht fllen4 ,nachdem man die ,form einen ,tag lang1 zur ,sommerszeit zwei ,tage1 sich hat abkhlen lassen1 nimmt man die ,banden mit grsster ,sorgfalt ab und lst alle ,fden1 welche die einzelnen ,formstcke an ihre gemeinsame ,gipshlle befestigen4 ,deren erste ,hlfte wird nun leicht abzuheben sein1 weil das ,wachs sich whrend der zweitgigen ,ruhe wenigstens um die ,dicke eines ,pferdehaars zusammengezogen hat4 ,ebenso entfernt man die zweite ,hlfte der ,hlle und legt dann beide ,teile so auf niedrige ,bcke1 dass man mit den ,hnden darunter greifen kann4 ,nun lst man von der ,statue auch alle einzelnen ,formenstcke1 die vorhin durch ,drahtringe und ,bindfden an der ,hlle befestigt gewesen1 eines nach dem anderen auf das sorgfltigste ab1 putzt die ,gussnhte sauber fort und berarbeitet die ganze ,figur recht grndlich4 ,dabei lassen sich ,einzelheiten und anmutige ,zuthaten noch mit leichter ,mhe ansetzen4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,verrocchio1 ,brunnen im ,pal4 ,vecchio zu ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,verrocchio1 ,christus und ,thomas1 ,florenz1 ,or ,san ,michele4 ,auch diese ,ausfhrungen ,cellinis bedrfen der begrndenden ,erklrungen4 ,zunchst ist auffallend das als ,nudeln bezeichnete ,zwischenverfahren1 das man1 wie es scheint1 zu anderen ,zeiten kaum angewendet hat1 dem aber gewisse ,vorteile kaum abzusprechen sind4 ,die ,form eines ,kopfes diene weiter als ,beispiel4 ,wenn die ,gipshohlform vorhanden ist1 dient sie zunchst dazu1 den ,kern zu erhalten1 das ist auf verschiedene ,weise mglich1 das ,nudeln ist der umstndlichste ,weg4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,verrocchio1 ,denkmal des ,colleoni1 ,venedig4 ,in einer gleichmssig vertieften ,platte stellt man zuerst dnne ,scheiben in einer beliebigen knetbar weichen ,masse z4 ,b4 ,teig1 ,thon oder ,wachs her und legt mit dieser die ,gipsform mglichst gleichmssig aus1 doch kommt es durchaus nicht darauf an1 dass diese ,schicht in alle ,tiefen gedrckt wird1 sie hat ja weiter keinen ,zweck1 als die ,herstellung des ,kernes zu erleichtern -- den ,abstand des ,kernes von der ,formflche berall gleich zu erhalten1 dann auch die leicht verletzliche ,form vor ,beschdigung zu schtzen4 ,der ,kern aus ,thon mit ,scherwolle wird1 wie ,cellini allgemein verstndlich beschreibt1 ber einem ,eisengerst1 das in geeigneter ,weise gestaltet ist1 aufgetragen und allmhlich von unten nach oben fortschreitend in die mit der ,hilfsschicht ausgelegte ,gipsform sorgfltig eingepasst 7,abb4 #bc74 ,ist so der ganze ,kern fertig gestellt1 so wird die ,gipsform mitsamt der ,hilfsschicht abgehoben und der ,kern1 nachdem er von oben bis unten mit feinem ,eisendraht umwunden ist1 geglht4 ,um danach wieder dem ,kerne eine schlichte ,oberflche zu geben1 wird er mit der von ,cellini angegebenen ,masse dnn berzogen und darauf noch einmal gebrannt4 ,wesentlich einfacher ist die ,bildung des ,kernes1 wenn in der ,art verfahren wird1 die ,cellini ebenfalls beschreibt1 von der er allerdings sagt1 dass sie weniger zuverlssig sei4 ,dieses ,verfahren besteht darin3 den ,gusskern der ,statuen anstatt aus ,thon1 aus mit gebrannten ,knochen und gepulverten ,ziegeln gemischtem ,gips herzustellen4 ,trifft es sich1 dass der ,gips gerade von der rechten ,sorte ist1 so ist dies ,verfahren ein leichteres1 weil man1 anstatt die ,ueberzge einen nach dem anderen von ,thon aufzutragen1 den mit einer gleichen ,menge der erwhnten ,zuthaten zu einem ,brei angerhrten ,gips sofort ber die in die ,hohlform gedrckte ,nudelschicht giessen und dort erhrten lassen kann4 ,dann nimmt man ihn aus der ,hhlung1 umwickelt den ganzen ,kern fest mit ,eisendraht1 den man nachher wieder recht achtsam mit einem etwas flssigeren ,brei der obigen ,mischung1 verstreicht4 ,nun brennt man den ,kern wie einen irdenen4444 ,wird alsdann ber dem verglhten ,kerne die ,gipsform1 aus der nun die ,hilfsschicht entfernt ist1 wieder zusammengebaut1 so entsteht natrlich an ,stelle jener ,hilfsschicht zwischen ,kern und ,gipsform ein freier ,raum1 diesen in allen ,feinheiten mit flssig einzugiessendem ,wachs zu fllen1 ist die nchste ,aufgabe4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,verrocchio1 ,denkmal des ,colleoni1 ,venedig4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,jac4 ,sansovino1 ,gestalt des ,friedens1 ,venedig1 ,loggietta4 ,cellini giebt an1 wie zu dem ,zwecke ,rhren anzubringen seien1 es bedarf hier nicht der ,wiederholung1 nur auf das ,princip1 das gleichartig auch beim ,einguss des flssigen ,metalles verfolgt wird1 sei kurz hingewiesen4 ,es kommt beim ,einfllen der erstarrenden ,masse darauf an1 sie mittels ,rhren zunchst in die tiefst gelegenen ,teile der ,form zu leiten und sie darin gleichmssig ansteigen zu lassen4 ,nur so ist es zuverlssig erreichbar1 die ,form in allen ,tiefen zu fllen4 ,die ,gefahr der ,verstopfung enger ,formhhlungen1 ehe sie gnzlich mit ,wachs gefllt sind1 wird dann sehr gering2 der ,luft bleibt hinreichend ,zeit zu entweichen4 ,nicht ganz klar ersichtlich ist aus der ,beschreibung1 wie die ,rhren angebracht werden sollen4 ,das einfachste drfte sein1 die ,eingusskanle zwischen den beiden ,schichten der ,teilform mit ,durchbohrung der ,innenlage anzuordnen1 ,schilfrohr wre dann entbehrlich4 ,da solches zu ,hilfe genommen wurde1 muss angenommen werden1 dass auch der ussere ,gipsmantel durchbohrt wurde und dass von den erhaltenen ,oeffnungen aus ,schilfrhrchen1 die mit ,thon gedichtet wurden1 an der ,aussenwandung der ,form hinaufgezogen wurden1 etwa wie in der ,skizze ,abbildung #bd angegeben ist4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,jac4 ,sansovino1 ,pallas ,athene1 ,venedig1 ,loggietta4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,bartolommeo ,ammanati1 ,brunnen in ,florenz1 ,piazza del ,granduca4 ,bei ,e wird eingegossen1 die flssige ,masse strmt zuerst bei a1 a in die ,form1 sobald diese bis b1 b gefllt ist1 tritt sie durch die dort mndenden ,nebenzweige des ,eingussrohres und so fort1 wenn noch weitere bereinander angebracht sind4 ,bei dieser ,art der ,fllung kann bereits die ,wachsmasse in den unteren ,teilen zur ,ruhe kommen1 whrend in die oberen noch die ,flssigkeit einstrmt1 und der stetig gesteigerte ,druck wird die noch nicht erstarrte ,masse in alle ,feinheiten der ,form pressen4 ,ohne weiteres ersichtlich ist1 dass diese ,vorteile fortfallen mssten1 wenn man von oben1 unmittelbar in den ,raum zwischen ,kern und ,form1 z4 ,b4 da1 wo in der ,skizze die ,oeffnung fr die verdrngte ,luft angenommen ist1 das flssige ,wachs einstrmen lassen wrde1 wie es nach dem citierten ,text den ,anschein haben knnte1 da die ,eingussrhren ebenfalls als ,luftrhren bezeichnet sind4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,bartolommeo ,ammanati1 ,brunnen in ,florenz1 ,piazza del ,granduca4 ,nachdem dann das eingegossene ,wachs ein bis zwei ,tage lang abgekhlt ist1 wird die ,gipsform in der ,weise entfernt1 dass zuerst die die inneren ,teilstcke haltenden ,fden durchschnitten werden1 wodurch die grossen usseren ,mantelstcke abhebbar werden4 ,erst wenn diese fortgenommen sind1 lassen sich natrlich die einzelnen ,teilstckchen von den ,rundungen und ,tiefen des nun in ,wachs vorhandenen ,modells lsen4 ,am ,wachs knnen nun nach ,bedarf weitere ,durchfhrungsarbeiten vorgenommen werden1 die besonders wertvoll werden1 wenn1 wie es in frheren ,jahrhunderten anscheinend stets zu geschehen pflegte1 die ,knstler1 die das ,originalmodell geschaffen haben1 auch das ,wachsmodell mit eigner ,hand vollenden4 ,auch etwa nicht miteingeformte sehr zarte1 vortretende oder voll unterschnittene ,teile wrden nun in ,wachs hinzugefgt werden mssen4 ,fr die ,metallgussform ist der ber dem ,eisenskelett aufgebaute ,kern und die durchaus die ,stelle des knftigen ,metalles ersetzende ,wachsschicht vollendet1 die weitere ,aufgabe ist es1 die ,wachslage mit dem usseren ,formmantel zu umhllen und in diesem ,mantel ,rhren anzubringen1 die einerseits dem geschmolzenen ,wachs das ,ausfliessen und dem flssigen ,metalle das ,einstrmen gewhren und anderseits solche1 die die ,luft entweichen lassen4 ,die ,schmelzbarkeit des ,wachses nutzt man auch fr die ,herstellung der ,rhren aus1 man trgt also nicht zuerst den ,formmantel auf und bringt in diesem durch ,bohrung ,kanle an1 man beginnt vielmehr mit ,anfertigung der ,rhren1 d4 h4 man giebt ,wachsstbchen von hinreichender ,strke die ,lage am ,wachsmodell1 die die ,rhren spter einnehmen sollen 7,abb4 #be74 ,cellini sagt darber1 es seien3 smtliche ,luftkanle1 die man fr den ,bronzeguss anzubringen beschlossen hat1 aus ,wachs anzufgen und zwar in schrg nach unten verlaufender ,richtung2 spter1 wenn der ,thonberzug erst aufgetragen ist1 lassen sie sich leicht durch thnerne ,rhren nach oben gebogen fortsetzen4 ,und weiter giebt er an3 dass die ,luftkanle deswegen schrg nach unten verlaufen mssen1 damit das ,wachs besser ablaufen knne und die ,form nicht durch andernfalls ntiges ,hin- und ,herwenden leide und ,gefahr laufe1 zu zerbrechen4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,ammanati und ,tribolo1 ,brunnen in ,villa reale di ,castello bei ,florenz4 ,beim ,auftragen des usseren ,formmantels kommt es vor allem darauf an1 dass er mglichst fein die ,wachsschicht in allen zarten ,teilen deckt4 ,man beginnt deshalb damit1 mit einem weichen ,pinsel eine flssig breiige ,formmasse aufzutragen1 deren ,herstellung ,cellini wie folgt beschreibt3 ,nun pulverte ich gebranntes ,hornmark von ,hammeln4 ,solches gleicht einem ,schwamme1 lsst sich leicht brennen und bertrifft an ,gte alle anderen gebrannten ,knochenarten4 ,gleichfalls pulverte ich halb so viel ,tripel und ein ,viertel ,hammerschlag und vermischte die drei ,teile in einem ,aufguss von ,rinds- oder ,pferdemist1 den ich erhielt1 indem ich letzteren in einem feinlcherigen ,siebe mit reinem ,wasser bergoss4 ,diesen ,brei trug ,cellini in gleichmssiger ,dicke444 ber die ,wachshlle der ,figur auf1 liess ihn trocknen und fuhr so fort1 bis er eine ,schicht von der ,dicke eines ,messerrckens bildete4 ,diese ,schicht berzog er3 mit einer ,hlle aus ,formerde in der ,dicke eines halben ,fingers444 und nachdem diese getrocknet war1 mit einer zweiten1 endlich mit einer dritten von ,fingerdicke4 ,der ,formmantel1 der mit ,eisenbndern umwunden werden muss1 wird schliesslich die ,strke haben mssen1 dass smtliche in ,wachs vorgebildeten ,kanle darin ,platz haben1 und dass er zugleich die notwendige ,widerstandsfhigkeit erreicht 7,abb4 #bf74 ,die ,gussform ist dann vollendet1 es ist nur noch ntig1 sie langsam zu erwrmen1 das ,wachs sorgfltig ausfliessen zu lassen und das flssige ,metall einzufllen4 ,die ,form wird1 um diese letzte ,aufgabe erfllen zu knnen1 wie frher beschrieben ist1 in der ,dammgrube1 unmittelbar vor dem ,ofen1 in dem das ,metall geschmolzen wird1 in ,sand eingestampft4 ,eine knstlerische ,wrdigung der italienischen ,erzplastik des #ae4 bis #ai4 ,jahrhunderts wrde ber den ,rahmen dieser die ,technik behandelnden ,schrift hinausgehen1 nur die bedeutsamsten grsseren ffentlich aufgestellten ,werke und die ,namen ihrer ,schpfer mgen angefhrt werden4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,giov4 da ,bologna1 ,neptunsbrunnen in ,bologna4 ,die meisten italienischen ,bildhauer des #ae4 ,jahrhunderts waren in der ,schule des ,goldschmiedes gebildet1 schon deshalb ist man gern geneigt1 ihnen einen wichtigeren ,anteil auch an der ,gussausfhrung ihrer ,werke einzurumen1 mit ,sicherheit darber zu entscheiden1 ist jedoch bei den sprlichen oder unzuverlssigen ,nachrichten ber diesen ,punkt selten mglich4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,giov4 da ,bologna1 ,merkur auf dem ,windhauch4 ,lorenzo ,ghibertis ,thren am ,florentiner ,baptisterium wurden bereits erwhnt1 auch grosse ,freifiguren hat derselbe ,knstler in ,bronzeguss geschaffen3 die ,gestalten ,johannes d4 ,t4 7,abb4 #bg71 des ,matthus 7,abb4 #bh7 und des heil4 ,stephanus fr die ,nischen an ,or ,san ,michele in ,florenz4 ,neben ,ghiberti hat der grsste ,bildner des ,quattrocento1 ,donatello1 zahlreiche ,modelle fr den ,erzguss geschaffen1 sein persnlicher ,anteil an der ,ausfhrung ist jedoch sehr in ,frage gestellt4 ,whrend der gemeinschaftlichen ,thtigkeit mit ,michelozzo wird diesem die ,leitung der ,gussarbeiten zugefallen sein1 und in ,padua war ein dort ansssiger ,glockengiesser der ausfhrende ,meister4 ,gaurikus sagt1 dass ,donatello niemals selbst gegossen habe4 ,von ,donatellos ,werken seien nur genannt die ,judith in der ,loggia dei ,lanzi und der ,gattamelata in ,padua 7,abb4 #bi71 das erste grosse erzene ,reiterbild1 das seit vielen ,jahrhunderten wieder entstand4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,giov4 da ,bologna1 ,denkmal ,cosimos ,i4 di ,medici in ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,giov4 da ,bologna1 ,denkmal ,ferdinands ,i4 di ,medici in ,florenz4 ,kaum weniger hervorragende ,gusswerke gehren auch der zweiten ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts an4 ,in den ,jahren #adea und #aded sollen ,niccolo di ,giovanni ,baroncelli und ,antonio di ,cristoforo in ,ferrara nach eigenen ,modellen ein ,reiterdenkmal des ,niccolo und ein ,standbild des ,borso d',este1 die beide nicht mehr erhalten sind1 in ,bronze gegossen haben4 ,verrocchio schuf die hchst anmutige ,brunnenfigur des ,knaben mit dem ,delphin im ,hofe des ,pal4 ,vecchio zu ,florenz 7,abb4 #cj71 weiter die ,gruppe des ,christus und ,thomas fr ,or ,san ,michele 7,abb4 #ca7 und das gewaltige ,reiterbild des ,colleoni fr ,venedig 7,abb4 #cb u4 #cc72 von ,verrocchio wird ausdrcklich berichtet1 dass er #adhh infolge einer ,erkltung1 die er sich bei den ,gussarbeiten dieses ,reitermonumentes zuzog1 gestorben sei4 ,zweifellos selbst als ,erzgiesser thtig drften die ,brder ,pollajuolo gewesen sein4 ,von ,antonio mge hier das in der ,peterskirche in ,rom aufgestellte ,grabmal des ,papstes ,innocenz ,,viii4 mit der ,kolossalfigur dieses ,kirchenfrsten nicht ungenannt bleiben4 ,zahlreicher noch sind die im #af4 und #ag4 ,jahrhundert in ,italien geschaffenen grossen ,bronzegusswerke1 wenn auch eine ,zeitlang unter dem ,einflusse ,michelangelos1 der dieser ,technik entschieden abgeneigt war1 ein ,zurckgehen der ,gussplastik unverkennbar ist4 ,neben den ,denkmlern und grossen dekorativen ,skulpturen nehmen jetzt vor allem die ,monumentalbrunnen1 die bisher nur selten mit figrlichem ,bronzeschmuck ausgestattet waren1 eine wichtige ,stellung ein4 ,in ,venedig und den ,nachbarstdten entstanden nach dem #ae4 ,jahrhundert ffentlich aufgestellte grosse ,erzwerke nur wenige4 ,die ,brunnenmndungen im ,dogenpalast1 von der ,hand ,jacopo ,sansovinos vier ,figuren fr die ,loggietta 7,abb4 #cd u4 #ce7 und die sitzende ,portrt-,figur des ,thomas von ,ravenna ber dem ,portal von ,s4 ,giuliano1 weiter ,tiziano ,aspettis ,statuen ,st4 ,pauli und ,mosis fr die ,fassade von ,st4 ,francesco della ,vigna sind ausser den im ,inneren der ,kirchen aufgestellten ,gusswerken die bemerkenswertesten ,leistungen4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,pietro ,tacca1 ,brunnen auf der ,piazza del ,annunciata in ,florenz4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,pietro ,tacca1 ,denkmal ,ferdinands ,i4 in ,livorno4 ,in ,toscana blht auch im #af4 ,jahrhundert der ,kunstguss wie vorher4 ,im ,jahre #aeji goss ,bernardino von ,lugano nach ,rusticis ,modell die kraftvolle ,gruppe der ,predigt ,johannis d4 ,t41 die ber der ,nordthr des ,baptisteriums in ,florenz aufgestellt wurde4 ,von dem ,hauptgusswerke ,benvenuto ,cellinis1 dem um #aeej geschaffenen ,perseusmonument in der ,loggia dei ,lanzi in ,florenz1 ist bereits die ,rede gewesen4 ,ueber dem ,portal des ,florentiner ,baptisteriums wurde in dieser ,zeit die ,gruppe der ,enthauptung ,johannis d4 ,tufers von ,vincenzo ,danti aufgestellt1 der fr ,perugia eine ,denkmalstatue des ,papstes ,julius ,,iii4 schuf4 ,um das ,jahr #aegj wurde auf der ,piazza del ,granduca in ,florenz der ,brunnen ,bartolommeo ,ammanatis aufgestellt1 dessen bekrnender ,neptun zwar in ,marmor gebildet1 dessen leicht schwebende ,satyrn und ,pane am ,beckenrande aber in ,erz gegossen wurden 7,abb4 #cf u4 #cg74 ,in der mannigfaltigsten ,weise bediente sich der aus den ,niederlanden gebrtige ,giovanni da ,bologna der ,erzgusstechnik bei seinen zahlreichen grossen ,werken4 ,der ,neptuns-,brunnen in ,bologna1 bei dem die ,figuren und alle dekorativen ,teile in ,bronze ausgefhrt waren1 begrndete den grossen ,ruhm des ,knstlers 7,abb4 #ci74 ,als ,bekrnungsfigur eines ,brunnens war zweifellos auch der bekannte hchst grazise ,merkur auf dem ,windhauch gedacht 7,abb4 #dj74 ,desselben ,knstlers ,reiterbilder der ,mediceer ,cosimo ,i4 7,abb4 #da7 und ,ferdinand ,i4 7,abb4 #db7 in ,florenz sind als ,beispiele der grossen ,denkmalplastik in ,erz fr die ,zeit um #afjj von hohem ,interesse4 ,von den in ,italien gebliebenen ,bronzewerken des ,pietro ,tacca1 des ,schlers und ,mitarbeiters ,giovannis da ,bologna sind aus der ersten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts in ,florenz die beiden ,brunnen auf der ,piazza del ,annunciata 7,abb4 #dc7 und in ,livorno das ,denkmal ,ferdinands ,i4 mit den gefesselten ,negersklaven am ,sockel zu nennen 7,abb4 #dd74 ,die ,reiterstatuen des ,alessandro und ,ranuccio ,farnese 7,abb4 #de7 auf dem grossen ,platze in ,piacenza wurden nach den ,modellen des ,francesco ,mocchi d4 ,j4 im ,jahre #afbe von dem rmischen ,giesser ,marcello1 wie es heisst1 jede in einem ,gusse1 vollendet4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,denkmal des ,ranuccio ,farnese1 ,piacenza4 ,modell von ,fr4 ,mocchi1 ,guss von ,marcello4 ,auch in ,rom entstand in der zweiten ,hlfte des #af4 und im #ag4 ,jahrhundert eine ,reihe sehr bedeutsamer ,bronzegusswerke1 die vor allem in der ,peterskirche ,aufstellung fanden4 ,von den unter freiem ,himmel stehenden monumentalen ,gussarbeiten des #af4 ,jahrhunderts sei ,taddeo ,landinis treffliche ,fontana delle ,tartarughe angefhrt 7,abb4 #df74 ,in der zweiten ,hlfte des #ag4 und im #ah4 ,jahrhundert treten in ,italien die ,denkmal- und ,brunnenskulpturen mehr und mehr zurck1 und zugleich damit nimmt die ,verwendung der ,bronze immer mehr ab4 ,nur wenige grosse statuarische ,werke entstehen noch1 wenn die fr die ,kirchen geschaffenen ,denkmler unbercksichtigt bleiben drfen4 ,die ,technik des ,erzgusses gert dennoch in ,italien1 wie es scheint1 nie in dem ,masse in ,vergessenheit wie besonders im #ah4 ,jahrhundert in ,deutschland4 ,in weitestem ,umfange ausgebt wird aber die ,giesserei monumentaler ,werke auch in ,italien erst wieder im #ai4 ,jahrhundert1 das ,formverfahren blieb auch dann zunchst das altbliche mit ,hilfe von ,wachs1 erst verhltnismssig spt wurde fr grosse ,erzmonumente in ,italien das unten nher besprochene ,teilformverfahren in ,sand nach dem ,beispiele ,frankreichs und ,deutschlands eingebrgert4 ,eine neue ,glanzperiode der ,giesskunst begann mit dem #af4 ,jahrhundert auch nordwrts der ,alpen1 besonders in ,deutschland4 ,die ersten und grossartigsten plastischen ,arbeiten der ,renaissance waren auch bei uns in ,bronzeguss ausgefhrt4 ,die berhmtesten ,giesserwerksttten finden sich in dieser ,zeit aber nicht mehr in ,niederdeutschland4 ,die den ,haupthandelsverkehr mit ,italien vermittelnden reichen sddeutschen ,stdte1 vor allem ,nrnberg und ,augsburg1 sind zu den bedeutsamsten ,mittelpunkten des deutschen ,kunstschaffens geworden4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,t4 ,landini1 ,fontana delle ,tartarughe in ,rom4 ,grabmler und ,brunnen waren die vornehmsten ,aufgaben1 die die ,giessknstler jener ,stdte beschftigten4 ,wenn nun auch die ,nachrichten ber die ,giessmeister des #af4 und der folgenden ,jahrhunderte durchaus nicht so sprlich fliessen1 so sind genauere ,angaben ber die ,art der ,ausfhrung auch berhmtester ,bronzewerke kaum erhalten oder nur mhsam aus noch vorhandenen geschftlichen ,vereinbarungen zusammen zu suchen4 ,ueber das ,grabmal des ,heiligen ,sebaldus in ,nrnberg 7,abb4 #dg u4 #dh71 das von ,peter ,vischer und seinen ,shnen in den ,jahren #aejf bis #aeai in ,nrnberg geschaffen wurde1 und ebenso ber die weiteren vielgerhmten ,gusswerke dieser volkstmlichsten deutschen ,kunstgiesserfamilie sind ,nachrichten1 die sich auf die ,herstellungsweise1 insbesondere auf die ,art der ,einformung beziehen1 nicht berliefert 7,abb4 #di74 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,peter ,vischer1 ,sebaldusgrab1 ,nrnberg4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,peter ,vischer1 ,selbstbildnis am ,sebaldusgrab in ,nrnberg4 ,etwas gnstiger ist es in dieser ,beziehung bestellt mit dem1 dem ,sebaldusgrab an ,berhmtheit kaum nachstehenden ,grabmal des ,kaisers ,maximilian in der ,hofkirche in ,innsbruck 7,abb4 #ej74ae ,die zahlreichen berlebensgrossen ,bronzefiguren dieses ,monumentes sind im ,laufe des #af4 ,jahrhunderts von verschiedenen ,knstlern1 deren ,namen mit ziemlicher ,sicherheit fr die einzelnen ,statuen nachweisbar sind1 entworfen und gegossen4 ,die beiden kstlichsten ,rittergestalten zur ,seite des eigentlichen ,grabmals -- ,knig ,arthur 7,abb4 #ea7 und ,theoderich 7,abb4 #eb7 -- werden wohl mit ,recht als ,werke ,peter ,vischers angesehen4 ,zweifellos fest steht1 dass er zwei ,figuren ausgefhrt hat und der ,lieferungstermin deutet auf die genannten hin4 ,von anderen ,giessknstlern1 die am ,grabmal mitgearbeitet haben1 sind besonders zu nennen die ,gebrder ,stefan1 ,heinrich1 ,melchior und ,bernhard ,godl1 ,peter1 ,gregor und ,hans ,christoph ,lffler1 ,hans ,lendenstreich und ,ludwig de ,duca4 ,ueber das erste grosse zum ,denkmal gegossene ,erzbild giebt der ,meister ,peter ,lffler in einem #aejh an den ,kaiser gerichteten ,schreiben eine wichtige technische ,auskunft1 er sagt3 ,nun lass ich ,kais4 ,m4 wissen1 dass ich das bild mit seiner zugehrung vor sant ,jakobs tag nicht giessen mag1 ursach halber die ,formen ob dem bild kann und mag ich bei dem ,feuer nicht trocknen4 ,es muss von ihm selber an der ,luft trocknen2 denn das bild selber ist ganz von wachs gemacht4 ,wenn ich das bild bei dem ,feuer wollt trocknen1 so zergieng das wachs1 und wr all arbeit daran verloren4 ,weitere ,notizen1 die die ,art des ,formverfahrens ebenso mit ,sicherheit erkennen lassen1 sind besonders erhalten ber die die ,mitte des ,grabmals bekrnende ,gestalt des knieenden ,kaisers selbst und vier ,tugendengestalten 7,abb4 #ec74 ,fr die ,modellierung dieser ,figuren war der ,bildhauer ,alexander ,colin aus ,mecheln berufen1 der ,guss wurde zunchst ,hans ,christoph ,lffler bertragen4 ,colin sollte dieselben pilder und stcke zum ,giessen zusammenrichten4 ,auch habe er die ,patronen 7das sind ,formen7 von ,gips1 darein er die pilder und andere stuck von ,wachs gegossen1 dem ,lffler zuzustellen1 damit dieser1 falls ein ,guss missraten sollte1 wieder darnach giessen knne4 ,lffler lehnt schliesslich den ,guss ab1 und man berief ,hans ,lendenstreich von ,mnchen4 ,lendenstreich wnscht1 dass er mit allem versorgt wird4 ,er fordert ,metall1 ,schmelztiegel1 ,kohlen1 ,ziegel1 ,erde1 ,lehm1 ,sand1 ,scherwolle und ,klberhaare1 welche er unter den ,lehm mischen msse1 ,eisendraht und einen ,schmied fr das ,eisenwerk4 ,auch ,lendenstreich kam nur dazu1 die ,gestalten der ,tugenden zu giessen1 die ,kaiserfigur wurde schliesslich von ,ludwig de ,duca gegossen4 ,auch dieser giebt die wichtigsten ,materialien an1 deren er bedrfe3 #cj ,centner ,metall1 ein ,centner ,wachs1 weiter ,eisen1 ,gips1 ,scherwolle1 ,lehm und ,ziegel4 #ae ,vergl4 ,d4 v4 ,schnherr1 ,gesammelte ,schriften4 ,innsbruck #aijj4 ,bei der ,vereinbarung um die ,ausfhrung der ,statue ,chlodwigs verpflichtet sich ,georg ,lffler alles ganz und von einem ,stck zu fertigen1 damit solch pild um so vil ganz und reiner gefall4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,peter ,vischer1 ,grabmal des ,erzbischofs ,ernst1 ,magdeburg1 ,dom4 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,grabmal ,kaiser ,maximilians1 ,innsbruck1 ,hofkirche4 ,die vorstehend wiedergegebenen ,notizen sind ausreichend1 um ein klares ,bild von der ,formungsart zu gewinnen1 die im allgemeinen bei den grossen ,gestalten des ,grabmals angewendet sein wird2 allein von dem ,wachsausschmelzverfahren ist die ,rede4 ,aus der an ,colin gestellten ,forderung1 die ,gipsformen dem ,giesser mit abzuliefern1 ergiebt sich weiter1 dass auch in ,deutschland im #af4 ,jahrhundert1 nicht mehr stets1 wie es ,theophilus angiebt1 das ,modell freihndig vom ,knstler ber einem vorgebildeten ,kerne modelliert wurde1 dass vielmehr zuerst ein ,thonmodell hergestellt und von diesem mit ,hilfe von ,gipsformen mechanisch der ,wachsabdruck genommen wurde1 dessen ,ueberarbeitung von ,knstlerhand man allerdings auch nicht fr unentbehrlich erachtete4 ,im ganzen wird das in ,deutschland gebte ,verfahren dem von ,cellini beschriebenen geglichen haben4 ,und wenn nun auch ber die ,formungsarbeit1 die in der ,vischerschen ,giesshtte in ,nrnberg angewendet wurde1 nichts ,nheres bekannt ist1 so darf doch wohl ohne weiteres von den in ,bezug auf das ,maximiliansgrab erhaltenen ,nachrichten der ,rckschluss gezogen werden1 dass auch dort zum mindesten fr alle grsseren und feineren ,aufgaben in gleicher ,weise verfahren wurde2 brigens lassen ja auch die erhaltenen ,gussarbeiten darauf schliessen4 ,zugleich lassen diese auch1 wie nicht unerwhnt bleiben mge1 erkennen1 dass vielfach nach ,holzmodellen geformt worden ist4 ,in welchem ,masse man bereits in dieser ,zeit auch bei einfacheren figrlichen ,modellen1 die bei anderen ,gegenstnden wie z4 ,b4 ,geschtzen zweifellos angewendete ,teilformerei in ,lehm zu ,hilfe nahm1 soll hier nicht zu entscheiden versucht werden4 ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,peter ,vischer1 ,gestalt ,knig ,arthurs 7links7 vom ,grabmal ,kaiser ,maximilians in ,innsbruck4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,peter ,vischer1 ,gestalt ,theoderichs vom ,grabmal ,kaiser ,maximilians in ,innsbruck4 ,noch von zahlreichen ,bronzegusswerken des #af4 und #ag4 ,jahrhunderts1 die bis heute eine ,zierde besonders der grossen sddeutschen ,stdte1 ,nrnberg1 ,augsburg und ,mnchen bilden1 sind uns die ,namen der ,giessknstler berliefert2 eine ,reihe tchtiger niederlndischer ,meister findet sich darunter4 ,auch italienischen ,giessernamen begegnet man1 z4 ,b4 wurden die bedeutenden ,erzfiguren in der ,begrbniskapelle des ,domes zu ,freiberg i4 ,s4 von dem ,florentiner ,carlo da ,cesare ausgefhrt 7,abbildung #ed und #ee74 ,in ,nrnberg entstand noch vor der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts von der ,hand des ,pankraz ,labenwolf die bekannte ,brunnenfigur des ,gnsemnnchens 7,abb4 #eg74 ,auch dessen ,sohn ,georg ,labenwolf ist ein ,giesser und ,bildner von grossem ,ansehen gewesen4 ,sein ,hauptwerk war der #aehe vollendete ,brunnen fr ,kronborg bei ,kopenhagen1 zu dessen ,ausfhrung er #aegf nach ,dnemark berufen wurde4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,grabmal ,kaiser ,maximilians in ,innsbruck4 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,kurfrst ,august in der ,begrbniskapelle des ,domes zu ,freiberg i4 ,s4 ,modell und ,guss von ,carlo da ,cesare4 ,den ,tugend-,brunnen 7,abb4 #eh7 neben der ,lorenzer ,kirche in ,nrnberg goss in den ,jahren #aehe-aehi ,benedikt ,wurzelbauer1 auch er genoss einen hohen ,ruf ausserhalb seiner ,heimatsstadt4 ,bekannt ist unter anderem1 dass er in den ,jahren #aeij und #afcj zwei stattliche ,brunnen fr ,prag und ausserdem einen fr ,durlach schuf4 ,noch einen ,giessknstler hatte ,nrnberg im #ag4 ,jahrhundert aufzuweisen1 von dem einige hervorragende ,werke erhalten sind1 ,wolfgang ,hieronymus ,herold4 ,er goss den in ,nrnberg selbst1 aus nicht vllig aufgeklrten ,grnden1 nie zur ,aufstellung gekommenen ,peuntbrunnen mit ,neptun und seiner ,gefolgschaft1 ,najaden1 ,tritonen und anderen ,wasserwesen4 ,das ,wachsmodell fr diesen ,brunnen wurde #afej von ,chr4 ,ritter geliefert1 an den ,gussmodellen waren ,mitarbeiter ,georg ,schweiger und ,jeremias ,eisler1 als ,ciseleur wird genannt ,johannes ,wolrab4 ,im ,jahre #agig wurde der ,brunnen von ,kaiser ,paul ,i4 von ,russland erworben und in vereinfachter ,gruppierung in ,peterhof aufgestellt4 ,von anderen grsseren ,gussarbeiten ,herolds sei noch die bekannte ,figur des ,heil4 ,nepomuk fr die ,karlsbrcke in ,prag angefhrt4 ,in ,augsburg war in der ,zeit von #aehf bis #afji der zweifellos auch als ,bildhauer nicht unbedeutende ,giesser ,hubert ,gerhard thtig4 ,er fhrte im ,jahre #aeie die vermutlich von ,peter ,candid aus ,brgge modellierte ,erzstatue am ,augustusbrunnen aus 7,abb4 #ei-fb71 und unter anderem auch die jetzt im bayerischen ,national-,museum in ,mnchen aufgestellte ,kolossalgruppe des ,mars und der ,venus 7,abb4 #fc74 ,ebenfalls ein ,niederlnder ,meister1 ,adriaen de ,vries1 schuf in ,augsburg die mit ,bronzebildwerken geschmckten1 nach ihren ,hauptfiguren benannten ,merkur- und ,herkules-,brunnen in den ,jahren #aeif bis #afjb 7,abb4 #fd-ff74 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,kurfrstin ,anna in der ,wettiner ,begrbniskapelle im ,dome zu ,freiberg i4 ,s4 ,modell und ,guss von ,carlo da ,cesare4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,taufbecken1 gegossen #aedg von ,hans ,sivvercz1 ,hildesheim1 ,st4 ,andreaskirche4 ,wolfgang ,neidhardt goss fr dieselbe ,stadt das ,neptunsbild auf dem ,fischmarkte und im ,jahre #afjg den kolossalen ,erzengel am ,zeughause gemeinsam mit ,joh4 ,reichel1 von dem auch eine ,statue ,gustav ,adolphs geschaffen sein soll1 die spter ,kaiser ,ferdinand ,,iii4 verehrt wurde4 ,andere ,augsburger ,giessmeister werden noch als ,mitarbeiter am ,maximiliansgrabe genannt2 auch der ,wittelsbacher-,brunnen im ,brunnenhofe der ,mnchener ,residenz 7,abb4 #fg7 soll von dem ,augsburger ,hans ,reisinger gegossen sein4 ,in ,mnchen selbst waren auch ,giesser von besonderer ,tchtigkeit ansssig4 ,der berhmteste unter ihnen1 ,hans ,krumper aus ,weilheim1 war #aehj-afbj bei ,hofe angestellt1 doch werden ihm in jngster ,zeit manche ,gussarbeiten1 die als von ihm ausgefhrt galten1 wieder abgesprochen4 ,er hat zumeist die ,entwrfe des bereits genannten ,niederlnders ,peter ,candid in ,bronze gegossen4 ,als ,arbeiten seiner ,giesshtte werden noch angesehen die kstlichen ,portalskulpturen und die ,madonna 7,abb4 #fh7 an der ,residenz in ,mnchen1 die ,bekrnungsfigur der ,bavaria auf dem ,rundtempelchen im ,residenzgarten 7,abb4 #fi71 die ,mariensule in ,mnchen 7,abb4 #gj7 u4 a4 m4 ,die weit berhmte ,gestalt des ,erzengels ,michael an der ,mnchener ,michaels-,kirche 7,abb4 #ga7 soll nach ,hubert ,gerhards ,modell von ,martin ,frey gegossen sein1 von dem auch1 wie heute festzustehen scheint1 die anmutige ,figur des ,perseus im ,grottenhofe der ,residenz im ,guss ausgefhrt wurde 7,abb4 #gb74 ,einige der ,hauptfiguren am ,grabmale ,kaiser ,ludwigs des ,bayern in der ,mnchener ,frauenkirche 7,abb4 #gd7 goss ,dionysius ,frey aus ,kempten2 welcher ,anteil an der ,gussarbeit dieses ,monumentes dem ,hans ,krumper zukommt1 den man frher als den alleinigen ,verfertiger ansah1 ist zweifelhaft4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,pankraz ,labenwolf1 ,gnsemnnchen-,brunnen1 ,nrnberg4 ,innsbruck 7,giesshtte in ,mhlau bei ,innsbruck7 war durch das ,maximiliansgrab zu einer der namhaftesten deutschen ,giesserstdte geworden1 in der ausser jenem ,monument 7nur wenige ,teile1 besonders die ,figuren ,peter ,vischers1 sind nicht in ,innsbruck gegossen7 noch einige bedeutende ,erzgusswerke entstanden4 ,der bereits frher genannte ,giessmeister ,gregor ,lffler in ,innsbruck fhrte den mit reichem figrlichen ,erzschmuck ausgestatteten ,brunnen vor der ,villa ,belvedere in ,prag aus1 und fr den ,innsbrucker ,hofgarten goss #afbg ,heinrich ,reinhardt nach dem ,modelle des ,kaspar ,gras in ,innsbruck einen ,brunnen1 der aus der ,reihe der vorher genannten ,schpfungen der ,art dadurch herausfllt1 dass ein erzenes1 geschickt ausbalanciertes ,reiterbild des ,erzherzogs ,leopold -- wohl das lteste grssere ,bronzemonument mit springendem ,pferde -- bestimmt war1 seine mittlere ,sule zu bekrnen4 ,der ,brunnen ist nur zum ,teil erhalten2 im ,jahre #ahic wurde er aufs neue zusammengefgt1 auf dem ,rennwege in ,innsbruck aufgestellt4 ,werke derselben ,knstler sind acht mythologische ,figuren ebenfalls im ,hofgarten und das ,grabmal des ,erzherzogs ,max in der ,pfarrkirche mit lebensgrossen ,gestalten ,st4 ,georgs und des knieenden ,frsten4 ,in ,franken1 vor allem in der seit langem blhenden1 zu ,ausgang des #ag4 ,jahrhunderts von der trefflichen ,giesserfamilie ,kopp geleiteten ,forchheimer ,giesshtte entstehen in ,sddeutschland die letzten namhaften ,bronzegusswerke bis zum #ai4 ,jahrhundert4 ,grabmler in den ,kirchen von ,bamberg und ,wrzburg und ein ,brunnen mit der ,statue des ,heil4 ,willibald in ,eichstdt vom ,jahre #afie werden als ,arbeiten jener ,meister angesehen4 ,immer bescheidener werden in der ,folgezeit in ,deutschland die ,aufgaben der ,erzgiesser4 ,grabplatten drften die einzigen ,werke geblieben sein1 die noch einige ,zeit einen gewissen ,grad hheren ,knnens in ,anspruch nahmen1 im #ah4 ,jahrhundert waren in ,nrnberg noch eine ,reihe von ,giesshtten damit beschftigt4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,bened4 ,wurzelbauer1 ,tugend-,brunnen1 ,nrnberg4 ,geschmack und ,bedrfnis neigte sich in der ,bildnerei minder kostbaren und weniger schwierig zu gestaltenden ,stoffen zu4 ,stein und ,stuck waren eher geeignet1 den mit den vorhandenen ,mitteln selten zu vereinbarenden1 bisweilen zum ,uebermass gesteigerten ,ansprchen plastischen ,schmuckes an ,bauten und in den frstlichen ,grten zu gengen4 ,den niederdeutschen ,giesshtten1 die schon in den letzten ,jahrhunderten eigentlich monumentale ,werke kaum noch geliefert hatten1 folgten mit dem ,ausgange des #ag4 ,jahrhunderts im ,niedergange auch die sddeutschen4 ,die ,giessertradition war besonders in ,norddeutschland durchbrochen und bei den wenigen grossen ,erzgusswerken1 die noch entstanden bis zum ,einsetzen der neuen ,bltezeit des ,erzgusses im #ai4 ,jahrhundert1 musste das ,ausland ,pate stehen4 ,als man angespornt durch das franzsische ,beispiel auch in der preussischen ,hauptstadt ein grosses ,frstenbild in ,bronze giessen wollte1 lehnte der dazu berufene ,berliner ,stckgiesser die ,ausfhrung ab1 erst ein in franzsischen ,werksttten geschulter deutscher ,meister bernahm die ehrenvolle ,aufgabe4 ,johann ,jacobi goss in ,berlin im ,jahre #afig das im ,jahre #ahjc in ,knigsberg aufgestellte ,standbild des ,kurfrsten ,friedrich ,,iii4 und am #b4 ,nov4 des ,jahres #agjj das fr die ,lange ,brcke in ,berlin bestimmte ,reiterbild des ,grossen ,kurfrsten 7,abb4 #gc u4 #ge71 beide nach ,modellen von ,andreas ,schlter4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,hubert ,gerhard und ,peter ,candid1 ,augustusbrunnen1 ,augsburg4 ,soweit die erhaltenen ,nachrichten erkennen lassen -- die lteren ,angaben widersprechen sich teilweise -- wandte ,jacobi das noch nher zu beschreibende ,formverfahren an1 das er in ,paris gelernt hatte2 die ,denkmler wurden demnach in einem ,gusse im ,wachsausschmelzverfahren ausgefhrt4 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,augustusfigur vom ,augustusbrunnen in ,augsburg4 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,beckenfigur vom ,augustusbrunnen in ,augsburg4 ,schon die frher angefhrte ,thatsache1 dass die ,leistung des ,bildhauers in diesem ,falle vllig in den ,schatten gestellt wurde durch den ,ruhm1 den allein der ,giessmeister davontrug1 lsst erkennen1 wie wenig ,verstndnis man damals hatte fr die zahllosen grossartigen ,werke1 die deutsche ,giesser frher geschaffen hatten1 man htte sonst nicht die ,arbeit ,jacobis als etwas ganz und gar ,unerhrtes erachten knnen4 ,noch in einer westdeutschen ,stadt1 in ,dsseldorf1 entstanden zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts bedeutendere ,bronzegusswerke1 freilich nicht von der ,hand eines deutschen ,meisters4 ,erhalten ist davon in ,dsseldorf das von dem ,brsseler ,bildhauer ,grupello modellierte und #agjc gegossene ,reiterbild des ,kurfrsten ,johann ,wilhelm von der ,pfalz 7,abb4 #gf74 ,als man aber wenig spter1 in ,dresden dem ,knig ,august dem ,starken ein ,denkmal setzen wollte1 fehlte bereits der ,meister1 der es verstanden htte1 ein solches ,werk in ,bronze zu giessen1 so dass man sich entschliessen musste1 es von dem ,augsburger ,wiedemann in ,kupfer treiben zu lassen#af 7,abb4 #adj74 #af ,vergl4 ,sponsel1 ,das ,reiterdenkmal ,augusts des ,starken4 ,neues ,archiv fr ,schs4 ,geschichte und ,altertumskunde4 ,bd4 ,,xxii4 #aija4 ,erwhnt sei hier ferner noch1 dass im weiteren ,verlauf des #ah4 ,jahrhunderts1 besonders im ,sden des deutschen ,reiches1 in ,oesterreich und ,bayern1 wenn nicht ,bronzegussarbeiten1 so doch eine ,reihe monumentaler ,gusswerke in ,blei und ,zinn entstanden1 bei denen als ,formverfahren auch gewiss allein das ,wachsausschmelzverfahren in ,betracht kam1 die ,gussschwierigkeiten jedoch wohl wesentlich geringere waren4 ,genannt seien von diesen ,arbeiten der von ,raphael ,donner modellierte1 im ,jahre #agci auf dem ,neumarkte in ,wien aufgestellte ,brunnen1 dessen ,bleiteile in neuerer ,zeit in ,bronze nachgegossen worden sind 7,abb4 #gg-gi71 desselben ,knstlers ,rathausbrunnen mit ,perseus und ,andromeda 7,abb4 #hj7 und seine ,reitergruppe des ,heil4 ,martin in ,pressburg 7,abb4 #ha71 ferner das ,reiterbild ,franz ,i4 fr ,wien und das ,denkmal der ,maria ,theresia fr ,klagenfurt -- beide von ,balthasar ,moll 7#agag-he74 ,das letztere wurde im ,jahre #ahgc durch ,pnninger erneuert4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,beckenfigur vom ,augustusbrunnen in ,augsburg4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,h4 ,gerhard und ,c4 ,polaggio1 ,mars und ,venus 7,mnchen1 ,national-,museum74 ,schliesslich sei als das letzte grosse deutsche ,bronzemonument1 das noch im unmittelbaren ,anschluss an die alte ,wachsformerei entstand1 das von ,zauner modellierte und gegossene ,reiterbild ,josephs ,,ii4 in ,wien 7,abb4 #hb7 genannt4 ,der ,knstler hatte besonders in ,italien die ,gusstechnik studiert1 fertigte in den ,jahren #agie-agig ein grosses ,probegussstck und brachte am #ai4 ,september #ahjj die ,reiterfigur und am #bf4 ,februar #ahjc das ,pferd des ,joseph-,denkmals fehlerfrei aus der ,form4#ag #ag ,vergl4 ,ellmauer1 ,le monument de ,joseph ,,ii4 ,vienne #ahjg4 ,auf die zahlreichen fr frstliche ,grten ausgefhrten ,bleifiguren und ,gruppen sei nur hingewiesen4 ,von ,interesse ist es nun1 dass gerade in der ,zeit des ,niederganges unserer ,kunstgiesserei eine der wenigen aus frheren ,jahrhunderten erhaltenen deutschen ,beschreibungen des ,wachsausschmelzverfahrens verffentlicht wurde1 in der ,curieusen ,kunst- und ,werck-,schul 444 von einem sonderbaren ,liebhaber der ,natrlichen ,knste und ,wissenschaften4 ,nrnberg4 ,in ,verlegung ,johann ,ziegers #afif4 7,i4 ,s4 #dgh;ff47 ,um eine hohle ,figur zu giessen1 wird dort angegeben1 solle man von dem ,modell zuerst eine ,teilform von ,gips anfertigen und je nachdem die ,figuren leicht oder nicht leicht sind1 formiret man sie von #c1 #d1 #f1 #aj oder #ab ,stcken4 ,allzugrosse und insbesondere reicher ausgestaltete ,figuren knnen dem ,verfasser demnach kaum als giessbar vorgeschwebt haben4 ,er giebt dann weiter an3 ,ihr msset euren ausgehhlten ,gips so viel und offt mit ,oel bestreichen1 als er das ,oel wieder von sich giebt1 und ihn mit ,baum-,wolle trocknen1 hernach nehmet alle euere ,stcke zusammen1 und bindet sie mit ,stricklein1 und sehet zu1 wo es sich am fglichsten giesen lassen wolle4 ,und nachdem ihr euer ,wachs schmeltzen lasset1 dass solches weder zu kalt noch zu warm ist1 so giest es in den ,einguss des ,gipses1 ist es eine kleine ,figur1 die ihr darzu gebrauchet1 so lasset es eine kurtze ,zeit darinnen1 hernach nehmet den irdenen ,stpffel heraus1 damit ihr das ,loch des ,eingusses verstopfft habt1 und kehret eure ,figur alsbald von oben zu unterst1 das ,wachs in ein ,gefss ablaufen zu lassen1 hernach lasset das ,wachs in der ,form fein stille stehen1 bedecket sie hernach1 so habt ihr eine ausgefllte ,figur im ,wachs1 so sie zu wenig ,raum hat1 muss man sie mehr stille stehen lassen in der ,form1 ehe man sie herausnimmt2 wo sie aber zu dicke ist1 muss man sie weniger ,zeit darinnen lassen4 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,adriaen de ,vries1 ,merkurbrunnen in ,augsburg4 ,illustration3 ,abb4 #fe4 ,adriaen de ,vries1 ,herkulesbrunnen in ,augsburg4 ,diese ,art der ,wachsschichtherstellung in der ,gipsform ist aus lteren ,beschreibungen nicht bekannt1 doch zweifellos auch nur anwendbar bei sehr einfachen ,modellen4 ,man fllt also die ,form mit flssigem ,wachs1 das dann zuerst an der ,gipswandung erstarrt4 ,sobald man annimmt1 dass die erstarrte ,schicht eine hinreichende ,strke erreicht hat1 wird die ,form gestrzt1 um den noch flssigen ,teil des ,wachses wieder ausfliessen zu lassen4 ,illustration3 ,abb4 #ff4 ,adriaen de ,vries1 ,herkulesbrunnen in ,augsburg4 ,nachdem der ,verfasser dann angegeben1 dass nach dem ,gewicht des ,wachses die ,menge des zum ,guss ntigen ,metalles zu berechnen ist1 beschreibt er die ,herstellung des ,kernes wie folgt3 ,nachdem ihr euere ,figur besagter massen habt1 so es ein ,thier ist1 das knnet ihr entweder in die ,lnge oder quer durch mit einem warmen ,messer entzwey schneiden2 wenn es nun zertheilet ist1 knnet ihr ,dohn 7,thon7 nehmen1 so mit ein wenig fein kleingemachten ,kohlenstaub vermischet ist1 schlagt es untereinander mit einem eisernen ,stblein1 damit er weich werde1 wie ein ,teig1 alsdann fllet mit dieser ,erden eine ,wachsfigur1 und wann das mittelste trocken ist1 so beleget die ,gegenden mit gar feuchter und kleiner ,erden1 da die ,nuss und die ,figur zusammen schliessen sollen1 und sehet wol zu1 dass die feuchte ,erden nicht ber die ,rinde des ,wachses gehe1 und wann sie wieder zusammen gesetzet sind1 so ergntzt es mit einem etwas warmen kupffern oder eisernen ,former1 und schmelzet es an denen zusammen gefgten ,orten zu2 wann das geschehen1 so thut einen ,guss von dem ,wachs hinein1 an dem allerfglichsten ,ort1 und der lang genug ist1 mit ,lufft-,lchern4 ,so ihr sehet1 dass ein ,theil an eurer ,figur seye1 da das ,metall nicht wohl durchfliesen wolte1 so rollet kleine ,stcklein von ,wachs1 wie eine ,gnse-,feder gross1 oder grser1 nach der ,grse euerer ,figur1 diese lasset1 mit einem warmen ,eisen1 an einigen ,ort der ,figur halten1 und dass die ,spitze des ,stckleins komme an den ,ort1 da ihr vermuthet1 dass das ,metall nicht wohl hinfliese1 und machet es1 wie gesagt worden1 an der ,figur veste4 ,hernach nehmet kleine ,steffte von ,messing1 oder ,eisen1 so gross als ein ,nadelknopff gross1 so einen ,finger ohngefehr lang ist1 nach der ,grse des ,wachses1 oder der ,nuss1 lasset diese ,steffte die quer hinein gehen in das ,wachs1 bis sie den ,kern erreichen1 und das ,wachs einen ,faden breit darber gehe1 und stellet die ,steffte so wol vornen als hintendurch die ,figur1 und an die ,enden1 damit die ,nuss von allen ,theilen1 ber gemeldten ,stefften gehalten werde1 und das usserste nicht berhre1 noch darmit zusammen falle4 ,eines ,kommentars bedrfen diese ,angaben kaum1 bemerkenswert ist nur1 dass der ,kern nicht ber einem vorher angefertigten ,gerst von ,eisenstben hergestellt wird1 sondern dass er nach dem ,ausschmelzen des ,wachses nur durch die bereits frher erwhnten ,kernsttzstbe in unverrckbarer ,lage zum ,kernmantel gehalten wird4 ,illustration3 ,abb4 #fg4 ,wittelsbacher-,brunnen1 ,mnchen1 ,residenz2 gegossen von ,hans ,reisinger4 ,um den ,mantel zu erhalten1 sagt der ,verfasser3 ,nehmet guten ,gieser-,dohn1 weichet ihn ein in warmen ,wasser1 als von ,milch1 in einem irdenen ,geschirr1 darnach gieset ihn allmhlich ab1 in ein ,gestz1 so wird durch dieses ,mittel der ,griess oder ,sand am ,boden des ersten liegen bleiben4 ,nachdeme ihr die gemeldte ,erde sich setzen lassen1 so gieset das ,wasser sachte darvon ab1 und gieset wieder anders frisches darauf1 und mischet es wohl unter einander4 ,von dieser ,erden nehmet mit einem grosen ,pensel1 und gebet eine dnne ,lage ber euere ,wachs-,figur1 und wann sie trocken1 noch eine1 und also bis auf sechse zu2 hernach1 wann es trocken1 so berziehet und strket es mit der mit ,scheer-,wolle zubereiteten ,erde1 und wann es vollkommen trocken ist1 so leget euere ,forme auf eiserne ,stnglein in ,gestalt eines ,rostes1 und sehet zu1 dass das ,wachs in der ,form nicht koche1 es wrde sie sonst zerbrechen2 man muss sie auf eine ,seiten neigen1 damit das ,wachs durch den ,einguss1 nach dem ,mass1 als es schmeltzet1 heraus fliese1 bis nichts mehr darvon drinnen ist4 ,wann dieses geschehen1 so leget eine ,forme an ein gelind ,feuer1 bis sie gantz durchdrungen seye1 je mehr je besser1 und lasset euch nicht verdriesen1 sie eine lange ,weile zu backen1 mitler ,zeit dass sie backet1 so lasset euer ,metall wohl heiss fliesen4 ,und1 damit es fein sauber werde1 ist nothwendig1 dass man zwey ,schmelz-,tiegel im ,feuer habe1 damit man das ,metall aus dem einen in den anderen giesen knne1 dessen ,schaum oder ,schlacken darvon zu bringen4 ,wann nun das ,metall wohl heiss ist1 scharret eure ,forme in den ,sand1 das ,metall hineinfliesen zu lassen1 und lasset erkalten2 hernach zerschlaget die ,erden1 so werdet ihr euere ,figur ohne ,rand oder ,riss haben4 ,illustration3 ,abb4 #fh4 ,peter ,candid1 ,madonna an der ,residenz in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #fi4 ,peter ,candid1 ,bavaria1 ,mnchen1 ,residenzgarten4 ,die schriftstellerische ,darstellungsweise des ,verfassers ist nicht glnzend1 doch man kann ihn verstehen1 und vor allem lassen manche ,einzelheiten wohl darauf schliessen1 dass er das ,wachsausschmelzverfahren nicht nur vom ,hrensagen kannte2 zu bedauern ist1 dass der ,verfasser nicht angiebt1 wo er seine ,studien gemacht hat4 ,die ,anwendbarkeit fr monumentale ,werke scheint ihm allerdings nicht mehr bekannt gewesen zu sein1 er wrde gewiss darauf hinzielende ,andeutungen nicht vermissen lassen4 ,im ,laufe des #ah4 ,jahrhunderts kam die ,erzplastik in ,deutschland nicht wieder zu ,ehren4 ,die knstlerischen ,anschauungen1 die sich am ,ausgange des ,jahrhunderts in schroffer ,wandlung der antiken ,formenwelt als dem einzig wrdigen ,vorbilderkreise zuwandten1 waren nicht geeignet1 die ,liebe fr das herbe ,material wieder zu erwecken4 ,eines der kstlichsten ,dokumente fr die ums ,jahr #ahjj in ,bezug auf die ,bronze wohl ziemlich allgemein herrschende ,sinnesart findet sich abgedruckt in der ,encyklopdie von ,krnitz 7,artikel ,monument ,s4 #ffh;ff74 ,ueber das bereits damals geplante ,denkmal ,friedrichs des ,grossen schrieb ,herr ,professor ,levezow wie folgt3 ,aber doch glaube ich zur ,beantwortung einer wichtigen ,frage3 aus welcher ,materie dieses ,denkmahl bestehen soll8 kurz hinzufgen zu mssen1 da vielleicht der ,gedanke1 dass die ,kostbarkeit der ,materie demselben einen grsseren ,wert verleihen kann1 der nothwendigen ,grsse desselben in der ,ausfhrung und der auch davon abhangenden ,wirkungen des ,ganzen1 den glcklichsten ,eindruck rauben kann444 daher geb' ich es gern zu1 dass zur ,untersttzung der ganzen sthetischen ,wirkung der ,statue ,friedrichs1 der ,marmor von ,carara nothwendig ist2 dessen reiner dem ,zutritt der freyen ,luft nicht ausgesetzten und deshalb immer bleibenden ,schnheit ich doch gern den ,vorzug vor der zwar grsseren ,strke des doch zu ,anfang blendenden und im ,alter durch ,rost entstellten ,erzes geben mge444 ,illustration3 ,abb4 #gj4 ,peter ,candid1 ,mariensule in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #ga4 ,hub4 ,gerhard und ,martin ,frey1 ,erzengel ,michael1 ,mnchen1 ,michaelskirche4 ,wenn solche ,anschauungen von hochgeachteten ,mnnern ffentlich ausgesprochen werden konnten1 ohne den ,urheber lcherlich zu machen1 wird man darnach das ,urteil der grossen ,menge bemessen knnen4 ,illustration3 ,abb4 #gb4 ,perseus-,brunnen1 ,mnchen1 ,residenz2 ,guss von ,martin ,frey4 ,illustration3 ,abb4 #gc4 ,andreas ,schlter1 ,denkmal des ,grossen ,kurfrsten in ,berlin4 ,bemerkt zu werden verdient noch1 dass in den zahlreichen deutschen1 die ,giesserei behandelnden ,werken des #ah4 sowohl1 wie des beginnenden #ai4 ,jahrhunderts stets am ausfhrlichsten ber das ,wachsausschmelzverfahren gesprochen1 und dass zumeist dieses auch als das vollkommenste hingestellt wird4 ,dabei ist allerdings unschwer nachweisbar1 dass die ,herren ,verfasser fast durchgehends aus vorhandenen ,quellen schpften4 ,irgend etwas ,neues ber die ,art der ,einformung ist aus jenen ,verffentlichungen nicht zu lernen1 sie mgen deshalb1 soweit nicht bei anderer ,gelegenheit davon zu sprechen ist1 unbercksichtigt bleiben4 ,in ,frankreich sind die bedeutsamsten ,bronzegusswerke im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert entstanden4 ,doch dass man auch in frheren ,jahrhunderten bereits die ,gusstechnik beherrschte1 geht aus der bereits angefhrten ,schrift des ,etienne ,boyleaux hervor4 ,und seit jener ,zeit scheint diese ,kunst eifrig weiter gepflegt worden zu sein4 ,benvenuto ,cellini sagt1 dass in der ,gegend von ,paris mehr ,bronzegegenstnde gegossen wrden1 als in der ganzen brigen ,welt1 und der bekannte italienische ,knstlerbiograph des #af4 ,jahrhunderts1 ,vasari1 berichtet uns darber bei ,gelegenheit der ,aufzhlung von ,primaticcios ,werken1 der sich mit anderen italienischen ,knstlern unter ,knig ,franz ,i4 lngere ,zeit in ,frankreich1 besonders in ,fontainebleau1 aufhielt4 ,illustration3 ,abb4 #gd4 ,grabmal ,kaiser ,ludwigs des ,bayern1 ,mnchen1 ,frauenkirche2 zum ,teil gegossen von ,dionysius ,frey aus ,kempten4 ,vasari giebt an1 dass ,primaticcio vom ,knige nach ,italien gesandt wurde1 um antike ,bildwerke anzukaufen4 ,ausser ,marmorskulpturen brachte er von einigen grossen ,hauptwerken auch ,gipsabgsse mit nach ,frankreich1 um nach ihnen ,reproduktionen in ,bronzeguss auszufhren4 ,die ,absicht wurde auch verwirklicht und ,vasari bemerkt dazu3 er wolle nicht verschweigen1 dass ,primaticcio zur ,ausfhrung jener ,statuen so treffliche ,meister des ,gusses hatte1 dass die ,gsse nicht nur genau ausfielen1 sondern auch mit einer so reinen ,oberflche1 dass sie des ,ausputzens gar nicht bedurften4 ,als ,giesser dieser zumeist noch erhaltenen ,figuren und ,gruppen werden unter anderen genannt3 ,pierre ,bontemps1 ,francisque ,rybon1 ,pierre ,beauchesne und ,benoist le ,bouchet4 ,ausser diesen ,nachgssen nach antiken ,modellen bezeugen erhaltene1 auch in der ,erfindung eigene ,werke franzsischer ,knstler1 dass man den ,bronzeguss in ,frankreich durchaus beherrschte4 ,jean ,boucher goss sechs grosse1 von ,germain ,pilon modellierte ,gestalten fr das in der ,kathedrale von ,st4 ,denis aufgestellte ,grabmal ,heinrichs ,,ii4 und ,katherinas von ,medici1 das #aegj vollendet wurde4 ,etwa gleichzeitig wurden nach ,modellen des ,barthlemi ,prieur1 die jetzt im ,louvre befindlichen ,figuren der ,pax1 ,justitia und ,abundantia fr das ,grabmal des ,kardinals ,karl von ,bourbon fr dieselbe ,kirche gegossen4 ,um das ,jahr #afjj schuf ,pierre ,biard bedeutende ,bronzegusswerke1 von denen eine lebensgrosse weibliche ,flgelgestalt3 ,la ,renome jetzt im ,louvre aufgestellt ist4 ,illustration3 ,abb4 #ge4 ,andreas ,schlter1 ,denkmal des ,grossen ,kurfrsten in ,berlin2 ,guss von ,jacobi4 ,das im ,jahre #afjh bei ,giovanni da ,bologna in ,auftrag gegebene1 von ,pietro ,tacca im ,modell vollendete ,pferd zum ,reiterdenkmal ,heinrichs ,,iv4 von ,frankreich1 das auf dem ,pont ,neuf in ,paris aufgestellt wurde1 soll ebenso wie die zugehrige1 von dem auch in der ,giesserei erfahrenen ,dupr modellierte ,knigsfigur im ,jahre #afac in ,paris gegossen sein4 ,ueber die ,art der ,formung sind ,nachrichten nicht erhalten4 ,das ,denkmal wurde in mehreren ,teilen und wohl ebenso1 wie die vorher genannten franzsischen ,erzwerke1 im ,wachsausschmelzverfahren gegossen4 ,als ,bildner und ,giesser war ,hubert ,le ,sueur thtig4 ,sein ,hauptwerk1 das im ,jahre #afcc in ,erzguss vollendete ,reiterdenkmal ,karls ,i4 von ,england1 wurde auf ,charing ,cross in ,london aufgestellt4 ,im ,jahre #afci wurde im ,auftrage ,richelieus ein ,reiterstandbild ,ludwigs ,,xiii4 fr die ,place ,royale in ,bronze gegossen4 ,das ,pferd dieses ,denkmals war bereits im ,jahre #aefd von ,daniele da ,volterra in ,rom gegossen1 die ,knigsfigur von dem genannten ,biard d4 ,j4 in ,paris4 ,im ,jahr #afdg fhrte ,simon ,guillain ein ,denkmal des zehnjhrigen ,ludwigs ,,xiv4 aus1 eine ,art ,triumphbogen auf ,sulen mit ,figuren in ,bronze1 das am ,pont au ,change aufgestellt wurde 7,abb4 #hc74 ,in ,lyon goss um die ,mitte des ,jahrhunderts ,marcelin ,chaumont bedeutende ,erzwerke4 ,die zahllosen ,bronzegussarbeiten1 die fr die kniglichen ,grten und ,schlsser hergestellt wurden1 knnen hier nicht nher gewrdigt werden1 der ,hinweis darauf mge gengen4 ,die tchtigsten ,bildhauer und ,giessknstler -- unter den letzteren besonders ,ambroise ,duval und die ,brder ,keller -- wirkten gemeinsam daran4 ,in der zweiten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts nehmen mehr noch wie vorher die zur ,verherrlichung des ,knigtums geschaffenen1 fr ffentliche ,pltze bestimmten ,erzmonumente unser ganzes ,interesse in ,anspruch4 ,illustration3 ,abb4 #gf4 ,grupello1 ,denkmal des ,kurfrsten ,johann ,wilhelm in ,dsseldorf4 ,in ,paris allein befanden sich mehrere grosse ,bronzebilder ,ludwigs ,,xiv4 ,im ,jahre #afhf vollendete der ,niederlnder ,martin ,desjardins ein #ac ,fuss hohes ,standbild des ,knigs fr die ,place des ,victoires 7,abb4 #hd74 ,der ,knstler leistete auch als ,giesser tchtiges1 und es wird ausdrcklich erwhnt1 dass er den ungeteilt ausgefhrten ,guss dieses ,denkmals leitete4 ,bemerkt sei allerdings1 dass dieses ,standbild1 wie jngere ,berichte wissen wollen1 in vergoldetem ,blei hergestellt wurde4 ,ein anderes ,standbild des ,knigs wurde nach dem ,modelle des ebenfalls als ,giesser thtigen ,coysevox #afhi im ,htel de ,ville errichtet4 ,im ,jahre #afhg wurde angeblich auf dem ,vendmeplatz in ,paris bereits ein ,reiterdenkmal ,ludwigs ,,xiv4 enthllt1 das nach dem ,modelle ,girardons1 eines ,erzgiessers ,sohn1 ausgefhrt1 aber da es als zu klein befunden1 der ,stadt ,beauvais berlassen wurde4 ,im ,jahre #afii wurde dann das zweite #ba ,fuss hohe ,reitermonument ,ludwigs an ,stelle des ersten aufgestellt 7,abb4 #he74 ,das ,modell hatte wiederum ,girardon geschaffen4 ,der ,guss wurde von ,balthasar ,keller ausgefhrt4 ,im ,auftrage des ,marschalls von ,boufflers begann ,girardon #afid mit der ,ausfhrung eines ,reiterbildes des ,knigs1 das im ,jahre #agja in ,boufflers in der ,picardie aufgestellt wurde4 ,bereits #afgd soll ein von ,girardon modelliertes und von ,keller gegossenes ,reiterdenkmal des ,knigs in ,lyon aufgestellt worden sein4 ,ein zweites ,reiterdenkmal desselben ,frsten von ,desjardins hatte diese ,stadt auf der ,place ,bellecour aufzuweisen4 ,etienne ,lehongre goss1 wie es heisst im ,jahre #afij1 selbst in einem ,guss nach eigenem ,modell eine ,reiterstatue ,ludwigs1 die im ,jahre #agbe auf der ,place ,royale in ,dijon aufgestellt wurde4 ,coysevox fhrte ausser dem bereits erwhnten ,standbilde noch im ,jahre #afhe ein ,reiterdenkmal des grossen ,knigs fr ,rennes aus4 ,schliesslich wurde auch in ,montpellier im ,jahre #agah ein ,denkmal dieses ,frsten errichtet1 das in ,paris gegossen wurde nach dem ,modelle der ,flamlnder ,mazeline und ,utrels4 ,illustration3 ,abb4 #gg4 ,raphael ,donner1 ,brunnen auf dem ,neumarkte in ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #gh4 ,raphael ,donner1 ,brunnen auf dem ,neumarkte in ,wien4 ,die ,reihe der ,denkmler des ,sonnenknigs ist damit nicht erschpft1 doch drften die bedeutendsten1 die brigens smtlich in der grossen ,revolution zerstrt wurden1 aufgezhlt sein4 ,bis gegen ,ende des #ag4 ,jahrhunderts war es in ,frankreich blich gewesen1 in den ,arsenalen abwechselnd ,kriegsmaterial und ,bildwerke zu giessen4 ,erst auf ,veranlassung ,louvois' wurde das von ,heinrich ,,ii4 im ,jahre #aedi begrndete ,pariser ,arsenal umgewandelt in eine fonderie royale des statues et autres ouvrages pour les btiments du roi4 ,leiter dieser kniglichen ,kunstgiesserei wurde im ,jahre #afhd als ,commissaire gnrale des fontes de ,france der genannte ,johann ,balthasar ,keller1 ein ,schweizer von ,geburt1 der aber auf ,veranlassung eines lteren1 schon vor ihm in ,paris ansssigen ,bruders1 erst dort die ,giesserei erlernt hatte4 ,keller wurde verpflichtet1 alle ihm vom ,marquis de ,louvois fr den ,knig in ,auftrag gegebenen ,statuen im ,wachsausschmelzverfahren -- cire perdue -- zu giessen4 ,fr jede ,statue in der ,hhe zwischen sechs und acht ,fuss erhielt er #abjj ,francs1 doch sollte er dafr die ,wachsmodelle von den geschicktesten ,bildhauern nacharbeiten lassen und alles fr die ,herstellung der ,form ,notwendige auf eigene ,kosten beschaffen1 nur das ,gussmaterial wurde ihm geliefert4 ,fr jede ,statue1 die die ,hhe von acht ,fuss berschritt1 sollten ihm #cjj ,francs mehr gezahlt werden und fr jede ,figur1 die nicht die ,grsse von fnfeinhalb ,fuss erreichte1 #cjj ,francs weniger4 ,illustration3 ,abb4 #gi4 ,raphael ,donner1 ,brunnen auf dem ,neumarkte in ,wien4 ,illustration3 ,abb4 #hj4 ,raphael ,donner1 ,perseus und ,andromeda1 ,rathausbrunnen in ,wien4 ,joh4 ,balth4 ,keller arbeitete gemeinsam mit seinem ,bruder ,joh4 ,jakob ,keller4 ,die von ihnen geleitete ,giesshtte ist in aller ,welt berhmt geworden2 ber das von ihnen angewendete ,verfahren wird noch zu sprechen sein4 ,in ,frankreich blieb auch im ,verlauf des #ah4 ,jahrhunderts die ,bronze das geschtzteste ,material fr ,bildsulen2 eine ,reihe grosser1 allerdings ebenfalls in der ,revolution zerstrter ,frstenbilder legen weiter ,zeugnis dafr ab4 ,die ,technik nderte sich nicht1 nur in nebenschlichen ,einzelheiten schwankte man in der ,ausbung des ,wachsverfahrens4 ,zu ,ehren ,ludwigs ,,xv4 gesetzte ,denkmler haben die franzsischen ,giesser um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts in erster ,linie beschftigt4 ,im ,jahre #agdc wurde in ,bordeaux ein ,reiterbild des ,knigs nach dem ,modelle des ,bildhauers ,jean ,bapt4 ,lemoyne aufgestellt 7,abb4 #hf74 ,der ,guss -- der erste dieser ,art wieder in ,frankreich seit etwa vierzig ,jahren -- wurde von ,varin ausgefhrt1 er misslang zunchst2 nur die ,hlfte der ,form wurde mit ,metall gefllt1 doch durch einen geistreichen ,einfall des ,giessers wurde1 wie es heisst1 der ,schaden geheilt1 ohne den gelungenen ,teil zu verlieren4 ,varin verfuhr in derselben ,art1 die der franzsische ,bildhauer ,falconet bei hnlicher ,gelegenheit anwandte4 ,falconet war von ,katharina ,,ii4 im ,jahre #agff nach ,petersburg berufen worden1 um das bekannte ,reiterdenkmal ,peters des ,grossen auszufhren 7,abb4 #ajg74 ,auch ihm gelang nur der ,guss der unteren ,hlfte des ,denkmals4 ,nach ,abrumung des oberen ,formteiles wurde der ,metallrand gerade gesgt und mit schwalbenschwanzfrmigen ,einschnitten versehen1 darauf wurde der nicht gelungene ,teil ber dem ,kerne neu in ,wachs ausgefhrt1 die ,form wieder vervollstndigt1 und in einem zweiten ,guss gelang die ,herstellung vollkommen4 ,illustration3 ,abb4 #ha4 ,raphael ,donner1 ,st4 ,martin1 ,pressburg4 ,lemoyne schuf ausser dem genannten ,denkmal noch im ,jahre #aged ein ,standbild ,ludwigs ,,xv4 fr ,rennes 7,abb4 #hg74 ,dieses ,denkmal wurde ebenso wie das im ,jahre #ageh nach dem ,modelle ,edme4 ,bouchardons in ,paris vollendete bekannteste ,reiterbild jenes ,frsten 7,abb4 #hh u4 #hi7 von ,gor in ,paris gegossen4 ,von ,barthlemi ,guibal wurde nach eigenem ,modell in ,luneville im ,jahre #agee ein ,knigsdenkmal in ,bronzeguss fr die ,place ,royale in ,nancy ausgefhrt 7,abb4 #ij71 und im ,jahre #agfc ebensolch ein ,monument fr ,rheims1 das nach dem ,modelle des ,jean ,bpste4 ,pigalle ebenfalls von ,gor gegossen wurde 7,abb4 #ia74 ,die zahlreichen grossen ,reiterdenkmler1 die im #ag4 und #ah4 ,jahrhundert in ,frankreich entstanden1 gewinnen fr uns ein ganz besonderes ,interesse noch dadurch1 dass uns ein paar grosse1 mit zahlreichen ,kupfertafeln ausgestattete ,werke ber ihre ,ausfhrung eingehendste ,nachricht geben4 ,das zuerst erschienene1 von ,boffrand in ,paris im ,jahre #agdc herausgegebene1 bereits verschiedentlich angefhrte ,werk beschreibt die ungeteilte ,einformung und den ,guss der ,statue ,ludwigs ,,xiv41 die im ,jahre #afii von ,keller nach ,girardons ,modell gegossen wurde1 das zweite von ,mariette im ,jahre #agfh herausgegebene ,werk den ,guss des ,denkmals ,ludwigs ,,xv41 das nach dem ,modelle ,bouchardons #ageh von ,gor im ,erzguss vollendet wurde4 ,an der ,hand dieser ,werke und mit ,hilfe einiger der dort gegebenen vortrefflichen ,abbildungen soll die ,herstellung eines grossen ,reitermonumentes noch nher behandelt werden4 ,doch bevor darauf eingegangen wird1 soll auf eine in manchen ,punkten besonders interessante allgemeiner gefasste ,beschreibung der damals in ,frankreich gebten ,gusstechnik1 die sich in ,flibiens ,werke3 ,des principes de l'architecture etc4 ,paris #afig findet1 die ,aufmerksamkeit gelenkt werden4 ,in diesem ,werke wird von dem ,wachsausschmelzverfahren eine ausfhrliche ,darstellung gegeben1 von anderen ,formungsverfahren ist bezeichnenderweise gar nicht die ,rede1 fr knstlerische ,zwecke kam also nur jenes ,verfahren in ,betracht4 ,illustration3 ,abb4 #hb4 ,zauner1 ,denkmal ,josephs ,,ii4 in ,wien4 ,die von ,flibien beschriebene ,art der ,formherstellung ist gegenber der von ,cellini angegebenen vereinfacht4 ,die ,vorarbeiten sind im allgemeinen in beiden ,fllen gleich4 ,vom ,modell1 das in einer ,mischung aus ,thon von ,arcueil und ,sand von ,belleville hergestellt wird1 nimmt man eine ,gipsform aus ,teilstckchen1 die 7nach ,flibien7 in horizontal getrennten ,mantelschichten vereinigt und darin in derselben ,weise befestigt werden1 wie ,cellini angiebt4 ,nachdem die ,gipsteilform vollendet ist1 wird sie wieder vom ,mantel abgehoben1 und die einzelnen inneren ,formstcke werden mit ,oel oder ntigenfalls nach vorhergehender ,erhitzung mit ,wachs getrnkt4 ,dann wird die ,innenseite der ,formstcke mittels ,pinsel mit einer1 je nach der ,jahreszeit verschieden zusammengesetzten ,wachsmischung bestrichen1 und dieser ,auftrag so oft wiederholt1 bis die ,wachsschicht die ,strke der knftigen ,metallwandung erreicht hat4 ,darauf wird auf einer festen ,grundlage ein ,eisengerst gebaut mit einem oder zwei ,querstben1 die nach der ,form des ,modells gebogen und von ,zeit zu ,zeit durchbohrt sind1 um weitere ,eisenstbchen zur knftigen ,untersttzung des ,kernes hindurchstecken zu knnen4 ,der ,kern wird nun ber dem ,gerst in der gleichen ,art hergestellt1 die auch ,cellini als die beste angiebt1 d4 h4 er wird schichtweise von unten anfangend ber dem ,kerngerst in der zugleich damit1 ,schicht auf ,schicht zusammengesetzten1 bereits mit der ,wachsschicht versehenen ,form aufgetragen4 ,von ,interesse ist es aber1 dass ,flibien bei dieser ,gelegenheit sagt1 dass noch einzelne ,giesser sich des ,verfahrens bedienten1 das die ,alten angewendet htten4 ,sie modellierten ber einem ,eisengerst den ,kern aus einer ,mischung von ,tpferthon1 ,pferdemist und ,scherwolle1 genau dem ,modelle gleich4 ,von der ganzen ,oberflche entfernten sie darauf wieder eine ,schicht in der ,dicke der gewnschten knftigen ,metallwandung und ersetzten sie nach dem ,trocknen des so gewonnenen ,kernes durch eine ,wachslage1 der nun wieder in allen ,feinheiten die ,form des ,modells gegeben wurde4 ,illustration3 ,abb4 #hc4 ,sim4 ,guillain1 ,denkmal des zehnjhrigen ,ludwigs ,,xiv41 ehemals ,paris1 ,pont au ,change 7nach ,stich in ,description de ,paris1 ,paris #agdb1 ,bd4 ,i74 ,wenn in der zuerst angegebenen ,art verfahren wird1 muss von dem fertig gestellten ,kerne die ,gipsform mit ,wachsschicht abgehoben werden1 und seine ,oberflche1 nachdem er getrocknet ist1 mit der aus der ,gipsform gelsten ,wachslage belegt werden4 ,dann1 sagt ,flibien1 knne der ,knstler die ,wachsschicht berarbeiten und ihr eine erhhte ,anmut und gesteigerten ,ausdruck in einzelnen ,zgen verleihen -- in der ,haltung und ,anordnung der ,glieder sei natrlich nichts mehr zu ndern4 ,schliesslich werden die in ,wachs gebildeten ,einguss- und ,luftrhren angesetzt und ber dem ,ganzen wird der ,formmantel hergestellt4 ,sehr sorgsam wird bei diesem wichtigsten ,teile der ,form verfahren4 ,zunchst wird das ,wachs mit einer aufs feinste zerstossenen und zerriebenen ,mischung aus ,zinnasche 7pote7 und ,tiegelcement 7ciment de creusets7 etliche ,male bestrichen und stets darauf geachtet1 dass die kleinen im ,auftrag entstehenden ,risse gefllt werden4 ,dann wird ebenfalls noch mit dem ,pinsel dieselbe1 jetzt jedoch mit ,pferdemist und terre franche versetzte ,mischung #f bis #g ,mal aufgetragen1 darauf eine #g-h;fache ,schicht1 die nur aus ,pferdemist und terre franche besteht4 ,und schliesslich wird die zuletzt verwendete ,masse mit der ,hand in strkeren ,lagen aufgetragen1 aber stets die folgende ,schicht erst1 nachdem die letzte getrocknet ist4 ,illustration3 ,abb4 #hd4 ,martin ,desjardins1 ,denkmal ,ludwigs ,,xiv41 ehemals ,paris1 ,place des ,victoires 7nach ,stich in ,description de ,paris1 ,paris #agdb1 ,bd4 ,,ii74 ,illustration3 ,abb4 #he4 ,girardon1 ,denkmal ,ludwigs ,,xiv41 ehemals ,paris1 ,vendmeplatz2 ,guss von ,balthasar ,keller 7,boffrand1 s4 ,s4 #ab74 ,wenn das alles erledigt ist1 kann die ganze ,form erwrmt und das ,wachs ausgeschmolzen werden4 ,ntig ist nur noch1 die ,form in der ,dammgrube vor dem ,schmelzofen einzustampfen1 dann kann das flssige ,metall hineingefllt werden4 ,beachtung verdient noch das von ,flibien ber die ,einformung von ,reliefs ,gesagte1 weil allem ,anscheine nach dasselbe ,verfahren zu verschiedenen ,zeiten auch bei der ,herstellung von ,vollfiguren angewendet wurde1 indem man diese in zwei ,lngsteilen formte und goss1 die nachher zusammengefgt wurden4 ,die von dem ,modell genommene ,gipsform wird1 wie ,flibien angiebt1 mit einer ,wachsschicht in der knftigen ,metallstrke ausgekleidet4 ,darauf wird auf das ,wachs1 also auf die ,rckseite1 eine ,gips- oder ,thonlage gebracht1 die nur den ,zweck hat1 dem ,wachs die ntige ,haltbarkeit whrend der ,nacharbeit zu verleihen1 sobald von der ,bildseite die ,gipsform wieder abgelst ist4 ,das ,bemerkenswerte ist nun1 dass nicht1 wie es sonst geschieht1 die ,einguss- und ,luftrhren an der ,schauseite1 sondern am ,rande und auf der ,rckseite der ,wachslage angesetzt werden4 ,solange also die ,rckseite noch mit einer haltgebenden ,fllung versehen ist1 wird die ganze ,schauseite1 wie es vorher beschrieben ist1 in dnnen ,schichten mit dem ,gussmantel versehen1 wenn dieser die notwendige ,festigkeit erreicht hat1 wird die ,fllmasse von der ,rckseite entfernt1 dann werden ,einguss- und ,luftrhren angefgt4 ,schliesslich wird auch die ,rckseite mit ,einschluss der in ,wachs vorgebildeten ,rhren mit ,formmasse bedeckt4 ,im brigen wird in der bekannten ,weise weiter verfahren4 ,ein in dieser ,art hergestelltes ,relief wird der ,ueberarbeitung durch ,ciselierung bei gutem ,gelingen des ,gusses berhaupt nicht bedrfen4 ,illustration3 ,abb4 #hf4 ,j4 ,b4 ,lemoyne1 ,denkmal ,ludwigs ,,xv41 ehemals in ,bordeaux2 ,guss von ,varin 7nach ,stich in ,patte1 ,monuments rigs en ,france la gloire de ,louis ,,xv4 ,paris #agfe74 ,cellini beschreibt auch die ,einformung seines bekannten ,reliefs der ,nymphe von ,fontainebleau1 ohne aber hnliche ,angaben zu machen4 ,aus den ,werken von ,boffrand und ,mariette sind im folgenden die ,tafeln nur soweit wiedergegeben1 wie es zur ,verdeutlichung der verschiedenen ,formungsstadien notwendig schien4 ,die ,tafeln des jngeren ,werkes wurden der grsseren ,klarheit wegen bevorzugt1 nur eine in ,einzelheiten abweichende ,abbildung ,boffrands wurde der entsprechenden in ,mariettes ,werk gegenbergestellt2 soweit nichts anderes bemerkt ist1 war das beschriebene ,verfahren in beiden ,fllen dasselbe4 ,illustration3 ,abb4 #hg4 ,j4 ,b4 ,lemoyne1 ,denkmal ,ludwigs ,,xv41 ehemals in ,rennes2 ,guss von ,gor 7,abb4 aus ,patte1 s4 oben74 ,illustration3 ,abb4 #hh4 ,bouchardon1 ,denkmal ,ludwigs ,,xv41 ehemals in ,paris1 ,place de ,louis ,,xv4 7,place de la ,concorde74 7,abb4 aus ,patte1 s4 o47 ,abb4 #ib4 ,ansicht der ,gipsteilform4 ,die entfernten ,teilstcke gestatten den ,blick auf das eingeschlossene ,modell4 ,abb4 #ic4 ,blick in die der ,lnge nach horizontal durchschnittene ,gipsform1 aus der das ,modell entfernt ist4 ,erkennbar ist die doppelte ,schicht der ,formstcke4 ,kleine1 von allen ,feinheiten leicht abhebbare ,stcke werden in grsseren1 starken zusammengefasst 7vgl4 ,abbildung #ba ,s4 #cf74 ,die kleinen1 quadratischen ,oeffnungen am ,bauch und die geraden ,durchbohrungen der ,formwandung sind fr die ,aufnahme des ,eisengerstes bestimmt4 ,die ,oesen in den kleinen runden ,vertiefungen sind als ,handhaben bestimmt1 die brigen ,einschnitte sind ,lagermarken1 um ein genaues ,zusammenpassen der ,formstcke zu ermglichen4 ,abb4 #id4 ,blick in die der ,lnge nach horizontal durchschnittene ,gipsform1 die in der ,dammgrube ber dem ,eisengerst zusammengebaut und bereits mit der ,wachsschicht ausgelegt ist1 die die knftige ,metallstrke darstellt4 ,abb4 #ie4 ,ansicht der ,dammgrube1 in der das ,eisengerst zur ,untersttzung des ,kernes in seinen ,hauptteilen aufgebaut ist4 ,oben sieht man das ,stichloch 7die ,ausflussffnung fr das ,metall7 am ,ofen4 ,abb4 #if4 ,ansicht der in der ,dammgrube vllig zusammengesetzten1 mit der ,wachslage versehenen ,gipsform1 in die durch ,oeffnungen von oben die flssige ,kernmasse1 bestehend aus ,gips und ,ziegelmehl1 eingefllt wird4 ,bei der ,einformung der ,statue ,ludwigs ,,xiv4 wurde die ,kernmasse nicht flssig eingebracht4 ,keller wandte das auch von ,cellini als das beste gekennzeichnete ,verfahren an1 er setzte die mit ,wachs bekleidete ,gipsform von unten anfangend schichtweise zusammen und im ,aufbauen fllte er mit kompakter ,kernmasse aus4 ,nur die schwer mit der ,hand erreichbaren ,teile1 wie den ,schwanz1 das erhobene ,bein1 den ,kopf und einen ,teil vom ,halse des ,pferdes und die ganze ,knigsfigur wurden mit einem ,brei aus ,gips und ,ziegelmehl ausgegossen4 ,abb4 #ig4 ,die ,abbildung stellt einen ,zustand dar1 der bei der ,ausfhrung in ,wirklichkeit nicht erreicht wird4 ,die von der ,gipsform befreite ,wachslage schwebt ber dem ,kerngerste4 ,gezeigt sollen werden alle die ,vorrichtungen1 die ausser dem ,hauptgerst notwendig sind1 dem ,kerne selbst und dem ,wachse daran den ntigen ,halt zu geben4 ,der ganze ,krper ist im ,innern mit ,drahtwolle gefllt4 ,t-frmige ,haken greifen in die ,wachsschicht ein1 ihr herausragender ,teil wird knftig von der ,kernmasse gehalten4 ,abb4 #ih4 ,ansicht des fr die ,einformung vorbereiteten ,wachsmodells mit dem ,netz der ebenfalls in ,wachs vorgebildeten ,eingussrhren und ,luftkanle4 -- ,die ,luftkanle sind gekennzeichnet durch oben daraus entweichenden ,rauch2 sie unterscheiden sich von den ,eingussrhren dadurch1 dass ihre ,nebenzweige vom ,modell aus ansteigen1 whrend dieselben bei den ,gussrhren umgekehrt gerichtet sind4 ,der ,giesser ,gor nahm diese ,anordnung als eine von ihm eingefhrte ,neuerung in ,anspruch4 ,zum wenigsten wird er von ,zeitgenossen dieser ,einrichtung wegen1 durch die1 wie bereits frher gezeigt ist1 das flssige ,metall gezwungen wird1 zuerst die unteren ,teile der ,form zu fllen1 besonders gepriesen4 ,cellini verfuhr in derselben ,weise4 ,balth4 ,keller wandte1 wie die ,abbildung #ii des ,boffrandschen ,werkes erkennen lsst1 diese ,sicherheitsmassregel nicht an1 obschon sie ihm vermutlich nicht unbekannt war4 ,noch zu bemerken ist1 dass ,keller das in ,wachs vorgebildete ,rohrnetz1 damit es sich selbstndig zu tragen vermchte1 aus ,hohlstben fertigte2 ,gor befestigte die ,wachsstbchen mit dnnen ,stiften1 wie die ,abbildung erkennen lsst4 ,abb4 #ajj4 ,in dieser ,abbildung ist das ,ausschmelzen des ,wachses und das ,verglhen der ,form dargestellt4 ,in den ausgesparten ,hohlrumen zwischen ,form und ,dammgrube ist ,holz entzndet1 das ,wachs luft unten aus ,oeffnungen ab1 die spter wieder verstopft werden4 ,zur ,vervollstndigung der ,abbildungsfolge sei hier hingewiesen auf die ,abbildungen #e u4 #f4 ,dargestellt ist dort der ,beginn des ,gusses4 ,die ,werkleute sind bereit1 die die ,einflussffnungen verschliessenden ,eisenstpsel herauszuheben1 sobald die ,mulde ber diesen ,oeffnungen mit flssigem ,erz gefllt ist4 ,abb4 #ajb4 ,lngsschnitt durch die ,gussform mit dem ,wachsmodell4 ,die innere1 das ,wachs zunchst umschliessende ,formmasse1 pote genannt1 besteht aus ,lehm1 ,pferdemist1 gepulverten weissen ,tiegeln und ,rinderhaaren4 ,durch eine ,ziegelummauerung wird diese ,schicht gefestigt4 ,abb4 #ajc4 ,das von der ,form befreite ,reiterbild wird aus der ,dammgrube gewunden4 ,abb4 #ajd4 ,seiten- und ,oberansicht der mit ,eisenbndern armierten ,gussform4 ,illustration3 ,abb4 #hi4 ,paris1 ,place de ,louis ,,xv4 mit dem ,denkmal ,bouchardons 7,abb4 aus ,patte1 s4 o474 ,illustration3 ,abb4 #ij4 ,b4 ,guibal1 ,denkmal ,ludwigs ,,xv41 ehemals in ,nancy 7,abb4 aus ,patte1 s4 oben74 ,schon vorher wurde darauf hingewiesen1 dass bereits im #ab4 ,jahrhundert die ,giesskunst in den ,niederlanden hoch entwickelt war1 hier mge in ,anknpfung daran hinzugefgt werden1 dass eigentlich von vornherein den ,meistern auf diesem ,kunstgebiete die volle ,entfaltung ihrer ,krfte im eigenen ,lande sehr erschwert wurde2 ihren ,schaffensdrang konnten sie zumeist nur ausserhalb der ,heimat bethtigen4 ,schon aus den letzten ,jahrhunderten des ,mittelalters finden sich zahlreiche niederlndische ,erzgusswerke -- vor allem ,grabplatten -- in den ,kirchen der benachbarten ,lnder1 in erster ,linie ,englands4 ,im #af4 ,jahrhundert waren ,niederlnder ,bildgiesser1 wie gezeigt wurde1 besonders in ,italien und im #ag4 ,jahrhundert in ,deutschland mit grossen ,aufgaben beschftigt4 ,neben einigen hochbedeutsamen ,erzgusswerken in ,kirchen flandrischer ,stdte1 wie z4 ,b4 in ,brgge den ,grabmonumenten der ,maria von ,burgund1 #aejb von ,pierre de ,beckere und ,karls des ,khnen von ,j4 ,jongelinck #aeeh vollendet1 sind frei aufgestellte bronzene ,denkmler nur wenig geschaffen worden4 ,das um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts in ,antwerpen aufgestellte ,reiterdenkmal ,albas von ,j4 ,jongelinck wurde bereits #aegf wieder zerstrt4 ,von den ,denkmlern des #ag4 ,jahrhunderts sind erhalten das #afbj von ,p4 de ,keyzer vollendete ,standbild des ,erasmus in ,rotterdam und die ja allerdings nur kleine1 aber allgemein bekannte1 anmutige ,brunnenfigur des ,maneken-pis in ,brssel von ,franc4 ,duquesnoys #afai ausgefhrt4 ,in den bisher nicht nher besprochenen europischen ,kulturlndern erlangte die ,erzgusstechnik eine hhere ,bedeutung erst in der ,renaissancezeit oder noch spter4 ,die ,formungsart blieb berall bis teils noch in die ersten ,jahrzehnte des #ai4 ,jahrhunderts das ,wachsausschmelzverfahren4 ,italienische und in jngerer ,zeit franzsische ,kunstgiesser waren dort die ,lehrmeister1 wo man die ,gusstechnik fr umfangreichere figrliche ,monumente vorher nicht anzuwenden verstand4 ,illustration3 ,abb4 #ia4 ,b4 ,pigalle1 ,denkmal ,ludwigs ,,xv41 ehemals in ,reims2 ,guss von ,gor 7,abb4 aus ,patte1 s4 oben74 ,in ,spanien drften die ersten grossen freiplastischen ,bronzegusswerke im #af4 ,jahrhundert von der ,hand italienischer ,knstler entstanden sein4 ,ausser zahlreichen1 besonders im ,escurial erhaltenen ,erzskulpturen des ,paduaners ,leone ,leoni 7#aeji-ij71 seines ,sohnes ,pompeo 7,abb4 #aja7 und seines ,enkels ,miguel1 ist des ersteren ,reiterstandbild ,karls ,v4 in ,madrid zu nennen4 ,als ,merkwrdigkeit mag dabei erwhnt werden1 dass die ,kaiserfigur zunchst unbekleidet und der lose darber befestigte ,harnisch fr sich gegossen wurde4 ,eine weitere ,bronzebildsule ,kaiser ,karls soll fr ,aranjuez geschaffen sein4 ,im ,jahre #aefh soll bereits ein spanischer ,meister eine grssere ,figur fr den ,turm der ,kathedrale von ,sevilla in ,bronzeguss ausgefhrt haben4 ,die ,reiterdenkmler spanischer ,knige1 die im #ag4 ,jahrhundert entstanden1 sind wiederum ,werke italienischer ,knstler4 ,ein ,reiterstandbild ,philipps ,,iii4 7,abb4 #aje7 wurde nach dem ,modelle des ,giovanni da ,bologna von ,pietro ,tacca gegossen und im ,jahre #afaf beim ,palaste del ,campo bei ,madrid aufgestellt4 ,tacca schuf auch das khne ,reiterdenkmal ,philipps ,,iv4 7,abb4 #ajf71 das #afdj nach ,buen ,retiro gebracht wurde und jetzt in ,madrid auf der ,plaza de ,oriente steht4 ,bei dem ,reiterbilde ,philipps ,,iv4 wurde in weit grsserem ,massstabe1 wie es ,kaspar ,gras und ,heinrich ,reinhardt bei ihrer ,statue des ,erzherzogs ,leopold in ,innsbruck 7vergl4 ,s4 #eh7 gelungen war1 der ,reiter auf springendem ,pferde dargestellt -- ein spter noch hufiger wiederholtes ,motiv4 ,solch einem gewaltigen1 nur auf den ,hinterbeinen und dem langen ,schweife des ,pferdes ruhenden ,gusskrper den notwendigen ,halt zu geben1 musste mit grssten ,schwierigkeiten verbunden sein1 die freilich weniger gusstechnischer ,art sind1 denn das ,formungsprincip wird nicht dadurch berhrt2 auf die geeignete ,verteilung und innere ,festigung der ,metallmassen kommt es vor allem an4 ,illustration3 ,abb4 #ib4 ,gipsteilform 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gh4 ,das ,denkmal wurde1 wie es damals in ,italien wohl zumeist geschah1 in ,teilen geformt und gegossen2 der ,rumpf des ,pferdes wurde in zwei ,hlften1 das ganze ,pferd in vierzehn ,stcken gegossen4#ah #ah ,vgl4 ,justi3 ,die ,reiterstatue ,philipps ,,iv4 ,zeitschrift fr bild4 ,kunst #ahhb-hc4 ,s4 #cje;ff4 u4 ,s4 #chg;ff4 ,selbst fr weniger umfangreiche ,gusswerke zog man im #ag4 ,jahrhundert in ,spanien noch italienische ,meister herbei4 ,so soll #afba ,aless4 ,algardi die ,bronzegruppen fr die ,neptuns-,fontaine in ,aranjuez gegossen haben4 ,erst seit den dreissiger ,jahren des #ai4 ,jahrhunderts giebt es in ,spanien ,bildgiessereien1 die auch grsseren ,aufgaben gewachsen sind4 ,in ,portugal ist nur ein grsseres ,bronzemonument von einiger ,bedeutung hervorzuheben1 das #aggd nach dem ,modell des ,machado de ,castro von ,bartolomeo de ,costa gegossene ,reiterstandbild ,josephs ,i4 ,in ,england entstanden grosse1 rundplastische ,bronzegusswerke erst im #ag4 ,jahrhundert4 ,ein franzsischer ,meister ,le ,sueur schuf im ,jahre #afch das bereits angefhrte1 auf ,charing-,cross in ,london stehende erzene ,reiterbild ,knig ,karls ,i41 und1 wie es heisst1 noch ein zweites1 das sich ehemals in ,rohampton befunden haben soll4 ,im ,jahre #afhe entstand bereits von der ,hand des ,englnders ,grinling ,gibbons eine ,bronzestatue ,jakobs ,,ii41 die im ,whitehall-,hofe in ,london aufgestellt wurde4 ,ein ,bronzestandbild ,heinrichs ,,vi4 von ,franc4 ,bird 7#affg-agca7 im ,eton-college wrde sich den genannten zeitlich anschliessen4 ,illustration3 ,abb4 #ic4 ,querschnitt durch die ,gipsteilform 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gh4 ,der ,niederlnder ,j4 ,m4 ,rysbrack 7#afic bis #aggj7 fhrte fr ,bristol ein ,reiterdenkmal ,wilhelms ,,iii4 aus4 ,ein ,landsmann jenes ,knstlers ,john van ,nost schuf nach der ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts fr ,dublin die ,reiterstatuen ,wilhelms ,,iii4 und ,georgs ,,ii41 die in ,college und ,stephen's ,green aufgestellt wurden4 ,das in ,st4 ,james ,square im ,jahre #ahjh errichtete ,reiterdenkmal ,wilhelms ,,iii4 ist ein ,werk des jngeren ,john ,bacon4 ,zu ,anfang des #ai4 ,jahrhunderts soll sich auch ein ,reiterdenkmal ,georgs ,i4 in vergoldeter ,bronze im ,grosvenor-,square1 ein anderes gleichartiges ,monument desselben ,knigs auf dem ,leicester-field-,platze in vergoldetem ,blei befunden haben1 die beide noch im ,wachsausschmelzverfahren hergestellt worden sein drften4 ,noch spter1 wie in ,england1 wird die ,bronzegusstechnik der monumentalen ,plastik dienstbar gemacht in ,russland1 ,dnemark und ,schweden4 ,in ,petersburg befindet sich noch ein ,reiterdenkmal ,peters des ,grossen1 das zur ,regierungszeit der ,kaiserin ,elisabeth 7#agda-fe7 von dem ,italiener ,rastrelli in ,bronze gegossen sein soll4#ai ,zu grsster ,berhmtheit gelangte das bereits frher erwhnte ,reiterdenkmal jenes ,frsten1 das im ,auftrage der ,kaiserin ,katharina ,,ii4 von dem ,franzosen ,etienne ,maurice ,falconet modelliert und gegossen wurde 7,abbild4 #ajg74 ,im ,jahre #ahja entstand das ,bronzedenkmal ,suwarows von ,koslowsky4 ,und noch eine ,reihe weiterer ,erzgusswerke sind aus dem ,ende des #ah4 und dem ersten ,drittel des #ai4 ,jahrhunderts in ,russland erhalten1 bei denen noch das ,wachsausschmelzverfahren angewendet wurde4 ,im ,jahre #ahje wurde auch in ,petersburg eine ,kaiserliche ,giesshtte errichtet1 die zuerst unter der ,leitung ,ekimoffs stand2 es wird noch darauf zurckzukommen sein4 #ai ,ein ,italiener ,rastrelli soll auch bereits im ,auftrage ,peters d4 ,gr4 die in ,petersburg ffentlich aufgestellten ,bronzebildwerke nach ,motiven ,aesopischer ,fabeln ausgefhrt haben 7,nagler1 ,knstl4 ,lex474 ,in ,dnemark entstand das erste in ,metallguss -- dieses ,mal in ,blei -- ausgefhrte ,reiterdenkmal ,knig ,christians ,v4 in den achtziger ,jahren des #ag4 ,jahrhunderts von der ,hand des ,franzosen ,lamoureux 7,abb4 #ajh74 ,fast hundert ,jahre spter im ,jahre #agga goss erst der bereits frher genannte ,pariser ,giesser ,gor das ,reitermonument ,friedrichs ,v4 nach dem ,modelle seines ,landsmannes ,saly in ,bronze 7,abb4 #aji74 ,franzsische und deutsche ,knstler sind es auch1 die in ,schweden den ,erzguss im ,grossen heimisch machen4 ,im ,jahre #aggj goss der ,giesser ,meier das ,standbild ,gustav ,wasas fr ,stockholm nach dem ,modelle des ,franzosen ,larchevque 7,abb4 #aaj74 ,dieselben ,knstler fhrten auch im ,jahre #aggg fr ,stockholm das ,reiterbild ,gustav ,adolphs aus 7,abb4 #aaa74 ,noch im ,wachsausschmelzverfahren drfte auch das ,standbild ,gustavs ,,iii4 nach dem ,modelle des ,schweden ,sergel gegossen sein4 ,illustration3 ,abb4 #id4 ,gipsform mit ,wachslage und ,kerngerst im ,querschnitt 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gh4 ,illustration3 ,abb4 #ie4 ,dammgrube mit ,kerngerst 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gh4 ,,iv4 ,die ,teilformverfahren des #ai4 ,jahrhunderts4 ,die letzte grosse ,bltezeit der ,erzgusstechnik1 die noch fortbesteht1 soll in ihrem ,entstehen und ,gedeihen besonders auf deutschem ,boden weiter betrachtet werden4 ,schwere ,hindernisse eines erneuten ,aufschwunges galt es zu berwinden2 das ,eisen sollte eine ,vermittlerrolle spielen4 ,die mannigfachen ,fortschritte1 die man gerade im ,laufe des #ah4 ,jahrhunderts auf dem ,gebiete der ,eisengusstechnik gemacht hatte1 sollen hier nicht berhrt werden1 zum ,staunen aller ,welt war man schliesslich dahin gekommen1 kleinere ,bildwerke hohl in ,eisen giessen zu knnen4 ,die ,erfolge ermutigten zu weiteren ,versuchen2 franzsische1 deutsche und englische ,berichte der zweiten ,hlfte des ,jahrhunderts geben darber ,auskunft4 ,die deutschen ,errungenschaften sind hier von besonderem ,interesse4 ,im deutschen ,httenwerk ,lauchhammer wurden1 wie eine ,chronik dieses ,werkes berichtet1 bereits im ,jahre #agha ,versuche gemacht1 mit ,hilfe des ,wachsausschmelzverfahrens figrliche ,modelle in ,eisen zu giessen4 ,diese ersten vom ,bildhauer ,thaddeus ,ignaz ,wiskotschil 7#agec-agie7 angestellten ,versuche misslangen1 weil das ,formmaterial ungeeignet gewhlt war2 das bei einem wesentlich hheren ,hitzegrade flssig werdende ,eisen erfordert natrlich eine feuerbestndigere ,formmasse als die ,bronze4 ,einige ,jahre darauf 7#aghd7 wurde aber eine von den ,bildhauern ,wiskotschil und ,mttensberger nach der ,antike in ,wachs ausgegossene und poussierte ,statue einer ,bacchantin von den ,giessern ,klausch und ,gthling in ,lehm geformt und gelungen abgegossen4 ,so kam die ,erfindung des ,kunstgusses in ,eisen zu stande1 und es wurden1 was bisher noch keiner ,eisengiesserei gelungen war1 selbst die grssten ,statuen und ,gruppen aus dem ,ganzen gegossen und kamen rein aus dem ,gusse4 ,die ,chronik des ,lauchhammer-,werkes berichtet seit dem ,jahre #aghd getreulich ber alle wichtigeren1 in ,eisen gegossenen ,bildwerke1 unter denen sich zahlreiche ,figuren nach antiken ,modellen1 ,bsten1 ,tiere1 grosse ,vasen1 ,postamente u4 a4 m4 befinden4 ,zu der ,ausfhrung grosser ,modelle in ,bronzeguss war es in der ,that nur ein ,schritt1 denn gerade der ,eisenguss erfordert sorgfltigste ,herstellung der ,form1 dennoch wurden1 als es sich schliesslich darum handelte in ,deutschland ein paar ,denkmalfiguren in ,erz zu giessen1 franzsische ,meister herbeigezogen4 ,die ,grnde dafr sind nicht vllig klar ersichtlich1 doch mchte man heute glauben1 dass die ,leistungsfhigkeit der deutschen ,giesser von den ,bildhauern gar zu gering geachtet wurde4 ,die ,bildgiesserei des #ai4 ,jahrhunderts bediente sich ganz berwiegend eines ,formverfahrens1 das vorher fr knstlerische ,zwecke nicht angewendet war1 und bei dem das eigentliche ,formmaterial ein mssig lockerer1 meist durch ,zustze bildsam gemachter ,sand war4 ,der wesentlichste ,unterschied aber zwischen den ,sandformen und den im allgemeinen frher gebrauchten besteht darin1 dass bei den ,sandformen die ,formhhlung nicht aus einem unteilbaren oder aus sehr wenigen ,stcken bestehenden ,ganzen gebildet wurde1 dass vielmehr das ,wesen der ,sandform auf der vielfachen ,teilbarkeit beruht4 ,wann und wo man begann1 auch bei grossen ,modellen zu der neuen ,formungsart berzugehen1 ist mit ,sicherheit bisher nicht festgestellt1 doch scheint es1 als ob in der ,anwendung auf den ,kunstguss den ,franzosen die ,prioritt eingerumt werden muss2 es wird sogar der franzsische ,giesser ,rousseau als der ,entdecker der ausserordentlich mannigfaltig verwendbaren ,sandformerei namhaft gemacht2 er soll zuerst im ,jahre #agih ,versuche damit angestellt haben4 ,illustration3 ,abb4 #if4 ,eingiessen der ,kernmasse 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gh4 ,teilformen durchaus in der ,art der noch nher zu beschreibenden ,sandformen waren auch vor dem #ai4 ,jahrhundert bereits bekannt und auch verwendet1 in welchem ,masse aber1 und ob auch bei komplizierten grsseren figrlichen ,modellen schon in den ,jahrhunderten vorher davon ,gebrauch gemacht wurde1 ist nicht ganz leicht zu entscheiden2 allem ,anscheine nach hat man bis zum #ai4 ,jahrhundert nur einfachste ,modelle mit ,hilfe von ,teilformen in ,erz gegossen4 ,billige ,eisengusswaren wie ,ofenplatten1 ,tpfe u4 dergl4 hat man seit vielen ,jahrhunderten bereits auch in vielteiligen ,sandformen hergestellt1 der ,bronzegiesser verwendete ,lehm4 ,illustration3 ,abb4 #ig4 ,kerngerst mit ,wachsmodell1 ,durchschnitt 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gi4 ,die ,lehmteilform muss als die eigentliche1 wichtigste ,vorstufe der modernen ,sandteilform bezeichnet werden1 die auch neben der letzteren nicht in ,vergessenheit geraten ist4 ,illustration3 ,abb4 #ih4 ,wachsmodell mit dem ,netz der ,guss- und ,luftkanle 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #gi4 ,illustration3 ,abb4 #ii4 ,wachsmodell mit dem ,netz der ,guss- und ,luftkanle 7nach ,boffrand74 ,text ,s4 #hj4 ,illustration3 ,abb4 #ajj4 ,ausschmelzen des ,wachses und ,brennen der ,form in der ,dammgrube 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #hj4 ,illustration3 ,abb4 #aja4 ,pompeo ,leoni1 ,grabmal ,philipps ,,ii41 ,madrid ,escurial4 ,von den frher aufgezhlten ,gusswerken ist durchgehends angenommen1 dass sie mit ,hilfe von ,wachs geformt seien und die ,annahme drfte zutreffen2 zweifellos verstand man aber1 zum wenigsten schon im #ah4 ,jahrhundert1 auch wohl umfangreichere figrliche ,modelle mittels ,lehmteilformen ohne ,verwendung von ,wachs in ,erz zu giessen1 wie aus dem von ,p4 ,n4 ,sprengel im ,jahre #agfi in ,berlin herausgegebenen ,werke3 ,handwerke und ,knste 7#e4 ,sammlung ,s4 #ha;ff47 hervorgeht4 ,in diesem ,werke ist die ,teilformerei in ,lehm in folgender ,weise beschrieben3 ,der ,modellirer verfertigt ein ,modell von ,gyps oder ,thon1 das vllig die ,grsse der knftigen ,statue hat4 ,dieses ,modell bestreicht man mit ,oel und drckt es stckweise mit ,lehm von neuem ab1 dass alle ,stcke zusammengesetzt inwendig eine ,hhle bilden wrden1 die vllig die ,gestalt des ersten ,modells hat4444 ,alle ,stcke mssen sich aber genau aneinanderpassen4444 ,mit diesen ,stcken1 die ein ,zeichen erhalten1 dass man sie wieder zusammenfinde1 formt man jeden ,theil der ,statue besonders1 z4 ,b4 die ,fsse1 die ,arme1 den ,leib1 und setzt alsdann alle ,stcke zusammen4 ,die ,dickte 7d4 h4 die die knftige ,metallstrke darstellende ,schicht7 machen die ,giesser entweder von ,wachs 7,wachsausschmelzverfahren7 oder444 einige ,knstler nehmen444 statt des ,wachses ,lehm1 und verfertigen mit dieser ,masse die ,dickte4 ,sie rollen nemlich den ,lehm mit ,rollhlzern1 wie man den ,teich zu den ,kuchen rollt1 und damit sie ihm eine gehrige ,dicke geben knnen1 die sich fr jeden ,theil der ,statue schickt1 so nehmen sie hiezu runde ,hlzer mit ,kpfen von verschiedener ,strke4 ,soll z4 ,b4 der ,lehm #a_/b ,zoll dick seyn1 so ragen die runden ,kpfe #a_/b ,zoll ber dem ,rollholze selbst hervor4 ,diese dnnen ,lehmbltter legt man statt des ,wachses in die ,stcke der ,form1 drckt sie gehrig ein1 bestreut sie mit ,asche und fllet gleichfalls den brigen ,raum mit ,lehm aus4 ,kleine zierliche ,stcke muss man aber doch von ,wachs formen1 weil der ,lehm nicht in alle kleinen ,fugen eindringt4 ,z4 ,e4 die ,riemen von dem ,reitzeuge und dem ,panzer4 ,wenn alle ,stcke trocken sind1 so werden sie444 durch ,zapfen und ,zapfenlcher zusammengesetzt444 ,man muss aber dafr sorgen1 dass beym ,formen ein ,loch an den ,orten bleibe1 wo man zur ,haltbarkeit die schwebenden ,theile durch ,eisen mit den ,hauptstangen 7des ,kerngerstes7 verknpfen will4 ,illustration3 ,abb4 #ajb4 ,lngsschnitt durch die ,gussform mit dem ,wachsmodelle 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #hj4 ,ist die ,dickte von ,lehm gemacht1 so schneidet man sie vor dem ,zusammensetzen weg1 wenn der ,kern befestigt 7d4 h4 erstarrt7 ist1 und setzt blos den ,kern und die ,formstcke mit den angrenzenden ,theilen zusammen4 ,man muss aber hiebey bemerken1 dass die ,formstcke die ,anlage zum ,mantel geben4 ,die ,theile wurden zwar mit ,lehm eingesetzt und verschmiert1 allein schwebende ,stcke muss man doch mit ,draht oder auf eine andere ,art untersttzen1 dass sie nicht abbrechen4 ,ueber die zusammengefgten ,formstcke1 die1 wie gesagt1 statt der untersten 7d4 h4 inneren7 ,lagen des ,mantels dienen1 wird ,lehm geklebt1 dem man444 mit eisernen ,bndern und ,draht ,haltbarkeit giebt4 ,die ,guss- und ,luftrhren werden444 gehrig angebracht4 ,nimmt man beym ,formen die ,formstcke von den ,theilen ab1 so kann man bemerken1 ob ein ,theil 7d4 h4 jeder ,teil7 seine gehrige ,gestalt habe4 ,bey dieser444 ,art zu formen bleibt noch das ,ausschmelzen des ,wachses 7das fr die zarten ,teile verwendet ist7 und das ,ausbrennen der ,formen zu bemerken brig1 und beides bewirkt der ,ofen unter dem ,rost 7auf dem die ,form errichtet wird74 ,illustration3 ,abb4 #ajc4 ,aufwinden des von der ,form befreiten ,gusswerkes aus der ,dammgrube 7nach ,mariette74 ,zum ,text ,s4 #gh;ff4 ,illustration3 ,abb4 #ajd4 ,gussform mit ,armierung 7nach ,mariette74 ,text ,s4 #hj4 ,diese ,darstellung drfte im ganzen verstndlich sein4 ,bei der ,teilformerei fllt also die ,gipshilfsform fort1 die ,gussform wird unmittelbar ber dem ,modelle ausgefhrt4 ,alle ,unterschneidungen mssen mit ,hilfe oft sehr kleiner und zahlreicher ,teilstckchen sogleich mit abgeformt werden1 soweit man nicht etwa vorzieht1 sie auszufllen und erst durch den ,ciseleur am ,gussstck ausfhren zu lassen4 ,das von ,sprengel angegebene ,verfahren1 zarte und auch wohl unterschnittene ,teile ber ,wachs zu formen1 das nachher ausgeschmolzen wird -- also eine gemischte ,art der ,formung -- scheint im #ai4 ,jahrhundert beim ,bildsulenguss nur ganz ausnahmsweise angewendet zu sein4 ,die ,sandformerei ist der ,lehmformerei hnlich1 man verfhrt im allgemeinen wie folgt4 ,illustration3 ,abb4 #aje4 ,giov4 da ,bologna1 ,denkmal ,philipps ,,iii41 ,madrid2 ,guss von ,p4 ,tacca4 ,in gleicher ,weise wie bei der ,lehmformerei bildet man ber dem aus ,gips gefertigten ,modell die ,formstcke aus ,sand2 jedes ,teilstck muss fr sich abhebbar sein4 ,man trgt auf die mit einem ,teilstcke zu bedeckende ,modellflche den ,formsand auf1 klopft ihn mit einem ,holzhammer fest an1 so dass er auch in sich den ntigen ,halt gewinnt1 dann beschneidet man die ,seiten so1 dass sie im allgemeinen normal zur ,modellflche gerichtet sind und versucht1 ob sich das ,teilstck leicht abheben lsst4 ,darauf bepudert man die ,seitenflchen mit ,holzkohlen- oder ,lykopodiumpulver und stellt dicht anliegend daneben in gleicher ,weise die weiteren ,formstcke her4 ,eine gewisse ,anzahl solcher ,teilstcke werden in grsseren ,sandteilstcken vereinigt und diese hintergiesst man wiederum mit ,gips1 um ihnen einen festeren ,zusammenhalt zu verleihen2 auch diese ,gipshinterlagen mssen an glatt beschnittenen ,flchen aneinanderschliessen und unter sich wieder einzeln abhebbar sein1 d4 h4 sie drfen ,rundungen hchstens zur ,hlfte umschliessen4 ,ist nun das ganze ,modell dieser ,art mit ,formstcken umhllt1 dann werden zunchst die ,gipshinterlagen abgehoben1 darauf auch die grsseren und kleineren ,sandteilstcke1 die dann wieder an ihren ,platz im ,gipsmantel gelegt und mit einem dnnen ,stiftchen befestigt werden4 ,setzt man dann die ,gipsmantelstcke mitsamt den ,sandteilstcken wieder ohne ,einschluss des ,modelles zusammen1 so gewinnt man eine ,hohlform4 ,weiter handelt es sich dann darum1 den ,kern herzustellen4 ,man bringt zu dem ,zwecke in die mit ,holzkohlenstaub oder dergl4 bepuderte ,form ,formsand1 der vorsichtig in alle ,tiefen gedrckt wird4 ,grssere nicht sehr weite ,formen wird man nicht sofort ganz zusammensetzen1 schon weil nicht alle ,tiefen von einer ,oeffnung aus mit der ,hand zu erreichen sein wrden1 man fllt im fortschreitenden ,zusammensetzen den ,kernsand ein4 ,um dem knftigen ,kerne die ntige ,festigkeit zu geben1 wird er ein eisernes ,gerst einschliessen mssen in der ,art1 wie frher gezeigt wurde4 ,ist nun die ganze ,hohlform sorgfltig mit ,sand gefllt1 und hat dieser durch ,klopfen und durch das innere ,stabgerst gengende ,haltbarkeit bekommen1 dann wird wiederum die ,teilform abgenommen4 ,um das nun freigelegte1 dem ursprnglichen ,modell gleiche ,sandgebilde als ,kern fr den ,hohlguss benutzen zu knnen1 ist es notwendig1 ringsum mit geeigneten ,schneideisen eine ,schicht abzutrennen1 die der ,dicke der knftig gewnschten ,metallstrke gleichkommt4 ,es erbrigt dann noch1 den ,kern und die ,teile des ,formmantels zu trocknen1 ,giess- und ,luftkanle einzuschneiden1 die ,mantelteile wieder um den ,kern herum zusammenzubauen1 das ,ganze durch eine ,eisenumgrtung zu festigen und in der ,dammgrube einzudmmen4 ,darauf kann in der frher beschriebenen ,weise der ,einguss des flssigen ,erzes geschehen4 ,mancherlei grssere oder kleinere ,abweichungen von dem vorstehend kurz beschriebenen ,verfahren drfen nicht unerwhnt bleiben4 ,illustration3 ,abb4 #ajf4 ,p4 ,tacca1 ,denkmal ,philipps ,,iv41 ,madrid4 ,die ,herstellung des ,kernes geschieht z4 ,b4 vielfach in anderer ,weise4 ,wird die ,gussform unmittelbar zur ,verfertigung des ,kernes benutzt1 so ist die ,gefahr1 dass beim ,einklopfen des ,sandes in die feinen ,vertiefungen die ,form ,schaden leidet1 sehr gross4 ,um dem vorzubeugen1 kann man entweder eine zweite ,sandhohlform herstellen1 die nur zur ,bildung des ,kernes gebraucht wird1 oder man fertigt auch den ,kern in einer von dem ursprnglichen ,modell genommenen ,gipsform1 doch pflegt dies nur zu geschehen1 wenn eine solche ohnehin vorhanden ist1 weil sie umstndlicher herzustellen ist1 wie eine zweite ,sandform4 ,auch wird der ,kern nicht immer durch und durch aus ,sand gefertigt2 man kann auch die innere1 bei grsseren ,modellen leicht auszusparende ,hhlung des ,kernes mit einer ,gipsmasse ausfllen1 wodurch ihm eine gesteigerte ,festigkeit verliehen wird4 ,schliesslich kann auch bei ,sandformen der ,kern berhaupt in der frher angegebenen ,art und in derselben ,zusammensetzung etwa ,gips1 ,ziegelmehl und ,chamotte flssig eingegossen werden1 die ,sandhohlform ist dann also zuvor mit einer die knftige ,metallstrke darstellenden ,thonschicht auszulegen4 ,eine wesentlichere1 zumeist gebte ,abweichung des obigen ,sandformverfahrens besteht aber darin1 die ,teilstcke der ,sandhohlform nicht durch eine ,gipshinterlage zusammenzuhalten1 sie vielmehr ebenfalls in ,sand zu betten1 der von eisernen ,formksten oder ,formflaschen umschlossen wird1 deren ,form quadratisch1 lnglich rechteckig1 rund oder oval ist1 je nach ,erfordernis des ,modelles4 ,wie es scheint1 ist diese letzte ,methode die etwas jngere4 ,von dem in den ,jahren #ahbj-bc in ,eisenguss ausgefhrten ,denkmale auf dem ,kreuzberge in ,berlin soll nur bei der ,gussform der ersten ,figur ein ,gipsumguss angewendet worden sein1 bei den brigen soll man aber eiserne ,formksten1 in denen der ,formmantel in ,masse1 d4 h4 einer ,mischung aus ,thon und ,sand1 eingestampft wurde1 vorgezogen haben4 ,illustration3 ,abb4 #aab4 ,teilformerei in ,sand 7a74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #aac4 ,teilformerei in ,sand 7b74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #aad4 ,teilformerei in ,sand 7c74 7,schema47 ,die ,einformung in ,formksten geschieht z4 ,b4 bei einem ,kopfe in der ,art1 dass ber das einerseits -- so tief als es einer guten ,hauptformnaht entspricht -- in ,sand gebettete1 oben in der angegebenen ,weise mit ,formteilstcken bedeckte ,modell1 ein ,formkasten gesetzt wird1 d4 h4 ein nur aus den vier ,seitenwandungen bestehender ,rahmen1 dessen ,flchen zumeist innen rundlich der ,lnge nach vertieft oder mit ,vorsprngen versehen sind1 damit hineingestampfter ,sand sich leichter darin halten kann4 ,der die ,formstcke umschliessende ,rahmenteil wird dann ber den eingestubten ,formteilen mit fettem ,sande gefllt1 vorsichtig ausgestampft und eine mit dem oberen ,kastenrande abschliessende glatte ,flche hergestellt1 die mit einem ,brett bedeckt wird1 damit das ,ganze umgewendet werden kann4 ,besonders um das zu ermglichen1 hatte man die untere ,seite des ,modelles im ganzen1 d4 h4 vorlufig ohne ,teilstcke in einem ,formkasten in ,sand eingelassen 7,abb4 #aab74 ,dieser darauf nach oben gewandte falsche ,formkasten wird abgehoben und der von ihm bisher gehaltene ,sand entfernt4 ,die ,sandflche im ,unterkasten wird darauf geglttet und wieder eingestubt4 ,dann wird auch die frei gewordene ,seite des ,modells mit ,teilstcken bedeckt 7,abb4 #aac74 ,wenn auch diese bestubt sind1 wird wie vorher ein ,formkasten aufgesetzt1 der genau auf den unteren schliessen muss1 und seitlich unverschiebbar darauf befestigt werden kann4 ,auch er wird mit ,sand bis zu seiner ,oberkante fest angefllt4 ,um nun das ,modell aus der so gewonnenen ,form entfernen zu knnen1 muss zunchst ein ,kasten mit dem darin gehaltenen ,sande von den ,formstcken abgehoben1 dann diese einzeln vom ,modell genommen1 wieder an ihren ,platz im ,formkasten gebracht und dort mit dnnen ,stiften befestigt werden4 ,ntigenfalls muss die nun frei gewordene ,seite des ,modells wieder in einen falschen ,kasten eingebettet werden1 um in derselben ,weise auch das ,modell aus den ,teilstcken des anderen ,formkastens lsen zu knnen4 ,illustration3 ,abb4 #aae4 ,teilformerei in ,sand 7d74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #aaf4 ,teilformerei in ,sand 7e74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #aag4 ,teilformerei in ,sand 7f74 7,schema47 ,der ,kern wird in der oben beschriebenen ,weise hergestellt1 z4 ,b4 durch ,eindrcken von ,formsand in die ,hhlung einer zweiten1 genau in der vorher beschriebenen ,weise fr diesen ,zweck hergestellten ,sandteilform 7,abb4 #aad-aaf74 ,wenn dann1 wie in der ,skizze ,abbildung #aag angedeutet ist1 auch die nach ,ausschnitten in den ,ksten gefhrten ,guss- und ,luftrhren eingegraben sind1 der ,kern befestigt1 und das ,ganze getrocknet ist1 werden die ,formksten durch geeignete ,vorrichtungen dicht aneinander gepresst4 ,ohne zumeist die ,form weiter einzudmmen1 kann darauf das flssige ,metall eingegossen werden4 ,bei sehr grossen ,modellen muss die ,zahl der bereinander zu verwendenden ,formksten vergrssert werden1 die ,einformung geschieht jedoch im grossen und ganzen in derselben ,weise4 ,dass auch in der ,sandformerei einzelne1 ,verletzungen besonders ausgesetzte ,formteilstcke aus scharf getrocknetem ,lehm hergestellt werden knnen1 mge nicht unerwhnt bleiben4 ,die technische ,litteratur aus dem ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts giebt1 wie bereits angedeutet wurde1 nur ungengende ,aufklrung ber die ,frage1 wann und wo die ,sandformerei zuerst in grsserem ,massstabe angewendet wurde1 und wo es seine auch fr grssere ,modelle brauchbare ,ausbildung erhielt4 ,in der ,kniglichen ,eisengiesserei in ,berlin wurde zuerst #ahacbj der ,versuch gemacht1 ein freistehendes ,bild in ,sand zu formen2 der ,versuch soll gelungen sein4 ,als ,formmasse bediente man sich dabei eines feinen1 mit ,lehmwasser getrnkten ,frstenwalder ,sandes1 nur fr die tiefsten ,stellen der ,form wurden ,lehmteilstcke hergestellt4 #bj ,beck1 ,geschichte des ,eisens ,bd4 ,,iv1 ,s4 #ajc;ff4 ,zweifellos nahm die deutsche ,bildgiesserei des #ai4 ,jahrhunderts in ,berlin ihren ,ausgang2 die wesentlichsten ,frderer waren zunchst ,gottfried ,schadow und ,christian ,rauch4 ,die fr grosse ,bronze-,monumente anzuwendende ,formtechnik war fr beide ,knstler eine ,frage von hchstem ,interesse4 ,schadow1 der zuerst mit der ,herstellung eines in ,erz auszufhrenden ,denkmals fr ,friedrich d4 ,gr4 betraut wurde1 machte grosse ,reisen1 nur um ,erfahrungen im ,formverfahren zu sammeln4 ,im ,jahre #agia reiste er nach ,kopenhagen1 ,stockholm und ,petersburg1 doch die dort gebte ,gusstechnik und ihre ,resultate befriedigten ihn nicht1 er wies schon damals darauf hin1 dass es ntig sei1 in ,paris selbst1 von wo jene ,stdte das ,formverfahren bernommen htten1 in die ,lehre zu gehen4 ,schadows ,plan1 auch dorthin zu reisen1 kam jedoch nicht zur ,ausfhrung4 ,schadow wurde auch nicht der ,bildner des ,friedrich-,denkmals1 er blieb aber doch der erste deutsche ,knstler des #ai4 ,jahrhunderts1 der darauf bestand1 einige ,bildsulen von betrchtlicher ,grsse in ,bronzeguss auszufhren3 die ,statue ,blchers#ba fr ,rostock 7,abb4 #aah7 im ,jahre #ahah und das ,standbild ,luthers fr ,wittenberg im ,jahre #ahai4 #ba ,goethe hatte vorgeschlagen1 diese ,statue von ,pflug und ,sohn in ,gera in ,kupfer treiben zu lassen4 ,illustration3 ,abb4 #ajg4 ,e4 ,m4 ,falconet1 ,denkmal ,peters des ,grossen in ,petersburg4 ,leider konnte sich der ,meister nicht entschliessen1 von deutschen ,giessern1 die freilich 7wie vorher gezeigt wurde7 damals nur ,eisen verarbeiteten1 ,probegsse in ,bronze herstellen zu lassen -- zum wenigsten ist nichts davon bekannt -- er veranlasste ,pariser ,meister1 den ,giesser ,lequine und den ,ciseleur ,cou1 nach ,berlin berzusiedeln4 ,seit der nordischen ,reise ,schadows hatte man jedoch in ,paris das ,formverfahren gendert1 man goss jetzt in ,sandteilformen2 die ,ergebnisse1 die man dort in diesem ,verfahren erzielt hatte1 kannte ,schadow nur vom ,hrensagen und es bleibt deshalb um so verwunderlicher1 weshalb er sich nicht an deutsche ,giesser wendete1 die das neue ,verfahren zweifellos ebensogut beherrschten1 oder nicht auf das alterprobte1 ihm wohl bekannte ,wachsverfahren zurckgriff1 das in ,russland und ,italien -- hier sogar von einem deutschen ,giesser ,hopfgarten -- weiter gebt wurde4 ,die ,erfolge der ,franzosen in der ,ausfhrung der beiden genannten ,standbilder wurden fr die ,bronzegiesserei in ,deutschland entscheidend1 die vielen1 teils sehr grossen ,bronzebildwerke der folgenden ,jahrzehnte wurden smtlich im neuen ,verfahren gegossen4 ,doch ist es nicht ohne ,interesse1 die ,entwicklung weiter zu verfolgen4 ,von allergrsstem ,einfluss auf die deutsche ,giesskunst wird zunchst ,christian ,rauch4#bb ,das erste grosse ,standbild des ,meisters1 das in ,bronzeguss ausgefhrt werden sollte1 war1 ebenfalls ein ,blcher1 fr ,breslau bestimmt 7,abb4 #abj74 ,rauch konnte sich zunchst nicht entschliessen1 wiederum die ,hilfe der ,franzosen in ,anspruch zu nehmen1 er wandte sich deshalb an den bereits genannten ,hopfgarten in ,rom1 und suchte ihn zu bewegen1 nach ,berlin berzusiedeln4 ,die ,teilformerei in ,sand war aber jenem ,giessmeister nicht bekannt1 und er mochte sich nicht dazu entschliessen1 sich unter die ,autoritt der in ,berlin weilenden ,franzosen zu stellen4 ,auch sprach er aus1 dass er sein ,verfahren1 also das ,wachsausschmelzverfahren1 fr wenigstens ebensogut halte1 wie das neue1 zumal es sich damals wieder beim ,guss zweier grosser ,reiterstandbilder -- ,karls ,,iii4 nach ,canovas ,modell und ,ferdinand ,i4 nach dem ,modell ,calis -- in ,neapel1 in der ,giesserei ,righettis bewhrt hatte4 ,eine ,einigung wurde nicht erzielt1 und der ,guss des ,breslauer ,blcher wurde schliesslich 7#ahbj7 wiederum ,lequine mit ,beihilfe ,reisingers1 des ,direktors der ,berliner ,stckgiesserei1 bertragen2 mit der ,ciselierung der ,statue wurde der ,franzose ,vuarin betraut4 ,guss und ,nacharbeit des ,sockels sollte von ,cou ausgefhrt werden4 #bb ,eingehend berichtet darber ,eggers in der ,biographie des ,knstlers2 seinen ,ausfhrungen schliesst sich unsere ,darstellung an4 ,illustration3 ,abb4 #ajh4 ,lamoureux1 ,denkmal ,christians ,v4 von ,dnemark1 in ,kopenhagen 7vergoldetes ,blei74 ,weitere grosse ,gussarbeiten standen bevor1 und die ,frage1 welches ,formverfahren dabei zur ,anwendung kommen sollte1 war fr ,rauch noch nicht endgltig erledigt4 ,fast scheint es1 als ob von vornherein die ,ciselierung1 in der die ,franzosen ,meister waren1 auch stets der ,anlass wurde1 die ,herstellung der ,form nur ihnen anzuvertrauen4 ,zwar veranlasste ,rauch im ,jahre #ahbd ,anfragen nach ,petersburg und erhielt den ,bescheid1 dass man dort und in ,moskau noch im ,wachsverfahren arbeite und weiter dabei zu bleiben gedchte4 ,zur grndlicheren ,prfung dieses ,verfahrens scheint es trotzdem deutscherseits damals nicht gekommen zu sein4 ,auch die ,berliner ,knigl4 ,giesserei bte schliesslich den ,bronzeguss nach der fr ,eisen seit ,jahren angewendeten ,methode ,lequines1 der #ahbd sogar als ,lehrer einer neubegrndeten ,kunstgussschule angestellt1 und dem dann auch die ,ausfhrung des fr ,berlin bestimmten ,blcher-,denkmals 7,abb4 #aai7 ,rauchs bertragen wurde4 ,auch eine ,ciselierschule wurde eingerichtet mit ,cou als ,lehrer2 beide standen unter der ,oberaufsicht ,rauchs4 ,die ,erfolge blieben jedoch diesen ,anstalten durchaus fern1 und ,rauch usserte 7#ahbg71 dass es ihm zweckmssiger schiene1 ,giesseleven in ,paris selbst bilden zu lassen bei ,crozatier und ,carbonneaux1 deren hervorragende ,leistungen der ,knstler selbst ,gelegenheit genommen hatte 7#ahbf71 an ,ort und ,stelle kennen zu lernen4 ,vor allem war die entschiedene ,meinungsusserung ,rauchs durch die ,misserfolge ,lequines veranlasst4 ,zwar war der ,breslauer ,blcher besser aus der ,form gekommen1 als seine ersten nach ,schadows ,modellen gegossenen ,arbeiten1 doch um so grssere ,nachlssigkeit in jeder ,beziehung brachte bei den nun folgenden ,gusswerken das ,vertrauen zu seinen ,fhigkeiten ins ,wanken4 ,als der ,franzose schliesslich bei der ,statue ,friedrich ,wilhelms ,i4 fr ,gumbinnen einen vlligen ,fehlguss geliefert hatte1 wurde er pltzlich 7#ahbh7 angewiesen1 die ihm seit elf ,jahren berlassene ,werkstatt in der ,knigl4 ,giesserei zu rumen und sein auch von ,rauch untersttzter ,protest vermochte nichts gegen diese ,verordnung auszurichten4 ,die ,giessereischule hrte damit auf1 weiter zu bestehen4 ,der ,versuch1 mit ,hilfe der ,schule tchtige ,giesser fr ,berlin heranzubilden1 war nur in sehr beschrnktem ,masse gelungen4 ,schliesslich sollten die mit ,hopfgarten in ,rom angeknpften ,verhandlungen ,erfolg haben4 ,obschon dieser vollauf beschftigt war1 hatte ihn doch nie der ,wunsch verlassen1 einmal nach ,berlin berzusiedeln4 ,illustration3 ,abb4 #aji4 ,saly1 ,denkmal ,friedrichs ,v4 von ,dnemark1 ,kopenhagen4 ,um ,rauchs ,wnschen entgegenzukommen1 hatte ,hopfgarten schon #ahbc1 nachdem sein ,genosse ,jollage in ,paris die neue ,teilformerei in ,sand studiert hatte1 einen ,versuch in diesem neuen ,verfahren gemacht und schliesslich1 nach den ,misserfolgen ,lequines1 entschloss er sich1 eine ,kunstgiesserei in ,berlin zu erffnen4 ,im ,jahre #ahbh war er dort bereits in reger ,thtigkeit2 er goss das ,francke-,denkmal fr ,halle nach ,rauchs ,modell 7,abb4 #aba71 die ,statue ,friedrich ,wilhelms ,,ii4 fr ,ruppin nach ,tiecks ,modell u4 a4 m4#bc #bc ,von anderer ,seite1 z4 ,b4 in ,fabers ,konversations-,lexikon1 wird die ,gussausfhrung dieser ,denkmler einem lteren ,bruder des von ,eggers angefhrten ,hopfgarten zugeschrieben4 ,neben ,hopfgarten hatte noch ein anderer ,deutscher1 ,christoph ,heinrich ,fischer1 eine eigene ,giesserei in ,berlin errichtet1 die ebenfalls durch ,rauch und ,tieck mit allen ,mitteln gefrdert wurde4 ,fischer#bd war #ahah nach ,berlin gekommen und arbeitete bis #ahbb als ,ciseleur unter ,cou4 ,in der ,giesserei unterwies ihn insbesondere der ,pariser ,honor ,gonon1 dessen ,bekanntschaft er in ,berlin gemacht hatte4 ,die ,fischersche ,giesserei kam zu hoher ,blte1 sie bestand bis #ahde4 #bd ,amtl4 ,bericht der allgem4 deutschen ,gewerbeausstellung4 ,berlin #ahdd4 ,bd4 ,,ii4 ,fischer goss nach ,rietschels ,modellen die ,nebenfiguren zu dem fr ,dresden bestimmten ,denkmal ,knig ,friedrich ,augusts in den ,jahren #ahcc-ahcf1 und ,rauch schreibt bei der ,gelegenheit ber ihn an ,rietschel3#be ,fischer macht in seiner ,thtigkeit tglich ,fortschritte und ist ein tchtiger ,giesser geworden1 dem ich jetzt das ,allerwichtigste anvertrauen wrde4 ,schade1 dass seine ,persnlichkeit nicht angenehm ist2 knnte er andere ,giessereien und ,formarten durch ,reisen1 der franzsischen ,sprache mchtig1 noch kennen lernen1 ich wrde ihn fr vollendet in seiner ,kunst halten4 #be ,eggers1 ,rauch ,bd4 ,,iii4 ,s4 #ajb4 ,illustration3 ,abb4 #aaj4 ,larchevque1 ,denkmal ,gustav ,wasas in ,stockholm2 ,guss von ,meier4 ,im ,jahre #ahcf goss ,fischer nach ,drakes ,modell das ,standbild ,msers fr ,osnabrck1 dann die vor dem ,alten ,museum in ,berlin aufgestellte ,amazone nach ,kiss4 ,von seinen anderen teils schon frher ausgefhrten ,gusswerken seien noch genannt zwei kolossale ,hirsche und eine ,viktoria nach ,rauch1 eine sieben ,fuss hohe ,venus fr ,charlottenhof1 und das ,standbild des ,kopernikus nach ,tiecks ,modell fr die ,stadt ,thorn4 ,die ,berliner ,gewerbe-,ausstellung des ,jahres #ahdd beschickte er mit fnfzehn grsseren ,gusswerken4#bf #bf ,amtl4 ,bericht der ,ausstellung1 ,bd4 ,,ii4 ,noch andere tchtige ,giesser jener ,zeit werden in ,berlin genannt1 vor allem der bereits #ahcd verstorbene ,joh4 ,dinger4 ,auf ,rauchs ,veranlassung wurde dieser #ahbi nach ,paris zum ,studium gesandt und es wird von ihm gerhmt1#bg dass er es verstanden habe1 besonders dnnwandig zu giessen4 ,von seinen ,gusswerken seien genannt die grosse ,amazone fr den ,charlottenburger ,schlossgarten und ,fuss und ,schale eines nach ,schinkels ,zeichnung von ,kiss modellierten ,brunnens4 #bg ,ebendort4 ,die ,figuren dieses ,brunnens wurden von ,feierabend1 der ebenfalls in ,paris die ,giesserei studiert hatte1 gegossen und es wird von ihnen ausdrcklich bemerkt1 dass der ,guss so tadellos war1 dass eine ,ciselierung nicht notwendig war#bh4 #bh ,amtl4 ,bericht der allgem4 deutschen ,gewerbeausstellung1 ,berlin #ahdd1 ,bd4 ,,ii4 ,illustration3 ,abb4 #aaa4 ,larchevque1 ,denkmal ,gustav ,adolphs in ,stockholm2 ,guss von ,meier4 ,illustration3 ,abb4 #aah4 ,schadow1 ,blcher-,denkmal in ,rostock4 ,guss von ,lequine in ,berlin4 ,illustration3 ,abb4 #aai4 ,rauch1 ,denkmler von ,york1 ,blcher und ,gneisenau in ,berlin4 ,blcher1 gegossen von ,lequine2 ,york und ,gneisenau1 gegossen von ,friebel in ,berlin4 ,rauch hatte sich indessen noch nicht endgltig fr das ,teilformverfahren entschieden1 besonders wohl die ,misserfolge ,lequines hatten ihn stutzig gemacht1 und obschon sich damals das ,sandformverfahren billiger stellte als das ,wachsausschmelzverfahren1 wollte er nichts unversucht lassen4 ,er erreichte es1 dass ,cou #ahca auf drei ,monate nach ,petersburg gesandt wurde4 ,erst als auch jetzt nach ,cous ,bericht die ,entscheidung zu ,ungunsten des alten ,verfahrens ausfiel1 wurde es von ,rauch aufgegeben4 ,illustration3 ,abb4 #abj4 ,rauch1 ,blcher-,denkmal in ,breslau4 ,guss von ,lequine in ,berlin4 ,alle ,sorgfalt wurde nun der weiteren ,vervollkommnung der ,sandformerei zugewandt4 ,das ,streben ging1 wie schon oben angedeutet1 vor allem dahin1 mit ,hilfe eines bestgeeigneten ,formmaterials die ,teilform so sauber herzustellen1 dass die ,nachciselierung nach ,mglichkeit auf die ,entfernung der ,gusskanle und ,gussnhte beschrnkt werden konnte1 die ,flchen dazwischen aber nicht in ,mitleidenschaft gezogen zu werden brauchten4 ,rauch#bi sagte einmal 7#ahce73 444 ,es giebt nichts ,betrbenderes1 als dies1 dass man wnscht1 dass die ,gsse so glnzen1 damit keine ,punzen oder ,feilen des ,ciseleurs die ,oberflche zu berhren brauchten4 #bi ,eggers1 ,rauch1 ,bd4 ,,ii1 ,s4 #chh4 ,vllig befriedigend fielen aber die ,gsse trotz aller ,bemhungen auch in ,zukunft nicht aus1 wie aus spteren ,aeusserungen ,rauchs zu ,rietschel 7#ahec7 klar genug hervorgeht4#cj ,rauch schreibt1 dass er an seiner ,york-,statue nur die ,gussnhte reparieren lasse1 um damit den ,versuch zu machen1 das gnzliche ,ueberfeilen der ,oberflche zu vermeiden4 ,mit der ,zeit werden bei fortlaufender ,beschftigung sich ,leute heranbilden1 die dieser schonenden ,ciselierung angemessene ,bildung haben und dem verderblichen ,aufscheuerwesen ein ,ende machen4 ,und bald darauf schreibt ,rauch3 ,friebel1 der ,kunstgiesser1 weilt im ,mineralbade1 wie gewhnlich1 whrend die ,gehlfen mhsam ,geschaffenes zerhobeln2 an diesem ,leide der ,bronzearbeiten gehe ich krperlich und moralisch zu ,grunde und nur sorgliche ,ausfhrung unseres vortrefflichen ,ciseleurs ,martens444 erhlt in mir einige ,hoffnung einer knftigen ordentlichen ,schule4 #cj ,eggers1 ,rauch1 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #cac4 ,doch die ,ciselierung blieb in erster ,linie der wunde ,punkt der ,teilformerei auch im weiteren ,verlauf des #ai4 ,jahrhunderts1 eine wirkliche ,besserung wurde erst mglich1 als man schliesslich wieder zum alten ,wachsausschmelzverfahren zurckzukehren begann4 ,doch bevor die jngste ,phase der ,formereientwickelung betrachtet werden kann1 ist es notwendig1 nochmals ein wenig zurckzugreifen4 ,die ,kunstgiesserei in ,berlin muss zunchst noch in ihrer ,entwicklung weiter verfolgt werden4 ,ausser den bereits genannten ,giessern der zwanziger und dreissiger ,jahre1 wird als besonders tchtig noch ,kampmann genannt4 ,von den ,gusswerken1 mit denen er die ,berliner ,gewerbeausstellung des ,jahres #ahdd beschickt hatte1 wird gerhmt#ca1 dass sie eine glatte1 dichte1 nicht schumige oder kaltgssige ,oberflche aufwiesen1 dass die ,tiefen der ,gewnder klar und rein ausgefallen wren und nicht die so leicht vorkommenden ,verschiebungen der ,formstcke wahrnehmbar seien1 kurz1 dass sie als die ,grenze dessen zu betrachten wren1 was der rohe1 d4 h4 der unciselierte ,guss berhaupt zu leisten vermge4 ,trotzdem kommt der ,beurteiler zu dem ,ergebnis1 dass die ,nacharbeit unentbehrlich sei1 wenn die hchste ,ausbildung der ,form beansprucht wrde4 #ca ,amtl4 ,bericht d4 ,ausst4 ,man muss nach solchen ,ausfhrungen glauben1 dass wohl ber das1 was unter hchster ,ausbildung der ,formen zu verstehen sei1 ,bildhauer und ,ciseleure oft in ,widerspruch gerieten4 ,zu grsserer ,bedeutung scheint die ,kampmannsche ,giesserei nicht gelangt zu sein1 die grossen ,aufgaben besonders der vierziger ,jahre wurden von anderen ,giessmeistern ausgefhrt4 ,illustration3 ,abb4 #aba4 ,rauch1 ,francke-,denkmal in ,halle4 ,guss von ,hopfgarten in ,berlin4 ,von grosser ,wichtigkeit fr die ,berliner ,giesskunst wurden die ,beziehungen1 die ,rauch #ahch mit dem bereits genannten ,eisenhttenwerk ,lauchhammer anknpfte4 ,fr den ,dom in ,posen sollten die grossen von ,rauch modellierten ,statuen der ,polenknige ,boleslaw und ,mieczyslaw in ,bronze gegossen werden4 ,fr die ,ausfhrung kamen die ,giessereien von ,hopfgarten1 ,fischer und die ,kgl4 ,eisengiesserei in ,berlin#cb in ,betracht2 mit der letzteren1 als der mindestfordernden1 wurde der ,vertrag abgeschlossen4 ,doch die ,ausfhrungsbedingungen in ,bezug auf die ,teilung der ,statuen fr die ,einformung entsprachen durchaus nicht den ,wnschen ,rauchs1 er erhob entschiedenen ,einspruch und es gelang ihm schliesslich1 die ,aufhebung des ,vertrages herbeizufhren4 ,nun wandte man sich nach ,lauchhammer1 wo man dem ,knstler wenigstens das ,recht der ,oberaufsicht zugestand4 #cb ,eggers1 ,rauch1 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #afi4 ,illustration3 ,abb4 #abb4 ,rauch1 ,denkmal ,friedrichs des ,grossen in ,berlin4 ,guss von ,friebel in ,berlin4 ,in ,lauchhammer hatte man bis zum ,jahre #ahch nur den ,eisenkunstguss gebt2 die grssten und schwierigsten ,modelle hatte man aber in tadellosem ,guss nachzubilden gelernt1 und gewiss boten die in ,eisen gegossenen ,werke um so eher eine ,garantie1 dass man auch dem ,guss von grossen ,statuen in ,bronze gewachsen sein wrde1 als die ,form fr den ,eisenguss1 wie bereits hervorgehoben wurde1 die allergrsste ,sorgfalt der ,herstellung verlangt1 weil beim ,eisen nicht wie bei der ,bronze strkere ,gussfehler durch ,ergnzung der ,fehlstcke oder ,ciselierung beseitigt werden knnen4 ,illustration3 ,abb4 #abc4 ,rauch1 ,denkmal ,max-,josephs in ,mnchen4 ,guss von ,stiglmaier in ,mnchen4 ,die ,ausfhrung der ,rauchschen ,figuren leitete ,friebel1 der spter das ,denkmal ,friedrichs des ,grossen in ,berlin goss4 ,nach dem ,guss der zweiten ,statue kam ,rauch nach ,lauchhammer und war freudig berrascht ber die ,leistung4 ,in seinem ,tagebuche schreibt er1 dass er nie vorher einen solch dnnen und an der ,oberflche so schnen ,guss gesehen habe1 und dass er sich entschloss1 die ,figuren nicht zu ciselieren1 sondern nur das ,ntigste daran mit den ,punzen und der ,feile zu thun und im brigen nur mit ,scheidewasser abzubrennen4 ,diese guten ,erfolge veranlassten ,rauch1 dem ,werke weitere ,modelle -- unter anderem im ,jahre #ahdg das ,reiterbild des ,grossherzogs ,paul ,friedrich fr ,schwerin -- zur ,gussausfhrung zu bergeben und andere ,knstler1 zunchst ,kiss und ,rietschel1 der selbst eine ,zeitlang auf dem ,werke angestellt war1 folgten dem ,beispiele4 ,fr ,rietschel bernahm das ,werk die mhevolle und undankbare ,aufgabe1 die #ahch in einer ,dresdener ,giesserei vllig fehl gegossene ,hauptfigur seines ,denkmals des ,knigs ,friedrich ,august von ,sachsen1 so gut es mglich war1 auszubessern4 ,nach dem ,modelle desselben ,knstlers wurde dort #ahfh das ,luther-,monument fr ,worms ausgefhrt4 ,nach ,kiss' ,modellen goss man #ahea in ,lauchhammer die ,denkmler ,friedrich ,wilhelms ,,iii4 fr ,knigsberg und ,breslau1 im ,jahre #ahga ein ,reiterbild desselben ,knigs nach ,wolff fr ,berlin und #ahgh das ,denkmal dieses ,knigs fr ,cln a4 ,rh4 ,doch fr ,berlin wurde ,lauchhammer noch durch den genannten ,giessmeister und ,ciseleur ,friebel von besonderer ,bedeutung4 ,friebel siedelte #ahde nach ,berlin ber mit dem grossen ,auftrage1 ,rauchs ,denkmal ,friedrichs des ,grossen in ,bronzeguss auszufhren 7,abb4 #abb74 ,schon rechtzeitig vorher waren grosse ,werksttten fr die ,modell- und ,ciselierarbeiten und ebenfalls eine neue ,giesserei errichtet4 ,die ,gussausfhrung erfolgte in vielen ,teilen1 man begann mit dem ,hauptkrper2 abgetrennt und einzeln geformt und gegossen wurden die ,reiterfigur1 der ,kopf des ,pferdes1 die ,vorderbeine und der ,schweif des ,pferdes4 ,im ,jahre #ahea waren alle ,teile1 ,nebenfiguren und ,reliefs gegossen und wurden noch vor der ,zusammenfgung ausgestellt4 ,illustration3 ,abb4 #abd4 ,thorwaldsen1 ,schiller-,denkmal in ,stuttgart4 ,guss von ,stiglmaier in ,mnchen4 ,von ,friebel wurden noch nach ,rauchs ,modellen die ,statuen ,yorks und ,gneisenaus gegossen4 ,er starb #ahef4 ,die ,giesserei wurde fortgefhrt von ,gladenbeck1 der die ,baulichkeiten spter mit seinem ,sohne zusammen bis zu ihrem ,abbruche #ahhg inne hatte4 ,die ,gladenbecksche ,giesserei wurde dann in erweiterter ,form nach ,friedrichshagen bei ,berlin verlegt1 wo sie schliesslich in die noch jetzt bestehende ,aktiengesellschaft1 vorm4 ,gladenbeck und ,sohn1 umgewandelt wurde4 ,der ,ruf der ,gladenbeckschen ,giesserei wurde ebenfalls begrndet durch ,werke1 die nach ,rauchs ,modellen gegossen wurden3 die ,thaer-,statue fr ,berlin 7#ahef7 und die ,kant-,statue fr ,knigsberg 7#aheg74 ,schon in den sechziger ,jahren wurde der ,giesserei auch die ,ausfhrung zweier grosser ,reiter-,denkmler bertragen2 nach ,drakes ,modell das ,reiterbild ,knig ,wilhelms ,i4 und nach ,blsers ,modell ,friedrich ,wilhelm ,,iv4 zu ,pferde1 beide fr die ,klner ,rheinbrcke4 ,neben ,berlin und ,lauchhammer waren indessen auch in anderen deutschen ,stdten einige ,giessereien aufgeblht1 die ,ebenbrtiges zu leisten vermochten4 ,der ,zeit der ,begrndung und den ,leistungen nach an der ,spitze steht unter diesen die ,knigliche ,erzgiesserei in ,mnchen4 ,auch fr das ,entstehen und ,gedeihen dieser ,kunstwerksttte war wiederum ,rauch als erfahrener ,praktiker und schaffender ,meister von grsstem ,einfluss4 ,der erste ,leiter dieser ,kunstgiesserei war ,stiglmaier#cc4 ,als ,goldschmiedelehrling hatte er seine ,laufbahn begonnen1 und auf einer ,studienreise in ,italien legte er bei ,righetti in ,neapel den ,grund fr seine sptere hochbedeutsame ,giesserthtigkeit4 ,seine ersten ,giessversuche machte er im ,wachsausschmelzverfahren1 das er bei ,righetti kennen gelernt hatte4 ,nach seiner ,rckkehr nach ,mnchen 7#ahbc7 konnte er als ,mnzgraveur in der ,kniglichen ,mnze die ,versuche fortsetzen1 und als man sich dort entschloss1 eine ,erzgiesserei zu grnden1 wurde er zu ihrem ,vorsteher bestimmt4 ,zur ,erlernung der neuen ,teilformerei in ,sand wurde er nach ,berlin geschickt und hierdurch kam er bald in enge ,beziehungen zu ,rauch4 ,mit diesem zusammen reiste er #ahbf nach ,paris1 um in den dortigen bereits genannten ,giessereien seine ,kenntnisse zu vervollkommnen4 #cc ,eggers1 ,rauch1 ,bd4 ,,ii41 ,s4 #dai;ff4 und ,zeitschrift d4 ,mnchener ,kunstgewerbevereins ,jahrg4 #ahge 7,vortrag von ,ferd4 v4 ,miller7 ,s4 #b;ff41 ferner ,f4 ,faber1 ,konversations-,lexikon fr die ,bildende ,kunst1 ,bd4 ,v4 ,s4 #ff;ff4 ,illustration3 ,abb4 #abe4 ,thorwaldsen1 ,denkmal des ,kurfrsten ,maximilian in ,mnchen4 ,guss von ,stiglmaier in ,mnchen4 ,die erste grosse ,aufgabe1 die ,stiglmaier bewltigen sollte1 natrlich auch im neuen ,sandformverfahren1 war der ,guss des ,max ,joseph-,denkmals nach ,rauchs ,modell fr ,mnchen 7,abb4 #abc74 ,im ,september #ahcj wurde mit dem ,einformen des ,lwensockels begonnen4 ,der ,guss gelang in mehreren ,teilen sogleich vollkommen4 ,ein schweres ,missgeschick traf jedoch den fr seine ,arbeit begeisterten ,stiglmaier beim ,guss der ,knigsfigur1 die er entgegen ,rauchs ,rat ungeteilt eingeformt hatte4 ,das flssige ,metall durchbrach die ,form und nichts war von diesem ersten ,guss zu retten4 ,ungesumt machte sich der ,meister daran1 die ,arbeit aufs neue aufzunehmen1 dieses ,mal trennte er aber ,ober- und ,unterkrper1 ,kopf und ,arme ab4 ,im ,jahre #ahcc wurden die ,gussarbeiten glcklich zu ,ende gefhrt4 ,schwierigkeiten stellten sich auch hier wieder mit der ,ciselierung ein2 man war gentigt1 zunchst dafr den ,franzosen ,vuarin herbeizuziehen1 dessen anmassendes und nachlssiges ,verhalten jedoch bald dazu zwangen1 ihn durch deutsche ,knstler zu ersetzen1 die ihre ,aufgabe auch zur ,zufriedenheit lsten4 ,besonderen ,wert legte ,stiglmaier darauf1 dass sein bildhauerisch veranlagter ,neffe ,ferd4 v4 ,miller#cd1 den er zu seinem ,nachfolger ausersehen hatte1 die ,ciselierkunst grndlich erlernte2 besonders zu diesem ,zwecke sandte er ihn auch im ,jahre #ahch nach ,paris4 #cd ,f4 ,faber a4 a4 ,o4 ,s4 #fh4 ,nach ,stiglmaiers ,tode im ,jahre #ahdd bernahm ,miller die ,leitung der ,giesserei1 die im ,jahre #ahga in den ,besitz der ,familie v4 ,miller berging und seit des ,vaters ,tode 7#ahhg7 von seinen drei ,shnen weitergefhrt wird unter dem ,namen ,knigliche ,erzgiesserei4 ,illustration3 ,abb4 #abf4 ,schwanthaler1 ,denkmal ,mozarts in ,salzburg4 ,guss von ,stiglmaier in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #abg4 ,schwanthaler1 ,denkmal des ,grossherzogs ,ludwig in ,darmstadt4 ,guss von ,stiglmaier in ,mnchen4 ,illustration3 ,abb4 #abh4 ,schwanthaler1 ,denkmal ,goethes in ,frankfurt a4 ,m4 ,guss von ,stiglmaier in ,mnchen4 ,von den ,hauptgusswerken ,stiglmaiers sind noch zu nennen die ,schiller-,statue 7,abb4 #abd7 nach ,thorwaldsen fr ,stuttgart 7#ahci71 nach desselben ,knstlers ,modell 7#ahci7 das ,reiterbild des ,kurfrsten ,maximilian fr ,mnchen 7,abb4 #abe71 nach ,schwanthalers ,modellen die ,statue ,mozarts fr ,salzburg 7,abb4 #abf7 7#ahdb71 die ,denkmler des ,grossherzogs ,ludwig von ,hessen fr ,darmstadt 7,abb4 #abg7 und ,goethes fr ,frankfurt 7,abb4 #abh71 beide im ,jahre #ahdd4 ,von den fr das ,in- und ,ausland in ,bronzeguss ausgefhrten zahlreichen grossartigen ,gusswerken1 die nach ,stiglmaiers ,tode noch in dieser bedeutsamen ,kunstgiesserei entstanden1 sei nur noch angefhrt die ,bavaria auf der ,theresienwiese 7,abb4 #abi71 nach ,schwanthalers ,modell 7#ahdd-ahej71 die ,quadriga auf dem ,siegesthor in ,mnchen und die ,goethe-,schiller-,gruppe nach ,rietschels ,modell in ,weimar 7#aheg74 ,illustration3 ,abb4 #abi4 ,schwanthaler1 ,bavaria-,monument4 ,guss von ,stiglmaier und ,miller4 ,noch eine bayerische ,kunstgiesserei gewann schon in der ersten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts bedeutenden ,ruf1 die von ,daniel ,burgschmiet in ,nrnberg begrndete4 ,auch zum ,aufblhen dieser trug ,rauch nicht unwesentlich bei1 und ihr erstes grosses ,erzgusswerk wurde nach einem ,modelle dieses ,meisters ausgefhrt2 die ,umstnde1 unter denen das geschah1 sind von besonderem ,interesse#ce4 ,in ,nrnberg sollte ein ,drer-,denkmal errichtet werden und ,knig ,ludwig versprach einen namhaften ,beitrag1 wenn man auf seinen ,wunsch einginge1 dass das ,modell von ,rauch und der ,guss in ,mnchen ausgefhrt werde4 ,rauch erhielt auch1 obschon man in ,nrnberg selbst einen einheimischen ,bildhauer vorgezogen htte1 #ahbg den ,auftrag fr das ,denkmal2 als es sich jedoch um die ,frage des ,giessers handelte1 wollte die ,stadt ,peter ,vischers nicht nachgeben4 #ce ,eggers1 ,rauch1 ,bd4 ,,ii1 ,s4 #cie;ff und ,s4 #dbb1 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #ajc u4 ,s4 #ade4 ,der zweite ,brgermeister ,nrnbergs schrieb unter anderem in dieser ,angelegenheit an ,rauch3 ,wenn jeder ,kunstfreund als entschieden annehmen muss1 dass der ,entwurf des ,denkmales und das ,modell des ,standbildes nur dem grssten ,bildhauer ,deutschlands gebhrt1 so ist es doch fr den noch nicht erloschenen ,kunstruhm1 und noch mehr fr den wieder erwachten ,kunstsinn der hiesigen ,stadt eben so wichtig als wnschenswert1 dass das ,denkmal hier ausgefhrt und vollendet werde4444 ,unsere ,rotgiesser haben zwar von der ,kunst ihres alten ,gewerbsgenossen1 des ,verfertigers des ,grabmales ,sebaldi1 kein grosses ,erbteil brig behalten1 aber hinsichtlich des ,technischen der ,giesserei drfte man ihnen ausgezeichnete ,kenntnisse und ,erfahrungen nicht absprechen knnen4444 ,das neueste ,kunstwerk des erfahrenen ,rothgiessers ,rupprecht1 ein ,standbild von ,erz1 #f-a_/b ,fuss hoch1 circa #bjjj ,pfd4 ,berl4 schwer1 ist aus der ,form makellos hervorgegangen und ist bestimmt1 in dem ,dom zu ,bamberg aufgestellt zu werden4 ,es befindet sich jetzt unter dem ,meissel eines genialen jungen ,mannes1 des ,bildhauers ,burgschmiet444 ,illustration3 ,abb4 #acj4 ,rauch1 ,drer-,denkmal in ,nrnberg4 ,guss von ,burgschmiet in ,nrnberg4 ,nachdem daraufhin ,rauch selbst in ,nrnberg gewesen war1 erreichte er beim ,knige die ,genehmigung1 dass das ,denkmal dort gegossen wrde4 ,burgschmiet erhielt den ,gussauftrag1 doch bevor er an die ,ausfhrung ging1 reiste er im ,jahre #ahbi noch auf acht ,monate nach ,paris1 um die ,formerei bei dem vielgerhmten ,crozatier zu studieren4 ,im ,jahre #ahcg erhielt er das ,modell der ,figur und wurde nun veranlasst1 einige ,probestcke zu liefern3 ,aermelstcke1 eine ,haarlocke1 ,kopf1 rechte ,hand4 ,der ,guss dieser ,teile fiel vortrefflich aus1 die ,oberflche zeigte sich so dicht und fein1 dass eine ,ueberciselierung nicht ntig erschien4 ,im ,herbst #ahch kam der ,oberteil der ,figur gelungen aus der ,form4 ,knig ,ludwig selbst sah den ,guss und bestimmte1 dass die ,statue mit der ,gusshaut1 also in dunkelbrauner1 ins ,rtliche schimmernder ,farbe1 ohne die ,oberflche abzubrennen und ohne jedes weitere ,ciselieren1 ausser ,abnahme der ,gussnhte1 aufgestellt werden solle4 ,im ,jahre #ahdj war der ,guss der ganzen ,figur aufs beste vollendet 7,abb4 #acj74 ,weitere grosse ,auftrge folgten dem ersten und alle wurden zur hchsten ,zufriedenheit ausgefhrt4 ,im ,jahre #ahdd wurde von ,burgschmiet nach ,hhnels ,modell das ,standbild ,beethovens fr ,bonn gegossen1 nach desselben ,meisters ,modell #ahdi das ,denkmal ,kaiser ,karls ,,iv4 fr ,prag1 nach ,reichs ,modell #ahea die ,statue des ,ministers ,winter fr ,karlsruhe1 #ahec nach ,miller das ,luther-,monument fr ,mhra u4 a4 m4 ,im ,jahre #ahee trat in die ,firma der ,schwiegersohn ,chr4 ,lenz ein1 #aheh starb ,burgschmiet4 ,die von ,chr4 ,lenz und dem ,stiefsohn ,burgschmiets fortgefhrte ,giesserei hiess hinfort3 ,gebrder ,lenz-,herold4 ,seit #ahga1 nach ,herolds ,tode besteht die ,giesserei unter der ,firma ,chr4 ,lenz4 ,fr das ,in- und ,ausland gingen noch zahlreiche grosse ,erzgusswerke aus dieser ,knstlerwerkstatt hervor1 die aufzufhren zu weit gehen wrde4 ,illustration3 ,abb4 #aca4 ,rietschel1 ,denkmal ,lessings in ,braunschweig4 ,guss von ,howaldt in ,braunschweig4 ,mit dieser ,nrnberger ,giesserei steht wiederum in innigem ,schulzusammenhange eine norddeutsche ,werkstatt1 die von ,georg ,howaldt in ,braunschweig begrndet wurde4 ,howaldt#cf kam als ,goldschmiedsgehilfe #ahbb nach ,nrnberg1 lernte dort den um wenige ,jahre lteren ,burgschmiet kennen und durch ihn angeregt1 begann er sich eifrig mit ,bildnerei und ,erzgiesserei zu beschftigen4 ,im ,jahre #ahcf kehrte er in seine ,heimatstadt ,braunschweig zurck1 wo ihm das ,lehrfach fr ,modellieren am ,collegium ,carolinum bertragen wurde4 ,erst im ,jahre #aheb wurde es ihm mglich1 seine ,vorliebe fr metallplastische ,arbeiten im ,grossen zu bethtigen1 man bertrug ihm die ,gussausfhrung des fr ,braunschweig bestimmten ,lessing-,denkmals nach ,rietschels ,modell 7,abbild4 #aca74 ,die ,arbeit gelang aufs beste und begrndete den ,ruf der jungen ,anstalt4 #cf ,h4 ,riegel1 ,kunstgesch4 ,vortrge und ,aufstze1 ,braunschweig #ahgg1 ,s4 #ceb;ff4 ,weitere ehrenvolle ,auftrge folgten sogleich4 ,noch im ,jahre #aheb wurde fr ,altona1 allerdings in galvanisch verkupfertem ,blei1 das ,denkmal des ehemaligen ,oberprsidenten ,grafen ,blcher nach ,fr4 ,schillers ,modell gegossen1 #ahec in ,erz das ,denkmal des ,brgermeisters ,franke fr ,magdeburg nach ,blaeser1 #ahed fr ,dresden das ,denkmal des ,nationalkonomen ,list nach dem ,modell von ,kietz u4 a4 m4 ,doch seinen grossen ,ruf verdankt der ,meister eigentlich weniger seinen ,gusswerken1 als vielmehr seinen grossartigen1 in ,kupfer getriebenen ,arbeiten2 an anderer ,stelle 7,s4 #abh;ff47 wird darauf zurckzukommen sein4 ,howaldt starb im ,jahre #ahhc1 sein ,sohn fhrte die ,anstalt fort bis zu seinem ,tode im ,jahre #ahia2 mit ihm erlosch die ,firma4 ,die bekanntesten deutschen ,kunstgiessereien drften damit genannt sein1 eine ,reihe kleinerer ,anstalten bestand daneben und zahlreiche neue1 deren ,bedeutung zu wrdigen der beschrnkte ,raum hier nicht gestattet1 wurden in der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts begrndet2 ungezhlte ,denkmler und ,brunnen in allen grsseren deutschen ,stdten zeugen von ihrem ,knnen4 ,das ,ringen zur ,selbstndigkeit war mhevoll genug gewesen1 wie zu zeigen versucht worden ist1 doch schliesslich konnte man den ,wettstreit aufnehmen mit den gleichartigen ,werksttten aller ,lnder1 auch ,frankreichs4 ,die ,entwickelung der ,kunstgiesserei in ,frankreich bietet bei weitem nicht ein gleich interessantes ,bild wie bei uns1 die technische ,fertigkeit wurde dort doch kaum unterbrochen und leichter1 als es in ,deutschland mglich sein konnte1 fanden sich die ,giesser mit dem neuen ,teilformverfahren in ,sand ab4 ,die ,ciselierkunst aber hatte in ,frankreich kaum je vorher hhere ,triumphe gefeiert1 als in der zweiten ,hlfte des #ah4 ,jahrhunderts1 und darin wurde die ,tradition nie wieder unterbrochen4 ,die grossartigen ehernen ,knigsbilder1 die das ,knnen der franzsischen ,kunstgiesser whrend zweier ,jahrhunderte in glanzvollster ,weise darstellten1 vernichtete zwar ohne ,ausnahme die ,revolution1 doch der ,rckschlag konnte nicht ausbleiben1 man musste bald den ,verlust der ,kunstwerke rein als solchen empfinden1 und man beeilte sich1 neue ,erzmonumente zu errichten4 ,der ,bildhauer ,j4 ,g4 ,moitte 7#agdf-ahaj7 scheint der erste ,knstler gewesen zu sein1 der die ,abneigung gegen die ,bronze fr ,monumentalwerke1 die etliche ,jahrzehnte auch in ,frankreich geherrscht hatte1 durchbrach4 ,in der ,zeit um #ahjj sollen von ihm eine ,bronzestatue ,j4 ,j4 ,rousseaus1 ein ,reiterbild des ,generals ,bonaparte von mittlerer ,grsse und ein ,denkmal des ,generals d',hautpoul zu ,pferde geschaffen sein4 ,ob bei diesen ,werken bereits das ,teilformverfahren in ,anwendung kam1 war nicht zu ermitteln1 sie fallen in die ,zeit des ,ueberganges4 ,mit einiger ,sicherheit ist aber anzunehmen1 dass die rings mit ,reliefs umkleidete ,vendme-,sule zu ,paris1 mit deren ,ausfhrung man #ahje begann und die mit der ,statue ,napoleons bekrnt1 im ,jahre #ahaj vollendet wurde1 bereits in ,sand geformt worden ist4 ,der ,neuguss der grossen in der ,revolution zerstrten ,knigsdenkmler folgte4 ,die bedeutendsten ,pariser ,giesserwerksttten wurden als ,bildungsanstalten der deutschen ,knstler bereits genannt4 ,crozatier1 ,carbonneaux1 ,fontaine und die alte ,knigliche ,giesserei in ,paris legten den ,grund fr die franzsische ,giesskunst des #ai4 ,jahrhunderts1 von der man auch heute noch mit hchster ,achtung spricht4 ,die ,kataloge und ,berichte der ,pariser ,gewerbeausstellungen lassen die ,entwickelung im ,laufe des #ai4 ,jahrhunderts leicht verfolgen1 sie ist vor allem geknpft an die ,namen ,soyer1 ,barbedienne1 ,thibaut1 ,susse1 ,barbezat1 ,eck et ,durand1 ,gauthier u4 a4 7,nhere ,angaben finden sich bei ,f4 ,faber3 ,konvers4 ,lex4 fr die ,bildende ,kunst4 ,leipzig #ahde;ff4 ,bd4 ,v4 ,s4 #eh;ff47 ,v4 ,das ,wachsausschmelzverfahren im #ai4 ,jahrhundert4 ,das #ai4 ,jahrhundert hat der ,erzgusstechnik die allgemeinste ,verbreitung verschafft1 smtliche ,kulturlnder haben ,selbstndigkeit auf diesem ,kunstgebiete erlangt1 und berall ist das ,teilformverfahren zum herrschenden geworden4 ,ein sehr wesentlich verndertes ,bild im ,hinblick auf die angewendeten ,formverfahren bietet die ,erzgussplastik wieder in den letzten ,jahrzehnten1 man hat begonnen1 zum alten ,wachsausschmelzverfahren zurckzukehren1 man darf fast sagen1 dass dieses ,verfahren in ,deutschland bereits jetzt berwiegt4 ,in ,frankreich ging es als eine schwache ,unterstrmung stets neben dem ,teilformverfahren her und es sei gestattet1 die ,vorlufer der neuesten ,zeit noch einmal zurckgreifend im ,zusammenhange zu verfolgen4 ,die schweren ,sorgen1 die den deutschen ,knstlern des #ai4 ,jahrhunderts1 -- erinnert sei an die ,aussprche ,rauchs -- die schdigende ,nachciselierung machte1 teilten auch die franzsischen ,meister1 und von hohem ,interesse ist in ,bezug darauf ein ,bericht ber die ,kunstgiesserei der ,pariser ,welt-,ausstellung des ,jahres #ahdd4 ,dort wird gesagt1 dass das ausschliesslich gebte ,formverfahren dasjenige in ,sand sei1 das ,wachsausschmelzverfahren schiene vollkommen in ,vergessenheit geraten zu sein4 ,unter den zahlreichen ,bronzestatuen1 die zur ,zierde ffentlicher ,pltze in den letzten #be ,jahren entstanden seien1 sei nur eine1 die ,heinrichs ,,iv4 mit ,hilfe von ,wachs geformt4#cg ,alle anderen1 sagt der weitblickende ,berichterstatter1 sind in ,stcken und ,stckchen gegossen und zusammengesetzt wie die ,teile einer ,dampfmaschine4 ,sind solche ,arbeiten ,kunstwerke zu nennen8 fragt er ziemlich entrstet4 ,doch1 sagt er1 die ,versuche eines bescheidenen ,mannes1 eines ausserhalb der ,knstler-,ateliers kaum gekannten ,giessers ,honor 7,gonon7 mssten erwhnt werden4 ,dieser habe sich viel mit dem ,wachsausschmelzverfahren beschftigt und in dieser ,formart einige bemerkenswerte ,arbeiten hergestellt4 ,unter anderem einen neapolitanischen ,tnzer nach ,duret und einen ,lwen in den ,tuilerieen nach ,barye4 #cg ,anm4 ,gemeint ist die ,reiterstatue ,heinrichs ,,iv4 auf dem ,pont ,neuf in ,paris4 ,dieses ,monument wurde an ,stelle des alten1 in der ,revolution zerstrten1 nach dem ,modell ,lemots im ,jahre #ahah errichtet4 ,der ,berichterstatter meint1 man wrde zweifellos einwenden1 dass das ,wachsausschmelzverfahren ausschliesslich knstlerischen1 aber nicht ,handelszwecken diene1 weil von jedem ,modell nur ein ,gussstck gewonnen werden knne1 doch das sei durchaus nicht zutreffend4 ,es sei nur notwendig1 eine ,gipsteilform zu ,hilfe zu nehmen 7wie bei ,cellini etc4 beschrieben ist71 um darin weitere ,wachsmodelle herzustellen1 soviel man haben wolle4 ,der ,knstler wrde jedes ,wachsmodell nacharbeiten und nach ,belieben seinen augenblicklichen ,eingebungen folgend1 kleine ,aenderungen daran vornehmen und so jedem ,stcke einen besonderen ,charakter verleihen4 ,das in ,metall gegossene ,werk wrde rein und sauber erscheinen und den ,stempel seines ,schpfers tragen4 ,man erhalte so nicht ,reproduktionen von ,kunstwerken1 sondern die ,kunstwerke selbst4 ,der ,verfasser spricht sich noch weiter aus4 ,schliesslich sagt er von der ,sandformerei1 man knne sich ihrer mit ,vorteil bedienen fr ornamentale ,arbeiten1 besonders wenn sich die ,form in wenigen ,teilen herstellen liesse1 die leicht zu vereinigen wren4 ,doch man solle dieses ,verfahren nicht zulassen fr ,bildsulen1 berhaupt fr ,kunstwerke im hchsten ,sinne nicht4 ,man solle nicht fortfahren1 barbarisch zu verfahren1 die ,giesserei in ,sand sei thatschlich eine ,verstmmelung 7un acte de mutilation74 ,jedoch die ,mahnung ging damals ungehrt vorber1 das ,sandformverfahren befand sich in steigender ,verbreitung und nichts vermochte den ,glauben daran zu erschttern2 mitleidig betrachtete man den einzelnen1 der sich etwa doch nicht irre machen liess in der ,wertschtzung der alten ,formungsart4 ,in ,paris hatte sich die ,kenntnis des ,wachsverfahrens vererbt von dem genannten ,honor ,gonon auf seinen ,sohn ,eugne1 und dieser hatte als einziger noch im ,jahre #ahfg auf der ,pariser ,welt-,ausstellung einige in dieser ,art hergestellte ,gussstcke zur ,schau gebracht4 ,die fachmnnische ,kritik darber ist sehr bemerkenswert4#ch ,der ,berichterstatter spricht sich etwa in folgender ,weise aus1 er sagt3 das ,wachsausschmelzverfahren ,gonons sei nichts ,neues1 aber von den ,fachleuten seit langem aufgegeben und verdammt1 weil es unausfhrbar und zu kostspielig sei fr eine schnelle und eintrgliche ,reproduktion der ,kunst- sowohl wie der ,handelsbronze4 ,in der ,that htten sich einige ,knstler zu dieser ,gussmethode drngen lassen1 eine unvernnftige ,eingebung habe sie glauben gemacht1 dass sie davon eine unbedingt getreue ,wiedergabe ihrer ,werke erwarten drften2 mehr eingebildete als begrndete ,erklrungen htten sie verlockt4 ,allein es sei ihnen ergangen1 wie dem ,raben in der ,fabel1 sie htten1 leider etwas zu spt1 geschworen1 dass sie es nie wieder damit versuchen wrden4 ,kurz1 die ,anwendung des ,wachsausschmelzverfahrens sei eine ,gedankenlosigkeit von ,leuten1 die mit den wirklichen ,verhltnissen nicht zu rechnen verstnden und vom ,standpunkte des ,geschftsmannes ein vortreffliches ,mittel1 um ,geld zu schlucken1 denn von zehn ,gussstcken fielen zum wenigsten acht schlecht aus4 ,die von verschiedenen bekannten ,giessern angestellten ,versuche knnten das nur bezeugen4 ,um den ,wert des vortrefflichen ,verfahrens ganz zu kennzeichnen1 msse man sagen1 dass das ,verhltnis des ,wachsverfahrens zu dem von der ,pariser ,bronzegiesserei allgemein angenommenen ,sandformverfahren dasselbe sei1 das bestehe zwischen dem bescheidenen ,ochsenwagen der ,vorfahren und der mit ,volldampf fahrenden ,lokomotive4 #ch ,rapports des dlgations ouvrires4 ,exposition universelle de #ahfg ,paris4 ,fondeurs en cuivre ,s4 #e u4 #f4 ,dieses recht deutliche franzsische ,urteil wrde1 zur ,zeit als es ausgesprochen wurde1 in ,deutschland kaum auf ,widerspruch gestossen sein1 bei uns fehlten bis in die jngste ,zeit hinein berhaupt jegliche ,versuche1 das ,wachsverfahren zu verwerten1 und ein ,urteil ber seinen ,wert oder ,unwert hatte man nicht4 ,man urteilte hchstens nach ,beschreibungen und diese in der ,luft schwebende ,kritik that die alten ,giessmeister gern mit spttischer ,geringschtzung ab4 ,in ,fabers ,konversations-,lexikon fr ,bildende ,kunst 7#ahej7 heisst es1 das ,wachsverfahren sei nur eine ungehrige ,uebertragung der ,handgriffe des ,goldarbeiters auf ,werke in ,erz gewesen4 ,mit eben der subtilen ,manipulation1 womit im #ae4 und #af4 ,jahrhundert goldene ,schmucksachen gegossen wurden1 bei welchen die geringste ,ersparung des ,materials von ,wichtigkeit war1 versuchte man sich an kolossalen ehernen ,standbildern4 ,es gelang zwar1 aber nicht ohne unendliche ,verschwendung von ,arbeit und ,mhe4 ,illustration3 ,abb4 #acb4 ,begas1 ,schlossbrunnen in ,berlin4 ,gegossen in der ,giesserei-,aktiengesellschaft vormals ,gladenbeck und ,sohn in ,friedrichshagen bei ,berlin4 ,die vereinzelten ,anwendungen in ,frankreich konnten aber auch das erwnschte ,ergebnis nicht haben1 die ,methode war eben ausser ,uebung und verlernt4 ,so sehr man es nun im ,laufe der ,jahrzehnte verstanden hatte1 alle technischen ,schwierigkeiten1 die mit dem ,teilformverfahren verknpft sind1 zu berwinden1 gewisse knstlerische ,mngel blieben nicht zu beseitigen4 ,die ,reinheit der ,oberflche und eine solche getreue ,wiedergabe des ,modells1 wie sie im ,wachsverfahren zu erreichen sind1 musste der ,sandformerei versagt bleiben4 ,die ,knstler mussten bis zu einem gewissen ,grade unbefriedigt bleiben4 ,doch noch ein anderer nicht unwesentlicher ,nachteil haftet der ,sandformerei an1 sie verlangt mancherlei ,einschrnkungen in der ,art der ,ausgestaltung des ,modells1 wenn nicht die ,zahl der einzeln zu formenden und zu giessenden ,teile gar zu sehr gesteigert und dadurch die endliche ,festigkeit des ,gesamtwerkes geschdigt und auch sein ,herstellungspreis gesteigert werden soll4 ,unendlich mhevoll htte es z4 ,b4 sein mssen1 die weiblichen ,flusspersonificationen am ,berliner ,schlossbrunnen 7,abb4 #acb7 mit ihren leicht bergeworfenen ,netzen in ,sand zu formen4 ,das alles fhrte schliesslich dazu1 doch noch einmal mit aller ,energie ,versuche im ,wachsverfahren grossen ,massstabes zu machen4 ,in den achtziger ,jahren begann man in ,deutschland damit und die glnzendsten ,erfolge blieben nicht aus4 ,illustration3 ,abb4 #acc4 ,neues ,wachsausschmelzverfahren 7a74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #acd4 ,neues ,wachsausschmelzverfahren 7b74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #ace4 ,neues ,wachsausschmelzverfahren 7c74 7,schema47 ,besondere ,verdienste um die ,neubelebung des altehrwrdigen ,verfahrens haben das ,httenwerk ,lauchhammer und die ,giesserei-,aktiengesellschaft vormals ,gladenbeck und ,sohn in ,friedrichshagen bei ,berlin1 die seit dem ,beginn der neunziger ,jahre bereits zahlreiche zum ,teil sehr grosse ,gusswerke in diesem ,verfahren geschaffen haben4 ,die neue ,art der ,formerei mit ,hilfe von ,wachs ist gegen frher wieder ein wenig verndert und zwar vereinfacht und damit verbilligt1 so dass seine ,anwendung nicht mehr teuerer zu stehen kommen soll1 als die ,einformung in ,sand4 ,ist das allgemein anerkannt1 so wird1 wie man hoffen darf1 der ,sieg ber die ,teilformerei endgltig entschieden sein4 ,in der ,giesserei-,aktiengesellschaft vormals ,gladenbeck und ,sohn wird das im folgenden beschriebene ,verfahren angewendet4 ,da der ,vorgang im wesentlichen derselbe ist bei ,einformung eines sehr grossen oder eines kleineren ,modelles1 so sei auch dieses ,mal angenommen1 es handele sich um den ,guss einer ,bste von etwa ,lebensgrsse4 ,das in ,gips reproduzierte1 mit aufgelstem ,schellack oder dergleichen berzogene ,modell wird zur ,hlfte mit dem ,gesicht entweder nach oben1 oder nach unten1 in ,sand eingebettet4 ,ueber den vorragenden ,teil wird dann locker aufliegend eine etwa drei ,finger dicke ,thonlage gebracht und ber diese eine krftige ,gipshinterlage 7,abb4 #acc74 ,darauf wird das ,ganze gewendet1 der ,sand entfernt1 der ,gipsmantel an der ,schnittflche geebnet und mit der ,rckseite der ,bste in gleicher ,weise verfahren1 so dass das ,modell nun rings von einer ,thonlage umhllt ist1 die durch den ,gipsmantel ,halt bekommt4 ,an der ,schnittflche der ,gipshlle sind ,vorkehrungen getroffen1 dass die ,hlften voneinander getrennt und in richtiger ,lage wieder aufeinander gepasst werden knnen4 ,die eine ,hlfte des ,gipsmantels wird nun abgehoben1 die ,thonlage darunter entfernt und nachdem die ,gipsschale wieder ber das ,modell gebracht ist1 durch eine oben hineingebohrte ,oeffnung der ,raum1 den vorher die ,thonlage einnahm1 mit flssiger ,gelatine gefllt1 die sich aber im ,gegensatz zum ,thon in alle ,feinheiten und ,tiefen des ,modelles schmiegt 7,abb4 #acd74 ,in gleicher ,weise wird1 nachdem die ,gelatine erstarrt ist1 auf der anderen ,seite verfahren4 ,illustration3 ,abb4 #acf4 ,neues ,wachsausschmelzverfahren 7d74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #acg4 ,neues ,wachsausschmelzverfahren 7e74 7,schema47 ,illustration3 ,abb4 #ach4 ,neues ,wachsausschmelzverfahren 7f74 7,schema47 ,der ,kopf ist dann von einer zweiteiligen ,gelatineform umschlossen1 die ihre ,festigkeit durch die ,gipsschale erhlt4 ,die ,gelatine ist nachgiebig1 die ,form lsst sich deshalb1 ohne verletzt zu werden1 auch von krftig unterschnittenen ,teilen abheben1 vllig unterschnittene1 senartige ,vorsprnge jedoch mssen vorher vom ,modell abgetrennt und spter wieder angefgt werden4 ,unter allen ,umstnden ist die ,herstellung einer vielteiligen ,gipsform sehr viel umstndlicher4 ,die ,gelatinehohlform wird darauf sorgfltig mittels ,pinsels mit 7rotem7 ,wachs bestrichen und dieser ,auftrag so oft wiederholt1 bis die ,gelatine berall mit einer #a-b mm starken ,wachsschicht bedeckt ist 7,abb4 #ace74 ,dann wird in die ,form mssig warmflssiges ,kolophonium gefllt1 und nachdem es an der kalten ,wachsschicht in einer gewissen ,strke erstarrt ist1 wieder ausgeschwenkt4 ,wachs und ,kolophonium zusammen mssen die ,dicke erhalten1 die man knftig dem ,metall zu geben wnscht 7,abb4 #acf74 ,wenn also nach dem ersten ,ausschwenken nicht gengend ,kolophonium abgesetzt ist1 muss die ,form noch einmal damit gefllt werden4 ,kern und ,mantel werden darauf in der bekannten ,weise gebildet4 ,zunchst wird ein eisernes ,gerst als ,kernsttze angefertigt und in die ,form gebracht4 ,durch eine eingebohrte ,oeffnung wird dann die aus ,gips1 ,ziegelmehl und ,chamotte bestehende flssige ,kernmasse in die ,form gegossen4 ,nach dem ,erstarren des ,kernes wird die ,gelatineform mit ,gipsmantel abgehoben und die ,wachsschicht aussen frei gelegt 7,abb4 #acg74 ,am ,wachs knnen nun alle notwendig erscheinenden ,macharbeiten vorgenommen und die vorher abgetrennten1 fr sich geformten oder freihndig modellierten voll unterschnittenen ,teile angefgt werden4 ,dann werden die ebenfalls in ,wachs- und ,kolophoniumstben vorgebildeten ,luftrhren und ,eingusskanle angebracht und schliesslich wird in schichtweisem ,auftrage1 wie frher beschrieben ist1 der ,formmantel hergestellt1 ebenfalls bestehend aus ,gips1 ,ziegelmehl und ,chamotte 7,abb4 #ach74 ,nach dem ,trocknen des ,mantels wird das ,wachs und ,kolophonium ausgeschmolzen und die ganze ,form verglht1 dann ist sie zum ,einguss des ,metalles vorbereitet4 ,man legt heute keinen besonderen ,wert darauf1 sehr grosse ,modelle auf einmal zu giessen1 bei ,figuren trennt man wohl ,glieder und ,kopf vom ,rumpfe ab und formt und giesst sie einzeln4 ,doch wird schon beim ,einformen auf eine mglichst innige ,zusammenfgung ,rcksicht genommen4 ,die ,anstze werden zapfenartig geformt und die verstrkten ,rnder werden dicht verstaucht4 ,zum grssten ,teil in dieser ,art ist von der genannten ,giesserei z4 ,b4 der ,berliner ,schlossbrunnen gegossen4 ,handelt es sich um mehrfache ,bronzereproduktionen1 dann gestattet schon die ,gelatineform die ,herstellung etlicher ,wachsabdrcke2 im ,notfalle wrden ber dem erhaltenen ,gipsmodell ohne grosse ,mhe weitere ,gelatineformen hergestellt werden knnen4 ,das in der genannten ,firma verwendete ,formmaterial ist ein solch vortreffliches1 dass1 abgesehen von der ,entfernung des in den ,einguss- und ,luftkanlen erstarrten ,metalles1 eine ,ueberarbeitung der ,flchen vollkommen berflssig ist4 ,der gereinigte ,guss erscheint wie mit dem ,modellierholz gearbeitet4 ,wenn sich auch hinfort wieder1 wie es in frheren ,jahrhunderten wohl ausnahmslos geschah1 unsere ,bildhauer bereit finden wrden1 das ,wachsmodell eigenhndig zu berarbeiten1 dann wrden alle ,wnsche erfllt sein1 die an die technische ,ausfhrung unserer ,bronzemonumente gestellt werden knnen4 ,,vi4 ,der ,zinkguss4 ,in dem ,ueberblick ber die ,entwicklung der monumentalen ,erzgusstechnik mge die glcklicherweise nur vorbergehend stark in ,aufnahme gekommene ,anwendung des ,zinks fr ,bildsulen nicht ganz unerwhnt bleiben1 zumal ,berlin den nicht sehr beneidenswerten ,ruhm geniesst1 dieses ,metall in die ,plastik eingefhrt zu haben1 das1 ebenso hsslich wie unsolide1 aller der ,vorzge entbehrt1 die uns die ,bronze so schtzbar machen4 ,im ,jahre #ahcb wurden in der ,kniglichen ,eisengiesserei zu ,berlin die ersten ,giessversuche gemacht1 die bald auch im grssten ,massstabe ,erfolg hatten4 ,das ,zink machte einen ,siegeszug durch die ganze ,welt4 ,die ,neuerung war es wohl1 die selbst die namhaftesten ,knstler verleitete1 die ,verwendung des ,zinks zu empfehlen4 ,in einem #ahdj abgegebenen ,gutachten schreibt ,schinkel3#ci ,je mehr man mit dem ,zinkmetalle umgeht und ,gelegenheit hat1 seine ,anwendung in der mannigfaltigsten ,art zu frdern1 finden sich fortwhrend die bedeutendsten ,vorteile des ,materials1 besonders in der ,architektur4 ,ganz vorzgliche ,vorteile ergab das gegossene ,metall wegen grsserer ,strke1 geringerer ,empfindlichkeit gegen ,klte und ,wrme und wegen der ,eigenschaft eines aufs ,aeusserste reinen ,gusses1 weshalb es vorzugsweise fr alle plastischen ,kunstarbeiten geeignet erscheint4 ,zu diesem ,urteil konnte ,schinkel nur auf ,grundlage ungengender ,erfahrung gelangen1 heute wrde kein ,knstler so sprechen4 #ci ,amtl4 ,bericht der allgem4 deutschen ,gewerbeausstellung4 ,berlin #ahdd4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #aca4 ,auf der ,berliner ,gewerbeausstellung des ,jahres #ahdd waren bereits von der ,knigl4 ,eisengiesserei und von der ,berliner ,giessereifirma ,devaranne grosse ,zinkgussarbeiten ausgestellt4 ,der ,guss geschah wie bei der ,bronze in ,sand und zwar in vielen ,teilen1 da ja deren ,vereinigung mit ,zinnlot usserst leicht zu bewerkstelligen war4 ,schon damals wurden die ,zinkmonumente galvanisch verkupfert1 versilbert oder gar vergoldet1 wodurch1 wie im ,ausstellungsberichte gesagt ist1 das ,zink nicht bloss den edlen ,metallen vollstndig hnlich gemacht wrde1 sondern auch seine ,oberflche auf eine dauerhaftere ,weise1 als dies durch einen ,oel-,anstrich mglich sei1 gegen den ,einfluss der ,witterung geschtzt wrde4 ,wie ,kataloge und ,berichte der nchstfolgenden grossen ,ausstellungen bis in die sechziger ,jahre hinein erkennen lassen1 nahm die ,zinkplastik noch an ,bedeutung zu1 erst allmhlich ist wieder die ,verwendung dieses ,metalles in bescheidenere ,grenzen zurckgedrngt worden4 ,,vii4 ,die ,treibarbeit4 ,neben der ,gusstechnik1 vermutlich noch frher wie diese1 ist fast zu allen ,zeiten fr metallplastische ,werke die ,treibtechnik angewendet worden1 auch ihre ,entwicklung bedarf einer etwas eingehenderen ,behandlung4 ,das gehmmerte ,blech soll schon von den alten ,assyrern und ,babyloniern bei der ,herstellung ihrer ersten ,kolossalstatuen verwendet worden sein4 ,die ,art der ,metallbehandlung war dabei jedenfalls eine hchst einfache2 nicht um eigentliche freie ,treibarbeit hat es sich wohl gehandelt1 vielmehr wird eine ,bekleidung von vorher in einigermassen festen ,stoffen -- vielleicht ,holz oder ,thon -- hergestellten ,bildwerken mit wenig umfangreichen ,metallplatten anzunehmen sein4 ,auch die ,strke des verwendeten ,bleches wird anfangs sowohl aus technischen wie aus ,sparsamkeitsrcksichten eine geringe gewesen sein4 ,auf ,grundlage dieser ,vorstufe mag die knstlerische ,blechbearbeitung fortgeschritten sein1 man wird gelernt haben1 ,platten auch ohne darunter liegende ,modelle von den gewnschten ,formen1 nur durch bestimmte ,art der ,hammerfhrung zu gestalten und die einzelnen ,teile bei ,figuren durch ,nietung zu vereinigen1 so dass sich das ganze ,werk1 wenn das ,blech nur stark genug gewhlt war1 selbst oder mit ,hilfe eines einfachen inneren ,gerstes zu tragen vermochte4 ,in ,aegypten scheint man die ,treibtechnik in grsserem ,massstabe nie angewendet zu haben1 wohl aber hat man in ,griechenland1 ehe man die ,gusstechnik beherrschte1 grosse ,bildwerke in der angegebenen ,art ausgefhrt4 ,pausanias 7#b4 ,jahrh4 n4 ,chr47 berichtet von einem solchen ,bilde des ,zeus1 das er in ,sparta sah4 ,allein ,sparsamkeitsrcksichten drften auch in jngerer ,zeit bei ,bildwerken aus edlen ,metallen fr die ,anwendung der ,treibtechnik entscheidend gewesen sein1 beim ,guss sind ja hnlich dnne ,wandstrken1 wie sie beim ,blech leicht zu erreichen sind1 nicht zu erzielen4 ,bei den berhmtesten ,statuen des ,altertums1 den ,kolossalgestalten des ,olympischen ,zeus und der ,athena ,parthenos von ,phidias1 wurden die neben dem ,elfenbein verwendeten ,edelmetallteile zweifellos durch ,hmmern in ihre ,form gebracht4 ,in ,kupfer scheint man jedoch in jngerer griechischer ,zeit ebenso selten wie in ,rom grssere ,bildwerke getrieben zu haben1 bei dem weniger kostbaren ,metalle zog man auch fr grsste ,werke den ,guss vor4 ,und wenn es richtig ist1 wie angenommen wird1 dass ,kaiser ,konstantin d4 ,gr4 wieder grosse ,treibarbeiten fr ,rom ausfhren liess1 so hngt das gewiss mit dem ,sinken der ,giesskunst zusammen4 ,eine ,bltezeit der freifigrlichen ,treibplastik war das ganze ,mittelalter1 wenn auch seltener bei ,bildwerken grossen ,massstabes4 ,berichtet wird1 dass ,ina von ,wessex 7gestorben #gbg7 ,vollfiguren von ,christus1 der ,madonna und den zwlf ,aposteln treiben liess4 ,die zahlreichen1 aus dem ,anfange des zweiten nachchristlichen ,jahrtausends erhaltenen1 mit vielen ,figuren ausgestatteten ,reliquienschreine1 ,altartafeln u4 a4 m4 beweisen1 zu welcher ,meisterschaft man es in dieser ,technik wieder gebracht hatte4 ,illustration3 ,abb4 #aci4 ,madonna aus dem ,lneburger ,silberschatz 7,berlin1 ,kgl4 ,kunstgewerbe-,museum74 ,aus dieser ,zeit haben wir von dem frher genannten kunstgebten ,mnche ,theophilus auch die erste sehr ausfhrliche ,beschreibung ber das damals gebte ,treibverfahren1 zum wenigsten fr ,reliefs mit stark vortretenden ,figuren4 ,den ,hhepunkt des ,knnens hatte man zur ,zeit dieses ,knstlers noch nicht erreicht1 doch die ,ausfhrungsweise blieb auch spter in den ,hauptsachen die gleiche4 ,der ,treibknstler musste mit ,herstellung des ,bleches beginnen und zahlreiche ,schwierigkeiten stellten sich bereits bei dieser ,vorbereitungsarbeit ein4 ,die ,ausfhrungen des ,theophilus weisen1 wie bei der ,beschreibung der ,form- und ,giesstechnik1 auch hier mit gewohnter ,gewissenhaftigkeit auf alles ,wesentliche hin4 ,der ,mnch verwendet sehr dnnes ,blech1 aus dem er die ,hauptformen mit gerundetem ,eisen zunchst herausdrckt2 erst zur ,durcharbeit verwendet er ,hammer und ,punzen4 ,theophilus schreibt#dj3 ,hmmere eine ,gold- oder ,silberplatte1 welcher ,lnge und ,breite du willst1 um ,bildwerke darzustellen4 ,untersuche dieses ,gold oder ,silber1 wenn du es zum ,ersten gegossen hast1 sorgfltig durch ,schaben und ,graben1 dass nicht etwa eine ,blase oder ,spaltung darin sei1 welche hufig durch ,sorglosigkeit oder ,nachlssigkeit oder ,unwissenheit oder ,ungeschicklichkeit des ,giessenden entstehen1 wenn zu warm1 zu kalt1 zu eilig oder zu langsam gegossen wird4 ,wenn du aber bedchtig und vorsichtig gegossen hast1 und du entdecktest einen derartigen ,mangel daran1 so grabe ihn mit einem hierzu tauglichen ,eisen sorgfltig aus1 wenn es mglich ist4 ,sollte die ,blase oder ,spaltung von solcher ,tiefe sein1 dass du sie nicht herausgraben knntest1 so musst du es umschmelzen1 und zwar so lange1 bis es makellos ist4 ,ist es dann also1 so sorge1 dass deine ,ambosse und ,hmmer vllig glatt und poliert seien1 mit denen du arbeiten musst1 auch trage mit hchster ,genauigkeit ,sorge1 dass die ,gold- und ,silberplatte an allen ,stellen so gleich gehmmert werde1 dass es an keiner ,stelle dicker sei als an der andern4 ,wenn es nun so verdnnt worden ist1 dass der kaum eingedrckte ,nagel auf der ,rckseite sichtbar wird1 vllig auch ohne ,fehler1 so fhre sogleich ,bildnisse wie du willst nach deinem ,gefallen aus4 ,fhre sie auf der ,seite aus1 welche dir mehr fehlerfrei und schn vorkommt1 jedoch nur leicht und so1 dass sie auf der anderen ,seite wenig erscheinen4 #dj ,uebersetzung von ,ilg4 ,illustration3 ,abb4 #adj4 ,dresden1 ,denkmal des ,knigs ,august des ,starken2 in ,kupfer getrieben von ,l4 ,wiedemann aus ,nrdlingen4 ,reibe dann mit einem krummen und gut gegltteten ,eisen vorerst den ,kopf1 weil er am hchsten vorstehen soll 7das ,reiben hat bei dnnem ,blech dieselbe ,wirkung wie das ,hmmern1 in beiden ,fllen wird das ,metall gedehnt74 ,wende also die ,tafel auf die ,vorderseite und reibe um das ,haupt mit dem flachen und glatten ,eisen1 so dass1 sowie der ,grund zurcktritt1 das ,haupt gehoben wird1 und zugleich schlage um das ,haupt mit einem mittleren ,hammer leicht am ,amboss1 dann setze es vor dem ,ofen auf ,kohlen und mache es an eben jener ,stelle heiss1 bis es glht4 ,ist das gethan und die ,tafel ohne ,hinzuthun erkaltet1 so reibe wieder unten mit dem krummen ,eisen leicht und sorgsam die ,vertiefung unter dem ,haupte4 ,dann1 wenn du die ,tafel gewendet hast1 reibe von neuem am oberen ,teile mit dem flachen ,eisen1 lasse den ,grund zurcktreten und den ,berg fr den ,kopf aufsteigen1 schlage dann mit dem mittleren ,hammer leicht wieder rings herum und erhitze von ,neuem auf ,kohlen4 ,so verfahre fter1 in dem du aussen und innen sorgsam die ,erhebung bildest1 hufig niederhmmerst1 ebenso hufig wieder erhitzest1 bis die ,erhhung drei oder vier ,finger ,hhe erreicht hat oder mehr oder minder nach der ,grsse der ,bilder4 ,wenn aber das ,gold oder ,silber noch etwas dicht sein sollte1 so kannst du es innen mit einem langen und dnnen ,hammer schlagen und verdnnen1 wenn es erforderlich wre4 ,wenn daher zwei oder drei oder mehr ,kpfe auf der ,tafel sein sollen1 so musst du um jedes ,einzelne es so machen1 wie ich gesagt habe1 bis die ,hhe erreicht ist1 welche du wnschest4 ,dann mache mit dem zur feineren ,ausfhrung bestimmten ,eisen 7,punzen7 die ,zeichnung an dem ,krper oder an den ,krpern der ,bildnisse fertig und bringe sie1 bald austreibend1 bald niederhmmernd1 bis zur beliebigen ,erhebung1 nur das ,eine nimm in ,acht1 dass das ,haupt stets vorrage4 ,nach diesem bezeichne ,nasen und ,augenbrauen1 ,mund und ,ohren1 ,haare und ,augen1 ,hnde und ,arme und das ,uebrige1 ferner die ,schatten 7,falten87 der ,gewnder1 die ,schemel1 die ,fsse und bilde diese ,erhebung innen leicht und sorgfltig mit kleinen krummen ,eisen mit grosser ,vorsicht1 dass nichts durchbrochen oder durchlchert werde4444 ,bei kupfernen1 ebenso gehmmerten ,tafeln ist die ,arbeit dieselbe1 nur grsserer ,kraftaufwand und mehr ,sorgfalt ntig1 da sie hrter sind von ,natur4 ,illustration3 ,abb4 #ada4 ,braunschweig1 ,schloss mit ,brunonia2 ,modell und ,treibarbeit von ,georg ,howaldt in ,braunschweig4 ,die weiteren ausfhrlichen ,angaben des ,mnches1 wie zu verfahren sei1 wenn durch die ,bearbeitung im ,metalle ,risse entstehen1 ist hier von geringerem ,interesse4 ,auch in den ,jahrhunderten nach ,theophilus1 bis ins #ah4 ,jahrhundert hinein1 blieb die ,treibtechnik bei ,vollfiguren in der ,hauptsache auf die edlen ,metalle beschrnkt1 nicht etwa mangelnde ,fhigkeit verhinderte dabei die ,gusstechnik anzuwenden4 ,rhmlich bekannte ,arbeiten der deutschen freifigrlichen ,treibkunst der ,zeit um #aejj sind die zum ,lneburger ,silberschatz gehrige ,madonna im ,berliner ,kunstgewerbemuseum 7,abb4 #aci7 und die vielleicht noch hher stehende hnliche ,figur im ,berliner ,neuen ,museum1 beide etwa in ein ,drittel ,lebensgrsse4 ,wichtige ,angaben ber die ,anwendung und die ,art der in ,italien im #af4 ,jahrhundert gebten ,treibtechnik giebt uns ,cellini4 ,er beschreibt zunchst1 wie ,figuren etwa von der ,grsse einer halben ,elle in ,goldblech zu treiben sind4 ,der ,meister ,caradosso1 sagt er1 habe ein anderes ,verfahren angewendet wie er selbst2 dieser3 pflegte ein ,modell aus ,wachs von genau der ,grsse anzufertigen1 die er dem ,crucifixe geben wollte2 wobei er die beiden ,beine aber getrennt1 und nicht1 wie gebruchlich1 ber einander geschlagen darstellte4 ,nachdem er dieses ,modell sich in ,bronze hatte abgiessen lassen1 nahm er ein ,goldblech von dreieckiger ,gestalt1 welches den ,gekreuzigten rings um zwei ,fingerbreiten berragte und legte es auf das ,bronzemodell4 ,nun gab er ihm mit kleinen lnglichen ,holzhmmern durch ,anschlagen an den ,bronze-,christus eine ziemliche ,rundung1 bearbeitete es dann1 bald von dieser1 bald von jener ,seite mit ,punzen und ,hammer1 bis das ,relief ihm hinreichend hoch erschien1 worauf er mit denselben ,werkzeugen die berstehenden ,rnder des ,goldbleches einander so zu nhern suchte1 dass sie sich auf der ,rckseite der ,figur fast berhrten und dadurch die ,rundung des ,rumpfes1 ,hauptes und der ,glieder zur ,darstellung brachten4 ,war dies erreicht1 fllte er die ,figur mit444 ,kitt 7d4 i4 sogenanntes ,treibpech1 vorwiegend bestehend aus ,pech1 ,harz und ,ziegelmehl7 und trieb mit kleinen ,hmmern und feinen ,punzen smtliche ,muskeln und sonstige ,einzelheiten heraus4 ,sodann leerte er sie vom ,pech1 verltete die offenen ,stellen aufs sauberste444 liess jedoch an den ,schultern hinten ein ,loch offen1 um spter das ,pech aufs neue ein- und ausgiessen zu knnen4 ,die ,vollendung des ,ganzen gab er danach mit den bekannten ,punzen und berarbeitete1 nachdem er die ,fsse des ,christus behutsam kreuzweis bereinander gelegt1 das ,ganze zuletzt mit usserster ,feinheit4 ,illustration3 ,abb4 #adb4 ,braunschweig1 ,denkmal des ,herzogs ,friedrich ,wilhelm4 ,modell und ,treibarbeit von ,g4 ,howaldt in ,braunschweig4 ,das ,treiben ber ein festes ,modell1 wie es in den ltesten ,zeiten geschah1 wurde also auch spter gebt1 noch in jngster ,zeit hat man auf diese ,erleichterung nicht immer verzichtet4 ,cellini sagt von sich selbst3 ,ich meinesteils wandte die ,bronze nicht an1 weil sie dem ,golde nachteilig ist1 dasselbe brchig macht und rasches ,frdern erschwert4 ,statt dessen ging ich sofort mit sicherer ,hand und im ,vertrauen auf meine ,uebung444 ans ,werk und hatte dadurch meine ,arbeit schon um etliche ,tagewerke gefrdert1 whrend ,caradosso noch mit seinem ,bronzemodell zu thun hatte4 ,im brigen verfuhr ich jedoch ganz wie dieser brave ,mann4 ,weiter beschreibt ,cellini auch1 wie berlebensgrosse ,figuren in ,silber zu treiben sind4 ,viele ,figuren von nur #a-a_/b ,ellen ,hhe habe er fr den ,altar von ,sanct ,peter anfertigen sehen2 viel mehr ,schwierigkeiten bte1 obschon das ,verfahren ja im ,grunde dasselbe sei1 die ,herstellung lebensgrosser oder noch grsserer ,figuren1 von solchen habe er nie eine zu ,gesicht bekommen1 die des ,anschauens wert gewesen wre4 ,auch ber die franzsische ,treibkunst seiner ,zeit spricht er sich aus4 ,er erzhlt3 ,als ,kaiser ,karl ,v4 zu ,zeiten ,knig ,franciscus ,i4 durch ,frankreich zog1 weil die grossen ,kriege1 welche beide ,herrscher gegeneinander gefhrt hatten1 beendigt waren1 gab der wundersame ,knig dem ,kaiser unter anderen ,geschenken auch eine silberne ,statue1 #c-a_/b ,ellen hoch1 welche den ,herkules mit zwei ,sulen darstellte4 ,obwohl ich 444 wegen der vielen ,arbeiten1 die zu ,paris in diesem ,fache ausgefhrt werden1 in keinem ,teil der ,welt den ,hammer beim ,treiben mit grsserer ,sicherheit fhren sah1 gelang es trotzdem den besten ,meistern nicht1 jene ,statue mit anmutiger ,schnheit kunstgerecht zu vollenden4444 ,als der ,knig wnschte1 zwlf silberne ,statuen in jener ,grsse anfertigen zu lassen1 beklagte er mir gegenber auf das lebhafteste1 dass seine ,meister ein solches ,unternehmen nicht hatten durchfhren knnen1 und fragte mich dann1 ob ich mich dessen wohl getraue4 ,illustration3 ,abb4 #adc4 ,eisengerst fr die ,ausfhrung eines getriebenen ,reiterdenkmals 7,abbildung aus ,h4 ,riegel1 ,kunstgeschichtliche ,vortrge und ,aufstze74 ,cellini giebt darauf die von anderen ,knstlern und von ihm selbst gebte ,ausfhrungsart an1 die in beiden ,fllen den vorher angegebenen ,verfahren gleichen1 nur dass bei grossen ,figuren in einzelnen ,teilen gearbeitet wird2 man teile den ,rumpf in vordere und hintere ,hlfte und ebenso wrden ,arme1 ,beine und ,kopf einzeln in zwei ,teilen getrieben4 ,die ,rnder je zweier ,platten wrden1 nachdem sie in die gewnschte ,form gebracht seien1 mit 7schwalbenschwanzfrmigen7 ,einschnitten versehen1 die ineinander gehmmert und spter verltet wrden4 ,cellini sagt auch hier1 dass er es verschmhe1 die einzelnen ,teile ber ,bronzeabformungen zu hmmern1 freihndig nach dem ,modell triebe er die ,formen aus der ,platte heraus4 ,die ,hauptschwierigkeit bestehe im ,verlten der ,teile2 auch wie er dabei verfahren habe1 giebt er im einzelnen an4 ,nheres ist nicht bekannt ber die ,ausfhrung der von ,siro ,zanello und ,bernardo ,falcone in den ,hauptteilen in ,kupfer getriebene ,kolossalfigur des ,heil4 ,carlo ,borromeo1 die am ,ufer des ,lago maggiore im ,jahre #afig aufgestellt wurde4 ,auch in ,frankreich entstand schon1 wie es scheint1 um das ,jahr #afjj1 ein grosses ,denkmal in ,treibarbeit3 das ehemals in ,chantilly befindliche ,reiterbild des ,connetable von ,montmorency 7#adic bis #aefg74 ,patte sagt in seiner bereits angefhrten ,schrift vom ,jahre #agfe ber dieses ,werk3 ,die erzene ,reiterstatue des letzten ,connetable von ,montmorency1 die man dem ,schlosse von ,chantilly gegenber sieht1 ist eins der ersten ,monumente dieser ,art1 deren in ,frankreich ,erwhnung geschieht4 ,der ,connetable ist in antiker ,rstung dargestellt1 mit dem gezogenen ,schwerte in der ,hand2 sein auf dem ,boden liegender ,helm sttzt einen ,fuss des ,pferdes4 ,diese ,statue1 die in ,kupfer getrieben ist1 in der ,art der ,alten1 wird von ,kennern geschtzt4 ,im #ah4 ,jahrhundert beginnt man auch in ,deutschland damit1 unter freiem ,himmel aufzustellende1 grosse metallene ,bildwerke aus ,blech durch ,hmmern herzustellen4 ,in den ,jahren #agad-agag entstand der ,herkules auf der ,wilhelmshhe bei ,cassel4 ,schon frher wurde angefhrt1 dass man das ,dresdner ,reiterdenkmal ,knig ,augusts des ,starken anfangs der dreissiger ,jahre des #ah4 ,jahrhunderts von dem ,augsburger ,kunstkanonenschmied ,wiedemann in ,kupfer treiben liess 7,abb4 #adj74 ,etwa #aghj begrndete auch ,friedrich d4 ,gr4 in ,potsdam eine ,werkstatt fr ,kupfertreiberei1 aus der eine ,reihe bedeutsamer ,werke hervorging4#da ,ausser kleineren ,werken entstand hier die bekrnende ,figurengruppe fr die ,kuppel des ,neuen ,palais in ,potsdam1 dann die ,figur des ,atlas mit der ,weltkugel fr die ,kuppel des dortigen ,rathauses4 ,einige ,jahrzehnte spter wurde in dieser ,anstalt die ,quadriga fr das ,brandenburger ,thor in ,berlin nach ,schadows ,modellen ausgefhrt4 ,die ,viktoria wie die ,pferde wurden fr dieses grosse ,werk zunchst in voller ,grsse in ,eichenholz geschnitten1 und nach diesen ,vorbildern1 wie ,schadow selbst angiebt1 nicht ber diesen ,holzmodellen1 wurden ,pferde und ,siegesgttin getrieben vom ,kupferschmied ,jury und ,klempner ,gerike4 ,ueber die ,art der ,arbeitsweise in jener ,werkstatt ist ,genaueres nicht bekannt1 ,schadow selbst schreibt nur darber3 ,mancher vermeint1 das kolossale hlzerne ,modell diene dem ,hmmerer1 sein ,metall darauf zu treiben1 welches irrig ist4 ,das ,verfahren lsst sich nicht mit ,worten beschreiben3 soviel wre hier nur anzudeuten1 dass ,streifen von ,blei wegen ihrer ,ductilitt dazu dienen1 solche auf einzelne ,theile des ,holzmodells so anzudrcken1 dass sie die ,undulationen dieser ,theile annehmen und so dem ,arbeiter zeigen1 welche ,schwingungen er dem ,metall zu geben hat4 #da ,eggers1 ,rauch ,bd4 ,,ii1 ,s4 #djg und ,h4 ,riegel1 ,kunstgeschichtliche ,vortrge und ,aufstze1 ,braunschweig #ahgg1 ,s4 #cdi;ff4 ,illustration3 ,abb4 #add4 ,getriebenes ,reiterdenkmal in der ,arbeit 7,abb4 aus ,riegel a4 a4 ,o474 ,man versteht dann nicht recht1 weshalb man diese grossen ,hilfsmodelle in ,holz und nicht in ,gips arbeitete1 der doch dieselben ,dienste geleistet haben wrde1 wenn man nicht unmittelbar darauf das ,blech hmmern wollte4 ,von anderen grossen ,treibarbeiten in ,berlin ist vor allem noch zu nennen die ,gruppe des ,apollo auf dem ,greifenwagen auf dem ,ostgiebel des ,schauspielhauses nach ,tiecks ,modell und der ,pegasus auf dem ,westgiebel desselben ,bauwerks4 ,bekanntere grosse ,treibarbeiten an anderen ,orten ,deutschlands sind dann noch die ,viktoria auf der ,waterloo-,sule in ,hannover 7#ahcb71 ferner aus der zweiten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts die ,hermannsfigur vom ,denkmal im ,teutoburger ,walde und1 abgesehen von jngsten ,monumentalwerken der ,treibtechnik1 eine ,reihe grossartiger ,arbeiten in ,braunschweig1 die ein wenig nher betrachtet zu werden verdienen1 zumal wir ber die dabei angewendete ,arbeitsweise genauer unterrichtet sind4#db #db ,h4 ,riegel a4 a4 ,o4 ,der ,braunschweiger ,treibknstler ,georg ,howaldt1 von dessen ,gusswerken bereits vorher gesprochen ist1 fhrte in den ,jahren #aheh-ahfc fr das ,schloss seiner ,heimatsstadt die ,brunonia mit dem ,viergespann aus 7,abb4 #ada7 7zum zweiten ,male ausgefhrt nach dem ,brande des ,schlosses 7#ahfe-ahfh77 und die ,reiterdenkmler der ,herzge ,karl ,wilhelm ,ferdinand und ,friedrich ,wilhelm von ,braunschweig in den ,jahren #ahgj-ahgd 7,abb4 #adb74 ,eine usserst wichtige ,neuerung der ,howaldtschen ,arbeitsweise bestand zunchst darin1 dass er nur ,hilfsmodelle von etwa #a_/d ,ausfhrungsgrsse benutzte4 ,die ,arbeit begann dann damit1 ein dem ,kerngerst der ,gussformen hnliches ,eisengerippe zu errichten2 schon bei diesem war natrlich die sorgfltigste ,massbertragung nach dem kleinen ,modell absolut notwendig4 ,um mglichste ,genauigkeit zu erreichen1 baute der ,meister sowohl um das ,modell1 wie um die ,stelle1 an der der ,zusammenbau des ,metallwerkes geschehen sollte1 ein ,rahmenwerk in ,form eines viereckigen ,kastens im ,grssenverhltnis von ,modell und ,ausfhrung 7,abb4 #adc74 ,durch ,abstandmessungen und ,lotungen1 bei denen die ,zahlenwerte stets um den ,vergrsserungsmassstab z4 ,b4 mit #d zu vervielfachen sind1 knnen dann die einzelnen ,punkte innerhalb des ,rahmenwerks leicht festgelegt werden4 ,sobald das ,eisengerippe fertig gestellt war1 wurde mit der ,ausfhrung der usseren ,form in ,kupferblech von #b bis #c mm ,strke begonnen4 ,je nach der einfacheren oder bewegteren ,gestaltung der einzelnen ,teile wurden grssere oder kleinere ,tafeln fr sich bearbeitet 7,abb4 #add74 ,das ,treiben der in ihrer ,umrissform und ,grsse zugeschnittenen ,stcke geschah in erster ,linie neben dem ,modell nach ,augenmass2 durch ,auflegen auf das ,eisengerippe konnte durch ,messung die ,richtigkeit aller ,verhltnisse leicht geprft werden4 ,die ,durchfhrung in den ,einzelheiten geschah auch bei ,howaldt in der frher angegebenen ,weise4 ,kleine freistehende ,teile pflegte der ,braunschweiger ,meister durch ,guss herzustellen4 ,die fertig bearbeiteten ,teile wurden schliesslich ber dem ,eisengerippe vereinigt1 daran befestigt und untereinander mglichst dicht und fest verbunden4 ,neben einer blhenden ,giesskunst sind im #ai4 ,jahrhundert der ,treibtechnik in ,kupfer zahlreiche ,aufgaben zugefallen2 nur materielle ,rcksichten knnen dieses ,mal ihre ,anwendung gefrdert haben4 ,die ,zeiten haben sich ein wenig gendert2 verlangte man frher fr das zur ,verfgung stehende ,geld das ,solideste und zweifellos ,beste1 so begngt man sich heute damit1 den ,schein des ,besten zu erwecken4 ,knstlerisch steht zweifellos die ,treibtechnik1 auch wenn sie von der ,hand eines ,meisters1 wie ,howaldt1 gebt wird -- was nur selten der ,fall ist -- noch hinter der ,teilformerei zurck1 von der weit hheren ,dauerhaftigkeit des ,gusses gar nicht zu reden4 ,eine ,feinheit der ,durcharbeitung1 wie sie beim ,wachsausschmelzverfahren ohne besondere ,mhewaltung erzielt wird1 kann im starken ,kupferblech nicht erreicht werden4 ,und selbst wenn man grbere ,abweichungen vom ,originalmodell nicht annehmen will -- obschon sie um so strker sein werden1 je kleiner das vom ,bildhauer geschaffene ,modell ist -- ber die ,stufe einer leidlichen ,kopie kann sich eine grosse ,treibarbeit nie erheben4 ,fr ,bildhauerwerke1 die bestimmt sind1 in mssiger ,entfernung vom ,auge auf ffentlichen ,pltzen aufgestellt zu werden1 sollte schon aus diesem ,grunde stets der ,guss vorgezogen werden4 ,knstlerisch einwandfrei und des wesentlich geringeren ,gewichtes wegen vorzuziehen wird die ,treibtechnik stets bei solchen ,werken sein1 die auf ,umrisswirkung bestimmt sind1 d4 h4 also bei ,bekrnungsfiguren oder ,gruppen auf ,gebuden oder in hnlicher ,aufstellung4 ,technische ,bedenken bleiben jedoch bei allen1 den ,witterungsunbilden ausgesetzten ,treibwerken bestehen wegen der grossen ,schwierigkeit1 die zahlreichen ,teilstcke vllig dicht zu vereinigen4 ,schlechte ,erfahrungen in diesem ,sinne sollen auch bei der von ,howaldt gearbeiteten ,braunschweiger ,quadriga1 bei der doch gewiss alle ,sorgfalt angewendet wurde1 gemacht worden sein4#dc ,in jngster ,zeit unterzieht man sich der grossen ,mhe1 alle ,fugen im ,feuer hart zu verlten1 und es ist zu wnschen1 dass die verschiedenen1 in jngster ,zeit entstandenen1 ,brunnengruppen1 bei denen die ,gefahr1 dass eindringendes ,wasser die inneren ,eisenteile zerstrt1 besonders gross ist1 durch diese ,behandlung dauernd geschtzt sind4 #dc ,vgl4 ,maertens1 ,deutsche ,bildsulen1 ,stuttgart #ahib1 ,s4 #db4 ,,viii4 ,die ,galvanoplastik4 ,das jngste ,reproduktions-,verfahren1 das auch fr die monumentale ,metallplastik in ,anwendung gekommen ist1 ist das galvanische4 ,das ,metallbild entsteht dabei im grossen und ganzen auf die ,art1 dass man zunchst von einem vorhandenen ,modell in der ,ausfhrungsgrsse eine ,teilform z4 ,b4 in ,gips herstellt4 ,die ,gipshohlform wird aufs sorgfltigste zusammengesetzt und nachgebessert1 darauf ihre ,innenflche mit einer leitenden ,schicht z4 ,b4 ,graphit gleichmssig in usserster ,feinheit berzogen4 ,wird dann die so vorbereitete ,form in ein aus einer ,kupferlsung gebildetes ,bad gebracht und die ,graphitschicht leitend mit einem ,pole der ,dynamo-,maschine oder elektrischen ,batterie verbunden und wird deren anderer ,pol mit ebenfalls in jenem ,bade aufgehngten ,kupferplatten verbunden1 dann schlgt1 sobald der ,strom hindurchgefhrt wird1 das reine metallische ,kupfer auf der ,graphitschicht nieder4 ,je lnger der ,strom hindurchgefhrt wird1 um so strker wird der ,niederschlag4 ,da die ,wandstrke mit der ,grsse des ,modelles zunehmen muss1 wird darnach die ,dauer des ,herstellungsvorganges zu bemessen sein4 ,wenn die ,metallschicht die notwendige ,dicke erreicht hat1 ist es nur notwendig1 die umgebende ,form zu zerschlagen1 deren absolut getreuer ,abdruck dann zu ,tage tritt4 ,die ersten grsseren galvanoplastischen ,werke drften auf den ,ausstellungen der vierziger ,jahre des verflossenen ,jahrhunderts zu sehen gewesen sein4 ,im ,bericht der ,berliner ,gewerbe-,ausstellung des ,jahres #ahdd heisst es3 ,eigentlich erst im ,jahre #ahdj1 was die praktisch-technische ,anwendung der ,galvanoplastik anbelangt1 durch ,jacoby und ,spencer 7in ,petersburg7 ins ,leben getreten1 sind in dem kurzen ,zeitraum von wenigen ,jahren schon so grossartige ,resultate durch die noch so neue und junge ,kunst erlangt worden444 ,eugen von ,hackwitz in ,berlin hatte damals eine ,bste des ,knigs auf vier ,fuss hoher ,sule und ,sockel ausgestellt das ,grossartigste1 was bisher von galvanoplastischen ,arbeiten gesehen worden ist4 ,friedrich ,wilhelm ,,iv4 soll mit lebhaftem ,interesse die neue ,erfindung aufgenommen haben4#dd ,rauch musste zum ,haupte der ,juno ,ludovisi eine ,bste mit ,gewand zur galvanoplastischen ,vervielfltigung modellieren1 und als darauf die ,nachricht aus ,petersburg kam1 dass von ,hackwitz galvanoplastische ,apostel von #ab ,fuss ,hhe anfertige1 schrieb ,rauch an ,rietschel3 ,ein wahres ,glck1 dass unsere neue ,giesserei unter ,dach ist1 sonst wrde sie jetzt nicht mehr gebaut werden1 wie der ,knig mir neulich selbst sagte1 dass sie nun berflssig werde4 #dd ,eggers1 ,rauch1 ,bd4 ,,iii1 ,s4 #bhe4 ,in ,paris stand man schon damals dem neuen ,verfahren weniger bereitwillig gegenber1 obschon auch die ,pariser ,giesser1 z4 ,b4 ,soyer erfolgreiche ,versuche aufzuweisen hatten4 ,der erste ,einwand1 der gewiss als berechtigt anerkannt werden muss1 war der1 dass die ,bronze wesentlich dauerhafter sei1 als reines ,kupfer4 ,auf der ,mnchener ,ausstellung des ,jahres #ahed hatte von ,kress in ,offenbach #c ,fuss hohe ,statuetten ausgestellt1 von seinen #aa ,fuss hohen ,statuen zum ,guttenberg-,denkmal hatte der ,fabrikant keine senden knnen4 ,im ,bericht dieser ,ausstellung heisst es weiter3 ,zweifellos ist die ,galvanoplastik der einzige ,weg1 auf welchem ein knstlerisches ,produkt unmittelbar und vollstndig plastisch wiederzugeben sein mchte1 und wenn nun zu diesen hchsten ,vorzgen noch grosse ,kostenersparnis kommt1 so muss sich dieselbe ,bahn brechen4 ,am ,guttenbergdenkmal in ,frankfurt a4 ,m4 wurden die drei ,hauptfiguren galvanisch hergestellt 7die acht ,nebenfiguren wurden zuerst in ,zinkguss ausgefhrt71 es war wohl das erste grosse ,monument fr einen ffentlichen ,platz1 bei dem das elektrolytische ,verfahren angewandt wurde2 das ,denkmal wurde im ,jahre #aheh enthllt4 ,diese ,figuren wurden im ,jahre #ahib genau untersucht und der ,befund war in jeder ,hinsicht befriedigend1 so dass man sich entschloss1 auch die ,nebenfiguren galvanisch zu erneuern4 ,trotz der zweifellosen ,erfolge haben sich die ,erwartungen1 die man dem ,verfahren bei uns anfnglich entgegenbrachte1 nicht erfllt2 man giesst heute mehr denn je vorher4 ,das reine1 auch nicht durch ,hmmern verdichtete ,kupfer ist fr ffentliche ,denkmler gar zu weich1 das wird der ,haupteinwand bleiben1 den man gegen das galvanische ,verfahren erheben muss4 ,wenn auch ein abgeschlossenes ,urteil ber die ,monumental-,galvanoplastik durchaus noch nicht gewonnen werden kann1 auf jeden ,fall drfte feststehen1 dass der ,bronzeguss das ,hhere und ,bessere ist2 zu wnschen wre1 dass man ihm hinfort stets den ,vorzug geben mchte4 ,die noch heute bedeutendste ,firma fr die ,anwendung des neuen galvanoplastischen ,verfahrens im ,grossen ist die ,geislinger ,metallwarenfabrik1 deren ,hauptwerk1 das ,guttenberg-,denkmal1 eine ganze ,reihe weiterer grosser ,auftrge nach sich gezogen hat4 99 99 99 99 99 ,die jngsten grossen erzplastischen ,schpfungen bieten uns die ,gewhr1 dass in den kommenden ,jahrzehnten am ,mangel technischer ,erfahrung die ,ausfhrung auch der schwierigst zu formenden ,monumente nicht nur nicht scheitern kann1 sondern dass technisch auch wieder den frheren ,jahrhunderten wirklich ,gleichwertiges zu liefern mglich ist4 ,unsere ,kunstgiesser sind jeder ,aufgabe gewachsen1 man gebe ihnen ,gelegenheit1 ihr ,knnen zu bethtigen4 ,vor allem mgen unsere ,bildner dafr sorgen1 dass ihre ,werke wrdig seien1 im edlen ,erz ,jahrhunderte zu berdauern4 99 99 99 99 99 ,inhalt4 ,seite ,einfhrung #a-d ,i4 ,die ,giesserwerkstatt #d-ah ,,ii4 ,das ,wachsausschmelzverfahren im ,altertum und ,mittelalter bis zum #ad4 ,jahrhundert #ai-bi ,,iii4 ,das ,wachsausschmelzverfahren vom #ad4 bis zum #ai4 ,jahrhundert #cj-he ,,iv4 ,die ,teilformverfahren des #ai4 ,jahrhunderts #hf-aad ,v4 ,das ,wachsausschmelzverfahren im #ai4 ,jahrhundert #aae-abj ,,vi4 ,der ,zinkguss #aba ,,vii4 ,die ,treibarbeit #abb-abi ,,viii4 ,die ,galvanoplastik #acj-aca 99 99 99 99 99 ,meister-1 ,lnder- und ,ortsnamen-,verzeichnis4 7,die ,namen der als ,giesser1 ,ciseleure1 ,treibknstler etc4 thtigen ,meister sind gesperrt gedruckt47 ,aachen #bd4 ,aegypten #bj4 #abb4 ,alain le ,grant #bh4 ,algardi1 ,alex4 #hc4 ,altona #aac4 ,ammanati #dh4 ,antwerpen #ha4 ,aranjuez #hb4 ,assyrer #abb4 ,augsburg #ej4 #ef4 ,babylonier #abb4 ,bacon #hd4 ,bamberg #eh4 #aaa4 ,barbedienne #aad4 ,barbezat #aad4 ,barye #aae4 ,baroncelli #dg4 ,beauchesne #fi4 ,beauvais #ga4 ,beckere1 ,p4 de #ha4 ,berlin #fj4 #ig;ff4 #aba4 #abh4 ,bernardino von ,lugano #dh4 ,biard #gj4 ,bird #hc4 ,blser #ajh4 #aac4 ,bologna #dh4 ,bologna1 ,giovanni da #dh4 #gj4 #hb4 ,bonn #aab4 ,bontemps #fi4 ,bordeaux #gc4 ,bouchardon #gd4 ,boucher #fi4 ,bouchet1 ,b4 le #fi4 ,boufflers #ga4 ,braunschweig #bi4 #aac4 #abh4 ,breslau #ii4 #ajg4 ,bristol #hd4 ,brgge #ha4 ,brssel #hb4 ,buon ,retiro #hb4 ,burgschmiet #aaa;ff4 ,byzanz #bd4 ,candid #ef4 #eg4 ,carbonneaux #aja4 #aad4 ,caradosso #abe4 ,cassel #abg4 ,castro1 ,m4 de #hc4 ,cellini #h4 #i4 #aj4 #ad4 #cb;ff4 #ec4 #fh4 #ge4 #gh;ff4 #abe;ff4 ,cesare1 ,carlo da #ee4 ,chantilly #abg4 ,charlottenburg #ajc4 ,charlottenhof #ajc4 ,chaumont #gj4 ,colin #eb;ff4 ,cln #ajg;ff4 ,costa1 ,b4 de #hc4 ,cou #ii;ff4 ,coysevox #ga4 ,cristoforo1 ,a4 di #dg4 ,crozatier #aja4 #aab4 #aad4 ,danti #dh4 ,dnemark #he4 ,darmstadt #aaj4 ,desjardins #ga4 ,deutschland #bd4 ,devaranne #aba4 ,dijon #ga4 ,dinant #bi4 ,dinger #ajc4 ,donatello #df4 ,donner #fa4 ,drake #ajb4 #ajh4 ,dresden #fa4 #ajb4 #ajg4 #aac4 #abg4 ,dublin #hd4 ,duca1 ,l4 de #eb4 ,dupr #gj4 ,duret #aae4 ,durlach #ef4 ,duquesnoys #hb4 ,dsseldorf #fa4 ,duval #ga4 ,eck ,durand #aad4 ,eichstaedt #eh4 ,eisler #ef4 ,ekimoff #he4 ,england #ha4 #hc4 ,erfurt #bi4 ,etrusker #bd4 ,falcone #abg4 ,falconet #gc4 #hd4 ,feierabend #ajc4 ,ferrara #dg4 ,fischer #aja;ff4 ,florenz #cj4 #cb4 #df;ff4 ,fontaine #aad4 ,fontainebleau #fi4 ,forchheim in ,franken #eh4 ,frankfurt a4 ,m4 #aaj4 #aca4 ,frankreich #fh4 #aad4 ,freiberg i4 ,s4 #ee4 ,frey #eg4 #eh4 ,friebel #aje;ff4 ,friedrichshagen bei ,berlin #aah4 ,gauthier #aad4 ,geislingen #aca4 ,gerhard #ef4 #eg4 ,gerike #abh4 ,ghiberti #cj4 #df4 ,giovanni da ,bologna #dh4 ,girardon #ga4 #gd4 ,gladenbeck #ajg4 ,gladenbeck u4 ,sohn1 ,aktiengesellschaft vorm4 #ajh4 #aah4 ,godl #eb4 ,gonon #aja4 #aae;ff4 ,gor #gd4 #gi4 #he4 ,gras #eh4 #hb4 ,griechenland #bb4 ,grinling ,gibbons #hc4 ,grupello #fa4 ,guibal #gd4 ,guillain #gj4 ,gumbinnen #aja4 ,gthling #hf4 ,halle #aja4 ,hhnel #aab4 ,hannover #abh4 ,herold #ef4 -- 7,lenz-,herold7 #aab4 ,hildesheim #be4 ,hopfgarten #ii;ff4 ,howaldt #aac4 #abh;ff4 ,jacobi #ab4 #fj4 ,jacoby #acj4 ,innsbruck #ej4 #eh4 #hb4 ,jollage #aja4 ,jongelinck1 ,j4 #ha4 ,italien #bd4 #hc4 #ii4 ,jury #abh4 ,kampmann #aje4 ,karlsruhe #aab4 ,keller #ga;ff4 ,keyzer1 ,p4 de #ha4 ,kietz #aac4 ,kiss #ajb;ff4 ,klagenfurt #fb4 ,klausch #hf4 ,klussenbach #bi4 ,kopenhagen #ih4 ,kopp #eh4 ,knigsberg #ajg;ff4 ,koslowsky #hd4 ,kronborg bei ,kopenhagen #ee4 ,krumper #eg4 #eh4 ,labenwolf #ee4 ,lamoureux #he4 ,landini #di4 ,larchevque #he4 ,lauchhammer #hf;ff4 #aje;ff4 ,lehongre #ga4 ,lemoyne #gc;ff4 ,lendenstreich #eb4 ,leonardo da ,vinci #h4 ,leoni #hb4 ,lequine #ii;ff4 ,lenz 7,lenz-,herold7 #aab4 ,le ,sueur #hc4 ,livorno #di4 ,london #gj4 #hc4 ,lffler #eb4 #eh4 ,ludwig de ,duca #eb4 ,luneville #gd4 ,lttich #bi4 ,lyon #gj;ff4 ,madrid #hb4 ,magdeburg #aac4 ,marcello #di4 ,marzeline #gb4 ,mttensberger #hf4 ,meier #he4 ,michelangelo #dg4 ,michelozzo #df4 ,miller1 ,ferd4 v4 #aji;ff4 #aab4 ,mocchi #di4 ,moitte #aad4 ,montpellier #ga4 ,moskau #ajj4 ,mhra #aab4 ,mhlau bei ,innsbruck #eh4 ,mnchen #ef4 #eg4 #ajh;ff4 ,nancy #gd4 ,neapel #ajj4 ,neidhardt #eg4 ,niederlande #ha4 ,nrnberg #ej4 #ee;ff4 #aac4 ,osnabrck #ajb4 ,padua #df4 #dg4 ,paris #fh;ff4 #ih4 #ajj4 #aji4 #aab4 #aad4 #abf4 #acj4 ,patina #af;ff4 ,perugia #cj4 #dh4 ,peterhof #ef4 ,petersburg #gc4 #ih4 #ajj4 #ajd4 #acj4 ,phidias #abb4 ,phnizier #ba4 ,piacenza #di4 ,pigalle #gd4 ,pilon #fi4 ,pisano1 ,andr4 #cj4 ,poitiers #bd4 ,pollajuolo #dg4 ,portugal #hc4 ,potsdam #abg;ff4 ,prag #bi4 #ef4 #eh4 #aab4 ,pressburg #fa4 ,prieur #fi4 ,primaticcio #fi4 ,rastrelli #hd4 ,rauch #ih;ff4 #acj4 ,reich #aab4 ,reichel #eg4 ,reinhardt #eh4 #hb4 ,reisinger1 ,hans #eg4 -- 7,giessereidirektor ,berlin7 #ajj4 ,rennes #ga4 #gd4 ,rheims #gd4 ,rietschel #ajb4 #ajd;ff4 ,righetti #ajj4 ,ritter #ef4 ,rohampton #hc4 ,rom #bd4 #dg4 #di4 #abb4 ,rostock #ii4 ,rotterdam #hb4 ,rousseau #hg4 ,ruppin #aja4 ,rupprecht #aaa4 ,russland #hd4 #ii4 ,rustici #dh4 ,rybon #fi4 ,rysbrack #hd4 ,saly #he4 ,salzburg #aaj4 ,schadow #ih4 #abh4 ,schiller #aac4 ,schinkel #ajc4 #aba4 ,schlter #fj4 ,schwanthaler #aaj4 ,schweden #he4 ,schweiger #ef4 ,schwerin #ajg4 ,sergel #he4 ,sevilla #hb4 ,soyer #aad4 #aca4 ,spanien #hb;ff4 ,spencer #acj4 ,sueur1 ,h4 le #gj4 ,susse #aad4 ,st4 ,denis #fi4 ,stiglmaier #aji;ff4 ,stockholm #he4 #ih4 ,tacca #di4 #gj4 #hb4 ,theophilus #f4 #g4 #i4 #ac4 #be;ff4 #ec4 #abc;ff4 ,thibaut #aad4 ,thorn #ajc4 ,thorwaldsen #aaj4 ,tieck #ajc4 #abh4 ,troja #bb4 ,utrels #gb4 ,varin #gc4 ,venedig #dg4 ,verrocchio #dg4 ,vischer #ej4 ,volterra1 ,d4 da #gj4 ,vries1 ,a4 de #ef4 ,vuarin #aji4 ,weimar #aaa4 ,wiedemann #fa4 #abg4 ,wien #fa4 #fb4 ,wiskotschil1 ,th4 ,j4 #hf4 ,wittenberg #ii4 ,wolff #ajg4 ,wolrab #ef4 ,worms #ajg4 ,wurzelbauer #ef4 ,wrzburg #eh4 ,zanello #abg4 ,zauner #fb4 99 99 99 99 99 ,monographien des ,kunstgewerbes4 ,herausgeber3 ,prof4 ,dr4 ,jean ,louis ,sponsel4 ,verlag3 ,hermann ,seemann ,nachfolger in ,leipzig4 ,das ,kunstgewerbe steht unter den ,kulturgtern1 die in den letzten ,jahrzehnten eine so unvergleichliche ,blte erfahren haben1 in der vordersten ,reihe4 ,der mchtige ,aufschwung des ,kunstgewerbes hat jetzt ebensowohl in ,amerika wie in ,england1 in ,skandinavien wie in ,belgien1 in ,frankreich wie in ,deutschland eine neue ,epoche der knstlerischen ,entwickelung eingeleitet4 ,den gewerblichen und angewandten ,knsten wird wieder allgemeines ,interesse gewidmet4 ,dieser grossen ,kulturstrmung will die ,sammlung ,,monographien ,,des ,,kunstgewerbes dienen1 herausgegeben von ,prof4 ,dr4 ,,jean ,,louis ,,sponsel1 dem in der ,fachwelt wie in den ,kreisen der ,kunstfreunde und ,sammler in gleicher ,weise bekannten ,dresdner ,forscher4 ,die ,bcher unserer ,sammlung sollen sowohl das moderne als auch das historische ,kunstgewerbe darstellen und sein ,verstndnis frdern4 ,ausser den einzelnen kunstgewerblichen ,gebieten sollen auch die grossen ,bltezeiten des ,kunsthandwerks und seine wichtigsten ,pflegesttten behandelt werden4 ,die ,,meister ,,des ,,kunstgewerbes1 eine ,sondergruppe der grsseren ,abteilung1 sollen endlich die bahnbrechenden ,schpfer1 die ,pioniere und ,genies des ,kunsthandwerks wie in einer ,galerie vereinigen4 ,die ,mitarbeiter der ,sammlung haben sich smtlich durch eigene ,forschung auf dem von ihnen behandelten ,gebiete heimisch gemacht und beherrschen ihren ,stoffkreis so1 dass sie die leitenden ,zge der ,entwickelung1 die durch das ,material bedingte technische ,behandlung und die ,stellung unserer ,zeit zu den ,werken der ,vergangenheit und der ,gegenwart durchaus exakt und erschpfend darzustellen vermgen4 ,ebenso haben sie sich in der gerade fr das ,kunstgewerbe so wichtigen ,frage der ,kennerschaft durch langjhrige ,erfahrung erprobt und bewhrt4 ,jedes ,heft wird so reich als nur mglich und so eingehend1 als es der ,stoff verlangt1 durch ,abbildungen illustriert4 ,auch werden da1 wo grsstmgliche ,treue der ,wiedergabe geboten ist1 ,lichtdrucke -- und da1 wo die farbige ,wiedergabe der ,originale fr deren ,wirkung in erster ,linie steht1 ,farbentafeln beigefgt4 ,bis jetzt sind folgende ,bnde erschienen3 ,dr4 ,wilhelm ,bode1 ,berlin1 ,geheimer ,regierungsrat1 ,direktor an den ,berliner ,museen4 ,vorderasiatische ,knpfteppiche aus lterer ,zeit4 ,preis in ,leinw4 geb4 #h ,m41 in ,leder geb4 #i ,m4 ,dr4 ,gustav ,e4 ,pazaurek1 ,kustos des ,nordbhm4 ,gewerbemuseums in ,reichenberg4 ,moderne ,glser4 ,preis in ,leinw4 geb4 #f ,m41 in ,leder geb4 #g ,m4 ,dr4 ,adolf ,brning1 ,direktorialassistent am kgl4 ,kunstgewerbemuseum zu ,berlin4 ,die ,schmiedekunst seit dem ,ende der ,renaissance4 ,preis in ,leinw4 geb4 #f ,m41 in ,leder geb4 #g ,m4 ,prof4 ,richard ,borrmann1 ,direktorialassistent am kgl4 ,kunstgewerbemuseum ,berlin4 ,moderne ,keramik4 ,preis 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,elfenbeinskulpturen4 ,dr4 ,richard ,graul1 ,direktor des kgl4 ,kunstgewerbe-,museums zu ,leipzig4 ,bronze-,klein-,plastik seit der ,renaissance4 ,dr4 ,peter ,jessen1 ,direktor der ,bibliothek des ,kunstgewerbemuseums zu ,berlin4 ,wohnungskunst seit der ,renaissance4 ,professor ,ferdinand ,luthmer1 ,direktor der ,kunstgewerbeschule in ,frankfurt a_/,m4 ,deutsche ,mbel der ,vergangenheit4 ,dr4 ,jean ,loubier1 ,direktorial-,assistent an der ,bibliothek des kgl4 ,kunstgewerbemuseums ,berlin4 ,das ,buch als ,kunstwerk4 ,bucheinband in alter und neuer ,zeit4 ,wirkl4 ,geh4 ,ober-,reg4-,rat ,k4 ,lders1 ,grunewald-,berlin4 ,berliner ,porzellan4 ,professor ,dr4 ,alfred ,g4 ,meyer1 ,dozent an der ,technischen ,hochschule ,charlottenburg4 ,stil1 ,stilgeschichte und ,stillehre4 ,professor ,dr4 ,erich ,pernice1 ,direktorialassistent an der ,antikenabteilung der kgl4 ,museen ,berlin4 ,antike ,gold- und ,silber-,arbeiten4 ,dr4 ,friedrich ,sarre1 ,berlin4 ,persische ,keramik4 ,professor ,dr4 ,christian ,scherer1 ,direktorial-,assistent am herzoglichen ,museum in ,braunschweig4 ,elfenbeinplastik seit der ,renaissance4 ,dr4 ,julius von ,schlosser1 ,direktor an den kunsthistorischen ,sammlungen des allerhchsten ,kaiserhauses in ,wien4 #a4 ,hfische ,wohnungskunst im ,mittelalter4 #b4 ,kunst- und ,kuriositten-,kammern seit der ,renaissance4 ,professor ,dr4 ,paul ,seidel1 ,dirigent der ,kunstsammlungen des kgl4 ,hauses und ,direktor des ,hohenzollern-,museums ,berlin4 ,die dekorative ,kunst unter ,friedrich ,i4 von ,preussen4 ,professor ,dr4 ,jean ,louis ,sponsel1 ,dresden1 ,dozent an der technischen ,hochschule ,dresden4 #a4 ,august der ,starke und das ,kunstgewerbe4 #b4 ,deutsches ,rokoko4 ,dr4 ,richard ,stettiner1 ,assistent am ,kunstgewerbemuseum ,hamburg4 ,svresporzellan4 ,professor ,henri van de ,velde1 ,weimar4 ,philosophie und ,aesthetik des ,kunstgewerbes4 ,professor ,dr4 ,franz ,wickhoff1 ,wien1 ,k4 ,k4 ,universitt4 #a4 ,der italienische ,garten4 #b4 ,die ,wohnung in den ,niederlanden und in ,frankreich im #ae4 ,jahrhundert4 ,julius ,zllner in ,leipzig4 ,das ,zinn in alter und neuer ,zeit4 ,an ,mitarbeitern sind ferner gewonnen worden3 ,direktor ,angst1 ,zrich1 ,professor ,dr4 ,justus ,brinkmann1 ,hamburg1 ,direktor ,dr4 ,deneken1 ,krefeld1 ,professor ,dr4 ,alfred ,lichtwark1 ,hamburg u4 a4 ,interessenten1 welche eingehendere ,prospekte zugeschickt haben wollen1 werden gebeten1 ihre ,adresse dem ,verlag ,hermann ,seemann ,nachfolger1 ,leipzig1 ,goeschenstrasse #a bekannt zu geben4 99 99 99 99 99 ,im ,verlag von ,,hermann ,,seemann ,,nachfolger in ,leipzig ist erschienen3 ,,max ,,klingers ,,beethoven ,eine kunsttechnische ,studie _/_/ ,prachtwerk in ,grossquart _/_/ von mit #h ,heliogravren ,,elsa ,,asenijeff und #bc ,beilagen und ,textbildern ,preis in vornehmem ,liebhaberband geb4 ,m4 #bj1-- ,die ,vollendung des ,beethoven durch ,meister ,klinger wird als ein knstlerisches ,ereignis allerersten ,ranges empfunden4 ,fnfzehn ,jahre lang trug der ,leipziger ,knstler den grossen ,gedanken seines ,werkes mit sich herum1 und staunender ,bewunderung voll blickt jetzt die ,welt auf das erhabene ,monument ,beethovens4 ,keiner war mehr berufen1 dem ,heros der ,musik ein ,denkmal aufzurichten1 als ,klinger2 nackt1 mit ineinandergekrampften ,hnden1 in den ,schauern der ,inspiration1 den grblerischen ,blick in dmmernde ,fernen bohrend1 sitzt ,beethoven auf dem mit kunstvollen ,reliefs1 ,edelsteinen und ,elfenbein reich verzierten ,thron1 ein ,mantel von herrlichem ,onyx schlingt sich ber sein ,knie1 und zu seinen ,fssen strubt der zu ihm aufblickende ,adler des ,zeus seine mchtigen ,flgel4 ,das ,werk1 das im gesamten ,schaffen ,klingers einen ,gipfel bedeutet1 wird von ,frau ,elsa ,asenijeff in einem trefflichen ,text erklrt1 der die zahlreichen ,illustrationen -- #h ,heliogravren1 #bc ,beilagen und ,abbildungen im ,text -- wirksam untersttzt1 zumal ,frau ,asenijeff in der ,lage ist1 auch zu der ,entstehungsgeschichte des ,werkes die interessantesten ,ausfhrungen beizubringen1 insonderheit ber die grosse ,schwierigkeit1 den ,thronsessel in ,bronze zu giessen1 was erst in ,pierre ,bingens ,werkstatt in ,paris gelungen ist1 und von ,frau ,asenijeff in den einzelnen ,stadien ausserordentlich dramatisch erzhlt wird4 ,die interessanten technischen ,aufschlsse ber die ,schwierigkeiten in der ,beschaffung der ,marmorsorten1 ber die ,behandlung des ,elfenbeins1 des tirolischen ,onyx1 der venezianischen ,glasflsse werden mit besonderer ,freude begrsst werden4 ,vor allem ist die ,schilderung des ,bronzegusses eine ,meisterleistung1 der in der modernen kunstgewerblichen ,litteratur kaum etwas ,gleiches an die ,seite gestellt werden kann1 und zu deren tiefster ,wrdigung man schon bis auf ,cellini zurckgehen muss4 ,dass das ,werk in seinen verschiedenen ,stadien vorgefhrt wird1 sowohl illustrativ als auch textlich1 vom ,gipsmodell bis zur vollendeten ,bronze und bis zum ausgefhrten ,marmorbilde1 das verleiht dem auch usserlich beraus vornehm ausgestatteten ,werke seine berragende ,bedeutung1 an der kein ,kunstfreund1 kein ,aesthetiker1 kein ,sammler1 berhaupt kein ,kulturmensch unserer ,zeit vorbergehen darf4 99 99 99 99 99 ,verlag von ,hermann ,seemann ,nachfolger in ,leipzig ,,italienische ,,kunst ,studien und ,betrachtungen von ,,bernhard ,,berenson ,einzig autorisierte ,ausgabe ,aus dem ,englischen bertragen von ,d,r ,,julius ,,zeitler ,preis broschiert ,m4 #f1--1 geb4 ,m4 #h1-- ,berenson1 ein bedeutender englischer ,kunstforscher1 der auch in den kunsthistorischen und sthetischen ,kreisen ,deutschlands wohl bekannt ist1 bietet in diesem ,band ber die ,italienische ,kunst eine ,anzahl trefflicher ,essays1 in denen ,grndlichkeit der ,forschung mit feinem ,urteil und hoher ,kennerschaft gepaart ist4 ,die ,essays behandeln ,vasari1 die ,dante-,illustrationen1 ,correggio1 ,giorgione1 ,tizian1 ,amico di ,sandro1 dessen ,persnlichkeit ,berenson berhaupt erst festgestellt hat1 und endlich eine reiche ,flle von venezianischen ,gemlden1 die sich in ,londoner ,privatbesitz befinden4 ,die ,abbildungen derselben1 die zum ,teil in nur schwer zugnglichen ,privatgalerien stecken1 verleihen dem ,buch noch einen ganz besonderen ,wert4 ,,bildniskunst ,,und ,,florentinisches ,b,,rgertum ,bd4 ,i3 ,domenico ,ghirlandajo in ,santa ,trinit3 ,die ,bildnisse des ,lorenzo de' ,medici und seiner ,angehrigen von ,d,r ,a4 ,,warburg ,grossquart mit #e ,lichtdruckbeilagen und #f ,textillustrationen ,preis geb4 ,m4 #f1-- ,diese ,arbeit des bekannten ,kunstgelehrten erffnet eine ,reihe kunstgeschichtlicher ,studien1 die die ,wechselbeziehungen zwischen ,publikum1 ,frsten1 ,gelehrten und ,knstlern durch die ,zusammenstellung direkter ,zeugnisse in ,kunstwerken der ,frhrenaissance veranschaulichen wollen4 ,die erste kultur- und kunstgeschichtliche ,spezialstudie dieses ,unternehmens behandelt einige bisher unbeachtete ,meisterstcke der ,portrtkunst des ,ghirlandajo1 die darin zum ersten ,male genau publiziert und auch in der ,beurteilung1 die sie in ihrer eigenen ,zeit fanden -- vor allem durch die gewichtige ,stimme des ,lorenzo de' ,medici selbst -- gewrdigt werden4 ,fnf vorzglich gelungene ,lichtdrucke und ebenso viel ,textillustrationen bringen das interessante ,problem1 das der ,verfasser in seinem ,text aufrollt1 zur wirksamsten ,anschauung4 ,empfehlenswerte neuere ,werke aus dem ,kunstverlag von ,,hermann ,,seemann ,,nachfolger in ,,leipzig3 ,apulejus1 ,amor und ,psyche4 ,ein ,mrchen1 ins ,deutsche bertragen von ,prof4 ,dr4 ,norden1 mit ,bildern von ,walter ,tiemann4 ,geb4 ,m4 #f1-- ,marie ,luise ,becker1 ,der ,tanz4 ,mit ca4 #ajj ,beilagen und ,textbildern4 ,br4 ,m4 #h1--1 geb4 ,m4 #aj1-- ,joseph ,bdier1 ,der ,roman von ,tristan und ,isolde4 ,mit ,geleitwort von ,gaston ,paris1 aus dem ,franzsischen bertragen von ,dr4 ,julius ,zeitler4 ,textausgabe br4 ,m4 #d1--1 geb4 ,m4 #e1--4 ,illustrierte ,prachtausgabe mit ca4 #aej ,illustr4 von ,robert ,engels geb4 ,m4 #ah1--1 ,liebhaber-,ausgabe 7#ej numer4 ,exemplare7 geb4 ,m4 #ej1-- ,hans ,blart1 ,nietzsches ,ethik4 ,m4 #b1-- ,georg ,biedenkapp1 ,kleine ,geschichten und ,plaudereien philosophischen1 pdagogischen und satirischen ,inhalts4 ,br4 ,m4 #c1-- ,wilhelm ,blsche1 ,ernst ,haeckel4 ,ein ,lebensbild4 ,geb4 ,m4 #c1fj ,fritz ,burger1 ,gedanken ber die ,darmstdter ,kunst4 7,in ,eckmannschrift47 ,br4 ,m4 --1#ge ,challemel-,lacour1 ,studien und ,betrachtungen eines ,pessimisten4 ,autoris4 ,uebersetzung aus dem ,franz4 von ,m4 ,blaustein4 ,br4 ,m4 #f1--1 geb4 ,m4 #g1ej ,douglas ,cockerell1 ,der ,bucheinband und die ,pflege des ,buches4 ,ein ,handbuch fr ,buchbinder und ,bibliothekare4 ,mit ,zeichnungen von ,nol ,roobe und zahlreichen anderen ,illustrationen in ,lichtdruck und ,aetzung4 ,deutsche ,ausgabe von ,felix ,hbel4 ,br4 ,m4 #e1--1 geb4 ,m4 #f1ej ,band #a der ,handbcher des ,kunstgewerbes4 ,herausgegeben von ,w4 ,r4 ,lethaby am ,south ,kensington ,museum1 deutsche ,ausgabe besorgt von ,dr4 ,julius ,zeitler4 ,michael ,georg ,conrad1 ,von ,emile ,zola bis ,gerhart ,hauptmann4 ,erinnerungen zur ,geschichte der ,moderne4 ,br4 ,m4 #b1ej ,walter ,crane1 ,dekorative ,illustration des ,buches in alter und neuer ,zeit4 ,,ii4 ,auflage4 ,br4 ,m4 #g1ej1 geb4 ,m4 #i1--1 ,liebhaberausgabe geb4 ,m4 #ab1-- ,linie und ,form4 ,br4 ,m4 #aj1--1 geb4 ,m4 #ab1-- ,grundlagen des ,zeichnens4 ,br4 #ab1--1 geb4 ,m4 #ad1-- ,walter ,crane1 ,cobden-,sanderson1 ,lewis ,f4 ,day1 ,emery ,walker1 ,william ,morris u4 a4 ,kunst und ,handwerk 7,arts and ,crafts ,essays74 ,i4 ,die dekorativen ,knste4 ,,ii4 ,die ,buchkunst4 ,,iii4 ,keramik1 ,metallarbeiten1 ,glser4 ,,iv4 ,wohnungsausstattung4 ,v4 ,gewebe und ,stickereien4 ,jeder ,band br4 ,m4 #b1-- ,herman ,frank1 ,das ,abendland und das ,morgenland4 ,eine ,zwischenreich-,betrachtung4 ,m4 #b1ej ,dr4 ,sigismund ,friedmann1 ,ludwig ,anzengruber4 ,br4 ,m4 #e1--1 geb4 ,m4 #f1ej ,das deutsche ,drama des neunzehnten ,jahrhunderts in seinen ,hauptvertretern4 ,i4 ,band br4 ,m4 #e1--1 geb4 ,m4 #g1-- ,otto ,grautoff1 ,die ,entwicklung der modernen ,buchkunst in ,deutschland4 ,br4 ,m4 #g1ej1 geb4 ,m4 #i1-- ,wilh4 ,hauff1 ,zwerg ,nase4 ,mrchen mit ,bildern von ,walter ,tiemann4 ,geb4 ,m4 #d1-- ,felix ,hbel1_/b ,in einer ,winternacht4 ,eine ,gespenstergeschichte4 ,br4 ,m4 #b1--1 geb4 ,m4 #c1-- ,und htte der ,liebe nicht6 ,roman4 ,br4 ,m4 #d1--1 geb4 ,m4 #e1-- ,dr4 ,hans ,landsberg1 ,friedrich ,nietzsche und die deutsche ,litteratur4 ,br4 ,m4 #b1ej ,otto ,ludwig1 ,die ,heiterethei4 ,erzhlung aus dem ,thringer ,volksleben4 ,mit ,illustr4 von ,ernst ,liebermann4 ,geb4 ,m4 #f1-- ,paul ,moos1 ,moderne ,musiksthetik in ,deutschland4 ,br4 ,m4 #aj1--1 geb4 ,m4 #ab1-- ,william ,morris1 ,kunsthoffnungen und ,kunstsorgen 7,hopes and ,fears for ,art74 ,i4 ,die niederen ,knste4 ,,ii4 ,die ,kunst des ,volkes4 ,,iii4 ,die ,schnheit des ,lebens4 ,,iv4 ,wie wir aus dem ,bestehenden das ,beste machen knnen4 ,v4 ,die ,aussichten der ,architektur in der ,civilisation4 ,jeder ,band br4 ,m4 #b1-- ,neues aus ,nirgendland4 ,utopischer ,roman4 ,br4 ,m4 #f1--1 geb4 ,m4 #g1ej ,kunstgewerbliches ,sendschreiben4 ,m4 #b1-- ,kunst und die ,schnheit der ,erde4 ,m4 #b1-- ,joseph ,pennell1 ,moderne ,illustration4 ,br4 ,m4 #g1ej1 geb4 ,m4 #i1-- ,dr4 ,heinrich ,pudor1 ,laokoon4 ,aesthetische ,studien4 ,br4 ,m4 #f1--1 geb4 ,m4 #g1ej ,die neue ,erziehung4 ,essays ber die ,erziehung zur ,kunst und zum ,leben4 ,br4 ,m4 #d1--1 geb4 ,m4 #e1ej ,eduard ,platzhoff1 ,ernest ,renan4 ,ein ,lebensbild4 ,geb4 ,m4 #c1fj ,dr4 ,robert ,riemann1 ,goethes ,romantechnik4 ,br4 ,m4 #f1--1 geb4 ,m4 #g1ej ,richard ,schaukal1 ,pierrot und ,colombine4 ,mit ,buchschmuck von ,vogeler-,worpswede4 ,m4 #c1-- ,das ,buch der ,tage und ,trume4 ,verbesserte und durch neue ,gedichte vermehrte ,,ii4 ,auflage mit dem ,bild des ,autors4 ,mit ,titelzeichnung von ,heinrich ,vogeler4 ,m4 #c1ej ,dr4 ,heinr4 v4 ,schoeler1 ,fremdes ,glck4 ,eine venetianische ,novelle4 ,br4 ,m4 #b1ej ,ernst ,schur1 ,vom ,sinn und von der ,schnheit der japanischen ,kunst4 ,m4 #b1-- ,grundzge und ,ideen zur ,ausstattung des ,buches4 ,m4 #d1-- ,paraphrasen ber das ,werk ,melchior ,lechters4 ,m4 #b1-- ,gedanken ber ,tolstoi4 ,m4 #b1-- ,das ,buch der dreizehn ,erzhlungen4 ,m4 #c1-- ,dichtungen und ,gesnge4 ,m4 #c1-- ,dr4 ,jean ,louis ,sponsel1 ,kabinettstcke der ,meissner ,porzellanmanufaktur von ,johann ,joachim ,kndler4 ,prachtwerk in #do ,format mit zahlreichen ,beilagen und ,textbildern4 ,br4 ,m4 #cj1--1 geb4 in eleg4 ,liebhabereinband ,m4 #cb1ej ,die ,abteikirche zu ,amorbach1 ein ,prachtwerk deutscher ,rokokokunst4 ,mit #c ,textbildern und #dj ,lichtdrucktafeln4 ,fol4 ,in ,mappe ,m4 #ej1-- ,prof4 ,dr4 ,wilh4 ,stieda1 ,ilmenau und ,sttzerbach4 ,eine ,erinnerung an die ,goethezeit4 ,br4 ,m4 #b1--1 geb4 ,m4 #c1-- ,dr4 ,thiele1 ,hinauf zur bildenden ,kunst4 ,laiengedanken4 ,brosch4 ,m4 #a1-- ,wilhelm ,uhde1 ,vor den ,pforten des ,lebens4 ,aus den ,papieren eines ,dreissigjhrigen4 ,br4 ,m4 #c1-- ,dr4 ,julius ,vogel1 ,goethes ,leipziger ,studentenjahre4 ,ein ,bilderbuch zu ,dichtung und ,wahrheit4 #b4 ,ausgabe4 ,elegant geb4 ,m4 #d1--4 ,bcklins ,toteninsel und ,frhlings-,hymne4 #b ,gemlde ,bcklins im ,leipziger ,museum mit #g ,illustrationen1 darunter #e ,darstellungen der ,toteninsel ,m4 #a1--4 ,in feinem ,liebh4-,band mit ,pergamentrcken geb4 ,m4 ,john ,jack ,vrieslander1 ,varit4 #ab ,kunstbltter auf ,japankarton in eleganter ,mappe ,m4 #f1-- ,prof4 ,dr4 ,gustav ,wustmann1 ,der ,wirt von ,auerbachs ,keller3 ,dr4 ,heinrich ,stromer von ,auerbach4 #adgf-aedb4 ,m4 #a1-- ,dr4 ,ludwig ,wllner1 ,byrons ,manfred4 ,liebhaber-,ausgabe mit ,buchschmuck von ,walter ,tiemann4 ,m4 #d1-- ,dr4 ,julius ,zeitler1 ,nietzsches ,aesthetik4 ,br4 ,m4 #c1--1 geb4 ,m4 #d1-- ,die ,kunstphilosophie von ,hippolyte ,adolphe ,taine4 ,br4 ,m4 #f1--1 geb4 ,m4 #g1-- ,zu beziehen durch alle ,buchhandlungen des ,in- und ,auslandes4 99 99 99 99 99 ,anmerkungen zur ,transkription ,der ,schmutztitel wurde entfernt4 ,rechtschreibung und ,zeichensetzung 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