,anmerkungen zur ,transkription3 ,umschlieungen mit 99 zeigen gesperrt gedruckten ,text an1 ,umschlieungen mit kursiven ,text1 und ,umschlieungen mit fett gedruckten ,text4 ,offensichtliche ,druckfehler wurden berichtigt4 ,im brigen wurden ,inkonsistenzen in der ,interpunktion und ,schreibweise einzelner ,wrter belassen4 ,eine ,liste mit sonstigen ,korrekturen finden ,sie am ,ende des ,buchs4 99,dannemann499 ,entwicklung der ,naturw4 ,bd4 ,i4 ,illustration3 ,,aristoteles 7,marmorkopf im k4 k4 ,hofmuseum zu ,wien74 ,,die ,,naturwissenschaften ,,in ,,ihrer ,,entwicklung ,,und ,,in ,,ihrem ,,zusammenhange ,,dargestellt ,,von ,,friedrich ,,dannemann ,,zweite ,,auflage ,i4 ,,band3 ,,von ,,den ,,anf,,ngen ,,bis ,,zum ,,wiederaufleben ,,der ,,wissenschaften ,,mit #fd ,,abbildungen ,,im ,,text ,,und ,,mit ,,einem ,,bildnis ,,von ,,aristoteles ,,leipzig ,,verlag ,,von ,,wilhelm ,,engelmann #aibj ,copyright #aibj by ,wilhelm ,engelmann1 ,leipzig4 ,,herrn ,,geh4 ,,hofrat ,,prof4 ,,dr4 ,,eilhard ,,wiedemann ,,aus ,,dankbarkeit ,f,r ,,seine ,,mitwirkung ,,bei ,,der ,,herausgabe ,,der ,,neuen ,,auflage ,,gewidmet ,vorwort4 ,das vorliegende ,werk wurde kurz vor dem ,kriege vollendet4 ,die ,aufnahme war so gnstig1 da der erste ,band schon whrend des ,krieges vergriffen war4 ,leider konnte die zweite ,auflage1 weil das deutsche ,verlagsgeschft mit auerordentlichen ,schwierigkeiten zu kmpfen hat1 nicht sofort erscheinen1 so da das vollstndige ,werk lngere ,zeit im ,buchhandel fehlte4 ,die zweite ,auflage stellt sich nicht nur als eine vermehrte1 sondern1 zumal in einem ,punkte1 als eine ganz wesentlich verbesserte dar4 ,da es nmlich dem einzelnen nicht wohl mglich ist1 auf allen ,gebieten gleich grndliche ,vorarbeiten zu machen1 haben sich mir dieses ,mal einige hervorragende ,forscher zugesellt4 ,insbesondere bin ich den ,herren ,geh4 ,hofrat ,prof4 ,dr4 99,e4 ,wiedemann99 7,erlangen71 ,prof4 ,dr4 99,e4 v4 ,lippmann99 7,halle a4 ,s47 und ,prof4 ,dr4 99,j4 ,wrschmidt99 7,erlangen7 zu groem ,dank verpflichtet4 ,ich empfing von den ,genannten nicht nur zahlreiche ,anregungen2 sie haben auch die ,korrektur des ,satzes bis in alle ,einzelheiten berwacht4 ,die ,mehrzahl der von ihnen ausgehenden ,verbesserungsvorschlge konnte noch ,verwendung finden4 ,manches lie sich erst am ,schlusse in einem besonderen ,abschnitt 7s4 ,s4 #dgh7 bringen4 ,einzelne weitergehende ,vorschlge muten vorlufig zurckgestellt werden4 ,wenn ich die drei ersten ,bnde den ,herren 99,wiedemann991 99v4 ,lippmann99 und 99,wrschmidt99 widme1 so ist dies nur ein schwacher ,ausdruck meines ,dankes4 ,auch verkenne ich nicht1 da diese ,mitwirkung in erster ,linie erfolgt ist1 um das ,werk fr den ,gebrauch geeigneter zu machen4 ,manche ,anregung ging mir ferner in den zahlreichen ,besprechungen1 sowie von befreundeter ,seite zu4 ,eine ,aufzhlung wrde zu weit fhren4 ,doch drngt es mich1 besonders fr die nachfolgenden ,bnde den verstorbenen ,geh4 ,rat4 ,dr4 99,g4 ,berthold991 einen verdienten ,forscher auf dem ,gebiete der neueren ,geschichte der ,wissenschaften1 zu nennen4 ,seine bedeutende ,bibliothek1 die durch ,ankauf in den ,besitz des ,mnchener ,deutschen ,museums fr ,meisterwerke auf dem ,gebiete der ,naturwissenschaften und der ,technik bergegangen ist1 stand mir jeder ,zeit zur ,verfgung4 ,auch der hufige persnliche ,verkehr mit 99,berthold991 den die ,bayrische ,akademie der ,wissenschaften mit der ,abfassung einer von ihr herauszugebenden groen ,geschichte der ,physik betraut hatte#a1 war fr die ,neuherausgabe des ganzen ,werkes von ,belang4 ber die ,ziele wiederhole ich hier die ,worte1 die ich der ersten ,auflage vorausgeschickt habe3 ,die ,anteilnahme an der ,geschichte der ,wissenschaften ist seit mehreren ,jahrzehnten sehr lebhaft4 ,je mehr man erkennt1 da sich einer ,entrtselung der ,natur mit jedem ,schritte weitere ,schwierigkeiten entgegenstellen1 um so lieber richtet man den ,blick auch wieder rckwrts1 um den durchmessenen ,weg zu berschauen und aus dem reichen ,gesamtergebnis der bisherigen ,forschung neue ,hoffnung auf ein immer tieferes ,eindringen in den ,zusammenhang der ,naturerscheinungen zu schpfen4 ,in dem ,mae1 wie sich ferner die ,ttigkeit des einzelnen auf ein kleines ,arbeitsfeld beschrnkt1 um so dringender wird das ,bedrfnis1 das ,augenmerk hufiger auf die ,gesamtwissenschaft zu richten4 ,sie in ihrem gegenwrtigen ,umfange zu berschauen1 ist nicht mglich4 ,wohl aber knnen wir sie uns in einem historischen ,rckblick vergegenwrtigen1 der die ,haupttatsachen hervorhebt1 sie verknpft und zu einer vertieften ,auffassung anregt4 ,eine wertvolle ,frucht des geschichtlichen ,studiums ist ferner darin zu erblicken1 da es vor dogmatischer ,einseitigkeit bewahrt1 wenn man sich die ,wissenschaft als etwas ,werdendes und infolgedessen ,unfertiges vergegenwrtigt4 ,auch gelangt man zu der ,einsicht1 da uns dieselben oder hnliche ,methoden und ,schluweisen1 die man heute anwendet1 in der ,entwicklung der ,wissenschaft begegnen4 ,manche ,gebiete lassen sich daher kaum darstellen1 ohne an die frheren ,untersuchungen1 ,vorstellungen und ,gedankengnge anzuknpfen4 ,aus diesem ,grunde ist die genetische ,betrachtungsweise nicht nur in manche ,lehrbcher eingedrungen4 ,es sind auch zahlreiche ,geschichten der ,einzelwissenschaften entstanden1 und das ,quellenstudium ist durch ,neudrucke der oft schwer zugnglichen lteren ,arbeiten belebt worden4 ,erinnert sei hier nur an 99,ostwalds99 groes ,unternehmen4 ,seine ,klassiker der exakten ,wissenschaften enthalten in #aie ,bnden die grundlegenden ,abhandlungen aus den ,gebieten der ,mathematik1 ,astronomie1 ,physik1 ,kristallographie und ,physiologie4 99,das vorliegende ,werk soll gewissermaen den ,rahmen fr ,ostwalds ,klassiker der exakten ,wissenschaften abgeben und dartun1 wie sich die einzelnen ,gebiete gegenseitig auf ihrem ,werdegange beeinflut haben499 ,die ,wissenschaftsgeschichte ist vor allem ein wichtiger ,teil der ,kulturgeschichte4 ,sie kann daher nur verstanden werden1 wenn wir sie in ihrem ,zusammenhange mit dieser und der allgemeinen ,geschichte betrachten4 ,eine von solchen ,gesichtspunkten ausgehende ,darstellung des ,entwicklungsganges der ,naturwissenschaften ist von anderer ,seite wohl kaum versucht worden4 ,wenn ein einzelner sie unternimmt1 so mu er in mancher ,beziehung um ,nachsicht bitten4 ,eine ,teilung der ,arbeit unter viele erschien nicht angngig1 wenn etwas ,ganzes entstehen sollte4 ,nicht nur dem ,historiker1 sondern auch dem ,fachmanne1 der ein ,einzelgebiet bearbeitet1 dem ,lehrenden1 dem ,techniker1 dem ,arzte und jedem1 der sich fr die ,naturwissenschaften lebhafter interessiert1 drfte damit gedient sein1 ein ,werk zu besitzen1 das einen ,gedanken zu verwirklichen sucht1 dem der ,altmeister der historischen ,forschung1 99,leopold v4 ,ranke991 im fnften ,bande seiner deutschen ,geschichte ,ausdruck verleiht4 99,ranke99 schreibt dort1 es msse ein herrliches ,werk sein1 einmal die ,teilnahme1 welche die ,deutschen an der ,fortbildung der ,wissenschaften genommen1 im ,rahmen der europischen ,entwicklung mit gerechter ,wrdigung darzustellen4 ,zu einer allgemeinen ,geschichte der ,nation1 fgt 99,ranke99 hinzu1 wre ein solches eigentlich unentbehrlich4 ber dieses von 99,ranke99 gesteckte ,ziel geht das vorliegende ,werk allerdings noch hinaus1 da es die ,geschichte der exakten ,wissenschaften in ihrem ganzen ,umfange schildert4 ,im brigen drfte die von 99,ranke99 gestellte ,aufgabe erfllt sein1 da sich die ,geschichte der ,wissenschaften in ,deutschland nicht anders als im ,rahmen der ,gesamtentwicklung darstellen lt4 ,wenn wir die letztere im ,auge behalten1 so sind die ,naturwissenschaften nicht nur als ein ,ergebnis der gesamten ,kultur zu betrachten1 sondern auch in ihren ,beziehungen zu den brigen ,wissenschaften1 insbesondere zur ,philosophie1 zur ,mathematik1 zur ,medizin und ,technik2 und es ist zu zeigen1 wie sich diese ,zweige des ,denkens und der ,forschung gegenseitig gefrdert und bedingt haben4 ,von einem ,werke1 das diese ,aufgabe zu erfllen sucht1 darf man keine ,vollstndigkeit in ,bezug auf die biographischen und bibliographischen ,daten erwarten4 ,doch sind zumal die letzteren in solchem ,umfange aufgenommen worden1 da es zwar nicht als ,nachschlagebuch1 wohl aber zur ,einfhrung in das ,studium der lteren und neueren naturwissenschaftlichen ,literatur dienen kann4 ,um diesem ,zwecke zu entsprechen1 bringt der letzte ,band ausfhrliche1 sich ber alle ,teile erstreckende ,literatur-1 ,sach- und ,namenregister4 ,die brigen ,bnde enthalten ein krzeres ,sach- und ,namenverzeichnis4 ,die ,geschichte der ,naturwissenschaften ist einer der jngsten ,zweige der historischen ,forschung4 ,daher ist besonders fr die entlegeneren ,zeiten vieles noch unaufgeklrt4 ,manches ist erst neuerdings mit dem ,fortschreiten der archologischen und der philologischen ,untersuchungen bekannt geworden4 ,es sei nur an die wertvollen ,ergebnisse erinnert1 die uns die ,erschlieung der altorientalischen ,kultur und die ,erforschung der arabischen ,literaturschtze gebracht haben4 ,allerdings sind gerade hier die ,urteile noch nicht gengend geklrt1 ja hufig genug in wichtigen ,punkten einander widersprechend4 ,fr denjenigen1 der in zusammenhngender ,darstellung die ,entwicklung der naturwissenschaftlichen ,kenntnisse im ,altertum und ,mittelalter schildern will1 ergeben sich daraus nicht geringe ,schwierigkeiten4 ,manche ,angabe wird bei dem einen auf ,zustimmung1 bei dem anderen auf ,widerspruch stoen4 ,das ,gleiche gilt von den ,ansichten1 die wir uns ber die ,zusammenhnge und die ,ursachen bilden knnen4 ,diese ,umstnde haben mich aber nicht abgehalten1 ein ,gesamtbild zu entwerfen und damit eine schon lange angestrebte ,aufgabe1 deren ,bewltigung immer dringender wird1 in ,angriff zu nehmen4 ,denn nur in dem ,gesamtbilde erhalten die zahllosen ,einzelergebnisse der ,forschung erst ihren vollen ,wert1 whrend sie in ihrer ,vereinzelung oft genug geringwertig oder gar bedeutungslos erscheinen4 ,zur ,belebung der ,wissenschaftsgeschichte ist bisher recht wenig geschehen4 ,umfassende ,vorlesungen darber fehlen selbst an den greren ,hochschulen wohl noch berall4 ,ja1 es gibt sogar eine ganze ,reihe von ,universitten1 an denen auch nicht einmal das bescheidenste historische ,kolleg ber einen besonderen ,zweig der so gewaltig emporgeblhten ,naturwissenschaften gehalten wird1 whrend ,vorlesungen ber die ,geschichte der ,philosophie1 der ,kunst1 der ,literaturen usw4 nirgends fehlen4 ,was uns nottut1 ist ein besonderer ,lehrstuhl fr die ,geschichte der ,naturwissenschaften an jeder ,hochschule4 ,solange solche fehlen1 drfte ein ,werk wie das vorliegende dem wissenschaftlichen ,nachwuchs einen gewissen ,ersatz bieten4 ,ich habe es daher mit ,freuden begrt1 da einzelne ,hochschullehrer ihre ,hrer auf die ,wichtigkeit des eindringenderen geschichtlichen ,studiums hinweisen4 ,so schreibt ,herr ,dr4 99,a4 ,stock991 ,prof4 an der ,universitt ,berlin und am ,kaiser-,wilhelmsinstitut in ,dahlem1 seit ,jahren empfehle er seinen ,hrern in der einfhrenden ,vorlesung ber experimentelle ,chemie ,die ,naturwissenschaften in ihrer ,entwicklung und in ihrem ,zusammenhange4 ,es ist also zu hoffen1 da das unter der ,mitwirkung mehrerer ,hochschullehrer erneut erscheinende ,werk auch in dieser ,hinsicht seine ,aufgabe erfllen wird4 ,friedrich ,dannemann4 ,inhalt4 #a4 ,in ,asien und in gypten entstehen die ,anfnge der ,wissenschaften4 7,s4 #a-fb47 #a4 ,einleitendes4 -- #b4 ,die ,kultur der alten gypter4 -- #c4 ,die ,literatur der gypter4 -- #f4 ,mathematik und ,technik der gypter4 -- #ad4 ,die ,anfnge der ,metallurgie4 -- #ae4 ,die babylonisch-assyrische ,kultur4 -- #ag4 ,keilschriftfunde4 -- #ah4 ,die ,mathematik der ,babylonier4 -- #bj4 ,der ,ursprung der ,astronomie4 -- #bb4 ,einteilung des ,jahres4 -- #bd4 ,anfnge der ,astrologie4 -- #bf4 ,astronomische ,urkunden4 -- #bh4 ,finsternisse1 ,kometen1 ,schaltjahr4 -- #ca4 ,genauigkeit der ,messungen4 -- #cc4 ,die ,chalder4 -- #ce4 ,mondbewegung4 -- #cf4 ,der ,gnomon4 -- #ch4 ,mae und ,gewichte4 -- #da4 ,die ,gewinnung des ,eisens4 -- #db4 ,kupfer1 ,zink und ,zinn4 -- #dd4 ,glasbereitung4 -- #de4 ,die ,anfnge der ,heilkunde4 -- #dh4 ,erstes naturgeschichtliches ,wissen4 -- #ea4 ,die alte ,kultur ,sd- und ,ostasiens4 -- #ec4 ,die ,mathematik der ,inder4 -- #ef4 ,indische ,rechenkunst4 -- #ei4 ,heilkunde und ,chemie bei den ,indern4 -- #fa4 ,die ,astronomie der ,chinesen4 #b4 ,die ,entwicklung der ,wissenschaften bei den ,griechen bis zum ,zeitalter des ,aristoteles4 7,s4 #fc-ajc47 #fe4 ,anfnge der griechischen ,astronomie4 -- #fg4 ,anfnge der ,erdbeschreibung4 -- #fi4 ,ionische ,naturphilosophie4 -- #ga4 ,mechanische ,naturerklrung4 -- #gc4 ,zweckbegriff4 -- #gi4 ,pythagoras und seine ,schule4 -- #hd4 ,quadratur des ,kreises und ,wrfelverdopplung4 -- #hf4 ,kegelschnitte4 -- #hi4 ,kalenderrechnung4 -- #ia4 ,die sieben ,planeten4 -- #ic4 ,die heliozentrische ,weltanschauung4 -- #if4 ,gestalt und ,gre der ,erde4 -- #ig4 ,pflanzenkenntnis der ,griechen4 -- #ii4 ,die ,anfnge der ,zoologie4 -- #ajj4 ,keime der ,descendenzlehre4 -- #aja4 ,ursprung der griechischen ,heilkunde4 #c4 ,das aristotelische ,zeitalter4 7,s4 #ajd-aea47 #ajd4 ,aristoteles und seine ,zeit4 -- #ajg4 ,die ,werke des ,aristoteles4 -- #aji4 ,die ,philosophie des ,aristoteles4 -- #aab4 ,fall und ,hebelgesetz4 -- #aad4 ,parallelogrammgesetz4 -- #aae4 ,die ,anfnge der ,akustik und der ,optik4 -- #aag4 ,das ,himmelsgebude nach ,aristoteles4 -- #aba4 ,die ,natur der ,weltkrper4 -- #abc4 ,anfnge der physischen ,erdkunde4 -- #abe4 ,einsicht in die geologischen ,vorgnge4 -- #abg4 ,die vier aristotelischen ,elemente4 -- #abi4 ,die ,begrndung der ,zoologie4 -- #acc4 ,die ,einteilung des ,tierreichs4 -- #acg4 ,bau und ,lebensweise4 -- #ach4 ,ernhrung und ,sexualitt der ,pflanzen4 -- #ada4 ,botanik und ,heilkunde4 -- #adc4 ,geographie der ,pflanzen4 -- #adf4 ,bau und ,entwicklung der ,pflanzen4 -- #adh4 ,mineralogie und ,bergbau4 -- #adi4 ,einflu und ,dauer des aristotelischen ,lehrgebudes4 #d4 ,das alexandrinische ,zeitalter4 7,s4 #aeb-bjg47 #aed4 ,die ,begrndung eines ,systems der ,mathematik4 -- #aeg4 ,das ,leben und die ,bedeutung des ,archimedes4 -- #aei4 ,die ,erfindungen des ,archimedes4 -- #afc4 ,die ,anfnge der hheren ,mathematik4 -- #afe4 ,rotationskrper4 -- #afg4 ,kegelschnitte4 -- #agj4 ,das archimedische ,prinzip4 -- #agb4 ,fortschritte der ,optik und ,akustik4 -- #agd4 ,die ,grundlagen der wissenschaftlichen ,erdkunde4 -- #agg4 -- ,die ,ausmessung der ,erde4 -- #ahj4 ,die ,bestimmung von ,sternrtern4 -- #ahb4 ,entfernung und ,gre von ,mond und ,sonne4 -- #ahd4 ,astronomie und ,geometrie4 -- #ahf4 ,die ,entdeckung der ,przession4 -- #ahh4 ,die ,anfnge der wissenschaftlichen ,kartographie4 -- #aij4 ,physik der ,gase und der ,flssigkeiten4 -- #aic4 ,herons ,apparate und ,automaten4 -- #aif4 ,wasserorgel4 -- #aig4 ,thermoskop4 -- #aih4 ,flaschenzug4 -- #aii4 ,wegmesser4 -- #bjj4 ,grundlagen der ,vermessungskunde4 -- #bja4 ,herons ,werke4 -- #bje4 ,naturbeschreibung und ,medizin im alexandrinischen ,zeitalter4 #e4 ,die ,naturwissenschaften bei den ,rmern4 7,s4 #bjh-bde47 #bjh4 ,allgemeingeschichtliches4 -- #bji4 ,einflu des ,hellenismus4 -- #baa4 ,mekunst und ,astronomie bei den ,rmern4 -- #bac4 ,regelung des ,kalenders4 -- #bae4 ,pflege der ,ingenieurmechanik4 -- #bai4 ,die ,literatur whrend der ,kaiserzeit4 -- #bbj4 ,plinius4 -- #bbb4 ,quellen des ,plinius4 -- #bbf4 ,die ,naturgeschichte des ,plinius4 -- #bcc4 ,fortschritte der ,anatomie und der ,heilkunde4 -- #bci4 ,die ,botanik als ,hilfswissenschaft der ,heilkunde4 -- #bdj4 ,die rmische ,naturauffassung bei ,lukrez und ,seneka4 -- #bdd4 ,chemische ,kenntnisse und ihre ,anwendungen4 #f4 ,der ,ausgang der antiken ,wissenschaft4 7,s4 #bdf-bhd47 #bdf4 ,das ptolemische ,weltsystem4 -- #bdi4 ,die ,epizyklentheorie4 -- #beb4 ,hilfswissenschaften der ,astronomie4 -- #bee4 ,astronomische ,mewerkzeuge4 -- #beg4 ,fortschritte der ,geographie4 -- #beh4 ,astronomie und ,geographie4 -- #bfj4 ,physische ,geographie4 -- #bfb4 ,forschungsreisen4 -- #bfe4 ,frderung der ,optik4 -- #bfg4 ,theorie des ,sehens4 -- #bfh4 ,elektrizitt und ,magnetismus4 -- #bgj4 ,die ,anfnge der ,chemie4 -- #bgb4 ,metallurgie und ,alchemie4 -- #bgg4 ,alchemie und ,astrologie4 -- #bgh4 ,alchemistische ,urkunden4 -- #bha4 ,altertum und ,mittelalter4 #g4 ,der ,verfall der ,wissenschaften zu ,beginn des ,mittelalters4 7,s4 #bhe-bie47 #bhe4 ,allgemeingeschichtliches4 -- #bhf4 ,wissenschaft und ,kirche4 -- #bhi4 ,christentum und ,germanentum4 -- #bia4 ,wissenschaft und ,klosterwesen4 -- #bic4 ,die ,erhaltung der alten ,schriftwerke4 -- #bid4 ,enzyklopdien der ,wissenschaften4 #h4 ,das arabische ,zeitalter4 7,s4 #bif-cca47 #bif4 ,die ,wissenschaften und der ,islam4 -- #bii4 ,vermittlerrolle der ,araber4 -- #cja4 ,die ,bedeutung der arabischen ,literatur4 -- #cjc4 ,mathematische ,geographie und ,astronomie4 -- #cje4 ,astronomie und ,trigonometrie4 -- #cjf4 ,astronomische ,instrumente4 -- #cjh4 ,der ,kompa4 -- #caj4 ,die ,rechenkunst der ,araber4 -- #cab4 ,die ,ausbreitung der arabischen ,wissenschaft4 -- #cad4 ,die ,optik bei den ,arabern4 -- #cai4 ,die ,chemie im arabischen ,zeitalter4 -- #cbb4 ,alchemistische ,schriften4 -- #cbd4 ,suren und ,metalle4 -- #cbe4 ,alchemistische ,theorien4 -- #cbf4 ,stein der ,weisen4 -- #cbg4 ,mineralogische ,kenntnisse der ,araber4 -- #cbh4 ,arabische ,bearbeitungen der ,zoologie4 -- #cbi4 ,botanische ,schriften4 -- #ccj4 ,heilkunde4 -- #cca4 ,verfall der arabischen ,kultur4 #i4 ,die ,wissenschaften unter dem ,einflu der christlich-germanischen ,kultur4 7,s4 #ccb-cfi47 #ccb4 ,allgemeingeschichtliches4 -- #cce4 ,die ,kultur im ,reiche der ,franken4 -- #ccf4 ,anfnge einer mitteleuropischen ,literatur4 -- #cch4 ,christliche ,vlker und ,islam4 -- #cda4 ,erweiterung des geographischen ,gesichtskreises4 -- #cdb4 ,handel und ,stdtewesen4 -- #cdc4 ,die ,wiederbelebung der alten ,literatur4 -- #cdf4 ,die ,zoologie im ,mittelalter4 -- #cej4 ,die ,botanik im ,mittelalter4 -- #ceb4 ,die ,tiergeschichte des ,albertus ,magnus4 -- #cec4 ,roger ,bacon4 -- #cee4 ,bacons ,naturlehre4 -- #ceg4 ,bacons optische ,kenntnisse4 -- #cfa4 ,mittelalterliches ,denken4 -- #cfe4 ,die ,naturwissenschaften im #ad4 ,jahrhundert4 -- #cff4 ,das ,weltbild des ,mittelalters4 #aj4 ,das ,wiederaufleben der ,wissenschaften4 7,s4 #cgj-djb47 #cgj4 ,mittelalter und ,renaissance4 -- #cgb4 ,dante und ,petrarka4 -- #cgc4 ,die ,ausbreitung des ,humanismus4 -- #cgg4 ,humanismus und ,kirche4 -- #cgi4 ,humanismus und ,naturwissenschaft4 -- #chb4 ,lionardo da ,vinci4 -- #chd4 ,lionardos ,manuskripte4 -- #chf4 ,lionardos ,erfindungen4 -- #chh4 ,wechselwirkung von ,kunst und ,wissenschaft4 -- #cib4 ,das ,wiedererwachen der ,astronomie4 -- #cie4 ,astronomische ,tafeln4 -- #cif4 ,astronomische ,instrumente4 -- #cih4 ,astronomie und ,nautik4 -- #djj4 ,die ,wiederbelebung der ,naturbeschreibung4 #aa4 ,die ,begrndung des heliozentrischen ,weltsystems durch ,koppernikus4 7,s4 #djc-dai47 #djc4 ,koppernikus4 -- #djg4 ,die ,vorlufer des ,koppernikus4 -- #djh4 ,das ,koppernikanische ,weltsystem4 -- #dab4 ,aufnahme und ,ausbreitung der heliozentrischen ,lehre4 -- #dae4 ,das unendliche ,universum4 -- #dag4 ,astronomie und ,kartographie4 #ab4 ,die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der anorganischen ,naturwissenschaften4 7,s4 #dbj-dde47 #dba4 ,die ,physik im #af4 ,jahrhundert4 -- #dbh4 ,entdeckungen auf dem ,gebiete der ,optik4 -- #dbi4 ,die ,lehre vom ,magnetismus4 -- #dcj4 ,anfnge der ,dynamik4 -- #dca4 ,alchemie und ,jatrochemie4 -- #dce4 ,paracelsus4 -- #dcg4 ,die ,neubegrndung der ,mineralogie4 -- #dci4 ,agricolas mineralogische ,schriften4 -- #dda4 ,anfnge der neueren ,geologie4 -- #ddc4 ,anfnge der ,palontologie4 #ac4 ,die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der organischen ,naturwissenschaften4 7,s4 #ddf-dfg47 #ddf4 ,naturwissenschaften und ,entdeckungsreisen4 -- #dej4 ,die ,erneuerung der ,botanik4 -- #dea4 ,kruterbcher4 -- #dee4 ,die ,anordnung der ,pflanzen4 -- #deh4 ,die ,erneuerung der ,zoologie4 -- #dfb4 ,das ,wiederaufleben der ,anatomie4 -- #dfd4 ,vesals anatomisches ,hauptwerk4 -- #dff4 ,anatomie und ,chirurgie4 #a4 ,in ,asien und in gypten entstehen die ,anfnge der ,wissenschaften4 ,den ersten naturwissenschaftlichen und mathematischen ,lehrgebuden1 die in der ,bltezeit des griechischen ,geisteslebens entstanden1 gingen ungemessene ,zeitrume voraus1 in denen die einfachsten berlegungen und ,beobachtungen1 die ,grundlagen aller ,wissenschaft1 teils zufllig1 teils auch schon mit bestimmter ,absicht angestellt1 selten aber nach ihrem ,werte gesichtet und aufgezeichnet wurden4 ,aus dieser ,periode stammende ,urkunden sind deshalb hchst sprlich1 so da sich die ,wurzeln der ,naturwissenschaften wie so mancher anderen ,bettigungen des menschlichen ,geistes1 im ,dunkel vorgeschichtlicher ,zeiten verlieren4 ,soviel ist jedoch gewi1 da wir diese ,wurzeln nicht in ,griechenland zu suchen haben1 wo uns die ersten wissenschaftlichen ,systeme entgegentreten4 ,in den ,niederungen des ,nils und des ,euphrats1 den ltesten ,sttten der ,kultur1 haben sich auch die ersten ,kenntnisse entwickelt1 die sich ber die ,ergebnisse der oberflchlichen ,betrachtung und der naiven ,anschauung erhoben4 ,durch die ,berhrung mit den in gypten und in ,vorderasien entstandenen ,elementen entzndete sich alsdann der prometheische ,funke1 der in den ,griechen schlummerte4 ,ihnen gelang es1 diese ,elemente nicht nur in sich aufzunehmen1 sondern sie durch eigenes ,forschen zu vervielfltigen und den ,baum der ,erkenntnis zu pflanzen1 der nach einer langen ,zeit der ,drre zu dem gewaltigen ,stamme erwuchs1 von dem die ,segnungen der heutigen ,kultur in erster ,linie ausgegangen sind4 ,die ,entwicklung der ,naturwissenschaften ist seit der frhesten ,zeit mit derjenigen des mathematischen ,denkens ,hand in ,hand gegangen4 ,auch in dieser ,hinsicht sind die ersten ,regungen auf die gypter und die ,babylonier zurckzufhren4 ,war man frher bezglich dieser beiden ,vlker fast nur auf die uns durch die ,literatur bermittelten1 zum ,teil recht zweifelhaften ,berichte angewiesen1 so hat unser ,zeitalter1 indem es den ,schutt von den ,ruinen gyptens und ,mesopotamiens wegrumte und die alten ,schriftzeichen entziffern lernte1 die ,geschichte1 die ,kenntnisse1 ja das gesamte ,leben jener ltesten ,vlker aus dem ,dunkel und der ,vergessenheit nach ,jahrtausenden ans ,licht gebracht4 ,zwar ist die ,kultur im ,osten und im ,sden ,asiens vielleicht ebenso frh entstanden wie diejenige1 die in den ,tlern des ,nils und des ,euphrats emporblhte4 ,dennoch wird eine ,geschichte der gesamten exakten ,wissenschaften auf ,indien und ,china nur wenig ,rcksicht zu nehmen brauchen1 weil die dort wohnende ,bevlkerung sehr abgeschlossen lebte und infolgedessen auf die ,entwicklung der naturwissenschaftlichen ,kenntnisse in ,vorderasien und ,europa nur geringen ,einflu gehabt hat4 ,die ,kultur der gypter4 ,wenden wir uns daher zunchst den gyptern zu1 dem ,volke1 das wohl die lteste ,literatur und die ersten mathematischen1 naturwissenschaftlichen und medizinischen ,kenntnisse hervorbrachte4 ,die griechische berlieferung1 nach welcher die gypter von ,sden her aus thiopien in das ,niltal eingewandert sind1 hat der neueren anthropologischen und ,altertumsforschung gegenber nicht ,stand gehalten#b4 ,wir mssen vielmehr annehmen1 da die alten gypter protosemitischen ,ursprungs1 also mit den ,babyloniern durch ,abstammung verwandt waren#c4 ,darauf weisen nicht nur sprachliche ,eigentmlichkeiten1 sondern auch der ,umstand hin1 da die ,kultur sich in gypten#d von der ,mndung aus stromaufwrts ausbreitete4 ,der fruchtbare1 zu beiden ,ufern des ,nils sich durch die ,wste hinziehende ,streifen ,landes1 der das eigentliche gypten bildet1 erwies sich in der ,hand der geistig hher begabten ,ankmmlinge als ein fr die ,entwicklung einer hohen ,kultur vortrefflich geeigneter ,boden4 ,zuerst erblhte sie in ,memphis1 in dessen ,mauern die ,wissenschaften gepflegt wurden und die ,knstler ,meisterwerke hervorbrachten4 ,die hchste ,blte entfaltete sie indessen1 nachdem um das ,jahr #afjj v4 ,chr4 das neue ,reich mit der ,hauptstadt ,theben gegrndet war4 ,in der ,nhe der beiden ,hauptpltze entstanden in der ,wste monumentale ,begrbnissttten1 welche den ,wechsel der ,zeiten in solchem ,mae berstanden haben1 da durch die neuere archologische ,forschung1 wie einer ihrer ,hauptvertreter sagt#e1 nach und nach das ganze alte gypten wieder emporsteigt und im vollen ,lichte der ,geschichte erscheint1 so da die ,menschen jener entlegenen ,zeiten fr uns die gleiche ,wirklichkeit erhalten wie die alten ,griechen und ,rmer4 ,bis zum #ai4 ,jahrhundert war man im wesentlichen auf die ,berichte griechischer und rmischer ,schriftsteller angewiesen4 ,zahlreiche1 mit der gyptischen ,hieroglyphenschrift bedeckte ,schriftdenkmler waren zwar nach ,europa gelangt4 ,die ,kenntnis dieser ,schrift1 sowie der daraus durch ,abkrzung entstandenen hieratischen und demotischen ,form#f1 war aber mit dem ,ende des #c4 ,jahrhunderts infolge des siegreichen ,vordringens des ,christentums verloren gegangen4 ,um ihre ,entzifferung bemhte man#g sich schon im #ag4 ,jahrhundert4 ,sie gelang erst1 als nach dem gyptischen ,feldzuge ,napoleons die archologische ,erforschung des ,nillandes in ,angriff genommen wurde4 ,epochemachend war die ,entdeckung einiger in ,stein gemeielter ,erlasse1 wie desjenigen von ,rosette 7#agii74 ,es ist das eine ,basalttafel 7jetzt im ,britischen ,museum71 welche die nmliche ,bekanntmachung 7von #aig v4 ,chr47 in drei verschiedenen ,sprachen enthlt4 ,der eine ,text bedient sich der altgyptischen ,sprache und der ,hieroglyphenschrift4 ,die bersetzungen dagegen sind in der ,volkssprache und der ihr entsprechenden demotischen ,schrift1 sowie in griechischer ,sprache und ,schrift erfolgt4 ,das grte ,verdienst um die ,entzifferung hat sich 99,champollion991 der ,begrnder der gyptologie1 erworben4 ,unter den ,fortsetzern seines ,werkes ist vor allem 99,lepsius991 der eine preuische ,expedition zur ,erforschung der ,denkmler gyptens 7#ahdb-de7 leitete1 zu nennen4 ,er entdeckte das in zwei ,sprachen abgefate ,dekret von ,kanopus 7#bch v4 ,chr471 das einen ,einblick in die ,zeitrechnung der alten gypter gewhrt4 ,zu den ,steininschriften sind in groer ,zahl ,texte auf ,papyrus1 ,leder und ,tonscherben getreten4 ,auch ,keilschriften haben sich auf gyptischem ,boden 7in ,tell el-,amarna2 siehe ,s4 #ae7 gefunden4 ,der ,grndung der ersten gyptischen ,dynastie1 die um #ccjj v4 ,chr4 durch ,mena 7,menes7 erfolgte1 mssen schon ausgedehnte ,zeitrume einer ruhigen ,entwicklung vorausgegangen sein1 da uns schon whrend der ersten ,dynastien1 deren die gyptische ,geschichte bis zum ,beginn der griechischen ,herrschaft insgesamt dreiig zhlt1 eine hochentwickelte ,kultur entgegentritt4 ,dies spricht sich sowohl in den erhaltenen ,baudenkmlern1 wie in den schriftlichen berlieferungen jenes ,zeitraumes aus4 ,so sind die whrend der vierten ,dynastie von ,chufu1 ,chafra und ,menkera errichteten groen ,pyramiden nicht nur wahre ,wunder der ,baukunst1 sondern die ganze ,anlage dieser1 im #d4 ,jahrtausend v4 ,chr4 ,geburt entstandenen ,werke weist auf astronomische und mathematische ,kenntnisse hin1 die man in solch altersgrauer ,zeit kaum vermuten sollte4 ,so sind die vier ,seiten der ,pyramiden genau nach den ,haupthimmelsgegenden gerichtet1 whrend der ,winkel1 den die ,seitenwnde mit der ,grundflche bilden1 wenig oder gar nicht von #eb abweicht1 eine ,tatsache1 die1 wie wir spter sehen werden1 auf elementare ,kenntnisse in der ,trigonometrie und hnlichkeitslehre hinweist4 ,auch da man schon ein ,jahrtausend vor ,menes1 nmlich im ,jahre #dbda v4 ,chr41 in ,untergypten nach einem verbesserten ,kalender zu rechnen begann1 spricht dafr1 da die gypter bereits ein ,kulturvolk waren1 als sonst berall auf der ,erde1 ,babylonien nicht ausgeschlossen1 das ,dunkel vorgeschichtlicher ,zustnde herrschte#h4 ,da fr die ,anlage der altgyptischen ,bauwerke hufig astronomische ,gesichtspunkte magebend waren1 beweist uns auch die ,lage mancher ,tempel4 ,so ist durch den englischen ,astronomen 99,lockyer99 ein ,tempel bekannt geworden1 dessen ,hauptachse gegen den ,aufgangspunkt des von den gyptern als ,gottheit verehrten ,sirius gerichtet ist#i4 ,nach 99,lockyer99 weist die ,achse eines anderen ,tempels auf den ,punkt1 an dem die ,sonne zur ,zeit der ,sommersonnenwende untergeht4 ,bei der gewaltigen ,lnge des ,tempels vermochten die ,sonnenstrahlen nur an diesem einen ,zeitpunkt des ,jahres durch den ganzen ,tempel hindurch zu scheinen4 ,auf solche ,weise wurden die ,tempel zu astronomischen ,observatorien1 die eine genauere ,bestimmung der ,jahreslnge ermglicht haben#aj4 ,aus den gyptischen ,baudenkmlern lt sich auch ermitteln1 wann die ,bewohner des ,nillandes mit der babylonischen ,sechsteilung des ,kreises bekannt wurden4 ,bis zur ,zeit der #ah4 ,dynastie begegnen uns nmlich nur ,verzierungen1 die auf der ,vierteilung des ,kreises beruhen4 ,mit der #ai4 ,dynastie tritt an ,ornamenten und an ,wagenrdern die ,teilung nach der ,sechs auf4 ,nun ist bekannt geworden1 da um jenen ,zeitpunkt1 als ,vorderasien den gyptern tributpflichtig wurde1 ,geschenke an den ,hof der ,pharaonen gelangten1 welche die ,sechs- und ,zwlfteilung des ,kreises aufweisen#aa4 ,wir knnen also an diesem ,beispiel verfolgen1 auf welchen ,wegen die ,kenntnisse von ,volk zu ,volk bermittelt wurden4 ,der auerordentlich frhen ,verwendung von ,schriftzeichen entspricht es1 da die ltesten ,dynastien bereits ,aufzeichnungen sammelten4 ,im #c4 ,jahrtausend v4 ,chr4 gab es schon besondere ,beamte1 welche die ,bibliotheken verwalteten4 ,ja1 ein ,sohn des ,mena1 des ,begrnders der ersten ,dynastie1 wird als ,verfasser medizinischer ,schriften erwhnt#ab4 ,die gyptische ,bilder- oder ,hieroglyphenschrift tritt uns auf den lteren gyptischen ,denkmlern als etwas ,fertiges entgegen4 ,offenbar ist sie aber das ,erzeugnis einer langen vorgeschichtlichen ,entwicklung4 ,nicht nur ,gegenstnde1 sondern auch abstrakte ,begriffe und ,zeitwrter vermochte diese ,schrift zum ,ausdruck zu bringen4 ,ohne ,verkrzung und ,vereinfachung finden wir die ,hieroglyphen#ac nur auf ,steindenkmlern1 deren sorgfltig bearbeitete ,flchen jeden ,beschauer in ,erstaunen setzen4 ,fr den tglichen ,gebrauch wurden die ,zeichen spter in solchem ,grade vereinfacht1 da ihre ursprngliche ,form kaum wieder zu erkennen ist 7s4 ,s4 #c74 ,indes nicht nur von den ,geschehnissen1 der ,tracht und den ,gebruchen1 sondern auch von dem ,wissen jener ,zeiten knnen wir uns auf ,grund der aus den ,grbern und ,tempeln von ,memphis und ,theben herrhrenden ,schriftdenkmler heute ein ziemlich zutreffendes ,bild machen4 ,da schon zur ,zeit des alten ,reiches in gypten eine umfangreiche ,literatur bestand1 kann mit ,sicherheit angenommen werden4 ,besa doch1 wie aus einer ,grabinschrift bei ,gizeh hervorgeht1 ein ,growrdentrger1 der um #bbjj v4 ,chr4 lebte1 den ,titel ,verwalter des ,bcherhauses#ad4 ,von jener ltesten ,literatur sind jedoch nur sprliche ,bruchteile erhalten geblieben4 ,neben religisen1 moralphilosophischen und geschichtlichen ,schriften umfate diese ,literatur auch ,abhandlungen ber ,astronomie1 ,mathematik und ,heilkunde1 welche die ,grundlagen fr sptere vollstndigere1 auf uns gekommene gyptische ,schriftdenkmler gebildet haben4 ,ihren ,hhepunkt erreichte die altgyptische ,kultur um das ,jahr #bjjj vor ,christi ,geburt4 ,um diese ,zeit wurde gypten zur ,gromacht1 die erobernd in ,vorderasien eindrang und mit dem babylonischen ,reich in enge ,fhlung trat4 ,es entwickelte sich sogar ein reger schriftlicher ,verkehr zwischen den ,pharaonen und den ,knigen ,babylons1 sowie den asiatischen ,vasallen4 ,dies beweisen die in groer ,zahl im ,jahre #ahhh in gypten#ae aufgefundenen ,tontafeln mit ,keilinschriften1 welche heute den wertvollsten ,schatz der ,museen von ,kairo1 ,london und ,paris bilden4 ,mathematik und ,technik der gypter4 ,in gypten1 sagt 99,aristoteles99 7,metaphys4 ,i1 #a71 entstand die mathematische ,wissenschaft1 denn hier war den ,priestern die dazu ntige ,mue vergnnt4 ,nach einer ,erzhlung 99,herodots99#af dagegen entsprang fr die gypter die ,notwendigkeit1 die ,geometrie zu erfinden1 dem ,umstande1 da die ,grenzen ihrer ,lndereien durch die jhrlichen berschwemmungen des ,nils verwischt wurden und deshalb durch ,vermessung wiederhergestellt werden muten4 ,welche ,bewandtnis es auch mit diesem ,bericht des griechischen ,geschichtsschreibers haben mag1 jedenfalls ist die ,geometrie der frhesten ,kulturvlker aus den ,bedrfnissen des ,lebens hervorgegangen4 ,die ,ansicht1 da sie einem idealistischen ,drange entsprungen sei1 drfte nur fr die spteren ,entwicklungsstufen zutreffen#ag4 ,fr das ehrwrdige ,alter der ,mathematik in gypten spricht auch die von dort stammende lteste ,urkunde dieser ,wissenschaft#ah4 ,es ist dies eine ,art ,handbuch fr den praktischen ,gebrauch1 das um das ,jahr #ahjj v4 ,chr4 verfat wurde und neben zahlreichen arithmetischen ,aufgaben1 bei denen schon die ,bruchrechnung ,anwendung findet1 auch die erste ,behandlung arithmetischer und geometrischer ,reihen1 ,flchenberechnungen der einfacheren ,figuren1 wie sie fr die ,absteckung der ,felder in ,betracht kommen1 sowie die ,bestimmung des ,rauminhalts von ,fruchtspeichern enthlt4 ,sogar der ,flcheninhalt des ,kreises wird in diesem ,papyrus ermittelt4 ,dies wird in der ,weise bewerkstelligt1 da man ber dem um #a_/i verminderten ,durchmesser ein ,quadrat errichtet4 ,hieraus lt sich fr der berraschend genaue ,wert #c1af 7statt #c1ad7 berechnen4 ,bezeichnend sind die ,worte1 mit denen 99,ahmes99 sein ,handbuch einleitet4 ,sie lauten3 ,vorschrift1 zu gelangen zur ,kenntnis aller dunklen ,dinge und ,geheimnisse1 welche in den ,gegenstnden enthalten sind4 ,sie erinnern an die #a-a_/b ,jahrtausend spter auftretenden ,pythagoreer1 die auch ,zahl und ,ma als wirkliche1 in den ,dingen geheimnisvoll schlummernde ,wesen betrachteten4 ,auf das auerordentlich hohe ,alter der ,mathematik in gypten lt sich brigens auch daraus schlieen1 da 99,ahmes99 in seiner ,einleitung ausdrcklich sagt1 er habe sein ,buch nach alten ,schriften verfat1 die zur ,zeit eines frheren ,knigs entstanden seien4 ,diese ,schriften waren1 wie aus jener ,zeitangabe hervorgeht1 etwa #ejj ,jahre lter als das ,buch des 99,ahmes99 und setzen ihrerseits wieder eine lange ,periode voraus1 in welcher die niedergelegten ,kenntnisse langsam heranwuchsen1 ohne schriftlich festgelegt zu werden4 ,ohne ,zweifel hat man1 da das ,rechnen aus den ,bedrfnissen des ,lebens entsprungen ist1 zuerst mit benannten ,zahlen gerechnet und ist erst spter zu abstrakten ,zahlen bergegangen4 ,das ,rechnen mit diesen stand1 wie der ,papyrus ,rhind beweist1 im #bj4 ,jahrhundert v4 ,chr4 bereits auf einer ,hhe1 wie man sie vor dem ,bekanntwerden jener wichtigen ,urkunde nicht vermuten konnte#ai4 99,ahmes99 setzt das ,rechnen mit ganzen ,zahlen voraus und befat sich in seinen ,aufgaben unter ,anwendung der ,brche besonders mit dem1 was wir heute ,gesellschaftsrechnung nennen4 ,die von ihm benutzten ,brche sind ,stammbrche1 d4 h4 solche1 die eins als ,zhler haben4 ,einen ,stammbruch schreibt er1 indem er ber die ,zahl des ,nenners einen ,punkt setzt4 ,jeder andere ,bruch wird als ,summe von ,stammbrchen ausgedrckt1 z4 ,b4 #b_/e durch #a_/c und #a_/ae1 die ohne ,additionszeichen nebeneinander gesetzt werden4 ,die ,darstellung eines beliebigen ,bruches durch ,stammbrche stellt 99,ahmes99 an die ,spitze4 ,um ,brche1 die keine ,stammbrche sind1 in ,summen von ,stammbrchen zu verwandeln1 gibt 99,ahmes99 eine ,tafel der ,brche#bj von der ,form #b_/7bn #a7 7n #a1 #b1 #c 444 #di74 ,brche mit hherem ,zhler werden in eine ,summe gleichnamiger ,brche zerlegt4 ,an solchen ,stammbruchsummen werden die ,grundrechnungsarten vollzogen4 ,manche ,aufgabe1 die 99,ahmes99 bringt1 stellt sich als eine ,gleichung ersten ,grades mit einer ,unbekannten dar4 ,letztere wird als ,haufen bezeichnet4 ,so lautet ein ,beispiel3 ,haufen1 sein #b_/c1 sein #a_/b1 sein #a_/g1 sein ,ganzes1 es betrgt #cc4 ,das heit nach heutiger ,schreibweise3 7#b_/c7x 7#a_/b7x 7#a_/g7x x #cc4 ,um x zu finden1 wird dann 7#b_/c #a_/b #a_/g #a7 so lange vervielfltigt1 bis #cc herauskommt4 ,als weiteres ,beispiel sei eine von den ,aufgaben aus der ,gesellschaftsrechnung mitgeteilt4 ,sie lautet3 ,zu verteilen #gjj ,brote unter vier ,personen1 #b_/c fr den ,einen1 #a_/b fr den ,zweiten1 #a_/c fr den ,dritten1 #a_/d fr den ,vierten4 ,als ,gleichung geschrieben wrde die ,aufgabe in der ,ausdrucksweise der heutigen ,arithmetik lauten3 7#b_/c7x 7#a_/b7x 7#a_/c7x 7#a_/d7x #gjj4 ,der ,wert fr x wird dann nach folgender ,vorschrift gefunden3 ,addiere #b_/c1 #a_/b1 #a_/c und #a_/d2 das gibt #a #a_/b #a_/d4 ,teile dann #a durch #a #a_/b #a_/d2 das gibt #a_/b #a_/ad4 ,nimm dann #a_/b und #a_/ad von #gjj2 das ergibt #djj fr x4 ,auer der ,hieroglyphe fr die ,unbekannte 7unser x7 besaen die alten gypter noch einige andere ,operationszeichen4 ,z4 ,b4 galt ein ,zeichen1 das schreitende ,beine darstellt1 je nach der ,richtung als ,zeichen fr die ,addition oder als solches fr die ,subtraktion4 ,auch fr die ,gleichsetzung war ein ,zeichen vorhanden4 ,bekannt war auch schon der ,begriff der ,wurzel4 ,bis vor kurzem nahm man an1 da die alten gypter diesen ,begriff nicht kannten4 ,neuerdings sind aber ,papyrusfragmente 7aus der #ab4 ,dynastie7 bekannt geworden1 in denen sich vermerkt findet1 da 7#af7 #d1 7#f-a_/d7 #b-a_/b und 7#a-i_/af7 #a-a_/d ist#ba4 ,das ,verfahren des ,wurzelziehens dagegen ist wahrscheinlich erst in der pythagoreischen ,schule entwickelt worden1 als man grere ,quadratzahlen bildete1 deren ,grundzahl nicht ohne weiteres ersichtlich war1 vor allem aber1 als es galt1 nach dem pythagoreischen ,lehrsatz die ,hypotenuse aus den ,katheten zu berechnen4 ,ferner begegnen uns ,gleichungen wie die folgenden3 #bb 7#a-a_/b7b 7#b-a_/b7b #fb #hb #ajb4 ,endlich sind ,rollen aus der ,zeit um #bjjj v4 ,chr4 bekannt geworden1 in denen sich ,anweisungen ber die ,festlegung der ,wandrichtungen bei ,tempelbauten finden4 ,das ,verfahren bestand im ,seilspannen1 das heit1 man teilte ein ,seil im ,verhltnis #c 3 #d 3 #e und bildete aus diesen ,stcken ein ,dreieck1 um so den gesuchten rechten ,winkel zu erhalten4 ,darauf sttzt sich die ,ansicht1 da der pythagoreische ,lehrsatz wohl auf gyptische ,anregungen zurckzufhren sei#bb4 ,ganz geschickt waren die gypter1 wie aus dem ,handbuch des 99,ahmes99 hervorgeht1 auch schon in der ,lsung von ,aufgaben1 die auf die ,anwendung von arithmetischen und geometrischen ,reihen hinauslaufen4 ,auch hier mgen einige ,beispiele uns mit den ersten ,schritten auf diesem ,gebiete bekannt machen4 99,ahmes99 stellt die ,aufgabe1 #ajj ,brote an #e ,personen in arithmetischer ,progression so zu verteilen1 da die zwei ersten ,personen1 welche die geringeren ,anteile erhalten1 zusammen #a_/g von dem bekommen1 was auf die #c brigen ,personen entfllt4 99,ahmes99 setzt zunchst das kleinste ,glied gleich #a und sagt dann ohne ,begrndung3 ,mache1 wie geschieht1 den ,unterschied gleich #e-a_/b4 ,so erhlt er die arithmetische ,reihe3 #a1 #f-a_/b1 #ab1 #ag-a_/b1 #bc4 ,sie gengt zwar der ,bedingung1 da die ,summe der beiden ersten ,glieder gleich #a_/g von der ,summe der drei letzten ist4 ,indessen enthlt diese ,reihe statt der gegebenen #ajj nur #fj ,einheiten4 ,da aber #ajj das #a-b_/c;fache von #fj ist1 verbessert 99,ahmes99 den unrichtigen1 aber auch nur vorlufigen ,ansatz1 indem er jedes ,glied der ,reihe mit #a-b_/c multipliziert4 ,er findet so ganz richtig die allen ,bedingungen entsprechende ,reihe #a-b_/c1 #aj-e_/f1 #bj1 #bi-a_/f1 #ch-a_/c4 ,bei einer anderen ,aufgabe schimmert schon die ,kenntnis der ,summierungsformel#bc fr die geometrische ,reihe durch4 ,als ,summe der fnf ersten ,potenzen von sieben3 #g #di #cdc #bdja #afhjg wird #aifjg gefunden4 ,dies geschieht nicht nur durch ,addition1 sondern indem 99,ahmes99 das ,produkt von #bhja und #g bildet4 ,letzteres ,verfahren steht nun in auffallender bereinstimmung mit der ,summenformel s 77an - #a7_/7;a - #a77 a4 ,denn fr den vorliegenden ,fall ist 77an - #a7_/7;a - #a77 a 77#ge - #a7_/f7 #g #bhja #g4 ,weit verbreitet war bei den gyptern wie bei den ,griechen und den brigen ,vlkern des ,altertums das ,rechenbrett 7,abacus74 ,die ,zahlen wurden eingeschrieben oder durch ,steinchen1 ,stifte oder sonstige ,marken bezeichnet#bd4 ,vergegenwrtigt man sich die ,wunder der ,ingenieur- und der ,baukunst1 welche die alten gypter schufen1 sowie ihre von 99,herodot99 erwhnten ,kenntnisse in der ,vermessungskunde1 so mu man annehmen1 da die ,geometrie bei diesem ,volke nicht minder wie das ,rechnen gepflegt wurde4 ,hchst wahrscheinlich gab es auch fr die ,geometrie schon ,lehrbcher von der ,art1 wie uns der ,zufall ein solches in dem ,handbuch des 99,ahmes99 fr die ,arithmetik in die ,hnde gespielt hat4 ,leider ist ein ausschlielich der ,geometrie gewidmeter ,papyrus bisher noch nicht entdeckt worden4 ,indessen hat sich das ,handbuch des 99,ahmes99 auch fr die ,kenntnis des geometrischen ,wissens der gypter als eine ,fundgrube erwiesen#be4 ,in welcher ,weise die ,flche des ,kreises ermittelt wurde1 haben wir schon erwhnt4 ,hier sei noch ein ,beispiel fr die ,dreiecksberechnung mitgeteilt4 ,es handelt sich um ein gleichschenkliges ,dreieck1 dessen ,schenkel #aj und dessen ,grundlinie #d ,maeinheiten lang sind4 ,die ,hlfte von #d wird mit #aj vervielfltigt2 sein ,flcheninhalt ist es4 ,so lautet die ,lsung bei 99,ahmes99#bf4 ,eine ,begrndung dieses ,verfahrens1 das ja zwar kein richtiges1 indessen1 wenn die ,basis verhltnismig klein ist1 ein von der ,wahrheit nur wenig abweichendes ,ergebnis liefert1 findet sich bei 99,ahmes99 nicht4 ,seiner ,lsung liegt die ,formel 7b_/#b7 a zugrunde 7siehe ,abb4 #a71 whrend die richtige ,formel b_/#b 7a#b - 7b#b_/d77 lautet4 ,letztere luft also auf die ,ausziehung einer ,quadratwurzel hinaus1 ein ,verfahren1 das bei 99,ahmes99 nirgends vorkommt1 und das er vermutlich auch nicht kannte1 so da wir eine genaue ,berechnung des ,flcheninhalts von ihm auch nicht erwarten drfen4 ,illustration3 ,abb4 #a4 ,handelte es sich um das ,ausmessen von weniger einfachen ,figuren1 so bedienten sich die gypter der ,zerlegung durch ,hilfslinien4 ,so hat man alte ,zeichnungen gefunden1 in denen das ,paralleltrapez auf mehrfache ,weise zerlegt ist 7s4 ,abb4 #b74 ,illustration3 ,abb4 #b4 ,geometrische ,elemente in altgyptischen ,verzierungen#bg4 ,in den ,gerten und ,zieraten1 die auf der ,kreisteilung beruhen1 kommt die ,teilung in #d und #h1 sowie in #f und #ab ,sektoren vor1 whrend man einer ,teilung in #e und #aj ,sektoren nicht begegnet#bh4 ,nicht nur mit ,flchen- und ,inhaltsbestimmungen1 sondern auch mit ,streckenverhltnissen und den ,eigenschaften der ,winkel waren die gypter zur ,zeit des mittleren ,reiches schon bis zu einem gewissen ,grade vertraut4 ,auch die ,konstruktion des rechtwinkligen ,dreiecks aus den ,strecken #c1 #d und #e scheint ihnen schon sehr frh bekannt gewesen zu sein1 wenn sie auch nicht durch mathematische ,ableitung1 sondern als ,erzeugnis der ,erfahrung in ihren ,besitz gelangt sein werden#bi4 ,um die groe ,genauigkeit zu erklren1 die uns bei den ,pyramiden nicht nur in den ,abmessungen des ganzen ,bauwerkes1 sondern auch in der ,bearbeitung der einzelnen ,steine begegnet1 mu man bei den alten gyptern schon einige ,bekanntschaft mit den ,grundlehren der hnlichkeitslehre und der ,trigonometrie voraussetzen4 ,dafr sprechen auch die ,abschnitte1 die 99,ahmes99 in seinem ,handbuch dem ,pyramidenbau widmet4 ,in diesen ,abschnitten begegnet uns nmlich ein ,ausdruck#cj1 der wahrscheinlich das ,verhltnis der halben ,diagonale zur ,seitenkante der ,pyramide bedeutet1 also dem ,cosinus des ,winkels1 den diese beiden ,linien bilden1 entsprechen wrde4 ,dieses oder ein entsprechendes ,verhltnis mu den ,bauleitern und ,steinmetzen stets gegenwrtig gewesen sein1 da sich die genaue bereinstimmung der ,winkel1 welche die ,kanten mit dem ,erdboden bilden1 sonst nicht erklren lt4 ,in ,anbetracht dieser frhen ,entwicklung der ,geometrie mu es auffallen1 da die gypter die ,kunst des perspektivischen ,zeichnens noch nicht entwickelt haben1 wie aus ihren ,reliefs und ,wandgemlden1 die in so groer ,flle und in solch vortrefflichem ,zustande auf unsere ,zeit gelangt sind1 hervorgeht4 ,das ,handbuch des 99,ahmes99 beweist1 da die ,mathematik fast zwei ,jahrtausende vor ,beginn unserer ,zeitrechnung in gypten schon eine hohe ,entwicklungsstufe erreicht hatte4 ,dabei ist noch zu bercksichtigen1 da sich in dieser ,urkunde manche ,fehler finden1 welche die ,vermutung nahe legen1 da es sich hier nur um eine ,schlerarbeit handelt4 ,an die ,mathematik der gypter haben zunchst die ,griechen angeknpft4 ,die gyptische ,stammbruchlehre lt sich sogar ber die ,zeit der ,araber hinaus1 bis in das deutsche ,mittelalter verfolgen4 ,ferner ist die ,beweisform des ,euklid1 der wir noch heute folgen1 gyptischen ,mustern nachgebildet#ca4 ,wie auf dem ,gebiete der ,wissenschaften1 so haben die gypter auch auf dem ,gebiete der ,technik ,grundlegendes geschaffen4 ,vergegenwrtigt man sich ihre ,leistungen auf diesem ,gebiete1 so erscheint es durchaus berechtigt1 von einer ,ingenieurtechnik und einer ,ingenieurmechanik schon bei den alten gyptern zu reden#cb4 ,durch hnliche ,bedingungen hervorgerufen1 entstanden diese ,zweige menschlichen ,schaffens bei den ,bewohnern des ,zweistromlandes1 um dann ihre weitere ,entwicklung zu erstaunlichen ,leistungen bei den ,griechen und den ,rmern zu erfahren4 ,die ,ingenieurtechnik entstand im steten ,kampfe des ,menschen mit den ,krften der ,natur und durch sein ,bestreben1 sich nicht nur gegen diese ,krfte zu behaupten1 sondern sie sich dienstbar zu machen4 ,die frhesten ,aufgaben der ,ingenieurtechnik betrafen das ,wasser in allen seinen ,formen und ,wirkungen4 ,durch alle ,mittel der knstlichen ,bewsserung gelang es den gyptern und den ,babyloniern1 ihre ,wohnsitze zu ,kornkammern fr die ,alte ,welt zu machen4 ,mit der ,pflege und mit der ,vernachlssigung der hierfr geschaffenen ,einrichtungen stieg und sank die ,bedeutung jener ,lnder und ihrer ,bewohner4 ,da dem ,unterlauf des ,nils1 sowie ,mesopotamien der ,regen fast ganz fehlt1 so lie sich der ,ackerbau in diesen ,landstrichen nur dadurch heben1 da ein verwickeltes ,system von ,stauwerken und ,kanlen unter ,anpassung an die wechselnde ,wassermenge der ,flsse geschaffen wurde4 ,aufgaben ganz anderer ,art erwuchsen der ,ingenieurmechanik schon im ,altertum aus dem ,bemhen1 das ,wasser als ,verkehrsmittel zu benutzen1 ,wasserwege zu schaffen4 ,das ,groartigste1 was uns auf diesem ,gebiete im alten gypten begegnet1 ist die ,herstellung einer ,verbindung zwischen dem ,mittellndischen und dem ,roten ,meer4 ,man ist geneigt1 die ,idee und die ,ausfhrung dieses ,projektes als etwas ganz ,neuzeitliches zu betrachten1 und dennoch sind der ,plan und seine ,verwirklichung uralt4 ,schon zur ,zeit ,ramses des ,zweiten1 um #acjj vor ,christi ,geburt1 bestand ein ,kanal1 welcher den mittelsten der kleinen1 auf der ,landenge von ,suez befindlichen ,seen mit einem etwa #gj km westlich flieenden ,arm des ,nils verband4 ,was lag nher als der ,gedanke1 eine ,fortsetzung nach dem ,roten ,meere zu schaffen und so zwei ,weltmeere1 wenn auch durch die ,vermittelung eines ,flusses1 in ,verbindung zu setzen8 ,unter den ,ptolemern und den ,arabern wurde diese ,wasserstrae ihrer ,bedeutung entsprechend gut im ,stande gehalten4 ,erst vom #h4 ,jahrhundert n4 ,chr4 an verfiel der ,kanal1 welcher dem spter infolge der ,entdeckungsreisen aufkommenden ,weltverkehr auch nicht gengt haben wrde4 ,geradezu rtselhaft sind die technischen ,leistungen1 die uns im alten gypten dort begegnen1 wo es sich um die ,fortbewegung gewaltiger ,lasten handelt4 ,auf weite ,strecken wurden ,steinmassen fortgeschafft1 deren ,gewicht sich auf #c-djj ,tonnen beziffert4 ,das ,aufrichten der aus einem einzigen ,granitblock gemeielten1 bis zu #cj m hohen1 ein ,gewicht von #c-djjjjj kg besitzenden ,obelisken wrde selbst der heutigen ,technik groe ,schwierigkeiten bereiten#cc4 ber die ,ausfhrung bestehen nur ,vermutungen4 ,da es dabei an maschinellen ,hilfsmitteln nicht fehlte1 unterliegt indessen keinem ,zweifel4 ,ungeheure ,sklavenheere ersetzten zwar im ,altertum bis zu einem gewissen ,grade die ,maschinen4 ,dies allein gengt indes nicht zur ,erklrung solcher ,leistungen4 ,es muten intelligente ,fhrer1 die mit der ,konstruktion und der ,handhabung mechanischer1 wenn auch nur empirisch beherrschter ,mittel vertraut waren1 hinzukommen4 ,auch mit der ,metallbereitung waren die gypter frh bekannt4 ,um die ,zeit des ,menes 7#ccjj v4 ,chr47 war das ,kupfer schon ziemlich verbreitet4 ,es wurde besonders auf der ,halbinsel ,sinai gewonnen4 ,silber und ,eisen waren fast ebenso frh bekannt4 ,bis zum ,jahre #cjjj etwa haben die gypter reines ,kupfer verwandt4 ,von diesem ,zeitpunkt an haben sie das ,kupfer mit ,zinn legieren gelernt4 ,das erste ,metall1 das die ,vlker der ,alten ,welt kennen und bearbeiten lernten1 war ohne ,zweifel das ,gold4 ,fr die gypter kam als ,fundort besonders das ,bergland zwischen dem ,nile und dem ,roten ,meer in ,betracht4 ,auch ,arabien war reich an ,gold4 ,an den ,ksten des ,roten ,meeres wird wohl auch ,salomos ,goldland ,ophir zu suchen sein4 ,eigentmlich ist dem gyptischen ,wesen1 da es vorwiegend auf das ,praktische gerichtet war4 ,die alten gypter besaen eine hochentwickelte ,heilkunde2 sie waren geschickt im ,feldmessen und im ,rechnen4 ,sie haben sich schon gut am ,himmel zu orientieren verstanden4 ,die ,sterne zu deuten1 wie es die ,babylonier taten1 lag ihnen jedoch fern4 ,die babylonisch-assyrische ,kultur4 ,viel spter als die ,kultur der alten gypter ist diejenige der ,babylonier auf ,grund der archologischen ,durchforschung ihres ,landes bekannt geworden4 ,auch hier lieferten die zwischen den ,ruinen untergegangener ,stdte aufgehuften oder verschtteten ,trmmer eine bei weitem zuverlssigere und wertvollere ,ausbeute als die auf uns gekommene1 die ,babylonier betreffende ,literatur4 ,das lteste ,volk ,mesopotamiens1 von dem wir ,kenntnis besitzen1 sind die ,sumerer4 ,man nimmt an1 da sie zur mongolischen ,rasse im weiteren ,sinne gehrten4 ,es wrde danach ein gewisser ,zusammenhang zwischen der ltesten ostasiatischen und der ersten ,kultur ,vorderasiens bestanden haben4 ,der ,beginn der letzteren wird bis in das #e4 ,jahrtausend v4 ,chr4 zurckverlegt4 ,um das ,jahr #cjjj drang ein ,volk semitischer ,abstammung in ,mesopotamien ein4 ,bis in jene ,zeit hinauf besitzen wir geschriebene ,urkunden1 die allerdings ber die ,eroberung selbst nichts besagen#cd4 ,wie in gypten entstanden zuerst einzelne kleine ,reiche1 die spter vereinigt wurden4 ,als der lteste ,knig des gesamten ,babyloniens wird der um #bbjj v4 ,chr4 lebende ,hammurabi genannt4 ,wie spter in ,europa das ,lateinische1 so blieb in ,vorderasien das ,sumerische als die ,sprache des lteren ,kulturvolkes lange ,zeit erhalten und fr wissenschaftliche ,zwecke im ,gebrauch4 ,die frhzeitige1 hohe ,entwicklung des geistigen ,lebens der ,babylonier erkennen wir daraus1 da dieses ,volk sich schon gegen das ,ende des dritten ,jahrtausends v4 ,chr4 mit grammatischen ,studien1 wichtigen ,rechtsfragen und vor allem mit der aufmerksamen ,erforschung der ,himmelserscheinungen beschftigte4 ,da die ,beziehungen des babylonischen ,reiches bis nach gypten reichten1 beweisen die erwhnten1 aus dem #af4 ,jahrhundert v4 ,chr4 stammenden ,tell el-,amarna#ce-;,funde1 unter denen sich ,briefe des ,knigs von ,babylonien an den gyptischen ,herrscher ,amenophis ,,iv4 befinden4 ,neben dem babylonischen und dem gyptischen bestand in ,kleinasien das ,reich der ,hettiter 7,chatti7#cf4 ,da auch ,griechenland mit dem alten ,orient in engen ,beziehungen stand1 hat die neuere archologische ,forschung gleichfalls dargetan4 ,die ,vermittlung erfolgte insbesondere durch die ,phnizier1 die bis zum ,jahre #acjj v4 ,chr4 im ,besitz von ,kreta waren und damals das gische ,meer beherrschten4 ,um #acjj v4 ,chr4 eroberten die ,assyrer das ,zweistromland4 ,sie haben es durch ausgedehnte ,bewsserungsanlagen gehoben1 ber die uns 99,herodot99 berichtet hat#cg4 ,nicht minder wurde die ,wissenschaft gepflegt4 ,besonders seit der ,zeit des ,assyrerknigs ,assurbanipal oder ,sardanapal 7#g4 ,jahrhundert v4 ,chr47 entwickelte sich die ,astrologie zur astronomischen1 auf steten und genauen ,beobachtungen fuenden ,wissenschaft4 ,mit der ,entdeckung der ,bibliothek dieses ,knigs gelangte auch ein groes babylonisches ,werk ber die ,astrologie ans ,tageslicht#ch1 das seitdem die wichtigste ,quelle fr die astronomischen ,kenntnisse der lteren babylonischen ,zeit bildet4 ,die in ,ninive1 ,babylon und an anderen ,sttten in neuerer ,zeit durch die ,ausgrabungen der ,englnder1 ,amerikaner und neuerdings auch der ,deutschen in groer ,menge an das ,tageslicht gefrderten ,schriftdenkmler sind gebrannte ,tontafeln1 auf denen die ,schriftzge als keilfrmige ,eindrcke eingeritzt sind 7s4 ,abb4 #c74 ,ihre ,entzifferung gelang erst1 seitdem man 7#ahce7 mehrsprachige ,texte entdeckte4 ,fr diese ,entzifferung und damit fr die ,erforschung der babylonischen und assyrischen ,geschichte sind die ,inschriften grundlegend gewesen1 die sich in den ,ruinen der persischen ,knigspalste in ,persepolis und ,susa befinden4 ,heute sind ,hunderttausende von ,keilschrifttafeln zutage gefrdert#ci4 ,eine ganze ,bibliothek entdeckte #ahdh der englische ,altertumsforscher 99,layard99#dj4 ,fr die ,kenntnis der ltesten ,entwicklung der ,mathematik sind die sogenannten ,nippurtexte von groer ,wichtigkeit4 ,sie umfassen etwa #ejjjj ,keilschrifttafeln1 die in dem ,tempel zu ,nippur aufbewahrt und durch amerikanische ,ausgrabungen ans ,tageslicht gefrdert wurden4 ,die ,nippurtafeln sind in der ,zeit von #bbjj-acej v4 ,chr4 entstanden4 ,in ,nippur wurden1 wie die ,texte bezeugen1 nicht nur ,mathematik1 sondern auch ,astronomie und ,heilkunde betrieben#da4 ,aus den gefundenen ,multiplikationstafeln geht hervor1 da die ,babylonier das ,prinzip des ,stellenwertes kannten1 allerdings ohne sich der ,null zu bedienen#db4 ,es ist anzunehmen1 da die ,keilschrift in hnlicher ,weise aus einer hieroglyphischen oder ,bilderschrift entstanden ist1 wie es mit der hieratischen ,schrift der gypter der ,fall war4 ,durch ,keilstriche wurden auch die ,zahlen bezeichnet4 ,der ,vertikalkeil ,symbol3 ,keil mit dickem ,ende oben bedeutete die ,einheit4 ,zehn wurde durch zwei einen ,winkel bildende ,keile ausgedrckt ,symbol3 zwei am dicken ,ende verbundene ,keile und weitere ,zahlen durch ,nebeneinanderstellung dieser beiden ,elemente gebildet4 ,fr hundert war ein besonderes ,zeichen1 nmlich ein ,vertikalkeil in ,verbindung mit einem rechts davon stehenden ,horizontalkeil im ,gebrauch ,symbol3 ,vertikalkeil neben nach rechts weisendem ,keil4 ,grere ,zahlen wurden meist durch ,nebeneinanderstellen1 aber auch durch ,vervielfltigung gebildet1 indem die ,zahl links von dem ,zeichen als ,faktor auftrat4 ,tausend z4 ,b4 wurde ,symbol3 ,keilwinkel1 dann ,vertikalkeil1 dann ,horizontalkeil nach rechts1 also #aj mal hundert geschrieben4 ,tausend selbst wird wieder mit ,koeffizienten versehen1 um grere ,zahlen auszudrcken1 so da z4 ,b4 ,symbol3 #b ,keilwinkel1 dann ,vertikalkeil1 dann ,horizontalkeil nach rechts nicht etwa #bj mal hundert1 sondern #aj mal tausend1 also #ajjjj bedeutet4 ,es ist also eine ,vervielfltigung von ,einheiten verschiedener dekadischer ,ordnung1 die uns bei den ,babyloniern begegnet4 ,auch in der ,bibel wird dieses ,verfahren1 in offenbarer ,anlehnung an das babylonische1 zur ,abschtzung groer ,mengen gebraucht#dc4 ,die ,keilschrifttafeln besaen vor den ,papyrusrollen den ,vorzug1 da sie so gut wie unzerstrbar waren1 zumal wenn sie gebrannt wurden4 ,ein sehr reiches ,material frderte die ,entdeckung der ,bibliothek ,assurbanipals 7,sardanapals7 durch 99,layard99 7s4 vor4 ,seite7 zutage4 ,dieser ,knig 7#ffh-fbf7 unterhielt eine ,bibliothek1 fr die er zahlreiche ,werke anderer ,archive1 die bis auf das ,jahr #aijj v4 ,chr4 zurckgehen1 abschreiben lie4 ,von dieser ,sammlung sind etwa #bejjj ,tafeln auf uns gekommen4 ,sie sind die wichtigste ,fundstelle der babylonisch-assyrischen ,literatur4 ,fr die ,geschichte der ,wissenschaften sind sie dadurch besonders wertvoll1 da sie manches ,bruchstck mathematischer1 medizinischer und astrologischer ,werke enthalten4 ,bei der ,eigenart und ,unvollstndigkeit dieser ,urkunden kann es nicht wundernehmen1 wenn sich im ,beginn ihres ,bekanntwerdens auch manche unhaltbare ,kombination auf ihnen aufgebaut hat4 ,die ,bibliothek ,sardanapals befindet sich heute im ,britischen ,museum4 ,sie wurde besonders in den letzten ,jahrzehnten des #ai4 ,jahrhunderts in ,ninive ausgegraben und enthlt allein etwa #djjj ,tafeln mit astrologischen ,aufzeichnungen4 ,seitdem erkannte man mit ,bestimmtheit1 da die ,astrologie auf die ,babylonier und die ,assyrer zurckgeht1 whrend man frher darber nur die ,nachrichten der griechisch-rmischen ,literatur 7z4 ,b4 99,diodor991 ,bibliotheca historica #b1 #bi u4 f47 besa4 ,die astrologischen ,keilschriftfunde der ,bibliothek ,sardanapals sind die weitaus wichtigsten1 die man kennen gelernt hat4 ,die ,mathematik der ,babylonier4 ,auer der dezimalen ,schreibweise findet sich bei den ,babyloniern eine andere1 die auf dem ,sexagesimalsystem beruht und mit der ,teilung des ,kreisumfanges durch ,abtragen des ,radius1 sowie der ,einteilung des ,jahres in #cfj ,tage zusammenhngt4 ,die ,auffindung und die ,entzifferung von ,keilschrifttafeln hat bewiesen1 da das ,sexagesimalsystem von den ,babyloniern schon unter ,bercksichtigung des ,prinzips des ,stellenwertes angewandt wurde4 ,so enthlt eine ,tafel1 die #ahed bei ,senkereh gefunden wurde1 die ersten #fj ,quadratzahlen in folgender ,anordnung3 #a ist das ,quadrat von #a #d #b #i #c ,anstatt #fd #h usw4 heit es aber#dd #a #d #h #a #ba #i #a #dj #aj ,dies ist nur verstndlich1 wenn die #a vor #d1 #ba und #dj als sexagesimale ,einheit hherer ,ordnung1 nmlich als #fj aufgefat wird4 ,ein anderes ,tfelchen von ,senkereh enthlt die ,kubikzahlen von #a bis #cb unter ,anwendung des ,sexagesimalsystems und des ,prinzips des ,stellenwertes4 ,ob fr fehlende ,einheiten ein besonderes ,symbol1 also etwas1 das der ,null entspricht1 gebraucht wurde1 ist nicht ersichtlich1 weil unter den ,kubikzahlen von #a bis #cb keine vorkommt1 die nur aus ,einheiten der ersten und dritten ,stufe zusammengesetzt ist#de4 ,neben ganzen1 nach dem ,sexagesimalsystem gebildeten ,zahlen kommen auch ,sexagesimalbrche vor4 ,whrend die gypter dem ,zhler ihrer ,brche den konstanten ,wert #a beilegten1 begegnet uns in den ,brchen der ,babylonier der konstante ,nenner #fj oder #cfjj 7#fj #fj74 ,die ,brche #a_/b oder #a_/c wurden durch #cj_/fj oder #bj_/fj ausgedrckt und eine der ,dezimalbruchform hnliche ,schreibweise benutzt#df4 ,das ,sexagesimalsystem nahmen spter die griechischen ,astronomen an4 ,ihrem ,beispiele folgten die ,araber und das ,mittelalter1 bis endlich in der ,neuzeit die dezimale ,schreibweise aufkam4 ,die fr die ,geschichte der ,mathematik so wichtigen ,tafeln von ,senkereh drften etwa um dieselbe ,zeit entstanden sein1 in der das mathematische ,handbuch des 99,ahmes99 in gypten verfat wurde4 ,die ,rechenkunst der ,chalder war1 nicht nur nach den gefundenen ,schriftdenkmlern1 sondern auch nach griechischen ,quellenschriften zu urteilen1 eine uralte4 ,so heit es bei ,theon von ,smyrna#dg1 die gypter htten bei der ,untersuchung der ,planetenbewegungen gezeichnet1 die ,chalder dagegen gerechnet1 und von diesen beiden ,vlkern htten die griechischen ,astronomen die ,anfnge ihrer ,kenntnisse erhalten4 ,da indessen auch die geometrischen ,kenntnisse der ,babylonier nicht gering waren1 ist aus ihren ,wandzeichnungen und ihrer hochentwickelten ,baukunst -- wandten sie doch bereits lange vor den ,etruskern ,bogengewlbe an -- zu schlieen4 ,so findet sich die ,sechsteilung des ,kreises als bewute geometrische ,konstruktion2 eine ,tontafel geometrischen ,inhalts enthlt sogar die ,dreiteilung des rechten ,winkels4 ,an die ,sechsteilung des ,kreises schlo sich ferner die ,teilung des ganzen ,kreisumfanges in #cfj ,grade4 ,der ,ursprung der ,astronomie4 ,nachdem wir die ,anfnge der ,mathematik kennen gelernt haben1 wenden wir uns den frhesten naturwissenschaftlichen ,problemen zu1 an denen sich das mathematische ,denken erproben sollte4 ,die am ,himmel sich abspielenden ,vorgnge waren es1 die zuerst den ,begriff einer gesetzmig verlaufenden ,erscheinung aufkommen lieen4 ,es ist daher kein ,zufall1 da man sich diesen ,vorgngen vor allen anderen mit forschendem ,blick zuwandte und da die ,astronomie neben der ,mathematik zu den ersten ,bettigungen des menschlichen ,geistes gehrt1 die ,anspruch auf den ,namen einer ,wissenschaft erheben knnen4 ,auch auf diesem ,gebiete sind nicht etwa die ,griechen die ,urheber gewesen1 sondern ,hand in ,hand mit der ,entstehung der ,mathematik entwickelte sich bei den gyptern und den ,chaldern1 begnstigt durch die wolkenlose ,atmosphre des ,niltals und ,mesopotamiens1 eine ,summe von astronomischen ,kenntnissen1 die fr die ,griechen und die spteren ,vlker die ,grundlage fr jeden weiteren ,fortschritt geworden sind4 ,die frhesten astronomischen ,eindrcke1 denen sich der ,mensch selbst auf der tiefsten ,stufe seiner ,entwicklung nicht entzogen haben kann1 sind die scheinbare tgliche ,bewegung der ,gestirne1 die im steten ,wechsel sich wiederholenden ,lichtgestalten des ,mondes1 sowie die scheinbare jhrliche ,bewegung der ,sonne mit dem dadurch bedingten ,kreislauf der ,jahreszeiten gewesen4 ,einer etwas aufmerksameren ,beobachtung konnte es nicht entgehen1 da die ,mehrzahl der ,sterne ihre ,stellung zueinander nicht verndert1 whrend die ,sonne1 der ,mond und die bald in die ,augen fallenden ,wandelsterne an den ,fixsternen vorberziehen4 ,so unterschieden schon die lteren gyptischen ,sternkundigen die nimmer ruhenden von den sich nie 99rhrenden99 99,sternen994 ,zu den ersteren zhlten sie ,jupiter1 ,saturn1 ,mars1 den sie seiner ,farbe wegen auch den ,roten nannten1 ,merkur und ,venus4 ,die ,gruppierung der ,sterne zu ,sternbildern als erstes ,mittel zur ,orientierung am ,fixsternhimmel rhrt nicht1 wie man frher annahm1 von den ,griechen her4 ,die ,sternbilder entstanden vielmehr1 wie die ,astronomie berhaupt1 im alten ,orient4 ,ein aus dem ersten nachchristlichen ,jahrhundert stammendes gyptisches ,verzeichnis der ,planeten und ,tierkreisbilder ist vor einigen ,jahren bekannt geworden#dh4 ,es lautet3 ,das ,verzeichnis der fnf lebenden ,sterne3 ,horus 7,saturn7 ,horus1 der ,rote 7,mars7 ,stern des ,thot 7,merkur7 ,gott des ,morgensterns 7,venus7 ,stern des ,ammon 7,jupiter74 ,die ,tierkreisbilder werden genannt ,die zwlf ,sterne fr jeden der zwlf ,monate4 ,es gelang1 die gyptischen ,benennungen fr folgende ,tierkreisbilder zu identifizieren3 ,wage1 ,stier1 ,zwillinge1 ,krebs 7871 ,lwe1 ,jungfrau1 ,schtze 7871 ,skorpion und ,fische4 ,schon den ltesten ,beobachtern mute es auffallen1 da hervorragende ,fixsterne bald in der ,nhe der untergehenden ,sonne gesehen werden1 dann in ihren ,strahlen verschwinden1 um nach einiger ,zeit vor der aufgehenden ,sonne zu erscheinen1 und schlielich wieder in der ,nacht zu glnzen4 ,so gelangte man zu der ,erkenntnis1 da die ,sonne im ,laufe einer ,periode1 die sich mit demjenigen ,zeitraum deckt1 innerhalb dessen sich die ,jahreszeiten abspielen1 einen ,umlauf am ,himmel vollendet4 ,diejenigen ,sternbilder1 durch welche sich das ,tagesgestirn dabei hindurchbewegt1 nannte man den ,tierkreis4 ,unter allen ,fixsternen schenkten die alten gyptischen ,astronomen dem ,sirius die meiste ,beachtung4 ,sie nannten ihn ,sopd1 woraus die ,griechen ,sothis gemacht haben4 ,mit dem heliakischen ,aufgang#di des ,sirius1 der mit dem ,beginn der ,nilschwelle zusammenfiel1 lie man das ,jahr anfangen4 ,man teilte es in zwlf ,monate1 von denen jeder dreiig ,tage zhlte#ej4 ,sternwarten befanden sich in ,dendera1 ,memphis und ,heliopolis4 ,dort wurden alle deutlich sichtbaren ,sterne aufgezeichnet und in ihrer ,bewegung verfolgt4 ,von den auf diese ,weise entstandenen ,tafeln sind nur wenige ,trmmer auf uns gelangt4 ,den ,himmel stellte man sich1 wie es spter der ,verfasser der biblischen ,schpfungsgeschichte getan1 als eine die ,erde umgebende ,flssigkeit vor4 ,auf dieser lie man die ,gestirne schwimmen4 ,dementsprechend sehen wir auf gyptischen ,denkmlern jedes ,gestirn1 durch seinen ,genius in ,menschen- oder ,tiergestalt reprsentiert1 in einer ,barke hinter dem ,sonnengott ,osiris herfahren4 ,anfangs werden die gypter wie wohl alle ,vlker nach ,monaten gerechnet haben4 ,da sie so frh zu einem ,sonnenjahr bergingen1 hngt damit zusammen1 da die ,nilschwellen1 nach denen sich das ,leben in gypten regelt1 von dem ,gang der ,sonne abhngen4 ,das erste ,anschwellen des ,niles fiel ,jahrtausende mit dem heliakischen ,aufgang des ,sirius1 d4 h4 mit seinem ,erscheinen in der ,morgendmmerung zusammen#ea4 ,mit dem ,zeitpunkt1 an dem der ,sirius frhmorgens wieder sichtbar wurde1 lieen die gypter ihr ,kalenderjahr beginnen4 ,es zerfiel in drei ,jahreszeiten 7berschwemmung1 ,aussaat1 ,ernte7 von je #d ,monaten zu #cj ,tagen4 ,nach ,ablauf dieser #cfj ,tage wurden #e ,tage eingeschoben1 bevor man das neue ,jahr beginnen lie4 ,da aber das ,jahr nicht #cfe1 sondern etwa #cfe-a_/d ,tage umfat1 so mute sich der ,frhaufgang des ,sirius alle vier ,jahre um einen ,tag verschieben1 und erst nach ,ablauf von #dcfe ,jahren fiel der ,frhaufgang des ,sirius wieder mit dem ,beginn des brgerlichen ,jahres von #cfe ,tagen zusammen4 ,da es sich so verhielt1 erkennt man noch aus manchen ,grabinschriften1 die das brgerliche und das ,siriusneujahr nebeneinander aufweisen#eb4 ,wie die astronomischen ,elemente entstanden sind1 hat gleichfalls die neuere archologische ,forschung dargetan4 ,die ,astronomie wurde erst dadurch ermglicht1 da zur ,bestimmung von ,winkeln und zur ,ausbildung des ,ziffernsystems und der ,rechenkunst die ,zeitmessung hinzutrat4 ,als die ,erfinder eines ,verfahrens1 die ,zeit genauer zu messen und einzuteilen1 mssen die ,babylonier gelten4 ,sie bedienten sich dazu der ,wasseruhren 7,klepshydren7#ec4 ,in dem ,augenblicke1 in dem sich der obere ,rand der ,sonnenscheibe am ,horizonte zeigte1 ffnete man ein mit ,wasser geflltes ,gef1 das durch ,zuflu stets gefllt blieb4 ,der ,abflu geschah tropfenweise in einen ,behlter und dauerte solange1 bis sich der untere ,rand der ,sonnenscheibe vom ,horizonte lste4 ,von diesem ,augenblicke an sammelte man das abtropfende ,wasser in einem zweiten1 greren ,behlter1 bis die ,sonne am folgenden ,morgen wieder aufging4 ,die ,wassermengen in dem kleineren und diejenige in dem greren ,behlter wurden genau gewogen4 ,sie ergaben nicht nur ein bestimmtes ,zeitverhltnis1 sondern mit einiger ,genauigkeit auch das ,verhltnis des scheinbaren ,sonnendurchmessers zum ganzen ,kreise4 ,waren die ,wassermengen q und ,q1 so ergab 7,q q7 3 q #cfj 3 ,d fr den ,durchmesser ,d der ,sonne den ,wert von etwa einem halben ,grad4 ,die ,babylonier setzten deshalb das ,verhltnis des ,sonnendurchmessers zur ,ekliptik #a 3 #gbjed4 ,genau wrde dieses ,verfahren ja nur unter dem quator gewesen sein4 ,da indessen die ,schiefe der ,sphre im ,lande der ,chalder nicht allzu gro ist1 so ergab sich ein fr rohe ,messungen gengendes ,resultat#ee4 ,aus den babylonischen berlieferungen ist ferner ersichtlich1 da man das ,sonnenjahr zu #cfe ,tagen rechnete und selbst die ungleich schnelle ,bewegung der ,sonne whrend eines ,jahres bemerkte#ef4 ,den ,tag teilten die ,chalder in #ab ,doppelstunden4 ,die ,doppelstunde wurde erhalten1 indem man die ,zeit1 welche die ,sonnenscheibe gebraucht1 um am ,himmel um ihren eigenen ,durchmesser vorzurcken1 und die man als ,doppelminute bezeichnen kann1 dem ,sexagesimalsystem gem mit #fj multiplizierte4 ,dieses durch die ,verbindung von ,mathematik und ,astronomie gewonnene ,system der ,zeitmessung blieb fr die ,folge bestehen1 so da ,babyloniens ,kulturmission schon allein hieraus ersichtlich ist4 ,da spter der ,zeitabschnitt1 nach welchem man den ,tag einteilte1 und dementsprechend die ,unterabteilungen jener ,einheit1 halbiert wurden1 wodurch die heutige ,stunde1 ,minute und ,sekunde entstanden1 ist von nebenschlicher ,bedeutung4 ,die ,astronomie wurde von den ltesten ,vlkern nicht nur ihres ,nutzens halber gepflegt1 sie war gleichzeitig ,vorbedeutungslehre1 so da sie infolge der fatalistischen1 von der ,phantasie beherrschten ,anlage der ,orientalen sehr bald in ,astrologie ausartete4 ,dazu kam1 da jene ,wissenschaft besonders von der ,priesterkaste gepflegt wurde1 die sich bemhte1 ihr ,ansehen zu erhhen1 indem sie ihr ,tun und ,treiben mit dem ,schleier des bernatrlichen und ,geheimnisvollen umgab4 ,die ,anfnge der ,astrologie1 der man einen semitischen ,ursprung zuzuschreiben hat1 begegnen uns bei den ,sumerern4 ,besonders der ,venus schrieben sie ,bedeutung zu4 ,auch die ,symbole der ,sonne und des ,mondes kehren in ihren ,urkunden wieder4 ,daneben findet sich oft eine ,schlange1 die vielleicht die ,milchstrae vorstellen sollte4 ,die ,anfnge einer wissenschaftlichen ,astronomie entwickelten sich erst1 nachdem der ,stamm der ,chalder um #ajjj v4 ,chr4 in ,babylonien eingedrungen war4 ,von diesem ,volksstamm ging der ,name ,chalder auf die babylonische ,priesterschaft ber4 ,wie diese ,namensbertragung zustande kam1 ist nicht bekannt#eg4 ,man teilte jetzt1 zwar immer mit dem ,hauptzweck1 die astrologischen ,untersuchungen methodischer zu gestalten1 quator und ,ekliptik in #cfj ,grade1 bediente sich der ,tierkreiszeichen1 verfolgte die ,wandelsterne und sammelte zahlreiche ,sternbeobachtungen1 besonders seit der ,regierung ,nabonassars 7#gdg-gcd71 die spter die ,astronomen ,alexandriens benutzt haben1 so da sie uns noch heute im ,almagest#eh begegnen4 ,was vor dem chaldischen ,zeitalter an astronomischen ,kenntnissen bestand1 verdient nicht den ,namen einer wissenschaftlichen ,sternkunde4 ,daraus1 da man auf alten steinernen ,urkunden mitunter ein ,sternbild mit dem ,bildnis einer ,gottheit vereinigt findet1 darf man keine allzuweit gehenden ,schlsse ziehen#ei4 ,es kann nicht wundernehmen1 da uns unter den astrologischen ,planetenbeobachtungen am hufigsten solche ber die ,venus begegnen4 ,ist sie doch1 von ,mond und ,sonne abgesehen1 das einzige ,gestirn1 das mitunter am ,tage1 selbst um ,mittag1 wahrgenommen wird4 ,die ,annherung der ,venus an den ,jupiter1 den ,mars und den ,saturn1 ihr ,eintritt in den ,hof des ,mondes1 ihr ,verschwinden und ihre ,wiederkehr galten als bedeutungsvolle ,ereignisse4 ,da die ,venus als ,abend- und als ,morgenstern dasselbe ,gestirn ist1 wuten die ,babylonier schon in der lteren ,periode ihrer ,astronomie1 d4 h4 um #bjjj v4 ,chr4 7,s4 ,abb4 #c47 ,illustration3 ,abb4 #c4 ,keilschriftprobe4 ,dilbat ina sensi adi ,istar kakkabi ,dilbat ina ribi ,bilit ili ,die bersetzung lautet3 ,die ,delephat bei aufgehender ,sonne ist die ,istar unter den ,sternen1 ,die ,delephat bei untergehender ,sonne ist die ,beltis unter den ,gttern4 ,dies bedeutet1 da die ,delephat1 d4i4 die ,venus1 als ,morgenstern der ,stern der ,istar-,astarte und als ,abendstern der ,stern der ,beltis-,baaltis ist4 7,,iii4 ,rawlinson #ec1 #cf4 #cg47 ,an ,fixsternen und ,sternbildern zhlen die ,texte nach den bisherigen ,feststellungen etwa #bjj auf4 ,darunter begegnen uns schon frh als wichtigste gewisse ,tierkreisbilder 7,stier1 ,lwe1 ,zwillinge74 ,die ,zuweisung von zwlf ,tierkreisbildern an ebensoviel ,regionen der ,ekliptik findet sich indessen erst in spteren rein astronomischen ,texten#fj4 ,neben den ,keilschrifttafeln 7s4 ,abb4 #d7 sind auch die ,darstellungen1 die sich auf ,grenzsteinen1 ,reliefs und ,grabdenkmlern#fa finden1 zu erwhnen4 ,sie gehen bis ins #ad4 ,jahrhundert zurck4 ,der hier wiedergegebene ,grenzstein umfat #af ,symbole4 ,auf der dargestellten ,seite befinden sich zu oberst die ,venus1 dann die ,mondsichel und daneben die ,sonne4 ,die linke ,seite nimmt eine thronende ,gottheit ein1 zu deren ,fen ein ,hund sitzt4 ,in der ,kopfhhe sehen wir einen ,skorpion und darunter in der ,hhe der ,arme eine ,lampe4 ,regelmige ,beobachtungen der ,bahnen1 welche die ,planeten am ,fixsternhimmel beschreiben1 setzen erst um #gej ein4 ,spter werden die fnf ,planeten bestimmten ,gottheiten zugeteilt und gelten als ,lenker der ,schicksale4 ,seitdem ist die ,sternbeobachtung von ,astrologie und ,fatalismus beherrscht und allein diese ,periode ist es1 von der die alten ,schriftsteller 99,herodot99 7um #dej v4 ,chr471 99,diodor99 7um #de v4 ,chr471 99,plinius99 7#gj n4 ,chr47 berichten#fb4 ,illustration3 ,abb4 #d4 ,babylonischer ,grenzstein4 ,seit der ,erschlieung der ,keilschriftfunde 7die erste bersetzung von ,keilschrifttafeln astronomischen ,inhalts erschien im ,jahre #ahgd7 wurde nachgewiesen1 da manche ,namen von ,sternbildern1 in der ihnen von den ,griechen und uns beigelegten ,bedeutung1 schon bei den ,babyloniern vorkamen4 ,in ,mesopotamien aufgefundene ,grenzsteine besitzen sogar graphische ,darstellungen der ,tierkreiszeichen1 deren wir uns noch jetzt in ,sternatlanten bedienen#fc4 ,wie es noch heute geschieht1 teilten die ,chalder den ,tierkreis in #ab ,sternbilder ein4 ,unter diesen begegnen uns die ,wage1 der ,widder1 der ,stier1 die ,zwillinge1 der ,skorpion und der ,schtze1 die wir noch besitzen4 ,die brigen ,bilder haben sich gendert4 ,von ,babylon hat sich die ,zwlfteilung der ,sonnenbahn dann nach gypten und nach ,griechenland ausgebreitet4 ,so wurde im ,anfange des #ai4 ,jahrhunderts in ,dendera 7,obergypten7 an der ,decke eines ,tempels eine ,darstellung des ,tierkreises aufgefunden1 die in ,paris aufbewahrt wird4 ,die ,tierkreiszeichen sind hier den gyptischen ,bildern eingefgt 7,abb4 #e74 ,man schrieb diesem ,dokumente anfangs ein sehr hohes ,alter zu4 ,doch gilt es heute als ausgemacht1 da der ,tierkreis von ,dendera aus der ,zeit der ,rmerherrschaft stammt4 ,man nimmt ferner an1 da die ,griechen ihre ,zeichen von den ,chaldern bernahmen und da die gypter die chaldischen ,zeichen mit ihren eigenen ,bildern in ,verbindung setzten4 ,illustration3 ,abb4 #e4 ,der ,tierkreis von ,dendera4 ,wi ,widder2 ,str ,stier2 ,z ,zwillinge2 ,k ,krebs2 ,l ,lwe2 ,j ,jungfrau2 ,w ,wage2 ,sk ,skorpion2 ,sch ,schtze2 ,ste ,steinbock2 ,wt ,wassertrger2 ,f ,fische4 ,fr die astrologische ,richtung#fd der ltesten ,astronomie spricht ein chaldisches ,literaturdenkmal1 das etwa zu derselben ,zeit entstanden ist1 als in gypten das lteste auf uns gelangte mathematische ,lehrbuch geschrieben wurde 7um #agjj v4 ,chr474 ,es handelt sich um einen mit astrologischen ,prophezeiungen versehenen ,vorbedeutungskalender1 den die moderne ,orientforschung entziffert hat#fe4 ,dieser ,kalender enthlt ,voraussagen von ,finsternissen nebst ,andeutungen1 welche ,ereignisse die ,folge jener ,finsternisse sein wrden4 ,in besonders hohem ,grade werden ungewhnliche1 die ,menschheit in aberglubische ,furcht versetzende ,himmelserscheinungen1 wie ,finsternisse und ,kometen1 die ,aufmerksamkeit auf die ,sternenwelt gerichtet haben4 ,bezglich der ,finsternisse und der ,kometen wurden auch zuerst ,aufzeichnungen gemacht4 ,sie reichen bei den ,chinesen1 den gyptern und den ,chaldern ,jahrtausende vor den ,beginn unserer ,zeitrechnung zurck4 ,welcher ,zeitraum mag verflossen sein1 bis die ,chalder endlich die ,regel erkannten1 da die ,wiederkehr der ,finsternisse innerhalb #fehe ,tagen erfolgt4 ,fr das hohe ,alter der orientalischen ,astronomie spricht auch die ,erzhlung1 da 99,aristoteles99#ff die ,begleiter ,alexanders des ,groen bat1 in ,babylon nach den alten astronomischen ,beobachtungen der ,chalder zu forschen4 ,daraufhin sollen denn auch ,ziegel nach ,griechenland gelangt sein1 auf welchen ,nachrichten ber #bjjj ,jahre vor ,alexander zurckreichende ,beobachtungen eingegraben waren#fg4 ,die chinesischen ,nachrichten ber ,kometen reichen wahrscheinlich ebensoweit zurck4 ,und die astronomischen ,jahrbcher der gypter endlich berichten von nicht weniger als #cgc ,sonnen- und #hcb ,mondfinsternissen1 die vor ,beginn der alexandrinischen ,periode beobachtet wurden#fh4 ,die ,dauer eines ,umlaufs der ,sonne wurde in gypten wie in ,babylon anfangs zu #ab ,monaten1 jeder zu #cj ,tagen1 also zu #cfj ,tagen gerechnet4 ,jeder ,monat zerfiel in #c ,dekaden1 das ,jahr somit in #cf ,dekaden1 denen #cf hervorragende ,einzelsterne und ,sternbilder zugeteilt waren4 ,die ,abweichung eines ,zeitraums von nur #cfj ,tagen von dem tropischen1 auf #cfe-a_/d ,tagen sich belaufenden ,jahre war jedoch so gro1 da sie schon in der ltesten ,zeit auffallen mute4 ,man schaltete daher nach jedem ,jahre #e ,tage ein1 die man die brigen ,tage nannte4 ,diese nderung der ,zeitrechnung erfolgte jedenfalls schon whrend des alten ,reiches1 ja sie wird von den gyptern selbst in die ,zeit vor ,mena zurckverlegt4 ,aber auch nach dieser ,einrichtung bemerkten die gypter nach lngerer ,zeit1 da das ,jahr zu kurz bemessen sei und infolgedessen eine ,verschiebung der ,feste eintrat4 ,diese ,beobachtung fhrte dann zu einer #bch v4 ,chr4 in ,kraft tretenden ,anordnung#fi1 nach welcher jedes vierte ,jahr zu #cff ,tagen gerechnet werden sollte1 damit es nicht vorkommt1 da einige der ffentlichen ,feste1 die man im ,winter begeht1 dereinst im ,sommer gefeiert werden4 ,die gypter sind also dasjenige ,volk1 denen wir die ,einrichtung des ,schaltjahres verdanken4 ,die astronomischen ,ratgeber1 welche ,csar bei seiner ,kalenderverbesserung vom ,jahre #df v4 ,chr4 zu ,rate zog1 kannten nmlich die in gypten getroffene ,einrichtung4 ,dieser ,umstand schmlert jedoch keineswegs das ,verdienst ,csars2 ihm verdankt das ,abendland die bis ins #af4 ,jahrhundert dauernde ,feststellung seiner ,zeitrechnung1 die so sehr in ,unordnung geraten war1 da im ,jahre #df v4 ,chr4 nicht weniger als #he fehlende ,tage eingeschaltet werden muten4 ,bis in das #ai4 ,jahrhundert beschrnkte sich unser ,wissen von der ,astronomie des ,altertums im wesentlichen auf dasjenige1 was uns die ,griechen davon bermittelten4 ,einen weit tieferen ,einblick in die ,entstehung der ,astronomie hat uns die ,entzifferung der ,keilschriftfunde gebracht1 in denen die ,chalder ihre astronomischen ,kenntnisse niedergelegt haben#gj4 ,heute gilt als sicher1 da die ,babylonier den quator und die ,ekliptik1 die meisten ,sternbilder des ,tierkreises und der brigen ,regionen des ,himmels1 sowie die ,wandelsterne festgestellt hatten und da sie die ,sterne systematisch beobachteten1 lange bevor die ,griechen dazu bergegangen waren#ga4 ,zuerst wurde von der ,keilschriftforschung ,capella 7ein ,fixstern erster ,gre im ,fuhrmann7 aus ,abbildungen identifiziert4 ,dann geschah dasselbe fr zahlreiche ,sterne der ,ekliptik4 ,sehr alt sind nicht nur die ,tierkreiszeichen1 die man auf ,grenzsteinen aus dem #ab4 ,jahrh4 v4 ,chr4 auffand1 sondern auch die ,einfhrung der etwa #cj ,planeten- und ,mondstationen1 deren ,gebrauch von ,babylon wahrscheinlich nach ,indien und nach ,china gewandert ist#gb4 ,ferner begegnen uns schon in sehr alten ,keilschrifttexten ,namen fr die ,planeten4 ,sie sind mit bestimmten ,gottheiten in ,verbindung gesetzt1 so ,venus mit ,istar 7,astarte871 ,mars mit dem ,kriegsgott4 ,letztere ,zuweisung begegnet uns bekanntlich fast immer wieder und ist aus der rtlichen ,farbe des ,gestirns erklrlich4 ,die ,planetenbeobachtungen der ,babylonier beschrnken sich im wesentlichen auf die ,angabe der ,stellung zu den ,sternbildern1 der ,oppositionen und der ,kehrpunkte1 sowie der heliakischen ,auf- und ,untergnge4 ,ein ,beispiel#gc ist folgendes3 ,im #g4 ,jahre des ,kambyses1 am #bb4 ,abu des ,jahres #ebc v4 ,chr4 befand sich ,jupiter im ersten ,teile von ,siru 7der ,jungfrau7 im heliakischen ,untergange4 ,die ,finsternisse und die ,kometen wurden frhzeitig als ,vorbedeutungszeichen von ganz besonderer ,wichtigkeit betrachtet und aus diesem ,grunde mit groer ,aufmerksamkeit verfolgt4 ,es finden sich auch ,berichte ber die ,stellung1 die bestimmte ,planeten whrend einer ,finsternis einnahmen4 ,solche1 aus astrologischem ,interesse unternommenen ,aufzeichnungen gehen auerordentlich weit zurck4 ,aus ihnen entwickelte sich ein regelmiger ,beobachtungsdienst#gd1 der bis ins #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 zurckreicht und sich nach der ,regierungszeit ,sardanapals1 whrend des neubabylonisch-chaldischen ,reiches1 wie die jngsten ,aufschlsse#ge ergeben haben1 zu hoher ,blte entfaltete4 ,das erwhnte1 der ,bibliothek ,sardanapals entstammende astrologische ,werk enthlt#gf ,listen von ,fixsternen1 ,angaben ber ,planeten1 ,kometen1 ,meteore1 ,verfinsterungen usw4 ,doch scheint weniger ,wert auf die ,tatsachen als auf die ihnen zugeschriebene ,bedeutung gelegt zu sein#gg4 ,seit #gjj v4 ,chr4 zeigt sich aber deutlich das ,bestreben1 die ,bewegungen der ,himmelskrper mit mglichster ,genauigkeit rumlich und zeitlich zu verfolgen4 ,die ,winkel werden bis auf #f ,minuten1 der ,zeitablauf bis auf #c_/d ,minuten richtig bestimmt#gh4 ,die ,zeitunterschiede zwischen ,sonnenuntergang und ,mondaufgang wurden so genau ermittelt1 da die erhaltenen ,angaben noch fr die heutige ,astronomie von ,wert sind4 ,nach 99,kugler991 der sich um die ,entzifferung der astronomischen ,keilschrifttexte das grte ,verdienst erworben hat1 war es mit ,hilfe dieser ,texte mglich1 einen ,fehler aufzudecken1 den die heutigen ,berechnungen der ,mondbewegung aufwiesen4 ,wie weit sich die ,genauigkeit einer ,bestimmung durch die1 ber lange ,zeitrume fortgesetzte ,beobachtung einer periodischen ,bewegung steigern lt1 zeigt folgendes ,beispiel4 ,die ,babylonier ermittelten1 da der ,mond in #ffi ,monaten #gbc-cb_/cfj ,umlufe am ,fixsternhimmel zurcklegt#gi4 ,daraus ergibt sich fr die mittlere ,dauer des synodischen ,monats ein ,wert von #bi;d #ab;h #dd' #g1e''4 ,die heutige ,astronomie berechnet den mittleren synodischen ,monat zu #bi;d #ab;h #dd' #b1i''4 ,die ,abweichung betrgt also nur wenige ,sekunden4 ,die mittlere tgliche ,bewegung des ,mondes1 d4 h4 den ,bogen1 den dieses ,gestirn durchschnittlich in #bd ,stunden durchluft1 bestimmten die ,babylonier#hj zu #ac #aj' #ce''4 ,mit gleicher ,sorgfalt wurden die ,bewegungen der ,planeten verfolgt4 ,sie galten den ,babyloniern gleich ,mond und ,sonne als gttliche ,wesen und ihre ,wanderung durch die ,sternbilder des ,tierkreises1 den die ,babylonier als das himmlische ,erdreich bezeichneten1 war ihrer ,ansicht nach fr die ,geschichte der ,erdbewohner von ausschlaggebender ,bedeutung#ha4 ,diesen mythologischen ,grundzug der babylonischen ,sternkunde hat schon 99,diodor99 dargestellt4 ,er schreibt darber3 ,die ,chalder#hb behaupten1 die ,welt sei ihrem ,wesen nach ewig1 sie habe nie einen ,anfang genommen und knne auch niemals untergehen2 aber durch eine gttliche ,vorsehung sei das ,all geordnet und ausgebildet worden1 und noch seien alle ,vernderungen am ,himmel nicht ,wirkungen des ,zufalls1 auch nicht innerer ,gesetze1 sondern einer bestimmten und unwandelbar gltigen ,entscheidung der ,gtter4 ber die ,gestirne haben die ,chalder seit langer ,zeit ,beobachtungen angestellt1 und niemand hat genauer als sie die ,bewegungen und die ,krfte der einzelnen ,sterne erforscht4 ,daher wissen sie auch so vieles von der ,zukunft den ,leuten vorherzusagen4 ,am wichtigsten ist ihnen die ,untersuchung ber die ,bewegungen der fnf ,sterne1 die man ,planeten heit4 ,sie nennen sie3 ,verkndiger4 ,dem1 der bei uns ,saturn heit1 geben sie als dem ausgezeichnetsten1 dem sie die meisten und die bedeutendsten ,weissagungen verdanken1 den ,namen ,sonnenstern4 ,die vier andern aber haben bei ihnen dieselben ,benennungen1 wie bei unseren ,sternkundigen3 ,mars1 ,venus1 ,merkur und ,jupiter4 ,verkndiger nennen sie die ,planeten deswegen1 weil sie1 whrend die anderen ,sterne von ihrer ordentlichen ,bahn nie abirren1 allein ihre eigenen ,bahnen gehen und eben damit die ,zukunft andeuten und den ,menschen die ,gnade der ,gtter kund machen4 ,vorbedeutungen1 sagen sie1 knne man teils an dem ,aufgang1 teils an dem ,untergang der ,planeten erkennen1 manchmal auch an ihrer ,farbe1 wenn man aufmerksam darauf achte4 ,bald seien es heftige ,strme1 die sie anzeigen1 bald ungewhnlich nasse oder trockene ,witterung1 zuweilen ,erscheinungen von ,kometen1 ,sonnen- und ,mondfinsternissen1 berhaupt ,vernderungen jeder ,art im ,luftraum1 welche ,nutzen oder ,schaden bringen fr ganze ,vlker und ,lnder nicht nur1 sondern auch fr ,knige und gemeine ,leute4 ,dem ,laufe der ,planeten seien ,sterne untergeordnet1 welche beratende ,gtter heien4 ,die eine ,hlfte dieser ,sterne fhre die ,aufsicht in dem ,raum ber der ,erde1 die andere unter der ,erde4 ,so berschauten sie1 was unter den ,menschen und was am ,himmel vorgehe4 ,je nach #aj ,tagen werde von den oberen zu den unteren einer der ,sterne als ,bote gesandt und ebenso wiederum einer von den unteren zu den oberen4 ,die ,bewegung der untergeordneten ,sterne sei fest bestimmt und gehe regelmig fort im ewigen ,kreislauf4 ,frsten der ,gtter gebe es zwlf1 und jedem von ihnen gehre ein ,monat und eines der zwlf ,zeichen des ,tierkreises zu1 durch welche die ,bahn der ,sonne1 des ,mondes und der fnf ,planeten gehe4 ,dort vollende auch die ,sonne ihren ,kreis in einem ,jahre1 und der ,mond durchlaufe dort seinen ,weg in einem ,monat4 ,die chaldischen ,priester haben ihre astrologische ,ttigkeit auch nach dem ,beginn der ,perserherrschaft eifrig fortgesetzt4 hnlich wie die ,mnche der spteren ,zeit erblickten sie ihre ,hauptaufgabe darin1 da sie das vorhandene ,wissen durch ,abschriften erhielten4 ,ihr ,ansehen beruhte vor allem darauf1 da sie aus den ,sternen ,menschen- und ,vlkerschicksal verkndeten4 ,zu diesem ,zwecke unterhielten sie in ,verbindung mit den ,tempeln ,observatorien und an diesen wieder ,schulen4 ,ihre ,beobachtungen leiteten zu gewissen ,zahlen1 nach denen sie ,finsternisse und ,sternkonjunktionen berechneten4 ,solche ,berechnungen sind noch auf ,tontafeln erhalten1 z4 ,b4 diejenige ber die ,mondfinsternis vom #af4 ,juli #ebc1 die in den ,almagest bergegangen ist4 ,nach der herrschenden ,anschauung sollten sich die ,gtter in den ,gestirnen1 besonders in den ,planeten verkrpern und letztere die irdischen ,vorgnge bestimmen4 ,es galt daher1 fr jede wichtige ,handlung den richtigen ,zeitpunkt zu bestimmen und ungnstige ,konstellationen zu vermeiden4 ,eine ,priesterschaft1 die es wie die chaldische verstand1 diesen ,glauben zu nhren1 besa dadurch ,macht und ,ansehen1 sowie die ,mglichkeit1 sich reiche ,mittel zu erwerben#hc4 ,bei den ,planeten achteten die ,chalder vor allem auf die gegenseitige ,stellung1 ihre ,entfernung von ,mond und ,sonne1 den ,wechsel der ,bewegungsrichtung und ihren ,kehrpunkt4 ,man kann sich leicht vorstellen1 mit welcher ,spannung die alten ,astronomen z4 ,b4 das ,verschwinden der ,venus in den ,strahlen der ,abendsonne 7den heliakischen ,untergang des ,planeten7 und ihr ,wiederauftauchen kurz vor ,sonnenaufgang 7den heliakischen ,aufgang der ,venus7 verfolgten4 ,die ,beobachtungen der heliakischen ,auf- und ,untergnge bildeten das ,fundament der ,planetenkunde#hd4 ,die ,umlaufszeit eines ,planeten ist bekanntlich diejenige ,zeit1 nach welcher der ,planet1 von der ,sonne gesehen1 wieder bei demselben ,fixstern angelangt ist4 ,nun lt sich wohl der geozentrische ,ort des ,planeten direkt beobachten1 nicht aber der heliozentrische4 ,dagegen war man in der ,lage1 durch die ,beobachtung der heliakischen ,auf- und ,untergnge wenigstens annhernd die ,zeit zu bestimmen1 die zwischen zwei ,konjunktionen des ,planeten mit der ,sonne verluft1 d4 h4 die synodische ,umlaufszeit zu ermitteln4 ,lieen sich die ,konjunktionen selbst auch nicht beobachten1 so nahmen die ,planeten doch whrend der heliakischen ,auf- oder ,untergnge dieselbe relative ,stellung zur ,sonne ein4 ,um die ,wanderung eines ,planeten durch die ,tierkreisbilder zu verfolgen1 ist kein ,gestirn geeigneter als ,jupiter4 ,sein ,durchgang zwischen den ,hyaden und den ,plejaden z4 ,b4 ist ein astronomisches ,schauspiel1 das sich den ltesten ,beobachtern des ,himmels einprgen mute4 ,da sich der ,vorgang nach etwa #ab und beim ,saturn nach etwa #cj ,jahren wiederholt1 mute frhzeitig auffallen4 ,whrend fr diese beiden1 von ,sonne und ,erde weit entfernten und auerhalb der ,erdbahn befindlichen ueren ,planeten die ,umlaufsbewegung1 vom geozentrischen und vom heliozentrischen ,standpunkte gesehen1 sich annhernd decken1 waren die ,erscheinungen fr ,mars1 ,venus und ,merkur ihrer ,nhe wegen bedeutend verwickelter4 ,doch ergaben die beiden scheinbaren ,stillstnde1 die ,opposition des ,mars und das ,verschwinden in den ,sonnenstrahlen auch fr diese ,planeten eine ,periode von steter ,wiederkehr und bestimmter ,dauer4 ,zur ,seleucidenzeit gelangte man sogar zu ,planeten-,ephemeriden4 ,fr ,saturn z4 ,b4 wurde eine ,periode von #ei ,jahren1 fr ,venus eine solche von #h ,jahren ermittelt4 ,der ,fehler in der ersteren belief sich auf etwa einen halben ,grad4 ,die aus den ,ephemeriden berechnete ,bewegung der ,venus wich von der beobachteten sogar nur um #e ,minuten ab#he4 ,venus galt mit ,mond und ,sonne als die ,beherrscherin des ,tierkreises4 ,die ,symbole dieser ,dreieinigkeit erscheinen seit dem #ad4 ,jahrhundert auf den ,spitzen der ,grenzsteine 7s4 ,abb4 #d auf ,s4 #bf7hf4 ,diese ,bedeutung der ,venus erklrt sich daraus1 da sie alle brigen ,planeten an ,glanz weit bertrifft4 ,beeinflut durch chaldische ,weisheit nennt daher 99,plinius99 die ,venus ,nebenbuhlerin von ,sonne und ,mond1 denn sie verbreite ein so helles ,licht1 da es ,schatten werfe4 ,mit gleicher ,sorgfalt wie die ,bewegung der ,sonne haben die ,babylonier auch die ,mondbewegung verfolgt4 ,welch langer ,zeitraum mag dazu gehrt haben1 bis ihre ,aufzeichnungen jene ,periode von #bbc synodischen ,monaten erkennen lieen1 innerhalb deren der ,mond bezglich seiner ,knoten und seiner ,entfernung von der ,erde fast zur selben ,stellung zurckkehrt4 ,jene ,periode von #ah ,jahren und #aa ,tagen bezeichneten die babylonischen ,astronomen als ,saros4 ,die ,kenntnis dieser ,periode ermglichte ihnen die ,voraussage von ,finsternissen4 ,auch 99,ptolemos99 handelt in seinem ,almagest1 dem bedeutendsten astronomischen ,lehrbuch des ,altertums1 von dem wir spter noch ausfhrlich handeln werden1 von mehreren ,mondfinsternissen1 welche die ,chalder aufzeichneten4 ,die lteste chaldische ,beobachtung einer ,mondfinsternis1 die 99,ptolemos99 verwertete1 datiert vom ,jahre #gba v4 ,chr4 ,da 99,ptolemos99 nicht auf noch ltere1 zweifellos vorhandene chaldische ,daten zurckgriff1 ist wohl daraus erklrlich1 da er den lteren ,angaben keine hinreichende ,genauigkeit zuschrieb#hg4 ,die letzten chaldischen ,beobachtungen1 die 99,ptolemos99 erwhnt1 gehren der ,zeit um #bdj v4 ,chr4 an4 ,sie beziehen sich auf ,vergleichungen von ,merkur und ,saturn in ihrer ,stellung zu den ,fixsternen4 ,um die erwhnte ,zeit hatte indessen schon eine gegenseitige ,durchdringung chaldischer und griechischer ,gelehrsamkeit stattgefunden4 ,schrieb doch schon um #bhj v4 ,chr4 der ,babylonier 99,berosos99#hh ber die ,geschichte seines ,volkes ein ,werk in griechischer ,sprache1 von dem leider nur ,bruchstcke bei anderen ,schriftstellern erhalten sind4 ,es ist das um so bedauerlicher1 als das ,werk manche ,mitteilung ber die ,sternkunde der ,chalder enthielt4 ,auch die jetzt durch die ,keilschriftforschung erwiesene1 offenbare bereinstimmung der biblischen mit der babylonischen ,schpfungsgeschichte geht schon aus dem ,bericht des 99,berosos99 hervor#hi4 ,von den ,chaldern wanderte auch das lteste astronomische ,werkzeug1 der ,gnomon1 nach dem ,zeugnisse 99,herodots99 nach ,griechenland4 ,wann dies geschah1 lt sich mit ,sicherheit nicht feststellen1 zumal von alten ,schriftstellern verschiedenen ,personen 7darunter 99,anaximander99 um #eej v4 ,chr47 das ,verdienst zugeschrieben wird1 dieses wichtige ,werkzeug in ,griechenland eingefhrt zu haben4 ,der ,standpunkt1 den die ,astronomie bei den ,chaldern schlielich erreicht hatte1 lt sich in der ,krze wie folgt kennzeichnen#ij3 ,beobachtungen1 bei denen die ,winkel bis auf #f' und die ,zeit bis auf #dj'' genau bestimmt waren1 reichten bis ins #g4 ,jahrhundert v4 ,chr4 zurck4 ,der ,lauf der ,sonne und die ungleiche ,lnge der ,jahreszeiten waren bekannt4 ,vielleicht besa man sogar eine rohe ,kenntnis der ,przession der ,nachtgleichen#ia4 ,die ,lnge der ,monate hatte man mit einer ,genauigkeit ermittelt1 welche der von 99,hipparch99 erreichten gleichkam4 ,der ,begrndung der ,trigonometrie war durch eine ,art ,sehnenrechnung vorgearbeitet1 so da auch hierin die ,chalder als die ,vorlufer der ,alexandriner1 insbesondere des 99,hipparch991 gelten knnen4 ,endlich vermochte man mit ,hilfe von ,ephemeriden den ,lauf des ,mondes und der ,sonne1 sowie das ,eintreten der ,finsternisse mit ziemlicher ,sicherheit anzugeben4 ,die besonders von 99,winckler99 vertretene ,annahme von dem hohen ,alter der babylonischen ,astronomie hat neuerdings 99,kugler99 auf das richtige ,ma zurckgefhrt#ib4 ,nach ihm gab es vor dem #h4 ,jahrhundert noch keine ,himmelsbeobachtungen von wissenschaftlicher ,genauigkeit4 ,man kann den ,babyloniern daher nach 99,kugler99 auch nicht die ,entdeckung der ,przession zuschreiben1 wie es 99,winckler99 7siehe ,anm4 #d ,s4 #cf7 getan hat4 ,erblicken wir das ,ziel der ,wissenschaft darin1 da man das ,eintreten zuknftiger ,erscheinungen mit einem gewissen ,grade von ,genauigkeit vorherzusagen vermag1 so mssen wir zugeben1 da die ,babylonier diese ,stufe auf dem ,gebiete der ,astronomie schon erreicht hatten4 ,allem ,anschein nach ruhte das astronomische ,wissen eines 99,hipparch99 und eines 99,ptolemos991 an welche im #ae4 ,jahrhundert 99,regiomontan99 und 99,koppernikus99 anknpften1 in letzter ,linie auf den in ,babylonien geschaffenen ,grundlagen der ,sternkunde#ic4 99,ptolemos99 beruft sich #ac mal auf babylonische ,beobachtungen4 ,sie fallen alle in die ,jahre #gba-bbi v4 ,chr4 ,die ,astronomie hat danach wenigstens zum ,teil ihren ,weg nach ,griechenland ber gypten genommen#id4 ,auch ihre astronomischen ,hilfsmittel verdankten die ,griechen zum ,teil den ,babyloniern1 wie sie auch die ,ekliptiksternbilder1 die ,einteilung der ,ekliptik in #cfj ,grade und anderes mehr bernahmen4 ,durch die ,babylonier sind sie ferner mit der ,sarosperiode 7s4 ,s4 #ce71 sowie mit der mittleren tglichen ,geschwindigkeit des ,mondes 7#ac #aj' #cf''7 bekannt geworden4 ,die ersten ,mae und ,gewichte4 ber die von den alten ,vlkern gebrauchten ,mae und ,gewichte hat schon vor #hj ,jahren 99,boeckh991 den man als den ,begrnder der vergleichenden ,metrologie zu betrachten hat1 eingehende ,untersuchungen angestellt#ie4 99,boeckh99 kam zu dem ,ergebnis1 da die meisten antiken ,systeme von den ,babyloniern herstammen1 da sich bei dieser ,entwicklung indessen auch in einem nicht geringen ,grade gyptischer ,einflu geltend macht4 ,diese ,auffassung hat denn auch die neuere archologische ,forschung besttigt und wesentlich vertieft#if4 ,die ,babylonier fanden nicht nur die ,mittel zur ,zeitmessung und ein ,zeitma1 das sich bis auf den heutigen ,tag erhalten hat1 sondern sie schufen1 wie neuere archologische ,forschungen dargetan1 auch ein ,ma- und ,gewichtssystem1 das fr das ,altertum grundlegend wurde4 ,die ,einheit fr die ,lngenmessung1 die ,doppelelle1 war #iib-a_/c mm lang4 ,dies ,ma ist neuerdings auf ,statuen bei ,ausgrabungen entdeckt worden4 ,da die babylonische ,doppelelle und das ,sekundenpendel fast bereinstimmen#ig1 ist wohl als ,zufall aufzufassen4 ,dagegen hat man angenommen1 da die ,gewichtseinheit1 die ,mine1 wie das heutige ,kilogramm nach einem bestimmten ,grundsatz aus der ,lngeneinheit abgeleitet worden sei#ih4 ,wird die ,doppelelle nmlich in #aj ,teile zerlegt und dieses ,zehntel als ,kantenlnge fr einen ,wrfel gewhlt1 den man mit ,wasser fllt1 so kommt das ,gewicht dieser ,wassermasse einem ,kilogramm sehr nahe1 da ja die ,doppelelle nur wenig von dem ,meter abwich4 ,das ,gewicht dieser ,wassermasse stimmt mit der ,mine 7#ihd g7 nahezu berein4 ,die ,hlfte dieses ,gewichtes1 die leichte ,mine von #dib g1 war whrend des ganzen ,altertums gebruchlich#ii4 ,illustration3 ,abb4 #f4 ,altbabylonisches ,gewichtsstck4 ,nach 99,layard994 ,illustration3 ,abb4 #g4 ,wage1 einem altgyptischen ,totenbuche entnommen4 ,mit der ,anwendung des ,hebels zum ,abwgen von ,waren1 ,heilmitteln usw4 waren schon die ltesten ,kulturvlker vertraut4 ,die ,ausgrabungen in ,mesopotamien haben zahlreiche1 mitunter sehr handlich gestaltete 7s4 ,abb4 #f7 ,gewichtsstcke zutage gefrdert4 ,in gypten hat man nicht nur solche bis herab zu ,stcken1 die wenige ,gramm anzeigen1 sondern auch zahlreiche ,abbildungen von ,wagen 7siehe ,abb4 #g7 gefunden4 ,die gyptischen ,wagen waren smtlich zweiarmig4 ,an dem oberen ,teile des ,gestelles befand sich ein ,lot1 um die richtige ,einstellung der ,wage zu kontrollieren4 ,die gypter mssen es verstanden haben1 schon ziemlich empfindliche ,wagen herzustellen4 ,aus den ,rezepten des ,papyrus ,ebers geht nmlich hervor1 da man als kleinstes ,gewichtsstck ein solches benutzte1 das nur #j1ga g wog#ajj4 ,nach den bisher gewonnenen archologischen ,aufschlssen haben sich die gypter der ungleicharmigen ,wage noch nicht bedient4 ,da die gypter aber mit der ,wirkung des ungleicharmigen ,hebels schon in grauer ,vorzeit bekannt waren1 beweisen die ,wandgemlde ,thebens4 ,die auf dem ,prinzip des ungleicharmigen ,hebels beruhende ,schnellwage begegnet uns zuerst in ,italien4 ,gut erhaltene ,exemplare wurden in ,etrurien und in ,pompeji ausgegraben#aja4 ,die ,anfnge der ,metallurgie und anderer chemisch-technischer ,gewerbe4 ,nicht nur auf den ,gebieten der ,mathematik und der ,astronomie1 die wir bisher vorzugsweise gewrdigt haben1 erlangten die ,babylonier und die gypter im groen und ganzen die gleiche ,stufe der ,entwicklung1 sondern auch im brigen ist die ,hhe des ,wissens und der ,kultur im allgemeinen bei den beiden uralten1 unter fast gleichen ,bedingungen lebenden und wohl auch stammverwandten ,vlkern fast dieselbe gewesen4 ,so haben die neueren ,forschungen erwiesen1 da die ,babylonier wie die gypter ,eisen herstellten und verarbeiteten4 ,schon 99,lepsius99 hat darauf aufmerksam gemacht#ajb1 da auf den1 auch in den ,farben so wohlerhaltenen1 gyptischen ,wandbildern der ,kriegshelm blau gemalt ist4 ,im ,grabe ,rhamses des ,dritten sind auch die ,schwerter blau gemalt4 ,in beiden ,fllen kann es sich wohl nur um die ,wiedergabe eiserner ,waffen handeln4 ,gemalte ,holzlanzen der gyptischen ,grber tragen rote und blaue ,spitzen4 ,wir erkennen daraus1 da neben ,eisen auch ,kupfer zur ,herstellung von ,waffen gebraucht wurde4 ,um den ,granit in solch vollkommener ,weise zu bearbeiten1 wie es ihre ,sarkophage und ,obelisken zeigen1 muten die gypter wohl auch schon mit dem ,hrten des ,eisens vertraut sein#ajc4 ,neuerdings haben sowohl die gyptischen als auch die babylonischen ,ausgrabungen zahlreiche ,beweisstcke fr eine frhe ,bekanntschaft mit dem ,eisen zutage gefrdert4 ,immerhin ist nach ,ansicht der meisten gyptologen das ,eisen im alten gyptischen ,reich noch sehr wenig in ,gebrauch gewesen4 ,als lteste ,spur dieses ,metalls gilt ein in dem ,mauerwerk der um #bejj errichteten ,cheops-,pyramide gefundenes ,eisenstck4 hnliche ,funde liegen aus anderen fast ebenso alten ,pyramiden vor 799,e4 v4 ,lippmann991 ,alchemie1 #aiai1 ,s4 #faj74 ,illustration3 ,abb4 #h4 ,gewinnung von ,eisen nach altgyptischen ,wandgemlden4 ,sicher ist die ,erfindung des ,eisens nicht einem bestimmten ,volke zuzuschreiben1 sondern sie ist zu verschiedenen ,zeiten berall dort erfolgt1 wo leicht reduzierbare ,eisenerze zur ,verfgung standen4 ,das war nicht nur in gypten1 sondern auch in ,indien1 ,persien1 ,palstina und anderen ,lndern der alten ,kulturwelt der ,fall4 ,eisenerz fehlte auch im mittleren und sdlichen ,afrika nicht1 und es ist anzunehmen1 da man auch dort auf eine primitive ,art der ,eisengewinnung1 die man selbst bei den ,hottentotten antrifft1 gekommen ist4 ,die ,frage1 ob etwa die gypter durch die ,nubier oder durch die ,bewohner ,vorderasiens mit der ,eisengewinnung bekannt geworden sind oder ob sie sie selbstndig entdeckt haben1 wird sich wohl kaum je mit ,sicherheit entscheiden lassen trotz aller ,kontroversen1 die schon ber diese ,frage gefhrt wurden4 ,die ,art1 wie die gypter ,eisen herstellten1 ist aus vorstehender ,abbildung ersichtlich#ajd4 ,sie benutzten ,blaseblge aus ,leder1 die mit den ,fen getreten wurden4 ,ein ,arbeiter bediente zwei solcher ,scke1 von denen abwechselnd der eine durch den ,zug einer ,schnur mit ,luft gefllt wurde1 whrend sich der andere unter dem ,druck des ,fues entleerte4 ,die geprete ,luft gelangte in eine ,feuerung1 in welcher das ,eisenerz unter der reduzierenden ,wirkung eines ,kohlenfeuers zu ,eisen niedergeschmolzen wurde4 ,den altgyptischen hnliche ,blaseblge sind noch heutzutage im ,innern ,afrikas in ,gebrauch4 ,da auch die ,babylonier ,eisen herstellten und verarbeiteten1 ist nicht nur durch keilschriftliche ,aufzeichnungen1 sondern auch durch ,funde von ,helmen1 ,panzern und ,gerten erwiesen4 ,noch leichter als das ,eisen aus seinen ,erzen lie sich das ,kupfer aus ,malachit erschmelzen4 ,zudem besaen die alten gypter ,fundsttten1 an welchen dieses ,metall vorkam4 ,so betrieb dieses ,volk bereits im #e4 ,jahrtausend v4 ,chr4 auf der ,insel ,mero einen umfangreichen ,bergbau auf ,kupfer#aje4 ,metallisches ,zink#ajf und reines ,zinn waren zwar den beiden ltesten ,kulturvlkern nicht bekannt#ajg1 doch verstanden sie es1 durch einen ,zusatz von ,erzen dieser ,metalle1 insbesondere von ,galmei1 beim ,niederschmelzen der ,kupfererze ,bronze herzustellen1 deren ,verwendung zu ,waffen1 ,schmucksachen und ,gerten bis in die lteste ,zeit hinaufreicht4 ,oft tragen auch die ,bronzegegenstnde ,spuren einer ,bearbeitung mit ,stahl#ajh4 ,am frhesten sind ,silber und besonders ,gold gewonnen und verarbeitet worden1 da beide ,metalle an vielen ,orten gediegen vorkommen und ihres ,glanzes und ihrer ,bestndigkeit wegen geschtzt wurden4 ,die gypter betrieben ,goldbergwerke in ,nubien4 ,sie kannten die ,kunst des ,vergoldens und schmolzen ,gold in einem bestimmten ,verhltnisse mit ,silber zu einer ,legierung zusammen4 ,die ,ausbeute ,nubiens an ,gold soll sich zur ,zeit ,rhamses des ,zweiten auf viele ,millionen jhrlich beziffert haben4 ,ein interessantes ,schriftdenkmal aus jener ,zeit ist ein ,grubenri1 der sich auf einem in ,turin bewahrten ,papyros aus dem #ae4 ,jahrhundert v4 ,chr4 befindet4 ,er stellt den ,plan eines ,tagebaues auf ,gold in allen seinen ,einzelheiten dar und ist das lteste ,dokument dieser ,art1 das auf uns gekommen ist#aji4 ,eine aus ,kupfer hergestellte ,wasserleitung weist ein um #bejj v4 ,chr4 entstandener ,tempel auf1 der in der ,nhe des alten ,memphis freigelegt wurde4 ,die ,leitung hatte eine ,lnge von #djj ,metern4 ,die ,rhren bestanden aus getriebenem ,kupfer und besaen etwa #d cm ,durchmesser und #a mm ,wandstrke#aaj4 ,die althergebrachte ,meinung1 da der ,name ,kupfer von ,cypern stamme1 wird neuerdings angefochten4 ,das ,kupfer wurde schon im ,altertum auch in den ,alpen und in ,skandinavien gewonnen4 ,sein lateinischer ,name ,cuprum wurde wahrscheinlich von den ,rmern den nordischen ,vlkern entlehnt#aaa4 ,ein ,beispiel von den ,leistungen der alten ,vlker im ,schmieden ist die berhmte ,eisensule in ,delhi4 ,sie wiegt #aajjj kg und hat ein ,alter von etwa #bjjj ,jahren#aab4 ,die ,sule besteht aus sehr reinem ,eisen und ist trotz des feuchten ,klimas des ,landes kaum verrostet4 ,die ,reisenden des ,mittelalters erwhnen sie unter ,ausdrcken der grten ,bewunderung4 ,sie ist etwa #g-a_/b m hoch und besitzt einen ,durchmesser von #a_/b m4 ,hand in ,hand mit der ,gewinnung und der ,verarbeitung der ,metalle ging die ,herstellung von ,glas1 ,email1 gefrbten ,glaswaren und von ,erzeugnissen der ,tpferei4 ,sowohl in ,babylonien als in gypten war man mit diesen ,gewerben vertraut4 ,die ,glasflsse und ,emaillen wurden mit ,kupferoxyd und mit ,kobaltverbindungen rot und blau gefrbt4 ,da man es auch in der ,kunst des ,schleifens weit gebracht hatte1 beweist die ,auffindung einer ,linse durch 99,layard99#aac in den ,ruinen ,ninives4 ,diese ,linse befindet sich im ,britischen ,museum2 sie ist #j1b ,zoll dick und besitzt eine ,brennweite von #d1b ,zoll4 ,welchem ,zweck sie diente1 lt sich nicht angeben4 ,die ,glasbereitung1 deren ,erfindung man mit ,unrecht den ,phniziern zugeschrieben hat1 wurde in gypten schon in der ltesten ,zeit gebt4 ,als ,materialien wurden ,sand1 ,soda1 ,muschelschalen usw4 verwendet4 ,das bekannte ,relief von ,beni ,hassan stellt nicht1 wie man frher annahm1 ,glasblser1 sondern wahrscheinlich ,metallarbeiter vor4 ,das ,blasen des ,glases kam nmlich erst um den ,beginn unserer ,zeitrechnung auf4 ,anfangs wurden die ,glser ber einem ,tonkern geformt1 oder man go die flssige ,glasmasse in ,tonmodelle1 die man hin- und herschwenkte1 um dem erkaltenden ,glase die gewnschte ,form zu geben#aad4 ,eine ausfhrliche ,darstellung ber das ,glas im ,altertum verdankt man 99,a4 ,kisa99 799,a4 ,kisa991 ,das ,glas im ,altertume4 #igh ,seiten mit #cie ,abbildungen im ,text und zahlreichen ,tafeln4 ,leipzig1 ,k4 ,w4 ,hiersemann #aijh74 99,kisa99 erwhnt gyptische ,glasfabriken1 die zur ,zeit ,amenophis des ,vierten in ,tell el ,amarna bestanden4 ,die gypter vertrieben ihre ,erzeugnisse 7z4 ,b4 ,glasperlen7 schon im ,massenexport4 ,von gypten aus wurden die ,phnizier und die brigen ,mittelmeervlker mit der ,bereitung und der knstlerischen ,verarbeitung des ,glases bekannt4 ,von sonstigen chemisch-technischen ,gewerben wurden nicht nur die ,tpferei unter ,anwendung von ,email1 sondern auch die ,frberei mit ,benutzung des ,alauns als ,beize ausgebt4 ,als ,mineralfarben gebrauchte man ,zinnober und ,eisenoxyd1 wie sie die ,natur darbietet4 ,mennige1 ,bleiwei und ,kienru wurden knstlich hergestellt4 ,indem man die in gypten natrlich vorkommende ,soda der ,natronseen mit l behandelte1 gelangte man zur ,erfindung der ,seife4 ,die ,anfnge der ,heilkunde4 ,ein erstaunlich hohes ,alter besitzt auch die ,heilkunde4 ,manches ist darber aus den in gypten gemachten ,papyrusfunden und aus babylonischen ,keilschrifttexten bekannt geworden1 doch ist es oft nicht mglich1 aus den ,beschreibungen die ,krankheiten wiederzuerkennen4 ,welche ,entwicklung die ,heilkunde in gypten genommen1 das nebenbei als ein gesundes ,land galt1 erkennen wir aus den ,angaben 99,herodots994 ,er erzhlt3 ,die ,heilkunde ist bei ihnen geteilt1 jeder ,arzt beschftigt sich mit einer ,art von ,krankheit4 ,die einen sind ,augenrzte1 die anderen rzte fr den ,kopf1 andere fr die ,zhne und wieder andere fr nicht sichtbare ,krankheiten#aae4 ,nicht nur das ,bedrfnis1 ,krankheiten zu heilen1 sondern auch der ,brauch1 ,leichen zu mumifizieren1 wird die gypter frhzeitig zur ,beschftigung mit dem ,bau des menschlichen ,krpers gefhrt haben1 wenn auch religise ,grnde einer1 zu wissenschaftlichen ,zwecken erfolgenden ,zergliederung der ,leichen im ,altertum wie im ,mittelalter recht hindernd im ,wege standen4 ,das hohe ,alter der babylonischen ,heilkunde geht schon daraus hervor1 da die ,gesetzessammlung ,hammurabis auch von medizinischen ,gebhren und von der ,haftpflicht der ,chirurgen handelt4 ,ein ,paragraph#aaf bestimmt unter anderem1 da man einem ,chirurgen1 der das ,auge eines ,menschen ffne1 um den ,star zu operieren1 beide ,hnde abhauen solle1 wenn das ,auge durch den chirurgischen ,eingriff zerstrt werde#aag4 ,nicht minder barbarisch waren die gyptischen ,vorschriften4 ,berichtet uns doch 99,diodor99#aah1 da rzte1 wenn der ,patient starb1 ,gefahr liefen1 als ,mrder bestraft zu werden4 ,da jene ltesten rzte ihre ,heilmittel aus allen ,naturreichen whlten1 so waren ,medizin und ,naturkunde von vornherein aufs engste miteinander verschwistert4 ,die medizinischen ,papyrusfunde zhlen ber #ej ,pflanzen auf1 die zu ,heilzwecken gebraucht wurden4 ,daneben fanden auch ,organe und ,sekrete von ,tieren1 wie ,herz1 ,leber1 ,blut1 ,galle usw41 ferner ,mineralien wie ,kupfersalze und ,natron ,verwendung4 ,ein interessanter ,abschnitt aus der ,geschichte der ,heilkunde ist auch die ,behandlung der ,zahnkaries4 ,die ,babylonier nahmen an1 da das ,hohlwerden der ,zhne von ,wrmern herrhre1 welche die ,zhne ausnagen sollten4 ,eine ,heilung erwartete man von ,beschwrungsformeln4 ,diese ,formeln verbreiteten sich nach ,europa und erhielten sich dort bis ins ,mittelalter4 ,an die ,stelle der ,beschwrung oder neben diese trat aber schon sehr frhzeitig eine sachgeme ,behandlung der ,krankheit4 ,man stillte den ,schmerz mit giftigen ,krutern und fllte den hohlen ,zahn mit ,harz#aai4 ,ein ,keilschrifttext1 der erkennen lt1 in welcher ,art oft kosmogonische ,vorstellungen mit ,gebetformeln und ,heilvorschriften vereinigt wurden1 lautet folgendermaen3 ,als ,gott ,anu schuf den ,himmel1 der ,himmel schuf die ,erde1 die ,erde schuf die ,flsse1 die ,flsse schufen die ,kanle1 die ,kanle schufen den ,schlamm1 der ,schlamm schuf den ,wurm4 ,da ging der ,wurm2 beim ,anblick der ,sonne weinte er4 ,vor das ,angesicht des ,gottes ,ea kamen seine ,trnen3 ,was gibst du mir zu meiner ,speise8 ,was gibst du mir zu meinem ,tranke8 ,ich gebe dir das ,holz1 das faul ist und die ,frucht des ,baumes4 ,was ist fr mich faules ,holz und die ,frucht des ,baumes8 ,la mich nisten im ,innern des ,zahnes4 ,seine ,hhlungen gib mir als ,wohnung4 ,aus dem ,zahne will ich saugen sein ,blut4 ,weil du dies gesagt hast1 ,wurm1 mge dich schlagen der ,gott ,ea mit der ,strke seiner ,hnde4 ,dies diene zur ,beschwrung fr den ,schmerz der ,zhne4 ,dabei sollst du ,bilsenkraut pulvern und mit ,baumharz zusammenkneten4 ,dies sollst du in den ,zahn bringen1 whrend du die ,beschwrung dreimal hersagst#abj4 ,da sich durch das ,zusammenleben in den oft stark bevlkerten ,stdten der alten ,kulturwelt auch schon eine gewisse ,wohnungs- und ,volkshygiene herausbildete1 darf als sichergestellt gelten4 ,die ,erbauung der ,stdte erfolgte oft schon nach bestimmten ,plnen4 ,einen ,stadtplan von ,ninive hat man auf einer ,statue gefunden1 deren ,alter auf #ejjj ,jahre beziffert wird4 ,selbst ,wasserleitungen und ,kloaken begegnen uns schon bei den ,babyloniern und bei den gyptern4 ,wahrscheinlich sind die ,griechen1 wie in so vielen anderen ,dingen1 auch hierin die ,schler dieser ,vlker gewesen4 ,bei den ,assyrern gab es um #gjj v4 ,chr4 ,stdte mit geraden1 gepflasterten ,straen1 die sogar ,brgersteige aufwiesen#aba4 ,welchen ,umfang die ,kenntnisse der gypter in medizinischen1 botanischen und zoologischen ,dingen besaen1 kann man kaum noch feststellen4 ,viele ,einzelheiten lassen sich zwar aus ,abbildungen und den auf uns gekommenen ,papyrusfunden entnehmen4 ,wir wissen ferner1 da die angewandte ,botanik in gypten und in ,vorderasien ihren ,ursprung genommen hat4 ,so wurden in gypten drei ,weizen- und zwei ,gerstenarten1 sowie die ,hirse 7,sorghum7 gebaut#abb4 ,auch betrieb man den ,anbau des ,rizinus1 der ,dattel und der ,feige1 des ,weinstocks1 der ,linsen1 ,erbsen usw4 ,das umfangreichste medizinische ,schriftdenkmal ist der ,papyrus ,ebers4 ,er stammt aus ,theben und wurde vermutlich um #aejj v4 ,chr4 niedergeschrieben4 ,der ,papyrus ,ebers ist in der ,hauptsache eine ,sammlung von ,rezepten 7z4 ,b4 ,rizinus gegen ,verstopfung71 ,gebeten und ,beschwrungsformeln fr die verschiedensten ,krankheiten4 ,er gestattet daher keinen ,schlu auf den ,stand der ,medizin im allgemeinen4 ,obgleich wir keinen1 die ,chirurgie in gleicher ,ausfhrlichkeit behandelnden ,text besitzen1 lt sich aus den ,beobachtungen gut geheilter ,knochenbrche und hnlicher ,dinge an ,mumien wohl schlieen1 da der ,stand dieses1 durch anatomische ,kenntnisse bedingten medizinischen ,wissenszweiges ein verhltnismig hoher gewesen ist#abc4 ,die ,bereitung der ,arzneien erfolgte anfangs durch die rzte selbst4 ,indessen begegnen uns schon im alten ,alexandrien und im alten ,rom besondere ,arzneibereiter4 ,die ,einrichtung von ,handapotheken geht bis in die lteste gyptische ,zeit zurck4 ,die gyptische ,sammlung des ,berliner ,museums besitzt eine aus dem ,jahre #bjjj v4 ,chr4 stammende ,handapotheke einer gyptischen ,knigin4 ,diese ,apotheke war laut geschriebener ,widmung ein ,geschenk4 ,in den mit ,pfropfen verschlossenen ,alabastergefen befinden sich noch ,wurzeln1 die ,heilzwecken dienten#abd4 ,erstes naturgeschichtliches ,wissen4 ,manchen ,aufschlu ber das ,verhltnis der alten gypter zu der sie umgebenden ,tier- und ,pflanzenwelt erhalten wir aus den ,wandgemlden der ,grber und den ,verzierungen der den ,toten mit ins ,grab gegebenen ,schminktafeln4 ,der ,papyrus ,ebers enthlt auch einige ,andeutungen ber die ,entwicklung des ,skarabus aus dem ,ei1 der ,schmeifliege aus der ,larve1 des ,frosches aus der ,kaulquappe#abe4 ,eine ,flle wohlerhaltener ,abbildungen von ,tieren und ,pflanzen enthalten die aus dem alten ,reiche 7der ,v4 ,dynastie7 stammenden ,grber des ,ptahhotep und des ,ti4 ,sie gehren der ,nekropole des alten ,memphis an und liegen in der ,nhe der ,stufenpyramide von ,sakkara4 ,das ,grab des ,ptahhotep zeigt uns den ,verstorbenen umgeben von seinen ,windhunden und ,schoaffen4 ,diener sind mit dem ,schlachten von ,opfertieren beschftigt1 oder sie fhren ,jagdbeute herbei1 wie ,gazellen und ,lwen4 ,die ,jagdszenen enthalten manche ,beobachtung aus dem ,tierleben1 z4 ,b4 einen ,lwen1 der einen vor ,schreck gelhmten ,ochsen berfllt4 ,ausfhrlich wird die ,weingewinnung dargestellt4 ,die ,bilder zeigen die ,pflege des ,weinstocks1 die ,traubenlese und das ,keltern4 ,sehr frh verschwinden aus den ,abbildungen die ,darstellungen phantastischer ,mischgestalten4 ,besonders die ,schminktafeln 7die alten gypter schminkten die ,augenbrauen7 zeigen1 da man schon von der ersten ,dynastie an mit wenigen ,ausnahmen nur wirklich beobachtete ,tierformen zur ,darstellung brachte#abf4 ,mit dem ,pferde sind die gypter und die ,babylonier erst verhltnismig spt bekannt geworden4 ,so enthlt die ,gesetzessammlung 99,hammurabis99 zahlreiche ,bestimmungen1 in denen von ,rindern1 ,eseln1 ,schafen und anderen ,haustieren die ,rede ist1 aber keine1 die das ,pferd betreffen4 ,dieses ist allem ,anschein nach erst zu ,beginn des #b4 ,jahrtausends durch arische ,stmme1 die vom ,aralsee her vordrangen1 nach ,vorderasien und gypten gelangt4 ,durch die ,einfhrung des ,pferdes kam der ,streitwagen in ,aufnahme1 welcher der ,kriegsfhrung ein ganz neues ,aussehen verlieh4 ,den bergang von ,kulturpflanzen und ,haustieren aus ,asien nach ,europa behandelt 99,victor ,hehn99 auf ,grund der ,angaben der griechischen und der rmischen ,schriftsteller4 ,in seinem ,buche konnten1 als es #ahgj zuerst erschien1 die wesentlichsten ,ergebnisse der gyptologischen und assyriologischen ,forschungen noch nicht bercksichtigt werden4 ,die neueren ,auflagen des seinerzeit epochemachenden ,buches von 99,hehn99 haben sich darin nur wenig gendert4 ,es ist das ,verdienst 99,hehns991 zuerst nachdrcklich darauf hingewiesen zu haben1 da die ,fauna und die ,flora der ,kulturlnder durch die ,einwirkung des ,menschen ganz wesentlich umgestaltet wurden4 ,dabei bediente sich 99,hehn99 indessen noch vorwiegend der rein philologischen ,untersuchung4 ,da z4 ,b4 das ,huhn erst verhltnismig spt in ,vorderasien und in ,europa bekannt wurde1 schliet 99,hehn99 daraus1 da dieses ,tier im ,alten ,testamente nicht erwhnt wird und sich auch nicht auf den gyptischen ,wandgemlden findet1 die im brigen alles1 was den ,haushalt der alten gypter betrifft1 vor ,augen fhren4 ,in bezug auf ,italien kommt 99,hehn99 zu dem allgemeinen ,ergebnis1 da seine ,pflanzenwelt unter dem ,einflu des ,menschen immer mehr einen sdlichen und asiatischen ,charakter angenommen habe#abg4 ,meldet doch 99,plinius991 da z4 ,b4 der ,kirschbaum erst durch 99,lucullus99 von der pontischen ,kste nach ,italien verpflanzt sei4 ,die literarischen ,belege und die ,abbildungen von ,pflanzen und ,tieren finden eine wertvolle ,ergnzung durch die ,naturgegenstnde selbst1 die man in den alten ,nekropolen gyptens gefunden und in dem groen ,museum von ,kairo vereinigt hat4 ,man findet dort zahlreiche ,mumien von ,hunden1 ,krokodilen1 ,fischen1 ,vgeln 7besonders dem ,ibis71 ,spitzmusen1 ,bos africanus usw4 ,die ,insekten sind besonders durch ,skaraben vertreten4 ,nicht minder zahlreich sind die ,pflanzenreste4 ,die gypter gelangten auch zu chemischen ,operationen1 deren ,ziel die ,herstellung von ,heilmitteln aus pflanzlichen ,stoffen war4 ,so ist bekannt geworden1 da sie in spterer ,zeit zu diesem ,zwecke die ,destillation ausbten#abh und sich dabei der von ihnen erfundenen ,glasgefe bedienten4 ,in geringem ,umfange fanden auch schon anorganische ,stoffe1 wie ,eisenoxyd1 ,alaun usw41 als ,heilmittel ,verwendung1 so da schon in den ltesten ,zeiten ein gewisser ,zusammenhang von chemischem ,knnen mit der ,pharmazie sich herausbildete#abi4 ,der gyptische ,alaun galt als der beste 799,plin499 #ce1 #ahd74 ,besondere ,alaunwerke1 die groen ,gewinn abwarfen1 bestanden nach 99,diodor99 7,v1 #ae7 auf ,lipara4 ,wie heute wurden mehrere ,abarten unterschieden4 ,man benutzte ,alaun nicht nur in der ,heilkunde1 sondern auch als ,beize1 zum ,imprgnieren von ,holz1 um es vor ,feuer zu schtzen1 zum ,gerben 799,plin499 ,,xxxv1 #aij71 also zu vielen ,zwecken1 denen er noch jetzt dient4 ,die alte ,kultur ,sd- und ,ostasiens4 ,nachdem wir das ,entstehen der ersten ,wurzeln von ,kultur und ,wissenschaft in ,vorderasien und gypten geschildert haben1 erbrigt noch eine kurze ,betrachtung der in ,indien und in ,china entstandenen ,elemente4 ,die ,bedeutung der ,inder fr die ,entwicklung der ,wissenschaften ist erst auf ,grund der neueren ,sanskritforschung in das rechte ,licht gerckt worden1 wenn auch noch manche ,zweifel und ,unklarheiten geblieben sind4 ,erst seit der ,begrndung der neueren vergleichenden ,sprachforschung ist man zu der ,erkenntnis gelangt1 da die ,inder mit den ,griechen1 ,rmern und ,germanen eines ,stammes sind4 ,welches die ,heimat des vermuteten indogermanischen ,urvolkes war1 wird sich wohl nie ermitteln lassen4 ,soviel drfen wir indessen annehmen1 da es sich um ein ,hirtenvolk handelte1 das innerhalb eines gemigten ,klimas erstarkt war und infolgedessen zu wandern begann4 ,der neue ,boden mute aber nicht nur der ,natur1 sondern auch einer auf niedriger ,stufe stehenden ,urbevlkerung abgerungen werden4 ,so drangen die ,inder mit ihren ,rossen und ,rindern von ,nordwesten her1 einige ,jahrtausende vor ,beginn unserer ,zeitrechnung1 in die nach ihnen benannte ,halbinsel ein4 ,zunchst setzten sie sich im ,gebiete des ,indus fest und drngten von hier aus die dunklen ,urbewohner nach ,sden und in die ,gebirge zurck4 ,whrend der ersten ,stufen1 welche die ,entwicklung in ,indien durchlief1 wird keine oder nur eine geringe ,fhlung mit den ,mittelmeervlkern bestanden haben4 ,indes schon mit dem ersten ,aufdmmern der ,geschichte ist ein ,verkehr ,indiens mit dem ,westen wie mit ,china nachweisbar1 so da der frhere ,glaube an die vllige ,abgeschlossenheit der sd- und ostasiatischen ,kultur einer anderen ,auffassung hat weichen mssen4 ,in der allerersten ,zeit war es der ,handel1 der eine ,verbindung herstellte und dabei den ,seeweg bevorzugte4 ,auf diesem ,wege gelangten die ,erzeugnisse ,indiens nach dem ,arabischen ,meerbusen und von dort den ,euphrat und ,tigris hinauf4 ,selbst die ,ostkste des entfernten gyptens unterhielt lebhafte ,handelsbeziehungen zu ,indien4 ,und in spterer ,zeit durchfuhren selbst rmische ,schiffe das ,rote ,meer und den ,indischen ,ozean1 in welchem sich die ,seefahrer den regelmigen ,wechsel der ,monsunwinde zunutze machten#acj4 ,einem ,austausch der ,waren wird zu allen ,zeiten ein ,austausch des ,wissens parallel gegangen sein4 ,ein weiteres krftiges ,ferment fr eine wechselseitige ,befruchtung waren ferner die ,ausbreitung der ,religionen und die ,eroberungszge4 ,so entstanden spter infolge des ,alexanderzuges an den ,grenzen ,indiens griechische ,knigreiche1 die einen regen ,austausch auch geistiger ,erzeugnisse zwischen den ,bewohnern der ,mittelmeerlnder und ,sdasiens vermittelten4 ,zur rmischen ,kaiserzeit und whrend der byzantinischen ,periode fand sogar ein ,verkehr zwischen den indischen und den westlichen ,hfen durch ,gesandtschaften statt4 ,ja1 unter ,kaiser ,antoninus ist sogar eine rmische ,gesandtschaft am chinesischen ,hofe erschienen#aca4 ,fr die ,geschichte der ,wissenschaften kommt insbesondere der ,einflu in ,betracht1 den die ,inder auf medizinischem und astronomisch-mathematischem ,gebiete auf die westlich von ihnen wohnenden ,vlker ausgebt haben4 ,besaen doch spter die ,araber nicht nur in ,galen1 sondern nicht minder in den ,indern ,lehrmeister in der ,anatomie und ,chirurgie4 ,unter den ,naturerzeugnissen ,indiens befand sich ferner mancher ,stoff1 der von den ,bewohnern als heilkrftig erkannt und anderen ,vlkern bermittelt wurde4 ,so hatten sich bei ,alexander#acb geschickte indische rzte eingefunden1 die sich besonders auf die ,heilung von ,schlangenbissen verstanden4 ,als ein ,beweis fr das ,alter der indischen ,medizin mag auch gelten1 da die rzte bei den ,indern in hoher ,achtung standen#acc4 ,unter den spteren astronomisch-mathematischen ,schriftstellern der ,inder sind besonders 99,aryabhatta99 7um #ejj n4 ,chr47 und 99,brahmagupta99 7um #fjj n4 ,chr47 zu nennen4 ,bei der ,beurteilung ihrer ,leistungen ist indessen zu bercksichtigen1 da in den ,werken der ,sanskritliteratur1 die vor 99,aryabhatta99 entstanden1 auch griechische ,einflsse auf die indische ,wissenschaft nachweisbar sind4 ,hatte es doch lange den ,anschein1 als ob manche ,lehren lterer ,sanskritwerke von den ,griechen stammen#acd4 ,doch wird neuerdings den ,erzeugnissen der ,sanskritliteratur eine grere ,selbstndigkeit zuerkannt4 ,die ltesten ,schriften der indischen ,literatur sind die 99,vedas994 ,in ihnen spiegelt sich das religise und soziale ,leben der ,inder wieder2 sie enthalten aber auch die ersten ,anfnge der ,wissenschaften1 die sich bei diesem merkwrdigen ,volke zumeist im engsten ,zusammenhange mit religisen ,gebruchen und ,empfindungen entwickelt haben4 ,in hchst eigenartiger ,weise hat z4 ,b4 der ,opferdienst die ,entwicklung der indischen ,mathematik beeinflut4 ,die ,gestaltung der ,altre war nmlich nach der ,ansicht der ,inder fr den ,erfolg des ,opfers von der allergrten ,bedeutung4 ,so heit es in einer ,vorschrift3 ,wer die himmlische ,welt zu erlangen wnscht1 schichte den ,altar in ,gestalt eines ,falken4 ,diese ,aufgabe setzt aber eine bedeutende ,kenntnis der ,flchengeometrie voraus1 da smtliche ,steine einer ,schicht polyedrisch gestaltet und lckenlos aneinander gefgt die ,figur des ,falken ergeben muten4 ,erhht wurde die ,schwierigkeit dadurch1 da die zweite ,schicht1 die gleich der ersten etwa zweihundert ,steine enthielt1 eine andere ,anordnung aufweisen und dennoch als ,ganzes die erste ,schicht decken mute4 ,dabei war jedes ,formverhltnis von entscheidender ,wichtigkeit1 da es nach der ,auffassung der ,inder ,segen oder ,unheil bringen konnte#ace4 ,illustration3 ,abb4 #i4 ,geometrische ,konstruktionen der ,inder4 ,die ,schrift ber die ,altre ist nach der ,ansicht des ,herausgebers 799,brk991 s4 unten7 im #d4 oder #e4 ,jahrhundert v4 ,chr41 wenn nicht frher1 verfat worden4 ,durch ihre1 beim ,bau der ,altre gebte ,technik sind die ,inder wahrscheinlich auch mit dem ,satze vom ,quadrat der ,hypothenuse schon vor dem #e4 ,jahrhundert v4 ,chr4 bekannt geworden4 ,damit ist jedoch nicht etwa gesagt1 da sie den allgemeinen ,beweis des pythagoreischen ,lehrsatzes gefunden htten4 ,wir drfen nmlich nicht vergessen1 da auch die unmittelbare geometrische ,anschauung sehr oft die ,quelle neuer ,wahrheiten gewesen ist4 ,so finden wir1 da bei gewissen indischen ,altren vier ,quadrate 7,abb4 #i7 sich zu einem greren ,quadrat ergnzen4 ,die vier ,diagonalen der kleineren ,quadrate ergeben ein neues1 ber der ,hypothenuse ,,ac des gleichseitigen rechtwinkligen ,dreiecks ,,abc errichtetes ,quadrat4 ,hier beweist die unmittelbare ,anschauung die ,gltigkeit des pythagoreischen ,lehrsatzes fr diesen besonderen ,fall4 ,in der von 99,brk99 verffentlichten indischen ,quelle#acf heit es demnach in weiterer ,verallgemeinerung3 ,die ,diagonale eines ,rechtecks bringt beides hervor1 was die lngere und die krzere ,seite des ,rechtecks jede fr sich hervorbringen#acg4 ,die frher wohl geltende ,meinung1 da die indische ,geometrie in der ,hauptsache griechischen ,ursprungs sei1 kann also heute1 nach der ,verffentlichung wichtiger indischer ,quellen#ach1 nicht mehr aufrecht erhalten werden#aci4 ,unter den rechtwinkligen rationalen ,dreiecken waren den ,indern im #h4 vorchristlichen ,jahrhundert z4 ,b4 diejenigen bekannt1 deren ,seiten sich verhalten wie3 #c 3 #d 3 #e #e 3 #ab 3 #ac #h 3 #ae 3 #ag4 ,um einen rechten ,winkel abzustecken1 bediente man sich1 wie in gypten und spter in ,griechenland1 des ,verfahrens des ,seilspannens4 ,die ,seitenlngen1 welche die ,inder dabei benutzten1 verhielten sich in der ,regel wie #ae 3 #cf 3 #ciadj1 entsprachen also gleichfalls dem pythagoreischen ,lehrsatz4 ,trotz alledem bleibt es wahrscheinlich1 da erst die ,griechen von den zahlreichen1 bekannt gewordenen ,einzelfllen zu dem allgemeinen1 frher dem ,pythagoras zugeschriebenen1 geometrischen ,satz gelangt sind4 ,auch fr eine annhernde ,quadratur des ,kreises findet sich#ada bei den alten ,indern eine ,regel4 ,handelt es sich darum1 einen dem ,quadrate ,,abcd flchengleichen ,kreis zu finden1 so wird ,,me ,,am und zwar senkrecht zu ,,ab gezogen 7,abb4 #aj74 ,zu ,,mg wird ,,ng 7#a_/c7;,,ge hinzugefgt4 ,mit der so erhaltenen ,strecke ,,mn als ,radius wird dann der ,kreis um ,m geschlagen4 ,in der indischen ,vorschrift heit es3 ,soviel wie 7an den ,ecken7 verloren geht1 kommt 7die ,segmente7 hinzu4 ,von jeher haben die ,inder als ein besonders fr die ,arithmetik beanlagtes ,volk gegolten4 ,ist es doch ihr ,verdienst1 das ,positionssystem und seine irrtmlich als arabisch bezeichneten ,ziffern erfunden zu haben4 ,wie uns die ,tafeln von 99,senkereh99#adb beweisen1 besaen die ,babylonier ein ,positionssystem1 das sexagesimal war1 aber die ,null entbehrte4 ,die spteren ,inder entwickelten durch ,einfhrung der ,null und der dekadischen ,einheiten die heutige ,positionsarithmetik1 die dann dem ,abendlande durch die ,araber bermittelt wurde4 ,illustration3 ,abb4 #aj4 ,die ,quadratur des ,kreises bei den ,indern4 ,je mehr die archologischen ,forschungen uns mit dem ,wissen des alten ,orients bekannt machen1 um so mehr befestigt sich die berzeugung1 da in einer drei- bis viertausend ,jahre zurckliegenden ,zeit die ,babylonier1 die ,inder und die gypter einen gemeinsamen ,besitz an ,kenntnissen besaen4 ,ohne ,zweifel sind jene ersten ,kulturvlker unabhngig voneinander in den ,besitz mancher ,wahrheit gelangt4 ,doch hat gewi auch ein viel regerer ,austausch der ,kenntnisse stattgefunden als man bisher angenommen hat#adc4 ,fr die engen ,beziehungen1 die zwischen ,babylon und gypten bestanden1 fehlt es nicht an ,beweisen#add4 ,als ein ,zeichen1 da der babylonische ,einflu auch nach ,indien1 ja selbst bis ,china reichte1 kann die ,tatsache betrachtet werden1 da die indischen und die chinesischen ,quellen die ,dauer des lngsten ,tages auf #ad;h #bd' angeben1 ein ,wert1 der fr ,babylon bis auf eine ,minute zutrifft#ade4 ,whrend die wechselseitige ,beeinflussung des ltesten gyptischen1 babylonischen und indischen ,wissens mehr vermutet als im einzelnen nachgewiesen werden kann1 sind die ,beziehungen einerseits zwischen indischer1 andererseits zwischen griechischer und arabischer ,wissenschaft deutlich zu erkennen4 ,insbesondere hat zwischen ,indern1 ,griechen und ,arabern ein ,austausch mathematischer und astronomischer ,kenntnisse stattgefunden4 ,da wir auf die ,inder in spteren ,abschnitten nicht mehr zurckkommen werden1 so soll an dieser ,stelle noch einiges ber die ,entwicklung1 die besonders die ,rechenkunst bei den fr die ,arithmetik so gut beanlagten ,indern genommen hat1 ins ,auge gefat werden4 ,unbestritten ist das ,verdienst der ,inder1 die neuen ,zahlzeichen und die ,null geschaffen und das ,ziffernrechnen unter ,anwendung des ,stellenwertes zu hoher ,ausbildung gebracht zu haben4 ,das ,rechnen mit der ,null ist schon zur ,zeit des 99,brahmagupta99 in ,gebrauch gewesen4 ,auch die ,schreibweise fr die ,brche und die ,bruchrechnung weichen von den heute geltenden ,regeln kaum ab4 ,zwar fehlte der ,bruchstrich1 doch wurde der ,zhler schon ber den ,nenner gestellt4 ,bei gemischten ,brchen kamen die ,ganzen in eine dritte1 noch hhere ,stufe2 #b-c_/d schrieb man z4 ,b4 #b_/c_/d4 ,das ,multiplizieren der ,brche lehrt 99,brahmagupta99 mit folgenden ,worten3 ,das ,produkt aus den ,zhlern teile durch das ,produkt aus den ,nennern4 ,bei den indischen ,mathematikern finden sich ferner ,regeldetriaufgaben mit direktem1 indirektem und zusammengesetztem ,ansatz4 ,letztere werden in mehrere einfache ,regeldetriaufgaben zerlegt4 ,es sind sogar besondere ,kunstausdrcke fr die ,regeldetri-,rechnung in ,gebrauch#adf4 ,wie die ,inder durch ,einfhrung der ,null und des ,positionssystems den grten ,fortschritt fr die ,arithmetik schufen1 so erwarben sie sich fr die ,algebra kein geringeres ,verdienst durch die ,einfhrung der ,begriffe positiv und negativ4 ,sogar die ,erluterung dieser ,begriffe durch die ,worte ,schulden und ,vermgen1 ja ihre ,erklrung durch ,vorwrts- und ,rckwrtsschreiten auf einer gegebenen ,strecke war ihnen schon gelufig4 ,wollte man eine ,zahl als negativ bezeichnen1 so wurde ein ,punkt darber gesetzt4 ,selbst bei den ,gleichungen wurden negative ,lsungen1 welche 99,diophant99 7#cej n4 ,chr47 noch fr unstatthaft erklrte1 zugelassen4 ,was die arithmetischen und die geometrischen ,reihen1 die ,quadrat- und die ,kubikzahlen anbelangt1 so konnten die ,griechen in dieser ,hinsicht von den ,indern wenig lernen4 ,letzteres ,volk schuf jedoch die ,kombinationslehre und die ,anfangsgrnde der ,algebra4 ,ferner gelangte man in ,indien dadurch ber die ,lehre von den ,potenzen einen ,schritt hinaus1 da man fr die irrationale ,quadratwurzel eine ,bezeichnung einfhrte4 ,an das ,erheben in die #b4 und die #c4 ,potenz schlossen die ,inder als ,umkehrungen dieser ,operationen das ,ausziehen der ,quadrat- und der ,kubikwurzel4 ,hierbei bedienten sie sich schon der binomischen ,formeln fr 7a b7#b und 7a b7#c4 ,ja1 ihre ,art1 die ,wurzeln zu finden1 stimmte soweit mit dem heutigen ,verfahren berein1 da bei ihnen selbst das ,abteilen der zu radizierenden ,zahl zu je zwei oder drei ,stellen nicht fehlte4 ,auf dem ,gebiete der ,algebra entwickelten die ,inder vor allem die ,lehre von den ,gleichungen verschiedenen ,grades4 ,fr die unbekannte ,gre wird ein ,zeichen gebraucht4 ,als ein ,beispiel zugleich fr die poetische ,form1 in welche die ,inder solche ,aufgaben einkleideten1 diene folgendes3 ,von einem ,schwarm ,bienen lt #a_/d sich auf einer ,blume nieder1 #b_/c fliegt zu einer anderen ,blume1 eine ,biene bleibt brig1 indem sie gleichsam durch den lieblichen ,duft beider ,blumen angezogen in der ,luft schwebt4 ,sage mir1 reizendes ,weib1 die ,anzahl der ,bienen4 ,noch bedeutender waren die ,leistungen der ,inder in der ,theorie der ,zahlen1 doch wrde ein nheres ,eingehen auf diese ,seite der ,mathematik zu weit von dem ,zwecke dieses ,buches entfernen1 das die ,mathematik nur insoweit bercksichtigen will1 als sie fr die ,entwicklung der ,naturwissenschaften von ,bedeutung gewesen ist4 ,fr die ,auflsung von kubischen ,gleichungen findet sich bei den ,indern wie bei 99,diophant99 nur ein vereinzeltes ,beispiel4 ,nicht uninteressant ist ein kurzer berblick ber den ,umfang der indischen ,arithmetik4 ,sie umfate zwanzig ,operationen und acht ,bestimmungen1 die jedem ,meister der ,rechenkunst gelufig sein muten#adg4 ,zu den #d ,grundrechnungsarten1 dem ,potenzieren und dem ,wurzelziehen traten #f ,operationen mit ,brchen und #e als einfache und zusammengesetzte ,regeldetri2 ferner gab es eine ,regel ber den ,tausch4 ,die ,bestimmungen betrafen ,mischungen1 ,flchen- und ,krperinhalte1 ,zinsberechnung1 ,schattenrechnung usw4 ,nach 99,burkhardt99 7,wie man vor ,zeiten rechnete1 ,zeitschr4 f4 d4 math4 u4 naturw4 ,unterr4 #aije4 #a4 ,heft7 lt sich annehmen1 da seit dem #e4 ,jahrhundert n4 ,chr4 in ,indien im wesentlichen ebenso gerechnet wurde1 wie heute bei uns4 ,auch steht fest1 da die ,araber ihre ,ziffern und ihre ,rechenmethode von den ,indern erhalten haben4 ,was man in den ,sanskritwerken an geometrischen ,lehren angetroffen hat1 ist weniger bedeutend und nach 99,cantor99 wohl zum ,teil auf alexandrinischen ,ursprung1 insbesondere auf 99,heron99 zurckzufhren#adh4 ,davon1 da die ,inder mit den ,kegelschnitten bekannt gewesen1 findet sich nirgends eine ,andeutung4 ,dieser ,teil der ,geometrie ist ausschlielich griechischen ,ursprungs4 ,dagegen blieb es den ,indern als dem vorwiegend fr die ,arithmetik veranlagten ,volke vorbehalten1 die ersten allgemeinen ,stze der ,kombinationslehre zu finden1 eine ,errungenschaft1 zu der die ,griechen1 soweit unsere ,kenntnis reicht1 nicht durchgedrungen sind4 ,einen wesentlichen ,fortschritt erfuhr die ,trigonometrie bei den ,indern1 indem sie fr die ,sehne des ,winkels deren ,hlfte und somit den ,sinus einfhrten4 ,es war dies ein ,fortschritt1 den erst die ,araber in seiner vollen ,bedeutung erkannten und zur ,geltung brachten4 ,die erste indische ,sinustabelle begegnet uns um #ejj n4 ,chr4#adi4 ,der ,kreis hat dort wie bei den ,babyloniern und den ,alexandrinern #cfj gleiche ,teile4 ,jeder ,teil zerfllt in #fj kleinere ,abschnitte 7unsere ,minuten71 von denen der ganze ,kreis also #fj #cfj #bafjj enthlt4 ,der ,radius wird durch diese kleinsten ,teile des ,kreises gemessen4 ,nach einem von den ,indern fr das ,verhltnis der ,peripherie zum ,durchmesser angenommenen ,werte ergab sich fr den ,radius die ,zahl #cddh4 ,da der ,sinus1 als halbe ,sehne des doppelten ,winkels betrachtet1 fr #ij gleich dem ,radius wird1 so erscheint fr #ij in der ,tabelle jener ,wert #cddh4 ,fr sin #fj wird #bigh1 fr sin #cj wird #agai angegeben4 ,in bezug auf die ,naturwissenschaften besaen die ,inder zwar zahlreiche ,einzelkenntnisse4 ,zur ,aufstellung naturwissenschaftlicher ,lehrgebude gelangten sie indessen ebensowenig wie die ,babylonier oder die gypter4 ,diese ,tat blieb vielmehr den ,griechen vorbehalten4 ,in physikalischer ,hinsicht ist erwhnenswert1 da die ,kenntnis des ,brennglases und der ,brennspiegel bei den ,indern sehr weit zurckreicht4 ,so erwhnt eins ihrer ltesten ,bcher#aej1 da getrockneter ,mist sich entznde1 wenn man die ,sonnenstrahlen mittelst eines ,steines oder ,glases oder auch eines ,metallgefes darauf werfe#aea4 brigens kannten die ,griechen im ,zeitalter des 99,aristoteles99 gleichfalls schon die ,feuererzeugung mit ,hilfe eines durchsichtigen ,steines#aeb4 ,auf ,grund einiger ,sanskritstellen hat man den alten ,indern die ,kenntnis des ,schiepulvers zugeschrieben4 ,so wird ein ,knig aus dem dritten vorchristlichen ,jahrhundert genannt1 der ,feuerwerke angeordnet habe4 ,daraus aber auf eine so frhzeitige ,kenntnis der ,inder zu schlieen1 erscheint doch recht gewagt#aec4 ,da die so beraus ppige ,natur eines ,landes wie ,indien ein frhzeitiges ,emporblhen der ,pflanzenkunde und einer auf ihr beruhenden ,heilkunde hervorrief1 ist leicht erklrlich4 ,in der ,sanskritliteratur fehlt es daher nicht an ,werken1 die eine groe ,menge von ,heilmitteln1 ,nahrungsmitteln und ,giften anfhren4 ,es ist jedoch nur selten mglich1 die ,art1 um die es sich handelt1 zu bestimmen4 ,am hufigsten wird ,nelumbium speciosum1 eine prchtige ,seerose1 erwhnt4 ,neben den ,pflanzen wurden aber auch ,metalle und ,chemikalien von den alten ,indern zu ,heilzwecken verwendet4 ,am ausfhrlichsten berichtet ber den ,stand ihrer naturwissenschaftlichen und medizinischen ,kenntnisse die ,ayur-,veda 99,susrutas994 ,das ,werk umfat sechs ,bcher1 die sich im wesentlichen mit der ,lehre von den ,heilmitteln1 der ,anatomie1 der ,pathologie und der ,therapie beschftigen4 ,das ,knochensystem des ,menschen enthlt nach 99,susrutas99 ,aufzhlung #cjj ,knochen4 ,in der ,schule des 99,susruta99 wurden schon ,leichen zergliedert und in flieendem ,wasser prpariert4 ,daraus erklrt sich die erstaunliche ,hhe der anatomischen ,kenntnisse1 welche die ,inder schon im #f4 ,jahrhundert v4 ,chr4 besaen#aed4 99,susruta99 war auch schon mit dem diabetischen ,zucker bekannt1 whrend die ,beobachtung1 da der diabetische ,harn auffallend s ist1 in ,europa erst im #ag4 ,jahrhundert gemacht wurde#aee4 ,unter den ,heilmitteln#aef erwhnt 99,susruta99 ,quecksilber1 ,silber1 ,arsen1 ,antimon1 ,blei1 ,eisen und ,kupfer4 ,auch ,alaun und ,salmiak fanden sich im ,arzneischatz der alten ,inder4 ,wann die ,ayur-,veda entstand1 ist nicht sicher bekannt4 ,einige legen die ,zeit ihrer ,entstehung weit vor ,christi ,geburt4 99,susrutas99 ,werk erwhnt nicht weniger als #gfj ,heilmittel1 die zum weitaus grten ,teile aus dem ,pflanzenreiche stammen#aeg4 ,wie die alten ,babylonier1 so operierten auch die ,inder den ,star4 ,nachrichten darber reichen etwa bis zum ,beginn unserer ,zeitrechnung zurck4 ,die ,operation wurde mit zwei ,instrumenten ausgefhrt4 ,das eine diente zum ffnen des ,augapfels2 mit dem andern wurde die getrbte ,linse entfernt#aeh4 ,weit isolierter als die indische ,kultur1 welche doch mit der griechischen und mit der arabischen ,welt in mannigfache ,berhrung kam1 blieb die chinesische4 ,nicht nur1 da ,china durch riesige ,gebirge und weite1 de ,lnderstrecken von den ,vlkern ,vorderasiens und der ,mittelmeerlnder getrennt war1 es fehlte auch die ,rassengemeinschaft1 welche die ,arier ,indiens mit den ,persern und den westlichen ,indogermanen verband4 ,dennoch hat schon im ,altertum der ,handel eine ,verbindung zwischen dem uersten ,osten ,asiens und dem ,mittelmeer geknpft4 ,diese ,verbindung erfolgte durch den ,seeverkehr ber den ,indischen ,ozean4 ,china lieferte dem ,westen besonders ,seide und empfing dafr ,edelmetall1 ,glasgegenstnde und ,bernstein4 ,durch die immer weitere ,ausdehnung ihrer ,eroberungszge kamen das rmische und das chinesische ,reich am ,kaspischen ,meere einander nahe4 ,sogar der ,einflu der in ,vorderasien entstandenen ,nestorianersekte hat sich bis nach ,china ausgedehnt4 ,ein in ,singanfu errichtetes ,denkmal mit chinesischer und syrischer ,inschrift gibt uns davon ,kunde#aei4 ,trotzdem hat keine andere ,kultur der alten ,welt so wenig ,einflsse von auen erfahren und so wenig wiederum nach auen gewirkt wie diejenige ,chinas1 so da dieses ,land fr die ,entwicklung1 welche die ,wissenschaften genommen haben1 kaum in ,betracht kommt4 ,zwar hat sich das ,interesse seiner ,bewohner frhzeitig mathematischen und astronomischen ,dingen zugewandt1 ein wenn auch unvollkommenes ,verfahren des ,buchdrucks wurde erfunden1 und eine ,literatur entstand1 die der arabischen an ,umfang wohl gleich kam4 ,die gewerblichen ,erzeugnisse bertrafen oft diejenigen der westlichen ,vlker4 ,dennoch war der ,einflu nach auen sehr gering4 ,selbst eine so wichtige ,erfindung wie diejenige des ,kompasses1 die in ,china erfolgte1 blieb den ,mittelmeervlkern ber ein ,jahrtausend unbekannt4 ,fr das hohe ,alter der ,astronomie bei den ,chinesen spricht die frhzeitige ,erwhnung von ,kometen- und ,planetenkonjunktionen in ihrer ,literatur4 ,als ,europa mit der ,literatur der ,inder nher bekannt wurde1 erstaunte man ber das hohe ,alter der astronomischen ,tafeln dieses ,volkes4 ,das gleiche gilt von den ,chinesen1 deren astronomische ,literatur zu ,beginn des #ah4 ,jahrhunderts durch ,jesuiten1 die in ,china ,aufnahme gefunden hatten1 bekannt wurde4 ,es zeigte sich1 da die ,astronomie dort schon um #ajjj v4 ,chr4 eine nicht geringe ,hhe erreicht hatte4 ,indessen ist ihre weitere ,entwicklung nur sehr langsam gewesen#afj4 ,so geht z4 ,b4 ein ,kometenverzeichnis bis auf das ,jahr #bbif v4 ,chr4 zurck#afa4 ,ferner erwhnt einer der ,jesuiten1 welche die ,chinesen mit der europischen ,astronomie bekannt machten#afb1 eine von den ,chinesen aufgezeichnete ,planetenkonjunktion vom ,jahre #bdfa v4 ,chr4#afc4 ,es ist jedoch wahrscheinlich1 da es sich dabei nicht um eine wirkliche ,beobachtung1 sondern nur um eine rckwrts berechnete astronomische ,erscheinung gehandelt hat4 ,mit dem ,gnomon waren die ,chinesen schon um #aajj v4 ,chr4 bekannt4 ,sie ermittelten daran die ,schiefe der ,ekliptik1 bestimmten die ,dauer des ,jahres zu #cfe-a_/d ,tagen#afd und kannten schon die regelmige ,wiederkehr der ,finsternisse4 ,es kam vor1 da man ,astronomen mit dem ,tode bestrafte1 wenn sie eine ,finsternis nicht richtig vorhergesagt hatten4 ,ein ,fall dieser ,art soll sich schon um #bjjj v4 ,chr4 zugetragen haben#afe4 ,da ,ostasien auch whrend des ,mittelalters mit der brigen ,kulturwelt ,beziehungen unterhielt1 beweist uns das ,auftauchen alchemistischer ,bestrebungen in ,china um #hjj n4 ,chr4 ,die chinesischen ,quellen lassen erkennen1 da auch die theoretischen ,vorstellungen1 denen die ,alchemisten im ,reiche der ,mitte huldigten1 von den ,arabern stammen#aff4 #b4 ,die ,entwicklung der ,wissenschaften bei den ,griechen bis zum ,zeitalter des ,aristoteles4 ,manche von den in ,vorderasien und ,untergypten entstandenen ,grundlagen der ,wissenschaften wurden nebst anderen ,kulturelementen von den ,phniziern aufgenommen1 welche sie1 als das wichtigste ,handelsvolk der alten ,welt1 den brigen ,anwohnern des ,mittelmeeres berbrachten4 ,bei den ,griechen1 die mit der am ,nil und am ,euphrat entstandenen ,kultur spter auch in unmittelbare ,fhlung kamen1 fielen diese aus dem ,orient stammenden ,anstze auf den fruchtbarsten ,boden4 ,sie wurden nicht etwa nur aufgenommen1 sondern als das ,fundament fr geradezu bewundernswerte ,neuschpfungen verwendet4 ,die ,phnizier verbreiteten als das wichtigste ,mittel fr jede weitere ,entfaltung wissenschaftlicher ,ttigkeit auch die ,buchstabenschrift#afg1 die sich aus den1 ,silben und ganze ,wrter bezeichnenden ,hieroglyphen entwickelt hatte4 ,erst nachdem dies geschehen1 vermochte man mit klarem ,bewutsein das ,abstrakte von den ,dingen zu trennen und auf solche ,weise zur ,ausbildung systematisch geordneter ,wissenschaften vorzudringen#afh4 ,eine wichtige ,rolle spielten in dieser bermittlung der orientalischen ,kulturelemente auch die ,bewohner ,kretas und ,vorderasiens4 ,auf die letzteren hat ,babylonien ,jahrtausende eine tiefe ,wirkung ausgebt4 ,in religiser ,hinsicht hat dieser ,einflu besonders stark auf das ,judentum und damit weiterhin auf die ,entwicklung des ,christentums gewirkt4 ,das ,neue an der phnizischen ,schrift bestand darin1 da sie fr jeden ,konsonanten und fr jeden ,vokal ein besonderes ,zeichen besa4 ,die ltesten in dieser ,schrift verfaten ,urkunden begegnen uns um das ,jahr #iej4 ,sobald die ,griechen aus dem ,dunkel der ,sage in das ,licht der ,geschichte treten1 zeigt sich uns bei ihnen das ,bestreben1 die ,welt der ,erscheinungen nicht blo betrachtend in sich aufzunehmen1 sondern sie auch in ihrem urschlichen ,zusammenhange zu begreifen4 ,dies geschah einmal dadurch1 da sie die ,anfnge der mathematischen ,erkenntnis auf die ,naturvorgnge anwandten4 ,zum anderen aber auch1 indem sie1 weit ber alles ,ma hinausschreitend1 sofort den letzten ,grund des ,geschehens zu begreifen trachteten4 ,und zwar erfolgten diese ersten ,regungen des wissenschaftlichen ,denkens nicht im eigentlichen ,hellas1 sondern in den ionischen ,kolonien4 ,letztere nahmen zwischen der asiatischen ,welt und dem jungfrulichen ,boden ,griechenlands eine vermittelnde ,stellung ein4 ,auch hatten sie schon einige ,jahrhunderte vor dem ,beginn der ,philosophie und der ,naturwissenschaften ihre ,bltezeit auf dem ,gebiete der ,dichtkunst erlebt4 ,der ,beginn der griechischen ,naturwissenschaft4 ,als der erste ,grieche1 der in den beiden soeben gekennzeichneten ,richtungen wirkte1 gilt 99,thales99 von ,milet4 ,obgleich von ihm herrhrende ,werke nicht auf uns gekommen sind und er seine ,lehren wahrscheinlich auch nur mndlich berliefert hat1 sind uns doch letztere1 sowie seine ,entdeckungen und sein ,lebensgang durch die ,aufzeichnungen alter ,schriftsteller hinlnglich bekannt geworden1 um uns ein ungefhres ,bild von 99,thales99#afi machen zu knnen4 99,thales99 wurde um #fdj v4 ,chr4 geboren1 wirkte also zu der ,zeit1 als ,athen durch 99,solon99 die ,grundlagen seiner ,verfassung erhielt4 ,darin1 da 99,thales99 in gypten gewesen und dort mit der ,priesterkaste1 damals die ,hterin aller mathematischen und astronomischen ,kenntnisse1 in ,berhrung getreten sei1 stimmen alle ,berichte berein4 99,thales991 der nach gypten ging1 so wird uns erzhlt1 brachte zuerst die ,geometrie nach ,hellas4 ,vieles entdeckte er selbst1 von vielem aber berlieferte er die ,anfnge seinen ,nachfolgern#agj4 ,an anderer ,stelle heit es von ihm3 ,er beobachtete den ,himmel1 musterte die ,sterne und sagte ffentlich allen ,miletern vorher1 da am ,tage ,nacht eintreten1 die ,sonne sich verbergen und der ,mond sich davorlegen werde#aga4 ,die lteste ,auffassung1 die uns bezglich der ,finsternisse begegnet1 ist die1 da der ,sonne oder dem ,monde durch irgendeine fremde ,macht ,gewalt angetan wrde4 ,es erscheint zweifelhaft1 ob die ,babylonier schon einen wirklichen ,einblick in den ,vorgang besaen4 ,seine natrliche ,ursache erkannten wohl erst die ,griechen4 ,nach einigen war es 99,anaxagoras991 nach anderen waren es die ,pythagoreer1 denen die ,astronomie diesen ,fortschritt verdankte#agb4 ,die ,vorausbestimmung des 99,thales99 ist nicht etwa eine solche im heutigen ,sinne4 ,sie erfolgte nmlich nicht durch ,messen und ,rechnen1 sondern beruhte ausschlielich auf der ,beobachtung derjenigen ,periode1 innerhalb deren die ,finsternisse regelmig wiederkehren4 ,jene ,periode war den ,babyloniern nicht entgangen4 ,sie befanden sich im ,besitz von ,aufzeichnungen1 die sich ber ,jahrhunderte erstreckten und einen ,zeitraum von #fehe ,tagen bezglich der regelmigen ,wiederkehr der ,finsternisse erkennen lieen4 ,innerhalb dieses #bbc ,monate umfassenden ,zeitraums1 den die ,babylonier ,saros nannten#agc1 kehrt nmlich der ,mond fast genau in dieselbe ,stellung zur ,erde und zur ,sonne zurck4 ,allerdings machte man auch die ,erfahrung1 da sich der ,saros1 insbesondere fr die ,voraussage der ,sonnenfinsternisse1 nicht immer bewhrte#agd4 ,auch bei der ,benennung der fnf ,planeten hat sich anscheinend der sehr frh einsetzende 7s4 ,s4 #cj7 babylonische ,einflu geltend gemacht4 ,die alten griechischen ,namen bezeichneten nmlich ,eigenschaften 7,mars hie der ,feurige1 ,jupiter der ,leuchtende usw474 ,seit dem #d4 vorchristlichen ,jahrhundert bedient man sich dagegen folgender ,namen3 ,stern des ,hermes 7,merkur71 der ,aphrodite 7,venus71 des ,ares 7,mars71 des ,zeus 7,jupiter71 des ,kronos 7,saturn74 ,die kurze ,bezeichnung ,hermes1 ,aphrodite usw4 kam erst spter auf4 ,es ist anzunehmen1 da hierin die ,griechen den ,babyloniern gefolgt sind1 die gleichfalls die ,planeten ihren ,hauptgttern geweiht hatten4 ,mit einigen ,elementen des babylonischen ,wissens sind nach neuerer ,annahme schon die ,pythagoreer bekannt gewesen#age4 ,wie unentwickelt im brigen die astronomischen ,vorstellungen der ,griechen zur ,zeit des 99,thales99 noch waren1 geht daraus hervor1 da nach den ihm zugeschriebenen ,lehren die ,erde eine vom ,okeanos umflossene ,scheibe ist1 ber die sich der ,himmel wie eine ,kristallglocke wlbt4 ,unter solchen ,umstnden konnte noch nicht einmal von einer ,kreisbewegung der ,gestirne die ,rede sein4 ,in bereinstimmung mit dieser ,lehre nahm man zur ,zeit des 99,thales99 an1 die ,sterne snken bei ihrem ,untergange in den ,ozean und schwmmen in diesem am ,rande der ,scheibe entlang zu ihren ,aufgangspunkten zurck4 ,auf 99,thales99 werden ferner von den ,griechen1 die ber die ,mathematik geschrieben haben1 einige der wichtigsten geometrischen ,stze zurckgefhrt1 so der ,satz von der ,gleichheit der ,winkel an der ,grundlinie eines gleichschenkeligen ,dreiecks1 sowie der ,satz1 da ein ,dreieck durch eine ,seite und die anliegenden ,winkel bestimmt ist4 ,mit ,hilfe dieses ,satzes wurde z4 ,b4 die ,entfernung der ,schiffe vom ,lande ermittelt4 ,bezglich der geometrischen ,kenntnisse des 99,thales99 lt sich jedoch nicht mehr entscheiden1 wieviel ,eigenes und wieviel von den gyptern ,entlehntes darunter ist4 ,eine bekannte ,anwendung der ,mathematik ist seine ,schattenmessung4 ,es ist dies ein ,verfahren1 die ,hhe hervorragender ,gegenstnde zu bestimmen4 99,thales99 soll dadurch die ,bewunderung seiner ,zeitgenossen erregt haben4 ,das ,verfahren bestand darin#agf1 da er zu der ,zeit1 wenn ,schatten und ,hhe der ,krper gleich sind1 was er an einem ,stock ermittelte1 den ,schatten des betreffenden ,gegenstandes1 z4 ,b4 einer ,pyramide1 ma1 womit dann auch sofort die ,hhe des ,gegenstandes gefunden war4 ,mit dem ,gnomon1 einem ,werkzeug1 das zur ,bestimmung des ,mittags aus der ,schattenlnge diente1 sollen die ,griechen durch 99,anaximander99 von ,milet1 den bedeutendsten ,schler des 99,thales991 bekannt geworden sein4 99,anaximander99 7#faj-edf v4 ,chr47 hat nach 99,strabon99 auch die erste ,karte der ,welt1 soweit damals die ,lnderkenntnis reichte1 entworfen#agg4 ,illustration3 ,abb4 #aa4 ,radkarte der ,erde4 ,sein ,landsmann 99,hekataeos99 7geb4 um #eej71 der weite ,reisen gemacht hatte1 soll die neue ,kunst in solchem ,mae entwickelt haben1 da er ,erstaunen erregte4 99,hekataeos99 verfate eine ,erdbeschreibung1 der er eine ,weltkarte beigab4 ,er gilt als der lteste griechische ,geograph und der ,vorgnger 99,herodots994 ,erhalten ist von den ,karten jener ,zeit nichts mehr4 ,sie glichen wahrscheinlich den ,radkarten des frheren ,mittelalters 7,abb4 #aa71 d4 h4 sie waren lediglich rohe ,orientierungen ohne jeden wissenschaftlichen ,wert1 so da sie den ,spott 99,herodots99 herausforderten4 ,die ,beschftigung mit naturwissenschaftlichen ,dingen1 zu welcher 99,thales99 bei den ,ioniern allen ,nachrichten zufolge den ,ansto gab -- nennt ihn doch 99,aristoteles99 den ,beginner der philosophischen ,naturforschung#agh -- rief nun auch ein ,streben nach einer urschlichen ,erklrung der gesamten ,erscheinungswelt hervor4 ,eine auf den letzten ,grnden fuende ,erklrung ist seitdem das ,ziel der ,philosophie gewesen1 ohne da sie1 wie es in der ,natur der ,sache liegt1 jemals zu einer befriedigenden ,lsung eines so weit gespannten ,problems gelangt wre4 ,was die ,frage nach dem ,ursprung der griechischen ,philosophie anlangt1 so neigt ihr hervorragendster ,geschichtsschreiber1 99,zeller991 zu der ,ansicht1 da sie selbstndig geworden und nicht orientalischer ,herkunft sei#agi4 ,wenn es je ein ,volk gegeben1 sagt 99,zeller991 das seine ,wissenschaft selbst zu erzeugen imstande war1 so waren es die ,griechen4 ,dem ersten ,ausdruck fr ihre ,weltanschauung begegnen wir bei den ,dichtern4 ,insbesondere war es der im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 lebende 99,hesiod991 der in den ,werken und ,tagen die ,frage nach der ,weltentstehung aufwarf4 ,fr 99,hesiod99 war die ,weltentstehungslehre wesentlich ,gtterlehre4 ,kosmogonie und ,theogonie waren in jenem ,zeitalter noch zu einer in mystisches ,gewand gekleideten ,einheit verschmolzen4 99,thales99 und seinen unmittelbaren ,nachfolgern1 die sich ber den ,begriff des ,stoffes kaum zu erheben vermochten1 gengte dann die ,annahme1 da alle ,dinge auf einen einzigen ,urstoff zurckzufhren seien4 ,als solcher dnkte dem 99,thales99 nichts geeigneter als das ,wasser1 weil es ihm1 nach seinen ,eigenschaften zu urteilen1 zwischen der ,erde und der ,luft zu stehen schien4 ,eine ,sttze fand diese ,lehre in gewissen ,beobachtungen4 ,wurde doch z4 ,b4 gypten1 woher viele ,anschauungen des 99,thales99 stammten1 als ein ,erzeugnis des ,niles angesehen4 ,entwickelten sich nicht ferner aus der feuchten ,erde die ,pflanzen8 ,selbst als man spter genauer beobachten lernte1 hat jene ,lehre immer wieder ,anhnger gefunden4 99,van ,helmont991 ein hervorragender ,forscher des #ag4 ,jahrhunderts1 war noch in ihr befangen4 ,erst 99,lavoisier99 und 99,scheele991 die an der ,schwelle der neuesten ,zeit stehen1 vermochten den ,glauben an die ,umwandlung des ,wassers in ,erde1 der stets wieder auf mangelhafte ,beobachtungen gesttzt wurde1 durch einwandfreie ,versuche endgltig zu widerlegen4 ,das ,streben nach einer ,erklrung der ,welt in ihrer ,beziehung zum ,menschen hat seit der ,zeit des 99,thales99 nicht aufgehrt1 die hervorragendsten ,geister zu beschftigen4 ,hier ist es nur insofern von ,belang1 als die ,ergebnisse des philosophischen ,denkens einen ,einflu auf die weitere ,entwicklung der ,naturwissenschaften ausgebt haben4 ,letztere steckten sich alsbald das bescheidenere1 aber erreichbare ,ziel1 einen ,einblick in den gesetzmigen ,zusammenhang der ,erscheinungen zu gewinnen4 ,in dem ,mae1 wie man dieses ,ziel ins ,auge fate1 hat sich die ,beseitigung phantastischer ,auswchse vollzogen1 wie sie in der ,alchemie und ,astrologie z4 ,b4 zum ,ausdruck kamen1 und in eben demselben ,mae nherte sich die ,wissenschaft ihrer jetzigen ,gestalt4 ,mit der ionischen ,naturphilosophie trat ein neues ,element in das geistige ,leben der ,menschheit4 ,es begegnen uns zum ersten ,male wissenschaftliche ,persnlichkeiten mit eigenen berzeugungen1 die durch angestrengte ,geistesarbeit zu ihren ,ergebnissen gelangen4 ,fr die weitere ,entwicklung echter ,wissenschaft war ein solches ,hervortreten der ,individualitt die unerlliche ,voraussetzung#ahj4 ,die rein philosophische ,betrachtungsweise besitzt trotz der ,nachteile1 die ihr gegenber der exakten ,forschung innewohnen1 doch unleugbar das ,verdienst1 die empirischen ,wissenschaften ununterbrochen angeregt zu haben4 ,manche philosophische ,ansicht1 welche das griechische ,altertum entwickelte1 beeinflute bis in die neuere ,zeit hinein die ,naturwissenschaften4 ,so hat sich z4 ,b4 das ,bestreben1 die ,mannigfaltigkeit der ,stoffe auf einen einzigen ,urstoff zurckzufhren1 bis auf unsere ,tage erhalten4 ,zuerst wurde von den ionischen ,philosophen eine der bekannten ,materien1 wie die ,luft oder das ,wasser1 zu einem solchen ,urstoff gestempelt4 ,spter fate 99,aristoteles99 ,luft1 ,wasser1 ,erde und ,feuer als die verschiedenen ,erscheinungsformen eines und desselben ,urprinzips auf4 ,infolgedessen hielt man eine ,verwandlung der bekannten ,stoffe ineinander fr mglich4 ,und so war es besonders die aristotelische ,philosophie1 auf die sich im ,mittelalter das ,bemhen1 unedle ,metalle in edle berzufhren1 sttzen konnte4 ,die ,lehre von den ,elementen ist ihrem ,ursprung nach auf 99,empedokles99 aus ,agrigent 7um #ddj v4 ,chr47 zurckzufhren4 ,fr ihn waren die ,urstoffe ewig1 selbstndig und nicht auseinander ableitbar4 ,durch zwei bewegende ,krfte1 die ,freundschaft und den ,streit1 den 99,heraklit99 den ,vater aller ,dinge nannte1 wurden die ,elemente gemischt und zu ,dingen gestaltet4 ,die ,entmischung sollte in der ,weise erfolgen1 da die ,teilchen des einen ,stoffes sich unsichtbar von den ,teilchen des anderen ablsen4 ,auf diesem ,wege lie 99,empedokles99 auch die ,sinnesempfindungen entstehen#aha4 99,empedokles99 wute sich auch ber die ,naturdinge im besonderen manche zutreffende oder doch beachtenswerte ,meinung zu bilden4 ,so nahm er anstatt des ,zentralfeuers1 um das die ,pythagoreer die ,erde kreisen lieen1 einen feurig-flssigen ,erdkern an1 von dem die heien ,quellen und die ,vulkane ihre ,wrme erhalten sollten4 ,das unterirdische ,feuer sollte ferner die ,gebirge emporgehoben haben4 ,aus groen1 auf ,sizilien gefundenen ,knochen schlo 99,empedokles99 auf die vorgeschichtliche ,existenz eines ,riesengeschlechts4 ,seine ,ansichten entwickelte er in einem ,gedicht ,von der ,natur4 ,leider sind davon nur wenige ,bruchstcke erhalten4 ,diese lassen indes erkennen1 da 99,empedokles99 auch ber die ,natur der ,pflanze nachgedacht hat4 ,letztere erklrte er fr beseelt4 ,als ,zeichen der ,beseelung deutete er allerdings ,erscheinungen1 die man heute mechanisch erklrt1 wie das ,erzittern1 das ,ausstrecken der ,zweige und das krftige ,zurckschnellen gebogener ste4 ,auch die ,behauptung1 da die ,pflanzen zweierlei ,geschlecht besen1 wird auf 99,empedokles99 zurckgefhrt4 ,selbst die spter oft wiederkehrende ,lehre von den periodischen ,weltumbildungen begegnet uns schon bei diesem ,philosophen4 ,man darf deshalb#ahb aus den vorhandenen ,bruchstcken altgriechischer ,philosophie schlieen1 da eine der wichtigsten ,annahmen der neueren ,geologie1 die ,lehre nmlich1 da unser ,erdball eine ,reihe von ,umwandlungen erlitten1 bei denen ,tiere und ,pflanzen untergingen1 um sich in anderen ,arten wieder zu erneuern1 als ,ahnung schon im ,altertum vorhanden war#ahc4 ,der ,tatsachen1 auf die man sich dabei sttzte1 waren vielleicht nicht viele1 um so schrfer war aber der ,blick1 der schon das ,richtige traf#ahd4 ,erster ,versuch einer ,erklrung der ,natur aus den ,prinzipien der ,mechanik4 ,hatte man zuerst die ,stoffumwandlungen1 denen man auf ,schritt und ,tritt begegnete1 als ein ,entstehen und ,vergehen aufgefat1 so waren es ,philosophen1 welche lehrten1 da alle ,vernderung auf ein ,mischen und ,entmischen zurckzufhren sei1 und da dabei der ,stoff selbst weder sich bilde noch vernichtet werde4 ,dem philosophischen ,denken entsprang ferner die ,vorstellung1 da der ,stoff aus kleinsten ,teilchen bestehe1 durch deren ,umlagerung jenes ,mischen und ,entmischen bedingt sei -- beides ,grundstze1 deren sich die ,forschung bemchtigte1 um sie als ,leitsterne bei ihren1 auf die denkende ,erfassung der ,natur gerichteten ,bemhungen zu verwerten4 ,die angedeutete ,durchfhrung der mechanischen ,naturerklrung vollzog sich im ,anschlu an die ,lehren des 99,empedokles99 durch die ,atomisten genannten ,philosophen 99,leukipp99 und 99,demokrit994 ,ihre ,anschauungen lassen sich in folgende ,stze fassen3 ,das ,all ist anfangslos und auf keine ,weise von irgend jemandem geschaffen4 berhaupt ist alles seit ewigen ,zeiten in der ,notwendigkeit begrndet1 sowohl was war1 als auch was ist und was sein wird#ahe4 ,das ,weltall besteht aus qualitativ gleichen ,teilchen1 den ,atomen1 die ihrer ,form nach verschieden sind und ihre ,lage gegeneinander ndern4 ,damit letzteres mglich ist1 mu der ,raum im brigen leer sein4 ,die ,atome sind ewig und unzerstrbar4 ,aus ,nichts wird nichts4 ,nichts kann vernichtet werden4 ,jede ,vernderung besteht nur in der ,verbindung und in der ,trennung der ,atome4 ,aus der ,zahl1 der ,gestalt1 dem ,zusammentreffen und der ,trennung der ,atome geht die ,mannigfaltigkeit der ,dinge hervor4 ,die ,vorgnge in der ,natur hngen nicht von den ,launen bernatrlicher ,wesen ab1 sondern sind urschlich bedingt2 nichts geschieht zufllig#ahf4 ,die ,bewegung der ,atome ist seit ,anbeginn vorhanden1 sie hat zur ,bildung unzhliger ,welten gefhrt4 ,auer den ,atomen und dem leeren ,raum gibt es nichts4 ,eine ,schwche dieser atomistischen ,lehre1 die ihr auch heute noch anhaftet1 liegt darin1 da nach ihr auch das ,seelische aus ,atomen1 und zwar aus ,atomen feinerer ,art bestehen soll1 welche die grberen ,krperatome durchdringen1 sehr beweglich sind und auf diese ,weise die ,erscheinungen des ,lebens hervorrufen4 ,so wurden z4 ,b4 die ,empfindungen des ,sen1 ,herben1 ,scharfen daraus erklrt1 da die ,atome teils kugelig1 teils kantig1 teils zackig seien4 ,die ,wahrnehmung1 sowie berhaupt jede ,wirkung der ,dinge aufeinander sind nach 99,demokrit99 durch ,ausstrmung und ,einstrmung bedingt4 ,aus diesem ,grunde muten die ,krper zwischen den ,atomen ,poren haben4 ,die ,zahl der ,atome ist unendlich gro und ihre ,form unendlich verschieden4 ,qualitativ sind sie jedoch einander vllig gleich4 ,bei ihrer ,bewegung durch den unendlichen ,raum stoen sie aufeinander4 ,dadurch entstehen ,wirbel1 aus denen die ,weltkrper hervorgehen4 ,letztere entstehen und vergehen und sind in ihrer ,zahl gleichfalls unbegrenzt4 ,diese ,lehre von der ,weltenbildung#ahg wurde im #ah4 ,jahrhundert durch 99,kant99 und durch 99,laplace99 zu neuem ,leben erweckt4 ,sie hat auch 99,giordano ,bruno99 zu seinen ,spekulationen ber die ,unendlichkeit der ,welten angeregt4 99,demokrit99 wurde um #dfj v4 ,chr4 in der ionischen ,kolonie ,abdera geboren und starb um #cgj4 ,er sammelte auf vielen ,reisen zahlreiche ,kenntnisse4 ,ich habe1 sagt er1 unter allen ,menschen meiner ,zeit die grten ,lnderstrecken durchwandert1 das ,entfernteste erforscht1 die meisten ,lnder gesehen und kundige ,menschen gehrt4 ,von seinen zahlreichen ,schriften ist leider nur wenig erhalten geblieben4 ,soviel lt sich jedoch erkennen1 da er in systematischen ,werken1 sowie in ,einzelabhandlungen das ganze ,gebiet menschlichen ,wissens zu umspannen gesucht hat4 ,er schrieb nicht nur ber ,sternkunde1 ,medizin1 ,ackerbau1 ,technologie1 ,kriegskunst wie viele andere vor ihm1 sondern von ihm rhrt auch der erste ,versuch einer wissenschaftlichen ,zoologie1 ,botanik und ,mineralogie her#ahh4 ,gefrdert und bereichert hat 99,demokrit99 die ,wissenschaften im einzelnen kaum in erheblichem ,mae4 ,ihn als den grten ,naturforscher des ,altertums zu bezeichnen1 ist daher nicht berechtigt4 ,in der ,astronomie haben ihn 99,oenopides99 und 99,meton99 bertroffen4 ,hielt er doch an der ,scheibengestalt der ,erde fest1 so da er in seinen kosmischen ,vorstellungen weit unter 99,platon99 stand4 ,auch die ,mathematik hat er trotz zahlreicher mathematischer ,schriften nicht wesentlich gefrdert4 ,trotzdem mu man bedauern1 da von seinen ,werken nur geringe ,bruchstcke#ahi brig geblieben sind4 99,demokrit99 war ohne ,zweifel der grte ,polyhistor 7d4 h4 kein bloer ,vielwisser7 vor 99,aristoteles994 ,letzterer rhmt von ihm1 da er berall die natrlichen ,ursachen aufgesucht und vieles frher ,vernachlssigte festgestellt habe4 ,trotz seiner materialistischen ,weltanschauung war 99,demokrit99 nach den ,zeugnissen der ,alten eine edle1 reichbegabte1 fr ,wahrheit und ,wissenschaft begeisterte ,natur4 ,hatte 99,demokrit99 die von 99,leukipp99 7um #ejj4 v4 ,chr47 herrhrende atomistische ,lehre in ein ,system gebracht1 so ist fr ihre ,weiterverbreitung besonders 99,epikur99 ttig gewesen4 ,whrend des rmischen ,zeitalters wurde sie dann durch 99,lucretius ,carus99 7um #ej v4 ,chr47 in einem ber die ,natur der ,dinge betitelten ,lehrgedicht#aij dargestellt4 ,am meisten ,schwierigkeiten machte es diesen als ,atomisten bezeichneten ,philosophen1 die zweckmige ,beschaffenheit der ,naturerzeugnisse1 die auch 99,demokrit99 nach einer ,stelle des 99,aristoteles99 bewundert haben soll1 ohne die ,mitwirkung einer ,zweckttigkeit1 sondern lediglich aus der ,notwendigkeit zu erklren4 99,aristoteles99 7,physik ,,ii1 #h7 wirft die ,frage auf1 ob die ,natur nur infolge einer blinden ,notwendigkeit oder nach ,zwecken handle4 ,falle doch auch der ,regen nicht etwa1 damit das ,getreide wchst1 sondern weil die aufsteigenden ,dnste sich verdichten4 ,da das ,getreide dann wchst1 treffe sich nur so nebenbei4 ,knnte nicht1 fragt 99,aristoteles991 dasselbe von allen ,naturerzeugnissen gelten und knnten beispielsweise die ,vorderzhne nicht zufllig scharf und die ,backenzhne zufllig stumpf sein4 ,dann wre der ,dienst1 den sie uns leisten1 eine unbeabsichtigte ,folge dieses ,zufalls und dem ,zusammentreffen hnlich1 das zwischen der ,verdichtung der ,dmpfe und dem ,wachsen des ,getreides besteht4 ,diejenigen ,wesen nun1 bei denen sich alles so traf1 wie wenn es zu einem ,zwecke entstanden wre1 blieben erhalten1 dagegen ging unter und geht noch fortwhrend zugrunde1 was der ,zufall nicht zweckmig gebildet hat4 99,aristoteles99 weist diese ,einwendungen1 die man1 wie er sagt1 machen knnte1 zurck4 ,nach ihm gibt es berall einen ,zweck 7ein ,weswegen7 in dem1 was von ,natur geschieht4 ,in ihr herrsche der ,zweck ebenso wie in der ,kunst4 ,wie sich die ,atomisten die ,welt ohne eine ,zwecke setzende ,ttigkeit entstanden dachten1 ersieht man aus einigen ,stellen des 99,lukrez991 so insbesondere aus folgenden ,versen#aia3 ,sage mir ferner1 woher ist gekommen den ,gttern das ,vorbild ,der zu erzeugenden ,dinge1 ja selbst der ,begriff nur des ,menschen2 ,da sie wuten und sahen im ,geiste1 was schaffen sie wollten4 ,woher erhielten sie jemals von ,krften der ,urstoffe ,kenntnis1 ,was durch vernderte ,ordnung sie alles zu leisten vermchten1 ,htte ,natur nicht selbst eine ,probe des ,schaffens gegeben8 ,denn gar viele der ,urkrper pflegten seit ewigen ,zeiten ,durch ihr eignes ,gewicht und durch ,ste von auen getrieben1 ,sich zu bewegen und mischen auf alle nur mgliche ,weise ,und zu versuchen1 was sie fr ,verbindungen schaffen wohl knnten1 ,wenn sie bald so1 bald anders sich zueinander gesellten4 ,ist da wohl zu verwundern1 da endlich sie nun auch in solche ,lage gerieten und auch in solche ,bewegungen kamen1 ,durch die das ganze ,all jetzt besteht und stets sich erneuert8 ,und etwas spter#aib3 ,denn nicht haben ,atome nach reiflich erwogenem ,plane ,jedes zur richtigen ,stell' sich begeben mit rechnendem ,geiste1 ,wahrlich auch nicht durch ,vertrge bestimmt eines jeden ,bewegung4 ,den ,gedanken1 da die ,natur oft neue ,arten schaffe1 die wieder untergehen1 wenn sie sich nicht erhalten knnen1 hat nach dem ,wiederaufleben der ,wissenschaften zuerst 99,cardanus99 ausgesprochen#aic4 ,er tat dies in ,anlehnung an die durch 99,lukrez99 verbreiteten ,lehren 99,demokrits99 und 99,epikurs994 ,es ergibt sich somit ein ununterbrochener ,zusammenhang zwischen den schon im ,altertum ausgesprochenen ,vorahnungen der ,deszendenztheorie und ihrer wissenschaftlichen ,gestaltung durch 99,lamarck99 und 99,darwin994 bte doch die um #agae entstandene ,schrift 99de ,maillets99 einen bedeutenden ,einflu auf die ,entwicklung der evolutionistischen ,ideen aus1 der sich besonders ein ,jahrhundert spter bei 99,lamarck99 bemerklich machte 7s4 i4 ,,iv4 ,bande74 ,wie 99,cardanus99 ist aber auch 99de ,maillet99 sehr wahrscheinlich durch die aus dem ,altertum stammenden ,keime zur ,aufstellung seiner ,lehre veranlat worden#aid4 ,mag man vom philosophischen ,standpunkte aus der mechanischen ,welterklrung ,wert beilegen oder sie fr berwunden halten1 man wird immer die vorurteilsfreie und konsequente ,denkweise ihrer ,schpfer anerkennen mssen4 ,besteht doch auch heute das ,bestreben der ,forschung darin1 ,qualitt auf ,quantitt zurckzufhren und in der ,mebarkeit einer ,erscheinung ihre ,erklrung zu finden4 ,wer wei1 da erst durch diese ,methode die groen ,triumphe der ,naturwissenschaft errungen wurden1 wird die ,gre des demokritischen ,gedankens zu wrdigen wissen4 ,die atomistische ,theorie ist zwar ein ,gewebe von ,hypothesen4 ,und doch haben wir kein besseres ,netz1 um die ,naturerscheinungen fr unser ,verstndnis einzufangen#aie4 ,die atomistische ,lehre hat ein sonderbares ,schicksal erlitten4 ,auf das ,zeitalter1 in dem sie entstanden war1 hat sie nur einen geringen ,einflu ausgebt4 ,erst #bjjj ,jahre spter wurde sie durch 99,gassendi99 und besonders durch 99,dalton99 wieder ins ,leben gerufen4 ,seitdem hat sie die grte wissenschaftliche ,bedeutung erlangt1 weil die ,mechanik der ,atome allen ,naturerscheinungen zugrunde gelegt wurde#aif4 ,der ,beginn der idealistischen ,weltanschauung4 ,eine weitere ,tat der alten ,philosophie bestand in der ,aufstellung und ,durchfhrung des ,zweckbegriffs an ,stelle der von den ,atomisten behaupteten bewutlosen ,notwendigkeit durch 99,anaxagoras994 ,nach allem1 was wir von ihm wissen1 war 99,anaxagoras99 einer der bedeutendsten ,philosophen des ,altertums4 ,er wurde um #ejj v4 ,chr4 in ,kleinasien geboren und siedelte nach den ,perserkriegen nach ,athen ber1 wo er zu 99,perikles99 in freundschaftliche ,beziehungen trat4 99,anaxagoras99 erblickte im ,nachdenken ber die ,natur und das ,geschehen seine ,aufgabe und verpflanzte diese ,art des ,philosophierens nach ,athen1 das in der ,folge zum ,mittelpunkt des geistigen ,lebens der ,alten wurde4 ,seine ,schrift ber die ,natur war zur ,zeit des 99,sokrates99 sehr verbreitet4 ,von dieser ,schrift sind leider nur ,fragmente erhalten geblieben#aig4 ,wie 99,empedokles99 geht 99,anaxagoras99 von der ,ansicht aus1 da alles ,geschehen ein ,gemischtwerden und eine ,entmischung sei1 wobei sich die ,menge des ,stoffes im ,weltall weder mehre noch mindere4 ,die hierzu erforderliche bewegende ,kraft erblickte er in einer vom ,stoff gesonderten1 freiwaltenden1 selbst unbewegten ,intelligenz4 ,diese nach ,zwecken handelnde ,intelligenz wird aber von ihm mehr vorausgesetzt als nachgewiesen4 ,daher werfen ihm 99,plato99 und 99,aristoteles99 vor1 sein #aih habe ihm zur ,erklrung nur als deus ex machina gedient4 ,aus dem ,urzustande oder dem ,chaos hat der nach 99,anaxagoras99 als ordnendes1 nicht als schaffendes ,prinzip das ,universum entstehen lassen4 ,eine ,erschaffung aus dem ,nichts ist eine orientalische ,vorstellung1 welche dem griechischen ,geiste wenig zusagte und uns daher bei den griechischen ,philosophen kaum begegnet4 ,der und die ,urbestandteile der ,dinge sind vielmehr von ,anbeginn vorhanden4 ,es ist der philosophische ,keim der ,lehre von der ,erhaltung von ,stoff und ,kraft1 der uns hier begegnet4 ,der versetzte die ,masse in eine ,art ,wirbelbewegung1 welche das ,gleichartige zusammenfhrte und das ,weltall in seiner jetzigen ,verfassung entstehen lie4 ,die spter von 99,kant99 und 99,laplace99 entwickelte ,nebularhypothese besagt1 wie wir sehen werden1 im ,grunde dasselbe4 ,nur da die ,neueren diese ,vorstellungen von der alten geozentrischen ,ansicht loslsten und sie vom ,standpunkte der koppernikanischen ,lehre entwickelten4 ,infolge der ,wirbelbewegung trennen sich nach 99,anaxagoras99 ther1 ,luft1 ,wasser und ,erde voneinander4 ,vom letzteren ,elemente verharren einzelne ,massen infolge der ,wirbelbewegung im ther1 der ihnen ,leuchtkraft verleiht und sie uns als ,gestirne erscheinen lt4 ,fr diese ,ansicht sprechen nach 99,anaxagoras99 die vom ,himmel fallenden ,meteoriten1 von denen er den #dbc v4 ,chr4 in ,aegospotamoi 7,thrazien7 gefallenen erwhnt4 ,er meint1 dieses ,eisenstck1 das bei ,tageslicht auf die ,erde herabgefallen sei#aii1 stamme von der ,sonne1 und mache es wahrscheinlich1 da letztere aus glhendem ,eisen bestehe4 ,auch der ,mond sei ein ,weltkrper wie unsere ,erde und besitze ,berge und ,tler1 eine ,vorahnung1 deren ,richtigkeit erst #bjjj ,jahre spter durch ,galilei erwiesen werden konnte#bjj4 99,anaxagoras99 teilte das ,schicksal vieler aufgeklrten ,geister4 ,er wurde im hohen ,alter als ,gottesleugner ins ,gefngnis geworfen und nur auf die ,verwendung des 99,perikles99 hin wieder in ,freiheit gesetzt4 ,die ,anklage sttzte sich besonders darauf1 da 99,anaxagoras99 die ,sonne fr einen glhenden ,meteorstein erklrt hatte4 ,ihm1 wie spter dem 99,sokrates99 und 99,aristoteles991 hat das atheniensische ,volk mit ,undank gelohnt4 ,erwies sich auch der auf 99,anaxagoras99 zurckzufhrende ,begriff der ,zweckmigkeit1 der in den platonischen ,ideen seine ,fortbildung fand1 whrend der spteren ,entwicklungsstufen der ,wissenschaft als unzureichend1 so war er doch fr die ,naturforschung des ,altertums von ,bedeutung und bei dem ,aufbau des das ,wissen jener ,zeit umfassenden1 aristotelischen ,lehrgebudes das eigentlich ,treibende4 ,hinderlich wurde die alte ,philosophie der ,wissenschaft zuweilen dadurch1 da sie sich mehr dichterisch schaffend als kritisch forschend verhielt4 ,man war zu leicht geneigt1 das ,wort fr das ,ding und den ,begriff fr das eigentliche ,wesen des ,dinges zu nehmen4 ,durch die ,wrter1 sagt daher 99,lange99 in seiner ,geschichte des ,materialismus#bja mit ,recht1 lieen 99,sokrates991 99,plato99 und 99,aristoteles99 sich tuschen4 ,wo ein ,wort war1 wurde ein ,wesen vorausgesetzt4 ,gerechtigkeit z4 ,b4 mute doch etwas bedeuten4 ,es mute also ,wesen geben1 welche den ,ausdrcken entsprechen4 ,in 99,platon99 7#dbg-cdg7 erreichte die griechische ,philosophie ihren ,hhepunkt4 ,sein ,system gipfelt darin1 da er die ,idee als die ,ursache und den ,zweck des ,geschehens betrachtet und auf diese ,weise das ,geistige und die ,krperwelt aus einem ,prinzip ableitet4 ,obgleich 99,platon99 wenig ,eigenes auf dem ,gebiete der ,mathematik geschaffen hat und seine ,neigung zu den ,naturwissenschaften nur gering war1 hat er dennoch diese beiden ,wissensgebiete in nicht geringem ,mae befruchtet4 ,gro war vor allen ,dingen der persnliche ,einflu1 den er als ,grnder der atheniensischen ,akademie auf seine ,schler ausbte4 ,zu ihnen zhlten 99,aristoteles991 99,eudoxos99 und 99,herakleides ,pontikos994 99,platon99 selbst wurde besonders durch die ,pythagoreer angeregt1 mit deren ,lehren er in ,grogriechenland bekannt geworden war4 ,auch in gypten ist 99,platon99 gewesen4 ,seine ,ansichten ber die ,natur entwickelt 99,platon99 in demjenigen seiner ,dialoge1 der den ,titel ,timos fhrt4 ,diese ,schrift ist in besonders hohem ,grade durch mythische und pythagoreische ,lehren beeinflut4 ,nach 99,platon99 besteht die ,welt nicht seit ,ewigkeit1 wie der fast gleichzeitig lebende 99,demokrit99 lehrte1 sondern sie hat einen ,beginn und einen ,schpfer4 ,ewig sind nur die ,ideen1 welche der ,schpfer1 das ist das bewegende ,prinzip1 mit dem zunchst ungeformten ,urgrund der materiellen ,welt 7etwa dem ,chaos zu vergleichen7 verbindet4 ,das ,ergebnis ist nicht eine ,unendlichkeit von ,welten1 sondern nur eine ,welt1 der die vollkommenste ,gestalt1 das ist die ,kugelform1 zukommt4 ,auch in den ,einzelheiten weicht die platonische ,auffassung in solchem ,mae von der mechanischen ab1 da sie nicht die ,grundlage der nach einer ,erklrung aus mechanischen ,prinzipien suchenden ,naturwissenschaften werden konnte4 ,die ,begrndung der griechischen ,mathematik4 ,in gleichem ,mae1 wie die ersten philosophischen ,bestrebungen anregend auf die ,forschung gewirkt haben1 war dies auch hinsichtlich der ,mathematik der ,fall4 ,zur vollen ,erkenntnis der ,wahrheit1 da nur durch die ,vereinigung des mathematischen ,verfahrens mit der experimentellen ,forschungsweise ,aussicht auf eine ,lsung der naturwissenschaftlichen ,probleme vorhanden ist1 sollte jedoch erst die neuere ,zeit gelangen4 ,es ist ein wesentlicher ,mangel der ,alten1 welche die ,mathematik wohl zu handhaben wuten1 da sie sich nicht in gleichem ,mae fr die ,ausbung des ,experiments befhigt zeigten4 ,mannigfache ,grnde sind hierfr ins ,feld gefhrt worden4 ,einer der wichtigsten bestand wohl in dem berschtzen der reinen ,geistesttigkeit gegenber jeder ,beschftigung mit materiellen ,dingen4 ,auch der ,umstand1 da die ,ausbung gewerblichen ,schaffens eines freien ,mannes unwrdig galt und in die ,hand der ,sklaven gelegt wurde1 war dem ,entstehen der experimentellen ,forschungsweise in hohem ,grade hinderlich#bjb4 ,wenn wir die ,entwicklung der ,mathematik1 die hier gleich den ,ergebnissen der ,philosophie nur soweit in ,betracht kommt1 wie sie die ,naturwissenschaften beeinflut hat1 nach ihren ersten1 an gyptische und babylonische ,elemente anknpfenden ,schritten weiter verfolgen1 so richtet sich unser ,blick von ,ionien nach einem anderen ,hauptsitz hellenischer ,bildung1 nmlich nach ,grogriechenland4 ,hatte man den ,wert der mathematischen ,betrachtungsweise in ,ionien berhaupt erst schtzen gelernt1 so finden wir dort1 bei 99,pythagoras99 und seinen ,anhngern eine betrchtliche berschtzung derselben4 ,wichtig ist vor allem1 da auch im brigen ,griechenland ,mnner auftraten1 die in der denkenden ,betrachtung der ,welt ihre ,lebensaufgabe erblickten4 ,als einer der ersten wird uns 99,pythagoras99 genannt4 ,da indes von seinem ,leben fast nichts verlautet und auch keine von ihm herrhrende ,schrift auf uns gekommen ist1 so tritt uns in 99,pythagoras99 wie in 99,thales99 eine sagenumwobene ,gestalt entgegen4 ,ersterer galt lange als der eigentliche ,begrnder der griechischen ,mathematik1 whrend fr 99,thales99 und 99,anaximander99 die ,mathematik als ,hilfswissenschaft zur ,lsung astronomischer ,aufgaben in ,betracht kam4 ,heute ist das ,urteil ber die ,bedeutung des 99,pythagoras99 wesentlich eingeschrnkt worden 7s4 ,s4 #hj74 99,pythagoras99 wurde um #eej v4 ,chr4 in ,samos geboren4 ber die ,grndung seiner ,schule gehen die ,nachrichten sehr auseinander4 ,es lt sich annehmen1 da er sich vorher gleich 99,thales99 in gypten1 vielleicht auch in ,babylon#bjc aufgehalten hat4 ,auch in diesem ,falle wrde es sich also um eine ,verpflanzung orientalischer ,wissenschaft auf den1 ihrer weiteren ,entwicklung besonders gnstigen ,boden ,griechenlands gehandelt haben4 99,pythagoras99 und seine ,schler gingen1 mehr ahnend als in wirklicher ,erkenntnis1 von der ,voraussetzung aus1 da eine durch ,ma und ,zahl bestimmte ,gesetzmigkeit alles natrliche ,geschehen beherrsche4 ,in einseitiger bertreibung dieses ,gedankens erblickten sie dann in den ,zahlen den urschlichen ,grund der ,erscheinungswelt4 ,den ,pythagoreern1 sagt 99,aristoteles991 ward die ,mathematik zur ,philosophie4 ,es handelte sich indessen bei ihnen mehr um bloe ,zahlenmystik1 als um die ,pflege und ,frderung exakter ,wissenschaft4 ,so bezogen sie die ,sechs auf ,belebung1 die ,sieben auf ,gesundheit1 die ,acht auf ,freundschaft usw4 ,diese ,zahlenmystik der ,pythagoreer ist zum ,teil wohl auf akustische ,versuche und das ,nachdenken ber das ,wesen der ,harmonie zurckzufhren4 ,man hatte bemerkt1 da der ,ton einer ,saite von bestimmter ,spannung in die ,oktave bergeht1 wenn man die ,lnge der ,saite auf die ,hlfte herabsetzt1 oder da gleich gespannte und gleich dicke ,saiten konsonierende ,tne geben1 wenn sich ihre ,lngen wie #a 3 #b1 #b 3 #c1 #c 3 #d1 #d 3 #e verhalten4 ,den ,grund dieser ,erscheinung suchten die ,pythagoreer nun in dem geheimnisvollen ,wesen der ,zahlen4 ,auch darin kam die ,vorstellung von der ,bedeutung der ,harmonie zum ,ausdruck1 da die von der pythagoreischen ,schule beeinflute ,medizin ,gesundheit als die ,symmetrie gewisser ,qualitten wie ,warm1 ,kalt1 ,trocken1 ,feucht usw4 betrachtete1 whrend ,krankheit in der ,strung dieser ,symmetrie bestehen sollte#bjd4 ,auf die ,pythagoreer werden zurckgefhrt -- wobei sich indes nicht unterscheiden lt1 was selbst gefunden und was an fremden ,elementen aufgenommen wurde -- die ,stze ber die ,winkelsumme im ,dreieck1 ber die ,kongruenz der ,dreiecke1 der sogenannte pythagoreische ,lehrsatz1 sowie die ,kenntnis des goldenen ,schnitts2 ferner die ersten ,kenntnisse der ,stereometrie1 insbesondere der fnf regelmigen ,polyeder und der ,kugel4 ,zeugnisse fr geometrische ,entdeckungen des 99,pythagoras99 enthlt die ,literatur des ,altertums an etwa zwlf ,stellen4 ,bei der ,beurteilung der ,zuverlssigkeit dieser ,zeugnisse ist indessen zu bercksichtigen1 da die ltesten ,angaben #ejj ,jahre1 die ,hauptquelle 799,proklos997 sogar #ajjj ,jahre nach 99,pythagoras99 niedergeschrieben wurden#bje4 99,proklos991 der sich auf die beiden verloren gegangenen ,schriften des 99,eudemos991 des ltesten ,geschichtsschreibers der griechischen ,mathematik#bjf1 sttzt1 hat 99,pythagoras99 nicht fr den ,entdecker des ,begriffes der irrationalen ,gren gehalten und ihm weder die ,konstruktion der regulren ,krper noch die ,entdeckung des pythagoreischen ,lehrsatzes zugeschrieben4 ,auch 99,zeller991 der ,geschichtsschreiber der griechischen ,philosophie1 ist schon der althergebrachten ,ansicht entgegengetreten1 nach welcher 99,pythagoras99 selbst als ,mathematiker ,hervorragendes geleistet haben soll4 ,das ,ergebnis aller neueren ,nachforschungen besteht darin1 da sich eine bestimmte ,leistung auf dem ,gebiete der ,mathematik 99,pythagoras99 mit ,sicherheit berhaupt nicht zuweisen lt4 ,die den ,griechen im allgemeinen nachgerhmte ,strenge der ,beweisfhrung war bei den ,pythagoreern noch wenig entwickelt4 ,sie verfuhren hufig noch induktiv und wuten das ,allgemeine von den ,einzelfllen noch nicht recht zu trennen4 ,immerhin kommt ihnen das ,verdienst zu1 da sie die ,mathematik von den ,bedrfnissen des ,lebens gesondert und sie als reine ,wissenschaft aufgefat haben#bjg4 ,vor allem wurde die ,lehre vom ,dreieck durch 99,pythagoras99 und seine ,schule so vollstndig entwickelt1 da 99,euklid991 als er die mathematischen ,kenntnisse der ,griechen in seinen ,elementen zusammenstellte1 nur wenig hinzuzufgen brauchte4 ,da die ,winkel des ,dreiecks zusammen zwei ,rechte betragen1 bewiesen die ,pythagoreer1 indem sie durch eine ,ecke eine ,parallele zur ,gegenseite zogen#bjh4 ,auf den nach 99,pythagoras99 benannten ,satz wurde man wahrscheinlich dadurch gefhrt1 da man die aus gypten oder ,babylon zu den ,griechen gedrungene ,erkenntnis1 ein ,dreieck sei rechtwinklig1 wenn sich seine ,seiten wie #c 3 #d 3 #e verhalten1 mit dem arithmetischen ,satze1 da #cb #db gleich #eb ist1 zu verbinden wute2 wie denn berhaupt die ,strke der spteren ,pythagoreer in der ,anwendung der ,zahlenlehre auf die ,geometrie bestand4 ,auch den ,satz1 da die drei ,winkelhalbierenden eines ,dreiecks sich in einem ,punkte schneiden1 haben die ,pythagoreer gekannt und zur ,auffindung des dem ,dreieck eingeschriebenen ,kreises verwertet#bji4 ,eingehend haben sie sich ferner mit den regelmigen ,polygonen und mit den fnf regelmigen ,polyedern beschftigt4 ,von letzteren waren der ,wrfel1 das ,tetrader und das ,oktader schon ,gegenstand der orientalischen ,mathematik gewesen4 ,das ,ikosader und das ,dodekader dagegen hat erst die pythagoreische ,schule konstruiert4 ,alle fnf ,krper legten die ,pythagoreer ihren mystischen ,welterklrungsversuchen zugrunde4 ,die ,welt sollte die ,form des ,dodekaders besitzen1 die vier brigen regulren ,krper dagegen fr die ,teilchen der vier ,grundstoffe1 ,feuer1 ,erde1 ,luft und ,wasser1 formbestimmend sein#baj4 ,zu der ,erkenntnis1 da es nur fnf regulre ,polyeder gibt1 d4 h4 ,krper1 die von gleichen1 gleichseitigen und gleichwinkligen ,ebenen begrenzt sind1 gelangte erst 99,euklid994 ,wie fr die ,geometrie1 so wurde damals auch in der ,arithmetik eine ,grundlage geschaffen1 welche den raschen ,aufschwung ermglichte1 den die ,mathematik bald darauf in ,griechenland erfuhr4 ,die ,pythagoreer schufen die ,begriffe der ,prim- und der relativen ,prim- oder teilerfremden ,zahlen4 ,aus dem ,orient bernahmen sie dann die ,begriffe ,quadrat- und ,kubikzahl1 mit denen die ,babylonier schon im #c4 ,jahrtausend v4 ,chr4 vertraut waren4 ,auch die ,lehre von den ,proportionen wurde von den ,pythagoreern gepflegt1 da die ,proportionen sich fr manche ,aufgaben1 die man heute durch ,gleichungen lst1 als besonders geeignet erwiesen4 ,neben der arithmetischen 7a - b c - d7 und der geometrischen 7a 3 b c 3 d7 erregten auch die durch ,gleichsetzung der inneren ,glieder sich ergebenden stetigen ,proportionen 7a - b b - c und a 3 b b 3 c7 die ,aufmerksamkeit der pythagoreischen ,schule4 ,auf den ,begriff des ,irrationalen wurden die ,pythagoreer gefhrt1 indem sie erkannten1 da die ,diagonale und die ,seite eines ,quadrates kein gemeinschaftliches ,ma besitzen4 ,die systematische ,darstellung der ,lehre von der ,irrationalitt erfolgte durch 99,euklid994 ,er dehnt sie auf mehrfache ,quadratwurzeln aus1 behandelt aber nur solche ,ausdrcke1 die sich mit ,zirkel und ,lineal konstruieren lassen#baa4 ,einige ,jahrhunderte unausgesetzter ,pflege der mathematischen ,wissenschaften1 mit denen sich auch die hervorragendsten unter den ,philosophen1 wie 99,platon99 und 99,aristoteles991 beschftigten1 gengte dann1 um in den ,werken des 99,apollonios99 und des 99,archimedes99 ,leistungen allerersten ,ranges heranreifen zu lassen4 ,besonders in der ,hand des letzteren wurde die ,mathematik zu einem ,werkzeug1 mit dem schon die ,bewltigung mancher physikalischen ,aufgabe gelang4 ,in der ,geschichte der griechischen ,mathematik nimmt der um #ddj wirkende 99,hippokrates99 von ,chios eine vermittelnde ,stellung zwischen der lteren ,schule der ,pythagoreer und den ,mathematikern des #d4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 ein4 99,hippokrates99 begrndete eine strengere ,beweisfhrung4 ,auch war er der erste1 der ein mathematisches ,lehrgebude verffentlichte#bab4 ,am bekanntesten ist sein ,satz von den ,mndchen 7,lunulae ,hippokratis74 ,er lautet3 ,gegeben sei ein dem ,halbkreise eingeschriebenes1 gleichschenkliges1 rechtwinkliges ,dreieck4 ,errichtet man dann ,halbkreise ber den ,katheten1 so sind a und a' 7die ,lunulae7 den ,stcken b und b' flchengleich 7,abb4 #ab74 99,hippokrates99 hat ferner bewiesen1 da sich die ,kreisflchen wie die ,quadrate der zugehrigen ,durchmesser verhalten4 ,auf ihn ist wahrscheinlich auch die ,exhaustionsmethode zurckzufhren1 die uns im ,verfolg der weiteren ,entwicklung der griechischen ,mathematik noch wiederholt beschftigen wird4 ,illustration3 ,abb4 #ab4 ,der ,satz des ,hippokrates4 ,der ,satz ber die ,lunulae ist deshalb von besonderem ,interesse1 weil er der erste gelungene ,versuch ist1 eine krummlinige ,figur zu quadrieren4 99,hippokrates99#bac glaubte sogar1 durch seinen ,satz der ,quadratur des ,kreises einen ,schritt nher gekommen zu sein4 ,seine auf die ,lsung dieses ,problems hinzielenden ,versuche muten indessen schon deshalb ergebnislos bleiben1 weil1 wie die neuere ,mathematik bewiesen hat1 die wahre ,quadratur des ,kreises nicht mglich ist4 ,des 99,hippokrates99 ,satz ber die ,lunulae war eine wichtige ,verallgemeinerung des pythagoreischen ,lehrsatzes4 ,letzterer beschrnkte sich auf ,quadrate4 ,das ,hinzukommen des neuen ,satzes lie schon die ,erkenntnis durchschimmern1 da1 ganz allgemein1 hnliche ,figuren ber den ,katheten zusammen einer hnlichen ,figur ber der ,hypotenuse flchengleich sind4 ,fr die alte ,mathematik besaen drei ,probleme eine treibende ,kraft1 wie wir sie fr die ,chemie in dem ,problem der ,metallverwandlung kennen lernen werden4 ,es waren dies die ,quadratur des ,kreises1 die ,verdopplung des ,wrfels oder das delische ,problem und die ,dreiteilung eines beliebigen ,winkels4 ,alle drei ,aufgaben waren so naheliegend und schienen so einfach zu sein4 ,und doch haben sie1 soweit sie berhaupt lsbar sind1 den grten ,mathematikern kaum berwindbare ,schwierigkeiten bereitet4 ,mit den ,versuchen1 die ,quadratur des ,kreises zu finden1 beginnt die griechische ,mathematik im #e4 ,jahrhundert v4 ,chr4 reine ,wissenschaft zu werden4 ,das ,problem beschftigt schon den 99,anaxagoras994 ,es fhrt bereits um jene ,zeit#bad zum ,exhaustionsverfahren1 das 99,archimedes99 weiter entwickelte und das als ,vorstufe zur ,integrationsmethode der neueren ,mathematik betrachtet werden kann4 ,da eine vollkommene ,lsung der ,quadratur nicht gefunden werden konnte1 so begngte man sich bei der ,exhaustionsmethode mit einer angenherten ,bestimmung4 ,man zeichnete in den ,kreis zunchst ein ,quadrat4 ber den ,seiten dieser ,figur errichtete man die ,seiten des dem ,kreise eingeschriebenen ,achtecks1 darber das eingeschriebene ,sechszehneck und so fort1 bis das schlielich erhaltene ,vieleck von dem ,kreise kaum noch abwich4 ,dieses ,vieleck wurde dann nach den bekannten ,verfahrungsweisen der ,elementarmathematik so oft in ein flchengleiches ,vieleck von geringerer ,seitenzahl umgeformt1 bis man schlielich das dem ,kreise annhernd flchengleiche ,quadrat gefunden hatte4 ,ein derartiges konstruktives ,verfahren war sehr umstndlich und um so fehlerhafter1 je grer die ,zahl der vorgenommenen ,konstruktionen war1 da ja jede einzelne von dem wahren ,werte mehr oder weniger abwich4 ,gleichfalls im #e4 ,jahrh4 v4 ,chr4 tauchte das delische ,problem auf4 ,seinen ,namen soll es daher erhalten haben1 da den ,deliern durch ein ,orakel befohlen wurde1 einem wrfelfrmigen ,altar den doppelten rumlichen ,inhalt zu geben4 ,das ,problem1 mit dem sich alle bedeutenden griechischen ,mathematiker1 unter ihnen auch 99,hippokrates99 von ,chios und 99,platon99 beschftigt haben1 fhrte zunchst zum ,begriff der ,kubikwurzel4 ,ist nmlich die ,kante des gegebenen ,wrfels a1 diejenige des gesuchten x1 so ist x#c #b;a#c und x a#b4 ,auf diesen ,ausdruck kam schon 99,hippokrates994 ,whrend aber fr die ,quadratwurzeln geometrische ,konstruktionen gefunden werden konnten1 versagte dieser ,weg zunchst bei der ,kubikwurzel#bae4 ,die ,gleichung x a#b bedeutet1 da die gesuchte ,seite des doppelten ,wrfels die erste 7x7 von zwei mittleren ,proportionalen 7x und y7 ist1 die man in ,form einer laufenden ,proportion zwischen die einfache 7a7 und die doppelte ,seite 7#b;a7 des gegebenen ,wrfels einschaltet4 ,ist nmlich a 3 x x 3 y y 3 #b;a1 so ist 7#a7 a 3 x x 3 y und 7#b7 x 3 y y 3 #b;a4 ,setzen wir den aus 7#b7 ermittelten ,wert fr y1 nmlich y 7#b;ax7 in ,gleichung 7#a7 ein1 so erhalten wir a 3 x x 3 7#b;ax71 daraus folgt3 x#b a7#b;ax7 x#d a#b #b;ax x#c #b;a#c x a#b4 ,die ,aufgabe war also gelst1 wenn es gelang den ,wert x1 ausgehend von der laufenden ,proportion a 3 x x 3 y y 3 #b;a1 zu konstruieren4 ,geometrisch ist diese ,proportion durch beistehende ,figur 7,abb4 #ac7 ausgedrckt3 ,,abcd ist ein ,rechteck4 ,,acd und ,,cde sind rechtwinklige ,dreiecke4 ,fr die in der ,figur mit a1 b1 x1 y bezeichneten ,stcke gelten dann nach einem bekannten ,satz ber die ,proportionalitt rechtwinkliger ,dreiecke die ,verhltnisse a 3 x x 3 y und x 3 y y 3 b#baf4 ,sptere ,mathematiker1 unter denen vor allen 99,platons99 ,schler 99,menchmos99 7etwa #cej v4 ,chr47 zu nennen ist1 gelangten durch die ,beschftigung mit dem delischen ,problem ber die ,geometrie der ,geraden und des ,kreises hinaus zu den fr die ,astronomie und die ,mechanik so beraus wichtigen1 als ,parabel1 ,ellipse und ,hyperbel bezeichneten ,kurven4 ,ausgehend von der schon 99,hippokrates99 gelufigen ,proportion a 3 x x 3 y y 3 b1 in welcher b fr den besonderen ,fall der ,wrfelverdoppelung gleich #b;a ist1 erkannte 99,menchmos991 da die aus jener ,proportion folgenden ,ausdrcke x#b ay und y#b bx zu einer neuen ,kurve fhren4 ,beide ,ausdrcke sind nmlich in der ,form gleich und enthalten daher auch die gleiche ,forderung4 ,ins ,geometrische bersetzt bedeuten sie nmlich1 an eine ,gerade ein ,rechteck 7ay7 so anzutragen 771 da der ,inhalt einem ,quadrate 7x#b7 gleich ist4 ,illustration3 ,abb4 #ac4 ,konstruktion zur ,lsung des delischen ,problems4 99,menchmos99 erkannte1 da der geometrische ,ort fr die ,schnittpunkte aller1 dieser ,bedingung gengenden ,rechtecke eine vom ,kreise abweichende krumme ,linie bildet1 die spter wegen des ,antragens 77 des ,rechteckes an die ,gerade den ,namen ,parabel erhielt4 ,er zeigte weiter1 da sich der fr die ,wrfelverdoppelung gesuchte ,wert x als ,schnittpunkt einer ,parabel mit einer ,hyperbel oder als ,schnittpunkt zweier ,parabeln ermitteln lt4 ,doch wrde ein weiteres ,eingehen auf diese ,konstruktionen hier zu weit fhren4 ,jedenfalls steht fest1 da 99,menchmos99 mit einer punktweisen ,konstruktion beider ,kurven und mit ihren ,grundeigenschaften1 ja sogar mit den ,asymptoten der ,hyperbel bekannt war#bag4 ,die ,beziehung der von ihm untersuchten ,kurven zur ,kegeloberflche hat 99,menchmos99 wahrscheinlich noch nicht erkannt1 jedenfalls gelangte er zu diesen ,kurven1 indem er sich bemhte1 fr einen arithmetischen ,ausdruck den zugehrigen geometrischen ,ort zu bestimmen#bah4 ,auch die ,aufgabe1 einen ,winkel in drei gleiche ,winkel zu zerlegen1 fhrte1 wie das delische ,problem1 auf kubische ,gleichungen und hhere ,kurven4 ,so gelang es um #djj v4 ,chr4#bai die ,dreiteilung des ,winkels mit ,hilfe der ,quadratrix genannten ,kurve auszufhren#bbj4 ,die ,beschftigung mit dem delischen ,problem und den ,kegelschnitten fhrte im ,verlauf der ersten ,hlfte des #d4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 auch zu einem tieferen ,eindringen in die ,wahrheiten der ,stereometrie4 ,vor allem sehen wir 99,platon99 und seine ,schler auf diesem ,gebiete ttig4 ,auf den unbefriedigenden ,zustand dieser ,wissenschaft wies er mit folgenden ,worten hin3 ,hinsichtlich der ,messungen von allem1 was ,lnge1 ,breite und ,hhe hat1 legen die ,griechen eine in allen ,menschen von ,natur vorhandene1 aber ebenso lcherliche wie schmhliche ,unwissenheit an den ,tag4 99,platon99 gebhrt aber auch das allgemeinere ,verdienst1 die mathematische ,methode dadurch verbessert zu haben1 da er jeden ,satz auf ,vorderstze zurckfhrte1 bis er endlich zu ,axiomen und ,definitionen als den1 weitere ,voraussetzungen entbehrenden ,grundlagen der ,mathematik gelangte4 ,auch die ,erfindung des indirekten ,beweisverfahrens wird 99,platon99 zugeschrieben#bba4 ,unter den stereometrischen ,stzen1 welche die platonische ,schule auffand1 verdienen besonders zwei hervorgehoben zu werden4 ,es ist das der ,satz von der ,raumgleichheit der ,pyramide mit dem dritten ,teile des ,prismas von gleicher ,grundflche und gleicher ,hhe4 ,ferner erkannte man1 da ,kugeln sich in bezug auf den ,rauminhalt wie die dritten ,potenzen ihrer ,durchmesser verhalten#bbb4 ,um jene ,zeit scheint auch die ,entdeckung stattgefunden zu haben1 da ,ellipse1 ,parabel und ,hyperbel wie der ,kreis als ,kurven auf der ,kegeloberflche 7,kegelschnitte7 entstehen1 wenn man ,ebenen in verschiedener ,neigung zur ,kegelachse durch den ,kegel legt#bbc4 ,die ,anfnge der griechischen ,astronomie#bbd4 ,nicht so erfolgreich wie auf den ,gebieten der ,philosophie und der ,mathematik sind die ,griechen whrend dieser ,periode in der ,astronomie gewesen4 ,die ,anfnge dieser ,wissenschaft verdankten sie den ,sternwarten ,mesopotamiens1 so die ,kenntnis der ,ekliptik1 der ,tierkreiszeichen1 der ,planetenreihe usw4 ,auch das ,duodezimal- sowie das ,sexagesimalsystem und die auf diesen ,systemen beruhenden ,mae gelangten ber die ionischen ,stdte1 welche dem babylonischen ,einflu weit geffnet waren1 nach ,griechenland#bbe4 ,groe ,schwierigkeiten bereitete den ,griechen ihre ,zeitrechnung1 der sie anfangs die ,bewegung des ,mondes zugrunde legten4 ,man sah dieses ,gestirn in rascher ,folge einen ,wechsel von ,lichtgestalten durchlaufen und gelangte dadurch zur ,aufstellung des synodischen ,monats1 dessen ,dauer #bi ,tage #ab ,stunden und #dd ,minuten betrgt4 ,es ist nun sehr wahrscheinlich1 da der erste ,versuch1 die ,rechnung nach ,mond und ,sonne zu regeln1 zur ,festsetzung eines ,zeitraums von #ab ,monaten zu #cj ,tagen fhrte4 ,ein solcher ,kalender konnte den ,bedrfnissen jedoch nicht lange gengen1 da er dem tatschlichen ,verlauf der himmlischen ,bewegungen zu wenig entsprach4 ,der nchste ,schritt bestand deshalb darin1 da man den ,monat abwechselnd zu #bi und #cj ,tagen rechnete4 ,dadurch wurde das ,jahr aber auf #ced ,tage verkrzt4 ,mit diesem ,zeitabschnitt rechneten die ,griechen1 bis 99,solon99 den bedeutenden ,ausfall1 den man erlitten1 dadurch ausglich1 da er jedem zweiten ,jahre einen vollen ,monat von #cj ,tagen zulegte4 ,auf das ,jahr kamen also im ,mittel 7#b #ced #cj7_/b #cfi ,tage1 was noch immer eine starke ,abweichung von der wirklichen ,dauer bedeutete4 ,einer der ersten1 der sich 7um #dfj v4 ,chr47 bemhte1 die ,kalenderrechnung durch einen besseren ,ausgleich zwischen dem ,mondumlauf und dem ,sonnenjahr zu regeln1 war der ,astronom 99,oenopides99 auf ,chios1 zu dessen ,schlern wahrscheinlich 99,hippokrates99 von ,chios zhlte4 99,oenopides99 setzte #gcj ,mond-,monate #ei ,sonnen-,jahren gleich und kam so zu einer ,jahreslnge von #cfe1cgc ,tagen4 ,er soll auch viel zur bermittlung der gyptischen und babylonischen ,astronomie beigetragen und den aus gleichen ,abschnitten bestehenden ,tierkreis in ,griechenland eingefhrt haben4 ,auch dadurch hat er sich einen ,namen gemacht1 da er die regelmig wiederkehrenden ,nilschwellen auf kosmische ,ursachen zurckfhrte4 ,die ,verwirrung1 in welche der ,kalender der ,griechen geraten war1 hat ihr groer ,lustspieldichter 99,aristophanes99#bbf dadurch verspottet1 da er den ,mond ber einen solch unhaltbaren ,zustand sich beklagen lt4 ,erst dem atheniensischen ,mathematiker 99,meton99 gelang #dcc v4 ,chr4 die endgltige ,beseitigung dieses ,wirrsals4 ,er fhrte einen ,zyklus ein1 der #ai ,jahre und innerhalb dieses ,zeitraums #abe volle und #aaj leere ,monate umfate1 so da das ,jahr 7#abe #cj #aaj #bi7_/ai #cfe1bfc ,tage enthielt1 whrend der wahre ,wert des ,sonnenjahres sich auf #cfe1bdb ,tage beluft#bbg4 ,die ,einteilung nach ,stunden1 fr die sich bei 99,herodot99 noch keine besondere ,bezeichnung findet1 scheint erst gegen das ,ende des #d4 vorchristlichen ,jahrhunderts in ,gebrauch gekommen zu sein4 ,vorher begngte man sich damit1 da man aus der ,schattenlnge des eigenen ,krpers oder eines senkrechten ,sonnenzeigers auf das ,vorrcken der ,tageszeit schlo#bbh4 ,zu einer annhernden ,bestimmung des ,sonnenjahres mute man gelangen1 sobald man zur genaueren ,messung der ,schattenlnge mit ,hilfe des ,gnomons berging4 ,man erkannte1 da die ,mittagshhen und damit die ,tageslngen und die ,jahreszeiten innerhalb einer ,periode von #cfe-a_/d ,tagen wiederkehren4 ,zu dieser ,erkenntnis kam die ,beobachtung1 da innerhalb derselben ,periode gewisse ,fixsterne nacheinander in der ,nhe der auf- oder untergehenden ,sonne gesehen werden4 ,daraus schlo man1 da die stete nderung in der ,kulmination der ,sonne daher rhre1 da dieses ,gestirn im ,laufe eines ,jahres einen zum ,himmelsquator geneigten ,kreis beschreibt4 ,um die ,neigung dieses1 als ,ekliptik#bbi bezeichneten ,kreises zu bestimmen1 war es erforderlich1 die grte und die geringste ,mittagshhe an einem ,orte zu messen und das ,mittel aus der ,differenz dieser ,hhen zu nehmen4 ,der erste ,grieche1 der die ,schiefe der ,ekliptik auf diesem ,wege bestimmte1 soll 99,anaximander99 gewesen sein#bcj4 ,indes begegnen wir weit frheren ,angaben4 ,so fanden chinesische ,astronomen schon um #aajj v4 ,chr4 fr die ,schiefe der ,ekliptik ziemlich richtig den ,wert von #bc #eb'4 ,hinsichtlich der ,beschaffenheit des ,mondes gelangte man schon frhzeitig zu der ,vorstellung1 da es sich um eine freischwebende1 von der ,sonne beleuchtete ,kugel handele4 ,seine ,flecken wurden von einigen als ,unebenheiten1 von anderen 7wie 99,aristoteles997 als ,spiegelbilder unserer ,erdteile und ,meere aufgefat4 ,schon 99,anaxagoras99 hat sich die ,frage vorgelegt1 weshalb ein1 der ,erde so naher und vermutlich um vieles kleinerer ,himmelskrper nicht zur ,erde herunterfalle4 ,er trifft auch so ziemlich das ,richtige1 wenn er die ,mondbewegung mit der ,bewegung in einer ,schleuder vergleicht1 durch deren raschen ,umschwung die ,neigung zu fallen gleichfalls aufgehoben werde4 ,whrend die ,entdeckung der greren ,planeten aus der ,vernderung ihrer ,stellung zu den ,fixsternen auf den ersten ,blick erfolgen mute1 setzte die ,auffindung des ,merkur1 der sich im ,mittel nur um #bc ,grade von der ,sonne entfernt und daher in hheren ,breiten nur in der ,dmmerung mit guten ,augen wahrzunehmen ist1 schon eine grere ,aufmerksamkeit voraus4 ,auch der ,saturn wird wegen seines langsamen ,fortrckens erst verhltnismig spt als ,wandelstern erkannt worden sein4 ,eine systematisch geordnete ,reihe von ,beobachtungen gehrte dazu1 die ,zeiten festzustellen1 innerhalb deren die ,planeten in ihre frhere ,stellung zurckkehren4 ,so gelangte man zu der ,erkenntnis1 da ,jupiter in #ab1 ,saturn dagegen erst in #cj ,jahren ihren ,weg am ,fixsternhimmel vollenden4 ,grere ,schwierigkeiten boten der ,mars und die innerhalb der ,erdbahn befindlichen ,planeten ,merkur und ,venus dar4 ,da letztere beiden jedoch stets in der ,nhe der ,sonne erscheinen1 so muten sie der geozentrischen ,vorstellung gem etwa dieselbe ,umlaufszeit besitzen4 ,als ,grund dieser smtlichen ,unterschiede nahm man einen verschieden groen ,abstand der ,himmelskrper von der im ,mittelpunkte ruhend gedachten ,erde an4 ,saturn1 dessen ,umlauf die lngste ,zeit erfordert1 mute dementsprechend auch am weitesten von der ,erde entfernt sein1 whrend der ,mond1 der zwlfmal in einem ,jahre seinen ,umlauf vollendet1 als der dem ,mittelpunkte am nchsten befindliche ,himmelskrper galt4 ,man gelangte daher zu dieser ,reihenfolge3 ,mond1 ,sonne1 ,merkur1 ,venus1 ,mars1 ,jupiter1 ,saturn4 ,die ,pythagoreer legten sich zuerst die ,frage nach dem ,verhltnis der ,abstnde der ,planeten vor4 ,sie bewegten sich hierbei jedoch auf dem ,gebiet der bloen ,zahlenmystik4 ,da sie bei ihren akustischen ,untersuchungen auf einfache ,beziehungen zwischen den ,lngen harmonisch tnender ,saiten gestoen waren1 hielten sie sich fr berechtigt1 auch am ,himmel solche einfachen ,verhltnisse ohne weiteres anzunehmen4 ,so nahm spter 99,platon99 an1 da sich ,mond1 ,sonne1 ,venus1 ,merkur1 ,mars1 ,jupiter1 ,saturn in ,abstnden von der ,erde befnden1 die sich wie #a 3 #b 3 #c 3 #d 3 #h 3 #i 3 #bg verhielten#bca4 ,durch das ,obwalten solcher ,beziehungen sollte dann1 hnlich wie im ,reiche der ,tne1 eine ,konsonanz entstehen4 ,man dachte sich nmlich1 jeder ,planet rufe als ein in rascher ,bewegung befindlicher ,krper einen ,ton hervor1 und dies verursache die ,harmonie der ,sphren4 ber die ,entfernung der ,fixsterne1 welche der uersten der acht konzentrischen ,sphren angehren sollten1 lt 99,platon99 nichts verlauten4 ,derartige ,spekulationen1 so berflssig sie auch nach der ,entdeckung der tatschlich obwaltenden ,verhltnisse erscheinen mgen1 sind fr die ,entwicklung der astronomischen ,wissenschaft durchaus nicht ohne ,belang gewesen4 ,sie waren es1 die zu ,versuchen anregten1 die ,richtigkeit der angenommenen ,werte zu prfen4 ,und wir werden sehen1 auf welche ,weise man in der nchstfolgenden1 schon der ,messung zugewandten ,periode der griechischen ,astronomie1 der ,lsung dieser ,aufgabe nher kam4 ,zu allen ,zeiten hat der ,weg der ,forschung darin bestanden1 da auf einer gewissen ,stufe der ,erkenntnis ,hypothesen ersonnen wurden1 an welche sich die weiteren ,versuche behufs einer ,prfung anschlossen4 ,auch als spter 99,kepler99 das ,problem1 das wir jetzt verlassen1 wieder aufnahm1 trat er mit der vorgefaten ,meinung an dasselbe heran1 die ,planeten mten1 wie so manches in der ,natur1 nach einfachen ,verhltnissen geordnet sein4 ,so ist das von den ,pythagoreern aufgeworfene ,problem bis in die neueste ,zeit eine der fundamentalen ,aufgaben geblieben1 welche die ,astronomie mit immer grerer ,genauigkeit zu bewltigen strebt4 ,hatten die ,chalder und die gypter die ,himmelserscheinungen in ,jahrhunderte umfassenden ,beobachtungsreihen nur aufgezeichnet und dadurch das wertvollste1 den ,griechen zu ,gebote stehende ,material fr eine weitere ,entwicklung der ,astronomie geschaffen1 so ging das jngere1 der ,ergrndung der ,ursachen mit regem ,geiste zustrebende ,volk zuerst zu einer 99,erklrung99 dieser ,erscheinungen ber4 ,einen besonderen ,anreiz bot diese ,aufgabe den ,schlern 99,platons991 der in seinem ,timos die ,frage nach der ,entstehung und der ,anordnung des ,weltgebudes aufgeworfen hatte4 ,mehr aus philosophischen als aus deutlich erkannten astronomischen ,grnden war man gleich den ,pythagoreern geneigt1 der ,erde keine das ,all beherrschende1 zentrale ,stellung zuzuschreiben4 ,dieser ,gedanke wurde von 99,platons99 ,schler 99,herakleides ,pontikos99 weiter verfolgt und zu einer heliozentrischen ,theorie erweitert1 welche besonders durch 99,aristarch von ,samos99 im #c4 ,jahrhundert v4 ,chr4 ausgebildet wurde4 ber die ,anfnge der heliozentrischen ,weltanschauung1 die bis in die ,schule des 99,pythagoras99 und 99,platons99 zurckreichen1 haben insbesondere die ,forschungen 99,boeckhs99#bcb und 99,schiaparellis99#bcc ,licht verbreitet4 ,es ist frher wohl behauptet worden1 da 99,pythagoras99 selbst schon die ,bewegung der ,erde gelehrt habe4 ,fr die ,ansicht1 da 99,pythagoras99 eine andere als die im frhen griechischen ,altertum herrschende geozentrische ,ansicht gelehrt habe1 spricht jedoch nichts ,sicheres4 ,dagegen mssen wir annehmen1 da die ,lehre von der ,kugelgestalt der ,erde in der pythagoreischen ,schule schon galt1 als sie in ,griechenland noch unbekannt war#bcd4 ,frher als die ,erde stellte man sich den ,himmel als eine ,kugel vor1 an deren ,oberflche die ,sterne angeheftet seien4 ,als man jedoch bemerkte1 da der ,mond1 die ,sonne und die ,planeten an den ,sternbildern vorberziehen und die ,planeten mitunter fr kurze ,zeit von dem ,monde verdeckt werden1 da konnte man sich der ,erkenntnis nicht verschlieen1 da die ,entfernungen der ,himmelskrper von der ,erde verschieden seien4 ,den ,versuch1 die ,bewegung und die gegenseitige ,stellung der ,himmelskrper in ihrem ,verhltnis zur ,erde zu erklren1 machten unter den ,griechen zuerst die ,pythagoreer4 ,unter ihnen war es der im #e4 ,jahrhundert lebende 99,philolaos991 dem wir die ersten schriftlichen ,aufzeichnungen ber diese1 fr die weitere ,entwicklung der ,weltanschauung grundlegenden ,lehren verdanken4 ,man hat es hier keineswegs mit bloen ,phantasieerzeugnissen zu tun4 ,mit ,recht sagt daher 99,schiaparelli993 ,das ,system des 99,philolaos99 ist nicht die ,frucht einer ungeordneten ,einbildung1 sondern es ist aus der ,tendenz entstanden1 die ,daten der ,beobachtung mit einem prstabilierten ,prinzip ber die ,natur der ,dinge in bereinstimmung zu bringen#bce3 ,dieses ,prinzip war die in der pythagoreischen ,schule entstandene ,lehre von der ,harmonie1 die berall1 also auch im ,kosmos1 herrschen sollte4 ,bei der ,wichtigkeit der durch 99,philolaos99 bermittelten ,lehren fr das ,verstndnis der von 99,platon991 von 99,herakleides99 und 99,aristarch99 entwickelten ,ansichten wollen wir an der ,hand der von 99,boeckh99 herausgegebenen ,bruchstcke uns ein ,bild von diesen frhesten kosmologischen ,vorstellungen zu machen suchen2 letztere fhrten in ihrer weiteren ,entwicklung schon im ,altertum zu einer heliozentrischen ,weltansicht4 ,nach 99,philolaos99 gibt es nur eine ,welt1 den ,kosmos1 und dieser besitzt die ,gestalt einer ,kugel#bcf4 ,in der ,mitte des ,alls befindet sich das ,zentralfeuer4 ,die ,peripherie wird von dem unbegrenzten ,olymp gebildet1 der seiner ,natur nach ebenfalls ,feuer ist1 wenn wir dieses vllig farblose ,feuer auch nicht wahrnehmen knnen4 ,nur durch die ,sonne1 die an sich ein dunkler1 glasartiger ,krper ist1 wird das ,feuer des ,olymps so modifiziert1 da wir es wahrnehmen4 ,vielleicht ist man durch die ,milchstrae zu der ,annahme eines alles umschlieenden feurigen ,olymps gefhrt worden4 ,zwischen dem letzteren und dem ,zentralfeuer bewegen sich zehn gttliche ,krper1 nmlich die ,fixsternsphre1 die fnf ,planeten1 dann die ,sonne1 unter ihr der ,mond1 wie man aus den ,verfinsterungen der ,sonne schlieen mute1 dann die ,erde und endlich1 dem ,zentralfeuer zunchst1 die ,gegenerde4 ,whrend 99,platon99 im ,timos die ,erde als den ,mittelpunkt bezeichnet1 wird also bei 99,philolaos99 -- und zwar zuerst -- der ,erde eine ,bewegung zugeschrieben4 ,erde und ,gegenerde bewegen sich in #bd ,stunden um das ,zentralfeuer4 ,daraus erklrt sich die tgliche ,umdrehung des ,fixsternhimmels4 ,die ,gegenerde ist im ,grunde genommen die den ,bewohnern des ,mittelmeeres entgegengesetzte ,hemisphre4 ,denken wir uns diese ,hemisphre von der den ,griechen bekannten losgelst und das ,zentralfeuer1 das man spter in den ,mittelpunkt der ,erde versetzte1 gleichfalls in den ,weltraum hinausverlegt1 so erkennen wir1 da 99,philolaos99 mit seiner ,erde und ,gegenerde und ihrer gleichlaufenden tglichen ,bewegung um das ,zentralfeuer die scheinbare tgliche ,bewegung des ,fixsternhimmels begreiflich gemacht hat4 ,bei einer solchen ,bewegung bekommen wir die ,gegenerde natrlich nie zu sehen1 ebensowenig wie wir die der unseren entgegengesetzte ,hemisphre von unserem ,standort aus erblicken knnen4 ,indem sich die ,gegenerde innerhalb der ,erdbahn um das ,zentralfeuer bewegt1 und zwar so1 da sich die ,gegenerde stets zwischen der ,erde und dem ,zentralfeuer befindet1 bekommen wir die weit auerhalb des ,systems ,zentralfeuer1 ,gegenerde1 ,erde befindliche ,sonne whrend dieser parallelen und konzentrisch erfolgenden ,bewegung der ,erde und der ,gegenerde so lange nicht zu sehen1 als wir uns auf der von der ,sonne abgekehrten ,seite befinden4 ,wir sind dann im ,schatten der ,gegenerde1 die uns das ,sonnenlicht whrend der ,hlfte des ,tages genau so verbirgt1 wie es in ,wirklichkeit die aus der ,vereinigung von ,erde und ,gegenerde hervorgehende ,erdkugel tut4 ,derjenige1 der an ,stelle der tglichen ,bewegung um ein ,zentralfeuer die tgliche ,rotation unseres ,planeten um seine ,achse setzte und damit die ,annahme der ,gegenerde und jenes ,zentrums berflssig machte1 war 99,herakleides ,pontikos994 99,herakleides99#bcg ging aber noch einen ,schritt weiter1 indem er die ,sonne schon als ,mittelpunkt fr die ,bewegungen der beiden inneren ,planeten1 ,merkur und ,venus1 ansprach4 ,diese ,vorstellung hat spter bekanntlich 99,tycho99 auf alle ,planeten mit alleiniger ,ausnahme der ,erde ausgedehnt#bch4 ,die ,annahme1 da ,merkur und ,venus sich um die ,sonne bewegen1 entsprang der ,beobachtung1 da beide ,planeten sich nur wenig von der ,sonne entfernen1 nmlich ,merkur im ,mittel #bc1 ,venus hchstens #dh4 ,daher sagt auch 99,vitruv993 ,merkur und ,venus haben1 da sie sich um die ,sonne als ,mittelpunkt ihres ,laufes bewegen1 ihre ,stillstnde und ,rcklufe in die ,sonnenstrahlen eingetaucht#bci4 ,auch 99,platon99 beschftigt sich mit diesem ,problem1 und zwar im ,timos4 ,nach ihm setzte ,gott den ,mond in den ersten ,kreis um die ,erde1 die ,sonne dagegen in den zweiten ,kreis4 ,von ,merkur und ,venus heit es dort#bdj1 sie seien in die ,kreise gesetzt worden1 welche an ,schnelligkeit sich zwar mit dem ,kreislauf der ,sonne gleich bewegen1 jedoch eine diesem entgegengesetzte ,wirksamkeit erlangt haben4 ,deswegen holen die ,sonne1 ,merkur und ,venus auf gleiche ,weise einander ein und werden voneinander eingeholt4 ,mit solchen dunklen ,andeutungen war das ,problem der ,stillstnde und ,rcklufe indessen nicht gelst4 ,eine ,theorie1 die sich diesen ,erscheinungen schon besser anpate1 gab 99,eudoxos99 durch die ,annahme von homozentrischen ,sphren4 ,vermittelst dieser ,theorie gelang es1 die ,bewegungen des ,jupiter und des ,saturn vom geozentrischen ,standpunkte aus begreiflich zu machen4 ,da die ,hypothese des 99,herakleides ,pontikos99 eine ,erklrung fr das ,verhalten von ,merkur und ,venus gab1 whrend die ,theorie der homozentrischen ,sphren hier versagte1 lag es nahe1 zu untersuchen1 ob die ,hypothese des 99,herakleides99 sich nicht auf die ueren ,planeten ausdehnen liee4 ,so gelangte man zu dem ,system1 das spter 99,tycho99 annahm4 ,mond und ,sonne bewegen sich danach um die ,erde1 whrend die smtlichen ,planeten gleichzeitig die ,sonne umkreisen4 ,alle brigen ,gestirne betrachtete man wohl als ,gesteinsmassen1 welche durch die ,schnelligkeit des ,umschwungs erglhten4 ,so dachten 99,demokrit99 und 99,anaxagoras991 whrend andere sie fr ffnungen des ,himmelsgewlbes hielten1 aus denen das uerste ,element1 das ,feuer1 hervorbrechen sollte4 ,spter sah man die ,fixsterne als ,weltkrper an1 die ihrem ,wesen nach der ,sonne und dem ,monde gleich seien4 ,nach 99,herakleides ,pontikos99 7s4 vorige ,seite7 endlich war jedes ,gestirn wie das unsere eine ,welt fr sich4 ,da die ,fixsterne sich in verschiedener ,entfernung von uns befinden knnten1 vermutete man im ,altertum noch kaum#bda4 ,es herrschte vielmehr die ,vorstellung1 da smtliche ,fixsterne einer ,sphre angehrten#bdb4 99,platon99 und 99,herakleides99 waren dagegen der ,ansicht1 da das ,weltall unendlich und ebenso wie jedes einzelne ,gestirn beseelt sei4 ,gleichzeitig mit den ersten ,beobachtungen und ,spekulationen ber die ,himmelskrper beginnt die ,frage nach der ,beschaffenheit unseres irdischen ,wohnsitzes den forschenden ,geist zu beschftigen4 ,lange dauerte es1 bis man sich von dem ,eindruck1 da die ,erde eine kreisfrmige ,scheibe sei1 losgerungen hatte4 99,homer99 und 99,hesiod99 waren noch darin befangen4 ,letzterer lt die ,sonne whrend der ,nacht im ,ozean nach ,osten schwimmen1 wo sie sich frhmorgens wieder erhebt4 ,der ,himmel selbst ist nach ihm ein ,gewlbe von solcher ,hhe1 da ein schwerer ,gegenstand von dort neun ,tage und neun ,nchte fllt1 bis er die ,erde erreicht4 ,die berzeugung1 da die um das ,mittelmeer gelegenen ,lnder nur einen kleinen ,teil der ,erde ausmachen1 hatte schon vor 99,aristoteles99 ,platz gegriffen4 ,so sagt 99,platon99 im ,phaedon#bdc3 ,die ,erde ist gro4 ,wir haben davon nur einen kleinen ,teil um das ,mittelmeer herum inne1 whrend andere ,menschen viele andere hnliche ,rume bewohnen4 ,in derselben ,schrift heit es1 die ,erde schwebe in der reinen ,himmelsluft oder dem ther und sei1 von ferne betrachtet1 einem ,balle hnlich4 ,der ,ursprung der ,zoologie und der ,botanik4 ,whrend die ,mathematik1 die ,philosophie und die ,astronomie bei den ,griechen der voraristotelischen ,zeit schon deutlich als besondere ,wissenszweige hervortreten1 ist dies bezglich der ,botanik und der ,zoologie noch kaum der ,fall4 ,den ,pflanzen wandte man sich aus medizinischem und landwirtschaftlichem ,interesse zu4 ,so erzhlt uns 99,theophrast991 den wir als einen der frhesten botanischen ,schriftsteller kennen lernen werden1 von den ,rhizotomen 7,wurzelgrbern7 und den ,pharmakopolen 7,arzneihndlern7 der ersten griechischen ,zeit4 ,war das ,ziel dieser ,mnner auch ein berwiegend praktisches und ihr ,tun mit vielen aberglubischen ,gebruchen gemischt1 so schufen sie doch die erste ,quelle des ,wissens1 nmlich die empirische ,grundlage1 zu der dann spter die ,spekulation als zweites nicht weniger wichtiges ,element hinzutreten mute1 um mit der ,empirie vereint zu wahrer ,wissenschaft heranzuwachsen#bdd4 99,theophrast99 sagt von den ,rhizotomen1 sie htten vieles richtig bemerkt1 vieles aber auch marktschreierisch bertrieben4 ,da sie beim ,ausgraben der ,wurzeln auf den ,flug der ,vgel und den ,stand der ,sonne achteten1 erschien 99,theophrast99 als ,torheit4 ,die ,pflanzenkenntnis der ,griechen und die ,zahl der den ,hirten1 ,jgern1 ,landleuten und den erwhnten ,rhizotomen bekannten ,pflanzen waren bei einer so vielseitigen1 mehrere tausend ,bltenpflanzen umfassenden ,flora1 wie sie ,griechenland beherbergt1 gewi nicht unbedeutend4 ,einen ,rckschlu gestattet uns der ,sprachschatz jenes ,zeitalters4 ,in den homerischen ,gesngen z4 ,b4 werden #fc ,pflanzen erwhnt4 ,in den hippokratischen ,schriften finden sich #bcf ,pflanzennamen1 und bei 99,theophrast991 dem ,zeitgenossen des 99,aristoteles991 begegnen uns gar #dee1 unter denen nur wenige sind1 die nicht der ,flora ,griechenlands angehren4 ,die ltesten fragmentarischen ,aufzeichnungen ber botanische ,dinge treffen wir bei dem ,philosophen 99,empedokles991 dem ,begrnder der ,lehre von den vier ,elementen oder1 wie er sich ausdrckte1 den ,wurzeln der ,dinge#bde4 ,vom wissenschaftlichen ,standpunkte aus sind die ,ansichten1 welche 99,empedokles99 ber die ,natur der ,pflanze uert1 nicht allzu hoch einzuschtzen4 ,er meint1 unter allen lebenden ,wesen seien zuerst die ,bume aus der ,erde hervorgegangen4 ,seiner ,lehre von der ,allbeseelung der ,natur entspricht die ,meinung1 da die ,pflanzen wie die ,tiere ,gefhle der ,lust und ,unlust1 ja ,einsicht und ,verstand besen4 ,wisse denn1 alles erhielt ,anteil an ,sinn und ,verstndnis ist ein ,wort1 das man dem ,philosophen zuschreibt#bdf4 ,aus der ,beseelung der ,pflanzen erklrte 99,empedokles99 ,erscheinungen1 die wir auf mechanische ,ursachen zurckfhren1 wie das ,erzittern1 das ,ausstrecken der ,zweige gegen das ,licht und das ,emporschnellen herabgebogener ste#bdg4 ,auch die ersten ,keime der ,lehre von den ,geschlechtern der ,pflanzen begegnen uns bei 99,empedokles991 wenn es sich bei ihm auch nur um eine dunkle ,ahnung handelte4 ,so berichtet 99,aristoteles991 99,empedokles99 habe gemeint1 auch die ,bume brchten ,eier hervor4 ,und wie in dem ,ei aus einem ,teile das ,tier entstnde1 das brige aber ,nahrung sei1 so entstehe auch aus einem ,teile des ,samens die ,pflanze1 das brige aber diene dem ,keim und der ersten ,wurzel als ,nahrung#bdh4 ,auch anderen griechischen ,philosophen werden uerungen ber die ,natur der ,pflanzen zugeschrieben4 ,sie verdienen zum ,teil ,erwhnung1 wenn wir uns von den ,vorstellungen jener ,mnner auch kein solch abgerundetes ,bild machen knnen1 wie von denjenigen des 99,empedokles994 ,so soll auch 99,demokrit99 aus ,abdera ber die ,pflanzen geschrieben1 und einer seiner ,schler soll bemerkt haben1 da die ,bltter einer im ,orient wachsenden ,pflanze bei der ,berhrung zusammenfallen4 ,wahrscheinlich handelt es sich um eine dort wachsende ,mimosenart4 99,anaxagoras99 nennt die ,sonne den ,vater und die ,erde die ,mutter der ,pflanzen4 ,auch soll er den ,blttern das ,vermgen zu atmen beigelegt haben4 ,in fast noch engerer ,beziehung als zu den ,pflanzen befand sich der ,mensch zur ,tierwelt4 ,hier fesselten ihn nicht nur die ,formen1 sondern auch die den seinen oft so nahe verwandten ,lebensuerungen und der innere ,bau1 der bei den hheren ,tieren so groe bereinstimmung mit dem ,bau des menschlichen ,krpers darbot4 ,vor allem waren es die ,haustiere1 an denen die ersten zoologischen ,kenntnisse gewonnen wurden4 ,beim ,schlachten und ,opfern gewann man einen ,einblick in die ,anatomie dieser ,geschpfe4 ,an ,haustieren besaen die ,griechen vornehmlich das ,rind1 das ,pferd1 das ,schaf1 die ,ziege1 das ,schwein und den ,hund1 auch wurden ,hhner1 ,gnse1 ,enten und ,tauben gehalten4 ,was die brige ,tierwelt anbetrifft1 so blieben den ,griechen die anthropomorphen ,affen unbekannt4 ,dagegen kannten sie manche andere ,affenart1 wie die ,paviane und die ,makaken4 ,mit den groen ,raubtieren wurde man besonders bekannt1 nachdem 99,alexander99 und spter die ,rmer ein ,weltreich gegrndet hatten4 ,so gelangten durch 99,pompejus99 die ersten ,tiger und schon um #bjj v4 ,chr4 die ersten ,lwen nach ,rom4 ,von den ,waltieren war besonders der ,delphin bekannt4 ,die ,papageien erwhnt 99,aristoteles99 als indische ,vgel4 ,auer zahlreichen ,arten der ,knochenfische kannte man auch die ,haifische und die ,rochen1 zumal den elektrischen ,rochen1 ziemlich genau4 ,von den ,weichtieren hatten besonders die ,tintenfische die ,aufmerksamkeit auf sich gezogen4 ,die ,kenntnis von den niederen ,tieren blieb1 vielleicht von den ,insekten abgesehen1 indessen auf einer niedrigen ,stufe4 ,einer der ersten1 der allgemeine ,betrachtungen ber das ,wesen der ,tierwelt anstellte1 war wieder 99,empedokles991 mit dessen ,ansichten ber die ,pflanzen wir uns soeben beschftigt haben4 99,empedokles99 suchte nmlich1 bei der nheren ,ausfhrung seiner ,lehre von den vier ,elementen1 ,bestandteile des ,tierkrpers1 wie das ,fleisch1 das ,blut und die ,knochen1 auf eine ,mischung jener vier ,elemente zurckzufhren4 ,vom ,rckgrat der ,sugetiere meinte er1 es sei bei der ,entstehung in einzelne ,wirbel zerbrochen#bdi4 ,unter den spteren ,philosophen soll besonders 99,demokrit99 ,tierzergliederungen vorgenommen haben4 ,seine ,ansichten finden bei 99,aristoteles99 oft ,erwhnung und zeugen mitunter von einer klaren ,einsicht4 ,der ,gegensatz zwischen 99,demokrit99 und 99,aristoteles99 geht besonders aus der ,bemerkung des letzteren hervor1 da 99,demokrit99 nie vom ,zwecke gesprochen habe1 sondern alles1 dessen sich die ,natur bedient1 auf die ,notwendigkeit zurckfhre#bej4 99,demokrit99 hat seine ,ansichten ber das ,wesen des ,organischen in einer besonderen ,schrift entwickelt4 ,leider ist uns nur der ,titel 7ber die ,ursachen der ,tiere7 bekannt#bea4 ,bei den spekulativen ,neigungen der ,griechen kann es nicht ,wunder nehmen1 da uns schon bei den ltesten griechischen ,philosophen ,anklnge an die ,deszendenztheorie begegnen#beb4 ,so lehrte 99,anaximander991 durch die ,sonnenwrme seien im ,schlamme zuerst blasige ,gebilde entstanden4 ,daraus seien dann fischartige ,geschpfe hervorgegangen4 ,einige von ihnen seien auf das ,land gekrochen4 ,die so bedingte nderung der ,lebensweise habe auch zu einer ,umwandlung der ,gestalt gefhrt4 ,auf diese ,weise sollten zunchst die landbewohnenden ,tiere und endlich der ,mensch entstanden sein4 ,von letzterem nahm man an1 da er ursprnglich einem ,fische hnlich gewesen sei4 ,die gleichen ,ansichten hat 99,demokrit99 entwickelt4 ,auch 99,epikur99 betrachtete alle ,geschpfe einschlielich des ,menschen als ,kinder der ,erde1 die nur stufenweise ,verschiedenheiten aufweisen4 ,bei dem ,rmer 99,lucretius991 der in seinem ,werke ,de natura rerum im wesentlichen die ,ansichten der griechischen ,naturphilosophen wiedergibt1 finden sich gleichfalls ,anklnge an die ,selektionstheorie1 unter anderm auch der ,gedanke1 da das ,unzweckmige untergehe#bec4 ,derartige1 gelegentlich geuerte1 spter als zutreffend anerkannte ,gedanken haben indessen mit der wissenschaftlichen ,begrndung der ,deszendenztheorie nur wenig gemein4 ,letztere ist und bleibt eine ,tat des #ai4 ,jahrhunderts1 fr die in erster ,linie 99,lamarck99 und 99,darwin99 in ,betracht kommen4 ,da 99,darwin99 brigens von den deszendenztheoretischen ,ansichten des ,altertums1 zwar ohne sie genauer zu kennen1 wute1 geht aus seinen eigenen ,worten hervor1 in denen er von den auf seinen ,gegenstand zu beziehenden ,andeutungen in den ,schriftstellern des klassischen ,altertums spricht4 ,erste ,schritte zur ,begrndung der griechischen ,heilkunde4 ,zu den frhesten ,ursachen1 die zur ,begrndung der ,naturwissenschaften fhrten1 gehrt auch das ,bestreben1 die ,krankheiten des menschlichen ,krpers zu heilen4 ,dieses ,bestreben schrfte das ,beobachtungsvermgen und lenkte den ,blick auf die umgebende ,natur1 die man der ,heilkunde dienstbar zu machen suchte4 ,bevor wir die erste ,periode der ,entwicklung der griechischen ,wissenschaft verlassen und zu 99,aristoteles99 und seine ,schule bergehen1 wollen wir daher einen kurzen ,blick auf eine der wichtigsten ,anwendungen der ,naturwissenschaft1 auf die ,medizin1 werfen4 ,es ist dies zum ,verstndnis des ,folgenden um so wichtiger1 als 99,aristoteles99 aus einer alten rztefamilie hervorgegangen war und bei der ,errichtung eines philosophischen und naturwissenschaftlichen ,lehrgebudes zum ,teil auf medizinischen ,anschauungen fute4 ,aus dem ,orient und gypten stammende ,kenntnisse und ,geheimlehren haben ohne ,zweifel die griechische ,heilkunde stark beeinflut1 ja sie bilden vielleicht die ,grundlage1 auf der sich die ,heilkunde in ,griechenland weiter entwickelte4 ,es blieb jedoch den ,griechen vorbehalten1 das ,zauberwesen1 das den ,anfngen dieser ,wissenschaft anhaftete1 allmhlich abzustreifen und auch hier nach unbefangener ,erkenntnis und ,verknpfung der ,tatsachen zu streben#bed4 ,unter den lteren rzten ist besonders 99,alkmon99 von ,kroton1 ein ,schler des 99,pythagoras991 zu nennen#bee4 ,er wird als der ,begrnder der ,embryologie betrachtet und hat manche wertvolle anatomische und physiologische ,beobachtung gemacht4 ,nach ihm wird jede ,empfindung durch das ,gehirn vermittelt und jede ,bewegung von dort aus geleitet4 99,alkmon99 war der ,hauptvertreter der im ,einklang mit den ,vorstellungen der ,pythagoreer ausgebildeten ,lehre1 da ,gesundheit und ,krankheit aus der harmonischen ,mischung gewisser ,qualitten oder deren ,strung zu erklren seien 7s4 ,s4 #hj74 ,dieser ,lehre liegt die uns sogleich begegnende ,anschauung von den vier ,temperamenten zugrunde1 die auch auf richtiger ,mischung beruhen sollten4 ,das wichtigste ,dokument1 das wir ber die medizinische ,wissenschaft der ,griechen besitzen1 ist die sog4 hippokratische ,bchersammlung4 ,wir begegnen dieser ,sammlung seit der ,begrndung der groen ,bibliotheken in ,alexandrien4 ,als das ,werk eines einzigen ,mannes sind die hippokratischen ,bcher nicht zu betrachten#bef1 wenn sich auch nicht in ,abrede stellen lt1 da 99,hippokrates99 als ,begrnder der wissenschaftlichen ,heilkunde1 der zuerst das ,zerstreute sammelte und zum ,gesamtbild vereinigte1 zu betrachten ist#beg4 ,auer 99,hippokrates99#beh1 der den ,beinamen der ,groe erhielt1 sind noch sechs andere rzte gleichen ,namens aus der alten ,literatur bekannt4 ,es kann daher nicht ,wunder nehmen1 wenn die ,frage nach der ,person des groen 99,hippokrates99 wenig geklrt ist1 zumal keine zuverlssige ,biographie ber ihn existiert4 ,da nicht 99,hippokrates99 allein der ,verfasser der ihm zugeschriebenen ,schriften sein kann1 wird daraus geschlossen1 da sich in diesen ,schriften#bei nicht nur manche ,widersprche finden1 sondern da uns darin sogar eine ,polemik der einzelnen ,verfasser gegeneinander begegnet#bfj4 ,was die ,anatomie anlangt1 so sttzt sich das in den hippokratischen ,schriften enthaltene medizinische ,wissen vorzugsweise auf die ,untersuchung der ,tiere2 doch lagen auch fr den ,menschen insbesondere auf dem ,gebiete der ,osteologie zahlreiche ,beobachtungen und ,erfahrungen vor4 ,am wenigsten waren den ,alten der ,bau und die ,aufgabe des ,nervensystems bekannt4 ,als besondere ,auslufer dieses ,systems entdeckte man wohl zuerst den ,sehnerven1 den ,gehrnerven und den ,trigeminus4 ,im brigen wurden die ,nerven und ,sehnen zunchst zusammengeworfen4 ,empfindung und ,bewegung hielt man fr immanente ,fhigkeiten4 ,als ihre ,quelle galt das ,pneuma1 das vom ,gehirn aus durch die ,adern zu allen ,teilen des ,krpers flieen sollte#bfa4 ,ein groer ,fortschritt gegenber der ltesten dmonologischen ,auffassung der ,krankheiten bestand darin1 da die hippokratischen ,schriften die psychischen ,strungen als ,wirkungen krperlicher ,krankheitszustnde auffaten4 ,letztere werden durch eine ,strung des ,gleichgewichtes zwischen den vier ,flssigkeiten 7,humores7 aufgefat1 die den ,krper bilden4 ,als solche galten das ,blut1 der ,schleim1 die gelbe und die schwarze ,galle4 ,die ,natur wird als heilbringender ,faktor gewrdigt4 ,sie finde1 heit es von ihr1 auch ohne berlegung immer ,mittel und ,wege4 ,auch einer vernnftigen ,prophylaxe wird das ,wort geredet4 ,die ,gicht wird z4 ,b4 auf ,wohlleben zurckgefhrt und ,migkeit und ,unverdrossenheit hygienisch auerordentlich hoch gewertet4 ,als therapeutisches ,mittel wird schon die ,musik empfohlen4 ,von der ,hhe der gesamten ,auffassung1 die uns in den hippokratischen ,schriften begegnet1 zeugt der ,ausspruch3 ,das ,kennen erzeugt die ,wissenschaft1 das ,nichtwissen den ,glauben4 ,jedoch war man sich der ,grenzen des rztlichen ,knnens wohl bewut und erkannte an1 da der beste ,arzt die ,natur selbst sei4 ,im ,einklang damit war man in erster ,linie bestrebt1 den natrlichen ,vorgang der ,heilung zu untersttzen4 ,an ,amputationen wagte man sich noch nicht heran1 da man das ,unterbinden der ,adern noch nicht verstand4 ,bekannt ist der ,hippokratische ,satz3 ,was die ,arzneimittel nicht heilen1 heilt das ,eisen4 ,was das ,eisen nicht heilt1 heilt das ,feuer4 ,was endlich das ,feuer nicht heilt1 das ist berhaupt nicht zu heilen#bfb4 ,unter den hippokratischen ,schriften ist diejenige ber die ,dit in zoologischer ,hinsicht wichtig4 ,sie enthlt nmlich unter den ,nahrungsmitteln eine ,aufzhlung von etwa #ej ,tieren in absteigender ,reihenfolge4 ,auf die ,sugetiere folgen die ,land- und ,wasservgel1 die ,fische1 dann die ,muscheltiere und endlich die ,krebse4 ,reptilien und ,insekten werden nicht erwhnt1 weil sie nicht gegessen wurden4 ,dieses ,tiersystem1 das man wohl als das koische bezeichnet hat 7etwa #daj v4 ,chr471 kann als ein ,vorlufer des ,aristotelischen ,tiersystems1 das uns im nchsten ,abschnitt beschftigen soll1 betrachtet werden#bfc4 #c4 ,das aristotelische ,zeitalter4 ,fr das griechische ,volk war mit dem vierten vorchristlichen ,jahrhundert schon eine ,zeit des staatlichen ,niederganges angebrochen4 ,kunst und ,philosophie hatten gleichfalls ihre ,bltezeit gehabt4 ,die wissenschaftliche ,entwicklung tritt indessen jetzt in eine ,phase1 welche fr die ,folge von nicht geringerem ,einflu als die von den ,griechen auf dem ,gebiete des staatlichen ,lebens und der knstlerischen ,bettigung geschaffenen ,vorbilder sein sollte4 ,es ist das wissenschaftliche1 auf die ,erfassung des ,naturganzen in seinem ,zusammenhange gerichtete ,streben des ,menschengeistes1 das uns jetzt zum ersten ,male in seiner vollen ,bedeutung entgegentritt4 ,dieses ,streben verkrpert sich in 99,aristoteles99 und seinen ,schlern4 ,mgen auch die ,vorstellungen1 welche diese ,mnner leiteten1 mit den ,prinzipien der heutigen ,naturforschung oft nicht vereinbar erscheinen1 so kann man dennoch das ,grundlegende ihrer ,ttigkeit und die ,bedeutung1 die sie nicht nur fr das ,altertum und fr das ,mittelalter1 sondern auch fr die ,entstehung der neueren ,naturwissenschaft besitzen1 nicht in ,abrede stellen4 ,aristoteles4 ,in 99,aristoteles99 begegnet uns eine der bedeutendsten ,erscheinungen des ,altertums1 in der sich die ,wissenschaft jenes ,zeitraums gleichsam verkrperte#bfd4 ,er war der ,sprling einer griechischen rztefamilie#bfe1 die am mazedonischen ,hofe in hohem ,ansehen stand4 99,aristoteles99 wurde im ,jahre #chd v4 ,chr4 in ,stagira1 einer in der ,nhe des ,athos gelegenen griechischen ,kolonie1 geboren4 ,seine ,erziehung lag1 wie es damals hufiger der ,fall war1 in der ,hand eines einzigen ,mannes4 ,diesem bewahrte 99,aristoteles99 eine ,dankbarkeit1 wie sie spter ihm selbst wieder von seinem groen ,schler 99,alexander99 erwiesen wurde4 ,im brigen fehlen ber die ,jugend und den ,entwicklungsgang des 99,aristoteles99 nhere ,nachrichten4 ,doch darf man annehmen1 da er gem der in seiner ,familie herrschenden ,tradition fr den rztlichen ,beruf bestimmt war und sich zunchst fr diesen vorbereitete4 ,auf diesen ,umstand wird vor allem der empirische ,grundzug der aristotelischen ,philosophie zurckzufhren sein4 ,war das ,wissen im #e4 ,jahrhundert noch im ,besitze weniger hervorragender ,geister1 so wird es im vierten immer mehr zum ,gemeingut der ,gebildeten4 ,die ,literatur wuchs an ,umfang und an ,spezialisierung4 ,schon in der ersten ,hlfte des #d4 ,jahrhunderts gab es kaum noch einen ,gegenstand1 ber den nicht bereits ,schriften erschienen wren#bff4 ,der ,brennpunkt des geistigen ,lebens war um die ,mitte des vierten vorchristlichen ,jahrhunderts ,athen4 ,hier hatte 99,sokrates99 gelehrt und 99,platon99 eine blhende ,philosophenschule gegrndet4 ,was ,wunder1 da der begterte und fr die ,wissenschaft begeisterte ,jngling seine ,schritte zunchst dorthin lenkte4 ,im ,jahre #cfg trat er in die ,akademie ein1 an welcher 99,platon99 lehrte4 ,er gehrte ihr bis zu dem #cdg erfolgenden ,tode des ,meisters ununterbrochen an4 99,platon99 soll 99,aristoteles99 seines unermdlichen ,lernens halber den ,leser genannt und ihn mit einem anderen ,schler mit den ,worten verglichen haben1 dieser bedrfe des ,sporns1 99,aristoteles99 dagegen des ,zgels4 ,mit ,recht ist 99,aristoteles99 auch spter als einer der fleiigsten ,gelehrten bezeichnet worden1 den die ,geschichte der ,wissenschaft kennt#bfg4 ,sein ,ruf mu unterdessen ein hervorragender geworden sein4 ,es wird nmlich berichtet1 da ,knig ,philipp von ,mazedonien1 als er ihm im ,jahre #cdc die ,erziehung seines im #ad4 ,lebensjahre stehenden ,sohnes bertrug1 folgende ,worte an 99,aristoteles99 geschrieben habe3 ,ich fhle mich den ,gttern zu ,dank verpflichtet1 da sie den ,knaben zu ,deiner ,zeit geboren werden lieen4 ,denn von ,dir erzogen1 hoffe ich1 soll er der ,nachfolge auf meinem ,throne wrdig werden4 ,und so wurde denn -- ein ,verhltnis1 das einzig in der ,geschichte dasteht -- der bedeutendste ,denker jener ,zeit mit der ,erziehung des grten ,herrschers betraut4 ber das ,erziehungswerk selbst1 das nur die ersten ,jahre des mazedonischen ,aufenthaltes unseres ,philosophen 7#cdc-cdj7 umfate1 fehlen nhere ,nachrichten4 ,auch sind die ,erzhlungen1 da der knigliche ,schler seinem ,lehrer #hjj ,talente#bfh1 sowie einen ganzen ,trupp ,leute zum ,sammeln von ,naturkrpern zur ,verfgung gestellt habe1 mindestens bertrieben4 ,soviel ist jedoch gewi1 da 99,alexander99 wohl zu schtzen wute1 was er dem 99,aristoteles99 verdankte4 ,durch unverschuldete ,umstnde geriet letzterer gegen das ,ende der ,regierung 99,alexanders99 in ,ungnade4 ,nach ,ablauf eines acht ,jahre umfassenden ,aufenthaltes in ,mazedonien1 der eine ,zeit des ,sammelns und der ,vorbereitung gewesen ist1 in welcher ihn der ,gedanke1 eine ,enzyklopdie der ,wissenschaften zu verfassen1 jedenfalls schon beherrscht hat1 kehrte 99,aristoteles99 im ,jahre #cce nach ,athen zurck4 ,um eine solch umfassende wissenschaftliche ,ttigkeit auszuben1 wie sie uns bei 99,aristoteles99 begegnet1 waren bedeutende ,mittel erforderlich4 ,ob ihm diese durch die ,gunst der mazedonischen ,knige oder aus eigenem ,vermgen zur ,verfgung standen1 lt sich nicht mit ,sicherheit entscheiden4 ,sehr wahrscheinlich trafen beide ,umstnde zusammen und ermglichten es dem 99,aristoteles991 da er1 als erster unter den griechischen ,philosophen1 in den ,besitz einer greren ,bibliothek gelangte4 ,die ,herstellung von ,bchern war damals eine mhselige und kostspielige ,arbeit1 und die ,anzahl der ,exemplare einer ,schrift naturgem gering4 ,es ist daher begreiflich1 da bedeutende ,summen dazu gehrten1 um die ,schriften seines ,zeitalters sich in solchem ,mae zugnglich zu machen1 wie es 99,aristoteles99 verstanden hat4 ,allein fr die ,werke eines ,philosophen soll er drei ,talente bezahlt haben#bfi4 ,in ,athen hat 99,aristoteles99 im ,lykeion1 einem gymnastischen ,spielen dienenden ,gebude der ,stadt1 unterrichtet4 ,nach der ,gewohnheit des ,meisters1 dies im ,auf- und ,abwandeln zu tun1 erhielt seine ,schule den ,namen der ,peripatetiker4 ,whrend 99,alexander99 die ,welt eroberte1 war 99,aristoteles99 hier ein ,knig im ,reiche der ,wissenschaften4 ,von seinen zahlreichen ,schriften ist indes nur der kleinere1 aber wichtigere ,teil erhalten geblieben4 ,die ,stellung des 99,aristoteles99 in dem antimazedonisch gesinnten ,athen1 wo er als ,fremder und wegen seiner ,beziehungen zu dem verhaten groen ,knige von manchem ungern gesehen wurde1 ist whrend seines #ac;jhrigen ,aufenthalts in jener ,stadt eine wenig angenehme gewesen4 ,als #cbc v4 ,chr4 die ,kunde von dem pltzlichen ,tode 99,alexanders99 eintraf und von den meisten als ein ,zeichen zur ,befreiung vom mazedonischen ,joche begrt wurde1 erhoben sich daher zahlreiche ,neider und ,widersacher gegen 99,aristoteles994 ,er wurde der ,lsterung der ,gtter geziehen1 zog es aber vor1 nicht eine ,gerichtsverhandlung abzuwarten1 sondern der ihm feindlich gesinnten ,stadt den ,rcken zu kehren1 damit diese1 wie er im ,hinblick auf 99,sokrates99 sagte1 sich nicht zum zweiten ,male an der ,philosophie versndige4 ,wie richtig 99,aristoteles99 seine ,lage erkannt hatte1 geht daraus hervor1 da der ,areopag ihn bald darauf1 trotz seiner ,abwesenheit1 zum ,tode verurteilte4 99,aristoteles99 hatte sich indessen nicht weit entfernt4 ,er war nach ,euba bergesiedelt in der ,erwartung1 durch einen ,sieg der ,mazedonier ber die ,athener nach seinem langjhrigen ,wohnsitz zurckgefhrt zu werden4 ,diese ,hoffnung sollte jedoch nicht in ,erfllung gehen1 denn schon in dem auf das ,ende 99,alexanders99 folgenden ,jahre1 bevor man in ,griechenland die frhere ,ordnung wieder hergestellt hatte1 setzte der ,tod seinem reichen ,leben ein ,ziel4 ,die ,schriften und die ,bcher des groen ,philosophen gingen zunchst in den ,besitz seines ,lieblingsschlers1 des 99,theophrast991 ber4 ,manches wird unvollendet gewesen und spter ergnzt worden sein4 99,theophrast99 hinterlie die ,schriften wieder einem ,schler4 ,anderthalb ,jahrhunderte blieben sie darauf verborgen4 ,endlich gelangten sie1 nachdem 99,sulla99 ,athen erobert hatte1 nach ,rom1 wo sie in zahlreichen ,exemplaren abgeschrieben und verbreitet wurden4 ,da dabei manches verunstaltet und verdorben wurde1 unterliegt wohl keinem ,zweifel4 ,die auf uns gekommenen ,werke nehmen im ,oktavformat fast #chjj ,seiten in ,anspruch#bgj4 ,davon ist indessen ein ,teil als unecht zu betrachten#bga4 ,eine gnzlich unverndert gebliebene ,schrift des 99,aristoteles99 gibt es sehr wahrscheinlich nicht4 ,auch bei einigen ,hauptwerken handelt es sich wohl um ,ausarbeitungen der ,schler4 ,dafr spricht unter anderem auch das ,fehlen eines einheitlichen ,stiles4 ,andere ,schriften sind bloe ,entwrfe oder ,zusammenstellungen von ,auszgen4 ,dazu kommen von spteren ,herausgebern herrhrende ,zustze1 die selten als solche kenntlich gemacht sind4 ,endlich fehlt es nicht an ,werken1 die zwar den ,namen des 99,aristoteles99 tragen1 die indessen als unecht oder nur zum geringen ,teil als aristotelisch gelten4 ,unter diesen sei nur die von 99,nikolaos ,damaskenos99 im augusteischen ,zeitalter herausgegebene ,schrift ber die ,pflanzen genannt4 ber diesen ,gegenstand gab es eine echte ,schrift1 die verloren ging 7s4 ,s4 #ach74 ,auch eine mit ,abbildungen versehene ,schrift ber die ,zergliederung der ,tiere ist leider nicht auf uns gelangt4 ,aristoteles als ,philosoph und seine ,stellung zur ,naturwissenschaft4 ,den breitesten ,raum unter den ,werken des 99,aristoteles99 nehmen seine naturwissenschaftlichen ,schriften ein4 ,sie betreffen das gesamte ,universum von den allgemeinen ,bedingungen der ,krperwelt und dem ,weltgebude bis herab zur ,beschreibung und ,zergliederung der die ,erde als ,tiere und ,pflanzen bevlkernden ,einzelwesen4 ,folgende ,schriften naturwissenschaftlichen ,inhalts sind bei der nachfolgenden ,darstellung des aristotelischen ,lehrgebudes vor allem in ,betracht gezogen3 ,die physikalischen ,vortrge1 ber das ,weltgebude1 ber ,entstehen und ,vergehen1 ,die ,meteorologie und ,die mechanischen ,probleme#bgb4 ,unter den rein philosophischen ,werken des 99,aristoteles99 verdient wegen ihrer ,bedeutung fr jeden ,zweig besonderer ,wissenschaft das spter ,organon genannte hervorgehoben zu werden4 ,es sind dies die von 99,aristoteles99 zum ersten ,male in ausfhrlicher ,darstellung entwickelten ,grundzge der formalen ,logik4 ,des 99,aristoteles99 ,verdienst um die ,naturwissenschaften ist ein doppeltes4 ,einmal hat er das zerstreute ,einzelwissen seiner ,vorgnger vereinigt und der ,nachwelt durch eine auerordentlich fruchtbare schriftstellerische ,ttigkeit berliefert4 ,zum andern beschrnkte er sich keineswegs auf eine kritiklose ,kompilation dieses ,wissens4 ,vielmehr stellte er sich die gewaltige ,aufgabe1 aus philosophischen ,prinzipien heraus ein ,system aller ,wissenschaften zu entwickeln4 ,die ,philosophie1 das ,streben nach ,welterklrung1 war also der ,ausgangs- und der ,angelpunkt1 aus dem bei ihm die ,wissenschaft erwuchs4 ,denken und ,welt in ihrem ,gegensatz und in ihrer ,wechselbeziehung wollte 99,aristoteles99 begreifen und begreiflich machen4 ,die ,philosophie1 die bei 99,platon99 noch voll poetischen ,schwunges gewesen1 wurde bei 99,aristoteles99 nchterne ,betrachtung des ,ichs mit seiner ,denkttigkeit und seinen ,anschauungsformen1 sowie der ,welt mit ihren ,einzeldingen4 ,in ihnen suchte er die ,idee1 welche bei 99,platon99 ber und hinter den ,dingen stand1 sowie die ,zwecke nachzuweisen4 ,man kann 99,platon99 den ,vorwurf nicht ersparen1 da er die ,wirklichkeit allzusehr vernachlssigte und an ihre ,stelle ein ,system aus hufig inhaltsleeren ,begriffen setzte1 whrend 99,aristoteles99 sich von der berzeugung leiten lie1 da wirkliche ,erkenntnis nur aus der ,erfahrung entspringen kann4 99,aristoteles99 fordert daher1 man solle zuerst die ,erscheinungen auffassen und dann erst die ,ursachen angeben4 ,in der ,befolgung des dialektischen ,verfahrens1 das er meisterhaft zu handhaben wute1 ist 99,aristoteles99 ein ,jnger des 99,sokrates99 und des 99,platon994 ,whrend indessen die ,philosophie der letzteren vorzugsweise auf dem ,boden der ,dialektik wurzelte1 sucht 99,aristoteles99 das beobachtende ,verfahren der ,naturwissenschaft mit der ,dialektik zu verknpfen1 was seine ,lehrmeister nicht vermocht hatten4 ,zwar gelang es ihm nicht1 beide ,elemente vllig ins ,gleichgewicht zu bringen1 doch hat er durch ihre ,verknpfung das ,hchste unter den ,griechen geleistet#bgc4 99,sokrates99 und 99,platon99 hatten zuerst nach den ,begriffen gefragt und die oft nur aus der ,betrachtung des ,sprachgebrauches und der herrschenden ,meinung gewonnene ,erkenntnis des ,begriffes dem weiteren ,forschen zugrunde gelegt1 whrend 99,aristoteles99 auer dem ,begriff die bewegenden und stofflichen ,ursachen ins ,auge fate4 ,er ist nicht nur ein scharfer ,denker1 sondern ein solch unermdlicher ,beobachter1 da ihm nicht selten ein bertriebener ,empirismus zum ,vorwurf gemacht worden ist4 ,die bei der ,naturerklrung zu befolgenden ,grundstze finden sich bei ihm nicht zusammenhngend entwickelt1 sondern in zahlreichen ,einzelbemerkungen zerstreut4 ,aus ihnen lt sich folgendes entnehmen3 ,stets hat der ,erklrung die ,beobachtung vorauszugehen4 ,da man die ,theorie auf die ,erkenntnis des ,einzelnen sttzen msse1 wird hufiger betont4 ,von der ,beobachtung wird verlangt1 da sie sorgfltig1 umfassend und vor allem frei von jeder vorgefaten ,meinung sei4 ,handelt es sich um die ,beobachtungen anderer1 so ist strenge ,kritik anzulegen4 ,kurz1 es begegnen uns bei 99,aristoteles99 ,grundstze1 wie sie die dem ,empirismus huldigenden ,philosophen der neueren ,zeit1 wie 99,bacon991 kaum besser entwickelt haben4 ,indessen entsprach dem ,wollen1 wie es auch bei 99,bacon99 der ,fall war1 nicht das ,vermgen4 ,es lassen sich dafr verschiedene ,grnde anfhren4 ,einmal waren die ,hilfsmittel der wissenschaftlichen ,forschung zur ,zeit des 99,aristoteles99 noch sehr wenig entwickelt4 ,vor allem mangelte es auf fast allen ,gebieten noch an der ,mglichkeit einer schrferen ,bestimmung der quantitativen ,verhltnisse4 99,aristoteles99 empfindet dies schon1 wo er von der ,wrme handelt4 ,von einer ,vervollkommnung der ,sinne und der dadurch zu ermglichenden weitgehenden ,schrfung der ,beobachtung besa er aber wohl keine auch nur dunkle ,ahnung4 ,was fr die ,sinne nicht existierte1 galt ihm noch als nicht vorhanden#bgd4 ,in treffender ,wrdigung der aristotelischen ,denkweise sagt 99,zeller993 ,da die griechische ,wissenschaft mit der ,spekulation angefangen hatte und die ,erfahrungswissenschaften erst spt zu einiger ,ausbildung gelangten1 so war es natrlich1 da das dialektische ,verfahren eines 99,sokrates99 und 99,platon99 einer strengeren ,empirie den ,rang ablief4 ,auch 99,aristoteles99 hlt sich zunchst an dies ,verfahren1 ja er bringt es theoretisch und praktisch zur ,vollendung4 ,da die ,kunst der empirischen ,forschung bei ihm eine gleichmige ,ausbildung erfahren werde1 lie sich nicht erwarten4 ,und ebenso lag ihm eine schrfere ,unterscheidung beider ,methoden noch fern4 ,diese ist erst durch die hhere ,entwicklung der ,erfahrungswissenschaften und1 von philosophischer ,seite1 durch die erkenntnistheoretischen ,untersuchungen herbeigefhrt worden1 welche die neuere ,zeit ins ,leben gerufen hat4 ,eine ,reihe von ,grundbegriffen oder ,kategorien sind es1 unter welche 99,aristoteles99 smtliche ,gegenstnde der denkenden ,betrachtung einzugliedern suchte4 ,die wichtigsten sind ,substanz1 ,quantitt1 ,qualitt1 ,lage1 ,wirken und ,leiden4 ,als ,endzweck der gesamten ,natur erschien ihm der ,mensch4 ,im ,besitz der aristotelischen ,philosophie und ,wissenschaftslehre hat letzterer an dieser ihm zugewiesenen ,stellung zwei ,jahrtausende festgehalten1 bis man den ,zweckbegriff durch den ,begriff der mechanischen ,kausalitt ersetzte und den ,menschen als ein ,glied in der ,kette der brigen ,wesen begreifen lernte4 ,die ,grundlehren der ,mechanik bei ,aristoteles4 ,wir gehen nach dieser allgemeinen ,charakteristik zu dem ,verhltnis ber1 in welchem 99,aristoteles99 zu den ,einzelwissenschaften gestanden hat4 ,die ,bedeutung der ,mathematik hat er in seinen ,schriften oft hervorgehoben1 doch sind eigentliche mathematische ,entwicklungen in ihnen nicht enthalten4 ,wohl aber bieten sie manche beachtenswerte uerung ber schwierige ,begriffe1 wie ber den ,grenzbegriff und das ,unendliche4 ,stetig1 sagt 99,aristoteles99 z4 ,b41 ist ein ,ding1 wenn die ,grenze eines jeden von zwei aufeinander folgenden ,teilen1 in der sie sich berhren1 eine und die nmliche wird4 ,er lste ferner das ,paradoxon vom ,durchlaufen unendlich vieler ,raumpunkte in endlicher ,zeit dadurch1 da er innerhalb der endlichen ,zeit unendlich viele ,zeitteilchen von unendlich kleiner ,dauer annahm4 ,das ,unendliche ist ferner fr ihn nichts ,wirkliches1 sondern es gibt nur ,endliches von beliebiger ,gre und von beliebiger ,kleinheit#bge4 ,am meisten ,erfolg hatte man auf dem ,gebiete der ,naturwissenschaft dort aufzuweisen1 wo die rasch emporblhende ,mathematik ,anwendung finden konnte4 ,wie die ersten erfolgreichen ,schritte auf dem ,gebiete der ,astronomie1 so waren die ,anfnge der ,mechanik von dem ,erreichen einer gewissen ,stufe des mathematischen ,denkens abhngig4 ,dem ,verlauf der mechanischen ,vorgnge angemessene ,begriffe entwickeln sich daher weit spter als das ,vermgen1 die ,gesetze der ,mechanik anzuwenden1 ohne sich ihrer klar bewut zu sein4 ,das letztere mute nmlich schon bei der frhesten ,ausbung jeder gewerblichen ,ttigkeit eintreten4 ,mit den ,grundfragen der ,mechanik hat sich die griechische ,philosophie schon in der vorsokratischen ,zeit beschftigt4 ,insbesondere wandte man sich den ,problemen der ,schwere und der ,bewegung zu#bgf4 ,auch da aus der ,bewegung1 infolge der damit verbundenen ,reibung1 ,wrme hervorgeht1 wurde frhzeitig erkannt4 99,anaxagoras99 wollte sogar das ,licht der ,gestirne aus diesem ,vorgange herleiten 7s4 ,s4 #gg74 ,zu den alltglichsten ,erscheinungen1 die vor allem dazu angetan sind1 das ,nachdenken wachzurufen1 gehrt die ,bewegung frei fallender ,krper4 ,diese ,erscheinung1 von der ausgehend spter 99,newton99 zur ,entdeckung des ,weltgesetzes gefhrt wurde1 fate 99,aristoteles99 irrig auf4 ,bezeichnend fr seine ganze ,geistesrichtung ist es1 da er nicht von der ,erscheinung selbst1 sondern von begrifflichen ,festsetzungen ausging und bei diesen stehen blieb4 ,er betrachtet zunchst die ,bewegung im allgemeinen und unterscheidet zwei ,arten derselben1 die begrenzte1 geradlinige1 und die unbegrenzte1 kreisfrmige4 ,letztere1 als die angeblich vollkommenere1 schreibt er den himmlischen ,krpern zu4 ,die geradlinige ,bewegung wird aus einem entweder zum ,zentrum hin oder vom ,zentrum fort gerichteten ,streben der ,krper erklrt1 und so werden die ,begriffe ,leichtigkeit und ,schwere abgeleitet4 ,die erstere ,eigenschaft wird der ,luft und dem ,feuer1 die zweite dem ,wasser und der ,erde1 d4 h4 allen flssigen und festen ,krpern zugeschrieben4 ,aus diesen ,erklrungen folgt nun fr 99,aristoteles99 mit zwingender ,notwendigkeit1 da der schwerere ,krper1 weil sein ,streben zum ,zentrum ein greres sei1 sich schneller abwrts bewegen msse als der leichtere4 ,hieraus wurde dann spter geschlossen1 da die ,krper genau in demselben ,verhltnis schneller fielen1 je grer ihr ,gewicht sei1 so da beispielsweise ein hundertpfndiges ,stck ,eisen auch hundertmal so schnell zur ,erde gelange wie ein solches von einem ,pfund ,gewicht4 ,jeder1 ohne ,voreingenommenheit angestellte ,versuch1 htte diesen ,schlu als unhaltbar dartun mssen4 ,trotzdem blieb er1 wenn schon sich hin und wieder ,zweifel regten1 in ,geltung1 bis 99,galilei99 ihn durch seine ,fallversuche glnzend widerlegte4 ,man kann#bgg die ,unterscheidung zwischen irdischen und himmlischen1 sowie zwischen natrlichen und erzwungenen ,bewegungen in erster ,linie als das ,hindernis ansehen1 das der ,entwicklung der ,mechanik im ,altertum und ,mittelalter im ,wege stand4 ,erst als diese ,schranken fielen1 war die ,errichtung der neueren ,mechanik mglich4 ,zu den ,schwchen der antiken ,mechanik rechnet auch der ,umstand1 da man nicht zu einer klaren ,vorstellung von dem ,begriff des ,beharrungsvermgens gelangte4 ,zwar finden sich ,anstze#bgh1 doch hielten alle ,physiker an der ,annahme fest1 ein ,krper knne sich unmglich bewegen1 wenn nicht eine uere ,kraft oder die ihm innewohnende ,schwere und ,leichtigkeit auf ihn wirkten#bgi4 ,den letzteren ,begriff vermieden wenigstens die ,atomisten1 die alle ,krper als schwer betrachteten4 ber den ,inhalt der mechanischen ,lehren des 99,aristoteles99 sei noch einiges im einzelnen mitgeteilt4 ,die ,art der ,darstellung besteht darin1 da der ,philosoph an ,erfahrungstatsachen eine ,anzahl von ,fragen anknpft#bhj1 die er selten auf mathematischem ,wege1 wie spter mit so groem ,erfolge 99,archimedes991 sondern meist1 ausgehend von bestimmten ,definitionen1 durch dialektische ,kunststcke zu lsen sucht4 ,den ,stoff zu seinen ,untersuchungen bieten ihm das ,rad1 der ,hebel1 das ,ruder1 die ,zange1 die ,wage und andere bekannte ,werkzeuge4 ,die ,beantwortung der ,fragen geschieht oft wieder in ,frageform4 ,so heit es im #f4 ,kapitel3 ,warum das an sich kleine ,steuer1 am ,ende des ,schiffes angebracht1 eine so groe ,gewalt hat8 ,weil vielleicht das ,steuer ein ,hebel ist1 die ,last das ,meer und der ,steuermann das ,bewegende4 ,illustration3 ,abb4 #ad4 ,der ,tragbalken bei ,aristoteles4 ,auffallend erscheint es 99,aristoteles99 zunchst1 da eine groe ,last durch eine kleine ,kraft bewegt werden kann1 wie beim ,hebel4 ,die an diesem ,werkzeug sich das ,gleichgewicht haltenden ,lasten setzt 99,aristoteles99 ganz richtig den ,lngen der ,hebelarme umgekehrt proportional4 ,den ,grund fr dieses ,gesetz findet er darin1 da die kleinere ,last1 ihrer greren ,entfernung vom ,sttzpunkt entsprechend1 einen greren ,kreisbogen durchlaufen msse4 ,auf den ,hebel wird auch der ,keil und der ,tragbalken zurckgefhrt4 ,letzteres geschieht 7,abb4 #ad7 durch folgende ,errterung3 ,zwei ,leute tragen auf einer ,stange ,,ab eine ,last ,g4 ,warum1 fragt 99,aristoteles991 wird der am strksten gedrckt1 dem ,g am nchsten ist8 ,,ab sagt er darauf1 wird hier gebraucht wie ein ,hebel4 ,der ,g nchste ,trger bei ,a ist das ,bewegte1 der andere ,trger bei ,b ist das ,bewegende4 ,und je weiter dieser von der ,last entfernt ist1 desto leichter bewegt er4 ,den einarmigen ,hebel hat 99,aristoteles99 nicht als eine besondere ,art betrachtet4 ,ein wichtiger ,abschnitt des aristotelischen ,werkes ist auch derjenige1 der den ,satz vom ,parallelogramm der ,bewegungen enthlt4 ,wenn etwas1 heit es dort1 nach irgendeinem ,verhltnis bewegt wird1 so da es eine ,linie durchlaufen mu1 so wird diese ,gerade die ,diagonale einer ,figur sein1 welche durch die nach dem gegebenen ,verhltnis zusammengesetzten ,linien bestimmt wird4 ,sei zum ,beispiel das ,verhltnis der ,bewegung dasjenige1 welches ,,ab zu ,,ac hat4 ,es werde also ,a nach ,b getrieben1 ,,ab aber nach ,,cg4 ,ebenso gelangt in derselben ,zeit ,a nach ,d1 in welcher ,,ad nach ,,ef gelangt4 ,ist dann das ,verhltnis der ,bewegung in letzterem ,falle dasselbe1 d4 h4 verhlt sich ,,ad 3 ,,ae wie ,,ab 3 ,,ac1 so ist das kleine ,parallelogramm dem greren hnlich2 und es wird folglich die ,diagonale ,,af in die ,diagonale ,,ag fallen4 ,hieraus wird also offenbar1 da ein auf der ,diagonale nach zwei ,richtungen bewegter ,gegenstand notwendig in dem ,verhltnis der ,seiten bewegt wird4 ndern dagegen zwei ,bewegungen in jedem ,augenblick ihr ,verhltnis1 so kann der ,krper unmglich eine geradlinige1 sondern er mu eine krummlinige ,bewegung durchlaufen4 ,auch der ,satz1 da die ,bewegung im ,kreise aus zwei ,bewegungen1 die nach dem ,mittelpunkt und in der ,richtung der ,tangente erfolgen1 zusammengesetzt gedacht werden kann1 ist auf 99,aristoteles99 zurckzufhren4 ,ferner hat sich 99,aristoteles99 mit dem ,problem des ,stoes beschftigt1 das erst durch 99,wallis991 99,wren99 und 99,huygens99 seine ,lsung finden sollte4 ,er stellt nmlich die ,frage1 weshalb ein geringer ,sto auf einen ,keil viel ausrichten knne1 whrend ein gegen den gleichen ,keil ausgebter ,druck nur wenig leiste#bha4 ,illustration3 ,abb4 #ae4 ,der ,satz vom ,parallelogramm der ,bewegungen4 ,in exakt-wissenschaftlicher ,hinsicht sind dem 99,aristoteles99 noch zwei ,verdienste zuzuschreiben4 ,einmal war er wohl einer der ersten1 der seine ,errterungen durch ,zeichnungen zu untersttzen suchte4 ,ferner befindet sich bei ihm der ,keim zu dem ,gedanken1 die in ,beziehung zu setzenden ,gren mit ,buchstaben zu bezeichnen4 ,die ,anfnge der ,akustik und der ,optik4 ,ein anderes ,gebiet1 das sich gleichfalls schon im ,altertum der exakten ,behandlung zugnglich erwies1 war die ,akustik4 ,so hatten z4 ,b4 die ,pythagoreer erkannt1 da die ,lngen von gleich dicken und in gleichem ,mae gespannten ,saiten1 wenn sich ,konsonanzen ergeben sollen1 in einem einfachen ,verhltnis stehen mssen4 ,dieses ,verhltnis fanden sie fr die ,oktave gleich #a 3 #b4 ,und zwar geschah dies mit ,hilfe eines ,monochords4 ,der ,apparat besa die ,einrichtung1 da eine ,saite ber einen ,steg gefhrt und durch ,gewichte beliebig gespannt werden konnte4 ,in dieser ,vorrichtung begegnet uns der erste ,apparat1 vermittelst dessen auf experimentellem ,wege ein ,naturgesetz gefunden wurde4 ,auch bei 99,aristoteles99 finden wir einige zutreffende ,vorstellungen ber akustische ,vorgnge4 99,aristoteles99 schreibt z4 ,b4 der ,luft die vermittelnde ,rolle bei den ,schallerscheinungen zu und fhrt die letzteren auf ,schwingungen zurck1 die sich bis zu unserem ,ohre fortpflanzen4 ,ein ,ton1 sagt er1 entsteht nicht dadurch1 da der tnende ,krper der ,luft1 wie einige glauben1 eine gewisse ,form einprgt1 sondern dadurch1 da er die ,luft auf eine angemessene ,weise in ,bewegung setzt4 ,die ,luft wird dabei zusammengedrckt und auseinandergezogen und durch die ,ste des tnenden ,krpers immer wieder fortgestoen1 so da sich der ,schall nach allen ,richtungen ausbreitet4 ,auch das ,echo wurde von 99,aristoteles99 ganz richtig als ein ,reflex erkannt4 ,die gleiche ,anschauung1 die er sich vom ,schall gebildet1 bertrug 99,aristoteles99 auf das ,gebiet der ,optik4 ,vor ihm hatte sich die wunderliche ,vorstellung entwickelt1 das ,sehen sei eine ,art ,tasten1 bei dem das ,auge sich aktiv verhalte und sozusagen ,fhlfden nach den ,krpern hin erstrecke4 ,nach den ltesten ,ansichten ist das ,auge sogar feuriger ,natur4 ,auch bei den ,indern begegnen wir dieser ,meinung4 ,so schreibt 99,susruta99 der ,linse1 die hufig als das ,hauptorgan des ,auges betrachtet wurde1 ewiges ,feuer zu#bhb4 ,in bereinstimmung damit betrachteten die ltesten griechischen ,philosophen1 wie die ,pythagoreer1 das ,sehen als eine heie ,ausdnstung1 die vom ,auge nach dem wahrgenommenen ,gegenstande strmen sollte4 99,aristoteles99 wendet dagegen ein#bhc1 da man dann auch whrend der ,nacht zum ,sehen befhigt sein msse4 hnlich wie beim ,schall die ,luft zur bermittlung erforderlich sei1 setze auch die ,lichtempfindung zwischen dem ,auge und dem gesehenen ,gegenstande ein ,medium voraus1 das die ,wirkung zu bertragen vermge4 ,das ,innere des ,auges ist ferner nach 99,aristoteles99 deshalb durchsichtig1 weil sich der ,sitz des ,sehvermgens auf der hinteren ,seite befinde4 ,auch an eine ,erklrung der ,farben wagt sich 99,aristoteles994 ,sie sollen aus der ,mischung von ,wei und ,schwarz1 die er als ,grundfarben bezeichnet1 hervorgehen1 ein ,gedanke1 der spter oft wiederkehrte4 ,er wendet sich dann gegen die ,annahme1 die ,farben seien ,ausflsse der farbigen ,krper4 ,man mu nicht annehmen1 fgt er hinzu1 da alles durch ,berhrung empfunden wird4 ,sondern es ist besser zu sagen1 die ,empfindung des ,sehens erfolge durch eine ,bewegung des ,mittels zwischen dem ,auge und dem ,gesehenen4 ,es begegnet uns also hier schon im ,keime der ,widerstreit zwischen der ,emanations- und der ,vibrationstheorie1 der sich durch das #ag4 und #ah4 ,jahrhundert hindurchzog und erst im #ai4 entschieden wurde#bhd4 ,trotz mancher ,unrichtigkeiten1 die sich bei 99,aristoteles99 finden1 hat kaum ein anderer ,denker des ,altertums solch klare ,vorstellungen ber optische ,dinge entwickelt1 wie er4 ,daher knpft selbst 99,goethe99 in seiner ,schrift ,zur ,farbenlehre wieder an ihn an und gibt dort eine ,darstellung der aristotelischen ,ansichten ber das ,licht und die ,farben#bhe4 ,erwhnt sei noch1 da die von den ,atomisten 799,leukipp991 99,demokrit997 geschaffenen optischen ,vorstellungen einen ,rckschritt bedeuteten4 ,die ,atomisten fielen eigentlich in die alten ,vorstellungen zurck4 ,sie kehrten das ,verhltnis aber um und lieen ,abbilder der ,dinge von den ,gegenstnden sich loslsen und ins ,auge strmen4 ,mit beiden ,anschauungen brach 99,aristoteles991 indem er die ,bedeutung des ,mediums fr den ,vorgang des ,sehens erkannte4 ,im ,mittelalter glaubte man von jeder physikalischen ,erklrung absehen zu drfen1 da die ,seele keiner ueren ,beihilfe bedrfe#bhf4 ,man nahm vielmehr beim ,sehen eine unvermittelte ,fernwirkung an und schuf damit einen ,begriff1 der lange dazu dienen mute1 einen aus mechanischen ,prinzipien nicht zu erklrenden ,vorgang wenigstens mit einem ,worte zu verbinden4 ,obgleich die ,beschftigung mit ,fragen der ,mechanik1 der ,optik und der ,akustik ganz besonders zu wissenschaftlichen ,beobachtungen und zu ,versuchen anregt1 finden wir bei 99,aristoteles991 wie fast berall im ,altertum1 nur geringe ,anstze nach dieser ,richtung4 ,stets wird an die ,meinungen frherer angeknpft1 darauf werden ,tatsachen der gewhnlichen ,erfahrung herangezogen und daraus auf dialektischem ,wege1 unter ,gedankensprngen und logischen ,kunstgriffen1 ein ,ergebnis gewonnen1 das sich dem herrschenden ,system anpat1 oft aber auch auf eine bloe ,worterklrung hinausluft4 ,das ,ergebnis der so gebten ,spekulation sucht 99,aristoteles99 mitunter wieder durch neue ,beispiele aus der ,erfahrung zu sttzen4 ,das ,unzulngliche seines ,verfahrens scheint ihm indessen manchmal selbst zum ,bewutsein gekommen zu sein4 ,so sagt er an einer ,stelle3 ,noch sind die ,erscheinungen nicht hinreichend erforscht4 ,wenn sie es aber dereinst sein werden1 ist der ,beobachtung mehr zu trauen1 als der ,spekulation und letzterer nur insoweit1 als sie mit den ,erscheinungen bereinstimmendes ergibt4 ,das ,himmelsgebude nach ,aristoteles4 ,auf dem ,gebiete der ,astronomie hat 99,aristoteles99 den soeben erwhnten ,grundsatz1 den im brigen erst die neuere ,naturforschung zur vollen ,geltung brachte1 auch hin und wieder befolgt#bhg4 ,andererseits verleugnet er in seinem1 von diesem ,gebiete handelnden ,werke an manchen ,stellen die an ihm gewohnte ,denkart nicht4 ,so bemht er sich1 aus ,vernunftgrnden darzutun1 da es nur ein ,himmelsgewlbe geben knne und da das ,universum ohne ,ursprung und unvergnglich sei4 ,sehr klar ist seine ,zusammenstellung der ,grnde fr die ,kugelgestalt der ,erde4 ,der betreffende ,abschnitt mge hier in etwas freierer ,wiedergabe folgen#bhh3 ,da die ,erde eine ,kugel ist1 ergibt sich auch aus der ,sinneswahrnehmung4 ,bei den ,mondfinsternissen ist nmlich die abgrenzende ,linie1 welche der ,schatten der ,erde zeigt1 immer gekrmmt4 ,ferner ist durch das ,erscheinen der ,sterne nicht blo augenfllig1 da die ,erde rund ist1 sondern auch1 da sie nicht eben gro sein kann4 ,wenn wir nmlich nur eine geringe ,ortsvernderung gegen ,sden oder ,norden vornehmen1 so zeigen die ,sterne ber unserem ,haupte eine groe ,vernderung1 denn einige ,sterne werden in gypten gesehen1 hingegen in den nrdlichen ,lndern nicht4 ,und diejenigen ,sterne1 welche in den nrdlichen ,gegenden immerwhrend am ,himmel stehen1 gehen in den sdlichen unter4 ,folglich ist die ,erde nicht nur kugelfrmig1 sondern auch nicht gro1 denn sonst wrde sich bei einer nur so geringen ,ortsvernderung nicht die beschriebene ,erscheinung zeigen4 ,es ist daher nicht unglaublich1 da die ,gegend um die ,sulen des ,herkules mit jener von ,indien zusammenhngt und da es auf diese ,weise nur ein ,meer gibt4 ,ferner behaupten die ,mathematiker1 da der ,umfang der ,erde etwa #djjjjj ,stadien betrage4 ,auch daraus wrde folgen1 da die ,erde nicht nur kugelfrmig1 sondern im ,vergleich zu den brigen ,gestirnen nicht gro ist4 ,gleichzeitig mit der ,lehre von der ,kugelgestalt der ,erde entstand die ,vorstellung1 da es ,antipoden geben msse4 ,schon die ,pythagoreer sollen dies angenommen haben#bhi4 ,als der ,erfinder des ,wortes ,antipoden wird 99,platon99 genannt4 ,da die ,erde in ihrem ganzen ,umfange bewohnt sei1 wird indessen nicht etwa als ,tatsache1 sondern nur als nicht zu umgehende ,annahme hingestellt4 ,von eigener ,beobachtung eines seltenen astronomischen ,ereignisses zeugt folgende ,stelle1 die gleichfalls im ,wortlaute mitgeteilt sei#bij3 ,wir haben nmlich gesehen1 wie der ,mond einmal halbkreisfrmig war und 99unter99 dem ,mars vorberging4 ,letzterer verschwand an der dunklen ,hlfte des ,mondes und kam an der beleuchteten wieder hervor4 ,in gleicher ,weise berichten solches1 auch bezglich der brigen ,gestirne1 diejenigen1 die schon seit einer sehr langen ,reihe von ,jahren ,beobachtungen angestellt haben1 nmlich die gypter und die ,babylonier1 von denen wir viele beglaubigte ,nachrichten betreffs eines jeden ,gestirns besitzen4 ,die ,kugelform legt 99,aristoteles99 nicht nur der ,erde1 sondern auch dem ,himmelsgewlbe bei4 ,letzteres msse notwendig kugelfrmig sein1 denn die ,kugel sei sowohl fr das ,wesen des ,universums die am meisten ansprechende1 als auch von ,natur aus die ursprnglich erste ,form#bia4 ,fr die ,welt nimmt 99,aristoteles99 rumliche ,begrenzung an4 ,die ,gestirne seien aus ther gebildet1 dessen ,bewegung die kreisfrmige sei1 whrend den irdischen ,elementen die geradlinige zukomme4 ,die fnf ,planeten1 die ,sonne und der ,mond sollen1 wie schon 99,eudoxos99 behauptet1 jeder in seiner eigenen ,sphre bewegt werden4 ,an diesen ,sphren1 unter denen man sich konzentrische1 die im ,mittelpunkte ruhende ,erde umgebende ,kugelschalen vorstellte1 sind diese sieben ,weltkrper befestigt1 whrend die ,fixsterne eine gemeinsame ,sphre besitzen und ihre gegenseitige ,lage innerhalb dieser ,sphre nicht ndern4 ,astrologische ,vorstellungen kommen in den ,schriften des 99,aristoteles99 nicht vor4 ,zwar hatte 99,platon99 die ,ansicht vertreten1 da die ,gestirne gttliche ,wesen seien4 99,aristoteles99 teilte diese ,ansicht1 sowie die ,lehre von der ,sterndeutung jedoch nicht1 wenn auch den ,griechen damals schon die astronomischen und die astrologischen ,lehren der ,chalder bekannt waren4 ,auch 99,eudoxos991 der sich zur ,zeit 99,platons99 eingehend mit der ,astronomie befate1 verhielt sich diesen ,lehren gegenber ablehnend4 ,erst in der spteren1 als hellenistisch bezeichneten ,periode wurde die ,astrologie zu einer herrschenden geistigen ,strmung4 ,um die ,ungleichheiten in der ,bewegung der ,planeten zu erklren1 hatte schon 99,eudoxos991 der ,begrnder der ,theorie der homozentrischen ,sphren1 fr jeden ,wandelstern mehrere ,sphren eingefhrt4 ,fr jedes dieser ,gestirne mute1 da es wie die ,fixsterne auf- und unterging1 eine der ,fixsternbewegung entsprechende ,sphre angenommen werden4 ,eine zweite1 deren grter ,kreis in die ,ekliptik fiel1 bewegte den ,planeten dann entgegengesetzt zur tglichen ,drehung1 also von ,west nach ,ost1 in einer ,zeit1 innerhalb welcher der ,planet den ,tierkreis durchluft4 ,weitere ,sphren waren zur ,erklrung der ,stillstnde und der zeitweiligen ,rckwrtsbewegung von ,ost nach ,west ntig4 ,fr den ,mond und fr die ,sonne waren gleichfalls zwei ,sphren nicht ausreichend4 ,im ganzen bentigte 99,eudoxos99 zur ,darstellung der ,bewegungen der ,himmelskrper #bg ,sphren4 ,zu diesen fgte 99,kalippos99 #g und 99,aristoteles99 noch #bb weitere hinzu4 ,dadurch wurde der ,mechanismus so verwickelt1 da man ihn endlich aufgab und durch die ,epizyklentheorie ersetzte4 ,eine ,rekonstruktion der ,anschauungen des 99,eudoxos99 verdanken wir 99,schiaparelli99#bib4 ,es handelt sich bei der ,annahme der ,sphren um keine mystischen ,ungereimtheiten1 sondern um eine kinetische ,hilfsvorstellung zur mglichst genauen ,beschreibung der beobachteten ,vorgnge4 ,man darf bei der ,beurteilung lterer ,hypothesen nie vergessen1 da auch unsere modernen ,theorien im ,grunde genommen solche ,hilfsvorstellungen sind1 die mit dem ,fortschreiten der ,wissenschaft oft durch neue ,vorstellungen verdrngt werden4 ,man darf ferner wohl annehmen1 da 99,eudoxos99 selbst seine ,hilfsvorstellung als das betrachtete1 was sie war1 und da erst ,sptere seinen homozentrischen ,sphren ,wirklichkeit beigemessen haben4 ,bezeichnend ist auch der ,ausdruck1 der bei den alten ,schriftstellern oft wiederkehrt1 da man fr die ,bewegung der ,himmelskrper ,theorien aufgestellt habe1 um die ,erscheinungen zu retten1 d4 h4 sie mit einer1 den ,verstand befriedigenden1 kinetischen ,darstellung in ,einklang zu bringen4 ,hielt man an dem ,grundsatz fest1 am ,himmel seien nur gleichmige und kreisfrmige ,bewegungen mglich1 so boten die ,sphrentheorie und spter die ,epizyklentheorie eine ,lsung der den alten ,astronomen gestellten ,aufgabe1 die dem damaligen ,stande des ,wissens entsprach4 ,die ,vorstellung1 die ,erde und der ,himmel seien kugelfrmig1 fhrte schon im ,altertum zur ,verfertigung von ,globen4 ,zuerst begegnen uns ,himmelsgloben4 ,ein solcher ist uns in dem 99,farnesischen99 ,globus erhalten geblieben4 ,er wird im ,nationalmuseum zu ,neapel aufbewahrt und bildet die ,marmorkugel1 welche der 99,farnesische99 ,atlas trgt4 ,dieser ,globus ist vermutlich eine ,nachbildung einer von 99,eudoxos99 hergestellten ,sphre4 ,auf dem 99,farnesischen99 ,globus sind die ,sternbilder in reliefartiger ,darstellung gemeielt4 ,nach der ,lage des ,frhlingspunktes zu urteilen1 stammt das ,kunstwerk aus dem #c4 vorchristlichen ,jahrhundert4 ,spter haben die ,araber1 unter ,benutzung der griechischen ,sternverzeichnisse1 in der ,anfertigung von ,himmelsgloben ,hervorragendes geleistet4 ,von solchen aus dem #ac4 ,jahrhundert stammenden ,globen sind mehrere erhalten#bic4 ,die ,verfertigung von ,erdgloben kam erst im ,zeitalter der ,entdeckungen auf1 als sich der geographische ,gesichtskreis ber die gesamte ,erde auszudehnen begann#bid4 ,die von den ,himmelskrpern ausgehende ,wrme und ihr ,licht fhrt 99,aristoteles99 darauf zurck1 da die ,luft unterhalb der ,sphre erhitzt wird4 ,denn1 fgt er hinzu1 von ,natur aus versetzt ,bewegung sowohl ,hlzer als auch ,steine und ,eisen in ,feuerhitze#bie4 ,aber nicht nur die ,erde und das ,himmelsgewlbe sind nach 99,aristoteles99 kugelfrmig1 sondern er legt diese ,form den ,gestirnen ganz allgemein bei#bif4 ,die ,ansicht1 letztere mten eine ,art ,sphrenmusik erzeugen1 kann er nicht teilen4 ,denn bermiges ,gerusch1 meint er1 zerstre selbst die widerstandsfhigsten ,krper#big4 ,bei der ,erklrung des ,flimmerns fllt er in die an anderer ,stelle von ihm bestrittene ,sehtheorie zurck4 ,er meint nmlich1 die ,planeten besen ein ruhiges ,licht1 weil sie nahe seien und der ,blick sie deshalb in seiner vollen ,kraft erreiche4 ,hingegen auf die ,fixsterne gerichtet1 fhrt er fort1 wankt der ,blick wegen der ,lnge des ,abstandes1 daher flimmern die am ,himmel fest eingefgten ,sterne1 die ,planeten aber nicht#bih4 ,was endlich die ,kometen anbetrifft1 so rechnete 99,aristoteles99 sie nicht zu den ,himmelskrpern1 sondern er hielt sie fr ,gebilde der irdischen ,atmosphre4 ,welchen ,wert man dieser ,meinung beilegte und wie sehr die ,kometen das allgemeine ,interesse fesselten1 geht daraus hervor1 da noch am ,ende des #ag4 ,jahrhunderts in manchen ,lndern kein ,professor angestellt wurde1 wenn er nicht ffentlich erklrte1 da er auer mit den brigen ,grundstzen des 99,aristoteles99 auch mit dessen ,ansichten ber die ,kometen einverstanden sei#bii4 ,bis auf 99,aristoteles99 zurckzuverfolgen ist auch eine andere ,lehre 7orientalischen ,ursprungs71 die in ihren letzten ,konsequenzen das paradoxeste ,erzeugnis des menschlichen ,geistes darstellt1 die ,lehre von der steten ,wiederkehr#cjj4 99,aristoteles99 spricht an einigen ,stellen seiner ,werke den ,gedanken aus1 hnlich der ,bewegung der ,gestirne vollziehe sich alles irdische ,geschehen periodisch in stetem ,kreislauf4 ,so finde z4 ,b4 auch ein steter ,wechsel zwischen ,meer und ,land statt#cja4 ,sptere ,philosophen1 so die 99,stoiker991 waren schon1 wie spter 99,nietzsche991 in maloser bertreibung eines an sich richtigen ,gedankens1 auf die sonderbare ,lehre gekommen1 da in groen ,weltperioden in steter ,folge selbst das ,einzelwesen in seiner ganz bestimmten ,individualitt1 z4 ,b4 ein bestimmtes ,dorf1 ein 99,sokrates99 usw4 mit allen gleichzeitigen ,wesen1 ,dingen und ,erscheinungen wiederkehren msse#cjb4 ,erklrlich wird dieser ,irrgang des menschlichen ,geistes daraus1 da fr die ,gestirne1 denen man einen magebenden ,einflu auf alles ,werden und ,vergehen zuschrieb1 eine ,rckkehr in die ,anfangsstellung angenommen wurde4 ,sobald diese erreicht sei1 sollten sich alle ,geschehnisse in der gleichen ,folge von neuem abspielen4 ,man unternahm es sogar1 auf ,grund der vorhandenen ,beobachtungen die ,rckkehr der ,planeten in dasselbe ,ortsverhltnis zu berechnen4 99,aristarch99 hatte dafr einen ,zeitablauf von #bdhd ,jahren angenommen4 ,andere hatten ,jahrmillionen herausgerechnet4 ,unter den ,neueren hat sich selbst 99,tycho99 mit der ,berechnung dieses annus mundanus genannten ,zeitraumes befat und #behaf ,jahre gefunden4 ,ganz aufgegeben wurde dieser ,gedanke wohl erst1 als man erkannte1 da die ,zahl der ,planeten weit grer ist1 als bisher angenommen war4 ,zu den astronomischen ,grundlagen der ,lehre von der steten ,wiederkehr ist auch 99,hipparchs99 ,entdeckung der ,przession der ,nachtgleichen zu rechnen4 ,sie fhrte gleichfalls auf eine ,periode von etwa #bejjj ,jahren1 die als platonisches ,jahr bezeichnet wurde4 7,siehe a4 spt4 ,stelle47 ,auer den astronomischen kommen auch geophysische ,grundlagen fr diese ,lehre in ,betracht1 indem man die regelmige ,wiederkehr gewaltiger berflutungen oder auch von ,perioden gesteigerter vulkanischer ,ttigkeit voraussetzte4 ,gewhnlich wurden diese ,ereignisse in der ,art miteinander verbunden1 da man die irdischen ,katastrophen an die periodisch wiederkehrenden astronomischen ,erscheinungen knpfte#cjc4 ,um die regelmige ,wiederkehr der berflutungen zu erklren1 dachte man sich entweder die ,erde von ,adern und ,spalten durchzogen1 die das ,wasser in sich aufnehmen und sich wieder leeren sollten1 oder man nahm an1 da sich in den oberen ,schichten der ,atmosphre die ,luft in ,wasser verwandele4 ,zu den ,anhngern dieser ,auffassung gehrte 99,aristoteles991 der sich mit den meteorologischen ,erscheinungen eingehend beschftigte4 ,die ,grundzge der physischen ,erdkunde und der ,geologie4 ,in seinen vier ,bchern ber die ,meteorologie beschreibt und errtert 99,aristoteles99 das ,auftreten der ,kometen und der ,sternschnuppen1 welche er als ,erzeugnisse unserer ,atmosphre betrachtet1 die ,gestalt und die ,hhe der ,wolken1 die ,bildung von ,tau1 ,eis1 ,schnee1 die ,entstehung der ,winde und des ,gewitters usw4 ,im ersten ,buche#cjd spricht 99,aristoteles99 von ,erscheinungen1 die wohl nur dahin gedeutet werden knnen1 da es sich um das ,nordlicht handelt4 ,er erzhlt1 da man in klaren ,nchten mitunter ,schlnde erblicke1 die blutigrote ,fackeln hinauszuschleudern schienen4 ,die ,erscheinung mache den ,eindruck1 als ob sie von einem weit entfernten ,brande herrhre4 ,weniger bestimmt lassen sich einige bei 99,plinius99 und 99,seneca99 vorkommende ,stellen auf das ,nordlicht deuten4 ,erdbeben werden nach 99,aristoteles99 durch eingeschlossene ,luft erzeugt4 ,sehr ausfhrlich wird vom ,regenbogen gehandelt4 99,aristoteles99 sucht diese ,erscheinung einzig aus der ,reflexion des ,lichtes abzuleiten4 ,die ,wassertrpfchen1 meint er1 seien ,spiegelchen1 die indessen infolge ihrer ,kleinheit nicht die ,form1 sondern nur die ,farbe des leuchtenden ,gegenstandes1 gemischt mit ihrer eigenen ,farbe1 zurckwrfen4 ,dem ,regenbogen werden nur die drei ,farben rot1 grn und violett zugeschrieben4 ,doch zeige sich zwischen rot und grn eine fahle ,farbe 7das ,gelb74 ,auch die ,beziehung des ,regenbogens zur ,sonnenhhe wird errtert und es wird erwhnt1 da es um ,mittag im ,sommer in ,griechenland keinen ,regenbogen gebe4 ,den ,mondregenbogen1 sagt 99,aristoteles991 habe er in #ej ,jahren nur zweimal beobachtet4 ,die ,erscheinung sei so selten1 weil sie nur bei ,vollmond eintrete4 ,auch der knstliche ,regenbogen1 der sich im zerstubten ,wasser zeigt1 findet ,erwhnung4 ,die ersten geologischen ,vorstellungen begegneten uns schon bei 99,thales99 und bei 99,empedokles99 7s4 ,s4 #gj74 ,bei dem mit vielen ,teilen der ,erde bekannt gewordenen 99,demokrit99 hatten diese ,vorstellungen eine erstaunliche ,hhe erreicht4 ,man kann das aus der auf 99,demokrit99 zurckgehenden ,darstellung schlieen1 welche 99,aristoteles99 ber die geologischen ,vorgnge gibt4 ,seine ,worte lauten#cje3 ,nicht immer sind dieselben ,orte der ,erde feucht oder trocken1 sondern sie verndern sich je nach dem ,entstehen und dem ,verschwinden der ,flsse4 ,ebenso verndert sich das ,verhltnis des festen ,landes zum ,meere4 ,wo festes ,land ist1 da wird ,meer1 und wo jetzt ,meer ist1 da entsteht wiederum festes ,land#cjf4 ,man mu annehmen1 da dies periodenweise geschieht#cjg4 99,da die ganze natrliche ,entstehung eines ,landes allmhlich und in ,zeitrumen vor sich geht1 die im ,vergleich mit unserem ,leben auerordentlich lang sind1 so bemerken wir nichts davon#cjh499 gypten z4 ,b4 scheint immer trockner geworden zu sein4 ,das ganze ,land mu wohl als eine ,anschwemmung des ,niles betrachtet werden4 hnlich verhlt es sich mit ,argos4 ,vor alters war diese ,landschaft sumpfig und fast unbewohnt4 ,heute dagegen ist sie angebaut4 ,was von dieser engbegrenzten ,gegend gilt1 das geschieht auch bei ganzen ,lndern4 ,einige nehmen an1 da die ,ursache solcher ,vorgnge eine ,vernderung des ganzen ,himmelsgebudes ist1 als sei dies dem ,wechsel unterworfen4 ,oder man behauptet1 das ,meer nehme ab1 indem es austrockne4 ,dabei bersieht man1 da gleichzeitig ,teile der ,erde trocken werden1 whrend das ,meer andere berflutet#cji4 ,die ,annahme1 da die ,menge des ,meeres geringer werde und das ,meer schlielich ganz verschwinden msse1 rhrt von 99,demokrit99 her4 ,letzterer ist zu dem groartigen ,gedanken1 da die ,konfiguration der ,erdoberflche sich im ,lauf der geologischen ,perioden ndere1 schon vor 99,aristoteles99 gelangt#caj4 ,auch die ,ansicht1 da die geologischen nderungen auf kosmologische ,ursachen zurckzufhren seien1 rhrt von 99,demokrit99 her4 99,aristoteles99 verwirft sie1 weil er den ,himmel als den ,ort des unvernderlichen ,seins betrachtet4 ,wir sehen aus alledem1 da 99,demokrits99 ,naturauffassung in vielem hher steht als diejenige des 99,aristoteles99 und sich der unseren nhert1 denn die ,einwirkung kosmischer ,vorgnge auf die skularen nderungen der ,erdoberflche wird heute nicht mehr in ,abrede gestellt4 ,ferner entspricht 99,demokrits99 ,annahme einer steten ,verringerung der auf der ,erde befindlichen ,wassermenge den heutigen geologischen ,vorstellungen4 ,das ,ende dieses ,vorgangs wrde darin bestehen1 da alles ,wasser durch die ,verwitterung und andere ,vernderungen der ,gesteine gebunden ist4 ,da das ,meer nicht etwa dadurch verschwindet1 da es sich durch die ,sonne in ,dampf verwandelt1 war 99,demokrit99 ganz klar1 denn er wute1 da das ,wasser des ,meeres immer wieder in ,gestalt von ,regen auf die ,erde herabfllt4 ,dies ist aus seiner ,erklrung der ,nilberschwemmungen ersichtlich#caa4 ,es ist anzunehmen1 da 99,demokrits99 ganz klare ,lehre vom ,kreislauf des ,wassers der von 99,aristoteles99 gegebenen ,darstellung zugrunde gelegen hat4 ,sie lautet3 ,einige behaupten1 da die ,flsse nicht allein in das ,meer flieen1 sondern auch aus demselben4 ,das ,wasser des ,meeres verdampfe und steige nach oben4 ,dort werde es durch ,abkhlung wieder verdichtet und falle infolgedessen wieder zur ,erde herunter#cab4 ,fr das ,entstehen der ersten geologischen ,anschauungen ist der ,umstand von groer ,bedeutung gewesen1 da das ,land1 in dem das lteste ,kulturvolk der gypter wohnte1 alle ,anzeichen dafr darbot1 da es sich in langsamer1 stetiger nderung befindet4 ,die ,erinnerungen und ,aufzeichnungen der gypter umfaten einen ,zeitraum von ,jahrtausenden1 der wohl erkennen lie1 da sich das ,land am unteren ,lauf des ,niles fortgesetzt nach ,norden ausdehnte#cac4 ,die salzigen ,seen auf der ,landenge von ,suez konnten kaum anders denn als berbleibsel des ,meeres gedeutet werden4 ,auf das allmhliche ,emportauchen gyptens aus dem ,meere wiesen auch die in seinen gebirgigen ,teilen sich findenden ,versteinerungen hin4 ,trotzdem ist es erstaunlich1 da man auf ,grund von einer immerhin nur geringen ,summe von ,beobachtungen im ,altertum schon zu einer so klaren ,einsicht in die geologischen ,vorgnge gelangt ist1 wie sie uns bei 99,eratosthenes991 bei 99,aristoteles991 der allerdings nur berichtet1 und ganz besonders bei 99,demokrit99 begegnet4 ,es lt sich nicht verkennen1 da diese antiken ,anfnge der geologischen ,wissenschaft auf ihre eigentliche ,begrndung im #af4 und #ag4 ,jahrhundert von nicht geringem ,einflu gewesen sind1 wie an spterer ,stelle gezeigt werden soll4 ,dieser ,einflu geht so weit1 da zwischen den am klarsten von 99,demokrit99 entwickelten ,lehren des ,altertums eine besonders durch 99,aristoteles99 vermittelte ,wirkung auf die ,geologie der ,neuzeit nachzuweisen ist4 ,die vier aristotelischen ,elemente4 ,am ,schlusse seiner ,meteorologie handelt 99,aristoteles99 von den vier ,elementen4 ,ausfhrlichere ,darlegungen ber diesen ,gegenstand enthlt die ,schrift ber ,entstehen und ,vergehen4 ,da nur vier ,elemente mglich seien1 beweist 99,aristoteles99 auf spekulativem ,wege4 ,seine ,ausfhrungen sind fr die ,beurteilung der aristotelischen ,denkweise so bezeichnend1 da wir auf sie etwas nher eingehen wollen#cad4 ,es gibt1 meint er1 vier ,grundempfindungen3 warm1 kalt1 feucht und trocken4 ,diese ,empfindungen werden paarweise vereint wahrgenommen4 ,mathematisch betrachtet1 knnen sich sechs solcher ,vereinigungen 7sechs ,kombinationen zu zwei7 bilden4 ,doch sind zwei als sich widersprechend unmglich1 nmlich die ,vereinigung warm und kalt und die ,vereinigung feucht und trocken4 ,es bleiben folglich nur vier ,gegenstze bestehen1 und dementsprechend sind nur vier ,elemente mglich4 ,dem ,gegensatz kalt und trocken entspricht die ,erde1 kalt und feucht das ,wasser1 warm und feucht die ,luft1 warm und trocken das ,feuer4 ,durch die ,mischung dieser vier ,elemente entstehen nun nach 99,aristoteles99 smtliche irdischen ,stoffe#cae4 ,ferner kommt jedem ,element sein bestimmter natrlicher ,ort zu1 gegen den hin es sich bewegt4 ,die ,materie setzt 99,aristoteles99 als gegeben voraus4 ,sie kann nicht etwa aus dem ,nichts entstehen1 auch sich nicht vermehren oder sich vermindern#caf4 ,sie ist vielmehr nur der ,vernderung fhig4 ,vernderungen werden dadurch hervorgerufen1 da ,ungleichartiges oder ,gegenstzliches aufeinander wirkt4 ,dies setzt ,berhrung voraus4 ,letztere braucht nicht immer eine unmittelbare zu sein4 ,es kann vielmehr auch eine ,vermittlung durch eine ,zwischensubstanz stattfinden1 von der jeder ,teil den zunchst liegenden in ,bewegung setzt4 ,in letzter ,linie beruht jede ,vernderung1 einerlei ob sie qualitativ oder quantitativ ist1 auf ,bewegungen4 ,ist ein ,krper einmal in ,bewegung1 so ist kein ,grund denkbar1 da er stillstehen sollte1 wenn er keinen ,widerstand findet4 ,indes auch das ,ruhende widerstrebt und verharrt an seinem ,orte#cag4 ,in all diesen ,stzen begegnen uns schon ,keime und ,vorahnungen1 die sich spter ganz oder teilweise bewahrheiten sollten4 ,der ,andeutung des ,gesetzes von der ,erhaltung der ,materie trat auch schon eine ,vorahnung des ,energiegesetzes zur ,seite4 ,sie begegnet uns in dem ,ausspruch1 da die in der ,natur vorhandene ,bewegung weder entstehen noch vergehen knne#cah4 ,man darf indessen nicht auer ,acht lassen1 da 99,aristoteles99 mitunter rein zufllig das ,richtige trifft4 ,so1 wenn er sagt1 die ,luft bestehe aus zwei ,bestandteilen4 ,in der ,nhe des ,erdbodens herrsche nmlich ein feuchter und khler1 in der ,hhe dagegen ein trockner und warmer vor4 ,fr das ,entstehen gibt es nach 99,aristoteles99 drei ,ursachen1 den ,stoff1 als das dem ,werden zugrunde ,liegende1 die ,form als ,zweck und die ,bewegung als ,veranlassung4 ,die den ,stoff gestaltende ,form ist nach 99,aristoteles99 fr die ,lebewesen mit dem1 was wir ,seele nennen1 einerlei4 ,die ,artunterschiede der ,seele sollen die ,stufenreihe der ,lebewesen bestimmen4 ,die niedrigste ,seelenstufe ist die vegetative4 ,sie beschrnkt sich auf die ,nahrungsaufnahme und die ,fortpflanzung und ist in den ,pflanzen wirksam4 ,die ,tierseele ist auerdem der ,empfindung fhig1 zu welcher bei dem ,menschen noch die ,vernunft hinzutritt4 ,der ,mensch selbst erscheint dem 99,aristoteles99 als ,zweck und ,mittelpunkt der ganzen ,schpfung4 ,in ihm gelangt das gttliche ,empfinden zum ,bewutsein#cai4 ,die ,seele ist indessen fr 99,aristoteles99 nichts fr sich ,bestehendes4 ,sondern sie ist an den ,stoff gebunden1 ohne selbst krperlich zu sein4 ,sie ist es1 welche aus dem ,stoff den ,leib aufbaut und bewirkt1 da letzterer zweckmig eingerichtet ist4 ,die ,lehre von den vier ,elementen gengte schon den ,hippokratikern und auch 99,platon991 um daraus die ,entstehung der ,krankheiten abzuleiten4 ,da der ,krper aus ,erde1 ,feuer1 ,luft und ,wasser zusammengesetzt sei1 so msse ein ,zuviel oder ,zuwenig von einem dieser ,grundstoffe1 sowie eine ,vernderung ihres ,sitzes ,aufruhr1 d4 h4 ,krankheit1 zur ,folge haben4 ,auch 99,aristoteles99 fhrt einige ,krankheiten auf ein berma an ,feuchtigkeit1 andere auf ein ,zuviel an ,wrme zurck4 ,in den ,lungen hufen sich nach ihm mit zunehmendem ,alter erdige ,bestandteile an1 durch die das ,feuer endlich erlischt und der ,tod eintritt4 ,die ,elemente sind bei 99,aristoteles99 nicht etwa ,grundstoffe im heutigen ,sinne4 ,andererseits verwirft er aber auch den ,hylozoismus der ionischen ,naturphilosophen 7da nur ,eines1 z4 ,b4 ,luft1 das ,smtliche sei1 ist nicht mglich7#cbj4 99,aristoteles99 ist der ,ansicht1 da es eine ,substanz der sinnlich wahrnehmbaren ,krper gibt1 die aber immer mit einer ,gegenstzlichkeit verbunden ist1 aus welcher die sogenannten ,elemente entstehen#cba4 ,die ,begrndung der ,zoologie4 ,whrend die ,mathematik und die ,astronomie schon vor dem ,auftreten des 99,aristoteles99 die ersten ,stufen ihrer ,entwicklung zurckgelegt hatten und in zielbewuter ,weise die ,lsung bestimmter ,aufgaben anstrebten1 war das ,gleiche bezglich der beschreibenden ,naturwissenschaften noch nicht der ,fall4 ,zwar waren die ,grundlagen auch auf diesem ,gebiete wie auf demjenigen der ,astronomie in der sich unmittelbar aufdrngenden ,beobachtung gegeben4 ,dem 99,aristoteles99 und seiner ,schule blieb indes die erste denkende ,erfassung und die systematische ,gestaltung der noch wenig zusammenhngenden naturgeschichtlichen ,einzelkenntnisse vorbehalten4 ,das wichtigste zoologische ,werk des 99,aristoteles99 ist seine ,tierkunde#cbb4 ,es ist ein grundlegendes ,werk und das bedeutendste zoologische ,buch des ,altertums4 ,es enthlt nicht nur ,beschreibungen der ,tiere1 sondern es geht auch auf den ,bau und die ,verrichtungen der ,organe1 sowie auf die ,entwicklung und die ,lebensweise ein4 ,eine kurze ,betrachtung mge uns eine ,probe von dem ,wissen des 99,aristoteles99 und der ,art1 wie er seinen ,gegenstand behandelt1 bieten4 ,begonnen wird mit der ,beschreibung des menschlichen ,krpers4 ,zur ,erforschung der inneren ,organe mute jedoch das ,tier dienen1 da man sich noch nicht an die ,zergliederung menschlicher ,leichen heranwagte4 ,die anatomischen ,kenntnisse des 99,aristoteles99 sind infolgedessen noch gering4 ,das ,herz1 von dem er sagt1 es enthalte von allen ,eingeweiden allein ,blut1 ist ihm auch allein das ,organ1 in dem das ,blut bereitet wird#cbc4 ,vom ,herzen aus lt er diese ,flssigkeit sich durch den ganzen ,krper verbreiten1 ohne jedoch damit die ,vorstellung von einem ,kreislauf zu verbinden#cbd4 ,das ,blut ist ihm ferner der ,trger der dem ,menschen eingepflanzten ,wrme4 ,die ,aufgabe der ,atmung soll darin bestehen1 diese ,wrme auf das richtige ,ma herabzumindern4 ,man darf sich nicht wundern1 da die ,anschauungen des 99,aristoteles99 noch so weit von den heute als richtig erkannten und jedermann gelufigen abweichen4 ,denn gerade die ,erforschung der ,vorgnge1 die sich in den ,lebewesen abspielen1 hat den spteren ,jahrhunderten die grten ,schwierigkeiten gemacht1 so da wir selbst zurzeit noch kaum zu einem befriedigenden ,einblick in den ,zusammenhang dieser ,vorgnge gelangt sind4 ,die ,aufdeckung eines solchen ,zusammenhanges ist nmlich vor allem von den ,fortschritten der ,chemie und der ,physik abhngig gewesen1 ,wissenschaften1 die zur ,zeit des 99,aristoteles99 erst im ,keime vorhanden waren4 ,so konnte1 um hier nur eins zu erwhnen1 der ,vorgang der ,atmung und der ,entstehung tierischer ,wrme erst richtig gedeutet werden1 nachdem man die ,zusammensetzung und die ,rolle der atmosphrischen ,luft erkannt hatte4 ,und dies geschah erst gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts1 an der ,schwelle des letzten ,abschnittes der ,geschichte der ,naturwissenschaften4 ,es ist ,verdienst genug1 da 99,aristoteles99 die ,fragen nach den ,verrichtungen1 sowie nach der ,entwicklung der organischen ,wesen#cbe gestellt und dadurch spteren ,geschlechtern den ,anla geboten hat1 die ,erforschung dieser ,dinge weiter zu betreiben4 ,so ist die ,entwicklung des ,hhnchens im ,ei ein ,problem1 das schon 99,aristoteles99 beschftigte4 ,die eingehendere ,untersuchung wurde indes erst #bjjj ,jahre spter wieder aufgenommen und erst in neuester ,zeit1 auf ,grund der ,vervollkommnung aller ,hilfsmittel1 zu einem gewissen ,abschlu gefhrt4 ,mit ,recht mag es dagegen ,verwunderung erregen1 da 99,aristoteles99 nicht nur die niederen1 sondern selbst hher entwickelte ,tiere durch ,urzeugung entstehen lie4 ,es begegnet uns auch hier wieder ein ,problem1 das wir durch den ,verlauf der ,jahrhunderte in seinen ,wandlungen verfolgen werden1 bis es endlich im neuesten ,zeitalter seine ,lsung gefunden hat4 ,zwar ist es begreiflich1 wenn 99,aristoteles99 ,luse aus ,fleisch und ,wanzen aus tierischen ,feuchtigkeiten herleitet4 ,man hre aber1 welch sonderbare ,vorstellungen er sich ber die ,entstehung der ,aale gebildet hat3 ,sie legen1 sagt er#cbf1 keine ,eier4 ,und man hat noch nie in ihnen einen der ,fortpflanzung dienenden ,teil entdecken knnen4 ,es gibt sumpfige ,teiche1 in denen sie wieder entstehen1 wenn auch das ,wasser und der ,schlamm herausgeschafft sind1 sobald diese ,teiche wieder durch den ,regen gefllt werden4 ,die ,aale gehen nmlich aus ,regenwrmern hervor1 die sich von selbst aus dem ,schlamme bilden4 ,zur ,entschuldigung mag es demgegenber dienen1 da die ,fortpflanzung der ,aale bis in die neueste ,zeit hinein ein dunkles ,gebiet der ,zoologie gewesen ist4 ,keineswegs nahm aber 99,aristoteles99 die ,urzeugung fr die niederen ,tiere als den einzigen ,weg der ,entstehung an4 ,so sagt er von den ,insekten ausdrcklich1 sie zeugten1 entstnden aber auch spontan4 ,die ,urzeugung war ihm und spteren ,zoologen ein ,glaubenssatz1 um aus der ,verlegenheit1 in die man hufig durch ,unkenntnis der obwaltenden ,verhltnisse geraten war1 herauszukommen4 ber den ,vorgang der ,entwicklung selbst lt 99,aristoteles99 sich in seiner ,schrift ber die ,zeugung und ,entwicklung der ,tiere mit folgenden zutreffenden ,worten aus3 ,entweder entstehen alle ,teile des ,tieres auf einmal2 oder sie entstehen nacheinander wie die ,maschen eines ,netzes4 ,da letzteres geschieht1 ist deutlich4 ,denn man sieht1 da manche ,teile schon vorhanden sind1 andere aber noch nicht4 ,es ist unzweifelhaft1 da man sie nicht nur etwa ihrer ,kleinheit wegen nicht sieht4 ,obgleich die ,lunge nmlich einen greren ,umfang hat als das ,herz1 so zeigt sie sich doch spter als dieses#cbg4 ,bezglich der anatomischen ,kenntnisse des 99,aristoteles99 sei hervorgehoben1 da er die schneckenfrmige ,gestalt des inneren ,ohres und die ,verbindung zwischen dem ,gehrorgan und der ,mundhhle kannte4 ,vom ,innern des ,auges1 sagt er1 es bestehe aus einer ,flssigkeit1 welche das ,sehen vermittle4 ,um diese sei eine schwarze und auerhalb der letzteren eine weie ,haut vorhanden4 ,beim ,gehirn unterscheidet er die strkere1 dem ,schdel anliegende ,haut von der schwcheren1 welche das ,gehirn unmittelbar umschliet#cbh4 ,auch die ,drsen der ,verdauungsorgane hat 99,aristoteles99 im ganzen richtig beschrieben und sie sogar bei einigen ,wirbellosen gekannt4 ,ferner hat er seine ,schriften durch ,zeichnungen erlutert und soll hierin vorbildlich gewesen sein4 ,andererseits wute 99,aristoteles99 ,nerven und ,sehnen noch nicht scharf genug zu unterscheiden4 ,die ,bedeutung der ,muskeln war ihm noch nicht bekannt4 ,er fhrte vielmehr die ,bewegungen der ,glieder auf die ,ttigkeit der ,sehnen zurck und betrachtete das ,fleisch als das ,organ fr die ,empfindung4 ,es sind etwa #ejj ,tierformen1 die 99,aristoteles99 in den auf uns gelangten ,schriften erwhnt2 doch lassen sich diese ,formen nicht smtlich identifizieren4 ,so werden zwar mehrere ,arten von ,vierhndern unterschieden1 mit den menschenhnlichen ,affen war man zur ,zeit des 99,aristoteles99 jedoch noch nicht bekannt#cbi4 ,auch wute man sehr wenig von den niederen ,tieren4 ,doch bewltigt und beherrscht 99,aristoteles99 die ihm bekannten ,formen1 -- und das ist sein wesentlichstes ,verdienst --1 indem er sie in ein der ,natur entsprechendes1 wissenschaftliches ,system gliedert1 das erst durch 99,cuvier99 im ,beginn des #ai4 ,jahrhunderts eine wesentliche ,verbesserung gefunden hat4 ,es erscheint deshalb gerechtfertigt1 auf diesen ersten und auch gleich so wohlgelungenen ,versuch eines natrlichen ,systems der ,tiere etwas nher einzugehen4 ,zunchst teilte 99,aristoteles99 das gesamte ,tierreich in ,bluttiere und ,blutlose4 ,ging er auch hierbei von der unrichtigen ,annahme aus1 da die rote ,farbe ein notwendiges ,kennzeichen des ,blutes sei1 so decken sich doch tatschlich seine beiden groen ,gruppen1 wie wir aus ihrer weiteren ,einteilung erkennen1 mit unseren heutigen ,wirbeltieren und ,wirbellosen4 ,die ,bluttiere zerfallen bei 99,aristoteles99 in lebendig gebrende ,vierfler 7,sugetiere71 ,vgel1 eierlegende ,vierfler 7unsere heutigen ,klassen der ,reptilien und ,amphibien1 zu denen er ganz richtig trotz des ,fehlens der ,gliedmaen1 wegen ihrer sonstigen ,beschaffenheit1 die1 ,schlangen rechnet7 und in die von den ,fischen scharf abgesonderten ,waltiere4 ,fr letztere gibt er an1 da sie durch ,lungen atmen und lebendig gebren4 ,die lebendig gebrenden ,vierfler1 sagt 99,aristoteles991 sind fast alle dicht behaart4 ,sie sind ferner entweder vielzehig wie der ,lwe1 der ,hund und der ,panther1 oder zweihufig wie ,schaf1 ,ziege und ,hirsch4 ,oder sie besitzen nur einen ,huf wie das ,pferd4 ,den ,tieren1 welche ,hrner tragen1 hat die ,natur meist zwei ,hufe verliehen4 ,ein ,einhufer mit ,hrnern ist uns niemals zu ,gesicht gekommen4 ,auch im ,gebi weichen die ,tiere untereinander und vom ,menschen vielfach ab4 ,zhne besitzen alle lebendig gebrenden ,vierfler4 ,und zwar haben sie in beiden ,kiefern entweder zusammenhngende ,zahnreihen oder unterbrochene4 ,allen ,hrnertragenden fehlen nmlich die ,vorderzhne im ,oberkiefer4 ,doch gibt es auch ,arten mit unvollkommenen ,zahnreihen ohne ,hrner1 wie das ,kamel4 ,manche haben ,hauzhne1 z4 ,b4 der ,eber4 ,ferner gibt es ,tiere mit ,reizhnen1 wie der ,lwe1 ,panther und ,hund4 ,hauzhne und ,hrner zugleich besitzt kein ,tier4 ,auch kommen nicht ,reizhne neben ,hauzhnen und ,hrnern vor4 ,obgleich 99,aristoteles99 hier manche ,mitteilungen und ,verallgemeinerungen ber die ,zhne und den ,bau der ,fe bei den ,sugetieren macht1 gelangt er doch nicht etwa zur ,aufstellung von ,ordnungen oder ,unterordnungen im heutigen ,sinne4 ,bei den ,vgeln indessen unterscheidet er die ,ordnung der ,raubvgel von den ,ordnungen der ,schwimm- und der ,stelzvgel4 ,besonders gekennzeichnet wird die ,gruppe der ,vgel noch durch folgende ,bemerkungen3 ,sie allein unter allen ,tieren sind zweibeinig wie der ,mensch1 sie haben weder ,hnde noch ,vorderfe1 sondern ,flgel4 ,das sind ,organe1 welche dieser ,tierklasse eigentmlich sind4 ,alle haben mehrspaltige ,fe4 ,in der ,regel sind die ,zehen getrennt4 ,bei den ,schwimmvgeln aber sind die gegliederten1 deutlich gesonderten ,zehen durch ,schwimmhute verbunden4 ,die ,vgel1 welche hoch fliegen1 haben smtlich vier ,zehen1 von denen meistens drei nach vorn und eine nach hinten gestellt sind4 ,einige haben zwei nach vorn und zwei nach hinten gerichtete ,zehen4 ,fr seine fnfte und letzte ,gruppe1 die ,fische nmlich1 hebt er das ,vorhandensein von ,kiemen und ,flossen hervor#ccj4 ,auch ist ihm bekannt1 da nicht nur die ,waltiere1 sondern auch gewisse ,haie lebendige ,junge zur ,welt bringen4 ,ja1 er zeigt sich mit ,verhltnissen in der ,entwicklung der ,haie vertraut1 welche erst in neuerer ,zeit ihre ,besttigung gefunden haben4 ,so erzhlt er1 da es unter den ,haien eierlegende und lebendig gebrende gbe1 und unter den letzteren auch solche1 bei denen der ,ftus mit dem ,uterus wie bei den ,sugetieren durch einen ,mutterkuchen verbunden sei 7s4 ,abb4 #af74 ,diese ,tatsache wurde erst im #ai4 ,jahrhundert durch 99,johannes ,mller99 an ,mustela laevis wieder entdeckt#cca4 ,unter den ,blutlosen 7,wirbellosen7 gelten ihm als die entwickeltsten die ,kopffler 7,tintenfische71 mit deren ,bau und ,lebensweise er sich eingehend befat4 ,sie besitzen1 sagt er1 ,fe1 die sich am ,kopf befinden1 einen ,mantel1 der das ,innere umschliet1 und ,flossen rings um den ,mantel4 ,es sind acht mit ,saugnpfen versehene ,fe vorhanden4 ,einige ,arten1 wie die ,sepien1 haben auerdem zwei lange ,fangarme4 ,mit diesen ergreifen sie die ,nahrung und fhren sie zum ,maule4 ,bei ,sturm befestigen sie diese ,arme wie ,anker an einem ,felsen und lassen sich so von den ,wogen hin und hertreiben4 ,auf die ,fe folgt bei allen der ,kopf1 in dessen ,mitte sich das mit zwei ,zhnen versehene ,maul befindet4 ,darber liegen die groen ,augen1 und zwischen diesen eine knorpelige ,masse1 welche das ,gehirn einschliet4 ,illustration3 ,abb4 #af4 ,der ,embryo des glatten ,hais des ,aristoteles4 ,dp1 der ,mutterkuchen in ,verbindung mit dem ,uterus#ccb4 ,dann folgen die ,krebse1 von 99,aristoteles99 ,weichschalige genannt4 ,die dritte ,gruppe bilden die ,kerbtiere4 99,aristoteles99 begreift darunter smtliche ,tiere mit geringeltem ,krper1 also nicht nur die ,insekten1 sondern auch die ,spinnen1 die ,tausendfler und die ,gliederwrmer4 ,er hebt hervor1 da der ,krper aller ,insekten in drei ,abschnitte zerfllt1 den ,kopf1 den ,krperteil1 welcher ,magen und ,darm enthlt1 und drittens den dazwischen liegenden ,abschnitt1 dem bei anderen ,tieren ,brust und ,rcken entsprechen4 ,auer den ,augen1 fhrt 99,aristoteles99 fort1 haben die ,insekten kein deutliches ,sinnesorgan4 ,manche besitzen einen ,stachel1 der sich entweder innerhalb des ,krpers befindet1 wie bei den ,bienen und ,wespen1 oder auerhalb1 wie beim ,skorpion#ccc4 ,letzterer ist allein unter allen ,insekten lang geschwnzt2 ferner besitzt er ,scheren4 ,einige ,insekten haben ber den ,augen ,fhler1 z4 ,b4 die ,schmetterlinge und die ,kfer4 ,im ,innern findet sich ein ,darm1 der in der ,regel bis zum ,after gerade verluft1 mitunter aber auch gewunden ist4 ,bei den ,insekten fesseln 99,aristoteles99 besonders der ,bau und die ,lebensweise der ,honigbiene4 ,er erwhnt1 da sie das ,bienenbrot an den ,schenkeln eintrgt und den ,honig in ihre ,zellen speit4 ,er erzhlt von dem ,bau der ,waben1 den ,maden und ,puppen und kennt die ,herkunft1 sowie die ,rolle1 die das sogenannte ,vorwachs besitzt1 so da wir vor 99,swammerdam991 welcher durch die ,anwendung des ,mikroskops und durch die ,befolgung der ,grundstze der neueren ,naturforschung zu einem weit tieferen ,einblick befhigt war1 kaum eine gleich gute ,schilderung dieses wichtigen ,insektes antreffen4 ,die vierte ,gruppe1 ausgezeichnet durch harte ,schalen1 die einen weichen ungegliederten ,krper umschlieen1 bilden die ,schnecken und die ,muscheln1 die von 99,aristoteles99 als ,schaltiere zusammengefat werden4 ,der fnften und letzten ,gruppe1 den ,seewalzen1 ,seesternen und ,schwmmen1 wird eine vermittelnde ,stellung zwischen dem ,tier- und ,pflanzenreiche zugewiesen4 ,viele ,betrachtungen1 die 99,aristoteles99 in seinen zoologischen ,schriften anstellt1 lassen erkennen1 da er1 wenn auch vom teleologischen ,standpunkt1 doch schon von dem ,gedanken geleitet wird1 den die neuere ,biologie als ,erhaltungsmigkeit bezeichnet4 ,das ,wort soll ausdrcken1 da ,lebensweise1 ,aufenthaltsort und ,einrichtung eines ,tieres einander entsprechen4 ,nicht minder stehen aber die einzelnen ,organe zueinander und zum ,gesamtbau in einem gewissen ,verhltnis1 das 99,cuvier991 der grte ,zoologe der ,neuzeit1 als die ,korrelation der ,organe bezeichnet hat4 ,in welchem ,mae 99,cuvier99 und die neuere ,biologie hierin mit 99,aristoteles99 bereinstimmen1 lassen z4 ,b4 dessen ,betrachtungen ber die ,zhne erkennen4 ,sie lauten#ccd3 ,die ,zhne haben die ,tiere im allgemeinen zur ,zerkleinerung der ,nahrung1 dann aber auch als ,waffen zu ,angriff und ,abwehr4 ,von denen1 die sie zu ,schutz und ,trutz besitzen1 haben einige ,hauer wie der ,eber1 andere scharf ineinander greifende ,zhne4 ,die ,strke dieser ,tiere beruht auf ihren ,zhnen4 ,diese mssen also scharf sein und zweckmig ineinander greifen1 damit sie sich nicht durch gegenseitige ,reibung abstumpfen4 ,ferner haben die spitzzhnigen ein weit geschlitztes ,maul4 ,da nmlich ihre ,wehr im ,beien besteht1 haben sie ein weites ,maul ntig1 denn sie werden mit um so mehr ,zhnen und um so strker beien1 je weiter das ,maul geschlitzt ist#cce4 ,auch ber die ,ernhrung der ,tiere wie ber diejenige der ,pflanzen hatte sich 99,aristoteles99 schon ,vorstellungen gebildet1 die viel ,zutreffendes enthalten4 ,smtliche ,bestandteile des ,krpers lt er durch die ,umwandlung der aufgenommenen ,nahrungsmittel entstehen#ccf4 ,fr einzelne ,substanzen wie das ,fett1 die ,galle usw4 gebe es wahrscheinlich auch bestimmte ,nhrstoffe4 ,diese sollen aus dem ,blute durch die ,wandungen der ,adern hindurchsickern und auf diese ,weise an den ,ort gelangen1 wo sie abgeschieden werden4 ,das ,fett entstehe aus mehliger und ser ,nahrung1 die sich leicht in ,fett umwandele4 ,als die wichtigste ,ausscheidung des ,blutes betrachtet 99,aristoteles99 den ,samen4 ,er enthalte neben ,wasser und ,erde vor allem den warmen1 lebenerregenden ,luftgeist1 das ,pneuma 7s4 ,s4 #ajb74 ,wie sich die ,erde in ein ,mineral verwandeln knne1 so verwandele die im ,samen enthaltene ,erde sich in einen ,menschen4 ,tiere mit starken ,knochen lt 99,aristoteles99 aus einem besonders erdhaltigen ,samen hervorgehen4 ,seele und ,krper der ,lebewesen bilden nach ihm eine ,einheit1 allerdings nur in dem ,sinne1 da der ,krper das ,organ der ,seele ist#ccg4 ,dafr spreche auch1 da manche ,tiere1 die man zerschneide1 in jedem ihrer ,teile weiterleben4 ,aristoteles ber die ,pflanzen4 ,in seinem ,bestreben1 das gesamte ,wissen seiner ,zeit vom ,standpunkte des ,philosophen zu sammeln1 zu prfen und systematisch zu gliedern1 konnte 99,aristoteles99 auch an der ,pflanzenwelt nicht achtlos vorbergehen4 ,leider ist indessen seine diesem ,gegenstande gewidmete ,theorie der ,pflanzen verloren gegangen4 ,was wir an ,ansichten des 99,aristoteles99 ber die ,natur der ,pflanzen kennen1 sind vereinzelte1 aber immerhin zahlreiche uerungen des ,philosophen1 die sich in seinen brigen ,werken zerstreut finden#cch4 ,von besonderem ,interesse ist1 was 99,aristoteles99 ber die ,verwandtschaft der ,tiere mit den ,pflanzen sagt#cci4 ,die ,natur geht allmhlich vom ,unbeseelten zum ,beseelten ber4 ,auf die unbeseelten ,dinge lt sie zunchst die ,pflanzen folgen4 ,unter diesen unterscheide sich die eine von der anderen darin1 da sie teils mehr1 teils weniger ,anteil am ,leben zeige4 ,vergleiche man die ,pflanzen mit den leblosen ,dingen1 so seien erstere wie beseelt1 dagegen erscheine die ,pflanze im ,vergleich zum ,tiere wie unbeseelt4 ,und doch sei der bergang zwischen ,pflanze und ,tier ununterbrochen4 ,denn bei einigen ,wesen des ,meeres knne man zweifeln1 ob sie ,tiere oder ,pflanzen seien4 ,auch ber die ,teilbarkeit der ,pflanzen und der ,tiere stellt 99,aristoteles99 ,betrachtungen an#cdj4 ,nimmt man von einer ,zahl1 sagt er1 eine ,zahl weg1 so bleibt eine andere ,zahl4 ,die ,pflanzen dagegen und viele ,tiere bleiben bestehen1 wenn man sie teilt4 ,die niederen ,tiere und die ,pflanzen stimmen1 wie 99,aristoteles99 richtig hervorhebt1 eben darin berein1 da ihnen die ,einheit der ,organisation fehlt4 ,infolgedessen knnen abgetrennte ,teile des ,organismus fortleben und sich zu selbstndigen ,wesen entwickeln#cda4 ,auch darin seien sie einander hnlich1 da bei beiden der ,hauptzweck die ,fortpflanzung sei und alle ,einrichtungen sich auf diesen ,zweck zurckfhren lieen4 ,auch ber die ,ernhrung der ,pflanzen hat 99,aristoteles99 nachgedacht4 ,die ,wurzeln nennt er ein ,analogon des ,mundes1 da beide die ,nahrung einnehmen#cdb4 ,die ,erde enthalte eine fr die ,pflanze zubereitete ,nahrung und diene ihr sozusagen als ,bauch1 whrend die ,tiere gleichsam die ,erde als ,inhalt des ,darms in sich trgen1 aus dem sie1 wie die ,pflanzen mit den ,wurzeln1 mit etwas hnlichem die ,nahrung aufnehmen mten#cdc4 ,wem fllt bei dieser originellen1 im ,grunde aber richtigen ,auffassung des ,philosophen nicht die so treffende ,benennung der ,darmzotten als innere ,wurzeln des ,tieres ein8 ,ein hnliches ,verhltnis1 wie fr die ,ernhrung von ,tier und ,pflanze1 nimmt 99,aristoteles99 fr die ,entwicklung an4 ,er sagt nmlich3 ,wie sich die ,gewchse des ,bodens bedienen1 so bedienen sich die ,embryonen des ,uterus#cdd4 ,was die ,entstehung anbetrifft1 so wird auch fr die ,pflanzen angenommen1 da sie entweder aus ,samen oder von selbst entstnden4 ,letzteres geschehe1 wenn die ,erde oder ,pflanzenteile faulten4 ,was endlich die ,sexualitt anlangt1 so meint 99,aristoteles991 bei den ,pflanzen sei das ,mnnliche und das ,weibliche nicht getrennt2 sie zeugten daher aus sich selbst4 ,das ,gleiche finde gewissermaen bei den ,tieren statt4 ,denn wenn sie zeugen wollten1 so werde sozusagen ein ,tier aus zweien4 ,die ,tiere seien somit gleichsam ,pflanzen1 in denen das ,mnnliche und das ,weibliche voneinander geschieden sei4 ,aus den zerstreuten ,bemerkungen des 99,aristoteles99 erkennen wir somit1 da das ,nachdenken ber botanische ,dinge rege geworden war und manche wertvolle ,beobachtung und ,verallgemeinerung vorlag4 ,der erste1 dem wir ein zusammenhngendes ,werk ber die ,pflanzen verdanken1 ist denn auch ein ,schler des groen ,philosophen1 99,theophrast994 ,dieser nimmt der ,botanik gegenber eine hnliche ,bedeutung ein1 wie sie 99,aristoteles99 fr die ,zoologie besitzt4 ,theophrast begrndet die ,botanik4 ber das ,leben des 99,theophrast99 sind wir besonders durch 99,diogenes ,laertios99 und durch 99,plutarch99 unterrichtet4 ,doch sind seine ,lebensumstnde wenig bekannt und durch ,sagen und bertreibungen verdunkelt4 99,theophrast99 wurde #cga v4 ,chr4 zu ,eresos auf der ,insel ,lesbos geboren4 ,er widmete sich der ,philosophie4 ,und zwar schlo er sich zuerst an die ,atomisten 799,leukipp9971 dann an 99,platon99 und schlielich an 99,aristoteles99 an4 99,theophrast99 nannte man ihn seiner ,beredsamkeit wegen#cde4 ,nach dem ,tode des 99,aristoteles991 dessen ,lieblingsschler und langjhriger ,freund er war1 bernahm 99,theophrast99 die ,fhrung der von 99,aristoteles99 in ,athen gegrndeten ,philosophenschule1 die er zur hchsten ,blte brachte4 99,theophrast99 geno in ,athen das grte ,ansehen4 ,sein ,ruhm drang auch ins ,ausland1 so da 99,ptolemos der ,lagide99 ihn nach ,alexandrien zu ziehen suchte4 ,wie sehr man 99,theophrast99 in seinem ,vaterlande schtzte1 geht auch aus folgender ,erzhlung hervor4 99,theophrast99 wurde des ,mangels an ,religion beschuldigt4 ,man gab indessen dieser ,klage nicht nur keine ,folge1 sondern es fehlte nicht viel1 da der ,klger selbst in den ,anklagezustand gesetzt wurde#cdf4 ,war 99,theophrast99 auch nicht an schpferischer ,kraft mit 99,aristoteles99 zu vergleichen1 so berragte er ihn durch den ,umfang seiner naturwissenschaftlichen ,einzelkenntnisse4 ,auf die ,beobachtung zahlreicher ,einzelflle1 wodurch man allein zur ,bildung richtiger ,begriffe gelangen knne1 legte er den grten ,wert4 ,wo 99,theophrast99 nur fremde ,beobachtungen zu ,gebote stehen1 verhlt er sich durchaus kritisch und macht aus etwaigem ,zweifel kein ,hehl4 ,sein ,flei war unermdlich und begleitete ihn bis ins hchste ,alter4 ,sterbend klagte er noch im ,hinblick auf das ,aufhren seiner wissenschaftlichen ,ttigkeit ber die ,krze des menschlichen ,lebens#cdg4 ,das ,altertum pries auch seine ,umgangsformen4 99,cicero99 lt ihn sagen1 die rauhe ,tugend allein mache keineswegs die ,glckseligkeit aus4 ,er galt ferner als einer der bedeutendsten ,redner1 der vortrefflich und wohlberechnet seine ,worte mit seinen ,gebrden und seinem ,mienenspiel in ,einklang zu bringen wute4 ,von einem ganz ungewhnlichen ,fleie legt auch die ,zahl seiner ,schriften ,zeugnis ab#cdh4 ,leider sind die wichtigsten verloren gegangen4 ,sie erstreckten sich auf ,mathematik1 ,astronomie1 ,botanik1 ,mineralogie und alle ,teile des von 99,aristoteles99 gegrndeten philosophischen ,systems4 99,theophrast99 starb #bhf v4 ,chr4 ,er ist also #he ,jahre alt geworden4 ,seiner ,schule soll er einen ,pflanzengarten und eine ,halle1 in welcher der ,unterricht stattfinden sollte1 vermacht haben#cdi4 ,auer dem botanischen ,hauptwerk1 dessen neun ,bcher vollstndig auf uns gekommen sind1 und mit dessen ,inhalt wir uns im nachfolgenden in der ,hauptsache bekannt machen wollen1 verfate 99,theophrast99 noch eine ,schrift ,von den ,ursachen der ,pflanzen4 ,sie ist leider nur unvollstndig vorhanden4 ,die ,schrift von den ,ursachen der ,pflanzen 7 7 verhielt sich zur ,geschichte der ,pflanzen hnlich wie die mehr philosophischen zu den beschreibenden ,bchern1 die 99,aristoteles99 ber die ,tierkunde verfat hatte#cej4 ,vor 99,aristoteles99 hatte man sich den ,gewchsen1 soweit sie nicht dem unmittelbaren ,unterhalt von ,mensch und ,tier dienten1 vorzugsweise aus medizinischem ,interesse zugewandt4 ,das ,sammeln der ,pflanzen und ihre ,verarbeitung zu heilkrftigen ,sften wurde berufsmig von den schon erwhnten ,rhizotomen 7,wurzelschneidern7 betrieben4 ,es waren dies die ,vorlufer unserer heutigen ,pharmazeuten4 ,jetzt wandte sich das wissenschaftliche ,interesse neben der ,tierwelt auch dem ,pflanzenreiche zu4 ,wenn wir von der verloren gegangenen ,schrift des 99,aristoteles99 ber die ,theorie der ,pflanzen absehen1 lieferte 99,theophrast99 die erste1 eingehende ,bearbeitung der den ,griechen bekannten ,gewchse unter ,bercksichtigung ihrer ,lebensbedingungen1 sowie der allgemeinen ,morphologie4 ,die ,schrift1 auf die wir jetzt nher eingehen wollen1 fhrt den ,titel3 ,naturgeschichte der ,gewchse#cea4 ,was beim ,lesen dieses ,buches zunchst auffllt1 ist das ,fehlen genauer ,beschreibungen1 die erst spter in immer hherem ,grade als das nchstliegende ,ziel der botanischen ,wissenschaft erkannt wurden4 ,oft fehlt eine ,beschreibung der zur ,besprechung gelangenden ,pflanze ganz1 da 99,theophrast99 sie als den ,lesern hinreichend bekannt voraussetzt4 ,in anderen ,fllen beschrnkt er sich darauf1 augenfllige ,eigentmlichkeiten hervorzuheben1 so da es spter oft schwer1 ja manchmal unmglich gewesen ist1 selbst nachdem man die ,flora ,griechenlands genauer kennen gelernt hatte1 die ,identitt der einzelnen ,pflanzen festzustellen4 ,als gegen den ,ausgang des ,mittelalters die ,botanik eine ,weiterentwicklung erfuhr1 war man zunchst in der ,vorstellung befangen1 alle ,pflanzen1 ber welche die ,alten1 insbesondere der spter zu erwhnende 99,dioskurides99 geschrieben1 seien auch im westlichen ,europa zu finden4 ,erst nachdem man sich lange in dieser ,richtung abgemht und nur in wenigen ,fllen etwas erreicht hatte1 weil man der geographischen ,verbreitung der ,gewchse noch nicht die gebhrende ,beachtung schenkte1 ging man zur mglichst genauen ,beschreibung der ,pflanzen ber4 ,so entstanden die ,kruterbcher der ersten neueren ,botaniker4 ,die ,schwierigkeit1 die von den ,alten beschriebenen ,pflanzen zu identifizieren1 wurde noch durch den ,umstand vergrert1 da sich die ,flora der in ,betracht kommenden ,lnder im ,laufe der ,jahrtausende durch ,wanderungen1 durch klimatische nderungen und ganz besonders durch die ,einwirkung des ,menschen gendert hatte#ceb4 ,das den ,griechen zur ,zeit des 99,theophrast99 floristisch bekannt gewordene ,gebiet war ein sehr betrchtliches4 ,war man doch durch die ,zge 99,alexanders99 des ,groen auch mit ,persien1 ,baktrien und ,indien bekannt geworden1 whrend man schon vorher ber die in ,vorderasien und gypten vorkommenden ,pflanzen vieles erfahren hatte4 ,allerdings lernten die ,griechen auf ihren ,eroberungszgen die ,naturkrper zunchst mehr im ,vorbergehen kennen und achteten fast nur auf das1 was auf den fremden ,mrkten ihr ,erstaunen hervorrief#cec4 ,ein neues ,licht haben die ,untersuchungen 99,bretzls99 auf die botanischen ,ergebnisse des ,alexanderzuges geworfen#ced4 ,das griechische ,heer wurde von ,gelehrten begleitet4 ,ihre ,aufzeichnungen bildeten einen ,teil dessen1 was man heute das ,generalstabswerk ber den indischen ,feldzug nennen wrde4 ,dieses ,werk ist leider verloren1 doch sind ,auszge in 99,theophrasts99 ,geschichte der ,pflanzen#cee bergegangen4 ,von den fremden ,vegetationsbildern1 welche 99,theophrast99 genauer schildert und mit der ,vegetation der ,lnder des stlichen ,mittelmeeres vergleicht1 ist vor allem die ,mangroveformation des persischen ,golfes zu nennen4 99,theophrast99 gibt eine genaue ,beschreibung der eigenartigen ,pflanzen jener ,formation4 ,er schildert die ,lebensweise der ,mangrovegewchse1 die auf ,stelzenwurzeln weit ber das ,meeresufer hinauswachsen1 so richtig1 da neuere ,reisende1 wie 99,schweinfurth991 seine ,angaben nur besttigen konnten4 ,einen ,glanzpunkt nennt 99,bretzl99 die ,beschreibung1 welche 99,theophrast99 vom indischen ,feigenbaum gegeben1 der mit seinen1 von den sten her in die ,erde eindringenden1 ,sttzwurzeln einem ,walde gleicht4 ,da es sich bei den ,sttzen1 welche die fast horizontal sich ausbreitenden ste in den ,boden hinabsenden1 um eigentliche ,wurzeln handelt1 erkannte schon 99,theophrast991 wie er auch das ,bambusrohr als eine ,schilfart erkennt und das vom ,rande her einreiende ,blatt der ,banane sehr zutreffend mit den ,schwungfedern eines ,vogels vergleicht4 ,wahrscheinlich sind die ,griechen auch mit der ,baumwolle erst nach den ,zgen 99,alexanders99 genauer bekannt geworden1 whrend in gypten die ,baumwollweberei schon frh anzutreffen war4 ,durch die ,beobachtungen1 die man auf dem ,alexanderzuge anstellte1 wurden die ,griechen auch mit der ,tatsache vertraut1 da gewisse ,pflanzen ,bewegungen ausfhren1 wie man sie bisher nur bei den ,tieren kannte4 ,es handelt sich um die periodischen ,bewegungen der ,blattfiedern von ,tamarindus indica4 ,diese ,bewegungen werden in ihren einzelnen ,stadien so genau beschrieben1 da sie bis zum ,beginn der neueren physiologischen ,untersuchungen ber diesen ,gegenstand die beste ,schilderung sind1 die wir ber den ,pflanzenschlaf besitzen4 ,die betreffende ,stelle lautet bei 99,theophrast99#cef3 ,der ,baum besitzt zahlreiche ,fiederblttchen4 ,sie legen sich whrend der ,nacht leise zusammen4 ,bei ,sonnenaufgang ffnen sie sich1 und um ,mittag entfaltet sich der ,baum vllig4 ,am ,nachmittage ziehen sich die ,blttchen allmhlich wieder zusammen und in der ,nacht schliet sich die ,pflanze wieder4 ,man sagt dort zu ,lande1 sie schlafe4 ,dadurch1 da die ,griechen die ,pflanzenwelt vom ,mittelmeerbecken bis in die tropischen ,gebiete ,asiens kennen lernten1 wurden sie nicht nur mit gewissen ,grundtatsachen der ,pflanzengeographie1 sondern auch schon mit einigen wichtigen1 pflanzengeographischen ,gesetzen bekannt1 so da es nicht ganz zutreffend ist1 die ,anfnge dieser ,wissenschaft auf 99,a4 v4 ,humboldt99 zurckzufhren4 ,die ,erscheinung1 da die ,flora ihren ,charakter mit der ,erhebung des ,bodens ber das ,meer ndert1 hatten die ,griechen schon in ihrer ,heimat beobachtet4 ,sie hatten dort bemerkt1 da sich an die ,mittelmeerflora mit ihren immergrnen ,gewchsen zunchst eine ,laubwaldregion1 darber ,nadelholzwlder und noch hher hinauf eine ,region anschlo1 die wir heute als alpin bezeichnen wrden4 ,die gleiche ,erscheinung nahmen sie noch deutlicher wahr1 als sie an den ,fu der ,berge gelangten1 die ,indien vom ,rumpf des asiatischen ,kontinentes trennen4 ,dort herrschte noch die tropische ,flora mit ihren ,palmen und ,bananen in reicher ,flle4 ,unmittelbar darber erblickten die ,griechen ,pflanzen1 die sie an diejenigen der ,mittelmeerlnder erinnerten4 ,dann folgten wieder ,laubhlzer1 ,nadelhlzer und alpine ,pflanzen4 ,einen hnlichen ,wechsel der ,flora nahmen sie wahr1 als sie die ,pflanzen nrdlicher ,landstriche mit denen sdlicher verglichen4 ,dieser ,vergleich drngte sich ihnen nicht nur in ,europa1 sondern auch in ,asien auf4 ,auch hier fanden sie in den nrdlicher gelegenen ,teilen die mchtigen dunklen ,nadelholzwaldungen wieder1 die sie als charakteristisch fr das mittlere ,europa betrachtet hatten4 ,in 99,theophrasts99 ,geschichte der ,pflanzen berwiegt das praktische ,interesse hufig das wissenschaftliche4 ,die ,beschreibung gewisser technischer ,verrichtungen1 wie der ,gewinnung von ,holzkohle1 ,pech1 ,harz und ,spezereien1 ferner der ,verwendung der ,holzarten1 insbesondere aber der ,wirkung von ,pflanzen auf den menschlichen ,krper1 nehmen dementsprechend einen breiten ,raum ein#ceg4 ,aber auch von der geographischen ,verbreitung1 den ,krankheiten1 der ,lebensdauer1 dem ,einflu des ,klimas1 sowie der ,ernhrung der ,pflanzen ist die ,rede4 ,da dabei zu einer ,zeit1 in der man kaum beobachten1 geschweige denn mit ,pflanzen experimentieren gelernt hatte1 manche irrtmliche ,ansicht ausgesprochen wird1 ist leicht begreiflich4 ,so fhrt 99,theophrast99 die ,erscheinung1 da die ,bume1 wenn sie dicht gedrngt stehen1 keinen krftigen ,wuchs aufweisen1 sondern dnn und lang werden1 nicht auf den ,einflu des ,lichtes1 sondern auf ,mangel an ,nahrung zurck4 ,an ,krankheiten der ,pflanzen erwhnt er den ,wurmstich1 den ,rost des ,getreides und den ,honigtau4 ,letzteren leitet er aus einem zu groen ,feuchtigkeitsgehalt der ,pflanzen ab1 whrend es sich in der ,tat um ,ausscheidungen von ,blattlusen handelt4 ,als eine ,wirkung des ,klimas betrachtet 99,theophrast99 die ,erscheinung1 da in heien ,lndern der jhrliche ,laubfall bei ,pflanzen unterbleibt1 die in den ,mittelmeerlndern ihr ,laub im ,winter verlieren4 ,dies sei z4 ,b4 bei dem ,feigenbaum und dem ,weinstock der ,fall#ceh4 ,als ,ernhrungsorgane werden nicht nur die ,wurzeln1 sondern auch die ,bltter betrachtet4 ,die ,ernhrung soll auf beiden ,flchen durch ,einsaugung vor sich gehen4 ,das ,wachstum der ,bltter und das ,ansetzen der ,frchte stehen1 wie 99,theophrast99 sehr richtig bemerkt1 in solchem ,verhltnis1 da1 wenn der eine ,vorgang stattfindet1 der andere zurckgehalten wird#cei4 ,auch die ,mglichkeit1 da sich die eine ,pflanzenart in eine andere umwandele1 ein hufig wiederkehrender ,irrtum1 wird bei 99,theophrast99 errtert4 ,so sagt er3 ,die wilde ,minze soll sich in ,gartenminze umndern1 auch soll sich der ,weizen in ,lolch verwandeln4 ,von der ,sexualitt der ,pflanzen vermochte er sich ebensowenig wie das brige ,altertum eine klare ,vorstellung zu machen4 ,doch erwhnt er1 da man bei den ,dattelpalmen das ,ansetzen von ,frchten dadurch frdere1 da man die stauberzeugenden ,zweige ber die fruchttragenden hnge3 ,manche ,bume1 sagt er1 werfen ihre ,frchte vor der ,reife ab1 wogegen man auch ,anstalten trifft4 ,bei den ,datteln besteht das ,hilfsmittel darin1 da man die mnnliche ,blte der weiblichen nhert1 denn jene macht1 da die ,frchte dauern und reif werden4 ,es geschieht dies aber auf folgende ,weise3 ,blht die mnnliche ,pflanze1 so schneidet man die ,bltenscheide ab und schttelt sie mit dem ,staube auf die weibliche ,frucht4 ,wird diese so behandelt1 so dauert sie aus und fllt nicht ab4 ,anknpfend an diese und hnliche ,beobachtungen der ,alten begrndete in der neueren ,zeit 99,camerarius99 die ,lehre von der ,sexualitt der ,pflanzen4 ,ein ,verdienst erwarb sich 99,theophrast99 auch durch die begriffliche ,bestimmung1 sowie die ,morphologie der wichtigsten ,pflanzenorgane4 ,z4 ,b4 begegnet uns bei ihm der ,begriff des gefiederten ,blattes1 das man bis dahin fr einen ,zweig gehalten hatte4 ,dagegen gelang es ihm nicht1 eine naturgeme ,einteilung des ,pflanzenreichs zu schaffen und damit das zu leisten1 was 99,aristoteles99 fr die ,zoologie getan4 99,theophrast99 unterscheidet ,bume1 ,strucher1 ,stauden und ,kruter und spricht innerhalb dieser vier ,gruppen wieder von zahmen und wilden ,pflanzen4 ,so berschreibt er z4 ,b4 ein ,kapitel3 ,von den wilden ,bumen1 whrend er ein anderes mit den ,worten beginnt3 ,jetzt soll von den ,gewchsen der ,flsse1 ,smpfe und ,teiche die ,rede sein4 ,immerhin werden bei seiner ,einteilung der ,kruter mitunter natrliche ,gruppen angedeutet4 ,endlich verdanken wir dem 99,theophrast99 auch eine ,reihe wertvoller ,mitteilungen ber den ,bau und die ,entwicklung der ,pflanzen4 ,sie erscheinen ihm als lebende ,wesen1 welche als ,voraussetzungen des ,lebens ,wrme und ,feuchtigkeit in sich bergen4 ,daher ist er auch bemht1 eine hnlichkeit im ,bau der ,pflanzen und der ,tiere nachzuweisen4 ,als innere ,teile der ,pflanzen unterscheidet er ,rinde1 ,holz und ,mark4 ,diese ,teile seien aus ,fasern1 ,adern1 ,fleisch und ,saft gebildet4 ,das ,fleisch entspricht dem1 was wir heute als ,parenchym oder ,grundgewebe bezeichnen4 ,die ,fasern sind dagegen die ,gefbndel4 99,theophrast99 bemerkt sogar1 da sie mitunter regelmig angeordnet1 bei anderen ,pflanzen1 wie den ,grsern und ,palmen1 dagegen unregelmig im ,fleisch 7,grundgewebe7 zerstreut seien4 ,auch ber die ,entwicklung der ,pflanzen finden sich bei 99,theophrast99 einige ,beobachtungen4 ,er weist darauf hin1 da der ,keim sowohl ,wurzel als ,stamm enthlt#cfj1 und da die ,wurzel zuerst aus dem ,samen hervorbricht4 ,darauf entwickle sich der ,stamm1 dessen erste ,bltter durch einfachere ,gestalt von den spteren abwichen4 ,treffend wird ferner bemerkt1 da das ,winklige und die ,gliederung mit dem ,fortschreiten der ,entwicklung zunehmen#cfa4 ,da uns die ,botanik bei 99,theophrast99 sofort als eine ziemlich entwickelte ,wissenschaft entgegentritt1 darf uns nicht in ,erstaunen setzen1 denn ohne ,zweifel konnte 99,theophrast99 auf ,vorgnger fuen1 die er zum ,teil auch erwhnt#cfb4 ,neben 99,theophrast99 wren zwar noch einige ,mitglieder der peripatetischen ,schule zu nennen1 die sich mit ,botanik beschftigt haben4 ,da sich aber nicht viel mehr als ihre ,namen und die ,titel ihrer ,schriften erhielten1 wollen wir uns mit dem weiteren ,schicksal der botanischen ,wissenschaft erst wieder befassen1 wenn sie uns bei den ,rmern von neuem begegnen wird4 ,wie fr die ,tiere so sahen die ,griechen auch fr die ,pflanzen1 als eine besondere ,art der ,vermehrung1 die ,urzeugung an4 ,man nahm sie nicht nur fr kleinere ,pflanzen1 sondern mitunter selbst fr ,bume in ,anspruch4 99,theophrast99 war dieser ,ansicht gegenber indes schon skeptisch4 ,er suchte angebliche ,flle von ,urzeugung auf die ,verbreitung der ,samen durch ,regengsse1 ,vgel1 berschwemmungen oder durch den ,wind zurckzufhren4 ,auch darauf weist er hin1 da manche ,samen ihrer geringen ,gre wegen leicht bersehen werden4 ,die ,fortpflanzung durch ,samen erklrt er fr die gewhnliche4 ,der ,pflanzensamen sei dem tierischen ,ei zu vergleichen4 ,beide enthielten die erste ,nahrung des ,keimes in sich4 ,da aber ,urzeugung insbesondere bei kleineren ,pflanzen vorkomme1 stellt er nicht in ,abrede4 ,er nimmt vielmehr an1 da ,pflanzen sowohl wie ,tiere bei der ,zersetzung von ,stoffen unter dem ,einflu von ,feuchtigkeit und ,wrme entstehen knnen4 ,theophrast als der ,begrnder der ,mineralogie4 ,auch die dritte der beschreibenden ,naturwissenschaften1 die ,mineralogie1 fand ihre erste ,bearbeitung in demselben ,zeitalter1 in welchem die ,zoologie und die ,botanik ins ,leben gerufen wurden4 ,dies geschah gleichfalls durch 99,theophrast991 und zwar in seinem ,werke ber die ,steine#cfc4 ,jedoch handelt es sich hier in noch hherem ,grade wie in der ,botanik um eine ,zusammenstellung von chemischen und mineralogischen ,einzelkenntnissen1 in deren ,besitz man durch die ,ausbung httenmnnischer ,prozesse gelangt war4 ,mit dem ,eisen war man schon in der mykenischen ,zeit bekannt4 ,obgleich ,griechenland reich an ,eisenerz war1 benutzte man das ,metall anfangs nur zu ,schmuckgegenstnden 7z4 ,b4 zu ,ringen74 ,nachdem man es hrten gelernt hatte1 diente es auch zur ,herstellung von ,waffen4 ,bei 99,homer99 ist meist von ,bronze die ,rede1 doch wird das ,eisen auch fters erwhnt#cfd4 ,auch das ,silbererz des ,laurions wurde seit recht frhen ,zeiten abgebaut4 ,die dortigen ,bergwerke besaen ausgedehnte ,schchte und ,stollen mit ,holzzimmerung4 ,ihre reichen ,ertrgnisse ermglichten es ,athen1 zur ,abwehr der ,perser1 ,rstungen von einem ,umfange zu betreiben1 wie sie sich ein solch kleiner ,staat sonst schwerlich htte auferlegen knnen4 ,es handelte sich am ,laurion um silberhaltige ,bleierze1 aus denen man zunchst1 wie es noch heute geschieht1 durch ,rsten und darauffolgendes ,niederschmelzen das rohe ,blei gewann4 ,ein der ,treibarbeit entsprechendes ,verfahren lieferte dann1 infolge der ,oxydation des ,bleies zu ,gltte1 das ,silber#cfe4 99,theophrast99 hebt bei der ,besprechung der ,mineralien hervor1 da sie sich besonders in der ,farbe und im ,gewichte unterscheiden4 ,zu den ,mineralien rechnet er auch die ,korallen1 die im ,meere entstnden4 ,ferner erwhnt er ein ,mineral1 das wie der ,bernstein ,holz1 indessen auch ,erz und ,eisen anziehe4 99,theophrast99 nennt es ,lynkurion4 ,es ist nicht aufgeklrt1 welchen ,stoff er damit gemeint hat4 ,manchen ,mineralien wurden auch heilkrftige ,wirkungen zugeschrieben4 ,so wurde der ,rauch von ,gagat1 einer sehr bituminsen ,braunkohle1 eingeatmet1 um epileptische ,anflle zu bekmpfen4 ,malachitpulver diente als ,mittel gegen gewisse ,erkrankungen der ,augen usw4#cff4 ,als dasjenige ,volk1 das als erstes in den ,mittelmeerlndern ,bergbau betrieben haben soll1 werden seit alters die ,phnizier bezeichnet4 ,sie waren es1 die in dem an ,erzen reichsten ,lande des alten ,europas1 in ,spanien1 den ,metallreichtum durch ,betriebe greren ,umfangs aufschlossen4 ,in der griechischen ,literatur ist von ,bergwerken zuerst bei 99,herodot99 die ,rede4 ,bei 99,homer99 findet sich jedenfalls noch keine ,andeutung#cfg4 ,genauere ,kenntnis ber den ,bergbau im ,altertum hat man erhalten1 seitdem man den ,betrieb verlassener alter ,bergwerke in ,spanien und am ,laurion wieder aufnahm4 ,es geschah dies um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts4 ,am ,laurion hat man zahlreiche ,tagebaue und ,stollen1 sowie an #bjjj ,schchte wieder aufgedeckt4 ,man fand auch die ,gerte1 welche die ,alten beim ,bergbau benutzten1 z4 ,b4 ,grubenlampen1 eiserne ,hmmer1 ,meiel1 ,brechstangen usw4 ,die ,schchte gehen bis ber hundert ,meter in die ,tiefe4 ,ein weiteres ,eindringen wird die ,ansammlung von ,grubenwasser verhindert haben4 ,auch in ,ton geformte ,nachbildungen1 die sich auf den ,betrieb beziehen1 hat man ausgegraben4 ,diese archologischen ,funde ergnzen die erhaltene ,literatur in solchem ,mae1 da wir uns von dem bis in das #g4 vorchristliche ,jahrhundert zurckreichenden ,bergbau und ,httenbetrieb der ,athener ein zutreffendes und deutliches ,bild machen knnen#cfh4 ,einflu und ,dauer des aristotelischen ,lehrgebudes4 ,wir haben uns in diesem ,abschnitt insbesondere ein ,bild von den ,leistungen des 99,aristoteles99 und desjenigen1 der vor allem auf dem ,gebiete der ,naturwissenschaften in seine ,futapfen trat1 des 99,theophrast991 gemacht4 ,bevor wir uns dem alexandrinischen ,zeitalter zuwenden1 sei noch ein ,wort ber die ,bedeutung des 99,aristoteles99 gesagt4 ,sein ,einflu hat sich auf #bjjj ,jahre erstreckt1 und jedes ,zeitalter hat1 wenn auch in sehr verschiedener ,weise1 zu ihm1 wie zu der griechischen ,philosophie und ,naturwissenschaft berhaupt1 ,stellung nehmen mssen4 ,die ,schtzung1 welche sie gefunden haben1 ist eine recht wechselnde gewesen1 je nach dem ,standpunkt1 den die ,beurteiler einnahmen4 ,whrend des grten ,teiles des ,mittelalters galt 99,aristoteles99 als unanfechtbare ,autoritt4 ,noch 99,dante99 erkennt ihn voll an und nennt ihn il maestro di color che sanno#cfi4 ,der ,ansturm1 der sich zu ,beginn der neueren ,zeit gegen 99,aristoteles99 erhob1 betraf weniger ihn selbst als seine mittelalterlichen ,anhnger und ,ausleger1 die manchen eigenen ,irrtum durch seine ,autoritt zu decken suchten4 ,ein scharfer ,gegensatz zu 99,aristoteles99 entstand erst mit dem immer konsequenter werdenden ,bemhen1 die ,natur aus mechanischen ,prinzipien zu erklren1 unter ,beseitigung des ,zweckbegriffs1 der in der aristotelischen ,philosophie dasjenige ist1 um das sich alles dreht4 ,aufs ,schrfste verurteilt wurde demgem 99,aristoteles99 im ,jahrhundert der ,aufklrung1 der ,zeit der franzsischen ,materialisten und des l'homme machine4 ,es gehrte damals zum guten ,ton1 von den nutzlosen ,hirngespinsten des 99,aristoteles99 zu reden1 ohne seine ,schriften gelesen zu haben4 ,eine ,ausnahme bildete damals 99,cuvier991 der ihm fr seine ,leistungen auf zoologischem ,gebiete geradezu ,bewunderung zollte4 ,mit der berwindung des reinen ,materialismus durch das erneute ,emporblhen der ,philosophie stellte sich ein ,rckschlag ein4 ,es war vor allem 99,hegel99#cgj1 der den groen ,stagiriten wieder anerkannte3 99,aristoteles99 ist1 sagt 99,hegel991 in die ganze ,masse des realen ,universums eingedrungen und hat ihre ,zerstreuung dem ,begriffe untergeordnet4 ,ziehen wir von diesem ,ausspruch 99,hegels99 soviel ab1 da wir fr die ,tat das ,wollen setzen1 so ist die ,bedeutung des 99,aristoteles99 richtig erfat4 ,in ihm begegnet uns ein ,mensch1 der sich die ,erklrung des ,weltganzen und der ,natur im einzelnen zum ,ziele machte und diese ,aufgabe in umfassender ,weise zu lsen suchte4 ,ihn dabei an dem ,mastabe des modernen ,naturforschers zu messen1 wie es in ,england#cga geschehen1 ist nicht gerecht4 ,durch 99,aristoteles99 wurde zum ersten ,male ein ,lehrgebude errichtet1 das die ,ergebnisse der ,beobachtung und der ,erfahrung1 zwar unter allzu starker ,hervorhebung bloer ,denkbegriffe1 indes unter ,vermeidung religiser1 mystischer und nationaler ,vorurteile1 umfat4 ,in diesem allgemein wissenschaftlichen ,grundzug liegt die ,bedeutung und die treibende ,kraft seiner ,lehre4 ,das war es1 was 99,aristoteles99 die ,wirkung fr alle ,zeiten und auf alle ,vlker sicherte4 ,ganz abgesehen von dieser allgemeinen ,bedeutung des 99,aristoteles99 wird man zugeben mssen1 da in seinen ,werken eine ,menge von ,einzelkenntnissen zusammengestellt und gesichtet sind4 ,mit ,recht nennen daher die ,herausgeber#cgb der ,tierkunde des 99,aristoteles99 dieses bedeutendste naturwissenschaftliche ,werk des ,altertums eine ,biologie der gesamten ,tierwelt1 gegrndet auf eine groe ,menge von ,einzelkenntnissen1 belebt durch den groartigen ,gedanken1 alles tierische ,leben als einen ,teil des ,weltalls in allen seinen unendlichen ,abwandlungen zu einem einheitlichen ,gemlde zusammenzufassen1 und erfllt von der ,weltanschauung1 fr die ,gesetze des natrlichen ,geschehens einen vernnftigen ,endzweck vorauszusetzen4 ,auch fr die ,entstehung der ,geschichte der ,wissenschaften als einer besonderen ,disziplin ist 99,aristoteles99 grundlegend gewesen4 ,er war es1 der z4 ,b4 99,eudemos99 zur ,abfassung seiner ,geschichte der ,mathematik anregte 7s4 ,s4 #ha7 und andere seiner ,schler veranlate1 dasselbe fr die ,heilkunde und die ,physik zu unternehmen4 #d4 ,das alexandrinische ,zeitalter4 ,wir haben uns in den ersten ,abschnitten diejenige ,periode in ihren ,grundzgen vergegenwrtigt1 in der die ,keime der ,naturwissenschaften entstanden1 eine ,periode1 die in der zusammenfassenden1 systematisierenden ,ttigkeit des 99,aristoteles99 ihren ,hhepunkt erreichte4 ,frhzeitig traten uns geistige ,regungen in den ionischen ,kolonien entgegen1 wo die ,berhrung des ,griechentums mit der lteren1 orientalischen ,kultur besonders innig war4 ,zu ,hauptsitzen der ,wissenschaft wurden darauf ,athen und die blhenden ,stdte ,unteritaliens1 dort durch 99,aristoteles99 und seine ,schule1 hier durch die ,pythagoreer4 ,wie 99,alexander99 durch gewaltige ,machtentfaltung die ,welt1 so hatte 99,aristoteles99 das gesamte ,wissen seiner ,zeit zu umspannen gesucht4 ,zu einer dauernden ,beherrschung der brigen ,vlker waren die ,griechen indessen nicht imstande4 ,mit dem ,tode des groen ,eroberers zerfiel auch sein ,reich4 ,anders gestalteten sich die ,dinge auf dem ,gebiete der ,wissenschaft4 ,hier kann wohl von einer das ,altertum berdauernden ,herrschaft der ,griechen die ,rede sein4 ,sie wurden die ,lehrer der alten ,vlker1 whrend ,rom die ,rolle der ,weltbeherrscherin zufiel4 ,bei den ,griechen hatte die persnliche ,eigenart eine bisher unerreichte ,bedeutung erlangt1 doch war die ,schaffenskraft dieses ,volkes nicht mehr die frhere1 nachdem es seine politische ,selbstndigkeit verloren hatte4 ,zwar machte sich diese ,schwchung mehr auf dem ,gebiete der ,kunst1 vor allem auf dem der ,dichtkunst1 und weniger auf dem ,gebiete der ,wissenschaften bemerkbar4 ,doch zeigte sich hier eine andere1 eigenartige ,erscheinung4 ,whrend des nationalen und wirtschaftlichen ,niederganges1 der im ,mutterlande selbst1 schon im dritten ,jahrhundert1 eintrat1 wurde nmlich das gelehrte ,griechentum kosmopolitisch4 ,der ,hauptsitz griechischer ,weisheit wurde gleichzeitig von ,athen nach ,alexandrien verlegt1 das durch seine gnstige ,lage1 seinen ,reichtum1 sowie durch das ,interesse1 das die gyptischen ,herrscher bekundeten1 besonders geeignet war1 die weitere ,pflege der ,wissenschaften zu bernehmen4 ,sehr eng gestalteten sich seit der ,hellenisierung ,vorderasiens auch die schon seit ,jahrhunderten vorhandenen ,beziehungen der griechischen zur babylonischen ,wissenschaft4 ,die ,griechen rechneten sich den ,besuch der ,tempelschulen ,babylons geradezu als ,ehre an4 ,besonders rege war dieser ,verkehr unter der ,herrschaft der ,seleukiden und der ,ptolemer4 ,die ,herrschaft ber gypten war nach dem ,tode 99,alexanders99 7#cbc v4 ,chr47 in die ,hnde des 99,ptolemos ,lagi99 bergegangen4 ,dieser ,frst1 dessen ,geschlecht den gyptischen ,thron inne hatte1 bis im ,jahre #cj v4 ,chr4 das ,land rmische ,provinz wurde1 zog viele griechische ,gelehrte1 insbesondere aus ,athen1 an seinen ,hof4 ,er wurde dadurch der ,begrnder der alexandrinischen ,akademie1 die berufen war1 die ,wissenschaft durch eine ,reihe von ,jahrhunderten zu frdern und sie fr die nachfolgenden ,zeiten zu erhalten4 ,die ueren ,einrichtungen fr jene gelehrte ,krperschaft fanden ihre ,vollendung durch 99,ptolemos ,philadelphos994 ,letzterer errichtete ein prchtiges ,gebude1 das den ,gelehrten ,wohnungen und ,rume zur ,ausbung ihrer ,ttigkeit bot4 ,auch grndete er die berhmte alexandrinische ,bibliothek4 ,in einem in der ,nhe des ,knigsschlosses gelegenen ,garten wurden ,tiere aus den tropischen ,regionen ,afrikas1 darunter auch riesige ,schlangen1 unterhalten4 ,der dritte 99,ptolemos991 welcher den ,beinamen 99,euergetes99 fhrte 7#bdg-bbb v4 ,chr471 hat der ,bibliothek den ,bcherschatz hinzugefgt1 den einst 99,aristoteles99 und 99,theophrast99 besaen#cgc4 ,in spteren ,zeiten umfate die groe ,bibliothek des alexandrinischen ,museums etwa #djjjjj ,rollen4 ,dazu kam noch eine zweite ,bchersammlung im ,serapeion4 ,bei der ,belagerung ,alexandriens durch 99,csar99 7#dg v4 ,chr47 wurden die dort befindlichen ,bcherschtze1 die 99,csar99 nach ,rom zu schaffen beabsichtigte1 teilweise zerstrt4 ,spter wurden sie durch ,einverleibung der pergamenischen ,bibliothek um #bjjjjj ,rollen bereichert#cgd4 ,fast smtliche ,gelehrte der alten ,zeit1 von denen noch die ,rede sein wird1 gehrten entweder der alexandrinischen ,akademie an1 oder standen mit ihr in mehr oder weniger enger ,fhlung4 ,im allgemeinen ist das ,wirken dieser ,mnner indes nicht mehr grundlegend1 sondern auf die ,erhaltung und die ,fortentwicklung aller whrend des ,altertums gewonnenen ,anstze gerichtet gewesen4 ,ihre ,arbeiten betrafen dementsprechend nicht nur die ,mathematik und die ,naturwissenschaften1 sondern das ganze ,gebiet des damaligen ,wissens1 von der ,philosophie und anderen ,gebieten des reinen ,denkens bis zu der ,beschftigung mit den konkretesten ,dingen1 gehrte zu ihrem ,bereich4 ,hufig beschrnkten sie sich auf bloes ,kommentieren der vorhandenen ,schriften1 wie es bezglich der ,zoologie und der ,botanik der ,fall war4 ,wo aber das deduktive ,verfahren ,anwendung finden konnte1 wie auf dem ,gebiete der reinen ,mathematik1 fand eine ,fortentwicklung der bermittelten ,keime statt4 ,auch einige ,teilgebiete der ,physik erfuhren eine namhafte ,frderung4 ,vor allem gilt dies von der ,physik der ,gase4 ,in der spteren alexandrinischen ,zeit begegnen uns endlich die ,anfnge der ,alchemie und somit die ,wurzeln der chemischen ,wissenschaft4 ,als ,mathematiker sind unter den ,mitgliedern der alexandrinischen ,akademie besonders 99,euklid991 99,apollonios99 und 99,diophant99 zu nennen4 ,als ,astronomen wirkten 99,hipparch99 und 99,ptolemos991 whrend die ,physik durch 99,ktesibios99 und 99,heron99 gefrdert wurde4 ,die ,begrndung eines ,systems der ,mathematik4 ,zu den frhesten ,mitgliedern der alexandrinischen ,schule gehrt 99,euklid99 799,eukleides9971 dessen ,name eng mit der ,geschichte der ,mathematik verbunden ist1 einer ,wissenschaft1 die nicht etwa erst in der neueren ,zeit1 sondern auch schon im ,altertum in hohem ,grade das ,emporblhen der ,naturwissenschaften bedingt hat4 ,die ,lebensumstnde 99,euklids99 sind wenig bekannt4 ,bezglich seines ,geburtsortes1 sowie seines ,studienganges schwanken die ,angaben#cge4 ,sicher ist1 da 99,euklid99 zu ,beginn der ,ptolemerzeit1 also um #cjj v4 ,chr41 in ,alexandrien gelebt hat4 ,dem 99,ptolemos ,lagi99 gegenber1 der das mathematische ,studium erleichtert zu sehen wnschte1 soll er den bekannten ,ausspruch3 ,es gibt keinen ,knigsweg zur ,mathematik6 getan haben4 ,unter den auf uns gekommenen ,werken 99,euklids99 nehmen die ,elemente den ersten ,platz ein4 ,sie wurden wegen ihrer ,vollstndigkeit und ihrer strengen ,beweisfhrung in solchem ,grade als mustergltig anerkannt1 da sie bis in die neueste ,zeit hinein sehr oft dem ,anfangsunterricht zugrunde gelegt wurden4 ,in seine ,elemente hat 99,euklid99 im wesentlichen das damals bekannte mathematische ,wissen aufgenommen und es1 wo dies noch nicht geschehen war1 auf strenge ,beweise gesttzt4 ,das ,werk umfat die ,geometrie der ,ebene und des ,raumes und geht auch auf die ,lehre von den ,zahlen1 als der ,grundlage allen ,messens1 ein4 ,eine genauere ,inhaltsangabe der #ac ,bcher1 in welche die ,elemente 99,euklids99 zerfallen1 findet sich bei 99,cantor99 7,gesch4 d4 ,mathematik ,bd4 ,i4 ,s4 #bba-beb7cgf4 ,das #a4 ,buch handelt von den ,linien1 ,dreiecken und ,parallelogrammen4 ,den ,abschlu bildet der pythagoreische ,lehrsatz4 ,das #b4 ,buch gipfelt in der ,aufgabe1 fr jede gegebene1 geradlinige ,figur ein gleich groes ,quadrat zu zeichnen4 ,im folgenden ,buch wird dann die ,lehre vom ,kreise behandelt4 ,das vierte handelt von den ein- und umgeschriebenen ,vielecken4 ,die ,konstruktion des ,fnfecks macht die ,anwendung des goldenen ,schnitts erforderlich4 ,das #f4 ,buch ist dadurch besonders fesselnd1 da uns darin die erste ,lsung einer ,maximum-,aufgabe begegnet4 ,es wird nmlich gezeigt1 da x7a - x7 seinen grten ,wert erhlt1 wenn x a_/#b wird4 ,im #g41 #h4 und #i4 ,buche findet sich die ,lehre von den ,zahlen4 ,begonnen wird mit teilerfremden ,zahlen und solchen1 die ein gemeinsames ,ma besitzen4 ,die ,auffindung geschieht wie heute durch fortgesetzte ,teilung des letztmaligen ,divisors durch den erhaltenen ,rest4 ,ferner werden die ,proportionen und die ,primzahlen untersucht und z4 ,b4 bewiesen1 da es unendlich viele ,primzahlen gibt4 ,dann lehrt 99,euklid99 die ,summierung der geometrischen ,reihe und befat sich mit ,untersuchungen ber irrationale ,zahlen4 ,das #ab4 ,buch handelt von der ,pyramide1 dem ,kegel1 dem ,zylinder und der ,kugel4 99,euklid99 lt den ,zylinder durch ,drehung eines ,rechtecks um eine feststehende ,seite und den ,kegel1 sowie die ,kugel durch eine entsprechende ,drehung eines ,dreiecks bzw4 eines ,halbkreises entstehen4 ,er erwhnt zwar1 da sich die ,inhalte von ,kugeln wie die ,kuben ihrer ,durchmesser verhalten1 den ,inhalt der ,kugel vermochte jedoch erst 99,archimedes99 zu bestimmen4 ,auch findet sich bei 99,euklid99 schon die ,bemerkung1 da man durch den schrgen ,schnitt eines ,zylinders oder eines ,kegels eine wie ein ,schild aussehende ,kurve 7die ,ellipse7 erhalte#cgg4 ,das #ac4 ,buch endlich handelt von den ,polyedern1 die sich aus regelmigen ,vielecken bilden lassen4 ,es schliet mit der ,bemerkung1 da es nur fnf regelmige ,polyeder geben knne1 nmlich das ,tetraeder1 das ,oktaeder und das ,ikosaeder1 die von ,dreiecken begrenzt sind1 den ,wrfel und das von ,fnfecken eingeschlossene ,dodekaeder#cgh4 ,die ,klarheit und die strenge ,form der ,beweisfhrung1 die 99,euklid99 geschaffen1 sind den spteren griechischen ,mathematikern eigen geblieben4 ,doch fehlt ihnen meist noch der ,sinn fr eine allgemeinere ,fassung der ,probleme4 ,soviel ,flle bezglich der ,lage von ,linien in einer ,aufgabe mglich sind1 soviel ,probleme waren auch fr die griechische ,mathematik vorhanden#cgi4 ,daher sehen wir oft ihre hervorragendsten ,schpfer smtliche1 mitunter sehr zahlreichen ,flle eines ,problems erledigen1 ohne durch eine ,erweiterung der ,begriffe zu allgemeineren ,stzen zu gelangen4 ,da der neueren ,mathematik in dieser ,hinsicht gelang1 was der griechischen versagt blieb1 liegt daran1 da erst in der viel spter entstehenden ,verknpfung der ,geometrie mit der ,algebra ein ,mittel zur allgemeineren ,lsung mathematischer ,aufgaben gewonnen wurde4 ,die ,bedeutung der 99,euklid99ischen ,elemente wird durch folgende ,worte treffend gekennzeichnet3 ,was der ,alexandriner 99,euklid99 um #cjj vor ,beginn unserer ,zeitrechnung schrieb1 ist auch heute in ,form und ,inhalt der eiserne ,bestand der ,schulmathematik4 ,nur wenig ,zustze sind dem ,euklidischen ,system eingegliedert worden4 ,stolzer als ein ,denkmal von ,stein1 schrfer und reiner in der ,linienfhrung als irgend ein ,kunstwerk1 hat es sich der ,jetztzeit erhalten4 ,was der junge ,grieche durchdenken1 lernen und ben mute1 das arbeitet mit gleicher ,andacht heute der strebsame ,schler durch#chj4 99,euklid99 hatte das mathematische ,wissen seiner ,zeit in ein ,system gebracht#cha4 ,er hatte zwar viel ,eigenes hinzugefgt4 ,der weitere ,ausbau und die ,erschlieung neuer ,gebiete erfolgte jedoch durch 99,archimedes994 ,in ihm begegnet uns der genialste ,mathematiker des ,altertums4 ,zwischen 99,aristoteles991 dem ,hauptreprsentanten des vorigen ,zeitabschnitts1 und 99,archimedes99 liegt ein ,zeitraum von etwa hundert ,jahren4 ,dieser ,zeitraum ist geschichtlich dadurch von ,bedeutung1 da seit dem ,eroberungszuge 99,alexanders99 der ,orient mit den ,vlkern des ,mittelmeeres in die engste ,fhlung kam1 whrend gleichzeitig ein neues ,reich1 dasjenige der ,rmer1 zunchst das westliche ,mittelmeerbecken1 spter aber die gesamte alte ,kulturwelt zu umfassen strebte4 ,eine hnliche ,expansivkraft entfaltete auf dem ,gebiete der ,kunst und der ,wissenschaft das ,griechentum1 das berall1 im fernen ,orient1 in gypten1 in ,italien1 ja selbst an den ,ksten des westlichen ,mittelmeeres seine ,sttzpunkte fand4 ,griechentum und ,rmerherrschaft sollten dann im ,verlaufe der nchsten ,jahrhunderte die ,bindemittel abgeben1 welche die so verschiedenartigen ,vlker ,sdeuropas1 ,vorderasiens und ,nordafrikas bis zu einem gewissen ,grade zu einer staatlichen1 geistigen und ,handelsgemeinschaft verband1 einer ,gemeinschaft1 welche den ,boden fr die so berraschend schnelle1 alles bezwingende ,ausbreitung des ,christentums bereiten half4 ,das ,leben und die ,bedeutung des ,archimedes4 ,bevor wir uns mit dem weiteren ,ausbau der reinen und der angewandten ,mathematik durch 99,archimedes99 beschftigen1 wollen wir uns in aller ,krze die bisherige ,entwicklung der ,mathematik vergegenwrtigen und dann einen ,blick auf die ,lebensverhltnisse des groen ,mathematikers werfen4 berwog im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 noch der philosophierende1 auf die ,entwicklung von umfassenden ,lehrsystemen gerichtete ,grundzug des griechischen ,geistes1 so tritt uns in dem auf 99,alexander den ,groen99 folgenden ,zeitabschnitt mehr die ,richtung auf das ,empirische und ,ntzliche1 in ,verbindung mit einer raschen ,entwicklung der ,mathematik und einer ,beschrnkung der ,spekulation auf ein bescheideneres ,ma1 entgegen4 ,neben den ,forderungen des praktischen ,lebens 7,handel1 ,vermessungen usw47 waren es drei ,probleme der reinen ,wissenschaft1 welche die ,mathematik bei den ,griechen schon vor 99,archimedes99#chb auf eine ungewhnliche ,hhe gebracht hatten4 ,es waren dies die ,quadratur des ,kreises1 die ,wrfelverdoppelung und die ,dreiteilung des ,winkels4 ,so hatten die vergeblichen ,versuche1 den ,kreis zu quadrieren1 99,hippokrates99 zur ,auffindung des ,satzes gefhrt1 der noch jetzt unter dem ,namen der ,lunulae 7kleine ,monde7 ,hippokratis bekannt ist4 99,hippokrates99#chc hatte mit ,hilfe des erweiterten pythagoreischen ,lehrsatzes bewiesen1 da sich zwei von krummen ,linien begrenzte ,flchen auf ein aus geraden ,linien gebildetes ,flchenstck zurckfhren lassen#chd4 ,die ,wrfelverdoppelung oder das ,delische ,problem forderte1 die ,seite 7a7 eines ,wrfels zu finden1 der doppelt so gro ist wie ein gegebener ,wrfel4 ,anders ausgedrckt1 wenn x#c #b;a#b gegeben ist1 soll x durch ,konstruktion gefunden werden4 ,das ,bemhen1 dies ,problem zu lsen1 wurde durch die ,auffindung einer ,anzahl neuer ,kurven 7,cissoide1 ,konchoide1 ,kegelschnitte7 belohnt4 ,auch das ,problem der ,dreiteilung des ,winkels fhrte zur ,auffindung neuer1 bestimmte ,eigenschaften aufweisender und auf ,grund derselben konstruierbarer1 krummer ,linien4 ,eine ,zusammenfassung der mathematischen ,kenntnisse der ,griechen erfolgte durch 99,euklid991 von dem zu ,beginn des vorigen ,abschnitts die ,rede gewesen ist4 ,illustration3 ,abb4 #ag4 ,vorrichtung zum ,heben groer ,lasten4 ber 99,archimedes99 ist wenig ,zuverlssiges bekannt4 ,er wurde um #bhg v4 ,chr4 in ,syrakus geboren1 gehrt also in die fr ,sizilien so bewegte ,zeit der groen ,entscheidungskmpfe1 welche ,rom und ,karthago um die ,weltherrschaft fhrten4 ,die ,geschichtsschreiber dieser ,periode1 99,livius991 99,polybios99 und 99,plutarch991 sind es auch1 denen wir die meisten ,nachrichten ber 99,archimedes99 verdanken4 ,was diese und andere ber ihn erzhlen1 setzt sich indessen zum groen ,teil aus ,anekdoten zusammen1 mit denen das ,altertum das ,leben seiner berhmten ,mnner1 insbesondere seiner hervorragenden ,denker1 auszuschmcken liebte4 99,archimedes99 war nach 99,plutarch99#che ein ,verwandter 99,hierons99 ,,ii41 des ,tyrannen von ,syrakus4 ,sein ,vater war ,astronom und machte ihn sehr frh mit astronomischen ,beobachtungen vertraut4 99,archimedes99 lebte1 ohne ein ffentliches ,amt zu bekleiden1 ganz der ,wissenschaft4 ,eine ,zeitlang hielt er sich in gypten auf4 ,dort war nach dem ,tode 99,alexanders des ,groen99 in der alexandrinischen ,akademie1 zu der man 99,archimedes99 rechnen kann1 eine ,sttte hellenischer ,weisheit emporgeblht1 die berufen war1 in den nachfolgenden ,jahrhunderten die ,fackel der ,wissenschaft hochzuhalten4 ,die alexandrinische ,schule soll deshalb auch noch in einem spteren ,abschnitt ,gegenstand der ,betrachtung sein4 ,in ,alexandrien zhlte 99,archimedes99 zu den ,schlern des ,mathematikers 99,konon994 ,diesem soll 99,archimedes99 auch nach seiner ,rckkehr nach ,syrakus1 wo er den grten ,teil seines ,lebens zubrachte1 ,schriften zur ,durchsicht geschickt haben1 auch stand er mit ihm in regelmigem brieflichen ,verkehr4 ,seine ,beziehungen zu den syrakusanischen ,machthabern veranlaten ihn1 sein auerordentliches ,geschick in mechanischen ,dingen auf die ,vervollkommnung der ,schleuderwerkzeuge und anderer ,kriegsgerte zu verwenden4 ,die ,alten schrieben 99,archimedes99 die ,erfindung zahlreicher ,maschinen zu4 ,unter diesen werden der ,flaschenzug und die ,archimedische ,schraube genannt4 ,letztere findet noch heute in gypten zum ,bewssern der dem ,nil benachbarten ,lndereien ,verwendung4 ,bei manchen ,angaben1 insbesondere denjenigen1 die sich auf die von 99,archimedes99 geleitete ,verteidigung seiner ,vaterstadt beziehen1 ist es nicht leicht1 ,wahrheit und ,irrtum voneinander zu scheiden4 99,archimedes99 drfte z4 ,b4 wohl selbst die ,wirkung der ,brennspiegel besser gekannt haben als die spteren ,schriftsteller1 die ihm das ,unmgliche zuschrieben1 er habe die ,schiffe der ,belagerer mit ,brennspiegeln in ,brand gesetzt4 ,es wird ferner erzhlt1 99,hieron99 habe ihn aufgefordert1 vermittelst einer geringen ,kraft eine groe ,last zu bewegen4 ,dies habe 99,archimedes99 zur ,erfindung des ,flaschenzuges gefhrt1 mit dem er dann vor den ,augen des erstaunten ,knigs eine schwer beladene ,trire ohne ,anstrengung an das ,land zog4 ,vielleicht hat 99,archimedes99 auch zu diesem ,zwecke die ,schraube ohne ,ende in ,verbindung mit einer ,zahnradbersetzung benutzt#chf1 einen ,apparat1 den uns die vorstehende ,abbildung vorfhrt4 ,groe ,bewunderung erregte ferner eine ,art ,planetarium1 das 99,archimedes99 konstruierte4 ,im ,mittelpunkt befand sich die ,erde4 ,mond1 ,sonne und ,planeten wurden durch einen1 wahrscheinlich hydraulisch betriebenen1 ,mechanismus um den ,zentralkrper herumgefhrt4 99,cicero99 erwhnt dieses ,kunstwerk1 das als ,vorbild fr die im ,mittelalter 7z4 ,b4 an der ,uhr des ,straburger ,mnsters7 entstandenen ,planetarien diente#chg4 ,ausfhrlicher lauten die ,berichte ber die letzten ,lebensjahre des 99,archimedes991 da sie in die ,zeit der ,belagerung von ,syrakus fallen4 ,hierbei hat 99,archimedes991 den ,nachrichten der ,geschichtsschreiber#chh zufolge1 eine wichtige ,rolle gespielt und schlielich ein trauriges ,ende gefunden4 ,auch bezglich der ber diese ,begebenheit auf uns gelangten ,nachrichten sind ,wahrheit und ,dichtung vermengt4 ,der zweite punische ,krieg1 der ber das ,schicksal ,siziliens entscheiden sollte1 hatte im ,jahre #bah v4 ,chr4 mit einem ,siegeslauf ,hannibals begonnen1 wie ihn die ,welt seit den ,tagen ,alexanders nicht gesehen4 ,bald jedoch wandte sich das ,glck1 und whrend ,hannibal sich nur durch geschickte ,zge in ,italien zu halten wute1 brachten die ,rmer eine ,stadt ,siziliens nach der andern zu ,fall1 bis sich endlich die ganze ,insel in ihren ,hnden befand4 ,am meisten ,schwierigkeiten bereitete dem rmischen ,feldherrn 99,marcellus99 die ,stadt ,syrakus4 ,da sie viele ,monate der ,belagerung zu trotzen vermochte1 wird vor allem den ,verteidigungsmaregeln des 99,archimedes99 zugeschrieben4 ,wurfmaschinen von ganz hervorragender ,wirkung und ,treffsicherheit1 die nach 99,plutarch99 ,steinblcke von ,zentnerschwere auf groe ,entfernung schleuderten1 schreckten die ,strmenden zurck4 ,dem ,angriff der ,flotte suchte man mit ,feuerbrnden zu begegnen4 ,sptere ,berichterstatter haben daraus die erwhnte1 vllig unglaubwrdige ,erzhlung gemacht1 99,archimedes99 habe die ,schiffe der ,belagerer mit ,hilfe von ,hohlspiegeln in ,brand gesetzt4 ,als endlich die ,rmer ,syrakus einnahmen und die ,soldaten1 voll ,wut ber die erlittenen ,mhsale und ,verluste1 ein furchtbares ,gemetzel anstellten1 zhlte 99,archimedes99 zu den ,opfern4 ber sein ,ende1 das 99,marcellus99 sehr betrbt haben soll1 lauten die ,berichte verschieden4 ,am bekanntesten ist die ,erzhlung1 99,archimedes99 sei1 in ,nachdenken ber ein mathematisches ,problem versunken1 von einem rmischen ,soldaten niedergestoen worden4 ,seine letzten ,worte sollen ,noli turbare circulos meos gelautet haben4 ,das ,grab des ,gelehrten wurde mit einem ,stein geschmckt1 in den die von dem ,zylinder eingeschlossene ,kugel eingemeielt war4 ,so soll 99,archimedes99 es selbst gewnscht haben1 ein ,zeichen1 welchen ,wert er auf seine ,entdeckung legte1 da der ,inhalt der ,kugel zum ,inhalt des umschlieenden ,zylinders sich wie #b 3 #c verhlt4 ,dieses ,grabmal1 das 99,marcellus99 errichten lie1 wurde spter von 99,cicero99 in einem sehr vernachlssigten ,zustande wieder aufgefunden und der ,vergessenheit entrissen#chi4 ,seine ,bewunderung fr den grten ,mathematiker des ,altertums hat 99,cicero99 in die ,worte gekleidet1 99,archimedes99 habe mehr ,genie besessen1 als mit der menschlichen ,natur vertrglich zu sein scheine#cij4 ,an ,vielseitigkeit und ,genialitt kann ihm unter den ,neueren vielleicht nur 99,gau99 an die ,seite gestellt werden#cia4 ,die ,probleme1 welche etwa #ajj ,jahre nach 99,aristoteles99 den 99,archimedes99 beschftigten1 betrafen insbesondere das ,gebiet der ,statik4 ,sie wurden nach echt naturwissenschaftlichem ,verfahren1 d4 h4 gesttzt auf ,versuche und mathematische ,ableitung und deshalb mit dem besten ,erfolge1 behandelt4 ,seine ,werke sind daher als das hervorragendste ,erzeugnis des griechischen ,geistes auf exaktem ,gebiete zu bezeichnen4 ,es scheint kein ,zufall zu sein1 da diese ,werke nicht in dem vorwiegend der ,kunst und der ,philosophie zugewandten ,mutterlande1 sondern in ,grogriechenland entstanden sind1 wo der ,handel blhte und eine gewisse1 die forschende ,ttigkeit begnstigende ,nchternheit des ,verstandes vorherrschte4 ,die griechische ,mathematik erreicht in ,archimedes und in ,apollonios ihren ,hhepunkt4 ,die wissenschaftliche ,bedeutung des 99,archimedes99#cib ist in gleicher ,weise auf den ,gebieten der reinen ,mathematik und der ,mechanik zu suchen4 ,auer dem soeben erwhnten1 wichtigen ,satze ber den ,inhalt der ,kugel und des sie umschlieenden ,zylinders1 deren ,oberflchenverhltnis er gleichfalls auffand1 lieferte 99,archimedes99 eine ,arbeit ber die ,kreismessung1 die eine ,berechnung der ,zahl enthlt4 ,diese ,arbeit ist1 sowohl nach ihrer ,bedeutung fr die ,entwicklung der ,geometrie1 als auch fr die ,geschichte der ,rechenkunst1 von ,wichtigkeit4 ,sein ,verfahren ist das in der elementaren ,geometrie noch jetzt gelehrte4 ,ausgehend von dem ,satze1 da der ,umfang des ,kreises kleiner als der ,umfang des umschriebenen und grer als derjenige des eingeschriebenen regelmigen ,vielecks ist1 berechnet 99,archimedes99 als ,grenzwerte fr die ,zahlen #c1ada und #c1adb4 ,es sind dies die ,werte1 die sich fr den ,umfang des ein- und umgeschriebenen regelmigen #if-;,ecks ergeben4 ,das erwhnte ,verfahren wird als ,exhaustionsverfahren bezeichnet1 knnte aber auch die ,integrationsmethode der alten ,mathematik genannt werden4 ,aus dem ,bestreben1 bei derartigen ,aufgaben die ,grenzwerte beliebig nahe zu rcken1 ohne dazu umstndliche1 zeitraubende ,berechnungen ntig zu haben1 ist im #ag4 ,jahrhundert die ,infinitesimalrechnung erwachsen4 ,auch mit isoperimetrischen ,problemen1 d4 h4 ,aufgaben1 bei denen es sich um die ,bestimmung grter oder kleinster ,werte handelt1 beschftigte sich schon das ,altertum4 ,so war schon vor 99,aristoteles99 bekannt1 da der ,kreis unter allen ,flchen gleichen ,umfangs den grten ,flcheninhalt und die ,kugel unter allen ,krpern von gleicher ,oberflche den grten ,rauminhalt besitzt#cic4 ,das ,exhaustionsverfahren wurde von den ,alten nicht nur auf krummlinige ,figuren1 sondern auch auf ,flchen und auf ,raumgebilde angewandt4 ,das ,verfahren lief stets darauf hinaus1 den ,unterschied zwischen der zu messenden ,linie1 ,flche oder ,raumgre und den diesen ,formen sich nhernden1 leicht zu berechnenden ,hilfsgebilden immer kleiner zu machen4 ,man erhielt eine noch grere ,sicherheit1 wenn man zwei ,hilfsgebilde1 z4 ,b4 das ein- und umgeschriebene ,polygon beim ,kreise1 whlte und auf diese ,weise zwei ,grenzwerte fr die zu messende ,gre ermittelte4 ,was den ,inhalt des ,kreises anbetrifft1 so bewies 99,archimedes991 da er gleich demjenigen eines rechtwinkeligen ,dreiecks ist1 dessen eine ,kathete gleich dem ,halbmesser und dessen andere gleich dem ,umfang des ,kreises ist4 ,die ,behandlung ebener ,figuren wurde von 99,archimedes99 jedoch ber das ,gebiet der elementaren ,mathematik hinausgefhrt1 indem er den ,inhalt der ,parabel und der ,ellipse berechnen lehrte und die ,eigenschaften von ,kurven hherer ,ordnung1 wie der ,spiralen1 ermittelte4 ,mit ,hilfe der soeben besprochenen ,exhaustionsmethode wies 99,archimedes99 z4 ,b4 nach1 da das ,parabelsegment #d_/c eines ,dreiecks von gleicher ,grundlinie und ,hhe betrgt4 ,fr die ,ellipse zeigte er1 da sich ihre ,flche zur ,flche eines mit der groen ,achse als ,durchmesser geschlagenen ,kreises wie die kleine ,achse zur groen ,achse verhlt usw4 ,die merkwrdigste ,schrift ber die ,kurven ist sein ,buch von den ,schneckenlinien4 ,die nach ihm als archimedische ,spirale bezeichnete ,schneckenlinie definiert er mit folgenden ,worten3 ,wenn eine gerade ,linie in einer ,ebene um einen ihrer ,endpunkte1 der unbeweglich bleibt1 mit gleichfrmiger ,geschwindigkeit sich dreht1 und wenn gleichzeitig in der bewegten ,linie ein ,punkt vom unbewegten ,endpunkte aus sich gleichfrmig bewegt1 so beschreibt dieser ,punkt eine ,schneckenlinie4 ,eine derartige1 zuerst bei 99,hippias99 anzutreffende ,verbindung von zwei bestimmt gekennzeichneten ,bewegungen stellte eine nicht geringe ,bereicherung der ,wissenschaft dar#cid4 ,auch gelang es 99,archimedes991 durch ein hnliches ,verfahren1 wie er es beim ,kreise und bei der ,parabel anwandte1 die ,quadratur der ,schneckenlinie zu finden4 ,sogar das ,tangentenproblem vermochte er fr diese ,kurve zu lsen1 indem er zeigte1 wie die ,berhrungslinie an irgend einen ihrer ,punkte gezogen werden kann4 ,da 99,archimedes99 sich schon einer ,methode bediente1 die in ihrem ,wesen unserem heutigen ,integrationsverfahren entsprach1 lt sich noch deutlicher1 als aus den hier besprochenen ,werken1 aus der vor kurzem durch 99,heiberg99 entdeckten ,methodenlehre 7,ephodion7 ersehen#cie4 ,es hat den ,anschein1 als ob 99,archimedes99 die im ,ephodion enthaltene ,infinitesimalmethode gewissermaen nur zu seinem ,privatgebrauch entwickelt htte1 weil die ,anwendung der ,unendlichkeitsbegriffe bei den ,mathematikern1 welche die ,einwnde der ,philosophen frchteten1 verpnt war4 ,als vollgltig wurde fr die hier in ,betracht kommenden ,probleme nur das ,exhaustionsverfahren angesehen4 ,in dieses kleidete 99,archimedes991 offenbar der herrschenden ,schule zuliebe1 ,stze1 die er zunchst ausgehend von der ,mechanik oder mit ,hilfe seiner ,infinitesimalmethode gefunden hatte4 ,als ,beispiel dafr verdient der ,satz vom ,zylinderhuf genannt zu werden#cif4 ,fr diesen gibt 99,archimedes99 einen mechanischen ,beweis1 einen ,beweis nach dem ,exhaustionsverfahren und einen solchen mit ,hilfe seiner jetzt bekannt gewordenen ,infinitesimalmethode4 ,letztere bestand darin1 da er die ,flchen auf ,gerade und die ,krper auf ,flchen zurckfhrte1 wie es unter den neueren ,mathematikern zuerst 99,cavalieri99 getan4 ,erlutert wird die neue ,methode unter anderem an dem ,satz vom ,flcheninhalt des ,parabelsegments und an mehreren ,stzen ber ,volum- und ,schwerpunktsbestimmungen4 ,ein ,buch des 99,archimedes99 ber das ,siebeneck im ,kreise und ein anderes ber die ,berhrung von ,kreisen sind leider verlorengegangen4 ,von hervorragender ,wichtigkeit sind die erhalten gebliebenen archimedischen ,schriften ber die ,kugel und den ,zylinder4 ,es wird darin bewiesen1 da die ,kugeloberflche dem ,vierfachen ihres grten ,kreises gleich ist 7,o #d r#b 74 ,ferner wird die ,oberflche der ,kalotte oder des ,kugelabschnittes berechnet4 ,und endlich wird gezeigt1 da ein ,zylinder1 der zur ,grundflche einen grten ,kreis der ,kugel1 zur ,hhe aber den ,durchmesser der ,kugel hat1 mit anderen ,worten1 da ein der ,kugel umschriebener ,zylinder seinem ,inhalt nach sich zur ,kugel selbst wie #c 3 #b verhlt4 ,die ,oberflche dieses ,zylinders fand 99,archimedes99 gleich dem ,anderthalbfachen der ,kugeloberflche4 ,die betreffende ,figur hat nicht nur auf seinem ,grabstein ,platz gefunden4 ,sie erhielt sich auch auf ,mnzen der ,stadt ,syrakus4 ,seine ,untersuchungen ber die ,kugel fhrten 99,archimedes99 endlich noch auf die ,rotationskrper1 welche durch die ,umdrehung von ,kegelschnitten entstehen1 seine ,konoide und ,sphroide4 ,auch in diesen ,fllen bediente er sich der ,exhaustionsmethode1 indem er die zu kubierenden ,krper in ,scheiben von gleicher ,dicke zerlegte und die ein- und umgeschriebenen ,zylinder summierte4 ,die erhaltenen ,summen stellen ,grenzwerte dar1 die sich dem zu ermittelnden ,rauminhalt um so mehr nhern1 je geringer der ,abstand der ,schnitte ist4 ber die ,kegelschnitte hatte schon 99,euklid99 geschrieben4 ,doch hat sich um die ,begrndung dieses ,gegenstandes keiner unter den alexandrinischen ,mathematikern ein so groes ,verdienst erworben wie 99,apollonios99 von ,perg4 ,er war ein ,zeitgenosse von 99,archimedes99 und 99,eratosthenes994 ,seine ,werke entstanden in der ,zeit von #bdj-bjj v4 ,chr4 ,erhalten ist nur das bedeutendste1 als 7,kegelschnitte7 bezeichnete ,werk4 ,in diesem zeigte 99,apollonios991 da die als ,ellipse1 ,parabel und ,hyperbel bezeichneten ,kurven auf der ,oberflche eines ,kegels entstehen1 wenn durch letzteren ,ebenen gelegt werden4 ,auch das schwierige ,gebiet der ,asymptoten1 die sich den sten der ,hyperbel nhern1 ohne sie zu schneiden1 hat 99,apollonios99 erschlossen4 ,seine acht ,bcher ber die ,kegelschnitte#cig erregten nicht nur bei den ,zeitgenossen1 sondern auch bei den spteren ,geschlechtern die grte ,bewunderung1 wenn auch von einigen ,verkleinerern dem 99,apollonios99 mit ,unrecht vorgeworfen wurde1 da er sich zu sehr auf die von 99,euklid99 und 99,archimedes99 geschaffenen1 indes verlorengegangenen ,vorarbeiten ber diesen ,gegenstand gesttzt habe#cih4 ,besteht doch eine grundlegende ,neuerung des 99,apollonios99 schon darin1 da er sich nicht wie seine ,vorgnger auf den geraden ,kegel beschrnkte1 sondern nachwies1 da alle ,schnitte auch an dem schiefen ,kegel hervorgebracht werden knnen4 ,auch war er der erste1 welcher an den ,kegelschnitten die ,mehrzahl derjenigen ,eigenschaften nachwies1 die man heute aus den ,gleichungen dieser ,kurven ableitet4 ,der ,inhalt seines ,werkes ist der ,hauptsache nach folgender4 ,zunchst wird der ,kegel als die ,oberflche definiert1 welche durch eine ,linie entsteht1 wenn man sie in einer ,kreisperipherie herumfhrt1 whrend diese ,linie zugleich durch einen festen1 auerhalb der ,ebene des ,kreises liegenden ,punkt geht4 ,jeder ,schnitt1 welcher durch den festen ,punkt geht1 erzeugt ein ,dreieck4 ,liegt in der ,schnittebene auch die ,verbindungsgrade zwischen dem ,mittelpunkt des ,kreises und dem festen ,punkt1 welcher die ,spitze des ,kegels bildet1 so nennt man das entstandene ,dreieck1 weil es jene ,verbindungsgrade oder die ,achse enthlt1 ein ,achsendreieck4 ,neue ,schnittebenen liefern dann1 je nach ihrer ,richtung1 die verschiedenen ,kegelschnittkurven auf der ,oberflche des ,kegels4 ,es werden sodann ,betrachtungen ber konjungierte ,durchmesser1 ber die ,tangente an irgendeinen ,punkt des ,kegelschnittes1 sowie ber die ,asymptoten der ,hyperbel angestellt4 ,eingehend wird auch von denjenigen ,punkten gehandelt1 die wir heute als die ,brennpunkte der ,kegelschnitte bezeichnen4 ,bewiesen wird der wichtige ,satz ber die ,gleichheit der ,winkel1 welche die ,normallinie mit den beiden ,brennstrahlen des ,berhrungspunktes bildet1 sowie auch der ,satz von der ,konstanz der ,summe1 bzw4 der ,differenz der ,brennstrahlen4 ,die betreffenden ,abschnitte des ,werkes enthalten also fast smtliche grundlegenden ,stze der ,lehre von den ,kegelschnitten4 ,auf dem ,satz1 da die ,summe der ,brennstrahlen gleich der groen ,achse ist 7r r' #b;a71 beruht bekanntlich die gebruchliche ,fadenkonstruktion der ,ellipse4 ,dies ,verfahren findet sich jedoch noch nicht bei 99,apollonios991 sondern es kam erst weit spter auf4 ,hinsichtlich der ,hyperbel sei bemerkt1 da man vor 99,apollonios99 die ,zusammensetzung der ,kurve aus zwei sten nicht kannte1 sondern die ,untersuchungen immer nur an einem ,ast anstellte4 99,apollonios99 selbst fhrte den zweiten ,ast noch unter einem besonderen ,namen auf4 ,die ,quadratur der ,hyperbel gelang den alten ,mathematikern nicht4 ,sie erfolgte erst1 als im #ag4 ,jahrhundert neuere1 die hhere ,mathematik ausmachende ,methoden gefunden waren4 ,den ,hhepunkt des ,werkes bildet das ,buch1 das von grten und kleinsten ,werten handelt1 die in ,verbindung mit den ,kegelschnitten auftreten#cii4 ,insbesondere sind es ,untersuchungen ber die lngsten und krzesten ,linien1 die von irgendeinem ,punkte der ,ebene an einen ,kegelschnitt gezogen werden knnen4 ,infinitesimalbetrachtungen1 die sich schon bei 99,euklid99 und 99,archimedes99 finden1 vermochten die ,alten noch nicht zu einer allgemeinen ,methode zu erweitern4 ,die alte ,mathematik hat vielmehr in den ,werken des 99,archimedes99 und des 99,apollonios99 das erreicht1 was ohne den ,besitz der ,infinitesimalmethode und des analytischen ,kalkuls1 die erst im #af4 und #ag4 ,jahrhundert zu allgemeinerer ,anwendung gelangten1 zu erreichen mglich war#djj4 ,mit der ,lehre von den ,kegelschnitten wurde fr die sptere ,entwicklung der ,astronomie und der ,mechanik eine wichtige ,grundlage geschaffen4 ,das gleiche gilt auch von der ,trigonometrie1 die aus den ,bedrfnissen der ,astronomie entsprang und von den spteren ,alexandrinern begrndet wurde4 ,wie wir spter sehen werden1 konnte 99,aristarch991 als er den ,sonnenabstand aus gegebenen ,stcken eines ,dreiecks ohne die ,hilfsmittel der ,trigonometrie berechnete1 die gesuchte ,gre nur auf umstndlichem ,wege durch ,nherungswerte bestimmen4 ,anhangsweise sei hier noch eine ,schrift des 99,archimedes99 erwhnt1 die frher viel gelesen wurde und auch heute noch ,beachtung verdient4 ,es ist dies seine ,sandesrechnung4 ,zum ,verstndnis der in dieser ,schrift gelsten ,aufgabe mssen wir vorausschicken1 da die ,griechen etwas unserem heutigen ,ziffernsystem ,entsprechendes noch nicht besaen4 ,die ,zahlen wurden durch ,buchstaben bezeichnet4 ,grere ,zahlen zu schreiben1 war daher sehr unbequem1 weil man das ,prinzip des ,stellenwertes1 das erst durch ,vermittlung der ,araber aus dem ,orient nach ,europa gelangte1 noch nicht kannte und auch noch kein ,zeichen fr die ,null besa4 ,es ist erstaunlich1 wie weit es die ,alten trotzdem in der ,arithmetik gebracht haben4 ,wagte sich 99,archimedes99 doch sogar an die geometrische ,reihe #a1 #a_/d1 #a_/af1 #a_/fd4441 deren ,summe er gleich #d_/c fand4 ,sie diente ihm bei der ,berechnung der ,flche des ,parabelabschnittes4 ,auch vermochte er es schon1 schwierige ,quadratwurzeln zu berechnen#dja4 ,in der ,sandesrechnung#djb wird gezeigt1 da sich jede1 noch so groe ,menge durch eine ,zahl ausdrcken lt4 ,indem 99,archimedes99 die ,abmessungen der aristarchischen ,fixsternsphre zugrunde legt1 berechnet er1 wieviel ,sandkrner von bestimmter ,gre darin ,platz finden knnen4 ,die meisten ,sternkundigen verstanden zur ,zeit des 99,archimedes99 unter dem ,ausdruck ,welt eine ,kugel1 deren ,zentrum der ,mittelpunkt der ,erde und deren ,radius eine gerade ,linie zwischen den ,mittelpunkten von ,erde und ,sonne ist4 ,in seiner ,schrift ,wider die ,sternkundigen1 so erzhlt uns 99,archimedes991 suchte nun 99,aristarch99 von ,samos zu beweisen1 da die ,welt ein ,vielfaches der oben bezeichneten ,kugel ist4 ,er sei zu der ,annahme gelangt1 die ,fixsterne samt der ,sonne seien unbeweglich1 die ,erde aber werde in einer ,kreislinie um die ,sonne1 die inmitten der ,erdbahn stehe1 herumgefhrt4 ,der ,durchmesser der ,fixsternkugel mge sich1 sagt 99,archimedes991 zu demjenigen der ,welt 7in dem zuerst erwhnten ,sinne7 verhalten1 wie der letztere zum ,durchmesser der ,erde4 ,er behauptet dann1 wenn es auch eine ,sandkugel gbe von der ,gre dieser aristarchischen ,fixsternsphre1 so lasse sich doch eine ,zahl angeben1 deren ,gre selbst die ,menge der ,krner in der gedachten ,kugel bertreffe4 ,nach einigen ,voraussetzungen ber den ,umfang der ,erde1 das ,grenverhltnis von ,erde und ,sonne1 aus dem1 nach ,bestimmung des scheinbaren ,sonnendurchmessers1 die ,entfernung der ,sonne zu #ajjjj ,erdhalbmessern ermittelt wird1 berechnet 99,archimedes99 die ,zahl der ,sandkrner1 die innerhalb der ,fixsternsphre ,platz finden1 auf #ajfc oder #ajjj ,dezillionen4 ,archimedes entwickelt die ,prinzipien der ,mechanik4 ,an hervorragenden ,mathematikern besa das ,altertum keinen ,mangel4 ,wir brauchen neben 99,archimedes99 nur 99,euklid99 und 99,apollonios99 zu nennen4 ,es gab aber niemanden bis in die neuere ,periode der ,geschichte der ,wissenschaften1 der hnliche ,leistungen auf dem ,gebiete der ,mechanik vollbracht htte wie 99,archimedes994 ,letzterer mu als der ,hauptbegrnder dieser ,wissenschaft bezeichnet werden4 ,es sind die wichtigsten ,stze vom ,hebel1 vom ,schwerpunkt und aus der ,hydrostatik1 die uns bei 99,archimedes991 zum ersten ,male klar ausgedrckt1 begegnen4 ,die ,gesetze vom gleicharmigen ,hebel spricht 99,archimedes99 in folgenden ,worten aus3 a7 ,gleich schwere ,gren1 in ungleichen ,entfernungen wirkend1 sind nicht im ,gleichgewicht1 sondern die in der greren ,entfernung wirkende sinkt4 b7 ,ungleich schwere ,gren sind1 bei gleichen ,entfernungen1 nicht im ,gleichgewicht1 sondern die schwerere wird sinken4 c7 ,wenn ungleich schwere ,gren in ungleichen ,entfernungen im ,gleichgewicht sind1 so befindet sich die schwerere in der kleineren ,entfernung4 d7 ,ungleiche ,gewichte stehen im ,gleichgewicht1 sobald sie ihren ,entfernungen umgekehrt proportional sind4 ,an den letzten1 das ,hebelgesetz zum ,ausdruck bringenden ,satz knpft sich das 99,archimedes99 zugeschriebene ,wort3 ,gib mir einen ,ort1 wo ich mich hinstellen kann1 und ich will die ,erde bewegen#djc4 ,die ,schwerpunktsbestimmungen dehnt 99,archimedes99 im zweiten ,teile der ,abhandlung vom ,gleichgewicht#djd sogar auf das ,parabelsegment aus1 nachdem er zuvor die ,quadratur der ,parabel gelehrt hat4 ,in den ,bchern1 die von den schwimmenden ,krpern handeln1 leitet er aus den ,grundeigenschaften der ,flssigkeiten1 nmlich der leichten ,verschiebbarkeit ihrer ,teilchen und der ,druckfortpflanzung1 eine ,reihe von ,stzen ab1 von denen die wichtigsten folgendermaen lauten3 a7 ,die ,oberflche einer jeden zusammenhngenden ,flssigkeit im ,zustande der ,ruhe ist sphrisch1 und ihr ,mittelpunkt fllt mit dem ,mittelpunkt der ,erde zusammen4 b7 ,feste ,krper1 die bei gleichem ,rauminhalt einerlei ,gewicht mit einer ,flssigkeit haben1 sinken1 in diese eingetaucht1 so weit ein1 da nichts von ihnen ber die ,oberflche der ,flssigkeit hervorragt4 c7 ,jeder feste ,krper1 der leichter ist als eine ,flssigkeit und in diese eingetaucht wird1 sinkt so tief1 da die ,masse der ,flssigkeit1 die dem eingesunkenen ,teil an ,volumen gleich ist1 ebensoviel wiegt wie der ganze ,krper4 d7 ,wenn ,krper1 die leichter sind als eine ,flssigkeit1 in diese eingetaucht werden1 so erheben sie sich wieder mit einer ,kraft1 die gleich ist dem ,gewichte des dem ,krper gleichen ,volumens ,flssigkeit1 vermindert um das ,gewicht des ,krpers selbst4 e7 ,feste ,krper1 die bei gleichem ,rauminhalt schwerer als eine ,flssigkeit sind und in diese eingetaucht werden1 sinken1 solange sie noch tiefer kommen knnen1 und werden in der ,flssigkeit um so viel leichter1 wie das ,gewicht einer ,masse ,flssigkeit von der ,gre des eingetauchten ,krpers betrgt4 ,das zuletzt erwhnte ,gesetz1 das archimedische ,prinzip1 ist fr die ,mechanik der ,flssigkeiten von derselben fundamentalen ,bedeutung wie das ,hebelgesetz fr die ,mechanik der festen ,krper#dje4 ,auf das nach ihm benannte hydrostatische ,prinzip soll 99,archimedes99 nach der ,erzhlung des 99,vitruv99#djf durch einen besonderen ,anla gekommen sein4 ,danach hatte 99,hieron99 aus einer abgewogenen ,menge ,gold einen ,kranz anfertigen lassen4 ,als man ihm nun hinterbrachte1 da ein ,teil des ,goldes unterschlagen und durch ,silber ersetzt worden sei1 wurde 99,archimedes99 zu ,rate gezogen1 um den ,betrug nachzuweisen4 ,dieser1 eifrig damit beschftigt1 fhrt 99,vitruv99 fort1 kam zufllig in ein ,bad4 ,als er dort in die gefllte ,wanne stieg1 bemerkte er1 da das ,wasser in gleichem ,mae austrat1 in welchem er seinen ,krper in die ,wanne niederlie4 ,sobald er auf den ,grund dieser ,erscheinung gekommen war1 verweilte er nicht lnger1 sondern sprang1 von ,freude getrieben1 aus dem ,bad und rief1 nackend seinem ,hause zulaufend1 mit lauter ,stimme3 6 6 7,ich habe es gefunden674 ,die ,lsung des von 99,hieron99 gestellten ,problems1 der sogenannten ,kronenrechnung1 erzhlt 99,vitruv99 mit folgenden ,worten3 ,dann soll 99,archimedes991 von jener ,entdeckung ausgehend1 zwei ,klumpen von demselben ,gewicht1 das der ,kranz besa1 den einen von ,gold1 den andern von ,silber1 hergestellt haben4 ,hierauf fllte er ein weites ,gef bis zum obersten ,rande mit ,wasser und senkte dann den ,silberklumpen hinein1 worauf das ,wasser in gleichem ,mae ausflo1 wie der ,klumpen in das ,gef getaucht wurde4 ,nachdem er den ,klumpen wieder herausgenommen hatte1 fllte er das ,wasser um so viel wieder auf1 als es weniger geworden war1 und ma dabei die zugegebene ,menge4 ,daraus ergab sich1 welches ,gewicht ,silber einem bestimmten ,rauminhalt ,wasser entspricht4 ,nachdem er dies erforscht hatte1 senkte er den ,goldklumpen in das volle ,gef und fllte das verdrngte ,wasser vermittelst eines ,hohlmaes nach4 ,es ergab sich1 da diesmal von dem ,wasser um soviel weniger abgeflossen war1 wie der ,goldklumpen einen minder groen ,rauminhalt besa als ein ,silberklumpen von gleichem ,gewicht4 ,nachdem er hierauf das ,gef abermals gefllt und den ,kranz selbst in das ,wasser gesenkt hatte1 fand er1 da mehr ,wasser bei dem ,kranze als bei dem gleichschweren ,goldklumpen abflo1 und entzifferte aus dem1 was mehr bei dem ,kranze abflo1 die ,beimischung an ,silber und machte so die ,unterschlagung offenbar4 ,im weiteren ,verlaufe seiner ,abhandlung ber das ,schwimmen untersucht 99,archimedes99 die ,stabilitt gewisser schwimmender ,krper1 wie des ,kugelabschnitts und des parabolischen ,konoids1 wobei es ihm offenbar mehr auf eine ,bettigung seines mathematischen ,geschicks als auf eine ,bereicherung der ,mechanik ankam4 ,auch mit ,schwerpunktsbestimmungen befate sich 99,archimedes994 ,so war ihm bekannt1 da der ,punkt1 in welchem sich zwei ,seitenhalbierende treffen1 der ,schwerpunkt des ,dreiecks ist4 berhaupt erweisen sich die mathematischen ,hilfsmittel des 99,archimedes99 den ihn beschftigenden mechanischen ,problemen gegenber als der berlegene ,teil1 whrend in der neueren ,periode mitunter das umgekehrte ,verhltnis obwaltete1 so da der von 99,leibniz99 herrhrende ,ausspruch3 ,wer in die ,werke des 99,archimedes99 eindringt1 wird die ,entdeckungen der ,neueren weniger bewundern wohl gerechtfertigt erscheint4 ,fortschritte der ,optik und ,akustik4 ,durch die bedeutenden ,fortschritte der ,mathematik wurden vor allem die ,physik1 die ,astronomie und die mathematische ,geographie gefrdert4 ,die ltesten ,ansichten ber den ,schall und ber das ,licht haben wir bei den ,pythagoreern und bei 99,aristoteles99 kennen gelernt4 ,den ,alexandrinern1 die ja besonders zur ,zusammenfassung des ,wissens neigten1 verdanken wir die erste zusammenfassende ,bearbeitung der ,optik4 ,diese ,bearbeitung wird dem 99,euklid99 zugeschrieben4 ,sie erfolgte in zwei ,bchern1 der ,optik und der ,katoptrik1 und ist wohl der erste ,versuch1 die ,geometrie1 unter ,benutzung des ,satzes von der geradlinigen ,fortpflanzung des ,lichtes und des ,reflexionsgesetzes1 auf die ,erklrung der scheinbaren ,gre1 der ,gestalt1 der ,spiegelung und anderer optischen ,erscheinungen anzuwenden#djg4 ,von ,interesse ist der ,satz#djh1 da von ,hohlspiegeln1 welche gegen die ,sonne gehalten werden1 ,feuer erzeugt wird4 ,doch wird irrtmlich behauptet1 die ,entzndung erfolge im ,krmmungsmittelpunkt4 ,illustration3 ,abb4 #ah4 ,das ,verhalten des ,hohlspiegels nach ,euklid#daj4 99,euklid99 sucht dies geometrisch durch obige ,figur#dji 7,abb4 #ah7 darzutun und bemerkt zu seiner ,konstruktion3 ,alle ,strahlen1 die von der ,sonne 7 7 aus durch das ,zentrum des ,spiegels 7 7 gehen1 fallen in das ,zentrum zurck4 ,durch diese ,strahlen wird daher im ,zentrum die ,sonnenwrme gesammelt und infolgedessen ein dort befindlicher ,krper entzndet4 ,die ,annahme1 da die ,sonnenstrahlen parallel in den ,hohlspiegel fallen1 htte 99,euklid99 zur ,auffindung des richtigen ,verhltnisses leiten mssen4 ,den ,irrtum 99,euklids99 erkannte schon 99,apollonios99#daa4 ,die ,spiegelung an ,konkav- und ,konvexspiegeln wird von 99,euklid99 dahin erlutert1 da an ihnen1 wie an ebenen ,spiegeln1 die ,strahlen unter gleichen ,winkeln zurckgeworfen werden4 ,zur ,erluterung dient folgende ,abbildung#dab4 ,auch mit einem der bekanntesten ,versuche ber die ,brechung des ,lichtes war 99,euklid99 schon vertraut4 ,er berichtet darber mit folgenden ,worten#dac3 ,legt man einen ,gegenstand auf den ,boden eines ,gefes und schiebt letzteres so weit zurck1 da der ,gegenstand eben verschwindet1 so wird dieser wieder sichtbar1 wenn wir ,wasser in das ,gef gieen4 ,illustration3 ,abb4 #ai4 ,die ,spiegelung an einem ,konkav- 7links7 und an einem ,konvex-,spiegel 7rechts7 nach der ,darstellung ,euklids4 ,wie die ,geometrie von gewissen ,grundstzen ausgeht1 die sich auf wenige ,axiome zurckfhren lassen1 so geht auch die ,optik 99,euklids99 von einer ,anzahl -- es sind acht -- ,grunderfahrungen aus1 aus denen 99,euklid99 seine ,theoreme durch geometrische ,konstruktion ableitet4 ,die wichtigsten der von 99,euklid99 hervorgehobenen optischen ,grundtatsachen sind die folgenden3 ,die ,lichtstrahlen#dad sind gerade ,linien4 ,die von den ,strahlen eingeschlossene ,figur ist ein ,kegel1 dessen ,spitze im ,auge liegt1 whrend der ,grundflche dieses ,kegels die ,umgrenzung des gesehenen ,gegenstandes entspricht4 ,unter grerem ,winkel gesehene ,gegenstnde erscheinen grer als unter kleinerem ,winkel gesehene1 oder die scheinbare ,gre eines ,gegenstandes hngt von dem ,sehwinkel ab4 ,auch in der ,katoptrik wird von bestimmten ,erfahrungsstzen -- es sind deren #g -- ausgegangen4 ,aus ihnen werden etwa #cj ,theoreme abgeleitet4 ,hchstwahrscheinlich sind die optischen ,schriften 99,euklids99 in sehr verdorbener ,gestalt auf uns gekommen4 ,sie waren indes trotz mancher ,mngel und ,unrichtigkeiten bis zur ,zeit 99,keplers991 der die ,optik um ein ,bedeutendes frderte1 allgemein im ,gebrauch4 ,auch mit akustischen ,problemen hat man sich in ,alexandrien befat4 ,hatten die ,pythagoreer die ,erscheinung der ,konsonanz und ,dissonanz von ,tnen einfach als ,tatsache hingenommen1 so finden wir bei 99,euklid99 zum ersten ,male das ,bestreben1 sich von der ,ursache dieser merkwrdigen ,erscheinung ,rechenschaft zu geben4 ,dissonanz ist fr ihn die ,unfhigkeit der ,tne1 sich zu mischen1 wodurch der ,klang fr das ,gehr rauh werde1 whrend konsonierende ,tne sich zu mischen vermchten4 99,euklid99 kommt damit vorahnend der spter gegebenen ,erklrung nahe#dae4 ,die ,grundlagen der wissenschaftlichen ,erdkunde4 ,im engsten ,zusammenhange mit dem ,fortschreiten der gesamten ,kultur1 der politischen ,entwicklung und den brigen ,wissenschaften erreichte in diesem ,zeitalter die ,erdkunde eine ,hhe1 die sie bis zum ,beginn der ,neuzeit nicht berschritten hat4 ,vor allem kommt fr das alexandrinische ,zeitalter in ,betracht1 da das ,verkehrs- und ,nachrichtenwesen den damaligen ,gelehrten schon ausgedehnte ,reisen und weitreichende ,erkundigungen gestattete4 ,die ,bekanntschaft mit dem fernen ,osten wurde der wissenschaftlichen ,erdkunde durch den ,alexanderzug erschlossen4 ,da die auf diesem ,zuge gesammelten ,erfahrungen die ,grundlagen der ,pflanzengeographie entstehen lieen1 haben wir schon an frherer ,stelle gesehen4 ,afrika wurde seit der ,ptolemerzeit immer weiter von gypten aus erschlossen4 ,nach ,norden hatte sich der geographische ,gesichtskreis fast bis zum ,lande der ,mitternachtssonne erweitert4 ,mit den nrdlichen ,lndern ,europas wurde das ,altertum besonders durch die ,reisen des ,massiliers 99,pytheas991 eines ,zeitgenossen 99,alexanders99 des ,groen1 bekannt4 99,pytheas99 unternahm eine ,forschungsreise bis zur ,nordspitze ,britanniens4 ,die frhere ,annahme1 er sei bis nach ,island vorgedrungen1 hat man nicht aufrechterhalten knnen4 ,jedenfalls brachte er aber ,kunde von der ,erscheinung1 da im hohen ,norden in der ,mittsommerzeit die ,sonne nicht untergehe4 ,im ,zusammenhange damit erwhnt er das sagenhafte ,thule#daf4 ,der geographische ,gesichtskreis der ,alten hat sich also von der sdlichen ,halbkugel bis zum nrdlichen ,polarkreis erstreckt#dag4 ,die ,ergebnisse der alten ,forschungsreisen waren besonders wertvoll1 wo es sich1 wie bei 99,pytheas991 um einen ,mann handelte1 der mit physikalischen und astronomischen ,kenntnissen ausgerstet war4 ,leider sind eigene ,schriften von 99,pytheas99 nicht erhalten und die von ihm gewonnenen ,ergebnisse nur zum geringen ,teil durch ,fragmente bei anderen ,schriftstellern bekanntgeworden#dah4 ,verarbeitet wurde das reiche1 durch die ,zge 99,alexanders99 und durch ,entdeckungsreisen gleich derjenigen des 99,pytheas99 gewonnene ,material durch 99,dikaiarchos991 einen ,schler des 99,aristoteles991 und etwa ein halbes ,jahrhundert spter am umfassendsten durch 99,eratosthenes994 99,dikarch99 schtzte die ,breite der den ,alten bekannten ,welt von ,mero bis zum ,polarkreis auf #djjjj ,stadien4 7,die ,lnge des attischen ,stadiums belief sich auf #agg1f ,meter47 ,die ,lngenausdehnung von den ,sulen des ,herkules 7der ,strae von ,gibraltar7 bis zur ,mndung des ,ganges wurde von ihm auf #fjjjj ,stadien veranschlagt#dai4 ,nach 99,dikarch99 7#cej-bij7 sollten die ,sulen des ,herkules1 die ,strae von ,messina1 die peloponnesische ,halbinsel1 die ,sdkste ,kleinasiens und ,indien auf dem nmlichen ,breitenkreise liegen und dieser sollte die kumene1 d4 h4 den als bewohnt angenommenen ,teil der ,erde1 etwa halbieren4 ,die ,orientierungsfehler1 die 99,dikarch99 bei der ,feststellung dieser ,linie beging1 waren also nicht unerheblich4 ,von 99,dikarch99 rhren auch die ersten ,hhenbestimmungen her1 die ber bloe ,schtzungen hinausgingen4 ,anfangs hatten die ,alten bertriebene ,vorstellungen von der ,hhe der ,gebirge4 ,so lie 99,aristoteles99 die ,hhen des ,kaukasusgebirges noch #d ,stunden1 nachdem die ,sonne fr den ,fu des ,gebirges untergegangen war1 in ihrem ,lichte glnzen1 und 99,plinius99 schtzte die ,alpen zehnmal zu hoch#dbj4 ,er htte eine solche bertreibung vermeiden knnen1 wenn er die ,werte mehr beachtet htte1 die 99,dikarch99 und nach ihm 99,eratosthenes99 schon fr bedeutende ,hhen ermittelt hatte4 ,so bestimmte 99,dikarch99 die ,hhe des ,pelion 7#afbj ,meter7 und die ,hhe von ,akrokorinth 7#ege ,meter7 annhernd richtig4 ,als allgemeines ,ergebnis hob er schon hervor1 da solche ,werte im ,vergleich zum ,durchmesser der ,erde verschwindend klein seien4 99,dikarch99 ist wohl als der ,begrnder der mathematischen ,erdkunde bezeichnet worden#dba4 ,dieser ,ehrentitel bleibt indessen besser dem etwa ein halbes ,jahrhundert nach ihm lebenden 99,eratosthenes99 vorbehalten4 99,eratosthenes99 wurde #bge v4 ,chr4 in ,kyrene geboren4 99,ptolemos ,,iii ,euergetes99 berief ihn nach ,alexandria und ernannte ihn zum ,bibliothekar der groen alexandrinischen ,bibliothek4 ,des 99,eratosthenes99 ,hauptwerk war seine ,erdbeschreibung1 das erste wissenschaftliche ,werk ber ,geographie1 das indes nur aus ,bruchstcken bei 99,strabon99 bekannt ist#dbb4 ,es zerfiel in drei ,bcher4 ,das erste handelte von der physikalischen1 das zweite von der mathematischen ,geographie1 whrend das dritte die ,chorographie1 d4 h4 die ,beschreibung der einzelnen ,lnder1 enthielt4 ,auerdem hat 99,eratosthenes99 auch auf den ,gebieten der ,astronomie ,hervorragendes geleistet4 ,vorhanden ist ferner ein ,brief1 in dem er sich mit dem berhmten delischen ,problem der ,verdoppelung des ,wrfels beschftigt4 ,auch eine ,regel zur ,auffindung der ,primzahlen rhrt von ihm her4 ,im ,jahre #bbj v4 ,chr4 soll 99,eratosthenes99 in ,alexandrien ,armillen#dbc aufgestellt und damit den ,abstand der ,wendekreise zu #aa_/hc des ,kreisumfanges1 das sind #dg1g ,bogengrade1 ermittelt haben4 ,nachdem man erkannt hatte1 da die ,erde die ,gestalt einer ,kugel besitzt1 lag der ,gedanke nahe1 die ,gre dieser ,kugel zu bestimmen4 ,der ,ruhm1 den richtigen ,weg zu einer solchen ,messung eingeschlagen und auf ihm ein1 im ,verhltnis zu den vorhandenen ,mitteln annhernd richtiges1 ,ergebnis gefunden zu haben1 gebhrt gleichfalls dem 99,eratosthenes99#dbd4 ,bei grerer ,ausdehnung der ,reisen mute es den ,alten auffallen1 da die tglichen ,kreise1 welche bekannte ,sterne beschreiben1 nicht berall die gleiche ,neigung zur ,ebene des ,horizontes besitzen4 ,insbesondere konnte ihnen dies nicht lange bezglich der ,sonne verborgen bleiben4 ,so wute 99,eratosthenes991 da dies ,gestirn zur ,zeit der ,sommersonnenwende im sdlichen gypten mittags durch den ,zenit geht1 whrend es in ,alexandrien an diesem ,tage einen sdlich vom ,zenit gelegenen ,punkt durchluft4 ,infolgedessen zeigte der ,gnomon an dem ,mittag jenes ,tages in ,syene#dbe keinen ,schatten4 ,anknpfend an diese1 ihm bekannte ,tatsache1 ging 99,eratosthenes99 bei der ,lsung seiner ,aufgabe von einigen ,voraussetzungen aus1 die zwar nicht ganz zutreffend sind1 der ,wahrheit aber doch so nahe kommen1 da bei dem nur rohen ,verfahren1 um das es sich hier handelt1 das ,ergebnis dadurch nicht wesentlich beeinflut wird4 ,zunchst war dies die ,annahme1 da die ,erde eine vollkommene ,kugel sei4 ,ferner1 da die genannten ,stdte auf demselben ,meridian gelegen seien1 whrend sie in ,wahrheit einen ,lngenunterschied von mehreren ,graden#dbf aufweisen4 ,illustration3 ,abb4 #bj4 ,das zum ,messen der ,sonnenhhe dienende ,instrument der ,alten#dbg4 ,in ,a 7,abb4 #bj7 befindet sich das ,instrument1 das die ,alten bei der ,bestimmung der ,sonnenhhe gewhnlich benutzten4 ,es war dies eine halbkugelige ,hhlung1 aus deren ,mitte sich ein ,gnomon 7,,gc7 erhob4 ,dieses ,werkzeug wurde so aufgestellt1 da der ,gnomon senkrecht zum ,horizonte stand1 also die ,verlngerung des ,erdradius bildete4 ,der ,winkel ,,eda 7,abb4 #ba7 lie sich auf einer ,gradeinteilung ablesen4 ,er war gleich dem zu messenden ,bogen ,,ab des ,meridians 7siehe ,abb4 #ba74 99,eratosthenes99 fand nun ,,eda gleich #a_/ej des ,kreisumfanges oder gleich #g #ab'4 ,er schtzte ferner die ,strecke ,syene-,alexandrien auf #ejjj ,stadien4 ,genauere ,landesvermessungen gab es nmlich nur fr das untere gypten1 so da 99,eratosthenes99 auf die ,angabe von ,reisenden angewiesen war1 welche die ,entfernungen in ,tagesmrschen aufgezeichnet hatten#dbh4 ,der ,umfang der ,erde ergab sich somit gleich #ejjj #ej #bejjjj ,stadien1 eine ,gre1 die sich in heutigem ,mae auf etwa #dejjj ,kilometer beluft1 whrend der wahre ,wert #djjjj ,kilometer betrgt#dbi4 ,diese wissenschaftliche ,tat des 99,eratosthenes99 erregte die ,bewunderung des ,altertums1 das nur in den besprochenen ,messungen des 99,aristarch99 etwas hnliches aufzuweisen hatte4 ,illustration3 ,abb4 #ba4 ,die ,gradmessung des ,eratosthenes4 ,das ,nchstliegende wre nun gewesen1 die ,gradmessung auf einem nicht lediglich abgeschtzten1 sondern genauer gemessenen ,teil des ,meridians zu wiederholen4 ,eine solche ,untersuchung gelangte jedoch erst viel spter zur ,ausfhrung4 ,wie 99,dikarch991 so hat auch 99,eratosthenes99 die ,messung der ,erdoberflche durch die ,bestimmung der sie berragenden ,hhen zu ergnzen gesucht4 99,eratosthenes99 verfuhr dabei wie 99,dikarch99 auf trigonometrischem ,wege und gelangte zu dem ,ergebnis1 da es sich bei den hchsten von ihm gemessenen ,berghhen um ,werte von etwa #aj ,stadien handele4 ,die ,anfnge der heliozentrischen ,lehre4 ,da schon whrend der ersten ,periode der alexandrinischen ,akademie die ,astronomie zur ,wissenschaft heranreifte1 indem sie sich von der ,spekulation der messenden ,beobachtung zuwandte1 ersehen wir vor allem aus den im dritten vorchristlichen ,jahrhundert entstandenen ,arbeiten der ,alexandriner 99,aristyllos99 und 99,timocharis991 sowie des mit der alexandrinischen ,schule in enger ,fhlung stehenden 99,aristarchos99 von ,samos4 ,dem letzteren gebhrt das ,verdienst1 die heliozentrische ,theorie in voller ,klarheit entwickelt zu haben4 ,daran1 da die ,erde im ,mittelpunkt der ,welt ruhe1 haben zuerst die ,pythagoreer gezweifelt4 ,unter ihnen entwickelte 99,philolaos99 eine ,theorie#dcj1 nach der sich die ,erde innerhalb eines ,tages um ein ,zentralfeuer drehe4 ,auf diese ,weise wurde die tgliche ,bewegung des ,himmels als eine nur scheinbare erklrt4 ,sobald man das ,zentralfeuer in die ,mitte der ,erdkugel verlegte1 hatte man den einen ,bestandteil der koppernikanischen ,lehre1 nmlich die ,drehung unseres ,weltkrpers um seine ,achse1 schon vorweggenommen4 ,der ,kern dieser ,lehre1 die ,umlaufsbewegung der ,erde und der brigen ,planeten um die ,sonne1 lt sich heute in seiner allmhlichen ,entwicklung zurckverfolgen4 ,den ,ausgang bilden die ,beobachtungen an ,venus und ,merkur4 ,sie fhrten1 wie wir sahen#dca1 zu der ,lehre des 99,herakleides ,pontikos991 nach welcher diese ,himmelskrper um die ,sonne kreisen4 ,von dieser ,lehre1 die frher wohl den gyptern zugeschrieben wurde1 hat 99,koppernikus99 nach seinen eigenen ,worten sehr wohl gewut4 ,von hier aus konnte man leicht zu einer richtigen ,auffassung des ,weltsystems gelangen1 wenn man die ,sonne als ,mittelpunkt der ,bahnen auch der brigen ,planeten betrachtete4 ,sieht man von den heute schwer sicherzustellenden ,spekulationen der ,pythagoreer ab1 so war es vor allem 99,aristarch991 der die heliozentrische ,weltansicht mit voller ,klarheit aussprach4 ,ihn soll die berzeugung1 da die ,sonne weit grer als die ,erde und der ,mond sei1 zur ,aufstellung seines ,systems gefhrt haben4 ,auch ohne eine ,kenntnis der ,gesetze der ,dynamik fhlte 99,aristarch99 sozusagen durch1 da es ungereimt sei1 den ,umlauf eines gewaltigen ,weltkrpers um einen im ,verhltnis winzig kleinen anzunehmen4 99,koppernikus99 fgte zu diesem ,grund noch den hinzu1 da die ,sonne als ,leuchte der ,welt auch in deren ,mitte gehre#dcb4 ,bis zum ,ende der ersten1 etwa bis 99,aristoteles99 reichenden ,periode der griechischen ,astronomie hatte die ,spekulation berwuchert4 ,zum ,glck traten jedoch in der alexandrinischen ,schule1 und im ,zusammenhange mit dieser1 ,mnner auf1 die sich mit nchternem ,sinne der ,erforschung der ,himmelserscheinungen zuwandten4 ,die ,astronomie ging damit von den durch mangelhafte ,beobachtung gesttzten ,philosophemen zum messenden ,verfahren ber und erhob sich dadurch auf die ,stufe einer ,wissenschaft im strengen ,sinne des ,wortes4 ,als diejenigen unter den ,griechen1 die zuerst diesen ,weg beschritten haben1 sind die ,alexandriner 99,aristyll99 und 99,timocharis99 und vor allem der schon erwhnte 99,aristarch99 von ,samos zu nennen4 ,mit der ,forscherttigkeit dieser ,mnner heben zwei ,probleme an1 die seitdem den menschlichen ,geist beschftigt haben und mit immer grerer ,schrfe ihrer ,lsung zugefhrt worden sind4 ,es sind dies die ,topographie des ,fixsternhimmels1 d4 h4 die genaue ,bestimmung mglichst vieler ,sternrter1 sowie die ,ermittelung der ,abmessungen der ,erde und unseres ,planetensystems1 zunchst der ,entfernung der ,sonne und des ,mondes4 ,in welchem ,mae die gypter und ganz besonders die ,chalder den alexandrinischen ,astronomen durch das ,sammeln eines reichen1 sich ber lange ,zeitrume erstreckenden ,beobachtungsmaterials vorgearbeitet hatten1 wurde an frherer ,stelle dargetan4 99,aristyll99 und 99,timocharis991 die ihre ,beobachtungen um das ,jahr #cjj v4 ,chr4 anstellten1 bedienten sich der ,armillen1 d4 h4 geteilter ,kreise1 von denen der eine in der ,ebene des quators lag1 whrend der andere um die ,weltachse gedreht werden konnte4 ,mit ,hilfe dieses ,apparates bestimmten sie die ,lage einzelner ,sterne1 indem sie ihre ,deklination oder den ,bogenabstand vom quator bis auf ,bruchteile von ,graden ermittelten und gleichzeitig den ,ort der ,sterne auf den ,frhlingspunkt bezogen4 ,das von ihnen herrhrende ,verzeichnis1 das bis auf wenige ,angaben verlorengegangen ist1 gab #agj ,jahre spter 99,hipparch99 die ,mglichkeit1 das ,vorrcken der ,nachtgleichen zu entdecken#dcc4 99,timocharis99 bediente sich bei seinen astronomischen ,beobachtungen auch der ,stundenangaben4 ,die 7babylonische7 ,zwlfteilung des ,tages lt sich bei den ,griechen nicht vor 99,alexander99 dem ,groen nachweisen#dcd4 ,vorher richtete man sich im praktischen ,leben nach der ,lnge des eigenen ,schattens und verabredete z4 ,b4 eine ,zusammenkunft fr die ,tageszeit1 wann der ,schatten #f oder #h ,fu lang sei4 ,illustration3 ,abb4 #bb4 ,aristarchs ,verfahren1 die ,entfernung des ,mondes und der ,sonne zu bestimmen4 ber die ,grenverhltnisse des ,planetensystems hat 99,aristarch99 die ersten ,untersuchungen angestellt4 ,er war ohne ,zweifel einer der bedeutendsten ,astronomen seiner ,zeit4 ,von seinem ,leben ist indessen keine nhere ,kunde auf uns gelangt4 99,aristarch99 wurde um das ,jahr #bgj v4 ,chr4 in ,samos geboren4 ,das einzige1 was von seinen ,schriften erhalten blieb1 sind ,teile einer ,abhandlung1 die von der ,gre und den ,entfernungen des ,mondes und der ,sonne handelt#dce4 ,die ,abstnde dieser ,weltkrper von der ,erde verhalten sich nach 99,aristarch99 etwa wie #a 3 #ai1 whrend das wahre ,verhltnis annhernd #a 3 #djj ist4 ,zu seinem ,ergebnis gelangte 99,aristarch99 durch folgende berlegung4 ,erscheint von einem ,punkte ,e der ,erde 7siehe ,abb4 #bb7 der ,mond genau zur ,hlfte von der ,sonne beleuchtet1 so bildet jener ,punkt ,e mit den ,mittelpunkten des ,mondes und der ,sonne ein rechtwinkliges ,dreieck1 in welchem der ,abstand des ,mondes eine ,kathete 7,,me7 und die ,entfernung der ,sonne die ,hypotenuse 7,,es7 ist4 ,der ,winkel bei ,e mit nun nach 99,aristarch99 #hg1 whrend er in ,wahrheit viel weniger von einem ,rechten abweicht und sich auf #hi #ej' beluft4 ,das gesuchte ,verhltnis1 das 99,aristarch99 auf mhsame ,weise in die ,grenzen #a 3 #ah und #a 3 #bj einschlo1 ist gleich dem ,cosinus des ,winkels bei ,e1 unter dem beide ,weltkrper in dem angegebenen ,falle von der ,erde aus gesehen werden 7,,em 3 ,,es1 siehe ,abb4 #bb74 ,auch die ,raumverhltnisse der ,weltkrper berechnete 99,aristarch994 ,so fand er1 da der ,mond etwa #be 7statt #dh7 mal so klein1 die ,sonne dagegen #cjj 7statt #acjjjjj7 mal so gro wie die ,erde sei#dcf4 ,der ,weg1 auf dem 99,aristarch99 seine ,aufgabe zu lsen suchte1 ist1 theoretisch genommen1 zwar richtig4 ,da sich trotzdem ein ,resultat ergab1 das von dem heute gltigen ,wert in solch erheblichem ,mae abwich1 ist aus mehreren ,umstnden zu erklren4 ,einmal war man zu jener ,zeit noch nicht imstande1 solch kleine ,winkelunterschiede wie diejenigen1 um die es sich hier handelt1 zu messen4 ,zum andern aber besitzt die gesuchte ,grenze zwischen dem beleuchteten und dem dunklen ,teile des ,mondes keine hinlngliche ,schrfe4 ,immerhin verdiente 99,aristarch99 in vollem ,mae die ,anerkennung1 die ihm das ,altertum dieser ,bestimmung wegen zollte4 ,da 99,aristarch99 die heliozentrische ,theorie #a-a_/b ,jahrtausende vor 99,koppernikus99 klar aussprach1 geht auch aus einer uerung des 99,archimedes99 hervor4 ,sie lautet3 99,aristarch99 gelangt zu der ,annahme1 die ,fixsterne samt der ,sonne seien unbeweglich4 ,die ,erde aber werde in einer ,kreislinie um die ,sonne1 die in der ,mitte der ,erdbahn stehe1 herumgefhrt#dcg4 ,zu den ,vorlufern des 99,koppernikus99 ist auch der ,pythagoreer 99,niketas99 zu rechnen4 ,auf ihn fhrt 99,koppernikus99 selbst die ,anregung zurck1 die ihn veranlate1 den geozentrischen ,standpunkt aufzugeben4 ,von der ,lehre des 99,niketas99 gibt uns eine kurze ,bemerkung ,kunde1 die sich bei 99,cicero99 findet und auf die sich spter 99,koppernikus99 berufen hat4 ,sie lautet3 99,niketas99 aus ,syrakus nimmt an1 wie 99,theophrast99 erzhlt1 da der ,himmel1 die ,sonne1 der ,mond und die ,sterne stillstehen1 und da sich auer der ,erde nichts im ,weltall bewegt4 ,die ,erde dreht sich um eine ,achse4 ,dadurch scheint sich der ,himmel zu bewegen4 ,ohne ,zweifel ist dies ein deutliches ,zeugnis dafr1 da man im frhen ,altertum1 wenn auch nur vereinzelt1 den ,versuch gemacht hat1 die scheinbare tgliche ,umdrehung des ,himmels aus einer ,rotation der ,erde zu erklren4 ,auch auf 99,plutarch99 konnte sich 99,koppernikus99 berufen1 da 99,plutarch99 in seiner ,schrift ,von den ,meinungen der ,philosophen die astronomischen ,lehren des 99,philolaos99 und des 99,herakleides ,pontikos99 erwhnt sowie an anderer ,stelle auch auf die ,ansichten 99,aristarchs99 bezug genommen hat4 ,fortschritte der messenden ,astronomie4 ,die bedeutendste ,frderung whrend des vorchristlichen ,abschnittes des alexandrinischen ,zeitalters erfuhr die ,astronomie durch 99,hipparch994 ,seine wissenschaftliche ,ttigkeit fllt etwa in die ,zeit von #afj-abe v4 ,chr4 ,von seinem ,leben ist wenig bekannt4 ,er lebte in ,rhodos1 hielt sich wahrscheinlich aber auch in gypten auf#dch4 99,hipparch99 erleichterte die ,arbeit des ,astronomen vor allem dadurch1 da er als trigonometrisches ,hilfsmittel eine ,sehnentafel schuf4 ,sie enthielt fr die ,winkel im ,kreise den ,wert der zugehrigen ,sehnen1 in ,teilen des ,halbmessers ausgedrckt4 ,die ,berechnung war sehr mhsam4 ,sie geschah1 indem man von den ,sehnen der ,winkel #abj1 #ij1 #gb1 #fj1 #cf ausging4 ,diese ,sehnen lieen sich als ,seiten des regelmigen #c-1 #d-1 #e-1 #f- und #aj-;,ecks leicht in ,teilen des ,radius ausdrcken4 ,mit ,hilfe des ,pythagoreischen ,lehrsatzes und eines ,hilfssatzes bestimmte man dann die ,sehnen von halben ,bogen1 sowie die ,sehnen von ,bogensummen und ,bogendifferenzen und gelangte so zu einer ,tafel von zahlreichen ,bogen nebst den entsprechenden ,sehnen4 ,anfangs wies diese ,tafel bedeutende ,lcken auf1 die man indessen durch ,interpolation nach und nach ausfllte4 ,erst von 99,ptolemos99 wurden die ,sehnen aller ,winkel1 nach halben ,graden fortschreitend1 mit hinreichender ,genauigkeit bestimmt4 ,seine ,tafel1 die einen wesentlichen ,teil des #a-a_/b ,jahrtausende die ,astronomie beherrschenden 99,ptolemi99schen ,werkes ausmachte1 hat whrend jenes langen ,zeitraumes den ,astronomen an ,stelle unserer heutigen trigonometrischen ,tabellen groe ,dienste geleistet4 99,ptolemos99 teilte den ,radius in #fj ,teile und fhrte diese ,teilung sexagesimal weiter4 ,die ,sehnen wurden dann fr die verschiedenen ,winkel in ,sechzigsteln des ,radius ausgedrckt4 ,so wurden feststehende ,verhltnisse gewonnen1 da die absolute ,gre des ,radius und der ,sehnen nicht in ,betracht kam4 ,es kam auch vor1 da 99,ptolemos99 mitunter statt der ganzen die halben ,sehnen benutzte1 doch blieb die konsequente ,durchfhrung dieser ,maregel1 die ja die ,einfhrung der ,sinusfunktion bedeutet haben wrde1 den ,indern vorbehalten4 ,die ,trigonometrie beschrnkte sich bei den ,alten auf das rechtwinklige ,dreieck4 ,die ,ausdehnung der trigonometrischen ,funktionen auf ,winkel von #ij-ahj erfolgte erst durch die ,araber1 die auch die ,trigonometrie des schiefwinkligen ,dreiecks begrndeten#dci4 ,kamen solche ,dreiecke fr die alten ,astronomen in ,betracht1 so wurden sie in rechtwinklige ,dreiecke1 die man berechnen konnte1 zerlegt4 ,aus den ,fortschritten1 welche die ,mathematik im alexandrinischen ,zeitalter erfuhr1 zog unter allen ,wissenschaften die ,astronomie auch weiterhin den grten ,nutzen4 ,es begann fr sie die ,periode der systematischen1 messenden ,beobachtungen4 ,und wenn das ,ergebnis auch noch nicht in der allgemeinen ,annahme des wahren ,weltsystems bestand1 so gelangte man doch zur klaren ,auffassung vieler1 nur vermge exakter ,messung wahrnehmbarer ,erscheinungen4 ,vor allem ist hier 99,hipparch99 zu nennen1 der fr die ,astronomie dieselbe ,bedeutung besitzt1 die 99,aristoteles99 hinsichtlich der ,zoologie und 99,archimedes99 in bezug auf die ,mechanik zugeschrieben werden mu4 ,whrend der ersten ,entwicklungsstadien der ,astronomie hatte man sich darauf beschrnkt1 die ,stellung der wichtigeren ,fixsterne dadurch festzulegen1 da man am ,himmel gewisse ,figuren einzeichnete4 ,mitunter brachten diese ,sternbilder auch uerliche hnlichkeiten zum ,ausdruck1 wie z4 ,b4 beim ,wagen4 ,in die ,bltezeit der alexandrinischen ,schule fllt nun der ,versuch einer genaueren1 durch ,winkelmessung ermittelten ,ortsbestimmung der wichtigsten ,fixsterne4 ,man bezog ihre ,stellungen auf die ,punkte1 in denen die ,ekliptik den ,himmelsquator schneidet1 und bestimmte bei einer greren ,anzahl auch den ,abstand vom quator bis auf ,teile eines ,grades4 ,ein solches1 von 99,aristyll99 und 99,timocharis99 herrhrendes ,fixsternverzeichnis1 das etwa #aej ,angaben umfate1 befand sich in den ,hnden des 99,hipparch991 als pltzlich1 im ,jahre #acd v4 ,chr41 ein seltenes astronomisches ,ereignis1 nmlich das ,auftreten eines neuen ,sternes erster ,gre1 eintrat#ddj4 ,bot aber die ,fixsternregion1 die 99,aristoteles99 als den ,ort des unwandelbaren ,seins bezeichnet hatte1 derartige pltzliche ,vernderungen dar1 so mute sich in den ,astronomen der ,wunsch nach einer genauen ,topographie des ,himmels regen1 um auf solche ,weise spteren ,zeiten eine stete ,kontrolle zu ermglichen4 ,in den auf jenes ,ereignis folgenden ,jahren bestimmte deshalb 99,hipparch99 etwa tausend ,sternrter#dda4 99,hipparch99 lste dadurch nicht nur die gestellte ,aufgabe1 sondern er machte auerdem die wichtige ,entdeckung1 da der ,frhlings- und der ,herbstpunkt ihre ,lage langsam ndern4 ,fr einen der hervorragendsten ,sterne des ,tierkreises1 die ,spica in der ,jungfrau nmlich1 ergab sich1 da er #f vom ,herbstpunkte entfernt war1 whrend der #agj ,jahre frher gemessene ,abstand #h betrug4 ,die ,breite der ,fixsterne war dagegen unverndert geblieben4 ,dieses ,vorrcken der quinoktialpunkte#ddb glaubte 99,hipparch99 aus seinen und den lteren ,beobachtungen auf mindestens einen ,grad fr ein ,jahrhundert1 also auf #cf'' fr das ,jahr ansetzen zu drfen1 whrend es in ,wahrheit #ej'' betrgt4 ,die ,arbeiten1 in denen 99,hipparch99 von der ,przession der ,nachtgleichen handelt1 sind leider bis auf dasjenige1 was der ,almagest darber bringt1 verlorengegangen4 ,nach 99,tannery99 beluft sich der von 99,hipparch99 gefundene ,betrag des ,vorrckens auf #a #bc' #be'' fr das ,jahrhundert#ddc4 ,auf die ,entdeckung der ,przession grndet sich die ,vorstellung von einem #bfjjj ,jahre umfassenden ,zeitraum 7dem platonischen ,jahr71 der mit der ,lehre von der steten ,wiederkehr in ,beziehung gebracht wurde4 ,auf diese ,lehre abzielende ,andeutungen finden sich schon bei 99,platon991 spter auch bei 99,cicero991 99,seneca99 und anderen ,schriftstellern des ,altertums4 ,die ,vorstellung1 da die ,natur einem regelmig wiederkehrenden ,wechsel unterliegt1 hatte ja auch manches fr sich4 ,die ,kirchenvter verhielten sich jedoch ihr gegenber ablehnend1 weil sie den christlichen ,vorstellungen nicht entsprach4 ,unter den ,arabern finden sich dagegen wieder ,anhnger der ,lehre von der steten ,wiederkehr#ddd4 ,auch da sich die ,erde in der ,sonnennhe schneller bewegt als in der ,sonnenferne1 wurde von 99,hipparch99 beobachtet1 wenn er auch diese ,bewegung auf unser ,zentralgestirn bertrug1 an dem sie ja scheinbar vorsichgeht4 ,da man im ,altertum an der aristotelischen ,voraussetzung festhielt1 da die ,bewegung der ,himmelskrper gleichfrmig und in ,kreisen erfolge1 so erklrte 99,hipparch99 die beobachtete ,erscheinung aus der ,epizyklentheorie1 indem er die ,sonne einen ,kreis durchlaufen lie1 dessen ,mittelpunkt sich auf einem greren1 um die ,erde gespannten ,kreise fortbewegen sollte4 ,die genauere ,erforschung der scheinbaren ,sonnenbewegung fhrte 99,hipparch99 ferner zu der ,entdeckung1 da die ,lnge des ,jahres1 d4 h4 der ,zeit zwischen zwei ,durchgngen des ,sonnenzentrums durch den ,frhlingspunkt1 nicht1 wie vor ihm angenommen1 #cfe-a_/d ,tage betrgt1 sondern da sie etwas krzer ist#dde4 ,eine schrfere ,bestimmung der ,mond- und der ,planetenbewegungen1 wie sie am ,himmelsgewlbe vorsichzugehen scheinen1 hat 99,hipparch99 gleichfalls in ,angriff genommen4 ,die ,lsung dieser ,aufgabe gelang jedoch erst mehrere ,jahrhunderte spter dem 99,ptolemos991 dessen ,bedeutung fr die astronomische ,wissenschaft spterer ,wrdigung vorbehalten bleibt4 ,auch das durch die ,zahlenmystik der ,pythagoreer angeregte1 schon von 99,aristarch99 behandelte ,problem1 die ,entfernungen und die ,gre der ,himmelskrper zu bestimmen1 beschftigte 99,hipparch994 ,behufs der ,lsung dieser ,aufgabe fhrte er den ,begriff der ,parallaxe ein4 ,man versteht darunter den ,winkel1 unter dem der ,erdhalbmesser von dem ,gestirne aus erscheint1 dessen ,abstand gemessen werden soll4 99,hipparchs99 ,bestimmungen ergaben fr die ,entfernung des ,mondes #ei ,erdhalbmesser4 ,dieser ,wert kommt der ,wahrheit ziemlich nahe#ddf1 whrend die von 99,hipparch99 herrhrenden ,werte fr die ,entfernung und die ,gre der ,sonne von der ,wirklichkeit erheblich abweichen4 ,die wichtigsten ,lehren der antiken ,astronomie wurden nach dem von 99,hipparch99 gewonnenen ,standpunkte von 99,geminos99 zusammengestellt4 99,geminos99 aus ,rhodos lebte um #gj v4 ,chr4 in ,rom4 ,seine ,einfhrung in die ,astronomie 77 wurde #aeij unter dem ,titel ,elementa astronomiae herausgegeben#ddg4 ,sie zeugt von groer ,sachkunde1 ist frei von allem hergebrachten ,aberglauben1 kurz1 durchaus wissenschaftlich gehalten4 ,einen entschieden ablehnenden ,standpunkt nimmt 99,geminos99 manchen herrschenden ,lehren gegenber ein4 ,so spricht er sich z4 ,b4 dahin aus1 da die ,hitze des ,sommers nicht von dem ,hundsstern 7,sirius7 abhnge1 sondern in dem ,stande der ,sonne ihre ,ursache habe4 ,fr 99,geminos99 liegen ferner die ,fixsterne nicht smtlich in einer ,sphre4 ,ihre ,entfernung von der ,erde werde wohl sehr verschieden sein4 ,es fehle uns nur an einem ,mittel1 diese ,verschiedenheit wahrzunehmen4 ,das ,werk des 99,geminos99 hat spteren ,zeiten als wertvolle ,quelle fr die antike ,astronomie gedient4 ,die ,anfnge der wissenschaftlichen ,kartographie4 ,illustration3 ,abb4 #bc4 ,breitenbestimmung mit dem ,gnomon4 ,die geschilderten ,fortschritte der ,astronomie trugen dazu bei1 da auch die ,geographie immer mehr einen wissenschaftlichen ,grundzug erhielt4 ,dies sprach sich vor allem darin aus1 da man sich der astronomischen ,ortsbestimmung zu bedienen anfing4 ,anfangs waren die geographischen ,karten bloe ,itinerarien1 d4 h4 sie wurden auf ,grund der von den ,reisenden angegebenen ,wegelngen und der eingeschlagenen ,himmelsrichtung entworfen4 ,whrend 99,eratosthenes99 bei seiner ,bearbeitung der ,lnderkunde sich auf die ,angabe der ,polhhe eines ,ortes oder einer ,landschaft beschrnkte1 fhrte 99,hipparch99 die ,bestimmung nach geographischer ,lnge und ,breite ein4 ,um die ,breite eines ,ortes zu finden1 brauchte man nur die ,hhe der ,sonne um ,mittag whrend der ,zeit der ,tag- und ,nachtgleiche zu ermitteln und den so erhaltenen ,winkel von #ij abzuziehen4 ,dazu bediente man sich des ,gnomons4 ,bei diesen ,messungen1 die bis auf #a-b ,bogenminuten genau erfolgten1 begingen die alten ,astronomen einen ,fehler von #af ,bogenminuten1 ein ,wert1 der dem ,halbmesser der ,sonne gleichkommt4 ,den ,ursprung dieses ,fehlers erlutert ,abb4 #bc4 ,sie lt erkennen1 da aus dem ,schatten als ,hhenwinkel der ,winkel ,,bda resultiert1 whrend die wahre ,sonnenhhe ,,bca ist#ddh4 99,hipparch99 teilte den quator in #cfj ,grade4 ,als ,anfangsmeridian whlte er denjenigen1 welcher die ,insel ,rhodos schneidet1 da er hier einen ,teil seiner ,beobachtungen angestellt hatte4 ,whrend die ,breite1 nachdem man ihren ,zusammenhang mit der ,polhhe erkannt1 leicht bestimmt werden konnte1 machte die ,feststellung der ,lnge ,schwierigkeiten4 ,diese wurden noch im ,zeitalter 99,newtons99 lebhaft empfunden und erst durch die immer weiter gehende ,vervollkommnung der ,chronometer gehoben4 ,auch 99,hipparch99 brachte eine ,art von chronometrischem ,verfahren in ,vorschlag4 ,unter der ,voraussetzung1 da der ,eintritt einer ,himmelserscheinung1 z4 ,b4 der ,beginn einer ,mondfinsternis1 von allen ,bewohnern eines ,erdteils in demselben ,augenblick gesehen wird1 sollte die ,zeit des ,eintritts fr verschiedene ,orte festgestellt und aus dem ,unterschied der ,ortszeiten der ,unterschied der ,lngen berechnet werden4 ,illustration3 ,abb4 #bd4 ,stereographische und orthographische ,projektion4 ,fr die kartographische ,darstellung bediente sich 99,hipparch99 zur ,abbildung des ,himmels der stereographischen#ddi1 zur ,abbildung von ,lndern meist der orthographischen ,projektion4 ,bei der ersten ,projektionsart wird eine ,ebene zwischen das ,auge und die abzubildende krumme ,flche gebracht4 ,jeder ,strahl1 der einen ,punkt der letzteren mit dem ,auge verbindet1 schneidet jene ,ebene4 ,infolgedessen projizieren sich die ,punkte der krummen ,flche in der ,weise auf die ,ebene1 da das ,auge von dem ,bilde auf der ,ebene denselben ,eindruck bekommt1 den es von der krummen ,flche1 z4 ,b4 der ,halbkugel des ,himmels1 erhlt4 ,bei der orthographischen ,projektion dagegen wird von jedem ,punkte der darzustellenden krummen ,flche eine ,senkrechte auf die ,projektionsebene gefllt4 ,das ,bild auf dieser macht also den ,eindruck1 den die krumme ,flche einem weit entfernten ,auge bietet4 ,die ,begrndung einer ,physik der ,gase und der ,flssigkeiten4 ,whrend die ,astronomie und die ,geographie sich mchtig entwickelten und im #b4 ,jahrhundert nach dem ,beginn der christlichen ,zeitrechnung innerhalb derselben alexandrinischen ,akademie durch 99,ptolemos99 eine zweite ,bltezeit erlebten1 schien die wissenschaftliche ,mechanik nach den hoffnungsvollen ,anfngen1 die man dem 99,archimedes99 verdankte1 zum ,stillstande verurteilt zu sein1 obgleich sich auch diese ,wissenschaft fr die ,anwendung des durch die ,mathematik gebotenen1 deduktiven ,verfahrens so sehr eignete4 ,abgesehen von der ,schwerpunktsbestimmung krperlicher ,gebilde -- 99,archimedes99 hatte sich hierbei auf ,flchen beschrnkt -- machte die theoretische ,mechanik kaum wesentliche ,fortschritte4 ,jene ,bestimmungen rhren von 99,pappos99 von ,alexandrien her1 der im #d4 nachchristlichen ,jahrhundert lebte und somit einer spteren ,periode angehrt4 99,pappos99 befate sich nach dem ,vorbilde des 99,archimedes99 auch mit der ,untersuchung von ,rotationskrpern und kam dabei auf einen wichtigen allgemeinen ,satz1 der spter unter dem ,namen der 99,guldin99schen ,regel bekannt geworden ist4 99,pappos99 fand nmlich1 da der ,inhalt eines ,rotationskrpers aus der ,flche der sich drehenden ,figur und dem von ihrem ,schwerpunkt beschriebenen ,kreise berechnet werden kann4 ,diese ,regel wurde im ,laufe der ,jahrhunderte vergessen und von 99,guldin99 7#aegg-afdc71 nach dem sie heute die 99,guldin99sche ,regel genannt wird1 von neuem gefunden4 ,weit mehr als um die ,fortbildung der theoretischen hat man sich whrend der alexandrinischen ,zeit um die der praktischen ,mechanik bemht4 ,man versah z4 ,b4 die ,wasseruhren mit einer ,zeigervorrichtung und erfand die ,feuerspritze#dej4 ,diese besa1 nach einem im #ah4 ,jahrhundert aufgefundenen1 aus der rmischen ,kaiserzeit herstammenden ,exemplar#dea zu urteilen1 schon im ,altertum eine im wesentlichen der heutigen entsprechende ,einrichtung4 7,abb4 #be47 ,auch gewann man damals einige ,kenntnis von der ,natur der ,gase und der ,dmpfe4 ,besonders verdient um dieses ,gebiet machte sich 99,heron99 von ,alexandrien1 dessen ,name noch heute in einem bekannten ,apparat unserer physikalischen ,sammlungen1 dem ,heronsball1 fortlebt#deb4 99,herons99 ,ttigkeit fllt vielleicht um das ,jahr #ajj v4 ,chr4 ,doch ist die ,frage1 welchem ,zeitalter er eigentlich angehrt hat1 noch immer nicht mit ,bestimmtheit gelst4 ,nheres ber diese ,heronische ,frage enthlt die ,einleitung der unten erwhnten ,ausgabe der ,werke 99,herons99 7s4 ,s4 #aib ,anm4 #d74 ,sein ,verdienst bestand darin1 da er zahlreiche ,erfindungen der alten ,physiker und ,techniker zusammenstellte und dadurch die ,entwicklung1 welche die ,physik seit dem #af4 ,jahrhundert nahm1 in hohem ,grade befruchtete4 ,von eigenen ,erfindungen 99,herons99 ist in seinen ,schriften kaum die ,rede4 ,seine ,pneumatik ist das erste auf uns gelangte ,werk#dec1 das sich mit ,versuchen ber die ,eigenschaften der ,luft und der gespannten ,dmpfe beschftigt4 ,da 99,heron99 auf diesem ,gebiete zahlreiche ,vorgnger besa1 ist daraus ersichtlich1 da er seine ,pneumatik mit folgenden ,worten beginnt3 ,die ,beschftigung mit ,luft- und ,wasserknsten ist von den alten ,philosophen und ,mathematikern hoch geschtzt worden4 ,es ist daher notwendig1 das seit alters darber ,bekannte in gehrige ,ordnung zu bringen 444 ,illustration3 ,abb4 #be4 ,die ,feuerspritze nach ,heron4 ,unter den ,vorlufern 99,herons99 ist als einer der frhesten1 der uns bekanntgeworden ist1 99,ktesibios99 von ,alexandrien zu nennen 7um #adj v4 ,chr474 ,letzterer fand einen ,nachahmer in 99,philon99 von ,byzanz4 ,bei ihm findet sich schon die ,beschreibung des ,heronsballs1 der also eigentlich als ,philonsball bezeichnet werden mte#ded4 ,auch das ,thermoskop begegnet uns schon bei 99,philon99#dee4 99,philons99 ,pneumatik und 99,herons99 ,mechanik waren bis vor kurzem nur in sprlichen ,fragmenten bekannt4 ,da entdeckte man1 da arabische bersetzungen der griechischen ,texte existieren4 ,so wurde man#def #ahid mit der ,mechanik 99,herons99 und #ahig mit der ,pneumatik des 99,philon99 von ,byzanz bekannt4 ,die ,gesamtausgabe der ,werke 99,herons99 ist fr die ,geschichte der ,mathematik sowie der reinen und der angewandten ,naturwissenschaften von groer ,bedeutung4 ,das ,automatenwerk 99,herons99 ist auch kunstgeschichtlich von ,wichtigkeit1 da es manchen ,aufschlu ber die antiken ,bhneneinrichtungen gibt#deg4 99,heron99 beschreibt in seiner ,pneumatik eine groe ,anzahl von ,apparaten1 welche durch erwrmte ,luft oder ,dampf in ,bewegung gesetzt werden4 ,die ,abbildungen1 von denen wir einige hier wiedergeben1 rhren nicht von 99,heron99 selbst1 sondern von einem spteren ,herausgeber her#deh4 ,handelt es sich zum ,teil auch um physikalische ,spielereien1 so begegnet uns doch manches1 was den ,ansto zu spteren ,erfindungen gegeben hat4 ,insbesondere gilt dies von einem ,apparat1 bei dem der ,dampf in derselben ,weise einen ,krper in drehende ,bewegung versetzt1 wie es das ausstrmende ,wasser bei den ,reaktionsrdern bewirkt4 ,die ,maschine 99,herons99 7,abb4 #bf7 besteht aus einem ,kessel1 von dem zwei senkrechte ,rhren ausgehen4 ,zwischen ihnen befindet sich eine drehbare ,halbkugel mit zwei ,anstzen1 aus welchen der in die ,halbkugel geleitete ,dampf in tangentialer ,richtung entweicht4 ,dadurch wird die ,kugel in ,drehung versetzt4 ,illustration3 ,abb4 #bf4 ,heron verwendet den ,dampf zum ,betriebe einer maschinellen ,einrichtung4 ,den nach ihm benannten ,ball 7s4 ,abb4 #bg7 beschreibt 99,heron99 in folgender ,weise3 ,in die ffnung eines ,gefes wird eine ,rhre eingeltet1 die fast bis auf den ,boden reicht und in eine enge ,mndung ausluft4 ,durch eine seitliche ffnung gieen wir ,wasser in das ,gef4 ,darauf blasen wir in diese ffnung hinein1 whrend wir auf die enge ,mndung der senkrechten ,rhre den ,finger legen4 ,schlieen wir dann die seitliche ffnung und nehmen wir den ,finger von der senkrechten ,rhre fort1 so wird in ihr das ,wasser durch die hineingeblasene1 zusammengeprete ,luft emporgetrieben4 ,illustration3 ,abb4 #bg4 ,der ,heronsball4 ,endlich sei hier noch 99,herons99 ,abbildung des ,hebers wiedergegeben 7s4 ,abb4 #bh74 ,befindet sich1 sagt 99,heron99 in seiner ,erluterung dieses ,apparates1 die ,hebermndung in gleicher ,hhe mit dem ,wasserspiegel1 so wird der ,heber1 obgleich er voll ,wasser ist1 nicht flieen1 sondern gefllt bleiben4 ,es ist nmlich1 wie bei einer ,wage1 das ,wasser in diesem ,falle im ,gleichgewicht1 indem es bestrebt ist1 auf der ,seite sich zu heben und auf ,seite sich zu senken4 ,ist aber die uere ,mndung des ,hebers niedriger als der ,wasserspiegel1 so fliet das ,wasser aus1 da das in dem ,abschnitte befindliche ,wasser1 das schwerer ist als das in 1 letzteres berwltigt und anzieht4 ,illustration3 ,abb4 #bh4 ,herons ,abbildung eines ,hebers4 ,was die ,natur der ,luft betrifft1 so meint 99,heron991 da sie aus ,teilchen bestehe1 die wie die ,krnchen des ,sandes durch leere ,zwischenrume getrennt seien4 ,dies beweise zumal der ,umstand1 da sich noch ,luft in eine ,kugel zu der darin vorhandenen fllen lasse1 was darauf beruhe1 da die neuen ,luftteilchen an ,stelle der leeren ,rume treten4 ,wolle man annehmen1 die ,luft flle den vorhandenen ,raum ganz aus1 so wrde eine ,kugel beim ,hineinbringen einer weiteren ,luftmenge platzen mssen4 ,gbe es keine ,vakua1 fgt 99,heron99 noch hinzu1 so knnten weder ,licht noch ,wrme durch ,wasser oder andere ,flssigkeiten dringen4 ,wenn nmlich die ,flssigkeit keine ,poren htte1 die ,strahlen also mit ,gewalt ins ,wasser drngen1 so mten volle ,gefe berlaufen#dei4 ,jeder ,krper besteht deshalb1 nach 99,heron991 aus kleinen ,teilchen und dazwischen befindlichen leeren ,rumen4 ,ein kontinuierliches ,vakuum sei dagegen ohne ,mitwirkung einer ueren ,kraft nicht mglich#dfj4 ,da die ,luft ein ,krper ist1 beweist 99,heron991 indem er ein leeres ,gef umgekehrt ins ,wasser taucht4 ,auch bemerkt er1 die ,luft habe eine eigentmliche ,spannkraft1 indem sie sich1 wie ein trockener ,schwamm1 nach dem ,zusammendrcken wieder ausdehne4 ,zu welch berraschenden ,kunststcken man diese ,kenntnisse zu verwerten wute1 zeigt uns die1 durch nebenstehende ,abbildung 7#bi7 erluterte1 auf der ,ausdehnung und der ,zusammenziehung der ,luft beruhende ,vorrichtung4 ,wird auf dem ,altar ,e ein ,feuer angezndet1 so treibt die erwrmte ,luft infolge ihrer ,ausdehnung das ,wasser1 das sich in der ,kugel ,p befindet1 in das aufgehngte1 mit einem ,drehwerk verbundene ,gef ,m4 ,letzteres sinkt infolge seiner ,gewichtszunahme und ffnet die ,tr4 ,nach dem ,erkalten der ,luft strmt das ,wasser durch die ,rhre ,l nach ,p zurck1 und die ,tr wird durch das ,gegengewicht ,d geschlossen1 whrend das ,gef ,m in seine frhere ,lage zurckkehrt4 ,illustration3 ,abb4 #bi4 ,herons ,automat zum ffnen der ,tempel#dfa4 ,sowohl eine ,beschreibung in 99,herons99 ,pneumatica1 als auch die archologischen ,funde liefern den ,beweis1 da man im spteren ,altertum schon ,orgeln mit ,klaviaturen besa1 die man wie unsere heutigen ,orgeln und ,klaviere benutzte 7,abb4 #cj74 ,sie wurden durch ,wasser betrieben1 mit dessen ,hilfe man die ,luft in einem ,kasten zusammenprete 7,wasserorgel oder hydraulus74 ,eine aus ,ton verfertigte ,orgel wurde vor einiger ,zeit in ,karthago aufgefunden4 ,sie lt auer den ,einrichtungen1 die zur ,herstellung des ,luftstromes dienen1 drei ,reihen von ,orgelpfeifen und eine ,klaviatur erkennen#dfb4 ,illustration3 ,abb4 #cj4 ,wasserorgel oder hydraulus4 99,heron99 bringt ferner eine ,beschreibung der ,feuerspritze1 deren ,rekonstruktion in ,abb4 #be wiedergegeben wurde 7s4 ,s4 #aia74 ,seine ,beschreibung lautet3 ,es seien und zwei bronzene ,stiefel1 deren ,inneres fr zwei ,kolben ausgedrechselt ist4 ,die ,kolben mssen luftdicht in die ,stiefel passen4 ,letztere seien durch das an beiden ,enden offene ,rohr miteinander verbunden4 ,auerhalb der ,stiefel1 aber innerhalb dieses ,rohres1 sollen ,klappenventile und derart angebracht sein1 da sie sich nach der ,auenseite ffnen knnen4 ,die ,stiefel sollen auch auf dem ,boden runde ,lcher haben1 die mit kleinen1 geschliffenen ,scheibchen bedeckt werden4 ,letztere sind durch ,stifte und ,hkchen so angebracht1 da sie sich wohl auf- und abbewegen1 aber sich nicht von den ffnungen seitlich entfernen knnen4 ,mit den ,kolben seien ,kolbenstangen und ein ,querbalken verbunden4 ,mit dem ,rohre1 das die beiden ,stiefel verbindet1 stehe ein vertikales ,steigrohr in ,verbindung4 ,dieses verzweige sich bei zu einem ,doppelarm1 der zu einer drehbaren ,mndung fhrt#dfc4 ,die beschriebene ,vorrichtung stimmt also mit der heutigen ,feuerspritze berein1 nur da der ,windkessel fehlt4 ,ein ,teil der zahlreichen1 in 99,herons99 ,pneumatica beschriebenen ,versuche stammt von 99,philon99 von ,byzanz1 der gleich 99,heron99 ein ,schler des 99,ktesibios99 war4 ,da einige von diesen ,versuchen eine grundlegende ,bedeutung haben1 so seien sie hier angefhrt4 ,so stellte 99,philon99 ein ,thermoskop her1 das auf der ,ausdehnung der ,luft durch die ,wrme beruhte4 ,in eine ,bleikugel a wurde das doppelt gebogene ,rohr b 7s4 ,abb4 #ca7 luftdicht eingefgt4 ,das andere ,ende des ,rohres mndete unter ,wasser4 ,brachte man die ,bleikugel in die ,sonne1 so strmte die ,luft durch b aus4 ,wurde dagegen die ,bleikugel abgekhlt1 so gelangte ,wasser durch b in die ,kugel a#dfd4 ,illustration3 ,abb4 #ca4 ,philons ,thermoskop4 ,illustration3 ,abb4 #cb4 ,philons ,saugkerze4 ,die ,abbildung #cb zeigt uns 99,philons99 ,saugkerze4 ,in dem ,gefe a befindet sich ,wasser und eine brennende ,kerze4 ber diese wird d gestlpt#dfe4 ,man wird1 sagt 99,philon991 bald das ,wasser aufwrtssteigen sehen4 ,dies geschieht1 weil die in d enthaltene ,luft durch die ,bewegung des ,feuers verflchtigt wird4 ,das ,wasser steigt empor1 je nach der ,quantitt ,luft1 welche verflchtigt wird4 ,da stets nur eine gewisse ,menge ,luft verschwindet1 entging also der ,beobachtung des alten ,physikers4 ,immerhin begegnet uns hier schon derselbe ,versuch1 den im #ah4 ,jahrhundert 99,scheele99 und andere anstellten1 um zu beweisen1 da die ,luft aus zwei verschiedenen ,gasen zusammengesetzt ist4 ,weitere ,fortschritte der ,mechanik4 ,illustration3 ,abb4 #cc4 ,herons ,flaschenzug4 99,heron99 hat auch ber die ,mechanik der festen ,krper ein ,werk geschrieben1 das lange als verloren galt und nur auszugsweise durch den spteren ,alexandriner 99,pappos99 7um #cjj n4 ,chr47 erhalten geblieben ist#dff4 ,wie 99,pappos99 mitteilt1 hat 99,heron99 in diesem ,werk die fnf ,potenzen behandelt1 nmlich den ,hebel1 das ,rad an der ,welle1 den ,keil1 die ,schraube und den ,flaschenzug4 ,so wird1 um ein ,beispiel zu bringen1 der ,flaschenzug mit folgenden ,worten beschrieben3 ,wenn wir eine ,last aufziehen wollen1 so mssen wir an einem daran gebundenen ,seil mit einer ,kraft ziehen1 welche der ,last gleich ist4 ,wenn wir aber das eine ,ende des ,seils an einem festen ,ort anbinden und das andere ,ende um eine an der ,last befestigte ,rolle legen1 so werden wir die ,last leichter bewegen4 ,und wenn wir an dem festen ,ort eine zweite ,rolle anbringen und das ,seil auch um diese legen1 werden wir die ,last noch leichter bewegen4 ,aber wir bringen nicht die einzelnen ,rollen an dem festen ,ort1 sondern1 um ihre ,achse drehbar1 in einem hlzernen ,gehuse an1 das wir eine ,flasche nennen1 und binden diese ,flasche mit einem ,seile an den festen ,ort4 ,diejenigen ,rollen1 die mit der ,last verbunden werden sollen1 schlieen wir in eine andere1 der ersten gleiche ,flasche ein#dfg4 ,je zahlreicher die ,rollen1 desto leichter lt sich die ,last heben4 ,an anderer ,stelle lst 99,heron99 die ,aufgabe1 durch ,zahnradbertragungen vermge der ,kraft #e die ,last #ajjj zu heben 7s4 ,abb4 #ag7dfh4 ,illustration3 ,abb4 #cd4 ,herons ,wegmesser#dfi4 ,durch eine hnliche bertragung finden wir schon bei 99,heron99 das ,prinzip des ,taxameters gelst4 ,seine ,einrichtung ist aus ,abb4 #cd ersichtlich4 ,an der ,nabe des ,rades befindet sich ein ,stift1 der das horizontale1 mit #h ,speichen versehene ,rad ,,ez jedesmal um eine ,speiche weiter dreht4 ,einer ,umdrehung des ,rades ,,ez entspricht eine ,fortbewegung des ber ,,ez befindlichen ,zahnrades um einen ,zahn4 ,die bertragung erfolgt durch das ,schneckengewinde ber ,,ez4 ,diese bertragung wiederholt sich so oft1 da eine ,umdrehung des letzten ,zeigers mehrere tausend ,umdrehungen des ,wagenrades oder auch direkt den zurckgelegten ,weg in ,stadien anzeigt#dgj4 ,neuerdings ist die ,mechanik 99,herons99 nach einer arabischen ,handschrift in franzsischer bersetzung herausgegeben worden#dga4 99,heron99 bringt nicht nur die ,beschreibung und die ,theorie der fnf einfachen ,maschinen1 sondern er beschftigt sich auch eingehend mit ,schwerpunktsbestimmungen4 ,so findet er den ,schwerpunkt des ,dreiecks als den ,schnittpunkt der ,mitteltransversalen1 die sich im ,verhltnis #b 3 #a teilen4 ,um den ,schwerpunkt des unregelmigen ,vierecks zu finden1 zerlegt er es durch eine ,diagonale in zwei ,dreiecke1 verbindet deren ,schwerpunkte und teilt dann diese ,verbindungslinie im umgekehrten ,verhltnis der ,gewichte dieser ,dreiecke4 ,beim ,hebel und beim ,flaschenzug untersucht 99,heron99 das ,verhltnis des ,kraftweges zum ,lastwege oder das der ,zeiten1 welche die ,last1 je nach dem ,kraftgewinn1 zum ,emporsteigen auf eine bestimmte ,hhe gebraucht4 ,er gelangt dabei zu dem ,gesetz1 das wir heute als die goldene ,regel der ,mechanik bezeichnen4 ,die ,fassung1 welche er diesem ,gesetz gibt1 lautet3 ,das ,verhltnis der ,zeiten ist gleich dem umgekehrten ,verhltnis der bewegenden ,krfte#dgb4 ,nicht so klar ist 99,heron99 die ,theorie der ,schraube und des ,keiles geworden4 ,hier vermag er das ,verhltnis von ,kraft zu ,last nicht anzugeben4 ,es rhrt dies daher1 da er ,keil und ,schraube nicht auf die schiefe ,ebene zurckfhrt1 sondern sich vergeblich abmht1 sie aus der ,hebelwirkung zu erklren4 ,die schiefe ,ebene wird von ihm nicht zu den einfachen ,maschinen gerechnet und gleichfalls in ihrer ,wirkung noch nicht richtig erkannt#dgc4 ,die wissenschaftlichen ,grundlagen der ,vermessungskunde4 ,eine besondere ,wrdigung verdienen noch 99,herons99 ,bemhungen um die ,ausgestaltung der ,feldmekunst4 99,heron99 verfate eine ,schrift ber die ,dioptra#dgd4 ,es ist das ein ,meapparat1 in dem wir das ,urbild des heutigen ,theodolithen erblicken mssen4 ,eine ,rekonstruktion des interessanten ,instrumentes ist in nebenstehender ,abbildung wiedergegeben#dge4 ,die ,hauptteile waren die auf dem ,stativ ruhende ,platte und das ,zahnrad 1 welches durch die ,archimedische ,schraube in ,bewegung gesetzt wurde und dadurch eine ,drehung des ganzen ,instrumentes um eine vertikale ,achse ermglichte4 ,eine zweite ,archimedische ,schraube befand sich ber 4 ,man erkennt1 da sie die ,aufgabe hatte1 vermittelst des vertikal gestellten1 halbkreisfrmigen ,zahnrades die oberste1 mit dem ,visierlineal versehene ,platte um eine horizontale ,achse zu drehen4 ,da die ,platte nicht unmittelbar auf dem halbkreisfrmigen ,zahnrade aufsa1 sondern an eine rechteckige ,fortsetzung des letzteren angeschlossen war1 so konnte die ,drehung um die horizontale ,achse vermittelst der oberen ,archimedischen ,schraube so lange fortgesetzt werden1 bis die groe ,platte eine senkrechte ,stellung eingenommen hatte4 ,es lie sich somit jeder ,horizontal- und jeder ,hhenwinkel mit ,hilfe dieses ,apparates messen1 so da die ,dioptra zur ,lsung von ,aufgaben der ,feldmekunst vortrefflich geeignet war4 ,die ,einstellungen wurden durch ,wasserwage und ,bleisenkel vermittelt4 ,ferner besa das ,diopterlineal1 um auch kleinere ,winkel noch ablesen zu knnen1 eine bedeutende ,lnge4 ,illustration3 ,abb4 #ce4 ,herons ,winkelmeapparat4 ,von den zahlreichen ,aufgaben1 fr welche 99,heron99 in seiner ,schrift das einzuschlagende ,me- und ,berechnungsverfahren angibt1 seien hier nur einige erwhnt4 ,die wichtigste ,aufgabe war die ,aufnahme eines ,feldes von beliebiger ,umgrenzung4 99,heron99 verfuhr dabei wie folgt3 ,zunchst wurde ein groes ,rechteck so abgesteckt1 da es innerhalb der ,umgrenzung lag 7siehe ,abb4 #cf74 ,dann wurde fr viele ,punkte der ,umgrenzung der senkrechte ,abstand von der zugewandten ,seite des groen ,rechtecks gemessen4 ,auf diese ,weise wurde der auerhalb des ,rechtecks liegende ,teil des zu messenden ,feldes in kleinere ,abschnitte von mglichst regelmiger ,form zerlegt1 deren ,flcheninhalt leicht annhernd ausgemessen werden konnte4 ,illustration3 ,abb4 #cf4 ,herons ,vermessung eines ,feldes4 ,ein ,blick auf die ,abbildung lehrt uns1 da 99,heron99 hier mit rechtwinkligen ,koordinaten arbeitet1 und da er die umgrenzende ,linie recht genau in den ,plan einzeichnen konnte1 wenn er nur recht viele ,senkrechte von den ,punkten der ,linie aus nach den ,rechteckseiten errichtete und ausma4 ,weiter zeigt 99,heron991 wie man die ,breite eines ,flusses ermittelt1 ohne ihn zu berschreiten4 ,in einem andern ,abschnitt wird die ,aufgabe gelst1 ein ,feld mit ,hilfe eines ,planes wieder abzustecken1 wenn die ,umfriedigung mit ,ausnahme weniger ,grenzsteine verlorengegangen ist#dgf4 ,ein ,abschnitt 7#cj7 entwickelt die 99,heron99sche ,formel fr die ,flche eines ,dreiecks1 dessen drei ,seiten gegeben sind4 ,sie lautet3 777a b c7_/#b777;a b - c7_/#b777;a c - b7_/#b777;b c - a7_/#b777 ,ob 99,heron99 diese ,formel selbst gefunden oder anderen entlehnt hat1 ist nicht bekannt4 ,auch wei man nicht1 wie gro sein ,anteil an der ,konstruktion der ,dioptra ist4 ,sicherlich bestand die ,feldmekunst in gypten schon ,jahrtausende vor 99,heron994 ,doch waren ihre ,regeln zum ,teil recht mangelhaft1 so da man#dgg annimmt1 da 99,heron991 auf den ,arbeiten seiner ,vorgnger fuend1 ein amtliches1 zahlreiche ,verbesserungen aufweisendes ,lehrbuch der ,feldmekunst lieferte4 ,dieses hat dann auch den ,rmern als ,handbuch gedient4 ,stand doch bei diesem ,volke die ,vermessungskunde1 wie bei dem praktischen ,grundzuge der ,rmer nicht anders zu erwarten ist1 in hoher ,blte4 ,wie htte sich z4 ,b4 die ,anlage ausgedehnter ,wasserleitungen ermglichen lassen1 wenn die ,kunst des ,nivellierens1 fr welche man sich ebenfalls der ,dioptra bediente1 den ,rmern nicht gelufig gewesen wre4 ,whrend der griechische ,text der ,dioptra schon seit #aheh bekannt ist1 entdeckte man erst #ahif 99,herons99 ,metrika1 ein ,werk1 das seit dem #f4 ,jahrhundert verschollen war4 ,die ,metrika 99,herons99#dgh stellen ein ,handbuch dar1 das eine ,anweisung zur ,teilung und ,berechnung von ,flchen enthlt1 whrend die ,dioptra#dgi 99,herons99 die ,beschreibung der wichtigsten geodtischen ,hilfsmittel und eine ,anzahl von ,aufgabenbeispielen lieferte4 ,zu den ,aufgaben1 deren ,lsung 99,heron99 bringt1 gehrt auer den ,nivellierungen auch die ,absteckung von ,geraden zwischen zwei ,punkten1 von denen der eine nicht vom andern aus gesehen werden kann4 ,die ,aufgabe war schon im ,altertum praktisch wichtig1 z4 ,b4 wenn es galt1 einen ,tunnel durch einen ,berg zu graben4 ,da die alten ,ingenieure schon ,tunnelbauten von betrchtlicher ,lnge ausfhrten1 beweist die im ,jahre #ahhd erfolgte ,freilegung eines ,tunnels von etwa #ajjj m ,lnge durch den ,kastroberg 7auf ,samos74 ,wie 99,heron99 die ,aufgabe lste1 einen ,berg zu durchstechen1 wenn die ,mndungspunkte des ,durchstichs gegeben sind1 zeigt uns ,abb4 #cg4 ,wir sehen1 da er sich auch hierbei wieder eines ,systems von rechtwinkligen ,koordinaten bediente4 99,heron99 schliet seine ,darstellung mit den zuversichtlichen ,worten3 ,wird der ,tunnel auf diese ,weise hergestellt1 so werden sich die ,arbeiter von beiden ,seiten treffen4 ,illustration3 ,abb4 #cg4 ,herons ,tunnelaufgabe4 ,der ,tunnel durch den ,kastroberg ist durch deutsche ,forschungen wieder entdeckt worden4 ,er hatte den ,zweck1 eine jenseits des ,berges befindliche ,quelle mit der ,stadt zu verbinden4 ,diese ,anlage1 die 99,herodot99 als ein ,wunderwerk preist1 entstand zur ,zeit des 99,polykrates994 ,sie verdient auch deshalb ,bewunderung1 weil die ,arbeit ja ohne die modernen ,sprengmittel geleistet werden mute#dhj4 ,ein weiteres ,beispiel fr den ,tunnelbau der ,alten bietet der noch jetzt vorhandene ,abflu 7,emissar7 des ,albaner ,sees4 ,dieser ,abflukanal ist ein ,stollen von #abjj m ,lnge4 ,seine ,breite betrgt #a-a_/b m1 seine ,hhe #b-c m#dha4 ,als eine ,ingenieurarbeit greren ,umfangs ist aus der griechischen ,geschichte die ,trockenlegung des ,kopaissees unter 99,alexander99 dem ,groen zu erwhnen#dhb4 ,bei 99,heron99 begegnen uns auch die ersten ,anweisungen darber1 wie man sich beim ,bergbau unter der ,erde zu orientieren hat4 ,aus diesen ,anfngen hat sich1 besonders seit dem ,zeitalter 99,agricolas991 des ,begrnders der neueren ,mineralogie 7#af4 ,jahrhundert71 die ,markscheidekunst entwickelt4 ,durch 99,herons99 ,schriften wird man am besten mit dem konkreten ,messen und ,rechnen seiner ,zeit und mit den damals gebruchlichen ,maen bekannt4 ,fr das kaufmnnische ,rechnen fehlt es leider an einer hnlichen berlieferung#dhc4 ,doch begegnet uns bei 99,heron99 die schon im alten gypten gepflegte ,verteilungs- und ,gesellschaftsrechnung4 ,bekannt ist beispielsweise 99,herons99 ,brunnenaufgabe4 ,es wird darin nach der ,zeit gefragt1 innerhalb deren durch mehrere ,rhren ein ,behlter mit ,wasser gefllt werden kann1 wenn man die ,fllzeit fr jede einzelne ,rhre kennt4 99,heron99 hat auch eine ,katoptrik geschrieben4 ,sie lt uns erkennen1 da schon im ,altertum die ,ansicht bestand1 da die ,natur nichts vergeblich tue4 ,von diesem ,prinzip ausgehend1 wurde die gradlinige ,ausbreitung des ,lichtes erklrt4 ,die gleiche ,betrachtungsweise leitete 99,heron99 bei dem ,nachweise1 da der ,weg1 den das einfallende und das reflektierte ,licht zurcklegt1 nur dann ein ,minimum ist1 wenn der ,einfallswinkel gleich dem ,reflexionswinkel ist#dhd4 ,naturbeschreibung und ,heilkunde im alexandrinischen ,zeitalter4 ,bei der ,beurteilung der ,schriften eines 99,ptolemos991 99,euklid99 und 99,heron99 lt es sich schwer entscheiden1 was diese ,mnner auf den von ihnen behandelten ,gebieten ,eigenes1 ,neues geschaffen1 und was sie ihren ,zeitgenossen und ,vorgngern entlehnt haben4 ,es kann indessen auch gar nicht die ,aufgabe der hier gebotenen1 zusammenhngenden ,darstellung einer ,geschichte der ,wissenschaften sein1 im einzelnen ,priorittsansprche gegeneinander abzuwgen4 ,diese1 in der ,regel wenig fruchtbringende ,aufgabe mu der historischen ,einzelforschung berlassen bleiben1 eine ,einschrnkung1 die hier auch gleich fr die ,behandlung spterer ,perioden der ,wissenschaft gemacht sei4 ,fr uns ist es viel wichtiger1 in den jeweiligen ,stand der ,kenntnisse einzudringen und den logischen ,zusammenhang1 die bedingenden ,ursachen aufzuweisen4 ,fr diesen ,zweck war die etwas ausfhrlichere ,darstellung1 die wir den genannten drei alexandrinischen ,gelehrten gewidmet haben1 von ,wert4 ,whrend die ,astronomie1 die ,mathematik und einige ,zweige der ,physik von den ,alexandrinern sehr gepflegt und gefrdert wurden1 wandten sie den beschreibenden ,naturwissenschaften eine geringere ,anteilnahme zu4 ,vielleicht ist dies in der kommentatorischen ,gelehrsamkeit der ,alexandriner begrndet4 ,bestand doch ihre ,hauptaufgabe darin1 ,handschriften zu vergleichen1 zu erlutern und zu ergnzen4 ,so sagt 99,plinius99 von ihnen3 ,in den ,schulen sitzen und ,vortrge anhren1 war angenehmer1 als durch ,einden zu gehen und ,tag fr ,tag neue ,pflanzen zu suchen#dhe4 ,als selbstndige ,wissenschaft hrte die ,botanik auf4 ,sie bestand in der alexandrinischen ,schule nur noch als ein ,zweig der ,heilkunde1 als ,heilmittellehre1 weiter4 ,es war deshalb von ,bedeutung fr die ,entwicklung der ,botanik1 da auch die ,geographen dieses ,zeitalters der ,pflanzenwelt ihre ,aufmerksamkeit zuwandten4 ,vor allem ist hier 99,strabon99 als der grte unter den ,geographen der sptalexandrinischen ,schule zu nennen4 ,wenn dieser ,mann auch nicht selbst ,pflanzenkenner war1 so nahm er doch die ,pflanzen- und die ,tierwelt als ,gegenstand seiner ,wissenschaft mit ,recht in ,anspruch1 so da seit 99,strabons99 ,auftreten die ,bedeutung der ,botanik fr die allgemeine ,erdkunde stets gewrdigt worden ist4 ,in hherem ,mae als die ,botanik wurde die ,anatomie bei den ,alexandrinern gepflegt4 ,an erster ,stelle sind hier 99,herophilos99 7um #cjj v4 ,chr47 und 99,erasistratos99#dhf 7um #bhj v4 ,chr47 zu nennen4 ,von 99,herophilos991 einem der bedeutendsten rzte des ,altertums#dhg1 rhrt die erste eingehendere ,untersuchung des ,auges her1 whrend 99,erasistratos99 die blutfhrenden ,venen von den1 nach damaliger ,ansicht1 mit ,pneuma gefllten ,arterien unterschied4 99,erasistratos99 war auch nahe daran1 den ,kreislauf des ,blutes zu erkennen4 ,er scheiterte nur an dem soeben erwhnten ,irrtum1 da die ,arterien das ,pneuma 7den ,luftgeist7 enthielten4 ,andererseits erkannte er ganz richtig das ,herz als den ,ausgangspunkt der ,gefe1 sowie das ,gehirn als die ,ursprungsstelle der ,nerven4 ,vor allem wurde die ,anatomie dadurch auf eine sichere ,grundlage gestellt1 da man die ,sehnen von den ,nerven unterschied und letztere als die ,organe der ,empfindung sowie die ,muskeln als die ,werkzeuge der ,bewegung kennenlernte4 ,allerdings waren die ,alexandriner in ihren ,mitteln nicht sehr whlerisch1 da sie selbst vor ,vivisektionen an ,menschen nicht zurckscheuten#dhh4 #e4 ,die ,naturwissenschaften bei den ,rmern4 ,weit spter als in ,griechenland und in dem von ,griechen bewohnten ,sden ,italiens entwickelte sich eine hhere geistige ,kultur in ,mittelitalien4 ,die ,hauptmasse der ,bevlkerung dieses ,teiles der ,apenninenhalbinsel war in vorgeschichtlichen ,zeiten1 als ein den ,hellenen und ,kelten verwandtes ,volk1 ber die ,alpen eingedrungen4 ,sie war dort zunchst mit den ,etruskern1 einem ,volk1 dessen ,abstammung zweifelhaft ist1 in ,berhrung getreten4 ,erst weit spter machte sich der ,einflu der in ,sditalien bestehenden griechischen ,ansiedelungen auf die mittelitalischen ,vlkerschaften geltend4 ,es geschah dies erst1 nachdem letztere unter der ,fhrung ,roms eine staatliche ,einigung erfahren hatten4 ,whrend man sich in den unserer ,zeitrechnung vorangehenden ,jahrhunderten in der ,stille des alexandrinischen ,gelehrtentempels die ,welt zu erkennen mhte1 hatte man sie von ,mittelitalien aus durch die ,gewalt der ,waffen unterjocht4 ,griechenland war schon lnger als ein ,jahrhundert rmische ,provinz1 als im ,jahre #cj v4 ,chr4 gypten dasselbe ,schicksal ereilte4 ,die politische ,umgestaltung dieses ,landes vollzog sich jedoch allmhlich1 da der rmische ,einflu sich schon lange vor jenem ,zeitpunkt in stetig wachsendem ,mae geltendgemacht hatte4 ,diese ,umgestaltung war daher auch fr die ,wissenschaften nicht von solch einschneidender ,bedeutung1 wie spter das ,hereinbrechen entfesselter1 barbarischer ,horden4 ,in dem ,mae nmlich1 wie die ,rmer das dem ,osten sein geistiges ,geprge verleihende ,griechenland politisch berwanden1 nahmen sie den ,inhalt der griechischen ,bildung in sich auf4 ,sie wurden die ,herren1 aber zugleich die ,schler der ,griechen4 ,auch aus den reichen literarischen ,schpfungen der ,semiten und der gypter vermochten die ,rmer zu schpfen#dhi4 ,meister sind sie auf dem ,gebiete der ,kunst und ,wissenschaft indessen nicht geworden4 ,weit mehr entsprach ihrem ganzen ,sinne sowie ihren ,bedrfnissen eine ,fortentwicklung der ,technik4 ,auf diesem ,felde haben sie1 wie die groartigen berreste ihrer ,werke noch heute bezeugen1 die ,griechen zweifelsohne bertroffen4 ,doch erfuhr die wissenschaftliche ,grundlage der ,technik1 die ,mechanik nmlich1 durch die ,rmer keinen wesentlichen ,fortschritt4 ,wurde auch whrend der ,kaiserzeit ,rom1 nachdem es zum politischen ,mittelpunkt der ,welt geworden1 neben ,alexandria mehr und mehr zu einem ,sitz der ,wissenschaften1 so kann man doch von einem rmischen ,zeitalter der letzteren nicht sprechen4 ,darber1 sich die ,elemente der griechischen ,bildung anzueignen1 sind die ,rmer kaum hinausgekommen1 whrend in dem rmisch gewordenen ,alexandria ein neuer1 bedeutender ,aufschwung die ersten ,jahrhunderte unserer ,zeitrechnung ausfllt4 ,als der ,hellenismus etwa um die ,zeit des zweiten punischen ,krieges das rmische ,geistesleben zu durchdringen begann1 hatte die rmische ,literatur noch keine ,schpfung von einiger ,bedeutung aufzuweisen4 ,ein mit wissenschaftlichen ,dingen sich befassendes ,prosaschrifttum fehlte ihr bis zu dem angegebenen ,zeitpunkt noch fast gnzlich4 ,was auf diesem ,gebiete vorhanden war1 betraf lediglich die ,grundlagen des ,rechtswesens1 die ,fhrung von ,chroniken1 den ,kultus und die engeren ,bedrfnisse des praktischen ,lebens4 ,vom grten ,einflu auf die ,literatur des rmischen ,volkes wurde seine ,berhrung mit den ,griechen1 zunchst mit den ,kolonien ,sditaliens und spter mit dem griechischen ,mutterlande4 ,eingeleitet wurde die ,berhrung zwischen ,rmer- und ,griechentum durch den ,handel4 ,zu einer innigeren ,durchdringung kam es jedoch erst durch den kriegerischen ,zusammensto1 der die rmischen ,heere in die griechischen ,kolonien und nach ,hellas fhrte und umgekehrt zahlreiche ,griechen sowie griechische ,kunst- und ,wissensschtze nach ,rom gelangen lie4 ,diese ,umwlzungen begannen im #c4 vorchristlichen ,jahrhundert mit dem tarentinischen 7#bhb-bgb7 und dem ersten punischen ,kriege 7#bfd-bda74 ,um #bjj folgte die ,besiegung ,makedoniens1 und wenige ,jahrzehnte spter wurde durch 99,aemilius ,paulus99 dem einst dem rmischen an ,umfang und ,bedeutung gleichen makedonischen ,reiche durch die ,schlacht bei ,pydna 7#afh v4 ,chr47 ein ,ende bereitet4 ,zahlreiche ,geiseln1 zumeist vornehmen und gebildeten hellenischen ,familien entsprossen1 kamen infolge dieses ,sieges nach ,rom4 ,eins der wertvollsten ,beutestcke1 welche der ,sieger heimbrachte1 war die ,bibliothek des makedonischen ,knigs4 ,infolge dieser ,geschehnisse bildete sich in ,rom ein stetig wachsender ,kreis von ,freunden griechischer ,bildung1 die voll ,bewunderung den ,vortrgen nach ,rom gewanderter ,rhetoren und ,philosophen lauschten4 ,aus dieser geistigen ,verbrderung trat mit immer grerer ,deutlichkeit das ,bestreben hervor1 durch die ,vereinigung der realen rmischen ,macht mit dem ,inhalt des griechischen ,geisteslebens innerhalb eines einzigen ,staatsgebildes ein von den bisherigen engen nationalen ,schranken befreites ,weltbrgertum entstehen zu lassen4 ,unter den ,mnnern1 die sich gegen diese ,entwicklung stemmten1 ohne sie jedoch nur im geringsten hemmen zu knnen1 ist besonders 99,marcus ,portius ,cato99 zu nennen4 ,dem ,ha1 mit dem er in jeder ,sitzung des ,senats die ,zerstrung ,karthagos forderte1 kam seine ,erbitterung gegen griechische ,bildung und griechisches ,geistesleben gleich4 ,aus dieser ,stellungnahme erwuchsen 99,catos99 ,unterweisungen1 ein ,werk1 das eine ,art ,enzyklopdie darstellte und zeigen sollte1 da die ltere rmische ,literatur es mit der besonders ihrer ,neuheit wegen so hoch eingeschtzten griechischen wohl aufnehmen knne4 ,von 99,catos99 ,unterweisungen sind nur einige ,fragmente erhalten geblieben4 ,dagegen besitzen wir in seinem ,buche ber die ,landwirtschaft 7,de agricultura7 das lteste auf unsere ,zeit gekommene ,werk des lateinischen ,prosaschrifttums4 ,es ist eine der wichtigsten ,quellen fr die an spterer ,stelle ausfhrlich zu besprechende ,naturgeschichte des 99,plinius99 gewesen4 ,von dem die ,hellenen beherrschenden ,streben1 im ,einzelnen das ,allgemeine1 die ,idee zu finden1 gingen die ,rmer spter zu einem mehr empirischen1 oft unkritischen ,beobachten des uerlichen ber und gelangten auf diesem ,wege mitunter zu ,plattheiten1 wie sie uns bei 99,cicero99 begegnen1 der da meinte1 die ,naturwissenschaft suche entweder nach ,dingen1 die niemand wissen knne1 oder nach solchen1 die niemand zu wissen brauche4 ,es sind manche ,vermutungen darber ausgesprochen worden1 weshalb die ,rmer das von den ,griechen begonnene ,werk nicht fortgesetzt haben1 so da auf die ,begrndung der ,wissenschaften unmittelbar ihr weiterer ,ausbau gefolgt wre4 ,die einen erblicken die ,ursache dieser ,erscheinung in dem ,fehlen der experimentellen ,forschungsweise1 obgleich doch1 wie wir sahen1 die ,anstze zu einer solchen in der ,bltezeit der alexandrinischen ,periode wohl vorhanden waren4 ,andere meinen1 die ,rmer1 welche zwar die berufenen ,erben der ,griechen gewesen seien1 htten bei ihrer ,aufgabe1 die ,welt zuerst zu erobern und sie dann zu beherrschen1 weder ,zeit noch ,sinn fr die ,beschftigung mit wissenschaftlichen ,dingen gehabt4 ,auch den ,mangel an ,werkzeugen fr die wissenschaftliche ,arbeit1 wie sie die neuere ,zeit in ,flle hervorbrachte1 hat man dafr verantwortlich machen wollen1 da die ,wissenschaft nach ihrer ,begrndung zunchst keine wesentlichen ,fortschritte aufwies4 ,die ,einflsse1 welche die in ,frage stehenden sowie hnliche ,erscheinungen in der ,entwicklung der ,zivilisation und des ,geisteslebens herbeigefhrt haben1 sind fr uns1 die wir solch entlegene ,zeiten durch ein sehr getrbtes ,medium erblicken1 nicht mehr scharf erkennbar4 ,jedenfalls haben hier nicht nur eine oder einige der genannten ,ursachen mitgespielt1 sondern es hat ein ,zusammenwirken zahlreicher ,umstnde stattgefunden4 ,die natrlichen ,anlagen1 die auch bei nahe verwandten ,vlkern nicht immer die gleichen sind1 sowie die ,macht der politischen und der religisen ,verhltnisse werden jedenfalls hierbei in erster ,linie den ,ausschlag gegeben haben4 ,so war#dij die ganze ,geistesanlage der ,rmer nach wesentlich anderen ,gebieten gerichtet als dem der reinen ,wissenschaft4 ,und selbst als ,rom ,weltreich geworden1 betonte 99,cicero991 da die griechischen ,mathematiker auf dem ,gebiete der reinen ,geometrie das ,glnzendste geleistet1 whrend sich die ,rmer nur auf die ,ausbung des ,rechnens und des ,ausmessens beschrnkt htten#dia4 ,mekunst und ,astronomie bei den ,rmern4 ,die ,rmer hielten die ,feldmekunst fr wenigstens eben so alt wie ,rom4 ,sie wurde zuerst von ,priestern ausgebt1 um das zu den ,tempeln gehrende ,land abzugrenzen4 ,in der ,kaiserzeit war die ,feldmekunst sehr entwickelt4 ,wer sie ausben wollte1 mute eine ,schule durchmachen und eine ,prfung ablegen#dib4 ,illustration3 ,abb4 #ch4 ,der ,meapparat der ,rmer4 ,illustration3 ,abb4 #ci4 ,die ,rekonstruktion der ,groma4 ,die ersten ,kenntnisse in der ,feldmekunst verdankten die ,rmer sehr wahrscheinlich den ,etruskern4 ,als ,meapparat benutzten sie ein ,winkelkreuz1 das aus zwei in der horizontalen ,ebene sich schneidenden ,linealen bestand4 ,eine ,abbildung dieses ,apparates wurde auf dem ,grabe eines rmischen ,feldmessers gefunden#dic4 ,an den ,enden der ,lineale befanden sich ,lote4 ,die alten ,italer vermochten mit ,hilfe dieses ,instrumentes1 der ,groma1 und der ,mestange schon die ,breite eines ,flusses von einem ,ufer aus zu bestimmen1 ohne den ,flu zu berschreiten4 ,fr diese ,aufgabe war sogar eine bestimmte ,bezeichnung im ,gebrauch#did4 ,das erwhnte1 von den ,rmern benutzte ,winkelmeinstrument haben neuere ,ausgrabungen ans ,licht gebracht4 ,die nebenstehende ,abbildung #ch stellt ein bei der ,limesforschung#die entdecktes ,exemplar dar4 ,die ,abbildung #ci zeigt uns eine ,rekonstruktion4 ,das ,instrument#dif der ,rmer bedeutet gegen 99,herons99 ,dioptra einen ,rckschritt4 ,sie benutzten es zur ,festlegung der ,nord-,sd-,linie und zum ,abstecken rechter ,winkel4 ,als ,nivellierlineal bedienten sie sich einer ,art ,kanalwage4 ,besonders fand die ,groma ,verwendung1 wenn es sich darum handelte1 eine ,niederlassung oder eine ,flur durch ein ,system rechtwinklig sich schneidender ,wege einzuteilen4 ,einen ,aufschwung erfuhr die ,mathematik zur ,zeit 99,csars994 ,es zeigten sich die ,anfnge einer eigenen mathematischen ,literatur1 wie denn auch 99,csar99 selbst als ,schriftsteller auf mathematischem ,gebiete ttig gewesen ist4 ,hat doch 99,plinius99 ein von 99,csar99 verfates und ,de astris betiteltes ,werk vielfach als ,quelle fr das ,,xviii4 ,buch seiner ,naturgeschichte benutzt4 99,csar99 hatte sich zwei groe ,aufgaben auf dem ,gebiete der angewandten ,mathematik gestellt4 ,er wollte den in die grte ,verwirrung geratenen rmischen ,kalender verbessern und eine ,vermessung des ganzen rmischen ,reiches ins ,werk setzen4 ,bis zum ,jahre #df v4 ,chr4 hatte man in ,rom nach ,mondjahren gerechnet und durch ziemlich regelloses ,einschieben von ,schaltmonaten den ,kalender den ,jahreszeiten anzupassen gesucht4 ,der ,fehler war indessen schlielich so gro geworden1 da um die ,zeit 99,csars99 der ,tag der ,frhlingsnachtgleiche #he ,tage vor die wirkliche ,nachtgleiche1 also mitten in den ,winter fiel4 ,nach der ,rckkehr von dem gyptischen ,feldzug 7#dg v4 ,chr47 regelte 99,csar99 den ,kalender unter ,mitwirkung des alexandrinischen ,astronomen 99,sosigenes994 ,es gelangte die ,zeitrechnung zur ,einfhrung1 von der uns das ,dekret von ,kanopus schon ,kunde gibt#dig4 ,das ,jahr wurde nmlich in der ,folge zu #cfe ,tagen gerechnet und im #d4 ,jahre1 jedesmal vor dem #bd4 ,februar1 dem dies sextus ante calendas ,martis1 ein ,tag als bissextus 7daher auch annus bissextilis7 eingeschaltet4 ,die von 99,csar99 geplante ,vermessung des rmischen ,reiches ist wahrscheinlich auch durch alexandrinische ,gelehrte angeregt worden4 ,die ,verpachtung der ,provinzen1 die ,heereszge und die ,ausdehnung der ,kriegs- und ,handelsflotte lieen diese ,arbeit als dringend erforderlich erscheinen4 ,da 99,csar99 indessen vorzeitig durch ,mrderhand hinweggerafft wurde1 blieb die ,ausfhrung dem 99,augustus99 vorbehalten4 ,die ,vermessung1 welche der 99,augustus99 nahestehende ,feldherr und ,staatsmann 99,agrippa99 leitete1 wurde nach fast dreiigjhriger ,arbeit im ,jahre #bj v4 ,chr4 beendet und besa fr ,italien1 ,griechenland und gypten einen ziemlich hohen ,grad von ,genauigkeit1 whrend andere ,lnder nur durch ,leute1 die man ,dimensoren nannte1 ausgeschritten wurden4 ,ihr ,ergebnis war eine gewaltige ,karte1 welche in einer fr diesen ,zweck errichteten ,sulenhalle der ,welt die ,welt als ,schauspiel darbot#dih4 ,neuerdings sind ,zweifel darber entstanden1 ob diese auch wohl nach 99,agrippa99 benannte ,karte auf ,grund genauerer ,messungen entworfen wurde4 ,indessen1 selbst wenn es unentschieden bleibt1 welchen ,wert die ,karte besessen1 so ist 99,agrippas99 ,unternehmen doch ohne ,zweifel das ,vorbild fr sptere1 den orbis terrarum umfassende ,karten gewesen4 ,von diesen ist noch heute ein ,exemplar erhalten1 das offenbar fr strategische ,zwecke gedient hat4 ,es ist unter dem ,namen der ,tabula ,peutingeriana bekannt1 enthlt die ,heerstraen fr das ganze rmische ,reich und befindet sich in ,wien#dii4 ,abb4 #dj zeigt den ,teil1 der die ,balkanhalbinsel darstellt4 ,illustration3 ,abb4 #dj4 ,peutingers ,karte 7,balkanhalbinsel74 ,die ganze ,karte 7,abb4 #dj stellt ein ,stck aus der ,mitte dar71 besteht aus einer ,rolle von #aa ,pergamentblttern und ist etwa #g m lang und #j1c m hoch4 ,die eigentmliche ,verzerrung in der ,richtung ,ost-,west ist aus der ,rollenform zu erklren4 ,bei dem ,entwurf trat nmlich offenbar der kartographische ,gesichtspunkt hinter dem rein praktischen1 eine bequeme bersicht ber die ,wege zu haben1 zurck4 ,durch die hakenfrmigen ,unterbrechungen der ,wege 7,itinerarien7 sind die ,stationen angedeutet4 ,ihre ,entfernungen sind durch ,zahlen bezeichnet4 ,meist handelt es sich um rmische ,meilen1 das sind #ajjj ,schritte 7milia passuum7 oder #adhb m#ejj4 ,mit astronomischen ,dingen haben sich die ,rmer erst verhltnismig spt und meist nur aus praktischen ,grnden beschftigt4 ,mit den ,sonnenuhren wurden sie#eja erst um die ,mitte des #c4 vorchristlichen ,jahrhunderts1 mit den ,wasseruhren etwa ein ,jahrhundert spter bekannt1 whrend die ,chalder sich der ,sonnenuhren schon #gej v4 ,chr4 bedienten#ejb4 ,die ,pflege der ,ingenieurmechanik4 ,wie die ,mathematik und die ,astronomie1 so wurde auch die ,mechanik bei den ,rmern weniger ihrer selbst1 als ihres praktischen ,nutzens wegen gepflegt4 ,es erwuchs ein ,gebiet1 das die ,bezeichnung ,ingenieurkunst oder ,ingenieurmechanik verdient und bei den ,rmern zu hoher ,blte gedieh#ejc4 ,einen guten ,einblick in die ,ingenieurmechanik der ,rmer erhlt man durch das den wenig zutreffenden ,titel ber die ,architektur tragende ,werk 99,vitruvs99#ejd4 99,m4 ,vitruvius ,pollio99 lebte zur ,zeit des 99,augustus994 ,er befate sich besonders mit dem ,bau von ,kriegsmaschinen und wurde von 99,augustus99 mit der ,leitung des ,bauwesens betraut4 ,eine kurze ,inhaltsangabe des ,werkes von 99,vitruv99 mge uns den damaligen ,stand des ,wissens erlutern4 99,vitruv99 beginnt damit1 da er fr den ,ingenieur eine vielseitige wissenschaftliche ,ausbildung verlangt4 ,er soll nicht nur in der ,mathematik bewandert1 sondern auch mit den ,grundzgen des ,rechtes und mit der ,heilkunde vertraut sein4 ,komme doch letztere schon in ,frage1 wenn es sich um die ,wahl passender und gesunder ,baupltze handle4 ,sehr zutreffend ist auch1 was 99,vitruv99 ber das ,verhltnis zwischen ,theorie und ,praxis sagt3 ,diejenigen1 die ohne ,wissenschaft nur nach mechanischer ,fertigkeit strebten1 haben sich durch ihre ,arbeiten niemals magebenden ,einflu erwerben knnen4 ,umgekehrt scheinen diejenigen1 die sich lediglich auf die ,wissenschaft verlassen haben1 dem ,schatten nachgejagt zu sein4 ,nur die1 welche ,theorie und ,praxis grndlich beherrschen1 haben die volle ,rstung1 um das ,ziel1 das sie sich gesteckt haben1 zu erreichen4 ,die in diesen ,worten ausgesprochene ,mahnung gilt bis auf den heutigen ,tag#eje4 ,illustration3 ,abb4 #da4 ,rmisches ,hebezeug#ejf4 ,im zweiten ,buche bespricht 99,vitruv99 die ,baumaterialien4 ,geschildert wird das ,brennen und das ,lschen des ,kalkes4 ,auch die ,puzzolanerde1 die mit ,kalk vermischt fr ,wasserbauten ,verwendung fand1 wird erwhnt4 ,dann folgen ,angaben ber den ,bau von ,husern1 ,tempeln1 ,bdern usw4 ,in einem ,abschnitte ber die ,wandmalerei werden als geeignete ,farben ,zinnober1 ,kupfergrn und ,ocker genannt4 ,das achte ,buch handelt von den ,quellen und der ,anlage von ,wasserleitungen4 ,erwhnung finden auch bittere ,quellen und ,erdlquellen sowie der ,asphaltsee bei ,babylon1 welcher das ,bindematerial fr die dortigen ,bauten lieferte4 ,im neunten ,buche ist besonders von physikalischen und astronomischen ,dingen die ,rede1 whrend das letzte von ,pumpwerken1 ,feuerspritzen und anderen ,maschinen handelt4 ,von den praktisch-physikalischen ,instrumenten ist die ,schnellwage1 die auch heute noch den ,namen der rmischen ,wage fhrt1 wohl dasjenige1 das die ,rmer selbstndig erfunden haben und schon in der altrmischen ,zeit anwandten#ejg4 ,abb4 #db zeigt uns zwei in ,pompeji entdeckte ,schnellwagen4 ,sie werden1 wie die ,mehrzahl der in ,pompeji gemachten ,funde1 im ,nationalmuseum in ,neapel aufbewahrt4 ,die ,erfindung der rmischen ,wage reicht mindestens bis in das #c4 ,jahrhundert v4 ,chr4 zurck4 ,das ,laufgewicht wurde sehr oft knstlerisch gestaltet1 indem man diesem ,teil der ,wage die ,form einer ,frucht 7,granatapfel7 oder einer ,bste 7,merkur7 gab4 ,illustration3 ,abb4 #db4 ,rmische ,schnellwagen4 ,die ,leistungen der ,rmer gingen auf den ,gebieten der ,architektur und der ,ingenieurkunst 7,brckenbau1 ,schiffsbau1 ,anlage von ,wasserleitungen1 ,heerstraen1 kriegstechnischen ,arbeiten7 jedenfalls ber das rein handwerksmige ,schaffen hinaus4 ,diese ,leistungen setzen nmlich wissenschaftlich und praktisch vorgebildete ,architekten und ,ingenieure voraus4 ,besondere ,schulen1 wie sie fr ,philosophie1 ,rhetorik1 ,jurisprudenz und ,medizin bestanden1 gab es fr die ,ingenieure zwar nicht4 ,wer das ,ingenieurfach ergreifen wollte1 wurde in jugendlichem ,alter einem ,fachmann in die ,lehre gegeben4 ,voraussetzung fr die ,erlernung der ,ingenieurkunst waren ,kenntnisse in der ,mathematik1 der ,optik1 der ,astronomie1 der ,geschichte und im ,rechtswesen4 ,whrend der ,kaiserzeit wirkten in ,rom neben den ,lehrern fr ,rhetorik1 ,heilkunde usw4 auch solche1 die in der ,mechanik und in der ,architektur unterrichteten4 ,fr ,gehalt und ,lehrsle sorgte der ,staat4 ,auch befreite er wohl die ,vter1 die ihre ,shne die ,ingenieurkunst erlernen lassen wollten1 von der ,zahlung der ,steuern4 ,die gleiche ,vergnstigung erhielten ,ingenieure1 die sich als ,lehrer in ihrem ,fache auszeichneten4 ,wie sehr man die ,bedeutung der ,ingenieure zu wrdigen wute1 beweist folgende ,stelle aus einem ,briefe1 den ,kaiser 99,konstantin99 7#cbc-ccg7 an einen seiner ,statthalter richtete4 ,sie lautet3 ,wir brauchen mglichst viele ,ingenieure4 ,da es an solchen mangelt1 veranlasse zu diesem ,studium ,personen1 die ungefhr #ah ,jahre alt sind und die zur allgemeinen ,bildung ntigen ,wissenschaften bereits kennengelernt haben4 ,befreie die ,eltern von den ,steuern und gewhre den ,schlern ausreichende ,mittel#ejh4 ,die ,mechanik hatte also1 wo es sich um praktische ,anwendungen handelte1 zur ,zeit der ,alexandriner und der ,rmerherrschaft schon manche ,frucht gezeitigt4 ,anders stand es um die ,mechanik als wissenschaftliche ,disziplin4 ,welch unvollkommene ,vorstellungen in mechanischen ,dingen die meisten ,schriftsteller des ,altertums hegten1 davon lt sich manches ,beispiel nachweisen4 ,so erzhlt 99,plinius99 folgende ,fabel von dem ,schiffshalter 7,echineis remora71 einem ,fisch des ,mittelmeeres1 der eine ,anzahl ,saugnpfe auf der ,stirn trgt1 mit denen er sich an ,schiffen und anderen ,gegenstnden festhlt3 ,mgen die ,strme wten und die ,wogen rasen1 dieses kleine ,geschpf spottet ihrer ,wut1 zhmt ihre ,kraft und zwingt ein ,schiff zu stehen1 whrend kein ,tau und kein ,anker dazu imstande sind4 ,und zwar hemmt es den ,ansturm und bezwingt es die ,elemente nicht durch eigene ,arbeit oder ,gegenwirkung1 sondern einzig und allein dadurch1 da es sich anhngt4 ,eine solche ,unklarheit herrschte also bezglich eines so einfachen mechanischen ,begriffes1 da ein ,schriftsteller wie 99,plinius991 lange nachdem die ersten erfolgreichen ,schritte auf dem ,gebiete der ,mechanik durch 99,archimedes99 getan waren1 derartige ,fabeln ohne ,widerspruch aufnahm4 ,hierin zeigt sich aber auch1 da 99,archimedes99 auf das physikalische ,denken der auf ihn folgenden ,jahrhunderte einen nur geringen ,einflu ausgebt hat4 ,das volle ,verstndnis fr seine ,werke sowie die ,fhigkeit1 an das von ihm ,geleistete anzuknpfen und darauf weiterzubauen1 scheint in den nchsten anderthalb ,jahrtausenden mit geringen ,ausnahmen gefehlt zu haben4 ,die ,literatur whrend der ,kaiserzeit4 ,die ,literatur eines ,volkes ist stets nicht nur von seiner ,eigenart und fremden ,einflssen1 sondern auch von dem ,gange der politischen ,entwicklung in hohem ,grade abhngig gewesen4 ,diese ,abhngigkeit war im ,altertum weit grer als in der ,neuzeit1 in der das geistige ,leben weniger an nationale ,schranken gebunden ist und die ,freiheit der ,einzelpersnlichkeit erheblich zugenommen hat4 ,wie im alten ,athen1 in ,alexandria und in anderen wissenschaftlichen ,mittelpunkten1 so war auch im kaiserlichen ,rom die ,stellung1 welche das ,oberhaupt des ,staates zu ,kunst und ,wissenschaft einnahm1 fr das ,gedeihen dieser ,gebiete von groer ,bedeutung4 ,schon 99,augustus991 der die kaiserliche ,gewalt begrndete1 brachte der ,literatur ,interesse und ,verstndnis entgegen4 ,hat er sich doch selbst als ,dichter und als ,prosaschriftsteller versucht4 99,augustus99 wute auch in vollem ,mae zu wrdigen1 da die ,literatur der staatlichen ,macht1 von der sie abhngt1 entweder dienstbar gemacht oder durch eine verkehrte ,behandlung in einen ,gegensatz zur ,staatsgewalt gebracht werden kann1 wodurch die letztere stets mehr oder minder ,abbruch erleidet4 ,auf die reiche ,entfaltung der rmischen ,literatur im ,augusteischen ,zeitalter folgten unter der ,herrschaft des finsteren 99,tiberius99 und des dem ,csarenwahn verfallenen 99,caligula99 ,jahrzehnte1 die weniger gnstig waren4 ,der lhmende ,druck1 der damals auf allen ,kreisen lastete1 machte sich auch auf dem ,gebiete des geistigen ,schaffens fhlbar4 ,er wich erst1 als nach dem ,tode 99,neros99 mit 99,vespasian99 ein milder ,herrscher den ,kaiserthron bestieg1 auf den ihm -- leider nur fr wenige ,jahre -- sein ,sohn 99,titus99 folgte4 99,plinius99 stand zu beiden in naher ,beziehung1 insbesondere zu 99,titus994 ,zwar ist dieser erst in dem ,jahre zur ,regierung gekommen1 in dem 99,plinius99 starb4 ,doch hat 99,titus99 schon bei ,lebzeiten seines ,vaters wie im ,staats- so auch im wissenschaftlichen ,leben einen bedeutenden ,einflu ausgebt4 ,whrend 99,vespasian99 noch in erster ,linie ,kriegsmann war1 hatte sich 99,titus99 mit der gelehrten ,bildung seines ,zeitalters schon in dem ,mae befreundet1 da er1 wie 99,plinius99 berichtet1 ein ,gedicht ber das ,erscheinen eines ,kometen verfate4 ,ein ,erzeugnis dieses fr die ,literatur so gnstigen ,zeitalters der ,kaiser aus dem ,hause der ,flavier ist die ,naturgeschichte des 99,plinius994 ,sie ist das umfassendste ,denkmal1 das wir von den naturwissenschaftlichen ,kenntnissen der ,rmer besitzen und enthlt zahlreiche ,angaben1 die ohne die gewissenhaften ,aufzeichnungen des 99,plinius99 verlorengegangen wren4 ,sie wurde1 wie aus der ,vorrede zu entnehmen ist1 im #gg4 oder #gh4 ,jahre n4 ,chr4 vollendet4 ,plinius4 99,cajus ,plinius ,secundus ,major99 wurde im ,jahre #bc n4 ,chr4 zu ,como geboren4 ,er empfing den ,beinamen ,major 7der ltere71 um ihn von seinem gleichfalls als ,schriftsteller bekanntgewordenen ,neffen gleichen ,namens1 der den ,zusatz ,minor 7der ,jngere7 erhielt1 zu unterscheiden4 99,plinius99 kam frhzeitig nach ,rom1 wo er sich den 99,pomponius ,mela99 zum ,vorbild erkor4 ,dieser hatte es verstanden1 mit einer verantwortungsvollen amtlichen ,ttigkeit eine groe ,vorliebe zum literarischen ,schaffen zu verbinden4 ,hierin ist ihm 99,plinius99 gefolgt4 ,gleich 99,pomponius ,mela99 war er militrischer ,befehlshaber4 ,von 99,vespasian99 wurde er hufig als ,berater zu den ,regierungsgeschften herangezogen4 ,in jngeren ,jahren hat ihn der ,kriegsdienst auch nach ,germanien gefhrt4 ,obgleich er hhere mter bekleidete und stets im ,drange der ,geschfte lebte1 fand 99,plinius99 doch ,mue1 das ,wissen seiner ,zeit in einem ,sammelwerke zu umspannen4 ,in der an 99,titus99 gerichteten ,widmung sagt er von seinem ,unternehmen3 ,der ,weg1 den ich wandeln werde1 ist unbetreten2 keiner von uns1 keiner von den ,griechen hat es unternommen1 allein das ,ganze der ,natur zu behandeln4 ,gelingt mir mein ,unternehmen nicht1 so ist es doch groartig und schn1 danach gestrebt zu haben4 ,die ,naturgeschichte wird um #gg n4 ,chr4 ziemlich abgeschlossen gewesen sein4 ,da ihr ,verfasser bald darauf pltzlich aus seiner ,ttigkeit herausgerissen wurde1 so erfolgte die ,herausgabe durch seinen ,neffen1 den schon erwhnten 99,plinius ,secundus ,minor994 ,offenbar hat dieser nur wenig an dem ,werk gendert4 ,er nennt es#eji ein weitlufiges gelehrtes ,werk1 das nicht minder mannigfaltig wie die ,natur selbst ist4 ,bekannt ist das tragische ,ende des 99,plinius994 ,als er sich im ,jahre #gi n4 ,chr4 in der ,nhe von ,neapel aufhielt1 begann pltzlich jener furchtbare ,ausbruch des ,vesuvs1 durch den ,herculanum und ,pompeji vernichtet wurden4 ,der unerschrockene ,rmer lie sich nicht abhalten1 der ,sttte des ,verderbens zuzueilen2 mag ihn nun ,pflichtgefhl oder ,wibegierde dazu getrieben haben4 ,nach der ,landung ist er dann der ,wut der entfesselten ,elemente zum ,opfer gefallen4 ,die ,katastrophe selbst hat der jngere 99,plinius99 in einem an den ,geschichtsschreiber 99,tacitus99 gerichteten ,briefe geschildert4 ,aus diesem mgen einige ,stellen hier ,platz finden3 ,du bittest mich1 dir den ,tod meines ,oheims zu schildern1 eines ,mannes1 der das ,glck hatte1 groe ,taten zu vollbringen und herrliche ,bcher zu schreiben4 ,ein wunderbares ,geschick fgte es1 da er beim ,untergange einer herrlichen ,landschaft den ,tod fand4 ,sein ,andenken wird jedoch ewig leben4 ,mein ,onkel befand sich mit der ,flotte1 die er als ,admiral befehligte1 bei ,misenum4 ,am #bb4 ,august meldete man ihm1 da sich eine ,wolke von ungewhnlicher ,gestalt zeige4 ,sie hatte das ,aussehen einer ,pinie1 deren ,stamm sich himmelhoch erhebt und deren ,zweige sich schirmartig ausbreiten4 ,mit dem ,eifer eines ,naturforschers1 der etwas zu untersuchen wnscht1 befahl mein ,oheim1 sogleich ein ,schiff zur ,abfahrt bereit zu machen4 ,noch bevor er es bestiegen1 erhielt er einen am ,fue des ,vesuvs geschriebenen ,brief1 in dem er um ,hilfe gebeten wurde4 ,infolgedessen mute die ganze ,flotte auslaufen4 ,mein ,oheim steuerte auf dem ,admiralsschiff khn der ,gefahr entgegen und beobachtete vom ,verdeck aus den ,verlauf der furchtbaren ,erscheinung4 ,gleichzeitig diktierte er seine ,beobachtungen einem ,schreiber4 ,als man sich der ,unglckssttte nherte1 fiel die ,asche immer dichter und heier auf die ,schiffe4 ,sogar ,stcke von ,bimsstein und ,lava mengten sich darunter4 ,man landete in ,stabiae4 ,unterdessen wurde es ,nacht4 ,vom ,vesuv brachen die ,flammen hoch empor4 ,gleichzeitig bebte die ,erde1 so da das ,haus1 in dem sich 99,plinius99 mit seiner ,begleitung aufhielt1 ins ,wanken geriet4 ,man verlie das ,haus1 nachdem sich jeder zum ,schutze gegen den ,steinregen ein ,kissen ber den ,kopf gebunden hatte4 ,als man dem ,schwefelqualm und der ,feuersglut zu entkommen suchte1 sank 99,plinius99 pltzlich erschpft nieder4 ,einmal gelang es ihm noch1 sich mit ,hilfe zweier ,sklaven wieder aufzurichten4 ,dann brach er sterbend zusammen4 ,auch ber die ,persnlichkeit und die ,arbeitsweise seines ,onkels hat der jngere 99,plinius99 einiges mitgeteilt#eaj4 ,was ihn danach auszeichnete1 war ein unglaublicher ,flei4 ,er schlief nur wenig und a auch nur wenig1 und zwar nach der ,sitte der ,vter ganz einfach4 ,auch auf seinen ,reisen studierte er unermdlich4 ,dabei hatte er seinen ,schreiber stets neben sich4 ,die literarische ,fruchtbarkeit des 99,plinius99 war eine ganz ungewhnliche4 ,auer der ,naturgeschichte hat er noch eine ,reihe anderer ,werke geschrieben1 die indessen verlorengegangen oder nur in ,fragmenten1 d4 h4 als ,bestandteile anderer ,werke1 erhalten geblieben sind4 ,so verfate 99,plinius99 whrend seines ,aufenthaltes in ,germanien ein ,werk1 das von den ,kriegen handelt1 welche die ,rmer auf germanischem ,boden gefhrt haben4 ,die ,quellen des ,plinius4 ,aus nicht weniger als #bjjj ,werken hat 99,plinius99 den ,stoff fr seine ,naturgeschichte geschpft4 ,seine ,leistung verdient um so grere ,anerkennung1 als er nur die ,stunden1 die ihm die ,geschfte brig lieen1 also besonders1 wie er selbst erzhlt1 die ,nacht1 auf sein ,werk verwenden konnte4 ,ohne 99,plinius99 wrden wir von manchen ,schriften keine ,kenntnis besitzen4 ,andererseits mu aber betont werden1 da 99,plinius99 sich nicht auf die ,stufe selbstndigen ,forschens und ,denkens erhebt4 ,er bringt sogar manches1 was er offenbar nicht einmal richtig verstanden hat4 ,oft wird ,wahres und ,falsches von ihm miteinander vermengt4 ,man gewinnt den ,eindruck1 da 99,plinius99 sein ,wissen weniger aus der ,natur1 sondern vorzugsweise aus ,bchern geschpft hat1 was bei einem ,manne1 der schon einen ,spaziergang als ,zeitvergeudung betrachtete1 nicht wundernehmen kann4 ,das ,verzeichnis der ,quellen1 aus denen 99,plinius99 nach seiner ,angabe schpfte1 umfat #adf rmische und #cbg fremde ,schriftsteller4 ,unter diesen befinden sich viele1 deren ,schriften ganz verlorengegangen sind und von denen man auch nicht einmal die ,namen wte1 wenn 99,plinius99 sie nicht unter seinen ,gewhrsmnnern aufzhlte4 ,unter den rmischen ,schriftstellern1 auf welchen 99,plinius99 fut1 ist vor allem 99,marcus ,terentius ,varro99 7#aaf-bg v4 ,chr47 zu nennen4 ,er hat eine ganze ,anzahl von ,wissenschaften enzyklopdisch bearbeitet4 ,seine ,schriften sind das ,vorbild fr die im ,mittelalter so hufig anzutreffenden ,werke ber die sieben freien ,knste gewesen#eaa4 ,wie 99,cato991 so bemhte sich auch 99,varro991 den alten ,wissensschatz zu sammeln und ihn der eindringenden griechischen ,literatur gegenber in seiner ,selbstndigkeit und in seinem wahren ,werte hervortreten zu lassen4 ,unter den 99,varro99nischen ,schriften1 die 99,plinius99 benutzt hat1 ist vor allem das ,werk ber die ,landwirtschaft zu nennen 7,rerum rusticarum libri ,,iii74 99,varro99 handelt darin vom ,ackerbau1 von der ,viehzucht1 den ,bienen1 den ,fischen und dem ,wild4 ,wenn sich 99,varro99 auch an 99,cato99 7s4 ,s4 #baj7 anlehnt1 so entwickelt er doch berall ein sicheres1 auf reicher ,erfahrung und umspannendem ,wissen gegrndetes ,urteil4 ,von besonderem ,interesse ist eine ,stelle#eab1 in der man eine ,art ,vorwegnahme der ,bazillentheorie erblicken kann4 99,varro99 vermutet nmlich1 in sumpfigen ,gegenden entstnden ,lebewesen1 die so winzig seien1 da man sie nicht sehen knne4 ,diese ,geschpfe sollen nach ihm durch den ,mund und die ,nase in den ,krper eindringen und schwere ,krankheiten verursachen4 ,der ,wert solcher mit unseren heutigen ,anschauungen sich teilweise deckenden ,vorstellungen wird von philologischer ,seite oft berschtzt4 99,varros99 ,meinung ist fr die ,begrndung der modernen ,bazillentheorie sicherlich belanglos gewesen1 eben so wenig wie die ,ansichten 99,epikurs99#eac 99,lamarck99 oder 99,darwin99 zur ,aufstellung ihrer ,theorien veranlaten4 ,trotzdem haben divinatorische ,eingebungen1 wie sie uns in der ,entwicklung der ,wissenschaften so oft begegnen1 ein ,anrecht darauf1 in der ,geschichte des menschlichen ,geistes genannt zu werden4 ,ihr ,wert ist unbestritten4 ,nur darf man sie in ihrer ,bedeutung nicht derart berschtzen1 da man sie mit sicheren neuzeitlichen ,forschungsergebnissen in ,parallele zu stellen sucht4 ,unter den medizinischen ,schriftstellern1 die 99,plinius99 den ,stoff fr seine der ,heilkunde gewidmeten ,bcher geliefert haben1 ist neben 99,hippokrates991 99,erasistratos99 und vielen anderen besonders 99,cornelius ,celsus99 7etwa #ce v4 ,chr4 bis etwa #de n4 ,chr47 zu nennen4 hnlich wie 99,varro99 und schon lange vor ihm 99,cato99 suchte 99,celsus99 das ,wissen seiner ,zeit in einer ,enzyklopdie zusammenzufassen4 ,sie erhielt den ,titel ,artes4 ,erhalten geblieben ist nur der ,teil1 der von der ,heilkunde handelt4 ,auf diesem ,gebiete vermochte es 99,celsus991 ohne selbst ,arzt zu sein1 auf ,grund von ,erfahrungen eigene ,anschauungen zu entwickeln4 ,als griechische ,quellen hat 99,celsus99 neben den 99,hippokrati99schen hauptschlich die alexandrinischen ,schriften benutzt4 ,mit diesen und den ,schriften 99,galens99 hat man das medizinische ,buch des 99,celsus99 auf eine ,linie zu stellen#ead4 ,es behandelt in klarer1 schmuckloser ,darstellung zunchst die ,lebensweise1 darauf die ,krankheiten und endlich deren ,heilung durch ,arzneien und chirurgische ,eingriffe#eae4 ,so beschreibt 99,celsus99 das ,verfahren des ,unterbindens1 das die 99,hippokrati99schen ,schriften noch nicht erwhnen1 wenn man auch schon sehr frh blutstillende ,mittel1 die verklebend oder zusammenziehend wirkten1 benutzte4 ,derartige ,mittel finden nmlich schon bei 99,homer99 ,erwhnung#eaf4 ,sehr zutreffend hat 99,celsus99 unter anderem die ,krankheiten der ,leber und des ,magens beschrieben4 ,das von ihm bei diesen ,krankheiten empfohlene ,heilverfahren und seine ,begrndung auf ditetischen ,regeln ist selbst heute noch von ,wert#eag4 ,einer etwas spteren ,zeit als 99,celsus99 gehrt 99,asklepiades99 an4 ,er war hellenischer ,herkunft#eah und lebte im ,anfang des #a4 ,jahrhunderts v4 ,chr4 in ,rom4 99,asklepiades99 wirkte dort zuerst als ,lehrer der ,beredsamkeit4 ,spter erwarb er sich als ,arzt groe ,anerkennung4 ,er wird als der ,erfinder der ,tracheotomie genannt4 ,anklnge an die moderne ,zellentheorie enthlt seine ,lehre1 da die ,lebewesen aus einer sehr groen ,zahl von ,krperchen zusammengesetzt seien4 ,sie sollten sich in steter ,bewegung und ,vernderung befinden und beim ,menschen durch ihr ,verhalten und ihre ,beschaffenheit ,gesundsein und ,krankheit bedingen4 ,auch den als ,schpfer der nede bekannten 99,virgil99 erwhnt 99,plinius99 als ,quelle fr eine ,anzahl seiner ,bcher4 ,in einer ,georgika genannten ,dichtung schildert und preist nmlich 99,virgil99 das ,leben auf dem ,lande4 ,in der ,hauptsache handeln die ,georgika vom ,ackerbau1 der ,baumpflege1 der ,viehzucht und der ,imkerei4 ,das ,leben der ,bienen wird anschaulich und in der fesselnden ,sprache des ,dichters geschildert4 ,von den zahlreichen auslndischen ,schriftstellern1 die 99,plinius99 als seine ,quellen nennt1 seien hier nur folgende genannt3 99,thales991 99,aristoteles991 99,theophrast991 99,demokrit991 99,hipparch991 99,herophilos991 99,eudoxos991 99,pytheas991 99,juba99 usw4 99,juba99 war nach ,besiegung seines ,vaters als ,geisel aus ,numidien nach ,rom gekommen4 ,dort widmete er sich ganz den ,wissenschaften4 ,auch 99,plutarch99 und andere ,schriftsteller gehen hufig auf 99,juba99 zurck1 von dessen ,schriften nur noch ,fragmente erhalten sind4 ,die ,frage nach den ,quellen1 die 99,plinius99 benutzte1 hat eine umfangreiche ,literatur hervorgerufen4 ,insbesondere hat man das ,verhltnis eingehend errtert1 in dem 99,plinius99 zu 99,aristoteles991 zu 99,cato99 und zu 99,varro99 steht#eai4 ,als ,schriftsteller1 dem besonders die ,rolle eines ,vermittlers zwischen 99,plinius99 und der griechischen ,literatur zuzuschreiben ist1 wird 99,juba99 betrachtet4 ,letzterer ging auf 99,aristoteles99 und 99,theophrast99 zurck und hatte fr 99,plinius99 hinsichtlich der griechischen ,literatur etwa die ,bedeutung1 die 99,varro99 fr ihn bezglich der rmischen besa4 ,gebricht der ,naturgeschichte des 99,plinius99 auch die ,einheitlichkeit des ,aufbaues1 so ist doch eine vom ,allgemeinen zum ,einzelnen fortschreitende ,gliederung des ,stoffes nicht zu verkennen4 99,plinius99 beginnt seine ,darstellung mit der ,schilderung des ,weltgebudes sowie den ,erscheinungen1 die uns das ,luftmeer und die ,oberflche der ,erde im allgemeinen darbieten4 ,darauf folgt das ,wesentlichste aus der ,geographie und der ,vlkerkunde4 ,im ,anschlu daran werden die ,tiere1 beginnend mit den ,sugetieren und schlieend mit den ,insekten1 behandelt4 ,es folgen die ,bcher ber die ,pflanzen sowie ber die dem ,pflanzenreich entstammenden ,heilmittel und ihre ,wirkungen4 ,den ,schlu bilden die ,bcher mineralogischen ,inhalts4 ,den ,edelsteinen sowie den ,mineralfarben sind je ein besonderes ,buch gewidmet4 ,in den letzten ,bchern wird die ,verwendung der ,metalle und der ,gesteine zu knstlerischen ,zwecken eingehend unter ,aufzhlung zahlreicher hervorragender ,kunstwerke geschildert#ebj4 ,unter den ,geographen1 auf die sich 99,plinius99 sttzte1 ist vor allem 99,pomponius ,mela991 ein ,zeitgenosse des ,kaisers 99,claudius991 zu nennen4 ,seine ,chorographie 7,ortskunde7 entstand wahrscheinlich um das ,jahr #dc n4 ,chr4 ,sie ist das lteste rmische ,werk ber ,geographie1 das uns erhalten geblieben ist#eba4 99,pomponius99 beschreibt1 den ,ksten folgend1 die ,lnder und enthlt ber die mathematische ,geographie1 mit der 99,plinius99 sein ,werk anhebt1 fast nichts4 ,die ,naturgeschichte des ,plinius4 ,wir gehen jetzt zu 99,plinius99 selbst ber4 ,in seiner ,naturgeschichte1 die #cg ,bcher umfat1 stellt er sich die ,aufgabe1 das in den zahlreichen erwhnten ,quellen zerstreute ,wissen seiner ,zeit zu sammeln und zu sichten4 ,durch die mhevolle ,lsung dieser ,aufgabe hat er sich ein groes ,verdienst erworben1 wenn er auch oft kritiklos zusammentrgt und den ,stoff nicht immer beherrscht4 ,so hlt er beispielsweise die fabelhaftesten ,nachrichten ber afrikanische ,vlker fr erwhnenswert4 ,er berichtet von einem dieser ,volksstmme1 seine ,angehrigen besen keine ,kpfe1 sondern trgen ,mund und ,augen auf der ,brust4 ,der ,grundgedanke1 welcher das ,werk durchzieht1 ist der1 da die ,natur des ,menschen wegen alles erzeugt zu haben scheine4 ,die beschriebenen ,naturkrper werden daher kaum als solche1 sondern vorzugsweise in ihrer ,beziehung zum ,menschen betrachtet#ebb4 ber den ,menschen selbst spricht er sich in folgenden1 fr ihn charakteristischen ,worten aus3 ,die anderen ,tiere fhlen sich sogleich im ,besitz ihres ,wesens4 ,nur der ,mensch kann nichts ohne ,unterweisung4 ,er allein kennt ,ehrgeiz1 ,habsucht1 sorgt fr sein ,grab1 ja sogar fr die ,zukunft nach seinem ,tode4 ,keinem ,geschpf raubt die ,angst so die ,besinnung4 ,bei keinem wird die ,wut heftiger4 ,alle anderen ,tiere leben mit ihresgleichen in ,frieden4 ,die ,lwen kmpfen trotz ihrer ,wildheit nicht gegeneinander1 ebensowenig die ,seeungeheuer4 ,aber frwahr1 dem ,menschen schafft das grte ,leid der ,mensch#ebc4 ,da 99,plinius99 brigens sich des fteren auch mit den ,gegenstnden selbst bekannt machte und sich eine eigene ,meinung bildete1 geht aus verschiedenen ,stellen seines ,werkes hervor4 ,manches von den ,dingen1 ber die er berichtet1 wird ihm auch das vielgestaltige ,leben der ,kaiserzeit ganz von selbst aufgedrngt haben4 ,gar manches ,tier1 das er beschreibt1 wurde zur ,befriedigung der ,schaulust1 fr die ,arena oder fr den ,gaumen aus den entferntesten ,teilen des ,orbis antiquus nach der ,welthauptstadt gebracht4 hnlich stand es mit den ,pflanzen4 ,erzhlt doch 99,plinius99 von einem botanischen ,garten#ebd1 den ein rmischer ,gelehrter unterhielt1 um die ,wirkungen der ,kruter kennen zu lernen4 ,unter seiner ,anleitung ist 99,plinius99 mit zahlreichen heilkrftigen ,pflanzen bekannt geworden4 ,zu der ,lehre von der ,kugelgestalt der ,erde ist die ,ansicht getreten1 da das ,menschengeschlecht viel weiter verbreitet sei1 als man frher glaubte1 ja1 da es ,gegenfler geben msse4 ,die ,wissenschaft und die ,meinung des groen ,haufens1 sagt 99,plinius99#ebe1 befinden sich in gewaltigem ,widerspruch4 ,jener zufolge wird die ,erde ringsum von ,menschen bewohnt1 so da sie mit den ,fen gegeneinander stehen und den ,himmel alle gleichmig ber dem ,scheitel haben4 ,nach der anderen ,meinung fragt man1 weshalb denn die ,antipoden nicht abfielen4 ,als ob nicht die ,gegenfrage zur ,hand wre1 warum jene sich nicht verwundern1 da wir nicht abfallen4 ,am meisten aber strubt sich der groe ,haufe1 wenn man ihm glaublich machen will1 da auch das ,wasser gewlbt sei4 ,und doch ist nichts augenflliger1 denn berall bilden hngende ,tropfen sich zu kleinen ,kugeln4 ,aus der ,tatsache1 da der lngste ,tag in ,alexandrien #ad1 in ,italien #ae und in ,britannien #ag ,stunden hat1 folgert 99,plinius991 da die dem ,pol benachbarten ,lnder im ,sommer #bd ,stunden ,tag1 zur ,zeit des ,wintersolstitiums dagegen eben so lange ,nacht haben mssen#ebf4 ,bei 99,plinius99 finden wir unter den ,beweisen fr die ,krmmung der ,erdoberflche auch die ,erscheinung angefhrt1 da auf dem ,meere zuerst der ,mast der ,schiffe und erst spter der ,rumpf sichtbar wird4 ,whrend zur ,zeit der rmischen ,weltherrschaft die ,lehre von der ,kugelgestalt der ,erde zu einem ,gemeingut der ,gebildeten geworden war1 hat man vereinzelt auch schon eine richtige ,auffassung vom ,verhltnis der ,sonne zu den ,planeten gehegt4 ,infolgedessen blieben die bei den ,griechen entstandenen ,keime der heliozentrischen ,lehre bei den spteren ,schriftstellern nicht unbeachtet4 99,koppernikus99 konnte seine ,lehre daher unmittelbar an die aus dem ,altertum berlieferten ,anschauungen anknpfen#ebg4 ,dem ,monde und sogar den ,fixsternen1 denen wir heute keine nachweisbaren ,einflsse auf irdische ,vorgnge beimessen1 schrieben die ,rmer1 wie wir aus der ,naturgeschichte des 99,plinius99 ersehen1 solche zu4 ,so heit es dort#ebh3 ,da beim ,aufgang des ,hundes der ,einflu dieses ,gestirns auf die ,erde in der weitesten ,ausdehnung empfunden wird1 wer wte das nicht8 ,bei seinem ,aufgang schumt das ,meer1 der ,wein wird unruhig in den ,kellern und die ,smpfe beginnen zu gren4 ,da der ,mond bei der ,erregung von ,ebbe und ,flut eine wichtige ,rolle spielt1 hatte man wohl erkannt1 doch erklrte man diese ,erscheinung in einem durchaus mystischen ,sinne1 indem man den ,mond als das ,gestirn des ,odems ansah4 ,daher sollten sich bei der ,annherung des ,mondes alle ,krper fllen4 99,plinius99 behauptet sogar1 da bei zunehmendem ,monde die ,muscheln grer wrden4 ,ja1 auch das ,blut im menschlichen ,krper mehre und mindere sich wie das ,licht dieses ,gestirnes#ebi4 ,ebbe und ,flut des ,meeres1 sagt 99,plinius991 haben bei aller ,abwechslung doch ihre ,ursache nur in der ,sonne und in dem ,monde4 ,indessen treten die ,gezeiten nie wieder zu derselben ,stunde ein wie am ,tage zuvor1 weil sie dem gierigen ,gestirn1 das alle ,tage an einer anderen ,stelle aufgeht1 gewissermaen dienstbar sind4 ,bei ,vollmond ist die ,flut am heftigsten4 ,auch tritt die ,flut zwei ,stunden spter ein1 als sich der ,mond aus der ,mittagslinie abwrts senkt1 da die ,wirkungen aller ,erscheinungen am ,himmel erst spter zur ,erde gelangen1 als die ,erscheinungen selbst stattfinden4 ,die offene1 groe ,flche des ,meeres empfindet die ,macht des weithin wirkenden ,gestirns nachdrcklicher als engbegrenzte ,rume4 ,daher werden weder ,seen noch ,flsse auf solche ,weise in ,bewegung versetzt#ecj4 ,die ,zahl der ,sterne1 welche die ,astronomen mit ,namen bezeichnet hatten1 gibt 99,plinius99 auf #afjj an#eca4 ,sie sollen aus dem das ,all umgebenden ,feuer entstanden sein und werden nach ihm von der belebenden1 alle ,rume durchdringenden ,luft1 die sich dem ,feuer am nchsten befindet1 in der ,schwebe gehalten4 ,von der ,luft getragen1 ruht die ,erde1 verbunden mit dem ,wasser als viertem ,element1 im ,raume4 ,zwischen der ,erde und dem ,himmelsgewlbe schweben der ,mond1 die ,sonne und die fnf ,planeten4 ,ihrer ,bewegung wegen wrden diese wohl ,irrsterne genannt1 obgleich keine weniger irrten als gerade sie4 ,das ist in groen ,zgen das ,weltbild1 das sich das ,altertum gebildet4 ,in dieser ,vorstellung gab es keinen ,raum mehr fr die anthropomorphen ,gtter der frheren ,zeit1 an denen das ,volk unter der ,fhrung der ,priester festhielt4 ,ein unberwindlicher ,zwiespalt zwischen ,wissen und ,glauben war somit auch im ,altertum das ,ergebnis der ganzen geistigen ,entwicklung4 ,dem ,fortschreiten der ,erkenntnis hat sich indessen stets der religise ,glaube anzupassen gesucht4 ,so hat im ,altertum der ,gang der ,wissenschaft einer neuen1 monotheistischen ,gestaltung der ,religion vorgearbeitet4 ,hatten in dem gewonnenen ,weltbilde die vielen ,gottheiten der frheren ,zeit keinen ,raum mehr1 so mute1 wie 99,plinius99 es ausdrckt1 die ,welt selbst als ,gottheit gelten4 ,dem pantheistischen ,standpunkte des 99,plinius99 entspricht seine ,auffassung1 da1 wenn man von einer ,gottheit rede1 damit nur die ,natur gemeint sein knne4 ,von der ,auffassung1 die ,welt sei ein ,ganzes1 zu dem ,glauben1 da die ,welt zwar nicht ,gott selbst1 wohl aber die ,kundgebung eines einzigen ,gottes sei1 war aber nur ein ,schritt4 ,und dieser fhrte in dem ,zeitalter1 von dem wir handeln1 zur ,begrndung des ,monotheismus4 ,weil der alte ,gtterglaube fr den ,gebildeten berwunden war1 fehlte es an einem innerlichen ,verhltnis zwischen ,gott-,natur und dem ,menschen4 ,daher das ,unbefriedigte und der pessimistische ,grundzug1 welcher der christlichen ,religion in jener ,zeit den geeignetsten ,boden bereitete4 ,bezeichnet es doch 99,plinius99 als den einzigen ,trost gegenber der ,unvollkommenheit des ,daseins1 da der ,mensch diesem ,dasein jederzeit freiwillig entsagen knne4 ,auf dem ,gebiete der beschreibenden ,naturwissenschaften finden wir bei 99,plinius99 einen ,rckgang gegen 99,aristoteles99 und 99,theophrast994 ,manche zoologische ,mitteilung lterer ,schriftsteller1 die 99,aristoteles99 in das ,gebiet der ,fabel verwiesen hatte1 nimmt 99,plinius99 unbedenklich wieder auf4 ,von einem systematischen ,aufbau der ,zoologie und der ,botanik ist bei ihm nicht die ,rede4 ,bezglich der letzteren bleibt er weit hinter 99,theophrast99 zurck1 da er bei der ,einteilung der ,pflanzen den reinen ,ntzlichkeitsstandpunkt vertritt4 ,er unterscheidet nmlich ,arzneipflanzen1 ,spezereien usw4 ,eine richtige ,auffassung finden wir hingegen bei 99,plinius99 bezglich derjenigen ,tiere1 die 99,aristoteles99 ,blutlose genannt hatte4 ,da die ,insekten kein ,blut haben1 sagt er1 gebe ich zu1 doch besitzen sie dafr eine gewisse ,lebensfeuchtigkeit1 die fr sie ,blut ist4 ,seine der ,botanik gewidmeten ,bcher beginnen mit den ,bumen4 ,nicht etwa1 da er in ihnen die hchste ,stufe pflanzlicher ,organisation erblickt htte1 sondern weil sie zuerst die einfachsten ,bedrfnisse des ,menschen befriedigten4 ,zunchst bespricht er 7#ab4 und #ac4 ,buch7 die bemerkenswerteren fremden ,bume nach ihrem geographischen ,vorkommen4 ,dann handelt er vom ,weinstock1 vom lbaum und von den ,obstbumen4 ,ein ,buch ist den ,zierpflanzen und den ,bienenpflanzen gewidmet4 ,letztere unterscheidet er in empfehlenswerte und in solche1 die den ,honig verderben4 ,am ausfhrlichsten werden die ,arzneipflanzen behandelt4 99,plinius99 ist dabei von dem ,gedanken durchdrungen1 da auch das unscheinbarste ,kraut seine1 wenn auch oft noch verborgenen1 ,heilkrfte haben msse4 ,wie hier1 so ist auch an den brigen ,stellen der ,naturgeschichte der leitende ,gedanke der1 da die ,natur alles um des ,menschen willen erzeugt habe4 ,das ,ntzlichkeitsprinzip beherrscht also die ,darstellung1 die dementsprechend oft recht trocken ist und nicht selten auf eine bloe ,aufzhlung hinausluft4 ,stellenweise erhebt sie sich jedoch auch zu rhetorischem ,schwung1 zumal wo 99,plinius99 seine stoische ,weltanschauung durchblicken lt oder1 wo er sich als laudator temporis acti1 d4 h4 als ,lobredner auf die gute alte ,zeit1 zu erkennen gibt4 ,die ,hauptquelle fr die botanischen ,kenntnisse des 99,plinius99 ist 99,theophrast994 ,so entnahm er z4 ,b4 99,theophrast99 die ,schilderung der indischen ,pflanzenwelt4 ,doch geschah es ohne tieferes ,urteil und ,verstndnis4 ,das ,feine und ,exakte ist zumeist verwischt und kaum merklich hebt sich bei 99,plinius99 dieser ,teil aus der ,menge der brigen ,einzelheiten ab#ecb4 ,eigene ,beobachtungen kann 99,plinius99 in ,anbetracht seiner oben erwhnten ,lebensweise nicht oft gemacht haben4 ,wenn er gelegentlich in seinem ,werke von ,erfahrungen spricht1 so ist damit wohl in den meisten ,fllen ihm mndlich zuteil gewordene ,auskunft gemeint4 ,die ,zahl der bei 99,plinius99 vorkommenden ,pflanzen ist eine recht betrchtliche4 ,sie beluft sich auf nahezu tausend1 etwa das ,doppelte der bei 99,dioskurides99 aufgezhlten ,arten#ecc4 ,es entspricht das zwar dem enzyklopdischen ,grundsatz des 99,plinius991 verdient aber immerhin ,beachtung1 wenn wir bedenken1 da 99,linn99 den ,pflanzenreichtum der ganzen ,erde auf nur #ajjjj ,arten schtzte4 ,auch ber die ,wirkung1 welche die ,naturgeschichte des 99,plinius99 auf die ,nachwelt ausgebt1 und ber die ,wrdigung1 die das ,werk erfahren hat1 mgen hier einige ,bemerkungen ,platz finden4 ,hatte doch die ,naturgeschichte fr die gesamten nachchristlichen ,jahrhunderte bis zum ,wiederaufleben der ,wissenschaften eine ,bedeutung wie nur wenige ,bcher4 ,sie war die wichtigste ,quelle fr jede ,belehrung ber naturwissenschaftliche und viele andere ,dinge4 ,dies dauerte so lange1 bis man das eigene ,beobachten und ,forschen hher als ,autoritt und ,bcherweisheit einschtzen lernte und damit die ,grundlagen fr einen ,neubau der ,naturwissenschaften zu schaffen begann4 ,da die ,elemente des alten ,wissens nicht nur manches wertvolle ,stck fr diesen ,neubau lieferten1 sondern auch durch ihre ,unzulnglichkeit den ,ansto zur ,weiterentwicklung gegeben haben1 wird bei der ,beurteilung der antiken ,schriften oft vergessen4 ,daher rhrt es1 da das ,urteil je nach der ,stellung1 die man einnimmt1 auerordentlich schwankend und widerspruchsvoll ist4 ,es gilt das von 99,plinius99 nicht minder wie von 99,theophrast991 99,aristoteles99 und viele andere4 ,man hat sie bald hoch gepriesen1 bald herabgesetzt1 selten aber sie nach ,gebhr gewrdigt4 ,selbst ein 99,cuvier99 und ein 99,buffon991 ,forscher1 die zu den bedeutendsten der ,neuzeit zhlen1 haben 99,plinius99 ihre ,anerkennung nicht versagt4 ,so schreibt 99,buffon99 in seiner groen ,naturgeschichte1 der er ein ,wort des 99,plinius99 voranstellt1 ber diesen3 ,sein ,werk umfat nicht nur die ,tiere1 die ,pflanzen und die ,mineralien1 sondern auch die ,erd- und ,himmelskunde1 die ,medizin1 die ,entwicklung des ,handels und der ,knste1 kurz alle ,wissenschaften4 ,erstaunlich ist1 wie bewandert 99,plinius99 sich auf allen ,gebieten zeigt4 ,erhabenheit der ,gedanken und ,schnheit des ,ausdrucks vereinigen sich bei ihm mit tiefer ,gelehrsamkeit4 ,auch 99,a4 v4 ,humboldt991 der uns im #b4 ,bande seines ,kosmos eine ,geschichte der physischen ,weltanschauung hinterlie1 hat fr 99,plinius99 ,worte der ,anerkennung4 ,er bezeichnet die ,naturgeschichte1 dem das ,altertum nichts hnliches an die ,seite zu stellen habe1 als das groartige ,unternehmen einer ,weltbeschreibung4 ,trotz aller ,mngel des ,werkes habe dem ,verfasser ein einziges groes ,bild vorgeschwebt4 ,man mchte hinzufgen1 da 99,plinius99 fr seine ,zeit das versucht hat1 was 99v4 ,humboldt99 im ,kosmos anstrebte4 ,und wenn 99,plinius99 selbst sein ,werk als eine ,enzyklopdie bezeichnete1 so ist zu bedenken1 da dieses ,wort seit dem ,altertum seine ,bedeutung gewechselt hat4 ,es bedeutete nmlich etwa soviel wie ,vollkreis und ,inbegriff der allgemeinen ,wissenschaften#ecd1 whrend man heute eine ,art ,wrter- und ,nachschlagebuch darunter versteht4 ,neuere geschichtliche ,darstellungen1 deren ,verfasser die ,naturgeschichte vielleicht nicht einmal genauer kennen1 haben 99,plinius99 mitunter als enzyklopdischen ,vielschreiber und geistlosen ,kompilator abgetan4 ,dabei verfielen sie selbst in den ,fehler1 zu ,nachbetern der absprechenden ,urteile zu werden1 die um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts ber das ,altertum und seine ,schriftsteller 7besonders von naturwissenschaftlicher ,seite7 in ,umlauf gesetzt wurden4 ,heute ist dagegen eine sachlichere ,wrdigung der geschichtlichen ,entwicklung im ,entstehen begriffen1 so da man es wohl allgemein ablehnen wrde1 wenn jemand 99,plinius99 oder 99,aristoteles99 an dem ,mae eines neueren ,forschers messen wollte4 ,um den richtigen ,mastab zu gewinnen1 mssen wir sie aus der ,zeit1 die sie erzeugt hat1 zu verstehen suchen und ihre ,werke mit denen der nmlichen oder einer noch naheliegenden ,periode vergleichen4 ,dabei richtet sich der ,blick zunchst auf die christliche und die arabische ,literatur des ,mittelalters4 ,und wenn man die ,naturgeschichte des 99,plinius99 mit einem ,erzeugnis jener ,literatur1 das das gleiche ,ziel verfolgt1 z4 ,b4 mit dem ,buch der ,natur des 99,konrad ,megenberg991 vergleicht1 dann erscheint das ,werk des ,rmers in einer ganz anderen und vor allem in der richtigen ,beleuchtung4 ,der ,anerkennung1 die man der ,naturgeschichte des 99,plinius99 whrend des ganzen ,mittelalters zollte1 entspricht es1 da aus diesem ,zeitraum eine groe ,zahl von ,handschriften -- es sind nicht weniger als zweihundert -- auf uns gelangt sind4 ,von den lteren ist allerdings keine einzige vollstndig4 ,sie sind sogar oft sehr fragmentarisch4 ,smtliche neueren ,handschriften lassen brigens erkennen1 da sie auf einen ,archetyp 7d4 h4 die nmliche alte ,vorlage7 zurckzufhren sind4 ,fortschritte der ,anatomie und der ,heilkunde4 ,fr die ,beschftigung mit den ,tieren und den ,pflanzen waren bei den ,rmern1 wie in der alexandrinischen ,akademie1 an erster ,stelle medizinische und landwirtschaftliche ,gesichtspunkte magebend4 ,wichtig war es auch1 da man sich ber die ,bedenken hinwegsetzte1 die bis dahin von einem ,eindringen in den ,bau und die ,verrichtungen des menschlichen ,krpers abgehalten hatten4 ,schon bald nach 99,aristoteles991 dessen anatomisches ,wissen1 wie wir sahen1 wenigstens in bezug auf den ,menschen1 noch gering war1 unterschied man ,arterien und ,venen4 ,auch bemerkte man1 da ihre ,verzweigungen dicht nebeneinander liegen4 ,da man die ,arterien jedoch beim ,zerschneiden des toten ,krpers leer fand1 so glaubte man1 da es ihre ,aufgabe sei1 im lebenden ,organismus ,luft zu fhren4 ,zu einer zwar noch mit vielen ,unrichtigkeiten durchsetzten ,vorstellung von der ,bewegung des ,blutes1 deren wahren ,verlauf erst 99,harvey99 im #ag4 ,jahrhundert erkannte1 kam der rmische ,arzt 99,galen99#ece 7#aca-bja n4 ,chr474 99,galen99 wurde in ,pergamon geboren4 ,er empfing seine ,ausbildung in ,griechenland1 bte aber die rztliche ,kunst in ,rom aus 7von #afd-bja n4 ,chr47 und hielt dort auch ,vorlesungen ber ,anatomie1 fr die er schtzenswerte ,beitrge auf ,grund zootomischer ,untersuchungen lieferte4 99,galen99 erkannte die ,anatomie und die ,physiologie als die ,grundlagen der ,heilkunde und bemhte sich schon1 physiologische ,fragen auf experimentellem ,wege zu entscheiden#ecf4 ,die ,bewegung des ,blutes schildert er folgendermaen1 wobei wir uns der heutigen ,bezeichnungweise bedienen wollen#ecg3 ,durch die ,venen gelangt das ,blut zum rechten ,teile des ,herzens4 ,mittels der ,wrme des ,herzens werden die noch brauchbaren ,teile von den unbrauchbaren geschieden4 ,die letzteren werden durch die ,lungenarterie zu den ,lungen gefhrt und beim ,ausatmen entfernt1 whrend gleichzeitig die ,lungen ,pneuma aus der ,atmosphre anziehen#ech4 ,das ,pneuma gelangt durch die ,lungenvenen zum linken ,herzen1 verbindet sich hier mit dem ,blut1 das durch die ,herzscheidewand treten sollte1 und wird alsdann durch die ,aorta in alle ,teile des ,krpers und endlich wieder in die ,venen zurckgefhrt4 ,von dem groen ,kreislauf des ,blutes hatte 99,galen99#eci also schon eine ,vorstellung1 whrend ihm unbekannt blieb1 da die ganze ,masse des ,blutes nach ,vollendung dieses ,kreislaufs durch die ,lungen getrieben wird4 ,an die ,stelle einer richtigen ,auffassung von der ,rolle des ,luftsauerstoffs1 die erst durch die fortschreitende ,einsicht in den chemischen ,proze ermglicht wurde1 tritt bei 99,galen99 die ,annahme des mystischen ,pneumas4 ,darunter dachte man sich nicht die ,luft selbst1 sondern ein ihr innewohnendes1 belebendes ,prinzip4 ber die ,fortschritte1 welche die ,anatomie zur ,zeit der ,rmerherrschaft erfahren1 gibt uns das ,werk 99,galens99 die beste ,auskunft#edj4 ,es verdient auch deshalb besondere ,beachtung1 weil es die einzige ausfhrliche1 aus dem ,altertum vorhandene ,darstellung der ,anatomie ist4 99,galen99 beginnt mit der ,anatomie des ,gehirns und der daraus entspringenden ,nervenpaare4 ,es folgt die ,beschreibung des ,auges1 der ,zunge und der ,lippen4 ,die ,bewegung wird aus dem ,verhalten der ,muskeln erklrt1 von denen 99,galen99 angibt1 da sie sich zusammenziehen und wieder erschlaffen#eda4 ,zu sehr wichtigen physiologischen ,ergebnissen gelangte 99,galen991 weil er sich als einer der ersten des vivisektorischen ,versuchs bediente4 ,so finden wir in seinem ,buche die ,wirkungen geschildert1 welche das ,durchschneiden des ,glossopharyngeus 7,zungenschlundkopfnerv71 des ,seh- und des ,gehrnerven zur ,folge hat4 ,besonders fesselnd sind die an dem ,zungenschlundkopfnerven vorgenommenen ,experimente4 99,galen99 erwhnt1 da sich auf jeder ,seite der ,zunge zwei ,nerven befinden4 ,schneide man das eine ,paar durch1 so sei die ganze ,zunge der willkrlichen ,bewegung beraubt1 whrend die ,durchschneidung nur eines dieser ,nerven nur die ,hlfte der ,zunge lhme#edb4 ,das zweite ,nervenpaar1 sagt 99,galen99 weiter1 vereinige sich nicht mit den ,muskeln1 sondern verteile sich in der ,decke der ,zunge und vermittle die ,empfindung4 ,der ,nerv bringt die ,geschmacksempfindung vom ,gehirn herab1 heit es bei ihm4 ,hervorzuheben ist auch 99,galens99 ,beschreibung des ,lidhebemuskels und ganz besonders seine anatomische ,untersuchung der ,nerven und ,muskeln des ,kehlkopfs1 eine ,untersuchung1 bei der es ihm vor allem auf die ,feststellung des ,wesens der ,stimmbildung ankam4 ,ein ,buch 99,galens99 handelt von den ,venen und den ,arterien1 ein zweites von den ,fortpflanzungsorganen4 ,auch der 99,ftus99 mit seinen ,hllen und die ,plazenta 7,mutterkuchen7 werden beschrieben4 ,illustration3 ,abb4 #dc4 ,chirurgische ,instrumente4 ,ist es fr die ,entwicklung der ,medizin von groer ,bedeutung1 da ein 99,galen99 in einem umfassenden ,lehrgebude das ,ganze der griechischen ,heilkunde zur ,darstellung brachte1 so ist es von rein wissenschaftlichem ,standpunkt das 99,verfahren ,galens991 das unser hchstes ,interesse beansprucht4 ,war er es doch1 der zuerst in grerem ,umfange durch seine an lebenden ,tieren ausgefhrten ,untersuchungen sich der ,erforschung der ,verrichtungen des ,organismus zuwandte4 ,mit ,recht verdient deshalb 99,galen99 als der ,begrnder der experimentellen ,physiologie bezeichnet zu werden#edc4 ,in welchem ,grade die ,heilkunde schon durch die ,leistungen der ,mechaniker gefrdert wurde1 zeigen uns die aus dem ,altertum erhaltenen rztlichen ,bestecke 7,abb4 #dc74 ,erwhnt sei noch1 da 99,galen991 wie ,jahrhunderte vor ihm die ,verfasser der hippokratischen ,schriften1 auf die hygienisch-ditetische ,seite der ,heilkunde groen ,wert legte4 99,galen99 hat eingehend seine ,ansichten ber die ,wirkung der ,luft und der ,nahrungsmittel entwickelt und auch ,schlaf und ,wachen1 ,ruhe1 ,bewegung und ,gemtszustnde vom rztlichen ,standpunkte aus gewrdigt4 ,in dieser prophylaktischen ,richtung folgte ihm im ,mittelalter die ,schule von ,salerno#edd4 ,erst dadurch1 da 99,galen99 zu einem im ganzen richtigen ,verstndnis des ,wesens der ,muskeln1 ,sehnen und ,nerven gelangte1 wurde die ,heilkunde auf die ,stufe einer ,wissenschaft emporgehoben4 ,vor allem war es die ,chirurgie1 die aus der gewonnenen ,einsicht in den anatomischen ,bau des ,krpers ,nutzen zog4 ,die ,zoologie und die ,botanik bten dagegen im ,vergleich zu der ,behandlung1 die 99,aristoteles99 und 99,theophrast99 diesen ,gebieten angedeihen lieen1 an ,wissenschaftlichkeit ein und wurden nur noch mit ,rcksicht auf das medizinische ,bedrfnis gefrdert4 ,so entstand1 kurz bevor 99,plinius99 schrieb1 die ,arzneimittellehre des 99,dioskurides99#ede4 ,in ihr finden wir etwa #fjj ,pflanzen erwhnt1 die indes so oberflchlich beschrieben sind1 da es meist schwer hlt1 die ,arten sicher zu erkennen4 ,bei den ,bearbeitern der ,schriften des 99,dioskurides99 finden wir nmlich als einen ,grundzug1 der uns bei allen naturwissenschaftlichen ,schriftstellern des ,mittelalters begegnet1 da man dem ,wort eine fast grere ,bedeutung zuschrieb als dem ,dinge selbst4 ,genaue berlieferung der ,namen1 mglichst vollstndige ,aufzhlung der ,synonyme1 der volkstmlichen und der ,geheimbezeichnungen nehmen in jenen ,schriften den ersten ,platz ein4 ,ja1 es gab ,schriftsteller1 deren ,hauptgegenstand die ,nomenklatur der ,pflanzen und im ,anschlu daran angestellte ,betrachtungen ber ,besonderheiten der ,grammatik und der ,synonymik war#edf4 ,die ,botanik bercksichtigte 99,dioskurides99 nur insoweit1 als es sein ,zweck erforderte4 ,die bei manchem seiner ,vorgnger bliche alphabetische ,anordnung der ,pflanzen verwarf er1 um sie nach ihm natrlich erscheinenden ,gruppen zusammenzustellen4 ,doch begegnete ihm dabei mancher ,migriff4 ,freilich ist es schwer1 zu entscheiden1 was er selbst gefunden und was er seinen ,vorgngern entlehnt hat4 ,das ,werk des 99,dioskurides99 blieb fr das gesamte ,mittelalter und noch darber hinaus von groer ,bedeutung4 ,was einer spteren ,zeit1 sagt 99,meyer99 in seiner ,geschichte der ,botanik#edg1 99,linns99 ,systema naturae wurde1 das war fr jene ,zeit die ,arzneimittellehre des 99,dioskurides992 nur mit dem ,unterschiede1 da man auf 99,linns99 ,werk fortzubauen nicht lange sumte1 auf dem des 99,dioskurides99 dagegen wie auf einem ,ruhekissen schlummerte4 ,indessen galt 99,dioskurides99 nicht nur fr das ,mittelalter als unanfechtbare ,autoritt auf dem erwhnten ,gebiete1 sondern noch die ,begrnder der neueren ,botanik knpften im ,anfange des #af4 ,jahrhunderts vielfach an ihn an4 ,sie waren dabei von dem ,bemhen geleitet1 die von 99,dioskurides99 beschriebenen ,pflanzen wieder aufzufinden1 wodurch die ,liebe zur ,natur zu neuem ,leben erweckt wurde4 ,whrend die ,griechen sich auf dem ,gebiete der ,pflanzenkunde mehr als ,theoretiker erwiesen1 haben die ,rmer1 ihrem auf das ,ntzliche gerichteten ,sinne entsprechend1 vorzugsweise die angewandte ,botanik gefrdert#edh4 ,eine ,anregung dazu empfingen sie von den ,karthagern4 ,dort entstand schon im #f4 ,jahrhundert v4 ,chr41 also lange vor den griechischen ,georgikern1 99,magos99 ,werk ber die ,landwirtschaft1 das der rmische ,senat spter ins ,lateinische bersetzen lie4 ,die ,bedeutung der ,karthager auf diesem ,gebiete ist wohl auf ihre ,abhngigkeit von der phnizischen ,kultur zurckzufhren#edi4 ,der ,sinn fr die ,pflanzenkunde wurde bei den ,rmern auch dadurch gefrdert1 da sie sich mit besonderer ,vorliebe dem ,gartenbau zuwandten4 ,so kamen bei ihnen auch die ,fensterbeete auf1 welche die jungen ,pflanzen vor ,klte schtzten1 aber durch ihre ,marienglasscheiben die ,sonnenstrahlen hindurchlieen#eej4 ,berhmt waren die ,grten1 welche ,kaiser 99,hadrian99 bei seinem ,landsitz in ,tibur1 dem heutigen ,tivoli1 unterhielt4 ,auch die ,landsitze1 mit denen die rmischen ,groen die felsigen ,gestade des ,mittelmeers umsumten1 erhielten reichen grtnerischen ,schmuck4 ,die rmischen ,grten wiesen jedoch auch manche ,knsteleien auf1 so da sich ,stimmen erhoben1 die1 wie z4 ,b4 99,horaz991 die ,rckkehr zur ,natur predigten4 ,eins der besten ,werke ber die ,landwirtschaft verfate 99,m4 ,portius ,cato991 der durch sein ,bemhen1 die ,rmer zur ,einfachheit und ,sittenreinheit zurckzufhren1 bekannt gewordene ,zensor4 ,das ,werk#eea beginnt mit dem ,lobe des ,landbaues und enthlt ,vorschriften ber die ,obstzucht1 den ,anbau des ,getreides und die ,pflege anderer ntzlicher ,gewchse#eeb4 ,wir haben es schon als eine der ,quellen1 aus denen 99,plinius99 schpfte1 gewrdigt4 ,die ,botanik als ,hilfswissenschaft der ,heilkunde4 ,vom medizinischen ,standpunkte aus hat sich auch der als ,anatom und ,arzt zu groer ,berhmtheit gelangte 99,galen99 mit den ,pflanzen beschftigt4 ,auf seinen ,reisen1 die ihn nach ,griechenland1 ,kleinasien1 gypten und ,palstina fhrten1 bemhte er sich1 alle ,pflanzen1 denen man ,heilwirkungen zuschrieb1 an ihrem natrlichen ,standorte zu beobachten und zu sammeln4 ,welchen ,wert man diesem ,gegenstande beima1 geht auch daraus hervor1 da die rmischen ,kaiser jener ,zeit ,krutersammler auf ,kreta unterhielten1 weil die ,arzneipflanzen dieser ,insel besonders hoch geschtzt waren4 99,galen99 bekmpfte diese ,meinung und vertrat die ,ansicht1 da ,italien ebenso wirksame ,arzneipflanzen beherberge4 ,durch manchen archologischen ,fund ist unsere ,zeit mit den ,pflanzen selbst bekannt geworden1 mit denen sich das ,altertum beschftigte4 ,zu jenen1 welche die ,mumiensrge gyptens lieferten1 sind vor allem die pflanzlichen ,reste getreten1 die bei der ,ausgrabung ,pompejis zutage gefrdert wurden4 ,sie sind im ,nationalmuseum in ,neapel aufbewahrt und zum ,teil so gut erhalten1 da sie identifiziert werden konnten#eec4 ,ein besonderes ,interesse1 das mitunter selbst gekrnte ,hupter beherrschte1 wandte man im ,altertum der ,erforschung giftiger ,pflanzen zu4 ,knig 99,attalos99 von ,pergamon1 so erzhlt uns 99,plutarch99#eed1 baute giftige ,gewchse an1 wie ,bilsenkraut1 ,nieswurz1 ,schierling1 ,sturmhut1 und machte ein besonderes ,studium daraus1 ihre ,sfte kennen zu lernen und zu sammeln4 berhaupt wetteiferte ,pergamon eine ,zeitlang in der ,pflege der ,wissenschaften mit ,alexandrien4 ,die rmische ,naturauffassung bei ,lukrez und ,seneca4 ,auer 99,plinius99 sind insbesondere noch zwei andere rmische ,schriftsteller zu nennen1 die ber die ,naturwissenschaften geschrieben haben1 99,lukrez99 und 99,seneca994 99,lucretius ,carus99 7er starb #ee v4 ,chr47 hat seine naturphilosophischen1 auf 99,epikur99 zurckgreifenden ,anschauungen in einem ,lehrgedicht entwickelt1 das manche beachtenswerte ,stelle enthlt4 ,es fhrt den ,titel ,de rerum natura1 wurde unter den literarischen ,erzeugnissen der voraugusteischen ,zeit hoch geschtzt und ist sowohl der ,form als dem ,inhalt nach griechischen ,mustern entlehnt4 ,als seine ,quellen nennt 99,lukrez99 neben 99,empedokles991 dem herrlichsten ,schatz des gabenreichen sizilischen ,eilands1 vor allem 99,epikur994 ,aus den ,schriften dieses ,mannes1 welcher die anderen ,weisen berstrahle wie die ,sonne die ,sterne verdunkle1 habe er die goldenen ,worte entnommen1 welche uns sein ,lehrgedicht biete4 ,eine dankbare ,aufgabe fr einen ,dichter war es wohl kaum1 die mechanische ,weltanschauung poetisch zu entwickeln4 ,um so mehr verdient die ,art1 wie 99,lukrez99 sie lste und durch die er den ,kranz der ,musen davontrug1 unsere ,bewunderung4 ,es ist nicht nur die ,schnheit der ,gleichnisse und die lebensvolle ,schilderung gewaltiger ,naturerscheinungen1 die uns in seinem ,werke fesselt1 sondern vor allem die ,genialitt der auf der ,ablehnung alles ,gtter- und ,aberglaubens beruhenden ,lebensauffassung4 ,bezglich seiner ,auffassung der ,naturvorgnge#eee mssen wir uns hier auf einige ,andeutungen beschrnken4 ,nichts entsteht aus nichts1 sagt 99,lukrez99 mit 99,demokrit99 und 99,epikur991 wenn selbst die ,gtter es wollten4 ,sondern die ,natur erzeugt stets das eine aus dem andern4 ,die ,dinge lt 99,lukrez99 aus unendlich feinen ,teilchen bestehen4 ,sonst sei z4 ,b4 das allmhliche ,dnnerwerden der im ,gebrauch befindlichen1 metallenen ,gegenstnde ganz unerklrlich4 ,da bei absoluter ,raumerfllung ,bewegung unmglich sei1 so msse man annehmen1 die ,teilchen seien nicht dicht zusammengedrngt1 sondern durch leere ,zwischenrume geschieden4 ,alles sei ferner schwer4 ,im leeren ,raume msse selbst die ,flamme schwer sein4 ,ihr ,emporsteigen sei dadurch bedingt1 da der ,lufthauch sie trotz ihrer natrlichen ,schwere in die ,hhe treibe1 wie ja auch das schwere ,holz im ,wasser emporschnelle4 ,schall1 ,licht und ,wrme sind fr 99,lukrez99 krperliche ,ausflsse4 ,sonderbar ist seine1 dem 99,epikur99 entlehnte ,bildertheorie4 ,wir nehmen nach ihr die ,dinge wahr1 indem sich dnne ,hutchen von ihrer ,oberflche lsen und durch die ,lfte zu unserem ,auge schwimmen4 ,die magnetischen ,erscheinungen werden gleichfalls aus der ,annahme erklrt1 da feine ,teilchen von dem ,magneten ausstrmen4 ,selbst den ,blitz lt 99,lukrez99 aus glatten und winzigen ,teilchen bestehen4 ,eine ,andeutung des ,gesetzes von der ,erhaltung des ,stoffes und der ,kraft kann man in folgenden ,zeilen erblicken3 ,denn er 7der ,stoff7 vermehrt sich nie1 noch vermindert er sich durch ,zerstrung1 ,ferner war die ,bewegung1 die jetzt in den ,urelementen ,herrscht1 schon von jeher da1 und so wird sie auch knftig noch da sein4 -- ,denn kein ,platz ist vorhanden1 nach welchem die ,teile des ,urstoffs ,knnten entfliehen1 kein ,platz1 von wo aus erneuerte ,krfte ,brchen herein1 die ,natur und ,bewegung der ,dinge zu ndern#eef4 ,interessant ist1 wie 99,lukrez99 das ,verhltnis von ,empfindung und ,materie errtert4 ,er schreibt die ,empfindung nmlich nicht den ,atomen1 sondern nur ihrer ,zusammenfassung zu4 ,denn1 so meint er1 die ,menschenatome knnten doch nicht weinen und lachen4 ,indem er das tut1 erhebt sich 99,lukrez99 ber den krassen ,materialismus der demokritischen ,lehre4 ,des weiteren bringt er bemerkenswerte ,anschauungen ber ,gegenstnde der physikalischen ,geographie4 ,so erklrt er den gleichmigen ,bestand des ,meeres als eine ,folge des ,kreislaufs des ,wassers4 ,nach seiner ,annahme gelangt das ,wasser aus dem ,meere auf unterirdischem ,wege in die ,gebirge zurck#eeg und speist dort unter ,abgabe des ,salzgehaltes die ,quellen4 ,die ,erdbeben werden darauf zurckgefhrt1 da die ,erde mit ,hhlungen1 ,strmen1 ,smpfen und geborstenem ,gestein ausgefllt sei4 ,durch den ,einsturz der ,hhlen entstnden ,erschtterungen1 die man als ,erdbeben bezeichne4 ,nicht minder merkwrdig als die ,schrift des 99,lukrez99 sind die#eeh ,quaestiones naturales des rmischen ,dichters und ,philosophen 99,seneca991 der im ,jahre #fe n4 ,chr4 starb4 99,seneca99 meint1 das ,gesicht sei der trgerischste ,sinn1 da z4 ,b4 ein ,ruder im ,wasser wie gebrochen erscheine4 ,den ,regenbogen hlt er fr das ,spiegelbild der ,sonne1 denn einige ,spiegel1 sagt er1 sind so beschaffen1 da sie die ,gegenstnde zu einer entsetzlichen ,gre ausdehnen4 ,bei 99,seneca99 findet sich auch die einzige ,stelle1 welche darauf hindeutet1 da die ,alten das ,prisma gekannt und das ,spektrum beobachtet haben4 99,seneca99 sagt nmlich1 wenn man ,glasstcke mit mehreren ,kanten anfertige und die ,sonnenstrahlen auf sie fallen lasse1 so erblicke man die ,farben des ,regenbogens4 ,er erwhnt ferner mit ,wasser gefllte ,glaskugeln und ihre ,eigenschaft1 dahinter befindliche ,gegenstnde vergrert zu zeigen#eei4 ,dafr1 da die ,rmer mit den optischen ,eigenschaften geschliffener ,glser bekannt waren1 soll auch eine ,angabe des 99,plinius99 sprechen4 ,es heit dort1 da 99,nero99 sich eines ,smaragds bediente1 um besser sehen zu knnen4 ,dieser ,stein sei konkav und dadurch geeignet gewesen1 die ,sehstrahlen zu sammeln#efj4 ,man hat auch bei ,ausgrabungen 7so in ,pompeji7 linsenfrmig geschliffene ,glser gefunden und nimmt an1 da sie als ,brennglser gedient haben4 ,auch bei den ,ausgrabungen in ,ninive hat man eine plankonvexe ,linse aus ,bergkristall entdeckt1 die angeblich auch optischen ,zwecken gedient hat#efa4 ,der ,schall ist fr 99,seneca99 ein ,druck der ,luft4 ,er begegnet sich in dieser1 annhernd das ,richtige treffenden ,anschauung mit 99,vitruv991 der im ,gegensatz zu dem1 alles als ,ausflsse auffassenden 99,lukrez99 den ,schall als eine ,lufterschtterung betrachtet4 ,diese ,erschtterung lt 99,vitruv99 hnlich entstehen1 wie sich durch einen ,stein im ,wasser die ,wellenkreise bilden4 ,nur entstnden die ,wellen beim ,schall nicht allein in der ,flche1 sondern sie dehnten sich auch in die ,breite und in die ,hhe 7somit kugelfrmig7 aus4 ,im #c4 ,buche findet sich ein ,anklang an den als ,apokatastasis bezeichneten periodischen ,wechsel4 ,die ,erde sollte danach#efb verbrennen1 wenn alle ,wandelsterne im ,krebse zusammenkmen und somit eine gerade ,linie bildeten4 ,dagegen wrde eine allgemeine berschwemmung eintreten1 wenn sich diese ,konstellation im ,steinbock wiederhole4 ,die ,hhe der ,naturanschauung 99,senecas99 zeigt sich besonders in den ,ansichten1 die er ber die ,kometen entwickelt#efc4 ,seine ,zeitgenossen1 sagt er1 seien der ,meinung1 die ,kometen entstnden aus verdichteter ,luft4 ,er aber halte sie fr ewige ,werke der ,natur1 und zwar deshalb1 weil auch ihnen ein ,kreislauf eigen sei4 ,von ,beobachtungsgabe und ,scharfsinn zeugen auch die ,ansichten1 die 99,seneca99 ber die geologischen ,erscheinungen entwickelt4 ,die ,erdbeben werden teils auf den ,einsturz von ,hhlungen des ,erdinnern1 teils auf dort angesammelte ,gase zurckgefhrt4 ,die ,vulkane stellen die ,verbindung zwischen der ,oberflche und dem glutflssigen ,erdinnern her4 ,unter den ,vulkanen1 welche 99,seneca99 aufzhlt1 findet der ,vesuv keine ,erwhnung1 whrend 99,strabon99 ihn wegen der in seiner ,nhe sich findenden ,schlacken als einen erloschenen ,vulkan betrachtete4 ,manche ,bemerkungen 99,senecas99 ber die lsende und die abtragende ,ttigkeit des ,wassers und die ,bildung von ,ablagerungen stimmen mit den neueren geologischen ,anschauungen gut berein und verraten durchweg ein gesundes ,urteil#efd4 ,auch 99,vitruv99 uert in seiner ,schrift ,de architectura die ,ansicht1 da in der ,nhe des ,vesuvs das ,innere der ,erde glhend sein msse4 ,er schliet dies daraus1 da bei ,bajae heie ,dmpfe aus dem ,boden entweichen4 99,vitruv99 erwhnt ferner auf ,grund der berlieferungen1 da die ,glut des ,erdinnern in alten ,zeiten ,ausbrche des ,vesuvs veranlat habe1 daher rhre auch wohl der ,bimsstein in der ,nhe von ,pompeji1 der infolge der ,hitze aus einem anderen ,steine entstanden sei4 99,vitruv99 erwhnt auch1 da es ,quellen gbe1 die vermge ihrer ,sure ,blasensteine aufzulsen vermchten1 wie der ,essig die ,eierschalen lse#efe4 ,chemische ,kenntnisse und ihre ,anwendungen4 ber die mineralogischen und die chemischen ,kenntnisse der ,rmer erfahren wir manches durch 99,plinius99#eff4 ,eingehender befat sich dieser mit dem ,glase4 ,er schildert seine ,herstellung aus ,sand1 ,soda 7,nitrum7 und ,muschelschalen#efg4 ,auch ist ihm bekannt1 da man mit ,kugeln aus ,glas oder ,kristall sowie mit kugeligen1 mit ,wasser gefllten ,glasgefen in der ,sonne ,hitze erzeugen kann#efh4 ,die ,rmer stellten sogar ,treibhuser mit glsernen ,wnden her1 um auf diese ,weise frhzeitig frisches ,gemse zu erhalten4 ,aus ,glas verfertigte ,spiegel finden gleichfalls schon bei 99,plinius99 ,erwhnung4 ,neuere ,ausgrabungen haben solche auch zutage gefrdert4 ,der ,belag dieser antiken ,spiegel besteht bald aus reinem ,blei#efi1 bald aus anderen ,metallen4 ,auch ber die wichtigsten ,farbstoffe und ihre ,verwendung berichtet 99,plinius994 ,er erwhnt den ,krapp und den ,indigo1 mit denen man die ,wolle frbte4 ,wie man in ,indien den ,indigo gewinnt1 ist ihm indessen nicht bekannt4 ,am weitesten hatten es in der ,kunst zu frben nach 99,plinius99 die gypter gebracht4 ,er erzhlt von ihnen1 da sie die ,stoffe vor dem ,frben mit besonderen ,flssigkeiten 7,beizen7 behandelten4 99,plinius99 kannte auch schon die ,seife4 ,er erzhlt1 da sie von den ,galliern und den ,germanen durch ,kochen von ,talg mit ,pflanzenasche hergestellt werde4 ,wahrscheinlich wurde die ,aschenlauge durch ,zusatz von ,kalk kaustisch gemacht#egj4 ,mancherlei ber die chemischen ,kenntnisse zur ,zeit der ,rmerherrschaft erfahren wir auch durch die um #ge n4 ,chr4 entstandene ,arzneimittellehre des 99,dioskurides994 ,so spricht dieser vom ,verzinnen von ,kesseln#ega4 ,da gewisse ,mineralien beim bergieen mit ,essig ,gas entwickeln1 war im ,altertum bekannt4 99,plinius99 knpft daran die ,bemerkung1 der ,essig sei strker als das ,feuer1 denn er bezwinge ,felsen1 die dem ,feuer ,widerstand leisteten#egb4 #f4 ,der ,ausgang der antiken ,wissenschaft4 ,in die ,zeit der rmischen ,weltherrschaft fllt eine nochmalige ,blteperiode der alexandrinischen ,akademie4 ,die mit ihr verbundene groe ,bibliothek war zwar im ,jahre #dg v4 ,chr4 zum grten ,teile vernichtet worden4 ,als ,ersatz dafr gelangten zahlreiche ,rollen der pergamenischen ,bibliothek nach ,alexandrien 7s4 ,s4 #aec74 ,eine zweite kleinere ,bibliothek befand sich dort im ,serapeion4 ,sie wurde gegen das ,ende des #d4 ,jahrhunderts bei einem von den ,christen hervorgerufenen ,aufstand zerstrt4 ,trotzdem blieb ,alexandrien noch lange ber das #d4 nachchristliche ,jahrhundert hinaus die bedeutendste ,hochschule des ,orients#egc4 ,das ptolemische ,weltsystem4 ,als ruhmvollster ,name unter den alexandrinischen ,gelehrten der nachchristlichen ,jahrhunderte leuchtet uns derjenige des 99,ptolemos99 entgegen4 ,mit seinen ,verdiensten um die ,fortentwicklung der ,astronomie und der ,geographie haben wir uns zunchst zu beschftigen4 99,ptolemos99 lebte im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 in ,alexandrien4 ,er hat sich als ,mathematiker1 ,astronom1 ,physiker und ,geograph die grten ,verdienste erworben4 ,wahrscheinlich ist er in ,ptolemais in ,obergypten geboren4 ,im brigen ist ber sein ,leben fast nichts bekannt4 99,ptolemos99 hat zahlreiche ,schriften verfat1 die zum ,teil im ,original1 zum ,teil in arabischer oder in lateinischer ,sprache erhalten geblieben sind4 ,die wichtigsten sind die ,erdbeschreibung1 der ,almagest 7das astronomische ,hauptwerk7 und die ,optik4 ,das ,weltsystem des 99,aristarch99 war zwar ein glcklicher ,einfall gewesen2 die heliozentrische ,auffassung allein vermochte jedoch noch nicht1 der genaueren ,beschreibung der sich am ,himmel abspielenden ,vorgnge eine sichere ,grundlage zu bieten4 ,dies ,system konnte daher im ,altertum keine allgemeine ,geltung finden1 zumal es an den mechanischen ,begriffen fehlte1 welche damit in ,einklang gebracht werden muten4 ,so erhob 99,ptolemos99 den spter auch 99,koppernikus99 und 99,galilei99 gegenber gemachten1 von letzterem aber entkrfteten ,einwand1 da eine ,drehung der ,erde um ihre ,achse die ,ablenkung eines senkrecht in die ,hhe geworfenen ,krpers zur ,folge haben mte4 ,ferner galt der von 99,aristoteles99 herrhrende ,satz1 da die ,bewegungen der ,himmelskrper1 weil die letzteren gttlich und ewig seien1 gleichmig und im ,kreise vor sich gehen mten1 dem 99,ptolemos991 wie dem gesamten ,altertum1 als eine unumstliche ,wahrheit4 ,zwar hatte es den ,anschein1 als ob sich die ,planeten1 sowie die ,sonne und der ,mond am ,fixsternhimmel bald schneller1 bald langsamer bewegten2 erstere schienen sogar zeitweilig stillzustehen und sich bald vor-1 bald rckwrts zu bewegen4 ,die ,unregelmigkeit der jhrlichen ,sonnenbewegung machte sich dem 99,ptolemos99 vor allem darin bemerkbar1 da die ,sonne #agh ,tage und #ah ,stunden gebraucht1 um im ,verlaufe des ,winterhalbjahres vom ,herbstpunkt zum ,frhlingspunkt zu gelangen1 whrend sie die andere ,hlfte der ,ekliptik1 also den ,weg vom ,frhlings- zum ,herbstpunkt1 in weit lngerer ,zeit1 nmlich in #ahf ,tagen und #aa ,stunden1 zurcklegt#egd4 ,diese als die erste ,ungleichheit bezeichnete ,unregelmigkeit entspringt1 wie wir heute wissen1 daraus1 da die ,himmelskrper sich nicht in ,kreisen1 sondern in ,ellipsen bewegen4 ,die zweite ,ungleichheit1 die nur bei den ,planeten auftritt1 wird dadurch hervorgerufen1 da wir unsere ,beobachtungen von der ,erde aus anstellen1 die sich ihrerseits wieder um die ,sonne bewegt4 ,dieser ,umstand ist es1 der die scheinbaren ,stillstnde und ,rckgnge der ,planeten verursacht4 ,auch da an dem ,monde eine als ,evektion bezeichnete ,ungleichheit in die ,erscheinung tritt1 bemerkte 99,ptolemos99 schon#ege4 ,wir fhren sie heute auf ,strungen zurck1 welche die ,mondbewegung durch die ,sonne erleidet4 ,sie ist die bedeutendste unter den ,unregelmigkeiten der ,mondbewegung und erreicht einen ,betrag von mehr als einem ,grad4 ,schon 99,platon99 hatte es als die wichtigste ,aufgabe der ,astronomie bezeichnet1 die beobachteten1 scheinbar unregelmigen ,bewegungen auf gleichfrmige zurckzufhren1 da1 wie er sagte1 keine ,ursache dafr vorhanden sei1 da die himmlischen ,krper sich anders als gleichfrmig bewegen sollten4 ,der erste1 der eine ,lsung der von 99,platon99 gestellten ,aufgabe versuchte1 war sein ,schler 99,eudoxos99 von ,knidos4 ,er bediente sich dazu der ,theorie der homozentrischen ,sphren2 und es gelang ihm so1 die zweite ,ungleichheit als ein gesetzmig bestimmtes ,bewegungsphnomen darzustellen4 ,nach 99,eudoxos99 ist jeder ,planet auf einer rotierenden ,sphre befestigt4 ,die ,pole dieser ,sphre liegen in einer zweiten ,sphre1 die ebenfalls um eine ,achse rotiert4 ,es kam nun darauf an1 die ,geschwindigkeiten jener ,sphren und die ,lage ihrer ,achsen so zu whlen1 da dadurch dem tatschlichen ,verlauf der ,erscheinungen mglichst ,rechnung getragen wurde4 ,zu diesem ,zwecke muten fr den ,mond und fr die ,sonne je drei und fr jeden ,planeten vier ,sphren angenommen werden4 ,am besten gelang es auf diese ,weise1 die ,bewegungen der entfernteren ,planeten ,saturn und ,jupiter gewissermaen in eine ,regel zu fassen4 ,die grten ,schwierigkeiten bereitete der ,mars1 an dem spter 99,tycho99 und 99,kepler99 den wahren ,ablauf der ,planetenbewegungen nach endlosen ,mhen entdecken sollten4 ,um die ,theorie mit den ,erscheinungen in besseren ,einklang zu bringen1 wurde spter die ,zahl der ,sphren noch vermehrt#egf4 ,einen anderen ,weg schlugen 99,hipparch99 und 99,ptolemos99 ein4 ,sie benutzten zur ,auflsung der ersten ,ungleichheit exzentrische ,kreise und zur ,bewltigung der zweiten ,ungleichheit den ,epizykel#egg4 99,hipparch99 erklrte die ,erscheinung1 da die ,sonne auf ihrer jhrlichen ,bahn eine grte und eine geringste ,geschwindigkeit annimmt1 indem er die ,erde aus dem ,mittelpunkt rckte und die ,sonne um sie in gleichfrmiger ,bewegung einen exzentrischen ,kreis beschreiben lie4 ,die ,gre der ,exzentrizitt lie sich nun leicht so whlen1 da damit dem ,verlauf der ,erscheinungen ,rechnung getragen wurde4 ,die ,annahme von exzentrischen ,kreisen hatte aber nicht einmal die ,bewegung des ,mondes1 geschweige denn diejenige der ,planeten zu erklren vermocht4 99,ptolemos99 griff deshalb einen ,gedanken auf1 den der ,mathematiker 99,apollonios99 geuert hatte1 und nahm zwei oder mehr ,kreisbewegungen zu ,hilfe4 ,zur ,erklrung diene ,abb4 #dd4 ,es sei ,e die ,erde1 um die mit einem ,radius ,r ,mm ein exzentrischer ,kreis gezogen ist4 ,auf letzterem bewegt sich indes nicht der in ,frage kommende ,himmelskrper1 sondern der ,mittelpunkt der ,kreisbahn p q t s1 in der erst der ,planet mit gleichfrmiger ,geschwindigkeit sich bewegt4 ,diese ,kreisbahn wird der ,epizykel1 die ,theorie daher die ,epizyklentheorie genannt4 ,es ist ersichtlich1 da der ,himmelskrper1 von der ,erde gesehen1 sich in p rascher bewegt als in t1 wo seine ,bewegung derjenigen des ,epizykels entgegengesetzt ist4 ,auch ist klar1 da trotz der gleichfrmig gedachten ,bewegung1 mit deren ,annahme der ,forderung 99,platons99 ,genge geleistet war1 scheinbare ,stillstnde und ,rckgnge eintreten knnen4 ,es kam nur darauf an1 das ,verhltnis von r und ,,me zu ,r1 sowie die ,umlaufszeiten um ,m und m so zu whlen1 da dem ,verlauf der ,erscheinungen durch die hypothetischen ,bewegungen ,genge geleistet war und erstere aus den angenommenen ,verhltnissen berechnet werden konnten4 ,stimmten dann die ,berechnungen mit neuen1 auf ,grund der ,rechnung angestellten ,beobachtungen nicht berein1 so fhrte man einen dritten ,epizykel ein1 dessen ,mittelpunkt den ,kreis p q t s beschrieb4 ,durch eine ,verknpfung derartiger ,kreisbewegungen lt sich offenbar jede1 nach einem bestimmten ,gesetze auf beliebiger ,bahn ablaufende ,bewegung darstellen4 ,illustration3 ,abb4 #dd4 ,zur ,erluterung der ,epizyklentheorie4 99,ptolemos99 wandte die ,epizyklentheorie zunchst auf die ,erklrung der ,mondbewegung an4 ,da die ,entfernung des ,mondes von der ,erde betrchtlichen ,schwankungen unterworfen ist1 hatte sich ihm aus der ,tatsache ergeben1 da der scheinbare ,durchmesser des ,mondes nach seinen ,beobachtungen zwischen #ca-a_/c und #ce-a_/c ,minuten schwankt4 99,aristoteles99 hatte also recht1 wenn er behauptete1 da derselbe ,diskus1 bei sich gleichbleibender ,entfernung vom ,auge1 den ,mond bald bedecke1 bald nicht4 ,um die ,ungleichheiten des ,mondumlaufes zu erklren1 lie 99,ptolemos99 das ,gestirn einen ,epizykel beschreiben1 der sich innerhalb eines ,zeitraumes vollziehen sollte1 in welchem der ,mond zu demselben ,endpunkte seiner groen ,bahnachse zurckkehrt4 ,der ,mittelpunkt dieses ,epizykels umlief die ,erde in einem ,kreislauf1 der gegen die ,ekliptik1 der ,neigung der ,mondbahn entsprechend1 schief gerichtet war4 ,die ,zeitdauer dieses ,kreislaufs whrte bis zur ,rckkehr zu den ,knoten1 den ,punkten1 in denen die ,ekliptik und die ,mondbahn sich schneiden4 ,auf diese ,weise erzielte 99,ptolemos991 da sich ,rechnung und ,beobachtung1 wenigstens fr den damaligen ,stand der astronomischen ,wissenschaft1 in etwa deckten4 ,dasselbe ,ziel suchte 99,ptolemos99 bezglich der ,planetenbewegung unter ,zuhilfenahme der ,epizyklen und der exzentrischen ,kreise zu erreichen4 ,doch waren die ,schwierigkeiten hier fast noch grer4 ,so lange man die ,epizyklentheorie als bloe ,hilfshypothese ansah und benutzte1 lie sich gegen sie nichts einwenden4 ,wir bedienen uns noch heute zur ,beschreibung von ,naturvorgngen mancher ,fiktionen1 die dem ,fortschritt der ,erkenntnis nur dann gefhrlich werden1 wenn wir uns daran gewhnen1 in ihnen den wahren ,grund der ,erscheinungen zu erblicken4 ,erinnert sei nur an die ,annahme magnetischer und elektrischer ,fluida1 an deren wirkliches ,vorhandensein kein ,physiker glaubt1 obgleich sie einer elementaren ,beschreibung der magnetischen und der elektrischen ,vorgnge zugrunde gelegt werden4 ,mit der zunehmenden ,kompliziertheit solcher ,hypothesen wird indes ihre ,anwendung immer mehr erschwert4 ,so trug schon aus dieser ,ursache die ,epizyklentheorie den ,keim des ,todes in sich1 wenn auch ihre ,herrschaft noch lange dauern sollte4 ,denn selbst 99,koppernikus99 war1 nachdem er die ,sonne1 wie er sich ausdrckt1 auf ihren kniglichen ,thron in die ,mitte der sie umkreisenden ,gestirne gesetzt hatte1 sofort gezwungen1 sich der ,epizykel wieder als ,hilfskonstruktion zu bedienen1 weil er an der ,vorstellung einer kreisfrmigen ,bewegung der ,planeten festhielt4 ,zwar kam bei ,annahme der heliozentrischen ,lehre die sogenannte zweite ,ungleichheit in ,fortfall1 da sie ja daraus entsprang1 da man die ,erde als den ,mittelpunkt der ,bewegungen betrachtete4 ,anders stand es mit der ersten ,ungleichheit1 welche daraus hervorgeht1 da die ,himmelskrper sich nicht in ,kreisen1 sondern in ,ellipsen bewegen4 ,da 99,koppernikus99 an die ,mglichkeit einer anderen als der kreisfrmigen ,bewegung noch gar nicht dachte1 so blieb ihm zur ,erklrung der ersten ,ungleichheit nichts anderes brig1 als auf sie die ,epizyklentheorie anzuwenden4 ,das astronomische und das trigonometrische ,wissen seiner ,zeit legte 99,ptolemos991 nachdem es durch ihn eine betrchtliche ,vermehrung erfahren1 in einem ,lehrbuche nieder1 das von den ,arabern ,almagest#egh genannt wurde und dem gesamten ,mittelalter in astronomischer ,hinsicht als ein ,evangelium galt4 ,das ,bedrfnis nach einer ,verbesserung der von 99,ptolemos99 mitgeteilten ,planetentafeln machte sich schon im ,mittelalter geltend4 ,um das ,jahr #abej berief daher ,knig 99,alfons99 von ,kastilien eine ,anzahl ,gelehrter1 welche neue astronomische ,tafeln1 die sogenannten alfonsinischen1 entwarfen1 die einen wesentlichen ,fortschritt gegenber denjenigen des 99,ptolemos99 bedeuteten4 ,an der ,epizyklentheorie wurde indes trotz ihrer wachsenden ,kompliziertheit nicht gerttelt1 was 99,alfons99 zu dem ,ausspruch veranlat haben soll1 die ,welt wre einfacher geworden1 wenn ,gott ihn bei ihrer ,erschaffung zu ,rate gezogen htte4 ,auer der vorstehend skizzierten1 dem damaligen ,standpunkte der ,astronomie gengenden ,epizyklentheorie finden wir im ,almagest die schon von den lteren alexandrinischen ,astronomen sowie von 99,hipparch99 in ,angriff genommene ,bestimmung der ,fixsternrter fortgesetzt#egi4 ,das von 99,ptolemos99 entworfene ,verzeichnis#ehj umfat #ajbb ,sterne1 die nach ihrer ,lage innerhalb der von den ,griechen angenommenen ,sternbilder1 sowie nach ,lnge und ,breite bestimmt sind4 ,auch die ,untersuchung der von 99,hipparch99 entdeckten und ihrer ,gre nach gleich etwa einem ,grad fr das ,jahrhundert angegebenen ,przession der ,tag- und ,nachtgleichen wurde von 99,ptolemos99 wieder aufgenommen4 ,eine ,besttigung dieser ,erscheinung war nmlich sehr wichtig1 da 99,hipparch99 sich nur auf die wenig genauen ,beobachtungen der lteren ,alexandriner sttzen konnte4 ,bevor wir die ,schilderung der astronomischen ,verdienste des 99,ptolemos99 beenden1 sei noch einiges aus dem ,inhalt des ,almagest mitgeteilt1 woraus sich der ,standpunkt1 den die ,sternkunde in ,alexandrien erreicht hatte1 ermessen lt4 ,die ,erde ist eine ,kugel4 ,sie befindet sich in der ,mitte des ,himmels1 kann aber im ,vergleich zu den ,himmelsrumen nur als ein ,punkt betrachtet werden4 ,whrend die ,erde unbeweglich feststeht1 bewegen sich die ,gestirne in kreisfrmigen ,bahnen4 ,dies sind die ,stze1 welche an der ,spitze des ,werkes stehen4 ,die ,lnge des ,jahres wird im ,almagest zu #cfe ,tagen #e ,stunden und #ee ,minuten angegeben4 ,die ,erde ist #ci mal so gro wie der ,mond1 whrend die ,sonne den ,mond #ffjj mal an ,gre bertreffen sollte4 ,bezglich der ,entfernungen wird angegeben1 da der ,mond #ei1 die ,sohne dagegen #abaj ,erdhalbmesser von uns entfernt sei4 ,die ,abstnde der ,gestirne von der ,erde regeln sich nach 99,ptolemos99 folgendermaen3 ,auf den ,mond folgt zunchst ,merkur1 dann ,venus und darauf die ,sonne4 ,die weitere ,reihenfolge ist ,mars1 ,jupiter und ,saturn4 ,auf diese sieben ,wandelsterne1 deren ,zahl erst durch 99,herschels99 ,entdeckung des ,uranus vermehrt wurde1 folgen die ,fixsterne4 ,an die ,beschreibung dieses seinen ,namen tragenden ,weltsystems schliet sich eine ,darstellung der ,grundzge der ebenen und der sphrischen ,trigonometrie1 der wichtigsten ,hilfswissenschaft der ,astronomen4 ,hilfswissenschaften der ,astronomie4 ,die astronomischen ,leistungen des 99,ptolemos99 wurden dadurch ermglicht1 da die beiden wichtigsten ,hilfswissenschaften der ,astronomie1 die ,mathematik und die ,mekunde1 bedeutende ,fortschritte aufzuweisen hatten4 ,die wichtigste ,vorarbeit auf dem ,gebiete der ,mathematik lieferte der ,astronom 99,menelaos99 von ,alexandrien1 dessen ,sternbeobachtungen im ,almagest ,erwhnung finden4 99,menelaos99 verfate ein ,werk ber die ,berechnung der ,sehnen1 das verloren ging1 und ein zweites1 ,sphrik genannt1 welches die ,grundzge der sphrischen ,trigonometrie entwickelte1 indessen nur in bersetzungen bekannt geworden ist#eha4 99,menelaos99 bringt schon den ,satz1 da in jedem sphrischen ,dreieck die ,summe der drei ,winkel grer als zwei ,rechte ist4 ,er zeigt1 da gleichen ,seiten desselben sphrischen ,dreiecks gleiche1 ungleichen ,seiten ungleiche ,winkel gegenberliegen1 und zwar den greren ,seiten die greren ,winkel4 ,sein ,werk enthlt die wichtigsten ,stze ber die ,kongruenz sphrischer ,dreiecke1 ferner diejenigen ,stze ber ,transversalen im ebenen und im sphrischen ,dreieck1 die man noch jetzt als die ,stze des 99,menelaos99 bezeichnet4 99,ptolemos99 vollendete1 was 99,hipparch99 und 99,menelaos99 auf dem ,gebiete der ebenen und der sphrischen ,trigonometrie begonnen hatten4 ,er gab dieser ,wissenschaft fr den astronomischen ,gebrauch eine ,form1 die sich1 wie seine ,lehre1 lnger als ein ,jahrtausend erhalten hat4 ,als der letzte unter den groen ,mathematikern des ,altertums ist 99,diophant99 von ,alexandrien zu nennen4 ,dieser schrieb ein ,werk ber ,arithmetik1 das etwa zur ,hlfte erhalten geblieben ist#ehb4 ,er betitelte es und erschlo damit ein bisher kaum betretenes ,gebiet4 ,bei 99,diophant99 begegnen uns schon gewisse ,zeichen und ,abkrzungen1 whrend vor ihm die ,rechnungen zumeist nur durch ,worte auseinandergesetzt wurden und hchstens gewisse ,fachausdrcke 7wie bei den alten gyptern7 wiederkehren4 ,fr die ,unbekannte 7unser x7 gebrauchte 99,diophant99 z4 ,b4 das ,sigma1 1 den einzigen griechischen ,buchstaben1 der keine bestimmte ,zahl bedeutete4 ,fr die zweite ,potenz lautet sein ,zeichen 7 ,quadrat71 fr die dritte k 7 ,wrfel74 ,fr die sechste ,potenz schrieb 99,diophant99 4 ,hhere ,potenzen kommen bei ihm nicht vor4 ,fr die ,subtraktion verwendet er ein besonderes ,zeichen 7 umgekehrtes 74 ,zu addierende ,gren dagegen werden ohne ein ,zeichen nebeneinander gestellt4 ,selbst ein ,gleichheitszeichen 7 als ,abkrzung von 1 gleich7 fehlt nicht#ehc4 ,diese ,beispiele zeigen zur ,genge1 da uns bei 99,diophant99 schon ein ,verfahren begegnet1 das seine hervorragenden ,erfolge erklrlich macht4 ,ein wesentlicher ,mangel der diophantischen ,algebra besteht darin1 da sie den ,gegensatz von positiv und negativ noch nicht kennt4 ,dies hat darin seinen ,grund1 da 99,diophant99 nur ,differenzen bildet1 bei welchen der ,minuend grer als der ,subtrahend ist4 ,eine grere ,zahl von einer kleineren abzuziehen1 die algebraische ,operation1 die ja zum ,begriff der negativen ,zahl gefhrt hat1 erschien ihm als etwas ,unmgliches4 ,fhrte die ,lsung einer ,gleichung auf negative ,werte1 so erklrte 99,diophant99 einen derartigen ,fall fr unzulssig4 ,eine ,rolle spielte diese ,beschrnkung besonders bei der ,auflsung quadratischer ,gleichungen1 mit der 99,diophant99 sich sehr vertraut zeigt4 ,bei ihm begegnet uns auch die erste kubische ,gleichung4 ,doch bleibt der ,fall vereinzelt4 ,auch lie sich die betreffende ,gleichung auf einen niedrigeren ,grad reduzieren#ehd4 99,diophant99 gibt die ,lsung1 ohne jedoch sein ,verfahren anzudeuten4 ,was 99,diophant99 vor allem auszeichnet1 ist die ,art1 in der er sich bei fast allen ,problemen von den ,einzelfllen loslst und sich zur allgemeineren ,betrachtung erhebt4 ,die ,stellung1 die 99,diophant99 in der ,entwicklung der ,wissenschaften einnimmt1 ist infolgedessen eine ganz einzigartige4 ,einmal treten uns seine ,schpfungen1 die von allem1 was vor ihnen liegt1 so sehr verschieden sind1 ganz unvermittelt entgegen4 ,eine ganz andere ,luft weht in den ,schriften dieses ,arithmetikers als in denjenigen der klassischen ,geometer#ehe4 ,und wie es an nachweisbaren ,vorstufen und ,vorlufern fehlt1 so mangelt es in dem auf 99,diophant99 folgenden ,jahrtausend auch an ,mathematikern1 die das von ihm ,begonnene fortgesetzt htten4 ,erst zu ,beginn der neueren ,periode vermochte man an 99,diophant99 anzuknpfen und eine hhere ,mathematik zu schaffen1 deren wichtigstes ,element1 wie bei 99,diophant991 allgemeine ,zahlen1 fr sich betrachtet und in ihrer ,beziehung zu geometrischen und physikalischen ,gren1 sind4 99,diophant99 lebte vermutlich im #c4 nachchristlichen ,jahrhundert1 jedenfalls ist aber sein ,werk spter als die ,schriften des 99,ptolemos99 verfat4 ,auf die ,entwicklung der alten ,astronomie hat es keinen ,einflu ausgebt#ehf4 ,die ,frderung1 welche die ,mekunde bei den ,vorgngern des 99,ptolemos99 erfahren hatte1 wute dieser sich nicht weniger als die mathematischen ,fortschritte zunutze zu machen4 ,im ,jugendzeitalter der ,astronomie wird man wohl die ,entfernungen am ,himmelsgewlbe nach ,mondbreiten abgeschtzt und dabei wahrscheinlich zwei um ein ,scharnier drehbare ,stbe1 in deren ,treffpunkt sich das ,auge des ,beobachters befand1 gebraucht haben4 ,die ,alexandriner benutzten zwei ,arten von ,winkelmeinstrumenten4 ,bei der einen kam eine geradlinige1 bei der anderen die ,kreisteilung in ,anwendung4 ,zur ersten ,art gehrt das parallaktische ,lineal1 auch ,regula ,ptolemaica genannt1 das 99,ptolemos99 im ,almagest beschreibt4 ,es besteht aus einem lotrecht und drehbar aufgestellten ,stabe1 um dessen oberen ,endpunkt sich ein gleich langer ,stab mit ,dioptern1 zum ,anvisieren des ,gestirnes1 bewegen lie4 ,am unteren ,ende des senkrechten ,stabes war ein dritter drehbarer ,stab mit ,lngseinteilung angebracht4 ,dieser ,stab lie sich in einer ,rille des ,diopterlineals verschieben4 ,bei jeder ,hhenmessung konnte die ,lage des ,diopterlineals auf der ,gradeinteilung des zweiten beweglichen ,lineals abgelesen und danach der entsprechende ,winkel aus der ,sehnentafel entnommen werden4 ,illustration3 ,abb4 #de4 ,das parallaktische ,lineal4 ,indessen bediente sich 99,ptolemos99 nach dem ,beispiel von 99,aristyll99 und 99,timocharis99 7#cjj v4 ,chr47 auch der mit ,gradeinteilung versehenen1 miteinander verbundenen ,kreise1 der sogenannten ,armillen4 99,eratosthenes99 hatte #bbj v4 ,chr4 in ,alexandrien ,armillen von bedeutender ,gre errichtet und vermittelst dieser ,instrumente den ,abstand der ,wendekreise zu #aa_/hc des ,kreisumfanges bestimmt4 ,eine der von 99,ptolemos99 benutzten ,armillen zeigt uns die ,abbildung #dfehg auf ,s4 #bef4 ,sie bestand aus einem aus ,kupfer oder ,bronze verfertigten ,ring1 der in #cfj ,grade geteilt war4 ,der ,ring war in senkrechter ,lage auf einer ,sule errichtet und fiel mit dem ,meridian zusammen4 ,diesem ,ringe war ein zweiter drehbarer ,ring mit zwei diametral gegenber befindlichen ,vorsprngen eingepat4 ,wollte man z4 ,b4 die ,mittagshhe der ,sonne messen1 so wurde der innere ,ring gedreht1 bis der ,schatten des einen ,vorsprunges auf den anderen ,vorsprung fiel4 ,eine ,armillarsphre 7,ringkugel7 bestand aus zwei festverbundenen1 rechtwinklig zueinander stehenden ,kreisen1 von denen der eine in der ,ebene des ,meridians1 der andere in der ,ebene des ,himmelsquators lag4 ,in dem ,meridiankreis war ein dritter ,kreis drehbar angebracht1 dessen ,drehachse mit der ,weltachse zusammenfiel4 ,in diesem dritten ,kreise befand sich1 konzentrisch und verschiebbar1 ein vierter4 ,durch ,diopter wurde ein ,anvisieren ermglicht1 whrend ,gradeinteilungen ein ,ablesen der ,deklination und des ,stundenwinkels gestatteten4 ,dem ,instrument lag also der ,gedanke zugrunde1 die an der ,himmelskugel erkannten ,kreise und ,kreisbewegungen im kleinen nachzubilden4 ,zum ,messen von ,winkeln diente auch wohl der astronomische ,ring oder das ,astrolabium#ehh4 ,es bestand aus zwei konzentrischen1 gegeneinander verschiebbaren ,ringen1 die mit je zwei gegenberstehenden ,dioptern versehen waren4 ,wollte man ,horizontalwinkel messen1 so wurde der ,ring hingelegt4 ,handelte es sich um das ,messen von ,hhenwinkeln1 so hing man ihn auf4 ,illustration3 ,abb4 #df4 ,solstitial-,armille des ,ptolemos4 ,schematische ,skizze nach dem ,almagest4 ,auer den ,armillen benutzte 99,ptolemos991 wie die chaldischen ,astronomen1 auch aus ,stein verfertigte ,mauerquadranten1 die in der ,ebene des ,meridians errichtet waren4 ,wir erkennen1 da schon bei den frhesten astronomischen ,beobachtungen der ,forscher wesentlich auf die ,geschicklichkeit des ,mechanikers angewiesen war4 ,die ,entwicklung der ,astronomie ist daher mit der steten ,vervollkommnung und mit der wachsenden ,genauigkeit der ,mewerkzeuge ,hand in ,hand gegangen#ehi4 ,schon die ,herstellung der ,ringinstrumente1 welche die ,alexandriner benutzten1 erforderte eine hervorragende ,fertigkeit4 ,noch jetzt1 so lautet das ,urteil eines hervorragenden ,kenners der ,przisionsmechanik1 wrde nur von einem geschickten1 mit einer ,drehbank ausgersteten ,arbeiter die auch nur fr primitive ,beobachtungen gengende ,genauigkeit solcher ,meinstrumente zu erwarten sein#eij4 ,die fr die ,astronomie gleich wichtige ,zeitbestimmung erfolgte1 wie es schon bei den ,chaldern geschah1 durch ,wassermessung4 ,schon im #e4 ,jahrhundert v4 ,chr4 begngte man sich nicht mehr mit einer ,abschtzung der ,tagesstunden aus der ,lnge des ,schattens1 sondern man baute ,wasseruhren 7,klepsydren74 ,ja sogar solche mit ,weckvorrichtung begegnen uns schon im #d4 vorchristlichen ,jahrhundert#eia4 ,die hierbei ,verwendung findenden ,instrumente vervollkommnete der um #bgj v4 ,chr4 lebende ,alexandriner 99,ktesibios991 der auch als der ,erfinder der ,feuerspritze1 der ,wasserorgeln usw4 genannt wird1 und der in 99,heron99 einen ,fortsetzer seiner ,arbeiten fand4 ,damit die ffnung1 durch welche das ,wasser bei seinen ,uhren strmte1 unverndert blieb1 stellte 99,ktesibios99 diese ffnung nicht in gewhnlichem ,metall1 sondern in ,gold oder ,edelstein her4 ,ferner sorgte er fr ein konstantes ,niveau des ,wassers in dem ,abflugef1 damit in gleichen ,zeiten stets gleiche ,mengen ausstrmten4 ,mitunter wurden durch das ausstrmende ,wasser ,gegenstnde gehoben1 die ihre ,bewegung wieder auf ein ,rder- oder ,zeigerwerk bertrugen4 ,fortschritte der ,geographie4 ,wie durch 99,hipparch991 so erfuhr auch durch 99,ptolemos99 die ,geographie eine bedeutende ,frderung4 ,das von letzterem um #adj n4 ,chr4 geschaffene ,lehrbuch#eib dieser ,wissenschaft geno1 gleich dem ,almagest1 bis gegen das ,ende des ,mittelalters eine unbestrittene ,herrschaft4 ,durch beide ,schriften ist 99,ptolemos99 einer der groen ,lehrer fr alle ,zeiten geworden1 da an den ,almagest und die ,geographie die groen ,entdeckungen anknpften1 welche die ,neuzeit auf astronomischem und geographischem ,gebiete gemacht hat4 ,wie der ,almagest1 so enthlt auch die ,geographie eine erstaunliche ,flle von ,tatsachen4 ,nicht weniger als #ejjj ,punkte des damals bekannten ,teiles der ,erdoberflche werden nmlich in der ,geographie nach ,lnge und ,breite angegeben4 ,und zwar sind nicht nur ,stdte1 sondern auch ,flumndungen1 ,berge und andere bemerkenswerte ,orte bercksichtigt4 ,die ,ermittelung der ,breite geschah mit einer solchen ,genauigkeit1 da die nach 99,ptolemos'99 ,angaben entworfenen ,karten in meridionaler ,richtung nur geringe ,verzerrungen aufweisen4 99,ptolemos99 selbst hat ,anleitungen fr die ,ortsbestimmung und das ,entwerfen von ,karten gegeben4 ,die den alten ,handschriften seiner ,geographie beigegebenen ,karten 7#aj ber ,europa1 #e ber ,afrika und #ab ber ,asien7 entstammen indessen erst dem #f4 ,jahrhundert1 wenn sie auch zweifellos auf antike ,vorlagen zurckgehen4 ,sie sind1 sagt 99,ritter99#eic1 die ,grundlage aller neueren ,landkarten geworden4 ,ohne sie wrden die unserigen schwerlich ihren jetzigen ,grad von ,vollkommenheit erlangt haben4 ,das bei den ,alten bliche ,verfahren der ,lngenbestimmung wurde schon errtert#eid4 ,es lieferte sehr unvollkommene ,ergebnisse#eie4 ,auch wechselte man schon im ,altertum mit der ,lage des ,nullmeridians4 ,so rechnete 99,ptolemos99 nicht nach dem durch die ,insel ,rhodos gezogenen ,meridian1 sondern er verlegte den ,anfang der ,zhlung nach den glcklichen ,inseln des uersten ,westens4 ,diese ,einrichtung bot den ,vorzug1 da fr die in ,betracht kommenden ,gegenden der ,erde die ,unterscheidung zwischen westlicher und stlicher ,lnge in ,wegfall kam4 ,bei der kartographischen ,darstellung des ihm bekannten ,teiles der ,erdoberflche konnte 99,ptolemos99 ihre ,krmmung nicht mehr unbercksichtigt lassen4 ,es galt daher1 eine ,methode zu benutzen1 welche ,teile einer ,kugelflche in der ,ebene zu zeichnen ermglichte4 ,diese ,aufgabe lste 99,ptolemos991 indem er eine ,projektionsart empfahl1 die grundlegend fr die weitere ,entwicklung der ,kartographie gewesen ist4 99,marinus99 von ,tyrus1 der ,vorgnger des 99,ptolemos991 hatte die ,parallel- und die ,lngenkreise smtlich als gerade ,linien und die letzteren parallel zueinander gezeichnet4 ,die ,lngengrade wurden dadurch fr die nrdlichen ,gegenden der ,erde viel zu gro1 was 99,ptolemos99 durch sein ,projektionsverfahren zu vermeiden suchte4 99,ptolemos99 erlutert es mit folgenden ,worten3 ,es wird richtig sein1 zwar die ,meridiane als gerade ,linien zu zeichnen1 die ,breitengrade dagegen als ,stcke von ,kreisen1 die um ein und dasselbe ,zentrum gezogen sind4 ,dieses wird senkrecht ber den ,nordpol gedacht4 ,von dort aus wird man die ,meridiane als gerade ,linien zeichnen mssen1 damit die annhernde hnlichkeit mit der ,kugelflche gesichert wird4 ,dies geschieht dadurch1 da die ,meridiane senkrecht zu den ,breitenkreisen bleiben und in dem gemeinsamen ,pole zusammenlaufen#eif4 ,whrend der mathematische ,teil der ,erdkunde infolge der bedeutenden ,fortschritte der ,astronomie sehr gefrdert wurde1 blieb auch die physische ,erdkunde nicht zurck4 ,von groem ,einflu war hier die ,erweiterung des ,gesichtskreises durch die rmischen ,eroberungszge und der dadurch bedingte kosmopolitische ,zug1 welcher die gesamte ,erde als ,wohnsitz des ,menschen aufzufassen lehrte4 ,insbesondere spricht sich dieser ,zug in 99,strabon99 aus1 von dessen ,erdbeschreibung 99,humboldt99#eig sagt1 sie bertreffe an ,mannigfaltigkeit und ,groartigkeit alle geographischen ,arbeiten des ,altertums4 99,strabon99 lt ,inseln und ganze ,kontinente1 in bereinstimmung mit den ,ansichten der heutigen ,geologen1 durch vulkanische ,krfte emporgehoben werden4 ,nicht nur kleine ,inseln knnen gehoben werden1 heit es bei 99,strabon99#eih1 sondern auch groe1 ja selbst ,festland4 ,von ,sizilien sagt er1 man mchte es nicht fr ein ,bruchstck ,italiens halten1 sondern vermuten1 es sei durch das ,feuer des tna aus der ,tiefe emporgehoben worden4 ,doch errtert 99,strabon99 auch die ,mglichkeit1 da ,sizilien durch ein ,erdbeben von ,italien getrennt worden sei4 ,als ,beweis1 da ,inseln auf vulkanischem ,wege entstehen1 fhrt er an1 da sich im ,jahre #aif v4 ,chr4 in der ,nhe von ,thera1 dem heutigen ,santorin1 unter ,feuererscheinung eine ,insel von #ab ,stadien ,umfang erhoben habe4 ,wie ,sizilien1 so betrachtete 99,strabon99 auch ,capri und andere der ,kste benachbarte ,inseln als frhere ,teile des ,festlandes1 whrend inmitten des ,meeres gelegene ,inseln1 wie jene ,neubildung in der ,nhe ,theras1 durch vulkanische ,ttigkeit entstanden sein sollten4 ,bei 99,strabon99 begegnet uns brigens auch zuerst die ,ansicht1 da die ,vulkane ,sicherheitsventile der ,erde seien4 ,die ,alten wollten nmlich beobachtet haben1 da ,sizilien in ,zeiten einer erhhten ,ttigkeit der in der ,nhe dieser ,insel liegenden ,vulkane und des tna weniger unter ,erdbeben zu leiden habe4 ,auch die ,versteinerungen werden von 99,strabon99 richtig gedeutet4 ,so tritt er bei der ,besprechung der linsenfrmigen ,nummuliten des ,kalksteins1 aus dem die ,pyramiden von ,gizeh erbaut sind1 der ,meinung entgegen1 da es sich hier um erhrtete berreste von den ,speisen der ,erbauer handeln knne4 ,schon 99,eratosthenes99 habe erwhnt1 da ,tausende von ,stadien vom ,meere entfernt ,schnecken und ,muscheln gefunden wrden#eii4 ,man msse daher annehmen1 da einst groe ,teile des ,festlandes fr eine gewisse ,zeit berschwemmt gewesen und dann wieder trocken geworden seien4 ,der ,boden des ,meeres sei ferner uneben wie die ,oberflche des ,landes und das ,meer infolgedessen von verschiedener ,tiefe4 ,als ,beweis fr eine auerordentliche1 in historischer ,zeit erfolgte ,verschiebung der ,meereskste erwhnt 99,strabon99 von einer frheren ,seestadt sdlich der ,pomndung1 da sie #ij ,stadien vom ,ufer entfernt liege4 ,seit jener ,zeit ist diese ,kste bekanntlich um einen weiteren erheblichen ,betrag meerwrts hinausgeschoben worden1 so da ,ravenna1 das z4 ,b4 zur ,zeit 99,strabons99 noch ,seestadt war1 jetzt sieben ,kilometer von der ,kste entfernt liegt4 99,strabon99 besitzt auch bezglich der erodierenden ,ttigkeit des ,wassers1 der ,ursache von ,ebbe und ,flut1 sowie der ,abnahme der ,temperatur mit der ,erhebung richtige ,vorstellungen4 ,er ahnt sogar das ,vorhandensein einer zweiten ,kontinentalmasse neben der von ,europa1 ,asien und ,afrika gebildeten1 wenn er sagt3 ,es ist wohl mglich1 da in demselben gemigten ,erdgrtel1 welcher durch das ,atlantische ,meer geht1 auer der von uns bewohnten ,welt noch eine andere oder selbst mehrere liegen4 99,columbus99 lie sich dagegen von der ,vorstellung leiten1 da eine ,fahrt nach ,westen unmittelbar zu den stlichen ,gestaden des asiatischen ,festlandes fhren msse4 ,auch bei den ,rmern war man auf dem ,gebiete der physikalischen ,geographie gegen den ,ausgang des ,altertums zu ziemlich klaren ,vorstellungen gelangt4 ,so verdankt man dem 99,vitruvius99#fjj eine im ganzen richtige ,theorie der ,quellenbildung nebst einer darauf beruhenden ,anweisung zur ,auffindung von ,quellen1 whrend 99,seneca99#fja die durch das ,wasser auf der ,erdoberflche hervorgerufenen ,vernderungen recht gut schildert und die ,springfluten darauf zurckfhrt1 da bei ihnen auer dem ,monde auch die ,sonne zur ,wirkung gelangt4 ,nicht gering waren ferner die ,kenntnisse auf dem ,gebiete der ,lnderkunde whrend der letzten ,jahrhunderte vor ,beginn unserer ,zeitrechnung4 ,was die ,kenntnis der einzelnen ,lnder anbelangt1 so ergnzt die ,erdbeschreibung 99,strabons99 in glcklicher ,weise diejenige des 99,ptolemos994 99,strabon99 hat mehr die europischen1 99,ptolemos99 dagegen mehr die asiatischen ,lnder bercksichtigt4 ,nur in bezug auf das nrdliche und stliche ,germanien ist der ,bericht des 99,ptolemos99 wieder als der reichhaltigere zu bezeichnen4 99,ptolemos99 erffnete1 sagt 99,ranke99#fjb1 durch seine ,beschreibung der ,lnder jenseits des ,rheines und der ,donau gleichsam eine neue ,welt4 ,er zerstrte ferner den ,wahn1 da das ,kaspische ,meer in das ,weltmeer mnde und wies die ,abgeschlossenheit jenes ,beckens nach4 ,seine ,darstellung sttzte 99,ptolemos99 besonders auf die geographischen ,kenntnisse der ,phnizier und auf die ,berichte1 welche ihm der ,karawanenhandel zufhrte4 ,auch die ,zge ,alexanders1 die gewaltige ,ausdehnung der ,rmerherrschaft1 sowie die ,reisen1 welche die damaligen ,geographen im ,gefolge der ,heere1 der ,statthalter und ,gesandtschaften unternahmen1 hatten eine ,flle von ,material geliefert4 ,so wute man z4 ,b4 ber ,indien zur ,zeit des 99,ptolemos99 viel mehr als zur ,zeit 99,mercators99 am ,schlusse des #af4 ,jahrhunderts#fjc4 ,nach 99,herodots99 ,erzhlung 7,,iv1 #db7 lie der gyptische ,knig 99,necho99 um #fjj v4 ,chr4 phnizische ,schiffer vom ,roten ,meere aus ,afrika umsegeln und durch die ,strae von ,gibraltar nach gypten zurckkehren4 ,die ,fahrt soll #c ,jahre gedauert haben4 99,herodots99 ,erzhlung ist oft angezweifelt worden4 ,soviel ist indes gewi1 da im ,altertum der quator berschritten wurde4 ,denn die ,schiffer sagten aus1 bei ihrer ,fahrt um ,lybien herum nach ,westen habe die ,sonne um ,mittag zur rechten ,hand1 also im ,norden1 gestanden4 99,herodot99 fgt dieser ,angabe hinzu1 er knne das nicht glauben2 vielleicht gbe es andere1 die es glauben knnten4 ,diese ,erzhlung 99,herodots99 hat man als einen ,beweis dafr betrachtet1 da die ,fahrt wirklich stattgefunden hat#fjd4 ,die ,quelle1 aus welcher 99,ptolemos99 bei der ,abfassung seiner1 acht ,bcher umfassenden1 ,geographie besonders schpfte1 waren die ,reiseberichte des 99,marinus99 aus ,tyrus#fje4 ,in den phnizischen ,hfen besa man auf ,grund des ausgedehnten ,handels1 der von dort aus getrieben wurde1 eine ausgedehnte ,kenntnis aller von phnizischen ,schiffen besuchten ,lnder1 ,inseln und ,meere4 ,nach diesem ,material entwarf 99,marinus99 eine ,karte1 die sich unter dem ,namen der ,tyrischen ,weltkarte in der ,bibliothek zu ,alexandrien befand4 ,die ,lngen- und die ,breitengrade waren bei 99,marinus99 gerade ,linien1 die sich unter rechten ,winkeln schnitten4 ,fr den damals bekannten ,teil der ,erde 7#cj4-dj4 ,breitengrad7 ergab diese ,projektionsart1 die man wohl als die platte bezeichnet1 ein ,netz von ,rechtecken4 ,fr den quator als mittleren ,breitengrad wrde das ,netz aus ,quadraten bestanden haben4 99,marinus99 von ,tyrus wurde durch seine ,plattkarte der ,begrnder der mathematischen ,geographie4 ,er ging von einem ,gradkreuz aus1 das er aus dem ,meridian und dem ,breitenparallel von ,rhodos 7#cf7 bildete und zu einem ,netz rechtwinklig sich schneidender ,linien erweiterte4 99,ptolemos99 sagt von 99,marinus991 auf dessen ,arbeiten er sich besonders sttzt1 dieser habe einen so groen ,reichtum an ,nachrichten der ,alten und der ,neueren zusammengebracht und so viele ,reiseberichte und ,werke bercksichtigt1 wie keiner seiner ,vorgnger4 ,dementsprechend sind auch die ,angaben1 die 99,ptolemos99 von den asiatischen ,lndern macht1 weit reichhaltiger als diejenigen1 welche durch die rmischen ,geographen auf uns gekommen sind4 ,so nennt 99,ptolemos99 viele ,stdte1 ,flsse und ,berge der ,insel ,ceylon 7,taprobane71 von der 99,plinius99 kaum etwas zu erzhlen wei4 99,ptolemos99 kennt auch die ,sundainseln4 ,vorderindien ist ihm so gut bekannt1 da er von #ci ,orten nicht nur die ,lage1 sondern auch die ,dauer des lngsten ,tages nach genaueren ,beobachtungen angibt4 ,die ,flsse und ,berge ,indiens1 die er nennt1 sind den ,europern bis ins #af4 ,jahrhundert hinein unbekannt geblieben4 ,die geographischen ,kenntnisse der ,phnizier1 auf denen 99,ptolemos99 fute1 erstreckten sich also keineswegs nur auf die ,meere und die ,ksten1 sondern auch auf das ,innere der ,kontinente4 ,sogar der ,weg ber ,land vom ,euphrat ber ,baktrien und ein hohes ,gebirge1 das sich bis nach ,china erstrecke1 wird beschrieben#fjf4 ,weitere ,fortschritte der ,physik4 ,wir haben die ,fortschritte1 welche die ,astronomie und die mit ihr emporblhende ,geographie in den ersten nachchristlichen ,jahrhunderten erlebten1 als die wichtigsten wissenschaftlichen ,ereignisse an die ,spitze dieses ,zeitraumes gestellt4 ,es gilt jetzt1 der ,naturlehre und der ,naturbeschreibung1 die weniger hervortreten1 eine kurze ,darstellung zu widmen4 ,die ,mechanik hatte in der vorchristlichen ,zeit in 99,archimedes99 und in 99,heron99 ihren ,hhepunkt erreicht4 ,als ihr ,hauptvertreter whrend des jetzt zu schildernden ,zeitraumes ist der ,alexandriner 99,pappos99 zu nennen1 der sich auch um die ,weiterbildung der ,mathematik verdient gemacht hat4 99,pappos99 lebte gegen das ,ende des #c4 ,jahrhunderts n4 ,chr4 ,sein auf uns gekommenes ,werk besteht aus #h ,bchern und fhrt den ,namen ,die ,sammlung#fjg4 ,besonders das letzte ,buch bringt geometrisch begrndete ,lehren der ,mechanik1 wie die ,lehre vom ,schwerpunkt und von der schiefen ,ebene4 ,es behandelt auch die ,aufgabe1 eine gegebene ,last durch eine gegebene ,kraft mit ,hilfe von ,zahnrdern zu bewegen1 deren ,durchmesser in gewissen ,verhltnissen stehen4 ,das #g4 ,buch des 99,pappos99 enthlt jenen wichtigen ,satz1 der unter dem ,namen der 99,guldin99schen ,regel erst im #ag4 ,jahrhundert wieder allgemeiner bekannt wurde1 den ,satz nmlich1 da der ,inhalt eines ,rotationskrpers gleich dem ,produkt aus der rotierenden ,flche und dem ,wege ihres ,schwerpunktes ist4 ,erwhnt sei ferner noch1 da sich bei 99,pappos99 in solch ausgedehntem ,mae die ,verwendung von ,buchstaben zur ,bezeichnung allgemeiner ,zahlen findet1 wie bei keinem ,schriftsteller vor ihm1 so da uns bei 99,pappos99 schon die ,elemente der ,buchstabenrechnung begegnen4 ,von der ,frderung der ,optik und der ,akustik whrend der ersten ,bltezeit der alexandrinischen ,schule wurde an frherer ,stelle gehandelt4 ,bemerkenswert ist1 da die ,optik auch whrend der zweiten ,bltezeit erheblich gefrdert wurde4 ,und zwar geschah dies durch denselben 99,ptolemos991 dessen ,verdienste auf dem ,gebiete der ,astronomie und der ,geographie wir soeben als so hervorragend anerkannt haben#fjh4 ,wir finden nmlich bei 99,ptolemos99 einen der merkwrdigsten ,anstze zu der dem ,altertum im brigen nur wenig gelufigen induktiven ,behandlung einer physikalischen ,erscheinung4 ,es handelt sich um die ,ablenkung1 die ein ,lichtstrahl beim bergange aus einem ,mittel in ein zweites von anderer ,dichte erfhrt1 whrend das ,licht sich in ein- und derselben ,substanz geradlinig fortpflanzt4 ,selbst der frhesten ,beobachtung konnte es nicht entgehen1 da diese ,brechung um so grer ist1 je schrger das ,licht die ,grenzflche zwischen beiden ,mitteln trifft4 ,der erste ,schritt auf dem ,wege des induktiven ,verfahrens mute darin bestehen1 da man die ,erscheinung messend verfolgte und fr eine ,reihe von ,einfallswinkeln die ,gre der entsprechenden ,brechungswinkel durch den ,versuch bestimmte4 ,letzteres geschah durch 99,ptolemos994 ,mit einem fr diesen ,zweck verfertigten ,werkzeug ma er fr die ,einfallswinkel von #aj1 #bj1 #cj usw4 die zugehrigen ,brechungswinkel4 ,sein ,apparat bestand aus einer ,scheibe1 die in ,grade geteilt war und bis zum ,mittelpunkt in ,wasser tauchte 7,abb4 #dg74 ,das ,verfahren war folgendes3 ,ein ,lichtstrahl ,,bc wurde durch eine ,marke ,b des ber dem ,wasserspiegel ,,mn befindlichen ,scheibenstckes nach dem ,mittelpunkte ,c der ,scheibe geleitet4 ,an dieser ,stelle fand beim ,eintritt in das ,wasser die ,brechung statt4 ,der gebrochene ,strahl ,,cd setzte seinen ,weg unter ,wasser fort1 bis er den ,umfang der ,scheibe in einem auf der ,gradeinteilung abzulesenden ,punkt ,d wieder traf4 ,die ,werte1 welche 99,ptolemos99 auf solche ,weise erhielt1 sind in folgender ,tabelle zusammengestellt3 ,einfallswinkel 77 ,brechungswinkel 77 #aj #h 7statt #g #bi'7 #bj #ae #cj' 7 #ad #ea'7 #cj #bb #cj' 7 #bb --7 #dj #bi 7 #bh #di'7 #ej #ce 7 #cd #c'7 #fj #dj #cj' 7 #dj #cj'7 #gj #de #ej' 7 #dd #dh'7 #hj #ej 7 #dg #cf'7 ,illustration3 ,abb4 #dg4 ,ptolemos mit die ,brechungswinkel4 ,der ,brechungsexponent fr den bergang des ,lichtes aus ,luft in ,wasser ergibt sich daraus gleich #a1ca1 whrend dieser ,wert nach neueren ,messungen #a1cc betrgt#fji4 ,das ,ergebnis war also im ,hinblick auf die ,art des ,verfahrens recht genau1 ein ,beweis1 da eins der wichtigsten ,erfordernisse der exakten ,forschung1 die ,schrfe der ,messung nmlich1 dem 99,ptolemos99 nicht mangelte4 99,ptolemos99 benutzte sein ,ergebnis auch zur ,erklrung einer astronomischen ,erscheinung4 ,er schlo nmlich1 da der ,lichtstrahl auch beim ,durchgange durch die ,atmosphre eine ,brechung erleidet1 die vom ,zenith nach dem ,horizont allmhlich zunimmt und unter dem ,namen der atmosphrischen ,refraktion bekannt ist4 ,diese ,refraktion machte sich ihm z4 ,b4 dadurch bemerklich1 da er die ,poldistanz eines ,gestirnes beim ,auf- und ,untergang kleiner fand als zur ,zeit der oberen ,kulmination4 ,nach dem ,messen besteht der nchste ,schritt auf dem ,wege des induktiven ,verfahrens in dem ,auffinden einer gesetzmigen ,beziehung zwischen den gegebenen und den gefundenen ,gren4 99,ptolemos99 hat auch diesen ,schritt auf dem ,gebiete der ,physik zu machen versucht4 ,wenn es ihm auch nicht gelang1 die gefundenen ,beziehungen auf einen mathematischen ,ausdruck zurckzufhren1 so sprach er doch das ,grundgesetz der ,dioptrik dahin aus1 da der ,lichtstrahl beim bergnge aus einem dnneren in ein dichteres ,mittel zum ,einfallslote hin gebrochen wird4 ,er findet es sogar wahrscheinlich1 da fr je zwei ,stoffe stets ein bestimmtes ,verhltnis zwischen dem ,einfalls- und ,brechungswinkel obwaltet4 ,nachdem das ,problem der ,brechung soweit gefrdert war1 hat es lange geruht4 ,zwar beschftigte es die gerade auf dem ,gebiete der ,optik sehr ttigen ,araber#faj4 ,doch gelangten diese nicht wesentlich ber 99,ptolemos99 hinaus4 ,auch 99,johann ,kepler99 hat sich damit befat1 indem er nach einem spter zu beschreibenden ,verfahren ,messungen ber die ,brechung anstellte und den ,begriff des ,grenzwinkels einfhrte4 ,seine ,lsung fand das ,problem indes erst im #ag4 ,jahrhundert durch 99,snellius991 den wir als den ,entdecker des ,brechungsgesetzes kennen lernen werden4 ,erwhnung verdient auch des 99,damianos99 ,schrift ber die ,optik#faa4 ber die ,lebensumstnde 99,damians99 ist nichts ,nheres bekannt4 ,seine ,schrift ber die ,optik ist jedenfalls spter als diejenige des 99,ptolemos99 verfat4 ,eigentmlich ist die ,begrndung1 welche 99,damian99 ber die optischen ,ansichten der ,griechen bringt4 ,es sollen hier deshalb einige ,stellen in freier bersetzung ,platz finden3 99 99 99 99 99 ,die ,gestalt unserer ,augen1 die nicht wie die brigen ,sinneswerkzeuge hohl und dadurch fr die ,aufnahme von irgend etwas eingerichtet1 sondern kugelfrmig sind1 beweist1 da eine ,ausstrahlung von uns ausgeht4 ,da diese ,ausstrahlung ,licht ist1 das zeigen die von den ,augen aufleuchtenden ,blitze4 ,bei den ,nachttieren erscheinen die ,augen bei ,nacht sogar leuchtend4 ,noch deutlicher wird diese ,ansicht1 wenn wir die ,gleichartigkeit unseres ,sehorgans mit der ,sonne dargelegt haben werden4 ,da die ,sehstrahlen1 die von unserem ,auge ausgehen1 mglichst schnell zu dem sichtbaren ,gegenstande gelangen sollen1 so mssen sie sich in gerader ,linie bewegen4 ,und ferner1 wenn sie davon mglichst viel erfassen sollen1 werden sie in ,kreisform darauf losgehen4 ,denn alles was den lebenden ,wesen ntzlich ist1 pflegt die ,natur zu tun4 ,um die sichtbaren ,gegenstnde in ,kreisform zu treffen1 mssen die ,sehstrahlen entweder die ,gestalt eines ,zylinders oder eines ,kegels haben4 ,ein ,zylinder kann nicht in ,betracht kommen1 weil dann nicht ,gegenstnde erfat werden knnten1 die grer als das ,auge sind4 ,die ,sehstrahlen haben daher die ,gestalt eines ,kegels4 ,die geradlinige ,fortbewegung des ,sehstrahls1 seine ,zurckwerfung und seine in groe ,entfernung reichende und 99zeitlos99 sich vollziehende ,fortbewegung3 ,dies alles kann man auch an den ,sonnenstrahlen beobachten4 ,auch vermag unser ,sehstrahl durch diejenigen ,gegenstnde1 durch welche die ,sonnenstrahlen hindurchdringen1 wie ,glas und ,wasser1 gleichfalls seinen ,weg zu nehmen4 99 99 99 99 99 ,nach der ,betrachtung der ,fortschritte1 die sich besonders unter der ,mitwirkung des 99,ptolemos99 auf dem ,gebiete der ,astronomie1 der ,geographie und der ,physik vollzogen1 wollen wir uns in groen ,zgen den ,besitz vergegenwrtigen1 ber den das ,altertum whrend der rmisch-alexandrinischen ,periode in den brigen ,zweigen der ,naturwissenschaften verfgte4 ,whrend die ,mechanik1 die ,optik und die ,akustik ihre ,grundlagen erhielten1 blieb man auf den ,gebieten der ,wrme1 des ,magnetismus und der ,elektrizitt bei einigen rohen ,beobachtungen und dunklen ,deutungen stehen4 ,der ,magnetstein und seine ,eigenschaft1 das ,eisen anzuziehen1 waren schon dem frhesten griechischen ,altertum bekannt4 ,da man der ,seele das ,vermgen1 etwas zu bewegen1 zuschrieb1 glaubte man1 da der ,magnet1 hnlich wie das ,tier und die ,pflanze1 beseelt sei#fab4 ,auch die ,eigenschaft des ,magneten1 durch andere ,stoffe hindurch zu wirken1 konnte nicht lange verborgen bleiben4 ,so erzhlt 99,lukrez991 der in seinem ,werke ,de rerum natura die magnetischen ,erscheinungen mit behaglicher ,breite schildert3 ,ich sah eiserne ,spn' aufkochen und wallen in ehernen ,schalen1 wenn der magnetische ,stein denselbigen untergelegt ward#fac4 ,auch die bei ,uneingeweihten das grte ,staunen erregenden1 schon 99,platon99 bekannten ,ketten1 welche aus eisernen1 magnetisch gemachten ,ringen bestanden1 die nicht ineinander griffen1 sondern sich nur berhrten1 beschreibt 99,lukrez994 ,er wagt sich sogar an eine ,erklrung der magnetischen ,erscheinungen4 ,wie von manchen ,krpern1 so sollen auch vom ,magneten ,teilchen ausstrmen1 welche die benachbarte ,luft zurckdrngen4 ,infolgedessen strzen urpltzlich des ,eisens ,stoffe sich hin nach dem ,leeren1 und also geschieht es#fad4 ,da der ,magnet zwei ,pole besitzt1 und zwischen diesen eine ,indifferenzzone liegt1 scheint den ,alten entgangen zu sein#fae4 ,auch die ,richtkraft kannten sie nicht1 whrend die ,chinesen mit ihr schon vor ,beginn unserer ,zeitrechnung vertraut waren4 ,die ,grunderscheinung der ,reibungselektrizitt ist den alten ,vlkern jedenfalls bekannt geworden1 sobald sie durch den ,handel in den ,besitz des ,bernsteins gelangten1 da dieser in besonders auffallender ,weise nach dem ,reiben leichte ,krperchen anzieht4 ,so sagt 99,plinius993 brigens zieht ,bernstein1 wenn er durch ,reiben mit den ,fingern ,lebenswrme erhalten hat1 trockene ,bltter1 ,spreu und ,bast gerade so an wie der ,magnet das ,eisen#faf4 ,den ,bernstein nannten die ,alten ,elektrum4 ,aus diesem ,worte ist die ,bezeichnung ,elektrizitt fr die am ,bernstein zuerst beobachtete ,eigenschaft entstanden4 ,auch an anderen ,stoffen scheinen die ,alten jene ,eigenschaft gelegentlich bemerkt zu haben#fag1 doch ahnten sie keinen ,zusammenhang zwischen ihr und dem ,gewitter4 ,zwar erblickten die ,philosophen in dem ,blitz und dem ,donner nicht mehr1 wie das in den ,anschauungen einer heidnischen ,naturreligion befangene ,volk1 das ,gescho und die ,stimme des ,zeus4 ,man war aber auch noch weit entfernt von einer richtigen ,deutung der ,erscheinung4 99,anaximander99 z4 ,b4 hielt den ,blitz fr die in den ,wolken verdichtete ,luft1 die pltzlich mit ,gerusch hervorbreche4 99,plinius99 spricht vom ,blitz und vom ,donner mit folgenden ,worten3 ,bricht der ,wind aus einer greren ,hhlung einer herabgedrckten ,wolke hervor1 so nennt man ihn ,orkan4 ,hat sich der ,wind in dem ,augenblicke1 in dem er die ,wolke durchbrach1 entzndet1 so ist er ein ,blitz4 ,da man den ,blitz eher sieht1 als man den ,donner hrt1 obgleich sie zugleich entstehen1 ist gewi nicht zu verwundern1 da das ,licht schneller ist als der ,schall4 ,blitz und ,donner erfolgen gleichzeitig1 so hat es die ,natur geordnet#fah4 ,auch mit den stillen elektrischen ,entladungen1 die man als ,elmsfeuer bezeichnet1 waren die ,alten wohl bekannt4 99,plinius99 beschreibt die ,erscheinung folgendermaen3 ,es entstehen sogar auch ,sterne zu ,wasser und zu ,lande4 ,ich selbst sah bei dem nchtlichen ,wachtdienst der ,soldaten auf den ,speeren auerhalb des ,walles einen ,lichtschein von dieser ,gestalt haften4 ,auch auf die ,rahen und andere ,teile der ,schiffe setzen sich dergleichen ,sterne mit einem eigentmlichen1 vernehmbaren ,ton1 wobei sie1 wie ,vgel1 ihren ,sitz oft wechseln#fai4 ,aus manchen ,literaturstellen und antiken ,einrichtungen 7vergoldete ,spitzen von ,tempeln1 mit ,kupfer beschlagene ,stangen7 glaubte man schlieen zu drfen1 da die alten ,vlker schon ,blitzableiter verwendet htten4 ,aus der ,kritik des vorhandenen ,materials ergibt sich jedoch1 da von einer 99bewuten99 ,anwendung von ,blitzableitern vor 99,benjamin ,franklin99 nicht die ,rede sein kann#fbj4 ,auch das ,phnomen der tierischen ,elektrizitt war den ,alten wohl bekannt4 ,es entzog sich aber gleichfalls ihrer ,einsicht4 ,gelang doch eine ,erklrung der atmosphrischen ,erscheinungen aus den ,gesetzen der ,reibungselektrizitt erst im #ah4 ,jahrhundert1 whrend ein ,verstndnis der ,gesetze der tierischen ,elektrizitt erst in der neuesten ,periode1 nach der ,entdeckung des ,galvanismus1 anbrach4 ,dem ,zitterrochen steht ein gefhrliches ,gift zu ,gebote1 schreibt der griechische ,verfasser eines im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 entstandenen ,werkes#fba1 von ,natur ist er schwach und so langsam1 da es aussieht1 als knne er nur kriechen4 ,er besitzt auf jeder ,seite ein ,gewebe1 das denjenigen1 der es berhrt1 sogleich jeder ,kraft beraubt1 sein ,blut erstarren macht und seine ,glieder lhmt4 99,plinius99 ahnt schon1 da man es hier mit einem ,vorgang ganz eigener ,art zu tun hat1 wenn er sagt#fbb3 ,der ,zitterrochen lhmt selbst aus der ,ferne1 sobald er nur mit der ,lanze berhrt wird1 den strksten ,arm4 ,man ersieht daraus1 da es unsichtbare ,krfte gibt4 ,da auch der menschliche ,krper wie die ,lanze diese eigentmliche ,wirkung fortzuleiten vermag1 ist zwar eine ,entdeckung der neueren ,zeit1 doch erwhnt ein anderer ,schriftsteller des ,altertums1 da schon ,erschtterung eintritt1 wenn man ,wasser aus einem ,gef1 in dem sich ein ,zitterrochen befindet1 auf die ,hand oder den ,fu giee#fbc4 ,die ,heilkunde versumte nicht1 aus dieser merkwrdigen ,erscheinung ,nutzen zu ziehen4 ,so finden wir bei 99,galen99 berichtet1 da er einem an ,kopfschmerzen leidenden ,menschen einen lebenden ,zitterrochen genhert1 und da dieser sich als schmerzstillendes ,mittel erwiesen habe#fbd4 99,avicenna99 799,ibn ,sina9971 der arabische ,bearbeiter der ,schriften 99,galens991 wiederholt diese ,angabe4 ,die ,anfnge der ,chemie4 ,erfreute sich die ,physik im ,altertum wenigstens auf einigen ihrer ,gebiete schon einer wissenschaftlichen ,behandlung1 so war dies bezglich der ,chemie noch nicht der ,fall4 ,hier konnte ein ,einblick in das ,wesen der ,erscheinungen nur auf ,grund zahlreicher1 zielbewuter ,versuche erlangt werden1 und einer solchen ,forschungsrichtung erwies sich die ltere ,periode wenig geneigt4 ,was wir ber die ,anfnge der ,chemie berichten knnen1 ist1 da man durch die ,heilkunde und durch die ,gewerbe1 insbesondere den ,httenbetrieb1 allmhlich mit einer ,anzahl von chemischen ,vorgngen bekannt wurde1 ohne da es gelang1 eine ,verknpfung dieser ,vorgnge unter sich oder mit anderen ,gruppen von ,erscheinungen zu finden4 ,alle ,erklrungen1 die man fr die stofflichen ,vernderungen aufstellte1 hatten nur den ,wert bloer ,philosopheme1 zu deren ,prfung man noch keine ,mittel besa4 ,den grten ,einflu auf die weitere ,beschftigung mit chemischen ,dingen hat wohl jene ,lehre gehabt1 welche die ,welt auf einen einzigen ,urstoff zurckfhrte1 der sich den ,sinnen in vier ,erscheinungsformen1 als ,feuer1 ,erde1 ,luft und ,wasser1 offenbaren sollte4 ,im ,einklang mit dieser ,lehre stand auch das gegen den ,ausgang des ,altertums auftretende ,bestreben1 unedle ,metalle in edle zu verwandeln1 ein ,problem1 das whrend des ganzen ,mittelalters als ,ziel und ,zweck der ,chemie betrachtet wurde4 ,die ,kenntnis und die ,verwendung der ,metalle war im ,altertum schon eine recht ausgedehnte4 ,blei z4 ,b41 das gleich dem ,eisen sich nur selten als solches findet und aus ,bleiglanz dargestellt wurde1 fand schon im alten ,rom zu ,wasserleitungsrhren ,verwendung4 ,zinn und ,zink waren nicht in reinem ,zustande1 sondern nur als ,bestandteile von ,legierungen bekannt4 ,diese wurden erhalten1 indem man ,zinnstein oder den zinkhaltigen ,galmei den ,kupfererzen bei ihrer ,verhttung zusetzte4 ,auch die ,gewinnung des ,quecksilbers durch ,erhitzen von ,zinnober mit ,eisen war schon dem ,altertum gelufig4 ,die ,darstellung von chemischen ,prparaten1 soweit sie nicht durch bloe ,oxydation entstehen1 war kaum mglich1 so lange man sich nicht im ,besitze der ,mineralsuren befand4 ,mit ihrer ,darstellung waren die ,alten jedoch noch nicht vertraut4 ,die einzige ihnen bekannte ,sure war eine organische1 die ,essigsure4 ,die ,tatsache1 da ,marmor und ,kalkstein beim ,glhen eine neue ,substanz liefern1 die1 mit ,wasser in ,verbindung gebracht1 ein vorzgliches ,baumaterial abgibt1 wute man indes wohl zu verwerten4 ,in der spteren ,rmerzeit finden wir auch ,zement in ,anwendung1 ohne den manches gewaltige ,bauwerk nicht ausfhrbar gewesen wre4 ,auch da der gebrannte ,kalk die ,soda tzender macht1 war schon im ,altertum bekannt#fbe4 ,dagegen blieb die chemische ,natur gasfrmiger ,substanzen in ,dunkel gehllt4 ,zwar bemerkte man1 da bei der ,grung und an manchen ,stellen der ,erde ein ,gas auftritt1 das zur ,atmung nicht geeignet ist4 ,es kam jedoch niemandem in den ,sinn1 in dieser ,luftart ein von der natrlichen ,luft verschiedenes ,gas zu erkennen4 ,einen gewaltigen ,ansto zur ,beschftigung mit stofflichen ,vernderungen rief der ,gedanke hervor1 durch geeignete ,behandlung knne aus unedlen ,metallen ,edelmetall gewonnen werden4 ,eine gewissermaen theoretische ,grundlage fand dieses ,streben in den ,lehren des 99,platon99 und des 99,aristoteles994 ,das alchemistische ,problem begegnet uns schon in den ersten ,jahrhunderten n4 ,chr4 in gypten bei ,gelehrten der alexandrinischen ,schule4 ,es sttzte sich auf die1 whrend einer langen vorhergehenden ,periode rein empirisch erworbenen1 nicht unbetrchtlichen ,kenntnisse ber die ,metalle1 ihre ,gewinnung und ihre wichtigsten ,legierungen4 ,auch fr die ,folgezeit kann man wohl sagen1 da die ,geschichte der ,alchemie und diejenige der ,metallurgie im wesentlichen zusammenfallen#fbf4 ,die gypter unterschieden nach 99,lepsius99 in ihren ,inschriften acht mineralische ,erzeugnisse1 die sie fr besonders wertvoll hielten4 ,es waren vor allem das ,gold1 die als ,elektrum bezeichnete ,legierung von ,gold und ,silber1 das ,silber und der ,lapis lazuli4 ,bei den ersten ,alchemisten spielte das ,blei eine groe ,rolle4 ,da man aus dem ,rohblei ,silber abzuscheiden vermochte1 glaubte man1 das ,blei sei fr die ,erzeugung von anderen ,metallen hervorragend geeignet4 ,zinn findet sich zwar in den ,bronzen der alten gypter4 ,wahrscheinlich kannten sie das reine ,zinn aber nicht#fbg4 ,auch das ,quecksilber1 das seiner merkwrdigen ,eigenschaften wegen bei den ,alchemisten die grte ,rolle spielte1 war den alten gyptern wohl noch nicht bekannt4 ,es kam erst bei den ,griechen und ,rmern in ,gebrauch4 99,plinius99 nennt es eine bestndige ,flssigkeit und ein ,gift fr alles#fbh4 ,nachdem durch lange ,zeitrume chemische1 vor allem metallurgische ,einzelkenntnisse gesammelt waren1 begegnet uns bald nach ,beginn der christlichen ,zeitrechnung die bestimmte1 als ,alchemie bezeichnete ,richtung1 deren ,ziel die ,umwandlung unedler ,stoffe in edle ,metalle war4 ,die lteste gyptische ,handschrift1 die uns davon ,kenntnis gibt1 stammt aus dem #c4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,die ,alchemie tritt uns darin in ,verbindung mit der ,astrologie entgegen4 ,darauf deutet auch hin1 da dem ,gold die ,sonne1 dem ,silber der ,mond und den brigen ,metallen die ,planeten entsprachen4 ,aus der ,beobachtung1 da man durch ,zusammenschmelzen unedler ,metalle dem ,golde und dem ,silber hnliche ,legierungen erhlt1 da aus ,rohblei durch geeignete ,behandlung wirkliches ,silber und aus ,amalgam ,gold abgeschieden werden kann1 hatte sich nmlich die ,annahme von der ,mglichkeit1 unedle ,metalle in edle zu verwandeln1 gebildet4 ,bei dem ,mangel an ,einsicht in den chemischen ,proze hielt man die genannten ,vorgnge fr wirkliche ,umwandlungen der ,stoffe4 ,da man nun durch ,verbesserung der httenmnnischen ,betriebe eine grere ,ausbeute erzielte1 so lag der ,gedanke nahe1 ob nicht durch geeignete ,behandlung das gesamte ,rohmaterial in edles ,metall verwandelt werden knne4 ,die ,periode1 in welcher die ,erforschung stofflicher ,vernderungen von diesem ,bestreben geleitet wurde1 hat man als das ,zeitalter der ,alchemie bezeichnet4 ,die ersten alchemistischen ,regungen begegneten uns schon bei den ,alexandrinern4 ,aus dem #c4 nachchristlichen ,jahrhundert sind nmlich ,schriften alexandrinischen ,ursprungs bekannt geworden1 die sich mit dem ,problem der ,metallveredelung beschftigen#fbi4 ,von den ,gelehrten des unterjochten gyptens und den nestorianischen ,schulen ,vorderasiens ging zweifelsohne fr die ,araber der ,antrieb aus1 sich mit dem gleichen ,problem zu befassen4 ,schon das ,wort ,chemie deutet vielleicht darauf hin4 ,es ist nmlich gleichlautend mit einer alten ,benennung gyptens4 ,wie 99,plutarch99 berichtet1 haben die ,bewohner dieses ,land der schwarzen ,farbe seines ,erdreichs wegen chmi genannt4 ,auch die ,bezeichnung schwarze ,kunst wrde dadurch vielleicht ihre ,erklrung finden4 ,nach neueren philologischen ,untersuchungen ist diese ,ableitung zweifelhaft geworden4 ,man ist heute geneigt1 mit 99,zosimos991 einem alchemistischen ,schriftsteller des #d4 nachchristlichen ,jahrhunderts1 das ,wort ,chemie von 99,chemes99 abzuleiten1 den 99,zosimos99 als den ,verfasser des ersten chemischen ,buches bezeichnet4 ,eine dritte ,auffassung geht dahin1 da das ,wort 1 welches ,metallgu bedeutet1 das ,stammwort fr ,chemie sei#fcj4 ,bei diesem ,stande der ganzen ,frage wird man sich also wohl dahin entscheiden mssen1 da der ,ursprung des ,wortes ,chemie vllig dunkel ist4 ,die alexandrinischen ,gelehrten1 sowie auch spter die ,araber1 die sich mit chemischen ,vorgngen befaten1 lieen sich in ihren ,anschauungen von den ,theorien leiten1 die 99,platon99 und 99,aristoteles99 ber die ,natur der ,materie entwickelt hatten4 ,die praktische ,grundlage1 auf der sich die ,alchemie erhob1 war neben der httenmnnischen ,gewinnung der ,metalle1 vor allem die ,verarbeitung der ,edelmetalle zu ,schmuckgegenstnden4 ,in dieser ,industrie regte sich seit den frhesten ,zeiten das ,bestreben1 ,minderwertiges an die ,stelle von ,wertvollem zu setzen und auf diese ,weise den ,kufer zu bervorteilen4 ,man erreichte dies entweder dadurch1 da man dem ,golde und dem ,silber andere ,metalle beimengte oder da man ,metalle und ,legierungen oberflchlich frbte1 um ihnen ein dem ,golde oder dem ,silber hnliches ,aussehen zu verleihen4 ,als ein ,mittel dieser ,art diente zum ,beispiel die ,verbindung des ,arsens mit dem ,schwefel1 die in der ,mineralogie noch heute den ,namen ,auripigment fhrt4 ,auch das ,quecksilber1 mit dem man in ,kleinasien und durch den von den ,karthagern in ,spanien betriebenen ,bergbau bekannt wurde1 fand zur ,herstellung von ,legierungen und oberflchlichen ,vernderungen schon lange vor dem ,beginn der christlichen ,zeitrechnung ,verwendung4 ,wenn man all diese ,praktiken1 an die sich bald gewisse ,vorstellungen und ,spekulationen anschlossen1 schon mit dem ,namen ,chemie belegen will1 so geht die chemische ,wissenschaft in ihren ,anfngen bis tief ins ,altertum zurck4 ,das ,bekanntwerden mit ,stoffen1 welche die ,metalle oberflchlich vernderten1 fhrte ganz von selbst zum ,suchen nach einem1 die gewnschten ,vernderungen hervorrufenden ,universalmittel4 ,so entstand die ,lehre vom ,stein der ,weisen1 dem man1 ohne ihn gefunden zu haben1 spter immer neue ,wirkungen beilegte1 insbesondere diejenige1 ,krankheiten zu heilen und das ,leben zu verlngern#fca4 ,eine wichtige ,rolle spielte bei jenen ,vernderungen das ,quecksilber4 ,es ist begreiflich1 da ein so sonderbares ,metall bei seiner ,entdeckung angestaunt wurde und die ,phantasie erregte4 ,welch universelle ,bedeutung man dem ,quecksilber zuschrieb1 beweist die ,stelle eines ,briefes aus dem #d4 nachchristlichen ,jahrhundert#fcb4 ,sie lautet3 ,was ich lernen mchte1 lehre es mich4 ,das ist das ,werk1 das ,du kannst1 die ,transmutation4 ,das ,quecksilber nimmt doch auf jede ,art das ,aussehen aller ,krper an4 ,es bleicht alle ,krper und zieht ihre ,seelen an1 nimmt sie durch ,sieden in sich und bemchtigt sich ihrer4 ,ist es doch dazu geeignet1 weil es in sich selbst die ,prinzipien alles ,flssigen enthlt4 ,wenn es die ,transmutation durchgemacht hat1 bereitet es alle ,farbenwechsel vor4 ,es bildet den feststehenden ,grund1 whrend doch die ,farben keine eigentliche ,grundlage haben4 ,das ,quecksilber wird1 indem es seinen eigenen ,grund verliert1 ein abnderungsfhiges ,etwas1 und zwar abnderungsfhig durch die auf die metallischen ,krper ausgebten ,behandlungen4 ,die hellenistischen ,schriftsteller nennen als den ,begrnder der ,alchemie den 99,hermes ,trismegistos99 7den ,dreimalgrten7#fcc4 ,es ist das eine durchaus mystische1 auch wohl mit einem der gyptischen ,hauptgtter 799,ptah991 99,thot997 identifizierte ,persnlichkeit4 ,dem 99,hermes99 wurden zahllose ,werke 7#bjjjj und mehr7 zugeschrieben4 ,ausdrcke wie hermetische ,kunst1 hermetischer ,verschlu1 hermetische ,bcher erinnern noch heute an ihn4 ,auch ,tafeln wurden auf 99,hermes99 zurckgefhrt4 ,unter ihnen trug die berhmteste die berschrift3 ,de operatione solis1 d4 h4 vom ,machen der ,sonne 7des ,goldes74 ,von dem mystischen ,inhalt dieser im ,mittelalter hochgeschtzten ,tafel geben folgende ,zeilen eine ,vorstellung3 ,wie alle ,dinge wurden aus ,einem1 so sind auch alle ,dinge geboren aus diesem einen ,dinge4 ,sein ,vater ist die ,sonne1 seine ,mutter der ,mond4 ,der ,wind trug es in seinem ,bauche4 ,seine ,nhrerin ist die ,erde4 ,du scheide das ,erdige vom ,feurigen1 die dunstartigen ,teile von den dichten1 so gewinnst du das ,rhmlichste der ganzen ,welt#fcd4 ,bestimmtere1 wenn auch nur sprliche berreste werden auf einen alexandrinischen ,schriftsteller namens 99,zosimos99 zurckgefhrt4 ,er war in ,panopolis 7,obergypten7 geboren und lebte um #cjj n4 ,chr4 99,zosimos99 ist ohne ,zweifel auf die ,entwicklung der ,alchemie von groem ,einflu gewesen4 ,in einem umfangreichen ,werke stellte er die ,kenntnisse seiner ,vorgnger und seine eigenen ,erfahrungen zusammen4 ,doch handelt es sich zumeist um kaum verstndliche1 in mystischen ,ausdrcken niedergelegte ,rezepte4 ,nach 99,zosimos99 waren diese ,rezepte in gypten entstanden4 ,sie befanden sich im ,besitz der ,priesterschaft und wurden auf das strengste geheimgehalten4 ,wer in die alchemistische ,kunst eindringen wollte1 mute eine ,reihe von sittlichen ,vorbedingungen erfllen4 ,er mute reinen ,sinnes und frei von ,habgier sein4 ,er mute sich ferner aus tiefster ,seele in seinen ,gegenstand versenken knnen#fce4 ,erfolg hatte nur1 wer nach ,erkenntnis strebte1 nicht aber der ,ungelehrte oder gar derjenige1 der von unlauterer ,gesinnung erfllt war4 ,eine weitere ,vorbedingung bestand darin1 da man die richtige ,zeit und die glcklichen ,augenblicke whlte4 ,um sie herbeizufhren1 waren nicht nur ,beschwrungen1 ,zaubermittel und ,gebete1 sondern auch die ,mitwirkung der ,planeten erforderlich4 ,illustration3 ,abb4 #dh4 ,von ,zosimos geschilderter ,destillierapparat4 ,jene ,werke des 99,zosimos991 die in ,bruchstcken durch syrische ,manuskripte bekannt geworden sind1 enthalten manches ber die von den ,alchemisten benutzten ,apparate1 wie fen1 ,destilliervorrichtungen usw4 ,was die planetarischen ,einflsse betrifft1 so sttzt sich 99,zosimos99 besonders auf 99,hermes ,trismegistos994 ,die wirksamste ,sphre sollte diejenige des ,merkur sein1 weil der ,schattenkegel der ,erde gerade bis zu ihm reiche#fcf4 ,an einer ,stelle beschreibt 99,zosimos991 wie sich erhitztes ,quecksilber und ,schwefel zu ,zinnober vereinigen1 der zunchst eine schwarze ,masse bilde1 die erst beim ,sublimieren rot werde4 ,wird ,zinnober mit gewissen ,zutaten in einem geschlossenen ,gef erhitzt1 so steigt aus dem ,zinnober das ,quecksilber als ,silberwasser oder gttliches ,wasser empor4 ,es ist ein furchtbar giftiges1 in der ,hitze nicht festzuhaltendes ,pneuma1 das beim ,abkhlen seinen flchtigen ,schwung verliert und sich an dem ,deckel des ,gefes in ,form von ,tropfen festsetzt#fcg4 ,die von 99,zosimos99 im ,anschlu an 99,hermes99 entwickelte ,lehre von dem ,einflu der ,planeten auf das ,gelingen des heiligen ,werkes findet sich im #e4 ,jahrhundert bei dem ,neuplatoniker 99,olympiodor99 zu einem ,system entwickelt#fch4 ,er schrieb nmlich jedes von den sieben ,metallen den den ,alten gleichfalls nur in der heiligen ,siebenzahl bekannten ,planeten zu4 ,das ,gold entsprach bei ihm der ,sonne1 das ,silber dem ,monde1 ,kupfer der ,venus1 ,eisen dem ,mars1 ,zinn dem ,jupiter1 ,quecksilber dem ,merkur1 ,blei dem ,saturn4 ,das ,gestirn sowie das entsprechende ,metall erhielten dasselbe ,zeichen#fci4 ,diese mystischen ,beziehungen zwischen der ,alchemie und der ,astrologie wurden spter von den ,arabern mit ,vorliebe weiter gepflegt4 ,man hat sich bemht1 durch archologische ,nachforschungen in gypten ,sttten nachzuweisen1 wo man chemische ,prozesse ausbte1 sozusagen die ,laboratorien jenes ersten alchemistischen ,zeitalters und die in diesen ,sttten zur ,anwendung kommenden ,gertschaften4 ,der ,erfolg ist bisher nur ein geringer gewesen4 ,so beschreibt 99,berthelot99 nach den ,angaben 99,masperos99 eine ,sttte1 die an eine ,grabkammer stt und die1 nach allen ,anzeichen zu urteilen1 whrend des #f4 ,jahrhunderts unserer ,zeitrechnung als ,laboratorium gedient hat4 ,die ,wnde jener ,sttte waren angeruchert1 und am ,boden befand sich ein ,herd aus ,bronze und allerlei ,gert aus ,bronze1 ,alabaster und anderen ,mineralien4 ,unter den noch vorhandenen berresten der alchemistischen ,literatur sind vor allem die ,schriften1 die flschlich unter dem ,namen 99,demokrits99 gehen1 und zwei in ,theben in gypten aufgefundene ,papyrusurkunden zu nennen4 ,das ,werk des 99,pseudo-,demokrit99 ist ursprnglich wohl um #bjj v4 ,chr4 in gypten entstanden2 es enthielt eine ,zusammenfassung des gesamten chemisch-technischen ,wissens jener ,zeit#fdj1 aber noch nicht ,alchemistisches 7nach 99v4 ,lippmann9974 ,unter den aus dieser ,quelle stammenden ,bearbeitungen ist vor allem ein umfangreiches ,werk zu nennen1 das sich ,demokrits ,physik und ,mystik betitelt4 ,was davon auf uns gekommen ist1 erweist sich als lckenhaft und entstellt4 ,der ,neuzeit wurden die pseudo-demokritischen ,lehren genauer erst im #af4 ,jahrhundert bekannt#fda4 ,aus den erhaltenen ,fragmenten geht hervor1 da ,demokrits ,physik und ,mystik besonders ber ,gold1 ,silber1 ,perlen1 ,edelsteine und ,purpur handelte4 ,ein ,beispiel mge uns einen ,begriff von dem ,inhalt geben4 ,es lautet#fdb3 ,nimm ,quecksilber1 fixiere es mit ,magnesia4 ,wirf die weie ,erde auf ,kupfer4 ,wirfst du gelbes ,silber darauf1 so erhltst du ,gold4 ,die ,natur besiegt die ,natur4 ,der demokritische ,spruch3 ,eine ,natur vergewaltigt die andere1 ,eine ,natur besiegt die andere ist fr die ,goldmacherkunst durch alle ,jahrhunderte das ,leitwort geblieben4 ,ein ganz neues ,licht haben die ,papyrusfunde der thebanischen ,ausgrabungen auf die ,vorgeschichte der ,alchemie geworfen4 ,diese ,funde wurden #ahbh beim ,aufdecken eines ,grabes gemacht4 ,sie gelangten mit zahlreichen anderen ,papyrusrollen nach ,europa1 fanden aber erst neuerdings ,beachtung4 ,die in ,leyden befindliche ,urkunde wurde #ahhe und die ,stockholmer #aiac verffentlicht4 ,beide ,papyri stammen aus dem #c4 ,jahrhundert n4 ,chr4 und enthalten im wesentlichen ,vorschriften1 welche die ,verflschung der edlen ,metalle1 das ,frben mit ,purpur und ,waid 7,isatis tinctoria71 sowie die ,edelsteine und ,perlen betreffen4 ,so enthlt der ,stockholmer ,papyrus ,anweisungen1 den ,perlen den verloren gegangenen ,glanz wiederzugeben4 ,andere ,vorschriften betreffen die ,anfertigung von ,perlen aus ,glimmer und anderem minderwertigen ,material4 ,sie werden als besser als die echten angepriesen4 ,illustration3 ,abb4 #di4 ,eine ,probe aus dem ,stockholmer ,papyrus4 ,von der ,herstellung goldhnlicher ,legierungen handeln ,rezepte1 denen nachgerhmt wird1 da selbst ,fachmnner ber die ,herkunft des ,erzeugnisses getuscht wrden#fdc4 ,die erste ,seite des berhmten ,stockholmer ,papyrus ist in ,abb4 #di teilweise wiedergegeben4 ,sie betrifft1 wie aus der berschrift hervorgeht1 die ,darstellung des ,silbers 7 7 und beginnt mit den ,worten3 444 ,die bersetzung der hier gebotenen ,textprobe lautet folgendermaen3 ,schn bearbeitetes und abgeputztes ,kupfer tauche in ein scharfes ,alaunbad und la es drei ,tage darin erweichen4 ,dann schmilz es zusammen mit einer ,mine 7 #dc1f g7 ,erz aus chiischer ,erde1 nachdem ,du kapadokisches ,salz und kristallinischen ,alaun zu #bjj ,drachmen#fdd beigemischt hast4 ,schmilz es sorgsam1 und es wird kostbar sein4 ,dazu gib nicht mehr als #bj ,drachmen schnen und reinen ,silbers2 das wird die ganze ,mischung unlslich erhalten4 ,den ,ausgangspunkt fr die ,legierungen bildet meist das ,kupfer4 ,es wird durch ,arsen-1 ,blei- oder ,zinnverbindungen zu ,silber geweit 7der ,vorgang wird genannt74 ,die oberflchliche ,vergoldung des ,kupfers erfolgt durch ,quecksilber 7,feuervergoldung74 ,auch die im ,mittelalter wieder anzutreffende ,vorschrift1 ,blattgold in ,eiwei zu verteilen und mit dieser ,tinte ,manuskripte anzufertigen1 findet sich unter den ,rezepten4 ,wieder andere ,abschnitte betreffen die ,vermehrung 7,verdoppelung1 ,verdreifachung7 des ,silbers#fde4 ,die ,ausfhrungen ber ,farbstoffe und ,frberei1 die sich im ,stockholmer ,papyrus befinden1 lassen den hohen ,stand erkennen1 den die chemische ,technik dieser ,gebiete schon im ,altertum erreicht hatte4 ,die zum ,frben bestimmte ,wolle wird durch ,waschen und ,kochen unter ,zusatz von ,seifenwurzel1 ,kalkwasser oder ,sodalsung gereinigt4 ,dann wird die ,wolle gebeizt1 wozu in der ,hauptsache ,alaun oder alaunhaltige ,mineralien genommen werden4 ,die ,farbstoffe wie auch die brigen ,materialien werden vor dem ,gebrauch geprft4 ,und zwar prft man das ,aussehen1 das ,verhalten beim ,zerreiben1 zu ,lsungsmitteln usw4 ,endlich folgt die ,auflsung1 die ,erzielung bestimmter ,nuancen und das ,frben selbst4 ,gefrbt wird fast nur ,wolle1 und zwar mit syrischem ,kermes 7,scharlach71 ,krapp1 ,schllkraut und ,purpur4 ,die ,indigo enthaltende ,waidpflanze diente zum ,blaufrben4 ,durch geeignete ,mischungen von ,waid und ,kermes erzielte man tuschende ,nachahmungen von ,purpur4 ,die betreffende ,vorschrift schliet mit den ,worten3 ,du wirst sehen1 der ,purpur wird unbeschreiblich schn4 ,zu den wenigen ,vorgngern1 welche die ,verfasser des ,leydener und des ,stockholmer ,papyrus flchtig anfhren1 gehrt auch der oben erwhnte 99,pseudo-,demokritos994 ,die ,anfnge der ,chemie lassen schon zwei ,einflsse erkennen1 die ihre ,entwicklung bis in die neuere ,zeit bestimmt haben4 ,es war dies erstens das ,bestreben1 die entdeckten ,tatsachen und ersonnenen ,verfahrungsweisen geheim zu halten1 und zweitens die ,verknpfung dieses ,gebietes mit ,magie und ,mystik4 ,erklrlich wird dies daraus1 da die chemischen ,vorgnge in ganz besonderem ,mae den ,charakter des ,rtselhaften und ,wunderbaren tragen und erst nach langem ,forschen wissenschaftlich erfabar wurden4 ,ferner handelte es sich um ,gebiete1 auf denen ,gewinnsucht1 ,aberglaube und ,betrug seit alters eine groe ,rolle spielten4 ,begegnet uns doch die ,verwendung gold- und silberhnlicher ,legierungen zu ,zwecken der ,falschmnzerei schon im frhen ,altertum4 ,die ,geheimhaltung der ,vorschriften wird schon im ,stockholmer ,papyrus verlangt und die so viel sptere ,mappae clavicula stellt den ,eid der ,geheimhaltung sogar an die ,spitze4 ,durch die ,geheimhaltung wollte der ,chemiker nicht nur seine ,kenntnisse1 sondern vor allem auch sich selbst persnlich schtzen4 ,drohten ihm doch ,anfeindungen von der ,kirche1 von den ,regierenden und der besonders aberglubischen ,masse4 ,wie die ,chemie seit den ,tagen der ,renaissance aus diesen ,fesseln befreit und in der ,neuzeit zu einer fhrenden ,stellung auf dem ,gebiet der ,wissenschaften und der ,technik emporgehoben wurde1 soll ,gegenstand der spteren ,betrachtungen sein4 ,der bergang vom ,altertum zum ,mittelalter4 ,mit der zweiten ,blteperiode der alexandrinischen ,schule und dem mehr kommentierenden ,verhalten1 das die ,folgezeit den ,naturwissenschaften entgegenbrachte1 ist die ,entwicklung1 welche diese ,wissenschaften im ,altertum erfuhren1 beendet4 ,es trat nunmehr eine lange ,zeit des ,stillstandes1 ja des ,verlustes an manchem erworbenen ,besitz ein1 die sich etwa mit demjenigen ,zeitraum deckt1 den man in der ,weltgeschichte als das ,mittelalter bezeichnet4 ,erst im #ac4 ,jahrhundert mehren sich1 abgesehen von vereinzelten1 insbesondere bei den ,syrern und den ,arabern anzutreffenden ,bestrebungen1 auf die wir nher eingehen werden1 die ,anzeichen1 die auf ein ,wiederaufleben der ,wissenschaften schlieen lassen4 ,und erst1 nachdem man das ,studium der alten ,literatur auf allen ,gebieten aufgenommen1 nachdem in ,italien und den benachbarten ,lndern im #ae4 und #af4 ,jahrhundert die ,kunst geblht1 nachdem endlich der geographische ,gesichtskreis sich ber die ganze ,erde ausgedehnt1 sowie die allgemeine ,kultur sich betrchtlich gehoben hatte1 sehen wir mit dem ,anfange des #ag4 ,jahrhunderts eine neue ,blte der ,naturwissenschaften anheben1 welche dem geistigen ,leben der letztverflossenen ,jahrhunderte den ,stempel aufgedrckt hat4 ,ja1 dieser neue ,aufschwung ist so eng mit der gesamten ,kultur unseres ,zeitalters verknpft1 da ein abermaliger ,verfall der ,wissenschaften zugleich das ,ende dieser ,kultur bedeuten wrde4 ,man hat viel nach den ,grnden der ,erscheinung gesucht1 da die ,wissenschaft und die ,kultur des ,altertums untergegangen sind und das menschliche ,geschlecht whrend eines ,zeitraums von tausend ,jahren fast dem ,stillstande verfallen war4 ,ist doch unsere ,zeit von dem ,gefhl beherrscht1 da sich die ,menschheit auf der ,bahn1 die sie seit dem ,ausgang des ,mittelalters eingeschlagen hat1 in einem unaufhaltsamen ,fortschritt zu weiterer ,erkenntnis und hherer ,gesittung befindet4 ,ein wichtiger ,grund1 der diesem ,gefhle ,sicherheit verleiht1 besteht darin1 da die neuere ,wissenschaft eine gewaltige ,technik ins ,leben rief1 wie sie das ,altertum1 whrend dessen das gewerbliche ,schaffen wesentlich auf der ,stufe eines noch nicht von wissenschaftlichen ,grundstzen durchdrungenen ,handwerks verblieb1 nicht kannte4 ,dadurch1 da sich in der ,neuzeit der ,mensch auf dem ,wege des experimentellen ,verfahrens zum ,herren der ,naturkrfte machte1 erfuhr die ,wissenschaft eine weit innigere ,verschmelzung mit der gesamten ,kultur1 als dies im ,altertum der ,fall gewesen4 ,es hat nicht an ,verkleinerern der wissenschaftlichen ,leistungen des ,altertums gefehlt#fdf4 ,man darf jedoch nicht vergessen1 da im ,altertum mangels jedweder ,vorarbeit berall erst die ,grundlagen geschaffen werden muten4 ,mag man auch zugeben1 da die ,alten auf den ,gebieten der ,mathematik1 der ,dichtkunst und der ,philosophie mehr leisteten als auf demjenigen der ,naturwissenschaften1 so kann sie deshalb doch kein ,vorwurf treffen4 ,ihre ,beobachtungen konnten nicht weiter gehen1 als die unbewaffneten ,sinne reichen4 ,und das bloe ,nachdenken auf ,grund einer nur oberflchlichen1 nicht durch besondere ,hilfsmittel geschrften ,beobachtung1 sowie der ,mangel einer induktiven ,forschungsweise muten auf manchen ,irrweg fhren4 ,eine rhmliche ,ausnahme machten wieder die ,araber1 unter denen sich auch bedeutende ,experimentatoren befanden4 ,erst als gegen das ,ende des ,mittelalters allgemeiner das ,bewutsein durchbrach1 da bloes ,spekulieren nichts helfe1 da nicht nur die ,tatsachen1 sondern auch ihre ,grnde erkundet werden mten1 erstand eine im modernen ,sinne ausgebte ,forschung#fdg4 ,es ist ferner zu bedenken1 da es im ,altertum an einem folgerichtig durchgefhrten ,verfahren der wissenschaftlichen ,forschung noch gebrach4 ,ihr ,wesen ist damit noch lange nicht erschpft1 da man von der ,erfahrung ausgeht1 wie es im ,altertum schon viele forderten4 ,es besteht vielmehr darin1 da der ,forscher seine ,vorstellungen1 die aus der ,untersuchung der ,erfahrungswelt entspringen1 unausgesetzt und mglichst vollkommen den ,tatsachen anzupassen sucht4 ,den ,alten fehlte es nicht an solchen ,vorstellungen1 wohl aber fehlte es noch an der ,einsicht1 da nur der unausgesetzte ,vergleich der ,ideen mit den ,erscheinungen1 die ,abnderung der ,idee1 ihre deduktive ,gestaltung1 ihr ,ersatz durch eine neue ,vorstellung1 wenn die alte nicht gengt1 das ,wesen der ,naturwissenschaft ausmachen4 ,hat sich doch gerade das ,festhalten an einer ,idee einem ,vorurteil zuliebe als das grte ,hemmnis fr den ,fortschritt erwiesen4 ,die erwhnten ,mngel des ,altertums gehren zu den ,ursachen1 da politische und religise ,umwlzungen von solchem ,umfang eintraten1 wie sie der neueren ,kulturwelt1 der vielleicht andere ,gefahren drohen1 hoffentlich erspart bleiben werden4 ,es war der durch eine jahrhundertlange ,zersetzung vorbereitete1 durch den ,ansturm der germanischen ,stmme herbeigefhrte ,zerfall des ,rmerreiches1 sowie die berwindung des ,heidentums -- oder der angesichts der ,unhaltbarkeit des ,gtterglaubens eingetretenen ,indifferenz -- durch das ,christentum und den ,islam4 ,von diesen wirkte das erstere mehr innerlich1 indes nachhaltiger1 whrend der ,islam1 das ,feuer und das ,schwert mit dem ,bekehrungseifer#fdh verbindend1 unmittelbar in die ,geschicke eines groen ,teiles der ,welt eingriff4 ,mit dem zunchst zersetzenden ,wirken all dieser ,einflsse beginnt fr die allgemeine ,geschichte wie fr die ,geschichte der ,wissenschaften das ,mittelalter1 dem wir uns jetzt zuwenden wollen4 #g4 ,der ,verfall der ,wissenschaften zu ,beginn des ,mittelalters4 ,der tiefste ,eingriff1 den die ,entwicklung der allgemeinen ,kultur und der ,wissenschaft erlitt1 bestand in der ,vernichtung des rmischen ,weltreichs durch die germanischen ,vlker4 ,die meisten ,stdte wurden zerstrt4 ,an die ,stelle des ,stdtewesens1 das in ,griechenland und in ,italien zu hoher ,blte gelangt war und allein die feineren1 auf ,kunst und ,wissenschaft gerichteten ,krfte zu entwickeln vermochte1 trat wieder eine mehr lndliche1 den geistigen ,bestrebungen abholde ,lebensweise4 ,die ,bevlkerung der ,stdte1 wie diejenige der ,mittelmeerlnder im allgemeinen1 verminderte sich trotz des ,zuflusses von neuen1 erobernd einbrechenden ,vlkermassen4 ,unermelich waren auch die ,verluste an den seit ,jahrhunderten aufgespeicherten ,schtzen der ,kunst und ,wissenschaft4 ,hatte doch ,rom z4 ,b4 zu ,beginn des #e4 nachchristlichen ,jahrhunderts1 von den ltesten ,zeiten abgesehen1 noch nie einen ,feind in seinen ,mauern beherbergt4 ,zwar hatten blutige ,kmpfe in seinen ,straen getobt1 doch waren ,verwstung und ,plnderung bis dahin von ,rom ferngehalten worden4 ,das erste ,ereignis dieser ,art erfolgte durch 99,alarich99 und seine ,westgoten im ,jahre #daj4 ,ungeheuer war der ,eindruck auf die ,zeitgenossen4 ,die rmische ,welt zuckte von ,riesenschmerz berwltigt zusammen#fdi4 ,auf diese erste ,verwstung folgten andere1 weit schlimmere4 ,nicht nur ,rom1 sondern auch andere ,zentren der geistigen und knstlerischen ,bestrebungen wurden von solchen ,ereignissen heimgesucht4 ,unter diesen ,verhltnissen war der ,zerfall des gewaltigen rmischen ,weltreichs unausbleiblich4 ,der ,historiker1 der es liebt1 seinen ,einteilungen in die ,augen springende ,ereignisse zugrunde zu legen1 lt daher das ,mittelalter mit dem ,eintritt der ,vlkerwanderung oder mit der ,errichtung der ersten germanischen ,herrschaft auf italischem ,boden beginnen4 ,in der ,geschichte der ,wissenschaften hat man wohl nach hnlichen1 epochemachenden ,ereignissen gesucht und die ,auflsung der ,philosophenschule zu ,athen oder die ,eroberung ,alexandriens durch die ,araber im ,jahre #fdb als solche betrachtet 7so 99,heller99 in seiner ,gesch4 der ,physik74 ,man darf jedoch nicht vergessen1 da auf diesem ,gebiet die ,ereignisse geruschlos vor sich gehen1 da es wohl von den ,katastrophen der ,weltgeschichte beeinflut wird1 aber niemals den ,charakter einer ruhigen ,entwicklung verleugnet4 ,der ,geist der zweiten alexandrinischen ,blteperiode war um das ,jahr #fjj lngst erloschen4 ,die alexandrinischen ,gelehrten verstanden die alten ,schtze1 von denen das meiste schon vernichtet war1 kaum noch zu hten4 ,seitdem moralische ,fule auf der einen und das der ,welt mit ihrem ,wissen abgewandte ,christentum auf der anderen ,seite das ,leben immer mehr durchdrangen1 also schon eine ganze ,reihe von ,jahrzehnten vor dem endgltigen ,siege des germanischen ,elementes1 fanden auch in ,rom die ,wissenschaften nicht mehr die frhere ,pflege4 ,rom und ,alexandrien wurden ,hauptsitze der christlichen ,kirche4 ,und diese kehrte sich1 da es ihr ,ziel war1 die antiken ,elemente zu berwinden und neue an deren ,stelle zu setzen1 in miverstandener ,auslegung der heiligen ,schriften auch gegen die antike ,wissenschaft4 ,das ,verhltnis der ,seele zu ,gott und gar nichts anderes sollte erkannt werden2 dies allein hielt man fr erkennbar4 ,der ,verstand dagegen galt als machtlos4 ,nur die durch ,gottes ,gnade geschehene ,offenbarung sollte imstande sein1 die ,menschen zu erleuchten#fej4 ,forschung1 sagt 99,tertullian99#fea1 ist nach dem ,evangelium nicht mehr vonnten4 ,und 99,eusebius99 meint von den ,naturforschern seiner ,zeit3 ,nicht aus ,unkenntnis der ,dinge1 die sie bewundern1 sondern aus ,verachtung ihrer nutzlosen ,arbeit denken wir gering von ihrem ,gegenstande und wenden unsere ,seele der ,beschftigung mit besseren ,dingen zu4 ,konnten doch diese ,kirchenvter der ltesten christlichen ,zeit selbst ,meinungen heidnischer ,philosophen fr ihre ,ansicht ins ,feld fhren1 wie diejenige des 99,sokrates991 der die menschliche ,seele mit ihren inneren ,zustnden fr den einzigen1 des ,nachdenkens wrdigen ,gegenstand erklrt hatte4 ,mit einem wahren ,ingrimm wandten sich die ersten christlichen ,gelehrten gegen den von 99,leukipp991 99,demokrit99 und 99,epikur99 herrhrenden ,versuch einer mechanischen ,welterklrung4 ,es wre mir besser1 ruft 99,augustinus99 aus1 ich htte den ,namen 99,demokrits99 nie vernommen6 ,die ,atomisten werden als blinde und bedauernswerte ,menschen bezeichnet4 ,besonders eifert gegen sie der alexandrinische ,bischof 99,dionysios der ,groe99 in seiner ,schrift ber die ,natur#feb4 ,die ,mitteilungen1 welche 99,dionysios99 ber die ,lehren der ,atomisten macht1 dienen trotz ihrer polemischen ,richtung als wertvolle ,quelle ber diesen wichtigen ,abschnitt der griechischen ,philosophie4 99,dionys99 bekmpft die ,atomisten vor allem1 indem er die ,zweckmigkeit der ,welt betont und fr das ,kunstwerk1 als das sie dem ,menschen erscheint1 in ,gott den ,knstler und ,schpfer erblickt4 ,kann doch nicht einmal1 so etwa lauten einige seiner ,ausfhrungen1 ein ,kleid oder ein ,haus von selbst entstehen1 sondern es bedarf dazu einer geregelten ,leitung4 ,und nun soll das groe1 aus ,erde und ,himmel bestehende ,haus1 der ,kosmos1 die ,ordnung selbst1 aus dem ,chaos geworden sein4 ,zu den ,gestirnen bergehend1 sagt er3 ,aber wenn auch jene ,elenden es nicht wollen1 so ist es doch1 wie die ,gerechten glauben1 der groe ,gott1 der sie gemacht hat und durch seine ,worte ihre ,bahn leitet4 ,weder der ,bau der menschlichen ,organe und ihr ,zusammenwirken1 noch weniger aber die geistige ,ttigkeit sind1 wie 99,dionys99 ausfhrt1 mit der ,atomenlehre vereinbar4 ,der ,philosoph knne seine ,vernunft doch nicht von den vernunftlosen ,atomen erhalten haben4 ,whrend 99,dionys99 der mechanischen ,naturerklrung gegenber den ,standpunkt des eifernden ,theologen einnimmt und mit ,grnden ficht1 die sich der wissenschaftlichen ,errterung entziehen1 erhebt 99,lactantius99 gegen die atomistische ,lehre physikalische und philosophische ,einwrfe4 99,lactantius99 fragt1 woher denn jene ,teilchen stammen sollten und wie sich ihr ,dasein beweisen lasse1 da niemand sie gesehen oder gefhlt habe4 ,aber1 selbst das ,vorhandensein der ,atome zugegeben1 wrden diese leichten und runden ,teilchen doch keinen ,zusammenhang uern und feste ,krper bilden knnen4 ,wolle man1 um dieser ,schwierigkeit zu begegnen1 den ,atomen ,ecken und ,haken beilegen1 so habe man keine ,atome mehr1 da solche ,hervorragungen doch abgetrennt werden knnten4 ,das ,bemhen1 die ,gesetzmigkeit des ,geschehens zu erklren oder es auch nur zu verfolgen1 wurde abgelehnt4 ,und dieser ,standpunkt1 den die ,kirche einnahm1 hat sich1 mit wenigen ,zugestndnissen an die ,fortschritte der ,wissenschaft1 durch lange ,zeitrume in ihr erhalten4 ,je mehr#fec die ,macht der christlichen ,lehre fortschreitet1 um so mehr schwindet das ,verstndnis fr die kausale ,erklrungsweise4 ,das ,wunder reicht berall aus4 ,was also sollen die ,bemhungen1 ,erklrungen aufzufinden8 ,dies ,verhalten1 das die ,kirchenlehrer der naturwissenschaftlichen ,erklrungs- und ,betrachtungsweise gegenber einnahmen1 ist bei dem ,ansehen1 das ihre ,schriften bis in die neuere ,zeit genossen haben1 fr die weitere ,entwicklung von schlimmen ,folgen gewesen4 ,es erregte auch sehr oft den ,fanatismus der ,menge1 die sich keineswegs mit dem ,streit der ,meinungen begngte1 sondern nicht nur gegen die ,wissenschaft1 sondern auch gegen ihre ,denkmler und ,schtze zu ,felde zog4 ,so wurde z4 ,b41 lange bevor die ,araber ,alexandrien einnahmen1 in dieser ,stadt1 unter der ,fhrung eines christlichen ,patriarchen1 die wertvolle ,bibliothek des ,serapeions den ,flammen berliefert4 ,schon im #c4 ,jahrhundert hatte ein ,patriarch die ,gelehrten der alexandrinischen ,akademie vertrieben4 ,unter ,kaiser 99,julian99 durften sie zurckkehren4 ,indessen unter 99,theodosios99 begann die ,verfolgung von neuem4 ,damals war es1 da der ,patriarch 99,theophilos99 sich von dem ,kaiser die ,erlaubnis erwirkte1 das ,serapeion zerstren zu drfen4 ,mit dem gleichen ,unverstand1 wie gegen die weltliche ,wissenschaft1 verfuhren die ersten ,bekenner des neuen ,glaubens auch gegen die von den ,alten berlieferte ,heilkunde4 ,krankheit wurde mit ,gebet und ,beschwrung bekmpft oder gar als eine ,strafe ,gottes betrachtet1 in die man sich willenlos fgen msse1 whrend glckliche ,heilungen als ,teufelswerk galten4 ,sogar die ,lehre von der ,kugelgestalt der ,erde1 eine ,lehre1 die auf ein ,alter von ,jahrhunderten zurckblicken konnte und die allein die geographische ,ortsbestimmung ermglicht hatte1 ging im ,mittelalter1 nachdem ,kirchenvter wie 99,lactantius99 sie verdammt hatten1 verloren oder wurde wenigstens durch mystische ,vorstellungen verdunkelt4 ,so begegnen wir der ,ansicht1 da die ,erde ein ,hgel sei1 um den sich die ,sonne im ,laufe eines ,tages bewege4 99,augustin99 sprach sich gegen die ,existenz von ,antipoden aus1 weil ein ,geschlecht dieser ,art in der heiligen ,schrift unter den ,abkmmlingen ,adams nicht aufgefhrt werde4 ,bei 99,rhabanus ,maurus99 besitzt die ,erde eine radfrmige ,gestalt und wird vom ,ozean umflossen4 ,welcher ,rckschritt gegenber den ,astronomen der alexandrinischen ,schule6 ,befanden sich die ,gelehrten des frhen ,mittelalters mit ihrer ,weltauffassung doch fast wieder auf dem naiven ,standpunkt1 den 99,hesiod99 im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 einnahm4 ,erst seit dem #h4 nachchristlichen ,jahrhundert etwa schrieb man der ,erde die ,gestalt einer ,kugel zu4 ,in einer ,hinsicht wirkten die ,kirchenvter brigens auch ,gutes4 ,sie verhielten sich nmlich im allgemeinen den astrologischen ,lehren gegenber1 die whrend der ,kaiserzeit das astronomische ,wissen verdunkelt hatten1 ablehnend4 ,dies geschah zwar weniger aus wissenschaftlicher berzeugung1 sondern weil es frevelhaft sei1 ,menschen- und ,vlkerschicksal aus den ,sternen erkennen zu wollen#fed4 ,in demselben ,mae bildungsfeindlich wie die ersten ,christen1 wenn auch aus anderen ,grnden1 verhielt sich die zweite ,macht1 die von der ,welt auf den ,trmmern der ,antike ,besitz ergriffen hatte1 das ,germanentum4 ,seine ,trger waren ,volksstmme1 die erst von dem ,augenblicke an1 in dem sie mit der alten ,kultur in ,berhrung kamen1 in das ,licht der ,geschichte traten4 ,ihnen galten nicht nur die zivilisierten ,bewohner des sdlichen ,europas1 sondern auch deren ,geisteserzeugnisse zunchst als feindliche ,mchte4 ,so erzhlt 99,prokop99 von den ,goten1 die nach den langen ,wirren der ,vlkerwanderung in ,italien zuerst wieder geordnete ,verhltnisse schufen1 sie seien der ,ansicht gewesen1 da derjenige1 der die ,rute des ,lehrers gefrchtet1 keinem ,schwert und keinem ,speer mehr festen ,blickes begegnen knne4 ,bedenkt man nun1 da diese beiden ,mchte1 das ,christentum und das ,germanentum1 das eine geistig1 das andere physisch1 von dem abendlndischen ,teil der alten ,welt ,besitz ergriffen1 whrend bald darauf im ,morgenlande der ,islam mit hnlichen ,tendenzen ins ,leben trat1 so lt es sich begreifen1 da die im ,altertum gegrndete ,wissenschaft in dem ,geistesleben des ,mittelalters zunchst keinen ,platz fand4 ,man wird vielmehr darber staunen1 da diese ,wissenschaft ,kraft genug besa1 nicht gnzlich unterzugehen1 sondern unter der ,asche fortzuglimmen1 bis sie1 seit dem #ac4 ,jahrhundert etwa1 von neuem entfacht wurde4 ,einer ,fortentwicklung der vom ,altertum geschaffenen ,anfnge wirkte nicht nur das geschilderte ,streben entgegen1 welches dem ,christentum und dem ,germanentum zu ,beginn ihres ,auftretens innewohnte1 es brach auch eine ,summe von ,geschehnissen ber die alte ,welt herein1 die an ,furchtbarkeit nicht ihresgleichen hatten und das sdliche ,europa in einen ,trmmerhaufen verwandelten1 so da dort der ,wohlstand1 der doch bis zu einem gewissen ,grade die ,vorbedingung aller ,kunst und ,wissenschaft ist1 vernichtet wurde4 ,whrend sich das ostrmische ,reich einer gewissen ,bestndigkeit erfreute1 wurde der ,westen ein ,spielball der germanischen ,stmme4 ,auf die ,verwstung durch die ,goten folgte der ,einfall der ,vandalen1 die berall ,ruinen als die ,spur ihrer ,zge zurcklieen4 ,sie zerstrten alles1 berichtet der ,chronist von ihnen1 was sie fanden4 ,die ,pest konnte nicht verheerender sein4 ,auch wtete eine frchterliche ,hungersnot1 so da die berlebenden die ,krper der ,gestorbenen verzehrten4 ,es klingt kaum glaublich1 wenn uns die ,geschichtsschreiber jener ,zeiten erzhlen1 da man ,festungen durch den ,leichengeruch zur bergabe zwang1 indem man die ,gefangenen vor den ,wllen niedermetzelte4 ,fast zur selben ,zeit1 als die ,vandalen ,rom plnderten1 wurde ,oberitalien durch die ,hunnen verwstet1 deren ,zug durch die von 99,atius99 gewonnene ,schlacht bei ,chlons nach ,sden abgelenkt worden war4 ,nach diesen vlkermordenden ,kriegen nahmen todbringende ,seuchen von dem aus vielen ,wunden blutenden ,europa ,besitz4 ,vielleicht war infolge der vorhergegangenen ,ereignisse eine allgemeine ,schwchung der europischen ,menschheit eingetreten und dadurch der ,pest der ,boden bereitet worden4 ,zum ersten ,male hatte diese ,geiel unter 99,marc ,aurel99 ihren ,zug durch das rmische ,reich gehalten und weit mehr ,opfer gefordert1 als die ,seuchen der ,neuzeit4 ,nach dem von 99,prokop991 dem ,geheimschreiber 99,belisars991 hinterlassenen ,bericht wtete sie volle #ej ,jahre im ganzen rmischen ,reiche dermaen1 da in ,italien stellenweise die ,weinstcke und das ,getreide vermoderten1 weil es an ,arbeitskrften fehlte4 ,allmhlich erhoben sich indes aus der ,verworrenheit und der ,verwstung1 welche die ersten ,jahrhunderte des ,mittelalters kennzeichnen und das ,erlahmen des wissenschaftlichen ,geistes begreiflich erscheinen lassen1 gefestigte ,verhltnisse4 ,rom war dadurch1 da es im #e4 ,jahrhundert in den ,besitz der kirchlichen ,vorherrschaft gelangt war1 wieder1 wenn auch in anderem ,sinne als im ,altertum1 zum geachteten ,mittelpunkt des ,abendlandes und die rmische ,sprache zur ,weltsprache geworden4 99,benedikt99 von ,nursia hatte im ,anfang des #f4 ,jahrhunderts das ,klosterwesen in ,westeuropa begrndet4 ,der ,gedanke1 sich um der ,erfllung religiser ,pflichten willen von der ,welt zurckzuziehen1 ist orientalischen ,ursprungs und schon dem ,heidentum des ,orients gelufig4 ,er ergriff mit besonderer ,macht die ersten ,christen1 welche die ,satzungen der neuen ,religion mit den ,forderungen und ,schwierigkeiten des ,lebens nicht in ,einklang zu bringen vermochten4 ,so sehen wir bald nach der ,ausbreitung des ,christentums ,tausende sich in entlegene ,teile ,syriens und gyptens zurckziehen4 ,es entstand ein von bestimmten ,regeln abhngiges ,mnchstum1 das fr jene ,zeiten eine berechtigte ,erscheinung war und die ,erhaltung der geistigen ,kultur begnstigte4 ,schon um die ,mitte des #d4 ,jahrhunderts verbreitete sich das ,mnchswesen besonders durch den ,bischof 99,basilius den ,groen99 in ,kleinasien und auf der ,balkanhalbinsel4 ,bald fand es auch im westrmischen ,reiche ,eingang1 wo namentlich 99,augustinus99 fr diese ,form des religisen ,lebens den ,boden bereitet hatte4 99,benedikt99 von ,nursia gebhrt das ,verdienst1 da er zuerst die umherschweifenden1 zuchtlosen1 dem ,mnchstum ergebenen ,scharen zum ,zusammenleben und zu geordneter ,ttigkeit zwang4 ,die ,beschftigung mit den ,wissenschaften bezeichnete er als eine der wichtigsten ,pflichten seines ,ordens4 ,den ,klstern1 sagt 99,lindner99#fee1 verdanken wir alles oder das weitaus meiste1 was von antik-lateinischen ,schriften und selbst von den alten germanischen auf uns gekommen ist1 sie haben den ,rckweg zum ,altertum offen gehalten4 ,zwar1 das ,studium der nicht philosophischen ,schriften des ,altertums wurde von den kirchlichen ,machthabern nur ungern gesehen4 ,so begegnet uns um #abjj ein ,verbot#fef1 welches den ,mnchen das ,lesen naturwissenschaftlicher ,schriften als sndhaft untersagte4 ,im ganzen war jedoch die ,ttigkeit der ,orden auf die ,erhaltung der alten ,schriftwerke und die ,ausbreitung der ,bildung gerichtet1 so da die ,benediktiner mit ,recht den ,wahlspruch ,ex scholis omnis nostra salus fhrten4 ,auch im politischen ,leben ,italiens machte die ,brandung1 welche dort ,jahrhunderte gewtet1 endlich einer ruhigen ,entwicklung ,platz4 ,whrend der ersten ,hlfte des #f4 ,jahrhunderts herrschten hier die ,ostgoten4 ,unter ihrem groen ,knig 99,theoderich99 7#dge-ebf71 der eine ,verschmelzung des germanischen mit dem rmischen ,element herbeizufhren suchte1 erlebte das ,land sogar einen kurzen ,aufschwung4 ,der wissenschaftliche ,sinn wurde von neuem lebendig1 die ,schulen blhten und die ,gelehrten wurden wieder geachtet#feg4 ,in diesem ,zeitraum verdienen besonders 99,cassiodor99 und 99,bothius99 ,erwhnung4 99,cassiodor99 wurde in ,sditalien geboren und war um #ejj 99,theoderichs99 ,geheimschreiber und ,ratgeber4 ,nach der ,besiegung der ,ostgoten durch die ,byzantiner zog er sich in die klsterliche ,einsamkeit zurck4 ,durch ihn und 99,benedikt99 von ,nursia1 der im ,jahre #ebi das ,kloster zu ,monte ,cassino bei ,neapel gestiftet hatte1 wurde an ,stelle der frheren ,beschaulichkeit der ,mnche rege ,ttigkeit als oberster ,grundsatz hingestellt4 ,unermdlich wurden in schner ,schrift die im ,besitze der ,klster befindlichen ,werke auf ,pergament bertragen und so neben manchem ,wertlosen doch auch das ,wertvolle der ,nachwelt erhalten4 99,cassiodor99 selbst empfiehlt das ,abschreiben von ,bchern den ,mnchen als die verdienstlichste ,arbeit4 ,seine letzte ,schrift verfate er im #ic4 ,lebensjahre4 ,er hinterlie #ab ,bcher ,briefe#feh und eine ,enzyklopdie#fei der sogenannten sieben freien ,knste 7,grammatik1 ,rhetorik1 ,dialektik1 ,arithmetik1 ,musik1 ,geometrie und ,astronomie74 ,indessen handelt es sich fr ihn nicht um eine ausfhrliche ,darstellung dieser ,wissenszweige1 sondern mehr um eine ,aufzhlung derjenigen griechischen und lateinischen ,schriftsteller1 deren ,studium dem ,anfnger zu empfehlen sei4 ,das ,urbild derartiger1 im ,mittelalter so hufigen ,sammelwerke ber die freien ,knste rhrt von 99,marcus ,terentius ,varro99 her1 der im #a4 ,jahrhundert v4 ,chr4 lebte und neun ,wissenschaften enzyklopdisch behandelte#ffj4 ,auer den genannten hatte er nmlich auch die ,medizin und die ,baukunst in ,betracht gezogen4 ,der in einer ,geschichte der ,wissenschaften ,erwhnung verdienende ,genosse 99,cassiodors99 war der aus altem rmischen ,geschlecht entstammende 99,bothius994 ,nachdem er in seiner ,vaterstadt die hchsten mter bekleidet1 fiel er in ,ungnade und wurde nach lngerer ,gefangenschaft enthauptet4 ,im ,kerker entstand seine berhmte ,schrift ber die ,trstungen der ,philosophie1 ein ,werk1 das in viele ,sprachen bersetzt wurde#ffa4 99,bothius99 machte das ,studium der griechischen ,schriftsteller wieder zugnglich1 indem er sie in das ,lateinische bersetzte und erluterte4 99,cassiodor991 der ,geschichtsschreiber der ,ostgotenzeit1 hat der ,nachwelt eine ,stelle aus einem ,briefe 99,theoderichs99 an 99,bothius99 aufbewahrt1 welche den ,knig wie den ,empfnger in gleicher ,weise ehrt4 ,in deinen bertragungen1 heit es in diesem ,schreiben1 wird die ,astronomie des 99,ptolemos991 sowie die ,geometrie des 99,euklid99 lateinisch gelesen4 99,platon991 der ,erforscher gttlicher ,dinge1 und 99,aristoteles991 der ,logiker1 streiten in der ,sprache ,roms4 ,auch 99,archimedes991 den ,mechaniker1 hast du lateinisch wiedergegeben4 ,welche ,wissenschaften und ,knste auch das fruchtbare ,griechenland erzeugte1 ,rom empfing sie in vaterlndischer ,sprache durch deine ,vermittlung#ffb4 ,lieblingsgebiete des 99,bothius99 waren die ,musik und die ,akustik4 ,er stellte zahlreiche ,versuche mit dem ,monochord und mit ,pfeifen an und schrieb ein ,werk ber die ,musik#ffc1 in dem manche klare ,anschauung entwickelt ist4 ,wichtiger ist dieses ,buch dadurch1 da wir uns nach ihm eine gewisse ,vorstellung von der ,tonkunst des ,altertums und des frheren ,mittelalters machen knnen4 ,auch der ,astronomie und der ,physik brachten die gebildeteren ,goten1 geschichtlichen ,berichten zufolge1 ein groes ,interesse entgegen4 ,leider sollte dieser hoffnungsvolle ,ansatz1 den der italische ,boden gezeitigt1 noch in der ,blte geknickt werden4 ,ebenso rasch1 wie das ,ostgotenreich emporgekommen war1 wurde es durch die furchtbaren ,kriege1 welche der ostrmische ,kaiser gegen die ,ostgoten fhrte1 wieder hinweggefegt4 ,zehn ,jahre spter fiel das verwstete ,italien in die ,hnde der ,langobarden4 ,einen hnlichen ,aufschwung1 wie zur ,zeit der ,ostgoten1 hat es unter der1 ,jahrhunderte dauernden ,herrschaft dieses ,volkes nicht wieder erlebt4 ,doch fand in dieser verhltnismig ruhigen ,zeit eine allmhliche ,verschmelzung des germanischen ,elementes mit dem rmischen statt1 wodurch die ,vorbedingung fr eine hhere ,kultur geschaffen wurde4 ,neben 99,cassiodor99 und 99,bothius99 verdient fr dieses ,zeitalter der ,bischof 99,isidor99 von ,sevilla erwhnt zu werden4 ,er wurde im ,jahre #egj in ,cartagena geboren und starb #fcf4 ,in einem1 aus #bj ,bchern bestehenden ,werk1 das den ,titel ,origines 7die ,ursprnge7 fhrt1 gab er1 wie es 99,cassiodor99 und 99,martianus ,capella99 getan1 eine ,art ,enzyklopdie der ,wissenschaften heraus4 ,die ,origines bercksichtigen nicht nur die freien ,knste1 das ,trivium 7,grammatik1 ,rhetorik und ,dialektik7 und das ,quadrivium 7,arithmetik1 ,musik1 ,geometrie und ,astronomie71 sondern auch die ,medizin1 die ,naturgeschichte1 die ,geographie usw4 ,das ,werk verdrngte die ,enzyklopdien des 99,cassiodor99 und des 99,martianus ,capella99 und war neben 99,plinius99 und 99,aristoteles99 bis gegen das ,ende des ,mittelalters fr alle spteren ,sammelwerke die wichtigste ,fundgrube4 ,es fhrt auch wohl den ,titel ,die ,etymologien 7,libri originum seu etymologiarum74 ,dementsprechend finden wir fr alle ,gegenstnde die ,etymologien des ,namens an die ,spitze gestellt1 ja oft allein gegeben4 ,in den meisten ,fllen waren die ,wortableitungen jedoch sehr willkrlich und wertlos4 ,mnner1 wie die ,genannten1 haben das ,vorhandene nicht vermehrt1 sondern1 wie 99,plinius991 als literarische ,sammler gewirkt4 ,als solche sind sie aber fr die ,erhaltung des ,wissens und des wissenschaftlichen ,interesses fr das ganze ,mittelalter von ,bedeutung gewesen4 ,fast allen lag daran1 die ,beschftigung mit den ,wissenschaften in weitere ,kreise zu tragen1 indem sie fr die ,verbreitung und ,verbesserung des ,schulwesens wirkten4 ,das ist nicht nur 99,cassiodor99 und 99,rhabanus ,maurus991 sondern auch 99,isidor99 von ,sevilla nachzurhmen4 ,wie die ,klster zu ,mittelpunkten literarischer ,beschftigung wurden1 so fand in ihnen auch1 zumal in den sich erst der ,kultur erschlieenden germanischen ,lndern1 die ,heilkunde eine ,sttte4 ,die ,mnche bereiteten ,arzneien nicht nur fr ihren eigenen ,gebrauch1 sondern auch fr die ,bewohner der ,umgegend4 ,die heilbringenden ,kruter wurden in besonderen ,grten im ,schutze der ,klostermauern gezogen4 ,genauere ,angaben besitzt man ber den ,krutergarten des ,klosters ,st4 ,gallen1 aus dem schon im #i4 ,jahrhundert die benachbarten ,drfer mit ,arzneien versorgt wurden4 ,von den zahlreichen ,krutern1 die man in ,st4 ,gallen zu diesem ,zwecke zog1 seien beispielsweise ,salbei1 ,raute1 ,minze und ,fenchel genannt4 ,ein selbstndiges ,apothekenwesen entwickelte sich im germanischen ,kulturbereich erst im spteren ,mittelalter#ffd4 ,im ,altertum hatte der ,arzt die ,arzneien in der ,regel selbst bereitet4 #h4 ,das arabische ,zeitalter4 ,ein neuer ,anla zur ,beschftigung mit der ,wissenschaft des ,altertums sollte im ,abendlande nicht mehr1 wie zur ,zeit 99,theoderichs991 auf eigenem ,boden ersprieen1 sondern von einem orientalischen ,volke ausgehen1 das bis dahin kaum eine ,rolle gespielt hatte4 ,diese ,erscheinung ist eine der merkwrdigsten1 die uns in der ,entwicklung der ,wissenschaften begegnet1 weshalb wir ihr eine etwas eingehendere ,betrachtung schenken mssen4 ,whrend das ,christentum die abendlndischen ,vlker durchdrang1 bemchtigte sich der ,islam des gesamten ,orients4 ,die ,ausbreitung der neuen ,lehre erfolgte durch ,feuer und ,schwert und ging ,hand in ,hand mit der ,errichtung eines ,weltreiches durch die ,araber4 ,auch die letzteren traten1 wie die ersten ,bekenner des ,christentums1 den vorhandenen ,bildungselementen zunchst feindlich gegenber4 ,von fanatischem ,eifer verblendet1 soll der ,kalif 99,omar99 dem arabischen ,feldherrn1 der ,alexandrien eroberte1 den ,befehl zur ,vernichtung der noch vorhandenen ,bcherschtze mit den ,worten gegeben haben3 ,wenn diese ,bcher das enthalten1 was im ,koran steht1 so sind sie unntz1 wenn sie etwas anderes enthalten1 so sind sie schdlich4 ,sie sind deshalb in beiden ,fllen zu verbrennen4 ,nach anderen ,nachrichten#ffe soll dieses ,wort bei der ,eroberung ,persiens gefallen sein4 ,bei diesem ,ausspruch und manchen anderen1 geschichtlichen ,persnlichkeiten zugeschriebenen ,worten ist der ,nachweis1 da es sich um eine verbrgte uerung handelt1 in vielen ,fllen nicht zu erbringen4 ,wenn sie trotzdem1 wie beispielsweise 99,galileis99 ,wort3 ,und sie bewegt sich doch1 in der ,geschichte der ,wissenschaften ,erwhnung finden1 so geschieht dies1 weil sie hufig ,personen1 ,zeitverhltnisse oder geistige ,strmungen vortrefflich kennzeichnen4 ,wie gro der ,verlust an ,bcherschtzen infolge der von den ,arabern zu ,beginn ihres ,auftretens bewiesenen ,zerstrungswut gewesen ist1 lt sich nicht mehr ermessen4 ,diese ,verluste begannen brigens in ,alexandria schon weit frher1 nmlich zur ,zeit der ,belagerung durch 99,julius ,caesar994 ,unter 99,kleopatra99 wurden sie jedoch durch die ,erwerbung der pergamenischen ,bibliothek ausgeglichen4 ,die ,zerstrung des ,serapeions fand unter 99,theodosios99 statt4 ,es wurde jedoch soviel gerettet1 da eine neue ,bibliothek gegrndet werden konnte4 ,mit den etwa noch vorhanden gewesenen berresten an literarischen ,schtzen scheinen dann die ,araber bei der ,eroberung ,alexandriens nicht allzu glimpflich umgegangen zu sein1 wenn auch die ,nachrichten ber den von ihnen bewiesenen ,vandalismus ohne ,zweifel stark bertrieben sind#fff4 ,im allgemeinen waren die ,bekenner des ,islams nmlich duldsamer als die ,christen4 ,whrend letztere die ,unterworfenen zur ,bekehrung zwangen und keine ,religion neben der christlichen anerkannten1 war der ,islam mehr darauf bedacht1 zu herrschen4 ,die ,christen behielten unter dieser ,herrschaft ihre ,glaubensfreiheit1 ja selbst ihre ,kirchen und ,klster4 ,der ,islam lie den unterworfenen ,vlkern mehr ihre ,eigenart4 ,auch behielten die von ihm unterjochten ,stdte als ,mittelpunkte des geistigen ,lebens und eines greren ,wohlstandes ihre ,bedeutung1 whrend das ,abendland durch die ,germanen einer mehr lndlichen1 naturalwirtschaftlichen ,lebensweise anheimfiel4 ,die ,kultur des ,morgenlandes erlitt daher durch den ,islam in ihrer ,entwicklung keine solch gewaltsame ,unterbrechung1 wie sie das ,abendland erfuhr4 ,die morgenlndische ,kultur des ,mittelalters verdient auch die ,bezeichnung einer arabischen weniger ihrer ,eigenart wegen als dem ,umstande1 da die ,sprache der ,araber die herrschende wurde4 ,mit dieser ,erkenntnis fllt auch die ,paradoxie1 die darin liegen wrde1 wenn man einem bis dahin unbekannten ,nomadenvolke alle ,schpfungen1 welche der ,orient im ,mittelalter hervorbrachte1 zuschreiben wollte4 ,die ,araber verstanden es vortrefflich1 dasjenige1 was die unterjochten ,vlker an ,kulturelementen besaen1 zu sammeln und zu sichten4 ,nachdem sie in der kurzen ,zeit vom ,auftreten 99,mohammeds99 bis zum ,beginn des #h4 ,jahrhunderts ,syrien1 ,palstina1 gypten1 ,persien1 ,nordafrika und ,spanien erobert hatten1 nahmen sie die ,bildungselemente1 die sie in diesen ,lndern vorfanden1 in sich auf1 um sie spter den abendlndischen ,vlkern zu bermitteln4 ,den letzteren blieb es vorbehalten1 auf diesen ,grundlagen erfolgreich weiter zu bauen1 was die ,araber nur in bescheidenem ,mae vermocht hatten4 ,es ist ein ,verdienst der arabischen ,literatur1 wichtige ,teile der griechischen ,wissenschaft erhalten und sie durch das ,dunkel des ,mittelalters in die neuere ,zeit hinber gerettet zu haben4 ,nach dem ,untergange der alten ,kultur wurden die ,wissenschaften in ,syrien und ,persien in griechisch-christlichen und jdischen ,schulen gepflegt4 ,als die ,araber diese ,lnder eroberten1 fanden sie dort ein reiches geistiges ,leben vor#ffg4 ,wahrscheinlich ist aber bei dem ersten ,anprall die ltere ,literatur jener ,lnder zum ,teil vernichtet worden1 so da man sich bei dem erwachenden ,interesse fr wissenschaftliche ,dinge veranlat sah1 auf die griechischen ,originale zurckzugehen1 woraus sich z4 ,b4 das spter zu erwhnende ,verhalten des ,kalifen 99,al ,mamn99 erklrt#ffh4 ,mit dem bersetzen ging das ,kommentieren ,hand in ,hand4 ,so soll 99,ibn ,sina99 7,avicenna1 #ihj-ajcg7 die ,schriften des 99,aristoteles99 in #bj ,bnden kommentiert haben4 ,seine ,arbeit ging verloren1 doch blieb sein ,kommentar zu den aristotelischen ,schriften ber die ,tiere in lateinischer bersetzung 7von 99,michael ,scotus997 erhalten4 ,trotz aller ,verfolgungen1 denen die griechische ,wissenschaft ausgesetzt gewesen1 fanden sich also im ,orient doch noch zahlreiche1 wertvolle berreste4 ,vor allem war es die zur ,zeit der ,eroberungskriege der ,araber in ,syrien und ,persien verbreitete christliche ,sekte der ,nestorianer1 die sich um die ,erhaltung dieser berreste ein groes ,verdienst erworben hatte#ffi4 ,seit dem ,zeitalter 99,alexanders99 hatten sich viele ,griechen in den bedeutenderen ,stdten ,syriens und ,persiens niedergelassen und ihr ,wissen und ihre ,sprache in ,vorderasien verbreitet4 ,mit dem ,griechentum berhrte sich dort alsbald das jdische ,element4 ,beide wurden nach ,beginn unserer ,zeitrechnung durch die ,ausbreitung des christlichen ,glaubens noch enger verbunden4 ,der den ,griechen eigene ,drang1 berall1 wo sie in fremden ,lndern sich niederlieen1 als ,lehrer ihrer neuen ,landsleute aufzutreten1 empfing dadurch eine neue ,anregung4 ,die ,schulen wurden christlich1 behielten aber ihre ,richtung auf die ,pflege und ,verbreitung der weltlichen ,wissenschaft1 getreu dem ,geiste des ,griechentums1 bei4 ,als ,sitz einer ,akademie sei ,edessa erwhnt4 ,dort entstand auch eine bedeutende ,bibliothek4 ,vom #e4 ,jahrhundert etwa an wurden die ,werke des 99,aristoteles991 sowie griechische ,schriften ber ,medizin1 ,mathematik1 ,astronomie usw4 ins ,syrische bertragen4 ,die ,syrer sind als die unmittelbaren ,schler der ,griechen zu betrachten4 ,eine nennenswerte ,frderung der ,wissenschaften scheint durch die ,syrer aber nicht stattgefunden zu haben4 ,ihr ,hauptverdienst besteht darin1 da sie die ,kenntnisse und ,anschauungen der ,alten den ,arabern bermittelten4 ,die in ,mesopotamien entstandenen ,nestorianerschulen blhten vom #e4 bis ins #aa4 ,jahrhundert4 ,und hier war es1 wo die ,elemente der antiken ,wissenschaft1 darunter auch diejenigen der ,alchemie1 den ,arabern bekannt wurden1 durch die sie dann nach ,spanien und darauf zu den brigen ,lndern ,europas gelangten4 ,durch die ,beschftigung mit chemischen ,vorgngen sind die syrischen ,gelehrten ,mesopotamiens vielleicht auf die ,erfindung des sogenannten griechischen ,feuers gelangt1 das seit dem ,ende des #g4 ,jahrhunderts bei ,belagerungen und in ,seeschlachten benutzt wurde#fgj4 ,das griechische ,feuer wurde im ,jahre #fgh durch einen ,syrer in ,konstantinopel eingefhrt und bestand vermutlich aus einer ,mischung von leichtflchtigen ,erdlen1 ,asphalt und gebranntem ,kalk4 ,letzterer bewirkte1 da sich die ,masse beim ,zusammentreffen mit ,wasser entzndete4 ,die ,verwendung von ,salpeter zu ,zndstzen1 ,raketen usw4 ist hingegen erst weit spter anzusetzen#fga4 ,von den syrischen ,handschriften1 die sich mit chemischen ,dingen beschftigen1 sind noch mehrere erhalten und durch 99,berthelot99 ihrem ,inhalt nach bekannt geworden4 ,es gehrt dahin eine ,aufzhlung#fgb der ,metalle1 der sieben ,erden1 der zwlf als ,amulette dienenden ,steine und einer ,anzahl zum ,frben des ,glases dienender ,mineralien4 ,als ,amulette1 denen man ,zauberkrfte zuschrieb1 galten z4 ,b4 der ,amethyst 7gegen ,trunkenheit7 und der ,bernstein 7gegen die ,gelbsucht74 ,eine zweite syrische ,handschrift#fgc kann als das lteste methodische ,buch ber ,chemie betrachtet werden4 ,seine ,abschnitte sind berschrieben3 ,die ,bearbeitung des ,kupfers1 des ,quecksilbers1 des ,bleies1 des ,eisens usw4 ,die syrische ,alchemie besteht in der ,hauptsache aus der bersetzung griechischer ,quellenschriften4 ,in der erwhnten ,aufzhlung finden sich dem ,namen jedes ,metalls der ,name eines bestimmten ,planeten und einer bestimmten ,gottheit beigefgt4 ,dogmatische ,streitigkeiten riefen einen ,gegensatz zwischen den syrischen1 an der ,lehre des ,bischofs 99,nestorios99#fgd festhaltenden ,christen und der ,hierarchie von ,alexandrien und ,byzanz hervor4 ,die ,bedrckung1 welche die in ,syrien an den ,schulen wirkenden ,gelehrten infolgedessen erfuhren1 veranlate diese ,mnner1 sich in den persischen ,christengemeinden1 und zwar besonders in ,mesopotamien1 niederzulassen und dort im #e4 ,jahrhundert neue ,pflanzsttten zu grnden#fge4 ,dadurch wurden die ,nestorianer die ,vermittler zwischen dem ,osten und dem ,westen der alten ,welt4 ,die in ,indien entstandenen ,wissenselemente fanden nmlich in ,persien ,eingang und wurden spter den ,arabern und durch sie ,europa bermittelt4 ,als in ,bagdad unter 99,almansur99 das ,kalifat allen ,glanz des ,morgenlandes um sich verbreitete1 wurden die ,nestorianer1 sowie andere griechische ,gelehrte an den ,hof gezogen und damit betraut1 die in ihrem ,besitz befindlichen ,wissensschtze ins ,arabische zu bertragen4 ,die mohammedanischen ,machthaber scheint dabei zuerst mehr eine ,art von ,sammeleifer als ein ,verstndnis fr die ,bedeutung des ,errungenen geleitet zu haben4 ,so wird z4 ,b4 berichtet1 da 99,harun al ,raschid991 der zur ,zeit 99,karls des ,groen99 lebende ,kalif aus dem ,hause des ,omejaden1 sich von den griechischen ,kaisern alles ausgebeten habe1 was ihr ,land an philosophischen ,werken besa4 ,die ,stellung1 welche die ,araber diesen ,werken gegenber einnahmen1 war zunchst die blinde ,achtung gegenber der ,autoritt4 ,wie der ,koran in der ,religion und im ,leben1 so dienten die vorhandenen1 insbesondere die griechischen ,vorbilder ihnen als unbedingte ,richtschnur fr das ,studium der ,wissenschaften4 ,bei diesem ,grundzug ihres ,wesens war zwar ein wesentlicher ,fortschritt nicht zu erwarten1 doch hatte die von ihnen gebte berschtzung das ,gute im ,gefolge1 da ihre ,literatur in erster ,linie der ,erhaltung der gewonnenen ,geistesschtze diente4 ,darauf und weniger auf dem ,inhalt an eigenen ,gedanken beruht die weltgeschichtliche ,bedeutung der arabischen ,literatur#fgf4 ,die ,begierde1 ,bcher zu sammeln1 war in den ,lndern1 in denen die arabische ,kultur aufblhte1 allgemein4 ,so gab es in ,bagdad angeblich ber hundert ,buchhandlungen1 und viele ,privatleute besaen grere ,bibliotheken4 ,es entstanden sogar gelehrte ,gesellschaften1 wie sie uns im ,abendlande erst mit dem ,wiederaufleben der ,wissenschaften zu ,beginn der neueren ,zeit begegnen4 ,auch der ,mittelstand war in den ,stdten bemht1 sich die ,elemente der ,bildung anzueignen1 fr deren ,ausbreitung ,schulen sorgten4 ,whrend in ,rom zur ,kaiserzeit etwa #cj ffentliche ,bibliotheken vorhanden waren1 bestanden in ,bagdad deren weit mehr4 ,die ,lehrer1 die an den mohammedanischen ,schulen wirkten1 wurden vom ,staate besoldet4 ,legten sie ihrem ,vortrage auch meist ,bcher zugrunde1 so gestaltete sich der ,unterricht1 der meist das theologische und das juristische ,gebiet betraf1 doch zu einem belehrenden ,gesprch mit den ,schlern4 ,er befand sich also auf einer hohen ,stufe4 ,als weiteres ,ausbildungsmittel waren ausgedehnte ,studienreisen blich4 ,solche ,reisen gaben wieder den ,anla zur ,entstehung vortrefflicher geographischer ,werke4 ,mit offenem ,blicke schildern ihre ,verfasser nicht nur die topographischen1 sondern auch die klimatologischen ,verhltnisse der besuchten ,lnder1 sowie ihre ,erzeugnisse4 ,ja1 wir besitzen arabische ,berichte1 die uns sogar ber den ,zustand von ,mainz1 ,fulda und anderen deutschen ,stdten des frhen ,mittelalters wertvolle ,aufschlsse geben4 ,auch das ,interesse fr mechanische ,dinge war bei den ,arabern nicht gering4 ,so bersandte1 wie 99,einhard99 berichtet1 99,harun al ,raschid99 99,karl dem ,groen99 unter den zur ,krnungsfeier bestimmten ,geschenken eine ,wasseruhr1 die ein ,zeigerwerk besa und die ,stunden dadurch ankndete1 da eine ,metallkugel in ein aus ,erz gefertigtes ,becken fiel#fgg4 ,tatsache ist1 da die ,przisionsmechanik bei den ,arabern einen hohen ,grad der ,ausbildung erreicht hatte und da sie bei der ,herstellung von verschiedenen ,arten der ,wasseruhren ein fabelhaftes ,talent an den ,tag legten#fgh4 ,nicht minder gro war die ,vorliebe1 welche der ,sohn und ,nachfolger 99,haruns991 der ,kalif 99,al ,mamn991 fr die ,wissenschaft bekundete4 ,er errichtete in ,bagdad eine ,sternwarte und grndete in zahlreichen ,stdten seines ,reiches ,schulen und ,bibliotheken4 ,hatte schon 99,harun99 eigene bersetzer angestellt1 so grndete sein ,nachfolger zu diesem ,zwecke ein frmliches ,institut1 zu dem eine groe ,anzahl1 der verschiedenen ,sprachen kundiger1 ,gelehrten vereinigt wurden4 ,in ,syrien1 ,armenien und gypten wurden durch besondere ,abgesandte ,bcher aufgekauft4 ,vor allem bertrug man smtliche ,werke des 99,aristoteles99 und des 99,galen994 ,auch 99,euklid991 99,ptolemos99 und 99,hippokrates99 lernte man kennen4 ,selbst aus dem ,persischen und dem ,indischen wurde eifrig bersetzt4 ,nach einem erfolgreichen ,kriege gegen den byzantinischen ,kaiser legte 99,al-,mamn99 letzterem die ,bedingung auf1 ihm von smtlichen1 in den ,bibliotheken des griechischen ,reiches befindlichen ,werken je ein ,exemplar zu berlassen1 damit diese ,werke ins ,arabische bertragen wrden4 ,darunter befand sich auch das oben erwhnte astronomische ,hauptwerk des 99,ptolemos991 das in der ,folge ,almagest genannt wurde4 ,mathematische ,geographie und ,astronomie bei den ,arabern4 ,die ,araber haben oft bewiesen1 da sie sich den ,alten gegenber nicht blo rezeptiv verhalten wollten4 ,so wurde z4 ,b4 die ,messung eines ,breitengrades zur ,bestimmung des ,erdumfanges unter 99,al ,mamn99 wieder vorgenommen und zwar1 ohne da man sich an das von den ,griechen geschaffene ,verfahren klammerte#fgi4 ,ein wesentlicher ,fortschritt dem 99,eratosthenes99 gegenber lag bei diesem ,unternehmen nmlich darin1 da die zugrunde gelegte ,strecke nicht in ,tagereisen ausgedrckt1 sondern in der ,richtung des ,meridians mit ,hilfe der ,meschnur ausgemessen wurde4 ,man fand die ,lnge des ,grades gleich #ef und bei einer zweiten ,messung gleich #ef-b_/c arabischen ,meilen#fhj oder gleich etwa #aacjdj m1 woraus sich der ,erdumfang zu #djgjj km berechnet4 ,illustration3 ,abb4 #ej4 ,albirunis ,bestimmung des ,erdumfanges4 99,albiruni99 7um #ajjj7 berichtet ber das eingeschlagene ,verfahren mit folgenden ,worten#fha3 ,man whle einen ,ort in einer ebenen ,wste und bestimme dessen ,breite4 ,dann ziehe man die ,mittagslinie und schreite lngs derselben nach dem ,polarstern4 ,mi den ,weg in ,ellen4 ,dann mi die ,breite des zweiten ,ortes4 ,ziehe die ,breite des ersten davon ab und dividiere die ,differenz durch den ,abstand der ,orte in ,parasangen4 ,das ,resultat1 multipliziert mit #cfj1 ergibt den ,umfang der ,erde in ,parasangen4 ,von ,interesse ist ein zweites ,verfahren1 das 99,albiruni99 zur ,ermittlung des ,erdumfanges anwandte4 ,es besteht darin1 da man einen hohen ,berg besteigt1 der sich in der ,nhe des ,meeres befindet1 und von hier aus durch ,beobachtung des ,sonnenunterganges den ,winkel 1 d4 h4 die ,depression 7,abb4 #ej7 bestimmt4 99,albiruni99 zeigt dann weiter1 wie man aus diesem ,winkel und der ,hhe des ,berges den ,radius der ,erde durch trigonometrische ,rechnung ermittelt4 ,eine solche ,bestimmung hat er wirklich ausgefhrt4 ,er hat in ,indien einen ,berg1 der #feb ,ellen ber das ,meer emporragt1 bestiegen und den ,winkel gemessen1 den die nach dem ,horizont gerichtete ,sehlinie mit der ,horizontalen auf dem ,gipfel bildet4 ,dieser ,winkel wurde mit ,hilfe des ,astrolabs gefunden und belief sich auf #cd'4 ,aus diesem ,werte und der ,hhe des ,berges wurde der ,radius und die ,lnge eines ,grades berechnet4 ,die ,berechnung ergab fr den ,umfang der ,erde etwa #efjj ,meilen#fhb1 das sind #daeej km4 ,auf ,befehl des 99,al ,mamn991 der die erwhnte ,gradmessung in der ,nhe des ,roten ,meeres anstellen lie1 wurde auch die ,schiefe der ,ekliptik mit groer ,genauigkeit ermittelt4 ,der gefundene ,wert belief sich auf #bc #ce'4 ,heute betrgt er #bc #bg'4 ,die nderung beluft sich also in einem ,jahrhundert auf etwa #dh''4 ,die ,astronomie fand bei den ,arabern eine zusammenfassende ,bearbeitung durch den unter 99,al ,mamn99 lebenden 99,alfragani99 oder 99,alfergani994 ,dem ,werk1 das 99,melanchthon99 #aecg unter dem ,titel ,alfragani rudimenta astronomiae aus dem ,nachla 99,regiomontans99 herausgab1 lag zwar der ,almagest zugrunde1 es zeigt aber1 da sein ,verfasser ein fleiiger ,astronom war1 der die ,methoden seiner ,vorgnger zu verbessern suchte4 ,auch beschrieb 99,alfragani99 die zu seiner ,zeit gebrauchten astronomischen ,instrumente4 ,er stellte seine ,beobachtungen auf der von 99,al ,mamn99 errichteten ,sternwarte an und wurde dabei hufig von dem ,kalifen untersttzt4 99,alfragani99 wurde weit bertroffen durch den etwa ein ,jahrhundert spter lebenden 99,al ,battani99 7,albategnius haben ihn seine bersetzer genannt74 99,al ,battani99 war prinzlichen ,gebltes und hat sich nicht nur um die ,astronomie1 sondern auch um die ,einfhrung der trigonometrischen ,funktionen groe ,verdienste erworben4 ,seine ,beobachtungen1 die er etwa von #hhj-iaj anstellte1 wurden von den ,arabern als die genauesten gepriesen4 99,albattani99 hat viele ,angaben des 99,ptolemos99 nachgeprft und verbessert4 ,das von ihm verfate ,werk ber die ,bewegung der ,sterne erschien in lateinischer bersetzung und mit ,zustzen 99,regiomontans99 im ,jahre #aecg4 ,aus diesem ,werke ist die ,bezeichnung ,sinus1 fr das ,verhltnis der halben ,sehne zum ,radius1 in die mathematische ,literatur aller ,vlker bergegangen4 ,die mit der ,anwendung der ganzen ,sehnen verknpfte rechnerische ,unbequemlichkeit1 welche der ,almagest aufwies1 kam damit in ,fortfall4 ,die trigonometrischen ,stze nehmen ferner bei 99,albattani99 mehr den ,charakter fr die ,rechnung bestimmter ,formeln an4 ,aus sin _/cos ,d wird sin ,d_/7#a ,d#b7 berechnet und dann in den ,sinustafeln aufgefunden4 ,auch der ,bruch cos _/sin wird einer ,rechnung zugrunde gelegt4 ,bedeutet nmlich die ,hhe der ,sonne ber dem ,horizont und ist h die ,hhe eines ,schattenmessers1 l die ,lnge des ,schattens1 dann ist ,illustration3 ,abb4 #ea4 ,trigonometrische ,berechnungen4 99,albattani99 berechnete danach die ,lnge von l bei einer bestimmten ,hhe von h 7 #ab7 fr #a1 #b1 #c usw4 ,er erhielt auf diese ,weise eine kleine ,tabelle fr die ,kotangenten der ganzen ,winkel4 ,die ,trigonometrie erscheint als eines der ,gebiete1 das die ,araber nicht nur wegen ihrer ,beziehung zur ,astronomie1 sondern auch seiner selbst wegen mit ,vorliebe angebaut haben4 ,auf die ,tangensfunktion mute schon 99,albattani99 kommen1 als er den ,stab h horizontal in der ,wand ,,ab befestigte und das ,verhltnis der ,schattenlnge l zu der ,lnge des ,stabes h zur ,bestimmung des ,winkels benutzte4 ,da sich die ,tangensfunktion zur ,berechnung von ,dreiecken vorzglich eignet1 wurde bald nach 99,albattani99 erkannt#fhc4 ,illustration3 ,abb4 #eb4 ,einfhrung der ,tangensfunktion4 ,ihren ,hhepunkt erreichte die ,trigonometrie der ,araber um #abej in dem ,werke ber die ,figur der ,schneidenden4 ,es wird darin das rechtwinklige und1 ausgehend vom ,sinussatz1 das schiefwinklige ,dreieck behandelt4 ,auch die ,trigonometrie des schiefwinkligen sphrischen ,dreiecks wird in dem genannten ,werke in den ,grundzgen entwickelt4 ,der weitere ,ausbau der ,trigonometrie1 vor allem die ,formulierung des so wichtigen ,cosinussatzes1 erfolgte erst einige hundert ,jahre spter1 als im ,abendlande die ,wissenschaften wieder auflebten1 durch 99,regiomontan994 ,wir haben an frherer ,stelle den hohen ,grad von ,kunstfertigkeit erwhnt1 den die alexandrinischen ,mechaniker bei der ,herstellung astronomischer ,meinstrumente1 insbesondere der ,astrolabien1 bewiesen4 ,in dieser ,kunst war die praktische ,astronomie der ,araber derjenigen der ,griechen mindestens ebenbrtig1 wenn nicht gar berlegen#fhd4 ,neben den ringfrmigen ,astrolabien benutzten die ,araber als ,mewerkzeuge auch ,quadranten und ,halbkreise1 ferner parallaktische ,lineale und ,instrumente1 welche die trigonometrischen ,funktionen1 wie den ,sinus und den ,sinus versus1 anzeigten#fhe4 ,die ,einfhrung dieser ,funktionen in die ,astronomie ist an den ,namen 99,al ,battanis99 7,albategnius7 geknpft1 der in den ,jahren #hhb-iaj seine ,beobachtungen anstellte und ,tabellen entwarf#fhf4 ,auf ,grund der astronomischen ,beobachtungen der arabischen ,sternwarten in ,damaskus und ,bagdad wurde eine ,revision der ptolemischen ,tafeln vorgenommen#fhg4 ,die ,blte der arabischen ,wissenschaft war keine kurze1 wie man hin und wieder behauptet hat1 denn ein ,jahrhundert spter begegnen wir wieder einem hervorragenden ,astronomen 99,ibn ,junis99 7gestorben #ajjh71 der in ,kairo auf ,befehl des ,kalifen 99,al ,hkim99 wertvolle astronomische ,tafeln ber die ,bewegung der ,sonne1 des ,mondes und der ,planeten anfertigte4 ,auch dort stand den ,astronomen eine mit groer ,freigebigkeit eingerichtete ,sternwarte zu ,gebote4 ,auf ,grund der ,sternverzeichnisse verstand man es1 vortreffliche ,himmelsgloben aus ,silber oder ,kupfer anzufertigen1 von denen einige erhalten geblieben sind4 ,eine weitgehende ,genauigkeit der ,winkelmessung suchte man dadurch zu erreichen1 da man den mit der ,gradeinteilung versehenen ,instrumenten gewaltige ,dimensionen gab4 ,so soll ein in ,bagdad aufgestellter ,sextant1 mit dem man im ,jahre #iib die ,schiefe der ,ekliptik ma1 einen ,radius von #eh ,fu gehabt und einzelne ,sekunden angezeigt haben4 ,auch das ,verfahren1 zum ,messen der ,kulmination bestimmte ,instrumente fest im ,meridian aufzustellen1 indem man ,mauerquadranten errichtete1 treffen wir bei den ,arabern4 ,sogar ein ,instrument mit einem ,horizontalkreis1 ber dem zwei ,quadranten drehbar angebracht waren1 findet man bei ihnen in ,gebrauch4 ,dieses ,instrument1 dem spter 99,tychos99 ,azimutalquadrant im wesentlichen entsprach1 ermglichte es1 von zwei ,gestirnen gleichzeitig ,azimut und ,hhe zu bestimmen4 ,jene drehenden ,quadranten der ,araber und 99,tychos99 ,instrument sind grundlegend fr die ,konstruktion des heutigen ,theodoliten gewesen4 ,die ,astronomie1 die immer mehr in ,astrologie ausartete1 die ,mathematik und die auf geometrischer ,grundlage beruhende ,optik1 ferner auch die ,chemie in ihrem ersten1 von mystischen ,vorstellungen durchwebten ,gewande1 waren die ,gebiete1 denen sich die ,araber mit ,vorliebe zuwandten4 ,auf diesen haben sie1 zumal was die1 wenn auch nicht ihrem ,ursprunge1 so doch ihrer ersten ,entwicklung nach vorwiegend arabische ,wissenschaft der ,chemie betrifft1 anerkennenswerte ,leistungen aufzuweisen4 ,eine ,anregung zur ,beschftigung mit der ,mathematik empfingen die ,araber nicht nur durch die griechischen ,schriften1 die von einem vorzugsweise fr die ,geometrie veranlagten ,volke herrhrten1 sondern in nicht geringerem ,mae von den ,indern1 die sich durch ihre rechnerische ,begabung auszeichneten4 ,von den letzteren erhielten sie1 soweit die vorliegenden1 noch mangelhaften ,angaben zu schlieen gestatten1 vermutlich auch das auf dem ,stellenwert beruhende ,ziffernsystem1 das wir noch heute als das arabische bezeichnen1 weil die ,araber es den abendlndischen ,vlkern bermittelt haben4 ,auch die ,algebra1 soweit sie indischen ,ursprungs ist1 erfuhr durch die ,araber eine wesentliche ,fortbildung4 ,von den griechischen ,mathematikern ist 99,euklid99 fr die ,entwicklung der ,mathematik bei den ,arabern von groem ,einflu gewesen4 ,zur ,weiterentwicklung der ,arithmetik wurden sie besonders durch die bernahme des indischen ,ziffernsystems angeregt4 ,die indischen ,zahlzeichen verbreiteten sich brigens schon sehr frh von ,alexandrien aus nach ,rom#fhh4 ,bevor wir auf die ,weiterentwicklung der ,mathematik durch die ,araber nher eingehen1 sei noch erwhnt1 da gegen den ,ausgang des ,mittelalters das westliche ,europa1 wahrscheinlich gleichfalls durch ,vermittlung dieses ,volkes1 in den ,besitz der in ,ostasien erfundenen ,bussole und sehr wahrscheinlich auch des ,schiepulvers gelangt ist4 ,eine ,nachricht ber die ,bussole begegnet uns in einer chinesischen ,schrift aus dem #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,dort wird der ,magnet als ein ,stein bezeichnet1 mit dem man der ,nadel ,richtung gebe#fhi4 ,ferner ist nachgewiesen1 da die ,chinesen schon im #ab4 ,jahrhundert n4 ,chr4 mit der ,erscheinung der magnetischen ,deklination bekannt waren4 ,die betreffende ,stelle der chinesischen ,literatur lautet#fij3 ,wenn man die ,spitze einer ,nadel mit dem ,magnetstein bestreicht1 so zeigt sie nach ,sden1 jedoch nicht genau1 sondern etwas nach ,osten4 ,die ,abweichung betrgt etwa #a_/bd des ,kreisumfanges 7also etwa #ae74 ,da die ,bussole durch den ,schiffer 99,flavio ,gioja99 aus ,amalfi erfunden oder in ,europa bekannt geworden sei1 hat sich als eine der vielen1 in der ,geschichte der ,wissenschaften vorkommenden ,legenden erwiesen4 ,es unterliegt keinem ,zweifel1 da man mit dem ,gebrauche der ,magnetnadel in ,europa lange vor dem im #ad4 ,jahrhundert lebenden 99,gioja99 bekannt war4 ,so erwhnt ein provenzalisches1 im #ab4 ,jahrhundert entstandenes ,buch#fia1 da der ,schiffer1 wenn er weder ,mond noch ,sterne sehen knne1 sich nach der ,magnetnadel richte4 ,auch in einer um #aahj entstandenen ,schrift#fib heit es1 die ,eisennadel erlange durch die ,berhrung mit dem ,magneten die ,fhigkeit1 nach ,norden zu zeigen1 was fr den ,schiffer wichtig sei4 99,gioja99 gebhrt vielleicht das ,verdienst1 da er die ,nadel mit der ,windrose verbunden und damit fr den ,gebrauch geeigneter gemacht hat#fic4 ,ob die ,bussole in ,europa selbstndig erfunden ist oder durch die ,vermittlung der ,araber von ,ostasien nach dort gelangte1 lie sich bisher nicht mit ,sicherheit nachweisen4 ,letztere ,annahme ist aber bei dem regen ,handelsverkehr1 den die ,lnder des ,islams mit ,indien und ,china unterhielten1 die wahrscheinlichere#fid4 ,interessant ist auch1 wie sich die ,anbringung der ,magnetnadel allmhlich immer praktischer gestaltete4 ,zuerst lie man die ,nadel schwimmen4 ,so heit es an einer ,stelle#fie in dem #abcb verfaten ,buche des ,schatzes der ,kaufleute in ,kenntnis der ,steine3 ,wenn die ,nacht so dunkel ist1 da die ,kapitne keinen ,stern wahrnehmen knnen1 um sich zu orientieren1 so fllen sie ein ,gef mit ,wasser und stellen dieses im ,innern des ,schiffes1 gegen den ,wind geschtzt1 auf2 dann nehmen sie eine ,nadel und stecken sie in einen ,strohhalm1 derart1 da beide ein ,kreuz bilden4 ,dieses werfen sie auf das in dem erwhnten ,gef befindliche ,wasser und lassen es auf dessen ,oberflche schwimmen4 ,hierauf nehmen sie einen ,magneten1 nhern ihn der ,wasseroberflche und geben ihrer ,hand eine ,drehung4 ,dabei dreht sich die ,nadel auf der ,wasseroberflche2 dann ziehen sie ihre ,hnde pltzlich und rasch zurck1 worauf die ,nadel nach zwei ,punkten1 nmlich ,nord und ,sd1 zeigt4 ,die nchste ,verbesserung bestand darin1 da man den ,magneten auf einer ,nadel schweben lie4 ,die ,verbindung des ,magneten mit der ,windrose1 die man auf solche ,weise beweglich machte1 erfolgte wahrscheinlich im #ad4 ,jahrhundert4 ,seine ,vollendung erhielt der ,kompa1 als ihn 99,cardanus99 7im #af4 ,jahrhundert7 mit der nach ihm benannten ,aufhngung versah#fif4 ,wie mit der ,bussole verhlt es sich wahrscheinlich auch mit dem ,schiepulver1 das in ,china weit frher als in ,europa bekannt war4 ,die lteste ,nachricht1 welche die europische ,literatur ber das ,pulver aufweist1 enthlt wohl das ,manuskript des 99,marcus ,graecus99#fig4 ,es gibt an1 man solle ,schwefel1 ,kolophonium oder ,kohle und ,salpeter zusammenreiben und mit dieser ,mischung lange ,rhren fllen4 ,znde man die ,mischung dann an1 so flgen die ,rhren in die ,luft oder sie wrden mit donnerhnlichem ,knall zerplatzen4 ,nach 99,m4 ,graecus99 wurden #a ,teil ,kolophonium1 #a ,teil ,schwefel1 #f ,teile ,salpeter gepulvert1 mit l gebunden und dann in ein ,rohr gefllt4 ,nach einer anderen dort mitgeteilten ,vorschrift wurden #a ,teil ,schwefel1 #b ,teile ,linden- oder ,weidenkohle und #f ,teile ,salpeter gepulvert und zur ,fllung einer ,art ,rakete benutzt1 um fliegendes ,feuer herzustellen#fih4 ,derartige ,raketen wurden auch gegen feindliche ,schiffe geschleudert1 um sie in ,brand zu stecken#fii4 ,die ,rechenkunst der ,araber4 ,zur ,beschftigung mit der ,mathematik gelangten die ,araber dadurch1 da ihnen die ,schriften der ,griechen und der ,inder bekannt wurden4 99,ptolemos99 und 99,euklid991 99,apollonios991 99,heron99 und 99,diophant99 wurden in zahlreichen arabischen bersetzungen verbreitet#gjj4 ,welche ,rolle hierbei christlich-griechische ,schulen spielten1 die unter dem ,einflu der ,sekte der ,nestorianer in ,syrien entstanden waren1 haben wir schon erwhnt4 ,im #h4 ,jahrhundert gelangte ein ,auszug aus dem ,werke des ,inders 99,brahmagupta99 nach ,bagdad4 ,dieser ,auszug wurde um #hbj durch 99,mohammed ibn ,musa ,alchwarizmi99 einer ,umarbeitung unterzogen4 99,ibn ,musa99 799ben ,musa9971 der bekannteste arabische ,mathematiker1 lebte unter 99,al ,mamn994 ,er war nicht nur an der ,herausgabe indischer ,werke1 sondern auch an einer ,neubearbeitung der ptolemischen ,tafeln1 sowie an der erwhnten arabischen ,gradmessung beteiligt#gja4 ,ferner schrieb 99,ibn ,musa99 ber die ,rechenkunst und die ,algebra4 ,ein bersetzer des ,buches ber die ,rechenkunst hat aus 99,alchwarizmi99 den ,namen 99,algorithmus99 gemacht1 der noch jetzt fr jedes zur ,regel gewordene ,rechnungsverfahren benutzt wird4 ,den ,ziffern wird von 99,ibn ,musa99 nach indischem ,vorbild ein ,stellenwert beigelegt4 bersteigt beim ,addieren die ,summe der ,ziffern #i1 so sollen die ,zehner der folgenden ,stelle zugerechnet und an der ursprnglichen ,stelle nur das geschrieben werden1 was unter #aj brig ist4 ,bleibt nichts brig1 fhrt 99,ibn ,musa99 fort1 so setze den ,kreis 7die ,null71 damit die ,stelle nicht leer sei4 ,der ,kreis mu sie einnehmen1 damit nicht durch das ,leersein die ,zahl der ,stellen vermindert und die zweite fr die erste gehalten wird#gjb4 99,ibn ,musas99 ,werk ber die ,algebra ist das erste1 das diese ,bezeichnung trgt4 ,das ,wort ,algebra bedeutet soviel wie ,ergnzung und bezieht sich auf die ,auflsung der ,gleichungen4 ,das ,verfahren der ,ergnzung 7,algebr7 besteht darin1 da man1 um die negativen ,glieder aus einer ,gleichung zu entfernen1 auf beiden ,seiten die gleichen1 positiven ,werte hinzufgt4 ,das ,buch war weniger fr den wissenschaftlichen als fr den praktischen ,gebrauch bestimmt4 ,dies geht auch aus folgenden ,worten hervor1 mit denen 99,ibn ,musa99 sein ,buch einleitet3 ,die ,liebe zu den ,wissenschaften1 durch die ,gott den 99,al ,mamn991 den ,beherrscher der ,glubigen1 ausgezeichnet hat1 und seine ,freundlichkeit gegen die ,gelehrten haben mich ermuntert1 ein kurzes ,werk ber ,rechnungen durch ,ergnzung und ,reduktion zu schreiben4 ,hierbei beschrnke ich mich auf das ,leichteste und das1 was die ,menschen am meisten bei ,teilungen1 ,erbschaften1 ,handelsgeschften1 ,ausmessung von ,lndereien usw4 gebrauchen4 99,ibn ,musa99 unterscheidet sechs ,arten von ,gleichungen1 die in heutiger ,schreibweise folgendermaen lauten wrden3 bx c ax#b c x#b bx c x#b bx c x#b c bx ax#b bx ,fr die ,gleichung x#b c bx gibt er die ,lsung3 x b_/#b 77b_/#b7b - c74 ,er erwhnt1 da die ,aufgabe fr den ,fall1 da c 7b_/#b7b unmglich sei4 ,auch die ,regel de tri1 und zwar nach indischen ,mustern1 ist in dem ,werke behandelt1 das nicht nur fr die arabische1 sondern auch fr die ,entwicklung der abendlndischen ,mathematik von groer ,wichtigkeit gewesen ist4 ,die ,ausbreitung der arabischen ,wissenschaft4 ,nach der ,eroberung ,spaniens errichteten die ,araber das ,kalifat zu ,cordova1 das fr den westlichen ,teil ihres ,reiches eine hnliche ,bedeutung erhielt1 wie sie ,bagdad fr den ,osten besa4 ,handel und ,gewerbe gelangten zu hoher ,blte4 ,prchtige ,bauten entstanden4 ,neue ,pflanzen1 vor allem die ,dattelpalme1 wurden verbreitet4 ,in ,spanien war es1 wo die ,berhrung der abendlndischen ,christenheit mit der ,wissenschaft des ,islams vorzugsweise stattfand4 ,von hier erfolgte die ,wiederbelebung der gelehrten ,studien in den christlichen ,lndern1 die im #i4 und #aj4 ,jahrhundert die griechischen ,schriftsteller in arabischer bersetzung und kommentiert von arabischen ,gelehrten1 wie 99,avicenna99 und 99,averroes991 kennen lernten4 99,avicenna99 799,ibn ,sina99 lautet sein arabischer ,name7 lebte von #ihj-ajcg in ,persien4 ,als ,philosoph schliet er sich an 99,alfarabi99 an1 welcher die platonische und die aristotelische ,philosophie zu bermitteln gesucht und der ,astrologie diejenige ,form gegeben hat1 die sie durch das ganze ,mittelalter behielt#gjc4 99,avicenna99 befate sich besonders mit der ,medizin4 ,was seine ,zeit auf diesen ,gebieten an ,kenntnissen besa1 vereinigte er in einem groen ,werk1 dem ,kanon#gjd4 ,die ,bedeutung des 99,averroes99 799,ibn ,roschd991 #aabj-aaih7 besteht vor allem darin1 da er die ,werke des 99,aristoteles99 dem arabischen und christlichen ,mittelalter zugnglich machte4 ,seine ,verehrung fr diesen ,philosophen war so gro1 da er behauptete1 die ,welt sei erst durch die ,geburt des 99,aristoteles99 vollstndig geworden4 ,trotzdem kann man 99,averroes99 eine gewisse ,selbststndigkeit bei seinem ,philosophieren nicht absprechen#gje4 ,seine ganze ,naturauffassung trgt einen1 man knnte fast sagen1 modernen ,grundzug4 ,gott und die ,materie sind danach ewig4 ,eine ,schpfung aus dem ,nichts1 die beliebte ,vorstellung orientalisch-christlicher ,mystik1 ist undenkbar4 ,das ,geistige ist dasjenige1 was die ,materie bewegt und ihre ,form bestimmt4 ,auch die menschliche ,seele ist nichts anderes als die formbestimmende ,kraft unseres ,seins4 ,da die ,kirche solche ,lehren als ketzerisch verwarf1 lt sich wohl denken4 ,es ist sogar wahrscheinlich1 da man die ,naturanschauung des 99,averroes991 weil sie mit den physikalischen ,lehren des 99,aristoteles99 verknpft wurde1 durch das zeitweilige ,verbot der physikalischen ,schriften dieses ,philosophen zu bekmpfen suchte4 ,fr die hohe ,blte der ,wissenschaft unter der westarabischen ,herrschaft spricht auch1 da in ,cordova um das ,jahr #ijj eine hohe ,schule mit einer ,bibliothek von mehreren hunderttausend ,bnden entstand4 hnliches wurde in anderen1 unter der maurischen ,herrschaft durch ,handel und ,wohlstand emporblhenden ,pltzen1 wie ,granada1 ,toledo und ,salamanca1 geschaffen4 ,aus allen ,teilen des brigen ,westeuropas zogen ,wibegierige an diese ,sttten1 denen man daheim nichts an die ,seite zu stellen hatte4 ,nachdem die ,araber in ,sditalien ,fu gefat hatten1 wute der hochsinnige ,staufenkaiser 99,friedrich ,,ii499 auch dort arabische ,weisheit wohl zu schtzen4 ,auf seine ,anregung wurde der ,almagest nach einer arabischen ,handschrift ins ,lateinische bersetzt4 ,den ,naturwissenschaften wandte dieser ,kaiser1 gleichfalls auf arabischen ,quellen1 jedoch auch auf eigenen ,beobachtungen fuend1 ein groes ,interesse zu4 ,so entstand sein ,werk ber die ,jagd mit ,vgeln1 in dem er an manchen ,stellen den zoologischen ,betrachtungen eine anatomische ,begrndung zu geben wute#gjf4 ,das ,buch enthlt eine gute ,beschreibung des ,vogelskeletts1 sowie eine ,anatomie der ,eingeweide4 ,es handelt von den mechanischen ,bedingungen des ,fliegens1 den ,wanderungen der ,vgel usw4 ,die ,anleitung zur anatomischen ,untersuchung des ,vogels verdankte der ,kaiser wohl den ,gelehrten der medizinischen ,schule zu ,salerno4 99,friedrich ,,ii499 soll auch als erster ,herrscher die ,zerlegung menschlicher ,leichen gestattet haben1 weil er von der berzeugung durchdrungen war1 da nur dadurch eine ,frderung der ,heilkunde zu erwarten sei4 ,optik und ,mechanik bei den ,arabern4 ,wie schon erwhnt1 wurde neben der ,mathematik und der ,astronomie besonders die auf geometrischer ,grundlage beruhende ,optik von den ,arabern gepflegt4 ,das auf diesem ,gebiete teils gesammelte1 teils erworbene ,wissen ist uns am vollstndigsten in dem ,werke des im #aa4 ,jahrhundert in ,spanien lebenden ,physikers 99,alhazen99 799,ibn al ,haitam997 bermittelt worden#gjg4 ,dieses ,werk stand in hohem ,ansehen und verdient es1 da wir uns mit seinem ,inhalt etwas eingehender beschftigen1 um uns einen ,begriff von den damaligen ,kenntnissen zu verschaffen4 ,zunchst handelt 99,alhazen99 von dem ,organ des ,sehens4 ,zwar hatten sich schon die ,alexandriner mit dem ,bau des ,auges befat4 ,die ,beschreibung1 die uns 99,alhazen99 liefert1 ist jedoch die erste1 die den ,namen einer anatomischen verdient4 ,die noch heute gebruchlichen ,bezeichnungen fr die ,hauptteile des ,auges1 wie ,humor vitreus 7,glaskrper71 ,cornea 7,hornhaut71 ,retina 7,netzhaut7 usw4 gehen auf 99,alhazens99 ,optik zurck4 ,das ,verhltnis von ,linse und ,netzhaut in seiner ,bedeutung fr das ,zustandekommen des ,bildes zu erkennen1 blieb allerdings spteren ,untersuchungen vorbehalten4 ,wie aus der beistehenden1 der ,ausgabe 99,risners99 entnommenen ,abbildung ersichtlich ist1 verlegte 99,alhazen99 die ,linse in die ,mitte des ,auges4 ,dorthin sollten alle1 die vordere ,wlbung des ,auges senkrecht treffenden ,strahlen gelangen4 ,nur diese ,strahlen vermitteln nach seiner ,annahme das deutliche ,sehen und werden von der ,linse empfunden#gjh4 ,die ,gesamtheit dieser ,strahlen bildet die ,sehpyramide4 ,ihre ,spitze liegt also im ,mittelpunkte des ,auges1 whrend ihre ,grundflche die ,oberflche des gesehenen ,gegenstandes ist4 ,illustration3 ,abb4 #ec4 ,alhazens ,darstellung des ,auges4 ,im #b4 ,buche werden die #bb ,eigenschaften untersucht1 welche das ,auge an den ,krpern unterscheide1 nmlich ,licht1 ,farbe1 ,entfernung1 ,gestalt1 ,gre1 ,zahl1 ,bewegung1 ,ruhe1 ,durchsichtigkeit usw4 ,das ,licht braucht nach 99,alhazens99 ,annahme zu seiner ,fortpflanzung ,zeit4 ,auch den optischen ,tuschungen widmet er eine ,betrachtung#gji4 ,in der ,behandlung der ,reflexion und der ,brechung1 denen das ,werk der ,hauptsache nach gewidmet ist1 zeigt sich ein ,fortschritt den ,griechen gegenber#gaj4 ,nicht nur ebene1 sondern auch sphrische1 zylindrische und konische ,konkav- und ,konvexspiegel werden zur ,erzeugung von ,bildern herangezogen und ,lage und ,gre der letzteren bestimmt4 ,fr smtliche untersuchten ,spiegel fand 99,alhazen99 das ,reflexionsgesetz besttigt4 ,er kennt die ,lage des ,brennpunktes1 den 99,euklid99 noch in den ,krmmungsmittelpunkt verlegt hatte4 ,auch mit der ,tatsache1 da nicht alle ,strahlen in einem und demselben ,punkte vereinigt werden1 zeigt sich 99,alhazen99 vertraut4 ,seine ,messungen an der ,brennkugel fhrten zu dem ,ergebnis1 da bei jeder glatten1 durchsichtigen ,kugel aus ,glas oder einer hnlichen ,masse die ,strahlen in einer ,entfernung von der ,kugel vereinigt werden1 die etwa ein ,viertel des ,durchmessers betrgt4 ,selbst die ,eigenschaft des ,rotationsparaboloids1 die vom ,brennpunkte ausgehenden ,strahlen parallel zu reflektieren1 wird errtert4 ,in 99,alhazens99 ,optik#gaa wird ferner auf die ,erscheinung hingewiesen1 da ein aus durchsichtigem ,material verfertigtes ,kugelsegment die ,gegenstnde grer erscheinen lt4 ,illustration3 ,abb4 #ed4 ,alhazen untersucht die ,brechung4 ,hatte 99,ptolemos99 gefunden1 da jedem ,einfallswinkel ein bestimmter ,brechungswinkel entspricht1 so fgte 99,alhazen99 die ,erkenntnis hinzu1 da der einfallende und der gebrochene ,strahl mit dem ,einfallslot in einer ,ebene liegen4 ,die ltere ,annahme1 da das ,verhltnis zwischen dem ,einfalls- und dem ,brechungswinkel ein konstantes sei1 erkennt 99,alhazen99 nur fr kleine ,werte als richtig an4 ,bei seinen ,untersuchungen ber die ,brechung des ,lichtes bediente er sich eines ,apparates1 der dem von 99,ptolemos99 7siehe ,s4 #bfe7 benutzten entspricht4 ,er nahm eine kreisfrmige ,scheibe aus ,kupfer1 die einen ,rand mit ,gradeinteilung besa 7siehe ,abb4 #ed74 ,in dem ,rande befand sich eine ffnung c4 ,eine zweite ffnung 7d7 war in einer nahe der ,mitte der ,scheibe gelegenen ,platte angebracht4 ,dieser ,apparat wurde bis zum ,mittelpunkt in die ,flssigkeit getaucht4 ,fiel dann ein ,lichtstrahl durch die beiden ffnungen c und d1 so traf er die ,flssigkeit im ,mittelpunkt der ,scheibe1 auf deren ,rand der ,einfallswinkel und der ,brechungswinkel abgelesen werden konnten4 ,aus der ,spiegelung und der ,brechung erklrt 99,alhazen99 einige wichtige astronomische ,erscheinungen4 ,so wird die ,dmmerung auf die ,reflexion des ,lichtes zurckgefhrt4 ,die ,tatsache1 da die ,dmmerung nur so lange dauert1 bis die ,sonne sich #ai unter dem ,horizont befindet1 gibt 99,alhazen99 ein ,mittel an die ,hand1 die ,hhe unserer ,atmosphre zu bestimmen#gab4 ,es sei ,m1 so fhrt er aus1 die uerste ,luftschicht1 welche den ,strahl ,,sm noch zu reflektieren vermag1 und ,a der ,ort des ,beobachters4 ,der ,winkel 99,,hms991 den der ,sonnenstrahl 99,,sm99 mit dem ,horizont bildet1 betrgt dann #ai4 ,nach dem ,reflexionsgesetz ist nun 99,,bmc99 99,,amc994 ,da ferner die ,summe der drei ,winkel bei ,m #ahj ist1 so ergibt sich fr den ,winkel 99,,amc99 der ,wert 7#ahj - #ai7_/b #hj #cj'4 ,da die ,seite 99,,ac99 r bekannt ist1 so ist das rechtwinklige ,dreieck ,,acm bestimmt4 ,die gesuchte ,hhe ergibt sich1 wenn man aus den gegebenen ,stcken die ,hypotenuse 99,,mc99 berechnet 799,,mc99 r 3 sin #hj #cj'7 und davon r abzieht4 99,,md99 h ist also 7r 3 sin #hj #cj'7 - r4 ,diese ,gre betrgt nach der ,berechnung 99,alhazens99 #ebjjj ,schritt 7#e-f ,meilen71 whrend wir dafr #aj ,meilen annehmen#gac4 ,illustration3 ,abb4 #ee4 ,alhazen bestimmt die ,hhe der ,atmosphre4 ,gegen diese ,berechnung lt sich ein ,einwand erheben1 den 99,alhazen99 selbst schon htte machen knnen4 ,er wute nmlich1 da ein ,lichtstrahl1 der schrg in die ,atmosphre einfllt1 keine gerade ,linie beschreibt1 sondern1 da er auf immer dichtere1 das ,licht in wachsendem ,mae brechende ,schichten trifft1 einen krummen ,weg nimmt4 ,diese1 mit dem ,namen der astronomischen ,refraktion bezeichnete ,erscheinung war schon dem 99,ptolemos99 bekannt4 ,man fhrte sie im ,altertum jedoch nicht auf die zunehmende ,dichte der ,atmosphre1 sondern auf die in ihr enthaltenen ,dnste zurck4 ,das ,funkeln der ,sterne rhrt nach 99,alhazen99 von raschen nderungen in der ,atmosphre her1 whrend die ,erscheinung1 da ,mond und ,sonne in der ,nhe des ,horizontes abgeplattet erscheinen1 aus der astronomischen ,refraktion erklrt wird4 ,auer der ,optik gibt es auch eine kleinere ,abhandlung 99,alhazens991 in der er von der ,durchsichtigkeit und ber die ,natur des ,lichtes handelt4 ,sie beginnt mit folgenden ,worten#gad3 ,die ,behandlung des ,was des ,lichtes gehrt zu den ,naturwissenschaften4 ,aber die ,behandlung des ,wie1 der ,strahlung des ,lichtes1 bedarf der mathematischen ,wissenschaften wegen der ,linien1 auf denen sich das ,licht ausbreitet4 ,ebenso verhlt es sich mit den durchsichtigen ,krpern1 in die das ,licht eindringt4 ,die ,behandlung des ,was ihrer ,durchsichtigkeit gehrt zu den ,naturwissenschaften und die ,behandlung des ,wie1 der ,ausbreitung des ,lichtes in ihnen1 zu den mathematischen ,wissenschaften4 ,von ,interesse sind auch die in dieser ,schrift entwickelten ,ansichten ber den ,grad der ,durchsichtigkeit1 fr die es nach 99,alhazen99 keine ,grenzen gibt4 ,durch 99,alhazen99 wurde man besonders auf die vergrernde ,kraft glserner ,kugelsegmente aufmerksam#gae4 ,es ist sehr wohl mglich1 da sein ,hinweis auf die ,herstellung von ,brillen gefhrt hat4 ,wenn sich 99,alhazen99 auch auf die antiken ,optiker sttzt1 so ragt er ber 99,ptolemos99 als den letzten und bedeutendsten1 den wir erwhnt haben1 doch hinaus4 ,whrend die frhere ,geschichtsschreibung 99,alhazen99 nur gering einschtzte#gaf1 ist sein ,verdienst und die ,selbstndigkeit1 die er in vielen ,teilen seiner ,schriften zeigt1 durch die neuere ,forschung gewrdigt worden#gag4 ,neben der ,optik wurde auch die ,mechanik von den ,arabern gepflegt4 ,so begegnen uns bei ihnen genauere ,bestimmungen der spezifischen ,gewichte4 ,eine aus dem #ab4 ,jahrhundert herrhrende ,tabelle#gah enthlt folgende ,werte3 ,gold #ai1je 7statt #ai1bf nach neuerer ,bestimmung71 ,quecksilber #ac1ef 7 #ac1ei 71 ,kupfer #h1ff 7 #h1he 71 ,blei #aa1cb 7 #aa1ce 71 ,seewasser #a1jda 7 #a1jbg 71 ,blut #a1jcc 7 #a1jde 74 ,die ,bestimmungen erfolgten vermittelst der ,wage oder eines ,gefes1 das die von einer gewogenen ,menge des zu untersuchenden ,krpers verdrngte ,menge ,wassers zu finden gestattet4 ,fr ,flssigkeiten bediente man sich des ,arometers1 das schon die spteren ,alexandriner zu diesem ,zwecke benutzten#gai4 ,die ,wgungen waren schon recht genau4 ,bei einem ,gesamtgewicht von mehr als zwei ,kilogramm wurden noch #j1jf g angezeigt#gbj4 ,diese ,leistungen der ,araber verdienen um so mehr ,bewunderung1 wenn man bedenkt1 da zur selben ,zeit das christliche ,abendland meist noch von scholastischen ,znkereien erfllt war4 ,so befindet sich z4 ,b4 in dem ,hauptwerk des 99,thomas von ,aquino99#gba unter mehreren hundert ,kapiteln nur ein einziges1 das von den natrlichen ,wirkungen der ,dinge handelt1 whrend sich eine ganze ,anzahl mit der ,nahrung1 der ,verdauung und dem ,schlaf der ,engel beschftigen4 ,derselbe 99,thomas von ,aquino991 den die ,scholastiker als ihren groen ,meister verehrten1 erklrte das ,streben nach ,erkenntnis der ,dinge fr ,snde1 soweit es nicht auf die ,erkenntnis ,gottes abziele#gbb4 ,die ,chemie im arabischen ,zeitalter4 ,groe ,verdienste haben sich die ,araber auch um die ,entwicklung der ,chemie erworben4 ,zwar wurde man schon lange vor ihnen durch httenmnnisches und gewerbliches ,schaffen mit einer ,reihe stofflicher ,vernderungen vertraut4 ,auch empfingen zweifelsohne die ,araber die erste ,anregung zu ihrer ,beschftigung mit der ,chemie in ,syrien1 ,mesopotamien und gypten1 wo man zahlreiche ,erfahrungen gesammelt hatte4 ,bei den spteren ,alexandrinern und den ,arabern finden wir indes die ,beschftigung mit den stofflichen ,vernderungen losgelst von den alltglichen ,ntzlichkeitszwecken und in den ,dienst eines ,strebens gestellt1 das einen ,ansporn verlieh1 wie es kein rein wissenschaftliches ,interesse in hherem ,grade vermocht htte4 ,zahlreiche1 aus dem ,orient stammende1 chemische ,kenntnisse gelangten durch die ,araber nach ,spanien4 ,von hier aus wurden sie dem christlichen ,abendlande bermittelt1 wo sie einen besonders gnstigen ,boden fanden4 ,seit dem #ac4 ,jahrhundert stand infolgedessen die alchimistische ,kunst in ,frankreich1 in ,deutschland und in ,england in ,blte4 ,eine nicht geringe ,zahl von ,kenntnissen1 die sich auf das ,verhalten und die ,verarbeitung der ,metalle beziehen1 war zweifelsohne im ,abendlande selbst aus dem ,altertum ins ,mittelalter hinber gerettet worden4 ,man darf daher die ,rolle1 welche die ,araber gespielt haben1 auch nicht zu hoch einschtzen4 ,so existiert noch heute ein ,manuskript aus der ,zeit 99,karls des ,groen99#gbc1 das den ,titel ,compositiones ad tingenda fhrt und ,vorschriften ber das ,frben von ,mosaiken und ,huten1 ber das ,vergolden1 das ,lten usw4 enthlt4 ,unter den ,manuskripten des #aj4 ,jahrhunderts ist man ferner mit einem greren ,werke ber ,frberei 7,mappae clavicula7 bekannt geworden1 das nach 99,berthelot99 keine ,spur von arabischer ,beeinflussung zeigt4 ,die ,vorschriften1 welche diese abendlndischen ,schriften des ,mittelalters enthalten1 sind vielmehr oft wrtlich den griechischen ,alchemisten entnommen4 ,die ,mappae clavicula enthlt nmlich ,vorschriften1 die mit solchen der krzlich bekannt gewordenen antiken chemischen ,urkunden 7des ,leydener und des ,stockholmer ,papyrus1 s4 ,s4 #bgi7 wrtlich bereinstimmen4 ,die frhere ,meinung1 da man es in der ,alchemie ausschlielich mit einer ,schpfung der ,araber zu tun habe1 hat sich somit als unhaltbar erwiesen4 ,trotzdem ist das ,verdienst der ,araber auf dem ,gebiete der ,alchemie nicht gering einzuschtzen4 ,sie haben diese ,wissenschaft1 wie sie ihnen aus dem ,altertum berkommen war1 nicht nur erhalten und verbreitet1 sie haben sie auch fortgefhrt und wesentlich bereichert4 ,bereits im #h4 und #i4 ,jahrhundert erlangte die arabische ,literatur ber ,alchemie einen bedeutenden ,umfang4 ,etwas spter haben die schon erwhnten arabischen ,gelehrten 7s4 ,s4 #cab7 99,alfarabi99 und 99,avicenna99 neben vielem anderen auch ber ,alchemie geschrieben4 99,avicenna991 den sptere ,alchemisten als einen ihrer ,gewhrsmnner ausgaben1 erklrte1 ,gold und ,silber entstnden unter dem ,einflu des ,mondes und der ,sonne aus den ,dnsten der ,erde mit allen ihren besonderen ,eigenschaften1 die kein ,mensch knstlich nachzuahmen vermge4 ,auch den astrologischen ,lehren gegenber hat sich 99,avicenna99 skeptisch verhalten#gbd4 ber die chemischen ,einzelkenntnisse der ,araber erfahren wir manches aus dem um #ige von 99,abu ,mansur99 verfaten ,buch der pharmakologischen ,grundstze#gbe4 99,abu ,mansur99 erwhnt z4 ,b4 die ,anwendung des ,gipsverbandes bei ,knochenbrchen1 ein ,verfahren1 das die neuere ,medizin erst im #ai4 ,jahrhundert wieder aufnahm4 ,trinkbares ,wasser1 heit es an einer anderen ,stelle des ,buches1 lt sich durch ,destillation von ,meerwasser in hnlicher ,weise bereiten1 wie man ,rosenwasser destilliert4 ,hatte man die ,schwefelverbindungen des ,arsens 7,realgar und ,auripigment7 schon im ,altertum unterschieden1 so bringt uns das ,buch 99,abu ,mansurs99 eine der ersten ,nachrichten ber den weien ,arsenik4 ,die ,arsenikverbindungen werden als flchtig und giftig1 aber als heilkrftig bezeichnet4 ,das ,gleiche wird beim ,quecksilber hervorgehoben1 das in ,form von ,salbe gegen ,ungeziefer empfohlen wird4 ,die mineralischen ,suren finden dagegen bei 99,abu ,mansur99 noch keine ,erwhnung4 ,es ist daher wohl anzunehmen1 da sie zu seiner ,zeit noch nicht dargestellt waren4 ,die ,salpetersure und das ,knigswasser begegnen uns in der ,literatur des ,mittelalters zuerst im #ac4 ,jahrhundert#gbf4 ,diese chemischen ,agentien knnen auch nicht viel frher bekannt geworden sein1 weil der ,salpeter dem ,altertum unbekannt war und erst um #abjj durch die ,araber als ,salz von ,china nach ,europa gelangte4 ,in ,china selbst ist dieses ,salz zu explosiven ,mischungen wahrscheinlich nicht schon vor ,beginn unserer ,zeitrechnung1 sondern erst viel spter angewendet worden#gbg4 ,durch die ,araber wurde auch der ,anbau des ,zuckerrohrs von ,indien nach den westlichen ,kulturlndern verbreitet4 ,das ,zuckerrohr hatte man durch den ,zug 99,alexanders des ,groen99 kennen gelernt4 ,die ,bereitung des festen ,zuckers wurde erst mehrere hundert ,jahre n4 ,chr4 erfunden#gbh4 ,seit etwa #gej n4 ,chr4 wurde das ,zuckerrohr in gypten angebaut4 ,bald nach der ,entdeckung ,amerikas wurde es nach ,st4 ,domingo verpflanzt4 ,so sehen wir1 wie die ,ausbreitung einer ,pflanze1 die uns eine der wichtigsten organischen ,verbindungen liefert1 aufs engste mit dem ,gange der geschichtlichen ,ereignisse verknpft ist4 ,technisch und wissenschaftlich von groer ,wichtigkeit1 aber auch von unheilvollen ,folgen war die frher den arabischen ,chemikern und rzten zugeschriebene ,entdeckung1 da sich durch ,destillation aus dem ,wein der berauschende ,stoff dieses ,getrnkes absondern lt4 ,spter nannte man ihn 99,al-kohol99 und nahm ihn zum grten ,unsegen fr die ,menschheit unter die ,arzneimittel auf#gbi4 ,insbesondere wurde der ,alkohol als ,vorbeugungsmittel gegen die groen ,seuchen 7,pest1 schwarzer ,tod7 betrachtet1 die im ,mittelalter ,europa heimsuchten4 ,als der bedeutendste arabische ,schriftsteller des alchemistischen ,zeitalters hat lange ,zeit 99,geber99 gegolten1 der whrend der ersten ,hlfte des #h4 ,jahrhunderts gelebt haben soll4 ,er wurde als der ,verfasser einer ,anzahl ,schriften genannt1 die in lateinischer bersetzung auf uns gekommen seien#gcj4 ,diese ,schriften1 insbesondere das ,summa perfectionis magisterii betitelte ,hauptwerk1 sind in der ,form1 in der sie sich erhalten haben1 im christlichen ,europa etwa seit dem #ac4 ,jahrhundert bekannt4 ,nach den ,untersuchungen#gca 99,berthelots99 und 99,steinschneiders99 sind 99,gebers99 ,person und seine ,bedeutung in geschichtlicher ,hinsicht sehr in ,dunkel gehllt4 ,diejenigen arabischen ,originalschriften1 als deren ,verfasser er allenfalls angesehen werden kann1 enthalten nmlich wenig von dem ,inhalt der spter unter seinem ,namen gehenden lateinischen bersetzungen4 ,eine ,probe aus einer dieser ,schriften hat 99,berthelot99 mitgeteilt#gcb4 ,danach handelt es sich meist um marktschreierische ,anpreisungen und unklare ,darstellungen4 99,geber99 empfiehlt in seinen ,schriften1 seine ,mitteilungen geheim zu halten4 ,er beruft sich oft auf seinen religisen ,standpunkt als ,muselmann1 um dem etwaigen ,verdacht1 da er bertreibe oder schwindele1 zu begegnen4 ,die ,metalle vergleicht 99,geber99 mit lebenden ,wesen1 wie es schon die alexandrinischen ,alchemisten taten4 ,auch begegnet uns bei ihm die ,lehre1 da jedes ,ding neben seinen ueren1 erkennbaren noch geheime 7okkulte7 ,eigenschaften habe4 ,so sagt er ,das ,blei ist im ueren kalt und trocken und im ,innern warm und feucht1 whrend das ,gold warm und feucht ist im uern1 dagegen kalt und trocken im ,innern4 ,dem entspricht die ,anschauung1 die uns bei 99,rhases99 begegnet1 nach der das ,kupfer in seinen verborgenen ,eigenschaften ,silber sei4 ,wem es gelnge1 die rote ,farbe aus dem ,kupfer auszuscheiden1 der fhre es in das ,silber1 das es seiner verborgenen ,natur nach sei1 zurck4 ,eine kurze ,darstellung des ,inhalts der ,pseudo-99,geber99schen ,schriften#gcc wird am besten ber das ,ziel und den ,umfang der chemischen ,kenntnisse des spteren ,mittelalters belehren1 wenn sich auch1 in ,anbetracht der groen ,unvollstndigkeit1 in der die ,literatur des ,mittelalters durchforscht ist1 nicht sicher feststellen lt1 wieviel die ,verfasser jener ,schriften selbstndig gefunden und was sie frheren ,schriftstellern entlehnt haben4 ,die wichtigste ,tatsache1 die uns in den ,pseudo-99,geber99schen ,werken begegnet1 ist die1 da man mit der ,salpetersure1 der ,schwefelsure und dem ,knigswasser bekannt ist1 whrend sich das ,altertum nur im ,besitz der ,essigsure befand4 ,die erstgenannten ,suren erhielt man durch ,erhitzen von ,salzen und ,salzgemischen1 eine ,darstellungsart1 die fr die ,schwefelsure bis zur ,erfindung des englischen ,verfahrens die einzige blieb4 ,salpetersure erhielt man durch ,erhitzen eines ,gemenges von ,salpeter und ,vitriol4 ,ein ,zusatz von ,salmiak zur ,salpetersure lieferte das ,knigswasser1 dessen ,eigenschaft1 das ,gold1 den ,knig der ,metalle1 aufzulsen1 den ,alchemisten nicht entging4 ,die ,herstellung einer solchen ,lsung hatte man lange angestrebt1 weil man sich von ihr die ,heilung aller ,krankheiten versprach4 ,auf ,grund der ,kenntnis der ,mineralsuren konnte sich nun eine ,chemie entwickeln1 die auf nassem ,wege verfuhr1 whrend man bis dahin vorzugsweise eine ,chemie der ,schmelzprozesse betrieben hatte4 ,so gelangte man durch ,auflsen von ,silber und anderen ,metallen in ,salpetersure zum ,hllenstein und vielen ,salzen1 welche den ,alten1 wie z4 ,b4 die ,salze des ,quecksilbers1 nicht bekannt waren4 ,es bedarf kaum der ,erwhnung1 da die erhaltenen ,verbindungen zunchst sehr unrein waren4 ,doch kannte man auch schon die wichtigsten ,verrichtungen1 die auf eine ,reindarstellung der gewonnenen ,prparate abzielten4 ,es waren dies auer der ,destillation1 die man schon bei den ,alexandrinern erwhnt findet1 vor allem das ,umkristallisieren1 die ,sublimation und das ,filtrieren4 ,auch ,wasserbder und fen zu chemischem ,gebrauch finden sich in den ,pseudo-99,geber99schen ,werken beschrieben#gcd4 ,mit dem chemischen ,verhalten der ,metalle waren die ,verfasser jener ,werke weit besser als das ,altertum bekannt2 sie stellten z4 ,b4 aus den ,metallen eine ,reihe von ,sauerstoffverbindungen her4 ,so finden wir bei ihnen die erste ,nachricht ber die ,gewinnung des ,quecksilberoxyds#gce1 einer ,substanz1 die in der spteren ,entwicklung der ,chemie die grte ,rolle gespielt hat4 ,nicht nur mit ,sauerstoff1 sondern auch mit ,schwefel wute man die ,metalle zu verbinden4 ,die entstandenen ,sulfide fand man schwerer als das zur ,verwendung kommende ,metall1 whrend man unrichtigerweise annahm1 da mit der ,oxydation eine ,verminderung des ,stoffes verbunden sei4 ,auch in der ,kenntnis der ,verbindungen der ,leichtmetalle war man in dieser ,periode einen ,schritt weiter gekommen4 ,pottasche wurde durch ,verbrennen von ,weinstein1 ,soda nach dem bis zur ,einfhrung des ,leblancprozesses blichen ,verfahren 7,einschern von ,seepflanzen7 dargestellt4 ,durch einen ,zusatz von ,kalk machte man die ,lsungen dieser beiden ,salze tzend und erhielt so ,kalilauge und ,natronlauge#gcf4 ,letztere dienten zur ,auflsung von ,schwefel1 der aus der alkalischen ,lsung durch ,suren in feinster ,verteilung als ,schwefelmilch wieder ausgefllt wurde#gcg4 ,die chemischen ,einzelkenntnisse suchte man auch unter den ,gesichtspunkt einer ,theorie 7sie ist durch 99,e4 v4 ,lippmann99 in seiner ,alchemie als alexandrinisch nachgewiesen7 zu bringen1 die bei dem damals noch herrschenden ,mangel an ,einsicht in den chemischen ,proze die ,wahrheit allerdings noch gnzlich verfehlte4 ,die ,metalle hielt man fr ,gemenge von ,quecksilber und ,schwefel#gch4 ,der ,schwefel 7,sulphur7 war in den ,metallen1 wie in den brennbaren ,substanzen berhaupt1 der ,trger der ,brennbarkeit4 ,er sollte den ,metallen auch die ,farbe verleihen4 ,mercurius 7,quecksilber7 dagegen galt als derjenige ,grundbestandteil1 der die ,schmelzbarkeit1 den ,glanz und die ,dehnbarkeit bedingte4 ,unter dem ,sulphur und dem ,mercurius der ,alchemisten mu man sich indessen nicht den gemeinen ,schwefel und das gewhnliche ,quecksilber vorstellen4 ,diese ,elemente bestanden nur vorwiegend aus ,sulphur1 beziehungsweise ,mercurius1 waren aber nicht damit identisch4 ,der gemeine ,schwefel und der ,sulphur der ,alchemisten verhielten sich vielmehr zueinander etwa wie die ,steinkohle und das ,element ,kohlenstoff4 ,in den edlen ,metallen sollte ,mercurius berwiegen4 ,durch ,abnderung des ,verhltnisses dieser vermeintlichen ,bestandteile konnten die ,metalle ineinander bergefhrt werden4 ,so nahm das ,kupfer eine ,stelle zwischen ,gold und ,silber ein4 ,es mute sich daher leicht in das eine oder in das andere umwandeln lassen4 ,durch ,erhitzen mit ,galmei#gci wurde es dem ,golde1 durch ,zusammenschmelzen mit ,arsenik dem ,silber angenhert4 ,die auf solche ,weise herbeigefhrte nderung der roten ,farbe in ,gelb und ,wei hielt man fr den ,beginn des berganges in ein anderes ,metall#gdj4 ,zinn war reiner und enthielt mehr ,mercurius als ,blei4 ,da letzteres sich durch ,zusatz von ,quecksilber in ,zinn umwandeln lasse1 galt als ,tatsache4 ,bei allem weiteren ,herumprobieren verfolgte man das ,ziel1 zunchst einen ,stoff herzustellen1 mit dem die ,metallverwandlung vllig gelingen sollte4 ,diesen hypothetischen ,stoff nannte man den ,stein der ,weisen4 ,die spteren ,alchemisten des christlichen ,abendlandes legten ihm die wunderbarsten ,wirkungen bei4 ,da sie1 wie auch die spteren arabischen ,alchemisten im wesentlichen den gleichen1 soeben entwickelten ,ansichten huldigten und da zunchst auch keine bedeutende ,vermehrung der ,einzelkenntnisse stattfand1 so kann von einem nennenswerten ,fortschritt der ,chemie im weiteren ,verlaufe dieser ,periode kaum die ,rede sein4 ,vielmehr fand zwischen den beiden ,pseudowissenschaften1 der ,alchemie und der ,astrologie1 eine immer grere ,verschmelzung unter gleichzeitiger ,durchtrnkung mit mystischen ,elementen statt4 ,die ,frage1 woher das in den ,pseudo-99,geber99schen ,schriften enthaltene ,wissen stammt1 das uns in ihnen gegen das ,ende des #ac4 ,jahrhunderts in vlliger ,vollendung und demnach als das ,ergebnis einer lngeren ,entwicklung entgegentritt1 gehrt auch heute noch zu den dunkelsten in der ,geschichte der ,chemie#gda4 ,die ,pflege der ,naturbeschreibung und der ,heilkunde4 ,wir wenden uns jetzt den ,verdiensten zu1 die sich die ,araber um die ,erhaltung der alten naturgeschichtlichen ,schriften erworben haben4 ,von einem wesentlichen ,fortschritt auf dem ,gebiete der ,zoologie und der ,botanik kann im ,zeitalter dieses ,volkes nicht die ,rede sein1 zumal die ,araber vor anatomischen ,untersuchungen geradezu einen ,abscheu hegten4 ,auf dem ,gebiete der menschlichen ,anatomie beschrnkten sie sich daher ganz auf 99,aristoteles99 und 99,galen991 whrend sie sich bei der ,beschftigung mit der ,tier- und ,pflanzenwelt1 wie das sptere ,altertum1 vorzugsweise von dem ,bestreben leiten lieen1 den ,schatz der ,heilmittel kennen zu lernen und zu vermehren4 ,von dem gleichen ,standpunkt aus wandten die ,araber den ,mineralien ihr ,interesse zu4 ,ein ,bild von den mineralogischen ,kenntnissen und ,anschauungen der ,araber erhlt man aus der im #ac4 ,jahrhundert entstandenen ,kosmographie des 99,ibn ,mahmud al ,qazwini99#gdb4 ,danach entstehen die durchsichtigen ,mineralien aus ,flssigkeiten1 die brigen aus der ,mischung des ,wassers mit der ,erde4 ,das ,wasser soll ebenso zu ,stein werden1 wie sich ,wasser aus der ,luft verdichtet4 ,wenn es mglich ist1 sagt 99,al ,qazwini991 da das ,wasser ,luftform annimmt1 so mu es auch mglich sein1 da es die ,form des ,wassers ablegt und diejenige der ,erde annimmt4 ,die ,besprechung im einzelnen wird mit der ,bemerkung eingeleitet1 da nicht alle1 sondern nur die wunderbarsten ,eigenschaften der ,mineralien beschrieben werden sollen4 ,unter diesen ,eigenschaften sind vor allem ,heil- und ,zauberwirkungen verstanden4 ,so heit es vom ,bleiglanz3 99,aristoteles99 sagt3 ,dies ist ein bekannter ,stein1 der in vielen ,gruben gewonnen wird4 ,es ist ein bleihaltiges ,mineral2 als ,augenpulver ist es gut fr die ,augen1 es verschnt sie und beseitigt das ,flieen der ,trnen4 ,die ,eigenschaften des ,bergkristalls werden mit folgenden ,worten beschrieben3 ,der ,bergkristall ist eine ,art ,glas1 nur da er hrter ist4 ,die ,knige benutzen ,gefe aus ,bergkristall auf ,grund der berzeugung1 da das ,trinken daraus gesund sei4 ,die ,darstellung des roten ,quecksilberoxyds durch lngeres ,erhitzen des ,quecksilbers war bekannt4 ,die entstehende rote ,masse wurde indessen fr knstlichen ,zinnober gehalten4 ,der natrliche ,zinnober entstehe dagegen durch die ,vereinigung von ,quecksilber und ,schwefel im ,innern der ,erde4 ,unter den ,eigenschaften des ,alauns wird erwhnt1 da er ,blutungen zum ,stillstand bringe4 ,weiter heit es3 ,wenn die ,frber ein ,kleid frben wollen1 tauchen sie es zuvor in ,alaun4 ,die ,farbe geht dann nie wieder weg4 ,besondere ,zauberkrfte wurden dem ,amethyst beigelegt3 ,das ist ein ,stein1 der das ,feuer auslscht1 wenn er darin liegt4 ,legt man ihn unter die ,zunge und trinkt ein berauschendes ,getrnk darber weg1 so steigen die ,dnste nicht zu ,kopf1 und man wird nicht betrunken4 ,interessant ist1 da das ,bohren mit ,diamanten schon ,erwhnung findet4 ,die ,werkleute befestigen nach 99,al ,qazwini99 ,stcke des ,diamanten an den ,rand des ,bohrers und bohren damit die harten ,steine4 ,mit einem auf geeignete ,weise gefaten ,diamanten dringt ferner der ,arzt in die ,harnrhre ein1 um steinige ,konkretionen zu zerbrckeln4 ,vom ,magneten wird berichtet3 ,im indischen ,ozean befindet sich eine ,insel aus diesem ,mineral4 ,wenn die ,schiffe in die ,nhe gelangen und etwas an ihnen aus ,eisen ist1 so fliegt es wie ein ,vogel fort und heftet sich an den ,magneten4 ,die ,kosmographie 99,al ,qazwinis99 gestattet auch einen ,einblick in die zoologischen ,kenntnisse und ,anschauungen der ,araber4 ,auch auf diesem ,gebiete sind die letzteren im wesentlichen nur die ,vermittler zwischen dem ,altertum und der neueren ,zeit gewesen4 ,selbstndige ,leistungen und neue ,auffassungen lassen sich in den auf uns gekommenen arabischen ,schriften zoologischen ,inhalts kaum nachweisen1 wenn es auch an einzelnen zutreffenden ,bemerkungen nicht fehlt4 ,so sagt 99,al ,qazwini99 an einer ,stelle1 jedes ,tier besitze die ,glieder1 die zu seinem ,krper stimmen und solche ,gelenke1 welche zu seinen ,bewegungen passen4 ,auch sei die ,haut so beschaffen1 wie es der ,schutz der ,tiere erfordere4 ,die ,einzelkenntnis der ,tierformen erhielt durch die ,araber eine bedeutende ,erweiterung1 da sich ihre ,forschungsreisen nach ,china1 ,sdasien1 ,ostafrika1 ja selbst bis ,sumatra und ,java erstreckten4 ,wie in den zur ,zeit des ,mittelalters im ,abendlande entstandenen zoologischen ,schriften#gdc1 so nahmen auch in den ,kosmographien der ,araber die ,tierfabeln einen groen ,raum ein4 ,die ,erzhlung von dem ,walfisch1 der fr eine ,insel gehalten wird1 an welcher die ,schiffe landen1 begegnet uns mit der ,abnderung1 da die ,rolle dieses ,tieres bei den ,arabern eine riesige ,seeschildkrte einnimmt4 ,neben den arabischen ,bearbeitungen der ,naturgeschichte der ,tiere sind die bersetzungen der ,werke des 99,aristoteles99 und des 99,galen99 zu nennen4 99,ibn ,sina99 7,avicenna71 der zu ,beginn des #aa4 ,jahrhunderts lebte1 soll smtliche ,schriften des 99,aristoteles99 in #bj ,bnden erlutert haben4 ,ein ,kommentar zu den von 99,aristoteles99 verfaten ,bchern ber die ,tiere hat sich in lateinischer bersetzung erhalten#gdd4 ,auch 99,ibn ,roschd99 7,averroes71 der gleich 99,avicenna99 fr die ,philosophie des ,mittelalters von hervorragender ,bedeutung war1 schrieb ,kommentare zu den naturgeschichtlichen ,schriften des 99,aristoteles994 ,rein botanische ,werke entstanden bei den ,arabern ebensowenig wie bei den auf 99,theophrast99 folgenden griechischen ,schriftstellern4 ,die ,pflanzenkunde verfolgte auch bei ihnen fast ausschlielich praktische ,zwecke1 indem sie als ,heilmittelkunde1 ,ackerbau oder ,gartenbaulehre auftrat4 ,gleichzeitig schleppte sie dabei einen immer mehr anschwellenden1 auf ,nomenklatur und ,synonymik hinauslaufenden ,wust philologischer ,gelehrsamkeit mit sich4 ,von den ,schriften griechischen ,ursprungs wurde besonders 99,dioskurides99 ins ,arabische bersetzt und kommentiert4 ,zu allgemeineren ,betrachtungen ber die ,pflanze hat sich wohl nur 99,avicenna99 erhoben4 ,letzterer unterschied drei ,stufen der ,beseelung3 die ,pflanzen-1 die ,tier- und die ,menschenseele4 ,der ,pflanzenseele schrieb er eine ernhrende1 eine auf das ,wachstum gerichtete und eine erzeugende ,kraft zu4 ,unter den auf ,landwirtschaft bezglichen arabischen ,schriften ist das ,werk von 99,ibn ,alawwm99 zu nennen1 von dem noch mehrere vollstndige ,handschriften vorhanden sind4 ,es entstand im #ab4 ,jahrhundert in ,spanien und handelt vom ,boden1 von der ,dngung und der ,bewsserung1 ferner von der ,baumzucht1 vom ,getreide- und vom ,gartenbau#gde4 ,am genauesten wird ber die ,baumzucht berichtet4 ,zahlreiche ,arten der ,veredelung werden beschrieben und zum ,teil durch ,abbildungen erlutert4 ,ein besonderer ,abschnitt handelt von dem ,alter der ,bume4 ,viele1 die ,pflanzen und ihre ,verbreitung betreffenden ,mitteilungen finden sich auch in der umfangreichen geographischen ,literatur der ,araber zerstreut4 ,im #ad4 ,jahrhundert ragt das ,reisewerk 99,ibn ,batutas991 das demjenigen 99,marco ,polos99 an die ,seite gestellt werden kann1 hervor#gdf4 ,sein ,verfasser bereiste nicht nur die ,mittelmeerlnder1 sondern gelangte auch nach ,indien und ,china4 ,es wird manche ,pflanze der bereisten ,lnder beschrieben und ihre ,verwendung gewrdigt4 ,doch hat 99,ibn ,batuta99 seine ,kenntnisse mehr auf den ,marktpltzen als in der freien ,natur gesammelt1 so da der botanische ,inhalt des ,werkes dem geographischen gegenber an ,bedeutung zurcktritt4 ,endlich ist noch zu erwhnen1 da im ,anschlu an die ,chemie und die ,botanik auch die ,heilkunde bei den ,arabern eifrig gefrdert wurde4 ,sie knpften dabei an die ihnen von den ,griechen 799,galen997 und von den ,indern bermittelten ,kenntnisse an4 ,was sie neu schufen1 war insbesondere die ,pharmazie1 die im #h4 ,jahrhundert1 in enger ,verbindung mit der ,chemie1 in den arabischen ,lndern zuerst als selbstndige ,wissenschaft aufkam#gdg4 ,auch auf den ,gebieten der ,krankenpflege1 des ,hospitalwesens und der ,heilmittellehre ist manches auf die ,araber zurckzufhren4 ,da ihnen ihre ,satzungen die ,zergliederung von ,leichen verboten1 blieben sie hinsichtlich der ,anatomie auf 99,galen99 angewiesen4 ,da die ,chirurgie bei ihnen dennoch ,fortschritte machte1 ist auf indische ,einflsse zurckzufhren4 ,die ,bearbeitung1 welche 99,galens99 ,schriften durch 99,ibn ,sina99 7,avicenna7 erfuhr1 erschien um das ,jahr #ajjj unter dem ,namen des ,kanon und blieb fr das ,mittelalter magebend1 bis 99,paracelsus99 die ,werke 99,avicennas99 den ,flammen bergab4 ,auch auf dem ,gebiete der ,augenheilkunde haben sich die ,araber ,verdienste erworben4 ,zwar futen sie auf der von den ,griechen geschaffenen ,grundlage4 ,doch versahen sie diesen ,teil der ,medizin mit eigenen ,zutaten und gestalteten ihn nach eigenem ,plan#gdh4 ,nachdem die arabische ,kultur ihren anregenden ,einflu auf das christliche ,abendland ausgebt hatte1 ging sie einem raschen ,verfall entgegen4 ,das mchtige ,kalifat von ,bagdad lste sich in eine ,anzahl kleinerer ,reiche auf4 ,durch den im #ac4 ,jahrhundert daherbrausenden mongolischen ,vlkerstrom wurden aber auch sie vernichtet4 ,bis heute hat sich der ,orient von den ,schlgen jener grausigen ,zeit noch nicht wieder erholen knnen#gdi4 hnlich erging es der maurischen ,herrschaft in ,spanien4 ,die kleinen ,reiche mohammedanischen ,bekenntnisses1 die sich dort gebildet hatten1 wurden durch die von ,norden her vordringende christliche ,bevlkerung unterjocht4 ,dadurch wurde ber die blhende ,halbinsel zunchst der ,fluch der ,verdung gebracht4 ,die fanatische ,zerstrungswut1 welche die ersten ,christen1 wie auch die ,araber im ,beginn ihrer ,laufbahn an den ,schtzen der ,wissenschaft auslieen1 schien wieder aufgelebt zu sein4 ,als nach der ,vereinigung von ,kastilien und ,aragon ,granada fiel1 ging z4 ,b4 die dortige groe ,bibliothek mit ihren ,hunderttausenden von ,bnden in ,flammen auf1 ein unersetzlicher ,verlust1 da sie zahlreiche arabische ,ausgaben der alten ,schriftsteller enthielt4 ,nach der durch die ,mongolen herbeigefhrten ,vernichtung der arabischen ,kultur in ,vorderasien fand die arabische ,wissenschaft zwar ,zufluchtssttten in ,syrien und in gypten4 ,die arabische ,literatur bildete aber seitdem kein ,ganzes mehr1 sondern sie fristete nur noch in den einzelnen ,lndern ein ,sonderdasein#gej4 ,die ,astronomie sank zu einer ,art ,ksterdienst an den ,moscheen herab4 ,die ,naturwissenschaften endeten in ,zauberspuk und ,spielereien4 ,schlielich gerieten ,syrien und gypten in die ,hnde der osmanischen ,sultane4 ,ein ,glck war es noch immerhin1 da die ,osmanen whrend der ,blte ihrer ,herrschaft im ,gegensatz zu den sinnlos wtenden ,mongolen die ,pflege der geistigen ,gter nicht vernachlssigten4 99,muhammed991 der ,eroberer ,konstantinopels1 hat sich sogar eingehender mit wissenschaftlichen ,dingen beschftigt4 ,doch hatte damals der ,orient schon lngst die ,fhrung auf den ,gebieten des geistigen ,lebens an den ,occident1 vor allem an ,italien1 abgetreten4 ,indessen nicht nur die ,befehdung durch andere ,staaten brachte die ,entwicklung der arabischen ,kultur zum ,stillstand4 ,es fehlte ihr vielmehr1 gleich allen brigen1 dem ,orient entsprungenen lteren ,kulturen1 an innerer ,kraft1 um dauernd ,neues aus sich hervorzubringen4 ,so kam es1 da mit dem ,nachlassen des arabischen ,einflusses gegen das ,ende des ,mittelalters der ,orient aufhrte1 in der allgemeinen ,geistesentwicklung eine ,rolle zu spielen4 ,die ,fhrung ging vielmehr um jenen ,zeitpunkt auf das ,abendland mit seinen in ,italien1 ,deutschland1 ,england und ,frankreich nach der ,vlkerwanderung sehaft gewordenen ,bewohnern germanischer ,abstammung ber4 #i4 ,die ,wissenschaften unter dem ,einflu der christlich-germanischen ,kultur4 ,whrend die arabische ,wissenschaft und ,literatur vom #i4 bis zum #ab4 ,jahrhundert einen fast ununterbrochenen ,aufschwung nahm1 finden wir whrend dieses ,zeitraums im ,abendlande nur unbedeutende ,reste einer frheren ,epoche und nur selten neue verheiungsvolle ,anstze4 ,was dort an ,kenntnissen und an ,kunstbung vorhanden war1 kann in der ,hauptsache nur als ein berbleibsel der rmischen ,kulturwelt gelten1 dem die germanischen ,vlker zunchst wenig hinzuzufgen wuten4 ,kennzeichnend fr diese gesamte ,periode in der ,entwicklung des westlichen ,europas ist das bergewicht der religisen ,vorstellungen auf geistigem ,gebiete und dasjenige der ,kirche im gesamten ffentlichen ,leben gegenber allen anderen ,regungen und ,institutionen4 ,alle ,wissenschaften sollten zur ,erhhung der ,ehre ,gottes beitragen4 ,in ,wahrheit dienten sie der ,kirche und ihren ,machthabern4 ,die sieben freien ,knste oder das ,trivium und das ,quadrivium umfaten die ,summe des damaligen gelehrten ,wissens unter jenem einen und einzigen ,gesichtspunkt4 ,grammatik trieb man1 um die ,kirchensprache zu verstehen1 ,rhetorik1 um sie anwenden zu knnen4 ,die ,arithmetik offenbarte in mystischer ,deutung die ,geheimnisse der ,zahlen4 ,die ,hauptaufgabe der ,astronomie bestand darin1 den kirchlichen ,kalender festzustellen4 ,auch die unter den sieben freien ,knsten aufgefhrte ,musik verleugnete nicht ihren kirchlichen ,charakter4 ,was man im ,mittelalter anfangs an astronomischen ,kenntnissen besa1 waren nur sprliche ,reste der griechisch-rmischen ,literatur ber diesen ,gegenstand4 ,zumal die germanischen ,vlker hatten nichts ,eigenes auf dem ,gebiete der ,astronomie geschaffen4 ,erst durch die ,berhrung mit den ,arabern trat hierin eine nderung ein4 ,da die ,araber schon so frhzeitig wissenschaftliche astronomische ,kenntnisse besaen1 liegt daran1 da sie bald nach ihrem ,auftreten in der ,geschichte mit dem wichtigsten astronomischen ,werk des ,altertums1 dem ,almagest1 bekannt geworden waren4 ,dadurch wurden sie in die ,lage gesetzt1 die vorbildliche griechische ,wissenschaft fortzufhren und wesentlich zu bereichern4 ,die nrdlichen ,lnder ,europas1 die sich im frhen ,mittelalter der ,kultur erschlossen1 lernten die ,astronomie dagegen durch das wissenschaftlich ganz unbedeutende ,werk des 99,martianus ,capella99 kennen1 das man dem ,unterrichte im ,quadrivium zugrunde legte4 ,es vermittelte einige ,kenntnisse ber die ,sternbilder1 die ,planeten1 die ,sphrenharmonie1 die ,jahreszeiten usw41 gab aber nirgends eine ,begrndung1 sondern berall nur ,zusammenfassungen4 ,auerdem wurde man mit einfachen astrologischen ,texten griechischen ,ursprungs durch lateinische ,vermittlung bekannt4 ,das selbstgewonnene ,wissen war so geringfgig1 da man nicht einmal zu ,begriffen wie den quinoktien und den ,solstitien gelangt war#gea4 ,neben 99,martianus ,capella99 war 99,plinius99 in ,geltung4 ,auf diese beiden sttzten sich besonders 99,isidor99 von ,sevilla und 99,rhabanus ,maurus994 ,erst nach und nach begann1 von den ,arabern angefacht1 ein wissenschaftlicher ,geist sich in den nrdlichen ,lndern ,europas auszubreiten4 ,unter seinem ,einflu entstanden die ,schriften des gleich zu erwhnenden 99,gerbert991 des spteren ,papstes ,sylvester ,,ii4 7#idj-ajjc74 ,auch ging man damals unter ,benutzung der im ,altertum geschaffenen ,armillen und ,astrolabien zu eigenen messenden ,beobachtungen ber4 ,auch mit der ,sonnenuhr wurde der germanische ,kulturkreis erst durch die ,alten bekannt4 ,zuerst geschah dies in ,england und ,irland im #g4 ,jahrhundert4 ,in ,deutschland verfertigte 99,gerbert99 die erste ,sonnenuhr fr 99,otto ,,iii499 ,er schrieb auch ein ,buch ber diesen ,gegenstand4 ,erst seit dem #ae4 ,jahrhundert wurden in ,deutschland die zahlreichen ,sonnenuhren an ,burgen und an ,kirchen angebracht1 die oft noch heute erhalten sind4 ,sie bestanden aus einer vertikalen ,scheibe mit einem ,gnomon1 der mit ihr einen ,winkel von #de bildete4 ,auch die ,wagen1 darunter die ,schnellwagen1 die in der ,merowingerzeit aufkamen und heute noch als ,grabbeilagen gefunden werden1 lassen schon durch die ,form erkennen1 da sie nach rmischem ,vorbild geschaffen waren4 ,whrend das wissenschaftliche ,denken in den ,lndern einer neuen1 auf den ,trmmern der ,antike sich entwickelnden germanischen ,kultur nur in engster ,anlehnung an die vom ,altertum empfangenen sprlichen ,dokumente erfolgte1 verhielt es sich mit den im ,mittelalter emporblhenden ,gewerben wesentlich anders4 ,auf diesem ,boden waren es nicht selten die ,kelten1 deren ,erbe die ,germanen bernahmen und selbstndig vermehrten4 ,dies galt z4 ,b4 vom ,bergbau1 den die ,kelten vor dem ,eindringen der ,germanen in ,mitteleuropa schon auf eine ziemlich hohe ,stufe gebracht hatten4 ,in der ,salzgewinnung trat kaum ein ,rckgang ein4 ,in der frhesten ,zeit gewann man ,salz1 indem man nach dem ,zeugnis rmischer ,schriftsteller brennendes ,holz mit dem ,wasser salzhaltiger ,quellen bergo4 ,um den ,besitz solcher ,quellen fhrten germanische ,stmme nicht selten untereinander ,kmpfe4 ,spter dampfte man die ,soole in irdenen ,tpfen ein2 schlielich kam der ,pfnnereibetrieb auf4 ,seit der ,zeit der ,merowinger wurde ,salz in zahlreichen greren ,betrieben gewonnen4 ,bergbauliche berreste1 welche den ,abbau der ,erze bezeugen1 reichen bis in die vorgeschichtliche ,zeit zurck4 ,nach 99,tacitus99 erzeugte ,deutschland indessen nur wenig ,eisen und weder ,gold noch ,silber4 ,urkundlich bezeugt wird der ,abbau von ,eisenerzlagern erst seit dem #h4 ,jahrhundert1 so der auf dem ,wetzlarer ,gebiet im ,jahre #ghj4 ,er reicht indessen viel weiter zurck4 ,auch ,gold wird man frh in den ,flssen der ,alpen durch ,waschen gewonnen haben4 ,zunchst gab es nur ,tagebau4 ,tiefbau war erst mit der ,einrichtung grerer ,betriebe mglich1 und im #ab4 ,jahrhundert war man mit der ,herstellung von ,schchten und ,stollen schon ziemlich vertraut4 ,das ,ausschmelzen der ,metalle aus den ,erzen setzte die ,gewinnung von ,holzkohle voraus4 ,mit ihrer ,hilfe wurden die ,eisenerze in ,vertiefungen oder auf besonderen ,herden niedergeschmolzen4 ,man erhielt durch diesen1 als ,rennarbeit bezeichneten ,proze1 der anfangs durch ,geblse mit ,handbetrieb unterhalten wurde1 sogenannte ,luppen von schmiedbarem ,eisen4 ,indem man die ,vertiefung1 um die ,flamme zusammenzuhalten1 mit einer ringfrmigen ,mauer versah und diese nach und nach erhhte1 entstanden die ,hochfen1 die uns in ihrer ,urgestalt etwa zu ,beginn des #ae4 ,jahrhunderts begegnen4 ,ihr ,erzeugnis war das kohlenstoffreiche ,gueisen1 das erst durch weitere httenmnnische ,prozesse in ,schmiedeeisen umgewandelt werden mute4 ,mit dem ,abbau von ,silber1 ,kupfer1 ,zinn und ,blei wurde man in ,mitteleuropa erst verhltnismig spt bekannt4 ,der ,goslarer ,bergbau auf ,silber und ,blei begann unter 99,otto dem ,ersten99#geb4 ,zinn wurde in ,bhmen etwa seit dem #ac4 ,jahrhundert abgebaut4 ,um diese ,zeit besa der ,silberbergbau in ,mitteleuropa schon eine groe ,ausdehnung4 ,er wurde nicht nur am ,harz1 sondern auch in der ,gegend von ,meien1 in ,freiberg1 im ,jura und in den ,alpen betrieben4 ,zwischen diesen ,anfngen der metallurgischen ,technik und der ,wissenschaft bestand zunchst nur eine sehr geringe ,fhlung4 ,erst seit dem #ae4 ,jahrhundert1 nachdem 99,agricola99 seine gelehrten ,werke ber den ,bergbau geschrieben hatte1 begannen die ,gelehrten sich diesem fr das ,emporblhen der neueren ,naturwissenschaft so wichtigen ,gebiete menschlicher ,ttigkeit zuzuwenden4 ,die ,elemente der ,bildung1 welche die ,rmer nach ,frankreich1 ,england und ,deutschland gebracht hatten1 waren durch die ,ereignisse der ,vlkerwanderung zum grten ,teile vernichtet worden4 ,als nach der ,beendigung der ,wanderungen in ,deutschland und im nrdlichen ,gallien das ,reich der ,franken entstand1 und die ,ausbreitung des ,christentums durch diese politische ,schpfung sehr gefrdert wurde1 befanden sich die genannten ,lnder daher wieder im ,zustande tiefer ,unkultur4 ,der ,gefahr einer ,zersplitterung entging das neue ,reich dadurch1 da es in die ,hnde der ,pippiniden gelangte4 ,diese setzten der berschwemmung ,westeuropas durch die ,araber einen ,damm entgegen und begrndeten eine christlich-germanische ,bildung in ihrem1 sich immer gewaltiger ausdehnenden ,reiche4 ,durch die tatkrftige1 persnliche ,anteilnahme1 die 99,karl der ,groe99 trotz seiner zahlreichen ,kriege fr die ,wissenschaft bekundete1 kam die geistige ,entwicklung des ,abendlandes in etwas schnelleren ,flu4 ,insbesondere scheint sich nach der ,eroberung ,italiens in dem ,kaiser der ,wunsch geregt zu haben1 seinem eigenen ,lande literarische ,hilfsmittel zuzufhren und dadurch das ,wissen zu frdern4 ,auch von ,britannien her wurde die gelehrte ,bildung in ,deutschland whrend jenes ,zeitalters gnstig beeinflut4 99,gregor der ,groe99 hatte um #fjj nach diesem entlegenen ,lande eine ,anzahl ,benediktinermnche gesandt1 und diese hatten dort durch ,urbarmachen des ,bodens und ,milderung der ,sitten groe ,aufgaben gelst1 daneben aber auch die ,pflege der ,wissenschaften nicht verabsumt4 ,nachdem diese ,mnche sich auf solche ,weise im nrdlichen ,europa einen ,sttzpunkt geschaffen1 traten sie belehrend und bekehrend unter den germanischen ,stmmen ,mitteleuropas auf4 ,der hervorragendste unter ihnen war 99,winfried99 oder 99,bonifazius99#gec4 ,seine ,schler grndeten die ,klosterschule zu ,fulda4 ,ein anderer britischer ,mnch1 99,alkuin991 unterwies den ,kaiser in gelehrten ,dingen4 ,und so kam es1 da dieser1 von dem gnstigen ,einflu der ,mnche auf die besiegten ,vlker berzeugt1 die ,wirksamkeit dieser ,mnner nach ,krften frderte4 ,gelehrte ,auslnder wurden an den ,hof gezogen und eine ,art ,akademie gebildet1 die indessen fast ausschlielich aus ,briten bestand4 ,die ,schulen sollten nach der ,absicht 99,karls99 nicht ausschlielich der ,erziehung der ,geistlichen dienen1 sondern ,bildung in weitere ,kreise tragen4 99,alkuin99 wurde berufen1 eine ,palastschule zu leiten4 ,sie umfate ,schler sehr verschiedenen ,alters und ,standes1 die der ,kaiser fr leitende ,stellungen ausersehen hatte4 ,auf 99,alkuin99 ist wahrscheinlich auch die ,anordnung zurckzufhren1 da die ,geistlichen ein bestimmtes ,ma von wissenschaftlichen ,kenntnissen haben sollten4 ,den ,gedanken1 allgemeine ,volksschulen zu grnden1 hat der ,kaiser indessen noch nicht gehegt4 ,die ,klosterschulen zu ,fulda1 zu ,st4 ,gallen und ,corvey wurden zu wissenschaftlichen ,pflanzsttten ihrer ,zeit und ihres ,landes4 ,der gelehrte ,leiter der ersteren1 99,rhabanus ,maurus991 welcher den ,ehrennamen primus ,germaniae praeceptor erhielt1 hinterlie ein ,sammelwerk#ged1 das unter anderem einen ,abri der ,naturkunde bietet4 ,man erkennt1 da dieses ,wissen weit geringer war als dasjenige des ,altertums4 ,der ,abri des 99,rhabanus ,maurus99 enthlt nmlich nichts ,eigenes1 sondern fut auf den ,schriften der ,alten1 deren ,inhalt in verdorbener ,darstellung wiedergegeben wird4 ,sein ,werk verfate 99,rhabanus ,maurus99 in der ,absicht1 wie er sagt1 nach ,art der ,alten ber die ,natur der ,dinge und den ,ursprung ihrer ,benennungen zu schreiben4 ,daraus wird die vorwiegend grammatisch-philologische ,behandlung erklrlich1 die nicht nur seinen ,vorgngern anhaftete1 sondern bis in die neuere ,zeit hinein berwog4 ,dadurch1 da 99,rhabanus ,maurus99 ferner alle ,dinge in ,beziehung zur biblischen berlieferung brachte1 kam in sein ,werk jener mystisch-allegorische ,zug1 der fast alle ,schriften des ,mittelalters kennzeichnet4 ,die erste ,hlfte handelt von ,gott1 den ,engeln1 vom christlichen ,leben und ,gebruchen4 ,im zweiten ,teile ist von der ,astronomie1 der ,geographie1 der ,medizin und anderen ,wissenschaften die ,rede4 ,ein ,buch handelt in neun ,kapiteln vom ,ackerbau1 vom ,getreide1 von den ,hlsenfrchten1 vom ,weinstock1 von den ,bumen1 von den aromatischen ,krutern und vom ,gemse4 ,es sind im ganzen etwa hundert ,pflanzen1 die nach ihrem ,vorkommen und ihren ,eigenschaften betrachtet werden4 ,ein ,seitenstck zu diesem botanischen ,buche bildet das ,capitulare de villis et cortis imperialibus1 eine ausfhrliche ,verordnung ber die ,verwaltung der kaiserlichen ,gter4 ,es finden sich darin unter anderem auch die ,pflanzen verzeichnet1 die in den ,grten des ,kaisers gezogen werden sollten4 ,das ,capitulare de villis ist eine der wichtigsten ,quellen fr die agrarischen ,verhltnisse der ,karolingischen ,zeit4 ,vorgeschrieben war z4 ,b4 der ,bau von ,krapp und ,waid zum ,frben1 sowie der ,anbau der ,kardendistel1 die bei der ,bereitung des ,tuches benutzt wurde4 ,an ,bumen sollten die kaiserlichen ,domnen neben ,apfel-1 ,birn- und ,kirschbumen auch ,kastanien1 ,pfirsiche1 ,mandel- und ,maulbeerbume1 den ,lorbeer und den ,nubaum ziehen4 ,als das ,frankenreich zerfiel und ,kriege ohne ,ende zwischen den neu entstandenen ,reichen1 sowie ,fehden im ,innern und zur ,abwehr von auen herandrngender ,feinde herrschten1 wurden die geringen wissenschaftlichen ,anstze welche insbesondere die ,regierung des groen ,kaisers gezeitigt hatte1 zum grten ,teile wieder vernichtet4 ,vieles ist gnzlich verloren gegangen1 anderes besa nicht mehr die ,kraft zu weiterer ,entfaltung1 weil das geistige ,interesse durch den ,wetteifer1 der zwischen der ,theologie und der scholastischen ,philosophie entbrannte1 vllig in ,anspruch genommen wurde4 ,erwhnenswert fr die ,zeit zwischen 99,karl dem ,groen99 und 99,albertus ,magnus99 ist 99,hildegard991 die btissin des ,klosters zu ,disibodenberg1 die meist als 99,hildegard von ,bingen99 bezeichnet wird4 ,sie ist die ,verfasserin von vier ,bchern ,physica4 ,ihr ,werk enthlt nicht nur die ersten ,anfnge vaterlndischer ,tier- und ,pflanzenkunde1 sondern es bietet berraschenderweise eine1 nicht allein aus 99,dioskurides99 geschpfte1 sondern auch aus der berlieferung des ,volkes hervorgegangene ,heilmittellehre4 ,die ,physica wurden um #aaej geschrieben und enthalten viel ,selbstbeobachtetes4 ,in der ,hauptsache bieten sie eine ,flora und ,fauna des ,nahegebietes4 ,die ,deutung der beschriebenen ,arten1 fr welche die zu jener ,zeit beim ,volke blichen ,namen gebraucht werden1 ist meist nicht leicht und hufig unsicher#gee4 99,hildegard99 hat fast alle heutigen ,obstarten1 vor allem aber die im ,capitulare aufgezhlten ,pflanzen bercksichtigt und erweist sich weniger von den ,alten beeinflut als zahlreiche ,verfasser spterer botanischer ,bcher4 ,auf das ,zeitalter 99,karls des ,groen99 folgte eine ,periode1 in welcher das ,abendland fast ausschlielich in der ,bekmpfung des ,orients aufging4 ,dann erst setzte eine stetige ,aufwrtsbewegung ein4 ,zwar hatten die ,kreuzzge dem westlichen ,europa manche ,wunde geschlagen2 sie hatten aber auch den ,gesichtskreis in hnlicher ,weise erweitert1 wie es zur ,zeit des ,griechentums die ,zge ,alexanders bewirkt hatten4 ,waren ferner in den vorhergehenden ,jahrhunderten geistige ,anregungen besonders von den mohammedanischen ,bewohnern ,spaniens ausgegangen1 so kam man jetzt mit der whrend des ,stillstandes der germanischen ,vlker ihre ,bltezeit erlebenden islamitischen ,kultur auch vom sdlichen ,italien her in ,berhrung4 ,dieser ,einflu erstreckte sich nicht nur auf den ,norden der ,halbinsel1 sondern er wurde1 zum ,teil infolge der ,romfahrten1 auch auf den nrdlich der ,alpen gelegenen ,teil ,europas ausgedehnt4 ,auch von ,byzanz und dem ,orient selbst gelangten mannigfache ,anregungen nach ,mittel- und ,westeuropa4 ,wir haben im vorhergehenden ,abschnitt erfahren1 da die ,araber die von den ,griechen und den ,indern empfangenen ,kenntnisse nicht nur zu erhalten1 sondern auch weiterzuentwickeln und mit ihren eigenen ,geistesschpfungen zu einer gewaltigen ,literatur zu verschmelzen verstanden4 ,diese arabische ,literatur war whrend des spteren ,mittelalters1 wenn auch meist in lateinischer bersetzung1 im ,abendlande die herrschende4 ,da der ,hauptgegenstand der arabischen oder aus arabischen ,quellen entstandenen ,schriften neben der ,heilkunde die ,astronomie und die ,mathematik war1 so ist es begreiflich1 da sich zu ,beginn der ,renaissance das ,abendland zunchst diesen ,wissenschaften zuwandte4 ,die erste ,bekanntschaft mit den von den ,arabern gehteten ,geistesschtzen machte das ,abendland in dem seit #gaa im mohammedanischen ,besitze befindlichen ,spanien4 ,dorthin strmten aus ,frankreich1 ,england und ,mitteleuropa wissensdurstige ,mnner in groer ,zahl1 um die erworbenen ,kenntnisse spter ihrer ,heimat zuzufhren4 ,unter diesen ,mnnern seien 99,gerbert991 der sptere ,papst 99,sylvester der ,zweite99 und 99,gerhard von ,cremona99 genannt4 ,durch 99,gerbert99 7#idj-ajjc7 und seine ,schler lernte man unsere heutigen1 noch jetzt arabisch genannten ,ziffern kennen#gef4 99,gerhard von ,cremona99 7#aaad-aahg7 lieferte die erste bersetzung des ,almagest1 jenes von 99,ptolemos99 verfaten ,hauptwerks der ,astronomie1 das dieser ,wissenschaft im ,altertum und im ,mittelalter ihre ,bahnen vorgezeichnet hat#geg4 ,auch die ,elemente 99,euklids99 wurden aus dem ,arabischen bersetzt#geh4 ,das mathematische ,werk 99,ibn ,musas99 und die arabischen ,schriften1 die sich auf 99,aristoteles99 bezogen1 wurden durch 99,johannes von ,sevilla99 7um #aaej7 in lateinischer bersetzung den ,abendlndern zugnglich gemacht4 ,von der aristotelischen ,philosophie empfing man allerdings nur einen hchst verderbten ,abklatsch4 ,dies wird begreiflich1 wenn man bedenkt1 da das griechische ,original zuerst ins ,arabische1 dann ins ,castilianische und endlich ins ,lateinische bersetzt1 und da ferner manche schwierige ,stelle nicht verstanden und infolgedessen unrichtig wiedergegeben wurde4 ,nach ,italien gelangten die mathematischen ,kenntnisse der ,araber um das ,jahr #abjj durch 99,leonardo von ,pisa99#gei4 ,die ,geschichte dieses ,mannes und seines mathematischen ,werkes zeigt uns1 wie eng die ,entwicklung und die ,ausbreitung der ,wissenschaften mit den jeweiligen ,kulturzustnden verbunden sind4 99,leonardos99 ,vaterstadt ,pisa war um #abjj1 infolge der im ,zeitalter der ,kreuzzge entstandenen ,beziehungen zum ,orient1 die mchtigste ,handelsstadt ,italiens geworden4 ,ihr ,reichtum hatte mitgewirkt1 um die ersten1 noch heute jeden ,besucher entzckenden ,schpfungen der neueren italienischen ,kunst entstehen zu lassen4 ,der ,handel entsprang praktischen ,bedrfnissen und verfolgte materielle ,ziele4 ,er suchte daher jeden geistigen ,fortschritt1 insbesondere auf dem ,gebiete der ,mathematik1 unmittelbar nutzbringend zu machen4 ,zu diesem ,zwecke studierte 99,leonardo991 der ,sohn eines ,pisaner ,handelsherrn1 auf seinen ,geschftsreisen1 die ihn nach ,sizilien1 ,griechenland1 gypten und ,syrien fhrten1 die in jenen ,lndern gebruchlichen ,rechnungsweisen4 ,so entstand um #abjj das mathematische ,hauptwerk des ,mittelalters1 99,leonardos99 ,liber abaci1 mit dem die ,geschichte der ,mathematik wohl einen neuen ,zeitabschnitt beginnen lt#gfj4 ,in der ,einleitung sagt 99,leonardo991 die frheren ,methoden seien ihm1 verglichen mit derjenigen der ,inder1 als ebensoviele ,irrtmer erschienen4 ,er habe daher das indische ,verfahren seinem ,werke zugrunde gelegt1 habe eigenes hinzugefgt1 auch manches aus der geometrischen ,kunst des 99,euklid99 verwendet1 damit das ,geschlecht der ,lateiner hinfort nicht mehr unwissend in diesen ,dingen befunden werde#gfa4 ,die ersten ,abschnitte handeln von den ,grundoperationen mit ganzen ,zahlen und ,brchen4 ,zum ersten ,male begegnet uns der ,bruchstrich1 der auch als ,zeichen fr die ,division gebraucht wird4 ,an die gyptische ,bruchrechnung erinnert die im ,liber abaci vorkommende ,zerlegung von ,brchen in eine ,summe von ,stammbrchen4 ,die weiteren ,abschnitte befassen sich mit ,regel de tri1 ,gesellschafts- und ,mischungsrechnung1 ,potenzen und ,wurzeln und endlich mit den ,aufgaben der ,algebra und ,almukabala1 d4 h4 der ,lehre von den ,gleichungen1 die im engen ,anschlu an 99,ibn ,musa99 behandelt werden4 ,im einzelnen enthlt das ,buch 99,leonardos99 auch manches1 was dem ,verfasser angehrt2 vor allem ist dieser ,herr ber den von ihm behandelten ,stoff1 den er in eigener1 sicherer ,auffassung seinen ,landsleuten bermittelt4 ,gleichzeitig mit den mathematischen wurden auch naturwissenschaftliche ,kenntnisse von den ,arabern dem ,abendlande bermittelt4 ,infolgedessen treten hier zu ,beginn des #ab4 ,jahrhunderts ,mnner auf1 die sich der ,alchemie und der von den ,arabern besonders gepflegten ,optik widmeten4 ,unter ihnen sind vor allem 99,albertus ,magnus99 und 99,roger ,bacon99 zu nennen1 mit denen wir uns noch eingehend beschftigen werden4 ,nach dem ,vorbild der ,araber wurde ferner die ,heilkunde im #ab4 ,jahrhundert in ,salerno wieder zu einer ,wissenschaft erhoben1 whrend die ,behandlung der ,krankheiten in den christlichen ,lndern bis dahin vorzugsweise eine ,domne des frommen ,aberglaubens gewesen war4 ,auf dem ,gebiete der ,optik verdient vor allem 99,vitello99 7,witelo7 ,erwhnung4 ,er stammte aus ,polen und schrieb in der zweiten ,hlfte des #ac4 ,jahrhunderts ein ,werk ber ,optik1 in dem er die ,lehren 99,alhazens99 in ,verbindung mit den von 99,euklid99 und 99,ptolemos99 herrhrenden ,stzen vortrug4 99,vitellos99 ,werk wurde wiederholt gedruckt#gfb4 ,es gehrt zu den umfangreichsten1 die ber ,optik geschrieben sind1 enthlt aber wenig ,eigenes4 ,spter hat 99,kepler99 seine optischen ,untersuchungen an 99,vitello99 angeknpft und sie in einem ,zustze zu ,vitello betitelten ,werk verffentlicht#gfc4 ,vergegenwrtigen wir uns1 da um #abjj der groe1 von den lteren ,vlkern geschaffene ,schatz von ,anregungen und ,keimen1 die nur der ,weiterentwicklung harrten1 den romanischen und den germanischen ,vlkern durch die ,verbreitung der arabischen ,literatur zugnglich gemacht war1 so lt es sich begreifen1 da dieser ,zeitpunkt von der neueren historischen ,forschung wohl als ein ,markstein in der ,geschichte der ,wissenschaften hingestellt worden ist#gfd4 ,von nicht geringem ,einflu war auch die ,erweiterung des geographischen ,gesichtskreises durch die ,reisen#gfe des ,venezianers 99,marco ,polo994 99,marco ,polo99 gelangte bis nach ,peking und im ,sden bis nach ,sumatra4 ,er brachte viele ,jahre 7#abge-abib7 im ,dienste eines mongolischen ,frsten zu und richtete seine ,aufmerksamkeit auf alles1 was ihm in den fremden ,lndern begegnete4 ,seine ,mitteilungen erstrecken sich auf smtliche drei ,naturreiche4 ,er erwhnt zahlreiche ,edelsteine und ,halbedelsteine4 ,durch ihn wurde erst allgemein bekannt1 da sich die ,steinkohle als ,brennstoff verwenden lt4 ,auch auf das ,petroleum1 die ,tusche1 das ,porzellan lenkte er die ,aufmerksamkeit4 ,aus dem ,pflanzenreich erwhnt 99,marco ,polo99 zahlreiche ,drogen1 ,arzneimittel1 aromatische ,stoffe1 ,farbhlzer1 den ,indigo usw4 ,die ,verarbeitung des ,bambus1 der ,baumwolle und der ,seide werden geschildert4 ,zahlreich sind auch die ,mitteilungen ber die ,fauna des ganzen asiatischen ,kontinents4 ,die ,angaben erstrecken sich auf das ,zebu1 den ,yack1 verschiedene ,pferderassen1 ,elefant1 ,rhinozeros1 ,moschustier1 menschenhnliche ,affen1 ,tiger1 ,schlangen usw4 ,von den ,angaben ber die ,vogelwelt interessiert besonders die ,erwhnung eines ,riesenvogels auf ,madagaskar1 dessen ,flgel sechzehn ,schritt gespannt haben sollen#gff4 ,von groer ,bedeutung fr die ,entwicklung der ,wissenschaften in dieser wie in jeder anderen ,periode war auch das ,emporblhen des ,handels4 ,der ,handel hob sich insbesondere durch die enge ,fhlung1 in die ,italien1 ,deutschland und ,frankreich sowohl unter sich wie mit dem ,morgenlande traten4 ,mit dem ,handel blhte das ,stdtewesen empor4 ,der in den ,stdten sich mehrende ,wohlstand weckte die ,teilnahme weiterer ,kreise an geistigen ,dingen4 ,reiche ,stdte haben auch stets die ,wissenschaften im wohlverstandenen eigenen ,interesse begnstigt4 ,gegen den ,ausgang des ,mittelalters entwickelten sich solche ,stdte besonders in ,italien1 wo in erster ,linie ,venedig1 ,pisa1 ,florenz und ,genua zu nennen sind4 ,sie besaen staatliche ,macht und fhrten1 wenn auch unter gegenseitiger ,befehdung1 durch das ,streben1 ihren ,einflu weithin auszudehnen1 zur regsten ,entfaltung aller gewerblichen1 kommerziellen und knstlerischen ,ttigkeit4 ,in hoher ,blte stand z4 ,b4 die ,kunst ,metalle zu gieen und ,glas zu formen4 ,etwas spter entstanden im ,norden stdtische ,gemeinwesen1 die nicht nur ,handelsemporien1 sondern gleichzeitig die ,pflegesttten eines ganz neuen ,geistes waren4 ,die gewaltige ,hansa und der rheinische ,stdtebund sind hier vor allem zu nennen4 ,es ist1 sagt 99,ranke991 eine prchtige1 lebensvolle ,entwicklung1 die sich damit anbahnt4 ,die ,stdte bilden eine ,weltmacht1 an welche die brgerliche ,freiheit und die groen ,staatsbildungen anknpfen#gfg4 ,als fernere ,umstnde1 die fr die gesamte ,entwicklung von ,bedeutung waren1 sind das ,schwinden der ,sklaverei1 der bergang von der ,natural- zur ,geldwirtschaft#gfh und endlich1 vor allem fr das ,gebiet der ,geisteskultur1 die ,einfhrung der ,papiererzeugung in ,europa zu nennen1 alles ,geschehnisse des #ac4 ,jahrhunderts1 in dem somit eine ganze ,reihe von ,grundlagen fr die gegen das ,ende des ,mittelalters vor sich gehende ,neugestaltung des staatlichen und geistigen ,lebens geschaffen wurde4 ,gleichzeitig begegnen uns der erste groe ,dichter der ,neuzeit in 99,dante99 und die ersten vorurteilsfreieren ,denker des christlichen ,abendlandes in 99,albertus ,magnus99 und 99,roger ,bacon991 deren ,leben und ,wirken uns in den nchsten ,abschnitten am besten in die ,denkweise und die wissenschaftlichen ,bemhungen dieses ,zeitraumes einfhren werden4 ,auch die bildnerische ,kunst erlebte im #ac4 und #ad4 ,jahrhundert ihre ,wiedergeburt4 ,zunchst geschah dies auf dem ,boden ,italiens4 ,es braucht nur an die ,schpfungen 99,nicolo ,pisanos99 und 99,giottos99 erinnert zu werden#gfi1 deren ,erzeugnisse auf dem ,gebiete der ,bildhauerkunst und der ,malerei noch heute in ergreifender ,weise ,zeugnis von der ,gewalt jener knstlerischen ,regungen des #ac4 und #ad4 ,jahrhunderts ablegen1 die auch in den zahlreichen gotischen ,domen jenes ,zeitraums ihren unvergnglichen ,ausdruck fanden4 ,die ,wiederbelebung der alten ,literatur4 ,die ,schwelle des #ac4 ,jahrhunderts bedeutet nach 99,chamberlains99 ,ausdruck den ,zeitpunkt1 an dem die ,menschheit unter der ,fhrung der ,germanen ein neues geistiges ,leben begann4 ,aus diesem ,grunde hlt dieser ,verherrlicher der ,kulturmission des ,germanentums es fr angezeigt1 das ,jahr #abjj als die ,grenzscheide zwischen dem ,mittelalter und der neueren ,zeit zu betrachten4 ,jedenfalls erscheint es berechtigt1 den ,beginn der ,renaissance bis an die ,schwelle des #ac4 ,jahrhunderts zurckzuverlegen4 ,auch auf dem ,gebiete des ,bildungswesens fand die neue ,zeit ihren ,ausdruck4 ,hochschulen nach dem ,muster der arabischen gelehrten ,schulen entstanden in ,neapel1 ,salerno und ,bologna1 darauf in ,paris1 ,oxford und ,cambridge4 ,im #ad4 ,jahrhundert folgte ,deutschland mit der ,grndung der ,universitten zu ,prag1 ,wien und ,heidelberg4 ,zwar waren auch sie anfangs vorwiegend ,sttten scholastischen ,geznks4 ,die ,gelehrten waren jedoch vom klsterlichen ,zwange befreit worden1 ein ,umstand1 der fr die ,folge von groer ,bedeutung war4 ,um der ,beengung zu entgehen1 welche die ,kirche whrend des ,mittelalters jeder wissenschaftlichen ,bettigung auferlegte1 erfand man den ,satz von der zwiefachen ,wahrheit4 ,man verstand darunter die ,lehre1 es knne etwas in kirchlichen ,dingen als wahr gelten1 was in der ,wissenschaft als falsch bewiesen sei4 ,dieselbe ,person durfte somit1 je nachdem sie sich auf den ,standpunkt des ,philosophen oder des ,theologen stellte1 ein und dieselbe ,ansicht fr richtig halten und sie in demselben ,atemzuge verdammen#ggj4 ,man darf dieses auf den ersten ,blick ganz unmoralisch erscheinende ,verhalten nicht allzusehr verurteilen4 ,gilt doch auch heute noch fr manchen der ,satz1 da ,glauben und ,wissen als unvereinbare ,gebiete scharf zu trennen sind1 whrend man sich auf der anderen ,seite bemht1 beide miteinander zu vershnen4 ,man mu daher den zuerst in ,paris und in ,padua aufkommenden ,satz von der zwiefachen ,wahrheit als den ersten ,versuch der ,forschung ansehen1 sich aus den ,banden der ,kirche zu befreien4 ,diese ,lehre ist1 sagt einer ihrer ,beurteiler#gga1 ein ,denkmal des forschenden ,geistes1 sich ein freies1 weites ,gebiet zu verschaffen4 ,insbesondere gelangte der ,geist der wiederauflebenden ,wissenschaften in zwei ,mnnern zum ,ausdruck1 deren ,lebensumstnde und ,verdienste uns zunchst beschftigen sollen4 ,es waren dies 99,albertus ,magnus99 in ,deutschland und sein ,zeitgenosse 99,roger ,bacon99 in ,england4 ,beide ,mnner gehren dem #ac4 ,jahrhundert an4 ,es war die ,zeit des groen ,staufenkaisers ,friedrichs des ,zweiten und seines vergeblichen ,ringens mit dem ,papsttum4 ,in das #ac4 ,jahrhundert fallen einerseits die letzten ,kreuzzge und das ,umsichgreifen der von fanatischen ,mnchen gebten ,ketzergerichte1 whrend auf der anderen ,seite ,handel und ,gewerbe1 sowie die ,schulen aufzublhen begannen4 ,auch auf dem ,gebiete des geistigen ,werdens war diese ,zeit erfllt von ,gegenstzen4 ,bis gegen das #ac4 ,jahrhundert hatte im ,mittelalter ausschlielich die ,macht der ,kirche und ihrer ,dogmen gegolten4 ,die philosophischen ,schriften des ,altertums1 insbesondere die ,logik des 99,aristoteles991 hatten ,geltung1 weil sie spitzfindigen1 theologischen ,streitigkeiten zu dienen vermochten4 ,was indessen die naturwissenschaftlichen ,werke des 99,aristoteles99 anbetraf1 so war fast jede ,erinnerung an sie verloren gegangen4 ,auch die ,auffassung von der ,natur war zu einem ,zerrbilde geworden4 ,hatten die lteren ,kirchenvter sie zum ,teil noch als einen ,spiegel gttlicher ,weisheit angesehen1 so hatte spter eine geradezu verchtliche ,vorstellung ,platz gegriffen4 ,die ,natur erschien dem ,menschen des eigentlichen ,mittelalters im trben ,widerschein einer ,teufelslehre1 geeignet1 ihn mit ,sinnenlust zu umstricken und von seiner1 im berirdischen ruhenden ,bestimmung abzulenken4 ,man kann sich vorstellen1 welchen ,eindruck auf ein so geartetes ,geschlecht das berraschend schnell erfolgende ,bekanntwerden der naturgeschichtlichen ,schriften des 99,aristoteles99 zu ,beginn des #ac4 ,jahrhunderts ausben mute4 ,in lateinischer1 teils aus dem ,arabischen1 teils aus griechischen ,originalen geschpfter bersetzung1 verbreiteten sie sich bald ber das ganze ,abendland4 ,mit den griechischen ,originalen war man im ,verlauf der spteren ,kreuzzge in ,konstantinopel und an anderen ,orten des ,orients bekannt geworden#ggb4 ,wie ganz anders stellte sich in diesen1 die ,gemter wie eine neue ,offenbarung ergreifenden ,werken die ,welt dar4 ,sie war hier nicht die ,inkarnation des ,bsen und die ,quelle der ,verdammnis1 sondern ein wunderbar harmonisches1 ineinander greifendes ,geflecht vernnftiger ,zwecke und ,mittel#ggc1 deren ,erforschung als die wrdigste ,aufgabe des denkenden ,menschen hingestellt wurde4 ,da die ,kirche der geschilderten ,bewegung der ,geister gegenber nicht gleichgltig blieb1 lt sich denken4 ,so verfgte sie z4 ,b4 im ,jahre #abji in ,paris1 da bei ,strafe der ,exkommunikation weder die naturwissenschaftlichen ,schriften des 99,aristoteles991 noch die ,kommentare dazu1 sei es ffentlich1 sei es insgeheim1 gelesen werden drften4 ,albertus ,magnus4 ,ein ,mann war es vor allem1 in welchem die ,naturphilosophie des 99,aristoteles99 einen begeisterten ,vertreter fand4 ,das war 99,albertus ,magnus994 ,das ,bild seines ,lebens und ,wirkens wird uns deshalb am besten in den geschilderten ,zeitraum zu versetzen vermgen4 99,albertus ,magnus991 dessen eigentlicher ,name 99,albert von ,bollsttt99 lautet1 wurde zu ,beginn des #ac4 ,jahrhunderts in einem schwbischen ,stdtchen geboren#ggd4 ,er empfing seine ,vorbildung in ,padua4 ,spter lehrte er an der ,dominikanerschule zu ,kln1 zeitweilig auch an der ,universitt in ,paris1 wo sein ,orden einige ,lehrsthle besetzen durfte4 ,in die ,zeit seines ,klner ,aufenthaltes fallen die ,ausschachtungsarbeiten zur ,fundamentierung des ,domes4 ,in ,paris fand er einen solchen ,zulauf1 da kein ,gebude die ,schar seiner ,hrer zu fassen vermochte4 ,an ,wissensdrang fehlte es im #ac4 ,jahrhundert also nicht1 wohl aber an einem wrdigen ,gegenstand zur ,befriedigung dieses ,dranges4 ,handelte es sich doch nur um ,schriftwerke1 die durch bersetzungen bekannt wurden4 ,ihr ,inhalt war es1 welcher das damalige ,wissen ausmachte4 ,jede selbstndige ,regung wurde durch einen ,autorittsglauben niedergehalten1 wie ihn kein ,zeitalter in solchem ,grade wieder besessen hat4 ,verfolgung und ,tod trafen denjenigen1 der sich gegen diesen ,autorittsglauben1 der alles mit ,blindheit geschlagen zu haben schien1 auflehnte4 ,man darf daher auch von 99,albertus ,magnus99 nicht allzuviel ,eigenes erwarten1 wenn er auch zu den hervorragendsten ,gelehrten gehrt1 die uns in der ,geschichte des ,mittelalters begegnen4 ,ihm ist es vor allem zu danken1 da man auf dem ,gebiete der ,naturwissenschaften wieder an die ,schriften des ,altertums anknpfte4 ,und zwar begann man auf den griechischen ,texten zu fuen1 die zum ,teil um diese ,zeit schon von ,konstantinopel aus in das ,abendland gelangten1 whrend man vorher die arabischen ,bearbeitungen in das ,lateinische bertragen hatte1 eine zwiefache ,hinberleitung1 durch welche der ,inhalt entstellt und unrichtig bermittelt worden war4 ,was man vor 99,albertus ,magnus99 an ,kenntnissen ber die ,tier- und ,pflanzenwelt besa1 verdiente kaum noch den ,namen einer ,zoologie und ,botanik4 ,einiges ,interesse brachte man zwar den in der ,bibel erwhnten ,geschpfen entgegen1 die in dem ,physiologus1 einem sehr verbreiteten1 in vielen ,bearbeitungen vorhandenen ,buche1 behandelt wurden#gge4 ,es enthielt indessen die unglaublichsten ,fabeln4 ,trotzdem erfllte der ,physiologus fast #ajjj ,jahre die ,rolle eines elementaren zoologischen ,lehrbuches#ggf1 wenn auch nicht eines solchen in unserem ,sinne1 da er in den ,schulen in erster ,linie zu religis erbaulichen ,zwecken benutzt wurde#ggg4 ,bercksichtigt sind besonders ,sugetiere und ,vgel1 ferner einige ,reptilien und ,amphibien und nur ein ,geschpf aus der ,reihe der ,gliedertiere1 nmlich die ,ameise4 ,an ,pflanzen kommen der ,feigenbaum1 der ,schierling und die ,niewurz in ,betracht4 ,auch einige ,mineralien werden erwhnt2 es sind der ,diamant1 der ,achat1 der indische ,stein1 welcher die ,wassersucht heilen sollte1 und die feuerbringenden ,steine4 ,noch drftiger erscheint dieser ,inhalt1 wenn man bedenkt1 da der ,physiologus nicht etwa eine einigermaen vollstndige ,schilderung der erwhnten ,geschpfe enthlt1 sondern meist nur ,hinweise auf ,bibelstellen1 einzelne ,zge aus der ,lebensweise1 ,erzhlungen und ,fabeln4 ,so wird vom ,panther erzhlt1 da er bunt sei1 nach der ,sttigung drei ,tage schlafe1 dann mit ,gebrll erwache und einen so angenehmen ,geruch verbreite1 da alle ,tiere zu ihm kmen2 nur der ,drache sei sein ,feind4 ,der ,prophet 99,hosea99 sage3 ,ich werde wie ein ,lwe sein dem ,hause ,juda und wie ein ,panther dem ,hause ,ephraim usw4 ,an die meisten ,tierfabeln werden moralische ,bemerkungen geknpft4 ,von den ,affen heit es1 man fange sie1 indem man sie veranlasse1 sich die ,augen mit ,leim zu verschmieren4 ,so jage uns der ,teufel mit dem ,leim der ,snde4 ,wie der ,biber sich die ,hoden abbeie1 wenn man ihn verfolge1 so solle der ,mensch seine bsen ,leidenschaften austilgen usw4 ,auch bloe ,fabelwesen1 wie die ,sirenen und das in der ,bibel mehrfach erwhnte ,einhorn1 bilden einen ,gegenstand verschiedener ,ausgaben des ,physiologus4 ,welch gewaltiger ,abstand zwischen dem mittelalterlich-kirchlichen ,naturwissen und demjenigen der ,bltezeit des griechischen ,geisteslebens bestand1 braucht nach dieser ,probe nicht weiter ausgefhrt zu werden4 ,der lteste ,physiologus entstand im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 in ,alexandrien4 ,auf dieser griechischen ,schrift beruhen eine ,anzahl orientalischer ,bearbeitungen der biblischen ,zoologie4 99,albertus ,magnus99 schpfte aus einem lateinischen ,physiologus1 der auch ins ,althochdeutsche und andere nordische ,sprachen bersetzt wurde4 ,in erster ,linie ist aber das zoologische ,werk 99,alberts991 das in #bf ,bcher zerfllt1 eine ,wiedergabe der zoologischen ,schriften des 99,aristoteles994 ,indessen verraten insbesondere die letzten ,bcher eine grere ,selbstndigkeit4 ,auch die ,naturgeschichte des gleichfalls dem #ac4 ,jahrhundert angehrenden 99,thomas von ,cantimpr99 hat 99,albert99 benutzt1 doch ist dasjenige1 was er selbst uns bietet1 weit durchgearbeiteter4 ,da sich bei ihm noch die alten anatomischen ,unrichtigkeiten des 99,aristoteles99 finden1 darf nicht wundernehmen4 ,so nennt er gleichfalls die ,sehnen ,nerven und legt ihnen die eigentliche bewegende ,kraft bei4 ,er lt sie aus dem ,herzen entspringen1 whrend er von den eigentlichen ,nerven noch keine ,vorstellung hat#ggh4 99,albertus ,magnus99 hat eine sehr umfangreiche literarische ,ttigkeit entfaltet#ggi4 ,eine allerdings nur mangelhafte ,ausgabe seiner smtlichen ,werke rhrt von 99,jammy99 her2 sie erschien in #ba ,foliobnden im ,jahre #afea4 ,der #b41 #e4 und #f4 ,band enthalten die naturwissenschaftlichen ,schriften4 ,der #b4 ,band enthlt neben einer ,wiedergabe der aristotelischen ,physik die ,grundzge der ,himmelskunde und fnf ,bcher ber die ,mineralien4 ,bemerkenswert ist1 da 99,albert99 die ,milchstrae fr eine ,anhufung kleiner ,sterne hielt1 sowie seine ,meinung1 das ,erscheinen der ,kometen knne nicht mit den ,geschicken einzelner ,menschen verknpft sein4 ,der #e4 ,band bringt ,geographisches1 sowie die sieben ,bcher ber die ,pflanzen4 ,hervorgehoben sei eine uerung ber die ,antipoden4 ,nur rohe ,unwissenheit1 meint 99,albertus991 knne behaupten1 da diejenigen fallen mten1 die uns die ,fe zukehrten4 ,der #f4 ,band der ,gesamtausgabe endlich umfat die #bf zoologischen ,bcher4 ,das ,verdienst 99,alberts99 besteht darin1 da er ber alle ,dinge1 ber die er aristotelische ,schriften kannte1 ausfhrlich schrieb4 ,dabei leiteten ihn einerseits offener ,sinn und liebevolle ,hingabe an die ,natur4 ,andererseits beengte ihn das ,streben1 die ,naturauffassung des ,altertums mit den ,dogmen der katholischen ,kirche in ,einklang zu bringen4 ,aus dieser ,abhngigkeit sich zur ,freiheit des ,denkens durchzuringen1 war ihm nicht gegeben4 ,den ,vortrag der aristotelischen ,lehren wute 99,albertus99 mit seinen eigenen ,ansichten in der ,weise zu vereinigen1 da er zunchst dem 99,aristoteles99 folgt und dann jedesmal hinzufgt1 er wolle eine ,disgression einschalten4 ,als eine solche ist das ganze zweite ,buch der ,botanik zu betrachten#ghj4 ,es beginnt mit den ,worten3 ,das alles -- nmlich den ,inhalt des ersten ,buches -- haben die alten ,naturforscher begrndet4 ,doch scheint das etwas verworren zu sein4 ,ich werde daher von neuem beginnen und die allgemeine ,botanik nach der ,ordnung der ,natur geben4 ,da 99,albertus99 auch auf anderen ,gebieten nach ,selbstndigkeit strebte#gha1 bezeugen die ,worte1 mit denen er die spezielle ,botanik einleitet4 ,sie lauten3 ,was ich hier schreibe1 habe ich teils selbst erfahren1 teils verdanke ich es ,leuten1 von denen ich berzeugt bin1 da sie nur das vorbringen1 was sie selbst erfahren haben4 ,bei dem ,wissen von den ,einzelwesen handele es sich allein um ,erfahrung1 da hier ,vernunftschlsse nicht mglich seien4 ,trotzdem finden sich1 besonders bei der ,beschreibung der ,tiere1 dem ,geist der ,zeit entsprechend1 manche alten ,fabeln wieder4 ,sein ,werk ber die ,pflanzen schrieb 99,albert99 in ,anlehnung an eine ,schrift#ghb1 die damals fr aristotelisch gehalten wurde4 ,es umfat sieben umfangreiche ,bcher und gehrt zu den bedeutendsten lteren ,werken botanischen ,inhalts4 ,von 99,aristoteles991 dem ,begrnder der ,botanik1 bis auf die ,zeit 99,alberts des ,groen99 war diese ,wissenschaft immer tiefer gesunken2 mit 99,albert99 erstand sie wie der ,phnix aus seiner ,asche#ghc4 ,zuerst befat sich 99,albert99 mit den ,grundzgen der allgemeinen ,botanik4 ,insbesondere beschftigt er sich mit der ,frage1 ob die ,pflanze beseelt ist4 ,sie ist es1 fhrt er aus1 gleich jedem ,krper1 der sich aus eigener ,kraft bewegt4 ,ohne jene ,bewegung sei kein ,wachstum1 keine ,ernhrung und keine ,fortpflanzung mglich4 ,auf diese ,funktionen beschrnke sich indes die ,ttigkeit der ,pflanzenseele4 ,diesem geringen ,umfang ihrer ,ttigkeit entspreche auch die geringe uere ,verschiedenheit der ,pflanzenteile1 sowie das ,vermgen der ,pflanze1 aus jedem ihrer ,teile wie aus dem ,samen neues zu erzeugen4 ,bemerkenswert sind auch die uerungen 99,alberts99 ber den ,schlaf der ,pflanzen4 ,wenn die ,pflanze whrend des ,winters infolge der ,klte zusammengezogen und ihr ,saft und ihre ,wrme nach innen zurckgedrngt seien1 so schlafe sie4 ,da einige ,pflanzen ihre ,blten abends zusammenlegen und bei ,tagesanbruch wieder ffnen1 wird auch als ,schlaf gedeutet4 ,bezglich der ,sexualitt rumt 99,albert99 den ,pflanzen nur eine sehr entfernte hnlichkeit mit den ,tieren ein4 ,das ,wachstum der ,pflanzen1 so meint er im ,hinblick auf die ,eiche1 die ,zeder und andere ,bume1 scheine wie das der ,mineralien an kein bestimmtes ,ma gebunden zu sein4 ,das ,fehlen der ,sinnes- und der ,bewegungsorgane1 durch die sich das hhere tierische ,leben bekunde1 sei der ,grund1 weshalb die ,wurzel1 als ,mund der ,pflanze1 in die ,erde gesenkt sei4 ,strme die ,nahrung nicht von selbst herbei1 umgbe sie die ,wurzel nicht unablssig1 so knne die ,pflanze gar keine ,nahrung zu sich nehmen4 ,wrde ferner die geringe ,eigenwrme der ,pflanze nicht von auen durch die ,sonnenwrme untersttzt1 so wrde jene allein nicht hinreichen1 den eingesogenen ,nahrungsstoff zu verdauen und zum ,wachstum und zur ,fortpflanzung geeignet zu machen4 ,da also die ,pflanze ihre ,nahrung auf weit einfachere ,weise zu sich nimmt und in sich verteilt wie das ,tier1 so hat sie nach 99,albert99 weder ,adern1 noch einen ,magen1 sondern nur ,poren1 wie sie auch das ,tier unsichtbar auf seiner ganzen ,oberflche besitze4 99,alberts99 ,kenntnisse in der speziellen ,botanik1 die er im #f4 ,buche bekundet1 sind nicht gering4 ,doch teilt er mit vielen ,schriftstellern des ,altertums den ,glauben an eine ,umwandlung der ,pflanzen4 ,so sollen sich infolge des ,alterns oder infolge mehr oder weniger guter ,nahrung die ,getreidearten ineinander umwandeln knnen4 ,auch entstnden durch die ,fulnis einer ,pflanze andere ,arten4 ,so berziehe sich ein krnkelnder ,baum mit ,parasiten1 namentlich mit ,misteln4 99,alberts99 ,darstellung der allgemeinen ,botanik ist der erste ,versuch einer solchen4 ,denn was er in der ,schrift des 99,nikolaos99 vorfand1 hat sein ,unternehmen eher ungnstig beeinflut als gefrdert4 ,es verstrichen ,jahrhunderte1 bevor ein zweites1 dem seinigen vergleichbares ,werk erschien4 ,die ,fehler des letzteren verschuldete sein ,zeitalter1 die ,vorzge gehren ihm allein an#ghd4 ,in seiner speziellen ,botanik handelt 99,albert99 von den ,bumen und ,struchern1 den ,stauden und ,krutern4 ,die ,anordnung ist die alphabetische4 ,die ,schrfe der ,beobachtungen ist anzuerkennen4 ,beschreibungen von einer ,genauigkeit1 wie sie uns im ,altertum nicht begegnet1 widmete er z4 ,b4 der ,esche und der ,erle1 dem ,mohn1 dem ,borretsch und der ,rose4 ,seit 99,albertus ,magnus99 war man auch bestrebt1 die von den ,alten beschriebenen ,pflanzen wieder aufzufinden4 ,dies ,bemhen war jedoch nur von geringem ,erfolg1 da einmal die vorhandenen ,beschreibungen meist nicht hinlnglich genau waren1 um danach die ,arten feststellen zu knnen1 und da man ferner1 ohne ,bercksichtigung der geographischen ,verbreitung1 die ,pflanzen ,griechenlands und ,kleinasiens in ,mitteleuropa suchte4 ,immerhin war es ein groer ,fortschritt1 da man sich mit den ,naturkrpern wieder unmittelbar zu beschftigen begann4 ,die ,wiederbelebung der beschreibenden ,naturwissenschaften war in erster ,linie die ,folge eines solchen ,bemhens4 ,dieses fhrte weiterhin zur ,anlegung von botanischen ,grten und zur ,herausgabe von ,kruterbchern1 den ersten botanischen ,dingen1 die uns an der ,schwelle der neueren ,zeit begegnen4 ,von 99,albert dem ,groen99 bis zur zweiten ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts waren die ,fortschritte auf dem ,gebiete der ,botanik im brigen nur gering#ghe4 ,manche ,nachricht ber neue ,pflanzen gelangte aus den durch die ,kreuzzge dem ,abendlande erschlossenen ,lndern nach ,europa1 jedoch ohne da dadurch die wissenschaftliche ,einsicht wesentlich gefrdert worden wre4 ,auch durch die ,reisen 99,marco ,polos99 in ,ostasien erfuhr die spezielle ,pflanzenkenntnis eine nicht unbetrchtliche ,erweiterung1 wenn es sich naturgem in den ,mitteilungen dieses ,mannes auch in erster ,linie um solche ,pflanzen handelte1 die fr den ,handel in ,betracht kamen4 ,wie die botanischen1 so enthalten auch die zoologischen ,schriften des 99,albertus99 zahlreiche ,angaben ber eigene ,beobachtungen4 ,insbesondere gilt dies von der deutschen ,tierwelt4 ,es finden sich z4 ,b4 recht gute ,schilderungen des ,maulwurfs1 der ,spitzmaus1 des ,eichhrnchens und des ,igels4 99,albert99 fhrt fast alle deutschen ,nager auf und zeichnet das ,treiben des ,eichhrnchens ganz musterhaft4 ,sehr zutreffend beschreibt er auch das ,gebi der ,nagetiere4 ,erwhnung findet auch der ,eisbr4 ,vom ,walro wird erzhlt1 da es lange ,eckzhne besitze1 und da man seine ,haut zu ,riemen zerschneide1 die in ,deutschland in den ,handel kmen4 ,ferner wird der ,grnlandwal beschrieben und sein ,fang geschildert4 ,die ,robben und die ,delphine bezeichnet 99,albert99 als ,sugetiere mit festen ,knochen1 lebenden ,jungen und einer ,luftrhre4 ,er fgt hinzu3 ,die ,angaben der ,alten bergehe ich1 denn sie stimmen mit denen erfahrener ,leute nicht berein4 ber die ,gliedertiere macht 99,albertus99 sogar die ,angabe1 da sich beim ,krebs und ,skorpion ein dem ,rckenmark entsprechender ,strang findet1 der auf der ,bauchseite durch den ,krper luft4 ,das ,treiben des ,ameisenlwen schildert er mit folgenden ,worten3 ,der ,ameisenlwe ist nicht vorher eine ,ameise1 wie viele sagen4 ,denn ich habe oft beobachtet und habe es hufig ,freunden gezeigt1 da dieses ,tier ,zeckengestalt hat4 ,es versteckt sich im ,sande und grbt darin eine halbkugelfrmige ,hhle1 in deren ,pol sein ,mund ist4 ,luft nun eine ,ameise futtersuchend darber1 so fngt und frit er sie4 ,dem haben wir oft zugesehen#ghf4 99,albertus ,magnus99 war auch einer der ersten1 der sich in ,deutschland auf dem ,gebiete der ,chemie schriftstellerisch bettigte1 ohne sich jedoch ber die ,araber zu erheben4 ,da unedle ,metalle sich in edle verwandeln lassen1 war fr ihn eine ausgemachte ,sache4 ,dies geht aus dem von ihm verfaten ,werk ,de rebus metallicis et mineralibus mit ,bestimmtheit hervor4 99,albertus99 glaubte auch an die ,darstellbarkeit eines ,elixiers1 das imstande sei1 allen ,metallen die schnste ,goldfarbe zu verleihen4 ,er warnte zwar vor scheinbaren ,umwandlungen1 indessen wurden durch das hohe ,ansehen1 das er geno1 die alchemistischen ,bestrebungen gefrdert#ghg4 ,auszge aus dem ,werke ,de rebus metallicis et mineralibus sind durch 99,kopp99 bekannt geworden#ghh4 ,aus ihnen geht hervor1 da es sich bei 99,albertus ,magnus99 zum ,teil um rein aristotelische1 zum ,teil um arabische ,meinungen und ,anschauungen handelt4 ,er nimmt an1 da die ,metalle wie alles aus den vier ,elementen zusammengesetzt sind4 ,bestehen sie auch zunchst aus ,schwefel und ,quecksilber1 so ist ersterer doch wieder aus ,luft und ,feuer1 das ,quecksilber dagegen aus ,wasser und ,erde entstanden4 ,roger ,bacon4 ,ein fast noch hheres ,interesse als der ,doctor universalis1 wie man 99,albertus ,magnus99 nannte1 beansprucht 99,roger ,bacon991 der ,doctor mirabilis4 ,seine ,schriften umfassen nicht nur die ,naturbeschreibung1 die ,chemie und die ,physik1 sondern alle ,wissenszweige1 insbesondere auch die ,philosophie und die ,theologie4 ,der englische ,franziskanermnch 99,roger ,bacon99 ist ferner einer der ersten in der ,reihe der ,mrtyrer1 welche die ,geschichte seit der ,zeit des ,wiederauflebens der ,wissenschaften aufzuweisen hat4 99,roger ,bacon99 wurde im ,jahre #abad geboren#ghi4 ,er studierte in ,paris und dann in ,oxford1 wo er spter ein ,lehramt bekleidete4 ,von groem ,einflu auf die ,entwicklung 99,bacons99 war 99,petrus ,peregrinus991 der in ,paris lehrte und als ,experimentator gerhmt wurde4 99,bacon99 sagt von ihm1 was dunkel sei1 ziehe 99,peregrinus99 als ,meister des ,experiments ans ,tageslicht#gij4 ,auch da dieser fr seine ,zeit seltene ,mann keine ,wortgefechte liebte1 sondern ,beweise und ,tatsachen verlangte1 war fr 99,peregrinus99 charakteristisch und fr 99,bacon991 der das ,wort ,scientia experimentalis prgte1 von bestimmendem ,einflu#gia4 ,schon 99,gerbert99#gib hatte brigens die ,beschftigung mit der ,natur als ,gegengewicht gegen die scholastischen ,streitereien empfohlen4 99,bacon99 tat dasselbe1 indes mit grerem ,nachdruck#gic4 ,als ,quellen fr seine ,naturlehre benutzte 99,bacon99 die ,griechen 799,aristoteles991 99,euklid991 99,ptolemos9971 die ,rmer 799,plinius991 99,bothius991 99,cassiodor997 und die ,araber4 ,unter den letzteren sind vor allem 99,avicenna99 799,ibn ,sina997 und 99,al ,farabi99 zu nennen4 ,das ,werk des letzteren1 das eine ,art ,enzyklopdie darstellt1 hatte 99,gerhard von ,cremona99 unter dem ,titel ,liber de scientiis ins ,lateinische bersetzt4 99,bacon99 besa nicht nur die umfassende ,gelehrsamkeit eines 99,albertus ,magnus991 sondern er zeichnete sich vor diesem durch grere ,klarheit und ,freiheit des ,denkens aus4 ,in seiner ,schrift ber die ,nichtigkeit der ,magie#gid bekmpfte 99,bacon99 den ,glauben an die ,zauberei4 ,den ,anhngern dieses ,glaubens verdankte er selbst gegen das ,ende seines ,lebens eine zehnjhrige ,kerkerhaft4 ,sehr wahrscheinlich hat jedoch die ,anklage auf ,zauberei seinem ,orden nur als ,vorwand gedient1 um ihn daran zu hindern1 da er fortfuhr1 gegen die kirchlichen ,mistnde zu eifern4 ,besa doch 99,bacon99 die ,khnheit1 auf eine ,reformation der ,kirche an ,haupt und ,gliedern1 sowie auf eine kritische ,behandlung der heiligen ,schrift auf ,grund der ,urtexte zu dringen4 ,da die ,menschen in frheren ,jahrhunderten nicht viel anders gewesen sind als heute1 lassen folgende ,stellen aus 99,bacons99 ,compendium studii theologiae erkennen3 ,das ,haupthindernis fr das ,studium der ,weisheit ist die unermeliche ,verderbnis1 die in allen ,stnden herrscht4 ,der ganze ,klerus ist dem ,hochmut1 der ,unzucht und der ,habsucht ergeben4 ,wo ,kleriker zusammenkommen1 geben sie dem ,laien rgernis4 ,die ,frsten und ,herren drcken und plndern sich gegenseitig und richten das ihnen untertnige ,volk durch ,krieg und ,steuern zugrunde4 ,in den ,knigreichen geht man nur auf ,vergrerung aus4 ,man kmmert sich nicht darum1 ob etwas mit ,recht oder mit ,unrecht erreicht wird1 wenn man nur seinen ,plan durchsetzt4 ,die oberen ,stnde dienen nur dem ,bauch und den fleischlichen ,lsten4 ,das ,volk wird durch dies schlechte ,beispiel aufgereizt und zu ,ha und ,treubruch veranlat1 oder es wird durch das schlechte ,beispiel der ,groen verdorben4 ,unzucht und ,genusucht sind schlimmer1 als man es schildern kann4 ,bei den ,kaufleuten herrschen ,list1 ,betrug1 malose ,falschheit usw4 ,so sieht 99,bacons99 ,sittengemlde aus dem #ad4 ,jahrhundert aus4 ,was 99,bacon99 anstrebte1 war eine freiere ,gestaltung des religisen ,lebens4 ,und zwar geschah dies fast zur selben ,zeit1 als die ,albigenser ,sdfrankreichs ihren ,abfall von der ,kirche schwer ben muten4 ,wenn 99,bacons99 ,mahnung auch verhallte und nicht imstande war1 einen ,sturm zu entfesseln1 wie ihn z4 ,b4 das ,auftreten eines 99,hu99 zur ,folge hatte1 so verdient 99,bacon99 doch unter den ,vorboten der ,reformationsbewegung genannt zu werden4 ,da er sich der ,autoritt des 99,aristoteles99 nicht unbedingt unterwarf1 war fr die damalige ,zeit ein nicht geringeres ,verbrechen4 ,andererseits vermag auch 99,bacon99 es nicht1 sich gnzlich von den ,fesseln der griechischen ,philosophie und der mittelalterlichen ,theologie zu befreien4 ,so hlt er mit 99,aristoteles99 an dem ,glauben fest1 da die ,welt rumlich begrenzt sei4 ,er sucht auch dialektisch zu beweisen1 da es nicht mehrere ,welten oder gar eine unendliche ,welt geben knne4 ,erst viel spter1 bei 99,giordano ,bruno991 tritt uns der ,begriff des unendlichen ,alls entgegen4 ,wie 99,aristoteles991 so weist auch 99,bacon99 mit dialektischen ,grnden die ,lehre vom ,vakuum zurck1 das die von 99,aristoteles99 bekmpften ,anhnger der ,atomenlehre als notwendige ,voraussetzung fr die ,bewegung der ,atome angenommen hatten#gie4 ,als ,herrin der ,wissenschaften gilt 99,bacon99 nicht die ,philosophie1 sondern die ,theologie4 ,wenn ein ,wissen1 meint er1 der heiligen ,schrift widerspricht1 so ist es irrig#gif4 ,innerhalb dieser ,beschrnkung verlangt er eine ,erneuerung der ,wissenschaften und eine ,begrndung der ,naturwissenschaften auf ,beobachtung und ,versuch4 ,manches1 was spter1 im #af4 ,jahrhundert1 sein ,namensvetter 99,francis ,bacon99 gesagt hat1 klingt an die schon von 99,roger ,bacon99 ausgesprochenen ,mahnungen und ,forderungen an4 ,diejenigen1 die in den ,wissenschaften neue ,bahnen einschlugen1 sagt 99,roger ,bacon99#gig1 hatten alle ,zeit mit ,widerspruch und ,hindernissen zu kmpfen4 ,doch erstarkte die ,wahrheit und wird erstarken bis zu den ,tagen des ,antichrist4 ,fr die ,wissenschaft gibt es nach 99,bacon99 drei ,wege1 die ,erfahrung1 das ,experiment und den ,beweis4 ,insbesondere wird die ,mathematik gepriesen1 aber auch der ,sprache1 als dem formalen ,ausdruck des ,denkens1 wird die grte ,bedeutung beigelegt4 ,so heit es bei ihm3 ,wir mssen bedenken1 da ,worte den grten ,eindruck ausben4 ,fast alle ,wunder sind durch das ,wort vollbracht worden4 ,in den ,worten uert sich die hchste ,begeisterung4 ,deshalb haben ,worte1 welche tief gedacht1 lebhaft empfunden1 gut berechnet und mit ,nachdruck gesprochen werden1 eine bedeutende ,gewalt4 ,selbst wenn man annimmt1 da 99,bacons99 ,wissen vollstndig auf den alten ,schriftstellern und den ,arabern beruhe1 mu man doch zugeben#gih1 da er kein bloer ,kompilator war1 sondern das ,vorhandene zu prfen1 sich anzueignen und selbstndig wiederzugeben verstand4 ,sein ,hauptverdienst bleibt aber1 da er zu den ersten ,mnnern zhlt1 die auf den ,weg des eigenen ,forschens im ,gegensatz zum ,autorittsglauben1 hingewiesen haben1 wenn es ihm selbst auch noch an ,mitteln gebrach1 diesen ,weg unbeirrt zu verfolgen4 ,aus diesem ,mangel an ,befriedigung eines vorhandenen ,dranges entspringt eine gewisse ,sehnsucht1 die sich darin ausspricht1 da 99,bacons99 ,schriften mit hufigen ,ausblicken auf eine grere ,herrschaft des ,menschen ber die ,natur erfllt sind#gii4 ,dieser ,grundzug seines ,wesens wird uns im #ag4 ,jahrhundert bei seinem ,namensvetter 99,franz ,bacon99 wieder begegnen4 ,und es erscheint nicht ausgeschlossen1 da letzterer 99,roger99 mehr zu verdanken hat1 als er durchblicken lt#hjj4 ,man kann dies als wahrscheinlich annehmen1 ohne damit den spteren 99,bacon99 etwa des ,plagiats bezichtigen zu wollen4 99,bacons99 ,hauptwerk fhrt den ,titel ,opus majus4 ,es wurde #abfg vollendet und von 99,bacon99 dem ,papste#hja gewidmet#hjb4 ,im ersten ,teil des ,opus majus spricht 99,bacon99 von den ,hauptursachen der herrschenden ,unwissenheit4 ,als solche gelten ihm die ,eitelkeit und der ,autorittsglaube1 die althergebrachten ,vorurteile und die zahlreichen unrichtigen und unzulnglichen ,begriffe4 ,der zweite ,abschnitt bietet einen berblick ber die ,fundamente1 welche die ,griechen und die ,araber geschaffen4 ,im ,mittelpunkte dieser ,darstellung steht selbstverstndlich 99,aristoteles991 von dem in freimtiger ,kritik gezeigt wird1 da seine ,schriften weder erschpfend noch frei von ,fehlern seien4 ,um die bisherigen ,leistungen wrdigen zu knnen1 fordert 99,bacon99 im dritten ,abschnitt das ,studium der ,urtexte an ,stelle des bis dahin blichen ,lesens lateinischer und arabischer bersetzungen4 ,vor allem stellt er diese ,forderung in bezug auf die ,bibel und die ,schriften des 99,aristoteles99 auf4 ,der vierte ,abschnitt handelt von der ,mathematik1 einschlielich der ,astronomie und ihrer ,anwendungen4 99,bacon99 erkannte die ,fehlerhaftigkeit des julianischen ,kalenders und machte dem ,oberhaupt der ,kirche ,verbesserungsvorschlge4 ,der julianische ,kalender1 so fhrt er aus1 rechne das ,jahr zu #cfe-a_/d ,tagen4 ,es sei aber erwiesen1 da es krzer sei und in #acj ,jahren ein ,tag zuviel gerechnet werde4 ,der nchste ,abschnitt1 der sich auf 99,alhazen99 sttzt1 handelt von der ,optik4 ,die ,reflexionen durch parabolische ,spiegel1 sowie die ,anatomie und ,physiologie des ,auges sind so klar und treffend dargestellt1 da diese ,abschnitte besonders den fortgeschrittenen ,standpunkt 99,bacons99 erkennen lassen4 ,den eigentlichen ,vorgang des ,sehens verlegt er in das ,gehirn1 mit der ,begrndung1 da sich nur so die ,vereinigung der in den beiden ,augen entstehenden ,sinneseindrcke zu einer einzigen ,wahrnehmung erklren lasse#hjc4 99,bacons99 optische ,kenntnisse gingen ber diejenigen 99,alhazens99 hinaus4 ,so ist 99,bacon99 die sphrische ,aberration bekannt1 d4 h4 die ,tatsache1 da ,strahlen1 die parallel der ,achse einfallen1 sich nur dann in einem ,punkte schneiden1 wenn sie den ,spiegel in gleichem ,abstnde vom optischen ,mittelpunkte treffen4 ,auch mit der ,brennkugel#hjd und den ,konvexspiegeln befat er sich in ,anlehnung an 99,alhazen994 ,ferner untersucht 99,bacon991 ob der ,brennpunkt eines ,hohlspiegels im ,kugelmittelpunkte oder im ,halbierungspunkte des ,radius liegt4 ,er entscheidet sich fr das letztere1 also fr die richtige ,ansicht1 und bemerkt ganz zutreffend1 eigentlich knne nicht von einem ,punkte der ,strahlenvereinigung die ,rede sein1 sondern nur von einer kleinen ,stelle4 ,damit ist schon das ,wesen der ,katakaustik angedeutet#hje4 ,von der ,fata morgana heit es1 sie werde von manchen fr eine teuflische ,gaukelei gehalten1 whrend sie aus natrlichen ,ursachen zu erklren sei4 99,bacon99 beschreibt ferner die ,instrumente zur ,bestimmung des ,durchmessers von ,mond und ,sonne4 ,die ,gre der ,erde stehe zur ,gre des ,himmels und der brigen ,gestirne in gar keinem ,verhltnis4 ,so sei die ,sonne #agj mal so gro wie die ,erde4 ,auch die ,milchstrae bestehe aus vielen1 zusammengedrngten ,sternen1 deren ,licht sich mit dem der ,sonne mische4 ,ebbe und ,flut sollen dadurch zustande kommen1 da die ,mondstrahlen beim senkrechten ,auffallen die ,dnste aufsaugen1 auf deren ,anwesenheit auch das ,funkeln der ,sterne zurckgefhrt wird4 ,die ,erscheinung1 da eine ,flutwelle auch auf der dem ,monde entgegengesetzten ,seite der ,erde entsteht1 erklrt 99,bacon99 auf folgende ,weise4 ,er nimmt an1 die ,fixsternsphre sei fest2 daher werfe sie die ,strahlen des ,mondes zurck4 ,diese reflektierten ,strahlen treffen dann die dem ,monde entgegengesetzte ,seite der ,erde und rufen dort dieselbe ,erscheinung hervor1 die sie beim direkten ,einfallen erzeugen4 ,nach dieser ,vorstellung sind der ,fixsternhimmel und somit die ,welt rumlich begrenzt4 ,hatte doch auch 99,aristoteles99 angenommen1 da die ,fixsterne ihr ,licht von der ,sonne erhalten4 ,der ,gedanke von der ,unendlichkeit des ,weltalls und der ,vielzahl der ,sonnen- und ,weltsysteme konnte erst nach der ,begrndung des ,kopernikanischen ,systems aufkommen4 ,der ,regenbogen wird von 99,bacon99 in ,anlehnung an 99,aristoteles99 und 99,avicenna99 zu erklren gesucht4 ,da der ,regenbogen verschwindet1 sobald die ,sonne sich #db ber den ,horizont erhebt1 ist 99,bacon99 bekannt4 ,fr das runde ,sonnenbildchen1 das entsteht1 wenn die ,sonne durch unregelmige ffnungen in dunkle ,rume scheint1 kann er keine ,erklrung finden4 ,das ,licht erfordert nach seiner ,meinung ,zeit und besteht nicht in einer ,absonderung von ,teilchen1 da sonst die leuchtenden ,substanzen wie der ,moschus sich verflchtigen mten4 ,zur ,erluterung der ,art1 wie das ,licht sich fortpflanzt1 fhrt 99,bacon99 folgenden1 schon 99,alhazen99 bekannten ,versuch an4 ,werden drei ,lichter vor die enge ffnung eines ,schirmes gestellt1 so kreuzen sich die ,strahlen in dieser ffnung4 99,bacon99 betrachtete dies als einen ,beweis dafr1 da sich die ,spezies1 d4 h4 dasjenige1 worin er die ,natur des ,lichtes erblickte1 nicht vermischen4 ,wir wrden dafr heute sagen1 da die ,lichtstrahlen1 ohne sich gegenseitig zu stren1 durch einen ,punkt hindurchgehen4 ,der sechste ,abschnitt ist der ,wissenschaft vom ,experiment gewidmet4 ,er beginnt mit den ,worten3 ,ohne eigene ,erfahrung 7,versuche7 ist keine tiefere ,erkenntnis mglich#hjf4 ,das ,experiment wird hier schon als das wichtigste ,mittel hingestellt1 die ,theorie zu sttzen und sie zu neuen ,folgerungen zu fhren4 ,den ,schlu des ,werkes 7#g4 ,teil7 bilden ,betrachtungen ber die ,aufgabe der ,wissenschaft1 die ,menschheit nicht nur zur ,erkenntnis1 sondern auch zu hheren sittlichen ,zielen zu leiten4 ,von besonderem ,interesse ist die ,stellung1 die 99,bacon99 der ,mathematik gegenber einnimmt4 ,er nennt sie das ,tor und den ,schlssel der brigen ,wissenschaften4 ,die mathematischen ,grundwahrheiten sind seiner ,meinung nach dem ,menschen eingeboren4 ,nur durch die ,mathematik knnen wir zur vollen ,wahrheit gelangen#hjg4 ,in den brigen ,wissenschaften herrscht umso weniger ,irrtum und ,zweifel1 je mehr wir sie auf die ,mathematik zu grnden verstehen#hjh4 99,bacons99 ,schriften sind von phantastischen ,ausblicken in die ,zukunft erfllt4 ,so schreibt er3 ,es knnen ,wasserfahrzeuge gemacht werden1 welche rudern ohne ,menschen1 so da sie1 whrend ein einziger ,mensch sie regiert1 mit einer greren ,schnelligkeit dahinfahren1 als wenn sie voll schiffbewegender ,leute wren4 ,auch knnen ,wagen gebaut werden1 die ohne ,tiere mit einem unermelichen ,ungestm in ,bewegung gesetzt werden#hji4 ,wie 99,bacon99 sich indessen die ,ausfhrung dieser ,gedanken dachte1 gibt er nicht an4 ,es wrde daher verfehlt sein1 wollte man solchen ,aussprchen1 wie es wohl geschehen ist1 eine weitergehende ,bedeutung beimessen4 ,ferner finden sich ,bemerkungen1 auf ,grund deren man 99,bacon99 die ,prioritt hinsichtlich der ,erfindung des ,fernrohres zugeschrieben hat4 ,da aber nicht erwiesen ist1 da ,versuche oder auch nur eine klare ,einsicht in die ,grundzge der ,konstruktion vorlagen1 so sind solche ,ansprche1 die von englischer ,seite herrhren1 zurckzuweisen1 ohne da hierdurch die ,bedeutung des eigenartigen ,mannes eine ,schmlerung erlitte4 99,bacon99 konnte in ,wirklichkeit nicht einmal mit dem ,gebrauch der ,brillen bekannt sein4 ,diese kamen wahrscheinlich erst um #abhj auf#haj4 ,wohl die erste handschriftliche ,erwhnung findet sich in einem ,briefe vom ,jahre #abii4 ,jemand sagt dort1 da er ohne ,brille1 die vor kurzem zum ,besten alter ,leute mit geschwchtem ,sehvermgen erfunden sei1 weder lesen noch schreiben knne4 ,gleich allen seinen ,zeitgenossen1 war 99,bacon99 in dem ,glauben an die ,mglichkeit der ,metallveredelung befangen1 wie er auch von dem ,gedanken durchdrungen war1 da die ,gestirne einen ,einflu auf die ,erde und das ,schicksal der ,menschen ausben4 ,die astrologischen ,lehren1 zu denen das #ac4 ,jahrhundert im ,anschlu an das ,altertum und an das frhe ,mittelalter gelangt war1 finden sich daher bei 99,bacon99 in groer ,ausfhrlichkeit entwickelt4 ,die ,astrologie hatte damals ihren ,hhepunkt erreicht4 ,spter bte sie an berzeugender ,kraft ein1 bis sie im #ag4 ,jahrhundert aus der gelehrten ,bildung ganz verschwand4 ,man mu sich eigentlich wundern1 da sich bei einem im brigen so hervorragenden ,geist wie 99,bacon99 keine ,zweifel regten4 ,da die astrologischen ,lehren besonders geeignet sind1 den ,geist des ,mittelalters zu kennzeichnen1 soll noch einiges daraus in der ihnen von 99,bacon99 gegebenen ,fassung ,platz finden4 ,die ,astrologen teilten den ,himmel in zwlf ,huser4 ,jeder ,planet 7,mond und ,sonne eingerechnet7 hat ein ,haus1 in dem er erschaffen ist4 ,der ,lwe ist das ,haus der ,sonne1 der ,krebs das des ,mondes1 die ,jungfrau dasjenige des ,merkur usw4 ,jedem der fnf ,planeten ist auerdem noch eins der fnf brigen ,huser zugeteilt4 ,jupiter und ,venus sind ,glckssterne1 ,mars und ,saturn ,unglckssterne4 ,von groem ,einflu sind die ,konjunktionen der ,planeten1 d4 h4 ihr ,zusammentreffen in einem und demselben ,hause4 ,solche ,konjunktionen zeigen ,thronwechsel1 ,hungersnot und hnliche ,ereignisse an4 ,sie wirken auch auf den einzelnen ,menschen4 ,zwar sollen sie nicht den ,willen bestimmen4 ,wohl aber sollen die ,himmelskrfte den ,krper und1 bei dem engen ,zusammenhang von ,leib und ,seele1 auch letztere beeinflussen4 99,bacon99 schlo sich auch den orientalischen ,lehren an1 nach welchen bestimmte ,planeten ber gewissen ,reichen dominieren1 z4 ,b4 ,saturn ber ,indien1 ,jupiter ber ,babylon1 ,merkur ber gypten1 der ,mond ber ,asien4 ,vielleicht ist es auf astrologische ,vorstellungen zurckzufhren1 da der ,halbmond das ,abzeichen der ,trkei geworden ist4 ,was den chemischen ,inhalt der 99,bacon99ischen ,schriften#haa anbetrifft1 so verdient hervorgehoben zu werden1 da 99,bacon99 ein ,gemenge erwhnt1 dessen ,entzndung eine furchtbare ,erschtterung hervorbringe4 ,als einen ,bestandteil dieses ,gemenges nennt er ,salpeter#hab4 ,offenbar haben wir es hier mit dem ,schiepulver zu tun1 das um diese ,zeit von ,ostasien her seinen ,weg nach ,europa gefunden hatte4 ,es wurde zuerst in ,bergwerken zum ,sprengen gebraucht#hac4 ,seit dem #ad4 ,jahrhundert fhrte das ,pulver eine ,umwlzung in der ,art der ,kriegsfhrung herbei1 die von groem ,einflu auf die politische ,gestaltung ,europas wurde#had4 ,gewissermaen gehrt 99,bacon99 auch zu den geistigen ,urhebern der groen ,entdeckungsreisen4 ,er vertrat nmlich die ,ansicht1 ,asien erstrecke sich so weit nach ,osten1 da seine stliche ,kste durch eine kurze ,fahrt ber den atlantischen ,ozean erreicht werden knne4 ,diese ,ansicht 99,bacons99 nebst ihrer ,begrndung nahm 99,pierre d',ailly99 in sein ,imago mundi betiteltes ,werk#hae auf4 ,und es ist bekannt1 da 99,columbus99 spter insbesondere auch durch das ,lesen dieses ,werkes zu seiner ,fahrt nach ,westen angeregt wurde#haf4 ,aus allem geht hervor1 da wir es in 99,bacon99 mit einem hochbedeutenden ,menschen zu tun haben1 der in der ,entwicklung der ,wissenschaften eine hervorragende ,rolle gespielt und die ,bewunderung1 die man ihm gezollt1 verdient hat#hag4 99,bacon99 ist einer der wenigen1 das ,dunkel des christlichen ,mittelalters durchdringenden ,sterne4 ,da er sich nicht vllig von den ,vorurteilen seiner ,zeit frei zu machen wute1 darf die ,anerkennung1 die wir ihm spenden mssen1 nicht beeintrchtigen4 ,auswchse des mitteltalterlichen ,denkens4 ,auf dem ,gebiete der ,wissenschaften tritt die ,eigenart des ,mittelalters besonders in den ,bestrebungen der ,astrologen und der ,alchemisten zutage4 ,astrologie und ,alchemie sind ,wrter1 bei deren ,klang man sich sofort in jene ,zeit1 von der wir handeln1 zurckversetzt fhlt4 ,nicht nur die mit diesen ,namen bezeichneten ,pseudowissenschaften1 sondern mitunter auch ,magie und ,nekromantie waren damals ,gegenstand von ,universittsvorlesungen4 ,die grten alchemistischen ,torheiten bezglich der ,wirkung der ,materia prima oder des ,steins der ,weisen gingen von 99,raymundus ,lullus99 aus4 99,lullus991 der ,doctor illuminatissimus1 wurde um #abcj geboren4 ,seine ,schriften1 oder vielmehr was an solchen unter seinem ,namen ging1 fanden besonders im #ad4 ,jahrhundert zahlreiche ,leichtglubige4 ,als eine ,ausgeburt der ,phantasie des 99,lullus99 begegnet uns seine ,lehre von der ,multiplikation4 ,der ,stein der ,weisen verwandelt danach zunchst die #ajjj;fache ,menge ,quecksilber in ,materia prima4 ,und dies konnte mehrfach wiederholt werden1 bis nach einer gewissen ,abschwchung der verwandelnden ,kraft die ,materia prima die #ajjj;fache ,menge ,quecksilber in reines ,gold verwandelte4 ,in ,anbetracht derartiger bertreibungen des alchemistischen ,gedankens kann es nicht wundernehmen1 wenn er sich zu dem ,ausspruch verstieg3 ,mare tingerem1 si ,mercurius esset 7das ,meer wrde ich in ,gold verwandeln1 wenn es aus ,quecksilber bestnde74 ,unter den ,auswchsen und ,irrungen1 die uns im ,mittelalter begegnen1 sind neben der ,alchemie1 der ,astrologie und der ,magie der ,hexenglauben zu nennen4 ,auch von dieser so unheilvollen1 in der ,hand des kirchlichen ,fanatismus oft zur furchtbarsten ,geiel#hah gewordenen ,verirrung wurde die ,menschheit durch das ,emporkommen einer naturwissenschaftlichen ,weltanschauung in ,jahrhunderte dauerndem ,kampf befreit4 ,zu den ersten1 die den ,kampf gegen die ,astrologie aufnahmen1 zhlt der in der zweiten ,hlfte des #ae4 ,jahrhunderts lebende 99,pico von ,mirandola994 99,pico von ,mirandola99 gehrte den humanistischen ,gelehrten an1 die im allgemeinen der ,astrologie zugetan waren1 da letztere ja dem spteren ,altertum entsprungen war4 ,gehrte doch selbst 99,melanchthon99 zu ihren ,anhngern1 whrend 99,luther99 sich von den ,sterndeutereien abwandte und sie fr grobe ,lgen erklrte1 denen gegenber man bei seinem einfachen ,verstande bleiben msse4 ,aus diesem heraus ist auch 99,pico von ,mirandolas99 ,einspruch hervorgegangen4 ,will man sich von der ,trglichkeit aller ,wahrsagerei berzeugen1 so frage man die ,sterndeuter und die ,handlinienbeschauer zu gleicher ,zeit und sehe1 wie sie einander widersprechen4 ,ihre ,wetterprophezeiungen sind nicht minder unzuverlssig4 ,so und hnlich lauten seine ,grnde4 ,da der ,himmel die allgemeine ,ursache des irdischen ,geschehens sei1 erkennt 99,pico99 an4 ,alles ,besondere msse aber aus den nchstliegenden ,ursachen erklrt werden4 ber das ,unheil1 das die astrologische ,lehre anrichtete1 sagt 99,pico991 sie zerstre die ,philosophie1 verflsche die ,heilkunde1 untergrabe die ,religion1 erzeuge den ,aberglauben1 begnstige die ,abgtterei1 verunreinige die ,sitten1 verleumde den ,himmel und mache den ,menschen zum unglcklichen ,sklaven von ,vorurteilen und ,verfhrern4 ,schon ein ,jahrhundert vor 99,pico99 hat einer der grten unter den ,humanisten1 99,francesco ,petrarca991 den ,kampf gegen die ,astrologie1 die ,magie und andere ,ausflsse des ,aberglaubens gefhrt4 ,sein ,bemhen war jedoch nicht minder erfolglos gewesen wie dasjenige seines ,nachfolgers4 ,beide ,mnner haben indessen das ,verdienst1 da sie den spteren ,geschlechtern die ,waffen in diesem ,kampfe geschmiedet haben#hai4 ,mit hnlichen berzeugenden ,grnden1 wie 99,pico von ,mirandola99 die ,astrologie1 bekmpfte der ,arzt 99,jacob ,weyer99 den ,hexenglauben und die damit im ,zusammenhange stehenden ,verfolgungen4 ,er wies z4 ,b4 nach1 da das ,alpdrcken eine ,folge krperlicher ,zustnde sei und nicht etwa durch einen ,dmon veranlat werde4 ,er erkannte die ,rolle1 welche die ,phantasie1 sowie die ,neigung der ,frauen zur ,hysterie beim ,zustandekommen aberglubischer ,vorstellungen spielt4 ,doch fand er nur wenig ,anhnger und zahlreiche ,widersacher4 ,die angeblichen ,hexen wurden noch bis in das #ah4 ,jahrhundert hinein von ,geistlichen1 ,inquisitoren und der fanatisierten ,menge verfolgt und verbrannt4 ,das ,heilmittel fr all diese ,gebrechen der ,zeit konnten nur die ,naturwissenschaften sein4 ,sie waren zwar auf dem ,marsche4 ,um die ,beseitigung von ,aberglauben und ,vorurteilen1 sowie um ,anerkennung als ,bildungsmittel fr die breite ,masse des ,volkes muten sie aber noch lange1 ja selbst bis auf den heutigen ,tag ringen4 ,die ,naturwissenschaften im #ad4 ,jahrhundert4 ,von den naturwissenschaftlichen ,kenntnissen und ,vorstellungen1 die um die ,mitte des #ad4 ,jahrhunderts herrschten1 erhlt man ein in mancher ,hinsicht zutreffendes ,bild durch 99,megenbergs99 ,buch der ,natur4 99,konrad von ,megenberg99 wurde um #acji in der ,maingegend geboren4 ,er empfing seine ,vorbildung in ,deutschland und ,paris1 wo er den ,doktorgrad erwarb4 ,darauf lehrte er in ,wien und schlielich wirkte er als ,kanonikus in ,regensburg4 ,dort schrieb er sein ,werk1 das er um #acej bekannt gab#hbj4 ,er starb in ,jahre #acgd4 99,megenbergs99 ,hauptquelle ist eine von 99,thomas von ,cantimpr99 um #abej verfate ,schrift3 ber die ,natur der ,dinge 7,de naturis rerum74 ,sie bietet eine bersicht ber das damalige ,wissen von den lebenden und den leblosen ,naturgegenstnden4 ,und zwar ist 99,cantimprs99 ,buch das erste ,werk dieser ,art1 welches das ,mittelalter hervorbrachte#hba4 ,in zwanzig ,bchern behandelt 99,thomas99 die ,anatomie des ,menschen1 die ,tiere1 die ,pflanzen1 die ,metalle und ,edelsteine1 die vier ,elemente und das ,himmelsgewlbe mit den sieben ,planeten4 ,das ,werk ist indessen nicht auf eigene ,anschauung gegrndet1 sondern aus den verschiedensten ,schriftstellern geschpft4 ,am meisten benutzt sind 99,aristoteles991 99,galen99 und 99,plinius994 ,aber auch 99,theophrast991 99,isidor von ,sevilla99 und die ,kirchenvter werden herangezogen4 99,megenbergs99 ,buch der ,natur lehnt sich so eng an die besprochene ,schrift des 99,thomas99 an1 da es als eine gekrzte und dem ,fortschritt des seitdem verflossenen ,jahrhunderts ,rechnung tragende deutsche ,bearbeitung bezeichnet werden kann#hbb4 ,doch hat 99,megenberg991 wie er ausdrcklich bemerkt1 wenn ihn das ,buch des 99,thomas99 im ,stiche lie1 auch andere ,bcher benutzt4 ,dabei ist er durchaus kein bloer ,kompilator4 ,er weist sogar manches1 was 99,thomas99 unbeanstandet aufnimmt1 als unglaubwrdig zurck4 ,da er trotzdem an ,wunder1 ,zauberei und ,beschwrungen glaubt1 mu man auf ,rechnung des ,geistes seiner ,zeit setzen4 ,so ist das ,buch 99,megenbergs99 eins der geeignetsten ,zeugnisse fr das vor dem ,wiederaufleben der ,wissenschaften selbst bei aufgeklrten ,mnnern anzutreffende ,fhlen und ,denken4 ,einige ,mitteilungen aus dem ,inhalt des ,buches mgen dies des ,nheren dartun4 ,der erste ,abschnitt betrifft den ,menschen4 ,es sind die ,lehren des 99,aristoteles99 und des 99,galen991 die uns hier in derjenigen ,gestalt begegnen1 die sie durch sptere ,schriftsteller erfahren haben#hbc4 ,das ,gehirn soll von ,natur kalt1 das ,herz dagegen warm sein4 ,das ,gehirn liege oberhalb des ,herzens1 damit seine ,klte durch die ,wrme des ,herzens gemildert werden knne4 ,die ,natur lasse zuerst das ,herz entstehen und danach das ,gehirn4 ,vom ,auge heit es1 es sei von dnnen ,huten umgeben4 ,diese umschlssen die kristallinische ,feuchtigkeit1 auf welcher die ,sehkraft beruhe4 ,der ,sehnerv wird als eine hohle ,ader bezeichnet1 deren ,aufgabe es sei1 den ,augen die eigentliche geistige ,sinnesttigkeit zuzufhren4 ,man sieht1 es sind verworrene ,vorstellungen1 aus denen nicht ersichtlich ist1 wie sich 99,megenberg99 den ,vorgang des ,sehens eigentlich denkt4 ber das ,herz und die ,lungen uert er sich mit folgenden ,worten3 ,das ,herz ist das erste ,lebendige und das letzte ,organ1 das stirbt4 ,es besitzt zwei ,kammern1 eine rechte und eine linke4 ,sie bergen das ,blut und die besonderen ,geister1 welche das ,leben bedingen4 ,die ,geister und das ,blut strmen durch die ,adern vom ,herzen zu den brigen ,organen hin4 ,das ,herz ist der ,lunge angelagert1 weil die weiche ,lunge durch ihre ,ttigkeit1 ,luft aufzunehmen1 das ,herz khl halten kann1 so da es nicht in seiner eigenen ,hitze erstickt4 ,eine genauere ,unterscheidung zwischen ,adern1 ,nerven und ,sehnen findet auch bei 99,megenberg99 noch nicht statt4 ,der zweite ,abschnitt handelt von den ,himmeln und den sieben ,planeten4 ,auerhalb des ,firmaments1 an dem die ,fixsterne befestigt sind1 unterscheidet 99,megenberg99 noch zwei ,sphren1 den ,wlzer und den ,feuerhimmel4 ,nach innen folgen die sieben ,planetenhimmel1 von denen jeder nur einen ,stern trgt4 ,alles bewegt sich in verschiedenen ,zeitrumen um den ,mittelpunkt der ,welt1 die ,erde4 ,jeder ,planet hat seine besonderen ,eigenschaften und ,wirkungen4 ,so ist ,jupiter warm und trocken4 ,deshalb macht er das ,erdreich fruchtbar und bringt ein gutes ,jahr1 wenn er in seiner vollen ,kraft und gnstigsten ,stellung scheint4 ,mars ist hei und trocken2 daher erhitzt er der ,menschen ,herz und macht sie zornig4 ,der ,sonne werden fnfzehn ,eigenschaften zugeschrieben1 die dann in allegorischer ,weise auf die heilige ,jungfrau bezogen werden4 ,hinsichtlich der ,kometen begegnen wir einer ,auffassung1 die von 99,aristoteles99 bis zu 99,tychos99 und 99,keplers99 ,zeiten die herrschende blieb4 ,ein ,komet ist danach kein eigentlicher ,stern1 sondern ein ,feuer1 das im obersten ,luftreich brennt4 ,genhrt wird dieses ,feuer durch fettigen1 der ,erde entstammenden ,dunst4 ,die ,dauer des ,kometen hngt davon ab1 wie lange dieser ,dunst in hinreichender ,menge nachstrmt4 ,betrachtete man die ,kometen als atmosphrische ,erscheinungen1 so war die ,annahme1 da sie auf die ,erde eine tiefere ,wirkung als die ,gestirne ausben1 ganz folgerichtig4 ,der ,komet mu fr das ,land1 dem er den ,schweif zukehrt ein ,hungerjahr bringen1 weil dem ,boden dort die ,feuchtigkeit entzogen wird4 ,die ,milchstrae endlich wird ganz zutreffend auf zahlreiche1 nahe beieinander befindliche ,sterne zurckgefhrt1 deren ,schein vereint leuchtet4 99,megenberg99 bespricht dann die atmosphrischen ,vorgnge4 ,der ,wind wird nicht etwa als eine ,bewegung der ,luft in ihrer ganzen ,masse aufgefat1 sondern als ein angesammelter irdischer ,dunst betrachtet1 der sich durch die ,luft bewegt4 ,aus dem irdischen fetten ,dunst1 der gegen die ,wolken stt1 sucht 99,megenberg99 auch ,blitz und ,donner zu erklren4 ,die ,kraft des ,anpralls bewirke die ,entzndung1 d4 h4 den ,blitz4 ,der ,regenbogen endlich wird als eine ,spiegelung des ,sonnenlichtes in den ,wolken aufgefat4 ,durch die ,annahme von ,dnsten im ,innern der ,erde wird1 unter ,zurckweisung alter ,fabeleien1 auch das ,erdbeben erklrt4 ,auf die in den ,hhlen der ,gebirge befindlichen ,dnste sollen die ,gestirne1 besonders ,mars und ,jupiter in der ,art wirken1 da sie ihren ,andrang gegen die ,wnde der einschlieenden ,hohlrume vermehren4 ,dadurch komme eine ,erschtterung der ,erde zustande4 99,megenberg99 berichtet dann ber ein starkes ,erdbeben1 das #acdh in den ,alpen und in ,sddeutschland versprt wurde4 ,in demselben ,jahre wurde ,europa durch den schwarzen ,tod heimgesucht1 das grte ,sterben1 das je nach oder vielleicht auch vor ,christi ,geburt dagewesen4 ,allein in ,wien seien an dieser ,seuche #djjjj ,menschen in wenigen ,monaten zugrunde gegangen4 99,megenberg99 ist nun geneigt1 zwischen dem ,erdbeben und jener ,krankheit einen urschlichen ,zusammenhang anzunehmen4 ,bei dem ,erdbeben entweiche nmlich giftiger ,dunst aus dem ,innern der ,erde4 ,das ,weltbild1 das sich das ,mittelalter nach dem ,vorgange der ,alten geschaffen und wie es uns in 99,megenbergs99 ,schrift entgegentritt1 wird durch eine ,schilderung der ,tiere1 der ,pflanzen und der wichtigsten anorganischen ,naturkrper vervollstndigt4 ,auf die ,beschreibung des ,tieres im allgemeinen1 die ganz im ,geiste und oft in wrtlicher bereinstimmung mit 99,aristoteles99 gehalten ist1 folgen ,mitteilungen ber das ,aussehen und die ,lebensweise der einzelnen ,geschpfe4 ,von einer systematischen ,einteilung nach irgend welchen wissenschaftlichen ,gesichtspunkten ist dabei noch keine ,rede4 ,die ,anordnung ist vielmehr die alphabetische4 ,auch wird ber manches ,tierwunder berichtet1 das sich spter als eine ,ausgeburt der ,phantasie lterer ,schriftsteller erwiesen hat4 ,so wird auch die alte ,geschichte des ,physiologus von dem ,walfisch1 dessen ,rcken fr eine ,insel gehalten wird1 wieder aufgefrischt4 ,manche ,bemerkung ber einheimische ,tiere beruht auf eigener ,beobachtung oder wenigstens auf der ,beobachtung ,mitlebender4 ,doch fehlen auch nicht ,angaben alter ,schriftsteller1 die ohne ,nachprfung aufgenommen werden1 so heit es beim ,pferde1 99,aristoteles99 sage1 aus dem ,haare dieses ,tieres entstehe im ,wasser ein ,wurm4 ,nicht selten wird aber derartigen ,mitteilungen ein treuherziges3 ,das glaube ich nicht hinzugefgt1 so der ,erzhlung des 99,plinius991 da der ,luchs durch eine ,wand zu sehen vermge4 ,die nchsten ,abschnitte handeln -- gleichfalls in alphabetischer ,folge -- von den ,bumen und von den ,krutern4 ,die ,beschreibungen beschrnken sich auf den ueren ,habitus der ganzen ,pflanze und das ,aussehen der ,frchte4 ,im ,mittelpunkt der ,darstellung stehen die physiologischen ,wirkungen1 die von den ,pflanzen ausgehen4 ,zur ,erklrung dieser wunderbaren ,wirkungen gengt nach 99,megenberg99 jedoch nicht die ,mischung der in den ,krutern enthaltenen ,elemente1 sondern er nimmt daneben den ,einflu der ,gestirne an4 ,oft komme auch der ,einflu der heiligen ,worte in ,betracht1 mit denen man ,gott anrufe1 und durch die man die ,kruter beschwre und segne1 wie man ja auch das ,weihwasser einsegne4 ,durch den gttlichen ,willen haben auch die ,steine wunderbare ,eigenschaften und ,krfte1 vor allem besitzen sie einen segenbringenden ,einflu4 ,manche ,mineralien sind giftwidrig1 ja sie zeigen sogar durch ,ausschwitzungen an1 ob sich ,gift in der ,nhe befindet4 ,der ,karneol besnftigt den ,zorn und stillt ,blutungen4 ,offenbar wurde ihm seit jeher diese ,eigenschaft seiner roten ,farbe wegen zugeschrieben4 ,auch bei den brigen ,mineralien werden die ,eigenschaften ganz obenhin erwhnt1 dagegen um so ausfhrlicher wird ihre ,verwendung zu ,amuletten gewrdigt1 ohne da 99,megenberg99 ,zweifel an der ,richtigkeit der an die ,mineralien sich knpfenden1 damals herrschenden1 aberglubischen ,vorstellungen kamen4 ,wir haben das ,buch der ,natur etwas eingehender gewrdigt1 weil eine derartige ,probe lehrreicher ist als lange ,betrachtungen ber den ,geist des ,mittelalters4 ,erst wenn wir uns den geistigen ,besitz und das ,fhlen und ,denken jener ,zeit an einem ,schriftsteller wie 99,megenberg99 oder 99,thomas von ,cantimpr99 vergegenwrtigt haben1 knnen wir den ,umschwung ermessen1 der mit dem ,wiederaufleben der ,wissenschaften eintrat und der neueren mit 99,koppernikus991 99,galilei99 und 99,kepler99 anhebenden ,naturforschung den ,weg bereiten half4 #aj4 ,das ,wiederaufleben der ,wissenschaften4 ,bis zur ,beendigung der ,kreuzzge hatte ,westeuropa unter einer berwiegend kirchlichen ,fhrung gestanden4 ,probleme religiser und scholastisch-philosophischer ,art nahmen whrend dieser ,zeit das ,denken vorzugsweise in ,anspruch4 ,das nunmehr eintretende ,sinken der ,hierarchie hatte zur ,folge1 da man sich auch anderen ,gegenstnden zuwandte4 ,es sind vor allem zwei mchtige neue ,bewegungen von nie versiegender ,wirkung1 welche die europische ,menschheit gegen den ,ausgang des ,mittelalters ergreifen1 die ,wiederbelebung des klassischen ,altertums und die durch die ,entdeckungsreisen erfolgende ,ausdehnung des geographischen ,gesichtskreises ber die gesamte ,erde4 ,vorbereitet wurde der groe geistige ,umschwung1 dessen ,vorboten bis in das #ac4 ,jahrhundert zurckreichen1 durch einen wirtschaftlichen ,vorgang1 nmlich durch das ,emporblhen des ,stdtewesens4 ,vor allem sind hier ,pisa1 ,florenz1 ,venedig und ,genua zu nennen4 ,diese waren durch den ,handel zu ,wohlstand und ,macht und schlielich sogar zu einer meerbeherrschenden ,stellung gelangt4 ,die ,berhrung mit smtlichen ,vlkern des ,mittelmeeres1 das ,emporblhen der ,kunst und der ,gewerbe1 kurz die ,erweiterung des gesamten ,gesichtskreises brachten es mit sich1 da an diesen ,sttten die ,nacht des ,mittelalters zuerst der ,morgenrte eines neuen1 besseren ,tages wich4 ,die ltere ,geschichtsschreibung liebte es1 die ,renaissance als ein fast blitzartiges ,aufleuchten hinzustellen1 wodurch das tiefe ,dunkel des ,mittelalters verscheucht und von ,italien aus das brige ,europa allmhlich erhellt worden sei4 ,es war dies die besonders durch 99,burkhardt99#hbd vertretene ,anschauung4 99,burkhardt99 stand noch allzusehr unter dem ,einflsse 99,vasaris991 des frhesten ,geschichtsschreibers der ,renaissance4 99,vasari99#hbe1 der um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts schrieb1 stand offenbar den von ihm geschilderten ,begebenheiten zeitlich noch zu nahe1 um ein zutreffendes1 allgemeines ,urteil fllen zu knnen4 ,auch war er bestrebt1 die von ihm behandelte ,epoche der vorangehenden ,zeit gegenber in hellem ,glanze hervortreten zu lassen#hbf4 ,die neuesten ,forschungen ber die ,entwicklung des geistigen ,lebens und der ,kunst lassen immer deutlicher erkennen1 da sich zwischen ,mittelalter und ,renaissance keine scharfe ,grenze ziehen lt4 ,vielmehr reicht die ,bewegung1 die wir mit dem ,worte ,renaissance kennzeichnen1 in ihren ,anfngen bis in das #ac4 ,jahrhundert zurck4 ,auch war sie keineswegs auf den ,boden ,italiens beschrnkt4 ,erlebte sie auch dort ihre hchste ,blte1 so begegnet uns die ,wiedergeburt der ,knste und der ,wissenschaften doch auch in ,frankreich1 in ,deutschland und den ,niederlanden4 ,und zwar lassen sich auch in diesen ,lndern das ,streben nach selbstndiger ,auffassung und eine dadurch bedingte ,abkehr von der bisherigen ,denkweise1 gewissermaen eine allmhliche ,umwertung der ,werte1 bis in das #ac4 ,jahrhundert zurckverfolgen4 ,dennoch darf man1 im ,gegensatz zur lteren historischen ,schule 799,burkhardt991 99,voigt991 99,libri997 nicht so weit gehen1 die ,renaissance als das ,resultat und die feinste ,blte des ,mittelalters zu bezeichnen#hbg4 ,ist doch die ,renaissance1 die wenn auch lange vorbereitete1 allmhliche berwindung derjenigen ,momente1 welche das christliche ,mittelalter kennzeichnen4 ,als diese im geistigen ,leben des ,mittelalters berwiegenden ,momente werden stets gelten mssen3 erstens die ,unterordnung der wissenschaftlichen und knstlerischen ,bettigung unter den ,einflu der ,kirche1 ferner die ,herrschaft der ,autoritt des geschriebenen ,wortes und drittens die ,abkehr von realistischer und die ,versenkung in die spiritualistische ,denkweise4 ,die ,wiederbelebung der rmischen und der griechischen ,literatur erfolgte seit dem #ad4 ,jahrhundert in immer grerem ,umfange und fhrte zu einer wachsenden ,vertiefung in den ,geist der ,antike4 ,es entstand die ,richtung1 die man als den ,humanismus bezeichnet4 ,brachte sie den ,naturwissenschaften auch keinen unmittelbaren ,gewinn1 so bewirkte sie doch1 da mit den erwhnten mittelalterlichen ,elementen1 welche das ,denken bisher gefangen hielten1 gebrochen und fr die ,behandlung und die ,darstellung wissenschaftlicher ,gegenstnde ,vorbilder gewonnen wurden4 ,es wurde1 wie ein hervorragender ,geschichtsschreiber der ,periode des ,humanismus sagt#hbh1 die vergessene ,tiefe der ,vorzeit heraufbeschworen und diese in ihren edelsten ,schpfungen noch einmal durchlebt4 ,das ,land1 wo der ,humanismus seine erste ,blte erlebte1 war ,italien4 ,dort waren nmlich die ,scholastik1 die romantische ,poesie und die gotische ,baukunst nie zur vollstndigen ,herrschaft gelangt und immer noch eine ,erinnerung an das ,altertum brig geblieben1 die endlich im #ae4 ,jahrhundert alle ,geister ergriff und der ,literatur ein neues ,leben einhauchte#hbi4 ,auf dem ,boden ,italiens hatte die ,berhrung der antiken ,welt mit dem germanischen ,elemente vorzugsweise stattgefunden4 ,war ,italien dabei auch von vielen ,vlkern zertreten worden1 so hatten sich doch manche ,reste und ,vermchtnisse der alten ,kultur in die neue ,zeit hinbergerettet4 ,die fhrenden ,mnner1 denen wir die ,wiederbelebung dieser ,keime verdanken1 waren vor allem 99,petrarka99 und 99,boccaccio994 ,in den ,beginn der groen literarischen ,epoche1 welche diese ,mnner verkrpern1 gehrt der bewundertste ,dichter der italienischen ,nation1 99,dante994 ,geboren wurde 99,dante99 #abfe in ,florenz2 er starb im ,jahre #acba4 99,dante99 hat zwar von den besten rmischen ,dichtern1 wie 99,horaz991 99,ovid99 und 99,vergil991 manche ,anregung empfangen1 doch gehrt er noch nicht zu den ,erneuerern der alten ,literatur4 ,seine ,bildung beruht vielmehr noch vorzugsweise auf dem ,trivium und dem ,quadrivium der mittelalterlichen ,philosophen4 ,der ,geist1 der aus 99,dante99 spricht1 ist aus der ,vereinigung der ,scholastik mit der provenzalischen ,romantik hervorgegangen4 ,und diesen ,geist verrt auch sein geniales ,meisterwerk1 die gttliche ,komdie4 ,sie ist nicht nur als ein hervorragendes ,werk der ,dichtkunst1 sondern auch als eine ,fundgrube fr den ,stand der ,kenntnisse zu ,beginn des #ad4 ,jahrhunderts zu schtzen#hcj4 ,es war nicht viel mehr als eine dunkle ,ahnung1 mit der 99,dante99 das ,wesen der ,antike erfate1 in ihre ,tiefen ist er noch nicht eingedrungen4 ,das geschah erst durch 99,francesco ,petrarka99#hca4 99,petrarkas99 ,vater besa einige ,schriften 99,ciceros994 ,sie und die ,dichtungen 99,vergils991 die das ,mittelalter nie vergessen hatte1 kamen dem jungen 99,petrarka99 in die ,hnde und wurden von ihm weniger des ,inhalts als des ,wohllauts der ,sprache und des beredten ,ausdrucks wegen mit ,begeisterung gelesen4 ,da man nur einen kleinen ,teil der ,schriften 99,ciceros99 besa -- die ,briefe z4 ,b4 waren in ,vergessenheit geraten --1 so begann 99,petrarka991 als er heranwuchs1 nach den verschollenen ,werken des von ihm so hoch verehrten ,schriftstellers zu suchen4 ,sein ,umherstbern in alten ,klosterbibliotheken wurde mit ,erfolg belohnt4 ,er selbst begab sich ans ,abschreiben und wute zahlreiche ,mnner in den ,dienst seiner ,bestrebungen zu stellen4 ,nach ,spanien1 ,frankreich1 ,deutschland und ,britannien1 ja selbst nach ,griechenland sandte er die ,aufforderung1 nach bestimmten1 verschollenen ,schriften zu forschen4 ,oft fgte er seinen ,bitten und ,mahnungen auch ,geldbetrge bei4 ,die ,schriften der ,alten wurden aber nicht nur gesammelt und vervielfltigt1 man betrachtete sie auch als ,muster fr den ,ausdruck und bemhte sich1 den eigenen ,ausdruck danach zu vervollkommnen4 99,petrarka99 wandte sein ,interesse nicht nur den ,literaturwerken1 sondern auch allen brigen antiken berresten1 wie ,bauwerken1 ,mnzen usw4 zu1 an denen der ,boden ,italiens so reich ist4 ,auch auf die griechische ,kultur lenkten 99,petrarka99 und seine ,nachfolger die ,aufmerksamkeit des ,abendlandes4 ,zwar fehlte es im #ad4 ,jahrhundert zunchst noch sehr an der ,kenntnis der griechischen ,sprache4 ,hierin trat aber eine nderung nach dem ,fall ,konstantinopels ein1 da viele griechische ,flchtlinge infolge dieses ,ereignisses sich nach ,italien wandten4 ,der treueste und eifrigste ,jnger 99,petrarkas99 war 99,giovanni ,boccaccio994 ,der ,eifer von den alten ,schtzen zu sammeln1 was noch zu retten war1 wurde fast durch die ,besorgnis bertroffen1 da es schon zu spt sein mchte4 ,da diese ,besorgnis sehr gerechtfertigt war1 beweist 99,boccaccios99 ,bericht ber seinen ,besuch der ,bibliothek zu ,monte ,cassino4 ,er fand sie in einem vernachlssigten ,raume und weder durch ,schlsser noch durch ,tren abgesperrt4 ,als er die ,codices ffnete1 bemerkte er ,verstmmelungen aller ,art4 ,weinend vor ,unwillen verlie er den ,raum4 ,seine ,frage1 warum man die herrlichen ,schtze so schmhlich behandle1 wurde von den ,mnchen dahin beantwortet1 da man das herausgeschnittene ,pergament zu ,psaltern und ,breven verwende1 die an ,frauen und ,kinder verkauft wrden#hcb4 ,und das geschah in ,monte ,cassino1 einer ,pflanzsttte der ,gelehrsamkeit4 ,die ,wissenschaften im ,zeitalter des ,humanismus4 ,auf die ,zeit des ,beginns des ,humanismus folgte seine ,ausbreitung4 ,sie geschah besonders durch ,wanderlehrer und durch die ,grndung von ,gelehrtenrepubliken nach platonischem ,muster4 ,es ist als eine groe ,tat der ersten ,humanisten zu betrachten1 da sie die ,frsten1 vor allem die ,mediceer1 ja den gesamten ,adel des ,landes1 aber nicht minder das wohlhabende ,brgertum der italienischen ,stadtrepubliken fr ihre ,bemhungen zu begeistern wuten4 ,dies war um so schwieriger1 als ja zu jener ,zeit die beweglichen ,lettern noch nicht der ,wissenschaft ,flgel verliehen hatten1 sondern die gehobenen literarischen ,schtze noch durch ,abschreiben vervielfltigt werden muten4 ,per ,humanismus fand auch an den ,universitten und bei den kirchlichen ,machthabern eine ,heimsttte4 ,vor allem war es ,papst 99,nikolaus99 ,v41 der nach mediceischem ,vorbilde groe ,mittel fr literarische ,bestrebungen hergab4 ,auf seine ,anregung hin wandte man sich besonders der griechischen ,literatur zu4 ,an ,stelle der alten scholastischen ,bearbeitungen traten jetzt im ,abendlande die wirklichen aristotelischen und platonischen ,schriften4 ,papst 99,nikolaus991 dem es in erster ,linie auf das ,sammeln der ,bcher ankam1 der ,begrnder der groen1 dem ,ansehen des ,papsttums entsprechenden vatikanischen ,bibliothek1 zog viele griechische ,gelehrte nach ,rom und lie nach dem ,fall ,konstantinopels durch reisende ,hndler zahlreiche ,bcher in ,griechenland und in ,kleinasien aufkaufen4 ,seitdem die humanistischen ,bestrebungen durch 99,nikolaus ,v499 ihren ,mittelpunkt in ,rom gefunden hatten1 dehnte sich ihr ,einflu auch nrdlich von den ,alpen aus4 ,mit den ,gelehrten waren zahlreiche griechische ,texte1 darunter z4 ,b4 die ,werke des 99,archimedes991 von ,konstantinopel nach ,italien gelangt4 ,der ,humanismus erlebte jetzt nicht nur hier die ,zeit seiner hchsten ,blte1 sondern auch im brigen ,europa1 vor allem in ,deutschland1 wo er durch den ,kardinal 99,nicolaus von ,cusa99 besonders ,eingang fand1 sowie in ,england4 ,hatte ,papst 99,nikolaus ,v499 die humanistischen ,studien mehr aus ,liebhaberei und in der ,absicht gefrdert1 ,rom zum ,mittelpunkt auch fr die geistigen ,bestrebungen zu machen1 so bestieg bald nach ihm in 99,pius ,,ii499#hcc ein wirklicher ,humanist den ppstlichen ,stuhl4 ,er wandte sich der ,geographie und der ,geschichte zu1 suchte beide ,wissenschaften in ,beziehung zu setzen und schuf eine ,kosmographie1 die auch 99,columbus99 angeregt hat#hcd4 99,pius ,,ii499 verdient um so mehr ,anerkennung1 als die brigen ,humanisten dem wissenschaftlichen ,vermchtnis des ,altertums zunchst wenig ,interesse und ,verstndnis entgegenbrachten4 ,mathematik1 ,naturwissenschaften und ,medizin1 kurz1 strengere ,wissenschaften fanden nur geringe ,beachtung4 ,der ,humanismus war herrschende ,mode geworden und diese verlangte schngeistige ,leistungen4 ,das grte ,gewicht wurde bei allem literarischen ,schaffen auf die ,form gelegt1 und durch dieses ,bestreben erlangte1 wiederum unter der ,fhrung 99,petrarkas99 und 99,boccaccios991 die heimatliche ,sprache eine solche ,vollendung1 da 99,galilei99 und seine ,schler es vorzogen1 in der ,sprache ihres ,landes zu schreiben1 whrend in ,deutschland und den brigen ,lndern unter den ,gelehrten kaum jemand daran dachte1 sich einer anderen ,sprache als der lateinischen zu bedienen4 ,trotz aller ,bestrebungen der ,ppste1 ,rom zum ,mittelpunkt der humanistischen ,bestrebungen zu machen1 gebhrt ,florenz der ,ruhm1 nicht nur die ,wiege1 sondern in der ,folge auch der bedeutendste ,hort des ,humanismus gewesen zu sein4 ,die ,geschicke von ,florenz hingen whrend des gesamten #ae4 ,jahrhunderts auf das ,engste mit der ber ungemessene ,reichtmer verfgenden1 gleichzeitig aber fr ,kunst und ,wissenschaft begeisterten ,familie der ,mediceer zusammen4 ,in 99,cosmo99 und in seinem ,enkel 99,lorenzo991 dem ,prchtigen1 fanden die ,knstler und die ,gelehrten ,gnner1 die ihren ,bestrebungen nicht nur eine jederzeit offene ,hand1 sondern auch ein volles ,verstndnis entgegenbrachten4 99,cosmo99 selbst war der ,stifter einer ,akademie1 in der sich die geistig und knstlerisch hervorragenden ,mnner aneinanderschlossen4 ,dem ,beispiele der ,ppste und der ,mediceer folgte1 wie nicht anders zu erwarten1 alles1 was ,anspruch auf ,reichtum und vornehme ,herkunft machte4 ,auch die ,frauen nahmen einen hervorragenden ,anteil an dieser ,bewegung1 die ihre ,kehrseite leider in den politischen und sittlichen ,zustnden des damaligen ,italiens fand4 ,die ,freude1 welche jene ,bewegung in ihrer ,lebensflle hervorruft1 wandelt sich in ,anbetracht mancher ,ergebnisse der neueren ,geschichtsforschung mitunter in das ,gefhl des ,schauderns1 whrend die lteren ,schilderer jenes ,zeitalters jene ,kehrseite zu wenig beachteten und in dem ,gemlde1 das sie uns von der ,renaissance entwarfen1 nur die lichten ,seiten hervortreten lieen#hce4 ,es war fr die weitere ,entwicklung des geistigen ,lebens von der grten ,bedeutung1 da mit dem ,einsetzen der humanistischen ,strmung die ,erfindung des ,buchdrucks und die ,errichtung der ersten ,universitten auf deutschem ,boden zusammenfielen4 ,das ,universittswesen war im #ac4 ,jahrhundert in ,spanien1 ,italien1 ,frankreich und ,england herangeblht4 ,in ,deutschland fehlte es zwar nicht an ,privat-1 ,pfarr- und ,stadtschulen1 eine weitergehende wissenschaftliche ,bildung und akademische ,wrden konnten aber nur im ,auslande erlangt werden4 ,eine nderung trat erst ein1 als 99,karl ,,iv4991 gesttzt auf ,erfahrungen1 die er selbst in ,paris gemacht hatte1 die erste deutsche ,universitt in ,prag 7#acdh7 begrndete4 ,noch in demselben ,jahrhundert wurden die ,universitten zu ,wien 7#acfe7 und ,heidelberg 7#achf7 ins ,leben gerufen4 ,auch die norddeutschen ,stdte wollten nicht zurckstehen4 ,unter ihnen sind vor allem ,kln und ,erfurt zu nennen1 weil sie gleichfalls noch im #ad4 ,jahrhundert in ihren ,mauern ,hochschulen grndeten4 ,die wissenschaftliche ,bedeutung dieser ,institute war1 mit heutigem ,mastabe gemessen1 allerdings noch gering4 ,ihre wichtigste ,aufgabe erblickten sie in der ,vorbildung der ,geistlichkeit4 ,im ,zusammenhange damit war im ,universittswesen der geistliche ,einflu der berwiegende4 ,die freie ,forschung sollte sich an diesen ,sttten erst allmhlich und mit berwindung des hartnckigsten ,widerstandes entwickeln4 ,im #ae4 ,jahrhundert und weit darber hinaus bte ,hand in ,hand mit der ,kirche die scholastische ,philosophie eine fast unbestrittene1 jedes freiere ,geistesleben einengende ,herrschaft aus4 ,der ,universittsunterricht regte nicht zum ,forschen an1 sondern er vermittelte wesentlich durch ,diktate und ,disputierbungen ,wortglauben und ,autorittsdnkel4 ,durch das ,eindringen des ,humanismus in ,deutschland wurden die deutschen ,universitten wesentlich gehoben4 ,sie bernahmen die ,pflege jener neuen ,richtung1 wodurch ein freierer ,zug in die bisherigen ,sttten scholastischen ,geznkes1 theologischer ,disputierwut und ,unduldsamkeit kam4 ,am erfreulichsten trat dieser gnstige ,einflu in der ,um- und ,fortbildung des ,unterrichts in die ,erscheinung4 ,man schuf bessere ,lehrbcher1 ersetzte das ,diktieren und ,auswendiglernen durch fleiige ,lektre der durch bessere ,textkritik geluterten1 alten ,schriften und kehrte mit offenerem ,blick zu den ,erscheinungen zurck1 die ,natur- und ,menschenleben darboten4 ,auch das ,emporblhen einer volkstmlichen ,kunst wirkte in dem ,deutschland des #ae4 ,jahrhunderts befreiend und frdernd#hcf4 ,erlebte doch ,deutschland damals in 99,albrecht ,drer99 eine ,verbindung von ,kunst und ,wissenschaft1 wie wir sie in ,italien an 99,lionardo da ,vinci99 bewundern4 ,die hervorragendsten unter den ,humanisten ,mitteleuropas waren 99,agricola991 99,erasmus von ,rotterdam991 dem wir die erste griechische ,ausgabe des ,neuen ,testaments verdanken1 99,reuchlin991 der die hebrischen ,studien ins ,leben rief1 und 99,melanchthon994 ,letzterer entfaltete eine hnliche ,ttigkeit wie 99,rhabanus ,maurus99 und hat deshalb in der ,geschichte des ,bildungswesens gleichfalls den ,ehrentitel eines ,praeceptor ,germaniae erhalten4 ,er setzte sich vor allem das ,ziel1 in der ,philosophie eine ,reformation durch das ,zurckgehen auf die echten ,schriften des 99,aristoteles99 zu bewirken1 wie sie ,luther in der ,theologie dadurch herbeizufhren suchte1 da er einzig und allein das reine ,evangelium als die wahre ,quelle des religisen ,glaubens hinstellte#hcg4 ,in ,deutschland wurde 99,wittenberg99 zum ,mittelpunkt des ,humanismus4 ,von hier ging auch1 durch letzteren gefrdert1 diejenige freiere ,gestaltung des religisen ,lebens aus1 die fr das mittlere und nrdliche ,europa einen ,aufschwung von nie gesehenem ,umfang einleiten sollte4 ,hatte doch bis dahin die hierarchische ,gewalt nicht nur die ,normen fr den ,glauben1 sondern alle weltlichen ,einrichtungen und ,anschauungen beherrscht4 ,da diese ,gewalt ins ,wanken geriet1 mute nicht nur in den ,zustnden jener ,zeit1 sondern auch im ,reiche der ,gedanken eine unermeliche ,vernderung hervorbringen#hch4 ,zu diesen beiden ,elementen1 der ,renaissance1 die erst wieder das ,auge fr den ,menschen und fr die ,dinge ffnete#hci und als das ,grundelement bezeichnet werden mu1 und zu der ,reformation trat die ,naturwissenschaft hinzu1 um im ,verein mit ihnen die ,weltanschauung und die ,welt von ,grund aus umzugestalten4 ,an die ,stelle der ,lehre wurde die ,forschung und an die ,stelle des ,himmels die veredelte ,weltlichkeit gesetzt4 ,die ,verheiung lautete nicht mehr ,unsterblichkeit1 sondern ewiger ,ruhm#hdj4 ,der ,angriff des ,humanismus gegen die ,scholastik ging besonders von 99,erasmus von ,rotterdam99 aus4 ,er machte den ,kampf gegen die ,scholastiker der ,klster und der ,universitten zu seiner ,lebensaufgabe4 ,sein ,lob der ,narrheit ist voll ,spott und ,bitterkeit gegen die ,fesseln1 welche die ,philosophie und die ,theologie jener ,zeit beengten und jede freie ,regung erstickten#hda4 ,das ,bchlein1 das in zahllosen ,auflagen erschien und in viele ,sprachen bersetzt wurde1 hat besonders dazu beigetragen1 dem #af4 ,jahrhundert eine antiklerikale ,richtung zu geben#hdb4 ,mit dem populren ,angriff verband 99,erasmus99 den gelehrten4 ,wie die ,humanisten ,italiens forderte er1 man solle die ,wissenschaften aus den ,schriften des ,altertums erlernen1 so die ,naturgeschichte aus 99,plinius991 die ,erdbeschreibung aus 99,platon991 die ,gottesgelehrtheit nicht aus den ,kirchenvtern1 sondern aus dem neuen ,testamente1 usw4 ,es war also noch kein ,kampf gegen den ,autorittsglauben1 der mit den ,humanisten anhob1 sondern zunchst nur ein ,zurckgehen auf ursprngliche1 reinere ,quellen4 ,indes schon diese ,wandlung1 obgleich so mavoll in ihren ,zielen1 ging nicht ohne den heftigsten ,widerstand von seiten der kirchlichen ,scholastiker vor sich4 ,mit welcher ,erbitterung gekmpft wurde1 zeigt uns der ,lebensgang eines 99,hutten994 ,da es den ,fhrern an ,siegeszuversicht und an ,begeisterung fr die groe ,sache nicht fehlte1 bekundet uns derselbe 99,hutten99 durch sein ,wort3 ,o ,jahrhundert1 die ,studien blhen1 die ,geister erwachen2 es ist eine ,lust zu leben#hdc4 ,dieses ,erwachen der ,geister machte sich zunchst weniger durch ,neuschpfungen geltend1 als dadurch1 da man den ,unterricht naturgemer gestaltete und auf wertvolleren ,grundlagen errichtete1 sowie vor allem dadurch1 da das ausschlielich kirchliche ,denken1 die hierarchische ,weltansicht1 wenn auch nicht gebrochen1 so doch eingeschrnkt und daneben wenigstens die ,duldung anders gearteter ,ansichten erkmpft wurde4 ,fast unvermittelt schlo sich an das ,zeitalter des ,humanismus fr die ,naturwissenschaften die ,periode an1 die auch den alten ,schriftstellern keine unbedingte ,autoritt zuerkannte1 mit dem ,glauben brach und an seine ,stelle die freie1 unabhngige ,forschung setzte4 ,diese ,periode wird in ,deutschland vor allem durch 99,koppernikus99 und durch 99,paracelsus991 sowie durch die ,begrndung der neueren ,naturbeschreibung 799,brunfels991 99,bock991 99,gesner99 und 99,agricola997 erffnet4 ,mit dem ,wirken dieser ,mnner werden wir uns in den nchsten ,abschnitten eingehend zu befassen haben4 ,die ,wiederbelebung der ,wissensschtze des ,altertums kam auf naturwissenschaftlichem ,gebiete vor allem der ,astronomie zu gute1 fr welche selbst die ,kirche immer ein1 wenn auch zunchst nur praktisches1 ,interesse bewiesen hatte4 ,kleriker wie ,laien waren nmlich ngstlich darauf bedacht1 eine ,verschiebung der ,fasttage auf profane ,tage1 wie sie jede ,unvollkommenheit des ,kalenders mit sich bringen mute1 zu vermeiden4 ,so waren1 um ein ,beispiel zu erwhnen1 die ,begleiter 99,magelhaens99 in hohem ,grade bestrzt1 als sich nach der ersten ,weltumsegelung bei ihrem ,eintreffen in ,spanien aus der ,schiffsrechnung ergab1 da man um einen ,tag hinter dem ,kalender zurckgeblieben war und infolgedessen zu unrechter ,zeit gefastet hatte4 ,anfangs glaubte man an einen ,irrtum1 bis man die ,notwendigkeit einer solchen ,erscheinung einsah und infolgedessen spter die ,datumsgrenze einfhrte#hdd4 ,nicolaus von ,cusa4 ,bei der ,wiederbelebung der naturwissenschaftlichen ,forschung spielte in diesem ,zeitalter der ,kardinal 99,nicolaus von ,cusa99 eine bedeutende ,rolle4 ,wie einst 99,roger ,bacon991 so machte er#hde ,vorschlge zur ,verbesserung des ,kalenders1 sowie der alfonsinischen ,tafeln1 ohne jedoch damit durchzudringen4 99,nicolaus von ,cusa99 wurde im ,jahre #adja zu ,cues an der ,mosel als ,sohn eines armen ,fischers geboren4 ,seiner ,begabung wegen fand er ,untersttzung1 studierte in ,padua und zeichnete sich durch groe1 mit gewandtem ,wesen vereinigte ,gelehrsamkeit aus4 ,in ppstlichem ,auftrage reiste er nach ,konstantinopel und brachte von dort wertvolle griechische ,manuskripte nach ,italien4 ,hier war er auch mit dem fast gleichaltrigen 99,paolo ,toscanelli99 7geb4 #acig zu ,florenz7 bekannt geworden1 welcher1 durch die alten ,schriftsteller angeregt1 die beobachtende ,astronomie auf europischem ,boden zu neuem ,leben erweckte4 99,toscanelli99 hatte im ,dome zu ,florenz einen ,gnomon angebracht1 mit dem er die ,kulmination der ,sonne auf die ,sekunde genau zu ermitteln vermochte4 ,die ,einrichtung bestand in einer ,platte1 die sich #bgj ,fu ber dem ,boden des ,domes befand4 ,sie besa eine ffnung1 durch welche ein ,sonnenstrahl auf den ,boden fiel4 99,nicolaus von ,cusa99 zhlte zu den ,schlern 99,toscanellis991 der auch eine1 leider verloren gegangene1 ,seekarte entwarf4 ,sie ist sehr wahrscheinlich von 99,behaim99 bei der ,anfertigung seines ,globus verwertet worden4 ,zur ,zeit 99,toscanellis99 kamen wahrscheinlich auch die ersten in ,kupfer gestochenen ,karten auf4 ,daran schlossen sich noch vor ,ablauf des #ae4 ,jahrhunderts die ersten in ,holz geschnittenen und gedruckten ,karten#hdf4 ,in ,italien wurde 99,nicolaus von ,cusa99 mit den aristotelischen ,schriften im griechischen ,original bekannt1 und zwar geschah dies zu einer ,zeit1 als man in ,deutschland nur die arabisch-lateinischen ,bearbeitungen des 99,aristoteles99 kannte4 ,die ,folge war1 da 99,nicolaus99 sich um die ,ausbreitung des ,humanismus in seiner deutschen ,heimat sehr verdient gemacht hat4 ,im ,verein mit dem ,papste 99,nicolaus99 ,v4 bemhte er sich1 griechische ,werke durch bersetzung ins ,lateinische zugnglicher zu machen4 ,so hat er an der ,herausgabe des 99,archimedes99 auf ,grund des griechischen ,originals hervorragenden ,anteil genommen4 ,bei seiner ,beschftigung mit ,mathematik1 ,mechanik und ,astronomie knpfte er berall an 99,euklid991 99,archimedes99 und andere alte ,schriftsteller an4 ,er war es auch1 der zuerst unter den ,neueren die eingewurzelte ,ansicht1 da die ,erde der ,mittelpunkt der ,welt sei1 erschtterte4 ,nach seiner ,lehre ist sie ein ,gestirn und befindet sich1 wie alles in der ,natur1 in ,bewegung4 ,gleich einer ,stelle aus dem ,dialog des 99,galilei99 mutet es uns an1 wenn 99,nicolaus von ,cusa99#hdg schreibt3 ,es ist jetzt klar1 da die ,erde sich wirklich bewegt1 wenn wir es gleich nicht bemerken1 da wir die ,bewegung nur durch den ,vergleich mit etwas ,unbeweglichem wahrnehmen4 ,auf den ,gedanken1 da die ,fixsterne ein solches ,unbewegliches sind1 kam 99,nicolaus von ,cusa99 indessen nicht4 ,er wrde sonst den ,kern der koppernikanischen ,lehre vorweg genommen haben4 ,wte jemand nicht1 so fhrt er fort1 da das ,wasser fliet und she er das ,ufer nicht1 wie wrde er1 wenn er in einem auf dem ,wasser dahingleitenden ,schiffe steht1 bemerken1 da das ,schiff sich bewegt8 ,da es daher jedem1 er mag auf der ,erde1 der ,sonne oder einem anderen ,sterne sich befinden1 vorkommen wird1 als stnde er im unbeweglichen ,mittelpunkte1 whrend alles um ihn her sich bewege1 so wrde er in der ,sonne1 im ,monde1 im ,mars stehend1 immer wieder andere ,pole angeben4 ,die ,bewegung der ,erde um die ,sonne hat 99,nicolaus von ,cusa99 indessen noch nicht gelehrt4 ,auch grnden sich seine ,behauptungen oft mehr auf allgemeine berlegungen1 denn auf ,beobachtungen und mathematische ,schlsse4 ,blieb somit sein ,system#hdh auch weit von der ,wahrheit entfernt1 so wurde doch zum erstenmal an der durch tausendjhriges ,bestehen geheiligten ,autoritt des 99,ptolemos99 gerttelt und der groen ,umwlzung1 die #ajj ,jahre spter durch 99,koppernikus99 auf dem ,gebiete der ,astronomie eintrat1 vorgearbeitet#hdi4 ,auch um die ,kartographie hat 99,nicolaus von ,cusa99 sich ,verdienste erworben4 ,sogar der ,versuch1 eine ,weltkarte zu entwerfen1 rhrt von ihm her4 ,er bediente sich dabei der ,kegelprojektion4 ,seine ,karte1 die whrend der ,renaissancezeit sehr geschtzt wurde1 ist noch in mehreren ,exemplaren erhalten#hej4 ,auch mit mechanischen ,dingen hat sich 99,nicolaus von ,cusa99 beschftigt4 ,so erdachte er zur ,bestimmung der ,tiefe eines ,gewssers ein ,bathometer4 ,eine leichte ,kugel sollte mit einem ,gewichte beschwert und dadurch zum ,untersinken gebracht werden4 ,beim ,berhren des ,bodens sollte sich das ,gewicht loslsen und die ,kugel emporsteigen4 ,aus dem fr beide ,bewegungen erforderlichen ,zeitaufwand konnte man dann die ,tiefe des ,gewssers berechnen4 99,nicolaus von ,cusa99 ist einer der ersten gewesen1 der verlangte1 man solle bei allen ,untersuchungen messend verfahren4 ,er knpft diese ,bemerkung an seine ,betrachtungen ber die ,wage#hea und erlutert sie durch ,beispiele4 ,so heit es1 man knne leicht feststellen1 ob die ,pflanzen ihre ,nahrung aus der ,luft oder aus dem ,boden bekmen4 ,man brauche nur die ,samen und die erforderliche ,menge ,erde abzuwgen und die ,wgung nach dem ,heranwachsen der ,pflanze zu wiederholen4 ,solche ,anregungen blieben jedoch zunchst noch vereinzelt4 ,sie wurden oft von denen1 die sie aussprachen1 nicht einmal verfolgt4 ,so sollten noch zwei ,jahrhunderte verflieen1 bis 99,stephan ,hales99 als der ,erste die ,methode des ,wgens und des ,messens in ausgedehnten ,versuchsreihen auf pflanzenphysiologische ,vorgnge anwandte4 ,lionardo da ,vinci4 ,ein hnliches ,verhltnis wie zwischen dem 99,cusaner99 und 99,koppernikus99 begegnet uns auf dem ,boden ,italiens zwischen 99,lionardo da ,vinci99 und 99,galilei994 99,lionardo da ,vinci99 wurde im ,jahre #adeb in der ,nhe von ,florenz geboren4 7,er starb #aeai47 ,da er frhzeitig knstlerische ,begabung zeigte1 fhrte ihn sein ,vater einem ,meister zu1 bei dem er malen und modellieren1 sowie ,metall gieen und ,gold schmieden lernte4 ,ein spterer ,kunsthistoriker#heb erzhlt1 99,lionardo99 sei die ,darstellung einer kleinen ,nebenfigur auf dem ,gemlde dieses ,meisters in solchem ,grade gelungen1 da letzterer sich verschworen habe1 keinen ,pinsel mehr anzurhren1 weil ihn ein ,knabe bertroffen4 ,im beginnenden ,mannesalter entwickelte 99,lionardo99 eine ,vielseitigkeit sondergleichen4 ,er vereinigte mit krperlichen ,vorzgen ungewhnliche ,verstandesschrfe und ,genialitt des knstlerischen ,wirkens4 ,als ,architekt1 ,bildhauer und ,maler hat er ,werke von unbertroffener ,schnheit geschaffen#hec4 ,der ,herzog 99,ludwig ,sforza99 zog 99,lionardo99 nach ,mailand4 ,den ,anla dazu bot ein ,sieg1 den letzterer als ,violinspieler in einem musikalischen ,wettstreit errungen hatte4 ,und wie lohnte der ,knstler die frstliche ,gunst6 ,er beteiligte sich mit ,eifer an dem ,bau des ,mailnder ,domes und grndete1 indem er schon damals seine ,vorliebe fr die mathematisch-naturwissenschaftliche ,richtung bekundete1 eine ,art ,akademie4 ,auch die ,schpfung des ,abendmahles1 jenes ,kolossalgemldes1 durch das sich 99,lionardo99 mit 99,raphael99 und 99,michel ,angelo99 auf eine ,stufe stellte1 fllt in die ,zeit seines ,aufenthalts in ,mailand4 ,spter sehen wir 99,lionardo da ,vinci99 an verschiedenen ,orten seines ,vaterlandes als ,ingenieur und ,architekt mit ,arbeiten groen ,umfangs1 wie ,kanalbauten#hed1 der ,anlage von ,befestigungswerken1 sowie der ,anfertigung von ,maschinen aller ,art -- selbst ,flugmaschinen fehlen nicht -- beschftigt4 ,aus dieser1 auf das ,praktische gerichteten ,ttigkeit erklrt es sich1 da er viel ber mechanische ,probleme nachgedacht und ,schriften darber verfat hat1 die allerdings infolge ungnstiger ,umstnde die ,entwicklung der ,wissenschaften wenig beeinflut und erst in neuerer ,zeit ihre ,wrdigung gefunden haben#hee4 ,diese ,aufzeichnungen enthalten nmlich manche bemerkenswerten ,anstze1 die zu den ,arbeiten 99,galileis99 hinberleiten4 ,zwlf ,codices von 99,lionardos99 ,manuskripten werden in der ,bibliothek der franzsischen ,akademie aufbewahrt4 ,vorher befanden sie sich in der ,ambrosianischen ,bibliothek zu ,mailand4 ,von dort wurden sie #agif von den ,franzosen nach ,paris gebracht1 wo sie 99,venturi99 eingehend studierte4 ,er bezeichnete die dreizehn ,folianten mit den ,buchstaben ,a bis ,n4 ,im ,jahre #ahae erhielt die ,ambrosiana den ,codex atlanticus 7,n71 der sich besonders mit technischen ,dingen befat1 zurck4 ,mit der ,verffentlichung dieses wertvollen ,nachlasses wurde erst #ahha begonnen3 ,les manuscrits de 99,lionarde de ,vinci991 publis en facsimils avec transcription littrale1 traduction franaise etc4 ,im ,druck erschienen war vor dem ,ende des #ai4 ,jahrhunderts nur 99,lionardos99 ,abhandlung ber die ,malkunst 7#afea74 99,lionardos99 wissenschaftliche und technische ,bedeutung wurde anfangs kaum beachtet4 ,erst nachdem 99,libri99 und 99,venturi99 darauf hingewiesen hatten1 fand 99,lionardo99 auch auf diesen ,gebieten die verdiente ,anerkennung1 die allerdings nicht selten in ein kritikloses berschtzen ausartete#hef4 ,unter den alten ,schriftstellern1 auf welchen 99,lionardo da ,vinci99 fut1 ist besonders 99,heron99 zu nennen4 ,er findet sich im ,codex ,atlanticus auch zitiert4 99,w4 ,schmidt99 wies darauf hin1 da manche ,ausfhrungen 99,lionardos99 augenfllig mit solchen der 99,heron99schen ,pneumatik bereinstimmen 7,math4 ,bibl4 #c4 ,,iii4 #ahj-ahg74 ,eine genauere ,untersuchung ber die ,quellen1 welche 99,lionardo99 benutzt hat1 verdankt man dem franzsischen ,physiker 99,p4 ,duhem99 7tudes sur 99,lonard de ,vinci991 ceux qu'il a lus et ceux qui l'ont lu4 ,paris #aijf474 ,danach hat 99da ,vinci99 weit mehr gelesen1 als es den ,anschein hat4 ,er zitiert nmlich sehr selten4 ,infolgedessen kann man seine ,quellen nur schwer ermitteln4 ,nach 99,duhem99 7tudes sur 99,lonard de ,vinci991 ,troisime srie4 ,paris #aiac7 und nach den ,origines de la ,statique 7#b ,bde4 ,paris #aije_/f7 desselben ,verfassers hat die ,scholastik auf dem ,gebiete der ,mechanik weit mehr geleistet als man bisher anzunehmen geneigt war4 99,duhem99 kommt zu dem ,ergebnis1 da die dynamischen ,lehren1 die im #ad4 ,jahrhundert insbesondere von franzsischen ,scholastikern ausgingen1 die ,grundlagen gebildet haben1 auf der 99,galilei99 und seine unmittelbaren ,vorgnger weiter arbeiten konnten4 ,bei der ,beurteilung der ,ergebnisse 99,duhems99 darf aber nicht vergessen werden1 da der franzsische ,historiker dazu neigt1 dasjenige besonders hoch einzuschtzen1 was fr das eigene ,land und ,volk als rhmlich gelten kann4 ,unter den ,scholastikern1 die zu richtigen dynamischen ,vorstellungen gelangten1 ist auch 99,albert von ,sachsen99 zu nennen4 ,er erkannte etwa #acfh1 da der freie ,fall ein ,beispiel fr die gleichfrmig beschleunigte ,bewegung sei4 ,man darf dabei aber nicht vergessen1 da es den ,scholastikern mehr um spekulative ,definitionen als um die ,untersuchung physikalischer ,vorgnge zu tun war#heg4 ,auf dem ,gebiete der ,mechanik sttzte sich 99,lionardo99 auf 99,heron991 99,vitruv99 und auf die mittelalterlichen ,lehrbcher des 99,jordanus ,nemorarius99 und anderer4 ,die ,lehre vom ,erdschwerpunkt und die ,gleichgewichtstheorie der ,meere lt sich auf 99,albert von ,sachsen99 zurckfhren1 den 99,lionardo99 auch gelegentlich zitiert4 ,bezglich der ,erklrung von ,ebbe und ,flut sttzt sich 99,lionardo99 auf den ,scholastiker 99,themon994 ,andererseits hat 99,lionardo99 aber auch einen nachweisbaren ,einflu auf 99,roberval991 99,cardano991 99,palissy99 und andere ausgebt#heh4 ,bekannt ist 99,lionardos99 ,ausspruch1 da die ,mechanik das ,paradies der mathematischen ,wissenschaften sei1 weil man durch die ,mechanik erst zu den ,frchten dieser ,wissenschaften gelange4 99,lionardo da ,vinci99 handelt aber auch nach diesem ,ausspruch1 dessen ,bedeutung erst die nchsten ,jahrhunderte in vollem ,mae gewrdigt haben4 ,so untersucht er die ,wirkung des ,hebels fr den ,fall1 da die ,krfte in beliebiger ,richtung auf ihn wirken4 ,die ,rolle und das ,rad an der ,welle werden auf den ,hebel zurckgefhrt4 ,seine auf das ,praktische gerichtete ,ttigkeit brachte es mit sich1 da er theoretisch und durch ,versuche den ,einflu untersuchte1 den der ,reibungswiderstand auf die ,bewegung der ,maschinen ausbt4 ,es sind die ersten genaueren ,untersuchungen dieser ,art1 die uns bei 99,lionardo99 begegnen4 ,ferner werden der freie ,fall und der ,fall auf der schiefen ,ebene in ,betracht gezogen1 wenn auch hier 99,galilei99 die erschpfende ,behandlung vorbehalten blieb4 ,in einigen uerungen 99,lionardos99 lassen sich schon die ,keime des ,trgheits- und des ,energiegesetzes erkennen2 so1 wenn er sagt1 jedes ,ding trachte in seinem gegebenen ,zustande zu verharren oder der bewegte ,krper besitze ,wirkungsfhigkeit und wuchte in der ,richtung seiner ,bewegung4 ,fr die einfachen ,maschinen sprach 99,lionardo99 schon das ,prinzip aus1 da die im ,gleichgewicht befindlichen ,krfte sich umgekehrt wie die virtuellen ,geschwindigkeiten verhalten#hei4 ,seine klare ,auffassung des ,beharrungsvermgens bezeugen folgende ,stze#hfj3 ,keine vernunftlose ,sache bewegt sich von selbst4 ,jeder ,impuls neigt zu ewiger ,dauer4 ,ferner stellt 99,lionardo99 die ,mglichkeit des ,perpetuum mobile#hfa in ,abrede und entwickelt unter ,ablehnung aller ,wunder- und ,geheimkrfte1 insbesondere der scholastischen qualitates occultae1 den ,kraftbegriff in einem fast modernen ,sinne4 ,so heit es bei 99,lionardo da ,vinci993 ,kraft ist ,ursache der ,bewegung und die ,bewegung ist die ,ursache der ,kraft4 ,wenn er letztere eine geistige ,wesenheit nennt1 die sich mit den schweren ,krpern verbinde1 so erlutert er dies mit folgenden ,worten3 ,geistig1 sage ich1 weil in ihr unsichtbares ,leben ist1 weil der ,krper1 in dem sie geboren wird1 weder in der ,form noch im ,gewichte wchst4 ,die berhrte ,saite einer ,laute bewegt ein wenig eine andere gleiche ,saite von gleicher ,stimme einer anderen ,laute4 ,du wirst dies sehen durch ,auflegen eines ,strohhalmes auf die zweite ,saite#hfb4 ,illustration3 ,abb4 #ef4 ,lionardos ,hygrometer4 ,beobachtungen1 die 99,lionardo99 beim ,wgen hygroskopischer ,substanzen machte1 fhrten ihn zur ,konstruktion eines1 wenn auch noch recht unvollkommenen ,hygrometers4 ,an den ,enden eines zweiarmigen ,hebels brachte er zwei gleich schwere ,kugeln an1 von denen die eine mit ,wachs1 die zweite dagegen mit ,baumwolle berzogen war4 ,nahm die ,feuchtigkeit der ,luft zu1 so sank die zweite ,kugel4 ,der ,ausschlag konnte auf einer ringfrmigen ,skala abgelesen werden4 ,ein ,seitenstck zu diesem ,feuchtigkeitsmesser ist der von 99,lionardo99 abgebildete und beschriebene ,windmesser#hfc4 ,er besteht aus einem mit ,gradeinteilung versehenen ,quadranten1 der1 wie aus der ,abbildung ersichtlich ist1 mit einer beweglichen ,platte verbunden wird4 ,diese wird durch den ,wind gehoben1 so da man die jeweilige ,strke des ,windes auf der ,gradeinteilung ablesen kann4 ,die gleiche ,einrichtung besa das fast #bjj ,jahre spter erfundene ,pendelanemometer 99,hookes991 der bisher als der ,erfinder dieses ,instrumentes galt#hfd4 ,illustration3 ,abb4 #eg4 ,lionardos ,windmesser4 ,auch die ,theorie der ,reibung und das schwierige ,gebiet der ,festigkeitslehre#hfe beschftigten 99,lionardo da ,vinci991 der auf fast allen ,gebieten der ,naturwissenschaft ,anschauungen entwickelte1 die ihn als einen seine ,zeit und deren ,denken berragenden ,geist erkennen lassen4 ,so spricht er sich ber die ,rolle1 welche die ,luft bei der ,verbrennung und der ,atmung spielt1 mit folgenden ,worten aus3 ,wo eine ,flamme entsteht1 da erzeugt sich ein ,luftstrom um sie4 ,dieser dient dazu1 die ,flamme zu erhalten4 ,das ,feuer zerstrt ohne ,unterla die ,luft1 durch die es unterhalten wird4 ,sobald die ,luft nicht geeignet ist1 die ,flamme zu unterhalten1 kann in ihr kein ,geschpf leben4 ,die ,flamme disponiert zuerst die ,materie1 aus der sie entsteht1 und kann sich dann davon ernhren4 ,indem sie ,nahrung fr die ,flamme wird1 formt sie sich in sie um4 ,da 99,lionardo99 mit diesen ,erklrungen fast berall den wahren ,sachverhalt traf1 setzt geradezu in ,erstaunen4 ,um das ,zustrmen der ,luft zu erhhen und dadurch die ,leuchtkraft zu vergrern1 erfand 99,lionardo99 den ,lampenzylinder4 ,auch die ,idee des ,fallschirmes1 mit dem sich ein ,mensch aus beliebiger ,hhe herunterlassen knne1 ist auf 99,lionardo99 zurckzufhren4 ,der ,gedanke wurde erst dreihundert ,jahre spter verwirklicht#hff4 ,auf die ,versteinerungen und andere geologische ,dinge1 z4 ,b4 die ,entstehung der ,schichten durch ,ablagerung1 sowie auf mineralogische ,fragen war 99,lionardo99 gelegentlich der ,wasserbauten1 die er als ,ingenieur ausfhrte1 aufmerksam geworden4 ,die ,versteinerungen1 die man1 entgegen den ,lehren der ,alten1 immer noch meist fr ,naturspiele hielt1 wurden von ihm als berreste von ,lebewesen gedeutet4 ,um 99,lionardo99 voll zu wrdigen1 mu man bedenken1 da er einem vom ,mystizismus noch ganz durchdrungenen ,zeitalter angehrte4 ,so mute er in seinen ,betrachtungen ber die ,versteinerungen besonders die ,ansicht zurckweisen1 da die ,versteinerungen als ,naturspiele unter dem ,einflu der ,sterne hervorgebracht seien4 ,auch zwei andere ,vorstellungen seiner ,zeit1 die ,quadratur des ,zirkels und das ,perpetuum mobile1 bekmpfte 99,lionardo99 schon mit wissenschaftlichen ,grnden4 ,seine ,ttigkeit als ,knstler hat ihn veranlat1 sich eingehend mit anatomischen ,studien zu befassen4 ,zu diesem ,zwecke setzte er sich mit einem ,arzte in ,verbindung#hfg4 ,die ,frucht der gemeinsamen ,ttigkeit des ,knstlers und des ,naturforschers sind etwa #hjj ,bilder1 die wir als die ersten1 naturgetreuen anatomischen ,zeichnungen ansprechen mssen#hfh4 ,sie betreffen vor allem das ,knochen- und das ,muskelsystem4 ,doch sind auch ,abbildungen der inneren ,organe 7,herz1 ,leber usw47 vorhanden4 99,lionardo99 war wohl der erste1 der sich eingehender mit ,untersuchungen ber die ,mechanik des ,krpers beschftigte4 ,er studierte die ,beugung und ,streckung der ,glieder1 sowie das ,gehen ganz im ,sinne der heutigen ,physiologie4 ,ferner setzte er auseinander1 wie die ,beschftigung auf die ,haltung wirkt1 und welche ,muskeln beim ,werfen1 ,heben1 ,tragen usw4 in ,betracht kommen4 ,mit ,vorliebe belehrte er sich und seine ,schler auf dem ,fechtboden ber die verschiedenen ,bewegungen des ,krpers4 ,aus knstlerischem ,drange hat sich 99,lionardo99 auch mit der ,anatomie des ,pferdes beschftigt#hfi4 ,eine der wichtigsten unter den wissenschaftlichen ,grundlagen der ,kunst hat 99,lionardo99 erst geschaffen4 ,das ist die ,lehre von der ,perspektive1 um die sich auer ihm auch die ,brder 99van ,eyck99 und 99,battista ,alberti99 verdient gemacht haben4 ,da die ,alten mit den ,lehren der ,perspektive nicht vertraut waren1 haben schon 99,lessing99#hgj und 99,lambert99 nachgewiesen4 99,lambert99 pries 99,lionardo99 als den ersten1 der an die ,verfeinerung der ,malkunst und an die ,perspektive gedacht habe4 ,dem ,verfahren lag folgender ,gedanke zugrunde4 ,bringt man zwischen das ,auge und den ,gegenstand1 den man perspektivisch richtig zeichnen will1 eine durchsichtige ,tafel1 so wird jeder ,lichtstrahl die ,tafel in einem bestimmten ,punkte schneiden4 ,die ,gesamtheit dieser ,schnittpunkte gibt uns das perspektivische ,bild1 und die ,lehre von der ,perspektive luft darauf hinaus1 wie man ein solches ,bild zeichnet1 ohne die zur ,erluterung dienende ,tafel zu benutzen4 ,vom ,auge handelt 99,lionardo99 eingehender im ,manuskript ,d#hga4 ,seine ,ausfhrungen betreffen die ,gre des ,gesichtswinkels und den ,vorgang des ,sehens4 ,aus ,versuchen wird geschlossen1 da der ,gesichtssinn seinen ,sitz in den ,endigungen des ,sehnerven habe 7,manuskript ,d4 ,s4 #c74 ,zu dieser ,erkenntnis war brigens auch schon 99,roger ,bacon99 gelangt4 ,im ,manuskript ,c wird die ,lehre vom ,schatten durch viele ,zeichnungen erlutert4 ,hier wie berall finden sich nur ,anstze4 ,ihre ,bedeutung liegt darin1 da stets experimentell und geometrisch verfahren1 und da jedes ,problem frei von vorgefaten ,meinungen in ,angriff genommen wird4 ,bemerkenswert sind auch 99,lionardos99 gelegentliche uerungen ber astronomische ,gegenstnde4 ,von der ,erde heit es1 sie msse den ,bewohnern des ,mondes und anderer ,gestirne als ,himmelskrper erscheinen1 auch befinde sie sich nicht im ,mittelpunkt der ,sonnenbahn1 ebensowenig wie sie die ,mitte des ,weltalls einnehme4 ,die ,erde1 heit es an einer ,stelle#hgb1 ist ein ,stern hnlich wie der ,mond4 ,und ferner3 ,mache ,glser1 um den ,mond gro zu sehen#hgc4 ,illustration3 ,abb4 #eh4 ,lionardos ,erluterung des ,sehens#hgd4 ,das ,sehen fhrt 99,lionardo99 darauf zurck1 da das ,auge nach ,art einer ,camera obscura ,bilder hervorbringe4 ,er erlutert dies in folgender ,weise3 ,man lasse durch eine kleine ffnung 7,abb4 #eh1 ,m7 das ,bild eines beleuchteten ,gegenstandes in ein dunkles ,zimmer treten4 ,dann fange man dieses ,bild auf einem weien ,papier1 das man in dem dunklen ,raum nahe der ffnung anbringt1 auf4 ,man wird dann den ,gegenstand auf dem ,papier in seiner wirklichen ,gestalt und ,farbe sehen1 aber viel kleiner und umgekehrt4 ,es sei ,,abcde der von der ,sonne erleuchtete ,gegenstand4 ,,st sei der ,schirm1 der die ,strahlen auffngt4 ,weil die ,strahlen gerade sind1 wird der von ,a ausgehende nach ,k1 der von ,e ausgehende nach ,f gelangen4 ,dasselbe findet bei der ,pupille statt4 ,dazu bemerkt er noch beim ,studium der ,natur des ,auges#hge3 ,hier sind die ,figuren1 die ,farben1 alle ,wirkungen des ,weltalls in einem ,punkt gesammelt1 und dieser ,punkt ist ein solches ,wunder6 ,o staunenswerte ,notwendigkeit6 ,du zwingst mit deinem ,gesetz alle ,wirkungen1 auf krzestem ,wege an ihren ,ursachen teilzuhaben4 ,schreibe in deiner ,anatomie1 wie in dem winzigen ,raume des ,auges das ,bild der sichtbaren ,dinge wiedergeboren wird und sich in seiner ,ausdehnung wiederherstellt4 hnlich tief empfunden zeigt sich die ,darstellung 99,lionardos99 an vielen ,stellen seiner ,aufzeichnungen4 ,man wird an die spter von 99,fechner99 entwickelten ,anschauungen erinnert1 wenn man bei 99,lionardo da ,vinci99 liest1 die ,erde sei gleichsam ein organisches ,wesen1 das ,meer ihr ,herz und das ,wasser ihr ,blut4 ,und wenn er schlielich das ,wasser als den ,krrner der ,natur bezeichnet1 so drfte der moderne ,geologe kaum einen treffenderen ,ausdruck fr die ,rolle des flssigen ,elementes finden4 ,die ,sonne hielt 99,lionardo99 fr einen sehr heien ,weltkrper4 ,auch wute er das sogenannte aschfarbene ,licht des ,mondes1 das wir neben der leuchtenden ,sichel wahrnehmen1 aus dem ,wiederschein des von der ,sonne auf die ,erde gelangenden ,lichtes zu erklren#hgf4 ,leider haben sich die ,aufzeichnungen 99,lionardo da ,vincis99 nirgends zu einer abgeschlossenen1 in sich abgerundeten ,leistung verdichtet4 ,es sind meist geistreiche1 treffende ,einzeleinflle1 die erst die neuere ,zeit voll ,staunen ber die ,eigenart des ,menschen1 dem sie entstammen1 der ,vergessenheit entrissen hat4 ,die gelehrte ,zunft wrde ihn wohl schwerlich verstanden und gewrdigt haben4 ,fr sie galt in erster ,linie die ,autoritt1 die 99,lionardo99 mit den ,worten geielt3 ,wer sich auf die ,autoritt beruft1 verwendet nicht seinen ,geist1 sondern sein ,gedchtnis4 ,das ,experiment irrt nie1 ruft er den ,zeitgenossen zu1 sondern es irren nur eure ,urteile4 ,auf den ,weg1 den seiner ,meinung nach die ,forschung zu gehen hat1 weist 99,lionardo99 mit folgenden ,worten hin3 ,der ,interpret der ,wunderwerke der ,natur ist die ,erfahrung4 ,sie tuscht niemals2 es ist nur unsere ,auffassung1 die zuweilen sich selbst tuscht4 ,wir mssen die ,erfahrung in der ,verschiedenheit der ,flle und der ,umstnde solange zu ,rate ziehen1 bis wir daraus eine allgemeine ,regel ziehen knnen4 ,wenngleich die ,natur mit der ,ursache beginnt und mit dem ,experiment endet1 so mssen wir doch den entgegengesetzten ,weg verfolgen1 d4 h4 wir beginnen mit dem ,experiment und mssen mit diesem die ,ursache untersuchen#hgg4 ,diese ,worte bekunden1 da 99,lionardo99 schon ein ,jahrhundert vor 99,francis ,bacon99 die ,induktion fr die allein sichere ,methode der ,naturwissenschaft hielt4 ,auf ,grund dieser ,erkenntnis vermochte er es1 einen bewunderungswrdig tiefen ,einblick in die ,natur zu tun4 ,die ,vorstellungen1 zu denen er gelangte1 blieben leider in seinen ,manuskripten vergraben1 sonst wrde sein ,einflu auf die ,entwicklung der neueren ,naturwissenschaft ein ganz anderer gewesen sein1 worauf schon 99,a4 v4 ,humboldt99 hinwies4 ,haben ,mnner wie 99,lionardo da ,vinci99#hgh und 99,nicolaus von ,cusa99 auch keine derartigen ,grundlagen fr die weitere ,entwicklung geschaffen1 wie 99,koppernikus99 und 99,galilei991 welche das zur ,ausfhrung brachten1 wozu jenen das volle ,vermgen fehlte1 so erkennen wir doch aus der ,betrachtung1 die wir ihnen widmeten1 da das ,wirken der groen ,begrnder der ,wissenschaft kein unvermitteltes ist und keineswegs mit dem bisher ,erstrebten und ,erreichten auer ,beziehung steht4 ,jene ,groen haben hufig das1 was ihre ,zeitgenossen zwar ahnten1 aber nur unvollkommen zum ,ausdruck zu bringen vermochten1 in voller ,klarheit erfat und so begrndet1 da es zum unveruerlichen ,besitz der ,menschheit wurde4 ,auf dieser ,errungenschaft bauten dann bescheidenere ,krfte weiter1 bis ihr unverdrossenes ,mhen1 das fr den ,fortgang der ,entwicklung aber unumgnglich ntig ist und nicht gering geachtet werden darf1 wieder einem der ,groen auf dem ,gebiete der ,wissenschaft den ,weg geebnet4 ,so hatte auch die ,astronomie1 bevor 99,koppernikus99 sein ,wirken begann1 in ,deutschland eine besondere ,pflege durch 99,peurbach99 und 99,regiomontan99 gefunden4 ,diese ,mnner1 die ihrerseits wieder an die ,alten anknpften1 haben 99,koppernikus99 besonders dadurch vorgearbeitet1 da sie die ,beobachtungskunst frderten4 ,das ,wiedererwachen der astronomischen ,wissenschaft4 ,die ,astronomie war zwar durch 99,cusa99 und 99,toscanelli99 zu neuem ,leben erweckt worden4 ,an ,einsicht und an ,kenntnissen standen diese ,mnner jedoch tief unter 99,hipparch99 und 99,ptolemos994 ,die astronomische ,wissenschaft mute zunchst wieder auf diejenige ,hhe gebracht werden1 die sie im ,altertum zur ,zeit der ,alexandriner besa4 ,da dies geschah1 war vor allem das ,verdienst 99,peurbachs991 des ,begrnders der beobachtenden und rechnenden ,astronomie im ,abendlande#hgi4 99,georg ,peurbach99 wurde im ,jahre #adbc in ,obersterreich geboren4 ,als ,zwanzigjhriger war er in ,rom mit 99,nicolaus von ,cusa99 in ,berhrung gekommen4 ,um #adej kehrte er nach ,wien1 wo er studiert hatte1 zurck und erhielt dort den ,lehrstuhl fr ,astronomie und ,mathematik4 99,peurbach99 bersetzte den ,almagest4 ,er erkannte1 da eine ,verbesserung der vorhandenen ,planetentafeln die erste ,bedingung fr jeden weiteren ,fortschritt der ,astronomie sei4 ,die ,abweichungen1 die sich zwischen den alfonsinischen ,tafeln#hhj und 99,peurbachs99 ,beobachtungen ergaben1 erreichten fr den ,mars z4 ,b4 ,werte von mehreren ,graden4 ,auch die trigonometrischen ,tafeln des ,almagest erfuhren durch 99,peurbach99 eine wesentliche ,verbesserung1 indem er statt der ,sehne den ,sinus einfhrte und eine ,berechnung fr alle ,werte von #aj zu #aj ,sekunden unter ,zugrundelegung eines ,radius von #fjjjj ,einheiten lieferte4 ,illustration3 ,abb4 #ei4 ,peurbachs ,quadratum geometricum#hha4 ,fr seine astronomischen ,messungen benutzte 99,peurbach99 das ,quadratum geometricum 7s4 ,abb4 #ei74 ,dies ist ein quadratischer ,rahmen1 an dem ein bewegliches ,lineal mit ,dioptervorrichtungen angebracht ist4 ,die ,seiten des ,quadrats waren in #abj ,abschnitte eingeteilt4 ,auf diese ,weise lie sich die ,tangente des beobachteten ,winkels mit ziemlicher ,genauigkeit ablesen4 ,mit dem ,almagest1 dem ,hauptwerk der griechischen ,astronomie1 war das ,abendland zuerst durch die im #aj4 und #aa4 ,jahrhundert in ,spanien entstandenen arabischen ,hochschulen bekannt geworden4 ,der ,almagest1 die ,schriften des 99,euklid99 und des 99,aristoteles99 wurden von hier aus den ,hochschulen des christlichen ,abendlandes in lateinischer bersetzung zugnglich4 ,durch diese bertragung und die ,vermengung mit ,zutaten aller ,art hatte der ursprngliche ,text natrlich manche nderung erlitten und dadurch viel von seinem ,werte eingebt4 ,auch die ,astronomie der ,griechen hatte durch die ,araber keine wesentliche ,frderung1 dagegen eine ,vermengung mit astrologischen ,zutaten erfahren und so an wissenschaftlichem ,gehalt ,einbue erlitten4 ,es war daher ein wichtiges ,ereignis1 da im #ae4 ,jahrhundert das astronomische ,werk des 99,ptolemos99 von ,griechenland nach ,italien gelangte4 99,peurbach99 war zwar auf das griechische ,manuskript aufmerksam geworden#hhb4 ,er benutzte aber dennoch den aus dem ,arabischen ins ,lateinische bersetzten minderwertigen ,text1 da er die griechische ,sprache nicht verstand4 ,erst sein begabter ,schler1 sein ,nachfolger auf dem ,wiener ,lehrstuhl1 99,johann ,mller99 aus ,knigsberg#hhc1 genannt 99,regiomontanus99 7#adcf-adgf7 fute auf dem griechischen ,text des ,almagest4 ,er gab im ,jahre #adge neue ,tafeln heraus1 die nicht nur fr die ,astronomie1 sondern auch fr die ,entdeckungsreisen jener ,zeit ein wichtiges ,hilfsmittel wurden4 99,regiomontan99 war ferner in ,deutschland einer der ersten1 der das ,studium der ,algebra frderte4 ,auch soll er die alte ,hypothese von der ,erdbewegung1 die ihm schon wenigstens #fj ,jahre vor 99,koppernikus99 zu gleicher ,zeit mit 99,cusa99 in den ,sinn gekommen sei1 zum besseren ,verstndnis der ,astronomie wieder hervorgeholt haben#hhd4 ,in mechanischen ,dingen1 erzhlt sein ,biograph#hhe weiter1 war er einer der ersten1 der eine knstliche ,einrichtung mit ,rdern1 durch welche die eigentliche ,bewegung der ,sterne wiedergegeben wurde1 zu vieler ,verwunderung anfertigte4 ,ferner stellte 99,regiomontan99 einen parabolischen ,brennspiegel von fnf ,fu ,durchmesser aus ,metall her4 99,regiomontans99 ,tafeln wurden von ihm als ,ephemeriden bezeichnet4 ,sie erschienen #adgc1 umfaten den ,zeitraum von #adgd-aefj und enthielten fr ,sonne und ,mond die ,lngen- und auerdem fr den ,mond die ,breitenangaben4 ,ferner boten sie ein ,verzeichnis der fr die ,zeit von #adge-aecj zu erwartenden ,finsternisse4 ,groe ,verdienste hat sich 99,regiomontan99 auch um die ,trigonometrie1 die wichtigste ,hilfswissenschaft der ,astronomie1 erworben4 ,er war es1 der die ,tangensfunktion1 mit welcher die ,araber gleichfalls schon vertraut waren1 im ,abendlande einfhrte4 ,ein weiterer ,fortschritt bestand darin1 da er sich der dezimalen ,teilung bediente1 indem er fr seine ,tangententafeln den ,radius r #ajjjjj zugrunde legte4 ,unzweifelhaft schpfte 99,regiomontan99 bei seiner ,darstellung der ,trigonometrie auch aus arabischen ,quellen4 ,doch ist der ,zusammenhang im einzelnen nicht mehr nachzuweisen1 da er in der ,darstellung wie in der ,fortbildung des empfangenen ,wissenstoffes sehr selbstndig verfuhr4 ,sein trigonometrisches ,hauptwerk ,de triangulis entstand #adfd4 ,durch letzteres lernte das ,abendland den ,sinussatz und die ,tangensfunktion kennen4 ,auch entwickelte 99,regiomontan99 als erster darin den allgemeinen sphrischen ,cosinussatz4 99,regiomontans99 ,tafeln waren in den ,hnden von 99,bartholomos ,diaz991 sowie in denen 99,vasco da ,gamas99 auf seinem ,wege nach ,ostindien4 ,sie halfen 99,columbus99 den neuen ,weltteil entdecken4 99,amerigo ,vespucci99 benutzte sie1 um #adii ,lngenbestimmungen in ,sdamerika auszufhren4 ,so sehen wir1 wie dasjenige1 was der stille ,gelehrte in einsamen ,nachtwachen erdacht und erforscht1 die khnen ,seefahrer und ,konquistadoren befhigte1 dem europischen ,teil der ,menschheit die ,erde in ihrem ganzen ,umfange zu erschlieen4 ,trotz der schon um das ,jahr #abjj erfolgten ,einfhrung des ,kompasses wagten nmlich die ,portugiesen1 selbst nachdem ,heinrich der ,seefahrer die ,entdeckungsreisen organisiert hatte1 zunchst nicht1 von der ,kstenschiffahrt abzugehen4 ,viele ,jahre kamen ihre ,fahrzeuge nicht ber ,kap ,bojador hinaus1 weil man dort ein ,riff sah1 dessen ,brandung sich weit hinaus ins ,meer erstreckte4 ,dem ,ungewissen1 das die ,wasserwste des atlantischen ,ozeans in sich barg1 vermochte man erst zu begegnen1 nachdem die ,astronomie der ,schiffahrt die zur ,ortsbestimmung geeigneten ,hilfsmittel verliehen hatte4 ,zu diesen gehrte in erster ,linie der ,kreuz- oder ,jakobsstab 7siehe ,abb4 #fj71 ein ,werkzeug1 das zum ,messen von ,winkeln auf bewegter ,see geeigneter war als die von 99,ptolemos99 und 99,koppernikus99 benutzten ,instrumente1 unter denen das mit ,kreisteilung versehene ,astrolabium#hhf und das parallaktische ,lineal an erster ,stelle zu nennen sind#hhg4 ,der ,kreuz- oder ,jakobsstab mit verschiebbarem ,querriegel1 den 99,regiomontan99 benutzte1 besa eine ,lnge von #b-a_/b ,metern4 ,seine ,anwendung hat man bis ins #ad4 ,jahrhundert zurck verfolgen knnen4 ,waren die erwhnten ,meinstrumente fest aufgestellt und von hinlnglicher ,gre1 so lieen sich ziemlich scharfe ,messungen damit anstellen4 99,tycho991 dessen ,arbeiten infolge ihrer ,genauigkeit die ,entdeckungen 99,keplers99 erst ermglichten1 berichtet1 an seinen ,astrolabien noch eine sechstel ,bogenminute abgelesen zu haben4 ,illustration3 ,abb4 #fj4 ,der ,kreuzstab#hhh4 ,wahrscheinlich hat der ,nrnberger 99,martin ,behaim99 7#adei bis #aejf71 dem man den ersten neueren ,erdglobus verdankt1 den ,kreuzstab nach ,portugal gebracht und letzteren zu ,messungen auf bewegter ,see empfohlen#hhi4 ,aus ,abbildung #fa ersehen wir den ,gebrauch dieses ,instrumentes4 ,der ,querstab a wurde so lange verschoben1 bis das am ,ende des ,lngsstabes b befindliche ,auge die beiden ,gegenstnde1 deren ,winkelabstand gefunden werden sollte1 ber die ,enden von a anvisierte2 b trug eine ,skala1 von der man unmittelbar die jeder ,stellung entsprechenden ,winkel ablesen konnte4 ,mit einiger ,zuverlssigkeit vermochte man indes um diese ,zeit nur die geographische ,breite zu bestimmen4 ,hinsichtlich der ,lnge mute man sich mit einem ,abschtzen begngen4 ,die enge ,beziehung1 in welche zu ,beginn des neueren ,zeitalters die ,astronomie zur ,nautik trat1 war beiden ,gebieten sehr frderlich4 ,whrend der nchsten ,jahrhunderte wurde die ,mitarbeit der ,astronomen auerdem durch hohe ,belohnungen angeregt1 welche die ,schiffahrt treibenden ,nationen auf die ,lsung praktisch wichtiger ,aufgaben setzten4 ,geister ersten ,ranges1 wie 99,galilei99 und 99,euler991 verschmhten es nicht1 ihre ,arbeit in den ,dienst dieser ,sache zu stellen4 ,illustration3 ,abb4 #fa4 ,schematische ,erluterung des ,kreuzstabes4 ,den ersten1 noch erhaltenen ,globus1 fertigte 99,behaim99 #adib an#hij4 ,erhalten sind auch noch ,globen aus den ,jahren #aeae1 #aebj und #aecb4 99,mercator99 machte aus der ,herstellung vorzglicher ,erd- und ,himmelsgloben schon ein ,gewerbe4 ,zu seinen ,abnehmern gehrten ,kaiser ,karl ,v4 und andere ,frsten4 ,von 99,mercator99 herrhrende ,globen finden sich noch in ,duisburg1 ,nrnberg1 ,weimar und ,wien#hia4 ,das ,duisburger ,museum1 das sich bemht1 die ,werke 99,mercators99 entweder im ,original oder in ,nachbildungen zu erwerben1 besitzt einen von ihm verfertigten ,erd- und ,himmelsglobus4 ,sie wurden #aijh bei einem toskanischen ,edelmann gefunden und gelangten durch ,kauf in den ,besitz des ,museums4 ,der ,erdglobus stammt aus dem ,jahre #aeda1 der andere ist #aeea hergestellt4 ,auf ihm sind die ,sternbilder farbenprchtig ausgefhrt4 ,whrend die frheren ,globen aus ,holz oder ,metall verfertigt waren1 benutzte 99,mercator99 eine ,mischung aus ,gips1 ,sgespnen und ,leim1 die er auf eine aus ,stben hergestellte ,hohlkugel auftrug4 ,die ,anregung zu den ,entdeckungsreisen ist nicht nur auf die ,fortschritte der ,astronomie und die ,bedrfnisse des ,handels1 sondern auch auf die ,lektre der alten ,schriftsteller zurckzufhren4 ,insbesondere gilt dies von 99,columbus994 ,die von den ,alten herrhrenden ,nachrichten1 welche die allmhliche ,ausdehnung ihres geographischen ,horizontes erkennen lassen1 waren ihm durch das ,weltbuch 99,alliacos99#hib gelufig geworden4 ,je weiter die ,alten die stlichen ,grenzen ,asiens hinaus verlegt hatten1 um so grer war die ,wahrscheinlichkeit1 da eine ,fahrt nach ,westen bald zu bewohnten ,lndern fhren wrde4 ,dieser ,gedanke erfllte auer 99,columbus99 besonders den italienischen ,astronomen 99,toscanelli991 dessen ,lieblingsprojekt die ,verbindung ,europas und ,asiens auf dem ,seewege nach ,westen war4 99,toscanelli99 war der ,meinung1 da die asiatische ,kste hchstens #abj ,lngengrade von ,lissabon entfernt sein knne4 ,er stand mit 99,columbus99 in ,briefwechsel und hat ihn in einem ,schreiben vom #be4 ,,vi4 #adgd von der ,durchfhrbarkeit des ,gedankens1 der ihn erfllte1 zu berzeugen gewut4 ,nach allem1 was an eigenen und fremden berlegungen1 von denen sich 99,columbus99 leiten lie1 bekannt geworden1 mu man seine ,entdeckungsreisen ber die frheren ,unternehmungen dieser ,art stellen4 ,welche ,schwierigkeiten es zu berwinden galt1 braucht hier nicht des nheren errtert zu werden4 ,erinnert sei nur an die ,versammlung zu ,salamanca1 welche den ,plan des 99,columbus99 prfen sollte4 ,was mag letzterer wohl empfunden haben1 als man ihm entgegenhielt1 wenn es auch gelingen sollte1 zu den seiner ,ansicht nach vorhandenen ,gegenflern hinunter zu fahren1 so wrde es doch unmglich sein1 wieder nach ,spanien hinauf zu gelangen8 ,da sich trotz des gelehrten1 am ,buchstaben klebenden ,dnkels1 der nicht etwa nur diese ,versammlung erfllte1 das ,neue siegreich ,bahn brach1 ist vor allem der ,erfindung der ,buchdruckerkunst1 sowie dem ,umstande zu verdanken1 da man im ,latein eine ,weltsprache besa1 die einen raschen ,austausch der ,gedanken zwischen den ,angehrigen aller ,vlker ermglichte4 ,es war um #adej1 als 99,gutenberg99 das erste1 mit beweglichen ,lettern hergestellte ,buch herausgab4 ,in ,paris1 in ,nrnberg und an anderen ,orten entstanden darauf groe ,druckereien1 die fr die damalige gelehrte ,welt arbeiteten4 ,mit der ,ausbreitung des ,buchdruckes verringerte sich allmhlich der ,abstand zwischen dem zunftmigen ,gelehrten- und dem ,laientum4 ,die ,errungenschaften des ,forschens und ,denkens wurden immer mehr zu einem ,gemeingut4 ,eins der glnzendsten ,beispiele fr die ,vereinigung geistigen und gewerblichen ,schaffens und fr das ,zusammengehen des gebildeten ,brgertums mit ,knstlern und ,gelehrten bot vor allem ,nrnberg1 wo vorbergehend auch 99,regiomontan99 und 99,behaim99 wirkten4 ,fr 99,regiomontan99 errichtetete ein ,nrnberger ,kaufherr mit frstlicher ,freigebigkeit eine ,sternwarte1 die von hervorragenden ,mechanikern mit ,astrolabien1 ,armillarsphren und anderen astronomischen ,instrumenten ausgerstet wurde4 ffentliche ,vortrge belebten das ,interesse fr die ,mathematik und die ,naturwissenschaften4 ,eine im ,jahre #adgj1 kurz vor der ,ankunft 99,regiomontans99 in ,nrnberg gegrndete ,druckerei wurde bald die bedeutendste in ,deutschland#hic4 99,behaim99 bermittelte die gewonnenen astronomischen ,kenntnisse den seefahrenden ,vlkern4 ,er hielt sich von #adhj-adhd in ,portugal auf1 zur ,zeit1 als auch 99,columbus99 dort weilte1 und stand den ,portugiesen bei ihren ,unternehmungen zur ,seite4 ,es ist sehr wahrscheinlich1 da 99,diaz991 99,columbus99 und 99da ,gama99 ihm die ,bekanntschaft mit den ,ephemeriden 99,regiomontans991 sowie manche ,belehrung ber die ,kunst1 nach der ,beobachtung der ,sterne zu segeln1 verdanken#hid4 ,man darf jedoch neben den gelehrten ,deutschen1 die hier1 wie so oft in der ,entwicklung der ,wissenschaften1 wohl den ,gedanken1 aber nicht die ,tat brachten1 den ,portugiesen 99,pedro ,nunez99 aus ,coimbra nicht vergessen4 ,er war es1 der zuerst ein ,werk schuf1 in dem die ,nautik auf wissenschaftliche ,grundlagen gestellt wurde 7,de arte atque ratione navigandi74 ,er war es ferner1 der die ,genauigkeit der ,ablesung an den astronomischen ,instrumenten verbesserte4 ,der ,nonius wird nach ihm flschlich so benannt4 ,der ,erfinder dieser ,einrichtung ist 99,pierre ,vernier99 7#aehj-afcg74 ,die ,wiederbelebung der ,naturbeschreibung4 ,auch die beschreibenden ,naturwissenschaften1 die ,zoologie und die ,botanik1 erfuhren gegen den ,anfang des ,mittelalters manche ,frderung4 ,das ,wiederaufleben der alten ,literatur1 insbesondere das ,bekanntwerden mit den zoologischen ,schriften des 99,aristoteles991 den man vorher ja nur aus arabischen und lateinischen ,bearbeitungen kannte1 war auch hier von ,einflu4 ,noch wichtiger war es aber1 da man sich immer mehr mit offenen ,sinnen der eigenen ,beobachtung zuwandte und nach naturgetreuer ,darstellung des ,gesehenen strebte4 ,erinnert sei nur an die oben erwhnten anatomischen ,abbildungen 99,lionardo da ,vincis994 ,die ,ausdehnung des geographischen ,gesichtskreises fhrte dazu1 da man schon gegen den ,ausgang des ,mittelalters mit zahlreichen neuen ,tieren und ,pflanzen bekannt wurde4 ,das ,wiederaufleben des wissenschaftlichen ,sinnes machte sich auf dem ,gebiete der ,botanik nicht nur durch die zunehmende ,neigung fr eigenes ,beobachten1 sondern auch durch das allmhliche ,zurcktreten der ,rcksicht auf die ,nutzanwendung der ,pflanzen geltend4 ,das ,beobachtungsvermgen wurde insbesondere durch zwei ,umstnde gefrdert4 ,es waren dies die ,einrichtung botanischer ,grten und die ,anfertigung von ,herbarien4 ,den ersten botanischen ,garten der neueren ,zeit legte ein venetianischer ,arzt#hie im ,jahre #accc an1 nachdem ihm die ,republik dazu einen wsten ,platz berlassen hatte4 ,der erste ,universittsgarten begegnet uns in ,padua4 ,er wurde #aede gegrndet4 ,einige ,jahre spter folgte ,pisa4 ,und noch whrend des #af4 ,jahrhundert ahmten viele ,universitten des brigen ,europas das von ,italien gegebene ,beispiel nach#hif4 ,nicht minder wichtig fr die ,erweckung selbstttiger ,beobachtung und ,forschung war das ,aufkommen der ,herbarien4 ,ein eigentlicher ,erfinder dieser ,einrichtung lt sich wohl nicht angeben4 ,die ersten ,nachrichten ber umfangreichere ,sammlungen getrockneter ,pflanzen stammen aus dem #af4 ,jahrhundert#hig4 ,die lteste ,anweisung zur ,einrichtung von ,herbarien begegnet uns nach 99,meyer99 7,gesch4 der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bfg7 indes erst zu ,beginn des #ag4 ,jahrhunderts4 ,im ,winter1 heit es dort1 mu man1 da fast alle ,pflanzen umkommen1 die ,wintergrten betrachten4 ,so nenne ich die ,bcher1 in denen man getrocknete ,pflanzen1 auf ,papier geklebt1 verwahrt4 ,ein weiteres ,mittel1 die ,beobachtung anzuregen1 war das ,abbilden von ,pflanzen und anderen ,naturkrpern4 ,zwar1 das ,altertum hatte sich dieses ,mittels ebenso bedient wie der ,pflanzengrten4 ,kennt man doch noch heute mit ,abbildungen versehene ,ausgaben des 99,dioskurides991 die aus dem #f4 ,jahrhundert stammen4 ,whrend des ,mittelalters hatte die philologische ,gelehrsamkeit und der ,autorittsglauben indessen die ,wissenschaft in solchem ,mae berwuchert1 da die ,kunst1 das ,studium der ,natur durch ,abbildungen zu frdern1 erst wieder zu neuem ,leben erweckt werden mute4 ,zu den ltesten gedruckten ,bchern mit ,abbildungen von ,naturkrpern gehrt auch 99,konrad ,megenbergs99 ,buch der ,natur1 auf das wir schon an anderer ,stelle eingegangen sind4 99,megenbergs99 ,buch enthlt in ,holzschnitt hergestellte1 charakteristische ,abbildungen von ,sugetieren1 ,vgeln1 ,bumen und ,krutern1 unter denen sich z4 ,b4 ,ranunculus acris1 ,viola odorata1 ,convallaria majalis und andere recht gut erkennen lassen4 ,allerdings fehlt es bei der ,beschreibung der ,meeresungeheuer1 der wunderlichen ,menschen und anderer ,dinge nicht an ,abbildungen1 die nur als fratzenhafte ,phantasieerzeugnisse gelten knnen4 ,erwhnenswert ist auch der gegen #adhe erschienene ,ortus sanitatis 7,garten der ,gesundheit71 der zahlreiche1 oft nachtrglich kolorierte ,abbildungen enthlt1 von denen manche der ,natur ziemlich nahe kommen1 whrend die ,abbildungen exotischer ,pflanzen meist erfunden sind#hih4 ,wir haben hiermit die ,betrachtung desjenigen ,zeitabschnitts beendet1 in dem das ,wiederaufleben der ,wissenschaften anhob4 ,zwar sttzte man sich noch auf allen ,gebieten auf die seit der ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts aus reinerer ,quelle flieenden ,kenntnisse der ,alten4 ,doch gab man sich nicht mehr wie frher gnzlich der ,autoritt gefangen4 ,selbstbeobachten1 eigenes ,forschen wurde in den hervorragendsten ,kpfen dieses ,zeitalters zum ,losungswort4 ,und wenn auch noch kein neues ,gebude der ,wissenschaften erstand1 so wurde doch auf allen ,gebieten mit den ,vorarbeiten begonnen und die ,ttigkeit des nachfolgenden ,zeitalters erst ermglicht1 dessen ,aufgabe es war1 die ,fundamente der neueren ,naturwissenschaft zu legen4 ,wenn wir uns die hier skizzierte ,entwicklung vergegenwrtigen1 welche die ,wissenschaft seit ihrem ,wiederaufleben im #ad4 und #ae4 ,jahrhundert genommen1 so sehen wir1 da sie nicht mehr in solchem ,mae wie frher von den ,geschicken eines oder einiger ,vlker abhngt1 sondern da ihr ,gang stetiger und weniger als bisher durch gewaltsame ,ereignisse der ueren ,geschichte beeinflut erscheint4 ,die ,geschichte der ,wissenschaften ist auch in der ,folge nicht so eng mit dem ,gange der ,weltgeschichte verknpft wie in den frheren ,perioden1 in denen wir hufig gentigt waren1 das ,verstndnis der ,wissenschaftsgeschichte durch ,heranziehen der allgemeinen ,geschichte zu erschlieen4 #aa4 ,die ,begrndung des heliozentrischen ,weltsystems durch ,koppernikus#hii4 ,das #af4 ,jahrhundert war auf allen ,gebieten eine ,zeit der ,vorbereitung4 ,nur zgernd und langsam1 gleichsam tastend1 entwickelte sich whrend dieses ,zeitraumes die neuere ,methode der ,naturforschung4 ,das #ag4 ,jahrhundert bietet uns dagegen das ,schauspiel eines nie vorher gesehenen ,siegeslaufes unter der ,fhrung eines 99,galilei991 99,kepler99 und 99,newton994 ,nunmehr vollzog sich die innige ,verschmelzung der ,naturwissenschaften mit der ,mathematik1 sowie die ,ausgestaltung einer streng induktiven ,forschungsweise4 ,durch diese beiden ,momente wurde ein ,umschwung herbeigefhrt1 wie ihn die ,geschichte der ,wissenschaften nicht wieder erlebt hat4 ,das wichtigste ,ereignis des #af4 ,jahrhunderts ist die ,aufstellung des heliozentrischen ,weltsystems durch 99,koppernikus99 und die hierdurch herbeigefhrte ,umgestaltung des gesamten ,weltbildes4 99,nicolaus ,koppernikus99 wurde am #ai4 ,februar 7alten ,stils7 des ,jahres #adgc in ,thorn geboren4 ,polen und ,deutsche haben sich um den ,ruhm gestritten1 ihn zu den ,ihren zhlen zu drfen4 ,ein solcher ,streit ist mig4 99,koppernikus99 war einer der groen ,geister1 die durch ihr ,wirken der ,welt gehren4 ,tatsache ist1 da ,thorn zur ,zeit seiner ,geburt unter polnischer ,oberhoheit stand1 im brigen aber1 was den gebildeten ,teil der ,bevlkerung anbetraf1 eine deutsche ,stadt war4 ,die ,mutter des 99,koppernikus99 ist deutscher ,abkunft gewesen4 ber die ,stammeszugehrigkeit des ,vaters lt sich dagegen keine sichere ,entscheidung treffen4 ,soviel ist jedoch gewi1 da 99,koppernikus99 selbst in seinem ,fhlen und ,denken ein ,deutscher war und sich in allen ,dokumenten1 die auf uns gelangt sind1 wenn er nicht ,latein schrieb1 der deutschen ,sprache bediente4 ,nachdem 99,koppernikus99 das ,vaterhaus verlassen1 bereitete er sich in ,krakau fr den medizinischen ,beruf vor4 ,bei der ,vielseitigkeit1 mit der man in frheren ,jahrhunderten die ,universittsstudien betrieb1 wurde er indes auch mit der ,mathematik und mit der ,astronomie vertraut4 ,auf letzterem ,gebiete geno die ,universitt ,wien1 wo 99,peurbach99 und 99,regiomontan99 gelehrt hatten1 einen vorzglichen ,ruf4 ,dorthin begab sich deshalb nach ,beendigung seiner medizinischen ,studien der sptere ,reformator der astronomischen ,wissenschaft4 ,zum ,glck fr letztere war 99,koppernikus99 nicht gezwungen1 sofort dem rztlichen ,berufe nachzugehen4 ,er war nmlich dadurch gnstig gestellt1 da sein ,oheim mtterlicherseits1 der ,bischof von ,ermeland1 sich seiner annahm und ihm spter eine ,domherrenstelle des ,frauenburger ,kapitels verschaffte4 ,von #adie-aeje hielt sich 99,koppernikus99 meist in ,italien auf4 ,dort war im ,zeitalter der ,renaissance die ,astronomie emporgeblht4 ,in ,florenz war unter den ,mediceern die erste ,akademie nach platonischem ,vorbild entstanden4 ,sternwarten wurden errichtet und ,lehrstellen geschaffen4 ,in ,italien hatte auch 99,nicolaus von ,cusa99 seine ,anregungen empfangen und sie von dort nach ,deutschland verpflanzt4 ,diesem ,vorbild folgte 99,koppernikus991 indem er sich in ,italien fast ein ,jahrzehnt in der praktischen ,astronomie vervollkommnete4 ,doch ist aus diesem langen ,abschnitt seines ,lebens1 der fr die ,entwicklung seiner wissenschaftlichen ,vorstellungen ohne ,zweifel von groer ,bedeutung gewesen ist1 sehr wenig bekannt geworden4 ,auch von den astronomischen ,hilfsmitteln1 deren sich 99,koppernikus99 bediente1 wei man nur wenig4 ,jedenfalls besaen sie keinen hohen ,grad von ,genauigkeit4 ,wie die astronomischen ,instrumente im ,zeitalter des 99,koppernikus99 beschaffen waren1 erfahren wir aus dem von dem ,astronomen 99,apian99#ijj um jene ,zeit verfaten ,instrument-,buch4 ,der ,gedanke1 der seinem ,system zugrunde liegt1 bemchtigte sich des 99,koppernikus991 sobald er in der ,bltezeit des ,mannesalters selbstndig forschend an die ,natur herantrat4 ,diesen ,gedanken zu verfolgen und zu begrnden1 erschien ihm als eine ,aufgabe1 wohl wert1 sein ganzes briges ,leben in stiller ,forscherarbeit ihr zu widmen4 ,seit der im ,jahre #aeje erfolgten ,rckkehr aus ,italien bis zu seinem ,tode am #bd4 ,mai des ,jahres #aedc blieb er deshalb1 von einigen kleinen ,reisen abgesehen1 in seinem ,bistum4 ,ein beschauliches ,leben hat 99,koppernikus99 jedoch in dieser ,zurckgezogenheit nicht gefhrt4 ,die ,zeit1 welche ihm die mit dem ,domherrnamt verbundenen ,pflichten brig lieen1 war der ,armenpraxis in ,frauenburg und der sorgfltigen ,ausarbeitung jenes groen ,werkes gewidmet1 in dem er seine ,theorie1 sowie die jahrelangen ,beobachtungen1 auf die er sie sttzte1 niedergelegt hat4 ,das fr die neuere ,astronomie grundlegende ,hauptwerk des 99,koppernikus99 erhielt den ,titel ber die ,kreisbewegungen der ,himmelskrper4 ,in der an den ,papst gerichteten ,vorrede wird der ,anla zu dem ,werke und seine ,geschichte mitgeteilt4 ,wir erfahren daraus1 da die ,schrift bis in das vierte ,jahrneunt hinein#ija verborgen blieb1 bis sie zum ,druck gelangte4 ,obgleich 99,koppernikus99 um das ,jahr #aecj den ,ausbau der heliozentrischen ,lehre beendet hatte1 schwankte er1 ob er mit seinen ,ansichten an die ffentlichkeit treten sollte4 ,die ,verachtung1 sagt er1 die ich wegen der ,neuheit und der scheinbaren ,widersinnigkeit meiner ,meinung zu befrchten hatte1 bewog mich fast1 das fertige ,werk beiseite zu legen4 ,jedoch hatten befreundete ,astronomen1 sowie ,geistliche1 die sich mit ,astronomie beschftigten1 ,kenntnis von dem ,werk erhalten4 ,ihrem ,drngen nach ,verffentlichung setzte 99,koppernikus99 nicht nur aus dem erwhnten ,grunde anfangs ,widerstand entgegen1 sondern er zgerte auch1 weil ihn der ,wunsch beseelte1 wirklich ,besseres an die ,stelle des ,vorhandenen zu setzen4 ,kam es ihm doch vor allem darauf an1 der beobachtenden ,astronomie einen ,dienst zu erweisen und ihr das neue ,lehrgebude in einem solch vollkommenen ,zustande zu bermitteln1 da es an die ,stelle des alten1 mit den praktischen ,bedrfnissen eng verwachsenen ,systems treten konnte4 ,von einem vlligen ,gelingen blieb 99,koppernikus991 wie er wohl selbst am besten wute1 indes noch weit entfernt4 ,auch mochte er wohl ahnen1 welchen ,sturm sein ,versuch entfesseln sollte4 ,galt es doch1 einer seit ,jahrtausenden geheiligten ,anschauung den ,boden zu entziehen#ijb und an ihre ,stelle eine neue ,lehre zu setzen1 welche der bisher den wesentlichsten ,teil der ,welt ausmachenden ,erde eine nur bescheidene ,stelle unter zahllosen ,krpern gleichen1 ja selbst hheren ,ranges einrumte4 ,ganz zu geschweigen der ,gefahr1 der eine solche ,neuerung ausgesetzt war1 als ketzerisch verdammt zu werden4 ,erst ein ,jahr vor seinem ,tode vermochte man 99,koppernikus99 zur ,herausgabe seiner ,kreisbewegungen#ijc zu bestimmen4 99,osiander991 welcher den in ,nrnberg erfolgenden ,druck des ,buches berwachte1 hielt es1 ohne von 99,koppernikus99 hierzu ermchtigt zu sein1 fr geraten1 in einer besonderen ,einleitung das ,ganze als eine bloe ,hypothese hinzustellen4 ,wenn die ,wissenschaft ,hypothesen ersinne1 so beanspruche sie damit keineswegs1 da man nun auch davon berzeugt sei4 ,sie wolle nur eine ,grundlage fr ihre ,berechnungen schaffen4 ,hypothesen brauchten also nicht einmal wahrscheinlich zu sein4 ,es genge vielmehr1 da sie eine ,rechnung ermglichen1 die zu den ,beobachtungen pat4 ,mit diesen ,ausfhrungen hat 99,osiander99 dasjenige1 was wir heute als bloe ,arbeitshypothese bezeichnen1 durchaus richtig gekennzeichnet4 ,da eine ,abschwchung seiner ,lehre jedoch durchaus nicht im ,sinne des ,verfassers lag1 geht aus der von 99,koppernikus99 herrhrenden ,vorrede deutlich genug hervor4 ,er sei1 sagt er1 entgegen der ,meinung der ,astronomen1 ja beinahe gegen den gemeinen ,menschenverstand dazu gekommen1 sich eine ,bewegung der ,erde vorzustellen4 ,zu dieser ,annahme habe ihn der ,umstand veranlat1 da die ,astronomen bei ihren ,untersuchungen sich ber die ,bewegungen der ,himmelskrper gar nicht einig seien und die ,gestalt der ,welt und die ,symmetrie ihrer ,teile bisher nicht htten finden knnen4 ,man habe zur ,erklrung der astronomischen ,erscheinungen die verschiedensten ,arten von ,bewegungen angenommen4 ,die einen bedienten sich nur der konzentrischen1 die anderen der exzentrischen und epizyklischen#ijd ,kreise4 ,doch sei das ,erstrebte dadurch nicht erreicht worden4 ,endlich habe er durch viele und fortgesetzte ,beobachtungen gefunden1 da1 wenn die ,bewegungen der brigen ,wandelsterne auf einen ,kreislauf der ,erde bezogen1 und dieser dem ,kreislauf jedes ,gestirns zugrunde gelegt werde1 nicht nur die ,erscheinungen der ,wandelsterne daraus folgten1 sondern da dann auch die ,gesetze und ,gren der ,gestirne und ihre ,bahnen so zusammenhingen1 da in keinem ,teile des ,systems ohne ,verwirrung der brigen ,teile und des ganzen ,weltalls irgend etwas gendert werden knne4 ,die ,astronomen mchten die neue ,lehre prfen1 und er zweifle nicht1 da sie ihm beipflichten wrden4 ,damit aber ,gelehrte und ,ungelehrte shen1 da er durchaus niemandes ,urteil scheue1 so wolle er sein ,werk lieber dem ,papste als irgend einem andern widmen4 ,die ,anregung zu seinem ,system empfing 99,koppernikus99 offenbar aus den ,schriften der ,alten4 ,nachdem er ber die ,unzulnglichkeit der bestehenden ,theorien nachgedacht1 durchforschte er alle ,schriften1 deren er habhaft werden konnte1 um festzustellen1 ob nicht irgend jemand einmal andere ,ansichten als die herrschenden ber die ,bewegungen der ,weltkrper geuert habe4 ,da fand er denn zuerst bei 99,cicero991 da 99,nicetas99 geglaubt habe1 die ,erde bewege sich4 ,nachher fand er auch bei 99,plutarch991 da andere ebenfalls dieser ,meinung gewesen seien4 ,hierdurch veranlat1 fing er an1 ber die ,bewegung der ,erde nachzudenken1 obgleich diese ,ansicht ihm zuerst selbst widersinnig zu sein schien4 ,indessen nicht nur unbestimmte ,meinungen1 sondern auch einen recht brauchbaren ,ansatz zu seiner ,theorie fand 99,koppernikus99 bei den ,alten vor4 ,es war ihm nmlich die ,meinung einiger alten ,schriftsteller begegnet1 da ,venus und ,merkur sich um die ,sonne als ihren ,mittelpunkt bewegten und deswegen von ihr nicht weiter fortgehen knnten1 als es die ,kreise ihrer ,bahnen erlaubten4 99,koppernikus99 nennt 99,martianus ,capella99 7#e4 ,jahrhundert nach ,chr4 ,geb47 als seinen ,gewhrsmann4 ,es heit bei ihm3 ,venus und ,merkur bewegen sich nicht um die ,erde1 die nicht fr alle ,planetenbahnen den ,mittelpunkt bildet1 wenngleich sie unzweifelhaft der ,mittelpunkt der ,welt ist4 ,beide ,planeten gehen zwar tglich auf und unter1 sie bewegen sich aber um die ,sonne4 ,in dieser1 die viel grer als die ,erde ist1 haben sie ihren ,bahnmittelpunkt4 99,martianus ,capella99 verlegte gleich anderen ,berichterstattern den ,ursprung der erwhnten ,lehre nach gypten4 ,neuere ,forschungen haben jedoch den ,beweis geliefert1 da sie auf 99,herakleides ,pontikos991 einen ,schler 99,platons991 zurckzufhren ist#ije4 99,herakleides99 war auch darin ein ,vorlufer des 99,koppernikus991 da er die tgliche1 scheinbare ,bewegung der ,himmelkugel aus einer ,drehung der ,erde von ,west nach ,ost erklrte4 ,ihre ,fortsetzung fanden diese ,lehren durch 99,aristarch von ,samos994 99,aristarch99#ijf setzte die ,sonne1 die er fr #cjj mal so gro wie die ,erde hielt1 in den ,mittelpunkt und lie die ,erde sich in jhrlichem ,umlauf um die ,sonne bewegen4 ,die heliozentrische ,weltansicht war dem ,altertum also wohl bekannt4 ,sie fand sogar den ,beifall vieler1 trug indes ihrem ,urheber1 ganz hnlich1 wie es spter den ersten erklrten ,anhngern des koppernikanischen ,systems erging1 von gegnerischer ,seite eine ,anklage wegen ,gottlosigkeit ein4 ,doch konnte die heliozentrische ,theorie im ,altertum nicht recht ,wurzel schlagen1 da sie noch nicht imstande war1 den ,anforderungen der praktischen ,astronomie zu gengen4 ,letztere erblickte ihre ,aufgabe ja weniger darin1 die beobachteten ,bewegungen der ,sonne1 des ,mondes und der ,planeten zu erklren1 als sie genau zu messen und im voraus zu bestimmen4 ,indem nun 99,koppernikus99 von der ,ansicht des 99,martianus ,capella99 ausging und ,saturn1 ,jupiter und ,mars auf denselben ,mittelpunkt1 die ,sonne nmlich1 bezog1 gleichzeitig aber die groe ,ausdehnung der ,bahnen der genannten ,planeten bercksichtigte1 die auer den ,bahnen des ,merkur und der ,venus auch die der ,erde umschlieen1 gelangte er zu seiner ,erklrung der ,planetenbewegung4 ,es stehe nmlich fest1 fhrt er des weiteren aus1 da ,saturn1 ,jupiter und ,mars der ,erde immer dann am nchsten seien1 wenn sie des ,abends aufgingen1 d4 h4 wenn sie in ,opposition zur ,sonne stnden1 oder die ,erde sich zwischen ihnen und der ,sonne befinde4 ,dagegen seien ,mars und ,jupiter am weitesten von der ,erde entfernt1 wenn sie des ,abends untergingen1 wir also die ,sonne zwischen ihnen und der ,erde htten4 ,dies beweise hinreichend1 da der ,mittelpunkt ihrer ,bahn die ,sonne und somit derselbe sei1 um den auch ,venus und ,merkur kreisen4 ,da somit alle ,planeten sich um einen ,mittelpunkt bewegen1 sei es notwendig1 da der ,raum1 der zwischen dem ,kreise der ,venus und dem des ,mars brig bleibe1 die ,erde mit dem sie begleitenden ,monde aufnehme4 ,er scheue sich daher nicht1 zu behaupten1 da die ,erde mit dem sie umkreisenden ,monde zwischen den ,planeten einen groen ,kreis in jhrlicher ,bewegung um die ,sonne durchlaufe4 ,auf solche ,weise finde die ,bewegung der ,sonne in der ,bewegung der ,erde ihre ,erklrung4 ,die ,welt aber sei so gro1 da die ,entfernung der ,planeten von der ,sonne1 mit der ,fixsternsphre verglichen1 verschwindend klein sei4 ,er halte dies alles fr leichter begreiflich1 als wenn der ,geist durch eine fast endlose ,menge von ,kreisen verwirrt werde1 was diejenigen herbeifhrten1 welche die ,erde in den ,mittelpunkt der ,welt setzten4 ,illustration3 ,abb4 #fb4 ,das koppernikanische ,weltsystem4 7,aus ,koppernikus' ,werk ber die ,bewegung der ,weltkrper47 99,koppernikus99 bringt dann die vorstehend wiedergegebene ,abbildung 7#fb7 seines ,weltsystems und erlutert sie mit folgenden ,worten3 ,die erste und hchste von allen ,sphren ist diejenige der ,fixsterne1 die sich selbst und alles brige enthlt und daher unbeweglich ist4 ,es folgt der uerste ,planet1 ,saturn#ijg1 der in #cj ,jahren seinen ,lauf vollendet2 hierauf ,jupiter mit einem zwlfjhrigen ,umlauf2 dann ,mars1 der in zwei ,jahren seine ,bahn beschreibt4 ,die vierte ,stelle nimmt der jhrliche ,kreislauf ein1 in dem die ,erde mit der ,mondbahn enthalten ist4 ,an fnfter ,stelle kreist ,venus in neun ,monaten4 ,den sechsten ,platz nimmt ,merkur ein1 der in einem ,zeitraum von #hj ,tagen seinen ,umlauf vollendet4 ,in der ,mitte aber von allem steht die ,sonne4 ,denn wer mchte in diesem schnsten ,tempel diese ,leuchte an einen anderen oder besseren ,ort setzen8 ,so lenkt in der ,tat die ,sonne1 auf dem kniglichen ,throne sitzend1 die sie umkreisende ,familie der ,gestirne4 ,wir finden also in dieser ,anordnung einen harmonischen ,zusammenhang1 wie er anderweitig nicht gefunden werden kann4 ,denn hier kann man bemerken1 warum das ,vor- und ,zurckgehen beim ,jupiter grer erscheint als beim ,saturn und kleiner als beim ,mars und wiederum bei der ,venus grer als beim ,merkur4 ,auerdem1 warum ,saturn1 ,jupiter und ,mars1 wenn sie des ,abends aufgehen1 der ,erde nher sind als bei ihrem ,verschwinden in den ,strahlen der ,sonne4 ,vorzglich aber scheint ,mars1 wenn er des ,nachts am ,himmel steht1 an ,gre dem ,jupiter gleich zu sein1 whrend er bald darauf unter den ,sternen zweiter ,gre gefunden wird4 ,und dies alles ergibt sich aus derselben ,ursache1 nmlich aus der ,bewegung der ,erde4 ,da aber an den ,fixsternen nichts davon in die ,erscheinung tritt1 ist ein ,beweis fr die unermeliche ,entfernung dieser ,sterne1 eine ,entfernung1 welche selbst die ,bahn der ,erde oder das ,abbild dieser ,bahn am ,himmel fr unsere ,augen verschwinden lt#ijh4 ,die ,grundlagen seines ,systems hat 99,koppernikus99 am klarsten in einem kurzen ,abri#iji niedergeschrieben1 den er wahrscheinlich schon bald nach #aecj verfate4 ,er stellt diese ,grundlagen in folgenden ,stzen zusammen3 #a4 ,es gibt nur einen ,mittelpunkt fr die ,gestirne und ihre ,bahnen4 #b4 ,der ,erdmittelpunkt ist nicht auch der ,mittelpunkt fr die ,welt1 sondern nur fr die ,mondbahn und fr die ,schwere4 #c4 ,alle ,planeten bewegen sich um die im ,mittelpunkte ihrer ,bahnen stehende ,sonne4 ,in sie fllt also der ,weltmittelpunkt4 #d4 ,der ,abstand ,erde -- ,sonne ist gegenber dem ,durchmesser des ,fixsternhimmels verschwindend klein4 #e4 ,was als eine ,bewegung am ,himmel erscheint1 leitet sich von einer ,bewegung der ,erde her4 ,sie dreht sich nmlich tglich vllig um ihre ,axe4 ,dabei behalten ihre beiden ,pole dauernd dieselbe ,lage bei4 #f4 ,was uns als eine ,bewegung der ,sonne erscheint1 leitet sich auch nicht von diesem ,gestirn1 sondern von der ,erde und ihrer ,bahn her1 in der sie sich um die ,sonne ebenso bewegt1 wie die brigen ,planeten es tun4 #g4 ,das ,vorschreiten und ,zurckbleiben der ,planeten ist nicht ihre eigene1 sondern nur eine ,folge der ,erdbewegung4 ,wie die ltere1 so entsprach auch die neuere1 von 99,koppernikus99 entwickelte ,theorie den ,beobachtungen bei weitem nicht in dem ,mae1 als ihr ,begrnder anfangs hoffen mochte4 ,es lag das daran1 da er gleich den ,alten daran festhielt1 die ,bewegung der ,himmelskrper erfolge gleichmig und im ,kreise4 99,aristoteles99 hatte dies gelehrt4 ,fr ihn und alle1 die sich nach ihm mit der ,astronomie befaten1 99,koppernikus99 eingeschlossen1 war dies ein von vornherein feststehender ,satz4 ,die ,welt ist kugelfrmig1 die ,erde ist gleichfalls kugelfrmig1 die ,bewegung der ,himmelskrper erfolgt gleichmig1 ununterbrochen und im ,kreise4 ,so lauten die berschriften der wichtigsten ,abschnitte des koppernikanischen ,werkes4 ,und warum verhlt es sich so8 ,weil ,kreis und ,kugel die vollkommensten ,formen sind und kein ,grund fr eine ungleichfrmige ,bewegung vorliegt1 lautet die ,antwort4 ,auch 99,kepler99 war1 wie wir sehen werden1 anfangs in dem erwhnten ,vorurteil befangen4 ,ihm gelang es aber1 sich davon frei zu machen4 ,als er eingesehen1 da die ,beobachtungen sich mit den hergebrachten ,anschauungen nicht in ,einklang bringen lieen1 machte er die ,annahme1 da sich die ,planeten nicht in ,kreisen1 sondern in ,ellipsen bewegen und da ihre ,bewegung ungleichfrmig sei4 ,jetzt waren alle ,widersprche1 in denen die heliozentrische ,theorie sich den ,beobachtungen gegenber befand1 gelst1 und diese ,theorie damit erst lebensfhig geworden4 ,was ihr ,begrnder gut zu erklren wute1 waren vor allem das scheinbare ,zurckgehen und ,stillstehen der ,planeten1 sowie die ,vernderungen in der scheinbaren ,gre dieser ,himmelskrper1 die besonders beim ,mars betrchtlich sind4 ,zur ,erklrung anderer ,ungleichmigkeiten blieb jedoch nichts weiter brig1 als auf die ,epizyklentheorie unter ,beibehaltung der ,sonne als ,mittelpunkt des ganzen ,systems zurckzugreifen4 ,wir erkennen1 da eine neue ,wahrheit bei ihrer ,entdeckung selten vollendet ist4 ,sie geht gewhnlich nicht aus dem ,hirn eines einzelnen1 sondern als ,errungenschaft des ,geistes einer ,zeit aus den ,bemhungen mehrerer1 oft sogar zahlreicher ,forscher und ,denker hervor4 ,aufnahme und ,ausbreitung der heliozentrischen ,lehre4 ,fr die ,richtigkeit seines ,weltsystems konnte 99,koppernikus99 noch keine schlagenden ,beweise1 sondern lediglich die grere ,einfachheit ins ,feld fhren4 ,dem ,einwand1 da die jhrliche ,bewegung der ,erde sich in einer scheinbaren ,vernderung der ,fixsternrter offenbaren msse1 wute er nur dadurch zu begegnen1 da er diese ,himmelskrper in eine ,entfernung versetzte1 gegen welche der ,durchmesser der ,erdbahn verschwindend klein sei4 ,das ,einzige1 was 99,koppernikus99 den ,angriffen seiner ,gegner gegenberstellen konnte1 waren ,grnde der ,vernunft4 ,es ist1 sagt er1 wahrscheinlicher1 da die ,erde sich um ihre ,achse dreht1 als da alle ,planeten mit ihren verschiedenen ,entfernungen1 alle herumschweifenden ,kometen und das unendliche ,heer der ,fixsterne dieselbe regelmige vierundzwanzigstndige ,bewegung um die ,erde ausfhren4 ,eigentliche ,beweise1 sowohl fr die ,drehung als auch fr den ,umlauf der ,erde1 haben erst sptere ,jahrhunderte gebracht und dadurch die koppernikanische ,lehre auf den ,rang einer unumstlichen ,wahrheit erhoben#iaj4 ,neben ihrer ,einfachheit konnte 99,koppernikus99 fr seine ,theorie wie 99,aristarch99 auch den ,umstand ins ,feld fhren1 da die ,sonne der bei weitem grere ,weltkrper sei4 ,das ,grenverhltnis von ,mond1 ,erde1 ,sonne ist nach 99,koppernikus99 gleich #a 3 #dc 3 #ficgiaa4 ,ferner nahm 99,koppernikus99 die ,entfernung der ,sonne auf ,grund von ,beobachtungen1 die nach dem von 99,aristarch99 herrhrenden ,verfahren angestellt wurden1 zu #aaig ,erdhalbmessern an4 ,auch dieses ,ergebnis blieb weit hinter der ,wahrheit zurck4 ,erst im #ah4 ,jahrhundert fand man durch ,messungen1 welche die ,vorbergnge der ,venus vor der ,sonnenscheibe zum ,ausgang nahmen1 einen zuverlssigen ,wert fr jenes ,grundma der ,astronomie4 ,dieser bertraf den von 99,koppernikus99 angegebenen ,wert fast um das ,zwanzigfache4 ,das ,erscheinen der ,kreisbewegungen1 deren erste ,druckbogen 99,koppernikus99 noch auf dem ,sterbebette gelesen haben soll1 veranlate durchaus nicht einen solchen ,aufruhr unter den ,geistern1 wie man es in ,anbetracht der ,wichtigkeit der darin ausgesprochenen ,ansichten wohl htte erwarten knnen4 ,dies hatte mehrere ,grnde4 ,die zeitgenssische ,astronomie beachtete die ,neuerung wenig4 ,einige dem 99,koppernikus99 befreundete ,astronomen ausgenommen1 hielt man an der 99ptolemischen99 ,lehre fest1 zu der man berdies in jener ,zeit1 die noch keine ,lehrfreiheit kannte1 verpflichtet war4 ,ferner gaben die dem neuen ,system noch anhaftenden ,unvollkommenheiten den berufsmigen ,astronomen1 denen der praktische ,wert ausschlaggebend sein mute1 ein gewisses ,recht1 zunchst das ,hergebrachte in ,geltung zu belassen4 ,brachte doch das heliozentrische ,system dem rechnenden ,astronomen zunchst kaum nennenswerte ,vorteile4 99,koppernikus99 hatte es verstanden1 seine ,neuerung in einer alles ,polemische ausschlieenden ,weise vorzutragen und jedes ,hinberspielen auf das ,gebiet biblischer und religiser ,anschauungen zu vermeiden4 ,so kam es1 da auch die ,kirche1 die von einer astronomischen ,neuerung wohl eine ,verbesserung ihres ,kalenders erhoffte1 das ,buch1 dem ja sogar eine ,widmung an den ,papst voranging1 duldete und dem ,gegensatz kein ,gewicht beilegte1 in den es1 vom ,standpunkt des starren ,wortglaubens aus betrachtet1 zur biblischen berlieferung trat4 ,es scheint mir1 schrieb 99,koppernikus99 in jener ,widmung1 da die ,kirche aus meinen ,arbeiten einigen ,nutzen ziehen kann4 ,war doch unter 99,leo99 ,x4 die ,verbesserung des ,kalenders nicht mglich1 weil die ,gre des ,jahres und die ,bewegung der ,sonne und des ,mondes nicht genau bestimmt waren4 ,ich habe gesucht1 diese nher zu bestimmen4 ,was ich darin geleistet habe1 berlasse ich dem ,urteile ,deiner ,heiligkeit und der gelehrten ,mathematiker4 ,der groen ,masse1 selbst der ,gebildeten1 fehlte bei der damals herrschenden ,unkenntnis in naturwissenschaftlichen ,dingen durchaus das ,vermgen1 mit eigenem ,urteil an die neue ,lehre heranzutreten4 ,deshalb lt sich die uerung 99,luthers99 wohl entschuldigen1 der da meinte3 ,der ,narr will die ganze ,astronomie umkehren4 ,aber die heilige ,schrift sagt uns1 da ,josua die ,sonne stillstehen hie und nicht die ,erde4 ,daran1 da diese ,neuerung auf dem ,gebiete der ,astronomie der ,kirche schaden1 geschweige denn das religise ,gefhl beeintrchtigen knnte1 hat 99,luther99 schwerlich gedacht4 ,etwas ngstlicher war schon 99,melanchthon991 der auch mehr ,verstndnis fr das ,unerhrte jener ,neuerung besa4 ,selbst ein eifriger ,astrologe1 hatte er das ,gebude der damaligen ,astronomie in seinem ,lehrbuch der ,physik zur ,darstellung gebracht4 ,die neue heliozentrische ,ansicht hielt er fr so gottlos1 da er sie zu unterdrcken empfahl#iab4 ,auch der viel spter lebende 99,francis ,bacon991 den bertriebene ,schilderungen als den ,begrnder der neueren ,naturwissenschaft gefeiert haben1 war ein erklrter ,gegner des 99,koppernikus991 und zwar zu einer ,zeit1 als die ,frage nach der ,richtigkeit des heliozentrischen ,systems die ,geister bewegte4 ,erst damals1 im ,zeitalter 99,galileis991 nahm die ,kirche zu dieser ,frage entschieden ,stellung und verbot die ,kreisbewegungen4 ,der bezgliche ,erla stammt aus dem ,jahre #afaf und wurde amtlich erst #ahbb wieder aufgehoben1 nachdem sein ,bestehen jedoch fast in ,vergessenheit geraten war4 ,er lautet3 ,die heilige ,kongregation#iac hat in ,erfahrung gebracht1 da die falsche1 der ,heiligen ,schrift vllig widersprechende ,lehre der ,pythagoreer1 von der ,bewegung der ,erde1 wie sie 99,koppernikus99 und einige andere vorgetragen haben1 gegenwrtig verbreitet und vielfach angenommen wird4 ,damit sich eine derartige ,lehre nicht zum ,schaden der katholischen ,wahrheit ausbreitet1 beschlo die heilige ,kongregation da die ,bcher des 99,koppernikus99 und alle anderen1 die dasselbe lehren1 bis zur ,verbesserung zu verbieten sind4 ,sie werden daher alle durch diesen ,erla verboten und verdammt4 ,zu den ersten ,anhngern der koppernikanischen ,lehre gehrte der ,dominikanermnch 99,giordano ,bruno99#iad1 99,spinozas99 ,vorlufer in der ,begrndung einer pantheistischen ,weltanschauung4 ,seinen divinatorischen ,blicken erweiterte sich das ,fixsterngewlbe zu einem in ,raum und ,zeit unendlichen ,universum4 99,bruno99 war auch der erste1 der die ,fixsterne als ,sonnen und als ,mittelpunkte ungezhlter1 dem unseren gleichartiger ,planetensysteme ansah4 ,er hat manches intuitiv vorweggenommen1 was erst sptere ,zeiten auf ,grund der ,beobachtung sichergestellt haben4 ,so nahm er an1 da nicht nur die ,erde1 sondern auch die ,sonne um ihre ,axe rotiere4 ,von der ,erde behauptet er1 da sie an den ,polen abgeplattet sein msse4 ,die ,przession der ,nachtgleichen erklrte er mit folgenden ,werten3 ,bei den unabsehbar mannigfaltig ineinandergreifenden ,bewegungen der ,weltkrper kann es nicht ausbleiben1 da auch die scheinbar festesten ,punkte ihre gegenseitige ,lage nach und nach verschieben4 ,die ,erde wird also ihre ,lage zum ,himmelspol verndern#iae4 ,die ,kometen betrachtete 99,bruno99 als eine besondere ,gattung der ,planeten4 ,da die ,kometen ganz ohne ,regel erschienen1 so sei auch die ,zahl der unsere ,sonne umkreisenden ,planeten noch nicht festgestellt#iaf4 ,die ,welten und die ,weltsysteme endlich sind nach 99,bruno99 stetigen nderungen unterworfen4 ,ewig ist nur die der ,welt zu ,grunde liegende schaffende ,energie4 ,darin spricht sich schon eine gewisse ,ahnung des ,gesetzes von der ,erhaltung der ,energie aus4 99,brunos99 lange als ,schwrmerei betrachtete ,lehre von der ,beseeltheit nicht nur der ,all-,materie1 sondern auch der individuellen ,beseeltheit der einzelnen ,weltkrper hat neuerdings 99,fechner99 zur ,anerkennung zu bringen gesucht4 ,da die ,erde selbst ein lebendes ,wesen ist1 schlo 99,bruno99 aus ihrer ,bewegung und daraus1 da sie lebende ,wesen hervorbringt4 ,auch die brigen ,weltkrper sind belebt und ein ,schauplatz des ,lebens4 ,da sich letzteres in denselben ,formen wie auf der ,erde offenbart1 darf man allerdings nicht annehmen4 ,man hat 99,bruno99 als den ersten monistischen ,philosophen der neueren ,zeit zu betrachten4 ,in seinen ,schriften kam die geistige ,eigenart der italienischen ,renaissance besonders zum ,ausdruck4 ,der ,lebensauffassung jener ,zeit entsprach auch seine1 im ,gegensatz zum ,christentum stehende ,lehre vom heroischen ,affekt4 ,die neue astronomische ,ansicht1 die sich ihm und den ,aufgeklrten unter seinen ,zeitgenossen erffnete1 hat er im ,sinne der ,schnheitsherrlichkeit der ,welt verwertet#iag4 99,giordano ,brunos99 ,reformation des ,himmels3 ,lo spaccio 7,die ,vertreibung7 della bestia trionfante 7verdeutscht und erlutert von 99,l4 ,kuhlenbeck991 ,leipzig #ahhi71 ist eine ,moralphilosophie1 die an die ,betrachtung der wichtigsten ,sternbilder anknpft4 ,die in italienischer ,sprache erschienenen ,werke 99,brunos99 gab 99,p4 de ,lagarde99 7,gttingen #ahhh7 heraus4 ,die astronomische ,weltanschauung betrifft besonders das ,werk ,del infinito ,universo et de i mondi#iah4 ,einige charakteristische ,stze aus diesem ,werk mgen uns noch etwas eingehender mit 99,brunos99 ,vorstellungen bekannt machen3 ,in dem unermelichen zusammenhngenden ,raum1 der alles in sich hegt und trgt1 gibt es unzhlige1 dieser ,welt hnliche ,weltkrper4 ,von ihnen ist der eine nicht mehr in der ,mitte des ,universums als der andere4 ,als unendliches ,all ist es ohne ,mitte und ohne ,umfang4 ,wie um unsere ,sonne sieben ,wandelsterne kreisen1 so gibt es weitere ,sonnen1 die ,mittelpunkte fr andere ,planetensysteme sind4 ,jeder dieser ,weltkrper dreht sich um sein eigenes ,zentrum4 ,trotzdem erscheint er seinen ,bewohnern als eine stillstehende ,welt1 um die sich alle brigen ,gestirne drehen4 ,in ,wahrheit gibt es so viel ,welten wie wir ,fixsterne sehen4 ,sie befinden sich alle in dem einen ,himmel1 dem einen ,allumfasser1 wie unsere ,welt1 die wir bewohnen4 ,da es unendlich viele ,einzelwelten geben msse1 folgert 99,bruno99 aus dem ,wesen ,gottes1 dem er ein unendliches ,knnen zuschreibt4 ,astronomie und wissenschaftliche ,erdkunde4 ,in engster ,beziehung zur ,astronomie hat sich die wissenschaftliche ,erdkunde1 d4 h4 eine ,erdkunde1 die mehr sein wollte1 als eine bloe ,beschreibung der ,lnder und ihrer ,erzeugnisse1 entwickelt4 ,sie fand in dem auf 99,koppernikus99 folgenden ,zeitalter in ,deutschland einen hervorragenden ,vertreter in 99,gerhard ,kremer99 oder 99,mercator991 wie er sich selbst1 nach damaliger ,sitte seinen ,namen latinisierend1 nannte#iai und in 99,sebastian ,mnster994 99,mnster99 verfate eine ,cosmographia1 ,beschreibung aller ,lnder4 ,die darin enthaltenen ,karten haben die ,grundlage gebildet1 von der die ,kartographie in ,deutschland ihren ,ausgang nahm#ibj4 99,mercator99 wurde #aeab in einem flandrischen ,stdtchen geboren1 wo sich seine1 aus ,jlich stammenden ,eltern vorbergehend aufhielten4 ,als ,arbeitsfeld whlte er1 angeregt durch 99,gemma ,frisius99#iba1 mit dem er whrend seiner ,studienzeit verkehrte1 die mathematische ,geographie1 als deren ,neubegrnder er von vielen ,seiten anerkannt wurde#ibb4 ,mit der ,anfertigung von ,landkarten1 ,globen und astronomischen ,instrumenten erwarb sich 99,mercator99 seinen ,unterhalt4 ,von #aeeb bis zu seinem #aeid erfolgenden ,tode lebte er in ,duisburg1 wo er neben seiner wissenschaftlichen ,ttigkeit mathematischen ,unterricht am ,gymnasium erteilte4 ,sein erstes greres ,werk war ein ,erdglobus1 auf dessen ,verfertigung er ein und ein halbes ,jahr verwendete4 ,zehn ,jahre spter 7#aeea7 lieferte 99,mercator99 einen groen ,himmelglobus4 ,zu seinen ,verehrern zhlte auch 99,karl ,v499 ,dieser ,monarch nahm an den ,fortschritten der ,astronomie und ,geographie solch lebhaften ,anteil1 da er whrend der ,belagerung einer ,festung mit 99,apianus99 ein ,gesprch ber diese ,wissenschaften fhren konnte1 whrend die ,kugeln rechts und links von ihnen einschlugen4 ,mit 99,apianus99 und 99,mercator99 beginnt fr die ,kartographie eine neue ,zeit4 ,vor ihnen hatte man sich mit einem ,abschtzen der ,entfernungen und mit ,itinerarien begngt1 sowie sich abgemht1 das neu erworbene ,wissen mit dem des 99,ptolemos99 in ,einklang zu bringen4 ,jetzt entstanden ,karten1 die auf genaueren ,vermessungen beruhten4 ,unter diesen sind vor allem 99,apians99#ibc ,bayrische ,landtafeln zu nennen4 ,sie erschienen #aefh auf #bd ,blttern 7,holzschnitt2 ,mastab #a 3 #addjjj7 und gelten als das topograhische ,meisterwerk des #af4 ,jahrhunderts4 ,kein ,land wurde in jener ,zeit mit gleicher ,treue dargestellt4 ,was 99,apian99 fr ein engbegrenztes ,stck der ,erde leistete1 strebte der belgische ,geograph 99,ortelius99#ibd fr den gesamten ,erdkreis an4 ,in seinem ,theatrum orbis terrarum 7#ec ,karten in ,kupferstich1 ,antwerpen #aegj7 schuf er ein ,werk1 das sich von 99,ptolemos99 freimachte4 ,die ,mehrzahl jener von 99,ortelius99 herausgegebenen #ec ,karten war nach den besten ,arbeiten anderer ,kartographen verfertigt4 ,fast zu selben ,zeit 7#aefi7 vollendete 99,mercator99 seine groe ,weltkarte4 ,es war dies ein fr die ,geschichte der ,erdkunde und der ,nautik hochbedeutsames ,ereignis4 ,von diesem ,zeitpunkt1 sagt 99,mercators99 ,biograph1 datiert die ,reform der ,kartographie1 die kein zweites ,werk von gleicher ,bedeutung zu verzeichnen hat4 ,die ,vorschriften1 die 99,mercator99 den ,seefahrern fr die ,benutzung seiner ,karte gab1 gelten auch heute noch#ibe4 ,ein fr jene ,zeit groes ,verdienst erwarb sich 99,mercator99 dadurch1 da er die damals noch in hohem ,ansehen stehende ,geographie des 99,ptolemos99 an ,stelle der ungenauen ,karten lterer ,geographen mit ,karten versah1 die sich den ,angaben des 99,ptolemos99 genau anschlossen4 ,eine ,sammlung von ,karten europischer ,lnder vereint mit ,karten einzelner ,erdteile und bersichten der ganzen ,erde veranstaltete 99,mercator99 mit seinem ,sohne#ibf4 ,sie erschien #aeie unter dem von 99,mercator99 gewhlten ,titel ,atlas#ibg1 der seitdem fr derartige ,sammlungen gang und gbe geblieben ist4 ,die ,grundstze der ,kartographie entwickelte 99,mercator99#ibh so klar1 wie es kein anderer vor ihm vermocht hatte4 ,er war der erste1 der die ,bedingungen1 die jede ,projektionsart voraussetzt1 genauer untersuchte1 und den ,begriff der ,konformitt aufstellte1 d4 h4 der ,forderung1 da eine ebene ,figur die grtmgliche hnlichkeit mit der ,kugelflche erhalten msse4 ,da die ,alten immer nur ,teile der ,erdoberflche darzustellen hatten1 und ihre ,projektionsarten dieser ,aufgabe anpaten1 war 99,mercator991 als es galt1 die ganze ,erde kartographisch darzustellen1 vor eine ganz neue ,aufgabe gestellt4 ,er lste sie durch das nach ihm benannte ,verfahren in der trefflichsten1 fr den ,gebrauch geeignetsten ,weise4 ,wenn1 sagt 99,mercator99 in der ,erluterung1 die er seiner ,weltkarte hinzufgt1 von den vier ,beziehungen1 die zwischen zwei ,orten in ,ansehung ihrer gegenseitigen ,lage stattfinden1 nmlich ,breitenunterschied1 ,lngenunterschied1 ,richtung und ,entfernung1 auch nur zwei bercksichtigt werden1 so treffen auch die brigen genau zu1 und es kann nach keiner ,seite hin ein ,fehler begangen werden1 wie dies bei den gewhnlichen ,seekarten so vielfach und zwar um so mehr1 je hher die ,breiten sind1 der ,fall sein mu4 99,mercator99 erzielte diesen ,vorteil dadurch1 da er die ,erdoberflche auf einen die ,erde im quator berhrenden ,zylinder projizierte1 dessen ,achse der ,erdachse parallel ist4 ,die ,ausbreitung1 welche dadurch die ,lngengrade nach den ,polen hin erfahren1 wird durch eine in demselben ,verhltnis stattfindende ,ausdehnung der ,breitengrade ausgeglichen4 ,eine solche ,karte ist winkeltreu1 d4 h4 sie gibt die ,winkel so wieder1 wie sie auf der ,erdoberflche erscheinen2 sie wahrt auch die ,formhnlichkeit 7,konformitt7 der ,lndergestalten#ibi sie ist jedoch nicht flchentreu1 da ihr ,mastab mit der ,entfernung vom quator wchst4 #ab4 ,die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der anorganischen ,naturwissenschaften4 ,wie auf dem astronomischen1 so machte sich auch auf den brigen ,gebieten der ,naturwissenschaft whrend des #af4 ,jahrhunderts das ,bestreben geltend1 die ,fesseln der ,autoritt zu sprengen und ,beobachtung und ,nachdenken an ihre ,stelle zu setzen4 ,eine zweite epochemachende ,tat1 die sich derjenigen des 99,koppernikus99 an die ,seite stellen liee1 haben wir jedoch in dieser ,periode nicht zu verzeichnen4 ,als ,physiker ist unter den ,zeitgenossen des 99,koppernikus99 vor allem 99,maurolykus99 7#adid-aege7 zu nennen4 ,er lehrte in ,messina und entstammte einer derjenigen ,familien1 die nach der ,eroberung ,konstantinopels diese ,stadt verlassen hatten1 um sich den ,verfolgungen der ,trken zu entziehen4 99,maurolykus99 machte sich um die ,mathematik verdient1 indem er in einem umfangreichen ,sammelwerke alles das zusammenfate1 was er selbst an mathemathischem ,wissen den griechischen und arabischen ,schriftstellern verdankte4 ,ein besonderes ,verdienst erwarb er sich durch die ,herausgabe der archimedischen ,werke1 sowie von ,schriften des 99,apollonios991 dessen ,lehre von den ,kegelschnitten durch ihn sogar erweitert wurde4 ,sein mathematisches ,knnen bettigte 99,maurolykus99 ferner auf dem ,gebiete der ,optik1 das sich von jeher fr die mathematische ,behandlung besonders geeignet erwiesen hatte4 ,sein optisches ,werk1 das er ber ,licht und ,schatten betitelte#icj1 enthlt manchen ,fortschritt und viele ,richtigstellungen frherer ,irrtmer4 99,maurolykus99 ist z4 ,b4 der erste ,physiker1 der die ,wirkung der ,linse im ,auge erklrt1 indem er dartut1 da sich die ,strahlen hinter der ,linse schneiden4 ,die ,kurz- und bersichtigkeit leitet er aus einem bermigen oder zu geringen ,grad der ,linsenkrmmung ab4 ,wenn er damit auch nicht ganz das ,wesen der ,sache traf1 da man heute ,unregelmigkeiten in den ,abmessungen des ,augapfels als den ,grund dieser ,mngel betrachtet1 so erschlo sich doch ein theoretisches ,verstndnis der ,brillen1 die schon seit dem #ac4 ,jahrhundert im ,gebrauch waren4 ,ein schnes ,beispiel1 wie verschieden ein und dasselbe ,problem in aristotelischem ,sinne und im ,geiste der neueren1 den wissenschaftlichen ,grundstzen sich erschlieenden ,zeit behandelt wurde1 bietet die ,erklrung des runden ,sonnenbildchens4 ,es ist eine allbekannte ,erscheinung1 da die ,sonnenstrahlen1 die durch eine unregelmig gestaltete ffnung senkrecht auf eine ebene ,flche fallen1 dort ein kreisfrmiges ,bild hervorrufen4 ,die ,aristoteliker waren mit ihrer ,erklrung1 welche die ,hohlheit des nicht durch gengende ,induktion gesttzten philosophischen ,denkens treffend dartut1 bald fertig4 ,sie schrieben die ,erscheinung einer ,zirkularnatur des ,sonnenlichtes zu1 setzten also an ,stelle der ,erklrung ein ,wort1 welches das bezeichnet1 was zu erlutern ist4 ,geht man dagegen von der ,tatsache aus1 da jeder ,punkt der ,sonnenoberflche ,licht aussendet und ein ,bild von der ,gestalt der ffnung gibt1 so werden die unzhligen ,bilder1 die sich teilweise decken1 insgesamt ein ,flchengebilde entstehen lassen1 das sich als eine ,projektion des leuchtenden ,krpers darstellt4 ,daher mu das ,bildchen bei einer ,sonnenfinsternis1 der ,gestalt der ,sonnenscheibe entsprechend1 sichelfrmig erscheinen1 wie es die ,beobachtung auch dartut#ica4 ,die ,erklrung des kreisfrmigen ,sonnenbildchens aus der zirkulren ,natur des ,sonnenlichtes ist ein treffendes ,beispiel fr das1 was man eine verborgene ,qualitt1 eine qualitas occulta genannt hat4 ,solch unbestimmte ,begriffe fhrten die ,aristoteliker whrend des ganzen ,mittelalters1 oft genug einer einzigen ,erscheinung wegen1 ein1 wenn sie eine aus den ,tatsachen entspringende ,erklrung nicht zu geben vermochten4 ,etwas spter fllt die ,wirksamkeit des ,italieners 99,johann ,baptista ,porta99 7#aech-afae74 ,dieser ,mann ist typisch fr diejenige ,stufe einer ,disziplin1 auf der sie noch nicht zu strengerer ,wissenschaftlichkeit gelangt ist4 ,wir finden bei 99,porta99 und seinen ,zeitgenossen1 die sich mit physikalischen und chemischen ,dingen beschftigen1 eine ,verquickung von ,richtigem und ,unrichtigem1 von ,klarheit mit ,mystik und ,aberglauben1 die heute1 nachdem das ,niveau der gesamten ,bildung ein so viel hheres geworden ist1 eigentmlich anmutet4 ,das ,streben dieser ,mnner nach grerer ,einsicht ging ferner mit einem marktschreierischen ,treiben ,hand in ,hand1 durch das sie ihr eigenes ,ansehen und das ihrer ,wissenschaft den ,zeitgenossen gegenber heben wollten4 ,das ,buch1 in dem 99,porta991 ganz dem ,geschmacke seiner ,zeit entsprechend1 die ,naturwissenschaften behandelt1 ist ,die natrliche ,magie betitelt#icb4 ,es hnelt in manchen ,teilen einem modernen ,zauberbuche1 da es dem ,verfasser nicht selten darauf ankommt1 den ,leser zu unterhalten oder durch das berraschende der ,erscheinung in ,verwunderung zu setzen4 ,wichtig ist1 da 99,porta99 in seinem ,buche eine von ihm getroffene ,verbesserung der ,camera obscura beschreibt4 ,bis dahin hatte man bei diesem ,apparat das ,licht durch eine ffnung auf einen dahinter befindlichen ,schirm fallen lassen4 99,porta99 brachte in der vergrerten ffnung eine ,linse an1 wodurch die ,bilder bedeutend an ,schrfe gewannen#icc4 ,von ,interesse ist ferner eine von 99,porta99 herrhrende ,einrichtung1 den ,dampf zum ,heben von ,wasser zu benutzen4 ,das ,wasser befindet sich in einem ,gef2 der ,dampf drckt auf die ,oberflche des ,wassers und treibt es durch ein heberartiges1 bis auf den ,boden tauchendes ,rohr aus dem ,behlter heraus4 ,eine derartige ,vorrichtung1 die gegen das ,dampfrad 99,herons99 keinen wesentlichen ,fortschritt bedeutet1 als die erste ,stufe der ,dampfmaschine zu bezeichnen1 ist nicht gerechtfertigt4 ,doch lt sich nicht verkennen1 da man durch die von 99,heron99 und 99,porta99 beschriebenen ,versuche mit der ,wirkung gespannter ,dmpfe vertraut wurde1 und da dadurch der ,gedanke1 diese ,wirkung auf die einfachen ,maschinen der ,mechanik zu bertragen1 allmhlich heranreifte4 ,erst von diesem ,fortschritt an1 den wir spter zu betrachten haben1 kann von einer eigentlichen ,dampfmaschine die ,rede sein4 ,es zeigt sich hier wie auch bei 99,galilei99 und anderen ,forschern1 da die ,physik der ,gase und der ,flssigkeiten im #ag4 ,jahrhundert besonders infolge der ,anregungen ausgebaut wurde1 die man dem ,altertum in 99,herons99 ,schriften verdankte#icd4 ,so schuf 99,porta99 eine ,pneumatik1 die zwar keine bloe ,wiedergabe der ,pneumatik 99,herons99 ist1 indessen auf ihn zurckgeht#ice4 ,auch 99,schwenter99 7s4 folg4 ,seite7 hat in seinen ,erquickstunden manche ,angaben 99,herons991 besonders diejenigen1 die in 99,herons99 ,druckwerken enthalten sind1 verwertet4 ,dasselbe gilt von 99,schott991 dem ,freunde 99,guerickes991 und seiner #afeg erschienenen ,mechanica hydraulico-pneumatica4 ,sogar 99de ,caus991 dem die ,franzosen die ,erfindung der ,dampfmaschine zuschreiben mchten1 geht auf 99,heron99 zurck#icf4 ,selbst die ,wasserknste der frstlichen ,grten des #ag4 ,jahrhunderts sind teilweise den von 99,heron99 ausgehenden ,anregungen zu verdanken4 ,auch den magnetischen ,erscheinungen wandte man jetzt eine grere ,aufmerksamkeit zu4 ,indessen gerade dieses ,gebiet wurde von 99,porta99 und ,mnnern verwandten ,geistes noch auerordentlich mit ,mystik und ,aberglauben verwoben4 ,mit der ,deklination1 deren ,gre 99,porta99 fr ,italien gleich #i stlich angibt1 war man schon vor 99,columbus99 bekannt geworden4 ,letzterer machte die ,beobachtung1 da sich die ,deklination 7sie war damals im ganzen ,gebiete des ,mittelmeeres stlich7 bei einer ,reise nach ,westen verringerte und schlielich in eine westliche berging4 ,auf ,grund dieser ,erkenntnis suchte sich 99,columbus99 auf seiner zweiten ,reise1 wenn die ,schiffsrechnung unsicher war1 durch einen ,vergleich der ,deklinationen zu orientieren4 ,es war dies der erste1 spter oft wiederholte ,versuch1 die ,deklination zur ,auffindung der geographischen ,lnge zu verwerten4 ,eine brauchbare ,lsung des ,lngenproblems1 das schon 99,hipparch99 und 99,ptolemos99 groe ,schwierigkeiten bereitet hatte1 sollte jedoch nicht auf diesem ,wege1 sondern erst durch die ,erfindung genauer ,chronometer ermglicht werden4 ,das zweite ,element des tellurischen ,magnetismus1 die ,erscheinung nmlich1 da die um eine horizontale ,achse drehbare ,nadel eine geneigte ,lage einnimmt1 hat zuerst der ,englnder 99,norman99 genauer beobachtet4 ,er gab im ,jahre #aegf die ,gre dieser1 als ,inklination bezeichneten ,neigung fr ,london zu #ga #ej' an#icg4 ,auf die wechselnde ,intensitt des ,erdmagnetismus wurde man dann gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts aufmerksam1 so da erst seit dieser ,zeit eine allseitige1 auch das ,quantitative in der ,erscheinung bercksichtigende ,kenntnis dieser ,naturkraft ,platz greifen konnte4 ,unter den ,mnnern1 die etwas spter die ,naturwissenschaften ganz im ,geiste 99,portas99 behandelten1 ist 99,daniel ,schwenter99 zu nennen 7geboren #aehe2 gestorben #afcf als ,professor der ,mathematik in ,altdorf74 ,sein bekanntes ,werk1 ,die mathematischen und philosophischen ,erquickstunden#ich1 ist ein wrdiges ,seitenstck zu 99,portas99 ,magia naturalis und erscheint besonders geeignet1 um den ,standpunkt1 den die ,naturwissenschaften zumal in ,deutschland vor der groen1 durch 99,galilei991 99,kepler99 und ihre ,mitarbeiter hervorgerufenen ,umwlzung einnahmen1 erkennen zu lassen4 ,bezeichnend ist zunchst1 da 99,schwenter99 es fr ntig hlt1 die ,beschftigung mit der ,natur gegen den ,vorwurf zu verteidigen1 es handele sich dabei um eine unntze1 ja kindliche ,ttigkeit4 ,ein ,kind1 sagt er1 werfe wohl einen ,stein ins ,wasser und freue sich ber die vielen ,kreise4 ,das sei eine kindliche ,freude4 ,die ,ursache dieser ,erscheinung nachzuweisen1 sei dagegen kein ,kinderwerk4 ,einige ,beispiele mgen dartun1 wie unzulnglich und unbestimmt die ,ansichten waren1 die man an der ,schwelle des #ag4 ,jahrhunderts noch hegte4 ,wir werden dann den groen ,fortschritt1 den die ,wissenschaft um jene ,zeit durch die ,begrndung der induktiven ,forschungsweise erfuhr1 um so besser wrdigen knnen4 ,so ist das ganze ,wissen 99,schwenters99 ber die ,fallbewegung in folgenden ,stzen enthalten#ici3 ,wenn ein ,krper fllt1 so bewegt er sich um so geschwinder1 je nher er der ,erde kommt4 ,je hher der ,krper herabfllt1 eine um so grere ,gewalt besitzt er4 ,denn alles was schwer ist1 eilt nach der ,philosophen ,meinung unverhindert zu seinem natrlichen ,ort1 d4 i4 zum ,zentrum der ,erde1 wie der ,mensch1 der in sein ,vaterland zurckkehrt1 um so begieriger ist1 je nher er kommt1 und daher um so mehr eilt4 ,dazu kommt noch eine andere natrliche ,ursache4 ,die ,luft nmlich1 die von der ,kugel zerteilt wird1 eilt ber der ,kugel geschwind wieder zusammen und treibt sie immer strker an4 ,was aber schon bewegt ist1 lt sich leichtlich weiter und geschwinder bewegen4 ,ein ,fortschritt dem 99,aristoteles99 gegenber ist in diesen ,auffassungen nirgends zu bemerken4 ,im ,gegenteil1 man mu sie als rein aristotelisch bezeichnen4 ,nicht minder gilt dies von 99,schwenters99 ,auffassung der ,wurfbewegung4 ,er setzt sie aus drei ,bewegungen zusammen1 die er als gentigte1 als gemischte und als natrliche ,bewegung bezeichnet4 ,danach treibt z4 ,b4 das ,pulver die ,kugel in einer gentigten ,bewegung schrg aufwrts1 bis der hchste ,punkt der ,flugbahn erreicht wird4 ,dann fngt1 nachdem eine solche gewaltttige ,bewegung schier ihr ,ende nehmen will1 die gemischte ,bewegung durch einen ,bogen an4 ,endlich gehe die ,kugel in die natrliche ,bewegung ber und falle senkrecht auf die ,erde4 ,aus dieser ,theorie sucht 99,schwenter99 die ,erfahrungstatsache abzuleiten1 da die grte ,schuweite bei einem ,winkel von #de erzielt wird4 ,interessant sind auch die ,bemerkungen ber den senkrechten ,schu4 ,er verleihe dem ,gescho weit mehr ,gewalt als der horizontale ,schu1 weil das ,feuer von ,natur ber sich begehre4 ,wenn ferner das ,geschtz in die ,hhe gerichtet werde1 so presse die ,kugel das ,pulver und widerstrebe der ,gewalt des ,pulvers auch mehr4 ,dadurch werde bewirkt1 da sich das ,pulver gleichsam erzrne1 ehe es die ,kugel austreibe4 ,endlich werde eine schwere ,kugel1 welche widerstreben knne1 viel weiter getrieben als eine leichte1 z4 ,b4 eine solche von ,holz1 die nicht widerstreben knne4 ,die ,tatsache1 da die ,kugel beim senkrechten ,schu in der ,nhe des ,geschtzes wieder niederfllt1 wird als ,beweismittel gegen die koppernikanische ,lehre verwertet#idj3 ,so die ,kugel #b ,minuten in der ,luft bleibt1 mte indessen der ,bller #cj deutsche ,meilen gelaufen sein4 ,dies ist unmglich1 denn man wrde dann keine ,kugel mehr finden4 ,die ,koppernikaner1 sagt 99,schwenter991 seien zwar der ,ansicht1 die ,luft bewege sich mit der ,erde und zwar mit der gleichen ,geschwindigkeit wie die ,erde4 ,die empor geworfene ,kugel msse daher von der ,luft getrieben nicht weit von dem ,bller niederfallen4 ,es ist aber1 fgt 99,schwenter99 hinzu1 nicht glaublich1 ja unmglich1 da die ,luft imstande ist1 eine schwere ,kugel in solch kurzer ,zeit #cj ,meilen fortzutreiben4 ,diese ,schwierigkeit stand der ,annahme des koppernikanischen ,systems also noch #ajj ,jahre nach seiner ,aufstellung im ,wege4 ,sie konnte erst durch die allgemeine ,anerkennung des ,beharrungsgesetzes gehoben werden4 ,in dem optischen ,teil werden die ,camera obscura1 das ,glasprisma1 die ,lichtbrechung und der ,regenbogen abgehandelt4 ,trotzdem 99,schwenter99 den letzteren auch an ,springbrunnen und an mit ,regentropfen bedeckten ,spinnengeweben beobachtet hat1 hlt er ihn dennoch fr ein bernatrliches ,werk4 ,der ,regenbogen ist fr ihn ein ,spiegel1 in dem der menschliche ,verstand seine ,unwissenheit am hellen ,tage sehen kann4 ,die ,physiker htten durch ihr vielfltiges ,nachsinnen nichts anderes darin gefunden1 als da sie noch das ,wenigste1 so in der ,natur verborgen sei1 ausspekuliert htten4 ,gelegentlich der von ihm fr glaubwrdig gehaltenen ,erzhlung von den ,brennspiegeln des 99,archimedes99 bemerkt 99,schwenter991 da man auch durch eine ,anzahl flacher ,spiegel ,pulver entznden knne1 wenn man die ,sonnenstrahlen durch die ,spiegel smtlich auf einen ,punkt werfe4 ,in dem ,abschnitt1 der von der ,wrme handelt1 beschreibt 99,schwenter99 auch ein ,instrument1 mit dem man den ,grad der ,hitze und der ,klte messen knne4 ,er bringt in ein ,gef mit langem ,halse etwas ,wasser und kehrt das ,gef dann unter ,wasser um1 so da die ,flssigkeit einen ,teil des ,halses fllt4 ,im ,winter1 sagt 99,schwenter991 steigt das ,wasser hoch herauf1 so da es fast den ganzen ,hohlraum fllt2 im ,sommer dagegen sinkt es tief herab4 99,schwenter99 ist noch mit 99,porta99 der ,ansicht1 da sich das ,wasser durch einen ,heber ber hohe ,berge leiten lasse4 ,man solle1 meint er1 eine ,rhre ber den ,berg legen und an der hchsten ,stelle der ,rhre einen ,trichter anbringen4 ,verstopfe man dann die beiden ,mndungen der ,rhre1 so knne man sie ganz mit ,wasser fllen4 ,nach diesen ,vorbereitungen sei es nur ntig1 die ,mndungen gleichzeitig zu ffnen4 ,das ,wasser werde dann fort und fort aus dem ,behlter1 in den man die eine ,mndung getaucht1 durch die ,rhre ausstrmen1 wenn nur die zweite ,mndung tiefer gelegen sei4 ,jeder ,versuch wrde 99,porta99 und 99,schwenter99 gelehrt haben1 da ber einen ,berg von #aj ,metern ,hhe das ,wasser nicht durch einen ,heber gefhrt werden kann4 ,da 99,schwenter99 indessen fremde ,angaben auch nachprft1 geht aus manchen ,stellen seiner ,schrift hervor4 ,so hat ihm jemand mitgeteilt1 das ,wasser steige aus einem tiefer befindlichen ,gef in ein hher gelegenes1 wenn man beide ,gefe durch einen wollenen ,faden verbinde4 99,schwenter99 bemerkt dazu3 ,ich finde durch den ,versuch1 da diese ,kunst nicht angeht1 denn es ist damit wie mit einem ,heber beschaffen4 ,das ,wasser luft nmlich nicht durch das wollene ,band1 wenn sein ,ende nicht tiefer liegt als der ,wasserspiegel1 in den das andere ,ende eintaucht4 ,wir haben 99,schwenters99 ,werk etwas ausfhrlicher behandelt1 nicht etwa1 weil es die ,wissenschaft durch neue ,gedanken oder ,entdeckungen bereichert htte1 sondern weil wenige von den in ,deutschland zu ,beginn des #ag4 ,jahrhunderts verfaten ,schriften ber das gesamte ,gebiet der ,naturlehre so geeignet sind1 uns eine ,vorstellung von dem ,wissensstand und den ,anschauungen zu geben1 die damals herrschten4 ,im gleichen ,sinne wie 99,porta99 und 99,schwenter99 wirkten whrend der ersten ,hlfte des #ag4 ,jahrhunderts in ,deutschland 99,athanasius ,kircher991 99,kaspar ,schott99 und andere ,mnner4 ,sie alle waren ,gelehrte von oft polyhistorischem ,wissen1 die uns wohl dickleibige1 zur ,beurteilung jener ,zeit wichtige ,folianten hinterlassen1 die ,wissenschaft selbst aber weder durch neue ,ideen1 noch durch ,entdeckungen bereichert haben4 ,insbesondere der gelehrte ,jesuit 99,kircher99 verdient mehr als bloe ,erwhnung4 99,athanasius ,kircher99 wurde in der ,nhe von ,fulda im ,jahre #afja geboren4 ,er wirkte als ,professor der ,mathematik zunchst an der ,universitt ,wrzburg1 spter in ,rom1 wo er #afhj starb4 ,von 99,kirchers99 zahlreichen ,schriften sind besonders drei hervorzuheben1 weil sie uns einen ,einblick in den damaligen ,zustand der ,naturwissenschaften gewhren4 ,es ist das ,werk vom ,licht und vom ,schatten 7,ars magna lucis et umbrae #afdf71 ferner ein ,werk ber den ,magnetismus 7,magnes1 sive de arte magnetica #afdc7 und drittens die fr die ,entwicklung der geologischen ,vorstellungen wichtige ,schrift ber ,die unterirdische ,welt 7,mundus subterraneus #affd74 ,in dem optischen ,werke 99,kirchers99 wird u4 a4 schon auf die ,fluoreszenz hingewiesen4 99,kircher99 nahm sie an dem wsserigen ,auszug wahr1 den man aus einem mexikanischen ,holz1 dem ,nierenholz1 herstellt#ida4 ,diese ,lsung zeigte im auffallenden ,lichte eine tiefblaue ,farbe1 whrend die ,flssigkeit beim ,hindurchblicken farblos wie ,brunnenwasser aussah4 ,unter ,umstnden erschien sie auch grn oder rtlich4 ,eine ,erklrung dieser auffallenden ,erscheinung vermochte 99,kircher99 nicht zu geben4 ,sehr ausfhrlich handelt er von dem bononischen 7,bologneser7 ,leuchtstein4 ,ein ,alchemist hatte den in der ,nhe von ,bologna vorkommenden ,schwerspat unter ,beimengung reduzierender ,mittel im ,ofen erhitzt und wahrgenommen1 da der ,rckstand im ,dunkeln leuchtet1 wenn er vorher von der ,sonne beschienen wurde4 ,die ,entdeckung#idb erregte1 wie begreiflich1 das grte ,aufsehen4 ,auch 99,galilei99 beschftigte sich damit4 ,er meinte1 sie spreche deutlich gegen die ,ansicht1 da das ,licht eine unkrperliche ,qualitt sei1 weil der ,stein das ,sonnenlicht aufnehme1 als ob es ein ,krper wre1 und es nach und nach wieder zurckgebe4 99,kircher99 ist derselben ,meinung4 ,er stellte den ,bologneser ,stein her1 indem er den ,spat mit ,eiwei und ,leinl mischte und das ,gemenge glhte4 berraschende ,entdeckungen sind fast immer in ihrer ,tragweite berschtzt und zu khnen1 nicht stichhaltigen ,erklrungen verwertet worden4 ,dies gilt auch von dem ,bologneser ,leuchtstein4 ,so schrieb 99,kircher99 dem ,auge die gleichen ,eigenschaften zu1 die dieser ,stein besitzt1 um die von ihm zuerst geschilderten physiologischen oder subjektiven ,farben zu erklren4 ,gemeint ist die ,erscheinung1 da das ,auge1 nachdem es lngere ,zeit auf farbige ,gegenstnde und dann auf eine weie ,flche gerichtet wird1 die ,umrisse jener ,gegenstnde in gewissen ,farben erblickt4 ,dies sollte daher rhren1 da das ,auge1 wie der ,leuchtstein1 das ,licht einsauge und es allmhlich wieder ausstrahle4 ,ein ,zeitgenosse 99,kirchers99 suchte sogar das graue ,licht des von der ,sonne nicht beleuchteten ,teiles der ,mondoberflche durch die ,annahme zu erklren1 da auch der ,mond ein ,bologneser ,stein sei4 ,von gutem ,beobachtungsvermgen zeugen 99,kirchers99 ,bemerkungen ber den ,farbenwechsel des ,chamleons4 ,er brachte das ,tier auf weie und rote ,tcher und zeigte1 da sein ,farbenwechsel dadurch beeinflut wird4 ,bei 99,kircher99 begegnet uns ferner eine genaue ,beschreibung der ,laterna magica4 ,man hat ihn daher als den ,erfinder dieses ,apparats bezeichnet1 wahrscheinlich aber mit ,unrecht#idc4 99,kircher99 bediente sich schon der transparenten ,glasbilder4 ,ein erbauliches ,beispiel fr seinen theologischen ,eifer mge nicht unerwhnt bleiben4 ,die ,zauberlaterne erscheint ihm nmlich als ein vortreffliches ,mittel1 ,gottlose durch ,vorfhrung des ,teufels auf den rechten ,weg zurckzubringen4 99,kirchers99 ,werk ber den ,magneten steht hinter der viel frher erschienenen1 den gleichen ,gegenstand behandelnden ,schrift des ,englnders 99,gilbert99 weit zurck4 ,hervorzuheben ist 99,kirchers99 ,verfahren1 mittelst der ,wage die ,tragkraft des ,magneten zu bestimmen4 ,auch stellt er die durch ,jesuitenmissionre im ,auslande gemachten ,beobachtungen ber ,gre und nderungen der ,deklination in einer ,tabelle zusammen4 ,wie kritiklos indessen auch auf diesem ,gebiete 99,kircher99 und 99,schwenter99 hufig verfahren1 geht daraus hervor1 da sie die alte ,fabel1 da der ,magnet durch gewisse ,pflanzen seine ,kraft verliere1 ohne ,nachprfung aufnehmen4 ,der ,magnet verliert1 sagt 99,schwenter991 durch ,feuer und durch ,knoblauch seine ,kraft4 ,wie die ,erfahrung bezeugt setzt er sogar hinzu4 ,wie 99,schwenter99 handelt 99,kircher99 im brigen bei der ,besprechung der magnetischen ,erscheinungen oft von ,spielereien1 deren ,schilderung mit starken bertreibungen und ,fabeln aller ,art durchsetzt ist4 ,beide ,schriftsteller errtern beispielsweise die ,mglichkeit1 vermittelst des ,magneten eine ,art ,telegraphie zu bewerkstelligen4 ,zwei ,personen1 von denen die eine in ,paris1 die andere in ,rom sein knne1 msse man mit krftigen ,magneten ausrsten4 ,bei gengender ,strke werde der eine ,magnet auf den anderen zu wirken vermgen4 ,es sei dann nur erforderlich1 unter jeder ,nadel eine ,scheibe mit ,buchstaben anzubringen4 ,der ,sprechende habe nur seine ,nadel auf die verschiedenen ,buchstaben einzustellen1 um die ,nadel des ,empfngers zu den gleichen ,einstellungen zu veranlassen4 ,kurz1 es ist der ,grundgedanke des ,zeigertelegraphen1 der uns hier entwickelt wird4 ,nur schade1 da das ,mittel zur bertragung nicht ausreichte4 ,das sah auch 99,schwenter99 ein1 denn er fgt hinzu3 ,die ,invention ist schn1 aber ich achte nicht davor1 da ein ,magnet solcher ,tugend auf der ,welt gefunden werde4 ,das bedeutendste ,ereignis der folgenden ,periode ist die ,begrndung der ,dynamik durch 99,galilei994 ,auch dies geschah nicht unvermittelt4 ,fanden sich schon bei 99,lionardo da ,vinci99 klare1 wenn auch noch nicht hinreichend durchgearbeitete ,begriffe auf diesem ,gebiete der ,physik1 z4 ,b4 bezglich des ,fallens ber die schiefe ,ebene#idd vor1 so mehren sich die ,anstze1 je weiter wir uns dem ,auftreten 99,galileis99 nhern4 ,vor allem greift eine bessere1 schon auf physikalischen ,grundstzen beruhende ,auffassung der ,wurfbewegung ,platz4 ,man erkennt1 da die ,bahn des geworfenen ,krpers eine einzige krumme ,linie ist1 nicht aber aus geraden und krummen ,stcken besteht1 wie die ,peripatetiker behaupteten1 sowie da die grte ,wurfweite bei einem ,elevationswinkel von #de erzielt wird#ide4 ,auch die ,meinung der ,aristoteliker1 da ein ,krper um so schneller falle1 je schwerer er ist1 wird schon vor 99,galilei991 der sie glnzend widerlegt1 durch den ,italiener 99,tartaglia99 erschttert4 ,dieser lehrte1 da ,krper von verschiedenem ,gewicht beim freien ,fall in gleichen ,zeiten gleiche ,strecken zurcklegen1 sowie da ein im ,kreise geschwungener ,gegenstand beim ,aufhren der ,zentralbewegung sich in tangentialer ,richtung fortbewegt4 ,obwohl man solche ,vorarbeiten als die ,anzeichen des beginnenden ,umschwunges hoch bewerten mu1 ist doch erst 99,galilei99 als der eigentliche ,begrnder der ,dynamik zu betrachten1 weil durch ihn wie mit einem ,schlage fast alles beseitigt wurde1 was jener ,wissenschaft an ,verschwommenheit und aristotelischer ,betrachtungsweise noch anhaftete4 ,fr die ,chemie sollte ein entsprechender ,fortschritt noch lange auf sich warten lassen4 ,zwar wurde er hier durch anerkennenswerte ,leistungen weit mehr vorbereitet als die fast unvermittelt uns entgegentretenden ,errungenschaften 99,galileis994 ,die ,umgestaltung zur exakten ,wissenschaft vollzog sich aber trotzdem auf dem ,gebiete der ,chemie erst im ,verlauf des #ah4 ,jahrhunderts4 ,whrend nmlich die ,grundlagen der ,mathematik1 der ,astronomie und der ,statik der neueren ,epoche schon in wissenschaftlicher ,gestalt vom ,altertum berliefert wurden1 war die ,alchemie1 deren ,grundlagen zwar auch im ,altertum1 wenn auch erst in den letzten ,jahrhunderten dieses ,zeitraums entstanden1 doch im wesentlichen ein ,erzeugnis des ,mittelalters und1 dem ,hange jener ,zeit entsprechend1 durch mystische ,zustze stark getrbt4 ,wie 99,roger ,bacon99 und 99,albertus ,magnus99 wandelten die ,vertreter der ,chemie zu ,beginn der neueren ,zeit noch ganz in den vom ,mittelalter vorgezeichneten ,bahnen4 ,an den ,stein der ,weisen1 dessen ,herstellung nach wie vor das ,hauptziel aller ,bemhungen blieb1 knpfte man die abenteuerlichsten ,hoffnungen4 ,der ,stein sollte nicht nur1 wie bei den lteren ,alchemisten1 beim ,zusammenschmelzen mit unedlen ,metallen ,gold erzeugen1 und zwar unbegrenzte ,mengen1 oder wenigstens #ajjj #ajjj ,teile1 sondern er sollte auch das ,leben verlngern1 dem ,alter die ,jugend zurckgeben und alle ,krankheiten heilen4 ,doch begegnen uns diese ,vorstellungen auch schon in weit frherer ,zeit#idf4 ,von der berzeugung1 da die ,darstellung der ,materia prima gelungen1 und ,gold mit ihrer ,hilfe dargestellt sei1 war man brigens fest durchdrungen4 ,die ,alchemie erlangte sogar eine gewisse politische ,bedeutung4 ,an den ,frstenhfen besaen ,mnner1 die sich angeblich im ,besitze des ,geheimnisses befanden1 groen ,einflu4 ,nachdem z4 ,b4 die englische ,regierung die ,gelehrten und die ,geistlichen aufgefordert hatte1 die ,hilfe ,gottes zu erflehen1 damit die ,herstellung des ,steins der ,weisen endlich gelinge und man die ,staatsschulden bezahlen knne#idg1 gedieh die ,sache bald darauf schon weiter4 ,dasselbe ,land nahm nmlich keinen ,anstand1 aus alchemistischem ,golde geprgte ,mnzen in ,umlauf zu bringen4 ,doch war man1 zumal in den geschdigten ,nachbarlndern1 aufgeklrt genug1 um bald zu erkennen1 da es sich hier um eine arge ,tuschung handelte#idh4 ,so bildete denn whrend des langen ,zeitraums von mehr als einem ,jahrtausend das ,suchen nach ,gold#idi die treibende ,kraft fr die chemische ,wissenschaft4 ,denn als eine ,wissenschaft mssen wir die ,chemie auf jener ,entwicklungsstufe gelten lassen1 wenn auch als eine rein empirisch betriebene4 ,wurden doch whrend dieses ausgedehnten ,zeitraums eine unbersehbare ,flle von ,tatsachen ber das chemische ,verhalten der ,krper beobachtet1 eine ,unzahl neuer ,verbindungen hergestellt1 die wichtigsten chemischen ,operationen ausgebildet1 kurz eine breite ,grundlage geschaffen1 die fr die sptere ,errichtung eines ,lehrgebudes ganz unerllich war4 ,wir drfen ferner bei der ,beurteilung der ,alchemisten nicht vergessen1 da viele von ihnen von einem heien1 wenn auch noch unklaren ,streben nach dem ,eindringen in die fr sie mit dem tiefen ,schleier des ,geheimnisvollen und ,unerklrlichen verhllte ,natur erfllt waren und weiter1 da auch heute noch die ,hoffnung auf materiellen ,gewinn oder wenigstens auf ,nutzen fr das ,gemeinwohl fr sehr viele wissenschaftliche ,unternehmungen1 insbesondere fr diejenigen1 welche der ,staat mit seinen ,mitteln frdert1 die wichtigste ,triebfeder ist4 ,zu den eifrigsten ,beschtzern der ,alchemisten und der ,astrologen gehrte der deutsche ,kaiser 99,rudolf ,,ii4991 der auf den ,lebensgang des groen 99,kepler99 einen solch tiefgreifenden ,einflu ausgebt hat4 ,als 99,rudolf ,,ii499 im ,jahre #afab starb1 fand man in seinem ,nachla groe ,mengen ,gold und ,silber1 die als ,erzeugnisse der alchemistischen ,kunst betrachtet wurden4 ,wenige ,jahre spter berichtet 99van ,helmont991 ein ,mann1 von dessen ,ehrlichkeit in wissenschaftlichen ,dingen wir berzeugt sein drfen1 der aber ein ganz unklarer ,phantast war1 da es ihm gelungen sei1 acht ,unzen ,quecksilber mit #a_/d ,gran der gesuchten ,substanz1 die auf eine etwas mysterise ,weise in seine ,hnde gelangt war1 in ,gold zu verwandeln4 ,unter den ersten1 die sich von der ,alchemie1 wie auch von der ,astrologie1 abwandten1 ist der an anderer ,stelle wegen seiner ,verdienste um die ,geologie genannte ,franzose 99,palissy99 7#aeaj bis #aeij7 zu nennen4 ,fr seinen ,zeitgenossen 99,rabelais99 waren die ,astrologen und die ,alchemisten sogar ein unerschpflicher ,gegenstand beienden ,spottes4 ,etwa zur selben ,zeit wandte sich auch 99,lionardo da ,vinci99 gegen die lgnerische und verderbliche ,kunst der ,alchemie und ihre betrgerischen ,anhnger4 ,er bestritt1 da ,schwefel und ,quecksilber ,bestandteile der ,metalle seien und erklrte die knstliche ,darstellung des ,goldes fr ebenso unmglich wie die ,quadratur des ,kreises und das ,perpetuum mobile#iej4 ,da die alchemistischen ,bestrebungen stets von neuem ,nahrung fanden1 und sich bis in das #ah4 ,jahrhundert#iea hinein fortsetzen konnten1 so da wir auf sie noch zurckkommen mssen1 darf unter solchen ,umstnden nicht wundernehmen4 ,die ,chemie erhielt jedoch in dieser ,periode1 wenn sich ihr ,gesamtcharakter zunchst auch wenig nderte1 eine ,anregung1 die fr ihre weitere ,entwicklung von ,bedeutung werden sollte4 ,als zweite wichtige1 die ,erzeugung des ,steines der ,weisen immer mehr in den ,hintergrund drngende ,aufgabe wurde es nmlich betrachtet1 geeignete ,prparate zum ,heilen der ,krankheiten herzustellen4 ,es beginnt damit das ,zeitalter der medizinischen oder ,jatrochemie4 ,der ,hauptvertreter der ,jatrochemie war 99,paracelsus994 ,dieser merkwrdige ,mann1 dessen ,lebenslauf hier nicht eingehender betrachtet werden kann1 wenn er auch ein ,stck ,kulturgeschichte zu entrollen geeignet ist1 wurde im ,jahre #adic zu ,einsiedeln in der ,schweiz geboren4 99,theophrastus ,paracelsus99 7von ,hohenheim7 bekleidete eine ,zeitlang eine ,professur in ,basel1 fhrte jedoch im brigen ein unsttes ,leben1 bis er #aeda gnzlich mittellos starb4 ,sein ganzes ,auftreten kennzeichnet ihn als einen ,vertreter des reformatorischen ,geistes jener ,zeit1 der sich keineswegs auf das kirchliche ,gebiet beschrnkte4 ,insbesondere wandte sich 99,paracelsus99 gegen die anerkannten wissenschaftlichen ,autoritten1 die bislang auf dem ,gebiete der ,chemie und dem der ,medizin gegolten hatten4 99,paracelsus99 spricht es unumwunden aus1 da der wahre ,zweck der ,chemie nicht darin bestehe1 ,gold zu machen1 sondern da es ihre ,aufgabe sei1 ,arzneien zu bereiten1 die man bis dahin nach dem ,vorgange 99,galens99 fast ausschlielich dem ,pflanzenreiche entnommen hatte4 ,in etwas theatralischer ,weise bergab 99,paracelsus991 als er seine ,vorlesungen in ,basel gegen alles ,herkommen in deutscher ,sprache erffnete1 ltere ,werke1 deren ,inhalt er bekmpfte1 den ,flammen4 ,und zwar geschah dies1 bald nachdem 99,luther99 die ,brcke dadurch hinter sich vernichtet hatte1 da er die ppstliche ,bannbulle ffentlich verbrannte4 99,paracelsus99 hat bis vor kurzem als umherschweifender1 dem ,trunke ergebener ,charlatan gegolten4 ,die neuere 99,paracelsus99forschung#ieb hat mit dieser ,auffassung gebrochen4 ,der ,wandertrieb des 99,paracelsus99 ist aus einer grndlichen ,abkehr vom herkmmlichen ,bcherstudium und aus seinem ,triebe zur ,naturerkenntnis zu erklren4 99,paracelsus99 begrndet sein ihm oft zum ,vorwurf gemachtes ,verhalten mit folgenden ,worten3 ,mir ist not1 da ich mich verantworte von wegen meines ,landfahrens4 ,da ich so gar nirgends bleiblich bin1 zeichnet den ,weg derer1 die den ,bchern den ,rcken wenden und in die ,natur hinaustreten4 ,mein ,wandern hat mir wohl erschlossen1 da keinem sein ,meister im ,haus wachset noch seinen ,lehrer hinter dem ,ofen hat4 ,die ,knste sind nicht verschlossen in ,eines ,vaterland1 sondern ausgeteilt durch die ganze ,welt1 sie sind nicht in einem ,menschen oder an einem ,ort1 sie mssen zusammengeklaubt werden und gesucht1 da sie sind4 ,die ,kunst geht keinem nach1 aber ihr mu nachgegangen werden4 ,wie mag hinter dem ,ofen ein guter ,kosmographus wachsen oder ein ,geograph8 ,an einer andern ,stelle sagt er3 ,die ,weisheit ist eine ,gabe ,gottes4 ,da er sie hingibt1 in demselbigen soll man sie suchen4 ,also auch da er die ,kunst hinlegt1 da soll sie gesucht werden 444 ,die ,schrift wird erforschet durch ihre ,buchstaben1 die ,natur aber von ,land zu ,land1 so oft ein ,land so oft ein ,blatt4 ,also ist ,codex ,naturae1 also mu man ihre ,bltter umkehren#iec4 99,paracelsus99 verhielt sich den ,anhngern 99,luthers99 und 99,zwinglis99 gegenber ebenso ablehnend wie gegen das ,papsttum und seine ,lehre4 ,er stand ber den kirchlichen ,streitereien seiner ,zeit4 ,seine ,frmmigkeit war eine rein menschliche1 sein ,herz erfllt von der ,liebe zum ,nchsten4 ,diese solle die ,berufsttigkeit des ,arztes durchdringen#ied4 ,am grten ist der ,einflu des 99,paracelsus99 auf die damalige1 hufig nur auf verderbter berlieferung der alten ,literatur beruhende ,heilkunde gewesen4 ,die ,werke 99,galens991 das hervorragendste ,erzeugnis der antiken ,heilwissenschaft1 hatten nmlich einen groen ,umweg gemacht1 um nach ,mitteleuropa zu gelangen4 ,die ,araber hatten sie berliefert4 ,die ,erluterungen waren vorzugsweise in ,spanien und ,italien entstanden1 und schlielich waren 99,galens99 ,werke noch in jenes barbarische ,latein bertragen1 das vor dem ,emporblhen des ,humanismus die ,schriftsprache der mitteleuropischen ,universitten war4 ,als ,lehrbuch wurde besonders der um das ,jahr #ajjj entstandene ,kanon des 99,avicenna99 7,ibn ,sina7 benutzt1 ein umfangreiches ,werk1 welches das ,ganze der antiken und frhmittelalterlichen ,chemie und ,medizin umfate#iee4 ,diesem ,zustande machte 99,paracelsus99 durch sein khnes ,auftreten ein ,ende4 ,er war es1 der zuerst die in bloer ,buchgelehrsamkeit erstarrte ,heilkunde wieder als reine ,erfahrungswissenschaft auffassen lehrte#ief4 ,im ,verkehr mit ,bergleuten1 ,handwerkern und den auf sich angewiesenen1 der ,natur noch unbefangen gegenberstehenden ,bewohnern einsamer ,wlder und ,gebirge sammelte er seine ,kenntnisse4 ,der ,natur msse man nachgehen von ,land zu ,land1 und die ,augen1 die an der ,erfahrenheit ,lust htten1 seien die wahren ,professoren4 ,in 99,paracelsus99 lebte ein tiefer ,geist1 der aber von dem einen ,punkte1 den er ergriffen1 die ,welt erobern zu knnen meinte3 viel zu weit ausgreifend1 selbstgengsam1 trotzig und phantastisch#ieg4 ,auf die wunderlichen medizinischen ,vorstellungen des 99,paracelsus99 nher einzugehen1 nach denen z4 ,b4 eine schaffende ,kraft alle ,lebensttigkeiten regelt1 ihrerseits aber wieder in einem engen ,zusammenhange mit den ,gestirnen steht1 verbietet sich von selbst4 ,die ,verbindung der ,heilkunde mit der ,chemie ergibt sich nach 99,paracelsus99 daraus1 da die ,krankheiten auf nderungen in der chemischen ,zusammensetzung des ,krpers zurckzufhren seien4 ,chemisch wirksame ,mittel mten also den normalen ,zustand wieder herbeifhren knnen4 ,alle ,krankheiten sind von diesem ,gesichtspunkte aus entweder durch ,zufuhr oder durch ,beseitigung des im gegebenen ,falle in ,betracht kommenden ,elementes heilbar4 ,fieber wird auf ein berwiegen von ,sulfur 7,schwefel71 ,gicht auf die ,ausscheidung von ,mercurius 7,quecksilber7 zurckgefhrt1 ,elemente1 die nach der ,lehre des 99,paracelsus99 neben ,sal 7,salz7 die ,grundbestandteile aller ,dinge sind4 ,kupfervitriol1 ,quecksilberchlorid1 die schon vor 99,paracelsus99 als ,heilmittel empfohlenen ,verbindungen des ,antimons und zahlreiche andere1 teils giftige1 teils ungiftige ,prparate wandern damit in das ,arsenal der rztlichen ,heilmittel4 ,aus den oben genannten drei ,elementen sind nach 99,paracelsus99 alle ,mineralien1 ,pflanzen und ,tiere zusammengesetzt4 ,es ist im wesentlichen die alte1 auf die aristotelischen ,elemente zurckzufhrende ,lehre der ,alchemisten4 ,der ,sulfur war fr 99,paracelsus99 das ,prinzip der ,verbrennlichkeit1 ,mercurius bedingte die ,verflchtigung1 ,sal endlich galt als der feuerbestndige ,anteil1 der nach dem ,verbrennen brig bleibt4 ,seit dem ,zeitalter der ,jatrochemie entwickelt sich der ,stand der chemisch vorgebildeten ,pharmazeuten1 aus dem manches fr den weiteren ,ausbau der ,wissenschaft bedeutende ,talent hervorgegangen ist4 ,waren doch seit dem ,verschwinden der schwarzen ,kche der ,adepten bis gegen das ,ende des #ah4 ,jahrhunderts die ,apotheken vorzugsweise diejenigen ,sttten1 von denen die praktische ,beschftigung mit der ,chemie und die ,fortbildung dieser ,wissenschaft ihren ,ausgang nahmen4 ,schon ,kaiser 99,friedrich ,,ii499 erlie eine ,verordnung1 nach der die ,arznei genau nach ,vorschrift des ,arztes und zwar zu einem bestimmten ,preise herzustellen war4 ,in ,deutschland entstanden die ersten eigentlichen ,apotheken erst gegen die ,mitte des #ac4 ,jahrhunderts4 ,die ,einrichtung breitete sich indessen nur langsam aus1 denn die ,grndung der ersten ,apotheke in ,berlin erfolgte erst im ,jahre #adhh4 ,weit spter folgten die nordischen ,lnder 7,schweden #aeeb7ieh4 ,mit der ,entwicklung der ,chemie ist das ,emporblhen der ,mineralogie stets eng verknpft gewesen4 ,um #aejj begegnet uns das erste1 sogar deutsch geschriebene mineralogische ,lehrbuch1 das nicht ein bloer ,abklatsch der aus dem ,altertum berkommenen ,werke ist1 sondern ,selbstndigkeit und ,beobachtungsgabe verrt4 ,es fhrt den ,namen ,bergbchlein#iei und wurde dem lange ,zeit als ,verfasser zahlreicher chemischer ,schriften geltenden 99,basilius ,valentinus99 zugeschrieben4 ,wir haben es indessen bei diesem nicht mit einer historischen1 sondern mit einer erst spter 7um #afjj7 erdichteten ,persnlichkeit zu tun4 ,auch 99,paracelsus99 schrieb ber die ,mineralien4 ,als der eigentliche ,vater der neueren ,mineralogie ist jedoch 99,georg ,bauer99 zu betrachten4 ,er wurde #adid in ,zwickau geboren1 wo er auch einige ,jahre als ,rektor einer ,schule vorstand1 und nannte sich1 nach der damaligen ,gelehrtenmode seinen ,namen latinisierend1 99,agricola994 ,spter studierte er in ,leipzig und ,italien ,heilkunde und wirkte von #aebg an zuerst in ,joachimstal1 spter in ,chemnitz als ,arzt4 ,er starb im ,jahre #aeee4 ,das ,interesse fr den ,bergbau und das ,httenwesen seiner ,heimat bewogen 99,agricola991 die ,zeit1 welche der ,beruf ihm brig lie1 auf die ,beobachtung jener ,zweige der ,gewerbttigkeit zu verwenden und alles1 was er vorfand1 mit den mineralogischen ,kenntnissen der ,alten1 deren ,schriften ihm bekannt waren1 zu vergleichen4 99,agricolas99 ,aufmerksamkeit wurde auch dadurch auf die ,mineralogie gelenkt1 da in der alten ,literatur metallische ,heilmittel erwhnt werden1 deren man sich besonders bei ueren ,krankheiten bediente4 ,er sammelte daher alle mineralogischen ,kenntnisse der ,alten in der ,hoffnung1 damit seinen1 im gewerblichen ,leben stehenden ,zeitgenossen ntzen zu knnen4 ,zu seinem ,erstaunen ward er aber gewahr1 da ohne jedes ,zutun der zunftmigen ,wissenschaft in den deutschen ,gebirgslndern eine ,kenntnis der ,metalle1 ,mineralien und ,gesteine1 sowie der metallurgischen ,prozesse entstanden war1 die eine neue1 den ,alten fast unbekannte ,welt bedeutete4 ,es galt nur1 die ,erfahrungen1 ,entdeckungen und ,erfindungen1 die man im ,verlauf des ,mittelalters gemacht hatte1 in der ,sprache der ,gelehrten darzustellen1 um so eine neue ,wissenschaft den frheren anzureihen4 ,dies getan zu haben und zwar mit eigener ,einsicht und dem unabhngigen ,eifer1 der allein wissenschaftliche ,erfolge zu sichern vermag1 ist 99,agricolas99 ,verdienst4 ,er hatte das ,glck1 nicht ,anfnge oder zweifelhafte ,versuche1 sondern erprobte und zusammenhngende ,kenntnisse1 beinahe ,systeme der ,mineralogie und der ,metallurgie darbieten zu knnen1 die eine ,grundlage der spteren ,studien geworden sind#ifj4 ,als berzeugter ,anhnger der ,alchemie kann 99,agricola99 nicht betrachtet werden4 ,jedenfalls sprach er sich offen gegen ihre ,grundlehre aus1 da die ,metalle aus ,sulfur und ,mercurius bestnden4 ,auch uerte er sich ber die ,mglichkeit der ,metallverwandlung sehr zurckhaltend4 ,die ,ergebnisse seiner ,bemhungen legte 99,agricola99 in mehreren ,schriften nieder1 die1 wie 99,werner991 der ,lehrer 99,alexanders von ,humboldt99 und 99,leopolds von ,buch99 dankbar anerkannte1 das ,fundament der ,mineralogie bis zur neuesten1 insbesondere durch die drei genannten ,forscher begrndeten ,epoche dieser ,wissenschaft gewesen sind4 ,das bedeutendste unter den ,werken 99,agricolas99 ist das erst im ,jahre #aeef vier ,monate nach dem ,tode des ,verfassers erschienene ,bergwerksbuch#ifa4 ,es bietet ein vollstndiges ,bild des damaligen ,berg- und ,httenwesens1 sowie der ,probierkunde und enthlt zahlreiche treffliche ,holzschnitte1 die nicht nur die httenmnnischen ,prozesse1 sondern auch geologische ,einzelheiten1 wie ,erzgnge1 ,durchsetzungen1 ,verwerfungen usw4 darstellen4 ,illustration3 ,abb4 #fc4 ,httenwerk nach ,agricola4 ,die ,verwendung des ,kompasses zu bergmnnischen ,zwecken wird in dem ,buche zum ersten ,male geschildert4 99,agricola99 bringt auch eine ,abbildung des bergmnnischen ,kompasses4 ,das ,verfahren1 mit seiner ,hilfe ,gruben anzulegen nennt er ,marktscheidern4 ,etwas spter begegnet uns die erste ausfhrliche ,anleitung zu dieser ,kunst#ifb4 ,die maschinellen ,einrichtungen1 die 99,agricola99 beschreibt1 unterscheiden sich nur wenig von den aus dem ,altertum bekannten4 ,doch tritt schon deutlich das ,bemhen hervor1 an die ,stelle der ,menschenkraft diejenige der ,tiere oder der unorganischen ,natur zu setzen4 ,die ,pumpen z4 ,b4 werden durch ,wasserkraft betrieben1 ebenso grere ,hmmer1 wie die aus 99,agricolas99 ,werk herrhrende ,abb4 #fc erkennen lt4 ,die ,ventilationsapparate werden durch den ,wind in ,bewegung gesetzt usw4 ,man fate also im ,mittelalter die groen ,aufgaben1 welche der ,technik harrten1 schon ins ,auge1 wenn auch die ,lsungen1 zu denen man gelangte1 noch recht unvollkommen waren#ifc4 ,von den neueren metallurgischen ,verfahrungsweisen erwhnt 99,agricola99 auch den ,amalgamationsproze1 der fr die ,ausbeutung der neuentdeckten1 an ,gold und ,silber reichen ,lnder ,amerikas spter eine solch groe ,bedeutung gewinnen sollte4 ,zwar war man schon im ,altertum mit dem ,verhalten des ,quecksilbers gegen ,gold und ,silber bekannt4 ,die ,verwendung des erstgenannten ,metalles zur ,gewinnung der ,edelmetalle aus dem ,muttergestein blieb jedoch der ,neuzeit vorbehalten4 ,erfunden ist das ,amalgamationsverfahren in ,deutschland#ifd4 ,in groem ,mastabe wurde es aber zuerst in ,mexiko#ife und in ,peru#iff angewandt4 99,d',acosta99 beschrieb es in seiner ,natur- und ,sittengeschichte ,indiens#ifg1 die uns auch ber die ersten ,entdeckungen auf botanischem und zoologischem ,gebiete ,auskunft gibt4 ,das ,silbererz wurde der ,einwirkung von ,kochsalz und ,quecksilber ausgesetzt und das gewonnene ,amalgam durch ,erhitzen zerlegt4 99,agricola99 bringt auch ,mitteilungen ber das ,erdl#ifh4 ,zu der ,zeit1 als 99,agricola99 schrieb1 glaubte man noch allgemein1 die ,welt sei noch heute im wesentlichen in dem ,zustande1 in dem ,gott sie erschaffen habe4 ,war es doch kein geringes ,wagnis1 dem in der ,bibel enthaltenen ,schpfungsbericht zu widersprechen1 an dem selbst die ,gebildeten damals blindlings festhielten#ifi4 ,dem gegenber vertrat 99,agricola99 die ,anschauung1 da die ,gesteine und die ,mineralien den ,naturkrften ihren ,ursprung verdanken4 ,durch welche ,krfte er sich die ,berge entstanden denkt1 schildert er mit folgenden ,worten#igj3 ,da wir sehen1 da die ,gnge durch das ,gestein der ,gebirge gehen1 so mu ich zunchst die ,entstehung der letzteren und darauf den ,ursprung der ,gnge auseinandersetzen4 ,die ,hgel und die ,berge werden durch zwei ,ursachen hervorgebracht1 nmlich durch den ,andrang der ,gewsser und durch die ,kraft der ,winde4 ,zerstrt und aufgelst werden die ,hgel und die ,berge durch drei ,ursachen1 denn zu den beiden soeben genannten kommt noch die innere ,glut der ,erde hinzu4 ,da die ,gewsser die meisten ,berge erzeugen1 liegt klar vor ,augen4 ,sie splen zunchst die weiche ,erde fort4 ,dann reien sie die hrtere ,erde weg und endlich wlzen sie die ,steine herab4 ,indem sie auf diese ,weise ,hhlungen hervorrufen1 bewirken sie in vielen ,menschenaltern1 da das stehenbleibende ,land bedeutend hervorragt4 ,von dem steilen ,abhang solcher ,hervorragungen werden dann durch hufige ,regengsse erdige ,massen so lange abgelst1 bis sich ein steiler ,abhang in einen geneigten verwandelt4 99,agricola99 schildert somit schon ganz zutreffend den talbildenden ,vorgang1 den man als ,erosion bezeichnet1 sowie die ,abtragung der ,gebirge4 ,htte er schon eine ,vorstellung von der gebirgsbildenden ,ttigkeit des ,vulkanismus gehabt1 so wrden seine ,anschauungen sich den heutigen noch mehr genhert haben4 ,er fhrt dann fort3 ,auch die ,vertiefungen1 die jetzt die ,meere aufnehmen1 waren einst nicht smtlich vorhanden4 ,an vielen ,stellen war ,land1 bevor die ,kraft der ,winde das in der ,brandung aufbrausende ,meer in das ,land hineintrieb4 ,in gleicher ,weise zerstrt auch der ,andrang der ,gewsser die ,hgel und die ,berge vollstndig4 ,obgleich all diese ,vernderungen in groem ,mae stattfinden1 bemerkt man sie gewhnlich nicht1 da sie infolge der langen ,zeitrume1 die sie beanspruchen1 aus dem ,gedchtnis der ,menschen schwinden4 ,diese ,worte erinnern an diejenigen des 99,aristoteles99 7,s4 #abd71 den 99,agricola99 an vielen ,stellen seiner ,schriften zitiert4 ,auch 99,avicenna99 7,s4 #cab7 hat eine ,theorie der ,entstehung der ,gebirge gegeben1 die mit derjenigen 99,agricolas99 fast bereinstimmt1 weil beide direkt oder durch ,vermittlung auf dieselben alten ,schriftsteller zurckgingen4 ber die ,ansichten 99,avicennas99 berichtet 99,lyell99#iga4 ,danach erwhnt 99,avicenna99 als ,ursache der ,gebirgsbildung die ,erdbeben1 durch die ,land erhoben wird und einen ,berg bildet4 ,eine weitere ,ursache ist nach ihm wie nach 99,agricola99 die ,aushhlung durch ,wasser1 wodurch ,hohlrume entstehen und bewirkt wird1 da das angrenzende ,land hervorragt und ein ,gebirge bildet4 ,die zur ,zeit des ,wiederauflebens der ,wissenschaften unter dem ,einflu der antiken ,schriftsteller entstandenen geologischen ,elemente fanden ihre ,fortsetzung besonders durch 99,steno991 von dem an einer spteren ,stelle die ,rede sein wird4 ,ein ,jahrzehnt vor dem ,erscheinen des ,bergwerksbuches verffentlichte 99,agricola99 sein grundlegendes ,buch ber die ,mineralien#igb4 ,in diesem ,werk begrndete er das erste1 auf den uerlichen ,kennzeichen beruhende ,verfahren zum ,bestimmen der ,mineralien4 ,trotz aller ,unvollkommenheiten verdient es doch ,beachtung1 weil die spteren ,versuche von dem ,system 99,agricolas99 ausgingen4 99,agricola99 bercksichtigt ,farbe1 ,glanz1 ,durchsichtigkeit1 ,geschmack1 ,geruch und die ,wirkung auf den ,tastsinn 7,fettigkeit1 ,gltte1 ,rauhigkeit usw474 ,ferner kommen fr ihn als ,mittel zur genauen ,beschreibung der ,mineralien die ,zhigkeit1 ,biegsamkeit1 ,schwere und ,spaltbarkeit in ,betracht4 ,seine ,angaben ber die ,gestalt der ,mineralien sind noch sehr unbestimmt4 ,er unterscheidet tafelfrmige1 eckige 7drei- bis sechseckige und vieleckige7 und gewissen ,gegenstnden hnliche ,mineralien 7pfeilfrmig1 sternfrmig1 linsenfrmig usw474 ,die ,brauchbarkeit dieser bersicht wurde fr sptere ,mineralogen dadurch erhht1 da jedes der erwhnten ,kennzeichen nicht nur angegeben1 sondern durch typische ,mineralien erlutert und auf diese ,weise gute ,vergleichspunkte geschaffen wurden4 ,schon whrend des ,altertums hatte man die ,versteinerungen von den ,mineralien unterschieden und erstere ganz richtig als die berreste organischer ,wesen gedeutet4 ,im ,mittelalter dagegen war man auf ,grund der aristotelischen ,lehre von der elternlosen ,zeugung niederer ,tiere zu der sonderbaren ,vorstellung gelangt1 da die ,versteinerungen einem im ,erdinnern wirkenden ,bildungstrieb1 einer vis plastica oder formativa1 ihren ,ursprung verdankten#igc4 ,es dauerte ,jahrhunderte1 bis die im #ae4 ,jahrhundert wieder auflebende ,wissenschaft sich von dieser ,lehre frei zu machen wute4 ,ihren letzten ,auslufern begegnen wir sogar noch um die ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts4 ,nach 99,agricolas99 ,auffassung waren also die ,versteinerungen berreste von ,organismen4 ,insbesondere macht 99,agricola99 diesen ,ursprung fr fossiles ,holz1 ,blattabdrcke1 ,knochen und die bekannten ,fischabdrcke des ,mannsfelder ,kupferschiefers geltend4 ,dagegen hlt er die in den ,gesteinen eingeschlossenen ,muscheln1 ,ammonshrner und ,belemniten fr verhrtete ,wassergemenge4 ,auch in ,frankreich und in ,italien1 wo es geringere ,schwierigkeiten bot1 die hnlichkeit fossiler ,konchylien mit noch jetzt in den benachbarten ,meeren lebenden ,arten zu erkennen1 neigten aufgeklrte ,zeitgenossen 99,agricolas99 der richtigen ,annahme zu1 da die ,versteinerungen organischen ,ursprungs seien4 ,erst als die ,geologie ihr ,hauptziel in der ,deutung des mosaischen ,schpfungsberichtes erblickte und die ,versteinerungen fr die wichtigsten ,zeugen der ,sintflut ausgab1 fand diese ,lehre allgemeinen ,anklang4 ,die heute geltende ,ansicht findet sich wohl zuerst bei 99,lionardo da ,vinci99 und vor allem bei dem in ,verona lebenden ,arzt 99,fracastoro99 7#adhc-aeec7 ganz klar ausgesprochen4 ,als man in ,verona1 bei der ,errichtung von ,bauten1 ,muscheln aus dem ,erdinnern zutage frderte1 erklrte 99,fracastoro991 da es sich hier weder um die ,schpfungen einer vis plastica noch um ,zeugen der ,sintflut handeln knne4 ,etwaige ,beweisstcke einer allgemeinen berflutung mten nmlich1 wie er ausfhrt1 die ,oberflche der ,erde bedecken1 whrend die gefundenen ,dokumente tief im ,boden gefunden seien4 ,als einzige ,annahme bleibe brig1 da die ,versteinerungen von ,geschpfen herrhren1 die an der ,stelle1 wo sie sich befinden1 frher gelebt haben und so erkennen lassen1 da das ,meer einst dort wogte1 wo jetzt festes ,land ist4 ,um die ,mitte des #af4 ,jahrhunderts begegnen uns auch die ersten1 mit ,abbildungen versehenen ,werke ber ,versteinerungen1 unter denen dasjenige 99,gesners991 des deutschen 99,plinius991 hervorzuheben ist#igd4 ,allerdings gelangte auch er hinsichtlich der ,versteinerungen zu keiner klaren ,ansicht4 ,er vergleicht sie zwar mit ,pflanzen und ,tieren1 ohne sie indessen bestimmt als berreste organischer ,wesen anzusprechen#ige4 ,den ,standpunkt 99,fracastoros99 vertrat unter den ,schriftstellern1 die im #af4 ,jahrhundert ber ,gegenstnde der ,geologie schrieben1 vor allem der ,franzose 99,bernhard ,palissy994 ,in einem1 klares ,denken und vorurteilsfreie ,beobachtung bezeugenden ,werke weist er darauf hin#igf1 da manche ,versteinerungen den noch jetzt lebenden ,tieren und ,pflanzen gleichen und offenbar an ,orten entstanden sind1 die frher vom ,meere oder von sem ,wasser bedeckt waren#igg4 ,die hufig anzutreffende ,annahme1 da 99,lionardo da ,vinci991 99,fracastoro99 und 99,palissy99 lediglich durch eigenes1 vorurteilsfreies ,denken zu richtigen ,vorstellungen ber die ,versteinerungen und den ,wechsel von ,meer und ,land gekommen seien1 ist nicht zutreffend4 ,auch diese ,mnner empfingen die ,anregung zu ihren ,spekulationen ganz offenbar aus den ,schriften der ,alten1 besonders aus den ,bchern des 99,aristoteles991 welche der ,neuzeit die ,vorstellungen bermittelten1 zu denen die griechischen ,forscher1 besonders 99,demokrit991 in geologischen ,dingen gelangt waren4 99,palissy99 bedient sich in seinem ,discours admirable betitelten ,buche der ,form des ,dialogs4 ,seine eigenen ,ansichten legt er der ,praxis1 die gegnerischen der ,theorie in den ,mund4 ,auf einen ,einwurf der ,theorie antwortet 99,palissy993 ,wie wre es mglich1 da ,holz sich in ,stein verwandelt1 wenn es sich nicht lngere ,zeit in mineralhaltigen ,gewssern befunden htte4 ,wren letztere nicht ebenso flssig und fein wie die gewhnlichen1 so htten sie nicht in das ,holz eindringen und es in allen seinen ,teilen durchtrnken knnen1 ohne ihm irgendwie seine ursprngliche ,form zu nehmen4 ,wie das ,holz1 so wurden auch die ,muscheln in ,stein verwandelt1 ohne ihre ,form zu verlieren4 99,palissy99 war ein einfacher ,tpfer4 ,er hatte indessen bei dem gelehrten 99,cardanus99 gelesen1 da die ,schalen der ,muscheln an vielen ,orten dadurch versteinert seien1 da die ,substanz sich nderte1 whrend die ,form erhalten blieb#igh4 ,wie es kommt1 da die versteinerten ,organismen sich nicht nur an der ,oberflche der ,erde finden1 sondern das ganze ,gebirge durchsetzen1 schildert 99,palissy99 zutreffend mit folgenden ,worten3 ,die versteinerten ,organismen wurden an demselben ,orte erzeugt1 an dem wir sie finden und zwar zu einer ,zeit1 whrend sich an der ,stelle der ,felsen nur ,schlamm und ,wasser vorfand4 ,letzterer ist seitdem mit den ,organismen versteinert4 ,und zwar versteinerten die ,erde und der ,schlamm durch dieselbe ,kraft1 die auch die ,fossilien erzeugt hat1 nmlich durch die alles durchdringenden ,minerallsungen4 ,in einem ,punkte urteilt 99,palissy99 richtiger als 99,cardanus994 ,letzterer glaubte nmlich mit den meisten ,gelehrten seiner ,zeit1 soweit sie nicht die ,versteinerungen fr bloe ,naturspiele oder ,schpfungsbungen ,gottes hielten1 die versteinerten ,organismen seien berbleibsel einer die gesamte ,erde bis zu den ,spitzen der ,berge bedeckenden ,flut1 also gewissermaen ,zeugen der ,sintflut4 ,gegen diese ,ansicht wendet sich 99,palissy99 mit dem ,hinweis darauf1 da sich die ,fossilien nicht nur an der ,oberflche der ,erde befnden1 sondern auch an den tiefsten ,stellen1 an die man durch das ,ausbrechen der ,steine gelange4 ,durch welches ,tor1 fragt er seine ,gegner1 drang denn das ,meer ein1 um die ,fossilien in das ,innere der dichtesten ,felsen zu tragen8 #ac4 ,die ersten ,anstze zur ,neubegrndung der organischen ,naturwissenschaften4 ,nicht nur fr die anorganischen ,naturwissenschaften1 einschlielich der ,mineralogie und der ,geologie1 wurden im #af4 ,jahrhundert ,grundlagen geschaffen1 auf denen sich mit ,erfolg weiter bauen lie1 sondern das ,gleiche gilt auch von den brigen ,gebieten der ,naturbeschreibung1 der ,botanik1 der ,zoologie1 sowie der ,lehre vom ,bau und von den ,verrichtungen des menschlichen ,krpers4 ,diese ,gebiete wurden zunchst durch das ,bekanntwerden der auf sie bezglichen ,schriften der ,alten zu neuem ,leben erweckt4 ,dann trat aber fr sie noch ein zweiter gnstiger ,umstand hinzu4 ,infolge der ,entdeckungsreisen und durch die daran sich anknpfenden neuen ,handelsverbindungen wurde nmlich die europische ,menschheit mit einer solchen ,flle neuer ,naturerzeugnisse bekannt1 wie es nie zuvor in gleichem ,mae geschehen war4 ,naturbeschreibung und ,entdeckungsreisen4 ,die ,geschichte der ,entdeckungsreisen gilt schon in der blichen1 mehr das ,persnliche und ,zufllige schildernden ,darstellung als eine der fesselndsten ,episoden der ,weltgeschichte4 ,sie gewinnt aber auerordentlich an allgemeinem ,interesse1 wenn wir sie in urschliche ,beziehung zu dem ,gange der wissenschaftlichen ,entwicklung setzen4 ,letztere ist es1 welche die ,entdeckungsreisen bedingt hat1 um andererseits durch sie auch wieder den gewaltigsten ,impuls zu empfangen4 ,wir haben schon an anderer ,stelle erfahren1 da die ,schiffahrt gegen den ,ausgang des ,mittelalters durch die ,einfhrung des ,kompasses1 sowie die ,entwicklung der ,astronomie und der auf astronomischen ,prinzipien beruhenden nautischen ,instrumente viel von ihren ,gefahren und ,zuflligkeiten verloren hatte4 ,infolgedessen vermochte die ,nautik sich auch weitere ,ziele zu stecken4 ,da der ,verkehr zu ,lande mit den sdlichen und stlichen ,teilen ,asiens1 die ja schon im ,altertum in den ,gesichtskreis der ,europer getreten waren und fr ,europa gegen den ,ausgang des ,mittelalters immer mehr an ,bedeutung gewannen1 in hohem ,grade mhsam1 kostspielig und gefhrlich war1 so regte sich in weiterschauenden ,mnnern der ,gedanke1 ob jene asiatischen ,lnder nicht durch eine ,fahrt nach ,westen oder durch eine ,umschiffung ,afrikas zu erreichen seien4 ,dieser ,gedanke fand den gnstigsten ,boden in ,portugal und ,spanien1 die durch ihre ,lage mehr als ,italien auf das offene ,meer hinausgewiesen waren und durch das bergewicht1 das ,venedig im ,mittelmeere ausbte1 auf neue ,wege fr ihren ,handel hingedrngt wurden4 ,in ,portugal wurde dieses ,streben besonders durch 99,heinrich99 99den ,seefahrer99#igi untersttzt4 ,um diesen scharten sich gelehrte und khne ,mnner1 unter anderen der ,geograph und ,astronom 99,martin ,behaim99#ihj aus ,nrnberg4 ,um die ,mitte des #ae4 ,jahrhunderts begann das ,vordringen entlang der ,westkste ,afrikas4 ,das ,auftauchen bewaldeter ,vorgebirge zerstrte zunchst das mittelalterliche ,vorurteil1 da in der ,nhe des quators alles ,leben von der ,glut der ,sonne versengt sei4 ,ferner bemerkte man1 da die ,kste ,afrikas immer weiter nach ,osten zurckweicht1 wodurch die ,hoffnung1 einen stlichen ,seeweg nach ,indien zu entdecken1 neue ,nahrung empfing4 ,durch 99,bartholomeo ,diaz991 der #adhf die ,sdspitze des dunklen ,erdteils erreichte1 und durch 99,vasco da ,gama991 der #adih nach der ,umschiffung ,afrikas in ,ostindien landete1 wurde diese ,hoffnung endlich verwirklicht4 ,rasch breiteten sich die ,herrschaft und der ,handel der ,portugiesen ber das sdliche ,asien und die im ,sdosten dieses ,kontinentes gelegenen ,inseln aus4 ,mit welcher ,flle von neuen ,naturerzeugnissen die europische ,menschheit dadurch bekannt wurde1 kann hier nur angedeutet werden4 ,an den ,ksten und auf den ,inseln ,ostafrikas fielen besonders die gewaltigen ,dracaenen und der riesige ,brotfruchtbaum 7,adansonia digitata7 auf4 ,in ,ceylon gelangte man in den ,besitz der ,zimtwlder4 ,man wurde mit der wunderbaren maledivischen ,nu1 mit dem ,gewrznelkenbaum und denjenigen ,pflanzen bekannt1 welche die ,muskatnsse1 den ,kampfer1 ,benzoe1 ,indigo1 ,strychnin usw4 liefern4 ,in nicht geringerem ,mae wurde die ,wissenschaft durch die ,entdeckung zahlreicher neuer ,tierformen bereichert4 ,und der gelehrte 99,clusius99 7geb4 zu ,arras #aebf7 unternahm es1 das ,wichtigste ber die neuen fremdlndischen ,naturerzeugnisse zusammenzustellen#iha4 ,bei 99,clusius99 begegnen uns zum ersten ,male1 in ,abbildungen und ,beschreibungen1 der fliegende ,hund1 der ,molukkenkrebs1 die gewaltigen1 plumpen1 zur ,ordnung der ,waltiere gehrenden ,sirenen1 der heute ausgestorbene ,dodo1 jener unbeholfene ,vogel1 den 99,vasco da ,gama99 auf den ,mascarenen in so groer ,menge antraf4 ,auch die ,bewohner ,amerikas1 seine ,faultiere1 ,grteltiere und ,kolibris und endlich die so abenteuerlich gestalteten ,fische1 die das ,meer der ,tropen beleben1 schildert 99,clusius994 ,den ,portugiesen wurde der indische ,handel durch die ,niederlnder entrissen1 deren ,seegeltung so machtvoll emporwuchs1 nachdem sie das spanische ,joch abgeschttelt hatten4 ,die wissenschaftliche ,erforschung der neuentdeckten ,lnder nahm unter diesem ,volke1 das auch daheim den regsten wissenschaftlichen ,sinn bekundete1 einen bedeutenden ,aufschwung4 ,war doch auch 99,clusius99 ein ,niederlnder4 ,der ,gedanke1 durch eine ,seefahrt nach ,westen die ,ksten ,ost- und ,sdasiens zu erreichen1 tauchte im ,renaissancezeitalter zuerst in dem ,florentiner ,astronomen 99,toscanelli99 7#acig-adhb7 auf4 ,dieser ,mann1 der auch durch seine ,einwirkung auf 99,nicolaus von ,cusa99 zum ,wiederaufleben der ,astronomie in ,deutschland beigetragen hatte1 wute den groen ,genuesen1 dem ,europa die ,entdeckung der westlichen ,hemisphre verdankt1 fr seinen ,gedanken zu erwrmen4 ,dennoch sollten zehn ,jahre nach dem ,tode 99,toscanellis99 verflieen1 bis 99,columbus99 nach berwindung zahlloser ,schwierigkeiten in ,westindien landete4 ,schon auf der ersten ,reise wurde man mit dem ,tabak1 der ,yamswurzel und dem ,mais bekannt4 ,bald folgte die ,entdeckung der ,ananas1 von ,agave ,americana1 ,theobroma ,cacao1 der ,batate1 der ,sonnenblume1 von ,manihot und zahlreichen anderen1 wichtigen und charakteristischen amerikanischen ,pflanzen4 ,nachdem 99,cabot99 7#adig7 das nordamerikanische ,festland1 99,cabral99 7#aejj7 ,brasilien entdeckt hatten1 und 99,cortez99 und 99,pizzaro99 erobernd in das ,innere des neuen ,kontinentes eingedrungen waren1 begann eine sorgfltige naturgeschichtliche ,erforschung der entdeckten ,lnder4 ,vor allem waren es gelehrte ,kleriker1 die sich dieser ,aufgabe mit ,eifer und ,erfolg widmeten4 ,so schrieb der ,jesuit 99d',acosta99 eine ,natur- und ,sittengeschichte der ,indier1 in der auch die gewaltigen fossilen ,knochen ,sdamerikas ,erwhnung finden4 99d',acosta99 hielt sie fr berreste von ,riesen und errtert ganz ernsthaft die ,frage1 wie die ,tiere ,amerikas nach ihrem heutigen ,wohnsitz gelangten1 da sie doch in der ,arche ,noahs eingeschlossen gewesen seien4 ,mit noch grerem ,eifer als den ,pflanzen und den ,tieren wandte man sich den ,bodenschtzen der neu entdeckten ,lnder zu4 ,in ,mexiko und ,peru wurde der ,bergbau bald mit so groem ,erfolge betrieben1 da die ,einfuhr des dort gewonnenen ,edelmetalls in ,europa umgestaltend auf die wirtschaftlichen ,verhltnisse dieses ,erdteils wirkte4 ,auf die ,erschlieung des neuen ,kontinentes folgte ein ,austausch seiner ,erzeugnisse mit denjenigen der alten ,welt4 ,so wird der ,tabak schon #aeei in ,portugal gebaut#ihb1 um in ,europa zunchst als ,mittel gegen ,geschwre ,verwendung zu finden4 ,zu den ersten1 die ihn rauchten1 gehrte der groe ,naturforscher 99,gesner994 ,die neue ,welt empfing dagegen u4 a4 den ,kaffeebaum1 das ,zuckerrohr und die ,obstarten4 ,hand in ,hand mit der unendlichen ,bereicherung1 welche die ,wissenschaft durch die ,entdeckungsreisen erfuhr1 ging ein ,aufschwung der gesamten ,kultur und eine ,erweiterung des gesamten ,gesichtskreises1 wie ihn kein frheres oder spteres ,zeitalter erfahren4 ,der ,handel hrte auf1 das ,privilegium einiger mchtigen sd- und mitteleuropischen ,stdte zu sein und wurde ,welthandel4 ,die ,mittelmeerlnder waren nicht frder eine ,welt fr sich1 sondern die ganze ,erde wurde zu einer ,domne der weien ,rasse4 ,und innerhalb dieser ,rasse erlangte endlich immer mehr das germanische ,element das bergewicht4 ,waren doch die ,vlker germanischen ,stammes den ,romanen an ,tatkraft berlegen1 an ,intelligenz mindestens gleichwertig1 und endlich durch ihre ,wohnsitze am offenen ,weltmeer auf die ,fortentwicklung des durch die ,entdecker und ,konquistadoren erffneten ,welthandels ganz besonders hingewiesen4 ,alles ,momente1 welche in ,verbindung mit der im nrdlichen ,europa entstehenden ,glaubens- und ,gewissensfreiheit1 die ,verpflanzung der in ,italien wiedergeborenen ,wissenschaft nach ,mittel- und ,nordwesteuropa ganz besonders begnstigten4 ,die ,erneuerung der ,botanik4 ,wir wenden uns nach diesen allgemeineren ,ausfhrungen den organischen ,naturwissenschaften im einzelnen zu4 ,da man im ,zeitalter der ,renaissance und der ,entdeckungsreisen die ,augen ffnen lernte und die ,fesseln des ,autorittsglaubens und der ,bchergelehrsamkeit abstreifte1 ist fr die weitere ,entwicklung der beschreibenden ,naturwissenschaften von groem ,einflu gewesen4 ,waren diese ,wissenszweige frher nur nebenbei und meist zu ,heilzwecken gepflegt worden1 so bot sich jetzt eine solche ,flle von neuem ,material1 da die ,ttigkeit derjenigen1 die sich der ,naturbeschreibung widmeten1 dadurch vollauf in ,anspruch genommen wurde4 ,damit trat die ,beziehung dieser ,fcher zur ,heilkunde1 ihrer eigenen ,bedeutung gegenber1 allmhlich zurck4 ,besonders fr die ,botanik trat im #af4 ,jahrhundert der ,zeitpunkt ein1 in dem dieser ,wissenszweig sich ber die ,grenzen der ,heilmittellehre hinaus entwickelte1 da man die ,pflanzen ihrer selbst wegen zu betrachten begann#ihc4 ,auch wurde mit dem lange herrschenden ,vorurteil gebrochen1 als htten die ,alten schon die ganze ,flle der ,pflanzenwelt erschpft4 ,der ,trieb nach eigener wissenschaftlicher ,bettigung uerte sich auf botanischem ,gebiete in diesem ,zeitalter vor allem darin1 da eine ,anzahl von ,spezialfloren mit ,abbildungen1 die sogenannten ,kruterbcher1 entstanden4 ,in weiten ,kreisen wurde diesen ,erzeugnissen des emporblhenden ,buchgewerbes ,interesse entgegengebracht4 ,infolgedessen verwandten die ,verleger die grte ,sorgfalt auf die ,ausstattung der ,kruterbcher mit musterhaften ,abbildungen4 ,und in dem ,mae1 wie die ,kunst des ,holzschnittes auf diesem ,gebiete ,fortschritte machte1 nahm auch die ,fhigkeit des ,beschreibens mit zutreffenden ,worten einen ,aufschwung4 ,infolge der wachsenden ,pflanzenkenntnis und der ,verschrfung der ,beobachtung wurde aber auch die natrliche ,verwandtschaft immer mehr durchgefhlt1 so da man hufig zur ,vereinigung verwandter ,arten zu ,gattungen1 ja selbst hnlicher ,gattungen zu familienhnlichen ,gruppen gelangte4 ,einen ,ansatz zu dieser ,art von ,systematik hatte zwar schon das ,altertum zu verzeichnen1 indem z4 ,b4 99,theophrast99 verschiedene ,arten von ,eichen1 ,fichten usw4 zusammenfate4 ,da jedoch die allgemeine ,botanik1 abgesehen von dem vereinzelt gebliebenen ,bemhen des 99,albertus ,magnus991 keine ,fortschritte gemacht hatte1 so verfuhr man bei diesen ersten ,schritten an der ,schwelle der ,neuzeit mehr intuitiv1 ohne imstande zu sein1 die gewonnenen ,begriffe durch klare ,definitionen festzuhalten4 ,der im vorstehenden kurz gekennzeichnete ,fortschritt der ,botanik ist vor allem das ,verdienst einiger deutschen ,gelehrten1 die man wohl als die ,vter der ,pflanzenkunde bezeichnet hat4 ,sie heien 99,brunfels991 99,bock99 und 99,fuchs994 ,mit demselben ,rechte1 mit dem man 99,agricola99 den ,vater der neueren ,mineralogie genannt hat1 kann man die ,genannten als die ,begrnder der neueren ,botanik bezeichnen4 ,ihre ,kruterbcher wurden dadurch veranlat1 da die kommentatorischen ,bemhungen1 die man auf die botanischen ,werke der ,alten verwendet hatte1 aus mehreren ,grnden gescheitert waren4 ,bei dem ,glauben an die ,unfehlbarkeit der ,alten war man nmlich an ihre botanischen ,schriften in der ,meinung herangetreten1 da die darin abgehandelten ,pflanzen das gesamte ,pflanzenreich darstellten4 ,des weiteren suchte man die von den ,alten beschriebenen ,pflanzen1 ohne von der geographischen ,verbreitung eine klare ,vorstellung zu besitzen1 in ,mitteleuropa1 wo sie bei der bedeutenden ,verschiedenheit der ,floren ,griechenlands und ,deutschlands nur zum kleinsten ,teil gefunden werden konnten4 ,erst als man die ,unhaltbarkeit jener ,voraussetzungen einsah1 verlegte man sich auf das genaue ,beschreiben derjenigen ,gewchse1 die man in der ,heimat vorfand4 ,an der ,spitze der neueren ,botaniker steht 99,otto ,brunfels994 99,brunfels99 wurde um #adij in der ,nhe von ,mainz geboren und empfing dort gelehrten ,unterricht4 ,nachdem er einige ,zeit ein ,schulamt bekleidet1 erwarb er die ,wrde eines ,doktors der ,medizin#ihd4 ,sein ,hauptverdienst um die ,botanik besteht darin1 mit ,hilfe eines hervorragenden ,knstlers die erste ,sammlung naturgetreuer1 knstlerisch vollendeter ,pflanzenabbildungen herausgegeben zu haben4 ,das ,werk erschien unter dem ,titel ,herbarum vivae eicones im ,jahre #aecb4 ,es enthielt mehrere hundert ,abbildungen in so sicheren ,umrissen1 da die dargestellten ,pflanzen gar nicht verkannt werden konnten4 ,es handelte sich dabei in erster ,linie um die wildwachsenden1 hufiger vorkommenden ,pflanzen der oberrheinischen ,tiefebene4 ,der ,text1 den 99,brunfels99 diesen ,abbildungen beigegeben1 ist von geringerem ,wert4 ,er lehnt sich noch in der ,hauptsache an die lteren ,schriftsteller an und ist bestrebt1 die heimatlichen ,pflanzen mit den von 99,dioskurides991 99,plinius99 und 99,galen99 beschriebenen zu identifizieren4 99,brunfels99 gab seinem ,kruterbuche folgende ,einrichtung4 ,unter jede ,abbildung setzte er zuerst einen deutschen ,namen4 ,hinzugefgt wurden dann die lateinischen und die griechischen ,benennungen1 sowie ,angaben aus 99,theophrast991 99,dioskurides991 99,plinius99 usw4 ,den ,schlu bildeten ,mitteilungen ber die ,wirkungen der ,pflanzen4 ,gewisse ,versuche1 die heimatlichen ,pflanzen naturgetreu abzubilden1 wurden brigens in ,deutschland schon vor 99,brunfels99 im #ae4 ,jahrhundert gemacht4 ,vorbildlich war nach dieser ,richtung vor allem die ,kunst eines 99,albrecht ,drer99 7#adga-aebh74 ,die ,pflanzendarstellungen1 die sich auf seinen ,gemlden1 sowie denjenigen mancher lteren deutschen ,knstler finden1 waren recht naturgetreu4 99,drer99 liebte es1 auf seinen ,bildern als ,beiwerk ,pflanzen und ,tiere zu malen4 ,er folgte darin einem damals herrschenden ,brauche4 ,im ganzen hat 99,drer99 etwa #ahj verschiedene ,pflanzen und ,tiere dargestellt4 ,zumal im reiferen ,alter des ,knstlers zeigen diese ,bilder1 wie z4 ,b4 ,veilchen1 ,pfingstrosen1 ,lilien usw41 einen unbertrefflichen ,grad von ,naturwahrheit4 99,drer99 gebhrt daher in der ,geschichte der naturkundlichen ,illustration1 die freilich erst geschrieben werden mu1 ein dauernder ,ehrenplatz#ihe4 ,kunst und ,wissenschaft wetteiferten somit darin1 die ,naturkunde wieder auf eigene ,beobachtung zu grnden und sich von den berkommenen ,schriften der ,alten1 die bis zum #ae4 ,jahrhundert als einzige ,quelle dem ,studium zugrunde gelegt wurden1 frei zu machen4 ,da trotzdem der neueren ,wissenschaft nur nach und nach die ,flgel wuchsen1 hat die verschiedensten ,grnde4 ,ein ,mitarbeiter des 99,brunfels99 ist 99,hieronymus ,bock99#ihf4 99,bock99 wurde #adih in der ,nhe von ,zweibrcken geboren1 studierte alte ,sprachen und wurde durch den ,pfalzgrafen von ,zweibrcken mit der ,aufsicht ber dessen ,garten betraut4 ,zu gleicher ,zeit bekleidete er die ,stelle eines ,lehrers4 99,bock99 stellte botanische ,wanderungen in der ,eifel1 dem ,hunsrck1 den ,vogesen1 dem ,jura1 den ,schweizer ,alpen an und beobachtete berall die dort wachsenden ,pflanzen mit der grten ,sorgfalt4 ,sein ,fehler1 dem jedoch sein ,zeitgenosse 99,fuchs991 wie wir gleich hren werden1 entgegentrat1 bestand darin1 da er den von ihm aufgefundenen ,pflanzen griechische und lateinische ,namen der alten ,botaniker beilegte1 mit welchen diese ganz andere1 in ,sdeuropa heimische ,gewchse bezeichnet hatten4 99,bock99 wagt sogar den ,versuch einer natrlichen ,anordnung und stellt zum ,beispiel die ,lippenblter1 die ,kompositen und die meisten ,kreuzblter zusammen4 ,das ,werk1 das ihn in der ,geschichte der ,botanik unsterblich gemacht hat1 fhrt den ,titel ,new ,kreutterbuch#ihg4 ,es erschien zuerst im ,jahre #aeci1 und zwar ohne ,abbildungen1 whrend die spteren ,auflagen mit solchen versehen waren4 ,die ,abbildungen 99,bocks99 bleiben hinter denjenigen des 99,brunfels99 zurck1 dafr hat es aber 99,bock99 in der ,kunst des ,beschreibens viel weiter gebracht als jener1 so da er sich den ,ruhm erwarb1 er vermge in seinen ,beschreibungen die ,natur wirklich zu malen4 ,vor allem versteht es 99,bock991 den ganzen ,habitus der ,pflanze vortrefflich zu beschreiben1 whrend er auf die ,beschreibung der ,blumen und ,frchte geringere ,sorgfalt verwendet4 ,auch bercksichtigt er keine ,pflanze1 die er nicht selbst gesehen1 soviel derselben im ,teutschen ,land ihm zu handen gestoen4 ,auch das ,vorkommen und die ,zeit des ,blhens der beschriebenen ,pflanzen findet man bercksichtigt4 ,ferner erklrt sich 99,bock99 entschieden gegen die alphabetische ,anordnung1 durch welche hnliche ,pflanzen getrennt wrden4 ,im ganzen hat 99,bock99 sechshundert ,pflanzen beschrieben4 ,als ,probe mge hier seine ,beschreibung der ,ackerwinde 7,convolvulus arvensis7 und der ,zaunwinde 7,convolvulus sepium7 ,platz finden4 ,sie lautet3 ,zwei gemeine ,windenkruter wachsen in unserem ,land allenthalben mit weien ,schellen- oder ,glockenblumen4 ,das grte sucht seine ,wohnung gern bei den ,zunen1 kriecht ber sich1 wickelt und windet sich4 ,das kleine ,glockenkraut 7,c4 arvensis7 ist dem groen in der ,wurzel1 den runden ,stengeln1 den ,blttern und den ,glocken gleich1 in allen ,dingen aber dnner und krzer4 ,etliche ,glockenblumen an diesem ,gewchs werden ganz wei1 etliche schn leibfarben1 mit braunroten ,strmlein gemalt4 ,diese wachsen in drren ,wiesen und ,grten4 ,es schadet dadurch1 da es mit seinem ,kriechen und ,umwickeln andere ,gartenkruter zu ,boden drckt4 ,auch ist es schwer auszurotten4 ,die ,anordnung der ,pflanzen in den ,kruterbchern war meist die alphabetische4 ,allmhlich entwickelte sich aber auf ,grund der zahllosen ,einzelbeobachtungen das ,gefhl fr die ,zusammengehrigkeit des hnlichen und damit die ,voraussetzung zur ,begrndung eines natrlichen ,systems4 ,so wurden bald die ,nadelhlzer1 die ,lippenblter1 die ,korbblter und andere ,familien als natrliche ,gruppen herausgefhlt1 ein groer ,fortschritt gegen die ,einteilung in ,bume1 ,strucher und ,kruter1 der wir im ,altertum zumeist begegnen4 ,das medizinische ,element nahm jedoch in den ,kruterbchern immer noch einen breiten ,raum ein1 wie es auch bei der ,anlage botanischer ,grten magebend war4 ,naiv genug mutet uns noch manches in den ,kruterbchern1 diesen ,erstlingserzeugnissen der neueren botanischen ,wissenschaft an4 ,so beginnt 99,bock99 mit folgenden ,worten3 ,nach ,erkundigung aller ,geschrift erfindet sichs klar1 da der allmchtige ,gott und ,schpfer der allererste ,grtner1 ,pflanzer und ,baumann aller ,gewchse ist4 ,sodann wird 99,adam99 als der zweite ,botaniker gepriesen1 weil er alle ,pflanzen mit ihrem rechten ,namen belegt habe4 ,auf ihn folgen die ,botaniker 99,kain991 99,noah99 usw4 ,als dritter in der ,reihe der ,begrnder der neueren ,botanik ist der ,bayer 99,leonhard ,fuchs99 zu nennen4 ,er wurde #aeja geboren1 studierte wie seine ,vorgnger ,medizin und alte ,sprachen und gab im ,jahre #aedb seine berhmte ,historia stirpium1 eine ,beschreibung vieler in ,deutschland wild wachsender ,pflanzen heraus1 zu denen noch etwa #ajj ,gartenpflanzen kamen4 ,das ,werk stellt sich denjenigen von 99,bock99 und 99,brunfels99 als ebenbrtig an die ,seite4 99,fuchs99 war ein sehr gelehrter ,mann4 ,seine eindringende ,gelehrsamkeit lie ihn die ,mngel1 die den arabischen ,schriften ber ,medizin und ,botanik und ihren lateinischen ,nachahmungen anhafteten1 klar erkennen4 ,er drang deshalb darauf1 da man in der ,medizin auf die griechischen ,urschriften1 in der ,botanik aber auf die ,natur selbst zurckgehen solle4 ,letzteres erschien ihm als der einzige ,ausweg1 aus der ,verwirrung herauszukommen1 welche durch die bertragung der alten ,pflanzennamen auf die heimatlichen ,gewchse entstanden war#ihh4 ,unter den ,botanikern des #af4 ,jahrhunderts ist auch der ,niederlnder 99,dodonaeus99 zu nennen1 wie denn berhaupt die ,niederlnder frhzeitig unter den ,neubegrndern der ,naturwissenschaften und der ,philosophie hervorragten1 eine ,erscheinung die sicherlich in der geographischen ,lage des ,wohnsitzes und in der staatlichen und religisen ,entwicklung dieses ,volkes begrndet ist4 99,dodonaeus99 wurde #aeag in ,mecheln geboren4 ,sein ,hauptwerk#ihi1 ,die ,naturgeschichte der ,gewchse1 erschien im ,jahre #aehc4 ,was 99,dodonaeus99 unter den zeitgenssischen ,botanikern besonders hervorhob1 war das bewute ,streben1 eine wissenschaftliche ,anordnung der ,pflanzen zu finden4 ,zwar blieb es bei einem rohen ,versuch1 doch hat er viele ,gattungen und ,familien und manche wenig ins ,auge fallende verwandtschaftliche ,beziehungen der ,pflanzen schon erkannt4 ,die ,pflanzen1 die er beschreibt1 gehren teils der heimatlichen ,flora an1 teils sind sie den ,grten entnommen1 die von den ,niederlndern schon damals sehr gepflegt und infolge der ausgedehnten ,handelsbeziehungen dieses ,volkes mit mancher seltenen ,art versehen wurden#iij4 ,selbst 99,dodonaeus99 vergleicht noch die ihm vorliegenden ,pflanzen mit den von den alten ,schriftstellern erwhnten4 ,doch hindert ihn das nicht1 seine eigenen ,beschreibungen auf genaue und eingehende ,beobachtungen zu sttzen1 so da seine ,beschreibungen ausfhrlicher als diejenigen irgendeines seiner ,vorgnger ausgefallen sind4 ,weit vielseitiger und vorgeschrittener als die genannten ,mnner war der groe ,polyhistor 99,konrad ,gesner991 ein ,mann1 der fr sein ,zeitalter etwa die ,bedeutung besa1 wie sie 99,albert dem ,groen99 fr das #ac4 ,jahrhundert beizumessen ist4 99,konrad ,gesner99 wurde im ,jahre #aeaf in ,zrich als der ,sohn eines armen ,krschners geboren4 ,er erhielt jedoch mit ,untersttzung seines ,oheims eine gute ,schulbildung4 ,sein ,oheim1 der ein groer ,gartenfreund war1 erweckte auch in dem jungen 99,gesner99 die ,liebe zur ,naturwissenschaft4 99,gesner99 studierte in ,straburg und ,paris ,medizin und ,naturwissenschaften4 ,bedenkt man1 da derselbe ,mann auch praktischer ,arzt war und eine ,zeitlang eine ,professur der griechischen ,sprache bekleidete1 so erhalten wir einen ,begriff von der vielseitigen ,gelehrsamkeit1 die uns in der auf das ,emporblhen des ,humanismus folgenden ,zeit so hufig begegnet4 ,seine ,neigung zur universalen ,bildung brachte ihn mit den mannigfaltigsten lteren und neueren ,schriftwerken in ,berhrung#iia4 ,zunchst verwaltete 99,gesner99 ein ,lehramt4 ,dann lie er sich als ,arzt in ,zrich nieder1 wo er gleichzeitig eine ,professur fr ,philosophie bekleidete4 ,erst #aeeh erhielt er die sichere und besser besoldete ,professur fr ,naturgeschichte4 ,aber schon wenige ,jahre spter1 im ,dezember #aefe wurde er durch die ,pest dahingerafft4 ,das ,lebenswerk 99,gesners99 ist eine groe ,naturgeschichte der ,pflanzen und ,tiere1 ein ,unternehmen1 das ,zeit und ,krfte des ,einzelnen trotz unermdlicher ,arbeit bei weitem berstieg4 ,fr die ,naturgeschichte der ,pflanzen hat 99,gesner99 im wesentlichen nur die ,abbildungen1 etwa #aejj an der ,zahl1 gesammelt und gezeichnet oder zeichnen lassen4 ,das groe ,verdienst1 das er sich trotzdem um die ,botanik erworben hat1 besteht darin1 da uns in seinen ,abbildungen zum ersten ,male genaue ,zeichnungen der ,bltenteile und der ,frchte begegnen1 die seine ,vorgnger fast ganz vernachlssigt hatten#iib4 ,aus 99,gesners99 ,briefen geht hervor1 da er diesen ,teilen der ,pflanze besonderen ,wert beilegte1 wenn es sich um die ,verwandtschaft handelte4 ,er unterscheidet auch mit klaren ,worten ,gattungen und ,arten4 ,ich halte dafr1 sagt er1 da es fast keine ,pflanzen gibt1 die nicht eine ,gattung bilden1 welche wieder in zwei oder mehr ,arten zu teilen ist#iic4 ,auch der ,begriff der ,spielart begegnet uns schon bei 99,gesner994 ,als ihm einst ein ,zweig von ,ilex aquifolium gesandt wurde1 dessen ,bltter nur eine ,spitze aufwiesen1 bat er den ,einsender festzustellen1 ob diese ,abweichung konstant sei oder nicht4 ,der ,gedanke1 medizinisch wertvolle und auch andere ,pflanzen nicht1 nur vom ,zufall geleitet1 im ,freien zu suchen1 sondern sie in ,grten anzubauen1 um dadurch jederzeit ber sie verfgen zu knnen1 begegnet uns zu allen ,zeiten4 ,von den ,grten1 welche 99,theophrast99 und 99,mithridates99 unterhalten haben sollen1 knnen wir uns keine ,vorstellung mehr machen4 ,besser sind wir durch die ,kapitularien ber die ,grten zur ,zeit 99,karls des ,groen99 unterrichtet#iid4 ,von dem ,kalifen 99,abdurrahman ,i499 wird erzhlt1 da er einen botanischen ,garten bei ,cordova anlegen und ihn mit ,gewchsen ,asiens bepflanzen lie#iie4 ,die ,grten1 die in ,salerno und in ,venedig im #ad4 ,jahrhundert entstanden1 dienten wohl nur medizinischen ,zwecken4 ,den venetianischen ,garten legte ein ,arzt an1 um die fr seine ,kunst erforderlichen ,kruter zur ,hand zu haben#iif4 ,ein im eigentlichen ,sinne botanisches ,forschungsmittel von hchstem ,werte wurde aus solchen ,grten erst1 als man sie seit der ,mitte des #af4 ,jahrhunderts als ein notwendiges ,lehrmittel der ,universitten zu betrachten anfing und gleichzeitig die ,botanik ber eine bloe ,heilmittellehre hinaushob4 ,die ersten ,universittsgrten entstanden in ,padua und ,pisa#iig4 ,in ,pisa waren es die ,mediceer1 die ,land fr einen solchen ,garten zur ,verfgung stellten und dafr sogar ,samen und ,pflanzen im fernen ,orient sammeln lieen4 ,bald darauf erhielten auch ,florenz und ,bologna botanische ,grten4 ,in ,venedig sorgten die ,cornaros und die ,morosinis durch ihren weitverzweigten ,handel und die ,anlage von ,grten gleichfalls fr die ,belebung des botanischen ,interesses4 ,nachdem die reichen italienischen ,handelsstdte ein solch rhmliches ,beispiel in der ,pflege der mit ihren ,interessen ,hand in ,hand gehenden ,naturwissenschaft gegeben1 wollten auch die brigen ,lnder in der ,bettigung dieses ,sinnes nicht zurckstehen4 ,so entstanden denn in ,montpellier1 in ,bern1 ,basel1 ,straburg1 ,antwerpen1 ,leipzig1 ,nrnberg und an manchen anderen ,orten1 teils in ,verbindung mit ,universitten1 teils aus privaten ,mitteln1 noch im #af4 ,jahrhundert ,einrichtungen1 die als botanische ,grten bezeichnet werden knnen4 ,etwa zur selben ,zeit begegnet uns zum erstenmale das ,verfahren1 ,pflanzen zu pressen und in ,herbarien auf ,papier geklebt aufzubewahren4 ,das ,herbarium 99,bauhins99 7#aeej-afbd7 wird noch heute in ,basel gezeigt#iih4 ,als der ,erfinder der ,herbarien gilt 99,luca ,ghini991 der von #aecd-aedd in ,bologna lehrte#iii4 ,die ,erneuerung der ,zoologie4 ,wie auf botanischem1 so regte sich auch auf zoologischem ,gebiete das ,bestreben1 ber das von den ,alten berlieferte ,ma an ,kenntnissen hinauszuschreiten und die bekannten ,tierformen1 deren ,zahl sich durch ,entdeckungsreisen immerfort vergrerte1 auf ,grund eigener ,beobachtung zu beschreiben und mit mglichster ,naturtreue darzustellen4 ,so entstanden mehrere umfassende ,werke1 wie diejenigen des ,schweizers 99,konrad ,gesner99 7#aeaf-aefe7 und des ,italieners 99,aldrovandi99 7#aebb-afjg74 ,weit grer als in der ,botanik war 99,gesners99 ,einflu auf die ,entwicklung der ,zoologie4 ,hier gebhrt ihm das groe ,verdienst1 zum ersten ,male die zu seiner ,zeit bekannten ,tierformen vom ,standpunkte des ,naturforschers aus geschildert zu haben4 ,dies geschah in seiner groen1 vom ,jahre #aeea ab erschienenen ,geschichte der ,tiere 7,historiae animalium lib4 ,v74 ,von den fnf ,foliobnden behandelt der erste die ,sugetiere1 der zweite die eierlegenden ,vierfer1 der dritte die ,vgel und der vierte die ,fische und ,wassertiere4 ,ein fnfter1 die ,insekten behandelnder ,band wurde aus 99,gesners99 ,nachla zusammengestellt4 99,gesner991 dem sein ,vaterland das erste ,naturalienkabinett verdankt1 beschrieb in seinem ,werke den ueren ,bau der ,tiere unter ,bercksichtigung ihres ,vorkommens1 ihrer ,lebensweise1 des ,nutzens1 den sie gewhren usw4 ,seine ,anordnung ist die alphabetische1 was in bezug auf ,systematik gegen 99,aristoteles991 der die groen natrlichen ,gruppen1 wie wir sahen1 schon erkannt hatte1 einen offenbaren ,rckschritt bedeutet4 ,doch macht sich bei 99,gesner99 das ,bestreben geltend1 die ,zoologie von den gerade auf diesem ,gebiete so sehr berwuchernden ,fabeln zu reinigen4 ,letztere werden zwar gewissenhaft angefhrt1 doch geschieht dies nicht1 ohne da ,bedenken dagegen erhoben werden4 ,whrend 99,albert der ,groe99 das zoologische ,wissen im engen ,anschlu an die dem ,abendlande bermittelten naturwissenschaftlichen ,schriften des 99,aristoteles99 wiederzugeben suchte1 ging 99,gesners99 ,plan dahin1 unter ,einschrnkung des in den mittelalterlichen ,schriften berwuchernden1 philologischen ,verbalismus1 alles was man zu seiner ,zeit vom ,tierreich wute1 zusammenfassend darzustellen4 ,gleichzeitig suchte er jede ,tierform1 die er zum ,gegenstande seiner ,betrachtung machte1 unter ,bercksichtigung der ,medizin und der ,kulturgeschichte zu schildern4 ,war auch die ,anordnung1 die er innerhalb der groen1 natrlichen1 schon 99,aristoteles99 gelufigen ,gruppen befolgte1 die alphabetische1 so erkennt er doch selbst an1 da ein solches ,verfahren sich nur aus ,grnden der ,bequemlichkeit empfiehlt und naturwissenschaftlich von keinem ,wert sei4 ,jedes ,geschpf wird in 99,gesners99 ,geschichte der ,tiere nach folgenden ,gesichtspunkten behandelt4 ,der erste ,abschnitt gilt der ,nomenklatur4 ,der zweite ist der wertvollste2 er betrifft das ,vorkommen und bringt die ,beschreibung des ,tieres4 ,dann folgt eine ,schilderung der biologischen ,erscheinungen unter ,bercksichtigung der ,krankheiten4 ,hieran schliet sich eine ,schilderung des seelischen ,lebens1 d4 h4 der dem ,instinkt entspringenden ,handlungen4 ,die folgenden ,abschnitte handeln dann von dem ,nutzen der ,tiere1 insbesondere ihrer ,jagd1 ,haltung und ,zhmung1 ferner von ihrer ,nahrung1 den ,heilmitteln1 die sie etwa darbieten usw4 ,mitunter fehlen auch nicht die ,fabeln1 ,wundergeschichten und ,weissagungen1 die man von jeher an manche ,tierarten geknpft hatte4 ,solche ,mitteilungen gibt 99,gesner99 indessen mehr der ,vollstndigkeit halber und nicht etwa kritiklos wie manche seiner ,vorgnger4 ,dabei versumt er selten1 das ,unwahrscheinliche zurckzuweisen oder wenigstens seinem ,zweifel ,ausdruck zu verleihen4 ,besteht doch der groe ,fortschritt1 der sich bei 99,gesner99 geltend macht1 darin1 da er seine ,beschreibungen nach planmiger ,beobachtung abfate1 whrend man vor ihm die eigene ,beobachtung nur gelegentlich zur ,besttigung der berlieferten ,angaben anwandte und diesen stets den ausschlaggebenden ,wert beima4 ,ferner beschrnkt sich 99,gesner99 nicht auf eine ,beschreibung des ueren ,krperbaues1 sondern er geht auch auf anatomische ,eigentmlichkeiten ein4 ,doch werden diese noch nicht durch ,vergleichen in ,beziehung gesetzt1 so da es an einer wissenschaftlichen ,verwertung der anatomischen ,kenntnisse zur festeren ,begrndung natrlicher ,gruppen bei 99,gesner99 noch fehlt4 ,in bezug auf die ,abbildungen ragt sein ,werk ber alle frheren zoologischen ,schriften hervor4 ,unter den ,knstlern1 die ihm zur ,seite standen1 ist 99,albrecht ,drer99 zu nennen4 ,beruht das ,werk 99,gesners99 auch zum grten ,teile auf der ,verarbeitung des zu seiner ,zeit vorhandenen zoologischen ,wissens1 so ist ihm deshalb doch nicht etwa der ,vorwurf der bloen ,kompilation zu machen4 ,das ,talent zu einer solchen1 sagt 99,ranke99#ajjj1 ist nicht so hufig1 wie man meint4 ,soll sie der ,wissenschaft dienen1 so mu sie nicht allein aus vielseitiger ,lektre hervorgehen1 sondern auf echtem ,interesse und eigener ,kunde beruhen und durch feste ,gesichtspunkte geregelt sein4 ,ein ,talent dieser ,art von der grten ,befhigung war 99,konrad ,gesner994 99,gesner99 ist als der frheste deutsche ,zoologe zu bezeichnen4 ,sein ,werk ber das ,tierreich#ajja ist die ,grundlage fr die neuere ,zoologie geworden4 99,gesners99 ,grundsatz war1 nichts zu wiederholen und nichts fortzulassen4 ,da ein einzelner die unermeliche ,arbeit nicht bewltigen konnte1 setzte er zahlreiche einheimische und auswrtige ,hilfskrfte in ,bewegung4 ,war somit auch sein ,werk in erster ,linie die ,leistung eines geschickten1 seinen ,stoff beherrschenden ,sammlers1 so ist doch sein ,nutzen fr das ,leben nicht minder wie fr die ,wissenschaft ein bedeutender gewesen4 ,dem ,menschen hat 99,gesner99 keinen ,platz innerhalb des ,tierreiches angewiesen4 ,auf dem ,boden ,italiens erstand 99,gesner99 ein gleichstrebender ,genosse in dem etwas jngeren 99,aldrovandi994 ,auch er versuchte eine enzyklopdische ,darstellung der ,tierkunde1 die zwar im ganzen die ,arbeit 99,gesners99 nicht erreicht1 in ,hinsicht auf die anatomischen ,verhltnisse und die ,anordnung indessen einen ,fortschritt darbietet#ajjb4 ,den ,versuch einer mehr systematischen1 auf die groen aristotelischen ,gruppen zurckgehenden ,anordnung des ,tierreichs hatte in der ,zeit zwischen dem ,erscheinen des 99,gesner99schen ,werkes und desjenigen 99,aldrovandis99 mit gutem ,erfolge der ,englnder 99,edward ,wotton99 7geboren in ,oxford #adib7 gemacht4 ,auf dieser ,grundlage konnte 99,aldrovandi99 fuen4 99,wotton99 gab im ,jahre #aeeb eine ,schrift ber die ,verschiedenheiten der ,tiere#ajjc heraus1 die nicht nur eine allgemeine ,schilderung des tierischen ,organismus und seiner ,teile enthlt1 sondern auch eine auf den ,grundzgen der natrlichen ,verwandtschaft beruhende bersicht bietet4 ,gleich 99,aristoteles99 beginnt 99,wotton99 die ,reihe der blutfhrenden ,tiere mit dem ,menschen4 ,es begegnen uns die ,gruppen der ,einhufer1 der ,zweihufer und der ,spaltfer4 ,die eierlegenden ,vierfer werden mit den ,schlangen zusammengefat4 ,die niederen ,tiere werden in ,insekten1 ,weichtiere 7,kopffer71 ,krustentiere1 ,schaltiere und ,pflanzentiere eingeteilt4 ,zu letzteren rechnet 99,wotton99 schon die ,seesterne1 ,medusen1 ,holothurien und ,schwmme4 99,wotton99 machte also1 im ,anschlu allerdings an 99,aristoteles991 zum ersten ,male unter den ,neueren den ,versuch einer naturgemen ,einteilung des gesamten ,tierreichs1 und hierin folgte ihm 99,aldrovandi991 der im ,jahre #aeii die ,herausgabe seines groen zoologischen ,werkes begann4 ,es sollte zwar die ganze ,naturgeschichte umfassen1 doch konnte 99,aldrovandi99 selbst nur fnf ,bnde erscheinen lassen1 nmlich drei ,bnde ber die ,vgel1 einen ,band ber die ,insekten und endlich einen ,band ber die brigen ,blutlosen4 ,die weiteren ,bnde wurden von anderen ,zoologen herausgegeben4 99,aldrovandi99 konnte infolge der ausgedehnten ,entdeckungsreisen seines ,zeitalters manche ,tierform bercksichtigen1 die 99,gesner99 noch nicht kannte1 doch verfuhr er im allgemeinen mehr kompilatorisch und weniger kritisch als sein groer ,vorgnger4 ,trotz seines ,strebens nach besserer systematischer ,gruppierung bringt er es noch fertig1 die ,fledermaus und den ,strau zu einer ,abteilung der ,vgel mittlerer ,natur zu vereinigen1 whrend schon 99,wotton99 die ,fledermuse den ,sugetieren zugerechnet hatte4 ,ein weiterer1 wichtiger ,fortschritt auf zoologischem ,gebiete bestand darin1 da man sich nicht mehr auf das ,beschreiben der ueren ,form beschrnkte1 sondern in den ,bau der ,tiere einzudringen suchte4 ,wir finden bei 99,aldrovandi99 schon ,abbildungen des ,skeletts1 der ,muskulatur1 sowie der ,eingeweide4 ,so wird z4 ,b4 das ,skelett des ,adlers abgebildet4 ,beim ,huhn sind mehrere1 allerdings nur ungenaue ,zeichnungen zur ,erluterung des inneren ,baues beigegeben4 ,das ,skelett der ,fledermaus und des ,straues finden sich gleichfalls unter den ,zeichnungen1 die mitunter anatomische ,einzelheiten1 wie die ,zunge mit ihrer ,muskulatur beim ,spechte1 das ,brustbein des ,schwans und anderes mehr betreffen4 ,die ,muskulatur wird bei mehreren ,vgeln genauer beschrieben4 ,gro waren die ,opfer1 welche die ,naturhistoriker jener ,zeit mitunter bringen muten1 um ihre ,plne zu verwirklichen4 ,so beschftigte 99,aldrovandi991 wie er in der ,vorrede mitteilt1 zur ,herstellung seiner ,originalfiguren #cj ,jahre einen ,maler gegen ein ,gehalt von #bjj ,goldstcken4 ,auerdem setzte er noch mehrere ,zeichner und ,holzschneider in ,ttigkeit4 ,das ,verdienst von ,mnnern wie 99,gesner99 und 99,aldrovandi99 ist darum besonders hoch zu schtzen1 weil sie zuerst ,klarheit und bersicht in dem immer mehr anschwellenden zoologischen ,material zu schaffen suchten und in weiteren ,kreisen ein lebhaftes ,interesse fr die ,tierkunde und damit fr die ,naturkunde im allgemeinen erweckten4 ,das ,wiederaufleben der ,anatomie4 ,das ,wiederaufleben der ,anatomie lt sich bis in das #ac4 ,jahrhundert zurckverfolgen4 ,ein besonderes ,interesse wandte der freigeistige ,staufenkaiser 99,friedrich ,,ii499#ajjd diesen ,wissenszweigen zu4 ,er verfate eine ,schrift ber die ,falken#ajje1 lie auslndische ,tiere nach ,europa kommen und gestattete die anatomische ,untersuchung menschlicher ,leichen4 ,in den nachfolgenden ,jahrhunderten wurden diese ,zergliederungen zu medizinischen und rein wissenschaftlichen ,zwecken immer hufiger ausgebt4 ,wurde schon dadurch der ,sinn fr die ,natur erschlossen und das ,studium von der bloen ,buchgelehrsamkeit abgelenkt1 so steigerte sich das ,interesse fr die ,anatomie dadurch um ein ,bedeutendes1 da nicht nur die ,gelehrten1 sondern auch die groen ,knstler der ,renaissance mit offenem ,auge und frei von ,vorurteilen in den ,wunderbau des ,organismus einzudringen suchten4 ,hier ist vor allem1 als einer der grten unter ihnen1 99,lionardo da ,vinci99 zu nennen4 ,seine anatomischen ,zeichnungen sind von einer derartigen ,vollendung und ,treue1 da sie alles bisher auf diesem ,gebiete ,geleistete bertrafen4 ,die ,zeit fr eine ,neubegrndung der ,anatomie1 ohne ,rcksicht auf die ,autoritt 99,galens99 und aufgebaut auf selbstndige ,erforschung der ,natur1 war also gekommen4 ,diese ,neubegrndung erfolgte durch die ,italiener 99,fallopio99 7 #aefb7 und 99,eustachio99 7 #aega7ajjf1 vor allem aber durch den ,niederlnder 99,vesal994 ,letzterer ist als der eigentliche ,begrnder der wissenschaftlichen ,anatomie des ,menschen zu nennen4 99,andreas ,vesal99 7#aead-aefd7 war der ,sprling einer aus ,wesel stammenden deutschen rztefamilie4 ,er wurde in ,brssel geboren4 ,schon als ,knabe wandte sich der sptere ,professor der ,anatomie und ,chirurgie und ,leibarzt ,kaiser 99,karls ,v499 der anatomischen ,untersuchung kleinerer ,tiere zu4 ,in den letzten ,jahrhunderten des ,mittelalters hatten zwar hin und wieder ,zergliederungen menschlicher ,leichen stattgefunden2 man verfolgte dabei indes keinen anderen ,zweck als den1 die ,lehren 99,galens991 der eine unbedingte ,autoritt geno1 als richtig zu besttigen4 ,wie schwierig es selbst spter war1 sich ,material zum ,studium der ,anatomie zu verschaffen1 geht unter anderem daraus hervor1 da der junge 99,vesal991 um in den ,besitz eines menschlichen ,skeletts zu gelangen1 einen ,gehenkten mit ,gefahr seines ,lebens vom ,galgen entwenden mute4 hnlich lagen die ,verhltnisse in ,deutschland4 ,so galt es als eine ,aufsehen erregende ,neuerung1 da im ,jahre #aebf ein ,anatom einen menschlichen ,kopf zergliederte#ajjg4 ,es blieb aber zunchst bei solchen gelegentlichen ,versuchen1 die ,anatomie auf die ,untersuchung von ,leichen zu grnden4 ,erst 99,vesal99 brach gnzlich mit den alten ,vorurteilen1 indem er das ,lehrgebude der ,anatomie von ,grund aus und sogleich in fast unbertrefflicher ,weise als reine ,erfahrungswissenschaft errichtete4 ,sein groes ,hauptwerk fhrt den ,titel ber den ,bau des menschlichen ,krpers4 ,als es erschien1 hatte 99,vesal99 noch nicht das dreiigste ,lebensjahr berschritten4 ,durch scharfe ,erfassung und klare ,wiedergabe des ,gegenstandes1 durch ,ursprnglichkeit des ,inhalts und ,schnheit der sprachlichen ,darstellung ragt sein ,werk weit ber alle hnlichen ,erzeugnisse jener ,periode hervor und erregte die hchste ,bewunderung der spteren ,jahrhunderte4 ,die meisterhaften ,abbildungen des ,werkes1 die besonders zu seiner groen ,verbreitung beitrugen1 rhren von einem ,schler#ajjh 99,tizians99 her4 ,um dem ,leser einen ,begriff von ihrer naturgetreuen ,ausfhrung zu geben1 ist in der nachfolgenden ,abbildung #fd eine der zahlreichen1 das ,muskelsystem betreffenden ,tafeln wiedergegeben4 ,das ,abhngigkeitsverhltnis1 in das 99,vesal99 zum ,hofe 99,karls ,v499 geriet1 hat ihn leider gehindert1 seine ,untersuchungen zu vollenden4 ,auch hatte er am ,hofe von den ,anhngern 99,galens99 zu leiden#ajji4 ,im ,beginn seiner ,laufbahn hatte 99,vesal99 mehrere ,male in ,padua die ,anatomie nach 99,galen99 vorgetragen1 sich dann aber entschieden davon losgesagt4 ,seine wissenschaftliche berzeugung ber die anerkannte ,autoritt zu setzen1 war damals kein geringes ,wagnis4 ,freunde hatten ihn vor der ,herausgabe seines groen ,werkes gewarnt4 ,als es erschienen war1 erhob sich zunchst ein ,sturm der ,entrstung4 ,man erklrte 99,vesal99 fr einen wahnsinnigen ,ketzer4 ,das ,buch wurde der ,inquisition vorgelegt4 99,vesal99 verlie deshalb ,italien4 ,spter lebte er in ,spanien als ,leibarzt 99,philipp des ,zweiten994 ,schlielich wurde er1 vielleicht infolge neuer ,verfolgungen seitens der ,inquisition1 schwermtig#ajaj4 99,vesal99 beschrnkte sich keineswegs auf den ,menschen1 sondern er flocht zahlreiche ,hinweise auf die ,anatomie der ,tiere in seine ,darstellung ein4 ,es war das um so weniger zu verwundern1 als er ja von der anatomischen ,untersuchung der ,tiere ausgegangen und sich erst spter der ,anatomie des ,menschen zugewandt hatte4 99,vesals99 ,hauptwerk erschien #aedcajaa4 ,die sieben ,bcher behandeln3 #a4 ,das ,skelett4 #b4 ,bnder und ,muskeln4 #c4 ,gefe4 #d4 ,nerven4 #e4 ,eingeweide4 #f4 ,herz4 #g4 ,gehirn und ,sinnesorgane4 ,groe ,verdienste um die ,fortbildung der ,anatomie auf der von 99,vesal99 geschaffenen ,grundlage hat sich auch 99,eustachio99 erworben4 ,doch ist bezeichnend1 da dieser1 obgleich auch ihm die ,abweichungen seiner ,befunde von den ,angaben 99,galens99 klar zutage lagen1 lieber eine ,vernderlichkeit des ,krperbaues annehmen als der gefeierten ,autoritt des ,altertums ,abbruch tun wollte4 ,illustration3 ,abb4 #fd4 ,abbildung aus ,vesals ,de humani corporis fabrica4 #aedc4 7,zweite1 das ,muskelsystem betreffende ,tafel47 ,vor dem ,auftreten eines 99,vesal99 und 99,eustachio99 waren bei dem groen ,mangel auf eigener ,anschauung beruhender anatomischer ,kenntnisse erfolgreiche chirurgische ,eingriffe kaum mglich4 ,erst nach der durch diese ,mnner bewirkten ,erneuerung der ,anatomie konnte sich aus den bis dahin blichen1 rohen1 ja oft barbarischen ,operationsverfahren eine auf wissenschaftlicher ,grundlage beruhende ,chirurgie entwickeln4 ,da dies geschah1 war vor allem das ,verdienst von 99,ambroise ,par99 7#aeag-aeij71 der sich den ,ehrennamen eines ,reformators dieses ,zweiges der ,medizin verdient hat4 99,par99 war gleich 99,vesal99 ,militrchirurg und als solcher dem ,stande der gelehrten rzte verhat1 zumal er kein ,latein verstand4 ,sein hervorragendes ,buch ber ,schuwunden 7#aede7 ist das erste in franzsischer ,sprache geschriebene wissenschaftliche medizinische ,werk#ajab4 99,par99 wandte bei ,amputationen zuerst das ,verfahren des ,abbindens der ,arterien an4 ,vor ihm hatte man sich der ,cauterisation mittelst des ,glheisens bedient4 ,auch der ,gebrauch des ,bruchbandes ist auf 99,par99 zurckzufhren4 ,die ,feindschaft der rztezunft wurde besonders heftig1 als 99,par99 die ,wirksamkeit einiger der gebruchlichsten ,arzneien anzweifelte4 ,trotzdem wurde 99,par99 vom ,knige sehr geschtzt4 ,er soll einer der wenigen ,hugenotten gewesen sein1 die der ,knig in der ,bartholomusnacht zu schonen befahl4 ,die ,erkenntnis1 da sich ein volles ,verstndnis der ,form erst durch das ,studium ihrer ,entwicklung erschlieen lt1 begegnet uns gleichfalls schon im #af4 ,jahrhundert1 wenn sich auch diese ,erkenntnis erst in spteren ,perioden1 gesttzt auf die ,verschrfung1 welche der ,gesichtssinn durch das ,mikroskop erfuhr1 allseitig ,bahn brechen konnte4 ,so wird die ,entwicklung des ,hhnchens im ,ei1 ein ,problem1 das schon 99,aristoteles99 beschftigt hatte1 zum ,gegenstand eingehender ,untersuchungen gemacht4 ,dies geschah durch den verdienten italienischen ,anatomen 99,fabricio99#ajac4 ,er bemerkte auch1 da sich die ,klappen der ,venen nach dem ,herzen zu ffnen4 ,diese ,entdeckung hat nebst anderen1 die ,organe des ,kreislaufs betreffenden ,beobachtungen#ajad einen der grten ,fortschritte des #ag4 ,jahrhunderts1 die ,entdeckung des ,blutkreislaufs durch 99,harvey99 nmlich1 vorbereitet4 ,hiermit schliet der erste ,teil dieser ,schilderung1 die von den ,anfngen bis gegen den ,ausgang des #af4 ,jahrhunderts gefhrt hat4 ,der zweite ,band wird die ,begrndung der neueren ,naturwissenschaft1 die etwa mit der ,schwelle des #ag4 ,jahrhunderts anhebt1 zur ,darstellung bringen4 ,verzeichnis der im ,i4 ,bande enthaltenen ,abbildungen4 ---------------------------------------- -------------------------------- ,figur aus #a4 ,gleichschenkliges ,dreieck #b4 ,geometrische ,elemente aus ,cantor1 ,bd4 ,i4 #ahhj1 ,s4 #eh1 altgyptischen ,verzierungen ,abb4 #f u4 #g4 #c4 ,keilschriftprobe #d4 ,babylonischer ,grenzstein #e4 ,der ,tierkreis von ,dendera #f4 ,altbabylonisches ,gewicht nach ,layard4 #g4 ,wage1 einem altgyptischen ,totenbuche ,ibel1 ,die ,wage im ,altertum und entnommen ,mittelalter4 #h4 ,gewinnung von ,eisen nach ,a4 de ,rochas1 ,les origines de altgyptischen ,wandgemlden la science et ses premires applications4 #i4 ,geometrische ,konstruktionen der ,inder #aj4 ,die ,quadratur des ,kreises bei den ,indern #aa4 ,radkarte der ,erde #ab4 ,der ,satz des ,hippokrates #ac4 ,konstruktion zur ,lsung des ,cantor1 ,geschichte der delischen ,problems ,mathematik4 ,bd4 ,i4 #ahhj4 ,fig4 #cd4 #ad4 ,der ,tragbalken des ,aristoteles #ae4 ,der ,satz vom ,parallelogramm der ,krfte #af4 ,der ,embryo des glatten ,hais des ,claus1 ,lehrbuch der ,zoologie4 ,aristoteles #ahhc4 ,s4 #fgg4 #ag4 ,vorrichtung zum ,heben groer ,lasten ,heronausgabe von ,schmidt4 ,op4 ,,ii4 #a ,fig4 #fb4 #ah4 ,das ,verhalten des ,hohlspiegels nach ,euklidausgabe von ,heiberg und ,euklid ,menge4 ,bd4 #g4 #ai4 ,die ,spiegelung an einem ,konkav- und desgl4 einem ,konvex-,spiegel nach der ,darstellung ,euklids #bj4 ,das zum ,messen der ,sonnenhhe ,schaubach1 ,geschichte der dienende ,instrument der ,alten griechischen ,astronomie4 ,tab4 ,,iii ,fig4 #b4 #ba4 ,die ,gradmessung des ,eratosthenes #bb4 ,aristarchs ,verfahren1 die ,entfernungen des ,mondes und der ,sonne zu bestimmen #bc4 ,breitenbestimmung mit dem ,gnomon ,peschel1 ,geschichte d4 ,erdkunde #ahgg4 ,s4 #dd4 #bd4 ,stereographische und orthographische ,projektion #be4 ,die ,feuerspritze nach ,heron ,herons ,pneumatik4 ,ausgabe v4 ,schmidt4 ,bd4 ,i4 ,fig4 #bi4 #bf4 ,heron verwendet den ,dampf zum ,herons ,pneumatik4 ,ausgabe v4 ,betreiben einer maschinellen ,schmidt4 ,einrichtung #bg4 ,der ,heronsball desgl4 #bh4 ,herons ,abbildung eines ,hebers desgl4 #bi4 ,herons ,automat zum ffnen der ,tempel ,mach1 ,prinzipien der ,wrmelehre4 ,leipzig #ahif4 ,s4 #e4 #cj4 ,wasserorgel #ca4 ,philons ,thermoskop ,heronausgabe v4 ,schmidt4 ,fig4 #aae4 #cb4 ,philons ,saugkerze desgl4 #cc4 ,herons ,flaschenzug ,opera omnia4 ,ausgabe v4 ,schmidt4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #ajb4 #cd4 ,herons ,wegmesser #ce4 ,herons ,winkelmeapparat ,jahrbuch des kaiserl4 deutschen archolog4 ,instituts4 ,bd4 ,,xiv #ahii4 #c4 ,heft4 #cf4 ,herons ,vermessung eines ,feldes ,herons ,opera omnia4 ,ausgabe v4 ,schmidt4 #cg4 ,herons ,tunnelaufgabe desgl4 #ch4 ,der ,meapparat der ,rmer ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altertum4 ,bd4 #ac 7#aijd74 #ci4 ,die ,rekonstruktion der ,groma desgl4 #dj4 ,peutingers ,karte #da4 ,rmisches ,hebezeug ,gerland u4 ,traumller1 ,geschichteder physikal4 ,experimentierkunst4 #ahii4 ,fig4 #eh4 #db4 ,rmische ,schnellwagen desgl4 #dc4 ,chirurgische ,instrumente #dd4 ,zur ,erluterung der ,epizyklentheorie #de4 ,das parallaktische ,lineal ,montucla1 ,histoire des mathmatiques4 ,bd4 ,i4 ,s4 #cjg4 #df4 ,solstitial-,armille des ,ptolemos ,repsold1 ,zur ,geschichte der astronomischen ,mewerkzeuge4 #dg4 ,ptolemos mit die ,brechungswinkel #dh4 ,destillierapparat #di4 ,probe aus dem ,stockholmer ,papyrus #ej4 ,albirunis ,bestimmung des ,erdumfanges ,archiv fr ,geschichte der ,naturwissenschaften und der ,technik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ff4 #ea4 ,trigonometrische ,berechnungen #eb4 ,einfhrung der ,tangensfunktion #ec4 ,alhazens ,darstellung des ,auges ,gerland u4 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#cia4 ,f4 ,fabricio1 #dff4 ,fallversuche1 #dab4 ,farbenwechsel1 #dbi4 ,frber1 #cbg4 ,frberei1 #bhj1 #cbj4 ,fechner1 #dae4 ,feldmekunst1 #bjj1 #baa4 ,fernrohr1 #cfj4 ,feuervergoldung1 #bhj4 ,fibonacci1 #cci4 ,finsternisse1 #fe4 ,flaschenzug1 #aih4 ,flavio ,gioja1 #cjh4 ,fluorescenz1 #dbh4 ,fracastoro1 #ddd4 ,francesco ,petrarca1 #cfd4 ,friedrich ,,ii41 #cac1 #dcg1 #dfb4 ,fuchs1 #ded4 ,g4 ,galen1 #bcc-bcg1 #bci1 #bgj4 ,galle1 #ajc4 ,gas1 #bgg4 ,gassendi1 #ge4 ,geber1 #cbb4 ,gebirgsbildung1 #ddb4 ,gegenerde1 #id4 ,geld1 #ad4 ,geminos1 #ca4 ,gemma ,frisius1 #dag4 ,geologie1 #gj1 #cia1 #daa4 ,geometrie1 #f1 #ec1 #ff4 ,gerbert1 #ccc4 ,gerhard von ,cremona1 #cch4 ,germanentum1 #bij4 ,gesner1 #ddg1 #ddi1 #dee1 #dfj4 ,gewichte1 #ch4 ,gewichtsstcke1 #ci4 ,gewitter1 #bfi1 #cfg4 ,gezeiten1 #ceh4 ,gift1 #bdj4 ,gilbert1 #dbd4 ,giordano ,bruno1 #dae4 ,glas1 #dd1 #bdd4 ,gleichungen1 #i1 #ef1 #bed1 #caa1 #cdj4 ,globus1 #abj1 #cig1 #dag4 ,gnomon1 #cf1 #fa1 #fg1 #hi1 #chj4 ,gold1 #dc4 ,gradmesser1 #cjc4 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#bcd4 ,hllenstein1 #cbd4 ,homer1 #if4 ,horaz1 #bci4 ,humanismus1 #cgb1 #cgd4 ,humboldt1 #bcb4 ,hutten1 #cgh4 ,httenwesen1 #dcg4 ,hygrometer1 #chf4 ,hyperbel1 #hf1 #hg4 ,j4 ,jahr1 #hh4 ,jatrochemie1 #dcc1 #dcd4 ,ibn al ,haitam1 #cad4 ,ibn ,alawwm1 #cbi4 ,ibn ,batuta1 #cbi4 ,ibn ,junis1 #cjf4 ,ibn ,musa1 #caa4 ,ibn ,roschd1 #cbi4 ,ibn ,sina1 #bih1 #cab1 #cbh1 #ccj4 ,indien1 #ea4 ,indigo1 #bde4 ,ingenieur1 #bag1 #bah4 ,ingenieurmechanik1 #ac1 #bae4 ,inhaltsbestimmungen1 #aa4 ,inklination1 #dbd4 ,insekten1 #bcj4 ,instrumente1 chirurgische1 #bcf4 ,johannes von ,sevilla1 #cci4 ,jordanus ,nemorarius1 #dcj4 ,irrationalitt1 #hc4 ,isidor von ,sevilla1 #bid4 ,islamitische ,kultur1 #cch4 ,jupiter1 #cd4 ,k4 ,kaiserzeit1 #bai4 ,kalender1 #hh1 #hi1 #bac1 #ceg4 ,kanle1 #ac4 ,karl der ,groe1 #cce4 ,karten1 #chj4 ,kartographie1 #bei1 #cha1 #dag1 #dai4 ,katakaustik1 #ceh4 ,kegelschnitte1 #hf4 ,keilschriftfunde1 #af1 #ag1 #be4 ,kepler1 #ib1 #daa4 ,kirchenvter1 #bhf4 ,kircher1 #dbg-dbi4 ,knochenbrche1 #dh4 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,maschinen1 #che4 ,mae1 #ch4 ,mathematik1 ,anfnge1 #g4 --1 griechische1 #gh4 ,maurolykus1 #dbj1 #dba4 ,mechanik1 #aaa1 #bah1 #che4 ,mediceer1 #cge4 ,megenberg1 #bcb1 #cfe1 #cfh1 #cfi1 #dja4 ,melanchthon1 #dad4 ,menchmos1 #hg4 ,menelaos1 #beb4 ,mensch1 #bbf4 ,mercator1 #cig1 #dag1 #dah1 #dai4 ,meapparat1 #bab4 ,metallurgie1 ,anfnge1 #dj4 ,metallveredelung1 #bgh4 ,meteoriten1 #gg4 ,metrologie1 #ch4 ,milchstrae1 #ceh4 ,mine1 #ch4 ,mineralien1 #cbg1 #cfi1 #ddb4 ,mineralogie1 ,neubegrndung1 #dch4 ,mnchstum1 #bia4 ,mond1 #cg1 #hh1 #ij4 ,mondbewegung1 #ca1 #ce4 ,monddistanzen1 #djd4 ,mondfinsternis1 #cc4 ,morgenstern1 #be4 ,musik1 #bic4 ,mnster1 #dag4 ,n4 ,naturalienkabinett1 #deh4 ,naturerklrung1 #ga4 -- philosophie1 #fi4 ,nestorianer1 #bii1 #cjj4 ,nicetas1 #djg4 ,nicolaus von ,cusa1 #cgi1 #chb4 ,nikolaus ,v41 #cgd4 ,nippurtafeln1 #ag4 ,nonius1 #djj4 ,norman1 #dbd4 ,null1 #ef4 ,nullmeridian1 #beh4 ,o4 ,obelisk1 #ad4 ,observatorium1 #e4 ,oenopides1 #hi4 ,olympiodor1 #bgg4 ,optik1 #cda4 ,opus majus1 #ceg4 ,osiander1 #djf4 ,p4 ,palontologie1 ,anfnge1 #ddc4 ,palissy1 #dch1 #ddd1 #dde4 ,pappos1 #aih1 #bfd4 ,papyrus ,ebers1 #dh4 -- ,rhind1 #g4 ,parabel1 #hf1 #hg4 ,paracelsus1 #db1 #dcd-dcf4 ,parallaktisches ,lineal1 #bee4 ,parallelogrammgesetz1 #aad4 ,par1 #dff4 ,peregrinus1 #cec4 ,perpetuum mobile1 #chf4 ,perspektive1 #chi4 ,petrarka1 #cgb1 #cgc4 ,peurbach1 #cic4 ,peutingers ,karte1 #bad4 ,pflanzenabbildungen1 #dea4 -- beschreibungen1 #cea1 #dec4 -- kenntnis1 #dg1 #ei1 #ig4 ,pflanzen1 ,anordnung1 #dee4 --1 ,beseelung1 #gj4 --1 ,nahrung1 #chb4 --1 ,schlaf1 #cej4 --1 ,sexualitt1 #cej4 ,philolaos1 #ib1 #ic1 #id4 ,philon1 #aig4 ,philons ,saugkerze1 #aig4 ,phnizier1 #fc4 ,phosphoreszenz1 #dbh4 ,physiologie1 #chh4 ,physiologus1 #cdg4 ,pico von ,mirandola1 #cfc4 ,pierre d',ailly1 #cfb4 ,pius ,,ii41 #cge4 ,planeten1 #cb1 #cd1 #ff1 #ij1 #ia1 #aad1 #bdg1 #bdh1 #bea4 ,platon1 #gh1 #he1 #ib1 #ie1 #if1 #ajb1 #aah1 #aai1 #bdh1 #bfh4 ,plattkarte1 #bfh4 ,plinius1 #bjf1 #baj1 #bah1 #bbj-bcb1 #bci1 #bdd1 #bde1 #bfh1 #bgj4 ,plinius der ,jngere1 #bba4 ,plutarch1 #djg4 ,pneuma1 #bjg4 ,polyeder1 regulre1 #hb4 ,pompeji1 #bdj1 #bdc4 ,pomponios ,mela1 #bbj1 #bbf4 ,positionssystem1 #ef4 ,przession der ,nachtgleichen1 #abb1 #beb1 #dae4 ,projektionsart1 #bfb4 ,proklos1 #ha4 ,prokop1 #bhi4 ,proportionen1 #hb4 ,pseudo-,demokritos1 #bha1 #bgh4 -- -,gebersche ,schriften1 #cbc4 ,ptolemos1 #ce1 #bdf-bff4 ,pyramiden1 #d1 #ab1 #hg4 ,pythagoras1 #gi-hb1 #aja4 ,pythagoreer1 #hj1 #ia4 ,pythagoreischer ,lehrsatz1 #i1 #ec4 ,q4 ,qazwini1 #cbg4 ,quadratrix1 #hg4 ,quadratum geometricum1 #cic4 ,quadratur des ,kreises1 #ed1 #hd4 ,quadrivium1 #ccb4 ,quecksilber1 #bgb4 ,quecksilberoxyd1 #cbd1 #cbg4 ,quellen1 #bdb4 ,r4 ,radkarte der ,erde1 #fg4 ,raymundus ,lullus1 #cfc4 ,rechenkunst1 #bj1 #ef4 ,reformation1 #cee1 #cgg4 ,refraktion1 atmosphrische1 #bff1 #cah4 ,regenbogen1 #cei1 #dbh4 ,regiomontanus1 #cid1 #cie1 #cii4 ,regulre ,krper1 #ha4 ,reihen1 #i1 #ef4 ,renaissance1 #ccd1 #cga4 ,rennarbeit1 #ccd4 ,rhabanus ,maurus1 #bhi1 #ccf4 ,rhases1 #cbc4 ,rmer1 #bjh4 ,rudolf ,,ii41 #dcc4 ,s4 ,salpeter1 #cjj4 -- sure1 #cba1 #cbc4 ,salzgewinnung1 #ccd4 ,saros1 #cg1 #fe4 ,sehen1 #aaf1 #cae1 #chi1 #cij4 ,sehstrahlen1 #bfg4 ,seife1 #bde4 ,seilspannen1 #ed4 ,seneca1 #bdb1 #bdc1 #bfa4 ,sexagesimalsystem1 #ah4 ,sinus1 #ei4 ,sirius1 #bb4 ,snellius1 #bfh4 ,sonnenbewegung1 #bdg4 -- bildchen1 #dba4 -- jahr1 #bb4 -- uhren1 #fb1 #bae1 #ccc4 ,sosigenes1 #bac4 ,spektrum1 #bdb4 ,spezifische ,gewichte1 #cah4 ,sphren1 homozentrische1 #aah4 ,sphrenmusik1 #aba4 ,spiegel1 parabolische1 #ceg4 ,spielart1 #def4 ,sumerer1 #ae4 ,summierungsformel1 #aj4 ,susruta1 #ei1 #fd1 #aae4 ,sch4 ,schall1 #bdc4 ,schaltjahr1 #bi4 ,schattenmessung1 #fg4 ,schiepulver1 #ei1 #caj1 #cfa4 ,schnellwagen1 #bag4 ,schott1 #dbg4 ,schwenter1 #dbd1 #dbg4 ,st4 ,stdtewesen1 #cdb4 ,stein der ,weisen1 #bge1 #cbf1 #dca4 ,sterne1 ,zahl1 #bbi4 ,sternwarte1 #cii4 ,stereometrie1 #hg4 ,stockholmer ,papyrus1 #bgi1 #cbj4 ,strabon1 #bjf1 #bei1 #bfj4 ,t4 ,tacitus1 #bba4 ,tafeln von ,senkereh1 #ai4 ,tartaglia1 #dca4 ,telegraphen1 #dcj4 ,tell el ,amarna-,tafeln1 #af4 ,thales1 #fd1 #fe1 #fg1 #gi4 ,theophrast1 #ig1 #ajg1 #bcj4 ,thermoskop1 #aig4 ,thomas von ,cantimpr1 #cdh1 #cfe4 ,tiefenmesser1 #chb4 ,tiere1 ,anordnung1 #dfa4 --1 ,naturgeschichte1 #dei1 #dfj4 ,tierfabeln1 #cbh1 #cdg4 ,tierformen1 #cbh4 -- kreis von ,dendera1 #bg4 -- kreisbilder1 #be1 #cf4 -- system1 koisches1 #ajc4 -- zeichnungen1 #deb4 ,timos1 #ie1 #ajb4 ,tpferei1 #dd4 ,toscanelli1 #chj1 #ddh4 ,tragbalken1 #aac4 ,transmutation1 #bge4 ,treibhuser1 #bdd4 ,trigonometrie1 #d1 #cg1 #eh1 #bec1 #cje1 #cie4 ,trivium1 #ccb4 ,tunnelaufgabe1 #bjd4 -- bauten1 #bjc4 ,tycho1 #ie1 #abb4 ,tyrische ,weltkarte1 #bfb4 ,u4 ,universitten1 #cdd1 #cgf4 ,universum1 unendliches1 #daf4 ,untergang1 heliakischer1 #bb4 ,v4 ,variation1 #bej4 ,varro1 #bbb1 #bbc1 #bib4 ,vasari1 #cga4 ,vasco da ,gama1 #ddg4 ,vedas1 #ec4 ,venus1 #be1 #ce4 ,verbrennung1 #chg4 ,vermessung des rmischen ,reiches1 #bac4 ,vernier1 #djj4 ,versteinerungen1 #bfj1 #chj1 #ddc1 #dde4 ,vesal1 #cff1 #dfc4 ,vesuvausbruch1 #bba4 ,virgil1 #bbd4 ,vitello1 #cda4 ,vitruv1 #ie1 #bae1 #baf1 #bdd1 #bfa4 ,vgel1 #cad4 ,vulkane1 #bdh1 #bfj4 ,w4 ,wagen1 #ci1 #ccc1 #chb4 ,walfisch1 #cfh4 ,waltiere1 #ii4 ,wasserbder1 #cbd4 -- orgel1 #aif4 -- uhren1 #bc1 #beg1 #cjb4 ,wegmesser1 #aii4 ,weltanschauung1 heliozentrische1 #ic4 -- bild des ,mittelalters1 #cfg4 -- entstehungslehre1 #fh1 #gb4 -- karte1 #cha1 #dah4 -- system1 heliozentrisches1 #djb1 #dji bis #dac4 ,weyer1 ,jacob1 #cfd4 ,wiederkehr1 stete1 #aba4 ,windmesser1 #chg4 ,winkelmeinstrumente1 #bee4 ,wirbelbewegung1 #gg4 ,wissenschaften1 ihr ,verfall1 #bhe4 ,wohnungshygiene1 #dg4 ,wotton1 #dfa4 ,wurfbewegung1 #dbe1 #dcj4 ,wrfelverdoppelung1 #he4 ,wurzeln1 #eg4 ,z4 ,zahlenmystik1 #hj4 ,zahnkaries1 #df4 ,zahnradbertragung1 #aii4 ,zeitmessung1 #bc4 ,zellentheorie1 #bbd4 ,zentralfeuer1 #ic4 ,ziffernsystem1 indisches1 #cje4 ,zink1 #db1 #bga4 ,zinn1 #db1 #bga4 ,zitterrochen1 #bgj4 ,zoologie1 ,anfnge1 #ii1 #deh4 ,zosimos1 #bgd1 #bgf1 #bgg4 ,zucker1 #cbb4 ,zweckbegriff1 #gc1 #gd4 ,ergnzungen1 ,zustze und ,berichtigungen#ajae4 7,aufgenommen1 soweit der ,raum es erlaubte47 ,zu ,s4 #b3 ,in ,anmerkung #b mu es heien ,siehe auch 99,a4 ,wiedemann99 7,wi74 ,zu ,s4 #aa3 ,bezgl4 der ,dreiecksberechnung ist die ,hypothese zu beachten1 die 99,m4 ,simon99 in seiner ,geschichte der ,mathematik im ,altertum #aiji auf ,s4 #df gibt4 ,danach wrde es sich nicht um gleichschenklige1 sondern um rechtwinklige ,dreiecke handeln 7,w74 ,zu ,s4 #ad3 ber die ltere ,geschichte der ,metalle findet sich eine sehr ausfhrliche ,darstellung in dem ,anhang zur ,alchemie von 99,lippmanns994 ,kupfer wurde danach in gypten schon in der ,steinzeit zu ,gerten verwandt 7,s4 #eci74 ,silber und ,eisen lernte man erst spter kennen 7,li74 ,zu ,s4 #ae3 ,die ,herkunft der ,sumerer ist nicht sicher festgestellt4 ,sie sind nicht semitischen ,ursprungs und hatten schon vor #cjjj eine hohe ,kulturstufe erreicht1 u4 a4 besaen sie eine ausgebildete ,schrift1 die ,keilschrift 7,li74 ,zu ,s4 #ai3 vergleiche man 99,e4 ,hoppe991 ,mathematik und ,astronomie im klassischen ,altertum ,s4 #ag u4 f4 7,w74 ,zu ,s4 #ai3 ,es verdiente schon hier erwhnt zu werden1 da die ,araber neben dem ,sexagesimalsystem auch das ,dezimalsystem benutzt haben 7,wi74 ,zu ,s4 #ca 7,dauer des synodischen ,monats73 ,die genaue bereinstimmung beruht darauf1 da eine sehr groe ,anzahl von ,umlufen genommen wurde und nicht etwa darauf1 da die ,beobachtungen bis auf ,sekunden genau waren4 ,es wre wohl angebracht1 hierauf besonders hinzuweisen 7,wi74 ,zu ,s4 #ch1 unten3 ,die bereinstimmung ist sicher ,zufall4 ,sie rhrt daher1 da die menschliche ,elle rund #a_/b m lang ist4 ,die ,assyriologen haben aber stets die ,neigung zum ,geheimnisvollen gehabt 7,wi74 ,zu ,s4 #dc ,anm4 #c3 ,man vergleiche damit die von derjenigen 99,wilsers99 zum ,teil abweichende ,ansicht1 die 99,e4 von ,lippmann99 in seiner ,alchemie ber die ltere ,geschichte des ,kupfers entwickelt4 ,die ,meinungen der ,forscher gehen hier1 zumal was das ,auftauchen von ,kupfer in ,nord- und ,mitteleuropa betrifft1 noch stark auseinander4 ,zu ,s4 #ej1 ,anm4 #b3 ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 hat sich die ,destillation aus unvollkommenen ,anfngen entwickelt1 so da sich bestimmte ,angaben ber ihren ,ursprung nicht machen lassen4 ,die ltesten ,abbildungen und ,beschreibungen von ,destillierapparaten finden sich in ,schriften1 die angeblich im #a4 ,jahrh4 n4 ,chr4 entstanden sind 7,alchemie1 ,s4 #df-dh74 ,zu ,s4 #fj 7,ayur-,veda73 ,die ,entstehung der ,veden fllt in die ,zeit von #aejj bis #ejj v4 ,chr4 ,das ,wort ,veda bedeutet das ,wissen4 ,zu ,s4 #fg3 ber seine ,methode der ,schattenmessung fr beliebige ,winkel vergleiche man 99,e4 ,hoppe991 ,math4 u4 ,astr4 i4 klass4 ,altertum 7,w74 ,danach hat 99,thales99 7nach 99,plutarch997 seinen ,stab bei irgendeiner ,sonnenhhe in den ,endpunkt des ,schattens gesteckt und gelehrt1 da die ,schattenlnge des ,stabes sich zur ,schattenlnge der ,pyramide verhalte wie die ,lnge des ,stabes zur ,hhe der ,pyramide4 ,zu ,s4 #hj1 unten3 ,nheres ber die fnf regelmigen ,krper 7platonische ,krper7 siehe bei 99,e4 v4 ,lippmann99 7,alchemie1 ,s4 #abg74 ,zu ,s4 #ij3 ,die frheren ,angaben ber die ,schiefe der ,ekliptik sind nach 99v4 ,lippmanns99 ,mitteilung vermutlich babylonischer ,herkunft4 ,ob tatschlich chinesische ,astronomen schon um #aajj v4 ,chr4 den ziemlich richtigen ,wert von #bc #eb' fr die ,schiefe der ,ekliptik kannten1 bleibe dahingestellt 7,li74 ,zu ,s4 #aac3 ber die ,frage der ,echtheit der mechanischen ,probleme siehe die ,anm4 auf ,s4 #abh4 ,auf ,s4 #aae heit es richtiger #b 3 #a statt #a 3 #b4 ,zu ,s4 #aaf3 ,das ,wort ,rckschritt ist hier nicht zeitlich zu nehmen1 da 99,leukipp99 und 99,demokrit99 ihre ,vorstellungen vor 99,aristoteles99 entwickelten4 ,zu ,s4 #abc3 ,das ,nordlicht ist auch in unseren ,zeiten1 wenn auch sehr selten im sdlichen ,europa beobachtet worden4 ,zu ,s4 #abh1 ,anm4 #b3 ,mit ,recht warnt auch 99,e4 ,wiedemann99 davor1 solchen ,vorahnungen und ,andeutungen einen zu hohen ,wert beizumessen4 ,ich stehe1 bemerkt er1 ihnen sehr skeptisch gegenber1 denn man kann im ,altertum alles finden1 positiv und negativ4 ,zu ,s4 #aef3 ,bezglich des #ad4 und #ae4 ,buches der ,elemente1 die nicht von 99,euklid99 herrhren1 findet man das ,nhere in 99,e4 ,hoppes99 ,mathematik und ,astronomie im klassischen ,altertum #aiaa1 ,s4 #cad u4 f4 7,w74 ,zu ,s4 #aga 799,archimedi99sches ,prinzip73 ,hierzu sind die ,dissertationen von ,th4 99,ibel991 ,die ,wage im ,altertum und ,mittelalter1 ,erlangen #aijh und von 99,h4 ,bauerrei99 ,zur ,geschichte des spezifischen ,gewichtes im ,altertum und ,mittelalter1 ,erlangen #aiad zu vergleichen 7,wi74 ,zu ,s4 #agh1 ,anm4 #b3 ,nach 99,hoppe991 ,math4 u4 ,astr4 i4 klass4 ,altertum1 ,s4 #bhc1 beluft sich der ,wert des griechischen ,stadiums auf #ahe1acf m und derjenige des kleinen pharaonischen ,stadiums auf #agd1e m4 ,siehe auch ,decourdemanche1 ,trait pr4 d4 poids et mesures4 #aiji4 p4 #acd 7,w74 ,zu ,s4 #ahc1 ,anm4 #a3 ,da der ,hang zur ,astrologie zu dem ,bilde1 das man sich im brigen von 99,hipparch99 als khlem ,forscher macht1 wenig pat1 so hat man seine ,beschftigung mit astrologischen ,dingen wohl angezweifelt4 ,sie kann aber heute fr ihn wie auch fr ,ptolemos als erwiesen betrachtet werden4 ,zu ,s4 #ahi3 ,ob 99,hipparch99 die stereographische ,projektion kannte1 ist nach 99,hoppe991 ,math4 u4 ,astron4 i4 klass4 ,altertum nicht sicher 7,w74 ,siehe dort ,s4 #cbe4 ,zu ,s4 #bjj3 ,schreibweise ist ,theodolit4 ,die ,herkunft des ,wortes ist unbekannt4 ,zu ,s4 #bae3 ,ausfhrliches ber die ,uhren findet sich bei 99,e4 ,wiedemann99 und 99,j4 ,wrschmidt99 7,w74 ,zu ,s4 #bbh1 ,anm4 #a3 99,gnther99 und mit ihm auch 99,wrschmidt99 und andere bevorzugen die ,schreibweise ,copernicus4 ,siehe indessen die ,anm4 #a auf ,s4 #djc4 ,die erwnschte ,einigung in solchen ,dingen ist kaum herbeizufhren1 da in der gesamten ,literatur die verschiedenen ,schreibweisen nebeneinanderlaufen4 ,zu ,s4 #bea1 ,anm4 #a3 ,der 99,heiberg99sche ,text ist dem von 99,halma99 vorzuziehen 7,wi74 ,zu ,s4 #bef3 ber die ,geschichte des ,astrolabs berichtet ausfhrlich 99,josef ,frank99 in den ,sitzungsberichten der physikalisch-medizinischen ,soziett zu ,erlangen 7,bd4 #ej4 #ea4 #aiah_/ai74 ,die ,abhandlung ist durch eine ,anzahl ,abbildungen erlutert4 ,das ursprnglich fr die ,aufnahme der ,sterne bestimmte ,instrument erhielt allmhlich verschiedene ,abnderungen1 die alle als ,astrolabien bezeichnet werden und sich in den lteren astronomischen ,werken abgebildet finden4 ,illustration3 ,einfachste ,form eines ,astrolabiums nach 99,peschel994 7,gesch4 d4 ,erdk4 ,s4 #chf47 ,zu ,s4 #bfa3 ,ob der ,verfasser der ,naturales quaestiones mit dem ,tragden 99,seneca99 identisch ist1 steht immer noch nicht fest 7,li74 ,zu ,s4 #bfd1 ,anm4 #b3 ,nach 99,e4 ,wiedemann99 ist die ,optik des 99,ptolemos99 vor 99,govi99 wohl auch von anderen1 z4 ,b4 99,venturi991 bemerkt worden4 ,zu ,s4 #bga3 ber die ,kenntnis und ,verwendung von ,zink und ,zinn im ,altertum siehe 99von ,lippmanns99 ,alchemie v4 ,s4 #egg-fjj4 ,zu ,s4 #bgd3 ber die ersten ,erwhnungen der ,chemie und ihres ,namens sowie ber die ,herkunft des ,namens ,chemie handelt 99,e4 v4 ,lippmann99 sehr ausfhrlich in seiner ,alchemie ,s4 #bhb-cad4 ,etwas ,sicheres lt sich danach ber die ,herkunft des ,namens ,chemie nicht feststellen4 ,auch 99v4 ,lippmann99 gibt als lteste ,quelle fr das ,vorkommen des ,namens ,chemie ,zosimos an4 ,dieser gehrt danach schon dem #c4 ,jahrhundert an4 ,er schrieb eine ,anzahl griechischer ,werke1 die1 wenn auch in entstellter ,form1 zum ,teil noch erhalten sind und ausdrcklich die ,chemie als ,kunst des ,gold- und ,silbermachens erwhnen 7,chem4 ,ztg4 #aiad1 ,s4 #fhe74 ,die ,ableitung des ,wortes ,chemie von ,chemes findet sich nach 99v4 ,lippmann99 bei ,zosimos jedoch nicht4 ,zu ,s4 #bge3 ,ebenso unsicher wie die ,ableitungen des ,wortes ,chemie sind alle ,nachrichten ber den ,stein der ,philosophen oder der ,weisen4 ,nach 99von ,lippmann99 kommt diese ,bezeichnung zuerst in ,schriften vor1 die wahrscheinlich im #a4 nachchristlichen ,jahrhundert entstanden sind 7,alchemie ,s4 #ea74 ,zu ,s4 #bgg3 ,dunkel sind nach 99v4 ,lippmann99 auch die mystischen ,beziehungen zwischen der ,alchemie und der ,astrologie1 wie sie sich in der auf ,s4 #bgg gegebenen ,zusammenstellung der ,metalle mit bestimmten ,planeten ausgesprochen finden4 ,z4 ,s4 #cjc3 99,al ,biruni99 7#igc-ajdh etwa7 war ,mathematiker1 ,astronom und ,geograph4 ,er hat besonders wissenschaftliche ,beziehungen der arabischen ,welt zu ,indien vermittelt4 ,meisterhaft schilderte 99,al ,biruni99 die ,dmmerungserscheinungen1 unter denen auch das ,zodiakallicht deutlich erkennbar ist4 ,die kupferrote ,mondfarbe1 die bei einer totalen ,mondfinsternis infolge des ,erdscheins auftritt1 vermochten weder 99,al ,biruni99 noch die brigen arabischen ,astronomen zu erklren4 7,nach ,meyerhofs ,sammelbericht2 ,s4 ,s4 #cad47 ,zu ,s4 #cjd3 99,albattanis99 ,werk wurde von 99,nallino99 arabisch und lateinisch in trefflicher ,bearbeitung herausgegeben 7,wi74 ,z4 ,s4 #caj3 ,zu 99,marcus ,graecus'99 ,schrift schreibt 99v4 ,lippmann993 ,sie ist erst um #abej verfat4 99,berthelots99 ,angabe1 99,marcus ,graecus99 habe den ,salpeter gekannt1 ist ganz unhaltbar4 99,diels99 ist ihm mit ,unrecht gefolgt4 7,li47 ,z4 ,s4 #caj1 unten3 ,man kann ein ganzes ,verzeichnis der ,umschreibungen des ,namens 99,alchwarizmi99 zusammenstellen4 99,ruska99 7,zur ltesten arabischen ,algebra und ,rechenkunst1 ,heidelberg #aiag7 fhrt etwa ein ,dutzend solcher ,umschreibungen an4 ,der vollstndige ,name lautet ,muhammed ibn ,musa ,alchwarizmi4 ,z4 ,s4 #caa3 ,ausfhrlicher ber 99,ibn ,musa99 handelt die ,schrift von 99,ruska993 ,zur ltesten arabischen ,algebra und ,rechenkunst1 ,heidelberg #aiag 7,sitzungsber4 d4 ,heidelb4 ,akad4 d4 ,wissensch474 ,nach 99,ruska99 sind ber die ,grundlagen der arabischen ,algebra viele sich ausschlieende ,ansichten geuert worden4 ,eine genauere ,vergleichung der ,texte und der bersetzungen war danach ntig4 ,eine ,algebra im heutigen ,sinne hat 99,ibn ,musa99 nicht geschrieben4 ,sein ,buch will weiter nichts sein1 als eine auf zahlreiche ,musterbeispiele gesttzte ,einfhrung in das angewandte ,rechnen 7a4 a4 ,o4 ,s4 #g74 ,woher 99,ibn ,musa99 seinen ,stoff hat1 deutet er nirgends an4 ,die verschiedenen bersetzungen der ,ausdrcke algabr und almukabalah vermgen keine klare ,vorstellung von ihrem mathematischen ,sinn zu geben4 99,cantor99 spricht von ,wiederherstellung und ,gegenberstellung1 99,ruska99 dagegen von ,ergnzung und ,ausgleichung4 ,in dem ,abschnitt1 der von den sechs ,formen der ,gleichungen handelt1 wird nmlich gesagt1 da jede andere ,gleichung durch das erwhnte ,verfahren auf eine der sechs ,normalformen gebracht werden knne4 ,zu ,s4 #cad3 ,bezglich der ,optik der ,araber kommt der neueste ,standpunkt in 99,meyerhofs99 zusammenfassenden ,abhandlungen zum ,ausdruck 7,wi73 ,siehe 99,m4 ,meyerhof991 ,die ,optik der ,araber i4 d4 ,zeitschrift f4 ophthalmologische ,optik4 ,berlin1 ,verlag v4 ,j4 ,springer #aibj4 ,z4 ,s4 #cad3 ,in ,ergnzung der im vorliegenden ,werk gegebenen ,darstellung sei nach diesem ,sammelbericht noch auf folgendes hingewiesen3 ,die ,verfasser der seit dem #h4 ,jahrhundert in arabischer ,sprache entstandenen ,literatur waren zum allergeringsten ,teile ,araber1 dagegen vorwiegend ,perser1 ,syrer1 gypter1 ,mesopotamier1 und zwar nicht nur ,mohammedaner1 sondern auch ,christen und ,juden4 ,die bedeutendste optische ,schrift der ,araber1 der ,thesaurus ,opticae des 99,alhazen99 7,ibn al-,haitham7 ist zwar seit dem #ac4 ,jahrhundert der abendlndischen ,welt bekannt4 ,die genauere ,erforschung der arabischen ,optik auf ,grund der bersetzung der ,urtexte erfolgte jedoch erst in den letzten ,jahrzehnten und zwar auf ophthalmologischem ,gebiete durch 99,j4 ,hirschberg991 auf physikalischem durch 99,e4 ,wiedemann994 ,leider ist der arabische ,urtext der ,optik 99,alhazens99 trotz aller ,bemhungen bisher noch nicht gefunden worden4 ,die ,lebensgeschichte 99,alhazens99 ist von 99,e4 ,wiedemann99 getreulich nach den arabischen ,gelehrtenbiographien dargestellt worden4 7,archiv f4 d4 ,gesch4 d4 ,naturw4 u4 d4 ,technik #aiaj4 #c1 ,s4 #a-ec47 ,die bersetzung ins ,lateinische1 welche der 99,risner99'schen ,ausgabe zugrunde liegt1 ist vermutlich im #ac4 ,jahrhundert entstanden4 ,eine genauere ,inhaltsangabe der #g ,bcher gibt 99,m4 ,meyerhof99 in seinem ,sammelbericht in der ,zeitschr4 f4 ophthalmolog4 ,optik4 ,,viii 7#aibj7 ,heft #c4 ,z4 ,s4 #cae3 ,bei der ,darstellung der ,anatomie des ,auges sttzt sich 99,alhazen99 im wesentlichen auf 99,galen994 ,wie er unterscheidet er #c ,feuchtigkeiten 7,kammerwasser1 ,linse1 ,glaskrper7 und #d ,hute4 ,die ,linse verlegt auch 99,alhazen99 in den ,mittelpunkt des ,auges4 ,z4 ,s4 #caf3 ,im ,gegensatz zu den meisten ,griechen und seinen arabischen ,fachgenossen stellt 99,alhazen99 vollbewut die ,theorie auf1 da das ,sehen durch ,strahlen zustande kommt1 die in gerader ,linie vom ,gegenstande zum ,auge hinziehen 799,meyerhof991 a4 a4 ,o4 ,s4 #db74 ,z4 ,s4 #cag3 ,da das ,licht zu seiner ,fortpflanzung ,zeit gebraucht1 glaubt 99,alhazen99 daraus schlieen zu drfen1 da die ,farben des ,farbenkreisels 7der schon 99,ptolemos99 bekannt war7 bei rascher ,umdrehung nicht mehr einzeln unterschieden werden 7a4 a4 ,o4 ,s4 #dc74 ,z4 ,s4 #cah3 ,da die ,gestirne in der ,nhe des ,horizontes grer erscheinen als im ,zenit erklrt 99,alhazen99 als eine optische ,tuschung4 ,diese entstehe dadurch1 da das ,auge die ,gre der ,gegenstnde nach derjenigen des ,gesichtswinkels und der mutmalichen ,entfernung schtzt4 ,letztere erscheint am ,horizont wegen der dazwischen liegenden ,gegenstnde grer4 ,aus dem gleichen ,grunde erscheine das ,himmelsgewlbe abgeplattet 7a4 a4 ,o4 ,s4 #de74 ,die erste ,erwhnung der ,dunkelkammer findet sich in der von 99,e4 ,wiedemann99 bersetzten ,schrift 99,alhazens99 ber die ,gestalt des ,schattens4 ,es heit dort nmlich3 ,tritt das ,licht der ,sonne zur ,zeit ihrer ,verfinsterung aus einem engen runden ,loche heraus und gelangt zu einer gegenber liegenden ,wand1 so hat das ,bild ,sichelgestalt4 ,den ,beweis gibt 99,alhazen99 durch eine ausfhrliche ,abhandlung 7bersetzt v4 99,e4 ,wiedemann9974 ,sein ,kommentator 99,kemal al-,din991 der etwa #cjj ,jahre spter lebte1 entwickelt die ,theorie der ,camera sehr eingehend4 99,j4 ,wrschmidt99 nimmt an1 da die abendlndischen ,gelehrten die ,erfahrungen der ,araber ber die ,dunkelkammer bernahmen4 ,die ,tatsache1 da bei einer ,sonnenfinsternis hinter einer engen ffnung ein sichelfrmiges ,bild der ,sonne entsteht1 war schon im ,altertum bekannt4 ,in seiner ,schrift ber ,brennspiegel nach ,kegelschnitten 7herausgegeben von 99,j4 ,l4 ,heiberg99 und 99,e4 ,wiedemann991 ,bibl4 math4 ,,iii4 ,folge1 ,bd4 #aj1 ,heft #c7 erwhnt 99,alhazen99 die ,beobachtung der ,alten1 da ,spiegel von der ,form eines ,umdrehungsparaboloids alle ,strahlen in einem ,punkte vereinigen und wirksamer sind1 als alle anderen ,spiegel4 ,die ,entdeckung soll von 99,diokles99 um #cej v4 ,chr4 gemacht worden sein4 99,alhazen99 vermit die theoretische ,konstruktion1 die er dann vollstndig gibt4 ,indessen hatte schon 99,appollonios99 die richtige ,lage des ,brennpunktes bei paraboloiden ,hohlspiegeln festgestellt4 ,z4 ,b4 #cah3 ,einen guten berblick ber den ,stand1 den die ,augenheilkunde bei den ,arabern erreicht hatte1 gibt eine von 99,c4 ,prfer99 und 99,m4 ,meyerhof99 in der ,zeitschrift ,der ,islam 7#f4 ,jahrg4 #c4 ,heft #aiae7 herausgegebene ausfhrliche ,abhandlung ber diesen ,gegenstand4 ,z4 ,s4 #cai3 ,daraus1 da in dieser ,tabelle der ,alkohol fehlt1 schliet von 99,lippmann991 da man um #aabj den ,alkohol noch nicht kannte4 ,nach ihm ist dieser gar keine arabische ,entdeckung1 sondern eine verhltnismig spte abendlndische4 ,bisher war man allgemein der ,ansicht1 da der ,alkohol schon seit dem #i4 ,jahrhundert den ,arabern bekannt gewesen sei4 ber die ,geschichte des ,arometers siehe auch 99v4 ,lippmanns99 ,abhandlung in der ,chemiker-,zeitg4 #aiab1 ,nr4 #fh4 ,z4 ,s4 #cai3 ber ,wagen bei den ,arabern handelt 99,e4 ,wiedemann99 7,sitzsber4 d4 ,phys4 ,mediz4 ,soziet4 in ,erlangen ,bd4 #cg1 #aije1 ,s4 #chh u4 f474 99,wiedemann99 berichtet dort von der ,verwendung physikalischer ,kenntnisse zu allerhand ,betrgereien4 ,so stellte man ,wagen her1 deren ,balken hohl war und etwas ,quecksilber enthielt4 ,in einem arabischen ,werk1 das eine ,reihe von ,taschenspielerkunststcken schildert1 heit es3 ,soll das ,gold leicht erscheinen1 so lt man das ,quecksilber nach der ,seite der ,gewichte flieen4 ,auch dadurch wurde betrogen1 da der ,bankier einen ,ring trug1 in dem sich ein ,magnetstein befand4 ,diesen brachte er beim ,wgen in geeigneter ,weise an die eiserne ,zunge der ,wage4 ,da derartige ,betrgereien recht alt waren1 geht auch daraus hervor1 da schon der ,koran dagegen eifert4 ,zu ,s4 #cah und #cbg3 99,al ,qazwini99 und 99,al ,khazini99 sind zwei verschiedene arabische ,schriftsteller4 99,al ,khazini99 lebte um #aacj4 ,von ihm rhren die sehr genauen ,bestimmungen einer ,anzahl von spezifischen ,gewichten her4 99,al ,qazwini991 der ,verfasser des ,steinbuches1 lebte etwa hundert ,jahre spter4 ,er schrieb eine groe ,erdbeschreibung3 ,die ,wunder der ,schpfung und die ,denkmler der ,lnder4 ,sein vollstndiger ,name lautet3 99,zakarija ibn ,muhammad ibn ,mahmud al-,qazwini994 ,die arabischen ,steinbcher enthalten auch ,vorschriften zur ,gravierung von ,planetenbildern auf die den einzelnen ,planeten zugeteilten ,steine4 ,bei jedem der sieben ,planeten wird angegeben1 bei welcher ,konstellation das genau beschriebene ,planetenbild in den dem ,planeten geweihten ,stein graviert werden soll und welche ,wirkung das ,amulett hat1 wenn noch gewisse rituelle ,vorschriften erfllt werden4 ,dem ,saturn entspricht ein ,stein in einem ,ring aus ,blei1 dem ,mars ein ,stein in einem ,ring aus ,eisen usw4 ,nheres bei 99,j4 ,ruska991 ,griechische ,planetendarstellungen in arabischen ,steinbchern4 7,sitzgsber4 d4 ,heidelb4 ,akad4 d4 ,wiss41 ,heidelberg #aiai47 ,zu ,s4 #cbj1 #h4 ,z4 v4 oben3 ,neben ,spanien verdient ,sizilien ,erwhnung1 da auch von hier aus die arabische ,wissenschaft dem ,abendlande bermittelt wurde 7,wi74 ,z4 ,s4 #cbb3 ber 99,geber99 berichtet ausfhrlicher und dem ,ergebnis der neuesten ,forschungen entsprechend 99v4 ,lippmann99 in seiner ,alchemie4 ,zu ,s4 #cbb3 ,nach 99v4 ,lippmann99 ist der ,alkohol eine ,erfindung des ,abendlandes1 die vermutlich erst im #aa4 ,jahrhundert gemacht wurde und zwar wahrscheinlich in ,italien 7,alchemie #dgb74 ,das ,wort ,kohol bezeichnet ursprnglich ein sehr feines ,pulver4 ,al ist der arabische ,artikel4 ,nheres siehe bei 99v4 ,lippmann991 ,chemiker-,zeitung #aiac1 ,s4 #acac1 ebd4 #aiag1 ,s4 #hfe4 ,z4 ,s4 #cbe3 ,es sei bemerkt1 da die ,gleichungen unter #b7 nur zur ,erluterung dienen4 ,die ,salzsure1 durch die hier die ,zerlegung bewirkt wird1 war damals noch nicht bekannt4 ,z4 ,s4 #cbf3 ,wunderbare ,wirkungen wurden dem ,stein der ,weisen indessen auch schon von den frhesten griechischen ,alchemisten beigelegt 7,li74 ,zu ,s4 #cbg1 unten3 ,es mu jedoch anerkannt werden1 da die ,araber recht gute botanische ,kenntnisse besaen 7,wi74 ,z4 ,s4 #ccj3 ber die medizinischen ,kenntnisse bei den ,arabern hat ausfhrlich ,g4 ,seidel in den ,sitzungsber4 d4 phys4 med4 ,soziett in ,erlangen berichtet 7,bd4 #dg1 ,s4 #aiae74 ,z4 ,s4 #ceb3 ,die 99,albertus ,magnus99 zugeschriebenen1 eigentlich alchemistischen ,werke sind nach v4 99,lippmann99 ,flschungen4 ,zu ,s4 #cij3 ,inbezug auf die ,optik 99,lionardos99 sei auf 99,werners99 in ,erlangen erschienene ,dissertation hingewiesen4 99,werner99 weist nach1 da sich in den optischen ,studien 99,lionardo da ,vincis99 zahlreiche ,andeutungen finden1 die auf seine ,bekanntschaft mit den ,schriften 99,alhazens99 schlieen lassen4 ,zu ,s4 #dja3 ,ortus wird im ,mittelalter hufig statt ,hortus gebraucht4 ,funoten3 #a 99,berthold99 hat diese ,arbeit nicht vollendet4 ,sie wurde spter 99,gerland99 7-#ahjj7 und 99,wrschmidt99 7#ahjj-aijj7 bertragen4 #b ,die ,verwandtschaft des gyptischen mit dem ,semitischen wurde besonders durch 99,erman99 dargetan1 der die ltesten ,verbalformen verglich und zahlreiche bereinstimmungen auffand4 ,da der altgyptische ,typus von dem der ,neger stark abweicht1 hat 99,virchow99 durch die ,untersuchung der ,knigsmumien nachgewiesen 7,ber4 d4 ,berl4 ,akad4 von #ahhh74 #c ,siehe auch 99,wiedemann991 gyptische ,geschichte #ahhd4 ,s4 #bb1 sowie 99,e4 ,meyer991 ,geschichte des ,altertums #a4 ,bd4 #aiji4 ,s4 #dd4 #d ,nheres ber den ,namen und ber die ,geographie des alten gyptens findet man in 99,paulys99 ,realencykl4 d4 klass4 ,altertumswiss4 ,bd4 ,i4 ,s4 #igh4 #e 99,g4 ,maspero991 ,gesch4 d4 morgenlndischen ,vlker im ,altertum4 ,leipzig #ahgg4 ,s4 #fc4 #f ,so entstand z4 ,b4 aus der ,eule ,symbol3 ,eule1 die in der ,hieroglyphenschrift m bedeutet1 das ,zeichen ,symbol3 hnlich einer #c 7hieratisch7 und schlielich ,symbol3 geschwungener1 nach rechts geneigter ,halbkreis 7demotisch74 ,der demotischen ,schrift bediente man sich in der griechisch-rmischen ,zeit besonders im ,verkehr4 #g ,z4 ,b4 99,athanasius ,kircher99 7#afja-afhj71 der sich auch um die ,naturwissenschaften verdient gemacht hat 7s4 a4 anderen ,stellen dieses ,werkes74 #h 99,e4 ,meyer991 ,geschichte des ,altertums4 #aiji4 ,i4 ,band4 ,s4 #ed4 ,siehe auch an spterer ,stelle dieses ,bandes4 #i ,zeitschrift der deutschen morgenlndischen ,gesellschaft4 #aijd4 ,s4 #chf4 #aj ,nach 99,nissen99 und 99,lockyer994 ,siehe die ,abhandlung 99,charliers99 i4 d4 ,zeitschr4 der morgenl4 ,gesellschaft4 #aijd4 ,s4 #chf u4 f4 ,danach wiederholte sich hnliches bei den lteren christlichen ,kirchen4 ,ihre ,achse wurde mitunter gegen den ,punkt des ,horizontes gerichtet1 an welchem die ,sonne am ,gedenktage des ,heiligen der betreffenden ,kirche unterging4 99,charlier99 will auf diese ,weise das ,alter von ,kirchen auf astronomischem ,wege bestimmt haben4 #aa 99,m4 ,cantor991 ,vorlesungen ber ,geschichte der ,mathematik4 ,bd4 ,i 7#ahhj74 ,s4 #ei4 #ab 99,g4 ,maspero991 ,geschichte der morgenlndischen ,vlker im ,altertum4 bersetzt von 99,r4 ,pietschmann994 ,leipzig #ahgg4 ,s4 #ed4 #ac ,um ihre ,entzifferung hat sich zuerst 99,thomas ,young99 und spter 99,champollion99 die grten ,verdienste erworben4 #ad 99,lepsius991 ,denkmler ,,ii4 #ej4 #ae ,in ,tell el-,amarna in ,mittelgypten4 #af 99,herodot99 ,,ii4 #aji4 #ag ,h4 99,hankel991 ,die ,entwicklung der ,mathematik in den letzten ,jahrhunderten4 ,tbingen #ahfi4 #ah ,der ,papyrus ,rhind des ,britischen ,museums in ,london1 den der ,schreiber 99,ahmes99 des ,hyksosknigs ,ra-a-us verfate4 ,die ,entstehung dieser ,schrift fllt zwischen #agjj und #bjjj v4 ,chr4 ,das ,dokument wurde bersetzt und erlutert herausgegeben von 99,eisenlohr991 ,leipzig #ahgg4 ,eine eingehende ,besprechung seines ,inhalts findet sich in ,m4 99,cantors99 ,vorlesungen ber ,geschichte der ,mathematik4 ,leipzig #ahhj4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ai-eb4 #ai ,j4 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #eb4 #bj 99,eisenlohr991 ,ein mathematisches ,handbuch der alten gypter 7#b4 ,ausgabe74 ,s4 #df-dh4 #ba ,schak im #ch4 und #dj4 ,band der ,zeitschrift fr gyptische ,sprache4 #bb 99,cantor99 im ,archiv fr ,mathematik und ,physik4 #h4 ,bd4 #aijd4 #bc 99,cantor991 ,vorlesungen ber ,gesch4 d4 ,mathem4 ,bd4 ,i 7#ahhj74 ,s4 #cg4 #bd ,nheres ber das ,verfahren und die erhaltenen ,exemplare siehe bei 99,cantor991 ,vorlesungen ber ,gesch4 d4 ,mathem4 ,bd4 ,i4 ,s4 #dc-de2 #aji-aab usw4 #be 99,cantor991 ,bd4 ,i4 ,s4 #df4 #bf 99,eisenlohr991 ,papyrus4 ,s4 #abe4 #bg 99,cantor991 ,bd4 ,i4 ,s4 #eh4 ,abb4 #f u4 #g4 #bh 99,m4 ,cantor991 ,vorlesungen ber ,gesch4 d4 ,mathem4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ei4 #bi 99,cantor991 a4 a4 ,o4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ei4 ,siehe auch ,s4 #i4 #cj ,er lautet ,seqt4 ,siehe 99,cantor991 ,gesch4 d4 ,mathem4 ,bd4 ,i ,s4 #eb1 sowie 99,eisenlohr991 a4 a4 ,o4 ,s4 #ace 7,anm4 #c74 #ca 99,tropfke991 ,gesch4 d4 ,elementarmathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #gd4 #cb 99,c4 ,merkel991 ,die ,ingenieurtechnik im ,altertum4 ,berlin4 ,j4 ,springer4 #aijj4 ,an dies grere ,werk lehnen sich die ,bilder aus der ,ingenieurtechnik an1 die 99,merkel99 als #fj4 ,bndchen der ,sammlung ,aus ,natur und ,geisteswelt verffentlichte 7,b4 ,g4 ,teubner4 ,leipzig #aijd74 #cc ,ist doch bekannt1 welche ,mhe es kostete1 den ,obelisken von ,heliopolis auf dem ,platze vor der ,peterskirche in ,rom mit ,hilfe zahlreicher ,gpel und ,flaschenzge aufzurichten4 ,dieser ,obelisk ist eine einzige ,steinmasse von ber #cjjjjj kg ,gewicht4 ,nheres siehe bei 99,beck99 in seinen ,beitrgen zur ,geschichte des ,maschinenbaus4 ,berlin #ahii4 ,s4 #aib4 #cd ,siehe ,der alte ,orient4 ,i41 herausgegeben von der vorderasiatischen ,gesellschaft4 #ce ,ort zwischen ,kairo und ,theben1 wo eine ,anzahl ,keilschrifttafeln entdeckt wurden4 ,sie befinden sich zum ,teil im ,museum der vorderasiatischen ,altertmer in ,berlin4 ,in einem der ,briefe 7um #adjj v4 ,chr47 findet sich die erste ,erwhnung ,jerusalems4 ,die ,berliner ,sammlung enthlt auch zahlreiche ,tafeln der ltesten babylonischen ,zeit 7#cjjj v4 ,chr474 ,bei ihrer ,auffindung waren die ,schriftzge durch ,auflagerungen unkenntlich2 nach ,anwendung verschiedener ,reinigungsverfahren traten sie mit voller ,deutlichkeit hervor4 ,erwhnenswert ist auch ein sumerisch-babylonisches ,wrterbuch4 ,von den ,tell el-,amarna-,tafeln gelangten etwa #bjj nach ,berlin2 die wertvollsten sind in ,london4 ,siehe auch 99,c4 ,niebuhr991 ,die ,amarna-,zeit4 ,der ,orient ,i4 #b4 ,heft4 ,berlin #ahii4 #cf ,hettitische ,schriftdenkmler wurden in ,nordsyrien und in ,boghaz-,kiri 7,kappadozien7 gefunden4 ,sie bilden einen ,teil der ,berliner ,sammlung vorderasiatischer ,altertmer4 ,die ,hettiter haben ,bedeutendes auf dem ,gebiete der ,metallurgie geleistet4 ,es ist nicht unwahrscheinlich1 da durch sie metallurgische ,kenntnisse1 z4 ,b4 die ,art der ,gewinnung des ,eisens1 nach gypten und nach ,babylonien gelangt sind 799,e4 ,reyer991 ,altorientalische ,metallurgie4 ,zeitschrift der orientalischen ,gesellschaft4 #ahhd4 ,s4 #adi74 #cg 99,merkel991 ,die ,ingenieurtechnik des ,altertums1 enthlt darber und ber den ,wasserbau der brigen alten ,vlker 7,chinesen1 ,griechen1 ,rmer7 das ,nhere4 #ch 99,f4 ,x4 ,kugler991 ,sternkunde und ,sterndienst in ,babel4 ,mnster #aijg4 ,der ,inhalt der astrologischen ,keilschriftfunde wurde im ,,iii4 ,bande des ,londoner ,inschriftenwerkes verffentlicht4 ,die bersetzung der astronomischen ,keilschrifttafeln begann #ahgd4 #ci 99,bezold991 ,ninive und ,babylon1 ,monographien zur ,weltgeschichte4 #aijc4 ,mit #ajb ,abbildungen4 #dj 99,a4 ,h4 ,layard991 ,niniveh and its remains 7#ahdh74 #da ,die ,nippurtexte wurden unter der ,oberleitung 99,hilprechts99 verffentlicht3 ,the ,babylonian expedition of the university of ,pennsylvania1 ,philadelphia4 #db ,siehe ,s4 #ai4 #dc ,beispiele fhrt 99,cantor99 ,bd4 ,i4 ,s4 #ga in grerer ,zahl an4 ,so heit es ,samuel ,i4 #ah3 ,saul hat tausend geschlagen1 ,david aber zehntausend4 ,und an anderer ,stelle3 ,tausend mal tausend dienten ihm 7,daniel #g4 #aj74 #dd ,auf den ,tafeln sind die ,zahlen selbstverstndlich ohne ,zeichen nebeneinander gestellt4 ,unter den neubabylonischen ,tafeln der ,berliner ,sammlung findet sich der ,grundri eines greren ,gebudes4 ,auf diesem ,grundri sind die ,abmessungen durch ,zahlen nach dem ,sexagesimalsystem verzeichnet1 z4 ,b4 #aa #fj #dj 7 #gjj74 #de ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 ist es sogar sehr unwahrscheinlich4 #df ,siehe auch 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #gf4 #dg 99,theo ,smyrnaeus99 7ed4 ,ed4 ,hiller74 ,leipzig #ahgh4 ,s4 #agg4 #dh 99,wilhelm ,spiegelberg991 ,orientalistische ,literaturzeitung1 #aijb4 ,s4 #f4 ,es fand sich unter einer groen ,menge ,ostraka 7durch ,einritzen beschriebene ,tonscherben71 welche die ,straburger ,bibliothek erwarb1 und wurde von 99,spiegelberg99 entziffert4 ,der ,text ist demotisch4 #di ,geht ein ,gestirn gleichzeitig mit der ,sonne auf1 so spricht man von seinem heliakischen oder ,frhaufgang4 ,dabei ist der wahre ,frhaufgang1 der wohl ermittelt1 aber nicht beobachtet werden kann1 von dem sichtbaren ,frhaufgang zu unterscheiden4 ,letzterer ,zeitpunkt tritt ein1 wenn das ,gestirn schon etwas vor dem ,aufgang der ,sonne erscheint1 so da es in der ,dmmerung wahrzunehmen ist4 ,der ,zeitunterschied beluft sich auf etwa #bj ,tage4 hnlich liegen die ,verhltnisse beim heliakischen ,untergang4 #ej ,der ,beginn der ersten gyptischen ,kalenderordnung wird in das ,jahr #dbda v4 ,chr4 verlegt4 799,e4 ,meyer991 gypten zur ,zeit der ,pyramidenerbauer4 ,leipzig #aijh4 ,sendschrift der deutschen ,orientgesellschaft47 #ea ,der ,sirius 7,sothis7 galt daher als der ,stern der ,isis1 welche die berschwemmung dadurch bewirkte1 da sie1 die groe ,naturgttin1 eine ,trne in den ,strom fallen lie4 ,siehe auch die ,abhandlung ,die ,nilschwelle von 99,w4 ,capelle99 in den neuen ,jahrbchern f4 d4 klass4 ,altertum4 #aiad4 ,s4 #cag4 #eb ,nheres ber die ,sothisperiode und andere im ,altertum gebruchliche ren1 d4 h4 der ,einrichtung1 die ,jahre von einem allgemein anerkannten1 festen ,zeitpunkt ab zu rechnen1 enthlt 99,paulys99 ,real-,encycl4 d4 klass4 ,altertumswissensch4 unter ,aera 7#ahih4 ,s4 #fjf74 #ec 99,ideler991 ber die ,sternkunde der ,chalder4 ,abhandlungen der ,berliner ,akad4 d4 ,wissensch4 #ahad_/ae4 ,s4 #bad4 ,wie die alten ,astronomen hierbei verfuhren1 hat 99,pappus99 in seinem ,kommentar zum ,v4 ,buche des ,almagest geschildert4 #ed 99,k4 ,f4 ,ginzel991 ,die astronomischen ,kenntnisse der ,babylonier4 ,in den ,beitrgen zur alten ,geschichte4 ,bd4 ,i 7#aijb74 ,s4 #cej4 #ee ,vielleicht haben die ,babylonier die ,wasserwgung auf den ,durchgang der ,sonne durch den ,meridian bezogen und so den durch die ,schiefe der ,sphre bedingten ,fehler vermieden4 #ef ,siehe 99,k4 ,f4 ,ginzel99 a4 a4 ,o4 ,s4 #cea4 #eg 99,e4 ,meyer991 ,geschichte des ,altertums4 ,bd4 ,,iii4 #aija4 ,s4 #acb4 #eh ,arabischer ,name des astronomischen ,hauptwerkes von 99,ptolemos994 #ei 99,e4 ,meyer991 ,geschichte des ,altertums4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ebg4 #fj 99,c4 ,bezold991 ,die ,astrologie der ,babylonier in ,bolls ,sternglaube und ,sterndeutung4 ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig4 #aiah4 ,s4 #i4 #fa ,so erscheinen die ,plejaden in der ,siebenzahl auf der ,stele 7,grabsule7 eines ,knigs des #g4 vorchristlichen ,jahrhunderts4 #fb 99,e4 ,meyer991 ,geschichte des ,altertums4 ,i 7#b74 ,s4 #cfi4 #fc 99,ginzel991 ,die astronomischen ,kenntnisse der ,babylonier4 #fd ,eine ausfhrliche ,abhandlung von 99,rie99 ber die ,astrologie im ,altertum enthlt 99,paulys99 ,reallexik4 d4 klass4 ,altert4 ,bd4 ,,ii 7#ahif74 ,s4 #ahjb4 #fe 99,a4 ,h4 ,sayce991 ,the astronomy and astrology of the ,babylonians with translations4 ,london #ahgd4 ,siehe auch 99,cantor99 ,i4 ,s4 #ch 7#c4 ,aufl4 #aijg74 #ff ,nach 99,simplicius991 ,kommentar zu ,aristoteles ,de coelo4 #fg 99,wolf991 ,geschichte der ,astronomie4 ,s4 #aj4 #fh 99,h4 ,suter991 ,die ,geschichte der mathematischen ,wissenschaften4 ,zrich #ahgc4 ,s4 #ah4 #fi 99,r4 ,lepsius991 ,das bilingue ,dekret von ,kanopus4 ,berlin #ahff4 ,die betreffende ,inschrift wurde von 99,lepsius99 im ,jahre #ahff in ,untergypten gefunden4 #gj ,die aus dem ,altertum auf uns berkommenen ,nachrichten ber die ,astronomie der ,babylonier hat 99,ideler99 zusammengestellt3 ber die ,sternkunde der ,chalder 7,abhandlungen der ,berliner ,akademie d4 ,wissensch4 v4 #ahad_/ae74 ,die in 99,idelers99 ,schrift zusammengestellten und erluterten ,fragmente waren bis zur ,entzifferung der ,keilschriftfunde1 also bis #ahgj etwa1 die wichtigste ,quelle fr die ,geschichte der babylonischen ,astronomie4 #ga 99,f4 ,boll991 ,astronomische ,beobachtungen im ,altertum4 ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altert4 #aiag4 ,s4 #ag4 #gb ,siehe 99,ginzel991 ,die astronomischen ,kenntnisse der ,babylonier und ihre kulturhistorische ,bedeutung2 in den ,beitrgen zur alten ,geschichte 7,klio74 #a ,bd4 7#aija74 #gc ,nach 99,ginzel99 a4 a4 ,o4 ,s4 #aia4 #gd ,siehe 99,ginzel99 a4 a4 ,o4 7,klio74 #ge ,was auf diesem ,gebiete die ,assyriologie geleistet1 gehrt zu den erstaunlichsten ,ergebnissen der ,altertumsforschung und bildet einen der grten ,triumphe der ,keilschriftenentzifferung 799,bezold991 ,ninive und ,babylon #aijc4 ,s4 #hi74 ,unter den ,mnnern1 welche die ,astronomie und die ,keilschriftenkunde in einer ,person vereinigen1 ist besonders 99,f4 ,x4 ,kugler99 zu nennen4 #gf ,nach 99,kugler994 #gg 99,f4 ,x4 ,kugler991 ,sternkunde und ,sterndienst in ,babel4 ,mnster #aijg4 #gh ,nach 99,ginzel991 ,die astronomischen ,kenntnisse der ,babylonier4 #gi 99,ginzel991 ,die astronomischen ,kenntnisse der ,babylonier4 #hj ,wie 99,geminos99 mitteilt4 ,wann 99,geminos99 lebte1 ist nicht genau bekannt 7#ajj v4-#ajj n4 ,chr474 ,er stammte aus ,rhodos und schrieb eine ,einfhrung in die ,astronomie 7 74 ,eine ,ausgabe mit deutscher bersetzung verffentlichte 99,k4 ,manitius994 ,leipzig #ahih4 #ha ,wie die ,bewegung der ,gestirne1 so galt auch das ,verhalten gewisser ,tiere als ,omen4 ,in ,babylon hat1 nach dem ,inhalt mancher ,keilschrifttexte zu urteilen1 der ,skorpion in dieser ,hinsicht eine ,rolle gespielt1 wie sie heute beim ,volke noch der ,spinne zugeschrieben wird4 ,aus dem ,verhalten der ,skorpione suchte man z4 ,b4 das ,schicksal der ,heere oder den ,verlauf ffentlicher ,angelegenheiten vorherzusagen4 7,mitteilungen zur ,gesch4 d4 ,medizin und der ,naturwissensch4 #aijf4 ,s4 #cbf47 #hb ,siehe 99,diodors99 von ,sizilien historische ,bibliothek1 bersetzt von 99,j4 ,f4 ,wurm994 ,stuttgart #ahbg4 ,buch ,,ii4 ,kap4 #cj4 #hc ,eingehender handelt von der kulturgeschichtlichen ,bedeutung der babylonischen und der gyptischen ,priesterschaft 99,e4 ,meyer99 im #a4 ,bande 7#a1b7 seiner ,geschichte des ,altertums4 #hd ,nach 99,kugler991 ,sternkunde und ,sterndienst in ,babel4 ,assyriologische1 astronomische und1 astralmythologische ,untersuchungen4 ,i4 ,buch3 ,entwicklung der babylonischen ,planetenkunde von ihren ,anfngen bis auf ,christus4 ,mnster #aijg4 ,s4 #da4 #he ,siehe 99,kugler991 ,sternkunde und ,sterndienst in ,babel4 ,mnster #aijg4 #hf 99,kugler991 ,im ,bannkreis ,babels4 ,s4 #eg4 #hg 99,wolff991 ,geschichte der ,astronomie4 ,s4 #aj4 #hh 99,berosos99 war ,priester in ,babylon4 ,er gibt selbst an1 da er unter ,alexander1 dem ,sohne ,philipps1 gelebt habe4 ,nheres siehe in 99,christ991 ,geschichte der griechischen ,literatur4 #ahhi4 ,s4 #dab4 #hi 99,k4 ,a4 v4 ,zittel991 ,geschichte der ,geologie u4 ,palontologie4 #ahii4 ,s4 #b4 ,die ,aufzeichnungen des 99,berosos99 799,christ991 a4 a4 ,o47 erregten bei den ,juden und den ,christen besonderes ,interesse durch die mit der ,bibel bereinstimmenden1 jetzt auch durch ,keilschrifttexte besttigten ,mythen von der ,sndflut1 dem ,turmbau zu ,babel usw4 #ij ,nach 99,ginzel991 ,das astronomische ,wissen der ,babylonier4 7,klio4 #aija47 #ia ,nach einer von 99,h4 ,winckler99 aufgestellten1 jedoch sehr fragwrdigen ,ansicht4 ,nach 99,winckler99 begann das babylonische ,jahr mit dem ,frhlingsquinoktium4 ,nun wandern die quinoktialpunkte in #bfjjj ,jahren durch den ganzen ,tierkreis4 ,der ,frhlingspunkt verweilt somit in jedem ,tierkreisbild etwa #bjjj ,jahre4 ,in ,anbetracht des groen ,zeitraums1 ber den sich die babylonischen ,beobachtungen erstreckten1 konnte die ,wanderung der quinoktien den ,babyloniern nach 99,winckler99 nicht entgehen4 ,als ihre ,beobachtungen1 soweit ,urkunden darber vorliegen1 begannen1 befand sich der ,frhlingspunkt im ,stier4 ,im #h4 ,jahrhundert v4 ,chr4 war die ,frhjahrssonne in den ,widder getreten1 whrend sie jetzt schon in den ,fischen steht4 ,damit hngt vielleicht zusammen1 da die ,aufzhlung der ,sternbilder in dem bekannten ,verse3 ,sunt aries taurus 444 mit dem ,widder beginnt4 ,da die ,namen der ,tierkreisbilder zum ,teil mit babylonischen ,benennungen zusammenfallen1 weist darauf hin1 da sie1 wenn auch auf ,umwegen1 von den ,babyloniern auf uns gelangt sind4 7,s4 auch 99,bezold991 ,ninive u4 ,babylon4 #aijc47 #ib 99,f4 ,h4 ,kugler991 ,im ,bannkreis ,babels4 ,mnster #aiaj4 #ic 99,ginzel991 ,das astronomische ,wissen der ,babylonier 7,klio4 #aija4 ,s4 #bji74 #id ,dies entspricht auch einer ,angabe des 99,josephus99 7,antiquit4 ,i1 #h74 ,siehe auch 99,kugler99 a4 a4 ,o4 ,s4 #aag4 #ie 99,a4 ,boeckh991 ,metrologische ,untersuchungen ber ,gewichte1 ,mnzfe und ,mae des ,altertums in ihrem ,zusammenhange4 ,berlin #ahch4 #if ,siehe den ,artikel ,gewichte von 99,lehmann-,haupt99 in ,paulys ,reallexikon der klass4 ,altertumskunde4 ,supplement-,bd4 ,,iii4 7#aiah47 ,s4 #ehh-fed4 #ig 99,lehmann99 ist geneigt1 hier eine absichtliche ,verknpfung anzunehmen4 ,beitrge zur alten ,geschichte4 ,bd4 ,i4 7#aijb47 ,s4 #cee4 #ih 99,c4 ,f4 ,lehmann991 ber die ,beziehungen zwischen ,zeit- und ,raummessung im babylonischen ,sexagesimalsystem 7,klio4 ,bd4 ,i4 ,s4 #cha u4 f474 #ii ,von anderer ,seite wird bestritten1 da die alten ,babylonier schon das ,gewicht aus dem ,lngenma abgeleitet htten und auf das ,bedenkliche derartiger ,spekulationen1 wie sie 99,lehmann99 und besonders 99,winckler99 7s4 ,s4 #cf7 anstellten1 hingewiesen4 ,siehe u4 a4 99,e4 ,meyer991 ,geschichte d4 ,altertums4 #aiji4 ,s4 #eah4 #ajj ,das ,medizinalgewicht1 das der ,verfasser des ,papyrus ,ebers seinen ,rezepten als ,einheit zugrunde legt1 betrug nach 99,f4 ,hultsch99 7,griech4 u4 rm4 ,metr4 #ahhb1 ,s4 #cgd u4 #cgf7 ungefhr #f g und das kleinste ,gewicht namens pek #j1ga g4 ,vgl4 99,r4 ,lepsius991 ,abhandl4 d4 ,berliner ,akademie1 #ahga4 ,s4 #da-dc und 99,f4 ,chabas991 ,recherches sur les poids1 msures et monnaies des anc4 ,egypt4 ,paris #ahgf4 ,s4 #ba1 #ch4 #aja ,nheres ber die ,geschichte der ,wage1 der ,gewichte und des ,wgens enthlt die ,schrift3 99,th4 ,ibel991 ,die ,wage im ,altertum und ,mittelalter4 ,erlangen #aijh4 #ajb 99,lepsius991 ,die ,metalle in den gyptischen ,inschriften4 ,abhandl4 d4 ,akademie d4 ,wissensch4 zu ,berlin4 #ahga4 ,s4 #aaa4 #ajc 99,a4 ,rssing991 ,geschichte der ,metalle4 #aija4 #ajd 99,a4 de ,rochas991 ,les origines de la science et ses premires applications4 #aje 99,rssing991 ,geschichte der ,metalle4 ,s4 #aa4 #ajf ,die erste schriftliche ,erwhnung findet das ,zink bei 99,paracelsus994 ,er nannte es ein gar fremdes ,metall1 sonderlich seltsamer als die anderen4 #ajg ,neuerdings hat man ,gegenstnde aus ziemlich reinem ,zinn in sptgyptischen ,grbern gefunden4 ,die ,rmer unterschieden es als ,plumbum candidum von dem ,blei1 das sie als ,plumbum nigrum bezeichneten4 #ajh 99,rssing991 a4 a4 ,o4 ,s4 #c4 ,in manchen untersuchten ,bronzen ist das ,zinn ganz oder zum ,teil durch ,antimon ersetzt4 ,entweder wurde dieses ,metall in ,form von ,antimonerz bei der ,verhttung der ,kupfererze zugesetzt oder man war im ,altertum schon mit der ,gewinnung des metallischen ,antimons vertraut4 ,die letztere ,ansicht vertritt 99,helm994 ,siehe den ,jahresbericht ber die ,fortschritte der klassischen ,altertumswissenschaft #aijb4 ,,iii4 ,s4 #bf-hb4 799,stadlers99 ,literaturbericht47 ,einen bei den ,ausgrabungen in ,sakkara zutage gefrderten ,bronzebarren von der ,form1 wie ihn die alten ,abbildungen zeigen1 untersuchte 99,berthelot99 7,comptes ,rendus #aije4 ,s4 #ahc71 ,quelques mtaux trouvs dans les fouilles archologiques en ,egypte4 ,dieser ,barren enthielt #hg1e ,kupfer und #aa1dg ,zinn4 ,der ,rest bestand aus ,blei und ,patina4 #aji 99,e4 ,gerland99 im ,archiv f4 d4 ,gesch4 d4 ,naturw4 u4 d4 ,technik4 #aiaj4 ,s4 #cjd4 #aaj ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften4 #aiji4 ,s4 #cjj4 #aaa 99,l4 ,wilser99 in den ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften4 #aijg4 ,s4 #dhg4 ,nach 99,a4 ,ludwig99 stammt das ,wort aus dem ,hebrischen 7,zeitschr4 f4 d4 ,kunde des ,morgenlandes4 #aije4 ,bd4 ,,xix4 ,s4 #bci-bdj74 #aab 99,rssing991 ,geschichte der ,metalle4 ,s4 #ad1 sowie die ,abhandlung ,eisen und ,stahl in ,indien von ,dr4 99,e4 ,schultze99 im ,archiv f4 d4 ,gesch4 d4 ,naturw4 u4 d4 ,technik4 #aiaj4 ,s4 #cej4 #aac 99,a4 ,h4 ,layard991 ,niniveh and its remains4 ,london #ahdi4 #aad 99,a4 ,c4 ,kisa991 ,die ,erfindung des ,glasblasens4 ,jahrbuch fr ,altertumskunde ,i4 ,s4 #a4 #aae 99,herodot99 ,,ii4 #hd4 #aaf 99,kodex ,hammurabis499 ,siehe ,mitteilungen z4 ,geschichte d4 ,medizin u4 d4 ,naturwissenschaften4 #aijc4 ,heft #a4 ,s4 #ij4 99,hammurabi99 799,chammurabi997 regierte von #aieh-aiaf4 ,er hat die herrschenden ,rechtsgrundstze zusammengestellt4 ,das ,gesetzbuch 99,hammurabis99 wurde #aija gefunden4 #aag ,die ,staroperation1 der man bisher ein ,alter von etwa #bjjj ,jahren zuschrieb1 ist infolge dieser ,erwhnung in der ,gesetzessammlung 99,hammurabis99 um weitere #bjjj ,jahre zurckzudatieren4 ,siehe 99,h4 ,magnus991 ,zur ,kenntnis der im ,gesetzbuche des 99,hammurabi99 erwhnten ,augenoperationen4 ,deutsche med4 ,wochenschrift4 #aijc4 ,nr4 #bc4 ,es lt sich mit ,bestimmtheit annehmen1 da diese ,gesetze schon vor ihrer ,kodifizierung durch lange ,zeitrume hindurch ,geltung besaen4 ,der #aah4 ,paragraph der ,sammlung 99,hammurabis99 lautet3 ,wenn ein ,chirurg jemandem eine schwere ,wunde mit dem kupfernen ,skorpionpfriemen macht und den ,menschen ttet oder den ,star eines ,menschen mit dem kupfernen ,skorpionpfriemen ffnet und das ,auge des ,menschen wird zerstrt1 seine ,hnde soll man ihm abhauen4 #aah 99,diodor991 ,i4 #hb1 #c4 #aai ,in einem altbabylonischen ,texte wird ,bilsenkraut als die ,pflanze1 welche die ,glieder lhmt und ,fett vom ,baume 7,harz7 empfohlen4 ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,med4 u4 d4 ,naturwissensch4 #aijd4 ,s4 #bba4 #abj 99,f4 v4 ,oefele991 ,zwei medizinische ,keilschrifttexte in ,urschrift1 ,umschrift und bersetzung4 7,mitteil4 zur ,gesch4 der ,med4 u4 d4 ,naturwissensch4 #aijd4 ,s4 #bag u4 f47 #aba 99,h4 ,a4 ,nielsen991 ,die ,straenhygiene im ,altertum4 ,arch4 f4 ,hygiene4 ,bd4 #dc 7#aijb74 ,s4 #he-aae4 #abb ,eine ,liste der in gypten und in ,palstina angebauten ,pflanzen enthlt die ,abhandlung von 99,warburg991 ,geschichte und ,entwicklung der angewandten ,botanik 7,berichte der ,deutschen botanischen ,gesellschaft4 #aija4 ,s4 #aec74 ,fr gypten kommen unter anderen in ,betracht3 drei ,weizenarten1 zwei ,gerstenarten1 ,knoblauch1 ,porree1 ,schalotten1 ,lein1 ,papyrus1 lbaum1 ,weinstock1 ,dattel1 ,feige1 ,melonen1 ,krbis1 ,artischocke1 ,spargel1 ,rettich1 ,ackererbse1 ,pferdebohne1 ,linse1 ,kohl1 ,fenchel1 ,anis1 ,absynth1 ,schlafmohn1 ,rizinus1 ,granatapfel4 ,die meisten dieser ,pflanzen wurden auch in ,palstina angebaut1 wo man auch schon das ,pfropfen verstand4 ,als ,werkzeuge sind der ,pflug1 die ,egge1 ,sicheln1 ,hecheln und ,dreschbretter nachgewiesen4 #abc ,im ,papyrus ,ebers finden sich einige ,andeutungen1 die erkennen lassen1 da die alten gypter die ,heilung von ,wunden durch ,nhte frderten4 ,die erste ,beschreibung dieses ,verfahrens findet sich bei 99,celsus994 ,siehe 99,gurlts99 ,geschichte der ,chirurgie1 sowie 99,erhardt991 ,die in der ,chirurgie gebruchlichen ,nhte und ,knoten in historischer ,darstellung4 799,volkmanns99 klin4 ,vortrge ,nr4 #ehj_/ha47 #abd ,tierrztliches ,zentralblatt4 #aijc4 ,nr4 #ah4 #abe 99,r4 ,burckhardt991 ,geschichte d4 ,zoologie4 ,s4 #ab4 ,leipzig1 ,gschensche ,buchhandlung4 #aijg4 #abf 99,eduard ,meyer991 gypten zur ,zeit der ,pyramidenerbauer4 ,leipzig #aijh4 7,sendschrift der deutschen ,orientgesellschaft47 #abg 99v4 ,hehn991 ,kulturpflanzen und ,haustiere in ihrem bergange aus ,asien4 ,berlin #aijb4 ,s4 #ebj4 #abh 99,gerland99 und 99,traumller991 ,geschichte der physikalischen ,experimentierkunst4 ,engelmann1 ,leipzig #ahii4 ,s4 #i4 #abi 99,meyer991 ,geschichte der ,chemie4 ,s4 #af4 #acj ,ein ausfhrlicher ,artikel ber ,industrie und ,handel im ,altertum findet sich im #i4 ,bande von ,paulys ,reallexikon1 ,s4 #acha-aece4 ,der ,verfasser ist 99,gummerus994 #aca ,von den ,vorstellungen der ,alten ber ,indien handelt sehr ausfhrlich 99,wecker99 in ,paulys ,reallexik4 d4 klass4 ,altert4 ,bd4 ,,ix4 7#aiad74 ,s4 #abfd-acbe4 ,die beste ,darstellung der antiken ,kenntnisse ber ,indien findet sich in der ,geographie des 99,ptolemos99 7s4 a4 spt4 ,stelle74 #acb ,nach 99,arrian994 #acc 99,lassen991 ,indische ,altertumskunde4 ,,ii4 #eaa4 #acd 99,cantor991 ,i4 #eji4 #ace 99,brk99 in der ,zeitschrift der ,deutschen morgenlndischen ,gesellschaft4 ,bd4 #ee u4 #ef4 #acf ,kap4 ,i4 #d4 in der ,zeitschrift der ,deutschen morgenlndischen ,gesellschaft4 #ef4 ,bd4 7#aijb47 ,s4 #cbh4 #acg ,die ,konstruktion von ,altren unter ,verwendung rechtwinkliger ,dreiecke1 deren ,seiten sich wie ganze ,zahlen verhalten1 geht vielleicht in das #h4 vorchristliche ,jahrhundert zurck4 ,mitteil4 z4 ,geschichte d4 ,medizin u4 ,naturwissenschaften4 #aijf4 ,s4 #dgc4 #ach ,vor allem des ,apastamba ,sulbasutra4 #aci ,siehe 99,zeuthens99 ,bemerkungen in der ,biblioth4 mathem4 7#c4 ,folge74 ,v4 #ig-aab4 #adj 99,cantor991 ber die lteste indische ,mathematik4 ,arch4 f4 ,math4 und ,physik4 #aijd4 #ada ,ap4 ,sulb4 ,sutra4 ,,iii4 #b4 ,zeitschr4 d4 morgenl4 ,gesellsch4 ,bd4 #ee u4 #ef4 ,abhandlung 99,brks994 #adb ,siehe ,s4 #ai4 #adc 99,cantor991 ber die lteste indische ,mathematik i4 ,arch4 f4 ,math4 u4 ,phys4 #h4 ,bd4 7#aijd74 #add ,siehe ,s4 #f4 #ade 99,cantor991 a4 a4 ,o4 ,s4 #ga4 #adf 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ih4 #adg ,siehe 99,arneth991 ,die ,geschichte der reinen ,mathematik4 ,s4 #adc4 #adh 99,cantor991 ,geschichte der ,mathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #edj4 #adi ,sie findet sich bei 99,aryabhatta99 7geb4 #dgf n4 ,chr471 dem ltesten indischen ,astronomen1 dessen ,schriften auf unsere ,zeit gekommen sind4 #aej ,das ,nirukta4 #aea 99,roth991 ,indische ,feuerzeuge4 ,zeitschrift der morgenlndischen ,gesellschaft4 #ahhi4 #aeb 99,aristophanes991 ,wolken4 v4 #gff u4 f4 99,aristophanes99 erzhlt dort1 ein ,schuldner habe seinen ,glubiger dadurch geprellt1 da er die ,wachstafel1 welche die ,forderung enthielt1 mittelst einer der ,linsen geschmolzen habe1 die zum ,erzeugen von ,feuer gebraucht wrden4 #aec ber die ,schiepulverfrage im alten ,indien1 siehe die ,mitteilungen zur ,gesch4 d4 ,med4 u4 d4 ,naturwissensch4 #aije4 ,s4 #a u4 f4 #aed 99,hoernle991 ,studies in the ,medicine of ancient ,india4 ,oxford #aijg4 #aee 99,e4 v4 ,lippmann991 ,abhandlungen und ,vortrge4 #aijf4 #aef 99,berendes991 ,das ,apothekenwesen1 seine ,entstehung und geschichtliche ,entwicklung4 ,stuttgart #aijg4 #aeg ,ein ,sanskrittext1 der sich gegen den ,genu des ,fleisches1 der gegohrenen ,getrnke und gegen die geschlechtliche ,liebe wendet1 findet sich in der ,zeitschrift der deutschen morgenlndischen ,gesellschaft1 ,jahrg4 #aijg1 in der bersetzung wiedergegeben4 #aeh 99,s4 ,hirschberg991 ,der ,starstich der ,inder4 ,zeitschr4 f4 prakt4 ,augenheilk4 ,januarheft #aiji4 #aei 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,i4 ,s4 #dac4 #afj ,siehe auch 99,w4 ,frster991 ,die ,astronomie des ,altertums und ,mittelalters4 ,berlin #ahgf4 #afa 99,wolff991 ,geschichte der ,astronomie4 ,s4 #aa4 #afb ,der ,jesuitenorden1 dem ja neben der ,verteidigung auch die ,verbreitung des katholischen ,glaubens oblag1 lie sich schon im #af4 ,jahrhundert in den auereuropischen ,lndern nieder4 ,in ,china gewann er besonderen ,einflu dadurch1 da er fr die ,kalenderrechnung1 die dort sehr in ,unordnung geraten war1 eine ,neuordnung auf astronomischer ,grundlage schuf4 ,eine solche ,neuordnung war deshalb sehr wichtig1 weil man eine verworrene ,zeitrechnung als ein ungnstiges ,omen fr die ,verwaltung und damit die ,zukunft des ,staates ansah4 #afc 99,baden-,powell991 ,history of natural philosophy4 ,london #ahcd4 ,s4 #aa4 #afd ,siehe auch 99,h4 ,lschner991 ber ,sonnenuhren4 ,beitrge zu ihrer ,geschichte und ,konstruktion nebst ,aufstellung einer ,fehlertheorie4 ,graz #aije4 #afe ,mitteilungen zur ,gesch4 der ,medizin und der ,naturwissenschaften4 #aijh4 ,s4 #cea4 #aff ,nheres enthlt die ,abhandlung 99,r4 ,ehrenfelds99 in den ,mitteilungen zur ,gesch4 der ,medizin und der ,naturwissenschaften4 #aijh4 ,s4 #add u4 f4 #afg ,auch 99,h4 ,winckler99 wendet sich in einer ,abhandlung ber die ,bedeutung der ,phnizier fr die ,kulturen des ,mittelmeeres 7,zeitschr4 f4 ,sozialwissenschaft4 #aijc4 ,bd4 ,,iv4 ,nr4 #f u4 #g7 gegen die ,auffassung1 als ob die ,phnizier die ,buchstabenschrift erfunden htten4 ,er ist der ,ansicht1 da sich das ,verstndigungsmittel geistigen ,lebens an dessen ,mittelpunkt entwickelt haben wird und die phnizische ,schrift im ,anschlu an die ,keilschriftliteratur entwickelt ist4 brigens haben auch die arischen ,perser die zu monumentalen ,inschriften beibehaltene ,keilschrift zu einer ,buchstabenschrift umgestaltet 799,l4 ,wilser99 in den ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,med4 u4 ,naturwissensch4 #aije4 ,s #cb74 ,die ltesten uns erhaltenen ,inschriften im griechischen ,alphabet und in griechischer ,sprache gehen kaum ber den ,anfang des #g4 vorchristlichen ,jahrhunderts hinaus4 ,siehe 99,beloch991 ,griechische ,geschichte4 ,bd4 ,i4 #b4 ,s4 #b4 #aiac4 #afh 99,k4 ,suter991 ,geschichte der mathemat4 ,wissenschaften4 ,zrich #ahgh4 #afi ,im ,archiv fr ,geschichte der ,philosophie 7#aijb4 ,s4 #caa7 hat 99,peithmann99 in einer ,abhandlung ber die ,naturphilosophie vor ,sokrates neuerdings die ,anschauung zu begrnden versucht1 da 99,thales99 sich nicht als ,philosoph1 sondern nur als ,astronom und ,ingenieur verdient gemacht habe4 ,nach 99,peithmann99 hat es den ,anschein1 da erst ,aristoteles den ,thales unverdientermaen zu einem ,philosophen gemacht hat4 ,die ,ansicht wird nach 99v4 ,lippmann99 jedoch nicht allgemein anerkannt4 #agj 99,cantor991 ,geschichte der ,mathematik4 ,leipzig #ahhj4 ,bd4 ,i4 ,s4 #aac4 #aga ,a4 a4 ,o4 ,s4 #aad4 #agb ,ein ,verzeichnis der von den antiken ,schriftstellern erwhnten ,finsternisse findet sich in 99,paulys99 ,reallexikon der klass4 ,altertumswiss4 im #f4 ,bande auf ,s4 #bceb-bcfd4 ,dort findet sich auch 7,s4 #bcci-bcfd7 ein ausfhrlicher1 von 99,boll99 verfater ,beitrag ber die ,finsternisse4 ,die erste verbrgte ,nachricht betrifft eine ,mondfinsternis1 die am #ai4 #c4 #gba in ,babylon beobachtet wurde4 #agc ,siehe oben ,s4 #ce4 #agd 99,thales99 hat die am #ah4 ,mai #fjc eingetretene groe ,sonnenfinsternis wahrscheinlich in gypten beobachtet4 ,er konnte deshalb damit rechnen1 da etwas mehr als #ah ,jahre spter eine neue ,finsternis stattfinden wrde4 ,sie fand denn auch am #bb4 ,mai #ehe statt 799,h4 ,diels991 ,antike ,technik4 #aiad4 ,s4 #c74 ,siehe auch 99,j4 ,zech991 ,astronomische ,untersuchungen ber die wichtigsten ,finsternisse1 welche von den ,schriftstellern des ,altertums erwhnt werden4 ,leipzig #ahec4 #age ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altertum4 #aiaa4 ,s4 #e4 #agf ,nach 99,plutarch991 ,vol4 ,,iii1 pag4 #agd1 ed4 ,didot1 sowie nach 99,plinius99 ,,xxxvi4 #ab4 #agg 99,a4 ,forbiger991 ,handbuch der alten ,geographie4 ,i4 #dd4 #agh 99,aristot4991 ,metaphys4 ,i1 #c4 #agi 99,zeller991 ,die ,philosophie der ,griechen4 ,bd4 ,i4 7#e4 ,aufl47 ,s4 #ce4 #ahj 99,e4 ,meyer991 ,alte ,geschichte4 ,bd4 ,,iv4 #aija4 ,s4 #aii4 #aha 99,zeller991 ,die ,philosophie der ,griechen4 #e4 ,aufl4 ,bd4 ,i4 ,s4 #gfi4 #ahb 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,i 7#ahed74 ,s4 #de4 #ahc 99,zeller991 ber die griechischen ,vorgnger ,darwins4 ,abhandlungen d4 kgl4 ,akademie d4 ,wissensch4 zu ,berlin4 #ahgh4 ,s4 #aae4 #ahd 99,e4 ,meyer99 a4 a4 ,o4 #ahe ,so heit es bei 99,plutarch991 ,strom4 ,,vii4 ,dox4 ,gr4 ,s4 #eha4 #ahf ,s4 auch 99,windelband991 ,die ,lehre vom ,zufall4 ,berlin #ahgj4 #ahg 99,a4 ,brieger991 ,die ,urbewegung der ,atome und die ,weltentstehung bei ,leukipp und ,demokrit4 ,halle #ahhd4 #ahh 99,e4 ,meyer991 ,alte ,geschichte4 ,bd4 ,v4 #aijb4 ,s4 #cdj4 #ahi ,gesammelt durch 99,mullach991 ,berlin #ahdc4 7,vllig veraltet2 s4 auch ,diels' ,vorsokratiker74 ,ist auch die ,zahl der authentischen ,fragmente nur klein1 so sind wir ber 99,demokrits99 ,lehren doch besser unterrichtet als ber die ,ansichten zahlreicher anderen ,philosophen4 ,man hat mit ,recht bemerkt1 da er eifriger ausgeschrieben als abgeschrieben wurde 799,f4 ,a4 ,lange991 ,gesch4 d4 ,materialismus4 #ahgc4 ,bd4 ,i4 ,s4 #aa74 ,zumal durch 99,aristoteles99 und durch 99,lukrez99 sind wir mit 99,demokrits99 ,anschauungen ziemlich genau bekannt4 ,selbst in der berlieferung erscheinen sie als so klar und folgerichtig1 da sich das kleinste ,bruchstck mit ,leichtigkeit dem ,ganzen einfgen lt 799,lange991 a4 a4 ,o474 #aij 99,lucretius ,carus991 ,de rerum natura4 ,s4 an spterer ,stelle dies4 ,buches4 #aia #e4 ,buch4 #aha-aid4 #aib #e4 ,buch4 #dai u4 f4 #aic 99,cardanus991 ,de subtilitate4 lib4 ,,xi4 7,cardani operum tom4 ,,iii4 ,lugduni #affc4 p4 #edi47 ,auf diese ,stelle machte mich 99,leopold ,lwenheim99 aufmerksam4 ,siehe auch die von ihm herausgegebene ,schrift3 ,die ,wissenschaft ,demokrits und ihr ,einflu auf die moderne ,naturwiss4 ,von 99,louis ,lwenheim994 ,berlin #aiad4 #aid ber diese ,zusammenhnge siehe auch die soeben erwhnte ,schrift 99,lwenheims994 ber den ,einflu1 den die demokritischen ,anschauungen auf die weitere ,entwicklung der ,wissenschaften ausgebt haben1 wurden von 99,louis ,lwenheim99 eingehende ,untersuchungen angestellt4 99,lwenheims99 ,arbeit ist bisher nur im ,auszuge 7s4 ,s4 #gd ,anm4 #b7 verffentlicht4 ,sie ist dem ,verfasser nach dem ,erscheinen seines ,werkes durch den ,sohn des verstorbenen ,forschers im ,manuskript zugestellt worden1 um bei einer neuen ,auflage bercksichtigt zu werden4 ,dies konnte an mehreren ,stellen dieses ,bandes geschehen4 #aie 99,fr4 ,schultze99 in der ,zeitschrift ,kosmos4 #ahgg4 #h4 u4 #i4 ,heft4 #aif ,siehe auch 99,h4 ,c4 ,liepmann991 ,die ,mechanik der ,leukipp-,demokritischen ,atome4 ,leipzig #ahhe4 #aig 99,schaubach991 ,anaxagorae fragmenta4 ,lipsiae #ahag4 99,mullachius991 ,fragm4 phil4 graec4 ,parisiis4 ,i u4 ,,ii4 #ahfj-ahfg4 ,vor allem aber 99,diels'99 ,vorsokratiker4 #aih ,d4 h4 ,vernunft1 hier ,weltvernunft4 #aii ,es besa die ,gre eines ,mhlsteins und wird auch von 99,plutarch99 und 99,plinius99 erwhnt4 #bjj 99,anaxagoras99 nahm an1 da die ,sonne mehrere ,male so gro sei wie der ,peloponnes und da der ,mond ihr an ,gre etwa gleich komme4 ,letzterer sei wie die ,erde ein ,wohnsitz lebender ,wesen4 #bja 99,lange991 ,geschichte des ,materialismus4 ,bd4 ,i4 ,s4 #eg4 #bjb ,man darf den hier gergten ,mangel der ,alten aber auch nicht bertreiben1 wie es z4 ,b4 99,du ,bois ,reymond99 7,kulturgeschichte und ,naturwissenschaft7 getan hat4 ,da das ,experiment auch im ,altertum eine ,rolle spielte1 und zumal bei den ,alexandrinern zu wichtigen ,ergebnissen fhrte1 darf nicht verkannt werden4 ,im ,mittelalter waren insbesondere die ,araber bemht1 die ihnen von den ,griechen bermittelten ,wissenschaften durch experimentelle ,untersuchungen weiter auszubauen4 ,siehe auch 99,e4 ,wiedemann991 ber das ,experiment im ,altertum und ,mittelalter 7,unterrichtsbltter fr ,mathem4 und ,naturwissensch4 #aijf4 ,nr4 #d-f74 #bjc 99,cantor991 ,geschichte der ,mathematik4 #ahhj4 ,bd4 ,i4 #abh u4 #aeh4 #bjd ,nheres siehe bei 99,diels991 ,antike ,technik1 ,s4 #ba4 #bje 99,h4 ,vogt991 ,die ,geometrie des ,pythagoras4 ,siehe ,bibl4 math4 7#c4 ,folge7 #i4 ,bd4 ,s4 #ae u4 f4 ,danach sind neuerdings auch ,zweifel erhoben1 ob ,pythagoras mit der ,konstruktion der fnf regulren ,krper schon vertraut gewesen4 ,auch mit dem ,begriff des ,irrationalen wurden die ,griechen wahrscheinlich erst viel spter bekannt4 #bjf ,die ,griechen haben schon ber die ,entwicklung der ,mathematik geschrieben4 ,eudemos1 ein ,schler des ,aristoteles1 verfate eine ,geschichte der ,astronomie und der ,geometrie1 die bis auf wenige1 auch die erwhnten ,angaben ber ,thales enthaltende ,bruchstcke verloren gegangen ist4 ,ferner schrieb ,theophrast von ,eresos eine ,geschichte der ,mathematik4 ,sie ist leider ganz verloren gegangen 799,suter991 ,geschichte der mathematischen ,wissenschaften4 #ahgc4 ,s4 #ba74 ,die ,fragmente des ,eudemos wurden von 99,l4 ,spengel99 gesammelt und herausgegeben3 ,eudemi fragmenta1 quae supersunt4 ,berlin #ahff4 ,zu erwhnen ist auch ,menon4 ,er war gleichfalls ein ,schler des ,aristoteles und schrieb eine ,geschichte der ,medizin4 ,die erhaltenen ,bruchstcke verffentlichte 99,diels99 7,suppl4 ,arist4 ,,iii1 #a4 ,berlin #ahic74 #bjg 99,tropfke991 ,geschichte der ,mathematik4 ,,ii4 ,s4 #e4 #bjh 99,proclos991 ed4 99,friedlein994 ,s4 #cgi4 #bji 99,tropfke991 ,,ii4 #hh4 #baj ,nach ,angaben von 99,platon99 7,timos7 und 99,vitruv99 7,de architectura74 ,nheres siehe 99,tropfke994 ,,ii4 #djj4 #baa ,h4 99,vogt991 ,die ,entdeckungsgeschichte des ,irrationalen4 ,biblioth4 mathemat4 #aj4 ,bd4 ,s #ig4 #bab ,siehe 99,paulys99 ,reallex4 d4 klass4 ,altert4 ,bd4 ,,viii4 #bac ber ,hippokrates siehe 99,brettschneider991 ,die ,geometrie und die ,geometer vor ,euklid4 ,leipzig #ahgj4 #bad ,antiphon um #dcj v4 ,chr4 ,siehe 99,cantor991 ,vorlesungen zur ,geschichte der ,mathematik4 ,i4 #agb4 7#ahhj47 #bae ,die wichtigsten ,mitteilungen ber die verschiedenen ,wege1 wie die ,alten das delische ,problem lsten1 verdanken wir dem 99,eutokios991 welcher die ,schriften des 99,archimedes99 kommentierte1 99,archimedes991 ed4 99,heiberg991 ,,iii41 ,s4 #ajd4 #baf ,diese ,konstruktion1 welche ,eutokios in seinen ,erluterungen zu 99,archimedes99 bringt1 wird 99,platon99 zugeschrieben4 99,archimedes991 ed4 99,heiberg991 ,,iii41 ,s4 #ff-gj4 #bag ,nheres bringt die von 99,cantor99 7,bd4 ,i4 ,s4 #aii7 nach ,eutokios gegebene ,darstellung der von ,menchmos gefundenen ,stze4 #bah ,ging man hnlich wie bei der ,ableitung der ,parabel vor1 stellte aber die ,bedingung1 da von den an die ,gerade anzutragenden ,rechtecken stets ein ,stck brig bleibt1 so ergab sich als geometrischer ,ort die ,ellipse 7 heit brig bleiben74 berragten dagegen die ,rechtecke die ,gerade1 so ergab sich die ,hyperbel 7 heit berragen74 #bai ,hippias von ,elis4 #bbj ,nheres 99,cantor991 ,i4 #afg4 #bba 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #e4 #bbb ,beide ,stze werden ,platons ,schler ,eudoxos von ,knidos zugeschrieben4 #bbc ,diese ,entdeckung wird auf 99,aristaeos99 7um #cbj v4 ,chr471 der ebenfalls der platonischen ,schule angehrte1 zurckgefhrt4 ,er soll auch das erste ,werk ber die ,kegelschnitte geschrieben haben4 99,cantor99 ,i1 #baa4 #bbd ,eine ausfhrliche ,darstellung mit zahlreichen ,literaturangaben enthlt 99,paulys99 ,realenzykl4 f4 d4 klass4 ,altertum in ,bd4 ,,ii4 7#ahif47 ,s4 #ahbh-ahfb4 ,sie rhrt von 99,hultsch99 her4 #bbe 99,f4 ,cumont991 ,babylon und die griechische ,astronomie4 ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altertum4 #aiaa4 ,s4 #a4 #bbf 99,aristophanes991 ,wolken4 #fae-fai4 #bbg ,es ist wahrscheinlich1 da 99,meton99 sich hierzu der ,tabellen bediente1 welche die ,chalder ,jahrhunderte vorher fr die ,mondbewegung und die ,finsternisse entworfen hatten4 #bbh ,das ,wichtigste ber die ,hilfsmittel1 welche im ,altertum fr die ,zeitmessung zur ,verfgung standen1 bringt die ,realenzykl4 d4 klass4 ,altertumswiss4 von 99,pauly-,wissowa-,kroll99 7#h4 ,bd4 ,sp4 #bdaf-bdcc7 in dem ,beitrag ,horologium von 99,a4 ,rehm994 #bbi ,der ,name ,ekliptik 7 7 ist im ,altertum erst spt in ,gebrauch gekommen4 #bcj ,um #efj v4 ,chr4 ,siehe auch 99,darmstdter991 ,handbuch der ,geschichte der ,naturwissenschaften4 #bca ,derartigen ,versuchen1 die ,abstnde der ,planeten in eine mathematische ,regel zu fassen1 begegnet man bis ins #ah4 ,jahrhundert 7,titiussche ,regel2 #agff74 #bcb 99,august ,boeckh991 ,philolaos des ,pythagoreers ,lehren nebst den ,bruchstcken seines ,werkes4 ,berlin1 ,vossische ,buchhandlung4 #ahai4 #bcc 99,schiaparelli991 ,die ,vorlufer des ,kopernikus im ,altertum4 #ahgc4 bersetzt von 99,curtze994 #bcd ,dies gilt z4 ,b4 von ,anaxagoras1 der nach der ,begrndung der pythagoreischen ,schule lebte4 #bce 99,schiaparelli991 a4 a4 ,o4 ,s4 #g4 #bcf 99,platon99 erklrte im ,timos3 ,vom ,ganzen1 welches kugelfrmig ist1 zu behaupten1 da es einen ,ort unten1 den anderen oben habe1 ziemt keinem ,verstndigen 7siehe ,timos1 #fb u4 #fc74 #bcg ,er lebte etwa von #cij-caj und war den ,pythagoreern in mancher ,hinsicht geistesverwandt4 ,er verfate zahlreiche ,schriften1 von denen nur die ,titel und ,fragmente bekannt sind4 ,letztere den ,titeln zuzuweisen1 ist schwierig und oft nicht mglich4 ber 99,herakleides99 siehe auch 99,gomperz991 ,griechische ,denker4 ,i1 #ih4 #bch ,siehe die sptere ,darstellung und ,abbildung des ,tychonischen ,systems4 #bci 99,vitruv991 ,de architectura4 ,von den meisten ,schriftstellern wird der ,ursprung dieser ,lehre den gyptern zugeschrieben4 99,koppernikus99 selbst kannte sie durch 99,martianus ,capella99 7siehe an spterer ,stelle bei 99,koppernikus9974 #bdj 99,platons99 ,timos4 #ch4 #bda ,siehe ,s4 #ic4 #bdb ,ein ausfhrlicher1 von 99,boll99 herrhrender ,beitrag ber die ,fixsterne findet sich in 99,paulys99 ,realenzyklopdie f4 d4 klass4 ,altert4 ,,vi4 ,bd4 ,s4 #bdjg-bdca4 #bdc 99,platons99 ,phaedon4 cap4 #eh4 ,leipzig1 ,wilhelm ,engelmann4 #aheb4 #bdd 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #e4 #bde ,ausg4 v4 99,sturz991 ,vers #afj-afc4 ,seine ,worte lauten3 ,jetzt zuvrderst vernimm des ,alls vierfltige ,wurzeln3 ,feuer und ,wasser und ,erd' und des thers unendliche ,hhe4 ,daraus ward1 was da war1 was da sein wird1 oder was nun ist4 #bdf 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ea4 #bdg 99,plut499 ,v4 cap4 #bf4 #bdh 99,aristoteles991 ,de gen4 animalium4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bc4 #bdi 99,aristoteles991 ,de part4 anim4 ,i4 ,s4 #fdj;a4 #bej 99,aristoteles991 ,de generatione animalium4 ,v4 #h4 #bea 99,diogenes ,laertius99 ,,ix4 #dg4 #beb 99,e4 ,dacqu991 ,der ,deszendenzgedanke u4 seine ,geschichte4 ,mnchen #aijc4 #bec ,die auf 99,epikur99 und 99,demokrit99 zurckzufhrenden ,verse des 99,lucretius99 lauten folgendermaen3 ,denn wer nur immer sich jetzo erfreut der belebenden ,lfte1 ,den hat entweder ,list oder ,strke beschtzt oder ,schnelle ,seit seiner frhesten ,jugend und so sein ,geschlecht stets erhalten4 ,viele jedoch existieren1 die unserem ,schutz es verdanken1 ,da sie erhalten blieben1 dem sichern ,verderben entrissen4 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,denen jedoch von alledem nichts die ,natur hat gegeben1 ,da sie aus eigener ,kraft vermochten ihr ,leben zu fristen1 ,diese sind selber zur ,beute geworden4 #bed 99,e4 ,meyer991 ,geschichte d4 ,altert4 ,bd4 ,,iv4 #aija4 ,s4 #bje4 #bee ber die den 99,alkmon99 betreffenden ,fragmente siehe die ,angaben von 99,meyer99 in seiner ,geschichte des ,altertums ,bd4 ,,iv4 #aija4 ,s4 #bjg4 #bef 99,th4 ,beck991 ,hippokrates' ,erkenntnisse4 ,jena #aijg4 #beg 99,platons99 ,protagoras4 ,kap4 ,,iii4 #beh 99,hippokrates99 aus ,kos lebte um #djj v4 ,chr4 #bei ,als ,corpus ,hippocraticum sind der ,nachwelt etwa #ajj griechische und #cj lateinische ,schriften bermittelt worden4 ,mit vlliger ,sicherheit lassen sich nur wenige ,bcher auf 99,hippokrates99 selbst zurckfhren4 ,man hat brigens nie alle fr echt gehalten4 ,nheres siehe in dem sehr ausfhrlichen ,beitrag ber ,hippokrates in 99,paulys99 ,reallexik4 d4 klass4 ,altert4 ,bd4 ,,viii 7#aiac74 ,s4 #ahja-aheb4 #bfj 99,beck991 ,hippokrates' ,erkenntnisse4 ,jena #aijg4 ,das ,werk enthlt auer einer ,untersuchung ber die ,entstehung und die ,bedeutung der ,hippokratischen ,sammlung eine ,auslese der wertvollsten ,stellen mit ,bezugnahme auf die moderne ,heilkunde4 #bfa 99,haeser991 ,geschichte der ,medizin4 ,bd4 ,i 7#ahge74 ,s4 #ada4 ,nach den ,ansichten1 die 99,platon99 im ,timos entwickelt1 bewirkt das ,herz die ,verknpfung der ,adern4 ,es ist die ,quelle des durch alle ,glieder heftig herumgetriebenen ,blutes4 ,zur ,abkhlung des ,herzens dienen die ,lungen4 #bfb ,in der lateinischen ,fassung von 99,schiller99 seinen ,rubern als ,motto vorangestellt3 ,quae medicamenta non sanant1 ferrum sanat4 ,quae ferrum non sanat1 ignis sanat4 #bfc ,r4 99,burckhardt991 ,geschichte der ,zoologie4 ,s4 #ah4 #bfd 99,stahr991 ,das ,leben des ,aristoteles1 als ,i4 ,teil von 99,stahrs99 ,aristotelia4 ,halle #ahcj4 #bfe ,sein ,vater 99,nikomachos99 war ,leibarzt des ,knigs ,amyntas von ,mazedonien4 #bff 99,e4 ,meyer991 ,gesch4 d4 ,altertums4 ,v4 ,bd4 #aijb4 ,s4 #cch4 #bfg 99,zeller991 ,die ,philosophie der ,griechen4 ,bd4 ,,ii1 #b4 ,s4 #agb4 #bfh ,ein ,talent hatte in ,reichsmnze den ,wert von etwa #dgjj ,mark4 #bfi 99,zeller991 ,die ,philosophie der ,griechen4 ,bd4 ,,ii1 #b4 ,s4 #cc4 #bgj 99,heller991 ,geschichte der ,physik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #dh4 #bga ,gedruckt wurden die ,schriften des 99,aristoteles99 zuerst im ,jahre #adgc in ,rom1 und zwar in lateinischer bersetzung4 #adic erschien die erste gedruckte griechische ,ausgabe4 ,augenblicklich gilt als beste die im ,auftrage der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften veranstaltete ,ausgabe von 99,bekker994 ,eine griechisch-deutsche 7unvollendete7 ,ausgabe rhrt von 99,prantl99 her4 ,sie erschien in ,leipzig bei ,wilhelm ,engelmann und wurde der hier gegebenen ,darstellung der aristotelischen ,lehren besonders zugrunde gelegt4 #bgb ,diese ,schrift ist indessen als nichtaristotelisch erkannt4 #bgc 99,zeller991 ,die ,philosophie der ,griechen4 #bgd ,ein ,beispiel dafr findet sich nach ,eucken in de gener4 et corr4 7#cbh1bc74 99,aristoteles99 meint dort1 wenn ein groes ,quantum mit einem sehr kleinen vereinigt werde1 so entstehe keine ,mischung1 sondern das kleinere schlge in das grere um4 ,so werde ein ,tropfen ,wein in zehntausend ,ma ,wasser geradezu zu ,wasser4 #bge ,eine ,zusammenstellung der auf die ,mathematik bezglichen ,stellen hat schon 99,biancani99 verffentlicht3 ,aristoteles loca mathematica4 #afae4 #bgf 99,e4 ,haas991 ,grundfragen der antiken ,dynamik 7,archiv f4 d4 ,geschichte d4 ,naturwiss4 u4 d4 ,technik4 #aijh4 #a4 ,heft74 #bgg ,mit 99,haas99 a4 a4 ,o4 7,archiv f4 d4 ,geschichte d4 ,naturwiss4 u4 ,technik4 #aijh4 ,s4 #dg47 #bgh ,besonders bei 99,plutarch99 und bei 99,lukrez994 #bgi 99,haas99 a4 a4 ,o4 ,s4 #dd4 #bhj ,daher lautet der ,titel des ,werkes auch ,quaestiones mechanicae4 #bha ,mechanische ,probleme4 ,ausg4 von 99,poselger99 #ahha4 ,s4 #cd4 #bhb 99,haas991 ,antike ,lichttheorien 7,archiv fr ,geschichte d4 ,philos4 #bj4 ,bd4 #aijg4 #c4 ,heft47 #bhc 99,aristoteles991 ber die ,sinne4 ,kap4 ,,ii4 #bhd 99,wilde991 ber die ,optik der ,griechen4 ,berlin #ahcb4 #bhe ,die aristotelische ,schrift ber die ,farben gilt allerdings nach neueren ,untersuchungen als unecht4 #bhf 99,haas991 a4 a4 ,o4 ,s4 #chf4 99,platon99 hatte die ,lehre von den ,sehstrahlen und den ,abbildern zu einer ,theorie der ,zusammenstrahlung 7,synergie7 verschmolzen4 #bhg 99,wolff991 ,geschichte der ,astronomie1 ,s4 #db4 #bhh ,nach der ,ausgabe von 99,prantl994 #bhi ,nach 99,diog4 ,laertius99 ,,viii1 #bf1 der aber wenig zuverlssig ist4 #bij ,nach der bersetzung von 99,prantl991 99,aristoteles'99 vier ,bcher ber das ,himmelsgebude4 ,leipzig #aheg4 ,verlag von ,w4 ,engelmann4 ,s4 #ahj-aha4 #bia ,de coelo ,,ii1 #d4 #bib 99,schiaparelli991 ,le sfere omocentriche di ,eudosso1 di ,calippo e d',aristotele4 ,mailand #ahgf2 deutsch von 99,horn994 ,abhandl4 z4 ,gesch4 d4 ,math4 #a4 ,heft4 #bic ,siehe 99,wolff991 ,geschichte der ,astronomie4 ,s4 #aie4 #bid ,siehe 99,martin ,behaim991 #adib4 #bie ,de coelo ,,ii1 #g4 #bif ,de coelo ,,ii1 #h4 #big ,de coelo ,,ii1 #i4 #bih ,de coelo ,,ii1 #h4 #bii 99,kaiser991 ,der ,sternenhimmel4 ,berlin #ahej4 #cjj ,da 99,nietzsche99 dieser genannten ,lehre einen besonderen ,wert beilegte1 ist bekannt genug4 #cja ,e4 v4 99,lasaulx991 ,die ,geologie der ,griechen und ,rmer4 ,mnchen #ahea4 ,s4 #cb4 #cjb ,auch im ,neuen ,testament findet sich ein ,anklang an diese ,lehre 7,apostelgeschichte #c4 #ba74 #cjc ,s4 99,gnther991 ,die antike ,apokatastasis4 ,sitzungsber4 d4 k4 bayer4 ,akad4 d4 ,wissensch4 math4 phys4 ,kl4 #aiaf4 ,s4 #hc-aaa4 #cjd ,kap4 #d u4 #e4 #cje 99,arist4991 ,meteor4 ,i1 #ad4 #cjf hnliche ,anschauungen entwickelten auch 99,strabon99 und 99,eratosthenes994 ,s4 a4 spt4 ,stelle4 99,strabon99 knpfte seine ,theorien an seine ,kenntnis der vulkanischen ,erscheinungen an1 whrend 99,eratosthenes99 von der ,beobachtung von ,versteinerungen im ,innern der ,kontinente ausging4 #cjg ,die ,begrndung1 die 99,aristoteles99 hierfr gibt1 sei bergangen4 ,er spricht von der ,bltezeit und dem ,alter der einzelnen ,teile der ,erdoberflche4 #cjh 99,aristoteles99 fhrt dann des ,nheren aus1 weshalb die ,erinnerung an solche ,vorgnge selbst im ,gedchtnis der ,vlker1 die vor dem eindringenden ,meere zurckwichen oder in neuentstandene ,lnder einwanderten1 nicht festgehalten worden ist4 #cji 99,barthlemy ,st4 ,hilaire99 erklrt diese ,darlegungen des ,aristoteles in der ,vorrede zu seinem ,werke ,mtorologie d',aristote4 ,paris #ahfc1 fr geradezu bewunderungswrdig4 #caj 99,ovid99 hat diesen ,gedanken in seinen ,metamorphosen in poetischer ,form zum ,ausdruck gebracht 7,,xv1 #bfj u4 f474 ,es heit dort3 #bfj ,so auch hat gar oft sich gewendet der ,gegenden ,schicksal4 ,ich sah selber als ,meer1 was fester und trockener ,boden ,vormals war2 ich sah aus ,wogen gewordene ,lnder4 ,fern ab lagen vom ,meer in der ,see einheimische ,muscheln1 #bfe ,und man entdeckte sogar auf ,gebirgshhen ,anker der ,vorzeit4 ,was erst ,ebene war1 das schuf der ,gewsser ,herabsturz ,um zum ,tal1 und der ,berg ward niedergeschwemmt in die ,flche4 ,vordem sumpfiges ,land ist lechzend von trockenem ,sande1 #bfi ,whrend von stehendem ,sumpf feucht ist1 was frher gedrstet4 ,zu #bfe3 99,pomponius ,mela99 berichtet1 im ,innern ,numidiens seien ,reste von ,schnecken1 von den ,fluten abgeschliffenes und von ,strandsteinen nicht unterscheidbares ,gestein1 in ,felsen haftende ,anker7871 sowie andere ,zeichen dafr gefunden worden1 da einst das ,meer bis in diese ,gegend gereicht habe4 #caa ,diodori bibliotheca historica ,i1 #ci4 ,dieser ,darstellung der geologischen ,ansichten 99,demokrits99 ist die oben erwhnte ,schrift 99,lwenheims99 7siehe ,s4 #ge7 zugrunde gelegt4 #cab 99,aristoteles99 bemerkt an dieser ,stelle1 da er es lcherlich finde1 wenn einige annehmen1 die ,sonne werde durch die feuchten ,dnste ernhrt und mache deswegen ihren ,umlauf1 da ihr nicht immer dieselben ,orte die ,nahrung liefern knnten4 #cac ,so sagt 99,plutarch993 ,die ,insel ,pharos1 die einst eine ,tagfahrt von gypten entfernt war1 ist jetzt ein ,teil des ,landes4 ,sie bewegte sich aber nicht an das ,land heran1 sondern das dazwischen liegende ,meer wich vor dem1 festes ,land bildenden ,flusse zurck4 ,weiter bemerkt 99,plutarch993 gypten war nmlich ein ,meer4 ,daher findet man noch jetzt viele ,muscheln in den ,schchten und auf den ,bergen4 ,alle ,quellen und ,brunnen haben salziges und bitteres ,wasser als ,rest des ehemaligen ,meeres 799,plutarch991 ber ,isis und ,osiris1 herausgegeben von ,parthey1 ,berlin #ahej4 ,s4 #gj u4 #ga74 #cad ,auch 99,platon99 entwickelte schon die ,lehre von den vier ,elementen1 sowie ,ansichten ber die ,stoffe1 aus denen sich die ,mineralien1 die ,pflanzen und die ,tiere zusammensetzen4 ,alchemistische ,vorstellungen begegnen uns bei 99,platon99 und bei 99,aristoteles99 noch nicht1 dennoch sind ihre ,lehren von der ,natur der ,stoffe von groem ,einflu auf die ,entstehung der ,alchemie gewesen4 ,nheres hierber enthlt die ,abhandlung ,o4 ,e4 v4 99,lippmanns991 ,chemisches und ,physikalisches aus 99,platon99 7,journal fr praktische ,chemie1 ,bd4 #gf4 ,s4 #eac u4 f474 ,siehe auch v4 99,lippmanns99 ,abhandlungen und ,vortrge zur ,gesch4 d4 ,naturwiss4 ,bd4 ,,ii1 ,leipzig #aiac4 #cae ,von den chemischen ,kenntnissen des 99,aristoteles99 und seinen ,vorstellungen handelt ,e4 v4 99,lippmann99 im ,archiv fr die ,gesch4 der ,naturwiss4 u4 d4 ,technik4 #aiaj4 ,bd4 #b4 ,s4 #bce-cjj4 #caf ,nach der ,physik1 nach ,entstehen und ,vergehen und der ,schrift ber das ,himmelsgebude4 ,die betreffenden ,stellen hat ,o4 ,e4 v4 99,lippmann99 im zweiten ,bande des ,archivs fr die ,gesch4 d4 ,naturwissensch4 u4 d4 ,technik zusammengestellt4 ,dort findet man auf ,s4 #bce-cjj eine groe ,zahl weiterer1 die ,hauptgedanken des 99,aristoteles99 wiedergebender ,zitate4 #cag ,mechanische ,probleme4 ,s4 #i u4 #cb4 ,die in dieser ,schrift entwickelten allgemeinen ,ansichten entsprechen denjenigen der lteren peripatetischen ,schule4 ,trotzdem wird die ,schrift nicht fr echt aristotelisch gehalten1 weil die ,probleme und ,lsungen im einzelnen auf praktische ,anwendungen hinzielen4 ,dies gilt nmlich als unaristotelisch und entspricht mehr der ,richtung 99,stratons991 der nach dem ,tode des 99,theophrast99 die ,leitung der peripatetischen ,schule bernommen hatte4 ber grundlegende kritische und erklrende ,ausgaben siehe 99,paulys99 ,reallex4 der klass4 ,altertumswiss4 ,,ii4 ,bd4 7#ahif7 ,s4 #ajab-ajee 7,aristoteles74 #cah ,physik ,,viii1 #a und ,metaphysik ,,xii1 #f4 ,man darf solche ,vorahnungen nicht zu hoch einschtzen1 vor allem aber sie nicht den neuzeitlichen ,ergebnissen wissenschaftlicher ,forschung als gleichwertig zur ,seite stellen4 ,andererseits lt sich auch nicht in ,abrede stellen1 da sie hufig durch die ,jahrhunderte hindurch anregend und befruchtend gewirkt haben4 ,man vergleiche z4 ,b4 hierzu die ,beziehungen des 99,koppernikus99 zu den alten ,schriftstellern4 #cai 99,aristoteles991 ,politik4 ,i1 #h4 #cbj 99,aristoteles991 ,zwei ,bcher ber ,entstehen und ,vergehen4 bersetzung von 99,prantl499 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #aheg4 ,s4 #dea4 #cba ,a4 a4 ,o4 ,s4 #dcg4 #cbb 99,aristoteles'99 ,tierkunde1 kritisch berichtigter ,text mit deutscher bersetzung1 sachlicher und sprachlicher ,erklrung und vollstndigem ,index von ,h4 99,aubert99 und ,fr4 99,wimmer994 #b ,bnde4 ,mit #g lithograph4 ,tafeln4 ,gr4 #h4 ,leipzig1 ,verlag von ,wilh4 ,engelmann4 #ahfh4 #cbc 99,aristoteles991 ,teile der ,tiere4 ,,iii1 #d4 #cbd ,als ,probe fr die ,art1 wie 99,aristoteles99 die anatomischen ,verhltnisse betrachtet1 mge folgende ,stelle aus seiner ,schrift ber die ,teile der ,tiere dienen 799,aristoteles991 ,vier ,bcher ber die ,teile der ,tiere4 ,griechisch und ,deutsch2 herausgegeben von 99,franzius994 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #ahec73 ,da das ,blut eine ,flssigkeit ist1 so mu notwendig ein ,gef da sein1 fr welchen ,zweck die ,natur die ,adern bildete4 ,fr diese mu notwendig ein einziger ,anfang sein4 ,denn1 wenn es sein kann1 ist einer besser als viele4 ,das ,herz aber ist der ,anfang der ,adern1 denn sie entspringen offenbar aus diesem1 nicht aber gehen sie durch das ,herz hindurch1 und dessen ,beschaffenheit als eines verwandten ,teiles ist aderartig4 #cbe 99,aristoteles991 #e ,bcher von der ,zeugung und ,entwicklung der ,tiere1 bersetzt und erklrt von ,h4 99,aubert99 und ,fr4 99,wimmer994 ,leipzig1 ,verlag von ,w4 ,engelmann4 #ahfj4 #cbf ,nach einem von ,o4 99,lenz99 in seiner ,zoologie der ,griechen und ,rmer mitgeteilten ,auszug4 ,s4 dort ,s4 #eai4 #cbg 99,lenz991 a4 a4 ,o4 ,s4 #acg4 #cbh ,zwischen der von 99,aristoteles99 erwhnten harten und weichen ,haut 7dura und pia mater7 befindet sich noch die sehr zarte ,spinnwebenhaut 7,arachnodea74 #cbi ,s4 99,gnther991 ,geschichte der antiken ,naturwissenschaft4 ,handbuch der klass4 ,altertumswissensch4 ,bd4 ,v4 #a4 ,abt4 ,s4 #ajj4 ,selbst den ,elefanten1 der bald darauf zu ,kriegszwecken in die ,mittelmeerlnder eingefhrt wurde1 kannte 99,aristoteles99 nur vom ,hrensagen 799,beloch991 ,griech4 ,geschichte74 #ccj ,er unterscheidet ,knorpelfische 7,haie7 und ,grtenfische4 #cca ,vgl4 ,j4 99,mller991 ber den glatten ,hai des ,aristoteles4 ,abhandl4 der ,berliner ,akademie4 #ahdj4 #ccb 99,claus991 ,lehrbuch der ,zoologie4 #ahhc4 ,s4 #fgg4 #ccc ,der ,name ,insekten1 welcher heute die sechsfigen ,arthropoden bezeichnet1 wurde von 99,aristoteles99 in viel weiterem ,sinne gebraucht2 er rechnete auch die ,spinnentiere1 sowie die ,tausendfler und ,eingeweidewrmer1 kurz alle ,geschpfe mit ,einschnitten rings um den ,krper1 zu den ,insekten4 #ccd ,im dritten ,buch der ,schrift ber die ,teile der ,tiere4 #cce ,h4 99,stadler99 zieht einen ,vergleich mit dieser ,betrachtungsweise des ,aristoteles und derjenigen moderner ,biologen 7,biologie und ,teleologie1 in den neuen ,jahrbchern fr das klass4 ,altert4 #aiaj4 ,s4 #adg74 ,als ,beispiel fhrt er folgende ,stelle aus dem ,lehrbuch der ,zoologie von 99,schmeil99 an3 ,schliet die ,katze das ,maul1 so greifen die ,zhne des ,oberkiefers dicht an denen des ,unterkiefers entlang4 ,da die ,zhne aneinander vorbeigleiten1 reiben sich ihre ,kronen nicht ab1 sie bleiben also stets scharf und schneidend1 wie dies fr ein ,raubtier notwendig ist4 ,wenn die ,katze ghnt1 sieht man1 da ihr ,maul weit gespalten ist4 ,sie vermag daher ihre ,zhne tief in das ,opfer einzuschlagen4 hnlich drckt sich auch 99,goethe99 in seiner ,metamorphose der ,tiere aus 7siehe 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher1 #c4 ,aufl4 ,w4 ,engelmann #aijh4 ,s4 #d74 #ccf ,tierkunde ,i1 #fi4 #ccg ,de anima4 ,i1 #d u4 #e4 #cch ,eine ,sammlung dieser ,fragmente aristotelischer ,pflanzenkunde gab 99,wimmer99 heraus4 ,fr4 99,wimmer991 phytologiae ,aristotelicae fragmenta4 ,breslau #ahch4 ,eine bersetzung dieser ,fragmente findet sich in ,e4 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik1 ,bd4 ,i4 ,s4 #id u4 f4 #cci ,histor4 animal ,,viii4 cap4 #a4 #cdj ,de anima4 cap4 #f4 #cda ,de part4 animal4 #d1 #e4 #cdb ,de animalibus ,,ii4 cap4 #a4 #cdc ,de part4 animal4 ,,ii4 cap4 #c4 #cdd ,politic4 ,,vii4 cap4 #af4 #cde 99,diogenes ,laert499 #e1 #ch1 #ea4 99,diogenes ,laertios99 schrieb im #c4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,zehn ,bcher ber das ,leben1 die ,lehren und ,aussprche der in der ,philosophie berhmten ,mnner4 ,das ,werk ist indessen nur oberflchlich und wenig zuverlssig4 ,von 99,plutarch99 rhrt eine ,schrift her1 die unter dem ,titel ber die ,meinungen der ,philosophen bekannt ist4 ,wahrscheinlich ist das ,vorhandene nur ein ,auszug einer ,schrift des 99,plutarch994 ,trotz ihrer ,unvollkommenheiten sind die erwhnten ,schriften wichtige ,quellen1 weil sie ber manches berichten1 was anderweitig nicht mehr festgestellt werden kann4 #cdf 99,diogenes99 #ci1 #cg4 #cdg 99,cicero991 tuscul4 disput4 #c4 #bh4 #cdh 99,diogenes99 fhrt #bbg ,titel an4 #cdi 99,zeller991 ,philos4 der ,griechen4 ,,ii4 #b4 ,s4 #fdb4 #cej ber die ,schriften des 99,theophrast99 siehe auch 99,w4 ,christ991 ,griechische ,literaturgeschichte4 ,nrdlingen #ahhi4 ,s4 #dce u4 f4 #cea 99,theophrast991 ,naturgeschichte der ,gewchse1 bersetzt und erlutert von 99,k4 ,sprengel994 #ahbb4 ,die ,hauptausgabe seiner ,werke rhrt von 99,wimmer99 her4 ,breslau und ,leipzig #ahdb-ahfb4 ,theophrasti ,eresii ,opera1 quae supersunt1 omnia4 -- 99,theophrast99 fut auf ,schriften anderer1 die jedoch nicht auf uns gelangt sind4 #ceb ,eine ,untersuchung ber die einigermaen sicher zu bestimmenden ,pflanzen des 99,theophrast99 findet sich in 99,sprengels99 ,geschichte der ,botanik4 ,i4 ,s4 #eh-ij4 #cec 99,strabon99 sagt von den ,nachrichten der ,griechen ber ,indien3 ,was sie sahen1 erkannten sie nur auf den ,feldzgen im ,vorbeigehen4 ,buch #ae4 ,ausgabe von 99,grosskurd994 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #ajh4 #ced 99,h4 ,bretzl991 ,botanische ,forschungen des ,alexanderzuges4 ,mit #aa ,abb4 und #d ,karten4 ,gedruckt mit ,untersttzung der ,kgl4 ,gesellschaft der ,wissenschaften zu ,gttingen4 ,leipzig1 ,b4 ,g4 ,teubner4 #aijc4 #dab ,seiten4 #cee 4 #cef ,hist4 plant4 ,,iv4 #g1 #h4 ,siehe 99,bretzl99 a4 a4 ,o4 ,s4 #aba4 #ceg ,die ,wirkung der ,pflanzen auf den ,menschen wird im #i4 ,buch geschildert1 das aber gerade in diesen ,teilen unecht ist 799,h4 ,stadler991 ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altertum4 #aiaa4 ,s4 #hf74 #ceh ,gesch4 der ,pflanzen4 #a1 #e4 #cei ,von den ,ursachen der ,pflanzen4 #b1 #ad4 #cfj ,gesch4 d4 ,pflanzen4 #h1 #b4 #cfa 99,o4 ,warburg991 ,berichte der ,deutsch4 bot4 ,gesellschaft ,,xix 7#aija74 ,s4 #aec4 #cfb ,ursache d4 ,pflanzen4 ,i4 #e1 #e4 #cfc 4 99,theophrasti99 ,eresii ,opera4 ,griechisch und lateinisch von 99,f4 ,wimmer994 #cfd 99,beloch991 ,griechische ,geschichte4 ,i1 #a4 ,s #bab4 #cfe 99,bckh991 ,abhandlungen der ,berliner ,akademie4 #ahad_/ae4 ,s4 #ajd4 ,die von den ,athenern aufgehuften ,schlacken enthalten noch #aj ,blei und #j1jjd ,silber2 sie werden neuerdings wieder auf diese beiden ,metalle verarbeitet4 7,siehe 99,dammer991 ,handbuch der chemischen ,technologie4 #ahie4 ,,ii4 ,band4 ,s4 #edi47 #cff 99,h4 ,fhner991 ,beitrge zur ,geschichte der ,edelsteinmedizin4 ,berichte der ,deutschen pharmazeutischen ,gesellschaft4 #aija4 ,s4 #dce u4 f4 #aijb4 ,s4 #hf u4 f4 ,siehe auch 99,lenz991 ,mineralogie der alten ,griechen und ,rmer4 #ahfa4 #cfg ,siehe das ,reallexikon der indogermanischen ,altertumskunde von 99,o4 ,schrader99 unter ,bergwerk4 #cfh 99,c4 v4 ,ernst991 ber den ,bergbau im ,laurion4 ,berg- und ,httenmnnisches ,jahrbuch der k4 k4 ,bergakademien zu ,leoben und ,pribram4 #aijb4 ,die ,abhandlung sttzt sich auf das ,gutachten ,cordellas1 der ,jahrzehnte lang die ,wiederaufnahme und den ,betrieb der ,bergwerke des ,laurions leitete4 #cfi ,der ,meister derjenigen1 die ,wissenschaft treiben4 #cgj ,auch in der neuesten ,phase der ,biologie begegnet uns eine ,wiederbelebung aristotelischer ,gedanken4 ,siehe an spterer ,stelle 7,bd4 ,,iv74 #cga 99,j4 ,tyndall991 ,religion und ,wissenschaft4 ,autorisierte bersetzung4 ,hamburg #ahgd4 #cgb 99,aubert99 und 99,wimmer994 #cgc 99,cantor991 ,vorlesungen ber ,geschichte der ,mathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bbc4 ,leipzig #ahhj4 #cgd ,genaueres ber die alexandrinische ,bibliothek und die brigen ,bibliotheken des ,altertums findet man in 99,paulys99 ,reallexikon d4 klass4 ,altertums4 ,bd4 ,,iii 7#ahii74 ,s4 #dje u4 f4 #cge 99,euklid99 ist oft mit einem ,zeitgenossen 99,platons991 99,euklid99 von ,megara1 verwechselt worden4 #cgf ,vgl4 auch 99,cantor991 ,euklid und sein ,jahrhundert 7,leipzig #ahfg74 ,eine neuere ,ausgabe smtlicher ,werke ,euklids rhrt von 99,heiberg99 und 99,menge99 her 7,leipzig #ahhc-ahif74 #cgg 99,heiberg991 ,euklidstudien4 ,s4 #hh4 #cgh ,siehe die merkwrdige ,anwendung1 die spter 99,kepler99 von den fnf regelmigen ,krpern zur ,begrndung einer astronomischen ,lehre machte4 #cgi 99,h4 ,hankel991 ,die ,entwicklung der ,mathematik in den letzten ,jahrhunderten4 #chj 99,tropfke991 ,gesch4 d4 ,elementarmath4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #c4 #cha ,mehrere ,handschriften enthalten noch ein #ad4 und #ae4 ,buch4 ,sie werden indessen nicht 99,euklid991 sondern 99,hypsikles99 von ,alexandria 7um #aej-abj7 zugeschrieben4 ,wahrscheinlich rhrt aber nur das erste ,buch von ihm her4 ,beide handeln von den regelmigen ,krpern4 ,nheres siehe bei 99,cantor991 ,gesch4 d4 ,math4 ,i 7#aijg74 ,s4 #ceh4 #chb ,einen ausfhrlichen ,beitrag ber 99,archimedes99 bringt 99,hultsch99 in 99,paulys99 ,realenzykl4 d4 klass4 ,altert4 ,bd4 ,,ii 7#ahif74 ,s4 #ejg4 #chc 99,hippokrates99 stammte aus ,chios4 ,er lebte in der zweiten ,hlfte des #e4 vorchristlichen ,jahrhunderts in ,athen4 #chd ,siehe ,s4 #hc4 #che ,nach 99,cantor99 7,gesch4 d4 ,mathem4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bec7 ist es wahrscheinlich1 da er von niederer ,abkunft war4 #chf 99,w4 ,schmidt991 ,aus der antiken ,mechanik 7,jahrbuch fr das klassische ,altertum74 ,bd4 #ac 7#aijd74 ,s4 #cbi4 ,die ,abbildung 7,abb4 #ag ,s4 #aei7 ist der ,heronausgabe von 99,schmidt99 entnommen 7,op4 ,,ii1 #a4 ,fig4 #fb74 #chg 99,o4 ,spie991 ,archimedes von ,syrakus4 ,mitteilungen zur ,geschichte der ,mediz4 u4 ,naturwiss4 ,,iii4 ,bd4 ,s4 #bcj4 ,siehe auch 99,cicero991 ,de rep4 ,i1 #ad und die ,abhandlung von 99,f4 ,hultsch991 ber den ,himmelsglobus des ,archimedes1 in ,schlmilchs ,zeitschr4 ,h4 ,,xxii4 ,a4 #ajf-ajh4 #chh 99,polybios991 ,geschichte4 bersetzt von 99,haakh994 ,stuttgart #ahfh4 #h4 ,buch4 ,kapitel #e-i4 99,plutarchos993 ,marcellus #ad-ai4 #chi 99,cicero99 erzhlt diese ,begebenheit 7,tusculanae disputationes ,v4 #bc7 mit folgenden ,worten3 ,als ich in ,sizilien ,qustor war1 fand ich das ,grab des 99,archimedes991 das die ,syrakusaner selbst nicht kannten4 ,mir waren nmlich einige kleine ,verse in der ,erinnerung1 die man auf dem ,grabmal eingemeielt hatte4 ,die ,verse weisen darauf hin1 da sich an dem oberen ,teile des ,monumentes eine ,kugel mit einem ,zylinder befindet4 ,nun bemerkte ich unter den vielen ,grbern1 die sich vor dem nach ,agrigent fhrenden ,tor befinden1 eine kleine ,sule1 die nur wenig aus dem ,gestrpp hervorragte und auf der sich das ,bild einer ,kugel mit einem ,zylinder befand4 ,sogleich sagte ich zu den ,syrakusanern1 von denen mich die vornehmsten begleiteten1 dies sei das gesuchte ,grabmal4 ,wir lieen den ,platz mit ,hacken erschlieen und subern4 ,darauf erschien auf der ,vorderseite des ,sockels jene ,inschrift4 ,die vornehmste und einst so gelehrte ,stadt ,grogriechenlands bese also keine ,kenntnis von dem ,grabe ihres grten ,denkers1 wenn nicht ein ,fremder es ihren ,brgern gezeigt htte4 #cij ,de republica ,i1 #bb4 #cia ,so urteilt auch 99,h4 ,diels99 in dem 99,archimedes99 gewidmeten ,abschnitt seines ,buches ,antike ,technik4 #cib 99,archimedes'99 von ,syrakus vorhandene ,werke4 ,aus dem ,griechischen bersetzt und mit erluternden und kritischen ,anmerkungen begleitet von 99,ernst ,nizze994 ,stralsund #ahbd4 ,eine neuere ,archimedesausgabe rhrt von 99,heiberg99 her4 ,sie erschien im ,jahre #ahhj3 99,j4 ,l4 ,heiberg991 ,archimedis opera omnia cum comentariis ,eutocii4 ,leipzig1 bei ,b4 ,g4 ,teubner4 ,eine neue erweiterte ,ausgabe erfolgte #aiaj4 99,eutokios991 der einen ,teil der ,archimedischen ,schriften kommentierte1 lebte zur ,zeit 99,justinians99 7um #eej n4 ,chr474 #cic ,nach 99,simplicius994 ,siehe auch die ,abhandlung von 99,w4 ,schmidt99 ber ,isoperimetrie im ,altertum 7,bibl4 math4 #aija4 ,s4 #e74 #cid 99,hippias99 von ,elis lebte um #dbj v4 ,chr4 ,seine unter dem ,namen der ,quadratrix bekannte ,linie lie 99,hippias99 durch die ,verbindung einer drehenden mit einer fortschreitenden ,bewegung entstehen4 ,mit ,hilfe dieser ,linie hoffte man zur ,quadratur des ,kreises zu gelangen4 ,nheres bei 99,cantor991 ,gesch4 d4 ,math4 ,i 7#aijg74 ,s4 #aig4 #cie 99,heiberg99 entdeckte sie in einem in ,konstantinopel aufbewahrten ,palimpsest und verffentlichte sie in der ,zeitschrift ,hermes4 ,berlin #aijg4 ,s4 #bce u4 f4 ,in der neuen ,archimedesausgabe von 99,heiberg99 7#aiac7 findet sich die ,methodenlehre mit lateinischer bersetzung 7,bd4 ,,ii4 ,s4 #dbg74 ,eine deutsche bersetzung verffentlichte 99,heiberg99 mit 99,zeuthen99 in der ,bibl4 mathem4 ,,iii4 ,folge4 ,,vii 7#aijg74 ,s4 #cbb u4 f4 #cif 99,heiberg991 a4 a4 ,o4 ,s4 #cjb4 #cig ,des 99,apollonios99 ,schrift ber die ,kegelschnitte wurde #ahfa in deutscher ,bearbeitung von 99,h4 ,balsam99 herausgegeben4 ,die in der ,ursprache erhaltenen ,schriften gab 99,heiberg99 heraus 7,leipzig #ahia-ahic74 ,das ,werk ber die ,kegelschnitte umfat #h ,bcher4 ,die ersten vier sind in der ,ursprache1 ,buch #e-g in arabischer bersetzung erhalten4 ,das achte dagegen ist verlorengegangen4 ,eine gute ,bearbeitung rhrt von dem englischen ,astronomen 99,halley99 her 7#agaj71 der das ,werk unter ,beifgung des griechischen ,textes1 soweit er vorhanden war1 ins ,lateinische bersetzte und verlorengegangene ,teile zu rekonstruieren suchte4 #cih ,die ersten ,anstze zur ,erforschung der ,kegelschnitte finden sich schon bei dem im #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 lebenden 99,menchmos994 #cii ,das #e4 ,buch4 #djj ,da 99,archimedes99 bei ,volum- und ,flchenbestimmungen sich schon einer dem ,verfahren 99,cavalieris99 entsprechenden ,infinitesimalmethode bediente1 und zwar neben den blichen ,beweisverfahren1 hat die ,entdeckung des ,ephodion bewiesen 7s4 ,s4 #afd74 #dja 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,i4 ,s4 #bec4 #djb ,eine gekrzte ,wiedergabe enthlt 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 ,verlag von ,wilhelm ,engelmann4 ,leipzig #aijh4 ,s4 #aj4 #djc 799,pappus99 ,,viii1 #aa1 ed4 99,hultsch9974 #djd ,archimedes' ,werke4 ,ausgabe von 99,nizze994 ,s4 #bf ff4 #dje ,die erwhnten hydrostatischen ,grundgesetze finden sich in 99,archimedes99' erstem ,buch von den schwimmenden ,krpern4 ,siehe die ,archimedesausgabe von 99,nizze994 ,s4 #bbe-bbh4 #djf 99,vitruvius991 de architectura ,,ix4 bersetzt von 99,v4 ,reber994 ,stuttgart #ahfe4 #djg 99,euklids99 ,optik und ,katoptrik wurde #aeeg zu ,paris griechisch und lateinisch herausgegeben4 ,eine neuere ,ausgabe von 99,gregory99 erschien im ,jahre #agjc4 ,die ,hauptausgabe rhrt von 99,heiberg99 und 99,menge99 her4 ,bibl4 ,teubn4 #ahhc4 #djh #cj4 ,theorem der ,katoptrik 99,euklids994 #dji 99,euklids99 ,optik und ,katoptrik findet sich im #g4 ,bande der ,gesamtausgabe von 99,heiberg99 und 99,menge994 #daj ,gesamtausgabe ,bd4 #g4 ,s4 #cdc4 ,siehe auch die ,abhandlung von 99,wrschmidt99 in den ,commemoration ,essays1 ,oxford #aiad4 #daa 99,e4 ,wiedemann991 ber das ,experiment im ,altertum und ,mittelalter 7,vortrag74 #dab ,gesamtausgabe ,bd4 #g4 #dac #g4 ,erfahrungssatz der ,katoptrik4 #dad ,eigentlich mte man ,sehstrahlen sagen1 da nach der ,vorstellung 99,euklids99 die ,strahlen aus dem ,auge kommen4 #dae ,von 99,smith99 und 99,helmholtz994 #daf ,nach 99,stadler99 handelt es sich hier nicht um eine ,insel1 sondern um ,skandinavien 7,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altert4 #aiaa4 ,s4 #hf74 ,auch ,island oder die ,shetlandsinseln galten wohl fr ,thule4 ,siehe 99,peschels99 ,geschichte der ,erdkunde4 #ahgg4 ,s4 #b4 #dag ,genauere ,angaben ber die rumliche ,begrenzung der griechischen und der rmischen ,erdkunde enthlt der erste ,abschnitt von 99,peschels99 ,geschichte der ,erdkunde4 #dah ,die von ihm erhaltenen ,fragmente gab ,m4 99,fuhr99 heraus4 ,darmstadt #ahda4 #dai 99,beloch991 ,griechische ,geschichte4 ,bd4 ,,iii4 #a4 ,abt4 ,s4 #dgf 7#aijd74 #dbj 99,plin499 lib4 ,,ii4 cap4 #fe4 99,plinius99 verweist an dieser ,stelle auch auf die ,angaben 99,dikarchs994 ,aus der ,angabe des 99,aristoteles99 wrde sich fr den ,kaukasus eine ,hhe von etwa #gjjjj m ergeben haben4 #dba ,a4 99,gercke99 und ,e4 99,norden991 ,einleitung in die ,altertumswissenschaft4 ,,ii4 ,bd4 ,s4 #cad4 ,b4 ,g4 ,teubner4 #aiab4 #dbb ,siehe 99,bernhardy991 ,eratosthenica1 ,berlin #ahbb1 eine ,sammlung von ,bruchstcken der ,schriften des ,eratosthenes4 99,eratosthenes99 starb um #aid v4 ,chr4 99,bernhardys99 ,schrift ist veraltet4 ,doch fehlt eine neuere zusammenhngende ,darstellung aller ,fragmente4 ,ferner ,h4 99,berger991 ,die geographischen ,fragmente des ,eratosthenes4 ,leipzig #ahhj4 #dbc ,siehe ,s4 #ahj4 #dbd ,siehe auch 99,gnther991 ,die ,erdmessung des ,eratosthenes 7in der ,deutschen ,rundschau fr ,geographie und ,statistik4 ,,iii4 ,band74 #dbe #c ,am ersten ,nilkatarakt1 fast unter dem nrdlichen ,wendekreis gelegen 7das heutige ,assuan74 #dbf ,alexandria liegt um #c #ad' westlich von ,syene4 #dbg ,das ,skaphium4 ,siehe 99,schaubach991 ,geschichte der griechischen ,astronomie4 ,tab4 ,,iii4 ,fig4 #b4 #dbh ,s4 99,cantor991 ,bd4 ,i4 ,s4 #bhc4 #dbi ,nheres siehe bei 99,lepsius991 ,das ,stadium und die ,gradmessung des ,eratosthenes auf ,grundlage der gyptischen ,mae1 in der ,zeitschrift fr gyptische ,sprache u4 ,altertumskunde4 #ahgg4 #a4 ,heft4 ,s4 #c-h4 ,nach 99,lepsius99 kann es keinem ,zweifel unterliegen1 da das ,stadium des 99,eratosthenes99 eine ,lnge von #ahj ,metern besa4 ,a4 a4 ,o4 ,s4 #g4 ,dies war die ,lnge des griechischen ,stadiums4 ,das gyptische ,stadium belief sich auf #agi ,meter4 #dcj ,siehe ,s4 #ic4 #dca ,siehe ,s4 #ie4 #dcb 99,koppernikus991 ,de revolutionibus ,i1 #aj4 #dcc ,siehe an spterer ,stelle dieses ,bandes4 #dcd ,g4 99,bilfinger991 ,die antiken ,stundenangaben4 ,stuttgart #ahhh4 ,s4 #gd4 #dcd 99,aristarchos991 ber die ,gren und ,entfernungen der ,sonne und des ,mondes4 bersetzt und erlutert von ,a4 99,nokk994 ,als ,beilage zu dem ,freiburger ,lyzeumsprogramm von #ahed4 99,aristarchs99 ,schrift wurde durch eine #adhh erschienene lateinische bersetzung bekannt4 ,den griechischen ,text hat erst #afhh 99,wallis99 nach einem ,manuskript verffentlicht4 ,erneut wurde der griechische ,text dann #ahef durch ,e4 99,nizze99 herausgegeben4 ,eine ,ausgabe des griechischen ,textes mit deutscher bersetzung wird von ,k4 99,manitius99 vorbereitet4 #dcf 99,aristarch991 ber die ,gren usw41 ,lehrsatz #ae-ah4 #dcg ,des 99,archimedes99 ,sandesrechnung 799,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 ,s4 #ac74 #dch ber 99,hipparch99 handelt ein ,artikel von ,a4 99,rehm99 in der ,realenzyklopdie des klassischen ,altertums von 99,pauly-,wissowa-,kroll994 #h4 ,bd4 ,sp4 #afff-afha4 99,hipparchs99 ,geographische ,fragmente wurden von ,h4 99,berger99 gesammelt und bearbeitet2 eine weitere ,sammlung von ,fragmenten liegt bisher nicht vor4 ,da sich wissenschaftliche ,bedeutung wohl mit astrologischen ,vorstellungen vereinigen lt1 hat 99,hipparch99 hnlich wie spter 99,kepler99 bewiesen4 ,im ,original erhalten ist von 99,hipparch99 nur ein ,jugendwerk von geringerer ,bedeutung 7 74 #dci ,j4 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #bbc4 #ddj ,der neue ,stern trat1 wie auch aus chinesischen ,berichten hervorgeht1 im ,sternbilde des ,skorpions auf4 #dda 99,f4 ,boll991 ,die ,sternkataloge des ,hipparch und des ,ptolemos 7,bibl4 math4 ,jahrg4 #aija4 ,s4 #ahe74 ,nach 99,boll99 umfate 99,hipparchs99 ,katalog #hej ,sterne4 #ddb ,die ,erscheinung erklrt sich daraus1 da die ,erdachse innerhalb eines ,zeitraums von etwa #bfjjj ,jahren einen ,kegelmantel beschreibt4 ,infolgedessen ndert der ,himmelsquator1 der sich als eine ,projektion des ,erdquators darstellt1 gleichfalls seine ,lage innerhalb derselben ,periode4 ,der ,vorgang wird als ,przession oder ,vorrcken der ,nachtgleichen bezeichnet1 weil dabei der ,frhlings- und der ,herbstpunkt langsam ihren ,ort im ,sinne der tglichen ,umdrehung ndern4 #ddc ,mitteilungen zur ,gesch4 d4 ,mediz4 u4 d4 ,naturwissenschaften4 ,nr4 #ec 7#aiac74 ,s4 #dca4 #ddd ,siehe auch ,s4 #aba dieses ,bandes4 #dde 99,hipparch99 nahm die ,dauer des tropischen ,jahres zu #cfe ,tagen #e ,stunden #ee' an1 whrend sie in ,wahrheit #cfe ,tage #e ,stunden #dh' #ea'' betrgt4 #ddf ,die mittlere ,entfernung zwischen den ,mittelpunkten von ,mond und ,erde betrgt #fj1bg ,halbmesser des ,erdquators oder #chddjj km4 #ddg ,durch den in ,jever geborenen 99,hildericus994 ,eine sptere ,ausgabe besorgte #ahai 99,halma99 im ,anschlu an seine ,ptolemosausgabe4 #ddh ,genaueres ber diese ,messungen siehe in 99,peschels99 ,geschichte der ,erdkunde4 ,mnchen #ahgg4 ,s4 #dc-de4 #ddi ,die stereographische ,projektion wurde auch von 99,ptolemos99 empfohlen4 ,ob 99,hipparch99 sie kannte1 ist nach 99,hoppe99 nicht sicher4 #dej ,die ,erfindung der ,feuerspritze wird dem 99,ktesibios99 7um #aej v4 ,chr47 zugeschrieben4 ,siehe 99,vitruvius991 ,de architectura ,x1 #g4 #dea #agie in der ,nhe von ,civitavecchia ausgegraben4 #deb ,einen sehr ausfhrlichen ,artikel ber 99,heron99 enthlt 99,paulys99 ,realenzyklopdie f4 d4 klass4 ,altert4 ,bd4 ,,viii 7#aiac74 ,s4 #iib-ajhj4 #dec ,herons von ,alexandria ,pneumatica et ,automata4 ,griechisch und deutsch herausgegeben von 99,wilhelm ,schmidt994 ,teubner1 ,leipzig #ahii4 99,herons99 ,pneumatik wurde #aege durch 99,commandinus99 aus dem ,griechischen ins ,lateinische bersetzt und im ,druck herausgegeben 7,heronis ,alexandrini ,spiritualium liber4 ,a 99,federico ,commandino99 ,urbinate4 ,ex ,graeco nuper in ,latinum conversus4 ,urbini #aege74 ,der ,urtext wurde zuerst #afic von 99,thvenot99 verffentlicht4 #ded 99,w4 ,schmidt991 ,aus der antiken ,mechanik4 ,neue ,jahrbcher fr das klassische ,altertum4 ,bd4 #ac 7#aijd74 ,s4 #cbi4 #dee 99,w4 ,schmidt991 ,die ,geschichte des ,thermoskops 7,abhandl4 z4 ,gesch4 d4 ,mathem4 ,bd4 ,,viii4 ,s4 #afa-agc74 #def ,durch 99,carra de ,vaux994 ,dieser gilt jedoch als wenig zuverlssig4 #deg ,heronis ,alexandrini ,opera quae supersunt omnia4 ,leipzig1 ,b4 ,g4 ,teubner4 ,bd4 ,i3 ,druckwerke und ,automatentheater1 griechisch und deutsch herausgegeben von 99,w4 ,schmidt994 #ahii4 ,bd4 ,,ii3 ,herons ,mechanik und ,katoptrik1 herausgegeben und erlutert von 99,l4 ,nix99 und 99,w4 ,schmidt994 #aija4 ,bd4 ,,iii3 ,herons ,vermessungslehre und ,dioptra1 griechisch und deutsch von 99,h4 ,schoene994 #aijc4 #deh 99,baldo v4 ,urbino994 #dei ,ausgabe von 99,schmidt994 ,s4 #bd4 #dfj ,ausgabe von 99,schmidt994 ,s4 #bi4 #dfa ,heronis ,alexandrini spiritualium liber4 ,amstelodami #afhj4 ,siehe auch 99,mach991 ,die ,prinzipien der ,wrmelehre4 ,leipzig #ahif4 ,s4 #e4 #dfb ,das ,klavier der alten ,rmer 7,mitteil4 zur ,geschichte d4 ,medizin u4 ,naturwiss4 #aije4 ,s4 #cdb74 ,der ,bau der ,wasserorgeln hat sich whrend des ,mittelalters im ostrmischen ,reich erhalten1 so da die ,konstruktion nicht1 wie man frher annahm1 gegen den ,ausgang des ,mittelalters von neuem entdeckt werden mute4 #dfc 99,schmidt991 a4 a4 ,o4 ,s4 #acc4 #dfd ,heronis ,alexandrini opera1 ed4 99,schmidt994 ,s4 #dge4 #dfe ,ausgabe von 99,schmidt994 ,abb4 #aae4 #dff ,pappi ,alexandrini collectionis lib4 ,,viii1 ed4 99,f4 ,hultsch994 ,berlin #ahgh4 ber die vor kurzem entdeckte arabische ,bearbeitung der ,mechanik 99,herons99 siehe die folgende ,seite4 #dfg ,ausgabe von 99,schmidt994 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #ajb4 #dfh 99,papp994 ,kap4 ,x4 ,heron1 ,opera omnia1 ,ausgabe v4 99,schmidt994 ,bd4 ,,ii4 #a4 ,teil4 ,s4 #bei4 #dfi 99,diels991 ,ant4 ,technik1 ,abb4 #bh4 #dgj ,nheres ber derartige antike ,automaten enthlt 99,diels'99 ,antike ,technik im #c4 ,abschnitt4 ,leipzig1 ,b4 ,g4 ,teubner4 #aiad4 #dga ,von 99,carra de ,vaux99 im ,journal asiatique ,x1 #a-b4 ,von dem griechischen ,text sind nur einige ,fragmente vorhanden4 ,bd4 ,,ii der ,opera omnia 7,ausg4 v4 99,schmidt997 enthlt die bersetzung der ,mechanik nach der arabischen ,bearbeitung dieser ,schrift 99,herons994 ,die ,katoptrik wurde nach einem lateinischen ,text bersetzt4 #dgb ,journal asiatique ,,ix1 #b4 ,s4 #bfd u4 f4 #dgc ,eine gute bersicht ber das physikalische ,wissen 99,herons99 bietet die ,programmabhandlung von 99,f4 ,knauff991 ,sophiengymnasium1 ,berlin4 ,ostern #aijj4 #dgd ,der griechische ,text wurde #aheh von 99,venturi99 und 99,vincent99 mit franzsischer bersetzung herausgegeben1 und zwar in den ,notices et extraits des manuscrits de la bibliothque impriale ,,xix1 #b4 ,paris #aheh4 ,dioptra heit etwa ,sehrohr oder ,instrument zum ,visieren durch zwei sich gegenberstehende ffnungen 7siehe die ,abb4 #ce74 #dge ,sie rhrt von 99,hermann ,schne99 her und wurde im ,jahrbuch des ,kaiserl4 deutschen archolog4 ,institutes 7,bd4 ,,xiv4 #ahii4 ,heft #c7 verffentlicht4 #dgf ,siehe ,abschn4 #be des 99,heron99schen ,werkes sowie 99,cantor991 ,geschichte der ,mathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #cbd4 #dgg ,siehe 99,cantor991 ,geschichte der ,mathematik4 ,i 7#aijg74 ,s4 #chb u4 f4 #dgh ,heronis ,alexandrini ,opera1 quae supersunt omnia4 ,ausgabe von 99,schmidt994 ,bd4 ,i-,,iii4 ,leipzig #ahhi1 #aijj1 #aijc4 ,die ,metrika finden sich im ,,iii4 ,bande2 sie wurden von 99,r4 ,schne99 #ahif entdeckt4 #dgi ,siehe ,s4 #bjj4 ,anm4 #c4 #dhj 99,diels991 ,antike ,technik4 ,s4 #i4 #dha 99,e4 ,merkel991 ,die ,ingenieurtechnik im ,altertum4 #ahii4 ,s4 #aea4 #dhb 99,f4 ,zink991 ,die ,entwicklung der ,entwsserungen mit offenen ,grben und ,drainagen von den ltesten ,zeiten bis zur ,gegenwart4 -- ,drainierungsanlagen mit ,tonrhren wurden in ,babylonien schon um #aijj v4 ,chr4 hergestellt4 #dhc 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ih4 #dhd 99,haas991 ,antike ,lichttheorien1 im ,archiv fr ,geschichte d4 ,philosophie4 #bj4 ,bd4 7#aijg74 ,s4 #cef4 #dhe 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bae4 #dhf ,einen ausfhrlichen ,beitrag ber 99,erasistratos99 enthlt 99,paulys99 ,realenzyklopdie f4 d4 klass4 ,altertum4 ,bd4 ,,vi 7#aiji74 ,s4 #ccc4 ,er rhrt von 99,wellmann99 her4 #dhg ,wie 99,diels99 7,antike ,technik1 ,s4 #bd7 angibt1 ma 99,herophilos99 den ,puls seiner ,kranken mit ,hilfe einer ,taschenwasseruhr4 #dhh 99,haeser991 ,geschichte der ,medizin4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bcc4 #dhi 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bf4 #dij ,nach einem ,ausspruch 99,cantors99 7,gesch4 d4 ,math4 ,bd4 ,i4 ,s4 #de74 #dia 99,cicero991 ,tuscul4 disput4 ,lib4 ,i4 #b1 #e4 #dib ,siehe 99,cantor991 ,rm4 ,agrimensoren4 ,leipzig #ahge4 #dic ,die betreffende ,grabschrift wurde im ,,xiv4 ,bande der ,,ii4 ,serie der ,abhandlungen der ,turiner ,akademie verffentlicht4 #did ,siehe 99,cantor991 ,bd4 ,i4 ,s4 #def4 #die ,in der ,nhe von ,regensburg4 #dif ,nheres siehe bei 99,schmidt991 ,neue ,jahrbcher f4 d4 klassische ,altertum4 ,bd4 #ac 7#aijd74 ,s4 #cbi4 ,ferner ,bibl4 math4 #c4 ,folge4 #d4 ,bd4 ,die ,frage1 ob die rmischen ,feldmesser von 99,heron99 abhngig waren1 wird von 99,schmidt99 auer ,betracht gelassen4 #dig ,siehe ,s4 #d dieses ,bandes4 #dih 99,plinius991 ,hist4 nat4 ,,iii4 #b4 #dii ,ihr frherer ,besitzer hie 99,peutinger994 ,er lebte im ,anfang des #af4 ,jahrhunderts in ,augsburg und erhielt die ,karte von 99,konrad ,celtes991 der sie #aejj aufgefunden hatte4 ,entworfen wurde die ,karte im ,jahre #cge n4 ,chr4 99,celtes99 war einer der bedeutendsten ,humanisten ,deutschlands4 ,er bevorzugte die ,realien des ,altertums gegenber den literarischen ,erzeugnissen4 #ejj ,eine neuere ,ausgabe der ,karte mit ,erluterungen rhrt von 99,k4 ,miller99 her4 ,stuttgart #aiaf4 #eja 99,plinius991 ,,vii4 #fj4 ,siehe auch 99,bilfinger991 ,die antiken ,stundenangaben4 ,stuttgart #ahhh4 ,s4 #ge4 #ejb 99,h4 ,lschner991 ber ,sonnenuhren4 ,beitrge zu ihrer ,geschichte und ,konstruktion4 ,graz #aije4 ,das ,buch enthlt zahlreiche ,quellenangaben4 #ejc 99,c4 ,merkel991 ,die ,ingenieurmechanik im ,altertum4 ,mit #bfa ,abbild4 ,springer1 ,berlin #aijc4 #ejd 99,vitruvius991 ,zehn ,bcher ber die ,architektur4 bersetzt von 99,reber994 ,stuttgart #ahfe4 #eje ,beherzigenswert sind die ,worte1 welche 99,diels99 an sie knpft1 wenn er sagt1 es sei der ,archimedische ,punkt der ,pdagogik1 in der ,jugend weltoffene ,anschauung und praktische ,fertigkeit1 verbunden mit ,wissen und wissenschaftlicher ,einsicht1 zu wecken 7,antike ,technik1 #aiad4 ,s4 #cb74 #ejf 99,terquem991 ,la science romaine l'poque d',auguste4 ,paris #ahhe4 ,s4 #ge4 ,fig4 #i4 #ejg 99,gerland99 und 99,traumller991 ,geschichte der physikalischen ,experimentierkunst4 ,s4 #ef4 ,leipzig #ahii4 ,w4 ,engelmann4 #ejh 99,c4 ,khne991 ,die ,ausbildung der ,ingenieure in der rmischen ,kaiserzeit4 ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,medizin u4 d4 ,naturw4 #aijg4 ,s4 #ag4 #eji ,epistol4 ,,iii1 #e4 #eaj ,epistol4 ,,iii1 #e4 #eaa ,siehe ,abschnitt #g dieses ,bandes4 #eab ,rerum rustic4 libri tres4 ,i4 #ab1 #b4 #eac ,siehe ,s4 #ajj dieses ,bandes4 #ead 99,haeser991 ,lehrbuch der ,gesch4 d4 ,medizin4 ,jena #ahge4 #a4 ,bd4 ,s4 #bed4 #eae 99,cornelius ,celsus991 ber die ,grundfragen der ,medizin1 als #c4 ,band von 99,voigtlnders99 ,quellenbchern herausgegeben von ,dr4 99,th4 ,meyer-,steineg994 99,celsus99 war kein ,arzt1 wenn er auch eins der besten medizinischen ,werke geschrieben hat4 ,er wurde wahrscheinlich in ,verona geboren und starb in ,rom4 #eaf ,siehe 99,heeger991 ,zur ,geschichte der ,blutstillung im ,altertum und ,mittelalter 7,wiener klin4 ,wochenschrift #aiaj4 ,s4 #ajjf u4 #ajgi74 ber 99,pars99 ,verfahren der ,arterienunterbindung siehe spter4 #eag 99,pron991 ,les maladies de l'estomac et du foie et leur traitement dans ,celse4 ,la ,france ,mdic4 #aiaj4 ,s4 #cgd4 #eah ,seine ,vaterstadt war ,prusa in ,bithynien4 #eai 99,montigny991 ,quaestiones in ,plinii nat4 hist4 de animalibus libros4 #ahdd1 und 99,mntzer991 ,beitrge zur ,quellenkritik der ,naturgesch4 des ,plinius4 #ahig4 #ebj ,in einem 99,plinius99 gewidmeten ,bande der ,klassiker der ,naturwissenschaft und ,technik1 die bei ,eugen ,diederichs in ,jena erscheinen1 habe ich dasjenige aus der ,naturgeschichte zusammengestellt1 was besonders geeignet ist1 von dem wissenschaftlichen ,geist des ,altertums1 soweit er sich in 99,plinius99 spiegelt1 und den ,errungenschaften jener ,zeit ein ,bild zu geben4 ,die ,herausgabe ist durch den ,krieg verzgert worden1 wird aber voraussichtlich im nchsten ,jahre erfolgen4 #eba ,eine ,handschrift1 nach der die brigen angefertigt wurden1 findet sich im ,vatikan4 ,ein von ,dr4 99,h4 ,philipp99 herrhrender ,auszug erschien als #aa4 und #ca4 ,band von ,voigtlnders ,quellenbchern4 #ebb ,als ,beispiel diene der #f4 ,abschnitt von 99,dannemann991 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #aijh4 #ebc 99,plinius991 ,,vii4 #a4 #ebd ,einen ausfhrlichen ,artikel ber ,gartenbau im allgemeinen enthlt 99,paulys99 ,realenzyklopdie f4 d4 klass4 ,altert4 im ,,vii4 ,bande auf ,s4 #gfh-hda4 #ebe 99,plinius991 ,naturgeschichte4 ,,ii4 #fe4 #ebf 99,plinius991 ,naturgeschichte4 ,,ii4 #ge4 #ebg 99,koppernikus99 erwhnt1 er habe bei 99,cicero99 und 99,plutarch99 gelesen1 da die heliozentrische ,lehre im ,altertum ,anhnger gefunden habe4 99,copernicus991 ,de revolutionibus 7,ausg4 v4 99,curtze9974 ,s4 #f4 #ebh 99,plinius991 ,naturgeschichte4 ,,ii4 #dj4 #ebi ,a4 a4 ,o4 ,,ii4 #ii4 #ecj ,a4 a4 ,o4 ,,ii4 #ig4 #eca ,a4 a4 ,o4 ,,xi4 #c4 #ecb ,nach 99,h4 ,bretzl991 ,die botanischen ,forschungen des ,alexanderzuges4 ,leipzig #aijc4 ,siehe auch ,s4 #adb dieses ,bandes4 #ecc 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 #d ,bnde4 #ahed4 #ecd 99v4 ,humboldt991 ,kosmos4 ,bd4 ,,ii4 #ahdg4 ,s4 #bcj4 #ece 99,galen99 fute besonders auf 99,erasistratos991 einem der bedeutendsten ,anatomen der vorchristlichen ,zeit 7geb4 #bhj v4 ,chr471 der auch den ,bau des ,gehirns untersucht haben soll4 ,sein ,zeitgenosse 99,herophilos99 lieferte eine genaue ,beschreibung des ,auges4 #ecf 99,a4 ,hirsch991 ,geschichte d4 ,medizin4 ,s4 #aj4 #ecg 99,h4 ,haeser991 ,lehrbuch d4 ,gesch4 d4 ,medizin4 ,jena #ahec4 ,bd4 ,i4 ,s4 #aed4 #ech 99,galen99 meint1 da man den belebenden ,bestandteil der ,luft1 den er als ,pneuma bezeichnet1 spter noch entdecken werde4 #eci 99,galen99 war ein auerordentlich fruchtbarer und vielseitiger ,schriftsteller4 ,man kennt 7nach 99,christ991 ,geschichte der griech4 ,literatur1 ,s4 #fcj7 mehr als #cej 99,galen99sche ,schriften1 von denen #aah echte und #de zweifelhafte erhalten sind4 ,die meisten sind medizinischen ,inhalts4 ,geschtzt war vor allem eine kurz gefate ,therapeutik 7 71 die im ,mittelalter unter dem ,namen ,mikrotechnikum bekannt war4 ,auerdem hat 99,galen99 auch ,schriften philosophischen und grammatischen ,inhalts verfat1 z4 ,b4 ,kommentare zu 99,platons99 ,timaeos1 zu 99,aristoteles99 und zu 99,theophrast994 ,die ,hauptausgabe der 99,galen99schen ,schriften ist die ,aldina 7#aebe2 ed4 99,chartrier991 ,paris #afgi74 ,eine ausfhrliche ,darstellung der ,bedeutung 99,galens99 enthlt 99,paulys99 ,realenzyklopdie des klass4 ,altert4 ,bd4 ,,vii4 ,s4 #egh-eia4 #edj 99,galenos499 ,sieben ,bcher ,anatomie des ,galen4 - 4 ,zum ersten ,male verffentlicht nach den ,handschriften einer 99arabischen bersetzung99 des #i4 ,jahrh4 n4 ,chr41 ins ,deutsche bertragen und kommentiert von ,dr4 med4 99,max ,simon994 ,i4 ,band3 99,arabischer ,text994 ,einleitung zum ,sprachgebrauch1 ,glossar mit #b ,faksimiletafeln4 ,,lxxxi u4 #cfb ,s4 gr4 #ho u4 #b ,tafeln4 ,,ii4 ,band3 99,deutscher ,text994 ,kommentar1 ,einleitung zur ,anatomie des 99,galen994 ,sach- und ,namenregister4 -- ,leipzig1 ,j4 ,c4 ,hinrichs1 #aijf4 ,,lxviii u4 #cff ,s4 gr4 #ho4 ,die ersten #h ,bcher von 99,galens99 ,anatomie und ein ,stck des #i4 ,buches sind im griechischen ,urtext bekannt4 ,in ihnen werden die ,gliedmaen1 ,kopf1 ,hals1 ,rumpf1 die ,organe der ,verdauung und die ,atmungswerkzeuge beschrieben4 ,das #i4-ae4 ,buch1 die 99,simon99 nach der arabischen ,handschrift herausgegeben hat1 waren bisher so gut wie unbekannt4 ,das #i4 ,buch bringt die ,beschreibung des ,gehirns4 ,im #aj4 werden die ,augen1 die ,zunge und die ,speiserhre1 im #aa4 der ,kehlkopf1 im #ab4 die ,geschlechtsorgane beschrieben4 ,buch #ac handelt von den ,gefen1 ,buch #ad und #ae von den ,nerven4 ,es handelt sich in diesen sieben ,bchern fast berall um eigene anatomische ,untersuchungen am lebenden und toten ,tiere1 wobei stets auf den ,menschen bezuggenommen wird4 ,an manchen ,stellen wird der berhmte alexandrinische ,anatom 99,erasistratos99 zitiert4 ,ausdrcklich wird gefordert1 da jeder1 der ber ,anatomie liest1 es nicht versumen solle1 die einzelnen ,dinge am ,tierkrper mit eigenen ,augen anzusehen4 #eda ,bd4 ,,ii der ,ausgabe von 99,simon994 ,s4 #de4 #edb ,bd4 ,,ii der ,ausgabe von 99,simon994 ,s4 #id4 ,der hufig anzutreffende ,zusatz 99,klaudios99 zu 99,galenos99 ist nicht berechtigt4 ,der groe ,arzt ist nicht 99,klaudios ,galenos991 sondern nur 99,galenos99 zu benennen4 ,siehe ,mitteil4 zur ,gesch4 d4 ,med4 u4 d4 ,naturwissenschaft4 #aijb4 ,s4 #c4 #edc 99,h4 ,haeser991 ,geschichte der ,medizin4 ,bd4 ,i 7#ahge74 ,s4 #cfd4 ,unter anderem hat 99,galen99 schon versucht1 sich eine ,vorstellung von dem ,sitz der einzelnen ,funktionen des ,gehirns zu machen1 indem er die ,gehirnmasse schichtenweise abtrug4 ,siehe 99,falk991 ,galens ,lehre vom ,nervensystem4 ,leipzig #ahga4 #edd ,nheres siehe 99,gerster-,braunfels991 ,abri der ,geschichte der ,jatrohygiene vom ,altertum durchs deutsche ,mittelalter bis zur ,neuzeit4 #ede 99,dioskorides99 lebte im #a4 ,jahrhundert n4 ,chr4 ,die authentische ,namensform ist 99,dioskurides992 99,dioskorides99 ist aber die allgemein bliche4 ,er war ,grieche und besuchte als ,arzt im ,gefolge rmischer ,heere viele ,lnder4 ,seine ,werke wurden griechisch und lateinisch von 99,sprengel99 herausgegeben4 ,leipzig #ahbi4 7,diese ,ausgabe ist vllig berholt durch die neuere von 99,wellmann9947 ,sie sind in vielen ,handschriften erhalten4 ,berhmt ist der mit ,abbildungen versehene ,kodex der ,wiener ,bibliothek aus dem #f4 ,jahrhundert1 der in ,konstantinopel fr ,maximilian ,,ii4 erworben wurde4 7,siehe 99,w4 ,christ991 ,geschichte der griechischen ,literatur4 ,mnchen #ahhi4 ,s4 #fbi47 ,zu beachten ist auch der ,artikel ber 99,dioskorides99 von 99,m4 ,wellmann99 in 99,pauly-,wissowas99 ,realenzyklopdie4 ,v4 #aaca4 #edf 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #aac4 #edg ,bd4 ,,ii4 ,s4 #id4 #edh 99,o4 ,warburg991 ,geschichte der angewandten ,botanik 7,berichte der ,deutsch4 bot4 ,gesellsch4 ,,xix #aija4 ,s4 #aei74 #edi 99,warburg991 a4 a4 ,o4 -- ,das ,wichtigste ber den ,ackerbau bei den alten ,vlkern enthlt der ,artikel ,ackerbau in 99,paulys99 ,realenzyklopdie der klass4 ,altertumswiss4 #ahid4 ,s4 #bfa u4 f4 #eej 99,seneca99 erwhnt solche ,beete als neuere ,erfindung4 #eea 99,cato991 ,de re rustica4 ,eine treffliche ,ausgabe rhrt von 99,keil99 7#ahib7 her4 99,cato99 starb #adi v4 ,chr4 #eeb ,auch 99,marcus ,terentius ,varro991 der zur ,zeit 99,ciceros99 lebte1 schrieb ein ,buch ber die ,landwirtschaft4 ,nheres siehe unter den ,quellen des 99,plinius994 99,varros99 ,de re rustica wurde #ahhd gleichfalls von 99,keil99 herausgegeben4 #eec 99,l4 ,wittmack991 ,die in ,pompeji gefundenen pflanzlichen ,reste4 99,englers99 ,botanische ,jahrbcher4 #cc4 ,bd4 7#aijc74 ,s4 #ch-fc4 ,identifiziert wurden unter anderem3 ,allium ,cepa1 ,amygdalus communis1 ,castanea vesca1 ,corylus ,avellana1 ,iuglans regia1 ,lens esculenta1 ,olea europaea1 ,panicum italicum1 ,panicum miliaceum1 ,phoenix dactylifera1 ,pinus ,picea1 ,pisum sativum1 ,prunus persica1 ,triticum vulgare1 ,vicia ,faba1 ,vitis vinifera4 ,es handelt sich bei diesen ,resten um ,samen und ,frchte4 ,auf den ,wandgemlden ,pompejis sind etwa #ej ,pflanzen dargestellt1 die sich identifizieren lieen1 whrend dies bei manchen nicht mglich war4 99,comes991 ,darstellung der ,pflanzen in den ,malereien von ,pompeji4 ,stuttgart #ahie4 #eed 99,plutarch991 ,vita ,demetrii4 #eee 99,vergil99 widmete 99,lukrez99 die ,worte3 ,felix1 qui potuit rerum cognoscere causas1 ein ,ausspruch1 der spter auf 99,newton99 angewandt wurde4 ,siehe 99,vergils99 ,georgica ,,ii1 #dij4 #eef ,lucretius4 ,deutsch von 99,max ,seydel994 ,mnchen1 ,r4 ,oldenbourg1 #ahha4 #b4 ,gesang1 ,v4 #beh u4 f4 #eeg ,nach 99,vitruv99 dagegen werden die ,quellen durch das in den ,boden sickernde ,regenwasser gespeist4 #eeh allerdings wohl vielfach interpolierten4 #eei ,quaest4 natur4 #a1 #f4 #efj 99,plinius991 ,hist4 nat4 #cg1 #e4 ,diese ,stelle ist jedoch unklar und ihre ,deutung nur unsicher4 #efa 99,poggendorffs99 ,ergnzungsband #d4 ,s4 #deb4 #efb ,nach einer ,mitteilung des 99,berosos994 #efc 99,seneca991 ,quaestiones ,,vii4 #bb u4 #bc4 #efd 99,a4 v4 ,zittel991 ,geschichte der ,geologie und ,palontologie4 #ahii4 ,s4 #aj4 #efe 99,vitruv991 ,de architectura #h1 #c4 #eff ,die chemischen ,kenntnisse des 99,plinius99 in 99,e4 v4 ,lippmanns99 ,abhandlungen u4 ,vortrge zur ,geschichte der ,naturwissenschaften4 ,leipzig #aijf4 ,im #b4 ,bande der ,abhandlungen und ,vortrge von 99,lippmanns99 7,leipzig #aiac7 findet sich in der zweiten ,abteilung ,wichtiges ber die chemischen und physikalischen ,kenntnisse der ,griechen zusammengestellt4 #efg 99,plinius99 #cf1 #fd4 #efh 99,plinius99 #cf1 #ff u4 #fg4 #efi ,jahresbericht ber die ,fortschr4 d4 klass4 ,altertumswiss4 #aijb4 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #bf-hb 799,stadlers99 ,bericht74 #egj 99,e4 v4 ,meyer991 ,geschichte der ,chemie4 #aiad4 ,s4 #ag4 #ega 99,e4 v4 ,lippmann991 ,abhandlungen u4 ,vortrge z4 ,gesch4 d4 ,naturwissenschaften4 ,leipzig #aijf4 ,s4 #ef4 #egb ,die bekannten ,erzhlungen ber das ,auflsen der glhend gemachten ,felsen mit ,essig durch 99,hannibal991 u4 dgl41 gehen jedoch nach 99v4 ,lippmann99 auf die rein aberglubische ,vorstellung zurck1 da der ,essig von uerster ,klte sei und da deshalb das ,zusammentreffen dieses ,extrems mit der ,glut des ,feuers auch ganz auergewhnliche ,wirkungen bedinge4 #egc ber die alexandrinischen ,bcherschtze und deren ,schicksale siehe auch 99,ritschel991 ,breslau #ahch1 sowie 99,f4 ,schemmel991 ,die ,hochschule von ,alexandrien im #d4 u4 #e4 ,jahrh4 n4 ,chr4 ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altertum4 #aiji4 ,s4 #dch4 ,nach der dort gegebenen ,darstellung wurde die groe ,bibliothek mit ihren #djjjjj ,bnden erst #bgb n4 ,chr4 zerstrt4 #egd 99,johannes ,frischauf991 ,grundri der theoretischen ,astronomie und der ,geschichte der ,planetentheorien4 #b4 ,auflage4 ,leipzig #aijc4 ,s4 #ajd4 ,die nderung der ,geschwindigkeit der scheinbaren ,sonnenbewegung erklrt sich daraus1 da die ,erde im ,winter der ,sonne nher ist als im ,sommer4 #ege 99,frischauf991 a4 a4 ,o4 ,s4 #ajc4 #egf ,durch 99,kalippos994 #egg ,der exzentrische1 mit dem ,epizykel verbundene ,kreis wurde als der deferierende ,kreis bezeichnet4 #egh ,aus dem arabischen ,artikel und dem ersten ,wort des griechischen ,titels 7 7 entstanden4 ,die bersetzung ins ,arabische fand sptestens um #hbg statt4 ,seit dem #ab4 ,jahrhundert wurde der ,almagest wiederholt ins ,lateinische bertragen4 ,eine ungengende ,ausgabe des griechischen ,textes nebst einer bersetzung ins ,franzsische veranstaltete 99,halma99 7#b ,bde41 ,paris #ahac-ahaf74 ,eine griechisch-lateinische ,ausgabe besorgten 99,wilberg99 und 99,grashof991 ,essen #ahch-ahde4 ,unter den neueren ,schriftstellern1 die den ,almagest zugnglich gemacht haben1 ist neben 99,heiberg99 besonders 99,manitius99 zu nennen 7,des ,claudius ,ptolemaeus ,handbuch der ,astronomie4 ,aus dem ,griechischen bersetzt und mit erklrenden ,anmerkungen versehen von 99,karl ,manitius994 ,leipzig #aiab4 ,b4 ,g4 ,teubner74 #egi ,die ,zahl der mit bloem ,auge sichtbaren ,fixsterne beluft sich auf #d-ejjj4 99,hipparch99 stellte das erste wissenschaftliche ,fixsternverzeichnis mit ,angabe der ,positionen und der ,grenverhltnisse auf4 #ehj ,es bildet das #g4 ,buch des ,almagest und wurde #agie1 bersetzt und erlutert1 herausgegeben von 99,j4 ,e4 ,bode993 ,j4 ,e4 ,bode1 ,claudius ,ptolemus' ,beobachtung und ,beschreibung der ,gestirne4 ,berlin #agie4 #eha ,die beste ,ausgabe rhrt von 99,halley99 her4 ,sie erschien in ,oxford im ,jahre #ageh4 #ehb ,eine lateinische bersetzung von 99,xylander99 7,basel #aege7 vermittelte zuerst die ,kenntnis von 99,diophants99 ,werken4 #ehc 99,m4 ,cantor991 ,geschichte der ,mathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #djb4 #ehd 99,diophant991 lib4 ,,vi4 #ai4 ,nheres siehe 99,cantor991 ,i4 ,s4 #djg4 #ehe 99,h4 ,hankel991 ,die ,entwicklung der ,mathematik in den letzten ,jahrhunderten4 ,s4 #aj4 #ehf ,die erste brauchbare ,ausgabe rhrt von 99,halley99 her4 ,sie erschien in ,oxford im ,jahre #ageh4 #ehg ,aus 99,repsold991 ,zur ,geschichte der astronomischen ,mewerkzeuge4 #aijh4 #ehh ,d4 h4 ,sternfasser4 ber noch vorhandene ,astrolabien gibt der ,bericht ber die ,ausstellung im ,south ,kensington ,museum 7,berlin #ahgg4 ,s4 #cid u4 f47 ,auskunft4 ,nach dem ,almagest 7,v1 #a7 war das von 99,ptolemos99 benutzte ,astrolab eine ,art ,armillarsphre1 da es aus einem ,system teils fester1 teils beweglicher1 mit ,absehen 7,dioptern7 versehener ,ringe bestand4 #ehi ,im einzelnen hat dies neuerdings 99,repsold99 dargetan4 ,s4 ,s4 #bef4 #eij 99,repsold991 a4 a4 ,o4 ,s4 #f4 #eia 99,diels991 ,antike ,technik4 ,s4 #be4 ,in dem noch erhaltenen ,turm der ,winde in ,athen befand sich eine ,wasseruhr1 whrend auen eine ,sonnenuhr und eine ,wetterfahne angebracht waren4 ,unter dem ,gesimse sind die acht ,hauptwinde allegorisch dargestellt4 ,auf sie zeigt der ,pfeil der ,wetterfahne je nach der ,richtung des herrschenden ,windes4 #eib ,herausgegeben von 99,nobbe994 #c ,bde41 ,leipzig #ahdc-ahde4 ,eine deutsche bersetzung findet sich im #a4 ,bande der alten ,geographie von 99,georgii99 7,stuttgart #ahch7 auf dem ,titel als ,anhang angekndigt1 ist aber nie erschienen4 ,eine bersetzung der ,kapitel #ba-bd findet sich im ,jahresbericht des ,kgl4 ,gymnasiums zu ,chemnitz von #aiji4 ,sie rhrt von 99,th4 ,schne99 her4 #eic 99,c4 ,ritter991 ,geschichte der ,erdkunde u4 d4 ,entdeckungen4 ,berlin #ahfa4 #eid ,siehe ,s4 #ahi4 #eie ,so hatte 99,marinus99 die ,lngenausdehnung der den ,alten bekannten ,welt 7von den glckseligen ,inseln bis zur ,sdostkste ,chinas7 auf #bbe angegeben4 99,ptolemos99 beschrnkte diese ,ausdehnung auf #ahj4 ,ihr tatschlicher ,wert ist #adj4 #eif ,siehe die ,abhandlung von 99,th4 ,schne99 ber ,die ,gradnetze des ,ptolemos im ersten ,buche seiner ,geographie4 ,chemnitz #aiji 7,programmbeilage des ,kgl4 ,gymnasiums74 #eig 99,strabons99 ,erdbeschreibung1 bersetzt von 99,forbiger991 ,stuttgart #ahef-ahfb4 ,eine neuere ,ausgabe veranstaltete 99,meineke991 ,leipzig #ahff4 ,siehe 99,a4 v4 ,humboldt991 ,examen critique de l'histoire de la gographie4 ,i4 #aeb-aed4 99,strabon99 war griechischer ,abstammung1 lebte indes meist in ,rom4 ,er wurde #fc v4 ,chr4 geboren und lernte einen groen ,teil des rmischen ,weltreichs durch eigene ,anschauung kennen2 er schrieb in griechischer ,sprache4 #eih ,im #c4 ,abschnitt seines ,i4 ,buches4 #eii 99,eratosthenes99 erblickte auch in den ,salzseen der ,landenge von ,suez den ,beweis dafr1 da diese ,landenge frher vom ,meere bedeckt war4 #fjj 99,vitruvius991 ,de architectura ,,viii1 #a4 #fja 99,seneca991 ,naturales quaestiones ,,iii1 #e und #bh4 99,seneca991 rmischer ,dichter und ,philosoph1 lebte von #d v4 ,chr4 bis #fe n4 ,chr4 ,eine bersetzung seiner ,werke veranstalteten 99,moser99 und 99,pauly991 ,stuttgart #ahbh-ahee4 ,eine neuere ,ausgabe rhrt von 99,haase99 her 7,teubner1 #ahic und #ahie74 #fjb 99,l4 v4 ,ranke991 ,weltgeschichte ,,iii1 #cac4 #fjc 99,o4 ,peschel991 ,geschichte der ,erdkunde4 ,s4 #ab4 #fjd 99,c4 ,ritter991 ,gesch4 der ,erdkunde und ,entdeckungen4 ,berlin #ahfa4 #fje 99,marinus99 aus ,tyrus lebte im #b4 ,jahrhundert n4 ,chr4 kurz vor 99,ptolemos994 ,er bemhte sich1 fr jeden ,ort die ,lnge und die ,breite festzustellen4 #fjf ,die in den auf uns gekommenen ,handschriften der ,geographie enthaltenen ,karten rhren allerdings nicht von 99,ptolemos99 selbst1 sondern von einem jngeren ,zeitgenossen her1 der die vorhandenen ,karten einer ,durchsicht und ,verbesserung unterzog4 #fjg ,eine ,ausgabe mit lateinischer bersetzung gab 99,fr4 ,hultsch99 heraus4 ,berlin #ahge-ahgh4 ,im ,jahre #ahga erschien das ,,vii4 und ,,viii4 ,buch mit deutscher bersetzung von 99,gerhardt994 #fjh ber die eigentmlichen ,schicksale der ,optik des 99,ptolemos99 berichtet 99,wilde99 in seiner ,geschichte der ,optik1 ,bd4 ,i4 ,s4 #ea u4 f4 ,danach war das ,werk 99,roger ,bacon991 99,regiomontan99 und auch noch zu ,anfang des #ag4 ,jahrhunderts bekannt4 ,dann galt es lange als verloren1 bis es vor einigen ,jahrzehnten in einer lateinischen bersetzung aus dem ,arabischen wiederentdeckt wurde4 ,eine kritische ,ausgabe besorgte 99,gilberto ,govi993 ,l'ottica di ,claudio ,tolemeo4 ,torino #ahhe4 #fji ,die ,werte in ,klammern sind aus dem ,brechungsindex n #a1ccce berechnet 7nach 99,j4 ,hirschberg991 ,zeitschr4 f4 ,psychologie u4 ,physiologie der ,sinnesorgane4 ,,xvi4 ,s4 #cca74 #faj 99,alhazen99 im #g4 ,buche seiner ,optik4 ,siehe an spterer ,stelle dieses ,bandes4 #faa ,sie wurde griechisch und deutsch von 99,r4 ,schne99 herausgegeben 7,berlin #ahig74 #fab ,so heit es bei 99,aristoteles99 7de anima ,i4 #b73 ,auch 99,thales99 scheint die ,seele fr etwas ,bewegendes gehalten zu haben1 da er von dem ,magneten sagt1 da er eine ,seele besitze1 weil er das ,eisen bewegt4 #fac 99,lukrez99 ,,vi1 v4 #ajdc-ajdd4 99,lukrez99 lebte von #ih bis #ee v4 ,chr4 ,seine aus sechs ,bchern bestehende ,schrift ,de rerum natura befat sich mit den ,grundlehren der ,physik1 der ,psychologie und der ,ethik4 ,von den ,ausgaben sei hier diejenige 99,lachmanns99 erwhnt4 #d4 ,aufl4 ,berlin #ahga4 ,eine bersetzung rhrt von 99,seydel99 7,mnchen #ahha7 her4 #fad 99,lukrez99 ,,vi1 v4 #ajje-ajjf4 #fae ,eingehend berichtet ber die ,kenntnisse der ,alten auf dem ,gebiete der magnetischen und elektrischen ,erscheinungen unter ,anfhrung zahlreicher ,literaturstellen 99,a4 v4 ,urbanitzky99 im #cd4 ,bande der ,elektrotechnischen ,bibliothek4 ,wien1 ,a4 ,hartlebens ,verlag1 #ahhg4 #faf 99,plinius991 ,naturgeschichte1 ,buch #cg1 ,kap4 #ab4 #fag ,so erwhnt 99,theophrast99 in seinem ,buche ber die ,steine einen ,edelstein1 welcher durch ,reiben elektrisch werde4 #fah 99,plinius991 ,naturgeschichte1 ,buch #b1 ,kap4 #ej u4 #ee4 #fai 99,plinius991 ,naturgeschichte1 ,buch #b1 ,kap4 #cg4 #fbj 99,r4 ,hennig99 im ,archiv f4 ,gesch4 d4 ,naturw4 u4 ,technik4 ,bd4 ,,ii4 ,heft #a4 #fba 99,oppian991 de piscat4 #b4 #dc4 #fbb 99,plinius991 #cb1 #a u4 #b4 #fbc 99,aelian991 #i1 #ad4 #fbd ,galeni opera1 ed4 99,c4 ,s4 ,khne994 ,bd4 ,,xii4 ,s4 #cfe4 #fbe 99,meyer991 ,gesch4 d4 ,chemie4 ,s4 #af4 #fbf ,siehe auch 99,berthelot991 ,les origines de l',alchimie4 ,paris #ahhe4 99,berthelot99 gilt als einseitig und durch neuere ,forschungen1 vor allem die 99v4 ,lippmanns991 berholt4 #fbg ,neuerdings hat man ,gegenstnde aus ziemlich reinem ,zinn in gyptischen ,grbern gefunden4 #fbh ,liquor aeternus1 venenum rerum omnium4 #fbi ,der ,urtext dieser ,schriften nebst franzsischer bersetzung wurde von 99,berthelot99 in den ,jahren #ahhg und #ahhh unter dem ,titel ,collection des anciens alchimistes grecs verffentlicht4 99,berthelot99 7,die ,chemie im ,altertum u4 ,mittelalter4 ,deutsch von 99,kalliwoda99 und 99,strunz994 #aiji4 ,s4 #e7 hat ,texte griechischer ,chemiker1 sowie diejenigen von syrischen und arabischen verffentlicht und zugnglich gemacht1 darunter auch ,handschriften1 die bis dahin in den ,bibliotheken von ,paris1 ,london und ,leyden vergraben und vergessen waren4 ,etwas anders1 wie auf dieser ,seite angegeben1 stellt sich der ,beginn der ,alchemie nach 99v4 ,lippmann99 dar4 ,nheres darber siehe im ,anhange und in 99v4 ,lippmanns99 ,alchemie4 #fcj 99,diels991 ,antike ,technik4 ,s4 #aaa4 #fca ,siehe die hiervon abweichende ,meinung 99v4 ,lippmanns99 in dessen ,alchemie4 #fcb 99,berthelot99 a4 a4 ,o4 ,s4 #bj4 #fcc ,einen ,beitrag ber 99,hermes ,trismegistos99 enthlt 99,paulys99 ,realenzyklopdie d4 klass4 ,altert4 im ,,viii4 ,bande auf ,s4 #gib-hbb4 #fcd 99,kopp991 ,beitrge zur ,geschichte der ,alchemie4 ,s4 #cgg4 #fce 99,berthelot991 ,collection des anciens alchemistes grecs4 ,paris #ahhh4 #fcf 99,berthelot991 ,collection des anciens alchemistes grecs4 ,,ii4 #bgb u4 #bgd4 #fcg 99,berthelot991 ,collect4 ,,ii4 #bgf4 #fch ,eine ihm zugeschriebene ,abhandlung fhrt den ,titel3 ,der alexandrinische ,philosoph ber ,zosimos1 ,hermes und die ,philosophen4 #fci ,in hnlicher ,weise wurden die #ab ,edelsteine1 die man unterschied1 den #ab ,tierkreisbildern zugeteilt4 ,alle irdischen ,dinge und alles irdische ,geschehen waren in himmlischen ,vorbildern vorgezeichnet 799,m4 ,berthelot991 ,die ,chemie im ,altertum u4 ,mittelalter4 ,deutsch von 99,kalliwoda99 u4 99,strunz994 #aiji4 ,,xv74 ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 sind manche der von 99,berthelot99 herrhrenden ,angaben einseitig und unzuverlssig4 ,siehe 99v4 ,lippmanns99 ,alchemie4 #fdj ,die in syrischer ,sprache bermittelten ,lehren 99,demokrits99 sind in einigen in ,england befindlichen ,manuskripten vorhanden4 ,nheres darber siehe in 99,e4 v4 ,lippmanns99 ,entstehung und ,ausbreitung der ,alchemie4 ,berlin #aiai4 ,s4 #dj u4 f4 #fda 99,e4 v4 ,lippmann991 ,alchemie4 ,s4 #ca4 #fdb ,ausfhrlicher bei 99,e4 v4 ,lippmann991 ,alchemie4 ,s4 #cb4 #fdc ,stockholmer ,papyrus 7,ausg4 v4 99,lagercrantz9974 ,s4 #d4 #fdd ,eine ,drachme #d-a_/b g4 #fde ,eine genaue ,analyse des ,inhalts beider ,papyri gibt 99,e4 v4 ,lippmann99 in seiner ,alchemie auf ,s4 #a-bf4 ,nach 99,diels991 ,antike ,technik ,s4 #ba1 luft die ,vermehrung der ,metalle nicht etwa lediglich auf ,betrug1 sondern ursprnglich auf die ,vorstellung hinaus1 da das ,metall sich hnlich vermehren lassen msse wie ein in die ,erde gepflanztes ,samenkorn4 #fdf ,so sagt 99,h4 v4 ,mohl99 in einer #ahfc gehaltenen ,rede von den ,alten3 ,sie blieben in den ,naturwissenschaften auf einer durchaus kindlichen ,stufe und bieten ein ,beispiel dafr1 da der hchste philosophische ,scharfsinn unfhig ist1 in den ,naturwissenschaften etwas zu leisten1 wenn er sich nicht auf die genaue ,erforschung der ,krper sttzt4 ,wie 99,mohl991 so urteilten die meisten ,naturforscher whrend des grten ,teiles des #ai4 ,jahrhunderts4 ,erst in den letzten ,jahrzehnten1 nachdem der ,sinn fr die ,geschichte der ,wissenschaften bei ihren ,vertretern lebendiger wurde1 ist man anderer ,ansicht geworden4 ,und der ganze ,gang unserer bisherigen ,betrachtung hat zur ,genge gezeigt1 da ein ,urteil1 wie dasjenige 99v4 ,mohls991 in seiner ,allgemeinheit wenigstens1 nicht zutrifft4 #fdg 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,i4 #cd4 #fdh ,dieser richtete sich nur gegen die ,heiden1 nicht aber gegen ,christen1 ,juden und ,parsen 7,bem4 von 99,e4 ,wiedemann9974 #fdi 99,lindner991 ,weltgeschichte seit der ,vlkerwanderung4 ,i4 #if4 #fej 99,k4 ,lasswitz991 ,geschichte der ,atomistik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ab4 #fea 99,tertullian991 ,de praescr4 haeretic4 cap4 #g4 #feb ,bedeutende ,fragmente dieser ,schrift sind als ,bestandteile der ,werke von 99,eusebius99 auf uns gekommen 7,ausgabe von 99,dindorf991 ,leipzig #ahfg4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #cba74 ,eine bersetzung dieser ,fragmente enthlt3 99,georg ,roch991 ,die ,schrift des alexandrinischen ,bischofs ,dionysios des ,groen ber die ,natur4 ,leipzig #ahhb4 #fec ,so sagt 99,lasswitz99 in seiner trefflichen ,darstellung der ,atomistik im ,mittelalter 799,k4 ,lasswitz991 ,gesch4 d4 ,atomistik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bi74 #fed ,nach 99v4 ,lippmann99 bestritten die ,kirchenvter1 da die ,sterne die ,ereignisse bewirken4 ,da letztere dagegen durch die ,bewegungen der ,gestirne angezeigt wrden1 hielt man wohl fr mglich4 #fee 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,i4 ,s4 #cje4 #fef ,erlassen auf der ,kirchenversammlung zu ,paris vom ,jahre #abji4 ,siehe auch 99v4 ,humboldts99 ,kosmos ,,ii4 ,s4 #ca1 sowie die bezgliche ,anmerkung4 #feg 99,libri991 ,histoire des sciences mathmatiques en ,italie4 ,bd4 ,i4 ,s4 #hb4 #feh ,variarum 7epistolarum7 libri ,,xii4 #fei ,de artibus ac disciplinis liberalium literarum4 #ffj ,siehe den ,abschnitt ber die ,quellen des 99,plinius991 ,s4 #bbb dies4 ,bds4 #ffa ,de consolatione philosophiae4 ,herausgeg4 von 99,peiper99 #ahga4 #ffb 99,cassiodorus991 ,varia ,i4 #de4 #ffc 99,bothius991 ,fnf ,bcher ber ,musik4 ,deutsch von 99,oscar ,paul991 ,leipzig #ahhj4 #ffd ,siehe an spterer ,stelle dieses ,bandes4 #ffe ,ich verdanke darber ,herrn ,prof4 99,e4 ,wiedemann99 folgende ,bemerkung3 ,es scheint1 als ob ein ,ereignis1 das sich in ,persien abgespielt hat1 auf gypten bertragen wurde4 99,ibn ,khaldun991 ein arabischer ,historiker1 bemerkt3 ,wir wissen1 da die ,mohammedaner bei der ,eroberung ,persiens eine ,unzahl von ,bchern vorfanden und da ihr ,feldherr 99,saad ,ibn ,abi ,waggs99 beim ,kalifen 99,omar99 anfragte1 ob diese ,bcher mit der ,beute an die ,glubigen zu verteilen seien4 99,omar99 antwortete3 ,wirf sie ins ,wasser4 ,enthalten sie etwas1 was zur ,wahrheit fhrt1 so haben wir von ,gott1 was uns noch besser dahin leitet4 ,enthalten sie aber ,falsches1 so sind wir derselben ledig4 ,infolge dieses ,befehles vernichtete man die ,bcher durch ,wasser oder ,feuer4 #fff ,genaueres ber das wechselnde ,schicksal der in ,alexandrien aufbewahrten ,bcherschtze siehe bei 99,ritschl991 ,s4 #ahh1 ,anm4 #a4 #ffg 99,wstenfeld991 ,die ,akademien der ,araber und ihre ,lehrer4 ,gttingen #ahcg4 #ffh ,s4 #cjd4 #ffi ,die ,nestorianer waren um #dej aus dem byzantinischen ,reich vertrieben worden4 ,durch sie wurden die ,araber mit den syrischen bersetzungen astrologischer und alchemistischer ,schriften bekannt4 ,eine selbstndige alchemistische ,literatur als ,fortsetzung der griechischen und syrischen schufen die ,araber wohl erst whrend der ,herrschaft der ,abbasiden 7#gej-abeh74 ,man kann wohl mit 99,e4 v4 ,lippmann99 7,alchemie ,s4 #ceg7 annehmen1 da die ,araber1 sobald sie auf das ,treiben der ,goldmacher aufmerksam wurden1 sich der ,alchemie nicht aus wissenschaftlichem ,interesse zuwandten1 sondern weil sie durch die ,aussicht auf ,gewinn dazu verlockt wurden4 #fgj 99,m4 ,berthelot991 ,die ,chemie im ,altertum und im ,mittelalter4 ,herausgegeben von 99,e4 ,kalliwoda99 und 99,f4 ,strunz994 ,leipzig und ,wien #aiji4 99,berthelots99 ,buch ist nach 99,e4 v4 ,lippmann99 zum ,teil wenig zuverlssig4 #fga ,siehe 99v4 ,lippmann991 ber das ,feuerbuch des 99,marcus ,graecus99 in der ,alchemie4 #aiai4 ,s4 #dgg u4 f4 #fgb ,das ,manuskript befindet sich im ,britischen ,museum4 ,nheres siehe in 99v4 ,lippmanns99 ,alchemie4 #fgc ,sie befindet sich in ,cambridge4 ,siehe 99,berthelot99 a4 a4 ,o4 ,s4 #dc4 #fgd 99,nestorios99 war in ,syrien geboren4 ,er war ein ,anhnger des 99,anastasios991 dessen ,lehre fr ,ketzerei erklrt wurde4 #fge ,unter diesen ist die ,schule zu ,nisibis zu nennen und die ,akademie von ,dschondisabur1 die bereits im #f4 ,jahrhundert in hoher ,blte stand4 #fgf 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #ajg4 #fgg 99,heller991 ,geschichte der ,physik4 #ahhb4 ,bd4 ,i4 ,s4 #afj4 #fgh ber die ,zeiteinteilung und den ,uhrenbau der ,araber haben 99,e4 ,wiedemann99 und 99,f4 ,hauser99 eine sehr ausfhrliche ,darstellung gegeben3 ber die ,uhren im ,bereich der islamischen ,kultur4 ,e4 ,harras1 ,halle #aiae4 #bgb ,s4 -- ,nach 99,wiedemann99 und 99,hauser99 ist 99,einhards99 ,erzhlung nicht ganz zutreffend4 #fgi 99,s4 ,gnther991 ,studien zur ,geschichte der mathematischen und physikalischen ,geographie4 #ahgg4 ,s4 #ei4 #fhj 99,peschel991 ,geschichte der ,erdkunde4 #ahgg4 ,s4 #abb4 #fha 99,e4 ,wiedemann991 ,bestimmungen des ,erdumfanges von 99,al ,beruni99 7,archiv fr ,geschichte der ,naturwiss4 u4 der ,technik74 ,i4 ,bd4 7#aijh74 ,s4 #ff4 #fhb 99,e4 ,wiedemann99 a4 a4 ,o4 ,s4 #fi4 #fhc 99,abul ,wafa99 7#idj-iih74 ,siehe 99v4 ,braunmhl991 ,vorlesungen ber ,geschichte der ,trigonometrie4 ,s4 #ee4 #fhd 99,repsold991 ,zur ,geschichte der astronomischen ,mewerkzeuge4 ,leipzig #aijh4 ,s4 #aa4 #fhe 99,sdillot991 ,mmoire sur les instrumens astronomiques des ,arabes4 ,paris #ahda4 #fhf 99,c4 ,brockelmann991 ,geschichte der arabischen ,literatur4 #ahih_/aijb4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bbb4 #fhg 99,c4 ,brockelmann991 ,bd4 ,i4 ,s4 #bbj4 #fhh 99,c4 ,brockelmann991 ,gesch4 d4 arabischen ,literatur4 ,bd4 ,i 7#ahih74 ,s4 #bae4 #fhi 99,klaproth991 ,sur l'invention de la ,boussole4 #ahcd4 ,neuere ,untersuchungen verlegen die chinesischen ,angaben ber den ,kompa bis ins #d4 ,jahrhundert v4 ,chr4 zurck4 ,siehe 99,e4 ,gerland991 ,der ,kompa bei den ,arabern und im christlichen ,mittelalter4 ,die ,chinesen benutzten den ,kompa zuerst bei ,landreisen2 auf ,seereisen wurde er wohl nicht vor dem #c4 ,jahrhundert n4 ,chr4 gebraucht4 #fij 99,heller991 ,geschichte der ,physik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #baj4 #fia ,la ,bible von 99,guyot de ,provins994 #fib ,von 99,alexander ,neckam994 ,die betreffende ,stelle lautet3 ,nautae enim mare legentes1 cum beneficium claritatis solis in tempore nubilo non sentiunt1 aut etiam cum caligine nocturnarum tenebrarum mundus obvolvitur1 et ignorant in quem mundi cardinem prova tendat1 acum super magnetem ponunt1 quae circulariter circumvolvitur usque dum ejus motu cessante cuspis ipsius septentrionalem plagam respiciat4 ,siehe 99,hellmann991 ,die ,anfnge der magnetischen ,beobachtungen4 ,zeitschrift der ,gesellschaft fr ,erdkunde zu ,berlin4 ,bd4 #cb4 ,berlin #aijg4 ,in der bersetzung lautet die ,stelle3 ,wenn die ,seeleute bei nebligem ,wetter die ,sonne nicht sehen oder bei ,nacht nicht wissen1 nach welcher ,himmelsrichtung das ,schiff sich bewegt1 so bringen sie eine ,nadel ber einem ,magneten an4 ,diese dreht sich so lange1 bis ihre ,spitze1 nachdem die ,nadel zur ,ruhe gekommen ist1 nach ,norden zeigt4 #fic 99,a4 ,breusing991 ,flavio ,gioja und der ,schiffskompa4 ,in der ,zeitschr4 d4 ,gesellsch4 f4 ,erdkunde zu ,berlin4 ,bd4 ,,iv4 #ahfi4 #fid ,siehe 99,e4 ,wiedemann991 ,zur ,geschichte des ,kompasses bei den ,arabern4 ,verhandl4 d4 ,deutschen physik4 ,gesellschaft zu ,berlin4 #aijg4 ,bd4 #i4 ,s4 #gfd-ggc4 99,wiedemann99 gibt darin unter anderem eine ,stelle aus dem ,jahre #abcb an1 aus der hervorgeht1 da man dem ,eisen durch ,reiben mit dem ,magnetstein die ,eigenschaft gab1 sich in die ,nord-,sdrichtung einzustellen4 #fie ,nach der bersetzung von 99,e4 ,wiedemann994 #fif ,von den ,verbesserungen1 welche der ,kompa in der neuesten ,zeit erfuhr1 wird an spterer ,stelle die ,rede sein4 #fig ,das ,manuskript befindet sich in ,paris4 #fih 99,marcus ,graecus991 ,liber ignium4 99,berthelot991 ,chimie au moyen ge4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ajh4 #fii ,nheres darber siehe bei 99,diels991 ,antike ,technik4 ,s4 #ig u4 f4 ,die obige nach 99,diels991 der wieder 99,berthelot99 gefolgt ist1 gegebene ,darstellung wird von 99,e4 v4 ,lippmann99 bestritten4 7,siehe dessen ,abhandlungen und ,vortrge ,bd4 ,i47 ,nach 99v4 ,lippmann99 ist 99,marcus ,graecus99' ,schrift erst um #abej verfat4 ,siehe auch die neueste ,schrift von 99,ruska99 ber diesen ,gegenstand4 ,nheres siehe im ,anhang des vorliegenden ,bandes und in 99v4 ,lippmanns99 ,alchemie ,s4 #dgg u4 f4 #gjj ,so pflegte 99,ibn al ,haitam99 799,alhazen997 in jedem ,jahre den ,euklid und den ,almagest abzuschreiben1 um von dem ,erls zu leben4 ,siehe 99,e4 ,wiedemann991 ,ibn al ,haitam1 ein arabischer ,gelehrter4 ,leipzig #aijf4 ,s4 #aeb4 #gja ,die bersetzung wurde #aheg in der ,bibliothek zu ,cambridge entdeckt und bildet das ,i4 ,heft der von dem ,frsten 99,boncompagni99 herausgegebenen ,trattati d'aritmetica4 #gjb ,trattati d'aritmetica ,i4 #h4 #gjc 99,alfarabi99 verfate eine enzyklopdische ,darstellung der ,wissenschaften1 die arabisch und in lateinischen bersetzungen erhalten ist 7,de scientiis74 ,nheres enthlt die ,abhandlung von 99,e4 ,wiedemann991 ,beitrge zur ,geschichte der ,naturwissenschaften4 ,,xi4 ,erlangen #aijg4 7,sitzungsberichte der physikalisch-medizinischen ,soziett in ,erlangen4 #ci4 ,bd47 #gjd ,dieser erschien1 ins ,lateinische bersetzt1 im ,druck zuerst in ,venedig im ,jahre #adic4 #gje 99,e4 ,renan991 ,averroes et l',averroisme4 ,paris #aheb4 #gjf ,reliqua librorum ,friderici ,,ii4 imperatoris de arte venandi cum avibus4 ,ed4 99,j4 ,g4 ,schneider994 ,t4 ,i4 ,,ii4 ,lipsiae #aghh_/hi4 ,siehe auch 99,carus991 ,geschichte der ,zoologie4 ,mnchen #ahgb4 ,s4 #bjf1 und 99,burkhardt991 ,geschichte der ,zoologie4 ,leipzig #aijg4 ,s4 #de4 #gjg ,opticae thesaurus ,alhazeni ,arabis libri ,,vii1 nunc primum editi a 99,frederico ,risnero994 ,basileae #aegb4 ,vergleiche auch 99,schnaase991 ,die ,optik ,alhazens4 ,programm des ,friedrichs-,gymnasiums zu ,stargard4 #ahhi4 99,alhazens99 vollstndiger ,name lautet ,ab ,al ,muhammed ben el ,hasan ibn el ,haitam el ,basri4 ,eine arabische1 mit ,abbildungen versehene ,handschrift seines ,werkes wird in ,leyden aufbewahrt4 99,risners99 bersetzung ist eine gekrzte1 indes getreue ,wiedergabe des ,originals4 ber eine sptere arabische ,bearbeitung von 99,alhazens99 ,optik hat 99,e4 ,wiedemann99 ausfhrlich berichtet4 ,siehe das ,archiv f4 d4 ,geschichte d4 ,naturwiss4 u4 d4 ,technik4 #aiab4 ,s4 #a-ec4 #gjh ,diese ,ansicht begrndet er flschlich damit1 da die ,zerstrung der ,linse eine ,vernichtung der ,sehkraft zur ,folge habe1 whrend die ,verletzungen anderer ,teile des ,auges seiner ,meinung nach eine solche ,wirkung nicht hervorbringen4 #gji ,im #c4 ,buche seiner ,optik4 #gaj ,siehe auch 99,schnaases99 ,alhazen in den ,schriften der ,danziger ,gesellschaft4 ,n4 ,folge4 ,bd4 ,,vii4 ,s4 #adj4 #gaa ,optic4 ,thes4 ,,vii4 #dh4 #gab ,in einem ,anhange zum ,optic4 ,thesaur4 #gac 99,alhazen99 nahm den ,erdumfang gleich #dhjj 7statt #edjj7 ,meilen an4 #gad ,zeitschr4 d4 morgenl4 ,gesellsch4 #ahhb4 99,baarmann199 ber das ,licht von 99,ibn al ,haitam994 #gae ,optic4 ,thesaur4 ,,vii4 #dh4 ,siehe auch 99,schnaase991 ,alhazen1 in den ,schriften der ,danziger ,natf4 ,gesellschaft4 ,n4 ,folge4 ,bd4 ,,vii4 ,s4 #adj4 #gaf 99,montucla99 z4 ,b4 #gag ,besonders durch 99,schnaase99 und 99,e4 ,wiedemann994 #gah ,die ,tabelle findet sich bei 99,al ,khazini99 her1 der im ,jahre #aacg ein die ,wage der ,weisheit betiteltes ,buch verfate4 ,siehe 99,wiedemanns99 ,annalen4 ,bd4 #bj4 ,s4 #eci4 #gai ,nheres siehe 99,gerland99 und 99,traumller991 ,geschichte der physikalischen ,experimentierkunst4 ,leipzig1 ,wilh4 ,engelmann4 #ahii4 ,s4 #ga u4 f4 #gbj 99,e4 ,wiedemann991 ber das ,experiment im ,altertum und ,mittelalter 7,vortrag74 #gba ,starb #abgd4 #gbb ,summa theologiae4 ,venet4 #aeic4 ,t4 ,,xi4 p4 #djg4 #gbc ,in der ,bibliothek zu ,lucca4 ,siehe 99,berthelot99 a4 a4 ,o4 ,s4 #bh4 #gbd 99,e4 v4 ,lippmann991 ,alchemie4 ,s4 #dje4 #gbe ,eine bersetzung erschien in den ,historischen ,studien1 ,jahrg4 #ahic4 ,einen ,auszug brachte 99,e4 v4 ,lippmann99 unter der berschrift ,chemie vor tausend ,jahren in der ,zeitschrift f4 angewandte ,chemie4 #aija4 ,h4 #bf2 siehe auch dessen ,abhandlungen und ,vortrge4 #gbf ,nheres siehe bei 99,e4 v4 ,lippmann991 ,abhandlungen und ,vortrge zur ,geschichte der ,naturwissenschaften4 ,leipzig #aijf4 ,s4 #aci4 #gbg 99,e4 v4 ,lippmann99 a4 a4 ,o4 ,s4 #acb4 #gbh ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 7a4 a4 ,o4 ,s4 #bfc7 in der ,zeit zwischen #cjj und #fjj n4 ,chr4 ,geb4 #gbi ber die ,ergebnisse der neuesten ,untersuchungen1 die 99v4 ,lippmann99 hierber angestellt hat1 siehe den ,anhang dieses ,bandes4 #gcj ,deutsche ,ausgaben erschienen #agaj in ,erfurt und #agea in ,wien4 ,eine ,aufzhlung der ,schriften 99,gebers99 siehe bei 99,wstenfeld991 ,geschichte der arabischen rzte und ,naturforscher4 #ahdj4 ,s4 #ab u4 #ac4 #gca ,siehe auch 99,e4 v4 ,lippmann99 in der ,zeitschrift f4 angewandte ,chemie4 #aija4 ,h4 #bf4 #gcb 99,berthelot99 a4 a4 ,o4 ,s4 #fa4 #gcc ,die wichtigsten sind die ,summa perfectionis magisterii1 die ,schrift de inventione veritatis und die ,alchimia ,geberi4 ,in der letzteren wird die ,zubereitung der ,salpetersure und des ,knigswassers beschrieben4 ,nach 99,berthelot99 ist es unrichtig1 wenn man annimmt1 die genauere ,kenntnis unserer ,mineralsuren und ihrer ,salze sei auf die arabischen ,autoren des #ab4 und #ac4 ,jahrhunderts zurckzufhren4 ,vielmehr wurden die komplizierten und umstndlichen ,darstellungsmethoden von damals erst im lateinischen ,abendland im ,laufe des #ad4 und #ae4 ,jahrhunderts entwirrt4 ,die ,ergebnisse der ,forschungen 99,berthelots99 erscheinen in neuester ,zeit durch die von 99,e4 v4 ,lippmann99 in seiner ,alchemie ber 99,geber99 verffentlichten ,untersuchungen in mancher ,hinsicht anfechtbar4 ,siehe den ,anhang des vorliegenden ,bandes4 #gcd ,siehe auch die ,abhandlung von 99,e4 ,wiedemann991 ber chemische ,apparate bei den ,arabern2 erschienen in 99,diergart991 ,beitrge aus der ,geschichte der ,chemie4 #gce 99,h4 ,kopp991 ,geschichte der ,chemie4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ec4 #gcf ,na#b;,,co#c ,ca7,,oh7#b #b ,na,o,h ,ca,c,o#c4 #gcg #f ,,koh #ab ,s ,k#b,s#b,o#c #b ,k#b,s#e #c ,h#b,o ,k#b,s#b,o#c #b ,h,cl #b ,k,cl ,,so#b ,s ,h#b,o ,k#b,s#e #b ,h,cl #b ,k,cl ,h#b,s #d ,s4 #gch ,in den echten ,schriften 99,gebers99 ist nach 99,berthelot99 diese ,theorie noch nirgends erwhnt 7a4 a4 ,o4 ,s4 #fe74 #gci ,die ,kenntnis des metallischen ,zinks lt sich nicht weiter als bis gegen den ,ausgang des ,mittelalters zurckverfolgen4 ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 7siehe dessen ,alchemie7 ist das metallische ,zink sogar erst in der ,neuzeit bekannt geworden4 ,die ,legierung von ,kupfer und ,zink1 das ,messing1 war dagegen schon zur rmischen ,kaiserzeit bekannt4 ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,med4 u4 d4 ,naturwissensch4 #aijc4 ,s4 #aej u4 #agd4 #gdj ,zur ,erluterung diene folgende von 99,berthelot99 7a4 a4 ,o4 ,s4 #ff7 wiedergegebene ,stelle3 ,das ,kupfer wird von einem trben und dicken ,quecksilber und einem trben und roten ,schwefel erzeugt4 -- ,das ,zinn wird von einem klaren ,quecksilber1 das kurze ,zeit mit einem weien und klaren ,schwefel gekocht wird1 erzeugt4 ,wenn die ,kochung von langer ,dauer ist1 gewinnt man ,silber usw4 ,diese ,erzeugung der ,metalle wird im ,scho der ,erde allerdings in dem langen ,zeitraum von hundert ,jahren vollendet1 aber die ,kunst kann die ,vollendung abkrzen4 ,sie wird also in einigen ,stunden oder in einigen ,minuten in ,erfllung gehen4 #gda 99,e4 v4 ,lippmann991 ,alchemie4 #aiai4 ,s4 #dhg4 ,ferner 99,stillmann99 und 99,sudhoff994 #gdb ,eine unvollendet gebliebene bersetzung wurde nach der 99,wstenfeld99schen ,textausgabe von 99,h4 ,eth99 im ,jahre #ahfh herausgegeben4 ,den ,abschnitt1 der von den ,steinen handelt1 hat 7#ahie7 99,j4 ,ruska99 bersetzt und erlutert4 ,er wurde hier zugrunde gelegt4 #gdc ,siehe ber den ,physiologus an spterer ,stelle4 #gdd ,siehe 99,carus991 ,geschichte der ,zoologie4 ,s4 #agc4 #gde 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #bfc4 #gdf ,ins ,englische bersetzt von 99,s4 ,lee994 ,london #ahbi4 ,ins ,franzsische von 99,defremerie99 u4 99,sanguinetti994 ,paris #ahed4 ,neue ,aufl4 ebd4 #aiac4 #gdg ,nheres enthlt3 99,berendes991 ,das ,apothekenwesen1 seine ,entstehung und geschichtliche ,entwicklung4 ,stuttgart #aijg4 ,s4 #fa4 #gdh ,siehe 99,hirschberg991 ber das lteste arabische ,lehrbuch der ,augenheilkunde 7,berichte der ,berliner ,akademie der ,wissenschaften4 #aijc74 ,ferner 99,j4 ,hirschberg991 ,geschichte der ,augenheilkunde4 ,zweites ,buch4 #a4 ,abteil4 ,geschichte der ,augenheilkunde bei den ,arabern4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #aije4 #gdi 99,c4 ,brockelmann991 ,gesch4 d4 arab4 ,literatur4 ,bd4 ,,ii 7#aijb74 ,s4 #c4 #gej 99,c4 ,brockelmann99 a4 a4 ,o4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #f4 #gea 99,f4 ,boll99 im ,reallexikon der germanischen ,altertumskunde von 99,hoops99 7#aiaa-aiah7 unter ,astronomie4 #geb 99,hoops991 ,reallexikon des german4 ,altertums4 #gec ,er wurde #ged in ,friesland erschlagen und in ,fulda beigesetzt4 #ged ,de ,universo libri4 ,,xxii4 #gee 99,l4 ,geisenheyner991 ber die ,physika der heiligen ,hildegard und die in ihr enthaltene lteste ,naturgeschichte des ,nahegaues4 ,berichte ber die ,versammlungen des ,botan4 und des ,zoolog4 ,vereins f4 ,rheinland-,westfalen4 #aiaa4 ,bonn4 ,vgl4 auch die ,verffentlichungen von 99,ch4 ,singer991 ,oxford 7siehe ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,med4 #aiai4 ,s4 #cch74 #gef 99,tropfke991 ,geschichte der ,elementarmathematik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ac4 #geg ,vgl4 99,h4 ,wrschmidt991 ,archiv f4 ,gesch4 d4 ,mathem4 #aiac4 #geh ,durch den englischen ,mnch 99,atelhart99 um #aabj4 #gei ,auch 99,fibonacci99 oder 99,bonacci99 genannt4 ,fibonacci bedeutet ,sohn ,bonaccis 7filius ,bonacci74 #gfj 99,cantor991 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #c4 #gfa ,eine ausfhrliche ,inhaltsangabe des ,liber abaci gibt 99,cantor99 in seiner ,geschichte der ,mathematik4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #g-cb4 #gfb ,am bekanntesten ist die ,ausgabe von 99,f4 ,risner994 ,basel #aegb4 #gfc ,ad ,vitellonem ,paralipomena1 quibus astronomiae pars optica traditur4 ,francof4 #afjd4 #gfd ,so auch von 99,cantor99 in seiner groen ,geschichte der ,mathematik4 #gfe ,die ,reisen des ,venezianers 99,marco ,polo99 im #ac4 ,jahrhundert4 ,zum ersten ,male vollstndig nach den besten ,ausgaben deutsch mit einem ,kommentar1 von 99,aug4 ,brck994 ,leipzig #ahde4 #gff ,reste und ,eier riesiger1 ausgestorbener ,vgel sind bekanntlich spter in ,madagaskar gefunden worden 7pyornis74 ,ein ,auszug ber die zoologischen ,angaben 99,marco ,polos99 findet sich in 99,carus991 ,geschichte der ,zoologie4 ,mnchen #ahgb4 ,s4 #aig u4 f4 ,unter dem ,titel ,chemisches bei ,marco ,polo hat 99,e4 v4 ,lippmann99 eine ,abhandlung in der ,zeitschrift fr angewandte ,chemie verffentlicht4 #aijh4 #cd4 ,heft4 #gfg ,die ,grndung der ,stdte bedeutet eine der fruchtbarsten ,errungenschaften des ,mitteltalters4 ,dadurch erfolgte eine ,loslsung der ,arbeit von der ,scholle4 ,vor der ,entwicklung der ,stdtefreiheiten besa im ,mittelalter niemand ,rechte und ausgiebige ,lebensquellen1 der nicht mit der ,scholle verknpft war4 ,siehe 99,grupp99 im #b4 ,bande seiner ,kulturgeschichte d4 ,mittelalters4 #gfh ,der lteste bekannt gewordene ,geldwechsel stammt aus dem ,jahre #abjg4 ,siehe 99,grupp991 ,kulturgeschichte d4 ,mittelalters4 #ahid4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #ef4 ,im ,orient waren ,wechsel1 ,geldanweisungen und ,abrechnungsanstalten weit lter4 #gfi ,beide gehren der ersten ,hlfte des #ad4 ,jahrhunderts an4 #ggj ,diese ,lehre war aber nicht allgemein angenommen4 7,bemerkung von 99,wrschmidt9947 #gga 99,m4 ,maywald991 ,die ,lehre von der zwiefachen ,wahrheit1 ein ,beitrag zur ,geschichte der scholastischen ,philosophie4 ,berlin #ahfa4 ,siehe auch 99,j4 ,tyndall991 ,religion und ,wissenschaft1 sowie 99,langes99 ,geschichte des ,materialismus4 #ggb 99,jourdain991 ,geschichte der aristotelischen ,schriften im ,mittelalter1 bersetzt von 99,ad4 ,stahr994 ,halle #ahca4 #ggc 99,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #ggd ,in ,lauingen4 ,als ,geburtsjahr ist neuerdings mit groer ,wahrscheinlichkeit das ,jahr #abjg nachgewiesen 799,enders99 im ,histor4 ,jahrbuch der ,grresgesellschaft4 #aiaj4 ,s4 #bic74 #gge ,siehe auch 99,peters991 ,der griechische ,physiologus und seine orientalischen bersetzungen4 ,berlin #ahih4 ,das genannte ,werk enthlt auch eine ,geschichte der merkwrdigen ,schrift4 #ggf 99,m4 ,goldstaub991 ,der ,physiologus und seine ,weiterbildung1 besonders in der lateinischen und byzantinischen ,literatur4 ,philologus1 #aija4 ,supplementband #h1 #c4 #ggg 99,h4 ,stadler991 ,neue ,jahrbcher f4 d4 klass4 ,altertum4 #aiaa4 ,s4 #hf4 #ggh 99,carus991 ,geschichte der ,zoologie4 ,s4 #bca4 #ggi ,eingehender wird 99,albertus ,magnus99 gewrdigt in 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #i-hd4 ,vgl4 auch 99,fellner991 ,albertus ,magnus als ,botaniker4 ,wien #ahha4 ,eine kritische ,ausgabe der botanischen ,schriften rhrt von 99,e4 ,meyer99 und 99,k4 ,jessen99 her3 ,alberti ,magni de vegetabilibus libri ,,vii4 ,berlin #ahfg4 #ghj 99,h4 ,stadler991 ,albertus ,magnus als selbstndiger ,naturforscher 7,forschungen zur ,geschichte ,bayerns4 ,bd4 #ad4 ,s4 #ie-aad74 #gha 99,h4 ,stadler99 a4 a4 ,o4 #ghb ,des 99,nikolaos ,damaskenos994 #ghc 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #dj4 ,anzuerkennen waren jedoch die ,verdienste der ,araber um die ,botanik4 7,bem4 von 99,e4 ,wiedemann9947 #ghd 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 #ghe ,auch nach 99,warburg99 7,berichte der ,deutschen botan4 ,gesellschaft4 #aija4 ,s4 #aec7 hat das ,mittelalter weder fr die wissenschaftliche1 noch fr die angewandte ,botanik neue ,bahnen erschlossen1 wenn auch die ,araber auf dem ,gebiete der ,heilmittellehre manche neue ,tatsache fanden4 #ghf ,nach 99,h4 ,stadler991 ,albertus ,magnus von ,cln als ,naturforscher und das ,klner ,autogramm seiner ,tiergeschichte4 ,leipzig #aijh4 ,nach der ,klner ,handschrift1 welche nach 99,stadler99 von den vorhandenen ,handschriften die beste ist1 hat der ,genannte eine ,ausgabe der ,tiergeschichte des 99,albertus ,magnus99 veranstaltet3 ,albertus ,magnus1 ,de animalibus libri ,,xxvi4 ,nach der ,clner ,urschrift4 ,erster ,band1 ,buch ,i-,,xii enthaltend4 ,mnster i4 ,w41 ,aschendorff4 #aiaf4 #ghg ,die 99,albertus ,magnus99 zugeschriebenen1 eigentlich alchemistischen ,werke sind nach 99,e4 v4 ,lippmann99 als ,flschungen zu betrachten4 #ghh 99,kopp991 ,beitrge z4 ,geschichte der ,chemie4 #c1 #fd u4 f4 #ghi ,das ,geburtsjahr steht nicht fest4 ,die ,angaben schwanken zwischen #abaj und #abad4 ,doch nimmt man wohl meist #abad an4 7,feier in ,oxford #aiad4 ,vgl4 ,die ,roger ,bacon-,commem447 #gij 99,sebastian ,vogl991 ,die ,physik ,roger ,bacons4 ,inaug4-,dissertation4 ,erlangen #aijf4 #gia ,von 99,peregrinus99 ist noch eine ,schrift ber den ,magneten erhalten4 99,peregrinus99 unterschied die ,pole des ,magneten und wies die ,anziehung der ungleichnamigen ,pole nach4 #gib 99,gerbert99 war in ,frankreich geboren4 ,er besuchte die arabischen ,hochschulen in ,sevilla und ,cordova und wurde im ,jahre #iii zum ,papst gewhlt2 als solcher fhrte er den ,namen 99,sylvester ,,ii499 #gic 99,vogl99 a4 a4 ,o4 #gid ,epistola de secretis artis et naturae operibus atque nullitate magiae4 #abfj4 ,eine ,ausgabe dieser ,schrift erschien im ,jahre #aedb in ,paris4 ,ausfhrlich ber 99,bacon99 handelt 99,siebert991 ,roger ,bacon1 sein ,leben und seine ,philosophie4 ,marburg #ahfa4 #gie 99,bacon991 ,opus tert4 cap4 #dc4 ,siehe auch 99,k4 ,werner991 ,die ,kosmologie und allgemeine ,naturlehre des ,roger ,baco4 ,wien #ahgi4 #gif ,opus majus cap4 #a4 #gig ,opus majus cap4 #ac4 #gih 99,vogl991 ,die ,physik ,roger ,bacons4 #gii 99,bacon99 erklrt die ,frderung des geistigen und materiellen ,wohlseins als ,zweck smtlicher ,wissenschaften4 ,doch gibt es nach 99,bacon99 ein noch hheres ,ziel1 das er in dem ,wort ausspricht3 ,humana nihil valent nisi applicentur ad divina 7,opus majus p4 #ajh74 #hjj 99,dring991 ,die beiden ,bacon 7,archiv fr ,geschichte der ,philosophie4 #aijd4 ,s4 #cda74 #hja 99,clemens99 ,,iv4 #hjb ,eine ,neuausgabe veranstaltete 99,j4 ,h4 ,bridges994 ,london #ahig-aiji4 #c ,bnde4 ,das ,werk enthlt den lateinischen ,text und eine ausfhrliche ,analyse jedes ,kapitels in englischer ,sprache1 ferner eine ,einleitung ber das ,leben und die ,bedeutung 99,bacons994 ,eine ltere unzuverlssige ,ausgabe wurde von 99,jebb99 7,london #agcc7 herausgegeben4 ,zur ,feier des #gjj4 ,geburtstags 99,bacons99 erschien #aiad ein ,erinnerungsband1 der ,abhandlungen ber 99,bacons99 wissenschaftliche ,ttigkeit und ,bedeutung enthlt 7,oxford1 ,clarendon press1 #aiad74 ,genannt seien3 99,f4 ,picavet99 7,paris71 ,la place de ,roger ,bacon parmi les philosophes du ,,xiiie sicle4 -- 99,e4 ,smith99 7,new ,york71 ,the place of ,r4 ,bacon in the history of mathematics4 -- 99,e4 ,wiedemann99 7,erlangen71 ,r4 ,bacon und seine ,verdienste um die ,optik4 -- 99,pierre ,duhem99 7,bordeaux71 ,roger ,bacon et l'horreur du vide4 -- 99,pattison ,muir99 7,cambridge71 ,roger ,bacon1 his relations to alchemie and chemistry4 #hjc ,visio non completur in oculis1 sed in nervo heit es bei ihm 7,opus majus ,v cap4 #b74 #hjd ,die ,brennkugel erwhnen schon 99,aristoteles99 und 99,plinius994 #hje 99,j4 ,wrschmidt991 ,roger ,bacons ,art des wissenschaftlichen ,arbeitens1 dargestellt nach seiner ,schrift ,de speculis 7,roger ,bacon ,commemoration ,essays ,,ix74 #hjf ,sine experientia nihil sufficienter sciri potest4 #hjg ,opus majus ,,iv cap4 #c4 #hjh ,ein ,wort1 das lebhaft an 99,kants99 spteren1 oft zitierten ,ausspruch erinnert4 #hji ,de secretis operibus artis et naturae1 cap4 #d4 #haj ,als ,erfinder wird ein 99,salvino degli ,armati99 in ,florenz genannt4 ,nach anderer ,nachricht ist 99,alexander de ,spina99 als ,erfinder der ,brillen zu betrachten4 ,beide ,angaben sind unrichtig4 ,soviel ist jedoch sicher1 da die ersten ,brillen in ,italien gemacht wurden und da dies gegen das ,ende des #ac4 ,jahrhunderts geschah 799,wilde991 ,optik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #if74 ,da der geschliffene ,smaragd1 mittels dessen 99,nero99 die ,zirkusspiele besah1 ein ,spiegel war1 hat schon 99,lessing99 nachzuweisen gesucht3 99,lessing991 ,antiquarische ,briefe4 #de4 ,die ,erzhlung kommt bei 99,plinius99 vor 7,nat4 hist4 ,,xxxvii4 ,s4 #hd4 ,sillig74 #haa ,sie werden neuerdings als nicht echt betrachtet 799,e4 v4 ,lippmann9974 #hab ,nach einer ,untersuchung von 99,h4 ,w4 ,l4 ,hime99 7,r4 ,b4 ,essays1 ,oxford #aiad7 hat er aus ,salpeter1 ,kohlenpulver und ,schwefel eine explosible ,mischung wohl zufllig hergestellt und die ,explosion des ,gemisches beobachtet4 ,die ,zusammensetzung des ,gemisches hat er anagrammatisch mitgeteilt1 wohl um das ,geheimnis nicht allgemein zugnglich zu machen und ,schwierigkeiten bei der kurz zuvor gegrndeten ,inquisition wegen dieser gefhrlichen ,kunst zu vermeiden4 799,j4 ,wrschmidt991 ,mon4-,hefte f4 d4 nat4 ,unterr4 #aiae1 #bfd47 #hac ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 ist dies jedoch nicht zutreffend4 #had ,die ,feuerwaffe wurde sehr wahrscheinlich in ,deutschland erfunden4 ,ihr ,erfinder ist nicht bekannt4 ,sicher ist nur1 da sich die neue ,erfindung im #ad4 ,jahrhundert schnell durch ganz ,europa bis nach ,asien verbreitete4 99,ariost99 wtet im ,orlando furioso gegen die verruchte1 dumme ,teufelskunst1 von der er sagt3 ,durch dich ging jeder ,waffenruhm verloren1 ,die ,ritterehre ward zum eitlen ,dunst6 #hae ,das ,buch war eine der ,enzyklopdien des ,mittelalters4 ,es entstand im ,anfang des #ae4 ,jahrhunderts4 99,columbus99 wurde dadurch mit der ,ansicht des 99,aristoteles99 und des 99,strabon99 bekannt1 da die ,ostkste ,asiens durch eine ,fahrt nach ,westen zu erreichen sein msse4 #haf 99,tschackert991 ,peter von ,ailly4 ,gotha #ahgg4 ,s4 #cce4 #hag ,siehe 99,k4 ,werner991 ,die ,kosmologie und allgemeine ,naturlehre des ,roger ,baco4 ,wien #ahgi4 #hah ,seit die ,inquisition ihre ,ketzerverfolgungen anfing und seit fanatische ,pfaffenwut alle selbstndigen ,gedanken auszurotten trachtete1 fielen vier ,jahrhunderte lang zahlreiche ,schlachtopfer in ganz ,europa4 99,m4 ,carrierre991 ,die philosophische ,weltanschauung der ,reformationszeit4 ,stuttg4 #ahdg4 ,s4 #hg4 #hai ,nheres ber 99,pico von ,mirandola99 siehe bei 99,m4 ,carrierre991 ,die philosophische ,weltanschauung der ,reformationszeit4 #ahdg4 #hbj ,es wurde #ahfb nach den ,handschriften von 99,fr4 ,pfeiffer99 verffentlicht4 ,die neueste auszugsweise ,bearbeitung rhrt von 99,h4 ,schulz99 her3 99,conrad von ,megenberg991 ,das ,buch der ,natur4 ,die erste ,naturgeschichte in deutscher ,sprache4 ,in neuhochdeutscher ,sprache bearbeitet und mit ,anmerkungen versehen von 99,h4 ,schulz994 ,greifswald #ahig4 #hba ,es sind noch zahlreiche ,handschriften vorhanden1 so in ,breslau1 ,wolfenbttel1 ,gotha1 ,paris1 ,london usw4 ,siehe 99,carus991 ,geschichte der ,zoologie4 ,s4 #bad4 ber das ,verhltnis 99,konrads von ,megenbergs99 zu 99,thomas99 schreibt 99,h4 ,stadler99 bei der ,besprechung der ersten ,auflage dieses ,werkes in den ,neuen ,jahrbchern f4 d4 klass4 ,altert4 #aiaa4 ,s4 #hf3 ,es ist natrlich bei 99,konrad von ,megenberg99 nicht an eine direkte ,benutzung des 99,aristoteles991 99,galen991 99,plinius99 oder gar des 99,theophrast991 den kein mittelalterlicher ,autor wirklich kennt1 zu denken1 sondern alle diese ,autorenzitate 99,megenbergs99 stammen aus 99,thomas von ,cantimpr994 ,es existieren neben den vollstndigen ,handschriften 7in ,paris und ,mnchen7 des ,werkes dieses ,autors gekrzte4 ,eine ,handschrift letzterer ,form bersetzte 99,konrad99 und fgte gelegentlich eine naive ,kritik1 eine erweiterte ,moralisation und auch einige wenige sachliche ,bemerkungen hinzu4 #hbb ,da es eine groe ,verbreitung fand1 beweisen die zahlreichen ,handschriften1 die sich noch heute besonders in ,sddeutschland finden4 ,auch erschien es bis #aejj sechsmal im ,druck4 99,megenbergs99 ,buch der ,natur ist eine bersetzung des 99,thomas von ,cantimpr99 und darf nicht als selbstndige ,arbeit betrachtet werden 799,h4 ,stadler991 99,albertus ,magnus991 99,thomas von ,cantimpr99 und 99,vinzenz von ,beauvais991 ,natur und ,kultur4 #aijf4 ,s4 #hf-ij74 #hbc ,siehe ,ausgabe von 99,schulz991 ,vorrede4 ,,vi4 #hbd 99,j4 ,burkhardt991 ,die ,kultur der ,renaissance in ,italien4 99,derselbe991 ,geschichte der ,renaissance in ,italien4 #hbe 99,giorgio ,vasari991 ,vite di pi eccellente pittori1 scultori ed architetti4 ,florenz #aeej4 ,dasselbe deutsch #ahcb-ahdi4 #f ,bnde4 #hbf 99,w4 ,goetz991 ,mittelalter und ,renaissance4 ,historische ,zeitschrift4 ,bd4 #ih 7#aijg74 ,s4 #cj4 #hbg 99,w4 ,goetz99 a4 a4 ,o4 ,s4 #ej4 #hbh 99,g4 ,voigt99 im ,vorwort zu seinem ,werke3 ,die ,wiederbelebung des klassischen ,altertums4 ,berlin #ahei4 #hbi 99,ranke991 ,deutsche ,geschichte im ,zeitalter der ,reformation4 ,bd4 ,i4 ,s4 #agd u4 f4 #hcj ,siehe auch 99,libri991 ,histoire des sciences mathmatiques en ,italie4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #agc4 #hca 99,g4 ,voigt991 ,die ,wiederbelebung des klassischen ,altertums4 ,berlin #ahei4 #hcb 99,g4 ,voigt99 nach 99,benvenuti ,insolensis99 ,comment4 in 99,dantes99 ,comoed4 #hcc ,auch unter dem ,namen 99,enea ,silvio99 bekannt4 #hcd 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bgg4 #hce 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bia4 #hcf 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #cad4 #hcg 99,lange991 ,geschichte des ,materialismus4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ahi4 #hch 99,j4 ,ranke991 ,die ,geschichte des ,zeitalters d4 ,reformation4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #d4 #hci 99,a4 ,harnack991 ,geschichte d4 ,akademie d4 ,wissensch4 zu ,berlin4 ,s4 #c4 #hdj 99,a4 ,harnack99 a4 a4 ,o4 ,s4 #c4 #hda ,das ,lob der ,narrheit 7,encomium moriae7 fand in 99,holbein99 einen seiner ,bedeutung wrdigen ,illustrator4 #hdb 99,ranke99 a4 a4 ,o4 ,s4 #agh4 #hdc ,das ,wort1 mit dem 99,hutten99 sein ,denkschreiben an den ,humanisten 99,pirkheimer99 schlo4 #hdd 99,peschel991 ,geschichte der ,erdkunde4 #ahgg4 ,s4 #chf4 #hde ,auf dem ,konzil zu ,basel im ,jahre #adcg4 #hdf ,das ,original der ersten gedruckten ,karte von ,deutschland befindet sich im ,germanischen ,museum in ,nrnberg4 ,die ,karte 7#adia7 rhrt von 99,nicolaus von ,cusa99 her4 ,die erste in ,holz geschnittene ,karte 7,weltkarte7 stammt aus dem ,jahre #adge4 #hdg ,de docta ignorantia4 ,,ii4 #a u4 #b4 #hdh ,nach diesem ,system wurde der ,erde eine dreifache ,bewegung beigelegt1 diejenige um ihre ,achse1 um zwei im quator befindliche ,pole und die ,bewegung um die ,weltpole4 #hdi ber 99,nicolaus von ,cusa99 und seine ,beziehungen zur mathematischen und physischen ,geographie uert sich 99,gnther99 in den ,jahrbchern ber die ,fortschritte der ,mathematik 7,jahrg4 #ahii7 mit folgenden ,worten3 ,er zertrmmerte die ,kristallsphren der ,griechen1 verkndete die ,wesensgleichheit der ,erde mit anderen ,weltkrpern1 lehrte die ,bewegung der ,erde und entwarf als erster unter den ,neueren eine ,landkarte in richtigem geometrischen ,netz4 #hej 99,max ,jacobi991 ,das ,weltgebude des ,kardinals ,nicolaus von ,cusa4 ,ein ,beitrag zur ,geschichte der ,naturphilosophie und ,kosmologie in der ,frhrenaissance4 ,berlin #aijd4 #hea ,de staticis experimentis dialogus4 #heb 99,vasari994 #hec 99,lindner991 ,weltgeschichte4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bhh4 #hed ,er schuf den ,kanal von ,martesano1 welcher den ,tessin mit der ,adda verbindet4 #hee 99,libri991 ,histoire des sciences mathmatiques en ,italie4 ,t4 ,,iii4 99,dhring991 ,kritische ,geschichte der allgemeinen ,prinzipien der ,mechanik4 ,berlin #ahgc4 ,s4 #ab ff4 #hef ,vgl4 99,h4 ,grothe991 ,leonardo da ,vinci als ,ingenieur und ,philosoph4 ,berlin #ahgd4 #heg 99,h4 ,wieleitner991 ,das ,gesetz vom freien ,fall in der ,scholastik1 bei ,descartes und ,galilei4 ,mitteilungen zur ,gesch4 d4 ,medizin u4 d4 ,naturwiss4 ,nr4 #eh4 ,s4 #dhh4 #heh ,siehe auch 99,fritz ,schuster991 ,zur ,mechanik ,leonardo da ,vincis 7,hebelgesetz1 ,rolle1 ,tragfhigkeit von ,stndern und ,trgern74 ,in4-,diss4 ,erlangen #aiae4 #aec ,seiten4 #hei ,siehe auch 99,e4 v4 ,lippmann99 in der ,zeitschrift f4 ,naturwissensch4 #gb4 ,bd4 ,s4 #bia4 ,siehe auch dessen ,abhandlungen u4 ,vortrge4 #hfj ,eine ,zusammenstellung der wichtigsten ,stze aus dem groen1 von der franzsischen ,akademie herausgegebenen ,manuskriptenwerk 99,lionardo da ,vincis99 hat 99,marie ,herzfeld99 unter dem ,titel ,leonardo da ,vinci1 der ,denker1 ,forscher und ,poet herausgegeben4 ,jena #aijf4 ,das ,buch 99,m4 ,herzfelds99 enthlt #gde ,notizen 99,lionardos991 die nach bestimmten ,gesichtspunkten geordnet sind3 ber die ,wissenschaft2 ,von der ,natur1 ihren ,krften und ,gesetzen2 ,sonne1 ,mond und ,erde2 ,menschen1 ,tiere und ,pflanzen2 ,philosophische ,gedanken2 ,aphorismen1 ,allegorien2 ,entwrfe zu ,briefen2 ,allegorische ,naturgeschichte2 ,fabeln2 ,schne ,schwnke2 ,prophezeiungen4 ,bei jeder ,notiz ist auf die betreffende ,manuskriptstelle hingewiesen4 #hfa ,auch gegen die alchemistischen ,bestrebungen wendet sich 99,lionardo994 #hfb ,manuskript ,a4 ,fol4 #bb v4 #hfc ,siehe 99,f4 ,m4 ,feldhaus991 ,leonardo1 der ,techniker u4 ,erfinder4 ,e4 ,diederichs1 ,jena #aiac4 ,mit #i ,tafeln und #aca ,abbildungen im ,text4 ,s4 #aah4 #hfd 99,l4 ,darmstdter991 ,handbuch zur ,geschichte der ,naturwissenschaften u4 der ,technik4 ,berlin #aijh4 ,s4 #acf4 ,dort wird das ,jahr #affg als das ,jahr der ,erfindung angegeben4 #hfe ,siehe 99,f4 ,m4 ,feldhaus991 ,leonardo1 der ,techniker und ,erfinder4 #hff ,durch 99,lenormand99 im ,jahre #aghc4 #hfg 99,e4 v4 ,lippmann991 da ,vinci 7,abhandl4 u4 ,vortr4 #aijf4 ,s4 #cdf74 #hfh ,eingehender handelt von der ,anatomie des ,lionardo da ,vinci 99,m4 ,roth99 im ,archiv fr ,anatomie u4 ,physiologie4 ,jahrg4 #aijg4 ,anat4 ,abteil4 ,suppl4-,bd4 ,s4 #a-abb4 #hfi ,mit den biologischen ,kenntnissen und ,anschauungen 99,lionardo da ,vincis99 befat sich 99de ,toni99 in seiner ,schrift ,la ,biologia in ,leonardo da ,vinci4 ,discorso letto nell' adunanza solenne del ,r4 ,istituto ,veneto1 il #bd maggio #aijc4 99,de ,toni99 erblickt den ,ausgang der zahllosen ,studien 99,lionardos99 in der ,knstlernatur1 die sich in die ,gegenstnde vertieft1 um sie der ,wirklichkeit entsprechend darzustellen4 ,in 99,lionardos99 anatomischen ,tafeln sind nach 99de ,toni99 die ,muskeln stellenweise so genau abgebildet1 wie in den besten modernen ,werken4 ,das gleiche ,thema behandelt 99,m4 ,holl99 in der ,inaugurationsrede ,ein ,biologe aus der ,wende des #ae4 ,jahrhunderts4 ,graz #aije4 99,holl99 weist besonders auf die methodischen ,grundstze 99,lionardos99 hin und erwhnt als solche seine vergleichende ,methode1 die ,anwendung des ,experiments1 die ,bezugnahme auf die ,funktionen des ,organismus und die ,altersvernderung der ,organe usw4 #hgj ,im ,laokoon und in den ,briefen antiquarischen ,inhalts4 #hga ,les manuscrits de 99,lonard de ,vinci994 ,paris #ahha4 #hgb ,manuskript ,f4 ,fol4 #fi4 #hgc ,manuskript ,,ca4 ,fol4 #aijv4 #hgd 99,gerland99 u4 99,traumller991 ,abb4 #ajj4 #hge ,manuskript ,,ca4 ,fol4 #cdev4 in der bersetzung von 99,m4 ,herzfeld99 auf ,s4 #db4 #hgf ,nach 99,e4 ,wiedemann99 hat 99,lionardo da ,vinci99 sehr viel von den ,arabern bernommen und ist sein schriftlicher ,nachla zum groen ,teile eine ,sammlung von ,notizen4 #hgg ,manuskript ,e4 ,fol4 #ee v4 #hgh 99,max ,jacobi991 ,nicolaus von ,cusa und ,lionardo da ,vinci1 zwei ,vorlufer des ,nicolaus ,coppernicus4 ,altpr4 ,monatsschr4 ,bd4 #ci4 ,heft #c u4 #d4 #hgi ,einen ,vorlufer besa 99,peurbach99 in 99,johann von ,gmunden99 7#achj bis #addb71 der vor 99,peurbach99 an der ,wiener ,hochschule lehrte und wohl als der ,vater der deutschen ,astronomie bezeichnet wurde4 ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 erhob die ,universitt ,protest gegen diese erstmalige ,einrichtung einer ,professur fr ,mathematik4 ,dieser ,protest wurde aber durch den einsichtigen ,kaiser 99,maximilian99 ,i4 abschlgig beschieden4 #hhj 99,alfons ,x4 von ,kastilien99 hatte um #abej die ptolemischen ,planetentafeln durch neue ,tafeln ersetzen lassen4 #hha 99,repsold991 ,zur ,gesch4 der astronomischen ,mewerkzeuge4 ,w4 ,engelmann1 ,leipzig #aijg4 ,abt4 #g4 -- ,vgl4 hierzu 99,gerbert99 799,j4 ,wrschmidt991 ,archiv f4 ,gesch4 d4 ,math4 #aiai71 der gleichfalls sich des ,quadratum geometr4 bediente4 ,er hatte es zweifellos von den ,arabern bernommen4 #hhb ,die ,anregung empfing 99,peurbach99 durch den groen ,humanisten 99,bessarion99 7um #aejj71 durch dessen ,vermittlung zahlreiche ,werke aus ,konstantinopel nach ,italien gelangten4 #hhc ,es handelt sich um einen kleinen ,ort dieses ,namens in ,unterfranken4 #hhd ,so berichtet 99,doppelmayr99 in seinem ,werk ,historische ,nachrichten von den ,nrnberger ,mathematicis und ,knstlern4 #agcj4 ,s4 #bb4 #hhe ,siehe 99,doppelmayr99 a4 a4 ,o4 #hhf ,ein mit ,gradteilung und ,dioptern versehener ,ring1 in dem sich eine drehbare1 gleichfalls mit ,dioptern versehene ,scheibe befindet4 ,eine derartige ,vorrichtung wurde schon von 99,hipparch99 zum ,messen von ,winkeln benutzt4 #hhg 99,montucla991 ,histoire des mathmat4 ,paris4 ,an ,,vii4 ,tome ,i4 p4 #cjg4 #hhh 99,repsold991 ,zur ,gesch4 der astronomischen ,mewerkzeuge4 ,w4 ,engelmann1 ,leipzig #aijg4 ,als ,erfinder des ,jakobsstabes gilt der ,astronom 99,levi ben ,gerson994 ,er hat dadurch 7#acbe7 ein bequemes ,mittel fr ,ortsbestimmungen auf ,see geschaffen4 #hhi 99,breusing99 in der ,zeitschrift fr ,erdkunde4 ,berlin #ahfh4 ber 99,behaims99 ,globus1 sowie andere ,globen aus dem ,zeitalter der groen ,entdeckungsreisen siehe3 99,matteo ,fiorini991 ,erd- und ,himmelsgloben1 ihre ,geschichte und ,konstruktion2 frei bearbeitet von 99,s4 ,gnther994 ,leipzig #ahie4 ,kapitel ,v4 ,globen fertigten auch schon die ,araber an1 z4 ,b4 99,edrisi99 im #ab4 ,jahrhundert4 #hij ,eine ,abbildung enthlt das ,werk von 99,ghillany993 ,geschichte des ,seefahrers ,m4 ,behaim4 ,nrnberg #ahec4 #hia ,plastische ,darstellungen der ,erde fertigte man brigens auch schon im ,altertum an 7s4 99,peschels99 ,gesch4 d4 ,erdk4 #ahgg4 ,s4 #ea71 und die ,araber stellten ,himmelsgloben her4 #hib 99,pierre d',ailly99 799,petrus de ,alliaco997 lebte von #acej bis #adbj4 ,er war ein hoher kirchlicher ,wrdentrger4 ,in seinem ,weltbuch 7,imago mundi7 findet sich die antike1 von 99,roger ,bacon99 wiederholte ,ansicht1 ,asien erstrecke sich so weit nach ,osten1 da seine ,kste von ,spanien aus in wenigen ,tagen zu erreichen sei 799,tschackert991 ,peter von ,ailly4 ,gotha #ahgg4 ,s4 #cce74 #hic 99,doppelmayr991 ,historische ,nachrichten von den ,nrnberger ,mathematikern und ,knstlern4 #agcj4 #hid 99,e4 ,f4 ,apelt991 ,die ,reformation der ,sternkunde von ,n4 v4 ,cusa bis auf ,kepler4 ,jena #aheb4 ,s4 #eh4 99,behaims99 ,verdienst um die ,entwicklung und die bermittelung der wissenschaftlichen ,nautik wird heute geringer eingeschtzt4 ,siehe die ,mitteilungen z4 ,geschichte d4 ,medizin u4 d4 ,naturwiss4 ,nr4 #fj4 ,s4 #ba4 #hie 99,e4 ,meyer991 ,geschichte d4 ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bee4 ,zoologische ,grten finden sich schon bei den ,arabern 799,e4 ,wiedemann9974 #hif ,der ,leydener ,garten wurde #aegg1 der ,heidelberger #aeic eingerichtet4 #hig 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bgc1 ist geneigt1 den ,italiener 99,luca ,ghini991 der in ,bologna lehrte1 als den ,erfinder der ,herbarien zu betrachten4 ,in ,leyden ist noch ein ,herbarium von 99,rauwolf99 vorhanden1 der #aegc in den ,orient reiste4 7,mitteilung von 99,e4 ,wiedemann9947 #hih 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bhd4 #hii ,es ist archivalisch festgestellt1 da der ,name 99,koppernigk99 lautete4 ,das ,titelblatt des #aedc in ,nrnberg gedruckten ,werkes enthlt zwar den ,namen 99,copernicus994 ,es scheint hier aber ein ,versehen des ,herausgebers 7,rheticus7 vorzuliegen4 ,die richtige ,schreibweise wrde 99,coppernicus99 oder 99,koppernikus99 lauten4 ,siehe 99,max ,jacobi991 ,koppernikus oder ,kopernikus4 ,artikel in der ,tglichen ,rundschau v4 #ad4 #h4 #aijg4 #ijj 99,apian99 lebte von #adie-aeeb4 ,er wurde von ,kaiser 99,karl ,v499 hoch geschtzt und verfertigte fr diesen eine ,maschine1 durch deren ,bewegung man den ,lauf der ,planeten darstellen konnte4 ,auch empfahl er dunkle ,glser zur ,beobachtung der ,sonne1 in der ,hoffnung1 auf diese ,weise den ,vorbergang von ,venus und ,merkur sehen zu knnen4 ,auch der ,vorschlag1 die ,monddistanzen zum ,bestimmen der geographischen ,lnge zu benutzen1 rhrt von 99,apian99 her 7,cosmographia #e74 #ija ,anspielung auf das 99,horaz99ische nonumque prematur in annum4 #ijb ,dem ,reformator1 sagt 99,schiaparelli99 7,die ,vorlufer des ,koppernikus im ,altertum1 ,s4 #hg71 der ein wesentlich neues ,weltschema zur ,geltung bringen wollte1 konnte es nicht gengen1 nur eine allgemeine ,idee auseinanderzusetzen1 sondern ihm fiel die ,pflicht zu1 seine ,idee bis zu demselben ,grade der ,vollendung auszuarbeiten1 bis zu dem 99,ptolemos99 die seinige gebracht hatte4 #ijc 99,nicolai ,copernici ,torinensis991 ,de revolutionibus orbium coelestium1 libri ,,vi4 ,eine bersetzung von 99,c4 ,l4 ,menzzer99 hat der ,koppernikus-,verein zu ,thorn im ,jahre #ahgi herausgegeben4 #ijd ,in dem ,bestreben1 die ungleichfrmig erscheinenden ,bewegungen der ,planeten auf gleichfrmige ,bewegungen zurckzufhren1 nahm man an1 diese ,himmelskrper beschrieben ,kreise1 deren ,mittelpunkt sich gleichzeitig der ,peripherie eines zweiten ,kreises entlang bewege2 die so entstandenen ,linien nennt man ,epizyklen4 #ije ,siehe ,s4 #ahj u4 f4 d4 ,bds4 #ijf 99,schiaparelli991 ,die ,vorlufer des ,koppernikus im ,altertum1 bersetzt von 99,m4 ,curtze994 #ijg ,die auerhalb des ,saturn befindlichen ,planeten ,uranus und ,neptun wurden erst #agha1 beziehungsweise #ahdf entdeckt4 #ijh ,die hierin liegende ,schwierigkeit wurde erst von 99,bessel99 gehoben1 der nachwies1 da die ,fixsterne in der ,tat infolge der jhrlichen ,bewegung der ,erde ihren ,ort1 wenn auch in sehr geringem ,mae1 verndern4 #iji ,die ,schrift galt lange als verschollen4 ,sie wurde erst im #ai4 ,jahrhundert wieder entdeckt und 7#ahgh7 herausgegeben4 ,nheres siehe in dem von 99,a4 ,kistner99 herrhrenden ,bd4 #ci von ,voigtlnders ,quellenbchern4 #iaj ,die ,drehung der ,erde wurde durch ,fallversuche1 sowie den 99,foucault99schen ,pendelversuch nachgewiesen1 whrend die ,fortbewegung im ,raume aus der ,aberration und der ,fixsternparallaxe geschlossen wurde4 #iaa ,anstatt #a 3 #di 3 #acjjjjj4 #iab ,in seiner1 sechs ,jahre nach dem ,tode des 99,koppernikus99 verffentlichten ,schrift ,initia doctrinae physicae #aedi 7,die ,anfangsgrnde der ,naturlehre7 beschuldigt 99,melanchthon99 den 99,koppernikus991 da er lediglich zur ,befriedigung seiner ,eitelkeit ,irrlehren1 die schon das ,altertum als bloe ,gedankenspiele erkannt habe1 verbreitete 799,l4 ,prowe991 ,nicolaus ,coppernicus4 ,bd4 ,i1 #b4 ,s4 #bcb74 ,in den spteren ,auflagen seiner ,naturlehre hat 99,melanchthon99 diesen ,vorwurf zwar abgeschwcht1 den ablehnenden ,standpunkt gegen die heliozentrische ,lehre aber beibehalten4 99,melanchthon99 lie sich von der berzeugung leiten1 da auch in den ,fragen der ,naturwissenschaft die ,bibel magebend sei4 ,siehe die ,abhandlung von 99,e4 ,wohlwill993 ,melanchthon und ,copernicus4 ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,med4 u4 d4 ,naturw4 #aijd4 ,s4 #bfj u4 f4 #iac ,die kirchliche ,behrde1 der das ,zensoramt oblag und die miliebige ,bcher auf den ,index1 d4 h4 das ,verzeichnis der verbotenen ,bcher setzte4 #iad 99,giordano ,bruno99 wurde zu ,nola im ,jahre #aedh geboren4 ,er durchwanderte lehrend ,europa1 geriet jedoch mit den herrschenden kirchlichen ,dogmen in ,widerspruch und wurde1 weil er nicht widerrufen wollte1 #afjj von der ,inquisition zu ,rom den ,flammen bergeben4 ,siehe 99,landsbeck991 ,bruno1 der ,mrtyrer der neuen ,weltanschauung4 ,leipzig #ahij4 #iae ,de ,immenso4 ,l4 ,,iii4 c4 #e4 #iaf ,wie klein erscheint 99,hegel99 dagegen1 der aus spekulativen ,grnden annahm1 da es nicht mehr als #g ,planeten geben 99knne994 #iag 99,dilthey991 ,g4 ,bruno und ,spinoza4 ,archiv der ,philosophie4 #ahid4 ,s4 #bfi u4 f4 #iah bersetzt von 99,kuhlenbeck99 #ahic4 #iai 99,breusing991 ,gerhard ,kremer1 genannt ,merkator1 der deutsche ,geograph4 ,duisburg #ahfi4 99,h4 ,averdunk99 und 99,j4 ,mller-,reinhard991 ,gerhard ,mercator und die ,geographen unter seinen ,nachkommen4 ,j4 ,perthes1 ,gotha #aiad4 ,,viii u4 #ahh ,s4 #ibj ,die ,kosmographie erschien #aedd in ,basel 7zuletzt #afbh74 ,sie kam auch lateinisch 7#aeej71 franzsisch1 italienisch usw4 heraus4 #iba ,professor der ,medizin und der ,astronomie in ,lwen2 lebte von #aece bis #aegg4 #ibb ,siehe 99,breusings99 zitierte ,schrift ,s4 #ce4 #ibc 99,philipp ,apian99 7#aeca-aehi71 ,sohn des ,astronomen 99,peter ,apian99 7zu deutsch 99,bienewitz9974 #ibd #aebf-aeih4 #ibe ,nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium emendata accommodata4 ,duisburgi mense ,augusto1 #aefi4 ,auf #h ,blttern1 im ganzen #a1bf m hoch und #b m breit4 ,die ,karte wurde nach den ,originalen in der ,stadtbibliothek zu ,breslau im ,jahre #ahia von der ,gesellschaft fr ,erdkunde in ,berlin herausgegeben4 #ibf 99,rumold ,mercator499 #ibg ,atlas sive cosmographicae meditationes de ,fabrica mundi et fabricati figura4 ,duysburgi ,clivorum #aeie4 #ibh ,in seiner ,schrift ber die geographische ,kunst4 #ibi ,die ,bedingung der ,konformitt aufgestellt zu haben1 gilt gewhnlich als ein ,verdienst 99,lamberts99 7siehe a4 a4 ,st474 99,mercator99 spricht sie aber fast mit denselben ,worten aus4 ,die ,bedingung der ,konformitt ist dann erfllt1 wenn das ,verhltnis zwischen den ,breiten- und ,lngengraden berall auf der ,karte gewahrt bleibt4 #icj 99,maurolykus991 ,de lumine et umbra4 ,venedig #aege4 #ica ,die ,erklrung des 99,maurolykus99 beruht gleichfalls auf der geradlinigen ,fortpflanzung des ,lichtes2 jeder ,punkt der ffnung wird dabei als die ,spitze eines von der ,sonne ausgehenden ,strahlenkegels betrachtet1 der auf der andern ,seite der ffnung seine ,fortsetzung findet4 #icb 99,j4 ,p4 ,portae ,neapolitani991 ,magia naturalis4 #aeec 7nicht mehr vorhanden74 #aefj4 #aehi4 #icc ,eine ,beschreibung der schon viel lteren ,lochkamera findet sich auch bei 99,lionardo da ,vinci994 ,sie lautet3 ,wenn die ,bilder von beleuchteten ,gegenstnden durch ein kleines ,loch in ein sehr dunkles ,zimmer fallen1 so sieht man diese ,bilder im ,innern des ,zimmers auf weiem ,papier1 das in einiger ,entfernung von dem ,loche aufgestellt ist1 in voller ,form und ,farbe4 ,sie sind aber in der ,gre verringert und stehen auf dem ,kopfe4 ,die ,umkehrung des ,bildes leitete 99,lionardo da ,vinci99 ganz richtig von dem ,gang der ,lichtstrahlen ab4 ,von frheren abendlndischen ,gelehrten haben sich 99,vitello991 99,peckham99 und 99,roger ,bacon99 mit der ,abbildung der ,sonne durch verschieden gestaltete ffnungen beschftigt2 im #ad4 ,jahrhundert hat sich 99,levi ben ,gerson99 der ,camera obscura zu ,beobachtungen bei ,sonnen- und ,mondfinsternissen bedient1 99,maurolykus99 im #ae4 ,jahrhundert eine gengend richtige ,abbildung der ,sonne durch eine enge ffnung gegeben4 ,von den arabischen ,gelehrten hat schon 99,alkindi99 7#gej-hjj7 den ,strahlengang fr den ,fall der ,lochkamera untersucht1 dann haben der groe 99,ihn al ,haitam99 und sein ebenfalls bedeutender ,kommentator 99,kaml al ,dn99 die ,theorie ausfhrlich entwickelt4 799,j4 ,wrschmidt991 ,zeitschr4 f4 math4 u4 naturwiss4 ,unters4 #aiae1 #dff47 #icd 99,w4 ,schmidt991 ,heron von ,alexandrien im #ag4 ,jahrhundert4 ,in den ,abhandlungen z4 ,gesch4 d4 ,mathem4 #h4 ,heft 7#ahih74 ,s4 #aie4 #ice 99,porta991 ,pneumaticorum libri tres4 ,neapoli #afja4 #icf ,seine ,vorrichtung1 mit ,hilfe gespannter ,dmpfe ,wasser zu heben1 kann noch nicht als ,dampfmaschine bezeichnet werden4 ,auerdem ist es zweifelhaft1 ob 99de ,caus99 ein ,franzose oder ein ,deutscher war4 #icg 99,gilbert991 ,de magnete4 ,i1 #a4 ,von dem ,deutschen 99,georg ,hartmann99 7#adhi-aefd7 rhrt eine noch ltere1 aber ganz ungenaue ,beobachtung der ,inklination her 7#i ,grad anstatt etwa #gj ,grad74 #ich ,deliciae physico-mathematicae4 ,nach dem ,tode 99,schwenters99 erschienen4 ,eine bersetzung rhrt von 99,harsdrffer99 her4 #ici ,a4 a4 ,o4 #c4 ,teil ,,xix4 #idj ,a4 a4 ,o4 #aa4 ,teil ,,xviii4 #ida ,dieses ,holz hatten ,jesuiten in ,mexiko kennen gelernt2 es wurde ,nierenholz 7lignum nephriticum7 genannt1 weil man es gegen ,nieren- und ,blasenkrankheiten anwandte4 ,ausfhrlicher hat 99,g4 ,berthold99 ber die ,geschichte der ,fluoreszenz in 99,poggendorffs99 ,annalen der ,physik und ,chemie1 ,bd4 #aeh 7#ahgf7 ,s4 #fbj1 berichtet4 ,danach rhrt die lteste ,nachricht ber die ,fluoreszenz eines ,aufgusses des lignum nephriticum von 99,monardes99 7#af4 ,jahrh47 her4 ,auch 99,boyle991 99,grimaldi991 99,newton99 und andere haben sich mit dem ,phnomen beschftigt4 99,newton99 hat zuerst den ,aufgu in homogenem ,lichte untersucht4 ,eingehender geschah dies durch 99,e4 ,wnsch99 7,versuche und ,beobachtungen ber die ,farben4 ,leipzig #agib74 ,bei 99,musschenbroek99 findet sich die ,bemerkung1 da ,erdl dieselbe ,erscheinung zeige wie der ,aufgu des ,nierenholzes 7,introductio ad philos4 nat4 #agfb4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #gci74 99,goethe99 beschrieb sie an dem ,aufgu der frischen ,rinde der ,rokastanie 7,nachtrge zur ,farbenlehre4 ,nr4 #aj74 ,da indessen die ,erklrung dieser ,erscheinung nicht gelang1 geriet sie in ,vergessenheit1 bis sie um die ,mitte des #ai4 ,jahrhunderts zum ,gegenstande sehr eingehender ,experimentaluntersuchungen gemacht wurde4 7,siehe ,bd4 ,,iv47 #idb ,sie soll um #afcj erfolgt sein4 #idc ,siehe 99,wilde991 ,geschichte der ,optik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #bid4 #idd ,schon im #ac4 ,jahrhundert versuchte der ,deutsche 99,jordanus ,nemorarius991 mechanische ,probleme auf dynamischem ,wege zu lsen 7,liber ,jordani ,nemorarii de ponderibus4 ,herausgegeben von 99,peter ,apian991 #aecc74 ,nheres siehe 99,gerland99 und 99,traumller991 ,geschichte der physikalischen ,experimentierkunst4 ,leipzig1 ,w4 ,engelmann4 #ahii4 ,s4 #gh u4 f4 #ide 99,tartaglia991 ,nuova scienza 7,venedig #aecg74 #idf ,nach 99v4 ,lippmann994 #idg ,dies geschah im ,jahre #adbc4 #idh brigens betrieb ,karl ,,vii4 von ,frankreich1 dem die ,englnder den ,thron zugunsten ihres ,knigs ,heinrich ,,vi4 streitig machten1 dieselbe ,art von ,falschmnzerei4 ,siehe auch 99,h4 ,schelenz993 ,hermes und seine ,kunst1 ,alchemie in ,england4 ,pharmazeutische ,post4 ,wien #aijb4 ,nr4 #f4 ,danach wurde im ,jahre #addj einer englischen ,firma sogar das ,privileg zur ,herstellung von knstlichem ,gold gegeben4 ,doch sank dadurch der ,wert der englischen ,goldmnzen um die ,hlfte4 ,nach 99v4 ,lippmann99 handelte es sich um geflschte ,mnzen4 #idi ,es lehrte1 sagt 99,chamberlain99 treffend1 schrfer beobachten1 verdoppelte die ,erfindungsgabe1 flte die khnsten ,hypothesen ein und schenkte endlose ,ausdauer und ,todesverachtung 799,chamberlain991 ,grundlagen4 ,s4 #gef74 #iej ,siehe in 99v4 ,lippmanns99 ,werk ,die ,alchemie 7#aiai7 den ,abschnitt1 der von der ,alchemie nach #acjj handelt 7,s4 #die u4 f474 #iea ,vereinzelt selbst bis ins #ai4 ,jahrhundert4 ,so entstand #ahid in ,paris eine ,socit hermtique und bald darauf eine ,socit alchimique4 ,fristeten diese ,regungen ihr ,dasein immer wieder durch ihre ,verbindung mit ,mystik und ,okkultismus1 so erhielten sie neue ,nahrung durch die ,umwandlungen1 die man am ,radium und den radioaktiven ,stoffen entdeckte4 #ieb ,besonders die ,studien 99,sudhoffs994 #iec ,siehe 99,f4 ,strunz991 ,theophrastus ,paracelsus1 sein ,leben und seine ,persnlichkeit4 ,ein ,beitrag zur ,geistesgeschichte der deutschen ,renaissance4 ,leipzig1 ,e4 ,diederichs4 #aijc4 #ied ,siehe 99,e4 ,sudhoffs99 ,bericht ber die neuesten ,wertungen 99,hohenheims99 in den ,mitteil4 z4 ,gesch4 d4 ,medizin u4 ,naturwiss4 #aijd4 ,s4 #dge4 #iee ,im ,druck erschien es zuerst #adic und zuletzt in ,basel in fnf ,bnden #aebc1 also kurz bevor 99,paracelsus99 dort auftrat4 #ief ,voll ,selbstbewutsein sprach er einst das ,wort3 ,englnder1 ,franzosen1 ,italiener1 ihr mir nach1 nicht ich euch6 #ieg 99,strunz99 a4 a4 ,o4 #ieh ber die ,anfnge des ,apothekenwesens im frhen ,mittelalter siehe ,s4 #bid d4 ,bds4 #iei ,es wurde im ,jahre #aeje verffentlicht4 ,der ,titel lautet3 ,ein wolgeordnet v nutzlich bchlin wie man ,bergwerck schen und finden sol _/ von allerley ,metall _/ mit seinen figuren _/ nach gelegenheyt1 des gebijrges _/ artlych angezeygt _/ ,mit anhangenden ,bercknamen _/ den anfahenden ,bergleuten vast dienstlich4 ,in dem ,buch spricht ,daniel der ,bergner stendig _/ zum jungen ,knappjo4 ,einen ,abdruck dieses seltenen ,werkes hat die ,zeitschrift fr ,bergrecht in ,band ,,xxvi gebracht4 ,siehe die ,besprechung von 99,o4 ,vogel99 in den ,mitteilungen z4 ,gesch4 d4 ,medizin u4 d4 ,naturwiss4 #aiji4 ,s4 #bii4 ,ferner 99,w4 ,jacobi991 ,das lteste ,lehrbuch fr den ,bergbau4 ,der ,erzbergbau4 #aiji4 ,heft #c4 ,s4 #eb4 #ifj 99,beckmann991 ,geschichte der ,erfindungen4 ,bd4 ,,iii4 ,siehe auch 99,ranke991 ,deutsche ,geschichte im ,zeitalter der ,reformation4 ,bd4 ,v4 ,s4 #cdh4 #ifa 99,agricolas99 ,bergwerksbuch4 bersetzt von 99,bechius99 #afba4 ,vgl4 auch 99,agricolas99 mineralogische ,schriften1 bersetzt und mit ,anmerkungen von 99,e4 ,lehmann994 ,freiburg #ahaf4 ,der ,titel des ,originalwerkes lautet3 ,de re metallica libri ,,xii4 #aeef4 ,ein ,jahr nach dem ,erscheinen von 99,agricolas99 ,de re metallica wurde eine deutsche bersetzung von 99,ph4 ,beck99 unter dem ,titel ,vom ,bergwerk ,,xii ,bcher herausgegeben4 ,sie erlebte mehrere ,auflagen 7#aehj1 #afba74 ,eine neuere deutsche bersetzung gibt es nicht1 wohl aber eine vorzgliche englische vom ,jahre #aiab 799,o4 ,vogel991 ,stahl und ,eisen4 ,jahrg4 #aiaf4 ,s4 #dje74 #ifb ,vom ,marktscheiden1 kurzer und grndlicher ,unterricht durch 99,e4 ,reinhard994 ,erfurt #aegd4 #ifc ber die ,anregungen1 die der ,bergbau im ,laufe der ,kulturgeschichte der ,naturwissenschaft und der ,technik gegeben hat1 berichtete 99,e4 ,gerland99 im ,archiv fr ,geschichte der ,naturwissensch4 u4 der ,technik4 ,jahrg4 #aiaj4 ,s4 #cja u4 f4 #ifd 99,lindner991 ,gesch4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #dca4 #ife ,seit #aeff4 #iff ,seit #aegd4 #ifg ,historia natural y moral de las ,indias4 #ifh ,nheres siehe in den ,mitteilungen z4 ,gesch4 d4 ,med4 u4 d4 ,naturwiss4 ,nr4 #ei4 ,s4 #eib4 #ifi ,diejenigen ,stellen der ,bibel1 welche der ,entwicklung der ,geologie besonders hinderlich waren1 lauten nach der ,ausgabe von 99,e4 ,kautzsch991 ,die ,heilige ,schrift des ,alten ,testaments1 #ahif1 ,s4 #a und ,s4 #gej3 ,da sprach ,gott3 ,es sammle sich das ,wasser unterhalb des ,himmels an einem ,ort1 so da das ,trockne sichtbar wird4 ,und so geschah es1 und ,gott nannte das ,trockne ,erde1 die ,ansammlung der ,gewsser aber nannte er ,meer4 7,die ,schpfung der ,welt4 ,text ,s4 #a47 ,ehe die ,berge geboren1 und die ,erde und der ,erdkreis hervorgebracht wurden und von ,ewigkeit zu ,ewigkeit bist du1 o ,gott4 7,text ,s4 #gej4 ,ps4 #ij47 #igj 99,agricola991 ,de ortu et causis subterraneorum4 ,basileae #aedf4 ,liber tertius1 p4 #cf4 #iga ,principles of geology4 #aa4 ,aufl4 ,bd4 ,i4 ,london #ahgb4 ,s4 #bg-bh4 #igb 99,georgius ,agricola991 ,de natura fossilium4 ,basel #aedf4 #igc ,als ,begrnder dieser irrigen ,ansicht ist 99,avicenna99 7#ihj-ajcg7 zu betrachten4 ,auch 99,albertus ,magnus99 huldigte ihr4 ,doch meinte er1 ,tiere und ,pflanzen knnten auch wohl an solchen ,orten zu ,stein erhrten1 wo eine steinmachende ,kraft vorhanden sei4 799,zittel991 ,geschichte d4 ,geol4 u4 ,palont4 #ahii4 ,s4 #ae47 #igd 99,konrad ,gesner991 ,de omni rerum fossilium genere4 #aefe4 #ige 99,zittel991 ,geschichte der ,geologie und ,palontologie4 #ahii4 ,s4 #ah4 #igf 99,palissy991 ,discours admirable de la nature des eaux et fontaines1 des mtaux1 des sels et salines1 des pierres1 des terres1 du feu et des maux4 ,paris #aehj4 ,nach 99,e4 v4 ,lippmann99 wird seine ,originalitt neuerdings stark bezweifelt4 #igg 99,zittel991 a4 a4 ,o4 ,s4 #bb4 #igh ,nach 99,lwenheim99 stimmen 99,palissy99 und 99,cardanus99 mitunter fast wrtlich berein4 ,siehe ,s4 #gd u4 #ge4 #igi ,den jngsten ,sohn ,knig 99,johanns des ,ersten994 #ihj ,siehe ,s4 #cii4 #iha ,exoticorum libri ,x4 #ihb 99,sprengel991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,i4 ,s4 #ceb4 #ihc 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bij4 #ihd ,eine ausfhrliche ,schilderung des ,lebenslaufes von 99,brunfels99 und seiner ,verdienste um die ,botanik enthlt die ,abhandlung von 99,f4 ,w4 ,e4 ,roth993 ,otto ,brunfels1 #adhi-aecd1 ein deutscher ,botaniker4 ,botanische ,zeitung #aija4 ,s4 #aia u4 f4 99,brunfels99 trat als ,kartusermnch mit den bedeutendsten ,humanisten1 darunter mit 99,ulrich von ,hutten991 in ,verbindung4 ,mit ,hilfe des letzteren entfloh 99,brunfels99 dem ,kloster1 um offen als ,lutheraner aufzutreten4 ,spter wirkte er als ,lehrer am ,gymnasium in ,straburg4 ,er starb im ,jahre #aecd1 nachdem er einige ,jahre vorher die medizinische ,doktorwrde erworben hatte4 #ihe 99,s4 ,killermann991 ,drers ,pflanzen- und ,tierzeichnungen und ihre ,bedeutung fr die ,naturgeschichte4 ,heft #aai der ,studien zur deutschen ,kunstgeschichte4 ,mit #bb ,tafeln4 ,straburg #aiaj4 #ihf 99,brunfels99 lernte1 wahrscheinlich im ,jahre #aecc1 die ,sammlungen 99,bocks99 kennen und veranlate ihn zur ,herausgabe des ,kruterbuches4 #ihg 99,hieronymus ,bock99 7#adih-aeed71 ,new ,kreuterbuch von ,underscheidt1 ,wrkung und ,namen der ,kreuter1 so in teutschen ,landen wachsen4 #ihh ,einige der von 99,fuchs99 zum ersten ,male abgebildeten deutschen ,arten seien hier aufgezhlt3 ,ligustrum vulgare1 ,salvia pratensis1 ,hordeum vulgare1 ,avena sativa1 ,convolvulus arvensis1 ,lysimachia ,nummularia1 ,cyclamen europaeum1 ,lilium candidum1 ,paris quadrifolia1 ,daphne ,merzereum1 ,saponaria officinalis1 ,euphorbia ,cyparissias1 ,prunus spinosa1 ,clematis ,vitalba1 ,ranunculus acris1 ,digitalis purpurea1 ,genista tinctoria1 ,orchis ,morio1 ,equisetum arvense1 ,pteris aquilina usw4 #ihi ,dodonaei stirpium historiae pemptades sex sive libri ,,xxx4 ,antwerpiae1 ex officina ,christophori ,plantini1 #aehc1 in fol4 #iij ,von der ,einfhrung amerikanischer ,pflanzen handelt 99,s4 ,killermann99 in der ,naturwiss4 ,wochenschrift4 #aiji4 ,s4 #aic4 ,danach ist der ,mais in der ersten ,hlfte des #af4 ,jahrhunderts nach ,europa gekommen4 ,die ,agave americana wurde nach 99,caesalpin99 #aefa eingefhrt4 ,weitere ,angaben finden sich ber ,nicotiana tabacum1 ,solanum tuberosum1 ,capsicum annuum usw4 ,mitgebracht hat den ,mais brigens schon 99,columbus991 wie er 7nach 99,e4 v4 ,lippmann997 selbst bezeugt4 #iia 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iii4 ,s4 #cbe4 #iib 99,conradi ,gesneri991 ,opera botanica4 #b ,bde4 ,nrnberg #agea-agga4 ,dieser ,nachla 99,gesners99 wurde also erst lange nach seinem ,tode herausgegeben 7durch 99,schmiedel9974 #iic 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #ccd4 #iid ,siehe ,s4 #ccg4 #iie 99,a4 v4 ,humboldt991 ,kosmos4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #bef4 #iif ,pro herbis necessariis artis suae4 #iig #aedj und #aedg4 #iih 99,e4 ,meyer991 ,geschichte der ,botanik4 ,bd4 ,,iv4 ,s4 #bgj4 #iii 99,h4 ,schelenz991 ber ,krutersammlungen und das lteste deutsche ,herbarium4 ,verhandlungen der ,versammlung deutscher ,naturforscher und rzte4 #aijf4 ,,ii4 #b4 #ajjj ,l4 99,ranke991 ,deutsche ,geschichte im ,zeitalter der ,reformation4 #e4 ,bd4 #d4 ,aufl4 ,s4 #cdf4 #ajja 99,conradi ,gesneri991 ,historiae animalium libri1 opus philosophis1 medicis1 grammaticis1 philologis1 poetis et omnibus rerum linguarumque variarum studiosis utilissimum simul jucundissimumque4 #ajjb 99,ulisse ,aldrovandi99 wurde #aebb in ,bologna geboren4 ,er grndete dort #aefg einen botanischen ,garten4 ,sein ,nachfolger in der ,leitung dieses ,gartens war der ,botaniker 99,caesalpin994 99,aldrovandi991 ,opera omnia4 #ac ,bde4 #ajjc ,de differentiis animalium4 #ajjd ,nach 99,dantes99 ,inferno ruht ,friedrich ,,ii4 in einem feurigen ,grabe4 #ajje ,siehe ,s4 #cac4 #ajjf 99,eustachio99 lieferte unter anderem eine genaue ,untersuchung des ,gehrorgans und entdeckte dabei den ,steigbgel 7um #aedf74 ,hammer und ,ambo waren schon frher aufgefunden 7um #adhj74 99,haeser991 ,geschichte der ,medizin4 ,bd4 ,,ii4 ,s4 #fa4 #ajjg 99,l4 v4 ,ranke991 ,deutsche ,geschichte im ,zeitalter der ,reformation4 ,bd4 ,v4 ,s4 #cde4 #ajjh ,namens 99,johann ,stephan von ,calcar994 ,jedoch ist dessen ,autorschaft nicht sichergestellt4 ,siehe ,mitteilungen z4 ,geschichte d4 ,medizin u4 d4 ,naturwiss4 #aijc4 ,s4 #bhb4 #ajji 99,sprengel991 ,geschichte der ,arzneikunde4 ,bd4 ,,iii4 #df-gh4 #ajaj 99,wunderlich991 ,geschichte der ,medizin4 ,stuttgart #ahei4 ,s4 #gj4 #ajaa ,de humani corporis fabrica libri ,,vii4 ,basel #aedc4 #ajab 99,wunderlich991 ,geschichte der ,medizin4 ,stuttgart #ahei4 #ajac 99,fabricio ab ,aquapendente99 7#aecg-afai71 ,de formatione ovi4 #ajad ,zum ,beispiel1 da die ,herzscheidewand1 durch die 99,galen99 das ,blut aus dem rechten in den linken ,ventrikel hindurchtreten lie1 undurchdringlich ist4 #ajae ,sie rhren zum grten ,teile von 99,e4 ,wiedemann99 7,wi71 99,e4 v4 ,lippmann99 7,li7 und 99,j4 ,wrschmidt99 7,w7 her4 ,einige ,auszge aus den ,besprechungen der ersten ,auflage4 ,des ,verfassers ,grundri einer ,geschichte der ,naturwissenschaften hat in zweiter ,auflage 99,g4 ,w4 ,a4 ,kahlbaum99 7,i1 #afj und ,,iii1 #ge7 in anerkennendster ,weise besprochen und zugleich die ,gefhle ausgesprochen1 die angesichts der ,erfolge dieses ,werkes jeden ,historiker der ,naturwissenschaften beseelen mssen4 ,aus den gleichen ,grnden begren wir es heute freudigst1 da unser ,gesellschaftsmitglied und ,mitarbeiter den zweiten ,teil dieses ,buches zu einem vierbndigen ,werke ausgestalten will und davon bereits den ersten ,band vorzulegen vermag4 7,h4 ,stadler in den ,mitteilungen zur ,geschichte der ,medizin und der ,naturwissenschaften1 ,bd4 ,x1 #b4 ,heft47 ,der soeben erschienene #b4 ,band dieses groen ,werkes behandelt die ,zeit von ,galilei bis zur ,mitte des #ah4 ,jahrhunderts1 also jene ,epoche1 in welcher die ,grundlagen der neueren ,naturwissenschaften gelegt wurden4 ,auch in diesem ,bande hat sich der ,verfasser mit ,erfolg bemht1 eine ,darstellung zu schaffen1 die nicht nur dem ,historiker dient1 sondern fr jeden anregend ist1 der sich berhaupt fr die ,naturwissenschaften interessiert4 7,klnische ,zeitung1 #bj4 ,februar #aiaa47 hnlich wie 99,cantors99 ,vorlesungen ber ,geschichte der ,mathematik ein standard work allerersten ,ranges bleiben werden1 so wird auch 99,dannemanns99 ,werk von bleibendem ,wert sein1 das fr den ,geschichtsforscher wie fr den ,mediziner1 fr den ,lehrer wie fr den ,techniker groen ,nutzen haben und dessen ,lektre fr jeden1 der sich fr die ,naturwissenschaften interessiert1 eine ,quelle hohen ,genusses bilden wird4 7,monatsschrift fr hhere ,schulen1 #aiaa1 #f4 ,heft47 ,man wei nicht1 was man mehr bewundern soll1 die berraschende ,belesenheit des ,autors oder seine ,gabe1 selbst die schwierigsten ,probleme wissenschaftlicher ,forschung nicht nur dem ,kenner1 sondern auch dem interessierten ,laien leichtfalich in ernst-vornehmer ,form vorzutragen4 7,pharmazeutische ,zeitung1 #aiaa1 ,nr4 #ac47 ,besonders dankenswert erscheint1 wie 99,dannemann99 in allen diesen ,wissenschaften die verbindenden groen ,gedanken herauszuschlen wei1 die im hohen ,mae geeignet sind1 die ,vertreter der einzelnen naturwissenschaftlichen ,disziplinen vor ,einseitigkeit zu bewahren4 7rztliche ,rundschau1 #aiaj1 ,,xx4 ,jahrgang1 ,nr4 #dg47 ,dem ,techniker1 dem ,lehrer1 dem ,arzte1 jedem1 der sich lebhafter fr ,naturwissenschaften interessiert1 vor allem also auch unseren ,studierenden1 drfte das ,buch eine unerschpfliche ,quelle des ,genusses und der ,anregung sein4 ,einen ganz besonderen ,wert besitzt das ,werk dadurch1 da es gewissermaen den ,rahmen fr 99,ostwalds99 ,klassiker der exakten ,wissenschaften abgibt und so die ,beziehungen aufweist1 durch welche die einzelnen ,gebiete sich gegenseitig beeinflut haben4 ,fr die ,hebung der ,kultur unseres ,volkes kann dieses ,buch1 das die ,wissenschaft und ihre ,erfolge als etwas ,werdendes vorstellt1 von grtem ,nutzen sein1 da es die ,erfolge fortschrittlichen ,denkens gegenber den ,schwchen dogmatischer ,gesinnung aufs deutlichste vergegenwrtigt4 7,prometheus1 #bf4 ,november #aiaj1 ,,xxii4 ,jahrgang47 ,l'ouvrage me parat excellent2 il a d'ailleurs une qualit inapprciable2 c'est de n'avoir pas d'quivalent4 7,revue gnrale des ,sciences4 ,paris #ae4 ,,iii4 #aiab47 ,das ,gesamtwerk1 dessen ,inhalt durch gute ,register und ,literaturverzeichnisse bersichtlich zusammengehalten wird1 liegt nun1 auch in uerlich schnem ,gewande1 vollstndig vor2 es gehrt fraglos zu den 99besten1 bestgeschriebenen1 originellsten und nutzbringendsten der neueren naturwissenschaftlichen ,literatur99 und ist mehr als jedes andere geeignet1 den immer unheilvoller hervortretenden ,folgen der vlligen ,zersplitterung unter den ,naturforschern abzuhelfen und deren allgemeine ,fortbildung wieder zu heben4 ,es gereicht dem ,verfasser zur ,ehre1 nicht minder aber auch der ganzen deutschen ,literatur4 7,prof4 ,dr4 99,e4 ,o4 von ,lippmann99 in der ,chemiker-,zeitung #aiac47 ,seit ,jahren empfehle ich meinen ,hrern in der einfhrenden ,vorlesung ber experimentelle ,chemie das 99,dannemann99sche ausgezeichnete1 noch nicht nach ,gebhr verbreitete ,werk ,die ,naturwissenschaften in ihrer ,entwicklung und in ihrem ,zusammenhange4 7,dr4 99,a4 ,stock991 ,prof4 a4 d4 ,univ4 ,berlin und am ,kaiser-,wilh4-,inst4 ,dahlem1 in d4 ,monatsschrift f4 d4 chem4 u4 biol4 ,unterr4 #aibj47 ,druck von ,breitkopf ,hrtel in ,leipzig4 ,von dem ,verfasser erschienen ferner3 ,leitfaden fr die bungen im chemischen ,unterricht der oberen ,klassen hherer ,lehranstalten4 #f4 ,aufl4 ,b4 ,g4 ,teubner1 ,leipzig #aibj4 ,aus der ,werkstatt groer ,forscher4 #dcj ,seiten4 #c4 ,aufl4 ,leipzig #aijh4 ,wilhelm ,engelmann4 ,gebunden ,m4 #i4-- und #ej ,v4-,t4-,z4 ,es sei jeder1 der sich bisher noch nicht mit diesem vortrefflichen ,werke bekannt gemacht hat1 darauf hingewiesen1 die sehr wertvolle ,bekanntschaft nicht lnger hinauszuschieben4 7,prof4 ,dr4 ,wilh4 ,ostwald47 ,der naturwissenschaftliche ,unterricht auf praktisch-heuristischer ,grundlage4 ,hannover #aijg4 ,hahnsche ,buchhandlung4 ,geh4 ,m4 #f4--1 geb4 ,m4 #f4hj4 ,das ,werk entwickelt in recht berzeugender ,weise die ,bedeutung und die ,grundzge des praktisch-heuristischen ,verfahrens4 -- ,der ,arbeit kann das ,verdienst nicht vorenthalten werden1 mit ,grndlichkeit und ,energie fr eine gute ,sache eingetreten zu sein4 7,j4 ,norrenberg1 in der ,zeitschrift fr lateinloses ,schulwesen #aijh47 ,naturlehre fr hhere ,lehranstalten1 auf ,schlerbungen gegrndet4 ,hannover #aijh4 ,hahnsche ,buchhandlung4 ,der ,verfasser hat so alle ,momente vereinigt1 die zur ,erteilung eines zeitgemen ,unterrichts von ,belang sind und zwar so1 da zu dem neuen ,plane ein bergang von dem bestehenden her mglich ist4 7,deutsche ,literaturzeitung4 #aiji1 ,nr4 #e47 ,handbuch fr den physikalischen ,unterricht4 ,j4 ,beltz1 ,langensalza #aiai4 ,was in diesem ,buche gesagt wird1 fat alle lebenskrftigen ,reformgedanken der letzten ,jahre in geschickter ,weise zusammen4 7,r4 ,winderlich1 i4 d4 ,ztschr4 f4 d4 math4 u4 naturw4 ,unterr47 ,,verlag ,,von ,,wilhelm ,,engelmann ,,in ,,leipzig ,geschichte der physikalischen ,experimentierkunst von ,prof4 ,dr4 ,e4 ,gerland und ,prof4 ,dr4 ,f4 ,traumller4 ,mit #dbe ,abbildungen zum grten ,teil in ,wiedergabe nach den ,originalwerken4 7,,xvi und #ddb ,seiten1 gr4 #h47 ,geheftet ,m4 #ad4--4 ,in ,halbfranz gebunden ,m4 #ag4--4 ,aus den ,besprechungen3 ,das treffliche ,buch darf weder in der ,bibliothek einer mittleren oder hheren ,lehranstalt1 noch in der eines ,experimentalphysikers fehlen4 7,monatshefte f4 ,mathematik und ,physik4 #aijj4 ,heft #a47 ,eine eingehende ,kenntnis der ,geschichte der ,physik lt den ,lehrer erst den wahren ,wert der einzelnen ,tatsachen1 ,begriffe und ,theorien erkennen1 liefert ihm beraus dankbare ,mittel1 den ,unterricht krftig zu beleben1 und macht ihn auf die ,schwierigkeiten aufmerksam1 die der menschliche ,geist bei dem ersten ,eindringen in die einzelnen ,gebiete der ,physik zu berwltigen hat4 ,das vorliegende ,werk erschliet in trefflicher ,weise ein neues und wichtiges ,gebiet der ,geschichte der ,physik2 es darf in der ,hausbibliothek keines ,lehrers fehlen1 dem sein ,unterricht und die ihm anvertraute wissensdurstige ,jugend am ,herzen liegt4 7,hahn-,machenheimer1 ,zeitschr4 f4 d4 physik4 u4 chem4 ,unterricht4 ,mrz #aijj4 ,heft #b47 ,zur ,geschichte der astronomischen ,mewerkzeuge von ,purbach bis ,reichenbach #adej-ahcj von ,joh4 ,a4 ,repsold4 #a4 ,band4 ,mit #aga ,abbildungen 7,,viii und #acb ,seiten gr4 #h74 ,m4 #af4--4 ,aus den ,besprechungen3 ,das ,buch1 das sich berall als eine reiche ,quelle der ,belehrung ber die ,zweckdienlichkeit und die sachgeme ,verwendung der ,instrumente1 sowie ber die ,vorteile und ,nachteile der einzelnen ,konstruktionen darbietet1 wird gewi nicht verfehlen einen dauernden1 groen ,nutzen fr die ,wissenschaft zu stiften4 7,astronomische ,nachrichten1 ,bd4 #agg1 ,nr4 #f47 ,ein hchst interessantes1 lehrreiches ,werk ist es1 das der ,verfasser1 der wie kein anderer dazu berufen war1 es zu schreiben1 den ,mechanikern und ,astronomen darbietet4 7,zeitschrift fr ,instrumentenkunde4 ,,xxviii4 ,jahrg41 ,sept4 #aijh47 ,auf vorstehende ,preise #ej ,verleger-,teuerungszuschlag4 ,bei der ,transkription vorgenommene nderungen und weitere ,anmerkungen3 ,in der ,legende zu ,abb4 #e3 in ,ste ,steinbock2 das e ergnzt 7da ,abkrzung so im ,bild enthalten74 ,in ,die ,art1 wie die gypter ,eisen herstellten1 ist aus vorstehender ,abbildung ersichtlich stand darstellten statt herstellten4 ,statt ,boncompagni stand ,boncampagni4 ,in woher das in den ,pseudo-99,geber99schen ,schriften enthaltene ,wissen stammt1 das uns in ihnen gegen das ,ende des #ac4 ,jahrhunderts in vlliger ,vollendung und demnach als das ,ergebnis einer lngeren ,entwicklung entgegentritt3 hinter entgegentritt entfernt4 ,in ,nur durch die ,mathematik knnen wir zur vollen ,wahrheit gelangen3 zur war zu4 ,in die ,renaissance als das ,resultat und die feinste ,blte des ,mittelalters zu bezeichnen3 nach ,mittelalters hinzugefgt4 ,in ,von anderer ,seite wird bestritten1 da die alten ,babylonier schon das ,gewicht aus dem ,lngenma abgeleitet htten stand ,zeit statt ,seite4 ,in ,knig 99,attalos99 von ,pergamon1 so erzhlt uns 99,plutarch99#ajaf1 baute giftige ,gewchse an3 an hinzugefgt4 ,in ,eine ,ausgabe mit lateinischer bersetzung gab 99,fr4 ,hultsch99 heraus4 ,berlin #ahge-ahgh stand als ,enddatum #ahge statt #ahgh4 ,in ,die ,stellung1 welche die ,araber diesen ,werken gegenber einnahmen1 ,komma hinter ,araber entfernt4 ,in ,man fand die ,lnge des ,grades gleich #ef und bei einer zweiten ,messung gleich #ef-b_/c arabischen ,meilen#ajag oder gleich etwa #aacjdj m1 woraus sich der ,erdumfang zu #djgjj km berechnet4 stand bei der letzten ,angabe m statt km1 was aber nicht zur dargestellten ,berechnung passt4 ,in ,die neue astronomische ,ansicht1 die sich ihm und den ,aufgeklrten unter seinen ,zeitgenossen erffnete1 hat er im ,sinne der ,schnheitsherrlichkeit der ,welt verwertet fehlte das beendende ,anfhrungszeichen1 ergnzt hinter ,welt4 ,funote #ggb3 ,seitenzahl im ,original nicht lesbar4 ,anfhrungszeichen eingefgt vor3 ,der ,g nchste ,trger bei ,a ist das ,bewegte1 der andere ,trger bei ,b ist das ,bewegende41 um ,zitat zu vervollstndigen4 ,anfhrungszeichen eingefgt vor3 ,man lasse durch eine kleine ffnung 7,abb4 #eh1 ,m7 das ,bild eines beleuchteten ,gegenstandes in ein dunkles ,zimmer treten41 um ,zitat zu vervollstndigen4