,anmerkungen zur ,transkription3 ,der vorliegende ,text wurde anhand der ,dissertation des ,pastors ,martin ,brckner 7ohne ,jahresangabe7 so weit wie mglich originalgetreu wiedergegeben4 ,einige ,satzzeichen und ,umlautpunkte waren nur undeutlich erkennbar und wurden sinngem hinzugefgt4 ,zahlreiche ,lettern waren kopfstehend in den ,drucksatz eingefgt1 was u4a4 regelmig zu ,verwechslungen zwischen den ,buchstaben u#8 und n#8 fhrt4 ,diese und alle anderen offensichtlichen typographischen ,fehler wurden stillschweigend korrigiert4 ,personennamen wurden meist gesperrt gedruckt1 was allerdings nicht durchgehend beibehalten wurde4 ,die ,grobuchstaben und wurden teilweise direkt in ,form der ,umlaute1 zum ,teil auch in deren ,umschreibung 7,ae1 ,ue7 dargestellt4 ,einige ,begriffe wurden in unterschiedlichen ,schreibweisen nebeneinander verwendet 7z4,b4 ,szene#8 und ,scene#874 ,in allen diesen ,fllen wurden hinsichtlich des vorliegenden ,textes keinerlei nderungen vorgenommen4 ,in der ,funote #d wurde die ,seitennummer 7#ga7 des ,anhanges hinzugefgt4 ,der ,funotenanker zur ,funote #ab fehlt im ,originaltext2 dieser wurde vom ,bearbeiter willkrlich an den ,schluss des ersten ,absatzes der betreffenden ,buchseite gesetzt1 da der ,sinn des ,textes die genaue ,stelle nicht zwingend nahelegt4 ,die ,seitenangabe in der ,funote #de ist im ,original nicht vorhanden und muss deshalb in der vorliegenden ,ausgabe offenbleiben4 ,gesperrt gedruckte ,passagen wurden mit ,tilden gekennzeichnet4 ,die ,komposition des ,buches ,jes4 c4 #bh-cc4 ,inaugural-,dissertation zur ,erlangung der ,doktorwrde bei der philosophischen ,fakultt der ,universitt ,leipzig4 ,eingereicht von ,martin ,brckner1 ,pastor4 ,inhaltsangabe3 ,seite3 ,einleitung #a-c ,i4 ,die jesajanischen ,stcke3 ,ihre innere ,zusammengehrigkeit #c-ad a7 ,ihre ,gleichartigkeit nach ,form und ,inhalt #c-h b7 ,ihr sachlich-chronologischer ,zusammenhang #i-ad ,ihre ussere ,unvollstndigkeit und ,zusammenhangslosigkeit #ad-bd a7 ,die mangelhaften ,eingnge #ad-ba b7 ,das ,fehlen redaktioneller ,verbindung #ba-bd ,die ,herkunft der jes4 ,stcke aus einem grsseren geschichtlichen ,zusammenhange #be-cd a7 ,die verschiedene ,redeform der einzelnen ,stcke #be-cj b7 ,die ,eingnge von c4 #bh1g4 #bh1ad4 #bi1ai4 #cj1h4 #ca1d #cj-cd ,besttigung des gewonnenen ,resultates #cd-dh a7 ,die kurzen ,stcke #cd-cg b7 ,die geschichtlichen ,darstellungen in c4 #f-h1ah ,zusammenfassung4 c4 #cb1i-ad #cg-dh ,,ii4 ,die nichtjesajanischen ,stcke3 ,ihr ,verhltnis zu den jesajanischen ,stcken #dh-ed ,ihr ,verhltnis zu einander #ed-fa ,die ,fortsetzungen jesajanischer ,stcke #ed-ef ,die selbststndigen ,stcke #ef-fa ,resultat und ,abfassungszeit #fb-fe ,,iii4 ,zusammenfassende ,darstellung der ,entstehungs-,geschichte des ,buches ,jes4 c4 #bh-cc #fe-fi ,schlussbemerkungen #fi-ga ,anhang3 c4 #bh1bc-bi #ga-gg c4 #cb1ae-bj #gg-hd ,im ersten1 ungedruckten ,teile der vorliegenden ,dissertation ist namentlich auf ,grund der von ,duhm in seinem ,kommentare zu ,jesaia#a und von ,hackmann in seiner ,schrift ber die ,zukunftserwartung des ,jesaia#b vorgenommenen ,untersuchungen eine eingehende ,analyse des ,buches ,jes4 c4 #bh-cc gegeben worden4 ,dieselbe hat zu folgendem ,resultate gefhrt3 #a4 ,von ,jesaia stammen folgende ,stcke3 c4 #bh1a-d1 v4 #g-ac1 v4 #ad-bb1 c4 #bi1a-c4 #d;a4 #g1 v4 #i f41 v4 #ac f41 v4 #ae1 c4 #cj1a-e1 v4 #f f41 v4 #h-ag1 c4 #ca1a-d1 c4 #cb1i-ad4 #b4 ,die brigen ,abschnitte3 c4 #bh1e f41 v4 #bc-bi1 c4 #bi1d;b4 #e f4 #h1 v4 #aa f41 v4 #af-bd1 c4 #cj1ah-bf1 v4 #bg-cc1 c4 #ca1e-i1 c4 #cb1a-h1 v4 #ae-bj1 c4 #cc gehren einer spteren ,zeit an4 ,schon ,duhm und ,hackmann sind bei ihren ,untersuchungen ber die ,entstehung unseres ,buches unabhngig von einander#c in der ,hauptsache zu auffallend gleichem ,resultate gefhrt worden4 ,die ,ergebnisse meiner ,untersuchungen stimmen meist mit denen ,hackmanns berein und sind nur eingehender begrndet worden1 als es fr ,hackmann im ,rahmen seiner ,schrift mglich war4 ,zu bedeutenderen ,abweichungen in der ,analyse bin ich nur in betreff der beiden ,stcke c4 #bh1bc-bi und c4 #cb1ae-bj gekommen4 ,die ,begrndung meiner ,stellungnahme zu beiden ,stcken soll deshalb der vorliegenden ,schrift in einem ,anhange beigefgt werden4#d ,es ist nun die ,aufgabe der vorliegenden ,abhandlung1 nachzuweisen1 wie es gekommen ist1 dass die verschiedenen ,bestandteile des ,buches ,jes4 c4 #bh-cc zu dem vorliegenden ,buche zusammengeschmolzen sind4 ,wir haben also die ,entstehungsgeschichte des ,buches zu rekonstruieren4 ,diese positive ,arbeit der ,kritik ist ebensosehr wnschenswert wie notwendig4 ,sie ist wnschenswert zur eigenen ,rechtfertigung der kritischen ,arbeit4 ,denn es wrde sich ja sonst die ,frage erheben1 wie es mglich sei1 dass ein ,buch aus so disparaten ,bestandteilen entstanden und zu einem ,ganzen zusammengewachsen sei4 ,stellt es sich aber heraus1 dass sich fr die ,beantwortung dieser ,frage wissenschaftlich wohl zu begrndende ,hypothesen aufstellen lassen1 so erhlt dadurch die ,richtigkeit der im ersten ,teile gewonnenen ,resultate eine neue und starke ,sttze4 ,denn bisher sind alle ,versuche gescheitert1 die ,komposition unseres ,buches oder einzelner ,kapitel desselben1 namentlich des c4 #bh1 bei ,annahme jesajanischer ,autorschaft zu erklren4 ,wnschenswert ist die ,beantwortung der ,frage nach der ,entstehungsgeschichte unseres ,buches auch aus sachlichen ,grnden4 ,einmal wird erst dadurch ,zweck und ,anlage des ,buches klar1 wenn man weiss1 wie es entstanden ist1 und sodann wirft die ,erkenntnis der ,entstehung des ,buches auch ein ,licht auf die ,verfasser und ihre ganze ,zeit4 ,diese sachlichen ,rcksichten machen die ,arbeit aber auch notwendig4 ,die ,aufgabe der ,kritik erschpft sich keineswegs damit1 dass vorhandene ,anschauungen zerstrt oder als irrig nachgewiesen werden1 sondern es ist vielmehr das ,ziel und der eigentliche ,zweck derselben1 an ,stelle der alten ,anschauungen neue1 der ,wahrheit entsprechendere zu setzen4 ,wenden wir uns nun der ,lsung dieser ,aufgabe an unserem ,buche selbst zu1 so ergeben sich aus dem im ersten ,teile unserer ,untersuchung festgestellten ,charakter des ,buches ganz von selbst zwei ,teile zur ,behandlung des vorhandenen ,materials3 #a4 ,die jesajanischen ,bestandteile des ,buches4 #b4 ,die nichtjesajanischen ,stcke desselben4 ,im ersten ,teile wird zu fragen sein1 ob die jesajanischen ,bestandteile unseres ,buches ein zusammengehriges ,ganze fr sich bilden1 oder woher sie1 falls und soweit das nicht der ,fall ist1 entnommen sind4 ,sodann wird zu untersuchen sein1 ob und wie weit die nichtjesajanischen ,stcke von dem ,hersteller des ,buches selbst verfasst oder auf verschiedene ,autoren zurckzufhren sind4 ,als ,abschluss des ,ganzen soll dann aus den gewonnenen ,resultaten in kurz zusammenfassender ,darstellung ein ,ueberblick ber die ,entstehungsgeschichte unseres ,buches gegeben werden1 wobei vor allem ,zweck und ,anlage des ,buches bercksichtigt werden mssen4 ,auf diese ,weise werden wir in der ,beantwortung der ,frage nach der ,komposition des ,buches ,jesaia c4 #bh-cc zu annhernd sicheren ,resultaten gelangen knnen4 ,i4 ,wir haben es also zunchst mit den jesajanischen ,bestandteilen unseres ,buches zu thun4 ,wenn man die oben angegebenen jesajanischen ,stcke des ,buches c4 #bh-cc hintereinander durchliest#e1 so fllt zunchst ein doppeltes auf1 das man sonst im ganzen ,jesaia-,buche nicht wieder antrifft1 nmlich einmal der durchweg gleichartige ,charakter der einzelnen ,stcke1 und sodann die innerhalb derselben erkennbare chronologisch-sachliche ,entwicklung4 ,auf beides ist im ersten ,teile der ,untersuchung schon hingewiesen worden1 muss aber an dieser ,stelle noch nher eingegangen werden4 ,was die ,gleichartigkeit aller dieser ,stcke betrifft1 so bezieht sich diese sowohl auf die ,form als auch auf den ,inhalt derselben4 ,schon ganz usserlich1 in wiederkehrenden ,wendungen und ,gedanken1 fllt diese ,gleichartigkeit auf4 ,bezglich des ,ausdruckes ist hinzuweisen auf das immer wiederkehrende im ,anfange der ,rede c4 #bi1a4 #bi1ae4 #cj1a4 #ca1a2 ferner auf das #bh1aa4 #bh1ad4 #bi1ac4 vgl4 ferner die ,wendungen und ,gedanken c4 #bh1ab mit c4 #cj1ae2 c4 #bi1ae mit c4 #cj1a und #ca1a2 c4 #bh1g f4 mit c4 #bi1i f2 c4 #cj1e mit c4 #cj1g2 c4 #cj1a mit #cj1i2 c4 #bh1ba mit #bi1ad und c4 #ca1b 7c4 #bh1aa72 c4 #bh1ae4 #ag;b4 #ah;a4 mit c4 #cj1b f4 ,smmtliche ,stcke enthalten ,drohworte1 sei es in ,form der ,rede oder ,schilderung4 ,die ,adressaten der ,reden sind immer die ,leiter des ,volkes1 die ,propheten und ,priester oder die weltlichen ,wrdentrger2 an sie sind die ,drohreden gerichtet1 die aber doch immer in ihrem ,verlaufe das ganze ,volk bedrohen4 ,endlich ist auch die ,anlage der ,reden meist gleichartig3 erst kommt der ,grund der ,drohung1 dann folgt die ,drohung selber4 ,so ist es c4 #bh1i ff4 c4 #bh1ad ff4 c4 #bi1ac f4 c4 #cj1a ff4 c4 #cj1h ff4 #ca1a ff4 ,dabei ist auch die ussere ,gleichmssigkeit der ,form zu beachten2 mehrere ,reden wiederholen das ,schema3 -- vgl4 c4 #bh1ae4 #af mit c4 #bi1ac4 #ad4 und c4 #cj1ab2 c4 #cj und #ca sind ganz parallel gebaut4#f ,sehen wir nun auf den ,inhalt der ,drohungen und ihrer ,begrndung1 so ergiebt sich auch hier eine durchgehende ,gleichartigkeit4 ,ganz deutlich ist es in c4 #cj und #ca ausgesprochen1 um was es sich bei den ,drohreden ,jesaias handelt1 nmlich um das gyptische ,bndnis4 ,die ,volksleiter fhren damit einen ,beschluss aus1 der nicht von ,jahwe ist1 und um dessentwillen sie seinen ,mund nicht befragt haben c4 #cj1a f4 c4 #ca1a4 ,es ist an diesen ,stellen nicht nur ausgesprochen1 dass sich ,jesaias ,drohreden wider das gyptische ,bndnis richten1 sondern auch zugleich gesagt1 warum sie das thun1 nmlich weil der ,anschluss an ,aegypten wider ,jahwes ,willen ist2 weil sie sich damit nicht nur an fremde ,hlfe wenden1 sondern das auch thun mit ,umgehung ,jahwes und seines ,propheten4 ,halten wir diese ,begrndung fest1 dann wird es klar1 dass auch in den vorhergehenden ,stcken nur von diesem gyptischen ,bndnisse die ,rede sein kann4 ,am durchsichtigsten ist das noch bei c4 #bi1ae4 ,hier weist nicht nur die ganze parallele ,anlage1 sondern auch der ,ausdruck darauf hin1 dass unter dem ,beschluss1 den man vor ,jahwe und seinem ,propheten verbergen will1 derselbe gemeint ist1 wie in c4 #cj1a f41 nmlich hinabzuziehen nach ,aegypten um ,hlfe84 ,aber schon in c4 #bi1ac f4 scheint von diesen politischen ,dingen nicht mehr die ,rede zu sein4 ,es scheint vielmehr nur ganz allgemein die ethische ,seite der ,religion gegenber dem blos usserlichen ,kultus hervorgehoben zu werden4 ,indessen glaube ich einmal1 dass man immer gut thun wird1 sich bei den ,aussprchen der alten ,schriftsteller1 namentlich der bedeutenderen unter ihnen1 nicht bei allgemeiner ,deutung zu beruhigen1 sondern nach besonderen1 konkreten ,beziehungen zu fragen1 und sodann scheint mir hier die an den ,ausspruch angeknpfte ,drohung auf ein bestimmtes ,faktum hinzuweisen4 ,in v4 #ad;b wird gesagt1 dass sich die ,weisheit der ,weisen des ,volkes verstecken1 und die ,einsicht seiner ,einsichtigen untergehen wird4 ,die ,drohung geht also auf die ,leiter des ,volkes1 die sich in ihren ,plnen verrechnet haben werden4 ,das fhrt uns im ,blicke auf die folgenden ,stcke auf das gyptische ,bndnis oder auf damit zusammenhngende ,maassnahmen1 etwa den ,abfall von ,assur4 ,dann lsst sich aber auch v4 #ac gut auf diese politischen ,dinge deuten4 ,die ,entfernung des ,herzens von ,jahwe besteht darin1 dass man ihn nicht um ,rat fragt1 dass man in ,ungehorsam wider ihn diese politischen ,dinge unternimmt und doch dabei usserlich1 in ,opfern und ,gottesdienst sich gebhrdet1 als ob man ihn auf das ,hchste ehrt4 ,darum ist ,jahwes ,urteil darber3 ,ihr mich frchten81 ist hier ,ausdruck fr ,religion81 indem es das ,wesen des ,begriffes religio bezeichnet und damit andeutet1 worin ihre ,religion bestehen msste1 nmlich in ,gottesfurcht1 die sie abhalten msste1 wider ,jahwe und seinen ,propheten zu handeln1 ihre ,religion ist aber nur ein gelerntes ,gebot1 ein bindender ,rechtsbrauch1 der gelernt werden muss8 7,duhm74 ,fr das kurze ,drohwort c4 #bi1i f4 lsst sich natrlich auch nicht mit absoluter ,sicherheit eine konkrete ,beziehung angeben4 ,nur so viel lsst sich sagen1 dass sich der ,ausdruck und der ,ton des ,stckes am besten aus der ,beziehung auf jene politische ,dinge erklren lsst4 v4 #i;b3 ,seid trunken1 doch nicht von ,meth1 taumelt1 doch nicht von ,wein1 weist auf den ,taumel des von ,freiheitsdurst und ,siegestrumen erhitzten ,volkes hin4 ,bezglich des ,tons der ,rede hebt ,duhm hervor1 dass die ,erregtheit1 mit der sie hervorgestossen wird1 einen ,kampf mit den ,volksleitern zu reflektieren scheint4 ,in der ,rede c4 #bi1a ff4 findet sich keine ,begrndung der ,drohung4 ,die ironische ,aufforderung3 fgt ,jahr zu ,jahr1 lasst die ,feste kreisen6 will ihnen nur entgegenhalten1 dass ihnen die blos ussere1 wenn auch noch so eifrige ,ausbung des ,kultus als blosser ,lippendienst 7c4 #bi1ac7 nichts helfen wird4 ,in c4 #bh1ad ff4 kann unter der v4 #ac und #ah f4 erwhnten ,geissel nach allem1 was wir sonst von ,jesaia wissen1 nichts anderes gemeint sein1 als ,assur4 ,damit hat auch diese ,rede inhaltlich politischen ,charakter genommen1 was damit stimmt1 dass sie an die ,beherrscher des ,volkes gerichtet ist4 ,deshalb knnte man annehmen1 dass auch der ,bund mit dem ,tode und der ,vertrag mit ,scheol v4 #ae auf politische ,vertrge mit ,assur oder ,aegypten zu deuten seien4 ,es scheinen aber vielmehr nach den ,ausdrcken1 die gebraucht sind1 aberglubische ,praktiken gemeint zu sein4 ,zu diesen ,mitteln greifen sie1 anstatt bei ,jahwe ,zuflucht zu suchen1 aber deshalb1 weil sie durch ihren ohne ,jahwes ,befehl vollzognen ,abfall von ,assur den ,zorn und die ,rache ,jahwes heraufbeschworen haben4 ,davon1 dass sie wider ,jahwes ,willen abgefallen sind und den ,krieg mit ,assur herbeigefhrt haben1 scheint c4 #bh1ab zu reden4 ,das ,stck c4 #bh1g-ac wendet sich gegen die ,priester und ,propheten1 die den ,willen ,jahwes nicht verstehen oder nicht verstehen wollen1 jedenfalls aber ,prophezeiungen geben1 die den ,offenbarungen1 welche ,jesaia erhalten hat1 widersprechen4 ,jesaia forderte im ,namen ,jahwes ,unterwerfung und ,ausharren1 jene werden1 wahrscheinlich auch im ,bewusstsein1 in ,jahwes ,namen zu reden1 zu ,abfall von ,assur und ,krieg geraten haben4 ,der ,spruch ,jahwes v4 #ab3 ,dies ist die ,ruhe1 gebt ,ruhe dem ,mden1 und dies ist die ,erholung68 bedeutet dann im ,zusammenhange die ,verzichtleistung auf politische ,unternehmungen4 ,das ist jedenfalls die beste und auch gengende ,erklrung der sonst unverstndlichen ,worte1 die auch durch den parallelen ,ausspruch c4 #cj1ae ihre ,besttigung erhlt4 ,so haben alle ,stcke#g des ,buches ,jesaia c4 #bh-ca ihre ,beziehung auf dieselben politischen ,verhltnisse1 nmlich auf den ,abfall ,judas von ,assur und das damit zusammenhngende gyptische ,bndnis4 ,dementsprechend haben auch die ,drohungen den gleichen ,inhalt in allen ,stcken1 nmlich die ,unterwerfung und ,vernichtung ,judas durch ,assur4 ,in einigen ,stellen tritt das ganz klar zu ,tage4 ,in c4 #bi1c wird die ,belagerung ,jerusalems durch ,schanzen und ,belagerungswerke1 die das feindliche ,heer errichtet1 beschrieben4 ,in c4 #cj1ag wird gesagt1 dass die judischen ,truppen trotz der gyptischen ,hlfe von dem feindlichen ,heere zersprengt werden wrden1 so dass von ihrem ganzen ,heere nur versprengte ,flchtlinge1 wie ein einzelner ,signalmast auf dem ,berge1 brig bleiben werden4 ,nach c4 #ca1c wird ,jahwe wie ein ,lwe im ,heerzuge ber den ,berg ,zions und seinen ,hgel herfallen4 ,es ist schon oben erwhnt worden1 dass die c4 #bh1ae und #ah erwhnte ,geissel nichts ,anderes bedeuten kann als ,assur1 und auch v4 #ba lsst auf eine aus ,kriegsgefahr entstehende ,not schliessen4 ,so wird auch das ,bild von der einstrzenden ,mauer c4 #cj1ac f4 im ,munde des ,jesaia auf den ,sturz der ,mauern ,jerusalems zu deuten sein1 vgl4 #bi1a ff41 auch #cb1ac f41 c4 #bb und #e1a ff4 ,die ,vergleichung der einzelnen jesajanischen ,stcke unseres ,buches ergiebt1 dass dieselben sowohl der ,form als auch dem ,inhalte nach zusammengehren4 ,ausgenommen sind dabei das erste und das letzte ,stck des ,buches1 c4 #bh1a-d und c4 #cb1i-ad4 ,das erste ,stck c4 #bh1a-d hat es berhaupt nicht mit ,juda und ,jerusalem zu thun1 sondern mit ,ephraim und weissagt den schnellen ,untergang ,samarias durch ,assur4 ,das letzte ,stck c4 #cb1i-ad wendet sich zwar gegen ,jerusalem und weissagt sogar am deutlichsten den definitiven ,untergang der ,stadt2 es zeigt aber doch so bedeutende ,abweichungen von den vorangehenden ,stcken1 dass es nicht ohne ,weiteres mit denselben zusammengethan werden kann4 ,nicht nur in der poetischen ,form weicht es von denselben ab1 auch inhaltlich unterscheidet es sich von ihnen dadurch1 dass es nicht an die ,volksleiter1 sondern an die ,frauen ,jerusalems gerichtet ist1 und dass ihm im ,zusammenhange damit jede ,beziehung auf das gyptische ,bndnis fehlt4 ,abgesehen von diesen beiden ,stcken aber herrscht1 wie wir gesehen haben1 eine weitgehende formelle wie sachliche ,uebereinstimmung unter den jesajanischen ,stcken des ,buches c4 #bh-cc4 ,wir werden aber noch weiter gehen knnen4 ,es lsst sich zeigen1 dass innerhalb derselben eine chronologische und sachliche ,entwickelung stattfindet4 ,nach c4 #ca1b f4 nimmt ,jesaia1 wie schon bemerkt worden ist1 als ausgemachte ,thatsache an1 dass die ,aegypter ,juda zu ,hlfe kommen und darum auch mit demselben zu ,grunde gehen werden4 ,das setzt voraus1 dass das ,bndnis mit ,aegypten eine abgeschlossene ,thatsache ist4 ,aus v4 #a und #c;a ist brigens auch zu schliessen1 dass die ,aegypter ,juda nicht blos sachliche ,untersttzung1 etwa ,geld und ,pferde1 sondern auch die ,hlfe eines ,kriegsheeres versprochen haben1 und v4 #c;a zeigt1 wie grosse ,hoffnung die ,juder auf diese ,untersttzung gesetzt haben4 ,aus c4 #cj1i ff4 ist das noch nicht klar2 da richtet sich auch die ,drohung nur gegen ,juda4 ,indessen ergiebt sich dort auch aus v4 #ae ff41 dass der ,vertrag mit ,aegypten bereits abgeschlossen ist4 c4 #cj1a ff4 wendet sich gegen die1 die einen ,beschluss ausfhren wollen1 der nicht von ,jahwe ausgegangen ist1 die ,gussopfer giessen wollen1 aber nicht mit ,jahwes ,geist1 d4 h4 die nach ,aegypten hinabziehen1 um dort den wider ,jahwes ,willen eingegangenen ,bund abzuschliessen4 c4 #cj1f f4 schildert sie1 wie sie den dafr zu entrichtenden ,tribut nach ,aegypten bringen4 ,dreimal also1 in c4 #cj1a ff1 in c4 #cj1f f4 und in c4 #ca1a ff4 ist von einem ,hinabziehen nach ,aegypten die ,rede4 ,aber jedes ,mal hat dasselbe einen anderen ,zweck4 ,duhm meint1 dass c4 #cj1f f4 inhaltlich ziemlich identisch mit dem vorhergehenden sei und hlt c4 #ca1a ff4 fr ein vom ,redaktor zusammengestelltes krzeres ,seitenstck zu c4 #cj4 ,das ist indessen nicht der ,fall4 ,in c4 #cj1a ff4 ziehen sie hinab1 um den ,bund abzuschliessen 7vgl4 v4 #a und die ,ausdrcke in v4 #b;b71 nach c4 #cj1f f4 thun sie es1 um ihre ,gter und ,schtze hinzubringen1 d4 h41 um den fr die versprochene ,hlfe zu leistenden ,tribut zu entrichten2 endlich nach c4 #ca1a ff4 ziehen sie dem versprochenen ,hlfsheer entgegen4 ,darauf deuten die ,ausdrcke in v4 #a3 die auf ,rosse schauen und auf den ,tross1 weil er gross1 und auf die ,reiter1 weil sie sehr stark sind4 ,darauf deutet auch der weitere ,inhalt der ,rede1 der sich mindestens ebenso sehr gegen die ,hlfe der ,aegypter als gegen ,juda selbst wendet4 ,man wird zwar diese inhaltliche ,unterscheidung innerhalb dieser drei ,stcke1 die sich gegen die wenden1 die nach ,aegypten hinabgehen81 nicht mit absoluter ,gewissheit machen drfen2 aber neben den doch mit ziemlicher ,deutlichkeit im ,texte gegebenen ,andeutungen fhrt noch eine ,erwgung allgemeiner ,art auf die ,notwendigkeit berhaupt1 derartige ,unterscheidungen besonders bei ,reden von so konkreter ,veranlassung festzustellen4 ,will man nicht1 was doch gewiss niemand thun wird1 annehmen1 dass ,jesaia seine ,reden1 ehe er sie hielt1 predigthnlich ausgearbeitet habe1 so ist kein irgendwie durchschlagender ,grund einzusehen1 warum er nachtrglich ,reden von so gleichartigem konkreten ,inhalt in nur variierter ,form zu ,papier gebracht und herausgegeben haben sollte4 ,mndlich konnte und wird ,jesaia sich mehrfach ber denselben ,gegenstand ausgesprochen haben2 aber schriftlich gengte eine ,aufzeichnung vllig zur ,dokumentierung seiner ,ansicht4 ,wir kommen zu c4 #bi1ae4 ,dieses kurze ,stck besagt ein doppeltes ber das ,bndnis mit ,aegypten3 #a4 dass die ,volksleiter den ,beschluss1 mit ,aegypten ein ,bndnis zu schliessen1 definitiv gefasst haben1 aber heimlich vor ,jahwe und seinem ,propheten1 und #b4 dass ,jesaia davon ,kunde erhalten hat4 ,es geht also chronologisch und sachlich den folgenden1 oben besprochenen ,stcken voran4 ,als ,jesaia das ,wort c4 #bi1ae sprach1 war gewissermassen im ,staatsrate beschlossen1 in ,aegypten um ein ,bndnis wider ,assur nachzusuchen4 ,die folgenden ,stcke wenden sich gegen die ,ausfhrung dieses ,staatsbeschlusses4 ,sehen wir uns nun die vorhergehenden ,abschnitte in c4 #bh und #bi an1 so haben sie gegenber den folgenden dies gemeinsam1 dass in ihnen von diesem frmlichen und definitiven ,beschluss der ,volksleiter noch nicht die ,rede ist4 ,denn wir haben gesehen1 dass auch die ,stelle c4 #bh1ae nicht direkt auf den ,bund mit ,aegypten bezogen werden darf1 obwohl derselbe auch dort schon im ,hintergrunde steht4 ,die ,situation1 welche die jesajanischen ,stcke in c4 #bh und #bi voraussetzen1 ist folgende4 ,die ,vorgnge in ,assur haben die schon vorhandenen gyptenfreundlichen ,neigungen und ,strmungen ,judas mchtig geschrt4 ,das ganze ,volk ist erfllt von ,freiheitsdurst und ,thatendrang1 es sehnt sich danach1 das drckende und verhasste ,joch ,assurs abzuschtteln4 ,diese patriotische ,begeisterung wird von ,priestern und ,propheten geteilt und genhrt2 auch die ,leiter des ,volkes treten dafr ein und haben sich ber das ,gelingen des ,planes durch ,nekromantie und allerhand ,zaubermittel ,gewissheit verschafft4 ,diese ,situation spiegeln die ,stcke in c4 #bh und #bi nun auch unter sich in gewisser chronologischer und sachlicher ,ordnung wieder4 c4 #bh1g-ac hat es mit den ,priestern und ,propheten zu thun1 die das ,feuer der ,begeisterung im ,volke durch ,opfer und ,weissagungen schren4 ,jesaia kommt ihnen in seiner ,nchternheit einfltig vor1 so dass sie ber ihn spotten4 ,aber eine andere ,begeisterung hat auch ihn erfasst1 die ,begeisterung1 im ,dienste seines ,gottes und der ,wahrheit zu stehen1 und in gewaltiger ,drohrede voll erhabenstem ,schwung giebt er ihnen ihren ,spott zurck4 ,das zweite ,stck1 c4 #bh1ad-bc1 wendet sich gegen die ,volksleiter1 die sich von ,priestern und ,propheten haben fest8 machen lassen4 ,dass das unter anderem auch durch ,orakel geschehen ist1 zeigt v4 #ai3 und es wird rein ,entsetzen sein1 ,orakel zu deuten84 ,das setzt voraus1 dass sie dem ,propheten ,orakel entgegengehalten haben1 die ihnen das ,gelingen ihres ,planes verheissen1 eine weitere ,besttigung fr unsere ,auffassung von v4 #ae4 ,in v4 #bb deuten die ,worte1 dass nicht fest werden eure ,bande81 auch darauf hin1 dass der ,plan des ,bndnisses mit ,aegypten noch nicht zum definitiven ,staatsbeschluss erhoben worden ist4 ,in c4 #bi1a ff4 ist von dem ,bndnisse mit ,aegypten nicht die ,rede2 aber die ,gewissheit1 mit der ,jesaia hier die ,belagerung ,jerusalems kommen sieht1 beweist1 dass der ,plan vorgeschritten ist1 und dass seine ,reden dagegen fruchtlos geblieben sind4 c4 #bi1i f4 setzt1 wie wir schon gesehen haben1 einen erbitterten ,kampf ,jesaias mit den ,volksleitern voraus1 zeigt aber zugleich1 dass sie in ihrer wilden ,begeisterung 7v4 #i b7 blind gegen seine ,warnungsreden sind 7v4 #i a71 so dass ,jesaia an ihnen verzweifelt und in ihrem ,verhalten das definitive ,verstockungsgericht ,jahwes erkennt 7v4 #aj74 c4 #bi1ac f4 endlich wendet sich an das ,volk1 das in fanatisiertem ,eifer nur um so mehr den usserlichen ,jahwekult betreibt4 ,jesaia verachtet es um seines ,lippendienstes willen1 erkennt aber zugleich1 dass es von seinen ,weisen8 verfhrt ist v4 #ad4 ,ueberblicken wir diese innerhalb der einzelnen jesajanischen ,stcke nachgewiesene chronologisch-sachliche ,entwicklung noch einmal1 so erkennen wir innerhalb derselben zwei scharf von einander unterschiedene ,phasen4 ,die erste umfasst die ,abschnitte in c4 #bh und #bi bis zu dem ,stcke #bi1ac f4 ,in ihr ist noch alles in ,bewegung und der ,plan des gyptischen ,bndnisses noch nicht zum ,staatsbeschluss erhoben2 von c4 #bi1ae an ist dagegen dieser ,staatsbeschluss gefasst und kommt zur ,ausfhrung4 ,das ergiebt nun eine formelle und inhaltliche ,unterscheidung dieser beiden grsseren ,abschnitte1 die freilich ihren inneren ,zusammenhang nicht zerreisst1 sondern vielmehr nur die ,richtigkeit der nachgewiesenen chronologisch-sachlichen ,entwicklung besttigt4 ,der usserlich gleichmssige ,eingang der ,reden in c4 #bi1ae1 c4 #cj1a ff4 und #ca1a ff4 ist schon erwhnt worden4 ,alle drei ,reden beginnen mit dem ,wehe denen1 die u4 s4 w48 ,in dem ersten ,abschnitt findet sich weder diese ,form noch berhaupt solche ,gleichmssigkeit4 ,das kommt daher1 dass der ,prophet im zweiten ,abschnitte immer dieselben ,gegner vor ,augen hat1 nmlich die1 welche den ,bund beschliessen und zur ,ausfhrung bringen1 whrend er sich im ersten ,abschnitte bald an die ,priester und ,propheten1 bald an die ,volksleiter1 bald an das ,volk wendet1 um das ,zustandekommen des ,beschlusses zu verhten4 ,damit hngt auch zusammen1 dass im ersten ,abschnitte die ,drohung noch unbestimmter1 an einer ,stelle c4 #bh1bb sogar halb hypothetisch ausgesprochen ist4 ,jesaia sagt nur1 dass sie straucheln und zerschellen werden1 dass er ,untergang und ,entscheidung von ,jahwe gehrt habe1 dass ,jahwe sie wunderbar behandeln werde4 ,nur c4 #bi1a ff4 redet er bestimmt von der ,belagerung ,jerusalems2 denn freilich ist er von ihrer ,unverbesserlichkeit berzeugt c4 #bi1aj4 ,aber doch ist seine ,strafverkndigung im zweiten ,teile bestimmter und konkreter4 ,da heisst es nicht mehr3 wenn ihr das thut1 sondern3 weil ihr das gethan habt1 so werdet ihr untergehen c4 #cj1ab f41 #ae f4 c4 #ca1a ff4 vgl4 auch #cj1b f4 ,da redet c4 #cj1ac f4 von der gnzlichen ,zerstrung ,jerusalems1 c4 #cj1af f4 von der vlligen ,vernichtung ihres ,heeres1 und c4 #ca1a-c verkndet den verbndeten ,heeren den ,untergang ebenso wie c4 #ca1d die rettungslose ,zerstrung ,jerusalems4 ,dieser ,unterschied in beiden ,teilen der in ,betracht kommenden ,stcke hebt darum aber den oben nachgewiesenen inneren ,zusammenhang nicht auf1 sondern besttigt nur die ,richtigkeit der nachgewiesenen ,entwicklung1 indem er ein ,moment der ,erklrung fordert1 welches gerade in dem definitiven ,beschluss1 das gyptische ,bndnis einzugehen1 ausreichend gegeben ist4 ,das ,urteil ,dillmanns ber den ,zusammenhang der ,kapitel #bh-cb1 dass ,jesaia den ,plan des gyptischen ,bndnisses in denselben von seinem ersten ,auftauchen an bis zu seiner schliesslichen ,ausfhrung ,schritt fr ,schritt mit seinen ,warnungsreden verfolgt1 hat sich also auch fr uns1 wenn auch in anderer ,weise und jedenfalls in sachlich zutreffenderer ,weise als richtig herausgestellt4 ,die jesajanischen ,stcke unseres ,buches1 mit ,ausnahme des ersten und des letzten1 stehen nicht nur unter einander in formellem und sachlichem ,verwandtschaftsverhltnis1 sondern weisen auch in der uns vorliegenden ,reihenfolge eine stufenweise chronologische und sachliche ,ordnung und ,entwicklung auf4 ,diese ,thatsache ist es auch gewesen1 die die ,kritik so lange verhindert hat1 an die scheinbar dadurch so geschlossene ,einheit der ,kapitel #bh-cb ihren ,hebel anzusetzen4 ,nachdem das aber nun geschehen ist1 und die jesajanischen ,bestandteile dieser ,kapitel trotzdem dieselbe1 ja eine noch viel engere ,geschlossenheit aufweisen1 so sollte man meinen1 dass wir nun in den jesajanischen ,bestandteilen das eigentliche1 von ,jesaia selbst verfasste ,buch1 vor uns haben4 ,indessen wird die weitere ,untersuchung doch zeigen1 dass auch diese jesajanischen ,bestandteile des ,buches wenigstens nicht in der ,gestalt1 in der sie uns jetzt vorliegen1 als ein einheitliches ,ganze aus der ,hand des ,jesaia hervorgegangen sein knnen4 ,nehmen wir diese zusammengehrigen ,stcke so vor uns1 wie wir sie jetzt haben1 so fehlt ihnen zunchst der ,anfang4#h ,das ,stck c4 #bh1g ff4 beginnt mit den ,worten3 ,die ,worte weisen ganz notwendig auf etwas ,vorhergegangenes4 ,wollte man sie aber als einen nachtrglichen ,zusatz des ,redaktors streichen1 der durch dieselben das ,stck c4 #bh1g ff4 mit dem ,vorhergehenden habe verbinden wollen1 so bliebe doch auch so noch der brige ,anfang des ,stckes unerklrt und unverstndlich4 ,mit den ,worten3 im ,wein schwindeln und im ,meth schwanken sie8 kann ,jesaia auch nicht ein ,buch oder eine ,redesammlung angefangen haben4 ,man kann aber auch nicht die ganze ,einleitung zu der folgenden ,scene1 also v4 #g und #h1 fr einen nachtrglichen1 erluternden ,zusatz erklren1 denn die v4 #i ff4 geschilderte ,szene bedarf notwendig eines solchen ,zusatzes und ist erst recht kein passender und verstndlicher ,eingang der folgenden ,rede oder gar der ganzen ,sammlung4 ,es ist also notwendig anzunehmen1 dass dem v4 #g noch etwas ,anderes vorausgegangen ist4 ,was ist dies aber8 ,auf v4 #e und #f kann hier keine ,rcksicht genommen werden1 da diese ,verse nicht von ,jesaia sind4 ,dagegen bieten sich uns die ,verse #a-d unseres ,kapitels als eine scheinbar sehr befriedigende ,lsung unserer ,frage dar4 ,das ,stck c4 #bh1a-d wendet sich gegen ,samaria und seine ,trunkenen1 die v4 #a und #c erwhnt werden1 und droht den schnellen ,untergang der ,stadt durch einen ,gewaltigen ,jahwes an4 ,an diese ,drohung scheint sich nun v4 #g f4 usserst bequem anzuschliessen4 ,besonders eindrucksvoll scheint dann das zu sein1 indem es so zugleich auch auf die ,strafe hinweist1 die auch den jerusalemischen ,trunkenbolden droht4 ,zudem scheint das ,stck wie geschaffen als ,einleitung in eine derartige ,sammlung wie die vorliegende4 ,der ,eingang dieser ,drohung lsst an poetischer ,kraft und ,flle sonstigen ,eingngen ,jesaias in ,reden und ,redesammlungen nichts nach4 ,deshalb steht auch ,duhm nicht an1 anzunehmen1 dass ,jesaia selbst die ,verbindung in v4 #g f4 mit v4 #a-d hergestellt habe1 als er nmlich alle einzelnen ,stcke zu einem ,bchlein vereinigte4 ,allein diese ,annahme ,duhms bereitet doch ,schwierigkeiten1 die sich nicht beseitigen lassen1 und die deshalb diese ,annahme fr unser ,stck mindestens widerraten1 fr andere ,stcke aber geradezu unmglich machen4 ,dass man nicht etwa annehmen darf1 dass ,jesaia c4 #bh1a-d und v4 #g ff4 in einem ,zuge in ,jerusalem gesprochen habe1 ist im ersten ,teile dieser ,abhandlung schon bewiesen worden4 ,die ,ereignisse1 auf die sich c4 #bh1a-d bezieht1 liegen #bj ,jahre frher1 und v4 #g ff4 bilden gar keine eigentliche ,rede1 sondern enthalten die ,schilderung einer wahrscheinlich im ,tempelvorhof vorgefallenen ,szene4 ,es kann sich also nur um nachtrgliche schriftstellerische ,verbindung beider ,stcke handeln4 ,dies kann nach der gangbaren ,vorstellung der ,entstehung jesajanischer ,schriften nur geschehen sein1 als ,jesaia das ,stck v4 #g-ac niederschrieb1 oder als er die ,sammlung der einzelnen vorliegenden ,stcke vornahm4 ,die erstere ,annahme ist an sich sehr unwahrscheinlich4 ,denn es ist nicht wohl denkbar1 dass ,jesaia als ,einleitung zu dem kurzen ,stcke v4 #g-ac eine fast gleich lange ,rede gesetzt habe1 die sich inhaltlich auf ganz andere ,umstnde und ,zeitlage bezieht4 ,denn die ,trunkenheit der ,priester und ,propheten bildet doch nur den ,ausgangspunkt und ,hintergrund der ,szene1 whrend sich die eigentlichen ,auseinandersetzungen auf ganz andere ,dinge beziehen 7v4 #ab74 ,vor allen ,dingen aber sollte man erwarten1 dass dann der ,prophet irgendwie auf seine ,einleitung ,bezug genommen htte4 ,da dies aber nicht geschehen ist1 so ist auch an eine engere schriftstellerische ,verbindung zwischen v4 #a-d und v4 #g-ac nicht zu denken4 ,aehnliche ,einwnde erheben sich gegen die ,annahme ,duhms1 dass ,jesaia die ,verbindung zwischen v4 #a-d und v4 #g ff4 erst spter hergestellt habe1 als er die einzelnen ,stcke unseres ,buches zu einer ,sammlung vereinigte4 ,welche ,grnde sollte wohl der ,prophet gehabt haben1 diese inhaltlich und zeitlich so fern liegende ,drohrede mit den andern so eng zusammengehrigen ,stcken zu vereinigen1 und dieselbe als ,einleitung an die ,spitze derselben zu stellen4 ,denn ein besonderer ,grund musste doch dafr angegeben werden knnen1 aus dem ,jesaia dieses ,stck aus der ,zeit vor der ,zerstrung ,samarias mit den aus der ,sanherib-,zeit stammenden ,stcken verbunden haben knnte4 ,nun ergiebt sich aber aus einem ,vergleich dieses ,stckes mit den brigen ,abschnitten #a4 dass in den smmtlichen brigen ,stcken auch nicht ein einziges ,mal ausser in c4 #bh1g1 auf c4 #bh1a-d ,bezug genommen wird4 #b4 dass c4 #bh1a-d in inhaltlicher ,beziehung vllig andersartig ist als die smmtlichen anderen ,stcke4 ,in letzteren handelt es sich1 wie wir gesehen haben1 um politische ,dinge2 der ,grund aller ,drohungen ist das wider ,jahwes ,willen geplante und vollzogene ,bndnis mit ,aegypten4 ,in c4 #bh1a-d wird dagegen als ,ursache des ,unterganges von ,samaria die sittliche ,verkommenheit seiner ,bewohner angefhrt1 die sich in ihrer ,vllerei kundgiebt4 ,die einzige ,beziehung hat das ,stck c4 #bh1a-d zu den ,versen #g und #h dieses ,kapitels1 und zwar auch nur darin1 dass in v4 #g und #h auch von ,trunkenen die ,rede ist4 ,allein diese ,beziehung ist doch eben nur sehr usserlich und kann deshalb eher einem ,redaktor als dem ,jesaia selbst zugetraut werden4 ,ein solches ,armutszeugnis drfen wir doch dem ,jesaia nicht ausstellen1 dass er nicht eine selbststndige ,einleitung zu seiner ,sammlung habe herstellen knnen1 sondern dass er dazu ein mglichst wenig passendes ,stck aus frherer ,zeit gewissermassen an den ,haaren herbeigezogen habe4 ,es spricht auch noch ausser den inneren ,grnden ein usserer ,umstand dafr1 dass c4 #bh1a-d nicht von ,jesaia1 sondern von einem spteren ,redaktor an die ,spitze der ,sammlung gestellt sei1 das sind die beiden unechten ,verse #e und #f4 ,wren v4 #a-d von ,anfang an eng mit v4 #g ff4 verbunden gewesen1 so wre es kaum denkbar1 dass sich zwischen v4 #d und das v4 #g jene beiden ,verse eingedrngt htten4 ,ist aber die ,verbindung von v4 #a-d mit v4 #g ff4 erst vom ,redaktor hergestellt1 dann stammen jedenfalls auch die dieselbe herstellenden ,worte von ihm1 und wahrscheinlich ist dann berhaupt v4 #g f4 eine fr jene ,verbindung vom ,redaktor hergestellte ,umarbeitung einer etwas anderen jesajanischen ,einleitung zu der v4 #i ff4 geschilderten ,szene im ,tempelvorhof4 ,denn es ist schon im ersten ,teile der ,abhandlung hervorgehoben worden1 dass v4 #g f4 wahrscheinlich nicht so1 wie wir sie haben1 von ,jesaia niedergeschrieben worden sind4 ,eine jesajanische ,einleitung hat sicher vor v4 #i ff4 gestanden1 weil dieselben sonst unverstndlich wren und keinen ,eingang htten4 ,aber der ,redaktor hat wahrscheinlich das darin von der ,trunkenheit der ,priester und ,propheten ,gesagte stark betont und weiter ausgemalt1 um einen mglichst engen ,anschluss an v4 #a-d zu erhalten1 und hat dagegen ,manches weggelassen1 was uns vielleicht fr das ,verstndnis von v4 #i ff4 wertvoller gewesen wre4 ,ob aber die ,verbindung von c4 #bh1a-d mit den brigen ,stcken dadurch entstanden sei1 dass in der jesajanischen ,aufzeichnung erzhlt war1 wie der ,prophet sich im ,streite mit den trunkenen ,jerusalemiten auf die ehemalige ,weissagung ber ,samaria und auf ihre vor ,augen liegende ,erfllung berufen hat1 wie ,hackmann#i annimmt1 lsst sich nicht mehr ausmachen4 ,ntig ist diese ,annahme keineswegs1 da die spteren ,sammler durchaus keine ,rcksicht auf die ,chronologie nahmen1 und fr denselben zur ,aufnahme des ,stckes z4 ,b4 auch das im ,anfange sehr wohl ausschlaggebend gewesen sein kann4 ,so viel scheint mir wenigstens erwiesen zu sein1 dass der ,anfang der zusammengehrigen jesajanischen ,stcke unseres ,buches nicht mehr erhalten1 sondern von einem anderen durch das allerdings auch jesajanische1 aber unserm ,zusammenhange fremdartig gegenberstehende ,stck ,jes4 #bh1a-d ersetzt worden ist4 ,aber auch die brigen sachlich zusammengehrigen ,stcke knnen so1 wie sie uns vorliegen1 trotz ihres grossen sachlichen ,zusammenhanges und ihrer strengen zeitlichen ,reihenfolge nicht als eine von ,jesaia selbst hergestellte ,sammlung angesehen werden4 ,duhm vertritt allerdings diese ,meinung4 ,er sagt#aj3 ,ich halte es fr mglich1 dass ,jesaia die ,stcke1 die wir jetzt von c4 #bh1a an lesen1 die sich recht gut als eine durch ,jesaias eigene ,hand redigierte ,schrift auffassen lassen1 in ihrer dem ,anschein nach beispiellos korrekten chronologischen ,reihenfolge zusammengestellt habe2 diese ,schrift geht dann mindestens bis c4 #cj1ag umfasst aber vielleicht auch noch c4 #cj1bg-ca1i48 ,aber ,duhm vermag es selbst nicht1 diese seine ,ansicht fr alle jesajanischen ,stcke innerhalb des von ihm angenommenen ,rahmens durchzufhren4 ,das ist zunchst bei dem ,stcke c4 #cj1f f4 der ,fall4 ,das ,stck trgt die ,ueberschrift3 ,htte dieses ,stck ursprnglich dicht neben c4 #cj1a-e gestanden1 so wre nicht einzusehen1 wie diese ,ueberschrift gerade zwischen v4 #e und #f hineingekommen wre4 ,denn auch v4 #a-e reden von dem ,zuge nach ,aegypten1 gehren also usserlich und innerlich ziemlich eng zusammen1 und kein ,mensch wrde v4 #f f4 fr ein besonderes1 fr sich bestehendes ,orakel gehalten haben4 ,man msste also erwarten1 dass dann die ,ueberschrift vor v4 #a stnde4 ,duhm findet es daher wahrscheinlich1 dass das ,stck einst1 wegen seiner ,stichwortberschrift neben c4 #ba4 #bb gestanden habe und erst von dem letzten ,redaktor hierher versetzt worden sei4 ,ob sich nicht eine andere1 ebenso befriedigende ,erklrung dafr wird finden lassen1 werden wir nachher sehen2 hier soll nur festgestellt werden1 dass das ,stck v4 #f f4 sich nicht ursprnglich direkt an v4 #a-e angeschlossen haben kann4 ,zweifelhaft erscheint es ,duhm ferner1 ob das ,stck c4 #bi1ac f4 die ,fortsetzung zu v4 #i f4 bildet4 ,die einleitenden ,worte3 der ,herr sprach1 scheinen ihm auf einen andern1 vielleicht historischen ,zusammenhang hinzuweisen1 aus dem der ,sammler das ,stck herausgebrochen hat4 ,dass sein ,inhalt fr seine ,zuweisung zur ,periode ,sanheribs spricht1 ist an sich noch kein ,beweis fr die ,ursprnglichkeit seiner jetzigen ,stellung4 ,denn wir haben auch jetzt noch an anderen ,stellen des ,jesaia-,buches ,stcke1 die jener ,periode zugehren4 ,es handelt sich hier nicht um den ,inhalt1 sondern um die ,form des ,anschlusses4 ,und da muss doch gesagt werden1 dass die einleitende ,formel und es sprach der ,herr8 nicht zum direkten ,anschlusse von v4 #ac f4 an v4 #i f4 passt4 ,denn diese ,formel wrde1 falls sie von ,jesaia zur ,verbindung der beiden ,stcke geschrieben wre1 beide zu einem ,ganzen verbinden4 ,dass das aber nicht geht1 ist bereits im ersten ,teile der ,abhandlung gezeigt worden4 ,das einzige ,stck1 welches ausser dem eben besprochenen noch eine scheinbare ,verbindung mit dem vorhergehenden aufweist1 ist c4 #bh1ad ff4 ,aber auch hier zeigt grade die ,art dieser ,verbindung1 dass dieselbe nicht von ,jesaia zum ,zwecke des direkten ,anschlusses von v4 #ad ff4 an v4 #g-ac hergestellt sein kann4 ,denn die ,verbindung von v4 #ad ff4 mit dem ,vorhergehenden durch ist ungeschickt und verdunkelt den ,sinn4 ,es ist oben gezeigt worden1 welche ,schwierigkeiten dieses den ,auslegern bereitet1 und zu welchen gezwungenen ,erklrungen es gefhrt hat4 ,denn einmal enthlt das ,stck v4 #ad ff4 selbst in v4 #ae die ,begrndung zu der folgenden ,drohung1 auf die auch ausdrcklich in v4 #ah ,bezug genommen wird2 andrerseits ist aber in v4 #g ff4 von einer solchen ,begrndung1 auf die doch das weisen msste1 gar keine ,rede4 ,daher ist das entweder nachtrglich vom ,redaktor hergestellt1 oder weist1 was noch wahrscheinlicher ist1 auf einen anderen ,zusammenhang hin4 ,denn es ist nicht sehr wahrscheinlich1 dass ein ,sammler1 der doch sonst jesajanische ,stcke ohne besondere ,verknpfung aneinandergereiht hat1 ohne ,grund diese unpassende ,verbindung hergestellt haben sollte4 ,so ergiebt sich uns also1 dass grade die ,stcke1 die mit dem vorhergehenden schriftstellerisch verbunden zu sein scheinen1 eben um dieser ,verbindung willen nicht von ,jesaia selbst so zusammengestellt sein knnen1 sondern dass ihr ,eingang vielmehr auf einen anderen1 als ihren jetzigen ,zusammenhang hinweist4 ,doch ehe wir auf die ,frage eingehen1 welches etwa ihr ursprnglicher ,zusammenhang gewesen sein knne1 mssen wir uns noch mit den brigen jesajanischen ,stcken befassen4 ,es sind die ,stcke3 c4 #bi1a ff41 #bi1i f41 #bi1ae1 #cj1a ff41 #cj1h ff41 #ca1a ff4 ,alle diese ,stcke stehen ohne irgendwelche schriftstellerische ,verbindung neben einander4 ,an sich ist das ,fehlen redaktioneller ,verbindung der ,stcke nun freilich kein ,grund1 ihre ,zusammenstellung dem ,jesaia abzusprechen4 ,es ist im ,gegenteil oft der ,fehler bei der ,erklrung prophetischer ,schriften1 dass man eine ,verbindung zwischen einzelnen ,reden herzustellen sucht1 die nicht vorhanden und nicht beabsichtigt ist4 ,aber wenn wir die in ,rede stehenden ,stcke betrachten1 so werden wir doch zu dem ,schlusse gedrngt1 dass diese ,stcke in ihrer jetzigen ,gestalt nicht von ,jesaia selbst zu einem ,buch zusammengestellt sein knnen4 ,zunchst mssen wir c4 #cj1h ff4 aus der vermeintlichen ,sammlung ausscheiden4 ,denn dieses ,stck setzt in seinem ,eingange unbedingt einen anderen ,zusammenhang voraus1 als er in dem vorhergehenden ,stcke gegeben ist4 ,das ,stck beginnt mit den ,worten3 ,jetzt geh' hinein1 schreib es nieder1 und auf ein ,buch zeichne es6 ,mag der ,vers auch nicht mehr ganz in ,ordnung sein#aa1 so bleibt doch immer bestehen1 dass ,jesaia aufgefordert wird1 jetzt8 hinein 787 zu gehen und es8 aufzuschreiben4 ,worauf bezieht sich das 1 und was ist mit den ,suffixen in den ,verben gemeint8 ,da uns das nicht im ,folgenden gesagt wird1 so mssten wir erwarten1 dass es im ,vorhergehenden irgendwie angedeutet sei4 ,das ,witzwort in v4 #g b kann es nicht sein2 denn erstens stammt es nicht von ,jesaia1 und zweitens steht es in dem ,stck v4 #f f41 das1 wie wir gesehen haben1 auch nicht ohne ,weiteres dem ,zusammenhange angehrt4 ,in dem vorhergehenden ,stck c4 #cj1a-e lsst sich aber auch nichts zur ,erklrung finden4 ,dann ist aber klar1 dass auch dieses ,stck nicht als unmittelbare ,fortsetzung des vorhergehenden von ,jesaia niedergeschrieben sein kann4 ,die noch brigen ,stcke fordern in ihren ,anfngen keine ,beziehungen auf etwas ,vorangegangenes4 ,sie knnten also an sich wohl in ihrer ,reihenfolge von ,jesaia zu einer ,sammlung zusammengestellt worden sein4 ,aber ein anderer ,umstand widerspricht dieser ,mglichkeit4 ,wrden wir nmlich die vorherbesprochenen ,abschnitte aus dieser ,sammlung herausnehmen1 so wrde dadurch der sachlich-chronologische ,zusammenhang der ,stcke1 den wir oben nachgewiesen haben1 zerstrt werden4 ,wir kmen ja auch dann zu der unglaublichen ,annahme1 dass ,jesaia seine eigenen zusammengehrigen ,stcke nur zum kleinen ,teil geordnet habe1 und dass es erst einem spteren ,bearbeiter gelungen sei1 fr alle ,stcke die chronologisch-sachliche ,ordnung herzustellen4 ,dieser ,annahme ist jedenfalls die andere vorzuziehen1 dass die ,zusammenstellung der ,stcke in der ,gestalt1 in welcher sie uns vorliegen1 berhaupt nicht auf ,jesaia1 sondern auf einen spteren ,sammler zurckzufhren ist4 ,zu diesem ,resultate werden wir auch noch durch eine andere1 etwas allgemeinere ,erwgung gefhrt4 ,wenn wir fragen1 in welcher ,weise ,jesaia die vorliegende ,sammlung hergestellt haben knnte1 so bieten sich zur ,beantwortung dieser ,frage berhaupt nur zwei ,mglichkeiten4 ,entweder hat der ,prophet seine frher vereinzelt und nacheinander aufgeschriebenen ,stcke und ,reden in einer spteren ,zeit geordnet und zusammengestellt1 oder er hat die in einer frheren ,zeit nur gehaltenen ,reden selbststndig reproduziert und zu ,papier gebracht4 ,in letzterem ,falle wre dann die ,sammlung gewissermassen wie aus einem ,gusse entstanden4 ,aber in diesem ,falle mssten erst recht alle einzelnen ,stcke der ,sammlung unter einander verbunden sein und auch schriftstellerisch zusammen ein wohl abgerundetes ,ganze bilden4 ,das kann man aber von den vorliegenden ,stcken trotz ihrer korrekten sachlichen ,ordnung nicht behaupten4#ab ,darum mssten sie auf die erstere ,art entstanden sein1 wenn sie in ihrer jetzigen ,form eine von ,jesaia hergestellte ,sammlung bilden sollten4 ,es ist aber unmglich1 sich alle einzelnen ,stcke auf diese ,art entstanden sein zu denken4 ,ueberhaupt ist diese ganze gangbare ,vorstellung von der ,niederschrift wirklich gehaltener prophetischer ,reden schwer zu vollziehen4 ,man muss ,hackmann ,recht geben1 dass es beinahe etwas ebenso ,unnatrliches hat1 zu denken1 der ,prophet habe seine in der ,glut des ,geistes geredeten ,worte nachher schriftlich wiederholt1 wie wenn man annhme1 er htte sie vorher wie eine zu haltende ,predigt ausgearbeitet48 ,so lange wir indessen nicht eine andere gengende ,erklrung fr die ,aufzeichnung prophetischer ,reden in unsern ,prophetenbchern haben1 wird diese ,vorstellung wohl weiter gangbar bleiben4 ,wir mssen darum auch an dieser ,stelle mit ihr rechnen und hoffen1 sie wenigstens fr unser ,buch zerstren zu knnen4 ,auf diejenigen lngeren ,reden unserer ,stcke1 welche deutlich ,schuld und ,strafe verknden1 und die auch einen selbststndigen ,eingang und ,abschluss bilden1 lsst sich vielleicht die angegebene ,vorstellung ihrer ,niederschrift anwenden4 ,in ihnen hatte der ,prophet dann1 entweder fr sich1 oder fr seine ,zeitgenossen und die spteren ,geschlechter deutlich seine ,meinung aufbewahrt4 ,aber es giebt grade auch unter den uns vorliegenden ,stcken solche1 bei denen man fr sich allein weder erkennt1 an wen sie gerichtet sind1 noch worauf sie sich beziehen2 kurze ,sprche1 die fr sich allein berhaupt gar keinen ,sinn geben4 ,so htte sich der ,prophet aus der ,zeit1 in der er den definitiven ,entschluss der ,volksleiter1 sich mit ,aegypten zu verbinden erfuhr1 nur c4 #bi1ae notiert6 ,ist es ferner vorstellbar1 dass sich ,jesaia als ,wiedergabe einer oder mehrerer ,reden und heftiger ,kmpfe mit den ,volksleitern c4 #bi1i f4 aufgeschrieben habe 86 ,oder was mochte wohl ,jesaia damit bezwecken1 als er1 nicht als ,rede1 sondern in ,form der ,erzhlung die ,thatsache niederschrieb1 dass die judischen ,gesandten auf dem ,wege nach ,aegypten seien 7c4 #cj1f f478 ,dieselbe ,frage erhebt sich gegenher der ,schilderung jener ,szene im ,tempelvorhof c4 #bh1g ff4 ,endlich mssten wir auch annehmen1 dass die jetzt in ihrem ,anfange unvollstndigen ,stcke schon bei ihrer ersten ,aufzeichnung von ,jesaia so unvollstndig niedergeschrieben wren1 da es sonst unbegreiflich wre1 warum er sie nicht vollstndig in seine ,sammlung herbergenommen htte4 ,aus allen diesen ,grnden ist die ,annahme1 dass ,jesaia die vorliegende ,sammlung aus einzelnen frher selbststndigen ,stcken hergestellt habe1 unzulssig1 und damit ist berhaupt die ,sammlung der ,stcke in der uns vorliegenden ,gestalt durch ,jesaia selbst unerklrlich4 ,so hat uns also nicht nur die ,untersuchung der einzelnen ,stcke auf ihren ,zusammenhang untereinander1 sondern auch die ,erwgung allgemeinerer ,art zu demselben ,resultate gefhrt1 dass die inhaltlich zusammengehrigen ,stcke unseres ,buches1 so wie sie uns jetzt vorliegen1 nicht von ,jesaia zusammengestellt sein knnen4 ,sie mssen daher von einem spteren ,sammler in ihren jetzigen ,zusammenhang gebracht sein4 ,aber woher hat sie dieser sptere ,sammler entnommen8 ,er kann sie jedenfalls nicht aus einzelnen ,aufzeichnungen ,jesaias zusammengestellt haben4 ,denn wir haben gesehen1 dass es undenkbar ist1 dass ,jesaia alle diese einzelnen ,stcke zu verschiedenen ,zeiten einzeln und als selbststndige ,stcke aufgezeichnet habe4 ,ausserdem wre auch ein spterer ,sammler kaum im ,stande gewesen1 die in der ,reihenfolge der ,stcke waltende grosse sachliche ,ordnung herzustellen4 ,daher mssen die einzelnen ,stcke aus einem grsseren ,zusammenhange stammen4 ,darauf fhrt #a4 ihre chronologisch-sachliche ,ordnung1 #b4 der ,umstand1 dass mehrere ,stcke teils in ihrem ,anfange unvollstndig sind 7c4 #bh1g ff4 c4 #cj1h ff471 teils auch durch die ,art ihres ,anfanges auf etwas ,verlorengegangenes schliessen lassen 7c4 #bh1ad ff4 c4 #bi1ac f474 ,halten wir die beiden ,punkte zusammen1 so lsst sich vermuten1 und zwar namentlich aus der innerhalb der einzelnen ,stcke herrschenden chronologischen ,ordnung1 dass der grssere ,zusammenhang1 aus dem die einzelnen ,stcke entnommen sind1 ein geschichtlicher ,zusammenhang gewesen ist4 ,es gilt nun im ,folgenden zunchst1 diese ,vermutung wissenschaftlich nher zu begrnden1 und zu zeigen1 dass sich durch diese ,annahme eines ursprnglich geschichtlichen ,zusammenhanges der in ,frage stehenden jesajanischen ,stcke des ,buches alle vorhandenen ,schwierigkeiten beseitigen lassen4 ,der einzige1 der bisher diese ,vermutung ausgesprochen hat1 ist ,hackmann1 in seiner ,schrift ber die ,zukunftserwartung des ,jesaia4 ,er sagt dort ,seite #dg3 ,unwillkrlich umgiebt man diese ,reden mit ,geschichte1 und -- sollten sie nicht auch ursprnglich in geschichtlicher ,umrahmung gestanden haben8 ,anzeichen fr ein frheres ,vorhandensein historischer ,einkleidung liegen wohl vor4 ,das cap4 #bh steht so sehr mit einem konkreten geschichtlichen ,vorgange in ,verbindung1 dass die ,vorstellung nahe liegt1 eine kurze ,darstellung der begleitenden ,verhltnisse sei einmal damit ,hand in ,hand gegangen4 ,manche ,einzelheiten sind wie eine ,bezugnahme auf eine nebenhergehende ,erzhlung2 v4 #i f4 setzt eine ,unterbrechung der ,rede durch ,einwrfe der ,trunkenen voraus2 v4 #ae redet in ,anspielungen von einem ,faktum1 ber welches ursprnglich vielleicht auch einige ,worte verloren waren4 ,aehnlich ist es mit ,stellen wie #cj1a4 #f4 #ae und #af4 ,natrlich ist nur ein kurzer und einfacher ,rahmen der ,situation fr die einzelnen ,aussprche anzunehmen1 in der ,weise von c4 #g und #h48 ,es gilt nun im ,folgenden1 diese von ,hackmann mehr andeutungsweise ausgesprochene ,vermutung nher zu begrnden und allseitig sicher zu stellen4 ,ein starker ,wahrscheinlichkeitsgrund fr die ,richtigkeit dieser ,annahme liegt ja vor allen ,dingen in der oben nachgewiesenen chronologischen ,reihenfolge unserer ,stcke4 ,wir mssen uns aber auch nach mglichst starken usseren ,sttzen fr dieselbe umsehen4 ,diese liegen nun aber meines ,erachtens nicht zuerst in den von ,hackmann hervorgehobenen ,anzeichen einer frheren geschichtlichen ,umrahmung1 obwohl auch diese1 wie wir nachher sehen werden1 stark mit ins ,gewicht fallen4 ,der ,hauptbeweis fr die ,annahme eines frheren geschichtlichen ,zusammenhanges unserer ,stcke liegt vielmehr in der ,beschaffenheit dieser ,stcke selbst4 ,diese enthalten nmlich keineswegs alle1 wie man bisher meist angenommen hat1 ,reden1 sondern sind zum guten ,teil selbst noch geschichtliche ,darstellungen1 zum ,teil geben sie auch ,reden in geschichtlich referierender ,form wieder4 ,eigentliche ,reden enthalten berhaupt nur folgende ,stcke3 #a4 c4 #bh1ad-bb4 ,dieses ,stck wendet sich mit direkter ,anrede gleich in v4 #ad an die ,machthaber in ,jerusalem und behlt die ,form der ,anrede bis zum ,schlusse bei4 #b4 c4 #bi1i f4 ,wer in dem kurzen ,stcke angeredet ist1 ist nicht gesagt2 wahrscheinlich sind es die ,volksleiter1 denen ,jesaia das ,verstockungsgericht ,jahwes ankndigt4 #c4 c4 #cj1a-e4 ,indessen ist hier schon zu merken1 dass die ,rede erst von v4 #c an mit dem direkte ,anrede wird4 ,in v4 #a f4 ist der ,spruch ,jahwes in dritter ,person referierend wiedergegeben4 ,denn die ,worte3 darf man nicht bersetzen3 ,wehe euch widerspenstigen ,shnen1 ist der ,spruch ,jahwes2 sondern sie heissen3 ,wehe ber die widerspenstigen ,shne u4 s4 w4 ,das geht klar hervor aus c4 #bi1ae4 ,das ,stck beginnt ganz parallel3 und fgt dann den ,nachsatz in dritter ,person an1 wie aus dem und dem hervorgeht1 vgl4 auch c4 #ca1a f4 #d4 c4 #cj1ab-ag4 ,die ,rede wendet sich an die ,volksleiter und verkndet ihnen wegen ihres ,ungehorsams gegen den ,willen ,jahwes den ,untergang4 ,aber diese ,rede will nicht die ,wiedergabe einer ,rede ,jesaias an das ,volk sein4 ,jesaia steht gar nicht vor dem ,volk1 sondern sitzt in seinem ,hause und schreibt diese ,rede als eine ,rede ,jahwes an das ,volk fr einen spteren ,tag auf4 ,denn mit den ,worten3 7v4 #ab7 ist dieselbe nicht nur als ,rede ,jahwes bezeichnet1 sondern auch eng an die vorangehenden ,verse #h-aa angeschlossen4 ,damit ist natrlich nicht gesagt1 dass ,jesaia nicht hnliche ,reden an das ,volk gehalten hat4 ,aber es kommt hier auf die ,form an1 in welcher die vorliegende ,rede aufgezeichnet ist2 und darnach ist dieselbe nicht die ,wiedergabe einer an das ,volk gehaltenen ,rede1 sondern einer dem ,jesaia von ,jahwe geoffenbarten ,rede1 die ihm zum ,zeugnis dienen soll 4 ,die vier ,reden sind die einzigen direkten1 in der zweiten ,person an das ,volk oder dessen ,leiter gerichteten ,reden unserer ,stcke4 ,und auch diese erfahren in ihrer ,bedeutung als solcher1 wie wir gesehen haben1 ,einschrnkungen4 ,neben diesen direkten ,reden an das ,volk stehen andere1 die in erzhlender ,form in der dritten ,person berichtet sind4 ,dazu gehren1 wie oben zu c4 #cj1a-e schon bemerkt worden ist1 die ,wehereden in c4 #bi1ae und c4 #ca1a ff4 ,es sind ,zornesausbrche ,jesaias im ,namen seines ,gottes1 hervorgerufen durch das ,zustandekommen und die ,ausfhrung jenes ,beschlusses1 durch welchen sich das ,volk in seinen ,fhrern definitiv vom ,gehorsam gegenber ,jahwe losgesagt hat4 ,es ist fraglich1 ob ,jesaia diese ,aussprche je mndlich vorgetragen hat2 sie eignen sich mehr zu schriftlichen ,drohworten1 und nach c4 #cj1h scheint es1 als ob sich ,jesaia von da an berhaupt auf ,weisung seines ,gottes vom ,schauplatz der ffentlichen ,thtigkeit zurckgezogen habe4 ,die ,form von c4 #ca berhaupt ist nicht die einer feurigen ,rede1 als vielmehr die einer grimmigen und doch siegesgewissen ,argumentation4 ,man achte auf das in v4 #b und die ,gegenberstellung ,jahwes und ,aegyptens in v4 #c2 ebenso auf das siegesgewisse3 in v4 #d4 ,er weiss es1 dass ,jahwe zu ihm und durch ihn geredet hat1 und dass er darum zuletzt noch ,recht behalten wird seinen ,gegnern gegenber4 ,jedenfalls ist auch c4 #bi1a ff4 zu diesen indirekten ,drohreden zu rechnen4 ,das ergiebt sich schon daraus1 dass ,ariel 7der ,opferherd7 angeredet ist4 ,aber das ,stck bietet solche ,schwierigkeiten1 dass sich seine ,form berhaupt nicht mehr wird mit ,sicherheit feststellen lassen4 ,in v4 #a redet ,jesaia1 v4 #b geht unvermittelt in die ,rede ,jahwes ber1 so dass anzunehmen ist1 dass zwischen v4 #a und #b etwas ausgefallen ist1 was auch der vllig abweichende ,text der ,,lxx wahrscheinlich macht4 ,gehrt v4 #g zum ursprnglichen ,text1 dann ist die ,rede berhaupt in ,schilderung bergegangen4 ,denn in v4 #g ist ,ariel in der dritten ,person genannt4 ,wir kommen nun zu einer dritten ,gruppe von ,stcken1 in denen ,worte ,jahwes an ,jesaia berichtet werden2 und weil dies ganz in der ,gestalt geschieht1 wie sie dem ,jesaia gegeben werden1 so tragen diese ,stcke vollkommen die ,form der ,erzhlung4 ,zu diesen ,stcken gehren c4 #bi1ac f4 und c4 #cj1h ff4 ,zu c4 #bi1ac f4 bemerkt schon ,duhm1 dass dieser ,spruch wegen der ,einleitung der ,herr sprach1 vielleicht auf einen historischen ,zusammenhang hinweise4 ,aber nicht nur die einleitenden ,worte1 sondern auch die ,worte der ,rede ,jahwes tragen die ,form der historischen ,darstellung4 ,es heisst ja nicht3 weil ihr euch nhert444 sondern weil sich dies ,volk nhert444 drum siehe behandle ich es wunderbar4 ,der ,angeredete ist der ,erzhler4 ,in c4 #cj1h bezieht sich nun auch der ,inhalt der ,rede ,jahwes auf ,jesaia1 ,jesaia erzhlt hier einen ,befehl ,jahwes1 den er erhalten hat1 mit den ,worten ,jahwes wieder2 das ist also auch keine ,rede ,jesaias1 sondern historische ,darstellung einer ,rede ,jahwes an ,jesaia4 ,wahrscheinlich gehren die mit angeschlossenen ,worte v4 #i-aa noch mit zur ,rede ,jahwes als ,begrndung des ,befehls4 ,jahwe wird zwar in v4 #i und #aa in dritter ,person erwhnt2 aber es hat nichts ,befremdliches1 wenn ,jahwe von sich in dritter ,person redet4 ,ueber die weitere ,fortsetzung v4 #ab ff4 ist schon oben die ,rede gewesen4 ,nun bleiben noch zwei ,stcke brig1 die jedes fr sich behandelt werden mssen3 c4 #cj1f f4 und c4 #bh1g ff4 c4 #cj1f f4 enthlt berhaupt keine ,rede1 sondern reine ,erzhlung4 ,es steht zwar jetzt3 ,orakel ,wsten des ,sdlandes8 darber2 aber auch diese geheimnisvolle ,ueberschrift kann natrlich fr uns nicht die ,erzhlung in eine ,rede verwandeln4 ,im ,land der ,enge und ,angst4444 fhren sie auf444 ,eseln 44444 ihre ,schtze zum ,volk1 das nicht ntzt444448 ,dieser einfache ,satz ist durch einiges potische ,beiwerk erlutert und erweitert4 ,das ist das geheimnisvolle ,orakel4 ,das ,land der ,angst ist die ,wste1 die ,schtze sind der ,tribut fr die versprochene ,hlfe1 das ,volk1 das nicht ntzt1 ist ,aegypten4 ,es liegt derber ,spott in dieser ,schilderung ,jesaias4 c4 #bh1g-ac ist weder blos ,erzhlung noch blos ,rede1 sondern es ist ,erzhlung1 direkte und indirekte ,rede zusammen1 kurz1 es ist die lebendige historische ,darstellung einer gewaltigen im ,tempelvorhof vorgefallenen ,scene4 ,die ,einleitung erzhlt oder vielmehr hat erzhlt die ,situation2 denn wie wir oben gesehen haben1 ist sie jetzt wahrscheinlich von einem spteren ,bearbeiter stark modifiziert4 ,in v4 #i f4 folgt dann in direkter ,rede die ,wiedergabe der ,anrede oder besser der ,hohnrede der trunkenen ,priester und ,propheten4 ,sie reden nicht ,jesaia1 sondern sich gegenseitig an1 da sie von ,jesaia in der dritten ,person reden4 ,und darauf folgt -- nicht eine ,anrede an1 sondern ein ,urteil ,jesaias ber die ,trunkenen und ihre ,rede2 denn von den ,trunkenen ist im ,folgenden in der dritten ,person geredet4 ,wenn wir fragen wollen1 an wen ,jesaia sich dieses ,urteil ber die ,trunkenen und ihre ,rede gerichtet dachte1 so werden wir wohl antworten mssen1 dass er dabei nicht jene ,sptter1 sondern die ,leser seines ,buches im ,auge hatte4 ,dass ,jesaia nicht eine hnliche ,drohrede jenen ,spttern ins ,gesicht geschleudert habe1 soll damit wieder nicht gesagt sein2 die hier so drastisch und lebendig dargestellte ,szene hat ,jesaia gewiss selbst erlebt4 ,aber die ,form der ,wiedergabe seiner ,entgegnung ist doch nun einmal nicht ,rede -- dann msste die zweite ,person stehen --1 sondern urteilende ,darstellung4 ,der berblick ber die ,form der in ,frage stehenden jesajanischen ,stcke hat uns gezeigt1 dass dieselben nur zum kleinsten ,teil wrtlich wiedergegebene ,reden enthalten1 dass die ,aufzeichnung auch vieler ,reden in indirekt referierender ,form gehalten ist1 und dass1 was fr unsere ,frage die ,hauptsache ist1 sich sogar mehrere ,stcke in rein historischer ,darstellung finden4 ,um die letzteren noch einmal aufzuzhlen1 so sind dies c4 #bh1g-ac4 c4 #bi1ac f4 c4 #cj1f f4 c4 #cj1h-aa4 ,dieser bisher immer bersehene ,thatbestand ist natrlich ein sehr entscheidendes usseres ,moment fr die ,richtigkeit unserer ,vermutung1 dass die zusammenhngenden jesajanischen ,stcke unseres ,buches ursprnglich einem grsseren historischen ,zusammenhange angehrt haben4 ,denn bei dieser ,annahme erklrt es sich allein1 dass sich in den uns erhaltenen jesajanischen ,stcken unseres ,buches bald die ,form der direkten1 bald der indirekten ,rede findet1 und dass sogar einige ,stcke die ,form der reinen ,erzhlung tragen1 whrend sich dieser ,wechsel der ,form bei der bisher blichen ,vorstellung der ,entstehung jesajanischer ,stcke doch durchaus nicht verstehen lsst4 ,wie sollte ,jesaia dazu gekommen sein1 solche zum ,teil abgerissenen und unvollstndigen ,stcke von ,reden1 ,erzhlungen und ,szenen aufgeschrieben und spter zusammengestellt zu haben6 ,auf einen grsseren ursprnglich historischen ,zusammenhang weisen nun auch zweitens die oben besprochenen ,eingnge einzelner ,stcke hin1 die jetzt zum ,teil vllig ,unzusammengehriges eng mit einander verbinden4 ,es sind die ,eingnge c4 #bh1g4 #bh1ad4 #bi1ac4 #cj1h4 und in weiterem ,sinne noch c4 #ca1d4 ,am deutlichsten ist das bei c4 #bi1ac4 ,die ,worte knnen1 wie wir gesehen haben1 nicht v4 #ac mit v4 #aj verbinden4 ,es muss also vor v4 #ac etwas ausgefallen sein1 woran die ,worte ursprnglich angeknpft haben4 ,dann weist aber das ,stck1 das selber erzhlende ,form trgt1 gerade auch mit seiner der ,erzhlungsform entnommenen ,einleitungsformel unabweislich auf einen historischen ,zusammenhang hin4 ,der ,inhalt lsst sich natrlich nicht mehr bestimmen1 muss aber mit der angefhrten ,rede ,jahwes irgendwie in ,beziehung gestanden haben4 ber den ,eingang in c4 #bh1g ist oben schon nher die ,rede gewesen4 c4 #bh1i ff4 fordern eine ,einleitung1 die die ,situation beschreibt4 ,wren die ,worte in c4 #bh1g jesajanisch1 dann wrden sie1 wie ,hackmann meint1 allerdings auf eine hnliche historische ,beschreibung der trunkenen ,ephraims zurckweisen4 ,aber die ,ursprnglichkeit des berlieferten ,textes in v4 #g f4 ist nicht sehr wahrscheinlich4 ,andererseits weist aber gerade auch der berlieferte ,text darauf hin1 dass vor v4 #i eine hnliche und jedenfalls umfassendere historische ,einleitung gestanden haben muss2 denn der ,bearbeiter kann die jetzige nicht aus der ,luft gegriffen haben1 zumal im ,folgenden von der ,trunkenheit der ,priester nicht mehr die ,rede ist1 und dann liegt es auch durchaus1 wie wir noch sehen werden1 der ,art des ,bearbeiters unserer ,stcke fern1 derartige geschichtliche ,einleitungen zu bilden2 er hat sie im ,gegenteil1 berall1 wo es mglich war1 entfernt und nur die ,reden in seine ,sammlung aufgenommen4 ,in c4 #bh1ad bereitet das 1 wie wir gesehen haben1 den ,auslegern grosse ,schwierigkeiten4 ,dasselbe setzt voraus1 dass der ,grund der folgenden ,drohrede im ,vorhergehenden angegeben war4 ,nun ist derselbe aber in v4 #g-ac nicht angegeben4 ,also muss vor v4 #ad etwas ausgefallen sein1 was den ,grund der folgenden ,drohung enthalten hat4 ,das kann aber nicht etwa der ,anfang der ,rede selbst gewesen sein4 ,denn in der v4 #ad ff4 angefhrten ,rede ist der ,grund der ,drohung in v4 #ae voll und ausreichend angegeben vgl4 v4 #ag f4 ,dieser ,umstand fordert vielmehr nothwendig die ,annahme1 dass der ,grund der ,drohrede vorher in geschichtlichem ,bericht gegeben war4 ,man knnte hchstens noch annehmen1 dass das v4 #ad berhaupt nicht ursprnglich zu dem jesajanischen ,stcke gehrt habe1 sondern vom ,bearbeiter hinzugesetzt sei1 um v4 #ad ff4 mit dem ,vorhergehenden zu verbinden4 ,aber einmal hat der ,sammler auch sonst in unserem ,buche jesajanische ,stcke ohne besondere ,verbindung nebeneinander gestellt1 und es wre kein rechter ,grund ersichtlich1 warum er grade dieses durch ein nachtrglich hinzugefgtes mit dem vorhergehenden verbunden haben sollte2 sodann aber setzt auch die ,art und ,weise1 in der v4 #ae der ,grund der ,drohung angegeben wird1 eine ,rckbeziehung auf konkrete geschichtliche ,verhltnisse voraus1 die ohne vorhergegangene ,erluterung dunkel bliebe und darum auch fr uns thatschlich dunkel ist4 ,hier kommen wir mit ,hackmann berein1 der in seiner oben angefhrten ,ausfhrung sagt1 v4 #ae rede in ,anspielungen auf ein ,faktum1 ber welches ursprnglich vielleicht einige ,worte verloren waren4 ,wir meinen1 dass das in v4 #ad noch deutlich diesen ,ausfall erkennen lsst4 ,in c4 #cj1h ist es nicht die ,form1 sondern der ,inhalt des ,verses selbst1 der auf geschichtliche ,beziehungen zurckweist1 deren ,angabe einmal vor ihm gestanden haben muss4 ,sowohl der ,zeitpunkt des 1 als auch der ,inhalt dessen1 was ,jesaia aufschreiben soll1 muss einmal irgendwie vor v4 #h erzhlt gewesen sein4 ,denn jetzt steht der ,vers vllig in der ,luft und die ,suffixe in den ,verben haben keine ,beziehung auf etwas ,vorhergehendes1 die sie doch notwendig fordern4 ,in c4 #ca1d endlich kann sich der ,eingang3 zur ,not als ,fortsetzung an v4 #c anschliessen4 ,wahrscheinlich ist dies indessen nicht4 ,denn einmal hat das ,stck v4 #a-c in den ,worten3 einen gewaltigen und vllig gengenden ,abschluss erreicht2 und zweitens passt der ,inhalt von v4 #d nicht genau zu #a-c4 ,denn v4 #a-c stellen gypten in den ,vordergrund1 whrend v4 #d von der ,belagerung ,jerusalems handelt4 ,ist aber v4 #d von v4 #a-c zu trennen1 dann verlangen die ,worte3 eine ,ergnzung1 die jetzt ausgefallen ist4 ,die ,annahme wird dadurch noch wahrscheinlicher1 dass das letzte ,stzchen in v4 #c mit seinem und jedenfalls mit ,duhm fr einen vom ,sammler hinzugesetzten ,abschluss zu halten ist4 ,die besprochenen ,eingnge in c4 #bh1g4 #bh1ad4 #bi1ac4 #cj1h4 und #ca1d machen also wahrscheinlich1 dass den durch sie eingeleiteten ,stcken andere1 und zwar zum ,teil sicher in geschichtlicher ,form1 einst vorangegangen sind4 ,dasselbe ist natrlich auch bei den brigen1 nicht besprochenen ,stcken1 nicht ausgeschlossen2 es finden sich in denselben nur keine ,anzeichen mehr vor1 die noch mit einiger ,deutlichkeit darauf hinweisen4 ,diese ,untersuchungen besttigen die ,vermutung ,hackmanns1 dass unsere ,stcke ursprnglich in geschichtlicher ,umrahmung gestanden haben4 ,die inneren ,grnde1 die er als ,sttzen seiner ,vermutung anfhrt1 lassen sich freilich nicht so beweisen1 dienen aber dem gefhrten ,beweise zur ,besttigung4 ,denn dass wirklich manche ,einzelheiten in unseren ,stcken wie eine ,bezugnahme auf eine nebenhergehende ,erzhlung erscheinen1 wird jeder zugeben1 der die ,stcke mit ,aufmerksamkeit liest4 ,ueber c4 #bh1ae ist vorhin schon die ,rede gewesen4 ,aehnliches wird man von den auch inhaltlich hnlichen ,versen c4 #cj1ae f4 sagen drfen4 ,doch c4 #cj1f kann nicht mit angefhrt werden1 da v4 #f f4 nicht ,rede1 sondern ,erzhlung enthalten4 ,ebenso ist es mit c4 #bh1i f41 das nach ,hackmann eine ,unterbrechung der ,rede ,jesaias durch ,einwrfe der ,trunkenen voraussetzt4 ,denn die v4 #i f4 vorausgehenden ,verse #f und #g sind nicht ,bestandteile einer ,rede ,jesaias1 sondern bilden die geschichtliche ,einleitung zu der v4 #i ff4 dargestellten ,szene4 ,doch wir bedrfen auch keiner weiteren ,beweise mehr fr die ,richtigkeit der aufgestellten ,hypothese1 dass die zusammengehrigen jesajanischen ,stcke unseres ,buches ursprnglich einem grsseren geschichtlichen ,zusammenhange angehrt haben4 ,wir haben folgende ,thatsachen festgestellt3 #a4 ,den in ,betracht kommenden jesajanischen ,stcken liegt eine streng chronologisch-sachliche ,ordnung zu ,grunde4 #b4 ,dieselben enthalten nur zum ,teil die ,wiedergabe von ,reden des ,propheten2 zum ,teil enthalten sie auch erzhlende ,darstellungen von ,reden und ,ereignissen4 #c4 ,die ,eingnge mehrerer ,stcke nehmen deutlich auf einst vorhergegangene geschichtliche ,darstellungen ,bezug4 ,diese ,thatsachen finden ihre ,erklrung nur durch die ,annahme1 dass unsere ,stcke einst in einer grsseren geschichtlichen ,umrahmung gestanden haben4 ,diese ,annahme wird nun noch durch folgende ,umstnde besttigt4 ,zunchst erklrt sich durch dieselbe am leichtesten die ,beschaffenheit1 in welcher uns die jesajanischen ,stcke vorliegen4 ,die jesajanischen ,partieen unseres ,buches bestehen aus lauter einzelnen1 zum ,teil abgebrochenen ,stcken und lassen jede schriftstellerische ,verbindung unter einander vermissen4 ,diese ,thatsache findet allein eine gengende ,erklrung in der ,annahme1 dass dieselben aus einem grsseren ,zusammenhange herausgebrochen sind4 ,dadurch erklrt sich vor allem auch das ,vorhandensein vieler so kurzer ,stcke1 die jetzt wegen ihrer ,zusammenhangslosigkeit als selbststndige ,stcke behandelt werden mssen1 ohne dass man einsieht1 wie sie entstanden sein und fr sich allein existiert haben knnten4 ,solche ,stcke sind c4 #bi1i f4 #ac f4 #ae c4 #cj1f f4 ,man kann nicht sagen1 dass ihnen am ,anfange oder ,schlusse etwas fehlt4 ,duhm nimmt dies zwar von c4 #bi1ae an3 was etwa noch fehlt1 scheint unleserlich geworden und darum vom ,redaktor durch v4 #af-bd ersetzt zu sein48 ,allein in diesen ,versen lsst sich nichts entdecken1 was die ,annahme ,duhms begnstigen knnte4 ,das nimmt auch ,duhm nicht an2 er hat keinen anderen ,grund fr seine ,annahme als die ,unwahrscheinlichkeit1 dass dieses kurze ,stck einst selbststndig existiert habe4 ,innerhalb einer geschichtlichen ,darstellung kann aber auch eine so kurze ,rede sehr wohl gestanden haben4 ,dasselbe gilt von den anderen ,stcken4 c4 #bi1i f4 ist als selbststndig aufgezeichnete ,rede vllig unerklrlich4 ,man weiss weder1 an wen sie gerichtet ist1 noch1 worauf sie sich bezieht1 noch1 was sie droht4 ,ist es wohl wahrscheinlich1 dass ,jesaia solche kurze ,stze aufgezeichnet hat8 ,eine irgendwie gengende ,erklrung dafr kann man nicht finden4 ,dagegen liefert die ,annahme1 dass ein spterer ,redaktor diese ,reden aus einem geschichtlichen ,zusammenhange herausgebrochen habe1 eine vollstndig gengende ,erklrung sowohl fr ihre ,krze als auch fr ihre sonst befremdliche ,unverstndlichkeit4 ,denn in ihrem ursprnglichen ,zusammenhange knnen alle ihre uns jetzt zum ,teil dunklen ,beziehungen sehr deutlich gewesen sein4 ,einer besonderen ,erklrung bedarf noch das kurze ,stck c4 #cj1f f41 das jetzt die ,ueberschrift trgt4 ,dass dieses kurze1 noch dazu rein erzhlende ,stck einst eine besondere und selbststndige ,aufzeichnung ,jesaias gebildet haben soll1 ist undenkbar1 trotzdem1 dass es jetzt als besonderes ,stck behandelt werden muss und auch schon von dem ,verfasser jener ,ueberschrift als solches behandelt worden ist4 ,aber ,duhm will nun eben um dieser ,stichwortberschrift willen das ,stck ganz aus seinem jetzigen ,zusammenhange entfernen und hlt es fr wahrscheinlich1 dass es einst neben c4 #ba4 #bb gestanden hat und erst vom letzten ,redaktor an seine jetzige ,stelle versetzt worden ist4 ,allein die in c4 #ba mit ,stichwortberschriften versehenen ,orakel sind nicht jesajanisch und werden auch von ,duhm nicht fr jesajanisch gehalten1 und c4 #bb gehrt nicht derselben ,zeit an wie unsere ,stcke4 ,andrerseits passt das ,stck c4 #cj1e f4 seinem ,inhalte nach vorzglich hinter v4 #a-e1 whrend es doch nicht einzusehen ist1 dass es der letzte ,redaktor1 der es doch gewiss unter der dogmatischen ,brille seiner ,stichwortberschrift betrachtet hat1 an seinen geschichtlich richtigen ,platz gesetzt haben sollte4 ,ich glaube aber1 dass sich bei unserer ,annahme eines ursprnglich geschichtlichen ,zusammenhanges unserer ,stcke eine gengende ,erklrung fr das ,stck und seine ,ueberschrift geben lsst4 ,es ist nmlich klar1 dass der ,sammler unserer ,stcke1 wie der von c4 #a 7resp4 #b7 -- #ab und der von c4 #ac ff4 eine ,sammlung von hat geben wollen vgl4 c4 #a1a4 #b1a4 #ac1a4 ,dazu gehrten vor allem alle ,reden1 die ,jesaia gehalten hat1 oder die ihm als 7c4 #a1a7 von ,jahwe offenbart worden sind4 ,daraus erklrt es sich1 dass unsere smmtlichen ,stcke ,reden1 sei es von ,jesaia1 sei es von ,jahwe enthalten1 und dass der ,sammler grade die sie verbindenden geschichtlichen ,partieen weggelassen hat4 ,er hat nun diese ,reden wrtlich so aus ihrem geschichtlichen ,zusammenhange herausgenommen1 wie er sie vorfand2 daher es kommt1 dass viele durch ihre ,form noch den geschichtlichen ,zusammenhang verraten4 ,nur in c4 #bh1g f4 hat er eine kurze geschichtliche ,einleitung stehen lassen1 um v4 #i ff4 mit v4 #a-d zu verbinden4 ,ausser diesen ,einleitungsversen ist nun das ,stck c4 #cj1f f4 das einzige1 welches berhaupt keine ,rede1 weder von ,jesaia1 noch von ,jahwe1 enthlt1 sondern der reinen ,erzhlungsform angehrt4 ,wie kommt es nun1 dass es der ,hersteller unseres ,buches dennoch aus seinem ,zusammenhange herausgelst und seiner ,sammlung einverleibt hat8 ,es lsst sich kein anderer ,grund dafr finden als der1 dass er es dennoch fr eine gehalten hat4 ,entweder that er dies1 weil er die ,stichwortberschrift1 vielleicht am ,rande seines ,exemplares1 schon vorfand1 oder er hat dieselbe1 was auch mglich ist1 erst selbst verfasst und zugesetzt1 weil er die ,verse fr ein ,orakel8 des ,jesaia hielt und sie als solches kennzeichnen wollte4 ,denn es wird ja immerhin auch fr seine damaligen ,leser nicht ganz leicht gewesen sein1 in diesen ,versen ein ,orakel ber die ,tiere des ,sdlandes8 zu erkennen4 ,so erklrt sich m4 ,e4 die ,ueberschrift dieses ,stckes so wie auch die ,aufnahme desselben in unsere ,sammlung am leichtesten4 ,es lassen sich also alle ,schwierigkeiten1 die sich aus der ,beschaffenheit der jesajanischen ,stcke unseres ,buches fr ihre ,herkunft und ,aufnahme in unsere ,sammlung ergeben1 durch die ,annahme eines ursprnglich geschichtlichen ,zusammenhanges derselben beseitigen1 whrend sie sonst unerklrlich bleiben wrden4 ,dieser ,umstand sttzt und besttigt daher die ,richtigkeit unserer ,these4 ,es lsst sich aber noch eine andere1 sehr wertvolle ,besttigung derselben aufweisen4 ,das ist die ,thatsache1 dass sich auch sonst im ,jesaia-,buche unzweifelhaft jesajanische ,stcke in geschichtlicher ,darstellung finden4 ,es sind dies die ,abschnitte c4 #f-h1ah1 c4 #bj und c4 #bb4 ,es ist klar1 von welcher ,bedeutung diese ,thatsache fr die ,annehmbarkeit unseres ,ergebnisses sein muss4 ,fnden sich nmlich im ,jesaia-,buche sonst keine derartigen1 von ,jesaia stammenden geschichtlichen ,darstellungen1 sondern nur1 worauf etwa c4 #a-e fhren knnten1 ,redesammlungen1 so wrde sich immer wieder gegen unser ,ergebnis das ,bedenken erheben1 dass es doch sonst nicht ,jesaias ,art sei1 derartige geschichtliche ,darstellungen zu geben4 ,wir mssen deshalb noch kurz auf das ,verhltnis der brigen ,prophetieen des ,jesaia zu den in unserer ,sammlung enthaltenen eingehen4 ,es wird sich zeigen1 dass nicht nur wenigstens die in c4 #f-h enthaltene ,schrift der unserer ,sammlung zu ,grunde liegenden nach ,zweck und ,anlage sehr hnlich ist1 sondern auch1 dass diese geschichtlichen ,darstellungen den wesentlichsten ,teil von allem ausmachen1 was ,jesaia berhaupt gegen ,jerusalem und ,juda geschrieben hat4 ,gewhnlich nimmt man an1 dass c4 #f-i1f eine kleine1 von ,jesaia selbst hergestellte ,sondersammlung seiner ,prophetieen sei4 ,richtig ist an dieser ,annahme nur1 dass der ,hersteller der grsseren ,sammlung1 etwa der von c4 #b-ab1 c4 #f-i1f bereits als abgeschlossene ,sammlung vor sich hatte2 denn sonst htte er c4 #f an den ,anfang seiner grsseren ,sammlung gestellt4 ,aber ,hackmann hat meines ,erachtens entscheidend nachgewiesen1 dass das ,bchlein c4 #f-i1f nicht von ,jesaia zusammengestellt sein kann4#ac ,denn die hinter c4 #h1ah folgenden ,worte bilden ein ,fragment aus allerlei zerbrckelten ,stcken1 und sind dazu zusammengetragen1 um den ,uebergang zu c4 #i herzustellen4 ,hackmann macht nun darauf aufmerksam1 dass c4 #h1af-ah den ,eindruck eines ,schlusses machen4 ,die ,schlussworte3 sind ein guter ,abschluss84 ,da nun c4 #f ein in sich geschlossenes ,ganze fr sich bildet1 so liegt die ,folgerung nahe1 dass die ,zusammenhnge von c4 #g und #h in c4 #h1af-ah ihren ,abschluss finden4 ,und in der ,that ist es grade die ,sammlung c4 #g-h1ah1 die der dem ,buche c4 #bh-cc zu ,grunde liegenden jesajanischen ,schrift nach ,zweck und ,anlage so beraus hnlich ist4 ,dieselbe kann dem von uns gefundenen ,resultate einer ursprnglich geschichtlichen ,form jener ,schrift um so mehr zur ,besttigung dienen1 als hier die geschichtliche ,darstellungsform in den einzelnen ,stcken noch viel deutlicher zu ,tage tritt4 ,sehen wir uns dieselben daraufhin etwas nher an6 c4 #g1a-ag enthlt nach ,duhm einen ,bericht8 von ,handlungen und ,reden ,jesaias beim ,herannahen der ,syrer und ,israeliten gegen ,juda4 ,wirklich enthlt auch c4 #g1 auch wenn man v4 #a 7 ,,ii4 ,kn4 #af1e7 vom ,sammler entlehnt sein lsst1 um den verlorenen ,eingang einigermassen zu ersetzen1 nicht die ,wiedergabe einer ,rede ,jesaias1 sondern einen ,bericht1 eine ,erzhlung aus des ,propheten ,feder4 ,zuerst erzhlt der ,prophet kurz von dem ,herannahen der beiden ,heere und den darob entstandenen ,schrecken beim ,hause ,davids4 ,darauf giebt er den ihm von ,jahwe zu teil gewordenen ,auftrag wieder1 dem ,ahas auf die ,strasse des ,walkerfeldes ans ,ende der ,wasserleitung des oberen ,teiches entgegenzugehen und ihm ,mut und ,trost zuzusprechen4 ,hieran schliesst sich die ,wiedergabe der ,unterredung zwischen ,jesaia und dem ,knige3 ,jesaia bietet dem ,ahas ein ,zeichen 7 7 an2 ,ahas schlgt es ab2 ,jesaia bestimmt nun selbst ein trstliches ,zeichen baldiger ,rettung1 knpft aber zugleich wegen des verstockten ,unglaubens des ,knigs eine ,drohung gegen ihn und das ,reich ,juda daran4#ad ,in c4 #h1a und #c f4 erzhlt ,jesaia zwei weitere ,versuche1 das verstockte ,volk zur ,umkehr und zum ,glauben zu bewegen4 ,da seine ,reden nichts helfen1 versucht er1 durch ein anderes ,wahrzeichen 77 seinem ,volke nahe zu kommen4 ,er nimmt eine ,tafel und schreibt darauf3 ,maher-schalal-chas-baz4 ,dann giebt er diesen ,namen seinem bald darauf geborenen ,sohne4 ,so viel hat ,jesaia gethan1 um das ,volk zur ,umkehr und zum ,glauben zu bringen4 ,es hat aber nichts geholfen3 c4 #h1f3 ,nun folgt das ,verwerfungsurteil ber ,juda in mehreren ,drohreden c4 #h1f-ah1 die wohl inhaltlich zusammengehren1 aber auch wie in c4 #bh ff4 die schriftstellerische ,verbindung nicht mehr aufweisen4 ,wie in der in c4 #bh ff4 enthaltenen jesajanischen ,schrift ist auch hier der ,zweck derselben1 dem verstockten ,volke das ,verwerfungsurteil ,jahwes zu verknden und zu begrnden4 ,auch diese ,schrift zerfllt in zwei ,teile3 c4 #g-h1d schildern die ,bemhungen ,jesaias um die ,bekehrung des ,volkes2 c4 #h1e-af verknden dem verstockten ,volke das ,gericht4 ,dass c4 #h1e ff4 wirklich mit dem ,vorhergehenden zusammenhngen1 zeigt v4 #e3 ,nur kann ,jesaia unmglich die mit diesen ,worten eingeleitete ,rede so an das vorhergehende ,stck angeschlossen haben4 ,denn v4 #c f4 enthalten eine trstliche ,zusage an ,juda1 v4 #f ff4 dagegen eine scharfe ,gerichtsdrohung4 ,es muss also zwischen v4 #d und #e etwas ausgefallen sein2 und zwar muss vor v4 #e eine hnliche ,drohrede gestanden haben wegen des und des in v4 #e4 ,das ist vielleicht die ,drohung gewesen1 die jetzt in c4 #g1ah ff4 enthalten ist 7vgl4 vorige ,anmerkung74 ,dass auch dieser zweite ,teil der ,schrift ursprnglich in historischem ,rahmen gestanden hat1 beweist der in der ,form eines ,berichtes abgefasste ,eingang zu v4 #aa ff41 beweist auch der ,schluss der ,schrift v4 #af-ah1 der keine ,rede enthlt und von dem ,vorhergehenden losgerissen sinnlos wird4 ,der gegebene berblick ber den ,zusammenhang und die ,darstellungsform von c4 #g-h1ah zeigt1 dass wir hier auch eine in der ,form der geschichtlichen ,darstellung verfasste ,schrift ,jesaias vor uns haben4 ,auf die litterarische ,beschaffenheit derselben kann hier natrlich nicht nher eingegangen werden#ae2 es ist nur noch zu fragen1 wann etwa ,jesaia diese ,aufzeichnungen gemacht haben knnte4 ,wir werden anzunehmen haben1 dass c4 #g und #h eine lngere ,wirkungsperiode ,jesaias umspannen1 dass namentlich zwischen c4 #h1d und #h1e ff4 ,ereignisse liegen1 die den ,umschwung in ,jesaias ,prophetie begrndet und veranlasst haben4 ,diese ,ereignisse haben den ,jesaia bewogen1 sich vom ffentlichen ,auftreten zurckzuziehen1 c4 #h1af-ah4 ,sie mssen daher sein ,auftreten nutzlos gemacht haben4 ,da sie auch nur politischer ,natur gewesen sein knnen1 denn um politische ,ereignisse dreht sich der ganze ,inhalt von c4 #g f41 so kann nichts ,anderes gemeint sein als die ,botschaft des ,ahas an ,thiglath-,pileser #b4 ,kn4 #af1g4 ,also ganz hnlich wie in c4 #bh ff4 ist es auch hier das ,bndnis mit einer auswrtigen ,macht1 um das es sich handelt4 ,statt auf ,jahwe zu trauen1 setzt dies ,volk da8 seine ,hoffnung auf eine heidnische ,grossmacht4 ,stellen wir nun noch einmal die ,vergleichungspunkte der in c4 #g f4 und in c4 #bh ff4 enthaltenen geschichtlichen ,aufzeichnungen ,jesaias zusammen4 ,analog ist3 #a4 ,die ,veranlassung derselben4 ,in beiden ,fllen handelt es sich um das ,zustandekommen eines ,bndnisses mit einer heidnischen ,weltmacht1 gegen das ,jesaia vergeblich gekmpft hat4 ,da sein ,reden nutzlos geblieben ist1 zieht er sich zurck und schreibt 7c4 #h1af ff4 #cj1h74 #b4 ,der ,zweck derselben4 ,sie sollen beide ein ewiges ,zeugnis dafr sein1 dass ,jesaia die ,schuld des ,volkes erkannt und gebrandmarkt1 sowie die ,strafgerichte ,jahwes vorhergesagt habe4 #c4 ,die ,anlage derselben4 ,in beiden schildert ,jesaia zuerst seine vergeblichen ,versuche1 ,volk und ,knig zum ,glauben zu bewegen1 um dann dem verstockten ,volke den ,untergang zu verknden4 #d4 ,einzelheiten des ,inhalts und der ,form3 c4 #g1d mit #cj1ae f41 #g1i mit #bh1af1 #h1f f4 mit #cj1ab f41 #h1i f4 mit #bi1i f41 #h1ae mit #bh1ac41 #h1ad mit #bh1af41 #h1af-ah mit #cj1h4 #e4 v4 #af 7in c4 #h7 klingt wie ein ,abschiednehmen von der ,arbeit unter dem ,volke 7,duhm748 ,dasselbe gilt von dem c4 #cj1h4 ,eine geschichtliche ,aufzeichnung ,jesaias haben wir nun ferner in c4 #f1 in welchem ,jesaia seine ,berufungsvision erzhlt4 ,sie ist uns dem ,anscheine nach noch vollstndig so erhalten1 wie sie aus der ,hand des ,propheten hervorgegangen ist#af4 ,in diesem ,kapitel haben wir also eine weitere wertvolle ,besttigung dafr1 dass ,jesaia in geschichtlicher ,darstellung auch sonst geschrieben hat4 ,wollte man darauf hinweisen1 dass die ,schilderung dieser ,berufungsvision eben etwas ganz ,besonderes sei1 so ist dagegen zu erwidern1 dass der ,zweck ihrer ,niederschrift dennoch ganz derselbe ist wie der der ,aufzeichnung von c4 #g f4 und c4 #bh ff4 ,es ist oben schon darauf hingewiesen worden1 dass das ,kapitel sicher vom ,propheten erst spter aufgezeichnet worden ist1 und ebenso ist der ,versuch ,hackmanns1 seinen ,inhalt auf ,nordisrael zu deuten1 als unhaltbar nachgewiesen worden4 ,der ,ausdruck fordert gerade auch in diesem ,kapitel 7v4 #e und v4 #a7 seine ,beziehung auf ,juda4 ,der ,zweck des ,kapitels geht natrlich aus dem ,inhalte der dem ,jesaia gewordenen ,offenbarung v4 #i ff4 hervor3 in v4 #i f4 wird das ,verstockungsgericht ber das ,volk ausgesprochen2 in v4 #aa 7-#ac7 wird ihm als ,strafe dafr der gnzliche ,untergang verkndet4 ,dieser in c4 #f ausgesprochene ,zweck setzt voraus1 dass der ,niederschrift dieses ,kapitels eine lngere ,wirksamkeit vorausgegangen ist4 ,nicht1 als ob ,jesaia im ,beginne seiner ,wirksamkeit nicht hnliche ,gedanken oder ,offenbarungen gehabt haben knnte2 ber solche ,mglichkeiten lsst sich schwer streiten2 aber niedergeschrieben haben kann ,jesaia solche ,gedanken erst1 nachdem sich das ,volk wirklich seiner ,predigt gegenber verstockt gezeigt hat4 ,daher wird ,duhm recht haben1 dass die ,niederschrift dieser ,berufungsvision neben den c4 #h1af und c4 #cj1h erwhnten ein neues ,dokument von der ,wahrheit und ,wahrhaftigkeit seiner ,mission sein soll4 ,mir scheint es nun inhaltlich dem c4 #cj1h erwhnten ,dokumente1 d4 h4 also der in c4 #bh ff4 enthaltenen jesajanischen ,schrift nher zu stehen4 ,denn einmal erscheint ,jesaia dort mehr als in c4 #g f4 von ,anfang an von der ,unverbesserlichkeit des ,volkes berzeugt 7vgl4 c4 #f1i f4 mit c4 #bi1i f471 und dann entspricht auch die radikale ,verkndigung des ,unterganges von ,juda in c4 #f mehr den ,drohreden in c4 #bh ff4 als den in c4 #hag4 ,wir haben also in c4 #f eine weitere wertvolle ,besttigung fr unser ,resultat bezglich der geschichtlichen ,darstellungsform der in c4 #bh ff4 enthaltenen ,schrift4 ,es kommen nun noch als geschichtliche ,stcke c4 #bj und c4 #bb in ,betracht1 ber die wir aber schnell hinweggehen knnen4 c4 #bj gehrt seiner berschrift und seinem ,inhalte nach ins ,jahr #gaa4 ,es ist aber seiner ,herkunft nach nicht ganz unverdchtig4 ,mglich wre es1 dass es hnlichen ,ursprung htte wie c4 #cf-ci1 und zu ,gunsten dieser ,annahme knnte man auf den in mehrfacher ,beziehung verdchtigen v4 #b hinweisen 7,duhm748 c4 #bb fllt in die ,zeit nach #gja4 ,es ist bezglich seiner ,einheitlichkeit und ,darstellungsform durchaus nicht allgemein anerkannt2 da ich es aber fr eine geschichtliche ,darstellung halte2 so sollte es wenigstens nicht unerwhnt bleiben#ah4 ,diese im ,vorhergehenden besprochenen geschichtlichen ,darstellungen bilden nun nicht etwa den kleinsten1 sondern vielmehr den weitaus grssten ,teil dessen1 was der ,prophet ,jesaia gegen ,juda und ,jerusalem berhaupt geschrieben hat4 ,denn ausser den besprochenen ,abschnitten sind nur noch das kurze ,stck c4 #cb1i-ad und die in c4 #a-e enthaltenen ,drohreden gegen ,juda und ,jerusalem dem ,jesaia zuzuschreiben#ai4 ,eine vollgltige ,besttigung dieses statistischen ,befundes knnen wir nun noch aus des ,jesaia eigenen ,worten entnehmen1 nmlich aus den beiden ,versen c4 #cj1h und c4 #h1af4 ,in c4 #cj1h heisst es3 ,jetzt geh hinein und schreib es nieder6 ,also1 nachdem ,jesaia lange vergeblich durch ffentliche ,rede unter dem ,volke gewirkt hatte1 erhielt er den gttlichen ,auftrag1 sich vom ,schauplatz der ffentlichen ,thtigkeit zurckzuziehen und seine ,drohungen niederzuschreiben 4 ,dieser ,auftrag ,jahwes an ,jesaia enthlt doch offenbar fr unsere ,frage ein ,doppeltes3 #a4 dass ,jesaia bis dahin seine ,reden nicht aufgeschrieben hat1 dass also die gewhnliche ,annahme1 dass er gewissermassen ein ,tagebuch ber seine ,reden gefhrt habe1 gegenber den eigenen ,worten ,jesaias nicht stichhaltig ist2 #b4 dass es fr ,jesaia eines besonderen ,auftrages ,jahwes oder eines besonderen ,zweckes bedurfte1 seine ,weissagungen niederzuschreiben4 ,der ,zweck ist auch in c4 #h1af besonders hervorgehoben3 ,der ,zweck der ,niederschrift ist also nach beiden ,stellen wie bei der ,aufstellung der ,tafel c4 #h1a f4 und der ,namengebung seiner ,shne c4 #h1c f4 #ah der1 dass sie einer spteren ,generation 7 c4 #cj1h und #h1af7 zum ,zeugnis 7 c4 #cj1h und #h1af7 der ,wahrheit und ,wahrhaftigkeit seiner ,prophezeiungen dienen soll4 ,jedenfalls geht aus beiden ,stellen hervor1 dass der ,prophet erst deshalb zur ,niederschrift schreitet1 weil er erkennt1 dass die mndliche ,predigt aussichtslos sei4 ,das wird daher auch von den anderen ,stcken gelten1 die etwa noch auf ihn zurckzufhren sind4 ,ein eigentlicher ,schriftsteller wie ,jeremia und die spteren ,propheten1 ist ,jesaia noch nicht gewesen4 ,da nun die ,niederschriften1 auf welche jene beiden ,stellen weisen1 c4 #g f4 und c4 #bh ff41 die ,hauptperioden der ,wirksamkeit ,jesaias umspannen1 so werden wir a priori anzunehmen haben1 dass sie auch den grssten ,teil dessen ausmachen1 was ,jesaia gegen ,jerusalem und ,juda geschrieben hat4 ,durch diese ,stellen wird also das durch den statistischen ,befund herausgestellte ,verhltnis besttigt4 ,der ,ueberblick ber die schriftstellerische ,thtigkeit des ,jesaia hat gezeigt1 dass die ,annahme einer ursprnglich geschichtlich-darstellenden ,gestalt der jesajanischen ,stcke in c4 #bh-cc durch die ,beschaffenheit der in den anderen ,sammlungen enthaltenen ,stcke nicht widerraten1 sondern vielmehr empfohlen wird4 ,ja1 es ist gezeigt worden1 dass jene in darstellender ,form geschriebenen ,stcke den weitaus grssten ,teil von allem ausmachen1 was ,jesaia gegen ,jerusalem und ,juda geschrieben hat4 ,kehren wir nach diesem ,ueberblicke ber die ,entstehung der brigen jesajanischen ,stcke zu unserem ,buche c4 #bh ff4 zurck1 so knnen wir jetzt folgendes ,resultat feststellen3 #a4 ,in dem ,buche c4 #bh-cc sind drei verschiedene jesajanische ,schriften enthalten1 nmlich ausser den beiden kurzen ,stcken c4 #bh1a-d und c4 #cb1i-ad eine ,anzahl ,bruchstcke aus einer grsseren ,schrift ,jesaias4 #b4 c4 #bh1a-d enthlt eine ,weissagung ,jesaias von dem ,untergange ,samarias4 ,die ,abfassung dieses ,stckes fllt also jedenfalls vor #gbb1 wegen des ,schweigens ber ,aram und ,damaskus wahrscheinlich nach #gcb2 vielleicht liegt ihm als bestimmter ,anlass der ,abfall ,hoseas von ,assyrien zu ,grunde1 dann stammt es etwa aus dem ,jahre #gbe_/bdbj4 #c4 ,die in c4 #bh1g-ca1d enthaltenen ,bruchstcke gehren ursprnglich einer grsseren geschichtlichen ,darstellung der ,kmpfe ,jesaias mit den ,volksleitern wider das ,zustandekommen des gyptischen ,bndnisses an4 ,jesaia hat diese ,schrift etwa im ,jahre #gjc v4 ,chr4 selbst verfasst zum ,zeugnis fr einen spteren ,tag4 #d4 ,es bleibt noch das kurze ,stck c4 #cb1i-ad brig4 ,ueber die ,abfassungszeit dieses ,stckes lsst sich aus seinem ,inhalte nichts absolut ,sicheres entnehmen4 ,jesaia kndigt den ,weibern ,jerusalems die vllige ,verwstung der ,stadt und ihrer anmutigen ,umgebung an4 ,das knnte ,jesaia freilich zu jeder ,zeit seiner ,wirksamkeit gethan haben4 ,aber die ,verkndigung klingt so radikal und unbedingt1 dass sie mit ihrem ,inhalte auf ,anzeichen ihrer ,verwirklichung zu deuten scheint4 ,vor allem ist hier der ,ton etwas anders als sonst4 ,man knnte die ,dichtung fast ein ,klagelied nennen4 ,die ,anrede in v4 #i ist weniger bitter als traurig4 ,statt des sonstigen harten und verchtlichen steht hier v4 #ac das mitleidig empfindende 4 ,man hat den ,eindruck1 als ob einerseits ,jerusalem mitten im ,unglck stnde1 ,jesaia die ,erfllung seiner ,drohungen eintreten she1 als ob aber das ,volk und namentlich die ,frauen ,jerusalems nicht recht daran glaubten4 ,die ,stimmung ist hnlich wie in c4 #bb2 vgl4 namentlich v4 #d3 lasst mich bitter weinen6 auch v4 #aa b4 #ac f4 ,dieses ,kapitel ist nach dem ,vorgange ,srensens#ba mit ,hackmann in die ,zeit nach dem ,abzuge ,sanheribs zu setzen#bb4 ,die berstandene ,not hat die ,jerusalemiter nicht gebessert2 der ,prophet schaut tiefer4 ,er sieht in ihrer ,unbussfertigkeit die ,besiegelung ihres gewissen ,unterganges3 ,wahrlich1 nicht wird diese ,snde euch geshnt1 bis dass ihr tot seid48 v4 #ad4 ,dieselbe ,stimmung atmet unsere ,weissagung1 nur fehlt ihr die ,bitterkeit4 ,vielleicht fllt sie deshalb noch vor den ,abzug ,sanheribs in das ,jahr #gjb_/a4 ,sicheres lsst sich nicht aussagen4 ,wir stehen am ,ende mit der ,besprechung der jesajanischen ,stcke unseres ,buches4 ,sie hat uns nicht nur einen interessanten und lehrreichen ,einblick in die schriftstellerische ,thtigkeit des ,jesaia gegeben1 sondern sie wird uns nun auch die ,beantwortung der ,frage1 wie diese ,stcke in ihren jetzigen ,zusammenhang gekommen sind1 wesentlich erleichtern4 ,halten wir an der ,annahme fest1 dass der ,bearbeiter unseres ,buches1 um eine ,sammlung von herauszugeben1 die meisten seiner jesajanischen ,stcke aus einem grsseren ,zusammenhange herausgenommen hat1 so werden wir auch verstehen1 wie er dazu gekommen ist1 sie mit eigenen ,zuthaten und ,ergnzungen zu versehen4 ,die ,komposition unseres ,buches1 die sonst bei seinem mosaikartigen ,charakter und den beiden sich widersprechenden ,gedankenreihen ein ,rtsel bleibt1 wird so erklrlich4 ,,ii4 ,wir haben es also jetzt mit der ,arbeit einer spteren ,zeit zu thun4 ,es liegt in dem ganzen ,charakter derselben begrndet1 dass wir mit ihren ,erzeugnissen mehr auf das ,gebiet der ,vermutungen als der sicheren ,ergebnisse gestellt sind4 ,denn dieselben haben es meist nicht mit der ,gegenwart1 sondern mit der ,zukunft1 und zwar alle mit derselben ,zukunft1 nmlich mit jenem ,tage81 zu thun4 ,sie sind daher meist zu wenig zeitgeschichtlich bestimmt1 als dass man fr die ,frage nach ihrer ,herkunft unumstsslich festen ,boden gewinnen knnte4 ,das gilt auch von den nichtjesajanischen ,stcken unseres ,buches4 ,es wre vergebliche ,mhe1 wenn man aus den einzelnen ,stcken ,schlsse auf ,verfasser und ,herkunft ziehen wollte4 ,ebenso wrde es zu nichts fhren1 wenn man1 wie wir es bei den jesajanischen ,stcken unseres ,buches gethan haben1 die ,frage aufwerfen wollte1 ob die einzelnen ,stcke resp4 welche unter einander in ,zusammenhang stehen4 ,sie behandeln alle das eine ,thema3 die goldene ,zukunft1 und dieses wrde sie unter einander ebenso sehr und ebenso wenig verbinden1 wie sie selbst in sich dadurch verbunden sind4 ,ob man z4 ,b4 c4 #bi1af-bd mit c4 #cj1ah-bf zu einem ,stck vereint oder jedes der beiden in zwei oder mehr ,stcke teilt1 macht fr ihren ,inhalt und ,gedankengang nichts aus4 ,um daher fr die nichtjesajanischen ,stcke unseres ,buches bezglich ihrer ,herkunft und ,zeitansetzung zu einem einigermassen sicheren ,ergebnisse zu gelangen1 mssen wir einen anderen ,weg der ,untersuchung einschlagen4 ,wir werden zunchst das ,verhltnis dieser ,stcke zu den jesajanischen ,partieen ins ,auge fassen4 ,es wird festzustellen sein1 welche unter ihnen sich als unmittelbare und beabsichtigte ,fortsetzungen jesajanischer ,partieen geben1 und welche etwa selbststndig daneben stehen4 ,sodann haben wir zu untersuchen1 ob sie unter einander auf denselben oder mehrere ,verfasser schliessen lassen4 ,dann erst knnen wir nach ,anzeichen einer genaueren ,zeitbestimmung fragen4 ,endlich wird dann aus den gewonnenen ,resultaten eine ,uebersicht ber ,zweck1 ,art und ,zeit der ,zusammenstellung unseres ,buches zu geben sein4 ,es wird sich zeigen1 dass wir auf diesem ,wege zu einem annhernd sicheren ,resultate ber die ,entstehungsgeschichte unseres ,buches werden gelangen knnen4 ,das erste ,stck1 mit welchem wir es zu thun haben1 ist c4 #bh1e f4 ,dieses ist ganz deutlich zum ,zwecke der ,fortsetzung von v4 #a-d komponiert4 ,das zeigt erstens die ,anknpfung an das ,vorhergehende durch die ,worte3 und zweitens die ,wahl der ,bilder und ,ausdrcke1 die aus dem ,vorhergehenden genommen sind4 ,die ,bilder1 die ,jesaia vorher von ,samaria und dessen trunkenen ,grossen gebraucht hat1 werden hier in geschmackloser ,nachahmung auf ,jahwe angewendet vgl4 v4 #e mit v4 #a und #c4 ,ob wir in c4 #bi1e ff4 eine einfache ,fortsetzung des jesajanischen ,stckes v4 #a-d oder eine ,umarbeitung einer ursprnglich jesajanischen ,fortsetzung haben1 ist nicht mehr sicher zu entscheiden4 v4 #d;b ist sptere ,parallele zu #d;a1 v4 #h zu v4 #g1 und zu dem ,stcke v4 #a-d fehlt der ,schluss4 ,jedenfalls ist klar1 dass v4 #e-h kein selbststndiges ,stck fr sich bildet1 sondern entweder als ,fortsetzung oder als ,umarbeitung von einem spteren an v4 #a-d;a angeschlossen ist4 ,aehnlich ist es mit c4 #ca1e ff4 ,der ,anschluss an v4 #a-d ist dadurch hergestellt1 dass der ,verfasser neben das ,bild vom knurrenden ,lwen das andere von den flatternden ,vgeln gestellt hat1 das ihm als ,bild des ,schutzes jedenfalls geeigneter erscheinen musste4 ,ob er im ,folgenden jesajanische ,ueberreste mit benutzt hat1 lsst sich hier noch weniger feststellen1 da sich kein ,vers mehr als ursprnglich jesajanisches ,gut zu erkennen giebt2 nur ist wahrscheinlich1 dass v4 #d einst eine erluternde ,fortsetzung gehabt hat1 und mglich1 dass die ,hand des ,spteren schon in v4 #d;b verbessernd eingegriffen hat1 da das nicht ganz der ersten ,hlfte der ,vergleichung entspricht4 ,aber dass v4 #e-h jetzt wirklich die ,fortsetzung ,von v4 #a-d bilden sollen und dazu hergestellt sind1 geht auch sonst aus seinem ,inhalt und den gebrauchten ,ausdrcken deutlich hervor4 v4 #f weist mit seinem ,inhalte auf v4 #a;b1 in seiner ,form auf c4 #bi1ae4 ,besonders deutlich ist v4 #h eine ,nachbildung von v4 #c4 ,dem in v4 #c steht gegenber das in v4 #h2 dem in v4 #c das in v4 #h4 ,dass diese ,nachbildung des ,ausdruckes mit ihrem doppelten und ihrer wunderbaren ,vorstellung sehr glcklich wre1 kann man nicht behaupten4 ,um so deutlicher zeigt sich aber gerade darin die ,nachbildung4 ,hinzuweisen ist auch noch auf das v4 #i1 bei dem man mit ,recht an das c4 #bi denkt4 ,auch c4 #cb1ae-bj giebt sich als direkte ,fortsetzung von v4 #i-ad4 ,die ,worte knpfen mit ihrem unmittelbar an das in v4 #ad an4 ,dass diese inhaltlich scheinbar unmgliche ,verbindung nur von einem ,solchen vollzogen werden konnte1 dem die eschatologischen ,ideen der spteren ,zeit dogmatisch feststanden1 ist schon im ersten ,teile gezeigt worden4 ,aber ,inhalt und ,form zeigen auch deutlich1 dass auch diese ,verse berhaupt erst als ,fortsetzung von v4 #i-ad entstanden sind4 ,in v4 #i-ad wird zuerst die ,verwstung der ,grten und ,fruchtgefilde1 und dann die ,zertrmmerung der menschlichen ,wohnungen gedroht2 in v4 #ae-bj wird zuerst verheissen1 dass die ,wste zum ,fruchtgefild werden soll und dann werden den ,menschen sichere ,wohnungen in ,aussicht gestellt4 ,zur ,entlehnung der ,ausdrcke ist vor allem v4 #i f4 mit v4 #ah;b zu vergleichen4 ,die ,prdikate der ,frauen ,jerusalems und werden hier auf die ,wohnungen bertragen4 ,vgl4 auch v4 #ag am ,schluss4 ,in c4 #bi1i f4 musste es fr die ,spteren unverstndlich sein1 was unter dem dort verkndeten ,verstockungsgerichte gemeint sei4 ,der ,verfasser von v4 #aa f4 hat eine ,erklrung von v4 #i f4 im ,sinne der spteren ,zeit gegeben4 ,er sieht darin1 dass seinen ,zeitgenossen das ,gesicht von dem allen81 d4 h4 die dem ,jesaia gewordenen ,offenbarungen wie ein ,buch mit sieben ,siegeln erscheint1 eine ,erfllung der ,weissagung v4 #aj1 und es ist offenbar seine ,absicht1 durch seine ,zustze den ,schleier des ,verstndnisses zu lften4 ,der ,anschluss der ,verse an die vorhergehenden durch und die ,beziehung von auf das ,vorangegangene zeigen1 dass die ,verse keine selbststndige ,bedeutung haben knnen und wollen4 ,an das kurze ,stck c4 #bi1ae schliesst sich eine lngere ,auseinandersetzung ber eschatologische ,dinge an4 ,der ,ausruf3 geht unmittelbar auf die in v4 #ae getadelte ,frage zurck und steht inhaltlich schon mit v4 #ad in ,zusammenhang4 ,der ,verfasser fasst die ,frage in v4 #ae als ,verzweiflungsfrage der ,elenden seines ,volkes auf1 und giebt deshalb trostreichen ,aufschluss4 v4 #ah1 hnlich wie v4 #aa f41 geht auf die ,worte3 in v4 #ae zurck4 ,zu v4 #bd vgl4 c4 #bh1i f41 zu v4 #ag c4 #cb1ae4 ,diese bestndige ,bezugnahme auf seine ,umgebung beweist1 dass auch dieses ,stck kein selbststndiges ,produkt eines andern ,autors1 sondern erst zum ,zwecke der ,erluterung und ,fortsetzung von v4 #ae und den vorangegangenen ,versen geschrieben ist4 ,dasselbe gilt auch von dem ,stcke c4 #cj1ah-bf4 ,durch ein ist es eng an das ,vorhergehende angeschlossen4 ,und der1 welcher es angeschlossen hat1 hat es auch geschrieben4 ,duhm meint zwar1 dass das darum8 v4 #ah so gnzlich unmglich als ,fortsetzung von v4 #ag sei1 dass man nur annehmen kann1 der ,ergnzer habe das ,auge mehr auf seinen eigenen frheren ,einsatz1 als auf den ,text des alten ,propheten gerichtet gehabt4 ,man muss aber eben bedenken1 dass derselbe auch v4 #h-ag unter eschatologischem ,gesichtspunkt angesehen hat4 ,fr ihn ist das ,volk1 zu dem er redet1 der in v4 #ag genannte ,rest4 ,die ,drohung sieht er bereits erfllt2 und grade die ,erfllung derselben ist ihm ein ,beweis1 dass auch die ,erfllung der ,verheissung nahe bevorsteht1 dass ,jahwe voll ,ungeduld ist1 seinem ,volke ,huld zu schenken v4 #ah4 ,und nicht nur v4 #ah schliesst sich an das ,vorhergehende eng an1 auch die brigen ,verse stehen damit in ,verbindung4 v4 #bj stellt ,jahwe als ,lehrer seines ,volkes hin1 weil in v4 #i von der die ,rede gewesen ist4 v4 #ba weist auf den rechten ,weg1 von dem sie nach v4 #aa abgewichen sind2 v4 #bf;b nimmt ganz das ,bild von v4 #ac f4 wieder auf4 ,berg und ,hgel in v4 #be sind aus v4 #ag;b2 der ,tag des grossen ,wrgens1 wenn ,trme fallen8 spielt auf v4 #ac f4 an4 ,es bleiben nun noch vier ,stcke brig1 die inhaltlich nicht in so reger ,beziehung mit ihrer ,umgebung stehen und in sich selbst einen mehr geschlossenen ,zusammenhang bilden3 c4 #bh1bd-bi1 c4 #cj1bg-cc1 c4 #cb1a-h1 c4 #cc4 ,diese bedrfen deshalb noch einer besonderen ,besprechung4 c4 #bh1bc-bi enthlt ein dem ,landbau entnommenes ,maschal mit einer besonderen1 dem ,volksliede nachgeahmten ,einleitung4 ,schon um dieser ,einleitung willen wird es von den ,auslegern als besonderes ,stck behandelt1 das ,jesaia erst bei der ,zusammenstellung seines ,buches an seine jetzige ,stelle gesetzt habe4 ,dass es indessen nicht von ,jesaia sein kann1 ist oben bewiesen worden4 ,sein ,inhalt ist rein trstlicher ,natur4 ,aber grade deswegen nimmt es zu seiner ,umgebung bezw4 zu den voraufgegangenen jesajanischen ,stcken dieselbe ,stellung ein1 wie die besprochenen unjesajanischen ,stcke zu den ihren4 ,es bringt gegenber den vorangegangenen ,drohungen die ,verheissung1 indem es zugleich durch seinen ,inhalt die ,drohung und ,strafe erklrt4 ,dass das ,maschal zu den voraufgegangenen ,stcken wirklich auch in diese ,beziehung gebracht sein will1 geht deutlich aus v4 #bi hervor4 ,dieser ,vers ist das ,gegenstck zu v4 #bb4 ,in v4 #bb heisst es3 ,in ,vers #bi wird gesagt3 ,es ist klar1 dass dieser ,vers mit seinem auf v4 #bb zurckweist1 dass er also auch erst um dieser ,rckbeziehung willen geschrieben ist4 ,aber damit ist nicht gesagt1 dass auch das ,maschal erst um der vorangehenden ,stcke willen gedichtet worden ist4 ,bestimmte ,bezugnahmen auf das ,vorhergehende in ,inhalt und ,form finden sich in demselben nicht4 ,wir werden es daher vorlufig als ein besonderes ,stck zu betrachten haben4 ,die ,frage1 ob es nicht mit den anderen ,stcken trotzdem denselben ,verfasser haben knne1 wird nachher errtert werden4 ,wir kommen zu c4 #cj1bg-cc4 ,auch dieses ,stck ist eine besondere ,weissagung1 welche von dem ,erscheinen ,jahwes zum ,entscheidungskampfe mit ,assur8 handelt4 ,sie beginnt ohne irgendwelche ,anknpfung an das auch selbst schon unjesajanische ,stck v4 #ah-bf mit dem volltnenden ,eingnge3 ,das ,stck ist aber auch in sofern selbststndig1 als es keinerlei ,anspielungen und ,rckbeziehungen auf die jesajanischen ,stcke unseres ,buches enthlt4 ,assur wird in denselben nicht einmal erwhnt4 ,ohne ,anschluss an ihre ,umgebung nach vorwrts und rckwrts ist auch die messianische ,weissagung c4 #cb1a-h2 auch sie setzt vllig neu ein mit ihrem v4 #a4 ,andrerseits ist aber doch hervorzuheben1 dass sich in diesem ,abschnitte manche ,anklnge an jesajanische ,stellen unseres ,buches finden1 die wie ,rckbeziehungen und ,nachahmungen aussehen1 v4 #b;b erinnert an c4 #bh1ab1 v4 #c;a an c4 #bi1i f4 #cj1aj2 die ,stammler in v4 #d an c4 #bh1g ff41 #cj1aj4 #b4 ,diese ,beziehungen sind ja freilich fr sich genommen keine zwingenden ,beweise dafr1 dass das ,stck c4 #cb1a-h der ,herstellung unserer ,sammlung seine ,entstehung zu verdanken hat2 wir werden aber nachher sehen1 dass noch andere ,grnde stark fr diese ,annahme sprechen4 c4 #cc ist wieder ein fr sich selbststndiges ,stck4 ,es ahmt zwar mit seinem in v4 #a den jesajanischen ,stcken nach2 es schliesst sich aber weder unmittelbar an jesajanische ,partieen an1 noch ist in seinem ,inhalt und seiner ,form etwas zu entdecken1 was sonst auf dieselben hinwiese und als ,erklrung oder ,berichtigung derselben aufgefasst werden knnte4 ,wir kommen jetzt zur ,besprechung des ,verhltnisses der unjesajanischen ,stcke zu einander4 ,hierbei ist eigentlich schon im ,voraus anzunehmen1 dass die ,fortsetzungen und ,ergnzungen der zusammmengehrigen jesajanischen ,partieen von demselben ,verfasser herrhren4 ,denn die ,herstellung unseres ,buches durch ,entnahme jesajanischer ,stcke aus einem grsseren ,zusammenhange kann nur das ,werk eines ,mannes sein4 ,hchstens knnen sptere ,leser hier und da ,worte oder ,stze in den ,zusammenhang eingeschoben1 oder sich schon in dem dem ,verfasser vorgelegenen jesajanischen ,buche fremde ,bestandteile befunden haben4 ,auf diese letztere ,mglichkeit werden wir spter noch zurckkommen4 ,fr die meisten dieser ,fortsetzungen und ,ergnzungen lassen sich aber auch litterar-kritische ,grnde aufweisen1 die die ,herleitung von ein und demselben ,verfasser empfehlen4 ,hierfr kommt vor allem in ,betracht die ,gleichartigkeit der schriftstellerischen ,form1 in der die ,stcke hergestellt sind4 ,alle sind gleichmssig eng und doch sehr usserlich mit den jesajanischen ,stcken verbunden1 vgl4 das c4 #bi1d und #aa2 das c4 #cj1ah2 das c4 #bi1af2 die ,gegenberstellung der verschiedenen ,bilder c4 #ca4 ,alle ,stcke entlehnen bei ihrer ,bezugnahme auf die jesajanischen ,partieen gleichmssig in ziemlich usserlicher und wenig geschickter ,weise ,bilder und ,ausdrcke aus denselben1 wie oben gezeigt worden ist4 ,aber auch sonst zeigen diese ,stcke unter einander manche ,aehnlichkeiten4 ,das tritt namentlich in den beiden lngsten von ihnen1 c4 #bi1af-bd und c4 #cj1ah-bf1 hervor4 ,die ,anlage von c4 #cj1ah ff4 ist der von c4 #bi1af ff4 ziemlich hnlich4 ,zuerst heisst es c4 #cj1ah1 dass ,jahwe voll ,ungeduld wartet1 seine ,huld zu offenbaren4 ,das entspricht dem in c4 #bi1ag4 ,die ,not1 von der c4 #cj1ah redet1 ist in c4 #bi1bb ff4 geschildert4 c4 #cj1bj entspricht inhaltlich c4 #bi1bd4 ,dort ist gesagt1 dass die ,juden ihren ,lehrer8 ,jahwe sehen sollen 7es heisst nicht3 auf ihn sehen sollen72 hier werden sie die ,lehre lernen82 aus ,finsternis heraus werden die ,augen der ,blinden sehen v4 #ah4 ,auch die in beiden ,stcken vorausgesetzte ,situation scheint dieselbe zu sein4 c4 #cj1bj ist von ,brot der ,not und ,wasser der ,drangsal die ,rede2 das scheint auf erlittene ,drangsalierungen und vielleicht sogar ,belagerung zu deuten vgl4 auch v4 #bf4 ,aehnlich ist #bi1af ff4 #bb b wohl von usseren ,feinden die ,rede1 vor denen ,jakob erbleicht81 besonders aber c4 #bh1f f41 wo gesagt ist1 dass ,jahwe denen zur ,heldenkraft werden soll1 die den ,kampf zum ,thor zurcktreiben81 vgl4 auch #bi1h4 ,endlich ist auch allen diesen ,stcken die ,stimmung gemeinsam1 dass das ,volk1 zu dem sie reden1 die ,offenbarungen seiner ,apokalyptiker nicht mehr recht glauben will1 dass es blind und taub ist 7c4 #bi1ha f41 #ah1 #bd4 c4 #cj1bj f471 murrt c4 #bi1bd und sich unverstndig zeigt c4 #bi1af4 ,deshalb geben sich auch alle diese ,stcke die mglichste ,mhe1 die ,notwendigkeit und ,mglichkeit eines baldigen ,umschwunges der ,dinge zu beweisen c4 #bi1h4 #aa f4 #af f4 c4 #cj1ah f4 vgl4 auch c4 #bh1bc-bi4 c4 #cb1f f4 ,aus allen diesen ,grnden zusammen mit der oben hervorgehobenen inneren ,wahrscheinlichkeit wird man das ,recht haben1 alle ,fortsetzungen und ,ergnzungen der zusammengehrigen jesajanischen ,stcke von demselben ,verfasser herzuleiten4 ,von demselben ,verfasser scheint mir auch der ,zusatz von c4 #bh1a-d herzurhren4 ,wir haben schon gesehen1 dass c4 #bh1a-d mit v4 #g ff4 schriftstellerisch verbunden ist4 ,es gehrt also jetzt eng zu den zusammengehrigen jesajanischen ,stcken unseres ,buches4 ,die ,art seines ,anschlusses an das jesajanische ,stck sowie der ,benutzung des darin gebrauchten ,bildes und die in v4 #g vorausgesetzte ,situation einer ,bedrngung resp4 ,belagerung ,jerusalems sind der ,art und ,stimmung der anderen ,stcke ziemlich hnlich4 ,anders ist es mit dem ,zusatz zu c4 #cb1i-ad4 ,zwar ist auch hier die ,form des ,anschlusses an das jesajanische ,stck 7durch 7 der der brigen ,stcke vllig analog1 und auch die oben besprochene ,art der ,benutzung von ,ausdruck und ,inhalt desselben entsprechend4 ,aber doch hat man den ,eindruck1 dass c4 #cb1ae-bj nach ,form und ,inhalt andersartig ist als die brigen ,zustze4 ,das ,stck ist in seiner ganzen ,stimmung nicht so darauf angelegt1 den ,lesern in trstlicher und lehrhafter ,weise die ,gewissheit und den baldigen ,eintritt des grossen ,umschwunges der ,dinge ans ,herz zu legen1 als dass es vielmehr kompilatorisch und apodiktisch eine ,aussage des eschatologischen ,dogmas an die andere reiht4 ,von der ,ausgiessung des ,geistes1 die der ,verfasser als bekanntes ,dogma einfhrt1 ist nur hier die ,rede1 obwohl z4 ,b4 c4 #cj1ah ff4 und c4 #bi1ah ,gelegenheit geboten htten1 davon zu reden4 ,smmtliche ,aussagen in v4 #ae-bj klingen wie ,anspielungen und ,nachahmungen aus den vorhergehenden ,zustzen4 v4 #ag setzt deutlich c4 #cb1a voraus2 v4 #ah lehnt sich im ,ausdrucke an #cb1i und #cj1ae an2 v4 #bj ist zusammenfassende ,nachahmung von c4 #cj1bc-be2 v4 #ae;b ist etwas vernderte ,wiederholung von c4 #bi1ag4 ,nun knnte man ja grade aus diesen ,anklngen auf denselben ,verfasser schliessen2 aber die ,art und ,weise1 wie z4 ,b4 c4 #bi1ag in v4 #ae;b wiederholt wird1 macht doch wahrscheinlich1 dass ein anderer diese ,wiederholung vollzogen hat1 denn der ,sinn in c4 #bi1ag ist ein vllig anderer als in c4 #cb1ae4 ,dort ist die vllige ,umwandlung der ,natur gemeint3 der ,libanon soll zum ,fruchtgefilde1 und dieses zum ,waldgebirge werden4 ,hier dagegen soll die einstige ,fruchtbarkeit des ganzen ,landes in ,aussicht gestellt werden3 die ,wste soll ,fruchtgarten1 und dieser ,wald werden4 ,es kommt dadurch natrlich eine etwas verunglckte ,klimax heraus1 aber das macht gerade um so wahrscheinlicher1 dass v4 #ae;b ,nachahmung von c4 #bi1ag ist 7,stade71 als umgekehrt 7,duhm74 ,mit c4 #cb1ae-bj steht nun c4 #cc im engen ,zusammenhange4 ,das hebt auch ,dillmann hervor1 der wegen der ,anklnge von c4 #cc1e f4 #af an c4 #cb1ae f4 #ah annimmt1 dass derselbe ,schriftsteller1 der c4 #cc berarbeitet hat1 auch c4 #cb1i-bj einer ,schlussredaktion unterzogen habe4 ,fr uns geht aus diesen ,anklngen nicht die ,annahme einer ,schlussredaktion1 sondern die der ,zusammengehrigkeit beider ,stcke hervor4 ,denn mit ,jesaia haben c4 #cb1ae ff4 und c4 #cc nichts zu thun4 c4 #cc1af f4 erinnert zwar auch stark an #cj1bj und ,duhm glaubt deshalb1 in beiden ,stcken dieselbe ,hand sehen zu mssen1 v4 #ag ff4 haben wie c4 #bi1af ff4 die ,tendenz1 die ,gesetzestreuen zu trsten und zum ,ausharren anzufeuern1 man erkennt1 warum das ,bchlein c4 #bh-cc zusammengestellt ist1 nicht aus blossem ,sammeleifer1 um den prophetischen ,kanon zu kompletieren1 sondern aus demselben ,grunde1 aus dem das ,buch ,daniel geschrieben wurde48#bc ,aber eben diese ,tendenz war damals fr jeden ,apokalyptiker die gleiche und lsst deshalb keinen ,schluss auf ,identitt der ,verfasser zu2 die ,art aber1 in der hier diese ,tendenz vorgetragen wird1 ist nicht ganz so lehrhaft wie in c4 #bi und #cj2 und wenn wir in c4 #cb1ae ff4 einen anderen ,verfasser erkannt zu haben glauben wie in c4 #bi f41 so wird dies auch von c4 #cc zu gelten haben1 das sich mit c4 #cb1ae ff4 berhrt4 ,ist unsere ,annahme richtig1 so kmen wir auch von der ,betrachtung der nichtjesajanischen ,stcke aus zu dem ,schlusse1 dass c4 #cb1i bis c4 #cc1bd ursprnglich nicht zu dem ,buche c4 #bh ff4 gehrt haben1 sondern erst spter als ,nachtrge an dasselbe angeschlossen worden sind4 ,und zwar werden wir zwei solcher ,nachtrge anzunehmen haben3 c4 #cb1i-bj und c4 #cc4 ,denn einmal setzt c4 #cc neu ein und ist in seinem ,anfange eine usserliche ,nachbildung des ,wehe8-,buches c4 #bh ff41 und dann erklren sich so auch die angefhrten ,beziehungen zwischen ihm und c4 #cb1ae ff4 am besten4 ,betrachten wir nun noch die drei noch brigen nichtjesajanischen ,stcke unseres ,buches4 ,den ,abschluss desselben bildet die messianische ,weissagung in c4 #cb1a-h4 ,duhm will dieses ,stck mit c4 #b1b-d und c4 #aa1a-h in ursprnglichen ,zusammenhang bringen4 ,da auch diese ,stcke uns nicht als jesajanisch gelten#bd1 so wre das auch fr uns mglich4 ,aber gerade der ,umstand1 den ,duhm als ein starkes ,hindernis fr nachexilische ,ansetzung geltend macht1 dass nmlich ein nachexilischer ,dichter nicht so trocken von dem ,messias htte sprechen knnen1 wie c4 #cb1a ff4 thut1 macht es doch unmglich1 das ,stck mit c4 #aa1a ff4 von demselben ,verfasser abzuleiten1 der in c4 #aa1a ff4 so begeistert und poetisch redet4 ,vielmehr passt gerade die trockene und lehrhafte ,art unseres ,stckes ausgezeichnet zu den brigen nichtjesajanischen ,partieen unseres ,buches1 und da1 wie wir gesehen haben1 unser ,stck namentlich in v4 #c-e bestndig auf die vorhergehenden ,partieen ,bezug nimmt1 so ist es hchst wahrscheinlich1 dass der ,zusammensteller unseres ,buches das ,stck selbst als ,abschluss desselben gedichtet hat4 ,der messianische ,anfang und die ,aehnlichkeit im ,versbau mit c4 #aa1a ff4 erklrt sich vielleicht daraus1 dass der ,verfasser das mit c4 #aa1a ff4 schliessende ,buch gekannt hat und seinem ,buche einen hnlichen ,abschluss geben wollte4 ,wegen seines lehrhaften ,charakters ist man nun auch berechtigt1 das ,maschal in c4 #bh1bc-bi dem ,hersteller unseres ,buches zuzuschreiben4 ,wir haben gesehen1 dass es durch v4 #bi eng als ,erklrung und ,ergnzung der jesajanischen ,partieen in c4 #bh1g-bb vom ,verfasser des ,buches an das ,vorhergehende angeschlossen ist1 dass sich aber aus dem ,text keine ,anknpfungspunkte dafr ergeben1 dass es erst zu diesem ,zwecke gedichtet sei4 ,aber sein lehrhafter ,inhalt und die trockene1 lehrhafte ,form1 in welcher derselbe vorgetragen wird 7namentlich v4 #bc4 #be4 #bh7 passt vorzglich zu der sonstigen ,art unseres ,verfassers1 namentlich auch zu c4 #cb1g f4 ,sodann spricht ein ,umstand dafr1 dass das ,maschal in unserm ,zusammenhange seine ursprngliche ,stelle hat1 nmlich der1 dass es keine selbststndige ,nutzanwendung hat und wahrscheinlich nach seinem ganzen ,bau niemals gehabt hat1 dass es also auf einen derartigen ,zusammenhang1 wie den unsern1 angewiesen ist4 ,endlich knnte man auf den ,vergleich von v4 #be mit #bi1ag hinweisen4 ,in beiden ,fllen wird in schulmssig lehrhafter ,weise mit dem ,fragewort eine argumentatio e concessis eingefhrt4 ,auch erinnert das in v4 #bh dem ,sinne nach an das c4 #bi1ag und an das c4 #cj1ai3 du sollst nicht immerfort weinen4 ,es bleibt nun nur noch c4 #cj1bg-cc brig4 ,dieses ,stck ist in sich vollkommen selbststndig und hat zu den jesajanischen ,partieen unseres ,buches gar keine innere und ussere ,beziehungen4 ,es unterscheidet sich aber auch in ,form und ,inhalt vollstndig von den nichtjesajanischen ,stcken desselben4 ,statt der lehrhaften ,auseinandersetzungen haben wir hier schwlstige ,schilderungen und groteske ,bilder4 ,es ist schon deshalb kaum anzunehmen1 dass es von demselben ,verfasser herrhrt wie die anderen ,stcke4 ,zudem folgt es auf ein nichtjesajanisches ,stck1 und man drfte wohl annehmen1 dass der ,verfasser seine eigene ,fortsetzung mit dem ,vorhergehenden in etwas engere ,beziehung gesetzt haben wrde4 ,auch inhaltlich unterscheidet sich das ,stck von den anderen nichtjesajanischen ,stcken4 ,whrend es in den vorhergehenden ,stcken darauf ankam1 das ,volk ber sein ,unglck zu belehren und auf das baldige ,eintreten der goldenen ,zukunft zu vertrsten1 wird hier ein ,schlachtlied wider ,assur8 angestimmt4 ,nur c4 #ca1h f4 hat hnlichen ,inhalt4 ,es ist aber auch ganz deutlich1 dass diese beiden ,verse von unserm ,stcke abhngen und auf dasselbe ,bezug nehmen4 ,denn ,assur wird in c4 #ca1h als bekannt eingefhrt1 der ,fels erinnert an c4 #cj1bi;b2 endlich das ,feuer und der ,backofen in ,jerusalem v4 #i;b ist eine ,anspielung auf c4 #cj1cc1 wonach das feindliche ,heer auf dem ,scheiterhaufen verbrannt werden soll4 c4 #ca1h f4 ist nun ohne ,zweifel vom ,hersteller des ,buches als ,fortsetzung und ,ergnzung von v4 #a-d verfasst 7v4 #h ist ,nachbildung von v4 #c74 ,das beweist nun aber eher gegen als fr die ,identitt des ,verfassers von c4 #cj1bg ff4 und c4 #ca1h f4 ,denn es ist nicht anzunehmen1 dass der ,verfasser sich selbst so ausgeschrieben und auf seine eigene ,dichtung als auf den ,spruch ,jahwes8 hingewiesen haben sollte1 wie v4 #h f4 thun4 ,viel wahrscheinlicher ist1 dass der ,hersteller des ,buches das ,stck c4 #cj1bg-cc fr jesajanisch gehalten und darum in seine ,sammlung aufgenommen hat4 ,der ,sammler hat nun das ,stck entweder schon in dem grsseren ,zusammenhange1 aus dem er seine jesajanischen ,stcke entnommen hat1 vorgefunden1 oder er hat es1 wie c4 #bh1a-d als ein besonderes ,orakel besessen4 ,bei der letzteren ,annahme lsst sich allerdings kein gengender ,grund entdecken1 warum er das ,stck dann in den jesajanischen ,zusammenhang vor c4 #ca1a-d eingeschoben htte2 es htte auch nach c4 #ca seinen guten ,platz gehabt1 whrend es an seiner jetzigen ,stelle mit seiner ,umgebung nach vorn und hinten ohne ,zusammenhang steht4 ,daher werden wir wohl anzunehmen haben1 dass der ,sammler das ,stck in dem von ihm benutzten geschichtlichen ,zusammenhange schon vorgefunden hat4 ,diese ,annahme bereitet auch gar keine ,schwierigkeiten1 wenn man bedenkt1 wie z4 ,b4 in den geschichtlichen ,anhngen des ,jesaia-,buches1 c4 #cf-ci1 auch nachtrglich noch grssere ,stcke1 wie c4 #ch1aj-bj eingeschoben werden konnten4 ,ja1 wir werden a priori anzunehmen haben1 dass es sehr unwahrscheinlich ist1 dass sich die von ,jesaia verfasste geschichtliche ,darstellung bis zu der ,zeit1 in welcher der ,verfasser unseres ,buches schrieb1 vllig rein von fremdem ,gute gehalten haben sollte4 ,ueberblicken wir jetzt noch einmal den ,gang unserer ,untersuchung ber die nichtjesajanischen ,stcke des ,buches c4 #bh-cc1 so haben wir folgende ,resultate gewonnen3 #a7 ,diejenigen ,stcke1 welche sich als ,fortsetzungen oder ,ergnzungen der jesajanischen ,partieen unseres ,buches geben1 rhren alle von demselben ,verfasser her4 ,es sind dies folgende ,abschnitte3 c4 #bh1e f4 c4 #bi1d-h4 c4 #bi1aa f4 c4 #bi1af-bd4 c4 #cj1ah-bf4 c4 #ca1d-h4 ,ausserdem gehren dem ,hersteller unseres ,buches wahrscheinlich noch an3 das ,maschal c4 #bh1bc-bi und die messianische ,weissagung c4 #cb1a-h4 #b7 c4 #cj1bg-cc ist eine ,weissagung ber die ,vernichtung ,assurs von unbekannter ,hand1 die aber der ,hersteller unseres ,buches fr jesajanisch gehalten und jedenfalls auch schon im ,zusammenhange der jesajanischen ,stcke vorgefunden hat4 #c7 c4 #cb1ae-bj und c4 #cc sind sammt dem dazu gehrigen jesajanischen ,stcke sptere ,nachtragungen und ,ergnzungen1 wahrscheinlich auch von anderer ,hand4 ,es kme nun noch darauf an1 fr die ,abfassung der einzelnen ,stcke eine genaue ,zeitangabe zu ermitteln4 ,das ist nun aber bei ihrer ,beschaffenheit ganz unmglich4 ,denn die eschatologischen ,weissagungen der nachexilischen ,zeit schweben in der ,luft1 handeln von der ,zukunft1 ohne die ,gegenwart zu bercksichtigen4 ,vollkommen ist dies freilich nicht mglich2 aber der geschichtliche ,hintergrund1 den sie widerspiegeln1 ist so allgemein1 dass er auf ,jahrhunderte1 ja auf das ganze nachexilische ,judentum passt4 ,die jdische ,hoffnung hatte nicht den realistischen ,charakter der alten ,weissagung4 ,keine ,brcke leitete von der ,gegenwart hinber in die ,zukunft1 das ,reich ,davids sollte pltzlich durch das ,eingreifen eines deus ex machina in die ,welt gesetzt werden4 ,die ,ereignisse der ,zeit fhrten den ,tag ,jahwes nicht herbei1 sondern waren nur ,symptome1 dass er nahe48#be ,der ,charakter der ,zeit1 aus der diese ,weissagungen stammen1 spiegelt sich fast nur in der ,stimmung wieder1 die sie beseelt4 ,aber auch diese ,stimmung war fr das nachexilische ,judentum nahezu immer dieselbe4 ,es klingt fast wie eine ,charakterisierung unserer ,stcke1 wenn ,wellhausen#bf darber schreibt3 ,die ,stimmung1 die wir bei den heimgekehrten ,verbannten fanden1 blieb permanent1 weil der ,widerspruch nicht aufhrte1 dass das messianische ,heil lngst fllig war und doch nicht eintrat4 ,die ,befreiung aus dem ,exil hatte die bitter empfundene ,fremdherrschaft doch nicht beseitigt4 ,nachdem das ,gefngnis lngst gewendet war1 musste die ,bitte3 ,wende das ,gefngnis68 noch immer wiederholt werden4 ,sion war zwar wieder gebaut1 doch im ,drucke der ,zeiten4 ,die ,frmmigkeit war ,traurigkeit2 erst von der ,zukunft wagte man zu hoffen1 dass dann die ,opfer dem ,herrn gefallen wrden48 ,wollen wir eine einigermassen sichere ,zeitbestimmung fr unsere ,weissagungen finden1 so mssen wir mehr die ,theologie und die ,form derselben zu ,rate ziehen2 der allenfalls erkennbare zeitgeschichtliche ,hintergrund kommt erst besttigend in zweiter ,linie in ,betracht4 ,wir haben daher vor allem das ,verhltnis unserer ,stcke mit anderen ,erzeugnissen des alttestamentlichen ,schrifttums ins ,auge zu fassen4 ,da ist es nun von vornherein als bemerkenswerte ,thatsache hinzustellen1 dass unsere ,stcke mit den ,schriften der vorexilischen ,periode weder in ,form noch ,inhalt in irgend einer ,beziehung stehen1 dass sie dagegen nach beiden ,seiten das engste ,verwandtschafts- und ,abhngigkeitsverhltnis mit anerkannt nachexilischen ,schriften aufweisen4 ,im einzelnen ist ja darauf schon bei der ,besprechung dieser ,stcke im ersten ,teile dieser ,abhandlung eingegangen worden4 ,hier seien nur noch einmal die ,berhrungspunkte mit ,deutero- und ,trito-,jesaja zusammengestellt1 die in unseren ,stcken besonders stark hervortreten3 ,vergleiche dazu3 c4 #bi1af mit #de1i4 c4 #bi1ah mit #db1ah4 c4 #bi1bi mit #da1af4 c4 #cj1bf mit #fe1ag4 c4 #cb1f-h mit #eh1g-aj4 c4 #cb1bj mit #eh1aa4 c4 #cc1c mit #ff1f4 c4 #cc1e mit #dj1bb4 #ff1a4 c4 #cc1ad mit #ff1bd4 c4 #cc1bd mit #fj1ba4 ,bedeutsam tritt vor allem die ,abhngigkeit des grsseren ,stckes c4 #bi1af ff4 von ,deuterojesaja hervor4 ,man wird ,duhm#bg beistimmen knnen1 dass man sich des ,eindrucks nicht erwehren kann1 dass die ,nachahmung des ,deuterojesaja nach c4 #bi1af ff4 nicht ganz unbewusst geschehen sei1 so dass die ,mglichkeit vorliegt1 dass der ,verfasser den ,deuterojesaja fr jesajanisch gehalten habe4 ,mit ,bestimmtheit lsst sich das freilich nicht sagen4 ,jedenfalls steht aber die ,abhngigkeit fest4 ,ebenso lsst sich ein ,abhngigkeits- und ,verwandtschaftsverhltnis unserer ,stcke mit den sptesten ,psalmen und ,propheten1 wie ,deutero-,sacharja und ,joel1 nachweisen1 wie im ersten ,teile gezeigt worden ist4 ,daraus geht hervor1 dass wir mit der ,zeitansetzung unserer ,stcke bis ins zweite ,jahrhundert hinabzugehen haben4 ,auf diese ,zeit passen nun auch die ,anspielungen auf die ,gegenwart1 die sich in ihnen1 namentlich in c4 #cc finden4 ,aus ihnen hat ,duhm wahrscheinlich gemacht1 dass dieses ,kapitel ungefhr aus dem ,jahre #afb stammt#bh4 ,diese ,zeitansetzung unserer ,stcke in die erste ,hlfte des zweiten ,jahrhunderts findet nun auch aus c4 #cj1bg ff4 und c4 #ca1g f4 eine weitere ,besttigung4 ,diese beiden ,stcke wenden sich gegen ,assur84 ,was konnte aber ein nachexilischer ,schriftsteller fr ein ,interesse daran haben1 gegen das ,assur ,jesaias eine ,drohweissagung zu schreiben1 das es doch gar nicht mehr gab8 ,unter ,assur8 kann hier nur ,syrien1 das ,assur8 des zweiten ,jahrhunderts1 verstanden werden4 ,in diese vielbewegte ,zeit der ,seleuzidenherrschaft passen nun auch die in den anderen ,stcken wahrgenommenen ,andeutungen auf ,kmpfe und ,kriegsnte4 ,dahin gehrt das ,brot der ,not und ,wasser der ,drangsal8 in c4 #cj1bj1 das ,erbleichen8 ,jakobs in c4 #bi1bb und endlich auch c4 #bh1f;b1 wo gesagt wird1 dass ,jahwe denen zur ,heldenkraft werden wird1 die den ,kampf zum ,thore zurcktreiben48 ,es ist demnach aus inneren und usseren ,grnden wahrscheinlich1 dass wir als ungefhre ,abfassungszeit der nichtjesajanischen ,stcke unseres ,buches die erste ,hlfte des zweiten ,jahrhunderts v4 ,chr4 anzunehmen haben4 ,sollte die ,annahme ,duhms1 dass c4 #cc aus dem ,jahre #afb stammt -- was freilich nur eine ,vermutung bleiben kann -- richtig sein1 so htten wir damit den terminus ad quem der ,fertigstellung des ,buches c4 #bh-cc gewonnen4 ,denn c4 #cc setzt1 wie wir gesehen haben1 das ,vorhandensein des brigen ,buches bereits voraus und ist hinter c4 #cb1i-ad als zweiter ,nachtrag an dasselbe angeschlossen worden4 ,das lteste unjesajanische ,stck unseres ,buches ist c4 #cj1bg-cc4 ,da es gegen ,assur8 gerichtet ist1 werden wir fr seine ,entstehung etwa das ,jahr #bjj anzunehmen haben4 ,die ,hauptmasse wrde demnach etwa in die ,mitte zwischen #bjj und #afb fallen1 also um das ,jahr #ahj4 ,bestimmtere ,anhaltspunkte fr die ,zeitansetzung finden sich nicht4 ,,iii4 ,wir haben nun im ,vorstehenden auch fr die nichtjesajanischen ,partieen unseres ,buches eine ,scheidung und ,zeitansetzung der untereinander zusammengehrigen ,stcke zu geben versucht4 ,es erbrigt noch1 dass wir aus den gewonnenen ,resultaten einen ,ueberblick ber den ,zweck und die ,anlage unseres ,buches gewinnen4 ,das wird am besten durch eine kurze1 zusammenfassende ,darstellung der ,entstehungsgeschichte unseres ,buches geschehen4#bi ,als im ,jahre #gje v4 ,chr4 der gewaltige ,knig ,sargon von ,assur ermordet worden war1 und der ,babylonier ,merodachbaladan den ,regierungswechsel zu einem ,aufstande benutzt hatte1 schien vielen ,vasallenstaaten des grossen ,assyrerreiches der ,augenblick gekommen zu sein1 das verhasste ,joch abzuschtteln4 ,auch in ,juda regten sich ,abfallsgelste4 ,allein freilich konnte mans nicht wagen2 es galt1 sich mit gypten zu verbinden4 ,die gyptenfreundliche ,partei gewann die ,oberhand2 ein ,freiheitstaumel patriotischer ,begeisterung erfasste alle4 ,nur ein ,mann blieb ruhig1 der ,prophet ,jesaia2 im ,namen seines ,gottes forderte er das ,aufgeben dieser ,plne4 ,nicht auf ,menschen1 auf ,jahwe solle man sich verlassen4 ,glaubet ihr nicht1 so bleibet ihr nicht48 ,er schleuderte seine ,drohungen hinein in das ,volk2 er trat in dem ,tempelvorhofe den trunkenen ,priestern entgegen2 er verkndete den ,leitern und ,machthabern des ,volkes den ,untergang4 ,es half nichts4 ,der ,aufstand im ,bunde mit gypten wurde ,thatsache4 ,heimlich vor dem gewaltigen ,manne verwirklichte man seine ,plne4 ,als ,jesaia davon erfuhr1 hat er wohl noch einmal in gewaltiger ,drohrede das ,strafgericht ,jahwes verkndet4#cj ,aber dann zog er sich zurck3 ,jetzt geh' hinein und schreib es nieder1 und auf ein ,buch zeichne es1 dass es sei fr einen sptern ,tag1 zum ,zeugen fr immer68 c4 #cj1h4 ,dieser ,befehl ,jahwes1 den ,jesaia erhielt1 war der ,antrieb zur ,aufzeichnung des ,buches1 das unserm ,buche ,jesaia c4 #bh-cc zu ,grunde liegt4 ,nicht aus eigenem ,antriebe hat ,jesaia geschrieben2 er fhrt seine schriftstellerische ,thtigkeit selbst auf einen besonderen ,befehl ,jahwes zurck4 ,auch nicht aus blossem schriftstellerischen oder rein historischem ,interesse hat ,jesaia sein ,buch verfasst1 sondern zum ,zeugnis fr einen folgenden ,tag1 um der ,wahrheit willen1 damit ,jahwe in seinem ,propheten ,recht behalte4#ca ,wir drfen darum auch nicht annehmen1 dass die unserm ,buche zu ,grunde liegende ,schrift ,jesaias1 in welcher er sein ,auftreten geschildert hat1 einen allzugrossen ,umfang gehabt habe2 einige kurze ,notizen#cb ber die den ,reden zu ,grunde liegenden ,ereignisse werden die uns jetzt erhaltenen ,stcke verbunden haben1 etwa in der ,weise von c4 #g4 ,welche ,schicksale dieses ,buch bis zum zweiten ,jahrhundert gehabt hat1 ist uns unbekannt4 ,aus c4 #cj1bg ff4 geht indes hervor1 dass auch dieses ,buch von fremden ,einflssen nicht unberhrt geblieben ist4 ,ebenso ist mglicherweise c4 #bh1af sptere ,zuthat4 ,ob unter den fortgelassenen geschichtlichen ,bestandteilen fremde ,stcke waren1 lsst sich natrlich nicht sagen4 ,der ,text der jesajanischen ,stcke ist teilweise sehr verdorben1 zum ,teil auch verloren gegangen4 ,ganz verstmmelt ist c4 #bi1a ff41 wahrscheinlich auch der ,anfang des ,buches2 unvollstndig erhalten ist wohl auch der ,schluss c4 #ca1d4 ,dennoch geht aber aus der grossen chronologisch-sachlichen ,ordnung unserer noch jetzt erhaltenen jesajanischen ,stcke hervor1 dass das ursprngliche ,buch sich ziemlich vollstndig erhalten haben muss4#cc ,endlich ist aber auch dieses ,buch dem ,schicksale so vieler anderen lteren ,schriften verfallen4 ,ein ,apokalyptiker des zweiten ,jahrhunderts besorgte eine neue ,ausgabe dieses alten ,buches4 ,er fand1 dass die darin aufgezeichneten ,gesichte ,jesaias in seiner bedrngten ,zeit sich zu erfllen begnnen4 ,die ,not der ,fremdherrschaft1 unter der seine ,zeit seufzte1 ist die ,erfllung der von dem uralten ,propheten geweissagten ,gerichte ,jahwes ber sein ,volk wegen des ,abfalls1 den sie8 7nmlich die frhere ,generation7 begingen4#cd ,er deutete die darin geweissagte ,bedrngung ,jerusalems auf die syrische ,tyrannei4#ce ,bei dieser ,deutung konnte ihm freilich die geschichtliche ,umrahmung nichts helfen4 ,es kam ihm auch an sich nur auf die ,offenbarungen1 also auf die ,sammlung des reinen ,wortes an4 ,so brach er denn alle wirklichen und vermeintlichen ,reden aus ihrem geschichtlichen ,zusammenhange heraus und verarbeitete sie zu einem neuen ,buche4 ,in den jesajanischen ,gesichten8 7c4 #bi1aa7 war aber nur eine ,seite der ,endzeit hervorgehoben1 nmlich das ,gericht4 ,die andere ,seite1 die ,erlsung und das messianische ,heil1 fehlte4 ,sie hat der ,herausgeber aus seinem eigenen ,schatze hinzugefgt4 ,das sollte kein ,betrug sein und war auch keiner4 ,der ,verfasser schrieb seine ,stcke als notwendige ,erluterungen und ,ergnzungen1 und zwar1 wie er sicher annahm1 ganz im ,geiste ,jesaias4 ,was er ber das zu erwartende ,heil geschrieben hat1 war nicht seine ,erfindung1 sondern zu seiner ,zeit allgemeingltiges ,dogma4 ,ja1 er hat seine ,gedanken zum ,teil aus einem anderen von ihm fr jesajanisch gehaltenen ,buche1 dem ,deuterojesaja1 entlehnt4 ,wie harmlos er den jesajanischen ,stcken gegenbergestanden hat1 ergiebt sich z4 ,b4 daraus1 dass er die ,schilderung ,jesaias von dem ,zuge der jdischen ,gesandtschaft nach ,aegypten c4 #cj1f f4 fr ein geheimnisvolles ,orakel ber die ,tiere des ,sdlandes gehalten hat4 ,seine ,schrift sollte eine ,trostschrift sein4 ,in der ,zeit des ,verfassers fing man an1 an der ,sicherheit des messianischen ,heils irre zu werden4 ,da galt es1 die ,zeichen der ,zeit zu verstehen und sie zum ,trost und zur ,belehrung des ,volkes nach den ,weissagungen der alten ,propheten zu deuten4 ,aus diesem ,zwecke erklrt sich der teils lehrhafte1 teils weinerliche ,ton der ,schrift4 ,die ,gerichte1 die ,jesaia verkndet hat1 geschehen jetzt in eurer ,mitte2 nur noch ein kleines ,weilchen1 dann folgt die grosse ,umwandlung der ,dinge2 du ,volk in ,sion sollst nicht immerfort weinen2 gab auch der ,herr ,brot der ,not und ,wasser der ,drangsal1 so wird er sich jetzt bald eurer erbarmen2 wie man nicht immerfort drischt1 so wird euch der ,herr auch nicht immerfort schlagen4 ,grade die ,trbsal ist ein sicheres ,zeichen des nahen ,heils2 dann wird ,assur8 vernichtet1 ihr aber werdet gesegnet werden48 ,eine derartige ,trostschrift wollte der ,verfasser geben4 ,er that dies1 indem er aus dem jesajanischen ,buche alle wirklichen und vermeintlichen ,reden herausbrach und sie mit seinen ,erklrungen und ,ergnzungen zu einem neuen ,buche verarbeitete4 ,so ist es gekommen1 dass in dem neuen ,buche die beiden sich ergnzenden ,gedankenreihen von ,gericht und ,segen immer abwechselnd zu ,worte kamen4 ,fr den ,zweck der ,schrift konnte das nur um so wirksamer und eindringlicher sein1 jemehr dadurch der eigentliche ,charakter der ,drohreden verwischt wurde4 ,dem ,verfasser aber war diese ,methode durch die ,art der ,gewinnung der jesajanischen ,stcke an die ,hand gegeben4 ,als ,einteilungsprinzip diente ihm das mehrfach in den jesajanischen ,stcken vorkommende 4 ,das wird ihn wohl auch veranlasst haben1 an ,stelle des vielleicht verstmmelten ,einganges des ,buches das in formaler ,beziehung ganz passende ,stck c4 #bh1a-d zu setzen4 ,denn mit einem jesajanischen ,stcke wollte er doch sein ,buch beginnen4#cf ,als ,abschluss seines ganzen ,werkes dichtete er nach dem ,muster von c4 #i1a-f oder c4 #aa1a-i die etwas verunglckte ,weissagung c4 #cb1a-h4 ,ein spterer hat dann in hnlicher ,weise c4 #cb1i-bj hinzugefgt4 ,als zweiter ,nachtrag reihte sich dann noch c4 #cc an4 ,der ,verfasser hat es in seinem ,anfange dem ,buche c4 #bh ff4 nachgebildet4 ,so erschien dann die ,schrift in damaliger ,weise als 1 wurde als solche spter in das ,ganze unseres ,jesajabuches aufgenommen und blieb in dieser ,geltung seitdem unangefochten4 ,dadurch1 dass es der ,kritik gelungen ist1 die widerspruchsvolle ,einheit auch dieser ,sammlung des ,jesaia-,buches zu zerstren1 hat sie der alttestamentlichen ,wissenschaft einen grossen ,dienst geleistet4 ,zunchst ist es dadurch erst mglich geworden1 ein entsprechendes ,bild von der schriftstellerischen ,thtigkeit jenes grossen ,propheten des #h4 ,jahrhunderts zu gewinnen4 ,man hat sich nie eine rechte ,anschauung davon machen knnen4 ,weder die ,annahme einer vorhergehenden predigthnlichen ,ausarbeitung noch die der eigenen nachtrglichen ,niederschrift und redaktionellen ,sammlung seiner in glhender ,begeisterung gehaltenen ,reden konnte befriedigen4 ,die ,aufgabe des ,schriftstellers8 ,jesaia ist gewiss kein ,schaden fr seine ,bedeutung als ,prophet4 ,sehr wohl erklrlich aber ist1 dass ,jesaia1 nachdem er vergeblich durch mndliche ,predigt gewirkt hat1 nun auf ,befehl seines ,gottes davon eine kurze ,darstellung giebt zum ,zeugnis fr einen folgenden ,tag4 ,so wird seine schriftstellerische ,thtigkeit in seine prophetische mit hineingezogen4 ,von weittragendster ,bedeutung ist aber die richtige ,erkenntnis von der ,komposition von ,jesaia c4 #bh-cc fr die inhaltliche ,beurteilung seiner ,prophetie4 ,gehren ihm nmlich in jenen ,kapiteln nur die ,drohreden an1 hat demnach ,jesaia grade in den ,jahren #gje ff4 den ,untergang ,jerusalems verkndet1 so darf wahrlich seine ,bedeutung fr die ,folgezeit nicht mehr darin gesehen werden1 dass er die ,unverletzlichkeit ,jerusalems als der ,gottesstadt festgehalten habe4 ,ja1 es wird dann berhaupt der ,meinung1 die in ihm noch gern den ,propheten einer beglckenden ,fernsicht und milden ,trstung8 sieht1 immer mehr der ,boden entzogen4 ,ihn darf man nicht den ,propheten der ,hoffnung1 wohl aber mehr als alle andern den ,propheten des ,glaubens nennen8 7,hackmann74 ,endlich lsst uns auch die ,erkenntnis der ,komposition unseres ,buches einen lehrreichen ,einblick in die ,arbeit und ,anschauungen des spteren ,judentums thun4 ,denn wir haben es bei diesem ,buche nicht mit blosser ,ueberarbeitung oder mit ,einschaltungen zu thun1 sondern mit vlliger ,umgestaltung einer altprophetischen ,schrift2 und es drfte im ganzen ,kanon kaum eine ,schrift geben1 bei der1 wie an unserer1 der ,zweck und die ,art der ,umgestaltung deutlich zu erkennen wre4 ,duhm ist der erste gewesen1 der dem ,buche c4 #bh-cc den falschen ,schein der ,einheitlichkeit genommen hat2 ,hackmann hat die ,scheidung von jesajanischem und nichtjesajanischem ,materiale auf die richtigen ,prinzipien zurckgefhrt4 ,der ,zweck dieser ,abhandlung ist es gewesen1 durch eingehende ,darlegung der ,komposition des ,buches die ,richtigkeit der von ,hackmann aufgestellten ,prinzipien zu begrnden und dadurch der von ,duhm erffneten ,anschauung von der ,gestaltung dieses ,buches weiter ,bahn zu brechen4 ,sie will an ihrem ,teile einen kleinen ,beitrag liefern zur ,lsung des grossen ,problems1 das die ,erkenntnis von der ,beschaffenheit des ,jesaia-,buches der neueren alttestamentlichen ,forschung gestellt hat4 ,anhang4 #a4 c4 #bh1bc-bi4 ,diese ,dichtung enthlt ein dem ,landbau entnommenes ,gleichnis1 welches das ,verhalten ,jahwes seinem ,volke gegenber abbilden soll4 ,sie hat eine besonders feierliche ,einleitung1 wie sie der ,volkssnger gebraucht1 um die ,aufmerksamkeit auf sich zu ziehen1 und wie sie auch ,jesaia in dem ,gleichnisse vom ,weinberge c4 #e1a nachgeahmt hat4 ,schon dadurch wird es unwahrscheinlich1 dass ihr eine lngere oder krzere ,rede voraufgegangen sei4 ,selbst ,dillmann findet es wahrscheinlich1 dass v4 #bc-bi ursprnglich nicht in unmittelbarer ,fortsetzung von v4 #g-bb gesprochen ist4#cg ,aber auch inhaltlich steht dies ,maschal mit v4 #g-bb in keinem ,zusammenhange1 so dass man annehmen knnte1 ,jesaia habe es nachtrglich selbst als ,fortsetzung an seine jetzige ,stelle gesetzt4 ,die ,ausleger geben sich vergeblich ,mhe1 den ,zweck und ,inhalt der ,parabel mit dem ,vorangegangenen in ,einklang zu bringen4#ch ,betrachtet man die ,parabel fr sich1 so kann ihr ,inhalt nur trstlicher ,art sein4 ,wie der ,landmann nicht immerfort pflgt und eggt1 sondern auch set1 nachdem er den ,boden geebnet hat1 so wird -- das ist die einzig richtige ,parallele1 auch ,jahwe nicht immerfort zerstren1 sondern auch bauen4 ,wie ,dill und ,kmmel nicht mit der ,schleife gedroschen1 sondern mit dem ,stecken geklopft wird -- nmlich1 damit sie nicht beschdigt werden -- so wird auch ,jahwe sein ,volk nicht zu ,grunde richten1 sondern nur zchtigen4 ,ebenso3 wie ,brotkorn nicht vom ,rade des ,wagens zermalmt wird1 sondern nur von der ,spreu geschieden1 so wird ,jahwe auch sein ,volk nicht zermalmen1 sondern es nur so lange strafen1 bis es gereinigt und gelutert ist4 ,denn wunderbar ist sein ,rat1 gross seine ,einsicht4 ,enthlt aber das ,maschal ,trstung1 wie passt es dann als ,fortsetzung zu v4 #g-bb4 ,denn dass ,jesaia1 wie ,meinhold#ci will1 eine versteckte ,drohung gegen die ,magnaten darin habe aussprechen wollen1 ist gnzlich unverstndlich4 ,und noch dazu soll ,jesaia das ,maschal eigens dazu gedichtet haben1 die vorstehende ,drohrede zu verstrken und die ,grossen zu erschrecken6 ,in der ,that1 diese ,erklrung ist kaum wunderbarer1 als der ,fehlgriff ,ewalds1 der1 auf die vorhergehenden ,drohungen wider die trunkenen ,juder zurckgehend1 in der ,bilderrede v4 #bc-bi eine symbolische ,abmahnung von der ,unmssigkeit im ,trinken erblickt4 ,auf andere ,art sucht ,dillmann darzuthun1 dass sich das ,maschal noch im ,gedankenkreis des vorigen ,abschnittes bewegt84 ,denn teils ist es die ,bewunderung des gttlichen ,verstandes1 worauf das ,ganze hinausluft 7v4 #bi71 und darin berhrt es sich mit v4 #ba1 teils wird aller ,nachdruck darauf gelegt1 dass der ,landmann nicht immerfort den ,boden umbricht1 und darin berhrt es sich mit v4 #af f41 wonach ,gott nicht blos zerstrt1 sondern aufbaut84 ,aber v4 #ba und #bi berhren sich nicht so1 wie ,dillmann sagt4 ,beide ,verse drcken zwar eine ,verwunderung aus1 und zwar ber ,gottes ,thun4 ,trotzdem besagt v4 #bi so ziemlich das ,gegenteil von v4 #ba4 ,in v4 #ba wundert sich der ,prophet ber ,gottes ,thun1 weil er es nicht versteht4 ,dem ,propheten selber ist offenbar hchst fremd zu ,mute1 wenn er sich jenes ,werk vorstellt1 dass ,jahwe mit ,assurs wilden ,scharen gegen ,juda zu ,felde ziehen soll3 fremd seine ,that1 wildfremd sein ,werk68 7,duhm74 ,aber freilich1 nach ,dillmann thut ,jesaia den ,ausruf1 weil er es durchschaut1 dass ,jahwe schliesslich doch nicht ,zion vertilgen1 sondern durch die ,strafe seine ,verklrung bewirken wird6#dj ,wo steht davon auch nur ein ,wort8 ,aber der wuchtigen ,rede des ,jesaia wird alles ,mark entzogen1 wenn er am ,schlusse seiner ,drohungen theologisch spintisiert und diesen unausgesprochenen ,reflexionen durch ,worte der ,bewunderung ,ausdruck gegeben htte6 ,nein1 er durchschaut eben den ,ratschluss ,gottes nicht1 daher die ,ausdrcke und 1 aber die ,thatsache ist ihm gewiss3 er hat ,vertilgung als festen ,beschluss ,jahwes vernommen 7v4 #bb71 und es ist auch ihm eitel ,entsetzen1 ,orakel zu deuten 7v4 #ai74 ,ganz anders in v4 #bi1 wo auch durch das am ,anfange deutlich der ,gegensatz zu v4 #ba zum ,ausdruck kommt4 ,insofern stehen allerdings beide ,verse in ,berhrung4 ,in den vorhergehenden ,versen ist durch mehrere dem ,landbau entlehnte ,vergleiche das ,thun ,jahwes verstndlich gemacht4 ,jahwe sucht sein ,volk heim4 ,aber wer sich in seine ,wege vertieft1 der wird erkennen1 dass das ,pflgen und ,dreschen zwar notwendig ist1 aber nicht ewig whren kann4 ,wunderbarlich ist sein ,raten2 aber er fhrt es herrlich hinaus4 ,hier ist theologische ,reflexion4 ,mit ,recht sagt ,duhm#da3 ,das ,stck lst keine scheinbaren ,widersprche1 die in v4 #g-bb enthalten wren und die auch ,dillmann erst nachtrglich einfallen48 ,aber ich kann auch ,duhm#da darin nicht beistimmen1 dass das ,maschal den ,propheten wider den spttischen ,vorwurf verteidige1 dass seine ,drohungen nicht eintreffen4 ,denn es setzt ja ,trbsal voraus und verkndet nicht das ,eintreffen der ,drohung1 sondern das ,ende der ,plagen4 ,nur mit vlliger ,umbiegung seines einfachen ,wortsinnes kann man ihm im ,zusammenhange eine solche ,deutung geben1 wie auch ,duhm es thut4 ,richtiger nach seinem ,wortsinne deutet ,guthe#db das ,gleichnis3 ,so hat auch die ,strafe ,jahwes ein ,ende1 wenn die ,zeit des ,segens herbeigekommen ist48 ,aber um es so deuten zu knnen1 muss er es aus dem ,zusammenhange entfernen4 ,doch giebt er ihm aus seiner ,konstruktion eines zweifachen ,zukunftsbildes eine ,nutzanwendung1 die unhaltbar erscheint4#dc ,das ,maschal ist also weder direkte ,fortsetzung von v4 #g-bb1 noch kann es spter von dem ,propheten an seine jetzige ,stelle gesetzt sein4 ,ja1 es stammt berhaupt nicht von ,jesaia4 ,das ,gleichnis enthlt eine trstliche ,verheissung an das heimgesuchte und geplagte ,volk4 ,die ,situation1 die es voraussetzt1 ist die1 dass das ,volk schon lange ,zeit unter den ,schlgen ,jahwes zu leiden hat4 ,darauf liegt aller ,nachdruck4 ,so beginnt das ,gleichnis schon mit der schmerzlichen ,frage 1 die es ja mit einem trstlichen nein8 beantwortet4 ,ebenso heisst es v4 #bh3 4 ,das ist bisher von den ,auslegern bersehen worden1 weil sie immer den ,jesaia als ,autor vor ,augen hatten4 ,und doch liegt in dem ganzen ,maschal der ,hauptton darauf1 dass das ,volk gerade deshalb1 weil es schon lange ,zeit1 eine ,ewigkeit 7v4 #bh1bc7 unter der ,zuchtrute ,jahwes zu leiden hat1 und deswegen an der ,hlfe und ,erlsung zu zweifeln anfngt1 durch den aus dem ,landbau genommenen ,vergleich auf die einst doch und gewiss eintretende ,zeit des ,segens vertrstet werden soll4 ,diese ,situation passt allerdings gar nicht auf die ,zeit ,jesaias1 wohl aber sehr gut auf die nachexilische ,gemeinde4 ,jesaia hat auch das ,volk nie in seinen ,reden als ein solches angesehen1 das schon zu lange ,zeit unter den ,schlgen ,jahwes leidet1 so dass es nun auf ,erlsung hoffen drfte#dd1 sondern immer als ein solches1 dem das gewaltige ,drohgericht ,gottes noch bevorsteht4 ,das durch den ,inhalt des ,maschals gewonnene ,resultat findet nun noch mehrfache anderweitige ,besttigung4 ,zunchst ist befremdlich1 dass es ganz allgemein gehalten ist und ohne weitere ,nutzanwendung bleibt4 ,das ist sonst nicht ,jesaias ,art4 ,das ,lied vom ,weinberge c4 #e1a ff4 erhlt sofort seine konkrete ,beziehung4 ,fr das nachexilische ,judentum bedurfte es einer solchen nicht4 ,da war die ,situation immer dieselbe4 ,auf die nchterne1 theologisierende ,reflexion ist oben schon aufmerksam gemacht worden4 ,das ,bild des ,landbaues ist an sich passend2 doch wird es durch immer neue ,wendungen breit ausgefhrt1 ohne doch einen neuen ,gedanken zu bringen4 ,auch der ,stil ist matt und raisonnierend vgl4 das v4 #be und den ,anfang von #bh 1 den man als ,frage auffassen muss1 um berhaupt einen ,sinn zu erhalten4 ,oben ist gesagt1 dass der ,eingang der ,einleitung eines ,volksliedes nachgeahmt ist2 aber doch nicht sehr geschickt1 durch blosse ,hufung von ,imperativen1 von denen der eine 77 doppelt vorkommt4 ,ausserdem hat ,meinhold1 wenn auch in anderer ,absicht1 darauf aufmerksam gemacht1 dass in der lteren klassischen ,zeit mit immer eine ,drohung eingefhrt werde2 erst in spterer ,zeit1 wo man fr das unterdrckte ,volk keine ,drohungen mehr hatte1 gebrauchte man das ,wort auch zur ,einleitung in ,trostreden 7,jes4 #cf1a4 #d4 ,jes4 #cg1d f4 #df1c4 #ab etc474 ,wenig geschickt ist die ,vorwegnahme des ,sens in v4 #bd 771 wovon doch eigentlich erst v4 #be redet2 knstlich die ,konstruktion von v4 #bf1 der das ,subjekt erst im #b4 ,stichos bringt2 v4 #bh ist auch in seiner zweiten ,hlfte schwerfllig und wird nicht leichter1 wenn man auch die ,pferde durch ,korrektur beseitigt und liest 7,duhm74 ,denn der erste ,stichos giebt sich nicht als erster ,vordersatz zu erkennen und der ,sinn wird verbogen2 denn nicht darauf kommt es an1 ob das ,brot nach dem ,dreschen zermalmt wird1 sondern dass das nicht durch das ,dreschen geschieht4 ,in v4 #bi streicht ,duhm das 1 weil ,jahwe als ,gott der ,heerscharen nicht der ,lehrmeister der ,bauern war4 ,gewiss nicht fr ,jesaia2 aber wohl fr einen ,spteren1 fr den der ,begriff die konkrete ,frbung nicht mehr hatte4 berhaupt ist die ganze ,auffassung1 dass ,jahwe ,lehrmeister der ,bauern sei1 zu ,jesaias ,zeit angesichts solcher ,stellen wie ,hosea #b1d ff4 kaum so volkstmlich gewesen1 wie unser ,gedicht voraussetzt4 ,sprachlich ,ausschlag gebend ist vor allem das ,wort 1 das zum ,wortvorrat der ,weisheitslehrer gehrt 7,pr4 #b1g4 #c1ba4 #h1ad4 #ah1a4 ,tob4 #e1ab4 #f1ac4 #aa1f4 #ab1f4 #bf1c und die spte und verstmmelte ,stelle ,mi4 #f1i74 ,das ,wort wird also nicht1 wie ,duhm meint1 durch unsre ,stelle als alt erwiesen4 ,endlich sei noch auf die beiden ,begriffe und hingewiesen1 die sehr jung und fr uns unbersetzbar sind4 ,da sie die ,,lxx nicht hat 7nur ,cod4 ,r hat fr 71 streichen sie viele ,ausleger1 wogegen aber ,dillmann ,einspruch erhebt4 ,die ,verse #bc-bi sind nach alledem nicht von ,jesaia2 sie sind vielmehr erst spt verfasst und mit der ,drohung v4 #ad-bb verbunden worden1 um derselben einen ,trostspruch gegenberzustellen4 ,so erklrt sich auch das v4 #bi am leichtesten1 das1 auf v4 #ba f4 zurckblickend1 den festen ,vertilgungsbeschluss ,jahwes im ,blick auf sein wunderbar weises ,walten korrigiert4#de #b4 c4 #cb1ae-bj4 ,gewhnlich nimmt man v4 #ae-bj mit den vorhergehenden ,versen #i-ad zusammen2 und gegen diesen ,abschnitt v4 #i-bj als ganzen hat auch ,stade sein ,bedenken erhoben4 ,es ist aber unmglich1 die ,verbindung beider ,stcke aufrecht zu erhalten4 ,der ,abschnitt v4 #i-bj beginnt mit einer furchtbaren ,drohung gegen die sorglosen ,weiber ,jerusalems und schliesst daran die ,verkndigung des ,unterganges der ,stadt1 um dann pltzlich wieder v4 #ae ff4 in die glnzendste ,zukunftsschilderung einzulenken4 ,dieser pltzliche ,umschwung in v4 #ae ff4 schlgt der vorhergegangenen ,ankndigung der ,verwstung ,jerusalems zu sehr ins ,gesicht1 als dass er nicht ,bedenken gegen seine ,ursprnglichkeit wachrufen msste4 ,sieht man sich den bergang von v4 #ad zu v4 #ae nher an1 so erkennt man dann auch1 dass er nicht von dem hergestellt sein kann1 der v4 #i-ad geschrieben hat4 ,bisher haben sich allerdings alle ,exegeten diesen bergang gefallen lassen4 ,erst ,duhm hat die ,unmglichkeit erkannt1 v4 #ae ff4 mit v4 #i-ad zu verbinden1 obwohl er beide ,stcke dem ,jesaia als ,verfasser zuschreibt4 v4 #ad sagt1 dass ,jerusalem von der ,erde verschwinden soll1 so dass auf ihren ,trmmern wilde ,esel und ,herden weiden werden2 und das soll so bleiben 4 v4 #ae fhrt dann fort3 4 ,dies 18 sagt ,duhm1 ist so unglcklich wie mglich2 denn abgesehen davon1 dass gleich die folgenden ,stichen sich nicht mehr von ihm regieren lassen1 kann doch nur ein in ,zukunftshoffnung schwelgender ,schriftsteller den ,nexus vertragen3 ,jerusalem wird verwstet sein auf ewig1 bis dass das ,gegenteil eintritt48 ,aber man muss noch weiter gehen4 ,denn von dem ,gegenteil8 der ,verwstung1 von dem ,wiederaufbau ,jerusalems1 ist weder in v4 #ae noch in den folgenden ,versen die ,rede4 ,es wird darin vielmehr die innere ,umwandlung1 die ,fruchtbarkeit des ,landes und der ,friede1 der dann im ,lande herrschen wird1 geschildert1 der ,wiederaufbau ,jerusalems aber vorausgesetzt4 ,und doch msste in ihnen grade davon die ,rede sein1 wenn sie auch nur als scharfer ,gegensatz8 die ,fortsetzung von v4 #i-ad bilden sollen4 ,auch hier hat man darum wieder zur ,vergewaltigung des klaren ,sinnes des ,textes in v4 #ad seine ,zuflucht nehmen mssen1 um v4 #ae ff4 auch nur einigermassen als ursprngliche ,fortsetzung zu v4 #i-ad verstehen zu knnen4 ,ob unter der ,knigssitz 7,cheyne71 was doch am wahrscheinlichsten ist1 da das ,wort so absolut und im sing4 steht1 oder ,landhuser 787 oder ,prachtbauten der ,magnaten in der ,stadt zu verstehen sind1 darber kann man streiten2 ebenso darber1 was 7,wartturm ,neh4 #c1be ff487 und 7,hgel1 wohl der sdliche ,teil des ,osthgels #b ,chr4 #bg1c4 #cc1d4 ,neh4 #c1bf4 #aa1ba7 bedeuten soll4 ,aber dass in v4 #ad nicht blos von einem ,verlassen1 sondern von ,zerstrung die ,rede ist1 sollte doch niemand abstreiten4 ,dillmann sagt zwar1 von ,zerstrung sei nicht die ,rede1 sondern von ,verdung1 welche durch die ,fortschaffung der ,bewohner1 zumal der leichtsinnigen ,grossen1 im assyrischen ,sturm bewerkstelligt wird4 ,aber eine verdete ,stadt1 die zur ,wonne fr ,wildesel und zum ,weideplatz fr ,herden geworden ist1 ist doch wohl auch als zerstrt1 ja als gnzlich verschwunden gedacht4 ,dillmann hat es aber ganz bersehen1 sich mit diesem ,schlusse von v4 #ad auseinanderzusetzen4 ,ebenso wie die ,thatsache der ,verwstung ,jerusalems macht auch die ,drohung1 dass es so bleiben werde1 die ,anknpfung von v4 #ae ff4 an v4 #ad unmglich4 ,deshalb hat man versucht1 die ,bedeutung des abzuschwchen4 ,dillmann will es nach v4 #ae8 erklren1 da die ,grundbedeutung des ,wortes ,dauer8 sei4 ,aber schon die ,prposition giebt dem ,worte die ,bedeutung immerdar84 ,dillmann fhrt fr sich die ,stelle #a4 ,sam4 #a1bb an4 ,aber gerade dort bezeichnet den ,dienst ,samuels vor ,jahwe als einen bleibenden im ,gegensatze zu einem nur zeitweiligen4 ,die ,redensart #a ,reg4 #a1ca ist aber doch eben als solche zu verstehen4 ,endlich erklrt ,dillmann selbst das nachher im #ag4 v4 unseres ,kapitels3 auf immer1 hier 767 ohne ,einschrnkung68 ,ist nach alledem v4 #ae ff4 nicht als ursprngliche ,fortsetzung von v4 #i-ad aufzufassen1 so verteilen sich nun auch die von ,stade erhobenen ,bedenken gegen #i-bj auf die beiden ,abschnitte v4 #i-ad und v4 #ae-bj1 und zwar so1 dass die hauptschlichsten und stichhaltigsten auf den letzteren ,abschnitt fallen4#df ,zwar nicht das ist richtig1 dass nach v4 #ae die ,umwandlung der ,natur dadurch vermittelt wird1 dass ein ,geist aus der ,hhe ausgegossen wird2 sondern beides ist zweierlei2 die ,umwandlung geschieht durch ein ,allmachtswunder ,gottes in der ,natur1 und durch die ,ausgiessung des ,geistes werden den ,menschen bersinnliche ,wunderkrfte verheissen vgl4 ,jes4 #dd1c4 ,joel #c1a ff4 ,sach4 #ab1aj4 auch ,jes4 #aa1b f4 ,auch gegen die ,bemerkung ,stades wendet sich ,duhm mit ,recht1 dass die lteren die ,bekehrung als ,wirkung des gttlichen ,gerichts fassen1 welches die ,menschen ber ihre ,snde belehrt und in ihnen den freien ,entschluss zur ,umkehr erweckt4 ,das ,gericht erscheint als ,strafe fr verweigerte ,busse und nicht als ,zuchtmittel4 ,aber damit wird doch nicht das sachliche ,bedenken ,stades entkrftet1 dass in v4 #af und als dona gratiae1 als ,geschenk ,gottes in jener ,zeit verheissen werden4 ,was soll denn sonst v4 #af8 ,hier erscheint doch ,recht und ,gerechtigkeit ebenso als ,verheissungsgut1 wie in v4 #ae die ,ausgiessung des ,geistes und die ,umwandlung der ,natur4 ,und dazu ist allerdings ,ez4 #cf1bd ff4 zu vergleichen4 ,die detaillierten ,angaben dieser ,stelle sind in v4 #af ebenso vorausgesetzt wie in v4 #ae die oben angefhrten ,weissagungen ber die ,geistesausgiessung4 ,dass letztere so kurz erwhnt wird1 als wsste der ,leser schon1 was sie zu bedeuten hat1 giebt auch ,duhm zu2 er meint aber1 dass vor v4 #ae etwas ausgefallen sei4 ,aber wenn das auch so wre1 so knnte das kaum eine ,erklrung ber die ,geistesausgiessung oder deren ,wirkung gewesen sein2 diese knnte nach der ,konstruktion des ,satzes hchstens folgen1 nicht vorhergehen1 v4 #ae b kann man ebenso gut eine unglckliche ,wiederholung von c4 #bi1ag nennen1 wie diesen ,vers als ,nachahmung von v4 #ae bezeichnen4 ,keiner von beiden trgt ,zge der ,ursprnglichkeit4 ,duhm hlt unseren ,vers fr das jesaj4 ,vorbild und erklrt ihn so3 ,die ,wste soll ,fruchtgarten werden und dieser ,fruchtgarten soll wie ein ,wald mit fruchtbaren ,bumen bewachsen sein4 ,das ist doch nur eine verlegene ,umgehung der ,erklrung ,guthes1 nach welcher ,steigerung zu bildet4 ,aber heisst 7wildes7 ,waldgebirge und nicht ,park oder ,obstgarten4 ,freilich passt die gewhnliche ,erklrung des zweiten ,gliedes unseres ,verses als ,gegensatz zum ersten nicht in den ,zusammenhang der ,verheissungen2 aber der einfache ,wortlaut besagt nichts ,anderes4 ,die ,wste soll ,fruchtgarten1 dieser wildes ,waldgebirge werden4 ,die grosse ,umwlzung gehrte eben zum eschatologischen ,dogma1 und die ,verbindung der hierzu gehrigen ,aussagen kmmerte die spteren ,eschatologiker wenig2 je bunter1 um so besser4 ,ist es nicht schon bunt genug1 dass in unserm kleinen ,stcke erst 7v4 #ae;a7 von der ,ausgiessung des ,geistes geredet wird1 dann in v4 #ae;b von der ,naturumwlzung2 dann wieder in v4 #af von der inneren ,umwandlung der ,menschen2 in v4 #ag f4 von dem allgemeinen ,frieden und der ,sicherheit vor ,feinden2 in v4 #ai von dem ,untergange der ,heiden und endlich in v4 #bj noch einmal mit einem ,segenswunsche abschliessend von dem ,glcke und wunderbaren ,aufblhen der ,landwirtschaft6 ,gegenber diesem wirren ,durcheinander hat man gewiss kein ,recht1 bei der ,exegese der einzelnen ,verse auf den inhaltlichen ,zusammenhang derselben unter einander allzugrossen ,wert zu legen4 ,vielmehr zeigt sich hier ein sehr usserlicher ,anschluss an die ,form und den ,ausdruck der ,gedanken4 ,das werden wir gleich sehen1 wenn wir uns nun den einzelnen ,versen unseres ,abschnittes weiter zuwenden4 ,fr v4 #af wird nmlich ,stade ,recht behalten mssen1 wenn er sagt1 dass sich dieser ,vers mhsam an dem in v4 #ae gegebenen ,gegensatze weiter spinnt4 ,denn die in der nach v4 #af das ,recht wohnen soll1 ist doch eigentlich nach v4 #ae gar nicht mehr vorhanden1 sondern zum geworden6 ,wenn ,duhm das damit entschuldigt1 dass fr eine ,viehzucht treibende ,bevlkerung eine 7hier in der ,bedeutung ,trift7 vorhanden sein muss1 und diese nur weiter in die ,wste hineingeschoben zu denken sei1 so ist das schon recht gut2 aber dieser erklrende ,zwischengedanke steht doch eben nicht da1 und v4 #af knpft in der ,form so eng an v4 #ae an1 dass man zuerst an die in v4 #ae erwhnte denken muss4 ,dieser ,anschluss ist also jedenfalls nicht sehr geschickt1 sondern mhsam84 ,in v4 #ag beseitigt ,duhm die ,anstsse3 er streicht das zweite liest statt 8 81 lsst die ,kopula vor weg und erklrt endlich fr einen mssigen ,zusatz4 ,ob solche weitgehenden ,korrekturen in dem sonst gut erhaltenen ,texte1 zumal sie nicht eigentlich ,fehler1 sondern nur ,ungeschicklichkeiten der ,form beseitigen1 erlaubt sind1 drfte doch die ,frage sein4 ,duhm unternimmt die ,korrekturen auch nur unter der ,voraussetzung1 dass das ,stck jesajanisch sei4 ,inhaltlich bleiben freilich auch so nur leere ,allgemeinheiten und abstrakte ,begriffe brig4 ,jesaia wrde kaum so allgemein von einer und geredet haben2 er htte sich gewiss konkret ausgedrckt4 ,von v4 #ah giebt auch ,duhm zu1 dass derselbe unstreitig einen etwas leeren ,eindruck macht28 die ,schilderung ist berladen2 die drei ,ausdrcke ,wohnsttten des ,friedens81 sichere ,wohnungen8 und sorglose ,ruhesitze8 besagen doch ganz dasselbe4 ,das ist freilich nicht ,jesaias ,art2 wo aber sonst schon ,anzeichen fr sptere ,abfassung vorliegen1 ist das nur ein weiteres ,kennzeichen der ,unechtheit1 und man hat kein ,recht mehr1 nur der ungeschickten ,form wegen ,varianten anzunehmen4 ,merkwrdig ist auch der ,ausdruck 2 das ,subjekt des suff4 ist vielleicht ,gott2 in v4 #ae heisst es 1 in v4 #bj 4 ,solcher ,wechsel in der ,person ist bei ,spteren hufig2 vgl4 auch c4 #cc1a mit #b und #c2 ebenso v4 #ad ff4 v4 #ai findet auch ,duhm wieder vollends sonderbar und unbegreiflich84 ,und das mit ,recht4 ,denn mitten in der ,schilderung der goldenen ,zeit redet dieser ,vers pltzlich von den ,schrecken des ,gerichts4 ,allerdings thut er das so dunkel1 dass die ,ausleger schon immer geschwankt haben1 ob sie dieses ,gericht auf ,jerusalem oder ,assur beziehen sollten4 ,auf beide passt der ,wortlaut und ,zusammenhang gleich schlecht4 ,versteht man1 wie die meisten ,ausleger es thun1 unter im #a4 ,gl4 den ,assyrer1 so ist im #b4 ,gl4 der ,ausdruck fr die ,bollwerke der feindlichen ,weltmacht nicht grade glcklich gewhlt4 ,dillmann und andere beziehen den ,vers deshalb auf ,jerusalem3 ,daran muss der ,prophet1 gemss der ,endabsicht des ,stckes1 noch einmal kurz erinnern1 dass ohne schweres ,zorngericht und tiefe ,beugung es nicht abgeht48 ,so findet sich ,dillmann mit der gradezu unerhrten ,stellung dieses ,verses mitten unter den glnzendsten ,zukunftsbildern ab6 ,entkrften lassen sich solche ,behauptungen nicht mehr2 man wird ihnen einfach die entgegengesetzte gegenber stellen mssen3 ,wenn in diesem ,verse ,jerusalem bedroht wre1 so knnte er nicht dem ,zusammenhange angehren4 ,duhm meint1 dass der ,vers vielleicht einem ,gedichte ber ein fremdes ,volk entnommen und von einem ,leser1 dem er bei v4 #ad 787 eingefallen sei1 an den ,rand geschrieben worden sei4 ,dann bleibt doch vllig unerklrt1 wie er spter grade an die unpassende ,stelle gekommen sein soll1 an der er jetzt steht4 ,an seiner jetzigen ,stelle kann er nur auf die feindliche ,weltmacht bezogen werden und ist nur dann erklrlich1 wenn er sowohl wie seine ,umgebung nicht von ,jesaia stammt4 ,denn fr die spten ,eschatologiker fallen die ,bedenken hin4 ,gehrt der ,inhalt nur zum eschatologischen ,dogma1 so hat er sein ,recht im ,zusammenhange erworben4 ,der ,ausdruck fr den ,assyrer ist aus c4 #aj1ah4 #cc f4 verstndlich4 ,unter der ,stadt sind die feindlichen ,bollwerke zu verstehen wie in c4 #bd ff4 ,der ,ausdruck scheint mir lediglich als ,parallele gewhlt zu sein1 um den schon sonst durch ,paronomasien gezierten ,vers mglichst knstlich zu gestalten4 ,denn ich glaube mit ,stade1 dass im ,anfange des ,verses eigens vom ,verfasser gebildet ist1 um mit dem folgenden zu assonieren1 und dass deshalb nicht mit ,secker u4 a4 zu lesen ist4 ,im zweiten ,versgliede entspricht dem ja auch das unglckliche 4 ,so erklren sich wenigstens alle ,schwierigkeiten und ,wunderlichkeiten dieses ,verses4 ,die ,seligpreisung aller1 die die goldene ,zeit erleben1 beschliesst den ,abschnitt4 ,freilich ist auch hier der ,inhalt dessen1 was gemeint ist1 nicht aus dem ,wortlaute allein1 sondern nur aus seiner ,verbindung mit dem als bekannt vorausgesetzten eschatologischen ,dogma zu gewinnen4 ,denn eine ,glcklichpreisung der ,nomaden oder ,landbewohner als solcher ist natrlich hier nicht gemeint4 ,ebensowenig stellt der ,vers den ,lohn treuer ,arbeit in ,aussicht4 ,sondern das will sagen1 dass in jener ,zeit die ,bche nie versiegen werden ,job4 #f1ae4 ,jes4 #eh1aa2 und das zweite ,versglied weist darauf hin1 dass die ,prrie fruchtbar und vllig gefahrlos sein wird4 ,ob ,jesaia von seinen ,zeitgenossen so verstanden wre8 ,der1 der v4 #bj geschrieben hat1 hat doch wohl bei seinen ,lesern die ,bekanntschaft mit dem eschatologischen ,dogma vorausgesetzt4 ,es hat sich uns gezeigt1 dass nicht nur der ,abschnitt c4 #cb1ae-bj als solcher nach ,inhalt und ,form1 sondern auch jeder einzelne ,vers desselben die ,spuren spter ,herkunft trgt4 ,es kann darum von jesajanischer ,abfassung desselben keine ,rede sein4 ,die genaue ,bekanntschaft mit dem eschatologischen ,dogma1 die er voraussetzt und seine ,berhrungen mit sptjdischen ,schriften 7,job4 ,joel4 ,jes4 #bd ff47 zwingen sogar1 fr die ,zeit seiner ,entstehung bis tief ins zweite ,jahrhundert hinabzugehen4 ,genaueres ber die ,zeit seiner ,herkunft lsst sich natrlich nicht sagen1 da sein ,inhalt zu allgemein ist4 ,lebenslauf4 ,ich1 ,martin ,brckner1 evangelischer ,konfession1 bin am #af4 ,juni #ahfh zu ,friedersdorf bei ,goerlitz geboren4 ,mein ,vater ist ,pastor und ,kniglicher ,kreis-,schulinspektor zu ,gersdorf bei ,goerlitz4 ,ihm habe ich die ,grundlage meiner ,bildung zu verdanken4 ,von ,tertia an war ich ,alumnus auf der ,kniglichen ,landesschule ,pforta4 ,diese verliess ich ,ostern #ahhh mit dem ,reifezeugnis1 um in ,tbingen1 ,leipzig und ,halle acht ,semester ,theologie zu studieren4 ,ich besuchte ,vorlesungen und ,seminare bei folgenden akademischen ,lehrern3 ,beyschlag1 ,brieger1 ,buder1 ,erdmann1 ,fricke1 ,gunkel1 ,guthe1 ,haupt1 ,hering1 ,kaehler1 ,koestlin1 ,kautzsch1 ,loofs1 ,spitta4 ,im ,februar #ahic bestand ich in ,halle die erste theologische ,prfung1 absolvierte den ,seminarkursus in ,liegnitz und war ein ,jahr in ,pommern als ,hauslehrer thtig4 ,ostern #ahid wurde ich in das ,predigerseminar zu ,wittenberg aufgenommen1 wo ich an den theologischen und pdagogischen ,vorlesungen und ,uebungen der ,herren ,sup4 ,d4 ,quandt1 ,prof4 ,d4 ,reinicke und ,prof4 ,schmidt teilnahm4 ,im ,mai #ahie wurde ich als ,pastor nach ,altraudten bei ,raudten berufen4 ,allen meinen verehrten ,lehrern sage ich fr vielfache ,anregung und ,frderung auch an dieser ,stelle aufrichtigen ,dank4 ,,fussnoten3 #a ,das ,buch ,jesaia bersetzt und erklrt4 ,gttingen #ahib4 #b ,die ,zukunftserwartung des ,jesaia4 ,gttingen #ahic4 #c ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #g ,anm4 #d ,s4 #ga #e ,mit ,ausnahme des ersten und letzten ,stckes1 die besonders besprochen werden mssen4 #f ,denselben ,bau im ,anfange zeigt auch das kurze ,stck c4 #bi1ae4 #g ,mit ,ausnahme von c4 #bh1a-d und #cb1i-ad4 #h ,bezglich des ,schlusses knnte man sich ja zur ,not mit c4 #ca1d begngen4 ,aber der oben nachgewiesene grobe ,missverstand vieler ,exegeten in der ,auslegung des ,bildes vom knurrenden ,lwen ber seiner ,beute zeigt doch1 dass dies allzukurze ,wort ein nicht vllig gengender ,abschluss des ,ganzen ist4 c4 #ca1a-c redet von der ,vernichtung der beiden verbndeten ,heere3 ,da strzt der ,schtzer und fllt der ,geschtzte8 v4 #d soll nun jedenfalls in gewaltigem ,bilde vom ,lwen den ,untergang der ,stadt ,jerusalem malen4 ,aber ,jesaia sagt in diesem ,verse nur1 dass sich ,jahwe im wilden ,heerzuge der ,assyrer auf ,jerusalem strzen wird4 ,was dann geschieht1 sagt ,jesaia nicht mehr4 ,wahrscheinlich ist1 dass der ,schluss weggefallen ist2 mglich ist aber allerdings auch1 dass sich ,jesaia mit der ,andeutung durch das kurze1 aber packende ,bild begngt hat4 ,das konnte sich jeder selber ausmalen1 wie es der ,beute unter den ,tatzen des knurrenden ,lwen ergehen wrde2 und ,jesaia hat auch sonst nicht1 auch nicht in dem ,bilde vom ,weinberge c4 #e4 die ,zerstrung ,jerusalems mit drren ,worten ausgesprochen4 #i ,s4 #dh4 #aj ,zu c4 #cj1h ,s4 #aie4 #aa ,duhm1 ,kommentar ,s4 #aie4 #ab ,s4 #di4 #ac a4 a4 ,o4 ,s4 #bb ff41 cf4 ,s4 #fb ff41 vgl4 auch ,duhm ,comm4 zu den ,stellen4 #ad ,hackmann will zwar der viel grsseren ,leichtigkeit des ,verstndnisses wegen 7,s4 #fg7 v4 #ah ff4 auf ,israel bezogen wissen2 aber1 wie mir scheint doch mit ,unrecht4 ,denn die ganze ,schrift c4 #g f4 ist gegen ,juda geschrieben2 da htte doch eine solche ,expektoration ber das ,geschick ,nordisraels wenig ,sinn4 ,freilich1 direkte ,fortsetzung der ,rede v4 #ac-af ist v4 #ah ff4 nicht2 v4 #ag ist vom ,redaktor und v4 #ah ff4 sind stark berarbeitet 7vgl4 schon das ewige v4 #ah4 #bj4 #ba4 #bc74 ,die ,verse haben hinter c4 #g ursprnglich vielleicht dieselbe ,bedeutung gehabt1 wie c4 #h1e ff4 hinter c4 #h1a-d3 ,sie sprechen das ,urteil ,jesaias resp4 ,jahwes aus2 aber nicht als ,rede ,jesaias an den ,knig1 sondern nur in schriftlicher ,darstellung4 ,vielleicht haben v4 #ah ff4 einst hinter c4 #h1a-d gestanden und sind vom ,redaktor erst verbessert und vermehrt an ihren jetzigen ,platz gestellt1 um die messianisch verstandene ,immannuelweissagung etwas zu verlngern und zu verzieren4 #ae ,vgl4 darber ,duhm ,comm4 ,s4 #di ff41 und ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #fb-gj4 ,die ,annahme eines ursprnglich geschichtlichen ,zusammenhanges der ,stcke in c4 #g f4 beseitigt jedenfalls sonst unberwindliche ,schwierigkeiten fr die ,annahme jesajanischer ,herkunft derselben1 die sich fr einzelne ,partien 7c4 #g1b-af1 c4 #h1a-d1 #ad f4 #af-ah7 doch immer aufdrngt4 ,hervorgehoben sind die ,schwierigkeiten von c4 #g namentlich von de ,lagarde ,sem4 ,i4 #i ff4 und ,studer ,j4 ,p4 ,th4 ,v4 #gf ff4 ,andererseits meint schon ,ewald 7,i4 #cbj4 #cbi f471 dass die ,erzhlungen dieses ,stckes einst vollstndiger gewesen seien1 und auch ,dillmann 7,comm4 ,s4 #fb7 giebt es als ,eigentmlichkeit des ,stckes c4 #f-i1f an1 dass es geschichtlich angelegt ist84 ,der ,redaktor1 der es bearbeitet und in seine ,sammlung 7c4 #f-i1f7 aufgenommen hat1 hat es natrlich messianisch8 behandelt4 ,das zeigt seine eigene ,weissagung c4 #i1a-f4 ,er dichtet dem ,messias einen dritten ,namen an1 der noch lnger ist als der in #h1a-d genannte und auf die beiden anderen ,bezug nimmt4 ,aus dem ,immanu-el hat er sein ,el gibbor1 aus dem chas-baz sein abi-ad 7daher nicht ,ewigvater1 sondern ,beutevater74 ,der ,wunderrat8 entstammt vielleicht dem wunderbaren c4 #g1aj4 ,der ,friedefrst8 ist eigene ,zuthat1 weil das ,hauptmerkmal des ,messias in seinem ,namen nicht fehlen durfte4 #af ,das trstliche ,schlussstzchen ist unecht und fehlt noch in ,,lxx4 ,vielleicht sind berhaupt v4 #ab f4 zu streichen4 ,sie bringen gegenber v4 #aa nichts ,neues1 reden vielmehr von einer zweimaligen ,deportation1 nachdem in v4 #aa das ,land schon menschenleer geworden war4 ,vgl4 hierber ,duhm ,comm4 ,s4 #dh4 #ag ,die ,mglichkeit so spter ,niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf4 ,duhm zu c4 #f4 ,fr ,jesaia war das eine ebenso glnzende wie innerlich wahre ,rechtfertigung seines erfolglosen ,wirkens1 dass er dennoch den gttlichen ,zweck seiner ,sendung erfllt habe4 -- ,dass c4 #f jetzt vor c4 #g und nicht vor c4 #bh steht1 rhrt daher1 dass es zeitlich dahin gehrt und wahrscheinlich schon bei der ersten ,gesammtausgabe der drei ,schriften ,jesaias an diesen ,platz gestellt ist4 #ah ,zu c4 #bb vgl4 namentlich ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #ajh f4 #ai ber die in c4 #a-e aufbewahrten ,stcke urteilt ,hackmann ,s4 #di1 dass sie von ,anhngern und ,freunden des ,propheten niedergeschrieben sind1 da sich fr den ,propheten kein ,motiv zur ,fixirung der meist kurzen ,sprche finden lasse4 ,indessen besteht vielleicht auch die ,mglichkeit1 dass einzelne von ihnen frher den grsseren geschichtlichen ,darstellungen angehrt haben4 ,zu #c1f bemerkt ,duhm3 ,der ,eingang 7 7 legt die ,vermutung nahe1 dass das ,stck einst einem grsseren ,zusammenhange angehrte48 ,auch die ,weherufe in c4 #e sind wohl aus ursprnglich anderen ,zusammenhngen hergenommen1 denn sie stehen bunt durcheinander4 ,vgl4 z4 ,b4 c4 #e1ah ff4 mit c4 #bh1i4 #bb ff4 c4 #cj1aj4 #bj ,nheres s4 ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #hj ff4 #ba ,juda und die assyrische ,weltmacht3 ,s4 #e ff4 #bb a4 a4 ,o4 ,s4 #ib-ig41 #ajh f4 #bc ,comm4 ,s4 #bba4 #bd ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #acf ff4 #be ,wellhausen3 ,israelitische und jdische ,geschichte4 #ahid4 ,s4 #afe4 #bf a4 a4 ,o41 ,s4 #afd4 #bg ,comm4 ,s4 #ahh4 #bh ,comm4 ,s4 #baf ff4 #bi ,s4 zum ,folgenden ,stade1 ,geschichte d4 ,v4 ,j4 ,i4 #fad ff4 ,wellhausen4 ,gesch4 d4 j4 ,v4 ,s4 #he f4 #cj c4 #cj1i ff4 #ca ,vgl4 auch ,duhm ,comm4 ,s4 ,,xvi3 ,so viel ,jesaia geschrieben hat1 so ist er doch kein ,schriftsteller von ,beruf2 er schreibt teils aus dem allgemeinen ,grunde1 dem mndlich gesprochenen ,worte eine grssere ,ausbreitung und nachhaltigere ,wirkung zu geben1 teils zu dem besonderen ,zwecke1 um gegenber dem ,unglauben der ,mehrheit seines ,volkes ,beweisstcke fr die richtige ,vorhersagung der ,ereignisse zu schaffen48 #cb ,vgl4 hierzu ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #dg4 #cc ,das kommt vielleicht daher1 dass man mit dem ,buche1 das nur ,drohungen enthielt1 nach dem ,exil zuerst nichts ,rechtes anzufangen wusste4 ,uebrigens mgen wohl auch die geschichtlichen ,partieen schon frher mehr vernachlssigt worden sein1 da man an ihnen natrlich immer das geringere ,interesse haben musste1 zumal sie obendrein mit der spteren ,sage von ,jesaias ,stellung zur ,zerstrung ,jerusalems nicht stimmten4 ,ntig ist aber diese ,annahme zur ,erklrung ihrer ,ausscheidung nicht4 ,jene ,zeit stand solchen geschichtlichen ,stoffen vllig kritiklos gegenber4 #cd c4 #ca1f4 ,der ,apokalyptiker hat bei dieser ,deutung freilich nicht das gyptische ,bndnis1 sondern den ,abfall seiner ,zeit1 die ,bilderverehrung1 im ,sinne1 wie v4 #g deutlich zeigt4 #ce ,das spricht er freilich nicht aus1 weil es ihm und seiner ,zeit fr selbstverstndlich galt4 ,bewiesen ist es aber fr uns durch die ,art und ,weise1 wie er seine ,trostsprche von der ,zukunft mit jenen ,drohreden verbunden hat3 c4 #bi1ag4 #cj1ah4 #cb1ae4 #bi1e f4 ,aus diesen ,stellen geht deutlich hervor1 dass der ,verfasser den ,eintritt der goldenen ,zeit in engen zeitlichen ,zusammenhang mit dem ,eintreten der ,drohgerichte bringt1 und dass er sein ,volk gerade durch diesen ,hinweis belehren und trsten will4 ,daraus ergiebt sich1 dass er die ,drohweissagungen in seiner ,gegenwart erfllt sieht4 #cf ,die ,wahl dieses gegen ,samarien gerichteten ,stckes zeigt wieder deutlich die vllige ,kritiklosigkeit des ,verfassers4 #cg ,comm4 ,s4 #beh4 #ch ,eine ,zusammenstellung der verschiedenen ,auslegungen bei ,dillm4 a4 a4 ,o4 ,s4 #beh4 #ci ,studien u4 ,kritiken #ahic4 ,s4 #a-df4 #dj ,comm4 ,s4 #beg4 #da ,comm4 ,s4 #agh f41 vgl4 auch ,hackmann a4 a4 ,o4 ,s4 #dj4 #db ,das ,zukunftsbild des ,jesaia4 ,akad4 ,antrittsvorles4 ,leipzig #ahhe4 #dc ,guthe findet in dem ,klopfen8 des ,kmmels und ,dreschen8 des ,brotes den ,unterschied1 dass ,israel die hrteren1 ,juda die milderen ,strafen zu erleiden hat4 ,aber beides bezeichnet dieselbe ,sache4 ,dill wird eben geklopft1 ,korn mit der ,schleife gedroschen4 #dd ,auch c4 #a1d ff4 nicht4 ,von ,vergebung und ,ende der ,plagen ist da keine ,rede4 v4 #h ,schluss und v4 #i scheinen mir ,glossen zu sein4 ,das passt nicht zu den vorhergehenden ,bildern und scheint hinzugesetzt1 weil diese zu respektswidrig sind4 ,in v4 #i deutet sowohl als als auch der anders wie in v4 #aj gestimmte ,vergleich mit ,sodom und ,gemorrha auf sptere ,zeit4 #de ,genaueres ber die ,verbindung des ,abschnittes mit dem ,vorstehenden ,s4 #df ber den ,abschnitt v4 #i-ad vgl4 ,duhm1 ,comm4 ,s4 #bab f4 ,der ,haupteinwand ,stades1 dass die ,erwartung1 dass ,jerusalem verwstet werden solle1 mit ,jesaias sonstigen ,zukunftserwartungen nicht wohl vereinbar8 sei1 spricht angesichts solcher ,stellen wie c4 #e1ad4 #ag4 c4 #bb1ad4 c4 #f4 c4 #g1ah ff4 c4 #b1ab ff4 eher fr als gegen ,jesaias ,autorschaft4