,symbole fr ,schriftarten3 gesperrt 3 kursiv ,,die ,,moral ,,des ,,hotels ,illustration3 ,nach einem ,originalgemlde von ,j4 ,vehling4 ,illustration3 ,paul ,vehling ,,paul ,,vehling ,,die ,,moral ,,des ,,hotels ,,tischgespr,,che ,l4 ,,didion ,,co41 ,,verlag ,,blake ,,building #gbc ,,lexington ,,avenue ,,new ,,york ,copyright1 #aiaj1 by ,paul ,vehling ,alle ,rechte vorbehalten ,all rights reserved ,the privilege of translation may be obtained from the author only bersetzungsrecht kann nur vom ,verfasser erworben werden ,,die ,,moral ,,des ,,hotels ,,gespr,,che ,,mit ,,mir ,,zu ,,tisch4 ,meine ,gste sind in wechselnder ,folge3 ein ,kunstkritiker1 ein ,soziologe1 ,professor der ,nationalkonomie1 ein fortschrittlicher ,groindustrieller1 ,kommerzienrat1 ,ritter usw41 deren liebenswrdige ,damen1 sowie verschiedene internationale ,gelegenheitsbekanntschaften u4 a41 ein ,schneider aus ,london und ein amerikanischer ,bischof4 ,der ,ort der ,handlung ist ein charakteristischer ,nomadenpalast1 ein ganz groes1 modernes1 internationales ,hotel4 ,,vorwort4 ,gesprche mit mir zu ,tisch6 -- ,wie schn lt sich an der ,tafel reden1 wenn die ,runde liebenswrdig1 wenn das ,essen gut und der ,appetit nicht verdorben ist6 ,wie frhlich lt sich nach einer edlen ,flasche philosophieren1 wenn man aus feiner ,schale heien ,mokka nippt und den blauen ,rauch einer guten ,zigarre in die ,luft blst1 whrend der sinnende ,blick den duftigen ,wolken nachzieht4 ,der wachsamste ,mensch wird dann unvorsichtig1 dem ,trug und der ,tuschung zugnglich4 ,ja1 was das ,schlimmste ist3 er wird vergelich4 ,und dennoch6 ,jeder will einmal so vergelich sein1 jeder sich einmal als ,mensch fhlen4 ,mehr als alles andere hat ein gutes ,diner eine ,wirkung daraufhin4 ,es verleiht dem ,esser eine schne1 ja olympische ,ruhe und ,sicherheit1 teilt ihm das stille1 wohltuende ,gefhl eines gesteigerten ,selbstbewutseins mit1 welches kein anderer ,genu1 keine andere ,lebenslage in solch ruhiger ,flle zu bieten vermag4 ,darin liegt die groe ,gefahr1 die ,falle fr den modernen ,menschen4 ,ein derartiger ,zustand1 dnkt mich1 sollte ruhiges1 klares1 vernnftiges ,denken frdern1 erwecken4 ,weit entfernt6 ,unsere ,zeit hat kaum jemals ernstlich ber diese ,frage nachgedacht1 hat nur instinktiv gehandelt4 ,darum versteht man auch so wenig zu essen4 ,die meisten verstehen es berhaupt gar nicht4 ,man will es nicht verstehen4 ,die ,gefahr ist zu gro2 die ,zeit fehlt4 ,man knnte sich zu sehr als ,mensch fhlen4 ,da ich jedoch in der glcklichen ,lage bin1 ber gengend ,zeit zu verfgen1 da ich die ,gefahren eines guten ,diners fr uns moderne ,menschen erkannt habe1 so bemeistere ich dieselben -- mit anderen ,worten3 ich bin ein aufrichtiger1 meiner vllig bewuter ,esser4 ,das will etwas sagen4 ,daher kann ich mir auch kaum etwas ,menschlich-,schneres denken als eine gesellige ,tafelrunde4 ,das gute ,gelingen eines ,mahls hngt freilich von tausend verborgenen1 mignstigen ,kleinigkeiten ab1 die nicht jedermann bekannt sind4 ,der ,gourmet selbst hat seine ,last damit4 rger ber milungenes ,essen wird besonders stark empfunden4 ,als gesundheitsschdliche ,gemtserregung tut er an ,heftigkeit nur der wahnsinnigen ,eifersucht eines ,verliebten gleich4 ,diese beiden ,tornados der menschlichen ,seele haben -- ganz wie die atmosphrischen -- ein ,zentrum1 das absolut still und ruhig und unerreichbar ist3 die ,dummheit im psychologischen ,falle4 ,so habe ich denn als ,gastrosoph die verschiedenen ,strungen1 ,hindernisse und ,gefahren1 die unseren ,tafelfreuden drohen1 eifrig studiert4 ,die ,mhler1 die ich gebe1 sind daher berhmt1 meine ,gastlichkeit ist gepriesen2 mein ,bild ist in jedem ,winkel der ,erde bekannt -- den ,gebildeten wenigstens4 ,man prahlt mit meiner ,bekanntschaft4 ,und hat keinen ,grund dazu4 ,wo ich auftauche und erkannt werde -- und ich werde erkannt -- da entsteht ,reportergedrnge4 ,natrlich mischt sich allerhand unliebsames ,volk unter4 ,gewhnlich ist dies sogar am strksten vertreten4 ,wie immer und berall und in aller ,ewigkeit4 ,aber ich habe ,verpflichtungen4 ,das ,klappern gehrt auch zu meinem ,handwerk4 ,das ,schweigen1 das feine1 lchelnde ,schweigen gleichfalls4 ,was eine negative1 aber nicht minder wirksame ,reklame ist4 ,vor allem darf ich daher nicht grob werden4 ,und vor allem einem internationalen ,banausentum gegenber nicht4 ,denn dies ist ungefhr das bsartigste1 gefhrlichste ,gesindel auf ,gottes weitem ,erdboden4 ,als ,mann der ,welt werde ich schlielich berhaupt nicht grob4 ,das heit allerdings ,zeitverluste4 ,als tchtiger ,geschftsmann aber -- denn das bin ich auch oder eigentlich -- habe ich mir ausgerechnet1 da derartig angelegtes ,kapital sich reichlich verzinst4 -- ,so entstanden meine ,tischgesprche1 oder richtiger ein ,teil derselben1 die besonderen1 die vorliegenden4 ,fr mich waren sie eine hchst interessante1 wenn auch teilweise verhngnisvolle1 kritische ,untersuchung der erwhnten ,gefahren2 dagegen eine gute ,lehre und ,strafe zugleich fr meine ,qulgeister4 ,denn hartnckig lie ich den teuflisch gesuchten1 einmal gesponnenen ,faden nicht mehr fallen4 ,selbst nicht auf die ,gefahr hin1 heimlich verfemt oder gar fr langweilig gehalten zu werden4 ,weil meine ,worte ehrlich und wohlgemeint sein sollten1 drum muten sie notwendigerweise so hinterlistig sein4 ,auch muten sie interessant sein4 ,sonst htten sie meinem ,rufe geschadet und ich htte nichts1 absolut gar nichts damit erreicht4 ,weil meine ,zuhrer an der ,tafel ,banausen waren1 mute ich fachsimpeln1 mute ich ,griffe in die diversen ,hanfbndel des ,lebens tun1 um sie -- die ,zuhrer1 die ,spezialisten -- zu kdern1 mit ihrem ,fache ihre ,aufmerksamkeit fesseln4 ,darin lag das ,interessante4 ,fr sie1 die ,zuhrerschaft4 ,ich erwartete im voraus alle ,schrecken einer ,inquisition1 alle ,qualen einer ,selbsterniedrigung1 ich sah die ghnenden ,kiefer einer entsetzlichen ,langeweile1 ihre dunkle ,rachenhhle1 ich empfand das ,nagen eines bsen ,gewissens1 -- aber statt alledem ergriff mich pltzlich ein fremdes ,verlangen -- ,neugier -- ,schaffensdrang -- ,mitleid -- ,entdeckermut -- sei es1 was es will4 ,und vorsichtig und geduldig zog ich den verhngnisvollen ,faden ein4 ,weiter und weiter6 ,denn1 ach1 nun wollte ich wissen1 wie er entstand1 woher er kam1 was an seinem ,ende hing4 -- ,es ist etwas ,eigenartiges um die menschliche ,seele4 ,ich wute genau3 der ,faden wird in meinen ,fingern gebildet4 ,aus dem wirren1 losen ,bndel ,hanf entsteht das feste ,knuel4 ,das ,bndel wird kleiner1 das ,knuel wchst4 ,und dazwischen liegt die ,wonne der ,arbeit1 die unwiderstehliche aber unbefriedigte ,neugier1 das ,wissen und das ,nichtwissen1 die ,furcht vor meiner ,spule fr den brausenden ,webstuhl der ,zeit1 meiner ,hnde ,werk zwar1 aber nicht mein ,eigentum4 99 99 99 99 99 ,wer den ,lauf der ,ereignisse in der letzten ,hlfte des #ai4 ,jahrhunderts betrachtet1 wird es ganz erklrlich finden1 da unsere ,generationen 7und vielleicht auch noch die kommenden7 trotz aller technischen ,fortschritte1 trotz aller redlichen ,bemhungen manches unbeachtet lassen1 manches vom ,strom der ,zeit ins ,leben ,gerissene und im ,aufblhen ,begriffene ersticken lassen1 das vielleicht zu scheu1 zu unansehnlich1 zu bescheiden oder zu schwach ist oder das gar wissentlich als zu verchtlich beiseite geschoben1 als da es der ,teilnahme der ,weisen und gar erst des gewhnlichen ,sterblichen wert wre4 ,unsere ,zeit hat indessen vor allen anderen das ,verdienst1 da sie uns die schne ,erde ganz erschlossen hat4 ,das ,bedrfnis hierfr ist das ursprnglichste ,empfinden im ,forschensdrange 7oder ,neugier71 das jede menschliche ,brust bewegt4 ,wichtige ,erfindungen haben es den ,vlkern ermglicht1 schnell1 bequem und billig reisen zu knnen4 ,man macht ausgiebigen ,gebrauch davon1 denn man reist gern4 ,und jeder1 der hierzu in seinem ,leben ,geld1 ,zeit und ,gelegenheit hatte1 kann1 wenn er glcklich und klug genug war1 nicht allzuviel ,bcherweisheit in sein ,reisernzlein einzuschnren1 sich stolz in die ,brust werfen und sagen1 falls ihn irgendein ,naseweis nach seiner ,bildung befragt3 ,ich habe die ,hoheschule des ,lebens besucht2 bin ,doktor der ,rechte des ,daseins4 ,und hnliches mehr4 ,wir ,menschen des zwanzigsten ,jahrhunderts haben uns den ,gesetzen der ,anpassung getreu den heranstrmenden ,ereignissen gefgt4 ,schranke um ,schranke fiel1 der ,naturalismus kam und ging wie die ,romantik vor ihm4 ,es wanken schon 7so denken wir7 die letzten ,barrieren vor dem ,gesuchten4 ,schlielich folgt die letzte ,emanzipation1 und wir stehen da mit leeren ,hnden vor einem ,nichts4 ,wir stehen davor und sehnen uns nach neuen 7oder gar zurck nach ein paar alten abgelegten7 ,idealen1 denn ohne ,ideale1 mit einem puren ,nichts geben sich ,menschen nicht zufrieden4 ,wir sorgen und sorgen und vergessen1 da die ,zeit fr uns sorgt4 ,das ist die ,nervositt des zwanzigsten ,jahrhunderts1 der ,menschen nchtern1 kalt1 berechnend1 businesslike1 aber dennoch mit einer qualvollen ,sehnsucht im ,herzen1 mit der ,genusucht nach dem gewissen ,etwas1 das die dunkle ,zukunft uns immer wieder hartnckig vorenthlt4 ,das ist ,neugier4 ,wir haben die uersten ,winkelchen der ,erde betreten1 wir wollen die ,tiefen der ,lfte und der ,meere1 ja die der eigenen ,seele ergrnden1 den geheimsten ,funktionen des ,cerebellums nachspren4 ,man mu sich sehr weit von den ,menschen entfernen1 um ein gutes ,bild von ihnen zu erhalten4 ,ein ,zusammenhang1 eine ,einheit ist schwer mehr zu erkennen1 obgleich sie besteht4 ,aber die hinterlistigen ,verhltnisse unserer ,zeit haben die frher nach einer ,einheit strebenden ,gewebe der ,zivilisation getrennt1 sie haben neue ,kontraste und ,abgrnde geschaffen1 einzelne ,reiche gebildet4 ,wir knnen kein ,ende sehen1 weil wir am ,anfang stehen4 ,und immer stehen werden4 ,daher toben gewaltige ,kmpfe zwischen ,kapital und ,arbeit1 blutige1 verderbliche ,aufruhre1 mrderische ,kriege1 politische ,umwlzungen4 ,daher fngt man sogar schon an1 human zu werden4 ,einsichtsvolle ,geister arbeiten bestndig an dem ,wohl des ,volkes4 ,die ,regierungen und ,kapitalisten1 vielleicht nur von gewissen ngsten dazu angetrieben1 geben ,mittel mit vollen ,hnden her4 ,kurz1 der ,dankbare sieht hinter jedem ,ereignis ein ,streben zur ,luterung4 ,mgen nun edle ,menschenliebe oder blo graue ,furcht vor unabsehbaren1 unheimlichen1 fabelhaften ,folgen dies ,streben frdern1 wir wissen es nicht4 ,vielleicht helfen beide4 ,wir wissen nur ,tatsachen1 wie zum ,beispiel1 da ,menschenliebe und folglich auch ,menschenfurcht ,mythen sind1 welche in uns lebendig geworden1 nun in ,wirklichkeit existieren4 ,furcht natrlich im erhhten ,mae4 ,wir wissen nur ,tatsachen1 wie zum ,beispiel1 da die mehr oder weniger deutlichen ,drohungen des ,sozialismus manches aufgerttelt und manches ins ,bockshorn gejagt1 manches in ,bewegung gesetzt haben1 das sonst in arkadischem ,frieden weiter gewuchert htte4 ,und wir wissen1 da die weisen ,gesetzgeber sich immer erst durch verzweifelte ,notwendigkeiten veranlat sahen1 ,gesetze zu ihrer und zu anderer ,schutz und ,recht herauszutfteln und herauszugeben4 ,das ,gesetz1 eine ,erfindung wie alle anderen1 ist das legitime ,kind der ,notwendigkeit und des ,geistes der ,zeit4 ,nur das erste nicht3 ,du sollst nicht vom ,baume der ,erkenntnis essen6 ,das ist eine rtselhafte ,kaprice1 das ,kind einer blen ,laune4 ,die ,bilder1 welche unser ,leben bedeuten1 sind zwar stets andere1 aber immer und immer wieder nur ,illustrationen der alten ,geschichte von dem der ,menschheit eigentmlichen ,wanken zwischen dem ,guten und dem ,schlechten oder dem ,vollkommenen und dem ,unvollkommenen4 ,ihr ,werdegang ist eine ,springprozession zum ,heiligtum des ,ganzen1 ein wogendes ,meer1 ein ,suchen1 ein ,sehnen nach ,vollkommenheit und ein ,rckfall ins ,dunkle4 ,und wie im ,brausen des ,meeres1 so ertnt dazwischen ein gellendes ,hohngelchter von abertausend kaprizisen ,geistern der ,finsternis4 ,und ,mnner mit ganz feinen ,ohren1 begabt mit reicher ,phantasie1 hren dies4 ,sie haben darauf nichts ,eiligeres zu tun1 als es den ,schwerhrigen mitzuteilen4 ,erst dann hlt es die ,menschheit fr ntig1 langsam sich wieder aufzuraffen4 ,wenn sie den ,weisen glauben1 heit das4 ,wie ungeschickt sind wir doch6 ,wie kurz denken wir nicht und fgen uns und andern dadurch unermelichen ,schaden zu1 den wir bei einiger ,einsicht von ,anfang an htten vermeiden knnen4 ,gewhnlich nennt man dies ,irrtum4 ,der ,irrtum1 bildlich dargestellt1 aber ist1 wie wenn ein armes1 leidendes ,menschenkind sich in ,schmerzen am ,boden windet1 whrend ein grinsender1 abscheulicher ,teufel hinter ihm steht1 ihm eine ,narrenmtze aufsetzt und sich vor ,lachen ber das komische ,bild den ,bauch hlt4 ,zu solcher ,demtigung mu es kommen1 damit die meisten von uns angetrieben werden1 einen schwachen ,versuch von ,selbsterkenntnis zu machen4 ,wie sind sie alsdann pltzlich so geschickt1 den ,schaden zu reparieren6 ,man denke sich nur einen ,tlpel1 der eine ,schssel fallen lt4 ,was treibt ihn dazu an1 die ,scherben mglichst flink wegzurumen oder gar wieder zusammenkitten zu wollen8 ,jemand1 der nicht gewhnt ist1 ,scherben zu machen1 wird lachen und sie liegen lassen4 ,aber den ,tlpel berzeugt selbst die ,erfahrung nicht4 ,warum hat unsere ,zivilisation1 unser nationales und soziales ,leben ,situationen1 ,verhltnisse1 ,orte geschaffen1 wo sie ,laster1 ,verbrechen1 ,schwindsucht1 ,wahnsinn1 ,nervositt und alle sonstigen erdenklichen ,leiden wie auf einem ,mistbeete zchtet8 ,warum hat sie ,industrien und ,fabriken1 die alle ,beteiligten in die ,ketten von ,krankheit1 ,elend und ,sklaverei legen8 ,nur damit sie1 dieselbe ,zivilisation1 ,hospitler1 ,sanatorien1 ,kirchen1 ,wohlttigkeits- und ,besserungsanstalten bauen und mit ,wundern der menschlichen ,erfindungsgabe protzen kann4 ,denn all der ,jammer1 den sie verursacht hat1 soll wieder gut gemacht werden4 ,die ,scherbenmacher des ,lebens bedenken nicht1 da die ,gefe des ,lebens aus dem feinsten ,material verfertigt sind und da der ,saft des ,lebens unaufhrlich daraus hervorsickert1 wenn sie einmal einen richtigen ,knacks bekommen haben4 ,leider aber steckt die ,wurzel und der ,same der giftigen ,pflanze und des ,unkrauts im ,boden4 ,man sieht sie nicht eher1 als bis sie mit dem ,weizen aufgewachsen sind4 ,man hat aber trotzdem schon viel eingesehen in unseren ,tagen4 ,man fngt auch schon an1 vorzubeugen statt zu reparieren4 ,ein erfreuliches ,zeichen6 ,es gibt fast keine ,industrie mehr ohne ihre ,literatur4 ,arbeiterheere tun sich zusammen1 ihre geschftlichen und menschlichen ,rechte zu beschtzen und zu verteidigen4 ,selbst in den jngsten1 tglich neu entstehenden ,industrien ist dies wahrzunehmen4 ,es ist jedoch kein ,zufall1 da die ,gastwirtschafts-,industrie1 obgleich sie streng genommen jung1 sehr jung ist und jetzt gerade gewaltig heranwchst1 als solche unbeachtet geblieben ist4 ,ich will nicht den ,anspruch erheben1 die ,vernachlssigung entdeckt zu haben1 denn das wre nicht richtig4 ,jedermann1 der an dieser ,industrie beteiligt ist1 empfindet sie mehr oder weniger4 ,wenn auch schon viel in den ,zeitschriften ber das ,gastwirtschaftswesen gesagt worden ist1 so kann ich dies aber nur meistens fr fragmentarisch und fr leere ,verwunderung ber die pltzlich aufgeschossenen ,riesenprachthotels oder fr ,reklame halten4 ,mige ,plauderer ohne jede tiefere ,kenntnis haben sich damit befat1 jedenfalls weil alles darin so schn aussieht1 weil sie dort sehr gutes ,essen und ,trinken bekommen und im groen ganzen sehr gut aufgehoben sind4 ,derlei ,tndeleien schrumpfen aber elend zusammen1 wenn das ,leben mit seinem ernsten ,gesichte und seiner wuchtigen ,sprache an sie herantritt4 ,wir besitzen meines ,wissens nach noch keine nennenswerte einheitliche1 sachliche ,kritik ber das moderne ,gastwirtswesen1 das nunmehr -- streng genommen -- ein viertel ,jahrhundert alt ist4 ,selbst wenn ein derartiges klassisches ,werk schon existierte1 so wrden meine ,tischgesprche doch nur als ein kleines ,kapitel in dem groen ,bande ber die weitverzweigte ,industrie kondensiert sein mssen1 ja eigentlich gar keinen gebhrenden ,platz finden knnen4 ,im ,zeitalter der ,spezialisierung beschrnke ich mich bei meiner ,beschreibung des ,hotels daher hauptschlich auf ein ,thema3 das menschliche4 ,es wird jedoch auch der ,fachmann an den vorliegenden ,gesprchen verstndnisvolles ,gefallen oder ,mifallen haben4 ,aber ich will nur schildern -- nichts anderes4 ,darum kann jedermann zuhren4 ,ich will dem ,fachmann1 namentlich dem jngeren1 und dann auch den ,leuten1 die tglich mit ihm zu tun haben1 das ,werden1 ,sein und ,vergehen eines ,menschen vor ,augen stellen1 chaotische ,zustnde kritisieren und errtern und ,kulturgewchse und -auswchse betrachten1 die von groem1 allgemeinem ,interesse sind4 ,wenn ich durch diese ,darstellungen auch nur einen einzigen jungen ,fachmann von der aktuellen ,lage seiner ,sache zu berzeugen vermag1 wenn ich ihm den rechten ,weg andeuten kann1 der ihn an leiblichem und seelischem ,niedergang vorbei zum allgemeinen und persnlichen ,nutzen fhrt1 so wird diese ,arbeit berreichlich belohnt4 ,gerade im ,leben des ,arbeiters in der modernen ,gastwirtsindustrie gibt es ,zustnde und ,fragen1 die schon lange nach ,erlsung schreien4 ,ich bin vor keiner dieser schreienden und wimmernden ,fragen zurckgewichen1 noch habe ich sie schonend behandelt1 ,fragen1 die an ,menschlich-,allzumenschlichem so unendlich reich sind4 ,die ganz auerordentliche1 sonderbare ,stellung1 die der moderne ,kellner in der ,geschftswelt einnimmt1 hat ihn ungleich anderen ,arbeitern weniger zum ,kmpfer als zum ,vermittler geschaffen4 ,das1 dnkt mich1 ist etwas ,besseres4 ,jedenfalls erfordert seine ,rolle in unserem ,zivilisationstheater oft eine grere ,geschicklichkeit als die des ,helden oder des ,naiven4 ,ein hervorragender ,zug darin ist der kosmopolitische4 ,der moderne ,kellner hat keine nationalen ,bedenken4 ,er scheint der ,vorlufer einer ,vlkerverbrderung zu sein4 ,der ins ,riesige gewachsene1 heute schon unermeliche ,verkehr zwischen den ,vlkern der ,erde1 die stetige1 ruhig1 aber unaufhaltsam und triumphierend fortschreitende ,kultur1 deren ,same von ,europa in die entlegensten ,eckchen der ,erde getragen wurde1 hat diese ,verbrderung aufkeimen lassen4 ,patrioten1 ,chauvinisten1 wirkliche und ,pannationalisten haben keinen triftigen ,grund1 diese ,legierung von ,vlkerelementen zu verdammen4 ,wo die ,eigenschaften verschiedener ,erze vereinigt werden1 entsteht zum mindesten ein ntzliches ,metall4 ,ob jemals ein edles ,metall aus einer ,vlkerlegierung entstehen kann1 bleibt dem stillglhenden ,luterungsprozesse knftiger ,jahrtausende berlassen4 ,aus der ,phiole aber sehen wir schon eines3 den ,weltfrieden leuchten4 ,so ist der ,kellner mit all den ,kenntnissen und ,fhigkeiten1 die er besitzen mu1 dank seiner sozialen ,stellung das typischste1 kommerzielle ,produkt des zwanzigsten ,jahrhunderts1 ein hervorragendes soziologisches1 ja psychologisches ,problem4 ,der ,beweis dafr ist1 wie oft man sich zum ,beispiel auf der ,bhne1 in der ,gesellschaft1 in der ,presse seiner ,gestalt bemchtigt und sie auf billige1 sehr1 sehr billige ,weise auszubeuten sucht4 ,niemals ernstlich behandelt und ernst nimmt1 denn das kann man von den genannten ,ausbeutern noch nicht oder nicht mehr verlangen4 ,gerade aber darum will ich eine rhmliche ,ausnahme erwhnen3 ,bernard ,shaw in seinem ,schauspiel ,you never can tell4 ,in dem ,dilettantismus und der ,spttelei aber erblicke ich1 wie eine neuentstandene dringende ,notwendigkeit die erste ,achtung auf sich zieht und wie sie empfangen wird4 ,indes kindisches ,stammeln1 miges ,tndeln oder -- in unserem ,falle -- selbst der spitzige ,stift des ,karikaturisten1 dem man doch sonst gengend ,vertrauen sollte schenken knnen1 sind impotent und knnen den ,problemen der ,gastwirtsindustrie nicht helfen4 ,was der ,kellner bentigt1 sind starke ,worte und starke ,taten4 ,ein fremder ,stein1 der vielleicht vom ,himmel fiel oder den ein ,vulkan oder die ,see ausspie1 wird ja immer zuerst die ,runde durch die betastenden ,kinder- und ,narrenhnde machen mssen1 die sich daran belustigen1 bevor der ,mann kommt1 der ihn liebevoll untersucht und ihm einen passenden ,platz in seiner ,sammlung einrumt1 froh1 eine neue1 vielleicht interessante ,spezies gefunden zu haben4 ,man wird hinter das ,interessante und ,kuriose eines vermeintlichen oder wirklichen ,fundes kein ,fragezeichen stellen4 ,die ,situation wird jedoch spannender1 wenn die ,frage auftritt1 ob man dem ,funde oder ob er uns ntzen kann4 -- ,darum fand ich es nach einigem ,schwanken der ,mhe wert1 die ,tischgesprche aufzuzeichnen4 ,i4 ,die ,dinge und ihre ,zusammenhnge bestehen1 sagt ,paul ,garin1 lange bevor sie gesehen und bevor sie erkannt werden4 -- ,nach vieltausendjhrigem ,bestand von ,familie1 ,gemeinde1 ,staat und ,volk gab uns doch erst die jngste ,vergangenheit einige feste ,vorstellungen ber das ,wesen und ,wandel dieser ,gebilde4 -- -- -- ,eine verblffende ,wahrheit wird uns da ins ,gesicht gesagt6 ,wir knnten es nicht glauben1 wenn wir es nicht tglich neu erlebten4 ,sie sehen1 meine ,herrschaften1 wir wohnen nun doch schon so lange in diesem fashionablen ,hotel4 ,haben wir uns jedoch jemals fr das ,haus nher interessiert1 ber seine ,entstehung1 seine ,entwicklung nachgedacht8 -- ,ja1 dies ,leben1 dieser ,betrieb6 ,wie interessant6 ,gewi1 das sehen wir alle4 ,aber ist es nichts mehr als interessant8 -- ,das wre wenig4 ,doch dies gengt uns4 ,wir schauen an1 was uns gefllt1 kritisieren vielleicht1 was uns mifllt2 nehmen indes alles hin mit einer wunderbaren ,sorglosigkeit und ,selbstverstndlichkeit1 bezahlen und gehen wieder4 ,aber unwissend gehen wir1 wie wir kamen4 ,auerdem haben wir damit unsere ,schuldigkeit nicht getan4 ,es ist fr uns als denkende ,menschen absolut notwendig1 da wir uns ernstlich umschauen1 uns orientieren1 unsere ,umgebung studieren und daraus profitieren4 -- ,wie meinen ,sie8 ,man hat gewhnlich keine ,zeit dazu8 ,oh1 mehr als ,sie glauben6 ,man nimmt sich gewhnlich nicht die ,zeit4 ,es kommt darauf an1 die fliehende ,minute nicht fortzulassen1 bevor sie uns ihre ,botschaft mitgeteilt hat4 ,und jede hat eine wichtige ,botschaft fr uns1 die auf ewig verloren geht1 wenn wir nicht ,gewalt brauchen4 ,verlangende ,bilder drngen sich uns jeden ,moment auf1 fremde ,gestalten1 fremde ,welten sehnen sich nach uns1 stumm mahnend1 unwillkrlich unsere ,teilnahme erflehend1 nach ,erlsung schreiend1 uns ,glck und ,erlsung anbietend4 ,wir drfen nicht achtlos daran vorbergehen1 wenn wir schlielich selber nicht vereinsamt -- ,brachland -- ,wste sein wollen4 ,darin liegt das groe ,geheimnis der ,liebe4 -- ,sehen ,sie nur den stummen ,blick eines wildfremden ,menschen4 ,wieviel ,fragen1 ,verlangen1 ,wnschen1 ,begehren oder ,klte1 ,verachtung1 ,abscheu1 ,ha1 ,wut1 ,zorn1 ,gefahr birgt er nicht in sich8 ,und das alles fr uns8 ,fr uns1 auf denen er ruht8 ,beobachten1 empfnglich sein1 wachen ist daher unsere grte ,pflicht im ,interesse unserer ,selbsterhaltung4 ,ergreifen ,sie doch nur einmal das erste ,beste1 das ,ihnen in den ,weg kommt1 und lassen ,sie alles andere einen ,moment auer acht4 ,sie werden eine ganze ,weile lang ,ihre ungeteilte ,aufmerksamkeit darauf richten mssen1 bis ,sie es erkennen4 ,der ,augenblick hat ,ihnen viel ,neues zu sagen1 ,sie werden viel lernen4 -- ,hier kommt schon jemand4 ,ein ,kellner4 -- ,fr ,sie als ,soziologe1 ,herr ,professor1 sollte dieser junge ,mann doch besonders interessant sein4 ,natrlich1 ,sie und wir alle wissen1 da dieser ,mensch zur ,bedienung der ,gste hier gegenwrtig ist1 doch darf ich fragen3 haben ,sie schon jemals ber seinen ,ursprung und folglich ber seine ,existenz nachgedacht8 -- ,wer mag wohl der erste ,kellner gewesen sein8 -- ,das dachte ich mir6 ,sie lcheln6 ,ist die ,frage so amsant1 weil sie scheinbar so einfach ist8 ,lt sie sich darum mit einem teilnahmslosen ,lcheln entlassen8 ,ganymedes4 ,ganz richtig4 ,aber der zhlt eigentlich zu den antiken himmlischen ,heerscharen1 whrend der ,kellner eine verzweifelt irdische1 menschliche ,gestalt ist4 ,wer der erste ,kellner war1 wo er lebte1 wie er hie und wie er aussah1 lt sich nicht sagen4 ,es fehlen jegliche ,urkunden oder ,traditionen4 ,obgleich des ,gastwirts ,gewerbe eigentlich so uralt ist wie unsere ,zivilisation1 obgleich die ,geschichtschreiber aller ,zeiten1 ganz wie alle anderen ,brger1 jederzeit und berall dem ,gasthause sehr gewogen waren1 die ,gestalt des ,kellners blieb obskur4 ,nur hie und da wird er erwhnt und dann in das ungnstigste ,licht gestellt4 ,so in der schnen ,geschichte von dem historischen ,gasthause zu ,askalon1 dem ,schwarzen ,walfisch4 ,es wird dort erzhlt1 wie die ,kellner die ,rechnung prsentierten1 ein gewichtiges1 in ,keilschrift auf ,ziegelsteinen geschriebenes ,dokument4 ,nun da ,sie1 ,herr ,professor1 den ,namen des ,ganymedes scherzhaft erwhnt haben1 komme ich darauf zurck4 ,es erzhlt allerdings eine einzige1 aber wunderbare ,geschichte aus dem grauen ,altertum uns von dem ganz auerordentlichen ,kellner1 der ,ganymedes hie4 ,er war schn an ,krper und ,geist1 dieser ,jngling1 der schnste seiner ,zeit4 ,und man kennt sogar seine ,familienverhltnisse4 ,er war der eheliche ,sohn des ,tros und der ,kallirrhoe und tummelte sich mit seinen ,brdern ,assarakos und ,ilos auf den sonnigen ,hhen des ,idagebirges herum1 das eine gute ,reise im ,luxuszug weit gegen ,sonnenaufgang sich zum tiefblauen ,himmel emporstreckt4 -- ,ja1 ja1 gndiges ,frulein1 ich versichere ,ihnen1 ,ganymedes war so schn1 da die bsen ,nachbarn die ,vaterschaft des braven ,tros in ,frage stellten und allerhand davon munkelten1 da der ,jngling einen der ewigen ,gtter zum ,papa haben msse4 -- ,sehr richtig1 gndige ,frau1 stimme ,ihnen vollkommen bei6 ,obgleich ,zeus als oberster der ,gtter in dieser ,hinsicht tatschlich manches geleistet hat1 was man heutzutage ganz recht mit gestrengen ,blicken betrachtet und ihm sehr bel anrechnet und er infolgedessen wirklich der heimliche ,schrecken manch eines jungen ,ehemanns war1 so wollen wir aber derartige ,gerchte bezglich der ,abstammung des ,ganymedes als unbegrndet aufs entschiedenste ablehnen4 ,denn es fehlt jeder authentische ,beleg dafr4 ,tatsache jedoch ist1 da ,zeus unendliches ,wohlgefallen an dem ,jngling hatte1 und die ,sage geht1 da er seinen groen ,adler aussandte1 der den ,ganymedes erfate und hinauf in den ,himmel trug oder in das ,elysium -- wie ,sie wollen4 ,in diesen ,gefilden der ,gtter und der ,seligen brauchte ,zeus zu den vielen festlichen ,gelegenheiten einen anstndigen ,kellner1 und er lie sich1 da er viel auf gutes ,service hielt1 also den schnsten und besten der erdgeborenen ,jnglinge kommen1 um sich von diesem den ,nektar und ,ambrosia1 die damalige ,table d'hote der ,gtter servieren zu lassen4 ,und ,ganymed mu mit seiner ,stellung sehr zufrieden gewesen sein1 denn er ist niemals mehr zur ,erde zurckgekehrt4 ,sehr bedauerlich fr die ,irdischen4 ,von dem schlanken ,gtterkellner1 der spter selbst zu dem ,rang eines ,halbgottes avancierte1 htte sogar unser moderner ,kellner hier ohne ,zweifel manches lernen knnen4 ,was ,wunder daher1 da die alten ,knstler ein solches ,exemplar von ,schnheit und ,gewandtheit verschiedentlich verherrlicht und sein ,bild in ,bronze und ,marmor darzustellen versucht haben4 ,einiges davon hat sich sogar bis auf unsere ,tage erhalten1 damit jeder ,kellner1 der nach ,rom kommt1 sich sein ,prototyp ansehen kann4 -- ,sie erinnern sich1 ,herr ,doktor8 -- ,ach ja1 natrlich6 ,sie als ,kunstkritiker4 ,das ist ja ,ihr ,fach4 -- ,nicht wahr8 ,es ist der ,mhe wert1 sich den ,ganymed anzusehen2 und es kostet nichts 444 ,wie meinen ,sie8 ,ei1 richtig6 ,welches ,gedchtnis ,sie haben6 ,montags1 ,dienstags1 ,donnerstags und ,freitags wird ein ,lire ,eintritt erhoben1 der nebst anderem in die ,kasse des ,heiligen ,vaters fliet4 ,na1 jedenfalls aber bekommt man an den anderen ,tagen beim ,eingang einen ,zettel1 der sagt3 ,permesso personale per visitare i ,musei del ,palazzo ,apostolico ,vaticano4 ,und unten drunter steht gro und gromtig3 ,gratis4 ,das wei ich noch ganz genau1 denn 444 hm1 verzeihen ,sie1 gndiges ,frulein1 ,sie wollten etwas sagen4 -- ,ganz recht6 ,in ,wien hngt auch ein ,bild4 ,ein wunderbarer ,corregio4 -- ,in ,dresden1 gndige ,frau8 -- ,gleichfalls richtig4 ,ja1 in ,dresden auch4 ,rembrandt1 wenn ich nicht irre4 ,so 'n pausbckiger1 krftiger ,bengel1 der mchtig schreit1 als ihn der ,adler erfat4 ,auch etwas jung nach unseren ,begriffen4 -- ,indes1 diese ,bilder sind archologisch unzureichend4 ,der ,kellner profitiert nicht viel davon4 ,er kann hchstens das eine von seinem klassischen ,kollegen lernen3 nmlich1 da er ihm an ,schnheit des ,geistes und auch des ,leibes soviel wie mglich nachstreben soll4 ,aber es haben sich seit dem klassischen ,altertum die ,verhltnisse so sehr verndert1 alles hat ein so ganz anderes ,gesicht angenommen1 so da wir den modernen ,kellner nicht allzu sehr schmhen drfen1 wenn er dem ,ganymedes wenig oder gar nicht hnlich sieht4 ,auerdem haben wir auch gesellschaftliche ,skandale und ,mesalliancen sowieso gerade genug4 ,dennoch oder gerade darum1 so wie er heute ist1 bleibt der ,kellner aber ein ganz interessantes ,thema4 ,und whrend wir hier auf den unsrigen warten1 wollen wir nicht gleich schimpfen1 wenn unsere ,geduld etwas auf die ,probe gestellt wird1 sondern wir wollen einmal betrachten1 was seine ,arbeit ist und warum er uns oft so lange warten lt4 ,das ist tatschlich ein groes ,gebiet4 ,zuviel fr einen ,tag4 ,vor allem mten wir uns mit der ,gastwirtsindustrie bekannt machen4 ,zu diesem ,zwecke mten wir1 wie gesagt1 sehr weit in die ,geschichte zurckgreifen4 ,denn die ,geschichte unserer ,vter und ,vorvter steht an den ,wnden der ,gaststuben geschrieben4 ,oft viel besser als in dicken ,bchern4 ,wenn ,sie mir folgen wollen1 so werden ,sie sehen1 wie wenig sich die ,menschheit eigentlich seit ihren frhesten ,dokumenten bis auf unsere ,tage innerlich verndert hat4 ,die ueren ,umstnde sind freilich andere geworden4 ,sie werden sehen1 wie sich aus der schnen1 vielgepriesenen alten ,gastfreundschaft eine ,industrie groartigsten ,stils entwickelte1 die notwendige ,folge des wachsenden ,verkehrs der ,vlker untereinander4 ,gastfreundschaft4 ,was ist1 oder besser1 was war ,gastfreundschaft eigentlich8 ,einem ,wanderer in alter ,zeit1 der ermattet1 bestaubt von fernher kam und beim ,sonnenuntergang an eine fremde ,haustr anklopfte1 wurde aufgetan4 ,man empfing ihn freundlich1 nahm ihn ins ,haus auf1 wusch ihm die ,fe1 salbte sie1 brachte ihm ,salz und ,brot1 lud ihn zu ,tisch1 bereitete das beste ,bett fr den ,mden4 ,das war ,gastfreundschaft4 ,diese ,sitte ist heutzutage fast nur noch dem ,namen nach bekannt1 ausgenommen bei einigen patriarchalisch lebenden ,vlkern des ,orients4 ,daher wird sie auch allenthalben als eine groe ,tugend gepriesen4 ,wir sind aber immer zu leicht verfhrt1 etwas schn und freundlich ,aussehendes zu hoch zu schtzen4 ,wenn die ,menschen sich gegenseitig etwas ,gutes antun1 so treibt sie gewhnlich kleines persnliches ,profitchen dazu an4 ,ganz leer will der ,wohltter nie ausgehen4 ,welchen ,zweck verfolgen die ,menschen1 wenn sie sich in den ,haaren liegen1 sich gegenseitig bekmpfen8 -- ,nur derjenige1 der sich gar nicht mit den ,menschen abgibt1 ist der ganz ,selbstlose4 ,sind wir moderne ,menschen1 die wir einem armen einlabegehrenden ,wandersmann hflich aber khl die ,tre vor die ,nase schlagen1 etwa weniger tugendhaft als die ,braven vor ,jahrtausenden1 die sich gegenseitig mit dem grten ,vergngen bewirteten8 ,ich hoffe nicht4 ,die ,zeiten haben sich nur gendert4 ,wir besitzen statt der ,gastfreundschaft eben eine andere ,tugend1 ein quivalent4 ,die ,geschichte beweist dies4 ,zu frheren ,zeiten wanderte man nicht so viel wie heutzutage4 ,es war beschwerlich und gefahrvoll4 ,die ,menschen waren selten4 ,drum kam auch nur selten ein ,wandersmann an die ,haustr und begehrte ,unterkunft4 ,man freute sich jedesmal von ganzem ,herzen1 einen ,fremdling zu sehen und aufnehmen zu knnen4 ,dies ,gefhl hat sich bis auf unsere ,tage erhalten4 ,denn wenn man mit jemand gut ,freund bleiben will1 so darf man sich nicht zu hufig bei ihm blicken lassen4 ,dies scheint auch das ,geheimnis der meisten ,ehemiseren zu sein4 ,man darf daher die alten ,vlker ihrer edlen ,gastfreundschaft wegen nicht allzu hoch preisen4 ,der fremde ,gast war wirklich einmal eine angenehme ,abwechslung in der stillen ,eintnigkeit ihres ,lebens4 ,besonders wenn er wohlhabend aussah4 ,er wurde staunend von oben bis unten betrachtet4 ,sein ,felleisen war der ,gegenstand stiller1 aber allgemeiner ,bewunderung4 ,man war auf die ,geschenke gespannt4 ,selbst dem weniger selbstschtigen ,gastgeber hatte der ,wandersmann allerhand zu bieten4 ,er konnte die spannendsten ,geschichten1 die schnsten ,abenteuer1 die letzten ,neuigkeiten aus fernen ,landen erzhlen4 ,zu einer ,zeit1 da es noch keine ,zeitungen gab1 war ein solcher ,mensch daher jedem willkommen4 ,so baut sich also die sogenannte ,tugend der ,gastfreundschaft auf der sogenannten ,untugend der ,neugier auf4 ,die ,neugier hie damals den ,wandersmann willkommen4 ,man profitierte von ihm1 wie man heute von ihm ,nutzen zieht4 ,darum begleitete der freundliche1 stolze ,hausvater seinen ,fremdling am nchsten ,morgen beim ,sonnenaufgang und zeigte ihm seinen ,weg4 ,wenn der ,reisende sicher war1 da er die richtige ,fhrte gefunden und das ,ziel des ,tages nicht mehr verfehlen konnte1 so schttelten beide die ,hnde1 dankten einander fr das ,vergngen und gingen1 -- der ,hausvater zurck1 der ,wandersmann voraus4 ,heutzutage1 namentlich in den groen ,stdten1 knnen die reisenden ,fremdlinge keinen ,reiz mehr auf die ,hausvter ausben1 wenn diese nicht gerade an den vom ,fremdenverkehr abhngigen ,unternehmungen beteiligt sind4 ,man liest alle ,neuigkeiten aus der ganzen ,welt in der ,zeitung1 man hat ,menschen genug um sich herum4 ,die ,haustren bleiben daher dem ,wanderer verschlossen4 ,seine ,gegenwart1 seine bernachtung wrde in einer gewhnlichen modernen ,haushaltung hchst unerwnscht und peinlich sein4 ,sind wir deshalb aber zu schmhen8 ,oder ist die heutige ,welt nicht mehr neugierig8 ,was ist das quivalent fr die alte ,gastfreundschaft8 -- ,die moderne ,gastfreundschaft hat sich auf das seelische ,gebiet begeben4 ,so wenig ,menschen es noch vor einigen ,jahrtausenden gab1 so viel gibt es heute4 ,wie damals der ,menschenmangel als ,einsamkeit1 als ,wste empfunden wurde1 so leidet heute das einzelne ,individuum unter dem ,eindruck der ,menschenflle4 ,und je grer1 je strker diese wird1 um so hoffnungsloser erscheint sie dem einzelnen4 ,der ,grund hierfr scheint in der ,verschlossenheit und ,unzugnglichkeit des inneren ,menschen zu liegen4 ,und folglich in seiner ,selbstsucht4 ,trotzdem haben die ,menschen ein ,bedrfnis1 in ,herden zu leben4 ,gesellschaft nennen sie dies4 ,ein wirklicher1 normaler ,mensch wird1 wie gesagt1 niemals selbstschtig und folglich niemals sich einsam fhlen4 ,doch darber lt sich viel sagen4 ,ich wei1 da ich nicht ganz mit ,ihnen darin bereinstimme4 ,ich wrde keine ,seele finden1 die das tte4 ,das mu man mit sich selber ausmachen4 -- ,also1 wenn wir uns daher in der groen ,menschenwste sehr einsam fhlen und nun pltzlich einen ,menschen antreffen1 der uns gefllt1 so nehmen wir ihn genau so freundlich auf1 wie die einsamen alten ,vlker die einsamen alten ,wanderer empfingen4 ,wir suchen die ,seele des ,gefundenen zu erkennen1 denn diese hat uns vielleicht etwas ,neues aus fremden ,regionen zu berichten1 etwas ,neues1 das nicht in der ,zeitung steht4 ,wir betrachten den ,fremdling mit ebenso groer ,neugier und suchen ihm ebenso aufrichtig alles ,gute anzutun1 das in unseren ,krften steht4 ,es ist aber schwierig1 die verwandte1 freundliche1 einsam wandernde ,seele anzutreffen1 die wir suchen4 ,nahe sucht man sie oft nicht1 in der ,ferne findet man sie gewhnlich nicht4 ,es scheint alles ,glckssache zu sein4 ,und bevor man regelrecht vorgestellt ist1 bereitet eine ,annherung groe ,schwierigkeiten4 ,die moderne ,seeleneinsamkeit scheint daher oft so gro und so unertrglich zu sein1 da sich viele praktische ,menschen sogar in der ,zeitung nach einem seelisch verwandten ,wanderer umsehen1 da sie gewissermaen absolut jemand haben mssen1 an dem sie ihre ,gastlichkeit ausben knnen4 ,durch die uralte ,sitte und ,tradition wurde die ,gastfreundschaft natrlich im ,laufe der ,zeit eine ,art ,gesetz und wurde als solches heilig gehalten4 ,damit waren dann ebenso natrlich allerhand ,rechte1 ,gebruche und ,zeremonien verbunden1 die teils den ,gast1 teils den ,gastgeber verpflichteten4 ,als der ,verkehr zunahm1 sah man sich jedoch gentigt1 vielfach vom alten ,rechte und den alten ,gebruchen abweichen zu mssen4 ,an den ,hauptstraen wuchsen kleine ,huser empor1 die sich die ,beherbergung der ,fremden zum ,geschft machten4 ,die ersten ,gasthuser6 ,der ,kommerzialismus erschien4 ,das ,wandern und ,reisen wurde bald so unsicher1 die ,gastfreundschaft unzuverlssig1 da sich entfernte ,familien und ,vlker veranlat sahen1 ,vertrge miteinander abzuschlieen4 ,einzelne ,staaten sandten ,mnner in fremde ,lnder1 welche unter dem ,schutze des betreffenden ,volkes standen und sich um das ,wohl ihrer reisenden ,landsleute bekmmerten4 ,die alten ,griechen nannten diese ,mnner ,proxenoi1 und wir haben sie heute noch und nennen sie ,konsuln4 ,die ,reisenden schienen es allmhlich fr am bequemsten und besten zu halten1 in den ,gasthusern an der ,landstrae abzusteigen4 ,dieser ,brauch wurde nach und nach allgemein4 ,die ,rmer1 zur ersten christlichen ,zeit auf dem ,hhepunkte ihrer ,macht und ihres ,glanzes1 waren natrlich die ,hautevolee des damaligen ,reisepublikums1 die antiken ,globetrotters4 ,als solche machten sie sich das ,reisen so angenehm und sicher als mglich4 ,an allen ,landstraen errichteten sie ,stationen zum ,pferdewechseln1 mit welchen gleichzeitig ein ,nachtquartier verbunden war4 ,an ,weinschenken und ,gasthfen in den ,stdten und ,drfern des ,altertums war wirklich kein ,mangel4 ,auf ,reinlichkeit ihrer ,lokale schienen die antiken ,wirte jedoch im allgemeinen wenig ,wert gelegt zu haben4 ,oder ,horaz war ein groer ,kostverchter4 ,denn der alte ,dichter drckt sich sehr verchtlich ber die ,tavernen und ,wirtshuser seiner ,zeit aus4 ,es ist auch mglich1 da er als ,poet nicht immer bei ,kassa war und die damals schon existierenden erstklassigen ,lokale daher nicht frequentieren konnte4 ,vornehme ,reisende1 welche keine ,freunde in der fremden ,stadt hatten1 stiegen gerne in den besseren ,deversorien ab1 weil sie dort gut aufgehoben waren4 ,zur ,unterkunft der ,dienerschaft und der ,gespanne der ,reisenden dienten die gewhnlich etwas abseits liegenden ,dependancen des vornehmen ,gasthofes4 ,wie von der ganzen antiken ,zivilisation1 so gewinnt man auch von den ,hotel- und ,restaurantverhltnissen der rmischen ,bltezeit ein wunderbar lebendiges ,bild bei einem aufmerksamen ,spaziergang durch die toten ,straen ,pompejis4 ,als der ,vesuv an dem verhngnisvollen ,augusttage des ,jahres #gi die schrecklichen ,verheerungen in seinem ,umkreis anrichtete und das blhende ,leben rings um sich her zerstrte1 da dachte niemand der ,unglcklichen daran1 welchen ,dienst dieser polternde1 feuerspeiende ,bergriese den kommenden ,geschlechtern erweisen wrde4 ,er gab den leichtherzigen ,bewohnern der ,stdte gerade noch ,zeit genug1 ihre kostbaren ,siebensachen und ,barschaft zusammenzuraffen und sich dann wrtlich aus dem ,staube zu machen4 ,die frhlichen ,stdte aber wurden samt allem1 das nicht fliehen konnte1 mit dicken ,schichten von ,asche1 ,bimsstein und ,lava bedeckt4 ,sie wurden den spteren ,zeiten aufbewahrt4 ,war es die ,vorsehung1 welche mit prophetischen ,augen die wtenden1 verheerenden ,scharen brtiger1 struppiger ,barbaren aus dem ,norden heranziehen sah1 um ,rom zu vernichten8 -- ,wer kann sagen1 was die schrecklichen ,werkzeuge der ,vernichtung des ,schnen in der ,faust des dunklen ,schicksals der ,vlker bedeuten8 -- ,wir1 die ,nachkommen1 freuen uns1 da ,pompeji gerade zu seiner ,glanzzeit bedeckt und uns aufbewahrt wurde4 ,als man vor etwa hundertundfnfzig ,jahren anfing1 die ,decke von der toten1 vergessenen ,stadt zu lften1 war man sehr erstaunt4 ,man fand ,dinge1 worauf man sich als neueste ,errungenschaft etwas einbildete1 man fand1 da die toten ,brger der toten ,stadt sie besser verstanden hatten4 ,und je weiter man vordrang1 vorsichtig1 ,schritt fr ,schritt1 ,zoll fr ,zoll1 um so herrlicher und wunderbarer und lebendiger rollte sich das ,bild ab4 ,nun sehen wir sie alle vor uns6 ,unbewut1 ahnungslos1 da sie beobachtet werden1 schalten und walten sie weiter4 ,und besser als irgendwo anders erkennen wir das lustige ,vlklein von ,pompeji in seinen ,gasthfen1 ,weinschenken und ,speisewirtschaften4 ,wir sehen sie essen und trinken1 lachen und zrnen1 all die wrdigen ,senatoren1 die edlen ,frauen1 die ,bankiers1 die strammen ,zenturionen1 die flotten ,maler und ,bildhauer1 die dsteren und frhlichen und lausigen ,dichter1 die leichtherzigen ,komdianten1 die sanften ,fltenspieler1 die grosprecherischen ,gladiatoren1 die ,handwerker1 die ,krmer1 die ,wirte1 die ,soldaten1 die ,bauern1 die ,sklaven1 die ,priester1 die ,priesterinnen1 die ,kellnerinnen1 die ,kche1 die ,sklavinnen1 die leichtsinnigen ,dmchen4 ,natrlich hat das antike ,gastwirtsgewerbe mit der ,entwicklung des anderen ,lebens ,schritt gehalten4 ,bis heute hat man ein schnes1 mig groes antikes ,gasthaus in ,pompeji blogelegt4 ,dieses befindet sich an der ,grberstrae4 ,eigentlich ist es nichts mehr als ein drftiger ,trmmerhaufen1 aber die ,fundamente und ,sulenstumpfe deuten darauf hin1 da die ,hauptzierde des ,gebudes eine schne ,sulenhalle war4 ,im ,erdgescho unter den ,sulen befanden sich allerhand ,kauflden2 im ersten ,stock wohnten die ,gste1 welche von dort eine prachtvolle ,aussicht auf das blaue mittellndische ,meer genossen4 ,dienerschaft und ,pferde wurden in neben dem ,hause liegenden ,stllen untergebracht4 ,man wei nicht1 ob die ,gste ihre ,mahlzeiten in diesem ,hotel einnahmen oder die vielen ,speise- und ,weinwirtschaften der ,stadt aufsuchten4 ,auch ist es mglich1 da sie sich die ,speisen von einer solchen in ihr ,quartier bringen lieen1 denn das ,gasthaus selbst weist keine ,einrichtungen fr die ,zubereitung von ,speisen auf4 ,an ,speise- und ,weinwirtschaften jeden ,ranges war zur damaligen ,zeit in ,pompeji kein ,mangel4 ,eines der renommiertesten ,huser war das nahe beim herkulaner ,tor gelegene ,gasthaus des ,albinus1 der in wrdiger1 stolzer ,einfachheit seinem ,etablissement gleichfalls die ,firma ,albinus gab4 ,das ,gasthaus ,fortunata hatte eine sehr gnstige ,lage im ,mittelpunkt der ,stadt an einer belebten ,straenecke und war gleichfalls sehr beliebt4 ,vor seiner ,tr steht ein garstiger ,brunnen1 worauf ein ,raubvogel abgebildet ist1 der einen ,hasen davontrgt4 ,wir mssen den hochentwickelten ,geschftssinn der damaligen ,wirte bewundern4 ,den groen ,wert einer guten ,lage kannten sie ganz genau4 ,fast jedes ,eckhaus war daher als ,schenke oder ,gastwirtschaft eingerichtet4 ,andererseits ist mir jedoch die stumme aber bedeutungsvolle ,gegenwart eines ,trinkbrunnens an vielen ,straenkreuzungen1 also vor der ,tr der meisten ,gasthuser geradezu rtselhaft4 ber das ,verhltnis der hohen stdtischen ,behrde oder der ,polizei von ,pompeji zum zeitgenssischen ,gastwirtsgewerbe ist leider nichts bekannt4 ,ob die antiken ,stadtvter mit den ,ausbeutereien der antiken ,wirte weniger ,erfolg hatten wie ihre modernen ,amtsbrder bei ihren ,zeitgenossen1 und ob sie aus solch niedrigen ,motiven daher als ,maregelung der streitbaren ,wirte die rtselhaften ,trinkwasserbrunnen vor die ,tren der ,tavernen pflanzten1 ist ein noch unerforschtes ,geheimnis4 ,da ich in den meisten ,fllen sehr realistisch denke1 so habe ich die berzeugung1 da die ,wirte an der ,existenz der besagten ,brunnen unschuldig sind1 und ich werde in dieser ,annahme bestrkt1 je mehr ich mir das ,leben und ,treiben der pompejanischen ,wirte und ihrer ,habitus betrachte4 ,eine groe1 hhnische1 heimtckische ,macht verschanzt sich hinter diesen ,brunnen4 ,ich glaube wirklich allen ,ernstes1 da eine damalige1 uns unbekannte groe ,temperanzbewegung unter den nchternen ,brgern und ,brgerinnen der sonnigen ,stadt am ,meerbusen von ,neapel es zustande gebracht hat1 mit ,hilfe ffentlicher ,subskription jedes neu entstehende ,gasthaus mit einem nassen1 nchternen ,brunnen zu beantworten4 ,obgleich das ,wasser darin heute nicht mehr fliet1 so sprechen die ,brunnen selber auch fr diese ,behauptung4 ,sie knnen ihre ,herkunft wirklich nicht verleugnen4 ,sie sehen ganz nach einem tempernzlerischen ,ursprung aus4 ,durchweg prosaisch und geschmacklos wie sie sind1 stehen sie in scharfem ,kontraste zu dem sthetischen ,bedrfnis der ,alten4 ,vergleicht man sie mit ,brunnen in einem pompejanischen ,atrium oder ,peristil1 so sehen sie wirklich nur steinernen ,trgen hnlich1 darinnen das liebe ,vieh seinen ,durst stillt4 ,da ich aber kein ,historiker bin und auch weder ,zeit noch ,lust habe1 das ,wirken dieser antiken ,tempernzler schrfer zu beleuchten1 so werden moderne ,migkeitsgesellschaften1 die die ,frchte ihres ,eifers als ein erst in ihnen gezeitigtes ,verdienst beanspruchen1 meine ,mutmaung mit unglubigen und zweiflerischen ,augen betrachten und die ,existenz von antiken seelenverwandten ,bruder- und ,schwesterschaften leugnen1 statt mir fr die wichtige ,entdeckung zu danken4 ,schenken und ,wirtschaften1 welche ,sklaven1 ,krmer1 kleine ,makler1 ,gladiatoren und ,schauspieler zu ihrer ,kundschaft zhlten1 waren sehr zahlreich4 ,diese ,lokale hatten verschiedene ,namen1 wie ,oenopolium1 ,taberna vinaria oder ,caupona4 ,viele verabreichten nur ,getrnke1 wovon eines der beliebtesten die posca war1 eine ,art ,cocktail von ,wein1 ,eiern und ,wasser1 welches krftig zusammen geschlagen wurde4 ,die ,popinae1 die ,speisewirtschaften fr die niederen ,klassen1 bezogen ihren ,bedarf an ,fleisch aus den ,tempeln1 wo sie die geopferten ,rinder1 ,schafe und ,schweine zu billigen ,preisen ankaufen konnten4 ,sehr hufig stellten diese spekulativen ,wirte die verlockend zubereiteten ,leckerbissen im ,fenster oder in der ,haustre aus4 ,die hungrigen ,passanten konnten natrlich solchen appetitlichen ,anblicken nur schwer widerstehen4 ,doch auch schon damals1 ganz wie heute1 bediente man sich gewisser knstlicher ,mittel1 um die zheren ,gste ber ,quantitt und ,qualitt der ,ware hinwegzutuschen4 ,die ,thermopolia1 ,tavernen1 welche als ,spezialitt warme ,getrnke1 unsere heutigen ,grogs und heien ,punsche1 verabreichten1 wurden schon von den besseren ,klassen besucht4 ,wenn ich bessere ,klassen sage1 so meine ich natrlich auch feinfhlende ,menschen4 ,wie schwach mssen die ,pompejaner und wie stark ihr ,grog gewesen sein6 ,wie verrufen die ,thermopolia6 ,denn viele der braven ,zecher vermieden aus allen mglichen ,grnden beim ,besuch der ,taverne jedes unntige ,aufsehen4 ,unter dem ,schutze des cucullus1 einer ,art ,haube oder ,kapuze am ,mantel1 die ber das edle ,haupt gestreift wurde1 schlpfte manch ein ,pompejaner durch die ,gasse und verschwand im ,hinterpfrtchen der ,schenke4 -- -- ,wie meinen ,sie8 ,keinerlei historische ,berechtigung8 ,gewi nicht4 ,aber es bedarf doch wirklich keiner khnen ,kombinationsgabe1 um diese zartfhlenden1 heimlichen ,trinker als ,mitglieder der erwhnten antiken ,temperanzgesellschaften zu erkennen1 welche dem warmen ,thermopolium den kalten1 klaren ,brunnen vor die ,tre setzten4 ,ich gebe daher dem ,dichter ,plautus vollstndig recht1 wenn er sich ber die bedauernswerten ,mnner lustig macht1 welche verhllten ,hauptes in die ,schenke schleichen muten1 um sich am warmen1 wrzigen ,glhwein gtlich zu tun4 ,und dann1 hm1 verzeihen ,sie1 da ich's erwhne1 doch zur ,psychologie der ,zecher ist es notwendig -- diese ,schenken hatten auer dem ,glhwein noch eine andere ,attraktion in der ,gestalt der ,copa1 was die antike ,kellnerin oder ,barmaid war4 -- ,bitte -- -- dies ist vielleicht nicht so verdammenswert1 wie wir annehmen mgen4 ,nach pompejanischen ,gemlden zu urteilen waren diese ,copae genau so resolute und stramme ,jungfrauen und ,geschftsgenies wie ihre ,kolleginnen von heute4 ,ein ,bild stellt uns eine solche holde ,hebe dar1 wie sie von einem zaudernden ,gaste energisch ,bezahlung fr den warmen ,trunk verlangt4 ,ohne ,zweifel ein antiker ,migkeitsbruder4 ,schon frh empfanden die ,wirte das ,bedrfnis1 dem ,gedchtnis ihrer ,kunden zu ,hilfe zu kommen4 ,daher tauchen schon im grauen ,altertum all die schnen ,firmen ,zum ,adler1 ,hahn1 ,apfel1 ,rad1 ,merkur1 ,traube1 ,krug usw4 auf4 ,daher die prangenden ,schilder1 die dem durstigen ,passanten sagen1 wo etwas ,gutes zu haben ist4 ,daher die verlockenden ,inschriften1 die rhrige ,reklame der ,gasthuser4 ,die ,pompejaner waren gro darin4 ,weder ,temperanzbewegung noch ,trottoir oder ,reklame sind ,errungenschaften unserer ,zeit2 wie vieles andere1 worauf wir stolz sind4 ,die ,alten hatten und bten es schon4 ,genau wie heute blhte damals die ,sitte1 die ,wnde der ,huser und die ,mauern der ganzen ,stadt mit ,reklamen zu verschnern4 ,da es noch keine ,zeitungen gab1 so war in ganz ,pompeji kein freies ,pltzchen mehr1 worauf nicht etwas ,ntzliches1 ,geschftliches1 ,offizielles oder ,wissenswertes angezeigt1 gemalt oder gekritzelt gewesen wre4 ,wie alle erdenklichen ffentlichen1 politischen1 stdtischen1 ,neuigkeiten1 ,theater- und ,ringkampfanzeigen1 persnliche ,mitteilungen wie ,liebesseufzer und ,beleidigungen1 ,lob- und ,schmhreden an allen ,ecken und ,enden zur ,einsicht offen standen1 so bten auch die ,mens der ,restaurants und ,speisehuser an den ,mauern ihre stumme ,pflicht4 ,bei der starken ,konkurrenz kann ein ,geschft nur mit wirksamer ,reklame aufrecht erhalten werden4 ,diese1 eine unserer neuesten ,ideen1 verwirklicht von pompejanischen ,wirten vor beinahe zwei ,jahrtausenden6 -- ,sarinus1 der wackere ,sohn des ,publius1 begrte auf der ,wand an einer ,straenecke den mden oskischen ,wanderer und teilt ihm hflichst mit1 da man um die zweite ,ecke biegen msse1 um das vorzgliche ,hotel ,sarinus zu finden4 ,ein anderer ,wirt1 welcher noch ber ein unvermietetes schnes ,zimmer mit drei ,betten und allen ,bequemlichkeiten zu verfgen hat1 lt es der ,mitwelt unverzglich wissen3 ,,hospitium ,,hic ,,locatur ,,triclinium ,,cum ,,tribus ,,lectis ,,et ,,comm7odis7 ,ein sehr interessanter ,speisewirt1 ein ,reklamegenie ersten ,ranges1 ein kstlicher ,humorist1 berzeugt von der ,gte seiner ,kche1 preist dieselbe folgendermaen3 ,,ubi ,,perna ,,cocta ,,est ,,si ,,convivae ,,apponitur ,,non ,,gustat ,,pernam ,,lingit ,,ollam ,,out ,,caccabum womit er sagen will1 da ein ,zeitgenosse1 welchem einer von seinen gekochten ,schinken vorgesetzt wird1 nicht gleich den ,schinken kosten1 sondern zuerst das ,geschirr auslecken wird1 worin der ,schinken gekocht wurde4 ,die antike ,weinwirtschaft sah hufig einer modernen ,american ,bar sehr hnlich4 ,noch heute weist eine ehemalige elegante ,taverne an der ,via ,nolana1 der ,strae nach ,nola1 in ,pompeji einen stattlichen ,schanktisch aus polychromem ,marmor auf4 ,darunter befanden sich die groen irdenen ,weinkrge1 die amphorae1 angenehm durch ,wasserleitung gekhlt4 ,der ,wirt oder die ,copa schpften den ,wein mit groen bronzenen ,schpflffeln heraus und fllten die poculae1 die ,becher ihrer ,gste je nach dem ,durst und den ,mitteln derselben4 ,der ,wirt an der ,via ,nolana mu ein kunstsinniger ,mann gewesen sein4 ,sein ,lokal war mit ,freskogemlden geschmckt1 welche einen ,bacchus und einen ,silenus darstellten4 ,andere ,tavernen wiesen weniger knstlerischen ,wandschmuck auf1 aber berall schien ein ,bedrfnis fr ,dekoration zu herrschen4 ,die ,gste selber schrieben oder malten oft etwas an die ,wnde der ,schenken4 ,sie machten ,anzeigen irgendwelcher ,art1 schrieben ihre ,namen nieder1 kritisierten das ,essen und ,trinken oder wurden anzglich4 ,verschiedene knstlerische ,versuche antiker ,amateure sind auf diese ,weise erhalten geblieben4 ,so zum ,beispiel eine verdchtig aussehende ,gruppe von ,wrfelspielern1 ein ,jngling1 der mit einem ,mdchen schkert1 ein ,wirt1 welcher ein ,paar ,krakehler an die ,luft setzt4 ,nach unseren gegenwrtigen ,verhltnissen zu schlieen1 mssen dies ,studentenkneipen gewesen sein4 ,in manchen ,lokalen lt auch die ,orthographie der ,sprache zu wnschen brig4 ,in ,pompeji wurden auch mehrere ,sprachen gesprochen4 ,das ,resultat ist ein oft an den ,wnden der ,schenken zu findendes ,kauderwelsch von ,latein1 ,griechisch und ,oskisch1 dessen man sich im allgemeinen ,umgang viel bediente4 ,wir drfen daher die modernen ,deutschamerikaner nicht allzusehr schmhen1 wenn ihr ,jargon die ,reinheit der ,muttersprache verloren hat4 ,so knnen ,sie alle ,sttten sehen1 wo die ,alten aen und tranken und frhlich waren4 ,vom schnen1 erstklassigen ,hotel ,bellevue an der ,grberstrae herab bis zu den einfachen ,herbergen1 vom eleganten knstlerischen ,weinwirt an der ,strae nach ,nola1 in dessen ,lokal sich die ,honoratioren und ,hautevolee der ,stadt einfanden1 um an zierlichen ,tischchen und auf knstlerischen ,dreifen zu sitzen und aus schn verzierten silbernen ,pokalen ,wein zu trinken1 bis hinab in die ,spelunken mit ihren ,chambres separes und deren passendem ,wandschmuck1 ,lokale1 die genau wie heute sich ihres zweifelhaften ,charakters wegen unter der ,brgerschaft eines groen ,renommees und ,zuspruchs erfreuten und jedenfalls glnzende ,geschfte machten4 ,ja1 leider1 gndige ,frau6 ,zu allen ,zeiten scheint die ,menschheit ein gewisses ,bedrfnis und eine ,hinneigung zu ,ausschweifungen1 verschwenderischen ,gelagen und ,vllerei gehabt zu haben4 ,aber deshalb drfen ,sie doch wirklich nicht glauben1 da die alten ,rmer zum ,beispiel entsetzlichere ,schlemmer gewesen seien als wie wir4 -- ,freilich1 freilich1 es herrscht diese allgemeine irrige ,ansicht4 ,die ,namen ,lukullus1 ,nero1 ,elagabalus und wie sie alle heien1 die antiken ,lebemnner1 sind heute noch fr jeden ,gourmand der ,inbegriff hchster ,genufhigkeit und nachahmenswerte ,idole1 whrend der ,fromme sie nur mit einem ,schauer von ,entsetzen betrachtet und der hungrige ,proletarier nur mit einer grimmigen1 unterdrckten ,verwnschung dieser ,namen gedenken kann4 ,man hat jedoch schon verschiedentlich versucht1 diese ,irrtmer der ,geschichte aufzuklren1 und ich schliee mich gerne den einsichtsvollen ,mnnern an1 welche ein derartiges lobenswertes ,werk unternehmen4 -- ,nur durch die ,geschichte der ,menschheit kann man wirklich erkennen1 was ,migkeit oder ,unmigkeit ist4 ,wer dadurch der ,menschheit ,migkeit in krperlichen ,genssen predigt1 ist ihr ,wohltter4 ,das ,bestiale in ihr nimmt doch immer wieder sein ,teil4 ,und was die ,migkeit in ,gedanken anbelangt -- hm1 da braucht man nicht so sehr zu sorgen1 die kommt meistens von selber4 ,unser ,heil liegt also in der ,migung in allen ,dingen4 -- ,wie fr alles1 so ist es auch fr die antike ,lebensweise und zu ihrem ,verstndnis wichtig1 genau zu beachten1 in welchem ,lichte sie uns gezeigt werden4 ,in der grellen elektrischen ,beleuchtung unserer ,zeit nehmen sich die traditionellen ,schlemmereien des ,altertums doch recht drftig aus4 ,ich will mich bemhen1 ,ihnen dies mglichst genau zu erklren4 -- ,mgen wir auch noch so starke ,scheinwerfer moderner ,wissenschaft auf das ,dunkel in der ,geschichte der alten ,kulturvlker richten1 wir werden niemals in die rtselhafte ,tiefe der vergangenen ,jahrtausende dringen knnen1 wenn wir nicht unsere ,blicke in die eigenen ,herzen tauchen und das ,land der ,alten mit der ,seele umfassen4 ,dumpf schweigend betrachten wir alsdann das grauenhafte ,ringen zwischen herrlicher1 lebensdurstiger ,schnheit und deren unerforschlichen1 wilden1 gegnerischen ,mchten4 ,es ist der zgernde ,kampf des ,werdens1 des ,seins und des ,vergehens1 das wundervolle ,trauerspiel des ,lebens1 das sich schon im ,auge des ,suglings ahnen lt1 das ,spiel1 dessen klagende ,akkorde das ,jubilieren des ,frhlings schon durchziehen4 ,wir sehen die ,jugend dieser ,nationen1 ihren ,trotz1 ihren ,mut1 ihre ,einfalt1 ihre frische ,strke1 ihre ,einfachheit1 ,arbeitslust1 ,sittenstrenge4 ,wir sehen ihre ,plne1 die sie als ,erbauer von ,weltreichen entwerfen2 sie trumen von der ,ernte knftiger ,kulturen1 deren ,same in ihren ,herzen whlt4 ,sie essen einfach1 trinken ,wasser1 opfern ihre ,shne fr das ffentliche ,wohl und die ,gerechtigkeit4 ,wir sehen die gereiften ,nationen1 ihre ,herrscher1 ,politiker1 ihre ,knstler und ,denker4 ,wir beobachten die ,wechsel in der ,brust der ,nationen4 ,fremde ,einflsse1 welche durch den ,verkehr mit der ,auenwelt unvermeidlich sind1 arbeiten im ,charakter des ,volkes4 ,wir sehen ,wohlstand1 ,reichtum1 ,luxus1 vernderte ,lebensweise1 vernderte ,sitten1 vernderte ,ansichten und ,gedanken1 nagende ,zweifel1 lockende ,versuchungen1 heie ,kmpfe1 berwundene ,standpunkte1 -- ,triumph des ,neuen4 ,so entschieden und bestimmt und scharf abgegrenzt sich die ,konturen der ,zeiten von ferne ansehen1 so unmerklich ist ihr bergang von einer zur andern4 ,sprossen1 ,wachsen1 ,verwelken4 ,und jedes hat seine ,zeit1 jedes seine ,rechte4 ,wie im ,denken1 im knstlerischen ,empfinden1 ,weltanschauung und ,lebensweise die ,alten zur ,bltezeit der ,antike einfacher1 strker als wir und uns daher berlegen waren1 so betrachteten sie auch das ,gastmahl nicht lediglich als eine ,funktion zur ,krperernhrung1 sondern als eine geweihte ,handlung1 aus welcher sie ,freude und ,strkung schpften4 ,doch es gibt ein ,halt4 ,und das ist das ,rtselhafteste1 das ,unerforschlichste des ,lebens3 mit der greren ,ausdehnung1 der steigenden ,entwicklung der ,nationen1 mit ihrer wachsenden ,freude am ,dasein1 mit ihrer ,blte und ,manneskraft schlichen sich auch schon die grinsenden1 verkleideten ,dmonen des ,verderbens in die ,mitte der daseinsfrohen ,menschen4 ,diese bsen ,widersacher verteilten ,reichtum und ,macht mit vollen ,hnden1 schmeichelten der ,bestie des ,menschen1 fachten die wildesten ,leidenschaften an4 ,sie weckten ,myriaden von bisher ungekannten1 verborgen schlummernden1 unersttlichen ,begierden4 berall1 wo der ,reichtum sich vermehrt1 wo die berauschende1 verfhrerische ,stimme der ,grostadt flstert1 da recken sich diese ,gespenster empor und fahnden nach ihren ,opfern4 ,und ihren ,spuren folgen alle ,greuel des menschlichen ,lebens3 ,laster1 ,verbrechen1 ,krankheit1 ,sklaverei1 ,wucherei1 ,raub1 ,totschlag1 ,krieg1 wie die ,geier1 ,hynen1 ,schakale1 ,raben1 ,wrmer und andere ,aastiere dem ,geruche der ,fulnis folgen4 ,ein verheerendes ,feuer schleicht durch das ,mark eines ,volkes1 das im ,banne dieser ,mchte liegt1 wie eine ,seuche verbreitet es sich1 vererbt es sich auf die ,kinder der ,eltern1 bis das ganze ,geschlecht wurmstichig1 faul zusammenbricht und sich in den ,strmen der ,zeit als ,staub auflst4 ,so fuhren die herrlichen ,geschlechter des ,altertums dem rtselhaften ,finale entgegen1 das ihrer harrte4 ,was war es8 ,lauerte es in dem blutdrstigen ,gebrll aufgebrachter ,barbaren und in ihren ,futritten8 ,war es halb heraufbeschworen durch die ,wnsche in der eigenen ,brust1 die aufreibende ,gier nach ,freude1 nach ,reife1 nach ,vollendung1 nach ,erlsung8 ,war es eine schlaffe1 se ,ermattung1 eine ,sehnsucht nach ,tod oder der eigentliche ,zweck1 der ,triumph ihres ,erdenwallens8 -- ,das ,trauerspiel ist aus -- der ,winter ist da -- whlen ,sie1 meine ,freunde1 sich den ,schlu -- ganz nach ,ihrem ,belieben und ,ihrer ,auffassung4 ,unter solchen ,eindrcken einer groen ,vergangenheit1 die ihre ,hand selbst noch bis in unsere heutige ,zeit hinein erstreckt und wunderbar mit der zauberischen ,gewalt1 welche von den ,grbern gestorbener ,freuden ausgeht1 unsere ,herzen erfat1 verbleicht natrlich unser eigenes ,leben4 ,das ist das ,recht1 welches der ,tod auf das ,leben -- oder die ,vergangenheit auf die ,gegenwart hat und ausbt4 ,wir fhlen uns klein4 ,es ist1 als wollte sich das ,vergangene an uns1 den ,lebenden1 rchen1 weil wir es verdrngt haben4 ,so entstehen auch die ,geschichten von dem mrchenhaften ,luxus1 ,schnheit und der schwelgerischen ,lebensweise des ,altertums4 ,aber ein einziger nchterner ,blick auf die technischen ,mglichkeiten wird uns von dem magischen ,banne des ,vergangenen befreien4 ,ich will daher1 meine ,freunde1 nicht ,ihre ,zeit verschwenden und ,ihnen antike ,gastmhler in allen meiner ,phantasie zu ,gebote stehenden ,farben und mit allen ,einzelheiten darstellen4 ,wir wollen uns auch nicht durch den ,eindruck eines vergangenen ,glanzes oder durch schwrmerische ,geschichtschreiber beim ,entwurf unseres ,bildes vom antiken ,gastmahl beirren lassen4 ,mu man nicht gewhnlich ber ,historienbilder und historische ,literatur lcheln1 wenn man sich nicht gerade angeekelt fhlt8 -- ,uns gilt nur1 den ,geist der damaligen ,zeit mit den ,augen unserer ,seele zu betrachten und in uns aufzunehmen4 ,dies und nichts anderes ist der bleibende ,wert1 den die groe ,zeit hat1 dessen ,erben wir sind1 den wir besitzen sollen4 ,alles andere ist ,schutt und ,trmmer und altes ,germpel4 ,es wrde daher ungerecht und unrichtig sein1 zu behaupten1 da die ,alten in ,raffinesse der ,kche und ,feinschmeckerei unsere ,zeit bertroffen htten4 ,was die ,kunst des ,essens und ,trinkens jedoch anbelangt1 so scheinen sie uns weit berlegen gewesen zu sein1 obgleich -- wie gesagt -- die antike ,kche bei weitem nicht so vollendet und reichhaltig war1 wie es die der franzsischen ,renaissance1 also die unsrige ist4 ,denn dies ist gewi3 die ,alten nahmen sich mehr ,zeit zu ihrem ,gastmahl3 sie brachten ein einfaches1 stolzes ,selbstgefhl mit an ihre ,tafel1 ein ,gemt1 das ungetrbt von einer vielverzweigten1 rastlosen ,zivilisation1 unberhrt von bedrckender1 einengender ,konvention steifer ,faltenhemden und frei von jeder geschftlichen ,sorge einzig und allein einem inneren1 angeborenen ,bedrfnis fr ,schnheit folgend1 die ,freude suchte und sich rckhaltslos der ,freude ergab4 ,denn die ,gemtsbeschaffenheit des ,gastes ist ein ebenso wichtiger ,faktor im ,wohlgelingen des ,gastmahls wie die ,qualitt der ,speisen4 ,daher maen die ,alten auch dem ,gastmahl viel mehr ,bedeutung bei1 wie man es heutzutage tut4 ,man mu staunen ber die herrliche ,flle von schnen1 knstlerischen ,tafelgerten1 ,haushaltsgegenstnden1 ,trinkbechern1 ,wrmebecken fr ,speisen1 ,leuchtern1 ,tripoden usw41 die man noch in den letzten ,jahren in ,pompeji gefunden hat1 wenn man bedenkt1 da die ,pompejaner vieles fr sie ,wertvolle auf der ,flucht vor dem groen ,verhngnis ihrer schnen ,stadt eiligst zusammenrafften und mitnahmen4 ,viele kehrten zurck1 nachdem sich die ,wut der ,elemente gelegt hatte1 drangen durch die eingestrzten ,dcher ihrer verschtteten ,heime ein und gruben aus1 was in der ,angst und dem ,tumult der ,katastrophe liegen geblieben war4 ,ferner waren in den darauf folgenden ,jahrhunderten diese herrlichen ,grber des ,altertums der ,gier und ,beutelust einzelner ,menschen ausgesetzt1 die eine leise ,ahnung von den vergrabenen ,schtzen hatten und diesen stets beizukommen suchten4 ,im siebzehnten und zu ,beginn des achtzehnten ,jahrhunderts wurde die unglckliche ,stadt von gierigen ,horden von ,piraten und ,kunsthynen berfallen1 die auf der ,suche nach ,schtzen und kostbaren ,gegenstnden alles wst umwhlten und nichts verschonten4 ,erst vor wenigen ,jahrzehnten regte sich das menschliche und archologische ,gewissen der ,schatzgrber1 und unserer ,zeit verdanken wir alles1 was wir ber die ,alten wissen4 ,sie erst machte uns auf jeden1 selbst den kleinsten unscheinbarsten ,fund aufmerksam und erklrte uns1 wie die ,alten aen1 tranken1 handelten und wandelten4 ,wie wenig war uns das ,glck gnstig1 und wieviel haben wir noch gefunden6 ,und aus allen ,funden spricht ein unersttliches ,begehren nach ,schnheit1 ein auserlesener strenger ,geschmack1 ein gesundes1 verlangendes ,formen- und ,stilgefhl4 ,warum sollte man nicht daraus schlieen knnen1 da sich dieser knstlerische ,geschmack auch auf die ,auswahl1 ,zubereitung1 auf das ,servieren und ,genieen der ,speisen erstreckte8 ,was tut eine barbarisch zubereitete und barbarisch gegessene ,speise in einer knstlerischen1 edlen ,schssel8 ,was ein schlechtes ,getrnk in einer pocula1 einem mit ,rosen bekrnzten ,trinkbecher8 -- ,sehen ,sie1 warum die ,alten die ,kunst des ,essens besser verstanden als wir8 ,in den ,gastmhlern eines ,plato oder eines ,plutarch erblicken wir einen schnen ,gottesdienst1 vor welchem ein modernes ,diner mit allen seinen ,raffinessen wie eine sachgeme ,abftterung erscheint4 ,soundsoviel pro ,kuvert4 ,im ,essen und ,trinken aber liegt ein tieferer ,sinn verborgen4 ,und wenn wir den berirdischen ,inhalt in etwas ,irdischem erkennen1 so nennen wir den irdischen ,gegenstand oder ,handlung ein ,symbol1 ein ,sinnbild1 ein ,gef1 ein greifbares quivalent fr einen krperlosen1 unsichtbaren ,wert4 ,man bedarf dieser kleinen ,symbole1 um groe ,gedanken1 seelische ,welten1 krperlose ,vorgnge plastisch und verstndlich darstellen und ausdrcken zu knnen4 ,die ,welt1 die ,natur1 das ,leben ist voll davon4 ,die ,menschen1 die ,religionen lieben sie4 ,im ,bilde des ,gastmahls namentlich ist der ,sinn schn und unverkennbar klar4 ,ein ,freund ladet den anderen gewhnlich nicht zu sich1 um ihn abzufttern1 sondern um mit dem ,mahl eine ,wohltat auszudrcken1 die er ihm antun will4 ,da eine solche ,tat wiederum ihren reziproken ,wert hat1 da sie dem ,geber gleichfalls von ,nutzen ist1 ndert nichts an der ,schnheit der ,handlung4 ,so drfen wir mit gutem ,gewissen behaupten1 da die ,alten zu ihren ,bltezeiten den ,sinn des ,gastmahls ganz erfat und beherzigt hatten und dasselbe als das ,symbol einer schneren ,handlung denn die ,ttigkeit des ,kauens und ,verdauens betrachteten4 ,die alten ,historiker und ,dichter1 obgleich sie viel ber ihre zeitgenssischen ,gastmhler berichtet haben1 tragen freilich wenig zur ,untersttzung dieses ,gedankens bei4 ,vor allem aber hat sich die ,weihe der ,jahrhunderte ber die vergangenen1 versunkenen ,zeiten gebreitet1 hat gelutert und den ,schmutz des ,alltags ausgeschieden1 so da die erlebten und genossenen ,freuden der ,alten in verklrtem ,glanze vor unseren bewundernden ,augen auferstehen und jung sind -- jung und schn1 schner als zu ihrer ,zeit1 da sie irdisch waren1 wie die unsrigen zu unserer ,zeit irdisch sind4 ,wenn ich aber das realistische ,bild eines antiken ,gastmahls gegen das moderne ,leben halte1 so verblassen alle unsere ,trume von der groen ,zeit4 ,wer als ,historiker1 ,wirt1 ,kellner1 ,fleisch-1 ,gemse- oder ,viktualienhndler oder gar als ,gourmet den ,irrtum begeht1 die ,gre der ,antike in ihren ,kochtpfen zu suchen1 der verdient gerecht bestraft zu werden1 und er wird es4 ,seine ,enttuschung wird grlich sein4 ,er wird die alten ,dichter und ,historiker1 die ihre ,mhler besangen und feierten1 fr harmlose1 schwrmerische ,enthusiasten halten2 er wird nicht begreifen knnen1 wie die groen fhrenden ,geister der damaligen ,zeit von ,schlemmerei und ,vllerei ihrer ,zeitgenossen faseln und solche ,ausschweifungen bejammern konnten4 ,er wird sie fr kurzsichtige ,moralisten und schchterne1 schamhafte ,schwachkpfe halten4 -- ,o ja1 die ,alten htten wirklich gern geschlemmt -- in unserem ,sinne geschlemmt -- wenn sie gekonnt htten4 ,aber sie konnten beim besten ,willen wirklich nicht4 ,die antiken ,dichter haben tatschlich viel gesndigt4 ,durch ihre ,lobreden und glhenden ,schilderungen der ,tafelfreuden einerseits und deren absolute ,verdammung andererseits haben sie die ,nachwelt zu dem ,glauben verfhrt1 da die antike ,genusucht und ,prasserei etwas ganz ,beispielloses in dem ,schuldkonto der ,menschheit gewesen sei4 ,aber lchelnd mssen wir den ,dichtern etwas mehr ,spielraum geben als den ,photographen4 ,ein kurzer kritischer ,blick ber die ,mglichkeiten zur ,schlemmerei1 die den ,vielgeschmhten zu ,gebote standen1 wird alle ,befrchtungen beschwichtigen und die ,rte der ,scham vor unserer eigenen ,verwerflichkeit in unsere ,wangen treiben4 ,es ist kein ,zweifel1 die ,alten waren ,feinschmecker4 ,wir auch4 ,mglichst gut essen will jeder4 ,sogar die1 die darber am meisten schimpfen4 ,aber die ,gte des ,mens hngt ausschlielich von der ,flle und der ,beschaffenheit der ,rohmaterialien ab4 ,krzlich fand man ein antikes ,kochbuch4 ,ich wei aber leider noch nicht1 welchen ,gebrauch die ,alten von den guten ,gaben der ,natur machten4 ,woraus diese bestanden1 knnen wir jedoch leicht erraten4 ,im groen ganzen waren sie wohl gleich denen von heutzutage4 ,nur nicht in so reicher ,flle4 ,der ,boden schenkte den alten ,vlkern reiche ,nahrung an ,gemsen und ,pflanzen1 wie er es heute noch tut4 ,der ,sden bot ihnen seine kstlichen ,frchte2 die ntzlichen ,haustiere hatten sich schon lange den ,menschen angeschlossen4 ,die alten ,fischerleute wuten den ,seetieren nachzugehen4 ,alle ,muscheln1 ,mollusken und ,krustazeen1 die vielen ,sorten delikater ,fische des ,mittelmeers1 welche die ,bouillabaise mit ,recht so berhmt gemacht haben1 alle zierten sie schon die ,tafel der ,alten4 ,und was die sdliche ,heimat nicht aufbot1 das holten sich die ,alten aus fernen ,lndern4 ,aber vieles mu doch auf dem langsamen1 beschwerlichen ,transport gelitten haben4 ,wie die ,austern1 welche sich die ,csaren von ,englands ,kste holen lieen1 in ,rom noch frisch und geniebar sein konnten1 ist mir rtselhaft4 ,die meisten ,gewrze und ,spezereien des ,morgenlandes vertrugen die schwierige ,befrderung der damaligen ,zeit wahrscheinlich schon besser4 ,da jedoch derartige ,importen zur damaligen ,zeit mit groen ,kosten verknpft und folglich etwas ganz ,unerhrtes waren1 ist sehr natrlich4 ,nur die allerreichsten ,gourmets konnten sich einen derartigen ,luxus erlauben1 whrend den weniger ,bemittelten nichts brig blieb1 als sich respektvoll fernzuhalten oder ber die ,extravaganzen zu schimpfen und sie als verderblich zu bezeichnen4 ,eine besonders schmackhafte ,art von ,wrstchen und gesalzene ,fische1 welche vom ,pontus nach ,rom gebracht wurden1 galten nach den damaligen ,begriffen der renommiertesten ,feinschmecker als die grte ,delikatesse4 ,in den ,augen der minder begterten ,brger waren diese harmlosen ,nahrungsmittel geradezu staatsgefhrlich1 ein ,zeichen bedauerlichster ,dekadenz4 ,wollstige ,gourmets1 welche sich nicht mehr mit den heimischen zhen ,hahnenbraten zufrieden erklrten und die korrupte1 gottlose1 orientalische ,methode des ,geflgelmstens in ihren ,hhnerhof einfhrten1 wurden entweder zu ,genies oder zu ,hochverrtern gestempelt4 ,zu gewissen ,zeiten waren derartige ,verfeinerungen ungefhr gleichbedeutend mit ,gotteslsterungen1 und rmische ,patrizier und ,senatoren ergrimmten darber mehr als heutzutage ein hungriger ,proletarier1 der zufllig etwas von indischer ,vogelnestersuppe oder ,poularde truffe ,regence hrt4 ,wie meinen ,sie1 gndige ,frau8 -- ,lukullus8 -- ,nein1 ich glaube nicht an seine mrchenhaften ,schsseln1 an die ,nachtigallenzungen en ragout1 an die lebenden ,wachteln in gigantischen ,pasteten usw4 ,lukull hat viel zu viel ,geschmack besessen1 um an solchen ,dingen ,gefallen zu finden4 ,die ,einzelheiten1 die heute noch ber die ,tafelfreuden des eigenartigen ,mannes im ,umlauf sind1 halte ich fr ,ausgeburten einer heihungrigen ,phantasie spterer ,jahre oder lsterner1 zeitgenssischer ,poeten1 die -- ganz wie ihre modernen ,kollegen -- die ,freuden der ,tafel aus der ,hungerperspektive preisen und sich durch die ,verherrlichung der antiken ,leckermuler ,eingang zu deren reichen ,husern verschaffen wollten4 ,lukull1 der gefeierte ,vielfra1 war ein eigenartiger1 vielseitiger ,mensch1 der vielleicht durch die zweifelhafte ,verherrlichung als ,feinschmecker von der ,nachwelt nicht gengend anerkannt wird4 ,er pflanzte zum ,beispiel bekanntlich die ersten ,kirschenbume in ,italien1 eine sehr ntzliche1 fr den ,obstbau und die ,hortikultur des ,landes wichtige1 verdienstvolle ,handlung4 ,dieser feine ,diplomat1 ,feldherr1 ,sportsmann und ,literaturfreund zchtete auch ,fische4 ,und hier spricht der ,naturforscher und ,naturfreund1 nicht der ,feinschmecker und ,schlemmer1 selbst wenn ,kirschen und frische ,fische zu seiner ,zeit eine ,delikatesse waren4 ,sie sehen1 die ,alten muten wirklich vieles ,gute entbehren1 das heutzutage ganz gewhnliche ,volksnahrung ist4 ,unsere schnellen ,verbindungen mit allen ,weltteilen haben uns viel neues ,material1 neue ,gewrze1 neue ,pflanzen und andere ,genu- und ,nahrungsmittel gebracht4 ,wir knnten uns kein ,essen ohne diese vollstndig denken4 ,die ,alten hatten zum ,beispiel keinen ,kakao1 ,kaffee1 ,tee1 keinen ,tabak1 keine ,likre1 wie wir sie zu ,tausenden haben4 ,sie hatten nicht einmal ,kartoffeln1 die ,armen6 ,ihre ,zhne1 ,gaumen und ,mgen empfanden nicht die wunderbare ,wirkung des sen ,gefrorenen1 der ,schokoladenbonbons und dergleichen ,lieblichkeiten4 ,unsere modernen verbesserten ,kcheneinrichtungen1 die fortgeschrittene ,technik1 die ,bratherde1 ,roste1 ,eisschrnke1 ,ventilation1 ,feuerregulierung1 ,gas und ,elektrizitt bedingen eine bessere und ausgiebigere ,behandlung und ,verwertung der ,rohmaterialien4 ,nein1 ,gndige1 die ,alten hatten auch keinen ,champagner1 diesen prickelnden ,urgeist der ,tollheit4 -- ,der wurde erst -- wie das ,schiepulver -- von einem christlichen ,mnche zum ,heil der ,menschheit eingefhrt4 -- ,knnen ,sie sich berhaupt eine ,schlemmerei ohne ,champagner denken68 ,erkennen ,sie nun die bertriebene ,vorstellung1 die wir von den ,tafelfreuden der ,alten haben1 meine ,herrschaften8 ,selbst mit unserem modernen ,reichtum1 mit der ganzen ,reichhaltigkeit und ,raffinesse unserer ,kochkunst wre es den ,rmern zu gewissen ,zeiten einfach unmglich gewesen1 uns an verschwenderischem und lasterhaftem ,lebenswandel gleichzutun4 ,die moderne ,geschichtforschung hat uns dies ausfhrlich und klar bewiesen4 ,die alten ,rmer haben zu verschiedenen ,perioden ein ,system zur berwachung der brgerlichen ,moral gehabt1 das die ,herzen aller derjenigen freudig schwellen lassen wrde1 die sich in unseren ,tagen solch lobenswerten ,amtes befleiigen1 drften sie es nur nach antiken ,mustern ausfhren4 ,kaiser ,augustus setzte die in einem ,gastmahl zu verschwendenden ,geldsummen gesetzlich fest4 ,die ,hhe der ,taxe belief sich je nach der ,gelegenheit1 in allen ,fllen bescheidene1 -- fr unsere ,zeiten lcherlich geringe ,summen1 selbst wenn wir den praktischen ,wert der damaligen ,whrung den ,verhltnissen entsprechend in ,betracht ziehen4 ,unglckliche mit einem angeborenen oder erworbenen notorischen ,hang nach ,fra und ,vllerei oder ,verschwendungssucht wurden streng bewacht und beschnffelt4 ,die ,gesetze1 die lieben ,mitmenschen1 die ffentliche ,meinung zwangen solche ,wstlinge1 sich einzuschrnken4 ,der allgemeine ,notstand1 die geringe ,whrung1 die knappe ,barschaft1 der ,mangel an edlen ,metallen gestattete selbst den ,allerreichsten keine wilde1 verschwenderische ,lebensweise4 ,selbst zu den ppigsten ,zeiten des ,altertums herrschte diese ,einschrnkung4 ,die ,orgien eines ,nero oder ,elagabalus wrden das mitleidige ,lcheln eines modernen ,bonvivant hervorgelockt haben4 ,die eheliche ,treue und ,moral der ,geschlechter wurde ebenso eiferschtig gehtet4 ,gesetze und ,moralisten von der strengsten ,sorte lieen nicht die groen geschlechtlichen ,ausschweifungen und ,laster zu1 in welchen die heutige ,welt die vollste ,freiheit geniet4 ,ich will beileibe nicht behaupten1 da im ,altertum das ,bedrfnis fr unsere moderne ,freiheit gefehlt htte1 aber -- ach1 ,sie sehen1 meine ,freunde1 mit uns verglichen erscheinen die berchtigten ,wstlinge des ,altertums wie ,waisenknaben1 ihre grten ,kurtisanen1 ,maitressen und ,intrigantinnen sind unschuldige1 schchterne ,geschpfchen neben ihren ,schwestern unserer ,zeit4 ,phantastische ,schreiber und gedankenlose1 abschreibende ,historiker haben das klassische ,altertum in ein zu unnatrliches ,licht gestellt4 ,bringen ,sie1 ,herr ,doktor1 einen ,brger des ,forums in ein modernes ,riesenvergngungslokal1 in ein ,nachtcaf1 in unsere ,variettheater4 ,seine einfache1 unschuldige ,seele wrde sich derartiges nicht trumen lassen4 ,die lebendige1 glhende ,gier unserer ,zeit1 die jedes ,dienstmdchen1 jeden ,hausknecht ergreift1 wo jedes menschliche ,wesen vibriert vor ,sehnsucht nach ,genu und ,vergngen1 dieser tolle1 tobende ,lobgesang der ,menschheit des zwanzigsten ,jahrhunderts auf das ,erdendasein konnte sich im ,altertum in unserer ,weise1 in unserem ,grade nicht kundgeben4 -- ,warum8 ,die ,gelegenheit fehlte1 die ,mittel waren nicht vorhanden4 ,unsere ,dienstmdchen erlauben sich mehr ,freiheit1 mehr ,luxus1 mehr ,seide1 mehr ,schmuck1 mehr ,vergngen1 als manche vornehme ,dame der vielgeschmhten ,zeit des rmischen ,luxus4 ,der ,sonntagsrock eines modernen ,ladenjnglings ist aus besserem ,stoff denn die ,toga eines ,senators der alten ,weltbeherrscherin4 ,wir mssen also wirklich erst in das ,altertum zurckgreifen1 um die groe1 beispiellose1 nie dagewesene ,genusucht1 ,verschwendung unserer ,zeit1 die ,gte und ,raffinesse unserer ,tafel richtig zu erkennen4 ,denn eine materielle ,parallele in der ,geschichte zu suchen1 ist fruchtlos4 ,unsere ,urgrovter selbst1 die doch auch jung gewesen sind und zu ihrer ,zeit gewi auch keine ,kostverchter waren1 wrden staunen1 wenn sie ihre ,nachkommenschaft bei der ,tafel1 im ,theater1 bei den ,vergngungen sehen knnten4 ,sogar im geistigen ,leben tritt das gleiche ,phnomen vereinzelt zutage4 ,ich will nur ein augenscheinliches ,beispiel anfhren4 ,der arme ,heinrich ,heine1 das vielgehate und -geschmhte traditionelle ,ferkel im ,musengarten1 der ungezogene ,liebling der ,musen -- neben seinen modernen ,kollegen nimmt er sich aus wie ein bleicher ,konfirmand mit einer ,lilie und einem ,gesangbuche unter einer ,horde verbummelter1 schlotternder ,nachtcaf-,habitus beim ,strahl der aufgehenden ,sonne am ,ostermorgen4 ,bitte1 ,sie drfen mich nicht miverstehen4 ,mit diesen ,vergleichen will ich kein ,urteil sprechen4 ,weder ber uns1 die ,lebenden1 noch ber die ,toten4 ,denn dann wren wir ja veritable ,ungeheuer6 -- ,dafr danke ich4 -- ,nein1 jedes hat seine ,zeit4 ,auch wir werden berlebt werden4 ,was aber nicht notwendigerweise berboten heit4 ,geht daher ein gesunder ,durchschnittsbrger unserer ,zeit -- sagen wir ein ,hndler in ,lebensmitteln oder ,luxuswaren en gros1 ein fortschrittlicher ,gastwirt oder selbst ein vernnftiger ,lehrer der ,geschichte zum erstenmal ber das ,forum in ,rom1 so wird er den ,kopf schtteln und sich fragen3 ,ist das alles8 ,er mu sich gestehen1 da er mehr erwartet hat4 ,nach einigem aufmerksamem ,forschen 7oder auch belehrenden ,erklrungen des ,cicerone7 wird der ,enttuschte entdecken1 da ein berchtigter altrmischer ,schlemmer in einem ,hause gewohnt hat1 das vielleicht nicht einmal so gro und so stattlich war wie die ,heimsttte des ,betrachtenden4 ,nicht jeder ,besucher der alten geweihten ,sttten ist ein ,dichter oder ein ,philosoph1 ein ,mann1 der aus dem elenden ,trmmerhaufen ein gewaltiges ,weltreich neu auferstehen sieht mit all seinen ,kmpfen1 ,strmen1 glorreichen und traurigen ,tagen1 mit all seinen herrlichen ,geistern1 groen ,mnnern und schnen1 liebreizenden ,frauen4 -- ,nicht jeder vermag sein eigenes ,leben aus den gewaltigen ,ruinen hervorleuchten zu sehen1 nicht jeden bestricken darin das jubelnde ,lachen des ,lebens und seine herzzerreienden ,klagelieder4 ,nicht jeder ist ein niedriger1 kuflicher ,hurraschreier1 der auf ,kommando das ,maul aufreit1 weil er mu1 obgleich er nichts sieht1 fhlt oder denkt4 ,nicht jeder ist ein wohlerzogener ,backfisch1 der von einer ,bewunderung in die andere fllt an einem ,orte1 wo es die ,sitte erfordert und zum guten ,ton gehrt1 weil dort etwas zu sehen sein soll4 ,nicht jeder hat das ,gedchtnis eines deutschen ,gymnasialoberlehrers1 der an heiliger ,sttte alle die interessanten1 denkwrdigen geschichtlichen ,daten von ,anfang bis zu ,ende gelufig hersagen kann1 was den ,besuch an ,ort und ,stelle so beraus genureich macht4 ,nicht jeder bersieht alle die ,mngel und ,schnheiten des ,ortes in der ,aufregung1 weil er ihn andichten mu4 ,sondern der weitaus grte ,teil der ,menschheit besteht aus jenen zgernden1 doch gengend ehrlichen ,naturen1 die bei einer nicht augenscheinlichen ,verwirklichung von ,erwartungen ihrer wenig produktiven aber dennoch phantasiereichen ,kpfe die erlittene ,enttuschung nicht hinunterwrgen1 sondern sich derselben offen und ehrlich entledigen wollen4 -- ,so bliebe uns denn nichts zur ,betrachtung brig als der ,geist der alten ,welt1 der so glorreich auch an der antiken ,tafel prsidierte4 ,ich kann wirklich nicht ausrechnen1 wie hoch sich die ,kosten eines anstndigen ,gastmahls der ,alten beliefen4 ,ich will nicht zu ergrnden suchen1 ob die delikaten importierten ,wrstchen vom ,pontus roh oder gebraten verspeist wurden1 und so ,vergleiche mit unseren modernen ,wrstchen ziehen4 ,ich will nicht wissen1 ob der gesalzene ,fisch1 der die biederen ,senatorengemter in ,aufregung versetzte1 eine ,stunde lang oder berhaupt nicht gewssert wurde4 ,es interessiert uns wenig1 ob er mit heier ,butter oder mit zher ,mehlsauce und braunen ,zwiebeln begossen wurde4 ,wir knnen nicht mehr untersuchen1 ob die ,whistable ,natives von ,britannias wei-grner ,kste noch gengend frisch zum heilsamen ,genu in ,rom anlangten1 oder ob sie durch ihre und den anderen ,meerbewohnern charakteristische ,tcke infolge vorgeschrittenen ,alters den rmischen ,bonvivants bedenkliches ,magenzwicken verursachten4 -- ,nur1 wie schon gesagt1 im ,spiegel des glnzenden ,altertums vermgen wir unsere ,zeit1 also auch unsere ,mhler und ihren ,geist1 richtig zu erkennen1 zu verachten oder zu wrdigen4 ,,ii4 ,und was der wirkliche ,geist der antiken ,gastmhler ist1 auf den ich so oft hinweise8 -- ,ei1 das ist die ,freude6 -- ,welche8 -- ,nun1 die ,lebensfreude1 dieser jubilierende ,aufruhr1 den nur ,vollblutgeschpfe voll und ganz empfinden und verstehen knnen4 -- ,ach1 ,herr ,doktor1 wie ,sie mich peinigen4 ,gewi besitzen wir auch ,lebensfreude1 aber1 aber 444 ,hm1 worin der ,unterschied besteht8 ,ja1 wer das sagen knnte6 ,wer das in die ,welt hinaus schreien knnte6 ,es lt sich nicht sagen4 ,ein ganz groer ,dichter vermochte es nicht einmal auszudrcken4 ,er sagte nur sehnschtig1 da es so ganz anders war zur ,zeit1 wo man die ,tempel der ,venus ,amathusia noch bekrnzte 444 ,ach1 und wenn ,sie mich noch so hartnckig pressen1 ich knnte nichts anderes tun1 als ,ihnen alle ,vorgnge bei einem ,symposium haarscharf und historisch getreu hersagen4 ,aber wrde ,sie das befriedigen8 -- ,das alles ist doch so wohlbekannt4 ,jedem ,schuljungen wird es eingepaukt4 ,im ,variet und bei ,wohlttigkeitsgelegenheiten ist's zu sehen4 ,symposien und ,bacchanalien werden wunderbar getreu nachgeahmt4 ,da sieht man ja alles3 die ,leopardenfelle1 die fliegenden ,kleider1 das ,weinlaub im ,haar1 die ,fackeltrger1 die ,blumenmdchen1 die ,fltenspieler1 das sanfte ,hirtenvolk1 das ,trankopfer -- die ,tnze -- alles1 alles ist noch ganz genau zu sehen4 -- ,aber8 -- ,aber doch so ganz anders4 -- -- -- ,gerne1 meine ,damen1 ich will mein ,bestes tun4 ,ich sehe1 man lt mir keine ,ruhe6 ,htte ich doch gar nichts von dieser entsetzlichen ,lebensfreude erwhnt6 -- ,wenn also so ein lebensdurstiger antiker ,hausherr seinen ,freunden ein ,gastmahl zu geben beabsichtigte1 so wurde am ,morgen bei ,sonnenaufgang die beste ,halle des ,hauses zu diesem ,zwecke feierlichst geschmckt4 ,gar nichts ,auergewhnliches6 ,ganz wie heute4 ,an der dem ,garten zugewandten offenen ,seite des ,saales wurde gewhnlich ein langer ,marmortisch aufgestellt1 der nur auf einer ,seite zum ,essen gedeckt wurde4 ,die andere ,seite des ,tisches blieb zur ,bedienung frei4 ,tischtcher gebrauchte man nicht1 die ,tischgerte wurden auf die blanke ,marmorplatte gestellt4 ,alles1 was das ,haus an ,silber- und ,goldwaren aufbieten konnte1 wurde natrlich benutzt1 das ,mahl zu verschnern4 ,der ,tisch prangte mit ,blumen2 ,blten bedeckten den ,fuboden1 ,rosengirlanden hingen mahnend ber den ,sitzen der ,gste1 als ein ,sinnbild des ,schweigens4 ,man plauderte nicht aus1 was man an der ,tafel erfuhr4 ,die ,rosen verboten es4 -- ,an der anderen ,seite des ,raumes standen die ,amphoren1 groe zweihenkelige ,krge1 gefllt mit ,wein4 ,daneben war der ,krater1 ein groes ,mischgef1 eine ,bowle1 worin der ,wein mit ,wasser vermengt wurde4 ,dieses ,geschft besorgte der ,rex ,bibendi1 der ,trinkmeister oder ,mundschenk4 ,ihm zur ,seite standen bekrnzte ,knaben in aufgeschrzten ,gewndern1 deren ,aufgabe es war1 die ,becher der ,gste zu fllen4 ,nicht weit entfernt von der ,weinstation1 in der ,nhe des ,ausganges1 stand der ,anrichtetisch mit ,wrmebecken fr die ,speisen1 die aus der ,kche hereingebracht wurden4 ,hier waltete ein ,austeiler und ,trancheur seines ,amtes4 ,er verteilte die ,speisen1 zerlegte die ,braten1 und seine bekrnzten ,jnglinge reichten die guten ,dinge den ,gsten dar4 ,whrend des ,mahles saen die ,gste gewhnlich auf ,schemeln oder dreifigen ,sthlen1 nach der ,mahlzeit lie man sich auf feinen1 weichen ,ruhebetten nieder1 reich verzierten ,mbelstcken1 mit kostbaren ,decken oder ,fellen wilder ,tiere behangen4 ,im ,vorzimmer hielt man gewhnlich fr jeden ,gast ein ,waschbecken aus edlem ,metall und kostbare1 wohlriechende ,salben bereit4 ,das ,handtuch jedoch mute jeder ,gast sich selber mitbringen4 ,die ,alten hielten viel auf ,hygiene und verzichteten auf die ,gtergemeinschaft von ,handtchern und ,servietten4 ,wenn alle diese ,vorkehrungen getroffen waren1 wurden die ,lampen angezndet1 die ihr miges ,licht im ,raume ausstrahlten4 ,im ,kohlenbecken auf dem ,tripod glhte bald der ,weihrauch oder andere wohlriechende ,dinge1 deren feiner ,geruch sich mit dem ,duft der ,blumen vermengte4 ,alsdann gingen die ,diener des ,hausherrn und holten die ,geladenen feierlichst ab4 ,dann erschienen sie1 die wrdigen1 frhlichen ,gste1 festlich geschmckt1 ,haupthaar und ,bart mit wohlriechendem l gesalbt1 leicht gekleidet in einfachen weien oder zartbunten ,gewndern1 und die ,hupter zierten ,blumen-1 ,weinlaub oder ,lorbeerkrnze4 ,herzlich wurden sie von dem lchelnden ,symposiarch an der ,schwelle des ,hauses empfangen4 ,darauf sprangen ,sklaven heran1 die den ,gsten die ,sandalen lsten1 die ,fe wuschen und dieselben mit feinen ,spezereien salbten4 ,nun begann die ,ttigkeit des ,haushofmeisters4 ,lachend und scherzend begab man sich zur ,tafel2 auf ein ,zeichen des ,haushofmeisters brachten die bekrnzten ,kellner das feine1 ,appetit erregende ,horsd'uvre und setzten es1 ber den ,tisch hinberreichend1 vor die ,gste nieder4 ,inzwischen war auch der ,trinkmeister geschftig4 ,mit seinem silbernen ,schpfkrglein tauchte er in die ,tiefe des ,kraters und fllte die bereitstehenden ,poculae mit khlem ,wein1 den seine hochgeschrzten ,weinkellner darauf lchelnd kredenzten4 ,und feierlich erhoben sich nun alle ,gste und stieen auf das ,wohl des obersten ,gottes ,zeus ,soter oder der ,gttin der ,gesundheit ,hygieia an4 ,so verlief das ,mahl4 ,man gedachte der abwesenden ,freunde und ,frauen und trank auf ihr ,wohl4 -- ,nein1 gndiges ,frulein4 -- ,die strengen ,griechen gestatteten ihren ,damen nicht1 an ,festmhlern teilzunehmen1 waren aber rcksichtsvoll genug1 sich ihrer ,gattinnen und ,tchter zu erinnern4 ,die ,rmer jedoch schienen ,damengesellschaft mehr zu schtzen4 ,man sa nach unserer heutigen ,sitte paarweise zusammen2 die ,frauen nahmen an allem1 was die ,mnner taten1 teil4 ,das eigentliche ,essen war gewhnlich bald vorber4 ,unsere unzhligen ,gnge kannte man nicht4 ,man begngte sich mit ,fisch1 ,braten1 ,gemsen2 der ,nachtisch1 se ,speisen und ,frchte1 bildete den ,schlu4 ,nach jedem ,gang wurde der ,marmortisch grndlich gereinigt und den ,gsten frisches ,waschwasser in den ,becken gereicht4 ,bestand die ,tischgesellschaft nur aus ,mnnern1 so wurden oft ernste und philosophische ,gesprche gefhrt4 ,man besprach ,ereignisse1 ffentliche ,angelegenheiten1 die ,reden der groen ,mnner4 ,waren solche ,koryphen selbst anwesend1 so suchte man ihre ,gesellschaft1 lauschte ihren ,worten1 vertiefte sich oft in ernste1 wissenschaftliche ,gesprche4 ,in ,mnnergesellschaft geht's natrlich oft auch bermtig zu4 ,da sprhte ,geist und ,witz1 man uzte sich und zog sich auf1 und die ,hallen erschollen vom frhlichen1 gesunden ,lachen der lustigen ,menschen4 ,ein beliebter ,scherz war1 einem ,freunde auf das ,wohl einer abwesenden heimlichen ,freundin zuzutrinken4 ,der ,betreffende mute alsdann so oft seinen ,becher leeren1 als ihr oder sein ,name ,buchstaben enthielt4 ,oft auch erhob sich ein frhlicher ,zecher und sang mit dem blumenumwundenen ,pokale in der ,hand ein ,tischlied1 das ,skolion1 welches1 je nach seiner ,art heiter oder ernst1 den ,beifall der ,zuhrer erntete4 ,zum ,schlu des ,mahles wurde meistens die letzte gemeinsame ,runde den freundlichen ,schutzgeistern des gastlichen ,hauses dargebracht4 ,alsdann nahm man auf den ,ruhebetten ,platz1 und es strmte eine ,schar von ,sngerinnen und ,fltenspielern herein1 die ,gste mit ihrer ,kunst zu erheitern4 ,an ,tnzerinnen1 ,lustigmachern und ,possenreiern fehlte es auch nicht4 ,diese ,leute wurden alle reichlich bewirtet1 und ganz wie heute1 je mehr sie dem ,weine zusprachen1 um so leidenschaftlicher und heier bten sie ihre ,kunst aus4 ,verlockend klangen dann die ,flten1 begeistert die ,gesnge1 und die ,mnade raste verzckt um das schweigende ,marmorbild des ,dionysos1 whrend sich von ihren heien ,lippen der ekstasische ,schrei ,evoe6 ,evoe6 rang4 -- ,oft erhoben sich auch die ,gste und spielten mit4 ,sie forderten ihre bekrnzten ,kellnerjnglinge gleichfalls auf1 ihnen in dem bacchantischen ,zuge zu folgen1 und alle vereinigten sich zum wilden ,tanze1 wo sie im begeisterten ,ausbruch von irdischer ,freude den ,saal1 die ,grten1 vorbei an pltschernden ,brunnen1 die stille ,nacht und die ,sulengnge des ,peristils durchtobten und sich dem berauschenden1 flammenden ,feuer ihres ,freudedurstes ergaben4 ,alle stimmten sie ein in den ,lobgesang auf die ,schnheit1 und hchstens die alten und besonnenen ,philosophen schauten innig lchelnd dem wilden ,treiben zu4 -- -- ,so endete das ,fest1 und beladen mit ,andenken und wertvollen ,geschenken nahmen die glcklichen ,gste vom ,symposiarch ,abschied4 ,sie sehen1 meine ,herrschaften1 ich vermochte ,ihnen nichts ,neues zu sagen4 ,was ich erzhlt habe1 sind altbekannte ,tatsachen4 ,die antike ,lebensfreude bleibt unerklrt und unerklrlich4 ,und was die geruschvolle ,prozession durch die ,sulenhallen anbelangt1 so hlt uns unser angeborenes ,anstandsgefhl und die ,herrin des ,hauses oder die ,polizei von derlei ,geschmacklosigkeiten ab4 ,mit dem leidigen ,verfall der ,antike1 der wachsenden ,macht und ,ausdehnung des ,christentums und den ,bewegungen der barbarischen ,vlker artete die besagte heidnische ,freude der ,gastmhler langsam aus1 nahm immer mehr und mehr ab und starb schlielich gnzlich4 ,obgleich die ,kirche niemals eine ,feindin des ,weines war und ihren ,glubigen nie ausdrcklich den ,genu des ,weines verbot1 so ist es doch ihrem direkten ,einflsse zuzuschreiben1 da die ,freude des ,altertums wich4 ,daraus geht ganz deutlich hervor1 da diese rtselhafte ,freude nicht eigentlich im ,weine enthalten ist4 ,noch lange hielten die ersten ,christen an vielen heidnischen ,sitten und ,gebruchen fest1 aber allmhlich versanken sie in die ,dunkelheit der ersten ,jahrhunderte unserer ,zeitrechnung1 von denen kein schnes ,streifchen ,licht auf unsere ,tage gefallen ist4 ,wie sich die ,alten mit der ,lebensfreude befaten1 so befaten sich die ,christen mit der ,todesfreude4 ,man hatte gelernt zu sterben1 aber zu leben verlernt4 ,und wenn man verlernt zu leben1 so verlernt man auch zu essen4 ,so wissen wir gar nichts ,nennenswertes von den ,sitten und ,tafelgebruchen der ,vlker des vierten bis achten ,jahrhunderts4 ,wir haben auch nicht viel verloren4 ,man kann sich leicht denken1 da die ,gelage1 wenn es solche gab1 nichts als groe ,fressereien waren4 ,eine ,miniatur1 das einzig existierende ,dokument1 stellt anschaulich dar1 da man im neunten und zehnten ,jahrhundert in ,paris die ,notwendigkeit eines ,tisches bei einem ,mahl erkannt hatte4 ,wir sehen auf dem ,bildchen eine ,tafelgesellschaft auf klobigen ,schemeln an einem runden ,tische sitzen4 ,die ,runde ernhrt sich redlich aus einer gemeinsamen ,schssel in der ,mitte4 ,tcher und ,teller gibt es nicht4 ,man hlt den ,braten mit den ,fingern auf einem groen ,stck ,brot und bearbeitet die ,masse mit einem dolchartigen ,instrument4 ,statt der ,blumen liegen abgenagte ,knochen allenthalben umher4 ,hinter den ,schmausern stehen ,weinkrge auf dem ,boden1 deren ,umfang auf einen respektablen ,durst schlieen lt4 ,erst auf den ,bildern aus dem dreizehnten ,jahrhundert kann man eine ,wendung zum ,bessern entdecken4 ,das ,tischtuch erscheint4 ,und erst gegen ,ende des vierzehnten ,jahrhunderts scheint man sich ,etikette und menschenwrdige ,tafelsitten angewhnt zu haben4 ,aber selbst auf ,bildern aus viel spteren ,perioden1 namentlich auf den ,werken der frhen deutschen und niederlndischen ,meister kann man ,gastmahlsszenen betrachten1 die1 wenn sie nicht bertrieben sind1 wahre ,orgien von ,fra und ,vllerei gewesen sein mssen4 ,die ,chronisten und ,geschichtschreiber des ,mittelalters hatten anscheinend groen ,respekt vor derartigen ,funktionen und berichteten viel in ihrer langweiligen ,weise von den ,festessen und ,mhlern ihrer ,tage4 ffentliche ,schmuse wurden viel und bei jeder kleinen ,gelegenheit abgehalten4 ,die ,hallen der ,burgen oder der ,rathuser waren meistens die ,sttte eines ,banketts4 ,an ,ermangelung gengend groer und passender ,lokalitten nahm man aber auch gerne mit der ,wiese und dem freien ,himmel vorlieb4 ,man pflegte auf ,bnken an den ,tischen zu sitzen4 ,daher der ,name ,bankett4 ,bei einem ritterlichen ,bankett saen die ,herren und ,ehrengste an einer erhhten ,tafel unter dem ,baldachin4 ,die ,tische waren hlzern1 lang und schmal1 und wie im ,altertum war eine ,seite fr die ,bedienung frei4 ,die ,germanen gestatteten ihren ,frauen zwar1 an den ,banketts teilzunehmen2 die ,frauen muten sich aber an separaten ,tischen abfttern lassen4 ,in den romanischen ,lndern dagegen sa man paarweise in ,eintracht zusammen4 ,mit der ,entwicklung der ,knste und des ,handwerks im ,mittelalter nahm auch das ,tafelgert an ,schnheit und ,vollkommenheit zu4 ,die ,speisesle wurden nun mit kunstvollen ,gestellen1 prchtig gearbeiteten ,schrnken und niedlich geschnitzten ,anrichtetischen ausgestattet4 ,kostbares ,silberzeug1 blanke ,silber- oder ,zinnteller1 feine ,glser und irdene ,geschirre zierten die ,tafeln der ,reichen4 ,die ,festhallen wurden reich mit ,fahnen und ,girlanden dekoriert1 die ,tische sinnvoll mit ,blumen geschmckt4 ,die feinen linnenen ,tischtcher wurden meistens so gefaltet1 da man sie1 wenn sie beschmutzt waren1 umschlagen konnte4 ,bei besonders groen ,festessen traten zwischen den einzelnen ,gngen fahrende ,snger und ,schauspieler1 ,possenreier1 ,hanswurste1 ,akrobaten1 ,bnkelsnger und andere ,klageweiber der ,frhlichkeit auf1 damit die ,esserei mglichst lange whre4 ,oft wurden ganze ,theaterstcke zwischen den einzelnen ,gngen gespielt4 ,da es meistens viele solcher ,gnge gab1 dehnten sich diese ,prunkschmuse entsetzlich aus und kosteten viel ,geld4 ,bei den groen ,staatsbanketts1 wo alle ,frstlichkeiten zusammenkamen1 muten gewhnlich die ,edelleute des ,landes eigenhndig des ,kaisers heilige ,macht bedienen4 ,oft wurden die schweren ,schsseln von einem ,edlen zu ,pferde1 begleitet von dem ,gerusch der ,hrner und ,pauken1 in den ,saal getragen1 und der tapfere ,ritter prsentierte sie kniend dem ,landesherrn4 ,die mter eines ,mundschenks1 ,truchsesses usw4 waren eine besondere ,ehre1 welche die ,majestt nur seinen ,gnstlingen verlieh1 und der ,titel war gewhnlich erblich4 -- ,nachdem die guten ,gaben so prsentiert waren und das ,wohlgefallen des ,gewaltigen erregt hatten1 waltete der ,vorschneider seines ,amtes1 zerlegte die ,stcke kunstgerecht und lie sie auf den ,tisch stellen1 damit sich jedermann nach ,herzenslust bedienen konnte4 ,die ,getrnke waren wohlweislich unter der ,oberaufsicht des frstlichen ,mundschenks4 ,der ,haushofmeister1 welcher die ,bedienung von den ,seitentischen aus leitete1 war die ,seele des ,ganzen4 ,die ,schauessen und ,banketts des ,mittelalters haben mehr oder weniger alle das ,geprge einer groen ,fresserei4 ,man gab weniger um die ,qualitt der ,speisen als um die ,hauptsache3 da man genug davon hatte4 ,da bei solchen ,gelegenheiten ,trunkenheit und ,roheit oft berhand nahm1 ist selbstverstndlich4 ,namentlich die ,deutschen1 die ,englnder und die ,niederlnder haben ,groes in der ,vertilgung von kolossalen ,mengen von ,speisen und ,getrnken geleistet4 ,aber selbst die groen sthetiker der italienischen ,renaissance scheinen keine hervorragenden ,knstler der ,tafel gewesen zu sein4 ,erst im siebzehnten ,jahrhundert begann man in ,paris mit der wachsenden ,kultur auch an die ,verfeinerung der ,kche1 des ,essens und der ,tafelsitten zu denken4 ,es war die ,renaissance der ,kochkunst4 ,und aus dieser groen ,bewegung entstand die groe klassische franzsische ,kche1 deren wir uns heute noch erfreuen1 eine ,kunst1 vom praktischen ,standpunkt aus vielleicht die wichtigste der ,menschen1 vom sthetischen aus1 wrdig1 den neun ,musen beigefgt zu werden4 -- ,zur gleichen ,zeit entstanden in ,paris als das ,zentrum der damaligen ,welt schne1 groe ,gasthfe1 die ,hotels genannt wurden4 ,es ist der zgernde ,anfang der modernen ,hotelindustrie1 denn die ffentlichen ,gasthuser im ,mittelalter waren durchweg und berall sehr schlecht4 ,seit dem grauen ,altertum hatte man gar keine ,fortschritte darin gemacht1 ja1 man war zurckgegangen4 ,die bedauernswerten ,reisenden waren auf die ,gastlichkeit ihrer ,freunde in den ,stdten angewiesen oder hielten in den ,klstern ,einkehr4 ,die ,klosterbrder waren jahrhundertelang die beliebtesten ,gastwirte4 ,das ,kloster von ,st4 ,gallen hatte bereits im neunten ,jahrhundert ein berhmtes ffentliches ,gasthaus4 ,das franzsische ,hotel wurde bald nach seinem ,erscheinen in ,london erfolgreich nachgeahmt1 und einige ,gasthfe dort gelangten zu groer ,berhmtheit4 ,in ,deutschland fanden ,unterkunftssttten fr ,reisende nach franzsischem ,muster erst viel spter ,eingang4 ,in der ra der ,postkutsche ist das ,hotel aber noch immer ein sehr miger1 bescheidener ,betrieb4 ,das ,dampfro jedoch brachte einen gewaltigen ,umschwung4 ,trotzdem hat sich der ,kleinbetrieb des ,hotels aber bis in unsere ,tage hinein erhalten1 und das ganz moderne ,riesenhotel ist ein charakteristisches ,kind der jngsten ,jahre1 einer entschieden neuen ,zeit1 und hat das ,licht der ,welt in einem neuen ,lande1 in ,amerika1 erblickt4 ,also auch etwas ber die technische ,entwicklung der ,kochkunst soll ich sagen6 -- ,mit grtem ,vergngen1 gndige ,frau4 -- ,warum ich so teuflisch lchle8 -- ,nun1 ich finde es so tragikomisch1 da die ,frauen sich immer fr dasjenige1 wozu sie am wenigsten ,geschick haben1 am meisten interessieren1 oder besser1 interessieren mssen4 -- ,nein1 meine verehrten ,damen1 zum ,kochen haben die ,frauen nun einmal absolut kein ,talent4 -- ,wie8 ,das ,allerneueste8 -- ,bitte1 das haben schon grere ,autoritten lange vor mir gesagt1 und ich schliee mich ihnen nur ganz bescheiden an4 ,ja1 ja1 die bitterbse ,wahrheit lt sich nun einmal nicht ndern4 ,die meisten ,frauen haben dies in ihrem geheimsten ,herzen ganz schrecklich empfunden und wollen es nicht eingestehen4 ,und wie haben die armen ,ehemnner erst gelitten6 ,in ihren ,mgen natrlich4 ,aber eigene ,magenschmerzen sind grimmiger als fremde ,herzensqualen4 ,daher die kalte ,brutalitt des mnnlichen ,geschlechts4 ,ich will gar nicht versuchen1 der schrecklichen ,wahrheit auf den ,grund zu gehen oder sie umzustrzen1 es ist aussichtslos4 ,sie ist ohne ,hoffnung wahr4 ,und so mssen wir sie hinnehmen4 -- ,an ,ungeheuerlichkeit kommt diese ,tatsache nur der alten ,sphinx gleich4 ,und ein ,rtsel stellt sie uns auf1 eines der hrtesten unserer ,zeit4 ,gesundheit1 ,eheglck1 ,kindererziehung1 ,heim1 alles hngt davon ab4 ,ich zittere1 eine ,lsung fr das ,rtsel auszusprechen4 ,ich wage es nicht4 ,ich kann ,ihnen1 meine ,freunde1 nur seine ganze ,schrecklichkeit vor ,augen fhren4 ,die ,urmenschen waren anfangs harmlose ,vegetarier und ernhrten sich von rohen ,wurzeln1 ,gewchsen1 ,frchten1 ,heuschrecken und wildem ,honig4 ,mit der wachsenden ,intelligenz erkannten sie aber allmhlich ihre berlegenheit ber die anderen ,tiere der ,erde4 ,und wem die ,menschen berlegen sind1 das schlagen sie tot und essen es auf4 ,so auch schon die ,urmenschen1 unsere ruppigen ,vorvter4 ,sie lernten ,waffen gebrauchen1 ,tiere erlegen und das ,fleisch derselben essen4 ,mit dem ,gebrauche von ,werkzeugen bten sie aber viel von ihrer ursprnglichen animalischen ,kraft ein1 sie verfeinerten sich1 und es wuchs somit das ,bedrfnis fr zubereitete ,speisen und zutrglichere ,nahrung denn die rohen ,produkte der ,erde4 ,und aus dem ,hhlenbewohner1 der das blutende ,fleisch des ,jagdtieres auf einen ,stecken spiete und ber der ,flamme rstete1 entwickelte sich langsam1 entsetzlich langsam im ,laufe der ,jahrtausende der moderne1 vollendete ,kochknstler1 ein praktischer ,physiker1 ein dichterischer1 trumender ,chemiker1 ein ,saucen- und ,suppensthetiker4 ,eine ,vollendung und ,reichhaltigkeit von ,genssen1 wie sie dem modernen ,gourmet zur ,verfgung stehen1 ist nach unseren ,begriffen nicht mehr zu berbieten1 selbst nicht1 wenn neue ,pflanzen1 ,gewchse1 ,frchte und sonstige ,nahrungsmittel entstehen1 wie ,luther ,burbank1 der kalifornische ,zauberer oder ,naturpfuscher -- wie man will und es auffat -- deren viele dem ,schoe der ,erde entlockt4 ,es ist ein allgemeiner ,gedanke1 da unsere ,nachkommen knftiger ,jahrtausende1 um dem ,entwicklungsprozesse gerecht zu werden1 ausschlielich chemische ,prparate und kondensierte ,kraftmittel in ganz geringen ,dosen zu sich nehmen werden4 ,dann mte freilich eine gnzliche ,vernderung der menschlichen ,verdauungsorgane stattfinden1 was ja nicht ausgeschlossen und sogar wahrscheinlich ist4 ,seit dem ,urzustande bis auf unsere ,zeit ist eine solche ,vernderung bereits sichtlich eingetreten4 ,denn unsere heutigen ,mgen wrden sich mit der ,kost unserer ,urvorvter keine ,woche lang einverstanden erklren und sehr bald dagegen rebellieren4 ,vorlufig gebe ich mich aber noch gerne mit der althergebrachten1 substanziellen ,fllung meines ,magens zufrieden4 ,die ,stellung der ,kochkunst zu den schnen ,knsten ist1 wie ich schon erwhnte1 eine ganz eigenartige4 ,kein menschliches ,knnen1 das auf den ,namen ,kunst ,anspruch erhebt1 steht den neun ,musen so nahe1 wie die nicht offizielle zehnte1 die ,beschtzerin der brodelnden ,tpfe4 ,der greifbare ,unterschied zwischen den schnen ,knsten und der ,kochkunst ist die ,materie1 der ,stoff und die ,art und ,weise des ,genusses4 ,sie dienen vor allem der ,ernhrung des geistigen oder leiblichen ,menschen4 ,und je mehr diese ,nahrungsmittel der ,seele und des ,krpers verfeinert und vervollkommnet werden1 um so mehr steigert sich auch die ,empfnglichkeit und ,genufhigkeit des ,genieenden und sein ,verlangen nach ,genu4 ,in schierer ,unersttlichkeit sucht er die gegebenen ,mittel und ,rohmaterialien seinen ,bedrfnissen gem herzurichten1 er grbt und grbelt1 neue ,mittel1 neue ,wege zu entdecken4 ,so entstehen ,dionysos-,dithyramben und ,suprme de volaille truffe4 ,ob leere ,worte1 plumpe ,marmorkltze1 giftige ,farben1 schreiende1 brummende1 zischende1 fltende ,tne oder die jungen1 kstlichen ,krper der ,geschpfe aus dem ,pflanzen- und ,tierreich zu ,genumitteln verarbeitet werden1 bleibt sich im ,grunde doch gleich4 ,sobald der eigentliche ,zweck dieser ,naturgaben1 nmlich der der ,ernhrung1 von ,menschen1 die nicht ,ma noch ,ziel halten knnen1 mibraucht wird1 so tritt ganz automatisch die ,strafe der ,natur in der ,form einer ,rckwirkung ein4 ,der unersttliche ,kunstschlemmer1 wenn er nicht gerade wahnsinnig wird1 wird bersttigt1 sein feines ,gemt wird abgestumpft gegen das se ,walten der schnen ,dinge1 die ihm frher ,genu und ,glck bereiteten4 ,sie ekeln ihn an3 er schmht sie in hchst undankbarer ,weise4 ,er bedenkt nicht1 da sie gar nichts von ihren schnen ,qualitten verloren haben und da er der ,schuldige ist4 ,er mu sich eine ,weile lang von ihnen entfernen1 er mu hungern1 um ihre ,gte wiederzuerkennen und seine frhere ,genufhigkeit zurckzugewinnen4 ,den kulinarischen ,schlemmer ereilt das gleiche ,schicksal in der ,gestalt von ,appetitlosigkeit1 ,dyspepsie oder ,indigestion1 wenn nicht gar schlimmere ,komplikationen eintreten4 -- ,fr alle ,exzesse gibt es eine ,vergeltung4 ,die ,natur beschtzt sich mit bewundernswerter ,przision4 ,nichts ist schdlicher als eine ,reihe von schnen ,tagen4 ,man befrage ,goethe4 ,nichts ist schdlicher als ein bestndiges ,genieen von ,kunstwerken4 ,man sehe sich einen ,museumwrter an4 ,ich knnte mir wirklich nichts ,schrecklicheres vorstellen als eine ewige ,seligkeit4 ,das mten wahre ,hllenqualen sein1 es sei denn1 da wir uns nach unserem leiblichen ,tode sehr verndern4 ,nichts ist schdlicher fr den ,krper als eine bestndige ,ernhrung desselben mit den allerfeinsten ,mitteln4 ,man besehe sich die ,tafel unserer ,kochknstler1 und man wird staunen1 wie einfach diese weisen ,mnner leben1 die doch eigentlich immer wie im ,schlaraffenlande schwelgen knnten4 ,die schnen ,knste machen nicht den ,frieden und den ,wohlstand1 sondern diese lassen jene aufblhen4 ,genau so ist's mit der ,kochkunst4 ,und um nur von der ,kochkunst zu sprechen1 mu man als ,nichtfranzose neidlos gestehen1 da ,frankreich seit einigen ,jahrhunderten das ,licht der ,nationen ist4 ,das moderne ,paris hat die ,stellung des antiken ,roms geerbt4 ,natrlich sind die anderen ,nationen als fortschrittliche ,menschen dem leuchtenden franzsischen ,vorbilde alle mehr oder weniger gefolgt4 ,jedoch sind sie in bezug auf ,essen und ,trinken und ,zubereitung von ,speisen eben doch nur zivilisierte ,barbaren oder1 um den ,kunstausdruck zu gebrauchen1 da von ,kunst fortwhrend die ,rede ist1 -- sie sind ,kopisten4 ,gewi1 ,herr ,doktor1 ich verstehe ,sie sehr wohl4 ,die ,kopie eines ,kunstwerks kann unter ,umstnden in knstlerischer ,hinsicht ebenso gut1 ja selbst noch besser sein als wie das ,original4 ,ein franzsisches ,men von einem deutschen ,chef ist oft eine sehr achtenswerte ,leistung4 ,aber dennoch6 -- ,sie1 ,herr ,doktor1 als ,kunstkritiker wissen ganz genau3 es sind doch nur die ,menschen gute ,kopisten1 die nichts aus sich selber leisten knnen4 ,seit vielen ,jahrzehnten hat ,deutschland versucht1 gewisse franzsische ,lebensweisen nachzuahmen1 und sie sind in mancher ,hinsicht ausgezeichnet gelungen1 ja1 die ,originale bertroffen worden4 ,ein ,kopist aber1 der selber etwas zu sagen hat und etwas in sich fhlt1 ist ein schlechter ,kopist4 ,lenbach kopierte die ,lateiner der ,renaissance4 ,was war die ,frucht dieser ,arbeit8 -- ,es entstanden ,giorgione plus ,lenbach1 ,titian plus ,lenbach1 ,velasquez plus ,lenbach usw4 ,an ,drers italienischen ,studien ist dasselbe ,resultat zu bemerken4 ,werke1 die ,goethe aus fremden ,sprachen bersetzte1 wurden sein geistiges ,eigentum4 -- ,da ,deutschland und die anderen ,nationen jmmerlich wenig ,kraft in sich fhlen1 eine eigene ,kochkunst zu schaffen1 so ahmen sie die franzsische ,schule sehr erfolgreich nach4 ,sie sind aber nicht imstande1 ihren ,produkten auch nur einen ,hauch von beachtenswerter ,individualitt mitzuteilen4 ,kochen knnen ist ein ,talent1 meine ,damen1 wie jede schne ,kunst ein ,talent ist4 ,es ist etwas in der ,kochkunst1 das sich nicht erlernen lt4 ,es mu im ,menschen stecken4 ,frankreich1 die ,nation als ein ,individuum1 ein ,mitglied der kaukasischen ,familie gesehen1 besitzt das eigenartige1 appetitliche ,talent zum ,kochen wie das dunkle ,schicksal den ,sprling einer biederen ,bauernfamilie zum gottvollen ,musiker macht1 whrend seine ganze ,sippe hoffnungslos und bewundernd zuschauen mu4 -- ,die ,franzsinnen8 ,nein1 das ist das ,eigenartigste an dem eigenartigen ,talent der ,kochkunst3 es meidet das gesamte weibliche ,geschlecht4 ,maskulinische ,kraft und ,phantasieflug sind erforderlich1 um schpferisch zwischen ,kasserollen und ,pfannen ttig zu sein4 ,nicht etwa1 weil es dem weiblichen ,geschlecht an physischer ,kraft gebricht1 sondern weil einfach das ,talent nicht vorhanden ist4 ,dieser ,umstand drngt die ,kochkunst in die vorderste ,reihe der ,knste4 ,ja1 ja1 ich lache wieder1 meine ,damen4 ,aber nicht1 weil ich ,sie so entsetzlich erzrnt habe und ,gefahr laufe1 ,ihre reizende ,gesellschaft um meiner ,khnheit willen einzuben1 sondern ich lache ber den sonderbaren ,empfang1 der der ,wahrheit immer und berall bevorsteht4 -- ,friedrich ,nietzsche htte sich seine ungalante1 geschmacklose ,demtigung der germanischen ,hausfrau als eine berflssigkeit und ,ungerechtigkeit ersparen knnen4 ,aber wer kann's dem armen ,magenkranken verdenken1 da er gegen die ,kche wettert1 an welche die rstigen ,germanenmgen gewhnt sind4 -- ,die deutsche ,frau wird nach einigem ,zgern und ,errten eingestehen1 da sie sich niemals ,kopfschmerzen ber die richtige physiologische ,zusammenstellung einer ,mahlzeit macht1 da der ,eiwei- oder ,fettgehalt einer ,ware sie nicht strt1 da ,kohlehydrate ihr vllig fremd sind4 ,das ,wort schon6 ,ist es nicht geradezu haarstrubend in ,verbindung mit ,essenswaren8 -- ,darum sollten ,sie1 meine ,damen1 nicht zrnen4 ,es ist nicht besonders schmerzhaft fr einen ,menschen1 zu hren1 da er kein ,talent fr einen ,beruf hat1 den er sich nicht einmal selbst gewhlt1 sondern wohinein ihn die ,macht der ,umstnde gezwungen hat4 -- ,nicht wahr8 -- ,na also6 -- -- ,aber8 -- ,was aber8 -- ,wer denn in ,zukunft kochen soll8 -- ,wir werden sehen4 ,die ,kochkunst1 weil sie ein eigenes ,talent ist1 wird daher -- wie immer -- von dem1 der es nicht besitzt1 berschtzt4 ,frankreich wte kaum1 da seine ,shne ,knstler am ,herde seien1 wenn es nicht die anderen ,nationen fortwhrend zugestehen und bei ihm in die ,lehre gehen mten4 ,es ist ein ,irrtum1 anzunehmen1 da das ,wertvolle in der franzsischen ,kultur durch das franzsische ,talent zum ,kochen bedingt oder auch nur besonders beeinflut worden sei4 ,ein feiner ,mensch sorgt selbstverstndlich auch fr die ,verfeinerung und ,pflege des ,sinnes1 der im ,gaumen steckt4 ,doch kommt dieses ,streben erst an zweiter ,stelle4 ,der verfhrerische1 sich leicht aufdrngende ,gedanke1 da eine primitive ,kche notwendigerweise ein ,volk verdummen oder auf einer geistig primitiven ,stufe erhalten msse1 ist grundfalsch4 ,ebenso der ,glaube1 da eine hochentwickelte ,kochkunst das geistige ,leben der ,nation besonders frdere4 ,ich glaube berhaupt nicht1 da die ,ernhrung des ,krpers resp4 die ,wahl der ,speisen viel oder auch nur etwas mit der ,entwicklung der ,seele zu tun hat4 ,das alte ,sprichwort von der gesunden ,seele im gesunden ,krper ist nicht zutreffend4 ,denn wre das der ,fall1 so mten ja alle ,reichen1 alle ,feinschmecker ausnahmslos groe feine ,geister sein oder geistig hochbegabte ,kinder haben4 ,die grten ,feinschmecker aber waren nie die feinsten ,geister4 ,hat ,brillat-,savarin auer seiner ,physiologie des ,geschmacks nicht auch ,dichtwerke geschrieben8 -- ,als ,dichter ist er tot1 als ,feinschmecker wird er noch fr klassisch gehalten4 ,die grten ,denker1 ,dichter und ,knstler sind bisher fast ohne ,ausnahme aus brgerlichen1 kleinen1 oft sogar sehr armen ,verhltnissen hervorgegangen1 wo das tgliche ,men keine prunkende ,reihe von auserlesenen ,leckerbissen aufwies4 ,die bitterste ,armut ist ja bekanntlich sogar das ,privilegium des ,genies4 ,reichtum und ,genie hassen sich4 ,auch kann ich mich keines groen ,mannes erinnern1 der ein traditioneller ,feinschmecker war4 ,der ehemals viel verschriene ,epikuros1 der ,mann mit der ,lehre1 aus dem ,leben nur das ,allerbeste zu schpfen1 war einer der bescheidensten und anscheinend anspruchslosesten ,menschen1 die je gelebt haben4 ,er gab sich mit seinem ,grtchen1 ein paar ,freunden1 ein paar ,feigen und einem ,stck ,ziegenkse gern zufrieden4 ,der eigentliche ,feinschmecker1 der ,gourmet par excellence1 ist daher der andchtige ,mensch1 dem eine einfache gute ,mahlzeit mit gutem ,hunger eine ,art ,dankgottesdienst fr ein schnes ,leben1 gute ,gesundheit und herrliche ,naturgaben ist4 ,darum kann jeder ,arbeitsmann ein ,gourmet werden4 ,eine bemerkenswerte ,ironie des ,schicksals ist auch1 da ,feldherrn wie ,lukullus1 ,soubise und andere1 die auf dem ,felde der ,ehre nicht viel ,glck hatten1 und ,mnner wie ,colbert1 erfolglose ,staatsmnner1 gefeierte ,tagesgren und ,generale namentlich aus der ,periode ,louis ,,xiv4 und ,,xv41 sich zu ,lebzeiten viel mit der ,kche beschftigten und ,kchenklassiker wurden4 ,whrend diese ,menschen und ihre ,taten schon lange tot sind1 hat ihr ,hang nach gutem ,essen sie vor ,obskuritt gerettet1 und ihr ,name lebt mit den von ihnen erfundenen und nach ihnen benannten ,gerichten wrtlich im ,munde von jedermann weiter4 ,die ,kochkunst ist1 wie gesagt1 ein ,talent4 ,und fr jedes ,talent1 das wir besitzen1 mssen wir bekanntlich ein anderes entbehren4 ,eine gewisse auerordentliche ,fhigkeit frdert selten eine andere4 ,gutes ,essen ist zunchst ,nahrung1 feines ,essen meistens ,luxus4 ,luxus wirkt vornehmlich auf das ,sinnenleben und dann erst als solches auf das ,seelenleben4 ,hohe geistige ,kultur verlangt natrlicherweise auch gute ,kche4 ,das gewisse ,etwas in der ,kunst1 in der ,literatur1 in der geistigen ,ttigkeit1 ja im ganzen nationalen ,leben des gallischen ,volkes1 welches man gerne als typisch franzsisch bezeichnet und um das diese ,nation mit ,recht oder ,unrecht beneidet wird1 ist nicht im ,einflu der verfeinerten franzsischen ,kche zu finden4 ,das wre ein geringes ,verdienst4 ,nein1 die auerordentlichen kulturellen ,verdienste ,frankreichs sind nur im ,geiste des ,volkes zu suchen1 und die franzsische ,art1 zu kochen und zu essen1 ist nur ein ,teil1 eine ,folge dieser ,verdienste und erhht sie nur1 bedingt sie aber nicht4 ,anima sana in corpore sano ist ein vages ,wort4 ,wie sonderbar es doch ist1 da krperliche ,leiden die ,seele meist verfeinern1 sie empfindsamer und duldsamer machen4 ,ein krperlich und seelisch vllig gesunder ,mensch -- den es tatschlich nicht gibt -- ist nichts mehr als eine groartige ,bestie in seinen ,empfindungen1 d4 h4 nach unsern heutigen1 durch das ,christentum bestimmten ,ansichten4 -- ,der ,triumph der ,pflanze ist die ,blte4 ,die ,bltezeit ist ihr ,sinnenrausch4 ,dann duftet sie sich aus in ,glck und ,daseinsfreude4 ,es gibt ,insekten1 deren hchster und schnster ,lebensaugenblick der ,sinnenrausch ihrer ,liebesszenen ist4 ,nach diesem ,taumel mssen sie zugrunde gehen und ,platz machen fr andere ,generationen4 ,wenn ,nationen nun ihre ,bltezeit1 ihre inspirierte ,epoche erreicht haben1 mssen sie langsam absterben4 ,dies kann im ,leben einer ,nation natrlich jahrhundertelang whren4 ,die ganz feine ,kochkunst frdert gewi den ,sinnenrausch der ,menschen4 ,sie tut fast nichts als dies4 ,es ist ihr ,beruf4 ,zaghafte ,menschen und ,moralisten werden daher in dem auserlesenen ,essen und im ,luxus berhaupt1 ja sogar in der ,lebensfreude den zeitigen oder unzeitigen ,ruin ihrer ,nation erblicken4 ,sehr richtig4 ,nur nicht richtig in ihrer ,auffassung4 -- ,es fragt sich1 was ein ,ruin ist4 ,das ,erdgeborene mu wachsen4 ,je schner1 um so besser4 ,wenn es eine gewisse ,hhe erreicht hat und nicht mehr weiter kann1 mu es niedergehen4 ,es kann nicht stille stehen4 -- ,so1 sehen ,sie1 meine ,freunde1 haben sich die ,zeiten verndert4 ,dem mden ,wanderer ffnet sich keine ,haustre mehr1 kein freundlicher ,hausvater begrt ihn mehr4 ,die ,pferde der ,postkutsche scharren nicht mehr ungeduldig vor dem ,tor des kleinen ,gasthofes an der einsamen ,landstrae4 ,kein ,postillion stt mehr lustig in sein ,horn1 keine ,peitsche knallt mehr4 ,kein rundes ,wirtlein mit ,schrze und ,kppchen tritt mehr hastig an den verstaubten ,wagenschlag heran1 die hohen ,fremden ehrerbietigst zu empfangen4 ,endlose ,reihen von ,equipagen und ,lakaien mit roten ,gesichtern1 gepudertem ,haar und sehr traurigen ,augen1 ,hunderte von rauchenden und fauchenden ,automobilen mit zottigen1 protzigen1 brutalen ,chauffeuren halten nun an den ,portalen der ,palste1 welche den mden ,wanderer beherbergen4 ,gro sind die ,palste1 riesengro4 ,fnf1 zehn1 fnfzehn1 zwanzig1 fnfundzwanzig und dreiig ,stockwerke hoch4 ,raum haben sie reichlich fr ,tausende von mden ,wanderern4 ,ihr ,inneres glnzt von ,lichtern1 die sich in ,marmor und ,golde widerspiegeln4 ,palmen zieren die hohen ,hallen1 ,teppiche aus dem ,morgenlande dmpfen die ,schritte4 ,blumen und feine ,parfms versen die ,luft1 schmeichelnde ,musik mischt sich dazwischen4 ,und ein buntes ,gemisch von feinen ,menschen schlngelt sich umher1 lachend1 scherzend1 schwatzend und tnzelnd4 ,alle ,nischen und ,bgen hallen wider vom ,geschwirr der feinen ,stimmen1 vom ,schall des frhlichen ,gelchters4 ,wie sie schauen1 wie sie gren6 -- ,jeder ,herr ist ein ,knig1 jede ,frau die schnste ,prinzessin im ganzen ,lande4 ,perlen und ,rosen winden sich durch die duftigen ,haare2 kostbare1 edle ,steine funkeln in wollstiger ,freude1 da sie an den herrlichen1 weien1 warmen ,busen ruhen drfen4 ,seidene ,gewnder rascheln und knistern1 whrend die gttlichen ,krper1 die sie umschlingen1 sich im ,takte der sanften ,tne wiegen4 ,die wundervollsten ,augen lachen4 ,sie glnzen und flimmern und kennen nichts vom ,leide der ,erde4 ,wenigstens zeigen sie's nicht4 ,perlene ,zhne schimmern in opalenem ,glanze unter den ,purpurlippen hervor1 wenn sich der weiche1 se ,mund lchelnd ffnet1 ein schelmisches ,wort zu flstern4 ,scharfugige ,detektive bewachen die ,menge1 verfolgen die ,bewegungen jedes einzelnen1 der nichts ahnend sich in den groen1 bunten ,strudel strzt und frhlich oder nervs darin herumschwimmt4 ,diener und ,lakaien stehen umher1 regungslos mit starren ,gesichtern1 in glnzenden ,uniformen1 auf den ,herrn oder die ,herrin wartend4 ,boten und ,lufer rennen hin und her1 ,beamte geben ,befehle4 ,geschftige ,scharen von jungen ,menschen bringen die kstlichsten ,speisen1 die saftigsten ,frchte1 die edelsten ,weine4 ,und tief unter den prunkenden ,slen und ,hallen sind endlose labyrinthische ,rume1 gefllt mit einer wimmelnden ,menge von ,arbeitstieren1 die fr die lachenden1 glcklichen ,menschen ber ihren ,huptern schwitzen und umherrennen4 ,ein ohrenbetubender ,lrm erfllt die endlosen weien ,regionen4 ,tausend menschliche ,stimmen1 schreiend1 befehlend1 rufend1 schrilles ,gerassel von silbernen ,geschirren und hartes1 abgerissenes ,klirren von porzellanen1 irdenen und kristallenen ,schsseln1 dumpfes ,drhnen kupferner ,kasserollen1 ,klappern eiserner ,pfannen1 ,zischen des ,dampfes1 ,knistern und ,sprhen und ,prasseln der glhenden ,herdfeuer1 das laute ,kreischen der ,braten1 das ,brodeln der ,tiegel1 das ,surren der elektrischen ,motore1 das ,knirschen der ,schneide- und ,quetschmaschinen1 alles mischt sich zusammen zu einem nervenzerreienden ,getse4 ,eine rauschende ,fabrik6 ,hier hantiert ein ,regiment weier ,kche herum und kmpft eine wilde ,schlacht mit den kalten und heien ,elementen4 ,ruhig und khl steht inmitten all des ,gewhls die schneeige ,majestt des obersten ,chefs1 ein ,trger vieler ,ehren und ,sorgen4 ,und um ihn herum scharen sich treu ergeben die ,saucensthetiker und ,zuckerbildhauer4 ,ihn suchen die bangen ,augen der weien1 kampfbegierigen1 schweiwischenden ,mnner mit langen ,messern und ,dolchen ungeduldig der ,befehle des ,groen harrend4 ,die ,adjutanten rennen hin und her1 brllen die ,kommandos durch das ,toben des ,kampfes in die hinteren und niederen ,regionen hinein1 wo eine schreckenerregende bewaffnete ,schar von niederen ,helfershelfern haust1 die die ,befehle mit schauerlichem ,gebrll beantwortet und ausfhrt4 ,dort hinten wimmelt es von wildblickenden ,kurden1 ,lemuren und ,unterteufeln1 schwarze1 sdliche1 glutugige1 diabolische ,gestalten sind es1 von unbestimmbarer ,nationalitt1 feistnackig1 schmerbuchig1 fetttriefend1 mit blutbefleckten ,tatzen und sthlernen ,muskeln1 erhitzt vom ,feuer1 grausam vom ,anblick des rohen ,fleisches1 lstern vom bestndigen ,blutgeruch4 ,dort hinten sind die groen1 starren ,regionen des ,eises1 die groen ,khlkammern1 gefllt mit ,fleisch und kstlichsten ,frchten4 ,dort knnen ,sie alle ,naturwunder ,indiens1 alle ,spezereien ,arabiens sehen4 ,orangen und ,grapefruit aus ,florida1 ,pfirsiche aus ,sdafrika1 ,melonen aus ,mexiko1 alle delikaten ,produkte der westindischen ,inseln1 alle zarten1 jungen ,gemse von nah und fern1 welche die ,jahreszeit oder das ,treibhaus bietet4 ,alles liegt bereit und wartet auf unser ,machtwort4 ,wie herrlich6 ,wir sind die ,herren der ,welt6 ,welch gottvolle ,rechte haben wir nicht6 ,denken ,sie sich nur1 wie interessant1 gndiges ,frulein1 da ,sie soeben noch ,hummer l'americaine gegessen haben6 ,vor einer halben ,stunde kroch ,ihr ,hummer noch behbig zwischen seinen hundert ,brdern in der khlen ,packung umher1 hie und da einen anderen gutmtig mit den schweren ,zangen zwickend4 ,da kam ,ihr ,machtwort1 gndiges ,frulein1 welches unser ,kellner dem ,chef berbracht hatte4 ,mit kritischen ,blicken whlte der ,koch zwischen den hartschaligen1 trgen ,bewohnern der ,tiefsee und suchte ihnen den lebendigsten aus6 ,denn unser freundlicher ,kellner sagte1 da er fr ,sie bestimmt sei4 ,das ,opfer wurde erfat -- es strubte sich energisch und klapperte wtend mit dem starken ,schwanze4 ,aber da hilft kein ,klappern3 das unbarmherzige ,schlachtmesser saust ein paarmal nieder1 und die noch lebenden1 zuckenden ,stcke des gevierteilten ,hummers frben sich langsam in der heien1 kreischenden1 gewrzten ,butter zu appetitlichem ,rot4 ,eine halbe ,flasche aromatischen ,wein dazu1 zugedeckt und gar dmpfen lassen1 dann schnell serviert4 -- ,ihre blaue ,forelle1 ,herr ,doktor1 schnellte noch vor kurzer ,zeit behende im ,fischbassin umher und suchte hastig und nervs den ,maschen des ,netzes zu entschlpfen4 ,denn sie ahnte die ,absichten des ,fischers und das grausige ,schicksal1 das schon so viele ihrer flinken ,schwestern weggeholt hatte4 ,aber da half kein ,zappeln3 sie wurde erhascht1 vorsichtig ausgenommen und behutsam1 da der natrliche ,schleim nicht abgewischt werde1 in das dampfende1 wrzige ,wasser gelegt4 -- ,hollndische ,sauce oder einfach frische ,butter dazu3 ,ah -- tip-top6 ,morde werden dort begangen in den eisigen ,regionen von den eisigen ,herren der ,schpfung1 ,morde1 wobei uns das ,wasser im ,munde zusammenluft1 wenn wir daran denken6 -- ,die liebliche ,riesenschildkrte1 deren ,liebenswrdigkeit ich meine herrliche ,suppe verdanke1 fristete noch vor einigen ,tagen ihr stupides1 ganz berflssiges1 inhaltsloses ,dasein4 ,als sie sich einmal pltzlich an den ,hinterbeinen erfat und aufgehngt fhlte1 entschied sie sich zgernd1 den dummen ,kopf aus den schtzenden ,schalen herauszustrecken1 um sich zu erkundigen1 was denn eigentlich los sei4 ,auf diesen ,augenblick hatte der hinterlistige ,chef gewartet4 ,sein scharfer ,sbel sauste1 drang in den grauen1 runzeligen ,nacken des ,ungeheuers und trennte dort die festen ,verbindungen1 so da zwischen ,kopf und ,rumpf eine unnatrliche ,entfernung entstand4 ,die langsame ,schildkrte hatte nicht einmal mehr ,zeit1 ihre ,verwunderung oder ihr ,entsetzen darber auszudrcken1 denn durch die entstandenen ffnungen entschlpfte ihre ,seele schnell ins ,unendliche4 ,fest halten die lieblichen1 weichherzigen ,austern die ,tre ihrer ,gehuse zu1 wenn sie merken1 da ein ,einbrecher mit bsen ,absichten und einem starken ,brecheisen drauen sich zu schaffen macht4 ,aber was hilft das8 ,wir sind die ,strkeren4 ,und die winzig kleinen ,krabben1 die oft mit den ,austern in friedlicher ,gtergemeinschaft zusammenwohnen1 mssen dann einen stummen ,abschied von ihren schlpfrigen ,freundinnen nehmen1 denn auch sie sollen verspeist werden4 ,wehrlos strampeln sie noch einmal mit den dnnen1 schwachen ,spinnenbeinchen1 -- dann ist's aus4 ,den ,menschen freut nur ihr ,widerstand und ihre ,lebendigkeit4 ,sie erhht seine ,gier4 -- ,sehen ,sie dort die riesigen1 protzigroten ,langusten auf dem ,bfett8 ,sie muten im siedenden ,wasser ihr ,leben lassen1 entrstet gegen den pltzlichen ,temperaturwechsel mit dem gewaltigen ,schwanze protestierend1 da sie nur an das khle1 grne1 trumende ,wasser des tiefen ,meeres gewhnt sind4 ,und alle sterben sie uns zuliebe4 ,ist es nicht eine ,wonne1 dies anzusehen86 ,so liegen tausend ,leichen von lieben ,feld-1 ,wald- und ,wasserbewohnern in den festen ,eiskammern sorgfltig und suberlich aufgespeichert und warten1 bis sie in die ,krematorien der ,bratfen geworfen werden1 wo sie unter ,wimmern1 ,schmurgeln und ,zischen braten mssen4 ,wenn sie schn knusprig und gar genug sind1 bekleidet sie der sinnige ,koch mit einer lieblichen1 raffinierten ,sauce und legt zrtliche ,gemse an ihre ,seite4 ,schwarze ,menschen stehen ungeduldig bereit1 sie auf silbernen ,schsseln stolz schnffelnd in den glnzenden ,saal zu tragen4 ,kritisch betrachtet der groe ,oberbefehlshaber noch einmal die armen ,tierchen1 bevor sie fr immer verschwinden1 und wenn sie seine ,zufriedenheit erregen1 gibt er seinen ,segen zu ihrem pompsen ,leichenzug in den ,speisesaal4 ,se4 ,exzellenz der ,herr ,finanzminister selbst wrde den ,mund aufsperren1 nicht nur um die guten ,dinge in ,empfang zu nehmen1 nein1 auch schon1 wenn ihm zu ,ohren kme1 wieviel man dem groen1 ruhigen ,chef des ,kchendragonergeneralstabes fr seinen ,segen bezahlt4 -- ,dieser ,segen -- wie alle feierlichen ,zeremonien -- ist meistens von sehr charakteristischen1 sdlichen ,gesten begleitet4 ,eine der beliebtesten ist1 die ,spitzen der fnf ,finger zusammenzudrcken1 an die ,lippen zu fhren und wieder zu entfernen1 wobei die ,finger lebhaft ausgespreizt und wieder zusammengefhrt werden4 ,bei ganz wichtigen ,gelegenheiten treten beide ,hnde in ,aktion4 -- -- ,immer tiefer steigen wir1 vorbei an den khlen1 imposanten ,gewlben1 die viele ,tausende von feurigen ,flaschen und alte1 ehrwrdige1 bestaubte ,fsser vor ,frevlerhnden beschtzen4 ,und hinab fhrt unser ,weg in die ,herzkammern des ,riesenkrpers1 in die ,maschinenrume4 ,tobte in der ,kche ein hllischer ,lrm1 hier herrscht der ,friede einer ,kathedrale4 ,lautlos drehen sich die groen ,schwungrder und ,riemscheiben um ihre ,achsen1 angenehme ,luft fchelnd4 ,unheimliche ,riesenbuche liegen dort1 die ffnungen fest verschlossen1 nur ein unterdrcktes ,zischen1 ein dumpfes ,zittern tief unten verrt die gewaltige ,glut1 die ihr ,inneres birgt4 ,schneckenhuser von gewaltigem ,umfang stehen dort1 wovon armdicke ,kabel ausgehen und sich als die ,nerven des ,riesenkrpers bis in die kleinste ,spitze des ,hauses verzweigen4 ,gleichmig1 stumm arbeiten die ,ungeheuer1 den ,befehlen der ,menschen gehorchend4 ,ab und zu sprht ein bleichblulicher ,funke knisternd aus dem ,innern hervor4 ,er will sich vom ,zwange der ,menschen befreien und ,zeugnis geben von der rtselhaften ,macht1 aus welcher er stammt4 ,gedmpftes ,keuchen und tiefes1 unterirdisches ,stampfen wie schweres ,atmen einer ,riesenbrust verrt den ,unwillen der gefesselten ,mchte1 die der ,mensch sich hier dienstbar macht4 ,hie und da seufzt wohl eine groe ,maschine auf1 wenn ihre ,brde zu schwer wird1 aber dann geht ein kleiner1 magerer ,mann im blauen ,kittel mit eingefallenen ,wangen und ruigem ,gesicht hinzu1 lauscht aufmerksam1 dreht an einem kleinen ,rdchen1 und alles ist wieder in ,ruhe und ,ordnung wie zuvor4 ,wir vernehmen gutmtiges ,brummen der ,riesenventilatoren1 der ,lungen des ,hauses1 die von der ,hhe des ,daches frische ,luft einsaugen und sie gereinigt in allen ,rumen verteilen4 -- ,mit einiger ,angst blicken wir von ferne in die weie ,glut des groen ,krematoriums1 das allen ,unrat und ,abfall des ,hauses aufnimmt und bald zu drrer ,asche verwandelt4 ,hie und da begegnen wir einem ruhigen1 schmchtigen ,maschinisten1 der seine ,ungetme bewacht wie ein ,kinderfrulein seine ,pflegebefohlenen4 ,ingenieure und ,elektriker machen sich an groen1 marmornen ,schaltbrettern zu schaffen1 wo tausend kleine und groe ,hebel in kupfernen ,klammern stecken4 ,hin und wieder ertnt ein leises ,glockenzeichen1 ein rotes oder grnes ,signallicht erscheint wie eine gespensterhafte ,warnung oder ,botschaft4 ,der kleine ,mann wird aufmerksam1 er berhrt seinen ,hebel1 ein bleicher ,blitz zischt auf1 und die ,ruhe ist wieder hergestellt4 ,wir hren das schwere ,keuchen der ,pumpen1 die ganze ,reihen hydraulischer ,fahrsthle durch die hohen ,schfte bis in die obersten ,stockwerke drcken mssen4 ,einzelne ,wassertropfen fallen von den langen ,kolben wie ,schweitropfen an den ,armen eines ,riesen herab4 ,wir sehen die groen ,eismaschinen und ,khlanlagen1 riesige ,behlter1 von denen gewaltige ,rohre ausgehen1 sich durch den ,boden und die ,wnde bohren und sich wie ,adern durch das ganze ,haus verteilen4 ,tausend andere kleine ,motoren und ,maschinen arbeiten rastlos ,tag und ,nacht1 sich automatisch ernhrend1 sich automatisch regulierend4 ,jede dient einem besonderen ,zwecke1 und alle haben nur einen ,zweck3 des ,dienstes der ,menschheit4 ,ein ,blick auf einen ,zeiger des ,manometers1 auf ein ,schaltbrett1 auf eine ,uhr gengt dem erfinderischen ,menschen1 sich von der ,kraft und dem ,willen seiner sthlernen ,sklaven zu vergewissern4 ,weiter gehen wir und treten in die ,wschereien4 ,da zischt es1 dampft es und kocht es in den ,zylindern4 ,von gewaltigen ,armen wird das weie1 feine ,linnen erfat und durch den kochenden ,seifenschaum gezogen4 ,groe1 heie ,walzen drehen sich unaufhrlich1 trocknen und gltten die nasse1 faltige ,wsche4 ,hunderte von weien1 mageren1 eingeschrumpften ,mdchenhnden schichten die gereinigten ,linnen zu hohen1 warmen ,bergen auf1 die erst vor einer ,stunde noch zerknllt1 schmutzig1 fettig und befleckt in die ,wsche kamen4 ,ihr ,boudoir1 gndige ,frau1 liegt fern von dem ,lrm1 dem ,gewhl1 dem ,schwei und dem blen ,geruche der ,arbeit4 ,die ,luft1 die ihr ,appartement fllt1 wird in groen1 hohen ,kammern filtriert und nach ,gesundheitsvorschriften sorgfltig temperiert1 bevor es ihr gestattet ist1 von den ,lungen der ,gste eingeatmet zu werden4 ,das ,wasser1 welches ,sie zum ,trunk an die ,lippen fhren1 gndiges ,frulein1 wird destilliert und ist reiner und gesunder als das in den silbernen ,gebirgsbchen4 ,die ,geschirre1 von denen wir essen1 alle ,provisionen1 die fr unseren ,genu bestimmt sind1 werden in staubsicheren ,arbeitsrumen aufbewahrt4 ,das khle1 feine ,linnen der ,betten1 die ,tcher1 deren ,sie zur ,toilette und an der ,tafel bedrfen1 die ,decken1 auf denen ,sie ruhen1 alle werden vor dem ,gebrauche chemisch sterilisiert4 ,jedes ,staubatom wird tglich aus dem seidenen ,teppich gesogen1 den ,ihr ,fu betritt4 ,die komprimierte ,luft holt jedes ,krnchen ,schmutz aus dem ,plsch des ,diwans1 der ,ihren ,krper tragen darf4 ,es ist bis ins ,kleinste hinein fr ,ihre kostbare ,gesundheit gesorgt3 alles1 was sie gefhrdet1 wird verfolgt und vernichtet4 ,ihr ,zimmer ist stets behaglich4 ,sie heizen kein ,feuer1 dennoch ist der ,raum bestndig gleichmig temperiert4 ,es geschieht automatisch4 ,sie sind geschtzt vor tckischer ,feuersgefahr4 ,wenn ,sie sich zur ,ruhe begeben haben und es entsteht auf irgendeine ,weise ,feuer in ,ihrem ,zimmer1 so wird die ,feuerwehr schon an ,ihre ,tre klopfen1 bevor ,sie vielleicht aufwachen und die ,gefahr sehen4 ,denn wenn die ,temperatur in ,ihrem ,zimmer eine unnatrliche1 unregelmige1 verdchtige ,hhe erreicht1 so warnt der wachsame automatische ,feuermelder den ,wchter auf ,ihrer ,etage und die ,feuerwehr im ,maschinenraum1 und die wohltrainierten ,leute strzen zu ,ihrer ,hilfe herbei4 ,sie denken daher nicht an das ,heer der hastenden1 brllenden ,kche1 nicht an die flinken1 geduldigen ,kellner1 nicht an die mageren1 ruigen ,heizer und ,maschinisten1 nicht an die kleinen1 bleichen1 schweitriefenden ,wscherinnen mit den gerteten ,augen4 ,sie sitzen in ,ihren gesunden1 sicheren1 luxurisen ,gemchern und genieen die schne ,aussicht4 ,ein ,druck auf den ,knopf gengt1 um ,ihnen alles herbeizuschaffen1 was ,menschen produzieren knnen1 was ,geld kaufen kann4 ,sie heben am ,schreibtisch oder im ,bette den ,hrer an ,ihr ,ohr und sprechen mit ,ihren ,freunden1 die tausend ,meilen von ,ihnen entfernt sind4 ,ein ,wink dem ,diener1 und das warme ,wasser im marmornen ,bade nebenan duftet ,ihnen entgegen4 ,ein gewandter1 angenehmer junger ,mann1 der in allen ,zungen redet1 steht jeden ,augenblick bereit1 sich nach allen ,ihren ,wnschen zu erkundigen4 ,sorgfltig schreibt er sie auf1 steckt den ,befehl in eine ,kapsel und sendet ihn durch die pneumatische ,rohrpost blitzschnell in den betreffenden ,teil des ,hauses1 wo ,ihr ,befehl ausgefhrt werden soll4 ,ein elektrischer ,zeitstempel1 der unerbittlich die fliehende ,zeit registriert1 zeigt genau den ,augenblick an1 wann der ,befehl gegeben und ausgefhrt wurde4 ,und das ,gewnschte wird mit elektrischen ,aufzgen in krzester ,zeit an den ,bestimmungsort befrdert4 ,seine ,briefe kann der ,gast vom obersten ,stockwerke aus bequem und rasch hinunter in den ,postkasten gleiten lassen4 ,er braucht sich nicht persnlich hinunter zu bemhen oder die ,dienste eines anderen in ,anspruch zu nehmen4 ,mhsame ,treppen braucht der ,gast nicht zu steigen4 ,glnzende ,fahrsthle an allen ,enden des ,hauses gleiten lautlos hinauf und hinab4 ,hoch oben ber dem ,dache des groen ,hauses zittern schwere ,drhte im ,winde1 die unsichtbare1 magische ,funken auffangen1 von denen die ,luft schwirrt4 ,und vom ,telegraphenbureau im ,hotel aus erfhrt der ,knig1 der ,diplomat1 der ,industriefrst1 der ,geschftsmann1 der ,privatmann1 die ,dame im ,boudoir wichtige ,nachrichten1 frohe oder traurige ,botschaften1 welche ihnen ,menschen1 die weit entfernt sind1 mitzuteilen haben4 ,im ,souterrain des groen ,hotels ist der ,bahnhof der ,untergrundbahn1 und auf dem hchsten ,giebel ist die ,luftschiffstation4 ,wirklich1 die ,zeiten haben sich verndert6 ,sie sind anders geworden1 seit der einsame ,wanderer an die fremde ,tre pochte1 als er sah1 da das ,gestirn des ,tags sich neigte und die ,nacht anbrach4 ,die ,tage sind nicht mehr1 wo der behbige1 lchelnde ,albinus stolz an die ,wand seines ,huschens schrieb3 ,hospitium hic locatur 4441 wo er am herkulaner ,tor mit einem ,salve amice6 das bestaubte ,pferd des ,fremdlings anhielt1 dem ,sklaven die ,zgel zuwerfend4 ,die ,zeiten sind nicht mehr1 wo die weisen ,mnner mit ,lorbeerkrnzen in den grauen ,locken ihre frohen ,mhler gaben und mit den ,mnaden und den bekrnzten ,knaben um das trumerische ,marmorbild des ,dionysos wirbelten4 ,this is the empire of business4 ,wir haben keinen ,dionysos mehr4 ,er ist kalt gestellt im ,museum4 ,wir haben keine ,fltenspieler mehr4 ,wir haben ,debussys und ,strue4 ,wir haben keine hochgeschrzten1 lachenden ,knaben mehr1 die uns den ,wein reichen4 ,unser ,ganymed1 der ,kellner1 ist gewhnlich keine bestrickende1 inspirierende ,erscheinung4 ,die ,hotelbesitzer sind nicht mehr die runden1 schmunzelnden ,leutchen von ehedem4 ,es sind groe ,herren1 diese ,herren ,aktionre4 ,sie gehren zu den ersten ,familien des ,landes4 ,man sieht sie fast gar nicht4 ,und dann hchstens im ,gehrock und weier ,weste4 ,wir haben keine ,mnaden mehr4 ,wir haben ,varietgren4 ,wir haben keine ,sngerinnen mehr2 wir haben ,chansonetten4 ,aber wir wollen den ,wandel der ,zeiten nicht beklagen4 ,unsere ,zeit hat auch ihre ,rechte und auch ihre ,verdienste4 ,das moderne ,gasthaus bietet seinem ,gaste mehr als das von gestern4 ,sicherheit1 ,reinlichkeit1 ,hygiene1 alle ,bequemlichkeiten1 ,ausknfte jeder ,art1 gutes ,essen und unter ,umstnden sogar weitgehenden ,kredit4 ,schwere ,stahlkammern nehmen den ,schmuck und die ,wertsachen des ,gastes auf2 er braucht nichts zu frchten4 ,eine ,schar ,barbiere erwartet hflich den struppigen ,fremdling1 die liebliche ,manikuristin pflegt seine vernachlssigten ,hnde1 ein ,spezialist im ,stiefelputzen poliert die ,stiefeletten ohne ,zeitverlust4 ,wenn ,sie ins ,theater gehen wollen1 gndiges ,frulein1 wartet ,ihnen der freundliche ,haarknstler auf4 ,der sinnige ,blumenhndler bringt ,ihnen seine schnste ,spende -- fr einen ,preis4 ,der ,postbeamte befrdert schnell und sicher ,ihre wertvollsten und wichtigsten ,briefe2 der ,telegraphenbeamte wartet1 das schnelle ,wort bis in die fernsten ,winkel der ,erde zu jagen4 ,der ,makler1 der ,bankier und ,geldwechsler hat seinen ,stand aufgeschlagen und harrt der ,befehle des ,geldfrsten4 ,gegen einen ,preis natrlich4 ,der ,doktor1 der ,pharmaceut im ,hotel hat seine ,rezepte und ,mittel gegen ,nervositt1 ,migrne und ,indigestion zur ,hand -- ebenfalls gegen einen ,preis4 ,man macht groartige ,geschfte4 ,der ,zahnarzt repariert die verdorbenen ,zhne -- gleichfalls nicht allein aus ,mitleid mit den schnen ,patientinnen4 ,die ,miete ist hoch4 ,der ,buchhndler hlt die schnsten ,romane und die neuesten ,zeitungen feil1 der ,zigarrenhndler die besten1 frischesten ,havannas4 ,der ,stenograph und ,maschinenschreiber1 der ,dolmetsch und ,fremdenfhrer -- alle harren sie unter einem einzigen ,dache auf den einen ,mann1 der aus der ,fremde kommt4 ,alles steht dem mden ,wanderer zur ,verfgung1 wenn er dieser ,leute und ,dinge bedarf4 ,er braucht sich nicht zu bemhen1 nichts zu besorgen1 keinen ,schritt zu tun4 ,in den glnzenden ,fest- und ,konzertslen des groen ,hotels knnen wir den erlesensten ,konzerten1 den intimsten ,theatervorstellungen1 den gelehrtesten wissenschaftlichen ,vortrgen beiwohnen1 reiche ,kunstausstellungen bewundern4 ,blle1 ,empfnge1 ,festessen werden dort veranstaltet1 die an ,glanz mit denen des kniglichen ,hofes wetteifern4 ,orchideen und ,rosen verbreiten ihre ,dfte1 ,palmen und andere exotische ,gewchse1 tausend zarte ,lichter verwandeln die ,sle dann in ein ,mrchenland4 -- ,in warmen1 sternenklaren ,sommernchten ertnt liebliche ,musik auf dem ,dache des ,riesenhauses4 ,was mgen die hngenden ,grten der alten bsen ,zauberin im ,morgenlande gegen einen solchen ,dachgarten gewesen sein6 ,bunte ,lampions schimmern zu ,tausenden1 blhende ,bume und ,bsche flstern1 ,glser klingen1 glckliche ,menschen lachen4 ,rings umher aus der ,ferne schauen ,millionen ,lichter der ,grostadt wie flimmernde ,augen eines dunklen ,ungeheuers auf die ,pracht1 und von tief unten herauf schlgt das geschwchte ,brausen des ,straenlrmes an die ,zinnen des ,riesengebudes wie ein ohnmchtiges ,zrnen gegen uns1 die wir ihn fliehen und alles genieen1 was ,menschen bereiten knnen4 ,das alles bietet uns das groe ,hotel4 ,und noch mehr4 ,es zeigt uns auch jene1 gesunden ,menschen so heilsamen1 amsanten ,flle von modernen ,delirien1 die einer unersttlichen ,sucht nach sensationellen ,neuheiten und nach gesellschaftlichem ,despotismus entsprungen1 nur noch durch die extremsten ,mittel gekitzelt und aufgestachelt sein wollen und so ,migeburten der menschlichen ,phantasie erzeugen4 ,exzentrische ,damen1 die sehr viel ,geld und sehr wenig ,geschmack besitzen1 ,leute1 die nicht wissen1 was sie mit ihren ,geldmitteln anfangen sollen1 berbieten sich einander in stupidester ,protzenhaftigkeit und ,geschmacklosigkeiten4 ,so knnen wir alles haben -- gegen einen ,preis4 ,alles4 ,selbst eine ,imitation der dionysischen ,freude4 ,mit einigem guten ,willen kann der ,fremde in ,berlin schon fr zweihundert ,mark1 in ,paris fr fnfhundert ,franken1 in ,london fr zehn ,pfund ,sterling und in ,new ,york fr fnfzig ,dollars und aufwrts schon ganz leidlich dionysieren -- vorausgesetzt1 er hat die ,mittel4 ,this is the ,empire of ,business4 -- ,ja1 die ,zeiten sind anders geworden4 ,wir beklagen sie nicht4 ,viele ,menschen haben es vor uns getan4 ,mit ,unrecht4 ,doch ich frage mich ganz leise1 ob an dem grauenvollen ,tage1 der ber die lebensfrohe ,stadt hereinbrach1 die schne1 reiche ,mutter den ,untergang der antiken ,freude ahnte1 da sie pltzlich mit ,staunen und ,schrecken die graue1 blitzende ,wolke ber dem ,haupte des ,vesuvs schweben sah und ngstlich dem ,sohne zuflsterte3 ,weh1 ,plinius1 mein ,sohn1 sieh6 ,die ,sonne verfinstert sich6 ,doch nun steht vor unseren ,blicken das groe1 moderne ,riesenhotel1 -- eine kleine konzentrierte ,stadt1 -- ein herrliches ,dokument unserer ,zeit1 wie es ,pompeji das der antiken ist4 ,entstanden aus dem geruschvollen ,chaos der ,zeiten1 gewachsen und fortgeschritten mit den menschlichen ,erfindungen1 ist es uns modernen ,menschen eine ,selbstverstndlichkeit geworden1 so da wir1 wie wir bereits sahen1 ihm bisher wenig oder gar keine eingehende ,beachtung geschenkt haben4 ,allen1 die damit in ,berhrung kommen1 teilt sich dieselbe ,farbe modernen ,menschentums mit1 welche allen anderen ,geschften und menschlichen ,ttigkeiten mehr oder weniger fehlt1 ja oft direkt versagt wird4 ,in diesem menschlichen ,gehalt1 ,herr ,doktor1 in diesem ,reichtum von menschlichen ,interessen1 den die ,industrie des ,wirtes birgt1 schlummert tief auf dem ,grunde ein ,geheimnis1 das uns den ,schlssel vorenthlt zum ,rtsel unserer ,sphinx1 zu den ,pforten jener ,mrchenreiche1 wo statt unserer heutigen sozialen ,miwirtschaften und ,elend eitel ,glck und ,sonnenschein walten soll1 wo ein junges1 frohes ,volk1 unbekmmert um die ,sorgen des ,alltags1 frei von der gemeinsten aller ,qualen1 die sich die modernen ,menschen noch immer auferlegen1 der starken1 frohen ,arbeit seines ,tages nachgeht4 ,wo ist das ,mrchenland8 wo die ,millionen von intelligenten ,termiten1 die eifrig in den riesigen ,bauten umherwimmeln1 frei1 ohne ,despotismus1 jedes ,geschpf sich seiner ,mission bewut1 fr sich selber verantwortlich1 an sich arbeitend1 um so fr das ,gemeinwohl zu wirken8 ,sollte der ,bau menschlicher ,ameisen1 genannt ,hotel1 dessen ,entwicklung wir nun gesehen haben1 vielleicht der ,vorlufer zu neuen sozialen ,grundlagen und ,ordnungen sein1 die eben erst in der ,knospe ,hotel das ,licht der ,welt erblickt haben8 -- ,jahrtausende mgen darber vergehen1 wie ,jahrtausende verflossen1 wo der ,wanderer an fremder ,tre ,einla und ,schutz begehrte1 bis zur ,zeit1 wo er dem schnaufenden ,auto entsteigt und ber ,marmorstufen in das ,riesenhotel eintritt1 wo er ,herr ist1 wo er gebietet -- fr einen ,preis4 ,eingeengt von den ,stbchen unserer kleinen ,vaterhuser1 belastet von den niedrigen ,dchern1 verwhnt und verhtschelt von der liebenden ,sorgfalt der keuchenden ,mutter1 die wir uns nur zwischen fettigen ,geschirren und schwarzen ,pfannen am glhenden ,herde als unsere ,mutter denken knnen1 schrecken wir ,menschen des ,fortschritts vor dem ,gedanken noch entsetzt zurck1 in den riesigen ,husern der ,zukunft geboren zu werden1 dort leben und sterben zu mssen4 ,fremd und neu ist uns noch das ,surren der ,maschinen1 halb zgernd1 halb mitrauisch und verwundert betrachten wir noch das elektrisch gebratene ,beefsteak1 mit halbverschlossenen1 vorsichtigen ,nasen beschnffeln wir noch die ,konserven1 von deren ,ursprung wir nichts wissen4 ,wir glauben noch nicht an die ,wirkung des ,diners in der ,nuschale1 an die ,ration im ,fingerhut4 ,aber unsere ,tage schreiten schon schneller4 ,darum haben sie auch doppelten ,wert4 ,wir knnen es uns nicht erlauben1 sie durch ,engherzigkeit zu vergeuden4 ,wir bedrfen der ,konzentration1 der ,extrakte1 der ,essenzen in ,zeit1 ,wohnung1 ,lebensweise1 in geistiger und krperlicher ,nahrung4 ,man ist schon auf dem ,wege4 -- -- ,unter uns1 ,herr ,professor1 ,sie als ,soziologe werden mich verstehen4 ,da aber um ,gottes willen ,ihre ,frau ,gemahlin nichts davon erfhrt3 ,apropos der ,tatsache1 da die ,frauen so entsetzlich hilflos und deplaziert in der ,kche sind1 mchte ich vorschlagen1 da man dem weiblichen ,geschlecht den ungeliebten und unverstandenen ,beruf der ,kchin und ,haushlterin so bald wie mglich abnehmen sollte4 ,wie meinen ,sie8 -- ,ha1 ha1 ganz richtig6 -- ,die ,frauen sollten dann zum ,zeitvertreib die ,regierungsgeschfte besorgen4 ,derartige ,kleinigkeiten sagen dem weiblichen ,gemte viel besser zu4 ,und auf die ,diplomatie verstehen sich die ,weiber ohnehin bedeutend besser als wir ehrlichen1 maskulinischen ,naturen4 ,herrschsucht und ,firlefanz ist ihr ,element4 ,warum haben denn die ,bienen und ,ameisen ,kniginnen8 -- ,aber rationelle1 wissenschaftliche ,ernhrung des ,krpers1 ,kochen und ,kindererziehung sind wichtige menschliche ,funktionen1 die den ,hnden von vernnftig denkenden1 knstlerisch fhlenden ,mnnern anvertraut sein mssen1 von ,mnnern1 die sich nicht als gubernatoriale ,possenreier und ,hanswurste produzieren sollten4 ,dann wrde vieles anders werden in der ,welt4 -- ,wie8 -- ,ja1 leider1 leider6 ,ich wei es wohl4 ,es wird noch lange dauern4 ,wir erleben den ,tag nicht mehr4 ,und -- um uns nicht lcherlich zu machen6 -- es bleibt einstweilen noch unser strengstes ,geheimnis6 ,,iii4 ,es mag kommen1 was will1 ,herr ,professor6 ,die grten ,ereignisse1 die ungeahntesten ,erfindungen1 die wichtigsten ,entdeckungen1 sie fhren uns nicht weiter4 -- ,die edelste ,beschftigung des ,menschen ist der ,mensch4 ,das hat ,lessing behauptet4 ,und dies groe ,wort sollte im tglichen ,leben eines jeden ,menschen ,anwendung finden4 ,dann wrden all die lcherlichen ,fragen und ,probleme1 mit denen wir uns heutzutage abschinden1 in nichts zerfallen4 ,und wir brauchen gar nicht weit zu greifen1 um ,besttigung dafr zu finden4 berall1 in jeder kleinen ,handlung zwischen ,menschen1 in jedem ,verkehr1 jedem ,worte1 jedem ,blick harrt das ganze ,geheimnis mit all seiner bittern ,sigkeit und wartet auf den ,mann1 der es sucht und erkennt4 ,drum wollen wir die erste beste ,gelegenheit beim ,schopfe fassen und die ,probe ziehen4 ,ich habe ,ihnen ganz berflssigerweise gesagt -- denn ,sie wissen es so gut wie ich --1 da unser gutes ,essen oft durch schlechte ,bedienung verdorben wird4 ,aber warum8 -- ,natrlich geben wir dem ,kellner schuld4 ,aber in vielen1 ja in den meisten ,fllen ist es unsere eigene ,schuld1 wenn wir schlecht bedient werden1 wenn unser ,appetit verdorben wird1 wenn unser ,diner einen jammervollen1 bedauerlichen ,ausgang nimmt4 -- ,wieso8 -- ,ich finde ,ihre ,frage verstndlich1 doch mu ich sie mit einer ,gegenfrage beantworten4 ,knnen ,sie mir genau definieren1 was der junge ,mann ist1 der uns bedient8 -- ,ich meine1 welche ,stellung er uns gegenber einnimmt8 -- ,selbstverstndlich1 er bedient uns4 ,aber das ist nicht alles4 ,ja1 ja1 sehen ,sie1 welche vage ,ideen wir von dem haben1 was wir von anderen verlangen knnen und wozu wir berechtigt sind6 ,und wie weit denkt das liebe ,publikum erst6 ,natrlich wei oft auch der ,kellner seine ,pflicht nicht4 ,in beiden ,fllen ist das ,resultat ein ganz schreckliches4 ,es ist unglaublich1 wie empfindsam1 wie ungeduldig wir an der ,tafel sind4 ,und erst wie gespannt und gereizt die ,nerven der ,leute sind1 die uns bedienen6 ,die geringste ,kleinigkeit kann die so vorbereiteten ,gemter in einen ,sturm von ,aufregung versetzen4 ,nach einem solchen ,renkontre ist's mit unserm ,appetit selbstverstndlich aus4 ,desgleichen mit dem guten ,willen dessen1 der mit uns zu tun hat4 ,wenn wir gut und ungestrt essen wollen1 ist es daher fr uns absolut notwendig1 zu wissen1 was ein ,kellner ist4 ,da wir nun einmal auf die ,bedienung angewiesen sind1 wollen wir nun doch nicht unser gutes ,geld an schlechten ,diners verschwenden4 -- ,ich sehe1 ,sie lachen wieder6 -- ,wie1 ich nehme die ,sache zu grndlich1 zu ernst8 -- ,o nein1 ich bin ein groer ,egoist4 ,ich vermeide nur jede ,gelegenheit zum rger3 ich versuche nur jeder ,dummheit1 also jeder ,ungerechtigkeit und ,unhflichkeit aus dem ,wege zu gehen4 -- ,auerdem sollte unser ,schamgefhl es nicht zulassen1 da wir einen ,menschen1 der mit uns in so nahe ,berhrung tritt1 ganz auer acht lassen1 ihn wirklich ganz und gar ignorieren4 ,es ist weder ratsam noch weise4 ,fr eine derartige ,unterlassungssnde mssen wir oft schwer ben4 ,daher habe ich den ,oberkellner gebeten1 mir whrend meines ,aufenthaltes in diesem ,hotel immer den gleichen ,kellner zu berlassen1 da ich an ihn gewhnt bin und ihn ziemlich gut kennen gelernt habe4 ,goethe sagte einmal3 ,in der ,beschrnkung zeigt sich erst der ,meister4 -- ,bei meinem ,kellner ist dies sehr zutreffend4 ,ich halte unsern jungen ,mann zum ,beispiel fr ein eigenartiges ,talent4 ,die ,art und ,weise1 wie er uns behandelt1 ist bewundernswert4 -- ,das ist sein ,geschft8 -- ,natrlich6 ,aber ,sie haben jedenfalls noch nicht die ,schwierigkeiten betrachtet1 mit denen er zu kmpfen hat4 ,wenn ,sie sein eigenartiges ,geschick1 welches uns so vorteilhaft zustatten kommt1 ein ,geschft nennen1 so verstehen eigentlich wirklich herzlich wenig ,kellner ihr ,geschft4 ,und wir werden sehen1 woran dies liegt4 ,jede unserer modernen ,industrien hat nmlich ihre ,sklaven1 ihre ,opfer und ihre ,unterdrckten4 ,mit einer gerechten1 wilden ,wut wehrt sich die ,arbeiterschaft dagegen1 tut sich zusammen1 agitiert und streikt4 ,denn das menschliche ,gefhl strubt sich gegen ,sklaverei1 ,opfer und ,unterdrckung4 ,so war es zu allen ,zeiten4 ,jedes ,tier wehrt sich dagegen4 ,aber die ,arbeiter finden es schwer1 gegen die ,hochburgen der ,finanz anzukommen4 ,es erfordert ,zeit1 ,schulung1 ,taktik1 ,organisation1 ,geldmittel und ,ausdauer1 sie zu nehmen4 ,dies alles fehlt4 ,das haben die ,plebejer im alten ,rom blutig erfahren mssen4 ,an diesen ,widerstnden rannten sich die ,leibeigenen und ,bauern des ,mittelalters die ehrlichen1 dummen1 von ,blut1 ,freiheitswahn und ,plnderlust berauschten ,schdel ein4 ,aber es fielen dennoch die ,festen der rmischen ,patrizier1 und die ,trmmer der mittelalterlichen ,raubritterburgen reden heute stumm1 aber deutlich4 ,so werden auch die ,kmpfe des modernen ,arbeiters nicht fruchtlos sein4 ,doch je weiser1 taktischer1 ruhiger er sie fhrt1 um so besser ist es fr ihn selber4 ,die festen ,mauern der ,finanz werden am sichersten durch die ,insassen selber zerstrt4 ,die gerechte ,zeit duldet keine ,festungen4 ,sie rttelt und schttelt1 korrumpiert und untergrbt sie4 ,das lehrt die ,geschichte aller ,zeiten4 ,die ,belagerer sollten nicht blindlings ihre ,krfte an ,steinen verschwenden1 die noch nicht morsch genug sind1 zu fallen4 ,sie sollten nur wachsam sein und beobachten1 die schwchsten ,seiten der ,feinde angreifen1 vor allem aber das eigne ,lager frisch und stark erhalten4 ,ich kann mit ,recht behaupten1 da der ,kellner in gewissem ,sinne der ,sklave oder der ,unterdrckte der modernen ,hotelindustrie ist4 ,bei einiger ,beobachtung wird dies selbst dem ,uneingeweihten auffallen4 ,doch ich will mich bemhen1 ,ihnen die ,lage ruhig und klar zu definieren1 damit ,sie1 ,herr ,professor als ,soziologe1 einen neuen ,menschen in einer neuen ,industrie kennen lernen4 ,ich habe ,ihnen bereits die ,entwicklung dieser neuen ,industrie flchtig vor ,augen gestellt4 ,wir haben gesehen1 da dieselbe wirklich erst ein ,vierteljahrhundert alt ist4 ,einerseits ist es daher verstndlich1 da die ,verhltnisse noch ungeordnet und schlecht organisiert sind4 ,die ,stellung des ,kellners in dieser ,industrie sieht nun ganz danach aus1 als ob man sie in aller ,eile mit dem so pltzlich ins ,ungeheure wachsenden ,hotelbetriebe zusammengenagelt habe4 ,und so behilft man sich schlecht und unrecht weiter4 ,ein solches provisorisches ,gebude aber kann bei einem leichten ,windstoe einfallen4 ,und ein stabiles1 schnes ,haus lt sich ber ,nacht nicht errichten4 ,darum mu der ,kellner ,geduld haben1 und er darf das ,lattenhaus seiner ,existenz nicht eher abbrechen1 als bis ein besseres ,obdach fr ihn dasteht4 ,aber es ist an der ,zeit1 da er den ,grundstein dazu legt4 ,es ist auch sehr fraglich1 ob sich die ,hotelbesitzer an diesem wichtigen ,werke beteiligen werden4 ,in der ,hast und ,eile der schnellen ,entwicklung des ,hotelwesens haben die ,besitzer natrlicherweise alles fr ihren ,betrieb1 fr ihr ,haus und wenig oder gar nichts fr die ,menschen getan1 die es fhren1 darin arbeiten und ihr ,brot verdienen sollen4 ,die ebenso schnell aufspringende ,konkurrenz hat wichtigere ,fragen an die ,unternehmer in der ,hotelindustrie gestellt als die des leiblichen und geistigen ,wohls der ,angestellten4 ber die ,lsung dieser ,vorzugsfragen werden bekanntlich in allen ,industrien die ,angestellten vergessen4 ,wer sich aber die ,lage der gesamten ,angestellten der ,hotelindustrie genau betrachtet1 wird nur im ,lose des ,kellners einen tief einschneidenden ,unterschied von dem der mitwirkenden ,angestellten oder der ,arbeiter aller anderen ,industrien berhaupt entdecken4 ,der kaufmnnische ,angestellte des ,hotels ist nichts mehr noch weniger als sein ,kollege irgendeiner anderen ,branche4 ,die ,stellung des ,koches als technischer ,angestellter im ,hotel kann ebensowenig mit der des ,kellners verglichen werden1 wie die des mnnlichen und weiblichen ,hauspersonals4 ,der ,kellner ist weder ,kaufmann noch ,koch noch zum ,hauspersonal gehrig1 und doch mu er die ,grundkenntnisse von allen ,zweigen besitzen4 ,er ist ,kellner4 ,seine ,stellung im ,hotel als ,vermittler zwischen der ,kundschaft und dem produzierenden ,teil des ,hauses kann nicht einmal richtig mit der eines ,verkufers in einem anderen groen ,geschftshaus verglichen werden4 ,er ist mehr als ein ,verkufer4 ,seine ,pflichten1 seine ,kenntnisse1 sein ,arbeitskreis sind grer1 die ,anforderungen1 die an ihn gestellt werden1 sind weit mehr als die1 die ein gewhnlicher ,verkufer zu erfllen geneigt wre4 ,der ,kellner wird noch immer vielfach von einfltigen ,menschen zur dienenden ,klasse gerechnet4 ,nichts ist falscher als dies4 ,ohne ein ,diener1 ohne ein ,faktotum zu sein1 tut er dennoch alles ,mgliche1 wird alles ,mgliche von ihm verlangt1 das1 streng genommen1 nicht im ,bereiche seiner ,pflicht liegen sollte4 ,seine ,stellung ist einzig4 ,ein hnliches ,beispiel in einer anderen ,industrie knnte ich nicht angeben4 ,vor dem ,gesetze ist der ,wirt ein ,kaufmann4 ,der ,kellner ist aber juristisch kein ,handlungsgehilfe1 sondern ein ,gewerbegehilfe4 ,gewi4 -- ,aber ein gewiegter ,jurist wrde dennoch ,schwierigkeiten haben1 die ,stellung des ,kellners genau zu definieren4 ,natrlich1 es ist sehr einfach1 ihn in eine gewisse ,kategorie von ,angestellten hineinzustecken1 aber die fr diese geltenden ,gesetze kann man nicht auf den ,kellner anwenden1 ohne ihn zu schdigen oder zu bevorzugen4 ,seit die ,luftschiffahrt aufgekommen ist1 streiten die ,leute sich ber ihre ,rechte in den ,lften4 ,aber keiner hat recht1 denn es gibt noch keine ,gesetze der ,lfte1 noch keinen ro-,kodex4 ,die ,luftschiffahrt ist noch neu4 ,und da der ,kellner ein ganz neuer ,mensch ist1 so stehen wir auch ratlos vor seinen juristischen ,rechten4 -- ,ich will mir darber nicht den ,kopf zerbrechen4 ,das berlasse ich anderen4 ,aber ich will von den menschlichen ,rechten des ,kellners sprechen1 die ,ihnen1 ,herr ,professor1 ebenso wie mir und der ganzen ,welt 7einschlielich der ,wirte7 bekannt sind1 die aber jmmerlich vernachlssigt werden4 ,die ,menschen sind entsetzliche1 gedankenlose ,pedanten4 ,warum werden die menschlichen ,rechte des ,kellners nicht geachtet8 ,weil er keine juristischen hat8 ,weil sie nicht schwarz auf wei stehen8 ,und darum ist der arme ,ganymed auch der ,stiefsohn des mildttigen ,bonifaz4 ,gerade dieser ,mensch1 an den so viele gerechte und ungerechte ,anforderungen gestellt werden1 der allwissend1 allriechend1 allfhlend sein soll1 der vierundzwanzig ,stunden im ,tage jung1 gesund1 frisch1 munter1 hflich1 gewandt1 freundlich1 lchelnd1 sprungbereit1 stets bei der ,hand sein soll1 -- gerade dieser ,mensch1 der die wichtigste ,person im ,geschfte ist1 er wird vernachlssigt1 verachtet1 umhergestoen1 beschimpft1 verhhnt1 gekrnkt1 in ,unwissenheit1 im ,stich1 ohne ,recht gelassen1 wo und wie man nur eben kann4 ,jeder und alle trampeln auf ihm herum4 ,die ,gste1 die ,vorgesetzten1 das kaufmnnische ,personal1 die ,kche1 die ,detektive1 die ,kontrolleure1 die ,stewards1 ja selbst die ,silber- und ,schsselwascher4 ,vom ersten ,direktor bis zur znkischen ,linnenmamsell unter dem ,dache und der kalten ,mamsell in den untersten ,regionen1 alle wollen sie ber den geplagten ,kellner etwas zu sagen haben4 ,alle wollen sie ihn kommandieren4 ,und er1 der aalglatte1 gewandte ,jngling1 schlpft und hpft1 schlngelt und drngelt sich berall hindurch1 nimmt alles ,unrecht schweigend in sich auf4 -- ,die ,arbeit des ,kellners ist hart4 ,seine ,arbeitsstunden sind lang4 ,der ,kellner kennt keinen ,sonntag1 keinen ,feiertag4 ,er arbeitet tief bis in die ,nacht hinein4 ,und an allen ,tagen des ,jahres4 ,wir kennen1 ,herr ,professor1 die nchtlichen ,sitzungen1 die sich so furchtbar in die ,lnge ziehen4 ,der ,kellner wacht4 ,das ,geschft zwingt ihn1 je nach ,bedarf seine ,arbeitsstunden bis in den grauen ,morgen hinein zu verlngern4 ,er wird nicht vom ,posten abgelst4 ,er bekommt keine ,extravergtung fr die berstunden1 kein quivalent fr den verlorenen ,schlaf1 fr die untergrabene ,gesundheit4 ,die ,ironie des ,schicksals will1 da er gerade dann1 wenn andere ,menschen sich freuen und lustig sind1 an ,sonn- und ,feiertagen und festlichen ,gelegenheiten1 am hrtesten und am lngsten arbeiten mu4 ,das ,geschft zwingt den ,kellner1 im ,hause zu essen4 -- ,wie meinen ,sie8 ,bequem8 -- ,gewi1 fr -- das ,geschft4 ,es braucht seinem ,angestellten deshalb keine freie ,stunde zur ,mahlzeit zu gewhren4 ,drei ,mahlzeiten im ,tage1 das sind drei ,stunden ,verlust fr das ,haus4 -- ,auerdem hat das ,haus den ,angestellten jederzeit in erreichbarer ,nhe1 er ist ntigenfalls sofort bei der ,hand1 er kann immer bei der ,mahlzeit gestrt werden4 ,das ist wirklich sehr bequem -- fr das ,haus4 ,was8 -- ,diese ,mahlzeiten sind frei8 -- ,sie kosten den ,angestellten nichts8 -- ,ja1 so sieht's beinahe aus4 -- ,nein1 ,herr ,professor1 ,sie drfen nicht glauben1 da die ,mahlzeiten1 welche der ,kellner im ,hause geniet1 eine ,art von ,geschenk oder ,gnadenbrot seien4 ,er mu schwer dafr bezahlen4 ,das werde ich ,ihnen sehr bald ausrechnen4 ,es ist sehr einfach4 -- ,der ,kellner wird also gezwungen1 eine unverlangte ,kost zu genieen und dafr zu bezahlen1 eine ,kost1 die selten1 sehr selten gut genannt werden kann1 die in den meisten ,fllen schlecht1 sehr schlecht1 manchmal gar direkt ungeniebar ist und tief unter dem ,niveau des berchtigten ,kasernenmens steht4 ,es ist ganz natrlich4 ,die ,hupter der ,huser bekmmern sich nicht um das ,essen des ,personals1 die ,summe -- wenn eine dafr veranschlagt wird -- verschwindet oft ganz oder teilweise in unergrndlichen1 mysterisen ,tiefen1 und gewissenlose ,kche bereiten von den ,speiseresten der ,gste das ,mahl fr die ,angestellten4 ,den ,rest knnen ,sie sich denken4 ,fr die ,angestellten und namentlich fr den geduldigen ,kellner ist bekanntlich alles gut genug4 ,in den meisten ,fllen zwingt das ,geschft auch den ,kellner1 im ,hause zu wohnen4 ,hier sind natrlich die gleichen ,grnde geltend wie die zur obligatorischen ,verpflegung4 ,und die gleichen ,vorteile -- fr das ,haus4 ,man hat den ,angestellten immer unter ,kontrolle1 er ist stets da4 ,jeden ,augenblick ist er zur ,verfgung4 ,und fr diesen liebenswrdigen ,dienst1 den der ,kellner dem ,hause damit tut1 indem er stets und immerwhrend1 vierundzwanzig ,stunden lang im ,tag1 vorhanden ist1 darf er das ,haus gleichfalls gut bezahlen4 ,da er bei dieser obligatorischen ,einquartierung nicht auf der ,beletage des ,hauses untergebracht wird1 ist auch selbstverstndlich4 ,wieviel der ,kellner fr diese ,quartiere bezahlt und welchen ,einflu sie auf die krperliche und geistige ,gesundheit und ,moral der ,insassen haben1 werden wir auch noch sehen4 ,dies ist -- kurz zusammengefat -- die ,stellung des ,kellners in der ,hotelindustrie4 ,was ist aber die ,bezahlung fr die ,wunderwerke der ,geduld und technischen ,knnens1 die man von ihm verlangt8 -- ,wir wissen's alle1 und die ganze ,welt wei es4 ,der moderne ,kellner ist1 wie gesagt1 fr die ,legislaturen der verschiedenen ,lnder eine neue ,erscheinung4 ,er ist auch noch nicht offiziell mit ganz entschiedenen ,forderungen an die gesetzgebenden ,krper herangetreten4 ,der moderne ,kellner vegetiert in allen zivilisierten ,lndern der ,erde4 ,mit den ,herren ,legislatoren dieser ,lnder ist er unoffiziell sehr gut bekannt und sogar bei ihnen beliebt4 ,seine ,rechte als ,mensch jedoch1 das ,dasein1 welches er fristet1 haben die ,herren ,abgeordneten1 ,m4 ,p4s1 ,deputierten1 ,senatoren und wie sie alle heien1 bei der guten ,flasche vor und nach der ,sitzung des ,hauses und ber den guten ,braten hinweg niemals bemerkt oder immer und immer wieder vergessen4 ,nur hie und da erinnerte man sich des ,kellners1 namentlich in dem gewissenhaften ,deutschland1 wo bekanntlich nichts unbeachtet bleibt und wo nichts und niemand ist1 von dem oder worber noch kein ,buch geschrieben worden wre4997 ,aber auch in ,deutschland wurde nicht viel erreicht1 und die ,zustnde im ,berufe des ,kellners sind auf der ganzen ,welt ungefhr die gleichen4 997 ,mit ,ausnahme des vorliegenden ,buches4 7,nachtrgl4 ,anm4 d4 ,verf47 ,knnen ,sie mir1 ,herr ,professor1 einen ,beruf1 ein ,gewerbe1 einen ,stand auf der ganzen weiten ,erde nennen1 der so sehr an ,sklaverei erinnert wie das ,dasein des ,kellners8 ,nein1 ,sie knnen es nicht1 sehen ,sie6 -- ,das ist die ,stellung des ,kellners in der ,hotelindustrie4 ,das ist die menschenunwrdige ,sklaverei2 das ist die ,unterdrckung4 ,das ist der ,augiasstall1 der gereinigt werden mu und der nur vom ,kellner selbst gereinigt werden kann4 ,das ist das ,bretterhaus des ,kellners4 ,und dieser jammervolle ,notbehelf wirft natrlich seine dunklen ,schatten auf das ,leben und auf das junge ,gemt des ,kellners selbst und gestaltet seine ,lebensanschauungen1 seinen ,charakter und folglich sein ganzes ,leben in den allermeisten ,fllen zu etwas ,fragmentarischem1 etwas ,provisorischem4 ,es ist eben nur ein ,lattenhaus4 ,der ,kellner kennt keine ,heimat1 kein ,heim1 keinen ,sonntag1 keinen ,feiertag1 keinen ,feierabend4 ,in seinem ,lattenhause lebt er von heute auf morgen4 ,er hofft von heute auf morgen4 ,er arbeitet von heute auf morgen4 ,er verdient von heute auf morgen4 ,er ist ganz auf sich selbst angewiesen4 ,und hat kein ,vorbild1 keinen ,halt4 ,fr seine ,arbeit gibt es keine ,regeln4 ,seine ,arbeit ist eine groe ,kunst4 ,sie ist die groe ,kunst des ,lebens und der ,anpassung4 ,als ,kind wird er in dies ,chaos gesteckt1 versagt er in seiner ,kunst1 so ist es sein jmmerlicher ,untergang4 ,bittet er um ,unterricht in dieser ,kunst1 so zuckt man mit den ,achseln und bedauert4 ,er mu sie von selber verstehen4 ,das groe ,leben paukt sie ihm ein4 ,eine solche ,spannung hat ihre ,rckwirkung4 ,wird der junge ,mann fr einige ,stunden aus seiner ,sklaverei befreit oder lt die ,spannung whrend einer freiwilligen oder unfreiwilligen ,stellenlosigkeit nach1 so bricht in ihm -- jung1 wie er ist und immer sein soll -- das verborgene gefhrliche ,element hervor1 das ihn einem zu frhen geschftlichen1 krperlichen1 gesellschaftlichen und geistigen ,tode entgegenreit4 ,ist es nicht der ,mhe wert1 ,herr ,professor1 den genauen ,ursachen solchen ,elendes grndlich auf die ,spur zu gehen8 -- ,bitte -- ich betone ausdrcklich3 ,ich wrde keinen ,augenblick meiner kostbaren ,zeit dazu verschwenden1 wenn ich in dieser dunklen ,masse nur alte ,trmmer1 nur einen elenden ,schutthaufen she1 aber ich glaube fest1 ja1 ich wei es bestimmt1 da wir auf der ,suche nach den ,ursachen nichts ,totes1 nichts ,abgestorbenes1 nichts ,verfaultes1 sondern den groen ,wirrwarr eines hastig1 gedankenlos aufeinander gestapelten1 unendlich reichen ,materials finden werden1 also etwas nach ,leben und nach ,dasein ,ringendes1 etwas ,werdendes4 -- ,wo solches ist1 da ist keine ,arbeit vergebens1 denn da ist ,hoffnung6 ,ah1 dort kommen auch schon unsere ,damen4 -- ,ein ,glck1 da ,sie kommen1 gndige ,frau4 ,ich habe ,sie zwar zum ,diner eingeladen1 habe aber noch gar nichts bestellt4 ,ich leide nmlich ganz schrecklich6 -- ,ja1 ja1 meine ,damen1 ,nahrungssorgen4 ,sie mssen mir beistehen2 ich flehe ,sie an4 -- ,ach1 das ist es gerade6 ,man hat alles in ,hlle und ,flle6 ,man hat zuviel4 ,es gibt nmlich zweierlei ,nahrungssorgen4 ,eine1 wenn man zu wenig oder gar keine ,nahrung zur ,verfgung hat1 die zweite1 wenn man vor lauter ,gerichten nicht wei1 was man nehmen soll4 ,die zweite ,sorge ist die weitaus schrecklichere4 ,sehen ,sie sich nur das volle ,men an6 ,tatschlich ratlos stehe ich davor4 ,und wir mssen doch essen6 -- ,mein armer ,kellner hat sich schon vergeblich um mich bemht4 ,der ,matre d',htel ist in hellster ,verzweiflung4 ,er hat mir soundso viel vorgeschlagen1 alles nichts -- seine kulinarische ,enzyklopdie ist erschpft4 -- ,darum bitte1 meine ,damen1 helfen ,sie mir aus der ,not4 -- ,freilich mssen wir dann etwas warten4 ,wir mssen den ,leuten ,zeit geben1 sich unserer ,bestellung anzunehmen4 ,aber das ist gerade schn4 ,denn wenn wir warten mssen1 sind wir sicher1 da unser ,mahl frisch hergestellt wird4 -- ,ich danke fr ,speisen1 welche stundenlang vor dem ,genu zubereitet sind4 ,ich will sie frisch vom ,feuer haben4 -- ,sonderbar6 ,die meisten ,hotelgste denken anders darber4 ,sie wollen gewhnlich die feinsten1 schwierigsten ,sachen in krzester ,zeit auf dem ,tische sehen4 ,das ist hchst unvernnftig und ungerecht4 ,aber dies kommt nur daher1 weil die ,leute nicht mit der ,herstellung der ,sachen1 welche sie bestellen1 vertraut sind4 ,sie haben absolut keine ,idee vom ,essen4 ,ist es nicht merkwrdig1 da die ,menschen ber die wichtigste ,funktion in ihrem ,leben so wenig unterrichtet sind6 ,und so wenig darber nachdenken6 ,und so vertrauend in dieser ,hinsicht sind6 ,ich glaube1 nicht ein ,prozent aller ,menschen in diesem ,saal haben jemals ernstlich betrachtet1 was sie essen1 woher ihre ,mahlzeit kommt4 ,sie wissen nur1 da der ,kellner sie aus der ,kche holt4 ,das ist alles4 ,von den damit verbundenen ,schwierigkeiten und ,arbeit aber hat das groe ,publikum nicht die geringste ,ahnung4 ,es sollte sich daher mehr fr die ,hotelkchen interessieren1 aus denen es seine ,speisen bezieht4 ,allen ,ernstes1 gndige ,frau6 ,jede ,kche sollte dem ,publikum zugnglich sein4 ,die ,wirte sollten es eine ,spezialitt machen1 sollten stolz darauf sein1 ihre ,gste durch die ,rume fhren zu knnen1 woher die guten ,dinge stammen4 ,das ,publikum wrde dabei profitieren und desgleichen die ,speisen1 der ,wirt und seine ,angestellten4 ,die ,gste wrden einen ,einblick bekommen in die ,schwierigkeiten1 die sie dem ,wirt durch ihre ,mahlzeit auferlegen4 ,sie wrden dann auch in ihren ,anforderungen an die ,angestellten gerechter und vernnftiger werden4 -- ,in ,lokalen1 wo man nicht allzuviel auf ,proprett hlt und dadurch die ,gesundheit des ,publikums gefhrdet1 wrden hufige ,kcheninspektionen der ,gste geradezu wunderbar wirken4 ,die ,hauptschwierigkeit der ,gastwirtsarbeit besteht darin1 da er hchst empfindliche1 kostbare und leicht verderbliche ,waren handhabt1 da jede einzelne unserer ,bestellungen besonders zubereitet und serviert werden mu1 und da oft wegen der kleinsten ,kleinigkeit ein ungeheurer ,apparat von menschlichem und mechanischem ,material in ,bewegung gesetzt werden mu1 um die ,sache kunstgerecht auszufhren4 ,die zusammengesetzte ,gastronomie1 die ,arbeit des ,wirtes und des ,kellners1 ist daher eine ,kunst1 die unendlich viel ,anstrengung1 ,aufmerksamkeit und ,geschicklichkeit verlangt4 ,und sie besitzt auch alle ,erkennungszeichen einer wirklichen ,kunst4 ,eins der ersten und am schmerzlichsten ins ,auge der ,seele stechenden ,zeichen ist die ,undankbarkeit des ,genieenden4 ,je mehr die ,menschen genieen1 um so mehr nehmen sie ,besitz vom ,gegenstand ihres ,genusses und vergessen dabei auf die undankbarste ,weise denjenigen1 der ihnen den ,genu bereitet4 ,eine wahre ,kunst hat die ,fhigkeit1 den ,genieenden auf ,wolken zu heben und mit sich fortzureien1 so da er alles um sich her vergit und nur sich allein sieht1 fhlt und geniet4 ,so reicht man oft an jene unerkennbare1 gefhrliche1 schwindelnde ,spitze hchster ,genufhigkeit heran1 wo der nicht ganz starke und selbstbewute ,mensch gewhnlich taumelt und in den ,abgrund verachtenswertester ,niedrigkeit zurcksinkt4 ,physischer und sthetischer ,fra und ,vllerei sind daher ihrem ,wesen nach vollstndig gleich4 ,und ich kann mir darum auch kaum etwas ,roheres1 ,gemeineres und ,verchtlicheres vorstellen1 als eine hastige1 gedankenlose ,fresserei1 wo die guten ,gaben der ,erde zwischen zwei plumpen1 breiten ,kiefern zermalmt und einen dunklen ,schlund hinuntergewrgt werden4 ,selbst die einfachste ,mahlzeit kann mit ,ruhe und feinem ,verstndnis gegessen werden4 ,so soll es sein4 ,die ,natur revoltiert1 wenn es nicht geschieht4 -- ,kann man nicht auch ein einfaches1 gutes ,buch mit ,verstand und ,andacht lesen8 -- ,wer es tut1 wird ,nahrung fr seine ,seele daraus schpfen4 ,wer es verschlingt1 dem gehen die ,sfte und ,krfte des ,kunstwerks verloren4 ,ich will nicht ber den ,nhrwert menschlicher ,werke disputieren4 ,das ,leben selbst enthlt mehr ,nhrwert4 ,denn die menschlichen ,kunstwerke entstehen aus dem ,leben4 ,sie sind kleine1 schwache ,tropfen aus der ,quelle des ,lebens4 ,aber unsere ,zivilisation verlangt nach knstlerisch zubereiteten ,produkten der ,natur4 ,ob das nun ,liebesszenen oder ,schweinekoteletts sind1 bleibt sich gleich4 ,der ,kochknstler stutzt sein ,kotelett hbsch sauber zurecht1 schneidet alles berflssige weg4 ,desgleichen behandelt ein ,knstler das ,leben4 ,beide machen uns die ,rohmaterialien geniebar4 ,ich mchte wirklich kein rohes ,stck ,fleisch genieen noch einer prosaischen ,liebesszene beiwohnen1 whrend geschmackvoll zubereitet1 solche ,dinge unschtzbar sind4 ,wir sind verwhnt4 ,wir wnschen auch ,saucen1 krftige1 warme ,suppen und niedliche ,sspeisen4 -- ,der feine1 moderne ,wirt ist ein kulinarischer ,impressario4 ,er ist der einzige legitime ,kollege jener ,kunstgren1 die ihr ,material aus der ,quelle des ,lebens schpfen und ihre ,kunst daran versuchen1 um die verwhnten raffinierten ,forderungen der modernen ,menschen zu befriedigen4 ,man soll den ,mann1 der seine ,kunst1 sein ,geschft versteht1 hochschtzen4 ,man soll seine ,kunst ehren4 ,und dies kann man nicht besser1 als indem man sie grndlich kennt1 gerecht kritisiert und zu beurteilen versteht4 ,die meisten unserer ,zeitgenossen haben aber leider keine ,zeit und kein ,verstndnis weder fr ,essen noch fr sonstige ,kunst4 ,daher die vielen schrecklichen ,flle von geistiger und krperlicher ,dyspepsie in unseren ,tagen4 ,dyspepsie der ,zeitgenossen ist ein groes ,kapitel in der ,leidensgeschichte des armen ,kellners4 ,das sthetische ,barbaren- und ,protzentum unserer ,zeit1 welches die ,mittel hat1 sich die bestmglichsten kulinarischen und knstlerischen ,gensse zu verschaffen 7weil solches zum guten ,ton gehrt71 kennt keine ,grenzen4 ,roh und ohne ,verstand verschlingen diese bedauernswerten ,leute alles1 was auf dem ,markte erscheint4 ,das ,resultat ist ein entsetzliches4 ,sie treiben durch ihre ,unkenntnis und ,verschwendung die ,preise in die ,hhe1 ihre ,sucht nach ,auergewhnlichem1 nach ,neuheiten1 nach ,ausschlielichem beeinflut die ,produktion in ganz sndhafter ,weise3 das wirklich ,gute1 das ,bescheidene wird erstickt4 ,schlielich werden sie berfllt und der besten ,dinge berdrssig4 ,sie schmhen die armen ,wirte1 beschimpfen die ,kochknstler1 maltrtieren die ,kellner auf die schrecklichste ,weise4 ,sie tyrannisieren die armen ,knstler und ,literaten1 nennen sie hirnverbrannte ,idioten1 nachdem sie diese armen ,teufel selber gezwungen haben1 ihnen allerhand sliches und unverdauliches ,zeug vorzusetzen4 ,warum soll man einen ,theaterdirektor schmhen1 wenn er seinem ,publikum ein unsittliches1 albernes1 idiotisches ,stck darbietet8 -- ,es ist doch immer das liebe ,volk1 das solche ,dinge verlangt4 -- ,das sind die ,blasierten1 die berfllten1 die ,magenkranken4 ,sie sind die ,unglcklichsten auf der ,oberflche der ,erde4 -- ,der geistig rhrige und krperlich gesunde ,mensch 7d4 h4 der normale1 der leider so seltene7 wird bald durch bung und ,erfahrung und namentlich durch energisches ,training seines ,geruchsinnes fhig sein1 schlechte ,koch- und sonstige ,knste schon von weitem zu schnffeln4 ,er wird sich fern halten3 sein ,geruchsinn wird ihm riesig viel ,zeit1 ,geld und ,enttuschung ersparen4 ,daher empfehle ich jedem1 den ,markt der ,gensse genau zu studieren und sich wenig1 aber nur das ,beste herauszusuchen1 damit er fr alle ,zeiten rasch und sicher unterscheiden kann und keine ,zeit- und ,geldverluste an unwrdigen ,produkten erleidet4 ,im schauerlichen ,kuddelmuddel unserer ,tage ist dies wirklich notwendig4 ,so8 ,sie meinen also allen ,ernstes1 da ein ,kellner nicht viel gelernt zu haben braucht1 um seinen ,beruf auszuben86 ,diese ,ansicht ist leicht zu entschuldigen1 denn sie ist so naheliegend und ganz allgemein verbreitet4 ,gewi1 ,herr ,professor4 ,in den erstklassigen ,hotels treffen ,sie meistens nur gutgeschulte ,leute an4 ,aber hie und da treffen ,sie doch einen1 der sein ,geschft nicht versteht4 ,ich wnsche ,ihnen wirklich nicht1 da ,sie jemals seine ,bekanntschaft machen1 wenn ,sie einen guten ,appetit haben4 -- ,fr den guten ,kellner ist doch vor allen ,dingen eine grndliche ,fachkenntnis von unbedingter ,notwendigkeit4 -- ,fachkenntnis in der ,hotelindustrie heit viel4 ,dort ist alles ,fach4 ,das ganze ,leben1 ,lebenskunst1 ,menschenkenntnis1 ,sprachkenntnisse1 ,haushaltung1 ,sparsamkeit1 ,freigiebigkeit1 ,luxus1 ,kunst1 alles ist dort ,fach4 ,sie knnen die ,fhigkeiten1 die von unserem ,kellner verlangt werden1 nur bersehen1 wenn man sie ihrer ,mannigfaltigkeit nach einteilt4 ,die ,kenntnis der ,speisen umfat die ,rohmaterialien und deren ,zubereitung in der ,kche4 -- ,wie kann der ,kellner als ,verkufer etwas anbieten und empfehlen1 wenn er nicht wei1 woraus die ,ware besteht und wie sie zubereitet ist4 ,haben ,sie nicht gesehen1 ,herr ,professor1 wie entsetzlich ignorant die ,mehrzahl der ,kundschaft darin ist8 ,nur aus diesem ,grunde ist es mglich1 da es noch viele ignorante ,kellner gibt und da sich viele ,menschen in sein ,feld hineindrngen knnen1 die keine ,berechtigung dazu haben1 weil sie den ,beruf nicht von ,grund auf erlernt haben4 ,die ,ignoranz des ,volkes hlt das geistige ,niveau des einzelnen ,menschen unten4 ,wo keine kunstsinnigen ,menschen sind1 gibt es keine groe ,kunst1 wo kein ,klger ist1 ist kein ,richter4 ,die anspruchslosen biederen ,gemter der ,besucher eines brgerlichen ,bierrestaurants geben sich mit der bescheidenen ,erscheinung eines ,schuhmachers zufrieden1 der aus ,abenteuerlust oder aus sonstigen ,grnden sich als ,kellner produziert4 ,der feine junge ,mann1 der uns hier in diesem groen internationalen ,hotel bedient1 wrde dort sehr deplaciert sein1 er wrde trotz all seiner ,kenntnisse unmglich arbeiten knnen4 ,in der klassischen1 franzsischen ,kche gibt es eine unendliche ,menge von ,gerichten1 ,platten1 ,saucen1 ,garnituren usw41 deren ,namen jedem anstndigen ,kellner durchaus gelufig sein mssen4 ,er mu1 genau wie der ,koch1 die besonderen ,eigenschaften aller ,rohmaterialien kennen1 die uns die ,natur zur ,nahrung in so beraus reichem ,mae zur ,verfgung stellt1 und er mu fhig sein1 ein gutes ,urteil darber abzugeben4 ,er mu auch ungefhr oder ganz genau wissen1 wieviel ,zeit die ,herstellung aller dieser ,gerichte in ,anspruch nimmt4 ,jede ,minute ist er einer verfnglichen ,frage von ,seiten der ,gste ausgesetzt4 ,der ,kellner mu sie beantworten knnen4 ,die grndliche ,kenntnis der klassischen ,kche erspart ihm daher viel ,zeit1 ,mhe und ,unannehmlichkeiten4 ,nehmen ,sie nur einmal an1 ,herr ,professor1 in welch schreckliches ,dilemma der arme ,mensch geraten kann1 wenn ,sie sich bei der ,bestellung eines ,diners nach der ,beschaffenheit der guten ,dinge erkundigen1 wenn der unwissende ,kellner ,ihnen ,erklrungen gibt1 die sich spter als falsch herausstellen6 ,sie verweigern natrlich die nicht gewnschten ,speisen4 ,zufllig mgen es gerade ,sachen sein1 die ,sie in ,ihrer tiefsten ,seele verabscheuen4 ,ihr schner ,appetit ist verdorben4 ,der ,herr ,direktor wird gerufen4 ,die ,speisen sind zubereitet und nicht mehr zu gebrauchen4 ,der ,kellner mu den ,schaden tragen1 wenn ihm gar nicht noch ,schlimmeres zustt4 ,das ,haus verliert vielleicht ,ihre ,kundschaft durch die scheinbare ,kleinigkeit4 ,es ist schier unmglich fr einen jungen ,mann1 alle die tausend fremdlndischen ,ausdrcke und ,namen zu wissen1 womit er zu tun hat1 und in oft ganz bewundernswerter ,weise zieht sich der gewandte ,jngling aus der ,affre1 wenn ein ,gast allzuviel wissen will4 -- ,ein neugieriger ,gast bernimmt oft ein groes ,risiko4 ,es ist nicht ratsam1 zu viel wissen zu wollen4 ,dem gewandten ,kellner gegenber zieht der ahnungslose ,gast gewhnlich den krzeren4 ,es gibt gewissenlose ,kellnernaturen1 die ihre hufig verzeihliche ,unkenntnis eines pompsen ,gerichtes hinter einer geschickten ,notlge verbergen4 ,wenn ,sie1 ,herr ,professor1 zum ,beispiel sich fr ein ,filet la ,soundso interessieren und eine nhere ,definition des mysterisen ,namens wnschen1 die ,ihnen der ,kellner zufllig nicht geben kann1 so erfindet er oft statt der ,wahrheit eine wunderbare ,kombination von appetitlichen ,dingen1 die er1 falls sie ,ihren ,beifall gefunden hat1 kaltbltig und rcksichtslos in der ,kche ausfhren lt4 ,natrlich werden ,sie durch den gewissenlosen ,menschen falsch unterrichtet4 ,sie prgen sich vielleicht den schnen ,namen auf der ,karte fr das lgerische ,produkt des phantasiereichen ,jnglings ein1 wollen bei anderen ,gelegenheiten mit ,ihren kulinarischen ,kenntnissen glnzen1 -- was wir alle gerne tun1 -- und sind dann pltzlich auf die schmhlichste ,weise blamiert1 wenn ,sie einen auf dem kulinarischen ,pegasus sattelfesteren ,gegner vor sich haben4 -- ,der ganz feine ,kellner1 ,herr ,professor1 aber ist eine mephistophelische ,natur4 ,er belgt ntigenfalls den forschenden1 wibegierigen ,gast zwar auch1 aber ersinnt in hhnisch-99versteckter ,weise ihm die gewnschte ,lsung des ,mysteriums auf ,franzsisch4 ,andchtig1 aufmerksam wird der ,gast lauschen1 er wird sich bemhen1 zu verstehen1 aber er wird nicht verstehen4 ,beifllig jedoch wird er nicken1 wird ein paarmal ,oui1 oui stottern1 und ermattet1 besiegt hat er mit seiner ,zustimmung sein ,los besiegelt4 ,er ist rettungslos verloren4 ,er hat sich heimlich willenlos1 bedingungslos seinem geschmeidigen ,gegner ergeben4 ,er simuliert1 er gibt den ,anschein1 als ob er den welschen ,redeflu verstanden habe1 und sein feiner ,betrger durchschaut ihn lchelnd4 ,denn ,kchenfranzsisch zu verstehen ist fr den uneingeweihten1 harmlosen ,amateurphilologen eine ,unmglichkeit4 ,zitternd1 verwirrt bestellt er1 ohne zu ahnen1 was da kommen soll4 ,aber er bekommt1 was er bestellt hat4 ,so ehrlich und gndig ist sein sieghafter ,gegner4 ,doch dies alles sind gefhrliche ,spielchen4 ,unter den ,gsten knnen sich leicht ,gourmets befinden1 die in alle ,kchengeheimnisse eingeweiht sind1 und die ,episode endet mit dem schmachvollen peinlichen ,zusammenbruch des verfhrerischen ,lgengebudes1 mag es noch so geschickt und phantasiereich aufgebaut sein4 ,wie die ,speisen1 so kennt der gute ,kellner auch genau die tausend ,getrnke1 die er feilbietet4 ,er kennt die ,eigenschaften der verschiedenen ,weine1 die ,qualitt der ,jahrgnge1 die richtige ,temperatur1 er whlt das passende ,glas dazu4 ,speisenkenner gibt's entsetzlich wenig4 ,weinkenner sind dahingegen schon zahlreicher vertreten4 ,und wehe6 mit diesen ,herren ist nicht zu spaen4 ,das wei der ,kellner4 ,darum verwendet er uerste ,sorgfalt bei einem edlen ,burgunder1 einem alten ,bordeaux1 feinen alten ,sdweinen und ,vintage-,champagner4 ,er wei die edlen ,tropfen zu behandeln4 ,er htet sich1 den gerechten ,zorn des englischen ,lords durch falsches ,ausschenken des ,bieres zu erregen4 ,gewi1 ich wei auch1 da ,sie glauben1 nur ,ihr wissenschaftlicher ,beruf erfordere scharfes ,denken4 ,dem ist aber nicht so4 ,wenn irgend jemand in seinem ,geschft denken mu1 so ist es der ,kellner4 ,wenn sich irgendwo das ,sprichwort was man nicht im ,kopf hat1 mu man in den ,beinen haben bewahrheitet1 so ist es hier4 ,sie glauben kaum1 welches ,gedchtnis unser ,kellner besitzt4 ,erst wenn ,sie seine ,ttigkeit hinter den ,kulissen betrachten1 werden ,sie erfahren1 welche ,kunstfertigkeit1 welche ,wissenschaft das feine ,service ist1 wie unendlich viel bung1 ,gewandtheit1 ,geschicklichkeit und vor allem ,gedchtnis es erfordert4 ,es ist schwer1 eine feste ,regel fr die ,ttigkeit des ,kellners zu geben1 da sich das ,service je nach dem ,charakter des ,hauses richtet4 ,ich kann ,ihnen aber wirklich nicht raten1 in einem ,hause lange zu bleiben1 wo ,sie anhaltend schlecht bedient werden1 mag das ,essen oder das ,haus in anderer ,hinsicht noch so gut erscheinen4 ,im ,service zeigt sich allein die ,meisterschaft des ,wirtes4 ,durch die groe ,dehnbarkeit des ,begriffes ,service aber1 durch die vielen ,abstufungen in der ,gastwirtsindustrie sowie durch die vielen ,individuen1 die in allen ,nancen auftauchen und vorgeben1 ,kellner zu sein oder es sind1 ohne ,talent fr ihren ,beruf zu haben1 kann wirklich nur der erfahrene ,gourmet sagen und schtzen1 was gutes ,service ist4 -- ,ich halte zum ,beispiel unseren ,kellner fr eine ,perle1 fr einen uerst seltenen ,menschen4 ,sein ,beruf ist eine ewige ,steeplechase4 ,nur ein eigenst trainiertes ,tier von feiner ,rasse kann da gewinnen4 ,er scheint all die tausend ,hindernisse spielend zu berwinden4 ,und er macht gar kein ,aufsehens davon4 ,hinter unsern ,rcken spielt sich ein heroisches ,ringen ab1 und wir1 wir amsieren uns und merken nichts4 ,unser ,mann ist unbezahlbar4 -- ,trauen ,sie daher um ,gottes willen keinem ,menschen und namentlich keinem ,kellner1 der seine ,geschicklichkeit allzusehr und zu auffallend ins gute ,licht stellt4 ,unter den ,kellnern gibt's ,jnglinge1 die berreinlich sind4 ,sie wischen sich den perlenden ,schwei der ,stirn mit ihrer sauberen ,serviette ab1 um dann gleich darauf mit demselben ,linnen vor dem ,gaste ganz unntigerweise ber den reinen ,teller zu fahren1 nur um ihm zu zeigen1 da alles schn sauber ist4 ,ich glaube aber nicht1 da wir hier in dem erstklassigen ,hause ein derartiges sauberes ,exemplar von einem ,kellner antreffen4 ,die ,leute hier sind alle gut instruiert1 keine unntige ,schaustellung von ihren ,tugenden und ,vorzgen zu machen und die feine ,reserve zu beobachten1 die sich fr jeden gebildeten ,menschen schickt4 ,das ,haus gibt solche ,regeln weniger aus sthetischen als aus praktischen ,grnden aus4 ,allzu feine1 auffallende ,manieren eines ,angestellten knnten die der ,gste oft in sehr ungnstiges ,licht stellen4 ,es ist dringend ratsam1 derartige ,komplikationen zu vermeiden4 -- ,ich habe auch erfahren1 da sich viele ,neulinge auf gesellschaftlichem ,gebiete1 um mit den zahlreichen ungeschriebenen menschlichen ,verkehrsvorschriften vertraut zu werden1 sich die geschmeidige ,person des ,kellners insgeheim als ,vorbild nehmen1 und sehr zu seinem ,vorteil4 ,im ,interesse der ,menschheit ist es daher erforderlich1 da der ,kellner als wichtiger erzieherischer ,faktor von keinerlei unmanierlichen ,angewohnheiten behaftet sei4 ,in den brgerlichen ,gasthusern und ,massenbetrieben zweiten ,ranges lt die ,bedienung1 d4 h4 die ,person des ,kellners1 viel zu wnschen brig4 ,dort sieht man viel von der vorhin erwhnten ,reinlichkeit und wunderbare ,vorstellungen von ,jongleur- und ,balancierkunststckchen mit ,schsseln und ,platten4 ,der ,gast des brgerlichen ,hauses legt nicht viel ,bedeutung der guten ,bedienung bei4 ,er erhebt keinen ,anspruch auf anstndiges ,service4 ,sehr mit ,unrecht4 ,gerade dort sollten die ,gste und die ,leitung des ,hauses darauf dringen3 gerade dort sollten sich die ,kellner der besten ,leistungen befleiigen1 um zu zeigen1 da nicht die orchideengeschmckten ,sulenhallen mit der rauschenden ,musik alleiniges ,anrecht auf menschenwrdige ,manieren haben4 ,wir mssen die ,schwierigkeiten des ,kellnerberufes bercksichtigen1 wie wir persnliche ekelhafte ,manieren verdammen mssen4 ,wir drfen den ,kellner nicht bei einem unglcklichen ,zufall schmhen3 wir drfen keine ,dienerei von ihm verlangen4 ,denn fr das ,service1 wie auch fr alles gibt es schlielich eine ,grenze4 ,manche ,menschen wrden allerdings sich am allerliebsten wie ,suglinge fttern lassen1 sich ihr ,essen von ihrem ,kellner vorkauen lassen1 wenn dies halbwegs zum guten ,ton gehrte4 ,selbst am kniglich preuischen ,hofe scheint in bezug auf ,service manches mangelhaft zu sein4 ,was8 ,sie glauben das nicht8 -- ,freilich1 ich habe noch nicht die ,ehre gehabt1 zur kniglichen ,tafel geladen gewesen zu sein1 aber wenn ich etwas behaupte1 so habe ich meistens glaubwrdige ,belege dafr4 -- ,sie erinnern sich doch1 ,herr ,doktor1 des berhmten ,bildes von ,menzel1 das die ,hofballszene oder so etwas hnliches darstellt4 -- ,nun wohl4 -- ,nicht nur vom knstlerischen ,standpunkt aus ist das ,bild interessant1 sondern auch vom allgemein menschlichen4 ,wer sich dieses ,ballsouper -- sagen wir -- mit den ,augen eines ,kellners betrachtet1 wird allerhand fr das ,service hchst bemerkenswerte ,dinge entdecken4 ,in den lichtstrahlenden ,slen des ,schlosses wimmelt es von hohen und hchsten ,herrschaften4 ,es ist ,tanzpause1 und jeder holt sich seine ,ration von dem ,bfett im ,hintergrunde4 ,dasselbe ist nicht sichtbar1 so sehr ist es von ,menschen umlagert4 ,die hohen ,herrschaften mssen sich alle selber bedienen4 ,man sieht es an ihren ,haltungen und ,gesichtern4 ,jawohl1 gndige ,frau1 auch eine ganze ,menge hoher ,damen in prachtvollen ,kleidern1 deren ,mannigfaltigkeit und ,farbenfeinheit das ,herz eines jeden ,damenschneiders entzcken sollte4 ,denken ,sie sich6 ,und jede hat einen ,teller mit ,speisen auf ihrem ,scho6 ,und nicht einmal eine ,serviette bei der ,hand6 ,ist das nicht shocking68 -- ,die herrlichen ,toiletten laufen groe ,gefahr1 befleckt zu werden4 -- ,was meinen ,sie8 ,vergessen8 ,nein1 ich glaube nicht1 da ,adolf ,menzel so leicht etwas vergit4 -- ,die ,kavaliere selbst mssen ,kellner spielen und sich um ihre ,damen bemhen1 ihnen ,wein und ,speisen reichen und die gebrauchten ,teller abnehmen4 ,im ,vordergrunde links1 wenn ich mich gut erinnere1 steht eine ,gruppe von drei ,herren1 ein ,hofprediger1 ein ,general und ein ,diplomat4 ,der ,diplomat nimmt eine hchst komische ,stellung ein4 ,er hat seinen ,hut zwischen die ,knie geklemmt und it von einem ,teller1 den er hchst umstndlich und unbequem in der ,luft halten mu4 ,auf dem ,rande des ,tellers balanciert sogar ein ,weinglas4 ,der ,herr ,prediger befindet sich in nicht minder unbequemer ,lage4 ,mit der ,linken hlt er seinen ,teller in der ,luft und versucht mit der ,rechten1 etwas darauf zu zerschneiden4 ,das ist ja fast unausfhrbar4 -- ,die ,seitentische und ,kamingesimse sind mit ,bergen von schmutzigem ,geschirr beladen4 ,es herrscht die grte ,unordnung4 ,auf dem ,kamin allein kann man sieben geleerte ,champagner- und ,rotweinglser zhlen4 ,ich wette1 im ,ballsaal unseres ,hotels wrde dergleichen nicht geduldet4 -- ,auf einem herrlichen goldenen ,stuhle mit rotem ,plschsitz liegen gebrauchte ,teller1 ,glser und ,bestecke4 ,ein galanter ,ulanenoffizier1 der sich eben zu einer ,dame in ,rot niederbeugt1 dreht den ,sachen auf dem ,stuhl die ,kehrseite zu und wird sich im nchsten ,augenblick in ,gegenwart seiner ,angebeteten in die ,sauce hineinsetzen1 wenn er nicht aufpat4 ,aber wer pat denn in ,gegenwart von schnen ,damen auf ,sauce auf68 -- ,ein wohlbeleibter ,admiral hat eben seine ,portion gegessen und versucht1 sein ,geschirr auf den schon voll geladenen ,seitentisch niederzustellen4 ,er schneidet dabei ein sehr verdrieliches ,gesicht1 was wir ihm bei einem solchen ,service auch nicht verdenken knnen4 -- ,wie gesagt1 berall in dem bunten ,gewhl mht man sich mit ,speisen und ,getrnken ab4 ,im ,hintergrunde reckt sich verzweifelt ein ,arm hoch ber die ,hupter der ,gste hinaus4 ,die ,hand hlt krampfhaft einen vollbeladenen ,teller fest1 der sich sehr verdchtig nach vorne neigt4 ,es sieht ganz aus1 als ob der ,trger den vor ihm stehenden wrdigen ,glatzkopf mit der ,sauce taufen wollte4 -- ,sehen ,sie1 meine ,freunde1 das wrde ich nicht als gutes ,service bezeichnen4 -- ,o ja1 ich glaube ganz bestimmt1 da der ,maler ,menzel das ,service am kniglichen ,hofe sehr gut gekannt hat4 ,menzel hatte wunderbar gute ,augen4 ,er interessierte sich fr alles1 was um ihn herum vorging4 ,und er war hufig zur ,hoftafel geladen4 ,ich habe ihn aber trotzdem oder gerade darum stark im ,verdacht1 da er zugunsten seines kstlichen ,humors den ,mangel an gutem ,service in der ,ballszene ein wenig bertrieben hat4 -- ,um seiner internationalen ,kundschaft entgegenkommen zu knnen1 werden von unserem ,kellner gute ,sprachkenntnisse als eine ,selbstverstndlichkeit vorausgesetzt4 berall verlangt man1 da er wenigstens der drei ,hauptsprachen mchtig ist4 ,beherrscht er diese1 so gehrt die ganze ,welt ihm4 ,wohin er auch kommen mag1 berall wird er ,stellung finden4 ,ein guter ,kellner begngt sich nicht damit1 wenn er in fremden ,sprachen etwas radebrechen oder sich mit einigen ,phrasen verstndlich machen kann4 ,die meisten knnen sich daher mit ihren ,gsten aus fremden ,lndern sehr gelufig unterhalten1 einzelne beherrschen verschiedene ,sprachen durch viele bung in ganz ausgezeichneter ,weise4 ,der junge ,kellner1 nachdem er ausgelernt hat1 versumt keine ,zeit1 ins ,ausland zu gehen und sich die ntigen ,sprachkenntnisse zu erwerben4 ,das ist natrlich meistens die einzige1 aber auch die beste ,methode1 die ihm zu ,gebote steht4 ,einige grammatikalische ,vorkenntnisse wirken allerdings gewhnlich ,wunder4 ,aber man erlernt die ,sprache auch ohne ,lehrer1 wenn man mu4 ,karl ,schurz1 der groe ,deutsch-,amerikaner1 erzhlt in seinen ,memoiren sehr lehrreich1 wie er1 der ,flchtling mit ,familie1 arm1 ohne ,freunde1 ohne ein ,wort ,englisch zu knnen1 in ,amerika landete1 seinen ,lebensunterhalt erwerben mute und sich ohne ,lehrer seine erstaunliche ,meisterschaft der englischen ,sprache aneignete4 ,er brachte es damit bis zum ,general und ,staatsmann und war einer der besten und beliebtesten ,redner in der englischen ,sprache4 ,das ganze ,geheimnis der ,schurzschen ,methode war1 da er eifrig ,zeitungen las und kein einziges ,wort entwischen lie1 dessen ,sinn ihm unbekannt war4 ,er schlug beharrlich in seinem ,wrterbuch nach1 bis er es gefunden und verstanden hatte4 ,wenn wir von dem sprechen1 das unser ,kellner kennen und wissen mu1 so darf ich ,sitten und ,gebruche nicht vergessen4 ,fr einen ,menschen1 der mit den ,herren aller ,lnder und deren ,untertanen zusammenkommt1 gleichviel1 in welcher ,stellung oder ,lebenslage1 ist es wertvoll1 ja oft unbedingt notwendig1 da er die betreffenden ,sitten und ,gebruche dieser ,menschen kennt1 wenn er mit ihnen erfolgreich geschftlich oder gesellschaftlich verkehren will4 -- ,was ist ,heimweh8 ,nur die ,wirkung einer ,vernderung der ,sitten4 ,was ist das ,geheimnis des ,erfolges oder des ,unterganges so vieler ,menschen in der ,fremde1 im ,auslande8 ,doch nur die ,fhigkeit oder ,unfhigkeit1 die betreffende ,sprache mglichst gelufig zu handhaben und vor allem sich in das ,wesen der neuen ,umgebung hineinzuarbeiten und es zu studieren4 ,sprache1 ,ausdrcke1 ,phrasen1 ,manieren1 ,sitten1 die in ,berlin vielleicht als ,etikette und ,eleganz bewundert werden1 sind zum ,beispiel in ,paris unverstanden1 wirkungslos1 ja oft geradezu verhat und beleidigend4 ,was man in ,london tut1 denkt1 spricht1 it1 fr smart hlt1 gilt vielleicht in ,rom nicht4 ,wenn ich als ,deutscher zum ,beispiel eine hfliche ,phrase1 ein ,kompliment in englisch oder franzsisch ausdrckte1 wie ich es mir in ,deutsch denke1 so wrde ich ,gefahr laufen1 mich unsterblich zu blamieren4 ,daher wundert sich mancher1 da er im ,auslande kein ,glck hat und verhat ist oder belchelt wird4 ,in ,europa erkundige ich mich hflich beim ,herrn ,gemahl nach dem ,befinden der gndigen ,frau4 ,ein vornehmer ,orientale1 der noch ,europens bertnchte ,hflichkeit nicht kannte1 wollte mich einmal fr eine derartige ,frechheit schinden lassen4 ,in ,deutschland esse ich zum ,frhstck gekochte ,eier aus der ,schale1 in ,amerika lasse ich mir die ,eier vom ,kellner aufbrechen und in einem ,wasserglase zubereiten4 ,sowohl in ,europa wie auch in ,amerika halte ich sehr viel darauf1 da die ,eier1 die mir vorgesetzt werden1 mglichst jung sind4 ,als ich ,china bereiste und ,gast eines hohen ,wrdentrgers war1 mute ich ,eier1 die schon zwei ,jahre alt waren1 zu den grten ,delikatessen rechnen1 um nicht meinen ,gastgeber zu beleidigen6 -- ,wenn ich die ,ehre habe1 gndiges ,frulein1 ,sie auf einer deutschen ,grostadtstrae zu begleiten1 so lasse ich ,sie nicht gerne zu meiner ,linken gehen4 ,wrden wir dagegen zusammen auf der ,fnften ,avenue in ,new ,york promenieren1 so wrde ich stets an der ,auenseite des ,trottoirs auf dem ,rinnstein hin und her balancieren mssen1 um ,sie mit meinem ,krper gegen den ,schmutz und die ,gefahren des ,verkehrs zu decken4 ,so gibt es in allen ,lndern zahllose ungeschriebene ,gesetze der ,lebensweise und des ,umgangs mit ,menschen4 ,die ,unkenntnis derselben schtzt -- wie bei den geschriebenen -- nicht vor ,strafe4 ,ein kleiner ,versto dagegen kann oft viele direkte oder indirekte bse ,folgen nach sich ziehen4 ,denn es ist unglaublich1 wie feinfhlig selbst oder gerade die dickhutigsten ,menschen in bezug auf ihre ,sitten und ,gebruche sind und wie leicht sie sich darin krnken lassen4 ,unser ,kellner wei ,bescheid4 ,er bringt dem ,amerikaner einen ,teelffel mit der ,orange1 ohne aufgefordert zu werden4 ,er schenkt ihm das frostige ,eiswasser ein1 das er mir nicht anzubieten wagt4 -- ,er wei1 da ich ,trauben1 pfel1 ,ananas1 ,nsse und andere kstliche ,frchte gerne geniee1 wie sie gewachsen sind4 ,seinem ,gaste aus dem ,yankeelande mischt er stillschweigend diese ,dinge mit ,essig und l und ,pfeffer und ,salz an4 ,er findet nichts komisch1 nichts fremd1 nichts lcherlich4 ,er ist geschmeidig1 und nach der einfachen ,regel der ,hflichkeit pat er sich den ,dingen an1 wie sie sind4 -- ,unser ,kellner redet seine ,gste mit dem ihnen gebhrenden ,titel an4 ,er wei meistens sehr genau1 die richtige ,anrede zu gebrauchen4 ,von exotischen und zivilisierten ,majestten und ,hoheiten herab bis zu den ganz gewhnlichen ,baronen und ,exzellenzen und ,rten4 ,der ,gothaer ,almanach und die ,rangliste sind ihm ein ,vademekum und ,handpostille4 -- ,natrlich1 das ist sein ,geschft6 -- ,er tituliert seine ,leute1 wie ein ,stiefelwichser ,schuhe schmiert4 ,je mehr1 je besser4 ,unser ,kellner ist auch mit allen ,tagesereignissen auf dem laufenden4 ,er ist ein eifriger ,zeitungsleser1 er kennt die ,schnheiten und ,sehenswrdigkeiten seiner ,stadt1 die ,vergngungen und ,theater usw41 und kann in dieser ,hinsicht seinen ,gsten jede gewnschte ,auskunft erteilen4 ,ja1 meine ,freunde1 knnte ich ,sie nur davon berzeugen1 da ein guter ,kellner ungefhr alles wissen mu4 ,seine ,gste verlangen es4 ,je mehr ,fragen er beantworten kann1 um so besser ist's fr ihn4 ,er wird niemals auf eine ,frage sagen ich wei es nicht3 er wird niemals eine ,bitte abschlagen1 sondern sich vorher erst erkundigen4 -- ,wie1 ,sie glauben nicht1 da unser ,kellner auch musikalisch ist8 -- ,ich mchte wetten1 da er etwas von ,musik versteht1 denn das gehrt auch zu seinem ,geschft1 zu seiner universellen ,ausbildung4 ,denn wie er alles kennt1 was das ,geschft1 also er1 der ,verkufer1 feilbietet1 so ist er auch mit den ,dingen vertraut1 die zwar nicht unmittelbar in den ,bereich seiner ,ttigkeit fallen1 die aber immerhin enge damit verknpft sind und sich ihm ungerufen aufdrngen4 -- ,bitte1 sehen ,sie sich doch nur unseren ,tisch an1 meine ,herrschaften4 ,winkt nicht hier ganz dicht neben dem kulinarischen ,programm auch noch ein anderes zierliches ,krtchen1 das musikalische ,men86 -- ,ist es nicht zugleich das schnste ,dokument fr die ,genufhigkeit des zwanzigsten ,jahrhunderts8 ,ja1 diese ist wunderbar stark entwickelt4 ,ich als wohlerzogener ,sohn meiner ,zeit mu offen gestehen1 da ich das kunstvollste ,diner1 den besten ,wein und ,wagner-1 ,strau- oder ,debussy-,musik gleichzeitig einnehmen kann1 ohne da -- wie ,sie sehen -- unsere geistreichen ,gesprche ber das ,verhltnis der ,gastronomie zu den bildenden ,knsten1 ber ein kompliziertes ,kellnerdasein oder irgendein beliebiges ,thema und selbst in ,gegenwart unserer ,damen nachteilig beeintrchtigt wrden4 ,das sind ,leistungen1 wenn man auf frhere ,zeiten zurckblickt4 ,frher begngte man sich mit einem oder zwei dieser vielen guten ,dinge4 -- ,ein gewandter und tchtiger ,brsianer bringt sogar bei ,austern und ,vintage-,champagner und unter den ,klngen des ,pilgermarsches aus ,tannhuser noch obendrein ein uerst profitables ,geschftchen ins ,geleise4 ,namentlich1 wenn die ,musik so rhrend ist1 da sie den ,zuhrer aller ,weltlichkeiten entrckt1 wenn der ,wein sehr gut ist und wenn der ,kellner den ,auftrag hat1 die entstandene ,leere im ,glase des ,gastes so zartfhlend als beharrlich auszugleichen4 ,gewhnlich ist der ,vertrag beim ,braten dann schon ziemlich sicher1 beim ,dessert besiegelt4 ,in der ,tat1 das ist eine vielseitige ,genufhigkeit1 deren sich ein antiker ,genumensch nicht htte rhmen knnen4 -- ,sehen ,sie1 meine ,freunde1 wenn nun das ,orchester auf ,wunsch irgendeines musikverstndigen ,gastes oder aus irgendeinem anderen ,grunde irgend etwas intoniert1 das auf dem zierlichen ,krtchen nicht verzeichnet ist1 so werden vielleicht viele ,gste1 die gerade die nchste ,nummer als ihr ,leib- und ,magenstck sehnschtig erwartet hatten1 pltzlich bei ihrem ,hummer oder was sie sonst gerade vor sich haben1 anhalten1 die ,ohren spitzen1 enttuscht aufschauen1 sich den ,mund mit der ,serviette wischen und sich fragend oder indigniert umschauen4 ,und wenn sich ein ,gast auf diese ,weise umschaut1 so wird sein ,kellner sofort und mit verbindlichem ,lcheln herantreten und sich nach der ,ursache der pltzlichen ,strung erkundigen4 -- ,denken wir uns nur in eine solche ,lage hinein4 ,die ,situation ist kritisch4 ,ich hatte ,ihnen vielleicht erst kurz zuvor alle ,feinheiten des erwarteten ,stckes erlutert1 es war vielleicht zufllig das ,bravourstck unseres vorzglichen ,kapellmeisters1 wir waren alle gespannt und auf den ,genu vorbereitet -- da sieht man sich pltzlich durch die ,hinterlist der ,umstnde im ,stich gelassen4 -- ,noch schlimmer wird es1 wenn zufllig niemand von uns das unerwartete ,stck kennt1 wenn jeder in hellster ,verzweiflung auf der ,suche nach dem ,titel beim besten ,willen gerade nicht darauf kommen kann4 ,was ja hin und wieder vorkommt1 obgleich jeder wohlerzogene ,mensch so viel ,konzerte und ,opern besucht haben mu1 da er ntigenfalls die ,hauptarien wenigstens mit den ,lippen zu flten imstande ist4 -- ,in einem solchen ,dilemma1 wo mich mein ,gedchtnis hintergeht1 wrde ich im ,interesse der ,kunst keinen ,augenblick zgern1 die ,kenntnisse und ,dienste des hilfsbereiten ,kellners in ,anspruch zu nehmen4 ,und der allwissende und allriechende junge ,mann wird mir sofort bescheiden1 unauffllig und diskret mitteilen knnen1 was ich wissen will4 -- -- ,sie glauben1 er mte sich wohl zuerst beim ,kapellmeister erkundigen8 -- ,o nein6 ,ich wollte wirklich1 ich knnte unseren ,kellner nur einmal auf die ,probe stellen4 ,denn1 sehen ,sie1 er hat nicht immer ,zeit1 sich seinen ,weg durch das himmlische ,gedrnge entschuldigend1 schlngelnd zu bahnen und den ,kapellmeister oben auf dem ,balkon zu konsultieren4 ,und wehe1 wenn er die gewnschte ,auskunft aus ,unwissenheit ablehnen mte6 ,der ,oberkellner wrde sehr bald zu hren bekommen1 da seine ,leute ungebildete1 rohe ,menschen seien4 -- ,ich wette1 da unser ,kellner sogar die allerneuesten ,schlager kennt4 -- ,das tut jeder1 meinen ,sie8 -- ,ich glaube dagegen1 da nur die allerwenigsten ,menschen diese ,produkte kennen4 -- ,denn wenn ich sage kennt1 dann meine ich1 da er sie durch und durch kennt1 da er aus dem ,schlager heraus hrt1 wie die ,missa eines ,palestrinas verstmmelt und zerhackt wird1 da er aus dem ,geschmetter und ,gezirpe vernimmt1 wie das ,tempo eines ,largos bis zur ,unkenntlichkeit beschleunigt und mit ,benzinnervositt durchsetzt wurde1 damit daraus all die bewundernswerten ,dinge entstehen1 die sich so groer ,beliebtheit erfreuen1 die jeder berall summt1 pfeift und brummt1 wenn er nicht gerade an ,verdauungsstrungen leidet und sich so dank diesen ,strungen ein stillschweigendes ,verdienst um die ,menschheit erwirbt4 ,da groe und kleine ,oper1 alte und moderne ,musik1 ,schlager und ,gebete von ,jungfrauen1 ,ave ,marien und ,lustige ,witwen wie ein buntes ,schallragout in tnender ,flle das ,arbeitslokal des ,kellners durchwogen1 so ist eine ,fhigkeit zur ,unterscheidung von guten und schlechten ,schallwellen im ,interesse seiner ,selbsterhaltung und geistiger ,gesundheit erforderlich4 ,und dafr sorgt der ,kellner1 wenn er existieren will4 -- -- ,ah1 das kommt ja wie gerufen6 -- ,sehen ,sie1 hier auf dem ,programm ist ein ,adagio in ,f-moll von ,schumann angesagt6 -- ,was spielt aber das ,orchester soeben8 -- ,ich werde den ,kellner fragen -- er wei es6 -- ,kellner1 knnen ,sie mir sagen1 was da eben gespielt wird8 -- ,aha1 ganz richtig4 ,aus ,pelas und ,mlisande4 ,ich danke ,ihnen4 ,haben ,sie gehrt8 ,was sagte ich86 ,der ,mensch ist ein wandelndes ,konversationslexikon6 444 ,,iv4 ,sie haben also auf ,ihrer ,amerikareise beobachtet1 wie die verschiedensten ,nationen der ,erde politisch und sozial verhltnismig eintrchtig zusammen leben knnen4 ,man braucht aber doch gar nicht so weit zu laufen1 um diese internationale ,harmonie zwischen vernnftigen1 friedlichen ,menschen betrachten zu knnen4 ,sehen ,sie sich hier nur um4 ,welch ein sonderbares ,gemisch von ,menschen4 ,wie solidarisch arbeiten diese internationalen ,kellner nebeneinander6 ,da gibt es keine ,reibereien wegen der ,nationalitt oder ,politik4 ,rassenfragen kommen hier nicht in ,betracht4 -- ,haben ,sie schon jemals die ,schar der internationalen ,jnglinge auf ihre ,nationalitt hin geprft8 ,nicht8 -- ,dem ruhigen1 aufmerksamen ,beobachter mten dabei doch allerhand ernste ,gedanken aufkommen4 -- ,ich habe oft darber nachgeforscht und gefunden1 da ,deutschland bei weitem das grte ,kontingent an ,jnglingen stellt1 die als ,kellner in die ,welt hinauswandern und schlielich ihre ,heimat ganz und gar in der lauwarmen1 farblosen1 kosmopolitischen ,pre verlieren und vergessen4 ,dann folgen vielleicht sterreich1 ,italien1 ,frankreich und ,skandinavien mit entsprechender ,anzahl4 ,es ist bemerkenswert1 da man den stolzen ,briten sehr selten als ,kellner antrifft4 ,selbst in seiner ,heimat nicht4 ,sein ,nachbar1 der ,ire1 tritt in der ,rolle als ,ganymed schon etwas hufiger auf1 aber diesen ,inselbewohnern geht jedes besondere ,talent fr die gewandte ,kunst der ,kellnerei ab4 ,ein geborener ,amerikaner1 ein waschechter1 vollbltiger1 freier ,yankee ist als ,kellner im groen ganzen einfach undenkbar4 -- ,was geht nun daraus hervor8 -- ,knnen ,sie nicht ganz charakteristische ,zge der einzelnen ,nationen daraus erkennen8 -- ,sie beliebten einmal zu sagen1 da die ,kellner alle servile ,naturen wren oder sein mten4 -- ,hm1 das wre fr die ,germanenshne1 die so zahlreich im ,kellnerfrack auftauchen1 und fr die ganze deutsche ,nation nicht besonders schmeichelhaft4 -- ,ich suche jedoch den ,grund1 wie gesagt1 in anderen ,umstnden4 -- ,nein1 der ,kellner soll und mu keine servile ,natur sein1 um seinen ,beruf auszuben4 ,die weitgehende ,toleranz der ,deutschen gegen ,auslnder1 ihre bekannte ,vorliebe fr das ,fremde1 ihre ,wanderlust1 das alles bewegt den jungen ,deutschen mehr als die ,shne anderer ,nationen1 sich dem ,kellnerstande zu widmen4 ,auerdem befhigt ihn noch ein ethnologisch und politisch genugsam bekannter ,umstand ganz auerordentlich zu diesem ,berufe3 ich meine die groe ,dosis von ,gemtlichkeit und himmlischer ,geduld1 die der deutsche ,michel noch immer besitzt4 ,gemtlichkeit ist deutsch4 ,es ist ein deutsches ,wort4 ,es lt sich nicht bersetzen2 man kann es in einer anderen ,sprache nur ganz umstndlich umschreiben4 ,gemtlichkeit ist aber das groe ,geheimnis1 das ein ,hotel1 ein ,gasthaus1 ein ,restaurant oder irgendeinen menschlichen ,bau berhaupt anziehend macht4 ,auerdem spricht noch ein anderer wichtiger ,faktor im ,werdegang des ,kellners mit3 die ,fhigkeit1 ,sprachen zu erlernen4 ,diese ,fhigkeit besitzt der ,deutsche in etwas grerem ,mae als sein franzsischer oder englischer ,nachbar1 obgleich der ,deutsche sich immer wieder durch einen abscheulichen ,akzent und seine urdeutsche ,denkweise verrt4 ,unter den ,romanen erlernen die ,italiener fremde ,sprachen verhltnismig leicht4 ,das bergewicht dieser ,nationen im ,kellnerstande ist zweifellos in diesen ,umstnden zu suchen4 ,so hat jede ,nation ihre ,eigenheiten4 ,anglosachsen machen dank ihres ,pferdeverstandes ganz ausgezeichnete ,stallknechte1 ,jockeys1 ,grooms1 ,lakaien1 ,butlers1 dank ihrer ,suprematie in ,herrenmoden ganz vorzgliche ,valets -- ,gebiete1 auf denen ihnen der ,deutsche und jeder ,kontinentale berhaupt sehr weit nachsteht4 ,ob ich noch mehr von dem ,kellner zu erzhlen wei8 -- ,aber ich habe ja kaum erst angefangen6 -- ,das ,wichtigste habe ich mit echtem dramatischen ,instinkt noch gar nicht hervortreten lassen4 ,und das wre8 -- ,oh1 nur zu wissen1 was fr ein ,mensch sich aus ihm durch seine eigenartige ,ttigkeit entwickelt4 ,zu sehen1 wie sein ,inneres beschaffen ist1 wie es darin aussieht1 was wir daraus lernen knnen oder was interessant fr uns ist4 ,das ,dasein bedenkt unsern jungen ,freund mit sehr wenig guten ,gaben1 aber dafr schenkt es ihm eine seiner besten3 ,welt- und ,menschenkenntnis4 ,es schenkt ist etwas optimistisch4 ,ich sollte sagen3 das ,dasein prgelt ihm diese ,kenntnis ein4 ,immer und immer wieder wird das ,leben dem ,unwissenden mit schweren ,streichen diejenige ,weisheit einbleuen1 die es von ihm verlangt4 ,aber am ,ende ist es doch ein wunderbares ,geschenk6 ,ob der ,mensch nun weise dadurch geworden ist1 oder ob er sich als ein ,vernichteter1 als ein tricht ,grollender1 als ein ,anklger des ,lebens in die ,dunkelheit zurckziehen mu1 ist einerlei4 ,das schne ,geschenk bleibt4 ,so ist ein guter ,kellner schon in jungen ,jahren oft ein vollendeter ,menschenkenner4 ,er ist das ,feingefhl und die ,diskretion selber4 ,denn das groe ,leben fhrt ihn unter die ,menschen4 ,er hat sie zu behandeln wie der ,knecht seine ,viehherden1 wie der ,schmied sein ,eisen2 er hat sich mit den ,menschen abzufinden wie der ,bergmann mit giftigen ,gasen und schlagenden ,wettern1 wie der ,soldat mit pfeifenden ,kugeln4 ,die sorgende ,natur rstet ihre ,geschpfe je nach den ,verhltnissen aus4 ,raubtiere und ,raubvgel haben gelernt1 selbst bei ,nacht ihre ,augen zu gebrauchen4 ,tiefseetiere in ewiger ,meeresdunkelheit sind mit natrlichen ,laternen ausgerstet4 ,das ,wild1 zum ,schutz gegen den ,jger1 hat einen wunderbaren ,sprsinn erworben4 ,frher war das anders4 ,als die ,menschen noch nicht so zahlreich waren und dem ,wilde mit weittragenden ,waffen nachstellten1 waren die ,tiere dumm1 zahm1 vertraulich4 ,die alten ,leute im ,westen von ,amerika knnen davon noch manches ,stcklein erzhlen4 ,die ,tiere der ,prrie frchteten anfangs die unbekannten ,menschen nicht1 die in ihre friedliche ,heimat eindrangen1 bis sie merkten1 da die bsen ,eindringlinge ,schiegewehre hatten4 ,die ,indianer1 die den ,kolumbus begrten1 waren freundlich1 bis sie die ,herren ,spanier kennen lernten4 ,als die ,indianer in der ,gegend von ,boston vor drei ,jahrhunderten den ersten ,besuch aus ,europa erhielten1 traten sie bereitwilligst ihr ,land an die ,eindringlinge ab1 da sie glaubten1 da die ,htten und ,felder1 die sich die ,puritaner bauten1 ,eigentum eines jeden ,menschen und der ganzen ,gemeinde seien4 ,sie konnten daher gar nicht begreifen1 da die frommen ,bleichgesichter die fraglichen ,huser und ,grundstcke ganz fr sich allein in ,anspruch nahmen4 ,so muten die schlichten1 biederen ,rothute mit ihren unvergleichlich schnen kommunistischen ,ideen die ,erkenntnis von der ,habgier und den ,rechtsbegriffen der bleichen ,puritaner erst lffelweise hinunterschlucken und endlich gar im ,namen der ,zivilisation langsam1 ,mann fr ,mann1 vor den frommen ,leuten mit den dicken ,bibeln und ,flinten zurckweichen1 wobei es natrlich ,mordbrennen1 ,blut und zerschundene ,kpfe die ,menge gab4 ,so pat sich also jedes ,ding und ,wesen den obwaltenden ,verhltnissen an -- oder es weicht4 ,es ist sonderbar1 zu beobachten1 da ,geschpfe mit ausgeprgt individuellen ,charakteren sich schlecht anpassen und lieber weichen4 ,der moderne ,mensch aber scheint dies nicht zu tun4 ,er beugt sich gern4 ,so entwickelt sich auch das ,gemt des ,kellners vom ,kinderzustand auf in das1 was ihm zu seiner ,verteidigung1 zu seinem ,vorteil und zur ,selbsterhaltung am geeignetsten erscheint4 ,dieser ,vorgang ist ohne ,zweifel ein groer ,kampf4 ,die ,kenntnis der feindlichen ,situation1 der ,strke und ,schwche ist bei einem ,kampfe die ,hauptsache4 ,und darum kennt der ,kellner seine ,menschen4 ,von dieser ,kenntnis hngt seine ganze ,existenz ab4 ,da er aber frh als ,knabe und meistens ohne ,anleitung in den groen ,wirrwarr gestoen wird1 wo der ,andrang der ,ereignisse und ,anblicke so stark ist1 da es des ,mutes eines erfahrenen ,mannes bedarf1 um die ,lage zu erkennen1 das ,gute daraus zu sondern und zu verwerten1 so nimmt der ,entwicklungsgang unseres jungen ,freundes selten den richtigen ,lauf4 ,man kann leider sagen1 da er sich in den meisten ,fllen total verirrt1 weil es an der ,anleitung und ,belehrung fehlt1 und die ,erkenntnis kommt meistens erst zu spt4 ,daher kommt es1 da bei den ,schwcheren der ,grundzug des ,charakters hndische ,furcht und dienerisches ,kriechen vor dem ,reichtum und dem uerlichen ,glanze ist1 was ihnen gerechterweise die ,verachtung ihrer ,mitmenschen einbringt und dem ganzen ,stande unberechenbaren ,schaden zufgt4 ,anderen dienen zur ,erreichung ihrer ,zwecke1 zur ,erhaltung ihres ,daseins1 listige1 kleinliche ,unehrlichkeiten1 allerhand abgefeimte ,schliche und ,wege1 die ein gesunder ,mensch verabscheuen mu4 ,zufllig bietet auch noch ihr ,beruf zu derartigem ,treiben unendlich viel ,gelegenheiten4 ,bei wieder anderen1 zwar ehrlichen1 selbstbewuten1 aber beschrnkten ,naturen wird ein aufrhrerisches ,element und heimlicher ,ha gegen den ,reichtum geweckt und gefrdert1 bis sie schlielich total ihres ,berufes berdrssig werden und ihr ,leben als ein verfehltes betrachten4 ,und so geht es weiter4 ,in allen ,nuancen und ,schattierungen4 ,ein jeder nimmt mehr oder weniger ,untugenden1 ,irrtmer1 ,erlebnisse1 ,erinnerungen1 ,eindrcke aus seiner groen1 tobenden ,umgebung in seinem jungen ,herzen auf und wird sein ,lebtag lang daran zu schleppen haben4 ,nicht jeder besitzt die ,kraft1 sich wieder zu erheben1 nachdem ihm das ,leben die ,augen geffnet und ihm hohnlachend ins ,angesicht geschlagen hat1 als es seine ,jugendhoffnungen vernichtete4 ,er kann sich nicht mehr losreien1 er kann nicht mehr von vorn beginnen1 er ist ein ,sklave der ,zeit geworden4 ,und gebrochen schleicht er sich dahin1 siech1 zertreten1 er schmt sich der ,wunden1 die ihm geschlagen wurden1 er sucht sie zu verbergen1 er gebrdet sich wie ein feiges ,tier4 ,er ist ein ,anblick der ,verachtung fr alle1 die ihn nicht kennen4 ,gewi1 ,sie haben recht1 es ist seine eigene ,schuld1 wenn ein ,mensch zugrunde geht4 ,aber haben wir1 seine ,umgebung1 nichts damit zu tun8 ,tragen wir nicht einen ,teil der ,schuld8 -- ,sie glauben nicht1 da die ,umgebung hier einen besonderen ,einflu auf das ,gemt eines jungen ,menschen hat8 ,und hier geht ja alles so gesittet und fein zu6 ,doch wir wollen eine ,stichprobe machen4 ,ich greife ganz willkrlich in das volle ,speisesaalleben hinein4 ,sie mssen verzeihen1 wenn ich bei dem ,impromptu-,inventar nicht die richtige ,reihenfolge einhalten kann4 ,sehen ,sie nur6 ,sie sind1 wie sie kommen1 ohne ,ma1 ohne ,regel1 in unendlicher ,variation1 in jeder ,schattierung1 in allen ,bildungs-1 ,gesellschafts- und ,geschftsgraden4 ,in allen ,charakteren4 ,sie sind die ,deputationen1 die ,reprsentanten aller ,stufen des ,lebens4 ,und hier gerade1 wo wie an keinem anderen ,orte das innige1 unzertrennliche ,verhltnis der ,menschen zueinander1 zu den ,geschpfen der ,erde und zum ,boden selbst so stark betont und bejaht wird1 hier ist der einzelne ein ,namenloser1 ein ,machtloser4 ,und seine ,stimme ist nur eine leere ,nummer im ,rate der treibenden ,lebensmchte4 ,doch sie wird von ihm verlangt4 ,er mu sie werfen4 ,und so kommen sie3 edel1 gtig1 klug1 dumm1 weise und tricht1 reichbegabt und einfltig1 ,lebensknstler und ,idioten1 ,menschenfreunde und ,menschenhasser4 ,sehen ,sie dort in der ,ecke die speisende ,familie4 ,wehe1 wenn die ,lampenschirmchen ber den ,kerzen mit der ,farbe der ,blumen nicht bereinstimmten oder die gleichfarbigen ,bndchen am ,men vergessen wren4 ,die ,leutchen wrden unglcklich sein1 wenn sie frische ,veilchen auf dem ,tische htten und man brchte ihnen noch kandierte4 ,der alte ,herr schweigt4 ,er schlft beinahe4 ,die eine ,dame strahlt4 ,ich wrde daran erkennen1 da sie die ,mutter der beiden andern ist1 wenn sie mir nicht persnlich bekannt wre4 ,sie hat eine heie ,leidenschaft fr ,jan ,toroop1 ,edvard ,grieg und toasted ,educator ,crackers4 ,die ,neuheit1 welche ohne ihr ,wissen der ,matre d'htel ihrer ,rivalin ersann1 kostete dem ,armen beinahe seine ,stelle4 ,heute hat sie ,eingeladene4 ,reizende ,schwiegershne in spe1 was wei ich4 ,ich schliee das aus den ,lilien auf dem ,tisch4 ,und aus dem ,umstand1 da sie das ,diner selber austeilt4 ,sie will heute absolut als liebende ,mutter1 als sorgende ,hausfrau erscheinen4 ,oder ob sie dem ,kellner grollt und das ,trinkgeld sparen will8 ,der blonde ,herr1 der so schchtern tut1 erhlt aller ,konvention zuwider ein besonders gutes ,stck sole au vin blanc4 ,und recht viel liebevolle ,sauce dazu4 ,wie reizend6 ,alles schon en famille6 -- ,das geschminkte1 juwelenbeladene ,weib als ,mutter6 ,als essenverteilende ,hausfrau6 ,das sieht genau so aus1 wie die ,dmchen1 die ,mtressen1 die ,intrigantinnen1 die ,teufelinnen der ,rokokozeit1 welche sich mit ,vorliebe als sanfte ,schferinnen kleideten4 -- ,die ,menschen1 die sich ,gesellschaft nennen1 sind klein im ,groen1 aber gro im ,kleinen1 barbarisch im ,feingefhl1 sthetisch im ,vandalismus4 ,sie sind ,knstler der ,bagatelle1 ,priesterinnen des ,firlefanz1 ,anbeter des ,trivialen1 ,koryphen der ,kleinigkeit4 -- ,sie schtzen ihre ,mitmenschen1 sie verachten sie4 ,sie sind krperlich gesund oder krank1 seelisch frisch oder matt4 ,sie sind mit allem zufrieden1 oder es ist ihnen nichts gut genug4 ,greifen ,sie nur hinein1 und ,sie werden verstehen1 was ich sagen will6 ,greifen ,sie nur6 ,glnzende ,hallen -- sinnverwirrendes ,stimmengemisch -- himmlisches ,gedrnge -- ,seide und ,gold -- zirpende1 girrende ,geigen -- weiche1 fltende ,stimmen -- hoffrtiges ,gelchter -- schluchzende ,klarinetten -- ohrenbetubendes ,gesumme -- ses1 geheimnisvolles ,kichern -- ,lorgnetten -- ,programme -- offenes1 volles ,lachen -- ,elektrizitt -- ,tellergeklapper -- drre und gemstete ,krper -- ,wagnerakkorde -- ,mens -- brummende ,mnnerstimmen -- hastiges ,geflster -- flehende1 weinende ,cellos -- ,lackschuhe -- ,silberrasseln -- goldene ,zwicker -- ,banknoten -- ,glserklang -- ,kellnerschwei -- ,monokels -- duftende ,haare -- ,hummergeruch -- ,mhnen -- ,neurastheniker -- ,rosen -- ,kleingeld -- warme1 parfmierte ,frauenleiber -- ,frcke -- ,tabaksdunst -- raschelnde ,seidenrcke -- ,weinaroma -- ,haare1 gewachsen auf ,kpfchen junger ,bauerndirnen1 zu hohen ,preisen erstanden1 mit ,diamantenkmmen zusammengehalten -- ,kchenatmosphre -- italienische ,melodien -- ,palmen -- zierliche ,fchen -- gemstete ,seelen -- ,orchideen -- ,hochstapler -- ,menschengerche jeder ,art -- ,glatzkpfe -- schwammige ,busen1 mit ,brillanten bedeckt -- junge ,mnner1 stolz mit und ohne ,grund -- frech blitzende ,broschen -- wilde ,augen -- fettes ,wohlbehagen -- bekrnte ,monogramme -- junge1 fesche ,weiber mit ,schlangenleibern -- leere ,augen -- ,schwindler -- ,schmunzeln -- ,nelken -- herrliche ,waden -- ,knstliches und ,echtes -- korpulente alte ,damen1 schnaufend und pustend -- wollstige ,augen -- ,kauwerkzeuge in ,aktion -- ,plschsessel -- ,kniginnen -- welke1 kalte ,finger -- aufdringliches1 raffiniertes ,parfm -- ,perlen -- ,opernmntel -- khne1 alles dominierende ,blicke -- selbstbewute ,faltenhemden -- blde ,augen -- hungrige ,ungeduld -- ,tugend1 fertig und nach ,ma gemacht -- ,schecks -- ,knstler -- herrliche1 weie ,schultern -- ,frsten -- sanft schimmernde ,perlenschnre -- ,stoiker -- mde1 tote ,augen -- ,protzen -- echte und unechte ,lockenflle -- zappelnde ,schlottergreise mit pergamentenen ,gesichtern -- brennende ,augen -- fette1 rote1 wollstige ,tatzen -- echte und unechte ,adelige -- ,spitzen1 vor etlichen ,jahrhunderten geklppelt1 frheres ,eigentum verarmter ,prinzessinnen -- heie ,augen -- wohlbeleibte ,bonvivants mit krebsroten gedunsenen ,gesichtern1 feisten ,genicken1 in die der weie1 enge ,kragen tief einschneidet -- ,rechnungen1 ,additionen -- nur ,additionen -- suchende ,augen -- ,likrgeruch -- ,diebe -- ,klarinetten -- ,flche -- schlanke1 weie1 edle ,hnde -- keinen ,gott1 nur ,nippesgtzen -- ,bonbons -- kecke1 feste ,brstchen -- ,trinkgeld -- ,pracht -- ,aufwand -- ,armut -- ,lge -- ,geiz -- ,widerspruch -- ,licht -- ,verschwendung -- ,angst -- ,schatten -- ,hohn -- das eherne1 unbewegliche ,gesicht des ,lebens -- starre ,augen -- ganz fernes dmonisches ,gelchter -- ,kinderstimmen -- ,hoffnung -- ,frhling -- und durch das ,ganze hetzt der ,kontraba3 ,schrumm6 schrumm6 schrumm6 -- -- ,was ist die ,summe8 -- -- -- -- ,stumm1 schwitzend1 hastend1 besorgt1 gehetzt drngt sich unser ,mann durch das ,gewhl4 ,manch nagender rger1 manche gottlose ,verwnschung gegen sich und andere werden hinuntergewrgt4 ,und alles bestrmt und beladet seinen jungen ,geist4 ,es verwirrt1 entmannt1 vernichtet alle ursprngliche ,frische4 ,die ,stimme fr die ,urne des ,lebens wird verlangt1 aber die ,kraft des ,urteils wird gebrochen4 ,der ,stimmzettel flattert blank1 wertlos1 leer in die ,dunkelheit hinein4 -- -- -- ,in einigen ,tagen1 ,herr ,professor1 wird ein ,bekannter von mir1 ein ,kommerzienrat1 hier eintreffen4 ,er hat sich soeben angemeldet4 -- ,ja1 ein uerst intelligenter ,mensch1 ein fortschrittlicher ,groindustrieller4 ,es wird mir ein ,vergngen sein1 ,sie mit dem ,herrn bekannt zu machen4 -- ,wie1 ,sie gedenken so frh schon abzureisen8 ,das kommt ja wirklich ganz unerwartet4 ,ich frchte doch nicht1 da etwas ,schlimmes vorgefallen ist4 -- ,so1 ,sie haben nur ,ihren ,plan gendert4 ,nun1 jedenfalls bedauere ich unendlich1 ,ihre werte ,tischgesellschaft verlieren zu mssen4 ,unsere unterhaltenden ,gesprche -- hm -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,ja1 nicht wahr1 gndige ,frau1 ,sie htten gar nicht geglaubt1 da man so viel von den ,kellnern erzhlen kann4 ,und wie interessant das alles ist6 -- ,so erwerben sich diese ,menschen im ,laufe der ,jahre einen ungeheuren ,scharfblick1 eine unheimliche1 geradezu gefhrliche ,menschenkenntnis -- von unserem ,standpunkt aus gesprochen4 ,denn es kann uns doch nicht ganz einerlei sein1 was ein anderer ber uns denkt1 selbst wenn er ein ,kellner ist4 ,knnen ,sie sich aber in die ,gedankenwelt unseres jungen ,mannes wirklich hineinleben8 -- ,oh1 es ist sehr leicht1 ihn zu schmhen1 wenn wir mit seinen ,diensten wirklich einmal unzufrieden sein drfen4 ,der bestndige ,anblick des ,reichtums und der ,verschwendung mu ganz notwendigerweise einen gerechten ,ha und ,zorn in dem ,herzen des ,armen gegen sein ,schicksal aufwhlen und hat einen entschiedenen ,einflu auf seine ,denkungsart4 ,er1 der ,proletarier im ,frack1 hat immerwhrend das qualvolle ,bild in ,wirklichkeit vor seinen ,augen1 das den schreierischen1 struppigen ,feinden des ,reichtums nur als eine ,utopie vorschwebt1 da ihnen die parfmgeschwngerte ,atmosphre eines luxurisen ,hauses vollstndig fern liegt und sie dieselbe nicht beurteilen knnen4 ,weil sie dieselben nicht kennen1 schreien sie4 ,anders aber der ,kellner4 ,denn das ,leben ist gerechter gegen ihn4 ,die unbarmherzigen1 grausamen ,kontraste seines ,daseins mgen wohl manchmal die ,flammen des ,neides und des ,hasses wecken und schren1 aber gerade in solchen bsen ,augenblicken kommt ihm das ,leben zu ,hilfe4 ,herrliche1 mannigfaltige ,erfahrungen lassen ihn dann tiefe ,blicke hinter die ,szenerie des ,glanzes und des ,reichtums tun und bringen eine wunderbare ,reaktion in seinem ,herzen hervor4 ,er sieht alsdann1 da ,glanz und ,reichtum nicht das ,glck der ,menschen bedingen1 und da die1 die sie nicht besitzen1 ihren ,neid daran verschwenden4 ,so wird er ruhig und schreit nicht4 -- ,er mu durch diese ,kmpfe gehen1 um ruhig zu werden4 ,und die bestndige ,wiederholung der ,dinge1 die unaufhrliche ,prozession dieser scheinbar kleinen ,ereignisse festigt seine ,lebensanschauung1 bt seinen ,blick4 ,ein ,mensch1 der sich ,mhe gibt1 seine ,mitmenschen zu beobachten und zu studieren1 wird darber sehr bald sein eigenes ,leid vergessen4 ,er wird sein ,unglck als ein vermeintliches erkennen1 er wird ber die ,irrtmer seiner ,jugend hinauskommen4 ,zwar nicht jeder ,mensch ist mit der ganzen wunderbaren ,kraft zur ,auferstehung erfllt1 aber ein ,teil davon schlummert in jedem menschlichen ,herzen1 ein groer ,wille ist erforderlich1 um den gttlichen ,funken zu wecken4 ,leider kann ich nicht behaupten1 da die ,kellner alle den tieferen ,sinn der ,menschenbeobachtung erfassen und ,nutzen fr ihr geistiges ,leben daraus ziehen4 ,dieser unschtzbare1 wunderbare ,wert geht nicht nur den ,kellnern1 sondern fast allen ,menschen auf ewig verloren4 ,das ,menschenstudium des ,kellners hat daher vorwiegend einen irdischen1 praktischen ,zweck4 ,es wird vor allem sein ,gedchtnis ben1 dessen er so dringend in seiner ,ttigkeit bedarf4 ,ein ,kellner1 der ein ,menschenkenner ist1 wird es leicht finden1 sich in die kleinen1 stupiden ,eigenheiten seiner ,gste hineinzufinden1 er wird sie freundlich bercksichtigen1 seine ,gste entzcken und sich selber manches ,ungemach ersparen4 ,fr das ,haus ist ein solcher ,mensch selbstverstndlich geradezu unbezahlbar4 ,mit der wachsenden ,menschenkenntnis wird er sich die ,gesichter und die ,namen seiner ,gste einprgen knnen1 so da er sie noch nach ,jahren auf den ersten ,blick wiedererkennt4 ,in dieser einfachen1 praktischen ,tatsache liegt das ganze ,geheimnis des groen ,erfolges von so unendlich vielen1 tchtigen ,hotelmnnern1 die vom armen ,pikkolo an emporgewachsen sind4 ,durch seine ,menschenkenntnis zieht der ,hotelmann unwiderstehlich alle guten ,elemente unter seinen ,gsten an sich und schreckt das lichtscheue ,gesindel gleichzeitig ab4 ,denn wenn zum ,beispiel ein ,gast nach ,monaten oder ,jahren sich gleich wiedererkannt sieht und freundlich aufgenommen wird1 so kann er sich zum allerwenigsten sehr geschmeichelt fhlen1 wenn er nicht gar eine ,art von ,glcksgefhl empfindet1 ,menschen um sich zu haben1 die sich in so groem ,mae fr seine ,person interessieren und dieselbe nicht vergessen1 nachdem sie fr ihr ,interesse bezahlt wurden4 ,er wird darin ein ,zeichen aufrichtiger ,dankbarkeit erblicken1 das seine eigene ,dankbarkeit herausfordert4 ,sind jedoch die ,motive seines ,kommens unlautere1 so wird der ,gast vor dem ihn erkennenden und durchschauenden scharfen ,auge ,grauen empfinden und sich andere ,gefilde fr sein fragwrdiges ,leben und ,treiben suchen4 ,ist es nicht unheimlich1 so durchschaut zu werden8 -- ,doch wir1 wir guten ,menschen haben nichts zu frchten4 ,immerhin aber ist es ein erhebendes ,gefhl1 zu wissen1 da unsere ,zeitgenossen eine frmliche ,jagd auf uns machen4 ,da unsere friedlichen1 ahnungslosen ,gemter immerwhrend belauert sind4 -- ,sie knnen nicht verstehen1 wie und warum die ,leute eine solche infame ,wissenschaft betreiben1 wer sie dazu ntigt8 -- ,ei1 wir selber1 wir1 die ,gste4 -- ,in keinem ,geschfte1 an keinem ,orte1 zu keiner ,gelegenheit lassen die ,menschen ihre ,charaktere1 ihre ,gutmtigkeit1 ihre ,verhltnisse1 ihre ,laster1 ihren ,hochmut1 ihre ,dummheit1 ihre ,stupiditt1 ihre niederste ,gemeinheit1 ja alle ihre geheimsten ,gedanken1 ihr tiefstes ,innere so zutage treten1 wie an der ,tafel -- wie beim ,wein4 ,die ,alten hingen nicht umsonst bei einem ,gastmahl die ,rosen ber ihre ,hupter4 -- ,ich sagte ,ihnen bereits1 da der ,genieende im ,akte des ,genusses eine ,art von selbstschtiger ,bestie ist1 fr die keine ,umgebung mehr existiert4 ,er vergit alles rings um sich her1 sieht1 fhlt und geniet nur sich allein4 -- ,wenn die ,menschen noch den ,mut besen1 sich ihre ,schwchen aus freien ,stcken gegenseitig anzuvertrauen4 ,dann wre das ,verhltnis zueinander noch ein relativ wrdiges und zu entschuldigendes4 -- ,aber sie sind nicht vertrauend6 ,im ,gegenteil6 -- ,und wenn sie sich preisgeben1 wenn sie sich blolegen1 so ist das eine unverantwortliche1 tierische1 erniedrigende ,faulheit der ,seele4 ,das ist alles4 ,es ist eine beleidigende1 unverzeihliche ,voraussetzung ihrerseits1 gleichartige ,wesen vor sich zu haben1 eine unbewute ,nivellierung anderer ,gemter herab zur eigenen ,niedrigkeit4 ,der ,ausbund aller brutalen ,roheit ist natrlich dasjenige ,individuum1 welches die sklavenhafte ,stellung anderer wissentlich benutzt1 um absolute ,unterwerfung unter seine eigenen ,gewohnheiten zu fordern4 ,von diesen ,minotauren will ich gar nicht reden4 ,jawohl1 gndige ,frau6 ,mit einer rhrenden ,unvorsichtigkeit -- nein1 ekelhaften ,selbstverstndlichkeit geben sich die ,menschen preis4 ,mit einer rcksichtslosen ,frechheit erwarten wir von einem wildfremden ,menschen1 da er uns bedient1 da er unsere ,eigenheiten kennt1 da er sich unseren ,fehlern und ,bequemlichkeiten anschlieen1 ihnen schmeicheln und sich damit zufrieden geben soll4 ,wir sehen in ihm nicht den durch ,reibung mit allerhand ,menschen geschliffenen ,weltmann1 den feinfhlenden ,lebensknstler2 wir erwarten nur gute ,bedienung von ihm4 ,nichts mehr und nichts weniger4 ,vollkommen gerecht6 -- ,nach juristischen ,begriffen1 wohlverstanden4 ,indessen1 wir werden -- wie gesagt -- bestraft4 ,wir knnen nicht verhindern1 da der kluge1 ruhige ,mensch unsere ,ahnungslosigkeit durchschaut1 und wir fallen dadurch1 da wir uns ihm so rcksichtslos preisgeben1 ganz unter seine ,gewalt4 ,er ist zwar unser ,kellner1 wir aber sind seine ,unterworfenen4 ,die wirkliche ,gefahr lauert immer da am ersten1 wo wir sie am wenigsten vermuten4 ,denn sonst wre sie eine schlechte ,gefahr4 ,nur in ganz lichten ,momenten warnt uns ein von ,widerspruch gedmpfter ,aufschrei aus der untersten ,tiefe der ,seele1 treibt beschmend das ,blut in die ,wangen1 und wir ahnen dumpf1 da etwas nicht ganz richtig ist4 ,gewhnlich aber schwimmen wir sorglos1 frhlich und munter im dunklen ,meer unseres ,unbewutseins umher4 ,es ist doch eigentlich geradezu jmmerlich1 von einem wildfremden ,menschen1 hinter dem wir gar nichts vermuten1 schmhlich durchschaut zu werden4 ,wenn wir wten1 was die ,leute1 die uns bedienen1 unwillkrlich von uns denken -- und mit ,recht von uns denken -- so wrde jeder ,appetit vergehen1 so htten wir keine freudige ,stunde mehr4 ,lakaien und ,diener sind gewhnlich verkappte1 harmlose ,anarchisten1 wenn sie nicht gerade ihren ,beruf verfehlt haben1 d4 h4 wenn sie nicht wissen1 da sie solche sind4 ,jeder treue ,diener hat als ,mensch seinen ,beruf gnzlich verfehlt4 ,er kann nichts als ein ,idiot sein4 ,es gibt daher keine treuen ,diener4 ,das ,gebiet ist unerforschlich tief4 ,wir mssen unser ,bestes daraus machen4 -- ,unsere ,ahnungslosigkeit ist einesteils unser ,glck4 ,wie knnten wir noch frhlich unser gutes ,diner genieen1 wenn wir wten1 was hinter unserm ,rcken vorgeht6 -- ,wenn zwei astronomische ,welten zusammenkommen1 so gibt es ein ,unglck4 ,wenn zwei wirkliche ,menschen zusammenkommen1 gleichfalls4 ,wir sind als ,geschpfe so entsetzlich isoliert1 da eigentlich jeder ,versuch zur innerlichen ,annherung an einen anderen ,menschen aus einer grenzenlosen1 weichtierartigen ,naivitt zu stammen scheint4 ,nur hie und da -- in den gottvollen lichten ,momentchen -- vernehmen wir etwas von uns selber und somit zugleich das herzzerreiende ,schluchzen einer anderen1 fremden1 ebenso einsamen ,welt1 und beide stehen wir da1 sehnschtig1 hilflos1 ohnmchtig1 uns selber berlassen4 ,doch -- wie gesagt -- das sind ,gott sei ,dank nur ,momente4 ,und sehr seltene obendrein4 ,aber aus diesem und keinem anderen ,grunde mssen wir unsere ,mitmenschen achten und ihre ,existenz anerkennen4 ,guglielmo ,ferrero sagt an einer ,stelle ganz groartig3 ,es ist kein ,zufall oder die unerklrliche ,kaprice einiger alter ,schriftsteller1 da wir so viele kleine ,angaben ber die ,entwicklung des ,luxus und die ,vernderung der ,lebensweise im alten ,rom besitzen1 da zum ,beispiel zwischen den ,beschreibungen der groen ,kriege1 der diplomatischen ,errungenschaften1 der politischen und konomischen ,katastrophen uns das ,datum angegeben wird1 wann die ,kunst des ,geflgelmstens in ,italien eingefhrt wurde4 ,diese kleinen ,tatsachen sind der ,majestt der rmischen ,geschichte nicht so unwrdig1 wie man anfangs annehmen mchte4 ,alles ist in dem groen ,dasein einer ,nation vereinigt1 nichts ist ohne ,wichtigkeit4 ,die kleinste1 persnlichste ,handlung tief verborgen in der ,abgeschlossenheit des ,heims1 die niemand sieht1 niemand kennt1 hat einen unmittelbaren oder fernliegenden ,einflu auf das alltgliche ,leben der ,nation4 ,diese kleinen1 bedeutungslosen ,geschehnisse sind mit den ,kriegen1 den ,revolutionen1 den gewaltigen politischen und sozialen ,ereignissen1 ber die die ,menschen erstaunen1 durch ein ,band verbunden1 welches zwar den meisten ,leuten unsichtbar1 aber nichtsdestoweniger unzerreibar ist4 -- -- ,wie klarer und tiefer wrden die ,ursachen so vieler anscheinend mysteriser ,ereignisse in der ,geschichte erkannt werden1 von wie vielen ,perioden wrde man den ,geist der ,zeit besser verstehen1 wenn wir nur ,aufzeichnungen ber die ,privatverhltnisse der ,familien besen1 welche die regierenden ,klassen bilden6 ,jede ,tat1 die wir in der ,stille unseres ,heims begehen1 hat eine ,rckwirkung auf unsere ,umgebung4 ,mit jeder unserer ,handlungen nehmen wir eine ,verantwortlichkeit gegen die ,nation und ,nachkommenschaft auf1 welche sich frher oder spter in ,ereignissen besttigt4 ,demnach sollten die ,wirte sich ein unsterbliches ,verdienst um die ,geschichte erwerben1 indem sie akurate1 gewissenhafte und schonungslose ,tagebcher von all dem fhren1 was sie sehen4 ,aber das ist nicht ntig4 ,wenn sie nur beherzigen1 was sie sehen1 so haben sie ihre ,pflicht der ,menschheit gegenber vollauf getan4 ,denn sie und vor allem ihre ,gehilfen1 die ,kellner1 haben die groartigsten ,gelegenheiten1 die ,menschen und ihre intimsten ,handlungen aus nchster ,nhe zu betrachten4 ,kein ,geschft1 kein ,beruf1 kein ,gewerbe ist so vorzglich zu solchen ,studien geeignet1 als wie die ,gastwirtsindustrie4 ,und da die ,menschen selber gegen derartige ,studien nichts einzuwenden haben1 erwhnte ich bereits4 ,die groe ,verachtung1 die sie vor dem ,wirt im allgemeinen und dem ,kellner im besonderen haben1 wird ihnen -- wie ich bewies -- selber zum ,verderben4 ,man soll daher keinen ,menschen fr zu gering und zu dumm halten1 als da man sich ihm rckhaltslos preisgeben knnte4 ,sie fragen nun1 warum diese unbarmherzigen ,menschen fast alle ,dienerseelen seien oder ,ignoranz und ,unterwrfigkeit heuchelten8 -- ,wenn das der ,fall wre1 so mte der mildttige ,bonifaz und seine freundliche ,familie das verchtlichste ,geschlecht auf ,erden sein4 ,aber dem ist nicht so4 ,sie sind auch nur ,menschen wie wir4 ,die auerordentlichen ,schwierigkeiten des ,services1 die ,ansprche1 die wir stellen1 die ,geruschlosigkeit1 mit der alles hergehen soll1 die ,vorsicht1 mit der man zu ,werke gehen mu1 das alles wirkt sehr auf das ,wesen ein1 das alles macht ihn schchtern1 zurckhaltend1 das alles gibt seiner ,person den ,anschein eines ,zauderers1 verwandelt ihn in den ,mann der ,unentschlossenheit1 ein ,bild1 das jeder verachten mu1 der es nicht kennt4 ,alle diese vielen kleinen ueren ,umstnde machen den ,menschen zu einem feinfhligen ,wesen4 ,nicht nur als solches frchtet der ,kellner einen ,fauxpas oder eine ,blamage ber alles1 sondern ein kleines ,unglck kann ihm auch oft seine ,stelle kosten4 ,es ist wunderbar1 zu beobachten1 wie die ,wirte oft die ,existenz eines ,angestellten opfern1 um eine kleine1 gemeine ,laune eines ,gastes zu befriedigen4 ,sollten ,sie nicht ngstlich werden1 wenn ,ihr ,dasein durch jede kleine ,kleinigkeit gefhrdet ist8 ,wer wird wohl den krzeren ziehen bei einem jmmerlichen1 lcherlichen ,disput zwischen ,gast und ,kellner8 ,die meisten ,kellner und ,wirte haben noch nicht gelernt1 den ,forderungen ihrer ,kundschaft entgegenzukommen und entgegenzutreten4 ,daher ist es ,tatsache1 da eine ,dienerseele als ,kellner ziemlich erfolgreich sein kann1 whrend ein halbwegs selbstbewuter junger ,mann die grten ,qualen auszustehen hat4 ,eine ,dienerseele schnffelt sich auf ganz bewundernswerte ,weise instinktiv seine verwandten ,kreaturen aus der groen ,menge heraus4 ,sie wittern ein schleimiges ,verhltnis und sind zu haben4 ,sie sagen mit ,freuden ja4 ,wir sollen von unserem ,kellner keine ,dienerei verlangen4 ,wir erniedrigen uns dadurch selber4 ,ein wirklicher ,mensch duldet keine ,herrschaft1 keine ,autoritt ber sich und keine ,dienerei unter sich4 -- ,hier wird die ,lebenskunst unseres jungen ,mannes besonders erprobt4 ,und wenn der selbstbewute ,kellner -- wie es sich fr jeden ,menschen schickt -- sein ,rlein ein wenig im ,zaum hlt und den ,stolz nicht mit der ,vernunft durchgehen lt1 so bertrifft er an geschftlichen ,leistungen1 an ,tchtigkeit und ,erfolg jede ,dienerseele bei weitem4 ,das meiste ,unglck auf der ,welt wird bekanntlich durch die ,tatsache angerichtet1 da jeder ,mensch seiner eigenen ,person viel zu viel ,wichtigkeit zuschreibt1 wie bescheiden er selbst sein mag4 ,bescheidenheit ist nichts als eine vornehme ,art von ,wichtigtuerei4 ,mit etwas ,selbstverachtung aber und ,hochachtung vor anderen kommt man erstaunlich weit4 -- ,das wei der gute ,kellner besser wie wir alle4 ,ja1 meine ,freunde1 ,sie glauben nicht1 wie mitleidig und feinfhlig ein guter ,kellner ist4 ,auf den ersten ,bck merkt er1 wie ,sie aufgelegt sind1 und empfiehlt ,ihnen je nach ,ihrer ,gemtserregung die ntigen ,speisen1 den erforderlichen ,trost in ,form eines ,getrnkes4 ,er besitzt das ,auge eines ,arztes4 ,ja1 noch mehr tut er4 ,er nimmt ,anteil an ,ihrem ,leide1 an ,ihrer ,freude1 ohne da dieses ,mitgefhl direkt auf seine ,trinkgeldabsichten zurckzufhren ist4 ,es ist der gute ,geist der alten ,gastfreundschaft1 der in den ,leuten weiterlebt4 ,es ist des ,kellners ,natur1 sich dem ,gaste anzupassen1 wie sich der ,dichter dem ,volke anpassen mu1 wenn er zu ihm sprechen will4 -- ,einem ,brsenmakler sieht der freundliche1 lchelnde ,ganymed die ,haussen und ,baissen an der ,nase ab4 ,nach einigem ,zgern versucht er dann vorsichtig darauf anzuspielen und ntigenfalls zu gratulieren oder seinen ,schmerz auszudrcken4 ,ein ,kellner vermag den grten ,mutzkopf und ,brummbr zu trsten1 wenn dieser nicht gerade ein unheilbarer ,hypochonder ist1 in dem das letzte ,fnkchen ,liebe fr die schne ,erde und fr ,humor erloschen ist4 ,als ,belohnung fr eine solche ,wohltat gibt der ,brsianer hufig seinem liebenswrdigen ,ganymed einen ,tip1 einen guten ,rat in bezug auf die ,brsengeheimnisse1 woraufhin der ,kellner nicht selten mit einer kleinen ,einlage gut abschneidet4 ,dem ,kellner ist es ein wahres ,vergngen1 einem freundlichen1 wohlgesinnten ,gaste aufzuwarten1 und wer als solcher eine ,unterhaltung wnscht oder sucht1 wird im ,kellner einen interessanten ,causeur finden1 wenn es die ,zeit gestattet4 ,ein guter ,kellner wird nie die ,unterhaltung aus eigener ,initiative suchen4 ,sein ,taktgefhl und die einfachsten ,regeln der ,hflichkeit sagen ihm auch genau1 wie weit eine ,konversation gehen kann4 ,hflichkeit ist gerade das ,gegenteil von ,dienerei4 ,wer einem unbekannten ,menschen hflich begegnet1 hat demselben gegenber immer etwas voraus4 ,schmierige ,vertraulichkeit mit unbekannten oder wenig bekannten ,menschen ist ungefhr das ,widerlichste1 was sich ein feinfhliger ,mensch denken kann1 und sie entstammt nur einer tierischen ,borniertheit4 ,wer solchen ,passionen nachhngt1 mu oft sehr erniedrigende ,erfahrungen machen4 -- ,das alles sieht und wei der ,kellner besser wie wir alle1 denn er lernt es unter dem groen ,gewhl der ,menschen4 ,in einzelnen ,fllen wchst das ,verhltnis zwischen ,gast und ,kellner auch zu einer schnen ,familiaritt und ,freundschaft heran4 ,reiche1 vornehme ,leute1 vielleicht alt und kinderlos1 gewinnen oft ein wirkliches ,vertrauen zu einem jungen1 frischen ,menschen1 besonders wenn sich dieser in freier1 schner ,weise ihrer annimmt und im ,interesse des ,hauses und seinem eigenen den ,aufenthalt der ,gste genureich zu gestalten versucht4 ,mag das ,leben und die ,lage der ,gste noch so beneidenswert aussehen1 es hat immer seine groen und kleinen ,hkchen1 die das ,dasein versauern4 ,und gerade solche ,leute empfinden etwas ihnen ,zugefgtes1 das sie1 streng genommen1 nicht fordern knnen und worauf sie keinen ,anspruch haben1 als eine angenehme berraschung und wissen es zu wrdigen4 ,warum sollte unter solchen ,umstnden nicht ein wirklich kordiales ,verhltnis zwischen ,hoch und ,gering aufkeimen knnen8 ,aber unser modernes ,leben1 unsere geschftlichen ,ansichten ersticken doch in den meisten ,fllen jede schnere ,regung in den ,herzen der ,menschen4 ,und das grte ,merkmal im ,verkehr der ,menschen untereinander ist nicht das ,wohlwollen1 die ,gte und die ,liebe1 es ist auch nicht die ,gemeinheit1 die ,sklaverei1 der ,ha oder die ,sucht1 sich gegenseitig zu schdigen1 nein1 es ist nur eines3 die ,gleichgltigkeit1 die ,indifferenz4 ,sie ist wirklich aus dem ,trubel unseres modernen ,erwerbslebens geboren und ist die niederste ,stufe aller menschlichen ,herzensregungen4 ,jeder wurschtelt fr sich selber und bekmmert sich nicht um den anderen4 ,einer solch niederen ,gesinnungsart sind nicht einmal die wildesten ,vlker der ,erde fhig4 ,der ,fremde1 der zu ihnen kommt1 wird entweder als ,gast in den ,htten aufgenommen1 mit allen ,mitteln wie ein ,heiliger geschtzt und gepflegt1 oder er wird totgeschlagen und aufgefressen4 ,beides sind ,zeichen der ,hochachtung4 ,ein ,barbar wird niemals gleichgltig an einem anderen vorbergehen4 ,ein ,mann1 der so zwischen den ,feuern steht wie unser junger ,freund1 mu eine himmlische ,geduld und ,nachsicht mit den ,schwchen und ,fehlern der ,menschheit haben4 ,der ,gemeinheit gegenber verhlt er sich am besten ruhig1 vornehm1 ablehnend und schweigend4 ,in den meisten ,fllen wird er damit seinen rpelhaften ,gegner entwaffnen und zu ,tode schweigen4 ,er mu bedenken1 da er ,grobheit und ,gemeinheit niemals besser als mit unendlicher schweigsamer ,verachtung strafen kann4 ,er schont damit seine wertvolle ,gesundheit und steht im ,verhltnis zu seinem ,angreifer wie der ,mond zum ,hunde1 der ihn anheult4 ,und da die ,gemeinheit der ,menschen mit dem ,geschfte des ,kellners verbunden ist wie der ,geruch mit der ,leimsiederei1 so knnen ,sie sich1 meine ,freunde1 leicht vorstellen1 was fr ein vornehmer ,mensch unser ,kellner ist4 ,ich erklre mich aber wirklich nicht damit einverstanden1 da der ,kellner geschftlich ein vornehmer1 schchterner ,mrtyrer menschlicher ,gemeinheit sei4 ,er sollte auftreten1 wie es unser ,inneres verlangt4 ,er sollte nicht jede ,gemeinheit1 jede ,beleidigung1 jede ,frechheit dankend einstecken4 ,nein1 bewahre6 ,er sollte sich wehren1 als ,mensch1 als moderner ,mensch wehren4 ,wir haben kein ,verstndnis fr ,heilige4 ,wir lachen darber4 ,demgem sollte auch der ,kellner auftreten4 ,das wrde seiner ,gesundheit sehr frderlich sein1 deren er dringend fr seine langen ,arbeitsstunden bedarf4 ,bei unvermeidlichen ,konflikten sollte sich der ,kellner sein ,gegenber ansehen und keine ,rcksicht auf gemanikrte ,hnde oder ,monokel nehmen4 ,er sollte es abschtzen4 ,hlt er es fr gengend zurechnungsfhig1 da eine derbe ,lektion nicht ganz wirkungs- und spurlos an dem leeren ,gehirn vorberstreift1 so soll er die notwendige ,lektion grndlich erteilen4 ,wenige1 aber krftige ,worte und nur ,wahrheit1 das gengt schon4 ,bei einem derartigen ,renkontre sollte jeder ,prinzipal1 der nur ein klein wenig auf sich1 sein ,haus und seine ,leute hlt1 den ,angestellten untersttzen4 ,er wird dabei die ,meinung eines jeden rechtlich denkenden ,mannes auf seiner ,seite haben4 ,wird dem ,angestellten ,untersttzung verweigert1 so ist es ,pflicht seiner ,kollegen1 solidarisch aufzutreten4 ,universelle ,organisation und tatkrftiger ,rechtsbeistand kmen dann sehr zur ,geltung4 ,dies bezieht sich natrlich auf ,flle1 wo die ,person oder die ,ehre des ,kellners beleidigt wird4 ,bei gewhnlichen geschftlichen ,differenzen zwischen ,gast und ,kellner entledigt sich der letztere der ,sache am einfachsten1 indem er sie dem ,vorgesetzten bergibt und nicht eigenmchtig handelt4 ,man sollte daher sagen1 meine ,freunde1 da1 wenn ein ,kellner oder irgendein anderer ,mensch irgendeines ,berufes ein ,menschenkenner1 ein tchtiger ,fachmann1 ein bescheidener1 hflicher ,mann der ,welt1 ein angenehmer ,gesellschafter ist1 und wenn er das ,gefhl der ,pflicht1 der ,verantwortlichkeit und ,zugehrigkeit zur menschlichen ,gesellschaft in seiner ,brust trgt1 so wrde er sich damit selbst die ,hochachtung der gemeinsten seiner ,mitmenschen erzwingen4 ,aber unserm ,kellner wird dies schwer1 sehr1 sehr schwer gemacht4 -- ,und so sehen ,sie ein1 da ein ,mann in einer derartigen ,stellung einer wirklich groen ,philosophie bedarf1 um stark zu bleiben1 sich aufrecht zu erhalten und nicht unterzugehen4 ,wem aber ist die ,philosophie gegeben8 -- ,in jedem neuen ,menschen1 der uns entgegentritt1 begegnen wir einer neuen kleinen ,welt1 auf welche unsere vorherigen ,erfahrungen nur wenig1 oft gar keine ,anwendung findet4 ,zur ,erkenntnis solcher ,wahrheiten1 die uns ber alles ,unheil der ,erde hinwegzutragen vermgen1 gehrt ein gutes1 gebtes ,auge1 das frei von den ,kleinlichkeiten der ,umgebung weit hinausschaut4 ,dieses ,auge besitzen nur wenige4 ,indessen die meisten werden von der ,notwendigkeit hinweggeschwemmt und lassen sich tragen4 ,doch das ,leben versagt ihnen nie seine ,hilfe ganz4 ,so werden sie vorsichtig1 feinfhlig1 gewitzigt1 forschen1 strecken die ,fhler aus ins ,dunkle und sind auf der ,hut4 ,die ,verirrungen und ,verwirrungen unserer ,zivilisation verlangen dies4 ,sie bilden uns zu ,diplomaten und ,politikern heran4 ,diplomaten sind ,leute1 die in den schwierigsten ,stellungen des ,geistes und des ,krpers ,dinge verrichten knnen1 die jeder aufrecht stehende ,mensch in natrlicher ,lage ebensogut und noch besser ausfhren kann4 ,das ,menschengeschlecht hat wirklich noch nicht die ,kunststckchen seiner ,vorfahren in den ,lianen des ,urwaldes verlernt4 ,ja1 es scheint1 da1 je mehr die ,zivilisation fortschreitet1 um so mehr wir deren wieder bedrfen1 d4 h4 da wir zurckschreiten4 ,der beste ,beweis dafr ist die ,entwicklung des modernen ,kellners4 ,ist es nicht geradezu bewundernswrdig1 wie er sich durch die ,schlinggewchse unserer ,zivilisation hindurchschlngelt8 ,als pure ,naturerscheinung genommen1 fr den ,forscher freilich hat es wenig ,reiz1 weil verstndlich4 ,wie alles andere1 wenn man mit den ,gesetzen der ,entwicklung vertraut ist4 ,es ist bemerkenswert1 da der ,kellner -- ein sehr moderner ,arbeiter -- trotz seiner ,stellung zum ,kapitalismus eher zum ganz achtbaren ,philosophen und sozialen ,trapezknstler als zum ,sozialdemokraten heranwchst4 ,bedenkt er1 da die glcklichen1 fremden ,menschen1 denen er so nahe tritt1 an seinem ,unglck nicht direkt schuld sind8 ,lt er es ihnen aus diesem ,grunde nicht fhlen8 ,nimmt er darum keine drohende ,haltung an8 ,welch formidablen ,feind htte die ,gesellschaft nicht in ihm86 -- ,doch sein ,wesen ist stets -- ohne gefhrliche ,hintergedanken -- gleich freundlich4 ,seine ,zge versteinern sich so allmhlich zu einem stereotypen ,lcheln1 einem traurigen ,gemisch von ,entsagung1 geschickter ,verstellungskunst1 verhohlenem ,leid und obligatorischer ,heuchelei -- ein ,ausdruck1 von der ,zeit ins ,antlitz des ,grostadtmenschen gegraben1 der ihm mit in den ,tod folgt4 -- ,apropos1 ,herr ,doktor1 ich glaube auch nicht1 da der ,kellner ein groer ,theaterschwrmer ist4 -- ,wieso8 ,nun1 nach all dem1 was er tagtglich und nachtnchtlich zu sehen bekommt und anhren mu1 drften die ,handlungen auf den ,brettern1 die die ,welt bedeuten1 meistens doch recht fade und verlogen erscheinen4 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,kellner1 ich nehme meinen ,kaffee im ,palmengarten4 -- ,nein1 nur fr mich allein2 meine ,gste haben sich empfohlen4 -- ,wer ist dort8 ,ein ,herr1 der mich eben begren will6 -- ,seine ,karte6 ,zeigen ,sie her4 ,wohnt der ,herr auch im ,hotel8 ,ah1 heute angekommen4 -- ,natrlich6 ,sagen ,sie ihm1 ich sei mit dem grten ,vergngen bereit4 -- ,marcus ,tottenham ,wootslebury1 #ae ,regent ,street4 -- ,mein ,schneider aus ,london6 ,was mag er im ,schilde fhren6 ,ich bin ihm doch nichts mehr schuldig6 -- ,ah6 ,how do you do1 ,mr4 ,wootslebury86 -- ,so1 ,sie haben mich im ,speisesaal gesehen und bis zum ,schlu des ,diners gewartet1 um mir guten ,tag zu sagen8 ,das ist aber liebenswrdig von ,ihnen6 -- ,stren8 ,bewahre6 ,meine ,gste hatten's eilig4 ,sie wollten noch ins ,theater4 ,ganz unzeremonielles ,abendessen1 wissen ,sie4 -- ,nehmen ,sie auch ,kaffee8 ,wie1 keine ,fine ,champagne8 -- ,aber doch eine ,perfecto8 -- ,ja1 danke1 mit der letzten ,garderobe bin ich sehr zufrieden4 ,alles sitzt wunderbar4 -- ,und was gibt's sonst ,neues zu sehen auf ,regent ,street und ,bond ,street8 -- ,so1 einige revolutionre ,abnderungen am ,morning ,coat6 -- ,das ist ja ungeheuer wichtig6 ,ja1 ja1 aber sagen ,sie mir6 ,ist denn das wirklich wahr8 ,seit vorvorgestern trgt man die ,falten der ,beinkleider an der ,seite6 ,ich konnte es nicht fr mglich halten1 als ich das ,kabeltelegramm erhielt6 -- ,hier ist es noch nicht eingefhrt4 ,die ,leute sind hinter der ,zeit zurck4 -- ,welch ein ,glck1 da ich ,sie treffe1 mein lieber ,mr4 ,wootslebury6 ,da mu ich doch gleich meinen ,valet instruieren4 -- ,hm1 ja1 herrlicher ,abend heute4 -- ,schnes ,wetter berhaupt die ganze ,zeit4 -- ,mde8 ,ja1 ich bin etwas mde4 ,ich habe einen anstrengenden ,tag gehabt4 ,schon um elf ,uhr frh aufgestanden1 ,bad genommen1 anziehen lassen1 ,lunch im ,klub1 zur ,rezeption bei der ,mrs4 ,van der ,gold ,augustus ,crackerjack anziehen lassen1 zum ,polo anziehen lassen und zum ,diner anziehen lassen4 -- ,nein1 fr heute ist's genug6 -- ,ich habe alles abgesagt4 -- ,und sagen ,sie mal1 lieber ,mr4 ,wootslebury1 finden ,sie nicht auch1 da diese ,kellner hier eigentlich verdammt schick in ,kluft sind6 -- ,ja1 ich verstehe wohl1 was ,sie meinen4 ,aber das will ich ,ihnen erklren4 ,wenn diese ,kerle genau so aussehen wrden wie unsereins1 wo sollte denn das hinaus68 ,darum mssen sich die ,leute schon etwas einschrnken4 ,das sind geschftliche ,vorschriften4 ,aber das ,exterieur ist fr den ,kellner genau so wichtig wie fr uns4 ,denn es gilt als eine von der ,menschheit seit urdenklichen ,zeiten festgesetzte ,regel1 seinen uerlichen ,menschen in mglichst gutem ,licht zu zeigen4 ,man mag darber denken wie man will1 es bleibt ,tatsache1 da derjenige1 der aus ,weltverachtung1 ,exzentrizitt1 ,nachlssigkeit oder ,dummheit gegen diese erste ,regel der ,gesellschaft verstt1 allerhand unangenehme ,folgen zu tragen hat4 ,ja1 die ,regel vom schnen ,auenmenschen gilt vor allem auch fr die ,kellner4 ,die ,leute1 die gut essen und trinken und hohe ,preise dafr bezahlen knnen1 wollen sich nicht durch allerhand ,jammergestalten den ,appetit verderben lassen4 ,und sie haben recht6 -- ,warum sollten sie6 -- ,nicht wahr1 das finden ,sie auch4 -- ,denken ,sie sich1 ich hrte einmal einen ,gast am ,tisch nebenan sich ber das ,aussehen des ,kellners beschweren4 ,er lie den ,oberkellner rufen und sagte ihm in ,gegenwart des ,kellners3 ,geben ,sie mir einen anderen ,kellner4 ,ich kann das ,gesicht des ,menschen nicht leiden6 ,und er bekam einen anderen4 -- ,der erste entfernte sich schweigend4 -- ,das nenne ich ,geschmack und ,energie6 -- ,die ,wirte und ihre ,angestellten mssen sich das tglich bieten lassen1 bis sie gelernt haben1 wie ein ,mensch ausschauen soll4 ,ein gutes ,diner1 wie jeder andere ,sinnengenu1 ist eine ,befriedigung1 eine ,betubung eines gewissen ,bedrfnisses1 eine ,art ,illusion1 ein schnes ,selbstbelgen1 eine angenehme ,narkose1 ein ser ,traum1 wobei -- ihn mglichst vollkommen zu gestalten -- alle ueren ,umstnde mitwirken mssen4 ,das luxurise ,milieu eines modernen ,speisesaals1 die kostbare ,ausstattung1 ,gobelins1 orientalische ,teppiche1 ,blumen1 ,palmen1 ,marmor1 ,musik1 ,lichter1 anstndige1 feine ,kellner1 das alles mu dazu beitragen4 ,man braucht aber doch wirklich gar kein sensitiver ,sinnenmensch zu sein1 um sich von dem zweifelhaften uern eines in unsere ,nhe kommenden ,menschen abgestoen zu fhlen4 ,ja1 nicht wahr6 ,jedes irgendwie verdchtig aussehende ,individuum erweckt eine gewisse ,unruhe und ,unbehaglichkeit in der ,brust seiner ,mitmenschen4 ,dies unangenehme ,gefhl kann je nach dem ,grade der ,empfindlichkeit einerseits und den ,umstnden und nach der ,beschaffenheit des uern andererseits bis zur ,unertrglichkeit gesteigert werden4 ,einen solchen ,fall hatte ich zweifellos vor mir4 ,der betreffende ,gast konnte sich nicht einmal mit dem ,gesichte seines ,kellners abfinden4 ,gegen seine ,kleidung htte kein ,mensch etwas anhaben knnen1 denn ich verkehre in keinen ,husern1 wo etwas ,derartiges stattfinden knnte4 ,sie sehen1 fr den ,gast war das ,aussehen des ,mannes nur eine ,augenblicksfrage1 fr den ,kellner eine ,lebensfrage4 ,aber in einem ,speisesaal gehrt ein derartig gespanntes ,verhltnis zwischen zwei ,menschen in verschiedenen ,lebensstellungen tatschlich nicht zu den ,freuden des ,daseins4 ,daher wurde der ,kellner entlassen4 ,denn gerade hier1 wenn das ,verhltnis nicht makellos harmonisch ist1 d4 h4 wenn der ,gast den ,kellner nicht gerne sieht1 so kann es von verderblicher ,wirkung sein4 ,der ,gast verliert gewhnlich seinen ,hunger1 das ,haus ,einknfte und der unangenehme ,kellner seine ,stellung4 ,ja1 ,mr4 ,wootslebury1 es ist etwas ,eigenartiges1 da die ,gste von mglichst distinguiert aussehenden ,leuten aufgewartet sein wollen4 ,warum8 ,ich denke mir die ,sache folgendermaen3 ,je besser und intelligenter ein ,mensch ist1 der uns vollstndig zur ,verfgung steht1 um so besser und intelligenter mssen wir uns doch wohl selber fhlen4 ,nicht wahr8 -- ,hhh6 -- ,ganz richtig6 -- ,man entdeckt auf einmal ,werte in sich1 die uns selber bis dato unbekannt waren4 ,das sind hchst angenehme ,gefhle4 ,und als ,gratiszugaben zu einem guten ,essen sind sie hchst willkommen1 der ,verdauung uerst frderlich4 -- ,nein1 das haben wir nicht erst herausgefunden4 ,das wute man schon zu den ltesten ,zeiten4 ,warum muten denn bei den groen ,essen im ,mittelalter die ,herren ,reichsfrsten die ,majestt hchst eigenhndig servieren8 -- ,vom ,lakai auf dem ,bock schliet man doch erst auf den ,herrn in dem ,wagen4 ,an der ,uniform erkennt man doch erst den ,geschmack der ,leute1 nicht wahr8 -- ,und auf dem geistigen ,gebiete ist's genau so4 ,die meisten ,herrscher zogen doch nur ihre zeitgenssischen ,geistes- und andere ,gren an ihre ,hfe heran1 um sich selber mit den ,blten der ,nation zu garnieren1 da sie die ,leere ihres eigenen ,daseins dumpf empfanden4 ,in ganz vereinzelten ,fllen1 wo keine ,selbstverherrlichung das ,motiv ist1 sich mit groen ,geistern zu umgeben1 wuchsen die ,beziehungen zwischen ,frst und ,proteg zu inniger ,freundschaft aus4 ,sonst aber ist das ,verhltnis ein unerquickliches4 ,protzentum1 ,heuchelei1 ,kriecherei und sonstige ,unannehmlichkeiten4 ,haben ,sie jemals das ,leben des ,herrn ,geheimrats ,goethe gelesen1 ,mr4 ,wootslebury8 -- ,es ist eine schwierige ,aufgabe fr den ,kellner1 als eleganter ,mensch aufzutreten1 ohne jedoch den ,gsten hnlich zu sehen1 zumal er auch noch aus gewissen anderen praktischen ,grnden ,juwelen1 ,uhrketten1 ,ringe1 die auf allzu deftigen ,wohlstand des ,eigentmers schlieen lassen knnten1 sowie andere ,distinktionen des ,gentlemans unsichtbar tragen mu4 ,man soll die ,menschen nicht unntigerweise aufreizen4 -- ,gerade aber1 weil die ,kellner gentigt sind1 in einfacher ,eleganz aufzutreten1 hat man sie immer und immer wieder mit ,kavalieren verwechselt4 ,viele praktische ,wirte ziehen sich nun aus dem ,dilemma1 indem sie ihren ,leuten ein paar goldene ,knpfe an den ,frack annhen4 ,aber glauben ,sie nicht1 da dies das ,aussehen des ,kellners zu sehr beeintrchtigt8 ,es erinnert doch zu sehr an die ,uniform4 ,ja1 sehen ,sie6 ,uniform ohne ,schnurrbart und ,waffen6 ,was ist das fr eine ,kombination6 -- ,warum man den jungen ,leuten nicht gestattet1 ,schnurrbrte zu tragen8 ,ja1 das ist auch noch ein ,rtsel von den vielen im ,leben des ,kellners4 ,gehrt das glatte ,gesicht zur ,uniform8 -- ,soll der ,mann jnger erscheinen8 ,will man durch ,verbannung des ,zeichens mnnlicher ,wrde das ,selbstbewutsein demtigen oder heben8 -- ,ich wei es nicht4 ,der ,kellner soll keine wohlriechenden ,parfms gebrauchen1 noch soll er sein ,haupthaar salben1 und wie er dennoch als zivilisierter ,mensch erscheinen kann1 ist mir gleichfalls rtselhaft4 ,sein ,frack -- mit oder ohne ,goldknpfe -- ist das interessanteste ,kleidungsstck1 das ich kenne4 ,nur halte ich es etwas zu malerisch und daher zu unpraktisch1 um darin tglich ,fureisen von dreiig bis vierzig ,kilometern zu machen4 -- ,wieso8 -- ,nun1 wenn wir bei einem anstndigen ,diner mit dem ,horsd'uvre anfangen und mit dem ,nachtisch aufhren1 so wird unser ,mann inzwischen so oft hin und her1 treppauf und treppab in die ,kche1 ,keller und berall hin ,laufschritt gemacht haben1 da sich daraus eine gute ,strecke zusammensetzt4 ,hat er mehrere ,partien zu befriedigen1 die sich alle zahlreichen verschiedenen ,genssen hingeben1 so zieht sich sein ,weg ziemlich in die ,lnge4 ,bei einem starken ,verkehr und zu allen ,mahlzeiten des ,tages wchst es ins ,unglaubliche4 -- ,nein1 daran lt sich nichts verbessern4 ,er wird immer seine ,stiegen und ,strecken zu laufen haben1 er wird seine ,kilometer zu ,fu machen mssen1 denn es ist fr ihn notwendig1 sich mit dem ,koch persnlich in ,verbindung zu setzen1 die fertigen ,sachen eigenhndig in ,empfang zu nehmen4 ,wenn seine ,kche nun noch etwas weit vom ,speisesaal entfernt liegt1 was aus vielen ,grnden gewhnlich der ,fall ist1 und wenn sein ,gedchtnis etwas unzuverlssig ist1 so entwickelt sich aus dem ,kellner ein ,dauerlufer1 der manchen ,marathonrenner beschmen knnte4 ,denken ,sie sich1 ,mr4 ,wootslebury1 diese ,entweihung des ,frackes6 ,der ,frack1 der ,inbegriff aller ,eleganz1 der einfache1 schne1 geschmeidige ,rock des ,gentleman6 ,das ,symbol der lssigen ,ruhe6 ,was wird aus ihm1 wenn der ,sturm des ,lebens hindurchsaust1 wenn die ,sche ratlos und verzweifelt im ,winde flattern6 -- ,der ,kellnerfrack1 nein1 das ist nichts6 -- ,das ,malerische1 ,derbe1 ,urkrftige1 ,trotzige1 das dem blauen ,kittel des ruigen ,arbeiters anhaftet1 fehlt der ,kleidung des ,kellners -- eines modernen ,arbeiters -- leider gnzlich4 ,hat der ,kellner nicht die ,berechtigung1 auch zu denjenigen ,menschen gezhlt zu werden1 die in schwerer ,arbeit des ,krpers und zugleich mit groer geistiger ,anstrengung das tgliche ,brot erkmpfen mssen und dabei die elende ,hlle ihres ,krpers mit sauerm ,schweie durchtrnken68 ,der ,frack6 -- ,was wird er auf dem ,rcken des arbeitenden1 schweitriefenden ,kellners8 -- ,knnen ,sie mir das nicht sagen1 ,mr4 ,wootslebury8 -- ,ja1 ja1 ich versichere ,ihnen6 -- ,eine der vielen ,tragikomdien unseres heutigen ,lebens6 444 ,v4 ,business is ,business ,es liegt etwas sehr ,schnes in dem ,gedanken1 den ,menschen ,heime und ,unterkunft zu bereiten1 ihnen ,speise und ,trank zu reichen4 ,aber dann kommt das ,geschft4 ,wirklich1 ich habe lange auf den ,augenblick gewartet1 um mit einem hervorragenden ,geschftsmann ein ,wrtchen ber ,geschft zu sprechen und seine ,ansichten zu hren4 ,darum ist unsere heutige ,konversation auch so interessant fr mich4 -- ,natrlich1 ich verstehe ,ihren ,standpunkt als ,groindustrieller vollkommen4 ,sie mssen mir aber erlauben1 da ich vom menschlichen ,gesichtspunkt aus1 auf dem ich stehe1 mancherlei gegen moderne ,geschftsmethoden einzuwenden habe4 ,das sind die ,widersprche1 aus denen unser ,dasein zusammengesetzt ist4 ,aber ein ,zug tritt schn hervor3 wir alle versuchen unser ,bestes1 und gleich stark in uns allen whlt der ,drang nach ,ttigkeit und ,arbeit1 gleichviel1 wie oder ob derselbe zum ,ausbruch kommt4 ,er ist da4 -- ,ob als ,knstler1 als ,gelehrter1 als ,kaufmann oder ,handwerker1 jeder tut1 was in seinen ,krften steht1 jeder ist gleich stolz auf seine ,arbeit -- von seinem ,standpunkt aus4 ,und mit ,recht4 -- ,aber jedes ,geschft -- oder ,arbeit -- oder ,kunst -- wie man will1 ist eine ,art ,kleinigkeitskrmerei4 ,ein ,geschftsmann1 ein ,knstler1 ein ,staatsmann1 ja schlielich jeder ,mensch1 welcher ,kleinigkeiten bersieht oder ignoriert1 wird dafr bestraft -- in manchen ,fllen ruiniert4 ,kleinigkeiten scheinen die ,welt und das groe ,leben auszumachen1 so lcherlich es klingt4 -- ,goethe mute sich als ,staatsminister um lederne ,gendarmeriehosen und allerhand sonstigen ,kram bekmmern4 ,und er tat es4 ,oft sogar mit wirklichem ,vergngen4 ,er1 der ,olympier6 ,dann ist das ,geschft als solches aber auch etwas mehr1 es ist ganz ,unerbittlichkeit4 ,so unerbitterlich wie jede fortlaufende ,handlung1 wie ein ,drama1 wie das ,ticktack der ,uhr1 das ein ,endziel1 einen ,abschlu hat4 ,sonst ist es kein ,geschft4 ,was sagen ,sie aber nun zu einem modernen ,riesenhotel1 ,sie1 der ,inhaber von groen ,industrien1 von ausgedehnten ,geschften8 ,ich meine von ,ihrem1 vom geschftlichen ,standpunkt aus4 -- ,ist das moderne ,riesenhotel nicht eine ganz groartige ,industrie8 -- ,und sonderbar6 ,so interessant und weitverzweigt das ,hotelwesen als ,geschft ist1 so miserabel ist der ,wirt als ,geschftsmann4 -- ,wieso8 -- ,ei1 seine ,ttigkeit1 sein ,geschft bringt dies selber mit sich4 ,und ein schlechter ,geschftsmann ist gewhnlich auch ein schlechter ,prinzipal und ,arbeitsgeber4 ,auch dies besttigt sich beim ,wirt4 -- ,ja1 ,sie haben sich vielleicht noch nicht gengend fr die geschftliche ,seite der ,hotelindustrie interessiert1 und darum klingt ,ihnen meine ,behauptung neu und fremd4 ,aber sie beruht auf ,tatsache4 -- ,gewi1 ich wei1 im ,sinne des brgerlichen ,gesetzbuches ist der ,wirt ein ,kaufmann4 ,aber darauf gebe ich nichts1 gar nichts4 ,ich bekmmere mich nicht um leere ,phrasen und ,namen4 ,nun wohl6 ,ich habe ,ihnen gesagt1 da etwas mehr ,schnes in dem ,gedanken liege1 den der ,wirt aufgreift und zu seinem ,geschft macht4 ,nicht jeder ,geschftsmann kann behaupten1 da er durch seinen ,beruf den ,mitmenschen ,wohltaten und ,freude bereiten kann4 ,und gewi hat kein ,geschft einen mehr idealen ,hintergrund1 als das des ,wirtes4 ,ein ,wirt1 der nichts mehr wre als ein strikter ,geschftsmann1 mte eine abschreckende ,gestalt fr seine ,kundschaft sein4 ,wenigstens fr seine moderne1 so anspruchsvolle ,kundschaft4 ,daher ist der ,wirt mehr ,mensch als ,geschftsmann4 ,schlechte ,kaufleute sind oft sehr gute ,menschen4 -- ,bitte1 ich wei1 was ,sie sagen wollen6 ,ich will gewi nicht behaupten1 da alle gewiegten ,geschftsmnner schlechte ,menschen und alle geschftlichen ,stmper gute menschliche ,exemplare seien4 ,es gibt ,mittelwege4 ,aber trotzdem6 ,ich glaube nicht an ,gefhl1 an ,edelmut1 an ,freigiebigkeit bei einem geschftlichen ,vorgang4 ,das menschliche ,herz hat keine ,stimme in der ,geschftswelt4 ,edelmut lt sich mit unserem kommerziellen ,leben noch nicht vereinbaren4 ,es ist das ,privilegium des ,schnen1 lcherlich zu werden1 wenn der ,alltag spricht4 ,der ,wirt ist sich seiner zwiefachen ,stellung sehr wohl und schmerzlich bewut4 ,sagen ,sie ihm1 da sein ,geschft genau das gleiche sei1 was jedes andere ,geschft ist1 so wird er freudig zustimmen4 ,wenn man ihm aber sagt1 da er und seine ,angestellten deshalb genau so auftreten sollten1 wie es andere ,geschftsleute tun1 so wird die freudige ,miene verschwinden und eine besorgte an ihre ,stelle treten4 ,er wird sagen1 da dies unmglich sei4 ,er wird ,ihnen eine ganze ,reihe von ,grnden hierfr angeben1 und doch keinen einzigen1 der stichhaltig und greifbar wre4 -- ,nein1 nein1 er kann den ,gsten gegenber nicht so auftreten1 wie es andere ,geschftsleute ihren ,kunden gegenber tun4 -- ,das ist nun einmal so und nicht anders4 ,der ,wirt wird ,ihnen sagen1 da er hflicher1 zuvorkommender1 nachsichtiger1 freigiebiger1 williger1 fgsamer sein mu als irgendein anderer ,geschftsmann1 da er sogar ntigenfalls sich bcken und ,kratzfe machen mu4 ,die ,gste verlangen dies nun einmal so1 die ,konkurrenz ist nun einmal so gro usw4 ,der arme ,mensch wird sich vor ,qualen winden und drehen1 aber keine richtige ,lsung seiner eigenartigen ,situation finden knnen4 ,ich kenne kaum einen ,betrieb1 dem mehr ,gefahren von innen und von auen drohen1 wie der ,hotelindustrie4 ,ungnstiges ,wetter und ,verkehrsstrungen knnen groen ,schaden anrichten4 ,eine ,epidemie1 ja ein einziger ,todesfall oder eine ansteckende ,krankheit knnen den ,betrieb vollstndig lhmen4 ,selbstmorde1 ,skandale gehren nicht zu ,annehmlichkeiten4 ,dem ,hause kann jederzeit durch verleumderische ,untergrabung des guten ,rufes und des ,renommees unermelichen ,schaden beigefgt werden4 ,schwindler1 ,hochstapler1 ,gauner1 ,diebe treiben hier unausgesetzt ihr ,unwesen4 ,infolge der groen ,haftpflicht der ,wirte droht eine bestndige ,gefahr in ,prozessen aller ,art4 ,die ,sorge um das ,eigentum und die ,sicherheit der ,gste ist beileibe keine geringe4 ,vor allem aber ist die ,ungnade hochgestellter1 einflureicher ,leute am meisten zu frchten4 ,einflureiche ,damen der hohen ,gesellschaft namentlich sind groe ,faktoren in der ,prosperitt oder dem ,ruin eines ,hauses4 ,die verheerende oder wohlttige ,wirkung1 welche ein einzelnes weibliches ,wesen durch ihre ,zungenfertigkeit im ,klub1 in der ,gesellschaft1 bei ihren ,freundinnen und selbst bei den ,mnnern in einem ,hotel hervorrufen kann1 ist oft ganz unglaublich gro4 -- ,von den eigentlichen ,betriebsgefahren1 den inneren1 wie die ,verderblichkeit der ,waren1 ,gewissenlosigkeit und ,unredlichkeit der ,angestellten1 ,feuersgefahr usw4 will ich gar nicht reden4 ,es sind nur einige von den vielen ,sorgen1 die das ,gemt des modernen ,hoteliers als ,geschftsmann belasten4 ,seine ,hauptsorge aber ist3 er will seinen ,gsten ein ,heim bereiten4 ,ein wahrhaft heroischer ,versuch6 ,ein herkulisches ,unternehmen fr einen ,geschftsmann6 ,aber was ist das ,ende8 -- ,so wird der ,hotelier durch seine ,sisyphusarbeit geschftlich schwach statt stark4 ,er wird ngstlich1 enttuscht1 entmutigt1 er kann seiner ,kundschaft nicht als ,kaufmann entgegentreten4 -- ,er wird stets einem unverschmten ,gaste1 einem chronischen ,nrgler1 der -- weil er die ,hoteliers und ihre ,schwchen kennt -- prinzipiell berall wegen hoher ,preise1 schlechten ,essens1 miserabler ,bedienung usw4 aufmuckt1 sofort weitgehende ,privilegien einrumen und einen ,rabatt gewhren4 ,zum ,protest gegen derartige1 sehr hufig vorkommende ,unverschmtheit erkhnt sich der ,wirt hchstens zur ,zeit der ,hochsaison1 wo drei oder vier andere1 weniger unverfrorene ,wanderer mit ,bergen von ,gepck der ,unterkunft harren und die fraglichen ,preise gerne zahlen wollen1 da sie schon an verschiedenen anderen gastlichen ,portalen bedauernd zurckgewiesen wurden4 ,die bertriebene ,hochachtung und ,devotion vor seiner ,kundschaft blendet den ,durchschnittshotelier in dem ,mae1 da er die grten ,grobheiten bersieht oder schweigend einsteckt1 ja da er sich von einem internationalen ,hochstapler1 der nur halbwegs geschickt auftritt1 oft ins ,bockshorn jagen und betrgen lt4 ,mich dnkt1 es hat sich der muffige ,geruch des ,interieurs wackeliger ,karossen und ,kaleschen selbst bis in die modernsten ,hotels verschleppt4 ,den ,geist1 der die ,hotelindustrie als ,geschft bedrckt1 knnte ich nur -- um ihn ganz genau zu definieren -- ,postkutschengeist nennen4 ,und wie eine vererbte ,krankheit oder ,angewohnheit schleicht er sich durch die ganze groe ,familie des mildttigen ,bonifaz hindurch4 ,so angemessen1 gemtlich und zutraulich dieser liebe alte ,postkutschengeist vor fnfzig oder hundert ,jahren noch gewesen sein mag1 die heutige ,zeit hat keinen ,gebrauch mehr fr ihn4 ,das ,drhnen der sthlernen ,rder und ,schienen1 das gewaltige ,fauchen der ,lokomotiven1 das dumpfe ,stampfen der ,schiffsmaschinen haben ihn1 den ,alten1 vertrieben4 -- ,wir bedauern dies unendlich4 ,wir betrauern ihn1 wie wir uns ber das ,ableben eines alten ,urgrovaters oder ,groonkels grmen1 dessen ,erbe wir1 die ,jungen1 die ,lebenden1 antreten4 -- ,aber dann schnell in die ,erde mit ihm6 ,gott hab' ihn selig6 ,und zurck ins ,leben6 -- ,zeit ist ,geld6 -- ,und in unserer ,zeit lautet der ,kriegsruf3 ,business is ,business6 ,der moderne ,hotelier wird alles1 alles aufbieten1 seinen reisenden ,gsten ,schutz1 ,obdach1 ,sicherheit1 gutes ,essen1 gutes ,trinken1 freundliche ,bedienung zu geben4 ,er wird sein ,haus so bequem1 so luxuris1 so behaglich und vollkommen ausstatten1 wie es in seiner ,macht steht4 -- ,ja1 wie gesagt -- er wird das ,menschenunmgliche versuchen3 er wird den mden ,reisenden so aufnehmen1 da dieser unter dem ,dache des ,hotels sein eigenes zurckgelassenes ,heim vergit4 ,gelingt dies jemals einem ,hotelier1 so ist er ein ,knstler1 ein groer ,wohltter der ,menschheit1 der stolz auf sein ,lebenswerk sein kann4 ,es ist jedoch eine ,tatsache1 da das moderne ,hotel das ,heim der ,menschen langsam verdrngt4 -- ,beachten ,sie nur1 wie die ,hoteliers dies unbewut ahnen4 ,oder sollten die bsen ,menschen es wirklich schon wissen68 -- ,jedenfalls aber1 um den bergang mglichst sanft zu gestalten1 um die bittere ,pille1 die die ,menschheit schlucken werden mu1 s zu machen1 preisen sie ihre ,huser instinktiv -- oder mit teuflisch schlauer ,berechnung -- als ,heime an4 ,sie machen die verzweifeltsten ,anstrengungen1 sie sparen keine ,mittel1 ihre ,lokale einem ,heime hnlich zu machen4 ,aber ich bezweifle1 ob es jemals einem ,hotelier bisher gelungen ist1 dem ,reisenden das ferne ,heim zu ersetzen4 -- ,denn das ,hotel ist und bleibt doch immer ein ,geschftshaus1 und es kann doch auch nur als solches betrachtet und betrieben werden4 ,nach unseren bisherigen ,begriffen war das ,heim aber kein ,geschftshaus1 sondern eine ,art ,heiligtum1 eine geweihte ,sttte4 ,der moderne ,hotelier sollte dies bedenken1 und wenn er rechnen kann1 wird er es bedenken4 ,er wrde sich dann auch nicht aufreiben auf der ,suche nach etwas ,unerreichbarem1 nach dem ,ersatz des ,heims1 sondern er wrde dann nur danach trachten1 sein ,haus zu einem wirklichen ,geschftshaus zu gestalten4 ,eine sehr traurige1 trostlose ,botschaft fr das liebe ,publikum6 ,der eine ,hotelier1 um sie ihm offen zu verknden1 mte ein viel grerer ,heros sein als alle seine heimebauenden ,kollegen zusammengenommen4 ,aber da das liebe ,publikum nur immer seine eigenen ,interessen im ,auge hat1 und da die ,hotels zur ,selbsterhaltung auch bald anfangen mssen1 das gleiche zu tun1 so wird wohl jemand unter ihnen die ,botschaft in nchster ,zeit ffentlich verknden mssen4 ,aber es braucht keine ,kriegserklrung zu sein4 ,man kann es zum sanften ,appell an die ,vernunft des lieben ,publikums machen4 ,der ,hotelier wird heute noch eingestehen mssen1 da er seinen ,gsten kein wirkliches ,heim bieten kann1 sondern nur ein vorbergehendes ,obdach -- gegen ,bezahlung4 ,was man ,geschft nennt 444 ,darum soll das ,publikum auch eigentlich nicht mit ,millionen unsinniger ,forderungen und ,erwartungen kommen und aus dem rmsten einen ,neurastheniker machen4 ,wenn dies geschieht1 so ist es nichts als die gerechte ,strafe fr die eigentlich geradezu unglaubliche ,gemtsroheit1 ein ,geschftslokal als heimhnlich oder heimersetzend anzupreisen4 ,mgen die ,hoteliers durch ,konkurrenz zu solch waghalsigem ,tun angetrieben werden1 es ist unverzeihlich1 roh1 -- noch verfrht4 ,das moderne ,hotel kann in sich selbst eine kleine ,stadt sein1 es kann ein ,kunst-1 ,musik-1 ,theaterpalast sein -- ein ,heim nach unseren ,begriffen ist es noch nicht4 ,fr unsere ,enkel vielleicht1 -- wer wei8 -- ,freilich1 freilich1 es gibt heute schon gengend ,menschen1 welche groe ,hotels zu ihrem bestndigen ,aufenthaltsort machen und jahraus und jahrein darinnen vegetieren4 ,aber es gibt auch ,menschen1 denen der ,begriff ,heim fremd ist4 ,es gibt ,menschen1 deren ,leben so entsetzlich de1 inhaltslos und leer ist1 deren ,inneres so verwstet ist1 da sie allerhand knstlicher und mechanischer ,mittel bedrfen1 um sich ber ihre ,herzensde hinwegzutrsten4 ,doch diese ,menschen kommen fr uns nicht in ,betracht4 -- ,frauen allerdings1 ,herr ,kommerzienrat1 ach1 die ,frauen1 sage ich ,ihnen1 so weit sie angefangen haben1 die ,krise der ,umwandlung1 die ,metamorphose des ,heims zu erkennen1 sie begren die neue ra mit einer frenetischen ,begeisterung 444 pst6 -- huh6 da kommen unsere ,damen gerade aus dem ,garten -- -- sollten wir nicht lieber ein anderes ,thema 4448 ,nicht8 -- ,nun1 ich werde versuchen1 sie bald wieder fortzubringen4 -- -- -- -- -- -- ,hh1 ich schaue so glcklich drein1 gndige ,frau8 -- ,ja1 ich fhle ein groes ,dichtwerk in mir reifen4 -- ,interessant1 nicht wahr8 -- ,wie meinen ,sie 4448 ,ein titanisches ,drama8 -- ,ah1 ,sie halten viel zu wenig von mir6 -- ,nein1 nein6 ,ich fhle mich berufen1 bald einen ,nekrolog auf die ,hausfrau zu singen4 ,vielleicht noch etwas verfrht1 aber immerhin 444 -- ,selbstverstndlich1 gndige ,frau6 ,die ,mnner sind daran schuld4 -- ,sonst niemand6 ,bevor ich aber in die ,saiten greife und mein ,lamento anstimme1 will ich dem schlimmsten ,feinde der ,hausfrau1 dem siegreich vordringenden ,kochknstler mnnlichen ,geschlechts noch einen krftigen ,hieb versetzen1 ja1 ihn gar zurckzuschlagen versuchen1 obgleich ich als ,mann -- persnlich -- gegen den liebenswrdigen ,menschen nichts einzuwenden habe4 -- ,dieser herrliche ,achilleus des ,herdes hat nmlich eine sehr verwundbare ,ferse3 seine souverne ,verachtung fr ,hausmannskost4 ,wenn er nicht weise genug ist1 noch einiges von der ,hausfrau zu lernen1 bevor er ihr ganz das ,handwerk legt1 so ist es um ihn geschehen4 -- ,der ,kochknstler mag ein ,philosoph1 ein ,trumer sein1 was er hervorbringt und ersinnt1 kann hohe ,vollendung1 ,kunst oder ,maschinenarbeit sein1 die mit ,przision und ,verve der ,berufsmigkeit entsteht oder aus dem wunderbaren ,reichtum und dem ,fleie eines erfinderischen ,genies geboren wird4 ,seine ,leistungen weisen aber nicht die ,spuren jener liebevollen ,hand auf1 die den ,gerichten einer guten ,hausfrau anhaften4 ,warum ist diese husliche ,handarbeit mit allen ihren ,mngeln und ,ungeschliffenheiten in ihrer ,einfachheit und ,anspruchslosigkeit uns ,menschen so wertvoll1 so teuer8 ,vollkommenes ist uns noch fremd1 denn wir selber sind noch nicht vollkommen4 ,die vollendete ,arbeit mag unsere ,bewunderung hervorrufen1 sie hat aber einen befremdenden ,eindruck auf uns3 wir knnen sie eben nicht von ,herzen lieben4 ,hausmannskost1 so nahrhaft1 so einfach sie ist1 in diesem ,hotel ist sie noch nicht zu finden6 ,was die liebe1 einfache ,hausfrau1 die biedere1 ungebildete ,kchin oft zu leisten vermag1 den berhmtesten kulinarischen ,gren ist's ein ,rtsel4 -- ,ich wrde mit einer einzigen ,bestellung auf einen krftigen1 deftigen ,pfannekuchen mit ,speck oder einen wunderlieblichen ,armen ,ritter unten das ganze ,regiment von ,kochknstlern in ,aufregung und ,verzweiflung versetzen knnen4 ,vor einem ,heringssalat aus ,pellkartoffeln stehen die weisen ,schler des ,lukullus und ,brillat-,savarins1 die schpferischen ,genies einer klassischen ,kche1 die ,chemie1 ,physik und ,anatomie studiert haben1 genau so verblfft da1 wie ein ,kollegium von ,professoren der ,psychologie1 die vielleicht die verzwickten ,liebesgefhle der ,prinzessin ,salome und des ,propheten ,jokanaan haarscharf erklren knnen1 aber einen ,fall von unglcklicher ,liebe zwischen einem ,hausknecht und einem ,kammerktzchen staunend angaffen und ratlos -- aber ganz absolut hilf-1 wort-1 rat-1 taten- und hoffnungslos davorstehen4 ,hchstens lcheln knnen sie und die ,achseln zucken4 ,die ,kochknstler sowohl wie die ,professoren4 ,das ist aber auch alles4 ,jedoch lcheln und achselzucken kann jedermann und besonders1 wenn er sich sonst nicht zu helfen wei4 ,sind es wohl besondere ,geheimnisse1 ,zaubersprche und ,beschwrungsformeln1 die die ,hausfrau bei der ,zubereitung ihrer ,gerichte anwendet1 deren magische ,gewalt dem ,sohne in der ,fremde grausames ,heimweh bereitet1 deren ,duft allein schon den flatterhaften ,ehemann mit unsichtbaren ,fden ans ,haus fesselt8 -- ,nein1 gndige ,frau1 so viel ,wunderglauben besitze ich leider nicht4 -- ,ich kann mir nicht einreden1 da die traute ,liebe der ,gattin und ,mutter genug physische ,kraft besitzt1 um frsorglich und beeinflussend ber den dampfenden ,kochtpfen zu schweben und das ,gedeihen des ,inhalts zum ,heile der ,familienverdauungsorgane zu beschtzen und zu segnen4 -- ,wie so vieles ,transzendentale von ruchlosen atheistischen ,menschen wissenschaftlich ausgelegt werden kann1 und da ich zur ,beseitigung jedes ,wunderglaubens nach ,krften beitragen will1 so bin ich daher roh genug1 die ,wunder der huslichen ,kche physiologisch zu erklren4 -- ,die ,hausfrau bereitet vor allem die ,speisen nicht zu lange vor4 ,sie kommen direkt vom ,feuer auf den ,tisch4 ,sie sind daher frei von dem metallischen ,geschmack vieler ,hotelspeisen1 die stundenlang zubereitet warten mssen1 bis sie serviert werden knnen4 ,whrend dieser ,wartezeit zersetzen sich auf chemischem ,wege kleine ,metallteilchen1 die1 ohne schdlich zu sein1 gewissen ,speisen einen unangenehmen ,geschmack mitteilen4 -- ,nichtsdestoweniger gibt es ,sachen1 die aufgewrmt geradezu gottvoll sind4 ,durch den wiederholten ,proze des ,kochens wird oft ein gewisser1 erster1 halbroher ,zustand beseitigt1 die ,speisen werden garer1 zutrglicher und verdaulicher1 wenn ihre ursprngliche ,kraft sorgfltigerweise erspart wird4 ,die ,hausfrau1 die oft aus ,sparsamkeitsrcksichten gezwungen ist1 ,reste aufzuwrmen1 hat dies entdeckt und wei es wohl zu benutzen4 ,der ,kochknstler dagegen schaudert meistens vor aufgewrmten ,speisen zurck4 ,durch weise ,haushaltung an ,sparsamkeit gewhnt1 verwendet die ,hausfrau allerhand ,reste und berbleibsel von ,suppen1 ,saucen1 ,knochen und dergleichen1 kocht alles wieder auf und erzielt dadurch in ihren ,gerichten jenen unbestimmbaren ,grad von ,kraft und ,nahrhaftigkeit1 welche jede sparsame1 haushlterische ,wirtschaft in allen ,lebenslagen erreicht -- das groe1 dem ,verschwender ewig verborgen bleibende ,geheimnis des ,wohlstandes und der ,gesittung4 -- ,der ,kochknstler ist gewhnlich ein ,verschwender1 wie alle ,genies ,verschwender sind4 ,in der ,enge mu das ,genie zugrunde gehen4 ,aber die ganze ,ausbeutung seiner ,krfte und ,mittel kennzeichnet den weisen ,knstler1 den tchtigen ,handwerker4 ,so viel kann der ,koch von der ,hausfrau lernen4 -- -- ,ja1 meine ,damen1 ich schaudere bei dem ,gedanken1 da das ,heim der ,menschen auf dem ,aussterbeetat stehen soll6 -- ,das moderne ,heim ist nur noch ein ,schatten von dem frheren4 ,und was wird die ,zukunft uns als ,ersatz bieten8 -- ,nun1 etwas hnliches wie ein ,hotel mu es doch wohl werden1 wenn die ,frauen keinen anderen ,rat wissen4 -- ,wie meinen ,sie1 ich sei ein ,weiberfeind8 -- ,oh1 welche ungerechte ,anschuldigung6 ,welche ,verleumdung6 -- -- -- -- -- ,da flieen sie hin1 die ,holden6 -- ,zornig1 entrstet1 schmollend1 weil ich ihnen schmeichelte6 -- ,wer kennt das ,gemt der ,frauen68 -- ,wre ich grob gegen sie gewesen1 so lgen sie mir jetzt am ,halse4 ,doch dem ,himmel ,dank6 ,nun knnen wir vom ,geschft weiter sprechen4 ,vernnftige ,mnner wie wir1 ,herr ,kommerzienrat1 welche so hohe ,preise zahlen1 da ein patriarchalisches ,verhltnis zwischen ihnen und dem ,hotelier schwerlich aufkeimen kann1 werden daher vorlufig noch nicht die ,torheit begehen und ein ,hotel mit einem ,heim vergleichen oder erwarten1 da es ihnen ein solches biete4 ,aber ein ,geschftshaus sehen wir im ,hotel1 ah1 und was fr ein ,geschftshaus6 ,welch ein ,leben und ,treiben6 ,interessant1 nutzbringend sowohl fr den ,besucher wie auch fr den ,unternehmer und den ,angestellten4 ,vielseitig1 anregend wie kaum ein anderes4 ,und aus diesem ,grunde verlangen wir vom ,hotelier und seinen ,angestellten nur striktes geschftliches ,auftreten und nichts mehr4 -- ,wrden ,sie als ,kaufmann bei einem ,auftrage etwas mehr leisten1 als ,ihr ,kontrakt ,sie verpflichtet68 -- ,nein1 sehen ,sie4 ,jede berflssige ,leistung ist verdchtig4 ,nicht nur im geschftlichen1 sondern auch im privaten ,leben4 ,als kleiner ,junge besorgte ich oft gerne ,einkufe fr meine ,mutter4 ,ich tat's viel lieber als zur ,schule gehen1 denn ich vibrierte damals schon vor ,verlangen1 mich ins groe ,leben strzen zu knnen4 ,aber ich habe niemals unserm ,metzger getraut1 wenn er zu gut gewogen hatte und mir gar noch ein ,stck ,wurst obendrein gab4 ,es schien mir nie ganz geheuer4 ,und unser ,metzgermeister war doch so ein ehrenwerter ,geschftsmann6 -- ,zu viel geben ist meiner ,ansicht nach nicht gut4 ,ein ,mann1 der von sich selber und der ,gte seiner ,ware berzeugt ist1 wird dies nie tun4 ,er wird nie zu wenig1 aber auch nie zu viel geben4 ,freilich1 zur ,zeit der ,postkutsche pflegten unsere ,grovter einer ,ruhe1 die leider gnzlich aus unserem heutigen ,geschftsleben verschwunden ist4 ,sie hatten geschftliche ,ansichten1 ,prinzipien1 ,methoden1 die heute nicht mehr gelten4 ,die ,angestellten sind nicht mehr die aus der guten1 alten ,zeit4 ,ich kann daher auch nicht einsehen1 warum sich im ,hotel -- ein ganz modernes ,geschft -- der ,geist der ,postkutschenra erhalten sollte4 ,ich kann nicht einsehen1 warum der moderne ,hotelier von seinem ,kellner verlangt1 da er sich total fr das ,wohl seiner ,gste aufreiben soll4 ,ein ,gast1 der im ,hotel einen ,kellner vielleicht von der ,hhe eines ,grandseigneurs herab als seinen ,leibeigenen ansieht1 wird es nicht wagen1 in einem ,laden den geringsten ,verkufer durch die aristokratische ,brille zu betrachten4 ,nein1 er wird geduldig warten1 bis die ,reihe an ihn kommt4 -- ,anders hier6 -- ,wehe1 wenn hier jemand auf die geringste ,kleinigkeit warten mu6 -- ,sie drfen sich in solchem ,falle den ,generaldirektor des ,hotels kommen lassen4 ,sie knnen das ganze ,haus in ,aufregung versetzen4 ,unter einer ,flut von devotesten ,entschuldigungen werden ,sie getrstet und besnftigt werden4 ,es gibt menschliche ,wesen1 die nichts zu tun haben1 vornehme ,tagediebe und ,miggnger1 die derartigen ,unfug als eine ,spezialitt betreiben4 ,solche ,leute machen es sich zum ,prinzip1 mglichst viel ,aufsehen mit ihrer ,person zu erregen und die armen ,angestellten durch ihren ,anblick allein schon in allertiefste ,ehrfurcht zu versetzen4 ,dies hat einen doppelten ,wert4 ,es ist ein wunderbarer ,nervenkitzel1 und zugleich ist der finanzielle ,vorteil unverkennbar4 ,durch ihre ,frechheit glauben sie den ,kellner dermaen einschchtern zu knnen1 da dieser schon prnumerando auf das ,trinkgeld verzichtet und sich mit der hohen ,ehre begngt1 einem feinen ,gaste aufwarten zu drfen4 ,solche ,spezimina des ,homo sapien sind nicht glcklich1 wenn bei ihrem ,erscheinen auf dem ,plane nicht zwei oder drei ,assistenzdirektoren1 sechs ,oberkellner und eine ,schar von niedereren ,kreaturen sie umtnzeln4 -- ,oh1 ich sage ,ihnen1 ,herr ,kommerzienrat1 die ,damen6 -- ,damen gibt es1 die oft ganz ,hervorragendes1 wahrhaft ,groes in solchen ,theaterszenen leisten4 ,besonders wenn sie ,gesellschaft haben und wenn sich unter den ,eingeladenen ihre ,feindinnen und ,rivalinnen befinden4 -- ,hierin sind ,damen unerreichbar4 ,leutnants1 ,dichter1 ,korpsstudenten1 ,snger1 ,musiker mnnlichen ,geschlechts1 die sich auch zuweilen auf diesem ,gebiete versuchen1 fallen neben den ,damen klglich ab4 ,nichtsdestoweniger kann durch ein arrogantes ,monokel1 eine pompse ,uniform1 ,sbelgerassel1 ,sporengeklirr und sonstiger ,maskerade und ,requisiten fr ,komische ,oper und ,possen1 durch klingende ,titel und fliegende ,mhnen eine gelinde knstliche ,panik zwischen den ,angestellten heraufbeschworen werden4 ,leute gibt es1 ,hypochonder1 chronische ,nrgler1 halbe und ganze ,idioten1 denen der ,hotelier und seine ,angestellten nichts recht machen kann1 denen nichts zu gut und nichts gut genug ist1 denen entweder alles zu teuer oder alles zu billig ist4 ,der arme ,kellner hat seine ,last mit solchen ,menschen4 ,er darf nichts auf ihre ,exzentrizitt erwidern1 er darf nicht einmal darber lcheln1 er darf sie nicht einmal sich selber bedienen lassen4 -- ,feine ,leute1 die eigenen ,willen1 ,gewohnheiten und ,eigenheiten besitzen1 haben auch ihre ,butlers und ,kammerdiener1 die auf die ,kinkerlitzchen trainiert sind4 ,fr den ,durchschnittshotelgast -- und schlielich auch fr jeden ,sterblichen -- gibt es keine greren ,kontagien als hochnoble1 exotische ,passionen1 deren ,bazillen sich beim ersten ,anblick in das ,nervensystem des empfnglichen ,opfers einarbeiten und dort verheerend wirken4 ,die ,krankheiten sind natrlich harmlos1 wenn gengend ,mittel vorhanden sind1 um das bestndige ,jucken1 welches sie verursachen1 zu befriedigen und zu stillen4 ,gewhnlich werden aber nur verhltnismig ,mittellose oder ,geizhlse angefallen1 die nicht imstande sind1 sich gengend ,dienerschaft anzulegen1 die fr ihre exzentrischen ,gelste ,sorge tragen4 ,auch werden solche armen ,leute oft durch die damit verbundenen ,kosten so gemein und niedertrchtig1 da selbst der simpelste1 friedlichste ,diener es bei ihnen nicht aushalten kann4 ,diesen ,menschen kommt der ,hotelangestellte ganz wie gerufen4 ,was dem rmsten in solchen ,fllen blht1 kann ich gar nicht sagen4 ,ein alter1 aber immer noch wirksamer ,trick der ,menschen1 die fr ihre kleinen und groen ,gelstchen1 denen sie frnen1 nicht bezahlen wollen1 ist1 die ,angestellten mit einer leicht verschleierten ,andeutung auf ein opulentes ,trinkgeld von ,anfang an zu kdern und sie schlielich hinters ,licht zu fhren4 ,erkennen sie aber mit dem ihnen eigenen ,schnffelsinn1 da der ,angestellte sie vorher durchschaut oder alle ,hoffnungen auf den versprochenen ,obolus aufgegeben hat und nun anfngt1 sie als quantit ngligeable zu behandeln1 dann bricht die ganze ,wut und ,gemeinheit in den armen ,gemtern los4 ,nicht selten bewirken sie dann unter ,drohungen1 das ,haus zu boykottieren1 die ,entlassung des ,angestellten und heimsen so durch die ,befriedigung des niederen ,rachegefhls in ihren schwarzen ,herzen kostenlos eine neue ,freude ein4 -- ,es ist erschreckend und entmutigend1 wie hufig man diesen ,typus1 diese ,blten der ,menschheit in den groen ,hotels beobachten kann und wie sie von den ,hoteliers auf ,kosten der ,angestellten gefrdert1 ja geradezu gezchtet und gemstet werden4 ,eine schne1 entzckende ,frau darf nicht glauben1 ein ,hotel sei ihre exklusive ,domne1 wo sie ihre ,augen und ,brillanten spazieren fhren kann4 ,salonlwen1 ,literaturtiger1 ,kunsthynen1 die ,wochen-1 ,tages- und ,stundengren drften das ,parkett des ,saales nicht fr sich allein in ,anspruch nehmen1 wenn sie siegesbewut einherschreiten1 nachdem sie vielleicht fr fnfzig ,pfennig oder eine ,mark diniert haben4 -- ,ja1 ich versichere ,ihnen1 ,herr ,kommerzienrat1 man kann riesig billig essen1 wenn es sein mu1 und das furchtbare ,gesicht des ,lebens schimmert auch durch die glnzende ,sphre des ,saales und den feinen ,duft der ,zigaretten4 -- ,und lauschen ,sie nur einmal aufmerksam1 ,sie knnen alsdann ganz bestimmt einen feinen1 hhnischen ,ton aus der brausenden ,musik heraushren1 der wie von einem lachenden ,teufel stammt4 ,schauen ,sie nur einmal hinter die ,kulissen6 ,man knnte daher namentlich dem jngeren ,kellner nicht eindringlich genug eine geradezu atheistische ,respektlosigkeit vor der vagen1 gtzenhaften ,gre der ,durchschnittszelebritt predigen und anempfehlen4 ,die alten ,kellner lernen sie zwar mit der ,zeit1 aber erst nach vielen ,qualen und ,enttuschungen4 ,es gibt ,kellner1 die sich diesen ruhigen ,blick bald aneignen1 und sie werden nie enttuscht1 wohl aber hie und da einmal angenehm berrascht1 und sie haben eine um so grere ,verehrung fr wirkliche ,menschenwrde und erkennen dieselbe4 -- ,was ein kleines ,kunststckchen ist1 da sie so vereinzelt und unauffllig auftritt4 ,die einfachsten1 im ,verkehr der ,menschen untereinander geltenden ,regeln der ,hflichkeit sollten doch auch einer strikt geschftlichen ,hotelfhrung gengen4 -- ,warum mssen dieselben aber hier bertrieben werden8 -- ,selbstverstndlich1 derjenige1 welcher etwas feilzubieten hat1 mu sich mglichst den ,forderungen seiner ,kundschaft anpassen4 ,da er ,konkurrenz hat1 mu er auch mit in den ,wettbewerb eintreten4 ,der ,wettbewerb aber ist's gerade1 der dem ,geschfte zugleich eine interessante und gefhrliche ,seite verleiht4 -- ,fr den ,kufer1 der die reiche ,auswahl hat1 bietet sich darin auch eine ,gefahr4 ,in je reicherem ,mae eine ,ware vorhanden ist1 um so geringer wird sie im ,wert und um so mehr mu sie angepriesen werden4 ,der ,kufer1 der ,vielumworbene1 der berall ,willkommene1 ist in einem solchen ,falle zu leicht verfhrt1 die ,stellung eines ,despoten anzunehmen4 ,und je mehr und unwrdiger sich die ,verkufer um die ,gunst des ,gewaltigen bewerben1 um so mehr mu er in seiner absolutistischen ,stellung bestrkt werden4 ,da das ,menschenmaterial heutzutage im allgemeinen sehr billig ist1 so ist es auch notwendigerweise verchtlich4 ,im ,mittelalter wurde dies noch oft und unverhohlen ausgedrckt4 ,doch man hat es in der modernen ,geschftswelt zur ,regel gemacht1 derartige fromme1 alte ,gesinnungen hbsch fr sich zu behalten und sie keinem ,menschen1 sei er noch so gering und billig1 direkt fhlen zu lassen4 ,nur im ,hotelgeschfte1 scheint es1 darf sie sich noch ungestraft zeigen4 ,ich habe nicht ,flle im ,auge1 wo jemand unter dem ,einflusse von geistigen ,getrnken ,handlungen begeht1 fr die er nicht verantwortlich gemacht werden kann1 sondern ich meine das gewohnheitsmige ,auftreten der ,kundschaft gegenber den ,angestellten im ,hotelgewerbe im allgemeinen und den ,kellnern gegenber im besonderen4 ,und lt ein ,angestellter bei einer passenden ,gelegenheit einem gerechten ,zorne ,lauf1 so erwartet ihn ein unbarmherziges1 von ,vorurteilen eingenommenes ,gericht4 ,betrachten ,sie nur die grenzenlose ,freigiebigkeit der ,wirte4 ,ihre glnzenden ,rume stehen jedem anstndig gekleideten ,menschen offen4 ,sei er1 wer er will4 ,und mit einer ungenierten ,selbstverstndlichkeit nehmen wir von allem ,besitz1 was uns das ,hotel bietet4 ,komfort1 ,luxus1 ,musik1 ,umgebung4 ,die ,aktien eines ,fremden1 der in einem vornehmen ,hotel lebt1 steigen ums ,hundertfache1 sobald es den ,leuten bekannt wird1 mit denen er geschftlich oder gesellschaftlich in ,verkehr tritt4 ,fr ein paar ,groschen kann ein ,gast die ungeteilte ,aufmerksamkeit eines ,heeres von ,angestellten in ,anspruch nehmen4 ,und er tut es4 -- ,in welchem anderen ,geschfte finden ,sie eine ,parallele hierfr8 ,nirgendwo1 in keinem anderen ,geschftshause1 bei keiner anderen ,gelegenheit glaubt der liebe ,kufer seine ,dummheit1 seine ,leidenschaften1 ja oft tierische ,gemeinheit so ungestraft zur ,schau tragen zu knnen wie im ,gastwirtsgewerbe4 ,nirgendwo im ,leben wird er sich soviel anmaen1 geiziger1 herrischer und protzenhafter sein als gerade hier4 -- ,warum8 -- ,das ist eine ,frage1 die sich schwer beantworten lt4 ,es scheint1 als ob die luxurise ,atmosphre1 das ,bewutsein des zu ,gebote stehenden groen ,betriebes in vielen schwachen ,kpfen eine gelinde ,form von ,csarenwahnsinn weckt4 ,manch ein armseliges ,herrchen glaubt sich hier zu den grten ,anmaungen berechtigt1 weil er fnf ,mark fr ein ,zimmer bezahlt oder oft auch schuldig bleibt4 ,fr die ,vorteile1 die ihm durch das ,prestige und den ,nimbus1 mit welchem seine ,wenigkeit umgeben wird1 erwachsen1 wei er meistens keinen ,dank4 ,er bedenkt nicht1 da ein ,kellner hufig durch seine ,reisen und ,ttigkeit mehr ,kenntnisse und ,bildung besitzt als er1 der ,gast4 ,aber er hat eben das ,recht1 den ,angestellten anzufahren1 wenn er sich dazu veranlat glaubt4 ,spiebrger im ,sonntagsrckchen1 schnodderiges ,fatzkentum1 alle kommen sie1 wenn sie ein gutes ,geschftchen gemacht haben1 und leisten sich etwas4 ,solche ,leute knnen gewhnlich weder essen1 noch verstehen sie1 sich unter ,menschen zu benehmen4 ,sie wissen nicht1 wie ein ,essen bestellt wird1 noch wissen sie1 was sie bestellen4 ,der arme ,kellner hat viel unter solchem ,dilettantismus zu leiden4 ,er aber1 der geduldige1 freundliche1 gewandte1 trinkgeldheischende ,jngling1 alles lt er lchelnd oder schweigend ber sich ergehen4 ,ihm steht nicht das ,recht einer ,erklrung oder ,verteidigung zu4 -- ,wrden ,sie nicht den geringsten ,ihrer ,angestellten gegen ,flegeleien und ,ungerechtigkeit verteidigen8 -- ,nun wohl6 -- ,der ,wirt tut es nicht4 -- ,nennen ,sie dies geschftliche ,fhrung8 -- ,ich auch nicht4 ,die beispiellose ,zuvorkommenheit1 ,freundlichkeit1 ,devotion des ,wirtes im allgemeinen hat einen sehr schlechten ,einflu auf das ,publikum selber4 ,jeder ,gast1 mehr oder weniger1 sucht diese ,eigenschaften des ,wirtes zu seinem ,vorteil auszubeuten4 ,viele beanspruchen besondere ,aufmerksamkeiten und ,privilegien1 ,dienste1 ,besorgungen1 die zu verlangen sie ohne ,bezahlung nicht berechtigt sind4 ,es ist unglaublich1 welche ,forderungen oft den ,wirt bestrmen4 ,eine ,geflligkeit1 die nicht erwiesen wird oder aus gewissen ,grnden abgelehnt werden mu1 kommt dem ,wirt oft teuer zu stehen4 ,viele ,gste versuchen den ,wirt zu prellen1 wo sie auch nur knnen4 ,die auerordentlichen ,schwierigkeiten1 die mit der ,zusammenstellung vieler ,hotelrechnungen verknpft sind1 das komplizierte ,buchhaltungssystem1 das fr die verschiedenen ,zweige des ,hauses ntig ist1 sind ,quellen manchen bels4 ,man spricht so viel davon1 da die ,gste in den meisten ,hotels bervorteilt werden1 ich glaube indessen bestimmt1 da das ,gegenteil die ,wahrheit ist4 ,fast auf jeder ,hotelrechnung wird in der ,eile1 mit der sie oft zusammengestellt werden mu1 etwas vergessen1 woraus dem ,hause oder dem betreffenden ,angestellten ein direkter ,schaden erwchst4 ,bei dem weitgehenden ,kredit1 den der ,wirt oft wochenlang geben mu1 bei der unendlichen ,menge von ,kleinigkeiten1 die er zu berechnen hat1 ist selbst das gewissenhafteste ,system nicht unfehlbar1 und ,irrtmer1 die vorkommen1 fallen gewhnlich zum ,schaden des ,wirtes aus4 ,die meisten ,gste wissen wunderbar genau1 was sie verzehrt haben1 und entdecken gewhnlich beim ,studium der ,rechnung die fehlenden ,posten sofort4 ,aber ich wette1 nur ganz wenige sind ehrlich genug1 den ,irrtum zu berichtigen1 denn die ,versuchung ist zu gro4 ,sie stehen reisefertig1 und sobald sie im ,coup sitzen1 sind sie vor jeder weiteren ,forderung geborgen und knnen sich ins ,fustchen lachen4 ,wehe aber1 sollten sie bei ,durchsicht ihrer ,rechnung wirklich etwas finden1 das sie zu einer ,entrstung berechtigt4 -- ,ich glaube1 jeder halbwegs vernnftige ,buchhalter htet sich peinlichst zwecks ,vermeidung solcher ,szenen1 das ,konto des ,gastes irrtmlich oder wissentlich berflssigerweise zu belasten4 ,zweifellos gibt es auch eine ,menge ,gste1 die durch irgendeine geschickte knstliche ,aufregung das ,gehirn des vielgeplagten1 anmischen ,zahlenmenschen am ,schalter zu verwirren suchen1 damit er sich zu ihrem ,vorteile verrechne4 ,hochstapler ziehen von ,haus zu ,haus und wissen genau1 wie sie die unendliche1 himmlische ,geduld des ,wirtes und seiner ,angestellten ausbeuten knnen4 ,es ist ein allgemein beliebter ,sport1 der ,hotelkasse schlechte ,schecks und faule ,wertpapiere statt ,bezahlung aufzuntigen4 ,ein durchaus guter ,scheck verursacht schon eine ,menge ,arbeit und ,unannehmlichkeiten1 wenn der ,gast1 der damit bezahlen will1 dem ,wirt nicht bekannt ist4 -- ,geduldig mu der unbekannte ,scheckinhaber die kritischen ,blicke des ,bankbeamten an sich auf und ab spazieren lassen1 doch wrde er es nie gestatten1 da ein ,wirt ihn in gleicher ,weise beugle4 ,der brave ,bonifaz zgert keinen ,augenblick3 er beanstandet keinen ,scheck in ,gegenwart seines ,gastes1 lchelnd reicht er die ,feder zum ,indossement4 ,aristokraten1 ,studenten1 ,offiziere vom ,general bis zum ,kadetten abwrts haben wunderbar zarte ,gemter4 ,den kleinsten ,zweifel an ihrer ,person pflegen sie furchtbar bel zu nehmen4 ,welch ein ,glck1 da sie die ,kellner und ,wirte nicht fr satisfaktionsfhig halten6 ,der ,duelle gbe es kein ,ende4 ,ein ,glck1 da die ,hotelmenschen so geschmeidig sind6 ,viel ,blutvergieen wird dadurch verhtet4 ,ein ,glck1 da sie so wunderbar geduldig sind6 ,viele hungrige1 hochgestellte ,persnlichkeiten haben daher etwas ,gutes zu essen und zu trinken4 ,ein ,geschft1 sei es1 was es sei1 kann1 um auf die ,dauer erfolgreich und nutzbringend zu sein1 nur auf einer streng geschftlichen ,grundlage gefhrt werden4 ,wie der ,hotelier anmaende ,forderungen sanft aber entschieden ablehnen mu1 so mu er den berechtigten unbedingt nachkommen4 ,unter dem gegenwrtigen ,trinkgeldsystem jedoch ist es fr den ,hotelier und in noch grerem ,mae fr den ,kellner schwierig1 strikt geschftlich vorzugehen4 -- ,einen recht frappanten ,fall1 der dies gut illustriert1 erlebte ich vor einigen ,tagen4 -- ,ich wurde eines ,morgens von einem widerlichen ,kchengeruch in meinem ,appartement angeekelt1 und als ich den ,zimmerkellner nach der ,ursache der ,dfte fragte1 beichtete er mir folgendes4 ,neben mir hatte sich eine knickerige ,familie eingenistet1 die den ,kellner veranlate1 sie mit allerhand ,kleinigkeiten wie heies ,wasser1 ,zucker1 ,essig1 l1 ,spiritus usw4 zu versorgen4 ,diese ,dinge konnte der ,mann sich leicht1 ohne von der ,kontrolle belstigt zu werden1 aus der ,kche verschaffen4 ,ferner verlangten seine ,gste von ihm ,tassen1 ,glser1 ,bestecke1 ,teller1 ,servietten -- gleichfalls kostenlos4 ,das alles sah und hrte sich recht harmlos an4 ,in ,wirklichkeit aber gebrauchten die ,gste diese ,dinge1 um sich von einigen mitgebrachten ,wrstchen und was es sonst noch gewesen sein mag1 auf ihrem ,zimmer ein frugales ,mahl zu bereiten4 -- ,was sagen ,sie dazu1 ,herr ,kommerzienrat8 ,kann so etwas in einem erstklassigen ,hotel vorkommen8 -- ,dem ,kellner gegenber schtzten die ,gste ,appetitlosigkeit vor1 es sei so umstndlich1 sich hinunter in den ,speisesaal begeben zu mssen usw4 usw41 und dem ,wirt brachten sie mit ihrem ,spirituslmpchen das ganze ,haus in ,gefahr4 ,sie verdarben die ,mbel1 ,tischdecken1 ,teppiche und ,wsche1 und mit dem geradezu unertrglichen ,gestank ihrer ,kochereien verpesteten sie mir die ,luft4 ,erst als ich mich darber beschwerte1 wurde der ,unfug eingestellt1 und die sparsamen ,leute entrsteten sich hchlichst1 als ihnen die ,benutzung der ,utensilien in ,rechnung gebracht wurde4 ,durch diesen ,fall aufmerksam geworden1 interessierte ich mich mehr fr derartige ,streiflichter des ,glanzes4 ,mein freundlicher ,zimmerkellner erzhlte bereitwilligst4 ,ihm schien das alles nichts ,neues4 ,so erfuhr ich denn auch1 wie in den feinsten ,hotels manche sparsame ,dame der hchsten ,gesellschaft im ,badezimmer ihres ,appartements eigenhndig ihre ,leibwsche besorgt und die zarten ,rckchen und ,hschen und was es sonst noch sein mag mit einem elektrischen ,pltteisen bgelt4 ,aus alledem entnahm ich die mir hauptschlich wertvolle ,lehre1 da1 sofern das ,eigentum des ,nchsten -- hier das des ,hoteliers -- in ,betracht kommt1 die ,mehrzahl der ,zeitgenossen von einer unglaublichen ,piettlosigkeit beseelt zu sein scheint4 ,sie als ,geschftsmann werden hieraus aber die groe ,gefahr erkennen1 die den ,arbeitgeber als ,vergeltung fr schlechte ,bezahlung der ,angestellten verfolgt4 ,nur mit besonderer ,erlaubnis htte der ,kellner die erwhnten ,kleinigkeiten verabreichen drfen1 selbst wenn er gesehen htte1 da durch die ,verweigerung derselben sein ,trinkgeld in ,gefahr geraten wre4 -- ,denken ,sie sich zum ,beispiel einen ,fall1 wo der gute ,ruf des ,hauses auf dem ,spiele steht4 ,der gewissenhafte1 achtbare ,angestellte1 der sich und das ,haus respektiert1 wird stets sofort das ,interesse desselben im ,auge haben1 sollte diese ,haltung selbst mit eigenen finanziellen ,verlusten verbunden sein4 -- ,aber wieviel ,angestellte tun dies wirklich1 wenn das ,haus sie schlecht bezahlt68 ,der ,glanz des ,geldes lockt mchtig4 ,das ,geld ist schwer4 ,es zieht -- zieht -- hinab4 ,geld hat noch keinen ,menschen emporgehoben4 -- ,ich glaube1 da ein ,kellner1 wenn er seinen ,gast kennt und seines ,trinkgeldes sicher ist1 eher die ,interessen des ,gastes als die seines ,arbeitgebers wahren wird4 ,in einem solchen ,falle wird er mir zum ,beispiel niemals etwas anempfehlen1 was fr das ,haus besonders gewinnbringend ist und das die ,kche gerne absetzen mchte4 ,er wird1 wenn ich ihm das ,arrangement fr eine ,mahlzeit berlasse1 nie die ,rechnung unntigerweise in die ,hhe schrauben1 selbst wenn er vollstndige ,freiheit darber hat4 ,er wird nicht zuviel bestellen1 sondern das richtige ,quantum ausrechnen4 ,er wird mein ,geld sparen4 ,er wird mir dringend raten1 da ich dies oder jenes nicht zum ,diner ntig haben werde1 wenn ich das und das bestelle1 obgleich ich vielleicht beide ,dinge wnsche4 ,ein anderer ,verkufer freut sich nur zu sehr1 wenn er dem ,kunden mglichst viel aufhngen kann1 ob dieser nun der ,sachen bedarf oder nicht4 ,wenn der ,kellner wei1 da der ,gast die ,rechnung begleichen wird1 ohne sie anzuschauen -- was ja vielfach blich ist und zum guten ,ton gehrt -- so wird er dieselbe aufs gewissenhafteste fr den ,gast prfen1 ob sich nicht vielleicht ein ,irrtum zum ,nachteil seines ,gastes eingeschlichen hat4 ,in gewissen ,fllen1 wo das ,recht und der ,anspruch des ,gastes auf gewisse ,vorteile in ,frage kommt1 wird der ,kellner immer im ,interesse des ,gastes handeln1 selbst wenn das ,haus darunter ,schaden leiden sollte4 ,sie sehen hieraus1 wie zwiefach die ,stellung des ,kellners im ,hotelgeschfte1 wie ungeschftlich sein ,verhltnis zum ,arbeitgeber ist und wie gefahrvoll fr ihn seine ,handlungen sind1 die von zwei ,seiten gleich streng abgeurteilt werden4 ,es gibt ,kellner1 die die ,gste1 und ,gste1 die die ,kellner betrgen4 ,der ,wirt steht ziemlich teilnahmslos in der ,mitte4 ,warum8 -- ,weil er kein ,geschftsmann ist6 -- ,wer von den beiden ,betrgern am meisten auf ,raub ausgeht1 ist von uns schwer genau zu bestimmen4 ,der ,mann jedoch1 der sein ,leben lang in der ,gasthofsindustrie gestanden hat1 wird1 wenn ,sie ihn darber befragen1 sofort sagen1 da berufsmige ,schwindler weitaus mehr unter seinen ,gsten als unter den ,kellnern vorkommen4 ,wenn dennoch augenscheinlich das ,gegenteil der ,fall ist1 so mu man in ,betracht ziehen1 da die ,evidenz unter den obwaltenden ,verhltnissen tuscht und gegen den ,kellner spricht4 ,nur statistische ,ziffern knnten darber ,aufschlu geben4 ,diese zu erhalten ist aber ganz unmglich4 ,wenn ich behaupte1 da der ,wirt solchen ,fllen ziemlich teilnahmslos gegenbersteht1 so meine ich natrlich damit1 da er sich gegen die berufsmigen und ,gelegenheitsschwindler unter seinen ,gsten so viel wie mglich schtzt1 indem er den ,angestellten fr die unsauberen ,handlungen solcher ,leute verantwortlich macht4 ,das ist ,politik1 aber kein ehrliches ,geschftsverfahren4 ,wenn ein vornehmer ,gast spurlos verschwindet und eine unbezahlte ,rechnung hinterlt1 so fhlt sich gewhnlich nicht der ,wirt geprellt1 sondern er hlt seinen ,angestellten fr den ,geschdigten4 ,er hat nicht den ,mut oder den ,willen1 derartige geschftliche ,verluste zu tragen1 eben weil er kein ,geschftsmann ist4 -- ,er befindet sich oft auch tatschlich in einem ,dilemma4 ,wer kann zum ,beispiel wissen1 ob der ,gast nicht seine ,rechnung irrtmlicherweise einem anderen ,kellner bezahlt hat86 -- ,die ,variation solcher ,flle ist ebenso gro1 wie die ,gste verschieden sind4 ,darum mu der arme ,kellner bestndig auf der ,lauer sein4 ,wer aber kann verhten1 da ein ,gast den ,augenblick1 wo der ,kellner abwesend1 in der ,kche oder sonst wo beschftigt ist1 bentzt1 um stillschweigenden ,abschied zu nehmen1 oder da er unter irgendeinem anderen ,vorwand1 auf irgendeine ,weise verschwindet1 ohne die ,rechnung zu begleichen4 -- ,wie der ,kellner fr die ,unredlichkeit der ,gste des ,hauses ben mu1 so wird er selbstverstndlich auch fr den ,schaden1 den er selber dem ,hause durch ,unglck1 ,unachtsamkeit und ,vergelichkeit zufgt1 verantwortlich gehalten4 ,bei den verderblichen ,waren1 dem feinen1 leicht zerbrechlichen ,material1 das der ,kellner in seinem ,geschfte handhabt1 ist der ,schadenersatz1 den er leisten mu1 oft sehr betrchtlich4 ,was ,wunder nun1 wenn ein auf solche ,weise bedrckter ,angestellter zu allerhand unredlichen ,mitteln greift1 um sich an dem ,hause und den ,leuten zu rchen1 die ein solches ,defizit in seiner an fr sich mageren ,kasse verursacht haben6 ,so wird manch ehrlicher ,arbeiter durch die ungeschftliche ,fhrung des ,hauses zur ,unredlichkeit verfhrt oder doch wenigstens dazu aufgestachelt4 ,aber gegen die ,unredlichkeit ihrer ,angestellten haben sich die meisten ,wirte -- die groen wenigstens -- gleichfalls wohlweislich geschtzt4 ,es ist daher schwer fr einen ,kellner1 selbst wenn er kaufmnnisch gebildet ist1 eines der modernen ,hotelbuchfhrungs- und ,kontrollsysteme zu hintergehen4 ,ja1 man kann mit ,gewiheit behaupten1 da dies vllig ausgeschlossen ist1 wenn er sich nicht direkt mit noch mehreren anderen ,kollegen und einigen ,kontrolleuren selber in ,verbindung setzt4 ,aber auch dies ist sehr gefhrlich4 ,solche ,schwindelcliquen leben nicht lange4 ,sehr bald zersplittert sie die ,uneinigkeit ber die ,verteilung der ,beute1 oder die ,detektive des ,hotels nehmen schnell ,interesse an den ,schlichen und ,wegen des ,syndikats4 ,aus diesen ,grnden kommen sehr wenig ,unredlichkeiten unter den ,angestellten des groen modernen ,hotels vor4 ,das ,dorado des schwindlerischen ,kellners scheinen daher die ,huser zweiten und dritten ,ranges zu sein1 ,geschftchen1 die gewhnlich kaufmnnisch noch schlecht organisiert sind1 oder die modernen ,massenbetriebe der groen ,konzertsle1 ,vergngungslokale1 ,bierhallen1 ,volksgrten usw41 wo das ,schwatzen1 ,johlen1 ,lachen der anspruchslosen biederen ,kundschaft und das entsetzliche ,schmettern gigantischer ,blasinstrumente die ,ohren des bedauernswerten ,wirtes erfllen1 so da er gewhnlich keine ,zeit und kein ,verstndnis fr den ,wert einer genauen ,kontrolle und ,buchfhrung hat und sich schon zufrieden die ,hnde reibt1 wenn seine ,lokalitten von summenden ,mengen gefllt sind4 ,die dort bedienenden ,leute nennen sich freilich alle ,kellner4 -- ,aber was floriert nicht alles unter dem ,namen ,literatur8 ,was segelt heutzutage nicht alles unter dem stolzen ,banner der ,kunst8 -- ,also von ,begriffen und ,namen wollen wir schweigen4 -- ,doch1 wie gesagt1 in solchen ,lokalen blht das ,geschft des unsauberen ,kellners1 der nur darauf ausgeht1 den ,arbeitgeber sowohl wie die ,gste zu beschwindeln4 ,dieses ,individuum wird sich niemals an grere ,zahlen heranwagen4 ,er wei zu gut1 wie gefhrlich es selbst hier in den schlecht gefhrten ,husern ist4 ,fr ihn gelten daher nur ,pfennige und ,groschen4 ,aber diese flieen oft in so zahlreicher ,menge auf schuftige ,weise in seinen ,sack1 da sie am ,abend ein betrchtliches ,smmchen ausmachen4 ,kommt ein ,schwindelfall zufllig ans ,licht1 so ist der ,gegenstand gewhnlich so winzig und unscheinbar und so geschickt maskiert1 da die meisten ,gste der ,sache keine ,beachtung schenken1 und die ganze ,affre wird mit der ,entschuldigung des ,kellners wegen des ,irrtums schnell vergeben und vergessen4 ,und es wird weitergeschlafen und weitergeschwindelt4 ,sollte einem ,gaste in einem solchen ,lokale irgend etwas1 auch das ,kleinste1 an seiner ,rechnung verdchtig erscheinen1 so kann man ihm dringend raten1 sein ,bedenken auf diskrete ,weise dem ,inhaber allein und sonst niemandem anzuvertrauen4 ,sich an den ,oberkellner oder an sonst irgendein ,individuum1 das da herumwimmelt und vielleicht etwas zu sagen hat1 zu wenden1 ist gewhnlich zwecklos1 wenn es nicht gar den ganzen ,plan verdirbt1 denn diese ,angestellten sind oft mit ihren alten1 vertrauten ,untergebenen verwandt und verschwgert1 stecken oft mit ihnen unter einer ,decke und beziehen von dem illegitimen ,erwerb einen legitimen ,anteil4 ,worin diese ,schwindelmethoden oft bestehen8 -- ,hm1 das kann ich wirklich nicht sagen4 ,ich habe mich auch nie bemht1 die laffen1 alten1 aber immer noch bewhrten ,tricks nher ins ,auge zu nehmen4 -- ,wer nur ein wenig die ,augen aufhlt1 bleibt vor ihnen immun4 -- ,wenn nun aber tatschlich einmal ein grober ,versto gegen die allgemeine ,ehrlichkeit oder ein ,probestckchen der allgemeinen ,unehrlichkeit an den ,tag kommt1 so ist es in den geschftlich so miserabel gefhrten ,husern ganz natrlich und charakteristisch1 da sehr wenig oder gar nichts getan wird1 um die ,schuldigen zu verfolgen und unschdlich zu machen4 -- ,wie knnte es anders sein6 -- ,diese charakteristische ,bummelei vieler ,wirte ist einer der vielen ,krebsschden der ganzen ,industrie4 ,diese ,schlotterei duldet nicht nur das unehrliche ,element bei sich1 nein1 sie frdert1 sie untersttzt1 sie mstet es sogar4 ,sie schdigt dadurch gleichzeitig auf ganz unberechenbare ,weise das ,ansehen der gut organisierten ,huser4 ,denn das groe ,publikum denkt nicht sehr weit und schert alles ber einen ,kamm4 ,wenn dem ,durchschnittsgaste heute ein ,halunke in der ,maskerade eines ,kellners entgegentritt1 so hlt er morgen und noch fr lange ,zeit hinaus alle ihm im ,kellnerfracke entgegentretenden jungen ,leute ausnahmslos fr ,halunken4 ,und er wird in diesem freundlichen ,glauben vielleicht noch mehr und fr alle ,zeiten bestrkt werden1 wenn ihm das erste ,halunkengesicht immer und immer wieder entgegengrinst4 ,er mu ihm immer und immer wieder irgendwo begegnen1 denn die famosen ,geschftsleute von ,wirten haben den ,halunken der ,bequemlichkeit halber einfach an die ,luft gesetzt1 oder er ging aus freien ,stcken1 als der ,boden zu hei wurde1 und taucht nun unbehindert wieder irgendwo an einem anderen ,platze auf1 wo er auf ,kosten des denkfaulen ,wirtes1 der bequemen1 ahnungslosen ,gste und des guten ,rufes des ganzen ,standes und unter dem ,deckmantel des ,kellnerfracks sein ,unwesen wohlgemut weitertreiben kann1 bis man ihn vielleicht dort entdeckt4 ,so geht es fort mit ,grazie bis ins ,unendliche oder so lange1 bis der betreffende ,kellner von seinen ,renten leben kann oder deftiger ,hausbesitzer geworden ist4 ,eine vollstndige ,statistik ber die offizielle ,bekanntschaft1 die betrgerische ,kellner mit den ,richtern gemacht haben1 wre wirklich interessant4 ,diesen ,ziffern aber mte1 damit sie gerecht seien1 beigefgt werden1 wo die ertappten ,kellner beschftigt waren4 ,das ,sprichwort von dem ,hngen der kleinen ,diebe trifft auf die diebischen ,kellner nicht zu4 ,ein stellenloser ,vater dagegen1 der um ,weihnachten herum fr seine verhungernde ,familie einen warmen ,laib ,brot stiehlt1 wird prompt eingebuchtet1 damit die ,familie total verhungern kann4 ,sie sind etwas verwundert ber das ,interesse1 welches ich am ,kellnerleben nehme6 ,es erscheint ,ihnen jedoch vielleicht grer1 als es in ,wirklichkeit ist4 ,was mich aber darin anzieht1 ist hauptschlich das menschliche ,interesse1 und fr ,sie1 ,herr ,kommerzienrat1 drfte doch wohl das ,geschftliche in seinem ,leben etwas anregend sein4 ,ich habe zwar einmal versucht1 eine vollstndige1 sachliche1 reine ,statistik ber die gerichtlich bestraften ,kellner zu erlangen1 aber ich erkannte es rechtzeitig als eine ungeheuere1 vielleicht unmgliche ,arbeit1 deren ich mich nicht unterziehen kann4 ,man mu nmlich bedenken1 da die ,gerichte wenig oder gar keinen ,unterschied zwischen der ,profession des ,kellners machen knnen4 ,wenn es zum ,beispiel zwischen ,aufwrtern und ,gsten gefhrlicher ,spelunken zu einer ,keilerei kommt1 so werden die ,kombattanten jedenfalls als ,kellner bezeichnet4 ,das sind natrlich keine ,anhaltspunkte fr den ,charakter unseres freundlichen ,ganymeds4 ,in einem ,hause1 wo ein gutes ,geschftssystem die ,interessen desselben automatisch wahrt und ,unregelmigkeiten stumm von sich fern hlt1 wre somit das zweifelhafte ,element unter den ,kellnern auf die ,ausbeutung des ,publikums angewiesen1 was aber gleichfalls aus vielen ,grnden ausgeschlossen ist4 ,aber gerade in solchen erstklassigen ,husern1 wo seitens der ,angestellten keine ,unehrlichkeiten vorkommen1 weil der ,charakter der ,leute im allgemeinen zu gut ist und weil die ,systeme alles unehrliche ,element ersticken1 dort gerade wird der ,kellner oftmals das ,opfer betrgerischer oder auch nur achtloser1 vergelicher ,gste4 ,es ist daher ungerecht1 in solchen ,husern den ,kellner fr derartige ,unglcksflle verantwortlich zu machen4 ,ein gutes ,geschftshaus sollte kulant und nachsichtig gegen seine guten ,angestellten sein4 ,wo dies nicht geschieht1 sollten die ,organisationen der ,angestellten gegen derartige ,ungerechtigkeiten auf ,rechtswegen vorgehen4 ,aber auch hier wird noch lange das alte1 abgeleierte ,lied vom ,leide des ,angestellten weitertnen4 ,das ,haus aber verdirbt sich durch ,kurzsichtigkeit seine besten ,krfte1 nmlich den guten ,willen und die ,zufriedenheit der ,angestellten4 ,lassen wir die menschliche ,seite ganz auer acht1 vom geschftlichen ,standpunkt allein schon ist dies absolut verwerflich und unklug4 -- ,ah1 ,pardon1 ,herr ,kommerzienrat1 sagen ,sie das nicht6 ,ein ,angestellter wei gute ,behandlung zu wrdigen6 ,wenn ihm diese zuteil wird1 wird er dem ,hause anhngen und mit ,freude arbeiten4 -- ,undankbare ,elemente sind bald entdeckt und entfernt4 ,diese einfache ,wahrheit scheinen die meisten unserer ,industriellen nicht mehr zu kennen1 weil sie hie und da schlechte ,erfahrungen gemacht haben4 -- ,wir haben nun gesehen1 da der ,wirt und der ,kellner im allgemeinen schlechte ,geschftsleute sind1 wenigstens in dem ,sinne1 nach den ,prinzipien1 die in der modernen ,geschftswelt gelten und ,ausschlag geben4 ,wir wissen jedoch noch nicht recht1 wo der ,grund hierfr zu suchen ist4 -- ,sind es die verschiedenen ,schwierigkeiten1 die der ,beruf bietet8 ,gewhnlich kann ein ,kaufmann oder ,fabrikant seine ,waren oder ,produkte jahrelang lagern1 und wenn dieselben im guten ,zustand abgeliefert werden1 so kann man versichert sein1 da keine ,reklamationen oder ,scherereien nachfolgen4 -- ,wie anders ist es hier im ,hotel6 ,der ,gastwirt und seine ,angestellten -- wenn sie ihren ,beruf nur ein wenig lieben und uns nicht ganz gleichgltig gegenberstehen -- schweben tatschlich bestndig in der grten ,angst um die ,gte ihrer ,waren1 die vielleicht im tadellosen ,zustande die ,arbeitsrume verlieen1 um im nchsten ,augenblick aus irgendeinem ,grunde unbrauchbar zu werden1 bevor sie den ,gast1 den ,kufer erreichten4 ,eine ,speise1 die zum ,beispiel nicht mehr ganz hei ist1 kann vllig wertlos werden1 und der ,kufer braucht sie nicht anzunehmen4 -- ,ferner knnen auf alle mgliche ,weisen ,meinungsverschiedenheiten ber die ,gte der gelieferten ,waren zwischen ,kufer und ,wirt entstehen1 da es geradezu unmglich ist1 festzustellen1 wer bei einer solchen ,frage im ,recht ist4 ,die kompetenteste1 gerechteste ,kommission von ,sachverstndigen ist hier oft machtlos4 ,nehmen ,sie nur einen ,fall an1 wo ein ,gast eine ,speise genossen hat und nachher behauptet1 sie sei aus diesem oder jenem ,grunde nicht zufriedenstellend gewesen -- was sich tatschlich auch oft erst nach dem ,genu kundgeben kann4 ,steht nicht der ,wirt absolut hilflos da68 -- ,in den meisten von solchen ,fllen1 die fast tglich vorkommen1 mu dem ,wirte das ,wort des ,kufers gengen1 und er mu den ,schaden tragen -- ein ,vorgehen1 das jedem ,geschftssinn und ,rechtlichkeitsgefhl direkt widerspricht4 ,viele ,gste wissen sehr die hilflose ,lage des ,wirtes auszunutzen4 ,bswillig bestellen sie eine ,speise1 verzehren die ,hlfte und senden1 nachdem sie ihren ,hunger gestillt haben1 die andere ,hlfte als ungeniebar zurck4 ,launenhafte ,menschen verlieren whrend der ,wartezeit den ,appetit und senden die ganze ,bestellung1 ohne sie anzurhren1 zurck4 ,sie denken nicht an die direkten ,verluste1 die dem ,wirte daraus erwachsen4 ,oft wissen die ,gste nicht1 was sie bestellen1 und die ,enttuschung ist gro1 wenn der ,kellner kommt4 ,und in den meisten ,fllen nimmt der gefllige ,wirt seine verderblichen ,waren zurck4 ,es gibt noch tausend andere ,gelegenheiten1 wo der ,wirt geschdigt wird4 ,immer und berall hat er das ,nachsehen und trgt ,ungerechtigkeiten1 ,grobheiten und ,verluste mit mglichst liebenswrdiger ,miene4 ,das ist vom geschftlichen ,standpunkt aus betrachtet einfach haarstrubend6 -- ,jeder andere ,kaufmann wrde sich in solchen ,fllen beim ,gerichte ,recht suchen4 ,ich zweifle sehr1 ob wirklich ein ,wirt jemals daran gedacht hat1 sein ,recht zu wahren4 ,es ist einfach unmglich4 ,er kann nur solchen unerquicklichen ,fllen vorbeugen1 indem er die grtmgliche ,sachkenntnis anwendet und das beste1 gewissenhafteste ,personal zur ,seite hat4 ,ich glaube jedoch nicht1 da die geschftlichen ,schwierigkeiten einen besonders nachteiligen ,einflu auf den ,geschftssinn des ,wirtes und seiner ,angestellten haben1 ich meine1 da sie aus ihnen schlechte ,geschftsleute machen4 ,geschftliche ,schwierigkeiten machen gewhnlich gute ,geschftsleute4 ,im ,leben des ,wirtes aber spricht ein viel ernsterer1 schnerer ,faktor mit4 ,da ist etwas ,gutmtiges1 ,wohlwollendes mit dem ,gewerbe des ,gastwirtes verbunden1 das keinem anderen ,handel oder ,gewerbe anhaftet4 ,mag der ,wirt auch ,bezahlung1 oft gute ,bezahlung fr seine ,ttigkeit verlangen1 -- das ist sein ,geschft1 und er mu rechnen1 um zu leben4 -- ,der ,grundzug seines ,handelns und ,wandelns aber bleibt ,gutmtigkeit1 und dieser drckt sich seinem ,charakter in ganz prgnanter ,weise auf4 ,es ist wirklich noch ein kleines berbleibsel von dem schnen ,geiste der alten ,gastfreundschaft1 das alle an der ,gastwirtsindustrie beteiligten ,menschen beseelt4 ,die ,gste verlangen1 lieben dies nun einmal4 ,mithin gehrt dieser ,rest einer schnen1 lngst verschollenen ,sitte wie ein altes ,erbstck zur ,familie der ,wirte1 oder richtiger zu ihrem ,geschfte4 ,und welch ein wunderbares ,erbstck ist's6 ,freilich ist es geschftsfeindlich6 ,leider6 -- ,und wie sonderbar1 wie paradox es klingt1 da derjenige ,wirt1 auf den dies so entsetzlich anti-kommerzielle ,betriebskapital sich im reichsten ,mae vererbte1 in seinem ,fache der beste ,geschftsmann ist6 -- ,wie aber kommen die dadurch entstehenden tausend und abertausenden kleinen ,verluste wieder ein8 -- ,das ganze ,geheimnis liegt in dem wunderlichen ,gerechtigkeitssinn des lieben ,publikums4 ,der arme1 biegsame ,mann1 der ,engelsgeduld und ,nachsicht mit den ,unarten1 ,frechheiten und ,egoismus des ,publikums hat1 ist sein ,liebling1 sein ,herrgott4 ,alles strmt zu ihm hin1 um an diesem ,wunder von ,milde und ,geduld seine ,schlechtigkeit zu probieren4 ,der ,wirt ist daher kein ,menschenerzieher4 ,seine eigentliche ,ttigkeit hat zwar hohen1 erzieherischen ,wert1 ja1 den besten1 den die ,menschheit noch kennt1 in der geschftlichen ,ausbung derselben aber ist der ,wirt nichts weniger als ein gigantischer ,menschenverderber4 -- ,jede ,mildttigkeit1 jede ,nachsicht1 jede barmherzige ,handlung verdirbt im ,grunde den ,menschen1 der sie empfngt4 ,und doch weckt sie andererseits ein schnes ,gefhl in seiner ,brust3 die ,liebe und das ,bewutsein der ,zugehrigkeit zur menschlichen ,gesellschaft und die ,dankbarkeit4 ,welch ein wunderliches ,chaos von ,schnem und ,hlichem6 ,man steht ratlos davor4 ,sehen ,sie1 damit der ,beruf des ,wirtes wirklich seinen ,zweck erflle1 mu das ,verhltnis zwischen ihm1 dem ,kaufmann und dem ,gaste als ,kufer ein durchaus kordiales und harmonisches sein4 ,ich knnte wirklich nicht in einem ,hause ruhig schlafen und gemtlich essen1 wo der ,inhaber ein mir unsympathischer ,mensch wre4 -- ,mein ,wirt wei dies nur zu gut4 ,und aus diesem ,grunde1 unter dem ,einflu seiner ,tagesarbeit1 entwickelt er und sein ,gehilfe1 der ,kellner1 sich zu den eigenartigsten ,gestalten in der modernen ,geschftswelt1 zu ,geschftsleuten1 die durch ihre ,gutmtigkeit und durch ihre geschftlichen ,verluste erst zu ,geschftsleuten werden4 ,eines solchen ,werdegangs kann sich wohl niemand auer ihnen rhmen4 ,nur eins zwar1 wenn der ,vergleich gemacht werden kann3 das menschliche ,herz selber4 ,erst durch seine ,gte1 aus seinen ,verlusten und ,qualen wird es zu dem1 was es werden soll3 nmlich ein ,menschenherz4 ,aber dennoch6 ,im ,geschft luft das ,edle im ,menschen groe ,gefahr1 lcherlich zu werden4 ,es wird sowieso lcherlich1 je offener es sich zeigt4 ,also weg mit der edlen ,gesinnung in unserem modernen ,geschftsleben6 ,es sind unvereinbare ,begriffe4 ,business ist so entsetzlich grausam1 kalt und berechnend1 da jede bessere ,regung davor zurckschreckt4 ,und dem ist gut so6 ,es mu so sein4 ,denn sonst wre ,geschft eine ,wohlttigkeit1 ein ,geschenk4 ,wir ,kufer wollen keine ,geschenke1 wir sind nicht untersttzungsbedrftig4 ,wir bezahlen fr das1 was wir verlangen4 ,wir wollen aber auch erhalten1 wofr wir bezahlen und was wir verlangen4 ,das ist ,geschft6 ,der typische ,wirt daher1 der durch seine ,gutmtigkeit und ,nachsicht mit seinem ,publikum mglichst viel ,kundschaft an sich fesseln will1 ist seinen ,kollegen und ,konkurrenten gegenber grausamer und gefhrlicher als irgendein streng gerechter1 unerbittlicher ,kaufmann gegenber seinem schwcheren ,bruder4 ,diese zweifelhafte ,gutmtigkeit in ,geschftssachen ist eigentlich nichts als unlauterer ,wettbewerb4 ,und sie sollte als solcher gebrandmarkt werden4 ,denn sie macht wirklich die ,existenz jedes rechtlich denkenden ,konkurrenten1 jeden gerechten1 erlaubten ,wettbewerb unmglich4 ,im ,geschftsleben hebt die ,konkurrenz gewhnlich die ,industrien und die ,gewerbe4 ,sie vervollkommnet4 ,in der ,gasthofsindustrie scheint die ,konkurrenz eine andere1 eine erniedrigende ,wirkung zu haben4 ,denn wenn die ,wirte sich einander in der ,dienerei und ,kriecherei vor ihren ,gsten berbieten und sowohl kostspielige wie entwrdigende ,nachsicht mit allerhand grobem ,unfug haben1 so ist ein solches ,dasein wirklich kein erhebendes1 sondern -- namentlich fr viele ,tausende von ,angestellten -- eine unertrgliche ,qual4 ,es ekelt mich oft an1 in ein besseres ,restaurant zu gehen4 ,erscheint man an der ,tr1 so strzt eine ,schar von schwarz-weien ,menschen heran und bemchtigt sich meiner ,person4 ,ich komme gar nicht mehr zu ,atem6 ,jeder will mir seinen ,stuhl anbieten4 ,alle wollen sie mich bedienen4 ,ich soll mich zehnteilen4 ,dabei vergeht der ,appetit4 -- ,ich wei1 die ,kellner sind nicht die ,leute1 die mir einen solchen ,empfang von ,herzen gern bereiten4 ,es ist die ,notwendigkeit1 die sie zwingt1 sich so aufdringlich zu benehmen4 -- ,wie oft wallt es in der gequlten ,brust des ,jnglings vor ,schmerz ber1 da er solche ekelhaften ,schauspiele ansehen und mitspielen mu6 -- ,ich habe mir hufig und liebevoll forschend meinen ,jngling durch die ,augenwimpern betrachtet und eine wilde1 gebndigte ,wut deutlich gesehen1 die er gegen mich und alle ,gste hegte4 ,die unausstehlichen ,qualen drckten sich deutlich seinen ,zgen auf1 verkmmerten und bleichten sie4 ,aber welche ,schuld tragen wir1 wir frohen ,gste1 an den ,hllenqualen unseres jungen ,mannes6 -- ,was hat er verschuldet1 da er sie tragen mu8 -- ,es ist doch nur der ,geist der ,dienerei1 der erheuchelten ,unterwrfigkeit1 des ,trinkgeldes1 vor allem aber das kolossale1 dickhutige ,gespenst der menschlichen ,stupiditt1 der ,eitelkeit und ,genusucht1 die uns das gute ,mahl verdirbt und die jungen ,leben so vieler tausend ,menschen vergiftet6 ,die verderbliche ,wirkung derartiger ,zustnde ist ganz unberechenbar4 ,den ,menschen1 der in frher ,jugend dort hineingedrngt wird1 verkrppeln sie fr alle ,zeiten4 ,eine derartige ,ttigkeit nimmt ihm von ,kindheit an geradezu jeden ,mut fr sein spteres ,leben weg4 ,der junge ,pikkolo wird in der ,luft1 in der ,atmosphre des eleganten ,speisesaals systematisch geistig entmannt1 damit aus ihm ein ,eunuch zum ,dienst des ,reichtums werde4 ,der frhe ,anblick desselben1 die gezwungene ,unterwrfigkeit lhmt das junge1 erwachende ,leben in seiner ,brust2 das keimende ,selbstbewutsein1 die ,grundlage fr sein spteres seelisches ,leben1 alles wird unbarmherzig1 grausam in seinem ,frhling erstickt4 ,es erfordert ein ganz auerordentlich starkes ,gemt1 den ,gefahren einer ,geschftsfhrung zu entgehen1 die auf solchen verderblichen ,grundlagen beruht4 ,aber mit einem starken ,gemt ist nicht jeder ,erdgeborene beschenkt4 -- ,ja1 es ist wahr6 ,in der ,gastwirtsindustrie werden daher ,hunderttausende von jungen1 hoffnungsvollen ,leuten frs ,leben vergiftet1 und es ist ihnen spter unmglich1 sich von dem entsetzlichen ,fluche der ,unterwrfigkeit1 der ihnen durch die verschiedenen ,pflichten und ,umstnde in jungen ,jahren eingeimpft wurde1 zu befreien4 -- ,der ,furcht- und ,unterwrfigkeitsinstinkt in der menschlichen ,brust ist schon von ,hause aus stark genug4 ,er sollte nicht noch systematisch geweckt und gefrdert werden4 ,man sollte ihn ersticken6 -- ,wir wollen dem ,hotelier in die ,konzessionen und ,vorteile1 die er diesem oder jenem ,kunden einrumt1 nicht dreinreden4 ,seine ,geschftsmethoden mu er mit seinem ,debet- und ,kreditkonto vereinbaren4 ,sofern aber diese die ,wohlfahrt und das menschenwrdige ,dasein der ,angestellten beeintrchtigen1 sollte man sich dagegen wehren4 ,jede ,geschftsfhrung1 jeder ,zustand1 jede ,notwendigkeit1 die den ,angestellten leiblich oder seelisch gefhrdet1 die sein ,leben1 auf das er ,berechtigung hat1 zu einem ,schattendasein1 einem ,jammer gestalten1 mu man in ,grund und ,boden verdammen4 ,ungezhltes und unaussprechliches ,elend seufzt in den dunkeln1 stinkenden ,ecken der ,grostdte und reckt unter grlich gestotterten ,flchen und ,verwnschungen die mageren ,fuste gegen die blendenden ,lichter der ,hauptstraen4 ,der verwundete ,mensch wie das verwundete ,tier zieht sich in ,hhlen zurck1 um dort in ,dunkelheit einsam zu verenden4 ,er schmt sich seiner ,wunden1 die das ,leben ihm schlug4 ,denn sie zeugen von seinen ,schwchen4 -- ,darum fordern wir im ,interesse der ,menschheit1 da auch der ,hotelier und seine ,angestellten1 vor allem aber die ,gste mitarbeiten1 der groen ,krankheit unserer ,zeit zu wehren1 da jeder sein ,steinchen in den ,weg der ,menschheit fge1 um ihn zu gltten1 und da jeder ihn rein halte4 -- ,die aber1 die ihn mit ,trmmern und ,leichen besen1 sind nicht wert1 verachtet zu werden4 ,aber die ,wirte und ,kellner mssen endlich einmal aufwachen6 -- ,bcklinge geziemen sich fr trockene ,hofschranzen1 aber nicht fr einen gesunden ,geschftsmann4 ,wir leben im ,reiche des ,geschftes4 ,der ,aristokrat darin ist der ,kaufmann1 der ,brger4 ,die ,welt von heute hat eine grenzenlose ,verachtung fr alle ,menschen1 die keine persnlichen ,werte aufzuweisen haben1 sei er nun ,knig oder ,bettler4 ,man lt sie links liegen4 -- ,also keine ,bcklinge mehr vor der sogenannten ,gesellschaft1 vor dem ausgetrockneten ,tagedieb1 vor dem runzeligen1 welken ,faulenzer1 mag er nun der deutsche ,freiherr von und zu ,immern-,pumpp1 der sterreichische ,graf ,woswosyi1 der englische ,lord of ,down and ,out oder ,lady ,buttertoast1 der russische ,frst ,knutischeff1 ein italienischer ,conte oder ein franzsischer ,marquis sein4 ,die ,bevorzugung solcher ,menschen ist eine ,beleidigung fr uns1 die brgerlichen ,reisenden und ,kaufleute1 die den weitaus grten ,teil der internationalen ,hotelkundschaft bilden4 ,faulenzer und ,tagediebe sowie ,miggnger1 gleichviel1 welchen ,rang und ,lebensstellung sie einnehmen1 wissen nicht1 was ,arbeit ist2 sie wissen nicht1 was es heit1 sich mit den ,hnden zu ernhren1 wie es die ,angestellten in den groen ,hotels tun mssen4 ,sie knnen einen arbeitenden ,menschen mit ihrem ,firlefanz und ihrer ,stupiditt bis aufs ,blut peinigen4 ,und die ,wirte1 statt zu helfen1 diese ,sorte von ,menschen auszurotten1 zchten sie1 ernhren und msten sie durch ihre elende ,angst vor dem leeren ,glanze und durch ihre sklavische ,dienerei4 ,und je mehr die ,clique gemstet wird1 um so mehr schindet sie diejenigen1 die dieses ,mstgeschft besorgen1 und macht ihnen das ,leben zu einer inhaltsleeren1 unertrglichen1 endlosen ,komdie4 ,ich kann wirklich nicht verstehen1 warum die ,oberkellner und ,wirte geradezu gezwungen werden1 weitgehendsten ,kredit zu gewhren4 ,das ist doch in keinem anderen ,geschfte der ,fall4 ,und zu ,nahrungsmitteln und ,unterkunft mssen sie manchem edlen ,haupte sogar noch ,barmittel in ,mengen geben4 -- ,bitte1 fragen ,sie nur einmal den bleichen ,buchhalter1 der nchtelang ber den dickleibigen ,geschftsbchern sitzt und endlose ,kolonnen von ,ziffern addiert1 die von der ,saumseligkeit und dem ,leichtsinn so vieler ,hoch- und ,hochwohlgeborenen ein schreckliches ,zeugnis ablegen4 ,er kann sie hinter die ,kulissen des ,glanzes fhren4 ,und je mehr man den ,menschen borgt1 um so schlimmer und extravaganter werden sie in ihrem ,lebenswandel und um so saumseliger in der ,begleichung ihrer ,schulden4 -- ,manche ,wirte scheinen sich wirklich mit der groen ,ehre zu begngen1 diese hohen und hchsten ,herrschaften im ,hause zu haben1 damit der ,name der ,firma schn mit diesen zweifelhaften ,aristokraten garniert werde4 ,die ,wirte bezahlen aber schwer fr solche ,reklamen4 ,und die ,hotelindustrie ist kein ,paradies fr den ,kapitalisten4 ,sie ist weit davon entfernt1 wirklich profitabel zu sein1 wenn sie nicht von einem konomischen ,genie geleitet wird4 ,man hrt von den schwindelnden ,summen1 die da eingehen1 wer aber die ,bilanzen vieler groer ,hotels sieht1 wird sich enttuscht hinterm ,ohr kratzen4 ,wer ,geld in solchen ,unternehmen hat1 wird auch seine ,sorgen darum haben4 -- ,und warum8 ,nur weil die meisten ,wirte und ihre ,angestellten es noch nicht verstanden haben1 geschftlich aufzutreten4 ,alle ,hochachtung vor ihrer ,liebenswrdigkeit und ihrer ,zuvorkommenheit6 -- ,aber es gibt ,grenzen1 wo es heit3 ,business is ,business4 ,man sehe sich nur die groen ,dampferlinien mit ihren schwimmenden ,hotelpalsten an6 ,da wird doch nicht gepumpt6 ,da macht der ,wirt auch keine besonderen ,komplimente4 ,da darf ein ,gast sich nicht einmal mucksen und in unvernnftiger ,weise den ,mund aufmachen6 ,und keiner wird es von selber wagen4 -- ,wer es versucht1 gratis zu leben1 wird per ,schub zurckexpediert und mu seine ,fahrt abarbeiten4 -- ,das ist ,business6 ,so sollte es auch in den ,hotels auf dem ,lande sein6 -- ,die ,wirte sollten ein ,gesetz haben1 welches ihnen das ,recht gibt1 jeden saumseligen ,genumenschen1 ob ,aristokrat oder ,brger1 in seinem ,hotel beschftigen zu knnen1 bis die ,schuld abgetragen ist4 -- ,wo8 -- ,na1 da kommt doch nur die ,aufwaschkche in ,betracht1 wo der ,schuldner ,teller waschen und ,kasserollen scheuern mte4 ,denn zu hheren ,leistungen besitzen solche ,epikureer gewhnlich nicht die ,fhigkeiten4 ,ein hochgeborenes ,aufwaschkchenpersonal wre in der ,tat viel mehr ,reklame und ,nutzen fr ein ,hotel1 als die ,gegenwart solcher zweifelhaften ,gste4 ,leute mit einer brennenden ,genusucht im ,herzen und minus den ntigen ,mitteln im ,beutel wrden sich dann in andere ,gefilde begeben als in das ,schlaraffenland des ,wirtes1 welches1 wie sie glauben1 keine groartige1 gigantische ,wohlttigkeitsanstalt1 sondern in ,wirklichkeit ein ,geschftshaus ist4 ,,vi4 ,die ,sklaven verlieren in ihren ,ketten alles1 selbst endlich den ,wunsch1 ihrer los zu sein4 ,rousseau4 ,sie haben sicher schon einmal in ,ihrem ,garten zur schnen ,frhsommerzeit einen blhenden ,rosenstock betrachtet -- ich meine natrlich nicht mit den ,augen eines ,schwrmers oder eines ,verliebten1 sondern als ein ,grtner oder vielleicht gar als ,naturforscher4 ,ihnen wird dann auch gewi mitunter eine geschftige ,schar von ,ameisen aufgefallen sein1 die behende an dem ,stamm und den ,stielchen auf und ab liefen4 -- ,alsdann wurden ,sie noch aufmerksamer1 schauten noch schrfer zu1 und ,sie entdeckten an den zarten ,knospen und unter den saftigen ,blttern versteckt ganze ,herden von ,blattlusen1 die in ungestrter ,ruhe sich am ,safte des ,bumchens gtlich taten4 ,und mit groem ,interesse sahen ,sie weiter1 wie die fleiigen1 schlauen ,ameisen eine nach der anderen zu den ,blattlauskolonien pilgerten und sich dortselbst allerhand zu schaffen machten4 -- ,aha6 ,sie wissen1 was ich meine6 -- ,ganz richtig6 -- ,die ,ameisen statten den ,blattlusen einen ,besuch ab4 ,sie tnzeln und scharwenzeln und krabbeln da herum1 bis sie ganz dicht an die faulen ,kreaturen herankommen4 ,dann machen sie ihr ,kompliment und beginnen mit ihren ,fhlern die feisten ,rcken ihrer ,freunde zu streicheln und zu kitzeln4 ,diese fhlen sich natrlich sehr geschmeichelt und geben als ,dank einen sen1 blinkenden ,stoff von sich1 den die ,ameisen sehr hoch schtzen4 ,denn darum kommen sie ja doch1 die ,schlauberger6 ,nur um die ,blattluse zu melken4 ,und haben sie genug1 so verschwinden sie in ihrem ,bau4 -- ,man wird natrlich einige ,zeitlang mit groer ,freude den flinken ,tierchen zuschauen4 ,das ,leben und ,treiben der ,ameisen ist doch so interessant und lehrreich -- man kann gar nicht genug davon sehen4 -- ,aber man hat die ,blattluse1 das faule ,gesindel1 denn sie verderben auf die ,dauer den schnen ,rosenstock4 ,darum nimmt man die ,spritze zur ,hand und schttelt das ,stmmchen1 damit die ,ameisen abfallen4 ,die gewandten ,geschpfchen landen irgendwo sicher auf ihren ,fen1 aber die ,blattluse sind zhe und bleiben hngen4 ,darum mssen sie mit dem scharfen ,zeug abgespritzt und gettet werden4 ,denn sonst kann der ,rosenstock nicht weiterleben -- ,wie ich auf einmal auf die ,naturgeschichte zu sprechen komme8 -- ,oh1 ich dachte nur eben daran1 da die ,ameisen die ,kellner und ,wirte par excellence im ,reiche der ,insekten seien4 ,beherbergen sie nicht auch viele ,gste in ihren ,bauen6 ,werden diese nicht gut gefttert und gestreichelt6 -- ,natrlich des blinkenden ,stoffes wegen4 -- ,der einzige ,unterschied ist1 da nicht die ,gste1 sondern die ,wirte dabei betrunken werden4 ,auch sind die ,ameisen businesslike genug1 den ,gast1 der fr die gute ,behandlung nicht bezahlen will1 einfach aufzufressen4 -- ,so knnen wir uns auch die geschftigen ,armeen von ,kellnern vorstellen1 die der sogenannten ,gesellschaft -- diesen ,nichtstuern1 diesen ,blattlusen am ,rosenbaume des ,lebens -- den sen ,mammon abstreicheln und abschmeicheln mssen4 ,diese ,blattluse saugen sich an den ,knospen des grnen ,lebensbaumes so fest1 da es bis jetzt noch keinem ,grtner gelungen1 sie abzuspritzen4 ,schon viele ,tausende tapferer ,mnner haben ,millionen und ,millionen ,flaschen giftiger ,tinte verspritzt4 ,es hat nichts genutzt6 ,noch immer sitzen die faulen ,geschpfe da und saugen dem ,leben den ,saft aus4 ,die ,ameisen sind ganz schlau6 -- ,sie wissen1 welche ,arbeit sie haben wrden1 das ,gesindel auszurotten4 ,darum nehmen sie nur so viel1 wie sie auf einigermaen angenehmem ,wege erlangen knnen4 -- ,gewi1 gewi6 ,viele brave ,menschen1 besonders diejenigen1 die aus ,mangel an ,gelegenheit und ,fhigkeit dem ,ameisenbeispiel nicht folgen knnen1 halten solche diplomatische ,lebensweise fr ganz und gar verwerflich und verchtlich4 ,die ,ameisen denken anders darber4 -- ,weise1 gelehrte ,mnner bemhen sich unausgesetzt um die ,ameisen und suchen die ,lebensweise und die ,einrichtungen dieser ,geschpfe zu erforschen4 ,ja1 manche versteigen sich sogar zu der ,behauptung1 die ,menschheit knne noch riesig viel von den fleiigen ,insekten lernen4 ,namentlich in bezug auf ,liebes- und ,eheleben1 ,kindererziehung1 ,arbeitsweise1 innere und auswrtige ,politik4 ,dem mag sein1 wie es will4 ,wir wollen das den gelehrten ,leuten berlassen4 ,da aber die ,kellner keine anderen ,lebewesen sind als wie wir1 so wollen wir uns der ,kritik anschlieen1 welche die ,art und ,weise1 wie die ,ameisen die fetten ,blattluse behandeln und von ihnen leben1 als eine fr menschliche ,tiere ungebhrliche und verchtliche verdammt4 ,dies braucht unsere ,achtung vor dem ,flei und der ,schlauheit der ,ameisen nicht zu beeintrchtigen4 ,man sollte aber doch sagen1 da solch intelligente ,wesen sich auch auf andere ,art ihr tglich ,brot erwerben knnten6 -- ,und sie knnen es6 -- ,hierin liegt die ,lsung der ,trinkgeldfrage1 -- ein ,kobold1 der heutzutage die ganze zivilisierte ,welt vexiert4 -- ,im ,hotel hat sich dieser ,qulgeist ganz natrlicherweise eingenistet4 ,und so fest1 da ihm schwer beizukommen ist4 ,er begibt sich aber auch auf andere ,gebiete4 ,es ist unmglich1 in einigen ,worten zu sagen1 wieviel ,fr und ,wider das ,trinkgeld in sich birgt4 ,seine ,daseinsberechtigung im ,hotelwesen jedoch ist in wenigen ,stzen auszudrcken4 ,warum bekommt der ,kellner ,trinkgeld8 -- ,weil er darauf angewiesen ist4 -- ,warum ist er darauf angewiesen8 -- ,weil er zu schlecht bezahlt ist1 um ohne ,trinkgeld leben zu knnen4 -- ,warum ist der ,kellner schlecht bezahlt8 -- ,weil er ,trinkgeld bekommt6 -- ,das ist die ganze ,situation4 ,aber so einfach sie erscheint1 so schwierig ist sie4 ,um berhaupt nur an sie herantreten zu knnen1 mten wir uns zunchst klar machen1 was ein ,trinkgeld ist4 ,ich glaube1 ,sie1 ,herr ,kommerzienrat1 als ,finanzier sind eher imstande1 diese ,frage zu beantworten als ich4 -- ,soll es das sein1 was der ,name sagt -- ein ,geld zum ,vertrinken8 -- ,schwerlich6 -- ,doch ich bin auch ein wenig ,philologe1 und durch die ,etymologie knnen wir vielleicht etwas ,aufklrung erhalten4 -- ,sehen ,sie1 der ,franzose zum ,beispiel nennt das ,trinkgeld ,pourboire -- im ,schwedischen heit es ,drickspengar -- beides gleichbedeutend mit dem ,geld zum ,vertrinken4 -- ,der ,italiener dagegen gebraucht die ,ausdrcke ,buona mano und ,mancia4 ,hier hat das ,geld etwas mit ,hand zu tun4 -- ,der ,spanier wendet das ,wort ,propina auf ,trinkgeld an1 und es hat sonst keine andere ,bedeutung4 ,im ,englischen sagt man fee oder meistens tip4 ,fee ist ganz einfach ,bezahlung1 ,tip dagegen hat eine mannigfaltige ,bedeutung4 ,das ,wort hngt mit dem deutschen ,tpfchen und ,zipfel zusammen und heit eigentlich ,spitze4 ,dann gebraucht man es aber auch in der ,bedeutung ,wink4 -- ,ja1 nicht wahr1 ,herr ,kommerzienrat6 -- ,an der ,brse6 -- ,richtig1 auf dem ,rennplatz auch6 ,ein guter ,tip4 ,schlielich in dem ,sinne auch in bezug auf die ,polizei4 ,aber das hilft uns nicht weiter4 -- ,die einzige ,erklrung in unserem ,falle kann man erhalten1 wenn man tip etymologisch von dem mundartlichen dibs -- ser ,sirup -- herleitet1 was im ,volksmunde aber auch mitunter fr ,geld angewandt wird4 ,ich habe mich ziemlich eingehend dafr interessiert1 aber die dickleibigsten englischen ,wrterbcher schweigen sich ber den ,ursprung des ,wortes tip in der ,bedeutung ,trinkgeld hinweg4 ,das ,trinkgeld scheint ihnen eine sehr verchtliche ,sache zu sein4 -- ,unsere philologische ,weisheit bringt uns also doch nicht viel weiter4 -- ,zwar gebraucht man im ,umgang auch noch ,worte wie ,obolus oder ,diobolus1 was sich schrecklich anhrt1 aber doch nur eine harmlose griechische ,bezeichnung fr eine gewisse kleine ,mnze ist4 ,auch das franzsische douceur wird mitunter fr ,trinkgeld angewandt4 ,doch man kann es hchstens als ,freundlichkeit oder ,sigkeit verstehen4 ,das persische ,bakschisch und noch verschiedene andere ,worte1 die das ,trinkgeld charakterisieren sollen1 sind aber auch alle nur gleichbedeutend mit ,geld1 ,geschenk1 freiwillige ,gabe usw4 ,gewhnlich aber ist das ,trinkgeld eine sehr unfreiwillige ,gabe1 eine dringende ,notwendigkeit1 zu der man sich in gewissen ,lagen verpflichtet fhlt und wodurch gewhnlich hchst peinliche ,situationen entstehen4 ,doch nirgendwo auf der ,welt scheint man ihr aus dem ,wege gehen zu wollen1 oder besser3 berall wird man hineingedrngt4 ,in der ,trkei1 in ,china1 wo wenig alkoholische ,getrnke genossen werden1 gibt es eben ,kaffeegelder1 ,teegelder und allerhand sonstige ,gelder4 ,ich halte des ,trinkgeldgeben und -nehmen fr eine echt orientalische ,krankheit mit allen fr den ,orient charakteristischen ,ansteckungsgefahren1 ,symptomen und ,folgen4 ,man kann wirklich die ,lnder und ,vlker am ,trinkgeld erkennen2 man kann den ganzen ,wert und die soziale ,stellung der ,nation danach bemessen 444 ,wo diese ,form von ,bezahlung fr geleistete ,dienste vorherrscht1 da ist es faul im ,staate4 -- ,der ,orient -- klassisch fr ,korruption -- mit seiner teilweise noch bestehenden ,sklaverei1 ist auch klassisch fr das ,trinkgeld4 ,es ist nur noch mit ,beulenpest oder asiatischer ,cholera zu vergleichen4 -- ,solche unhygienische ,finanzen grassieren natrlich auch in ,europa sehr stark4 -- ,ruland steht bekanntlich wie in politischer und sozialer ,malproprett so auch in finanzieller ,unreinlichkeit an der ,spitze der europischen ,nationen4 ,dort besitzt man sogar die charakteristische ,roheit1 das ,trinkgeld ,schnapsgeld zu bezeichnen4 -- ,doch die anderen ,staaten ,europas sind nicht minder von der orientalischen ,krankheit verseucht4 ,in den ,vereinigten ,staaten von ,amerika wird noch am wenigsten ,trinkgeld gegeben1 weil im groen ganzen die ,arbeitslhne gut und geregelt sind4 ,allein in den letzten ,jahrzehnten hat mit der zunehmenden europischen ,kultur und ,sitten auch das ,trinkgeldwesen sehr zugenommen4 ,die ,trusts sorgen eifrig dafr1 da es den ,lohnarbeitern und kleinen ,leutchen nicht allzu gut gehe1 und sie schrauben demgem die ,preise fr ,lebensbedrfnisse in die ,hhe in einem ,tempo1 worin die ,lohnstze nicht folgen knnen4 -- ,so ist dem freien ,durchschnittsamerikaner auch schon eine gewaltige ,hochachtung vor dem ,trinkgelde beigebracht worden4 ,wie lange die ,menschheit schon von der ,trinkgeldkrankheit behaftet ist1 lt sich gar nicht sagen4 ,jedenfalls ist sie so alt wie die ,gastwirtschaftsindustrie1 in der sie sich noch am strksten erhalten hat4 ,ganz hitzige ,kpfe in unseren ,tagen beheben hufig1 das ,trinkgeld als eine gelinde ,form von ,bestechung zu bezeichnen4 ,trifft diese ,bezeichnung zu1 so ist das ,trinkgeld sehr1 sehr alt2 denn die ,bestechung in jeder ,form ist eine erbliche ,angewohnheit der ,menschen4 ,schon im grauen ,altertum gab es keine ,festung1 die nicht ein mit ,gold beladener ,esel htte einnehmen knnen4 ,das ,mittelalter mit seinen schlechten sozialen ,verhltnissen und sonstigen unhygienischen ,zustnden war natrlich die ,bltezeit des ,trinkgeldes4 ,vom ,hofmarschall herab bis zum geringsten ,kanzleischreiber1 vom ,meister bis zum ,lehrling1 hoch und gering1 -- alle waren sie die ,ritter von der hohlen ,hand4 -- ,die trotzigen ,meister der ,znfte schmten sich nicht1 fr sich und ihre ,gehilfen ein ,trinkgeld zu verlangen1 wenn der ,patron1 der sie mit einem ,auftrage betraut hatte1 befriedigt vor dem fertigen ,meisterwerke stand4 ,albrecht ,drer1 ein wackerer deutscher ,mann1 ein unerreichter ,meister des ,pinsels und des ,stichels1 heute noch und fr alle ,zeiten der ,stolz der ganzen deutschen ,nation1 war auch von der unheilvollen ,krankheit behaftet1 ,trinkgelder zu verlangen4 ,er hat dies sogar schriftlich gegeben1 damit es niemand spter abstreiten knne4 -- ,aber selbst schon damals gab es ,mnner1 die die ,verderblichkeit dieser niederen ,angewohnheit erkannt hatten4 ,die ehrlichen1 braven1 gestrengen ,rte und ,landesvter1 die die bayrische ,landesordnung vom ,jahre #aeec verfaten1 haben sich gegen solche belstnde gestrubt4 ,ich kann mich wirklich nicht mit dem ,worte ,trinkgeld zurechtfinden4 ,da es aber der gebruchlichste ,ausdruck fr freiwillige ,belohnung geleisteter ,dienste ist1 von ,diensten1 die der ,empfnger nach eigenem ,gutdnken selber abschtzt und ein dementsprechendes1 xbeliebiges ,stck ,geld dafr hinwirft1 und wo derjenige1 der den ,dienst geleistet hat1 geduldig und demtig harrend dastehen mu1 bis ihm das xbeliebige ,geldstck hingeworfen wird und dabei gar nichts ber das ,gewicht und die ,dicke des ,geldstckes zu sagen hat1 ja nicht einmal mucksen darf1 wenn er berhaupt nichts bekommt1 so will ich ihn -- den ,ausdruck ,trinkgeld -- seiner ,gebruchlichkeit wegen beibehalten und anwenden1 wo ich seiner bedarf4 -- ,unter die ,kategorie der ,trinkgelder fallen demnach auch die milden ,gaben1 die eine dankbare ,nation ihren groen ,leuten gibt1 wenn diese alt geworden sind und zufllig nicht genug zu essen haben4 ,das sind die ,gaben1 die zum ,beispiel alte ,dichter bekommen1 weihaarige ,snger1 die in ihrem ,leben so lange gehungert haben1 bis das ,volk auf einmal einsieht1 da es dem alten ,herrn etwas schuldig ist4 ,ein jeder ,brger -- diese ,behauptung ist zwar etwas optimistisch -- greift dann in seinen ,sckel und rechnet an den ,fingern ab1 wie gro die ,dienste des alten ,herrn ,dichters sind und wieviel ,trinkgeld er1 der ,herr ,brger und ,empfnger der besagten ,dienste1 geben kann4 ,ein dritter ,herr im schwarzen ,gehrock und ,zylinderhut sammelt das ,geld ein1 schreibt es gewissenhaft auf1 und der ,herr ,brger kann am nchsten ,morgen seinen ,namen in der ,zeitung sehen4 ,wenn es darauf nichts mehr zu sammeln gibt1 schenkt der ,herr im ,zylinder das ,smmchen ,trinkgeld dem lieben alten1 verdienstvollen ,snger4 -- ,es gehen viele solcher schwarzen ,herren herum und sammeln ,trinkgeld fr geleistete ,dienste4 ,trotzdem die pekunire ,strung im ,momente der ,inspiration ganz besonders empfunden wird1 wie ,busch sagt1 so wandert dennoch der ,klingelbeutel mit ,trinkgeldabsichten umher und strt die braven ,glubigen in der ,andacht4 ,wenn der ,herr ,pfarrer besonders schn und erbaulich gepredigt hat1 gibt man gewhnlich gern ein besonders fettes ,trinkgeld4 ,ja1 hartgesottene ,snder lassen sich oft erweichen1 statt des billigen1 bequemen blanken ,hosenknopfes zwei ,pfennig fr eine erbauliche ,andacht zu geben4 ,so schtzte das deutsche ,volk die ,dienste seines ,eisernen ,kanzlers ab und berreichte ihm auf ,friedrichsruh in einem ,eichenkranz mit ,schleifen und der ,aufschrift3 ,fr treue ,dienste das wohlverdiente ,trinkgeld4 ,so wrdigt die gesamte glubige ,welt die ,dienste des ,heiligen ,vaters1 und so bekommt der ,nachfolger ,petri sein ,trinkgeld oder seinen ,peterspfennig1 wie man es bescheiden nennt4 ,wenn das ,volk nun einmal mit den ,diensten solcher hochgestellten ,trinkgeldempfnger wenig zufrieden ist und wenn infolgedessen das ,ehrengehalt1 ,opfergabe1 ,spende1 ,peterspfennig oder wie man sonst noch das ,trinkgeld taufen mag1 etwas mager ausfllt1 so knnen die betreffenden ,herren ,empfnger auch nichts anderes machen als das1 was irgendein ganz plebejischer ,bakschischheischer in einem ,falle von wenig generser ,abschtzung seiner ,dienste machen kann1 d4 i4 heimlich schimpfen4 ,laut und hrbar zu schimpfen spricht von einer beraus groen ,gemtsroheit und ,undankbarkeit4 ,indessen tritt diese leider sehr hufig auf4 ,oft wird sie ganz unverblmt von der ,kanzel heruntergedonnert4 ,bei einem ansehnlichen ,trinkgelde1 oder wenn es sich gar um fette ,ziffern handelt1 erfindet gewhnlich der respektvolle ,mensch allerhand wohlklingende ,namen4 ,mit dem ,namen und der ,summe1 die das ,trinkgeld reprsentiert1 steigt dann auch natrlicherweise die ,achtbarkeit desselben1 so da jeder dann ungeniert seine ,hochachtung vor dem ,trinkgelde ausdrcken darf4 -- ,ganz wie beim ,menschen selber4 ,daher ist es auch erklrlich1 da selbst die hchsten ,persnlichkeiten ,trinkgelder annehmen knnen und sie dankend quittieren4 ,ein sehr dsteres ,bild von der ,notwendigkeit und der ,wirksamkeit des ,trinkgeldes entfaltete sich anfangs #aiji in ,new ,york1 wo sich zu den bevorstehenden ,wahlen des ,brgermeisters und der stdtischen ,verwaltungsbeamten eine neue ,partei gebildet hatte1 die beantragte1 da der neue ,brgermeister auer seinem ,gehalt1 welches hher ist als das des ,prsidenten der ,vereinigten ,staaten1 nach ,ablauf seiner ,amtsttigkeit einen ,bonus von fnfhunderttausend ,dollars erhalten solle4 ,dieser ,bonus1 ,gratifikation1 ,geschenk1 ,trinkgeld -- was es nun gerade ist -- sollte durch ,subskription unter ,privatleuten beschafft werden1 damit die politische ,unabhngigkeit1 die ,unparteilichkeit des neuen ,wrdentrgers und zugleich die ,wohlfahrt der ,stadt gesichert sei4 ,die ,urheber dieses ,gedankens behaupteten1 da es auf eine andere ,weise unmglich sei1 einen ,mann fr den ,posten zu erhalten1 der seine ,pflicht auf ehrliche ,weise ausfhren wrde4 -- ,die ,partei klagte weiter1 da diese radikalen ,manahmen -- nmlich der ,bonus -- durch die bisherige ,verwaltung der ,stadt1 -- die schlechteste in irgendeiner ,grostadt -- notwendig geworden seien4 ,entblt1 beraubt1 betrogen1 so gut wie bankerott stehe die herrliche ,stadt nun da und bedrfe eines ehrlichen und kompetenten ,verwalters4 ,selbst die dmmste und ungebildetste ,bevlkerung der ,stadt habe nun einen dmmerigen ,begriff bekommen1 was eine derartige ,miwirtschaft der ffentlichen ,angelegenheiten -- das ,wort sei nur ein beschnigender ,ausdruck fr ,diebstahl und ,schwelgerei auf ,kosten der ,stadt -- bedeute4 -- -- ,man will also durch eine ,trinkgeldversprechung die neue ,stadtverwaltung bewegen1 ehrlich und haushlterisch1 unbestechlich und unparteiisch zu arbeiten4 -- ,welche ,abgrnde werden da vor unseren ,augen geffnet6 -- ber die ,gefhle1 die der ,mensch bei der ,entgegennahme eines ,trinkgeldes hegt1 lt sich vieles sagen4 ,indes mu ich gleich hinzufgen1 da dergleichen ,gefhle zu sehr durch uere ,umstnde bestimmt werden1 als da man eine einheitliche ,regel auf sie anwenden knnte4 ,die ueren ,umstnde sind nmlich1 wie wir bereits gesehen haben1 die verschiedenen ,bemntelungen1 worin das ,trinkgeld auftritt4 ,jedoch auch diese ,verkleidungen sind noch nicht der letzte1 der bestimmende ,faktor fr die ,gemtserregung des ,empfngers4 ,nein1 die ,entscheidung hngt einzig und allein von dem ,moment ab1 wo das empfngliche ,gemt den ersten ,eindruck von der materiellen ,bedeutung des ,trinkgeldes in sich aufnimmt und ber das ,verhltnis der ,wirklichkeit zu seinen vielleicht idealen ,erwartungen unterrichtet wird4 ,die ,mglichkeiten fr alle ,arten von ,gefhlsausbrchen sind daher uneingeschrnkt4 ,und ihr ,feld wird sonderbarerweise noch bedeutend durch das bemerkenswerte individuelle ,verhalten des ,trinkgeldes erweitert4 ,seinerseits erhebt nmlich das ganz winzige ,trinkgeld gewhnlich die grten ,ansprche auf eine regelrechte1 ffentliche1 mglichst feierliche ,kundgebung von berwallenden ,dankbarkeitsgefhlen4 ,hchst ungerecht und arrogant1 aber charakteristisch wie fr jede ,kleinigkeit4 ,der gewhnliche ,kellner wird besonders davon getroffen und hat sehr unter der ,tyrannei zu leiden4 ,das ,trinkgeld von mittelmiger ,bedeutung gibt sich meistens mit einer angemessenen ,verbeugung des lchelnden ,empfngers zufrieden4 ,das groe ,trinkgeld -- geners wie es ist -- beansprucht nichts4 ,hchstens eine ,empfangsbesttigung auf ,papier4 ,der ,ordnung halber4 ,auch der ,empfnger verhlt sich hier uerlich sehr ruhig4 ,wir knnen uns aber nur in wenigen ,fllen auf uerliches ,verhalten verlassen4 ,es ist fr die inneren ,gefhle des ,kulturmenschen meistens nicht magebend4 ,es hngt also ganz allein von dem ,trinkgelde ab1 ob es fr uns an- oder unannehmbar1 achtbar1 ehrfurchterregend oder das ,gegenteil davon ist4 ,und der ,empfnger empfindet dieser ,beschaffenheit entsprechend4 ,es ist ihm aber im ,interesse seiner ,gesundheit und seines ,seelenfriedens dringend anzuraten1 keine allzu hohe berzeugung von der ,gte seiner ,leistungen zu besitzen4 ,fr den ,trinkgeldempfnger kann eine solche ,selbstberhebung verderblich werden4 berhaupt in allen ,lebenslagen ist sie schdlich1 denn sie ist zum allerwenigsten lcherlich und provoziert die ,mitmenschen4 ,wenn der ,kaufmann ,nr4 #a dem anderen ,nr4 #b aus purer ,freundschaft einen guten ,wink gibt -- ja ganz richtig3 einen ,tip -- oder ihm ein ,geschftchen vermittelt1 das er aus den verschiedensten ,grnden nicht selber machen kann oder will1 so darf er dafr nicht zuviel ,trinkgeld verlangen4 ,es ist nicht schn von ihm4 ,der ,kaufmann ,nr4 #b wre auf die besagte ,geschftsgelegenheit vielleicht ohne die ,gte des ,nr4 #a aufmerksam geworden4 ,aber selbst in der nchternen ,geschftswelt1 wo nur ,ziffern und keine ,gefhle reden1 hat man so viel ,anstand besessen und das hliche ,trinkgeld in ein schnes ,kleid gesteckt4 -- ,ja1 in diesem ,kleide heit es ,kommission4 -- ,sie meinen1 man knnte die ,kommission nicht zu den ,trinkgeldern rechnen68 -- ,oh1 man hat sogar die ,illegitimitt derselben erkannt und versucht1 sie legitim zu machen1 indem man sie im voraus vereinbart und sich ber die ,materie klar ist1 bevor das ,geschftchen zustande kommt4 ,dieses ,verfahren verhindert viel ,unannehmlichkeiten4 ,ein ,trinkgeld im ,kommissionskleid oder ein ,wolf im ,schafspelz ist ungefhr das gleiche4 ,ich will ,ihnen aber zeigen1 welch feiner ,mensch der ,kellner ist1 wieviel ,anstand und ,zartgefhl er besitzt4 ,er hat nicht die ,frechheit und ,unverfrorenheit1 das ihm zustehende ,trinkgeld im voraus zu vereinbaren4 ,er wartet geduldig1 bis er es erhlt oder auch nicht erhlt4 ,wie der schwindlerische ,kellner niemals mit groen ,zahlen manipuliert1 so hat der ehrliche ,kellner auch niemals mit ,trinkgeldern von respektablem ,umfang zu tun1 wie die ,menschen in hheren ,lebensstellungen4 ,und wie der ,wert und die ,achtbarkeit des ,trinkgeldes mit seinen ,ziffern steigt oder sinkt1 so finde ich es denn auch ganz verstndlich1 da das ,trinkgeld des ,kellners eine entsetzlich lcherliche und verchtliche ,bagatelle ist4 ,und der ,mensch1 der sich mit solchen ,dingen abgibt1 ist eben auch nur ein ganz niedrig stehendes ,individuum4 ,nur derjenige1 der die groen ,summen handhabt1 kommt in ,betracht4 ,darum sollten sich die ,kellner eben auch nur mit ganz enormen ,trinkgeldern abgeben oder mit gar keinen4 ,da die ersteren aber sehr rar sind und der ,kellner auf die ,bagatelle angewiesen ist1 so knnen wir hieraus leicht das ,dilemma1 in dem er sich befindet1 erkennen4 ,ja1 sehen ,sie6 ,da haben wir's6 -- ,auf der ganzen ,welt herrscht dieser freundliche ,glaube6 ,die ,hotelangestellten1 denken die ,gste und berhaupt jedermann1 nehmen so viel an ,trinkgeldern ein1 da die ,glcklichen sich nach ,verlauf von -- sagen wir -- zehn ,jahren selber ein ,hotel oder doch mindestens ein kleines ,rittergut genehmigen knnen4 ,und aus diesem freundlichen ,glauben suchen dreierlei ,parteien ,vorteile zu schpfen4 ,erstens der junge ,angestellte1 der sich in zehn ,jahren das kleine ,rittergut oder das groe ,hotel kaufen will1 zweitens der ,hotelbesitzer1 der mit der allzu groen ,vermehrung von ,hotels nicht einverstanden ist1 und drittens das liebe ,publikum4 ,die ,vorteile1 die der ,angestellte sucht1 gelten natrlich der eigenen ,tasche1 die ,absichten des ,hoteliers und des ,publikums sind nicht minder auf dasselbe ,ziel gerichtet4 ,der ,prinzipal1 der von den fabelhaften ,trinkgeldern hrt und sieht1 hlt es mit ,recht fr unntig1 die beneidenswerte ,lage der ,angestellten noch durch hohe ,gehlter zu verschnern4 ,manche ,prinzipale gewhren aus diesem ,grunde gewissen ,angestellten berhaupt keine ,gehlter4 ,die ,leute drfen glcklich sein1 da sie bei ihm berhaupt geduldet werden4 ,wieder andere ,prinzipale1 von einer heillosen ,angst vor der zuknftigen ,konkurrenz ihrer ,angestellten angetrieben1 suchen die nahende ,flut solcher ,gefahren einzudmmen1 indem sie im ,namen des heiligen ,rechtes1 das ihnen zusteht1 einen ,teil der ,trinkgelder ihrer ,angestellten im eigenen ,sack verschwinden lassen4 -- ,sie verkaufen also eine fette ,stelle an den ,meistbietenden4 ,eine juristisch durchaus ehrliche1 achtbare und zulssige ,geschftstransaktion4 ,selbst in ,amerika kommt dies vor4 ,der ,cloak ,room-,boy -- der ,garderobe-,junge eines ,riesenhotels -- ein ganz betrchtlicher ,finanzier -- mu oft zehntausend ,dollars jhrlich fr das ,privilegium zahlen1 sein ,dasein fhren zu knnen1 und auerdem mu er noch eine ,herde von anderen ,jungen und ,parlormaids zu seiner ,hilfe aus eigenen ,mitteln anstellen4 ,selbst in kleineren ,betrieben lassen wieder andere ,prinzipale die ,angestellten an aufreibenden ,posten1 wo so ungeheuer viel ,trinkgeld eingeheimst wird1 vollstndig ohne ,hilfe stehen und drohen mit ,entlassung1 wenn nicht alles klappt4 ,der ,angestellte in seiner ,angst1 die ,stelle zu verlieren und seine ,gesundheit zu schonen1 engagiert sich die notwendige ,hilfe auf eigene ,rechnung4 ,so hat ein groer ,oberkellner oder ein ,portier sehr hufig seinen ,privatsekretr1 der mit dem ,hause1 in welchem er arbeitet1 direkt nichts zu tun hat und nur fr den ,mann lebt1 der ihn engagiert hat und ihn entlohnt4 -- ,es ist eine alte ,geschichte1 da ein ,hausknecht hufig ein halbes ,dutzend anderer ,hausknechte beschftigt und bezahlt4 ,so kommt er dadurch in die rtselhafte ,situation1 da seine ,kollegen zu gleicher ,zeit ,hausknechte bei ihm sind4 -- ,sie lachen1 mein lieber ,freund6 -- ,das sind ,lagen1 verzwickte ,produkte des zwanzigsten ,jahrhunderts1 ,blten1 die berall zu finden sind4 ,in manchen komplizierten ,ehe- und ,verwandtschaftsverhltnissen kann es vorkommen1 da man eines ,morgens als sein eigener ,stiefgroonkel aufwacht4 ,wir wollen uns daher nicht ber die ,hausknechte bei einem ,hausknecht amsieren4 ,in den groen ,hotels1 wo die ,oberkellner ihren eigenen ,speisesaal haben1 gibt's sogar einen ,oberkellner fr die ,oberkellner4 ,na also6 -- ,die ,vorteile1 die das liebe ,publikum aus den ,mrchen von den ,trinkgeldschtzen zu ziehen sucht1 liegen natrlich klar auf der ,hand4 ,manchem ,gaste1 der mit seinem ,gelde rechnet oder zu rechnen hat1 treten bei der ,abschtzung der vom ,kellner geleisteten ,dienste die horrenden ,einknfte des ,menschen vor ,augen4 ,na1 denkt er1 der ,mann verdient ja ohnehin so viel1 und ich bin gerade knapp bei ,kasse4 -- ,in einem solchen ,falle wird das ,trinkgeld sehr mager sein1 oft selbst so unscheinbar1 da es nur ein illusorischer ,begriff ist1 der sich mit dem ,sehnerv oder dem ,sinne1 der in den ,fingerspitzen steckt1 nicht wahrnehmen lt4 -- ,wenn solcher ,flle viele auftreten -- und sie kommen -- so wird das ,budget des ,kellners dadurch sehr beeintrchtigt4 ,wenn nun alle ,gste eine nebelhafte ,vorstellung von den ,einknften eines ,kellners haben -- und die haben die meisten -- und wenn diese ,vorstellungen optimistisch sind -- was gewhnlich der ,fall ist -- dann schrumpft das ,trinkgeld zu einem hoffnungslosen1 vagen ,begriff zusammen1 mit dem der ,kellner sich auf die ,dauer nicht zufrieden erklren kann4 ,so sind die ,aussichten des ,kellners auf eigene ,hotels und ,rittergter verhltnismig gering4 ,dank dem optimistischen ,publikum1 dank eigenschtigen ,prinzipalen4 ,und selbst von den freigiebigen ,gsten1 die in dem groen ,gewhle von ,geizhlsen und ,optimisten des ,kellners einzige ,hoffnung und eisernen ,bestand bilden1 geht dem ,armen viel verloren4 ,die freigiebigen ,leute sind gewhnlich gutmtig und vertrauend1 aber auch leider ignorant in vieler ,hinsicht4 ,sie verteilen den ,lohn fr das gute ,service1 das sie erhalten haben1 oft so ungeschickt wie mglich4 ,das ,trinkgeld gert dann meistens an die unrichtige ,adresse1 und er1 der am meisten zum ,wohlbefinden der ,gste beigetragen hat1 der ,kellner1 wird entweder vergessen oder geflissentlich von denen1 die das ,trinkgeld einheimsen1 bersehen4 ,da dies ein ,mistbeet fr allerhand ,auswchse hlichster ,leidenschaften ist1 braucht man wohl gar nicht zu bemerken4 ,in vielen ,hotels hat sich die geradezu satanische ,methode eingebrgert1 da alles ,trinkgeld in eine gemeinsame ,kasse flieen mu1 die von dem ,argusauge des ,herrn ,oberkellners bewacht und deren ,inhalt am ,schlusse der ,woche gerecht verteilt wird4 ,viele ,menschen haben sehr individuelle ,rechtsbegriffe4 ,so auch manche ,hoteliers und ,oberkellner4 ,manchmal sollte man sagen1 die ,leute htten zehn ,semester ,jura studiert4 -- ,ein ,drittel -- wenn nicht gar mehr -- dieser ,kasse fliet gewhnlich dem ,herrn ,ober zu1 fnfzig ,prozent vom ,rest wird unter den ,assistenz-,oberkellnern verteilt1 der ,rest vom ,rest1 also hchstens fnfundzwanzig bis dreiig ,prozent vom ,ganzen1 geht unter die vielen ,kellner1 die davon gewhnlich noch etwas ihren treuen ,pikkolos abgeben mssen1 ohne deren ,hilfe sie vielleicht nicht fertig geworden wren4 -- ,hier gebiert das ,bse wiederum ,bses4 ,die ungerechte ,verteilung verleitet die ,kellner natrlich oft1 nur einen ,teil des sauer verdienten ,trinkgeldes in die ,kasse flieen zu lassen1 und sie machen sich so der ,unterschlagung schuldig4 ,selbst das ehrlichste ,gemt wird ,grund genug fr einen solchen ,akt finden und wird die ,stimme des ,gewissens mit erfundenen ,theorien zu beschwichtigen suchen4 ,dies ist gewhnlich der erste ,schritt zur wirklichen ,unterschlagung1 wenn die ,feinheit des ,gewissens durch das ,praktizieren solcher ,tricks abgestumpft ist und sich einen ,grund fr eine verbrecherische ,tat ausheckt4 ,derartige ,systeme sind also geradezu ,vorschulen fr den werdenden ,verbrecher4 ,sie kitzeln und animieren die verbrecherischen ,instinkte1 die in jeder menschlichen ,brust schlummern4 ,ein ,kellner ist gewhnlich in den ,jahren der ,jugend1 wo sein ,gemt am dunkelsten1 am chaotischsten und zugleich am empfnglichsten ist4 ,die uern ,einflsse bestrmen ihn so gewaltig1 da er sich oft der unheimlichen ,mchte nicht mehr entziehen kann und sinkt1 rettungslos sinkt4 ,das ,rittergut des ,kellners liegt also nicht so nahe1 wie man glauben sollte4 -- ,was bleibt ihm sonst noch brig8 -- ,sein ,gehalt4 ,dies ,gehalt ist1 wie wir sahen1 infolge des freundlichen ,glaubens an das ,trinkgeld berall gering -- meistens sehr gering -- manchmal sogar ,null1 in allen ,fllen aber fr das1 was der ,kellner zu leisten hat1 fr die ,kenntnisse1 die ,geistes- und ,krperkrfte1 die man von ihm verlangt1 fr die beraus unangenehme1 oft gesundheitsschdliche und vielfach geradezu unertrgliche ,ttigkeit des ,kellners1 fr die ,atmosphre1 in der er sich bewegt1 fr die langen berstunden und oft grausam lange1 regelmige ,arbeitszeit1 fr den ,verlust eines ,sonn- oder ,ruhetages -- fr das alles ist das ,gehalt des ,kellners berall auf der ganzen ,welt bettlerhaft1 nein1 sklavisch4 ,dies ,gehalt richtet sich1 wie gesagt1 nach dem ,charakter des ,hauses4 ,das ,durchschnittsgehalt in ,deutschland betrgt vielleicht kaum fnfunddreiig ,mark monatlich1 im brigen ,europa1 in ,asien und ,afrika dreiig bis vierzig ,franken1 in ,amerika ungefhr fnfundzwanzig ,dollars4 ,in ,australien dagegen hat man in jngster ,zeit die ,lhne versuchsweise gesetzlich geregelt1 so da diese ziemlich annehmbar erscheinen4 ,ich habe leider keine ,statistiken darber und nenne diese ,ziffern1 wie ich sie auf meinen ,reisen erfahren habe4 ,nebst seinem ,gehalt empfngt der ,kellner von seinem ,arbeitgeber in ,europa und ,amerika fast ausnahmslos ,kost im ,hause4 ,in ,europa tritt in fast allen ,fllen noch ein obligatorisches ,logis im ,hause dazu4 ,man hat jedoch in ,amerika bereits die ,verwerflichkeit solcher ,sklaverei eingesehen und sie aus praktischen und moralischen ,grnden abgeschafft4 ,hchstens in einzelnen ,sommerhotels wird es den ,kellnern anheimgestellt1 ihre ,quartiere nach ,belieben im ,hause oder auerhalb desselben aufzuschlagen4 ,ja1 diese aufgezwungene ,verpflegung sieht wunderbar schn und mildttig aus4 ,in ,wirklichkeit aber ist es anders4 ,denn der ,angestellte mu dafr -- schlecht1 wie sie in den meisten ,fllen ist -- natrlicherweise indirekt schwer bezahlen4 ,sie wird ihm als einen ,teil seines ,gehaltes vorgerechnet4 ,in ,deutschland berechnet ein ,hotelier seinem ,kellner -- sagen wir -- dreiig ,mark fr monatliche ,kost und vielleicht zwanzig ,mark fr das monatliche ,logis4 ,summa fnfzig ,mark4 -- ,schn4 ,da der ,prinzipal nun aber die ,rohmaterialien fr die ,kost im ,groen einkauft und in vielen ,fllen sogar bezahlte ,speisenreste seiner ,gste zur ,abftterung seiner ,angestellten verwertet1 so macht er dabei ein sehr lukratives ,geschft4 ,bei einer groen ,anzahl von ,angestellten luft dies natrlich kolossal zusammen und bildet eine betrchtliche ,einnahmequelle des ,prinzipals4 -- ,in seinem groen ,hause findet der ,hotelier natrlich auch gengend ,speicher- und ,kellerrume1 viele ,winkel und ,stuben1 um seine ,schar von ,angestellten zu beherbergen4 ,fr die ,gste knnen derartige ,lcher nicht in ,betracht kommen1 als sonstige ,betriebsrume sind sie vielleicht nicht geeignet oder berflssig4 ,folglich stehen sie leer und sind unbenutzt4 ,aber jeder ,quadratzoll1 den ein ,hotel bedeckt1 kostet ,geld1 oft sehr viel ,geld1 und somit ist jeder unbenutzte ,raum in dem ,gebude verlorenes ,geld4 ,die obligatorische ,einquartierung der ,angestellten ist daher aus diesem ,grunde hchst erwnscht4 ,die ,angestellten1 die im ,hause schlafen mssen1 sind wertvollere ,gste als die ,gste selber4 ,sie lassen sich irgendwo1 in irgendeinen ,stall hineinpferchen und bezahlen schweres ,geld dafr4 ,denn fr zwanzig ,mark im ,monat bekommt man berall ein halbwegs menschenwrdiges mbliertes ,zimmer -- wenigstens nach unseren heutigen ,begriffen -- und vielleicht noch liebenswrdige ,wirtsleute obendrein4 ,der ,kellner und die anderen ,angestellten des ,hotels werden aber nicht selten zu fnf oder zehn ,personen in einem ,raume kaserniert1 der kaum mehr als den gesetzlichen ,kubikinhalt hat4 ,oft hat er diesen nicht einmal4 ,und fr solches ,quartier bezahlt der ,kellner seine hohe ,miete4 -- ,von den ,unannehmlichkeiten1 ,unzutrglichkeiten1 von der zweifelhaften ,gtergemeinschaft1 die durch das ,zusammenleben in solchen ,quartieren entstehen1 will ich schweigen4 ,ich will schweigen von der ,schmucklosigkeit1 die solchen ,rumen anhaftet4 ,sie sehen allem hnlich1 nur keinem ,heim1 dessen ein hart arbeitender ,mensch zur ,ruhe und ,erholung dringendst bedarf4 ,ich will schweigen von den unhygienischen1 schmutzigen ,zustnden1 die sich dabei notwendigerweise entwickeln mssen4 ,ich will schweigen von der deprimierenden1 erdrckenden ,wirkung1 welche derartige ,quartiere auf das ,gemt des jungen ,menschen haben1 der soeben seinen ,arbeitsplatz -- eine ,sttte des berflusses1 des ,reichtums und der ppigkeit -- verlie4 ,hier hat er ,gelegenheit1 erst recht sein eigenes ,elend einzusehen und darber nachzugrbeln4 -- ,ich will schweigen von den verderblichen ,folgen1 welche ,massenquartiere von jungen ,leuten beiderlei ,geschlechts mit sich fhren4 ,wir brauchen keine ,moralisten zu sein1 um uns ber die bestehenden ,versuchungen und den ,verfall der ,moral der ,angestellten zu entrsten4 -- ,nein1 wir wollen keine ,moralisten sein4 ,wir wollen uns nicht darber entrsten4 ,wer schlecht sein will1 kann es irgendwo und berall sein4 ,ein reiner ,mensch kann in einem ,pfuhl von ,laster und ,elend stecken1 ohne da er davon berhrt wird4 ,aber der ,ekel1 die ,krankheiten an ,leib und ,seele1 die solche ,umgebungen auf die ,dauer selbst dem strksten ,gemte aufdrcken1 sind unbeschreiblich4 ,und fr solche ,umgebungen und ,einflsse bezahlt der ,kellner schweres ,geld4 ,um solcher ,quartiere willen1 die nur der ,bereicherung seines ,arbeitsgebers dienen1 der schon ohnehin zu viel ,nutzen aus seinen ,angestellten zieht1 mu der ,kellner den ,gedanken an ein gesittetes ,familienleben von vornherein als etwas ganz ,unmgliches von sich abweisen4 ,um solcher ,quartiere willen kann er kein menschenwrdiges ,dasein fhren1 darum geht ihm die so notwendige ,ruhe und ,erholung ab4 -- ,freilich hat die obligatorische ,einquartierung ihren doppelten ,vorteil -- fr den ,prinzipal4 ,er kann seine ,leute mglichst lange im ,geschft halten und sie je nach ,bedarf -- immer -- bei ,tag und ,nacht -- zitieren1 sie mglichst frh wieder heraustrommeln4 ,sie sind ihm immer zur ,hand -- immer6 -- ,natrlich veranlassen solche ekelhaften ,zustnde die jungen ,leute1 statt nach der ,arbeit sich zur ,ruhe zu begeben1 noch spt in der ,nacht oder vielmehr frh am ,morgen zu fliehen und im ,nachtleben der ,grostdte ,zerstreuung zu suchen4 ,ich war sehr geners im ,kostenanschlag fr das ,logis und die ,nahrung1 die dem ,kellner als ein ,entgelt fr seine ,dienste aufgentigt werden4 ,ich kann mit ruhigem ,gewissen behaupten1 da die ,kost einer ,volkskche oft besser1 nahrhafter1 appetitlicher zubereitet ist1 als das ,futter1 das man gewhnlich dem ,kellner vorwirft4 ,auch hier hat er wieder schmerzliche ,gelegenheit1 ,vergleiche zu ziehen zwischen seinem ,men und dem der glcklicheren ,menschen1 die er abfttert4 -- ,eine monatliche ,pension in einer ,volkskche wird nicht die ,summe von dreiig ,mark1 die ich fr ,kellnerkost veranschlagt habe1 verschlingen4 ,dafr kann man sich schon ganz leidlich in einem ,privatkosthause oder bei einer anstndigen ,brgerfamilie durchbringen1 wo es gute ,hausmannskost und gelegentlich einen saftigen ,braten oder ein ,hhnchen am ,sonntag gibt4 -- ,die veranschlagten zwanzig ,mark als monatliche ,miete fr einen ,stall -- denn mehr kann man die sumpfigen ,quartiere meistens nicht nennen1 sind gleichfalls reichlich4 ,addieren wir nun diese zwei ,zahlen zu dem schon oben erwhnten ,gehalt von rund fnfunddreiig ,mark1 so ergibt dies eine ,summe von fnfundachtzig ,mark1 die der ,kellner von seinem ,arbeitsgeber fr die geleisteten ,dienste monatlich erhlt4 ,und nehmen wir an1 da er nur vierzehn ,stunden durchschnittlich im ,tage arbeitet1 so erhlt er fr eine monatliche ,arbeitszeit von dreiig mal vierzehn -- also vierhundertundzwanzig ,arbeitsstunden einen ,lohn von zirka zwanzig ,pfennig pro ,stunde4 ,dies ist ein ,lohnsatz1 mit dem sich nicht der geringste ,tagelhner zufriedengibt4 ,die illusorische ,summe von fnfzig ,mark1 veranschlagt fr die ,verpflegung1 zieht nicht viel direkte finanzielle ,auslagen fr den ,prinzipal nach sich4 -- ,das ,personal1 welches fr die ,verpflegung des ,personals engagiert ist1 ist nicht zahlreich4 -- ,gewhnlich probieren die angehenden ,kochknstler1 die ,lehrlinge in der ,kche ihrer ,knste an dem ,essen des ,personals4 ,das ,men des ,personals ist oft sozusagen ein ,versuchskaninchen4 ,auch hierin liegt ein ,profit des ,prinzipals4 ,in den meisten ,fllen braucht er den ,lehrlingen kein ,gehalt zu geben -- im ,gegenteil1 diese bezahlen oft das ,haus noch1 damit sie das ,essen der ,angestellten versalzen und anbrennen lassen drfen2 zweitens erstreckt sich die verheerende und zerstrende ,ttigkeit dieser jungen ,schler des ,lukulls nicht auf die delikaten ,rohmaterialien1 die hbsch zubereitet die ,tafel der ,gste zieren sollen1 sondern auf den minderwertigen ,fra der ,angestellten1 welche nichts zu sagen haben4 ,die jungen ,kche lernen auf ,kosten des ,personals die ,grundelemente ihres ,handwerks2 sie ersparen dem ,prinzipal erfahrene ,personalkche und zugleich ,rohmaterialien1 die in ungeschickten ,fusten entheiligt und zerstrt wrden4 ,drei ,fliegen mit einer ,klappe4 -- ,fr die ,reinigung und ,instandhaltung der ,personalquartiere gengen einige alte ,weiber4 ,gewhnlich sind dies ,frauen mit einem langweiligen ,lebensroman und traurigen ,augen4 ,still und langsam verrichten sie ihre ,arbeit2 das junge ,volk hat ,nachsicht1 wenn nicht alles so ist1 wie es sein sollte1 denn die ,alten leben ja nur noch aus ,gnade und ,barmherzigkeit und kriegen ihre zehn ,mark im ,monat4 -- ,wenn wir nun die direkten monatlichen ,gesamtauslagen eines ,prinzipals1 die ihm durch die ,verpflegung eines ,angestellten verursacht werden1 hochgegriffen1 auf zehn bis fnfzehn ,mark beziffern1 so hat er gem unserer ,kalkulation einen ,reingewinn von fnfunddreiig ,mark pro capita1 denn die fnfzig ,mark1 die er dem ,kellner fr ,verpflegung in ,rechnung stellt minus fnfzehn ,mark1 die ihn die ,verpflegung tatschlich kostet1 ergeben diesen ,reingewinn4 ,so htte also1 streng genommen1 der ,durchschnittshotelier die ,dienste eines ,kellners gewhnlich ganz umsonst4 ,ja1 unter ,umstnden verdient er noch obendrein an seinem ,angestellten4 ,denn wenn er auch fnfunddreiig ,mark in bar an ,gehalt zahlt1 so wird dies doch durch den ,gewinn von fnfunddreiig ,mark an der ,verpflegung des ,angestellten aufgehoben4 ,und wenn die ,auslagen fr die ,verpflegung noch weniger betragen als die veranschlagten fnfzehn ,mark1 so ist jeder ,pfennig darunter eine ,gratiszugabe zu den ,gratisdiensten1 die der ,kellner dem ,hause verrichtet4 ,und was erst1 wo der ,angestellte gar kein ,gehalt in bar erhlt und sogar noch einen ,teil seiner ,trinkgelder an den ,prinzipal abliefern mu86 -- ,mit dem ,lohnsatze des ,kellners aber gibt sich kein ,handlanger zufrieden4 ,mit dem ,gehalt von fnfunddreiig ,mark pro ,monat plus den illusorischen fnfzig ,mark in ,naturalverpflegung kann auch kein ,kellner zufrieden sein4 ,es ist kein quivalent fr seine ,leistungen4 ,nein1 es deckt nicht einmal die monatlichen ,auslagen des ,kellners4 ,der ,prinzipal verlangt von seinen ,leuten1 da sie nicht nur reinlich und anstndig erscheinen1 denn dies darf jeder ,prinzipal verlangen -- nein1 sie sollen womglich nobel1 hochnobel auftreten4 -- ,dies ist zwar ein sehr dehnbarer ,begriff1 aber um ihm nur halbwegs gerecht zu werden1 braucht man schon einen ansehnlichen ,posten ,geld4 ,die ,wsche verschlingt einen groen ,teil davon4 ,kragen1 ,manschetten1 ,hemden sind wegen der anstrengenden ,ttigkeit des ,kellners nach einmaligem ,gebrauche gewhnlich zu erneuern4 ,in den ,sommermonaten wchst es ins ,ungeheure4 ,die absurde ,mode1 den ,vielgeplagten selbst in der grten ,hitze mit steifem ,kragen1 weiem ,panzerhemd und engem1 schwarzem ,frack zu qulen1 verschlingt eine ,menge ,geld4 ,die gute ,kleidung des ,kellners wird durch den hufigen ,kontakt mit fettigen ,schsseln und ,gegenstnden in der ,kche gleichfalls sehr bald ruiniert4 ,ein neuer ,frack in jedem ,quartal ist die ,regel des anstndigen ,kellners4 ,mit dem ,schuhzeuge geht es gleichfalls nicht besser4 ,gute1 leichte ,schuhe1 die fr den ,kellner nur in ,betracht kommen1 halten einen tglichen ,sturmschritt von zehn1 zwanzig1 oft dreiig ,kilometern treppauf und treppab ber ,teppiche1 ,marmor- und ,steinfliesen nicht lange aus4 ,nach einem ,monat ist das ,leben eines ,paares ,schuhe1 das zwanzig ,mark gekostet hat1 im ,hoteldienste erloschen4 ,so kommen wir zu dem erschreckenden ,resultat1 da die ,einknfte1 die der ,kellner vom ,hause bezieht1 nicht einmal seine notwendigsten geschftlichen ,auslagen decken4 ,wie mu er sich nun mit den anderen geschftlichen ,verlusten abfinden1 die ihm aus seiner ,ttigkeit erwachsen8 -- ,wie bezahlt er das ,bruchgeld1 die ,verluste durch die ,gste oder seine ,unaufmerksamkeit1 die ,abgaben an seinen ,pikkolo1 die ,strafen1 die ihm von den ,vorgesetzten auferlegt werden1 das ,schrzengeld und wie sonst noch alle die ,anzapfereien heien8 -- ,wie bestreitet er alle diese ,kosten8 ,wie verschafft er sich die ,mittel fr seine fortwhrenden ausgedehnten1 kostspieligen ,reisen8 -- ,wie lebt er zur ,zeit seiner oft entsetzlich langen ,stellenlosigkeit8 -- ,was verbleibt ihm fr sein ,alter1 welches mit seinem fnfunddreiigsten bis vierzigsten ,lebensjahre beginnt und ihn unbarmherzig z4 ,d4 oder a4 ,d4 stellt8 -- ,selbstverstndlich6 ,das ,trinkgeld mu es machen6 -- ,ich habe ,ihnen aber klargemacht1 was das ,trinkgeld ist4 ,es ist kein ,einkommen1 es ist nur ein ,auskommen4 -- ,wrde der ,kellner nicht lieber ein sicheres ,einkommen seinem unsicheren ,auskommen vorziehen8 ,ich kann es nicht sagen6 ,der ,kellner -- wie ein ,jongleur -- liebt das ,waghalsige4 ,wie ihm ein sicheres ,einkommen verschafft werden knnte8 ,nichts einfacher als dies6 ,und vielleicht nichts schwieriger4 -- ,selbstverstndlich gibt es unter dem ,publikum viele ,gegner des ,trinkgeldes4 ,und mit ,recht4 ,manche darunter sind aber doch recht sonderbare ,kuze4 ,sie agitieren gegen das ,trinkgeld an der unrichtigen ,stelle4 -- ,wieso8 -- ,nun1 indem sie dem ,kellner kein ,trinkgeld geben und in ihrer heiligen ,entrstung nicht bedenken1 da1 solange dieser ,mensch schlecht bezahlt ist1 er quasi ein ,anrecht auf das ,trinkgeld hat1 und da der ,gast moralisch verpflichtet ist1 eine angemessene ,belohnung fr die erhaltenen ,dienste zu geben4 ,denn wenn die ,lhne der ,angestellten erhht werden1 so mssen auch folgerichtig die ,preise der ,waren erhht werden1 sonst kann der ,wirt unmglich auf seine ,kosten kommen4 ,der ,gast hat also auf jeden ,fall die bittere ,pille des ,zahlens zu schlucken4 ,unter den gegenwrtigen ,verhltnissen profitiert natrlich ein ,gegner des ,trinkgeldes ganz erheblich auf ,kosten des armen ,kellners4 ,der ,gast1 welcher kein ,trinkgeld gibt1 schindet es dem ,kellner ab4 ,er bereichert sich auf ,kosten eines armen1 arbeitenden ,menschen4 ,der ,kellner steht machtlos da1 aber er merkt sich gewhnlich seine ,kunden4 ,bei seinem hufigeren ,erscheinen wird einem solchen ,gaste nicht das ,interesse entgegengebracht1 welches er sich wohl wnschen mchte4 ,auf die ,dauer entstehen ,spannungen zwischen ihm und dem ,kellner1 die wirklich unertrglich1 oft gar gesundheitsschdlich fr beide ,parteien werden knnen4 ,dennoch ist der bedauernswerte ,nichttrinkgeldgeber aus ,prinzip eigentlich noch der achtbarste unter denen1 deren ,hand verschlossen bleibt4 ,geldverlegenheit ist zu entschuldigen1 aber der ,geizige im ,speisesaal ist die verchtlichste ,kreatur1 die ich mir denken kann4 ,sie machen auch gewhnlich immer die grten ,ansprche1 und ihr ,erscheinen ist das ,zeichen eines hereinbrechenden ,strafgerichtes ,gottes fr den ,hotelier und seine ,angestellten4 ,aber scharenweise treten sie auf4 ,sie wollen gewhnlich nie etwas ,extras haben1 sondern nur das1 wozu sie berechtigt sind4 ,sie sind grlich1 wenn wtend gemacht durch die indifferente ,ruhe1 mit welcher ihnen gewhnlich der ,kellner begegnet1 sobald er sie erkannt hat4 ,in derartigen ,gemtserregungen verringert sich meistens der ,wortschatz dieser ,leute auf die primitivsten ,formen1 und in willkrlichen1 ungewhlten ,ausdrcken ergieen sich die schnen ,seelen4 ,ich kann nicht verstehen1 warum die ,hoteliers nicht in eine ,versicherung gegen solche ,gste gehen und berall1 wo sie diesem ,typus begegnen1 sich seiner ohne viel ,zeremonien entledigen4 ,die einzige ,erklrung fr die ,unterlassung der ,maregeln ist der ,umstand1 da meistens nicht sie1 sondern die ,angestellten unter der ,pest zu leiden haben4 ,andere prinzipielle ,feinde des ,trinkgeldes sind die ,herden von ,reisegesellschaften1 die unter der ,fhrung eines ,leithammels mit ,sprachrohr und ,baedeker ganz ,europa berschwemmen4 ,man kann sie sehen1 die groen ,fuhren der ,reiseviehtransporte4 ,zusammengepfercht rasseln sie im ,galopp durch die ,straen und recken die ,gummihlse4 ,ihnen ist jedoch zu verdanken1 da unsere ,museen noch einigermaen bevlkert sind4 ,diese ,leute und auch die vereinzelt und doch nicht minder zahlreich auftretenden nomadisierenden1 sthetischen ,jungfern1 die ein gemischtes ,parfm von ,museumsluft und welken ,rosen mit sich bringen1 sind durch gewohnheitsmige1 kompulsorische ,arithmetik ausgesprochene ,gegnerinnen des ,trinkgeldgebens4 ,snger1 ,schauspieler1 ,theaterdichter1 ,konzertknstler verbinden oft mit dem ,trinkgeld einen guten ,zweck4 ,sie geben dasselbe reichlich1 jedoch in der weniger liquidierbaren ,form von ,billetten zu ihren respektiven ,vorstellungen4 ,sie haben dabei oft wenig ,ahnung1 welch kritisches ,fllsel sie sich fr ghnende ,leeren im ,parkett des ,hauses auserwhlt haben4 ,ich kann wirklich nicht einsehen1 warum die ,wirte von ihren ,gsten den wohlverdienten ,lohn ihres ,personals nicht selber einkassieren6 ,es ist mir rtselhaft1 warum sie dies ,geschft -- ihre ,pflicht -- auf eine so umstndliche1 unangenehme1 ungerechte1 erniedrigende1 ja oft gemeine ,weise von den an und fr sich schon mit ,arbeit berladenen ,angestellten besorgen lassen1 ohne ihnen jedoch die ,vollmacht zu geben1 dies so dringend notwendige ,geschft ntigenfalls energisch zu betreiben und durchsetzen zu knnen4 -- ,es ist eine ganz verdammenswerte ,zauderpolitik1 die kaum ihresgleichen kennt4 ,leute1 die mglichst gut und mglichst billig leben wollen1 veranlassen oft ihren ,kellner1 ihnen allerhand ,privilegien zu verschaffen1 zu denen sie nicht berechtigt sind4 ,der ,arme1 auf sein ,trinkgeld angewiesen1 wird sein ,mglichstes tun1 den ,wnschen seiner ,leute selbst auf ,kosten des ,hauses nachzukommen4 ,schlielich erheben sich die ,gste1 bedanken und verabschieden sich freundlichst und lassen das lange ,gesicht des ,kellners hinter sich zurck und suchen es zu vergessen4 ,der ,arme befindet sich in einer bedauerlichen ,lage4 ,er1 der zu kleinlichen ,unterschleifen verfhrt wurde1 ist selber der ,betrogene4 ,und warum8 ,weil er seine ,augen auf das verheiene ,trinkgeld gerichtet hatte4 ,ein ,mann1 der dies nicht zu tun braucht1 kann die hufig vorkommenden1 oft unverschmten und unredlichen ,anforderungen solcher ,leute hflich aber khl abwimmeln und dazu lcheln4 ,so wundert sich daher das liebe ,publikum1 regt sich auf1 ist entrstet1 beleidigt1 schmht und schimpft1 wenn es bei seiner ,abreise aus einem ,hotel verschiedene lauernde1 bleiche ,gesichter ngstlich und unruhig umherspuken sieht 444 ,ja1 diese bleichen1 unheimlichen ,gesichter haben es auf den ,herrn ,gast abgesehen4 ,sie wollen ihn abfangen4 ,er darf nicht entwischen4 ,denn seine ,rechnung ist noch nicht ganz beglichen4 ,ob es entsetzlich erniedrigend ist1 so auf der ,lauer liegen zu mssen1 das geht den lieben ,herrn ,gast gar nichts an4 ,er darf sich deshalb nicht entrsten4 ,er braucht nur zu zahlen und dann zu gehen4 ,das ist alles4 ,jeder ,arbeiter ist seines ,lohnes wert4 ,es ist aber sicher entsetzlich erniedrigend fr einen reichen ,gast1 einen armen ,angestellten prellen zu wollen4 ,und darum wird der ,kellner geschmht und verachtet1 weil sich seine ,gste so entsetzlich erniedrigend1 so hndisch benehmen86 ,es ist sonderbar1 wie die ,rechte verdreht werden6 -- ,wir knnen es doch wohl kaum einem ,menschen verdenken1 da er zu allen mglichen erlaubten1 ja verzweifelten ,mitteln greift1 seinen verdienten ,lohn einzukassieren4 ,was tun die ,menschen nicht alles1 um unverdientes ,geld zu erwerben68 -- ,es rentiert sich wirklich1 dem ,kellner das verdiente ,trinkgeld zu geben4 ,ein schwerer ,druck lastet auf dem ,gemte der ,gste1 die ihm den schuldigen ,lohn verweigern4 ,sie wissen wohl1 welches ,unrecht sie begehen1 und beschmt suchen sie sich so schnell wie mglich zu entfernen4 ,ja1 ihr ,auszug gleicht dem eines ,diebes bei der ,nacht4 ,und ihnen folgen keine ,segenswnsche4 ,ihnen folgt die ,wut und der gerechte ,zorn des ,betrogenen4 ,wer von diesen moralischen ,beweggrnden unberhrt bleibt1 mag vielleicht den materiellen ,schaden1 der seiner ,ungerechtigkeit nicht selten folgt1 um so mehr empfinden4 ,wir wollen uns nicht die ,augen verbinden1 um von dem ,anblick verschont zu sein1 den unser ,gepck in den ,fusten eines rachschtigen ,hausknechts darbietet1 wenn dieser wei1 da er leer ausgehen wird4 ,mit ,handschuhen wird er es nicht behandeln4 ,er wird seinen ,racheakt so geschickt ausfhren1 da man ihm nicht einmal etwas anhaben kann4 ,es ist zwar eine ,dummheit1 aber immerhin die typische ,kundgebung der kochenden ,volksseele4 ,die gebildeten1 vielgereisten ,gste sollten damit vertraut sein4 ,die ,kenntnis derartiger ,kleinigkeiten ist nicht zu unterschtzen4 ,dem ,geizhalse im ,saal ergeht es kaum besser4 ,sein ,diner wird gewi nicht zum ,genu4 ,er mu geduldig1 wenn auch innerlich kochend1 zusehen1 wie sein freigiebiger ,mitgast den ganzen ,balsam einer guten1 erstklassigen ,behandlung und ,hochachtung erhlt4 ,dies allein kann einem ,knicker unter ,umstnden schon gengend ,gelbsucht einbringen1 da die ,doktorrechnungen sich weit hher belaufen als das ,kellnertrinkgeld4 ,denn er darf als ,gast des ,hauses doch auch die grtmgliche ,aufmerksamkeit beanspruchen4 ,diese lt sich jedoch nicht energisch beitreiben4 ,sie will gelockt sein4 ,energie im ,speisesaal wird begrinst2 sie ist absolut machtlos4 ,es folgt nun noch ein anderer ,typus von ,trinkgeldgebern4 ,das ist der verschwenderische1 der protzenhafte4 -- ,es ist leicht1 sich in die ,seele des ,geizhalses hineinzudenken4 ,der ,protz aber und der ,verschwender sind ganz andere1 viel schwierigere ,flle4 ,der ,grundzug im ,charakter des ,geizhalses ist ,list und ,egoismus1 beim ,protzen hochmtige ,dummheit und beim ,verschwender ,leichtsinn4 ,nichts entblt sich mehr als ,list und ,egoismus4 ,ein ehrlicher ,mensch kann sie lchelnd durchschauen1 wenn er seine ,augen aufhlt4 ,die ,dummheit aber zu durchschauen hat noch niemand vermocht4 ,sie ist hoffnungslos dunkel4 ,und der ,leichtsinn ist wie ein ,sumpf1 unergrndlich tief4 ,der wirkliche ,leichtsinn hat keinen ,boden4 ,er ist bodenlos4 ,so schn und so edel die milde1 diskrete ,freigiebigkeit ist1 so ekelhaft ist die ,art des ,protzen1 zu geben1 und so verwerflich die des leichtsinnigen ,verschwenders4 ,und doch6 ,warum knnen wir der ,dummheit und dem ,leichtsinn nie wirklich ganz von ,herzen gram sein wie dem ,geize8 -- ,weil wir die beiden ersteren und ihre ,schrecken nicht vllig erkennen knnen8 ,eine verschwenderische und protzenhafte ,handhabung des ,geldes verleitet naturgem auch den ,empfnger zu solchem ,tun4 ,was man fortwirft1 kann nicht viel ,wert haben4 ,so wird der ,wert des ,geldes durch den ,protzen und den ,verschwender entehrt4 ,und so wird die keimende ,lebensanschauung des jungen ,kellners vergiftet4 ,wenn sein ,gemt nicht ganz stark ist1 so wird er das auf solche ,weise erhaltene ,geld auch wieder auf solche ,weise verlieren4 ,hier will ich ,sie auch gleichzeitig auf die eine1 vielleicht die grte ,gefahr des ,trinkgeldes aufmerksam machen1 der sein ,empfnger ausgesetzt ist und der er schwer widerstehen kann4 ,der ,kellner arbeitet nicht wie die meisten anderen ,lohn- oder ,gehaltarbeiter von ,woche zu ,woche oder von ,monat zu ,monat4 ,nein1 als ,trinkgeldempfnger arbeitet er von ,tag zu ,tag oder noch richtiger von ,minute zu ,minute4 -- ,diese ,art und ,weise1 den ,lohn zu beziehen1 hat einen ganz verderblichen ,einflu auf das ,leben und den ,charakter des ,mannes4 ,derjenige1 der ein monatliches ,gehalt bezieht1 ist gezwungen1 mit den ,frchten seiner ,arbeit haushlterisch umzugehen1 damit dieselben bis zum nchsten ,zahltage ausreichen4 ,er lernt also rechnen4 ,ohne diese ,kunst wird er an den letzten ,tagen vor dem ,empfang des neuen ,gehaltes hungern mssen4 ,anders der ,kellner4 ,er kann heute abend seine ganze ,barschaft verjubeln1 morgen frh fliet das ,geld wieder herein4 ,er kann seinen morgigen ,tagelohn am ,abend des ,tags verjubeln1 -- bermorgen zu ,frhstck hat er wieder ein wenig im ,sack4 ,und so weiter4 ,er kommt niemals in ,geldverlegenheit1 der glckliche ,mensch6 ,darum ist er auch scheinbar so sorglos und lebt von heute auf morgen4 ,darum kommt er nie in ,not1 denn er hat immer ,geld1 und er hat niemals ,geld1 weil es immer geht1 wie es kommt4 ,folglich ttet das ,trinkgeld auch im ,innern des ,empfngers die ,stimme ab1 welche ihn warnt1 da er nicht immer jung sein wird1 da er aufspeichern mu fr magere ,jahre4 ,es bestrkt ihn im ,leichtsinn1 den er durch die verderblichen ,beispiele aus seiner ,umgebung gelernt hat4 ,der legitime ,anspruch1 den der ,kellner in seiner gegenwrtigen ,lage auf ,trinkgeld hat1 artet oft in vielen ,fllen in eine ,sucht nach ,trinkgeld aus1 die namentlich besonders auftritt1 wenn der eben erwhnte ,leichtsinn ,oberhand gewonnen hat4 ,die ,trinkgeldfrage ist wirklich eine moderne ,hydra4 ,schneidet man einen ,kopf des ,ungeheuers ab1 so wachsen drei andere sofort nach4 ,unerbittlich fordert und verschlingt sie ihre ,opfer4 ,auf die eine oder die andere ,weise4 ,nur die wenigsten knnen ihr entgehen4 ,setzt der ,kellner seinen ,anspruch auf ,trinkgeld energisch durch1 so zieht er sich die ,verachtung der ,menschen zu1 gefhrdet seine ,stellung und macht sich ,feinde unter seinen ,kollegen4 ,verzichtet er geners und resigniert1 so arbeitet er umsonst und reibt seine ,gesundheit auf fr nichts4 ,auch ein ,zankapfel unter den ,kollegen selbst ist das bse ,trinkgeld4 ,es ist eine unerschpfliche ,quelle von groen und kleinen ,streitereien1 ,ungerechtigkeiten1 ja selbst ,unredlichkeiten4 ,zu den vielen ,sorgen des ,oberkellners tritt noch die eine groe hinzu3 wie mu er einen guten ,gast verteilen1 damit keine ,aufruhre in seinem ,bezirk entstehen8 ,sie haben keine ,ahnung1 mein ,freund1 welche ,spekulationsobjekte wir sind1 mit welchen ,hoffnungen wir abgemessen werden1 mit welchen ,mglichkeiten in uns man rechnet4 -- ,wenn manche wohlwollende ,gste wten1 welchen ,vulkan von ,schmutz und ,schlamm menschlicher ,niedrigkeit ihre ,freigiebigkeit hinter der ,szene oftmals in ,aktivitt setzt1 so wrde ihnen der ,appetit vergehen1 und sie wrden den schnen ,ort mit ,schrecken fliehen4 ,selbstverstndlich gibt es auch ,leute unter den ,kellnern1 die in sehr primitiver ,rechtsanschauung ein ,trinkgeld1 worauf sie kein ,anrecht haben1 oft einfach fr sich behalten4 ,da dies ,unterschlagung ist1 wird in den meisten ,fllen nicht bedacht4 ,eine derartige ,handlung braucht nicht unbedingt aus unehrlichen ,motiven zu entspringen1 sondern in ,fllen1 wo sich der ,mann dazu berechtigt glaubt1 wenn er seinem vielleicht bedrngten ,kollegen bei der ,arbeit geholfen hat1 kann dies eine ,streitfrage werden4 ,ich knnte ,ihnen noch gar vieles vom ,trinkgeld erzhlen4 ,aber das wrde langweilig werden4 ,um es ganz genau zu bezeichnen1 kann man es nur mit einer ekelhaften orientalischen ,krankheit oder mit einem ,meisterwerk ,satans vergleichen1 das1 mit allen ,raffinessen satanischen ,esprits ausgestattet1 alle ,schwchen der menschlichen ,seele durch und durch kennt und darin herumwhlt4 -- ,wir fassen daher unsere ,anklage gegen das ,trinkgeldsystem noch einmal in kurzen ,worten zusammen und schleifen es vor das ,tribunal vernnftig denkender ,menschen des zwanzigsten ,jahrhunderts und des ,fortschrittes3 ,das ,trinkgeldsystem ist ein aus urdenklichen ,zeiten hergebrachter ,brauch1 eine ,dienstleistung nach eigenem ,ermessen zu belohnen1 ohne da dabei derjenige1 der die ,dienste geleistet hat1 etwas zu seinem ,vorteil sagen darf4 ,es ist eine schbige ,reliquie aus der ,sklavenzeit1 der ,zeit der tiefsten ,erniedrigung der ,menschheit1 und hat sich mit groer ,zhigkeit bis auf unsere ,tage erhalten4 ,es steht im schroffen ,widerspruch zu unseren modernen ,ansichten von der ,unabhngigkeit selbst des geringsten ,arbeiters und verletzt die ,wrde einer modernen ,geschftsfhrung4 ,kein ,mittel ist ihm zu gemein und zu niedrig1 seine fluchwrdige ,existenz zu erhalten1 und es hat sich folgender ,verbrechen gegen die ,menschheit schuldig gemacht1 die wir durch unumstliche ,dokumente und die ,zeugnisse von ,hunderttausenden ruinierter ,leben1 zertrmmerter ,jugendhoffnungen beweisen und bei einem ,meer von ,trnen eidlich bekrftigen knnen3 #a4 ,degradation unschuldiger ,menschen4 #b4 ,demoralisation unschuldiger ,seelen4 #c4 ,verfhrung zum ,leichtsinn und ,frderung desselben4 #d4 ,vernichtung des ,selbstbewutseins des ,empfngers4 #e4 ,verleitung zur ,verschwendung4 #f4 ,verleitung zur ,unehrlichkeit4 #g4 ,stiften von ,unfrieden zwischen ,kollegen4 #h4 ,schren der ,leidenschaften des ,neides und der ,gemeinheit4 #i4 ,untergrabung des ,ansehens bei den ,mitmenschen4 #aj4 ,foltern des guten ,gebers4 #aa4 ,schdigung des ,nichtgebers in moralischer und materieller ,hinsicht4 #ab4 ,verleiten der ,wirte zur ,bequemlichkeit und ,faulheit4 #ac4 ,tausende von indirekten schdlichen ,folgen besagter ,verbrechen und verdchtig vieler ihm nicht direkt nachweisbarer ,verbrechen4 ,ist das nicht ein stattliches ,schuldkonto68 ,knnten ,sie mir etwas angeben1 das zur ,entlastung des ,angeklagten beitrgt86 -- ,das seine ,existenz irgendwie berechtigt8 -- ,nein1 nichts1 gar nichts6 ,unser ,urteil ist daher fertig4 ,es heit1 ,schuldig4 ,schuldig1 unwrdig der ,zugehrigkeit zur menschlichen ,gesellschaft des zwanzigsten ,jahrhunderts4 -- ,nach dem ,kodex des ,lebens steht darauf ,ausstoung aus dem ,verbande der ,menschheit1 lebenslngliche ,verbannung und ,verlust smtlicher brgerlichen ,ehrenrechte und ,existenzrechte4 -- ,aber durch diese ,aburteilung wird die ,hydra noch lange nicht gettet4 ,der erste ,kopf ist nur abgeschlagen4 ,es wachsen sogleich drei andere nach1 wenn die ,wunde nicht ausgebrannt wird4 ,das offene ,geschwr mu behandelt und verbunden werden1 die ,wunde mu sich schlieen und heilen4 ,es soll womglich keine ,narbe bleiben4 ,anfangs mag sie den ,krper noch sehr peinigen1 doch der ,schmerz wird sich bei richtiger ,behandlung bald legen4 ,die ,zeit wird heilen4 ,wer1 meinen ,sie wohl1 wrde am schlimmsten durch eine derartige ,operation an unserem ,geschftskrper betroffen werden8 -- ,nun1 jedenfalls doch diejenigen ,leute1 die aus dem ,trinkgelde ,nutzen fr sich selber zu ziehen suchen4 ,und diese sind1 wie wir sahen3 die ,kellner1 die ,prinzipale und die ,gste4 ,eine ,flut von erzrnten1 erstaunten1 wtenden1 ngstlichen1 feigen1 dummen ,fragen wrde pltzlich mit einem ,male brausend aufspringen4 ,das ,wort ,rousseaus wird sich wieder bewahrheiten3 ,die ,sklaven verlieren in ihren ,ketten alles1 selbst endlich den ,wunsch1 ihrer los zu sein4 ,die ,kellner wrden fragen3 ,was wollen wir ohne ,trinkgeld anfangen68 -- ,sie wrden besorgt auf den ,prinzipal schauen und ungeduldig dessen ,bewegungen abwarten4 ,der ,prinzipal wrde genau dieselbe ,frage stellen1 besorgt auf seine ,angestellten schauen und ungeduldig abwarten1 was diese machen4 ,die armen ,gste sind dann sogar in drei ,lager geteilt4 ,die beiden ersteren ,lager werden sich genau dieselbe bange ,frage stellen1 jedoch mit verschiedenen ,hintergedanken4 ,lager ,nr4 #a denkt mit ,schrecken an die ,preiserhhung der guten ,dinge2 ,nr4 #b ist in ,verzweiflung1 denn es wei nicht1 was es machen soll1 wenn es kein ,trinkgeld mehr geben kann4 ,das dritte ,lager aber wird sich gar nichts fragen und auch nicht besorgt den ,kopf hngen lassen1 sondern es wird sich freuen1 da alles endlich ein ,ende nahm4 ,und dieses ,lager ist das weitaus grte4 ,ah1 ,sie glauben also wirklich an die ,unbesiegbarkeit des ,trinkgeldes1 an seinen endgltigen ,triumph86 -- ,ich bewundere die ,schrfe und ,feinheit ,ihres ,gedankens1 vor ,ihrer ,menschenkenntnis graut mir beinahe6 -- ,ja1 ich mu mein ,haupt im ,schmerz beugen und zugestehen3 das ,trinkgeld ist das ,zauberwort1 der groe1 wunderwirkende ,sesam1 vor dem die strksten ,tore in ,staub zerfallen4 ,ein ,trinkgeld verwirklicht das ,unwirkliche1 es ermglicht das ,unmgliche1 es buchstabiert das ,unaussprechliche4 -- -- ,wie ich mich selber zu betrgen versuche6 ,ich wei ja genau1 da unser ,almosen doch gerade das ,gegenteil von dem ist1 was es sein soll4 ,es wird doch niemand die ,frechheit besitzen1 zu behaupten1 da er mit der elenden ,mnze1 die er dem schlotternden ,bettel hinwirft1 denselben aus seinem ,jammer helfen will4 ,man gibt sie doch nur1 um seines unliebsamen ,anblicks oder seines ,gedudels los zu werden4 -- ,auerdem ist ,geben seliger denn ,nehmen4 -- ,ein ,trinkgeld mag oft mehr sein1 viel1 viel mehr sein als eine vom ,arbeiter verlangte ,bezahlung fr seine ,leistung1 aber es wird sich doch immer erhalten1 denn die schmierige ,vertraulichkeit im ,verkehr untereinander1 zu der es ,berechtigung gibt1 -- welche es sanktioniert1 scheint vielen ,menschen zu behagen4 ,es ist die fette1 lauwarme1 schmierige ,vertraulichkeit zwischen dem ,gebieter und dem ,sklaven und dem ,sklaven mit dem ,gebieter4 ,das moderne ,trinkgeldsystem weist tatschlich alle ,symptome einer regelrechten ,sklaverei auf4 ,durch die ,aufhebung des ,trinkgeldes wrde jedenfalls der gleiche heillose ,wirrwarr entstehen1 der durch die ,emanzipation der ,negersklaven ber ,nordamerika hereinbrach4 -- ,materialistisch genommen ist die ,negerfrage und die ,lage der ,neger in ,amerika selbst heute noch schlimmer1 als sie vor dem ,brgerkriege1 also vor der ,aufhebung der ,sklaverei war4 ,die wirtschaftliche ,lage der ,befreiten hat sich bisher in keiner ,weise gebessert4 ,von vielen einzelnen ,ausnahmefllen freilich abgesehen4 ,diese bergen allerdings schon die schne1 groe ,hoffnung auf allgemeine ,besserung des ,schicksals der befreiten ,sklaven in sich4 ,das ,verhltnis zwischen dem ,sklavenhlter und dem ,sklaven ist -- oder besser war -- in vielen ,fllen ein durchaus kordiales1 oft sogar sehr intimes4 ,das hing natrlich vom ,charakter des ,sklaven ab4 ,der ,hlter war im vlligen ,besitz des ,leibes und der ,seele des mit ,geld gekauften oder in seinem ,besitze geborenen ,menschen4 ,ungefhr so wie man ein wertvolles ,stck ,vieh besitzt4 ,und man behandelt sein ,besitztum gewhnlich gut1 namentlich1 wenn es sich um leicht verderbliches und sterbliches ,menschen- oder ,tiermaterial handelt4 ,wie wahr das ,wort ,rousseaus ist und immer sein wird1 geht aus der amerikanischen ,geschichte deutlich hervor1 wo die ,negersklaven zuerst kaum die ,freiheit annehmen wollten1 die ihnen von den ,nordstaaten geschenkt wurde4 ,niemand unter den bedrckten ,schwarzen war sehr ber das so teuer erkaufte ,geschenk der ,freiheit entzckt4 ,ja1 die alten ,neger behaupten heute noch1 da es ihnen zur ,zeit der ,knechtschaft besser ergangen wre wie zur ,zeit der ,freiheit4 ,dies ist auch das beliebte ,gejammer der ehemaligen ,sklavenhlter der ,sdstaaten1 die durch das ,machtwort ,lincolns ,betrchtliches eingebt hatten4 ,die groe ,macht der ,gewohnheit hat auch hier wieder gesprochen4 ,die ,menschheit1 die jahrtausendelang in ,irrtum und ,lge gelebt hat1 kann sich nicht so schnell an die ,wahrheit gewhnen4 ,ein ,mensch1 der aus der ,dunkelheit tritt1 wird durch das ,licht geblendet4 ,die ehemaligen ,sklavenhlter1 denen im ,brgerkriege die ,freiheit ihrer ,unterdrckten blutig abgenommen werden mute1 hegen statt der alten eigenntzigen ,liebe fr die ehemaligen ,sklaven nun einen wilden ,ha gegen die ,befreiten und suchen selbst heute noch1 nach beinahe einem halben ,jahrhundert1 die ,lebenswege derselben auf alle erdenkliche ,weise zu erschweren4 ,im gnstigsten ,falle besteht zwischen dem ehemaligen ,hlter und dem befreiten ,sklaven ein frostiges1 unerquickliches ,verhltnis1 eine arktische ,indifferenz1 eine starre ,klte1 die kein grnes ,hoffnungshlmchen aufsprieen lt4 ,die ehemaligen ,sklaven sind sich und ihrem ,schicksal berlassen1 und in ihrer ,not1 in ihrer elenden ,freiheit wnschen sie sich die fetten ,tage der ,unterdrckung zurck4 hnlich wrde es dem ,kellner nach der ,aufhebung des ,trinkgeldsystems von seiten derjenigen ,menschen ergehen1 die heute das ,trinkgeldsystem zu ihrem eigenen ,vorteile ausntzen1 nmlich viele ,gste und ,prinzipale1 die ihren ,zorn ber das ,verschwinden der guten alten ,zeiten an dem ,kellner auslassen wollen4 ,andererseits werden selbst auch viele ,kellner sich das alte ,trinkgeldsystem wieder zurckwnschen4 ,ja1 sie werden gegen die ,aufhebung desselben auftreten1 wie viele ,neger sich teils direkt1 teils indirekt gegen die ,aufhebung der ,sklaverei gewehrt haben4 ,die meisten bestellten und hteten die ,huser ihrer ,hlter treu1 als diese1 ,vater und ,shne1 alle im ,pulverrauch standen1 um die ,schwarzen in der ,sklaverei zu erhalten4 ,es waren meistens nur entflohene ,sklaven1 die ihren ,befreiern ernstlich beigestanden haben1 teils aus ,rachsucht1 teils aus ,furcht vor einer ,niederlage ihrer ,beschtzer4 ,ein solches ,ereignis wre auch fr sie1 die ,entflohenen1 verhngnisvoll geworden4 ,wieder andere ,kellner werden sich durch die ,aufhebung des ,trinkgeldes aller besonderen ,pflichten dem ,gaste und dem ,hause gegenber enthoben fhlen1 zu deren ,ausfhrung das ,trinkgeld heute ein wahrer ,sporn ist1 -- ,pflichten1 die nur die ,wunderkraft eines fetten ,trinkgeldes auszufhren vermag4 ,beobachten ,sie nur1 wie die befreiten ,sklaven von einem ,extrem ins andere fielen6 ,manche glaubten nach der erhaltenen ,freiheit so fest an ihre ,persnlichkeit1 da sie es fr ihrer unwrdig hielten1 die ,pflicht als ,angestellte zu tun1 ja berhaupt irgendeine krperliche ,arbeit zu verrichten4 ,sie hatten also nicht ihre frhere schmachvolle ,lage erkannt1 sondern hielten die ,arbeit an sich fr schmachvoll4 ,dadurch entstand vielfach der heutige ,jammer der ,befreiten4 ,sie dachten sich vom ,gesetze vor der ,arbeit geschtzt und zum ,dolcefarniente geboren4 -- hnliche oder die gleichen ,schwierigkeiten wrden auch nach der ,entfernung des ,trinkgeldes auftreten4 ,wird unsere ,theorie und ,moral aber sklavische ,verhltnisse dulden1 die im praktischen ,leben ganz annehmbar und unter ,umstnden sogar sehr nutzbringend sind und deren ,aufhebung voraussichtlich groen ,tumult und ,schaden fr alle ,beteiligten anrichten wrde8 -- ,es hiee sich doch nur vor den ,schmerzen einer ,operation frchten1 welche aber durch ein verhrtetes ,geschwr an unserem gesellschaftlichen ,krper notwendig gemacht wird4 ,so sollten wir auch dem ,trinkgeldungeheuer furchtlos zu ,leibe rcken1 denn wir haben die ganze ,verwerflichkeit desselben eingesehen4 ,die ,operation ist unumgnglich notwendig geworden1 wenn der ,krper gesund bleiben soll4 ,vom moralischen und theoretischen ,standpunkt aus kann das ,trinkgeldsystem unter keinen ,umstnden mehr in unserer ,mitte geduldet werden1 selbst nicht1 wenn die ,hotelangestellten1 die ,prinzipale und gar eine gewisse ,sorte von ,gsten durch die ,aufhebung des ,trinkgeldes finanziell benachteiligt werden1 was aber in ,wirklichkeit nicht der ,fall ist4 ,die ,operation wird sich am ,ende als heilsam und wohltuend erweisen4 -- ,die amerikanischen ,nordstaaten kmpften eigentlich nicht direkt fr die ,besserung der materiellen ,lage der ,negersklaven1 sondern sie verfochten ein hohes ,prinzip1 welches sie sich gebildet hatten4 -- ,dieses ,prinzip -- oder ,erkenntnis war1 da die ,sklaverei eine fr zivilisierte ,vlker unwrdige ,einrichtung sei4 ,ob und wann durch die ,durchsetzung des ,prinzips eine materielle ,besserung oder gar ,verschlechterung eintreten wird1 sind andere ,fragen1 die uns nicht beschftigen sollten1 wenn wir eine ,glaubenssache1 ein ,ideal im ,auge haben4 ,ganz genau derselbe ,statusquo herrscht auch bei der ,bekmpfung des ,trinkgeldes4 ,dadurch1 da wir im ,trinkgeld einen formidablen ,gegner haben1 erkennen wir erst1 was es ist4 ,aber die ,opposition wird immer den ,kmpfer reizen4 ,denn sonst wre seine ,handlung ja kein ,kampf1 sondern nur eine ,arbeit4 ,ein trger1 widerstandsloser ,misthaufen lt sich mit einiger berwindung entfernen4 ,das lebendige ,bse aber lt1 wenn es einen festen ,fu gefat hat1 nicht ohne ,widerstand los von den beherrschten ,gebieten4 ,und seine ,hartnckigkeit bietet die ,garantie zu einem regelrechten heien ,ringen4 ,erst diese ,aussichten sticheln den ,kmpfer zum ,angriff an4 ,der ,feldzugsplan gegen das ,trinkgeld8 -- ,ich kann nur die allereinfachsten1 natrlichsten ,vorschlge machen1 die jedermann wei1 die jedermann fhlt1 die notwendig sind1 um den ,kampf erfolgreich durchzufhren4 ,diese sind1 indem die ,kellner ein ihren ,fhigkeiten1 ,kenntnissen1 ,arbeit und ,arbeitsstunden angemessenes ,gehalt bekommen1 das ihnen die ,achtung der ,kundschaft und ihrer ,mitarbeiter erzwingt4 ,demzufolge wrde er an die ,seite eines jeden anderen ,angestellten auf der ganzen ,welt treten4 -- ,die ,prinzipale knnen sehr gut ohne das ,trinkgeld existieren1 indem sie die durch die ,gehaltserhhungen in ihrer ,kasse entstandenen ,lcken durch entsprechende ,preiserhhungen ihrer ,waren ausgleichen4 ,eine ganz geringe ,erhhung von vielleicht zehn ,pfennig pro ,platte wrde schon das ,gehalt des ,kellners bestreiten knnen4 ,man soll nicht zur ,entschuldigung des ,trinkgelds sagen1 da der ,kellner nur mit ,aussichten auf ein fettes ,geldstck seine ,pflicht tun wird4 ,ein gut bezahlter ,mann wird sich immer anstrengen1 seine ,pflicht zu tun und seinen ,posten zu halten4 ,man knnte das ,interesse der ,angestellten am ,geschfte noch steigern1 indem man den ,kellner mit einem gewissen ,prozentsatz an seinem tglichen ,verkaufe teilnehmen lt4 ,ohne sehr hohe ,gehlter zahlen zu mssen1 wrde dann der ,wirt den ,umsatz seiner ,ware frdern und den ,verkufer seinen ,fhigkeiten angemessen entlohnen4 ,es wre auch nicht richtig1 allen ,kellnern ein gleich hohes ,gehalt zu zahlen1 denn die ,dienste des einen mgen fr ein ,haus unschtzbar sein1 whrend der andere weniger ,talent zu diesem eigenartigen ,berufe hat4 ,man mte jedoch einen gewissen ,lohnsatz festsetzen1 den die ,prinzipale in den einzelnen ,fllen nach ,belieben und ,gutdnken steigern knnten1 um sich ,ausnahmekrfte fr ihr ,geschft zu sichern4 ,der freigiebige ,gast1 der nicht mit seinem ,trinkgeld kargt1 wird nichts gegen die ,preiserhhung der ,waren zugunsten seines ,kellners einzuwenden haben4 ,im ,gegenteil1 er wird erleichtert aufatmen1 ja in den meisten ,fllen noch dabei profitieren4 ,denn sein ,trinkgeld ist gewhnlich grer als die ,preiserhhung ausmachen wrde4 ,denjenigen ,gsten aber1 die mit ,schrecken an die ,erhhung der ,preise denken1 weil sie gerne auf ,kosten der armen ,angestellten bedient sein wollen1 knnen wir raten1 sich dorthin zu begeben1 wo sie etwas fr nichts bekommen4 ,aber sie sollen mit solchen ,hoffnungen ein ,geschftshaus verschonen4 ,und den ,blattlusen am ,rosenstock des ,lebens raten wir1 sich durch keinerlei ,streicheleien mehr bewegen zu lassen1 irgendwelchen sen1 blinkenden ,stoff auszuschwitzen4 ,sie sehen also1 mit einigen antiseptischen ,mitteln wre das grausame ,ungeheuer des ,trinkgeldes1 die orientalische ,pest1 auf immer ausgerottet4 ,damit wird auch die groe ,wendung zum ,bessern im ,leben von vielen ,tausenden eintreten4 ,das betrgerische und bakschischheischende ,element unter ihnen wird sich alsdann andere ,gefilde fr sein ,dasein suchen4 ,das ist der ,tag der groen ,reinigung4 ,der ,augiasstall ist vollstndig ausgemistet4 ,die ,prinzipale1 die ,angestellten und die ,kunden knnen einander freundlich die ,hnde reichen und sich gegenseitig beglckwnschen4 ,sollte diese ,wendung zum ,besseren nicht eintreten1 dann haben die drei beteiligten ,parteien das ,urteil ber sich selber ausgesprochen4 ,selbst wenn sie dazu schweigen1 sprechen sie es aus4 ,die ,trinkgeldnehmer wollen dann heute und fr alle ,zeiten alles verlieren1 selbst endlich den ,wunsch1 von ihren ,ketten befreit zu sein4 ,dann sind die ,prinzipale heute und fr alle ,zeiten einverstanden mit den menschenunwrdigen ,zustnden1 die unter ihren ,dchern herrschen1 dann wollen sie sich heute und fr alle ,zeiten auf unsaubere ,weise bereichern1 und dann wollen die ,blattluse heute und fr alle ,zeiten ,blattluse bleiben1 bis der groe ,grtner mit der groen ,spritze kommt4 -- ,aber das hoffen wir nicht6 ,wir haben noch etwas ,glauben an die ,menschheit 444 ,,vii4 ,ach1 gndige ,frau1 das ist doch wirklich eine traurige ,geschichte6 -- ,ja1 ein ,stiefkind in der ,familie sollte man besonders schonend behandeln4 ,stiefkinder sind uerst zartfhlend und mitrauisch4 ,die ,unsicherheit ihrer ,stellung1 ihr ,verhltnis zur ,familie1 das ,gefhl der ,nichtzugehrigkeit bestimmen ihren ,charakter4 ,die geringste ,kleinigkeit kann sie bitter krnken4 ,gewhnlich aber ist immer jemand in der ,familie1 der dem ,stiefkind gram ist4 ,vielleicht ist's ein hartherziger ,stiefvater oder eine keifende1 znkische ,stiefmutter2 die ,geschwister sind auch nicht immer liebevoll4 ,das ,stiefkind mu es eben leiden2 es ist nicht vollwertig4 ,sprechen ,sie daher niemals zum ,kellner wegen des ,trinkgeldes4 ,sie knnen ihn tdlich verletzen1 denn der ,kellner ist das ,stiefkind unserer ,zivilisation4 ,sehen ,sie nur1 wie schwierig es ihm gemacht wird1 auf ehrliche1 menschenwrdige ,weise ein ,stck ,brot zu verdienen4 ,warum mssen ihm denn noch andere ,schwierigkeiten und ,nachteile in den ,lebensweg gelegt werden1 die ihm sein ,dasein vollends versauern68 ,die geschftlichen ,nachteile1 woran der ,kellner sein ,leben lang zu schleppen hat1 stehen natrlich im ,vordergrunde4 ,es ist kaum mglich1 einen anderen ,beruf anzugeben1 der mehr geschftliche ,unannehmlichkeiten aufzuweisen hat4 ,die obligatorische ,einquartierung und ,verpflegung im ,hause1 die langen ,geschftsstunden1 die vielen ,reisen1 das alles schliet ein gesittetes ,familienleben aus und verdammt den ,kellner zum ,zlibat1 whrend ein ,heim und geliebtes ,weib den jungen ,menschen vor ,verschwendung1 ,unstetigkeit1 ja ,verderben retten und die ,beschwerden des ,berufes ihm erleichtern knnte4 ,wir alle kennen die langen ,sitzungen1 die sich bis in den frhen ,morgen hinein ausdehnen4 ,wir kennen die ,festlichkeiten1 ,banketts und ,blle4 ,fr uns heien sie ,vergngen1 fr den ,kellner ,verlngerung seiner ,arbeitszeit und ,verlust seiner ,ruhe4 ,zur grauen ,morgenstunde1 wenn die letzten ,nachzgler ber die verlassenen ,straen wanken und sich ber die ,heimatlosen lallend lustig machen1 die auf den ,rosten ber warm dnstenden ,kellerlchern zusammengekauert dem neuen ,tag entgegendmmern1 dann kramt auch verschlafen der ,kellner seine ,siebensachen zusammen1 zhlt sein ,trinkgeld1 flucht ein wenig und schleicht sich in sein ,lager4 ,ich habe einmal gesagt1 da der ,kellner keinen ,sonn- und ,feiertag kenne4 ,das ist unrichtig4 ,er kennt die ,tage sehr genau4 ,denn dann hat er gewhnlich doppelte ,arbeit4 ,der ,anblick der schn geputzten1 fest- und sonntglich gestimmten ,menge macht keinen erhebenden1 freudigen ,eindruck auf sein schwarzes ,gemt4 ,die ,sonntagsmenschen sehen ihn nicht4 ,sie leben in einem schnen ,traum und schwatzen1 schwatzen1 lachen1 lachen1 schauen1 schauen4 ,der ,sonntag ist das ,ereignis4 ,der gute ,rock tritt in seine ,rechte4 ,die ,barschaft erlaubt1 da man wenigstens einmal in der ,woche ber die ,strnge schlagen darf1 da man seinen ,neigungen zur ,verschwendung wenigstens einmal ,raum lt4 ,die ,sonntagsmenschen sind sehr gemischt4 ,sie wissen es aber nicht4 ,sie lachen und schwatzen4 ,nur der ,kellner wei es und fhlt es4 ,wenn der erste leichte ,morgenreif gefallen ist und das drre1 bunte ,laub an den ,bumen zittert1 wenn die frische1 klare ,luft vom ,schrei der sdwrts ziehenden ,zugvgel durchbebt wird1 dann schnrt auch der ,kellner sein ,bndel und rstet sich wieder einmal zur ,wanderschaft4 ,der ,wirt hat sein ,etablissement geschlossen oder die ,zahl der ,angestellten vermindert1 denn die bunten1 wimmelnden ,sommermenschen1 die schnen ,frauen mit den dnnen ,blusen1 lachenden ,augen und fliegenden ,haaren1 die smarten ,herren mit den ,neglighemden1 weien ,flanellhosen1 seidenen ,strmpfen und farbigen ,schuhen1 mit dem malerischen ,panamahut1 der feinen ,stummelpfeife und dem ,tennisracket1 alle die geschmckten1 glcklichen ,kinder des ,sommers1 alle sind sie verschwunden4 ,wohin8 -- ,das wei man nicht4 ,sie sind fort4 ,das ist alles4 ,aber darum ghnen auch die ,hotelzimmer in der ,langweiligkeit1 und man erklrt die ,saison wieder einmal fr tot4 ,in den schwarzen ,bahnhofshallen der ,grostdte aber stehen ,berge von ,koffern und ,gepck4 ,die frohen ,sommermenschen schauen schon wieder winterlich aus4 ,hin und wieder hat ein ankommender ,kellner auch das ,vergngen1 fr einen ,sommermenschen gehalten zu werden1 und der ,dienstmann berechnet ihm etwas mehr als ,taxe fr das ,kofferschleppen4 ,der ,kellner zahlt es gern3 er gibt noch ein ,trinkgeld obendrein4 ,dann aber wird's bald anders4 ,es heit nun ,stelle suchen4 ,manchmal glckt's gleich1 manchmal nicht4 ,schnee fllt1 und die ,barschaft auch4 ,der ,kellner macht ,offerten1 geht von ,geschft zu ,geschft4 ,immer begegnet ihm das gleiche indifferente ,achselzucken4 ,alles besetzt6 ,die ,trottoirs1 die ,eingnge vor den schmutzigen1 verrauchten ,kneipen der ,plazierungsbureaus sind bereits in aller ,frhe von bleichen1 frstelnden jungen ,mnnern belagert4 ,endlich gegen zehn1 elf ,uhr kommt ein dicker ,herr im ,pelz4 ,man macht ehrfurchtsvoll ,platz4 ,schnaufend setzt sich der ,gewaltige an seinen ,schreibtisch in der elenden1 stinkenden ,bude4 ,er ffnet die ,lade1 und die fetten ,finger1 mit ,brillanten geschmckt1 nehmen die lange ,liste heraus4 ,der erste1 blasse ,jngling1 der am lngsten gewartet hat1 tritt heran4 ,die listigen ,schweinsaugen des dicken ,herrn gleiten halb an ihm auf und ab1 prfen das ,bleichgesicht auf eine ,mglichkeit hin1 die nicht mglich ist1 whrend eine groe1 dicke ,havanna mit feinem ,bndchen zwischen den saftigen ,mundwinkeln hin und her wandert4 ,ein ,augenblick ,totenstille1 dann stummes ,verneinen1 ,kopfschtteln1 ein zager ,einwand seitens des ,bleichen1 eine gebieterische ,handbewegung1 die ,brillanten blitzen3 adieu6 -- ,der ,nchste4 -- ,diese ,pantomime wiederholt sich hundertmal mit tdlicher ,przision1 bis die ,sonne von dem grauen ,bilde sich langsam abwendet4 -- ,der hungrige ,kellner pumpt nun schon bei seinen arbeitenden ,kollegen4 ,die jungen ,leute sind untereinander von einem wunderbaren ,gefhl von ,zugehrigkeit und ,freundschaft beseelt4 ,ein ,kellner gibt fr den anderen das letzte ,hemd her1 teilt mit ihm den letzten ,groschen4 ,aus ,mitleid wird er fr den stellenlosen ,kameraden gern ein halbes ,dutzend ,hhnerbeinchen oder ,hammelkoteletts abservieren und die ,beute des ,abends aus dem ,geschft herausschmuggeln1 um den ,hungrigen damit zu fttern4 ,vielleicht hat der stellenlose ,kellner whrend des ,winters einige ,banketts mitgemacht und sich 444 ,wie8 -- ,nein1 nicht als ,gast1 sondern als ,aushilfskellner selbstverstndlich4 ,ein ,bankett in der ,woche kann ihn ber ,wasser halten4 ,er kann sich dort von den berresten jedesmal so anfressen1 da er fr die nchstfolgenden ,tage nicht zu sorgen braucht4 ,der ,hungrige hat auch verschiedentlich ,gelegenheit1 zu sehen1 wie die reichen ,leute tanzen und ,hochzeit machen und wie alle die ,wohlttigkeitsbasare zugunsten der ,stellenlosen abgehalten werden4 ,er sieht1 wie die mildttigen ,herren den reizenden1 dekolletierten ,damen ,goldstcke fr ,kchen geben und wie diese ,goldstckchen berall hingesteckt werden1 nur dort nicht1 wohin sie gehren4 ,was ,wunder daher1 wenn das ,gold oft so versteckt ist1 da man es nicht wiederfinden kann und die ,stellenlosen infolgedessen noch immer den ganzen ,winter hungrig umherlaufen1 bis der ,frhling wiederkommt4 ,das alles1 geschftliche ,unannehmlichkeiten1 ,sonntagsarbeit1 ,nachtarbeit1 ,stellenlosigkeit1 ,zlibat1 ,plazierungsunwesen1 ,ausbeutungen1 die ,gefahren1 die dem ,stande durch berlufer drohen1 das alles drckt die soziale ,stellung des ,kellners in unseren ,augen sehr herunter2 die ,unkenntnis der ,menschen von seiner ,lage1 seine ,popularitt in der ,karikatur1 die ,gedankenlosigkeit und ,ungerechtigkeit des ,publikums machen ihn zum ,stiefkind der ,zivilisation1 lassen seinen ,stand1 sein ,leben1 sein ,los mit dem anderer ,berufe und ,geschfte als minderwertig1 verchtlich erscheinen4 ,der ,kellner darf es nicht wagen1 sich mit dem geringsten ,arbeiter auf gleiche ,hhe zu stellen4 ,warum8 ,hat er nicht genug geschftliche ,schwierigkeiten zu berwinden8 ,mu man ihn auch noch bei seiner ,ehre als ,arbeiter angreifen und ihn als die minderwertigste aller ,kreaturen hinstellen8 ,frher1 als die ,zeiten einfacher waren1 hatte jeder seine ,werkzeuge1 arbeitete bei sich und fr sich in seiner ,werkstatt und verkaufte seine ,produkte4 ,dieser kleine1 fleiige ,mann von damals ist heute fast ganz ausgerottet worden4 ,nur in kleinen1 abgelegenen ,stdtchen taucht er noch vereinzelt auf und fristet ein kmmerliches ,dasein4 -- ,die zahllosen ,massen verkaufen heutzutage ihre ,krper- und ,geisteskrfte an die ,fabriken1 die die ,produkte im groen hervorbringen und auf den ,markt tragen4 ,die ,fabriken stellen dem ,handwerker die ,aufgaben und zur ,ausfhrung derselben ,werkstatt1 ,werkzeuge und ,maschinen4 ,gleichzeitig beanspruchen sie natrlicherweise die besten ,stunden des ,tages und die besten ,lebensjahre des ,arbeiters4 ,eine ,arbeiterfamilie braucht weder dem lieben ,herrgott noch dem lieben ,fabrikherrn zu danken1 wenn ihr ,ernhrer ,arbeit und ,verdienst hat4 ,der ,arbeiter glaubt auch nicht1 da seine ,arbeitgeber ihn anstellen und bezahlen1 damit er und seine ,familie etwas zu essen und eine ,schlafsttte habe4 ,er kennt seine ,lage genau4 ,der ,arbeitgeber stellt seine ,leute an1 weil er in den ,krften derselben einen ,nutzen fr sich selber erblickt4 ,er kann dem ,arbeiter nicht so viel zahlen1 als wie dessen ,krper- und ,geisteskrfte fr ihn1 den ,arbeitgeber1 wert sind4 ,und wenn der ,arbeiter noch so guten ,lohn erhlt1 -- seine ,krfte sind dem ,fabrikherrn mehr wert4 ,diese ,wahrheit mu natrlich auch der ,kellner in seiner ,arbeit erfahren4 ,denn auch er gehrt zu den groen1 unermelichen ,kolonnen1 die mit ,sonnenaufgang zur ,fabrik pilgern und sie mit ,sonnenuntergang verlassen4 ,ja1 er tut noch mehr4 ,er arbeitet noch lange nach ,sonnenuntergang weiter1 er arbeitet fast ununterbrochen4 ,fr den alten1 trotzigen1 stolzen ,handwerksmeister der vergangenen ,jahrhunderte mu die ,arbeit eine unendliche ,freude gewesen sein1 eine ,quelle der ,wonne und der ,strke4 ,ich kann nicht glauben1 da die strammen ,gesellen1 die flinken ,lehrlinge1 die brtigen1 ernsten ,meister jemals mde geworden sind4 ,aus ihrer ,werkstatt heraus drang schmetternder ,gesang lebensfroher ,menschen1 und die ,brger drauen hielten am ,fenster an1 die werdenden ,meisterwerke zu bewundern4 -- ,anders ist es heute4 ,die ,maschinen surren1 die ,motoren heulen3 wilde1 gebndigte1 unterirdische ,geister seufzen darin vor ,wut und wollen sich von dem ,joche der ,menschen befreien1 die es vermochten1 die geheimen ,mchte des ,erdinnern zu bndigen und ihrem ,willen untertnig zu machen1 ohne sie auch nur im entferntesten zu kennen4 ,doch die ,geister sind wild und bleiben es4 ,und sie haben sich an der ,menschheit gercht1 haben ihr ,hammer und ,sge aus der ,hand genommen und schmieden nun ,maschinenwerke mit der ,schrfe und ,genauigkeit1 die der ,schpfer sie aus dem ,wandel der ,sterne gelehrt hat4 -- ,die ,werke der ,maschinen sind nicht mehr die ,werke der ,menschen4 ,ihnen fehlt die schne ,spur der menschlichen ,hand1 das ,tasten und ,suchen des ,meisters1 der die ,vorbilder der ,schpfung nachzuahmen versucht4 ,die gefesselten ,elemente haben sich gercht1 das ,leben der ,maschinen hat die ,menschen1 welche sie bedienen1 selber zu ,maschinenmenschen gemacht4 ,das ist die ,rache der furchtbaren ,elemente4 ,die ,maschinenmenschen des zwanzigsten ,jahrhunderts haben das ,herz des ,schpfers nicht mehr in sich4 ,aber dafr sind sie ganz mit der dmonischen ,kraft gefesselter ,elemente erfllt4 ,sie whlen und arbeiten mit heier1 fiebernder ,wut1 fauchen und keuchen wie die ,maschinen1 fluchen und stoen unheilige ,worte aus4 ,der ,gesang der ,werkstatt tnt nicht mehr4 ,er ist auf immer verstummt4 ,die unersttlichen1 selbstttigen ,maschinenmenschen aber hasten stumpfsinnig1 betubt und rasten nicht1 bis sie eines ,tages die innere ,kraft verlt4 ,die ,feder bricht1 sie fallen zusammen1 werden auf den ,schutthaufen geworfen und spter umgeschmolzen4 ,schauderhaft gro ist dieser menschliche ,schutthaufen unseres ,jahrhunderts4 ,und stumm ziehen daran vorber die ,armeen des ,morgens und die ,armeen des ,abends1 stumm1 gefhllos1 apathisch1 ohne einen ,gott im ,herzen4 ,was ntzt es1 da der eine oder der andere frivol und zynisch auflacht1 wenn er einsieht1 da auch er bald zum ,schutthaufen gehrt8 ,wer gedenkt derer1 die schweigend den ,kampf aufgeben und in der stummen ,finsternis verschwinden8 -- ,wer steht jenen bei1 die sich wild gegen die unterdrckenden ,krfte aufbumen und am ,rande des ,weges ihr ,blut verrcheln8 -- ,die groen ,armeen marschieren weiter1 schnell werden die ,lcken der unterbrochenen ,linien von hinten ausgefllt4 ,wir leben im ,zeitalter des industriellen ,faustrechts4 ,ungestraft darf der starke ,maschinenmensch ber die ,trmmerhaufen1 ber die ,leichen hinweghasten4 ,wenn er mit grerer ,kraft erfllt ist als seine schwcheren ,brder1 so preist man ihn1 man jubelt ihm zu1 wenn er niedertritt1 was schwcher und zarter ist4 ,da sich aber die menschliche ,natur nicht mit dem ,faustrechte verstndigt1 da sie ihm flucht1 so nennt man die rohe ,kraft1 welche ,tausende und ,abertausende verdrngen und niedermetzeln darf1 ,energie4 ,wiederum nur einer der vielen schnen ,namen1 die sich die ,menschheit erfindet1 um ihre grten ,laster und ,snden zu verdecken4 ,ich habe ,ihnen bereits gesagt1 welch schne ,namen man dem ,trinkgelde gegeben hat4 ,ich habe ,ihnen auch gesagt1 da das meiste ,unglck auf der ,welt durch die ,tatsache hervorgerufen wird1 da der einzelne ,mensch seiner eigenen ,persnlichkeit viel zu viel ,wichtigkeit zuschreibt4 ,dies war zu allen ,zeiten der ,fall4 ,napoleon zum ,beispiel war so von der ,wichtigkeit seiner eigenen ,person berzeugt1 da er sich gar nicht lange bedachte1 seine ,plne durchzusetzen1 selbst wenn es galt1 ,gewalt zu gebrauchen und wenn sie ,hunderttausende von ,menschenleben kosteten1 wenn ,hunderttausende von friedlichen ,menschenhusern dabei in ,flammen und ,asche aufgehen muten4 ,aber er wurde gepriesen4 ,er war energisch4 ,man ahmt ihm nach4 ,indes1 was ist aus ihm und seinem ,reiche geworden8 -- ,was ist aus den ,reichen aller groen ,menschenschlachter geworden8 -- ,das ,reich eines ,christus wird weiterbestehen4 ,zum bleichen1 dornengekrnten ,haupte auf ,golgatha wird die ,welt immer die ,blicke in ,ehrfurcht erheben mssen4 ,der ,napoleone groen und kleinen ,stils gab es und gibt es viele und zu allen ,zeiten4 ,der ffentlichen ,sicherheit und des ,friedens wegen sollten sie eingesperrt werden4 ,geistig sind sie gewhnlich nur mittelmig begabt1 ,feinheiten gehen ihnen ganz ab4 ,aber man preist sie6 ,man weicht mit ,schrecken und ,ehrfurcht vor ihnen zurck1 denn die ,maschinenmenschen sind feige in ihren ,herzen4 ,sie haben nicht mehr den ,geist des ,schpfers in sich1 sie haben ihren ,gott verloren4 ,es ist nicht ihre ,schuld6 -- ,wir wollen sie nicht schmhen4 ,die ,sklavenarbeit der ,maschine hat ihnen alles geraubt1 was einst heilig war4 ,und doch steht die ,arbeit1 so schwer sie auch heute auf den ,gemtern und ,krpern der ,menschen lasten mag1 als solche der ,arbeit vergangener ,jahrhunderte nicht nach4 ,ihr ,geist ist innerlich der gleiche geblieben4 ,der ,geist der ehrlichen ,arbeit erfllt unsere ,herzen heute genau mit derselben ,freude1 die er vor ,jahrhunderten verteilte4 ,man mu sich weit von den ,menschen entfernen1 um sie zu erkennen4 ,und wer dann von ferne die ,arbeit unserer heutigen ,tage betrachtet1 wird nicht die ,irrtmer und ,schwchen der ,menschen sehen1 er wird nicht sehen1 wie sie sich einander morden und verdrngen1 wie die entfesselten ,geister der ,elemente ,tausende schlachten1 er hrt nur einen gewaltigen1 brausenden ,gesang aus dem ,getse der ,zeit heraus1 wie einst der ,gesang der frischen ,gesellen aus der ,werkstatt drang4 ,und aus dem ,gewhl vernimmt er schon1 wie sich allmhlich eine wunderbare ,harmonie bildet1 wie der ,gesang der arbeitenden ,vlker eintrchtlicher1 harmonischer wird1 wenn sich alle ,stimmen verstndigt haben4 ,und in diesem gttlich schnen ,gebrause ahmt die arbeitende ,menschheit die ,harmonien der ,schpfung1 den donnernden ,gang der ,gestirne nach1 wie der einzelne menschliche ,schpfer dem einzelnen ,vorbilde der ,natur zustrebt4 ,wie nun der moderne ,durchschnittsmensch selber nichts mehr produziert1 sondern wie sich die ,menschen zusammentun1 um als ein einziger1 groer1 machtvoller ,krper etwas zu produzieren1 und wie jeder einzelne ,mensch seine ,krfte dem groen ,krper1 dem er angehrt1 verkaufen mu1 so folgt auch der ,kellner dem ,beispiel seiner ,mitmenschen4 ,so entsteht aus der ,zusammensetzung von den verschiedensten ,krften und ,begabungen einzelner das groe moderne ,hotel1 welches oft die ,krfte von tausend bis zweitausend ,menschen beansprucht4 ,und dieser groe ,hotelkrper produziert4 ,er produziert ,essen und ,trinken und ,unterkommen fr ,menschen1 wie eine ,schuhfabrik ,schuhe und eine ,kleiderfabrik ,kleider fr ,menschen produziert4 ,somit nimmt der ,kellner eine ,stellung als ,arbeiter in der ,hotelfabrik ein4 ,in unserer menschlichen ,gemeinschaft hat man meistens die ,gewohnheit1 den einzelnen ,menschen nach seiner ,arbeit oder seiner ,stellung in dieser ,gemeinschaft zu schtzen und zu bemessen4 ,diese ,art und ,weise1 einen ,menschen zu berechnen1 ist die einfachste1 denn man braucht nicht viel dabei zu denken4 ,man macht sich gewhnlich nicht gern viel ,gedanken1 und demnach hlt man einen ,schuster gewhnlich fr einen ,schuster4 ,und einen ,priester oder einen ,premierminister gewhnlich fr einen ,geistlichen oder einen ,staatsmann4 ,aber natrlicherweise ist nichts falscher als dies4 ,indessen wie man den ,menschen gewhnlich nach seiner ,arbeit bemit1 so bemit man seine ,arbeit auch nach dem ,lohne1 den er dafr erhlt4 ,das ist natrlich ebenso falsch4 ,es ist sonderbar1 wie falsch die ,menschheit denkt und urteilt und immer wieder die gleichen ,irrtmer begeht4 ,wer der ,wahrheit auf den ,grund kommen will1 der stelle eine von der ,menschheit als wahr akzeptierte ,sache einfach auf den ,kopf1 und in neunundneunzig von hundert ,fllen wird er die ,wahrheit erkennen4 ,sie glauben dies nicht8 -- ,sie werden mir doch wohl nicht sagen wollen1 da die beste1 edelste ,arbeit stets am besten bezahlt oder gar nur als solche anerkannt wird68 ,und da die schlechteste ,arbeit am schlechtesten belohnt wird6 ,nein1 so verkommen kann ich mir keinen ,menschen denken1 da er solches zu behaupten wagt4 ,da man nun aber einmal die ,arbeit nach ihrem ,lohne abschtzt1 so finden wir auch erklrlich1 warum der ,kellner allgemein miachtet wird4 ,wir haben die ,lsung des ,rtsels1 warum der junge ,arbeiter in unseren ,tagen der groen ,industrie- und ,arbeiterbewegungen abseits dastehen mu1 wie wenn er ein ,nichthinzugehriger wre4 ,aus diesem ,grunde erkennt man ihn im ,rate der groen ,arbeiterschaften nicht an4 ,da er sehr geringen ,lohn fr seine ,arbeit empfngt1 so ist diese auch in den ,augen des ,volkes gering4 ,wo er gar keinen ,lohn erhlt1 ist seine ,mhe und sein ,schwei gleich ,null4 ,ich sehe hier natrlich vom ,trinkgelde ab1 dessen ,verwerflichkeit und ,illegitimitt ich erwiesen habe4 ,weil die ,arbeit des ,kellners nun so schlecht bezahlt wird1 weil sie von der ,gnade und der ,barmherzigkeit und der unrichtigen ,wertschtzung derer abhngig ist1 denen er sie liefert1 so fhlt sich auch selbst der geringste ,taglhner mehr als der intelligenteste ,kellner und lt dem letzteren diese seine liebevolle ,meinung bei jeder ,gelegenheit fhlen4 ,nicht einmal der niedrigste ,arbeiter hlt den ,kellner aus diesem ,grunde fr einen vollwertigen ,genossen4 ,er hat eine unbestimmte ,vorstellung von ihm1 er hlt ihn fr etwas1 aber nicht fr seinesgleichen1 fr einen ,arbeiter4 ,ja selbst die ,gesetze der verschiedenen ,lnder scheinen tatschlich noch nicht zu wissen1 was sie mit dem ,kellner anfangen sollen1 wohin sie ihn stecken sollen1 in welche ,kategorie er gehrt4 ,und doch ist er da6 ,er ist doch etwas1 er will doch auch ein ,mensch sein1 zur menschlichen ,gesellschaft gehren und nicht mit schelen1 zweiflerischen ,blicken betrachtet werden4 ,das ist der grte ,schmerz1 den unser ,ganymed1 der ,kellner1 hat4 ,das ist die grte von allen ,ungerechtigkeiten1 die wir gedankenlosen ,menschen ihm antun4 ,traurig1 gekrnkt wendet er sich von uns ab1 mit aller ,charakteristik eines verfemten und verhaten ,volkes hlt er zu seiner ,art und sucht sich unter seinesgleichen zu trsten4 ,er hat keine ,freunde auer den ,seinigen1 er will keine4 ,diese internationalen ,menschen1 ohne ,heimat1 ohne ,vaterland und doch berall zu ,hause1 die berall ,bekannten und doch ,fremden1 die ,namenlosen1 sie nennen sich bescheiden ,zugvgel4 ,wir haben aber gesehen1 da sie ,arbeiter sind6 ,da sie schwere1 intelligente ,arbeiter sind1 die mit den ,krperkrften eines ,bullen hohes geschftliches ,wissen und die ,finessen eines ,diplomaten verbinden mssen1 wenn sie nicht vor ,hunger sterben wollen4 ,wir haben erkannt1 welche wichtige ,rolle der ,kellner in dem groen ,verbande der ,gastwirtsindustrie spielt4 ,warum soll er nicht gleichberechtigt sein mit den ,arbeitern1 die die ,maschinen beaufsichtigen und bedienen8 ,bedient der ,kellner keine ,maschinen8 ,ja1 und was fr gefhrliche6 ,soll er noch lnger von fern stehen und uns fremd sein mssen68 -- ,ein ,arbeiter sein mssen und nicht einstimmen drfen in das ,summen der ,maschinen1 in das ,singen der ,motoren1 in das ,drhnen der ,hmmer1 in das brausende ,hohelied der ,arbeit66 -- ,das ist schrecklich6 ,das ist die schlimmste ,beleidigung1 die man einem ,arbeiter ins ,gesicht schleudern kann4 -- ,ein ,krieger opfert uns alles auf1 ,gut1 ,blut und ,leben4 ,aber wir drfen ihm nicht wehren1 in den ,gesang der ,schlacht miteinzustimmen4 ,das ist der ,kern in der ,handlung der ,tragdie vom ,kellnerfrack4 -- -- -- -- -- ,zu all diesem tritt aber noch mehr hinzu1 um das ,dasein des anstndigen ,kellners unertrglich zu machen1 um seine geschftliche ,existenz zu bedrohen und sein ,ansehen in unseren ,augen herabzudrcken4 ,ich will ,sie1 meine ,freunde1 nur noch auf eins aufmerksam machen1 das ich soeben bemerkte4 ,zu diesem ,zwecke mu ich unseren ,kellner mit ins ,gesprch ziehen4 -- ,sagen ,sie mal1 ,kellner1 was ist denn das fr ein entsetzlich ungeschickter ,mensch da drben8 -- ,ich habe ihn seit einiger ,zeit beobachtet2 er scheint sich nicht ein noch aus zu kennen4 -- ,wie8 noch nicht lange im ,geschft8 ,er ist doch schon verhltnismig alt6 -- -- ,aha6 ,er war frher etwas anderes6 ,was denn8 ,doktor8 ,oder ist er ein ,adeliger8 -- ,so1 man wei nicht recht4 -- ,der arme ,teufel6 ,sieht sonst ganz anstndig aus6 -- ,aus diesem ,grunde hat man ihn wahrscheinlich auch nur engagiert4 ,kommt es hufiger vor1 da sich diese mysterisen ,gestalten in die ,kellnerei hineinflchten8 -- ,so6 ,ja1 leider1 sehen ,sie1 ,kellner1 das scheint auch noch ein ,krebsschaden an ,ihrem ,stande zu sein4 ,es sieht aus1 als ob er die letzte ,zuflucht aller verkrachten ,existenzen sei4 ,nicht wahr8 ,so eine ,art ,abladeplatz fr die ,scherben der ,gesellschaft1 fr die verschimmelte ,jeunesse dore4 ,was sagen denn die ,prinzipale dazu8 ,sind die denn damit einverstanden8 -- ,ja1 aber knnen ,sie denn als ,fachmann nichts dagegen tun8 -- ,aha1 also da steckt's6 ,keine ,organisation6 -- ,gewi1 ganz richtig6 ,viele werden durch die ,gerchte von dem groartigen ,verdienst angelockt1 nicht wahr8 -- ,schlielich ist es ja auch ganz natrlich1 wenn sich ein heruntergekommener ,jngling der ,gesellschaft oder ein verkrachter ,lebemann den schnen ,sttten seines frheren ,genusses und ,glcks wieder zuwendet4 ,solche ,tage sind unvergelich4 ,verbrecher kehren ja auch immer wieder an der ,ort der ,tat zurck4 ,und dann scheinen verkrachte ,edelleute1 ,leutnants a4 ,d4 usw4 sich durch ihre frheren ,erfahrungen auf kulinarischem ,gebiete gengend ,vorkenntnisse erworben zu haben1 um1 gesttzt auf ihre feinen ,manieren und angeborene ,gewandtheit1 ganz passable ,kandidaten fr den ,kellnerstand zu werden1 wenn sie noch kein allzu hohes ,alter erreicht haben und ihre ,beine noch nicht zu schlotterig geworden sind4 -- ,sie kennen doch die ,geschichte aus ,new ,york8 -- ,nicht8 ,sie ist doch der beste ,beweis fr diese ,behauptung4 ,erst krzlich bot ein hervorragender ,restaurateur in ,new ,york einem ,grafen in ,paris per ,kabel eine ,stellung als ,matre d',htel mit unglaublich hohem ,gehalt an1 da die emprte ,frau ,grfin -- eine amerikanische ,millionenerbin -- ihrer ,ehekomdie mde1 den ,seigneur aus ihrem ppigen ,nestchen am ,bois de ,boulogne an die frische1 rauhe ,luft setzen lie1 so da der rmste1 pltzlich aller ,mittel entblt1 nicht nur keine ,champagnerbder mit anderen ,freundinnen mehr nehmen konnte1 sondern ber ,nacht seinen ganzen ,kredit verlor1 was bekanntlich das ,schlimmste ist1 das einem ,sterblichen zustoen kann4 ,selbst ein ,aristokrat wei den plebejischen ,kredit zu wrdigen4 ,kurz1 die ,geschichte ist weltberhmt4 ,der ,gedanke des ,restaurateurs wurde seinerzeit als famoser ,witz applaudiert1 und nicht nur er1 sondern die ganze ,stadt hat die ablehnende ,haltung des ,edlen in ,paris unendlich bedauert4 ,eigentlich war es ein sehr billiger1 schbiger ,witz4 ,aber es ist eine gute ,illustration fr das1 was wir soeben besprachen4 ,da derartige ,flle selbst bei ,wirten vorkommen knnen1 die von ,sensationshascherei dazu angetrieben werden1 ist nicht nur bedauerlich fr den ,kellner und seinen ,stand1 nein1 es ist geradezu entmutigend4 ,der betreffende ,restaurateur aber hat sich aufs ,glatteis begeben4 ,denn wenn sein ,etablissement von verrotteten1 verschuldeten1 ausgemergelten1 moralisch und intellektuell auf der niedrigsten ,stufe stehenden ,aristokraten geleitet werden kann1 so stellt der ,inhaber des ,geschftes sich damit selber ein ,zeugnis aus1 das einem brgerlichen ,totenschein verzweifelt hnlich sieht4 -- ,wiederum ein schrecklicher und zugleich interessanter ,beweis1 wie gedankenlos die meisten ,menschen vorgehen und dadurch sich immer und immer wieder verraten und sich kompromittieren4 ,was wird aber aus den anstndigen ,arbeitern1 unter welche sich solch zweifelhafte ,elemente ungestrt mischen drfen8 ,kann man gar unter diesen ,umstnden verhindern1 da uneingeweihte nachteilig ber den ,stand urteilen8 -- ,gewi nicht6 -- ,ich will ,ihnen nur ein einziges1 aber ein klassisches ,beispiel erzhlen1 wie und was man in der hheren ,gesellschaft unter den ,einflssen genannter ,art von dem freundlichen1 hart arbeitenden jungen ,mann denkt1 der uns am ,tische aufwartet4 ,er ist der bekannte ,ausspruch1 den der damalige ,direktor der ,kniglichen ,kunstakademie in ,berlin1 ,herrn ,anton von ,werner1 gelegentlich einer ,kritik ber das ,gemlde von ,max ,klinger1 ,christus im ,olymp1 sich erlaubte4 ,das genannte ,bild erregte bei seinem ,erscheinen vor etlichen ,jahren als das ,werk eines ,modernen groes ,aufsehen4 ,herr von ,werner1 der auch ein ganz tchtiger ,maler ist1 sich aber bekanntlich zur alten ,schule bekennt1 lie sich zu heftigen ,worten gegen den ,modernen hinreien4 ,das ,bild1 welches sich jetzt in ,wien befindet1 stellt den ,erlser dar1 wie er in ,begleitung von christlichen ,berinnen die ,gtter des heidnischen ,altertums von ihren ,hhen verdrngt4 ,in den ,augen des ,herrn von ,werner stellte das klingersche ,gemlde jedoch ,christus in ,gesellschaft von pariser ,kellnern und ,freudenmdchen dar4 ,so drckte er sich wenigstens aus4 ,man hat ihm natrlich dies vorbel genommen1 und er mute ffentlich bedauern1 da er sich getuscht htte4 ,die ,geschichte ist ja genugsam bekannt4 ,ich habe mich aber oft gefragt1 warum der brave ,herr von ,werner gerade den ,kellner zur ,zielscheibe seines geistarmen ,spottes machte4 ,haben pariser ,kellner etwa mehr mit pariser ,freudenmdchen zu tun als -- na6 -- sagen wir -- pariser ,maler8 -- ,oder berliner ,kellner und berliner ,mdchen und berliner ,maler8 -- ,oder die ,kellner1 ,mdchen und ,maler irgendeiner ,stadt auf der ,welt8 -- ,man braucht wirklich nicht in ,paris gewesen zu sein1 um zu wissen1 was ein ,quartier ,latin1 ,monmartre oder ,porte ,st4 ,martin ist1 oder wie sonst die ,stadtviertel heien mgen1 wo ,pseudoknstler mit ,pseudojungfrauen ein ,pseudodasein1 ein ,dmmerleben und -treiben fhren1 das nichts ist als ein tatenloses1 selbstverherrlichendes1 langsames ,verglimmen4 ,in jeder ,grostadt sind solche ,quartiers zu finden4 ,doch das ,thema ist bis zum berdru verherrlicht1 behandelt1 abgeleiert und abgedroschen worden2 es wirkt nachgerade uninteressant4 ,der gute ,herr von ,werner war sehr erregt1 als er die ,wrter ,kellner und ,freudenmdchen in einem ,atem aussprach4 ,er mu sehr erregt1 fieberhaft erregt gewesen sein4 ,der ,arme6 ,darum htten die ,kellner sich damals nicht aufzuregen brauchen4 ,darum htten sie ihm stillschweigend verzeihen mssen und ohne seine ffentliche ,erklrung zu verlangen4 -- -- ,sie haben einesteils recht1 gndige ,frau1 wenn ,sie sagen1 da die ganze ,geschichte fr uns ,mitglieder der ,gesellschaft von sehr geringer ,bedeutung sei4 ,aber gestatten ,sie1 da ich ,sie darauf aufmerksam mache1 welche ,bedeutung sie fr die ,kunstgeschichte hat4 ,uns ,kunstkennern liefert sie nmlich ein ,freibillett zu einer ,arena1 wo sthetische ,gladiatoren sich auf ,tod und ,leben ans ,fell gingen4 ,die bsen ,worte1 die ,herr von ,werner in der ,hitze des ,gefechtes ausstie1 bilden fr uns den hchst interessanten1 fr ihn aber verhngnisvollen ,kulminationspunkt in einem erschtternden ,drama vom ,kampfe des ,alten gegen den ,ansturm des ,jungen4 ,dieser ,schauspiele in mannigfaltiger ,gewandung erleben wir viele gerade in unserer ,zeit4 ,ja1 jeder von uns wird eins auskmpfen mssen4 ,das ,drama mag verschieden sein1 aber der ,kern der ,handlung ist meistens der gleiche4 ,der alte ,maler1 der seit ,jahr und ,tag in ,berlin ,militrstiefel gemalt hatte und sich im ,strahle allerhchster mediceischer ,gunst sonnte und so der deutschen ,kunst1 welche ohnehin in den damaligen ,jahren ein schwchliches ,blmchen war1 vollstndig die ,sonne wegnahm1 er mute in dem ,kampfe weichen1 denn er hatte sich zu sehr entblt4 ,er hat das ,gift eines alten ,geiferers gegen die frische ,jugend ausschleudern wollen1 statt sie lchelnd und freudig zu begren1 statt sich an ihrem bermtigen ,streben als ,philosoph zu ergtzen und1 wenn er auch selbst kein groer ,maler sein kann1 so doch zu versuchen1 ein groer ,mann an ,herz und ,gemt zu sein1 was noch etwas mehr ist als pur geniales ,pinseln4 ,aber ,herr ,anton von ,werner war kein groer ,mann an ,herz und ,gemt1 und darum hat die ,zeit ihn auch schon vor seinem leiblichen ,tode gerichtet4 -- ,hu1 mit einer ganz unheimlichen ,sicherheit richtet die ,zeit6 ,und namentlich den ,eiferer und ,geiferer4 ,wie schmerzlich mu es fr einen ,menschen sein1 der sich sein ,lebtag lang auf den ,hhen des ,lebens whnte1 wenn er eines ,tages erwacht und sieht1 da er ,ruck fr ,ruck hinabgezerrt wird4 ,so arbeitet die ,zeit4 ,ruck fr ,ruck4 ,niemals heftig und pltzlich1 sondern wie das knappe1 abgerissene ,zucken des ,pendels4 ,es klopft die ,jugend an unsere ,tr und ruft3 ,platz1 ,platz6 ,dann mu man zuschauen1 wie die ,zeit einem das ,lebenswerk in die ,rumpelkammern unserer ,kultur steckt1 in die dumpfen ,kellerrume1 wo an den feuchten ,gewlben ein muffiger ,grabgeruch wie von verfaultem ,sonnenlicht und welkem ,lorbeer klebt4 -- -- ,aber wie alles ,bse1 so birgt auch das gehssige ,wort des ,herrn von ,werners etwas ,gutes in sich4 ,es lt einen herrlichen ,gedanken in sich aufdmmern1 an dem freilich der ,urheber unschuldig ist1 nmlich den ,gedanken1 da in ,wirklichkeit einmal ein ,christus unter ,kellnern und auch wieder unter ,freudenmdchen segnend und trstend einherwandeln mge 4444 ,indes1 ein solches ,bild knnte kein ,knstler malen1 der sein ,lebtag lang nur ,stiefel und ,sporen und ,schlachtenbilder mit mangelhafter ,perspektive malt1 der ,bilder malt1 worauf die groen ,generale an den gefhrlichsten ,stellen stehen1 wo rings um die khn und unerschrocken dreinblickenden ,frstlichkeiten ,schrapnells1 ,pferde1 ,gemeine und ,unteroffiziere vom ,feldwebel abwrts in ,mengen krepieren und wo brechende ,blicke dankbar verklrt an der hehren ,gestalt des ,landesvaters auf und ab wandern4 -- ,nein1 ich glaube nicht1 da die ,kellner sich fr ,bilder interessieren1 die allerhchsten ,geschmack irreleiten und einer braven patriotischen ,partei der eiserne ,bestand an ,rhrseligkeit sind4 ,die ,kellner interessieren sich fr solche ,schlachtenbilder nicht4 ,gegen ,romantik sind sie stumpf4 ,gegen ,militrtrompeten sind sie taub4 ,auch danken sie fr ,orden4 ,sie kriegen sowieso keine4 ,die ,kellner steckt man ja doch nur immer ins ,offizierskasino4 ,fr die ,front sind sie der ,plattfe wegen untauglich4 -- ,thackeray meint an einer ,stelle einmal1 da die ,menschheit die militrische ,tchtigkeit so frchterlich hochschtze1 weil sie -- die ,menschheit -- im ,herzen feige sei4 ,ich wei nicht1 wie ,schlachtenmaler darber denken4 ,ich wei nur1 die ,kellner wollen nicht feige sein4 ,sie haben ,mut1 ihr ,leben zu ertragen4 ,also keine ,schlachtenbilder1 bitte1 und mgen sie noch so schn und glatt und glnzend sein4 -- ,aber wenn wirklich einmal ein ,christus unter ,kellnern erscheinen sollte1 so bin ich gewi1 da sie sich bei einem ,uhde ein ,bild bestellen werden4 -- -- ,diese ,geschichte ist also ein typisches ,beispiel1 wie man ber den ,kellner denkt4 ,aber wie dunkel mu es in den ,kpfen sein1 die so denken6 ,denn sie denken nicht1 sie machen sich nur ,vorstellungen -- nach ihnen selber4 ,sie sehen nicht1 sie haben nur ,ansichten4 ,darum hat der ,kellner keinen ,platz unter uns3 er hat nur eine ,stellung4 ,darum bekommt er keine ,anerkennung fr seine ,arbeit1 nur ,wohlwollen4 ,er hat darum keine ,ziele1 nur ,aussichten4 ,keine ,ideale1 nur ,idole4 ,keinen ,gott1 nur ,gtzen4 ,kein ,einkommen1 nur ein ,auskommen4 ,kein ,heim1 nur ein ,unterkommen1 ein ,obdach4 ,keine ,heimat1 nur einen ,geburtsort4 -- ,solange er jung ist1 lt sich dies leicht ertragen2 aber was wird aus ihm1 wenn er in ,jahren vorrckt8 ,als junger ,mensch hat er ,gelegenheit1 viel ,geld zu verdienen1 mehr wie manch ein anderer seiner ,gesellschaftsschichte4 ,aber seine ,unkosten sind auch gro4 ,und nach dem dreiigsten bis fnfunddreiigsten ,jahre lassen seine physischen ,krfte schon nach4 ,sein ,aussehen hat schon nicht mehr die ntige ,frische der ,jugend1 welche verlangt wird4 ,was wird nun aus ihm1 nachdem er seine ,jugend weggegeben hat8 ,nicht jeder kann im ,geschfte fortkommen und hher steigen4 ,von einem ,tausend erreichen nur wenige einen hheren ,posten4 ,aus hundert dieser ,glcklichen wird vielleicht nur einer ,geschftsinhaber4 ,und es tritt noch der merkwrdige ,umstand hinzu1 da ein ,kellner auerhalb seines gelernten ,geschftes in einer anderen ,beschftigung oder ,beruf trotz oder wegen seiner ,welterfahrung und ,weltgewandtheit selten oder fast nie erfolgreich ist4 ,vielleicht kann er sich nicht einschrnken4 ,er fhlt sich nicht wohl in der ,enge1 in welche so viele ,berufe die ,menschen zwngen4 ,er kann kaum das zustande bringen1 was ein bescheidener1 ungebildeter1 beschrnkter ,mann vermag4 ,er ist zu sehr an groartiges ,leben1 gutes ,essen1 ,luxus1 ,geldverschwendung1 ,frivolitt gewhnt2 er kann nicht haushlterisch mit seinen ,mitteln umgehen1 er kann schlecht rechnen4 ,nach einer eingehenden ,betrachtung des ,werdens1 ,seins und ,vergehens des ,kellners kommt man zgernd aber sicher zu dem hoffnungslosen ,fazit1 da sein ,los eines der undankbarsten1 unangenehmsten ist1 die unsere ,zivilisation zu verteilen hat4 ,hchstens pekunir scheint sein ,beruf den gewhnlichen ,gewerben gegenber einige ,vorzge aufzuweisen1 aber auf die ,dauer hlt er seine ,versprechungen nicht und hintergeht den1 der mit vielen ,freuden und ,hoffnungen begonnen hat1 meistens so schnde1 da sein ,opfer jeder weiteren ,hoffnung beraubt wird und sein ,leben in noch verhltnismig jungen ,jahren schon als ein verfehltes verflucht4 -- ,ein ganz ,schnodderiger wird daher nur die ,achsel zucken und sagen1 da berhaupt kein anstndiger1 sich selber respektierender junger ,mann die ,hotellaufbahn als ,lebensweg erwhlen wird4 -- ,aber der erfahrene ,kellner lchelt bitter darber4 ,er wei1 wie wenig gewhnlich die ,kinder sagen und zu sagen haben1 wenn sie am ,scheidewege stehen1 wo alle vier ,straen in das groe ,leben1 in die weite ,welt hinausfhren4 ,hier sind die ,eltern genau so hilflos wie ihre ,kinder4 ,man whlt den groen1 breiten ,weg am liebsten4 ,eltern haben meistens nur vage ,begriffe von den ,berufen1 die sie fr ihre ,sprlinge in engere ,wahl ziehen2 und wie immer sehen sie nur die glnzende ,seite derselben4 ,der ,kellner1 der von ,jugend an in seinem ,berufe ttig war und ihn allmhlich mehr hassen statt lieben gelernt hat1 mu oft schmerzlich einsehen1 wie schwer es ihm gemacht wird1 denselben gegen eine andere1 seiner ,natur und seinen ,kenntnissen passendere ,beschftigung umzutauschen4 ,immer und immer wieder wird er abgewiesen werden1 obgleich er noch jung sein mag4 ,und wer in den zwanziger ,jahren steht und ein ,geschft grndlich kennt1 will auch in einem fremden nicht gerne mehr ,lehrling sein4 ,so verbleibt die grte ,anzahl der ,kellner in ihrem ,berufe1 oder man kehrt nach einigen fruchtlosen ,versuchen auf anderen ,feldern dorthin zurck1 obgleich derselbe durch seine vielen ,nachteile und ,mngel verleidet worden ist und auf die ,dauer sogar unertrglich werden mu4 ,das ,hauptproblem unseres jungen ,mannes besteht also in der einen ,frage1 wie ein intelligenter1 vielgereister junger ,weltmensch sich aus den verschiedenen ,dilemmen und ,hindernissen seines ,berufes herauszieht und das ,beste aus dem ,leben machen kann4 ,diese schwierige ,aufgabe lsen nur einzelne1 allerdings dann oft in ganz bewunderungswrdiger ,weise4 ,und aus ihnen entstehen die vielen erfolgreichen ,hoteliers1 welche durch andauernde strenge ,selbstzucht sich vom ,kellnerstande emporgerafft haben und -- um den gebruchlichen ,ausdruck anzuwenden -- zu etwas gekommen sind4 ,wie zu jedem ,leben1 so gehrt eine gewisse1 nicht zu unterschtzende ,philosophie zum ,leben des ,kellners1 die natrlich nicht jedem gegeben ist1 die sich aber mit einigem ,willen1 ,flei und ,studium mehr oder weniger aneignen und bemeistern lt4 ,wenn ,sie mir aufmerksam zugehrt haben1 so werden ,sie auch gesehen haben1 wie ich mich bemhte1 die notwendige ,philosophie an den einzelnen kritischen ,punkten zur ,geltung kommen zu lassen4 ,ein feiner ,zug von ,selbstironie ist auch oft in dem ,leben dieser ,leute zu finden und bildet einen betrchtlichen ,lehrsatz in ihrer ,lebensweisheit1 deren ,basis natrlich auf den groen ,grundregeln des ,umgangs mit ,menschen beruht4 ,ohne vielleicht jemals mit den ,weisheiten der groen ,klassiker des ,altertums bekannt geworden zu sein1 lebt der wirkliche gute ,kellner doch ganz nach diesen herrlichen ,vorbildern4 ,in seinem ,leben besttigt sich auf die wundervollste ,weise die reine1 einfache ,wahrheit der alten ,lehren1 was um so erstaunlicher ist1 je mehr die in einer ganz einfachen1 von ,dampfkraft und ,elektrizitt ungestrten ,zeit entstandene ,wahrheit in unserer komplizierten ,zivilisation ,anwendung findet und sich mit ihrer sen1 mahnenden1 sanft drngenden ,gewalt immer und immer wieder ,recht verschafft4 ,ja1 meine ,freunde1 welche ,leidensgeschichte habe ich ,ihnen da erzhlt6 ,nichts ,groes1 nichts ,blutiges1 nichts ,erhaben-,schreckliches1 aber immerhin ,leiden4 ,und nur ,leiden6 -- ,glauben ,sie jedoch1 das ,leben sei so grausam1 da es einen ,menschen nur peinigt und ihm nichts1 gar nichts als ,entgelt fr seine ,leiden bietet8 ,niemals6 -- ,es ist gerecht1 es trstet die ,schmerzensreichen4 ,es gewhrt ihnen hohe ,freuden1 die den unwissenden ,glcklichen nicht bekannt sind4 ,das ,leben strkt auch seinen ,kmpfer4 ,es stellt keinen ,schwachen an die gefhrliche ,stelle1 ohne ihm die ,mittel in die ,hand zu geben1 mit denen er sich decken kann4 ,es hngt ganz vom ,menschen ab1 ob er sie weise benutzt oder bersieht4 ,wie sich dies berall und auch hier bewahrheitet1 will ich ,ihnen noch kurz beweisen4 ,ein altes ,volkslied beginnt mit den ,worten3 ,wem ,gott will eine rechte ,gunst erweisen1 den schickt er in die weite ,welt 444 ,alte ,volkslieder sind oft nicht nur schn1 sie sind auch wahr1 ja berauschend wie alter ,wein4 ,und je lter sie werden1 um so wrziger1 wahrer werden sie4 -- ,freilich1 in unserer alles umwlzenden und umwertenden ,zeit1 wo auch ein gottverlassenes ,benzinfatzkentum mit neugierigen ,nstern an alten ,wahrheiten herumschnffelt und sie als wunderliche ,kuriositten bemckert1 da verblat vieles -- da werden oft die zarten ,geister einstiger ,freude verscheucht1 und sie schleichen sich mit herzbrechendem ,schluchzen von dannen1 verkriechen sich wimmernd in das dunkle ,innere der ,vergangenheit4 ,sie prostituieren sich nicht4 ,sie lassen sich auch nicht begaffen4 ,sie hassen aber dennoch die ,gegenwart nicht1 denn sie sind unsterblich4 ,und wer sie aus ihrem ,versteck hervorlocken will1 der mu mit gutem ,willen und reinem ,herzen kommen und darf nicht nach ,benzin stinken4 ,dann wagen sie sich heraus und umarmen ihren ,liebling4 ,scherzend verbinden sie ihm die ,augen und fhren ihn kichernd und wichtig tuend bei der ,hand durch weite1 unendliche ,irrgnge1 wo die ,luft mit ser1 jugendlicher ,ungeduld angefllt ist1 bis vor die zarten ,schleier1 mit denen ihre ,geheimnisse behangen sind4 ,endlich reien sie ihm jubelnd die ,binde von den ,augen1 der ,vorhang fllt1 -- das erstaunte ,menschenkind findet sich lchelnd in einer fremden1 niegeschauten blhenden ,mrchenflur4 ,wuchtige1 silberweie ,wolken hngen an dem klaren ,azur1 farbenreiche ,gebirge mit wrdigen ,schneehuptern wlzen sich am ,horizont entlang hinab bis in das ewige1 purpurblaue ,meer4 ,und alles schenken die guten1 freigiebigen ,geister ihrem ,liebling1 alles4 ,sie lachen dabei1 krnen ihn mit ,blumen und tanzen ,reigen um ihn4 ,die ,jnglinge1 die als ,kellner in die ,welt hinausziehen1 stinken noch nicht nach ,benzin4 ,sie kommen mit dem reinen1 unverdorbenen1 durstigen ,herzen der ,jugend4 ,ihnen gilt daher noch der ganze ,wert des alten ,liedes2 ihnen schenkt ,gott daher noch seine ganze ,gunst1 legt vor ihren groen ,augen seine ,wunderwelten dar4 ,sie sind zwar arm an ,gtern1 die ,jnglinge1 aber ihr ,beruf fhrt sie berall hin4 ,er gibt ihnen einen freien ,passepartout zu allen ,wundern der ,erde1 den andere teuer erkaufen mssen1 ja1 der den meisten unerschwinglich teuer ist4 ,was andere unbemittelte ,menschen in einsamen ,nchten sehnschtig aus mangelhaften1 unvollstndigen1 von ,menschen verfertigten ,bchern und ,bildern schlrfen1 das legt die ,gunst ,gottes dem jungen ,kellner in ,natur1 in ,wirklichkeit1 in kniglicher1 erhabener ,gre vor seine jugendfrischen ,augen4 ,was ist ein ,abdruck gegen das ,originalbild6 ,was ein ,bild erst gegen den ,glanz der ,wirklichkeit6 -- ,wie viele ,menschen wrden unseren ,ganymed als den ,glcklichsten der ,sterblichen beneiden1 wenn sie wten1 welche ,gensse das groe ,leben ihm1 seinem ,gnstling1 lchelnd reicht4 ,fragen ,sie1 meine ,freunde1 nur unseren jungen ,mann hier4 ,vielleicht kann er es ,ihnen sagen4 ,heute ist er hier1 aber mit den ,zugvgeln zieht er schon wieder im ,sptherbst nach dem ,sden1 nach ,italien1 der ,riviera1 nach gypten1 nach ,algier4 ,wir finden ihn im ,winter vielleicht in ,indien oder auf den ,kanarischen ,inseln1 in ,florida oder auf ,honolulu1 in ,athen oder ,konstantinopel oder ,monte ,carlo4 ,den ,frhling begrt er in den ,bergen1 den ,alpen1 ,karpathen1 in den ,pyrenen oder im ,taunus am ,rhein1 im schottischen ,hochland oder im amerikanischen ,felsengebirge4 ,im heien ,hochsommer promeniert er vielleicht am ,strand in ,ostende1 ,scheveningen1 ,boulogne1 ,biarritz1 ,atlantic ,city oder ,santa ,cruz4 -- berall ist er4 ,gefllt ihm heute ,berlin nicht mehr1 so sitzt er morgen im ,expre nach ,paris4 ,wenn er will1 vertauscht er ,london mit ,rom1 ,new ,york mit ,san ,francisco1 ,buenos ,aires mit ,sydney1 ,yokohama mit ,calcutta4 berall findet er ,arbeit1 berall ist er willkommen1 berall zu ,hause4 ,verordnet sein ,arzt ihm ,karlsbad1 so zgert er nicht lange und packt seinen ,koffer4 ,ist ,aachen oder ,nauheim seiner ,gesundheit zutrglicher1 so besinnt er sich nicht lange1 sondern studiert den ,fahrplan fr diese ,richtung4 ,zur ,kur whlt er ,wiesbaden oder ,saratoga1 ,baden-,baden oder ,aix-les-,bains1 ,virginia ,hot ,springs oder ,marienbad -- je nach ,bedarf4 ,entfernungen spielen keine ,rolle1 ,finanzen sind ,nebensache1 ,nationalitten gibt's keine -- er ist der ,weltbrger par excellence4 ,mit einem wehmtigen ,stolze blickt dieser ,wanderer auf sein unstetes ,leben zurck4 ,alle ,himmelsrichtungen kennt er4 ,fllt ihm ein ,buch in die ,hand1 das ,beschreibungen von fernen ,lndern oder ,orten bringt1 so greift er es auf und freut sich herzlich1 wie wenn er einen lieben alten ,bekannten sehe4 ,wenn doch auch nur die anderen ,menschen die gleiche ,gelegenheit zum ,wandern htten1 oder wenn sie nicht zu faul wren und nicht in ihren muffigen ,nestern hocken blieben1 so wrde viel ,engherzigkeit verschwinden1 die ,nationen wrden dichter und inniger aneinander kommen und sich besser kennen lernen4 ,denn sie wissen trotz aller unendlicher ,schreiberei1 trotz aller ,eisenbahnen und ,dampfschiffe1 trotz aller ,kabel und drahtlosen ,telegraphie1 trotz aller ,luftschiffe noch herzlich wenig oder so viel wie gar nichts voneinander4 ,wenigstens keine ,wahrheiten4 ,und das ,resultat ist1 da sie sich gegenseitig bestndig scheel belauern1 anknurren und womglich sich die ,kpfe blutig schlagen1 wo sie sich nur begegnen4 -- ,in seinen ,reisen liegt die eine einzige1 aber groe ,freude1 die das ,leben dem ,kellner bietet4 ,hier liegt auch das ,geheimnis seiner ,friedfertigkeit1 seiner ,geschmeidigkeit und ,duldsamkeit verborgen1 welche sein ,beruf erfordert4 ,und wie nur wenige andere ,erdbewohner hat er ,gelegenheit1 in die ,tiefen der ,menschheit zu schauen4 ,er kann die edelste ,beschftigung1 das interessanteste ,studium betreiben3 ,menschen studieren4 ,er sieht sie4 ,alle ,nationen1 alle ,rassen1 alle ,klassen kommen zu ihm4 ,knige1 ,frsten1 ,edle1 ,geistes- und ,geldgren und deren ,frauen kommen als ,gste2 die mittleren und armen ,schichten arbeiten mit ihm als ,kollegen und ,helfer4 ,er sieht sie alle4 ,er sieht sie besser1 als andere sie sehen knnen4 ,mitten in das glnzendste1 summende ,gewimmel1 das unaufhrliche ,getriebe und ,gewhl der verschiedensten ,charaktere1 in das unendliche1 willkrliche1 unverantwortliche1 rcksichtslose ,treiben einer verwirrten ,zivilisation wird er gedrngt4 ,und er sieht noch mehr1 viel ,wertvolleres3 er sieht die verwundbarsten ,stellen der ,menschen -- ihre ,schwchen4 ,manch ernstes ,bild1 manche unerwartete berraschung1 manchen grauenvollen ,schrecken stellt das ,leben vor seine ,augen1 indem es ihm offen sein tiefstes ,geheimnis1 den ,menschen zeigt4 ,tagtglich predigt es dem ,kellner seine erhabenen1 stumm mahnenden ,predigten auf die mannigfaltigste ,weise4 ,es fhrt ihn ernst lchelnd hinter den leeren ,glanz des ,reichtums1 mit unerbittlicher ,miene an die abscheulichen ,tiefen der ,armut heran4 ,so kann das rtselhafte ,gesicht des ,lebens nur flstern1 stumm1 aber es gibt keine eindringlichere ,sprache4 ,so spricht es zum ,kellner4 ,so legt es ihm einen immensen ,reichtum an ,gesehenem und ,geschehenem zum ,gebrauch frs eigene ,dasein vor die ,fe4 ,und unerbittlich verlangt es ,verwaltung und weise ,verwertung dieser ,schtze4 ,doch wer verwertet sie wirklich8 -- ,wer luft nicht unachtsam1 gedankenlos daran vorber8 -- ,ach1 sie schauen nur1 aber sie sehen nicht6 ,sie denken nur1 aber sie wgen nicht6 -- ,man kann zwar nicht erwarten1 da jeder ,mensch ein groer ,philosoph sei1 aber man darf von jedem erwarten1 da er ,schlsse aus dem ,leben ziehe1 das ihn umgibt4 ,doch es braucht ,gewalt1 dies zu tun2 und die ,gewalt kann nur durch bung erlangt werden4 ,das ,leben aber verzeiht weder dem ,unwissenden noch dem ,schwachen4 ,es versagt ihm seinen hchsten ,genu1 sein schnstes ,glck2 und die ,stimme des ,gewissens1 das ,bedauern1 die ,reue ber ein verschuldetes1 verfehltes ,dasein wird ihn bis zum ,tode verfolgen4 ,erst aus dem ,kern der hehren ,gewalt1 aus der groen ,selbstzucht entspringt das se1 berwltigende ,bewutsein der ,kraft1 und die einzige1 die wahre dionysische ,freude am ,erdendasein loht daraus auf1 sich zum ,gottesdienste erhabensten ,stils entfaltend4 99 99 99 99 99 ,ei1 gndige ,frau1 auf diese ,frage habe ich lange gewartet6 -- ,woher ich mit dem ,schicksal der ,kellner so vertraut bin8 -- ,hm -- ich habe so viel -- ja1 natrlich als ,gast in den groen internationalen ,hotelpalsten -- aber ich habe noch mehr getan3 nmlich selber einmal als ,kellner gearbeitet4 ,und nicht nur gearbeitet1 sondern noch mehr3 ich habe mich fr das ,leben dieser ,menschen interessiert6 ,es gibt ,tausende1 die hier arbeiten1 ohne aber zu wissen1 was sie tun1 ohne ,anteil an dem eigenen oder an fremdem ,leben zu nehmen4 -- ,aber ,sie sind ja ganz sprachlos1 meine ,gndige6 -- ,hat mein ,bekenntnis ,sie so entsetzt8 -- ,wie8 -- ,ob das ,schreckliche wahr ist8 -- ,ei1 selbstverstndlich6 -- ,woher sollten wohl sonst alle meine fabelhaften ,kenntnisse ber dieses ,leben stammen68 -- -- ,nur ,studien halber8 -- ,hm1 meistenteils ja6 -- ,ich will aufrichtig sein 444 ,wie unglubig ,sie lachen1 meine ,freunde6 -- ,warum8 -- ,weil ich solch eine verzweifelt ehrliche ,natur bin8 -- ,oh1 das sind alle normale ,menschen4 ,und ich halte mich fr einen solchen4 ,aber es gibt doch sehr wenig normale ,menschen auf der ,welt4 ,und meine ,ehrlichkeit besteht hauptschlich darin1 da ich nichts berflssiges sage4 ,es sei denn1 ich werde danach gefragt1 wie in diesem ,falle4 ,da so vieles1 das ich ,ihnen erzhlte1 auf eigener ,erfahrung und ,anschauung beruht1 so kann ich ,ihnen auch ohne ,bedenken verraten1 wie ich ,kellner wurde und gleichzeitig ein ,anekdtchen zur ,illustration beigeben1 wie man in meiner frheren ,gesellschaft darber -- also folglich auch ber den ,wirt und seine ,angestellten -- denkt4 ,es ist eine ganz harmlose ,geschichte1 sie mag langweilig sein1 aber sie ist wahr4 ,nichts ist amsanter als ,maskerade4 ,sie wird aber auch zu hinterlistigen ,zwecken benutzt4 ,der ,wilde versucht in allerhand ,verkleidung als ,strau1 als ,hirsch usw4 seinem ,jagdopfer beizukommen4 ,auch fr den wirklichen1 zivilisierten ,jger1 den ,sportsmann1 fr den ,naturforscher gibt es kein greres ,vergngen1 als unter irgendeinem ,schutze die ,tiere des ,feldes und des ,waldes zu belauschen1 wenn diese sich unbeobachtet glauben und den ,menschen nicht wittern4 ,aber das ist gar nichts6 ,ich habe die perfide ,angewohnheit1 den ,menschen auf alle mglichen ,arten beizukommen und ihnen in die ,karten zu gucken4 ,ich mu gestehen1 kein ,mittel ist mir zu schlecht1 keine ,maskerade zu verchtlich1 um meinen ,zweck zu erreichen4 ,ich kann wirklich nicht umhin und mu bekennen1 da mir das ,beobachten der ,menschen trotz aller ihrer ,schlechtigkeit hundertmal mehr ,genu bereitet hat1 wie meine schnsten ,jagderfahrungen in den ,bergen1 auf den weiten ,prrien oder in den ,urwldern4 ,und die ,menschen1 denen ich begegnet bin1 waren so offenherzig gegen mich1 da ich viele ,masken lchelnd beiseite legen konnte und ohne dieselben hinter ihre ,schliche kam4 -- ,ja1 ,gndige1 das sieht beinahe wie ,vertrauensbruch aus4 ,aber es ist nicht so4 ,danke6 -- ,ich habe auch nie durch ,schlssellcher geguckt oder sonstige ,dienstbotenmethoden angewandt4 -- ,wie gesagt1 es war unntig4 -- ,die ,offenherzigkeit war nicht die schne ,tugend1 das edle ,vertrauen1 welches jeder dem anderen entgegenbringen sollte1 nein1 es war gerade das ,gegenteil davon4 ,es war eine unverzeihliche ,bequemlichkeit1 eine ,gemtsfaulheit1 eine ,dummheit1 beleidigend1 wie nur sie sein kann2 es war eine verletzende verallgemeinernde ,stupiditt1 die die ,menschen an anderen voraussetzten1 weil sie selber damit behaftet waren4 ,darum soll man nie jemand mit dem eigenen ,mastabe messen1 ebensowenig1 wie man eine fremde ,sprache sprechen soll1 whrend man in der ,muttersprache denkt4 ,mit einer geradezu ekelhaften1 widerwrtigen ,frechheit und ,voraussetzung1 einen ihresgleichen oder weniger vor sich zu haben1 sind die ,menschen mir begegnet und haben mich demgem behandelt4 ,solche rcksichtslose1 beleidigende ,behandlung verdiente so grausam bestraft zu werden1 wie ich es tat4 -- ,worin die ,strafe bestand8 -- ,nun1 die grte ist doch1 wenn man alles lchelnd ber sich ergehen lt und mit scharfem ,auge unter den ,wimpern hervor den ,ahnungslosen beobachtet4 ,solche ,blicke sind wie die ,pfeile des wilden ,jgers4 ,sie durchdringen das tiefste ,innere des ,opfers und erkennen es4 -- ,was ich erkannt habe1 besitze ich1 gehrt mir4 ,es ist mir untertan wie der ,krper des erlegten ,wildes4 ,ich bin berall4 ,ich speise in erstklassigen ,hotels1 ich frequentiere die gefhrlichsten ,spelunken4 ,knstler- und ,dienstmdchenblle besuche ich gleich gern4 ,hintertreppen-1 ,kammerdiener- und ,staatsgeheimnissen schenke ich das gleiche willige ,ohr4 ,ich produziere mich in den verschiedensten ,berufen und ,stellungen mit grtem ,geschick und grtem ,vergngen4 ,als ,automobilist in den ,garagen und auf den ,landstraen4 ,als ,cowboy auf weiten ,prrien unter ruppigen ,desperados4 ,als ,privatsekretr in den ,familien der ,multimillionre1 als ,maler in ,kunstreichen1 in ,minen unter ,goldsuchern1 als ,literat auf journalistischen und literarischen ,gefilden1 als ,handlungsreisender1 ,maschinenschmierer1 ,zeichner1 ,koch1 und in noch verschiedenen anderen ,stellungen habe ich konditioniert4 ,die ,welt ist klein4 ,und wer in so vielen ,kapazitten und berall auftritt1 hat das ,vergngen1 hufig alte ,bekannte anzutreffen4 ,dann entstehen meistens kstliche ,situationen1 namentlich wenn man -- wie ich -- ehrlich genug ist1 immer unter dem eignen ,namen aufzutreten4 ,so kam ich auch einmal auf den khnen ,gedanken1 als ,kellner ,material fr einen monumentalen ,roman der hchsten internationalen ,hautevole zu sammeln4 ,ich hatte damals einen genureichen ,sommer im amerikanischen ,felsengebirge verbracht1 mein ,freund ging nach ,europa zurck1 ich aber blieb in ,new ,york1 um meinen ,plan auszufhren4 ,durch ,empfehlung gelang es mir1 bald eine ,stellung als ,kellner in einem groen ,hotel zu erlangen1 und ich strzte mich mit ,wonne in das ,getriebe4 ,ja1 ich avancierte sehr bald4 ,in dieser ,stellung sahen mich eines ,tages ein paar ,herrschaften schalten und walten1 mit denen ich auf einer ,mittelmeerreise1 von gypten kommend1 flchtig bekannt geworden war und die ich zufllig whrend des vergangenen ,sommers in ,colorado wiedergetroffen hatte1 wo sie die ,ehre gehabt hatten1 einige angenehme ,tage mit mir zu verbringen4 -- ,nein1 gndige ,frau1 ich habe mich nicht im geringsten geniert1 denn im ,eifer meiner ,ttigkeit bemerkte ich die ,herrschaften nicht gleich4 -- ,mit ,staunen und ,schrecken aber erkundigte sich die liebenswrdige1 junge ,dame bei ihrem ,kellner nach meinem ,namen4 ,allmchtiger6 -- ,ihr entsetzlicher ,verdacht besttigte sich6 -- ,ich war wahrhaftig der geniale1 reizende ,mensch1 den sie unter dem ,azur des ,mittelmeers kennen gelernt und in ,colorado wiedergetroffen hatten6 -- ,ganz verwirrt und erstaunt konnten sie eine ganze ,weile lang nichts sagen4 ,dann zogen sie den ,kellner wieder zu ,rate und vertrauten dem ,milden1 ,vielgeplagten ihre ,kalamitt an4 ,aber wie ist denn das mglich1 ,kellner1 flsterte die ,mutter1 in ,luxor hat er doch archologische ,studien betrieben1 sagte er6 -- ,diesen ,sommer erst noch haben wir mit ihm in seinem ,automobil gefahren und bei ihm zu ,abend gespeist6 seufzte der ,sohn4 ,und mit ihm ,golf gespielt6 jammerte das reizende ,tchterchen4 ,weit du noch1 ,mama1 hinter dem ,hotel auf dem prachtvollen ,rasen6 -- ,mama wute noch4 -- ,traf er nicht auch alle ,vorbereitungen zu einer ,jagd auf ,grizzlybren in den kanadischen ,bergen8 erinnerte sich der ,sohn4 ,und das ,tchterchen antwortete3 ,was ist denn aus seinem reizenden ,freund geworden8 ,ist der auch ,kellner8 -- ,die arme ,mutter war am schwersten getroffen3 ,ach1 konnten wir denn ahnen1 da er so was ist6 -- -- ,wir haben ihn doch als anstndigen ,menschen kennen gelernt6 -- ,und hier 44468 -- ,uh6 ,das war zu viel fr den braven ,kellner1 und er antwortete ruhig3 ,madame1 ich habe noch nicht gesehen1 da er sich hier unanstndig benommen hat6 ,und er wandte sich ab1 um mich heimlich aufmerksam zu machen und mir die ganze ,geschichte hastig zu erzhlen4 -- ,meine ,freunde aber fhlten sich pltzlich so unbehaglich1 da sie den ,saal verlassen muten4 ,sie gingen1 ohne mit mir zu sprechen4 -- ,nein1 ich sprach auch nicht mit ihnen4 ,zum ,dank fr die schnen ,erinnerungen an khle ,autofahrten1 an herrliche ,kunstgensse und an schne1 unschuldige ,spiele auf grnem ,rasen versuchten sie1 mich aus der ,sklaverei des flatternden ,kellnerfrackes zu befreien1 indem sie meine ,entlassung bewirken wollten4 ,was ihnen aber nicht gelang1 da ich ein zu guter ,kellner bin1 um ohne ,grund an die ,luft gesetzt zu werden 444 ,wie8 -- ,sie wollen sich schon so frh zurckziehen1 gndige ,frau68 -- ,wir gedachten doch noch ein wenig der ,musik zu lauschen4 -- ,hm -- ,fatige -- ,ich springe schnell zum ,apotheker im ,hause -- -- -- die ,kapseln -- zwei ,stck auf ein ,glas ,wasser -- 444 hm 444 nicht 444 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,wer ist denn das68 -- ,kellner1 sehen ,sie dort unter der ,palme im ,fauteuil den jungen1 eleganten ,herrn8 -- ,ja1 den schwarzgekleideten1 mit dem ,buche2 er dreht uns den ,rcken zu -- ich glaube -- -- ,was8 ,ein ,geistlicher6 ,unmglich6 -- ,wahrhaftig6 -- ,aber er ist's6 -- ,er ist's6 -- ,sagen ,sie ihm1 bitte1 ich wnsche ihn einen ,moment zu stren4 -- ,er wird sich freuen1 wenn ,sie ihm meinen ,namen nennen4 -- -- ,mein geliebter amerikanischer ,freund ,george ,washington ,abraham ,lincoln ,shoultse6 ,welch eine berraschung6 ,das wird aber lustig werden6 -- ,besonders nach diesem ,schlu4 444 ,aber wie kommt er hierher8 -- ,was tut er im ,rock eines ,priesters8 -- ,well1 well1 altes ,haus6 ,das ist doch einfach groartig6 ,freue mich ganz barbarisch1 dich wiederzusehen4 -- ,ich staune -- htte dich kaum wiedererkannt -- -- so verndert4 444 ,wie lange ist's her1 seit wir uns als ,studenten zum letztenmal umarmten86 -- ,vierzehn1 fnfzehn ,jahre4 -- ,ja1 wie die ,zeit vergeht6 -- ,und1 ach1 die herrlichen ,heidelberger ,tage6 ,wo sind sie hin8 -- ,an dich habe ich aber immer gedacht6 ,das kannst du mir glauben6 -- ,denn du warst doch der fidelste ,kerl1 der mir jemals 444 hm -- -- ,na1 aber wie geht's denn8 -- ,was treibst du jetzt8 -- ,ich dachte immer1 du wolltest dich ganz auf die ,philologie verlegen4 -- ,was8 -- der ,teufel6 -- hm -- ,pardon6 -- ,bischof bist du -- hm ,pardon6 -- ,sind ,sie -- --8 ,seit wann denn8 -- ,ich bin starr6 -- ,pardon6 ,donnerwetter1 da gratulier' ich6 -- -- -- ,so1 so6 ,in ,kalamazoo ,city im ,staate ,oklahoma6 ,wirklich6 ,da gratulier' ich nochmals6 -- -- -- ,wer htte das gedacht6 ,bischof der konsolidierten1 reformierten episkopal-lutherisch-methodistisch-unita risch-baptistischen ,kirche6 -- ,ja1 aber zum 444 ,pardon1 sag mal -- -- verzeihen ,sie -- -- ist denn da -- hm -- so viel -- hm -- ,geld -- h1 ich meine1 ,genugtuung und ,inspiration drin1 da du alle deine groen ,plne 444 hm -- na1 jedenfalls gratulier' ich6 -- ,ja1 drben in ,amerika avanciert man schnell6 ,junge1 tchtige ,leute werden dort gesucht4 -- ,aber da mssen wir doch eins drauf trinken4 -- ,wie8 -- ,ein solch unerwartetes ,wiedersehen1 das mu begossen werden -- was8 -- ,na1 wenn ,sie jetzt auch ,bischof und ,right ,reverend und alles das sind1 so knnen ,sie doch ein ,glschen ,wein mit mir 444 wie8 444 nicht ein wenig die alten ,erinnerungen auffrischen68 -- ,waaas8 -- keinen ,wein 4448 -- -- ,hr 'mal1 du bist wohl verrckt geworden 444 oh1 oh1 ,pardon6 -- ,ich kann es gar nicht fassen -- ich staune -- ,sie trinken keinen ,wein mehr68 -- -- ,sie waren doch frher -- hm -- -- -- ,oh1 oh6 -- ,wie sich die ,zeiten ndern6 -- ,sie haben sich aber groartig gemacht1 ,mr4 ,shoultse6 ,sie sehen vorzglich aus6 -- ,wie meinen ,sie8 ,ob ich noch immer trinke8 ,ja1 leider1 ich hab's mir noch nicht abgewhnen knnen4 ,es ist schrecklich6 -- ,oh1 oh -- --6 ,ob ich wei1 was die amerikanische ,prohibition ist8 -- ,o ja1 ich hab mal was davon gehrt4 ,wissen ,sie's auch1 ,herr ,bischof8 -- ,was8 ,sie sind einer der ,hauptkmpfer fr die ,prohibition geworden86 ,das ist ja interessant6 ,und sagen ,sie mal1 wie bezahlt sich die ,sache denn8 -- ,so1 ,sie verfolgen nur den idealen ,zweck der guten ,sache8 ,das ist lblich4 -- ,aber ist denn das wahr1 was ich in den ,zeitungen gelesen habe1 da bereits an die vierzig ,millionen ,menschen in den freien ,vereinigten ,staaten von ,amerika keine geistigen ,getrnke mehr zu sich nehmen drfen8 ,so1 so1 das ist also ,tatsache6 ,unglaublich1 wie ,sie gekmpft haben mssen1 ,mr4 ,shoultse4 ,na1 dafr knnen ,sie sich jetzt auch ein wenig ausruhen6 ,das ist recht6 ,vierzig ,millionen ,menschen mssen ,durst leiden6 ,das ist ja einfach fabelhaft6 ,ja1 in ,amerika wird alles im groen ,stil betrieben4 -- ,aber was fangen denn die armen ,durstigen an8 ,wird denn jeder eingesperrt1 wenn er ein ,glas ,bier oder ,wein trinkt8 ,vergeht er sich gegen das ,gesetz1 wenn er dies tut8 -- ,nicht8 -- ,aber wie hngt denn das zusammen8 -- ,das ,trinken ist gestattet und wird nicht bestraft6 ,man verbietet nur den ,verkauf1 den ,transport und das ,fabrizieren von geistigen ,getrnken6 ,das sind ja geradezu diabolische ,gesetze6 -- -- ,tantalusqualen6 ,man darf trinken1 aber das edle ,na wird einem vorenthalten6 ,einfach ungeheuerlich6 -- ,so1 ,sie glauben also1 mein lieber ,mr4 ,shoultse1 da ,amerika die erste ,nation ist1 die versucht hat1 den ,alkohol auszurotten und sich so unsterbliche ,verdienste um die ganze ,menschheit zu erwerben68 -- ,da sind ,sie im ,irrtum4 ,bei den ltesten ,vlkern der ,erde hat man schon ,temperanz- und ,abstinenzbewegungen entdeckt4 ,die ,chinesen brsten sich heute noch damit1 den ,krieg gegen den ,dmon des ,weins erffnet zu haben4 ,und ich glaube ganz bestimmt daran4 ,china sieht gerade danach aus4 ,im elften ,jahrhundert vor ,beginn unserer ,zeitrechnung soll ein ,kaiser in ,china alle ,weinstcke in seinem ,reiche haben ausreien lassen4 ,die ,priester in ,persien und ,indien haben schon lange vor ,christi ,geburt den ,genu des ,weines verboten4 ,die ,karthager hatten auch ein ,weinverbot4 -- ,ich selber habe die ,spuren einer ,temperanzbewegung in ,pompeji entdeckt und werde vielleicht ein ,trakttchen darber schreiben4 -- ,wie8 -- ,verschiedene ,sekten der ,juden durften nichts trinken1 ohne ihr ,seelenheil zu gefhrden4 ,noch heute erwarten die ,mohammedaner und ,buddhisten im ,jenseits kolossale ,schwierigkeiten1 wenn sie zeitlebens einen edlen ,tropfen nicht verabscheuen4 ,die ,prohibitionsepidemie in ,amerika ist nichts als eine ,wiederholung der orientalischen ,sitte4 ,wirkliche ,epidemien tauchen immer periodenweise auf4 ,das ist eine alte ,geschichte4 ,es ist aber geradezu phnomenal1 wie die ,bewegung in den letzten fnf bis sechs ,jahren um sich gegriffen hat4 ,vor dem amerikanischen ,brgerkriege #ahfa-fd dachten nur wenige ,menschen daran1 da jedes geistige ,getrnk ohne ,gnade und ,barmherzigkeit vom ,erdboden vertilgt werden msse4 ,aber es entstanden allmhlich die groen amerikanischen ,brauereien und zugleich eine der hlichsten ,ausgeburten der anglo-amerikanischen ,zivilisation1 die ,american ,bar oder ,saloon1 wie das ,ausschanklokal fr geistige ,getrnke gewhnlich genannt wird4 -- ,die ,bar ist ein typisches ,produkt des amerikanischen ,alltaglebens4 ,mit der zunehmenden ,rastlosigkeit in europischen ,lndern wird sie sich dort auch sehr bald einbrgern4 ,die ,grostdte ,europas erfreuen sich der ,american ,bar bereits4 ,indessen wird in ,europa die ,bar wie auch alles andere ,amerikanische falsch aufgefat und falsch dargestellt4 ,entweder aus ,absicht oder aus ,ignoranz4 ,meistens ist das letztere der ,fall4 ,die europische ,american ,bar ist gewhnlich nur eine ,animierkneipe1 was die amerikanische ,bar gewhnlich nicht ist4 ,das mu man dem ,amerikaner lassen3 in seiner ,bar findet man keine ,mdchen zur ,bedienung1 was in ,england und am ,kontinent fast ausnahmslos der ,fall ist4 -- ,dennoch ist die amerikanische ,bar ein entsetzlich abschreckender ,ort4 ,nchtern1 inhaltslos1 kalt4 ,ich glaube1 einer schmutzigen1 altrmischen ,taberna vinaria haftete mehr ,begeisterung und ,liebenswrdigkeit an1 wie dem feinsten amerikanischen ,saloon mit allen seinen ,spiegeln1 ,bildern1 ,lichtern und seiner ,reinlichkeit4 ,die geschftsmige ,verabreichung des ,trunkes1 die ,vorherrschaft scharfer geistiger ,getrnke1 das unbedachtsame1 hastige ,hinuntergieen des starken ,stoffes1 die ganze ,inhaltlosigkeit des ,ortes1 der nur daraufhin eingerichtet ist1 mglichst groe ,quantitten in mglichst kurzer ,zeit umzusetzen1 die ,menge herumstehender1 den ,schanktisch belagernder ,menschen1 welche keine ,zeit haben1 ihren ,trunk in ,ruhe zu genieen und sich dazu niederzulassen1 das alles macht die amerikanische ,bar zu einem sehr wenig einladenden ,ort4 ,der biedere ,deutsche wrde seine ganze ,abneigung dagegen in dem einen urdeutschen ,worte ungemtlich zusammenfassen4 ,ich stimme vollstndig mit ,ihnen1 ,herr ,bischof1 berein1 wenn ,sie den ,saloon nicht sehen knnen4 ,auch finde ich es gerechtfertigt1 da die ,bundesregierung infolge des zunehmenden ,umsatzes von geistigen ,getrnken den ,verkauf von ,alkohol in irgendwelcher ,form an die ,indianer verbot4 ,es ist viel in dieser ,hinsicht gesndigt worden4 ,warum aber dies drakonische ,gesetz auf die vernnftige weie ,bevlkerung der ,vereinigten ,staaten erstreckt werden soll oder schon wurde1 ist mir nicht verstndlich4 ,in den ,neu-,englandstaaten1 wo das puritanische ,element besonders stark ist1 wurde schon frh in einzelnen ,gemeinden unter dem ,druck der strengen ,kirche der ,ausschank von berauschenden ,getrnken magistratlich verboten4 ,aber dann kam der ,staat ,maine als erster1 der fr absolutes ,verbot von ,spirituosen innerhalb seiner ,grenzen stimmte4 ,der starke ,rum1 der von ,westindien nach ,maine exportiert wurde und dort viel ,unheil anrichtete1 hat im ,jahre #ahdf ,anla zu einem bittern ,wahlkampf gegeben1 der mit dem scheinbaren ,sieg der ,alkoholgegner endigte4 ,im ,jahre #ahea trat darauf das ,gesetz in ,kraft1 welches das ,spirituosenverbot innerhalb des ,staates ,maine proklamierte4 ,das war der ,anfang der ,prohibition4 ,dem ,beispiele folgten ein ,jahr spter die ,nachbaarstaaten ,massachusetts1 ,rhode ,island und ,vermont4 ,die beiden ersteren ,staaten sahen jedoch sehr bald ein1 wie wenig ratsam es fr die ,regierung sei1 sich mit derartigen ,gesetzen abzugeben1 und sie berlieen das ,verbot des ,ausschanks den rtlichen ,behrden oder den ,verwaltungen der ,kreise1 falls diese es wnschen sollten1 den ,alkohol aus ihrer ,mitte zu verbannen4 ,so entstanden die ,local option- und ,county option-,gesetze4 ,jeder ,gemeinde oder jedem ,county war es somit anheimgestellt1 den ,verbrauch von geistigen ,getrnken nach eigenem ,gutdnken und ,bedrfnis zu dulden1 zu regeln oder zu unterdrcken4 ,die feigen ,landesvter dachten sich dadurch aus der ,verlegenheit zu helfen1 gerieten aber nun in die ,lage eines zrtlichen ,familienvaters1 der eine ,prgelei zwischen seinen ,sprlingen nicht dmpfen kann1 weil er nicht wei1 wer im ,rechte ist1 und aus ,angst1 er knnte den ,unschuldigen zchtigen1 die ,buben den ,streit unter sich entscheiden lt und ein ,auge dazu zudrckt4 -- ,nicht wahr8 -- ,so nahm die ,geschichte ihren ,anfang4 ,bald erging vom ,lager der ,tempernzler aus ein ,ruf an die ganze amerikanische ,nation zwecks ,grndung und ,organisation einer politischen ,partei1 deren ,hauptbestreben die ,unterdrckung der ,fabrikation und des ,verkaufs von geistigen ,getrnken in den gesamten ,vereinigten ,staaten bilden sollte4 ,man hatte nmlich eingesehen1 da die groen fhrenden politischen ,parteien sich niemals fr die ,alkoholfrage interessieren wrden4 ,so wurden am #a4 ,september #ahfi in ,chicago die ,anti-,alkohol-,partei unter dem ,namen ,national ,prohibition ,party von den ,gesinnungsgenossen auf eigene ,faust gegrndet4 ,wenn aber in einem zivilisierten und politisch organisierten ,lande eine neue ,partei ihren neuen ,ansichten und ,zielen ,raum und ,anerkennung verschaffen will1 so mu sie ,stimmen haben4 ,die ,prohibitionisten wuten aber auch1 ganz genau1 da sie bei vernnftig denkenden ,mnnern mit ihren ,ideen nicht durchdringen wrden4 -- ,bitte1 ,herr ,bischof1 lassen ,sie mich weitererzhlen4 -- ,darum verschanzten sie sich hinter die ,rcke der ,weiber4 ,in der ersten ,nationalversammlung der neuen ,partei am #bb4 ,februar #ahgb zu ,columbus1 ,ohio1 wurde von den ,prohibitionisten der ,entschlu gefat1 fr ,frauenwahlrecht in den ,vereinigten ,staaten aufzutreten1 da man dringend der weiblichen ,stimmen in der ,alkoholfrage bedurfte4 ,das ganze weibliche ,element sollte hysterisch gemacht werden4 ,man begann die schrecklichen ,verheerungen1 die der ,teufel ,alkohol in den ,familien anrichten soll1 in den glhendsten ,farben zu schildern4 ,in den darauffolgenden ,jahren waren die ,stimmresultate der neuen ,partei alle noch sehr bescheiden4 ,sie wuchs nur mig4 ,den ,prohibitionisten schien aber kein ,gedanke zu schlecht zu sein1 um sich neue ,anhnger fr ihre ,partei zu verschaffen4 ,sie kitzelten die brennenden ,fragen im amerikanischen ,leben1 wie die der ,einwanderung1 und suchten durch eine schbige ,politik der ,beschrnkung und ,erschwerung der europischen ,einwanderung die ffentliche ,aufmerksamkeit auf sich zu lenken und dadurch mehr ,anhnger anzuwerben4 ,gleichfalls wurde die ,forderung fr das ,frauenwahlrecht aufrecht erhalten4 ,mit wechselndem ,glck wuchs die neue ,partei4 ,in den letzten fnf ,jahren jedoch hat sich eine wahre ,panik des ,prohibitionistenlagers bemchtigt4 ,seit dieser ,zeit hat sich eine nervse ,ttigkeit entfaltet1 so fieberhaft1 da man glauben sollte1 der jngste ,tag sei nahe1 um die ,menschen fr ihren ,hang zum ,alkohol zur ,rechenschaft zu ziehen4 ,die verschiedenen groen ,temperanzgesellschaften1 fnf oder sechs an der ,zahl1 sowie eine unbersehbare ,menge verschiedenster ,sekten und ,kirchengemeinden wurden pltzlich von ,reue und ,zerknirschung ergriffen und vereinigten sich zum ,feldzug gegen ihre ,snden und die ihrer ,mitmenschen4 ,dieses pltzliche1 ruckartige ,erwachen des nationalen ,gewissens ist anscheinend ein ganz unerklrliches ,phnomen4 ,aber alles hat seinen ,grund4 -- ,die ,gegner der ,spirituosen hatten es nmlich vor zehn bis fnfzehn ,jahren zustande gebracht1 sich der ,schulbcher zu bemchtigen4 ,im ,laufe der ,jahre wurden nun systematisch den ,schulkindern ,lgen und ,verdrehungen der ,wahrheit eingeimpft1 indem man die ,schulbcher mit prohibitionistischer ,propaganda1 mit ,flchen gegen den ,alkohol anfllte4 ,die ,schulkinder sind nun inzwischen zum ,teil oder ganz erwachsen und haben den ,keim der engherzigen ,lehren in sich aufgenommen1 von deren ,wirkungen sie sich nicht mehr befreien knnen4 ,sie sind in der ,jugend geistig entmannt oder verstmmelt worden4 ,und bei jeder neuen ,wahl tritt nun am ,ballotagekasten die geistige ,impotenz drastisch zutage4 -- ,bitte1 bitte4 -- ,der ,same1 der gest wurde1 trgt nun reiche ,frchte4 ,unendliche ,massen von ,papier wurden verschwendet1 die der lesewtigen ,frauenwelt alle ,schrecken des ,alkohols gratis und franko vor ,augen fhrten4 ,schade um die ,tannenwlder1 welche zur ,herstellung dieser ,gebirge von ,makulatur ihr unschuldiges ,leben lassen muten4 ,immer und immer wieder wurden dieselben bombastischen ,reden1 die alten abgedroschenen ,phrasen und ,kanzelweisheiten in echt melodramatischer ,weise wiederholt und von hinten aus unsichtbaren ,quellen gespeist und verstrkt4 ,jeder erdenkliche ,tamtam1 alle ,heilsarmeemethoden1 fr die das ,gemt des ,durchschnittsamerikaners so wunderbar empfnglich ist1 wurden angewandt1 die ,gewohnheitssufer zu ,reue und ,leid zu veranlassen und die simplen ,herzen der ,jugend von der ,verwerflichkeit des ,trinkens zu berzeugen4 -- ,wie1 ich sei ungerecht6 -- ,ich kann der ,prohibitionspartei leider kein einziges vernnftiges ,argument nachrhmen1 so gern ich es tte4 ,die ganze ,kampagne besteht aus einer endlosen1 hysterischen ,rezitation absurdester ,geschmacklosigkeiten1 von einer hartnckigen1 teuflisch ausgerechneten ,appelation an die ,stupiditt der biederen ,landbevlkerung1 die das grte ,kontingent der amerikanischen ,nation stellt4 ,kein ,mittel schien der ,partei zu stupide1 zu lcherlich1 zu lgnerisch zu sein1 um die ,stimme des ungebildeten ,farmers zu erbetteln1 zu erschmeicheln oder zu erdrohen1 der nota bene noch durch die ,abgabe seiner ,stimme an die ,prohibition seine ,existenz untergrbt4 ,der beliebte ,gedanke und ,ausgangspunkt der ,prohibition nmlich1 da der ,alkohol so viele traute ,heime ruiniere1 ist unvernnftig und grundfalsch4 ,aber dieser ,gedanke wird gehegt und gepflegt und gemstet4 ,bis zur berdrssigkeit wird er dem ,volke immer wieder aufgetischt4 -- ,gewhnlich ist es nicht der ,mann1 der als ,trinker sein ,heim zerstrt1 sondern es ist das ,heim1 welches den ,mann zerstrt und in die ,wirtschaft jagt4 -- ,die ,anschuldigung1 da der ,alkohol ,armut schaffe1 ist falsch4 ,es ist nachgewiesen1 da das jhrliche ,einkommen des amerikanischen ,arbeiters durchschnittlich #gfh ,dollars und #ed ,cents betrgt4 ,davon gibt er jhrlich durchschnittlich #ab ,dollars und #dd ,cents fr ,spirituosen aus4 ,fr ,tabak bezahlt er fast genau so viel4 ,wenn die ,nation verarmt1 so ist es also nicht die ,schuld des ,alkohols4 ,da mu die ,ursache in einem anderen bel gesucht werden4 ,wenn die ,heime der ,menschen ruiniert werden1 so geschieht dies einzig und allein durch die ,menschen selber4 ,wenn ein ,mensch herunter kommt1 so ist es sein ,naturell4 ,welchen ,anteil hat der ,alkohol an einem ,menschen1 der durch bermiges ,trinken zugrunde geht68 ,alkohol schafft nicht ,wahnsinn -- ,wahnsinn sucht ,alkohol4 ,nach den ,grundstzen der ,prohibition mte man das ,weib fr nahezu alle bel und ,unglcke aller ,zeiten und auf der ganzen ,welt verantwortlich machen4 ,wir mten das weibliche ,geschlecht prinzipiell aus der ,welt schaffen4 ,und die ,frauen mten das mnnliche ,geschlecht auszurotten suchen4 ,die ,menschen mssen immer eine ,art ,sndenbock fr ihre ,leidenschaften und ,snden haben4 ,und wenn es auch nur eine dumme ,ausrede ist4 ,sie richten andere auch meistens nur nach ihren eigenen ,beschaffenheiten4 ,wenn ein ,schwachkopf zum ,beispiel unter dem ,banne der ,trunksucht oder irgendeines anderen ,lasters steht1 so setzt er von der ganzen brigen ,menschheit das gleiche voraus4 ,wenigstens glaubt er1 die anderen mten unter demselben ,drucke stehen1 die ,leidenschaften mten die gleiche ,wirkung auf sie haben1 die sie auf ihn ausben4 ,es ist aber nur seine ,unvernunft1 die ihm solches einredet4 ,ein ,sufer klagt nicht sich1 sondern den ,trunk an1 ein ,dieb nicht sich1 sondern das verfhrerische ,geld1 das er nicht liegen lassen kann1 ein ,liebeskranker nicht sich1 sondern die ,leidenschaft1 der er nicht widerstehen kann4 ,das alles ist ,unvernunft4 -- ,wenn ein ,sufer sich gesteht3 ,ja1 ich bin schuldig1 ich habe zu viel getrunken1 ich will mich aber der ,migung befleiigen1 weil ich nicht viel vertragen kann1 und will denen1 ber die der ,trunk keine ,macht hat1 den ,genu desselben nicht wegnehmen1 so erinnert diese ,sprache an das1 was wir in der menschlichen ,gesellschaft gewhnlich als ,vernunft bezeichnen4 ,einem solchen ,sufer ist vielleicht noch zu helfen4 ,er hat sich und die dmonische ,gewalt seiner ,leidenschaft erkannt4 ,wer aber weder sich noch die ,gewalt seiner ,leidenschaft kennt1 der ist unrettbar verloren4 ,warum hat die ,prohibition fanatische und hysterische ,frauenzimmer hervorgebracht1 welche mit xten und gefhrlichen ,wurfgeschossen bewaffnet1 unbehindert umherziehen und das ,eigentum der ,wirte1 an deren ,lokalen sie gerade vorbeikommen1 willkrlich auf scheuliche ,weise zerstren knnen8 -- ,diese ,megren werden von der ,prohibition aufrechterhalten und als ,heilige oder ,heroinen dargestellt4 ,solche ,glorifizierung steigt den armen1 bedauerlichen ,wesen natrlich derartig zu ,kopfe1 da es des unsinnigen ,scherbenmachens kein ,ende gibt4 ,ein religiser1 orientalischer ,fanatiker ist ein ,amateur im ,vergleich mit einem solchen ,weibchen4 ,die ,polizei sieht wunderbar gleichgltig zu1 wenn die ,axt1 von einem frommen ,stogebet oder einem heiligen ,fluche begleitet1 zwischen den zerbrechlichen ,glser- und ,flaschenbestand der ,wirte saust oder von wohlgedeckter ,stellung auf der ,strae aus in die ahnungslosen ,spiegelscheiben des ,lokals prasselt4 ,das liebe ,publikum hat sein ,vergngen an solchen ,freivorstellungen4 ,die ,zeitungen bringen ihre verherrlichenden ,bilder dazu4 berall1 wo es ,scherben gibt1 reibt sich der ,nachbar die ,hnde1 wenn nur sein ,eigentum unbeschdigt bleibt4 -- ,und was sagen die ,wirte zu ihren ,feinden8 -- ,haben sie bisher nicht stets einen wunderbaren ,takt besessen1 sich nicht an einer solchen ,megre zu vergreifen8 ,haben ,sie nicht meistens stillschweigend den oft in die ,hunderte gehenden ,schaden getragen8 -- ,die irdische ,rentabilitt der ,agitation gegen die wohlhabende ,spirituosenindustrie ist unverkennbar4 -- -- ,bitte1 bitte -- ich bin noch nicht zu ,ende 444 -- ,jede ,agitation ist profitabel und erfolgreich1 wenn sie auf die ,beschrnktheit der ,massen gemnzt ist4 ,hier ist sie doppelt erfolgreich4 ,die ganze ,prohibitionsbewegung scheint im ,grunde nichts anderes zu sein als eine unter dem ,deckmantel der christlichen ,liebe versteckte perpetuelle ,schrpfung der wohlhabenden ,brauereien und verwandten ,interessenten4 ,weil eine derartige ,operation im kolossalen ,stil betrieben wird1 ist sie zulssig4 ,groe ,rubereien werden staatlich und gesellschaftlich sanktioniert1 denn man ist ihnen machtlos gegenber4 ,auerdem sind sie rentabler wie die kleinen4 ,die ,spirituosen-,interessenten haben durch ihre anfngliche ,unttigkeit und ,sorglosigkeit bei der ,abwehr ihrer ,angreifer viel versumt4 ,die leidige ,brderschaft1 die viele ,saloonwirte whrend der ,wahlen mit den ,tausenden und aber ,tausenden von korrupten ,politikern schlieen1 verleitet durch ,aussichten auf gute ,geschfte von ,seiten der betreffenden politischen ,parteien und gutes ,einvernehmen in bezug auf die ,gesetzgebung1 hat der ,sache der ,spirituosen-,interessenten auch viel bei dem gerecht denkenden ,publikum geschadet4 ,denn die ,saloons sind oft die ,wiegen von korrupten1 politischen ,strohknigen1 stellen sich dadurch in sehr schlechtes ,licht und haben manchen gegen sich erbittert1 der sonst vielleicht nichts gegen ihr ,dasein einzuwenden htte4 ,diese ,tatsache ist von den ,prohibitionisten gleichfalls mehr als reichlich breitgetreten und ausgebeutet worden1 denn eine solche ,unvorsichtigkeit kommt ihnen gut zustatten4 ,wie wackelig aber im ,grunde das ,gebude der ,prohibition steht1 beweist die fieberhafte1 hysterische ,note1 die aus allen ,stimmen der ,antialkoholiker herausschrillt4 ,die skrupellosen bertreibungen und ,verdrehungen von ,tatsachen1 der nervse1 neurasthenische ,ton ihrer ,sprache erinnert wirklich an einen ,bsewicht1 der seine ,schliche und ,absichten um jeden ,preis durchsetzen will1 oder an einen eigensinnigen1 hartnckigen ,dummkopf1 der einen im ,eifer begangenen ,unsinn eingesehen hat1 denselben aber mit allen ihm zu ,gebote stehenden ,mitteln zu verfechten und aufrechtzuerhalten sucht4 ,die ,prohibitionisten haben nicht den geringsten ,respekt vor der ,gerechtigkeit1 der sie geradezu ins ,gesicht schlagen4 ,der unberechenbare ,materialschaden1 den sie der ,nation zufgen1 gilt ihnen nichts4 ,die ,frage1 wie es um die hochgepriesene und nur noch knstlich erhaltene ,freiheit im ,lande stehe1 sobald ihre ,ansichten durchgesetzt werden1 beantworten sie nicht4 ,die ,sprache der ,spirituosen-,interessenten ist meistens eine durchaus ruhige und vernnftige4 ,sie steht wenigstens in wohltuendem ,kontrast zu den leidenschaftlichen ,ausbrchen ihrer ,gegner4 ,sie widerlegt ruhig und sachlich die vielen bertreibungen1 entmntelt und beweist klar und deutlich mit ,hilfe von statistischen ,ziffern die ,unwahrheiten der ,anschuldigungen und wehrt die ,angriffe sachgem ab4 ,ein solches ,verhalten sollte zum mindesten die rapide ,verbreitung der ,prohibition doch etwas aufhalten und die vernnftigeren ,brger zum ,nachdenken veranlassen4 ,aber sonderbarerweise gewinnt die ,prohibition immer mehr ,grund4 ,auf mehr als zwei ,drittel des ,gebietes der ganzen ,nation ist das ,haus1 wo es etwas zu trinken gibt1 dem ,erdboden gleich gemacht worden2 auf dem letzten ,rest des ,landes ist es von gierigen ,feinden belagert1 die auf seinen ,sturz warten4 ,acht oder neun ,staaten der ,union sind jetzt schon vollstndig trocken gelegt1 mit anderen ,worten3 der ,verkauf1 die ,fabrikation1 der ,versand von geistigen ,getrnken in diesen groen1 weiten ,gebieten ist zu einer verbrecherischen ,handlung gestempelt worden und wird gerichtlich verfolgt4 ,trinken darf man in diesen trockenen ,staaten1 denn das ,trinken ist nicht als verbrecherische und strafwrdige ,handlung im ,kodex erwhnt worden4 ,o ihr bsen ,prohibitionisten6 -- ,wenn ein ,hausmtterchen sich aus ,heidelbeeren1 ,johannisbeeren oder ,trauben einen ,saft bereitet1 denselben auf ,flaschen zieht und gren lt1 so macht es sich damit zur ,verbrecherin6 ,der ,prohibitionist1 der sich auf irgendeine ,weise seinen ,whisky verschafft und ihn heimlich geniet1 ist unschuldig wie ein neugeborenes ,lamm66 ,die ,musterstaaten1 welche ihren ,millionen von ,einwohnern den ,genu von geistigen ,getrnken irgendwelcher ,art vollstndig entzogen haben1 welche die einschlgigen ,industrien und ,interessenten als ,verbrecher gebrandmarkt und mit ,gewalt ihre ,existenz und ,lebensunterhalt zerstrt und die ,unglcklichen ihres ,heimatbodens verwiesen haben1 ohne ihnen ein quivalent fr den zugefgten ,schaden zu bieten1 sind in chronologischer ,ordnung3 ,maine1 ,kansas1 ,north ,dakota1 ,georgia1 ,oklahoma1 ,alabama1 ,mississippi1 ,north ,carolina1 ,alaska1 und nun reiht sich auch noch der ,staat ,tennessee der wrdigen ,galerie an4 ,rund fnfzehn ,millionen ,menschen wohnen in diesen ,staaten4 ,zu dieser ,zahl von ,tranklosen treten noch die ,eingeborenen und ,passanten der einzelnen ,landbezirke1 ,stdte und ,ortschaften der anderen ,staaten hinzu1 denen durch die ,local option-,gesetze der strkende ,trunk entzogen worden ist4 ,die ,zahl dieser unglcklichen vertrockneten ,lnderstriche betrug ,ende #aijh fnfhunderteinunddreiig und die ,zahl der bedauernswerten ,stdte und ,ortschaften im ganzen ,lande 7auerhalb der ,prohibitionsstaaten1 wohlverstanden7 war zur gleichen ,zeit zehntausendeinhundertzweiundfnfzig4 ,darunter befinden sich dreihundert ,stdte mit je fnftausend ,seelen und neunzig ,stdte mit je zehntausend ,seelen und mehr4 ,worchester in ,massachusetts1 eine ,stadt von zirka einhundertfnfzigtausend ,einwohnern1 ist total trocken4 ,die ganz genaue ,summe der ,einwohner der von der ,prohibition gedeckten ,bezirke im ganzen ,verbnde der ,nation lt sich schwer feststellen4 ,man beziffert diese ,summe auf zirka fnfundzwanzig ,millionen ,menschen4 ,demnach wren zusammen mit den ,einwohnern der ,prohibitionsstaaten ungefhr vierzig ,millionen ,menschen1 also fast die ,hlfte der ,einwohner der ,vereinigten ,staaten auf zwei ,drittel der ,flche des ,landes unter dem ,zwange der ,prohibition4 ,die ,agitation wird wtend weiterbetrieben4 ,in neun weiteren ,staaten tobt der ,kampf fr die gnzliche ,vertilgung der geistigen ,getrnke1 selbstverstndlich auch ,vernichtung jeder ,mglichkeit und ,mittel zum ,ersatz derselben4 ,und es sieht ganz danach aus1 als ob die ,gegner des ,alkohols in den nchsten ,jahren siegreich daraus hervorgehen wrden4 ,ist es nicht sonderbar1 da die ,prohibition erst wirklich ,fu fate1 als die ,spirituosen-,interessenten im ,jahre #aijd anfingen1 ihre ,sache ernstlich zu verteidigen8 ,seit diesen fnf ,jahren gewann die ,prohibition fnf resp4 sechs ,staaten mit zwlf ,millionen ,einwohnern4 ,auerdem gewann sie in anderen ,staaten durch ,local option-,gesetze einhundertundfnfzig neue ,stdte1 ,hunderte von ,counties und ,tausende von neuen ,ortschaften und ,drfern4 ,im ganzen rund zwanzig ,millionen ,menschen1 also in fnf ,jahren genau so viel1 wie in dem vergangenen halben ,jahrhundert ihres frheren ,bestehens zusammen4 ,erst durch die ,verteidigung der ,spirituosen-,interessenten hat der ,kampf begonnen und die ,aufmerksamkeit der ,presse auf sich gelenkt1 welche mit bemerkenswertem ,instinkt die wachsende ,zahl der ,prohibitionisten erkannte und natrlich in deren ,lager berging1 in das ,schlachtgeheul mit einstimmte und die bahnbrechenden ,siege verherrlichte4 ,denn man hlt sich gern mit der bermacht4 -- ,die ,zeitungen sind ,bltter4 ,die ,bltter drehen sich je nachdem1 wie der ,wind geht4 ,geht der populre ,wind nach ,norden1 so zeigen sie mit ihren ,spitzen nach ,norden4 -- ,die ,zeitungen sind die ,wetterfahnen der ,zeit4 ,sonst gar nichts4 ,nichts mehr und nichts weniger4 ,die ,ntzlichkeit einer ,wetterfahne stellen wir dabei nicht in ,frage4 ,es scheint aber doch1 als ob die grten ,gedanken zu einer ,zeit geboren wurden1 da es noch keine ,zeitungen gab4 -- ,da nun der populre ,wind durch die ,aktivitt der ,spirituosenhndler entfacht1 nach ,prohibition blies1 so wandten sich die ,zeitungen mit4 ,tritt eine ,reaktion ein1 welche1 nebenbei gesagt1 unausbleiblich ist1 so werden die ,zeitungen diese untersttzen4 ,die wirtschaftlich und moralisch verderblichen ,spuren der ,prohibition machen sich schon allenthalben bemerkbar4 ,nicht nur im ,staate ,maine1 wo durch mehr als fnfzigjhriges ,bestehen der ,prohibition die ,gesetze des ,landes zu einer elenden1 lcherlichen ,farce geworden sind und von keinem ,menschen heilig gehalten1 sondern auf alle erdenkliche ,weise heimlich und ffentlich umgangen und bertreten werden1 sondern auch in den jngeren ,prohibitionsstaaten wird das ,ansehen des ,gesetzes und des gesetzgebenden ,krpers in den ,schmutz gezogen4 ,wie kommt es1 da die ,trunkenheit in den ,prohibitionsstaaten zugenommen hat1 seit man den ,einwohnern die ,gelegenheit zum ,trinken nahm8 -- ,die ,brger wissen sich schon ihren ,trunk zu verschaffen4 ,da sie dies aber wie die ,diebe bei ,nacht tun mssen1 ist eine ,schande4 ,es ist unglaublich1 wie erfindungsreich die bedauernswerten ,brger der trockenen ,staaten werden1 wenn es gilt1 ihren ,durst zu lschen4 -- ,die ,apotheken1 welche jetzt ,spirituosen als ,medizin verkaufen1 machen ,bombengeschfte1 denn die ,medizin darf in solchen ,fllen nur in ,literflaschen verkauft werden4 berall werden ,gesffe ausgeschnkt1 die man fr alkoholfrei erklrt1 und wenn man sie nher untersucht1 sind sie nichts als purer ,whisky oder ,bier1 manchmal eine geradezu gesundheitsschdliche ,mischung von allerhand scharfen ,flssigkeiten4 -- ,freunde und ,bekannte handeln frei ohne ,lizenz mit ,spirituosen untereinander4 ,die ,gesetzgebung und der ,staat ist machtlos4 ,sie kennen doch die genialen ,methoden1 die vor kurzem im ,staate ,georgia entdeckt wurden4 ,wer sich eine ,flasche ,whisky verschaffen wollte1 ging in ein ,hotel und verlangte ein ,zimmer4 ,je nach dem ,preise1 den er bezahlte1 fand der ,gast auf dem ,tische in seinem ,zimmer eine ,flasche1 welche den ersehnten ,trunk -- ,whisky1 ,wein1 ,bier1 oder was es gerade war1 enthielt4 ,diese ,flasche steckte der ,gast in sein ,kfferchen1 reiste sofort wieder ab1 und das ,zimmer wurde gleich darauf neu besetzt4 ,so kam es vor1 da ein und dasselbe ,zimmer oft hunderte ,male an einem ,tage besetzt wurde4 ,die ,trunkenheit nahm berhand1 das ,gesetz wurde ffentlich verhhnt4 -- ,ein eifriger1 leitender ,prohibitionist war hinter diese ,schliche gekommen und mietete sich auch einmal ein ,zimmer in einem ,hause1 wo er nicht bekannt war1 zwecks berfhrung des ,wirtes4 ,in der gewohnten ,weise eignete sich der ,fromme die verhngnisvolle ,flasche an1 um sie bei der ,anklage als ,korpusdelikti zu benutzen4 ,der ,wirt aber strengte ganz kaltbltig eine ,gegenklage wegen ,diebstahls gegen den eifrigen ,spirituosenfeind an1 der nicht das ,recht habe1 ,gegenstnde1 welche sich in ,hotelzimmern befinden1 daraus zu entwenden4 ,und unter allgemeinem ,gaudium und ,gegrle aus tausend feuchten ,kehlen wurde der rmste als ein gemeiner ,dieb verdonnert4 -- ,dem ,wirte konnte nicht nachgewiesen werden1 da er ,spirituosen verkaufte4 ,er ging frei aus4 ,solche ,komdien in verschiedenster ,art und ,weise kommen tglich vor4 ,es ist schon nicht mehr amsant1 es ist lcherlich4 -- ,man denke sich einen ,soldaten ohne ,bier oder ,wein6 -- ,in ,amerika1 wo bekanntlich alles mglich ist1 ist auch solch ein undenkbarer ,vaterlandsverteidiger mglich4 ,seit einigen ,jahren hat man smtliche ,kantinen in der amerikanischen ,armee abgeschafft4 ,das ,resultat ist1 da im ,februar #aiji ein ,armeebefehl erlassen wurde1 wonach alle ,flaschen1 ,behlter und ,gefe in der ,armee1 welche denaturierten ,spiritus enthalten1 mit der abschreckenden ,aufschrift ,gift versehen werden mssen1 da die ,soldaten in vielen ,fllen1 um ihren ,durst zu stillen1 zur ,spiritusflasche gegriffen hatten1 in dem guten ,glauben1 ,spiritus habe nur die wnschenswerten ,eigenschaften eines starken ,whiskys4 ,natrlich kamen viele ,erkrankungen und auch ,todesflle vor4 ,die ,prohibitionisten haben sich auch eine unpassende ,zeit zur ,purifikation des ,menschengeschlechtes gewhlt1 welche auf ,kosten vieler ,tausender von ehrlichen ,arbeitern stattfinden soll4 ,gerade zu unserer heutigen ,zeit1 wo ,arbeitsmangel und ,stellenlosigkeit in allen ,industrien berhand genommen hat1 gilt es1 alte ,industrien1 die seit ,jahrtausenden existieren1 nicht mehr zu zerstren1 als bisher schon durch die unabwendbare ,ebbe und ,flut der ,zeit geschehen ist1 sondern es gilt1 neue ,industrien ins ,leben zu rufen1 die den ,millionen von hungernden ,familien in allen zivilisierten ,lndern ,brot geben4 ,ich glaube nicht1 da das amerikanische ,volk der ,arbeiter sich mit der mutwilligen ,vergrerung seines an sich schon bedenklichen ,notstandes einverstanden erklren wird4 ,die direkten und indirekten konomischen ,verluste1 die die ,prohibition mit sich bringt1 sind ganz unberechenbar4 ,das ganze immense ,kapital der ,brauerei-1 ,destillations- und ,weinbauindustrien in ,amerika steht auf dem ,spiel2 zahllose1 davon abhngige ,industrien und ,gewerbe sind bedroht4 ,was wrde die ,landwirtschaft allein an ,hopfen1 ,gerste usw4 jhrlich verlieren6 ,im ,staate ,kentucky allein1 wo man gegenwrtig auf absolute ,abschaffung der ,spirituosen drngt1 steht ein ,kapital von #aib ,millionen ,dollars auf dem ,spiel1 welches durch den ,sieg der ,prohibition rettungslos verloren gehen wrde4 ,so hat die ,prohibition seit mehr als einem halben ,jahrhundert ihres ,bestehens genau das ,gegenteil von dem bewirkt1 was sie versprach4 ,sie hat weder die ,verbrechen vermindert1 noch die korrupten ,politiker vertrieben4 ,sie hat auch nicht die ,trunkenheit abgeschafft1 sondern dieselbe indirekt gefrdert4 ,sie hat die ,brger aber zu ,sklaven erniedrigt und auf die gemeinste ,stufe gestellt1 welche ein zivilisiertes ,volk einnehmen kann4 ,sie hat sie zur ,menschenfurcht und ,heuchelei gezwungen4 ,sie hat den ehrlichen ,brger1 der eines ,glases ,bier oder ,wein zu seiner ,erholung bedarf oder dessen nicht entbehren will1 zur berschreitung und ,miachtung der ,gesetze des ,landes veranlat4 ,jawohl1 ,herr ,bischof1 die ,kirchen des ,landes haben viel zur ,frderung der ,snden beigetragen4 ,aber darum will ich gerade die ,stellungnahme der rmisch-katholischen ,kirche zum ,trinkverbot lobend hervorheben4 ,seit ihren ersten ,zeiten hat diese ,kirche 7von einigen einzelnen ,fllen abgesehen7 einen vershnlichen ,standpunkt gegen die uralte ,frage eingenommen und nur ,migung anempfohlen4 ,das wirklich grozgige und weitsichtige ,urteil1 welches der wrdige ,reprsentant der katholischen ,kirche in ,amerika1 der ,kardinal ,gibbons1 ber die wachsende ,prohibition vor einigen ,jahren abgab1 verdient verewigt zu werden4 ,es hat seinerzeit dem ,kardinal volle ,anerkennung und ,beifall der vernnftigen ,welt zu beiden ,seiten des ,atlantiks eingebracht4 -- ,was aber war die ,folge8 -- ,sieg der ,dummheit der ,prohibition selbst in der ,dizese des ,kardinals4 ,die ,aussichten der ,anhnger des ,bacchus in ,amerika sind also vor der ,hand sehr trbe4 ,blinde1 ,enttuschte1 ,glcksritter1 ,neugierige1 ,ignoranten von europischer ,herkunft haben in unermelichen ,schwrmen die ,ksten ,amerikas bestiegen und sich bald wieder abgewandt1 als sie das ,gold nicht auf der ,strae liegen sahen4 ,diese ,leute haben es auf dem ,gewissen1 da ,amerika bei uns als ein entsetzlich nchternes ,land1 ohne ,inspiration1 ohne geistiges ,leben und ohne ,ideale1 weil nur auf ,gelderwerb bedacht1 verschrien ist4 -- ,aber ,amerika hat ,ideale4 ,der ,beweis fr das ,vorhandensein von ,idealen in kruder ,form ist die ,prohibition selber4 ,die junge ,riesennation mu ihre ,kmpfe1 mu ihre ,zweifel und ,torheiten der ,jugend durchmachen4 ,sie hat alle ,zeichen des jungen ,idealisten an sich4 ,sie torkelt von einer ,maxime in die andere4 ,der junge ,idealist wird alles ber den ,haufen werfen1 wenn es gilt1 seine ,ideale zu verfechten4 ,am nchsten ,tage wird er die teuer erworbenen ,ideale ablegen1 wie man einen ,rock ablegt1 der zu eng geworden ist 444 ,der ,rock mag noch schn und neu sein1 aber der ,jngling freut sich ber sein ,wachstum und holt sich einen passenden ,rock4 ,diese ,hutungen mu jeder ,mensch und folglich auch jede ,nation in ihrer ,jugend durchmachen4 ,eine der amsantesten amerikanischen ,jugendtorheiten ist der ,superlativ4 ,freilich1 fr uns ,europer etwas unangenehm1 ja widerlich4 ,manch alter ,griesgram mag im ,superlativ eine gefhrliche ,krankheit sehen1 aber wir1 die wir jung bleiben wollen1 wollen uns darber kstlich freuen6 ,die amerikanischen ,superlative sind bekannt3 das reichste1 das grte1 das hchste1 das schnellste1 das lngste in der ,welt4 ,so heit es1 wenn von irgend etwas die ,rede ist4 ,der ,amerikaner spricht im ,superlativ1 lebt1 schlft1 trumt darin3 er besitzt ihn1 sucht ihn1 verlangt ihn1 betet ihn an4 -- ,sein ,land hat ihn in ,ausdehnung1 in ,naturschnheit1 in natrlichem ,reichtum1 ja selbst im ,wetter und im ,klima4 ,so schafft sich das ,volk seinen ,superlativ im ,verkehrswesen1 im ,geschftsleben1 in der ,arbeit1 in ,gebuden1 im ,reichtum und in ,armut1 in ,religionen und ,lastern1 in ,bigotterien und ,gemtsroheiten1 in ,verbrechen und in ffentlichen ,wohltaten4 ,so wenden auch die ,prohibitionisten den ,superlativ in der ,anklage gegen ,bacchus und seine ,freuden an4 -- ,aber ,bacchus1 der ,milde1 wird dem jungen ,amerika verzeihen4 ,an der ,hand der ,geschichte wird er ,amerika leiten und ihm zeigen1 was er aus seinem ,feinde gemacht hat4 ,tausend ,jahre vor ,christi ,geburt tobte ein kaiserlicher ,sohn des ,himmlischen ,reiches der ,mitte gegen die ,macht des ,weines4 ,er lie alle ,weinstcke entwurzeln4 ,wo ist der ,kaiser jetzt8 ,tot1 sehr1 sehr lange tot4 ,die ,reben blhen noch immer4 ,so sehr tot ist die armselige1 bezopfte ,majestt1 da man schon gar nicht mehr wei1 welcher ,dynastie sie angehrte4 ,die ,reben blhen weiter4 ,tausend persische ,fakire und ,pfaffen grlten in der ,mitte des elften ,jahrhunderts die verderbliche ,macht des ,weines an4 ,als ,gegengabe schenkte uns ,persien zur selbigen ,zeit einen einzigen ,omar -- ,omar ,chajjam4 -- ,das ,lachen eines einzigen ,omars war tausendmal wuchtiger als das ,gezeter und ,geheul von tausend ,derwischen und ,priestern zusammen4 ,alle tausend ,schreihlse sind tot4 ,sehr1 sehr lange tot4 ,man kennt ihre ,namen gar nicht4 ,man hat sie nie gekannt4 ,und nie kennen wollen4 -- ,omar lebt weiter4 ,seine ,rubaiyat1 sein ,lachen macht heute noch alles ,gezeter stumm4 -- ,was ist aus ,indien1 dem uralten ,lande der ,wunder1 der tiefsten ,denker1 der jungfrulich herrlichen ,poesie geworden8 ,was ist ,arabien und die anderen ,lnder1 denen ,buddha und ,mohammed den ,wein verbot8 ,unzhlige ,beispiele wird ,bacchus bringen1 wo er seine ,gegner in die ,lcherlichkeit zog1 sie dem ,spott der ,welt preisgab4 ,er wird die ,dichter und ,denker aller ,zeiten und aller ,vlker kommen lassen1 um ,zeugnis fr ihn abzulegen4 ,sollte ihm dann noch die ,tr gewiesen werden1 so wird er sich nicht darob grmen4 ,dann wird er ruhig das ,land verlassen und es meiden4 ,und wo er auszieht1 da zieht orientalische ,apathie1 ,trgheit und ,lasterhaftigkeit ein und legt sich wie ein bser ,traum auf das ,gemt des ,volkes4 -- ,dann wird die ,statue der ,freiheit die grte ,lge und ,karikatur1 die jemals von den ,menschen errichtet wurde4 ,sie wird dann zum verlockenden ,aushngeschild an der ,tr zum ,despotismus des ,pbels1 der ,plutokratie1 der ,pfaffenwirtschaft und ,heuchelei4 ,ich wei1 der wirkliche ,amerikaner ist mit solchen ,zustnden nicht einverstanden4 ,was kann aber die vernnftige ,minderheit gegen die blinde ,mehrheit machen8 ,die ,heiligkeit des ,gesetzes darf nicht verletzt1 nicht in ,frage gestellt werden4 ,die ,heiligkeit des ,gesetzes hat nichts zu tun mit dem ,bldsinn1 den das ,gesetz oft vertritt1 frdert und beschtzt4 ,wenn ein ,unwrdiger die ,priesterweihe erhlt1 so ist nicht die ,weihe entehrt1 sondern der ,unwrdige selber4 ,wenn das ,gesetz einen ,bldsinn sanktioniert1 so ist nicht das ,gesetz anzugreifen1 sondern der ,bldsinn4 ,ein ,untertan1 geschmckt mit dem ,purpur und den ,regalien des ,knigs1 darf sich hchstens in einer komischen ,oper sehen lassen4 ,wenn er sich aber ernst nimmt1 so kann man ihn mit gutem ,gewissen fr geistesgestrt halten und ihn einsperren4 ,so kann man auch den ,bldsinn in das wrdige ,gewand des ,gesetzes kleiden1 aber er wird immer ein ,bldsinn bleiben4 ,da er so in monumentalster ,weise angebetet wird1 da ,millionen und ,abermillionen vor ihm auf die ,knie sinken1 ndert gleichfalls nichts an der ,tatsache1 da er ein ,bldsinn ist4 ,mit der ,autoritt der ,stimmenmehrheit war es von jeher1 berall und zu allen ,zeiten eine eigenartige ,sache4 ,in einem ,schwarm von ,spatzen hat eine ,nachtigall nichts zu sagen4 ,wer unter den ,wlfen ist1 mu mit ihnen heulen4 ,in ,rom tut man1 was die ,rmer tun4 ,und in ,amerika bei der bermacht der ,prohibitionisten mu man tun1 was diese ,leute tun3 nmlich im geheimen trinken oder ,kokain nehmen und fromm drein schauen4 ,aber die ,heiligkeit des ,gesetzes ist unantastbar4 -- ,bevor ich mich aber hiermit einverstanden erklrte1 wrde ich mich betrbt von ,amerika abwenden und das schne groe ,land betrauern1 das dem ,schicksale ,indiens und ,arabiens entgegengehen soll4 ,ich wrde mich nicht wohl fhlen in einem ,lande1 wo man sich an einem toten ,sonntage ,inspiration aus ,gefrorenem und ,limonaden mit ,strohhalmen in die den1 mden ,schdel einsaugt und sich einen ,sodawasserenthusiasmus antrinkt1 damit man wieder mutig den ,strmen des mhevollen ,lebens am ,montag entgegentreten kann4 ,nein1 wenn ich an der ,tafel und beim ,wein sitze1 dann fhle ich ,erdgeborener mich den ewigen ,gttern gleich und will nichts1 aber auch absolut gar nichts verachten und entbehren1 das die schne ,erde mir bietet1 wenn ich es haben und in schner ,freude genieen kann4 -- ,und mein ,kellner ist dann mein ,ganymedes1 und mag er noch so verzweifelt irdisch drein- und ausschauen4 ,dann will ich seine und die eigene ,weltlichkeit vergessen4 -- ,aber vierzig ,millionen ,menschen ohne einen ,tropfen ,wein6 -- ,ein schallendes1 anakreontisches ,gelchter dafr6 -- -- ,nun1 ,herr ,bischof8 -- -- ,so68 -- ,hm 444 ,warum ich nicht lache1 warum ich pltzlich so ernst dreinschaue8 -- ,eingesehen8 -- ,nein1 gar nichts habe ich eingesehen6 ,aber hr' mich an1 alter ,freund6 -- ,ich habe dir noch etwas zu sagen4 -- ,du zitterst6 -- --6 -- ,ja -- du tust mir leid6 -- -- ,bitte1 la mich reden6 ,nur noch ein paar vernnftige ,worte will ich zu dir sprechen3 -- -- ,bitte1 la mich reden1 sag' ich6 ,nimm doch noch einmal deine frhere ,vernunft zusammen4 ,und dann will ich dich hren1 was du zu sagen hast4 -- ,also du behauptest1 das ,ausschnken von ,spirituosen hat einen verderblichen ,einflu auf das ,seelenleben des ,kellners6 -- ,mein ,kellner macht sich zum ,mitschuldigen an meinen ,snden1 am ,untergang der ,sufer und der ,schlemmer6 -- ,das sagst du mir68 ,nun hre1 was ich dir zu sagen habe3 ,mgen fromme ,menschen1 die sich um das ,seelenheil anderer bemhen1 ihrem lieben ,herrgott danken1 da sie nicht so sind wie der ,kellner1 der seine ,krfte in die ,dienste des entsetzlichen ,dmons ,alkohol stellt2 mgen die frommen ,leute ihm sein ,brot abnehmen2 mgen sie ihn in ,grund und ,boden verdammen1 ber diesen ,fluch1 ber sein ,unglck hilft die ,philosophie den freundlichen ,ganymed hinweg4 ,mu der ,soldat nicht1 durch die ,umstnde gezwungen1 ,menschen tten1 die er niemals zuvor gesehen hat1 ,menschen1 die ihm nicht das geringste ,leid zugefgt haben8 -- ,und je mehr er von diesen unschuldigen ,menschen abmordet1 um so ein besserer ,soldat ist er6 -- ,man wird mir doch nicht sagen wollen1 da ein ,soldat mit ,freude1 ,mut und ,tapferkeit zur ,schlacht auszieht6 ,ein solcher ,soldat wre doch eine wahre ,bestie4 -- ,nein1 es ist die ,furcht und der ,fluch der ,notwendigkeit1 welche die ,kugeln aus den ,lufen heraustreibt4 ,es ist die selbstgemachte ,notwendigkeit1 welche die ,menschheit zu solcher ,sklaverei erniedrigt1 die ,notwendigkeit1 welche dich und mich und auch den ,kellner macht4 ,darum1 je mehr ,alkohol der ,kellner verkauft1 um so ein besserer ,kellner ist er und folglich ein um so besseres ,mitglied der menschlichen ,gesellschaft4 -- ,welch eine ,jammergestalt von einem ,soldaten1 der in die ,luft schiet aus ,furcht1 er knnte dem unschuldigen ,menschen1 den er abmurksen soll1 ein ,leid zufgen4 ,welch ein miserabler ,kellner1 der nicht einschenkt aus ,furcht um das ,seelenheil des ,gastes6 ,darum drauf los1 ihr ,jnglinge1 die ihr ,soldaten und ,kellner spielen mt6 ,lat die ,gewehre und die ,pfropfen knallen1 was das ,zeug halten kann6 ,macht so viele ,feindes- und ,bierleichen1 wie ihr knnt6 ,dann habt ihr eure ,pflicht getan6 -- ,darum drauf los1 ihr ,schriftsteller und ,theologen1 ihr ,knstler und ,juristen1 drauf los alle ihr1 die ihr im ,namen unserer ,zivilisation lgen1 betrgen1 heucheln1 schn tun1 rauben1 morden1 stehlen1 plndern1 faulenzen1 euch wegwerfen mt6 ,und wer mte es nicht unter euch zivilisierten ,menschen68 -- ,selbst der ,unschuldigste unter euch1 der ,rentier1 sndigt4 ,er faulenzt auf ,kosten des ,gemeinwohls4 ,wer unter euch frei von ,schuld ist1 der mag einen ,stein aufheben und die ,flasche in des ,kellners ,hand zertrmmern6 ,die ,sauferei und ,schlemmerei verabscheuen die guten ,kellner und ,wirte ebensosehr wie ihre ,antipoden1 die ,prohibitionisten4 ,vielleicht noch etwas mehr als diese4 -- ,denn sie sind es1 die den ,schmutz wegrumen mssen2 sie sind es1 die die ,schlemmer in ihrer tiefsten ,erniedrigung sehen4 ,diese sehen sich nicht selber4 ,sie schlafen den tiefen1 traumlosen ,schlaf1 den die ,erinnyen bewachen4 -- ,niemand wei besser1 was ,trunkenheit ist1 als der ,kellner1 niemand wei besser1 was der ,tod ist1 als die ,totengrber4 ,wer es nicht glaubt1 befrage ,shakespeare4 ,wenn die ,menschen aus allem1 was sie sehen1 ,lehren fr sich und ihr ,leben zgen1 so stnde vieles besser um sie4 ,wenn die ,kellner dies tten1 so wrde aus ihnen ein gewaltiges ,geschlecht entstehen1 wie die ,welt noch keines gekannt hat1 dagegen sich die grten ,satyriker als armselige ,klffer verkriechen mten4 ,sie wrden strker und machtvoller werden als die biblischen ,propheten1 die beim ,anblick eines versumpften ,volkes nichts als weinen oder schlechtes ,wetter prophezeien konnten4 ,jerusalem1 ,babylon1 ,ninive1 wieviel ,gutes mt ihr noch in euch geborgen haben1 da man noch ,lamentationen und ,trnen an euch verschwendete6 -- ,es werden aber diejenigen kommen1 die nicht predigen1 nicht weinen und nicht prophezeien1 sondern nur schauen1 mit kalten1 ruhigen ,augen schauen1 darinnen alles ,mitleid erstarrt ist1 starke ,geister1 die das ,gift den ,schwchlingen reichen und den ,trunkenen zuflstern3 ,trinkt1 trinkt und lebt euch tot6 -- ,wir wollen allein sein6 ,uns gehrt die ,erde und das ,leben1 uns1 den ,gesunden und ,starken6 -- ,und allmhlich wird die ,macht der ,erde in die ,hnde dieser kalten1 starken ,menschen bergehen1 sie werden die ,herrscher und die ,selbstbeherrscher sein4 ,ich nenne das soziale ,chirurgie und ,okulation des ,baumes des ,lebens4 ,die ,menschen haben aber noch immer nicht sehen gelernt4 ,und da die ,kellner eben auch nicht mehr als ,menschen von heute sind1 so tun sie eben auch nicht mehr als andere ,menschen tun und ziehen keine ,lehren fr sich aus dem ,leben der anderen4 ,so geht der ganze ,wert des ,bsen an ihnen verloren4 ,und er verwandelt sich1 wie immer1 zur bsen ,macht1 die sich auf alle ausnahmslos erstreckt4 ,darum schmhe nicht1 mein ,freund6 ,frchte dich1 ekle dich aber auch nicht vor dem ,laster4 ,schau ihm kalt und ruhig in das triefende ,auge1 wie ein ,arzt die eiternde ,wunde betrachtet4 ,und es wird scheu vor dir zurckweichen4 ,denn selbst das ,laster hat seine ,scham1 wenn es sich durchschaut fhlt4 ,dann wird es zusammenschrumpfen wie eine leere1 elende ,bagatelle1 der du einen ,futritt versetzest4 ,das schleimige ,lcheln in seinem ,gesichte wird zu hoffnungsloser ,traurigkeit erstarren1 erfrieren2 es wird nicht wagen1 um ,vergebung zu winseln oder dich berhren4 ,es wird von dir lassen1 denn es hlt dich fr einen ,gott oder einen ,teufel1 und keinen von beiden liebt es4 ,nur unter den erdgeborenen ,menschen sucht es seine ,opfer4 ,ein wildes ,tier ist's1 das du im ,auge behalten mut1 greifst du es an1 frchtest du dich oder kehrst du ihm den ,rcken1 so springt es auf dich4 ,bedenke3 ,jeder ,angriff1 jede ,abwehr ist ein ,zeichen von ,hochachtung4 ,nicht ,furcht soll dich stark machen6 ,keine ,gottesfurcht soll dich verhrten1 keine ,menschenfurcht soll dich zum ,feigling erniedrigen1 soll dich vom ,laster fernhalten4 ,du sollst in das ,laster hineingehen1 um aus ihm wieder hervorzugehen4 ,die ,furcht vor dir selber allein soll dich reinigen und auferstehen lassen1 ,phnix6 -- ,und la nie deine ,wangen um das ,heil anderer bleichen4 ,wo es sein mu1 da schau ruhig der ,vernichtung zu4 ,la zugrunde gehen1 was dazu bestimmt ist4 ,denn du verschwendest dich1 wenn du einen ,finger rhrst1 zu helfen4 ,es gibt groe1 bermenschliche ,mchte1 die nichts zugrunde gehen lassen4 ,du hast nicht das ,recht1 einzugreifen in fremde ,seelenwelten4 ,la jede ,welt ihrem ,frhling und ihrem ,winter entgegengehen4 -- ,darum verdamme nicht zu schnell2 es mchte dich vielleicht spter reuen4 ,nicht nur der ,kellner wird verfhrt und berauscht von dem wogenden ,getriebe des ,lebens4 ,es liegt in der menschlichen ,natur1 von der ,menge und dem ,geiste der ,zeit mitgerissen zu werden4 ,niemand von uns kann sich ganz von diesen ,fesseln befreien4 ,das einzelne ,individuum ist machtlos4 ,nur der ganz ,starke1 der ,seher1 der die ,schalheit1 das ,hohle des vorbergehenden ,treibens erkennt und der ruhig verachtet1 was sich ihm aufdrngt1 weil er genug mit sich selber zu schaffen hat1 wird bleiben4 ,alle anderen verschwinden halt- und rettungslos im groen ,strudel des ,daseins4 ,hier treiben sie hin und her1 bis sie untergehen4 ,hier erstickt das moderne ,fatzkentum1 hinter dessen hohlem ,lachen und berlegenheit sich eine erschtternde ,tragik verbirgt1 welche die ,schwester der ,nacht1 der ,dummheit ist4 ,hier wanken die ,trunkenbolde1 nicht voll vom ,weine des ,lebens1 sondern trunken vom billigen ,fusel der ,gemeinheit1 grausige ,flche lallend4 ,hier sammeln sich die mden ,veteranen1 zerlumpt1 krppelig1 die ,geschlagenen1 die ,entlaufenen1 die ,betrogenen2 krank1 gebrochen1 elend1 dmmern sie in der ,sonne dahin4 ,die ,schlottergestalten1 ,skelette1 ,galgenvgel1 faule ,schwmme1 ,zerrbilder ,gottes1 ,tuberkulsen1 die aschigen ,kinder des ,rinnsteins1 grauenhaften ,nachtschatten der ,grostadt1 stotternd1 zitternd1 vagen ,zielen zustrebend1 die ,bacchanten der ,gosse1 grauhaarige ,vagranten1 vibrierend nach ,schmutz1 sich ins eigene ,elend whlend1 im ,genu der eigenen ,gerche zitternd1 die grimmen ,masken herzzerreiender ,komdien1 die nchtigen ,kloakengeschpfe einer lcherlichen ,tragdie1 die ,halbgebildeten1 die ,halbwissenden1 welche die ,wonnen des ,lebens kennen1 ohne ,gewalt darber zu haben1 die ,ohnmchtigen1 die ,verzweifelten4 ,mde1 schlfrig brechen sie zusammen1 bis der ,futritt des ,polizisten sie weckt4 -- ,und drauen1 freudig1 da es ,platz gibt1 schieben sich die jungen ,kolonnen mit ,jubelgeschrei vor in die ,gefechtslinie4 ,immer neu werden die ,lcken von den nie endenwollenden ,reserven gefllt2 immer neu schlrft sie der unersttliche ,rachen hinunter1 immer neu speit er sie wieder aus1 und geschlagen1 verwundet1 gebrochen1 befleckt kriechen die ,gestalten aus dem ,feuer in die ,dunkelheit4 ,die ,parkbankgarnitur6 ,die ,leierkastenkomdianten6 ,die ,zierden der ,stadt6 ,die ,trophen der ,zivilisation6 ,preise des ,lebens6 berproduzierte -- ,unterentwickelte -- ,lemuren -- ,halbmenschen -- quoi6 -- ,und die ,tragikomdie des ,kellnerlebens besteht in diesem einen ,gedanken3 ,es ist nichts ,groes1 ,gewaltiges1 das den ,kellner bedroht und oft zermalmt4 ,kein ,grubenunglck1 keine ,dampfkesselexplosionen1 keine tobende ,see1 kein brllendes ,feuer4 ,das ,lcherliche1 ,oberflchliche1 die ,bagatelle1 die ,halbeleganz1 die ,halbbildung1 das alles bemchtigt sich seiner ,gestalt1 sucht sich darin zu verkrpern1 darin zu leben4 ,die ,mhle der ,kleinigkeit reibt ihn langsam auf1 die ,mhle unseres modernen ,lebens4 ,sie zerkleinert die hehren ,schmerzen der ,menschenbrust langsam1 damit das1 was wir anfangs fr einen heiligen ,funken gttlicher ,gewalt hielten1 morgen zu einem lcherlichen ,quark wird4 ,dies1 dnkt mich1 ist schlimmer und gefhrlicher1 als in ,kohlenbergwerken sich die ,lungen mit ,staub anzufllen oder in ,bleifabriken giftige ,gase einzuatmen4 ,was bedeutet es1 wenn die ,arbeiter der ,bergwerke1 der ,bahnen1 ,schiffe1 der ,stahlwerke und ,hochfen zu ,tausenden verunglcken86 -- ,diese ,mnner sterben auf ihrem ,posten einen ,heldentod4 ,harte ,arbeit und bestndige ,lebensgefahr mgen ihre ,krper bedrohen und beugen1 ihre ,seelen aber werden stark dabei1 bleiben aufrecht und trotzig4 -- ,mag der ,lungendurchschnitt eines ,bergarbeiters schwarz sein1 sein ,geistesdurchschnitt ist rein und gesund4 ,und bricht ein ,unglck ber sie herein1 so scheiden sie aus dieser ,welt als ,mnner1 als ,kmpfer1 als gefallene ,soldaten auf den groen ,schlachtfeldern unserer ,industrien4 -- ,ein schner ,tod6 ,wie anders ist aber das ,leben unseres ,kellners6 ,und wieviel schrecklicher ist sein ,los6 ,welche ,krfte mu er aufbieten1 um aus dem ,wuste unserer ,zivilisation einen rechten ,lebensweg zu finden6 ,fehlen diese ,krfte1 so wird sein junges ,gemt langsam1 sehr langsam zermahlen und vergiftet1 angesteckt von unheilbaren ,leiden4 ,wenn der ,kellner nicht solch wundervolle ,gelegenheit htte1 das groe ,leben1 die herrliche ,natur1 die ,wunder der ,schpfung zu sehen1 dann mte er wirklich verzweifeln4 ,aber die kaleidoskopische ,abwechslung von gttlichen ,bildern erhlt ihn unbewut aufrecht4 ,unwillkrlich lt er alles auf sich einwirken4 ,willenlos lt er sich tragen4 ,denn ,kokotten1 ,kurtisanen1 geschminkte ,weiber sein ,lebtag lang sehen mssen1 immer und ewig dieselben1 abgestandenen ,phrasen anhren mssen1 immer wieder dasselbe1 freche1 mde1 stinkende ,lcheln1 die schnffelnde ,lsternheit1 die sogenannte ,lebensfreude ansehen zu mssen1 das mu in seiner ,art auf die ,dauer noch langweiliger werden als eine ,anstellung bei der ,regierung4 ,man mu ein eingefleischter ,satan oder eine stupide ,zuhlternatur sein1 um ein solches ,los ertragen zu knnen4 -- -- ,aber das ,leben hat den ,kellner geschtzt4 ,es liebt ihn4 ,es lchelt ihm1 lockt ihn hinaus1 wenn ,gefahr droht4 ,darum wandert er auch so viel4 ,darum treibt's ihn von ,ort zu ,ort1 von ,land zu ,land4 ,eine ,hoffnung ersetzt die andere4 ,keine erfllt sich vielleicht4 ,aber sein ,herz bleibt wunderbar jung4 ,heute sieht er ,laster1 wird verfhrt1 strzt sich hinein1 um ,ekel vor sich selber und seinem ,leben daraus zu schpfen1 morgen hlt ihn wieder eine blhende ,landschaft1 eine neue ,hoffnung1 die ,freude an einer neuen ,reise1 vor der ,selbstverachtung und ,selbstvernichtung zurck4 ,er kann nicht verzweifeln2 er bleibt jung4 ,mgen auch die ,musik1 die parfmierte ,atmosphre1 der ,glanz1 der ,geruch und die ,hitze der ,kche1 das ,strahlen der ,lichter1 die krperlichen ,anstrengungen1 der rger1 der ,ha gegen den ,reichtum1 die ,dienerei1 die ,verachtung seiner ,person1 das ,trinkgeld1 mag alles auf ihn einstrmen und sich wild in seinem ,herzen festkrallen und es aussaugen1 -- der ,kellner bleibt jung4 ,so entwickelt sich aus ihm der heimatlose1 unstete ,wanderer1 der gott- und freundlose1 gut- und blutarme ,mensch1 der er heute ist4 -- ,die schnsten ,krfte seiner ,jugend gibt er dahin1 ohne an sich zu denken4 ,wem gibt er sie8 ,sich selber8 -- ,nein6 ,den anderen ,menschen8 ,nein6 -- ,sie werden zersplittert1 entkrftigt1 zermalmt in der groen unmenschlichen ,mhle unserer ,zivilisation4 ,es gibt das berhmte ,dngermehl fr knftige ,kulturen4 ,bei einem solchen ,anblick sollte selbst das ,gesicht eines ,gottes zu ,marmor erstarren4 ,aber das ,gesicht des ,lebens mit seiner ganzen ,inkonsequenz lacht1 lacht1 whrend seine ,tatzen die ,herzen zerreien4 ,die groen1 entsetzlichen ,kontraste1 das grausam1 willkrlich zusammengewrfelte ,gemisch von ,schwarz und ,wei1 ,gelb und ,rot1 ungeordnet1 verwahrlost1 verwitternd1 reizt nur den ,knstler1 den ,fleiigen4 ,der ,mensch aber1 der darin nicht umkommt1 ist ein ,knstler4 ,er fhlt sich glcklich in dem groen ,haufen von ,sand und ,mrtel1 bunten ,steinchen1 ,glsern1 ,scherben und ,splittern1 die in allen ,farben leuchten vom reinsten ,golde bis zum giftigsten ,grn4 ,wo aber ist der ,meister1 der diese ,stckchen1 die ,fragmente zu einem herrlichen ,mosaik1 zu einem gewaltigen ,gedichte zusammensetzt8 -- ,er ist noch nicht geboren4 -- ,aber darf man sich nicht schon glcklich schtzen1 wenn man aus der ,ferne1 mit den ,augen eines ,schpfers verschwommene ,konturen einer erhabenen ,komposition erkennen kann1 die aus dem ,material entstehen knnte und entstehen mu8 -- -- -- -- ,aber die ,lasterhaftigkeit bleibt doch so ziemlich das ,zuverlssigste in der menschlichen ,natur4 ,in den allerschlimmsten ,fllen kann man fast immer mit ihr rechnen4 ,ja1 leider6 ,so ist's6 ,was ntzen die schnen ,exkursionen ins ,blaue6 -- ,und ich habe mir auch sagen lassen1 da ,bibelgesellschaften in ,amerika sogar versuchen1 ,freiexemplare der ,heiligen ,schrift in den ,hotelzimmern aufzulegen1 um damit auf das ,seelenheil der ,gste einen wohlttigen ,einflu auszuben4 ,schn6 ,indessen glaube ich nicht1 mein ,freund1 da sich trugsinnende ,makler dadurch von ihrem bsen ,vorhaben abhalten oder in ihren ,kalkulationen beirren lassen4 -- ,nein1 das ,selbstbewutsein unseres inneren ,menschen ist unsere einzige ,rettung4 -- -- ,ich bezweifle auch sehr1 da etwaige entlaufene1 legitim vielleicht nicht zusammengehrige ,prchen1 die1 nachdem sie es auf oft ganz wunderbare ,weise zustande gebracht haben1 den sphenden ,augen des gestrengen ,detektivkorps eines groen ,hotels zu entschlpfen1 unter der schtzenden ,flagge des heiligen ,ehestandes den sicheren ,hafen eines molligen ,appartements erreicht haben1 sich durch den pltzlichen unerwarteten ,anblick der ernsten ,bibel zu einer schleunigen ,umkehr und ,bue mit ,reue und ,leid veranlat fhlen oder sich gar nur zu einem flchtigen ,stogebet ermahnen lassen1 bevor sie sich in die ,versuchung begeben1 wirklich ,mann und ,frau zu sein4 -- ,mein ,freund1 ich bezweifle es4 ,aber du wirst jedenfalls auch hier wieder den ,wirt verantwortlich machen wollen fr anderer ,leute ,snden1 wie du eine ,eisenbahn oder eine ,schiffahrtsgesellschaft verdammen wirst1 weil sie den ,halunken und ,verbrechern ,mittel bieten1 sich der ,gerechtigkeit zu entziehen4 -- ,oh1 all der bittere ,hohn1 mit dem uns das bse ,leben berschttet6 -- ,wenn wir doch nur das ,geld sparen knnten1 das wir durch unsere ,dummheiten verschwenden6 -- ,die ,qualen der blutenden ,herzen1 ja selbst die ,lcherlichkeiten1 denen wir uns aussetzen1 lieen sich dann leicht ertragen4 -- ,wenn ihn also eine feine ,dame beauftragt1 ,whisky oder ,cocktail in einem zierlichen ,teetpfchen und dnnen1 unschuldigen1 goldumrnderten ,porzellanschlchen zu servieren1 so mag ein unbeholfener ,kellner wohl heimlich grinsen und sich darber lustig machen1 ein wirklicher1 tchtiger ,kellner aber wird den ,auftrag ausfhren1 ohne mit einer ,wimper zu zucken4 ,es wird nur eine grenzenlose1 stille1 tiefe ,verachtung in seinem ,herzen aufkeimen fr die ,feigheit und die ,heuchelei der ,menschen1 welche ,furcht vor sich und ihresgleichen haben1 die ,menschenfurcht1 die gemeinste1 die hndischste aller ,furchtgefhle4 ,und es wird eine ganz stille1 tiefe1 heilige ,verachtung sein1 die es gar nicht mehr liebt1 sich zu zeigen4 ,sie wird nicht mehr versuchen wollen zu spotten1 denn der ,sptter verdirbt doch viel1 statt zu bessern1 und sein ohnmchtiges ,gelchter kehrt unverrichteter ,sache an sein eigenes ,ohr zurck4 ,und das tut weh4 -- ,selbst das ,gelchter der ,gtter ber die ,torheiten der ,sterblichen ist nicht das ,hchste4 ,die ,ewigen knnen auch ,blitze schleudern oder tief1 ganz tief wie das spiegelglatte1 unergrndliche ,meer schweigen4 ,ein ,mensch1 der dies empfindet1 steht hoch ber allem ,schmutze1 mit dem ihn das ,leben umgibt1 und er selber wird keiner schmutzigen ,tat fhig sein4 ,ja1 der ,schmutz1 den seine ,hand berhrt1 wird verklrt4 -- ,gelehrte und gewissenhafte ,menschen mgen ihm vorwerfen1 da man unter keinen ,umstnden eine ,tat begehen darf1 die er mit seinem ,gewissen nicht vereinbaren knnte4 ,aber was ist denn das ,gewissen8 -- ,wachse ich nicht8 ,wechsele ich mich nicht wie das ,licht des ,tages8 -- ,wer sagt mir1 da mir morgen noch gelten wird1 was ich heute denke8 -- ,und eine ,notwendigkeit1 die bis zur ,neige auszutrinken uns das ,leben zwingt1 ist ein mchtigerer ,befehl als das heutige ,gewissen4 ,nein1 ,freund1 nur das ,bewutsein unseres inneren ,menschen ist unsere einzige ,rettung6 ,das robuste1 gesunde ,selbstbewutsein mit der ,verantwortlichkeit fr sich selbst4 ,ein solches ,gewissen wnsche ich jedem meiner ,zeitgenossen1 den unser heutiges ,leben in einen wilden ,kampf um ein ,stck ,butterbrot oder noch weniger stt1 den es zwingt1 nach seiner ,flte den ,totentanz zu tanzen1 bis die ,krfte versagen4 -- ,den ,zeitgenossen wnsche ich dies4 ,denen1 die da kommen werden1 brauchen wir es nicht zu wnschen1 denn dann werden ,mnner mit starken ,seelen ,reiche des ,friedens geschaffen haben1 darber der junge ,tag jedesmal mit einem ,jauchzeschrei aufgehen wird4 ,totenfeier und ,glockenklang wird uns dann gelten1 reine ,trnen werden fr uns1 die toten1 schuldigen ,kmpfer flieen4 ,denn wir waren es1 die ihnen die ,pfade mit mhsamen ,schritten geglttet haben4 -- ,nun1 ,freund1 rede6 -- ,ich will dir gerne lauschen4 -- ,freund meiner ,jugend6 -- ich flehe dich an1 rede6 -- -- ,nun8 -- ,hm -- hast du -- -- haben ,sie nichts mehr zu sagen86 -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- ,gute ,nacht1 ,herr ,bischof -- -- angenehme ,ruhe 444 ,,viii4 ,kellner1 meine ,gste lassen heute aber lange auf sich warten4 -- ,so1 ,sie sahen den ,herrn ,doktor ausgehen8 -- ,hm1 dachte mir schon1 da er nicht kommen wrde4 ,und die anderen ,herrschaften8 -- ,abgereist8 -- ,wer8 -- ,der ,herr ,bischof8 ,davon hat er mir doch gar nichts gesagt6 -- ,na1 und der ,herr ,professor lt sich entschuldigen6 -- ,der ,herr ,kommerzienrat hat pltzlich wichtige ,geschfte zu erledigen6 -- ,die ,damen sind unwohl6 ,hurra6 ,die ,musik spielt heute auch nicht hier4 ,der ,saal ist schwach besetzt6 -- ,groartig6 -- ,ein wahrer ,glckstag4 -- ,na1 ,kellner1 dann bringen ,sie mir aber mal was ,gutes zum ,essen4 ,heute werde ich meine ,mahlzeit mit ,andacht einnehmen knnen2 heute werde ich doch verstehen knnen1 was ich esse4 -- ,was8 -- ,canap de ,caviar la ,romanoff86 -- ,nein1 danke1 heute nicht4 -- ,als ,horsd'uvre einen eingemachten ,hering4 ,ich habe 'nen ,katzenjammer4 ,darauf einen ,teller gute ,fleischbrhe1 einen saftigen ,rostbraten mit hausgemachten ,nudeln4 ,die ,nudeln mit ein klein wenig ,muskatblte und recht viel geriebenen ,kse4 ,und eine ,flasche ,bier4 ,ah1 das wird munden6 -- -- brigens mu ich ,ihnen mein ,kompliment machen1 junger ,mann4 ,sie verstehen ,ihr ,geschft4 ,und das ist keine ,kleinigkeit6 ,sie haben mich und meine ,gste whrend meines ,aufenthalts ausgezeichnet gut bedient4 ,meine ,diners waren fehlerlos1 ein ,gegenstand des ,neides fr meine ,rivalen4 ,ich habe nicht zu warten1 mich kein einziges ,mal umzusehen brauchen4 ,alles kam von selber4 ,alles war einfach perfekt4 -- ,hier1 darf ich ,ihnen daher diese ,kleinigkeit fr ,ihre ,mhen und 4448 -- ,wie8 ,sie nehmen kein ,trinkgeld68 -- ,oder wollen ,sie mich gar beleidigen8 -- ,sind zwanzig ,mark fr acht ,diners nicht genug8 -- ,wie8 berreichlich1 und doch wollen ,sie es nicht annehmen6 ,dann halten ,sie mich also fr einen ,kollegen8 -- ,auch nicht8 -- ,sonderbar6 ,von mir nehmen ,sie kein ,trinkgeld --86 -- ,warum gerade von mir nicht und doch von den anderen ,gsten8 -- ,mein ,geld ist doch genau so gut wie das der anderen und vielleicht weniger befleckt 444 nun1 was ist es denn6 ,so sprechen ,sie sich doch aus6 -- -- -- ,ja1 ja1 gewi1 ich nehme ,anteil an ,ihrem ,lose1 ich nehme ,anteil an jedem menschlichen ,lose4 -- ,aber woher wissen ,sie denn das8 -- ,aha6 ,sie haben auf meine ,reden mit meinen ,gsten gehorcht6 -- ,welch ein ,wunder6 ,der ,mensch horcht und bedient gut zur gleichen ,zeit6 -- ,aber ein ,kellner soll nicht horchen4 -- ,ein guter ,kellner tut das berhaupt nicht6 ,das wissen ,sie so genau wie ich4 -- ,wirklich1 ich habe mich in ,ihnen getuscht6 ,ich htte ,sie fr einen besseren ,mann gehalten6 -- ,was8 ,sie konnten beim besten ,willen nicht widerstehen8 -- ,na1 diesmal soll ,ihnen noch verziehen werden6 -- -- ,aber das ist interessant6 ,ich soll etwas fr ,sie tun86 -- ,ja1 mein lieber1 junger ,freund1 ,trinkgeld nehmen ,sie nicht von mir an6 -- ,was soll ich denn sonst noch fr ,sie tun8 -- ,ich habe ,ihnen doch bereits ein gutes ,zeugnis ausgestellt4 -- ,wollen ,sie ,ihr ,lob noch einmal vor dem ,prinzipal ausposaunt hren8 -- ,nicht8 -- ,dann knnte ich ,sie hchstens noch als meinen ,haushofmeister engagieren2 aber mein ,chteau ist erst im ,bau begriffen1 und es wird noch lange1 sehr lange dauern1 bis es fertig 444 ,na1 jedenfalls geben ,sie mir ,ihre ,adresse 444 ich will sehen1 was 444 ,wie8 -- ,nicht fr ,sie persnlich1 sagen ,sie6 ,aber fr wen denn sonst8 -- ,den ,stand8 -- ,ich soll etwas fr den ,kellnerstand im allgemeinen tun6 -- ,sie meinen1 seine soziale ,lage verbessern1 das ,ansehen heben 4448 ,aber wie kommen ,sie denn auf eine solche ,idee8 ,wie soll ich denn das anfangen68 -- ,bcher darber schreiben6 -- ,bah1 welchen ,zweck sollten solche ,bcher haben68 -- ,bei der heutigen ,flut von ,bchern 444 haben ,sie eine ,ahnung8 -- ,niemand wrde ,bcher ber die ,kellner lesen4 ,die ,kellner selber wrden sie nicht einmal beachten6 -- ,wenn die freie ,zeit haben1 liegen sie auf dem ,turf4 ,wenn ohne ,stellung1 treiben sie sich in den dumpfen ,schnapslokalen der ,stellenvermittler herum4 ,sie haben keine ,zeit1 ,bcher zu lesen und sich um ihr ,los zu kmmern4 -- ,nein1 mein junger ,freund4 ,die ,kellner allein haben ihr ,schicksal in der ,hand6 ,sie und niemand anders auf der ,welt kann es bessern1 kann ihnen helfen6 -- ,sehen ,sie denn nicht1 niemand bekmmert sich um ,ihr ,los6 -- ,der ,bischof1 gegen den ich gestern ,ihren ,stand verteidigt habe1 reist heute ab4 ,der ,soziologe1 dem ich die ,ohren voll gepredigt habe1 lt sich entschuldigen4 ,der ,herr ,doktor strahlt durch ,abwesenheit4 ,der ,groindustrielle ist jedenfalls so von der ,verwerflichkeit des ,trinkgeldes berzeugt worden1 da er in ,zukunft keins mehr geben wird4 -- ,die ,damen1 oh -- ,ihre schlimmsten ,plagegeister -- -- ,sie sehen ja selber1 wie es mir ergeht6 ,ich bin in argen ,mikredit geraten6 -- -- ,nein1 mein ,freund1 ,ihr ,schicksal mssen ,sie selber ausfechten4 ,die ,zeit wird kommen1 wo die ,kellner gut organisiert und menschenwrdig fr ihre ,arbeit bezahlt sind4 ,dann wird ,ihr ,stand von selber angesehen sein4 ,wenn alle ,vorurteile beseitigt1 alle belstnde und ,schden ,ihres ,standes im ,laufe der ,zeit kuriert sein werden1 wenn die ,zustnde1 die heute noch als primitiv und engherzig ,ihr ,leben unertrglich machen1 verbessert worden sind1 dann fallen die meisten ,mglichkeiten zu ,konflikten in ,ihrem ,geschfte wie im geistigen ,leben in sich selber zusammen4 ,das ,dasein des ,kellners wird sich dann als ein menschenwrdiges und glckliches erweisen1 wie es deren trotz allen ,elends in den modernen ,industrien noch zu ,millionen unter den ,menschen gibt4 ,es wird dann eine ,freude sein1 in ,ihrer ,stellung arbeiten zu knnen4 ,dann werden ,sie auch die ,freude der ,arbeit empfinden -- ihr eigentlicher ,lohn1 der ,ihnen bis jetzt noch versagt ist4 ,ob ich wirklich einmal als ,kellner gearbeitet habe8 -- ,selbstverstndlich1 mein ,freund6 ,und als solcher habe ich einen unvergelichen ,augenblick erlebt4 ,dies war1 als ich einen jungen ,koch am ,herdfeuer stehen sah1 einen sauberen1 kleinen1 lebhaften ,franzosen mit schwarzen1 funkelnden ,augen4 ,meine stumme ,bewunderung schien ihn mit ,stolz zu erfllen2 meine ,wenigkeit machte ihn keck4 ,er klapperte ungeduldig mit seiner ,pfanne und stie pltzlich aus3 ,mon ,dieu1 que j'ai envie de travailler6 ,dabei schwenkte er die ,pfanne mit einer flinken ,bewegung und warf eine ,crpe in die ,luft1 wo sie dreimal ,saltomortale schlug und geschickt wieder aufgefangen wurde4 -- ,dazu dann die berhmte1 unnachahmliche sdliche ,geste 444 -- gottvoll6 ,das ,bild dieses jungen ,arbeiters1 ganz mit dem ,stolz auf seine ,kunst erfllt und mit der groen ,liebe fr seine ,arbeit -- es ist eine meiner liebsten ,erinnerungen6 ,auch ,sie1 mein ,freund1 sind auf die ,freude der ,arbeit berechtigt und nicht auf ihren klingenden ,lohn allein4 ,und darum raffen ,sie sich auf6 ,nichts ist herrlicher als struggle for life1 als der ,kampf ums ,leben4 ,er ist das ,leben selber4 ,denn whrend wir kmpfen1 hoffen wir4 ,die ,entscheidung des ,kampfes ist erschtternd1 wenn nicht noch mehr3 langweilig4 ,der ,sieger ruht gern auf seinen ,lorbeeren aus1 wird fett1 behbig1 unwachsam4 ,der ,besiegte wird zermalmt1 vernichtet4 ,der ,kmpfer allein steigt und bewegt sich4 ,darum ist das ,leben ein bestndiges ,ringen und dies die ,freude der ,lebenden1 der ,gesunden 444 ,und der ,mann1 der einmal aus einem seelischen oder krperlichen ,ringen als ,sieger hervorging1 darf auch nicht glauben1 da er nun gegen die ,angriffe geheimer ,mchte oder gegen die ,tcke des ,nachbarn auf immer gefeit sei4 ,nein1 neu und immer neu strmen die ,widersacher und die ,versuchungen auf ihn ein4 ,neu und immer neu bedrngen sie ihn4 ,er mu wachen1 mu bereit sein4 ,die ,versuchungen sind das ,leben der ,seele4 ,je heftiger und hufiger diese ,angriffe sind1 um so schner wird sich die ,seele des ,kmpfenden gestalten4 ,und wie jeder einzelne ,mensch sich seine ,existenz erkmpfen mu1 so mssen es auch die ,familien1 die ,stmme1 die ,vlker1 die ,nationen1 die ,welten4 ,so entstehen ,ackerbau1 ,knste1 ,industrien1 ,wissenschaften1 ,kulturen1 ,gewerbe1 ,kriege1 ,revolutionen1 ,aufruhre4 ,wer kann sagen1 da ,erdbeben1 ,fluten1 ,feuersbrnste1 alle ,aufruhre der ,elemente ,unglck sei8 ,verschlingt nicht eine ,woge die andere8 ,bleibt nicht alles zusammen in der groen ,gemeinschaft des ,meeres8 ,wir ,menschen knnen einander wenig oder gar nicht helfen4 ,aber einer unserer grten ,denker1 ,kant1 sagt1 da der ,mensch so viel tun soll1 als in seinen ,krften steht1 um ein besserer ,mensch zu werden4 ,unter dieser ,voraussetzung -- aber dann auch gewi -- knne er hoffen1 was nicht in seinem ,vermgen stehe1 werde ihm durch hhere ,veranstaltung zuteil werden 444 ,,nachwort4 ,ich hatte also meinen ,zweck erreicht6 ,ich stand allein mit meinem ,kellner4 ,meine internationalen ,freunde hatten sich entschuldigt1 sich zerstreut -- mich gemieden4 ,sie hatten genug4 ,ganz sanft hatte ich sie tot gelangweilt1 respektvoll und auf praktische1 ehrliche ,weise hinweggeekelt4 ,der ,kellner ist gut zur ,bedienung4 ,sehr gut sogar mitunter4 ,unzureichend aber ist er als ,gegenstand amsanter ,betrachtung am ,tische1 den er bedient4 -- ,darum schliet man die ,augen lieber4 -- ,die ,spannung bleibt allerdings4 ,ich hatte also meinen ,zweck erreicht4 ,aber wie6 ,mit welchen ,mitteln6 ,mit welchen ,opfern6 -- ,nicht1 da ich den ,verlust der ,freunde beklage6 ,beileibe nicht4 -- ,aber durch die hartnckige ,verfolgung des ,fadens wurde ich in ,tiefen geleitet1 die ich anfangs selber nicht ahnte4 ,ich hatte einen neuen ,menschen kennen gelernt4 ,ich fhle aber nun1 da die schne ,zeit der sorglosen1 frhlichen ,mhler auf immer dahin ist4 ,denn seit ich unseren ,ganymed1 den ,kellner1 ganz kennen gelernt habe1 seit ich die ,leiden1 das ,schicksal dieses ,menschen wei1 seit diesem ,tag kann ich keine ,mahlzeit1 kein ,glas ,wein mehr so froh wie ehedem genieen1 und mag's mir noch so freundlich gereicht werden -- oder gerade dann noch viel weniger4 ,ich fhle mich nicht mehr als ,gott4 ,alles rings um mich ist menschlich4 ,sehr menschlich4 ,meine ,freunde ahnten dies ,unheil dumpf4 ,sie hatten zwar keine bestimmte ,vorstellung davon1 aber darum gerade blieben sie weg4 ,sie entfernten sich4 ,sie fhlten etwas wie ein kalter ,hauch einer unsichtbaren1 neidischen ,geisterhand ber ihren ,freuden schweben1 sie hrten einen ,tropfen ,wermut in ihren ,becher sickern4 ,sie sahen bleiche ,gesichter1 ,trnen -- sie sahen ,gespenster -- was wei ich6 -- ,kurz1 sie schlossen die ,augen1 sie wollten nichts sehen1 sie dankten1 zitterten1 flohen 444 ,halb erleichtert1 halb bedrckt atmete ich auf4 ,dann ging ich hinaus in die frische ,luft4 ,doch noch lange lag die brtende ,schwle des werdenden ,menschenschicksals drckend auf meiner ,stirn4 ,wir atmen nicht nur ein1 wir atmen auch aus4 ,und der keimende ,gedanke wirkt in uns1 bis er zum ,ereignis wird4 ,das ,ereignis ist die stumme ,nacht -- die ,frucht -- das ,letzte 444 ,und das ,wesentliche an dem ,vergangenen ist nicht1 da es ging1 sondern da es nicht mehr wiederkehrt4 ,ende ,illustration ,l4 ,,didion ,,co41 ,,verlag ,,blake ,,building1 #gbc ,,lexington ,,avenue1 ,,new ,,york ,,wichtige ,,anzeige6 ,mit dem vorliegenden ,werke ,die ,moral des ,hotels von ,paul ,vehling glauben wir den ,grundstein zu einer ,sammlung von ,bchern gelegt zu haben1 die fr die ,entwicklung und den ,fortgang der ,hotelindustrie von groer ,wichtigkeit werden soll4 ,mit dem ,weltverkehr1 der in den letzten ,jahrzehnten einen so ungeahnten ,aufschwung genommen hat1 und die ,unterschiede zwischen den ,vlkern der ,erde immer mehr und mehr ausgleicht1 hat sich auch die ,hotelindustrie zu einer groartigen menschlichen ,arbeit entwickelt1 die viele andere moderne ,kulturarbeiten an ,wichtigkeit bei weitem bertrifft4 ,das moderne ,gasthaus1 welches dem ,reisenden ,luxus1 ,komfort und ,sicherheit bietet1 hat neben der ,dampfkraft zum groen ,teil dazu beigetragen1 da der ,werdegang der ,menschheit den ,lauf genommen hat1 den er nehmen mu1 nmlich zu einer ,vereinigung der ,vlker1 zum ,weltfrieden4 ,whrend die ,technik mit ihren gigantischen ,maschinen1 die unentwegt auf dies hohe ,ziel hinarbeiten1 mit einer wahren ,flut von ,literatur sowie mit der grten ,pflege und ,studium bedacht wird1 steht die ,hotelindustrie ziemlich vernachlssigt da4 ,jeder daran beteiligte ,arbeiter und ,arbeitgeber wei1 welch groe ,anforderungen an die ,kenntnisse und ,krfte der in den groen ,hotels arbeitenden ,menschen gestellt werden1 damit ihr ,werk der ,erfolg krne4 ,die ,hotelindustrie mit ihrer unendlichen ,reichhaltigkeit und ,vielseitigkeit ist zu einer ,wissenschaft herangewachsen1 welche sich nicht mehr durch einfache praktische ,arbeit erwerben oder beherrschen lt4 ,diese ,tatsache ist oft und bitter empfunden worden1 und man hat bereits ,versuche gemacht1 durch ,errichtung von ,fachschulen1 ,lehrkursen usw4 dem belstande ,abhilfe zu schaffen4 ,man hat das ,bedrfnis fr eine theoretisch-praktische ,erziehung des ,hotelarbeiters also erkannt4 ,es scheint aber noch immer an den ntigen ,lehrkrften gefehlt zu haben4 ,am meisten aber hat man die ,notwendigkeit einer gediegenen ,fachliteratur empfunden1 die vor allem den menschlichen ,gehalt1 der in der ,hotelindustrie der wesentlichste von allen ist1 behandelt4 ,hier helfen keine ,anstandsbcher und ,umgangsphrasen mit ,menschen4 ,hier mu die ,psychologie1 das tiefinnerste ,ergreifen der menschlichen ,natur1 die ,kunst1 die ,dinge in ihrer ,art zu sehen1 zu erkennen und zu nehmen1 einschreiten und mu erzieherisch wirken4 ,wie weit ,mr4 ,vehling in dem vorliegenden ,werke dies ,problem zu erfassen verstanden hat1 berlassen wir dem ,urteil des geneigten ,lesers4 ,zweifellos aber ist der junge ,autor der erste1 der sich so intensiv dieses undankbaren ,themas bemchtigt hat1 um mit kraftvoller ,hand ,licht und ,luft zu schaffen4 ,und wir1 der ,verlag1 haben es uns zur ,aufgabe gemacht1 das begonnene ,werk auszubauen mit allen ,krften1 die uns zu ,gebote stehen4 ,wir beabsichtigen1 eine ,reihe von sachlichen1 aber doch interessant geschriebenen ,werken ber die einzelnen ,gebiete des modernen ,verkehrs und insbesondere ,monographien ber die ,hotelindustrie herauszugeben1 die nicht nur zur ,belehrung und ,erziehung des modernen ,hotelarbeiters dienen sollen1 sondern namentlich auch dem reisenden ,publikum ,unterhaltung und ,anhaltspunkte und ,fachleuten wie ,architekten1 ,ingenieuren und allen an der ,lebensmittelbranche beteiligten ,geschftsleuten ,anregung bieten und neue ,wege erffnen sollen1 um zur fortwhrenden ,verbesserung der gesamten ,industrie beizutragen4 ,unser nchstes ,werk in dieser ,richtung wird ebenfalls aus der gewandten und fachkundigen ,feder ,mr4 ,vehlings stammen und wird einen kompakten berblick ber ,,das ,,moderne ,,riesenhotel bilden1 wobei namentlich die ,vorzge und ,nachteile berhmter ,huser der ganzen ,welt als ,vorwurf dienen werden4 ,das ,werk wird viele ,illustrationen nach ,originalaufnahmen von ,betriebsrumen1 ,maschinerien usw41 sowie verschiedene ,originalbauplne der grten ,new ,yorker ,hotels enthalten und eine ganz ausfhrliche1 ins ,detail gehende ,beschreibung der ,einrichtung und letzten ,neuheiten dieser ,huser haben1 -- ,material1 das jedem ,interessenten von groem ,wert sein drfte4 ,zur ,ausfhrung unserer ,plne werden wir bemht sein1 nur die ersten ,autoritten auf den betreffenden ,gebieten als ,mitarbeiter heranzuziehen4 ,ernste1 mglichst spezialisierte ,arbeiten von ,fachleuten ber ,einrichtungen1 ,arbeiterfragen1 ,geschichte usw4 sind daher willkommen und werden stets ,bercksichtigung finden4 ,bestellungen auf ,das moderne ,riesenhotel werden bereits jetzt angenommen4 ,l4 ,,didion ,,co41 ,,verlag ,,blake ,,building1 #gbc ,,lexington ,,avenue1 ,,new ,,york ,gedruckt bei ,f4 ,e4 ,haag in ,melle 7,hannover74 ,hinweise zur ,transkription ,der ,text des ,originalbuches wurde grundstzlich beibehalten1 mit folgenden ,ausnahmen1 ,seite #ab3 dargestllt gendert in dargestellt 7,der ,irrtum1 bildlich dargestellt1 aber ist7 ,seite #ad3 choatische gendert in chaotische 7chaotische ,zustnde kritisieren und errtern7 ,seite #ce3 ihrer gendert in ,ihrer 7ganz nach ,ihrem ,belieben und ,ihrer ,auffassung7 ,seite #db3 1 eingefgt 7in ein modernes ,riesenvergngungslokal1 in ein ,nachtcaf7 ,seite #dg3 1 eingefgt 7besorgte der ,rex ,bibendi1 der ,trinkmeister7 ,seite #ej3 ,mal gendert in ,mahl 7,notwendigkeit eines ,tisches bei einem ,mahl7 ,seite #fh3 sterelisiert gendert in sterilisiert 7werden vor dem ,gebrauche chemisch sterilisiert7 ,seite #gf3 prodizieren gendert in produzieren 7,possenreier und ,hanswurste produzieren sollten7 ,seite #gi3 die gendert in wie 7wie die des mnnlichen und weiblichen7 ,seite #he3 ,sie gendert in sie 7,herstellung der ,sachen1 welche sie bestellen7 ,seite #hi3 kunstsinnige gendert in kunstsinnigen 7,wo keine kunstsinnigen ,menschen sind7 ,seite #if3 radebrechern gendert in radebrechen 7in fremden ,sprachen etwas radebrechen oder sich7 ,seite #aja3 ,verdauunsstrungen gendert in ,verdauungsstrungen 7wenn er nicht gerade an ,verdauungsstrungen leidet7 ,seite #ajc3 drammatischen gendert in dramatischen 7habe ich mit echtem dramatischen ,instinkt7 ,seite #ajd3 ,es gendert in ,er 7,er ist das ,feingefhl und die ,diskretion selber7 ,seite #aae3 den gendert in dem 7,wirt im allgemeinen und dem ,kellner im besonderen7 ,seite #aai3 gemanikurte gendert in gemanikrte 7keine ,rcksicht auf gemanikrte ,hnde7 ,seite #acj3 besorgt gendert in besorgte 7und eine besorgte an ihre ,stelle treten7 ,seite #acc3 ,und gendert in und 7ein ,geschftshaus1 und es kann doch auch nur7 ,seite #aci3 ihnen gendert in ,ihnen 7ich sage ,ihnen1 ,herr ,kommerzienrat7 ,seite #aee3 probiern gendert in probieren 7seine ,schlechtigkeit zu probieren7 ,seite #aee3 1 eingefgt 7dem ,einflu seiner ,tagesarbeit1 entwickelt er7 ,seite #aei3 internationelen gendert in internationalen 7grten ,teil der internationalen ,hotelkundschaft7 ,seite #afd3 4 eingefgt 7,buona mano und ,mancia47 ,seite #ahj3 ihn gendert in ihm 7aber um ihm nur halbwegs gerecht zu werden7 ,seite #ahb3 ,trinkgld gendert in ,trinkgeld 7verbinden oft mit dem ,trinkgeld einen guten ,zweck7 ,seite #aij3 ,symtome gendert in ,symptome 7tatschlich alle ,symptome einer regelrechten7 ,seite #aid3 ein-einzelnen gendert in einzelnen 7den die ,prinzipale in den einzelnen ,fllen7 ,seite #aie3 ,gauben gendert in ,glauben 7noch etwas ,glauben an die ,menschheit7 ,seite #bjj3 ,sie gendert in sie 7,gleichzeitig beanspruchen sie natrlicherweise7 ,seite #bjj3 ,der eingefgt 7,der ,arbeitgeber stellt seine ,leute an7 ,seite #bjc3 ,ihre ihre 7,es ist nicht ihre ,schuld67 ,seite #bjd3 ein gendert in eine 7der stelle eine von der ,menschheit als wahr7 ,seite #baf3 ,sie gendert in sie 7wenn sie wten1 welche ,gensse7 ,seite #bai3 ,anektdchen gendert in ,anekdtchen 7ein ,anekdtchen zur ,illustration beigeben7