,anmerkungen zur ,transkription ,das ,original ist in ,fraktur gesetzt4 ,im ,original gesperrter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original in ,antiqua gesetzter ,text ist so ausgezeichnet4 ,im ,original fetter ,text ist so dargestellt4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription finden sich am ,ende des ,buches4 ,gesammelte ,schulhumoresken enthaltend die frheren ,sammlungen ,besuch im ,karzer -- ,katheder und ,schulbank -- ,schulmysterien -- ,stimmungsbilder aus dem ,gymnasium -- ,samuel ,heinzerlings ,tagebuch und eine ,anzahl in ,buchform noch nicht verffentlichter ,geschichten ,von ,ernst ,eckstein ,illustration ,neudamm ,verlag von ,j4 ,neumann ,inhalts-,verzeichnis4 ,seite ,schlertypen #i ,wie der ,quartaner ,holzheimer ,primus wurde #ag ,ein ,familienereignis #bc ,knebelii discipuli ,threnodia #cd ,aus den ,privataufzeichnungen des ,sekundaners ,heppenheimer3 ,erstes ,bruchstck #ce ,zweites ,bruchstck #dd ,doktor ,veit #ed ,erinnerungsbilder #fj ,allerlei ,unarten #gd ,der entrstete ,oberlehrer #ie ,der ,bierparagraph #if ,vom ,rauchen #ajc ,die ,lyrik auf dem ,gymnasium #aaj ,die ,primanerliebe #abj ,aus dem ,schuldbuche ,wilhelm ,rumpfs #abg ,eindrcke aus dem ,karzer #acg ,der ,besuch im ,karzer #afc ,samuel ,heinzerlings ,tagebuch #aha ,aus ,samuel ,heinzerlings nachgelassenen ,papieren3 ,i4 ,der schnde ,primaner-,triumph #bjj ,,ii4 ,in der ,bierstube #bja ,die ,klassenprfung #bjc ,ferien #baa ,das ,maturittsexamen #bah ,vorwort4 ,die vorliegende ,sammlung vereinigt zum erstenmal ,ernst ,ecksteins smtliche ,schulhumoresken in einem ,band4 ,einige davon1 wie ,der ,besuch im ,karzer1 ,samuel ,heinzerlings ,tagebuch1 ,schulhumor u4 a41 sind als ,einzelbnde erschienen und haben in vielen ,tausenden von ,exemplaren ,verbreitung gefunden2 andere sind aus dem ,buchhandel gnzlich verschwunden oder wurden nur in ,zeitschriften verffentlicht2 alle aber haben sich so zahlreiche ,freunde erworben1 da in dem groen ,kreise derselben zum mindesten die ,sammlung sicher freudig begrt werden wird4 ,da sie auch ,widerspruch erfahren drften1 wird ihrer ,verbreitung vermutlich ebensowenig schaden1 wie dies bei den verschiedenen ,einzelausgaben der ,fall gewesen ist4 ,ist doch ,der ,besuch im ,karzer -- an einem regenschweren ,herbsttage in ,rom entstanden und in den ,fliegenden ,blttern zuerst verffentlicht -- bis auf den heutigen ,tag eines der gelesensten deutschen ,bcher geblieben1 obgleich er von verkncherten ,pdagogen von jeher in ,acht und ,bann getan und als ein ,schdling bezeichnet worden ist1 geeignet1 die ,autoritt der ,lehrer und damit die in der ,schule so ntige ,disziplin zu untergraben4 ,aber lassen sich solche1 fr den ,wert oder ,unwert der ,humoresken brigens ganz gleichgltige ,behauptungen im ,ernste aufrecht erhaben8 ,wer1 der je eine ,schulbank gedrckt1 hat nicht mit scharfen ,augen alle die kleinen ,schwchen seiner ,lehrer im ,fluge herausgefunden und an lustigen ,schlerstreichen sich erfreut8 ,aber hat dies alles vermocht1 in ,tausenden von ,schlerherzen ,liebe und ,verehrung1 ,anhnglichkeit und ,dankbarkeit zurckzudmmen1 die tchtige ,lehrer allezeit berreich gefunden haben8 ,so haben auch ,ernst ,ecksteins ,schulhumoresken niemals auch nur den geringsten ,schaden gestiftet oder gar mit zu der ,verrohung unserer ,jugend beigetragen1 ber die man jetzt so vielfach klagen hrt4 ,aber sie haben manch' mdes und trbes ,auge hell aufleuchten lassen in der ,erinnerung an die1 ach6 so lange entschwundene sonnige und goldene ,schlerzeit1 und manches herzliche ,lachen haben sie ausgelst bei vielen1 die im ,ernste des ,lebens das ,lachen beinahe verlernt hatten4 ,mge ihnen dies auch in ,zukunft immer gelingen1 dann werden sie ihre ,aufgabe auch im ,sinne und nach dem ,wunsche ihres ,autors voll erfllt haben4 ,schlertypen4 ,das ,gymnasium ist fr den1 der ein offenes ,auge besitzt1 so recht eigentlich die ,schule der ,menschenkenntnis4 ,spter im brgerlichen ,leben hat man kaum je die ,gelegenheit1 so eingehende ,charakterstudien zu machen1 wie hier1 wo der tgliche ,verkehr und die noch mangelnde ,routine des ,komdiespielens die berraschendsten ,blicke in die verschiedenen ,individualitten gewhrt4 ,im ,gymnasiasten1 zumal im ,primaner1 ist das knftige ,mitglied der brgerlichen ,gesellschaft bereits bis auf wenige unbedeutende ,retouchen vorgezeichnet4 ,wer in diesem aufgeschlagenen ,buche zu lesen versteht1 der wird jedem einzelnen schwerlich ein unrichtiges ,prognostikon stellen4 ,selbst mit der geringen ,erfahrung1 die ich in ,prima besa1 wute ich mir doch von gar manchem unter meinen ,kameraden ein ,zukunftsbild zu entwerfen1 das sich nachmals in seinen wesentlichen ,zgen verwirklicht hat4 ,da die ,menschheit berall die gleiche ist1 so wiederholen sich auch die ,schlertypen mit einer fast mathematischen ,regelmigkeit4 ,fassen wir die hervorragendsten etwas nher ins ,auge4 ,da finden wir zunchst den von seiner eigenen ,tchtigkeit mannhaft durchdrungenen ,kernschler1 meist ,sohn einer armen ,witwe1 der er durch fleiige ,privatstunden einen ,teil ihrer ,sorgen abnimmt4 ,er besitzt einen lobenswerten ,eifer und eine klare1 ruhige ,intelligenz1 die hin und wieder kleine1 von ihm krankhaft berschtzte ,anlufe in der ,richtung der ,phantasie nimmt2 daher er denn zuweilen den ,versuch macht1 die ,themata des deutschen ,aufsatzes novellistisch zu behandeln4 ,er ist sich eines tief sittlichen ,ernstes bewut und bt gegen diejenigen seiner ,kameraden1 ber die er sich hoch erhaben dnkt1 das heit also gegen alle1 einen gewissen vterlichen ,sarkasmus4 ,klein von ,statur1 sucht er diesem ,mangel durch eine straffe ,haltung und durch eine biedermnnliche ,art des ,auftretens abzuhelfen4 ber die jugendlichen ,schwrmer1 die da halbe ,nachmittage vertrdeln1 nur um ein einziges ,mal dem blonden ,tchterchen des ,professors zu begegnen1 zuckt er mitleidig die ,achseln4 ,sein ,herz ist zwar nicht unempfindlich2 vielmehr hat auch er bereits eine stille ,neigung2 aber konsequent und logisch1 wie er ist1 betrachtet er solche zwecklosen ,huldigungen als ,zeitvergeudung4 ,er lebt sich und der ,wissenschaft1 absolviert das ,maturitts-,examen mit ,nummer eins1 scheint nach ,erlangung dieses ,resultates um zwei ,zoll gewachsen zu sein1 gebrdet sich wie der bedeutende ,mann kat' exochen1 studiert ,philologie1 beendet sein ,triennium gleichfalls mit ,auszeichnung1 ist ein halbes ,jahr spter vierzehnter ,oberlehrer in ,liegnitz und heiratet seine ,mathilde nach einer verhltnismig kurzen ,brautschaft4 ,er hlt seine ,zglinge streng im ,zaum1 sendet seiner ,mutter alljhrlich eine kleine ,untersttzung und erzeugt drei oder vier ,kinder4 ,hiermit aber ist seine ,tchtigkeit1 die in ,prima so selbstbewut auf den ,tro der ,nichttchtigen herabschaute1 ein fr allemal erschpft2 von irgend einer bedeutenden ,leistung bekommt die erwartungsvolle ,heimat nichts zu hren4 ,er1 der sich als der ,mann seines ,jahrhunderts gerierte1 ist ganz und gar aufgegangen in der ,ernhrung und ,fortpflanzung4 ,im vierzigsten ,jahre schreibt er vielleicht eine lateinische oder franzsische ,grammatik1 die unbekannt bleibt wie der ,name ihres ,verfassers4 ,trotz alledem und alledem hlt er sich nach wie vor fr das ,ideal eines ,menschen2 er ist nur darum nicht ,lessing und ,goethe1 weil seine ,ttigkeit als ,gymnasiallehrer ihn so sehr in ,anspruch nimmt1 da ihm fr alle anderen ,dinge die ,zeit fehlt4 ,auch in der ,malerei -- er hat seiner ,frau zu ihrem fnfundzwanzigsten ,geburtstag ein ,album berreicht1 dessen ,titelblatt er eigenhndig gezeichnet -- auch in der ,malerei mangelt ihm nur die ,mue4 ,da aber ,raphael einem bekannten ,ausspruch zufolge selbst dann ein groer ,maler gewesen sein wrde1 wenn er ohne ,arme auf die ,welt gekommen wre1 so fhlt sich auch unser ehemaliger ,kernschler im tiefsten ,grund seines ,wesens dem groen ,urbinaten oder doch etwa den ,herren ,maratta und ,domenichino ebenbrtig4 ,in politischen ,dingen huldigt er einem ernsten1 gemessenen ,liberalismus4 ,was seine religisen berzeugungen angeht1 so liegt ihm das ,dogma ferne2 doch ist er fest berzeugt1 da dereinst in den unbekannten ,regionen des ,jenseits eine ,vergeltung1 das heit in seinem speziellen ,fall eine ,belohnung1 eintreten wird2 unter welcher ,form1 ist ihm gleichgltig4 ,eine hchst traurige ,erscheinung im ,schlerkreise ist der ausgesprochene ,dummkopf4 ,wer kennt ihn nicht8 ,mit blden ,augen und einem ,gesichtsausdruck1 der die vollkommenste ,gleichgltigkeit gegen alle ,erscheinungen der ,auenwelt bekundet1 so sitzt er da1 stramm1 breitschulterig1 nichts weiter als eine ,raumerfllung4 ,richtet der ,lehrer eine ,frage an ihn1 so erhebt er sich schwerfllig und glotzt3 niemals ist eine ,antwort ber seine ,lippen geglitten2 aber auch niemals hat ihn diese ,unfhigkeit1 zu antworten1 aus dem ,gleichgewichte gebracht4 ,er ist zwar nicht imstande1 das ,horazische ,nil admirari ins ,deutsche zu bersetzen2 dagegen scheint ihm der ,kern dieser ,worte vollkommen in ,fleisch und ,blut bergegangen zu sein4 ,der ,dummkopf ist gleich unempfindlich gegen den ,fluch der ,lcherlichkeit1 wie gegen eine drhnende ,standrede4 ,in jeder ,klasse haftet er zwei bis drei ,jahre lang2 in ,sekunda sprot ihm bereits ein erfreulicher ,vollbart2 in ,prima weist seine ,statur ein krftiges ,embonpoint auf4 ,er avanciert indes selten bis in die erste ,klasse3 meist haben sich seine ,angehrigen schon vorher berzeugt1 da die akademische ,bildung nicht das ,feld ist1 auf welchem der ,dummkopf zu ressieren vermag1 daher er denn in der ,regel als ,sekundaner die ,karriere des ,landwirts ergreift -- eine ,umwandlung1 die mit einemmal ,leben in die trge ,masse bringt4 ,der ,dummkopf1 der im ,gymnasium zu faul schien1 nur ein ,glied zu rhren1 treibt sich jetzt tagelang auf den ckern herum und verrichtet die schwersten ,arbeiten4 ,nach ,verlauf von zehn ,jahren finden wir ihn nicht selten als ,rittergutsbesitzer wieder2 ja1 wenn er aus guter ,familie ist1 lt er sich vielleicht in den ,reichstag whlen1 wo seine ,ttigkeit1 je nach ,umstnden1 in lautem ,murren oder in ,heiterkeit besteht4 ,mit vierzig ,jahren wird er konomierat2 auch entgeht ihm selten der ,rote ,adlerorden4 ,sehr hufig verwechselt der ,unverstand der ,lehrer eine andere ,spezies1 nmlich den einseitig begabten ,schler1 mit dem ,dummkopf4 ,das zuknftige naturwissenschaftliche ,genie legt nicht selten fr das ,studium der ,sprachen eine absolute ,talentlosigkeit an den ,tag1 die hchstwahrscheinlich mehr aus dem ,mangel an ,lust1 als aus dem an wirklicher ,begabung hervorgeht4 ,so wurde dem berhmten ,chemiker ,justus ,liebig von seinen ,lehrern insgesamt das trbste ,prognostikon gestellt4 ,die ,naturwissenschaften hatten damals an den ffentlichen ,schulen so gut wie keine ,vertretung4 ,der junge ,liebig1 der sich schon frh eifrig mit seinem ,lieblingsstudium beschftigte1 ist gewi hundertmal vom ,katheder herab in der bekannten ,weise apostrophiert worden3 ,denken ,sie an mich1 ,liebig6 ,wenn ,sie so fortfahren1 so werden ,sie ber kurz oder lang ,schiffbruch leiden6 ,oder3 ,was wollen ,sie eigentlich einmal werden8 ,ich fr meinen ,teil bin ratlos4 ,oder3 ,wenn ,sie nicht endlich zur ,besinnung kommen1 so werden ,sie der ,schandfleck ,ihrer ,familie werden6 ,wie mu sich ,justus von ,liebig in spteren ,jahren bei der ,erinnerung an diese ,prognostika amsiert haben6 ,er1 der ,schpfer der modernen ,chemie1 dem ,tausende von ,wibegierigen aus allen ,lndern der ,erde zustrmten1 er1 der scharfsinnige1 philosophische ,kopf1 der1 im ,gegensatz zu den aberwitzigen ,apothekergehilfen und ,barbiergesellen1 den ,gedanken1 die ,verstandesoperation als das ,wesentliche1 das ,experiment aber gewissermaen nur als die ,probe auf das ,exempel bezeichnete6 ,was ist aus den ,lehrern geworden1 die dem genialen ,forscher den unvermeidlichen ,schiffbruch weissagten8 ,ihr ,gedchtnis ist mit ihren ,leibern zu ,grabe gegangen1 whrend der ,name ,liebigs leuchten wird1 so lange es eine ,wissenschaft gibt4 ,hier gilt es also1 sehr wohl zu unterscheiden4 ,nicht jeder ist ein ,dummkopf1 der einen schlechten lateinischen ,aufsatz schreibt1 denn alles ,genie reicht hier nicht aus1 sobald die positiven ,kenntnisse mangeln1 und diese sind nur durch ,flei oder doch durch ,aufmerksamkeit zu erwerben4 ,ein universell begabter ,kopf wird allerdings1 selbst wenn er eine ausgesprochene ,vorliebe fr ein spezielles ,fach besitzt1 auch die brigen ,fcher spielend bewltigen4 ,so lt sich denn z4 ,b4 nicht denken1 da ein ,mann wie ,schopenhauer auf irgend einem ,gebiet hinter seinen ,mitschlern zurckgestanden htte4 ,aber solche ,naturen sind uerst selten1 daher wir sie den ,schlertypen nicht beizhlen drfen4 ,eine weitverbreitete ,spezies von ,schlern reprsentiert der humoristisch beanlagte ,autorittsfeind1 wie ich ihn mit groer ,ausfhrlichkeit in der ,gestalt meines unvergelichen ,freundes ,wilhelm ,rumpf zu zeichnen versucht habe4 ,der humoristisch beanlagte ,autorittsfeind ist das sanguinische ,element auf der ,polhhe4 ,mit einer edlen ,sorglosigkeit ertrgt er die empfindlichsten ,freiheitsberaubungen4 ,von beraus leichter ,fassungsgabe1 bedarf er durchaus keiner ,vorbereitung1 um in den meisten ,fchern mit ,glanz zu bestehen4 ,der krankhafte ,ehrgeiz1 wie er den oben gezeichneten tchtigen ,schler beseelt1 ist ihm fremd4 ,auch ihm wird von ernsten ,pdagogen vielfach der bevorstehende ,schiffbruch angekndigt1 eine ,prophezeiung1 die er mit dem freundlichsten ,lcheln von der ,welt hinnimmt4 ,er macht in der ,regel eine mehr oder minder glnzende ,karriere1 gleichviel auf welchem ,gebiete4 ,eine sehr unangenehme ,erscheinung ist der frhreife ,schler4 ,an den erheiternden ,strungen und sonstigen ,zwischenfllen nimmt er nur beilufig ,teil2 dagegen ist er anerkannt als ,sachverstndiger auf dem ,gebiete des ,tabaks und des ,bieres4 ,er trgt in elegantem ,futteral eine ,meerschaumspitze bei sich1 deren kunstgerechtes ,anrauchen ihm wochenlang als ,ideal vorschwebt4 ,er verkehrt fast nur mit ,studenten4 ,jene platonischen ,regungen1 die man unter der ,bezeichnung der ,primanerliebe versteht1 sind ihm fremd4 ,er wirft sein ,auge vorzugsweise auf die ,feminina der dienenden ,klasse1 da seine ,wnsche durchaus realistischer ,natur sind4 ,seinem spteren ,entwicklungsgang sind sehr verschiedene ,wege vorgezeichnet4 ,nicht selten wird er ein brauchbarer ,mediziner4 ,mitunter benutzt er die geringe ,konkurrenz auf dem ,gebiete der ,theologie und entpuppt sich so schlielich als ehrsamer ,landprediger1 der die ,bauern auffordert1 die ,lste des ,fleisches zu tten und dem ,kaiser zu geben1 was des ,kaisers ist4 ,oft auch ereilt ihn als ,folge seiner schon so frh begonnenen ,exzesse ein vorzeitiger ,tod4 ,noch unangenehmer als diese ,spezies ist der hmische ,denunziant4 ,er gehrt unter die ,stillen im ,lande und benutzt jede ,gelegenheit1 wo er einem ,mitschler einen ,schabernack spielen kann4 ,seine ,haltung ist gebeugt1 sein ,blick unstet und lauernd4 ,soll irgendwo in der ,umgebung der ,stadt eine ,orgie gefeiert werden1 so benachrichtigt er den ,direktor in einem anonymen ,briefe4 ,findet eine ,untersuchung statt1 so ist er stets wahrheitsliebend1 wenn nicht etwa die ,furcht vor den ,fusten seiner ,kameraden ihn zum ,schweigen veranlat4 ,die ,lehrer geben sich zwar den ,anschein1 als ob sie diese ,gattung von ,schlern sehr hoch schtzten2 im ,grund ihres ,herzens widmen sie ihnen jedoch eine unbegrenzte ,verachtung4 ,auch diese ,sorte macht unter ,umstnden ,karriere1 materielle wenigstens2 zu ,ruhm und ,ansehen freilich bringen sie es hchstens fr kurze ,zeit4 ,fast jede ,klasse hat ferner ihren genial sein wollenden ,wirrkopf4 ,ich meinesteils entsinne mich der kstlichsten ,exemplare4 ,der ,wirrkopf ist frhzeitig ,mitglied des stdtischen ,gesangvereins4 ,er komponiert selbstgedichtete ,texte1 er treibt sthetik1 ja1 er liest vielleicht ,hegel oder ,schopenhauer4 ,von alledem sieht es in seinem ,gehirn so wst aus1 da kein logischer ,gedanke mehr aufzukeimen vermag4 ,seine deutschen ,aufstze strotzen von widernatrlichen ,bildern4 ,ich erinnere mich1 da wir in ,prima eine ,arbeit ber das bse ,gewissen zu liefern hatten4 ,der ,wirrkopf der ,klasse schlo seinen ,aufsatz mit der pathetischen ,phrase3 ,und so liegt denn das bse ,gewissen wie ein eiserner ,klotz vor der ,tr1 der in jedem ,augenblick wie ,gift durch die ,adern strmt und selbst im ,tode kein ,ende nimmt4 ,der ,wirrkopf war verblendet genug1 mir dieses unglaubliche ,zeug am ,tage vor der ,einlieferung vorzulesen1 in der ,erwartung1 meinen bewundernden ,beifall zu ernten4 ,ich setzte ihm auseinander1 da hier eine heillose ,vermischung der heterogensten ,dinge vorliege2 aber mit geringschtzigem ,lcheln wies er meinen ,einwand zurck1 so da er denn spter vom ,katheder herab vor der corona commilitonum des ,bldsinns bezichtigt wurde4 ,aber selbst diese ,konstatierung der ,sachlage blieb fruchtlos4 ,der ,wirrkopf war von seiner ,leistung so eingenommen1 da er sie spter als ,broschre drucken und an seine ,freunde verteilen lie4 ,jede wirkliche ,leistung betrachtet der ,wirrkopf als etwas ,geringfgiges4 ,er hat hierin eine gewisse ,verwandtschaft mit dem ,tchtigen1 nur da der gleiche ,irrwahn hier aus einer anderen ,quelle fliet4 ,der ,wirrkopf macht in der ,regel eine sehr obskure1 sang- und klanglose ,karriere2 aber er trgt sich nach wie vor mit dem ,bewutsein1 da er das einzige wahrhafte ,genie seines ,jahrhunderts ist4 ,hat einer seiner frheren ,schulkameraden spter eine hervorragende ,stellung errungen1 so lchelt er ber diese ephemeren ,erfolge4 ,er schreibt vielleicht ein ,tagebuch1 in welchem ab und zu ,betrachtungen ber das rasche ,vergehen der ,zeit 7die ganz im ,gegensatz zu dem eisernen ,klotz des ,gewissens durchaus nicht vor der ,tr liegen bleibt7 mit ,ausrufen ber die ,verblendung des ,menschengeschlechts und die ,verwerflichkeit der ,pariser ,moden abwechseln4 ,die ,titelseite dieses ,tagebuches trgt die ,aufschrift3 ,erga paralipomena1 ein bescheidener ,anklang an die kleinen ,schriften des ,frankfurter ,philosophen4 ,der ,wirrkopf ist in die ,welt gekommen1 um seinen ,mitmenschen die wahre ,einsicht ber das ,wesen der ,kunst und der ,philosophie zu bringen2 freilich1 wie alle groen ,geister wird er erst nach seinem ,tode anerkannt werden4 ,dieses ,bewutsein verleiht allem1 was er tut1 eine eigentmlich groteske ,wrde4 ,er setzt kein ,seidel an den ,mund1 ohne sich die ,frage aufzuwerfen1 ob dieses ,glas nicht im ,grunde ein beneidenswertes ,objekt sei1 da es von den ,lippen eines so hervorragenden ,sterblichen ausgeschlrft werde4 ,wenn er sich kmmt1 so lchelt er bei dem ,anblick der ihm allenfalls ausgehenden ,haare still vor sich hin 444 ,wie manche junge ,dame wrde sich glcklich schtzen1 wenn sie drei oder vier dieser ,haare fr ihr ,medaillon erwerben drfte6 ,denn -- das htten wir beinahe vergessen -- der ,wirrkopf hlt sich dem weiblichen ,geschlecht gegenber fr unwiderstehlich4 ,mit edler ,offenheit spricht er von seinem geistvollen ,auge1 auf das er sich ja durchaus nichts einbildet4 ,in der ,tat besitzt er einen schwrmerischen ,aufschlag1 der namentlich bei jungen ,pfarrerstchtern von ergreifender ,wirkung ist4 ,nach langem ,hin- und ,herwhlen verlobt er sich mit einem herzlich unbedeutenden ,frauenzimmerchen4 ,da er vermge seiner ,wirrkpfigkeit nur langsam auf der ,skala der brgerlichen ,existenz emporklimmt1 so dauert sein ,brautstand sieben1 acht1 neun und mehr ,jahre4 ,er heiratet dann seine ,braut aus ,grundsatz2 die eigentliche ,verliebtheit ist lngst zu ,grabe gegangen4 ,aber der ,wirrkopf trstet sich mit der ,tatsache1 da alles ,glck in diesem ,jammertale nur ein ,phantom ist4 ,in stillen ,sommernchten berlt er sich ganz und gar dem ,weh ber sein im ,grunde verfehltes ,dasein4 ,er singt dann das von ihm selbst verfate ,klagelied ,herbstschauer mit dem ,refrain ,die ,bltter1 sie fallen zu einer heftig verstimmten ,gitarre und erzeugt dadurch ein ,echo in der ,brust smtlicher benachbarten ,hofhunde4 ,pltzlich strzt seine dicke ,jeanette auf den ,altan und ruft ihm schwer keuchend die ,worte zu3 ,aber um ,himmels willen1 ,eduard1 du weckst ja die ,kinder6 ,im ,innersten geknickt1 stellt er die ,gitarre an die ,wand4 ,die ,prosa des ,lebens hat seine ,seele aus den ,regionen des thers wieder herabgerissen in die dunklen ,tiefen ,sansaras2 voll stummer ,ergebung besteigt er sein ,lager an der ,seite ,jeanettens4 ,mit diesem ,wirrkopf schlieen wir4 ,die ,zahl der ,schlertypen ist natrlich noch lange nicht erschpft2 erschpft aber ist vielleicht die ,geduld des ,lesers4 ,wie der ,quartaner ,holzheimer ,primus wurde4 ,von ihm selbst in ,briefform aufgezeichnet4 ,hochgeehrter ,herr ,redakteur6 ,ihr geschtztes ,blatt errtert mit ,vorliebe charaktervolle ,ereignisse aus dem alltglichen ,leben4 ,in der ,tat scheint mir der ,ausspruch unseres vortrefflichen ,schiller3 ,was sich nie und nirgends hat begeben1 ,das allein veraltet nie 444 aus mehr als einem ,gesichtspunkt -- veraltet2 womit ich keineswegs gesagt haben will1 da ,schiller nicht gewisse ,verdienste bese4 ,erklrt doch derselbe ,schiller1 -- ich habe das betreffende ,gedicht erst vorgestern in der ,deklamationsstunde rezitiert und infolge einer emprenden ,verstimmung des ,herrn ,professors die ,note ungengend davon getragen1 -- erklrt doch derselbe ,schiller1 da der ,lebende recht hat4 ,das ,deklamieren ist1 beilufig gesagt1 meine ,force1 whrend ich im ,griechischen durch allerlei ,verkettungen huslicher belstnde in betrblicher ,weise zurckgeblieben und kaum imstande bin1 die ersten ,beispiele aus ,jakobs zu bersetzen4 ,nichtsdestoweniger und dessenungeachtet gelang es mir neulich1 just im ,griechischen den ,ehrenplatz eines ,primus zu erobern und bis zum ,schlu der ,lehrstunde unbeeintrchtigt zu behaupten4 ,sie denken jetzt natrlich an unlautere ,manipulationen1 an abgeschriebene ,exerzitien1 an frech gehandhabte ,spicker4 ,aber ,sie irren3 ich ward ,primus auf ganz legitimem1 ich mchte sagen1 auf hchst honorigem ,wege1 und kraft jenes ,grundsatzes1 den schon die ,bibel betont3 ,wer sich selbst erniedrigt1 der soll erhhet werden4 ,fahren ,sie nur getrost in der ,lektre dieser meiner ,darlegung fort4 ,professor ,dr4 ,schmelzle1 der uns den ,jakobs erklrt1 hat nmlich die befremdliche ,angewohnheit1 eine mangelhafte ,leistung durch ,degradation zu bestrafen4 ,kaum habe ich meinen ,mund geffnet1 um den ersten ,aor4 ,ind4 ,act4 von mit ich wurde gesehen zu verdeutschen1 so ertnt schon das verhngnisvolle ,setz' ,dich zu unterst6 ,beim ,repetieren wie beim ,extemporieren1 beim ,hersagen der ,paradigmen wie beim ,abfragen des ,wrterverzeichnisses -- berall und jedesmal ernte ich dieses ungebhrliche ,setz' ,dich zu unterst61 sobald ich auch nur zwei ,silben ber die ,lippen gebracht habe4 ,es ist dies1 wie ,sie in ,anbetracht meines sonstigen ,bildungsgrades leicht ermessen werden1 eine sogenannte ,tcke des ,schicksals1 eine 1 ein fatum1 das auf gewhnlichem ,wege nicht zu ndern ist4 ,wenn ich1 der gehorsamst ,unterzeichnete1 gleichwohl ein ,mittel fand1 das anscheinend so unnahbare ,ziel des ersten ,platzes unter ,zweiundzwanzigen zu erreichen1 so danke ich dies lediglich meinem diplomatischen ,scharfsinn1 der allerdings in unserer ,familie schon seit mehreren ,generationen heimisch ist1 wie denn mein ,onkel mtterlicherseits1 der bekannte ,papierfabrikant ,heinerle1 die ,schreibmaterialien in das ,reichskanzleramt liefert1 whrend mein ,grovater vor der ,schlacht bei ,kniggrtz die uerung getan haben soll3 ,wenn das ,schlachtenglck sich auf die ,seite der ,preuen neigt1 so glaube ich der sterreichischen ,armee eine ernstliche ,niederlage prophezeien zu drfen6 ,habeat sibi6 wie ,professor ,gordon zu sagen pflegt1 wenn ich im ,bilden eines lateinischen ,partizipialsatzes nicht von der ,stelle komme4 ,sie selbst sollen entscheiden1 ob ich zu viel behaupte4 ,professor ,schmelzle -- so viel wird ,ihnen seit ,beginn dieses ,briefes klar sein -- stellt an die ,leistungsfhigkeit seiner ,quartaner hhere ,anforderungen1 als er1 streng genommen1 vor dem ,richterstuhle der ,humanitt verantworten knnte4 ,es fehlt ihm fr die ,beurteilung unserer ,kenntnisse jeglicher ,mastab4 ,diese ,tatsache fhlt er selbst1 daher er denn von ,zeit zu ,zeit gewissermaen an unser eigenes ,urteil appelliert und am ,schlu der ,lehrstunde die bedeutsamen ,worte spricht3 ,so1 hm1 hm6 ,frs nchste ,mal mgt ,ihr ,euch die ,klassenaufgabe einmal selber auswhlen4 ,schlagt mir1 hm1 hm6 ein paar ,themata vor1 ich werde dann endgltig resolvieren6 ,da ruft dann der eine3 ,ach1 ,herr ,professor1 lassen ,sie uns bei dem ganzen ,pensum von heute das ,perfektum ins ,prsens verwandeln4 444 ,nein1 nein1 ruft der zweite1 lassen ,sie uns die ,erzhlung vom ,diogenes auswendig lernen6 ,kurz1 vier1 fnf der hervorragendsten ,schler beantragen ihre meist sehr unverfnglichen ,aufgaben1 und der ,herr ,professor entscheidet dann4 ,leider bin ich1 wie bereits angedeutet1 infolge huslicher ,umstnde selbst diesen leichteren ,aufgaben nicht gewachsen1 und wenn am folgenden ,tage die ,aufforderung des ,lehrers mich trifft1 so heit es immer wieder unfehlbar3 ,zu unterst6 ,nun mu ich bemerken1 da ,professor ,schmelzle ein ,dichter ist4 ,von ,zeit zu ,zeit verffentlicht er im stdtischen ,anzeiger ein ,kind seiner ,muse1 -- sei es nun ein ,hymnus auf die ,rckkehr des ,herzogs1 ein ,frhlingslied oder ein ,festgesang beim ,antritt des neuen ,jahres4 ,es war nun am #aj4 ,januar1 als ,professor ,schmelzle uns wiederum die ,wahl der ,aufgabe fr den folgenden ,mittwoch freigab4 ,in der ,neujahrsnummer des stdtischen ,anzeigers hatte just eine ,ode unseres allverehrten ,lehrers gestanden1 ein ,rckblick von zwanzig ,strophen1 der die ,ereignisse des verflossenen ,jahres in tiefsinniger1 ja1 ich mchte fast sagen1 unverstndlicher ,weise behandelte4 ,poeten sind eitel1 und ,professor ,dr4 ,schmelzle ist1 was diesen ,punkt betrifft1 ein ,poet ersten ,ranges4 ,als er daher am ,schlu der ,lehrstunde vom #aj4 ,januar zu ,vorschlgen aufforderte1 erhob ich mich selbstbewut und sagte mit ,stentorstimme3 ,herr ,professor1 lassen ,sie uns das schne ,gedicht ,rckblick1 das ,sie in der ,neujahrsnummer unseres stdtischen ,anzeigers zu verffentlichen die ,gte hatten1 ins ,griechische bersetzen6 ,sie stutzen1 geehrter ,herr ,redakteur6 ,in der ,tat war das eine ,aufgabe1 an der selbst die ,gewandtheit eines ,primaners unausbleiblich gescheitert wre4 ,aber gerade das wollte ich4 ,ich wollte diesen fnf1 sechs ,auserlesenen1 die stets die ,note ,vortrefflich einheimsten1 auch einmal zeigen1 was es heit1 ein ,problem lsen zu sollen1 das unsere ,kraft bersteigt4 ,aber noch mehr4 ,ich selbst wollte mich durch dieses glorreiche ,strategem an die ,spitze der ,quarta schwingen und meinen ,mitschlern dartun1 da ein offener ,kopf praktisch mehr bedeutet als ein ,wust von ,optativen1 die sich schlielich endigen mgen1 wie sie wollen1 -- mir soll's egal sein4 ,der ,professor war im ersten ,moment ber meine ,khnheit verblfft1 aber gleich darauf spielte um seine ,lippen jenes eigentmliche ,dichterlcheln1 das mir den ,sieg gewhrleistete4 ,der ,gedanke1 da dreiunddreiig mehr oder minder geistvolle ,knaben sich stunden- und tagelang mit dem ,rckblick beschftigen1 da sie ihn analysieren und gewissermaen in seine ,einzelschnheiten aufdrseln sollten1 -- dieser ,gedanke hatte fr ,professor ,schmelzle etwas ,verfhrerisches4 ,die ,autoren-,eitelkeit berwog alle ,bedenken1 und die idealistische ,auffassung bezglich unseres ,wissens machte ihn ja so wie so geneigt1 uns allerlei ,sisyphusarbeiten zuzumuten4 ,gut1 sagte er schmunzelnd1 bersetzt mir den ,rckblick ins ,griechische4 ,die ,sache wird ,euch zwar ,mhe machen1 aber ein deutsch-griechisches ,lexikon tut das brige4 ,notabene1 selbstverstndlich braucht ,ihr ,euch nicht an das ,metrum zu halten4 ,mit diesen ,worten verlie er das ,schulzimmer1 whrend ich von meinen ,kommilitonen mit drohenden ,vorwrfen berhuft wurde1 die ich stoisch lchelnd zurckwies4 ,der entscheidende ,mittwoch kam unter den mannigfachsten ,qualen der gepeinigten ,quarta heran4 ,nun1 sagte der ,herr ,professor1 indem er sich behaglich ber das rundliche ,kinn strich1 wer will mir denn einmal zuerst den griechischen ,rckblick vorlesen oder aufsagen8 ,nicht ein einziger meiner ,mitschler meldete sich1 denn alle fhlten die entsetzliche ,unzulnglichkeit ihrer ,arbeit2 ich aber fuhr stolz in die ,hhe und sagte mit fester1 gemessener ,stimme3 ,ich1 ,herr ,professor4 ,du1 ,holzheimer8 fragte der ,professor erstaunt2 nun1 da bin ich denn doch in der ,tat begierig4 ,ich hob mein ,heft und begann4 ,kaum aber hatte ich zwei ,zeilen meiner unglckseligen bersetzung vorgetragen1 als schon ein wtendes ,zu unterst6 ,zu unterst6 mir das ,wort von den ,lippen nahm4 ,da ich bereits zu unterst sa1 so brauchte ich mich nicht weiter vom ,platz zu bemhen4 ,ich setzte mich und wartete siegesgewi der ,dinge1 die da kommen sollten4 ,lies ,du einmal1 ,kurschmann6 rief der ,professor rgerlich4 ,stotternd und stammelnd begann der sonst vortreffliche ,schler die ,lektre seines ,elaborates4 ,was8 unterbrach ihn der ,lehrer beim dritten ,worte4 ,wie bersetzt ,du diesen ,passus3 ,im herben ,mischkrug schnder ,vergangenheit8 ,bist ,du von ,sinnen8 ,augenblicklich zu unterst6 ,das ,haupt gesenkt schritt ,kurschmann von der ,bank der ,erlesenen nach dem ,strafplatze4 ,ich aber rckte einen hinauf4 ,engelbach6 sagte der ,herr ,professor1 beschm' einmal dieses barbarische ,griechisch6 ,engelbach las1 aber er kam nicht weiter als ,kurschmann4 ,die ,aufgabe war eben fr einen ,quartaner unlslich4 ,zu unterst6 schrie der ,professor1 der die ,unfhigkeit seiner ,schler wie eine persnliche ,injurie empfand4 ,bei den ,gttern6 ,war denn diese ,neujahrsode so verworren1 so unklar1 da zwei der besten ,jakobs-bersetzer1 da ein ,kurschmann1 ein ,engelbach daran scheiterten6 444 ,kleewitz6 rief ,schmelzle mit gerteter ,stirn1 als ,engelbach neben ,kurschmann ,platz genommen und mich so abermals um einen herauf befrdert hatte4 ,du bist doch ganz gewi imstande gewesen 444 ,es mte ja mit dem ,teufel zugehen 444 ,ich verlange ja keineswegs den vollendeten ,attizismus1 aber mein ,gott 444 ,was8 ,du hast berhaupt nichts geschrieben8 ,die ,arbeit war ,dir zu schwer8 ,du bist ja ein ganz erbrmlicher ,junge6 ,zu unterst6 ,augenblicklich zu unterst6 ,und abermals rckte ich einen hinauf4 ,dieser vierfache ,mierfolg hatte den ,professor hitzig gemacht4 ,ich will denn doch einmal sehen1 ob nicht ein einziger in der ganzen ,klasse so viel ,griechisch besitzt1 um dieses schlichte1 einfache1 ich kann wirklich sagen3 edel-einfache ,poem wiederzugeben6 ,einer wird doch von den rastlosen ,bemhungen1 die ich dieser ,klasse fortwhrend opfere1 etwas profitiert haben4 ,grazmller1 ,veltliner1 ,stechhuber6 ,beim ,pluto1 seid ,ihr denn alle vernagelt8 ,grazmller1 lies einmal vor6 ,und ,grazmller las4 ,aber auch ,grazmller kam zu ,fall1 wurde im ,tagebuch durch persnliche ,eintragung des ,professors mit ,nachsitzen belegt1 und dann ertnte das traditionelle ,zu unterst6 ,so rutschte ich ,bank um ,bank aufwrts1 und als es drei ,viertel schlug1 -- ,sie mgen's nun glauben oder nicht1 -- als es drei ,viertel schlug1 war ich1 ,otto ,leberecht ,holzheimer1 ich1 das ,opfer miglckter ,aoristformen1 ,primus6 ,der ,professor bebte am ganzen ,leibe4 ,das ist zu viel6 raunte er mit erstickter ,stimme4 ,ich mu ein ,exempel statuieren4 ,die ganze ,klasse kann ich nicht einsperren1 aber schon im ,altertum pflegte man rebellische ,legionen zu dezimieren 444 ,die sechs ,untersten werden mir ber ,mittag nachsitzen4 ,primus1 ,du wirst den ,pedellen von dieser ,verfgung in ,kenntnis setzen4 ,und ich1 ,otto ,leberecht ,holzheimer1 meldete unserem ,pedell1 die sechs ,ultimi1 darunter zwei der vorzglichsten ,griechen1 seien wegen ungengender ,leistung mit der empfindlichen ,strafe des ,herrn ,professors in aeternam rei memoriam gebrandmarkt worden6 ,sehen ,sie1 geehrter ,herr ,redakteur1 so geht's in der ,welt6 ,der ,geist siegte ber das ,fleisch1 die deutsche ,intelligenz ber den griechischen ,formelkram1 der ,germanismus ber das ,welsche1 ,bismarck ber ,benedetti1 ,schalk ber das ,philistertum1 und ,falk ber die ,jesuiten4 ,als deutscher ,quartaner biete ich ,ihnen1 dem ,gleichgesinnten1 ,gru und ,handschlag6 ,lassen ,sie uns gemeinsam fortstreben im ,dienste der echten1 der geistesbefreienden ,humanitt6 ,mit kollegialischem ,gru ,ihr herzlich ergebener ,otto ,leberecht ,holzheimer4 pr4 ,adr43 ,herrn ,dr4 ,friedrich ,leberecht ,holzheimer1 ,herzogl4 ,kreisphysikus und ,sanittsrat zu ,meppingen4 ,ein ,familienereignis4 ,es ist eigentmlich1 wie schwer sich der ,gymnasiast daran gewhnt1 das ,privatleben seiner ,lehrer unbefangen und parteilos ins ,auge zu fassen und in dem ,manne1 der da berufen ist1 von der ,hhe seines ,katheders den schylus zu erklren und ,karzerstrafen zu verhngen1 ohne strende ,nebengedanken den ,brger und ,staatsbrger zu wrdigen4 ,alles1 was der ,lehrer im ,kreise seiner ,familie oder innerhalb der menschlichen ,gesellschaft treibt1 gewinnt fr den ,blick des ,gymnasiasten eine absonderliche ,beleuchtung1 und zwar mssen wir zu unserem ,bedauern konstatieren1 da diese ,beleuchtung nur in ,ausnahmefllen die einer rein menschlichen ,sympathie ist4 ,vielmehr geht das ,gymnasiastengemt systematisch darauf aus1 jeder ,handlung des ,gymnasialprofessors1 und sei sie die indifferenteste und naturgemeste1 eine komische ,seite abzugewinnen und bermtige ,glossen daran zu knpfen4 ,zu den ernstesten und heiligsten ,familienereignissen gehrt die ,vermehrung des ,hausstandes durch einen jungen ,sprling4 ,unter normalen ,verhltnissen beeilen sich sofort die ,verwandten und ,freunde1 das hchlich erfreute ,elternpaar zu beglckwnschen1 und ein ,inserat im ,tageblatt verkndet auch den entfernteren ,gnnern und ,gesinnungsgenossen1 da die liebe ,frau ,berta oder ,josephine ihren ,gatten mit einem krftigen ,jungen berrascht habe4 ,wenn der ,gymnasiast wirklich ein ethisch tief angelegtes ,geschpf wre1 so mte ein derartiges ,vorkommnis in der ,familie des ,gymnasialprofessors auf die ganze ,klasse einen erhebenden und luternden ,einflu ausben4 ,aber just das ,gegenteil ist der ,fall 444 ,in ,sekunda und ,prima erfreuten wir uns eines ,lehrers1 der nur darum nicht die oben erwhnten ,insertionskosten in jedem ,semester dreimal zu tragen hatte1 weil die ,natur in diesem ,punkte unberwindliche ,hindernisse aufgetrmt hat4 ,aber alljhrlich einmal trat die beglckende berraschung doch ein1 und die ganze ,klasse war dann in einer ,weise demoralisiert1 die mit dem ,geist1 wie er in einer ,pflanzsttte des ,schnen1 ,wahren und ,guten herrschen soll1 schroff kontrastierte4 ,schon einige ,wochen vor dem entscheidenden ,tage raunte man sich auf allen ,bnken das ,geheimnis von ,doktor ,brmmels erneuten ,hoffnungen zu4 ,sobald diese ,tatsache fr ausgemacht galt1 beschftigten wir uns whrend der ,unterrichtsstunden ,brmmels vornehmlich mit ,epigrammen und ,xenien1 denen es oblag1 unsere ,entdeckung nach ihrer sittlichen1 kulturgeschichtlichen und nationalkonomischen ,seite zu kritisieren4 ,eine hervorragende ,rolle in diesen rhythmischen ,kleinigkeiten spielte ,niobe1 als das ,urbild eines berschwenglichen ,mutterstolzes4 ,auch ,danaos und andere mythische ,gestalten woben sich zwanglos in unsere ,distichen ein4 ,und da sich mir bei einer tieferen ,wrdigung der ,sachlage die ,erwgung aufdrngte1 wie es ,herrn ,brmmel dereinst wohl gelingen mchte1 seine zahlreichen ,tchter glcklich und vorteilhaft zu verheiraten1 so schuf ich1 die ,ereignisse antizipierend1 eine ,ballade1 die mit den ,versen anhub3 ,herr ,brmmel ist von ,tchtern ,allmhlich ganz umringt2 ,er denkt und sinnt und dichtet1 ,wie er sie unterbringt4 ,schon sind ,amandens ,locken ,mit zartem ,grau meliert1 ,und ,ostern wird die ,jngste1 ,so ,gott will1 konfirmiert4 ,im weiteren ,verlauf der ,dichtung schob ich nun dem unglcklichen ,lehrer eine endlose ,reihe von ,machinationen unter1 von denen keine zum erwnschten ,ziele fhrt4 ,da ergreift ihn die helle ,verzweiflung4 ,die ,hnde zum ,zeus erhoben1 bricht er in die klagenden ,worte aus3 ,o ,herr1 sieh du in ,gnaden ,auf meiner ,tchter ,zahl ,und hilf mir1 ,allerbarmer1 ,in meiner ,vaterqual6 ,da lt ,zeus seine ,donner rollen1 und eine vernichtende ,stimme ruft dem erschrockenen ,bittsteller zu3 ,was du dir angerichtet1 ,ertrage mit ,geduld3 ,hast du zu viele ,tchter1 ,so bist du selber schuld6 ,der ,leser wird schon bei der ,lektre dieser wenigen ,proben die berzeugung gewinnen1 da unsere ,lieblosigkeit einen wahrhaft bengstigenden ,hhegrad erreicht hatte4 ,was war indes meine ,ballade gegen die ,xenien ,wilhelm ,rumpfs oder die ,vierzeiler ,emanuel ,boxers8 ,eines dieser ,quatrains lautete z4 ,b43 ,und gibt's ein ,zwillingspaar1 ,so sind's der ,kinder zwei2 ,und gibt's noch eines mehr1 ,so sind es ihrer drei4 ,ein anderes3 ,wie zrtlich strahlt dein ,angesicht1 ,und wonnig glht der ,liebe ,feuer6 ,doch eines1 ,kind1 bedenkst du nicht3 ,das ,geld ist rar1 das ,leben teuer4 ,ein drittes griff die ,sache noch ironischer und beiender an4 ,es lautete3 ,flocken1 ,flocken streut der ,winter1 ,zahllos wie der ,sterne ,heer1 ,zahllos wie der ,sand am ,meer1 ,zahllos wie ,herrn ,brmmels ,kinder4 ,oder in knapperer ,form3 ,wie ist die ,stadt verwaist6 ,die ,brmmels sind verreist4 ,ja1 selbst ethnographische ,streiflichter blitzten aus unseren geistsprhenden ,epigrammen3 ,das deutsche ,volk vermehrt sich flott1 ,und ,frankreich senkt beschmt die ,fahne 444 ,kein ,wunder das1 beim ew'gen ,gott6 ,herr ,doktor ,brmmel ist ,germane6 ,unter solchen und hnlichen ,perfidien verstrich ,woche um ,woche1 und nun ging es ungefhr1 wie ich nachstehend verzeichne4 ,es war etwa in der ,nachmittagsstunde zwischen zwei und drei4 ,doktor ,brmmel erging sich gerade in einer ausfhrlichen ,darlegung der griechischen ,literaturverhltnisse seit dem ,tode des ,euripides 444 ,pltzlich vernahm man an der ,tr des ,schulsaales ein schchternes ,pochen4 ,herr ,professor1 es klopft6 ber die ,zge ,brmmels flog ein eigentmliches ,leuchten4 ,so1 es klopft8 sagte er mit unsicherer ,stimme4 ,sehen ,sie einmal nach1 ,boxer1 wer da ist4 ,boxer ging1 um zu ffnen4 ,im ,rahmen der ,pforte ward das ernste ,haupt des ,pedells sichtbar4 ,ah1 ,sie sind es1 ,quaddler1 sagte der ,professor1 nur mit ,mhe eine gewisse ,erregung bewltigend4 ,was wollen ,sie8 ,herr ,professor1 ,ihr ,mdchen ist drauen1 ,sie mchten doch rasch mal nach ,haus kommen4 ,durch die versammelte ,sekunda ging ein leises1 fast unhrbares ,murmeln4 ,boxer1 der sich wieder auf seinen ,platz zurckzog1 streckte uns bedeutsam die ,zunge heraus und zog die ,brauen in die ,hhe1 als wollte er sagen3 ,jamjam adest6 ,professor ,brmmel aber beauftragte den ,primus1 einstweilen ein ,kapitel aus ,xenophons ,memorabilien bersetzen zu lassen1 griff hastig nach ,stock und ,hut und eilte ins ,freie4 ,sofort bemchtigten wir uns des ,pedells4 ,was ist denn los1 ,herr ,quaddler8 riefen wir1 eine naive ,unkenntnis heuchelnd4 ,die ,frau ,professorin ist doch nicht krank geworden8 ,quaddler schttelte unwillig das ,haupt4 ,ach1 die ,herren ,sekundaner mssen immer ihre ,possen machen1 sagte er rgerlich4 ,sie werden wohl sehr gut wissen1 was geschehen ist4 ,aber wir haben keine ,ahnung1 bester ,herr ,quaddler6 riefen wir im ,chor4 ,ach1 gehen ,sie weg1 ich kenne das4 ,seit zwanzig ,jahren bin ich ,pedell1 und die ,herren ,sekundaner haben es noch jedesmal so gemacht4 ,das ist wohl bis jetzt in jedem ,semester passiert8 fragte ,boxer4 ,herr ,boxer1 sagte ,quaddler sehr ernst1 ich mu mir gtigst erlauben1 zu vermerken1 da ich unmglich zugeben kann1 wo es sich um den ,respekt handelt1 und wofern ,sie immer so ,narrenspossen im ,kopfe haben6 ,aber ich frage ja nur1 -- ereifern ,sie sich doch nicht6 ,also es ist wirklich was ,kleines8 ,quaddler wurde jetzt ungemtlich4 ,wenn ,sie meinen1 ,sie knnen hier ,ihren ,spott mit mir treiben1 so mu ich mir ergebenst zu vermerken erlauben1 da ,sie gtigst im ,irrtum sind4 ,wenn der ,herr ,professor zurckkommen1 werde ich vermelden1 was vorgefallen ist4 ,was8 ,er droht8 rief jetzt eine ,stimme von den hinteren ,bnken4 'naus6 'naus6 donnerte eine zweite4 ,quaddler richtete sich hoch auf4 'naus1 sagen ,sie8 'naus8 ,wissen ,sie was1 wenn ,sie mir so kommen und 'naus sagen1 dann gehe ich4 ,und hiermit machte er kehrt und verschwand im ,korridor4 ,jetzt brach ein unendlicher ,jubel los4 ,einer von uns bestieg den ,katheder und machte seine ,mitschler in einer kurzen ,ansprache auf das ,wichtige und ,erhebende des ,momentes aufmerksam4 ,am ,schlu dieser ,rede betonte er die ,notwendigkeit1 dem gefeierten ,lehrer durch eine mglichst glnzende und einstimmige ,demonstration die ,teilnahme der ,sekunda an dem freudigen ,ereignis recht unmittelbar auszudrcken4 ,nach lngeren ,debatten ward der ,beschlu gefat1 ,herrn ,brmmel des anderen ,tages bei seinem ,erscheinen im ,lehrzimmer ein groes ,bukett und eine ad hoc zu verfertigende lateinische ,ode zu berreichen4 ,da wir nichts ,besseres zu tun hatten1 so gingen unsere berufensten ,lateiner sofort ans ,werk1 das projektierte ,festgedicht in seinen ,umrissen zu ,papier zu bringen4 ,sechs oder sieben ,entwrfe gelangten zur ,verlesung4 ,es fand sich da eine reiche ,auswahl der wunderbarsten und berraschendsten ,wendungen4 ,eine dieser ,hymnen begann mit den ,worten3 ,praeceptori nostro caro1 ,viro justo ac praeclaro1 ,ridet ,zeus haud ita raro -- eine ,strophe1 deren ,schluwendung nicht der ,grazie entbehrt4 ,ich selbst hatte eine tiefempfundene ,ode verfat1 die mit dem ,ausrufe begann3 ,iterum iterumque 444 ,sie wurde jedoch von der ,majoritt meiner ,kameraden als zu karzergefhrlich abgelehnt4 ,des anderen ,tages mit dem ,glockenschlag neun trat ,doktor ,brmmel nicht ohne eine gewisse ,befangenheit in das ,schulzimmer4 ,sofort erhob sich der ,primus von ,obersekunda und streckte die ,rechte wie zum ,eidschwur nach der ,decke4 ,auf dieses verabredete ,signal brach die ganze ,klasse in ein strmisches ,hoch aus3 ,hoch6 und abermals ,hoch6 und zum drittenmal ,hoch6 ,doktor ,brmmel wute nicht1 ob er danken oder eine ,untersuchung einleiten sollte4 ,ehe er sich jedoch ber dieses ,dilemma entschieden hatte1 trat unser bester ,redner aus den ,bnken1 schritt1 in der ,linken das riesige ,bukett1 in der ,rechten die auf sauberes ,velinpapier geschriebene ,ode haltend1 nach dem ,katheder hin und begann seine ,deklamation4 ,das ,festgedicht war so eingerichtet1 da nach jeder achtzeiligen ,strophe der ,chor einfallen mute1 was denn auch jedesmal bestens besorgt wurde4 ,herr ,doktor ,brmmel schwankte whrend der ganzen ,zeremonie fortwhrend zwischen den verschiedenartigsten ,stimmungen hin und her4 ,einmal bi er sich so entschieden auf die ,lippe und legte die geballte ,faust auf die ,kathederflche1 da wir unbedingt berzeugt waren1 er wrde die ganze ,klasse wegen ,komplotts beim ,lehrerkollegium anzeigen2 dann aber1 unseren heiligen ,ernst wahrnehmend1 lchelte er still vor sich hin und gedachte an ,berta1 die ja in der ,tat1 die ja wirklich1 die ja genau so1 wie es in dem ,festgedicht hie1 sein ,haus mit ,freude und ,segen erfllt hatte4 ,im stillen aber mochte er ,gott danken1 da der ganze ,umfang seines ,glckes den ,schlern zurzeit noch verborgen geblieben war4 ,htten wir gewut1 da sich das oben mitgeteilte ,quatrain ,boxers verwirklichen sollte1 htten wir geahnt1 da die ,welt um zwei junge ,brmmels reicher geworden war3 wir wrden ohne ,zweifel zwei ,redner ins ,feld gesandt1 zwei ,oden gedichtet und zwei ,buketts berreicht haben1 eine ,huldigung1 deren unverkennbare ,komik die ,reserve1 mit welcher ,doktor ,brmmel uns jetzt anhrte1 unmglich gemacht htte4 ,nachdem unser ,spruchvermelder seine ,aufgabe erledigt hatte1 sagte ,doktor ,brmmel mit gemessener ,freundlichkeit3 ,ich danke ,ihnen4 ,wir wollen uns durch diesen ,zwischenfall indessen nicht weiter stren lassen und unsere ,arbeit da wieder aufnehmen1 wo wir sie unterbrochen haben4 ,es dauerte zwei ,tage1 bis wir erfuhren1 da die ,sonne des ,brmmelschen ,hauses in das ,zeichen der ,zwillinge getreten war4 ,jetzt aber kannte die ,flut der ,epigramme1 ,distichen und ,quatrains keine ,grenzen mehr4 ,boxer verfertigte allein an zweihundert ,vierzeiler1 und da wir seine ,aperus in hohem ,grade originell fanden1 so beschlossen wir1 dieselben auf gemeinschaftliche ,kosten drucken zu lassen4 ,gedacht1 getan4 ,jeder von uns bekam zwei ,exemplare der kstlichen ,sammlung3 die brigen zerschnitten wir in kleine ,streifen1 und zwar so1 da jedesmal ein ,quatrain durch diese ,teilung isoliert wurde1 und verstreuten die eigentmlichen ,bonbonzettel kurz vor dem ,beginne der nchsten ,brmmelschen ,lehrstunde im ,schulzimmer und insbesondere auf dem ,katheder4 ,brmmel erschien wie gewhnlich mit einer gewissen ,schchternheit4 ,der ,soldat mag noch so oft den ,donner der ,schlachten gehrt haben3 beim ,beginn des ,gefechts versprt er immer ein gewisses ,unbehagen1 das er erst nach und nach im ,laufe des ,treffens bemeistern lernt4 ,auf dem ,katheder angelangt1 bemerkte ,brmmel zu seiner grten berraschung1 da man seinen ,ehrenplatz heute in hchst eigentmlicher ,weise dekoriert hatte4 ,er runzelte die ,stirn und wollte sich eben erkundigen1 wer sich einen so witzlosen ,streich erlaubt habe1 als sein ,blick auf dem ,namen ,brmmel haften blieb1 der sich in groen ,buchstaben aus dem typographischen ,karree einer sauber ziselierten ,strophe hervorhob4 ,der ,schulmann sah nher zu und vermochte nur mit ,mhe einen ,ausruf des ,entsetzens zu unterdrcken4 ,sehr gut1 sehr gut6 sthnte er nach einer ,weile1 heftig die ,nstern blhend4 ,und wer ist der saubere ,kamerad1 der sich dieser wohlfeilen ,spe erfrecht8 ,er mge sich nennen1 der ,feigling1 damit ich ihm zeigen kann1 was einem solchen ehrlosen ,streiche gebhrt6 ,in den ,rumen der ,sekunda herrschte lautlose ,stille4 ,nun1 will sich der wohl melden1 der mir diese schmutzigen ,wische da auf den ,katheder gelegt hat8 ,ich frage nicht zum dritten ,male6 ber den ,subsellien brtete eine unheimliche ,grabesruhe4 ,in der ,tat hatten wir keine ,veranlassung1 der ,aufforderung des ,herrn ,professors nachzukommen1 da er uns so energisch versicherte1 zum drittenmal wrde er nicht fragen4 ,so6 rief ,brmmel nach einer lngeren ,pause1 furchtbar die ,augen rollend2 der will sich also nicht melden8 ,gut6 ,sehr gut6 ,so werde ich die ganze ,klasse ber ,mittag hier behalten6 ,jetzt erhob sich auf den hinteren ,bnken ein ,brummen des ,unwillens1 dem sich bald ein sehr dezidiertes ,scharren mit den ,stiefelabstzen zugesellte4 ,was8 ,brummen wollen ,sie8 ,scharren wollen ,sie8 ,kindskpfe1 die ,sie sind6 ,ich werde ,ihnen einmal einen ,quartaner herauf holen1 der soll ,ihnen sagen1 was ,lebensart ist6 ,gelchter auf allen ,bnken4 ,jetzt ri ,herrn ,brmmel die ,geduld4 ,er eilte mit groen ,schritten auf ,boxer zu1 den er in dem begrndeten ,verdacht hatte1 einer der ,hauptrdelsfhrer bei jedem ,skandal zu sein1 und rief mit ,donnerstimme3 ,sie sind mir fr diesen himmelschreienden ,unfug verantwortlich6 ,entweder ,sie machen mir den ,schuldigen ausfindig1 oder ich sperre ,sie vier ,tage auf den ,karzer4 ,meinen ,sie mich8 lchelte ,boxer mit der ,unschuld eines vierzehnjhrigen ,mdchens4 ,ja1 ,sie6 ,ich sehe ,ihnen an1 da ,sie die ganze ,geschichte angestiftet haben6 ,kein ,wort mehr6 ,aber1 ,herr ,doktor1 ich versichere ,sie1 da ich keine ,ahnung habe1 um was es sich eigentlich handelt4 ,gebrummt habe ich diesmal nicht1 und wegen ,nichtbrummens zu brummen fllt mir gar nicht ein4 ,lassen ,sie ,ihre schlechten ,witze1 sonst werden ,sie ,ihre ,lage nur noch verschlimmern6 ,wollen ,sie mir kurz und bndig gestehen1 was ,sie von der ,sache wissen8 ,von welcher ,sache1 ,herr ,doktor8 ,gebrummt habe ich nicht1 denn ich sitze viel zu weit vorn1 und gescharrt habe ich auch nicht1 denn ich habe heut' ,stiefel an1 die mir so eng sind1 da ich keinen ,fu rhren kann4 ,also wovon soll ich wissen8 ,mensch1 ,sie verstellen sich in einer ,weise1 die geradezu emprend ist4 ,ich frage ,sie1 was wissen ,sie ber den ,autor der schamlosen ,pasquille1 die man mir dort auf den ,katheder gelegt hat8 ,erlauben ,sie einmal1 sagte ,boxer1 nach dem ,katheder eilend4 -- ,er las mit halblauter ,stimme3 ,o lieber ,gott1 in jedem ,jahr ,ein frisch besohltes ,zwillingspaar 444 ,behalten ,sie diese ,dummheiten fr sich1 und gehen ,sie auf ,ihren ,platz zurck6 schrie ,brmmel mit steigender ,erbitterung4 ,boxer raffte die ,zettel1 die auf dem ,katheder lagen1 zusammen und steckte sie in die ,brusttasche4 ,wenn ,sie mir drei ,tage ,zeit lassen1 sagte er harmlos1 so wird es mir nicht schwer halten1 den ,urheber zu ermitteln4 ,ich gehe einfach bei allen ,druckereien der ,stadt herum und erkundige mich1 in welcher ,offizin diese ,zettel gedruckt worden sind4 ,das ist das einfachste und sicherste ,mittel4 ,das werden ,sie bleiben lassen1 versetzte ,brmmel energisch4 ,wollen ,sie ,ihren ,impertinenzen die ,krone aufsetzen und diese ,sudeleien womglich noch ins ,tageblatt befrdern8 ,geben ,sie her6 ,boxer nahm jetzt die ,stellung ein1 die ,lessing auf seinem berhmten ,gemlde dem ,johann ,hu zuerteilt hat4 ,herr ,professor1 sagte er1 das ist eine schreiende ,ungerechtigkeit6 ,sie bedrohen mich mit einer mehrtgigen ,karzerstrafe1 falls ich ,ihnen den ,schuldigen nicht namhaft mache1 und dabei suchen ,sie mir die ,mittel zu entziehen1 die allein geeignet sind1 mir die gewnschte ,entdeckung zu ermglichen4 ,herr ,professor1 ,sie werden entschuldigen1 wenn ich mich damit nicht beruhigen kann4 ,ganz ergebenst bitte ich um die ,erlaubnis1 sofort zum ,herrn ,direktor gehen zu drfen4 ,ich werde ihm die ganze ,angelegenheit vortragen und diese ,zettel zur ,verfgung stellen4 ,der ,herr ,direktor mag dann selbst entscheiden1 ob ich dafr verantwortlich bin1 wenn andere etwas von ,zwillingen schreiben4 ,auerdem habe ich niemals gehrt1 da ,zwillinge ein ,schimpfwort wre4 ,brmmel sah jetzt sehr wohl ein1 da er sich in eine ,sackgasse verrannt hatte4 ,er wre lieber gestorben1 ehe er zugegeben htte1 da der ,direktor diese schnden ,machwerke der miratenen ,sekundaner zu ,gesicht bekme4 ,was konnte es frommen1 wenn die offizielle ,folge einer solchen ,wendung der ,dinge wirklich fr ,boxer und ,genossen verhngnisvoll ward8 ,privatim htte der ,direktor sich doch kstlich amsiert und nicht verfehlt1 im ,klub und auf den ffentlichen ,bierkellern1 die er mit ,vorliebe frequentierte1 das ,ereignis zum besten zu geben1 ganz abgesehen davon1 da ,brmmel sich dem ,direktor gegenber selbst unter vier ,augen nicht kompromittieren wollte4 ,der ,zwist wurde also beigelegt1 ,boxers ,unschuld in ihrem vollen ,umfange anerkannt und von einer weiteren ,untersuchung ,abstand genommen1 weil1 wie ,doktor ,brmmel sich ausdrckte1 die ganze ,sache eigentlich zu erbrmlich war1 um ein ,wort darber zu verlieren4 ,ich bitte mir brigens aus1 fgte er hinzu1 als er wieder auf dem ,katheder ,platz nahm1 da ,sie die ,wische da unverzglich vernichten4 ,sekunda stellt sich durch solche ,lcherlichkeiten ein testimonium paupertatis aus1 wie ich es nicht fr mglich gehalten htte4 ,haben ,sie nichts ,besseres zu tun1 als ,ihre ,zeit mit solchen unlauteren ,reimereien zu vertrdeln8 ,schmen ,sie sich in ,ihre ,seelen hinein6 ,wenn ,sie so fortfahren1 so werden ,sie ber kurz oder lang moralisch zugrunde gehen1 -- denken ,sie an mich6 ,ohne echten sittlichen ,ernst ist eine gedeihliche ,entwickelung des ,menschen nicht denkbar1 und wenn ,sie noch so glnzende ,fortschritte in den ,wissenschaften machen1 was ich nicht gerade behaupten kann1 so wrden ,sie doch niemals zu wahrhaften ,mnnern heranreifen1 falls der frivole ,geist1 wie er seit einiger ,zeit in dieser ,klasse herrscht1 einen dauernden ,einflu behaupten sollte4 ,wahrlich1 es ist weit gekommen1 wenn nicht einmal mehr das ,privatleben des ,lehrers vor den ,ungezogenheiten einer charakterlosen ,schuljugend sicher ist4 ,aber das kommt von dem oberflchlichen und leichtfertigen ,lebenswandel1 dem sich die meisten jungen ,leute von heutzutage leider schon sehr1 sehr frh zu ergeben pflegen6 ,es ist ein wahres ,unheil1 wenn sich in der ,stadt1 wo die ,gymnasien ihr ,zelt aufgeschlagen haben1 gleichzeitig eine ,universitt befindet4 ,verlassen ,sie sich darauf1 ich werde ,ihnen auf die ,finger sehen6 ,erfahre ich jemals wieder1 da einer von ,ihnen an ,zechgelagen teilgenommen hat1 so lasse ich keine ,milderungsgrnde gelten3 ich trage unbedingt auf ,relegation an4 ,es sind ,leute unter ,ihnen1 die gar nicht wissen1 was sie sich und der brgerlichen ,gesellschaft als ,mitglieder eines ffentlichen ,erziehungsinstitutes schuldig sind4 ,das mu anders werden4 ,boxer1 an ,sie wende ich mich speziell4 ,sie sind mir wiederholt als derjenige bezeichnet worden1 der bei allen nichtsnutzigen ,streichen das groe ,wort fhrt4 ,ich rate ,ihnen in aller ,freundschaft1 bessern ,sie sich1 sonst nimmt es kein gutes ,ende mit ,ihnen4 ,wahrlich1 ,ihr vortrefflicher ,herr ,vater hat es nicht um ,sie verdient1 da ,sie in dieser ,weise seinem ,namen ,unehre machen4 ,boxer erhob sich mit der ,miene eines tdlich ,beleidigten4 ,herr ,professor1 stammelte er mit gut geknstelter ,aufregung1 das hat mir noch niemand gesagt4 ,und was meinen ,vater betrifft1 so hat er erst gestern in meiner ,gegenwart geuert1 ich sei der ,stolz der ,familie4 ,ich kann das durch ,zeugen erhrten1 und in der ,tat wte ich auch nicht1 inwiefern ich ihm die mindeste ,unehre machte4 ,ich habe bis jetzt noch immer die besten ,aufstze geschrieben1 und meine ,zensuren lauten1 bis aufs ,betragen1 stets gnstig4 ,setzen ,sie sich6 ,ich wei besser1 was ,ihr ,herr ,vater ber ,sie denkt1 und sollte er wirklich im ,zweifel sein1 wie es um seinen ,sohn bestellt ist1 so werde ich ihm bei nchster ,gelegenheit einmal grndlich die ,augen ffnen4 ,boxer setzte sich1 und der ,unterricht nahm seinen ,anfang4 ,als aber ,doktor ,brmmel den ,lehrsaal verlassen hatte1 sanken sich die ,sekundaner gegenseitig in die ,arme und jauchzten vor ,wonne und ,seligkeit4 ,ach1 klang es von ,mund zu ,mund1 der ,himmel gebe1 da die ,brmmelina bald wieder ,zwillinge bekommt6 ,knebelii discipuli ,threnodia4 ,si omnes mundi homines1 ,quae amant1 iis non carerent1 ,praeclara vitae esset spes1 ,nam qui timores nos terrerent8 ,perpetuo vellem bibere1 ,sed saccus mi repletus raro6 ,o ,deus1 pater optume1 ,quor fato utor tam amaro8 ,quor gulam mi tam aridam1 ,tam vini cupidam dedisti1 ,si1 quibus flammas opprimam1 ,pecunias dare omisisti8 ,ad ultimum me rediges3 ,haud justum mi parasti sortem6 ,mehercle6 ,quae mi cunque des1 -- ,aut dabis aes1 aut dabis mortem6 ,aus den ,privataufzeichnungen des ,sekundaners ,heppenheimer4 ,erstes ,bruchstck4 444 ,am #bd4 ,februar #ah9999 ,womit soll ich zunchst anfangen8 -- ,es klingt eigentmlich1 aber es ist nichtsdestoweniger wahr3 jeder ,anfang hat fr mich etwas ,peinliches4 ,bei meinen deutschen ,aufstzen hocke ich oft stundenlang und kaue an der ,feder1 ohne zu wissen1 wie ich dem ,dinge beikommen soll4 ,gewhnlich helfe ich mir dann dadurch1 da ich mich nach einem geeigneten ,zitat umsehe und dasselbe als ,motto oben rechts in die ,ecke schreibe4 ,hieran lt sich dann gewhnlich in ungezwungener ,weise anknpfen1 indem man etwa fortfhrt wie nachstehend3 ,der groe ,dichter1 dem wir diese ,worte entlehnen1 hat ohne ,zweifel dabei die hochwichtige ,frage im ,auge gehabt1 deren ,behandlung mir heute von ,amts wegen obliegt4 ,es ist mir bis jetzt noch stets gelungen1 den erforderlichen ,nachweis zu liefern1 zumal wenn das ,zitat von ,schiller war1 dessen ,aussprche das ,angenehme haben1 da sie fr alle ,verhltnisse des ,lebens gleich brauchbar sind4 ,ich will also dieser meiner angestammten ,gewohnheit auch heute nicht untreu werden und mein ,tagebuch mit den herrlichen ,worten aus ,schillers ,glocke einleiten3 ,von der ,stirne hei ,rinnen mu der ,schwei4 ,dies ist nmlich die ,ansicht meines ,mitschlers ,leopold ,hutzler1 der in der ,nhe des ,fensters sitzt und durchaus nicht leiden kann1 wenn man auch nur ein kleines ,quadratchen ffnet1 um frische ,luft hereinzulassen4 ,wie zu ,eingang notiert1 ist es noch ,februar1 und die ,witterung lt manches zu wnschen brig4 ,wir besitzen nun einen ,lehrer1 der zum ,schlagflu neigt und vor ,kongestionen fast umkommt1 wenn alles geschlossen ist4 ,kaum tritt er ins ,zimmer1 so ruft er mit seiner drhnenden ,bastimme3 ,schwarz1 machen ,sie mal 's ,fenster auf61 und ,schwarz tut1 wie geheien4 ,bis zum #bj4 ,februar ging die ,sache auch ihren stillen1 friedlichen ,gang4 ,an diesem ,tage aber gelangten die exercitia pro loco zur ,verteilung1 und ,hutzler1 der ein ,feind aller ,zugluft ist1 kam in die ,nhe des ,fensters zu sitzen 444 ,doktor ,perner lie wie gewhnlich oben die ,klappe ffnen und wollte eben seinen ,vortrag beginnen1 als der stramme ,hutzler sich von seinem ,platze erhob und mit aufgestelltem ,rockkragen und frostschauernder ,stimme in die geflgelten ,worte ausbrach3 ,herr ,doktor1 es zieht so6 ,doktor ,perner wird nun jedesmal nervs1 wenn jemand behauptet1 es ziehe4 ,er sagt1 das sei ,einbildung1 und wenn die ,bewegung der atmosphrischen ,luft die ,gesundheit schdige1 so knne kein ,mensch mehr ber die ,strae gehen1 ohne eine ,rippenfellentzndung oder die ,diphtheritis zu bekommen4 ,so1 es zieht ,ihnen8 erwiderte er in wegwerfendem ,tone4 ,wie alt sind ,sie eigentlich8 ,im nchsten ,januar werde ich siebzehn6 entgegnete ,hutzler mit ,wrde4 ,und demungeachtet zieht es ,ihnen8 -- ,nun1 dann ist es die hchste ,zeit1 da ,sie endlich einmal dieses ,vorurteil ablegen4 ,setzen ,sie sich1 das ,fenster bleibt auf6 ,hutzler zog den ,rockkragen noch hher1 setzte sich nicht und sagte mit mnnlicher ,festigkeit3 ,herr ,doktor1 der ,arzt hat es mir dringend verboten1 mich der ,zugluft auch nur auf wenige ,minuten auszusetzen4 ,ich bitte um die ,erlaubnis1 meinen ,platz wechseln zu drfen6 ,meinetwegen1 sagte der ,doktor ,perner mit einem geringschtzigen ,achselzucken4 -- ,hanau1 wechseln ,sie einmal mit dem ,hutzler den ,platz6 ,herr ,doktor1 sagte ,hanau1 ich bin erst gestern wiedergekommen und neige sehr zum ,katarrh4 ,es wre vielleicht doch besser1 wenn wir das ,fenster zumachten4 ,seien ,sie still6 ,gildemeister1 setzen ,sie sich dort an das ,fenster6 ,gildemeister hustete dumpf1 und es klang wie ein ,bierfa4 ,wenn ,sie erlauben1 sagte er mit heiserer ,stimme1 so mchte auch ich hier auf meinem ,platze bleiben4 ,ich habe jetzt schon acht ,senfpflaster verbraucht1 um meinen ,luftrhrenkatarrh los zu werden1 und bin immer noch nicht damit zustande gekommen4 ,gut1 sagte ,doktor ,perner jetzt stirnrunzelnd1 so bleiben ,sie1 wo ,sie sind4 ,wenn es dem ,hutzler zieht1 so mag er seinen ,paletot umhngen4 ,wenn ich meinen ,paletot umhnge1 so wird mir's zu warm1 und dann erklte ich mich erst recht4 ,meinetwegen erklten ,sie sich sechsmal4 ,nun1 ,sie werden ja sehen1 was ,sie anrichten1 ,herr ,doktor1 sagte ,hutzler gekrnkt4 -- ,ich merke jetzt schon einen eigentmlichen ,kitzel im ,halse1 und so fngt es bei mir jedesmal an4 ,mit diesen ,worten begann er zu hsteln4 ,ich mu nun an dieser ,stelle bemerken1 da ,hutzler einer unserer gesundesten ,schler ist4 ,wie oft hat der ,direktor ,samuel ,heinzerling ihm die vernichtenden ,worte zugerufen3 ,schwchlch6 ,s1 schwchlch8 ,non1 hren ,s nmal1 ,hutzler1 ch wollte1 jder ,mnsch onter der ,sonne wre so schwchlch w ,s6 ,faul snd ,s1 aber ncht schwchlch6 ,es handelt sich bei der ganzen ,opposition ,hutzlers lediglich um das1 was man eine parlamentarische ,unterbrechung nennt4 ,er will in die ,monotonie der ,lehrstunden eine gewisse ,frische und ,abwechslung bringen4 ,aus diesem ,gesichtspunkte wird uns auch die ,weigerung der beiden erwhnten ,mitschler begreiflich4 ,der ,lehrer begann nun den ,unterricht1 und ,hutzler1 das ,haupt trotzig in die ,hand gesttzt1 bereitete sich zur ,fortsetzung seiner planvoll erwogenen ,strung vor4 ,als es ein ,viertel schlug1 hustete er dreimal tief auf und sthnte dann1 als ob sich ihm die ,luftrhre krampfhaft zusammenschnre4 ,fnf ,minuten spter hatte sein ,husten einen so drhnenden ,charakter angenommen1 da es ,herrn ,doktor ,perner unmglich war1 den ,unterricht fortzusetzen4 ,er hielt einen ,augenblick inne4 ,sind ,sie nun bald fertig8 rief er1 die ,augen rollend1 whrend er das ,buch heftig wider die ,platte des ,katheders stie4 ,hutzler hustete noch lauter1 und so natrlich1 da ich noch heute nicht begreife1 wie er diese gewaltigen ,erschtterungen seines ,kehlkopfes zuwege bringen konnte1 ohne ernstlich ,schaden zu nehmen4 ,hutzler6 schrie ,doktor ,perner auer sich4 ,jetzt trat in dem trefflich erknstelten ,anfalle eine ,pause ein4 ,hutzler erhob sich4 ,herr ,doktor1 darf ich nun vielleicht das ,fenster da zumachen8 ,das ,fenster bleibt auf6 ,sie sollten sich schmen1 auf so pbelhafte ,weise etwas erzwingen zu wollen1 was ich ,ihnen grundstzlich verweigern mu4 ,kaum hatten diese ,worte ,hutzlers ,trommelfell erreicht1 als er sofort wieder zu husten begann1 und zwar so krachend und klirrend1 da ich jeden ,augenblick meinte1 die ,brust msse ihm zerspringen4 ,ich lasse ,sie sofort nach dem ,karzer fhren6 rief ,doktor ,perner1 auer sich vor ,zorn4 ,wenn ,sie so empfindlich sind gegen jede erbrmliche ,kleinigkeit1 so wickeln ,sie sich in ,watte6 ,ich meinesteils dulde nicht1 da man in meinen ,lehrstunden solche ,komdien auffhrt4 ,komdien8 hustete ,hutzler4 ,wenn ich erkltet bin1 werde ich doch wohl noch husten drfen8 444 ,htten ,sie beizeiten das ,fenster geschlossen 444 ,sie sind einer der frechsten ,gesellen1 die mir noch jemals vorgekommen4 ,gehen ,sie nach ,hause und ziehen ,sie sich wrmer an6 ,ich bin es mde1 mich fortwhrend mit ,ihnen herumzuzanken6 ,recht gern1 hustete ,hutzler4 ,htte ich gewut1 da es hier so ziehen wrde1 so wre ich von ,anfang an in einem wrmeren ,kostm erschienen4 ,hutzler wohnt nur drei ,schritte vom ,gymnasium entfernt4 ,er ging1 und ,doktor ,perner setzte seinen ,vortrag fort4 ,es dauerte ungefhr zehn ,minuten4 ,dann erschien der treffliche ,leopold wieder in der ,tr1 und mit einem ,male herrschte in ,sekunda ein ,leben1 dessen reizende1 berschwngliche ,ausgelassenheit sich nicht in ,worte kleiden lt4 ,zuerst erscholl ein dreisalviges ,gelchter2 dann ein dumpfes ,geheul1 wie es die ,rothute bei ihren ,angriffen auf die ,weien auszustoen pflegen2 dann ein ,klatschen1 ,pfeifen1 ,scharren1 ,trappeln und ,rtteln1 da mir selbst1 der ich doch an das ,schlimmste gewhnt bin1 fast ,hren und ,sehen verging4 ,hanau und ich hoben in der allgemeinen ,verwirrung unseren ,tisch ungefhr drei ,zoll hoch ber den ,boden und lieen ihn dann mit aller ,wucht aufdonnern1 so da der ,staub wie ,opferrauch nach der ,decke stieg4 ,es war dies nur eine verdiente ,huldigung an die ,adresse unseres liebenswrdigen ,kameraden ,hutzler4 ,ahnst ,du1 o ,genius meines ,tagebuches1 wie ,hutzler im ,schulzimmer erschien8 ,hinten auf den ,rcken und vorn vor den ,bauch hatte er sich vermittelst roter ,schnre zwei ,federkissen gebunden4 ,an den ,fen trug er die groen ,reisepelzstiefel seines ,vaters2 zwei ,mffe1 die seinen beiden ,schwestern angehrten1 dienten ihm als ,pulswrmer1 und um den ,hals trug er in unzhligen ,windungen einen halbzlligen ,hanfstrick1 wie ihn die ,packer beim ,aufwinden der ,warenballen benutzen4 ,doktor ,perner stand wie versteinert1 whrend ,hutzler sich ganz gelassen anschickte1 seinen ,platz einzunehmen4 ,halt6 schrie der ,professor4 ,keinen ,schritt weiter6 ,denken ,sie etwa1 ,sie befinden sich hier in einer ,bierkneipe8 ,gewi nicht1 ,herr ,doktor6 entgegnete ,hutzler ehrerbietig4 ,so viel ich wei1 befinde ich mich in ,sekunda4 ,schweigen ,sie6 ,ihr ,zynismus bersteigt alle ,begriffe4 ,sofort entledigen ,sie sich dieses ,unrats und verfgen sich nach dem ,karzer6 ,welchen ,unrates1 ,herr ,professor8 ,doktor ,perner war auer sich1 er trat auf den ,schler zu und fate ihn an dem ,strick1 der um seinen ,hals lag4 ,hier1 dieses nichtswrdigen ,tandes6 schrie er1 da uns allen die ,ohren gellten4 ,ach so1 sagte ,hutzler1 es ist ja wahr1 da wollte ich ,sie noch ganz ergebenst um ,entschuldigung bitten4 ,meine beiden wollenen ,halstcher sind in der ,wsche1 und ,mutter wollte mir das ihrige nicht hergeben4 ,da meinte der ,vater1 so ein ,strick sei auch nicht zu verachten1 und es kme ja nicht darauf an1 wie es aussehe1 wenn es nur warm hielte4 ,aber wenn ,sie meinen1 es wre unziemlich1 so bin ich gern bereit1 ihn wieder abzulegen4 ,mit diesen ,worten begann er1 das halbzllige ,seil von seinem ,halse loszuwickeln4 ,in immer greren ,kreisen fegte der hanfgeflochtene ,radius um ,hutzlers ,kopf1 und jetzt fehlte nicht viel1 und die ,spitze htte den ,professor ernstlich in seiner ,integritt verletzt4 ,ich gebrauche hier ,integritt als ,euphemismus1 da es mir nicht wohl ansteht1 diejenigen ,teile des ,doktor ,perner namhaft zu machen1 die von dem wuchtigen ,strick ,hutzlers zunchst bedroht wurden4 ,mensch6 rief ,doktor ,perner wutschnaubend1 indem er das ,ende des ,strickes ergriff und daran zerrte4 ,das sollen ,sie mir ben6 ,hutzler bemhte sich1 die ,augen zu verdrehen und zwischen den ,lippen die ,zunge sichtbar werden zu lassen4 ,herr ,doktor6 sthnte er mit verlschender ,stimme1 nach rechts und links mit den ,armen in die ,luft greifend4 ,ich ersticke6 ,ich ersticke6 ,doktor ,perner lie los4 ,hutzler reckte seinen ,hals und begann1 ihn vollends auszuwickeln4 ,nun1 was zgern ,sie noch8 rief der ,lehrer1 indem er mit der rechten ,hand nach der ,tr deutete4 ,losgeschnallt6 sage ich1 und dann hinauf6 ,vor nchstem ,montag kommen ,sie mir nicht wieder herunter6 ,also weil ich mich ,ihrer ausdrcklichen ,anordnung entsprechend etwas wrmer gekleidet habe1 belegen ,sie mich mit ,karzerstrafe8 sagte ,hutzler1 gleich darauf in einen erneuten ,hustenanfall ausbrechend4 ,erlauben ,sie1 ,herr ,doktor1 ist der ,karzer geheizt8 ,der ,pedell wird das ,ntige besorgen1 entgegnete ,doktor ,perner4 ,schwarz1 bestellen ,sie einmal1 da ,nummer fnf geheizt wird4 ,und jetzt bringen ,sie sich unverzglich in eine anstndige ,verfassung4 ,diese schamlosen ,wlste hier dulde ich nicht6 ,aber1 ,herr ,doktor1 es sind ja zwei ,kopfkissen6 ,meine ,mutter hlt so viel auf ihr ,weizeug1 die wrde sich schn wundern1 wenn sie erfhre 444 ,kein ,wort mehr1 oder ich vergesse mich6 ,hutzler schwieg und begann1 seine ,kissen loszuschnallen4 ,mit einemmal stie er einen ,schrei des ,entsetzens aus4 ,die ,naht war geplatzt1 und eine ,flut von ,federn ergo sich in das ,schulzimmer4 ,wir andern eilten sofort hinzu1 um die kostbaren ,daunen aufzulesen1 und bald wirbelte es rings wie ,schneeflocken4 ,doktor ,perner machte vergebliche ,anstrengungen1 die ,ordnung wiederherzustellen4 ,gelles ,geheul derjenigen1 die in dem ,tumult umgestoen wurden und auf den ,boden zu liegen kamen1 mischte sich unter die ,wehklagen ,hutzlers1 der sich nicht genug tun konnte in elegischen ,ausrufen und ,seufzern4 ,ach1 was wird meine ,mutter sagen6 ,das kommt davon1 da ich das so aufschnallen mute4 ,htte ich die ,kissen ruhig anbehalten1 dann wren sie nicht entzwei gegangen4 ,ach1 und jetzt zieht es wieder1 und die ,federn kommen mir in den ,hals4 ,herr ,doktor1 erlauben ,sie mir1 nach ,hause zu gehen4 ,ich fhle mich sehr1 sehr unwohl6 ,gehen ,sie6 rief ,doktor ,perner in ohnmchtigem ,zorn4 ,hutzler lie sich die ,sache nicht zweimal sagen4 ,hastig raffte er seine ,kissen zusammen1 ergriff den ,strick an einem ,ende und schritt majesttisch zur ,tr hinaus1 sein improvisiertes ,halstuch wie eine ,schlange hinter sich herziehend4 ,wir brigen vergngten uns den ,rest der ,stunde hindurch damit1 da wir die ,flaumfedern1 die rings durch das ,zimmer wirbelten1 geschickt in die ,hhe bliesen1 wodurch ein ununterbrochenes ,schneegestber entstand1 das mir viel ,spa machte4 ,doktor ,perner lie in das ,tagebuch einschreiben1 es habe dem ,hutzler in kindischer ,weise gezogen2 auch sei derselbe mit einem ,strick um den ,hals im ,lehrzimmer erschienen und habe sich die frechsten ,strungen erlaubt4 ,der ,eintrag schlo mit dem ,vermerk einer zweitgigen ,karzerstrafe4 ,hutzler war indes klug genug1 die nchsten acht ,tage wegen ,unwohlseins zu fehlen4 ,erst am folgenden ,sonnabend kam er wieder1 und am ,dienstag darauf fragte ihn ,doktor ,perner1 ob er die ,strafe abgesessen habe4 ,ich8 sagte ,hutzler erstaunt4 ,ja1 ,sie6 ,antworten ,sie mir6 ,aber1 ,herr ,doktor1 ,sie haben mir die zwei ,tage ja geschenkt6 entgegnete ,hutzler1 tief beleidigt4 ,so8 ,davon wei ich kein ,wort6 ,doch1 ,herr ,doktor6 wagte ich jetzt schchtern zu bemerken4 ,ja1 ,herr ,doktor6 riefen zwei1 drei ,stimmen aus dem ,hintergrunde4 ,am vorigen ,sonnabend haben ,sie gesagt3 ,nun1 fr diesmal will ich es ,ihnen noch erlassen1 aber in ,zukunft geht es ,ihnen schlecht1 das gebe ich ,ihnen schriftlich6 ,doktor ,perner begann bei dieser bestimmten ,formulierung unserer ,lge stutzig zu werden4 ,vielleicht auch schien es ihm das geratenste1 mit ,hutzler ,frieden zu schlieen4 ,daher sagte er geringschtzig3 ,nun1 es mag gut sein4 ,wenn ich es denn einmal gesagt habe1 so will ich nicht weiter darauf bestehen4 ,aber das sage ich ,ihnen3 kommt mir wieder einmal etwas hnliches vor1 so ist es alle mit uns4 berhaupt konstatiere ich seit einiger ,zeit das berhandnehmen eines ,geistes1 der den ,zwecken dieser ,anstalt schnurstracks zuwiderluft4 ,es herrscht hier statt des wissenschaftlichen ,ernstes eine lppische ,puerilitt1 die mich anwidert4 ,ich bin auch einmal jung gewesen und habe mich meines ,lebens gefreut1 aber ich wrde noch jetzt schamrot werden1 wenn ich mir jemals eine so kindische ,haltung htte vorwerfen mssen1 wie sie ,ihnen zur zweiten ,natur geworden ist4 ,bessern ,sie sich1 ich rate es ,ihnen im guten4 ,ostern steht vor der ,tr1 und die ,versetzungen sind noch lange nicht entschieden4 ,es knnte manchem passieren1 da er sich grimmig verrechnete4 ,zum ,aufrcken in eine hhere ,klasse ist nicht nur eine gewisse ,summe von ,kenntnissen erforderlich1 sondern vor allen ,dingen ein wrdiges ,betragen4 ,die ,primaner werden sich bedanken1 ihren ,lehrsaal mit einer ,gesellschaft von ,kindskpfen teilen zu sollen1 wie sie hier auf den ,bnken von ,obersekunda sitzen4 ,was lachen ,sie1 ,hutzler8 ,weinen sollten ,sie und in sich gehen1 ehe die verderblichen ,wege1 auf denen ,sie sich befinden1 vollends zum ,abgrund gefhrt haben4 ,ein ,mensch von ,ihren ,gaben6 ,es ist himmelschreiend6 ,hutzler erhob sich4 ,herr ,doktor1 ich habe nur ein freundliches ,gesicht gemacht1 versetzte er mit unerschtterlicher ,ruhe4 ,machen ,sie ,ihre freundlichen ,gesichter1 wenn ,sie zu ,hause sind6 ,hier ist ,haltung und ,ernst erforderlich1 und ,sie htten am allerwenigsten ,ursache1 ihrem bermut freien ,lauf zu lassen4 ,hiermit schlo das ,hutzlersche ,intermezzo4 ,aus den ,privataufzeichnungen des ,sekundaners ,heppenheimer4 ,zweites ,bruchstck4 ,am #e4 ,mai #ah9999 444 ,von mir selber zu reden1 verbietet mir eigentlich die mir innewohnende ,bescheidenheit4 ,indes neulich habe ich unserem ,religionslehrer einen so kstlichen ,streich gespielt1 da ich nicht umhin kann1 diese wohlgelungene ,strung hier aufzuzeichnen4 ,und eine ,strung war es in des ,wortes tiefgehendster ,bedeutung1 insofern sie nmlich nicht allein den regelmigen ,verlauf des ,lektionsplanes1 sondern mehr noch das gesamte seelische ,gleichgewicht unseres trefflichen ,lehrers strte4 ,aber ich konnte ihm nicht helfen4 ,einmal hat er's durchaus nicht um mich verdient1 da ich den ,regungen des ,mitleids ,audienz gebe1 da er mir in der ,religionsstunde schon dreimal wegen hartnckigen ,widersprechens ,ordnungsstrafen erteilte4 ,und dann htte ich ,nerven besitzen mssen von der ,dicke und der ,dauerhaftigkeit jenes ,strickes1 den ,hutzler im ,februar dieses ,jahres um seinen ,hals wickelte1 wenn ich die qualvolle ,monotonie1 die sich in der religisen ,gesinnung des ,herrn ,pastors geltend machte1 lnger htte ertragen sollen4 ,der ,herr ,pastor 4446 ,wir nennen ihn so1 weil er in frheren ,zeiten eine ,predigerstelle an einem benachbarten ,dorfe versah4 ,er ist indes schon seit geraumer ,zeit an unserem ,gymnasium in bester ,form angestellt und gibt in allen ,klassen ,glaubenslehre und ,kirchengeschichte4 ,ich unterlasse es1 hier auf seine persnliche ,beschreibung einzugehen1 da es mir doch nicht mglich wre1 seinen wohlwollenden ,gesichtszgen und dem sanften ,behagen1 das um seine schmalen1 blutlosen ,lippen spielt1 stilistisch gerecht zu werden4 ,der ,herr ,pastor ist nmlich ein sehr frommer ,mann1 was ich ihm durchaus nicht verble1 denn wenn jemand ,pastor ist1 so versteht es sich von selbst1 da er gewisse ,gesinnungen hegt4 ,wohl aber verble ich dem ,herrn ,pastor im hchsten ,grade1 da er seiner ,frmmigkeit seit so und so viel ,jahren in smtlichen ,klassen stets denselben ,ausdruck verleiht und so zum ,beispiel an jedem ,morgen1 den ,gott werden lt1 aus dem ,klassengebetbuch dasselbe ,gebet abliest4 ,wir alle kennen es lngst auswendig3 aber der ,herr ,pastor scheint nun einmal die berzeugung zu hegen1 dieses ,gebet sei besonders wirksam und gottwohlgefllig4 ,es beginnt mit den ,worten3 ,so treten wir denn wiederum vereint vor die ,stufen ,deines ,thrones1 o ,allmchtiger1 und flehen zu ,dir mit kindlichem ,herzen um die ,gnade ,deines ,beistandes 444 ,es ist mehr als zwei ,seiten lang und enthlt unter anderm die sehr richtige ,bemerkung3 ,schritt fr ,schritt wandeln wir dem ,ende zu und sind ihm jeden ,morgen nher gebracht4 ,es hat mir nun fast den ,anschein1 als ob der ,herr ,pastor geglaubt habe1 durch die fortwhrende ,betonung dieser unleugbaren ,tatsache das immer nher rckende ,ende weiter hinausrcken zu knnen4 ,denn nur so vermag ich mir zu erklren1 wie er immer und immer wieder dieselben ,phrasen zum besten gab1 ohne zu bedenken1 da jedes unverknstelte ,menschengehirn bei solchem ,geklapper aus dem ,leim gehen mu4 ,er scheint eine ganz eigen organisierte ,natur zu besitzen4 ,wir bekamen das trostlose ,gebet doch nur jeden ,dienstag und ,freitag zu hren3 er aber trug es seit ,menschengedenken auch ,montags1 ,mittwochs1 ,donnerstags und ,sonnabends vor 7in ,prima und ,tertia nmlich71 ohne da es ihm bis jetzt irgend geschadet htte4 ,nun1 es heit schon in ,goethes ,faust3 ,die ,kirche hat einen guten ,magen4 ,da ich aber in keiner ,beziehung zur ,kirche gehre und mich berhaupt von der sogenannten kirchlichen ,richtung prinzipiell fern halte -- mein ,vater ist ,freimaurer --1 so erscheint es begreiflich1 da ich infolge dieser ununterbrochenen ,gebetsidentitt nahezu krank wurde und eine wahre ,wut gegen den wiederkuenden ,lehrer fate4 ,da kam mir ein kstlicher ,gedanke1 den ich um so bereitwilliger durchfhrte1 als ich mir sagen mute1 das ,faktum werde1 ganz abgesehen von der ,befriedigung meiner ,gebetwnsche1 auch einen reizvollen ,zwischenfall absetzen1 wie ein lebensfroher ,gymnasiast ihn stets brauchen kann4 ,so zgerte ich denn nicht lnger und vollendete das ,werk dieser ,woche4 7,ein schnes ,zitat6 ,es ist dem ,schlugebet entnommen1 das wir jeden ,sonnabend um zwlf mit anhren mssen47 ,das ,klassengebetbuch liegt in der ,regel auf dem ,katheder1 damit es dem ,lehrer gleich zur ,hand sei1 sobald er das ,bedrfnis fhlt1 sich mit ,gott zu unterhalten4 ,wie ,mros in der ,schillerschen ,ballade1 schlich ich mich eines ,morgens in aller ,frhe -- ich war eigens eine halbe ,stunde vor ,beginn der ,lehrstunde erschienen1 um der erste zu sein -- zum ,katheder1 ffnete das ,buch mit dem schwarzen1 unheimlichen ,einband1 der so oft in den ,hnden meines ,peinigers geruht hatte1 und suchte mit fiebernder ,hast nach dem verhngnisvollen ,kapitel4 ,aha6 sagte ich mit diabolischer ,wollust1 als ich den ,gegenstand meines ,hasses entdeckt hatte1 -- da steht es3 ,so treten wir denn wiederum vereint vor die ,stufen ,deines ,thrones1 o ,allmchtiger1 und flehen zu ,dir mit kindlichem ,herzen um die ,gnade ,deines ,beistandes 444 ,du sollst keinen mehr krnken6 ,und mit keckem ,griffe ri ich die beiden ,bltter1 auf denen das ,leibgebet des ,herrn ,pastors verzeichnet stand1 aus dem ,buche1 zerpflckte sie in hundert mikroskopische ,stckchen und trug sie kaltbltig1 als ob nichts geschehen wre1 nach dem ,hofe1 wo ich sie dem ,spiel der ,frhlingswinde berantwortete4 ,in dem beseligenden ,gefhle1 ein gutes ,werk vollbracht zu haben1 setzte ich mich auf meinen ,platz und wartete der ,dinge1 die da kommen sollten4 ,es schlug sieben4 ,die ,tr ffnete sich1 und herein wandelte wuchtigen ,schrittes unser gottwohlgeflliger ,religionslehrer4 ,er setzte sich auf den ,kathederstuhl1 schneuzte sich zweimal und legte dann sein ,gesicht in jene frommen ,gebetsfalten1 die ich so oft mit ,schrecken an ihm bemerkt hatte4 ,das war immer die ,introduktion2 eine halbe ,minute spter ging's los3 ,so treten wir denn wiederum vereint vor die ,stufen ,deines ,thrones1 o ,allmchtiger 444 ,der ,herr ,pastor erhob sich und ergriff mit einem verschleierten ,blick gen oben das ,gebetbuch4 ,auch die ,schler standen ehrerbietig von ihren ,pltzen auf und falteten schweigend die ,hnde4 ,lautlose ,stille4 ,der ,herr ,pastor schlug das ,gebetbuch auf und spitzte die ,lippen4 ,merkwrdigerweise war das so oft vorgetragene ,gebet heute nicht auf den ersten ,griff zu finden4 ,der ,herr ,pastor bltterte4 ,und bltterte wiederum4 ,und bltterte abermals4 ,es war ganz unbegreiflich6 ,er beschaute das ,buch von auen1 als wolle er sich berzeugen1 ob es noch das alte1 stille1 traute ,gebetbuch von ehedem sei1 mit dessen ,hilfe er so manches ,mal vereint vor die ,stufen des ,thrones getreten war4 ,in der ,tat1 der ,einband hatte sich nicht im geringsten verndert4 ,nun suchte der ,herr ,pastor1 immer befremdlicher dreinschauend1 im ,register4 ,richtig1 da stand es1 ,seite #ej6 ,der ,herr ,pastor suchte demgem ,seite #ej1 aber siehe da6 der schne ,spruch3 ,suchet1 so werdet ,ihr finden1 wurde diesmal zuschanden6 444 ,jetzt erst ging dem unglcklichen ,lehrer ein ,licht auf4 ,er stie einen unartikulierten ,ton der ,entrstung aus und sagte dann mit einer ,stimme1 die an die ,posaune des ,jngsten ,gerichts gemahnte3 ,da hat mir ein miserabler ,junge die ,bltter herausgerissen1 auf denen unser ,morgengebet stand6 ,ich will nicht untersuchen1 wer sich diesen sakrilegischen ,akt erlaubt hat3 ich berlasse den ,betreffenden dem ,gefhl seiner eigenen ,schande4 ,aber traurig ist es doch1 da so etwas in einer ,klasse von gesitteten jungen ,leuten vorkommen kann6 ,pfui6 ,ich mute mir auf die ,lippen beien1 um nicht in helles ,gelchter auszuplatzen4 ,der ,herr ,pastor bemerkte es4 ,was lachen ,sie8 sagte er mit einem vernichtenden ,blick auf mein unschuldiges ,gesicht4 ,gehen ,sie hinaus3 ,sie sind in dieser ,stimmung nicht wrdig1 der ,schulandacht beizuwohnen4 ,aber ,herr ,pastor 444 sagte ich demtig4 ,sie verlassen das ,zimmer6 wiederholte er schneidig4 ,wenn ,sie bei einem solchen ,anla berhaupt lachen knnen1 so lt das tief blicken4 ,ich verlie also das ,zimmer1 stand aber nahe genug an der ,tr1 um zu hren1 da der ,herr ,pastor noch eine lngere ,rede hielt4 ,hierauf ffnete er wieder das ,gebetbuch und las ein anderes ,kapitel vor1 das halb so lang war1 als die ,stufen des ,thrones1 und schon um seiner ,neuheit willen die gebhrende ,aufmerksamkeit fand4 ,amen6 sagte der ,herr ,pfarrer wuchtig und salbungsvoll1 und gleich darauf fgte er hinzu3 ,sie knnen den ,heppenheimer jetzt wieder hereinholen4 ,war das nicht ein kstlicher ,streich8 ,aber nicht genug6 ,das ,gercht von dem herausgerissenen ,gebet verbreitete sich wie ein ,lauffeuer durch alle ,klassen1 und ehe der folgende ,morgen graute1 waren die ,stufen des ,thrones aus smtlichen ,gebetbchern entfernt6 ,so ging dem ,herrn ,pastor denn ein fr allemal die ,mglichkeit verloren1 seiner langjhrigen ,leidenschaft frder zu frnen6 ,er verhngte jetzt eine umfassende ,untersuchung1 die jedoch ohne ,resultat blieb4 ,wenn ich der ,eventualitt einer ,karzerstrafe so gleichmtig gegenberstnde1 wie ,schwarz oder ,rumpf1 die beide einen unbeschreiblichen ,stoizismus besitzen1 so wrde ich dem ,herrn ,pastor ohne weiteres entgegentreten und ihm zurufen3 ,ja1 ,verehrtester1 c'est moi qui l'ai fait6 ,und wissen ,sie1 warum ich's getan habe8 ,weil es ein ,sprchlein gibt1 das da lautet3 ,so ,ihr betet1 sollt ,ihr nicht plappern wie die ,heiden1 die da meinen1 sie wrden erhret1 wenn sie viele ,worte machen6 ,weil ferner sich der ,betende in sein stilles ,kmmerlein einschlieen soll6 ,und weil schlielich geschrieben steht1 da der ,buchstabe tot macht1 um wieviel mehr ein ellenlanges ,geleier1 das aus mehreren tausend ,buchstaben besteht6 ,da ich heute gerade bei der ,persnlichkeit des ,herrn ,pastors bin1 so will ich noch die ,geschichte von den ,bescherungen meines ,freundes ,boxer notieren4 ,die ,sache ist zwar sehr einfach1 aber sie hat mich kniglich amsiert4 ,vor einiger ,zeit nmlich1 es mgen jetzt vielleicht acht oder zehn ,wochen her sein1 hatten wir es eingefhrt1 dem ,herrn ,pastor jedesmal morgens bei dem ,beginn der ,lehrstunde eine ,bescherung auf den ,katheder zu setzen4 ,mein ,freund ,boxer war in dieser ,beziehung der ,haupt-,entrepreneur und ging dabei ebenso malerisch als humoristisch zu ,werke4 ,der ,herr ,pastor entdeckte beim ,eintritt in das ,lehrzimmer folgende ,gegenstnde in zierlicher ,gruppierung auf der ,platte seines ,lehrpultes3 in der ,mitte eine groe1 halb zerbrochene ,blumenscherbe1 mit zwei alten ,schreibrmeln behangen1 wie eine ,totenurne2 oben darauf eine ,schneelawine 7es war damals noch ,winter und hatte tchtig geschneit71 recht fest geknetet und von der ,form eines menschlichen ,kopfes4 ,die ,augen hatten wir aus gekautem1 blauem ,papier gefertigt2 desgleichen die ,nase2 den ,mund stellte ein hereingedrcktes ,bleistiftchen dar4 ,unser ,mitschler ,schwarz hatte seine brandrote ,mtze hergeben mssen1 auf da sie diesem ,schneekopfe zur ,bedeckung diene4 ,rechts und links prangten zwei stattliche ,haufen frischgeschlagener ,chausseesteine und ein ,paar alte ,stiefel1 die ,boxer sich von dem ,hausknecht im ,goldenen ,pfau hatte schenken lassen4 ,die ,lcken unseres knstlichen ,aufbaues waren mit pfeln und ,eierschalen1 rohen ,kartoffeln1 ,besenreisern und hnlichen ,gegenstnden dergestalt ausgefllt1 da man eine ,barrikade en miniature vor sich zu sehen glaubte1 wie denn ,boxer berhaupt viel ,talent zum ,kommunismus verrt4 ,der ,herr ,pastor nherte sich dieser ,bescherung jedesmal mit einem ,blick1 als knne das ,ding explodieren1 bestieg den ,katheder und legte dann seinen ,arm links auf die ,platte des ,pultes4 ,mit einem einzigen1 gewaltigen ,ruck fegte er die ,barrikade herunter1 da wir jedesmal ,angst hatten1 der ,wandschrank1 der rechts vom ,katheder steht1 mge durch den ,anprall so mannigfacher ,objekte zertrmmert werden4 ,die ,klasse aber brach in ein diabolisches ,jauchzen aus1 und die ,vordersten liefen herzu1 um die ,brocken der ,schneelawine aus dem ,fenster zu werfen1 und besonders um die alten ,stiefel in ,sicherheit zu bringen1 die bei jeder ,bescherung aufs neue verwendet wurden4 ,der ,herr ,pastor beobachtete bei solchen ,vorgngen stets das ,prinzip des unbedingten ,ignorierens4 ,kein ,wort kam ber seine ,lippen3 er strafte uns mit stiller ,verachtung4 ,zuweilen fiel ihm das recht schwer1 denn einmal hatten wir ihm einen alten1 zerrissenen ,familienschirm an die ,lehrtafel genagelt1 dessen ,fischbeindrhte dergestalt ber den ,kathedersessel hinausragten1 da es nur bei einer eigentmlichen ,haltung des ,kopfes mglich war1 ihnen auszuweichen4 ,der ,herr ,pastor ertrug diese ,tortur mit einer bewundernswerten ,geduld etwa fnf ,minuten hindurch2 dann sagte er dem ,katheder ,valet und tat1 als ob er nur zur ,abwechslung einmal einen anderen ,standpunkt einnehme1 whrend er bisher niemals seinen gewhnlichen ,platz hinter dem ,pult verlassen hatte4 ,endlich aber zerri auch diesem ,gerechten der ,faden der ,geduld4 ,boxer hatte ihm nmlich1 des ewigen ,hinabwerfens mde1 einen groen ,eimer voll ,wasser auf die ,platte gestellt1 dessen ,fall eine wahre ,sndflut herbeigefhrt haben wrde4 ,der ,herr ,pastor kam1 beschaute sich das ,ding mit rollenden ,blicken1 blhte die ,nstern1 stieg wieder vom ,katheder herunter1 schritt zornig im ,zimmer auf und ab1 bestieg den ,katheder von neuem und sagte endlich mit ,donnerstimme3 ,boxer1 schaffen ,sie das augenblicklich hinweg6 ,ich bewunderte hier den ,instinkt des scheinbar so stillen ,mannes1 der sofort wute1 wo er den ,feind seiner ,ruhe zu suchen hatte4 ,boxer erhob sich4 ,ich8 sagte er indigniert4 ,weshalb denn gerade ich8 ,tun ,sie1 was ich ,ihnen sage6 ,augenblicklich schaffen ,sie mir das ,ding da fort6 ,wenn ich den ,eimer dahin gesetzt htte1 entgegnete ,boxer1 mit ,vergngen6 ,aber so sehe ich in der ,tat nicht ein 444 ,augenblicklich6 wiederholte der ,herr ,pastor1 indem er den ,arm ausstreckte und die ,spitze seines ,zeigefingers auf den ,boden richtete4 ,gut6 sagte ,boxer1 ich bin ,schler und mu gehorchen4 ,aber ich will mich doch einmal bei dem ,herrn ,direktor erkundigen1 ob ich ,ihnen die ,eimer ausleeren mu4 ,mit diesen ,worten trat er aus den ,bnken heraus und schritt langsam und wrdevoll dem ,katheder zu4 ,stirnrunzelnd ergriff er das in diesen ,rumen sehr ungewhnliche ,gef und wute es so einzurichten1 da er beim ,herabtreten vom ,katheder stolperte und langwegs ins ,zimmer fiel4 ,ein ,hallo sondergleichen durchbrauste die ,rume ,sekundas4 ,ich versichere bei allen ,gttern1 es hat ganz ber alle ,maen schn geklatscht1 und das ,wasser flo bis in den fernsten ,winkel des ,saales4 ,die ,verwirrung wurde noch dadurch gesteigert1 da einige von uns riefen1 sie knnten es in einem so feuchten ,zimmer nicht aushalten1 sie htten sich neulich erst erkltet1 als der ,pedell so unsinnig aufgewaschen1 und sie bten um ihre ,entlassung4 ,vier oder fnf wurden in der ,tat beurlaubt2 dann aber wandte sich der ,herr ,pastor zu ,boxer und sagte3 ,boxer1 ich mache ,sie von jetzt an fr alles verantwortlich1 was in diesen ,rumen geschieht4 ,ist morgen wieder etwas auf die ,kathederplatte gestellt1 so werden ,sie die ,folgen zu tragen haben6 ,boxer trocknete sich inzwischen die ,beinkleider und erwiderte in vorwurfsvollem ,tone3 ,also wenn der ,schwarz ein ,paar alte ,stiefel auf den ,katheder legt1 dann bin ich dafr verantwortlich8 ,was8 rief ,schwarz1 ich htte ein ,paar alte ,stiefel auf den ,katheder gelegt8 ,herr ,pastor1 das mu ich mir doch sehr von dem ,boxer verbitten4 ,ich sage ja nur3 wenn1 erwiderte ,boxer4 ,still1 gebot der ,herr ,pastor2 was ich gesagt habe1 dabei bleibt es6 ,und nun rufen ,sie den ,pedell1 da er hier aufwischt6 ,die ,situation ,boxers war offenbar eine kritische4 ,gerade fr den folgenden ,tag hatten wir uns so etwas ,hbsches ausgedacht6 ,wir wollten dem ,herrn ,pastor nmlich zwei ,eimer auf den ,katheder stellen1 und ,schwarz hatte zu diesem ,behufe bereits seiner ,tante1 bei der er zur ,miete wohnte1 einen gestohlen4 ,und nun sollte unser guter ,freund ,boxer fr alle diese ,streiche verantwortlich gemacht und vielleicht mit einer mehrtgigen ,karzerstrafe belegt werden6 ,es war nicht zu verlangen1 da wir unser reizendes ,amsement aufgaben2 aber ebensowenig durften wir ,boxer zumuten1 um unseres ,gaudiums willen die ,rume des ,karzers zu beziehen4 ,wir berlegten hin und her1 ohne zu einem ,resultat zu gelangen4 ,pltzlich sagte ,boxer3 ,lat mich nur machen6 ,am folgenden ,tage arrangierten wir die ,bescherung1 wie verabredet4 ,boxer war der emsigste1 und in der ,tat1 es war keine kleine ,arbeit1 denn wir muten die ,eimer glasweise fllen1 weil der ,pedell sonst ,lunte gemerkt htte4 ,einer von uns stand ,wache1 um das ,herannahen des ,herrn ,pastors rechtzeitig anzukndigen4 ,er kommt6 rief es jhlings aus dem ,munde unseres ,warners4 ,sofort ergriff ,boxer seine ,mtze1 nahm einen mglichst starken ,sto ,bcher unter den ,arm und verlie das ,lehrzimmer1 um sich auf dem ,korridor hinter einen der grten ,schrnke zu stellen4 ,zwei ,minuten spter erschien der ,lehrer1 und unmittelbar hinter ihm her tappte keuchend und atemlos unser trefflicher ,freund ,boxer1 die ,bescherung auf dem ,katheder genau ebenso verblfft anstarrend1 wie der ,herr ,pastor4 -- ,boxer6 ,wo ist der ,boxer8 zrnte der entrstete ,schulmann4 ,hier6 rief es hinter ihm4 ,entschuldigen ,sie1 da ich mich heute versptet habe4 ,der ,herr ,pastor bi sich rgerlich auf die ,lippe4 ,der ,tatsache gegenber1 da ,boxer fast mit ihm zugleich ins ,zimmer getreten war1 konnte er seine ,drohung von gestern nicht wohl verwirklichen4 ,heute brauche ich die ,eimer wohl nicht auszuleeren8 fragte ,boxer triumphierend4 ,schwarz1 sagte der ,lehrer1 rufen ,sie einmal den ,pedell4 ,der ,pedell erschien4 ,quaddler1 begann der ,herr ,pastor in ernstem ,tone1 nehmen ,sie einmal diese ,gefe da hinweg4 ,ich mache ,sie von jetzt ab dafr verantwortlich1 da solche ,ungehrigkeiten sich nicht wiederholen4 ,stellen ,sie sich an den ,brunnen1 damit kein ,wasser geschpft werden kann1 oder lassen ,sie ,ihre ,frau ,wache halten4 ,wozu sind ,sie verheiratet8 ,entschuldigen ,sie gtigst1 stammelte ,quaddler in hchster ,verwirrung1 aber meine ,frau war gerade damit beschftigt1 sich anzukleiden1 und da mute ich ,kaffee brennen4 ,brennen ,sie ,ihren ,kaffee von sieben bis acht6 ,kommen ,sie vorher ,ihren ,pedellpflichten nach6 ,was ist das fr eine ,art6 ,die ,eimer da knnen doch nur von ,ihnen herrhren6 ,warum geben ,sie nicht besser auf ,ihre ,kchengertschaften acht8 ,quaddler nherte sich dem ,katheder4 ,ich bitte um ,verzeihung1 sagte er4 ,das sind allerdings sozusagen zwei ,eimer1 aber zwischen ,eimer und ,eimer ist ergebenst ein ,unterschied4 ,meine ,eimer sind ganz anders4 ,und wenn die ,herren ,sekundaner hinter meinem ,rcken solche ,sachen da mitbringen 444 ,seien ,sie still und machen ,sie1 da ,sie so schnell wie mglich hinauskommen4 ,die ,eimer knnen ,sie behalten1 denn wenn dieselben auch nicht ,ihrer ,kche entstammen1 so bezweifle ich doch1 da die wahren ,besitzer sich melden werden4 ,und ,quaddler nahm die ,eimer und verschwand in den ,gngen des ,schulgebudes4 ,der ,herr ,pastor irrte sich indes1 wenn er glaubte1 ber fremdes ,eigentum so ohne weiteres verfgen zu drfen4 ,die ,tante meines ,freundes ,schwarz machte bei der ,polizei die ,anzeige1 es sei ihr am ,nachmittage des ,dreizehnten ein ,eimer gestohlen worden4 ,die ,behrden stellten umfassende ,recherchen an2 ,quaddler mute zu wiederholten ,malen auf das ,gericht1 und selbst der ,herr ,pastor ward eidlich vernommen4 ,schwarz brauchte nicht zu schwren1 denn er ist erst fnfzehn ,jahre alt1 und so lief die ,sache hchst gnstig ab4 ,fortes fortuna juvat4 ,doktor ,veit4 ,eine ,portrt-,skizze4 ,zu den reinsten ,genssen meiner ,schuljahre zhle ich den ,unterricht des originellen ,mathematiklehrers ,doktor ,veit1 der uns von ,quarta bis ,obersekunda den ,pfad zur ,vollendung fhrte4 ,man verbindet gewhnlich mit dem ,begriffe des ,mathematikers die ,vorstellung eines regelrecht konstruierten ,behlters der1 lebloser ,formeln3 nur im uersten ,winkel dieses ,behlters lauert die ,individualitt eines menschlich fhlenden ,wesens4 ,unser lieber1 trefflicher ,veit war die verkrperte ,widerlegung dieser einseitigen ,theorie4 ,kein ,zug seiner charaktervollen ,erscheinung erinnerte an die ,schablone4 ,seine innere und uere ,physiognomie entfernte sich himmelweit von jenen typischen ,schreckbildern1 die alles auf ,gleichungen zurckfhren1 die selbst in der ,liebe von positiven und negativen ,gren phantasieren und die ,erkorene mit dem ,parallelogramm der ,krfte an die hochklopfende ,brust ziehen4 ,doktor ,veit war vielmehr ein erquickliches ,original1 in derber ,holzschnittmanier ausgearbeitet1 aber nirgends geometrisch korrekt4 ,in seinen ,lehrstunden herrschte durchaus nicht der ,ton der reinen ,mathematik4 ,sein ,vortrag war reich an subjektiven ,streiflichtern1 an reizvollen ,impromptus1 an ergtzlichen ,zwischenfllen 444 ,erst in ,sekunda lernten wir diesen ,mann nach dem ganzen ,umfange seiner ,vorzge schtzen4 ,wenn es elf schlug1 und der ,xenophon-,interpret1 froh der bestandenen ,gefahr1 von hinnen geeilt war1 dann erschien in der ,tr eine mittelgroe ,gestalt mit rtlich angestrahltem ,gesicht1 den ,hut ein wenig im ,nacken1 um die ,lippen ein freundliches ,lcheln4 ,rasch warf er die ,kopfbedeckung auf den ,tisch neben dem ,eingang und schritt beweglich nach dem ,katheder1 ohne nach pdagogischer ,wrde zu haschen1 ohne in professorenhafter ,manier den ,rock zuzuknpfen1 ohne an der ,brille zu rcken4 ,mit prfendem ,blick musterte er die lebhaft plaudernde ,versammlung und nahm dann halb wie im ,traum den ,schwamm1 der neben der ,kreide lag1 um ihn mit ,wasser zu sttigen4 ,allerlei groteske ,figuren beschreibend1 wischte er die groe ,schultafel ab2 dann kehrte er sein freundliches ,antlitz von neuem dem schwatzhaften ,publikum zu1 trommelte mit den ,fingern auf die ,holzflche des ,katheders und nickte still vor sich hin 444 ,das whrte so drei1 vier ,minuten4 ,pltzlich schien er sich zu besinnen1 weshalb er hierher gekommen4 ,mit der ,faust auf die ,flche des ,lehrpultes schlagend wie ein ,tambour1 der die ,kolonne zum ,sturme fhrt1 rief er mit ,donnerstimme3 ,allez6 vite6 vite6 vite6 wacker6 wacker6 wacker6 ,boxer1 komme ,se mal raus an die ,tawel6 ,diese ,wendung kehrte in hnlicher ,form als ,einleitung zu jeder ,lehrstunde wieder4 ,doktor ,veit vermochte sich nmlich gewisser dialektischer ,eigentmlichkeiten nie zu entschlagen1 namentlich in erregter ,stimmung2 wenn er im ,eifer des ,dienstes erglhte1 wenn der ,zorn ihm die ,nerven schttelte1 stets verfiel er dem ,banne der ,mundart1 und seine ,mundart war nicht die gefeilteste4 ,in grammatikalischer wie in lexikographischer ,hinsicht borgte er bei dem ,volke4 ,so ergo sich ein ,hauch echter ,urwchsigkeit und reinen1 gediegenen ,menschentums ber die exklusive ,klassizitt unseres ,gymnasialkatheders4 ,boxer stand auf und trat an die ,tawel1 die rechts vom ,katheder auf den ,holzzapfen der ,staffelei ruhte 444 ,ich bitt' mer jetzt aus1 da ,ihr ,ruh' halt't6 rief ,doktor ,veit kategorisch den hinteren ,bnken zu4 ,na1 ,boxer6 ,allez6 vite6 vite6 ,hier ist die ,kreide6 ,schreibe ,se emal folgende ,gleichung6 ,boxer schrieb und begann hierauf zu ,nutz und ,frommen der ,klasse die ,auflsung4 ,halt' mer emal die ,gul' an6 unterbrach ihn ,doktor ,veit mit der naiv-herzlichen ,frische des ,volkes4 ,mricke1 habe ,sie das verstande8 ,jawohl1 ,herr ,professor4 ,so rekapituliere ,sie's6 ,mricke versuchte1 die mathematischen ,wege seines ,freundes ,boxer nachzuwandeln2 bald aber geriet er ins ,stolpern4 ,ui6 ui1 ui6 444 rief ,doktor ,veit abwehrend4 ,sie lerne auch ,ihr ,lebdag nix1 ,mricke6 -- ,boxer1 erklre ,sie's noch emal6 ,boxer begann von neuem und fhrte die ,aufgabe siegreich zum ,schlusse4 's war gut4 ,gehn ,se auf ,ihren ,platz4 ,wenn der ,hutzler halb so viel wt' wie der ,boxer1 so wt' er zehnmal so viel wie der ,mricke4 ,oh6 erwiderte ,mricke1 ich hatte mich blo versehen4 ,die ,tafel blinkt so1 und da hatte ich das x fr ein a gehalten6 ,so8 ,ist's wahr1 ,hutzler1 blinkt die ,tawel8 ,jawohl1 ,herr ,professor4 ,ich seh' hier so gut wie gar nichts4 ,knebel1 rcke ,se mal die ,tawel so1 da der ,hutzler und der ,mricke was sieht6 ,knebel1 ,heppenheimer und zwei oder drei ihrer ,mitschler sprangen auf1 um die ,tafel zurecht zu rcken4 ,sie steht zu steil1 rief ,hutzler pathetisch4 ,heppenheimer beeilte sich1 die ,hinterbeine des ,gerstes nach hinten zu schieben4 ,so blinkt's noch mehr6 rief der tckische ,hutzler4 ,allez6 vite6 vite6 mahnte unser guter ,professor4 ,zeit ist ,geld1 sagt der ,englnder6 ,heppenheimer rckte und rckte4 ,mit einemmal kam der ,aufbau ins ,rutschen4 ,das ,zugreifen der ,sekundaner bezweckte nur scheinbar die ,rettung4 ,im nchsten ,augenblicke strzte alles ber den ,haufen4 ,lautes ,gelchter4 ,das ,antlitz des ,lehrers nahm jhlings ein violettrotes ,kolorit an4 ,heppenheimer1 der den ganzen ,frevel veranlat1 rieb sich heuchlerisch chzend die ,kniescheibe4 ,fr so ,posse bedank' ich mich6 zrnte ,herr ,veit1 heftig den ,schwamm zerknetend4 ,ihr mt net meine1 da ,ihr hier en ,hanswurscht vor ,euch habt6 ,die ,dielen hier sind so glitschig1 versetzte ,knebel4 ,selbst glitschig6 ,lausbube seid ,ihr1 die bei jeder ,gelegeheit ihre ,sp treibe4 ,jetzt rasch emal die ,geschichte da wieder aufgestellt6 ,und das sag' ich ,euch1 passiert so etwas wieder1 so komm' ich ,euch ber die ,kpp'6 ,bei dieser unparlamentarischen ,phrase erhob sich auf den hinteren ,bnken ein ,gebrumme der ,mibilligung4 ,doktor ,veit verlie den ,katheder4 ,wer hat hier gebrummt8 -- ,was8 ,er will sich geheim halte8 ,ich kenn' mein' ,pappenheimer1 sagt ,schiller4 ,das ist gewi wieder der miserable ,kleemller gewese6 ,kleemller fuhr empor1 als habe ihn eine ,natter gestochen4 ,ich bin's nicht gewesen6 ,sie sind's gewese1 und jetzt halte ,sie 's ,maul6 ,ich verteidige nur meine ,rechte1 erwiderte ,kleemller4 ,so8 ,na1 dann komme ,se mal raus an die ,tawel6 ,weshalb8 ,dummes ,geschwtz6 ,sie solle die nchst' ,aufgab' lse4 ,na1 steht die ,tawel nun fest8 ,allez6 vite6 vite6 vite6 ,kleemller trat heraus und begann zu rechnen4 ,sie mache das viel zu umstndlich4 ,das ,verfahre lt sich wesentlich abkrze4 ,wisse ,sie davon nix8 ,nein4 ,sehe ,se wohl1 da ich ,recht hab'8 ,sie habe gebrummt2 sonst wte ,se1 was hier zu tun ist4 ,jetzt mache ,se1 da ,se so schnell wie mglich auf ,ihren ,platz komme1 sonst verzehrt ,sie 's ,gewirrer6 ,gewirrer6 ,so sprach ,doktor ,veit in der ,tat1 wenn er eine gewisse ,stufe der ,indignation berschritten hatte4 ,im normalen ,zustande sprach er3 ,gewitter4 ,das ,antlitz des ehrlichen ,mathematikers gewann jetzt wieder den alltglichen ,ausdruck4 ,die berzeugung1 da er ,kleemllers ,sndenschuld unwiderleglich erhrtet habe1 gab ihm die seelische ,ruhe zurck4 ,er fuhr mit dem ,schwamm triumphierend ber die ,tafel und rief dann in freudigster ,klangfarbe3 ,aufgepat6 ,nun begann er in seltsam geschraubtem ,hochdeutsch eine wissenschaftliche ,errterung1 die er durch praktische ,exempel treffend erluterte4 ,ab und zu unterbrach er seine ,darlegung mit dialektischen ,ausrufen3 ,wann jetzt das ,geraschpel an dem ,tintefa net bald aufhrt1 dann fahr' ich hinein6 ,oder3 ,mricke1 ,sie hocke wieder da wie e betrunke ,kaninche und schlafe mit offene ,auge6 ,oder3 ,knebel1 sage ,se doch dem ,pedell1 er soll sein ,kch' zumache4 ,mer riecht wieder im ganze ,haus1 was gekocht wird4 ,gegen ,ende der ,stunde ward ,doktor ,veit in der ,regel ein wenig heiser4 ,er litt nmlich an einer leichten ,entzndlichkeit der ,mandeln1 war jedoch im brigen der krftigste und gesndeste ,mensch unter der ,sonne4 ,wenn sich dieses ,gefhl bei ihm regte1 so holte er tief ,atem1 legte die ,hand vor den ,kehlkopf und schttelte bedenklich das ,haupt4 ,dann murmelte er halblaut3 ,ja1 ja1 die ,flt' hat bald ausgepfiffe6 ,oder3 ,lang werde mir's net mehr mitmache3 bers ,jahr um die ,zeit sind die ,quetsche gegesse4 ,endlich erscholl die ,pedellglocke4 ,war es ,sonnabend1 so hatte der ,lehrer die ,verpflichtung1 mit der ,klasse ein ,schlugebet anzustimmen4 ,fr ,doktor ,veit1 den ausgesprochenen ,materialisten1 eine schreckliche ,aufgabe6 ,seufzend holte er das schwarze1 unheilverkndende ,buch hervor und suchte sich unter den zweihundertundfnfzig ,gebeten das krzeste aus4 ,da1 ,knebel1 lese ,sie's vor6 ,allez6 vite6 vite6 ,und ,knebel begann zu lesen3 ,vollendet ist das ,werk dieser ,woche4 ,du1 ,herr1 hast es vollenden helfen6 444 ,doktor ,veit1 der mit gefalteten ,hnden auf dem ,katheder stand und auf den ,schwamm blickte1 wechselte whrend der ,lektre mindestens achtmal sein ,standbein und atmete erst wieder auf1 wie ,knebel das ,amen flsterte4 ,jetzt drngte die ,klasse strmisch dem ,ausgange zu4 ,halb so wild6 rief ,doktor ,veit1 seinen ,hut ergreifend4 ,festina lente1 sagt der ,lateiner6 ,und somit schritt er behaglich der ,treppe zu4 ,im ,erdgescho begegnete er dem ,pedell4 ,hre ,se mal1 ,quaddler1 ich hab's ,ihne schon sage lasse3 ,wenn ,sie wieder ,kraut koche1 dann mache ,se geflligst die ,kch' zu4 ,es riecht hier so schon net grad' nach ,ambra und ,rosel4 ,aber erlauben ,sie gtigst1 die ,tr war fest verschlossen1 und der ,geruch mu sozusagen durchs offene ,fenster gestiegen sein4 ,insofern es brigens auch ein ganz vortreffliches ,kraut war4 ,mache ,se mer die ,gul' net scheu1 ,quaddler6 ,sie wisse nun1 was ich gesagt hab'4 ,richte ,sie sich danach4 ,und was ich noch weiter bemerke wollt'3 ,lasse ,sie doch drobe ans ,tawelgestell e paar ,hake mache1 da die ,geschicht net alle ,naselang auseinannerrutscht4 ,schn1 ,herr ,professor4 ,inwiefern soll ich die ,haken denn machen lassen8 ,ich werd' ,ihne das spter errtern6 ,jetzt hab' ich kein' ,zeit6 ,er rusperte sich4 ,ach ja1 sthnte er vor sich hin1 ewig is mer geplagt6 ,das nimmt kein gut' ,end'6 ,heut' bers ,jahr wirft mer mit meine ,knoche die ,birn' ab4 ,ganz gehormster ,diener1 ,herr ,professor4 ,und nun begab sich unser trefflicher ,mathematiklehrer ins ,gasthaus ,zur ,sonne1 wo er einen kolossalen ,appetit entwickelte4 ,die ,empfindlichkeit seiner ,mandeln lie nach1 und den ,zahnstocher zwischen den ,lippen1 wagte er die schne ,versicherung3 ,es is immer noch kein schlecht ,lebe auf der ,welt4 -- ,schorsch1 bringe ,se mer noch e ,flasch ,niersteiner6 ,erinnerungsbilder4 ,das beglckende ,lenzgefhl1 das der ,mai durch alle ,adern giet1 wird mir durch eine unauslschliche ,erinnerung zu einem wahren ,rausch der ,wonne gesteigert4 ,ich denke nmlich1 wenn die ,fluren und ,wlder sich neu begrnen1 an die ,jahre zurck1 da ich dies erquickende ,schauspiel durch den steifen1 weigestrichenen ,rahmen eines groen ,schulfensters beobachten mute und dazu verurteilt war1 die entzckendsten ,stunden des ,frhlings vor dem ,katheder hchst wrdiger und hchst gelehrter ,mnner zu verbringen4 ,aus den benachbarten ,grten klang das ,konzert der ,vgel herber in die dumpfigen ,schulrume1 aber die ernsten ,mnner mit den groen ,rundbrillen hatten kein ,ohr fr diesen melodischen ,zauber3 sie redeten von ,sprachgebruchen1 ,anakoluthen1 ,konjunktionen1 ,schreibfehlern und ,anachronismen1 -- ebenso wirr und zusammenhanglos1 wie ich diese verschiedenen ,gesichtspunkte ihrer pdagogischen ,ttigkeit hier aneinander reihe4 ,anstatt die ,lebensweisheit von den grnen ,blttern der ,natur abzulesen1 muten wir uns mit dem herumschlagen1 was auf den gedruckten stand2 sei es nun1 da ein ,chorgesang des ,sophokles oder eine schwungvolle ,rede ,ciceros1 sei es1 da eine ,gleichung aus der analytischen ,geometrie1 oder da eine ,frage aus der ,kirchengeschichte unsere ,aufmerksamkeit in ,anspruch nahm4 ,ich seufzte dann oft heimlich ber die ,tyrannei der modernen ,zivilisation und warf ber den ,rand meiner ,bcher und ,hefte hinaus sehnsuchtsvolle ,blicke nach den lauschigen ,baumwipfeln1 die so wonniglich im linden ,westwinde rauschten4 ,drben auf dem tannbewachsenen ,hgel1 etwa eine halbe ,stunde vom ,stdtchen entfernt1 lag die ,liebigshhe1 so genannt nach dem groen ,chemiker1 dem die dankbare ,brgerschaft kein beredteres ,denkmal ihrer ,hochachtung zu stiften wute1 als da sie einen ,bierkeller -- das ,schtzbarste1 was eine germanische ,brgerschaft besitzt -- nach seinem ,namen taufte4 ,dort hatten wir verfassungswidrigen ,primaner mehr als einmal eine ,orgie gefeiert1 -- wie der ,direktor sich ausdrckte1 wenn er unsere ,zechgelage entdeckte und uns mit mehrtgiger ,karzerstrafe belegte4 ,auch war die ,liebigshhe ein beliebter ,sammelplatz fr solche ,insassen der ,stadt1 die sich einer zahlreichen ,familie erfreuten2 denn es war nirgends so billig1 wie hier im ,schatten der ,tannen1 ganz abgesehen davon1 da auer ,bier1 ,kaffee und ,kuchen nichts verabreicht wurde4 ,zu den ,tchtern dieser ,familien gehrte auch ,jenny1 die blonde1 schlanke1 blauugige ,jenny1 an die ich bereits in ,unterprima eine ,reihe hervorragender ,liebeslieder gestaltete1 whrend ich sie in ,oberprima zur ,heldin eines fnfaktigen ,trauerspiels erkor 444 ,wenn ich so von meinem ,platz aus das zierliche ,gehft mit dem braunroten ,dach und den blinkenden ,fenstern aus der blauen ,ferne herberlcheln sah1 so zogen all diese ,bilder in bunter1 beglckender ,reihe durch mein ,gemt1 und ich begann immer lauter zu seufzen und immer schwerer den ,zwang zu empfinden1 der mich an diese harten ,subsellien fesselte 444 ,mit einemmal wurde ich durch die drhnende ,anrede des ,direktors oder eines seiner ebenso pflichttreuen ,kollegen daran erinnert1 da ich noch ,sklave war und nicht das ,recht hatte1 meine ,phantasien whrend der hochwichtigen ,erklrung eines griechischen ,tragikers ber ,berg und ,tal wandern zu lassen4 ,s snd wder nmal ncht bei der ,sache6 klang es von den ,lippen des erzrnten ,philologen ,doktor ,samuel ,heinzerling1 desselben1 der spter mit meinem unvergelichen ,freunde ,wilhelm ,rumpf das denkwrdige ,rencontre in den ,rumen des ,karzers hatte4 ,die ,worte trafen mich stets wie ein ,blitz aus heiterem ,himmel1 denn ich war in der ,tat durchaus nicht bei der ,sache und mute es stillschweigend ber mich ergehen lassen1 wenn ,heppenheimer mich auf den ,wink des ,autokraten als onaufmerksam ins ,tagebooch einschrieb4 ,wie oft habe ich1 noch ehe es halb schlug1 die ,uhr in die ,hand genommen und auf dem ,rand meiner ,virgilausgabe ,buch gefhrt ber jede verstrichene ,minute6 ,das gelangweilte ,herz glaubte durch diese ,kontrolle den ,gang dieser trgen ,zeit zu beflgeln2 aber es war unglaublich1 wie bleischwer trotz aller ,machinationen die ,augenblicke dahinzogen4 ,ein ,triumphgeschrei klang durch die ,seele1 wenn man mit groen lateinischen ,lettern drei ,viertel notieren durfte4 ,war man von dem ,aufzeichnen dieser einzelnen ,zeitstadien ermdet1 so erging man sich wohl auch in ,epigrammen1 deren schweres1 molossisches ,versma die ,stimmung des niedergedrckten ,gemts versinnlichte4 ,der ,kern ihrer ,wehklagen lie sich in den ,ausruf zusammenfassen3 ,will's denn heute wieder einmal gar nicht ganz werden6 ,ganz6 ,das war das erlsende ,wort6 ,ganz6 ,was lag nicht alles in diesen vier ,buchstaben1 zumal wenn sie sich auf den ,schlu der letzten ,stunde1 also auf vier ,uhr nachmittags1 bezogen4 ,und wenn nun gar ,quaddler1 unser ehrlicher ,pedell1 sich um ein paar ,minuten verrechnet hatte und zu frh klingelte1 -- wie jauchzten wir da empor beim ,gedrhne seines heiseren ,metalls6 ,war es doch das ,signal der ,freiheit1 das er uns gab1 und die ,freiheit schmeckt s1 selbst in ,prima4 ,der geneigte ,leser hat vielleicht ein paar ,shne auf dem ,gymnasium und fngt an1 diese ,skizzensammlung fr die ,verbreiterin unsittlicher ,ideen zu halten2 aber ich kann ihm nicht helfen4 ,wenn er sich selber des ,jubels nicht mehr erinnert1 der ihm bei der ,kunde von dem ,schlu der ,gymnasialexerzitien durch alle ,fibern zuckte1 so ist dies ein individuelles ,unglck3 ich meinesteils trage das ,bild jener ,zeit mit unverblaten ,farben im ,busen und fhle fast stndlich ein gewisses ,behagen1 da ich nicht mehr verpflichtet bin1 nachmittags um zwei meine ,bcher zusammenzuschnren und nach der alten ,spelunke zu traben1 die mir die herrlichsten1 sonnigsten ,maitage gestohlen hat4 ,worin besteht denn die ,glckseligkeit des jungen ,studenten anders1 als in dem ,bewutsein1 da er aufgehrt hat1 dem ,bann des ,gymnasiallebens anzugehren8 ,ich finde hierber bei ,hermann ,grimm1 dem geistvollen ,novellisten1 eine sehr bezeichnende ,stelle4 ,ich war achtzehn ,jahre alt1 schreibt dieser feine ,beobachter menschlicher ,verhltnisse1 und eben erst ,student geworden4 ,das ist ein bergang im ,leben1 wie wenige4 ,man ist mit einem ,schlage aus einem ungewissen ,wesen ohne ,bedeutung zu einem ,manne mit ,titel1 ,rang und gegrndeten ,ansprchen umgeschaffen4 ,man hat ,geld zu seiner ,verfgung1 kann arbeiten1 was und wie man will1 und darf den ,genu des ,lebens von den ,bumen pflcken1 wo die ,frchte am lockendsten aus dem ,laube leuchten4 ,so griff ich das ,leben an3 ohne kopfhngerische1 einsiedlerhafte ,neigung war ich ein vergngter ,student und wute nur vom ,hrensagen1 da es eine ,zukunft gebe2 die ,vergangenheit war mir ein unbekanntes ,land geworden1 zu dessen ,ufern die ,erinnerung niemals zurckkehrte4 ,was konnte ich ,greres verlangen8 ,ein ,palast1 um darin zu studieren1 berhmte ,gelehrte1 die uns meine ,herren anredeten1 die mit wunderbarer ,hflichkeit ,kenntnisse und ,eifer bei uns voraussetzten1 eine groe ,stadt1 in der es sich frei und unbehelligt lebte1 freie ,abende1 ,nchte 7wenn wir wollten71 ,theater -- fr einen ,studenten gibt es keinen unerfllten ,wunsch4 ,aus diesen ,zeilen spricht ganz dasselbe ,gefhl1 dem ich in den oben stehenden ,worten ,ausdruck verliehen habe4 ,im ,winter lt man sich die ,sache zur ,not noch gefallen4 ,man begeistert sich fr ,antigone1 obgleich der ,umstand1 da man die ,tragdie des unsterblichen ,meisters in minimalen ,bruchteilen zu sich nimmt1 sehr geeignet ist1 dieser ,begeisterung ,abbruch zu tun4 ,man bt sich im lateinischen ,stil1 denn man kann einmal ,reichstagsabgeordneter werden und in die ,lage kommen1 das timeo ,danaos oder das nil humanibus arduum est zitieren zu wollen4 ,man fertigt deutsche ,aufstze nach klassischen ,vorbildern1 denn eine gewisse ,leichtigkeit im ,ausdruck ist allezeit ntze1 sei es nun1 da man sich auf die ,schriftstellerei wirft1 was bei den ,gymnasiasten von heutzutage die ,regel ist1 oder da man als ,hotelbesitzer lange ,rechnungen verfertigt1 die unter ,umstnden mehr einbringen als die ,schpfungen der ,novellistik4 ,alles das geht im ,winter1 denn ,schnee und ,regen sind keines ,menschen ,freund1 und im ,feld und auf der ,heide ist wenig zu suchen1 wenn der ,nord durch die kahlen ,zweige der ,buchen fegt4 ,aber im ,frhling1 sobald die ersten ,lerchen ins ,blaue steigen1 ndert sich diese ,sachlage4 ,dann wird der ,zwang1 auf die ,vortrge eines ,doktor ,samuel ,heinzerling zu lauschen1 zur qualvollsten ,sklaverei1 und die ,sehnsucht nach den ,umarmungen der ,mutter ,natur macht jeden wissenschaftlichen ,ernst zuschanden4 ,das ,bewutsein1 da ich einst in diesen ,ketten geschmachtet habe und jetzt frei bin1 frei wie der ,vogel in der ,luft1 dieses se ,gefhl des ,nicht-,gymnasiastentums bildet jetzt eine der vornehmsten ,wrzen meines ,frhlingsgenusses4 ,aber die ,medaille hat ihre ,rckseite4 ,nicht selten rcht sich die ,vergangenheit fr den stillen1 triumphierenden ,hohn1 mit dem ich ihrer gedenke1 -- und nachts in den entsetzlichsten ,traumgesichtern kehrt sie mir zurck und schreckt mich mit der ,maske der ,gegenwart4 ,ich sehe mich trotz meines ,doktordiploms1 das bereits vor acht ,jahren lgnerischerweise behauptet hat1 ich sei ein vir perdoctus1 und trotz des wrdevollen ,bartwuchses1 den ich mir im ,laufe der letzten zwei ,lustra anzueignen wute1 von meinen ehemaligen ,schulkameraden umringt in dem ,saale der ,prima1 und vor mir steht die fragwrdige ,gestalt des ,doktor ,samuel ,heinzerling oder eines seiner gestrengen ,kollegen4 ,das ,verhngnis drckt mir einen lateinischen ,klassiker in die ,hand und verlangt von mir1 ich solle exempli gratia das erste ,kapitel der ,rede ,ciceros pro ,roscio ,amerino ins ,griechische bersetzen4 ,ich berfliege den lateinischen ,text mit fiebernden ,blicken und gewahre sofort1 da mir fr einige der notwendigsten ,ausdrcke die griechischen ,vokabeln fehlen4 ,mein ,nachbar1 ein fleiiger und gewissenhafter ,schler1 der in den ,tagen meiner wirklichen ,primanerschaft stets aufs pnktlichste prpariert war1 scheint diesmal ausnahmsweise faul gewesen zu sein1 wie ich4 ,ich gebe ihm alle erdenklichen ,signale mit dem ,ellbogen1 mit den ,fen1 mit den ,knien2 ich raune ihm zu3 ,mensch1 ,du bist des ,todes1 wenn ,du mir nicht ,dein ,wrterbuch vorschiebst6 ,aber er rhrt sich nicht4 ,non1 klingt die ,stimme meines ,peinigers1 wollen ,s non bald anfangen8 ,s scheinen mr wder nmal ncht gehrg vorbereitet4 ,ich lege die ,hand aufs ,herz4 ,aber1 ,herr ,direktor1 stammle ich treuherzig1 ich kann ,sie aufs bestimmteste versichern 444 ,ich hoffe durch diese bestimmte ,versicherung nur ,zeit zu gewinnen1 aber ,samuel ,heinzerling unterbricht mich4 ,sein ,s mer stll1 sagt er in wegwerfendem ,tone2 ch wei zor ,genge1 was ch von hren bestimmten ,verscherongen zo halten habe4 berstzen ,s jetzt das ,kaptel ins ,grchsche1 oder gben ,s zo1 da ,s ncht nach ,gebhr prparrt snd6 ,mit einem verzweifelten ,entschlu beginne ich3 ,credo ego vos judices mirari 444 1 1 444 ,goot1 sagt ,samuel ,heinzerling2 non weiter6 ,da haben wir's6 ,das nchste ,wort1 summi1 ist zwar ein ganz gewhnliches1 und ich wei genau1 da ich die entsprechende griechische ,vokabel mindestens hundertmal angewandt habe2 jetzt aber1 im entscheidenden ,augenblicke vor den ,schranken ,doktor ,samuel ,heinzerlings1 bin ich mit aller ,kraft nicht imstande1 die fluchwrdigen paar ,silben aus meinem ,gedchtnis heraufzubeschwren4 ,summi 4441 sage ich1 ja1 summi1 das heit 444 es kommt darauf an1 wie man das hier auffat2 nmlich insofern 444 summus kann verschiedenerlei bedeuten4 ,wenn wir z4 ,b4 sagen1 summus mons1 so ist das etwas anderes1 als wenn wir sagen1 summa cum laude 444 ,bleiben ,s bei der ,sache2 berstzen ,s somm mit dem nzgen bezeichnenden grchschen ,wort ond lassen ,s alle ,omschweife6 ,also1 stammle ich1 whrend mir der helle ,angstschwei auf die ,stirne tritt1 summi 444 ,credo ego vos judices mirari1 quid sit1 quod cum tot summi 444 ,das ,lateinsche knnen wr ons slbst lesen4 ,s scheinen mer ncht recht zo wssen1 was somm auf ,grchsch heit4 ,o gewi1 ,herr ,direktor2 es fragt sich nur1 ob wir das ,wort hier figrlich auffassen1 oder ob wir seine eigentliche ,bedeutung 444 7mit gedmpfter ,stimme zum ,nachbarn37 ,du1 summi1 ,himmelkreuzdonnerwetter1 lege mir doch ,dein ,heft hin6 ,mein ,nachbar rhrt sich nicht4 ,was haben ,s da eben zom ,schwlble gesagt8 ,er soll's hnen wohl einflstern8 ,korz ond bndig1 wssen ,s1 w ,s somm zu berstzen haben oder ncht8 ,summi 444 natrlich 444 ich nehme das hier bildlich von den geistigen ,eigenschaften4 ,der ,direktor schttelt unwillig mit dem ,kopf und sucht mit der rechten ,hand in der ,westentasche nach dem ,bleistift1 um mir die ,note ongengend anzumalen4 ,der ,angstschwei rinnt mir jetzt bereits literweise von der ,stirn4 ,aber noch gebe ich meine ,sache nicht verloren4 ,ich entsinne mich1 da griechisch eine hervorragende sittliche ,eigenschaft bedeutet1 und versuche ganz glatt weg1 dieses summi auf die angedeutete ,weise zu bertragen4 ,s snd wder nmal faul gewesen1 ruft jetzt ,heinzerling in schnarrendem ,tone4 1 hauchte ich noch mit der letzten ,kraft meines ,mundes1 1 das heit1 ich wollte mir die ganz ergebene ,bemerkung erlauben1 ich war gestern unwohl1 und wir hatten ,besuch1 und mein ,onkel war da1 und dann hatte ich noch gestern die ,korrektur meiner neuen ,novellen zu lesen1 die dieses ,jahr erscheinen1 und die ich ,ihnen nicht dringend genug empfehlen kann4 ,was8 ,novellen wollen ,s schreiben ond wssen ncht nmal1 wie somm auf ,grchsch heit8 ,wssen ,s was1 ,s tten auch besser1 ,s bten sch rst noch ein weng in den ,elementen der ,scholbldong1 ehe ,s sch daran machten1 einem denkenden ,volke geistige ,nahrong onterbreiten zo wollen4 ,wenn mer n ,mnsch sagt1 er schreibt ,novellen1 so wrft das ein sehr schlechtes ,lcht auf seinen ,lbenswandel1 ond korz ond got1 ,s gehn mer sechs ,stonden auf den ,karzer4 ,schreiben ,s nmal ein1 ,heppenheimer3 ,doktor ,ernst ,eckstein wgen ongengender ,vorbereitong ond vorstzlichen ,novellenschreibens mit sechs ,stonden ,karzer bestraft4 ,knpke1 holen ,s einmal den ,pedellen4 ,jetzt wird mir die ,sache zu bunt4 ,was1 ,herr ,direktor8 ,sie wollen sich hier ber meinen schriftstellerischen ,beruf ereifern8 ,sie wollen mir ,verhaltungsmaregeln erteilen in ,angelegenheiten1 von denen ,sie nicht das geringste verstehen8 ,das bersteigt denn doch alles1 was mir bis jetzt in meiner ,praxis vorgekommen ist6 ,augenblicklich verlassen ,sie das ,zimmer6 ,augenblicklich1 sage ich1 oder ,sie sollen mich von einer ,seite kennen lernen1 die ,ihnen schwerlich gefallen wird4 ,mnsch1 was onterstehn ,s sch8 ,heppenheimer1 schreiben ,s nmal ins ,tagebooch3 ,wgen emprenden ,benehmens 444 ,ich trete aus den ,bnken heraus1 kreuze die ,arme vor der ,brust und schreite auf den ,direktor los4 ,samuel1 sage ich1 es ist genug des grausamen ,spiels4 ,ich habe lngst mein ,maturittsexamen gemacht und eine ,doktorprfung bestanden1 die mich zur ,forderung einer anstndigen ,behandlung berechtigt4 ,lassen ,sie sich ,ihren ,cicero pro ,roscio ,amerino einpkeln und das summi und alle brigen lateinischen ,superlative bersetzen1 von wem ,sie ,lust haben2 ich danke dafr6 ,leben ,sie wohl und gren ,sie mir ,ihre ,frau ,gemahlin6 ,und hiermit ergreife ich meinen ,zylinder1 der sich zwischen den ,mtzen meiner ,schulkameraden ganz eigentmlich ausnimmt1 packe meine ,bcher unter den ,arm und schreite hochaufgerichtet der ,tr zu4 ,heppenheimer6 ertnt die ,stimme ,samuels4 ,rofen ,s schnell den ,pedellen6 ,sechs ,tage ,karzer6 ,zwlf ,tage ,karzer6 ,augenblcklch wrd er hnaufgefhrt4 ,ich aber renne im ,sturmschritt die ,treppe hinab1 stoe den ,pedell1 der mir entgegenkommt1 ber den ,haufen und bin zwei ,minuten spter im ,freien4 ,sowie mich ,gottes allgtige ,sonne bescheint1 wache ich auf4 ,die ,nachbarsleute versichern regelmig1 ich htte in den ,nchten1 die mir derartige ,trume senden1 furchtbar gesthnt1 und die ,witwe ,wendelsheim1 die ein sehr gutes ,herz hat1 rekommandiert mir jetzt bereits zum fnfundzwanzigsten ,male ihr unfehlbares ,mittel gegen ,alpdrcken4 ,noch peinlicher gestalten sich diese ,verhltnisse1 wenn mich der ,geschichtslehrer ins ,gebet nimmt4 ,in den ,sprachen habe ich mich immer noch so leidlich zurecht gefunden1 aber die ,historie war meine schwache ,seite4 ,so erinnere ich mich1 da ich in ,sekunda aufgefordert wurde1 eine kurze ,darstellung der ,hussitenkriege zu liefern4 ,leider war mir der ,gegenstand1 ber den meine oratorische ,leistung sich erstrecken sollte1 so unbekannt1 wie ,herrn ,gambetta die ,geheimnisse der ,strategie2 aber in einer dunklen ,vorahnung der ,tatsache1 da der ,diktator von ,tours dereinst auch ohne diese ,kenntnisse das militrische ,szepter ergreifen wrde1 beschlo ich1 khn ins ,feuer zu gehen und ein ,essay zu liefern1 das mich herausbeien sollte4 ,der ,umstand1 auf den sich meine ,hoffnung begrndete1 war die umfassende ,kenntnis des berhmten ,studentenliedes3 ,die ,hussiten zogen vor ,naumburg1 ber ,jena und ,camburg 444 ,ein ,volksdichter1 so kalkulierte ich1 wird von der historischen ,wahrheit nur wenig abgewichen sein1 und so bedarf es denn nur einer glcklichen ,paraphrase dieses rhrenden ,gesanges1 um die mir gestellte ,aufgabe zu lsen4 ,ich begann4 ,es war zur ,zeit der ,hussitenkriege4 ,die ,verhltnisse hatten sich damals so eigentmlich gestaltet1 da nach langem ,hin- und ,herberlegen und vielen vergeblichen ,bemhungen1 den ,frieden aufrecht zu erhalten1 demungeachtet der ,krieg losbrach4 ,so geht es eben in der ,geschichte der ,vlker6 ,ganz hnlich lagen die ,dinge beispielsweise vor ,ausbruch des ,ersten punischen ,krieges4 berall walten hier die gleichen ,prinzipien3 und so gilt denn diese ,wahrheit auch von dem bedeutsamen und hochwichtigen ,krieg1 den ich jetzt zu behandeln gedenke4 ,da dieser ,krieg oder diese ,kriege von den ,anhngern des ,professors ,hu gefhrt wurden1 so nannte man sie1 um sie mit anderen nicht zu verwechseln1 die ,hussitenkriege4 ,ich bergehe hier einiges minder ,wichtige und komme zu dem entscheidenden ,moment1 wo die ,hussiten sich aufmachten und zunchst die ,richtung nach ,jena einschlugen4 ,nach einem flchtigen ,abstecher in der ,richtung von ,camburg langten sie vor dem feindlichen ,stdtchen ,naumburg an1 das neben anderen hervorragenden ,eigentmlichkeiten eine groe ,wiese besa1 die man mit ,rcksicht auf die daselbst nistenden ,vgel1 oder vielleicht auch wegen eines daselbst hufig stattfindenden ,vogelschieens1 die ,vogelwiese nannte4 ,die ,frage ist noch unentschieden1 welche der beiden ,versionen die richtigere sei4 ,es gibt ,geschichtsforscher1 welche sich unter ,aufwendung eines groen ,scharfsinnes fr die erstere ,auffassung entscheiden4 ,ebenso anerkannte ,autoritten neigen indes der entgegengesetzten ,ansicht zu1 und so will ich denn1 da mir die ,quellen in diesem ,augenblicke nicht zur ,hand sind1 die ,frage nicht weiter errtern4 ,auf dieser ganzen ,vogelwiese sah man nichts als ,schwerter und ,lanzen4 ,ich vermied das ,wort ,spiee1 da der ,reim mich verraten htte4 ,von innerem ,wohlgefhl ber meine ,schlauheit erfllt1 bemerkte ich nicht1 da der ,lehrer immer vergnglicher dreinschaute1 -- oder wenn ich sein ,lcheln wahrnahm1 so hielt ich es fr einen ,ausdruck der ,zufriedenheit1 der mich ermutigen sollte1 khnlich fortzufahren4 ,das ging denn auch so eine ,weile ohne ernstliche ,schwierigkeit2 als ich aber bei der ,schilderung der ,teuerung anlangte und das historische ,faktum zum besten gab1 da ein einziges ,lot ,kaffee an sechszehn ,pfennige gekostet habe1 da brach ein wahrer ,sturm des ,beifalls los1 und mit peinvollem ,errten mute ich einsehen1 da ich das ,lcheln auf den wohlwollenden ,zgen des ,professors gnzlich mideutet hatte4 ,schweig' und setz' ,dich1 sagte der ,lehrer mit ,wrde2 ich will nicht so grausam sein1 ,dich zu massakrieren4 ,ich war froh1 da die ,komdie vorber war1 denn besonders behaglich hatte ich mich bei dieser ,interpretation deutscher ,volkslyrik doch nicht gefhlt1 und besser1 in den ,abgrund geschleudert zu werden1 als in peinvoller ,schwebe ber der ,tiefe zu hangen4 ,auch diese geschichtlichen ,lektionen reproduziert mir der ,traum oft in erschreckender ,weise1 und ich fhle ganz deutlich1 wie sich mir das ,fatum in ,gestalt eines bleiernen ,druckes auf die ,gurgel legt1 wenn der ,professor mich auffordert3 ,geben ,sie uns nun einmal eine kurze ,darstellung der ,situation ,europas nach ,beendigung der ,vlkerwanderung4 ,mit allen zehn ,fingern whle ich mir im ,gehirn herum1 aber die ,situation will nicht klar werden1 und nur das dunkle ,bewutsein1 da es damals in ,europa sehr wst und unordentlich ausgesehen1 trstet mich ber die wste ,unordnung in dem eigenen ,schdel4 ,dann pltzlich suche ich mir dadurch zu helfen1 da ich ,nasenbluten bekomme oder mich in der ,wade vom ,krampf ziehen lasse1 ein ,mittel1 das ich allen verlegenen ,primanern aufs wrmste empfehlen kann4 ,nur im ,traum will es nicht verfangen4 ,das kennt man1 sagte der ,lehrer geringschtzig4 ,ich bin auch einmal ,primaner gewesen1 aber mich hat niemals der ,krampf gezogen4 ,erzhlen ,sie nur ruhig weiter1 oder machen ,sie sich auf drei ,tage ,karzer gefat6 ,die ,tage ,karzer regnen nur so1 wenn ich trume4 ,ich habe freilich auch im ,wachen gar manche schne ,stunde unter dem ,dachfirst des ,gymnasialgebudes geschmachtet1 aber der ,traum treibt es doch noch verschwenderischer als die ,wirklichkeit4 ,zudem sehe ich im ,traum gar kein ,mittel ab1 die ,verbung der verhngten ,strafe zu hintertreiben1 whrend ich tatschlich dies mit einer ,meisterschaft verstand1 vor der ich noch jetzt eine gewisse ,hochachtung empfinde4 ,es traf sich nicht selten1 da ich whrend einer einzigen ,woche von drei ,lehrern zugleich mit sechs ,stunden ,karzer belegt wurde4 ,ich meldete mich dann eines schnen ,tages bei dem ,pedell und sagte3 ,herr ,quaddler1 ich habe auch noch die sechs ,stunden ,karzer abzusitzen1 die der ,herr ,doktor mir verordnet hat4 ,der brave ,pedell glaubte sich bei dieser ,bezeichnung der ,herr ,doktor beruhigen zu drfen1 und ich klomm die ,treppe hinan4 ,ein paar ,tage spter kam der erste der drei ,lehrer und erkundigte sich1 ob der ,verurteilte sich gemeldet habe4 ,quaddler bejahte4 ,dann erschien der zweite4 ,quaddler bejahte abermals4 ,und beim dritten bejahte ,herr ,quaddler zum drittenmal4 ,der ,gedanke1 da ein ,schler dreimal in einer einzigen ,woche von drei verschiedenen ,lehrern der ,freiheit beraubt werden knne1 war ihm so unfalich1 da seine arme ,seele ihn gar nicht in ,berechnung zog4 ,er hielt die ,erkundigungen der ,lehrer einfach fr ,beweise eines besonderen ,interesses1 das sie an meiner ,persnlichkeit nahmen1 und so erledigte ich denn nicht selten drei und vier ,strafen auf einmal1 -- eine stenographische ,methode des ,absitzens1 die ihre unleugbaren ,vorteile hat4 ,nur im ,traume will sich dies oft bewhrte ,mittel nicht anwenden lassen3 ,quaddler1 der in ,wirklichkeit einer der gutmtigsten ,menschen unter der ,sonne war1 kontrolliert hier auf einmal mit der ,bosheit eines ,inquisitionsrichters1 und selbst seine ,tochter1 die sanfte1 rosige ,anny1 denunziert mich bei ,samuel ,heinzerling wegen unterschlagener ,buestunden4 ,so rcht sich das ,einst an dem ,jetzt1 weil das ,jetzt seine ,befriedigung darber ausdrckt1 da es von den ,ketten des ,einst befreit ist4 ,alles gleicht sich im ,leben aus4 ,wer bei ,tage mit dem ,hut in der ,hand an der ,kirchentr sitzt und um ,almosen fleht1 der besteigt nachts im sen ,delirium der ,trume vielleicht den ,thron ,frankreichs oder den ,stuhl ,petri1 und wem das ,schicksal die ,krone aufs ,haupt gedrckt hat1 der beschftigt sich1 wenn ,morpheus ihn eingewiegt hat1 vielleicht mit dem ,verkauf alter ,zahnstocher oder mit dem ,waschen gebrauchter ,whistkarten4 ,es gab nur ein ,mittel1 um sich beim ,herannahen des ,lenzes den ,druck der ,gymnasialfesseln weniger fhlbar zu machen3 die ,wonne der ,ungezogenheit4 ,ihr ,weisen1 ,frommen und ,gerechten1 ich sehe schon wieder im ,geiste1 wie ihr die ,stirn runzelt4 ,aber ihr wit nicht1 da die ,ungezogenheit den eigentlichen ,lebenskern1 ja1 die einzige und echte ,poesie des ,gymnasiallebens ausmacht4 ,nimm einer deutschen ,nhterin ihren ,sonntagnachmittag1 und du knickst ihr die ,blte des ,daseins2 nimm einem ,gymnasiasten das ,privilegium der ,ungezogenheit1 und du bohrst ihm den ,dolch der ,verzweiflung ins ,herz4 ,ich wei ein ,lied davon zu singen6 ,ein volles ,jahr hindurch habe ich mich1 von einem dsteren ,vorurteil irre gefhrt1 mit eigener ,hand dieses kstlichen ,privilegiums entkleidet -- und gelitten1 wie ein ,prometheus am ,felsen4 ,ich will dem geneigten ,leser zum ,schlu auseinandersetzen1 wie dies zusammenhing4 ,als ich in die ,quarta des stdtischen ,gymnasiums eintrat1 war ich ein frommes ,kind von zwlf ,jahren1 das an nichts ,bses dachte und sein ,dasein gestaltete1 wie die ,gtter es fgten1 -- ohne ,besorgnis vor dem ,stirnrunzeln der ,lehrer1 ohne ,rcksicht auf ,lob und ,strafe4 ,die ,folge dieser kindlichen ,unbefangenheit war1 da ich mir eine ,reihe empfindlicher ,mitrauensvota zuzog und am ,schlu des ,jahres eine im ,punkte des ,betragens sehr bedenklich nuancierte ,zensur mit nach ,hause brachte1 whrend drei oder vier meiner ,kameraden wegen ,fleies und guten ,betragens ein ,prmium erhielten4 ,dieses ,prmium1 das den andern zugefallen und mir vom ,schicksal vorenthalten worden war1 bildete whrend der folgenden ,osterferien in meinem elterlichen ,hause das tgliche ,tischgesprch4 ,man sah es wie eine ,krnkung der ,familienehre an1 da ich leer ausgegangen sei1 und lie mich dies so schmerzhaft empfinden1 da ich den heroischen ,entschlu fate1 im nchsten ,jahre meinen ,aufenthalt in ,tertia dazu zu benutzen1 eine solche amtliche ,besttigung meines ,fleies und guten ,betragens im ,schweie meines ,angesichts zu verdienen4 ,dieses ,jahr in ,tertia war das unglcklichste meines ,lebens4 ,ein ,kapitel aus ,curtius langweilte mich2 ich versprte das unwiderstehliche ,gelste1 mit meinem ,nachbar ber irgend einen erheiternden ,gegenstand zu plaudern2 aber das ,prmium trat wie ein ,gespenst zwischen mich und diesen beglckenden ,plan1 und das ,wort erstarb mir auf den ,lippen4 ,ich machte einen nachmittglichen ,spaziergang4 ,die ,zunge klebte mir am ,gaumen1 und ich fhlte den ,drang1 in die nchste ,kneipe einzukehren und auf das ,wohl ,samuel ,heinzerlings ein ,glas ,bier zu trinken4 ,sofort erinnerte ich mich des ,paragraphen der ,gymnasialstatuten1 der besagt1 da den ,schlern dieser ,pflanzsttte des ,wahren1 ,schnen und ,guten der ,genu geistiger ,getrnke ein fr allemal untersagt ist1 -- und ich lie den verlockenden ,kelch seufzend vorbergehen4 ,die ,kommilitonen fhrten irgend einen kstlichen ,streich aus2 meine ganze ,seele rang nach aktiver ,beteiligung1 aber ich wute1 da es mit dem ,prmium aus war1 wenn ich mich auch nur eines einzigen ,vergehens schuldig machte1 und so erstickte ich meine ,sehnsucht und blieb1 was zu sein ich mir vorgenommen3 ein braver ,schler4 ,das ,osterfest des folgenden ,jahres kam heran4 ,ich erhielt mein ,prmium in ,gestalt eines ,kiepertschen ,atlas1 und vorn in zierlich lithographierten ,zgen stand die wunderbare ,tatsache zu lesen1 da ich ein ,jahr hindurch die volle ,zufriedenheit meiner smtlichen ,lehrer erworben hatte4 ,mit diesem ,kleinod im ,arm eilte ich nach ,hause2 aber schon unterwegs legte ich den feierlichen ,schwur ab3 niemals und unter keiner ,bedingung wieder nach einem ,prmium zu streben1 sondern meinen ,gefhlen freien ,lauf zu lassen und mich ohne ,rckhalt dem ,kultus der beglckenden ,gttin ,ungezogenheit zu widmen4 ,ich habe den ,schwur redlich gehalten2 auch meine ,eltern haben sich spter mit dem ,ausbleiben der ,prmien zu vershnen gewut4 ,sie mochten so etwas wie eine dmmernde ,ahnung von dem haben1 was in mir vorging1 und da ich ja nun berhaupt einmal gezeigt hatte1 da es mir1 wenn es absolut sein mute1 wohl mglich war1 ein ganzes ,jahr hindurch die ,qualen der ,artigkeit zu ertragen1 so fiel es ihnen leichter1 auf die ,beweise einer fortgesetzten guten ,auffhrung zu verzichten4 ,ich aber betrachte noch jetzt das ,jahr in ,tertia als einen ,fehler in meinem ,lebensplan1 und hundertmal hab' ich mir zugerufen3 annum perdidi6 ,nein1 ihr ,gestrengen1 die ,ungezogenheit ist das eigentliche ,element des ,gymnasialschlers1 und so wenig der ,fisch im ,extrait double de violette existieren kann1 so wenig ist es dem ,alumnen einer modernen ,bildungsanstalt mglich1 die ,luft eines ,nonnenpensionats einzuatmen4 ,fr die ,tchter gebildeter ,stnde mag die ,gezogenheit ihre ,vorteile haben4 ,den jungen ,leuten1 die sich im ,laufe der ,dezennien zu ,brgern einer freien ,nation entwickeln und das ,material liefern sollen zu dem groen mitteleuropischen ,kulturstaat1 den deutschen ,knaben und ,jnglingen lasse man das ,privilegium der ,flegeljahre und die sen ,trume der ,jugendeselei1 denn nur so knnen sie gedeihen4 ,allerlei ,unarten4 ,so oft der ,sterbliche in den ,schatz seiner ,gymnasialerinnerungen zurckgreifen mag1 stets wird er finden1 da die ,reichhaltigkeit und ,flle dieser ,reminiszenzen unerschpflich ist4 ,stets wird er ein neues ,bild1 eine neue ,situation entdecken1 an die er vielleicht seit ,jahren nicht mehr zurckgedacht hat4 ,und wenn er das alles unter dem entsprechenden ,gesichtswinkel zu betrachten wei1 so stellt sich ihm hier eine ,welt im kleinen1 eine vorgreifende ,gestaltung all seiner spteren ,erlebnisse dar1 die sich zu dem ,treiben der groen und wirklichen ,welt etwa verhalten mag1 wie das ,puppenspiel der kleinen ,mdchen zu den ,freuden des ,mutterglcks4 ,es ist dies schon mit ,rcksicht auf den betrchtlichen ,zeitraum1 den der heranreifende ,mensch in den ,mauern des ,gymnasiums zu verbringen hat1 mehr als erklrlich4 ,da die ,lnge der ,zeit nicht fglich allein nach der ,summe von ,erdumdrehungen1 die zwischen zwei bestimmten ,terminen stattfinden1 berechnet werden darf1 sondern vielmehr nach der ,summe von ,eindrcken1 die das ,gemt und der ,intellekt empfangen1 so darf man khnlich behaupten3 wir verbringen die ,hlfte unseres ,lebens unter der ,botmigkeit der ,gymnasialtyrannen4 ,schopenhauer hat in seiner ,abhandlung ber den ,unterschied der ,lebensalter sehr treffend nachgewiesen1 da der ,mensch etwa mit dem zwanzigsten ,jahre die subjektive ,hlfte seiner ,existenz hinter sich hat4 ,die ,jahre der ,kindheit sind ungleich inhaltsreicher und daher subjektiv ungleich lnger als die des ,mannes- und ,greisenalters4 ,dem jugendlichen ,geist ist fast jede ,erscheinung der ,auenwelt neu1 -- und daher in einem gewissen ,sinne epochemachend4 ,der ,greis hat sich dagegen lngst eine intellektuelle ,blasiertheit angeeignet3 es bedarf somit schon auerordentlicher ,ereignisse1 um ihn ernstlich zu influieren4 ,die ,tage fliehen ihm dahin wie im ,sturme2 das ,kommen und ,gehen der ,jahreszeiten1 das dem ,kinde als eine ,umgestaltung des ganzen ,daseins erscheint1 macht ihm den ,eindruck regelmiger ,vibrationen2 und die ,wunschlosigkeit seiner ,seele entkleidet die ,dinge jenes ,kolorits1 das sie dem ,kinde so wichtig und interessant macht4 ,kurz1 die acht oder neun ,jahre1 die wir auf den ,subsellien unserer ,schulen versitzen1 wiegen reichlich die vierzig oder fnfzig auf1 die das ,schicksal uns nachher noch vorbehalten hat1 und die ,erlebnisse der ,gymnasialzeit bilden somit den grten ,teil unserer ,persnlichkeit4 ,es kommt noch hinzu1 da die ,erinnerung jene frhesten ,eindrcke weit lebhafter und frischer reproduziert als alles1 was das ,leben spter hinzufgt4 ,selbst gedchtnisschwache ,greise1 die nach einer ,viertelstunde vergessen haben1 was unter ihren ,augen vorgegangen ist1 bewahren in der ,regel die ,bilder ihrer ,kindheit in den lebhaftesten ,farben1 -- zu einer ,zeit also1 wo das ,gehirn lngst aufgehrt hat1 neue ,begebnisse mit einiger ,zuverlssigkeit aufzuspeichern4 ,den eigentlichen ,reiz der ,gymnasialerinnerungen kann nur derjenige begreifen1 der selbst ein ,gymnasium besucht hat1 -- daher ihr ,zauber denn in der ,regel von ,frauen nur in sehr fragmentarischer ,weise gewrdigt und nicht selten absolut miverstanden wird4 ,ich erinnere mich1 da eine meiner zahlreichen1 im brigen hchst achtbaren und liebenswerten ,grotanten bei dem ,bericht einiger ,gymnasialstreiche1 die ich zum besten gab1 in ein so bedenkliches ,stadium sittlicher ,entrstung geriet1 da ich an mir selbst irre ward und mich fragte1 ob ich denn in der ,tat jenes ruchlose ,geschpf sei1 das die treffliche ,matrone im ,sinn hatte1 wenn sie von einem unverzeihlichen ,mangel an ,piett und ,gesittung redete4 ,aber bald fand ich ,trost in dem ,gedanken1 da es dem ,blinden nicht vergnnt ist1 ber die ,farben zu urteilen1 und mein schwankendes ,selbstgefhl gewann das ,gleichgewicht wieder4 ,in der ,tat1 aus der ,ferne lt sich die ,situation des ,gymnasiasten durchaus nicht begreifen4 ,er steht dem ,herrn ,professor oder dem ,herrn ,doktor in jeder ,beziehung anders gegenber1 als z4 ,b4 der ,privatschler dem ,privatlehrer oder der ,hausschler dem ,hauslehrer4 ,es wird keinem vernnftigen ,menschen beifallen1 in den ,flegeleien1 die eine der letztgenannten ,spezies in ,szene setzen knnte1 etwas ,witziges oder ,amsantes zu erblicken4 ,zum wahren ,wesen einer humoristischen ,schlerungezogenheit gehrt als erste ,bedingung der ,hintergrund eines ffentlichen ,schulsaales und die gleichzeitige ideale ,beteiligung von dreiig bis fnfzig gleichgesinnten ,seelen4 ,nur hier ist ein eigentlicher ,streich1 eine originelle ,tuschung des ,lehrers1 eine grazis-perfide ,strung mglich1 denn die betrchtliche ,ausdehnung des ,terrains und die groe ,anzahl der ,mitschler erffnet die ,wahrscheinlichkeit1 da der ,urheber dieser ,unarten geheim bleibe oder doch erst nach langen1 erheiternden ,zwischenfllen entdeckt werde4 ,der ungezogene ,privatschler gleicht dem brutalen ,raubmrder1 der den arglosen ,wanderer berfllt und mit ,kugel oder ,stahl zu ,boden streckt1 ein ,akt1 dem jegliche ,pointe fehlt1 weil eben nichts dazu gehrt1 als eine freche ,stirn und eine ,geringschtzung der ,guillotine4 ,der verschlagene ,brigantenhuptling dagegen1 der sein ,opfer mit hundert ,netzen umgarnt und ihm unter ,beibehaltung aller ueren ,formen der ,hflichkeit die ,freiheit raubt1 um erst nach erhaltenem ,lsegeld das ,sequester wieder aufzuheben1 der geniale ,spitzbube des ,mrchens1 der seinem ,oheim das ,bettuch unter dem ,leibe wegstahl und den ,pfarrer samt dem ,kster aus dem ,predigerhaus entwandte1 um das wrdige ,paar1 in einen ,sack eingeschnrt1 neben die ,schinken des ,rauchfangs zu hngen3 ein solcher ,virtuos des ,verbrechens1 ein solcher ,paganini der ,gaunerei hat ,anspruch auf unsere sthetischen ,sympathien4 ,und wie dieser humoristische ,frevler zum ,raubmrder1 so verhlt sich der ungezogene ,gymnasialschler zu den obenerwhnten ,kategorien und zu allen brigen ,nicht-,gymnasiasten4 ,im ,grunde sind die ,missetaten der ,sekundaner und ,primaner so harmlos6 ,ich kenne eine ,reihe hchst achtbarer und wissenschaftlich durchbildeter ,lehrer1 die gar nicht mehr existieren knnten1 wenn ihre ,schler nicht ab und zu die gewitterschwle ,luft des ,schulsaales durch eine erfrischende ,ungezogenheit reinigten4 ,die goldenen ,rcksichtslosigkeiten ,theodor ,storms bewhren sich auch hier3 ,nichts ist langweiliger1 als ein ,saal voll wohlgesinnter1 braver ,schler1 die ein braver1 wohlgesinnter ,lehrer in den ,elementen des ,wissens unterrichtet2 und kein ,lehrer wird von jener gemtstieferen ,sorte von ,schlern1 die wir mit dem ,gesamtnamen der ,ungezogenheitsfhigen bezeichnen wollen1 minder geliebt und geachtet als der stirnumrunzelte ,schultyrann1 der jede ,bewegung nach rechts oder links wie ein ,verbrechen ahndet und in ,krmpfe verfllt1 wenn ,mller bei seinem ,nachbar ,stipelius sotto voce anfragt1 wieviel ,uhr es sei4 ,proh pudor6 ,ist denn die ,schule ein ,zuchthaus8 ,verblendeter ,autokrat6 ,wenn ,du wtest1 welche ,flche ,dir im stillen nachgesandt werden1 sobald ,du mit ,deinen langen ,beinen durch die ,tr geschritten bist6 ,wenn ,du die ,nasen shest1 die ,stipelius ,dir dreht1 sobald ,du den ,kopf wendest1 und wenn ,du die ,verse gelesen httest1 die ,holzmeier neulich auf ,deine liebende ,gattin dichtete6 ,alles1 was ,dich und ,deine ,familie angeht1 ist ein ,gegenstand des ausgelassensten ,spottes fr ,deine smtlichen zweiundfnfzig gepeinigten ,schler1 und die noms de guerre1 mit denen ,dich ihre geheime ,rachsucht belegt1 sind ,legion4 ,wie anders ergeht es dem liberalen ,denker1 der sich daran erinnert1 da auch er vor so und so viel ,dezennien auf diesen ,bnken sa und ab und zu unter dem ,tische ,sechsundsechzig spielte6 ,ich hatte mich whrend der letzten vier ,jahre meiner gymnasialischen ,laufbahn eines so seltenen ,mannes zu erfreuen1 und ich wte nicht1 da derselbe auch nur ein einziges ,mal in eine komische ,situation geraten wre4 ,solange ein ,schler nicht ernstlich strte oder kein allzu eklatantes rgernis gab1 so lange ignorierte dieser ,weltweise selbst die schwersten ,verste gegen die ,gymnasialordnung3 war die ,grenze1 die seine ,nachsicht gezogen hatte1 berschritten1 so verhngte er mit einer freundlichen ,gelassenheit die zermalmendsten ,strafen und fuhr dann ohne weiteres im ,unterricht fort4 ,es lag beinahe etwas ,wohlwollendes in seiner ,stimme1 wenn er pltzlich vom ,buche aufsah und1 ber die ,brille hinweglugend1 irgend einem verblfften ,rebellen zurief3 ,boxer1 ,sie haben drei ,tage ,karzer6 ,keine ,spur von ,erbitterung malte sich dabei auf seinen philosophischen ,zgen4 ,wer die ,sprache nicht verstanden und blo nach dem ,klang der ,worte geurteilt htte1 der wre befugt gewesen1 eine ,phrase zu vermuten1 wie ,bitte1 schlieen ,sie doch das ,fenster1 oder ,ich glaube1 es zieht da hinten4 ,boxer1 dem diese unerwartete ,anrede fters begegnete1 versuchte niemals zu replizieren1 denn er wute1 da ,struben und ,schweifwedeln hier gleich vergeblich waren4 ,schweigend starrte er vor sich hin und fate1 von bitterer ,reue ergriffen1 den lobenswerten ,entschlu1 in ,zukunft seine ,karten etwas tiefer zu halten4 ,dieser erfahrene ,stoiker -- ich meine den ,professor -- war berhaupt in vielen ,beziehungen ein ,original4 ,der nachstehende ,vorfall erscheint in diesem ,sinne charakteristisch3 ,ein gewisser ,credner wurde zum bersetzen aufgefordert und lieferte eine hchst ungengende ,leistung4 ,warum sind ,sie nicht prpariert8 fragte der ,professor1 ber die ,brille schielend4 ,weil ich faul gewesen bin1 ,herr ,professor1 entgegnete ,credner mit einer gewissen ,frische4 ,heppenheimer1 sagte der ,herr ,professor1 schreiben ,sie mal ins ,tagebuch3 ,credner wegen ,aufrichtigkeit belobt4 ,nach diesem ,credner kam die ,reihe an meinen lorbeergekrnten ,freund ,wilhelm ,rumpf4 ,er fiel durch wie sein ,vorgnger4 ,auch ,sie scheinen nichts gearbeitet zu haben1 sprach der ,professor wohlwollend4 ,warum bereiten ,sie sich nicht grndlicher vor8 ,weil ich faul gewesen bin1 ,herr ,professor1 entgegnete ,wilhelm ,rumpf1 die ,blicke zu ,boden senkend4 ,heppenheimer1 schreiben ,sie einmal ein3 ,rumpf wegen ,plagiats mit zwei ,tagen ,karzer bestraft4 ,und ,rumpf mute auf den ,karzer1 da half ihm kein ,gott4 ,die ,prima aber fand den ,ausspruch ihres ,weltweisen so trefflich und wohlbegrndet1 da sie in einen nicht zu beschreibenden ,jubel ausbrach4 ,ganz den ,gegensatz zu diesem platonischen ,urbild eines ,gymnasiallehrers bildete ein unglcklicher ,choleriker1 der uns in ,sekunda den ,virgil erklrte4 ,seine ,haltung wechselte zwischen vulkanischen ,wutausbrchen und ohnmchtiger ,schwche4 ,whrend seiner ,lehrstunden herrschte ein ,lrm1 wie er seitdem nur noch im deutschen ,reichstag erhrt worden ist4 ,wir lachten1 schrien1 sangen1 husteten1 scharrten mit den ,fen und klatschten mit den ,hnden1 da man sein eigenes ,wort nicht verstand2 und wenn ,doktor ,hhnle sich endlich zu der sittlichen ,tat eines ,entschlusses aufraffte und ,ruhe gebot1 so erscholl ein ,hohngebrll1 da die ,fenster klirrten4 ,vom ,standpunkte der reinen ,moral hat ein solcher ,unfug allerdings etwas ,beklemmendes2 aber die ,schuld liegt einzig auf der ,seite des ,lehrers4 ,wenn fnfzig ungezogene ,jungen die ,gelegenheit haben1 straflos zu tumultuieren1 so werden sie unter allen ,umstnden diese ,gelegenheit ausnutzen1 -- mit derselben mathematischen ,notwendigkeit1 mit der die ,biene ihre ,wachszellen formt und der ,dichter seine poetischen ,schpfungen webt4 ,wo der ,strom die ,dmme einreit1 da verdienen nicht die ,wogen unseren ,groll1 sondern die nachlssigen ,deichverwalter1 denen es oblag1 den ,anprall in den gehrigen ,schranken zu halten4 ,waren es doch dieselben ,sekundaner1 die spter in ,prima von dem eben geschilderten ,weltweisen wie spielend gebndigt wurden4 ,die ,attentate1 die wir auf die ,person dieses nie genug zu beweinenden ,doktor ,hhnle ausbten1 waren nach ,form und ,inhalt zahllos wie der ,sand am ,meere4 ,scherz1 ,ironie und tiefere ,bedeutung mischten sich hier in grotesker ,buntscheckigkeit mit ,list und ,rache4 ,von den zrtlichsten ,neckereien bis zu den grblichsten ,unbilden baute unsere ruchlose ,phantasie ,staffel um ,staffel1 und wenn ,doktor ,hhnle nicht schlielich unter unseren sakrilegischen ,krallen seinen ,geist auskrhte1 so geschah dies nur deshalb1 weil er noch rechtzeitig pensioniert wurde4 ,wenn die ersten ,kirschen reiften1 so erstanden wir eines jener zierlichen ,struchen1 wie die ,marktweiber sie1 auf blankgeschabte ,hlzer gesteckt1 zum ,verkauf bieten4 ,diese kstliche ,gabe der jungen ,natur wurde ,herrn ,doktor ,hhnle beim ,beginn der ,lehrstunden als ,zeichen der allgemeinen ,liebe und ,verehrung berreicht4 ,obgleich sich das ,ereignis1 das ich schildern will1 bereits seit einem ,dezennium alljhrlich wiederholte1 so verfehlte der also gefeierte ,lehrer doch niemals1 in den verbindlichsten ,worten seinen ,dank auszusprechen und das ,struchen auf dem ,tisch neben der ,tr in ,depositum zu geben4 ,nun begann die ,komdie4 ,herr ,doktor1 darf ich einmal hinausgehen8 ,gehen ,sie6 ,der ,schler ging und zog im ,vorbeigehen mit geschicktem ,griffe von einer der zierlich zusammengebundenen ,kirschen dergestalt das ,fleisch ab1 da der ,kern am ,stiel sitzen blieb4 ,die ,beute ostensibel zum ,munde fhrend1 verschwand er im ,korridor4 ,herr ,doktor1 darf ich einmal hinausgehen8 ,gehen ,sie6 ,abermalige ,abstreifung des ,kirschenfleisches und ,zurcklassung des entblten ,kernes4 ,das ,struchen enthielt ungefhr zwlf bis fnfzehn ,kirschen4 ,zwlf bis fnfzehn ,schler baten demgem um die ,erlaubnis1 hinausgehen zu drfen4 ,unter mannigfachen ,strungen und ,impertinenzen verstrich die ,stunde4 ,doktor ,hhnle gewahrte sofort1 welches ,los man ihm bereitet hatte1 und machte ,anstalten1 ohne weiteres an den ,resten des ,festgeschenkes vorber zu wandeln4 ,aber das ging nicht so4 ,herr ,doktor1 ,ihr ,struchen6 rief eine ,stimme aus dem ,hintergrunde4 ,vergessen ,sie doch ,ihr ,struchen nicht6 klang das ,echo4 ,ja1 wo ist denn dem ,herrn ,doktor sein ,struchen8 ,ein vierter ergriff das ,struchen mit den zwlf bis fnfzehn ,stielen1 an denen die ,kerne elegisch herabbaumelten1 und trat vor1 um es dem verwirrten ,lehrer mit ,grazie zu prsentieren4 ,und nun erscholl ein ,jubelgeheul durch die heiligen ,hallen der ,sekunda1 das an die stolze ,hyperbel gemahnte1 mit welcher ,homer das ,wehgebrll des verwundeten ,ares zu versinnlichen sucht4 ,doktor ,hhnle aber wies die schnden berbleibsel des ,struchens mit ,verachtung zurck und eilte1 von einem wahren ,gelchter der ,hlle verfolgt1 ins ,freie4 ,ein andermal brachten wir eine ,auswahl musikalischer ,instrumente mit1 etwa eine ,mundharmonika1 ein ,blechtrompetchen und eine ,maultrommel4 ,an solchen ,tagen herrschte in den ,rumen der ,sekunda eine ungewohnte ,stille4 ,gewitterschwl lagerte es ber den ,bnken1 und ,doktor ,hhnle konstatierte zu seiner eigenen bnglichen berraschung1 da er fnf ,minuten lang ohne ,unterbrechung dozieren konnte4 ,da mit einemmal erhob sich in den fernsten ,winkeln des ,saales ein sanft anschwellender ,triller1 der unter der atemlosen ,stille der ,versammlung in ein ,motiv aus ,flotows ,martha berging und pltzlich mit einem grellen ,miton abbrach4 ,donnernder1 rasender ,applaus4 ,doktor ,hhnle stand wie versteinert4 ,abermals herrschte ein brtendes ,schweigen1 und jetzt ertnte in melodischer ,abdmpfung das unheimliche ,schnurren der ,maultrommel1 die dasselbe ,motiv aus der ,flotowschen ,oper1 nur etwas neckischer nuanciert1 wiederholte4 ,applaus wie vorhin4 ,doktor ,hhnle wurde dunkelrot im ,gesicht4 ,mit der geballten ,faust schlug er aufs ,lehrpult4 ,still einmal1 rief er mit bebender ,stimme4 ,der miserable ,mensch1 der das getan hat1 soll sich noch einmal hren lassen2 ich will ihm dann zeigen1 was einer so beispiellosen ,roheit gebhrt6 ,und wiederum schwieg die ganze ,klasse wie ein ,mann4 ,eine halbe ,minute ungefhr lie das gewnschte ,dakapo auf sich warten2 dann begann wieder jene erste ,sirenenstimme mit dem verfhrerisch lieblichen ,triller1 und das ,motiv aus ,martha folgte in tadelloser ,reinheit4 ,so6 schrie ,doktor ,hhnle unter dem berschwenglichen ,jauchzen der ,schlerschaft4 -- ,jetzt soll der miserable ,mensch seine ,frechheit noch einmal wagen6 ,die ,versammlung begrte diese seltsame ,wendung des ,hhnleschen ,zornes mit gebhrender ,aufmerksamkeit4 ,hhnle trat nunmehr vom ,katheder herab1 um von der ,seite her in die ,reihen der ,schler zu blicken4 ,indes schon ,uhland singt3 ,nicht an wen'ge stolze ,namen ,ist die ,liederkunst gebannt4 ,die ,artisten auf den hinteren ,bnken1 die ,hhnle jetzt als zunchst verdchtig ins ,auge fate1 lieen ihre ,instrumente nach vorn wandern1 und mit einemmal erscholl das schne ,volkslied ,ich wei nicht1 was soll es bedeuten 444 aus der entgegengesetzten ,richtung4 ,jetzt schritt ,hhnle zur ,untersuchung4 ,er begann beim ,primus4 ,wo haben ,sie's gehrt8 ,da hinten am ,ofen4 ,wo haben ,sie's gehrt8 ,da vorn am ,fenster4 ,wo haben ,sie's gehrt8 ,mir kam's vor1 als sei's drauen4 ,wo haben ,sie's gehrt8 ,ich8 ,ich habe gar nichts gehrt4 ,wo haben ,sie's gehrt8 ,dort am ,katheder4 ,diese khne ,bemerkung wurde durch ,beifall auf allen ,bnken belohnt4 ,nachdem ,doktor ,hhnle so eine halbe ,stunde lang herumgefragt und die widersprechendsten ,ausknfte vernommen hatte1 ging er ans ,werk1 die einzelnen ,schler zu visitieren4 ,treten ,sie mal hier heraus1 sprach er zum ,primus4 ,er befhlte dem lchelnden ,schler nun smtliche ,taschen1 wobei dieser nicht verfehlte1 ,au6 zu schreien oder allerlei unnennbare ,tne auszustoen1 die er mit der ,bemerkung entschuldigte3 ,ach1 ,herr ,doktor1 ich bin so kitzlich6 ,die ,visitation blieb natrlich erfolglos1 denn die ,maultrommel war lngst bei den noch nicht visitierten ,schlern in sicheren ,gewahrsam gebracht4 ,so untersuchte ,doktor ,hhnle nun den zweiten1 dritten1 vierten1 fnften und sechsten seiner miratenen ,sekundaner1 ohne das mindeste zu entdecken4 ,mit einemmal fate er einen verwegenen ,entschlu4 ,er griff sich pltzlich einen ,schler aus den mittleren ,bnken heraus und befahl ihm1 schnell einmal herzukommen4 ,zufllig hatte der ,instinkt des gequlten ,lehrers diesmal das ,rechte getroffen2 aber es half ihm nur wenig4 ,der ,schler1 weit entfernt1 der ,aufforderung ,hhnles so ohne weiteres ,folge zu leisten1 stellte sich vielmehr schwerhrig1 gab die musikalischen ,instrumente mit aller ,vorsicht an den ,vordermann ab und fragte dann mit rhrender ,naivitt3 ,meinen ,sie mich1 ,herr ,doktor8 ,ja1 ,sie6 rief der fiebernde ,hhnle4 ,machen ,sie nur keine ,umstnde6 ,kommen ,sie augenblicklich heraus6 ,ach so1 sagte der ,schler2 ich dachte1 ,sie meinten den ,heinemann4 ,ja1 wenn ,sie denn wirklich der ,ansicht sind1 ich knnte mir diese ,strung erlaubt haben1 so bin ich ja mit ,vergngen bereit1 herauszukommen2 aber ,sie drfen mir nicht in die rechte ,seite kommen1 ,herr ,doktor1 da bin ich gestern geschrpft worden4 ,doktor ,hhnle lie sich zwar in der ,regel sehr viel gefallen1 wie der geneigte ,leser aus der vorstehenden ,schilderung bereits entnommen haben drfte2 aber zuweilen nahm er an ,bemerkungen ,ansto1 bei denen dies keiner vermutet htte4 ,so irritierte ihn jetzt die ,versicherung ,kleemllers1 da er in der rechten ,seite geschrpft sei4 ,denken ,sie vielleicht1 ,sie knnen hier ,ihre ,possen treiben8 rief er mit ,donnerstimme4 ,ich gebe ,ihnen drei ,stunden ,karzer6 ,weshalb8 fragte ,kleemller ruhig4 ,weshalb8 ,ich will ,sie lehren1 mir mit solchen ,dummheiten zu kommen6 ,kleemller nahm eine sehr ernste ,haltung an4 ,herr ,doktor1 begann er1 jedes ,wort nachdrcklich betonend1 wenn ich sage1 ich bin in der rechten ,seite geschrpft1 so bin ich geschrpft1 und ich wei nicht1 was ,sie an dieser ,tatsache auszusetzen haben4 ,sie gehen mir jetzt sechs ,stunden auf den ,karzer1 und berdem werde ich den ,herrn ,direktor von dem ,vorgefallenen in ,kenntnis setzen4 ,so1 entgegnete ,kleemller1 also bei ,ihnen darf man nicht einmal in der rechten ,seite geschrpft sein8 ,nun1 da bin ich doch neugierig1 ob der ,herr ,direktor ,ihre ,auffassung teilt6 ,kein ,wort mehr6 rief ,doktor ,hhnle4 ,entweder ,sie bringen mir ein rztliches ,zeugnis1 da ,sie wirklich geschrpft sind1 oder ,sie gehen auf den ,karzer6 ,gut1 sagte ,kleemller4 ,ich werde ,ihnen ein rztliches ,zeugnis bringen4 ,mu ich es auch polizeilich beglaubigen lassen8 ,kommen ,sie jetzt nur mal heraus6 ,sie haben vorhin gepfiffen6 ,ich8 ,aber ,herr ,doktor1 wenn man in der rechten ,seite geschrpft ist1 vergeht einem das ,pfeifen von selbst6 ,ich mchte mal sehen1 wenn ,sie in der rechten ,seite geschrpft wren 444 ,nach diesen und hnlichen ,albernheiten begann nun bei ,kleemller die ,untersuchung nach demselben ,schema1 das ,hhnle vorher bei den ,schlern der ersten ,bank angewandt hatte1 und mit demselben ,erfolg4 ,da mit einemmal erscholl die ,klingel des ,pedells4 ,hhnle ergriff seinen ,hut und war froh1 die ,untersuchung und die ,lehrstunde hinter sich zu haben4 ,am folgenden ,tage brachte ,kleemller sein ,schrpfzeugnis1 und so war auch dieser ,punkt zur ,zufriedenheit beider ,teile erledigt4 ,eine besonders hervorragende ,rolle in unserem ,verkehr mit ,doktor ,hhnle spielten die ,unglcksflle4 ,ich erklre mich deutlicher4 ,kleemller1 der berhaupt in krperlichen ,leiden exzellierte1 hatte sich den ,fu verstaucht und kam1 auf einen ,knppel gesttzt1 der whrend eines nicht allzu strengen ,winters ausgereicht haben wrde1 eine bescheidene ,familie mit ,brennmaterial zu versorgen1 in das ,zimmer gewankt4 ,im ,begriff1 sich auf seinen ,platz zu begeben1 fiel er langwegs zu ,boden1 die eigens zu diesem ,zweck in reicher ,auswahl mitgebrachten ,bcher nach allen ,richtungen hin verstreuend und mit dem ,knppel so auf die ,dielen donnernd1 da der ,staub in gigantischen ,wolken aufwirbelte4 ,gleichzeitig mit diesen ,staubwolken stieg ,kleemllers ,klagegeschrei zum ,himmel4 ,der leidende ,philoktet des ,sophokles kann nicht entsetzlicher geheult und gewinselt haben wie der gefallene ,kleemller4 ,die ,tne aller ,urwaldsbestien vermischten sich in dieser phonetischen ,kraftleistung1 und die entzckte ,sekunda brllte den ,chor4 ,doktor ,hhnle wartete stirnrunzelnd1 bis ,kleemller sich wieder erhoben hatte4 ,die ,brust des unglcklichen ,philologen arbeitete in wilder ,bewegung4 ,pltzlich streckte er den rechten ,arm aus1 richtete die ,spitze des ,zeigefingers auf denjenigen seiner ,schler1 der mit der ,fhrung des ,klassendiariums beauftragt war1 und sprach die vernichtenden ,worte3 ,heppenheimer1 schreiben ,sie mal ins ,tagebuch3 ,kleemller erschien mit einem ,stocke bewaffnet im ,lehrzimmer und lie denselben mit aller ,wucht auf die ,dielen aufpoltern6 ,so1 das haben ,sie sich nun selbst zuzuschreiben6 ,denken ,sie1 ich bin gesonnen1 mir ,ihre fortgesetzten ,impertinenzen so ohne weiteres gefallen zu lassen8 ,nun machen ,sie1 da ,sie auf ,ihren ,platz kommen6 ,aber ,herr ,doktor1 wimmerte ,kleemller1 man wird doch noch per ,zufall einmal hinfallen knnen6 ,man wird gar nichts6 entgegnete ,hhnle zermalmend1 und ,kleemller setzte sich langsam auf seinen ,platz4 ,der beklagenswerte ,lehrer trug sich von diesem ,moment an wochenlang mit dem ,bewutsein1 ein ,exempel statuiert zu haben4 ,ein ,unglcksfall von hchst folgenschwerer ,bedeutung war das unerwartete ,erscheinen einer ,wespe4 ,kleemller1 der sehr nervs war1 und einige gleichgesinnte ,kollegen gebrdeten sich dann jedesmal wie ,pensionsdmchen beim ,anblick einer ,ratte1 und die brigen1 von christlichem ,mitgefhl bermannt1 improvisierten eine ,jagd der ausgelassensten ,art4 ,man warf ,rosts deutsch-griechisches ,wrterbuch nach dem ,eindringling1 ohne sich darum zu kmmern1 da der dickleibige ,quartband ganz in der ,nhe des ,katheders niederfiel 444 ,man operierte mit ,kappen und ,taschentchern und griff in der ,hitze des ,gefechts sogar nach dem ,hut des ,lehrers1 ohne die ,einsprache des gengstigten ,eigentmers zu beachten4 ,solche ,jagden nahmen in der ,regel eine volle ,viertelstunde in ,anspruch4 ,wenn sie zu ,ende waren1 machte ,hhnle seiner ,erbitterung dadurch ,luft1 da er sich1 wie bei dem ,unglcksfall mit dem ,knppel1 an ,heppenheimer wandte und im ,diarium die ,tatsache konstatieren lie3 eine ,wespe sei whrend der ,lehrstunde durch das ,schulzimmer geflogen und von verschiedenen ,schlern unter ,herbeifhrung mehrfacher ,strungen verfolgt worden4 ,hiermit hatte er seinem pdagogischen ,gewissen in jeder ,beziehung ,genge getan4 ,dieses ,tagebuch spielte berhaupt in dem ,leben ,doktor ,hhnles eine denkwrdige ,rolle4 ,er befahl all seine ,wege und was sein ,herz krnkte der treuen ,vaterpflege dieses ,institutes1 ohne da es uns jemals klar geworden wre1 was seine ,eintragungen fglich bezweckten4 ,eines ,tages warf einer meiner ,freunde in demselben ,moment1 da ,doktor ,hhnle die ,blicke in sein ,notizbuch heftete1 um eine kritische ,note einzuschreiben1 mit geschickter ,fingerelastik eine ,knallerbse in die ,luft1 die in der ,nhe des ,katheders niederfiel und den unglcklichen ,schulmann nicht wenig erschreckte4 ,sofort wute er1 wo er seine ,seele zu erleichtern hatte4 ,heppenheimer1 schrie er1 noch bleich vor ,schreck und ,aufregung1 schreiben ,sie mal ins ,tagebuch3 ,eine ,knallerbse fiel in der ,nhe des ,katheders nieder und zerplatzte4 ,in der folgenden ,stunde ereignete sich die berraschende ,explosion aufs neue4 ,doktor ,hhnle verschmhte nicht1 der ,wiederholung seines ,schreckens durch folgende ,tagebuchnotiz ,ausdruck zu verleihen3 ,abermals fiel eine ,knallerbse in der ,nhe des ,katheders nieder und zerplatzte4 ,dieses ,abermals entlockte der jugendlichen ,versammlung1 die ein sehr lebhaftes ,gefhl fr unfreiwillige ,komik besa1 ein wieherndes ,gelchter1 das ,herrn ,doktor ,hhnle bei einiger ,fhigkeit des ,urteils htte belehren mssen1 wie wenig diese amtlichen ,besttigungen seiner eigenen ,schande geeignet waren1 den erstorbenen ,respekt im ,busen der ,schuljugend neu zu beleben4 ,was war die ,folge dieses ,abermals8 ,wir wren keine ,vollblut-,sekundaner gewesen1 wenn wir nicht den ,versuch gemacht htten1 ob ,doktor ,hhnle nicht auch zum drittenmal auf den ,leim gehen wrde4 ,leider schlug dieser ,versuch infolge des ,umstandes fehl1 da die ,freude an dem ,zerspringen der kleinen ,orsinibomben bereits zu betrchtliche ,dimensionen angenommen hatte4 ,ehe noch ,doktor ,hhnle seinem ,heppenheimer zurufen konnte3 ,zum drittenmal 4441 -- hatte sich bereits das vierte1 fnfte und sechste ,mal an den verschiedensten ,punkten des ,schulzimmers ereignet1 und whrend der verzweifelte ,pdagoge nach den hinteren ,bnken rannte1 um die verborgenen ,angreifer zu entdecken1 sandten ihm die ,schler der vorderen ,bnke einen ganzen ,hagel dieser ,wurfgeschosse in den ,rcken1 so da er nach einigen krampfhaften ,wendungen die ,arme schlaff am ,krper herabsinken lie1 als wollte er sagen3 ,hier stehe ich1 ich kann nicht anders1 ,gott helfe mir1 ,amen6 ,nie wieder habe ich eine so klgliche ,szene erlebt1 wie dieses innerliche ,zusammenbrechen des knallerbsenberwltigten ,virgil-,interpreten4 ,in diesem ,moment ergriff uns etwas wie ,mitleid4 ,wir erkannten1 da ,doktor ,hhnle eigentlich fr die normale ,ungezogenheit eines ,sekundaners zu schmchtig war3 dieser ,mann gehrte nach ,sexta4 ,der beweinenswerte ,lehrer schien selbst etwas von der ,wahrheit dieser ,erwgung zu fhlen3 das ,bewutsein1 es msse etwas geschehen1 ri ihn mit einemmal aus seiner ,erstarrung empor4 ,er warf sich in ,positur1 hob die ,faust und schrie mit geller ,stimme3 ,ihr miserablen ,buben6 ,ich habe mich nie vor ,mnnern gefrchtet1 meint ,ihr1 ich frchtete mich vor ,euch8 ,ungeheure ,heiterkeit war die ,antwort auf diese verunglckte ,apostrophe4 ,mit einemmal nahm ,hhnle die ,haltung eines ,mannes an1 der mit sich und seinen ,entschlssen im reinen ist4 ,er wandelte majesttischen ,schrittes nach dem ,tisch1 wo sein ,hut lag1 stlpte die ,kopfbedeckung mit einer energischen ,handbewegung ber das ,haupt und faltete dann die ,arme vor der ,brust4 ,so1 sagte er1 nun mag ,euch ,stunde halten1 wer will6 ,ich gehe jetzt zum ,herrn ,direktor4 ,die ganze ,klasse wlzte sich fast vor ,vergngen4 ,doktor ,hhnle aber warf uns noch einen ,blick der grenzenlosesten ,verachtung zu und eilte dann hinaus1 die ,tr heftig ins ,schlo werfend4 ,sofort herrschte in den ,rumen der ,sekunda eine ganz ertrgliche ,ruhe4 ,einer von uns stand auf und eilte dem ,verschwundenen nach4 ,doktor ,hhnle hatte seinen furchtbaren ,entschlu in der ,tat verwirklicht2 er war zum ,direktor gegangen1 hatte gemeldet1 da die ,sekunda in offener ,rebellion begriffen sei1 und die ,zusage einer exemplarischen ,ahndung erhalten4 ,das ,verhngnis sollte nicht lange auf sich warten lassen4 ,die nchsten acht ,tage waren fast ausschlielich einer umfassenden ,untersuchung gewidmet1 an der sich das ganze ,lehrerkollegium beteiligte4 ,im ,anfang blieben die ,bemhungen unserer ,inquisitoren absolut fruchtlos4 ,die ,sekundaner bezeugten einstimmig1 da im ganzen nur zwei ,knallerbsen zur ,explosion gelangt seien1 und da der ,tter in einem gewissen ,heinsius gesucht werden msse1 der zwei ,tage nach dem bedeutsamen ,ereignis das ,gymnasium fr immer verlassen hatte1 um nach ,amerika berzusiedeln4 ,schon gewann es den ,anschein1 als wrde unsere ,effronterie1 verbunden mit der ,leichtglubigkeit unserer ,lehrer1 diesmal den ,sieg davontragen3 aber siehe da1 es fand sich ein braver1 gesitteter ,schler1 der den ,verrter spielte4 ,ich und fnf andere der hervorragendsten ,frevler wurden von diesem verkappten ,mouchard bei der ,direktion angezeigt -- ein ,zwischenfall1 der dem ,gange der ,untersuchung eine wesentlich neue ,richtung gab4 ,der ,reihe nach in das ,zimmer des ,direktors beschieden1 verharrten wir zunchst bei unserer ,aussage1 da ,heinsius die ,knallerbsen geschleudert habe2 ungnstige ,konstellationen zwangen uns indes nach kurzer ,frist ein reumtiges ,gestndnis ab4 ,samuel ,heinzerling nahm alles mit hochwichtiger ,amtsmiene zu ,protokoll4 ber die ,art und ,weise1 wie wir beim ,schleudern der ,knallerbsen zu ,werke gegangen seien1 hatte ich mit dem ernsten ,gymnasialfrsten eine anderthalbstndige ,unterredung4 ,er wollte absolut nicht glauben1 da es mglich sei1 diese ,schleuderung lediglich mit den ,fingern zu bewerkstelligen1 und fgte seinen hierauf bezglichen ,zweifeln jedesmal die ,bemerkung hinzu1 da fortgesetztes ,leugnen onsere ,lage nor verschlmmern knne4 ,erst als ich mich erbot1 den ,herrn ,direktor durch den ,augenschein zu belehren1 wie vollkommen es mglich sei1 durch eine krftige ,bewegung des ,handgelenkes die erforderliche ,wurfgeschwindigkeit zu erreichen1 gab sich der ,skeptiker mit der ,bemerkung3 ,non1 wr wollen das dahingestellt sein lassen1 zufrieden4 ,das ,endresultat dieses unvergelichen ,abenteuers war fr smtliche ,teilnehmer in hohem ,grade verhngnisvoll4 ,zwei von uns wurden relegiert1 wir brigen erhielten ,karzerstrafen bis zu zehn ,tagen1 und ,doktor ,hhnle ward von dem ,unterricht in ,sekunda auf sein ,ansuchen entbunden4 ,ein ,vierteljahr spter las man in dem groherzoglichen ,regierungsblatt1 da ,doktor ,ephraim ,hhnle in ,anerkennung seiner langjhrigen ,dienste pensioniert worden sei4 ,wer erkennt nicht den tieferen ,sinn1 der in dieser knabenhaften ,rebellion gegen einen unfhigen ,pdagogen liegt8 ,ein ohnmchtiger ,lehrer ist gerade dem mutwilligsten und ausgelassensten ,schler a priori ein ,greuel1 denn die ,schwche scheint seine ,unarten in einer ,weise herauszufordern1 die seinen ,stolz beleidigt4 ,es ist kein ,verdienst1 da ,exzesse zu begehen1 wo die ,straflosigkeit so gut wie gewi erscheint2 auch soll der ,exze nicht die ,regel sein1 weil er sonst viel von seinem eigentlichen ,reiz einbt4 ,doktor ,hhnle ward gestrzt wie eine unfhige ,regierung1 und jede ,regierung1 der die ,revolution ber den ,kopf wchst1 erleidet genau das1 was ihr gebhrt4 ,in ,prima benahmen wir uns schon aus eigenem ,antrieb gesetzter1 ganz abgesehen davon1 da sich unter den ,lehrern der ,prima kein ,hhnle befand4 ,die originellste ,figur war hier ohne ,zweifel der ,direktor ,samuel ,heinzerling1 ein jovialer1 den ,regungen des ,humors nicht unzugnglicher ,mann1 der sich einer allgemeinen ,beliebtheit erfreute4 ,wir nannten ihn ,pater und sagten ihm am ,schlusse unserer lateinischen ,aufstze alle erdenklichen ,schmeicheleien1 die der rector gymnasii illustrissimus1 justissimus1 dilectissimus1 wie er in solchen ,hymnen gewhnlich qualifiziert wurde1 ganz beifllig aufnahm und mit einem ,valde placet am ,rande der ,arbeit belohnte4 ,nur eine schwache ,seite hatte dieser vortreffliche ,pdagoge3 er litt nmlich an dem ,vorurteil1 ein gerechter und vollkommener ,primaner msse des ,morgens przis mit dem ,glockenschlage auf seinem ,platze sein4 ,nun ist es eine erfahrungsgeme ,tatsache1 da die ,freuden des ,morgenschlummers um so entschiedener gewrdigt werden1 je mehr sich der ,mensch innerlich und uerlich entwickelt2 und ich insbesondere war bereits in ,unterprima ein unvershnlicher ,gegner des altklassischen ,wahlspruches3 ,aurora musis amica4 ,noch jetzt empfinde ich1 wenn ich mich vorbergehend in meiner ,vaterstadt aufhalte und des ,morgens um drei ,viertel auf sieben den ,schall des kleinen bimmelnden ,glckchens vernehme1 das die ,munizipalitt eigens fr die ,bedrfnisse der ,schulen auf dem ,stadtkirchturme angebracht hat1 ein dunkles1 beklemmendes ,unbehagen1 das mir im ,anfang durchaus rtselhaft erscheint1 bis ich mir darber klar werde1 da es die ,erinnerung an meine ,primanerzeit ist1 die mir diese ,gefhle im ,busen zeitigt4 ,es war doch eine peinliche ,situation 4446 ,man lag1 von den kstlichen ,armen eines jugendkrftigen ,schlafes umfangen1 sorg- und ahnungslos auf der ,matratze und trumte von ,hulda1 der schwarzugigen ,schauspielerin1 die des ,tags zuvor im ,linkerschen ,saale so unvergleichlich die ,anna-,liese gespielt hatte1 oder von ,pauline1 der blonden ,tochter des ,stadtpredigers3 da mit einemmal erscholl die klappernde ,monotonie dieses verwnschten metallenen ,weckers1 und die duftigen ,phantasiebilder zerflossen in ,rauch vor dem unbarmherzigen ,tageslichte der ,wirklichkeit4 ,im ,traume vielleicht ein ,knig1 ein ,gott1 sah man sich jetzt wieder zum ,sklaven der ,stunde herabgewrdigt2 der ,zwang des ,mssens trat in qualvoller ,zudringlichkeit an uns heran und legte uns die eisernen ,hnde aufs ,herz1 so da es tief gedemtigt in sich zusammenschauerte4 ,es begann nun jener stets von neuem auszufechtende ,kampf zwischen der ,neigung und der ,pflicht4 ,man dehnte und streckte sich1 als wolle man die ,freuden der zwei1 drei ,stunden1 die man unter anderen ,umstnden noch vertrumt und verdmmert htte1 gleichsam im ,extrakt genieen4 ,man legte sich noch fr zehn ,minuten auf die andere ,seite1 um schon nach ,ablauf von dreiig ,sekunden emporzufahren und nach der ,zeit zu sehen4 ,man beneidete seinen lteren ,bruder1 der ,student war und jeden ,morgen bis elf ,uhr in den ,federn blieb4 ,man fluchte der irrationellen ,einrichtung des ,stundenplans1 der die ,klufenbrecherschen ,auseinandersetzungen ber ,mathematik recht gut auf eine passendere ,zeit htte verlegen knnen1 und schwur sich1 sobald man das ,gymnasium hinter sich habe1 das ,versumte mit aller ,macht nachzuholen4 ,unterdessen verstrich eine ,viertelstunde1 und von neuem hob der entsetzliche ,klppel auf dem ,stadtkirchturme zu wimmern an4 ,jetzt sprang man mit gleichen ,fen aus dem ,bett und kleidete sich mit einer ,geschwindigkeit an1 die uns seitdem zum ,mythus geworden ist4 ,nach ,verlauf von fnf ,minuten war man im ,freien3 den ,kaffee hatte man wie ein hastiges ,stehseidel hinunter gestrzt1 und die ,semmel pflegte man sich ohnehin zum behaglichen ,verbrauch whrend der ,lehrstunden aufzusparen4 ,so schnell man jedoch hier zu operieren wute1 die verlorene ,viertelstunde konnte nicht wieder eingebracht werden1 und so kam man denn regelmig um zehn1 ja selbst fnfzehn und zwanzig ,minuten zu spt4 ,unser ,direktor fand dieses ,zusptkommen emprend4 ,er hatte1 um dem immer bedrohlicher um sich greifenden ,mibrauche energisch zu steuern1 die ,anordnung getroffen1 da jeder1 der ohne gengende ,entschuldigung den ,beginn der ,lehrstunden versume1 mit dem ,vermerk zu spt gekommen notiert wrde1 und da jeder1 der innerhalb einer ,woche zweimal notiert worden sei1 einen ,tag lang in den ,rumen des ,karzers ber die ,pflichten des ,primaners nachzudenken habe4 ,da ich auch ohne diesen ,extrazuschu oft genug meiner ,freiheit beraubt wurde1 so strengte ich alle ,krfte an1 um der peinvollen ,eventualitt einer doppelten ,notierung vorzubeugen1 und zu diesem ,zweck bedurfte ich einer ,reihe gengender ,entschuldigungen1 deren ,beitreibung meinen ganzen ,scharfsinn in ,anspruch nahm4 ,zum ,glck war der ,direktor keine skeptische ,natur4 ,er lie selbst das ,unwahrscheinliche1 wenn es mit einer gewissen ,keckheit vorgetragen wurde1 unbeanstandet passieren4 ,ich hatte mir im ,laufe der ,semester eine solche ,virtuositt der ,erfindung angeeignet1 da ich am ,schlu meiner ,gymnasiallaufbahn nahe daran war1 ein ,leichtfaliches ,entschuldigungshandbuch fr ,gymnasiasten und ,realschler zusammenzustellen1 das ohne ,zweifel ein ebenso dankbares als zahlreiches ,publikum gefunden htte4 ,ich will an dieser ,stelle einige der wirksamsten ,entschuldigungen planlos aneinander reihen1 um so dem dulce doch wenigstens einen ,gran von utile beizumischen4 ,vielleicht sieht sich ein deutscher ,verleger bei der ,lektre dieser ,zeilen veranlat1 mich zur ,ausarbeitung des damals projektierten ,werkes nachtrglich aufzufordern4 ,gefllige ,antrge erbitte ich direkt unter meiner ,adresse4 ,einer der wichtigsten ,faktoren im ,gebiete der ,gymnasialentschuldigungen ist der ,onkel4 ,ein ,gymnasiast kann sich gar nicht genug ,onkels halten4 ,ein ,onkel ist in jeder ,beziehung verwendbar namentlich aber fr das ,zusptkommen3 ,ich mute meinen ,onkel an den ,bahnhof begleiten4 ,mein ,onkel hatte einen ,schlaganfall4 ,mein ,onkel feiert heute seinen fnfundsechzigsten ,geburtstag4 ,mein ,onkel aus ,havelberg ist angekommen4 ,,nb4 ,ist der ,onkel aus ,havelberg einigermaen mit dem ,gymnasialdirektor bekannt1 so fgt man hinzu3 ,er lt auch schnstens gren1 und wenn sein ,aufenthalt nicht gar zu kurz wre1 wrde er sich die ,ehre geben4 ,bei ,samuel ,heinzerling waren diese ,onkel-,entschuldigungen stets von augenblicklicher ,wirkung4 ,non1 es st goot1 sagte er befriedigt lchelnd4 ,nur wenn ich in der ,zerstreutheit die frohe ,botschaft von der ,ankunft meines ,onkels aus ,havelberg an zwei aufeinander folgenden ,tagen zum besten gab1 wagte er die berraschte ,bemerkung3 ,schon wder8 hr ,onkel scheint aber auch recht vl zo reisen6 ,ich erkannte sofort meinen ,irrtum1 sagte jedoch so unbefangen als mglich3 ,o ja1 ,gott sei ,dank1 er ist noch recht rstig4 ,es versteht sich von selbst1 da unter ,umstnden auch ,tanten in gleicher ,richtung verbraucht werden knnen4 ,hier empfiehlt es sich1 von ,zeit zu ,zeit eine ,kindtaufe zu erfinden oder aber1 falls man die ,anwendung unvermhlter ,tanten vorzieht1 hysterische ,krmpfe in ,ansatz zu bringen4 ,wenn ich die verwandtschaftlichen ,beziehungen hinlnglich in ,kontribution gesetzt hatte1 griff ich in das ,kapitel gewisser huslicher ,vorkommnisse und beantwortete die ,frage des ,direktors3 ,warum kommen ,sie zu spt8 mit der schlagenden ,bemerkung3 ,mein ,waschwasser war gefroren4 ,oder3 ,unsere ,kchin hat sich verschlafen4 ,oder3 ,meine ,uhr ging falsch4 ,alle diese ,entgegnungen fand der ,direktor vollkommen gengend -- ich htte denn die ,unvorsichtigkeit begehen mssen1 die ,mr von dem gefrorenen ,waschwasser in den ,hundstagen vorzubringen4 ,in ,oberprima1 wo ich die ersten ,spuren eines sprossenden ,bartes zu verzeichnen hatte1 behauptete ich sogar einmal1 mein ,barbier habe sich versptet4 ,so8 fragte der ,direktor4 ,non1 ch dchte1 in hrem ,alter brauchte man sch noch ncht rasren zo lassen6 ,w ch so alt war1 dachte ch nmals an dergleichen ,allotria4 brigens1 ,s haben ja noch hren ganzen ,anflug von ,bart m ,gescht stehen4 ,wo haben ,s sch denn rasren lassen8 ,herr ,direktor1 das ist es ja gerade4 ,ich habe mich eben nicht rasieren lassen1 und deswegen steht der ,bart noch4 ,heute war mein ,rasiertag4 ,jedesmal den fnfzehnten lasse ich mich rasieren4 ,non1 es mag goot sein6 ,sagen ,s hrem ,barbr1 er soll in ,zokonft zeitiger kommen3 wr knnen hr ncht auf hn warten4 ,und hiermit nahm ich freudestrahlend meinen ,platz ein4 ,als weitere ,entschuldigungen fhre ich nur noch kurz die nachstehenden an3 ,ich fiel1 zerri mir die ,beinkleider und mute wieder umkehren4 -- ,ich ward beim ,vorbergehen an einem ,hause der ,kreuzstrae mit einer eigentmlichen ,flssigkeit begossen etc4 -- ,ich bekam eine ,ohnmacht4 -- ,auf dem ,sandwege war die ,passage durch drei ineinander gefahrene ,wagen versperrt4 ,ich mute daher den ,umweg ber die neue ,kurstrae und den ,kommandantenplatz nehmen4 -- ,ich wurde irrtmlich verhaftet4 -- ,ich habe mir den ,fu verstaucht4 -- ,es war ,glatteis4 ,bei dieser letzten ,phrase wird sich der ,lehrer naturgem wundern1 da er von einer so unverkennbaren ,naturerscheinung nichts gemerkt habe4 ,so8 wird er fragen4 ,war ,glatteis8 ,die ,mitschler ermangeln nicht1 diese ,frage unbedingt zu bejahen4 ,das heit1 fgt nun der zu spt gekommene ,schler hinzu1 nur an einzelnen ,stellen4 ,sie sind vielleicht ber den ,hohlweg und am ,rathaus vorbergegangen2 dort ist die ,temperatur in der ,regel um einige ,grad hher als in den feuchteren ,gegenden an der ,seltersgasse und dem ,waldtore4 ,whrend der ,monate ,oktober1 ,november1 ,dezember1 ,januar1 ,februar1 ,mrz und ,april wird der ,lehrer kaum ,anstand nehmen1 diese klimatologische ,bemerkung als letztes ,wort gelten zu lassen4 ,unser trefflicher1 unvergelicher ,direktor hatte es sich selbst zuzuschreiben1 wenn seine ,schler auf diese ,weise ,fortschritte im ,gebiete der ,unwahrheit machten4 ,warum haftete er mit so eigensinniger ,starrkpfigkeit an dem ,prinzip des einzuhaltenden ,glockenschlages8 ,gern htten wir uns auf das ,kompromi des akademischen ,viertels eingelassen2 aber da sich die ,gymnasialregierung absolut weigerte1 uns auch nur auf dem achten ,teile des ,weges entgegenzukommen1 so sahen wir uns gentigt1 unsere ,zuflucht zu dem ,mittel eines intellektuellen ,schleichhandels zu nehmen1 der hheren ,ortes ohne ,zweifel in seinem wahren ,wesen erkannt1 dennoch aus ,opportunittsgrnden respektiert wurde4 ,der entrstete ,oberlehrer4 ,traun1 jetzt bin ich es mde6 ,beim ,zeus1 das schndet die ,klasse6 ,flink auf den untersten ,platz6 ,schmelzer1 was trumen ,sie noch8 ,vorwrts6 ,hren ,sie nicht8 ,dem ,besonnensten reit die ,geduld hier1 ,wo sich das ,nichtstun frech paart mit der ,stupiditt6 ,bildet der schreckliche ,mensch mir ein ,imperfektum etypson6 ,wahrlich1 die ,muse verhllt schaudernd ihr ,gttergesicht6 ,nie ward gleiches gehrt in den wrdigen ,rumen ,sekundas3 ,kaum ein ,quartanergemt wagte so schndes ,gewsch6 ,soll ich den ,otto vielleicht1 das winzige ,knbchen1 zitieren1 ,da mit korrektester ,form stolz es den ,vetter beschmt8 ,gehen ,sie in sich1 ,schmelzer6 ,dies ,imperfektum etypson ,flt fr die ,zukunft mir trbste ,befrchtungen ein4 ,wer da etypson sagt1 der sagt auch3 ,lasset uns kneipen6 ,feist in bavarischem ,bier schlemmt er die ,gelder hinab4 ,wer da etypson sagt1 der schwnzt und wtet im ,tabak2 ,selbst auf erotischem ,feld weckt er gerechten ,verdacht4 ,wie8 ,sie trumpfen noch auf8 ,sie zucken die strrische ,achsel8 ,holt den ,pedellen mir her6 ,piesecke1 tragen ,sie ein3 ,schmelzer1 weil er etypson als ,imperfektum gebildet ,und den kymmerischen ,bock nicht1 wie es billig1 bereut1 ,sondern ,gebrden gewagt1 die emprende ,frechheit bekunden1 ,stracks auf den ,karzer geschickt6 ,marsch nun zur ,tre hinaus6 ,so -- jetzt fahren ,sie fort6 ,ja1 ja1 so fgt es ,ananke6 ,freundlich im schweren ,beruf strke mich1 ,meister ,apoll6 ,der ,bierparagraph4 ,die ,art und ,weise1 wie die ,schler der oberen ,gymnasialklassen von den ,schulgesetzen in abstracto und ihren einzelnen ,lehrern in concreto behandelt werden1 hat1 streng genommen1 etwas ,naives1 denn sie basiert auf ,voraussetzungen1 die eine merkwrdige ,unkenntnis der tatschlichen ,verhltnisse bekunden4 ,es waltet hier teils der himmelschreiendste ,irrtum1 teils der unbegreiflichste ,optimismus vor4 ,die ernsten ,mnner1 die in ihrer ,eigenschaft als ,oberstudienrte die ,zusammenstellung jener ,gesetzesparagraphen beaufsichtigt haben1 verstanden sehr viel von der theoretischen ,pflicht1 aber sehr wenig von dem praktischen ,leben4 ,das moderne ,gymnasialgesetz verwechselt den ,begriff einer ffentlichen ,lehranstalt1 die nur zu gewissen ,stunden besucht wird1 mit dem eines ,pensionats1 das die ,schler sozusagen mit ,leib und ,seele aufnimmt und nicht allein ihren ,unterricht1 sondern ihre moralische und gesellschaftliche ,erziehung leitet4 ,es ist lcherlich1 die ,befugnisse des ,gymnasiums in der angedeuteten ,richtung zu erweitern1 und zwar aus dem einfachen ,grunde1 weil seine ,mittel nicht zur ,durchfhrung ausreichen4 ,wo die ,kontrolle fehlt1 da ist alles ,befehlen und ,verbieten ein zweischneidiges ,schwert4 ,anstatt sich also damit zu begngen1 den ,gymnasiasten whrend der ,lehrstunden im ,zaume zu halten1 ihm gelegentlich die christlichen ,tugenden einzuprgen und die ,norm aufzustellen3 ,sobald du irgendwie einen ffentlichen ,skandal erregst1 gleichviel durch welche ,handlung1 so wanderst du auf den ,karzer1 -- anstatt sich dieser klugen ,reserve zu befleiigen1 mischt sich das ,gymnasium in ,dinge1 die nicht nur ber seine vernunftgemen ,befugnisse1 sondern in der ,regel sogar ber die ,mglichkeit einer ,beaufsichtigung weit hinausgehen4 ,so erklrt die ,gymnasialordnung das ,besuchen von ,wirtshusern fr unmoralisch und ahndet die ,zuwiderhandlung mit mehr oder minder betrchtlichen ,freiheitsstrafen4 ,was man bei diesem ,verbot beabsichtigt1 liegt klar zutage3 nicht den ,wirtshausbesuch an sich1 sondern den daraus erwachsenden ,mibrauch wolle man hintertreiben4 ,naiv und idealistisch wie sie sind1 glauben die ,oberstudienrte diesen ,zweck durch ein ,radikalverbot zu erreichen2 aber sie haben nur eins erreicht3 der anstndige ,gebrauch eines an sich harmlosen ,instituts ward zum ,verbrechen gestempelt1 ohne da der unanstndige ,gebrauch1 der ,mibrauch1 ernstlich verringert wrde4 ,in der ,tat lt sich nicht absehen1 warum es fr den achtzehnjhrigen ,primaner eine ,snde sein soll1 gelegentlich ein ,glas ,bier zu trinken1 whrend der ,kommis schon in frheren ,jahren das gleiche leistet1 ohne darum die ,achtung seiner ,mitbrger einzuben4 ,weit richtiger und wirkungsvoller wrde es sein1 wenn das ,gymnasium den allgemeinen ,grundsatz aufstellte3 ,benehmt ,euch anstndig6 -- ohne weiter auf die ,details einzugehen4 ,in jedem einzelnen ,falle wrde dann das freie ,ermessen des ,lehrers darber entscheiden1 ob dieses erste und vornehmste ,gebot des ,gymnasiasten befolgt oder verletzt worden wre4 ,ein solcher ,appell an das ,taktgefhl der jungen ,leute bei theoretischer ,anerkennung ihrer unbedingten ,selbstndigkeit mte auch moralisch von ungleich gnstigeren ,erfolgen sein1 als die alberne und demtigende ,methode1 die jetzt noch vielfach im ,schwunge ist4 ,der ,bierparagraph war auch mir in den ,tagen meiner ,gymnasiastenschaft ein fortwhrender ,grund des ,verdrusses und der ,erbitterung4 ,wenn ich so an heien ,juliabenden bei den ,hecken des ,lohseschen ,felsenkellers vorber kam und den ,direktor ,samuel ,heinzerling erblickte1 wie er im ,kreise seiner zahlreichen ,familie ein ,seidel nach dem andern hinter die schwarze ,krawatte go1 so war mir zu ,mut wie einem ,pariser ,vorstadtbewohner1 der im zerlumpten ,kittel durch das ,bois de ,boulogne schlendert und die prunkvollen ,equipagen des ,quartier ,saint ,germain vorbeieilen sieht4 ,warum schwelgte dieser graue ,epikurer im vollen1 whrend ich1 ein ,kind der ,entbehrung1 fernab an der ,bschung stand und meine ,sehnsucht bndigen mute8 ,wre ich jetzt khnlich auf die ,plattform gewandert1 htte ich unbekmmert um ,samuel und seine ,tchter ,ismene1 ,winfriede1 ,laura und ,vitriaria vor einem der braun gestrichenen ,tische ,platz genommen und einen ,schnitt bestellt1 so war mein ,schicksal besiegelt4 ,am andern ,morgen htte der strenge ,autokrat mich in folgender ,weise apostrophiert3 ,eckstein6 ,s waren mer gestern wder mal auf dem ,felsenkeller6 ,s haben d ,ongebhrlichkeit hres ,benehmens so weit getrben1 da ,s sogar1 ohngeachtet ,s mch bemerkt haben1 einen ,schntt bestellten4 ,s gehen mer zwei ,tage auf den ,karzer6 ,knebel1 schreiben ,s nmal ns ,tagebooch3 ,eckstein1 weil er n einem ffentlichen ,brlokal einen ,schntt bestellte1 mit zwei ,tagen ,karzer bestraft4 ,heppenheimer1 rofen ,s den ,pedellen6 ,das sieht fast wie ein tableau charg aus1 aber es ist eine ,photographie1 streng nach der ,natur4 ,samuel ,heinzerling hatte nur selten das ,glck1 einen ,schler wegen ,wrtshausbesochs abzufassen1 denn wir kannten die ,lokale1 die er zu frequentieren pflegte1 und vermieden sie3 aber wenn er einen ertappte1 so bte der rector illustrissimus in der oben geschilderten ,weise ,justiz1 und die ,form seines ,eintrags im ,tagebooch variierte nur wenig4 ,niemals ist es erhrt worden1 da er einem kneipenden ,schler die ,strafe erlassen htte2 es war1 als frchte er1 der ,durst seiner ,primaner knnte die ,befriedigung seines eigenen ,durstes in ,frage stellen1 wie er denn in der ,tat stets in den ,herbstmonaten1 wenn das sogenannte ,salvatorbier ausgetrunken und durch eine geringere1 spter gebraute ,sorte ersetzt war1 dsterer und grmlicher dreinschaute als in der eigentlichen ,saison4 ,trotz dieser exklusiven ,richtung unseres ,direktors zechten wir schon in ,sekunda ganz wacker4 ,wir hatten eine ,stammkneipe1 deren ,inhaber1 von der ,ungehrigkeit der ,gymnasialgesetze im tiefsten ,innern durchdrungen1 alles anstrebte1 um uns das ,joch unserer ,schlerschaft nach ,mglichkeit zu erleichtern4 ,leider bot sein ,lokal nicht unbedingte ,sicherheit1 da sich mitunter auch ein ,lehrer in diese traulichen ,rume verirrte4 ,der alte ,lorenz wute uns in solchen ,fllen rechtzeitig von der drohenden ,gefahr zu verstndigen4 ,es war hergebracht1 da wir vor dem ,eintreten an den ,schalter klopften4 ,lorenz zog dann die ,klappe weg und grinste4 ,dieses ,grinsen bedeutete so viel als3 die ,luft ist rein4 ,war ,lorenz nicht am ,fa ttig1 so versah einer von seinen ,shnen das ,amt des ,schenkwirts interimistisch1 und diese ,shne bewerkstelligten jenes orientierende ,grinsen weit unzuverlssiger als der ,vater2 daher es sich denn hin und wieder ereignete1 da wir unseren ,peinigern ahnungslos in die offenen ,arme liefen4 ,eines ,nachmittags -- es war im ,august des ,jahres #ah9999 -- hatte uns ,samuel ,heinzerling durch eine furchtbare ,auseinandersetzung ber das ,wesen des lateinischen ,konjunktivs gemartert und am ,schlusse seiner ,rede ein neues ,thema fr den lateinischen ,aufsatz gegeben3 ,quaeritur utrum ,alexander dignus fuerit cognomine ,magni necne4 ,am ,schlusse der ,lehrstunde versprte ich einen unwiderstehlichen ,durst1 und mein ,freund ,wilhelm ,rumpf teilte diese ,empfindungen1 so da er meinen ,vorschlag1 in der ,schenke des alten ,lorenz ein ,seidel zu schlrfen1 ohne weiteres genehmigte4 ,arm in ,arm schritten wir ber den ,ludwigsplatz4 ,vor der ,engelhardtschen ,buchhandlung begegnete uns ,wilhelm ,rumpfs angeheirateter ,onkel1 ein liebenswrdiger alter ,herr1 der gern seinen ,spa mit uns trieb und auch heut nicht umhin konnte1 uns mit einer scherzhaften ,phrase dingfest zu machen4 ,wir kannten zwar die humoristischen ,redensarten des ,onkels seit lange auswendig2 aber die selbstgefllige ,freude1 mit der er sie immer und immer wieder vortrug1 verfehlte nie ihre ,wirkung4 ,besonders tiefsinnig schien ihm der anachronistische ,scherz von den ,kanonen des ,hannibal1 und er besa ein bewundernswrdiges ,talent1 von jedem beliebigen ,gesprchsthema auf dieses ,bonmot abzulenken4 -- ,als er uns nach lngerer ,kauserie wieder freigab1 hatte unser ,durst gewaltige ,dimensionen angenommen1 und im ,geschwindschritt eilten wir der ,sttte zu1 wo wir so oft gegen die ,paragraphen des ,gymnasialgesetzes gefrevelt hatten4 ,wir klopften an den ,schalter4 ,der alte ,lorenz war diesmal wieder dienstlich verhindert1 und sein ltester ,sohn ,fritz stand vor dem ,schenktische4 ,der ,bursche warf uns einen beruhigenden ,blick zu1 und so schritten wir denn ahnungslos ins ,lokal und suchten mit jener prfenden ,unsicherheit1 die jedem ,neueintretenden eigen ist1 nach einem ,tische1 um uns niederzulassen4 ,da -- wer beschreibt unser ,erstaunen1 unsere ,verwirrung1 als wir in der entferntesten ,ecke des langen1 bandartigen ,kneipzimmers die nur allzu wohlbekannte ,gestalt ,samuel ,heinzerlings wahrnahmen6 ,der ,vortrag ber den lateinischen ,konjunktiv schien nicht allein uns durstig gemacht zu haben1 denn das ,seidel1 das der ,direktor vor sich stehen hatte1 war bis auf einen traurigen ,rest ausgeschlrft4 ,samuels ,angesicht glhte in dunkler ,rte4 ,ich schwankte1 ob ich dies ,echauffement der ,glut des ,augusttages oder dem ,zorn ber unser vermessenes ,eintreten zuschreiben sollte3 beide ,umstnde mochten in gleicher ,weise mitgewirkt haben4 ,ich ergab mich schon stillschweigend in mein ,schicksal4 ,die zwei ,tage ,karzer dnkten mir ebenso unvermeidlich1 wie dem ,delinquenten1 der unter dem ,fallbeil liegt1 die ,enthauptung4 ,auch ,samuel ,heinzerling schien von der ,notwendigkeit dieser ,lsung durchdrungen1 denn jetzt spielte um seine ,lippen ein halb verdrieliches1 halb siegesgewisses ,lcheln1 und mit grimmigem ,finger rckte er an der groen rundglasigen ,brille4 ,aber wir hatten die ,rechnung ohne ,wilhelm ,rumpf gemacht4 ,ehe ich noch ahnte1 was er vor hatte1 fat er mich am ,arm1 und sagte mit einer ,stimme1 in der die ,flle der hchsten seelischen ,genugtuung widerklang3 ,komm1 da sitzt ja der ,herr ,direktor6 ,so habe ich mich doch nicht getuscht4 ,samuel ,heinzerling starrte uns an1 als habe die ,vermessenheit ,rumpfs ihn versteinert4 ,wlhelm aber schritt khn auf ihn zu1 zog die ,mtze und verneigte sich mit einem artig gelispelten3 ,guten ,tag1 ,herr ,direktor1 verzeihen ,sie gtigst1 wenn wir ,sie stren6 ,rompf1 was onterstehn ,s sich8 ,entschuldigen ,sie gtigst1 stammelte ,rumpf mit verbindlichem ,lcheln4 ,was haben ,s hr zo sochen8 ch kann mer schon denken1 was fr ,nchtsnotzigkeiten ,s wder auf'm ,korn haben6 ,ich habe ,sie auf dem ,korn1 ,herr ,direktor4 ,ich wollte mir nur die ganz ergebene ,frage erlauben1 ob wir den ,aufsatz3 ,quaeritur utrum ,alexander dignus fuerit cognomine ,magni necne auch in ,dialogform behandeln drfen4 ,mein ,freund da behauptet1 nein2 ich aber bin in der ,ansicht1 da diese ,form sich ganz besonders fr ein derartiges ,thema eignet1 denn1 sagen ,sie selbst1 ,herr ,direktor3 wenn man so die ,tugenden und die ,laster ,alexanders des ,groen gegeneinander abwgen will1 so ergibt es sich ganz natrlich1 da man jede dieser verschiedenen ,auffassungen eine ,person substituiert4 ,hat nicht z4 ,b4 ,lessing in seinem ,gesprche ber ,freimaurerei 444 ,schon goot6 unterbrach ihn ,samuel ,heinzerling4 ,wir drfen's also in ,dialogform behandeln8 fuhr ,wilhelm ,rumpf fort4 ,ich wollte mich doch gleich vergewissern4 ,wir sahen ,sie da eben hereintreten1 und da ich die ,absicht habe1 noch heute ,abend an die ,disposition zu gehen 444 ,rompf1 ,s snd ein ,schelm2 aber es lt sch ncht leugnen1 ,s haben sch got herausgebssen4 n ,zokonft warten ,s mer hbsch drauen1 bs ch wder hnaus komme4 ,so lange hat hre ,dspostion wohl ,zeit4 ,kennen ,s ncht d ,vorschrft des ,gmnasialgesetzes1 da es den ,schlern onserer ,anstalt verboten st1 ffentlche ,lokale zo besochen8 ,entschuldigen ,sie1 ,herr ,direktor1 sagte ,rumpf im ,tone eines ,gekrnkten1 es ist den ,schlern verboten1 die ,lokale allein zu besuchen2 wenn sie aber wissen1 da sie innerhalb dieser ,lokale einen ,lehrer oder gar den ,direktor der ,anstalt treffen1 so scheint es mir den ,gesetzen des ,gymnasiums durchaus nicht zuwider zu laufen1 wenn man in der ,absicht einer wissenschaftlichen ,anfrage 444 ,schwtzen ,s sch den ,hals ncht noch trockener1 als er schon st6 ch wderhole hnen1 ,s haben sch got herausgebssen1 ond non wll ch hnen erlauben1 da ,s mt ,anstand n ,glas ,br trnken4 ,hren ,s8 ,aber nor ein ,glas3 von dr dalogischen ,form wollen wr n dsem ,falle absehen4 ,herr ,direktor sind zu gtig1 aber ich versichere ,sie1 wir dachten durchaus nicht 444 ,frtz6 unterbrach ihn ,samuel ,heinzerling1 brngen ,s mal drei ,seidel6 ,so1 ond non lassen ,s sch's got schmecken4 ,wahrhaftig ,rompf1 wenn ,s nmal spter n den ,verhltnissen des brgerlichen ,lebens so vl ,geistesgegenwart an den ,tag legen1 w jetzt bei hren leider nor zo oft wderholten ,lompenstreichen1 so werden ,s ein berhmter ,mann werden4 ,wir nahmen ,platz und lieen uns das unter so gefhrlichen ,umstnden erworbene ,bier trefflich munden4 ,nach ,verlauf von zehn ,minuten erhob sich unser jovial-liebenswrdiger ,direktor vom ,sitze1 was fr uns natrlich das ,signal war1 ein gleiches zu tun4 ,drauen vor dem ,tore trennten wir uns4 ,nach zehn ,schritten machte ,heinzerling ,kehrt4 ,non1 ,rompf4 ,s haben ja noch keine ,antwort wgen der dalogischen ,behandlung8 ,es scheint1 da hre ,dspostion doch ncht so groe ,eile hat1 w ,s vorgeben8 ,qui tacet1 consentire videtur1 sagte ,rumpf mit unerschtterlicher ,gelassenheit4 ,sie haben meine ,frage unbeantwortet gelassen1 also schliee ich daraus1 da ,sie meine ,ansicht billigen4 ,die ,grundzge des ,aufsatzes habe ich mir bereits beim ,bier berlegt4 ,nochmals1 ,s snd ein ,schelm1 lachte ,samuel1 indem er den breitkrempigen ,hut in die ,stirne zog4 ,aber nhmen ,s sch n acht6 ch fr mein ,teil habe ,snn fr ,humor1 und lasse mer ab ond zo selbst eine kleine ,dommheit gefallen1 wenn s mt ,grazie ond attischem ,salz gewrzt ist4 ch knne jedoch ,leute1 d fr d ,reize der ,komk ongleich weniger empfnglich snd6 ,da knnten ,s mt hren olmpischen ,konstgrffen sehr bel anlaufen6 ,danken ,s ,gott1 da ch hr gesssen habe3 wre ch zom ,beispiel mein ,schwgersohn1 der ,ordnarius von ,obersekunda gewsen1 so htten ,s kein ,br1 sondern ,cachot gekrgt6 ,mrken ,s sch das6 ,und mit wrdevoller ,gelassenheit schritt er den heimischen ,laren zu4 ,vom ,rauchen4 ,das zierlich broschierte ,heft der ,gymnasialgesetze1 das jedem neu aufgenommenen ,schler persnlich vom ,herrn ,direktor berreicht und ans ,herz gelegt wurde1 enthielt auch einen ,paragraphen ber das ,tabakrauchen4 ,die ,oberstudienrte bezeichneten dieses moderne ,kulturlaster als beraus schdlich fr die ,gesundheit und obendrein in hohem ,grade kostspielig1 daher denn jeder ,schler der ,pflanzsttte verpflichtet sei1 ein ,gelbde der ,enthaltsamkeit abzulegen4 ,die ,wirkungen dieses ,paragraphen waren der ,art1 da ich der kompetenten ,behrde1 falls es ihr um die ,frderung der ,jugend ernstlich zu tun ist1 den ,vorschlag mache1 knftighin folgende ,ukase unter die ,gesetzessammlung mit aufzunehmen3 ,die in hohem ,grade zeitraubenden und gesundheitswidrigen ,privatstudien sind jedem ,schler des ,gymnasiums bei ,relegation untersagt4 ,das schweigsame ,verhalten whrend der ,lehrstunden zeugt von ,stumpfsinn und wird daher dringlich verbeten4 ,fortgesetzte ,nchternheit schdigt die ,elastizitt der ,seele1 wie schon der uralte christlich-germanische ,wahlspruch beweist3 ,wer niemals einen ,rausch gehabt 444 ,daher sich denn jeder ,schler mindestens dreimal wchentlich im ,zustande eines schnen1 augenrollenden ,wahnsinns befinden mu4 ,und so weiter4 ,nach den bisherigen ,erfahrungen wrde man auf diesem ,weg wahre ,musterbilder von fleiigen1 aufmerksamen und nchternen ,schlern erziehen4 ,kein ,kenner der einschlgigen ,verhltnisse wird mir bestreiten1 da es nur das ,verbot ist1 was den ,quartaner an die ,regaliakiste und in die ,kneipe fhrt4 ,ich wei mich sehr wohl zu erinnern1 da ich ein stark gebrautes ,lagerbier mit einer wahren berwindung trank1 denn es schmeckte mir heillos bitter1 und eine ,tasse gezuckerter ,milch wre mir hundertmal lieber gewesen3 aber ich erblickte im ,bier das ,kriterium der ,mnnlichkeit1 und so bezwang ich mein ,widerstreben und sndigte ohne jeden ,genu4 ,htte man uns damals tglich drei ,seidel als ,pensum diktiert1 ich htte mich lieber einsperren lassen1 als da ich mich diesem ,zwange in ,demut gefgt htte4 ,noch entschiedener und allgemeiner gilt dies vom ,rauchen4 ,mit wahrer ,todesverachtung qualmten wir in ,tertia unsere ,zigarren -- nur weil es verboten war6 ,keinem von uns wre es im ,traum beigefallen1 eine so unerfreuliche ,summe von ,beschwerden und blichkeiten durchzumachen1 wenn wir nicht aus jenem ,gymnasial-,paragraphen die berzeugung geschpft htten1 es msse dem ,rauchen doch irgend ein verborgener ,zauber innewohnen1 der sich durch fortgesetztes ,studium entdecken liee4 ,das ,rauchen der ,gymnasiasten wrde auf ganz bescheidene ,dimensionen beschrnkt werden1 sobald jener verhngnisvolle ,paragraph hinwegfiele4 ,man gebe die ,snde frei1 -- und sie hrt auf1 zu verlocken4 ,die ,epoche1 in der ich am meisten gegen das ,tabaksverbot frevelte1 war mein ,biennium in ,quarta und ,tertia4 ,wir hatten da unser sechs eine ,art ,tabakskollegium gegrndet1 das seine ,sitzungen unter freiem ,himmel abhielt4 ,durch den ,wiesengrund am stlichen ,ende der ,stadt strmte ein ,bach1 von ,erlen und anderem ,dickicht umsumt4 ,selten nur verirrte sich eines ,menschen ,fu an dieses trauliche ,ufer -- und hier saen wir geschart und lieen in feierlichem ,ernste den ,qualm unserer ,zigarren zum ,firmament aufsteigen4 ,mein ,vater hatte damals von einem bsen ,schuldner zweitausend ,zigarren an ,zahlungs ,statt empfangen1 die der ,versicherung dieses ,spekulanten zufolge unter ,brdern hundert ,taler wert sein sollten1 in ,wirklichkeit aber ein so niedertrchtiges ,kraut waren1 da mein ,vater sie schon auf den bloen ,geruch hin beiseite stellte4 ,da mir um jene ,zeit jede1 auch die beste ,zigarre ganz abscheulich schmeckte1 so waren mir diese ,zahlungsobjekte trotz ihrer ,verwerflichkeit uerst willkommen4 ,vor ,beginn unseres ,tabakskollegiums fllte ich mir die ,taschen und regalierte dann meine ,genossen mit echten ,havannas4 ,schwarz1 der sich viel auf seine ,kennerschaft zugute tat1 wehte sich wiederholt mit den ,fingern den ,rauch in die ,nase und sagte bedeutsam3 ,ja1 die ,zigarre ist gut6 -- ,ein feines ,blatt1 fgte ,knebel hinzu4 ,und nun rauchten wir mit wtender ,vehemenz -- etwa dreimal so schnell als ein erwachsener ,durchschnittsraucher4 -- ,knebel ward immer blsser und blsser1 aber er lchelte in stoischem ,gleichmut und wiederholte nur zuweilen mit halb verlschender ,stimme3 ,wirklich1 ein sehr feines ,blatt6 ,aber schwer6 -- ,noch zwei ,minuten1 und der rmste lie die ,zigarre sinken1 beugte sich ber das ,wasser und erbrach sich so heftig1 da ihm der ,angstschwei in groen ,perlen auf die fiebernde ,stirn trat4 ,trotz unseres kollegialischen ,mitleids war uns diese ,katastrophe uerst willkommen1 denn sie bot uns die ,mglichkeit1 ohne ein ,gestndnis der eigenen ,schwche die ,zigarren zu beseitigen und dem sthnenden ,knebel beizuspringen4 ,einer von uns trat weiter oberhalb an den ,bach und tauchte sein ,taschentuch in die rieselnde ,flut1 um ,knebel die ,schlfe zu khlen4 ,ein zweiter und ein dritter faten den ,dulder bei den ,armen2 ein vierter klopfte ihm beschwichtigend auf den ,rcken4 ,die ,zigarrenstummel flogen ins ,wasser2 ,knebel erholte sich1 und stolz im ,selbstgefhle einer mnnlichen ,tat begab man sich auf den ,heimweg4 ,unterwegs blies man sich verschiedene ,male den ,atem ins ,gesicht und fragte3 ,du1 riecht man's8 ,noch ziemlich 444 ,dann wurde ,gras gekaut oder ein ,apfel verzehrt1 denn auch die ,eltern durften von unseren ,orgien nichts wissen4 ,noch stundenlang trugen wir die ,empfindung einer gewissen blichkeit mit uns herum4 ,ja1 zuweilen1 wenn ,schwarz ein paar wirklich schwere ,zigarren mitgebracht hatte1 waren wir frmlich berauscht1 und alles1 was um uns vorging1 machte uns den ,eindruck eines beklemmenden ,traumes 444 ,und doch ertrugen wir diese ,leiden mit ,genugtuung1 -- denn die herbe ,frucht war verboten6 ,auch die ,furcht1 abgefat zu werden1 steigerte unser ,migefhl4 ,in ,quarta und ,tertia bebt man wie ein scheues ,mdchen vor dem ,gedanken1 wegen irgend einer ,freveltat eingesponnen zu werden4 ,bei mir persnlich kam noch hinzu1 da ich whrend des ,jahres in ,tertia um ein ,prmium kandidierte2 eine ,abfassung wegen ,rauchens htte aber dieses ,prmium im ,keime erstickt4 ,mit welcher ngstlichkeit hielten wir selbst an dem verborgenen ,strande des ,wiesenbachs ,umschau1 ob nicht irgend ein bedrohlicher ,wanderer nahe6 ,einmal berraschte uns der felder- und wlderdurchstreifende ,registrator ,bieler so jhlings1 da wir gerade noch ,zeit hatten1 den ,brand unserer ,zigarren in die weiche ,erde zu drcken4 ,der alte ,herr schien nicht wenig befremdet1 hier am einsamen ,quell eine ,reihe von ,knaben zu finden1 die sich nicht einmal ,blumen zum ,kranze wanden1 sondern in sichtlicher ,verlegenheit aufsprangen und die ,mtzen zogen4 ,was macht ,ihr denn hier8 fragte er argwhnisch4 ,wir krebsen1 gab ,schwarz mit groer ,schlagfertigkeit zur ,antwort4 ,so1 gibt's hier ,krebse8 ,und was brennt denn da drben8 ,ach da1 sagte ,schwarz 444 ,wir haben vorhin ein kleines ,pulvermnnchen gemacht1 und da glimmt das ,papier noch4 ,der ,registrator entfernte sich1 ohne sich ber die ,glaubhaftigkeit dieser ,bemerkung zu uern4 ,tagelang schwebten wir in heilloser ,angst1 er mge uns denunzieren2 denn der ,quartaner lebt der ,meinung1 die ganze ,welt sei gegen ihn verschworen1 und die ,brgerschaft kenne kein hheres ,interesse1 als ihn anzuzeigen4 ,so ging die ,sache in ,quarta und ,tertia4 ,in ,sekunda wurden wir bereits frecher4 ,des ,abends nach ,sonnenuntergang bummelten wir hufig mit brennender ,zigarre durch die ,stadt4 ,anfangs gebrauchten wir die ,vorsicht1 das glhende ,ende mit der ,hand zu bedecken2 spter ward auch diese ,reserve khn ber ,bord geworfen4 ,so begab es sich denn nicht selten1 da ein ,sekundaner wegen ,tabakrauchens mit ,strafe belegt wurde4 ,wenn ich meinesteils diesem ,schicksal entging1 so lag das nur daran1 da ich in ,sekunda ber die ,freude am ,rauchen so ziemlich hinaus war und nicht den vierten ,teil so oft blotzte1 als in ,quarta und ,tertia4 ,auch hatte ich1 wenn ich extra muros gegen die ,gymnasialgesetze sndigte1 allzeit ,glck4 ,ein einziges ,mal wurde ich als ,sekundaner wegen ffentlichen ,rauchens denunziert1 aber nicht bei den ,gymnasiallehrern1 sondern bei dem ,stadtprediger1 der uns den ,konfirmanden-,unterricht erteilte4 ,dieser ,mann1 der sehr ehrwrdige ,kirchenrat ,doktor ,philipp ,jakob ,engel1 war in jeder ,beziehung ein ,original4 ,er hatte sich unter dem schwarzen ,talar ein frisches1 frhliches ,herz bewahrt4 ,nichts lag ihm ferner als ,puritanertum und einseitiger ,zelotismus4 ,in der ,weise des groen ,doktor ,martinus ,luther geno er sein ,leben1 -- zum mindesten was ,wein und ,gesang betraf4 ,im ,punkte des ,weibes war er allerdings vom ,schicksal mihandelt1 denn er hatte sich1 vom ,rausch der ,minne verlockt1 eine ,wirtstochter aus ,bromskirchen zur ,gattin erkoren1 die ihm das ,dasein mehr mit ,dornen als mit ,rosen durchflocht4 ,er suchte dann in der feierlichen ,stille des ,wirtshauses ,trost fr die ,leiden seiner ,huslichkeit4 ,der ,wind blst heute wieder von ,bromskirchen1 pflegte er den ,stammgsten zuzurufen1 und dann wute man1 da der ,kirchenrat nicht vor ein ,uhr nachts den ,heimweg antreten wrde4 ,doktor ,engel leitete also den ,konfirmanden-,unterricht1 und zwar abwechselnd in dem einen ,jahre den der ,knaben und in dem anderen den der ,mdchen4 ,ich hatte glcklicherweise ihn zum ,seelsorger6 ,wer es irgend einrichten konnte1 sparte sich fr das ,jahr ,engels auf1 denn das ,joch dieses ,gerechten war sanft und schmerzlos4 ,der ,unterricht fand von elf bis zwlf statt4 ,kurz vor halb erschien der ,herr ,kirchenrat langsamen ,schrittes im ,lehrsaale1 wandelte wohl noch fnf ,minuten lang1 in ,gedanken verloren1 auf und ab und begann dann mit einer kurzen ,wendung1 deren feierliches ,phlegma gegen sein sonstiges ,feuer wunderbar kontrastierte1 die ,gesangbuchverse zu berhren4 ,human wie er war1 nahm er nie den geringsten ,ansto daran1 da man diese ,gesangbuchverse einfach ablas4 ,nachdem die ,aufgabe zur beiderseitigen ,befriedigung erledigt war1 schritt er an das ,abfragen der ,katechismussprche1 die wir ebenfalls ganz unverfroren vom ,blatte wegstahlen4 ,nun1 und was denkst ,du ,dir bei diesem ,spruche8 forschte er dann wohl gelegentlich4 ,der ,schler gab eine ,antwort1 die mit einem langsamen ,ganz gut6 belohnt wurde1 wenn sie nur einigermaen verdaulich war4 ,im andern ,falle meinte der ,kirchenrat1 das lasse sich wohl hren1 sei aber doch nicht so ganz richtig -- und nun lieferte er mit salbungsvollem ,behagen die korrekte ,erklrung4 ,fnf ,minuten vor drei ,viertel sah er zum erstenmal auf die ,uhr1 zwei ,minuten spter zum zweitenmal4 ,um drei ,viertel aber stemmte er die rundlichen ,finger auf die ,tischplatte und murmelte durch die ,zhne3 ,so1 ich habe jetzt noch ein ,amtsgeschft1 und da wollen wir's denn fr heute gut sein lassen4 ,fr das nchste ,mal lernt ,ihr mir den folgenden ,vers und die folgenden ,sprche4 ,und hiermit verlie er das ,lehrzimmer4 ,was das fr ,amtsgeschfte waren1 die so regelmig um drei ,viertel auf zwlf wiederkehrten1 das habe ich nie in ,erfahrung gebracht4 ,bei diesem ,kirchenrat1 dessen echt christliche ,milde aus der vorstehenden ,schilderung zur ,genge erhellen wird1 hatten mich einige der sogenannten ,stadtschler1 auf die wir ,gymnasiasten mit ,verachtung herabsahen1 wegen ffentlichen ,rauchens angezeigt4 ,als ich den ,saal betrat1 riefen sie mir triumphierend entgegen3 ,heute wird er ,dich vornehmen6 ,so recht behaglich war mir bei dieser ,erffnung1 trotz ,engels bekannter ,nachsichtigkeit1 nicht zumute4 ,doch beherrschte ich mich und gewrtigte mit stoischer ,ruhe der ,dinge1 die da kommen sollten4 ,der ,kirchenrat erschien1 wie blich1 kurz vor halb4 ,sein ,antlitz hatte diesmal etwas ungewhnlich ,ernstes und ,feierliches4 ,ja1 ich glaubte einen ,zug von ,schmerz zu entdecken1 der elegisch um die herabgezogenen ,lippen spielte4 ,so mute der biblische ,vater dreinschauen1 wenn er des verlorenen ,sohnes gedachte 444 ,gebeugten ,hauptes schritt der ,kirchenrat einige ,male auf und ab4 ,dann blieb er stehen und rief mich beim ,namen4 ,komm einmal heraus1 sagte er mit einer ,stimme1 die mir ein tiefes seelisches ,weh zu atmen schien4 ,die ,stadtschler rieben sich schmunzelnd die ,hnde4 ,nicht ohne ,verlegenheit trat ich zu dem ,kirchenrate heran1 der mich ein wenig abseits fhrte und mir dann mit gedmpfter ,stimme ins ,ohr raunte3 ,eh' ich's vergesse1 sag' doch ,deinem ,herrn ,vater1 ich knnte morgen abend nicht zum ,l',hombre-,kranz kommen4 ,frohe ,enttuschung6 ,so1 fuhr er nun mit energisch drhnender ,stimme fort1 nun geh' auf ,deinen ,platz und vergi nicht1 was ich ,dir gesagt habe6 ,es war der nachsichtigen und liebevollen ,natur dieses ,priesters unmglich1 irgend jemanden zu verletzen4 ,so ignorierte er denn vollstndig die schnde ,anzeige meiner ,gegner und gengte nur in dieser wahrhaft klassischen ,weise dem ,dekorum4 ,in ,prima wichen unsere ,lehrer insoweit von dem ,wortlaute des ,gymnasialgesetzes ab1 als sie ein ,auge zudrckten1 wenn die ,schler innerhalb ihrer vier ,pfhle zur ,zigarre oder zur ,pfeife griffen4 ,nur das ,rauchen auf der ,strae war hier verboten4 ,aber gerade deshalb ward es mit ,vorliebe kultiviert4 ,wre es dem ,gymnasiasten wirklich nur um das ,kraut zu tun1 so htten wir unserem ,rauchgelste bei einer so milden ,praxis hinlnglich frhnen knnen3 aber jetzt hatten die ,zigarren im ,hause ihren wesentlichen ,reiz verloren4 ,die ,sehnsucht des ,primaners galt der ffentlich gerauchten ,straenzigarre4 ,einige von uns trieben die ,sache so weit1 da sie vor dem ,beginn der ,lehrstunden in dem ,schulsaale rauchten1 was hin und wieder zu grlichen ,untersuchungen fhrte1 ohne da jemals der ,tter entdeckt worden wre4 ,als wir schlielich ,studenten wurden1 und der letzte ,zwang wegfiel1 da hingen sehr viele unserer ,matadore das ,rauchen berhaupt an den ,nagel2 wie denn zum ,beispiel mein frherer ,mitschler1 der ,geheime ,medizinalrat ,dr4 ,schwarz in ,hamburg1 noch bis auf den heutigen ,tag ein abgesagter ,feind der ,zigarre ist4 ,wenn ihm diese ,zeilen hier zu ,gesicht kommen1 widmet er vielleicht meinen abscheulichen ,tertianer-,glimmstengeln ein dankbares ,lcheln der ,erinnerung2 denn ihnen schuldet er die erkleckliche ,summe1 die er jetzt infolge seines ,nichtrauchens alljhrlich zurcklegen oder fr die ,vervollstndigung seiner humoristischen ,bibliothek aufwenden kann4 ,die ,lyrik auf dem ,gymnasium4 ,ich war vierzehn ,jahre alt und erst vor kurzem ,sekundaner geworden1 als mich pltzlich1 wie ein ,flammenstrahl aus heiterm ,himmel1 der ,drang nach poetischer ,selbstbespiegelung ergriff4 ,ich erinnere mich noch des ,tags und der ,stunde 444 ,der ,herbstwind strich klagend durch die halbentbltterten ,zweige der groen ,platanen4 ,ein feiner ,regen stubte wider die ,scheiben1 so recht de und trostlos1 als ob die kranke ,natur sich matt und erschpft in den ,schlaf weine4 ,drunten im ,hofe sah es mglichst unwirtlich aus4 ,die versumpften ,wege mit ihren groen1 gelblichen ,pftzen1 das brunliche ,laub1 das der ,wind von ,zeit zu ,zeit aufwirbelte1 das nasse ,holzwerk des ,spaliers und die triefende ,htte des ,jagdhundes1 der sein ,sommerquartier lngst verlassen1 um im ,hause gegen die ,unbilden der ,witterung ,schutz zu suchen -- dies alles machte einen unsagbar traurigen ,eindruck4 ,drben von der ,landstrae her1 wo die drei vereinsamten ,pappeln wie lange ,gespenster in den ,dunst hineinragten1 tnte das heisere ,krchzen der ,dohlen3 sonst war alles wie ausgestorben 444 ,am ,fenster stehend sah ich dem ,hereinsinken der ,dmmerung zu4 ,ein schmaler1 blagelber ,streifen am ,horizont bezeichnete mir den ,untergang des ,tagesgestirns1 das seit mehr als einer ,woche nicht zum ,vorschein gekommen war4 ,eh' ich's ahnte1 war ringsum bleigraue ,nacht geworden4 ,tief atmend trat ich ins ,zimmer zurck4 ,im ,ofen brannte ein lustiges ,feuer4 ,auf meinem ,arbeitstische glnzte die ,lampe1 die man in der ,zwischenzeit unbemerkt hereingebracht hatte1 und auf dem ,teppich vor dem ,sofa lag mit allen ,symptomen der ,befriedigung und des ,wohlbehagens der treue vierfige ,begleiter meiner sommerlichen ,ausflge4 ,ein wunderbares ,gefhl von ,traulichkeit berkam mich4 ,so schnell als mglich lie ich den ,vorhang herab4 ,dann setzte ich mich an den ,tisch und schrieb mein erstes ,gedicht4 ,seltsamerweise besang ich in diesen khn gegliederten ,versen den ,zauber einer mondhellen ,sommernacht4 ,ich pries das unendliche ,gewimmel der ,sterne und die ,ulmen1 die sanft versilbert ihre ,hupter ins ,blaue erheben6 ,und doch war das ,ganze keineswegs etwas ,angeknsteltes und ,gemachtes1 sondern ein wirklicher ,herzensergu1 ein ,erlebnis1 das mit zwingender ,macht nach ,gestaltung rang4 ,ich brauche kaum hinzuzufgen1 da drei oder vier ,strophen mit wenn begannen1 da eine wahrhaft groartige ,summe von schmckenden ,beiwrtern verbraucht wurde1 und da ich solche ,verse1 wo mir der ,reim nicht augenblicklich zur ,hand war1 einfach ungereimt lie4 ,dergleichen findet sich in jedem ,erstlingsgedichte und wird erst spter als ,frevel empfunden4 ,damals glaubte ich etwas wahrhaft ,schnes und ,imposantes geschaffen zu haben1 denn die ,flle meiner subjektiven ,stimmung war mir identisch mit dem ,geleisteten4 ,wie viele1 sonst sehr achtbare ,leute1 die nicht vierzehn ,jahre alt sind und nicht in ,sekunda sitzen1 verfallen in einen hnlichen ,irrtum6 ,was man dem ,sekundaner verzeiht1 das macht den ,erwachsenen einfach lcherlich4 ,aller ,dilettantismus beruht auf dieser ,verwechslung4 ,der ,dilettant trgt ganz wie der ,dichter eine ,welt voll ,poesie in der ,seele3 aber whrend der schpferische ,poet seine ,empfindungen dergestalt in dem ,medium der ,sprache zu verkrpern wei1 da der ,hrer und ,leser das ,gesamtbild nachschafft1 gelingt dem ,dilettanten nur ein trauriges ,stammeln4 ,fehlt ihm nun der kritische ,blick fr die ,kluft1 die sein ,empfundenes von seinem ,gestalteten trennt -- und dies ist die ,regel --1 so ist der ,dichterling fertig4 ,der ,sekundaner1 der sich auf dieser ,stufe befindet1 hat die ,mglichkeit einer ,entwicklung fr sich3 denn selbst das grte ,talent beginnt stmpernd4 ,der fertige ,mensch aber erfhrt mit ,recht die strengste ,beurteilung1 denn in der ,sphre der ,kunst gibt es keine christliche ,milde1 wie in der ,sphre der ,ethik4 ,das war also mein erstes ,gedicht1 -- wenigstens das erste1 dessen ,genesis mir klar vor der ,seele steht4 ,nun folgten rasch aufeinander die entsetzlichsten ,balladen im altdnischen ,stile1 die furchtbarsten ,sonette und die traurigsten ,elegien4 ,ich kaufte mir ein schnes ,album mit ,goldschnitt1 in das ich meine ,schpfungen1 chronologisch geordnet1 eintrug4 ,bald aber wurde mir dieses ,kopieren zu umstndlich4 ,ich dichtete gleich frisch drauf los in den ,prachtband hinein1 wobei es denn wesentlich darauf ankam1 keiner ,korrektur zu bentigen4 ,vom ,anlegen der ,feile war ich berhaupt damals kein ,freund4 ,ich hatte so viel ,stoff zu verarbeiten1 da ich immer wieder nach ,neuem drngte4 ,es ist unglaublich1 was ich alles in den ,bereich meiner rhythmischen ,betrachtungen zog4 ,sonnenaufgnge1 die ich niemals gesehen hatte2 die ,leiden eines ,negerknaben1 der am ,strande des ,quorra von den ,weien geraubt wird2 der nchtliche ,reiter1 der seinen ,bruder erstochen und nun am zerbrckelnden ,turme ,wacht halten mu2 die ,freude ber den bevorstehenden ,semesterschlu2 ,glaube1 ,liebe und ,hoffnung2 der ,gymnasialkarzer2 die ,vergnglichkeit alles ,irdischen1 und die ,freuden einer nchtlichen ,kahnfahrt3 -- dies alles war mir gleichmig untertan4 ,ich schrieb eine ,ode ,an unsern ,hund und einen ,hymnus auf das griechische bersetzungsbuch von ,mehlhorn4 ,ich philosophierte ber die ,unsterblichkeit der ,seele und ber den niedertrchtigen ,nationalcharakter der ,punier4 ,das whrte so ein halbes ,jahr4 ,dann kam ein neues ,motiv hinzu3 das ,ewig-,weibliche4 ,die schwarzen ,locken und flammenden ,augen brausten jetzt nur so durch meine ,verse1 und an ,purpurwangen und ,rosenlippen war kein fhlbarer ,mangel4 ,bis dahin hatte ich meine poetischen ,regungen durch unverbrchliches ,schweigen gedeckt4 ,namentlich in der ,schule1 wo der ,begriff des ,verses jenseits aller ,erfahrung zu liegen schien1 war mir niemals eine verrterische ,silbe ber die ,lippen geglitten4 ,ich hatte die dunkle ,empfindung1 als treibe ich etwas ,verbotenes4 ,sobald ich das ,wort ,gedicht aussprechen hrte1 erinnerte ich mich eines ,vorfalles aus meiner ,quintanerzeit4 ,der ,lehrer gab uns damals zwei verschiedene ,aufsatzthemata4 ,zuerst las er uns eine ,gellertsche ,fabel vor1 die wir in ,prosa nacherzhlen sollten1 -- und dann eine ,anekdote in ,prosa4 ,ich fragte nun in aller ,harmlosigkeit3 ,die sollen wir wohl in ,verse bringen8 ,eine geringschtzige ,zurechtweisung war die ,antwort1 und einige meiner hochweisen ,herren ,mitschler lachten aus vollem ,halse4 ,von diesem ,moment an hatte ich das ,gefhl1 als sei alles ,rhythmische unziemlich1 und so war ich denn uerst zurckhaltend4 ,nur einem einzigen ,freunde teilte ich ab und zu etwas mit4 ,und da dieselbe ,elisabeth1 deren ,rosenwangen ich poetisch verherrlichte1 auch ihm als ,ideal alles weiblichen ,liebreizes erschien1 so beschlossen wir gemeinsam1 einige dieser ,lieder sauber abzuschreiben und dem ,gegenstande unserer ,neigung auf dem ,wege der ,stadtpost zu bermitteln4 ,als wir den ,brief eben gesiegelt hatten1 trat mein ,vater ins ,zimmer4 ,wir gaben uns alle erdenkliche ,mhe1 recht gleichgltig dreinzuschauen1 -- aber vergebens4 ,nach einigem ,hin- und ,herfragen sahen wir uns schmhlich entlarvt4 ,so kam denn nicht nur unsere phantastische ,verliebtheit zutage1 -- nein1 auch das ,geheimni1 da ich dichtete1 wurde ans ,licht gezogen4 ,tiefe ,beschmung4 ,nach langem ,widerstreben lieferte ich mein ,album aus4 ,es war mir zumute1 wie einem ,mdchen1 das beim ,baden von ,mnnern berrascht wird4 ,indes die ,sache lief noch verhltnismig befriedigend ab4 ,ich wurde dringlich ermahnt1 ber diesen rhythmischen ,versuchen meine ,schularbeiten nicht zu vernachlssigen3 im brigen mge ich nur fortfahren4 ,dergleichen sei jedenfalls besser1 als das sonst so fleiig gebte ,einwerfen von ,fenstern oder ,niederreien der ,zaunpfhle4 ,whrend meines ganzen ,aufenthaltes in ,sekunda beobachtete ich die strengste ,reserve4 ,das ,terrain war hier fr poetische ,anwandlungen uerst ungnstig4 ,kaum1 da ich ab und zu die ,keckheit hatte1 einen deutschen ,aufsatz mit der ,wendung zu schlieen3 ,denn1 wie der ,dichter sagt 444 und dann eine ,strophe eigener ,schpfung einzuschmuggeln1 in der ,voraussetzung1 der ,lehrer werde den ,kunstgriff nicht merken4 ,noch krzlich ist mir einer dieser ,aufstze in die ,hnde gefallen4 ,der ,lehrer htte1 um sich tuschen zu lassen1 geradezu ein ,dummkopf sein mssen1 denn die ,verse waren echt knabenhaft2 aber gromtig lie er die ,vermessenheit hingehen1 ohne mich durch die ,frage3 ,wer ist denn eigentlich der ,dichter1 dem ,sie diese ,strophe entlehnen8 in ,verlegenheit zu setzen4 ,erst in ,prima hatten wir offizielle ,gelegenheit1 unsere lyrischen ,talente vor der ,korona der ,mitschler zu bettigen4 ,unser ,horaz-,interpret1 ein feingebildeter ,mann1 der sich namentlich in literarischen ,dingen durch ein reges ,interesse auszeichnete1 forderte uns jedesmal1 wenn eine ,ode gengend erklrt und verstanden war1 zur freiwilligen ,leistung einer metrischen bertragung auf4 ,natrlich gab nur eine kleine ,minoritt diesem ,ansinnen ,folge2 aber mit welchem ,stolzgefhl schwellte es die ,brust1 wenn man ber diese wenigen ,mitbewerber den ,sieg davon trug6 ,der poetisch beanlagte ,primaner steht zumeist unter dem ,einflusse ,platens1 dessen ,formkorrektheit ihm naturgem imponiert4 ,erst spter entwickelt sich die ,vorliebe fr ,heine und ,goethe4 ,whrend meines ersten ,semesters in ,prima waren es besonders die kunstvoll-fremdartigen ,ghaselen1 die mich zur ,nacheiferung entflammten4 ,keine ,dichtungsform schien mir so geeignet1 die heterogensten ,dinge ohne weitere ,kompositionsschwierigkeiten zusammenzuleimen1 als dieses orientalische ,reimgeplnkel4 ,ohne zu ahnen1 da wir ganz im ,sinne ,heinrich ,heines 7dessen ,reisebilder uns damals noch unbekannt waren7 die ,ghaselform nach ihrer bedenklichen ,seite hin persiflierten1 whlten wir die sonderbarsten ,ausklnge4 ,sie waren das ,primitive1 ,ursprngliche3 die ,gedanken und ,verse wurden erst nachtrglich wie ,arabesken herumgeschlungen4 ,so dichteten wir ,ghaselen aus ,braun-,dur1 die also begannen3 ,im ,glase schumt das quellenfrische ,bier braun3 ,natur1 ,du frbst den ,pelz so manchem ,tier braun4 ,braun blickt das ,auge meiner sen ,amrei1 ,und um ihr ,haupt schmiegt sich der ,zpfe ,zier braun u4 s4 w4 ,oder wir whlten als ,refrain eine ganze ,phrase1 wie3 ,doch der ,schickung ,groll verbeut's1 und intonierten nun folgendes ,carmen3 ,gerne schritt' ich durch die ,wiesen1 doch der ,schickung ,groll verbeut's1 ,und besonders mit ,elisen1 doch der ,schickung ,groll verbeut's4 ,alles1 was die ,erde spendet1 was der ,himmel uns geschenkt1 ,alles mcht' ich froh genieen1 doch der ,schickung ,groll verbeut's4 ,und nun folgte in schwungvoller ,darlegung1 was das glutbeschwingte ,herz alles mchte 444 ,es she gern 444 die ,bchlein flieen 444 die ,blumen sprieen 444 den ,jger die ,rehlein schieen usw4 ,aber berall tritt ihm das ,fatum entgegen2 berall drhnt es mit ,donnerstimme3 ,doch der ,schickung ,groll verbeut's6 ,solche ,herzensergsse waren vollstndig ernst gemeint3 aber1 wie gesagt1 ,heinrich ,heine htte sie getrost in seinen ,reisebildern verwerten knnen4 ,nach und nach mochte die ,form der ,ghaselen uns selbst ein wenig kurios vorkommen4 ,wir benutzten sie jetzt zu komischen ,extravaganzen1 zu ,klageliedern ber unsere ,primanerleiden1 zu ,hymnen auf die ,eigentmlichkeiten der ,professoren4 ,eines dieser ,gedichte besitze ich noch3 ich schrieb es whrend der ,sophokles-,repetition1 als ,samuel ,heinzerling eine etwas gar zu theoretische ,auseinandersetzung ber das ,glykoneische ,versma lieferte4 ,das ,poem lautete3 ,unsere ,lehrer4 ,der ,klufenbrecher schmunzelt mathematisch1 ,doch jede ,strung ist ihm antipathisch4 ,der ,perner hat verdumpfte ,atmosphren1 ,und wenn er zrnt1 so tobt er autokratisch4 ,anzeigend trat der ,hhnle zum ,direktor3 ,die ,wurfgeschosse knallten so emphatisch4 ,der ,heinzerling ist morgens allzu pnktlich1 ,den ,sptgekomm'nen rffelt er ekstatisch4 ,gymnasium6 ,gerne riefe ich ,lebe wohl6 ,dir1 ,warmfhlend1 wie der ,jude spricht den ,kadisch4 ,soll ewig hier die ,knechtschaft mich verzehren8 ,zu einem ,block erstarr' ich noch erratisch6 ,sei hessisch oder preuisch unsre ,fahne1 ,sei unser ,wappen bayrisch oder badisch3 ,die ,freiheit ist das ,ziel des ,demokraten1 -- ,und ,prima fhlt entschieden demokratisch6 ,gleichzeitig mit diesen und hnlichen ,scherzen1 unter denen die ,hyperbeln auf die ,fe des ,herrn ,doktor ,hellwig und die ,epigramme auf die zahlreichen ,kinder des ,herrn ,doktor ,brmmel eine hervorragende ,rolle spielten1 ward auch das sentimentale ,genre redlicher ,begeisterung kultiviert4 ,es entstanden glhende ,liebeslieder1 die mit ngstlicher ,scheu im ,pulte verwahrt blieben1 denn jeder fremde ,blick wre ja eine schnde ,entweihung gewesen 444 ,und dann entschlo man sich gleichwohl1 wenigstens eines der herrlichen ,lieder hinauszusenden in die kalte1 lieblose ,welt 444 ,niemand hat diesen epochemachenden ,schritt im ,leben eines lyrisch produzierenden ,primaners so reizend geschildert1 wie ,paul ,heyse in seiner ,lottka4 ,der ,erzhler hat ein wehmuttrunkenes ,lied gedichtet2 sein ,freund1 ein achtzehnjhriger ,musiker1 setzt die seufzenden ,strophen in ,musik1 mit einer ,klavierbegleitung1 die das nahe ,hereinbrechen des ,weltgerichts ber dem ,haupte des wankelmtigen ,mdchens andeuten sollte4 ,damals1 so heit es wrtlich1 erschien die ,dresdener ,abendzeitung unter der ,redaktion eines1 wie ich glaube1 seitdem verschollenen ,herrn ,robert ,schmieder1 der ,gedichte der ,aufnahme wrdigte1 ber die mein kritisches ,selbstbewutsein nur die ,achseln zucken konnte4 ,an ihn schickten wir unsern ,liebling1 natrlich anonym1 in der festen berzeugung1 schon in der nchsten ,nummer ,text und ,komposition erscheinen zu sehen1 mit der ,bitte an die unbekannten ,einsender1 die ,abendzeitung auch fernerhin mit so willkommenen ,frchten ihres ,talentes zu erfreuen4 ,in ser ,beklommenheit1 trotz unseres ,inkognitos1 betraten wir die ,konditoreien1 in denen ,journale gehalten wurden1 und forschten errtend nach unserm ,erstling4 ,woche auf ,woche verging1 ohne da sich unsere ,erwartung erfllte4 ,ich selbst hatte endlich1 zumal nachdem wir noch einmal geschrieben und die ,zurcksendung in ziemlich vornehmem ,tone verlangt hatten1 ohne einer ,antwort gewrdigt zu werden1 alle ,hoffnung aufgegeben und war ber diesen ersten ,mierfolg so beschmt und gekrnkt1 da ich zunchst in einem lngeren ,gedichte der undankbaren ,mitwelt den ,handschuh hinwarf und auf die gerechtere ,nachwelt prnumerierte1 dann aber jede ,andeutung des fehlgeschlagenen ,unternehmens vermied und von ,bastel 7der ehrliche ,name meines ,freundes war ,sebastian7 verlangte1 er solle auch die ,melodie nicht mehr summen1 die mir sogleich die ganze leidige ,geschichte wieder ins ,gedchtnis rief4 ,wer htte nicht1 in gleicher ,lage1 diese wechselvollen ,stimmungen ausgekostet8 ,hier nimmt das ,schicksal zum erstenmal den ,lyriker in die ,schule1 und gar mancher kommt ber diese verunglckte ,probe niemals hinaus4 ,ist der ,betroffene in der ,tat ohne dichterische ,begabung1 so darf er eine mglichst baldige ,zerstrung seiner ,illusionen als ein ,glck betrachten4 ,aber gleichviel1 es schmerzt4 ,sah man nicht bereits im ,geiste einen prachtvoll gebundenen ,oktavband1 der in jedem ,jahr eine ,neuauflage erlebte und neben ,geibel und ,rckert in den ,bchersammlungen aller ,frauen und ,mdchen heimisch wurde8 ,und nun dieses herbe ,migeschick6 ,was wir fr ein literarisches ,ereignis hielten1 ist an der kalten ,seele des ,redakteurs spurlos vorbergegangen6 ,er hat sich vielleicht an dem ,weh unseres blutenden ,herzens die ,pfeife angezndet6 ,wie glorreich aber berhrt im andern ,falle die krnende ,hand des ,erfolges6 ,wenn wirklich nach so und so viel ,wochen das ,gedicht1 ,a4 ,o4 oder ,b4 ,o4 unterzeichnet1 im ,feuilleton des ,anzeigers erscheint1 -- wie steigt dem glckseligen ,primaner die ,glut ins ,angesicht1 und mit welch' unsglichen ,gefhlen des ,stolzes nimmt er berall1 wo es mglich ist1 das ,blatt zur ,hand1 um die prchtigen ,strophen zwanzig-1 dreiig- und vierzigmal wieder zu lesen6 ,er kann gar nicht begreifen1 da da drben der ,herr1 der beim ,biere sitzt1 zuerst den ,leitartikel1 die ,brsen-,kurse und das ,vermischte liest2 er meint1 jedes ,auge mte sich von dem ,gedichte magisch gebannt fhlen1 und von ,mund zu ,munde mte die ,frage lodern3 ,wer ist der ,verfasser dieses herrlichen ,liedes8 ,das ist ja etwas ganz ,eminentes6 ,das mssen wir herausbringen6 ,in jedem ,zirkel1 den unser anonymer ,autor betritt1 erwartet er1 da man ihn mit den ,worten berfalle3 ,haben ,sie's denn auch schon gelesen8 ,die ,klage der ,sehnsucht6 ,wunderbar6 ,wunderbar6 ,meine beiden ,schwestern haben sich's in ihr ,album geschrieben4 ,meine ,tante kann's bereits auswendig1 und mein ,schwager1 der ,kapellmeister1 wird das ,prachtstck in ,musik setzen6 ,nichts von alledem ereignet sich4 ,die ,herren in der ,bierstube1 die so eifrig die ,brsenkurse und die ,leitartikel studieren1 wrdigen das phnomenale ,gedicht keines ,blickes1 und in den ,familienkreisen und ,teegesellschaften geht die ,unterhaltung ihren einfrmigen ,gang4 ,auch hier beginnt die ,laufbahn des ,poeten mit ,enttuschung4 ,dergleichen lt sich zur ,not noch ertragen4 ,man richtet sich empor an dem ,beispiele so vieler groer ,mnner1 die auch erst nach langen ,kmpfen ,anerkennung gefunden haben4 ,man setzt seine ganze ,hoffnung auf das nchste ,gedicht1 das bereits an die ,redaktion unterwegs ist usw4 ,weit mehr ,stoizismus gehrt jedoch zum berstehen der folgenden ,szene3 ,der ,primaner ist in das belebteste ,bierhaus geschlichen1 weil ihm bekannt ist1 da dort zwei ,exemplare der durch ihn mit unsterblichem ,ruhme gekrnten ,zeitung gehalten werden4 ,ahnungsvoll und von sem ,grauen durchbebt1 schlrft er sein schumendes ,glas4 ,da sitzt der ,stadtrichter1 ein alter1 redseliger ,herr 444 ,unter dem ,plaudern wirft er auch einen ,blick auf das anonyme ,gedicht4 ,der druckt aber doch auch allen mglichen ,schund1 sagt er mit wegwerfender ,gebrde4 ,und nun beginnt eine boshafte ,besprechung1 die von den ,umsitzenden aus vollem ,halse belacht wird4 ,der unglckliche ,primaner bedarf seiner ganzen moralischen ,kraft1 um sich nicht zu verraten4 ,von diesem ,augenblicke an wirft er auf den ,stadtrichter1 der sonst ein ganz ehrlicher ,mann ist1 einen unvershnlichen ,ha4 ,die wohlfeilen ,spe des alten ,herrn sind ein trauriges ,zeichen der ,zeit4 ,dieser armselige ,botier1 der die ,schnheit nicht sehen und wrdigen kann1 weil ihm der ,aktenstaub die ,augen umwirbelt6 ,und die ,laffen1 die seinen abgeschmackten ,bemerkungen ,beifall gejauchzt haben6 ,ihre ,persnlichkeit prgt sich fr alle ,zeiten unserm ,gedchtnis ein 444 ,nach ,jahren noch1 wenn wir ihnen begegnen1 denken wir in einer ,anwandlung von ,bitterkeit und ,geringschtzung3 ,aha1 das ist ja auch einer von jenen ,vandalen1 die sich an meinem ,kleinod vergingen6 ,erst spter1 wenn man die literarischen ,kinderschuhe ausgetreten und einen freieren ,blick erlangt hat1 erst als ,mann erkennt man1 da jenes ,gedicht in der ,tat sehr mangelhaft war4 ,und wenn auch der ,stadtrichter keine ,ursache hatte1 sich ber diese ,mangelhaftigkeit zu mokieren 7er wrde dasselbe ,gedicht1 wenn er es in den ,werken eines ,klassikers gefunden htte1 pflichtschuldigst bewundert haben71 so drfen wir ihm doch aus hundert ,grnden seine ,unart verzeihen 444 ,und in der ,tat1 wir verzeihen ihm1 zumal wir in ,erfahrung gebracht haben1 da der ,stadtrichter zu den eifrigsten ,lesern unserer ,essays und ,novellen gehrt4 ,die ,primanerliebe4 ,die oberen ,gymnasialklassen sind der eigentliche ,schauplatz fr die platonische ,liebe4 ,die ,primanerliebe ist sogar sprichwrtlich geworden1 und in akademisch gebildeten ,kreisen gehrt es zum vornehmen ,ton1 ber dieses erste ,aufflackern des erotischen ,prinzips geringschtzig zu lcheln4 ,man vergit eben im rastlos wiederkehrenden ,kampf des ,lebens1 was man zu einer ,zeit fhlte1 da sich ,herz und ,geist erst fr diesen ,kampf vorbereiteten4 ,wie kalt und verstndig schrieb der herangereifte ,goethe ber ,lili1 die den jungen ,goethe so magisch gefesselt1 so unwiderstehlich hingerissen und bezaubert hatte6 ,der ,mensch wird nchterner und erblickt dann die ,vergangenheit durch die ,brille seiner philistrsen ,alltagsstimmung4 ,unter ,primanerliebe versteht man gemeinhin eine jugendliche ,dummheit1 die in schauderhaften ,sonetten und tausendfach wiederholten ,fensterpromenaden gipfelt1 eine ,landpartie als ,perihel des ,entzckens und die ,abreise der ,geliebten in das ,pensionat als schrecklichste ,katastrophe kennt1 hufige ,einschnitzungen in die ,subsellien hervorruft und beim ,abgang nach der ,universitt in ,bier1 ,paukereien und wohlgewachsenen ,schenkmdeln ertrnkt wird4 ,dergleichen mag sich ereignen2 aber wenn der ,verlauf der normalen ,primanerliebe in der ,tat mit dem ,vorgeschilderten buchstblich bereinstimmt1 so folgt daraus lange nicht1 da eine unwichtige ,lcherlichkeit vorliegt4 ,was ist berhaupt eine ,kleinigkeit8 ,was ist geringfgig8 ,nur die engherzigste ,arroganz kann hier den ,mastab der eigenen ,subjektivitt anlegen4 ,was mir sehr geringfgig und wertlos erscheint1 ist einem anderen vielleicht das halbe ,leben4 ,das ,kind1 dem seine ,puppe ins ,wasser fllt1 ist nicht etwa zum ,schein1 sondern ernstlich und im tiefsten ,grunde seines ,herzens unglcklich2 der ,knabe1 der zu ,anfang des neuen ,semesters nicht versetzt wird1 fhlt nicht etwa einen ,miniaturschmerz1 sondern sein ganzes ,ich ist unter ,umstnden so sehr von der ,qual seines verletzten ,ehrgefhls durchdrungen1 da ihm jede ,hoffnung zu ,grabe geht2 daher es denn keineswegs unerhrt ist1 da ,schulknaben sich aus solchen geringfgigen ,anlssen den ,tod gegeben4 ,nirgends ist der ,begriff der ,gre und der ,kleinheit so relativ als in dem1 was unser ,gemt angeht4 ,jede ,sorge1 jede ,neigung1 jede ,leidenschaft wird einen gesellschaftlich oder philosophisch hher ,stehenden finden1 der sie von seinem ,standpunkt aus belcheln darf4 ,der ,professor1 der auer sich gert1 weil ihm ein ,exemplar seiner mit so heier ,liebe gepflegten ,schmetterlingssammlung ruiniert wurde1 kommt dem ernsten ,forscher in gewissem ,sinne komisch vor2 der ,dandy1 den der pltzliche ,verlust seines ,handschuhknopfs in ,erregung bringt1 scheint dem ,denker geradezu unbegreiflich2 die ,hausfrau1 die ber einen hlichen ,fleck in ihren frisch gescheuerten ,dielen in ,trnen ausbricht1 erweckt vielleicht unseren ,hohn3 und doch liegt in allen diesen ,fllen ein wirklicher ,schmerz vor4 ,wrde nicht etwa ein ,heros1 ein ,gott1 der unser ganzes ,tun und ,treiben aus der ,vogelperspektive betrachtete1 selbst die ernstesten ,obliegenheiten unseres ,staatslebens komisch finden8 ,die ganze irdische ,geschftigkeit mit ihrem anspruchsvollen ,eifer unterscheidet sich von dem krabbelnden ,treiben der ,milben1 die das ,mikroskop in einem ,stckchen ,kserinde entdeckt1 durch kein wesentliches ,kriterium4 ,hier wie dort finden wir ein mhsames ,hasten im ,interesse der ,ernhrung und ,fortpflanzung2 hier wie dort lauert im ,hintergrunde der ,tod1 der die ganze ,komdie hinwegfegt4 ,da wir dem ,treiben der ,menschen eine hhere ,wichtigkeit beilegen als dem der ,milben1 kommt nur daher1 weil wir zufllig ,menschen sind4 ,wren wir ,milben1 so schwrmten wir vielleicht fr die groen ,fragen des ,milbentums4 ,es wre eine blde ,verkennung der ,tatsachen1 wenn wir leugnen wollten1 da die sogenannte ,primanerliebe nicht selten die einzige wahre ,liebe ist1 die ein menschliches ,herz auf ,erden zu fhlen bekommt4 ,alphonse ,karr sagt einmal sehr bezeichnend3 ,wenn die ,mdchen wten1 welch' einen ,schatz von ,liebe das ,herz eines solchen jungen ,menschen1 der zum erstenmal liebt1 in sich birgt6 ,wenn sie ein ,verstndnis htten fr diese ,hingebung1 diese ,vergtterung6 ,wenn sie ahnten1 da sie fr einen solchen ,jngling das ,leben mit all seiner ,wonne1 das ,paradies mit all seinem geheimnisvollen ,zauber darstellen 4446 ,aber in ihrer trichten ,geringschtzung fr diesen ,jngling1 in ihrer noch trichteren ,bevorzugung blasierter und verkommener ,geschpfe lassen sie sich diese erste ,liebe von ,grisetten oder ,kammermdchen hinwegschnappen6 ,wenn die ,primanerliebe selten zu einem praktischen ,resultat fhrt1 so liegt dies vorzugsweise in der ,natur unserer sozialen ,verhltnisse4 ,auch sind es wiederum nur diese sozialen ,verhltnisse1 die der ,primanerliebe in den ,augen des wohlbestallten ,brgers eine so beraus komische ,frbung verleihen4 ,ein achtzehnjhriger ,fischerbursche auf ,capri1 der seine fnfzehnjhrige ,teresina liebt und sie nach zwei ,jahren eines mehr oder minder romantischen ,brautstandes zum ,altare fhrt1 erscheint uns poetisch3 ein achtzehnjhriger ,primaner im gleichen ,fall erregt beinahe unsere ,mibilligung4 ,und doch waltet hier wie dort das gleiche ,naturgesetz ob4 ,die ,komik1 die einem verliebten ,primaner innewohnt1 erwchst nur aus dem ,umstand1 da der ,weg von dem ,abiturientenexamen bis zur ,wrde eines vom ,staat besoldeten ,kreisrichters ein sehr langer und unerquicklicher ist4 ,leider kmmert sich ,eros um solche uerlichkeiten nicht2 am wenigsten aber hat er ,respekt vor den ,gymnasialgesetzen4 ,es gibt ,lehrer1 die kindisch genug sind1 jede ,regung der ,liebe1 die vor ,beendigung des ,gymnasialkursus eintritt1 als eine strafbare ,neigung fr ,allotria zu betrachten2 ja1 ich erinnere mich1 da einer dieser kurzsichtigen ,pedanten mit ,karzerstrafen vorging1 weil ein jugendlicher ,leander keine nur irgend denkbare ,gelegenheit versumte1 an gewissen ,fenstern vorber zu wandeln4 ,dieser ,versuch1 das ,sonnenlicht mit der ,nachtmtze zu fangen1 berhrte mich schon damals so klglich1 da ich mit dem unverstndigen ,cato fast ,mitleid empfand4 ,was sind drei ,tage ,karzer gegen einen freundlichen ,blick aus geliebten ,augen8 ,ich verwahre mich hier gegen ein ,miverstndnis6 ,nicht im ,traume fllt es mir ein1 jede erotische ,bummelei des deutschen ,primaners fr eine ,haupt- und ,staatsaktion des ,herzens zu halten2 ich erhrte nur1 da solche ernstlichen und tiefen ,empfindungen ungleich hufiger sind1 als die ,schulweisheit selbst der liberalsten ,pdagogen sich trumen lt4 ,man darf sich hier nicht durch die ,auenseite beirren lassen4 ,die glhende1 das ganze ,wesen durchleuchtende ,liebe tritt in diesem ersten ,jugendalter oft ganz in derselben kindischen ,gewandung auf1 wie die mige ,tndelei4 ,die ,fensterpromenade ist keineswegs nur der ,zeitvertreib des koketten ,flaneurs3 auch der echte1 im tiefsten ,grund der ,seele entflammte ,romeo whlt dieses ,mittel1 -- und nur die ,musik oder die ,dichtkunst vermchte zu schildern1 was er dabei empfindet4 ,die ,mutter des jungen ,mdchens1 die meist nach langer ,blindheit dahinter kommt1 da dieses ewige ,vorberziehen ihrem ,tchterchen gilt1 zankt 7nicht ohne eine stille ,befriedigung ihrer geschmeichelten ,eitelkeit7 ber die dummen ,jungen1 die etwas ,besseres tun knnten1 als so ihre ,zeit zu vertrdeln3 aber sie ahnt nicht1 da hier eine reinere und gewaltigere ,leidenschaft vorliegt1 als die halb aus ,wohlgefallen1 halb aus ,berechnung zusammengesetzte1 brgerlich abgestempelte ,salonliebe1 die nach einer ,reihe hochachtbarer ,begegnungen zu einer ,erklrung und schlielich zu einer respektablen ,ehe fhrt4 ,diese ,verkennung ist um so weniger begreiflich1 als die ,menschen doch alle einmal jung und mehr oder minder in dem gleichen ,falle gewesen sind4 ,wenn wir auf der einen ,seite nicht leugnen knnen1 da die ueren ,allren der ,primanerliebe nicht selten den ,eindruck einer naiven ,ungelenkigkeit1 ja einer kindischen ,fadheit machen1 -- alles natrlich vom ,standpunkte des gesetzten ,familienvaters1 -- so drfen wir auf der anderen ,seite nicht verhehlen1 da es gerade die herrschende ,sitte mit ihren verkncherten ,regeln ist1 die den ,primaner so lange in dem ,zustande der gesellschaftlichen ,unreife und ,torheit erhlt4 ,in gewissem ,sinne ist das ,alter von sechzehn bis achtzehn ,jahren das unglcklichste des ganzen ,lebens4 ,ich war1 so schildert ,paul ,heyse den ,zustand des ,halbwchsigen1 ein lang aufgeschossener1 blasser junger ,mensch1 in jenem verlegenen ,alter1 wo man den ,knabenschuhen sich entwachsen fhlt und noch sehr unsicher in die ,fustapfen der ,mnner zu treten versucht4 ,mit einer tollkhnen ,phantasie und einem blden ,herzen1 zwischen trotzigem ,selbstgefhl und mdchenhafter ,empfindlichkeit hin und her geschaukelt1 zupft man grbelnd an allen ,schleiern1 die die ,geheimnisse des ,menschenlebens sterblichen ,augen verdecken1 wei heute das letzte ,wort ber die letzten ,dinge1 gesteht sich morgen1 da man noch im ,,abc stecke1 und gebrdet sich berhaupt so unbehaglich widerspruchsvoll1 da man sich selbst unertrglich werden wrde1 wenn man nicht von ,leidens-1 das heit ,altersgenossen umgeben wre1 die es nicht besser machen und doch auch darum nicht aus der ,haut fahren4 ,es ist vornehmlich der deutsche ,jngling1 der dies ,mibehagen auskostet1 und zwar zunchst und in erster ,linie aus dem betrbenden ,grunde1 weil ihm die ,gesellschaft absolut keine ,stellung anweist4 ,der ,verkehr eines sechzehnjhrigen jungen ,menschen mit den brigen ,mitgliedern der ,gesellschaft und insbesondere mit den gleichalterigen und lteren ,mdchen entbehrt jeder vernnftigen ,basis und ,norm4 ,er mag der geistreichste und geweckteste ,kopf sein3 die ,damen rechnen ihn nicht fr voll1 und die ,herren erst recht nicht4 ,ja1 vielfach deutet man seine ,anwesenheit im ,salon als ,zudringlichkeit4 ,in ,deutschland ist es eine ,snde1 nicht vollstndig erwachsen zu sein4 ,in ,frankreich1 in ,england ist das anders4 ,ich habe in ,paris hundertmal den ungezwungenen1 grazisen und doch keineswegs allzu vertraulichen ,ton bewundert1 in welchem selbst ,knaben von vierzehn und fnfzehn ,jahren mit lteren ,leuten verkehren4 ,da waltet nicht eine ,spur von ,befangenheit ob1 da herrscht nicht jene blde ,verschmtheit1 die nicht wei1 wo sie mit den langen ,beinen und ,armen hin soll4 ,wohl aber hat sich gerade infolge dieser ,freiheit und ,leichtigkeit eine bescheidene ,reserve ausgebildet1 die sehr wohlttig mit der vorlauten ,keckheit kontrastiert1 die als anderes und nur zu begreifliches ,extrem den halbwchsigen ,deutschen charakterisiert4 ,wo soll ein deutscher ,jngling eigentlich seine gesellschaftliche ,schule durchmachen8 ,bis zu einem gewissen ,alter verbietet man ihm -- entweder direkt1 oder indirekt durch die unfreundliche1 verletzende ,behandlung -- den ,zutritt in die ,gesellschaft4 ,dann mit einemmal werden ihm die ,pforten geffnet1 und nun verlangt man die ,manieren eines ,gentleman4 ,aber dergleichen erlernt sich nicht ber ,nacht4 ,ich erblicke in der ,liebenswrdigkeit1 mit der die ,franzosen ihre jungen ,leute behandeln1 ein ,hauptmoment ihrer geselligen berlegenheit4 ,der gebildete ,franzose hat sich von jung auf jene geflligen ,manieren angewhnt2 sie sind ihm in ,fleisch und ,blut bergegangen4 ,der ,deutsche dagegen soll sie seinem fast fertigen ,menschen nachtrglich aufkleben4 ,daher braucht man denn spter nur ein wenig zu kratzen1 um die ,politur wegzubrckeln und den ungeleckten ,bren hervorschimmern zu sehen4 ,ich habe meine ,jugend in einer kleinen ,stadt verlebt1 die ungleich betrchtlichere ,chancen fr die ,geselligkeit bot1 als etwa ,leipzig oder ,berlin2 aber ich wte mich nicht zu erinnern1 da ich in irgend einem ,kreise unseres ,gemeinwesens einem vernnftigen und natrlichen ,verkehr zwischen den ,schlern und ,schlerinnen begegnet wre4 ,schon als ,quintaner spielten wir stets nur unter uns4 ,wenn sich ab und zu eine ,emanzipierte in unsere ,gesellschaft wagte1 so wurde sie von ihren ,freundinnen bedenklich schief angesehen1 denn die ,mtter behaupteten1 so etwas schicke sich nicht4 ,spter1 als das ,spielen aufhrte1 erstarb auch dieser letzte ,rest von ,beziehung1 und es war fast ein ,zufall1 wenn irgendwo einmal eine ,begegnung statthatte4 ,die ,folge dieser eigentmlichen ,klausur war natrlich ein vollendeter ,mangel an savoir vivre4 ,beide ,teile kamen bei einem solchen zuflligen ,rencontre nicht aus der ,befangenheit heraus1 und das ,resultat war eine grndliche ,verstimmung4 ,man fuhr1 wie ,paul ,heyse sagt1 nur deswegen nicht aus der ,haut1 weil so und so viele ,leidensgefhrten gleichfalls drin stecken blieben4 ,was bleibt also einem ,primaner1 der in solchen ,verhltnissen aufgewachsen ist1 brig1 als schlielich seine ,zuflucht zu ,fensterpromenaden und hnlichen ,albernheiten zu nehmen8 ,er wre vielleicht der verstndigste ,mensch von der ,welt1 er wrde vielleicht mit verdoppeltem ,flei arbeiten1 wenn er nur ab und zu einmal ,gelegenheit htte1 die knospende ,gttin1 die er verehrt1 zu sehen und zu sprechen3 so aber vertrdelt er seine ,zeit1 um das mhsam und flchtig zu erhaschen1 was die ,gesellschaft ihm -- der ,himmel mag wissen aus welchem ,grunde6 -- fr die ,regel vorenthlt4 brigens zeigt sich das ,aufkeimen unverstandener ,liebesempfindungen1 wie jedermann wei1 schon im frhesten ,knabenalter4 ,nur sind sich diese ,regungen ihres ,zieles so vllig unbewut1 da hier ,kombinationen mglich sind1 die spterhin bei einer voll entwickelten ,liebe zu schmerzlichen ,katastrophen fhren4 ,noch in ,untersekunda liebte ich mit meinem besten ,freunde gemeinsam eine und dieselbe ,adorata4 ,arm in ,arm zogen wir an ihrem ,fenster vorbei1 ohne da sich jemals ein ,gefhl von ,eifersucht in uns geregt htte4 ,auch raubte uns diese therische ,huldigung weder den ,appetit noch den ,schlaf4 ,das ,ganze war in der ,tat eine ,kinderei1 ein erstes1 harmloses ,vibrieren der ,seele1 und als uns schlielich der ,vater des gefeierten ,mdchens ohne ,verstndnis fr unsere ,ritterlichkeit bei dem ,ordinarius der ,klasse verdchtigte1 so berwog unsere ,entrstung1 und wir beschlossen ohne jeden ,herzenskampf1 die ,tochter eines so barbarischen ,vaters mit ,verachtung zu strafen4 ,ganz derselbe ,freund hatte spter in ,prima eine ,leidenschaft1 die ihn auf ,jahre hinaus tief unglcklich machte und schlielich seinen ,tod herbeifhrte4 ,es gilt hier also1 zu unterscheiden und nicht vornehm ablehnend die ernstesten ,dinge1 die ein ,menschenherz zu bewegen imstande sind1 mit dem ,leichten und ,nichtigen ber einen ,kamm zu scheren4 ,das herrlichste ,mittel1 die ,leidenschaften zu lenken1 ist ihr ,verstndnis4 ,aus dem ,schuldbuche ,wilhelm ,rumpfs4 ,es war in ,sekunda4 ,die letzte der nachmittglichen ,unterrichtsstunden neigte sich ihrem ,ende zu4 ,da erhob sich mein ,freund ,wilhelm ,rumpf aus ,gamsweiler -- derselbe1 der spter als neugebackener ,primaner jenes denkwrdige ,rencontre mit dem ,direktor ,heinzerling zu bestehen hatte -- und bat den ,lehrer in der hergebrachten ,weise um die ,erlaubnis1 mal hinausgehen zu drfen4 ,es fiel mir auf1 da ,wilhelm1 als ihm die ,bitte gewhrt wurde1 ganz gegen seine ,gewohnheit nach der ,mtze griff2 -- bald aber sollte ich den ,grund dieser ,maregel erfahren 444 ,denn als ,doktor ,brmmel die lateinischen ,stilbungen glcklich beendet hatte und sich verabschieden wollte1 fand er die ,tr des ,schulzimmers von auen verschlossen4 ,wilhelm ,rumpf hatte1 gleichsam als ,vorstudie fr sein knftiges ,attentat auf ,samuel ,heinzerling1 ganz sachte den ,schlssel herumgedreht und war dann1 im ,hochgefhl einer bedeutsamen ,tat1 schmunzelnd von dannen gewandelt4 ,in den ,rumen ,sekundas herrschte infolge dieser unerwarteten ,einkerkerung groer ,tumult4 ,alles drngte sich eifrig heran und versuchte zu ffnen4 ,die ,schwcheren wurden in dem ,gedrnge zu ,boden geworfen1 die ,kecken und ,rcksichtslosen teilten ,pffe und ,ste aus1 und der ,lehrer selbst geriet in ,gefahr1 von dem brandenden ,ozean der erregten ,schuljugend mit fortgerissen zu werden4 ,nur mhsam und mit ,aufbietung aller ,krper- und ,geisteskrfte gelang es ihm1 die ,ordnung so weit wieder herzustellen1 da er zum ,worte kam4 ,zerstreut1 wie er war1 hielt er uns folgende ,ansprache3 ,vor allen ,dingen bitt' ich mir ,ruhe aus6 ,ruhe1 sage ich1 oder es geschieht ein ,unglck6 ,boxer1 der ganze ,unfug scheint mir wieder von ,ihnen auszugehen6 ,ich rate ,ihnen freundschaftlichst1 treten ,sie etwas gelinder auf6 ,boxer versuchte zu remonstrieren4 ,gehn ,sie auf ,ihren ,platz1 rief ,brmmel mit ,donnerstimme4 ,ich will mal sehen1 ob ich den ,urheber solcher ,streiche nicht ausfindig mache6 ,hutzler1 ,sie sollen sich setzen6 ,es ist unerhrt1 was man in dieser ,klasse erleben mu6 ,kurz und bndig3 ,wer hat die ,tr da zugeschlossen8 ,der ,betreffende mge sich melden6 ,aber ,herr ,doktor1 versetzte ,hutzler im ,ton einer milden ,zurechtweisung1 der ,schlssel steckt ja von auen4 ,allgemeines ,gelchter4 ,das ist wahr1 brummte der ,lehrer1 daran dachte ich nicht4 ,nun1 es ist wahrlich nicht ,ihr ,verdienst1 wenn ,sie diesmal wider ,erwarten unschuldig sind4 ,jedenfalls ist der ,tter ein ganz erbrmlicher ,junge1 den ich exemplarisch bestrafen werde4 ,herr ,professor1 begann ,kleemller1 das hat ganz bestimmt einer von den nichtsnutzigen ,primanern getan6 ,unsinn6 die ,primaner sind ernste1 gesittete ,leute6 ,ich wollte1 ,ihr httet halb so viel ,anstand und ,ehrgefhl6 ,dann war's einer aus ,tertia6 rief ,gildemeister4 ,das ist hier zunchst indifferent4 ,vorlufig mssen wir zusehen1 da wir hinaus kommen4 ,heppenheimer1 gehn ,sie mal hinunter und rufen ,sie den ,pedellen6 ,wir unterdrckten nur mhsam eine diabolische ,heiterkeit4 ,heppenheimer erhob sich und schritt mit komischer ,grandezza der ,tr zu4 ,jetzt erst erkannte ,brmmel1 wie seltsam er sich geirrt hatte4 ,ja1 so1 rief er in wachsendem ,unwillen4 ,wahrhaftig1 man wird ganz irre in dieser ,umgebung4 ,setzen ,sie sich1 ich werde selbst gehen6 ,eine ,salve des tollsten ,gelchters belohnte dieses neue ,capriccio4 ,ich will sagen1 verbesserte ,brmmel stirnrunzelnd1 wir mssen schleunigst den ,pedellen zitieren 444 ,boxer1 gehn ,sie ans ,fenster und rufen ,sie6 ,recht gern1 ,herr ,professor1 erwiderte ,boxer zuvorkommend4 ,er ffnete einen ,flgel3 ,herr ,quaddler6 ,herr ,gymnasialpedell6 ,herr ,karzerverwalter6 ,herr ,leberecht ,gottlieb ,quaddler6 ,sie mchten doch gleich mal heraufkommen6 ,hren ,sie nicht8 ,quaddler6 ,der ,herr ,professor ruft6 ,lassen ,sie ,ihre ,glossen1 zrnte der ,lehrer1 heftig aufstampfend4 ,rufen ,sie einfach3 ,herr ,quaddler6 und damit basta6 ,herr ,quaddler6 und damit basta6 schrie ,boxer aus vollem ,halse4 ,ich komme ja schon1 erklang die ,stimme des ehrlichen ,hausverwalters1 der eben mit einer ,ladung von ,kienspnen aus dem ,holzstalle trat4 ,was wollen ,sie denn von mir8 ,herr ,quaddler6 ,sie sollen gleich mal herauf kommen6 ,hren ,sie1 ,herr ,quaddler8 ,der ,herr ,professor ruft6 ,wir sind eingeschlossen1 ,herr ,quaddler6 ,eilen ,sie sich1 ,herr ,quaddler1 sonst wird der ,kaffee kalt6 ,hren ,sie1 ,herr ,quaddler8 ,lassen ,sie ,ihr verdammtes ,herr ,quaddler6 rief ,brmmel entrstet4 ,aber der ,mann heit doch so6 ,ich soll nicht ,herr ,gymnasialpedell sagen1 ich soll nicht ,herr ,karzerverwalter sagen 444 ,sie sollen das ,maul halten6 schrie der ,professor auer sich4 ,auch gut1 versetzte ,boxer demtig4 ,nach zwei ,minuten ertnten auf dem ,korridor ,schritte4 ,gleich darauf pochte es schchtern ans ,trgetfel4 ,herein6 rief der ,professor zerstreut4 ,quaddler drckte zur grten ,erheiterung von zweiundfnfzig bermtigen ,sekundanern auf die ,trklinke4 ,sie mssen den ,schlssel herumdrehen1 sagte ,brmmel verdrielich4 ,irgend ein frecher ,wicht hat uns hier eingeschlossen4 ,was8 fragte ,quaddler4 ,den ,schlssel sollen ,sie umdrehen6 schrie der cholerische ,pdagoge4 ,sie scheinen heute wieder infam schwerhrig6 ,schwerhrig8 ,gewi nicht1 ,herr ,professor1 aber da drben in der ,prima1 wo von vier bis fnf ,englisch ist1 wird ergebenst so laut gelacht1 da man sein eigenes ,wort nicht versteht4 ,enthalten ,sie sich aller ,bemerkungen und schlieen ,sie auf6 ,ja1 ,herr ,professor1 verzeihen ,sie gtigst1 wenn ich mir ganz ergebenst erlauben darf zu vermerken1 so wird das mit dem besten ,willen nicht mglich sein1 weil der ,schlssel nicht steckt4 ,was8 ,auch das noch8 ,es ist emprend6 ,warten ,sie mal1 ,herr ,professor1 begann jetzt ,boxer1 indem er mit der rechten ,hand seine ,tasche durchsuchte1 ich habe da meinen ,hausschlssel bei mir1 vielleicht pat der 444 ,was8 ,ihren ,hausschlssel8 ,mit welchem ,recht tragen ,sie einen ,hausschlssel bei sich8 ,wissen ,sie nicht1 da ,sie ,punkt neun ,uhr in ,ihrer ,wohnung zu sein haben8 ,gewi1 ,herr ,professor6 ,aber man kann sich doch einmal wider ,willen verspten4 ,wenn man zum ,beispiel einen ,onkel an die ,bahn zu begleiten hat 4446 ,ihre ,onkels knnen bei ,tag reisen4 ,dieser ,hausschlssel wirft ein sehr bedenkliches ,licht auf ,ihre ,gewohnheiten4 ,das ist wohl zu schroff geurteilt6 ,aber darf ich einmal die ,probe machen8 ,ich wette1 er schliet6 ,meinetwegen1 versuchen ,sie's6 ,boxer begann nun sehr geruschvoll zu operieren4 ,natrlich erfolglos4 ,herr ,professor6 rief ,hutzler nach einer ,weile4 ,ich mu schleunigst hinaus6 ,ich fhle mich unwohl4 ,so8 ,was fehlt ,ihnen denn8 ,wir hatten ,gurkensalat zum ,rindfleisch1 -- und jedesmal1 wenn ich ,gurkensalat esse 444 ,gedulden ,sie sich6 ,ich kann um ,ihretwillen die ,tr nicht eintreten lassen6 ,so erlauben ,sie mir1 da ich durchs ,fenster 444 ,ich glaube1 ,sie sind verrckt6 ,keineswegs1 ,herr ,professor6 ,ich klettere einfach am ,rohr der ,dachtraufe hinab4 ,und brechen den ,hals6 ,nun1 da wr' auch nichts weiter verloren6 ,sie haben mir ja so manchmal gesagt 444 ,sparen ,sie ,ihre ,worte6 ,sie bleiben hier1 bis geffnet ist6 ,quaddler6 sorgen ,sie jetzt dafr1 da dieser ,unfug ein ,ende nimmt6 ,erlauben der ,herr ,professor 444 ,soll ich sozusagen den ,schlosser holen8 ,natrlich6 ,mit ,ihren ,fingern werden ,sie bei der ,sache nichts ausrichten6 ,schn1 ,herr ,professor4 ,welchen ,schlosser soll ich denn holen8 ,das ist mir gleichgltig4 ,vielleicht den ,kreiling8 ,himmelkreuzdonnerwetter1 holen ,sie1 wen ,sie wollen6 ,so will ich den ,kreiling holen4 ,der ,burkhardt wohnt zwar bedeutend nher 444 ,selbstverstndlich holen ,sie dann den ,burkhardt4 ,belieben der ,herr ,professor ganz ergebenst vermerken zu wollen1 der ,schmelzer wohnt aber noch nher6 ,doktor ,brmmel schlug mit der geballten ,faust auf die ,kathederflche4 ,sie sind ein ,schafskopf6 ,augenblicklich machen ,sie1 da ,sie fortkommen6 ,o1 ,herr ,professor 444 ,ich gehe ja schon1 sagte ,quaddler beleidigt4 ,und hiermit tappte er langsam ber den ,korridor und die ,stiege hinunter4 ,doktor ,brmmel setzte sich1 kreuzte nach ,art ,walthers von der ,vogelweide ein ,bein mit dem andern und heuchelte eine wahrhaft stoische ,ruhe4 ,ich werde die ,frist benutzen1 um ,ihnen ein kurzes lateinisches ,exerzitium zu diktieren4 ,rsten ,sie sich zum ,schreiben6 ,was8 rief ,boxer pathetisch4 ,das steht nicht im ,schulprogramm6 ,wenn ,sie sich noch ein einziges freches ,wort erlauben1 so schick' ich ,sie nach dem ,karzer6 ,boxer erhob sich4 ,frech zu sein ist meine ,gewohnheit nicht2 aber in aller ,bescheidenheit 444 ,sie lernen mir zur ,strafe den ersten ,gesang der ,odyssee auswendig4 ,ich will ,sie lehren1 meine pdagogischen ,manahmen ,ihrer unreifen ,kritik zu unterwerfen6 -- ,still jetzt dahinten6 ,ich beginne mit dem ,diktat6 ,er legte die ,arme gleichmtig vor die ,brust und hub an1 wie nachstehend3 ,gnne die ,reichtmer den ,reichen und ziehe die ,tugend den ,reichtmern vor6 ,wie8 fragte ,knebel4 ,was soll man vorziehen8 444 ,und ziehe die ,tugend den ,reichtmern vor1 wiederholte ,brmmel mit eisiger ,klte4 ,die ,federn kritzelten hastig bers ,papier4 ,wenn ich die ,lehren der ,weisheit verschmhe und noch im reiferen ,alter wie ein ,kind nach den ,zerstreuungen des ,augenblicks hasche1 so bin ich albern 444 ,das letzte ,wort geben ,sie mit ineptio1 ineptire4 ,so bin ich was8 fragte ,knebel4 ,albern sind ,sie1 versetzte ,brmmel1 -- im hchsten ,grade4 ,gehrt das mit ins ,diktat8 ,ja1 ,sie knnen sich's mit ins ,diktat setzen6 ,heppenheimer1 warum schreiben ,sie nicht8 ,ich bin fertig4 ,so8 ,zeigen ,sie einmal her6 ,mit siegesgewissem ,lcheln reichte ,heppenheimer sein ,blatt hin4 ,was ist das fr eine erbrmliche ,schmiererei8 ,das ist ,stenographie4 ,so8 ,stenographie8 ,auch wieder so ein ,mittel1 um den ,lehrer zu hintergehen6 ,ich mu ,ihnen sagen1 da ich von solchen ,geheimschriften absolut kein ,freund bin4 ,in meinen ,stunden wird so geschrieben1 da es jedermann lesen kann6 ,das kann jedermann lesen1 -- vorausgesetzt natrlich1 da er's gelernt hat4 ,auch die gewhnlichste ,schrift ist nur dem leserlich1 der sie versteht4 ,lassen ,sie ,ihr ,geschwtz1 und schreiben ,sie weiter6 ,noch drei oder vier ,stze brachten wir so zu ,papier4 ,dann fingen wir an1 die denkwrdigen ,phrasen ins ,lateinische zu bertragen4 ,boxer1 warum schreiben ,sie nicht8 ,ich habe ,kopfweh6 ,sechs ,stunden ,gymnasium sind mir gerade genug4 ,sie lernen mir jetzt auch den zweiten ,gesang der ,odyssee auswendig6 ,damit sich mein ,kopfweh noch steigert8 ,damit ich schlielich eine ,gehirnentzndung bekomme8 ,kein ,wort mehr1 oder ich weise ,ihnen die ,tr6 ,die ,klasse begann wieder zu lachen4 ,auch ,boxer konnte nicht umhin1 sich trotz seines ,kopfwehs aufrichtig zu beteiligen4 ,was8 ,sie wollen mir hier ,gesichter schneiden8 ,augenblicklich gehn ,sie hinaus6 ,gern1 ,herr ,professor1 sobald der ,quaddler mit dem ,schmelzer gekommen ist4 ,ja so 444 ,der ,mensch bleibt in der ,tat ber alle ,begriffe lang'6 ,heppenheimer1 sehen ,sie mal nach 444 ,das heit 444 ,ich will sagen 444 ,es ist gut6 ,halten ,sie sich an die ,arbeit6 ,so verstrich eine ,viertelstunde4 ,da knarrte es auf den ,dielen des ,korridors4 ,herr ,professor1 der ,schmelzer war nicht zu ,hause1 und damit ,sie nicht so lang warten mssen und denken1 ich bin etwa nachlssig im ,dienst1 so wollte ich mir erlauben1 ,ihnen dies kurz zu melden4 ,ich gehe jetzt gtigst zum ,burkhardt4 ,sie sind der bornierteste ,mensch1 der mir je vorgekommen6 wetterte ,brmmel in heller ,verzweiflung4 ,denken ,sie1 ich habe ,lust1 hier bis morgen frh ,quarantne zu halten8 ,aber der ,herr ,professor werden so frei sein 444 insofern ,sie mir doch gesagt und vermeldet haben1 und der ,schmelzer doch ganz in der ,nhe wohnt 444 ,brmmel verlie den ,katheder und strmte in ohnmchtigem ,zorn nach der ,tr4 ,mit geballter ,faust schlug er wider die ,bretter4 ,danken ,sie ,ihrem ,schpfer1 da die ,tr uns trennt1 chzte er1 kaum noch der ,sprache mchtig4 ,gott verzeih' mir die ,snde1 der ,herr ,professor sind ja furchtbar erregt6 ,da will ich mich doch recht beeilen1 damit ich ja zur pnktlichen ,zeit wieder da bin6 ,und fort war er1 ehe ,brmmel etwas erwidern konnte4 ,wilhelm ,rumpf hatte sich bis dahin abseits im ,hofe herumgetrieben und die ,situation auskundschaftet4 ,er benutzte den gnstigen ,moment1 um unbemerkt den ,schlssel wieder ins ,schlo zu stecken4 ,brmmel sa inzwischen1 von heftigen ,gemtsbewegungen hin und her geschttelt1 auf dem ,lehrstuhl4 ,sein ganzer ,habitus verriet1 da er alle moralische ,kraft aufwenden mute1 um nicht in schumende ,wut auszubrechen4 ,mit den ,fingern der rechten ,hand trommelte er in heftigem ,dreivierteltakt auf die ,kathederflche4 ,ab und zu nickte er verzweiflungsvoll lchelnd vor sich hin1 als wollte er sagen3 ,sehr gut1 wirklich1 ganz ausgezeichnet6 ,so etwas kann auch nur in ,sekunda passieren6 ,dann warf er wieder den ,kopf in den ,nacken und zuckte die ,achseln4 ,die ganze ,sache1 so lie sich diese ,geste interpretieren1 ist mir zu erbrmlich1 um mich darber zu rgern4 ,dumme ,jungens seid ,ihr allesamt1 den ,quaddler mit eingerechnet6 ,wenn ich doch endlich einmal dieses ,gymnasium mit seinen fatalen ,auftritten los wre6 -- ,aber die ,professur an der ,hochschule will noch immer nicht kommen1 trotz meiner epochemachenden ,studie ber das griechische ,medium6 ,das wahre ,verdienst wird niemals erkannt6 ,fluch ber dies ,zeitalter6 ,endlich1 endlich erschien ,quaddler mit dem sehnsuchtsvoll erwarteten ,burkhardt4 ,der ,schlossermeister war im hchsten ,grad ungehalten4 ,sie denken1 ich kann um jede ,lumperei abkommen1 sagte er noch im ,treppenbau4 ,es ist jetzt verdammt schlimme ,zeit3 die ,gesellen sind fort1 und der ,lehrbub versteht nichts4 ,um ein ,schlo aufzumachen1 luft man nicht so ohne weiteres drei ,meilen weit4 ,die paar ,kreuzer machen die ,suppe nicht fett6 ,aber erlauben ,sie gtigst1 erwiderte ,quaddler1 das gehrt doch sozusagen in ,ihr ,geschft1 und wo die ,pflicht ,ihres ,amtes 444 ,ach was1 versetzte ,burkhardt1 ich habe kein ,amt1 und der ,teufel soll's holen1 wenn ich alle ,naselang aus der ,werkstatt geholt werde6 ,das nchste ,mal setz' ich ,ihnen zwei ,gulden auf ,rechnung4 ,ich danke dafr1 den halben ,nachmittag zu vertrdeln1 wenn die ,leute einmal einen ,schlssel verlegen4 ,so traten sie vor die ,tr4 ,aber was wollen ,sie denn eigentlich8 schrie ,burkhardt1 den armen ,quaddler wtend am ,arme schttelnd4 ,da steckt ja der ,schlssel6 ,himmelschockmillionendonnerwetter1 denken ,sie vielleicht1 ,sie knnen mich hier1 wie ein bser ,bube1 zum ,narren halten8 ,ja1 aber bester ,herr ,burkhardt1 das geht nicht mit rechten ,dingen zu6 ,vorhin stak der ,schlssel nicht1 das kann ich beeidigen4 ,so8 ,knnen ,sie das beeidigen8 ,na1 mir sollen ,sie wieder kommen mit ,schlsseraufmachen6 ,einen alten ,hund werde ich tun1 aber nicht wieder mit ,ihnen herlaufen1 ,sie alter1 versoffener ,pfannenschmied6 ,der ,schlossermeister eilte fluchend die ,treppe hinab4 ,quaddler aber stand wort- und regungslos da1 eine mnnliche ,niobe4 ,nun1 wird's bald8 rief ,doktor ,brmmel1 an der ,trklinke rttelnd4 ,der ,pedell seufzte4 ,dann drehte er in vllig geknickter ,stimmung den ,schlssel um4 ,hren ,sie1 begann ,doktor ,brmmel in strafendem ,tone1 ich glaube1 ,sie selbst haben in ,ihrer bodenlosen ,zerstreutheit den ,schlssel da abgezogen6 ,ich hasse nichts mehr als die ,zerstreutheit4 ,wiederholt sich dergleichen1 so werde ich dafr sorgen1 da ,ihnen von hchster ,stelle aus ein ,verweis erteilt wird4 ,herr ,professor1 so wahr ich hoffe1 dereinstens selig zu werden 444 ,das kann jeder sagen4 ,das finde ich auch1 meinte ,boxer4 ,wie die ,dinge liegen1 kann nur ,herr ,quaddler die ,tat verbt haben4 ,da hren ,sie's1 eiferte ,brmmel4 ,aber ich will augenblicklich des ,todes sterben 444 ,schweigen ,sie6 ,nur von auen kann der ,schlssel herumgedreht worden sein1 und ,sie allein sind drauen gewesen4 ,ihr hartnckiges ,leugnen ist geradezu abgeschmackt4 ,ich werde dem ,herrn ,direktor nunmehr sofortige ,anzeige machen4 ,wilhelm ,rumpf1 der diese ,verhandlungen aus einer ,ecke des ,korridors mit anhrte1 versprte bei den strengen ,worten des ,professors etwas wie ,mitleid4 ,so trat er denn pltzlich ins ,schulzimmer und rief atemlos3 ,ach1 ,herr ,doktor1 ich bin rein auer mir6 ,wie ich vorhin das ,zimmer verlie1 war ich so in ,gedanken1 da mir ein ,unglck passierte4 ,ich glaubte1 ich wre daheim4 ,denn wissen ,sie1 ,herr ,professor1 ,sie sprechen gerade so1 wie mein ,hauswirt 444 ,ich wei selbst nicht1 wie es gekommen ist 444 ,in der ,zerstreutheit zog ich den ,schlssel ab 444 ,knebel1 schreiben ,sie mal ins ,tagebuch3 ,rumpf wegen groben ,unfugs mit einem ,tage ,karzer bestraft4 ,wenn ,sie wieder ein ,mrchen aushecken1 so lgen ,sie weniger ungeschickt6 ,ein ,mrchen8 rief ,wilhelm im hchsten ,pathos4 ,ich rede die ,wahrheit6 ,wer sich schuldig fhlt1 der bleibt im ,verborgenen6 ,ich aber trete khn vor ,sie hin1 um den ,quaddler vom ,verdacht zu befreien 444 ,ach ja1 ,herr ,rumpf1 murmelte ,quaddler gerhrt1 das ist wirklich recht schn von ,ihnen6 ,ich hab's ja immer gesagt1 der ,rumpf ist gar so kein bler ,schler nicht4 ,es bleibt dabei1 sagte ,brmmel1 den ,hut aufsetzend4 ,wenn ,sie wirklich so ber alle ,begriffe zerstreut sind1 wie ,sie behaupten1 so geben ,sie knftighin besser acht6 ,ich kann die ,zerstreutheit nicht leiden6 ,und ,sie1 ,quaddler1 werden von jetzt ab den ,schlssel inwendig stecken lassen4 ,wenn uns dann jemand einschliet1 knnen wir wenigstens ffnen1 ohne den ,schlosser zu rufen4 ,adieu6 ,seien ,sie ruhig1 ,herr ,rumpf1 flsterte ,quaddler beschwichtigend1 ich will ,ihnen die zwlf ,kreuzer ,pedellengebhren fr den ,tag ,karzer nicht anrechnen6 ,eindrcke aus dem ,karzer4 ,noch in ,tertia hatte das ,wort ,karzer fr unsere ,ohren etwas ,dmonisch-,furchtbares4 ,wir glaubten synonyme ,anklnge an ,schafott oder ,bagno herauszuhren4 ,die wenigsten von uns hatten die geheimnisvollen ,rume1 die der ,pedell ,quaddler mit seinen riesigen ,schlsseln verwahrte1 auch nur zu ,gesicht bekommen1 denn die ,karzerstrafen gehrten in ,tertia zu den grten ,seltenheiten4 ,man zchtigte unsere kleinen ,vergehen einfach durch sogenanntes ,nachsitzen1 d4 h4 man sperrte uns nach ,schlu der ,unterrichtsstunden in ein ,schulzimmer4 ,diese ,methode ward bei leichteren ,vergehen auch in ,sekunda noch angewendet4 ,nur ,prima besa das ,privilegium der ausschlielichen ,karzerverbung2 daher denn in ,sekunda diejenigen ,schler1 welche hinauf unter die ,botmigkeit des ,pedells wandelten1 mitleidig auf die bloen ,nachsitzer herablchelten4 ,in ,sekunda nmlich ging mit den stillen ,tertianern eine eigentmliche ,wandlung vor4 ,das ,system der ,doppelklassen bte hier seine antipdagogische ,wirkung4 ,wenn die ,oberstudienrte alles aufbten1 um die ,schler zu demoralisieren1 so knnten sie keine praktischere ,einrichtung treffen1 als diese zweijhrige ,dienstzeit4 ,sexta1 ,quinta1 ,quarta und ,tertia waren auf einen ,kursus von nur einem ,jahre berechnet2 in ,sekunda aber rckten jedesmal zu ,ostern die ,tertianer als ,untersekundaner ein1 whrend die bisherigen ,untersekundaner zu ,obersekundanern emporstiegen4 ,der ,unterricht fand gemeinsam in demselben ,raume statt4 ,in litteris ward durch diese ,verschmelzung manches gewonnen3 schon der ,umstand1 da man auf diese ,weise dem ,wetteifer der ,jngeren mit den lteren ein weites ,feld erffnete1 darf nicht unterschtzt werden4 ,in moribus aber verhielt sich die ,sache umgekehrt4 ,es gab keine schroffere ,kluft1 als die zwischen dem respektvollen ,tertianer und dem kecken1 krawallschtigen ,schler ,sekundas4 ,mit ,staunen und ,neid sah der zum ,untersekundaner avancierte ,tertianer die edle ,ungebundenheit seiner neuen ,mitschler1 und schon nach wenigen ,tagen regte sich der ,nachahmungstrieb4 ,derselbe ,wetteifer1 der auf dem ,gebiete der ,wissenschaft ,gutes erzielte1 lieferte auf dem des ,betragens die unbequemsten ,resultate4 ,man beobachtete1 da die ,phrase3 ,sie gehn mir einen ,tag auf den ,karzer61 die in ,tertia von geradezu niederschmetternder ,wirkung gewesen wre1 hier fast ohne ,einflu auf das seelische ,gleichgewicht der betroffenen ,mrtyrer blieb4 ,man konstatierte1 da diese ,obersekundaner absolut aufgehrt hatten1 an die ,furchtbarkeit des diabolischen ,schrecknisses zu glauben4 ,und so verschwand denn auch bei uns ,jngeren rasch die letzte ,spur jener ,karzer-,religiositt1 die uns in ,tertia so magisch gebannt hatte4 ,der ,mensch1 der die physikalischen ,gesetze des ,gewitters kennen lernt1 hrt auf1 vor dem ,jupiter tonans zu bangen2 die ,vertrautheit1 welche der ,astronom mit den ,problemen der ,verfinsterungen bekundet1 ttet die heilige ,scheu vor dem ,schwinden des ,sonnenballs4 ,so verloren auch wir den geheimen ,schauder1 nachdem wir die ,erfahrung gemacht hatten1 da sterbliche ,menschen1 wie wir1 ganz behaglich mit diesem ,orkus verkehrten und ohne ,herzenskrmpfe den ,nachen ,charon-,quaddlers bestiegen4 ,es war gerade vier ,wochen nach ,antritt meiner ,sekundanerschaft1 als ich zum erstenmal fr sechs ,stunden unter das ,dach verbannt wurde4 ,ich hatte1 wegen einer kleinen ,strung von vier bis fnf im ,arrest behalten1 diese ,zeit der ,knechtung dazu benutzt1 in ,gemeinschaft mit zwei ,leidensgefhrten smtliche ,kleiderhaken des ,schulzimmers um ihre ,achse zu drehen1 ein ,proze1 der mit einer radikalen ,zerstrung identisch war4 ,noch begreife ich nicht1 wie unsere ,naivitt hoffen mochte1 die ,tat werde unbestraft bleiben4 ,denn ,quaddler1 der gewissenhafteste ,pedell seines ,jahrhunderts1 hatte uns sorgfltig eingeriegelt1 so da also die ,unmglichkeit1 einen unbekannten ,quidam fr die ,zerstrung des ,gymnasialeigentums verantwortlich zu machen1 jeder logischen ,natur einleuchten mute4 ,nur eine ,persnlichkeit existierte1 der wir unseren ,frevel aufbrden konnten3 ,quaddler selbst1 der jedesmal nach ,entlassung der ,arreststrflinge das ,lokal reinigte4 ,dieser hchst unwahrscheinliche ,ausweg mochte unserem ,zerstrungstrieb hinreichend bednken4 ,kurz und gut1 wir hatten die verbrecherische ,abdrehung ohne jede ,besorgnis vor den mglichen ,folgen bewerkstelligt1 und mit siegesgewissem ,lcheln zogen wir1 als die ,stunde unserer ,haft zu ,ende war1 an dem ffnenden ,quaddler vorber ins ,freie4 ,der brave ,pedell entdeckte natrlich sofort1 was seine ,schutzbefohlenen gesndigt2 und ehe er des folgenden ,tages zum drittenmal gelutet hatte1 waren wir angezeigt4 ,mit bldem ,zynismus wagten wir1 unser ,vergehen in ,abrede zu stellen4 ,aber ,quaddler stand zu fest in der ,hochachtung seiner ,gebieter1 als da man sein ,zeugnis bezweifelt htte4 ,so rumten wir denn endlich ein1 was nicht lnger zu leugnen war1 und ernteten als ,lohn die beregte sechsstndige ,karzerstrafe4 ,es war doch ein eigentmliches ,gefhl1 als man so die enge ,treppe hinaufwandelte und zum erstenmal die kahlen1 wei gestrichenen ,eingnge der ,zellen erblickte6 ,quaddler war bei solchen ,anlssen stets von ausgezeichneter ,hflichkeit4 ,wollen die ,herren ,sekundaner nur hereinspazieren1 sagte er mit einer chevaleresken ,handbewegung2 und dann mchte ich mir gtigst erlauben1 da ,sie ja nicht zu viel klingeln1 indem von wegen der ,strung1 weil nmlich die ,herren ,lehrer1 insofern sie den ,unterricht erteilen1 bei fortwhrendem ,geklingel nicht fortsetzen knnen4 ,er hatte seine guten ,grnde1 der ehrliche ,quaddler1 warum er die ,karzer-,delinquenten stets so hflich apostrophierte4 ,von jeder ,stunde1 die wir verben muten1 erhielt er einen ,kreuzer sddeutscher ,whrung1 und ich versichere feierlichst1 er stand sich nicht bel bei diesem ,zuschu6 ,mit edler ,pflichttreue brachte er jeden ,versto gegen die ,gymnasialgesetze zur ,anzeige1 und ehe ein ,frevler gezchtigt war1 kannte seine moralische ,entrstung keine ,grenzen4 ,sobald aber der ,mund des ,lehrers die ,strafe diktiert hatte1 sobald war das sittliche ,bewutsein im ,busen ,quaddlers befriedigt1 und er kehrte die volle ,schnheit seiner ,humanitt heraus4 ,ja1 er empfand etwas wie ,liebe fr seine ,strflinge2 nur mute man sich vllig der ,hausordnung fgen1 denn in diesem ,punkte war er ,pedant4 ,er ffnete also und lie uns eintreten in die ,hallen der stummen ,verbannung4 ,wohl gemerkt3 jeden einzelnen in ein besonderes ,lokal2 denn gerade durch das ,system der ,einzelhaft unterschied sich der ,karzer von dem milderen ,arrest4 ,die ,tren fielen krachend ins ,schlo1 die ,schlssel drehten sich um -- fast so geschwind wie jene unglckseligen ,kleiderhaken --1 ,quaddler tappte wuchtigen ,trittes nach der ,tre der ,vorflur1 schlo auch diese und eilte die ,treppe hinunter4 ,da saen wir denn zum erstenmal auf dem ,karzer6 ,das ,krachen des ,schlsselumdrehens war das ,totenlied unserer ,freiheit gewesen4 ,verglichen mit dem ,arrest1 durfte der ,karzer fr eine weit entschiedenere ,absperrung von der brgerlichen ,gesellschaft gelten4 ,whrend jener ,stunde1 die wir zur ,abdrehung der ,kleiderhaken benutzt hatten1 war1 wie manchesmal1 eine ,erholungspause mit behaglichem ,fensterschauen verbracht worden4 ,hier1 wo sich das einzige ,fenster hoch an der ,decke befand1 war diese ,zerstreuung um so weniger zu erreichen1 als das ,fenster durch ein starkes ,gitter vor unseren ,zudringlichkeiten geschtzt war4 ,auch die sonstige ,einrichtung unserer ,zelle erschien minder behaglich als die ,rume ,sekundas4 ,ein kleines1 wei getnchtes ,stbchen1 dessen einziges ,ameublement in einer ,pritsche1 einem ,tisch und einem ,stuhle bestand6 ,und die ,pritsche war hart1 und der ,stuhl war noch hrter6 ,auf dem ,tische nahmen sich die wenigen ,bcher1 die wir mitgebracht hatten1 schrecklich verdet aus1 und der kleine1 schwarze ,ofen in der ,ecke schien vor ,melancholie verrosten zu mssen 444 ,eine ,weile bte dieser erste ,eindruck auf unsere ,lebensgeister seine abdmpfende ,wirkung aus2 nach und nach jedoch erwachten wir zum frohen ,bewutsein1 da sechs ,stunden keine ,ewigkeit sind1 und das erste ,symptom dieser neu sich regenden ,elastizitt war ein ,ruf an die ,adresse des ,nachbars4 ,du1 ,knebel1 hier ist's uerst gemtlich6 ,wie ist's bei ,dir8 ,famos1 antwortete ,knebel4 ,jetzt vernahm ich auch die undeutliche ,stimme des dritten ,dulders1 dessen ,zelle von der meinen durch die ,knebels getrennt war4 ,es gewhrte mir eine besondere ,genugtuung1 mit diesem fernen ,freunde durch das ,medium ,knebels zu korrespondieren4 ,du1 ,knebel6 ,was8 ,frag' mal den ,scholz1 was er treibt4 ,alsbald telegraphierte ,knebel weiter3 ,du1 ,scholz1 was treibst ,du eigentlich8 ,ein dumpfer ,klang war die ,antwort1 und alsbald gab mir ,knebel zurck3 ,nichts4 ,ganz mein ,fall1 sagte ich freudig erregt4 ,pause4 ,du1 ,knebel6 ,was8 ,ich klingle jetzt6 ,gut6 ,und nun zog ich die ,klingel4 ,es dauerte einige ,minuten2 dann klirrte die ,tr der ,vorflur1 und ,quaddler erschien vor den ,zellen4 ,wer hat geklingelt8 fragte er unwillig4 ,ich1 ,herr ,quaddler1 ich1 rief ich1 an die ,tr pochend4 ,ich bin ja kaum zehn ,minuten drunten1 gab ,quaddler zur ,antwort4 ,was wnschen ,sie8 ,ach1 ,herr ,quaddler1 mir ist auf einmal so schlecht geworden4 ,bitte1 lassen ,sie mich gleich mal hinaus4 ,quaddler brummte etwas in den ,bart und drehte den ,schlssel um4 ,ich sag' ,ihnen1 ,herr ,quaddler1 ich hab' ein solches ,leibweh bekommen6 ,ich kann den ,geruch der ,tnche nicht recht vertragen4 ,sie tten wirklich besser1 wenn ,sie die ,karzerzellen tapezieren lieen4 ,das wre gtigst zu kostspielig1 versetzte ,quaddler rgerlich4 ,machen ,sie jetzt nur mal1 da sie fertig werden und wieder hineinkommen4 ,ich habe dringende ,geschfte4 ,ja1 ,herr ,quaddler1 das ist alles ganz gut1 aber ich kann doch unmglich 444 ,ach1 die ,herren ,sekundaner haben allzeit eine ,ausrede 444 ,ich blickte mich jetzt auf der ,vorflur um und sagte dann wohlwollend3 ,die ,schrnke da gehren wohl ,ihnen8 ,sehr schne ,schrnke1 wirklich ganz ausgezeichnete ,schrnke4 ,es sind wohl ,kleiderschrnke8 ,sozusagen teilweise1 erwiderte ,quaddler sichtlich geschmeichelt4 ,aber machen ,sie jetzt nur rasch4 ,ich habe sehr wenig ,zeit 444 ,ich trat an einen der ,schrnke heran und befhlte ihn4 ,echtes ,eichenholz1 sagte ich mit ,kennermiene4 ,wirklich1 ,herr ,quaddler1 ich beneide ,sie4 ,wo haben ,sie die ,schrnke eigentlich her8 ,erlauben ,sie gtigst1 die ,pflicht meines ,amtes 444 ,ich kann mit dem besten ,willen nicht zugeben 444 ,wollen ,sie jetzt 444 oder wollen ,sie nicht 4448 ,aber ich werde doch einmal ,ihre ,schrnke betrachten drfen 444 ,wenn ,sie heute abend ,ihre ,strafe verbt haben1 will ich mir gtigst erlauben1 ,ihnen die ,schrnke in allen ,einzelheiten zu zeigen4 ,aber jetzt1 inwofern ,sie wirklich die ,absicht haben 444 ,es ist hier drauen viel bessere ,luft als drinnen1 sagte ich1 auf ein anderes ,thema ablenkend4 ,o1 da drinnen ist ganz gute ,luft2 und wenn die ,herren ,sekundaner die ,haken abreien1 so ist die ,luft lngst schn genug1 und ich mu jetzt in allem ,ernste bitten1 sich geflligst beeilen zu wollen4 ,da schlgt's schon ein ,viertel 444 ,ein ,viertel6 ,wahrhaftig6 ,man soll's gar nicht sagen1 wie doch die ,zeit vergeht6 berhaupt1 wenn man bedenkt 444 ,wissen ,sie noch1 ,herr ,quaddler1 wie ich in ,quarta sa 444 ,ich meine1 das wre erst gestern gewesen6 ,wie ,sie in ,quarta saen1 hatten ,sie gtigst viel weniger tolle ,streiche im ,kopfe1 und wenn ,sie ergebenst meinen1 ,sie knnten mich hier zum ,narren halten1 so werde ich dem ,herrn ,professor mitteilen1 da ,sie immer sagen1 ,sie htten ,leibweh und knnten die ,tnche nicht vertragen1 und nachher von ,quarta sprechen und doch nicht hineingehen4 ,mit diesen ,worten trat er an die ,tr der ,zelle4 ,wollen ,sie jetzt1 oder wollen ,sie nicht8 ,es ist wirklich merkwrdig1 ,herr ,quaddler1 sagte ich1 tief ,atem holend1 die khle ,luft hier drauen hat mich auf wunderbare ,weise gestrkt4 ,es ist mir gar nicht mehr bel1 und wenn ,sie erlauben1 verfge ich mich wieder in meine ,zelle4 ,sie werden ja sehen1 was ,sie sich anrichten4 ,aber zum ,donnerwetter1 wenn sich mein ,leibweh doch gebessert hat6 ,soll ich denn nur1 um ,ihnen einen ,gefallen zu tun 444 ,was8 ,donnerwetter wollen ,sie sagen8 ,ei1 zum ,donnerwetter1 das la ich mir nicht gefallen4 ,wofr halten ,sie mich8 ,marsch in die ,zelle6 ,quaddler1 ,quaddler1 werden ,sie nicht unangenehm4 ,ach1 ich bin's mde1 mich von ,ihnen hnseln zu lassen6 ,und krach6 flog die ,tr zu1 und brummend schlich der ehrliche ,schlieer von dannen4 ,abermals ein kurzes ,zwiegesprch mit dem trefflichen ,knebel4 ,in zehn ,minuten ist die ,reihe zu schellen an mir1 rief er jauchzend4 ,der ,quaddler soll doch wissen1 wofr er das schwere ,karzergeld einheimst4 ,ich benutzte die ,frist bis zur nchsten ,quaddler-,episode1 um mich im ,innern meiner ,zelle etwas grndlicher umzusehen4 ,wenn ich die ,mauern meines ,verliees vorhin wei getncht nannte1 so war dies insofern inkorrekt1 als die ursprngliche ,reinheit des ,kolorits lngst einem ,zustande schwarz gesprenkelter ,unsauberkeit ,platz gemacht hatte4 ,da existierte kaum ein ,fleckchen1 wo nicht ein ,tintenklex1 eine ,inschrift oder eine groteske ,zeichnung prangte1 so da einzelne ,partien der ,wandflche den ,eindruck einer fast regelmigen ,marmorierung hervorriefen4 ,ich trat nher herzu3 ,hunderte von ,vorgngern hatten hier eine beredte ,erinnerung an durchlittene ,stunden zurckgelassen 444 ,ich bekenne1 da mich dieser augenscheinliche ,beweis von dem socios habuisse malorum uerst behaglich anmutete4 ,und dabei ersah ich aus den meisten dieser ,ergsse1 da die ,schmerzen des ,karzers keineswegs den guten ,humor schdigten3 eine ,wahrnehmung1 die sofort in meinem eigenen ,busen verwandte ,regungen weckte4 ,da stand z4 ,b4 in groen lateinischen ,lettern1 fast unmittelbar an der ,decke3 ,weil ich den ,schmidt am ,haar gezerrt1 ,hat ,bosheit mich ins ,loch gesperrt4 ,meier4 ,und gleich daneben von derselben ,hand3 ,o ,heinzerling1 ,du schuldest meine ,pein1 -- ,die ,gtter mgen gndig ,dir verzeihn6 ,ein ,ungenannter verstieg sich zu folgendem ,stoseufzer3 ,fhrt denn gar kein ,weg1 ,fhrt denn gar kein ,steg ,aus der ,prima schndem ,tartarus1 ,wo der ,herr ,scholar1 ,weil er kneipen war1 ,ganze ,tage stumm verschmachten mu6 ,darunter in schner ,frakturschrift3 ,vae victis6 ,und hiervon links3 ,illi robur et aes triplex circa pectus erat1 qui primus fragilem discipulum carceri commisit4 ,ein gewisser ,ittmann1 knftiger ,philologe von ,fach1 hatte einen ,vers des ,tyrtus in den ,kalk eingekratzt und dann die ,vertiefungen mit ,rotstift bemalt1 so da da fast in der ,weise einer pompejanischen ,mauerinschrift zu lesen war3 4 ,zu deutsch3 ,wie die ,esel seufzen wir unter den schrecklichsten ,lasten4 ,auf der entgegengesetzten ,wand las ich die schwungvollen ,verse3 ,mein ,schicksal war ein ,zechgelag1 ,nun schmacht' ich in des ,karzers ,kette2 ,doch wrst ,du hier1 geliebte ,henriette1 ,des ,orkus ,nacht verklrte sich zum ,tag4 ,ganz hnlich hatte sich mein ,mitschler ,schwarz vernehmen lassen1 der ausnahmsweise bereits in ,tertia unter das ,dach geschafft worden war4 ,er schrieb3 ,o ,fanny1 himmlisches ,mdchen1 wenn ,du1 ,engelgleiche1 mich lieben wolltest1 ich liee mich gern ,zeit meines ,lebens hier einsperren4 ,dein treuer ,seelsorger ,g4 ,schwarz4 ,in kecken ,lettern prangte unmittelbar darunter folgender ,passus3 ,wilhelm ,rumpf1 weil er dem ,dr4 ,klufenbrecher ,kirschkerne unter den ,stuhl gelegt hat1 mit acht ,stunden ,karzer bestraft4 ,gott1 wie wenig6 ,ein ,jngling namens ,fresenius lie sich also vernehmen3 ,o ,karzer1 stiller ,raum1 ,du meiner ,sehnsucht ,traum1 ,du ,wiege meiner ,leiden1 ,um sieben mssen wir scheiden4 ,e4 ,p4 aus ,l4 schrieb das ,nachstehende3 ,wie1 schnder ,quaddler1 ,du weigerst ,dich1 zu ffnen1 wenn ich klingele8 ,wahrlich1 ich klingele nicht aus bermut1 sondern aus ,not 444 ,nun1 ich spreche mit einer leichten ,variation des ,horaz3 ,aquam memento rebus in arduis servare4 ,das waren so die pikantesten und witzigsten ,scherze dieser ,wandliteratur4 ,andere ,aufzeichnungen entbehren der ,pointe1 wie z4 ,b4 die echt sekundanerhafte ,lobrede auf des ,pedells liebreizendes ,tchterlein3 ,anny ,quaddler est virgo venustissima1 dulcissima1 placentissima4 ,basia ei dare velim quam plurima4 ,pedes habet elegantissimos1 genua rotundissima et cetera4 ,natrlich fehlten auch die grberen ,lsterungen1 ,zynismen und ,cochonnerien nicht4 ,es hat von jeher eine stark verbreitete ,sorte von ,schlern gegeben1 die den ,mangel an ,esprit und ,humor durch einen scharf ausgeprgten ,kultus der ,zwei- und ,eindeutigkeiten zu ersetzen suchen1 geistlose ,zotenjger1 die in jedem ,kleiderhaken einen ,phallus erblicken1 ohne imstande zu sein1 ihre ,sottise in ein ertrgliches ,epigramm zu kleiden4 ,auch diese ,dunkelmnner hatten reichlich zur ,beklecksung der ,karzerwnde beigetragen2 aber es fehlte ihren ,skripturen auch jene bescheidene ,dosis von ,salz1 die man einem christlich-germanischen ,sekundaner zumuten darf4 ,ich wurde aus meinen ,betrachtungen durch ,knebels ,geklingel jhlings emporgeschreckt4 ,drei ,minuten spter ertnten auf dem ,korridor wieder die ,schritte ,quaddlers4 ,knebel begann ein entsetzliches chzen und ,sthnen4 ,ach1 ,herr ,quaddler1 ach1 um ,himmels willen1 was ist mir so schlecht6 ,machen ,sie schnell auf6 ,ich mu mich frchterlich bergeben6 ,schnell1 schnell6 ,ach du lieber ,gott1 ist mir schlecht6 ,herr ,knebel1 begann ,quaddler mit einer ,stimme1 aus der man sein olympisches ,stirnrunzeln hervorlas1 ich sage ,ihnen1 ohne ,scherz1 wenn ,sie mir so kommen1 so werden ,sie sich ergebenst tuschen4 ,knebel stie einige ganz entsetzliche ,wrgtne aus und bat dann von neuem in klglichster ,melodie um ffnung der ,zelle4 ,wtend stie ,quaddler die ,tr auf4 ,gott sei ,dank6 ,das war gerade zur rechten ,zeit4 ,ach1 ,herr ,quaddler1 was ist mir so schlecht6 ,lassen ,sie mich nur ein ,viertelstndchen hinaus4 ,das geht nicht1 versetzte der ,pedell1 durch die ,naturwahrheit1 mit welcher ,knebel seine merkwrdige ,rolle spielte1 stutzig gemacht4 ,so holen ,sie mir rasch etwas frisches ,wasser1 sthnte der ,heuchler1 von neuem glucksend und grhlend4 ,ach1 wenn das meine ,mutter wte6 ,ach ,gott1 wie ist mir so schlecht6 ,gut1 das ,wasser sollen ,sie haben4 ,aber das sag' ich ,ihnen1 treiben ,sie mir nicht die ,sache zu weit1 und ulken ,sie mich nicht alle ,augenblicke herauf4 ,ich bin nicht zu ,ihrer ,bedienung da1 das mssen ,sie sich nicht einbilden4 ,mit diesen ,worten entfernte er sich4 ,die ,zelle ,knebels hatte er offen gelassen2 der ,verschlu des ,korridors gengte ja6 ,knebel aber hatte nichts ,eiligeres zu tun1 als mir und unserem ,kameraden ,scholz das ,verlie zu ffnen und so auf der geweihten ,domne ,quaddlers eine ,dreimnnerversammlung hchst revolutionrer ,art ins ,leben zu rufen4 ,unsere ,verabredungen waren in ,krze getroffen4 ,scholz versteckte sich hinter einem der ,schrnke1 nachdem wir vorher seine ,zelle sorgfltig verschlossen hatten4 ,ich selbst begab mich in mein ,gefngnis zurck und wartete1 bis ,knebel seine belkeitsangelegenheiten geordnet hatte4 ,dann1 um der ,mglichkeit einer ,visitation bei ,scholz vorzubeugen1 klopfte ich und bat mir ebenfalls ein ,glas frisches ,wasser aus1 wobei ich durch allerlei geknstelte ,phrasen die ,ungeduld ,quaddlers so sehr steigerte1 da er schwur1 er werde nicht mehr heraufkommen1 und wenn wir die ,klingel abrissen4 ,weiter wnschten wir nichts4 ,nachdem ,quaddler verschwunden war1 trat ,scholz aus seinem ,versteck heraus1 drehte die ,schlssel unserer beiden ,zellen um1 und siegesfroh sanken wir uns an die brderlich klopfenden ,herzen4 ,ein brillanter ,skat 7,scholz trug immer die ,karten bei sich7 vereinigte uns fr den ,rest unserer ,strafzeit in frhlicher ,ungezwungenheit4 ,einmal noch hatten wir1 nachdem wir alle ntigen ,vorbereitungen getroffen1 den ,pedell herauf zitiert2 unsere dauernde ,ruhe htte seinen ,verdacht erregt4 ,im brigen blieben wir unbehelligt4 ,und so endete denn unser erstes ,karzererlebnis in jeder ,hinsicht befriedigend4 99 99 99 99 99 ,mein zweiter ,aufenthalt in ,quaddlers ,dachkammern steht mir nicht minder klar im ,gedchtnisse wie mein ,debt4 ,spterhin haben die ,eindrcke sich verwischt4 ,die halben und die ganzen ,tage wiederholten sich zu massenhaft1 als da jede einzelne ,perle dieses ,rosenkranzes in meiner ,erinnerung aufgezeichnet sein knnte4 ,damals aber war meine ,seele in ,karzerangelegenheiten so jungfrulich1 da selbst das geringste ,ereignis eine unauslschliche ,spur zurcklie4 ,es war drei ,wochen seit jener ersten sechsstndigen ,skathaft4 ,ich hatte diesmal einen vollen ,tag zu verben1 und zwar in ,gemeinschaft mit ,wilhelm ,rumpf1 der ,krone und dem ,spiegel aller deutschen ,gymnasialschler4 ,die ,ursache unserer ,schicksale war nicht die gleiche4 ,rumpf hatte sich einer ttlichen ,mihandlung des zart organisierten ,salonschlers ,heinrich von ,sternberg erfrecht1 ich aber war1 so seltsam es klingen mag1 ein ,opfer meines frh entwickelten ,patriotismus geworden4 ,zur ,zeit meiner ,sekundanerschaft florierte nmlich die ,ttigkeit des ,nationalvereins4 ,unser damaliger ,geschichtslehrer1 brigens einer von den wenigen ,pdagogen1 die es verstanden1 ihren ,schlern wirkliches ,interesse einzuflen1 benutzte eine ,vorlesung ber die franzsische ,revolution1 um den ,nationalverein und seine ,bestrebungen mit den terroristischen ,klubs von ,paris zu vergleichen4 ,teils aus ,frmmig-1 teils aus ,zeitvertreib -- wie die berhmte ,dame des deutschen ,volksliedes --1 ich will sagen1 halb aus ,liberalismus1 halb aus ,freude am ,stren und ,widersprechen1 stand ich auf und erklrte dem grodeutsch gesinnten ,lehrer feierlich1 es sei mir leider unmglich1 seine politischen ,anschauungen zu teilen4 ,der ,ordinarius von ,sekunda zhle ja persnlich zu den ,mitgliedern des ,nationalvereins1 ohne da man behaupten knne1 derselbe habe hnlichkeit mit ,robespierre oder ,marat4 ,das war nun freilich eine fr den ,lehrer sehr unangenehme ,gegenrede1 denn die ,tatsache von der ,mitgliedschaft des ,ordinarius lie sich nicht abstreiten4 ,der ,herr ,professor mochte berdies der berechtigten ,ansicht huldigen1 meine ,opposition habe etwas von der prinzipiellen ,feindseligkeit der ,unvershnlichen4 ,er schritt zur ,gewalt und verbannte mich wegen frecher ,strung fr zwlf ,stunden ins ,gymnasialgefngnis4 ,man hatte diesmal mit diabolischer ,tcke den ,sonntag fr die ,verbung der ,haft festgesetzt1 eine ,maregel1 die unser ,schicksal bedeutend erschwerte4 ,schon um drei ,viertel auf sieben mute ich mich den ,armen des ,schlummers entreien1 der uns ,schlern doch gerade den ,sonntagsmorgen so lieb und wert vor allen brigen machte6 ,nicht ohne eine gewisse ,verstimmung wanderte ich durch die stillen ,gassen1 deren geschlossene ,lden mich hhnisch angrinsten1 als wollten sie sagen3 ,ei1 schon so frhe8 ,wir beginnen unser ,tagewerk noch lange nicht6 ,wohin denn mit deinen ,bchern und deiner ,schulmappe8 ,so viel wir wissen1 gibt es doch heute keine ,lektionen 4448 ,nun1 sprach ich zu mir selbst1 ich werde den ,tag schon herumbringen2 und stolzen ,hauptes wanderte ich an den schloverhangenen ,buden vorber4 ,goethe hat es gesagt3 ,in der ,beschrnkung zeigt sich erst der ,meister6 444 ,ich werde dem ,schicksal beweisen1 da die ,freiheit selbst in dem ,kerker wohnt6 ,am ,brandplatze begegnete mir der alte ,registrator ,bieler1 ein bekannter ,frhaufsteher1 der seinen ,spaziergang machte4 ,als ich ihn grte1 bemerkte ich1 da ber seine ,lippen ein halb sarkastisches1 halb mitleidiges ,lcheln glitt4 ,auch nickte er so ganz eigentmlich still vor sich hin 444 ,die verwnschten ,bcher6 ,die niedertrchtige ,schreibmappe6 ,ich fhlte1 ich war erkannt4 ,mit dem feierlichen ,ernst eines alten ,rmers gelobte ich mir1 in ,zukunft meine ,bcher stets am ,tage zuvor bei ,quaddler zu deponieren4 ,und nun betrat ich das ,gymnasialgebude4 ,wie de1 wie leblos dehnten sich diese ,mauern6 ,hier1 wo sonst das lauteste1 regste ,treiben herrschte1 wo das ,gelchter chronisch und das ,gebrll permanent war1 hier thronte jetzt die dumpfe ,majestt einer ,grabesstille1 die mir kalt auf die ,seele fiel6 ,nichts ist trauriger als der ,kontrast zwischen dem belebten und dem unbelebten ,raum6 ,ein ,schauspielhaus sieht nach beendigter ,vorstellung weit trbseliger1 ja in gewissem ,sinne erschtternder aus1 als die deste ,heide 444 ,nun1 das ,gymnasium ist ja auch eine ,art ,schauspielhaus1 nur da die ,komdianten hier gleichzeitig das ,publikum abgeben4 ,langsam ging's die ,wendeltreppe hinauf nach den ,regionen des ,dachstuhls 444 ,rumpf war noch nicht da4 ,einsam verhallten unsere ,tritte durch den weiten1 schlfrigen ,raum4 ,ich sprach keine ,silbe4 ,mit einer ,art von wollstigem ,grausen sog ich die ,elegie dieser trbseligen ,morgenstunde in mein ,gemt ein4 ,so war ich denn in die ,zelle gelangt4 ,fnf ,minuten spter kam ,wilhelm ,rumpf1 -- ebenfalls sehr stumm und geruschlos4 ,die ,tr fiel hinter ihm zu3 wir waren allein1 -- durch das gemeinsame ,schicksal verbunden und doch getrennt durch die kalkbeworfene1 inschriftenberste ,wand4 ,rumpf war der erste1 der das feierliche ,schweigen zu brechen wagte4 ,prosit6 rief er mit gewohntem ,zynismus4 ,der warme ,klang dieser ,stimme gab mir die volle ,elastizitt des ,geistes wieder4 ,ich antwortete1 und so entspann sich ein brderliches ,gesprch1 das endlich mit dem ,bemerken abgebrochen wurde1 man wolle zunchst etwas arbeiten1 da ja der ,tag lang und das dolce far niente gerade in diesen ,rumen am wenigsten dolce sei4 ,ich setzte mich an den ,tisch und durchmusterte meine ,papiere und ,bcher4 ,homer6 ,aufs ,geratewohl schlug ich auf und las4 ,die frische ,seeluft1 die mir aus den ,rhythmen des hellenischen ,sngers entgegenwehte1 pate so wenig zu meiner ,situation1 da ich nach kurzer ,frist das ,buch zuklappte und hinauf nach dem sprlichen ,stck blauen ,himmels sah1 das in wolkenloser ,klarheit durch die vergitterte ,luke herein glnzte4 ,in der ,tat1 es gab keinen schrofferen ,gegensatz1 als zwischen jenem ungebundenen ,abenteurer ,odysseus1 der mit den lieben ,genossen die weintraubenfarbige ,salzflut befuhr1 und mir1 dem gefesselten ,sekundaner1 der in den ,karzerrumen eines deutschen ,provinzgymnasiums fr den ,nationalverein bte6 ,meine ,stimmung war jetzt1 infolge der verschiedenen ,wandlungen1 die sie erlitten hatte1 nachgerade bis zu dem ,punkte gediehen1 wo der deutsche ,gymnasiast sich in ,versen ergeht4 berhaupt war der ,karzer fr mich stets ein poetisch fruchtbarer ,boden4 ,hier entstand mehr als ein ,gedicht1 das spter mit geringen ,vernderungen im ,druck erschien1 hier wurde gar mancher ,ton angeschlagen1 dem man nicht anmerkte1 da er dem ,territorium ,quaddlers entstammte4 ,auch die ,primanerliebe fand die glcklichsten ,momente ihrer lyrischen ,gestaltungskraft auf dem prosaischen ,karzer6 ,es klingt wunderbar1 aber es ist so 444 ,ich setzte mich also wieder behaglich zurecht1 breitete einen ,bogen ,papier vor mich hin und ergriff die ,feder4 ,was schrieb ich8 ,ein ,klagelied um die sonnigen ,tage von einst6 ,es ist eine sonderbare ,erscheinung1 die unter anderen auch ,paul ,heyse in der ,novelle ,lottka zum ,ausdruck gebracht hat1 da die ,jugend1 die eigentlich noch kaum von einer ,vergangenheit reden kann1 mit ,vorliebe ihren begrabenen ,trumen1 ihren zertrmmerten ,hoffnungen nachweint4 ,so singt der achtzehnjhrige ,paul in der trnenreichen ,melodie des long1 long ago3 ,ich glaube1 in alten ,tagen1 ,da liebt' ich ein ,mgdelein 444 ,spterhin erscheint uns dergleichen fast unbegreiflich2 aber wenn man mitten darin steckt1 so kommt man sich mit seiner ganzen wehmuterfllten ,individualitt so heilig und ernst vor1 da man jeden ,zweifel mit ,entrstung von der ,hand weisen wrde4 ,die sonnigen ,tage von einst erleichterten mir das ,herz1 und in bester ,laune benutzte ich die ,rckseite des ,blattes zur ,abfassung eines ,karzerhymnus1 der in drhnenden ,rhythmen die ,nichtswrdigkeit dieser ,anstalt vom ,standpunkte der reinen ,moral zu beleuchten suchte4 ,mit einemmal ertnten die ,kirchenglocken4 ,eine erneute ,erinnerung an den ,zustand der ,unfreiheit6 ,sonst hatte uns jeder ,sonntag1 dafern wir die ,stunde nicht ruchlos verschlafen1 beim ,vormittagsgottesdienst am ,hause des ,herrn gesehen4 ,ich sage am ,hause des ,herrn1 denn wir standen davor1 mit dem sehr weltlichen ,zwecke1 die schnen ,tchter des ,landes einwandeln zu sehen4 ,die ,lehrer1 insbesondere die ,religionslehrer1 hatten uns zwar vielfach ,vorlesungen im ,sinne der berhmten ,londoner ,anti-young-men-before-the-church-standi ng-association gehalten und uns schlielich gesagt1 wenn wir denn absolut nicht von dieser ,unsitte ablassen knnten1 so mchten wir doch wenigstens nach stattgehabter ,revue auch das ,innere des ,tempels besuchen2 aber diese ,mahnungen blieben fruchtlos4 ,wir berschritten nur selten die ,schwelle4 ,nicht als ob wir schon damals smtlich berzeugungsfeste ,anhnger von ,schopenhauer oder ,david ,strau gewesen1 nicht als ob wir jeder ,sympathie fr die ,kirche entbehrt htten1 nein1 es war ein anderer ,umstand1 der uns zurckhielt3 der ,eifer nmlich1 mit dem die ,lehrer sich jeden1 der beim ,gottesdienste erschien1 ins ,notizbuch vermerkten4 ,nur eine ganz verschwindende ,minoritt strengglubiger oder augendienerischer ,alumnen frequentierte die ,kirche trotz dieser unglckseligen ,methode4 ,die ,quartalzensur brachte dann unter den ,besonderen ,bemerkungen das herrliche ,lob3 ,,nb4 ,besuchte fleiig die ,kirche 444 ,jetzt tnten die ,glocken durch die klare1 friedliche ,morgenluft4 ,ich glaube1 wenn's mir in diesem ,augenblicke freigestanden htte1 ich wrde meine ,zelle nicht nur mit dem ,platz vor der ,kirche1 sondern auch mit der ,emporbhne im ,innern vertauscht haben1 selbst auf die ,gefahr hin1 als kirchenfleiig notiert zu werden4 ,rumpf schien von hnlichen ,gefhlen durchflutet4 ,denn mit einemmal rief er mir sonderbar ghnend zu3 ,du1 es ist doch verflucht langweilig6 ,es geht1 antwortete ich mit gut erknstelter berlegenheit4 ,es ging aber nur sehr mangelhaft6 ,wilhelm ,rumpf griff nun zu dem niemals versagenden1 ewig vollgltigen ,universalmittel des ,klingelns4 ,quaddler erschien4 ,es entspann sich ein ,dialog1 nach dessen ,beendigung der ,pedell wieder verschwand1 ohne da sich unsere ,situation im wesentlichen gebessert htte4 ,der ehrliche ,schuldiener mute von unserer neulichen ,skatpartie ,wind bekommen haben1 denn er weigerte sich hartnckig1 uns ,wasser zu holen1 solange ,rumpf sich auf dem ,vorflur befand4 ,deprimiert hrten wir seine ngelbeschlagenen ,abstze treppabwrts poltern4 ,fr diesmal schien aus unserer ,partie ,piquet1 auf die wir so zuverlssig gerechnet hatten1 nichts werden zu sollen4 ,da fiel mein ,blick auf das ,fenster4 ,die ,vergitterung war nicht in die ,mauer eingelassen4 ,sie bestand vielmehr aus einer ,art ,rost1 die man mit ,schrauben an das ,holzwerk befestigt hatte4 ,ein kstlicher ,gedanke zuckte durch mein ,gehirn4 ,wenn es uns gelang1 diese ,schrauben zu lsen1 so konnten wir die ,kommunikation1 die auf normalem ,wege durch die ,tren unmglich war1 ber das ,dach bewerkstelligen4 ,die ,neigung der schiefergedeckten ,flche war eine sehr mige -- eine ,gefahr also nicht vorhanden4 ,und berdies1 was fragt ein deutscher ,sekundaner nach der ,gefahr1 sobald es gilt1 einen lustigen ,streich auszufhren 4446 ,ich teilte meine ,idee dem schandtatbereiten ,freunde mit1 der sie alsbald feurig ergriff4 ,ans ,werk also6 ,ich rckte den ,tisch gerade unter die ,dachluke1 stellte den ,stuhl in die ,mitte der gerumigen ,platte und stieg dann langsam hinauf4 ,der improvisierte ,bau war hoch genug1 um das ,gitterwerk in den ,bereich meiner ,hnde zu bringen4 ,ich berzeugte mich1 da der eiserne ,rost sich an der einen ,seite wie ein ,deckel in ,scharnieren bewegte1 whrend die andere ,seite mit vier groen ,schrauben an der ,rampe des ,fensters haftete4 ,wenn man diese vier ,schrauben herauszog1 so mute das ,gitter ganz nach ,art einer ,lukenklappe heruntersinken und die ,fensterffnung frei geben4 ,die ,einrichtung hatte berdies den ,vorteil1 da man die ,spuren dieser rechtswidrigen ,erffnung wieder austilgen konnte4 ,eine einzige ,schraube1 nur zur ,not eingedrckt1 reichte aus1 um das ,gitter in der ,schwebe zu halten1 -- ein ,umstand1 der nicht unterschtzt werden durfte4 ,der ,pedell stattete uns nmlich1 so ungern er auf unser ,klingeln erschien1 mitunter ,besuche aus dem ,stegreif ab4 ,da ich keinen ,schraubenzieher besa1 so ffnete ich mein ,taschenmesser1 das mir in ,gymnasialangelegenheiten stets ein unentbehrlicher ,diener gewesen4 ,ich knnte ber dies ,taschenmesser eine lange ,serie hchst stimmungsvoller ,geschichten schreiben4 ,parenthetisch erwhne ich hier nur das ,nachstehende3 ,es existierten innerhalb des ,gymnasialgebudes wenige ,subsellien1 in die ich nicht eine ,anzahl sehr korrekt gemeielter ,inschriften eingraviert htte4 ,nun gab es zwar einen ,gesetzesparagraphen1 der da besagte3 ,es ist den ,schlern dieser ,anstalt aufs strengste verboten1 in die ,bnke1 ,tische1 ,sthle und sonstige ,gertschaften des ,inventars ,namen einzuschneiden4 ,aber niemals hat zwischen der ,praxis und der ,theorie eine so unausgefllte ,kluft geghnt1 wie hier6 ,die ,subsellien unseres ,gymnasiums waren geradezu ,musterkarten aller erdenklichen ,schriftarten1 von dem unbehilflichen ,stmpern des ,anfngers bis zur technisch vollendeten ,leistung des ,virtuosen4 ,da winkten in schner ,antiqua unzhlige ,josephinen1 ,mathilden1 ,henrietten und ,wilhelminen2 da prangten in prickelnder ,perlschrift zierliche ,disticha und geistvolle ,quatrains2 ja selbst ,huser1 ,bume und hnliche ,gegenstnde waren in ihren ,umrissen dargestellt4 ,hutzler hat spterhin auf einem ,tische der ,prima einen groen ,kanal gebaut1 der in mehrfachen ,windungen von dem einen ,ende zum anderen lief und1 wenn man den ,tisch durch untergeschobene ,bcher in eine schrge ,lage versetzte1 vollkommen geeignet war1 einen ,tintenstrom en miniature von der ,quelle bis zur ,mndung flieen zu lassen4 ,niemals1 solange man denkt1 ist ein ,schler wegen ,einschnitzungen bestraft worden1 obgleich der ,pedell mit groem ,eifer auf die ,missetter fahndete4 ,wir schnitten nmlich1 um die ,mglichkeit1 aus dem ,inhalt des ,eingeschnittenen auf den ,tter zu schlieen1 ein fr allemal in der ,wurzel zu ersticken1 nicht selten die ,namen solcher ,schler ein1 denen man dergleichen wegen der musterhaften ,korrektheit ihres ,lebenswandels nicht zutrauen konnte4 ,ja1 ,boxer gravierte einmal in majesttischen ,lettern3 ,samuel ,heinzerling6 ,nachdem wir diesen ,przedenzfall geschaffen1 durften wir getrost unsere eigenen ,namen verewigen1 denn nun war die ,entschuldigung gestattet3 alius fecit6 ,der ,leser knnte nun fragen1 ob denn ein ,schlu von dem ,platz auf den ,tter nicht viel korrekter gewesen wre4 ,jawohl6 ,so leicht fat man uns nicht6 ,alle acht ,tage wurden infolge der exercitia pro loco die ,pltze gewechselt4 ,wenn jemand also einen besonders auffallenden ,einschnitt verbrochen hatte1 so machte er die ,spuren seiner ,ttigkeit fr die nchsten acht ,tage unkenntlich4 ,das geschah auf folgende ,weise3 ,in erster ,linie ward die helle ,schnittflche mit ,tinte behandelt1 so da sich der ,einschnitt durch nichts von den brigen1 ebenfalls schwarz und alt aussehenden1 unterschied4 ,dann fllte man die ,vertiefungen dergestalt mit festgeknetetem ,brot aus1 da die ,flche wiederhergestellt war4 ,hierber legte man abermals eine ,lage von ,tinte4 ,da die ganze ,tischflche schwarz und berdies ziemlich rauh und zerklftet war1 so htte man jeden ,quadratzoll genau untersuchen mssen1 um die betreffende ,stelle zu finden4 ,nach vierzehn ,tagen1 wenn der ,tter lngst an einem andern ,platze sa1 hob er vor dem ,beginn der ,lehrstunde die jetzt drr gewordene ,brotfllung heraus1 und wie mit einem ,zauberschlage stand die ganze ,inschrift in ihrer vollen ,glorie auf der verwandelten ,flche4 ,wurde ,quaddler jetzt wirklich durch diese ,novitt befremdet1 so war man jeder ,verantwortung berhoben2 der ,schler aber1 der neu auf den verfnglichen ,platz versetzt worden war1 erklrte auf eine etwaige ,interpellation sittlich entrstet3 ,aber ich sitze ja hier erst seit gestern1 und um das einzuschneiden1 braucht man doch mindestens acht ,tage6 ,der ,lehrer lie dann die ,sache aus ,opportunittsgrnden auf sich beruhen4 ,dieses bedeutsame ,messer also1 das hornumschiente1 wie ,homer sagen wrde1 zog ich aus der ,tasche und begann meine ,operation4 ,die ,schrauben saen verzweifelt fest1 -- aber nach ,verlauf einer halben ,stunde und mit ,aufopferung einer ,klinge gelang es mir doch1 mein ,problem zu bewltigen4 ,das ,gitter senkte sich geruschlos4 ,ich fate rechts und links den ,lukenrand und schwang mich empor4 ,ein wunderbarer ,anblick belohnte mich4 ,da unten tief lag der groe1 stille1 einsame ,platz4 ,gegenber das gewaltige ,zeughaus1 dessen graurtliches ,gemuer fast an die ,ruinen des ,heidelberger ,schlosses gemahnte4 ,nach rechts die ,stadt mit ihren zahllosen ,giebeln und ,dchern1 nach links der herrliche ,wiesengrund mit den freundlichen ,landhusern2 und fern am ,himmelsrande die bewaldeten ,hhen1 deren letzte ,kuppen blulich hinber schimmerten4 ,da drben1 an dem groen ,fabrikgebude vorber1 erkannte ich auch das ,haus des ,professors1 dem ich meine ,gefangenschaft zu verdanken hatte4 ,schnder ,tyrann1 dachte ich bei mir selbst1 wie schwer hast du dich betrogen6 ,du whnst mich im den ,dunkel der ,zelle1 und ich halte hier ,musterung ber die ,herrlichkeiten des ,landes6 ,ha1 wie frei und kstlich mir diese ,morgenluft die ,schlfe umspielt6 ,stolz blicke ich von meiner ,hhe herab auf die ,kleinheit und ,gemeinheit des ,lebens6 ,was kriecht und krabbelt da unten8 ,ich glaube1 der ,registrator ,bieler1 der von seinem ,morgenspaziergange zurckkehrt6 ,wie klglich6 ,wie pygmenhaft6 ,jetzt hebt er den ,kopf 444 ,ich ducke mich schleunigst 444 ,aber es droht keine ,gefahr2 der ,herr ,registrator hat nur drben nach der groen ,uhr des ,zollhauses geblickt4 ,salve6 tnt es mir pltzlich ans ,ohr4 ,wahrhaftig1 da ist er1 ,wilhelm ,rumpf aus ,gamsweiler1 mein ,leidens- und jetzt mein ,freudensgefhrte4 ,wenn wir uns weit berbeugen und die ,arme ausstrecken1 so knnen wir uns beinahe die ,hnde reichen4 ,ist's nicht famos hier oben in der freien1 reinen1 blauenden ,himmelsluft8 ,bene dixisti1 gibt ,wilhelm mit der ,wrde eines echten ,ciceronianers zurck4 ,und nun beginnt ein ,stndchen der entzckendsten ,umschau4 ,wir preisen uns gegenseitig die ,reize der ,landschaft2 wir glossieren die ,personen1 die da drunten vorber schreiten4 ,da kommt ein zierliches ,dienstmdchen 444 ,das ist das ,lieschen von ,wilhelm ,rumpfs angeheiratetem ,onkel4 ,wunderbar1 wie hier vom ,rahmen des ,karzerfensters aus alles an ,interesse gewinnt6 ,freilich1 der ,platz da unten liegt am ,ende der ,stadt1 und die ,menschen1 die vorber wandeln1 sind zu zhlen4 ,ah1 ich wei1 was sie will1 sagt ,rumpf mit verstndnisinnigem ,lcheln4 ,der ,onkel schickt sie zum ,registrator ,bieler1 um fr heute abend den ,whistkranz abzubestellen4 ,die ,tante ist unwohl4 ,weit ,du1 carissime1 die verrt uns nicht4 ,und mit verwegener ,donnerstimme ruft er3 ,lieschen6 ,lieschen6 ,sie dreht sich um4 ,wilhelm ,rumpf aus ,gamsweiler mchte sich totlachen4 ,nimm ,dich in acht1 warne ich im ,ton einer ,cassandra4 ,der ,quaddler hat ,ohren wie ein ,luchs4 ,auch mu ,frulein ,anny jeden ,augenblick aus der ,kirche kommen4 ,ah was6 ,bis der hier herauf tappt1 sind wir lngst wieder drunten -- ,lieschen6 ,dasselbe ,spiel wiederholt sich4 ,endlich beim dritten ,male sieht das ,mdchen herauf4 ,wie vom ,donner gerhrt1 bleibt sie stehen4 ,fort1 fort6 winkt der ,tollkhne1 und ,lieschen begreift4 ,noch mehrmals zurckblickend1 wandelt sie ihrer ,wege4 ,da kommen zwei junge ,damen1 biegen aber gleich wieder rechts ab4 ,das ist ,frulein ,elsner und ihr ,besuch aus ,schleswig1 erlutert ,wilhelm ,rumpf mit ,kennermiene4 ,gott bewahre1 es ist die kleine ,waldow und ihre ,cousine ,griesinger 444 ,lehr' ,du mich die ,mdchen kennen4 ,ich sage ,dir1 ich tusche mich nicht 444 ,aber sieh mal dort 444 ,kennst ,du den8 ,wei ,gott6 ,der ,quaddler6 ,er kommt aus der ,kirche6 ,rasch hinunter 444 ,jetzt hat er sein ,pflichtbewutsein gestrkt und wird uns einen ,besuch abstatten4 ,im ,nu tauchen wir in die ,luke4 ,zwei ,minuten spter ist das ,gitter angeschraubt1 der ,stuhl vom ,tisch gehoben und alles in ,ordnung gebracht4 ,unsere ,ahnung betrgt uns nicht4 ,es whrt nur kurze ,zeit1 da klirren drauen die ,schlssel1 ,quaddler schreitet ber den ,vorflur und begrt zunchst meinen ,freund4 ,es ist auch recht schn von ,ihnen1 ,herr ,rumpf1 sagte er wohlwollend1 da ,sie nicht so viel geklingelt haben4 ,ich hab's schon von meiner ,tochter gehrt1 es wre alles recht stille gewesen4 ,ah so1 erwidert ,rumpf1 ich denke1 ,ihre ,frulein ,tochter war in der ,kirche 444 ,nein1 heute mute sie ergebenst zu ,hause bleiben4 ,heute war mein ,tag4 ,so1 wer hat denn gepredigt8 ,der ,herr ,kirchenrat4 ,ist's mglich8 ,das ,kirchenrtchen8 ,herr ,rumpf1 ich mu ,sie bitten1 was den ,respekt betrifft 444 ,tun ,sie doch ums ,himmels willen nicht so zimperlich6 ,alle ,welt wei doch 444 ,alle ,welt wei1 da ,ihnen sozusagen nichts heilig ist1 aber ich habe jetzt keine ,zeit4 ,ich will noch mal hinbergehen1 und dann mu ich gtigst einen wichtigen ,brief schreiben4 ,sprach's1 empfahl sich und erschien dann bei mir4 ,sagen ,sie mal1 ,herr ,quaddler1 hub ich an1 nachdem wir die ersten ,phrasen der ,begrung gewechselt hatten1 wer waren denn eigentlich die zwei jungen ,damen1 die ,ihnen da vorhin am ,steueramte begegnet sind8 ,quaddler starrte mich an1 als ob er ein ,gespenst she4 ,wie8 ,was8 ,woher wissen ,sie denn 4448 ,jetzt erst erkannte ich1 da ich in meiner ,zerstreutheit eine ,btise verbrochen4 ,jeder andere ,pedell wrde den ,unfug gemerkt haben2 nur ,quaddler war mit einiger ,effronterie zu beschwichtigen4 ,sehr einfach1 ,herr ,quaddler6 ,sehen ,sie1 ,herr ,quaddler1 ich habe hier einen ,taschenkamm1 an dem ist hinten ein sympathetischer ,spiegel4 ,wenn ich den nun so gegen das ,fenster halte und mit dem einen ,auge durch die ,finger blinzle 444 ,zeigen ,sie mal her1 sagte ,quaddler erstaunt und bemhte sich1 durch die ,finger zu blinzeln4 ,ja1 ,sie halten das ,ding falsch6 ,so mssen ,sie's halten6 ,ich stellte mich in ,positur4 ,sehen ,sie1 ganz deutlich 444 ,eben geht der ,herr ,registrator ,bieler vorber 444 ,sehen ,sie 444 ,quaddler beeilte sich1 meinem ,beispiel zu folgen4 ,sozusagen nicht die ,spur sehe ich1 rief er nach einer ,weile4 ,sie sind wohl kurzsichtig8 ,im ,gegenteil1 weitsichtig4 ,nun wohl1 der ,spiegel da ist nur fr ,kurzsichtige berechnet4 ,das ist aber merkwrdig6 ,sehr merkwrdig1 ,herr ,quaddler6 ,der ,pedell schttelte den ,kopf1 als ob er der ,sache nicht recht traute4 ,dann schaute er empor nach dem ,gitter4 ,da war nichts ,verdchtiges zu bemerken6 ,es mute doch wohl in der ,ordnung sein mit dem ,spiegel 444 ,wirklich1 sozusagen ein sehr merkwrdiger ,spiegel1 wiederholte er nachdenklich4 ,nun1 ich glaube1 es wre brigens besser1 wenn ,sie lieber gtigst etwas arbeiten wollten6 ,arbeiten8 ,am ,tage des ,herrn8 ,warum nicht8 ,da ,sie ja doch heute sozusagen keinen richtigen ,sonntag haben1 und die ,arbeit brigens nicht schndet 444 ,nun1 ich werde mir's berlegen4 ,gehen ,sie nur jetzt getrost an ,ihren wichtigen ,brief6 ,der ,pedell empfahl sich4 ,fnf ,minuten spter saen wir wieder auf dem ,rande der ,luke und erfreuten uns der herrlichen ,aussicht4 ,nachdem wir unsere ,gemter an diesen ,wonnen gesttigt1 erwachte die ,begier nach einer konkreten ,zerstreuung4 ,wart'1 ich komme hinber1 sagte ,rumpf mit einem prfenden ,blick auf das ,terrain4 ,vorsichtig zog er erst das rechte1 dann das linke ,bein ber den ,fensterrand4 ,dann ergriff er einen jener ,haken1 an denen die ,schieferdecker beim ,ausbessern des ,daches ihre ,leitern festhngen1 und gab sich einen krftigen ,schwung4 ,ich ergriff seine ,linke1 und das groe ,werk war vollbracht4 ,wir arrangierten nun im ,innern der ,zelle eine ,piquetpartie1 die uns etwa eine ,stunde hindurch auf das kostbarste amsierte4 ,da mit einemmal1 welch ein unverhofftes ,gerusch 444 ,quaddler mute dem sympathetischen ,spiegel doch nicht so recht geglaubt haben1 denn er war ganz leise die ,treppe hinauf geschlichen und ffnete jetzt den ,korridor mit diabolischer ,vorsicht4 ,wir rhrten uns nicht4 ,es war fr ,rumpf augenscheinlich zu spt1 um in seine ,zelle zurckzukehren4 ,quaddler trat an meine ,tr und pochte4 ,was treiben ,sie jetzt8 sagte er mitrauisch4 ,ich rckte ostensibel mit dem ,stuhle1 erwiderte das ,klopfen und sagte3 ,gerade war ich dabei1 das berhmte ,carmen des ,horaz3 ,odi profanum vulgus et arceo ins ,deutsche zu bersetzen4 ,das ist recht von ,ihnen1 erwiderte ,quaddler4 ,und nun klopfte er an die ,zelle ,wilhelm ,rumpfs4 ,was machen ,sie denn1 ,herr ,rumpf8 ,keine ,antwort4 ,herr ,rumpf6 ,ich frage ,sie1 womit ,sie beschftigt sind8 ,grabesstille4 ,jetzt drehte ,quaddler den ,schlssel um4 ,welch ein ,anblick bot sich seinen entsetzten ,blicken6 ,das ,gitter erbrochen1 der ,strfling verschwunden1 -- hinaus aufs ,dach und von da vielleicht vermittelst der traditionellen ,leine1 von welcher ,herr ,quaddler erst jngst in einem spannenden ,lieferungsroman gelesen1 hinab auf den festen ,grund der ,erde6 ,wer wei1 vielleicht hatte ,rumpf genau die ,absicht1 wie jener italienische ,grafensohn1 unter die kleinasiatischen ,seeruber zu gehen 4446 ,und doch 444 ,es war nicht zu begreifen 4446 ,herr ,rumpf6 ,herr ,rumpf6 schrie ,quaddler verzweifelnd1 wo sind ,sie8 ,alles stille4 ,da mu ich doch gleich einmal in seine ,wohnung gehen und nachsehen1 ob er daheim ist4 ,und mit rasender ,eile strmte er die ,treppe hinab4 ,sofort stieg ,rumpf auf dem ,wege ber das ,dach in seine ,zelle zurck4 ,die ,gitter wurden ganz regelrecht mit allen vier ,schrauben befestigt1 und als ob nichts geschehen sei1 vertieften wir uns in unsere ,bcher4 ,die ,messer aber verbargen wir der ,vorsorge halber in unseren ,stiefeln4 ,so verstrich eine halbe ,stunde4 ,da ertnten ,stimmen 444 ,quaddler hatte sich richtig bei den ,wirtsleuten1 wo ,wilhelm ,rumpf zur ,miete wohnte1 erkundigt1 und da man hier um den ,verschwundenen nicht wute1 so war der biedere ,pedell in seiner ,verzweiflung zu dem angeheirateten ,onkel gerannt1 um diesen von dem ,vorfall in ,kenntnis zu setzen4 ,da1 sehen ,sie1 geehrter ,herr ,rat1 sagte ,quaddler bebend1 indem er den ,schlssel umdrehte1 fort ist er6 ,ei1 guten ,tag1 lieber ,onkel6 rief ,wilhelm ,rumpf mit rhrender ,naivitt2 das ist aber schn1 da ,du mich hier 'mal besuchst4 ,quaddler und der ,herr ,rat standen wie angewurzelt4 ,mehrere ,minuten lang war keiner von ihnen fhig1 ein ,wort ber die ,lippen zu bringen4 ,aber das werde ich dem ,herrn ,direktor vermelden1 stammelte endlich ,quaddler4 ,was denn8 versetzte ,rumpf harmlos4 ,da ,sie da oben hinausgeschlpft sind1 und wenn man dann meint1 ,sie wren fort1 dann kommen ,sie wieder4 ,sie sind nrrisch1 antwortete ,rumpf4 ,bin ich vielleicht eine ,ratte8 ,da1 sehen ,sie her1 der ,zwischenraum da ist kaum eine ,hand breit4 ,ja1 ja1 ,sie haben das ,gitter abgeschraubt1 ich hab's wohl gesehen1 und dann sind ,sie aufs ,dach entschlpft4 ,herr ,quaddler ich verbitte mir das6 ,womit soll ich das ,gitter denn abschrauben8 ,nun1 ,sie werden wohl irgend ein ,instrument bei sich haben4 ,lieber ,onkel1 ,du bist ,zeuge4 ,ich belange den ,quaddler wegen ,verleumdung4 ,jetzt aber stelle ich die kategorische ,forderung1 da ich augenblicklich untersucht werde4 ,gut1 das soll geschehen1 erwiderte ,quaddler4 ,ich werde das ,meielchen schon finden1 mit dem ,sie die ,sache gemacht haben4 ,ich gebe ,ihnen mein ,ehrenwort1 da ich keinen ,meiel besitze1 noch jemals besessen habe4 ,untersuchen ,sie nur meine smtlichen ,taschen4 ,sie haben wahrscheinlich nach der ,kirche die ,lotz'sche ,bierstube besucht 444 ,die ,visitation blieb natrlich fruchtlos4 ,ja1 ,herr ,quaddler1 sagte ,rumpfs ,onkel1 ich begreife in der ,tat nicht1 was ,sie eigentlich wollen4 ,das ,gitter da ist doch ganz fest1 und mit den ,fingern kann man's nicht abschrauben 444 ,rumpf wandte sich verstndnisinnig zu diesem gewichtigen ,frsprecher und murmelte3 ,ich sag's ja1 er war bei ,lotz4 ,gestehen ,sie's offen ,quaddler6 ,bei ,lotz 4441 das steht sozusagen richtig1 aber ich habe nur zwei ,glas ,bier getrunken1 und was ich gesehen habe1 das hab' ich gesehen1 und das la ich mir nicht ausreden1 und wenn ,sie's gtigst erlauben1 werd' ich's dem ,herrn ,direktor vermelden4 ,zwei ,glas ,bier6 schrie ,wilhelm ,rumpf4 ,und ein ,mann1 der sich solchen ,ausschweifungen berlt1 will uns moralische ,vorlesungen halten 4448 ,wissen ,sie was8 ,besoffen sind ,sie gewesen1 und da haben ,sie in ,ihrem ,taumel eine ,halluzination gehabt4 ,ich bin hier nicht von der ,stelle gewichen und habe gearbeitet1 whrend ,sie den heiligen ,sonntag durch ein ,zechgelage entweihten4 ,ich werde dem ,herrn ,direktor schon das ,ntige zu vermerken wissen1 wenn ,sie mich anschwrzen wollen4 ,soll ich noch dafr aufkommen1 wenn ,sie sich in aller ,frhe einen ,rausch antrinken8 ,pfui1 und abermals pfui6 ,sie wollen ,pedell sein8 ,sie wollen eine ,tochter erziehen8 ,sie sollten sich schmen6 ,ein ,mann von beinahe fnfzig ,jahren und solche ,extravaganzen 4446 ,siehst ,du1 ,onkel1 so hat man nun seine ,not auf der ,welt3 wenn der ,pedell sich bekneipt1 soll der ,sekundaner die ,suppe ausessen6 ,in vollem ,ernste1 ,herr ,quaddler1 begann jetzt der ,onkel1 ich fange an zu glauben1 da ,sie sich in eigentmlicher ,weise getuscht haben4 ,darf ich ,ihnen einen freundschaftlichen ,rat erteilen1 so lassen ,sie die ,sache auf sich beruhen4 ,der ,herr ,direktor gibt etwas auf mein ,urteil1 und ich werde ohne ,bedenken die ,aussagen meines ,neffen besttigen4 ,oder haben ,sie sich vielleicht gar in der ,zelle geirrt8 ,nicht wahr1 daneben sitzt ja noch einer8 ,nein1 nein6 erwiderte ,quaddler1 es war hier diese ,zelle1 und ich will nicht selig werden 444 ,sie sind hartnckig1 sagte der ,onkel2 ,scherz beiseite1 ich werde die nchste ,gelegenheit ergreifen1 mit dem ,herrn ,direktor zu sprechen4 ,da mchte ich ,sie doch ganz ergebenst bitten1 wenn ,sie das tun wollen1 die ,gte zu haben1 es lieber nicht zu tun4 ,eher will ich noch annehmen1 ich htte mich getuscht2 obgleich ich mich ganz gewi1 das heit1 ich will sagen1 bitte1 sprechen ,sie nicht mit dem ,herrn ,direktor6 ,sobald ,sie mich wegen ,ihrer verrckten ,halluzination anzeigen1 sagte ,rumpf pathetisch1 sobald wird mein ,onkel das ,seinige tun1 um ,ihre ,intrigen zu hintertreiben6 ,das versteht sich von selbst6 ,nicht wahr1 ,onkel8 ,der ,onkel nickte4 ,ich sage gar nichts mehr1 erwiderte ,quaddler kleinlaut2 was man heutzutage alles erlebt 4446 ,nichts fr ungut1 ,herr ,rat1 da ich ,sie hierher bemht habe4 ,nehmen ,sie's denn meinetwegen auf ,rechnung meiner ,kollation1 wie der ,herr ,rumpf sagt1 aber ich versichere ,sie1 wie gesagt1 ich sage gar nichts mehr4 ,und hiermit war die ,sache erledigt4 ,den ,rest des ,tages verbrachten wir jeder still in seinen vier ,wnden4 ,wir mochten doch nicht ein zweites ,mal auf ,quaddlers ,halluzinationsfhigkeit spekulieren4 ,der ,besuch im ,karzer4 ,es schlug zwei4 ,der ,direktor des stdtischen ,gymnasiums1 ,dr4 ,samuel ,heinzerling1 wandelte mit der ihm eigenen ,wrde in den ,schulhof und erklomm langsam die ,stiege4 ,auf der ,treppe begegnete ihm der ,pedell1 der eben gelutet hatte und sich nun in seine ,privatgemcher verfgen wollte1 wo es allerlei husliche ,arbeiten zu erledigen gab4 st nchts vorgefallen1 ,quaddler8 fragte der ,direktor1 -- den devoten ,gru des ,vasallen durch ein souvernes ,kopfnicken erwidernd4 ,nein1 ,herr ,direktor4 ,hat der ,herr ,biblothkar noch ncht ber die bewuten ,bnde resolvrt8 ,nein1 ,herr ,direktor4 ,goot1 so ghen ,s noch heute hinber und erkondigen ,s sch1 w sch diese ,angelgenheit verhlt 444 ,noch eins4 ,der ,prmaner ,rompf fehlt seit einigen ,tagen4 ,verfgen ,s sch doch einmal in seine ,wohnung und berzeugen ,s sch1 ob er wrklich krank ist6 ,ich zweifle fast 444 ,entschuldigen ,sie1 ,herr ,direktor1 der ,rumpf ist wieder da2 ich sah ihn vorhin ber den ,hof kommen4 ,non1 om so bsser4 ,der geneigte ,leser verzeihe die eigentmliche ,orthographie1 mit der wir die geflgelten ,worte des ,gymnasialherrschers zu ,papier bringen4 ,herr ,dr4 ,samuel ,heinzerling sprach allerdings nicht ganz so abnorm1 als unsere ,schreibweise vermuten lassen knnte3 allein das deutsche ,lautsystem gibt uns kein ,mittel an die ,hand1 die spezifisch ,heinzerlingsche ,klangfarbe genauer zu versinnlichen4 ,ich1 der bescheidene ,erzhler1 habe selber hundertmal den ,vortrgen des ,herrn ,direktors in stummer ,andacht gelauscht und den ,heinzerlingschen ,vokalismus sozusagen zu meinem ,lieblingsstudium erhoben4 ,solange unser armseliges ,alphabet nicht eigene ,zeichen fr ,zwitterlaute zwischen i und e1 zwischen u und o usw4 besitzt1 so lange wird der ,historiograph1 der sich mit ,herrn ,dr4 ,samuel ,heinzerling beschftigt1 die von uns vorgeschlagene ,rechtschreibung adoptieren mssen4 ,der ,herr ,direktor sagte also3 ,non1 om so bsser6 und schritt ber den langen ,korridor den ,pforten seiner ,prima zu4 ,samuel war heute ungewhnlich frh gekommen4 ,in der ,regel hielt er an der ,theorie des akademischen ,viertels fest4 ,diesmal hatte ihn ein huslicher ,zwist1 ber den wir aus begreiflicher ,delikatesse den ,schleier der ,verschwiegenheit breiten1 schon vor der ,zeit aus dem behaglichen ,sorgenstuhle getrieben1 in welchem er seinen nachmittglichen ,kaffee zu schlrfen pflegte4 ,nur so erklrt es sich1 da die ,primaner noch nicht daran gedacht hatten1 nach ,art der ,gemsen ihre bliche ,wache auszustellen4 ,der ,herr ,direktor vernahm bereits auf dem ,korridor einen ,heidenlrm4 ,vierzig drhnende ,kehlen schrien ,bravo6 und ,dakapo6 ,samuel runzelte die ,stirn4 ,jetzt verstummte das ,chorgebrll1 und eine klare1 schneidige ,stimme begann in komischem ,pathos3 ,non1 wr wollen fr diesmal goot sein lassen4 ,s haben sch wder einmal ncht gehrig vorbereitet1 ,heppenheimer6 ch bn shr onzofrden mt hnen6 ,stzen ,s sch6 ,donnernder ,applaus4 ,der ,direktor stand wie versteinert4 ,bei den ,gttern ,griechenlands1 -- das war er selbst1 wie er leibte und lebte 4446 ,ein wenig karikiert1 -- aber doch so tuschend hnlich1 da nur ein ,kenner den ,unterschied herauszufhlen vermochte6 ,eine solche ,blasphemie war denn doch -- dem ,sprichwort zum ,trotze -- noch nicht dagewesen6 ,ein ,schler erfrechte sich1 ihn1 den souvernen ,beherrscher aller ,gymnasialangelegenheiten1 ihn1 den ,verfasser der ,lateinischen ,grammatik fr den ,schulgebrauch1 mit besonderer ,rcksicht auf die oberen ,klassen1 ihn1 den renommierten ,pdagogen1 sthetiker und ,kantianer1 von der geweihten ,hhe seines eigenen ,katheders aus lcherlich zu machen6 ,proh pudor6 ,honos sit auribus6 ,das war ein ,streich1 wie er nur in der ,seele des ,erzspitzbuben ,wilhelm ,rumpf zur ,reife gelangen konnte6 ,wollen ,s einmal etwas nhmen1 ,mricke1 fuhr die ,stimme des pflichtvergessenen ,schlers fort 444 ,was1 ,s send onwohl8 ,gott1 wenn mer jonge ,leute in hrem ,alter sagen1 s send onwohl1 so macht das einen shr blen ,eindruck4 ,knbel1 schreiben ,s einmal ns ,tagebooch3 ,mricke1 zom berstzen aufgefordert1 war onwohl 444 ,jetzt vermochte der ,direktor seine ,entrstung nicht lnger zu bemeistern4 ,mit einem energischen ,ruck ffnete er die ,tr1 und trat unter die erschrockenen ,zglinge1 wie der ,leu unter die ,gazellenherde4 ,er hatte sich nicht getuscht4 ,es war in der ,tat ,wilhelm ,rumpf1 der grte ,taugenichts der ,klasse1 der sich so frevelhaft an der ,majestt vergangen hatte4 ,erst seit vier ,wochen zhlte dieser ,mensch zu ,samuel ,heinzerlings ,schlern1 und schon gebhrte ihm vor allen ,bengeln1 vom ,primus bis zum ,ultimus1 die ,krone6 ,mit hochgezogenen ,vatermrdern1 auf der ,nase eine groe1 papierene ,brille1 in der ,linken ein ,buch1 in der ,rechten das traditionelle ,bleistiftchen haltend1 -- so stand er auf dem ,katheder und wollte eben eine neue ,gotteslsterung ausstoen1 als der tiefbeleidigte ,direktor auf der ,schwelle erschien4 ,rompf6 sagte ,samuel mit ,fassung1 -- ,rompf6 ,s ghen mer zwei ,tage n den ,karzer4 ,knbel1 schreiben ,s einmal ns ,tagebooch3 ,rompf1 wegen kndischen1 onwrdigen ,benhmens mt zwei ,tagen ,karzer bestraft4 -- ,heppenheimer1 rofen ,s den ,pedellen6 ,aber ,herr ,direktor 4446 stammelte ,rumpf1 indem er die ,papierbrille in die ,tasche steckte und auf seinen ,platz zuschritt4 ,keine ,wderrede6 ,aber ich wollte ja nur 444 ich dachte 444 ,seien ,s stll1 sag' ch hnen6 ,aber erlauben ,sie gtigst 444 ,knbel1 schreiben ,s ein3 ,rompf wgen wdersetzlichen ,betragens mt einem weiteren ,tage ,karzer belgt4 -- ch bn's mde1 mich wig mt hnen heromzoschlagen4 ,schmen sollten ,s sch in den ,grond hrer ,sle hnein6 ,pfoi1 und abermals pfoi6 ,audiatur et altera pars1 ,herr ,direktor4 ,haben ,sie uns diese ,lehre nicht stets ans ,herz gelegt 4448 ,goot6 ,s sollen ncht sagen1 da ch meinen ,prnzpien ontreu wrde4 ,was haben ,s zo hrer ,entscholdigong anzofhren8 ,ich kann nur versichern1 ,herr ,direktor1 da ich durchaus nichts ,unziemliches beabsichtigte4 ,ich gedachte mich lediglich ein wenig in der ,mimik zu ben4 ben ,s hren lateinischen ,stl und hre grchische ,grammatk6 ,das tu' ich1 ,herr ,direktor4 ,aber neben der ,wissenschaft hat doch auch die ,kunst ihre ,berechtigung4 ,das habe ch n in meinem ,lben geleugnet4 ,wollen ,s twa hre ,albernheiten fr ,konst ausgben8 ,jdenfalls st dse ,konst shr brotlos4 ,o1 bitte1 ,herr ,direktor6 ,seien ,s stll4 ,wnn ,s so fortfahren1 so wrden ,s ber korz oder lang ,schffbroch leiden4 ,knipcke1 sehn ,s einmal nach1 wo der ,heppenheimer mit dem ,pedellen bleibt4 ,ach1 fr diesmal1 ,herr ,direktor1 flsterte ,rumpf in schmeichlerischem ,tone1 -- fr diesmal knnten ,sie mir die ,strafe noch erlassen4 ,nchts da6 ,s ghn n den ,karzer4 ,doch wr wollen ons dorch dsen ,zwschenfall n onsrer ,arbeit ncht stren lassen4 ,hutzler1 repetren ,s einmal 444 ,herr ,direktor1 ich war beim ,vorbersetzen nicht zugegen4 ,hier ist mein ,zeugnis4 ,so6 ,s waren wder einmal krank4 ,wssen ,s1 ,hutzler1 ,s snd auch fter krank als gesond 444 ,leider1 ,herr ,direktor4 ,meine schwchliche ,konstitution 444 ,schwchlch8 ,s1 schwchlch8 ,non1 hren ,s einmal1 ,hutzler1 ch wollte1 jder ,mnsch unter der ,sonne wre so schwchlch w ,s6 ,faul snd ,s1 aber ncht schwchlch 444 ,faul8 ,aber ich kann doch nicht whrend eines ,fieberanfalls 444 ch knne das6 ,s wrden wder einmal zo vl ,br getronken haben4 ,repetren ,s einmal1 ,gildemeister4 ,fehlt6 riefen sechs ,stimmen zugleich4 ,samuel schttelte mimutig das ,haupt4 ,wei keiner1 warom der ,gildemeister fehlt8 ,er hat ,katarrh6 antwortete einer der sechse4 ,katarrh6 ,w ch so alt war1 hatte ch nmals ,katarrh4 ,aber wo bleibt denn der ,knipcke und der ,heppenheimer8 ,schwarz1 gehn ,s einmal hinaus1 kommen ,s aber gleich wder6 ,schwarz ging1 und kam nach zehn ,minuten mit dem ,pedell und den beiden ,kommilitonen zurck4 ,herr ,quaddler war mit ,tapezieren beschftigt1 sagte ,heppenheimer in achtungsvollem ,tone2 er mute sich erst ein wenig umkleiden4 ,so6 und dazo brauchen ,s eine halbe ,stonde8 ,quaddler1 ch fnde1 ,s wrden nachlssig m ,dnste6 ,sie entschuldigen ganz gehorsamst1 ,herr ,direktor1 aber die ,herren sind erst vor zwei ,minuten an meine ,tr gekommen4 ,oh6 riefen die drei ,primaner wie aus einem ,munde4 ,non1 ch wll das ncht weiter ontersochen6 ,hr1 nhmen ,s einmal da den ,rompf ond fhren ,s hn auf den ,karzer4 ,rompf1 ,s wrden sch anstndig betragen und ncht alle ,augenblcke nach dem ,pedellen rofen1 w das vor acht ,tagen geschehn ist4 ,quaddler1 ,s lassen sch durch nchts bestmmen1 den ,rompf auf den ,vorflur zo lassen6 ,wenn hm wder schlcht wrd1 so mag er das ,fnster ffnen4 ,am bsten st's1 ,s stzen hm alles ,ntige hnein in die ,zlle1 und lassen die ,tre ein fr allemal verschlossen4 ,freitag abend kmmt er wder herunter4 ,schn1 ,herr ,direktor4 ,das ssen knnen ,s sch dorch einen hrer ,freunde besorgen lassen4 ,verstanden8 ,rumpf nickte4 ,so6 und non fort mt hnen6 ,es ist also wirklich ,ihr ,ernst1 ,herr ,direktor1 mich fr eine knstlerische ,leistung 444 ,samuel ,heinzerling lachte mit mnnlich-pdagogischer ,wrde4 ,s snd ein drolliger ,kauz1 trotz aller hrer ,ongezogenheiten4 ,aber helfen kann ch hnen ncht4 ,solange ,s mr ncht dartun1 was hre angbliche knstlerische ,leistung notzt und frommt1 -- ganz abgesehen von hrer onziemlichen ,tendenz1 -- so lange wrden ,s sch ins ,onabnderliche fgen mssen4 ,machen ,s jetzt1 da ,s hnauf kommen6 ,wilhelm ,rumpf bi die ,lippen aufeinander1 machte kehrt und verschwand mit ,quaddler in der ,dmmerung des ,korridors4 ,was haben ,sie eigentlich verbrochen1 ,herr ,rumpf8 fragte der ,pedell1 als sie die ,treppe hinanschritten4 ,nichts4 ,aber verzeihen ,sie gtigst1 ,sie mssen doch was gemacht haben8 ,ich habe nur das getan1 was der ,direktor bestndig tut4 ,woso8 ,nun1 geben ,sie einmal wohl acht3 ,shen ,s1 mein lber ,quaddler1 der ,rompf ist ein ,taugenchts und verdnt eine exemplarische ,zchtigong4 ,herr ,gott meines ,lebens6 stammelte der ,pedell1 beide ,hnde ber dem ,kopf zusammenschlagend4 ,nein1 wer mir gesagt htte1 da so etwas mglich sei 444 ,aber das ist ja ordentlich graulich1 ,herr ,rumpf6 ,wei der ewige ,himmel1 wenn ich ,sie nicht mit meinen eigenen ,augen vor mir she1 ich wrde schwren1 des gestrengen ,herrn ,direktors persnliche ,stimme gehrt zu haben6 ,tausend noch 'mal1 das mu ich sagen6 ,sie knnen's noch weit bringen in der ,welt6 ,wissen ,sie1 da war ich einmal drben bei ,lotz in der ,bierstube1 da war auch so ein ,zauberknstler1 der machte ,ihnen alles nach1 was ,sie wollten1 ,vogelgezwitscher und ,pferdewiehern1 ,hundegebell und ,hochzeitspredigten4 ,aber so wie ,sie hat er mich doch nicht aus ,rand und ,band gebracht6 ,glaub's1 glaub's1 lber ,quaddler6 versetzte ,rumpf1 immer noch den ,direktor imitierend4 ,und das haben ,sie in seiner ,gegenwart aufgefhrt8 ,nein1 hren ,sie einmal1 nichts fr ungut ,herr ,rumpf1 aber alles am rechten ,ort4 ,so was geziemt sich nicht1 und der ,herr ,direktor haben alle ,ursache1 im hchsten ,grade ungehalten zu sein4 ,meinen ,s8 ,ich mu ,sie recht schn bitten1 ,ihr ,spiel jetzt sein zu lassen4 ,es vertrgt sich nicht mit dem ,ernst meines ,amtes4 ,wollen ,sie geflligst hier hereinspazieren6 ,mt ,vergngen 4446 ,herr ,rumpf1 ich werde dem ,herrn ,direktor sagen1 ,sie htten noch nicht genug an der ,ihnen diktierten ,strafe 444 ,was ght ,s meine ,strafe an1 ,s alter1 nrrischer ,quaddler6 ,was mich ,ihre ,strafe angeht8 ,nichts6 ,aber es geht mich viel1 sehr viel an1 ob ,sie fortfahren1 den ,herrn ,direktor in respektwidriger ,weise zu verspotten4 ,ich kann machen1 was ch will4 ,das knnen ,sie nicht4 ,doch1 ,quaddler4 ch kann sprechen1 w mr's pat1 und wm's ncht gefllt1 der drckt sch oder hlt sch die ,ohren zo4 ,nun1 warten ,sie6 ,worauf8 ,ich werde dem ,herrn ,direktor ,bericht erstatten4 ,sagen ,sie einen schnen ,gru von mir4 ,sie werden sich wundern4 ,quaddler drehte den ,schssel um und tappte langsam die ,treppe hinunter4 ,im ,saale der ,prima ward inzwischen eifrig ,sophokles interpretiert4 ,heppenheimer verdeutschte gerade zum grten ,jubel der bermtigen ,sippe das ,wehgeschrei des unglcklichen ,philoktetes3 ,ai1 ai1 ai1 ai 444 ,der ,direktor ,samuel ,heinzerling fiel ihm in die ,rede4 ,sagen ,s ,au1 au1 au1 au4 ,das ,ai als ,interjektion des ,schmerzes st sprachwdrig4 ,ich dachte1 ,au sei blo bei krperlichen ,schmerzen gebruchlich1 bemerkte ,heppenheimer4 ,non1 dnken ,s vlleicht1 ,philoktet habe blo geistig geltten8 ,s scheinen mer den ,gang der ,tragdie ohne sonderliche ,aufmerksamkeit verfolgt zu haben4 ,herr ,direktor1 es klopft6 sagte ,knebel4 ,shn ,s einmal nach1 ,knipcke6 ,knipcke eilte1 zu ffnen4 ,was8 ,s1 ,quaddler8 ,warom stren ,s ons schon wder8 ,fassen ,s sch korz6 ,ich wollte mir gtigst erlauben1 ergebenst zu vermerken1 der ,primaner ,rumpf spricht noch immer so1 wie von wegen weshalb ,sie ihn bestraft haben4 ,was8 ,er stzt die ,komdie fort8 ,non1 ch wrde die erforderlichen ,maregeln zu ergreifen wssen6 ,knbel1 schreiben ,s einmal ein1 -- oder nein1 lassen ,s's lber6 ,es st goot1 ,quaddler4 ,heppenheimer1 fahren ,s fort4 ,also3 ,au1 au1 au1 au1 ncht3 ,ai1 ai1 ai1 ai4 ,das ,folgende knnen ,s etwa mt3 ,ach1 ihr wigen ,gtter6 oder mt ,allmchtiger ,hmmel6 wdergeben6 ,heppenheimer erledigte sein ,pensum zu des ,direktors leidlicher ,zofrdenheit4 ,nach ihm bersetzte ,schwarz ongengend4 ,dann erscholl ,quaddlers ,klingel4 ,der ,verfasser der lateinischen ,grammatik fr den ,schulgebrauch erklrte den ,unterricht fr geschlossen4 ,in der ,tr erschien ,doktor ,klufenbrecher1 der ,mathematiklehrer1 der die ,prima von drei bis vier ber die ,geheimnisse der analytischen ,geometrie zu unterhalten hatte4 ,samuel ,heinzerling reichte dem geschtzten ,herrn ,kollegen herablassend1 aber nicht ohne ein gewisses humanes ,wohlwollen1 die grbchenreiche ,rechte und verfgte sich dann nach dem ,direktorialzimmer1 wo er sich nachdenklich auf seinem ,amts- und ,dienstsessel niederlie4 ,quaddler ging inzwischen ans ,werk1 die freie ,stunde gehrig auszunutzen4 ,rstig stlpte er den ,pinsel in den ,kleistertopf und bestrich eine ,tapetenbreite nach der anderen mit duftender ,klebematerie4 ,wilhelm ,rumpf aber sa ghnend auf der ,pritsche und versicherte im ,selbstgesprch1 er sei das ,gymnasium mit seinen unmotivierten ,freiheitsbeschrnkungen bis ber die ,ohren mde4 ,herr ,samuel ,heinzerling kraute sich jetzt in den ,locken1 rckte die groe ,brille mit den runden ,glsern zurecht und schttelte zwei-1 drei-1 viermal das pdagogische ,haupt4 ,ein mserabler ,jonge1 dieser ,rompf6 murmelte er vor sich hin 444 ,aber ch glaube fast1 auf dem ,weg der ,gte st mhr bei ihm auszurichten1 als mit ,gewalt und ,strenge4 ch wll hm einmal rnst-nachdrocksamst ins ,gewssen rden6 ,schade ohm hn6 ,er gehrt zo meinen begabtesten ,schlern6 ,er klingelte4 ,nach drei ,minuten erschien ,anny1 ,quaddlers sechzehnjhrige ,tochter4 ,sie war augenscheinlich im ,begriff1 einen ,ausgang zu machen2 dafr sprach das kokette ,federhtchen1 das sich anmutig auf ihren dunklen ,locken wiegte1 und das bunte ,schaltuch1 das ihre vollen ,schultern umfing4 ,sie befehlen1 ,herr ,direktor8 fragte sie mit einer grazisen ,verbeugung4 ,wo ist ,ihr ,vater8 flsterte ,samuel mit einer fr seine ,verhltnisse auerordentlich reinen ,aussprache des i4 ,er kleistert4 ,haben ,sie etwas zu besorgen1 ,herr ,direktor8 ,so1 er kleistert4 ,na1 dann wll ch hn ncht stren in seiner ,kleisterei4 ,es st nchts ,besonderes1 ,anny4 ,der ,karzerschlssel stckt ja8 ,ich werde einmal gleich fragen1 ,herr ,direktor4 ,wie ein ,reh eilte das ,mdchen die ,treppe hinunter4 ,nach wenigen ,sekunden war sie wieder zur ,stelle4 ,jawohl1 ,herr ,direktor1 die ,schlssel stecken1 sowohl der zum ,vorflur1 wie der zur ,zelle4 ,befehlen ,sie sonst etwas8 ,nein1 ch danke4 ,anny verabschiedete sich4 ,lchelnd blickte ,samuel ihr nach4 ,ein reizendes ,knd6 murmelte er vor sich hin4 ,ich gbe vl darom1 wenn meine ,winfriede nur halb so vl savoir vvre bese -- von ,ismenen ganz zo geschweigen4 ,dser ,quaddler st ein paganus1 ein homo incultus1 und dessenohngeachtet verstht er es1 eine ,charitin gro zo zhen1 whrend ch1 der feingebldete ,kenner des klassischen ,altertoms1 ch1 der homo1 coi nl homani alienom st1 ncht mstande bn1 eine meines ,bldongsgrades wrdige ,nachkommenschaft zo erzielen4 ,er strich sich einigemal ber das glattrasierte ,kinn1 nahm dann seinen ,hut vom ,tisch und klomm die ,stiege zum ,karzer hinan4 ,wilhelm ,rumpf war hchlich berrascht1 als sich schon nach so kurzer ,gefangenschaft die ,tr in den ,angeln drehte4 ,sein ,staunen erreichte jedoch den ,zenitpunkt1 als er in dem unerwarteten ,besucher den ,direktor ,samuel ,heinzerling erkannte4 ,non1 ,rompf8 sagte der ehrenfeste ,pdagoge4 ,was wnschen ,sie1 ,herr ,direktor8 entgegnete der ,schler im ,tone einer resoluten ,verstocktheit4 ch wollte mch einmal erkondigen1 ob ,s in sch ghn und einshn1 da solche ,puerilitten der ,aufgabe des ,gymnasiums und dem in dsen ,mauern herrschenden ,geiste vollstndig zowder laufen 444 ,ich bin mir nicht bewut 444 ,was1 ,rompf8 ,s wollen sch noch auf die ,hnterbeine stellen8 ,shn ,s einmal1 was wrden ,s wohl sagen1 wenn ,s an meiner ,stelle wren8 ,wrden ,s ncht dsen onartigen1 bermtigen ,wlhelm ,rompf aus ,gamsweiler noch ganz anders bei den ,ohren nhmen8 ,h8 ,herr ,direktor 444 ,das snd doch ,kndereien1 w man s einem anstndigen jongen ,mann aus gooter ,famlie ncht zotraut6 ,wssen ,s was8 ,beim nchsten dommen ,streich wrde ch ,s relegren6 ,relegieren 4448 ,ja1 ,rompf6 ,relegren6 ,drom ghn ,s n sch und lassen ,s d ,ongezogenheiten1 die hnen wahrhaftig keine ,ehre machen 444 ch wderhole hnen3 stzen ,s sch einmal an meine ,stelle6 444 ,wilhelm ,rumpf lie das ,haupt nachdenklich auf die ,brust sinken4 ,er fhlte1 da die angedrohte ,relegation nur noch eine ,frage der ,zeit sei4 ,mit einemmal zuckte ein diabolischer ,gedanke durch sein ,gehirn4 ,wenn ich denn einmal fortgejagt werden soll1 sprach er zu sich selbst1 so mag es denn auch mit ,eklat geschehen6 ,er lchelte1 wie der verbrecherische ,held eines ,sensationsromanes nach gelungener ,missetat zu lcheln pflegt1 und sagte im ,tone einer beginnenden ,zerknirschung3 ,sie meinen1 ,herr ,direktor1 ich solle mich an ,ihre ,stelle versetzen 4448 ,ja1 ,rompf1 das meine ch4 ,gut1 wenn ,sie's denn nicht anders haben wollen1 so wnsche ich viel ,vergngen6 ,und damit sprang er zur ,tr hinaus1 drehte den ,schlssel um und berlie den armen ,direktor seinem unverhofften ,schicksale4 ,rompf6 ,was fllt hnen ein6 ch relegre ,s noch heute6 ,wollen ,s augenblcklch ffnen6 ,augenblcklch1 sage ch6 ch gbe hnen hrmt zwei ,stonden ,karzer1 antwortete ,rumpf mit ,wrde4 ,s haben slbst gesagt1 ch solle mch an hre ,stelle verstzen4 ,rompf6 ,es geschht ein ,onglck6 ,ein ,onglck1 sage ch6 ffnen ,s6 ch befhle es hnen6 ,s haben nchts mhr zo befhlen6 ch bn ggenwrtg dr ,drektor6 ,s snd der ,prmaner ,rompf6 ,seien ,s stll6 ch dolde keine ,wderrde6 ,lber ,rompf6 ch wll's hnen fr dsmal noch verzeihen4 ,bitte1 machen ,s hbsch auf4 ,s sollen mt einer gelinden ,strafe dorchkommen4 ,s sollen ncht relegrt werden4 ,ich verspreche es hnen6 ,hren ,s8 ,der lbe ,rompf hrte nicht4 ,er hatte sich leise ber den ,vorflur geschlichen und eilte jetzt die ,treppe hinab1 um siegreich zu entweichen4 ,als er an der ,tr des ,pedells vorber kam1 packte ihn eine prickelnde ,idee4 ,er legte das ,auge ans ,schlsselloch4 ,quaddler stand just auf der ,leiter1 den ,rcken nach der ,pforte gekehrt1 und mhte sich1 einen schwer bekleisterten ,tapetenstreifen an die ,wand zu kleben4 ,wilhelm ,rumpf klinkte ein wenig auf und rief mit dem schnsten ,heinzerlingschen ,akzent1 der ihm zu ,gebote stand1 ins ,zimmer3 ch gehe jetzt1 ,quaddler4 ,beobachten ,s mr den ,rompf4 ,der ,mnsch betrgt sch w onsnng4 ,er erfrcht sch noch mmer1 seine mprtnenten ,splereien zu treiben4 ,bleiben ,s jetzt nor rohig auf hrer ,leiter4 ch wollte hnen nor noch sagen1 da ,s hm onter keiner ,bedngong ffnen6 ,der ,borsche wre mstande1 ,s ber den ,haufen zo rnnen und -- mr nchts1 dr nchts -- dorchzogehn6 ,hren ,s1 ,quaddler8 ,wie ,sie befehlen1 ,herr ,direktor4 ,entschuldigen ,sie nur gtigst1 da ich hier oben 444 ,s sollen rohig bleiben1 wo ,s snd1 ond hre ,kleisterei erst fertig machen4 ,adi6 ,ganz gehorsamster ,diener1 ,herr ,direktor4 ,wilhelm ,rumpf stieg nunmehr die ,treppe wieder hinan und betrat die ,regionen des ,karzers4 ,samuel ,heinzerling tobte frchterlich4 ,jetzt schien er auch die ,klingel zu entdecken1 denn in demselben ,augenblicke1 da ,rumpf sich hinter einen gewaltigen ,kleiderschrank der ,pedellfamilie barg1 erscholl ein wtendes ,gelute1 gell und schrill1 wie das ,kreischen emprter ,wald- und ,wasserteufel4 ,zo ,hlfe6 sthnte der ,schulmann1 -- zo ,hlfe6 ,quaddler1 ch brnge ,s von ,amt ond ,brot1 wnn ,s ncht augenblcklch herauf kommen6 ,zo ,hlfe6 ,foier6 ,foier6 ,mord6 ,gewalttat6 ,zo ,hlfe6 ,der ,pedell1 durch das unausgesetzte ,geklingel an seinen ,beruf gemahnt1 verlie seine ,privatbeschftigung und erschien auf dem ,vorflur des ,gefngnisses4 ,der heimtckische ,primaner schmiegte sich fester in sein ,versteck4 ,samuel ,heinzerling hatte sich erschpft auf die ,pritsche gesetzt4 ,sein ,busen keuchte2 seine ,nasenflgel arbeiteten im ,tempo eines rstigen ,blasebalgs4 ,herr ,rumpf1 sagte ,quaddler1 indem er wie warnend wider die ,tr der ,zelle pochte1 es wird alles notiert6 ,gott sei ,dank1 ,quaddler1 da ,s da snd6 ffnen ,s mr6 ,dser mserable ,krl sperrt mch hr ein 444 ,es st hmmelschreiend6 ,ich sage ,ihnen1 ,herr ,rumpf1 die ,spe werden ,ihnen schlecht bekommen6 ,und da ,sie den ,herrn ,direktor einen miserablen ,kerl nennen1 das werd' ich mir besonders vermerken6 ,aber ,quaddler1 snd ,s denn verrckt8 eiferte ,samuel im ,tone der hchsten ,entrstung4 ,zom ,henker1 ch sage hnen ja1 da der ,rompf1 der elende ,geslle1 mch hr eingesprrt hat1 als ch hn besochen und hm ns ,gewssen rden wollte6 ,machen ,s jtzt keine ,omstnde4 ffnen ,s6 ,sie mssen mich fr sehr dumm halten1 ,herr ,rumpf4 ,der ,herr ,direktor hat eben noch mit mir gesprochen und mir strengstens anbefohlen1 ,sie unter keiner ,bedingung heraus zu lassen4 ,und nun betragen ,sie sich anstndig und lassen ,sie das ,klingeln1 sonst hng' ich die ,schelle ab4 ,quaddler1 ch brnge ,s ns ,zochthaus wgen wderrechtlicher ,freiheitsberaubung4 ,hren ,sie einmal1 wissen ,sie1 wenn ich mir eine ,bemerkung erlauben darf1 so ist das ewige ,nachahmen des ,herrn ,direktors recht kindisch1 nehmen ,sie mir's nicht bel4 ,es ist wahr1 der ,herr ,direktor sprechen ein wenig durch die ,nase1 aber so ein dummes ,geklne1 wie ,sie's da zusammenquatschen1 so machen's der ,herr ,direktor noch lange nicht4 ,und nun sag' ich ,ihnen zum letztenmal1 verhalten ,sie sich ruhig1 und benehmen ,sie sich1 wie es sich geziemt 444 ,aber ch wderhole hnen auf hre ond ,slgkeit1 der schndlche1 ndertrchtge ,borsche hat den ,schlssel hnter mr heromgedreht1 he ch noch wote1 was er vor hatte6 ,quaddler6 ,mnsch6 sel6 ,s mssen mch doch erknnen6 ,tun ,s doch hre ,ohren auf6 ,was8 ,esel nennen ,sie mich8 ,mensch nennen ,sie mich8 ,ei1 wissen ,sie was1 da fragt sich's doch noch sehr1 wer von uns beiden der grte ,mensch und der grte ,esel ist4 ,so was lebt nicht4 ,nennt so ein grner ,junge einen alten1 ehrlichen ,mann einen ,esel6 ,selbst ,esel6 444 ,verstehen ,sie mich8 ,aber warten ,sie nur6 ,ein sel snd ,s ond ein ,ochse dazo6 sthnte ,heinzerling verzweifelnd4 ,s wollen also ncht ffnen8 ,ich denke nicht daran4 ,goot6 ,sehr goot6 chzte der ,schulmann mit verlschender ,stimme4 ,sehr goot6 ch bleibe also m ,karzer6 ,hren ,s1 ,quaddler8 ch bleibe m ,karzer6 ,es soll mich freuen1 wenn ,sie zur ,vernunft kommen4 ,aber nun lassen ,sie mich ungeschoren4 ,ich habe mehr zu tun1 als ,ihre ,possen mit anzuhren6 ,quaddler6 rief ,samuel wieder heftiger4 ch sitze rohig ,stonde fr ,stonde ab6 ,versthen ,s8 ,stonde fr ,stonde6 ,w ein ongezogener ,jonge erdolde ch dse emprende ,schmach6 ,hren ,s1 ,quaddler8 ,ich gehe jetzt4 ,arbeiten ,sie was4 ,heiliger ,hmmel1 mr schwndelt der ,verstand6 ,bn ch denn wrklich toll geworden6 ,mnsch1 so gocken ,s doch wngstens einmal dorchs ,schlsselloch6 ,dann wrden ,s ja sehen 444 ,jawohl1 damit ,sie mir in die ,augen blasen1 wie neulich6 ,das fehlte mir noch6 444 ,non denn1 so gehn ,s zom ,teufel4 ,mt der ,dommheit kmpfen ,gtter slbst vergbens6 ,aber komm' ch hnen heraus6 komm ch hnen heraus6 ch gb's hnen schriftlich3 ,s snd zom lngsten ,pdll gewsen6 ,quaddler tappte rgerlich die ,stiege hinunter4 ,dieser ,rumpf war wirklich ein ,ausbund von ,impertinenz6 ,esel hatte er ihn genannt3 ,donner und ,doria6 ,seit ,frau ,kathinka ,quaddler das ,zeitliche gesegnet1 war dergleichen nicht vorgekommen 4446 ,ja1 ja1 die ,herren ,primaner6 ,samuel ,heinzerling ma inzwischen mit groen ,schritten die ,zelle4 ,seine ganze ,erscheinung gemahnte an den afrikanischen ,lwen1 den menschliche ,gewinnsucht in den ,kfig gebannt1 ohne die stolze1 urwchsige ,kraft seiner edlen ,natur brechen zu knnen4 ,die ,hnde auf dem ,rcken1 das ,haupt mit der grauen ,mhne wehmtig auf die rechte ,schulter geneigt1 die ,lippen fest aufeinander gepret1 -- so wandelte er auf und nieder1 auf und nieder1 -- die dstersten1 menschenfeindlichsten ,gedanken im ,gemte wlzend4 ,pltzlich spielte ein breites ,vollmondslcheln ber seine ,zge4 ,es st ond bleibt doch komsch6 murmelte er vor sich hin4 ,wahrhaftig6 ,wenn ch ncht so onmttelbar bei der ,geschchte beteiligt wre1 ch knnte s amsant fnden 444 ,er blieb stehen 444 ,gereicht mr dse berlistung eigentlich zur ,schande8 ,prfe dch1 ,samoel6 ,hat ncht ein bekannter ,kng dem ,diebe1 der ihm eine ,uhr stehlen wollte1 eigenhndig die ,leiter gehalten8 st ncht selbst ,frst ,bsmarck von boshafter ,hand rnkevollerweise eingergelt worden8 ,hondert andrer ,flle ncht zo gednken6 ,ond doch beggnet die ,wltgeschchte besagtem ,knig mt ,hochachtong4 ,ond doch gilt ,frst ,bsmarck nach w vor fr den bedeutendsten ,dplomaten ,europas6 ,nein1 nein1 ,samoel6 ,deine ,wrde als ,scholmann1 als ,brger1 als gebldeter ,denker leidet ncht m gerngsten onter dser peinlichen ,stoation6 ,berohge ,dch1 ,samoel 444 ,er setzte seine ,promenade in befriedigter ,stimmung fort4 ,bald aber unterbrach er sich von neuem4 ,aber meine ,prmaner6 stammelte er erbleichend4 ,wenn meine ,prmaner erfahren1 da ch auf dem ,karzer gesssen habe6 ,onertrglcher ,gedanke6 ,meine ,autortt wre ein fr allemal dahn6 ,ond s wrden es erfahren6 ,s mssen es erfahren6 ch bn ein fr allemal dskredtrt6 ,o hr ,gtter1 warom habt hr mr das getan6 ,herr ,direktor1 flsterte jetzt eine wohlbekannte ,stimme an der ,zellentr 444 ,sie sind noch lange nicht diskreditiert6 ,ihre ,autoritt steht noch in vollem ,flore 444 ,rompf6 stammelte ,samuel4 -- ,schndlicher1 gottvergener ,mnsch6 ffnen ,s6 ,augenblcklich6 ,betrachten ,s sch als moralsch geohrfeigt6 ,shen ,s sch fr dreifach relegrt an6 ,herr ,direktor1 ich komme1 um ,sie zu retten6 ,beleidigen ,sie mich nicht6 ,zo rtten8 ,welche ,onverschmtheit6 ,aufmachen sollen ,s1 oder 444 ,wollen ,sie mich ruhig anhren1 ,herr ,direktor8 ,ich versichere ,sie1 alles wird sich ausgleichen4 ,samuel berlegte4 ,goot1 sagte er endlich4 ch wll mch herablassen 444 ,rden ,s 444 ,sehen ,sie1 ich wollte ,ihnen nur zeigen1 da meine ,kunst doch nicht so ganz ohne praktische ,bedeutung ist 444 ,verzeihen ,sie1 wenn ich dabei scheinbar die vorzgliche ,hochachtung und ,verehrung verletzen mute1 die ich ,ihnen aus vollstem ,herzen zu zollen mir freudig bewut bin4 ,s snd ein ,schelm1 ,rompf6 ,herr ,direktor 444 ,wie wr's1 wenn ,sie mir die ,karzerstrafe erlieen1 die ,drohung betreffs der ,relegation zurcknhmen und mir erlaubten1 ber alles ,vorgefallene das strengste ,stillschweigen zu beobachten 4448 ,das ght ncht6 444 hre ,strafe mssen ,s absitzen 444 ,so8 ,na1 dann leben ,sie wohl1 ,herr ,direktor4 ,klingeln ,sie nicht zu viel6 ,rompf6 ,hren ,s doch6 ch wll hnen was sagen 444 ,rompf6 ,bitte 4446 ,s snd in vlen ,bezhungen ein ongewhnlcher ,mnsch1 ,rompf 444 ond da wll ch einmal eine ,ausnahme machen 444 ffnen ,s nor6 ,erlassen ,sie mir die ,karzerstrafe8 ,ja4 ,werden ,sie mich relegieren8 ,nein1 n ,teufels ,namen4 ,geben ,sie mir ,ihr vterliches ,wort1 ,herr ,direktor6 ,rompf1 was ontersthn ,s sch 444 ,ihr vterliches ,wort1 ,herr ,direktor6 ,goot6 ,s haben's6 ,jupiter ,ultor ist ,zeuge4 ,was8 ,ich rufe die ,gtter zu ,zeugen an4 ,machen ,s auf6 ,gleich1 ,herr ,direktor4 ,sie tragen mir's aber auch ganz gewi nicht nach8 ,nein1 nein1 nein6 ,wrden ,s mch non bald heraus lassen8 ,sie erteilen mir volle ,absolution8 ,ja1 onter der ,bedngung1 da ,s nmandem erzhlen1 w schwr ,s sch vergangen haben4 ,ich habe hnen ja gesagt1 ch halte ,s fr einen ongewhnlchen ,mnschen1 ,rompf 444 ,ich danke ,ihnen fr die gute ,meinung4 ,mein ,ehrenwort3 so lange ,sie ,direktor des stdtischen ,gymnasiums und ,ordinarius der ,prima sein werden1 soll keine verrterische ,silbe ber meine ,lippen gleiten6 ,und damit drehte er den ,schlssel um und ffnete 444 ,wie der ,uhlandsche ,knig aus dem ,turme1 so stieg ,samuel ,heinzerling an die freie ,himmelsluft4 ,tief holte er ,atem4 ,dann strich er sich mit der ,rechten ber die ,stirn1 als ob er sich besinne 444 ,rompf1 sagte er1 ch verstehe ,spa 444 ,aber 444 ncht wahr1 ,s tun mer den ,gefallen1 mch ncht wder mimisch zo kopren8 ,s 444 ,s machen d ,geschchte zo hnlch6 ,ihr ,wunsch ist mir ,befehl6 ,goot66 ,ond non machen ,s1 da ,s hnonter kommen4 ,es st noch ncht drei ,vrtel4 ,s knnen noch am ,onterrcht teilnehmen6 ,aber wrde man nicht stutzen1 ,herr ,direktor8 ,jedermann wei1 da ,sie mir drei ,tage ,karzer diktiert haben 4446 ,goot6 ch ghe mt hnen4 ,so eilten sie selbander die ,treppe hinab4 ,quaddler6 rief der ,direktor ins ,erdgescho4 ,der ,pedell erschien an der untersten ,windung und fragte dienstbeflissen1 was der ,gebieter zu verlangen geruhe4 ch habe dem ,rompf aus verschdnen ,grnden d drei ,tage geschenkt1 sagte ,samuel4 ,ah 4446 ,drum sind der ,herr ,direktor noch einmal zurckgekommen 444 ,hm 444 ,ja1 aber was ich sagen wollte1 der ,herr ,rumpf war gar nicht ruhig in seiner ,zelle4 ,nichts fr ungut1 ,herr ,direktor1 aber er hat geschimpft wie ein ,rohrspatz 444 ,lassen ,s's goot sein1 ,quaddler4 ch wll dsmal aus ganz besonderen ,motven ,gnade fr ,recht ergehen lassen4 ,s knnen den ,karzerschlssel abzhen6 ,quaddler schttelte befremdet das ,haupt4 ,so6 sagte ,samuel4 ,ond non kommen ,s mt nach der ,prma1 ,rompf6 ,sie wandelten ber den ,korridor dem ,schulsaale zu4 ,der ,direktor klopfte4 ,entscholdigen ,s1 ,herr ,kollege1 flsterte er eintretend im weichsten ,moll1 dessen sein wrdevolles ,organ fhig war 444 ch brnge da den ,rompf wder4 ,knebel6 444 ,s erlauben doch1 lber ,herr ,klufenbrecher 4448 ,knebel6 ,schreiben ,s ns ,tagebooch3 ,man sah sch bewogen1 dem ,rompf n ,anbetracht seines aufrchtg reugen ,benhmens d n der vorgen ,stonde dktrte ,karzerstrafe zo erlassen4 444 ,so6 ,ond non wll ch ncht weiter stren1 verehrter ,herr ,kollege 444 ,haben ,s's1 ,knebel8 444 dktrte ,karzerstrafe zo erlassen 444 ,wollen ,sie nicht ,platz nehmen1 ,herr ,direktor8 fragte der hfliche ,mathematiker4 ch danke verbndlichst1 ch habe fr heute genog gesssen 444 ,rompf1 ch erwarte1 da ,s das ,gelbnis der ,bsserung in jder ,hnscht erfllen4 ,adieu1 ,herr ,kollege4 ,sprach's und verschwand in den labyrinthischen ,gngen des ,schulgebudes4 -- -- 99 99 99 99 99 -- -- ,wilhelm ,rumpf hielt sein ,versprechen aufs gewissenhafteste4 ,er kopierte von jetzt ab nur noch die brigen ,lehrer3 ,samuel ,heinzerlings geweihte ,persnlichkeit war ihm heilig und unverletzlich4 ,auch bewahrte er das unverbrchlichste ,stillschweigen1 bis der ,direktor im ,herbste desselbigen ,jahres auf wiederholtes ,ansuchen in den ,ruhestand versetzt wurde4 ,erst dann erfuhr die jauchzende ,prima den ,hergang jener unerwarteten ,vershnung4 ,rumpfs aufrchtge ,reue war fr die lachlustige ,bevlkerung des ,stdtchens eine ,quelle unendlicher ,heiterkeit4 ,unter denen1 die sich am meisten ber die ,farce amsierten1 befand sich der joviale ,direktor ,samuel ,heinzerling1 der treffliche ,autor der lateinischen ,schulgrammatik4 ,mge es ihm vergnnt sein1 noch recht oft beim schumenden ,glase zu erzhlen1 wie er den gottlosen ,schelm ,wlhlm ,rompf auf dem ,karzer besuchte 444 ,rompf seinerseits wird jenes schne ,rencontre im ,gebiete ,quaddlers nie vergessen1 und sollte er so alt werden wie ,grillparzer4 ,samuel ,heinzerlings ,tagebuch4 ,die sympathische ,teilnahme1 die sich mein unvergelicher ,lehrer ,dr4 ,samuel ,heinzerling im deutschen ,vaterlande zu erwerben wute1 hat mich veranlat1 die ,papiere meiner ,schuljahre aufs neue zu durchblttern und nach ,zgen zu forschen1 die das erhabene ,bild des trefflichen ,schulmannes vervollstndigen und vertiefen knnten4 ,werden doch neuerdings ,charaktere1 die sich nicht annhernd der ,popularitt ,samuel ,heinzerlings rhmen knnen1 -- most popular nannte ihn erst krzlich die ,londoner ,public ,opinion1 -- werden doch literarische ,gren1 um die sich keine ,seele mehr kmmert1 in ausfhrlichen ,biographien errtert und bis auf die ,eigentmlichkeiten ihrer ,fleischerrechnungen und ,einladungskarten seziert3 weshalb sollte nicht ein ,mann von der ,bedeutung ,samuel ,heinzerlings die gleiche ,piett von seinem ,geschichtschreiber beanspruchen drfen8 ,es fllt mir da ein ,heft in die ,hnde1 auf dessen ,titelseite in groen ,lettern die ,worte prangen3 ,geographie4 ,nachgeschrieben in den ,lehrstunden des ,herrn ,direktor ,samuel ,heinzerling4 ,dienstags und ,donnerstags von zwei bis drei4 ,sommersemester4 ,was ich dem ,leser im nachstehenden mitzuteilen gedenke1 ist seinem wesentlichen ,inhalte nach diesem ,hefte entlehnt4 ,nur hin und wieder hat die ,erinnerung einige ,linien ergnzt4 ,es war gegen ,ende ,mai4 ,samuel ,heinzerling hatte uns eine ,schilderung der politischen und sozialen ,verhltnisse von ,paris geliefert4 ,der eigentliche ,geographie-,unterricht wurde bereits in den unteren ,klassen erledigt3 in ,prima gab man unseren ,kenntnissen nur die letzte ,retouche4 ,samuel ,heinzerling legte daher einen besonderen ,wert auf das ,kolorit4 ,er wnschte1 uns das grostdtische ,leben und ,treiben1 die tausendfltig sich kreuzenden ,tendenzen einer rastlos jagenden ,bevlkerung1 die ,schwierigkeiten und ,wirrnisse eines so ungeheuren ,gemeinwesens und ganz besonders den ,kontrast zwischen der ruhigen ,beschaulichkeit einer deutschen ,kleinstadt und dem fiebernden ,chaos der modernen ,babel plastsch vor d ,sle zo fhren4 ,beim ,beginn der ,lehrstunde1 von der ich berichten will1 trat er mit wrdevoller ,langsamkeit in das ,schulzimmer1 -- noch wrdevoller und langsamer als gewhnlich4 ,auf dem ,katheder angelangt1 zog er einen ,sto vergilbter ,bltter aus der ,tasche1 breitete sie sorgfltig vor sich aus und begann dann mit einer gewissen jungfrulichen ,verlegenheit3 ,zor ,vervollstndgong des ,bldes1 das ch n der vorgen ,stonde vor hren ,blcken entrollt habe1 wll ch hnen heute einige charakterstsche ,stellen aus meinem ,parser ,tagebooch vorlesen1 das ch vor nonmehr sbzehn ,jahren whrend eines fnfwchentlchen ,aufenthaltes n der franzsschen ,hauptstadt verfat habe4 ,dse ansprochslosen ,notzen werden hnen besser1 als eine theoretsche ,schlderung ds vermchte1 d ,wahrheit meiner neulch errterten ,behauptong klar machen3 da nmlch ein ,monzpiom von allzo betrchtlcher ,ausdehnong d ,exstenz des ndvdooms n jeder ,hnsicht erschwert4 ch wderhole hnen3 ,dezentralsation mo d ,parole jedes vernonftgem organsrten ,staatswesens sein4 ,dse sogenannten ,weltstdte snd aus keinem ,geschtsponkt zo rechtfertgen6 ,aber1 ,herr ,direktor1 begann ,wilhelm ,rumpf1 als ,samuel innehielt1 das alte ,rom zur ,zeit des ,augustus war doch auch eine ,weltstadt4 ,stzen ,s sch1 erwiderte ,heinzerling mimtig4 ,das alte ,rom war der ,mttelponkt der damals bekannten ,erde1 hatte also logscherweise das ,anrecht auf eine gewsse rumlche ,ausdehnong4 ,heutzotage aber steht der ,omfang dser ,grostdte mt dem hrer ,staaten n gar keinem ,verhltns4 brgens1 ch halte mer aus1 da ,s mch jetzt ncht bei jeder ,slbe onterbrechen2 zomal es sch fgen knnte1 da meine ,aufzeichnongen hn ond wder einen etwas persnlichen ,charakter annhmen4 ,d ,sobjektvtt st aus solchen ,reisenotzen mt dem besten ,wllen ncht mmer hnaus zo schaffen4 ,sollte also etwas ,derartges mt onterlaufen1 so erwarte ch von hrem ,anstandsgefhl1 da ,s mch ncht mt onntgen ,fragen behellgen4 ch brnge hnen dorch d ,mtteilong dser ,aufzeichnongen ohnehn ein gewsses ,opfer3 aber der ,pdagoge st mchtger n mer als der ,prvatmann4 ,rompf1 wenn ,s lachen wollen1 so gehn ,s mer vor d ,tre6 ,verstehen ,s mch8 ,ond non stll6 ch begnne6 ,seit ,wochen hatte in der ,prima keine so feierliche ,ruhe geherrscht1 wie nach dieser ,erklrung unseres allverehrten ,direktors4 ,was konnte uns wnschenswerter erscheinen1 als die ,ankndigung subjektiver ,streiflichter auf das ,privatleben einer uns so teuren und hochinteressanten ,persnlichkeit8 ,meine ,notzen1 hub ,samuel mit der ganzen ,flle seines wohlklingenden ,organes an1 bestehen aus losen ,ztteln1 d dem ,datom nach aneinander gereiht snd4 ch habe das ,wchtigste hr zosammengestellt ond begnne non ohne weitere ,einleitong mt der ,lektre4 ch bemerke nor noch1 da ch mch damals aus rein wssenschaftlchen ,grnden zo jener mmerhn beschwrlchen ,reise entschlossen hatte4 ,nochmals1 ch begnne3 ,pars1 am drtten ,mai4 ,bereits seit vrzehn ,tagen befnde ch mch n der ,hauptstadt der ,gallier4 ch habe mch schon so zmlch n den ffentlchen ,bblotheken orientrt ond freue mch von ,herzen ber d ,flle des vorhandenen ,materals4 ,nor eine einzge ,handschrft1 deren ,exstenz ,waldhober mr doch so zoverlssig behauptete1 habe ch bs jetzt noch ncht auftreiben knnen4 -- ,gedold6 ,herr ,direktor1 warf hier ,mricke ein1 wer ist denn der ,waldhuber8 ,ohne ,zweifel ein ,pariser ,bibliothekar1 fgte ,schwarz hinzu4 ,onsnn6 ,waldhober6 ,wer wrd ,waldhober sein6 ,der berhmte ,archologe1 gegenwrtg n ,gttngen6 ,s scheinen mer auch ber den ,stand der modernen ,wssenschaft sehr schlecht onterrchtet4 ,wer kann all die ,professoren so auswendig kennen1 versetzte ,mricke4 ,sei'n ,s mer stll6 ,s knnen berhaupt ncht vl auswendig4 ch fahre n der ,lektre fort3 ,pars1 am vrten ,mai4 ,gestern abend beim ,diner -- dorchaus ncht onsere deutsche ,hauptmahlzeit1 sondern vlmehr der rmschen coena entsprechend -- machte mch ,doktor ,mouchard vom ,collge de ,france aufmerksam1 w sehr es meinen ,zwecken entsprechen wrde1 wenn ch mch dem ,groherzoglich badschen ,gesandten1 ,herrn von ,prttwtz1 vorstellen wollte4 ,doktor ,mouchard schlderte mer besagten ,herrn von ,prttwtz als einen ,mann von wahrhaft klassscher ,bldong1 der nsbesondere ein hohes nteresse fr das ,stodiom der ,altertmer bekonde4 ,er knne meine ,ontersochongen ber d grchschen ,haartrachten wesentlch frdern1 zomal er eine reichhaltge ,prvatbblothek ond verschdene wertvolle ,manoskrpte besitze2 daronter ein alexandrnsches ,palmpsest von hchster ,bedeutong4 ,doktor ,mouchard fgte hnzo1 ,herr von ,prttwtz sei ein dorchaus menschenfreundlcher1 dler ,charakter1 frei von ,dnkel ond bermot1 -- kein ,sklave der ,hybris1 d ns ,verderben fhrt4 ,so habe ch denn n der ,tat den ,entschlo gefat1 morgen frh elf ,ohr den trefflchen ,staatsmann n seiner ,wohnung1 rue de ,berlin ,nommer neun1 aufzosochen ond hm meine wssenschaftlchen ,abschten des nheren vorzotragen4 ,am fnften ,mai1 abends4 ,heute frh um neun ,ohr sochte ch meinen schwarzen ,frack hervor1 brstete hn sorgfltg ab1 setzte meinen ,zlnder auf1 kaufte mer ein ,paar ,handschohe von gelblcher ,farbe ond nahm eines der vor meinem ,hotel stehenden ,zweigespanne1 d1 beilufg bemerkt1 m onbedeckten ,zostande eine gewsse hnlchkeit mt den ,wagen des ,homer aufweisen4 ch habe non von jeher n den ,oblgenheiten des alltglchen ,lebens einen gewssen ,hang zom ,onglck bekondet4 ,meine ,gattn wrd mer bezeugen1 da ch1 ,eier essend1 stets d verdorbenen aus der ,schssel hervorlange1 von dem ,verwechseln des ,sandfasses mt dem ,tntenfasse ganz zo geschweigen4 ,auch d zahlreichen ,verwondongen1 d ch mer dorch ,gabeln1 ,scheren1 ,trpfosten ond hnlche nstromente zozhe1 kann ch nor als das ,resoltat einer latenten ,neigong zom ,mgeschcke betrachten4 ,wenn mer non dergleichen schon daheim n dem trauten ,kreise meiner ,famlie passrt1 om wvl mehr bn ch den ,dmonen des ,zofalls ausgesetzt n einer ,weltstadt1 d alle ,snne des ,menschen n ,ansproch nmmt ond hn fast der ,fhgkeit einer rohgen berlegong beraubt8 ch war kaum n das ,vehkolom eingestgen1 als ch1 von dem ,wonsche beslt1 mch betreffs des augenblcklchen ,zeitstandes zo onterrchten1 nach meiner ,ohr greifen wollte ond dselbe trotz aller ,anstrengong ncht zo fnden vermochte4 ch berohgte mch anfnglch bei dem ,gedanken1 s sei ohne ,zweifel m ,hotel auf dem ,kamne lgen geblben4 ,als ch jedoch beim ,aussteigen den ,kotscher bezahlen wollte ond zo dsem ,endzwecke nach dem kleinen ,geld sochte1 das ch gewhnlch n der rechten ,westentasche verwahre1 da bemerkte ch zo meiner ,verwonderong1 da ch berhaupt keine ,weste anhatte4 ,verte6 rf ch dem ,kotscher zo4 ,in meinem ,hotel angelangt1 fand ch d ,weste wohlbehalten am ,schlssel des ,kleiderschrankes1 wo ch s sorgfltg aufgehngt hatte4 ,fr heute war es zo spt1 da der badsche ,gesandte om zwlf ,ohr zo frhstcken pflegt4 ch warf mch daher wder n meine ,alltags- oder ,stodrkleider ond gng vergnglch zor ,bblothek4 ,morgen st ja auch noch ein ,tag4 brgens war d heutge ,ausbeute auf der ,bblothek so ergbg1 da ch d kleine ,enttuschong gern n den ,kauf nehme4 ,herr ,direktor6 rief ,mricke1 als ,heinzerling einen neuen ,zettel hervorsuchte4 ,non8 ,htten ,sie denn nicht einfach ,ihren ,frack zuknpfen knnen8 ,dann htte man ja gar nicht gesehen1 da ,sie die ,weste nicht anhatten4 ,goot6 ,sehr goot6 ,dse ,bemerkong zeigt1 da ,s meine ,mtteilongen einer denkenden ,betrachtong onterzhen6 ,knebel6 ,schreiben ,s mal ns ,tagebooch3 ,mricke wegen ,aufmerksamkeit belobt4 444 ,haben ,s's1 ,knebel 4448 ,wegen ,aufmerksamkeit belobt4 444 ,was non d ,sache selber betrifft1 so mo ch hnen bemerken1 da d ,verwrklchong hrer an sch ja recht glcklchen ,idee aus dem zwngenden ,gronde onmglich war1 weil der ,frack noch aus der ,zeit meines ,staatsexamens herrhrte4 ch konnte denselben mt dem besten ,wllen ncht zoknpfen1 denn als ,kanddat war ch wesentlch schlanker4 ,doch wr wollen ons dorch dsen ,zwschenfall n onserer ,lektre ncht stren lassen4 ch fahre da fort1 wo ch aufgehrt habe4 ,am sechsten ,mai4 ,mt dem franzsschen ,idiom gng es mr gestern abend recht schlecht4 ,der ,kellner wollte mch absolot ncht verstehen2 ond da er weder n der lateinschen noch n der grchschen ,sprache d erforderlchen ,kenntnsse besa1 so blb mer nchts brig1 als meine ,wnsche zo ,papr zo brngen4 ,er las meine ,stze denn auch mt ,leichtgkeit ab4 ,wahrlich1 nmals htte ch m ,traume gedacht1 da d gewhnlche franzssche ,konversationssprache einem ,manne von klassscher ,bldong so schwer fallen knnte4 ,d nasale ,aussprache gewsser ,slben hat fr mein ,organ etwas ,wderstrebendes 444 ,hotzler1 was lachen ,s8 ,der ,schler erhob sich4 ,ich 444 ich wollte nur 444 ,was wollten ,s8 ,ich kann nicht begreifen1 da gerade ,ihnen die nasale ,aussprache ,schwierigkeiten bereitet4 ,wso8 ,was wollen ,s damt sagen8 ,hren ,s mal1 ,hotzler1 ch glaube1 ,s brngen hr ncht den gehrgen ,ernst mt1 wie er zor ,sache erforderlch st4 ,knebel1 schreiben ,s mal ns ,tagebooch3 ,hotzler wegen kndschen1 lppschen ,benehmens getadelt4 ,zor ,strafe lese ch hnen jetzt dse lehrreichen ,bemerkongen ber d franzssche ,aussprache ncht weiter vor6 ,das haben ,s sch non selber zozoschreiben6 ,rompf1 lassen ,s das ,gewackel ond rcken ,s weiter nach rechts6 ,s hocken dem ,gldemeister ja auf dem ,leib w eine ,klette4 ,ond non kein ,wort mehr6 ,pars1 am sbenten ,mai4 ,gestern om halb elf ,ohr grff ch abermals zo ,frack ond ,zlnder1 vergewsserte mch zweimal1 ob d ,weste an ,ort ond ,stelle sei1 ond bestg dann das ,zweigespann ,nommer #acac4 ,d ominse ,zahl berhrte mch eigentmlch4 ,ein alter ,rmer wrde n gleicher ,lage omgekehrt sein4 ch aber habe mch stets von den ,anwandlongen eines dorch nchts zo motvrenden ,aberglaubens ferne gehalten4 ch erwhne den ,omstand nor1 weil der ,eindrock1 den er n mer hervorrf1 fr meine ,stmmong charakterstsch st4 ,ebenso befremdete mch n der ,richelieu-,strae d altklasssche nschrift eines ,weinkellers3 ,cave ,richelieu1 eine ,warnong1 d -- fast an das berhmte ,cave canem6 anklngend -- einen alten ,rmer ebenfalls zor ,vorscht ermahnt htte 444 ,samuel ,heinzerling hielt einen ,augenblick inne4 ,herr ,direktor1 rief ,wilhelm ,rumpf1 die ,pause benutzend1 darf ich mir in ,beziehung auf diesen letzten ,passus eine ,frage erlauben8 ,goot1 fragen ,s6 ,so viel ich mich erinnere1 heit franzsisch la cave3 der ,keller1 so da also jene ,inschrift ziemlich zwanglos mit ,richelieukeller bersetzt werden knnte1 eine ,konjektur1 die um so grere ,wahrscheinlichkeit hat1 als besagte ,inschrift wirklich auf einem ,keller zu lesen stand4 ,goot6 ,sehr goot6 versetzte ,samuel ,heinzerling1 die rundglasige ,brille zurecht rckend4 hre ,hpothese verrt eine rhmlche ,schlagfertgkeit4 ch wll sogar zogeben1 da ,s onter ,omstnden mglcherweise tatschlich recht haben3 mer jedoch1 als dem klassschen ,phlologen ond ,altertomsforscher1 lag das ,lateinsche ongleich nher 444 ch fahre n der ,lektre fort3 ,trotz dser ,omina wote ch goten ,motes zo bleiben4 ,mein ,kotscher peitschte drauflos1 als htte er noch heute w ,helios d ,ronde om den ,erdball zo machen4 ,nmals bn ch von ,pferden auf so schnelle ,weise befrdert worden4 ,meine schon frher ausgesprochene ,hpothese einer ,verwandtschaft des grchschen mt dem althochdeutschen hupfan 7,phlologsche ,jahrbcher ,,iv1 ,s4 #cjf7 scheint mer jetzt evdenter als je4 ,leider sollte ch dse wssenschaftlche ,erkenntnis mt einem persnlchen ,onfall bezahlen3 denn als wr so m besten ,sausen dahn rollten1 ereignete sch pltzlich eine ,erschtterong4 ch schr auf ond gewahrte das ,zweigespann n einer ,lage1 d mer das ,schcksal des onglcklchen ,bellerophon ns ,gedchtns zorckrf4 ,noch lehnte freilch das geschdgte ,fohrwerk an einem groen1 zweirdrgen ,gemsekarren2 aber ch war onglcklcherweise wder das ,rad dses ,lastwagens angedrckt worden1 was eine starke ,besodelong mt ,teer ond anderen klebrgen ,stoffen zur ,folge hatte4 n dsem ,zostande konnte ch natrlch meinen ,besoch beim ,groherzoglch badschen ,gesandten ncht ausfhren4 ,so bezahlte ch denn den ,kotscher ond gng n etwas deprmrter ,stmmong nach ,hause4 ,das snd d ,folgen der ,zentralsation1 sagte ch1 als ch nach einer ,stonde wder auf meinem ,sofa sa ond ein ,glschen ,borgonder schlrfte4 ,meinen ,frack ond meine ,weste habe ch dem ,hausknecht zom ,reingen gegeben4 ,so werde ch denn vor bermorgen den badschen ,gesandten ncht sprechen knnen2 doch ch habe ja ,zeit4 ,ohnehn mo ch heute onter allen ,omstnden ,luitgardens ,brf beantworten4 ,s knnte sonst glauben1 ch wre veronglckt4 ,wessen ,brief8 fragte hier ,wilhelm ,rumpf4 ,non1 das st onwesentlch4 ,luitgard1 das ist wohl die ,frau ,direktorin8 fragte ,mricke4 ,lassen ,s hre unntgen ,fragen6 ch habe keine ,lost1 hnen hr meine ,famlienverhltnisse auseinander zo setzen4 ,hren ,s weiter3 ,also 444 s knnte sonst glauben1 ch wre veronglckt4 ,ond n der ,tat1 stand ch ncht heute bereits mt einem ,fooe in ,charons ,nachen8 ,non1 ch habe mer geschworen3 kein ,zweigespann mehr6 ch lese da eben n meinem ,reisehandbooch1 das ein sonst onbekannter ,schrftsteller1 namens ,karl ,bdeker1 verfat hat1 d ,omnbosse seien bei weitem bllger ond bequemer4 ,d sogenannte ,impriale -- das ,verdeck -- scheint mer n der ,tat ein uerst gnstger ,platz1 da man von dort einen freien ,omblck gent4 bermorgen also mt erneuten ,krften ans ,werk6 ,meine ,stodien liegen heute so zmlch brach4 ,d ,erschtterong n der ,droschke hat mch so verwrrt1 da ch keinen vernnftgen ,gedanken zo fassen mstande bn4 ch benotze daher1 w bereits oben bemerkt1 dsen ntermszostand zo einem ,brfe an meine ,gattn4 ,noch eines wll ch erwhnen4 ,es st mer vorhn aufgefallen1 da der ,hausknecht eine korze ,tonpfeife rauchte4 ,es scheint ds ein tf eingeworzelter franzsscher ,nationalgebrauch1 whrend n ,deutschland d lange ,pfeife vorherrscht4 ,obgleich ncht moderner ,koltorhstorker von ,fach1 pflege ch doch d ,lnder ond hre ,stten aufmerksam zo beobachten4 ,den ,vlgewandten nennt mch ,luitgarde oft scherzweise -- ond n gewssem ,snne hat s onstreitg recht4 ,besser freilch wrde s sagen3 der ,vlseitge4 ,doktor ,mouchard war vor einer ,stonde bei mer ond fragte mch1 w mer der badsche ,gesandte gefallen habe4 ch erzhlte hm das erlttene ,mgeschck3 der ,mensch lachte mer laut ns ,gescht4 ,dse ,franzosen snd eine herzlose1 egostsche ,nation4 ,mein ,kollege ,truble1 der ,ordnarios von ,quarta1 wrde sch n gleichem ,falle ganz anders benommen haben4 ,am neunten ,mai4 ,gestern om halb elf verl ch mein ,hotel1 om den ,omnbos der ,lnie ,clichy-,odon abzupassen1 der1 w der ,hausknecht verschert1 dcht an der rue de ,berlin vorbei fhrt4 ,der ,omnbos kam1 ond da ch n der ,gymnastk zwar kein ,koryphe1 aber mmerhn ein ganz leidlcher ,dlettant bn1 so gelang es mr ohne ,schwrgkeiten1 d treppenartge ,leiter1 oder besser1 d leiterartge ,treppe1 zor sogenannten ,impriale hnan zo klmmen4 ,d ,hhe1 n der ch mch non befand1 hatte zwar m ersten ,augenblck etwas ,beonrohigendes2 bald ndes berzeugte ch mch von der ,soldtt des ,eisengelnders1 -- ond d vllge ,sorglosgkeit der brgen ,passagre trog dazo bei1 mein ,onbehagen vllg zo tlgen4 ,so geno ch denn n onbeschrnktem ,mae d groartge ,ausscht auf das ,treiben der ,weltstadt4 n ,betrachtongen der mannchfachsten ,art versonken1 hatte ch anfnglch ncht bemerkt1 da der ,omnbos1 sobald ein ,herr absteigen wollte1 ncht anhlt4 ,dse ,rckscht glt blo fr das zarte ,geschlecht4 ,jetzt aber ward ch auf dsen ,omstand aufmerksam1 da mein ,nachbar1 ein ,jnglng aus dem ,handwerkerstande1 den ,platz an meiner ,seite verl ond ohne d gerngste ,banggkeit an dem rasch dahnrollenden ,omnbos hnonter kletterte4 ,zwei ,sekonden spter stand er wohlbehalten auf dem ,trottoir ond gng n das nchste ,haus1 als wre nchts vorgefallen 444 ,mer ward mt jedem ,augenblck schwler zomote4 ,das ,hnanklmmen1 zomal wenn der ,omnbos stand1 l sch ohne ,mhe bewerkstellgen2 aber hnonter1 ond noch dazo rckwrts8 ,nonquam retrorsom6 ,das war von jeher mein ,wahlsproch1 -- ond non sollte ch onter so wderwrtgen ,verhltnssen dem ,grondsatze meiner ,jogend ontreu werden8 ndes1 was war zo machen8 ,d ,strae1 n d wr jetzt einfohren1 war d rue de ,clichy 444 ch sprach also3 fortes fortona jovat ond gng frmo constantque anmo ans ,werk4 ,zo ,anfang schnen d ,gtter mer gnstg4 ,d ,treppe ward n korzer ,zeit glcklich zorckgelegt1 ond wohlbehalten langte ch auf der breiten ,onterstge an1 von der ch nor herabsprngen mote1 om sgreich geborgen zo sein4 ,mein ,kollege ,salzmann1 der ,physiker1 hat mer oft auseinander gesetzt1 da onsere klasssche ,bldung eine einseitge1 dealstsche sei ond zor ,ergnzong einer realstschen ,hlfte -- der ,natorwssenschaften -- bedrfe4 ch habe ,salzmann oft einen ,materialsten genannt ond hn aus ,plato ond der ,krtk der reinen ,vernonft zo wderlegen gesocht4 ,jetzt ndes erkenne ch1 da er ncht vllig m ,onrecht war4 ,htte ch n meiner einseitgen1 dealstschen ,rchtong ncht bersehen1 da ein ,krper1 der sch n ,bewegong befndet1 vermge des ,gesetzes der ,trgheit n dser ,bewegong verharrt1 auch wenn d causa movens zo wrken aufhrt1 -- ch ernnere mch dses ,lehrsatzes aus meiner ,gymnasialzeit1 -- so wre ch ncht beim ,absprngen von der ,omnbosstge langwegs n den ,kot gefallen4 ,mein ,alexander mo onter allen ,omstnden grndlchen ,onterrcht n den ,realien erhalten4 ,es st d ,pflcht der ,eltern1 hre ,knder vor den beln1 d s selber aus ,onkenntns erdoldet haben1 vorschtg zo bewahren4 ch habe mer beim ,storz von der ,omnbosstge d rechte ,knnlade verletzt ond stze daher mt verbondenem ,antltz n meinem ,hotel4 ,mein ,zostand verbtet mer jedes ffentlche ,erscheinen4 ,da ch also heute ncht zum ,diner komme1 wrd ,doktor ,mouchard mch ohne ,zweifel morgen zor ,rede stellen1 ob ch vlleicht beim badschen ,gesandten diniert habe4 ch wrde unbedngt ,ja sagen1 wenn ch nor m ,bestze einer zoverlssgen ,personalbeschreibong wre6 ,das snd wder d ,folgen der ,zentralsation6 ,wenn dses ,volk ncht so rennte ond jagte1 sondern sch ,zeit nhme1 d ,fahrgste absteigen zo lassen1 so htte ch heute zoverlssig meinen ,plan zor ,ausfhrong gebracht6 ,eines steht ndes fest3 keine ,macht der ,welt brngt mch wder auf eine ,impriale4 -- ,es klopft1 -- sollte es ,mouchard sein8 ,boxer und ,mricke waren bei den letzten ,worten hastig nach der ,tr gestrzt4 ,was fllt hnen ein8 rief ,samuel ,heinzerling im ,tone des hchstens ,erstaunens4 ,ich wollte mal nachsehen1 erwiderte ,boxer2 ,sie sagten doch eben3 es klopft4 ,onsnn6 ch habe vorgelesen -- ganz deutlich ond onverkennbar3 ,es klopft -- sollte es ,mouchard sein8 ,ach so1 erwiderte ,boxer1 das ,letzte habe ich nicht gehrt4 ,ich auch nicht1 ,herr ,direktor1 fgte ,mricke ehrerbietig hinzu4 ,s hren berhaupt nchts1 ,mricke2 setzen ,s sch6 ,und von neuem hub die wohlklingende ,stimme des trefflichen ,schulmannes zu lesen an3 ,den zehnten ,mai4 ,es war ncht ,doktor ,mouchard1 sondern der ,hausknecht4 ,der wackere ,mensch kam1 om meine beschmotzten ,kleider zo holen4 ch werde hm bei meiner ,abreise ein tchtges ,trnkgeld geben mssen1 denn er hat n der ,tat vl ,arbeit mt meinem schwarzen ,kostm4 ,gestern abend hatte ch eine brllante ,idee4 ,s bestand darn1 das nchste ,mal einen ,platz m nnern des ,fohrwerks zo nehmen ond d ,gelegenheit abzopassen1 sobald eine ,dame den ,kondokteur anhalten heit4 ch kann wohl sagen1 da dse ,lsong mer als ein ,tromph menschlcher ,berechnong erschien4 ,meine ,befrdgong erreichte den ,hhegrad1 als auch d ,schmerzen n meiner ,knnlade fast gnzlich nachlen ond eine ,kreuzbandsendong aus ,grnngen eintraf1 eine ,beilage des ,grnnger ,wochenboten1 woran ,luitgarde d folgende ,stelle mt ,rotstft angestrchen hatte4 ,vermschtes4 ,onser trefflcher ,archologe1 d ,zrde onserer ,vaterstadt1 der ,gymnasialdrektor ,samoel ,heinzerlng1 befndet sch seit einigen ,wochen n der franzsschen ,hauptstadt1 wo seine ,ontersochongen ber d ,haartrachten des ,altertoms einen gedeihlchen ,fortgang nehmen4 ,aus scherer ,quelle knnen wr hnzofgen1 da ,herr ,baron von ,prttwtz1 der ,groherzoglch badsche ,gesandte1 onseren ,heinzerlng mt seinem ganzen ,einflosse ontersttzt ond hm sogar seine reichhaltge ,prvatbblothek zor ,verfgong gestellt hat4 ,truble1 ,truble6 rf ch aus1 als ch dse schmeichelhafte ,anerkennong meiner bescheidenen ,bestrebongen ncht ohne ,errten gelesen hatte4 ,wer sonst auch sollte ber dse ,details1 d ch nor ,luitgarden geschrben hatte1 so genau onterrchtet sein1 wenn ncht er1 der langjhrge ,freund meines ,hauses8 ,d ,nachrcht von dem gtgen ,entgegenkommen des ,groherzoglch badschen ,gesandten war freilch ein wenig verfrht1 ndes3 ,rom st ncht an einem ,tage erbaut worden1 ond korz ond goot1 d ,notz des ,grnnger ,wochenboten versetzte mch n d rosgste ,stmmong 444 ,am zwlften ,mai4 ,gestern warf ch mch zom vrten ,male n ,gala1 om endlch meinem prdestnrten ,gnner den lngst zogedachten ,besoch abzostatten4 ,der ,omnbos kam1 ond ch1 flnk w der ,wnd1 hnein ond ,platz genommen4 ,es war doch ein ganz anderes ,gefhl hr onten m ,schoe der behaglchen ,scherheit1 als da oben auf der schwankenden ,hhe der ,impriale4 ,horaz sagt mt ,recht1 der ,bltz schlage am lbsten n hohe ,trme ond bermtge ,fchten ein1 whrend er das stlle1 bescheidene ,kraut am ,boden verschone 444 ch hatte m ,omnibos ein sehr schn gekleidetes weiblches ,wesen zor ,nachbarn4 ,d ,dame trog einen halb dorchschtgen schwarzen ,schleier1 der etwa bs n d ,gegend des ,mundes reichte4 ,vermotlch st d ,stte dser halben ,maskrong dorch d ,phnizier aus dem ,orient nach ,marsilia1 dem heutgen ,marseille1 gebracht ond von da aus nach dem ,norden verpflanzt worden4 ,whrend der ,fahrt war ch bestrebt1 meine topographschen ,kenntnsse zo erweitern4 ,der ,omnbos schn ndes heute eine andere ,roote einzoschlagen4 ,d ,gegend war mer wengstens vollstndg neu4 ,non1 om so besser1 sagte ch zo mer selbst4 ch bereichere so nor meine ,anschauongen4 ,d ,physiognom der ,straen1 dorch d wr kamen1 worde von ,minote zo ,minote seltsamer4 ch gewahrte zahlreiche ,blusenmnner1 zom ,teil mt xten bewaffnet4 ,aus ,wein- ond ,branntweinschenken tnte mer verworrenes ,geschrei entgegen4 ,deutlch glaubte ch d ,klnge der ,marseillaise zo hren4 ch gestehe1 da ch dse ,symptome hchst bedenklch fand4 ,onrohig rotschte ch auf meinem ,stze hn ond her4 ,dazo kam der verdchtge ,omstand1 da der ,omnbos leerer ond leerer ward4 ,rtselhafte ,erscheinong6 ,hatte vlleicht der ,kondokteur m ,komplott mt dem ,kotscher d ,abscht1 mch n eine menschenleere ,gegend zo fahren ond mch dort zo berauben8 ,pars stand n dser ,hnscht von jeher n blem ,rofe4 n ,grnngen freilch wll ch mch om ,mtternacht getrost vor das ,tor wagen1 -- aber ,pars st ncht ,grnngen4 ,mein ,herz begann lebhafter zo schlagen2 -- ond als jetzt auch der letzte ,passagr ausstg1 da rchtete ch n der ,tat ein stlles ,stogebet zom ,hmmel ond befahl ,luitgarden1 ,alexander1 ,ismenen1 ,winfrieden ond ,vitriaria der ,frsorge des ,allmchtgen4 ,was konnte d nchste ,mnote brngen8 ,womt hatte ch das verdnt8 ch dorchmosterte mt einem raschen ,blck mein vergangenes ,leben ond fand leider1 da ch vlfach gefehlt hatte4 ,eine ernstlche ,reue berkam mch1 ond zerknrscht gelobte ch mer ,besserong1 wenn ch nor dsmal noch aus den ,armen des ,verrates errettet wrde 444 ,da hlt der ,omnbos an 444 ,fnster blckend trat der ,kondokteur auf mch zo ond rf3 ,descendez s'il vous plat6 ,tdlch erschrocken leistete ch seinem ,befehl ,folge4 ,wenge ,sekonden spter ndes hatte sch alles befrdgend aufgeklrt4 ,d ganze ,lsong der rtselhaften ,erscheinongen lag n dem ,omstande1 da ch n den ,omnbos einer falschen ,lnie eingestgen war1 ond mch non an der ,endstation einer ,vorstadt befand1 d von der ,wohnong des badschen ,gesandten reichlch anderthalb ,stonden entfernt lag4 ,was blb mer brig1 als mt demselben ,wagen wder nach ,haus zo fahren ond ,gott zo danken1 da mer wengstens nchts ,schlmmeres begegnet war4 ,morgen werde ch besser aufpassen3 endlch mo man doch eine gewsse ,parser ,routne erlangen4 ,am dreizehnten ,mai4 ,gestern stand ch wder gegen halb elf ,ohr an der ,omnbosstation4 ,aller gooten ,dnge snd drei1 mormelte ch vor mch hn4 ch bn gewohnt1 fters etwas vor mch hnzomormeln1 ein ,gebrauch des ,monologs1 den ch mer aus den ,komdien des ,plautus angeeignet habe4 ch halte hn fr ein vortreffliches ,mttel1 sch mt dem eigenen ch gehrg ns ,klare zo setzen4 ,vr1 fnf ,omnbosse kamen vorber2 s waren smtlich bs auf den letzten ,platz berfllt4 ,da kam mer pltzlch der ,gedanke1 mch aller ,fohrwerke zo entschlagen ond einfach zo ,fooe zo gehen4 ,eine herrlche ,idee6 rf ch aus4 n der ,tat1 wenn ch zo ,fooe gng1 so war ch gegen alle bsher erlttenen ,onblden ein fr allemal geschtzt4 ,onbegreiflch1 da mer dse ,wahrheit ncht frher einleuchtete6 ,wvl ,zeit1 wvl ,geld1 wvl goote ,laune htte ch sparen knnen6 ,rstg eilte ch frba1 seelenvergngt1 da ch endlch das rchtge ,auskonftsmttel gefonden hatte4 ,leider worde ch erst zo spt gewahr1 da d ,zeit fr eine ,omnbosfahrt zwar reichlch zogemessen1 aber fr den ,foognger doch etwas zo knapp gegrffen war4 ,als ch n d rue de ,berlin einbog1 schlog es halb eins1 ond da ch wote1 da der ,baron om zwlf ,ohr dejenrt1 so besah ch mer das ,haus einstweilen von auen4 ,morgen werde ch zeitger aufbrechen1 mormelte ch1 als ch den ,rckweg antrat4 ,heute frh erhlt ch von ,alexandern einen recht netten lateinschen ,brf1 an dem ch nor einge ,germansmen zo rgen hatte4 ch habe hn schleungst korrgrt ond1 nach ,beifgong zweier ,dankeszeilen n grchscher ,sprache1 zorckgesandt4 ,das ,wetter hat sch zom ,argen gewendet3 1 w der hellensche ,lyrker sngt1 ond auf den ,straen waltet des ,kotes erdrckende ,flle4 ,beim ,anblck des grauen ,gewlks habe ch eine ,eleg n altklassscher ,form zo ,papr gebracht1 d ch hr beifge 444 ,samuel ,heinzerling unterbrach sich und rckte die ,brille zurecht4 ,ach1 ,herr ,direktor1 rief die ,prima wie aus einem ,munde1 als der ,verfasser der ,lateinischen ,grammatik fr den ,schulgebrauch ,miene machte1 die ,elegie zu berschlagen4 ,ach1 lesen ,sie uns doch vor6 ,lassen ,sie doch ja nichts aus1 ,herr ,direktor6 ,gerade die ,verse interessieren uns6 ,bitte1 die ,elegie6 ,non goot1 ,s sollen s hren1 versetzte ,samuel1 augenscheinlich geschmeichelt4 ,das ,gedcht bettelt sch3 ,regenwetter 444 ,zrnend ronzelt d ,strne der bltzomsplte ,kronon1 ,ach1 ond mt ,regen begt rngs er das ganze ,pars4 ,deshalb bleib' ch zo ,haus4 ,zo ,haus zo bleiben st ratsam1 ,wenn der erbtterte ,zeus grollend das ,wetter getrbt4 ,morgen aber1 wenn hold d rosenfngrge ,eos ,hebet am ,hmmel das ,haupt1 heb' ch den hortgen ,foo1 ,gehe zom gastlchen ,haus des gttlch erhabenen ,prttwtz1 ,der mer als wackerer ,mann scher sein ,xenion beut4 ,bravo6 rief ,wilhelm ,rumpf1 als ,samuel ,heinzerling geendet hatte4 ,enthalten ,s sch jeder ,krtk1 sagte der ,schulmann ein wenig ungndig4 ,aber1 ,herr ,direktor1 ich werde doch meinen ,empfindungen noch ,ausdruck verleihen drfen 444 ,verschben ,s den ,ausdrock hrer ,empfndongen bs zom ,schlosse der ,lehrstonde6 ,wirklich1 ganz ausgezeichnet6 sagte jetzt ,hutzler halblaut zu seinem ,nachbar4 ,hotzler1 ,s gehn mer hnaus6 ch bn hre ,dommheiten mde4 ,w knnen ,s sch ein ,orteil erlauben1 ,s1 der ,s ncht einmal mstande snd1 einen ,daktylos von einem ,trochos zo onterscheiden4 ,o1 ,herr ,direktor 444 ,knebel1 schreiben ,s mal ns ,tagebooch3 ,hotzler1 zom zweiten ,male wegen lppschen ,benehmens getadelt4 ,hotzler1 ch wderhole hnen1 ,s gehn mer hnaus6 ,hutzler verlie das ,lehrzimmer4 ,der ,direktor fuhr fort3 ,am sbzehnten ,mai4 ch bn so erbttert1 da ch nor archologsche ,jamben zo ,papr brngen mchte6 ,dffcele st satram non scrbere6 ,am ,vrzehnten dses ,monats machte ch mch schon gegen neun ,ohr auf 444 ,ncht ohne eine gewsse ngstlchkeit betrat ch d ,strae3 ein fnfmalges ,mlngen st weng geeignet1 onser ,vertrauen zo strken4 ch schrtt dorch d ,strae ,vivienne nach dem ,brsenplatze ond bog dann n d ,richelieustrae ein1 wo ch mch sehr vorschtg weiter bewegte4 ,schon hatte ch etwa d ,hlfte der ,strae zorckgelegt1 als ch pltzlch einen ,menschen bemerkte1 der mt einer langen1 speerartgen ,stange drohende ,gesten ausfhrte ond dabei so onzweideutg seine ,blcke auf mch heftete1 da ch kein dpos zo sein brauchte1 om zo erraten1 wem dse ,feindselgkeit gelten sollte4 ,hatte der ,mensch wrklch ,abschten auf mein ,eigentom ond mein ,leben8 ,offenbar gehrte er dem ,arbeiterstande an1 -- ond was man von den ,parser ,arbeitern zo halten hat1 das wei heutzotage ein jeder4 ,das ,schcksal der onglcklchen ,kngin ,mare ,antoinette stand mt einem ,male n forchtbarer ,klarheit vor meiner ,sle 444 ,ond doch1 w war es denkbar1 da ein ,mensch am hellen ,tage auf d geachtete ,persnlchkeit eines deutschen ,gymnasialdrektors frevelhafterweise ein ,attentat wagen dorfte8 ,wmmelte es ncht rngs von ,menschen8 ,freilch bemerkte ch1 da jedermann dem ,borschen mit der speerartgen ,stange ngstlch auswch4 ,er mote also gefhrlch sein 444 ndessen1 was konnte er mer anhaben8 ,auf offener ,strae1 fast onter den ,augen zweier ,polzsten ond einer bewaffneten ,schldwache8 n d ,mtte der ,strae auszobgen1 schn mer gefhrlch1 der zahlreichen ,fohrwerke halber3 also khn drauf los6 ,mot1 ,samoel6 rf ch mer zo4 ,sollte der ,mensch da n der ,tat einen ,frevel beabschtgen1 so werden d ,mnner des ,gesetzes alsbald d ,plne eines wahnwtzgen ,barrkadenmannes zo vereiteln wssen4 ch schrtt mannhaft vorwrts4 ,der ,mensch mt dem ,speer schwenkte ond gestkolrte mmer verdchtger4 ,dabei st er seltsame ,tne aus1 d w ein fremdlndsches ,krgsgebrll klangen4 ,sollte ch omkehren8 ch rf mer eben ein neues ,mot1 ,samoel6 zo1 als pltzlch von oben eine ,flssgkeit ber mch herklatschte1 d meinen ,frack alsbald mt einer weien1 kalkartgen ,kroste berzog4 ,allmhlch gng mr ein ,lcht auf1 ond auch ,doktor ,mouchard hat es mer nachtrglch besttgt4 ,das ,haus1 vor dem der ,mann mt der ,stange auf- ond ablf1 worde jost frsch getncht4 ch hatte den ehrsamen ,arbeiter schmhlch verkannt6 ,george1 der ,hausknecht1 st seit ehevorgestern mt der ,reingong meines ,frackes beschftgt1 hat jedoch bs zor ,stonde nor onbefrdgende ,resoltate erzlt4 ,d ,beinkleider hatten nor weng geltten1 was leicht zo erklren st1 da der verhngnsvolle ,go von oben auf mch hereinbrauste4 m ganzen darf ch mer ,glck wnschen1 da ch auf dse ,weise eine lehrreiche ,erfahrong gemacht habe4 ch wei jetzt1 was es bedeutet1 n ,pars auf dem ,trottoir zo wandeln4 ,wenn non anstatt dser flssgen ,masse ein ,balken1 ein ,stein oder sonst etwas ,wochtges herabgestrzt wre1 w ds bei dem fortwhrenden ,ausbessern ond ,ombauen1 das hr zo herrschen scheint1 dorchaus m ,bereiche der ,mglchkeit lgt8 ,ond ,luitgarde1 ,alexander1 ,winfriede1 ,ismene ond ,vitriaria8 ,entsetzlch6 ,nein1 es war nor ein ,wnk der gtgen ,gtter1 ond ch sndge grblch1 wenn ch ber dsen kleinen ,zwschenfall morre4 ,george1 der ,hausknecht1 st ja geschckt2 auch hat er n der letzten ,zeit vl bong bekommen4 ,meinen ,besoch beim ,groherzoglch badschen ,gesandten habe ch nonmehr auf ,donnerstag den neunzehnten ,mai festgesetzt4 ch freue mch onendlch1 eine ,bekanntschaft zo machen1 von der mer ,mouchard so vl ,gootes geweissagt hat4 ,mouchard hat sch dsmal edler benommen als das letzte ,mal4 ch schtze n hm einen tchtgen ,vertreter der ,wssenschaft ond einen lbreichen ,freund 444 ,am zwanzgsten ,mai4 ,non bn ch's denn doch mde1 mch wg mt dsen ,parsern heromzoschlagen4 ,da mr so etwas passren mote6 ,es st wahr1 mein schwarzer ,frack sht ncht mehr zom elegantesten aus1 ond mein ,zlnder st seit lange des ersten ,glanzes beraubt3 w es aber mglch war1 mch ongeachtet dser kleinen nkorrektheiten meiner ,toilette fr den belgschen ,klavrlehrer ,haentjens zo halten1 der wegen verschdener ,betrgereien steckbrflch verfolgt wrd1 das st ond bleibt mer ein ,rtsel6 ,non1 ch habe den rrtom der ,parser ,polzsten teuer bezahlen mssen4 ,volle zwlf ,stonden verbrachte ch auf der ,wache1 bs ch mstande war1 meine denttt zo erhrten4 ,doktor ,mouchard hat mr n dser ,bezhong sehr anerkennenswerte ,dnste geleistet4 ,onerhrt6 sage ch4 ,einen deutschen ,gymnasialdrektor mt einem belgschen ,klavrlehrer zo verwechseln1 ond noch dazo mt einem ,betrger6 ch rofe d ,gtter zo ,zeugen an1 ob ch jemals dem ,eigentom meiner ,mtmenschen auch nor n ,gedanken zo nahe getreten bn6 ,man sollte denken1 dse honestas mte sch auch n meinen ,geschtszgen hnlnglch ausprgen4 ,onerhrt6 sage ch4 ,bs elf ,ohr abends hab' ch auf der sogenannten ,violine verbracht1 teilweise onter schweren ,verbrechern1 ch1 ,samoel ,heinzerlng1 ,drektor des stdtschen ,gymnasioms zo ,grnngen4 ,wer mer das vor acht ,tagen geweissagt htte6 ,aber ch werde ,genogtoong fordern1 -- koste es1 was es wolle6 ,das snd d ,frchte jener rsgen ,konglomerate1 d man ,weltstdte nennt6 n ,grnngen wre dergleichen onmglch gewesen4 ,notabene1 knftghn werde ch stets meinen ,pa bei mer tragen4 ,den ,besoch bei dem ,groherzoglch badschen ,gesandten habe ch natrlch auf bermorgen vertagt 444 ,am einondzwanzgsten ,mai4 ,endlch bn ch ans ,ziel gelangt1 wengstens topographsch geredet4 ch erreichte wohlbehalten das ,hotel n der rue de ,berlin ond zog1 m ,gefhl eines onendlchen ,wohlbehagens1 d gesandtschaftlche ,klngel4 ,leider mote ch von dem ,dner d ,meldong entgegennehmen1 der ,baron von ,prttwtz sei am ,tage zovor auf sechs ,wochen nach ,baden-,baden verreist4 ch war ncht weng verstmmt4 ,so vle ,aufregongen1 so vle ,verloste an ,zeit ond ,geld1 so vle ,verdrlchkeiten1 -- ond non alles omsonst6 ch legte mer das ,gelbde ab1 n wder n einer fremden ,grostadt ,besoche zo machen4 ,dergleichen fhrt zo nchts ,gootem4 ch bn einmal das ,opfer der ,zentralsation geworden ond habe keine ,lost1 dse onglckselge ,rolle weiter zo splen4 ,der wssenschaftlche ,ernst eines deutschen ,gelehrten st onvereinbar mt dem frvolen ond oberflchlchen ,treiben solcher modernen ,riesenstdte4 ,snd wr dorch d ,omstnde verorteilt1 ons zeitweilg nnerhalb dser gefhrlchen ,weichbilde aufzohalten1 so gezmt ons d onbedngte ,reserve6 ,samuel ,heinzerling faltete seine ,zettel zusammen4 ,so1 sagte er1 indem er das ,pckchen in die ,brusttasche schob1 ,s werden aus dem ,mtgeteilten zor ,genge ersehen haben1 was ch beweisen wollte3 da d ,zerteilong n vle abgesonderte ,staaten ein ,segen fr d deutsche ,nation st4 ch wnsche non1 da ,s mer fr das nchste ,mal dse ,frage n einem korzen ,aufsatze theoretsch ond praktsch errtern4 -- ,der ,hotzler kann jetzt wder hereinkommen4 ,in diesem ,augenblicke erscholl die ,klingel4 ,wrdevollen ,schrittes und im ,bewutsein1 die ,keime einer segensreichen ,weltanschauung gelegt zu haben1 verlie der ,verfasser der ,lateinischen ,grammatik fr den ,schulgebrauch1 mit besonderer ,bercksichtigung der oberen ,klassen1 das ,lehrzimmer4 ,ich habe mir alles stenographiert1 rief ,heppenheimer1 die ,mappe schwenkend4 ,et ego1 versetzte ich freudestrahlend4 ,morgen mu uns der ,rumpf die ,geschichte vorlesen4 ,die schndlichen ,stenographen6 ,ohne die teuflische ,kunst ,gabelsbergers wre dem wackeren ,schulmann der ,schmerz erspart worden1 den infandus dolor seiner ,pariser ,leiden in diesen ,blttern so buchstblich renoviert zu sehen4 ,er hatte kein ,glck mit seinen ,besuchen1 der treffliche ,heinzerling1 weder mit dem ,besuch im ,karzer1 noch mit dem ,besuch beim ,groherzoglich badischen ,gesandten in der rue de ,berlin4 ,aus ,samuel ,heinzerlings nachgelassenen ,papieren4 ,der schnde ,primaner-,triumph4 ,aech werd' hn ,dr nmmer vergessen1 ,den schnden ,prmaner-,tromph1 ,da ch auf dem ,karzer gesessen1 ,do extravagrender ,rompf6 ch btt' euch1 bei allen ,prophten1 ,wer nhme d ,sache ncht kromm8 ch wollt' ns ,gewssen hm rden1 -- ,da drht er den ,schlssel mer om6 ch schlle 444 ,was notzt mr das ,schllen8 ,bornrt st der ,quaddler ond stompf4 ,der dmmste von allen ,pedellen ,meint faktsch1 ch wre der ,rompf6 ,doch blb ch gelassen ond monter1 ,bs ,rompf als ,befreier erschn3 ,so kam ch denn wder heronter ,und habe dem ,schlngel verzhn6 ,ond mag es ons ,lehrer betrben1 ch wag' das geflgelte ,wort3 ,als ,schler sch mimisch zo ben1 st doch ncht so vllg absord6 ,aus ,samuel ,heinzerlings nachgelassenen ,papieren4 ,in der ,bierstube4 ,beim ,br -- beim ,br1 ,war n mein ,bosen schwr6 ,vergssen st des ,dolders ,not1 ,der schnden ,prma bermot 444 ,der ,gldemeister strt mch ncht1 ,der ,hotzler schkanrt mch ncht3 ,manch ,seidel schlrf' ch leer4 ,beim ,br -- beim ,br ,war n mein ,bosen schwr6 m ,grond -- m ,grond st's ,br mer ncht gesond6 ,zom ,schlagflo hab' ch stts geneigt1 ,ond bayrsch ,br erhtzt so leicht4 ,es geht ns ,blot1 es nmmt d ,roh1 -- ,der vle rger kmmt dazo1 ,d ,prma treibt's zo bont6 m ,grond -- m ,grond st's ,br mer ncht gesond6 ,was toot's8 ,was toot's8 ,das ,br st doch was ,goot's6 ,ond ob's das ,lben mer verkrzt1 -- ,mch dnkt1 wer strzen soll1 der strzt6 ,zom ,hmmel hb' ch khn den ,blck3 ,dr1 ,zeus1 vertrau' ch mein ,geschck1 n ,deinen ,hnden roht's6 ,was toot's8 ,was toot's8 ,das ,br st doch was ,goot's6 ,das ,br -- das ,br1 ,das bleibt non mein ,plsr6 ,der ,zechtsch st mein ,heilgtom1 ,d ,kneipe ,mekka mer ond ,rom2 ,ond wenn d ,hand das ,glas omspannt1 ,fhlt sch d ,sle gottverwandt3 ,fromm wrd s mehr ond mehr 444 ,das ,br -- das ,br1 ,das st non mein ,plsr6 ,w domm -- w domm1 ,das ,zmmer fllt ja om6 ,d ,wnde taumeln kromm ond schf1 ,jetzt snd s hoch1 jetzt snd s tf 444 ,ond jetzt 444 aha1 ch mrk' es wohl1 ,jetzt rcken ,geister mer am ,stohl 444 ,herr ,wrt1 ch dolde stomm6 ,w domm -- w domm1 ,das ,zmmer fllt ja om6 ,das ,br -- das ,br ,war ongewhnlch schwr6 ,sont certi 444 nein 444 ,w sagt ,horaz8 ,w8 ,was8 ,der ,gldemeister tat's8 ,ja1 ,luitgard6 444 ja1 ch hab' genog 444 ,der ,knebel 444 schreibt's ns ,tagebooch 444 ,ja1 ja 444 schon beim ,homr 444 ,das ,br -- das ,br ,war ongewhnlch schwr6 7,ab unter den ,tisch47 ,die ,klassenprfung4 ,wenn das ,maturittsexamen dem ,gymnasiasten ernst und bedeutsam erscheint1 so raubt ihm die ,klassenprfung den ,gleichmut nur in ,ausnahmefllen4 ,es gibt allerdings eine ,sorte von ganz besonders ehrgeizigen oder ganz besonders unwissenden ,schlern1 die auch der ,klassenprfung mit einer gewissen ,bnglichkeit entgegenwandeln3 aber sie bilden die ,minoritt4 ,fr mich und meine nchsten ,freunde war dieses ein- oder zweimal im ,jahre wiederkehrende ,examen allezeit ein ,gaudium1 und je zahlreicher sich das ,publikum versammelte1 um so vergnglicher pflegten wir dreinzuschauen4 ,das ,klassenexamen ist die ,farce des ,gymnasiallebens4 ,in corona civium liebt es kein ,lehrer1 seine ,schler als unwissend blozustellen4 ,denn der ,vorwurf dieser ,unwissenheit trfe in erster ,linie ihn selbst4 ,daher wir denn regelmig ber solche ,materien examiniert wurden1 die whrend der letzten ,wochen bis zum berdru zerkaut und verdaut waren4 ,wir erschienen beim ,beginn des ,examens sehr pnktlich1 -- in unsern besten ,kleidern1 -- und getragen von jener ,feiertagsstimmung1 die aus dem ,bewutsein der bevorstehenden ,ferien erwchst4 ,so nahmen wir auf den ,subsellien im groen ,saale ,platz1 an dessen ,eingang der ,pedell ,quaddler in schwarzem ,frack und weier ,halsbinde ,posto gefat hatte4 ,nach und nach erschienen die ,lehrer1 stets in schmunzelndem ,zwiegesprch1 sich wiederholt ,herr ,kollege nennend und eine hnliche ,befriedigung zur ,schau tragend wie die ,schler4 ,zuletzt nahte wrdevollen ,schrittes der ,direktor ,samuel ,heinzerling1 ganz ,wohlwollen1 ganz ,frhling und ,sonnenschein4 ,ehrfurchtsvoll traten die brigen ,pdagogen nach rechts und links auseinander1 um ihren ,herrn und ,meister hindurchzulassen4 ,mit vollendeter ,humanitt teilte ,samuel seine kollegialischen ,gre aus3 die ,schler aber muten sich bei seinem ,erscheinen von ihren ,sitzen erheben1 eine ,hflichkeitsbezeigung1 fr die ,samuel stets durch heftiges ,abwinken dankte4 ,der ,religionslehrer bestieg nunmehr den ,katheder1 faltete die ,hnde und sprach3 ,lasset uns beten6 ,abermals stand die ,klasse auf wie ein ,mann1 und ,samuel ,heinzerling blickte wohlgefllig auf diese ,kolonnen1 die ihn und den ,herrn der ,heerscharen durch eine so ehrfurchtsvolle ,behandlung auszeichneten4 ,der ,religionslehrer sprach sein ,gebet und bat den ,allmchtigen1 er mge unsern ,eingang und unsern ,ausgang segnen4 ,hierauf begann das ,examen4 ,eine halbe ,stunde verstrich1 ohne da uns das ,publikum irgend einen ,vertreter gesandt htte4 ,da endlich knarrte die ,tr4 ,aller ,augen wandten sich nach der ,schwelle3 es erschien der ,superintendent ,samson1 der sich in ganz ungewhnlichem ,mae fr die geistige ,entwicklung der ,jugend interessierte4 ,verbindlich lchelnd drckte er einem ,lehrer nach dem andern die ,hand1 -- aber ganz sachte und insgeheim1 um ja nicht zu stren4 ,dann folgte er mit reger ,aufmerksamkeit den ,peripetien der ,prfung1 fters mit dem ,kopfe nickend und stets so schlau dreinschauend1 als ob er wirklich imstande sei1 die gestellten ,fragen korrekt zu beantworten4 ,nach dem ,superintendenten erschien der erste ,stadtprediger1 und dann fllten sich die ,hallen so allgemach1 bis um elf ,uhr der ,hhepunkt eintrat4 ,ein betrchtliches ,kontingent zu diesen ,vormittagsbesuchern lieferten die ,gymnasiasten selbst1 und zwar wohnten die ,schler der unteren ,klassen mit ,vorliebe den ,prfungen der oberen bei1 so da die ,sextaner niemals so zahlreich vertreten waren1 als wenn die ,prima examiniert wurde4 ,des ,nachmittags bot der ,saal einen weit pittoreskeren ,anblick1 denn jetzt erschienen auch die ,mtter und ,schwestern der ,examinanden4 ,der ,anblick farbenprchtiger ,roben und wallender ,hutbnder war in diesen ,rumen etwas so ,ungewohntes1 da wir bei dem ,erscheinen der ersten ,dame jedesmal in einen ,zustand herzklopfender ,aufregung gerieten1 zumal wenn die ,dame jung und hbsch war4 ,das ,rauschen ihres ,gewandes tnte uns lieblicher als ,musik1 und die kleinen1 zierlichen ,halbstiefelchen klappten so ganz anders auf den ,dielen des ,saales als die kolossalen ,gehwerkzeuge ,doktor ,hellwigs4 ,samuel ,heinzerling war bei diesen ,anlssen von einer musterhaften ,galanterie4 ,jeder ,zoll seines ,wesens atmete ,wohlwollen und ,ritterlichkeit1 wenn er die gndige ,frau oder das verehrte ,frulein nach dem ,stuhle geleitete4 ,nur die ,backfische im ,alter von #ac bis #ae ,jahren behandelte er etwas khler1 denn er wute1 da gerade diese ,sorte seinen ,schlern am gefhrlichsten war4 ,gegen vier ,uhr nachmittags hatte sich der ,damenflor1 der unsere ,prfung schmckte1 am reichsten entfaltet4 ,gar mancher von uns erblickte da auf bescheidenem ,rohrstuhle den ,stern seines ,lebens1 die ,rose1 vom ,himmelstau gebadet1 den ,engel1 zu gut fr diese lieblos rauhe ,welt4 ,besonders zart organisierte ,schler kamen aus dem ,errten gar nicht heraus2 die ,mdchen aber steckten die ,kpfe zusammen1 -- und was sie insgeheim miteinander schwatzten1 betraf gewi nicht die ,sprachgebruche des ,xenophon4 ,whrend der ,nachmittagsprfung waren wir selbstverstndlich weit weniger aufmerksam als des ,vormittags4 ,die ,lehrer wuten sehr wohl1 da sie diese rckgngige ,bewegung unseres ,interesses dem ,einflusse des ,ewig-,weiblichen zuschreiben muten4 ,daher sie denn jetzt vorzugsweise solche ,schler examinierten1 die ihnen als erotisch unempfnglich bekannt waren4 ,es ist wunderbar1 wie fein der ,instinkt der ,lehrer hier das ,richtige trifft4 ,in jeder ,klasse sind immer drei1 vier1 fnf exemplarische ,jnglinge vorhanden1 die ein so stark entwickeltes ,pflichtgefhl oder ein so schwach entwickeltes ,herz besitzen1 da ihnen die ,regeln ber den griechischen ,optativ ungleich wichtiger sind als der ,anblick eines schnen ,mdchengesichts4 ,diese ,unempfnglichen werden in so heiklen ,fllen besonders aufs ,korn genommen1 wenn es gilt1 rasch eine ,querfrage zu beantworten u4 dergl4 m4 ,zu einem lngeren1 wissenschaftlichen ,verhr eignet sich unter ,umstnden auch der verliebte ,schler1 -- wofern er nmlich auf dem ,gebiete1 das der ,lehrer gewhlt hat1 sehr sattelfest ist4 ,es wird ihm alsdann ein besonderes ,vergngen bereiten1 in den ,augen seiner ,angebeteten zu brillieren4 ,den ,horaz bersetzend1 schleudert er wohlgezielte ,pfeile nach ihrem ,herzen4 ,er beschwrt die ,lydia1 sie mge den ,sybaris nicht vor ,liebessehnsucht vergehen lassen1 und meint dabei sich und ,volckmanns blonde ,therese4 ,er verdeutscht die ,ode3 ,quem tu1 ,melpomene1 semel1 -- und denkt dabei schchtern an seine eigenen poetischen ,versuche1 mit denen er die ,auserkorene durch ,vermittlung seiner ,schwester oder auf dem ,wege einer anonymen ,postsendung heimgesucht4 ,nickt dann der ,superintendent mit beifllig schmunzelnder ,miene1 so ist der ,gymnasiast stolz auf seinen errungenen ,triumph1 und zerstreut lchelnd folgt er der ,aufforderung des ,lehrers1 sich wieder zu setzen4 ,das ,klassenexamen ist die einzige ,gelegenheit1 wo die ,primanerliebe innerhalb der vier ,wnde des ,gymnasiums etwas freier aufatmet4 ,die ,klassenprfung ist ihr ,sonnenblick4 ,hier kann der ,lehrer gegen ihre verstohlene ,bettigung nichts einwenden4 ,noch entsinne ich mich des jauchzenden ,entzckens1 mit dem mir einer meiner ,freunde1 ,paul ,schuster1 am ,schlu des ,examens um den ,hals fiel1 weil diese wenigen ,nachmittagsstunden das wieder aufgebaut hatten1 was ihm whrend des ,semesters durch die ,ungunst der ,verhltnisse zerstrt worden war4 ,paul ,schuster liebte eine reizende ,blondine1 namens ,elisabeth4 ,er besang sie in hundert ,liebesliedern4 ,seine ,schwester hatte ihm zugeredet1 und so kopierte er das schnste dieser ,gedichte auf goldgerndertes ,briefpapier1 schrieb1 von hundert seligen ,ahnungen erfllt1 seinen ,namen darunter1 und barg es in einer zierlichen ,enveloppe1 auf deren ,siegelstelle eine ,taube mit dem biblischen lzweig prangte4 ,dann setzte er als ,adresse die ,worte darauf3 ,meiner himmlischen ,elisabeth1 und lie der ,holden das ,billett durch seine ,schwester mit in die ,schule bringen4 ,am ,abend erhielt er die ,nachricht1 das ,gedicht habe einen ungeheuren ,eindruck gemacht4 ,elisabeth sei von dem ,zauber der wogenden ,rhythmen geradezu hingerissen2 nur meine sie1 der ,dichter habe doch hin und wieder gar zu schmeichelhaft bertrieben4 ,drei ,tage spter glaubte ,paul ,schuster zu bemerken1 da der ,direktor ,samuel ,heinzerling whrend der ,interpretation der ,antigone ihm verschiedene ,male einen strafenden ,blick zuschleuderte4 ,das ,schicksal sollte ihn ber die ,ursache jenes eigentmlichen ,mienenspiels nicht lange in ,zweifel lassen4 ,nach ,beendigung der ,lehrstunde entbot ihn ,samuel auf sein ,zimmer4 ,verwirrt leistete er dieser ,aufforderung ,folge4 ,wer schildert seine ,empfindungen1 als er auf dem ,tische des ,gymnasialtyrannen sein ,billet-doux an ,elisabeth wahrnimmt4 ,schoster1 begann der ,direktor1 ,professor ,gnther fhrt ,klage1 ,s belstgen seine ,tochter4 ,paul ,schuster glaubte bei diesen ,worten ,samuels in den ,boden versinken zu mssen4 ,ein jher ,krampf schnrte ihm die ,kehle zusammen4 ,herr ,direktor1 stammelte er1 wenn ,professor ,gnther dergleichen behauptet1 so spricht er die ,unwahrheit 444 ,w1 ,schoster8 fragte ,heinzerling mit schneidiger ,stimme1 ,s wollen noch leugnen8 ,stzen ,s sch dort einmal auf den ,stohl6 ,aber1 ,herr ,direktor 444 ,stzen ,s sch6 ,also ,s haben d ,dreistgkeit1 den ,herrn ,professor ,gnther der ,onwahrheit zo bezchtgen6 ,goot6 ,sehr goot6 ,ond was sagen ,s zo dsem ,zettel1 den d ,frau ,professor n der ,scholtasche hres ,tchterchens gefonden hat8 ,wollen ,s etwa n ,abrede stellen1 da ,s dsen ,wsch da geschrben haben8 ,nein1 ,herr ,direktor6 ,non goot6 ch ontersage hnen hrmt ein fr allemal1 dse onzmlchen ,scherze zo wderholen4 ,er nahm das ,blatt zwischen die ,finger und rckte die ,brille zurecht4 ,es st wrklich stark1 ,schoster6 ,ond schnkte1 wenn der ,lenz erwacht1 ,ein ,gott mr allen ,bltenflor1 ch legte gern d ,frhlingspracht ,als ,teppch ,deinen ,fen vor 444 ,begreifen ,s ncht1 da es geradezo onverantwortlich st1 einem wohlerzogenen ,knde solche ,albernheiten n den ,kopf zo setzen8 ch dchte1 ,s gben sch vorlufg noch ein wenig mt hrem ,sophokles ab4 ,ach1 wenn der ,sehnsocht holde ,glot m tfsten ,bosen aufgeflammt 444 ,sehnsocht1 ,sehnsocht6 ,sehnen ,s sch nach einem ordentlchen ,matorttsexamen1 ond vertrdeln ,s hre ,zeit ncht mt solchen ,abgeschmacktheiten4 ,wenn sch der ,mensch erst einmal solche ,allotra n den ,kopf gesetzt hat1 dann geht sein wssenschaftlcher ,snn ber ,nacht zo ,grabe4 ,merken ,s sch das6 ,paul war auer sich4 ,herr ,direktor1 sthnte er verzweifelt1 ich glaube bis jetzt noch keine ,veranlassung gegeben zu haben 444 ,das habe ch auch ncht behauptet4 ,aber d bsten ,schler werden m ,handomdrehen leichtsnng1 wenn s anfangen1 sch mt solch kndschem ,tand abzogeben4 ch habe ,s non gewarnt4 ,der ,direktor entlie ihn4 ,paul ,schuster hielt nur mit ,mhe die ,trnen zurck4 ,er kam sich so erbrmlich1 so namenlos lcherlich vor1 da er zu jedem ,entschlu unfhig war4 ,zu ,hause angelangt1 berlegte er4 ,nach mehrstndigem ,hin- und ,hersinnen kam er zu dem ,resultat1 da ihm nichts anderes brig bleibe1 als ,elisabeths ,vater persnlich aufzusuchen4 ,trotzig erhobenen ,hauptes machte er sich auf den ,weg4 ,er ward nicht vorgelassen4 ,was tun8 ,eine halbe ,minute lang schwankte er1 ob er sich nicht mit ,gewalt den ,weg in das friedliche ,studierzimmer bahnen und im ,tone eines beleidigten ,theaterhelden ,rechenschaft fordern sollte fr die zwiefach krnkende ,unbill4 ,bald aber gewann die vernnftige ,erwgung die ,oberhand4 ,der eben noch so heroische ,primaner zog ab4 ,wie ein verschmhter ,freier schlich er gesenkten ,blickes nach ,hause1 warf sich mit geballten ,fusten langwegs auf das ,sofa und heulte4 ,so war das poesiereiche ,verhltnis zu ,elisabeth meuchlings zertrmmert worden4 ,allerhand kleine ,miverstndnisse hatten dazu beigetragen1 den ,sturz der ,ideale zu vervollstndigen4 ,und nun kam die ,klassenprfung4 ,elisabeth erschien reizender als je4 ,sie nahm in der vordersten ,reihe ,platz4 ,zwei ,stunden lang kreuzten sich die ,blicke der beiden ,liebenden1 und dieser stumme ,depeschenwechsel reichte aus1 beiden die ,gewiheit zu geben1 da sie einander noch angehrten4 ,am ,schlu des ,examens erntete ,schuster ein ,lcheln1 das ihm den letzten ,zweifel benahm 444 ,glcklicher ,schuster6 ,ich wiederhole es3 ,das ,klassenexamen ist der ,lichtblick der scheuen ,primanerliebe6 ,doch kehren wir aus dem ,speziellen ins ,allgemeine zurck1 und erzhlen wir den weiteren ,normalverlauf der ,semesterprfung4 ,am ,abend des dritten ,tages bestieg ,samuel ,heinzerling den ,katheder und verkndete die ,prmien und die ,versetzungen4 ,ein feierlicher ,moment6 ,der ,direktor wute denn auch der ,bedeutsamkeit des ,augenblicks in jeder ,hinsicht gerecht zu werden4 ,seine ,stimme klang fast wie die ,posaune des ,jngsten ,gerichts1 wenn er begann3 ,von ,onterprma nach ,oberprma rcken auf3 ,und nun folgte die ,liste4 ,die nicht erwhnten ,schler waren zu ewiger ,verdammnis -- ich will sagen1 zum ,sitzenbleiben fr ein weiteres ,semester verurteilt4 ,dann fuhr der ,direktor fort3 ,prmien erhalten n dser ,klasse3 ,und nun folgte das kurze ,verzeichnis der wenigen ,auserwhlten4 ,dieses ,verzeichnis schrumpfte1 je hher man in der ,reihe der ,klassen hinaufstieg1 immer mehr zusammen4 ,in ,prima gab es nur ganz ausnahmsweise ,prmien3 ,d ,prmaner taugen alle ncht vl1 so pflegte ,samuel privatim diese ,manahme zu motivieren4 ,zu ,ostern fand am ,schlusse der ,prfungen zuweilen ein sogenannter ,aktus statt1 bei dem das schne ,geschlecht noch zahlreicher vertreten war als beim ,examen4 ,gedichte1 deutsche und lateinische ,reden1 ,gesnge und sonstige musikalische ,vortrge waren der ,gegenstand dieser nachmittglichen ,feier1 an der sich nicht nur die ,schler1 sondern auch die ,lehrer aktiv beteiligten4 ,so entsinne ich mich eines trefflichen ,vortrags1 den ,samuel ,heinzerling ber die ,wirkung der echten ,humanitt hielt4 ,doktor ,brmmel1 der ,zwillingsvater1 sprach wiederholt ber die ,bevlkerungsverhltnisse der europischen ,staaten2 er wies darauf hin1 da ,deutschland das rivalisierende ,frankreich immer mehr zu berflgeln verspreche1 eine ,wahrheit1 die von ,emanuel ,boxer mit der malitisen ,bemerkung begleitet wurde3 ,daran ist niemand schuld1 als ,doktor ,brmmel6 ,der ,herr ,pastor lie sich ber das griechische ,schisma vernehmen1 ein ,thema1 von welchem ,boxer behauptete1 da es die anwesenden ,damen nur zur ,hlfte verstehen wrden4 ,doktor ,perner endlich gab ,bilder aus der neueren ,literaturgeschichte4 ,leider waren meine ,gymnasialhumoresken damals noch nicht geschrieben1 sonst wrde er sie ohne ,zweifel mit ,enthusiasmus erwhnt haben4 ,gegen sechs ,uhr trat man den ,heimweg an4 ,jedermann befand sich in einer rosigen ,stimmung4 ,nur die ,sitzengebliebenen lieen elegisch die ,kpfe hngen und gelobten sich1 im neuen ,semester ,rache zu ben fr die erlittene ,krnkung4 ,das habe ich dem ,doktor ,perner zu danken1 sagte der eine4 ,mich hat der ,brmmel ins ,verderben geritten6 ,fr das nchste ,jahr wnsche ich ihm ,drillinge6 ,ferien4 ,gegen ,schlu des ,semesters tritt in der ,stimmung des deutschen ,gymnasiasten eine seltsame ,wandlung ein4 ,bis dahin hat er die ,knechtschaft des ,stundenzwanges mit jener edlen ,resignation hingenommen1 die der ,weise einem unabwendbaren bel entgegenbringt4 ,jetzt mit einemmal ergreift ihn ein selbstbewuter1 beinahe trotziger ,frohsinn4 ,noch leistet er den ,befehlen des ,lehrers ,folge1 aber sein ,gesichtsausdruck steht mit dieser ueren ,unterwrfigkeit in schroffem ,gegensatze4 ,auf der lchelnden ,lippe schwebt ein unausgesprochenes ,wort1 das1 ins ,verstndliche bertragen1 ungefhr also lautet3 ,ich gehorche6 ,ich stehe unter deiner ,botmigkeit6 ,aber der ,tag der ,befreiung naht auf ,sturmesflgeln6 ,wenn er erscheint1 dann wehe dem ,grundgesetz deiner ,herrschaft6 ,strafen1 die sonst eine niederschmetternde ,wirkung ausgebt htten1 werden jetzt gleichgltig1 ja fast mit offenem ,hohn ertragen3 der ,skorpion des ,absolutismus hat seinen ,stachel verloren4 ,wer in der ,vlker- und ,staatengeschichte einigermaen bewandert ist1 der wird sich erinnern1 da hnliche ,stimmungen von jeher den ,verschwrer am ,vorabend der ,entscheidung beseelt haben4 ,genau so dachte und fhlte der ,neger1 der unter ,toussaints ,fhrung die ,fesseln seiner langjhrigen ,sklaverei sprengen sollte4 ,htten die ,plantagenbesitzer von ,st4 ,domingo ein deutsches ,gymnasium besucht1 sie wren niemals von den schwarzen ,bataillonen berrumpelt worden4 ,der deutsche ,gymnasiallehrer wei nur zu genau1 was jener ,stimmungswechsel bedeutet4 ,er wei1 da es die ,perspektive auf die ,ferien ist1 die seiner ,klasse so rebellisch die ,adern schwellt4 ,ferien6 ,das ,wort hat fr einen deutschen ,gymnasiasten etwas ,zauberisches6 ,schon viele ,wochen im voraus wird bis auf den ,tag und die ,stunde berechnet1 wie lange man noch auf den harten ,subsellien zu schmachten hat4 ,die ,phantasie eilt der ,wirklichkeit in rauschendem ,fluge voraus und bevlkert die ,zukunft mit den beglckendsten ,lichtstrahlen4 ,man entwirft ,plne2 man gelobt sich1 die anderthalb ,monate diesmal so recht grndlich und nach allen ,richtungen hin auszukosten4 ,man berlt sich einer poesievollen ,zerstreutheit1 die sich von ,woche zu ,woche steigert und zuletzt in die vollendete ,trumerei ausartet4 ,mir und meinem vielgenannten ,freund ,wilhelm ,rumpf war diese gesteigerte ,spannung so unertrglich1 da wir den ,freitag und den ,sonnabend vor dem ,beginn der ,ferien jedesmal schwnzten4 ,zur gewohnten ,stunde ergriffen wir unsere ,schreibmappen und traten ins ,freie4 ,in dem kleinen ,tempel der stdtischen ,promenade1 der zu dieser ,frist vllig verwaist stand1 gaben wir uns ein ,rendezvous und beratschlagten1 was den ,tag ber zu beginnen sei4 ,wenn wir einen ,entschlu gefat hatten1 stellten wir unsere ,uhren mit ngstlicher ,genauigkeit nach der groen ,turmuhr der ,stadtkirche und verloren uns dann1 halb ,kinderspiele1 halb ,gott im ,herzen1 seitwrts in die ,felder4 ,ganz besonders entzckend waren diese illegitimen ,ausflge am ,schlu des ,sommersemesters4 ,eine prchtige ,landschaft1 die noch im reichsten ,festgewand strahlte1 ein tiefblaues ,himmelsgewlbe1 und auf allen ,hgeln und ,hngen ein berschwenglicher ,segen des kstlichen ,obstes1 -- was brauchten wir mehr1 um glcklich zu sein8 ,die ,freude ber den wolkenlosen ,septembertag paarte sich mit dem ,triumphgefhl ber die gelungene ,entweichung4 ,jauchzend strichen wir durch die einsamen ,nugrten und fllten uns1 dem siebenten ,gebote zum ,trotz1 die ,taschen4 ,gegen zehn nahmen wir in der nchsten lndlichen ,schenke einen ,imbi1 dessen ,mangelhaftigkeit durch den ,glanz unserer ,gemtsverfassung ersetzt wurde4 ,eine ,stunde spter rsteten wir uns zum ,heimweg4 ,es galt1 rechtzeitig in der ,behausung einzutreffen1 denn die ,sache sollte den ,anschein haben1 als kmen wir direkt aus dem ,gymnasium4 ,auf diese ,weise verbrachten wir den ,freitag und den ,sonnabend4 ,wie ,leander die ,hero1 so besuchten wir die ,gttin der ,freiheit unter dem ,deckmantel des ,geheimnisses 444 ,fr kurze ,zeit hat dieser verstohlene ,umgang einen unendlichen ,reiz3 auf die ,dauer aber sehnt man sich nach dem festen ,besitz4 ,so hatten wir denn beim ,luten der ,sonntagsglocken gerade genug an dem heimlichen ,raube1 und wonnetrunken begrten wir unser rechtliches ,eigentum1 -- die ,ferien6 ,wer vermchte zu schildern1 was ein deutscher ,gymnasiast beim ,beginn der ,ferien empfindet6 ,sechs lange ,wochen6 ,eine ,ewigkeit6 ,freudig blitzenden ,auges und stolz erhobenen ,hauptes wandelt man umher1 als ob man die ganze ,welt bese6 ,und zwar ist dieses ,entzcken um so aufrichtiger und vollstndiger1 je weiter abwrts wir uns von der ,prima entfernen1 -- vielleicht nur aus dem ,grunde1 weil die ,empfindung von der ,lnge der ,zeit mit der fortschreitenden ,entwicklung des ,menschen zusammenschrumpft4 ,dem ,quartaner und ,tertianer sind diese sechs ,wochen in der ,tat ein unbegrenzter ,spielraum3 das jugendliche ,gemt berlt sich der ,illusion1 die ,frist knne kein ,ende nehmen4 ,der ,primaner dagegen hat sich zu oft schon diese sechs ,wochen von rckwrts betrachtet2 die ,erfahrung hat seinen ,idealismus auf ein minder grandioses ,ma reduziert2 er wei die ,summe der ,gensse1 die ihn erwarten1 bereits annhernd abzuschtzen4 ,in einem ,punkte verwerten die ,schler aller ,klassen das ,privilegium der ,ferien gleichmig3 im freien ,genusse des ,morgenschlummers4 ,das ,recht1 ohne ,rcksicht auf eine bestimmte ,stunde in den hellen ,tag hineinschlafen zu knnen1 giet ber das ganze ,wesen des deutschen ,gymnasiasten einen ,schimmer der rosigsten ,verklrung4 ,wenn er nachts erwacht und sich1 behaglich aufatmend1 nach der anderen ,seite wendet1 so ist das ,bewutsein1 am folgenden ,morgen den sonst so verhngnisvollen ,schlag der ,glocke berhren zu drfen1 allein ausreichend1 um die ,ferien mit dem ,gewand eines zauberischen ,liebreizes zu umkleiden6 ,so dmmert der ,tag heran4 ,drauen1 in den ,zimmern und auf dem ,korridor ist schon alles geschftig3 der glckliche ,gymnasiast rhrt sich nicht4 ,selbst wenn er lngst nicht mehr schlafen kann1 hlt er noch die ,augen geschlossen1 bis die ,mutter oder die ,schwester ihn1 weniger aus ,grnden der ,moral1 als mit ,rcksicht auf die gestrte ,hausordnung1 weckt4 ,nun kleidet der ,triumphator sich an1 langsam1 mit souverner ,verachtung der ,zeit1 -- denn er hat ihrer ja mehr1 als er braucht6 ,nach eingenommenem ,frhstck verlt er das ,haus3 das ist ein unumstliches ,axiom der ,ferienpraxis4 ,je nach der ,verschiedenheit seines ,alters und seines ,temperaments verbringt er den ,vormittag verschieden4 ,er streift durch ,feld und ,wald1 er schlendert ,arm in ,arm mit seinem ,intimus durch die ,gassen1 er besucht verstohlenerweise ein ,bierhaus und wagt selbst eine ,partie ,billard4 ,der ,quartaner und ,tertianer gibt sich mit seinen ,altersgenossen in besonders gnstig gelegenen ,hfen der ,nachbarschaft ein ,rendezvous1 um zu spielen2 er plant tolle ,streiche und verabredet ,ausflge in die weitere ,umgebung4 ,vor ,mittagszeit aber betritt keiner1 weder der ,schler von ,quarta1 noch der ,oberprimaner1 die elterliche ,wohnung4 ,nach ,tische treibt sich der ,feriengymnasiast zum ,leidwesen seiner ,angehrigen in strender ,weise auf den ,kanapees und ,sesseln herum2 trllert ein ,lied1 worber seine ltere ,schwester nervs wird2 neckt seine jngeren ,brder2 nimmt eine illustrierte ,zeitschrift zur ,hand1 trotz der wiederholten ,versicherung des ,vaters1 das sei keine ,lektre fr ihn2 fragt1 ob nicht bald ,kaffee getrunken werde2 stemmt seine ,stiefel wider die polierten ,tischfe1 legt sich ins ,fenster oder verklebt seiner ,mutter das ,schlsselloch des ,nhtischchens mit ,wachs4 ,die ,aufforderung1 er mge etwas arbeiten1 beantwortet er mit einem wohlwollenden ,lcheln4 ,erst will ich mich ausruhen1 sagt er1 behaglich die ,arme reckend4 ,wenn man das so mit ansieht1 man sollte meinen1 der rmste habe ,monate lang ,dienste in einer ,tretmhle geleistet4 ,der ,nachmittag wird1 je nach der ,jahreszeit1 zu ,ausflgen in die umliegenden ,bierdrfer1 zu ,fensterpromenaden1 zu ,skatpartien1 zu ,kahnfahrten und dergleichen benutzt1 und der ,abend bringt oft nur eine ,fortsetzung des ,nachmittags4 ,dieses lustige1 ungebundene ,leben erfhrt eine gelinde ,trbung durch den ,hinblick auf die ,ferienarbeiten1 die in einigen ,gymnasien nicht ganz ohne ,belang sind4 ,ich meinesteils habe meine ,pensa stets schon in der ersten ,woche begonnen und so unter der ,hand ohne ernstliche ,schdigung meines ,wohlgefhles erledigt4 ,die meisten ,schler warten jedoch bis zuletzt und verderben sich den ,schlu der ,ferien von ,grund aus4 ,es leuchtet ein1 da die von mir befolgte ,methode gerade vom ,standpunkt des ,epikurers aus die einzig richtige ist1 -- auch richtiger als das andere ,extrem1 whrend der ersten ,tage alles auf einmal zu absolvieren4 ,unter den ,ferienarbeiten1 mit denen man uns die ,flgel ein wenig zu binden hoffte1 nahm der deutsche ,aufsatz einen hervorragenden ,rang ein4 ,und zwar gab man uns zu wiederholten ,malen das ,thema3 ,wie verbrachte ich meine ,ferien8 ,diesen ,aufsatz schrieb ich stets in der ersten ,woche1 denn die historische ,wahrheit gehrte von je zu den geringsten ,verdiensten solcher ,arbeiten4 ,ganz faule und versumpfte ,kameraden1 die niemals aus eigenem ,antrieb ein ,buch in die ,hand nahmen1 gaben sich in dem ,ferienaufsatz den ,anschein1 als htten sie umfassende ,privatstudien im ,xenophon und im ,curtius geleistet4 ,die ,lehrer nahmen das merkwrdigerweise stets so beifllig hin1 da ich als ,obersekundaner den ,entschlu fate1 dieses lgnerische ,selbstlob einmal auf die ,spitze zu treiben4 ,da war denn in meinem ,aufsatz etwa folgender ,passus zu lesen3 ,ich erhob mich des ,morgens zwischen vier und fnf1 nahm in aller ,eile den ,kaffee ein und verfertigte alsdann bis gegen #aj ,uhr lateinische ,stilbungen4 ,hierauf machte ich einen halbstndigen ,spaziergang1 um sofort wieder an meine ,arbeit zurckzukehren4 ,ich las ,corneille1 ,racine1 ,molire und ,chateaubriand1 bis ich zu ,tische gerufen wurde1 was in der ,regel so gegen ein ,uhr statthatte4 ,die ,stunden von zwei bis fnf widmete ich dem ,griechischen1 der ,geschichte und der ,geographie4 ,hierauf unternahm ich in ,begleitung meines ,vaters einen ,spaziergang1 von dem wir meistens so gegen halb sieben ,uhr zurckkehrten4 ,um sieben ,uhr wurde zu ,nacht gespeist1 und nun arbeitete ich von acht bis elf ,mathematik1 ,physik und ,kirchengeschichte4 ,oft auch habe ich die ,mitternacht an meinem stillen ,pulte herangewacht1 denn ich hatte mir nun einmal fest vorgenommen1 eine gewisse ,summe von ,lernstoff zu bewltigen4 ,sagt doch schon ein alter ,klassiker3 ,wir lernen nicht fr die ,schule1 sondern fr das ,leben4 ,meine ,muestunden benutzte ich dann zur ,lektre von ,goethe1 ,schiller1 ,klopstock1 ,wieland1 ,herder1 ,lessing1 ,platen1 ,rckert und ,roderich ,benedix2 auch bersetzte ich viele ,oden des ,horaz metrisch ins ,deutsche4 ,des ,sonntags besuchte ich von neun bis elf die ,kirche1 hielt mich jedoch1 um nicht aufzufallen1 meist abseits1 weshalb mich die ,herren ,lehrer ohne ,zweifel nur selten wahrnahmen4 ,einmal war ich zwei ,tage lang in ,frankfurt1 und diese in jeder ,hinsicht belehrende ,reise will ich hier zum ,gegenstand einer ausfhrlichen ,schilderung machen4 ,ich wurde um dieses ,aufsatzes willen wegen ,unfugs mit sechs ,stunden ,karzer bestraft und dazu beauftragt1 dasselbe ,thema noch einmal1 und zwar in jeder ,hinsicht wahrheitsgem1 zu behandeln4 ,drei ,tage spter also reichte ich dem ,lehrer eine neue1 von der ersten wesentlich differierende ,arbeit ein1 die folgenden ,passus enthielt3 ,des ,morgens schlief ich bis neun1 mitunter sogar bis zehn ,uhr4 ,denn1 sagte ich bei mir selbst1 wozu sollst du dich plagen1 wenn du's gut haben kannst8 ,gearbeitet habe ich nur sehr wenig4 ,ich erledigte zwar zur ,not meine ,pensa3 im brigen aber versprte ich einen seltsamen ,abscheu gegen jede ,ttigkeit4 ,man lebt nur einmal auf der ,welt1 pflegte mein ,groonkel ,schmidthenner zu sagen4 ,so hielt ich es denn fr zweckmig1 mir die kurze ,freiheit recht zunutze zu machen4 ,fast tglich bestand ich mit ,wilhelm ,rumpf einen ,ringkampf1 wobei immer derjenige siegte1 der den ,untergriff hatte4 ,solche bungen sind in jeder ,beziehung praktisch4 ,ich merkte dies bei dem ,zwist mit dem ,gnsehirten von ,wieseck4 ,der ,mann wollte uns ausschimpfen1 weil ,rumpfs kleiner ,pudel ihm die ,gnse gejagt hatte4 ,wir zerbluten ihn jmmerlich4 ,hieraus erhellt1 da der ,jngling sich nicht frh genug in krperlichen ,exerzitien ergehen kann4 ,wie sagt schon ,horaz8 usw4 usw4 ,in diesem ,stile ging es zwlf ,seiten lang4 ,am ,schlu meiner tckischen ,abhandlung hatte ich die zwlf ,stunden ,karzer1 die ich diesmal eroberte1 so vollstndig verdient1 da ich mich noch jetzt ber die ,nachsicht des sonst so leicht erregbaren ,lehrers wundere4 ,wie verbrachte ich meine ,ferien8 ,in der ,tat ein trostloses ,thema fr einen deutschen ,gymnasialschler1 der weder lgen1 noch seine ,lehrer beleidigen will6 ,das ,maturittsexamen4 ,das ,wort ,examen hat fr den ,gymnasialschler je nach ,umstnden eine sehr verschiedenartige ,klangfarbe4 ,ernst und gewichtig tnt es an sein ,ohr1 wenn es die ,abiturientenprfung bezeichnet2 leicht und harmlos dagegen1 wenn es jene ,komdie bedeutet1 die sich alljhrlich ein- oder zweimal vor dem ,beginn der ,ferien wiederholt1 mit dem angeblichen ,zweck1 das ,publikum ber die intellektuellen und ethischen ,fortschritte der knftigen ,staatsbrger zu unterrichten4 ,das ,abiturienten- oder ,maturittsexamen ist1 streng genommen1 nur eine ,form1 da die ,lehrer in den meisten ,fllen vorher wissen1 wer da bestehen und wer durchfallen wird4 ,es wre auch sonderbar1 wenn die paar ,stunden oder ,tage des ,examens genauere ,auskunft ber den ,bildungsgrad eines ,schlers ermglichen sollten1 als die ,monate und ,jahre des regen persnlichen ,verkehrs in der ,klasse4 ,gleichwohl betritt der ,abiturient mit einem seltsamen ,zagen den ,prfungssaal1 nicht ahnend1 da sein ,schicksal schon vor der ersten ,frage so gut wie entschieden ist4 ,der ,schler1 der sich whrend seiner ganzen gymnasiastischen ,laufbahn durch die lebhafte ,bettigung eines wissenschaftlichen ,sinnes ausgezeichnet und den ,beweis geliefert hat1 da er wirkliche ,kenntnisse besitzt1 wird selbst dann nicht durchfallen1 wenn er in einer ,spezialitt unglcklicherweise alle ,fragen schuldig bleibt2 viel eher ist der umgekehrte ,fall denkbar1 da ein ,ignorant1 der sich nur oberflchlich eingepaukt hat1 durch eine glckliche ,konstellation entschlpfe4 ,es liegt also nicht der geringste ,grund zur ,aufregung vor2 aber die ,tradition und der ,instinkt wirken hier mchtiger als die reine ,vernunft4 ,in dem ,gymnasium meiner ,vaterstadt ,grningen hatten die ,abiturienten erst ein dreitgiges schriftliches ,examen und dann ein mndliches von etwa sechs ,stunden zu leisten4 ,das schriftliche war entschieden die ,hauptsache4 ,es bestand aus drei ,extemporal-,aufstzen1 einem deutschen1 einem franzsischen und einem lateinischen4 ,die strengste ,klausur sonderte uns whrend dieser ,arbeiten von der ,auenwelt ab4 ,vor ,schlu seines ,aufsatzes durfte keiner den ,saal und die dazu gehrigen ,rumlichkeiten verlassen4 ,gegen ,mittag lieferte uns der ,pedell etwas kalte ,kche2 den ,angehrigen der ,schler war es nicht gestattet1 sich bei dieser ,proviantlieferung zu beteiligen1 da es frher mehrfach vorgekommen war1 da man in ,buttersemmeln1 ,wrsten u4 dergl4 die ntigen literarischen ,hilfsmittel zur ,bewltigung der ,themata eingeschmuggelt hatte4 ,trotz dieser peinlichen ,vorsicht gelang es fast regelmig1 etwas ,verwendbares ber die ,schwelle zu paschen4 ,bei dem ,schlieen oder ffnen des ,fensters warf man einen ,zettel in den ,hof1 der das ,thema bezeichnete4 ,treue ,freunde1 die unten lauerten1 beschafften sofort1 was sie an frheren ,bearbeitungen desselben ,vorwurfs etc4 etc4 auftreiben konnten1 und legten es im rechten ,moment auf eine gewisse verschwiegene ,lokalitt1 deren ,besuch man uns doch nicht vllig verbieten konnte4 ,zuweilen gelang es auch1 schon ,tags zuvor das ,thema ausfindig zu machen1 sei es1 da ein ,familienmitglied des ,examinators die ,sache verriet1 sei es1 da wir listigerweise das ,notizbuch des ,lehrers durchforschten und so die ntigen ,anhaltspunkte eroberten4 ,einmal hatte der ,direktor ,samuel ,heinzerling in ,erfahrung gebracht1 der ,abiturient ,ittmann sei am ,abend vor dem ,beginn der ,prfung auf wunderbare ,weise in den ,besitz des ,themas gelangt und werde des ,tags darauf eine ,reihe von ,manuskripten und ,drucksachen mitbringen1 und zwar1 um der ,mglichkeit einer ,visitation auszuweichen1 in seinen ,stiefelschften4 ,gott wei1 wer hier den ,judas gespielt hatte3 genug1 ,samuel ,heinzerling war bis ins einzelne unterrichtet und beschlo1 dem p4 p4 ,ittmann auf eine mglichst humorvolle ,weise zu ,leibe zu gehen4 ,es war die ganze ,zeit ber abscheuliche ,witterung gewesen4 ,auch am ,tage des lateinischen ,aufsatzes herrschte ein groer ,schmutz in den ,straen4 ,hierauf grndete ,samuel seinen ,plan4 ,als ,ittmann im ,saale erschien1 trat der ,direktor freundlich lchelnd auf ihn zu und reichte dem berraschten ,schler die ,hand4 ,kommen ,s1 lber ttmann1 sagte er schmunzelnd1 ch wei1 ,s neigen sehr stark zor ,erkltong 444 ,hiermit fhrte er den ,erstaunten nach dem ,ofen1 wo ein ,stiefelzieher und zwei ,pantoffel standen4 ,so1 lber ttmann1 ch habe hnen da ein paar ,pantoffel besorgt1 damit ,s sch ja ncht verderben4 ,zhen ,s hre ,stfel hbsch aus4 ch bn berzeugt1 ,s haben sch nasse ,fe geholt4 ,sie sind zu gtig1 ,herr ,direktor1 stammelte ,ittmann1 aber ich habe wirklich ganz trockene ,fe4 ,ich danke recht sehr4 ,es wrd doch besser sein1 wenn ,s d ,schohe dort anzhn4 ,s snd mr n der letzten ,zeit wderholt onwohl gewesen 444 ,das ist ganz vorber1 ,herr ,direktor4 ,ich fhle mich jetzt vollstndig frisch4 ,eben1 weil ,s sch frsch fhlen1 sollen ,s sch ncht wder erklten4 ,machen ,s jetzt keine ,omstnde2 ch meine es goot mt hnen6 ,ohne ,zweifel1 ,herr ,direktor4 ,ich verspre aber nicht den geringsten ,anflug von ,nsse4 ,lassen ,sie lieber den ,schierlitz die ,pantoffel da anziehen3 der hat einen viel weiteren ,weg als ich4 ,nein1 nein6 ,der ,schrltz st eine roboste ,nator6 ,s allein haben mr den verflossenen ,wnter fortwhrend ber ,katarrh geklagt4 ,jetzt machen ,s mch ncht ongedoldg1 ond entledgen ,s sch so rasch w mglich hrer ,stfel6 ch befhle es hnen6 ,ittmann war der ,verzweiflung nahe4 ,seine angeborene ,geistesgegenwart half ihm jedoch auch diesmal ber die ,klippe hinweg4 ,nun denn1 ,herr ,direktor1 sagte er mit einer artigen ,verbeugung1 so nehme ich dankbar an4 ,mit diesen ,worten ergriff er die ,pantoffel und den ,stiefelzieher und eilte der ,tr zu4 ,wo wollen ,s hn8 rief ,samuel ,heinzerling4 ,herr ,direktor1 ,sie werden mir zutrauen1 da ich so viel ,lebensart besitze1 um meine ,stiefel nicht in ,ihrer ,gegenwart auszuziehen4 ,ich verfge mich da neben ins ,konferenzzimmer4 ,samuel ,heinzerling trat auf ihn zu1 klopfte ihm auf die ,schulter und flsterte mit einem halbunterdrckten ,lcheln3 ,wssen ,s was8 ,gehn ,s lber nach ,hause ond wechseln ,s zo ,haus hre ,stfel6 ,s haben sch brgens goot herausgehauen1 wrklch1 sehr goot6 ,das mo hnen der ,neid lassen4 ,aber1 ,herr ,direktor1 ich versichere ,sie 444 ,machen ,s1 da ,s fortkommen ond verschern ,s mch lber nchts4 ch denke1 ,s wssen am besten1 wo der ,schoh ,s drckt4 ,aber ch sage hnen1 auf dem ,foo stehen wr ncht mteinander1 wenn das ,examen anfngt6 ,s snd mr ein onreeller ,kamerad6 ,verstehn ,s mch8 ,herr ,direktor1 versetzte ,ittmann mit einem ,blick auf seine ,stiefel1 ich habe heute morgen schon so viel eingesteckt1 da ich auch diesen ,vorwurf einstecken und ,sie um dauernde ,nachsicht ersuchen will4 ,samuel ,heinzerling lachte4 ,ittmann aber eilte nach ,hause und erschien diesmal ohne die ,eselsbrcken4 ,sei es nun1 da das ,erlebnis mit ,samuel ,heinzerling seinem ,geiste eine besondere ,elastizitt verlieh1 sei es1 da der ,direktor ein hervorragendes ,wohlwollen entwickelte1 kurz1 der ,schler erhielt die ,note eins4 ,der lateinische ,aufsatz1 den ich zur ,bekundung meiner ,reife verabfolgen mute1 betraf den ,kaiser ,tiberius4 ,ich habe nun bereits in meiner ,skizzensammlung ,aus ,sekunda und ,prima hervorgehoben1 da die ,weltgeschichte von je meine schwache ,seite gewesen4 ,von ,tiberius insbesondere wute ich nur sehr wenig ,positives1 -- etwa1 da er des ,kaiser ,augustus ,nachfolger gewesen2 da er sich durch ,grausamkeit und ,willkr ausgezeichnet2 da er einen ,gnstling1 namens ,sejanus1 besessen und schlielich von ,macro mit einem ,kissen erstickt worden sei4 ,nun verstand ich es zwar1 solche geringfgige ,anhaltspunkte mglichst ausgiebig zu verwerten3 aber das ,gold meines ,wissens wollte diesmal1 noch so breit geschlagen1 nicht ausreichen1 um den gewaltigen ,raum eines ,abiturientenaufsatzes zu bedecken4 ,hier half ich mir nun auf folgende sinnreiche ,weise1 die ich jedem ,primaner unter gleichen ,verhltnissen auf das wrmste empfehlen mchte4 ,ich hatte zufllig wenige ,tage zuvor eine interessante ,monographie ber den ,kaiser ,augustus gelesen1 deren ,einzelheiten mir noch ziemlich treu im ,gedchtnis hafteten4 ,so begann ich denn meinen ,aufsatz wie folgt3 ,nach dem ,tode des ,csar ,octavianus ,augustus bestieg der tckische1 menschenfeindliche ,tiberius den ,kaiserthron4 ,es gelang ihm schon nach kurzer ,frist1 sich in allen ,teilen des ,reichs grndlich verhat zu machen1 denn er bildete durchweg den schroffsten ,gegensatz zu dem wohlwollenden1 gerechten1 kunst- und literaturfreundlichen ,augustus4 ,dieser ,kontrast mute die ,antipathie der ,rmer noch beschleunigen und vertiefen4 ,augustus hatte das und das getan1 diese und jene ,einrichtung getroffen1 so und so die ,verhltnisse des rmischen ,volkes geregelt2 von alledem finden wir bei ,tiberius keine ,spur4 ,augustus und seine ,freunde ,messala1 ,pollio und ,mcenas waren ,kenner der griechischen ,dichter1 deren ,werke man in ffentlichen ,bibliotheken sammelte2 in der ,umgebung des ,tiberius dagegen finden wir weder einen ,mcenas noch einen ,messala noch einen ,pollio4 ,augustus war auch uerlich eine sehr angenehme ,erscheinung4 ,ein heiterer ,friede ruhte auf seinem ,antlitz4 ,er machte den ,eindruck eines biederen1 wrdevollen und geistig bedeutenden ,alten4 ,ganz anders ,tiberius1 von welchem uns dergleichen nirgends berichtet wird4 ,auf diese ,weise gab ich eine sehr detaillierte ,geschichte des ,augustus und fgte nur von ,zeit zu ,zeit die ,bemerkung hinzu1 das sei bei ,tiberius anders gewesen4 ,nachdem ich so mein ,wissen erschpft hatte1 schlo ich wie folgt3 ,leider ist die ,zeit bereits zu sehr vorgerckt1 als da es mir noch mglich wre1 auf die brigens allbekannten ,einzelheiten der so verhngnisvollen ,regierung des ,tiberius nher einzugehen4 ,erwhnen will ich noch1 da er1 wie fast alle ,tyrannen1 auf unnatrliche ,weise endete4 ,ja1 es gibt eine ,nemesis der ,weltgeschichte1 deren furchtbares ,walten nur der ,tor leugnen wird6 ,est modus in rebus1 sunt certi denique fines6 ,und dann sprach ich noch den blichen ,wunsch aus3 ,spero fore1 ut1 quae hodie conscripsi1 rectori gymnasii doctissimo1 illustrissimo1 justissimo mire placeant4 ,meine ,hoffnung ging in ,erfllung4 ,die umfassenden ,kenntnisse1 die ich im ,punkte des ,augustus entwickelt hatte1 reichten aus1 um meine tiberianische ,unwissenheit zu bemnteln4 ,minder glcklich war ein ,abiturient namens ,glaser1 der einen deutschen ,aufsatz ber die ,vlkerwanderung zu schreiben hatte und1 wie ,sokrates1 nur eins wute3 da er nichts wute4 ,er begann sein ,thema wie folgt3 ,indem ich an die heutige ,aufgabe heran trete1 erinnere ich mich der alten ,vorschrift1 da der wahre ,philosoph niemals ber einen ,gegenstand reden darf1 ohne ihn des nheren definiert zu haben4 ,was heit ,vlkerwanderung8 ,augenscheinlich bedeutet dieser ,ausdruck eine ,wanderung von ,vlkern4 ,fragen wir nun zunchst3 ,was ist ein ,volk8 so liegt es klar zutage1 da sich dieser ,begriff nicht so in aller ,krze fixieren lt4 ,wir mssen daher etwas weiter ausholen4 ,schon in den ltesten ,zeiten 444 ,und nun folgte eine grazis stilisierte ,musterkarte historischer ,data1 wie sie in dem ,kopfe des pfiffigen ,schlers nach und nach hngen geblieben war4 ,die gypter1 die ,assyrer und ,meder spielten hier eine bedeutsame ,rolle4 ,ein lngerer ,abschnitt war dem auserwhlten ,volk ,gottes gewidmet1 dem ,volk par excellence4 ,dann sprach ,theophil ,glaser von den ,volksrechten1 von den verschiedenen ,staatsformen usw4 usw4 ,die ,hlfte des ,aufsatzes war hiermit zurckgelegt4 ,der ,schler fuhr fort3 ,wir kommen nun zu dem zweiten ,teile unserer ,definition3 ,was ist eine ,wanderung8 ,ein ,problem1 das er in hnlicher ,weise lste1 wie das des ,volkes4 ,als er endlich den ,begriff der ,vlkerwanderung glcklich zusammengesetzt hatte1 war die gegebene ,frist abgelaufen1 und hastig warf er die heuchlerische ,phrase auf das ,papier3 ,zu meinem grten ,bedauern mu ich hier schlieen1 denn ich hre das heisere ,metall des ,pedellen4 ,theophil ,glaser bestand zwar im deutschen ,aufsatze cum laude1 in der ,geschichte aber fiel er trotz seiner glnzenden ,definitionen unwiderruflich durch4 ,die ,lehrer wollten nicht glauben1 da nur ,quaddler daran schuld war1 wenn ,glasers ,abhandlung des vershnenden ,schlusses entbehrte4 ,druck3 ,j4 ,neumann1 ,neudamm4 ,empfehlenswerte ,werke4 ,verlag von ,j4 ,neumann in ,neudamm4 ,fr jede ,familienbibliothek1 besonders aber fr die ,hausfrau auf dem ,lande4 ,sofiensruh4 ,wie ich mir das ,landleben dachte1 und wie ich es fand4 ,von ,s4 ,jansen4 ,zweite1 krzlich neu erschienene ,auflage4 ,preis fein geheftet #d ,mk41 hochelegant gebunden #e ,mk4 ,ein prchtiges1 rein aus dem ,leben geschpftes ,werk von eigenartiger1 frischer1 humorvoller ,darstellung1 dessen erste ,auflage in noch nicht sieben ,monaten vergriffen gewesen ist4 ,die ,verfasserin1 ,stadtfrau und in der grten norddeutschen ,handelsstadt angesessen1 kauft sich in der ,nhe ihrer ,heimat ein kleines ,landgut1 welches sie selbst mit grtem ,verstndnis bewirtschaftet4 ,ihre wenigen ,freuden und die groe ,zahl der ,sorgen schildert uns die ,dichterin nun in einer ,form1 wie sie lebenswahrer und doch zum ,gemte sprechender nicht gedacht werden kann4 ,wir haben hier eine seltene ,perle moderner ,erzhlerkunst vor uns und ein ,buch1 das ein vorzgliches ,festgeschenk1 namentlich fr unsere ,hausfrauen1 genannt zu werden vollauf verdient4 ,die ,kritik hat sich ber ,sofiensruh durchweg ungemein anerkennend geuert4 ,wir geben folgende ,kritikauszge wieder3 ,der ,tag in ,berlin4 ,ein sehr amsantes ,buch -- und ein sehr nachdenkliches ,buch1 nachdenklich im ,sinne ,fontanes1 als etwas1 ber das man viel nachdenkt4 ,ich habe viel dabei gelacht und doch viel dabei gelernt4 ,mark ,twainisch fngt es an1 mit grotesken ,zirkuspltzen1 und geht dann doch in den schnen niederdeutschen1 etwas schwermtigen ,humor ber1 den wir an ,klaus ,groth und ,fritz ,reuter so sehr lieben4 ,und das schnste daran ist1 da alles1 was in dem ,buche steht1 so gar nicht erfunden und blo ausgedacht ist1 sondern in jeder ,zeile den unverkennbaren ,stempel der erlebtesten ,wahrheit trgt4 444 ,stdter und ,agrarier sollten diese meistens grotesk lustigen und doch so bitterernsten ,schilderungen und ,erlebnisse genau studieren1 die ersteren1 um zu begreifen1 unter welchen unerhrten ,schwierigkeiten der ,landwirt heute der ,natur und seinem ,helferpersonal sein ,leben abzuringen hat1 die letzteren1 um endlich darber klar zu werden1 da ohne eine grndliche1 an die ,wurzel gehende ,umgestaltung des lndlichen ,arbeitsverhltnisses ber lang oder kurz jede grere ,wirtschaft zugrunde gehen mu4 444 ,in ,zolas furchtbarem ,la ,terre sind die ,tatsachen eigentlich nicht viel krasser2 sie sind eben nur durch ein bittereres ,temperament gesehen4 444 ,wie gesagt3 ein nachdenkliches ,buch6 ,ein sehr nachdenkliches ,buch6 ,und wird keiner kommen drfen und sagen1 ein ,hetzer habe es geschrieben4 ,dr4 ,franz ,oppenheimer4 ,das ,daheim in ,leipzig4 444 ,es ist ein heiteres und erfreuendes und zugleich ein trauriges und betrbendes ,buch4 ,es ist heiter und erfreuend1 weil wir in ihm eine prchtige deutsche ,frau kennen lernen1 voll ,mutterwitz1 gesundem ,verstande1 ,tatkraft und zhem ,wollen1 die berdies noch ber eine sehr ungewhnliche ,gabe der ,schilderung und der ,charakterisierung verfgt4 444 ,unser ,buch ist gerade in seinen ,einzelschilderungen auch kulturgeschichtlich von groem ,wert1 es zeigt uns aber vor allem1 unter wie unsagbar schwierigen ,verhltnissen heute vielfach die ,landwirtschaft in ,deutschland betrieben wird4 ,th4 ,h4 ,pantenius4 ,gartenlaube in ,leipzig4 444 ,der ,titel ,tagebuch ist im allgemeinen nicht gerade vertrauenserweckend2 es verbirgt sich gemeinhin zu viel ,eitelkeit und ,selbstbespiegelung1 zu viel ,absicht und ,verlogenheit dahinter4 ,hier aber ist ,wahrheit von ,anfang bis zu ,ende1 ist ,erdgeruch und ,eigenart1 ein ,stck ,leben1 das sich in aller ,schlichtheit des ,empfindens1 ohne jede ,pose1 offenbart 444 ,und welch goldiger ,humor verklrt nicht all die groen und kleinen ,fehlschlge1 welche ,herzensgte und ,vornehmheit der ,gesinnung offenbart sich nicht darin1 wie diese ,frau sich zu den ,menschen1 zum ,leben stellt6 ,wahrlich1 ein ,frauenbuch1 auf das die ,geschlechtsgenossinnen der ,autorin nicht stolz genug sein knnen1 dessen ,lektre mehr als ein ,zeitvertreib1 ein gute ,unterhaltung ist6 444 ,mge das schne ,buch vielen zu einem ,freund und ,wegweiser werden4 ,fr jede ,familien- und ,hausbibliothek empfohlen3 ,entwickelungsgeschichte der ,natur4 ,von ,wilhelm ,blsche4 ,zwei ,bnde1 #afdf ,seiten1 #ghe ,abbildungen1 #af ,tafeln in ,schwarz- und ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #ah ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #bb ,mk4 ,die ,physik4 ,von ,h4 ,maser1 ,professor ,dr4 ,p4 ,richert und ,dipl4 ,ing4 ,a4 ,khns4 ,zwei ,bnde1 #agde ,seiten1 #aahc ,abbildungen1 #aj ,tafeln in ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #ah ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #bb ,mk4 ,die ,chemie4 ,von ,dr4 ,max ,vogtherr4 ,ein ,band1 #hdg ,seiten1 #dba ,abbildungen1 #e ,tafeln in ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #i ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #aa ,mk4 ,das ,mineralreich4 ,von ,professor ,dr4 ,georg ,zrich4 ,ein ,band1 #ged ,seiten1 #eba ,abbildungen1 #h ,tafeln und ,beilagen in ,schwarz-,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #i ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #aa ,mk4 ,das ,pflanzenreich4 ,von ,professor ,dr4 ,k4 ,schumann und ,professor ,dr4 ,e4 ,gilg4 ,ein ,band1 #heh ,seiten1 #dhj ,abbildungen1 #f ,tafeln in ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #i ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #aa ,mk4 ,das ,tierreich4 ,von ,professor ,dr4 ,l4 ,heck1 ,professor ,paul ,matschie1 ,bruno ,drigen1 ,dr4 ,ludwig ,staby1 ,e4 ,krieghoff1 ,professor ,dr4 v4 ,martens4 ,zwei ,bnde1 #bbbb ,seiten1 #adee ,abbildungen1 #ab ,tafeln in ,schwarz- und ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #ah ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #bb ,mk4 ,lnder- und ,vlkerkunde4 ,von ,dr4 ,f4 ,w4 ,paul ,lehmann4 ,zwei ,bnde1 #afdf ,seiten1 #ajbd ,abbildungen1 #aa ,tafeln in ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #ah ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #bb ,mk4 ,weltgeschichte4 ,von ,m4 ,reymond4 ,zwei ,bnde1 #afgb ,seiten1 #hda ,abbildungen1 #af ,bildertafeln und #aj bunte1 historische ,karten4 ,preis in ,leinen fein gebunden #ah ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #bb ,mk4 ,kunstgeschichte4 ,von ,professor ,dr4 ,max ,schmid4 ,nebst einem kurzen ,abri der ,geschichte der ,musik und ,oper1 herausgegeben von ,dr4 ,clarence ,sherwood4 ,ein ,band1 #hdb ,seiten1 #daa ,abbildungen1 #aj ,tafeln in ,schwarz- und ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #i ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #aa ,mk4 ,geschichte der ,weltlitteratur und des ,theaters aller ,zeiten und ,vlker4 ,von ,julius ,hart4 ,zwei ,bnde1 #ahhf ,seiten1 #hbe ,abbildungen1 #af ,tafeln in ,schwarz- und ,farbendruck4 ,preis in ,leinen fein gebunden #ah ,mk4 ,in ,halbleder hochfein gebunden #bb ,mk4 ,gesamtregister bearbeitet von der ,verlagsbuchhandlung4 ,ein ,band von etwa #cjj ,seiten4 ,das ,gesamtregister wird jedem ,abnehmer des ,gesamtwerkes1 also dem ,kufer aller sechzehn ,textbnde1 kostenlos geliefert2 sonst wird es abgegeben3 in feinen ,leinenband gebunden1 zum ,preise von #f ,mk41 in hochfeinen ,halblederband gebunden zum ,preise von #h ,mk4 ,alle ,werke zeichnen sich neben anerkannt vorzglichem ,text durch ungemein billigen ,preis1 reichen1 prchtigen ,bilderschmuck und geschmackvolle ,einbnde aus4 ,es sind ,bcher1 welche zu den ersten ,schtzen unserer ,literatur gehren2 auf jedem ,weihnachtstische werden sie berall ,freude und ,bewunderung hervorrufen4 ,reich illustrierte ,probehefte aller ,werke werden umsonst und postfrei geliefert4 ,alle ,buchhandlungen nehmen ,bestellungen entgegen4 ,verlag von ,j4 ,neumann in ,neudamm4 ,fr ,kriegsveteranen1 ,volksbibliotheken und zu ,prmienzwecken4 ,aus groer ,zeit4 ,bilder aus dem ,kriegsleben eines pommerschen ,jgers4 ,von ,paul ,lehmann-,schiller4 ,mit erluternden ,abbildungen4 ,preis hochelegant gebunden #e ,mk4 ,die ,literatur ber ,kriegserinnerungen ist nicht gering1 aber auch der ,interessentenkreis fr solche ,werke ist ein groer4 ,unter den vielen ,bchern dieses ,genres nimmt obengenanntes1 das erst im ,jahre #aijc erschienen ist1 nicht den letzten ,platz ein4 ,die ,kritik nennt es mit ,recht ein prchtiges1 rein aus dem ,leben geschpftes ,buch fr jung und alt6 ,sein ,verfasser ist heute ,direktor des ,schiller-,gymnasiums zu ,stettin4 ,nach ,ausbruch des ,krieges #ahgj machte er sofort das ,abiturientenexamen und trat als ,einjhrig-,freiwilliger bei den ,greifswalder1 pommerschen1 zweiten ,jgern ein4 ,nach der ,schlacht von ,sedan zur ,belagerung von ,metz ins ,feld geschickt1 machte ,lehmann diese1 die ,belagerung von ,paris 7,champigny7 und die ,jagd auf ,bourbaki durch das sdstliche ,frankreich mit4 -- ,wir lesen das humorvolle ,tagebuch eines jungen ,idealisten1 dreiig ,jahre spter durchgearbeitet und in seinem ,stoff gesichtet von dem gereiften ,manne1 mithin ein ,werk1 dessen ,lektre mehr bietet1 wie die meiste stoffverwandte ,literatur1 und sich dem alten ,feldzugssoldaten1 wie dem ,freunde deutscher ,geschichte zum ,genu gestaltet4 ,auch kulturgeschichtlich1 sowohl fr deutsche1 wie namentlich fr franzsische ,verhltnisse1 bietet das ,buch viel4 ,besonders aber werden die meist hochdeutsch1 aber vielfach auch in echt vorpommerschem ,platt gegebenen ,schilderungen durch ihren frischen und humordurchwehten ,ton seinem ,besitzer genureiche ,lesestunden bereiten4 ,alle ,buchhandlungen nehmen ,bestellungen entgegen4 ,verlag von ,j4 ,neumann in ,neudamm4 ,schnstes ,buch fr die wirklich reifere ,jugend1 besonders fr zuknftige ,forstleute1 ,jger und ,landwirte4 ,das ,jgerhaus am ,rhein4 ,jugenderinnerungen eines alten ,weidmannes4 ,dem jgerischen ,nachwuchse erzhlt von ,oberlnder4 ,mit #ajd ,originalabbildungen von ,jagdmaler ,c4 ,schulze4 ,preis hochelegant gebunden #h ,mk4 ,das ,jgerhaus am ,rhein will den ,sinn fr echt weidmnnisches ,fhlen und ,denken1 sowie fr die ,liebe zur ,natur schon in der ,brust des ,knaben wecken1 aus dem spter einmal ein tchtiger und weidgerechter ,jger werden soll4 ,die ,lehren geschehen an der ,hand einer prchtigen und berall in edelstem ,sinne unterweisenden ,schilderung von ,oberlnders eigenen ,jgerlehrjahren und dabei nicht etwa im trockenen ,schulmeisterton1 sondern in einer so glcklichen und anziehenden ,form1 da das ,buch nicht allein eine hervorragende ,bildungsschrift fr die reifere ,jugend genannt werden kann1 sondern auch dem erfahrenen ,weidmanne1 der sich bei ,oberlnders ,schilderungen vielfach in seine eigene ,jugend zurckversetzt sieht1 das grte ,interesse abgewinnen mu4 ,jedem ,jngling1 dem das erste ,gewehr soeben anvertraut wurde1 oder der es demnchst fhren soll1 mte mit diesem ,das ,jgerhaus am ,rhein in die ,hand gegeben werden2 die ,lehren ,oberlnders werden so unendlich viel ,gutes schaffen4 ,das reich und wunderhbsch illustrierte ,buch ist mithin besonders als ,festgeschenk fr die wirklich reifere ,jugend geeignet und namentlich fr den in der ,jagd-1 ,forst- oder auch in der ,landwirtschaftslehre stehenden zuknftigen ,jger4 ,alle ,buchhandlungen nehmen ,bestellungen entgegen4 ,verlag von ,j4 ,neumann in ,neudamm4 ,schnstes ,geschenkwerk fr die ,jugend1 besonders fr ,jger-1 ,forstmanns- und ,landkinder im ,alter von acht bis vierzehn ,jahren4 ,aus der ,waldheimat4 ,deutsche ,wald- und ,jgermrchen fr jung und alt4 ,erzhlt von ,ernst ,ritter von ,dombrowski und reich illustriert von ,hans ,rudolf ,schulze-,berlin4 ,preis hochelegant gebunden #d ,mk4 ,niemals wird sie ausgesungen1 die ,poesie des deutschen ,waldes2 unerschpflich in ihrer ,schnheit quillt sie als ein ,born der ,dichtung1 der ,sage und des ,mrchens aus der ,phantasie unserer deutschen ,dichter4 ,zu ihnen gesellt sich als neuester der altbekannte ,jagdschriftsteller ,ernst von ,dombrowski und bietet uns1 gleich einem taufrischen ,strau ,laub- und ,nadelzweige aus deutschem ,walde1 zwlf herrliche1 sinnige und so tief empfundene ,mrchen fr unsere ,weidmannskinder1 wie sie nur ein ,dichter zu schreiben versteht1 der in ,wald und ,weidwerk zum gereiften ,manne wurde4 ,deshalb eignet sich ,aus der ,waldheimat auch wie kein anderes ,mrchenbuch fr das deutsche ,jgerkind1 und berall1 wo einem solchen ein ,geschenk gemacht werden soll1 wird das hier angekndigte ,buch die trefflichsten ,dienste tun4 ,wie bei keiner anderen ,lektre werden unsere ,kinder durch diese ,dichtung in die ,schnheiten und den ewig jugendlichen ,reiz unserer ,wlder sowie in die ,poesie des deutschen ,weidwerkes eingefhrt und ihre ,sinne erfllen sich unbewut mit jener ,gedankenwelt1 die noch den ,schatz und das ,heiligtum des gereiften ,mannes1 ja1 des ,greises im grnen deutschen ,walde bilden4 ,alle ,buchhandlungen nehmen ,bestellungen entgegen4 ,weitere ,anmerkungen zur ,transkription ,der ,schmutztitel wurde entfernt4 ,offensichtlich fehlerhafte ,zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert4 ,die ,darstellung der ,ellipsen wurde vereinheitlicht4 ,in der ,textversion wurden die ,hinweise auf die ,kapitelverzierungen entfernt4 ,korrekturen 7das korrigierte ,wort ist in eingeschlossen73 ,s4 #cf3 da das ,er sagt1 das sei ,einbildung ,s4 #fe mirami mirari ,credo ego vos judices mirari ,s4 #fe3 summas summus ,wenn wir z4 ,b4 sagen1 summus mons ,s4 #ii3 ,konjuktivs ,konjunktivs ,wesen des lateinischen ,konjunktivs gemartert ,s4 #ajj3 ,deliquenten ,delinquenten wie dem ,delinquenten1 der unter dem ,fallbeil liegt ,s4 #aja3 jeder diese jede dieser da man jede dieser verschiedenen ,auffassungen ,s4 #adj3 bebesonderes besonderes jeden einzelnen in ein besonderes ,lokal ,s4 #adj3 ,sympton ,symptom erste ,symptom dieser neu sich regenden ,elastizitt ,s4 #aee3 ,leben ,lebens auf die ,kleinheit und ,gemeinheit des ,lebens ,s4 #aei3 areco arceo ,odi profanum vulgus et arceo ,s4 #afc3 gefgelten geflgelten die geflgelten ,worte des ,gymnasialherrschers ,s4 #bje3 ,ihnen ihnen da ihnen die ,regeln ber den griechischen ,optativ ,s4 #bab3 anderhalb anderthalb die anderthalb ,monate diesmal so recht grndlich